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Le­ben mit La­wi­nen

Page 28

7. Februar 2020 | Nr. 4

Schweizerische Bauzeitung

Leben mit Lawinen

Wettbewerb

Überbauung Stellwerk 2, Winterthur Planungs- und Bauprozesse

Lawinenschutz in der Schweiz – von damals bis heute Pontresina zähmt seinen Hausberg Interview: «Anpassungsstrategien wachsen über Jahrhunderte»

Swissbau 2020: Wie weiter beim Thema CO2-Emissionen? Neues Verzeichnis der Gutachterinnen und Gutachter


Editorial

TEC21 4/2020

D

Trockensteinmauern sichern die Berninabahn bei der Alp Grüm GR vor Steinschlag und Lawinen. In den ersten Jahren nach der Eröffnung der Bahn 1910 war der Steilhang kaum bewaldet. Cover­ foto von Albert Steiner (1877–1965) um 1925, Archiv der RhB, Chur.

3

er Umgang mit der Lawinengefahr gehört seit 2019 zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe. Den Antrag stellten die Schweiz und Österreich gemeinsam. In beiden Ländern werden die Alpen intensiv genutzt, ob als ­Lebensraum, Verkehrsachse oder Tourismus­ gebiet. Seit die Menschen die Berge besiedeln, sind sie von Lawinenabgängen bedroht. Bis heute haben sie viele Strategien entwickelt, um sich zu ­schützen – seien es temporäre Mass­ nahmen wie die La­w inenwarnung oder die künstliche Lawinen­auslösung, Sperrungen oder Evakuierungen; seien es dauerhafte Eingriffe wie Lawinen­verbauungen, Galerien, Dämme oder Aufforstungen und die Ausscheidung von ­Gefahrenzonen mit entspre­chenden baulichen Vorgaben und Restriktionen. Heute verfügen fast alle betroffenen Gemeinden über Lawinengefahrenkarten. Zahlreiche Gebiete w ­ urden jedoch bewohnt, bevor man diese aus­gearbeitet hatte. Daher konnten und können sie nur mit baulichen Massnahmen geschützt ­werden. Auch wenn wir inzwischen sehr viel wissen, gibt es doch immer wieder unerwartete Ereignisse – diesen Winter sind bereits zwei Lawinen bis auf an sich gesicherte Skipisten gelangt. Das macht deutlich, dass wir uns keineswegs zurücklehnen können. Eine weitere Herausforderung: An vielen Orten kommen die Verbauungen in die Jahre – es gilt zu entscheiden, ob man sie ersetzen oder instand stellen soll. Dabei sind auch landschafts­ästhe­ti­sche und baukulturelle Aspekte zu berücksichtigen. Daniela Dietsche, Redaktorin Bauingenieurwesen/Verkehr

Lukas Denzler, dipl. Forst-Ing. ETH, Korrespondent TEC21


messen und verstehen

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Inhalt

TEC21 4/2020

RUBRIK EN

THEM A

3 Editorial

20

5

Leben mit Lawinen

7 Wettbewerb Ausschreibungen/Preise | Neuer Pullman in ­Winterthur 10 Planungs- und

F o t o : K e y s t o n e / I n t e r f o t o / T V .Y e s t e r d a y

­B auprozesse

Swissbau 2020: Wie weiter beim Thema CO2-Emissionen? 12 Neubau Für einen langen ­Lebensabend 14 SIA-Mitteilungen Gutachterin SIA /Gutach­ ter SIA: ein Meilenstein 16 Weiterbildung / Vitrine Kursangebote 2020 | Schutz vor Naturgefahren

Die Erfahrungen verarbeiten und festhalten: Zahlreiche künstlerische Darstellungen zeugen von der gesellschaftlichen Bedeutung von Lawinenunglücken.

30 Stellenmarkt

20 Lawinenschutz in der Schweiz Lukas Denzler Ein Rückblick auf die baulichen Massnahmen gegen die weisse Gefahr.

37 Impressum

25 Pontresina zähmt seinen

38 Unvorhergesehenes

18 Agenda

Hausberg Lukas Denzler Am Schafberg

werden die bestehenden Ver­bauungen für die Zukunft fit gemacht.

28 «Anpassungsstrategien wachsen über Jahrhunderte»

Daniela Dietsche, Lukas Denzler

Der Historiker Christian Rohr erörtert im Interview den Umgang mit Lawinen aus kultureller Sicht.


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Wettbewerb

TEC21 4/2020

Ausschreibungen OBJEKT/PROGR A M M

AU FTR AGGEBER

V ERFA HREN

FACHPREISGERICHT

TER MINE

AS 25 Leistungssteigerung Bern West, Passerelle Steigerhubel

SBB, Infrastruktur-Projekte, Gesamtprogramm «Knoten Bern»

Studienauftrag, selektiv, für Bauingenieure, Architekten, Land­ schaftsarchitekten und Lichtplaner

Peter Berger, Aurelio Muttoni, Simon Schöni, Maria Zurbuchen-Henz, Martin Gsteiger, Regula Trachsel

Bewerbung

Canton de Vaud, Département des infrastructures et des ressources humaines, Direction des métros 1014 Lausanne

Studienauftrag, selektiv, für Gestalter von öffentlichen Räumen und Verkehrsanlagen, Designer und Experten in Informa­ tions- und Kommuni­ kationstechnologie

Pierre-Yves Gruaz, Maria Beltran, Isabelle Corten, Olivier Estoppey, Louisa Gagliardi, Stéphane Halmaï-Voisard, Constance Rubini, Steve Iannello

Finanzdepartement des Kantons Basel-Stadt, Immobilien Basel-Stadt 4001 Basel

Gesamtleistungswettbewerb, selektiv, für Totalunternehmer, Architekten, Bauingenieure und Laborplaner

Thomas Blanckarts, Marie Theres Caratsch, Gerd Voith, Daniel Wentzlaff, Willy Nützi

Stiftung PWG 8036 Zürich

Projektwettbewerb, selektiv, für Generalplaner

Alain Roserens, Erika Fries, Shadi Rahbaran

www.simap.ch (ID 194113)

Identité de la nouvelle ligne du m3, Lausanne www.simap.ch (ID 198518)

An- und Umbau Laborgebäude WRO 1033 Rosental-Areal, Basel www.simap.ch (ID 199062)

Neubau Flurstrasse 115, Zürich

24. 2. 2020

Abgabe 20. 8. 2020

Bewerbung 28. 2. 2020

Abgabe Zwischenbesprechung 19. 6. 2020

Abgabe 9. 10. 2020

Bewerbung 28. 2. 2020

Abgabe 7. 8. 2020

Bewerbung 6. 3. 2020

Abgabe Pläne 10. 7. 2020

Modell

www.simap.ch (ID 199154)

24. 7. 2020

Zukunftsbild ÖV 2050 und Netzentwicklungsstrategie 2040, Zürich

Stadt Zürich, Verkehrsbetriebe Zürich 8048 Zürich

Testplanung, offen, für Verkehrsplaner, Städteplaner und Raumplaner

Keine Angaben

Ville de Lausanne, Direction Sécurité et Économie Service de l’eau 1002 Lausanne

Projektwettbewerb, offen, für Architekten und Landschaftsarchitekten

Nicole Christe, Agathe Caviale, Julien Grisel, Yves Lachavanne, Laurent Lin, Christian Baud, Fabrizio Giacometti

Abgabe 10. 3. 2020

www.simap.ch (ID 198942)

Nouvelle usine de production d’eau potable «Saint-Sulpice II» www.simap.ch (ID 198469)

– konform

Abgabe Pläne 15. 5. 2020

Modell 5. 6. 2020

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Bundesamt für Gesucht werden Raumentwicklung ARE besonders nachhaltige Sanierungen und Sekretariat: Neubauten, die CIPRA International innerhalb des Alpen9494 Schaan bogens stehen.

Teilnahmeberechtigt sind Architekten, Bauherren, Fachplaner oder Betreiber.

Workspaces for Tomorrow

BAM – Because Architecture Matters

Teilnahmeberechtigt sind Studierende aus den Bereichen Archi­ tektur, Innenarchitek­ tur, Städtebau usw.

https://competition.bam.archi/wft

Gesucht werden Gestaltungsmöglichkeiten von zukünftigen Arbeitsplätzen.

Weitere laufende Wettbewerbe auf competitions.espazium.ch Wegleitung zu Wettbewerbsverfahren: www.sia.ch/142i

Abgabe 14. 3. 2020

Anmeldung 20. 3. 2020

Abgabe 10. 4. 2020

7


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Wettbewerb

TEC21 4/2020

Neuer Pullman in Winterthur Das Projekt «Pullman» von Esch Sintzel Architekten markiert die städtebaulich signifikante Situation am nördlichen Ende des Bahnhofs Winterthur. Durch den Bezug zu Waggoninterieurs und ­Archivstrukturen schafft es effiziente Wohn- und Büroformen.

F

ür das Winterthurer Areal «Milchküche» wurde 2001 ein Studienauftrag ausgelobt. Auf einem länglichen Grundstück zwi­ schen Gleisen und Bahnhofplatz soll das Stellwerk 2 entstehen. Die SBB als Grundeigentümerin, vertre­ ten durch die Division SBB Immobi­ lien, schrieben einen Projektwett­ bewerb mit Präqualifikation aus. Von den 38 Teams, die sich bewar­ ben, wurden sechs ausgewählt: Ge­ meinsam mit Fachplanern aus den Bereichen Lärmschutz, Statik und Gebäudetechnik sollten sie eine Überbauung mit Fokus auf Wohnund Büronutzung entwickeln.

Waggon und Archiv Das Projekt «Pullman» von Esch Sintzel Architekten ging aus dem Wettbewerb als Sieger hervor. Es setzt die Reihung der Einzelbauten entlang der Gleise fort und ergänzt durch seine konkaven Einschnitte die beiden konvexen Kopfbauten am St.-Georgen-Platz. Die Verjüngung zu beiden Enden lässt zwei aufrech­ te Stirnfassaden entstehen. An den Enden befinden sich auch die beiden Aufgänge: Führen die Wendeltrep­ pen direkt in die Büroetagen, so lei­ tet in den Wohngeschossen ein brei­ ter Mittelgang zu den einzelnen Wohnungseingängen. Eine Abfang­ decke schützt das unterirdische Stellwerk. Die Stahlkonstruktion mit nur zwei Stützen in Querrich­ tung überspannt die Gebäudetiefe, an den Gebäudeenden steifen zwei Fachwerk­türme das System aus. Sowohl im Erdgeschoss als auch in den Büro- und Wohn­ geschossen entstehen flexible, nut­ zungsoffene Räume, die durch Ein­ bauten spezifisch für Büros oder

Wohnungen zugeschnitten werden können. Auf den beiden Büroetagen lassen sich Regale und Korpusse ­gegeneinander verschieben. So sind mit wenig Aufwand unterschiedlich grosse Räume voneinander abgrenz­ bar, aber auch ein Grossraum ist möglich. Eine Raumfolge aus Ein­ gangsbereich mit Bad, mittigem Mö­ belkorpus und Loggia zoniert den Raum. Weil am nördlichen Gebäude­ ende zu hohe Lärmimmissio­nen f­ ür Wohnräume auftreten, werden dort Coworking-­Räume, Waschsalons und zwei Atti­ka-Maisonetten integ­ riert. Profilierte Blechelemente, die durch konkave Verformungen wie eine edle Hülle anmuten, verkleiden die Holzständer-Aussenwände. In den Wohnungen ergänzen matte Wand- und Bodenflächen die glän­ zenden Metall­oberflächen. Wie das abgebrochene, in seiner Grundform jedoch überbaute ehemalige «Lichtspielhaus Talgar­ ten» (1926) und das Volkartgebäude (1928) der Architekten Rittmeyer Furrer kreiert auch der Entwurf «Pullman» markante Ecklösungen. Waren diese bei den beiden histo­ rischen Bauten aus der neuen Dy­ namik des Verkehrs entstanden, so bezieht sich der autonome, nahezu symmet­rische Baukörper des Stell­ werks 2 in Formgebung und Aufbau auf die vorüberrollenden Züge. • Mira Heiser, Architektin MAS ETH SIA, arch@miraheiser.ch

Siegerprojekt «Pullman», Esch Sintzel Architekten, Zürich PROJEKTW ETTBEW ERB STELLW ERK 2, W INTERTH UR AUSZEICHNUNGEN 1. Rang / 1. Preis: «Pullman»

Esch Sintzel Architekten, Zürich; dsp Ingenieure & Planer, Zürich; Gutknecht Elektroplanung, Au; Planforum, Winterthur; Planforum, Winterthur; Mühlebach Partner, Winterthur 2. Rang / 2. Preis: «Equilibrium»

ARGE Made in, Zürich, und Caretta+ Weidmann Generalplaner, Zürich; Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure, Zürich; Hefti.Hess.Martignoni, Aarau; Jakob Forrer, Buchrain; Bauconnect, Stans; Wichser Akustik & Bauphysik 3. Rang / 3. Preis: «Gordon»

Dürig, Zürich; Dr. Deuring + Oehniger, Winterthur; Amstein + Walthert, Zürich FACHJ URY Beat Rothen (Vorsitz), Architekt; Thomas von Ballmoos, Architekt; Piet Eckert, Architekt; Franziska Manetsch, Architektin; Oliver Erb (Ersatz), Architekt

SACHJ URY

Den ausführlichen Beitrag sowie weitere Pläne und Bilder auf espazium.ch/de/aktuelles/ stellwerk-2-winterthur

Jens Andersen, Stadtbaumeister Winterthur; Roger Ochsner, SBB Immobilien Development; Peter Wicki, SBB Immobilien, Portfolio Management; Markus Siemienik, SBB Immobilien Development (Ersatz)

Visualisierung: Projektverfassende

Text: Mira Heiser


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Planungs- und Bauprozesse

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Swissbau 2020: Wie weiter beim Thema CO 2 -Emissionen? Das Thema Nachhaltigkeit in der Baubranche war, ganz dem Zeitgeist ­entsprechend, an der Messe omnipräsent und wurde intensiv diskutiert. Doch wie steht es um Lösungen für die Reduktion von CO2-Emissionen? Hat die Swissbau hier für Heureka-Momente gesorgt? Text: Ivo Vasella

ie Swissbau 2020 startete mit einer fulminanten Show. Eine Handvoll Akrobatin­ nen zeigte auf dem Messeplatz an der Fassade des fünfgeschossigen «Tour d’Horizon» waghalsige Kunst­ stücke. Der 14 Meter hohe Turm aus Stahl und Beton regte mit seiner Ausstellung im Innern zur Reflexion über das eigene Verhalten bezüglich Leben, Wohnen, Arbeiten sowie Rei­ sen im Jetzt und in der Zukunft an. Besuchende mussten sich allerdings für die Turmerkundigung mit ihrem Smartphone registrieren, gut Trep­ pen steigen können und wind- und wetterfest gekleidet sein. Daneben stand ein fast gleich hoher Gerüst­ turm, gehüllt in ein schwarzes Netz und mit dem Charme der Rückseite einer Festivalbühne. Sein Zweck: die Erfüllung feuerpolizeilicher Vor­ schriften. Prominent inmitten des Messeplatzes schien er zu sagen: «Das kommt heraus, wenn man beim Bauen die Planenden nicht mitein­ bezieht.»

Unterschiedliche Ansätze Wenige Meter neben den ungleichen Zwillingstürmen stand die elegante kleine «Woodpassage». Ganz ohne Betonsockel, Smartphone und Feuer­ polizei verkündete sie ausschliess­ lich eine Botschaft: In diesen ver­ bauten 13 Kubikmetern Holz sind 13 Tonnen CO2 gebunden – und diese Menge Holz wächst in Europas Wäl­ dern in einer halben Sekunde nach. Die Diskrepanz, wie mit dem Thema CO2 -Emissionen umgegan­ gen wird, zeigte sich an der Messe vielerorts. Während sich die einen Aussteller offensichtlich ernsthaft

Die Präsidentin des Fachrats Digitale Transformation, Birgitta Schock (Zweite von links), diskutiert mit Urs von Arx, Nadine Jürgensen, Katrin Muff und Christoph Meili

die neuen Möglichkeiten, die durch Digitalisierung und Berücksichtigung der Nachhaltigkeit in der Arbeit der Planenden entstehen.

mit der Thematik auseinandersetz­ ten, versuchten andere, angetan mit einem «CO2-Mäntelchen» sensibili­ sierte Besucher nicht völlig vor den Kopf zu stossen. Dritte, so schien es wenigstens, haben sich gar nicht auf ein Umdenken eingestellt. Vielleicht aus der opportunistischen Haltung heraus, dass die Welt für einen selbst schon noch reichen werde, oder geleitet von dem Gedanken, der «CO2-Hype» flaue sicher wieder ab.

nen und Besucher des interaktiven Erlebnisraums, des sogenannten «iRoom», ab und zu ein beklemmen­ des Gefühl beschlich. Denn im «iRoom» wurden Projekte vorge­ stellt, bei denen die Kontrolle und Überwachung durch die digitalen Helfer bereits beängstigend weit ausgereift ist. Und wer kann garan­ tieren, dass die dadurch generierten Daten nur in einem redlichen Sinn verwendet werden?

