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Ausgabejahr 19 ¡ Juli 2017

Mann, oh Mann! Oldtimer, Slacklining & Bärte

Ohren auf!

Kostenlos zum Mitnehmen

Vorsicht, bissig! Auf Krokodil-Safari in Florida

Jazz, Klassik & ein Sommerhit

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Inhalt

espresso Magazin, Juli 2017

INHALT

SHOOTING: INFLUENCERIN NADINE ÜBER IHRE LEIDENSCHAFT

32 DRAHTSEILAKT: SLACKLINING-WELTREKORD IN PFAFFENHOFEN

Foto: www.frank-stolle.de

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Foto: Nadine Bauer / herzundbild.de

GESELLSCHAFT 18

MOGST MI? Es wird wieder geheiratet

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BUNTES BERLIN Tipps für einen Kurztrip in die Hauptstadt

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IM RALLYEFIEBER Die Geisers bei der Alpenrallye in Kitzbühel

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VORSICHT, BISSIG! espresso-Leserin Heidi Wecker auf Krokodil-Safari in Florida

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HEIß AUF EIS Wie sich Christioph Kiefersauer vom ERCI auf die neue Saison vorbereitet

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GARTENTRENDS So machen Sie Ihren Garten zum Garten Eden

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JAZZ-PERLEN Echo-Jazz-Preisverleihung in Hamburg

ZUM VERGNÜGEN 96

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WIR WOLLEN‘S WISSEN Bei der großen Leserumfrage teilnehmen und tolle Preise gewinnen


espresso Magazin, Juli 2017

Inhalt

Schöne Mogelpackung!

Stefanie Bergmüller, Chefredakteurin espresso

Wir leben in einer Zeit, in der wir Statements setzen, mit all dem, was wir täglich tun: Mit der Kleidung, die wir tragen, mit dem Essen, das wir konsumieren, was wir lesen, wo wir einkaufen, wie wir unsere Haare stylen und unseren Körper formen. Von der individuell bedruckten Wasserflasche bis hin zum bedufteten Einhorn-Klopapier. So schön verpackt, das lässt sich prima auf Instagram verbreiten. Doch ist da, wo „Einhorn“ draufsteht, auch wirklich Einhorn drin? Oder machen wir uns alle etwas vor? Perfekt gestylt für das Urlaubs-Selfie auf der Sonnenliege, schnell noch sämtliche Gesichtszüge mit Weichzeichner entfernt, einen warmen Filter über den Schappschuss gelegt (soll ja niemand mitbekommen, dass der Urlaub gar nicht so schön sonnig war). Zurück zum Hotel (WLAN gibt es am Strand meistens nicht). Facebook auf, Bild rein. „Live for the moment“ als Statement gesetzt. Der Moment mit dem Partner hingegen ist ruiniert. Und das alles, um die Missgunst der Facebook-Gemeinde zu ernten? Wann hören wir endlich damit auf, uns das Leben selbst schwer zu machen? Wie wäre es mit: jetzt sofort. Handy weg, das espresso Magazin reicht in diesem Moment vollkommen aus. Schluss mit Fotoretusche: Kosmetikerinnen und Schönheitskünstler finden Sie bei uns im Heft. Sollte Ihre Ausdauer nicht bis Seite 100 reichen, wir haben auch Fitness- und Figurstudios im Angebot. Wenn doch, dann nehmen Sie sich bitte Zeit für unsere große Leserumfrage auf Seite 96. Es winken tolle Preise - selbstverständlich schön verpackt! Viel Vergnügen beim Lesen wünscht

Unsere Medienberaterinnen:

espresso lesen - bis zum

Evelin Raffalt 0841/95154-110 raffalt@espressomediengruppe.in

Kaffeesatz Natali Motter 0841/95154-112 motter@espressomediengruppe.in

Titelfoto Foto: Nadine Bauer / herzundbild.de Model: Kaan Tosun

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espresso Magazin, Juli 2017

Shooting

„Männer sind sehr unvoreingenommen. Die Posen absolut natürlich. Das ist die beste Voraussetzung für ein einzigartiges Portrait.“

Mann, oh Mann!

oben: Model Kaan Tosun, Shooting in München unten: Fotografin Nadine (33) aus Wettstetten mit TV-Bachelor Sebastian. (Fotos: www.herzundbild.de)

Fotografin und Influencerin Nadine von www.herzundbild.de liebt Männerportraits

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TV-Bachelor Sebastian vor Nadines Kamera

Warum fotografierst du so gerne Männer? „Neben Firmenaufträgen und Fashionbloggern fotografiere ich unheimlich gern Männer. Die Atmosphäre bei diesen Shootings ist sehr locker und somit kommen wirklich immer außergewöhnliche Portraits zu Stande. In einer Reihe von Bildern arbeite ich ihre Charakterzüge heraus und das geht mit Männern ein wenig leichter. Loris Karius war einer davon. Er ist Keeper beim FC Liverpool und ein sehr smarter Typ. Die Bilder findet ihr auf meinem instagramaccount @herzundbild.“

Welchen Mann hättest du gerne einmal vor der Linse? „Wenn ich mir jemanden aussuchen könnte, wäre es Zlatan Ibrahimovic. Ich fotografiere gerne Persönlichkeiten mit ausgefallenem Charakter, vielen Tattoos und einem coolen Lifestyle.“

Was ist das Geheimnis eines guten Bildes? „Als erstes, das Vertrauen zwischen Fotograf & Model. Ich gehe wertungsfrei an die Menschen heran, denn nur so sehe ich völlig unerwartete Dinge. Der Moment spielt auch eine große Rolle. Ein Bild entsteht im Bruchteil einer Sekunde, ein Moment, in dem das wahre Ich zum Vorschein kommt. Das perfekte Licht macht es unglaublich geheimnisvoll. Und am Ende ist es die Mischung, die ein Bild zu einem guten Bild macht.“ 12


espresso Magazin, Juli 2017

Shooting

Welches Accessoire darf beim Shooting nicht fehlen? „Keep it simple. Mir geht es in einem Bild um die Identität, den Charakter, die Einzigartigkeit eines jeden Einzelnen. Das Gefühl, das ich bekomme, wenn ich diese Bilder sehe. Ähnlich wie bei einer Reihe von Bildern, die Eve Arnold von Marilyn Monroe aufgenommen hat. Ein interessanter Mensch, ein Lächeln oder ein verträumter Blick, eine atemberaubende Lichtstimmung, das sind meine Accessoires. Mehr benötige ich nicht.

An welchen Plätzen shootest du gerne? „Ich liebe Urbanität, Bahnhöfe, Orte an denen etwas in Bewegung ist. Aber genau so gern shoote ich an modernen Locations, die Spielraum für Emotionen lassen. Es kommt immer ganz darauf an, was das Model für ein Typ Mensch ist. Es muss passen.

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Philipp Stehler – Influencer und Darsteller bei „BERLYN“. Die Bilder entstanden im BOLD Hotel in München.

Du hast knapp 15.000 Follower auf Instagram... „Instagram ist mein absolut größtes Hobby! Wobei die Fotografie auch komplett dazu gehört. Ich poste regelmäßig Bilder über mein Leben. Fashion, Lifestyle und Travel, gehört alles dazu. Ab und zu kommt auch mal ein Text über aktuelle Lebensereignisse. Ich habe zwei Kinder und da gibt es oft jede Menge zu erzählen.“ (instagram.com/herzundbild)

Hast du einen Tipp für diejenigen, die einfach mal schöne Bilder von sich haben möchten? „Für ein Bild möchte man sich in Szene setzen, gar keine Frage. Aber ich gebe immer den Tipp, in Bewegung zu bleiben. Ich persönlich mag gestellt Posen nicht. Ich empfehle Dinge zu tun, die man aus dem Alltag kennt, geläufige Bewegungen. So entstehen unfassbar schöne und natürliche Bilder.“

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Shooting

Gibt es jemanden der dich inspiriert? „Ich lasse mich von meinem kompletten Umfeld inspirieren. Ein Beispiel: Als ich mit Pärchen-Shooting begonnen habe, waren diese immer etwas verkrampft. Das Paar wusste nicht, was es tun sollte und ich auch nicht. Was passiert? Die Posen wirken verkrampft und das Bild wird in meinen Augen nicht schön. Dann habe ich begonnen mir Inspiration da zu holen, wo sie am natürlichsten ist: Im Supermarkt, in Cafés oder einfach auf der Straße. Ich habe junge Paare beobachtet, wie sie miteinander umgehen, wie sie sich berühren und miteinander sprechen. Das sind Posen, die 100% echt sind. Ab dann hatte ich Bilder, die den Hashtag „couplegoals“ auch wirklich verdient haben. Zusammengefasst sind meine Inspirationsquellen laute Musik, meine Umgebung und Locations. Wenn ich unterwegs bin, denke ich sofort an jedem noch so coolen Gebäude darüber nach, was oder wen ich dort fotografieren könnte.“ (sb)

Nadine in L.A.

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Lifestyle

So kommen sich bei den Sommer-Tanztagen die Freunde des Latino-Styles in Salsa-Kursen, beim Bachata oder Tango Argentino näher. Swing-Liebhaber dürfen sich u. a. auf Workshops für Balboa, Charleston, Lindy Hop und Rockabilly-Jive freuen. Gesellschaftstanz-Kurse sind diesen Sommer besonders stark vertreten und sowohl für Einsteiger, als auch für erfahrene Tanzpaare bietet das Programm neue und wertvolle Kurse.

12. Ingolstädter Sommer-Tanztage Über 50 Tanzkurse, Workshops & Partys

Kompetente Gast-Coaches Sie sind Profis auf ihrem Gebiet, unterrichten aktuelle Tanztrends und absolute Neuheiten der Tanzszene: renommierte Gast-Coaches. Die TanzExperten bereichern jedes Jahr wieder maßgeblich das Programm der Ingolstädter Sommer-Tanztage. Den höchst professionellen Unterricht, kombiniert mit den unnachahmlichen EntertainmentQualitäten unserer Tanzlehrer/innen dürfen Sie sich nicht entgehen lassen! Wir sehen uns, Ihr Frank Berndl und das ganze Tanzstudio-Süd-Team Tanzstudio-Süd - Ostermairstr. 14 - Ingolstadt Tel. 0841–9310514 - www.tanzstudio-sued.de

Mit uns kommen Sie ins Tanzfieber. Bereits zum 12. Mal veranstaltet das TanzstudioSüd dieses Highlight für Ingolstadt und Umgebung. In Kursen, Workshops und bei Partys kann sich jeder vom 1. Juli bis 10. September tänzerisch richtig austoben. Der Tanzfreak probiert Brandneues aus, der Einsteiger macht endlich den ersten Schritt in einem Einsteigerkurs. Alles in kurzen und knackigen Kursen, ohne Vertrags-Bindung. Von Contemporary bis Zumba – solo oder gemeinsam Als Single in die Tanzschule? Im Tanzstudio-Süd kein Problem! Denn auch in diesem Sommer stehen neben den beliebten Kursen für Paaren, wie Discofox und Walzer, auch viele Kurse für Solisten auf dem Programm: Salsa-Lady Styling, Burlesque oder Laufen-in-Highheels machen solo jede Menge Spaß. Social Dancing und Gesellschaftstanz für Paare Beim Social Dancing ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem (Tanz-)Partner den Tanz genießen können und Freude daran haben. Beim Gesellschaftstanz ist der Spaß nicht weniger wichtig. Während Gesellschaftstänze auf Bällen und in Tanzsälen getanzt werden, reicht den Social Dancern oft die kleinste Tanzfläche in der Kneipe. Besonders kennt man das in der Salsa-, Tango und SwingSzene. 17


Fotos: Kajetan Kastl

Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel traute das Paar im Alten Rathaus.

Vertraut IN-City-Chef Thomas Deiser heiratete seine Martina Eigentlich war Oberbürgermeister Christian Lösel im verdienten Pfingsturlaub. Doch er nahm sich die Zeit, um Thomas Deiser (CSU-Stadtrat und Vorsitzender von IN-City) und dessen Braut Martina Gönner im historischen Sitzungssaal des Alten Rathauses zu trauen. Etwa 150 Freunde des Brautpaares hatten sich eingefunden, um der Trauung beizuwohnen und anschließend im Corso Italia in der Theresienstraße zusammen zu feiern. In der Trauungsrede zu Beginn der Zeremonie plauderte Christian Lösel aus dem Nähkästchen und offenbarte dem sichtlich amüsierten Freundeskreis vieles über das Brautpaar. Da wurden die temperamentvolle Braut und der stoische Bräutigam gehörig auf die Schippe genommen. Es wurde bekannt, wie Thomas Deiser die Braut in einem Café kennenlernte: Martina Gönner zeigte einer Freundin auf dem Handy von ihr gemalte Landschaftsbilder. Thomas

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Deiser saß am Tisch daneben und ließ sich mit „extrem geheucheltem Interesse“ (seine Aussage) die Aufnahmen zeigen, um mit seiner nunmehrigen Ehefrau ins Gespräch zu kommen. Christian Lösel verriet auch, wie es dazu kam, dass der geborene Junggeselle Deiser plötzlich „ehewillig“ wurde. „Sie hat die Kinder auf mich gehetzt“, erzählte Deiser im Vorfeld der Trauung schmunzelnd dem ehrenamtlichen Standesbeamten Lösel. Mit einem Vorurteil räumte der Oberbürgermeister bei dieser Gelegenheit auf: „Trauung“ kommt nicht von „sich trauen“, sondern von „sich vertrauen“. Und alle Gäste spürten ohnehin, wie stark das wechselseitige Vertrauen der Brautleute ist. Zwar war das „Ja-Wort“ der Braut sehr leise („Ich habe da schon Hoffnung geschöpft“, erzählte der Bräutigam lachend beim anschließenden Empfang). Doch spä-


Verliebt, verlobt, vertraut - im Kreise der Familie und Freunden gaben sich Thomas Deiser und seine Martina das Ja-Wort.

testens als Christian LĂśsel vom gemeinsam ausgesuchten Familienstammbuch sprach und die nunmehrige Ehefrau sofort bestimmt und deutlich bekundete, dass sie das allein ausgesucht habe, wurde klar, dass die eingangs gegebene Beschreibung der jeweiligen Temperamente zutreffend war.

Familie, Freunde und Stadträte feierten im Corso Italia.

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Filmreif Die Liebesgeschichte von Corinna und Simon Schrรถder 20


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Fotos: Franziska Märkl Fotografie / www.franziskamaerkl.de


Hochzeit

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Die Kennenlerngeschichte von Corinna und Simon Schröder könnte fast einem Hollywoodfilm entspringen. Ort des Geschehens war zwar weder L.A. noch Venice Beach, aber auch in Bayern werden Geschichten geschrieben, zum Beispiel bei einem der legendären Hofstetten-Treffen, welche alle fünf Jahre in einem unterschiedlichen Hofstetten stattfinden - davon gibt es in Deutschland so einige. Sie (zarte 16), unterwegs mit dem Ski-Club und ihren Eltern. Er (gerade mal 18) mit Freunden auf selbigen Dorffest zum Feiern verabredet, sitzt am Tisch gleich nebenan. Corinna war gerade frisch getrennt von ihrem Exfreund, da wollte sie ihr Papa schon wieder unter die Haube bringen. Am besten gleich mit dem feschen Kerl, der da am Nachbartisch saß.

„Würd dir mei Tochter ned g`foin?“ fragte Corinnas Papa den jungen Mann aus Kipfenberg ganz dirket. „Ja, sche is scho!“

Ihr Brautkleid fand Corinna bei „Mein Hochzeitsladen“ in Lenting, die Blumen kamen von Blumen Schmidt in Wettstetten, die Ringe von Bilz in Eichstätt, das Hochzeits-Make up war von Angelique Frickel.

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Fotos: Franziska Märkl Fotografie / facebook : Franziska Märkl Fotografie

Hochzeit

antwortete der damals 18-Jährige, nutzte die Gunst der Stunde und gesellte sich dazu. Noch am gleichen Abend wurde geschmust - am Tisch, vor den Augen der Eltern. Das Ganze ist zehn Jahre her. Warum ihr Papa sie damals verkuppeln wollte, versteht die gebürtige Pettenhofenerin immer noch nicht ganz: „Eigentlich ist das gar nicht seine Art!“ Für das Paar war es jedoch eine glückliche Fügung. Wer weiß, wie es ohne die Worte des Papas sonst gekommen wäre. Bis 2012 führten der Polizist und die Justizfachwirtin eher eine Fernbeziehung, bis sie beide nach München in eine gemeinsame Wohnung zogen. Der Heiratsantrag folgte 2015. Corinna war in München arbeiten, Simon holte sie ab und wollte sie mit einem Essen in einem feinen Restaurant überraschen.

