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AUSBILDUNG Pressefotograf und Fotodesigner

LIK Foto AKADEMI


LIK FOTO AKADEMIE WIEN + LINZ

www.studium-fotografie.at

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Gemeinschaftsprojekt Narrative Street Photography

LIK AKADEMIE FÜR FOTO UND DESIGN www.studium-fotografie.at

Bild © Michael Warga


Gemeinschaftsprojekt Narrative Street Photography

Augen in der Grossstadt Die LIK Akademie Meisterklasse hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Gedicht von Kurt Tucholsky fotografisch darzustellen. Hoch kontrastreiche Bilder in Schwarz und Weiß zeigen die Vergänglichkeit und Anonymität der Großstadt und ihrer Menschen. Neun Studenten präsentieren ihre emotionsgeladenen, aufregenden und abwechslungsreichen Street- und Studioarbeiten. Eine Ausstellung, die definitiv Spuren hinterlässt.

Wenn du zur Arbeit gehst am frühen Morgen, wenn du am Bahnhof stehst mit deinen Sorgen: da zeigt die Stadt dir asphaltglatt im Menschentrichter Millionen Gesichter: Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick, die Braue, Pupillen, die Lider Was war das? vielleicht dein Lebensglück... vorbei, verweht, nie wieder. Du gehst dein Leben lang auf tausend Straßen; du siehst auf deinem Gang, die dich vergaßen. Ein Auge winkt, die Seele klingt; du hast‘s gefunden, nur für Sekunden... Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick, die Braue, Pupillen, die Lider Was war das? Kein Mensch dreht die Zeit zurück... Vorbei, verweht, nie wieder. Du mußt auf deinem Gang durch Städte wandern; siehst einen Pulsschlag lang den fremden Andern. Es kann ein Feind sein, es kann ein Freund sein, es kann im Kampfe dein Genosse sein. Er sieht hinüber und zieht vorüber ... Zwei fremde Augen, eain kurzer Blick, die Braue, Pupillen, die Lider Was war das? Von der großen Menschheit ein Stück! Vorbei, verweht, nie wieder. Kurt Tucholsky

LIK Ak ademie Ausstelung 5

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Bild links © Immanuel Tagger

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Bild oben © Helga Mayer


Bild © Maximilian Lottmann

Bild © Thomas Lechner


Bild © Yvonne Kiss Bild © Maria Gasparova

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Inhalt / Impressum

Inhalt LIK Meisterklasse. Gemeinschaftsprojekt Narrative Street Photography / 4 Das Ende einer Odyssee. Fuji X20 Fuji X-Pro1 Fuji XM1. Der Profi entscheidet. Karsten Rose/ 12 High End Photography. Editorial. Eric Berger / 11 LIK Foto Akademie Wien / 18

Impressum Herausgeber FOTOCULT Geschäftsführung: Eric Berger Auflage 3000 Stück Erscheinungsweise 2 x jährlich Chefredaktion Nadja Gusenbauer Redaktion Eric Berger, Martin Steinthaler, Karsten Rose, Paul Meyer Lektorat Natalia Danler-Bachynska

Das Zen der Fotografie . IRLAND. LIK Fotoreise 2014 / 26 Honeymoon... eine Bildgeschichte über die Reise auf die Kykladen Eiland / 26 Tine’s World. Kleines Universum Opernball oder Im Frack am Würstelstand / 30 Nuestra amada mujer de la paz. Stories of a world traveller. PORTFOIO Immanuel Tagger / 42 Olympus STYLUS1 / 50 Sony DSC-RX100M2 getestet von Paul Meyer / 51 martin (tine) steinthaler. Austrian Hair Award 2013... eine haarige Angelegenheit/ 52 FOR WHOM THE PAST CALLS... Fashion in the middle of nowhere. Eric Berger. Fotostrecke Nadja Gusenbauer 62 FUJIFILM X100S Retro meets High Tech / 80 FOTOCULT Subjektiv. Luxus im Hochgebirge. Mountain Resort und Chalet. Sony alpha 77 im Härtetest / 82 Maximilian Lottmann hat viele Namen. PORTFOLIO / 88

Redaktionsanschrift Spittelberggasse 9, 1070 Wien E-Mail atelier@n-photography.at Tel. +43 664 422 91 21, +43 676 911 28 24 redaktion@vis-com.at www.fotocult.at Titelfoto Nadja Gusenbauer Modell Titelbild Olga Grebennikowa Druckrei Prospektus Kft. H-8200 Veszprém, Tartu utca 6. Für unverlangt zugesandte Beiträge oder Fotos können wir keine Haftung übernehmen. Wir übernehmen auch keine Haftung für Inhalte oder Fotos von zur Verfügung gestellten Beiträgen


Editorial

Fotografie ist eben im Begriff, sich auch einen Platz in der Kunstszene zu sichern. Keine Galerie, die auf sich hält, kommt mehr ohne Fotoausstellung aus. Im Internet finden wir hochwertigste Fotos auf den unterschiedlichsten Plattformen. Unsere Gesellschaft hat den

High End Photography Stellenwert von Fotos erkannt. Was können wir, die sich leidenschaftlich mit diesem Medium auseinandersetzen, dazu beitragen, um diese Woge der fotografischen Begeisterung weiterzutragen? Ich als Herausgeber und Fototrainer versuche immer das Feuer der Leidenschaft in den Fotografen zu wecken, welches mehr zu begeisternden Aufnahmen führt als zum stundenlangen Herumschleppen von prall gefüllten Fotorucksäcken. High End Kameras werden immer kleiner und leichter. Selbst Smartphones liefern eine Bildqualität, welche kaum noch Wünsche offen lässt. Diese Entwicklung sollte uns Fotografierenden helfen, umzudenken und noch spontaner zu shooten als wir dies ohnehin bereits tun. Nutzen wir die technischen Voraussetzungen zum High End Snapshooting. Tragen wir immer unsere Kamera schussbereit mit lichtstarker Fixbrennweite mit und fangen unser spannendes Umfeld in beeindruckenden Bildern ein. Ein gewisses Maß an Technik muss durchaus sein, aber das Wichtigste sollte doch unsere fotografische Vision und unser Gefühl für Stimmung, Ausschnitt und Umwelt sein. Just shoot it! e. berger

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Fuji X20 Fuji X-Pro1 Fuji XM1. karsten rose

Koffer packen ist an und fĂźr sich etwas SchĂśnes, besonders wenn es der Fotokoffer oder die Fototasche sein soll. Dann geht es entweder zu einem Job oder auf eine Reise. Manchmal ist es aber auch beides. Ein Job, der eine Reise ist, oder eine Reise, die ein Job ist. Kann es etwas Besseres geben?!