Im «iRoom» ist die Zukunft bereits Gegenwart

Ein klimagerechtes Leben ist schon heute möglich

Im Innovation Lab herrschte ein an­ derer Geist. Unternehmen präsen­ tierten hier ihre neuesten Inno­ vationen, auch solche, die sie in Kollaboration mit anderen Firmen im Vorfeld der Messe entwickelt hat­ ten. Die kühnen Visionen gingen teil­ weise so weit, dass die Besucherin­

Der SIA präsentierte sich wiederum in seiner Lounge im Swissbau Focus, der Veranstaltungs- und Netzwerk­ plattform. Er war Partner bei 17 Ver­ anstaltungen, die alle durchwegs hohe Besucherzahlen verzeichneten. Wie Digitalisierung und Nachhaltig­ keit zusammengehen, wurde im

Fotos: Philip Böni

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TEC21 4/2020

Swissbau Focus kontrovers disku­ tiert. So forderte ein Redner die Rückkehr von der «Glasarchitektur» zu «massiven Gebäuden mit grosser Speichermasse und kleinen Öffnun­ gen». Ein anderer wurde nicht müde zu betonen, wie wichtig Material­ recycling und -reduktion seien. Wahrscheinlich gilt auch hier wie so oft: Verschiedene Wege führen ans Ziel. Einig waren sich die Refe­ rierenden darin, dass das Wissen und die Technik für ein klimage­ rechteres Leben schon lang vorhan­ den sind. Auch wenn der Suffizienz­ gedanke – also die Selbstbegrenzung und Entschleunigung sowie das richtige Mass an Konsum, Konsum­ verzicht und Entkommerzialisie­ rung – für einige eine wichtige Vor­ aussetzung ist, gab es auch Stimmen, die meinten, man müsse nicht auf Komfort verzichten – sofern man es richtig angehe. Was allen klar sein dürfte: Das Problem kann nicht von den Planenden allein gelöst werden, auch wenn der Bausektor weltweit für ein Drittel der Treibhausgas­ emissionen verantwortlich ist.

Die Suffizienz stolz leben In einer der zahlreichen Podiums­ diskussionen brachte es SIA-Präsi­ dent Stefan Cadosch auf den Punkt: Solange die Grösse der eigenen Woh­ nung oder des eigenen Autos ein in der Gesellschaft anerkanntes, posi­ tiv konnotiertes Sta­tussymbol sei, strebten die Menschen weiter nach

Planungs- und Bauprozesse

11

Der SIA präsentierte sich in seiner Lounge im Swissbau Focus, der Veranstaltungsund Netzwerkplattform der Messe.

dem immer Grösseren. Das beweist die Erkenntnis, dass heute fast jede CO2 -Ein­ sparung durch Mehrkon­ sum wieder zunichte gemacht wird. Erst wenn die Menschen stolz die Suffizienz leben, wird es möglich, ernsthaft CO2 einzusparen. Und hier sind dann wieder die Planenden am Zug: Kleinere Wohnungen mit opti­ mierten Grundrissen, neue Wohn-, ­Arbeits- und Lebensmodelle wie bei­ spielsweise Mehrfachnutzungen auf gleichen Flächen werden gefragt sein. Heute sieht man solche Pla­ nungsmodelle und Lebensstile ­leider noch viel zu selten. Die aktuelle Nullzinspolitik erweist dabei der Gesellschaft einen Bärendienst. Investoren bauen, um ihr Geld anzulegen, oft qualitativ

minderwertige Objekte, häufig am falschen Ort und ohne umfassende Bedarfsanalyse. Zugleich verunmög­ lichen kontinuierlich steigende Wohn- und Immobilienpreise oft den gewünschten Wohnungswechsel. Nach zahlreichen anregenden ­Focus-Veranstaltungen bleibt eine frustrierende Erkenntnis: Die Prob­ leme sind erkannt, die Lösungen wären da und umsetzbar, aber der Wille, sich aus der eigenen – ver­ meintlichen! – Komfortzone zu be­ wegen, ist leider noch zu wenig ver­ breitet. • Ivo Vasella, dipl. Arch. ETH/SIA, Co-Leiter Kommunikation, Mediensprecher; ivo.vasella@sia.ch


Neubau

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Für einen langen Lebensabend Mit ihrem Erstlingswerk ist Brechbuehler Walser Architekten ein Wurf gelungen: Der im November 2019 bezogene Neubau beim Bahnhof Flawil überzeugt durch elegante Details, kluge Grundrisse und durch ein neuartiges Konzept für das Wohnen im Alter.

Ein einziger Wohnort fürs Alter: Das «5egg» in Flawil bietet je nach Bedarf auch

ambulante und stationäre Pflege. So können die Bewohnerinnen und Bewohner bis zum Schluss in ihrem gewohnten Umfeld bleiben.

D

ie Ausgangslage war subopti­ mal: Im Mai 2015 nahm das Architekturbüro Brechbuehler Walser als Nachwuchsteam am ein­ geladenen Projektwettbewerb «Neu­ es Wohnen am Bahnhof Flawil» teil. Ursprünglich war auf diesem pro­ minenten Grundstück vis-à-vis des Bahnhofs ein Bürobau vorgesehen gewesen. Die Umsetzung harzte, und da die örtliche Stiftung für Wohnun­ gen mit Pflegeangebot auf der Suche nach einem Standort für Alterswoh­ nungen war, war die Lösung rasch gefunden. Die Stiftung wünschte sich ein schweizweit neues Konzept: Wohnungen und ein Dienstleistungs­ angebot, die sich sukzessive der ­Pflegebedürftigkeit der Mieterinnen und Mieter anpassen lassen – keine Vorstufe zum Pflegeheim, sondern

eine echte Alternative. Der Haken am Wettbewerbsprogramm: Wegen des bestehenden Gestaltungsplans musste die Kubatur des geplanten fünfeckigen Volumens übernommen werden. Neben der Ausarbeitung des Raumprogramms bestand die Auf­ gabe also vor allem darin, eine an­ gemessene Fassadengestaltung für die zentrale Lage zu finden.

ton. Arkaden schaffen eine gedeckte Vorzone zum öffentlichen Restau­ rant im Erdgeschoss. Gesimse und der fein dimensionierte Dachrand gliedern die Geschosse, Geländer vor den geschosshohen Fenstern und den Loggien zeigen auf subtile Art die Nutzung an: Laufen sie vor der Fassade, liegen dahinter «öffentli­ che» Wohnräume; sind sie innen ­angeordnet, handelt es sich um die privaten Schlafzimmer. Ähnlich fein gestaltet prä­ sentiert sich das Innere. Zwei Ober­ lichter bringen Tageslicht in das Atrium, das Treppen und Lift be­ herbergt. Die bronzierten Stahlge­ länder der Fassade tauchen hier wieder auf, Sitzbänke vor den Liften und Sichtfenster neben den Woh­ nungstüren unterstreichen den semi­ öffentlichen Charakter der inneren Erschliessung, die auch als interne Begegnungszone gedacht ist. Die 30 Wohnungen mit 2.5 und 3.5 Zimmern sind auf die drei Betreiber aufgeteilt: ­Es gibt zehn Alterswohnungen, zehn Spitex- und zehn Pflegewohnungen, die auch von jüngeren pflegebedürf­ tigen Personen gemietet werden ­können. Dazu kommen im EG neben dem Restaurant «5egg» die Arbeits­

Mediterrane Noblesse Beides ist gelungen. Südländischelegant mutet der fünfgeschossige Bau heute an. Die gestockte Sicht­ betonfassade ist eine Kombination aus Betonfertigteilen und Ortbeton, der Zuschlag aus Kalkstein nimmt dem Material die Härte und sorgt für einen warmen gelblichen Grund­

Situation, Mst. 1 : 2000. Rechts oben der

Bahnhof, links das Stickerquartier.

Fotos: Andreas Buschmann; Pläne: Brechbuehler Walser Architek ten

Text: Tina Cieslik


Neubau

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Die Wände des Treppenhauses sind mit einem geseiften Sumpfkalkputz versehen; die Leuchten sind Eigenentwürfe.

Die Einheiten lassen sich als Pflege­ wohnungen nutzen, wirken aber aber

räume der Spitex. Die vom Wohnund Pflegeheim Flawil betriebene Pflegestation mit Bädern und Ge­ meinschaftswohnraum mit Küche liegt im ersten Obergeschoss. Die grosszügig geschnitte­ nen Wohnungen sind alle rollstuhl­ gängig. Loggien bieten einen ge­ schützten Zugang nach draussen, und – je nach Orientierung – Aus­ blicke bis zum Säntis oder ins Fla­ wiler Stickerquartier. Silbergraue Textilstoren sorgen für Blendschutz, unterstreichen die mediterrane Er­ scheinung des Baus – und wirken allfälligen Abschottungs­tendenzen, wie sie bei Rollläden möglich sind, entgegen.

Dörfliche Synergien

wie reguläre Wohnungen.

Wie gut der Bau bei den Flawilern ankommt, zeigen die Anfragen – für die 30 Einheiten gab es über hundert Interessierte. Dass das «5egg» im Dorf akzeptiert ist, beweist auch die Kooperation über die Bahnhofstras­ se hinweg: Die Bewohnerin des ge­ genüberliegenden Hauses wird ab Frühling ihren Garten dem «5egg» zur Verfügung stellen. Damit wird das auch einzige Manko des Stand­ orts, der fehlende Grünraum, auf unkonventionelle Weise behoben. • Tina Cieslik, Redaktorin Architektur/ Innenarchitektur

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Der Leuchter über der Bar zeichnet das

darüber liegende Oberlicht im Dach nach und ist das Herz des Restaurants «5egg».

Dieser Artikel markiert den Auftakt zur Online-Serie «Debüt», in der espazium.ch Erstlingswerke junger Schweizer Architekturbüros zeigt. Ein Interview mit Patrick Walser und Barbara Menti-Brechbuehler zum «5egg» sowie weitere Bilder und Pläne finden Sie auf bit.ly/interview_5egg

Bauherrschaft Stiftung für Wohnungen mit Pflegeangebot, Flawil Kooperationspartner Spitex Flawil; dreischiibe, Herisau; Wohn- und Pflegeheim Flawil Architektur Brechbuehler Walser Architekten, Zürich Bauleitung ARGE BGW Huber, Flawil /  Peter Wittenwiler, Flawil Tragkonstruktion, Fassadenplanung Nänny + Partner Bauingenieure, St. Gallen Elektroplanung IBG B. Graf Engineering, St. Gallen HLKKS-Planung Inpla, Flawil Bauphysik, Akustik Mühlebach Partner, Winterthur Brandschutz Amstein + Walthert, St. Gallen

Grundriss 1. OG, Mst. 1 : 400. Essplatz und Küche der Wohnungen sind jeweils in den

Gebäudeecken angeordnet. Die Mehrzahl der Wohnungen ist zweiseitig orientiert.

Licht Luminati Licht und Raumkonzepte, Bühler


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SIA-Mitteilungen

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Gutachterin SIA / Gutachter SIA: ein Meilenstein Seit 1. Januar 2020 stellt der SIA ein Verzeichnis der Gutachterinnen und Gutachter SIA zur Verfügung. Das Verzeichnis ist öffentlich und auf der SIA-Website einsehbar. Text: Sacha Menz und Walter Maffioletti

S

chon seit geraumer Zeit hat der SIA festgestellt, dass die gutachterliche Expertise der SIA-Fachleute sehr gefragt ist. Das hat die wachsende Zahl von An­ fragen seitens Bauherrschaften, Pla­ nerinnen und Planern sowie Behör­ den gezeigt. Seit 1. Januar 2020 steht nun das erste Verzeichnis der Gut­ achterin SIA und des Gutachters SIA auf der Website des SIA öffentlich zur Verfügung.

SIA-Gutachter finden Lösungen Was hat den SIA dazu bewogen, eine Gutachterin und einen Gutachter SIA ins Leben zu rufen? Vier kurze Beispiele: –– Ein Bauherr weigert sich auf­ grund mangelhafter Leistungen, das Honorar seines Architekten vollständig zu bezahlen. –– Das Tiefbauamt einer mittel­ grossen Gemeinde bezweifelt die Einhaltung der entsprechenden technischen Normen bei der Aus­ führung einer Brücke. –– Eine Stiftung, die ein Museum ­betreibt, kämpft mit der schlech­ ten Lüftung ihrer Ausstellungs­ räume – sie vermutet Fehler bei der Planung der Gebäudetechnik. –– Auf einem Grundstück ist der Bau eines Spitals geplant; die Parteien sind sich über die Notwendigkeit geologischer Massnahmen im Vorfeld der Planung nicht einig. Diese vier Beispiele weisen min­ destens eine Gemeinsamkeit auf: Eine Gutachterin SIA beziehungs­ weise ein Gutachter SIA kann die Sachverhalte beurteilen, die den Fällen zugrunde liegen, und Lösun­ gen finden.

183 Jahre SIA ohne formelle Figur eines Gutachters Seit fast 183 Jahren führt der SIA seine Geschäfte ohne die formelle Figur eines Gutachters. Denn ge­ mäss Statuten gelten SIA-Mitglie­ der generell als Expertinnen und Experten. Die Einführung der neu­ en Kompetenz bereitet deshalb ei­ nigen Baufachleuten Kopfzerbre­ chen: Welche Gründe hat der SIA für diesen Paradigmenwechsel? Der Entscheid ist auf die stark zunehmende Nachfrage nach gutachterlichen Expertisen des SIA zurückzuführen. Obwohl andere Institutionen Gutachter ­vermitteln, wenden sich zahlreiche Akteure an den SIA. Dies hat den SIA-Vorstand dazu bewogen, das entsprechende Modell der Gutachterin SIA und des Gutachters SIA zu schaffen.

In der Rolle der Friedensstifter

ziellen Gutachterinnen und Gutach­ tern SIA. Das Gremium setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Fachberei­ che und aller Schweizer Sprachre­ gionen. Der Vorstand des SIA bestä­ tigt die Aufnahme in das Verzeichnis. Selbstverständlich wird es gemäss der geltenden Gesetzgebung auch weiterhin möglich sein, dass jedes SIA-Mitglied Gutachten verfassen kann – jedoch ohne die entsprechen­ de Bezeichnung im Titel als Gutach­ terin SIA oder Gutachter SIA.

Die Romandie als SIA-Gutachter-Pionierin Die Romandie hat die Nachfrage nach SIA-Gutachtern schon früher gespürt, sodass die örtlichen SIASektionen bereits vor einigen Jah­ ren pionierhaft ein SIA-Gutach­ ter-Modell entwickelt haben. Dazu existiert ein entsprechendes öffent­ liches Verzeichnis, das bis Ende 2020 gültig ist. Erst Jahre später wurde das Bedürfnis nach einem solchen Verzeichnis auf SIA-Ebene und in den übrigen Regionen der Schweiz geortet. Gutachterinnen und Gut­ achter SIA kommen bei unterschied­ lichen Fragestellungen zum Ein­ satz – etwa für Privatgutachten, für die Aufarbeitung einer bestimmten Problemstellung oder auch als vom Gericht eingesetzte Gutachter bei Verfahren.

Gutachterinnen und Gutachter SIA sind SIA-Mitglieder, die die Fähig­ keit haben, dank ihren ausseror­ dentlichen Fachkompetenzen einen Sachverhalt zu beurteilen, um all­ fälligen Streitigkeiten vorzubeugen oder diese aus dem Weg zu räumen. Zu den Anforderungen, die Gutach­ terinnen und Gutachter SIA mitbrin­ gen müssen, gehören Zuverlässigkeit, Pflichtbewusstsein, Integrität, über­ durchschnittliche Kompetenz in einem Fachgebiet, Berufspraxis von mindestens zwölf Jahren und aus­ Arbeit auf geprägte Konfliktlösungskompetenz. privatrechtlicher Basis Das neu eingeführte Gre­ mium «Gutachterin SIA / Gutachter Gesuche zur Aufnahme in das Ver­ SIA» und die entsprechende Sektion zeichnis der Gutachterin und des überprüfen die Eignung von poten­ Gutachters SIA sind bei der Sektion


SIA-Mitteilungen

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einzureichen, in der die Kandida­ tin oder der Kandidat Mitglied ist. Der Einsatz von Gutachterinnen und Gutachtern SIA erfolgt auf privatrechtlicher Basis und ist zwischen den Auftraggebern so­ wie der Gutachterin und dem Gut­ achter zu regeln. Der SIA be­ schränkt sich auf die Kontrolle und Pflege des entsprechenden Verzeichnisses. Die Zunahme der Anfra­ gen für Expertisen spricht für einen Mangel an bautechnischen Kompetenzen zahlreicher Akteu­ re aus verschiedenen Fachrich­ tungen. Auch hier kann der SIA eine wichtige Rolle einnehmen, um die Situation zu verbessern. • Sacha Menz, Professor für Architek­ tur und Bauprozess, ETH Zürich, Partner SAM Architekten und Partner, Zürich; menz@arch.ethz.ch Walter Maffioletti, Rechtsanwalt, lic. iur. / SIA, Leiter SIA-Recht und Mitglied der Geschäftsleitung; walter.maffioletti@sia.ch

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SIA-Tage neu aufgestellt Die Architekturschau des SIA findet neu im Herbst an einem Wochen­ ende und ausschliesslich in der ­Romandie statt. Die SIA-Tage oder Journées SIA – die Werkschau von Architektur und Ingenieurbauwer­ ken – werden dieses Jahr vom 25. bis 27. September durchgeführt. Neu findet die Veranstaltung, bei der SIA-Mitglieder ihre unlängst fertig­ gestellten Projekte einer interessier­ ten Öffentlichkeit vorstellen, aus­ schliesslich in der Westschweiz statt. Einzelne Westschweizer Sek­ tionen werden wiederum Begleitver­ anstaltungen durchführen. Was 2006 von der Sektion Waadt unter dem Namen «15n» er­ folgreich ins Leben gerufen wurde, verbreitete sich rasant in der ganzen Westschweiz. Anlässlich des 175-­ jährigen Jubiläums des SIA wurde die Veranstaltung im Jahr 2012 schliesslich auf die ganze Schweiz

ausgeweitet. Bedauer­licherweise ist der Funke des fortan «SIA-Tage» genannten Anlasses nie auf die ­ Deutschschweizer Sektionen über­ gesprungen. Ausser der Sektion Win­ terthur, die als «Stadt-­Sektion» von einem logistischen Vorteil bei den Besichtigungen profitierte, taten sich die Deutschschweizer SIA-­ Mitglieder schwer, sich daran zu beteiligen. Offenbar ist es in der Deutschschweiz ohnehin üblich, bei fertiggestellten Projekten Besichti­ gungen zu veranstalten, sodass das Bedürfnis nach einem gemeinsam organisierten Grossanlass gering ausfiel. Eine Umfrage bei allen SIA-­ Sektionen im vergangenen Frühling zeigte dementsprechend einen deut­ lichen Röstigraben. Vorläufig wird die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung daher wieder in ihrer früheren Grösse exklusiv in der ­Romandie durchgeführt. • (sia)