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Hochzeit

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„Eigentlich könnt‘ ma wieder geh...“ Ein 7-Gänge-Menü wartete auf das Paar im Kurfürst in Oberschleißheim. „Ich fühlte mich irgendwie unwohl in diesem feinen Restaurant, denn ich hatte noch meine Alltagskleidung an“, erzählt Corinna. „Eigentlich wollte ich wieder gehen und sagte das auch zu Simon“, schmunzelt sie. Dass ein Heiratsantrag folgen würde, ahnte sie

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nicht. Bis zum Dessert musste sie sich gedulden. „Eigentlich wollte ich den Ring unter einer silbernen Kuppel servieren lassen, aber das Restaurant hatte keine. Da hat ihn der Koch auf dem Dessertteller platziert. Trotz Schatulle in der Mitte des Tellers hat ihn Corinna komplett übersehen und erst bemerkt, als ich sie darauf hinwies“, lacht er. „Ein paar Engländer am Nebentisch haben es bemerkt und applaudiert. Die Hochzeit folgte im Mai diesen Jahres. espresso wünscht alles Gute! (sb)

„Corinna liebt Essen, da hat sie den Ring glatt übersehen“


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Gesellschaft

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Fotos: Kajt Kastl

Aydar Gaynullin war nicht nur Solist des Abend, er führte auch durchs Programm

Musikalische Donaubelebung Die ersten Sunset Orchestra Nights am Donaustrand

Die Premiere der Sunset Orchestra Nights am Ingolstädter Donaustrand ist gelungen! Das Publikum bedankte sich mit lang anhaltendem Applaus für ein musikalisches Freilufterlebnis, das zur regelmäßigen Einrichtung im Terminkalender der Stadt werden könnte. Vor Beginn des ersten Konzerts am Freitag Abend richteten sich die Blicke noch wechselweise nach oben oder auf das Smartphone, denn Wetterapps mit Regenradar hatten an diesem Abend Hochkonjunktur. Hier und da tröpfelte es ein wenig. Doch der Optimismus der Veranstalter sollte sich auszahlen: Sie ließen kurz vor dem ersten Ton die zwischenzeitlich errichteten Pavillons auf der Bühne entfernen. „Sie sitzen am schönsten Platz in ganz Ingolstadt“, meinte Donaustrandbetreiber Reinhard Hölzl. Seine Idee für den Donaustrand, die vor fünf Jahren geboren wurde, wurde nun um eine neue Variante, ein Konzert mit klassischem Orchester, erweitert. 26

„Wir wollen raus aus dem Konzertsaal und die Kultur näher an die Donau bringen. Wir wollen die Donau beleben“, erklärte der Geschäftsführer des Georgischen Kammerorchesters, Tobias Klein. „Das unterstützen Sie dadurch, dass Sie gekommen sind!“ Zwar hätten noch einige Plätze besetzt werden können, aber am Samstag konnte man dann „volles Haus“ vermelden. Mächtig Freude hatte an beiden Abenden Aydar Gaynullin. Der Bandoneon-Virtuose und Komponist gab im wahrsten Sinne des Wortes den Ton an und legte mit dem Georgischen Kammerorchester inkl. E-Gitarren und Schlagwerkunterstützung ein wildes Konzert hin. Sting, Astor Piazzolla, Ivanov und Gardel waren zu hören, nach der Pause sogar „The Prodigy“ oder „Nirvana“. Als Zugabe gab es am Freitag ein Feuerwerk (das zum Pfingstvolksfest gehörte) und es erklangen Lieder von Rammstein, während sich Gewitterblitze zeigten. (ma)


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Die Hofmanns nutzten das Konzert für einen Familienausflug.

GKO-Geschäftsführer Tobias Klein war glücklich, dass das Wetter hielt

Gesellschaft

V.l.: Patricia Klein, Peter Springl und Friederike Stöckl

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Heimliche Heimat: espresso-Mitarbeiterin Natali Motter hat zehn Jahre in Berlin gelebt.

Special-Berlin-Tipps: Übernachten: The Circus hostel Mobilität: Unbedingt einen Emmy Elektroroller mieten und dann durch die Stadt ohne Stau brausen Frühstück: Cafe November, Cafe Kapelle Shopping: Boutique Ofelia und The Corner Nightlife: Odessa Bar Restaurants: 893, Dottir, Die Fleischerei, Die Gärtnerei 28

„In Berlin herrscht das Peter-Pan-Syndrom… keiner will erwachsen werden!“


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Lifestyle

BERLIN Eine Stadt ohne Ende

Bunt und bezaubernd Berlin tickt anders Berlin...? Yes! Hier bekommt man die beste Schokolade und geröstete Kaffeebohnen der Stadt: Schokoladenhaus BELYZIUM, Lottumstraße 15, 10119 Berlin

Berlin ist immer eine Reise wert, denn in unserer Hauptstadt herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. Sie bietet alle Facetten einer Großstadt. Berlin ist bunt, multikulti, schräg und laut und voller Touristen aus aller Welt. Doch es gibt auch Ecken und Plätzchen, die man als Berlin-Besucher nicht sofort findet. Hier sind meine Geheimtipps für einen Wochenend-Trip in die Hauptstadt: Outdoor-Locations für den Sommer: Klunkerkranich: Café, Bar, Lounge mit Blick über die Stadt, Neukölln Arcaden, Karl-Marx-Straße 66, auf dem obersten Parkdeck, 12043 Berlin Bei Wheadon in der Steinstrasse 17 in Berlin Mitte bekommt man die beste Gesichtsbehandlung der Stadt - und die passenden Pflegeprodukte für Zuhause! Danach fühlt man sich wie neugeboren und kann wieder mit frischer Energie die Stadt unsicher machen!

Birgit&Bier: Biergarten und Open Air Club, direkt an der Mündung des Landwehrkanals in die Spree, Schleusenufer 3, 10997 Berlin Holzmarkt: Badeschiff, Outdoor Pool, Sonnendeck, Lounge und Bar an der Spree, Eichenstrasse 4, 12435 Berlin Cafe am neuen See: Traditionelles Café und Restaurant mitten im Tiergarten mit Bootsverleih, Lichtensteinallee 2, 10787 Berlin Hafenküche: Frühstück, Mittag- und Abendessen mit Bootsverleih, Zur Alten Flussbadeanstalt 5, 10317 Berlin

Entspannen und genießen am Schleusenufer

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Lifestyle

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Flohmarktbesuche gehören einfach zu Berlin, der Flohmarkt am Arkonaplatz in Berlin-Mitte findet jeden Sonntag statt. Von Antiquitäten über Lampen bis Porzellan ist für jeden Sammler etwas dabei. Hier kann man feilschen, stöbern und staunen. Weitere Flohmärkte in der Stadt: Antikmarkt am Ostbahnhof, Antikmarkt Goerzallee, Trödelmarkt in der ufa-Fabrik und der Flohmarkt am Boxhagener Platz. Berlin ist entspannt und aufregend zugleich. Und an einem Wochenende wird man von Berlin nur einen kleinen Ausschnitt kennenlernen, aber deshalb muss man einfach immer wieder kommen! Berlin wartet darauf, entdeckt zu werden! (nm)

„Berlin ist eine Stadt, verdammt dazu, ewig zu werden, niemals zu sein.“ Karl Scheffler

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Glasfolien Design Glasdekorfolien sind selbstklebende Folien, die einer Glasfläche das Aussehen von sandgestrahltem bzw. geätztem Glas verleihen. Sie bieten einen optimalen Sichtschutz ohne Lichtverlust. Durch die sehr günstigen Anschaffungskosten im Vergleich zur herkömmlichen Sandstrahlung und die einfache Reinigung mit handelsüblichen Haushaltsreinigern sind sie nicht nur für Geschäftskunden, sondern auch für den Privatbereich sehr gut geeignet. Ein Teil des Einsatzgebiets dieser langlebigen Folie ist: • Glastrennwände • Glastüren • Büroelemente • Wintergärten • Terrassenverglasungen • Bäder • Wellness Die Einsatzmöglichkeiten sind nahezu unendlich, denn Glasdekorfolien sind im Außen-, Innen-, und sogar Nassbereich einsetzbar. Denkbar ist beispielsweise eine Verklebung von Streifen an Türen oder Trennwänden bis hin zu Ornamenten, Logos und Mustern – hierbei sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Jede Fläche wird also nach Ihren Vorstellungen zum Unikat – exklusiv und innovativ. Die Folie ist sehr langlebig und kann trotzdem auch nach vielen Jahren wieder rückstandlos entfernt werden. Durch unsere praktische Erfahrung von über 20 Jahren mit diesen Folien können wir Ihnen von der Beratung bis zur Montage alles aus einer Hand bieten.

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Sommer, Sonne, Slackline Lukas Irmler, Friedi Kühne und Tim Heinrichs stellen Slackline-Weltrekord in Pfaffenhofen auf Schon vor hundert Jahren kamen Zirkusleute nach Pfaffenhofen, und Seiltänzer balancierten über hundert Meter lange Drahtseile, die am Kirchturm befestigt waren. Das war damals schon eine Schau und heute funktioniert es noch immer. Das Drahtseil wurde modernisiert zur 250 Meter langen Slackline, gespannt zwischen Kirchturm und Rathaus, auf 40 Metern Höhe! Die Slackliner Tim Heinrichs aus Pfaffenhofen, Lukas Irmler aus Freising und Friedi Kühne aus München - letzterer trat schon bei „Wetten, dass..?“ auf - schafften es vor rund 5000 Besuchern auf dem Pfaffenhofener Hauptplatz, einen neuen Slackline-Weltrekord im innerstädtischen Bereich aufzustellen. Im Gegensatz zu den Seiltänzern vor vielen Jahren waren sie gesichert. Mitgefiebert wurde dennoch bis zum Schluss – mit kühlen Cocktails und Eis im Liegestuhl am Stadtstrand oder an einem der Foodtrucks, die leckeres Streetfood servierten. Der ein oder andere Besucher probierte den Gang über eine bodennahe Slackline sogar selbst aus. Die Firma Hipp aus Pfaffenhofen hatte das Event und die sportlichen jungen Männer gesponsert. Mit einer Glücksradaktion und einem Stand präsentierte sich das Unternehmen. Das Bayerische Fernsehen berichtete live. Die Veranstaltung zählte sicherlich zu den Highlights des diesjährigen Kultursommers. Mit dazu beigetragen hat auch die Trickline-Show: Auf einer separat gespannten Slackline in 1,80 Metern Höhe zeigten die Slackliner spektakuläre Tricks. Aber nicht nur die Highline-Läufer waren dort zu sehen, zur Verstärkung zeigte auch der deutsche Meister Marius Kitowski auf der Trickline, was alles auf dem schmalen Band möglich ist. (sb) 32

Foto: Frank Stolle

Lifestyle


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Lifestyle

Wer einen Sitzplatz mit Sicht auf die Slackline am Hauptplatz fand, zählte zu den Glücklichen.

Die Firma Hipp war Sponsor des Events und der Sportler: Mitglied der Geschäftsführung von Hipp, Johannes Doms (re.), mit Ehefrau Karin Pretzel und Moderator Florian Eckl.

Der Pfaffenhofener Tim Heinrichs auf dem Weg zum Weltrekord über den Dächern seiner Heimatstadt.

Familienausflug zum Hauptplatz: Der Platz vor dem Rathaus war rappelvoll. Mit dabei auch die Polizei - in neuer Uniform.

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Rallye durch die Alpen Dominique und Roland Geiser groß in Fahrt in Kitzbühel Es sind die reizvollen Zutaten, die die Alpenrallye zu einer der beliebtesten und bekanntesten Classic-Car-Veranstaltungen Europas machen: Eine einzigartige Mischung aus traumhafter Berglandschaft, atemberaubenden Bergstrecken, Exklusivität, Sportlichkeit und dem Flair der Hahnenkammstadt, die die Rallye zu einer ganz besonderen Oldtimerrallye und Jahr für Jahr auch zum Treffpunkt für viele prominente Teilnehmer aus Rennsport, Showbusiness, Wirtschaft und Sport machen. Dieses Jahr waren u.a. Schauspiellegende Peter Weck, Ex-Formel-1-Fahrer Jochen Mass, DTM-Pilot Mike Rockenfeller und ARD-Anchorman Jan Hofer mit dabei. Dominique und Roland Geiser starteten dieses Jahr zu ihrer ersten Alpenrallye in einem Karmann Ghia 1600.

PREMIERE: ERSTE GROßGLOCKNER-ÜBERFAHRT BEI DER ALPENRALLYE 600 fordernde, aber landschaftlich eindrucksvolle Kilometer standen bei der 30. Auflage der österreichischen Traditionsrallye auf dem Programm. 36

Am Start: Dominqiue und Roland Geiser

Hauptdarsteller der Jubiläumstour – neben den automobilen Raritäten aus sechs Jahrzehnten – waren die berühmtesten Alpengipfel und Gebirge der Tiroler, Salzburger und Kärntner Bergwelt, die entlang der Rallyeroute 2017 Spalier standen: Großglockner, Wilder Kaiser, Kitzbüheler Horn, Hohe Tauern, Loferer Steinberge, Lienzer Dolomiten, Karnische Alpen, Hochkönig… Der Prolog am ersten Tag führte die Geisers bei schönstem Wetter rund um die Hohe Salve. In vielen Städtchen waren kleine Feste organisiert: Die Zuschauer winkten vor Begeisterung und Sprecher stellten die passierenden Oldtimer vor. „Am Beeindruckensten war für uns die Begeisterung für unseren Karmann Ghia. Es waren so tolle Autos dabei, wie z. B. ein Rolls Royce Phantom III, BJ. 1936, oder ein BMW 507, BJ.1959. Trotzdem begeisterten sich die Menschen für unseren Karmann Ghia, weil dieser wohl bei vielen Emotionen weckte, da er selbst von vielen früher gefahren wurde.“ Eine weitere Herausforderung waren die vielen


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Lifestyle

Wertungsprüfungen. Viele hatten sich Tripmaster und andere technische Hilfsmittel montiert, um die Wertungsprüfungen bravourös zu meistern. „Wir waren nur mit der Stoppuhr unseres Handys und einer GPS-App „bewaffnet“, die uns die zurückgelegten Kilometer aufzeigte. Die größte Herausforderung war für mich bei unserer ersten Alpenrallye, die richtigen Abzweigungen aus dem ziemlich komplizierten Roadbook anzusagen, damit wir uns nicht verfahren“, sagte Dominique Geiser. Am 1.Abend waren alle Teilnehmer bei tollstem

Wetter zu einem Willkommensabend im Rasmushof eingeladen. Bei einem exklusiven Buffet und Live-Musik der bekannten Band SASA, die auch regelmäßig im Stanglwirt aufspielen, lernten sich die Teilnehmer kennen und ließen den wunderschönen Tag vergnüglich ausklingen. Bei der Hauptetappe ging es dann so richtig zur Sache: Die Strecke führte über den Felbertauern nach Osttirol und durch das landschaftlich einmalige Lesachtal nach Kärnten und zurück in die Osttiroler Hauptstadt Lienz. Nach dem Mittagsstopp im Grandhotel Lienz, folgte der Höhepunkt der Etappe: die Überfahrt der Großglockner-Hochalpenstraße von Heiligenblut in Kärnten über das Hochtor und das Fuscher Törl nach Salzburg über eine Seehöhe von 2.500 Meter mit ihren unzähligen Serpentinen. „Die Fahrt war eine echte Herausforderung für Mensch und Maschine. Wir wurden dafür mit grandiosen Blicken auf die höchsten Berge Österreichs mit dem 3.798 Meter hohen Großglockner belohnt. Viele schafften den 37


Im Fahrerlager

mühsamen Weg leider nicht und blieben mit ihren Oldtimern liegen. Es überhitzten die Bremsen und der Motor, aber auch Kühlerschäden u. a. waren die Ursachen. Wir waren froh, dass uns unser Karmann Ghia nicht im Stich gelassen hatte.“ Eine abwechslungsreiche Etappe führte den Rallye-Tross am folgenden Tag in das Salzburger Pinzgau mit einer Sonderprüfung am Fahrtechnikzentrum Brandlhof, bevor am Nachmittag bei der großen Fahrzeugparade in der Kitzbüheler Altstadt wieder Tausende Zuschauer alle Teams gebührend bejubelten. Gänsehautfeeling garantiert! „Viele winkten uns zu und machten uns Komplimente für unser Auto.“ Anschließend wurden wir vom RTL-Moderator Thomas Wagner interviewt. Am Abend ging es dann zur Siegerehrung und zu einem tollen Abschlussabend im Park fermé am berühmten Hahnenkamm-Parkplatz. Dominique und Roland Geiser waren sich einig: „Die Alpenrallye ist was ganz Besonderes und war eine tolle Erfahrung! Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!“

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Zieleinlauf Kitzbühel: Interview mit RTL-Moderator Thomas Wagner


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Reise

Florida kennt keinen Winterblues 39


Reise

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Ein Reisebericht von Heidi Wecker Auf der Suche nach einem passenden Urlaubsziel für unseren „Resturlaub“ hat mich eine reisebegeisterte Freundin auf die Idee gebracht, den „Sunshine State“ Florida zu besuchen. Ideal, um dem hiesigen schaurigen November zu entfliehen. Die Hurrikan-Saison ist so gut wie vorüber, die Hauptreisezeit auch in Amerika vorbei. Es ist ruhig an all den tollen Plätzen! Man trifft Rentner und all diejenigen, die „entschleunigt“ reisen. Wir starteten im nordwestlichen Teil Floridas. Als echter Geheimtipp aus dem Internet erwies sich Crystal River, wo Schnorcheln mit Manatees möglich ist. Das sind Seekühe, die nur im Raum Florida leben. Übrigens „alte“ Verwandte des Elefanten! Oft umringen große Besuchergruppen ein Manatee. Wir waren nur drei Schnorchler – jedem von uns stand mindestens ein Manatee zum Bewundern und Kraulen zur Verfügung. Man muss dazu sagen, anfassen geht nur, wenn das Tier das möchte. Glücklicherweise kamen sie auf uns zu. Ganz nach meiner Devise, die für mich auch beim Tauchen gilt. Wir sind in der (Unter-)Wasserwelt zu Gast in einem Lebensraum, der nicht für uns bestimmt ist. Und als Gast sollten wir uns auch benehmen. Wir dürfen dort alles bestaunen, je40


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doch nichts anfassen, jagen oder bedrängen. Den Manatees begegnet man überall dort, wo es dauerhaft um die 20 Grad warmes Wasser hat, wie z. B. dem Blue Springs State Park oder dort, wo die Industrie warme Abwässer produziert – wie bei Tampa electrics. Ein weiteres besonderes Naturschauspiel, das man nur zu dieser Jahreszeit erleben kann, ist die Begegnung mit den Monarchfaltern, die im Herbst von Nordamerika aus Strecken von bis zu 3600 km zurücklegen, um zum Überwintern zur mexikani-

Reise

schen Sierra Nevada zu fliegen. Leider bleibt der ein oder andere Falter auf der Strecke, weil er dem Straßenverkehr zum Opfer fällt. Um der Natur hautnah zu sein, entschieden wir uns außerdem für eine Paddeltour im Hillsborough River State Park, wo man schon mal einem Alligator begegnen kann. Wer gerne wilde Fahrgeschäfte in Freizeitparks nutzt, der ist in Orlando genau richtig. Hier hat man die Qual der Wahl des passenden Vergnü41


Reise

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gungsparks und kann statt „entschleunigen“ ganz erheblich „beschleunigen“. Wir hatten uns für SeaWorld und Island of Adventure und Universal Studios Florida entschieden. Einen Adrenalinkick der Extraklasse verleiht der Coaster „Rock-it“, einer der Top 10 der spektakulärsten Coaster in Amerika. Entlang der Westküste Floridas ging es bis zu den Keys. Auf der Strecke gibt es jede Menge zu sehen und zu unternehmen. Tolle Strände sowie die Everglades, wo man leicht zum Blutspender für die unzähligen Mücken werden kann.

