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Joseph Haydn • Die Jahreszeiten Christina Landshamer – Maximilian Schmitt – Florian Boesch Collegium Vocale Gent – Orchestre des Champs-Elysées

Philippe Herreweghe


Joseph Haydn (1732-1809) Die Jahreszeiten, Hob. XXI: 3

Christina Landshamer (soprano) – Hanne Maximilian Schmitt (tenor) – Lukas Florian Boesch (bass) – Simon Collegium Vocale Gent Orchestre des Champs-Elysées Philippe Herreweghe

Recording: 10-13 April 2013, Saal Innsbruck (Congress und Messe Innsbruck, Austria) – Sound Engineer: Markus Heiland (Tritonus) – Producer/Editing/Mastering: Andreas Neubronner (Tritonus) – Music & programming advisor: Jens Van Durme (Collegium Vocale Gent) – English and French translations of the libretto: All rights reserved (with thanks to Warner Music) – Cover: picture Michel Dubois (Courtesy 9T9 Art Gallery) – Photographs Philippe Herreweghe: Michiel Hendryckx – Design: Casier/Fieuws – Proofreading: Charles Johnston – Executive Producer: Frederik Styns


CD1 I. Der Frühling [1] 1. Einleitung und Rezitativ (Simon, Lukas, Hanne) Seht, wie der strenge Winter flieht! ...................................................................................6’01 [2] 2. Chor des Landvolks Komm, holder Lenz! ......................................................................................................3’26 [3] 3. Rezitativ (Simon) Vom Widder strahlet jetzt ................................................................................................0’31 [4] 4. Arie (Simon) Schon eilet froh der Ackersmann ......................................................................................3’29 [5] 5. Rezitativ (Lukas) Der Landmann hat sein Werk vollbracht ...........................................................................0’29 [6] 6. Terzett und Chor – Bittgesang (Lukas, Simon, Hanne, Chor) Sei nun gnädig, milder Himmel! ......................................................................................5’22 [7] 7. Rezitativ (Hanne) Erhört ist unser Flehn.....................................................................................................1’01 [8] 8. Freudenlied mit abwechselndem Chor der Jugend (Hanne, Lukas, Chor, Simon) Oh, wie lieblich ist der Anblick.........................................................................................4’57 [9] 9. Chor mit Soli Ewiger, mächtiger, gütiger Gott!.......................................................................................4’50

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II. Der Sommer [10] 10. Einleitung und Rezitativ (Lukas, Simon) In grauem Schleier rückt heran........................................................................................4’16 [11] 11. Arie (Simon) und Rezitativ (Hanne) Der muntre Hirt versammelt nun – Die Morgenröte bricht hervor ............................................2’33 [12] 12. Terzett und Chor (Hanne, Lukas, Simon, Chor) Sie steigt herauf, die Sonne .............................................................................................4’35 [13] 13. Rezitativ (Simon) Nun regt und bewegt sich alles umher ...............................................................................0’35 [14] 14. Rezitativ (Lukas) Die Mittagssonne brennet jetzt .........................................................................................1’05 [15] 15. Kavatine (Lukas) Dem Druck erlieget die Natur ..........................................................................................4’24 [16] 16. Rezitativ (Hanne) Willkommen jetzt, o dunkler Hain ....................................................................................3’14 [17] 17. Arie (Hanne) Welche Labung für die Sinne!..........................................................................................4’03 [18] 18. Rezitativ (Simon, Hanne, Lukas) O seht! Es steiget in der schwülen Luft...............................................................................2’24 [19] 19. Chor Ach! das Ungewitter naht!...............................................................................................3’57 [20] 20. Terzett und Chor (Lukas, Hanne, Simon, Chor) Die düstren Wolken trennen sich ......................................................................................4’27 Total time CD 1................................................................................................................65’40

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CD 2 III. Der Herbst [1] 21. Einleitung .............................................................................................................1’18 [2] 22. Rezitativ (Hanne, Lukas, Simon) Was durch seine Blüte der Lenz zuerst versprach ..................................................................0’57 [3] 23. Terzett und Chor (Simon, Hanne, Lukas, Chor) So lohnet die Natur den Fleiß .........................................................................................6’06 [4] 24. Rezitativ (Hanne, Simon, Lukas) Seht, wie zum Haselbusche dort .......................................................................................0’57 [5] 25. Duett (Lukas, Hanne) Ihr Schönen aus der Stadt...............................................................................................7’24 [6] 26. Rezitativ (Simon) Nun zeiget das entblößte Feld..........................................................................................0’46 [7] 27. Arie (Simon) Seht auf die breiten Wiesen hin! ......................................................................................3’09 [8] 28. Rezitativ (Lukas) Hier treibt ein dichter Kreis .............................................................................................0’38 [9] 29. Chor der Landleute und Jäger Hört das laute Getön.....................................................................................................4’04 [10] 30. Rezitativ (Hanne, Simon, Lukas) Am Rebenstocke blinket jetzt ...........................................................................................0’56 [11] 31. Chor Juhe, juhe! Der Wein ist da ..............................................................................................5’55

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IV. Der Winter [12] 32. Einleitung ............................................................................................................2’41 [13] 33. Rezitativ (Simon, Hanne) Nun senket sich das blasse Jahr .......................................................................................2’32 [14] 34. Kavatine (Hanne) Licht und Leben sind geschwächet....................................................................................2’10 [15] 35. Rezitativ (Lukas) Gefesselt steht der breite See ...........................................................................................2’00 [16] 36. Arie (Lukas) Hier steht der Wand’rer nun ...........................................................................................3’59 [17] 37. Rezitativ (Lukas, Hanne, Simon) Sowie er naht, schallt in sein Ohr .....................................................................................1’05 [18] 38. Lied mit Chor (Hanne, Chor) Knurre, schnurre, knurre! ...............................................................................................2’35 [19] 39. Rezitativ (Lukas) Abgesponnen ist der Flachs .............................................................................................0’21 [20] 40. Lied mit Chor (Chor, Hanne) Ein Mädchen, das auf Ehre hielt .....................................................................................3’19 [21] 41. Rezitativ (Simon) Vom dürren Oste dringt .................................................................................................0’40 [22] 42. Arie (Simon) Erblicke hier, betörter Mensch .........................................................................................4’16 [23] 43. Rezitativ (Simon) Die bleibt allein und leitet uns unwandelbar .....................................................................0’29 [24] 44. Terzett und Doppelchor (Simon, Lukas, Chor, Hanne) Dann bricht der große Morgen an ....................................................................................5’16 Total time CD 2 ................................................................................................................63’37 7


Collegium Vocale Gent Soprano 1 Francesca Boncompagni, Sylvie De Pauw, Magdalene Harer, Chiyuki Okamura, Mette Rooseboom Soprano 2 Ulrike Barth, Annelies Brants, Inge Clerix, Alice Foccroulle, Elisabeth Rapp Alto 1 Carla Babelegoto, Gudrun Köllner, Katherine Nicholson, Ursula Thurmair, Mieke Wouters Alto 2 Sofia Gvirts, Lucia Napoli, Cécile Pilorger, Sandra Raoulx Tenor 1 Benjamin Glaubitz, Vincent Lesage, Dan Martin, Yves Van Handenhove, Clemens Volkmar Tenor 2 Alexander Moritz, Florian Schmitt, João Sebastião, René Veen Bass 1 Philipp Kaven, Julián Millán, Christian Palm, Kai-Rouven Seeger, Robert van der Vinne Bass 2 Philipp Brömsel, Erks Jan Dekker, Stefan Drexlmeier, Georg Finger, Joachim Höchbauer Chorusmaster Benjamin Bayl

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Orchestre des Champs-Elysées Violin 1 Alessandro Moccia (concertmaster), Roberto Anedda, Adrian Chamorro, Isabelle Claudet, Ilaria Cusano, Asim Delibegovic, Philippe Jegoux, Corrado Lepore Violin 2 Bénédicte Trotereau, Virginie Descharmes, Jean-Marc Haddad, Thérèse Kipfer, Giorgio Oppo, Andreas Preuss, Enrico Tedde, Sebastiaan Van Vucht Viola Jean-Philippe Vasseur, Agathe Blondel, Laurent Bruni, Brigitte Clément, Delphine Grimbert, Benoît Weeger Cello Ageet Zweistra, Vincent Malgrange, Hilary Metzger, Andrea Pettinau, Harm-Jan Schwitters Double bass Axel Bouchaux, Joe Carver, Michel Maldonado, Massimo Tore Flute Mathias von Brenndorff, Giulia Barbini Oboe Marcel Ponseele, Taka Kitazato Clarinet Nicola Boud, Daniele Latini Bassoon Julien Debordes, Jean-Louis Fiat Contrabassoon Robert Percival Horn Ursula Monberg, Martin Lawrence Trumpet Alain De Rudder, Steven Verhaert Trombone Harry Ries, Guy Hanssen, Wim Becu Percussion Marie-Ange Petit Fortepiano Benjamin Bayl Continuo Ageet Zweistra (cello), Axel Bouchaux (double bass), Benjamin Bayl (fortepiano)

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ENGLISH

The Achievement of a Lifetime Haydn’s Die Jahreszeiten (The Seasons), composed between 1799 and 1801 and premiered in Vienna in the spring of 1801, when he was in his seventieth year, may plausibly be counted either as the last great musical masterpiece of the eighteenth century or the first of the nineteenth. Much of its fascination lies in its Januslike position between two musical eras, the Classical and the Romantic, with roots that reach back into the Baroque Austria in which the young choirboy and budding composer was raised and which he recalls, notably, in the great fugal choruses. Another way of looking at the work is to consider it as one of the most significant sequels in musical history. It was consciously designed as a follow-up to Die Schöpfung (The Creation, 1796-98), which marked the peak of public acclaim for the composer when it was introduced to audiences in Vienna (and later around Europe and still further afield) from April 1798 onwards. Haydn’s compositional activities had been moving away for some time from the purely instrumental sphere. His last symphonies were the ‘London’ set (finished in 1795), and although he had still to write the Quartets opp.76 and 77 and a few piano trios, his thoughts were turning increasingly towards choral music. This was the result partly of the impact on him of the largescale performances of Handel’s oratorios he had heard in London, and partly of the influence of Baron Gottfried van Swieten, whose marked taste for the ‘early music’ of the late Baroque era had led him to organise oratorio performances under the auspices of the ‘Gesellschaft der Associierten Cavaliers’, an association of wealthy nobles he had founded for this purpose. In the late 1780s he had commissioned Mozart to arrange several Handel works (including Messiah). But his interest in contemporary music was equally strong (he was to be the dedicatee of Beethoven’s First Symphony, written at much the same time as The Seasons and premiered three weeks before it, on 2 April 1800), and he was keen to enlist Haydn, whom he viewed as the modern-day Handel, to write new choral works. With all practical arrangements made by the ‘Associierten’, a captive audience, and a handsome fee, the composer had every reason to accept. The first fruit of his efforts was the oratorio version of The Seven Last Words of Christ (originally composed for orchestra alone), which Haydn set to words compiled by Swieten and conducted at an Associierten concert in 1796. The two men followed this with The Creation, composed over the next two years and based on an original English libretto, itself inspired by Milton’s Paradise Lost, which Swieten adapted into German. At the same time, Haydn was also honing his skills in writing for chorus and orchestra 10


– a field he had tended hitherto to neglect, given the tastes of his erstwhile employer Prince Esterházy for exclusively secular repertory (instrumental music and, later, Italian opera) – in a series of six masses composed between 1796 and 1802. When he began work on The Seasons in 1799 he was also occupied with the fourth of these, the Theresienmesse; his only major works after the oratorio were the Schöpfungsmesse (1801) and the Harmoniemesse (1802). The template of the earlier work is evident in many respects. Both The Creation and The Seasons are more or less distantly adapted from classics of English literature, the latter from James Thomson’s long pastoral poem of the same name (1730-45). Swieten’s libretto deals very freely with its source material, shaping it into four sequences of musical numbers that offer scope for the features that had proved so successful in The Creation: grand choruses of praise to the deity, frequently alternating with the three soloists (there is no alto) separately or together within the movement and generally culminating in fugal sections; duets and arias in a frankly operatic idiom; frequent passages referring to natural phenomena (birdsong, animals’ cries and movements, and most spectacularly a thunderstorm, in nos.18 and 19) which Haydn’s music imitates. Some of these numbers manifestly repeat formulas from The Creation: both works have their ‘sunrise’ chorus (here no.12) and their bantering duet, verging on comic opera, for a pair of lovers – rather shockingly, Adam and Eve in the earlier work; here the more conventional Hanne and Lukas, who enthuse over the delights of true love in natural surroundings in no.25. And it has been aptly observed that The Seasons is a true sequel to The Creation, in that it depicts humanity in its post-Edenic state, after the loss of Paradise, the Fall, that is merely hinted at in the last recitative of the earlier oratorio. (Swieten intended to underline this point by rounding the story off with a third work depicting the Last Judgment, which is evoked in the final part of ‘Winter’; the exhausted Haydn demurred, but in any case the Baron’s death in 1803 put a stop to the project.) Nevertheless, there are important differences. The Creation follows the narrative implied by its title, day after day, in relatively concise fashion, whereas The Seasons is much more extended (around half an hour longer) and has neither narrative drive nor genuine characters; aside from the aforementioned love duet, the country folk Hanne, Lukas, and Simon are there simply as observers, as mouthpieces for authorial sentiment, and to link the choral and/or solo tableaux with recitative filling us in on what is about to happen. And what does happen is much more varied: to adopt the motto of a defunct British Sunday newspaper, ‘All human life is there’, as will become clear from a brief description of the contents of the four cantata-like sections that make up the work. 11


Spring begins with a vigorous ‘Introduction depicting the transition from Winter to Spring’ that is in fact a fully symphonic overture in sonata form with prominent writing for trombones (which Haydn had never used in his symphonies). Then the soloists are presented one by one (from lowest to highest, as if to reflect the increasing brightness of the surroundings), followed by the choir, which welcomes the new season in a lilting, typically pastoral opening chorus in 6/8 time. Its first line directly translates that of Thomson’s poem (‘Come, gentle SPRING! ethereal mildness, come’), which fits the music and is set to it in the generally appalling English version of the text, by Swieten himself, that was published in the first edition. The husbandman whistles a merry tune as he sows the fields (the theme from the ‘Surprise’ Symphony, no.94, assigned to the piccolo, an instrument Haydn employs here for the first and only time in his output); the country people pray to heaven for fine weather (Trio and Chorus with concluding fugue, no.6), which is duly granted in the ensuing recitative; and the first part of the oratorio is concluded by a ‘Song of joy’ (nos.8-9). This through-composed structure moves from solo to duet (this is where the first notable examples of musical word-painting are to be found, with brief motifs representing gambolling animals) then trio with chorus, and finally – with a startling modulation from D major to B flat at the mighty fanfare preceding the words ‘Ewiger, mächtiger, gütiger Gott’ – a further trio (Poco Adagio) and chorus that is once more a fast, intricately worked fugue, culminating in sustained top B flats for the sopranos. Summer is organised on a tighter plan, its two broad sections spanning a single day from dawn to dusk (as had Haydn’s ‘Times of Day’ symphonies, nos.6-8, some forty years earlier). The Introduction portrays the first grey glimmers in the sky, after which the cock crows (oboe solo) and the farmer rises for a new day’s work in a bass aria with obbligato horn that certainly left its mark on the Beethoven of the Pastoral Symphony (1807). Then comes the portrayal of sunrise – reminiscent of both Symphony no.6 Le Matin and the corresponding passage in The Creation (ascending scale of D major) – and the inevitable chorus in praise of the sun’s bounties (no.12). The second section shows its less beneficial side: drought and oppressive heat (in the tenor’s Cavatina, no.14), fortunately tempered by the refreshing shade (in a long soprano aria in two sections, respectively slow and fast), and finally a carefully prepared and graphically depicted thunderstorm that both harks back to the trilogy of 1761 (the flute motif representing lightning, just before the thunder roars terrifyingly at the start of the Chorus no.19, derives from the finale of Symphony no.8) and paves the way for all the Romantic storms of the nineteenth century, from Beethoven to Wagner by way of Rossini. The calmer aftermath sees Nature’s creatures emerging once more, which is the cue for more word-painting: the quail, the cricket, and – a passage publicly deplored by the composer, who asserted that such ‘Frenchified trash’ (van Swieten took the idea from Grétry) had been ‘forced on him’ – the frog croaking in the marsh. 12


This excursion into the picturesque or the grotesque, according to one’s point of view, is interrupted by the tolling of the curfew bell, introducing a delicious evocation of the village band (double bassoon providing a suitably rustic foundation) in a ländler that at last fades away into ‘sweet repose’. Haydn found further cause for complaint in Autumn, where, after a gentle minuet-like Introduction representing ‘the husbandman’s satisfaction at the abundant harvest’, he was required to set Swieten’s adaptation of Thomson’s hymn to the virtues of hard work (no.23). His remark ‘that he had been an industrious man all his life, but that it had never occurred to him to set industry to music’ did not prevent him from producing another C major chorus in the grand tradition with a blazingly brassy conclusion. With this chore out of the way, he was able to enjoy himself in the character pieces that make up most of the rest of this third instalment of the work. After the light-hearted duet for Hanne and Lukas, thoughts turn to the autumnal pursuit of hunting, enjoyed by both composer and librettist (though not by James Thomson, who as a rare eighteenth-century opponent of blood sports introduced a passage of some pathos to describe the death of the trapped stag). The bass aria with obbligato bassoon (no.27) deals with a bird shoot; it speeds up as the excitement mounts, and the moment of the fatal shot is marked by a single fortissimo stroke on the kettledrum. Lukas’s brief recitative describing hare coursing is imperiously interrupted by the unison horn call that opens the stag hunt (no.29). Throughout this stirring number Haydn quotes genuine hunting signals that would have been easily comprehensible to his aristocratic audiences, making the words superfluous (perhaps just as well, since they are extremely difficult to project at speed). Giving his singers only the briefest of pauses in the shape of a recitative, he then tops this with an even more thrilling chorus in praise of wine – another departure from Thomson, son of a Roxburgh manse, whose poem thoroughly disapproves of the drunkenness in which the Austrian composer revels! After a German waltz developing into what Haydn himself described as a ‘sozzled fugue’ played essentially by the orchestra, with the chorus clearly too inebriated to follow its (considerable) contrapuntal complexity, he concludes the movement in a riot of added percussion. No greater contrast with these high spirits could be imagined than the grim minor-key opening of Winter, with its Introduction depicting ‘thick fogs’ and its soprano Cavatina (no.34), whose first words plunge us into the depression of a world devoid of ‘light and life’. Matters do not seem to improve greatly with Lukas’s Recitative and aria (nos.35-6) depicting frozen Nature and the traveller lost amid its desolate landscapes; but against all expectation (and Thomson’s original, where he freezes to death), this proto-Romantic Wanderer succeeds in finding his way (via a ringing top B) to a cheerful fireside. Here he is greeted by an 13


equally Romantic topos, a Spinning Song (no.38) of the kind later to turn up in Schubert’s Gretchen am Spinnrade and Wagner’s Der fliegende Holländer, and by an amusing tale of feminine guile related by Hanne in terms worthy of a comic opera (no.40). In another, equally sudden volte face, Simon reminds us in sober terms of our mortality, asserting that ‘Only virtue remains’ to guide humanity; and the scene is set for an explicitly religious finale, the Trio and Double Chorus (no.44), which evokes heavenly life where ‘eternal springtime reigns’, thus bringing us full circle with the opening of the work. After the dramatic exchanges between the two choruses and three soloists, Haydn sets the closing supplication for divine guidance as a fugue of magnificent vigour, reserving for this moment alone the horns in high C (unison with the trumpets) that had rung out in so many of his great ceremonial symphonies over the past forty years and crowning this testamentary work with what Sir Donald Tovey rightly called ‘one of the most overwhelmingly energetic closes I have ever heard’. The Seasons was premiered at a private concert organised by the Associierten at the Palais Schwarzenberg in Vienna on 24 April 1801, followed by two more in the space of a few days. Its first fully public performance was given for charity at the Hofburgtheater in December of that year, and the score was published in 1802. Though initial critical and public reaction was generally favourable, dissenting voices were also heard, notably with respect to the passages of tone-painting, and the work never became established in the repertoire to the same extent as The Creation. This is partly because it is longer (it is undeniably a test of stamina, for the performers at least), partly because it is harder to pigeonhole: if it ends unequivocally in the oratorio tradition with praise of the Creator, such sublime and pious sentiments might be thought ill assorted with choruses of hunters and drunken peasants. Haydn himself is known to have commented on several occasions that ‘in The Creation, angels speak and tell of God, but in The Seasons only Simon talks’. As Tovey opined, it is better seen as ‘a work sui generis’; and as such, it has come to be understood in recent years as one of the composer’s supreme achievements, a miraculously unified compendium of the styles and musical imagery of a lifetime. As Mendelssohn’s future mentor Carl Friedrich Zelter wrote to Haydn in March 1804: ‘You have produced a work in which your great age is not apparent. Your “Seasons” is a work of youthful strength and venerable mastery.’ Charles Johnston