WERKBESICHTIGUNG

TEC21 lädt ein Foto: Danielle Fischer

Vorträge und ein Blick hinter die Kulissen der Firma Geberit

– Physikalisches Labor mit realitätsnahen Simulationen – Referate: dezentralisiertes Abwassermanagement und Sanitärplanung in Zeiten des Klimawandels – Apéro riche

29. April 2020 | 16 – 20 Uhr Der Anlass ist kostenlos. Verbindliche Anmeldung bis zum 19. April 2020 an event@tec21.ch. Weitere Informationen unter espazium.ch/de/aktuelles/werkbesichtigung-geberit


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Weiterbildung

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Kursangebote 2020 Redaktion: Hella Schindel

HOCHSCH ULE FÜR TECHNIK UND W IRTSCH A FT DES K A NTONS WA A DT

Umweltrecht für ­Praktikerinnen  / ­Praktiker

HOCHSCH ULE LUZERN INSTITUT FÜR INNENA RCHITEKTUR

Vielseitige Innenarchitektur In Zukunft werden 75 % aller Bau­ arbeiten den Um- und Weiterbau betreffen. Dabei sind die Rahmen­ bedingungen eines Umbaus jedes Mal anders, und die vorhandenen Qualitäten der Bausubstanz sind im Hinblick auf die zukünftige Nutzung genau zu bestimmen. Das Institut für Innenarchi­ tektur an der HSLU trägt diesen Umständen Rechnung und bietet im Frühling 2020 fachspezifische Weiterbildungskurse an: «Innen­ architektur – Erneuern im Baube­ stand» und «Innenarchitektur – Materiali­sieren im Baubestand». Die Kurse vermitteln Techniken und Methoden für die angemessene und nachhaltige Bauerneuerung. Themen sind die Sicht von Denk­ malpflege und Denkmalschutz, die ökologischen und ökonomischen Anforderungen, Eigenschaften von Material und Oberflächengestal­ tung, Raumwirkung und Raum­ stimmung. Die Inhalte sollen die Teilnehmenden zu einer differen­ zierten Haltung beim Um- und Wei­ terbauen im Baubestand befähigen. Die Kurse umfassen fünf Wochen Kontaktstudium und vier Wochen Selbststudium und erstrecken sich jeweils vom 16. April bis 11. Juni 2020. • www.hslu.ch/de-ch/technik-architektur/ weiterbildung

Die Kompetenzgruppe Nachhaltig­ keit und Verantwortung – Institut für Unternehmensentwicklung der HEIG-VD bietet eine Reihe von Lehr­ gängen und Kurzkursen an. –– Lehrgang Umweltrecht in der ­Praxis – Umsetzung und Vollzug: Modularer Aufbau – Wahlmodule frei wählbar – zehn Tage Dauer in SCH W EIZERISCHE BAUSCH ULE maximal drei Jahren zu belegen. A A R AU Einführungskurs 11.– 12. März Vier Ausbildungswege 2020; Modul DR2020. –– Umweltrecht für Praktiker/-innen: mit Praxisbezug Panorama der Gesetzgebung – Die Schweizerische Bauschule Aarau Prinzipien und Instrumente des ist eine eidgenössisch anerkannte Umwelt- und Planungsrechts. höhere Fachschule für Technik. Als 11.– 12. März 2020, Bern-Zolliko­ Marktleader der Baukaderausbil­ fen; Modul DR2023. dung bietet sie folgende solide und –– Altlasten intensiv: Sanierungs­ praxisbezogene Ausbildungen u. a. kosten – Prognose und Realität. auf Stufe der Höheren Fachschule Aktuelle Rechtsfragen. 17. März an: ein berufsbegleitendes Studium 2020, Zürich; Modul DR2024. zum/zur dipl. Techniker/-in HF Bau­ –– Gewässerschutz- und Fischerei­ planung Ingenieurbau, Architektur gesetz: Gewässer und ihre Le­ und Innenarchitektur. Ab­solventen bensräume im rechtlichen Span­ stehen die Türen als Projekt- und/ nungsfeld zwischen Schutz und oder Bauleiter/-in komplexer Bau­ Nutzung. 24.–  25. März 2020, vorhaben offen. Bern-Zollikofen; Modul DR2025. • Dipl. Techniker/-innen HF Informationen und Anmeldung: Bauführung sind für die Organisa­ www.management-durable.ch/de/kurs/ DR(+ Modulnummer) tion, Führung, Steuerung und Ad­ ministration von Bauaufträgen im Hoch-/Tiefbau und Holzbau verant­ wortlich. Das NDS Baubetriebsma­ nagement befähigt die Absolventen, als Kadermitarbeiter ihre Aufgaben mit hoher Fach- und Sozialkompe­ tenz auszuüben. Die Ausbildung zum Baupolier SBA ermöglicht es, einen der spannendsten Berufe der IN DEN RUBRIKEN WEITERBILDUNG Baubranche auszuüben. UND VITRINE PRÄSENTIERT Per 30. April 2020 verab­ Die Angaben zu Weiterbildungsange­ schiedet sich die Bauschule aus der boten, Firmen, Produkten und Dienst­ leistungen basieren auf Informationen kantonalen Organisation und führt der Anbieter. Auf den Abdruck solcher ihren Bildungsauftrag als privates Hinweise besteht kein Anspruch. Die Unternehmen nahtlos weiter. Das Redaktion behält sich Kürzungen vor. Schuljahr 2020/2021 startet am Bitte senden Sie Ihre Informationen 4. Mai 2020 – jetzt anmelden! • an TEC21, Postfach, 8036 Zürich, www.bauschule.ch

oder an produkte@tec21.ch


Weiterbildung | Vitrine

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ETH WOHNFORUM – ETH CASE

Nachbarschaften als Beruf Der Anspruch an professionell begleitete und geförderte Nach­ barschaften nimmt zu, sei es auf der Ebene der Gemeinde, des Quartiers oder der Siedlung. Entsprechend müssen neue Stel­ len konzipiert, eingeführt und ent­w ickelt werden. Grund­lage des von den Wohnbaugenossen­ schaften der Schweiz angebote­ nen Kurses bilden die Erkenntnis­ se aus dem Forschungsprojekt ­«Berufsfeld Community» (2016–­ 2019) des Ins­tituts für Soziale Arbeit und Räume der Fachhoch­ schule St. Gallen. Der Kurs findet in ­ Kooperation mit dem ETH Wohnforum – ETH CASE statt, in Zusammenhang mit dem For­ ­ schungs- und Ent­w ick­lungs­ projekt «Zuhause alt werden» (2016–2019). –– 9. März 2020, 14 –17 Uhr Hoch­ schule für Wirtschaft Zürich. • wohnforum.arch.ethz.ch

KT.COLOR DIE FA RBM A N U FA KTUR

Seminare zur Farbe im Raum kt.Color stellt besondere Farben und Design-Tools her. Im Inten­ sivseminar «Farbe und Raum», geeignet für Architekten und ­ Desig­ner, die sich Sicherheit im Umgang mit Farbe wünschen, werden die Beziehungen zwi­ schen Farbe, Licht, Mensch und Raum in Theorie und Praxis er­ läutert. –– 30./31. März 2020, 9–17 Uhr, 8–16 Uhr (am 2. Tag), Uster. –– 2./3. November 2020, 9–17 Uhr, 8–16 Uhr (am 2. Tag), Uster. Weitere Veranstaltungen wie zum Beispiel eine «Farbkonzepter-­ Schulung» oder das Seminar «Weiss und Wein», das den Zugang zum grossen Spektrum der Farbe Weiss bei einem guten Glas ver­ mittelt, werden auf der Web­site vorgestellt. • www.ktcolor.ch

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Schutz vor Naturgefahren

TERR A DATA

GEOBRUGG

Bergbahnen Zermatt

Kaum sichtbar, doppelt sicher

Geht es um die Sicherheit von Brü­ cken, Baugruben, Häusern, Dämmen Die Naturgefahrenspezialisten von oder Verkehrsinfrastrukturen, sind Geobrugg produzieren ein Lawinen­ hochpräzise und absolut verläss­li­ schutzsystem, das für niedrige In­ che Überwachungsmessungen not­ stallations- und Wartungskosten in wendig. Die Ingenieure von Terra­ der Anrisszone sorgt: Es schützt data setzen diese Anforderungen um, nicht nur vor Schneelawinen, son­ vom Konzept über die Kostenschät­ dern in der schneefreien Zeit auch zung bis zur Installation der Sen­ vor Steinschlägen bis zu 500 kJ. soren, Auswertung und Online-­ Die homologierten Lawinenverbau­ Visualisierung der Messresultate. ungen aus hochfesten Netzen sind Auftauender Permafrost aufgrund leicht, einfach zu installieren und des Klima­wandels kann bei Bergbah­ nahezu unsichtbar. Zusätzlich sor­ nen und -restaurants zu Instabili­ gen die ankerlosen Druckplatten täten führen. Die Zermatt Bergbah­ speziell auf Lockergestein und nen ­lassen daher einige ihrer Masten Kriechhängen für sicheren Halt und mit permanenten GNSS- und Laser­ minimieren den Aufwand beim Auf­ dis­tanz-­Messungen überwachen. • stellen der Pendelstützen. • www.terradata.ch

MONITRON

Bewährte Alarmsysteme Als Spezialist für Umweltmesstech­ nik ist Monitron auch im Bereich der Naturgefahren aktiv. Alarmsysteme warnen in Sekundenschnelle vor Gleitschneelawinen, Murgängen und Hochwasser in Gebirgsbächen. Dank solchen Einrichtungen lassen sich gefährdete Strassen mittels Rotlicht automatisch sperren. Sen­ soren mit Funktechnologie setzt Monitron ausserdem für Fels-, Bö­ schungs- und Infrastruk­tur­über­wa­ chungen ein. • www.monitron.ch

www.geobrugg.com/lawinenpraevention


Agenda

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FÜ HRUNG

TAGUNG

4. MÄRZ 2020

12. UND 13. MÄRZ 2020

Neues Kunsthaus Zürich

Swissolar

Das Architekturforum Zürich zieht um. Bis zum Einzug in sein neues Veranstaltungslokal im Zollhaus ist es mit verschiedenen Veranstaltun­ gen unterwegs. Es wird unterschiedlichste Anlässe zu aktuellen Themen geben: Gesprächsrunden, Vorträge, Filme, Performances, Spaziergänge oder etwas vollkommen anderes. Zum Beispiel eine Begehung: Diese bietet das Architekturforum Zürich für Mitglieder im Neubau des Kunst­ hauses Zürich an. Mit von der Partie ist Christoph Felger, Partner bei Chipperfield Architects. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, Anmeldung bis spätestens 25. Februar 2019 unter mail@af-z.ch • Veranstalter: Architekturforum Zürich Ort: Neubau Kunsthaus Zürich, Eingangsbereich Infos: www.af-z.ch

Die jährlich durchgeführte nationa­ le Photovoltaiktagung ist der wich­ tigste Treffpunkt der schweizeri­ schen Solarstrombranche. Refe­ renten aus dem In- und Ausland sprechen über die Frage, welche Rahmenbedingungen es braucht, damit die Schweiz ihren Beitrag zum Erreichen der klima- und energie­ politischen Ziele leisten kann. Wel­ che Herausforderungen bezüglich Speicherung, Netzintegra­tion und Fachkräften sind bei einem starken Marktwachstum zu bewälti­ gen? Weitere Schwerpunktthemen sind aktuelle Berichte aus der Forschung sowie zur Integration von PV in die Gebäudehülle. Die Tagung wird durch eine Produktausstellung von über 30 Akteuren der Solarbranche sowie eine wissenschaftliche Pos­ terausstellung ergänzt. Beim Steh­ dinner am ersten Abend wird der Schweizer Biophysiker Jacques Du­ bochet sprechen. • Ort: SwissTech Convention Center, EPFL, Lausanne Infos: www.swissolar.ch

FILM

AUSSTELLUNG

MESSE

17. MÄRZ 2020

11. FEBRUAR 2020

18. BIS 21. FEBRUAR 2020

Precise Poetry

Weiterdenken!

Bautec 2020

Die italienisch-brasilianische Archi­ tektin Lina Bo Bardi (1914 –1992) schuf Poesie durch Präzision. Was bleibt von einer Person in dem Werk, das sie hinterlässt? •

DUO Architectes paysagistes / Land­ schaftsarchitekten: Zwei Frauen, zwei Nationalitäten, zwei Sprachen, zwei Charaktere und eine gemein­ same Leidenschaft für die Gestal­ tung von Aussenräumen. •

Im Zentrum der Messe stehen The­ men wie Smart Home und digitale Gebäudebewirtschaftung, Klima­ schutzziele und Energiewende im Gebäudesektor, gesellschaftliche Akzeptanz für Wohnungsneubau. •

Ort: Architektur Forum Bern Infos: architekturforum-bern.ch

Ort: Messe Berlin Infos: www.bautec.com

Ort: Kinok, Grünbergstrasse 7, 9000 St. Gallen Infos: www.kinok.ch

K URS

AUSSTELLUNG

AUSSTELLUNG

18. FEBRUAR 2020

29. FEBRUAR UND 1. MÄRZ 2020

BIS 21. JUNI 2020

Brandschutz

Jürg Altherr

Der Applikateurkurs 02/20 wendet sich an Fachpersonen, die die Quali­ tätssicherung der Applikation von dämmschichtbildenden Brand­ schutzsystemen übernehmen und / oder Personen, die applizieren, an­ leiten und überwachen. •

Das Leichte zum Schweben zu brin­ gen − das war die Spezialität des Zürcher Plastikers Jürg Altherr. Die Atelierausstellung im Gaswerk-Are­ al in Schlieren lässt greifbar werden, was den Künstler sein Lebtag be­ schäftigte. •

Anmeldeschluss: 12. Februar 2020 Ort: Sika Schweiz, Zürich Infos: www.szs.ch/event

Ort: AZB, Arbeitsgemeinschaft Zürcher Bildhauer, Turmstrasse 5, 8952 Schlieren Infos: www.juerg-altherr.ch

Architektur für Kinder Mit «The Playground Project» zeigt das Deutsche Architekturmuseum (DAM) eine Ausstellung, die Gabriela Burkhalter für die Kunsthalle Zürich kuratierte und die für das DAM um aktuelle Projekte ergänzt wurde. • Ort: DAM, Frankfurt Infos: www.dam-online.de

Foto: David Chipper f ield Architec t s

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Stellenmarkt

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Mobilität in urbanen Räumen oder Erschliessung von Randregionen - stets wachsende Ansprüche! Sie meistern diese anspruchsvolle Kaderposition mit Ihrem Universität- oder Hochschulabschluss, vorzugsweise in technischer oder betriebswirtschaftlicher Richtung, Ihrer Führungserfahrung und Ihrem Kommunikationsgeschick. Als

Dienststellenleiterin / Dienststellenleiter Verkehr und Infrastruktur führen Sie rund 140 qualifizierte Mitarbeiter/innen, unterstützt durch ein kompetentes Führungsteam, ziel- und lösungsorientiert.

Für die Liegenschaftenabteilung unserer Gemeindeverwaltung suchen wir per 1. 5. 2020 oder nach Vereinbarung einen bzw. eine

Für die Tiefbauabteilung unserer Gemeindeverwaltung suchen wir per 1. 3. 2020 oder nach Vereinbarung einen bzw. eine

Projektleiter oder Projektleiterin Hochbau

Stellvertretend(e)r Leiter(in) Tiefbauabteilung

80%

80% – 100%

Ihre Aufgabenschwerpunkte Als Bauherrschaftsvertretung sind Sie zuständig für die Organisation und Begleitung von Instandsetzungs-, Um- und Neubauprojekten und führen selbständig kleinere Bau- und Unterhaltsvorhaben durch. Sie begleiten Bauprojekte von der Entwicklung bis zur Ausführung (Machbarkeitsstudien, Bedarfserfassung, Kreditanträge, Planerwahl, Kontrolle von Kosten, Terminen, Bauabrechnungen und Garantiearbeiten). Sie sind Bindeglied zwischen Planern, Unternehmern und Behörden. Zudem wirken Sie bei Spezialaufgaben und in Projektgruppen mit.

Ihre Aufgabenschwerpunkte In Zusammenarbeit mit dem Leiter Tiefbauabteilung und dem Team sind Sie für die Umsetzung der Projekte und Aufgaben in den Fachbereichen Strassen­ wesen, Abwasserbereich und öffentlicher Verkehr zuständig. Sie unter­ stützen die beauftragten Ingenieurbüros bei der Planung und Projektierung, erarbeiten Kreditanträge und Weisungen bzw. beleuchtende Berichte und begleiten Submissionen.

Ihr Profil Sie verfügen über eine bautechnische Ausbildung (z.B. Architekt, Techniker FH Hochbau, Bauleiter) oder über mehrjährige Erfahrung als Projektleiter/in im Baubereich. Ihre ausgewiesene und lösungsorientierte Projektleitungserfahrung konnten Sie bereits in vergleichbarer Position, idealerweise in einer öffentlichen Verwaltung, unter Beweis stellen. Ferner erwarten wir eine hohe Selbständigkeit, ein gutes Gespür im Umgang mit unterschiedlichen Kundenbedürfnissen und einen stilsicheren mündlichen und schriftlichen Ausdruck in deutscher Sprache. Eine lösungsorientierte, effiziente und exakte Arbeitsweise sowie eine teamorientierte Zusammenarbeit mit allen internen und externen Beteiligten runden Ihr Profil ab.