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An der Ostküste, mit Aufenthalten in Miami, Fort Lauderdale, Cape Canaveral etc. ging es auf unserer Reise dann wieder nordwärts bis St. Augustin. In St. Augustin kann man ganz zufällig sogar einen Biergarten mit mitreißender Livemusik finden. Viel zu schnell war unser „Resturlaub“, den wir durchaus weiterempfehlen können, leider wieder zu Ende.


Fotos: Kajt Kastl

„Kunst und Bier“

Ein Fest der Innenstadtfreunde Ingolstadt Getreu dem Motto „Kunst und Bier“ wurde auf dem Rathausplatz – gleich neben dem Carrara Weinfest am Paradeplatz – gefeiert. Die Mitglieder des Vereins der Innenstadtfreunde Ingolstadt hatten wieder zwei Tage lang zu ihrem Fest geladen. Besucher konnten über den Kunsthandwerkermarkt bummeln und einige Vorführungen erleben, wie zum Beispiel das Goaßlschnalzen, ein bayrisch-österreichischer

Brauch. Abends herrschte Partystimmung mit einem DJ. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, es gab Bier, leckere Cocktails, Crepes und deftige Schmankerl.

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Kultur

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Besonderes Konzert an besonderem Ort

Fotos: Kajetan Kastl

Soireè der Georgier im Klenzepark

Marika Cecilia Riedl war eine der Solistinnen des Konzerts

Ein musikalisches Highlight erwartete die Besucher bei der Soireè der Georgier im Exerzierhaus im Klenzepark. Im fast voll besetzten Haus bekam das Auditorium unter der Leitung von Olivier Tardy Werke von Franz Schubert, Edward Elgar, Claude Debussy und Richard Strauss zu hören. Eingeleitet wurde der Konzertabend mit zwei berühmten Stücken für Harfe und Streichorchester von Elgars „Sospiri“ und „Danses Sacrèe et Profanc“ von Debussy. Viel Beifall gab es dabei für die begeisternden Auftritte der beiden Solisten, Marika Cecilia Riedl (Harfe) und Giorgi Gvantseladze (Oboe). Nach der Pause erfüllte der Klangkörper den Raum mit der Sinfonie Nr. 5 B-Dur von Franz Schubert. Eröffnet wurde der Abend vom Vorsitzenden des Freundeskreises des Georgischen Kammerorchesters, Manfred Schuhmann. Das mittlerweile 17. Konzert für Freunde des Georgischen Kammerorchesters stand unter dem Motto „Besondere Konzerte an besonderen Orten“. Die ausgedehnte Pause, sie dauerte etwa eine Stunde, bot die beste Gelegenheit für Speis und Trank, Gespräch und Begegnung. Unter den Ehrengästen waren Bürgermeister Sepp Mißlbeck, Altoberbürgermeister Peter Schnell und Kulturreferent Gabriel Engert. (kk) 44

Gabriel und Sabine Engert


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Freizeit

AROSA Seit über 44 Jahren Wellness-Anlagen für höchste Ansprüche Im April 1992 etablierte sich das Unternehmen AROSA mit einem Neubau im Gaimersheimer Gewerbegebiet 2. Seit 1973 baut, saniert und modernisiert Firma Arosa Schwimmbäder im privaten und öffentlichen Bereich. Das Leistunsangebot umfasst unter anderem Schwimmbecken aller Art, Wellness-Anlagen, Whirlpool- und Saunatechnik, Infrarotkabinen, Dampfbäder, Solaranalgen und vielen weiteren Attraktionen. Da die Schwimmbadtechnik völlig aus dem Rahmen des herkömmlichen Bauens fällt, verfügt Arosa seit über 44 Jahren über Fachwissen in Planung, Ausführung und Wartung – mit anderen Worten: Arosa betreut während der Planung und der Umsetzung des Projekts, ist aber auch im Anschluss jederzeit für den Kunden da. Die Jahrelange Zusammenarbeit mit Architekturund Planungsbüros, sowie führenden Herstellern

der Branche kommt den Kunden auch zu Gute. Arosa ist ein sopra-Fachbetrieb – die sopra AG ist ein Zusammenschluss europäischer Spezialisten in Sachen Wellness. Ob Schwimmbad- oder Saunabau – der Name sopra steht seit Jahrzehnten für höchste Qualität, einen flächendeckenden Service und Kundennähe.

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Meister des Golfs Herrnbräu lud zum Golfturnier Fotos: Markus Banai

„Zielwasser“ gab es erst danach. Trotzdem waren die Teilnehmer des Golfturniers „Herrnbräu Masters“ erstaunlich gut in Form. Die traditionelle Turnierserie auf dem Gelände des Ingolstädter Golfclubs an der Spitzlmühle erfreute sich auch in diesem Jahr wieder großer Beliebtheit bei Alt und Jung. Die golfbegeisterten Teilnehmer feierten gemeinsam nach absolviertem Turnier mit Prämierung der Besten im Golfclub - natürlich bei einem kühlen Herrnbräu-Weißbier. (sb)

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Golftipp

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Sonnenuntergang in Arcadia Bluffs

Arcadia Bluffs Stefan Lahme unterwegs in Michigan, USA Sie waren noch nie in Michigan? Als Golfer sicher ein Fehler. Im kurzen Sommer, so etwa von Mitte Mai bis Mitte Oktober ist das ein Ferienparadies für die amerikanische Mittelklasse. Der Rest des Jahres gehört dem Wintersport. Gut, die bekannteste Stadt ist Detroit und das ist - wie man hört im Moment etwas außer Form. Deshalb fliegen Sie nach Chicago und dann den Lake Michigan rauf. Oder, wie ich es gemacht habe, zuerst nach Wisconsin auf der anderen Seite des Sees und dann mit der SS Badger rüber nach Michigan. Ich hatte in Wisconsin Erin Hills, siehe letzte Espresso und die Plätze in Kohler (Espresso 8/2015 & 9/2013) mitgenommen. Die Fähre ist von Kohler

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etwa eine Stunde mit dem Auto entfernt, gute weitere vier Stunden später sind Sie in Michigan. Nochmals 90 Minuten nördlich empfängt Sie die Lodge von Arcadia Bluffs. Traumhaft oberhalb des Golfplatzes gelegen, gemütliche Zimmer und ein etwas verschlafenes Restaurant. Außer dem Golfplatz weit und breit nix. Shopping, Supermarkt oder andere Infrastruktur habe ich nicht gefunden, noch nicht mal eine Tanke. Der Platz wurde 1999 von Rick Smith, war unter anderem lange Jahre Golf Pro von Phil Mickelson und ist in Michigan beheimatet, und Warren Henderson designt. Er zählt seit der Eröffnung immer zu den 20 besten Public Courses der USA.


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Die ersten vier Löcher sind Inland und zeichnen sich durch unglaublich große Greens aus. Auf der Fünf geht’s erstmals zum Lake Michigan. Ein Dogleg links, Par 5, und vor dem riesigen Green eine riesige Bunkerlandschaft. Die ersten Neun sind relativ flach und fair, die Dünen kommen kaum ins Spiel. Dies ändert sich auf den Back-Nine. Starke Höhenunterschiede, extreme Ondulation sowohl der Fairways als auch der Greens. Trösten Sie sich an den unglaublich schönen Aussichten. Das Loch 11 zum Beispiel, ein enges Fairwayband, eigentlich wie eine Bobbahn onduliert, auf beiden Seiten Dünen. Das Grün oberhalb des Strandes, ein genialer Anblick. Golferisch erhöht sich der Spaß vermutlich beim zweiten Mal deutlich. Wenn man den Platz nur einmal spielt, wie ich, hält sich der Spielspaß einfach in Grenzen. Zum Schluss wird es kurios. Die 18 immer bergauf, in Form der krumms-

Golftipp

ten Hundebeine (Doglegs für Golfer), die ich je gesehen habe, und das Grün kaum anspielbar. Etwas ratlos bin ich dann nach der Runde nördlich gefahren und habe weitere Traumplätze entdeckt. Zum Beispiel bei besagtem Rick Smith in Treetops, True Blue ganz im Norden und rund um Grand Rapids, nach Detroit die größte Stadt in Michigan und ganz ansehnlich. Auf dem Weg habe ich wunderschöne Landschaften, riesige Sanddünen am Meer - sorry, ist ein Lake, schaut aber nicht so aus - und sehr nette Orte mitgenommen. Während ich das schreibe, fällt mir ein, dass es Zeit ist, nach 2011 mal wieder in Michigan vorbeizuschauen, Donald hin oder her...., vor allem fast so günstig wie in Alabama und im Sommer sehr angenehmes Klima! Bilder und Text© Stefan Lahme / Frühere Folgen dieser Serie finden Sie unter www.Sichtbetont.de/Golf

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Sport

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Buchi bleibt ein Schanzer! Nach dem Ende seiner aktiven Karriere steigt Andreas Buchner bei der Audi Schanzer Fußballschule ein Er ist wohl der beliebteste Spieler, der jemals beim FC Ingolstadt 04 gekickt hat: Andreas Buchner, genannt „Buchi“, Flügelflitzer, Publikumsliebling, Urgestein, Legende. Geboren in Kösching, kam der damals 20-jährige Stürmer 2005 zu den Schanzern – und blieb 12 Jahre, bis 2017. Drei Aufstiege bis in die zweite Bundesliga und einen Abstieg erlebte er mit dem FCI, 43 Tore schoss er in 274 Spielen für die Ingolstädter. Den Aufstieg in die 1. Bundesliga erlebte Andreas Buchner nicht mehr bei den Profis der Ersten Mannschaft, nach zwei schweren Verletzungen durfte er „nur“ noch in der U23 ran. Trotz Angeboten von anderen Vereinen blieb der Köschinger seinem Verein treu und hat das niemals bereut. Zum Saisonabschluss 2017 verkündete der 32-Jährige dann das Ende seiner aktiven Fußballkarriere.

Was hat Sie zu der Entscheidung veranlasst, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen? Andi Buchner: Eigentlich war bei meinem Schritt, in die U23 zu wechseln, schon klar, dass das Ganze nur noch ein paar Jährchen dauern wird. Im Sommer war ich jetzt drei Jahre in der Zweiten Mannschaft und es stellte sich die Frage, ob man noch ein Jahr dranhängt oder nicht. Es gab dann Gespräche mit dem Verein, dass der Zeitpunkt jetzt günstig ist, gleich einen Anschlussvertrag beim FCI zu bekommen. Deshalb habe ich gemeinsam mit meiner Familie entschieden, meine aktive Karriere jetzt zu beenden.

Sie sind seit 2005, also quasi seit der Gründung des Vereins, ein Schanzer. Warum haben Sie nie gewechselt? Buchner: Ich habe mich zuhause und beim FC Ingolstadt 04 einfach immer wohl gefühlt. Ich war nah bei meiner Familie, was mir sehr viel wert ist, und der sportliche Erfolg des Vereins hat immer zu meinen eigenen Ansprüchen gepasst. Ich bin den ganzen Weg bis in die zweite Liga mit den Schanzern gegangen, es war und ist einfach eine unheimliche Verbundenheit mit dem Verein da. Natürlich haben mich die Verletzungen auch zu-

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„Etwas Besonderes, so lange beim gleichen Verein zu bleiben“ rückgeworfen. Und natürlich gab es auch Anfragen von anderen Clubs. Aber letztendlich habe ich mich immer für den FCI entschieden und sogar meinen Vertrag meistens vorzeitig verlängert. Ich habe mich einfach immer wohlgefühlt – und das wird auch immer so bleiben. Es ist sicherlich auch was Besonderes, so lange beim gleichen Verein zu bleiben, das kommt im Fußballgeschäft nicht so häufig vor.

Sie werden oft als „Legende des FCI“ bezeichnet und waren immer der Publikumsliebling – macht Sie das stolz? Buchner: Natürlich bin ich stolz darauf, aber das ist ja nicht nur mein Verdienst, sondern auch der meiner Familie und enger Freunde, meines ganzen Umfelds und natürlich der Fans, die mich alle immer unterstützt haben. Das Verhältnis zwischen mir und den Fans war immer sehr offen, zu Beginn kannte ich viele auch persönlich, die in der Fankurve standen, weil ich ja aus der Gegend komme. Bei unserer Fangemeinde ist richtig was zusammengewachsen – und inzwischen auch groß geworden. Ich habe mich immer als einer von ihnen gefühlt und bin vielleicht auch so rübergekommen. Ich habe immer versucht, so zu bleiben, wie ich bin. Umso mehr freut es mich jetzt natürlich, dass ich bei unseren Fans nicht vergessen wurde und im Audi Sportpark verabschiedet wurde, obwohl ich seit zwei Jahren nicht


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mehr bei den Profis dabei war. Das macht mich schon ein bisschen stolz, weil man ja letztendlich genau dafür lebt und arbeitet.

„Ein unglaublich emotionaler Moment!“ Was haben Sie beim Abschied beim letzten Heimspiel der Schanzer im Audi Sportpark empfunden? Es gab ein tolle Choreografie von den Fans... Buchner: Das war eine Riesen-Geste der Fans und ein unglaublich emotionaler Moment für mich. Wenn man da zur Fankurve geht, muss man schon mit den Tränen kämpfen, da übermannen einen die Gefühle. Aber es war auch lustig, weil mein Frau und ich die zweite Halbzeit dann in der Kurve gemeinsam mit den Fans angeschaut haben. Zusammen haben wir die Jungs nochmal angefeuert – das war ein toller Abschluss, so wie man ihn sich wünscht und wie er einem in Erinnerung bleibt.

Jetzt aber zu der Frage, die allen Buchi-Fans unter den Nägeln brennt: Was machen Sie nun nach dem Ende Ihrer der aktiven Karriere?

Sport

Wie hat Ihre Familie auf diesen Schritt reagiert? Buchner: Meine Frau, die mich ja am besten einschätzen kann, und auch meine Eltern und alle, die mich kennen, haben gesagt: Du musst beim FCI bleiben! Alle meinten, dass die Fußballschule genau das Richtige für mich ist, auch wenn die erste Zeit ein bisschen schwierig für meine Familie – vor allem für meine Frau – wird. Denn bislang war ich noch nie länger weg, aber um die Camps kennenzulernen, werde ich jetzt doch zu Beginn meiner Tätigkeit viel unterwegs sein. Aber das schaffen wir schon, auch wenn sich ein bisschen Heimweh einstellt. Es ist für mich eine tolle neue Erfahrung und ich weiß, dass mich meine Familie immer unterstützt und hinter mir steht.

Sie haben einen kleinen Sohn. Wie würden Sie reagieren, wenn er sagt: „Papa, ich will ProfiFußballer werden“? Buchner: Meine Frau und ich würden ihn niemals zu etwas zwingen, aber auch nichts verbieten. Er soll alles ausprobieren, was ihm Spaß macht. Wenn er irgendwo Talent hat und an dieser Sportart Spaß hat, würden wir das natürlich fördern und unterstützen. Aber eben nur, solange er es möchte und daran Freude hat – egal ob das nun Fußball oder etwas anderes ist. (sk)

Buchner: Es liefen ja schon länger Gespräche und ich bin froh – wenn auch in anderer Funktion – beim FC Ingolstadt 04 bleiben zu können! Ich werde zukünftig im Bereich der Audi Schanzer Fußballschule tätig sein und in Dirk Behnkes Team mitarbeiten. Darauf freue ich mich riesig! Mittelfristig soll ich für Bayern und die Region zuständig sein, deshalb werde ich jetzt erstmal deutschlandweit herumreisen und die Campleiter kennenlernen, um einen Einblick zu gewinnen und mich einzuarbeiten. Ich möchte gerne meinen Teil dazu beitragen, dass die Fußballschule weiterhin so gut läuft und so wachsen kann wie bisher. Für mich ist dieser Job ein idealer Übergang, weil ich dann doch noch ein bisschen „am Ball“ bin und damit eine Arbeit habe, die mir großen Spaß macht.

„Du musst beim FCI bleiben!“ Hätten Sie sich auch eine Beschäftigung abseits vom Fußball vorstellen können? Buchner: Wenn alles passt, hätte ich mir das auch vorstellen können, für mich ist immer das Wichtigste, dass das Umfeld stimmt. Aber natürlich war die Audi Schanzer Fußballschule meine erste Option und ich bin froh, dass es so geklappt hat.