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FRANÇAIS

L’œuvre de toute une vie Die Jahreszeiten (Les Saisons) de Haydn, composées entre 1799 et 1801 et créées à Vienne au printemps 1801, alors que le compositeur entrait dans sa soixante-dixième année, peuvent de façon plausible être considérées soit comme le dernier grand chef-d’œuvre du dix-huitième siècle, soit comme le premier du dix-neuvième. La fascination qu'exerce l’œuvre découle pour une grande partie de sa position charnière entre deux ères musicales, le classicisme et le romantisme, alors même que ses racines remontent jusque dans l’Autriche baroque, où fut élevé le jeune enfant de chœur et compositeur en herbe, et qu’il évoque notamment dans les grands chœurs fugués. L’œuvre se laisse aussi approcher de manière différente, comme l’une des suites les plus remarquables de l’histoire de la musique. Elle fut consciemment conçue dans la continuité de Die Schöpfung (La Création, 1796-1798), composition qui, lorsqu’elle fut présentée à Vienne (et, plus tard, partout en Europe voire plus loin encore) à partir d’avril 1798, marqua l’apogée du succès public de Haydn. L’activité compositionnelle de ce dernier avait eu tendance depuis quelques temps à s’écarter de la sphère purement instrumentale. Ses dernières symphonies étaient les « londoniennes » (achevées en 1795), et même s’il allait encore composer les Quatuors opp.76 et 77 et quelques trios avec piano, sa pensée s’orientait de plus en plus vers la musique chorale. Ceci était dû en partie à l’impact qu’eurent sur lui les représentations à grand effectif des oratorios de Haendel qu'il avait entendus à Londres, mais également à l’influence du baron Gottfried van Swieten qui, animé par son goût marqué pour la « musique ancienne » du baroque tardif, organisait des représentations d’oratorios sous les auspices de la « Gesellschaft der Associierten Cavaliers », une association de nobles fortunés qu’il avait fondée dans ce but. À la fin des années 1780, il avait commandé à Mozart des arrangements de plusieurs œuvres de Haendel (dont Le Messie). Mais son intérêt pour la musique contemporaine était tout aussi prononcé (il allait être le dédicataire de la Première Symphonie de Beethoven, écrite à peu près en même temps que Les Saisons et créée trois semaines avant celles-ci, le 2 avril 1800), et il était désireux d’engager Haydn, qu’il considérait comme le Haendel moderne, pour composer de nouvelles œuvres chorales. Sachant que toutes les dispositions d’ordre pratique allaient être prises en charge par  les « Associierten » et qu’il pouvait s’attendre à un public tout acquis ainsi qu’à une jolie rémunération, Haydn avait toutes les raisons d’accepter. Le premier fruit de ses efforts fut la version oratorio des Sept dernières paroles du Christ en croix (œuvre composée à l’origine pour orchestre seul), que Haydn adapta sur des paroles 15


assemblées par Swieten et dirigea à un concert des Associierten en 1796. Les deux hommes continuèrent leur collaboration avec La Création, composée au cours des deux années suivantes et basée sur un livret anglais original, inspiré du Paradis perdu (Paradise Lost) de Milton, que Swieten remania et traduisit en allemand. En même temps, Haydn perfectionnait son écriture pour chœur et orchestre – un domaine qu’il avait jusqu’alors eu tendance à négliger, étant donné le goût de son employeur d’autrefois, le prince Esterházy, pour le répertoire exclusivement profane (la musique instrumentale et plus tard l’opéra italien) –, dans une série de six messes composées entre 1796 et 1802. Lorsqu’il commença Les Saisons en 1799, il travaillait également sur la quatrième de celles-ci, la Theresienmesse ; ses seules œuvres majeures après l’oratorio furent la Schöpfungsmesse (1801) et la Harmoniemesse (1802). Le modèle de l’œuvre précédente apparaît clairement à de nombreux égards. La Création et Les Saisons sont toutes deux adaptées avec plus ou moins d’écarts de classiques de la littérature anglaise, cette dernière du long poème pastoral du même nom de James Thomson (1730-1745). Le livret de Swieten est très libre dans son traitement du texte source, qu’il façonne en quatre séquences de numéros musicaux, propices à l’intégration des éléments qui avaient fait le succès de La Création : chœurs grandioses de louange à la divinité, souvent en alternance au sein d’un même numéro avec les trois solistes (il n’y a pas d’alto) séparément ou ensemble, et culminant généralement dans des sections fuguées ; duos et airs d’un langage franchement opératique ; nombreux passages évoquant des phénomènes naturels (chants d’oiseau, cris et mouvements d’animaux ou, exemple le plus spectaculaire, un orage aux no 18 et 19) que la musique de Haydn imite. Certains de ces numéros ressassent de façon manifeste des formules tirées de La Création : les deux œuvres ont leur chœur du « soleil levant » (ici, le no12) et leur duo badin, frôlant l’opéra comique, pour une paire d’amants – assez scandaleusement, Adam et Ève dans la première œuvre ; ici, les plus conventionnels Hanne et Lukas, qui au no25 se pâment devant les plaisirs de l’amour sincère dans un décor naturel. Par ailleurs, on a fort justement fait remarquer que Les Saisons sont le véritable prolongement de La Création, dans la mesure où elles dépeignent l’humanité dans son état post-édénique, après la perte du Paradis, la Chute, sujet qui est seulement effleuré dans le dernier récitatif de l’oratorio précédent. (Swieten voulait mettre en relief cet aspect en parachevant l’histoire avec une troisième œuvre, qui devait représenter le Jugement Dernier, évoqué dans la partie finale de « L’Hiver » ; Haydn, exténué, rechignait, mais de toute manière la mort du baron en 1803 mit un terme au projet.) Il existe cependant d’importantes différences. La Création suit le narratif suggéré par son titre, jour après jour, de manière assez concise, tandis que Les Saisons sont beaucoup plus longues (d’une demi-heure environ) et ne possèdent ni élan narratif, ni véritables personnages ; exception faite de leur duo amoureux 16


mentionné ci-dessus, les paysans Hanne, Lukas et Simon sont présents simplement comme observateurs, comme porte-parole des sentiments de l’auteur, et pour relier les tableaux choraux et/ou solistiques par des récitatifs nous annonçant ce qui est sur le point de se passer. Et ce qui se passe est beaucoup plus varié : pour adopter la devise d’un journal du dimanche britannique maintenant disparu, « All human life is there » (Toute la vie humaine est là), comme le démontrera une courte description du contenu des quatre sections, semblables à des cantates, que comprend l’œuvre. Le Printemps débute par une vigoureuse « Introduction qui dépeint le passage de l’hiver au printemps » : il s’agit en fait d’une ouverture pleinement symphonique en forme sonate, faisant la part belle aux trombones (que Haydn n’avait jamais utilisés dans ses symphonies). Les solistes sont ensuite présentés un par un (de la voix la plus grave à la plus aiguë, comme pour refléter la clarté grandissante de la nature), suivis du chœur, qui accueille la nouvelle saison avec un chœur d’ouverture entraînant et typiquement pastoral à 6/8. Son premier vers traduit directement celui du poème de Thomson (« Come, gentle SPRING ! ethereal mildness, come ») (Viens, doux printemps ! Fraîcheur éthérée, viens), dont le texte original convient également à la musique de Haydn et figure en bonne et due place dans la version anglaise généralement atroce, établie par Swieten lui-même, qui fut publiée dans la première édition. Le laboureur sifflote une joyeuse mélodie en semant les champs (le thème, tiré de la Symphonie « la Surprise », no94, est confié au piccolo, instrument employé ici par Haydn pour la première et unique fois dans toute sa production) ; les paysans prient le ciel pour avoir du beau temps (Trio et Chœur avec fugue finale), qui leur est dûment octroyé dans le récitatif suivant ; et la première partie de l’oratorio se conclut par un « Chant de joie » (no 8-9). Cette structure continue passe du solo au duo (on trouve ici les premiers exemples saillants d’illustration musicale du texte, dans de brefs motifs représentant des animaux folâtrant dans les champs), puis au trio avec chœur, et finalement – à travers une stupéfiante modulation de ré majeur à si bémol majeur au moment de l’imposante fanfare précédant les mots « Ewiger, mächtiger, gütiger Gott » – encore un trio (Poco Adagio) suivi d’un chœur qui est de nouveau une fugue rapide et très élaborée, culminant dans des si bémol aigus soutenus pour les sopranos. L’Été est organisé selon un schéma plus rigoureux, ses deux grandes parties embrassant une journée complète de l’aube au crépuscule (comme l’avaient fait les symphonies « des heures du jour », no 6-8, quelque quarante ans auparavant). L’Introduction dépeint les premières lueurs grises dans le ciel, après lesquelles le coq chante (hautbois solo) et le fermier se lève pour une nouvelle journée de travail au cours d’un air de basse avec cor obligé, qui a certainement laissé son empreinte sur la Symphonie Pastorale de 17


Beethoven (1807). Vient ensuite la représentation du lever du soleil – qui rappelle la Symphonie no6 Le Matin ainsi que le passage correspondant dans La Création (gamme ascendante en ré majeur) – et l’inévitable chœur de louanges aux bienfaits du soleil (no12). La deuxième section illustre le côté moins bénéfique de celui-ci : la sécheresse et la chaleur oppressive (dans la Cavatine du ténor, no14), heureusement tempérée par l’ombre rafraîchissante (dans un long air de soprano en deux sections, lente puis rapide), et finalement un orage, préparé avec soin et dépeint de manière très réaliste. Ce dernier évoque la trilogie de 1761 (le motif de flûte représentant les éclairs, juste avant l’effroyable grondement de tonnerre au début du Chœur no19, provient du finale de la Symphonie no8), mais ouvre également la voie à tous les orages romantiques du dix-neuvième siècle, de Beethoven à Wagner en passant par Rossini. Un moment plus calme s’ensuit, au cours duquel on voit à nouveau émerger les créatures de la Nature, signal pour de nouveaux exemples de « peinture des mots » : la caille, le grillon, ainsi que – dans un passage à propos duquel le compositeur déplora en public que « de telles inepties françaises » (van Swieten avait emprunté l’idée à Grétry) lui avaient été « imposées » – la grenouille coassant dans le marais. Cette excursion dans le pittoresque, ou le grotesque, comme l’on voudra, est interrompue par la cloche du soir, qui introduit une délicieuse évocation de la fanfare de village (le contrebasson fournissant le fondement rustique qui s’impose) dans un ländler qui s’évanouit enfin dans le « doux repos ». Haydn trouva de nouvelles raisons de se plaindre dans L’Automne, où, après une douce Introduction aux allures de menuet, représentant « la joie apportée au paysan par sa riche récolte », il avait pour tâche de mettre en musique l’adaptation par Swieten de l’hymne de Thomson aux vertus de l’industrie (no23). Sa remarque, « qu’il avait toute sa vie beaucoup travaillé, mais qu’il ne lui était jamais venu à l’idée de mettre le travail en musique », ne l’empêcha pas de produire encore un chœur en do majeur dans sa meilleure veine, conclu par un éclat de cuivres incandescents. Cette corvée accomplie, il put prendre plaisir aux pièces de caractère qui forment l’essentiel de ce troisième épisode de l’œuvre. Après l’insouciant duo de Hanne et Lukas, les pensées se tournent vers une activité automnale, la chasse, prisée par le compositeur comme par le librettiste (mais non par James Thomson, qui, fait rare au dix-huitième siècle, s’opposait aux sports de sang, et introduit dans son poème un passage assez pathétique décrivant la mort du cerf piégé). L’air de basse avec basson obligé (no27) représente un tir d’oiseau ; le mouvement s’accélère à mesure que l’excitation monte, et le moment du tir fatal est marqué par un seul coup de timbale fortissimo. Le court récitatif de Lukas décrivant la course au lièvre est impérieusement interrompu par l’appel des cors à l’unisson signalant le début de la chasse au cerf (no29). Tout au long de cet exaltant numéro, Haydn cite de véritables appels de chasse, qui auraient aisément pu être compris par son public d’aristocrates, rendant les paroles superflues 18


(peut-être est-ce préférable, puisqu’elles sont extrêmement difficiles à projeter dans un tempo rapide). N’octroyant à ses choristes que la plus courte des pauses, sous la forme d’un récitatif, Haydn complète le tableau avec un chœur encore plus palpitant, un éloge du vin – encore un écart par rapport à Thomson, fils d’un pasteur presbytérien de la petite ville écossaise de Roxburgh, car le poème condamne sans appel l’ébriété dont se délecte le compositeur autrichien ! Après une valse allemande, qui se transforme en ce que Haydn lui-même appela une « fugue éméchée » jouée essentiellement par l’orchestre, le chœur étant visiblement trop ivre pour suivre sa (considérable) complexité contrapuntique, le mouvement se conclut dans une débauche de percussions supplémentaires. On ne saurait imaginer contraste plus saisissant avec cette allégresse que la triste ouverture en mineur de L’Hiver, avec son Introduction dépeignant « d’épais brouillards » et sa Cavatine pour soprano (no34), dont les premiers mots nous plongent dans la mélancolie d’un monde privé de « lumière et de vie ». Les choses ne semblent pas s’être beaucoup améliorées dans le récitatif et l’air de Lukas (nos35-36) décrivant la Nature gelée et le voyageur perdu dans ses paysages désolés ; mais contre toute attente (et contrairement à la version originale de Thomson, où il meurt de froid), ce Wanderer proto-romantique parvient à se frayer un chemin (via un si aigu retentissant) jusqu’au joyeux confort d’une cheminée. Il y est accueilli par un lieu-commun tout aussi romantique, un « Chant des fileuses » (no38) d’un genre qui réapparaîtra plus tard dans Gretchen am Spinnrade de Schubert ou Le Vaisseau fantôme de Wagner, et par un amusant conte illustrant la ruse féminine, relaté par Hanne dans des termes dignes d’un opéra comique (no40). Dans un nouveau retournement de situation tout aussi brusque, Simon nous rappelle sobrement notre mortalité, affirmant que «  Seule la vertu demeure  » pour guider l’humanité  ; la scène est ainsi préparée pour un finale explicitement religieux, le Trio et Double Chœur (no44), qui évoque la vie céleste où « règne le printemps éternel », bouclant ainsi la boucle avec le début de l’œuvre. Après les échanges dramatiques entre les deux chœurs et les trois solistes, Haydn adapte la supplication finale, « Que ta main nous conduise, Seigneur ! » à une fugue d’une vigueur magnifique, réservant pour ce seul moment les cors en do alto (à la même octave que les trompettes) qui avaient si souvent retenti dans ses grandes symphonies d’apparat au cours des quarante années précédentes, et couronnant cette œuvre testamentaire avec ce que Sir Donald Tovey appela justement « l’une des conclusions les plus irrésistiblement énergiques que j’aie jamais entendues ». Les Saisons furent créées lors d’un concert privé organisé par les Associierten au Palais Schwarzenberg à Vienne, le 24 avril 1801, qui fut suivi de deux autres en quelques jours. La première représentation publique fut donnée à un concert de bienfaisance au Hofburgtheater, au mois de décembre de cette année, et la 19


partition fut publiée en 1802. Malgré le caractère généralement favorable de la réception critique et publique, des voix dissidentes se firent également entendre, notamment à propos des passages de « peinture des mots », et l’œuvre ne parvint jamais à s’imposer dans le répertoire au même titre que La Création. Ceci s’explique en partie par sa longueur (elle est indéniablement, pour les interprètes au moins, une épreuve d’endurance), et en partie par la difficulté de la classer dans un genre déterminé : si la fin de l’œuvre s’inscrit clairement dans la tradition de l’oratorio, avec sa louange du Créateur, on pourrait penser que de tels sentiments pieux et sublimes s’accordent mal avec les chœurs de chasseurs et de paysans ivres. On sait que Haydn lui-même affirma à plusieurs occasions que « dans La Création, les anges s’expriment et parlent de Dieu, mais dans Les Saisons, seul Simon parle. » Comme l’avançait Tovey, il faut plutôt voir Les Saisons comme « une œuvre sui generis » ; on est venu ainsi, au cours des dernières années, à considérer cet ouvrage comme l’une des créations suprêmes du compositeur, un condensé miraculeusement unifié des styles et de l’imagerie musicaux d’une vie entière. Comme l’écrivait à Haydn le futur mentor de Mendelssohn, Carl Friedrich Zelter, en mars 1804 : « Vous n’avez pas produit une œuvre qui trahit votre grand âge. Vos ‘Saisons’ sont une œuvre de force juvénile et de maîtrise vénérable. » Charles Johnston – Traduction : Alexandre Johnston

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DEUTSCH

Ein Lebenswerk Die Jahreszeiten von Joseph Haydn entstanden zwischen 1799 und 1801 und wurden im Frühjahr 1801, im siebzigsten Lebensjahr des Komponisten, in Wien uraufgeführt. Das Werk lässt sich sowohl als letztes großes musikalisches Meisterwerk des 18. Jahrhunderts als auch als erstes des 19. Jahrhunderts einordnen, und ist vor allem durch diese janusköpfige Position zwischen zwei musikalischen Epochen, der Klassik und der Romantik, so faszinierend. Seine Wurzeln reichen bis ins barocke Österreich zurück, in dem der junge Chorknabe und angehende Komponist Haydn aufwuchs und woran er besonders in den großen Chorfugen erinnert. Man kann Die Jahreszeiten aber auch als Teil einer der wichtigsten Werkreihe innerhalb der Musikgeschichte betrachten. Es wurde bewusst als Folgestück der Schöpfung (1796-98) geschrieben, nach deren Uraufführung im April 1798 der Komponist vom Wiener Publikum mit größtem Beifall bejubelt wurde (später auch in ganz Europa und weit darüber hinaus). Haydns künstlerisches Interesse entfernte sich für einige Zeit von der rein instrumentalen Komposition. Seine jüngsten Sinfonien waren die „Londoner Sinfonien“ (beendet 1795), und obwohl er noch die Quartette op. 76 und op. 77 sowie einige Klaviertrios zu schreiben hatte, bewegten sich seine Gedanken doch immer mehr in Richtung Chormusik. Ausgelöst war dieses Interesse zum Teil durch den starken Eindruck, den die aufwändigen Darbietungen von Händels Oratorien in London auf ihn gemacht hatten, aber auch durch den Einfluss des Baron Gottfried van Swieten, der wegen seiner besonderen Vorliebe für die „alte Musik“ der späten Barockzeit Oratoriumskonzerte unter der Schirmherrschaft der „Gesellschaft der Associierten Cavaliers“, eine Vereinigung von wohlhabenden Adeligen, die er zu diesem Zweck gegründet hatte, organisierte. In den späten 1780er Jahren hatte van Swieten Mozart beauftragt, einige Werke von Händel zu bearbeiten, darunter auch den Messias. Sein Interesse an zeitgenössischer Musik war aber genauso groß (er war Widmungsträger von Beethovens Erster Sinfonie, die im gleichen Zeitraum entstanden war wie Die Jahreszeiten und drei Wochen früher uraufgeführt wurde, am 2. April 1800), und er war sehr daran interessiert, Haydn, den er als modernen Händel sah, dafür zu gewinnen, neue Chorwerke zu schreiben. Mit all den organisatorischen Möglichkeiten der „Associierten“, einem festen Publikum und einer guten Gage hatte der Komponist allen Grund, zuzusagen. Das erste Ergebnis seiner Bemühungen war die Oratoriumsfassung der Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze (ursprünglich komponiert für Orchester allein) auf Worte, die van Swieten zusammengestellt hatte. Das 21


Werk wurde in einem Konzert der „Associierten“ 1796 vom Komponisten selbst dirigiert. In den folgenden zwei Jahren setzten die beiden Männer ihre Arbeit mit der Komposition der Schöpfung fort. Bei dem Text handelte es sich um ein ursprünglich englisches Libretto, das von Miltons Paradise Lost inspiriert war und von van Swieten ins Deutsche übertragen wurde. Gleichzeitig perfektionierte Haydn seine Fertigkeiten im Komponieren für Chor und Orchester - ein Feld, das er bisher vernachlässigt hatte, weil sich sein einstiger Arbeitgeber Fürst Esterházy ausschließlich für weltliche Musik interessierte (Instrumentalmusik und später italienische Oper) - und schrieb zwischen 1796 und 1802 eine Reihe von sechs Messen. Als er 1799 die Arbeit an den Jahreszeiten aufnahm, war er gerade mit der vierten, der Theresienmesse, beschäftigt. Seine einzigen größeren Werke nach dem Oratorium waren die Schöpfungsmesse (1801) und die Harmoniemesse (1802). Die Einflüsse früherer Werke sind auf verschiedener Ebene sichtbar. Sowohl die Schöpfung als auch die Jahreszeiten basieren mehr oder weniger auf Klassikern der englischen Literatur, letztere auf James Thomsons langem Pastoralepos gleichen Titels (1730-45). Van Swietens Libretto arbeitet sehr frei mit der Vorlage. Die Unterteilung in vier Szenen mit musikalischen Nummern schafft den Rahmen für die Charakteristika, die bei der Schöpfung so erfolgreich waren: große Chöre zum Lobpreis Gottes, die sich regelmäßig mit den drei Solisten (es gibt keinen Alt), einzeln oder gemeinsam, abwechseln und meist in fugalen Passagen gipfeln; Duette und Arien in einer freien, opernhaften Sprache; zahlreiche Momente, in denen Naturphänomene musikalisch imitiert werden (Vogelgesang, Schreie und Bewegungen von Tieren, und auf besonders eindrucksvolle Weise ein Gewitter in Nr. 18 und 19). Einige dieser Nummern übernehmen offenkundig Elemente aus der Schöpfung: beide Werke haben ihren „Sonnenaufgangschor“ (hier Nr. 12) und ihr scherzhaftes Liebesduett, das an die komische Oper erinnert - in dem früheren Werk sind es, recht schockierend, Adam und Eva, hier treffen sich, etwas konventioneller, Hanne und Lukas, die von den Freuden wahrer Liebe in natürlicher Umgebung (Nr. 25) schwärmen. Es wurde an anderer Stelle bereits festgestellt, dass die Jahreszeiten insofern eine Fortsetzung der Schöpfung darstellen, als sie die Menschlichkeit in ihrem Stadium nach dem Sündenfall beschreiben, nach dem Verlust des Paradieses, welche in dem früheren Oratorium lediglich in dem letzten Rezitativ angedeutet wird. (Van Swieten plante, diesen Aspekt der Geschichte in einem dritten Werk mit einer Darstellung des Jüngsten Gerichts zu vertiefen, das im Schlussteil des „Winters“ bereits erwähnt wird. Der erschöpfte Haydn zögerte, das Projekt wurde dann ohnehin durch den Tod des Barons im Jahre 1803 abgebrochen.) Es gibt trotz allem auch erhebliche Unterschiede. Die Schöpfung folgt der durch den Titel implizierten Geschichte, Tag für Tag, in relativ gedrängter Weise, während Die Jahreszeiten sehr viel ausgedehnter (um 22