Ihr Profil Sie verfügen über einen Fachhochschulabschluss Ingenieurwesen oder über eine tiefbautechnische Grundausbildung mit entsprechender fachlicher Weiterbildung (Techniker HF Bauführung Tiefbau oder dipl. Bauleiter). Ihre ausgewiesene und lösungsorientierte Projektleitungserfahrung konnten Sie bereits in vergleichbarer Position, idealerweise in einer öffentlichen Verwaltung, unter Beweis stellen. Ferner erwarten wir hohe Selbständigkeit, Verhand­ lungsgeschick, ein gutes Gespür im Umgang mit unterschiedlichen Kunden­ bedürfnissen und einen stilsicheren mündlichen und schriftlichen Ausdruck in deutscher Sprache. Eine lösungsorientierte, effiziente und exakte Arbeits­ weise sowie ein teamorientiertes Zusammenarbeiten mit allen involvierten Personen, Verwaltungsabteilungen und Stellen runden Ihr Profil ab.

Wir bieten Eine verantwortungsvolle, vielseitige Tätigkeit in einem kleinen, motivierten und kompetenten Team. Zudem profitieren Sie von zeitgemässen Anstellungskonditionen, attraktiven Weiterbildungsmöglichkeiten und einem Arbeitsplatz mit ausgezeichneter Anbindung an den öffentlichen Verkehr.

Wir bieten eine verantwortungsvolle, vielseitige Tätigkeit mit Gestaltungsspielraum und Entwicklungsmöglichkeit. Unterstützt werden Sie von einem qualifizierten und engagierten Team. Zudem profitieren Sie von zeitgemässen Anstellungs­ konditionen, attraktiven Weiterbildungsmöglichkeiten und einem Arbeitsplatz mit ausgezeichneter Anbindung an den öffentlichen Verkehr.

Weitere Informationen und Bewerbungsmodalitäten Die detaillierte Stellenbeschreibung finden Sie auf unserer Website: www.stellenportal.meilen.ch. Zusätzliche Auskünfte erteilt Ihnen gerne: Cécile von Rotz, Stv. Abteilungsleitung Liegenschaften, cvonrotz@meilen.ch.

Weitere Informationen und Bewerbungsmodalitäten: Die detaillierte Stellenbeschreibung finden Sie auf unserer Website: www.stellenportal.meilen.ch. Zusätzliche Auskünfte erteilt Ihnen gerne: Thomas Buchmüller, Leiter Tiefbauabteilung, Tel. 044 925 93 18.

Wir freuen uns über Ihre vollständige Bewerbung an Karin Bosshard, Personalleiterin, bitte ausschliesslich über unser elektronisches Bewerbungsportal.

Wir freuen uns über Ihre vollständige Bewerbung an Karin Bosshard, Personalleiterin, bitte ausschliesslich über unser elektronisches Bewerbungsportal.


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Leben mit Lawinen

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Lawinenschutz in der Schweiz Ende des 19. Jahrhunderts wurden hierzulande erstmals Steinmauern errichtet, um Lawinen zu verhindern. Die Weiterentwicklung der baulichen Interventionen in Zusammenspiel mit dem Schutzwald sowie planerische und organisatorische Massnahmen gewährleisten heute ein hohes Mass an Sicherheit.

K a r t e: A u s C o a z 1910

Text: Lukas Denzler


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H

erabstürzende Schneemassen zerstör­ ten 1602 die Kirche in Frauenkirch bei Davos. Die Menschen gaben aber nicht auf: Mitten im Lawinenhang bauten sie das Gotteshaus wieder auf, versahen das Gebäude jedoch mit einem mächti­ gen Spaltkeil. Seither trotzt der zeitlose Bau den Natur­ gewalten und mahnt die Menschen, dass mit Lawinen nicht zu spassen ist. Die Lawinengefahr prägt das Leben der Men­ schen in den Alpen seit Jahrhunderten. Frühe Schutz­ vorkehrungen an Gebäuden waren Spaltkeile, die die Schneemassen teilten, oder sogenannte Ebenhöch, deren Dächer sich bergseitig nahtlos an das Gelände anschlos­ sen, sodass Lawinen darüber hinweggleiten konnten. Vereinzelt wurden auch ganze Dorfteile geschützt. So liessen etwa die Einwohner von Leukerbad bereits im 16. Jahrhundert Lawinenleitmauern erstellen.

Johann Coaz als Wegbereiter In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts leitete der Bündner Johann Coaz eine neue Phase im Lawinenschutz ein. Nach seiner Ausbildung an der Sächsischen Forst­ akademie in Tharandt bei Dresden wirkte Coaz von 1844 bis 1851 als Kartograf bei der Erstellung der Dufour­ karte mit, bevor die Bündner Regierung ihn 1851 zum kantonalen Forstinspektor wählte (vgl. «Eine faszinie­ rende Biografie», TEC21 45/2018). Nach einem schadens­ reichen Lawinenniedergang 1868 projektierte Coaz in Martina im Unterengadin die ersten Trockensteinmau­ ern, um die Entstehung von Lawinen zu verhindern. Dabei handelte es sich vermutlich um die ersten in einem Lawinenanrissgebiet erstellten Schutzbauwerke im Al­ penraum. Gleichzeitig veranlasste er, den Lawinenhang aufzuforsten. Nachdem die Schweizer Bevölkerung 1874 der Totalrevision der Bundesverfassung zugestimmt hatte, erhielt der Bund neue Kompetenzen im Bereich des Forst­ wesens. Ein Jahr später zog Coaz nach Bern, um die Stelle des ersten Eidgenössischen Forstinspektors an­ zutreten. Als im Winter 1887/88 viele Lawinen nieder­ gingen, reagierte Coaz entschlossen auf die Vorfälle und liess eine Ereignisanalyse erstellen, so wie es heu­ te nach jedem grösseren Naturgefahrenereignis üblich ist. Auch gewann er den Forstdienst dafür, die poten­ ziellen Sturzbahnen von Lawinen (Lawinenzüge) der Schweizer Alpen systematisch zu erfassen. 1910 ver­ öffentlichte Coaz, 88-jährig und immer noch im Amt, schliesslich das umfassende Werk «Statistik und Verbau der Lawinen in den Schweizeralpen».1 In den Tabellen sind nahezu 10 000 Lawinenzüge verzeichnet. Die vier Kartenblätter liefern noch heute wert­ volle Hinweise. «Möchte ich mir einen ersten Überblick über die Lawinenzüge in einem mir unbekannten Gebiet verschaffen, schaue ich oft als Erstes die Karten von Ausschnitt aus der von Johann Coaz 1910 publizierten Lawinenkarte im Massstab 1 : 250 000.

Die roten Linien stellen die Lawinenzüge dar.

Leben mit Lawinen

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Coaz an», sagt Stefan Margreth, Experte für Lawinen­ schutzbauten am WSL-Institut für Schnee- und Lawi­ nenforschung SLF in Davos. Coaz erkannte auch, dass gute Informationen über das Gelände unerlässlich sind, wenn man Schutz­ massnahmen planen will. Und dass eine Umsetzung auf der Fläche nur mit entsprechend ausgebildeten Fach­ leuten gelingen kann. Das Forstpolizeigesetz von 1876 erlaubte dem Bund, Verbauungen und Aufforstungen finanziell zu unterstützen. So entstanden bis 1940 in der Schweiz zirka 1000 km Trockenmauern und Terras­ sen zum Schutz vor Lawinen. Eindrücklich sind etwa die kilometerlangen Schutzbauten oberhalb von Pont­ resina, auf der Puschlaver Seite der Berninalinie bei der Alp Grüm, der Albulalinie zwischen Bergün und Preda, in der Leventina oder an der Lötschberglinie bei der Faldumalp oberhalb von Goppenstein.

Der Winter 1951: ein Weckruf Im Winter 1950/51 kam es zum bisher härtesten Test im 20. Jahrhundert in den Schweizer Alpen – für Men­ schen wie für Schutzbauten. Verteilt auf zwei Perioden fielen in der Zentral- und Ostschweiz im Januar in einer Woche bis zu 2.5 m Schnee, im Februar im Gotthard­ gebiet und im nördlichen Tessin in zehn Tagen bis zu 4 m Schnee. Gegen 1300 Lawinen verursachten Schäden. 1500 Gebäude wurden zerstört, 98 Menschen kamen ums Leben. Im Siedlungsgebiet waren auch deshalb so viele Opfer zu beklagen, weil viele Personen der Emp­ fehlung oder Aufforderung der Behörden, ihre Häuser zu verlassen, nicht nachgekommen waren.2 Die Aufarbeitung der Ereignisse deckte Mängel bei der Lawinenwarnung auf. Während des Zweiten Weltkriegs oblag diese der Armee. Nach Kriegsende übernahm das 1942 gegründete SLF diese Aufgabe. 1952 entschied man, die Anzahl der Messstationen zur La­ winenwarnung von 28 auf 50 zu erhöhen und tägliche Wetter-, Schnee- und Lawinenbeobachtungen durch­ zuführen. Der Inhalt der Lawinenbulletins wurde zu­ dem formalisiert. «Der Lawinenwinter 1951 hat zu einem Paradig­ menwechsel im Lawinenschutz geführt», sagt Stefan Margreth. Die wenigen Stützbauwerke wie etwa Schnee­ rechen, die damals bereits existierten, hätten sich auf­ grund ihrer Wirkungshöhe als viel effektiver erwiesen als die massiven Mauern oder Terrassen. Deshalb habe man nach dem Lawinenwinter zunehmend auf geglie­ derte Stützwerke gesetzt. Das SLF verstärkte die syste­ matische Untersuchung verschiedener Schutzbautypen. 1955 publizierte das Institut die erste Stützverbau-Richt­ linie. In einem informativen Artikel zeigt Margreth auf, wie die extremen Lawinenereignisse den Lawinen­ schutz beeinflussten.3 Die Politik erkannte, dass der Lawinenverbau durch den Bund stärker als bisher zu fördern war, wenn man Schäden wie 1951 künftig verhindern wollte. Die Projektierung und Erstellung moderner Lawinenschutz­ bauten stieg sprunghaft an: Heute sichern rund 500 km Stützbauten die Lawinenhänge in den ­Schweizer Alpen.


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Leben mit Lawinen

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Schneenetze halten den Schnee zurück und verhindern

dessen Abgleiten.

Temporäre Verbauungen aus Holz leisten ihren Dienst, bis die

Bäume die Schutzfunktion übernehmen.

Viele der 1951 zerstörten Gebäude waren erst zwischen 1930 und 1950 gebaut worden. Der Oberforst­inspektor des Bundes forderte in seinem Bericht zu den Ereignis­ sen bereits 1951, es seien obligatorisch Lawinenkataster und Lawinenzonenpläne anzulegen. Einen ersten sol­ chen Plan entwarf der Berner Forstdienst 1954 rein gut­ achterlich für das Dorf Gadmen. An der 1960 in Wengen erstellten Karte, die Zonen mit unterschiedlichen Nut­ zungsmöglichkeiten definierte, waren auch Mitarbei­ tende des SLF beteiligt. Mit einer roten Zone (Bauverbot) und einer blauen Zone (Bauen nur mit Auflagen) war diese Karte ein Vorläufer der heute nicht mehr weg­ zudenkenden Gefahrenkarten, die inzwischen für sämt­ liche Naturgefahren existieren und öffentlich einseh­ bar sind.4 Fortschritte im Verständnis der Lawinen­ dynamik und Modelle erlaubten zunehmend, die im Auslauf einer Lawine gefährdeten Gebiete nachvollzieh­ bar abzuschätzen. Dies ermöglichte auch, die Dimen­ sionen für Leit- oder Auffangdämme für Lawinen zu bestimmen. Die Lawinenwinter waren immer auch ein Test für die Schutzkonzepte. «Extreme Ereignisse er­ möglichen uns zu prüfen, ob die Annahmen stimmen und ob die Lawinenschutzbauten ihre Zwecke erfüllen», erklärt Margreth. 1968 stiess beispielsweise in Davos eine Lawine über die von den Experten festgelegte rote Gefahrenzone bis ins Siedlungsgebiet vor. Die Anforde­ rungen wurden daraufhin verschärft: Fortan waren für die Gefahrenkarte Lawinenereignisse heranzuzie­ hen, die statistisch alle 300 Jahre vorkommen, was heute noch gültig ist. Der Lawinenwinter 1999 gab den Anlass, die Konzepte erneut zu überprüfen. Während sich die Stahl­ schneebrücken und Schneenetze bewährten, zeigte sich insbesondere bei den organisatorischen Massnahmen wie der Evakuierung von Personen, der Sperrung von Verkehrswegen und der künstlichen Lawinenauslösung Verbesserungspotenzial. Insgesamt waren in der Schweiz 17 Menschen ums Leben gekommen. In Evolè­ ne VS ereignete sich das folgenschwerste Lawinenun­ glück mit zwölf Todes­opfern. Fünf Menschen starben in einem Gebäude, vier Menschen im Auto auf der Kan­ tonsstrasse bzw. bei einem Salzdepot und drei Spazier­ gänger im freien Gelände.

Vorbild für Warnung vor Naturgefahren

Verbauungen aus Beton haben sich nicht bewährt und

müssen sukzessive durch Werke aus Stahl ersetzt werden.

Der Schlüssel für einen wirksamen und effizienten Lawinenschutz liegt in der Kombination aus biologi­ schen (Schutzwald), baulichen, planerischen und or­ ganisatorischen Massnahmen (vgl. «Integraler Schutz», S. 23). Bis 1985 gab es regelmässig Lawinentodesopfer im Siedlungsgebiet und auf ­Verkehrswegen. Der Rück­ gang der Lawinenopfer im langjährigen Vergleich zeigt, dass sich die Anstrengungen gelohnt haben. Die durch­ schnittlich 23 Lawinenopfer pro Jahr in den letzten 30 Jahren erscheinen auf den ersten Blick als ein hoher

Fotos: Lukas Denzler (2); Amt für Wald und Naturgefahren Graubünden ( ganz unten)

Lawinenzonenpläne schränken das Bauen ein


Leben mit Lawinen

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Wert. Davon sind über 90 % Tourenskifahrer und Free­ rider. In derselben Zeitspanne sind gemäss der am SLF erfassten Statistik lediglich ein bis zwei Personen pro Jahr in Gebäuden oder auf Verkehrswegen (inklusive gesicherten Skipisten) ums Leben gekommen. Eine Stärke der Schweiz im Vergleich zu ande­ ren Ländern sei es, dass das SLF neben seiner For­ schungstätigkeit auch die verschiedenen Akteure der Lawinenprävention zusammenbringe, findet Jürg Schweizer, der Leiter des SLF. So bietet das Institut auch Kurse für Personen an, die in Lawinendiensten tätig sind. Die Lawinenbulletins, die im kommenden Winter seit 75 Jahren herausgegeben werden, sind lau­ fend verbessert worden. «Ein wichtiger Grund dafür sind die Fortschritte bei den Wetterprognosen», erklärt Schweizer. Auch das Messnetz, das den Lawinenprog­ nosen zugrunde liegt, habe man ab 1996 in Zusammen­ arbeit mit den Kantonen und Gemeinden sukzessive ausgebaut. Für die Beurteilung der Lawinengefahr sind Informationen über den Schneedeckenaufbau zentral. Diese erfassen rund 80 Beobachter in der Schweiz. Alle zwei Wochen graben sie dazu ein Schneeprofil. Als die Schweiz vor 20 Jahren von schadensreichen Über­ schwemmungen überrascht worden war, diente das Konzept der Lawinenwarnung für andere Naturgefah­ ren als Vorbild.5 Im Januar 2018 prognostizierten die Lawinen­ warner des SLF nach 1999 zum ersten Mal wieder die höchste Gefahrenstufe für weite Teile des Alpenraums. Gemäss der Ereignisanalyse haben Kantone und Ge­ meinden die Situation grundsätzlich gut gemeistert. Schwachstellen zeigten sich jedoch erneut vor allem bei den organisatorischen Massnahmen. Die Rolle der La­ winendienste ist zu stärken. Zusammen mit den Behör­ den müssen sie sich unter anderem damit beschäftigen, wie sie bei Evakuierungen alle betroffenen Personen erreichen, auch Gäste in Ferienwohnungen.6

Integraler Schutz Ein wirksamer Lawinenschutz stehe auf vier Pfeilern, erläutert Reto Bau­ mann von der Abteilung Gefahrenprä­ vention im Bundesamt für Umwelt und Präsident der Expertenkommission für Lawinen- und Steinschlag (EKLS). Das Rückgrat bilde der Schutzwald. Schutz­ bauten in Lawinenanrissgebieten oder Schutzdämme oberhalb von Dörfern er­ höhen die Schutzwirkung. Raumplane­ rische Massnahmen, die letztlich eine möglichst vollständige Entflechtung von gefährdeten und sicheren Gebieten zum Ziel haben, sind laut Baumann die nachhaltigste Lösung. Die konsequente Umsetzung ist jedoch mit Interessen­ konflikten verbunden. Als viertes Ele­ ment kommen organisatorische Mass­ nahmen wie Strassensperrungen und Evakuierungen bei hoher Lawinen­ gefahr hinzu. Die sich ergänzenden p ermanenten und temporären Mass­ ­

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Zum UNESCO-Kulturerbe gekürt Das hohe Niveau im Lawinenschutz beruht auf viel Er­ fahrung, lokalem Wissen sowie der fachlichen Beurtei­ lung der Gefahren. Unter Federführung des Bundesamts für Kultur erarbeitete das SLF gemeinsam mit dem Kan­ ton Wallis, dem Schweizer Alpen-Club (SAC), dem Schwei­ zer Bergführerverband, dem Bundesamt für Umwelt sowie Verbänden und Institutionen aus Österreich eine Kandidatur als UNESCO-Kulturerbe. Mit Erfolg: Der «Umgang mit der Lawinengefahr» wurde im November 2018 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kul­ turerbes der Menschheit aufgenommen. Die internationale Anerkennung darf nicht dazu verleiten, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Weil heu­ te nur noch wenige grössere Schutzbautenprojekte in Lawinenanrissgebieten realisiert werden, verlagert sich der Fokus auf die Substanzerhaltung der bestehenden Bauwerke. Eine grosse Herausforderung sind die alten Steinmauern.7 Dort, wo sie beispielsweise als Funda­ ment für später erstellte Stützwerke dienen, ist ihr Er­ halt zwingend. Aus finanziellen Gründen können un­ möglich alle alten Bauwerke erhalten werden. Oft sind die Steinmauern jedoch ein prägendes Landschaftsele­ ment. Somit gilt es abzuwägen. Denn wie der «Umgang mit der Lawinengefahr» ist an derselben Konferenz der UNESCO auf Antrag von acht Ländern inklusive der Schweiz auch der Bau von Trockenmauern als Kultur­ erbe der Menschheit anerkannt worden.