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Ohne Fleiß kein Eis Die Profis vom ERC Ingolstadt bereiten sich im Sommertraining auf die neue Eishockey-Saison vor Weiße Betonwände, grauer Teppichboden, Kunstlicht, Gewichte und Matten, am Pfosten das ERC-Logo. Dazu laute Musik und sieben ERCI-Youngsters am Boden oder auf Hantelbänken, konzentriert beim Arbeiten an den Geräten und mit Gewichten. Anstrengung und Schweiß liegen in der Luft in den Katakomben der Saturnarena, Krafttraining ist angesagt. Es ist offensichtlich: Die Vorbereitung auf die neue Eishockeysaison ist im vollen Gange. Christoph Kiefersauer, Stürmer beim ERC Ingolstadt und Partnerverein ESV Kaufbeuren sowie in der U20-Nationalmannschaft, ist einer der jungen Spieler, die sich gemeinsam für die neue Saison fit machen.

Ihr hattet jetzt eine lange Pause – wie hast du sie verbracht? Christoph Kiefersauer: Ich hatte keine ganz so lange Pause wie die Spieler in Ingolstadt, da ich mit Kaufbeuren noch länger auf dem Eis stand. Nach der Saison war ich zwei Wochen zuhause und habe schon ein bisschen trainiert, danach bin ich mit meiner Freundin eine Woche nach Mallorca geflogen. Das war sehr entspannend und ein toller Relax-Urlaub.

Das „Sommertraining“ hat begonnen – warum ist diese Vorbereitung außerhalb vom Eis so wichtig und wie sieht sie aus? Kiefersauer: Wir wollen natürlich topfit in die Saison starten, denn unser Ziel ist, so weit wie möglich zu kommen, sprich: am liebsten ins Finale. Um das zu erreichen, ist es wichtig, dass wir auch zum Schluss noch alle Kräfte mobilisieren können – und dafür legen wir nun den Grundstein. Deshalb werden jetzt vorrangig Kraft und Ausdauer trainiert, vor allem mit Gewichten, und in Ergänzung dazu Laufen und Radfahren.

Kiefersauer: Das wollte ich so. Es ist jedem freigestellt, ob er sich zuhause alleine oder gemeinsam mit anderen vorbereitet. Ich finde es so am besten: Wir haben hier eine kleine Gruppe, bei der auch unsere Fitnesstrainerin Maritta Becker dabei ist, die uns die Übungen erklärt. Es macht einfach mehr Spaß, wenn man zu mehreren Leuten ist.

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Foto: ERC Ingolstadt

Manche Spieler trainieren für sich alleine, du bereitest dich gemeinsam mit anderen Jungs vor – warum?


Sport

Wer ist bei deiner Gruppe dabei und wie ist die Stimmung? Kiefersauer: Mit dabei sind David Elsner, Benedikt Kohl, Fabio Wagner, Simon Schütz, Dennis Swinnen, Joachim Ramoser und ich. Wir jungen Spieler kommen super miteinander aus, die Stimmung ist gelassen und jeder ist gut drauf. Ich habe letztes Jahr alleine trainiert, das geht zwar auch, macht aber lange nicht so viel Spaß und man muss sich mehr überwinden. Hier haben wir in der Halle alle Möglichkeiten und ziehen das Training im Team gemeinsam durch.

Was gefällt dir am „Sommertraining“ am besten – und was gar nicht? Kiefersauer: Die Übungen sind sehr abwechslungsreich, dadurch gibt es eigentlich nichts, was ich gar nicht mag. Die Trainingseinheiten mit Gewichten sind immer spannend, während Ausdauerläufe zwar anstrengender sind, aber eben auch dazugehören.

Ihr habt beim Training gerade laut Musik gehört... Kiefersauer: Ja, das gehört einfach dazu und dient der Motivation. Meistens erstellt Fabio Wagner die Playlist – und fast immer trifft er auch unseren Geschmack (lacht).

Wann beginnt wieder das Training auf dem Eis? Kiefersauer: Das erste Training in Ingolstadt findet am 3. August statt, aber ich bin schon vorher mit der U20-Nationalmannschaft unterwegs und kann daher schon am 18. Juli aufs Eis.

Hattest du schon Gelegenheit, die neuen Spieler kennenzulernen? Kiefersauer: Dennis Swinnen und Joachim Ramoser sind ja in meiner Trainingsgruppe mit dabei, von denen habe ich einen super Eindruck. Das sind junge Burschen, die perfekt zu uns ins Team passen. Die anderen Neuzugänge habe ich noch nicht gesehen.

Die letzte Saison ist recht enttäuschend verlaufen – habt ihr das inzwischen verdaut? Kiefersauer: Der Ärger über das frühe Ausscheiden ist sicherlich noch ein bisschen da, aber jetzt schauen wir nach vorne und freuen uns auf die neue Saison. Wir wollen natürlich diesmal weiter kommen als in der letzten Spielzeit und auf jeden Fall die Play-offs direkt erreichen. Danach schauen wir, wie weit wir kommen – ein Meistertitel wäre natürlich am besten!

Was hast du dir persönlich für die kommende Saison vorgenommen? Kiefersauer: Mein persönliches Ziel ist natürlich, so viele Spiele wie möglich für Ingolstadt zu machen. Stammspieler zu werden, wird sicherlich schwierig, aber ich versuche alles und werde mein Bestes geben. Wenn es dann klappt, ist das sehr schön, aber ich spiele auch sehr gern für Kaufbeuren und unterstütze diese Mannschaft. (sk)

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„E-Rennluft schnuppern“ Wer am Mountainbike-Rennen des Wettstettener Radlvereins teilnimmt, kann einen Gardasee-Aufenthalt gewinnen Alle ambitionierten Hobbybiker und Radler, die einmal Renn-Luft schnuppern wollen, sollten sich den Samstag, 09.09. im Terminkalender dick anstreichen. An diesem Tag findet heuer zum vierten Mal ein MTB-Cross-CountryRennen für sportive Hobbybiker statt – mit dem Radfahrerverein Wettstetten als Veranstalter. Es ist eine Rundstrecke, bei der die Teilnehmer immer durch „Start-Ziel“ am Högnerhäusl fahren müssen, sodass auch die Fans und die Familien ihre Lieblinge immer wieder anfeuern und sich nebenbei im gemütlichen Biergarten erfrischen können. Die Veranstaltung beginnt mit

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dem Kinderrennen um 12.30 Uhr, das Hauptrennen startet um 14.00 Uhr. Neu ist heuer auch die Möglichkeit für die Besitzer von Elektro-MTB (Pedelecs), ihr Bike bei einem Rennen zu testen (Sonderklasse). Des Weiteren gibt es wie bisher auch eine separate Klasse für Teams, die das Rennen als Staffel (2 – 4 Fahrer, Männlein oder Weiblein oder gemischt) absolvieren. Damit besteht die Möglichkeit, an einem Rennen teilzunehmen, ohne gleich die volle Distanz fahren zu müssen. Eine weitere Sonderklasse sind die Einrad-Fahrer, die letztes Jahr bereits ein erfolgreiches Debüt mit hervorragenden

Leistungen gezeigt haben. Interessierte Biker sollten sich schnellstens einen der 200 Startplätze (E-MTB begrenzt auf 50 Teilnehmer) sichern und sich auf der Homepage www.dayof bike.de anmelden. Eine Anmeldung ist natürlich auch noch am Renntag vor Ort ab 10.00 Uhr möglich. Als Hauptpreis werden unter allen Teilnehmern drei Übernachtungen in einem Top-Bike Hotel am Gardasee verlost! Weitere Infos bei Georg Lehmeyer (Vorstand des Radfahrervereins Wettstetten) oder auf www.rv-wettstetten.de


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Schönheit

Neues von den Schönheitskünstlern Brustvergrößerungen mit Silikonimplantaten bleiben weiterhin die Nummer 1 Unter den Anbietern der Silikonimplantate befindet sich auch ein deutscher Hersteller, der mit seinem Premiumimplantat „Diagon Gel“Ò herausragend ist. Hier sind zwei unterschiedliche Silikongele in einem Implantat vereint, was eine außergewöhnliche Anschmiegsamkeit, Festigkeit und zugleich Natürlichkeit bietet. Das weichere EasyFit Gel im hinteren Bereich stellt eine perfekte Auflage des Implantats auf dem Brustkorb sicher. Das festere Shapar Gel im vorderen Bereich stützt das Gewebe wie ein Push-up-BH. Nach 10 Jahren Forschung und Entwicklung ist eine weitere absolute Neuheit auf dem Markt der Brustimplantate angekommen: B-lite Implantate. B-Lite leichtgewichtige Brustimplantate (LWBI) sind weltweit die leichtesten Brustimplantate. Mit bis zu 30 % weniger Gewicht als herkömmliche Implantate bei gleichem Volumen. Gerade Frauen mit schwachem Bindegewebe und dünner Haut profitieren davon, so die Schönheitskünstler. Made in Germany mit CE Zeichen.

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Sport

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Simone Schauer beim Anlegen von Weste und Gurten mit Personaltrainerin Paula Gamperl...

Selbstgestalteter Traumbody Simone Schauer und ihr unglaublicher Trainingserfolg

...und beim Training mit Iris Porstendörfer, die beide Bodystreet-Studios in Ingolstadt betreibt.

„Diese Frau ist der Wahnsinn!“ Das sagt Bodystreet-Studioleiterin Iris Porstendörfer über Simone Schauer. Keine trainiert mit einer derart hohen Intensität – selbst Männer gibt es in Ingolstadt nur eine Handvoll, die da mithalten könnten. Und man sieht es ihr an, dass sie durch das EMS-Training und mit Hilfe einer Ernährungsumstellung ihren Körper im Prinzip ganz neu definiert hat. Simone Schauer reduzierte ihr Gewicht innerhalb von etwa zwei Jahren von 83 Kilo auf jetzt 60 Kilo! Durch den Meta-Check, den man bei Bodystreet in Auftrag geben kann, wurde die Manchingerin genau darüber informiert, was ihr Körper wie verwertet. „Vor diesem Check dachte ich immer, ich sollte keine Kohlehydrate essen, aber genau das Gegenteil ist der Fall!“ Was sie nun weg lässt, sind Proteine – und schon purzeln die Pfunde. Diese Ernährungsumstellung zieht sie seitdem durch: „Aber ich hungere nicht und ich gönne mir zwischendurch auch mal einen Eisbecher!“ Zusätzlich legt sie einmal in der Woche eine 20-minütige Trainingseinheit bei Bodystreet ein, um die Muskulatur zu stärken und das Gewebe zu straffen. Dass sich so ganz nebenbei auch ihre Rückenprobleme verabschiedet haben, ist ein sehr erfreulicher Nebeneffekt. „Es ist wieder schön, einen Bikini zu tragen!“, freut sich Simone Schauer und dann meint sie beim Training mit Blick auf Personaltrainerin Paula Gamperl: „Paula, dreh auf!“

Vereinbaren Sie ein unverbindliches Probetraining und überzeugen Sie sich selbst! Bodystreet Ingolstadt Süd Münchener Straße 93 Tel.: 0841 / 99 38 99 90 Bodystreet Ingolstadt West Friedrichshofener Straße 18 Tel.: 0841 / 99 34 75 00 64


Hautnah informiert Wissenswertes rund um unser größtes Organ

Deutschland summt – Erste Hilfe beim Bienen-/Wespenstich

Von einer harmlosen Rötung bis hin zum allergischen Schock An einem warmen Sommernachmittag sitzen wir gemütlich im Biergarten beisammen. Kaum sind das ersehnte Getränk und die Bratwurst endlich auf dem Tisch, kommen sie schon angeflogen: unsere schwarz-gelben Freunde, die Bienen oder Wespen. Natürlich wird niemand gerne gestochen, aber für manche ist ein solcher Stich sogar lebensgefährlich! Und genau darum geht es heute: Was passiert bei einem allergischen Schock? Allergische Reaktionen auf Stiche von Bienen oder Wespen zeigen sich meist als gesteigerte örtliche Reaktion mit einer Rötung und Schwellung größer als 10 cm Durchmesser, die länger als 24 Stunden bestehen bleibt. Schwere Lokalreaktionen kommen bei bis zu jedem 4. vor (25% der Bevölkerung). Ein allergischer Schock trifft bis zu 3,5 % der Bevölkerung und wird durch sog. „IgE-Antikörper“ ausgelöst. Diese IgEAntikörper kann man bei Verdacht auf eine Allergie im Blut testen. Die Symptome reichen von ausschließlichen Hautreaktionen über Atemprobleme, Magen-/Darm-Beschwerden, Kreislaufprobleme bis hin zum anaphylaktischem Schock (oft mit Bewusstlosigkeit) und Herz-Kreislauf-/Atem-Stillstand! Therapie: Schwerere Lokalreaktionen der Haut werden mit starken Kortisoncremes, antiallergischen Tabletten (sog. Antihistaminika) und feuchten kalten Umschlägen behandelt. Bei einem allergischen Schock kommt ein Notfallset zum Einsatz, was betroffene Patienten immer bei sich tragen sollten: 1.) zuerst muss der Adrenalin-Pen in die Außenseite des Oberschenkels gespritzt werden, dies ist auch durch umstehende Personen möglich! 2.) Kortison und 3.) ein Antihistaminikum (Letztgenannte beide meist als Flüssigkeit zum Trinken). Patienten nach allergischem Schock wird eine mehrjährige Hyposensibilisierung (monatliche Spritzen in den Oberarm) empfohlen. Dr. med. Anna Elisabeth Meier, Fachärztin für Dermatologie, Venerologie & Allergologie, Inhaberin Haut- & Laserzentrum Altmühltal, Eichstätt

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Lifestyle

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Kleine Wasserfreuden Garten und Wasser gehören einfach zusammen – und das nicht nur, weil Pflanzen Wasser zum Wachsen brauchen. Auch als Gestaltungselement ist es immer eine hoch willkommene Bereicherung. Das Schöne an diesem Element: Es kann seine tragende Rolle im Garten ganz unabhängig von der Grundstücksgröße übernehmen, denn schon auf kleinstem Raum lässt es sich wunderbar in Szene setzen. Dafür sorgen Wasserspiele. Die sind so vielfältig und abwechslungsreich, dass es garantiert für jeden Garten das passende gibt. Wasserspiel. Schon der Name macht Vergnügen, klingt er doch nach Freude, Abwechslung, Entspannung. Und genau das sollen diese Elemente, die das kühle Nass in Szene setzen, auch in einen Garten bringen. Sie plätschern, sprudeln, blubbern, säuseln und zeigen damit an, wie viel Lebendigkeit Wasser im eigentlichen wie im übertragenen Sinne in einen Garten bringen kann. Nichts gesagt 66

ist damit allerdings darüber, wie sie denn aussehen, diese Wasserelemente, und das ist auch gut so, denn die Bandbreite dessen, was sich unter diesem Oberbegriff zusammenfassen lässt, ist gigantisch. Vom sprudelnden Quellstein über die sich auf einem feinen Wasserfilm drehende Marmorkugel oder das überlaufende Bambusrohr bis hin zur Wasserwand aus Corten- oder Edelstahl reicht das Spektrum. Sie alle verbindet, dass sie das Wasser kanalisieren und es in Bewegung ist, aber welche Größe und Form ein Wasserspiel hat und aus welchen Materialien es gefertigt ist, bleibt damit ungesagt.

TEIL DES GROßEN GANZEN „Wichtig bei der Wahl eines Wasserspiels ist – wie eigentlich bei allen Gestaltungselementen für den Garten –, dass es in seinen Proportionen und stilistisch zur sonstigen Gartengestaltung passt“, bringt es Stefan Arndt auf den Punkt. Er ist Gartengestalter und gehört

mit seinem Betrieb in Rohrbach zu den Gärtnern von Eden. In dieser Genossenschaft haben sich rund 50 Gartengestalter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengefunden, die sich auf die stilsichere Planung, Anlage und Pflege individueller privater Gärten spezialisiert haben. Für Stefan Arndt wie auch seine Eden-GärtnerKollegen gehört es zum kleinen Einmaleins der Gartengestaltung, ein Wasserspiel so auszuwählen, dass es harmonisch in der Gesamtanlage des Gartens aufgeht. „Ich bin kein Freund von Lösungen von der Stange“, beschreibt er seinen Anspruch. „Ein Wasserspiel ist gerade in kleinen Gärten immer ein Hingucker. Entsprechend gut sollte es gestaltet sein.“ Ist das der Fall, sieht der erfahrene Gestalter in einem Wasserspiel sogar das Potential zum Kunstwerk.

PASSGENAU PLANEN Entscheidend für die Ausgestaltung eines Wasserspiels ist die Umgebung, in der es aufgestellt werden soll, also in erster Linie der Garten selbst. Aber auch der sollte ja im Optimalfall zu dem Haus passen, zu dem er gehört. Grundsätzlich sorgt es für Harmonie, wenn sich Formen und Material eines Wasserspiels auch anderweitig auf dem


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Grundstück wiederfinden. Zu einer geradlinig modernen Gartengestaltung passen am besten Wasserspiele aus Edel- oder Cortenstahl, aber auch Naturstein- oder Sichtbetonelemente mit glatten Oberflächen. Die Formensprache sollte hier immer geometrisch sein; rechte Winkel, Kreise oder Kugeln harmonieren gut mit designorientierter Architektur. Je naturnäher ein Garten ist, desto unregelmäßiger dürfen Formen und Oberflächen sein. Ein Findling, über dessen Oberfläche ein dünner Wasserfilm rinnt, ist ebenso ein Unikat wie ein historisches Brunnenbecken. Die Größe eines Wasserspiels richtet sich in erster Linie nach dem Garten, sollte es doch mit diesem gut harmonieren. Schon auf kleinstem Raum lässt sich Wasser wunderbar in Szene setzen, und wer viel Platz hat, räumt ihm einfach eine größere Fläche ein. Dabei müssen Wasserspiele für kleine Gärten nicht notwendig winzig sein: Bezieht man die dritte Dimension etwa in Gestalt einer Wasserwand mit ein, spart

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das nicht nur Grundfläche, sondern bringt auch gestalterisch eine Menge.