Das Ende einer Odyssee Fuji X20 Fuji X-Pro1 Fuji XM1. Der Profi entscheidet.


Das Ende einer Odyssee

Wenn aber dieser Reisejob nicht aus einem konkreten Auftrag besteht, bei dem man auch ein bestimmtes Equipment benutzen muss, wie ein Shift-Objektiv, lange Tüten oder anderes, dann kann die ganze Sache eine ziemliche Mühsal werden. Zwanzig Kilo und mehr kommen für eine Ausrüstung schnell zusammen. Ein oder zwei VollformatBodys, ein17-40mm, 2,8 24-70mm, ein entsprechendes 2,8 70-210mm, noch die eine oder andere Festbrennweite, ein Macro und das merkt man beim Tragen. Des Schleppens müde geworden, habe ich mich im vergangenen Winter mit Alternativen beschäftigt. Was will ich also? Leicht, klein, unkompliziert, manuell zu bedienen (auch die Scharfeinstellung), Bilddaten müssen höchste Qualität haben, damit ich diese mit den Bildern meiner Vollformat-Kamera mischen kann, die Objektive oder falls es ein eingebautes Objektiv ist, müssen dementsprechend sein. Nun kann man sich im Internet wunderbar alles ansehen, technischen Rat bei Freunden einholen, auf Wanderschaft gehen und den diversen Fotohändlern einen Besuch abstatten und die ganzen Systeme miteinander vergleichen. So ist mancher Samstag ins Land gegangen und abends war ich nicht viel klüger als davor. Naja, stimmt nicht so ganz. Eines schönen Tages hielt ich die Fuji X20 in der Hand und ich wusste - die soll es sein. Abends noch einmal die Fuji-Seite kontaktiert und die verschiedenen Kameras angesehen, aber es blieb dabei. Klein, leicht, handlich, tolle Bildqualität, Retrolook, nur kein Wechselobjektiv. Macht nix, dachte ich. Eigentlich wollte ich mir diese dann im neuen Jahr kaufen und mit nach Wien nehmen zur LIK-Akademie (http://lik-fotoakademie.at), wo ich einige Male im Jahr Seminare leite. Dazu kam es nicht, das heißt zum Seminar schon, aber die Kamera war beim Händler meines Vertrauens (www.foto-schultheiss.de) gerade ausverkauft und das war mein Glück. Nichts Böses ahnend machte ich die Bekanntschaft mit dem „Vienna Digital Store“ (https://www.digitalstore.at) und diese überließen mir für einige Tage die „Fuji X-Pro1“ mit drei Festbrennweiten. Das war gemein, hinterhältig und listig und würde noch einiges an Arbeit mit sich bringen. Drei Tage Wien, drei Tage fotografieren und an Gewicht spürt man nichts. Am Abend tut kein Rücken weh, die Arme lahmen nicht und die Füße sind auch schmerzfrei. Schön. Aber das wichtigste, die Bilder (über das Motiv kann man streiten), die Auflösung, Kontrast, Farbe - einfach super. Der Abschied von der Kamera nach drei Tagen viel sehr schwer. Vielleicht hätte ich damit einfach weglaufen sollen, aber Österreich hat mit Deutschland ein Auslieferungsabkommen. Außerdem

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Seiten 12-19 Bilder Karsten Rose | karstenrose.com


Fuji X20 Fuji X-Pro1 Fuji XM1. karsten rose

möchte ich ja auch wieder nach Wien kommen. Somit war die X20 leider für mich gestorben, aber die X-Pro 1 musste noch warten. Lange habe ich es dann doch nicht ausgehalten und heute trage ich eine X-Pro 1 mit diversen Linsen mit mir herum. Es sind noch einige Objektive dazu gekommen (die Fototasche wurde etwas größer), aber eine Last ist es nicht. Aber Arbeit sollte sie machen, die Fuji, oder besser gesagt Fuji im Allgemeinen. Eine liebe Freundin, Julia, mit der ich schon bei Nik-Software zu tun hatte, rief mich an und wir plauderten über alte Zeiten. Dann rückte sie raus mit der Sprache und fragte mich, ob ich nicht an der „Fuji Road Show“ teilnehmen wollte, um eine neue Kamera und Objektive vorzustellen und mit den Teilnehmern dann auch fotografieren zu gehen. Stadt, Land, Fluss, Portrait, was immer man möchte. Das ist natürlich etwas für mich. Reisen, fotografieren, neue Kameras und Objektive, Job und Geld verdienen. Kurze Zeit später kam die Kamera an. Fuji „XM1“. Gleicher Sensor, gleiche Bildqualität wie die X-Pro1, gleiche Objektive, aber eine andere Ausstattung. Kein Sucher, was, dachte ich, kein Sucher, nur ein Mäusekino! Etwas skeptisch stand ich der Kamera schon gegenüber, wegen dem Sucher, aber ich wurde bald eines besseren belehrt, besonders, das man sich nicht technischen Entwicklungen widersetzen sollte, nur weil man es einmal anderes gelernt hat und gewohnt ist. Kleiner und handlicher als die X-Pro1, wesentlich kleiner und handlicher und dann das ausklappbare Mäusekino. Da ich oft Bilder aus ungewöhnlichen Perspektiven fotografiere, muss ich mich oft auf den Boden legen, was bei Regen, Schnee und Matsch immer eine Orgie vor der Waschmaschine nach sich zieht. Auch die lieben Mitmenschen zeigen sich oft besorgt, wenn man so einfach da liegt, die Kamera sehen ja nicht immer alle. Von Hilfsangeboten bis „weg da“ und