Künftige Herausforderungen Wie sich der fortschreitende Klimawandel auf die Bil­ dung und Häufigkeit von Lawinen auswirken wird, ist unklar. Aufgrund von winterlichen Wärmeeinbrüchen oder Regen bis in hohe Lagen dürften Nassschneelawi­ nen zunehmen. Aussergewöhnliche Witterungs- und

nahmen ermöglichen eine Risikover­ minderung mit einem verhältnismässi­ gen Mitteleinsatz. «Integral» heisst also, die verschiedenen Mass­n ahmen intelligent zu kombinieren. Organisatorische Massnahmen hängen stets von den Entscheiden von Personen ab, weshalb Fehler nie ausge­ schlossen werden können. Sie genügen laut Baumann daher nicht, um beispiels­ weise eine rote Gefahrenzone (Bauver­ bot) in eine blaue Gefahrenzone (Bauen mit Auflagen möglich) umzuwandeln. Damit eine Umzonung möglich wird, sind in der Regel Schutzbauten nötig. Das Sprengen von Lawinen ist ein immer wichtigeres Element der ­organisatorischen Massnahmen. Künst­ liche Lawinenauslösungen kommen ins­ besondere für den Schutz von Ver­kehrs­ achsen und Skipisten zum Einsatz, aber auch, um exponierte Dorfteile zu schüt­ zen. Damit sollen gefährliche Situatio­ nen entschärft und grosse La­ w inen­ abgänge verhindert werden. Um L ­ awinen

auszulösen, kamen früher ­M inenwerfer zum Einsatz. Diese werden immer mehr durch fest installierte Sprenganlagen abgelöst, von denen es in der Schweiz in­ zwischen mehrere hundert gibt. Auch der Abwurf von Sprengladungen aus dem Helikopter ist recht verbreitet. Bei künstlich ausgelösten mittleren bis gro­ ssen Lawinen lässt sich laut Fachleuten das Restrisiko eingrenzen. Bei sehr gro­ ssen Lawinen ist dies schwieriger. Be­ sonders im siedlungsnahen Gebiet sind der künstlichen Lawinenauslösung des­ halb Grenzen gesetzt. Die jährlichen Aufwendungen von Bund, Kantonen und Gemeinden für Schutzbauten, organisatorische und pla­nerische Massnahmen im Lawinen­ schutz belaufen sich auf rund 25 Mio. Fr. Für die Pflege der Schutzwälder wenden Bund, Kantone, Gemeinden so­ wie weitere Nutzniesser jährlich rund 175 Mio. Fr. auf. Rund 20 % davon, also etwa 35 Mio. Fr., dienen dem Schutz vor Lawinen. • Lukas Denzler


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Oberhalb von Goppenstein VS: Stahlschneebrücken ergänzen die alten Steinmauern und schützen die Lötschberglinie.

Schneeverhältnisse führten auch zur Lawine, die am 10. Januar 2019 vom Säntis her auf die Schwägalp herabdonnerte, den Parkplatz meterhoch überschütte­ te und bis ins Restaurant des Hotels gelangte. Das ­Ausmass der Lawine und die Schäden überraschten. Offenbar führten eine schwache Schneeunterlage, ein Wärmeeinbruch sowie starker Wind und viel Neuschnee dazu. Eine zweite Lawine beschädigte einen Mast der Seilbahn, sodass diese ihren Betrieb mehrere Monate einstellen musste. Die Säntis Schwebebahn AG hat in­ zwischen das Sicherheitskonzept überarbeitet. Auch sogenannte Gleitschneelawinen werden die Sicherheits­ verantwortlichen beschäftigten. Eine solche erreichte beispielsweise am 26. Dezember 2019 eine neue Ski­piste in der Skiarena Andermatt-­Sedrun und erfasste sechs Personen, die aber alle geborgen werden konnten. Den schwierigsten Job dürften auch in Zukunft die Verantwortlichen der lokalen und regionalen Lawi­ nendienste haben. Sie müssen unter Zeitdruck über die Sperrung von Strassen sowie die Evakuierung von Sied­ lungen entscheiden. Dabei prallen zwei sich widerspre­ chende Anforderungen aufeinander: Zum e ­ inen darf aufgrund der Null-Toleranz-Mentalität e­ igentlich nichts passieren, auch wenn stets ein gewisses Restrisiko blei­ ben wird. Zum anderen wollen viele Menschen, auch wenn es sehr gefährlich ist, in ihren Häusern bleiben und akzeptieren nur widerwillig, dass die Verfügbarkeit von Strasse oder Schiene infolge von temporären Sper­ rungen eingeschränkt wird. ­Maximale Sicherheit und maximale Verfügbarkeit lassen sich zu vernünftigen Kosten jedoch nicht unter einen Hut bringen. •

Anmerkungen 1 Johann Coaz: Statistik und Verbau der Lawinen

in den Schweizeralpen, Stämpfli & Cie., 1910. 2 Martin Laternser, Walter J. Ammann: Der Lawinen­ winter von 1951. In: Am Tag danach – zur Bewältigung von Naturkatastrophen in der Schweiz 1500–2000. Herausgegeben von Christian Pfister, Haupt, 2002. 3 Stefan Margreth: Lawinenwinter der letzten 150 Jahren: ihre Bedeutung für die Entwicklung des Lawinenschutzes. In: Forum für Wissen 2019, WSL Berichte, Heft 78, 2019. 4 Die Gefahrenkarten werden von den Kantonen erstellt und können auf den kantonalen Geoportalen eingesehen werden: www.bafu.admin.ch > Themen > Naturgefahren > Gefahrenkarten 5 Jakob Rhyner: Lawinenwarnung Schweiz – Kompo­ nenten eines bewährten Warnsystems. In: Forum für Wissen: Warnung bei aussergewöhnlichen Natur­ ereignissen, WSL, 2007. 6 Ereignisanalyse Lawinensituation im Januar 2018, WSL Berichte, Heft 76, 2019. 7 Umgang mit Lawinenverbauungen aus Steinmauern und Mauerterrassen, Umwelt-Wissen, Bundesamt für Umwelt, 2011.

Weiterführende Fachliteratur Handbuch Technischer Lawinenschutz, SIA 3040, 2011. Stefan Margreth, Dörte Aller: «Wann ist es zu viel Schnee?», TEC21 7– 8/2018. Umgang mit der Lawinengefahr: ich.unesco.org/en/RL/avalanche-risk-­ management-01380

Bau von Trockensteinmauern: Lukas Denzler, dipl. Forst-Ing. ETH/Journalist, Korrespondent TEC21; lukas.denzler@bluewin.ch

ich.unesco.org/en/RL/art-of-dry-stonewalling-knowledge-and-techniques-01393


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Pontresina zähmt seinen Hausberg Die Bedrohung durch Lawinen am Schafberg ist altbekannt. Seit 130 Jahren schützen zahlreiche Kunstbauten das Engadiner Dorf. Doch nun führt die Klimaerwärmung zu neuen Risiken. Mächtige Schutzdämme sollen Murgänge aufhalten, die das Siedlungsgebiet bedrohen.

Foto: Lukas Denzler

Text: Lukas Denzler

Der Schafberg mit seinen kilometerlangen Schutzbauten. Nach 1950 sind die Trockensteinmauern mit neuen Stützbauten aus Beton

und Stahl ergänzt worden.


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A

m 16. Februar 2000 stellte Pontresina die Weichen für die Zukunft. Die Stimm­ berechtigten bewilligten einen Kredit in Millionenhöhe für den Bau eines Auf­ fangdamms oberhalb des Dorfs. Um­ fangreiche Abklärungen am Schafberg hatten zuvor ergeben, dass eine Erwärmung des Per­ mafrosts ein beträchtliches Risiko für Pontresina dar­ stellt. Taut der Boden in tieferen Schichten auf, könnte es zusammen mit Starkniederschlägen zu gewaltigen Materialverfrachtungen kommen. Das Schadenpoten­ zial aufgrund von Murgängen und Lawinen bezifferte man auf rund 250 Mio. Fr., sagt Gian Cla Feuerstein, der Regionalleiter des Amts für Wald und Naturgefahren Südbünden. In den gefährdeten Zonen hielten sich je nach Saison 1000 bis 3300 Personen auf. Die Variante mit weiteren Lawinenschutzbauten am Schafberg, die für den Lawinenschutz grundsätzlich als nötig erachtet wurden und 28 Mio. Fr. gekostet ­hätten, verwarf man zugunsten von Auffangdämmen oberhalb des Dorfs. Nicht nur, weil sie viel teurer zu stehen gekommen wäre, sondern weil Dämme eben auch vor Murgängen schützen. Das 2003 fertig erstellte ­Bauwerk, bestehend aus je zwei versetzten Vor- und Hauptdämmen, kostete knapp 8.2 Mio. Fr.1 Die Dämme können entweder bis zu 240 000 m3 Lawinenschnee oder 100 000 m3 Murgangmaterial auffangen. Letzteres ent­ spricht gemäss der Einschätzung von Fachleuten einem sehr seltenen Ereignis. Die Veränderung des Perma­ frosts im Untergrund ist ein schleichender Prozess. «Die Permafrost-Gefahren sind viel unberechenbarer als die seit Jahrzehnten bekannten Lawinen», betont Martin Aebli, der Gemeindepräsident von Pontresina. Mit dem Bau der Auffangdämme habe man nun umgesetzt, was ­realistischerweise möglich sei.

Für die Instandstellung der Steinmauern entwickelte eine in Pontresina ansässige Firma einen flexibel einsetzbaren Kran.

Existenzielle Schutzbauten Bis im 20. Jahrhundert erreichten Lawinen immer wie­ der das Siedlungsgebiet. Im Dezember 1916 zerstörte eine Lawine ein Waisenhaus und forderte zwei Men­ schenleben. Weitere grosse Ereignisse mit mehreren Todesopfern sind bisher jedoch ausgeblieben – auch dank den Schutzbauten, ist Aebli überzeugt. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden mit dem aufblühenden Alpentourismus viele neue Hotels. Auch Pontresina dehnte sich aus. Die neuen Gebäude kamen in den freien Stellen zwischen den alten Häusergruppen zu stehen. Leider auch an Orten, die nicht so sicher waren, wie man alsbald erkennen musste. Bereits um 1890 wurden deshalb am Hang oberhalb des Dorfs die ersten Lawinenschutzmauern aus aufgeschichteten Steinen erstellt, finanziert durch einen Hotelier, der auch im Winter Gäste beherbergen wollte. Wenig später startete das erste eigentliche Schutzprojekt mit meh­ reren Bauphasen. Bis 1914 entstanden 434 Trocken­ steinmauern mit einer Länge von 8.8 km. Heute sind es insgesamt 12.5 km. Ein Wanderweg führt von der Se­ gantinihütte2 mitten durch die Lawinenschutzbauten am «Berg der Schafe», dem Munt da la Bês-cha, wie die

Die beiden Hauptdämme sind 205 und 230 m lang, an der

Basis 70 m breit und bergseitig 12 m hoch.

Einheimischen ihren Hausberg nennen. Der Schafberg hat seinen Namen erhalten, weil er über Jahrhunderte intensiv als Schafweide genutzt wurde. Die über 1000 Bergamasker-Schafe setzten dem Wald zu. Um 1900 befand er sich in einem schlechten Zustand. Deshalb verbot man die Schafweide. Heute sind nicht mehr die Schafe das Problem, sondern die vielen Steinböcke, die den Hang vor allem im Winter als Lebensraum nutzen.


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Fotos: Amt für Wald und Naturgefahren Graubünden; Lukas Denzler (unten)

Stützbauwerke, Mikropfähle und Anker Nach dem Zweiten Weltkrieg sind am Schafberg nur noch wenige Steinmauern erstellt worden. Man erkann­ te, dass ihre Wirkung ungenügend ist. «Steinmauern vermögen die Schneemassen nur bis zu einem Ereignis, das alle 10 bis 30 Jahre auftritt, zurückzuhalten», sagt Gian Cla Feuerstein. Deshalb setzte man auf geglieder­ te Stützbauwerke, ab 1952 auf Schneebrücken aus vor­ gespanntem Beton. Die Betonwerke sind dem rauen alpinen Klima jedoch nicht gewachsen. Steinschlag führte zu Rissen, Wasser drang in die Betonelemente ein, worauf Korrosion einsetzte. Die ursprünglich knapp 1.6 km Betonwerke müssen deshalb – so wie auch in St. Antönien im Prättigau – sukzessive ersetzt werden. Rückbau und Entsorgung der Betonteile sind aufwendig, aber unausweichlich. 1980 projektierte der Forstdienst die ersten Schneebrücken aus Stahl. Von diesen sind ursprünglich 1.9 km gebaut worden. Wegen Ergänzungen und des Ersatzes der Betonbauwerke nimmt die Länge dieser bewährten Bauwerke laufend zu. Am Schafberg kam es auch zu bautechnischen Innovationen. Hier erprobten die Ingenieure erstmals in der Schweiz den Einsatz von Sprengtechnik, Mikropfählen und Anker. Je nach ­Untergrund sind Mikropfähle und Anker 3 bis 9 m lang. «Mit der Ankerfundation können die Fundamente im Vergleich zur Gewichtsfundation viel schlanker ausge­ bildet werden», erläutert Gian Cla Feuerstein. Dadurch seien auch die Eingriffe in den Baugrund und die Ero­ sionsprobleme geringer. Zudem werde viel weniger Be­ ton benötigt. Das zahle sich besonders aus, wenn dieser teuer mit dem Helikopter hochgeflogen werden müsse. Wenn der Untergrund aufgrund wärmerer Temperatu­ ren im Winter öfters nicht mehr gefroren ist, ergeben sich jedoch neue Probleme. Laut Feuerstein führt im Winter der Schneedruck zu hohen Belastungen auf die Schutzbauwerke. Insbesondere Trockenmauern auf ­Lockergestein erlitten Schäden, weil der ungefrorene Boden sich wegen der hohen Lasten bewege.

Unterhalt der alten Steinmauern Nachdem die Auffangdämme 2003 erstellt waren, küm­ merten sich die Verantwortlichen wieder vermehrt um die Schutzbauwerke am Schafberg. Eine Vorstudie er­ mittelte 2006 die erforderlichen Instandsetzungsarbei­ ten an den alten Steinmauern sowie den Bedarf an Er­ gänzungen mit neuen Werken und veranschlagte dafür Kosten von insgesamt 6 Mio. Fr. Ab 2008 begann die Umsetzung. In zwei bis drei Jahren kommt das Projekt zum Abschluss. Eine Herausforderung sei, dass nur noch wenige Unternehmungen das Handwerk des Tro­ ckenmauerbaus beherrschen, sagt Feuerstein. Die umfangreichen Verbauungen mit Steinmau­ ern oberhalb von Pontresina, aber auch an vielen ­anderen Orten, bewogen die Expertenkommission L ­ awinen und Steinschlag des Bundes, ihre Jahres­tagung 2008 dem Thema der Steinmauern im Lawinenverbau zu widmen. Der Umgang mit den Trockensteinmauern sowie die

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Möglichkeiten und Grenzen ihres Unterhalts sind als zentrale Herausforderung erkannt worden. ­Der Praxis steht seit 2011 ein Leitfaden des Bundes zur Verfügung.3 2018 standen die Verantwortlichen der Gemein­ de vor der Frage, wie in einem zentralen Teil des Schaf­ bergs mit den Steinmauern umgegangen werden soll. Diese vermögen nämlich zu verhindern, dass eine grosse ­Lawine auf der ganzen Breite losbricht. Käme es dazu, wäre das Auffangvolumen der Dämme nicht ausrei­ chend. Der Unterhalt der Steinmauern ist jedoch kost­ spielig. Es zeigte sich, dass moderne Ersatzbauten an­ stelle der Steinmauern die ersten 30 Jahre zwar teurer, über den ganzen Lebenszyklus aber bis zu 30 % günsti­ ger wären. Weil beide Varianten die Kriterien bezüglich Kosten und Nutzen klar erfüllen, waren beide realisier­ bar. «Der Gemeindevorstand entschied sich für den Unterhalt der Trockenmauern», sagt Gemeindepräsident Aebli. Ausschlaggebend seien Landschaftsaspekte ­gewesen. «Die Trockenmauern fügen sich viel besser in die Landschaft ein als in der Falllinie verlaufendes langes Trennbauwerk.»

Stetige Suche nach der optimalen Lösung Pontresina weist in seinem Budget für den Schutz vor Naturgefahren einen Globalkredit mit jährlich wieder­ kehrenden Kosten von 200 000 Fr. aus (der betriebliche Aufwand der Gemeinde belief sich 2018 auf knapp 26 Mio. Fr.). Die Investitionskosten am Schafberg be­ tragen laut Feuerstein derzeit rund 600 000 Fr. pro Jahr, wovon Kanton und Bund etwas mehr als 70 % überneh­ men. Seit 1890 hat man für die Sicherheit vor Naturge­ fahren in Pontresina teuerungsbereinigt über 100 Mil­ lionen Franken investiert. Der Tourismusort steht mit seinen Bemühungen zum Schutz vor der weis­sen Gefahr stellvertretend für viele G ­ emeinden im A ­ lpenraum. Die Aufwendungen sind der Preis für die Sicherheit, die wir heute als Basis­infrastruktur voraussetzen. Es ist immer wieder die Suche nach der optimalen Lösung – nach einer Lösung, die den gesellschaft­lichen Bedürfnissen Rechnung trägt, aber auch finanzierbar ist. • Lukas Denzler, dipl. Forst-Ing. ETH / Journalist, Korrespondent TEC21; lukas.denzler@bluewin.ch

Anmerkungen 1 Vgl. «Dämme gegen Naturgefahren – Bau von Schutz­

dämmen gegen Rüfen und Lawinen in Pontresina», TEC21 17/2002. 2 Als in Pontresina die Steine für die ersten Mauern aufgeschichtet wurden, malte Giovanni Segantini oben auf dem Schafberg seine letzten Bilder. Er starb 1899 in der Hütte an einer Bauchfellentzün­ dung. Der Maler soll zuletzt gesagt haben: «Voglio vedere le mie montagne.» 3 Umgang mit Lawinenverbauungen aus Steinmauern und Mauerterrassen, Umwelt-Wissen, Bundes­ amt für Umwelt, 2011.