NICHT NUR SCHAUEN, AUCH HÖREN Doch noch bevor es um die Optik des Wasserspiels geht, rät Stefan Arndt allen Gartenbesitzern, die ihre grüne Oase um ein solches Wasserelement bereichern wollen, sich über akustische Dinge Gedanken zu machen: „Wenn wir von Wasserspielen reden, geht es immer um Wasser in Bewegung und das macht Geräusche“, erklärt er. „Die nimmt jeder Mensch unterschiedlich wahr. Den ei-

Gartentrends

nen beruhigt ein sanftes Plätschern, den anderen nervt es“, so seine Erfahrung. Deshalb sollte vor der Entscheidung für das eine oder andere Konzept immer die Überlegung stehen, wie laut das Wasser sein darf und ob seine Geräusche stetig sein sollten oder mit Pausen. Andererseits ist die Akustik immer Teil des Konzepts. So lassen sich mit einem steten Plätschern zum Beispiel störende Umgebungsgeräusche wie Verkehrslärm neutralisieren.

www.arndt-gartenbau.de

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Kultur

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Kunst zwischen Kräutern Der erste lange Freitag im Arzneipflanzengarten der Alten Anatomie

im Museum stellten Museumsleiterin Prof. Dr. Marion Maria Ruisinger und Maren Biederbick ein kleines Gemälde aus der Sammlung des Museums vor.

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Claudia Maria Schwalm war aus Kösching zum Open Air Workshop gekommen.

Neulich im Arzneipflanzengarten: Unter die floralen Bewohner des Gartens mischen sich Menschen, die mit großen Zeichenblöcken, Kohle, Kreide, Bleistiften oder gar Aquarellfarben ausgestattet sind. Zwischen „flachblättrigem Mannstreu“ oder der „Knorpelmöhre“ sitzen sie und zeichnen. Dazu erklingen Harfenklänge von Beate Fürbacher. Schön! Einfach nur schön! So traumhaft war der Start einer neuen Veranstaltungsreihe des Deutschen Medizinhistorischen Museums in Ingolstadt. Der „lange Freitag“ feierte seine Premiere und jeder, der wollte, konnte an einem außergewöhnlichen Open-Air-Zeichenworkshop teilnehmen. „Schöner geht’s nicht“, meinte Claudia Maria Schwalm aus Kösching, „das sollten sie unbedingt beibehalten!“ Genauso begeistert war auch Brigitte Kühne aus Ingolstadt. Sie schwärmte wie viele der Teilnehmer für die wunderbare Atmosphäre. Und auch sie bekam an diesem Abend hilfreiche Tipps vom Kunst-Profi: Der Eichstätter Kunstpädagogik-Professor Günther Köppel leitete den Workshop und schaute den Künstlern über die Schulter. „Du hast einen Blick für die Form, das kann man nicht lernen!“ lobte er, andere forderte er zu mehr „Mut zur Lücke„ auf, wieder andere wurden in die Kunst von Licht und Schatten beim Zeichnen eingeweiht. „Die Resonanz ist toll!“ freute sich Köppel, „Es soll ja Spaß machen. Wenn jemand will, dann helfe ich ihm. Dabei geht es mir um das Zeigen und nicht das theoretische Erklären.“ Dementsprechend „wanderte“ er von Ort zu Ort, von Künstler zu Künstler. „Man erschließt sich das Ambiente, indem man es sich anschaut und entscheidet dann, was man mitnimmt.“ Der Zeichenworkshop hatte daher etwas Meditatives, Entschleunigtes. Es


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Kultur

Prof. Günther Köppel gab den Teilnehmern des Freiluft-Workshops etliche Tipps. Beate Fürbacher (r) lieferte himmlische Klänge.

war der Gegenentwurf zum schnellen Knipsen mit dem Handy. Hier im Garten ging es um das Verweilen, sich konzentrieren und in Ruhe zeichnen. Über 200 Gäste waren gekommen, nicht alle, um künstlerisch tätig zu sein, sondern einfach nur zum Genießen. Wer dazu noch etwas für ausgewählte Kunstgegenstände aus der Sammlung des Museums lernen wollte, der konnte zur vollen Stunde an einem kurzen Vortrag von Museumsdirektorin Prof. Dr. Marion Maria Ruisinger teilnehmen. „Bilder sprechen nicht für sich“, meinte Ruisinger mit Blick auf ein kleines Gemälde aus dem frühen 20. Jahrhundert, das eine Operationsszene zeigt. Zusammen mit den Zuhörern wurde nicht

nur das Motiv des Bildes erarbeitet, sondern man konnte sich auch über Restaurierung, Lagerung und Co. informieren. Der nächste lange Freitag findet am 7. Juli statt: Dann heißt es um 18 Uhr „Bier im Garten“ mit einer Präsentation des Hörbuchs „Unreines Bier!“ mit Sigrid Billig und Isabella Kreim. Sigrid Billig wird anschließend durch den Garten führen. Dazu gibt es im Café „hortus medicus„ bierige Cocktails von „Yankee & Kraut“. Der Eintritt ist frei Infos: www.dmm-ingolstadt.de

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Kultur

espresso Magazin, Juli 2017

Mal munter, mal traurig (Bild rechts ) ging es bei der Zeitreise zurück ins Jahr 1387 zu.

Der Gunsterweis des Königs Festspiel in Dollnstein macht die Vergangenheit lebendig Im Jahre 1987 wurde in Dollnstein das Festspiel „Das Marktrecht zu Dollnstein“ anlässlich des 600. Jahrestages der Verleihung des Marktrechts aufgeführt. Eine Gruppe von Laiendarstellern hat sich dazu entschlossen, es heuer, genau 30 Jahre später, unter dem Titel „Der Gunsterweis des Königs“ neu aufzuführen. Initiator und Motor ist der Autor und Regisseur des Stückes, Franz Xaver Regler. Er hat die Rahmenhandlung für jedermann verständlich konzipiert.

Seinem Drehbuch zufolge geht es um einen einzigen Tag anno 1387. Freiherr Friedrich von Heideck überbringt den Dollnsteinern die Mitteilung, dass König Wenzel dem Ort das Marktrecht verliehen hat Die zeitgeschichtliche Handlung ist in das religiöse und soziale Umfeld eingeflochten. Da sind die sektiererischen Geißler, die seinerzeit gegen die grassierende Pest übers Land gezogen sind. Sie wollen in der Kirche beten. Doch der Pfarrer verbietet ihnen dies und ruft ihnen sein „Halt“ entgegen. Es kommt zum Streit mit den religiösen Eiferern. Dem Pfarrer kommt der Vogt zu Hilfe, der keinen Widerspruch duldet, erst recht nicht, als sich die Löffelmacherin, deren Mann beim Wildern erwischt wurde, mit ihm anlegt. Kaufleute unterstreichen die Bedeutung des Marktrechts, und der fiktive Minnesänger Gotthelf von Pappenheim kann sich in Szene setzen. Durchs Geschehen rankt sich zudem eine kleine Liebesgeschichte mit Happy-End. Die fesche Resl als Tochter des Moier-Bauern sowie der Häuslerssohn Franz haben ihre Zuneigung zueinander entdeckt, dürfen aber wegen ihrer unterschiedlichen gesellschaftlichen Stellung nicht zueinander finden. Das Marktrecht verleiht dem forschen Franz aber eine Existenzgrundlage; er wird zum Marktaufseher befördert und darf durch diesen sozialen Aufstieg um Resls Hand anhalten. Da ist jemand mit einem sprichwörtlich blauen Auge davon gekommen.

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Kultur

Fotos: Mayer / Helmer

espresso Magazin, Juli 2017

Die Darsteller des Festspiels „Der Gunsterweis des Königs“, mit dem 630 Jahre Marktrecht gefeiert wurden.

Religiöse Eiferer tauchen im Ort auf.

Zahlreiche Besucher zeigten ihre Verbundenheit zu ihrem Heimatort und waren am Ende begeistert von der Spielfreude der knapp 50 Akteure. Zu allen Aufführungen wurden die Besucher mit mittelalterlicher Flötenmusik der Gruppe „Flautissimae“ (Ltg. Rita Pesold) empfangen. Im Stück tanzten ist ein Tanz der Marktfrauen (Ltg. Alexandra Häring) und bewirteten auch die Gäste mit kleinen kulinarischen Leckerbissen. (do) 71


Interview

espresso Magazin, Juli 2017

Ein Sommerhit aus der Region Mic Mali alias Michael Bergmüller kündigte seinen Job und erfüllte sich seinen Traum Eine eigene Platte produzieren das ist der Wunsch vieler Solokünstler, die seit Jahren Musik machen. Mic Mali alias Michael Bergmüller aus Menning hat es angepackt: zwar ohne Produktionsfirma im Rücken, dafür mit Unterstützung seiner Familie und Freunden.

Ein Künstlername musste her und ein Song, der im Ohr bleibt.

„Als ich kündigte, hatte ich noch gar keinen Studienplatz, aber ich war mir sicher, dass ich es schaffen würde!“ Mit dem Keyboard fing alles an. Mittlerweile spielt er Gitarre, sitzt am Piano, schreibt seine eigenen Lieder. Zeit für die Musik, seine Passion, nahm er sich einfach. Der gelernte Kaufmann für Bürokommunikation kündigte vor ein paar Jahren seinen Job, um Musik zu studieren. Das war mutig, denn er wusste, nur etwa 1% aller Bewerber würde aufgenommen werden. Seit zwei Jahren ist er nun an der „Musication“ in Nürnberg und macht gerade seinen Abschluss im Hauptfach Rock-/Pop-/JazzGesang. Kurz vor Abschluss seines Studiums wollte es der 28-Jährige nun aber wissen.

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„Ich wollte einen Song schaffen, der gute Laune macht und die Welt ein kleines Stück bunter“ „Der Songtext entstand während einer Autofahrt, als ich von einem Termin zum nächsten hetzte und ich mir sehnsüchtig vorstellte, auf was ich mich im Sommer freue: Entschleunigung! Lange schlafen, entspannt in den Tag starten, mich spontan mal wieder mit meinen Liebsten treffen, einfach das Leben genießen.“ Dem Sommer-Song folgte dann fix das Video. „Das wollte

ich an einem vertrauten Ort drehen. Daher habe ich mich für mein Elternhaus in Menning entschieden und für weitere Plätze, an denen ich gerne Zeit verbringe: an der Donau bei Vohburg, am Lagerfeuer mit Freunden, bei uns am Badeweiher.“ Schwester Carina und Mama Angelika haben für den Video-Dreh alles organisiert, Michis Freunde kamen bei den Aufnahmen als Statisten zum Einsatz. „Ich bin wahnsinnig glücklich über meine DebütSingle und freue mich jetzt umso mehr auf den ,Sommer meines Lebens‘, wenn ich den Abschluss in meiner Tasche und etwas mehr Zeit für all die schönen Dinge habe, über die ich singe.“ „Sommer meines Lebens“ ist ab sofort in den namhaften Stores (iTunes, Google Play Store) und über Spotify erhältlich.

Besuchen Sie den symphatischen Newcomer Mic Mali auf facebook.com/MicMaliMusic/ oder hören Sie rein auf YouTube! (sb)


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espresso Magazin, Juli 2017

Wohnen

Hinein ins Sommerschlaf-Vergnügen! Leichte Bettdecken, Bettwäsche in fröhlichen Trend-Designs und lässige Homewear Jetzt wird’s Zeit für luftige Sommerbetten: Denn ein ausgewogenes, trockenes Schlafklima ist entscheidend für Ihre Schlafqualität. Schwitzen und Frieren sind für den Körper belastende Stressfaktoren. Eine vielfältige Auswahl an herrlich leichten Sommerbetten erwartet Sie bei Betten Lierheimer. Wählen Sie Ihre Lieblingsdecke in anspruchsvoller Qualität aus ehrlichen Naturmaterialien: Leichte Daunen – kühles Leinen – ausgleichender Bambus – feine, edle Wildseide – coole Merinowolle. Im Betten-Fachgeschäft weiß man um viele Problemlösungen rund um’s Thema „Schwitzen“. Von geeigneten Kissen über die richtige Zudecke und Matratze bis hin zu funktionellen Klima-Schonbezügen: Wir beraten Sie kompetent!

FRÖHLICHE FARBENSPIELE Lassen Sie sich von traumhaft schöner Wäsche begeistern – von Farbspielen und duftig, leichten Stoffen inspirieren. Verspielt-romantisch oder puristisch-elegant: In unseren Nachtwäsche- und Homewear-Lieblingsstücken werden Sie sich einfach wohlfühlen. Gestalten Sie sich so Ihre ganz persönliche Sommerschlaf-Oase! Lassen Sie sich in unserem Wäschehaus ins Reich der Träume entführen: Auch Bettwäsche sollte leichter und luftiger sein! Da treffen sich kühles Leinen, zarter Batist und duftiges Strukturgewebe aus edler Baumwolle in einem lebendig bunten Farb- und Mustermix. Aktuell sehr im Trend: der lässige, unkomplizierte Look von Halbleinen oder Seersucker-Baumwolle. Gerade ohne Bügeln oder Mangeln entfalten diese Stoffe ihren Charme.

DER QUALITÄT VERTRAUEN Kompetenz und Qualität erwarten Sie bei Betten Lierheimer bei der Wahl Ihres ganz persönlichen Schlafsystems. Auch bei Bettgestellen, Wasserbetten, Boxspringbetten, Matratzen, Kissen und Bettdecken legen Peter und Angelika Segeth Wert auf eine hochwertige Herstellung. „In unserem Bettenstudio verlassen wir uns auf renommierte Häuser, die keine Billigware vertreiben. Die Nachhaltigkeit und die Nachvollziehbarkeit des Produktionsprozessessind für uns essenziell“, betont Angelika Segeth. „Wir geben unser Bestes für Tag und Nacht. Genau dasselbe erwarten wir auch von den Marken, die wir in unserem Sortiment anbieten.“ Betten Lierheimer, seit über 60 Jahren im Herzen Neuburgs die erste Adresse für zeitgemäßen Schlaf-Komfort.

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Jazz-Perlen auf dem Werftgelände Jubel: Die Echo-Jazz-Preisträger 2017 mit Nils Landgren, Moderator der Gala, und Siegfried Loch, ACT Music + Vision (6. und 7. von links).

Grandioser Erfolg: EchoJazz-Preisverleihung und ElbjazzFestival 2017 im Hamburger Hafen Schauplatz Werftgelände von Blohm + Voss: Hier werden mitten im Hamburger Hafen seit 1877 Schiffe konstruiert, gebaut und repariert. Aber nicht nur. Hier werden auch Jazz-Stars ausgezeichnet, grandiose Partys und Elbjazz-Konzerte gefeiert. Nach 2015 ging Anfang Juni 2017 zum zweiten Mal die Echo-JazzPreisverleihung bei Blohm+Voss über die Bühne – und zwar in der festlich aufgemotzten Maschinenhalle. 74

Sabine Roelen (espresso Mediengruppe), Anne Sandner (Jazz Office Manager Jazztage 2016), Sänger Johannes Oerding, Kristin Schellersheim (Ingolstädter Veranstaltungs GmbH), Andrea Schmidt, (Jazz Office Manager Jazztage 2017), Jan Rottau (Leiter Ingolstädter Jazztage) (v.l.)

Vor einer riesigen Schiffsschraube überreichten die beiden Moderatoren Götz Alsmann und Nils Landgren die begehrten Echo-Jazz-Trophäen. Unterstützt wurden sie dabei vom Hamburger Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda, den Schauspielern Max von Thun, Peter Lohmeyer und Collien Ulmen-Fernandes sowie den Musikern

Max Mutzke und Nils Wülker. Unter den diesjährigen Preisträgern sind der Pianist Michael Wollny, der Saxophonist und Klarinettist Émile Parisien, der Trompeter Frederik Köster, der Akkordeonist Vincent Peirani sowie der Sänger Gregory Porter. Und Klaus Doldinger, der 2017 den Echo Jazz für sein Lebenswerk erhielt. Der grandiose Alt-


Panoramablick über das Elbjazz-Gelände auf der Werft von Blohm+Voss.

Eckhard Meszelinsky, ehemaliger Festivalleiter Leverkusener Jazztage, Echo-Jazz-Preisträger Klaus Doldinger, Jan Rottau, Festivalleiter Ingolstädter Jazztage Andrea Söllner, Festivalleiterin Wendelstein Jazz Blues Open, Anne Sandner, Moderator Götz Alsmann, Andrea Schmid (von links).

meister am Saxophon präsentierte zusammen mit seiner Band Passport und Sänger Max Mutzke den umjubelten Schlussauftritt der Gala. Auch mit 81 Jahren hat „Doldi“ die Lust am Jazz und den entscheidenden Groove noch immer im Blut.

FUNKTIONIERENDES JAZZ-NETZWERK Alle genannten Preisträger waren übrigens schon zu Gast bei den Ingolstädter Jazztagen. Zum Teil auch mehrmals, wie z. B. Superstar Gregory Porter. Verantwortlich dafür ist Jan Rottau, seit 1996 Künstlerischer Leiter der Ingolstädter Jazztage. „Echo-Jazz-Preisverleihung und das Elbjazz-Festival bieten uns Jazztage-Machern eine einzigartige Plattform, um Künstler, Agenten des

Echo-Jazzpreisträger Klaus Doldinger, Jan Rottau, Sabine Roelen, Otto Lohle, Festivalleiter Jazzfest Gronau.

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Die voll besetzte Maschinenbauhalle von Blohm+Voss bei der Echo-Jazz-Preisverleihung.