Das Ende einer Odyssee

der Androhung einer Unterbringung in einer Ausnüchterungszelle ist mir schon alles untergekommen. Jetzt Display umgeklappt, Kamera auf den Boden legen und los geht’s. Sonneneinstrahlung, bewegte Motive - kein Problem. Natürlich muss sich jemand wie ich, erst daran gewöhnen, aber das muss man bei einem neuen Auto, Fernseher oder Küchenmaschine auch. Wer quasi „unschuldig“ an die Sache heran geht, hat Spaß von Anfang an. Mittlerweile möchte ich die XM1 nicht mehr missen. Auch die Teilnehmer der „Fuji Road Show“ sind fast alle von der Kamera, den Objektiven und vom Konzept begeistert. Eine Ausnahme gab es aber. Er weiß jetzt, welche er will - nicht die XM1, sondern die X-Pro1, sagte ein Teilnehmer. Auch gut. Andere, die schon eine Fuji Kamera der X-Serie besitzen, möchten sich nun weitere Objektive zulegen und viele sagen, dass es schade ist, das man sich nicht öfters trifft, um gemeinsam zu fotografieren und gegenseitig voneinander zu lernen und Ideen zu bekommen. Nachtaufnahmen, Langzeitbelichtungen, HDR- und Panorama-Aufnahmen, Architektur, Portrait, Bewegungsunschärfe und vieles mehr haben wir bei den gemeinsamen Exkursionen ausprobiert. Einen Härtetest mussten beide Kameras aber dann noch in Italien bestehen. Bei einem Fotokurs in Südtirol von Ulla Lohmann und Basti Hoffmann (www.ullalohmann.de) habe ich den Part der Bildbearbeitung übernommen. Dieser Kurs stand sogar auf der Seite von „National Geographic“ (http://premium.nationalgeographic.de/). (Stolz geschwellte Brust). Bildbearbeitung heißt Computer, ein Wacom Grafik Tablett, Photoshop, Lightroom, ein Raum, Wärme, Trockenheit, Kaffee und Getränke sowie kein Gehen, Laufen, Wandern Stolpern, Keuchen oder Schwitzen. Fotokurs in Südtirol mit den beiden Klettermaxen heißt was anderes. Genau das Gegenteil! Ich, eingefleischter Stadtmensch, liebe die Natur mit schönen, aufregenden Landschaften, wie auch mein E-Book „Wildes Schottland“ zeigt. Aber ich möchte es mit dem Motorrad oder Auto durchfahren und nicht durchlaufen.

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Fuji X20 Fuji X-Pro1 Fuji XM1. karsten rose

Auf jeden Fall wurde die ganze Gruppe inklusive mir den Berg hinaufgejagt. Nein, ich will fair bleiben, gejagt habe ich mich selbst, die anderen haben leichten beschwingten Fußes den Berg erklommen. So manche steile Felswände erinnerten mich an Igor von der Nordwand. Mein Fluch möge sie alle treffen! Ich wollte, nein, ich musste das durchstehen. Am liebsten hätte ich nach 200 Metern den Rückweg angetreten! Die Beine schmerzten, das Keuchen wurde lauter, die Luft immer dünner. Aber das konnte ich nicht, ich musste durchhalten! Mein Kameragepäck trotz zweier Gehäuse und mehrerer Objektive war das leichteste von allen. Da es junge, attraktive Mädchen dabei waren, wollte ich mir keine Blöße geben. Ich habe es schließlich geschafft und bin am Gipfelkreuz mit den anderen angekommen. Allerdings kam ich etwas später an, ich musste ja noch zwischendurch fotografieren. Das erste Gipfelkreuz in meinem Leben! „Nebelschwaden um seine Gipfel jagen“ ging mir durch den Kopf. Allerdings oben wurde mir schnell klar, dass ich hier laute Verrückte getroffen habe. Einige Bergfreaks haben noch einen zweiten Berg mit Gipfelkreuz hochgekraxelt, ich aber war sichtlich erleichtert, als ich wieder beim Auto war. Das reicht für das erste Mal. Damit aber nun auch alle wissen, dass ich den zweiten Gipfel nicht erreichte, haben sie im Gipfelkreuzbuch dokumentiert - „Karsten Rose war nicht hier“. Beim ersten Gipfel konnte ich mich nicht ins Buch eintragen, weil keines da war. Pech! Wer als erster diesen Eintrag findet und fotografiert, den lade ich auf ein Bier in München ein. Ich zahle nur das Bier, ½ Liter einer normalen Biersorte, und nicht die Anreise mit Übernachtung. Zurück zur Kamera. Neidisch sind einige geworden. Alle trugen sie in Ehren, die Last der der Kameraausrüstung und wollten am nächsten Tag einmal tauschen. Blöd, wie ich bin, habe ich es gemacht. Ich lasse ja gerne andere an meinem Glück teilhaben.


Das Ende einer Odyssee

Ein schöner Tag, ein schöner Abend mit tollen Leuten. Besonders eine schöne Nacht. Da habe ich friedlich meinen Körper zur Ruhe gebettet, vorher noch eine rituelle Waschung unter der Dusche, sinniert über den Tag, die Zeit, die Fotografie, das Leben, die Menschheit, das wieso, weshalb, warum und wohin… Ich kam zu keinem Ergebnis, weil sich diese blöden Muskeln immer wieder meldeten. Schmerz, purer Schmerz. Das Leben könnte so schön sein. Gut, dass es Ibuprofen gibt! Ein hoch auf die Chemie und der erlösende Schlaf konnte kommen. Er sollte kommen, aber er kam nicht. Mist. Mein Part folgte in den nächsten Tagen. Bildbearbeitung, kein Wandern, nein, einfach Ruhe vor dem Bildschirm. Schön. Endlich saß ich am längeren Hebel. Schade, dass Lehrer keine Rohrstöcke mehr haben dürfen. Aber auch diese Tage haben den Teilnehmern viel gebracht, besonders viel Freude und Spaß mit Photoshop und Lightroom, weil man seine eigenen Bildvorstellungen verwirklichen kann. Fotografieren ist eine der schönsten Sachen, die man machen kann, und bei der Bildentwicklung geht es nicht nur um technische Belange, sondern auch um die Umsetzung des Bildes, so wie man es gesehen und empfunden hat. Das der Einstieg in die Bildbearbeitung nicht schwer ist, wurde den Teilnehmern schnell klar, aber danach steht einem eine komplett neue Welt offen. Nicht die Bilder, die der Sensor aufnimmt, sondern meine eigenen Bilder werden wahr. In diesem Sinne frohes Knipsen und Pixelschubsen! Und einen Dank an die Teilnehmer der „Fuji Road Show“ und den Wahnsinnigen in den Bergen. Lustig war’s Karsten Rose