eine halbe Stunde länger) sind und weder über erzählerischen Impetus noch über originale Charaktere verfügen. Abgesehen von dem zuvor erwähnten Liebesduett sind die volkstümlichen Figuren Hanne, Lukas und Simon lediglich Beobachter, ein Sprachrohr für die Empfindungen des Autors. Sie verbinden außerdem die chorischen und/oder solistischen Tableaus mit den Rezitativen, welche uns darüber informieren, was gerade geschieht. Und das, was passiert, ist viel abwechslungsreicher - um das Motto einer inzwischen eingestellten britischen Sonntagszeitung zu übernehmen: „Hier ist das ganze menschliche Leben“. Eine kurze inhaltliche Beschreibung der vier kantatenähnlichen Teile, aus denen das Werk besteht, soll dies verdeutlichen. „Die Einleitung stellt den Übergang von Winter zu Frühling dar.“ So beginnt der Frühling, in der Tat eine vollständige symphonische Ouvertüre in Sonatenform mit herausragenden Momenten für die Posaunen (die Haydn in seinen Sinfonien nie verwendet hat). Anschließend werden die Solisten nacheinander vorgestellt (vom tiefsten zum höchsten, so als sollte das zunehmende Leuchten der Umgebung reflektiert werden). Darauf folgt der Chor, der die neue Jahreszeit in einem trällernden, typisch pastoralen Eingangschor im 6/8 Takt willkommen heißt. Der erste Vers dieses Chors ist eine direkte Übersetzung des entsprechenden Verses aus Thomsons Gedicht ‘Come, gentle SPRING! Ethereal mildness, come’ Komm, holder Lenz! Des Himmels Gabe, komm!’, welcher gut zur Musik passt und von van Swieten in die weitgehend schlechte englische, in der ersten Edition veröffentlichte Fassung des Textes übernommen wurde. Der Landmann pfeift eine fröhliche Melodie, während er die Felder bestellt (das Thema stammt aus der Sinfonie mit dem Paukenschlag Nr. 94, übertragen auf die Piccoloflöte, ein Instrument, das Haydn hier zum ersten und einzigen Mal verwendet), die Landleute beten für gutes Wetter (Trio und Chor mit abschließender Fuge Nr. 6), was im folgenden Rezitativ gebührend gewürdigt wird. Dieser erste Teil des Oratoriums schließt mit einem „Freudenlied“ (Nr. 8-9). Die durchkomponierte Struktur wechselt vom Solo zum Duett (hier finden sich die ersten bedeutenden Beispiele für Tonmalerei, mit kurzen Motiven, die springende Tiere imitieren), dann zum Trio mit Chor und am Ende - mit einer überraschenden Modulation von D-Dur nach B in der gewaltigen Fanfare vor den Worten „ewiger, mächtiger, gütiger Gott“ - ein weiteres Trio (Poco Adagio) und ein Chor, der wiederum als schnelle, komplexe Fuge gearbeitet ist und im hohen B der Soprane seinen Höhepunkt findet. Der Sommer ist nach einem strafferen Plan organisiert. Es gibt zwei großzügige Abschnitte, die einen ganzen Tag umfassen, vom Morgenrot bis zur Abenddämmerung (so wie in Haydns „Tageszeiten“-Sinfonien, Nr. 6-8, etwa vierzig Jahre früher). Die Einleitung porträtiert die ersten grauen Schimmer am Himmel. Danach 23


kräht der Hahn (Oboensolo) und der Landmann beginnt seine Arbeit mit einer Bass-Arie, mit obligatem Horn, die sicherlich ihre Spuren auf Beethovens Pastoral-Sinfonie (1807) hinterlassen hat. Darauf folgt die Darstellung des Sonnenaufgangs - sie erinnert an die Sinfonie Nr. 6 Le Matin und an die entsprechende Passage in der Schöpfung (aufsteigende Skala in D-Dur) - und der unvermeidliche Chor über die Gabe der Sonne (Nr. 12). Der zweite Teil zeigt die weniger guten Seiten: Dürre und beklemmende Hitze (in der Kavatine des Tenors, Nr.14), die glücklicherweise durch den erfrischenden Schatten gemildert werden (in einer langen Sopran-Arie mit langsamen und schnellen Abschnitten), und schlussendlich ein sorgsam vorbereitetes und plastisch dargestelltes Gewitter, das auf die Trilogie von 1761 zurückgreift (das Flötenmotiv, das den Blitz verkörpert, kurz bevor der Donner am Anfang des Chors Nr. 19 furchterregend töst, stammt aus dem Finale der 8. Sinfonie) und den Weg bahnt für alle romantischen Stürme des 19. Jahrhunderts, von Beethoven über Rossini bis Wagner. Im ruhigeren Nachspiel erscheinen erneut Naturgestalten, die nach weiterer Tonmalerei rufen: die Wachtel, die Grille, und - eine Passage, die öffentlich vom Komponisten beklagt wurde, der erklärte, „dieser französische Quark“ sei ihm „aufgedrungen“ worden (van Swieten übernahm die Idee von Grétry) - der quakende Frosch im Sumpf. Dieser Ausflug ins Pittoreske oder ins Groteske, je nachdem, wie man es betrachtet, wird von dem Läuten der Abendglocke unterbrochen, das den Ländler im herrlichen Klang einer Dorfkapelle einleitet (Kontrafagott, das eine passende rustikale Tiefe bietet), welcher schließlich in „sanfter Ruhe“ ausklingt. Weitere Gründe zur Klage fand Haydn im Herbst, für den ihm, abgesehen von einer behutsamen, menuettartigen Introduktion, die „des Landmanns freudiges Gefühl über die reiche Ernte“ darstellt, van Swietens Adaption von Thomsons Gedichten harte Arbeit abverlangte (Nr. 23). Seine Bemerkung, „daß er sein ganzes Leben hindurch ein fleißiger Mann gewesen, aber daß es ihm nie eingefallen sey, den Fleiß in Noten zu ringen“ bewahrte ihn nicht davor, einen weiteren Chor in C-Dur nach herkömmlicher Tradition mit einem feurigen, blechlastigen Schluss zu komponieren. Nachdem er diese Fleißarbeit erledigt hatte, konnte er sich an den Charakterstücken erfreuen, die den größten Teil der anderen Nummern dieses dritten Satzes ausmachen. Nach dem fröhlichen Duett für Hanne und Lukas wenden sich die Gedanken hin zur herbstlichen Jagd, an der sowohl der Komponist als auch der Librettist großen Gefallen fanden (nicht jedoch James Thomson: untypisch für das 18. Jahrhundert war er ein Gegner der blutigen Jagd und fügte eine recht pathetische Passage ein, die den Tod eines gefangenen Hirschen beschreibt). Die Bass-Arie mit obligatem Fagott (Nr. 27) handelt von einer Vogeljagd. Das Tempo steigert sich mit dem Anstieg der Spannung, der Moment des tödlichen Schusses wird durch einen einzigen Fortissimo-Takt auf der Pauke dargestellt. Das kurze Rezitativ von Lukas beschreibt eine Hetzjagd auf Hasen; es wird gebieterisch unterbrochen durch den 24


einstimmigen Ruf der Hörner, der die Hirschjagd eröffnet (Nr. 29). Während dieser mitreißenden Nummer zitiert Haydn originale Jagdsignale, die für ein aristokratisches Publikum leicht verständlich gewesen wären und Worte überflüssig machten (vielleicht besser so, denn es ist sehr schwierig, sie in dem schnellen Tempo zu verstehen). Haydn gibt seinen Sängern nur eine kurze Pause in Form eines Rezitativs und lässt einen noch ergreifenderen Chor zum Lob des Weines folgen - eine weitere Abweichung von Thomson, dem Pfarrerssohn aus Roxburgh, der in seinem Epos die Trunkenheit, in welcher der österreichische Komponist schwelgt, durch und durch ablehnt. Nach einem deutschen Walzer, der in eine, so Haydn, „besoffene Fuge” übergeht, die hauptsächlich vom Orchester gespielt wird, denn der Chor ist hier deutlich zu berauscht, um der (beachtlichen) kontrapunktischen Komplexität zu folgen, beendet der Komponist den Satz in einem Tumult von zusätzlichem Schlagwerk. Man kann sich keinen größeren Kontrast zu dieser Ausgelassenheit vorstellen, als den düsteren Moll-Anfang im Winter, mit seiner den „dicken Nebel“ beschreibenden Einleitung und der Kavatine für Sopran (Nr.34), deren erste Worte uns in die Depression einer Welt ohne „Licht und Leben“ stürzt. Die Stimmung scheint sich mit Lukas’ Rezitativ und Arie nicht wirklich zu bessern (Nr. 35/6), denn hier geht es um die frostige Natur und den Wanderer, der sich in der trostlosen Landschaft verirrt. Doch gegen alle Erwartung (und Thomsons Original, in dem der Wanderer erfriert) gelingt es diesem urromantischen Wanderer, den Weg in eine warme Hütte zu finden (durch ein rufendes hohes H). Hier wird er von einem ebenso romantischen Topos empfangen, einem Spinnerlied (Nr. 38) in der Art, wie wir es später in Schuberts Gretchen am Spinnrad oder Wagners Der fliegende Holländer finden, mit einer unterhaltsamen Geschichte von Hanne über die weibliche List und in Worten, die auch zur komischen Oper passen würden (Nr. 40). In einer anderen ebenso plötzlichen Kehrtwende erinnert uns Simon auf sachliche Weise an unsere Sterblichkeit und behauptet, es bleibe nur die Tugend, die die Menschlichkeit lenken könne. Diese Szene ist ausdrücklich für ein religiöses Finale bestimmt, mit Terzett und Doppelchor (Nr. 44), welches das himmlische Leben beschwört, in dem „ein ew’ger Frühling herrscht“. Dies führt uns wieder an den Anfang des Werks zurück. Nach dem dramatischen Dialog der beiden Chöre und der drei Solisten setzt Haydn die abschließende Bitte um göttliche Führung in eine großartige, kraftvolle Fuge und verwendet nur für diesen besonderen Moment die Hörner in C-alto (unisono mit den Trompeten), die so viele seiner feierlichen Sinfonien in den vorangegangen 40 Jahren gekrönt hatten. Sie krönen auch dieses testamentarische Werk, mit dem, was Sir Donald Tovey zu Recht als „einen der überwältigendsten, dynamischsten Schlüsse“ bezeichnete, die er je gehört habe. 25


Die Jahreszeiten wurden am 24. April 1801 während eines privaten Konzerts uraufgeführt, das von den „Associierten“ im Palais Schwarzenberg in Wien organisiert wurde. Zwei weitere Aufführungen folgten im Abstand von wenigen Tagen. Die erste öffentliche Aufführung fand im Dezember desselben Jahres im Rahmen einer Wohltätigkeitsveranstaltung im Hofburgtheater statt, die Partitur wurde 1802 veröffentlicht. Trotz anfänglich guter Kritiken und positiver Publikumsreaktionen gab es auch negative Stimmen, vor allem in Bezug auf die tonmalerischen Passagen. So konnte sich das Werk im Repertoire nicht auf die gleiche Weise behaupten wie Die Schöpfung. Ein Grund dafür ist seine Länge (es ist unstrittig eine Ausdauerprüfung, zumindest für die Interpreten), ein anderer ist sicherlich, dass es sich schwer einzuordnen lässt: Es endet eindeutig in der Oratoriumstradition mit einem Bittgebet an den Schöpfer, doch solche erhabenen und frommen Gefühle können im Zusammenhang mit den Chören von Jägern und betrunkenen Landleuten leicht als unpassend empfunden werden. Haydn selbst hat mehrmals gesagt: „In der Schöpfung reden Engel und erzählen von Gott; aber in den Jahreszeiten spricht nur der Simon“. Tovey vertritt die Auffassung, man solle es als „ein Werk sui generis“ sehen, und so wurde es in den letzen Jahren auch immer mehr als eine der größten Leistungen des Komponisten verstanden, als eine wunderbare Vereinigung der Stile und der musikalischen Symbolik eines Lebens. Mendelssohns späterer Mentor Carl Friedrich Zelter schrieb Haydn im März 1804: „Sie haben kein Werk hervorgebracht, woran man ihr hohes Alter bemerket. Ihre Jahreszeiten sind ein Werk jugendlicher Kraft und alter Meisterschaft.“ Charles Johnston – Übersetzung: Monika Winterson

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NEDERLANDS

De voltooiing van een levenswerk Haydns Die Jahreszeiten, gecomponeerd tussen 1799 en 1801, ging in première in Wenen in het voorjaar van 1801 toen hij net zeventig was geworden en mag stellig worden gezien als het laatste grote muzikale meesterwerk van de achttiende eeuw, maar evenzeer als het eerste uit de negentiende eeuw. Een groot deel van de aantrekkingskracht van het werk komt voort uit zijn Janusachtige positie tussen twee muzikale tijdperken, het klassieke en het romantische, met wortels die teruggaan tot het barokke Oostenrijk waar de jonge koorknaap en ontluikende componist was grootgebracht en wat hij meer bepaald in herinnering brengt in de grote fugatische koren. Een andere manier om het werk te benaderen is het te beschouwen als één van de meest belangrijke vervolgverhalen in de muziekgeschiedenis. Het was weloverwogen bedacht als een vervolg op Die Schöpfung (1796-98), het hoogtepunt van publieke appreciatie voor de componist toen het werk vanaf 1798 in Wenen (later in heel Europa en zelfs ver daarbuiten) werd uitgevoerd. De focus van Haydns composities lag al een tijd niet meer in de puur instrumentale sfeer. Zijn laatste symfonieën waren de set ‘Londense’ (afgewerkt in 1795), en ook al moesten de kwartetten op.76 en op.77 en een paar pianotrio’s nog geschreven worden, hij besteedde meer en meer aandacht aan koormuziek. Dat was gedeeltelijk het gevolg van de grootschalige uitvoeringen van Händels oratoria die hij in Londen had gehoord, en ten dele ook door de invloed van Baron Gottfried van Swieten wiens uitgesproken smaak voor de ‘oude muziek’ uit de late barok hem ertoe had aangezet uitvoeringen van oratoria te organiseren onder auspiciën van de ‘Gesellschaft der Associierten Cavaliers’, een vereniging van rijke edellieden die hij voor dit doel had opgericht. In de late jaren 1780 had hij Mozart opgedragen verschillende werken van Händel te arrangeren (waaronder ook Messiah). Maar hij was net zozeer geïnteresseerd in hedendaagse muziek (hij zou de opdrachtgever worden van Beethovens Eerste Symfonie, geschreven rond dezelfde periode als Die Jahreszeiten en in première gegaan op 2 april 1800, drie weken ervoor), en hij was erop gebrand Haydn, die hij aanzag als een moderne Händel, in dienst te nemen om nieuwe koorwerken te schrijven. De componist had alle redenen om toe te zeggen: alle praktische schikkingen werden genomen door de ‘Associierten’, er was een aandachtig publiek en de gage was royaal. Het eerste resultaat van zijn inspanningen was de oratoriumversie van Die sieben letzte Worte (oorspronkelijk enkel voor orkest geschreven), die Haydn op basis van van Swietens verzamelde tekstmateriaal van woorden voorzag en dirigeerde tijdens een concert van de Associierten in 1796. De twee heren lieten het werk volgen 27


door Die Schöpfung, gecomponeerd in de twee daaropvolgende jaren en gebaseerd op een origineel Engels libretto, geïnspireerd door Miltons Paradise Lost, en door van Swieten naar het Duits vertaald. In dezelfde periode legde Haydn zich ook toe op het schrijven voor koor en orkest – een terrein dat hij tot dan toe eerder had verwaarloosd gezien de voorkeur van zijn vroegere werkgever Prins Esterházy voor exclusief wereldlijk repertoire (instrumentale muziek, en later opera) – in een reeks van zes missen, geschreven tussen 1796 en 1802. Toen hij in 1799 het werk aan Die Jahreszeiten begon, was hij ook bezig met het vierde van deze werken, de Theresienmesse. Zijn enige grote werken uit de periode ná het oratorium waren de Schöpfungsmesse (1801) en de Harmoniemesse (1802). De vormgeving van het vroegere werk is in veel opzichten duidelijk aanwezig. Zowel Die Schöpfung als Die Jahreszeiten zijn min of meer vage herwerkingen van klassiekers uit de Engelse literatuur, het laatstgenoemde naar het gelijknamige lange pastorale gedicht van James Thomson (1730-45). Van Swietens libretto gaat heel vrij om met het bronnenmateriaal, en geeft het vorm in vier reeksen muzikale nummers die gelegenheid bieden aan de verschillende karakteristieken die zo succesvol waren gebleken in Die Schöpfung: grote lofkoren aan god, regelmatig afgewisseld met de drie solisten (er is geen alt) afzonderlijk of samen binnen één beweging en meestal uitmondend in fugatische delen; duetten en aria’s in regelrechte operastijl; veel voorkomende passages waarin verwezen wordt naar allerlei natuurfenomenen (vogelgezang, de roep van dieren of hun bewegingen, en het meest spectaculair een onweersbui in nr.18 en 19) die Haydn muzikaal imiteert. Sommige van deze nummers herhalen overduidelijk formules uit Die Schöpfung: beide werken hebben een koor waarin de opkomst van de zon wordt bezongen (hier nr.12) en een plagerig duet (zo geplukt uit een komische opera) voor een liefdespaar. In het eerste werk gaat het – eerder schokkend – over Adam en Eva; hier de meer conventionele Hanne en Lukas, die omgeven door de natuur enthousiast opgaan in de verrukkingen van de ware liefde (nr.25). En het is schrander opgemerkt dat Die Jahreszeiten een echt vervolg is op Die Schöpfung, in die zin dat het de mensheid uitbeeldt in zijn post-Eden-situatie, na het verlies van het paradijs, de zondenval, waarop slechts eventjes wordt gealludeerd in het laatste recitatief van het vroegste oratorium. (Van Swieten wou dit punt benadrukken door het verhaal af te ronden in een derde werk waarin het Laatste Oordeel, geëvoceeerd in het laatste deel van ‘De Winter’, zou worden afgeschilderd; de uitgeputte Haydn had zijn bedenkingen, maar de dood van de baron in 1803 maakte hoe dan ook een einde aan het project.) Toch zijn er belangrijke verschillen. Die Schöpfung volgt het verhaal zoals geïmpliceerd door zijn titel, dag na dag, op een relatief beknopte manier. Die Jahreszeiten daarentegen is veel langer (ongeveer een half uur) en mist zowel verhalende stuwkracht als echte personages. Afgezien van het al eerder genoemde liefdesduet 28


zijn de plattelanders Hanne, Lukas en Simon enkel toeschouwers, spreekbuis voor de opvattingen van de auteur, en om koor- en/of solotafereeltjes te verbinden met recitatieven die ons informeren over wat te gebeuren staat. Maar wat er gebeurt, is veel gevarieerder: om het met het motto van een ter ziele gegaan Brits zondagsblad te zeggen ‘All human life is there’ (Het hele leven zit erin), zoals duidelijk zal worden uit de korte beschrijving van de vier cantate-achtige delen waaruit het werk bestaat. Der Frühling (De lente) begint met een krachtige ‘Introductie die de overgang van Winter naar Lente uitbeeldt’. Eigenlijk gaat het om een echte symfonische ouverture in sonatevorm met opvallende partijen voor de trombones (die Haydn nooit had gebruikt in zijn symfonieën). Vervolgens worden de solisten één voor één voorgesteld (van de laagste stem naar de hoogste, als om de toenemende helderheid van de omgeving weer te geven), dan het koor, dat het nieuwe seizoen begroet in een zangerig, typisch pastoraal openingskoor in de maat van 6/8. De eerste regel is de directe vertaling van Thomsons gedicht (‘Come, gentle SPRING! Ethereal mildness, come’), passend bij de muziek en gezet in van Swietens eigen maar over het algemeen verschrikkelijke Engelse versie van de tekst, die gepubliceerd werd in de eerste uitgave. De boer fluit een vrolijk deuntje al zaaiende op de akker (het thema uit Symfonie nr.94 'Paukenslagsymfonie', hier toegewezen aan de piccolo, een instrument dat Haydn voor het eerst in al zijn werken gebruikt). De plattelandsmensen bidden de hemel om mooi weer (Trio en Koor met slotfuga, nr.6), wat hen prompt wordt verleend in het daaropvolgende recitatief; en het eerste deel van het oratorium wordt afgesloten door een ‘Freudenchor’, een vreugdegezang (nr.8-9). Deze doorgecomponeerde structuur beweegt van solo naar duet (dat is de plaats waar de eerste opmerkelijke voorbeelden van woordschildering te vinden zijn, in korte motiefjes die huppelende dieren weergeven), dan een trio met koor, en tenslotte – met een verrassende modulatie van D naar Bes aan de machtige fanfare die de woorden ‘Ewiger, mächtiger, gütiger Gott’ voorafgaat – nog een trio (Poco Adagio) en een koor, eens te meer een snelle, ingewikkeld uitgewerkte fuga met als hoogtepunt een aantal aangehouden hoge bessen voor de sopranen. Der Sommer (De zomer) volgt een strakker plan waarin de twee grote secties één volledige dag van zonsopgang tot zonsondergang bestrijken (net zoals dat het geval was met Haydns ‘Tageszeiten’, de symfonieën Nr.6-7-8, zo’n veertig jaar eerder). De inleiding schildert het eerste zwakke, grijze schijnsel in de lucht, waarna de haan kraait (hobo solo) en de boer opstaat voor een nieuwe werkdag, een basaria met obligate hoornpartij die zeker een indruk naliet op Beethoven toen hij de Pastorale Symfonie schreef (1807). Daarna komt de uitbeelding van de zonsopgang - die zowel Symfonie nr.6 Le Matin als de overeenkomstige passage in Die Schöpfung (een stijgende toonladder in D) in herinnering brengt – en het onvermijdelijke lofkoor op 29