Im Großen Saal der Elbphilharmonie gaben Superstars wie Jan Garbarek und Youn Sun Nah spannende Elbjazz-Konzerte.

Schauspielerin und Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes

Die beiden Schauspieler und Moderatoren Max von 76 Thun und Peter Lohmeyer.

Jan Rottau und Karsten Jahnke (Karsten Jahnke Konzertdirektion) mit seiner Ehefrau Girlie.

Christian Pacher, seit vielen Jahren „Hoffotograf“ der Ingolstädter Jazztage, dokumentierte auch Echo-JazzPreisverleihung und Elbjazz-Konzerte 2017 in Hamburg.

Musikbusiness und Jazz-Festivalleiter aus ganz Deutschland jedes Jahr wieder zu treffen. So wie beispielsweise Sigi Loch, ACT Music + Vision, Eckhard Meszelinsky, ehemaliger Festivalleiter der Jazztage Leverkusen, und Otto Lohle, Festivalleiter Jazzfest Gronau. Und natürlich an erster Stelle Karsten Jahnke, von der Karsten Jahnke Konzertdirektion. Karsten bedeutet für die Planung der Ingolstädter Jazztage jedes Jahr eine feste Bank: Unsere Zusammenarbeit ist tatsächlich seit 20 Jahren sehr erfolgreich. Aber bei der EchoJazz-Preisverleihung geht es auch darum, neue Kontakte zu knüpfen und neue Talente zu entdecken. Auf diese Art und Weise haben wir schon viele Konzert-Highlights zu den Jazztagen nach Ingolstadt geholt“, betont Rottau. Dieses funktionierende Netzwerk war dann auch nach der Gala zu spüren. Bei der glamourösen Echo-Jazz-Party feierten, fachsimpelten und „smalltalkten“


Künstler, Agenten, Plattenlabel-Chefs, Jazz-Festival-Macher und Publikum bis in die frühen Morgenstunden: ein rundum großartiges Fest mit jazzigen Blue Notes und hohem VIP-Faktor.

Ausverkauft: der Große Saal der Elbphilharmonie kurz vor dem Konzert von Youn Sun Nah.

DER ECHO JAZZ Der Echo zählt zu den international wichtigsten und renommiertesten Musik-Awards. Die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), ehrt mit dem Echo seit 1992 jährlich die besten Leistungen nationaler und internationaler Künstler. 1994 wurde der Echo Klassik als eigene Veranstaltung ins Leben gerufen, seit 2010 bildet der Echo Jazz das dritte Standbein der Marke Echo – Deutscher Musikpreis. Eine zwölfköpfige Jury aus Journalisten, Vertretern von Musiklabels, Konzertveranstaltern und Jazz-Experten bewertet die Einreichungen. Die Jury fällt ihr Urteil nach künstlerischen Kriterien, berücksichtigt aber auch den Publikumserfolg. Seit 2013 findet die Preisverleihung des Echo Jazz in Hamburg statt.

Fotos: Christian Pacher

TOP-KONZERTE IN DER „ELPHI“ UND UNTER WERFTKRÄNEN Lust auf noch mehr Jazz? Kein Problem, den gab‘s beim anschließenden zweitägigen Elbjazz-Festival. Mehr als 16.000 Besucher kamen in diesem Jahr, um hochkarätige Konzerte in der Elbphilharmonie und auf dem Werftgelände von Blohm+Voss zu erleben. Egal, ob Jan Garbarek, Joshua Redman, Youn Sun Nah, Vincent Peirani und Émile Parisien oder der großartige Geheimtipp Myles Sanko – in der gigantischen Konzertatmosphäre der Elbphilharmonie und unter den imposanten Werftkränen von Blohm+Voss kamen alle Jazzfans auf ihre Kosten. Auch die extra aus Ingolstadt angereisten. Der Beweis, dass Hamburg weitaus mehr als Fischmarkt, Reeperbahn, Alster und Udo Lindenberg bietet, ist geglückt. Die Hansestadt verbindet hochkarätigen (Elb-)Jazz mit maritimem Flair und purer Lebensfreude. Mehr geht nicht. (sr)

Umjubelt: Das Konzert von Youn Sun Nah in der Elbphilharmonie zählte zu den Highlights des Elbjazz-Festivals.

Echo-Jazz-Preisträger Joachim Kühn, Siegfried Loch, ACT Music + Vision, Echo-Jazz-Preisträger Émile Parisien

Glitzernder Empfang zwischen Containern: die Echo-Jazz-Preisverleihung 2017 bei Blohm+Voss.

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Gesellschaft

espresso Magazin, Juli 2017

Fotos: Kajetan Kastl

Salute! Italienisches Flair am Paradeplatz beim Carrara Weinfest Das „Festa del Vino“ vor dem historischen Neuen Schloss lockte auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Gäste an. Bei Livemusik konnten sich Liebhaber der italienischen Küche landestypische Spezialitäten wie Pizza und Antipasti schmecken lassen. Kredenzt wurden zudem Bioweine und Prosecco aus der Partnerstadt Carrara. Nachdem das Fest im vergangenen Jahr unter dem schlechten Wetter litt und von Regengüssen nicht verschont geblieben war, wurde das Zelt diesmal vergrößert und somit auch die Zahl der überdachten Plätze.

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Zur Eröffnung des Festes gaben sich bayerische und italienische Bürgermeister die Klinke in die Hand: Oberbürgermeister Christian Lösel, Alt-OB Peter Schnell und Alt-OB Dr. Alfred Lehmann stießen zusammen mit dem amtierenden Bürgermeister Angelo Zubbani, begleitet von Stadtrat Marco Iardella, aus Carrara an. Die Partnerschaft mit Carrara besteht bereits seit über 50 Jahren, seit 1962. Das Fest soll dazu beitragen, die vielfältigen partnerschaftlichen Bande zu festigen.


espresso Magazin, Juli 2017

Gesellschaft

Comedian Chris Böttcher trat am Jubiläumsabend auf.

Michaela un d Lisa Hörl mit Markus Stetter Lisa, Gerta, Martin, Michaela und Walter Hörl mit Lebensgefährtin Anita

50 Jahre Hörl Ein Familienbetrieb feiert Jubiläum Es war einmal – so beginnen Märchen. Ein kleines Märchen ist auch die Geschichte der Firma Hörl. Im Alter von 31 Jahren begann Firmengründer Martin Hörl im Jahr 1967 in Geisenfeld als Brauhelfer und Bierfahrer bei der Brauerei Münch seine Karriere. Seiner Vision folgte 1972 die Umsetzung: Einer der ersten Getränkeabholmärkte in Ingolstadt entstand. Der Standort für diesen Markt sollte Ingolstadt, Am Pulverl, sein. Die erste Tageseinnahme betrug 3,50 DM. 50 Jahre später beschäftigt Hörl 80 Mitarbeiter (zusammen mit den Marktleitern und deren Personal sind es sogar bis zu 300 Arbeitsplätze). Hörl gehört damit zu den 25 größten Getränkefachmarktbetreibern Deutschlands. Beim Festabend im Stadttheater Ingolstadt ließ Walter Hörl, Sohn des Firmengründers und einer der drei Geschäftsführer, die Firmengeschichte noch einmal Revue passieren. Oberbürgermeister Christian Lösel und Anton Westner (stellvertretender Landrat) lobten den Familienbetrieb aus

Rockolding: „Hörl ist zu einem Aushängeschild der Stadt Vohburg geworden“, erklärte Westner. OB Lösel zeigte sich besonders stolz, dass die erste HörlFiliale damals in Ingolstadt eröffnet wurde. Erwähnenswert ist auch das soziale Engagement von Hörl: „Einige Hundertausend Euro“ kamen bisher für den guten Zweck zustande. In diesem Jahr sollten vor allem die ortsansässigen Feuerwehren profitieren, erklärte Walter Hörl.

UND SO ENTSTAND DAS HÖRL-MASKOTTCHEN Martin Hörl war 1979 in Kenia auf Safari und von den Elefanten so beeindruckt, dass er beschloss, für seine Firma, die Getränke Hörl GmbH, die bereits seit 12 Jahren bestand, ein Elefantenmotiv als Wahrzeichen zu verwenden. Von da an wurde der dunkelblaue Elefant, der als „Dicker Durstlöscher“ bezeichnet wurde, zum Maskottchen. Übrigens: In diesem Jahr feiert noch ein anderer Elefant sein Jubiläum, der erst nach dem Hörl-Elefanten erfunden wurde: Die Zeichentrickfigur Benjamin Blümchen wird 40! (sb) 79


Lifestyle

espresso Magazin, Juli 2017

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Donau Classic Oldtimer-Rallye Rund 250 Teams waren bei der 12. Auflage mit am Start Eine wichtige Frage galt es vor dem Start zu klären: mit Dach oder ohne? Die tropischen Temperaturen und der gnadenlose Sonnenschein sorgten dafür, dass die Automobile schon heiß waren, bevor überhaupt der Motor angelassen wurde. Bei der Startaufstellung am Westpark erlebte man daher auch die ganze Bandbreite diverser Kühlungsmethoden – vom klassischen Sonnenschirm über die Isoliermatte bis hin zum feuchten Handtuch. Die Piloten/-innen, die sich für die Cabriovariante entschlossen hatten, vertrauten auf etliche Schichten Sonnencreme – und dann ging es los, am bislang heißesten Tag des Jahres. Der Donnerstag ist traditionell der Rallyetag, an dem die kürzeste Strecke zurückzulegen ist: Die Donau-Ries-Tour führte vom Westpark über Bergheim, Kaisheim und Rain am Lech nach NeuburgHeinrichsheim, wo die letzten Meter auf dem Ge80

lände der Audi driving experience absolviert wurden. Mit dabei auch in diesem Jahr zahlreiche „Wiederholungstäter“, die bereits mehrere dieser Hitzeschlachten überstanden hatten. Die Donau Classic findet dieses Jahr zum 12. Mal statt. Am Freitag führte die Altmühltal-Limes Tour von Ingolstadt über Eichstätt, Riedenburg, Beilngries und Kösching zurück nach Ingolstadt, wo die Zieleinfahrt im Audi Forum stattfand. Am Samstag fuhren die Oldtimer auf der Hopfenland-Tour von Ingolstadt über den Flughafen Manching, Geisenfeld, Kelheim und Bad Gögging nach Pfaffenhofen, Winden am Aign und Manching wieder zurück ins Audi Forum. Sieger in der Gesamtwertung wurde das Team Henglein Classic, Norbert Henglein und Günter Röthel, mit ihrem Porsche 911. (ma) Alle Infos und Gewinner unter: www.donau-classic.de


Lifestyle

1 Birgit Spanner-Ulmer und Ehemann 2 Neuburgs OB Bernhard Gmehling mit Gemahlin 3 Klaus Stoll mit seiner Beifahrerin 4 Robert Klepmeir und „Klepmeir-Flotte“

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Kultur

espresso Magazin, Juli 2017

Von Astor bis Spider Murphy Der Kultursommer im Neuburger Schloss von 13.- 29. Juli

WILLY ASTOR / 16.07. – 18 UHR „SOUND OF ISLANDS“ (NEU!) „Sound of Islands“-Konzerte waren in der Vergangenheit stets ungewöhnliche Musikabende und sicher verspricht auch dieser wieder ein solcher zu werden. Ob Bossa-Nova oder Tango, ob afrikanische Einflüsse oder bayrische Volksmusik -gerade die stilistische Vielfalt der Astor‘schen Kompositionen zieht die Zuhörer schon seit über 10 Jahren in den Bann. Die stets gewohnt humorvollen Moderationen von Willy Astor runden diesen Abend perfekt ab.

Musik und Kabarett vom Feinsten, dazu ein herrliches Ambiente: Der Kultursommer im Neuburger Schloss gehört zum Schönsten, was der bayerische Sommer zu bieten hat. Die Besucher erwarten fünf stimmungsvolle Abende ganz unterschiedlicher Couleur. Den Auftakt macht eine echte bayrische Kult-Band. SPIDER MURPHY GANG / 13.07. - 20 UHR „40 JAHRE ROCK’N’ROLL“ 1977 war es soweit und die Musikwelt war noch stark vom originären Rock‘n‘Roll infiziert: die Spider Muphy Gang legte los. Die Rock‘n‘Roll-Schua werden nun auch 2017 wieder zur großen Feier „40 Jahre Spider Murphy Gang und Gäste“ fest geschnürt. Und natürlich gibt es auch ein neues Album, das neben taufrischen Songs auch alle großen Hits der Band in neuen Versionen enthält. 2017 steht also ganz im Zeichen der Spiders. MICHL MÜLLER / 15.07. – 20 UHR „AUSFAHRT FREIHALTEN“ Michl Müller, der fränkische Kassenschlager in Sachen Kabarett, hat sich viel vorgenommen: Er will der Welt die Welt erklären, nicht mehr und nicht weniger. Klar, eigentlich ist es nur seine eigene fränkische Welt, die aber erstaunlich international aufgestellt ist. Und so ist nichts und niemand aus Politik, Boulevard und Gesellschaft vor seinem erfrischend respektlosen Mundwerk sicher, wenn er pointenreich durch seine Welt reist. 82

HAINDLING / 28.07. – 20 UHR „SOMMERKONZERTE 2017“ Die Kultband aus Bayern ist mit ihrem unverwechselbaren Klang wohl das außergewöhnlichste Musikereignis, das Bayern zu bieten hat. Wo immer es geht, variiert HAINDLING die Rhythmen und schafft so stets wechselnde Stimmungen. Die Hits „Bayern“, „Paula“, „Lang scho nimmer gsehn“ und viele mehr werden natürlich nicht fehlen. SCHMIDBAUER & KÄLBERER / 29.07. – 20 UHR „LADEN EIN“: WALLY WARNING Die Abende, an denen Werner Schmidbauer und Martin Kälberer mit jeweils einem Gast musizieren und erzählen, sind legendär. Diesmal ist Wally Warning, Roots-, Reggae-, Ragga-, Latin-Musiker, der Gast, um den sich alles dreht. Warning lebt und arbeitet seit 1970 in München, veröffentlichte zahlreiche eigene Alben, betätigte sich aber auch als Songschreiber. Bekanntheit erlangte Warning 2007 mit dem Titel No Monkey, der ein Radiohit wurde. Dies ist eine der wenigen Gelegenheiten, Werner Schmidbauer und Martin Kälberer gemeinsam auf der Bühne zu erleben. KARTEN GIBT ES AB SOFORT · im Reisebüro Josef Spangler OHG (Tel. 08431/8611) · bei Print Your Ticket (www.printyourticket.de) · bei CTS (Tel. 01806/570070; 20 ct/Anruf a. d. Festnetz, max. 60 ct/Anruf a. d. Mobilfunknetz) und allen angeschlossenen VVKStellen · im Internet unter www.eventim.de und www.tickets-kba.de


espresso Magazin, Juli 2017

1600 € für den guten Zweck Beim Benefizkonzert für Elisa e.V. spendeten die Besucher großzügig Manche wünschen sich zum runden Geburtstag eine Reise, andere wiederum ein hübsches Accessoire für die Küche. Johannes Seifert aber wollte zum 50. Geburtstag nichts haben – viel lieber war es ihm nämlich, dass das Geld, das sonst von Familie und Freunden in Geschenke investiert wird, einem guten Zweck zugeführt wird. Und wie sammelt man am besten ausreichend Spenden? Indem man eine Benefizveranstaltung auf die Beine stellt zum Beispiel und Freunde wie auch die Öffentlichkeit dazu einlädt, einen kleinen finanziellen Beitrag vor Ort zu erübrigen. In der malerischen Schlosskapelle in Neuburg fand so ein ganz besonderes Konzert statt – ein Benefizkonzert für den Verein „Elisa“. Dort kümmert man sich mit einem qualifizierten Team um schwerstkranke Kinder und deren Familien. Diese schwierige und herausfordernde Arbeit wollten offensichtlich viele unterstützen, denn das Benefiz-

Freuten sich über die Spende: die Vorstandsmitglieder von Elisa Vera Wittmann, Dr. Florian Wild, Hans Schöffer, Dr. Gabriele Hopf

konzert war sehr gut besucht an diesem Abend. Die Schlosskapelle war voll bis auf den letzten Platz, manche Besucher, die nicht rechtzeitig vor Konzertbeginn vor Ort waren, mussten mit einem Stehplatz vorlieb nehmen. Perlen barocker Musik, von Bach über Corelli bis hin zu Biber und Händel, gab es zu hören. Für diese Aufführung konnte Johannes Seifert, der Journalist beim Kulturkanal ist, eine Dirigentenausbildung besitzt und so jahrelang auch schon Orchester geleitet hat, das Ensemble „Concerto de Bassus“ gewinnen. Besonders die Violinistin Theona Gubba-Chkheidze und die Sopranistin Susanne Bernhard begeisterten das Publikum mit ihrer herausragenden Leistung. Die Schirmherrschaft für das Benefizkonzert hatte Neuburgs Oberbürgermeister Bernhard Gmehling übernommen – er konnte aber an diesem Tag aufgrund einer bevorstehenden Dienstreise nicht anwesend sein. Johannes Seifert war begeistert über den regen Zuspruch. „Es ist mir eine große Freude und ich bin unendlich dankbar, dass ihr gekommen seid“, erklärt er. Wie seine Gäste auch freute er sich über eine „Begegnung mit wunderbarer Musik, Musik für Herz und Seele“. (sf) Violinistin Theona Gubba-Chkheidze

Fotos: Silke Federsel

Spender Johannes Seifert mit Frau Monika und seinen Kindern Katharina und Michael