Zusätzliches Bildmaterial: espazium.ch/de/ aktuelles/schutzbauten-pontresina


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«Anpassungsstrategien wachsen über Jahrhunderte» Der Umgang mit aussergewöhnlichen Schneemassen der Lawinenschutz haben in der Schweiz eine lange Tradition. Vor allem die Walser mussten sich mit der existenziellen Bedrohung auseinandersetzen. Christian Rohr betrachtet diese Naturgefahr in einem historischen Kontext. Interview: Daniela Dietsche, Lukas Denzler

Warum waren Lawinen nur wenig im Fokus? Der überwiegende Teil der Lawinen wird nicht zur Katastrophe. Die Vulnerabilität ist ver­ gleichsweise gering. Es waren meist nur wenige Menschen in einer Talschaft betroffen. Daher erhiel­ ten Lawinenereignisse weniger Aufmerksamkeit als Überschwemmungen in städtischen Gebieten. Als die Menschen die Alpen besiedelten oder wie die Walser neue Gebiete in höheren Lagen rodeten und urbar machten, nahmen diese Gesellschaften die Lawinengefahr einfach in Kauf? Siedeln in extrem hohem Gelände war ein ständiges Lernen. Die Ausdehnung der Walser im 14. und 15. Jahrhundert, ausgehend vom Oberwallis bis in den östlichen Alpenraum, scheint auf einem Trial-and-Error-System beruht zu haben. Man ging höher hinauf, um neue Weideflächen zu gewinnen. Es ging darum, sich Schritt für Schritt mit der Landschaft vertraut zu machen und zu lernen, die Lawinengefahr einzuschätzen. Man darf aber nicht vergessen, dass die Walser durch die Obrigkeiten einen besonderen Rechtsstatus, sogenannte Walserrechte, erhielten. In der Erbweitergabe hatten sie eine bessere Stel­ lung als die sonstige bäuerliche Bevölkerung. Auch eine niedrige Gerichtsbarkeit und steuerliche Be­ günstigungen gehörten dazu. Man war sich wahr­ scheinlich der Gefahren bewusst und hat diese in Kauf genommen.

Prof. Dr. Christian Rohr

ist seit 2010 Professor für Umwelt- und Klimage­ schichte an der Universität Bern (Historisches Institut). Die Historische Klimato­ logie bildet neben der Mittelalterforschung einen seiner Forschungsschwer­ punkte.

Es fand ein Anpassungsprozess statt. Wie kann man sich diesen vorstellen? Aus den Freiburger und Waadtländer Alpen sind einige Beispiele bekannt, wo Siedlungsplätze von Bauernhöfen bezüglich der Lawinengefährdung optimiert wurden. Die kleinräumige Anpassung an das Gelände – es geht um 50 bis 100 m – erfolgte vermutlich aus der Erfahrung. Die Walser bauten ihre Häuser teilweise auch in Reihen vertikal zur Hangneigung. Und sie verstärkten die Keller, um so Lawinenniedergänge überleben zu können. Dazu zählt auch die Anordnung der Gebäude in den Hang hinein, sodass Lawinen darüber gleiten können. Eine angepasste Bauweise konnte die Gefahr ver­ ringern, auf dem Weg zu sein ist aber nach wie vor ein Problem. Früher haben die Kinder gelernt, auf dem Weg zur Schule immer den Hang hinauf­ zuschauen und genau hinzuhören. Nicht nur die grossen Schutzverbauungen im Verlauf des 20. Jahrhunderts, sondern auch diese kleinen Details im Verhalten – später auch technische, wie Stromleitungen unterirdisch zu legen – sind die eigentlichen Anpassungsstrategien, die über Jahr­ hunderte gewachsen sind. Sind die bei den Walsern verbreiteten dezentralen Siedlungsstrukturen mit Einzelhöfen, wie in St. Antönien, eine Art Risikoverteilung? Ich denke eher nicht, denn viele Streusiedlun­ gen erweisen sich im Katastrophenfall nämlich eher

Foto: privat

TEC21: Herr Rohr, Sie beschäftigen sich als Historiker mit Lawinen und der Frage, wie Gesellschaften mit dieser Naturgefahr umgegangen sind. Woher kommt Ihr Interesse? Christian Rohr: Als ich begann, mich damit zu beschäftigen, gab es bereits viele Forschungsarbeiten zu anderen Naturgefahren, zu Überschwemmungen oder Bergstürzen. Aber relativ wenig über Lawinen, obwohl diese im Alpenraum allgegenwärtig waren. Das weckte mein Interesse.


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als Nachteil, weil Hilfe schwer eintreffen kann und Evakuierungen schwierig sind. Der Grund für die dezentrale Wohnweise der Walser lag wohl eher in den landwirtschaftlichen Strukturen. Seit wann sind schriftliche Überlieferungen zu Lawinen bekannt? Über Lawinenabgänge gibt es punktuelle Berichte aus dem späten Mittelalter. Meist sind es Reiseberichte von Geistlichen oder Pilgern. Ab dem 15. Jahrhundert gibt es Quellen im Zusammenhang mit dem hochalpinen Gold- und Silberbergbau in den Ostalpen. Im 18. Jahrhundert werden die Quellen dichter. Der Erste, der sich für die alpinen Lebensfor­ men interessierte und die Menschen zu ihrem Leben befragte, war der Zürcher Gelehrte Johann Jakob Scheuchzer. Danach tauchen immer wieder Einzelper­ sonen auf, die sich im alpinen Gelände bewegten, Lawinenabgänge beobachteten und genau beschrieben. Mit Pater Placidus Spescha, der im Kloster Disentis lebte, beschreibt im frühen 19. Jahrhundert erstmals eine Person, die in den Bergen aufgewach­ sen ist, die Ereignisse und legt das lokale Wissen präzise dar. Er schlägt unter anderem vor, Dörfer in sicherer Lage neu anzulegen, dazu gehören auch ein Lawinenschutz, ein rechtwinkliges Strassennetz und breite Strassen – diese Ideen wurden aber nie ausgeführt. Naturwissenschaftliche Parameter lassen sich aus all den historischen Quellen nur selten ableiten, das ist erst in jüngerer Zeit möglich. Beim SLF ist die Situa­tion seit den 1930er-Jahren sehr genau dokumentiert.

Die ersten Alpenbahnen mussten mit einem ­Lawinenschutzkonzept ­nachgerüstet werden.

Gibt es ein bestimmtes Ereignis, das für die Weiterentwicklung des Lawinenschutzes im Alpenraum entscheidend war? Der Lawinenwinter von 1887/1888 ist beson­ ders interessant, weil wir in dieser Zeit erstmals grosse Alpenbahnen haben, Eisenbahnlinien, die durch massiv lawinengefährdetes Gebiet führen – die Gotthardstrecke und die Arlbergstrecke, die 1882 bzw. 1884 fertig wurden. Hier sieht man plötz­ lich in all dem Fortschrittsglauben auch die Ver­ wundbarkeit. Die Modernisierung der alpinen Landschaft und damit der Anschluss an Europa wurden mit diesen Bahnen möglich. Zudem wollte man eine technolo­gische Führungspostion einneh­ men. Es zeigte sich, dass man in einem grösseren Kontext denken musste. Die ersten Alpenbahnen wie am Gotthard mussten mit einem Lawinenschutz­

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konzept nachgerüstet werden. Am Simplon hat man das bereits mitgedacht, am Lötschberg auch, weil es bereits während der Tunnelarbeiten in Goppenstein 1908 zu einem Lawinenunglück kam. Das sind Überlegungen, die in der Folge auch auf den Stra­ ssenbau übergehen. Der Tourismus in den Alpen begann sich ab 1850 zu etablieren. Welche Rolle spielen zu dieser Zeit die Lawinengefahr und der Schutz der Besucher? Der Alpentourismus, der auch eine internatio­ nale Klientel anzieht, ist zunächst ein reiner Sommer­ tourismus. Erst in den 1870er-/1880er-Jahren wird es, so wie in St. Moritz oder Davos, modern, Winter­ sport zu betreiben. Noch findet der Tourismus aber weit weg von den Lawinenhängen statt. Erste Berich­ te von Tourenskiopfern gibt es erst ab 1920. Nach dem Zweiten Weltkrieg nimmt der Skisport zu, und es ent­stehen mehr und mehr Destinationen in sehr exponierten Lagen.

Die Idee mit dem immateriellen Kulturerbe ist ein spannender Ansatz.

Ende 2018 ist der Umgang mit der Lawinengefahr von der UNESCO auf Antrag der Schweiz und Österreichs auf die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Wie sehen Sie das als Historiker? Grundsätzlich ist die Idee, den Umgang mit der Lawinengefahr als immaterielles Kulturerbe zu behandeln, ein sehr spannender Ansatz, das Be­ wusstsein aus der Vergangenheit in die Gegenwart und die Zukunft zu tragen. Dieses Wissen zu pflegen und weiterzuentwickeln im Sinn von Lawinenwarn­ diensten und neuen Methoden, wie automatisiertes Sprengen – das ist schon im Sinn des Historikers. Warum siedeln Menschen in bestimmten Regionen? Diese Frage betrifft die Verkehrsgeschichte, die Tourismus- und die allgemeine Siedlungsgeschichte, ist aber auch eine Frage der Kulturgeschichte. Gebirge und Lawinen gibt es auch andernorts. Warum ist der Umgang mit der Lawinengefahr für die Alpen so besonders? Gemessen an anderen Gebirgsregionen ist der Alpenraum sehr dicht besiedelt. Die Alpen wurden und werden viel intensiver genutzt und durchschritten als jedes andere lawinengefährdete Hochgebirge der Welt. •

Das Gespräch führten Daniela Dietsche, Redaktorin Bauingenieurwesen/Verkehr, und Lukas Denzler, dipl. Forst-Ing. ETH/Journalist, Korrespondent TEC21, lukas.denzler@bluewin.ch


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Zur Verstärkung unseres Teams in Zürich suchen wir auf Mai 2020 einen

Bauingenieur (m/w/d) Tragwerksplanung, 100% mit Haupttätigkeit im Massivbau

Vielseitige Projekte von Wohnung-, über Gewerbe bis zu Sportbauten warten auf Sie. Nebst dem Neubau sind auch der Umbau und die Werterhaltung wichtige Inhalte Ihrer künftigen Tätigkeit. Ihre Aufgaben: Selbstständige Leitung von Hochbauprojekten; Projektbezogene Führung der am Projekt beteiligten Mitarbeitenden; erstellen der statischen Berechnungen; Koordination anderer projektbezogener Bereiche wie Baugruben und Stahlbau. Ihr Profil: Dipl. Bauingenieur FH oder ETH, 3 - 5 Jahre Erfahrung in der Projektierung von Hochbauten; fundierte Kenntnisse im Massivbau und gutes Fachwissen im Stahlbau und Grundbau; lösungsorientierte, selbstständige und strukturierte Arbeitsweise ... mehr unter www.ribiblum.ch ROMANSHORN | ZÜRICH RIBI + BLUM AG | INGENIEURE UND PLANER SIA / USIC EGGBÜHLSTRASSE 36 | CH-8050 ZÜRICH | T+41 44 305 3110 INFO@RIBIBLUM.CH | WWW.RIBIBLUM.CH

eine projektleitende Architektin oder einen projektleitenden Architekten

als gesamtheitlich denkende Persönlichkeit für die Betreuung unserer Projekte

Sie sind in der Lage, ein Team so zu leiten, dass die Ihnen anvertrauten Bauten architektonisch eine hohe Qualität aufweisen und sind verantwortlich, dass Kosten, Termine und Bauqualität eingehalten werden. Gegenüber Auftraggebenden und Behörden vertreten Sie unser Büro mit einem sicheren und sympathischen Auftreten. Wenn Sie einige Jahre Berufserfahrung haben, fliessend Deutsch sprechen und schreiben, sind wir gespannt auf Ihre Bewerbung. Senden Sie diese per Mail oder Post an: Architekten Schwaar & Partner AG Thunstrasse 59, Postfach 16, 3000 Bern 6 e.lehmann@schwaar-ag.ch / www.schwaar-ag.ch


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Stellenmarkt

Zur Verstärkung und zur Bereicherung unseres Teams in Zürich suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung eine motivierte, ambitionierte Persönlichkeit als

Architekt/in – Schwerpunkt Ausführung 100 % Um unseren Auftraggebern bereits in der Planungsphase ein digitales Bild unserer Projekte zu geben und damit wir mit unseren Partnern effizient zusammenarbeiten können, modellieren wir die Projekte von A–Z (BIM). Dies tun wir tagtäglich mit Herz und Verstand in unserem Team von rund 40 Zeich­ nern, Architekten und Projektleitern – an unseren Standorten in Chur und Zürich. maurusfrei bietet Ihnen: • Eine solide Ausbildung im Erstellen von digitalen Gebäude­ modellen • Einsicht in die Projektierung und Ausführung von Wohn­ bauten über Dienstleistungs­ bis hin zu Tourismus­ und Infrastrukturbauten. • Intensive Mitarbeit bei der Konzeptentwicklung, Projektierung, Ausschreibung und Ausführung architektonisch anspruchs­ voller Bauvorhaben, wenn immer möglich mit BIM • Unterstützung durch ein motiviertes, erfahrenes und inno­ vatives Team, in welchem Sie gefördert und gefordert werden • Potenzial für gute Entwicklungs­ und Weiterbildungs­ möglichkeiten maurusfrei erwartet von Ihnen: • Ein erfolgreich abgeschlossenes Architekturstudium ETH oder FH in der Schweiz, bzw. entsprechende Ausbildung im Ausland sowie eine solide CAD Basis (mit Vorteil Archi­ CAD) • Mehrjährige Berufserfahrung in der Projektierung und Realisierung bei architektonisch anspruchsvollen Bauvorha­ ben in einem Schweizer Architekturbüro • Fundiertes Wissen in der Ausführungsplanung, bezogen auf technisch anspruchsvolle Grossprojekte • Hohe Sach­ und Sozialkompetenz, Sie sind engagiert und ein integrativer Teamplayer • Interesse an der Auseinandersetzung mit aktuellen städte­ baulichen, architektonischen und bautechnischen Fragen und einer digitalen Bearbeitung derselben • Sie haben das Ziel, in absehbarer Zeit, selbst ein Projekt zu leiten Besuchen Sie uns schon mal unter www.maurusfrei.ch Wir freuen uns Sie kennen zu lernen! Ihr Bewerbungsdossier mit Lebenslauf, Zeugnissen, Referen­ zen und Arbeitsproben senden Sie bitte an: bewerbung@maurusfrei.ch Für weitere Auskünfte steht Ihnen Anja Runge unter der Telefonnummer 043 500 03 35 gerne zur Verfügung.

TEC21 4/2020

Zur Verstärkung und zur Bereicherung unseres Teams in Zürich suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung eine motivierte, ambitionierte Persönlichkeit als

Baumanager/in 60 – 100 % Um unseren Auftraggebern bereits in der Planungsphase ein digitales Bild unserer Projekte zu geben und damit wir mit unseren Partnern effizient zusammenarbeiten können, modellieren wir die Projekte von A–Z (BIM). Dies tun wir tagtäglich mit Herz und Verstand in unserem Team von rund 30 – 40 Zeichnern, Architekten und Projektleitern – an unseren Stand­ orten in Chur und Zürich. maurusfrei bietet Ihnen: • Einsicht in die Projektierung und Ausführung von Wohn­ bauten über Dienstleistungs­ bis hin zu Tourismus­ und Infrastrukturbauten (v. a. als Generalplaner) • Eine Einführung in die Anwendung von digitalen Gebäude­ modellen • Die direkte Auseinandersetzung mit Auftraggebern, Fachplanern und Mitarbeitern, um die gesteckten Ziele zu erreichen • Selbstständiges Arbeiten mit Unterstützung durch ein motiviertes, erfahrenes und innovatives Team, in welchem Sie gefordert und gefördert werden • das Potenzial, die langfristige Entwicklung unseres ambi­ tionierten und sich auf Wachstumskurs befindenden Archi­ tektur­ und Generalplanungsbüros nachhaltig zu prägen • Weiterbildungen im Bereich Baumanagement maurusfrei erwartet von Ihnen: • abgeschlossenes Studium Architektur, Bau oder Haustech­ nik oder abgeschlossene Ausbildung zum Zeichner EFZ mit Weiterbildung zum Techniker TS in der Schweiz bzw. einer entsprechenden Ausbildung im Ausland • mindestens fünfjährige Berufserfahrung in einem Schwei­ zer Architekturbüro, v. a. in der Ausschreibung und Bau­ leitung, sowie guten Kenntnissen in der Bauadministration (Vorteil Messerli) • zu den Haupttätigkeiten gehören das Erstellen von Leis­ tungsverzeichnissen für unsere aktuellen und zukünftigen, architektonisch anspruchsvollen Projekte • sie unterstützen die Projektleitung von Grossprojekten im Bereich Baumanagement, koordinieren Termine, wickeln Arbeitsprozesse innerhalb den Projektes ab und führen die Baubuchhaltung • unternehmerisches Denken welches zu konstant qualitativ und quantitativ hochwertigen Unterlagen führt • Hohe Sach­ und Sozialkompetenz, Sie sind engagiert, gepaart mit differenzierten kommunikativen Fähigkeiten Besuchen Sie uns schon mal unter www.maurusfrei.ch Wir freuen uns Sie kennen zu lernen! Ihr Bewerbungsdossier mit Lebenslauf, Zeugnissen, Referen­ zen und Arbeitsproben bitte an: bewerbung@maurusfrei.ch Für weitere Auskünfte steht Ihnen Anja Runge unter der Telefonnummer 043 500 03 35 gerne zur Verfügung.