de gulheid van de zon (nr.12). De tweede sectie toont haar minder voordelige kant: droogte en verzengende hitte (in de Cavatina van de tenor, nr.14), gelukkig getemperd door de verfrissende schaduw (in een lange sopraanaria met trage en snelle delen), en tenslotte de zorgvuldig voorbereide en treffend geschilderde onweersbui die zowel de trilogie uit 1761 oproept (het fluitmotief dat de bliksem voorstelt net voor de donder angstaanjagend rommelt aan het begin van nr.19, is afgeleid uit de finale van Symfonie nr.8) als de weg bereidt voor alle ‘romantische’ stormen uit de negentiende eeuw, van Beethoven tot Wagner via Rossini. In de rustiger nasleep verschijnen de schepselen van de natuur nog een keer, de aanzet voor nog meer woordschildering: de kwartel, de sprinkhaan, en – een passage die de componist publiekelijk betreurde en waarover hij zei dat ‘die Franse onzin hem was opgedrongen’ aangezien van Swieten de idee bij Grétry had gehaald – de kikker kwakend in het moeras. Dit uitstapje naar het schilderachtige of groteske, afhankelijk van het standpunt, wordt onderbroken door het luiden van de avondklok, een heerlijke evocatie van een dorpsensemble introducerend (waarbij de contrafagot in een passend rustiek fundament voorziet) met een ländler die uiteindelijk wegdeemstert in ‘zoete rust’. Haydn vond nog redenen om te klagen in Der Herbst (De herfst), waarin, na een lieflijk menuetachtige introductie die ‘de tevredenheid van de boer voor de overvloedige oogst’ voorstelt, van hem geëist werd om van Swietens adaptatie van Thomsons hymne op de deugden van hard werk (nr.23) te verklanken. Zijn opmerking ‘dat hij zijn hele leven lang een vlijtig man was geweest, maar dat het nooit bij hem was opgekomen om de vlijt in muziek uit te drukken’ weerhield er hem niet van om in de grote traditie nog maar eens een koor in C te produceren met een kolkend conclusie voor de koperblazers. Met dit vervelend karweitje achter de rug, kon hij zich verder amuseren in de karakterstukken die voor het merendeel de rest van deze derde aflevering van het werk beslaan. Na een luchthartig duet voor Hanne en Lukas, gaan de gedachten naar de jacht – de typische bezigheid in de herfst - die door componist en librettist werd genoten (ook al gold dat niet voor James Thomson, die als een zeldzame achttiende-eeuwse tegenstander bloedige sporten een nogal pathetische passage introduceerde over de dood van een in de val gelopen hertenbok). De basaria met obligate fagotbegeleiding (nr.27) heeft het over het schieten van vogels; hij versnelt naarmate de spanning stijgt, en op het moment waarop het fatale schot wordt gelost weerklinkt één enkele fortissimoslag op de pauk. Het korte recitatief van Lukas waarin de hazenjacht met honden wordt beschreven wordt dwingend onderbroken door unisono hoorngeschal dat de hertenjacht opent (nr.29). In dit drukke, levendige nummer citeert Haydn voortdurend echte jachtsignalen die gemakkelijk te herkennen waren voor het aristocratische publiek, de tekst werd daardoor overbodig (misschien nog goed ook, want extreem moeilijk om in tempo uit te spreken). De (koor)zangers is door middel van een bijzonder kort recitatief de 30


kleinst mogelijke adempauze gegund, waarna de bekroning volgt met een nog meer opwindend koor ter ere van de wijn – opnieuw een punt waar hij afwijkt van Thomson, zoon uit een pastorie in Roxburgh, wiens gedicht diametraal staat tegenover de dronken feestvierders die de Oostenrijkste componist ten tonele voert! Na een Duiste wals die zich verder ontwikkelt tot wat Haydn beschreef als een ‘besoffene Fuge’ (een dronken fuga), in hoofdzaak door het orkest gespeeld, met het koor dat duidelijk te veel onder invloed is om de (aanzienlijke) contrapuntische complexiteit ervan te volgen, sluit hij het stuk af met een uitbundig feest van toegevoegd slagwerk. Er is geen groter contrast denkbaar tussen deze hoge sferen en de akelige mineurtoonaard waarin Der Winter (De Winter) opent, dikke mistslierten worden geschilderd en de Cavatina voor sopraan (nr.34), van wie de eerste woorden ons onderdompelen in de depressie van een wereld verstoken van ‘licht en leven’. De situatie verandert niet echt in het recitatief en de aria van Lukas (nr.35-36) waarin de bevroren natuur en een in het desolate landschap verloren gelopen reiziger worden uitgebeeld; maar tegen alle verwachting (en ook tegen het origineel van Thomson, waarin de reiziger doodvriest), slaagt deze proto-romantische ‘Wanderer’ erin om zijn weg naar een vrolijk haardvuur te vinden (via een klinkende hoge B). Daar wordt hij begroet door een al evenzeer romantische stijlfiguur, een spinnenwiellied (nr.38) van het soort dat later zou opduiken in Schuberts Gretchen am Spinnrade en Wagners Der fliegende Holländer, en door een amusant verhaal van vrouwelijke slinksheid in de mond van Hanne gelegd in bewoordingen een komische opera waardig (nr.40). In een andere, even plotse ommezwaai, herinnert Simon ons in sombere termen aan onze sterfelijkheid, bewerend dat ‘enkel de deugd overblijft’ om de mensheid te leiden. Zo is de weg vrij voor een uitgesproken religieuze finale, het Trio en Dubbelkoor (nr.44), de evocatie van het hemelse leven waarin ‘de ewige lente regeert’, en zo de cirkel rondmakend met de aanvang van het werk. Na de dramatische dialogen tussen de twee koren en de drie solisten, verklankt Haydn de afsluitende bede om goddelijke leiding als een prachtige fuga vol levenskracht. Allen voor dit moment reserveert hij de hoorns in hoge C (unisono met de trompetten), die zo vaak zijn grote ceremoniële symfonieën hadden gekroond in de veertig jaar ervoor en die ook dit als testament nagelaten werk stralend zouden afsluiten met wat Sir Donald Tovey terecht omschreef als ‘one of the most overwhelmingly energetic closes I have ever heard’ (één van de meest overweldigende energievolle slotbewegingen die ik ooit heb gehoord). Die Jahreszeiten ging in première tijdens een privéconcert georganiseerd door de Associierten in Palais Schwarzenberg in Wenen op 24 april 1801, en werd gevolgd door twee extra uitvoeringen in de dagen erna. De eerste publieke uitvoering was een liefdadigheidsconcert in het Hofburgtheater in december van dat jaar. 31


De partituur werd uitgegeven in 1802. Ook al waren de eerste reacties bij critici en publiek veelal positief, toch waren ook andersdenkende stemmen te horen, meer bepaald waar het de passages van toonschildering betrof, en het werk kon zich nooit een plek in het repertoire veroveren zoals dat het geval was voor Die Schöpfung. Dat komt ten dele omdat het langer is (het is ontegensprekelijk een test voor het uithoudingsvermogen, zeker voor de uitvoerders), en ten dele omdat het moeilijker is het werk in een bepaald genre onder te brengen: waar het enerzijds ontegensprekelijk eindigt in de oratoriumtraditie met een hulde aan de Schepper, kunnen zulke sublieme en devote gevoelens slecht samengaan met koren van jagers en dronken boeren.Van Haydn zelf is geweten dat hij bij verschillende gelegenheden uitlegde dat ‘in Die Schöpfung de engelen spreken en over God vertellen, maar dat in Die Jahreszeiten alleen Simon praat’. Tovey is van oordeel het beter gezien kan worden als ‘een werk sui generis’; en als dusdanig wordt het de laatste tijd ook begrepen als één van de allerhoogste verwezenlijkingen van de componist, een op miraculeuze manier samengevoegd compendium van stijlen en muzikale verbeelding van een heel leven. Zoals Mendelssohns toekomstige mentor Carl Friedrich Zelter schreef aan Haydn in maart 1804: ‘Sie haben kein Werk hervorgebracht, woran man ihr hohes Alter bemerket. Ihre “Jahreszeiten” sind ein Werk jugendlicher Kraft und alter Meisterschaft.’ (U heeft geen werk voortgebracht waaraan men uw hoge leeftijd kan merken. Uw ‘seizoenen’ getuigen van jeugdige kracht en oud meesterschap.) Charles Johnston – Vertaling: Jens Van Durme

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CD1 I. SPRING

I. LE PRINTEMPS

1. Introduction Largo - Vivace The introduction represents the transitio from Winter to Spring.

1. Introduction Largo - Vivace L’introduction dépeint la transition de l’hiver au printemps

Rezitativ SIMON Seht, wie der strenge Winter flieht! Zum fernen Pole zieht er hin. Ihm folgt auf seinen Ruf Der wilden Stürme brausend Heer Mit gräßlichem Geheul.

Recitative SIMON Behold, harsh Winter flees, Passing to the distant pole. Following his call The boisterous host of furious storms Departs with ghastly howls.

Récitatif SIMON Vois, le rude hiver s’enfuit, Partant pour le pôle lointain. À son appel la mugissante légion Des tempêtes déchaînées le suit Avec des hurlements affreux.

LUKAS Seht, wie vom schroffen Fels der Schnee In trüben Strömen sich ergießt!

LUCAS Behold the snow, from ragged cliffs It pours in cloudy floods!

LUKAS Vois, du rocher abrupt la neige qui fond Se déverse en torrents aux eaux troubles !

HANNE Seht, wie vom Süden her Durch laue Winde sanft gelockt, Der Frühlingsbote streicht!

JANE Behold, from the South Enticed by gentle, balmy winds, Arrives the messenger of Spring.

HANNE Vois : venant du sud, Attirée par les tièdes brises, La messagère du printemps fend les airs.

2. Chorus of countryfolk COUNTRYFOLK Come, fair Spring! You gift of Heaven, come! And from its mortal sleep Arouse Nature!

2. Chœur des campagnards LES CAMPAGNARDS Viens, doux printemps ! Ô don du ciel, viens ! De son sommeil semblable à la mort Réveille la nature !

GIRLS AND WOMEN Fair Spring draws near; Already we can feel its tender kiss, Soon everything will be revived.

LES JEUNES FILLES ET LES JEUNES FEMMES Il approche, le doux printemps, Déjà nous sentons sa tiède haleine, Tout va bientôt renaître.

I. DER FRÜHLING [1] 1. Einleitung Largo - Vivace Die Einleitung stellt den Übergang vom Winter zum Frühling dar.

[2] 2. Chor des Landvolks LANDVOLK Komm, holder Lenz, Des Himmels Gabe, komm! Aus ihrem Todesschlaf Erwecke die Natur! MÄDCHEN UND WEIBER Er nahet sich, der holde Lenz; Schon fühlen wir den linden Hauch, Bald lebet alles wieder auf.

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MÄNNER Frohlocket ja nicht allzufrüh! Oft schleicht, in Nebel eingehüllt, Der Winter wohl zurück und streut Auf Blüt' und Keim sein starres Gift.

MEN Do not rejoice too soon, Since all too often, wrapped in mists, Winter creeps back and casts its cruel poison over bloom and seed.

LES HOMMES Ne vous réjouissez pas trop vite ! Souvent l’hiver enveloppé de brume Revient furtivement répandre Sur les fleurs et les germes le poison du givre.

ALLE Komm, holder Lenz, Des Himmels Gabe komm! Auf unsere Fluren senke dich, Komm, holder Lenz, o komm! Und weile länger nicht!

ALL Come, fair Spring! You gift of Heaven, come! Descend upon our fields. Oh come, fair Spring, oh come And do not tarry longer!

TOUS Viens doux printemps ! Ô don du ciel, viens ! Penche-toi sur nos campagnes! Ô viens, doux printemps, viens! Ne te fais plus attendre !

[3] 3. Rezitativ SIMON Vom Widder strahlet jetzt Die helle Sonn' auf uns herab. Nun weichen Frost und Dampf, Und schweben laue Dünst' umher, Der Erde Busen ist gelöst; Erheitert ist die Luft.

3. Recitative SIMON From Aries does the sun Shine brightly down upon us. Now frost and fog depart And gentle zephyrs waft; Earth's bosom is released And all the air is clear.

3. Récitatif SIMON Les clairs rayons de soleil Du Bélier tombent à présent sur nous. Brouillards et frimas se dissipent, De tièdes exhalaisons se dégagent ; Le sein de la terre s’entrouvre, L’air est serein.

[4] 4. Arie SIMON Schon eilet froh der Ackersmann Zur Arbeit auf das Feld; In langen Furchen schreitet er Dem Pfluge flötend nach. In abgemessnem Gange dann Wirft er den Samen aus; Den birgt der Acker treu Und reift ihn bald Zur goldnen Frucht.

4. Aria SIMON Now eagerly the husbandman Returns to work his field And walks behind his plough, Whistling as it cuts long furrows. Then with his measured tread He casts the seed. The field will nurture it And soon it will be ripe With golden fruit.

4. Air SIMON Déjà le laboureur s’empresse joyeusement De vaquer au travail des champs ; Il avance en sifflant dans les longs sillons Que trace la charrue. Puis d’un pas mesuré, Il jette à la ronde la semence Que la terre met à l’abri dans son sein Pour la faire bientôt mûrir En une moisson dorée.

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[5] 5. Rezitativ LUKAS Der Landmann hat sein Werk vollbracht Und weder Müh' noch Fleiß gespart. Den Lohn erwartet er Aus Händen der Natur Und fleht darum den Himmel an.

5. Recitative LUCAS The farmer has completed his task, Sparing neither trouble nor work: Now he awaits his reward From Nature's hands, and prays That Heaven may bestow it.

5. Récitatif LUKAS Le paysan a accompli son ouvrage Sans épargner sa peine. Attendant sa récompense Des mains de la Nature, Il implore le Ciel qu’elle lui soit accordée.

[6] 6. Terzett und Chor - Bittgesang LUKAS UND CHOR Sei nun gnädig, milder Himmel! Öffne dich und träufe Segen Über unser Land herab!

6. Trio and Chorus - Supplication LUCAS, THEN CHORUS Be merciful kind Heaven! Open up and pour your blessings Over our lands!

6. Trio et Chœur - Prière LUKAS, PUIS LE CHŒUR Sois-nous propice, ciel clément ! Ouvre-toi et déverse ta bénédiction Sur notre pays !

LUKAS Laß deinen Tau die Erde wässern!

LUCAS Let your dew refresh the earth!

LUKAS Fais que ta rosée humecte la terre !

SIMON Laß Regenguß die Furchen tränken!

SIMON Let your rain water the soil!

SIMON Fais que tes ondées abreuvent les sillons !

HANNE Laß deine Lüfte wehen sanft, Laß deine Sonne scheinen hell!

JANE Let your winds blow tenderly, Let your sun shine brightly!

HANNE Fais que tes brises soufflent avec douceur, Fais que ton soleil brille d’un vif éclat !

HANNE, LUKAS, SIMON Uns sprießet Überfluß alsdann, Und deiner Güte Dank und Ruhm.

JANE, LUCAS, SIMON Then abundance will sustain us And your mercy shall be praised.

HANNE, LUKAS, SIMON Alors, repus d’abondance, Nous te remercions et te glorifions de ta bonté.

CHOR Sei nun gnädig, milder Himmel! Öffne dich und träufe Segen Über unser Land herab!

CHORUS Now be merciful, kind Heaven! Open up and pour your blessings Over our lands!

CHŒUR Sois à présent propice, ciel clément ! Ouvre-toi et déverse ta bénédiction Sur notre pays !

MÄNNER Laß deinen Tau die Erde wässern! Laß Regenguß die Furchen tränken!

MEN Let your dew refresh the earth! Let your rain water the soil!

LES HOMMES Fais que ta rosée humecte la terre ! Fais que tes ondées abreuvent les sillons !

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WEIBER Laß deine Lüfte wehen sanft, Laß deine Sonne scheinen hell!

WOMEN Let your winds blow tenderly, Let your sun shine brightly!

LES FEMMES Fais que tes brises soufflent avec douceur, Fais que ton soleil brille d’un vif éclat !

ALLE Uns sprießet Überfluß alsdann, Und deiner Güte Dank und Ruhm.

ALL Then we shall reap abundance And your mercy shall be praised.

TOUS Alors tout éclora et germera en abondance Et nous te remercierons et te glorifierons de ta bonté.

[7] 7. Rezitativ HANNE Erhört ist unser Flehn! Der laue West erwärmt und füllt Die Luft mit feuchten Dünsten an. Sie häufen sich - nun fallen sie Und gießen in der Erde Schoß Den Schmuck und Reichtum der Natur.

7. Recitative JANE Our prayers have been heard, The gentle Zephyr warms and fills The air with moist clouds. They grow apace - and now they fall And pour into earth's lap Nature's adornment and riches.

7. Récitatif HANNE Notre prière est exaucée. Le doux vent d’ouest nous réchauffe et remplit Les airs d’humides vapeurs. Elles s’accumulent puis tombent en pluie Pour arroser dans le sein de la terre La parure et la richesse de la Nature.

[8] 8. Freudenlied mit abwechselndem Chor der Jugend HANNE Oh, wie lieblich Ist der Anblick Der Gefilde jetzt! Kommt, ihr Mädchen, Laßt uns wallen Auf der bunten Flur!

8. Paean of joy with alternating male and female chorus JANE Oh how delightful Is now the sight Of the fields! Come, maidens, Let us stroll In the glowing meadow!

8. Chant d’allégresse (entrecoupé du chœur des jeunes gens) HANNE Quel riant Spectacle Offrent à présent les prairies ! Venez, filles, Allons nous promener Dans la campagne aux vives couleurs !

LUCAS Oh, how delightful Is now the sight Of the fields! Come, fellows, Let us stroll To the verdant grove!

LUKAS Quel riant Spectacle Offrent à présent les prairies ! Venez, garçons, Allons nous promener Dans les verts bocages !

LUKAS Oh, wie lieblich Ist der Anblick Der Gefilde jetzt! Kommt, ihr Bursche, Laßt uns wallen Zu dem grünen Hain!

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HANNE, LUKAS Oh, wie lieblich Ist der Anblick Der Gefilde jetzt!

JANE, LUCAS Oh, how delightful Is now the sight Of the fields!

HANNE, LUKAS Quel riant Spectacle Offrent à présent les prairies !

HANNE Kommt, ihr Mädchen!

JANE Come, maidens!

HANNE Venez, filles !

LUKAS Kommt, ihr Bursche!

LUCAS Come, fellows!

LUKAS Venez, garçons !

HANNE, LUKAS Laßt uns wallen Auf der bunten Flur! Oh, wie lieblich Ist der Anblick Der Gefilde jetzt!

JANE, LUCAS Let us stroll In the glowing meadow! Oh, how delightful Is now the sight Of the fields!

HANNE, LUKAS Allons nous promener Dans la campagne aux vives couleurs ! Quel riant Spectacle Offrent à présent les prairies !

HANNE Seht die Lilie, seht die Rose, Seht die Blumen all!

JANE See the lily, see the rose, See all the flowers!

HANNE Voyez le lis, voyez la rose, Voyez toutes les fleurs !

LUKAS Seht die Auen, seht die Wiesen, Seht die Felder all!

LUCAS See the leas, see the meadows, See all the fields!

HANNE, LUKAS Allons nous promener Dans les verts bocages !

CHOR: MÄDCHEN UND BURSCHE Oh, wie lieblich Ist der Anblick Der Gefilde jetzt!

CHORUS: GIRLS AND YOUTHS Oh, how delightful Is now the sight Of the fields!

CHŒUR DE GARCONS ET DE JEUNES FILLES Quel riant Spectacle Offrent à présent les prairies !

MÄDCHEN Laßt uns wallen Auf der bunten Flur!

GIRLS Let us stroll In the glowing meadow!

LES JEUNES FILLES Allons nous promener Dans la campagne aux vives couleurs !

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BURSCHE Laßt uns wallen Zu dem grünen Hain!

YOUTHS Let us stroll To the verdant grove!

LES GARCONS Allons nous promener Dans les verts bocages !

CHOR: ALLE Oh, wie lieblich Ist der Anblick Der Gefilde jetzt!

CHORUS: ALL Oh, how delightful Is now the sight Of the fields!

CHŒUR : TOUS Quel riant Spectacle Offrent à présent les prairies !

HANNE Seht die Erde, Seht die Wasser, Seht die helle Luft!

JANE See the earth, See the water, See the clear air!

HANNE Voyez la terre, Voyez les cours d’eau, Voyez l’air serein !

LUKAS Alles lebet, Alles schwebet, Alles reget sich.

LUCAS All is living, all is floating all, all is abustle!

LUKAS Tout revit, Tout prend son essor, Tout s’agite.

HANNE Seht die Lämmer, Wie sie springen.

JANE See the lambs, How they gambol!

HANNE Voyez les agneaux, Comme ils bondissent !

LUKAS Seht die Fische, Welch Gewimmel!

LUCAS See the fish, How they throng!

LUKAS Voyez les poissons, Comme ils grouillent !

HANNE Seht die Bienen, Wie sie schwärmen.

JANE See the bees, How they swarm!

HANNE Voyez les abeilles, Comme elles bourdonnent en essaim !

LUKAS Seht die Vögel, Welch Geflatter!

LUCAS See the birds, What fluttering!

LUKAS Voyez les oiseaux, Comme ils battent des ailes !

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CHOR: ALLE Alles lebet, Alles schwebet, Alles reget sich.

CHORUS: ALL All is living, All is floating All, all is abustle!

CHŒUR : TOUS Tout revit, Tout prend son essor, Tout s’agite.

MÄDCHEN Welche Freude, Welche Wonne Schwellet unser Herz!

GIRLS What happiness, What joy Swells our hearts!

LES JEUNES FILLES Quelle joie, Quel ravissement Gonflent d’ivresse notre cœur !

BURSCHE Süße Triebe, Sanfte Reize Heben unsre Brust.

YOUTHS Sweet desires, Tender charms Inflame our breasts!

LES GARCONS Quels doux émois, Quels agréables transports Soulèvent notre poitrine !

SIMON Was ihr fühlet, Was euch reizet Ist des Schöpfers Hauch.

SIMON That which charms you And inflames you Is the Creator's breath.

SIMON Ce que vous ressentez, Ce qui vous charme, C’est le souffle du Créateur.

CHOR: MÄDCHEN UND BURSCHE Laßt uns ehren, Laßt uns loben, Laßt uns preisen ihn!

CHORUS: GIRLS AND YOUTHS Let us honour, Let us praise, Let us extol Him!

CHŒUR : TOUS Honorons-le, Louons-le, Glorifions-le !

MÄNNER Laßt erschallen, Ihm zu danken, Eure Stimmen hoch!

MEN Let your voices Sound with strength To give Him thanks!

LES HOMMES Pour le remercier, Faites résonner Bien fort votre voix !

CHOR: ALLE Es erschallen, Ihm zu danken, Unsre Stimmen hoch!

CHORUS: GIRLS AND YOUTHS Let our voices Sound with strength To give Him thanks!

CHŒUR : TOUS Pour le remercier Que nos voix Résonnent bien fort !

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[9] 9. Chor mit Soli CHOR: ALLE Ewiger, mächtiger, gütiger Gott!