Kultur

Sopranistin Susanne Bernhard

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Kultur

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Eine Beerdigung und ihre turbulenten Folgen „Der Geisterbräu“ der Vohburger Festspiele feiert Premiere „Alles für die erste Szene umziehen! Sprechrollen, bitte die Mikrofone abholen!“, ertönt es an einem wohl temperierten Sommerabend auf der Vohburger Burg. Zwischen Bühne und Tribüne wuselt es. Rund 100 Mitwirkende sind am diesjährigen Freilichttheater „Der Geisterbräu“ beteiligt, sie zu „bändigen“ ist Aufgabe von Regisseur Michael Bleiziffer. Der kennt die Örtlichkeit und die große Begeisterung, die in Vohburg für das Theater herrscht, denn er war bereits vor zwei Jahren für die Inszenie-

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rung des „Königlich Bayerischen Amtsgerichts“ engagiert worden. „Es macht mir Riesenspaß“, erklärt der Regie-Profi, der am Ingolstädter Theater in der Ära Seiltgen über 50 Stücke inszeniert hat und Oberspielleiter am Theater Regensburg war. Für die leidenschaftlichen Vohburger Amateure um die Projektleiter Ludwig Schleibinger und Peter Schärringer ist er voll des Lobes: „Was hier geleistet wird, ist bewundernswert.“ Das zeigt sich auch gleich, als Gewandmeister Helmuth Eisele auf die

Bühne „einbiegt“ und mit Kennerblick bei einem Darsteller registriert: „Du brauchst noch schwarze Schuhe!“ Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Das Stück spielt im Jahr 1954 und so fahren auch Autos, Motorroller und ein Traktor aus dieser Zeit vor und allein in der Bühne stecken 500 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Und um was geht es? Die Story beginnt gar nicht komisch, nämlich mit einer Beerdigung. Xaver Bogenrieder, der Wirt des „Unterbräu“ ist überraschend gestorben. Aber noch überraschender sind die Erkenntnisse, die sich noch am Tag der Beerdigung einstellen. Da taucht eine gewisse Lola auf und sorgt für einen Skandal. Und das sollte nicht der einzige bleiben. Schließlich muss ein Geist eingreifen, um ganz irdische Probleme zu lösen. (ma) Termine, Infos und Möglichkeiten zum Ticketkauf finden Sie online unter: www.freilichtfestspiele.de


espresso Magazin, Juli 2017

Erfreuliches Interesse OB Christian Lösel zur Neugestaltung der Fußgängerzone Herr Oberbürgermeister, wie ist der aktuelle Stand in Sachen Fußgängerzone? Wir kommen gut voran. In den vergangenen Wochen wurden in einigen Nebenstraßen der Fußgängerzone bereits Baumaßnahmen zum Teil fertiggestellt. Diese vorlaufenden Arbeiten dienen dazu, die Anschlüsse der Spartenträger, wie Gas, Wasser, Strom, zu erneuern. So sind diese Anschlüsse bereits erneuert, wenn wir ab 2018 mit der eigentlichen Neugestaltung beginnen.

Was zeigt die Musterfläche, die derzeit in der Theresienstraße aufgebaut ist? Auf der Musterfläche in der Theresienstraße sind zum einen unterschiedliche, mögliche Farbvarianten für den zukünftigen Pflasterbelag in der Fußgängerzone dargestellt. Außerdem werden auch zwei Varianten für ein Blindenleitsystem gezeigt – entweder das Standardsystem mit gefrästen Rillen und Mustern oder eine etwas dezentere Variante

Interview

mit einer Stahlkante, die durch die ganze Fußgängerzone gehen und den Blinden als Leitlinie dienen würde.

Welche Ergebnisse lieferte die Bürgerbeteiligung an der Musterfläche? Ich habe mich sehr über das Interesse der Bürger gefreut, die rund eineinhalb Stunden mit mir und Vertretern der Verwaltung die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten diskutiert haben. Die Bürger, die beim Ortstermin dabei waren, haben ein ganz klares Votum gefällt, was die Wahl des Pflasterbelags betrifft. Demnach soll die Fußgängerzone mit dem etwas gelblicheren Stein gestaltet werden, der bereits an anderen Stellen bei der Bevölkerung gut angekommen ist – etwa in der Theresienstraße, am Rathausplatz und der Jesuitenstraße. Auf große Zustimmung stießen auch die Bodenintarsien, mit denen wir unsere Stadtgeschichte darstellen wollen. Diese tragen den Namen „Fußnoten der Stadtgeschichte“.

Wie geht es nun weiter? Die Informationen und Eindrücke der Bürger werden wir mit in die Beratungen im Stadtrat einbringen, so dass das Gremium über den entsprechenden Stein und die Gestaltung entscheiden kann. Der Bau der neuen Fußgängerzone wird in fünf Abschnitten umgesetzt. Beginnend 2018 bis zum Schlusspunkt 2022. Dann haben wir eine rundum erneuerte Fußgängerzone.

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Lifestyle

espresso Magazin, Juli 2017

Transforming LOVE, HAPPY und JOY Ein Fest der Farben Zum Kunst Kick-Off im Ingolstadt Village wurde am Donnerstag, den 8. Juni 2017, der bekannte Schriftzug LOVE, welcher an einem der Eingänge des Villages zu finden ist, in einer spektakulären PaintingPerformance von Künstlern des „ATELIERS Empfangshalle„ farbenfroh umgestaltet. Am 16. Juni folgte HAPPY, am 27. Juni dann die übrige Installation JOY. Mit diesen und weiteren Events wie VIP Appearances und DJ Sets, z.B. WANA LIMAR am 8. Juli, wird ein kunstvoller Sommer im Ingolstadt Village eingeläutet.

Topmodel Eva Padberg und Business Direktor Ingolstadt Village und Wertheim Village Kay Niehaus unterstützten die Künstler von ATELIERS Empfangshalle tatkräftig mit Pinsel und Farben.

ATELIERS EMPFANGSHALLE Die Transformation der drei Schriftzüge wird in drei Veranstaltungen durch die Münchner Künstler „ATELIERS Empfangshalle„ umgesetzt, eine Gemeinschaft von über 30 freischaffenden Künstlern. „Für uns sind Love, Happy und Joy auf jeden Fall Begriffe, die sehr gut in die 70er Jahre passen. Eine Zeit der Schüttbilder und des Happenings. Dazu passt dann auch unsere performative Malerei„ sagt Michael Gruber, der neben Corbinian Böhm das zweite Gründungsmitglied der „ATELIERS Empfangshalle„ ist.

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Fotos: IFG Ingolstadt

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Karin Brunner feiert mit ihrem Mann Heinz im September 2018 ihr 40-jähriges Jubiläum. Sie waren mit ihrem Räucherkammerl schon auf dem „alten“ Wochenmarkt vertreten.

Ein Grund zum Feiern Den Viktualienmarkt gibt es nun schon seit 10 Jahren Freitag, den 30. Juni, sollten Sie sich unbedingt vormerken. Denn in der Zeit zwischen 14.00 und 19.00 Uhr feiert der Viktualienmarkt sein 10-jähriges Bestehen! Veranstaltet wird die Jubiläumsfeier von der IFG Ingolstadt, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Ingolstadt. Los geht es mit je einem Grußwort von Bürgermeister Sepp Mißlbeck und IFG-Vorstand Norbert Forster. Anschließend gibt sich Xaver, das Maskottchen des ERC Ingolstadt, die Ehre. Doch er kommt nicht alleine: Mit im Gepäck hat er Spieler des ERC Ingolstadt, die zur Autogrammstunde laden. Na, das darf sich Schanzi, das Maskottchen des FC Ingolstadt 04, nicht entgehen lassen und schaut bei der Feier ebenfalls vorbei. Für die musikalische Unterhaltung sorgen die Bands „Kizzrock“ und „Rich Courtyard“. Vier Highlights werden noch verraten: Die Kleinen können sich auf Kinderschminken und Filzen, auf Stelzenläufer sowie auf einen

„Hüpfbus“ freuen. Was weiter geplant ist? Lassen Sie sich einfach überraschen beim Fest zum 10-jährigen Jubiläum des Viktualienmarktes Ingolstadt! Weitere Informationen über das gesamte Programm finden Sie auf www.ingolstadt.de/ifg Und nicht zu vergessen: Während des Festes kann man sich natürlich an den herrlichen Schmankerln erfreuen, die der Viktualienmarkt in Ingolstadt bietet. Ob asiatische, italienische oder regionale Speisen – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei! Die Standbetreiber, darunter die Urgesteine Hoang Duc Tien, Anni Daufratshofer sowie Karin und Heinz Brunner, freuen sich auf Sie! Sie alle sind bereits von Anfang an auf dem neuen Viktualienmarkt dabei. Aber auch alle anderen „Standler“, wie Tran Thi Tram, Anjelika Sdor, Engin Avci und Christine Meixner, bereiten ihre Spezialitäten für Sie zu. Das La Dolce Vita, das Burger House, Garipler’s Taberna und Beck‘s Imbiss komplettieren den Viktualienmarkt in seiner Vielfalt.

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Lifestyle

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Annemarie Wolfsteiner ist vom CooLiftig überzeugt. Bereits nach einer Behandlung sind Ergebnisse sichtbar.

Unter‘s Messer? Nein, danke! Lieber unter die Beauty-Gun Wer schön sein will, muss leiden? Von wegen! Bei Annemarie Wolfsteiner in Vohburg schafft man es sozusagen im Dornröschenschlaf zum jüngeren Aussehen. Das Ganze ist kein Hexenwerk, sondern eine geniale Kombination aus Mikrodermabrasion und Kaltlaser. CooLifting, auch CO2-Lifting oder Carboxy-Behandlung genannt, ist die wahrscheinlich spektakulärste, schnellste und wirkungsvollste Behandlung überhaupt, um den Zeichen der Zeit zu trotzen. Imposante Laser kennen wir bereits aus Star Wars. Doch eine Pistole, die mit CO2-Strom hoch konzentrierte und fein zerstäubte Wirkstoffe in die Oberhaut und in die darunter liegenden Gewebeschichten einbringt, ist nun keine Zukunftsmusik mehr. Durch das vorherige Abschleifen wird die Haut glatt und aufnahmefähig. Bei besonders tiefen Falten wendet die Kosmetikerin vorab die Methode des Mikroneedlings an für ein noch deutlicheres Ergebnis. Das CooLifting selbst fühlt sich an wie ein auf die Haut prasselnder, feiner, kühlender Nieselregen. Die Kombination aus Kälte und Hochdruck ermöglicht das tiefe Eindringen der Wirkstoffe. Leicht unangenehm ist einzig und allein der Geruch, der sich bei der etwa fünfminütigen Anwendung breit macht. Der Kaltlaser im Anschluss schmiegt sich umso sanfter an der Haut entlang. Ein Blick in den Spiegel verrät nach nur 30 Minuten: „Du bist die Schönste im ganzen Land!“ 88


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40-€-Pauschale bei verspäteter Lohnzahlung durch den Arbeitgeber Ein Arbeitgeber, der Arbeitslohn verspätet oder unvollständig auszahlt, muss dem Arbeitnehmer einen Pauschal-Schadensersatz in Höhe von 40 € zahlen. Das hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Köln mit Urteil vom 25.11.2016 entschieden. Nach einer im Jahr 2016 neu eingeführten Regelung im Bürgerlichen Gesetzbuch hat der Gläubiger einer Entgeltforderung bei Verzug des Susanne Milutzki, Schuldners neben dem Ersatz des Fachanwältin für Arbeitsrecht durch den Verzug entstehenden konkreten Schadens Anspruch auf die Zahlung einer Pauschale in Höhe von 40 €. Da es im Arbeitsrecht keinen Anspruch auf Erstattung außergerichtlicher Rechtsverfolgungskosten gibt, ist umstritten, ob die gesetzliche Neuregelung gerade deswegen im Arbeitsrecht relevant wird oder ob im Hinblick auf das Fehlen eines Anspruchs auf Erstattung außergerichtlicher Rechtsverfolgungskosten auch die 40-Euro-Pauschale wegfällt. Dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Sollte es vom Bundesarbeitsgericht bestätigt werden, werden sich Arbeitgeber mit der 40–€–Pauschale bei verspäteten Lohn- bzw. Gehaltszahlungen konfrontiert sehen.

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Wirtschaft

Ready for the future ASAP präsentiert sich mit geschärften Leistungen und neuer Website

Geschärftes Leistungsspektrum, neue Homepage, neue URL. Seit Mitte Juni ist die ASAP Gruppe mit ihrem neuen Leistungsportfolio auf www.asap.de online. Die Megatrends stehen dabei strategisch im Fokus. „Wir setzen in unserer Strategie ganz klar auf die Trends der automobilen Zukunft. Und so wollen wir ASAP auch im Markt positionieren“, erklärt CEO Michael Neisen. „Denn eine kontinuierliche Weiterentwicklung ist zentral für den Unternehmenserfolg“, erzählt Neisen weiter. Das Unternehmen hat daher bereits Anfang 2015 das Projekt ASAP 2020 ins Leben gerufen. Nun werden die ersten Veränderungen sichtbar: ein geschärftes Portfolio basierend auf 13 Leistungsfeldern. Den strategischen Entwicklungsschwerpunkt legt ASAP auf die zukunftsorientierten Technologiefelder der Elektronikentwicklung wie zum Beispiel der Systemintegration, dem Software-Engineering, der virtuellen Absicherung, der Erprobung und der Entwicklung von Prüfsystemen. Auch in den Bereichen Fahrzeugbau, Bordnetzentwicklung und CAD-Engineering unterstützt ASAP seine Kunden. Ergänzt wird das Portfolio um Querschnittsthemen aus dem Projekt-, Prozessund Qualitätsmanagement sowie globale technische Dienstleistungen. Die Neudefinition des Leistungsportfolios wird begleitet durch einen Relaunch des Außenauftrittes des Unternehmens. Unter www.asap.de präsentiert sich ASAP nun mit weiterentwickeltem Design und eigener Bildsprache sowie vielen neuen Inhalten. Auch die Benutzerfreundlichkeit wurde optimiert. Flankiert wird der Go Live mit einer deutschlandweiten Kunden- und Personalkampagne unter dem Motto „Get ready. Be ready. Stay ready. For the future.“ 89


Veranstaltungen

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Foto: Titelbild zum Ausstellungskatalog: Karikatur von Barbara Henninger

MISS INGOLSTADT WAHL 2017 20. Juli, Donaustrand Ingolstadt

Endlich wird es sie wieder geben – die Miss Ingolstadt. Zusammen mit „Dein Ingolstadt“ veranstalten die Laufstegarchitekten ein LifestyleEvent mit offizieller Wahl zur Miss Ingolstadt. Es wird ein buntes Rahmenprogramm geben. Comedian Florian Simbeck und die Buschs, Stand up-Comedians aus der Comedy Lounge, werden für gute Unterhaltung sorgen. Der Friseur Catwalk präsentiert die neuesten Sommertrends in Sachen Frisuren und auch auf eine Salsa Tanzeinlage können sich die Besucher freuen. Die Gewinnerin der Miss Ingolstadt Wahl kann sich im Anschluss für weitere Wahlen – bis zur Miss Germany Wahl – qualifizieren. Beginn des Events ist 18:00 Uhr, die Miss-Wahl startet um ca. 20:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Bewerbungen zur Wahl werden noch bis zum 14. Juli entgegengenommen: Info@Laufstegarchitekten.de.

1 BAROCK BIS ROCK 2017 21. und 22. Juli, Stadtmuseum Neuburg

Die Gitarre in ihrer ganzen Vielseitigkeit steht bei Noppos (Norbert Heine) fünftem Gitarrenfestival „BAROCK bis ROCK“ in Neuburg im Mittelpunkt. Am Freitag gibt die Konzertgitarre sprichwörtlich den Ton an: Um

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19.30 Uhr beginnt das Konzert im Museumsgarten mit dem Gitarrenensemble G 36, Agua y Vino – Gracias a la vida, Cobario und Clive Caroll. Am Samstag finden tagsüber Workshops mit renommierten internationalen Guitarristas statt, am Abend gibt es ein Konzert mit den Teilnehmern und Dozenten. Es treten auf: Poem, Chris Shermer, Jule Malischke und Luca Stricagnoli. Beginn: 19.30 Uhr. Infos zum Programm unter www.theartrium.de, Tickets gibt’s online unter tickets.theartrium.de und im Vorverkauf bei Ringfoto Spiess in Neuburg (ehemals Photo Porst).