Stellenmarkt

TEC21 4/2020

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK Bundesamt für Strassen ASTRA

VERANTWORTLICHE/VERANTWORTLICHER LANGSAMVERKEHR BEI NATIONALSTRASSEN

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Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK Bundesamt für Strassen ASTRA

FACHVERANTWORTLICHE/R ERHALTUNGSMANAGEMENT 100% / ITTIGEN

80 - 100% / ITTIGEN

Bewegt die Schweiz. Mit Ihren Fachkenntnissen im Fuss- und Veloverkehr leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Förderung von vorbildlichen Langsamverkehrsinfrastrukturen im Nationalstrassenbereich.

Ihre Aufgaben • Leitung / Koordination der Aufgaben im Handlungsfeld «Langsamverkehr bei Nationalstrassen» • Erarbeiten der Grundlagen (Richtlinien, Weisungen, Handbücher) für Planung und Betrieb von Langsamverkehrsinfrastrukturen im Nationalstrassenbereich • Konzipierung und Führung eines Problemstellenkatasters vorab im Anschlussbereich der Nationalstrassen und bei Nationalstrassen dritter Klasse • Fachinformationen, Fachberatung und Fachausbildung, insbesondere Ausbildung und Beratung der Fachleute in den Filialen • Entwicklung von Grundlagen sowie Betreuung von Pilotprojekten im Hinblick auf Planung und Betrieb von Velobahnen • Koordination des Langsamverkehrs in der Sach- und Richtplanung Ihre Kompetenzen • Hochschul- oder Fachhochschulabschluss als Bau- oder Verkehrsingenieur/in, in den Bereichen Raumplanung oder Urbanistik oder eine vergleichbare Ausbildung • Sehr gute Kenntnisse und langjährige Erfahrung in Planung und Projektierung von Verkehrsanlagen für den Fuss- und Veloverkehr • Eigeninitiative, Durchsetzungsvermögen, didaktisches Flair, Teamfähigkeit, Lösungs- und Ergebnisorientiertheit • Gute aktive Kenntnisse mindestens einer zweiten Amtssprache und des Englischen

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) ist für den Bau, den Unterhalt und den Betrieb des Nationalstrassennetzes verantwortlich und setzt sich für eine nachhaltige und sichere Mobilität auf der Strasse ein. Es ist Teil des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter des ASTRA bewegen Sie die Schweiz. Sie übernehmen Verantwortung in herausfordernden Projekten, die alle Regionen voranbringen und verbinden. Das ASTRA bietet Ihnen die Möglichkeit, in einem modernen Arbeitsumfeld einen wesentlichen Beitrag für die erfolgreiche Entwicklung der Schweiz zu leisten.

Die Bundesverwaltung achtet die unterschiedlichen Biografien ihrer Mitarbeitenden und schätzt deren Vielfalt. Gleichbehandlung geniesst höchste Priorität. Onlinebewerbung unter www.stelle.admin.ch, Ref. Code 40851 Ergänzende Auskünfte erteilt Ihnen gerne: Frau Gabrielle Bakels, Bereichsleiterin Langsamverkehr & historische Verkehrswege, Tel. 058 465 41 89

Weitere interessante Stellenangebote der Bundesverwaltung finden Sie unter www.stelle.admin.ch

Bewegt die Schweiz. Sie definieren eigenverantwortlich die einheitlichen Vorgaben für das strategische Erhaltungsmanagement (EM) auf dem Nationalstrassennetz.

Ihre Aufgaben • Definieren einheitlicher Vorgaben (Richtlinien und Weisungen) für die Nationalstrassen und Erarbeiten von fachlichen Konzepten für das strategische Erhaltungsmanagement des ASTRA • Initiieren und Begleiten von Forschungsarbeiten sowie Sicherstellen, dass neuste Erkenntnisse und Entwicklungen aus Forschung und Industrie in die Vorgaben einfliessen. • Leiten von Arbeitsgruppen und Vertreten des Amts in nationalen und internationalen Gremien (z.B. Normierungskommissionen) Ihre Kompetenzen • Ausbildung als dipl. Bauingenieur/in ETH oder FH mit fundierten Fachkenntnissen und mehrjähriger Berufserfahrung in der Erhaltung von Strassennetzen als Gesamtsystem (Trassee, Tunnel, Brücken, BSA) • Ausgeprägtes analytisches und konzeptionelles Denken mit Freude an der Entwicklung neuer Methoden und der Zusammenarbeit mit Spezialistinnen/Spezialisten; Interesse an Forschung und Innovation sowie an der praktischen Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse • Motivierte, offene Persönlichkeit mit Bereitschaft, ihr Wissen und Können innovativ einzusetzen • Rasche Auffassungsgabe und redaktionelles Geschick; klare mündliche und schriftliche Ausdrucksweise, gute aktive Kenntnisse mindestens einer zweiten Amtssprache und wenn möglich passive Kenntnisse einer dritten Amtssprache

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) ist für den Bau, den Unterhalt und den Betrieb des Nationalstrassennetzes verantwortlich und setzt sich für eine nachhaltige und sichere Mobilität auf der Strasse ein. Es ist Teil des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter des ASTRA bewegen Sie die Schweiz. Sie übernehmen Verantwortung in herausfordernden Projekten, die alle Regionen voranbringen und verbinden. Das ASTRA bietet Ihnen die Möglichkeit, in einem modernen Arbeitsumfeld einen wesentlichen Beitrag für die erfolgreiche Entwicklung der Schweiz zu leisten.

Die Bundesverwaltung achtet die unterschiedlichen Biografien ihrer Mitarbeitenden und schätzt deren Vielfalt. Gleichbehandlung geniesst höchste Priorität. Onlinebewerbung unter www.stelle.admin.ch, Ref. Code 40445 Ergänzende Auskünfte erteilt Ihnen gerne: Frau Luzia Seiler, Bereichsleiterin Standard und Sicherheit der Infrastruktur, Tel. 058 462 94 43

Weitere interessante Stellenangebote der Bundesverwaltung finden Sie unter www.stelle.admin.ch


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Stellenmarkt

Öffentliche Bauten geben Menschen Raum fßr Begegnung und Austausch, fßr Entwicklung und Zukunft. Sie prägen das Stadtbild und sind wertvolles Kulturgut. In der Rolle der Bauherrenvertretung entwickelt und realisiert das Amt fßr Hochbauten hochwertige Bauwerke fßr ein lebenswertes und urbanes Zßrich auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft. Fßr die Fachstelle nachhaltiges Bauen suchen wir einen/eine

Projektleiter/in Fachstelle nachhaltiges Bauen, 60 % Ihre Aufgaben – Sie nehmen die kompetente Fachberatung unserer Projektleitenden und Planenden wahr. – Sie setzen konzeptionelle Rahmenbedingungen und begleiten die Planung und Realisierung komplexer Bauvorhaben. – Sie fĂśrdern in hoher Eigenverantwortung mit praxisorientierten Studien Innovationen. – Sie tragen zur Weiterentwicklung des nachhaltigen Bauens bei und sehen dazu das Bauen fĂźr die Stadt ZĂźrich als Chance. Sie bringen mit – Ausbildung in Architektur, Umweltwissenschaften oder Ingenieurwesen (ETH oder FH) – Ausgewiesene Praxis im nachhaltigen Bauen und in Umweltfragen – Strategisches und konzeptionelles Denken – Kommunikationsfähigkeit und Ăœberzeugungskraft – Team- und zielorientierte PersĂśnlichkeit mit hoher Eigeninitiative Wir bieten Ihnen Eine herausfordernde und interessante Aufgabe in einem professionellen und zukunftsorientierten Umfeld. Unsere Mitarbeitende profitieren von attraktiven Anstellungsbedingungen mit einem Arbeitsplatz im Zentrum von ZĂźrich. Interessiert? Wir freuen uns auf Ihre Online-Bewerbung an: ahb-bewerbungen@zuerich.ch, Stadt ZĂźrich, Amt fĂźr Hochbauten, Stichwort ÂŤProjektleiter/in FSnBÂť. Bei Fragen steht Ihnen Frau Annette Aumann, Leiterin Fachstelle nachhaltiges Bauen, Tel. 044 412 21 61 gerne zur VerfĂźgung. Weitere Informationen finden Sie unter www.stadt-zuerich.ch/ahb

ÂŤZukunft gestalten und Perspektiven erĂśffnen.Âť

TEC21 4/2020

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Baudirektion Tiefbauamt Ihre neue Herausforderung per 1. August 2020 oder nach Vereinbarung als

Leiterin/Leiter Erhaltungsmanagement (100 %) Als Leiterin/Leiter Erhaltungsmanagement zeigen Sie die mittel- bis langfristigen Zustandsentwicklungen und die erforderlichen Mittelbedarfe zur Erhaltung der Fahrbahnen, Kunstbauten sowie weiterer Anlagen mit Hilfe von Prognosemodellen auf. Sie betreuen die netzweite Erfassung des Zustands der Fahrbahnen und erarbeiten Entscheidungsgrundlagen fßr die Amtsleitung sowie fßr die Abteilungsleiter. Zudem koordinieren Sie die Kantonsstrassenbaustellen. Sie verfßgen ßber ein abgeschlossenes Studium als Bauingenieur und haben fundierte Fachkenntnisse und mehrjährige Berufserfahrung im Bereich des Strassenbaus und in der Erhaltung von Strassennetzen (Trassee, Brßcken, BSA). Als Stabstelle des Tiefbauamts sind Sie dem Kantonsingenieur direkt unterstellt. Nähere Informationen zu dieser Stellen auf: www.zg.ch/stellen


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TEC21 4/2020

dokwerk,

das

Doktorandenetzwerk

–

Bau

und

Immobilie im Lebenszyklus – befasst sich mit den ökonomischen und ökologischen Aspekten des Planens, Erstellens und Nutzens von Immobilien auf der Bauteil-, Objekt- und Quartiersebene. Es bietet seinen Teilnehmenden einen Rahmen zur Verfassung einer wissenschaftlichen Arbeit zum aktuellen Forschungsinteresse. Verwirklichen Sie Ihre

berufsbegleitende Promotion mit dem Programmjahr 2020!

Die Voraussetzungen für die Programmteilnahme sind ein Master oder Diplom mit 240 ECTS bzw. ein 8-semestriges Vollzeitstudium. Bitte senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung schriftlich bis zum 15.03.2020 an info@dokwerk.net. Weitere Informationen zum interdiszi-

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Die Hochschule Luzern steht für praxisnahe, interdisziplinäre und vielseitige Aus- und Weiterbildungen in Technik & Architektur, Wirtschaft, Informatik, Soziale Arbeit, Design & Kunst sowie Musik. Anwendungsorientierte Forschung sowie attraktive Dienstleistungen vervollständigen den Leistungsauftrag. Die Hochschule Luzern betreibt gesamthaft aktuell 23 Standorte/Objekte mit 105'000 Quadratmeter VMF. Aufgrund der Beförderung des Stelleninhabers zum Leiter Facility Management und des weiterhin grossen Studierendenwachstums sowie der Standort-Konzentrationsstrategie suchen wir per 1. Mai 2020 oder nach Vereinbarung eine/einen

Gesamtprojektleiterin / Gesamtprojektleiter Bau 80 –100% Die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber ist verantwortlich für die Steuerung von Neu- und Umbauprojekten. Er/Sie koordiniert als Gesamtprojektleiter Mieterausbau den Neubau «Perron» Rösslimatt und agiert als Bauherrenvertreterin/ -vertreter der HSLU für die Erneuerung und Erweiterung des Campus Horw. Dies umfasst das Begleiten der Projekte von der Projektentwicklung bis zum Abschluss der Garantiearbeiten. Interessiert? Dann lesen Sie die detaillierte Stellenausschreibung auf unserer Website www.hslu.ch/jobs.

plinären Programm erhalten Sie unter: www.dokwerk.net.

Der Technische Dienst der Stadtpolizei Zürich ist unter anderem für die Planung und Bewirtschaftung der räumlichen Infrastruktur der Stadtpolizei verantwortlich. Im Rahmen einer Nachfolgeregelung und zur Verstärkung unseres Planerteams «Raumbewirtschaftung» suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung eine/n

Zeichner/in, Planer/in Raumbewirtschaftung 80 – 100 % Ihre Aufgaben • Projektbearbeitung und Koordination in enger Zusammenarbeit mit internen Nutzern, weiteren Verwaltungsabteilungen und externen Partnern • Erstellung von Bedarfsnachweisen, Betriebskonzepten, Raum- und Flächenprogrammen • Zeichnen von Belegungs-und Möblierungsplänen, Umzugsmanagement • Nutzervertretung bei Neu- und Umbauten Sie bringen mit • Abgeschlossene Berufslehre als Zeichner/in EFZ (Fachrichtung Architektur von Vorteil) mit mehrjähriger Berufserfahrung • Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit • Kundenorientiertes Verhalten • Stilsicheres Deutsch in Wort und Schrift • Sehr gute IT Anwenderkenntnisse (vorzugsweise AutoCAD, Office-Anwendungen) Wir bieten Ihnen • Sehr abwechslungsreiche und vielfältige Dauerstelle • Arbeitsplatz im Zentrum von Zürich mit sehr flexibler Arbeitszeit • Arbeiten in kleinem Team mit intensiven Kontakten zu internen und externen Partnern • Sorgfältige Einführung in eine verantwortungsvolle und spannende Tätigkeit Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne Herr Gordan Grilec, Chef Raumbewirtschaftung, Telefon 044 411 94 20. Wir freuen uns auf Ihre Online-Bewerbung bis am 23. Februar 2020 zuhanden Stadtpolizei Zürich, Frau Martina Wildi, Personalbereichsleiterin, Bahnhofquai 5, 8001 Zürich. Den Link zur elektronischen Bewerbung, Rubrik Kader- und Zivilstellen, finden Sie unter www.stadt-zuerich.ch/pd/de/ index/stadtpolizei_zuerich/polizeiberuf.html

Der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich (UGZ) setzt sich für die Gesundheit und die Lebensqualität der Bevölkerung ein. Der Fachbereich Bau und Energieeffizienz ist im Baubewilligungsverfahren für die Beurteilung der Bauprojekte in den Themen energetische Massnahmen, lufttechnische Anlagen, hindernisfreies Bauen, Arbeitsräume und Gastwirtschaftsbetriebe zuständig. Wir suchen ab 1. Mai 2020 oder nach Vereinbarung eine/n

Projektleiter/in nachhaltiges Bauen 80–100 % Als Projektleiter/in für nachhaltiges Bauen beraten und begleiten Sie Bauwillige bei energetischen Fragestellungen von der Projektentwicklung bis zur Bewilligung. Sie beurteilen Bauprojekte zu den UGZ-Themen und bewilligen die Detailprojekte. Sie tauschen sich mit anderen städtischen Amtsstellen aus wie z.B. der Denkmalpflege. Informationen zu dieser Aufgabe und zum Anforderungsprofil finden Sie unter www.stadt-zuerich.ch/jobs.