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LIK Akademie f端r Foto und Design LEHRGANG DIGITALE FOTOGRAFIE

LIK LEHRGANG

DIGITALE FOTOGRAFIE

www.studium-fotografie.at

LIK AKADE


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LIK Akademie f端r Foto und Design

LIK AKADE AUSBILDUNG FOTOGRAFIE www.studium-fotografie.at


LIK Akademie f端r Foto und Design Lehrgangsleiter Eric Berger

EMIE Pressefotograf / Fotodesigner. Ausbildungsdauer 2 Jahre / 4 Semester Lehrgand Digitale Fotografie - 2 Semester Lehrgang Digitales Fotodesign - 2 Semester LIK Meister Klasse - 10 Monate Anfragen / Anmeldung: academy@n-photography.at

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LIK Akademie für Foto und Design

MEISTERPRÜFUNG vorbereitungslehrgang. www.studium-fotografie.at

Dieser Kurs umfaßt die komplette Prüfungsvorbereitung für den analogen Teil der Meisterprüfung im Fotografengewerbe. Gruppengrösse: Arbeit in 3er Teams. Max 9 Teilnehmerinnen Dauer: 12 Tage aufgeteilt auf 4 Blöcke je 3 Tage / eventuell 2×1 Tag zusätzliche Übungstage. Kurszeiten: Freitag 14-22 Uhr, Sa 9-17 Uhr, So 9- 17 Uhr Start Linz April 2014 Start Wien September 2014 Kosten: € 1.990,Ziel: Großformat Fotografie Die Kamera: Sicherer Umgang mit Fachkamera – theoretisches Wissen und praktisches Können. Bestandteile und Handhabung, Schärfe, Belichtung und Verlängerungsfaktor, Verstellmöglichkeiten der Kamera, Objektivwahl. Einsatz in Architektur-, Sach- und Werbefotografie – Aufnahme nach Sujet. Schwarz-Weiß-Labortechnik: Negativtechnik / Chemie Handling / Sicherheitsrichtlinien / Entwicklungsprozess. Fachliche Vorbereitung auf die Meisterprüfung: Fachrechnen und Fachkalkulation, Präsentation, Vorbereitung auf das Fachgespräch.


LIK Akademie für Foto und Design

LIK SOMMERAKADEMIE 2014 http://sommer-fotoakademie.com/

LEHRGANG DIGITALE FOTOGRAFIE INTENSIVE Mo 14. Juli 2014 bis Fr 19. Juli 2014. AKTART week / KÜNSTLERISCHER AKT Mo 7. Juli 2014 bis Fr 11. Juli 2014. EXPERIMENTELLE FOTOKUNST und kreative Möglichkeiten digitaler Fotografie Sa 12. Juli – So 13. Juli 2014. Besser Fotografieren. DIGITALES FOTO KNOW HOW Di 1. Juli – Do 3. Juli 2014. NATUR- MAKROFOTOGRAFIE / BOOTCAMP IM WALDVIERTEL Sa 5.Juli -So 6.Juli 2014.

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LIK Akademie für Foto und Design. Fotoreise

IRLAND 20 LIK REISE Bild © Eric Berger


LIK Akademie für Foto und Design. Fotoreise

Die Atlantikküste Südwestirlands ist unsere Location für diesen Fotoworkshop der etwas anderen Art. Fotografie, Mode, Landschaft einatmen und erleben! Eric Berger hatte schon mehr als zwanzig Shootings in Irland gemacht und kennt die Gegend wie seine Westentasche. Die Motive ziehen sich vom Modeshooting in den endlosen Dünen von Rossbeigh Beach

LIK FOTOREISE: Info: www.studium-fotografie.at

Das ZEN der FOTOGRAFIE über Motiv Collecting in steinzeitlichen Staige Forts bis zum Deep Sea Fishing Trip auf den Atlantik vor den Skellig Islands. Ein Latex Nachtshooting im Fischerhafen wird einen reizvollen Kontrast bilden zu der Fotowanderung auf die Steilklippen. Versteckte Burgruinen treffen auf Wattlandschaften bei Ebbe, Editorial Mode trifft entschleunigenden Strandwalk. Trotz vollem Programm eine Woche in der Sie Ihr fotografisches Zen entdecken können. Gesellige Abende in irischen Pups dürfen natürlich nicht fehlen! Witterung darf kein Stimmungskiller sein, es wird voraussichtlich auch regnerisch und kühl sein! Sonnenanbeter bitte gut überlegen ob Ihr auch bei Regen dabei sein möchtet. Fotografie, Kreativität, Entschleunigung

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Termin: 12. -19. April 2014. Workshoptage: 13. - 16. April 2014 Leitung: Nadja Gusenbauer, Eric Berger Model: Olga Grebennikova Inhalte: Bildgestaltung - Fashion Photography Workshopkosten: € 790.Die Workshopkosten beinhalten die fotografische Leitung, ein Model und den Transport zu den Locations in Fahrgemeinschaften in Mietautos.. Reisekosten sind nicht in diesem Preis enthalten! Reise: Ihr benötigt eine Flug nach Dublin. Wien Dublin kostet aktuell (November 2013) ca. € 250.- Wir wohnen in sehr einfachen Ferienhäusern auf Valentia Island im Südwesten Irlands. Je nachdem ob Ihr ein Einzelzimmer oder ein Doppelzimmer benötigt entstehen hier folgende Kosten € 150.- (DZ) oder € 250.- (EZ) für die ganze Woche (ohne Verpflegung, ohne Frühstück). Anmeldeschluss: 30.12.2013 Anmeldung: academy@n-photography.at Info: www.studium-fotografie.at benötigt entstehen hier folgende Kosten Euro 150.- (DZ) oder Euro 250.- (EZ) für die ganze Woche (ohne Verpflegung, ohne Frühstück). Anmeldeschluss: 30.12.2013 Anmeldung: academy@n-photography.at Info: www.studium-fotografie.at