2 KARIKATUREN-AUSSTELLUNG ZUM TOD Bis zum 25. Juli, Rathaus Pfaffenhofen

Ernste und schwierige Themen, die dennoch alltäglich sind und jeden betreffen: Eine Karikaturen-Ausstellung des Hospizvereins Pfaffenhofen im Rathaus widmet sich dem Sterben, Tod und Trauer. Die Ausstellung „Sie hat mir der Himmel geschickt“wird im Pfaffenhofener Rathaus während der Langen Nacht der Kunst und Musik am Freitag, 30. Juni eröffnet. Zu sehen sind 83 Blätter und Karikaturen, die sich auf humoristische Weise, aber dennoch sensibel, mit dem zentralen Thema der Ausstellung, dem Tod, sowie Demenz, Todesängsten und


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Veranstaltungen

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Begräbniskultur auseinandersetzen. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von insgesamt 45 Karikaturisten aus Deutschland, West- und Osteuropa sowie dem Iran, u. a. von Til Mette, Erich Rauschenbach, Greser & Lenz, Mil, Burkh, Thomas Plaßmann, Johann Mayr, Marlene Pohle, Petra Kaster, Erik Liebermann, Harm Bengen, Mohammed Akbari. Der Hospizverein zeigt die Ausstellung im Rahmen des Kultursommers sowie des Kulturwegs in Kooperation mit der Stadt Pfaffenhofen. Die Ausstellung hat an diesem Tag bis 23 Uhr geöffnet. Im Anschluss ist sie bis zum 25. Juli in den Ausstellungsflächen im Foyer und im ersten Stock des Rathauses zu sehen. Während der Gartenschau gelten erweiterte Öffnungszeiten für die Ausstellungen im Rathaus: Montag 8 bis 16 Uhr; Dienstag, Mittwoch 8 bis 12 Uhr, Donnerstag, Freitag 8 bis 18 Uhr, Samstag, Sonntag 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

3 „NATÜRLICH“ - HALLERTAUER KÜNSTLER STELLEN AUS Bis Mittwoch, 26. Juli, Städtische Galerie, Pfaffenhofen

Die Stadt Pfaffenhofen lädt regionale Künstlerinnen und Künstler seit 1993 einmal im Jahr dazu ein, mit ihren Arbeiten an der großen, jurierten Ausstellung der „Hallertauer Künstler“ in der Städtischen Galerie teilzunehmen. Eine fachlich versierte Jury entscheidet bei der Sichtung der eingereichten Arbeiten über die Zulassung zur Ausstellung und ist damit verantwortlich für die Auswahl der gezeigten Kunstwerke. Anlässlich der Gartenschau „Natur in Pfaffenhofen“ wählte man das Thema „Natürlich“. An der diesjährigen Ausstellung sind beteiligt: Sabine Ackstaller & Moritz Schweikl, Doris Bark-Greil, Brigitte Beckenbauer, Max Biller, Lotte Boyer, Alfred Braun, Helene Charitou, Robert Andreas Drude, Beatrix Eitel, Clemens Fehringer, Ortrud HelmbrechtFeßl, Christian Herb, Thomas Herrmann, Tita Heydecker, Ulrich Holzner, Markus Jordan, Claudia Junge, Gerhard Kreitmair, Tatjana Lee, Manfred Leeb, Rita Mester, Carine Raskin-Sander, Gabriele Rist, Anton Ritzer, Tanja Röder, Reiner Schlamp und Heribert Wasshuber. Die städtische Galerie ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16.30 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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EDEKA-Kunden spenden über 300 Lebensmitteltüten Bei der Ingolstädter Tafel freut man sich über die Spendenaktion im E center Gaimersheim. Gemeinsam mit ihrem Team machte Petra Willner (2.v.re.) im Flagshipstore der EDEKA Südbayern auf die Aktivitäten und Unterstützungsmöglichkeiten der Tafel e.V. aufmerksam. Neben Geldspenden standen die vorbereiteten Lebensmitteltüten im Fokus. Von der Spendenbereitschaft der EDEKA-Kunden zeigt sich auch Franz Käs, Marktleiter des E center Gaimersheim (3.v.re.) beeindruckt. Insgesamt nahm die Tafelorganisation über 300 Einkaufstüten mit Grundnahrungsmitteln, wie Nudeln, Milch, Mehl und Zucker, mit nach Hause.

Der Abendmarkt kommt in die Innenstadt Ingolstadt Frisch, bunt und lecker – Am 6. Juli 2017 startet der Abendmarkt Ingolstadt. In der Ludwigstraße Höhe Mauthstraße bis zum Schliffelmarkt findet er dann jeden Julidonnerstag ab 16 Uhr bis 20 Uhr statt. Der Abendmarkt ist ein Frische- und Foodmarkt. Besucher finden natürlich Obst und Gemüse, Wurst und Käse, Honigprodukte, Wein und Öl, Feinkost aber auch Food-Trucks. Die beliebten mobilen Verkaufswagen werden süße und salzige Speisen bieten. Unter den Standbetreibern sind auch einige Innenstadtgeschäfte. Ziel des Abendmarktes wird es zudem sein, den „langen Donnerstag“ wieder zu etablieren – jedenfalls auf Zeit. Denn an den Donnerstagen im Juli werden viele Geschäfte bis 20 Uhr geöffnet haben. So lassen sich Shoppen und Schlemmen ganz bequem kombinieren. Im August pausiert der Abendmarkt. Im September und Oktober wird er erneut an den Donnerstagen die Innenstadt bereichern. Termine im Überblick: Abendmarkt Ingolstadt 6./13./20./27. Juli 2017 7./14./21./28. September 2017 5./12./19./26 Oktober 2017 Immer 16–20 Uhr 92


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Paten für Grünanlagen Mehr als 55.000 Quadratmeter an öffentlichen Grünflächen gibt es im Stadtgebiet Pfaffenhofen. Diese verbessern das Kleinklima und dienen nicht zuletzt als Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Das Gärtnerteam der Stadtwerke ist regelmäßig unterwegs, um zu wässern, zu pflegen und nach zu pflanzen. Es bedarf ständiger Pflege, um das Grün in der Stadt attraktiv und blühend zu erhalten. Manche Pfaffenhofener, die eine öffentliche Grünanlage vor ihrer Haustür haben, kümmern sich bereits um die Pflanzen. Das würde die Stadt gern ausweiten und so sucht sie nun Menschen, die eine Grünanlagen-Patenschaft übernehmen. Als Anerkennung erhalten die Paten eine Urkunde sowie ein Beet-Schild mit Hinweis auf die Patenschaft. Zudem bekommen sie regelmäßige Briefe mit Gartentipps, Infos zum städtischen Grün sowie Hinweisen zu Veranstaltungen. Die 31 Grünanlagen, für die die Stadt aktuell Paten sucht, werden im PAF-und-DU-Bürgermelder auf www.pafund du.de/buergermelder vorgestellt. Weitere Infos per Mail an mario.dietrich@stadtwerke-pfaffenhofen.de.

Mal doch mal! Einsteigern, Fortgeschrittenen und auch Kindern gelingen binnen weniger Stunden traumhafte Landschaften, Tier- und Blumenbilder. Wie das funktioniert, zeige ich, Claudia HöppPackebusch (CRI,CRFI,CRWI), in einer kleinen Gruppe Schritt für Schritt. So können Sie Ihr eigenes Bild malen. Nur keine Scheu! Beim Malen mit der Bob Ross Malmethode gibt es keine Fehler, höchstens glückliche Ausrutscher! Der Tageskurs kostet 115 €. Material wird bei jedem Kurs komplett zur Verfügung gestellt, alles ist in den Gebühren enthalten, Sie brauchen nichts mitbringen. Jeder malt sein eigenes Bild, für gewöhnlich auf 50 x 60 cm, Kursdauer 10 – 16(17) Uhr. Ich gebe seit 10 Jahren Malkurse und kann Ihnen versichern, dass Sie bei mir gut aufgehoben sind! Tel.: 08414584 von 10 – 18Uhr, Mo - Fr und 10 – 16 Uhr am Sa erreichbar! 93


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Tip-top Schreinerei Beim Thema Arbeitsschutz & Ausbildung ist die Schreinerei & Möbelmanufaktur Mayr aus Manching bestens aufgestellt. Zum vierten Mal in Folge wurde das Unternehmen jetzt mit dem Gütesiegel „Sicher mit System„ ausgezeichnet. Das Gütesiegel steht für systematischen Arbeitsschutz und eine regelmäßige Prüfung der Wirksamkeit vorhandener Arbeitsschutzsysteme. Andreas Mayr, Geschäftsführer der Schreinerei, ließ bereits 2008 sein Unternehmen für das Gütesiegel begutachten. Die Schreinerei war dabei einer der ersten Betriebe in Bayern. Auch zum Thema Ausbildung wurde die Schreinerei bereits mehrfach ausgezeichnet. Neben der Teilnahme an zahlreichen Jobmessen konzentriert sich das Unternehmen aktuell auf sein Engagement im Rahmen der BDSAzubiAkademie.

Klepmeir wünscht gute Fahrt Das Autohaus Klepmeir freut sich zusammen mit den Mitarbeitern der Firma „Integra Soziale Dienste“ über die neuen Fiat Panda. Zufriedene Kunden und ein erstklassiger Service ist das oberste Ziel vom Klepmeir-Team. Das Autohaus Klepmeir wünscht allzeit gute Fahrt.

1500 Euro für Krisenintervention Feiern für den guten Zweck: Im Rahmen eines Betriebsfestes baten die Stadtwerke ihre Mitarbeiter um eine Spende für den Kriseninterventionsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes Ingolstadt. Insgesamt 1500 Euro – aufgestockt von Geschäftsführung und Betriebsrat – kamen so zusammen. Der Kriseninterventionsdienst betreut ehrenamtlich Menschen, die von einem plötzlichen schrecklichen Ereignis – etwa dem Unfalltod eines nahen Angehörigen – betroffen sind und mit schweren psychischen Belastungen zu kämpfen haben. „Das ist eine schwierige und sehr wichtige Aufgabe, die wir sehr gerne unterstützen„, sagte SWI-Geschäftsführer Matthias Bolle bei der Übergabe der Spende 94


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Es ist Altstadtfest in Beilngries Am 15. und 16. Juli 2017 verwandelt sich die Altstadt in Beilngries wieder in eine Amüsiermeile: stimmungsvolle Live-Musik, abwechslungsreiche Speisenangebote, Erlebnisführungen, Einkaufsangebote, eine Oldtimerausfahrt und ein buntes Programm für Kinder ist geboten. Am Samstag ab 9:00 Uhr starten die 13. Beilngries Classic. Oldtimerraritäten warten am Hafen (MainDonau-Kanal). Nach der Ausfahrt, ab 17:00 Uhr, präsentieren sich die Oldtimer schließlich alle noch einmal entlang der Hauptstraße, bevor sie um 19 Uhr prämiert werden. Um 19 Uhr findet auch die feierliche Eröffnung des Altstadtfestes durch Bürgermeister Alexander Anetsberger statt. Die Besucher erwartet dann Live-Musik an verschiedenen Standorten mit vielfältigem Essensangebot. Am 16. Juli ist verkaufsoffener Sonntag. Die Beilngrieser Geschäfte laden Sie zu einem gemütlichen Einkaufsbummel ein. Die Kinder können sich in der Zwischenzeit am Kletterturm oder auf der Hüpfburg austoben, sich schminken lassen, Straßenkünstler bewundern und auf einem nostalgischem Märchenkarusell fahren.

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Umfrage

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Große Leserumfrage Mitmachen und tolle Preise gewinnen Teilnahmeschluss ist der 01.08.2017 Monat für Monat versorgen wir Sie in unserem espresso-Magazin mit aktuellen Trends aus Lifestyle & Mode, Events, Kultur, Sport, Gesundheit & Beauty. Unser Anspruch ist es, uns auch nach 15 Jahren stetig zu verbessern. Daher wollen wir es heute ganz genau wissen: Wie gut gefällt Ihnen espresso? Was können wir besser machen? Unser Fragenkatalog soll uns helfen, mehr über Ihre Vorstellungen und Wünsche zu erfahren. Als Dank für Ihre Teilnahme gibt es tolle Preise zu gewinnen, die uns von Schuster Home Company und Weinschmecker zur Verfügung gestellt wurden. Herzlichen Dank an dieser Stelle.

Angaben zur Person Ich bin: o Männlich o Weiblich Mein Geburtsjahr: _______ Schulabschluss o (noch) kein Abschluss o Mittelschule o Realschule o Abgeschlossene Lehre o Abitur o Hochschulstudium Sind Sie berufstätig? o Angestellte/r o Beamter / Beamtin o Schüler/in, Student/in, Azubi o Nicht berufstätig / vorübergehend ohne Beschäftigung o Im Ruhestand o Selbstständig o Leitender Angestellter

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Angaben zum Magazin „espresso“ Wie oft lesen Sie espresso? o alle 12 Ausgaben im Jahr o mind. 8 Ausgaben im Jahr o mind. 4 Ausgaben im Jahr o 3 Ausgaben oder weniger im Jahr Wie viel Zeit nehmen Sie sich in der Regel für espresso? o 30 Minuten und länger o 20 – 30 Minuten o 10 – 20 Minuten o unter 10 Minuten Wie viele Personen – Sie mitgezählt – lesen Ihr espresso-Exemplar? ____ Personen Gibt es Themen, über die Sie gerne mehr in espresso lesen würden?

Gibt es Themen, auf die Sie in espresso gerne verzichten würden?

Was gefällt Ihnen an espresso besonders gut?

Was können wir besser machen?


Zu gewinnen gibt es tolle Preise: GEWINNEN SIE EINEN GESCHENKEKORB MIT KULINARISCHEN SPEZIALITÄTEN VOM WEINSCHMECKER, JÜRGEN NÜSSLER ODER GEWINNEN SIE EINEN EINKAUFSGUTSCHEIN IM WERT VON 100€ VON SCHUSTER HOME COMPANY SPONSORED BY

Verlosung Vielen Dank für Ihre Teilnahme! Ihre Antworten werden streng vertraulich behandelt sowie grundsätzlich in Form von Statistiken dargestellt und nie in Verbindung mit Ihrem Namen ausgewertet. Eine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte erfolgt nicht. Senden oder faxen Sie den vollständig ausgefüllten Fragebogen bitte bis spätestens 01.08.2017 an: espresso Mediengruppe, Wagnerwirtsgasse 8, 85049 Ingolstadt Mail: win@espresso-magazin.de Fax: 0841 / 95154 – 120 Falls Sie an der Verlosung teilnehmen wollen, tragen Sie hier bitte Ihren Namen und Ihre Adresse ein: Name, Vorname Straße und Hausnummer Postleitzahl und Wohnort Telefon E-Mail Mitarbeiter der espresso Mediengruppe sind von der Teilnahme an der Befragung und der Verlosung ausgeschlossen. Über die Gewinner entscheidet das Los. Die Gewinner werden schriftlich oder telefonisch benachrichtigt. Eine Barauszahlung oder Umtausch der Gewinne ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinnübergabe erfolgt nach Auswertung der Befragung. Herzlichen Dank und viel Glück wünscht Ihnen das espresso-Team.

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Zu guter Letzt

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GEWINNSPIELE

SPRÜCHEKLOPFER

KULTURSOMMER NEUBURG espresso verlost für die Auftritte von Michl Müller, Willy Astor und Schmidbauer & Kälberer beim Neuburger Kultursommer 3 x 2 Karten. Schreiben Sie uns als Stichwort, welchen Künstler Sie erleben möchten. KLEINES GESCHIRRSET Gewinnen Sie eine kleine Auswahl an süßem Geschirr im Ananas-Design (Material: Melamin) von Living Sweets aus Wolnzach. Stichwort: „Ananas“ GEWINNSPIELFRAGE: Wie heisst der Sommerhit von unserem Nachwuchskünstler Mic Mali? Einsendeschluss: Karten: 11. Juli 2017 Geschirr: 23. Juli 2017 (Rechtsweg ausgeschlossen) MODEHAUS XAVER MAYR Auf Seite 7 können Sie einen von fünf Einkaufsgutscheinen von Xaver Mayr gewinnen! WEINSCHMECKER & SCHUSTER HOME COMPANY Wenn Sie sich an unserer Leserumfrage auf Seite 96 beteiligen, können Sie einen 100-Euro-Wertgutschein von Schuster Home Company oder einen kulinarischen Geschenkekorb von Weinschmecker gewinnen! GEWINNSPIELADRESSE: espresso Mediengruppe Wagnerwirtsgasse 8 85049 Ingolstadt Fax: 0841-9 51 54-120 E-Mail: win@espresso-magazin.de

IMPRESSUM

„Unerhört!“ mögen manche Pfaffenhofener nun sagen. Zur Verkehrs-, Radfahrer- und Fußgängerentlastung der Innenstadt hat sich die Stadt Pfaffenhofen nun etwas bahnbrechendes einfallen lassen: Mit dem Ziel eine noch umweltfreundlichere Stadt, mit sportlich aktiven Bürgerinnen und Bürgern zu werden, darf der Hauptplatz in Pfaffenhofen ab sofort nur noch per Slackline überquert werden. Der Gang über das Seil kostet 3 Euro. Kunden, der am Hauptplatz ansässigen Geschäfte, wird der Betrag allerdings ab einem Einkaufswert von 10 Euro rückerstattet. Für Senioren ist der Drahtseilakt kostenlos.

Tut mir leid, ab sofort nur noch per Slackline..

Verlag: espresso Publikations GmbH & Co. KG Adresse: Wagnerwirtsgasse 8 | 85049 IN | Tel. 0841/95154–0 Fax 0841/95154–120 | info@espresso-mediengruppe.in www.espresso-mediengruppe.in V.i.s.d.P.: Michael Stern Geschäftsführung: Michael Stern Redaktionsleitung: Stefanie Bergmüller Redaktion: Melanie Arzenheimer, Kajetan Kastl, Sabine Roelen, Silke Federsel, Sabine Kaczynski, Dr. Anna Elisabeth Meier Art & Satz: Daniela Kornprobst, Jonas Wagner, Nadine Morell, Stefanie Bergmüller Titelfoto: Kaan Tosun Foto: www.herzundbild.de Druck: Mayr Miesbach Auflage: 20.000 Die nächste Ausgabe erscheint am: 27.07.2017

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Ein Verstoß gegen die neue Verkehrsordnung der Stadt Pfaffenhofen wird geahndet. Dieser junge Mann wurde auf frischer Tat ertappt, als er das Fahrrad anstatt der Slackline benutzte. Da in Pfaffenhofen händeringend nach Paten für die neu geschaffenen Grünflächen der Stadt gesucht werden, können Straftäter durch die Übernahme einer Grün-Patenschaft einer Geldstrafe entgehen. Ob die Stadt Ingolstadt die Umsetzung des Pfaffenhofener Pilotprojekts zu einem späteren Zeitpunkt in Betracht ziehen wird, ist noch unbekannt, insofern es eine Alternative zu einer Seilbahn darstellen könnte. (sb)


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Espresso Magazin Juli 2017  

Monatliches Lifestylemagazin für Ingolstadt und die Region

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