9. Chorus with Solistes CHORUS: ALL Eternal, mighty, gracious Lord!

9. Chœur avec Solistes CHŒUR : TOUS Dieu éternel, puissant, bienveillant !

HANNE, LUKAS, SIMON Von deinem Segensmahle Hast du gelabet uns.

JANE, LUCAS, SIMON From thy blessed table Thou hast given us sustenance.

HANNE, LUKAS, SIMON De ton repas béni Tu nous as réconfortés.

MÄNNER Mächtiger Gott!

MEN Mighty Lord!

LES HOMMES Dieu puissant !

HANNE, LUKAS, SIMON Vom Strome deiner Freuden Hast du getränket uns, Gütiger Gott!

JANE, LUCAS, SIMON From the flood of thy delights Thou hast slaked our thirst, Gracious Lord!

HANNE, LUKAS, SIMON Du flot de tes joies Tu nous a abreuvés. Dieu bienveillant !

CHOR: ALLE Ewiger, mächtiger, gütiger Gott!

CHORUS: ALL Eternal, mighty, gracious Lord!

CHŒUR : TOUS Dieu éternel, puissant, bienveillant !

SIMON Ewiger!

SIMON Eternal!

SIMON Dieu éternel !

LUKAS Mächtiger!

LUCAS Mighty!

LUKAS Dieu puissant !

HANNE Gütiger Gott!

JANE Gracious God!

HANNE Dieu éternel !

CHOR: ALLE Ehre, Lob und Preis sei dir, Ewiger, gütiger, mächtiger Gott!

CHORUS: ALL Honour, praise and glory be unto thee, Eternal, mighty, gracious Lord!

CHŒUR : TOUS Sois honoré, loué et glorifié. Dieu éternel, puissant, bienveillant !

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II. DER SOMMER

II. SUMMER

II. L’ÉTÉ

10. Introduction Adagio The introduction represents the dawn.

10. Introduction Adagio L’introduction représente les premières lueurs de l’aube.

Rezitativ LUKAS In grauem Schleier rückt heran Das sanfte Morgenlicht, Mit lahmen Schritten weicht vor ihm Die träge Nacht zurück. Zu düstren Höhlen flieht Der Leichenvögel blinde Schar; Ihr dumpfer Klageton Beklemmt das bange Herz nicht mehr.

Recitative LUCAS Veiled in grey, Gentle dawn approaches; With faltering steps Listless night retreats. The blind flight of vultures Flees to gloomy caverns; No longer does their muted lament Oppress anxious hearts.

Récitatif LUKAS Voilée de gris, La douce lumière matinale approche Et devant elle l’indolente nuit Se retire à pas languissants. L’aveugle légion des oiseaux de mort S’enfuit vers de sombres grottes, Leurs mornes cris plaintifs N’oppressent plus le cœur angoissé.

SIMON Des Tages Herold meldet sich; Mit scharfem Laute rufet er Zu neuer Tätigkeit Den ausgeruhten Landmann auf.

SIMON The herald of day proclaims his arrival; With piercing notes he calls The husbandman, after his repose, To start his work again.

SIMON Le héraut du jour s’annonce ; De ses cris perçants Il appelle à une nouvelle activité Le paysan reposé.

11. Aria SIMON Now the cheerful herdsman gathers His merry herds around him And drives them slowly To rich pastures on green slopes. He stands and looks toward the east, Leaning on his crook, And watches for the sun's first rays For which he longs.

11. Air SIMON Le pâtre allègre rassemble à présent Ses joyeux troupeaux Et les pousse lentement Vers les gras pâturages des vertes collines. Appuyé sur son bâton, Il scrute maintenant l’orient Pour voir le premier rayon de soleil Dont il attend impatiemment l’apparition.

[10] 10. Einleitung Adagio Die Einleitung stellt die Morgendämmerung vor.

[11] 11. Arie SIMON Der muntre Hirt versammelt nun Die frohen Herden um sich her; Zur fetten Weid' auf grünen Höh'n Treibet er sie langsam fort. Nach Osten blickend steht er dann Auf seinem Stabe hingelehnt, Zu sehn den ersten Sonnenstrahl, Welchem er entgegenharrt.

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Rezitativ HANNE Die Morgenröte bricht hervor; Wie Rauch verflieget das leichte Gewölk; Der Himmel pranget im hellen Azur, Der Berge Gipfel in feurigem Gold.

Recitative JANE Dawn bursts forth, The thin clouds vanish like smoke. The blue sky is resplendent, The mountaintops shine like fiery gold.

Récitatif HANNE L’aurore commence à poindre. Les légers nuages se dissipent comme une fumée, Le ciel resplendit dans l’azur lumineux, La cime des montagnes dans un flamboiement d’or.

12. Trio and Chorus JANE, LUCAS, SIMON It is rising, the sun is rising. It draws near, it is coming. It sparkles, it shines.

12. Trio et Choeur HANNE, LUKAS, SIMON Le soleil se lève, il monte à l’horizon. Il approche, il vient. Il rayonne, il brille.

CHOR Sie scheint in herrlicher Pracht In flammender Majestät. Heil, o Sonne, Heil! Des Lichts und Lebens Quelle, Heil! O du, des Weltalls Seel' und Aug', Der Gottheit schönstes Bild, Dich grüßen dankbar wir!

CHORUS It shines in glorious splendour, In flaming majesty! All hail, Sun, hail! Source of light and life! Hail! You are the soul and eye of the universe, The fairest image of divinity! We greet you in gratitude!

CHŒUR Il brille dans sa radieuse splendeur, Dans sa flamboyante majesté ! Salut à toi, soleil, salut ! Salut à toi, source de la lumière et de la vie ! Ô toi, âme et œil de l’univers, Image la plus belle de la divinité, Nous te saluons avec gratitude !

HANNE, LUKAS, SIMON Wer spricht sie aus, die Freuden alle, Die deine Huld in uns erweckt? Wer zählet sie, die Segen alle, Die deine Mild' auf uns ergießt?

JANE, LUCAS, SIMON Who can express all the joys That your bounty arouses in us? Who can count all the blessings That your gentleness bestows upon us?

HANNE, LUKAS, SIMON Qui saurait exprimer toutes les joies Que ta faveur éveille en nous ? Qui saurait dénombrer toutes les bénédictions Que ta clémence répand sur nous ?

CHOR Die Freuden, o wer spricht sie aus? Die Segen, o wer zählet sie? Wer spricht sie aus? Wer zählet sie? Wer?

CHORUS The joys! Who can utter them? The blessings! Who can count them? Who can utter them? Who can count them, who?

CHŒUR Les joies ! Qui saurait les exprimer ? Les bénédictions ! Qui saurait les dénombrer ? Qui saurait les exprimer ? Qui saurait les dénombrer ?

HANNE Dir danken wir, was uns ergötzt.

JANE We give thanks to you, who gladden us.

HANNE C’est à toi que nous devons ce qui nous réjouit.

[12] 12. Terzett und Chor HANNE, LUKAS, SIMON Sie steigt herauf, die Sonne, sie steigt. Sie naht, sie kommt. Sie strahlt, sie scheint.

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LUKAS Dir danken wir, was uns belebt.

LUCAS We give thanks to you, who invigorate us.

LUKAS C’est à toi que nous devons ce qui nous anime.

SIMON Dir danken wir, was uns erhält.

SIMON We give thanks to you, who maintain us.

SIMON C’est à toi que nous devons ce qui nous fait vivre.

HANNE, LUKAS, SIMON Dem Schöpfer aber danken wir, Was deine Kraft vermag.

JANE, LUCAS, SIMON But we give thanks to the Creator For giving you such strength.

HANNE, LUKAS, SIMON Mais c’est au Créateur que nous devons Ce dont ta puissance est capable.

CHOR MIT SOLI Heil, o Sonne, Heil! Des Lichts und Lebens Quelle, Heil! Dir jauchzen alle Stimmen, Dir jauchzet die Natur.

CHORUS WITH SOLOISTS All hail, Sun, hail! Source of light and life, hail! In you all voices exult, in you all Nature exults.

CHŒUR AVEC SOLISTES Salut ! Salut à toi, ô soleil ! Source de la lumière et de la vie, salut ! Toutes les voix, la Nature entière T’acclament en cris d’allégresse.

[13] 13. Rezitativ SIMON Nun regt und bewegt sich alles umher; Ein buntes Gewühl bedecket die Flur. Dem braunen Schnitter neiget sich Der Saaten wallende Flut, Die Sense blitzt - da sinkt das Korn; Doch steht es bald und aufgehäuft In festen Garben wieder da.

13. Recitative SIMON Now all around is movement and bustle, A bright throng crowds the meadow. The waving crops bow down Before the sunburnt reaper, The scythe sparkles - the corn falls, But soon it stands again Bound in firm sheaves.

13. Récitatif SIMON Voilà qu’alentour tout se meut et s’agite ; Une foule bigarrée recouvre les champs. Le flot ondulant des épis de blé Se courbe devant le faucheur au visage hâlé. La faux étincelle – le blé s’affaisse. Mais il ne tarde pas à se redresser, Amoncelé en gerbes bien serrées.

[14] 14. Rezitativ LUKAS Die Mittagssonne brennet jetzt In voller Glut und gießt Durch die entwölkte Luft Ihr mächtiges Feuer in Strömen hinab. Ob den gesengten Flächen schwebt Im niedern Qualm ein blendend Meer Von Licht und Widerschein.

14. Recitative LUCAS Now the midday sun Burns hot And from cloudless skies Its mighty fire streams in floods. Above the burning plain there hovers In the haze upon the ground, a blinding flood Of light and bright reflection.

14. Récitatif LUKAS Le soleil de midi brûle maintenant De toute son ardeur Et déverse à travers le ciel sans nuage Ses puissants torrents de feu. Au-dessus des surfaces brûlées s’étend, Caressée de vapeurs, une mer aveuglante De lumière et de reflets.

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[15] 15. Kavatine LUKAS Dem Druck erlieget die Natur. Welke Blumen, Dürre Wiesen, Trock'ne Quellen: Alles zeigt der Hitze Wut, Und kraftlos schmachten mensch und Tier Am Boden hingestreckt.

15. Cavatina LUCAS Nature succumbs to the burden; Withered flowers, Dry meadows, Exhausted springs, They all bear witness to the raging heat, And man and beast feebly languish, Stretched out upon the ground.

15. Cavatine LUKAS La nature succombe sous le poids ; Fleurs fanées, Prairies desséchées. Sources taries, Tout montre l’effet de la chaleur torride Et bêtes et gens languissent d’épuisement, Allongés sur le sol.

[16] 16. Rezitativ HANNE Willkommen jetzt, o dunkler Hain, Wo der bejahrten Eiche Dach Den kühlenden Schirm gewährt, Und wo der schlanken Espe Laub Mit leisem Gelispel rauscht! Am weichen Moose rieselt da In heller Flut der Bach, Und fröhlich summend irrt und wirrt Die bunte Sonnenbrut; Der Kräuter reinen Balsamduft Verbreitet Zephyrs Hauch, Und aus dem nahen Busche tönt Des jungen Schäfers Rohr.

16. Recitative JANE How welcome you are, leafy glade, Where the old oak's branches Provide refreshing protection And the foliage of the slender aspen Murmurs with gentle whispers! Beside the soft moss trickles The merry brook; And insects gaily fly about, Buzzing and weaving. The herbs spread their pure scent On Zephyr's breath, And from a nearby grove there sounds The young shepherd's pipe.

16. Récitatif HANNE Comme tu es agréable à présent, sombre bosquet Où le toit du chêne séculaire Offre un abri rafraîchissant Et où le feuillage du tremble fluet Fait entendre un doux murmure ! Sur la tendre mousse Le ruisseau y coule en flots limpides Et mille insectes bigarrés Y pullulent sous le soleil en un joyeux bourdonnement. Le souffle du zéphyr répand Les senteurs embaumées des plantes Et du bocage voisin parviennent les accents Du chalumeau du jeune pâtre.

[17] 17. Arie HANNE Welche Labung für die Sinne! Welch' Erholung für das Herz! Jeden Aderzweig durchströmet Und in jeder Nerve bebt Erquickendes Gefühl. Die Seele wachet auf Zum reizenden Genuß, Und neue Kraft erhebt Durch milden Drang die Brust.

17. Aria JANE What refreshment for the senses, What comfort for the heart! Through every vein there pours And in every nerve there tingles A feeling of relief. The soul awakes To delight and enjoyment, And gentle strength fills The breast with new life.

17. Air HANNE Quel baume pour l’esprit ! Quel repos pour le cœur ! Une sensation de fraîcheur Se répand dans chaque veine Et fait vibrer chaque nerf. L’âme s’éveille Pour goûter ces charmes Et une force nouvelle soulève La poitrine d’une tendre aspiration.

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[18] 18. Rezitativ SIMON O seht! Es steiget in der schwülen Luft Am hohen Saume des Gebirgs Von Dampf und Dunst ein fahler Nebel auf. Empor gedrängt, dehnt er sich aus Und hüllet bald den Himmelsraum In schwarzes Dunkel ein.

18. Recitative SIMON Behold! In the sultry air On the lofty edge of the mountain A pallid fog of mist and haze arises. Forced upwards, it expands And soon envelops the sky In darkest black.

18. Récitatif SIMON Voyez ! Dans l’air orageux s’élève Vers le sommet de la montagne Une nappe blafarde de vapeur et de brouillard. Poussée vers le haut, elle s’étend Et ne tarde pas à plonger la voûte céleste Dans une profonde obscurité.

LUKAS Hört, wie vom Tal ein dumpf Gebrüll Den wilden Sturm verkünd't! Seht, wie von Unheil schwer Die finst're Wolke langsam zieht Und drohend auf die Eb'ne sinkt!

LUCAS Listen to the muted roar from the valley That announces the furious tempest! Behold the threatening gloomy cloud, As slowly it draws near, And ominously sinks upon the plain!

LUKAS Écoutez quel sourd grondement Annonce dans la vallée la violente tempête ! Voyez s’étendre la funeste Et sombre nuée Menaçant de s’abattre sur la plaine !

HANNE In banger Ahnung stockt Das Leben der Natur Kein Tier, kein Blatt beweget sich, Und Todesstille herrscht umher!

JANE In anxious suspense Life and Nature hold their breath. No beast, no leaf stirs, And deathly silence everywhere prevails.

HANNE Prise d’un anxieux pressentiment, La vie de la nature s’arrête : Pas un animal, pas une feuille ne bougent Et un silence de mort règne alentour.

19. Chorus Ah, the storm draws near!

19. Chœur Ah ! l’orage approche !

Hilf uns, Himmel!

Heaven, bring us help!

Protège-nous, ô ciel !

O, wie der Donner rollt! O, wie die Winde toben! Wo flieh'n wir hin? Flammende Blitze durchwühlen die Luft; Von zackigen Keilen berstet die Wolke, Und Güsse stürzen herab.

Oh, how the thunder rolls! Oh, how the winds rage! Whither shall we flee? Flashes of lightning cleave the air; The crashing thunder bursts the clouds And torrents pour down.

Comme le tonnerre gronde ! Comme les vents se déchaînent ! Où fuir ? Des éclairs flamboyants sillonnent les airs ; Ils crèvent les nuages Et des torrents de pluie s’abattent sur le sol.

Wo ist Rettung?

Where is safety?

Où trouver du secours ?

[19] 19. Chor Ach, das Ungewitter naht!

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Wütend rast der Sturm; Der weite Himmel entbrennt.

The storm rages; The heavens are on fire.

La tempête fait rage ; Le ciel s’embrase sur toute son étendue.

Weh' uns Armen!

Alas, how wretched we are!

Gare à nous !

Schmetternd krachen, Schlag auf Schlag, Die schweren Donner fürchterlich.

Clap upon clap, the dreadful thunder Crashes down terribly.

Coup sur coup les terribles éclairs Crépitent à grand bruit.

Weh' uns, weh' uns!

Alas! Alas!

Gare à nous ! Gare à nous !

Erschüttert wankt die Erde Bis in des Meeres Grund.

The earth trembles and shakes Down to the depths of the sea.

Ébranlée, la terre vacille Jusqu’au fond de la mer.

20. Trio with Chorus LUCAS The sombre clouds part; The raging storms have calmed.

20. Trio avec Chœur LUKAS Les sombres nuages se dissipent ; La fureur de la tempête est apaisée.

HANNE Vor ihrem Untergange Blickt noch die Sonn' empor, Und von dem letzten Strahle glänzt Mit Perlenschmuck geziert die Flur.

JANE Before it sets, The sun looks out again And, lit up by its last ray, A string of pearls adorns the meadow.

HANNE Avant de disparaître Le soleil brille encore une fois Et fait scintiller de ses derniers rayons La campagne parée de perles.

SIMON Zum langgewohnten Stalle kehrt, Gesättigt und erfrischt, Das fette Rind zurück.

SIMON Well-fed and refreshed, The plump cattle return To the familiar stall.

SIMON Rassasié et désaltéré, Le bœuf bien gras Rentre à l’étable familière

LUKAS Dem Gatten ruft die Wachtel schon.

LUCAS The quail is calling to her mate.

LUKAS Déjà la caille appelle son époux.

HANNE Im Grase zirpt die Grille froh.

JANE The cricket chirps merrily in the grass.

HANNE Dans l’herbe le grillon crisse gaiement.

SIMON Und aus dem Sumpfe quakt der Frosch.

SIMON And the frog's croak sound from the swamp.

SIMON Et du marécage s’élève le coassement de la grenouille.

[20] 20. Terzett und Chor LUKAS Die düstren Wolken trennen sich, Gestillet ist der Stürme Wut.

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LUKAS, HANNE, SIMON Die Abendglocke tönt; Von oben winkt der helle Stern Und ladet uns zur sanften Ruh.

LUCAS, JANE, SIMON The evening bell chimes. A bright star twinkles from above And calls us to sweet repose.

LUKAS, HANNE, SIMON La cloche du soir tinte. Là-haut, la scintillante étoile Nous invite au doux repos.

MÄNNER Mädchen, Bursche, Weibern, kommt, Unser wartet süßer Schlaf, Wie reines Herz, gesunder Leib Und Tages Arbeit ihn gewährt. Mädchen, Bursche, Weiber, kommt!

MEN Girls, lads, women, come! Sweet slumber awaits us; Vouchsafed to us by a pure heart, A healthy body, and the day's work done. Girls, lads, women, come!

LES HOMMES Filles, garçons, femmes, venez ! Un doux sommeil nous attend, Celui que procurent Un cœur pur, un corps sain Et le labeur quotidien.

MÄDCHEN Wir gehen, wir gehen, wir folgen euch.

WOMEN We come, we come, we follow you.

LES FEMMES Voilà, voilà, nous vous suivons.

CHOR: ALLE Die Abendglocke hat getönt; Von oben winkt der helle Stern Und ladet uns zur sanften Ruh.

CHORUS: ALL The evening bell chimes. A bright star twinkles from above And calls us to sweet repose.

CHŒUR : TOUS La cloche du soir tinte. Là-haut, la scintillante étoile Nous invite au doux repos.

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CD 2 III. DER HERBST

III. AUTUMN

III. L’AUTOMNE

[1] 21. Einleitung Allegretto Der Einleitung Gegenstand ist des Landmanns freudiges Gefühl über die reiche Ernte.

21. Introduction Allegretto The Introduction expresses the farmer's delight in the rich harvest.

21. Introduction Allegretto L’introduction exprime la joie qu’éprouve le paysan de sa riche récolte.

[2] 22. Rezitativ HANNE Was durch seine Blüte Der Lenz zuerst versprach, Was durch seine Wärme Der Sommer reifen hieß, Zeigt der Herbst in Fülle Dem frohen Landmann jetzt.

22. Recitative HANNE What Spring promised With its blossoms, What Summer made ripe By its warmth, Is now displayed in full To the happy husbandman in Autumn.

22. Récitatif HANNE Ce que le printemps avait promis Par sa floraison, Ce que l’été avait fait mûrir Par sa chaleur, L’automne le montre à présent En abondance à l’heureux paysan.

LUKAS Den reichen Vorrat führt er nun Auf hochbeladnen Wagen ein. Kaum faßt der weiten Scheune Raum, Was ihm sein Feld hervorgebracht.

LUCAS Now he brings abundant stores Piled high on his wagon. The barns are scarcely big enough To hold the produce of his field.

LUKAS Sur la charrette chargée à en déborder Il ramène maintenant la riche récolte. C’est à peine si la vaste grange suffit à contenir Le produit de son champ.

SIMON Sein heitres Auge blickt umher, Es mißt den aufgetürmten Segen ab, Und Freude strömt in seine Brust.

SIMON Cheerfully he looks around him, Measuring the ample blessing, And his breast swells with joy.

SIMON Il porte à la ronde des regards de satisfaction, Il mesure les richesses amoncelées Et la joie se répand à flots dans son cœur.

23. Trio with Chorus SIMON This is how Nature rewards those that work hard; Calling to them, smiling on them, Encouraging them, giving them hope, Gladly helping them, Supporting them with all its might.

23. Trio avec Chœur SIMON Ainsi la nature récompense le labeur ; Elle le sollicite, elle lui sourit, Elle l’encourage par l’espérance, Elle l’assiste de bonne grâce, Elle l’aide de toutes ses forces à obtenir des résultats.

JANE, LUCAS Hard work alone gives blessings.

HANNE, LUKAS C’est de toi, ô labeur, que vient tout salut.

[3] 23. Terzett und Chor SIMON So lohnet die Natur den Fleiß, Ihn ruft, ihn lacht sie an; Ihn muntert sie durch Hoffnung auf, Ihm steht sie willig bei; Ihm wirket sie mit voller Kraft. HANNE, LUKAS Von dir, o Fleiß, kommt alles Heil.

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Die Hütte, die uns schirmt, Die Wolle, die uns deckt, Die Speise, die uns nährt, Ist deine Gab', ist dein Geschenk.

The hut that shelters us, The wool that keeps us warm, The food that gives us strength, Are your gift, your reward.

La chaumière qui nous abrite, La laine qui nous habille, Les aliments qui nous nourrissent Tout cela est ton don, ton cadeau.

HANNE, LUKAS, SIMON O Fleiß, o edler Fleiß! Von dir kommt alles Heil.

JANE, LUCAS, SIMON Hard work, O noble work! You alone give blessings.