Honeymoon... eine Bildgeschichte

Seiten 28-35 Bilder Nadja Gusenbauer| n-photography.at Eric Berger


Honeymoon... eine Bildgeschichte

Es begab sich in den frühen Tagen des Oktobers, dass Max, ein junger Urbaner Professioneller, mit seiner eben erst angetrauten Eroberung an den Gestaden des Mittelmeers im griechischen Hafen stand, auf das kleine Boot harrend, welches ihn und seine Herzallerliebste zum noch aktiven Vulkan bringen sollte. Die letzten Tage dieser Reise ins Glück waren geprägt von der Hochzeit auf Santorin. Max hatte dem Drängen seiner Liebe nachgegeben und dem internationalen Trend und Tomb

Der Honeymoon... Raider folgend, eine griechische Hochzeit auf den Kykladen begangen. Seiner Liebe konnte er keinen Wunsch abschlagen. Dies war so vom ersten Tag an, als der erfolgreiche junge Mann auf die aus der schönen Stadt Odessa stammende schriftstellernde Künstlerin traf. Nach dem Zeremoniell stand nun dieser Bootsausflug auf dem Programm. Es sollte ein Trip der Zweisamkeit werden. Das Pärchen, der Kapitän und die Wellen. Das Schicksal spülte aber eine arme Schiffbrüchige, welche kurz vor dem Hafen vom Kapitän aufgenommen wurde, in die Umlaufbahn der Liebenden. Da sie ja wegen des furchtbaren Sturms das Eiland nicht erreicht hatten, blieb Peisione nach ihrer Rettung kurzerhand an Bord. Eine schicksalhafte Fügung, wie Sie, geschätzte Leser, den Bildern entnehmen können. (Fotos und Konzept entstanden beim Workshop der LIK Sommerakademie. Charaktere, Namen und Handlung der Geschichte sind frei erfunden). Eric Berger FOTOCULT

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Tine’s World . Kleines Universum OpernbalL

martin (tine) steinthaler Irgendwie habe ich es schon immer geahnt - der Opernball - das ist mein Terrain. Dort gehöre ich mit meinen Kameras hin – dort in das unglaublich elitäre Ambiente der Wiener Staatsoper. Es war also nur eine Frage der Zeit! Irgendjemand wird mein adeliges Blut erkennen und mich in die hohe Gesellschaft einführen. An diesem Abend war es soweit und ich hatte die Möglichkeit, eine Wiener Investorengruppe fotografisch zu begleiten. Standesgemäß mit einem Frack bekleidet (die Leihgebühren von € 280 wurden selbstverständlich übernommen), offenbarte sich mir in kürzester Zeit die Faszination Opernball. Schnell war klar, was oft so pompös und groß erscheint, ist wahrlich auf engstem Raum zu finden und nicht zu vergessen, mit hunderten Gästen gefüllt. Um es kurz zu sagen, es war eine echte Herausforderung, sich mit wenig Equipment (nur zwei Vollformat Bodies und max. 5 Objektive) durch das Getümmel zu bahnen, auf die schnellen Situationswechsel

Seiten 36-41 Bilder Tine Steinthaler| tinefoto.com


Tine’s World . Kleines Universum Opernball

Im Frack am Würstelstand Tine’s World. Kleines Universum Opernball

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Tine’s World . Kleines Universum OpernbalL

zu reagieren und möglichst unauffällig zu sein. Der Rucksack war kaum größer als bei Messners sauerstofflosem Gipfelsieg! Allerdings mit gefühlten 125 kg viel schwerer. Vorab hatte ich bei einem gemeinsamen Abendessen im Ritz-Carlton die Gelegenheit, mit den Gästen bei intensivem Smalltalk warm zu werden. Nach dem Dinner ging es mit Chauffeur in die Oper. Ich musste einer der ersten vor Ort sein, um die Lage zu checken und einen lugnerfreien Ausstieg sicher zu stellen. Klappte. Beim Betreten kribbelte es mir, dem leidenschaftlichen Fotografen, sofort in den Fingern und ich stürzte mich mit meiner 1DX und der 5DMKIII ins Geschehen. Die Kulisse bot unendlich viele Motive und spannende Blickwinkel. Der Einzug in die Oper, die Sicherheitskontrollen und die zahlreichen Promis machten mir das Leben leicht. „Miriam, hey, kennst mich noch?“ – „Ah, Tine, sicher!“ Man kennt sich. Der Blick auf die Eröffnungszeremonie aus den viel zu engen Logen wirkte wie ein Fernsehkastl aus vergangenen Zeiten - Röhrenfernsehen auf höchstem Niveau - ich bin begeistert! Beim Eintreten in die Loge mit einem angesteckten 70 - 200er 2,8L musste ein Gast die selbige zwar verlassen, trotz der Enge blieben mir klaustrophobische Anflüge aber erspart. Die rauschende Ballnacht nahm ihren Lauf und die Damen amüsierte sich köstlich - und das nicht nur beim Mitternachtssnack mit delikaten Frankfurter Würsteln (extralang natürlich). Meine Wege führten mich (beschützt durch Bodyguards) durch fast alle Räume der Wiener Oper und sogar zur Loge vom „Glitzer“ Harald Glööckler ... na BUMM! In der Disco konnte ich kurz mal Pause machen und mir einen Tanz vom Fuße wedeln. ISO 25600 war mir einfach zu hoch.


Tine’s World . Kleines Universum Opernball

So gegen vier Uhr früh packte ich langsam meine Sachen und zog alleine weiter, um einen Freund zu treffen, mit dem ich noch die Würstelstände unsicher machte. Frack am Würstelstand ist heute Nacht das absolute Must-Have. Persönliches Fazit - der Opernball ist für eine Nacht ein kleines Universum, das man unbedingt einmal gesehen haben sollte. Ich war dabei! Und letztlich zeigte sich durchs Objektiv und hinter der schicken Maskerade: je später der Abend, desto mehr verhielt sich der gesellschaftliche Fortschritt umgekehrt proportional zum steigenden Alkoholkonsum. Also eigentlich wie überall, nur auf höherem Niveau. Wäre mir gar nicht aufgefallen, wenn ich selber nicht hätte nüchtern bleiben müssen... Alles Walzer! tine

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Stories of a world traveller. Immanuel Tagger.