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Stellenmarkt

TEC21 4/2020

Dietlikon ist eine wachsende Gemeinde im Herzen der Region „glow. das Glattal“ mit über 7800 Einwohnerinnen und Einwohnern und rund 6000 Arbeitsplätzen. Die Nähe zu Zürich, eine ausgezeichnete Infrastruktur, sehr gute ÖV-Verbindungen sowie der nahe gelegene Autobahnanschluss machen Dietlikon zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsort. Der Brüttenertunnel und die Glattalautobahn - zwei Grossinfrastrukturprojekte des Bundes - werden unsere Gemeinde nachhaltig prägen und verändern. In den nächsten Jahren gilt es, für Dietlikon nachhaltige und verträgliche Lösungen zu finden. Als

Leiter/in Raum, Umwelt + Verkehr (80 - 100%)

SEERÜCKEN Ein Job im Thurgau gibt Rückenwind.

können Sie diesen Prozess aktiv begleiten und mitgestalten. Ihre Aufgaben  Mitarbeit bei der planerischen und städtebaulichen Umsetzung der

  

beiden Grossinfrastrukturprojekte als interne/r Projektleiter/in (in Zusammenarbeit mit externen Fachbüros und politischen Gremien) Leiten von Projekten im Bereich der Richt- und Nutzungsplanung Verfassen von Anträgen und Stellungnahmen innerhalb des Aufgabengebietes Durchführen und Begleiten von Baubewilligungsverfahren (von der Beratung von Bauherrschaften und Architekten, über die Prüfung der Baugesuche bis hin zur Erstellung der baurechtlichen Entscheide). Bei dieser Arbeit werden Sie durch den Gemeindeingenieur unterstützt. Fachliche und personelle Führung der Organisationseinheit Raum,

Das Kantonale Tiefbauamt ist zuständig für rund 750 km Kantonsstrassen im Thurgau. Die Abteilung Strassenbau leistet einen entscheidenden Beitrag zu einem intakten und gut funktionierenden Strassennetz. Für die Infrastrukturerneuerung und Optimierung des Kantonsstrassennetzes suchen wir per April 2020 oder nach Vereinbarung einen/eine

Umwelt + Verkehr mit zwei Mitarbeitenden

Projektleiter/in

Protokollführung)

Strassenbau (Projektierung/Umsetzung) 100 %

Energiestadtberater

Ihre Hauptaufgaben:

 Sekretariat der Baubehörde und der Planungskommission (inkl.  Pflege des Labels Energiestadt, zusammen mit dem externen  Bearbeiten von Aufgaben im Bereich des öffentlichen Verkehrs sowie der Abfallbewirtschaftung Ihr Profil Sie verfügen über einen Hochschulabschluss in Raumplanung oder eine vergleichbare Ausbildung in einer planungsbezogenen Disziplin mit Vertiefung in der Stadt-/Verkehrsplanung. Einige Jahre Berufserfahrung sowie gute Kenntnisse des zürcherischen Planungs- und Baurechtes sind von Vorteil. Sie interessieren sich für Umwelt- und Mobilitätsfragen und haben ein Flair für raumplanerische Zusammenhänge. Sie sind eine kommunikative Persönlichkeit mit sicherem Ausdruck in Wort und Schrift und arbeiten gerne selbstständig und strukturiert. Gute PC-Anwenderkenntnisse sowie eine hohe Kundenorientierung runden Ihr Profil ab. Wir bieten  die Möglichkeit, aktiv an der Entwicklung einer Gemeinde in der am stärksten boomenden Region der Schweiz mitzuwirken  einen selbstständigen, vielseitigen und entwicklungsfähigen Auf-

• Selbständige Leitung, Planung und Projektierung von Strasseninfrastrukturprojekten (Neu- / Umbau u. Sanierungen) • Koordination der Projektumsetzung mit Behörden und Planern • Durchführen von Submissionen, Bereinigung und Auftragserteilung • Führung und Leitung der Ausführungsprojekte (Oberbauleitung)

Sie bringen mit: • • • •

Grundausbildung in der Baubranche, vorzugsweise Tief-/Strassenbau Weiterbildung als Ingenieur/in, Projekt-/Bauleiter/in Erfahrung in Projektierung und Bauleitung (Projektmanagement) gute Sozialkompetenz und kommunikative Fähigkeiten im Umgang mit Behörden, Planern, Unternehmern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter • gute EDV Kenntnisse

Wir bieten Ihnen: • • • •

ein vielseitiges und abwechslungsreiches Aufgabengebiet verantwortungsvolle Tätigkeit in kollegialem Team interessante Anstellungsbedingungen Weiterbildungsmöglichkeiten

gabenbereich

 einen modernen Arbeitsplatz, zeitgemässe Anstellungsbedingungen, gute Sozialleistungen Interessiert? Mehr über diese Stelle erfahren Sie ab von der bisherigen Stelleninhaberin Sandra Wiesli, Tel. 044 835 82 32 / sandra.wiesli@dietlikon.org. Ihre digitale Bewerbung mit den üblichen Unterlagen senden Sie an: bewerbung@dietlikon.org. Wir freuen uns auf Sie! www.dietlikon.ch

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne: Benedikt Eberle, Abteilungsleiter Strassenbau, T 058 345 79 34. Sind Sie Interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre Onlinebewerbung bis 24. Februar 2020. Den Link finden Sie unter www.stellen.tg.ch.


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TEC21 4/2020

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K N E L L W O L F SPEZIALISTEN FÜR PLANUNG BAU IMMOBILIEN Unsere Auftraggeberin ist seit mehr als 50 Jahren als Gesamtplaner und engagierter Partner an mehreren Standorten in der ganzen Deutschschweiz tätig. Die Spezialität des Unternehmens besteht in der ganzheitlichen Lösung komplexer Bauvorhaben, dafür sind rund 80 Spezialisten aus Architektur, Innenarchitektur, Bauingenieurwesen, Bauphysik, Bauleitung, Bauherrenvertretung sowie Betriebswirte beschäftigt. Zum Portfolio zählen hochwertige Projekte in den Bereichen Tourismus, Gewerbe sowie Infrastruktur- und Wohnungsbau. Bereichsübergreifend suchen wir mit Arbeitsort Zürich oder Chur eine sozialkompetente Persönlichkeit als

Leiter/in Kostenplanung Wir bieten Ihnen eine vielseitige Tätigkeit in der Leitung und Supervision anspruchsvoller Projekte von der Erstellung erster Grobkostenschätzungen über Kostenvoranschläge bis zur Projektauswertung nach Abschluss. Unsere Auftraggeberin sucht eine versierte Fachperson mit dem Fokus auf architektonisch hochstehender und vorausschauender Planung der Kosten im Unterschied zu reiner Kostenrechnung. Sie fungieren als «primus inter pares» und führen die zwei Ihnen unterstellten Mitarbeitenden fachlich und organisatorisch. Sehr wichtig ist die konstruktive Zusammenarbeit mit den firmeninternen Projektmitarbeitenden. Ausserdem sind Sie wesentlich für die zukünftige Ausrichtung der Abteilung verantwortlich, beispielsweise in Bezug auf Aufbau und Weiterentwicklung. Sie verfügen über eine Fachausbildung im Baubereich, zB als Architekt/in, Hochbauzeichner/in, Dipl. Bauleiter/in o.ä. Zwingend notwendig ist breite Erfahrung in der fachlichen Abwicklung komplexer Kostenplanungen im Schweizer Hochbau. Bestenfalls haben Sie auch Erfahrung in der Projekt- oder Bauleitung gesammelt und eine Weiterbildung, zB im Bereich Bauökonomie/Kostenplanung, absolviert. Sie haben ein grosses Verständnis für die Anliegen von externen Architekten und internen Projektbeteiligten und behalten stets die unternehmerische Sichtweise im Auge. Sie suchen den idealen Mix aus Fach- und Führungsverantwortung? Dann senden Sie Frau Claudia Willi Ihre Bewerbungsunterlagen oder rufen Sie uns für weitere Informationen an. Wir garantieren Ihnen absolute Diskretion und freuen uns, Sie kennen zu lernen. Knellwolf + Partner AG – Zürich Bern St. Margrethen I T 044 311 41 60 I M 079 408 81 75 I claudia.willi@knellwolf.com I www.knellwolf.com

Erscheint wöchentlich, 40 Ausgaben pro Jahr ISSN-Nr. 1424-800X; 146. Jahrgang, verkaufte Auflage: 12 518 (WEMF-beglaubigt)

Adresse der Redaktion TEC21 – Schweizerische Bauzeitung Zweierstrasse 100, Postfach, 8036 Zürich Telefon 044 288 90 60, Fax 044 288 90 70 redaktion@tec21.ch, www.espazium.ch/tec21 Redaktion Judit Solt ( js), Chefredaktorin Doro Baumgartner (db), Redaktionssekretärin Nathalie Cajacob (nc), Co-Redaktionsleiterin espazium.ch Tina Cieslik (tc), Architektur/Innenarchitektur Daniela Dietsche (dd), Bauingenieurwesen/Verkehr Danielle Fischer (df), Architektur Laurent Guye (lg), Grafik und Layout Paul Knüsel (pk), Umwelt/Energie, stv. Chefredaktor Katrin Köller (kk), Grafik und Layout Franziska Quandt (fq), Architektur Norbert Raabe (nr), Print/Online Christof Rostert (cr), Abschlussredaktor Hella Schindel (hs), Architektur/Innenarchitektur Antonio Sedda (as), Wettbewerbstabelle Peter Seitz (ps), Bauingenieurwesen Ulrich Stüssi (us), Bauingenieurwesen Anna-Lena Walther (alw), Leitung Grafik, Agenda

E-Mail-Adressen der Redaktionsmitglieder: Vorname.Nachname@tec21.ch TEC21 online www.espazium.ch/tec21 Herausgeber espazium – Der Verlag für Baukultur Zweierstrasse 100, 8003 Zürich Telefon 044 380 21 55, Fax 044 380 21 57 Katharina Schober, Verlagsleitung katharina.schober@espazium.ch Hedi Knöpfel, Assistenz hedi.knoepfel@espazium.ch Martin Heller, Präsident

Korrespondenten Charles von Büren, Bautechnik/Design, bureau.cvb@bluewin.ch Lukas Denzler, Umwelt/natürliche Ressourcen, lukas.denzler@bluewin.ch Thomas Ekwall, Bauingenieurwesen, info@tekwall.ch Hansjörg Gadient, Architektur/Landschafts­ architektur, hj.gadient@bluewin.ch Clementine Hegner-van Rooden, Bauingenieurwesen, clementine@vanrooden.com Daniela Hochradl, HLKS, daniela.hochradl@adz.ch Dr. Lilian Pfaff, Architektur/USA, lpfaff@gmx.net Markus Schmid, Bauingenieurwesen, mactec21@gmail.com Redaktion SIA Verena Felber, Susanne Schnell, Ivo Vasella SIA, Selnau­strasse 16, Postfach, 8027 Zürich Telefon 044 283 15 15 E-Mail Vorname.Nachname@sia.ch HLK-Beratung Rüdiger Külpmann, Horw, Gebäudetechnik Grafisches Konzept Raffinerie AG für Gestaltung, Zürich Inserate Fachmedien, Zürichsee Werbe AG Seestrasse 86, 8712 Stäfa Telefon 044 928 56 11, Fax 044 928 56 00 info@fachmedien.ch, www.fachmedien.ch Druck Stämpfli AG, Bern Einzelbestellungen Stämpfli AG, Bern, Telefon 031 300 62 53 abonnemente@staempfli.com, Fr. 12.– | Euro 8.– (ohne Porto)

Abonnementspreise www.espazium.ch Abonnements SIA-Mitglieder Adressänderungen: SIA, Zürich Telefon 044 283 15 15, Fax 044 283 15 16 mutationen@sia.ch

Nicht-SIA-Mitglieder Stämpfli AG, Bern Telefon 031 300 62 53, Fax 031 300 63 90 abonnemente@staempfli.com Trägervereine Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, SIA – www.sia.ch

TEC21 ist das offizielle Publikationsorgan des SIA. Die Fachbeiträge sind Publikationen und Positionen der Autoren und der Redaktion. Die Mitteilungen des SIA befinden sich jeweils in der Rubrik «SIA». Schweizerische Vereinigung Beratender Ingenieur-Unternehmungen, usic – www.usic.ch ETH-Alumni, Netzwerk der Absolventinnen und Absolventen der ETH Zürich – www.alumni.ethz.ch Bund Schweizer Architekten, BSA – www.bsa-fas.ch Fondation ACUBE – www.epflalumni.ch/fr/prets-dhonneur Nachdruck von Bild und Text, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion und mit genauer Quellenangabe. Für unverlangt eingesandte Beiträge haftet die Redaktion nicht.


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Unvorhergesehenes

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Mass halten!

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ind wir denn mittlerweile alle hysterisch geworden? Man möchte es meinen, liest man einen jüngst erschienenen Artikel in der Zeitschrift «The New Yorker». Diverse Nationalparks, so heisst es da, fordern ihre Besucher auf, das Aufeinandertürmen von Steinen zu unterlassen. Die Park-Ranger müssten ihre Zeit damit verplempern, diese Skulpturen zu demolieren und das Baumaterial wieder in die Landschaft zu verteilen. Das Stapeln der Steine könne die Erosion begünstigen, Flussläufe stören und sensible Kleintier-Ökosysteme bedrohen. Wie bitte? Ist nicht das Aufeinanderschichten von Steinen eine jener Fertigkeiten, die den Menschen zum

Menschen macht? Was sind denn die Pyra­miden von Gizeh, Machu Picchu und Stonehenge anderes als eben: auf­einandergestapelte Steine? Und wo bleibt der Aufschrei des SIA? Liest man weiter, begreift man freilich: Wie so oft ist es eine Frage des Masshaltens. Die ­Verbreitung von stolz geposteten Baumeister-Bildern via Instagram hat einen gewaltigen Nachahmer­effekt losgetreten. Was früher das Hobby einiger weniger Tagträumer war, gilt heute vielen als Natur-Yoga, als meditatives Einswerden mit der Schöpfung. Hat nicht schon Goethes Zauber­lehrling unsere digi­talen Exzesse vorhergeahnt? «Herr, die Not ist gross! Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.» •

Foto: Chris tof Ros ter t

Text: Christof Rostert


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Geomatik Planung Werke

Bauingenieur/in (ETH oder FH) Wir sind ein modernes und renommiertes Ingenieurbüro im Knonaueramt im Süden Zürichs. Wir bieten ein breites Dienstleistungsangebot in den Bereichen Bauingenieur-, Gemeindeingenieurwesen und Geomatik an. Wir sind spezialisiert in der Projektierung, Planung und Ausführung von vielseitigen Bauvorhaben, die verschiedenste Erfahrungen und Kompetenzen erfordern. Zur Ergänzung unseres Teams suchen wir einen Bauingenieur/in (ETH oder FH) Tiefbau, Projektleiter/in. Sie engagieren sich im Geschäftsbereich Projektierung und Ausführung. Neben der Bearbeitung von Projekten im Tief-, Strassenbau und der Siedlungsentwässerung übernehmen sie auch Aufgaben im Bereich von generellen Entwässerungsplanungen und im Gewässerbau, bringen Ihre Ideen mit ein und nehmen aktiv Einfluss auf die Lösungsfindung. Mit Ihrer fachlichen Kompetenz leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Erfolg und der Weiterentwicklung der gesamten Unternehmung. Sie verfügen über Berufserfahrung im Tief- und Strassenbau, in der Siedlungsentwässerung und in der Wasserversorgung. Sie überzeugen als motivierende Persönlichkeit mit Eigeninitiative und Sicherheit im Umgang mit Kunden und Behörden. Zuverlässigkeit und Sozialkompetenz sind Ihre besonderen Stärken. Es erwartet Sie ein spannendes Aufgabengebiet sowie viel Freiraum für selbständiges Wirken und Gestalten. Ihr Tätigkeitsfeld ist sehr breit und lebt von den Synergien mit externen und internen Partnern. Ihr zukünftiges Arbeitsgebiet, das Knonaueramt, ist in Bewegung und bietet interessante Bauprojekte und hohen Freizeitwert. gpw hat seinen Firmensitz an idealer Verkehrslage und kann auch sonst einiges bieten. Möchten Sie mehr erfahren? Wenn Sie diese herausfordernde, attraktive Position mit Elan anpacken möchten, freue ich mich auf ein Gespräch mit Ihnen.

gpw Ingenieure für Geomatik Planung Werke Obstgartenstrasse 12, 8910 Affoltern a.A. Tel. 043 322 77 22, www.gpw.ch Ihr Kontakt: Patrick Wälter, waelter@gpw.ch

Glarus Nord ist eine moderne und junge Gemeinde im Glarnerland mit über 18 000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Für das Ressort Bau und Umwelt suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung eine flexible und kompetente Persönlichkeit als

Projektleiter/in Siedlungsentwicklung und Raumplanung

Für den Studiengang Landschaftsarchitektur suchen wir per 1.9.2020 eine/n

Dozentin/Dozenten für Entwurf mit einem Pensum von ca. 10%, verteilt auf Frühjahrs- und Herbstsemester Ihre Aufgaben ■ Sie unterrichten jeweils im Herbstsemester in den Modulen Entwurf 1 und Entwurf 5 ■ Sie unterrichten jeweils im Frühjahrsemester im Modul Entwurf 4 ■ Sie übernehmen Co-Betreuungen in den Modulen Individuelles Vertiefungsprojekt und Bachelorarbeit Ihr Profil ■ Sie haben ein Diplom in Landschaftsarchitektur oder einen gleichwertigen Abschluss ■ Sie verfügen über eine erfolgreiche mehrjährige Praxis in Entwurf und Ausführung ■ Sie kennen die nationale und internationale Landschaftsarchitektur Unser Angebot ■ Wir bieten eine abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Funktion in der Ausbildung ■ Wir lassen Ihnen Freiraum für persönliche Initiative und Entwicklung ■ Wir sind an zentraler Lage am Zürichsee beim Bahnhof Rapperswil Ihre Bewerbung, inklusive Publikations- und Projektliste, senden Sie bitte zusammengefasst in einer PDF-Datei bis 1.3.2020 per E-Mail an den Studiengangleiter Prof. Peter Petschek, peter.petschek@hsr.ch. Weitere Auskünfte geben Ihnen Prof. Hansjörg Gadient hansjoerg.gadient@hsr.ch oder Prof. Peter Petschek, peter.petschek@hsr.ch Die HSR Hochschule für Technik Rapperswil bildet in Technik/IT sowie Architektur/Bau/Planung rund 1600 Bachelor- und Masterstudierende aus. Durch ihre 16 Institute der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung pflegt die HSR eine enge Zusammenarbeit mit Wirtschaft und öffentlicher Hand. Zum 1. September 2020 fusioniert die HSR mit den Hochschulen FHS und NTB zur OST – Ostschweizer Fachhochschule.

Ihr Profil Hochschulabschluss in Architektur oder Raumplanung und ergänzende Vertiefungen Fundierte Erfahrung in der Projektleitung in der Raum- oder Stadtplanung gepaart mit ausgewiesenen Kompetenzen in Planungsprozessen, Fragestellungen des öffentlichen Raums sowie im Planungs- und Baurecht Konstruktive und selbstständige Arbeits- und Vorgehensweise kombiniert mit der Fähigkeit komplexe Sachverhalte differenziert zu beurteilen und prägnant und verständlich zu kommunizieren Analytische, konzeptionelle Denkweise sowie Sicherheit im schriftlichen Ausdruck

60 – 80 %

Unser Angebot Vielseitige und verantwortungsvolle Tätigkeit in einem lebhaften Betrieb Kollegiales Arbeitsklima Zeitgemässe Anstellungsbedingungen

Ihre Hauptaufgaben Aktive Mitwirkung bei der Nutzungsplanung der Gemeinde Glarus Nord Leitung von Projekten der Gemeinde sowie Begleitung von Projekten von Privaten im Bereich Arealentwicklungen und Sondernutzungsplanungen Leitung von Projekten der Gemeinde für den Langsamverkehr in Zusammenarbeit mit weiteren beteiligten Fachstellen

Ihr Kontakt Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an: Gemeinde Glarus Nord, Ramona Eicher, Bereichsleiterin Personal, Schulstrasse 2, 8867 Niederurnen, Telefon 058 611 70 21, E-Mail ramona.eicher@glarus-nord.ch Weitere Informationen zu unserer attraktiven Gemeinde finden Sie auf unserer Homepage www.glarus-nord.ch


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