HANNE, LUKAS, SIMON Ô labeur, ô noble labeur ! C’est de toi que vient tout salut.

HANNE Du flößest Tugend ein, Und rohe Sitten milderst du.

JANE You make us virtuous And temper rude customs.

HANNE Tu inspires la vertu Et adoucis les mœurs grossières.

LUKAS Du wehrest Laster ab Und reinigest der Menschen Herz.

LUCAS You protect from vice And purify men's hearts.

LUKAS Tu préserves du vice Et purifie le cœur de l’homme.

SIMON Du stärkest Mut und Sinn Zum Guten und zu jeder Pflicht.

SIMON You strengthen our hearts and minds And encourage us to do our duty.

SIMON Tu renforces le courage, le sens Du bien et du devoir.

ALLE DREI UND CHOR O Fleiß, o edler Fleiß! Von dir kommt alles Heil. Die Hütte, die uns schirmt, Die Wolle, die uns deckt, Die Speise, die uns nährt, Ist deine Gab', ist dein Geschenk.

JANE, LUCAS, SIMON, CHORUS Hard work, O noble work! You alone give blessings. The hut that shelters us, The wool that keeps us warm, The food that gives us strength, Are your gift, your reward.

HANNE, LUKAS, SIMON ET CHŒUR Ô labeur, ô noble labeur ! C’est de toi que vient tout salut. La chaumière qui nous abrite, La laine qui nous habille, Les aliments qui nous nourrissent Tout cela est ton don, ton cadeau.

24. Recitative JANE See, how the merry children Run to the hazel tree! From every branch they hang, The mischievous little things, And shake from the shrub The nuts like hail.

24. Récitatif HANNE Voyez comme la jeunesse S’élance vers les buissons de noisetiers ! À chaque branche s’affaire La bande déchaînée des petits Et les arbustes secoués laissent tomber Leurs fruits comme une giboulée.

[4] 24. Rezitativ HANNE Seht, wie zum Haselbusche dort Die rasche Jugend eilt! An jedem Aste schwinget sich Der Kleinen lose Schar, Und der bewegten Staud' entstürzt Gleich Hagelschau'r die lockre Frucht.

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SIMON Hier klimmt der junge Bau'r Den hohen Stamm entlang Die Leiter flink hinauf. Vom Wipfel, der ihn deckt, Sieht er sein Liebchen nah'n. Und ihrem Tritt entgegen Fliegt dann in trautem Scherze Die runde Nuß herab.

SIMON Here a young peasant Quickly climbs up the tall trunk On a ladder. Concealed by the treetop He sees his sweetheart come near, And at her feet he flings, To tease her gently, A round nut.

SIMON Là, le jeune paysan Monte prestement l’échelle Dressée le long du tronc élevé. Parvenu à la cime, qui le cache, Il voit approcher sa mie Et fait tomber à ses pieds, Par aimable plaisanterie, Une volée de noix rondes.

LUKAS Im Garten stehn um jeden Baum Die Mädchen groß und klein, Dem Obste, das sie klauben, An frischer Farbe gleich.

LUCAS The trees in the garden are surrounded By girls big and small, As bright and colourful as the fruit Which they pick.

LUKAS Dans le jardin, les filles, grandes et petites, Entourent les arbres Et leur teint est aussi vif Que celui des fruits qu’elles cueillent.

[5] 25. Duett LUKAS Ihr Schönen aus der Stadt, kommt her! Blickt an die Tochter der Natur, Die weder Putz noch Schminke ziert! Da seht mein Hannchen, seht! Ihr blüht Gesundheit auf den Wangen, Im Auge lacht Zufriedenheit, Und aus dem Munde spricht das Herz, Wenn sie mir Liebe schwört.

25. Duet LUCAS Come here, pretty girls from the town! Look at the daughters of Nature Whom neither finery nor paint adorn. Just look at my Jane! Her cheeks glow with health; Contentment smiles in her eyes, And her mouth reveals her heart When she promises to love me.

25. Duo LUKAS Vous, les belles de la ville, venez par ici ! Regardez les filles de la nature, Que ni toilette ni fard ne parent. Regardez ma Jeannette, regardez ! Ses joues sont florissantes de santé ; Son œil rit de contentement Et son cœur parle de sa bouche Quand elle me jure son amour.

JANE You fine and handsome gentlemen, stay away! Your fine ways will cut no ice And your smooth words are of no avail; No one will listen to you. Neither gold nor riches can lure us, We are only moved by loyal hearts; And I have all I desire If my Lucas is true to me.

HANNE Vous, petits messieurs distingués, tenez-vous à l’écart ! Ici vos talents se volatilisent Et vos paroles mielleuses sont sans pouvoir ; Personne ne vous écoute. Ni l’or ni le luxe ne peuvent vous aveugler, Un cœur sincère est ce qui nous touche Et mes vœux sont comblés Si mon Lukas m’est fidèle.

HANNE Ihr Herrchen süß und fein, bleibt weg! Hier schwinden eure Künste ganz, Und glatte Worte wirken nicht; Man gibt euch kein Gehör. Nicht Gold, nicht Pracht kann uns verblenden. Ein redlich Herz ist, was uns rührt, Und meine Wünsche sind erfüllt, Wenn treu mir Lukas ist.

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LUKAS Blätter fallen ab, Früchte welken hin Tag' und Jahr' vergehn, Nur meine Liebe nicht.

LUCAS Leaves may fall, Fruit may wither, Day and night will pass But not my love.

LUKAS Les feuilles tombent et meurent, Les fruits se flétrissent, Les jours et les années passent, Mais pas mon amour.

HANNE Schöner grünt das Blatt, Süßer schmeckt die Frucht, Heller glänzt der Tag, Wenn deine Liebe spricht.

JANE The trees are greener, The fruit is sweeter, The day is brighter When your love speaks.

HANNE Le feuillage est plus vert, Le fruit plus doux au palais, Le jour brille d’un éclat plus vif Lorsque tu laisses parler ton amour.

BEIDE Welch ein Glück ist treue Liebe! Unsre Herzen sind vereinet, Trennen kann sie Tod allein.

LUCAS, JANE What joy is true love! Our hearts are united, Only death can sunder them.

LUKAS, HANNE Quel bonheur que l’amour fidèle ! Nos cœurs sont unis, La mort seule peut les séparer.

LUKAS Liebstes Hannchen!

LUCAS Dearest Jane!

LUKAS Ma Jeannette chérie !

HANNE Bester Lukas!

JANE Beloved Lucas!

HANNE Très cher Lukas !

BEIDE Lieben und geliebet werden Ist der Freuden höchster Gipfel, Ist des Lebens Wonn' und Glück.

JANE, LUCAS Loving and being loved Are the pinnacles of happiness, Life's bliss and delight!

HANNE, LUKAS Aimer et être aimé Est le comble de la joie, Le charme et le bonheur de la vie !

26. Recitative SIMON Now the bare fields display The many uninvited guests Who lived off the corn And vainly search for the grain. The husbandman does not mind them, For what they steal he does not miss; Yet he is not prepared to see

26. Récitatif SIMON Le champ dénudé montre à présent Les nombreux hôtes indésirables Qui, ayant trouvé leur pitance dans les tiges d’herbe, Poursuivent en errant leur recherche. Le paysan ne se plaint pas du larcin Dont il s’aperçoit à peine, Mais ne voudrait pas

[6] 26. Rezitativ SIMON Nun zeiget das entblößte Feld Der ungebet'nen Gäste Zahl, Die an den Halmen Nahrung fand, Und irrend jetzt sie weiter sucht. Des kleinen Raubes klaget nicht Der Landmann, der ihn kaum bemerkt; Dem Übermaße wünscht er doch

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Nicht ausgestellt zu sein. Was ihn dagegen sichern mag, Sieht er als Wohltat an, Und willig frönt er dann zur Jagd, Die seinen guten Herrn ergötzt.

Them overrun his land. Whatever may prevent this He considers a boon, And gladly does he join the hunt Which is his master's joy.

Etre exposé au pillage. Il considère comme un bienfait Ce qui peut l’en préserver Et paie volontiers son tribut à la chasse, Ce plaisir tellement goûté de ses bons maîtres.

27. Aria SIMON Look at the ample meadows! Look at the hound sniffing in the grass! He seeks the scent And follows it unfailingly.

27. Air SIMON Regardez les vastes prairies ! Voyez le chien vagabonder dans l’herbe, Cherchant sur le sol la trace Qu’il suit sans relâche.

Jetzt aber reißt Begierd' ihn fort; Er horcht auf Ruf und Stimme nicht mehr; Er eilet zu haschen – da stockt sein Lauf, Nun steht er unbewegt wie Stein.

But soon greed overcomes him; No longer does he obey the call But runs to catch – yet now he stops And stands as still as a rock.

Dem nahen Feinde zu entgehn, Erhebt der scheue Vogel sich; Doch rettet ihn nicht schneller Flug. Es blitzt, es knallt, ihn erreichet das Blei Und wirft ihn tot aus der Luft herab.

The timid bird flies up, Hoping to escape the approaching foe; But his swift flight cannot save him. A flash, a bang, the bullet finds its mark, And he drops dead out of the sky.

Mais à présent son avide désir l’entraîne, Il n’obéit plus aux appels ni à la voix ; Il a hâte d’attraper une proie – mais voilà qu’il arrête sa course Et reste immobile comme une pierre. Pour échapper à l’ennemi proche, L’oiseau craintif s’envole ; Ses ailes ne le sauvent point. Un éclair, une détonation, le plomb l’atteint Et l’abat mort sur le sol.

[8] 28. Rezitativ LUKAS Hier treibt ein dichter Kreis Die Hasen aus dem Lager auf. Von allen Seiten hingedrängt Hilft ihnen keine Flucht. Schon fallen sie und liegen bald In Reihen freudig hingezählt.

28. Recitative LUCAS A close-packed circle Drives the hares from their burrow. Surrounded on all sides, They find flight is of no avail. They fall, and soon they lie In ranks, ready to be counted.

28. Récitatif LUKAS Ici, en groupe serré, on fait déguerpir Les lièvres du terrier. Pressés de tous côtés, La fuite ne leur sert à rien. Ils tombent déjà et gisent bientôt En rangées qu’on prend plaisir à compter.

[9] 29. Chor der Landleute und Jäger MÄNNER Hört das laute Getön,

29. Chorus of Countryfolk and Huntsmen MEN Listen to the loud noise

29. Chœur des Paysans et des Chasseurs LES HOMMES Écoutez, écoutez les bruits puissants

[7] 27. Arie SIMON Seht auf die breiten Wiesen hin! Seht, wie der Hund im Grase streift! Am Boden suchet er die Spur Und geht ihr unablässig nach.

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Das dort im Walde klinget!

That resounds in the forest!

Qui résonnent dans la forêt !

WEIBER Welch ein lautes Getön Durchklingt den ganzen Wald!

WOMEN What a loud noise Resounds in the forest!

LES FEMMES Quels bruits puissants Résonnent dans toute la forêt !

ALLE Es ist der gellende Hörner Schall, Der gierigen Hunde Gebelle.

ALL It is the shrill sound of the horns And the greedy hounds baying.

TOUS C’est le son retentissant des cors, L’aboiement des chiens avides.

MÄNNER Schon flieht der aufgesprengte Hirsch, Ihm rennen die Doggen und Reiter nach.

MEN The stag is alerted and flees, The hounds and riders follow him.

LES HOMMES Déjà le cerf forcé détale, Les dogues et les cavaliers à ses trousses.

ALLE Er flieht, er flieht. O wie er sich streckt! Ihm rennen die Doggen und Reiter nach. O wie er springt! O wie er sich streckt! Da bricht er aus den Gesträuchen hervor Und läuft über Feld in das Dickicht hinein.

ALL He flees, he flees. Oh, how he runs! The dogs and riders race after him. See how he leaps! Oh, how he runs! He bursts out of the bushes And runs across the fields into the thicket.

MÄNNER Jetzt hat er die Hunde getäuscht; Zerstreuet schwärmen sie umher.

MEN Now he has tricked the hounds; They wander around.

TOUS Il fuit, il fuit. Oh ! Comme il détale ! Les dogues et les cavaliers sont à ses trousses. Oh ! Comme il bondit ! Oh ! Comme il détale ! Le voilà qui débouche des halliers Et traverse le champ pour s’enfoncer au plus épais du bois. LES HOMMES Il a maintenant déjoué les chiens Qui, dispersés, cherchent dans toutes les directions.

ALLE Die Hunde sind zerstreut, Sie schwärmen hin und her.

ALL The hounds are wandering around; They run hither and thither.

TOUS Les chiens sont dispersés ; Ils cherchent dans toutes les directions.

JÄGER Tajo! Tajo! Tajo!

HUNTSMEN Tally-ho, tally-ho, tally-ho!

LES CHASSEURS Taïaut ! Taïaut ! Taïaut !

MÄNNER Der Jäger Ruf, der Hörner Klang Versammelt auf's neue sie.

MEN The huntsmen’s call, the sound of the horns Gather them together again.

LES HOMMES L’appel des chasseurs, le son du cor, Les rassemble de nouveau.

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JÄGER Ho! Ho! Tajo! Tajo!

HUNTSMEN Ho, ho, tally-ho! Ho, ho!

LES CHASSEURS Taïaut ! Taïaut ! Taïaut !

MÄNNER UND WEIBER Mit doppeltem Eifer stürzet nun Der Haufe vereint auf die Fährte los.

MEN AND WOMEN With redoubled zeal the whole pack Attack the scent together.

LES HOMMES ET LES FEMMES Redoublant d’ardeur, la meute réunie Se lance sur la piste.

JÄGER Tajo! Tajo! Tajo!

HUNTSMEN Tally-ho! Tally-ho! Tally-ho!

LES CHASSEURS Ho, ho, ho ! Taïaut ! Ho, ho !

WEIBER Von seinen Feinden eingeholt, An Mut und Kräften ganz erschöpft, Erlieget nun das schnelle Tier.

WOMEN Overtaken by his enemies, Terrified and exhausted, The swift beast is brought down.

LES FEMMES Rattrapé par ses ennemis, À bout de courage et de forces, L’animal à la course rapide succombe maintenant.

MÄNNER Sein nahes Ende kündigt an Des tonenden Erzes Jubellied, Der freudigen Jäger Siegeslaut.

MEN The sounding horn announces That his end is near, The huntsmen rejoice loudly:

LES HOMMES Les fanfares d’allégresse du cor, Le cri de victoire des joyeux chasseurs Annoncent sa fin prochaine :

JÄGER Halali, Halali, Halali!

HUNTSMEN Huzza! Huzza! Huzza!

LES CHASSEURS Hallali ! Hallali ! Hallali !

WEIBER Den Tod des Hirsches kündigt an Des tönenden Erzes Jubellied Der freudigen Jäger Siegeslaut.

WOMEN The sounding horn announces That the stag has met his end, And the huntsmen rejoice loudly:

LES FEMMES Les fanfares d’allégresse du cor, Le cri de victoire des joyeux chasseurs Annoncent la mort du cerf :

ALLE Halali, Halali, Halali!

ALL Huzza! Huzza! Huzza!

TOUS Hallali ! Hallali ! Hallali !

30. Recitative JANE On the vine now glow The bright grapes, full of juice, And gaily call to the wine-grower To gather them in and delay no longer.

30. Récitatif HANNE Sur le cep brille maintenant Le clair raisin bien juteux. Invitant aimablement le vigneron À ne pas tarder à le vendanger.

[10] 30. Rezitativ HANNE Am Rebenstocke blinket jetzt Die helle Traub' in vollem Safte Und ruft dem Winzer freundlich zu, Daß er zu lesen sie nicht weile.

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SIMON Schon werden Kuf' und Faß Zum Hügel hingebracht, Und aus den Hütten strömet Zum frohen Tagewerke Das muntre Volk herbei.

SIMON Now they bring the tubs and vats To the hill, And from their huts The merry folk stream out To join the happy labour.

SIMON Déjà on monte sur la colline Cuves et tonneaux Et une foule alerte Sort des chaumières Pour la joyeuse tâche.

HANNE Seht, wie den Berg hinan Von Menschen alles wimmelt! Hört, wie der Freude Ton Von jeder Seit' erschallet!

JANE See, how upon the slope The busy throng is pressing! And listen to the shouts of joy That resound from all sides.

HANNE Voyez quel fourmillement de gens Sur les versants ! Écoutez résonner de toutes parts Leurs accents d’allégresse !

LUKAS Die Arbeit fördert lachender Scherz Vom Morgen bis zum Abend hin, Und dann erhebt der brausende Most Die Fröhlichkeit zum Lustgeschrei.

LUCAS Gaiety and laughter help the work along From morning until night, And then the foaming juice Turns good cheer to shouts of joy.

LUKAS Du matin jusqu’au soir Le travail favorise les joyeuses plaisanteries Puis le pétillant vin nouveau Fait passer de la gaieté aux explosions de joie.

31. Chorus ALL Hurray! Hurray! The wine has come, The vats are full. Now let us be of good cheer And shout ‘Hurray! Hurray!’ With all our strength.

31. Chœur TOUS Hourra ! Hourra ! Le vin est là, Les tonneaux sont remplis, Soyons joyeux Et crions hourra ! Hourra ! Hourra ! À gorge déployée

MÄNNER Laßt uns trinken! Trinket, Brüder! Laßt uns fröhlich sein.

MEN Let's drink! Drink, brothers, Let's be merry!

LES HOMMES Buvons ! Buvez camarades ! Soyons joyeux !

WEIBER Laßt uns singen, Singet alle! Laßt uns fröhlich sein.

WOMEN Let's sing! Everybody sing! Let's be merry!

LES FEMMES Chantons tous ! Chantez tous ! Soyons joyeux !

[11] 31. Chor ALLE Juhe! Juhe! Der Wein ist da, Die Tonnen sind gefüllt. Nun laßt uns fröhlich sein, Und juhe, juhe, ju! Aus vollem Halse schrein.

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ALLE Juhe, juh! Es lebe der Wein!

ALL Hurray! Hurray! Three cheers for wine!

TOUS Hourra ! Hourra ! Hourra ! Vive le vin !

MÄNNER Es lebe das Land, wo er uns reift! Es lebe das Faß, das ihn verwahrt! Es lebe der Krug, woraus er fließt!

MEN Three cheers for the land where it ripens! Three cheers for the vat where it's kept! Three cheers for the jug from which it's poured!

LES HOMMES Vive le pays qui nous le fait mûrir ! Vive le fût qui le conserve ! Vive la cruche d’où il coule !

ALLE Juhe, juh! Es lebe der Wein!

ALL Hurray! Hurray! Three cheers for wine!

TOUS Hourra ! Hourra ! Vive le vin !

MÄNNER Kommt, ihr Brüder, Füllt die Kannen, Leert die Becher! Laßt uns fröhlich sein!

MEN Come, brothers! Fill your jugs, Drain your cups! Let's be merry!

LES HOMMES Venez, camarades, Remplissez les pots, Videz les gobelets ! Soyons joyeux !

ALLE Heida! Laßt uns fröhlich sein, Und juhe, juhe, juh! Aus vollem Halse schrein!

ALL Huzza! Let's be merry, And shout ‘Hurray! Hurray!’ With all our strength.

TOUS Ohé ! Soyons joyeux ! Et crions hourra ! Hourra ! Hourra ! À gorge déployée !

WEIBER Nun tönen die Pfeifen Und wirbelt die Trommel. Hier kreischet die Fiedel, Da schnarret die Leier, Und dudelt der Bock.

WOMEN The pipes are shrilling, The drums are beating. The fiddle is screeching. The hurdy-gurdy is groaning, The bagpipes are droning.

LES FEMMES Voilà que sonnent les pipeaux Et que roulent les tambours ! Il grince le violon, Là ronfle la vièle Et résonne la cornemuse.

MÄNNER Schon hüpfen die Kleinen, Und springen die Knaben; Dort fliegen die Mädchen Im Arme der Burschen Den ländlichen Reih'n.

MEN The children are jumping, The boys are leaping, The girls are flying In the arms of their lads And dancing a jig.

LES HOMMES Déjà les petits frétillent Et les garçonnets bondissent ; Voilà les filles qui se précipitent Dans les bras des gars En faisant la ronde.

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WEIBER Heisa, hopsa, laßt uns hüpfen!

WOMEN Hey-ho, let's jump!

LES FEMMES Hop là ! Bondissons !

MÄNNER Ihr Brüder, kommt!

MEN Come, brothers!

LES HOMMES Venez, camarades !

WEIBER Heisa, hopsa, laßt uns hüpfen!

WOMEN Hey-ho, let's leap!

LES FEMMES Hop là, sautons !

MÄNNER Ihr Brüder, kommt!

MEN Fill the jugs!

LES HOMMES Remplissez les pots !

WEIBER Heisa, hopsa, laßt uns springen!

WOMEN Hey-ho, let's dance!

LES FEMMES Hop là, dansons !

MÄNNER Die Kannen füllt!

MEN Drain the cups!

LES HOMMES Videz les gobelets !

WEIBER Heisa, hopsa, laßt uns tanzen!

WOMEN Hey-ho, let's dance!

LES FEMMES Hop là, dansons !

MÄNNER Die Becher leert!

MEN Drain the cups!

LES HOMMES Videz les gobelets !

ALLE Heida, laßt uns fröhlich sein! Heida und juhe! Aus vollem Halse schrein!

ALL Hey-ho, let's be merry, And shout ‘Hurray! Hurray!’ At the top of our voices!

TOUS Ohé, soyons joyeux etc. Et crions hourra ! Hourra ! Hourra ! À gorge déployée !

MÄNNER Jauchzet, lärmet, Springet, tanzet, Lachet, singet! Nun fassen wir den letzten Krug!

MEN Rejoice, shout, Leap, dance, Laugh, sing! We've reached the last jug!

LES HOMMES Poussez des cris de joie, faites du tapage, Sautez, dansez, Riez, chantez ! Attaquons maintenant la dernière cruche !

ALLE Und singen dann im vollen Chor

ALL And together we will acclaim

TOUS Puis chantons tous en chœur

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Dem freudenreichen Rebensaft! Heisa, hei, juhe, juh! Es lebe der Wein, der edle Wein, Der Grillen und Harm verscheucht! Sein Lob ertöne laut und hoch In tausendfachem Jubelschall! Heida, laßt uns fröhlich sein! Und juhe, juhe, juh, Aus vollem Halse schrein!