Stories of a world traveller

Immanuel Tagger

Nuestra amada mujer de la paz Our Beloved Lady of Peace

Nuestra amada mujer de la paz

This is the full name of the Bolivian city „La Paz“,located in the Andes, where I used to live and work for three years and which never fails to impress, fascinate and inspire me.

Éste es el nombre completo de la ciudad boliviana de „La Paz“, ubicada en la Cordillera Andina, donde viví y trabajé durante tres años. Una ciudad que nunca deja de sorprenderme, me fascina y me inspira.

The human being is in the focus. To shoot intuitively is the most important goal. Knowing artistic elements, considering them unconsciously in a very natural way and bearing my personal mark - those are the characteristics of my photographic work.

El ser humano es el enfoque. Sin embargo, lo más importante, mi objetivo primordial, es disparar intuitivamente. Destacando elementos artísticos y considerándolos inconscientemente, de una manera muy natural y con mi sello personal - son las características de mi trabajo fotográfico. La parte artística es la capacidad de combinar lo que se oye y se ve, momentos íntimos y puntos de vista personales en una estructura de acceso en dos dimensiones.

The artistic part is the ability to combine what you hear and see with intimate moments and personal views in a 2-D approachable structure. I restrain from providing too much explanation to the observer deliberately not to influence him in his interpretations and to give enough room, so that everybody gets the possibility to extract the relevant parts from my photographs.

Bild rechts Tine Steinthaler| tinefoto.com Seiten 44-49 Bilder Immanuel Tagger|

Me contengo deliberadamente de ofrecer demasiada explicación al observador para no influir en sus interpretaciones y dar espacio suficiente para que todos tengan la posibilidad de extraer las partes más emblemáticas de mis fotografías. Immanuel Tagger


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Olympus. STYLUS1. Die neue Generation

Ambitionierte Fotografen erwarten eine hervorragende Bildqualität. Ein Blick auf die technischen Daten der STYLUS 1 verrät, dass sie diese Erwartungen erfüllen wird.

Olympus. STYLUS1 Die neue Generation D-SLR-Feeling im kompakten Gehäuse

Obwohl sie gerade mal 56,5 mm tief ist, verfügt sie über ein außergewöhnlich leistungsstarkes i.ZUIKO DIGITAL Objektiv mit 10,7-fach-Zoom und einer konstanten Lichtstärke von 1:2,8 über die gesamte Brennweite von 28-300 mm* (Entsprechend 35-mm-Kamera). Damit das Potenzial des Objektivs auch optimal genutzt werden kann, gehören ein großer BSI-CMOS-Sensor und der – bereits aus der OM-D EM-5 bekannte – Bildprozessor TruePic VI zur Ausstattung. Dazu kommen weitere bewährte Features der OM-D, wie der komfortable D-SLRtypische Griff, der große elektronische Sucher mit 1,44 Millionen Pixeln, FAST AF und integriertes WLAN für den Echtzeit-Zugriff über das Smartphone. Die einfache und schnelle Einstellung der gewünschten Parameter wird – wie schon bei der XZ-2 – durch den Hybrid-Steuerring am Objektiv mit analogem und digitalem Modus ermöglicht. So ausgestattet ist es kein Wunder, dass die Olympus STYLUS 1 mit einem hervorragenden Dynamikumfang und einer Top-Leistung auch bei schlechten Lichtverhältnissen überzeugt. Die neue Olympus STYLUS 1 wird ab Anfang Dezember 2013 für 599,00 EUR. Wer bis zum 31. Januar 2014 eine STYLUS 1 erwirbt, erhält einen hochwertigen Ledertrageriemen kostenlos dazu.


Sony DSC-RX100M2. Getestet von Paul Meyer

Sony DSC-RX100M2 Wenn durch wunderschöne Szenen der Künstler in Ihnen geweckt wird, können Sie mit der kompakten Cyber-shot™ RX100 jede Einzelheit mit größtem Detailreichtum erfassen. Diese Kamera bietet Ihnen dank neu entwickeltem CMOS-Sensor und einem F1,8Objektiv (Typ 1.0, hintergrundbeleuchtet) eine außerordentliche Lichtempfindlichkeit, atemberaubende Bildqualität und wunderbare Hintergrund-Unschärfe-Effekte. Erstklassige Handhabung und Flexibilität sind Ihnen ebenso sicher wie kabellose Bilderübertragung, ein klappbarer Monitor und ein Zubehörschuh. Legendäre Carl Zeiss Optik und unübertroffene Bildgebungstechnologie von Sony sind in einem kompakten Hochleistungsobjektiv vereint, das eine äußerst präzise Leistung, leistungs-

starke 3,6fache (28-100 mm bei mit 35 mm äquivalenten) Zoomfunktionen sowie eine enorme Blende von F1,8 mit einer beinahe perfekten Blendenöffnung mit sieben Lamellen für herrliche Hintergrund-Defokussierung bietet. Bild oben: Paul Meyer

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Tine’s World . Kleines Universum OpernbalL

Austrian Hair Award 2013 - eine haarige Angelegenheit Was haben Haare und Fotografen gemeinsam? Meistens einen gemeinsamen Bekannten, ein paar Models und special Locations. Jedes Jahr im Frühling geht es um die neuesten Stylings und vor allem um schräge Vögel. Mittendrin ein Fotograf, der sich austoben kann und dem selten Regeln auferlegt werden. Gemeinsam mit den Stylisten wird ein originelles Konzept erarbeitet und dazu passende Modelle ausgesucht. Oder sollte ich besser sagen passende „Typen“. Denn finden kann man die überall - Glück und ein unerschrockenes Auge braucht man halt. Was der da? Mit Gero Kuss (Kuss & Kuss Hairdresser) war ich im Klagenfurter Modetempel Nr. 1 - dem B15 - wir wollten eigentlich nur den Chef ein wenig unter Stress setzen - ein Kaffee hier, ein T-Shirt da - Schmähführen auf hohem Niveau. Da fiel uns ein älterer, aber sehr außergewöhnlicher Typ auf. Er ist sicher um die 60

Austrian Hair Award 2013

eine haarige Angelegenheit martin (tine) steinthaler Jahre alt, aber sein Style äußerst speziell! „Aber hallo!“ - dachten wir, das ist mal was Anderes, so etwas gab’s noch nicht beim Hair Award. Ganz schüchtern ging ich auf ihn zu und fragte den Typ namens Werner, ob er nicht Lust auf ein Shooting mit ein wenig Pfeffer hätte? Neue Frisur und cooles Styling? Werner zögerte kurz und willigte für ein Styling und Shooting mit Gero und mir ein. Als spannenden Kontrast buchten wir noch Philipp - ein junger, cooler und cleaner Typ. Alles für die Mode und Gero’s Plan, den Award zu gewinnen! Denn der Austrian Hairdressing Award zeichnet jährlich die besten Hairstyle-Trendsetter Österreichs aus. Haarige Styles Um die extravaganten Haarkreationen der Friseure Kuss & Kuss lässig in Szene zu setzen, shooteten wir diesmal im Studio und on Location. Das Lokal eines guten Freundes sollte unser Shootingort sein. Denn das 151er zeichnet sich durch seine auffallende, opulente und detailverliebte Einrichtung aus. Genau richtig für uns, denn hier gibt es genügend Krimskrams und schmückendes Beiwerk, um die Extravaganz der Frisuren hervorzuheben. Die Story des „mondänen Grafen und seines Lovers“ konnte das Team hier perfekt umsetzen. Der Lord & Amira im Wunderland Im Rausch der Kreativität gab es natürlich auch diesmal kein Shooting ohne Extrawurst. Amira und die ultimative Frisur, deren Styling um 07:00 begann und 15:00 Uhr endlich für meine 5D Mark III bereit stand (Vorarbeiten am Tag davor nicht zu vergessen). Eine echte Herausforderung für unser tolles Team. Tanja, die sich beim Make-up voll ins Zeug legte, zauberte aus Model Amira „die Märchenhafte“. Das Goldspray ging sich gerade so bis zum letzten Härchen auf Haut und Haar aus. Um Amiras Story zu erzählen, reizte mich am meisten ein alter fleckiger Spiegel – denn genau da ist das Licht immer am schwierigsten zu setzen. Mit Effektlichtern


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Seiten 52-61 Bilder Tine Steinthaler| tinefoto.com


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(Systemblitze und Colorgels) konnte ich die Konturen und Tonings von Hairstyling und Make-up besonders genial hervorgehoben. Auch der Einsatz von verschiedenen Lichtformern - meistens Beautydish als Hauptlicht und Engstrahlreflektor mit Wabeneinsatz als Spitzlichter – brachte spannende Effekte. Aus Mangel an Steckdosen wurde der Broncolor Move 1200L eingesetzt. Er hielt den ganzen Tag durch! Und auch hier entstand die passende Geschichte der stylischsten Schönheit im Lande fast von allein. Und nach diesem langen und erfolgreichen Shootingtag

ließen wir die haarigen Angelegenheiten hinter uns und wurden kulinarisch verwöhnt. Holi-Farbrausch: Weiter ging es mit der Kategorie Woman & Color. Nach aufwendigem Make-up im Studio (seeeeeehr bunt) wurden die ersten Shots absolviert ... noch ziemlich clean. Anschließend ging es weiter on Location in die aufgelassene, ziemlich desolate Mautner-MarkhofFabrik. Hier wurde das indische Holi-Fest bis zum Letzten zelebriert und fotografisch festgehalten! Heraus kam eine Palette an Farbstimmungen, Posen und Emotionen ... und Hauptdarsteller waren trotz allem die Frisuren! Die Holi Farben kann man übrigens mit Pressluft und Geduld wieder aus den Blitzköpfen und der Kamera entfernen! Nominiert Letztendlich kreierten wir im Studio mit weiteren Modellen verschiedene Sujets in den Kategorien Woman und Color. Auch bei den aufwendigen Studioaufnahmen mit Beautydish, dem Para220 und dem Generator „Scoro S 3200“ von Broncolor haben wir uns voll ins Zeug gelegt. Nominiert für den Award im Oktober 2013 wurden übrigens die Hairstylings in den Kategorien „Men”, „Woman” und „Publikum”. Good luck guys, Tine


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For Whom the Past calls... Fashion in the middle of nowhere

Frei nach dem Klassiker der Weltliteratur Ernest Hemmingway „Wem die Stunde schlägt“ ist der Titel dieser ungewöhnlichen Fotostrecke gewählt. Die Fotocult-Leitung, Nadja Gusenbauer und Eric Berger, bereisten die Region Aragon südlich von Saragossa im Gebiet des Ebro-Flusses, um ein Shooting in der Gegend zu machen, in welcher Hemingways Protagonisten im Spanischen Bürgerkrieg kämpften.

For Whom the Past calls... Fashion in the middle of nowhere

Die Location für das Shooting war einerseits das Kloster Rueda und die im Bürgerkrieg völlig zerstörte Ortschaft Belchite. Die Stadt wurde als Mahnmal für die damaligen Ereignisse nicht mehr aufgebaut und hinterlässt bei Besuchern als Denkmal des Krieges selbst heute noch Betroffenheit und Gänsehaut. Im Zuge der Recherchen anlässlich dieses konzeptionellen Fotowerks wurde uns auf erschreckende Weise immer bewusster, welch furchtbare Gräueltaten der Mensch zu verrichten im Stande ist. Einerseits wurde das wunderbare verlassene Kloster in seiner imposanten Schlichtheit zum Teil in eine Herberge umgewandelt. Es diente uns als Kulisse für das Shooting mit Lena Silk und Olga Grebennikova. Andererseits gingen bedrückende Gefühle von diesem Ort aus. Solche extremen Gegensätze haben wir versucht in den Fotos einzufangen. Eric Berger FOTOCULT