The grape that brings us joy: Hey-ho, hurray! Hey-ho, hurray! Three cheers for wine, noble wine That banishes worry and care! Let its praise resound loud and clear With thousandfold rejoicing! Hey-ho, let us be merry And shout ‘Hurray! Hurray!’ At the top of our voices!

Le généreux jus de la vigne ! Hop là, hourra ! Oh ! Vive le vin, le noble vin Qui chasse cafard et soucis ! Que sa louange retentisse bien fort En mille cris d’allégresse ! Ohé ! Soyons joyeux Et crions hourra ! Hourra ! Hourra ! À gorge déployée !

IV. DER WINTER

IV. WINTER

IV. L’HIVER

[12] 32. Einleitung Adagio, ma non troppo Die Einleitung schildert die dicken Nebel, womit der Winter anfängt.

32. Introduction Adagio ma non troppo The introduction describes the dense fog that marks the beginning of winter.

32. Introduction Adagio, ma non troppo L’introduction dépeint les épais brouillards qui marquent le début de l’hiver.

[13] 33. Rezitativ SIMON Nun senket sich das blasse Jahr, Und fallen Dünste kalt herab. Die Berg' umhüllt ein grauer Dampf, Der endlich auch die Flächen drückt Und am Mittage selbst Der Sonne matten Strahl verschlingt.

33. Recitative SIMON The feeble year draws to a close, And icy mists descend. Grey clouds enfold the mountain And press upon the plains, And even at the height of noon Devour the sun's weak rays.

33. Récitatif SIMON Maintenant l’année blafarde décroît Et de froides brumes s’abattent. Une vapeur grisâtre baigne la montagne Puis s’étend sur les champs Et absorbe, même à midi, Le pâle rayon de soleil.

JANE From out of Lapland's caverns Stormy dark Winter strides forth. Before its tread Nature grows numb And anxiously falls silent.

HANNE Des cavernes de Laponie le sombre hiver Approche à présent, avec ses tempêtes. Sous ses pas, la Nature s’engourdit, Figée dans un silence angoissé.

34. Cavatina JANE Light and life have grown weak, Warmth and happiness have vanished.

34. Cavatine HANNE La lumière et la vie s’affaiblissent, La chaleur et la joie s’évanouissent.

HANNE Aus Lapplands Höhlen schreitet her Der stürmisch düst're Winter jetzt. Vor seinem Tritt erstarrt In banger Stille die Natur. [14] 34. Kavatine HANNE Licht und Leben sind geschwächet; Wärm' und Freude sind verschwunden.

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Unmutsvollen Tagen folget Schwarzer Nächte lange Dauer.

Joyless days are succeeded By black, unending nights.

Aux jours maussades succèdent Les interminables nuits noires.

[15] 35. Rezitativ LUKAS Gefesselt steht der breite See, Gehemmt in seinem Laufe der Strom. Im Sturze vom türmenden Felsen hängt Gestockt und stumm der Wasserfall. Im dürren Haine tönt kein Laut; Die Felder deckt, die Täler füllt Ein' ungeheure Flockenlast. Der Erde Bild ist nun ein Grab, Wo Kraft und Reiz erstorben liegt, Wo Leichenfarbe traurig herrscht, Und wo dem Blicke weit umher Nur öde Wüstenei sich zeigt.

35. Recitative LUCAS The lake's expanse is held in chains, The stream is hampered in its course. The waterfall, tumbling from towering rocks, Hangs motionless and silent. The leafless glade lies hushed, The fields are covered and the valleys filled With heavy falls of snow. Now earth is like a grave Where strength and joy lie dead, Where death's sad hues prevail And where, as far as eye can see, An empty desert lies.

35. Récitatif LUKAS Le vaste lac est figé, Les flots entravés dans leur cours. Dans l’escarpement des rochers La cascade muette suspend sa chute. Pas un son dans le bocage dépouillé. Une énorme masse de neige recouvre les champs, Remplit les vallées. La terre offre maintenant l’image d’un tombeau Où gisent la force et l’attrait, Où règne tristement une couleur blême Et d’où ne s’offre plus au regard Qu’étendues mornes et désolées.

[16] 36. Arie LUKAS Hier steht der Wand'rer nun, Verwirrt und zweifelhaft, Wohin den Schritt er lenken soll. Vergebens suchet er den Weg; Ihn leitet weder Pfad noch Spur. Vergebens strenget er sich an Und watet durch den tiefen Schnee; Er find't sich immer mehr verirrt. Jetzt sinket ihm der Mut, Und Angst beklemmt sein Herz, Da er den Tag sich neigen sieht, Und Müdigkeit und Frost Ihm alle Glieder lähmt.

36. Aria LUCAS The traveller stands there, Confused and uncertain Which way he ought to go. In vain he searches for the road; No path nor track to guide him. His greatest efforts are in vain, He wades through the deep snow, But more than ever goes astray. Soon he becomes despondent And fear constricts his heart, As he beholds the waning day And weariness and cold Have made his limbs grow stiff.

36. Air LUKAS Ici le voyageur s’arrête, Dérouté, ne sachant Dans quelle direction diriger ses pas. C’est en vain qu’il cherche sa voie, Nul sentier ni piste ne pouvant le guider. C’est en vain qu’il s’exténue À piétiner dans la neige profonde, Ne faisant que s’égarer davantage. À présent son courage décline, L’angoisse lui étreint le cœur Car il voit le jour baisser Et la fatigue, le froid Paralysent tous ses membres.

Then suddenly his anxious eye Beholds a gleam of light nearby. Now he is quite revived;

Pourtant son œil aux aguets perçoit Le scintillement d’une lumière proche. Il revit alors ;

Doch plötzlich trifft sein spähend Aug' Der Schimmer eines nahen Lichts. Da lebt er wieder auf;

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Vor Freude pocht sein Herz. Er geht, er eilt der Hütte zu, Wo starr und matt er Labung hofft.

His heart beats fast for joy. He goes, he hurries towards the hut Where, cold and stiff, he hopes to be refreshed.

Son cœur, de joie, bat à grands coups. Il va, il se hâte vers la chaumière Où, engourdi et recru de fatigue, il espère le réconfort.

37. Recitative LUCAS As he draws near, his ears, Alarmed before by howling winds, Now hear the sound of merry voices.

37. Récitatif LUKAS Au fur et à mesure qu’il approche, retentissent À son oreille d’abord effrayée par les hurlements de la bise Les accents sonores de voix claires.

HANNE Die warme Stube zeigt ihm dann Des Dörfchens Nachbarschaft, Vereint im trauten Kreise, Den Abend zu verkürzen Mit leichter Arbeit und Gespräch.

JANE The cosy room contains The people of the village, Who sit together peacefully To while away the evening With easy tasks and chatting.

HANNE La salle bien chaude offre alors à son regard Le spectacle des villageois du voisinage Réunis en cercle intime Et se livrant, pour faire passer plus vite la soirée, À des ouvrages faciles et à la conversation.

SIMON Am Ofen schwatzen hier Von ihrer Jugend Zeit die Väter. Zu Körb' und Reusen flicht Die Weidengert' und Netze strickt Der Sohne munt'rer Haufe dort. Am Rocken spinnen die Mütter, Am laufenden Rade die Töchter, Und ihren Fleiß belebt Ein ungekünstelt frohes Lied.

SIMON Sitting by the stove, old men Recall their days of youth; And over there young boys Weave willow into baskets and fish traps And work at their nets. Mothers spin with the distaff, Their daughters with the wheel; And to cheer on their work They sing a simple, happy song.

SIMON Ici, autour du poêle, les plus vieux bavardent Du temps de leur jeunesse ; Là, le groupe dispos des garçons Tresse en corbeilles et en nasses Les tiges d’osier et tisse des filets. Les mères filent la quenouille, Les filles faisant tourner le rouet, Et une fraîche et joyeuse chanson Stimule leur zèle.

38. Song with Chorus CHORUS: WOMEN AND GIRLS Whirr and purr, Purr, little wheel!

38. Chanson avec Chœur CHŒUR : LES FEMMES ET LES JEUNES FILLES Ronronne, bourdonne, ronronne, Bourdonne, petit rouet, bourdonne !

JANE Spin a long fine thread Spin a fine thread To make a shawl for my breast!

HANNE Tourne, petit rouet long et fin, Tourne fin un petit fil Pour ma guimpe !

[17] 37. Rezitativ LUKAS So wie er naht, schallt in sein Ohr, Durch heulende Winde nur erst geschreckt, Heller Stimmen lauter Klang.

[18] 38. Lied mit Chor CHOR: WEIBER UND MÄDCHEN Knurre, schnurre, knurre! Schnurre, Rädchen, schnurre! HANNE Drille, Rädchen, lang und fein, Drille fein ein Fädelein Mir zum Busenschleier!

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WEIBER UND MÄDCHEN Knurre, schnurre, knurre! Schnurre, Rädchen, schnurre!

WOMEN AND GIRLS Whirr and purr, Purr, little wheel!

LES FEMMES ET LES JEUNES FILLES Ronronne, bourdonne, ronronne, Bourdonne, petit rouet, bourdonne !

HANNE Weber, webe zart und fein, Webe fein das Schleierlein Mir zur Kirmesfeier.

JANE Weaver, weave for me, weave a fine veil for me to wear to the fair.

HANNE Tisserand, tisse ténu et fin, Tisse fin la voilette Que je mettrai pour aller à la kermesse.

WEIBER UND MÄDCHEN Knurre, schnurre, knurre! Schnurre, Rädchen, schnurre!

WOMEN AND GIRLS Whirr and purr, Purr, little wheel!

LES FEMMES ET LES JEUNES FILLES Ronronne, bourdonne, ronronne, Bourdonne, petit rouet, bourdonne !

HANNE Außen blank und innen rein Muß des Mädchens Busen sein, Wohl deckt ihn der Schleier.

JANE Clean without and pure within Must be the maiden's breast If the veil is to be fitting.

HANNE Blanc à l’extérieur et pur à l’intérieur ; Doit être le sein de la jeune fille, Bien couvert par le voile.

WEIBER UND MÄDCHEN Knurre, schnurre, knurre! Schnurre, Rädchen, schnurre!

WOMEN AND GIRLS Whirr and purr, Purr, little wheel!

LES FEMMES ET LES JEUNES FILLES Ronronne, bourdonne, ronronne, Bourdonne, petit rouet, bourdonne !

HANNE Außen blank und innen rein, Fleißig, fromm und sittsam sein, Locket wack're Freier.

JANE Clean without and pure within, Busy, pious, and demure Is the way to get a fine suitor.

HANNE Blanc à l’extérieur et pur à l’intérieur ; Zèle, piété et décence Attirent d’honnêtes prétendants.

CHOR: ALLE Außen blank und innen rein, Fleißig, fromm und sittsam sein, Locket wack're Freier.

CHORUS: ALL Clean without and pure within, Busy, pious, and demure Is the way to get a fine suitor.

CHŒUR : TOUS Blanc à l’extérieur et pur à l’intérieur ; Zèle, piété et décence Attirent d’honnêtes prétendants.

39. Recitative LUCAS All the flax has been spun, And the wheels are silent. Now everyone draws closer

39. Récitatif LUKAS Le lin est tissé. Les rouets sont au repos. Le cercle se resserre,

[19] 39. Rezitativ LUKAS Abgesponnen ist der Flachs; Nun steh'n die Räder still. Da wird der Kreis verengt

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Und von dem Männervolk umringt Zu horchen auf die neue Mär', Die Hanne jetzt erzählen wird.

And even the men crowd round To listen to the new tale That Jane is going to tell.

Les hommes l’entourent Pour écouter la nouvelle histoire Que Jeanne s’apprête à conter.

40. Song and Chorus JANE A girl who knew what is right Was loved by a nobleman; He had had his eye on her for many a day When he met her all alone. Immediately he dismounted and said: Come, give your lord a kiss! She was so frightened that she said: Oh yes, with all my heart.

40. Chanson avec Chœur HANNE Une jeune fille qui tenait à son honneur Fut naguère aimée d’un gentilhomme ; Lui, qui avait depuis longtemps jeté son dévolu sur elle. La rencontra un jour seule. Il descendit aussitôt de cheval et lui dit : Viens, embrasse ton seigneur ! De peur et d’effroi elle s’écria : Ah ! Ah oui, de tout cœur !

CHOR Ei, ei, warum nicht nein?

CHORUS Why did she not refuse?

CHŒUR Aïe, aïe, pourquoi pas non ?

HANNE Sei ruhig, sprach er, liebes Kind, Und schenke mir dein Herz! Denn meine Lieb' ist treu gesinnt, Nicht Leichtsinn oder Schmerz. Dich mach' ich glücklich: nimm dies Geld, Den Ring, die gold'ne Uhr! Und hab' ich sonst, was dir gefällt, So sag's und ford're nur!

JANE He said: Be calm, my dearest child And give me all your heart; My love is true and constant, And not a foolish whim. I'll make you happy: take this purse, My ring and golden watch! And if there's anything else you'd like, Tell me and just ask!

HANNE Calme-toi, dit-il, chère enfant, Et donne-moi ton cœur, Car mon amour est sincère, Ce n’est ni frivolité ni plaisanterie. Je te rendrai heureuse ; prends cet argent, Cette bague, cette montre en or ! Et si j’ai quelque chose d’autre qui te plaise, Dis-le et exige-le !

CHOR Ei, ei, das klingt recht fein!

CHORUS That sounds all very well.

CHŒUR Aïe, aïe, voilà qui sonne bien !

HANNE Nein, sagt sie, das wär' viel gewagt, Mein Bruder möcht' es sehn, Und wenn er's meinem Vater sagt, Wie wird mir's dann ergehn? Er ackert uns hier allzu nah ...

JANE She said: No, that is too risky, My brother might see it, And if he told my father What would become of me? He's working much too close to us . . .

HANNE Non, dit-elle, ce serait trop risqué. Mon frère pourrait nous voir Et s’il le dit à mon père, Qu’adviendra-t-il de moi ! Il laboure tout près d’ici...

[20] 40. Lied mit Chor HANNE Ein Mädchen, das auf Ehre hielt, Liebt einst ein Edelmann; Da er schon längst auf sie gezielt, Traf er allein sie an. Er stieg sogleich vom Pferd' und sprach: Komm, küsse deinen Herrn! Sie rief vor Angst und Schrecken: Ach! Ach ja! ... von Herzen gern.

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Sonst könnt' es wohl geschehn. Schaut nur: von jenem Hügel da Könnt Ihr ihn ackern sehn.

But for that, I might give in to you. If you climb on that hill, You can see him ploughing the field.

Sinon je ne demanderais pas mieux. Mais regardez ; de cette colline-là Vous pouvez le voir labourer.

CHOR Ho, ho! Was soll das sein?

CHORUS Hey, hey, what does she mean?

CHŒUR Ho, ho ! Qu’est-ce que cela veut dire ?

HANNE Indem der Junker geht und sieht, Schwingt sich das lose Kind Auf seinen Rappen und entflieht Geschwinder als der Wind. Lebt wohl, ruft sie, mein gnäd'ger Herr! So räch' ich meine Schmach. Ganz eingewurzelt stehet er Und gafft ihr staunend nach.

JANE And as the squire went to look, The naughty maiden jumped Upon his horse and rode away Much faster than the wind. Farewell, she cried, my gracious lord! My insult is avenged. And he stood rooted to the spot Amazed and open-mouthed.

HANNE Pendant que le hobereau va voir, La jeune fille saute prestement sur son cheval Et s’enfuit Plus vite que le vent. Adieu, lance-t-elle, mon gracieux seigneur, Je venge ainsi ma honte. Lui reste cloué sur place Et la regarde bouche bée.

CHOR Ha, ha, das war recht fein!

CHORUS Ho, ho, she did right well.

CHŒUR Ha, ha ! Bien fait pour lui !

[21] 41. Rezitativ SIMON Vom dürren Oste dringt Ein scharfer Eishauch jetzt hervor. Schneidend fährt er durch die Luft, Verzehret jeden Dunst Und hascht des Tieres Odem selbst. Des grimmigen Tyranns, Des Winters Sieg ist nun vollbracht, Und stummer Schrecken drückt Den ganzen Umfang der Natur.

41. Recitative SIMON From the arid east there blows A bitter, icy blast. It pierces the air, Devouring every drop of moisture, And even grips the breath of beasts. Now Winter, that grim tyrant, Has triumphed over all And silent fear oppresses Nature all around.

41. Récitatif SIMON De l’est aride s’avance Un souffle glacial. Cinglant, il traverse les airs. Absorbant toute vapeur Et attrapant même au vol l’haleine des bêtes. Du féroce tyran, De l’hiver la victoire est maintenant consommée Et un effroi muet oppresse La Nature dans toute son étendue.

[22] 42. Arie SIMON Erblicke hier, betörter mensch, Erblicke deines Lebens Bild. Verblühet ist dein kurzer Lenz,

42. Aria SIMON Misguided man, behold, Behold the image of your life. Your brief Spring has faded,

42. Air SIMON Vois ici, homme fourvoyé, Vois l’image de ta vie. Passé est ton bref printemps,

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Erschöpfet deines Sommers Kraft. Schon welkt dein Herbst dem Alter zu; Schon naht der bleiche Winter sich Und zeiget dir das offne Grab. Wo sind sie nun, die hoh'n Entwürfe, Die Hoffnungen von Glück, Die Sucht nach eitlem Ruhme, Der Sorgen schwere Last? Wo sind sie nun, die Wonnetage, Verschwelgt in Üppigkeit? Und wo die frohen Nächte, Im Taumel durchgewacht? Verschwunden sind sie, wie ein Traum. Nur Tugend bleibt.

Your Summer strength is exhausted, Your Autumn declines towards old age And pale Winter approaches To show you the waiting grave. Where are they now, your lofty plans, Your hopes of happiness, Your searching for vainglorious fame, The burden of your cares? Where are they now, the days of bliss In wanton pleasures wasted? And where are all those merry nights You spent in revelry? They've vanished like a dream, And only virtue endures.

Épuisée la force de ton été. Déjà ton automne décline vers la vieillesse, Déjà s’approche le livide hiver Qui te montre la tombe ouverte. Où sont-ils donc, les grands projets, Les espoirs de bonheur, La quête de la vaine gloire, Le pesant fardeau des soucis ? Où sont-ils donc, les jours d’ivresse Dissipés dans la volupté ? Où sont-elles, les joyeuses nuits blanches Passées à s’étourdir ? Ils se sont évanouis comme en rêve. Seule reste la vertu.

[23] 43. Rezitativ SIMON Die bleibt allein Und leitet uns unwandelbar Durch Zeit- und Jahreswechsel, Durch Jammer oder Freude Bis zu dem höchsten Ziele hin.

43. Recitative SIMON Only virtue endures, To lead us, unchanging, Through time and the seasons, Through grief and joy, To the highest goal.

43. Récitatif SIMON Elle seule reste Et nous guide immuablement À travers les saisons et les années. À travers la peine et la joie, Vers le but suprême.

[24] 44. Terzett und Doppelchor SIMON Dann bricht der große Morgen an! Der Allmacht zweites Wort erweckt Zu neuem Dasein uns, Von Pein und Tod auf immer frei.

44. Trio and Double Chorus SIMON Then the great morning will dawn, When the Almighty's second Word Awakes us to new life, For ever free from pain and death.

44. Trio et Double Chœur SIMON Alors se lève le grand matin Où la seconde parole du Tout-Puissant Nous fait naître à une nouvelle existence À jamais libérée du tourment et de la mort.

LUCAS, SIMON The gates of Heaven open wide, The sacred mount appears Crowned by the Lord's tabernacle Where rest and peace reside.

LUKAS, SIMON Les portes du ciel s’ouvrent, La montagne sacrée apparaît Couronnée du divin tabernacle Où règnent le repos et la paix.

LUKAS, SIMON Die Himmelspforten öffnen sich, Der heil'ge Berg erscheint. Ihn krönt des Herren Zelt, Wo Ruh' und Friede thront.

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ERSTER CHOR Wer darf durch diese Pforte gehn?

FIRST CHORUS Who may pass through these portals?

PREMIER CHŒUR Qui a le droit de franchir ses portes ?

HANNE, LUKAS, SIMON Der Arges mied und Gutes tat.

JANE, LUCAS, SIMON He who shunned sin and lived a good life.

HANNE, LUKAS, SIMON Celui qui évita le mal et fit le bien.

ZWEITER CHOR Wer darf besteigen diesen Berg?

SECOND CHORUS Who may ascend this mount?

DEUXIEME CHŒUR Qui a le droit de gravir cette montagne ?

HANNE, LUKAS, SIMON Von dessen Lippen Wahrheit floß.

JANE, LUCAS, SIMON He who always spoke the truth.

HANNE, LUKAS, SIMON Celui dont les lèvres dirent la vérité.

ERSTER CHOR Wer wird in diesem Zelte wohnen?

FIRST CHORUS Who may live in this tabernacle?

PREMIER CHŒUR Qui a le droit d’habiter ce tabernacle ?

HANNE, LUKAS, SIMON Der Armen und Bedrängten half.

JANE, LUCAS, SIMON He who helped the poor and oppressed.

HANNE, LUKAS, SIMON Celui qui secourut les pauvres et les opprimés.

ZWEITER CHOR Wer wird den Frieden dort genießen?

SECOND CHORUS Who shall enjoy eternal peace?

DEUXIEME CHŒUR Qui y jouira de la paix ?

HANNE, LUKAS, SIMON Der Schutz und Recht der Unschuld gab.

JANE, LUCAS, SIMON He who protected the innocent.

HANNE, LUKAS, SIMON Celui qui protégea et défendit l’innocence.

ERSTER CHOR O seht, der große Morgen naht.

FIRST CHORUS Behold the dawn of that great morning.

PREMIER CHŒUR Oh ! Voyez, le grand jour approche.

ZWEITER CHOR O seht, er leuchtet schon.

SECOND CHORUS Behold, the light shines.

DEUXIEME CHŒUR Oh ! Voyez, l’aube brille déjà.

BEIDE CHÖRE Die Himmelspforten öffnen sich; Der heil'ge Berg erscheint.

BOTH CHORUSES The gates of Heaven open wide, The holy mount appears.