Seiten 63-79 Bilder Nadja Gusenbauer| n-photography.at mit Leica Monocrom, Hasselblad H4D-40


Tine’s World . Kleines Universum Opernball

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FUJIFILM X100S Retro meets High Tech

Mit der neuen Premium-Kompaktkamera X100S ist es Fujifilm gelungen, die bereits legendäre Vorgängerin X100 noch einmal in vielen wesentlichen Punkten zu verbessern. Die Fujifilm X100S ist im klassischen Design der Vorgängerin gehalten. Entscheidende Technologien wurden jedoch weiterentwickelt und heben das Niveau der X100S auf eine noch höhere, beinahe nicht für möglich gehaltene Qualitätsstufe. Verantwortlich dafür sind unter anderem der 16,3 Megapixel

FUJIFILM X100S


FUJIFILM X100S Retro meets High Tech

Retro meets High Tech APS-C X-Trans CMOS II Sensor, der EXR Prozessor II, der Hybrid-Optische-Sucher mit einem extrem hochauflösenden elektronischen Sucher, der intelligente Hybrid-Autofokus, das manuelle Fokussystem mit digitalem Schnittbildindikator und Fokus Peaking sowie die vielen kreativen Fotofunktionen. Die Fujifilm X100S ist maßgeschneidert für Vollblut-Fotografen, die viel Wert auf eine brillante Bildqualität und ein durchdachtes fotografisches Gesamtkonzept legen.

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Gradonna . FOTOcult TESTBERICHT

Hier pr채sentiert die Fotocultredaktion eigene Erfahrungsberichte, verr채t Geheimtipps und teilt ihr Insiderwissen.

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Bilder Nadja Gusenbauer Sony alpha 77


Mountain Resort und Chalet . FOTOcult TESTBERICHT

Luxus im Hochgebirge Dieses Mal war Fotocult für Sie im GRADONNA Mountain Resort. http://www.gradonna.at

Das FOTOCULT Subjektiv war mit der Sony Alpha 77 in der hochalpinen Region rund um den Großglockner fotografisch unterwegs und testete sowohl die Kamera, Zeiss Objektive als auch das Luxus-Resort. Eingebettet in die imponierende Berglandschaft Osttirols, lässt das Gradonna Mountain Resort jedes Wander- und Skisportherz höher schlagen und bietet echte Erholung ohne Kompromisse. Das Großglockner Resort Kals-Matrei gilt als eines der schönsten Skigebiete der Alpen. Im Gradonna Mountain Resort Châlets & Hotel beginnt und endet der Skitag direkt vor dem Châlet oder dem Hoteleingang. Der direkte Anschluss an das Skigebiet Großglockner Resort Kals- Matrei mit 110 Pistenkilometern, ein eigener Skischul- und Skipassservice sowie ein kostenloses Anfängerskigelände im Resort bieten den exklusiven Rahmen für ein unbeschwertes Schneevergnügen. Nach dem Schitag bietet das Gradonna Hotel auf 3000 Quadratmeter ein riesiges Wellness-Areal. Drei Indoor- und ein beheizter Outdoorpools, eine umfassende Dampfbad und Sauna-Landschaft und großzügige Relax-Zonen laden zum Entspannen und Abschalten ein. Gradonna steht auch für die Wahl zwischen der Übernachtung im eigenen Châlet oder dem Aufenthalt im 4-Sterne-Superior-Hotel. Egal, wie Sie sich entscheiden, Sie entscheiden sich für Erholung ohne Kompromisse: vom eigenen Wellness-Bereich in den Châlets bis zu den wohltuenden Zirbenholz-Schlafzimmern im Hotel. Das FOTOCULT Subjektiv Team hat die Turmsuite bewohnt und war nicht nur vom Ausblick auf den imposanten Großglockner, direkt aus der Badewanne, begeistert. Die Sony leistete auch in extremer Kälte direkt auf der Schipiste brav ihren Dienst und die Qualität der Zeiss Objektive ist unumstrittene Spitzenklasse.

Fotocult SUBJEKTIV Urteil: Nicht nur für Schifahrer

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Maximilian Lottmann hat viele Namen. Portfolio

Maquez, Maxwell, Schawarma - Fotograf Maximilian Lottmann hat viele Namen. So unterschiedlich seine Anreden sind, so unterschiedlich ist auch sein Stil.

Maximilian Lottmann hat viele Namen. Portfolio Von Konzernbossen über Schauspieler bis hin zu Bands hat er alles vor der Linse - seine große Leidenschaft, sein Drall und sein Antrieb sind jedoch die abgefahrenen Sachen. Da wo man tüfteln muss und anzieht und auszieht und aufstellt und draufhängt und reinhaut und reingreift und vieles mehr noch. Ursprünglich aus dem oberösterreichischen Losenstein, lebt und arbeitet Maximilian Lottmann in Wien. Kontakt: max@slashlife.at


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BEST OF

DIGITAL

20.-22.11.2013 10.00 -18.00 Uhr

Live-Demo aller fotografischen Neuheiten S N O AKTI OTE B E G N A

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Einen Schritt weiter: Infos auf canon.at/PIXMAPro Oktober 2013


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Für alle Kamera- und Videoprofis, die mehr über Filmen mit Canon erfahren möchten: Canon Pro-Video-Tage in Ihrem Digitalstore Vienna am 27. und 28. November 2013 von 15.00 bis 20.00 Uhr.


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Einen Schritt weiter: Infos auf canon.at


Der schnelle Einstieg 424 Seiten, in Farbe und mit DVD, 25,60 € [A] ISBN 978-3-8362-2503-8

Fotos organisieren und bearbeiten mit Lightroom 5 Mit diesem Buch gelingt Ihnen der Einstieg in die Arbeit mit Lightroom 5! Torsten Kieslich vermittelt Ihnen anschaulich und leicht verständlich, wie Sie Ihre Bilder verwalten, bearbeiten und präsentieren. Viele Schritt-für-Schritt-Anleitungen helfen Ihnen dabei, die wichtigsten Funktionen von Lightroom kennenzulernen und die neuen Werkzeuge auszureizen. Unser gesamtes Programm:

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Preis

Österreich €7

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FOTOCULT Magazin für Foto und Lifestyle