LES DEUX CHŒURS Les portes du ciel s’ouvrent, La montagne sacrée apparaît.

ERSTER CHOR Vorüber sind,

FIRST CHORUS They have passed,

PREMIER CHŒUR Ils sont passés,

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ZWEITER CHOR Verbrauset sind,

SECOND CHORUS They have flown by,

DEUXIEME CHŒUR Ils sont apaisés.

ERSTER CHOR Die leidenvollen Tage,

FIRST CHORUS The days of suffering,

PREMIER CHŒUR Les jours de souffrance,

ZWEITER CHOR Des Lebens Winterstürme.

SECOND CHORUS The storms of life.

DEUXIEME CHŒUR Les orages de l’existence.

BEIDE CHÖRE Ein ew'ger Frühling herrscht, Und grenzenlose Seligkeit Wird der Gerechten Lohn.

BOTH CHORUSES Eternal Spring reigns here; And bliss without end Shall reward the just.

LES DEUX CHŒURS Il règne un éternel printemps, Et une félicité sans fin Sera la récompense des justes.

HANNE, LUKAS, SIMON Auch uns wird einst ein solcher Lohn! Laßt uns wirken, laßt uns streben!

JANE, LUCAS, SIMON Oh, that we too might find such reward! Let us work and strive for it!

HANNE, LUKAS, SIMON Qu’une telle récompense soit aussi un jour la nôtre ! Appliquons-y nos efforts ! Aspirons-y !

ERSTER CHOR Laßt uns kämpfen,

FIRST CHORUS Let us fight,

PREMIER CHŒUR Luttons,

ZWEITER CHOR Laßt uns harren,

SECOND CHORUS Let us be patient,

DEUXIEME CHŒUR Espérons,

BEIDE CHÖRE Zu erringen diesen Preis.

BOTH CHORUSES That we may attain the prize.

LES DEUX CHŒURS Pour obtenir cette récompense.

Uns leite deine Hand, o Gott! Verleih' uns Stärk' und Mut; Dann singen wir, dann gehn wir ein In deines Reiches Herrlichkeit. Amen.

May thy hand, O Lord, give guidance! Give us strength and courage; Then we shall sing, then we shall enter Into the glory of thy realm. Amen.

Que ta main nous guide, ô Seigneur ! Accorde-nous force et courage. Alors nous vaincrons et serons admis Dans la gloire de ton royaume. Ainsi soit-il.

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ENGLISH

Christina Landshamer © Marco Borggreve

Christina Landshamer, soprano Christina Landshamer was born in Munich and initially went to the University for Music and Performing Arts in the city, where she studied under Angelica Vogel. At the State University for Music and Performing Arts in Stuttgart she studied in Konrad Richter’s singing classes and in Dunja Veszovic´ ’s solo classes. Following initial guest performances at the Stuttgart State Opera, Christina Landshamer sang at the Opéra du Rhin in Strasburg under Marc Albrecht as well as at the Komische Oper in Berlin. In 2009 she made her very successful debut at the Theater an der Wien as Clarice in Haydn’s Il mondo della luna under Nikolaus Harnoncourt. This was followed by performances at the Paris Théâtre du Châtelet and at the Salzburg Festival. She performed at the Salzburg Festival again the following year as Frasquita in Carmen, this time under Sir Simon Rattle with the Berlin Philharmonic. Also in 2012 she made her debut at the Baden Baden Festival, under Christian Thielemann. Later that year, she made her highly acclaimed debut as Pamina in Simon McBurney‘s celebrated new production of Mozart’s Die Zauberflöte at the Amsterdam Opera under Marc Albrecht. Christina Landshamer is also active as a concert singer, performing with such orchestras as the Freiburger Barockorchester, the Zurich Tonhalleorchester, the Gewandhausorchester Leipzig. She has made numerous CD recordings for such renowned labels as Decca and Carus-Verlag.

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Maximilian Schmitt © Christian Kargl

Maximilian Schmitt, tenor Maximilian Schmitt discovered his love for music at an early age as a member of the Regensburger Domspatzen. After studying in Berlin, he became a member of the Junges Ensemble at the Bayerische Staatsoper in Munich. Since the 2008/09 season he has been a company member at the Nationaltheater Mannheim, where he is heard in such roles as David in Die Meistersinger von Nürnberg, the Mozart lyric tenor parts (Tamino, Don Ottavio, Belmonte, Ferrando), and Lensky in Eugene Onegin. His repertoire as a concert singer extends from Monteverdi to Mozart and Mendelssohn. He has performed with such conductors as Andrew Manze, Daniel Harding, Thomas Hengelbrock, Leopold Hager, Ulf Schirmer, Philippe Herreweghe, Marcus Creed, Trevor Pinnock, René Jacobs, and Helmuth Rilling, and orchestras including the Akademie fur Alte Musik Berlin, Concerto Köln, Kammerorchester Basel, the Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, the MDR Sinfonieorchester, the Wiener Symphoniker, the Swedish Radio Symphony Orchestra, and the Gewandhausorchester Leipzig.

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Florian Boesch © Lukas Beck

Florian Boesch, bass Florian Boesch is a frequent guest on the concert platform with the Wiener and Berliner Philharmoniker, the Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, and the Gewandhausorchester Leipzig. He works regularly with conductors such as Nikolaus Harnoncourt, Sir Roger Norrington, Ádám Fischer, Philippe Herreweghe, and Martyn Brabbins. Operatic engagements have taken him to renowned venues including the Salzburg Festival, the Theater an der Wien, Staatsoper Hamburg, Oper Köln (as Wozzeck), the Bolshoi Theatre Moscow, and to Los Angeles and Japan. He has established himself as one of the leading recitalists, with invitations to the Wiener Musikverein and Konzerthaus, the Wigmore Hall in London, the Amsterdam Concertgebouw, the Cologne Philharmonie, and the Palais des Beaux-Arts in Brussels, as well as to numerous festivals throughout Europe, the USA, and Canada. His highly acclaimed CD of Schubert’s Winterreise was released on ONYX.

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Collegium Vocale Gent The year 2010 marked the fortieth anniversary of the founding of Collegium Vocale Gent by a group of student friends at the initiative of Philippe Herreweghe. The ensemble was one of the first to apply to vocal music the new insights into Baroque performing practice. Its approach based on careful attention to text and rhetoric ensured a transparent sound that propelled it to worldwide fame in just a few short years. Over the course of time Collegium Vocale Gent has grown into a flexible ensemble with a broad repertoire. For each project the optimal performing forces are assembled. Focusing on Renaissance and German Baroque music, the ensemble also appears as a symphonic choir in the Classical, Romantic and modern oratorio repertoire. The ensemble has built up a large discography of more than eighty recordings. Collegium Vocale Gent receives support from the Flemish Community, the Province of East Flanders, and the City of Ghent. In 2011 the ensemble was named European Union Ambassador. (www.collegiumvocale.com) Orchestre des Champs-Elysées The Orchestre des Champs-Elysées, founded in 1991 by Philippe Herreweghe and Alain Durel, is a periodinstrument orchestra performing music from the mid-eighteenth century to the early twentieth (Haydn to Mahler). For several years the orchestra was in residence at the Théâtre des Champs-Elysées in Paris and at the Palais des Beaux-Arts in Brussels. It has performed in major concert halls such as the Musikverein (Vienna), the Concertgebouw (Amsterdam), the Barbican Centre (London), the Alte Oper (Frankfurt), the Philharmonic Halls in Berlin and Munich, and the Gewandhaus (Leipzig). Philippe Herreweghe is both artistic director and principal conductor of the orchestra. Guest conductors such as Daniel Harding, Christian Zacharias, Louis Langrée, Heinz Holliger, Christophe Coin, and René Jacobs have also collaborated with the orchestra. Its extensive discography includes music by Mozart (Requiem, Mass in C minor), Beethoven (Ninth Symphony, complete works for violin and orchestra), Brahms (Ein deutsches Requiem), Mahler (Des Knaben Wunderhorn), and Fauré (Requiem). The Orchestre des Champs-Elysées, a partner of the TAP – TheatreAuditorium de Poitiers, is funded by the French Ministry of Culture and the Regional Council of Poitou-Charentes. (www.orchestredeschampselysees.com)

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Philippe Herreweghe © Michiel Hendryckx

Philippe Herreweghe Philippe Herreweghe was born in Ghent, where he studied at the university while training as a pianist with Marcel Gazelle. In 1970 he founded Collegium Vocale Gent, and in 1977 the Parisian ensemble La Chapelle Royale. From 1982 to 2002 he was artistic director of the Académies Musicales de Saintes. During this period he created the Ensemble Vocal Européen, and the Orchestre des Champs-Élysées. At the invitation of the Accademia Chigiana of Siena, and since 2011 with the support of the Cultural Programme of the European Union, Philippe Herreweghe and Collegium Vocale Gent are working on the formation of a large symphonic chorus on a pan-European scale. Constantly seeking new musical challenges, Philippe Herreweghe has also been active for some years in the core symphonic repertoire. He has been principal conductor of the Royal Flemish Philharmonic (deFilharmonie) since 1997, and in 2008 was appointed guest conductor of the Netherlands Radio Chamber Philharmonic (Radio Kamer Filharmonie). He is also in great demand as a guest conductor. Over the years, he has amassed an extensive discography of more than one hundred recordings. In 2010 he founded his own label φ (PHI) in order to build a rich and varied catalogue in complete artistic freedom.

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FRANÇAIS

Christina Landshamer, soprano Née à Munich, Christina Landshamer étudie à la Hochschule für Musik und Theater de sa ville natale auprès d’Angelica Vogel, puis dans les classes de Konrad Richter et de Dunja Vejzovic´ à la Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst de Stuttgart. Après de premiers engagements à l’opéra de Stuttgart, la soprano se produit à l’Opéra du Rhin à Strasbourg, sous la direction de Marc Albrecht, ainsi qu’à l’Opéra-comique de Berlin. En 2009, elle fait des débuts très remarqués au Theater an der Wien dans le rôle de Clarice dans Il mondo della luna de Haydn, sous la direction de Nikolaus Harnoncourt. En 2011, elle se produit au Théâtre du Châtelet à Paris et au festival de Salzbourg où, un an plus tard, elle fera revivre Frasquita dans Carmen, cette fois sous la baguette de Simon Rattle avec le Philharmonique de Berlin. La même année, elle fait ses débuts au festival de Baden-Badener, avec Christian Thielemann. Fin 2012, elle chante pour la première fois le rôle de Pamina dans la Flûte enchantée de Mozart lors de la production de Simon McBurney à l’Opéra d’Amsterdam, sous la direction de Marc Albrecht. Elle franchit d’importantes étapes dans sa carrière de chanteuse en compagnie de chefs d’orchestre tels que Kent Nagano, Marc Albrecht, Marcus Creed, Manfred Honeck, Yakov Kreizberg, Claus Peter Flor, Frans Brüggen, Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Nikolaus Harnoncourt, Pablo Heras-Casado, Christian Thielemann ou Riccardo Chailly, lors de concerts avec le Philharmonique de Munich, le Freiburger Barockorchester, l’Orchestre de la Tonhalle de Zurich, l’Orchestre du Gewandhaus de Leipzig… Elle a réalisé des enregistrements pour des labels renommés, notamment Decca et Carus-Verlag. Maximilian Schmitt, ténor C’est très jeune que Maximilian Schmitt découvre son amour pour la musique, au sein du chœur d’enfants de la cathédrale de Ratisbonne. Après ses études à Berlin, il fait partie de l’ensemble des jeunes de l’Opéra d’État de Bavière à Munich. Depuis la saison 2008-2009, il est membre de la troupe du Théâtre national de Mannheim, où il peut être entendu dans des rôles tels que celui de David dans Die Meistersinger von Nürnberg et dans les rôles lyriques des opéras de Mozart tels que ceux de Tamino, de Don Ottavio, de Belmonte ou de Ferrando, ou encore dans celui de Lenski dans Eugène Onéguine. En concert, son répertoire s’étend de Monteverdi à Mendelssohn en passant par Mozart ; il se produit avec des chefs tels que Andrew Manze, Daniel Harding, Thomas Hengelbrock, Leopold Hager, Ulf Schirmer, Philippe Herreweghe, Marcus Creed, Trevor Pinnock, René Jacobs, Helmuth Rilling et des orchestres tels que l’Akademie fur Alte Musik Berlin, Concerto Köln, l’Orchestre de chambre de Bâle, l’Orchestre symphonique de la Radio bavaroise, l’Orchestre symphonique de la MDR, l’Orchestre symphonique de Vienne, l’Orchestre symphonique de la Radio suédoise ou l’Orchestre du Gewandhaus de Leipzig. 73


Florian Boesch, basse Florian Boesch est régulièrement invité à se produire en concert avec les Philharmoniques de Vienne et de Berlin, l’Orchestre du Concertgebouw et celui du Gewandhaus. Il travaille avec des chefs d’orchestre tels que Nikolaus Harnoncourt, Sir Roger Norrington, Ádám Fischer, Philippe Herreweghe ou Martyn Brabbins. Ses engagements à l’opéra l’ont conduit à se produire aux Festspiele de Salzbourg, au Theater an der Wien, à l’Opéra d’État de Hambourg, à l’Opéra de Cologne (Wozzeck), au Théâtre du Bolchoï de Moscou, à Los Angeles et au Japon. Florian Boesch s’est imposé comme l’un des récitalistes les plus importants et se produit dans les salles viennoises, au Wigmore Hall de Londres, au Concertgebouw d’Amsterdam, à la Philharmonie de Cologne, au Palais des Beaux-Arts de Bruxelles ainsi que dans de nombreux festivals à travers l’Europe, les États-Unis et le Canada. Son enregistrement du Winterreise de Schubert pour le label ONYX a été très chaleureusement accueilli. Collegium Vocale Gent Il y a plus de quarante ans aujourd’hui qu’à l’initiative de Philippe Herreweghe, un groupe d’étudiants liés d’amitié décida de fonder le Collegium Vocale Gent. L’ensemble sera un des premiers à appliquer à la musique vocale la vision nouvelle qui s’était fait jour dans l’interprétation de la musique baroque. Leur approche, partant du texte authentique et d’une recherche rhétorique approfondie, suscita une palette sonore transparente qui donna en quelques années au Collegium une réputation internationale. Depuis, le Collegium Vocale Gent s’est développé en un ensemble flexible, au répertoire large. Pour chaque projet un effectif optimal est rassemblé. Outre la musique de la Renaissance et du baroque allemand, en particulier les œuvres vocales de J. S. Bach, le Collegium Vocale Gent se consacre au répertoire classique, romantique et contemporain de l’oratorio avec orchestre. L’ensemble a bâti une discographie de plus de quatre-vingts enregistrements. Le Collegium Vocale Gent bénéficie du soutien de la Communauté flamande, de la Province de Flandre-Orientale et de la Ville de Gand (Gent). En 2011, l’ensemble est devenu Ambassadeur de l’Union européenne(www.collegiumvocale.com). Orchestre des Champs-Elysées L’Orchestre des Champs-Elysées, fondé en 1991 par Philippe Herreweghe et Alain Durel, se consacre à l’interprétation, sur instruments d’époque, du répertoire allant de Haydn à Mahler. L’Orchestre des ChampsElysées a été plusieurs années en résidence au Théatre des Champs-Elysées, au Palais des Beaux-Arts de Bruxelles et s’est produit dans la plupart des grandes salles de concert : Musikverein de Vienne, Concertgebouw d’Amsterdam, Barbican Centre de Londres, Philharmonies de Munich, de Berlin et de 74


Cologne, Alte Oper de Francfort, Gewandhaus de Leipzig... Il est placé sous la direction de Philippe Herreweghe, mais plusieurs chefs ont été invités à le diriger, parmi lesquels Daniel Harding, Christian Zacharias, Louis Langrée, Heinz Holliger, Christophe Coin et René Jacobs. Extrait de la discographie : Mozart (Requiem, Messe en ut mineur), Beethoven (Symphonie n° 9, intégrale des œuvres pour violon et orchestre...), Brahms (Ein deutsches Requiem), Mahler (Des Knaben Wunderhorn), Fauré (Requiem)... L’Orchestre des Champs-Elysées, associé au TAP – Théatre & Auditorium de Poitiers – et en résidence en Poitou-Charentes, est subventionné par le Ministère francais de la Culture et par la région Poitou-Charentes. (www.orchestredeschampselysees.com) Philippe Herreweghe Philippe Herreweghe est né à Gand et a cumulé des études universitaires et une formation de piano auprès de Marcel Gazelle. En 1970, il a fondé le Collegium Vocale Gent, et en 1977 La Chapelle Royale. De 1982 à 2002, il a été directeur des Académies Musicales de Saintes. Durant cette période, il a fondé l’Ensemble Vocal Européen et l’Orchestre des Champs-Élysées. À l’invitation de la prestigieuse Accademia Chigiana (Sienne), et depuis 2011 sous l’impulsion du programme Culture de l’Union européenne, Philippe Herreweghe travaille en compagnie du Collegium Vocale Gent à la constitution d’un grand chœur symphonique de niveau européen. Toujours à la recherche de nouveaux défis musicaux, Philippe Herreweghe est depuis quelque temps très actif dans le répertoire symphonique. Depuis 1997, il est chef principal à deFilharmonie (Orchestre Philharmonique des Flandres, Anvers) et, depuis 2008, chef invité à la Radio Kamer Filharmonie des PaysBas. En outre, il est invité par de nombreux orchestres. Philippe Herreweghe est à la tête d’une discographie impressionnante de plus de cent enregistrements. En 2010, il a fondé son propre label φ (PHI) afin de jouir d’une liberté complète dans la constitution d’un catalogue varié.

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DEUTSCH

Christina Landshamer, Sopranistin Die gebürtige Münchnerin Christina Landshamer studierte an der Hochschule für Musik und Theater München bei Angelica Vogel sowie anschließend in der Liedklasse von Konrad Richter und in der Solistenklasse bei Dunja Vejzovic´ an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Nach ersten Gastengagements an der Stuttgarter Staatsoper sang die Sopranistin an der Opéra du Rhin in Straßburg unter Marc Albrecht sowie an der Komischen Oper in Berlin. 2009 hatte sie ihr sehr erfolgreiches Debüt im Theater an der Wien als Clarice in Haydns Il mondo della luna unter Nikolaus Harnoncourt. 2011 folgten das Pariser Théâtre du Châtelet und die Salzburger Festspiele, wo sie ein Jahr später als Frasquita in Carmen wieder zu erleben war, diesmal unter Simon Rattle mit den Berliner Philharmonikern. Im selben Jahr debütierte sie bei den Baden-Badener Festspielen, unter Christian Thielemann. In Simon McBurneys gefeierter Neuproduktion von Mozarts Zauberflöte an der Oper Amsterdam unter Marc Albrecht gab Christina Landshamer Ende 2012 ihr umjubeltes Debüt als Pamina. Wichtige Stationen ihrer bisherigen sängerischen Laufbahn mit Dirigenten wie Kent Nagano, Marc Albrecht, Marcus Creed, Manfred Honeck, Yakov Kreizberg, Claus Peter Flor, Frans Brüggen, Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Nikolaus Harnoncourt, Pablo HerasCasado, Christian Thielemann und Riccardo Chailly waren Konzerte mit den Münchner Philharmonikern, dem Freiburger Barockorchester, dem Tonhalleorchester Zürich, dem Gewandhausorchester Leipzig… Sie hat CD-Einspielungen für renommierte Labels wie Decca und Carus-Verlag gemacht. Maximilian Schmitt, Tenor Maximilian Schmitt entdeckte seine Liebe zur Musik bereits in jungen Jahren bei den Regensburger Domspatzen. Nach seinem Studium in Berlin war er Mitglied im Jungen Ensemble der Bayerischen Staatsoper Munchen. Seit der Saison 2008/2009 ist er Ensemblemitglied des Mannheimer Nationaltheaters und dort in Partien zu hören wie David in Die Meistersinger von Nürnberg und den lyrischen Mozart-Partien wie Tamino, Don Ottavio, Belmonte, Ferrando oder als Lenski in Eugen Onegin. Als Konzertsänger reicht sein Repertoire von Monteverdi uber Mozart bis Mendelssohn, er musiziert mit Dirigenten wie Andrew Manze, Daniel Harding, Thomas Hengelbrock, Leopold Hager, Ulf Schirmer, Philippe Herreweghe, Marcus Creed, Trevor Pinnock, René Jacobs, Helmuth Rilling und Orchestern wie der Akademie fur Alte Musik Berlin, Concerto Köln, dem Kammerorchester Basel, den Symphonie-Orchestern des Bayerischen und des Mitteldeutschen Rundfunks, den Wiener Symphoniker, dem Swedish Radio Symphony Orchestra und dem Gewandhausorchester Leipzig. 76


Florian Boesch, Bass Florian Boesch ist regelmäßig in Konzerten mit den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Concertgebouw Orkest oder dem Gewandhausorchester zu hören. Er arbeitet mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Sir Roger Norrington, Ádám Fischer, Philippe Herreweghe oder Martyn Brabbins. Daruber hinaus hatte er Opernengagements bei den Salzburger Festspielen, am Theater an der Wien, der Staatsoper Hamburg, der Oper Köln (Wozzeck), am Bolshoi Theater Moskau, in Los Angeles und in Japan. Florian Boesch hat sich außerdem als Liedinterpret einen Namen gemacht, mit Einladungen vom Wiener Konzertverein und vom Wiener Konzerthaus, der Wigmore Hall in London, dem Concertgebouw Amsterdam, der Philharmonie Köln und dem Palais des Beaux-Arts in Brussel. Des Weiteren sang er bei zahlreichen Festivals in ganz Europa, in den USA und in Canada. Seine hoch gelobte Aufnahme von Schuberts Winterreise erschien bei ONYX. Collegium Vocale Gent Im Jahre 2010 feierte das Collegium Vocale Gent sein vierzigjähriges Jubiläum – es wurde 1970 von einer Gruppe befreundeter Studenten auf Initiative von Philippe Herreweghe gegründet und gehörte zu den ersten Vokalensembles, die die neuen Erkenntnisse über barocke Aufführungspraxis umsetzten. Die textorientierte und rhetorische Annäherung führte zu dem transparenten Klang, der dem Ensemble in wenigen Jahren zu Weltruhm verhalf. Inzwischen ist das Collegium Vocale Gent zu einem flexiblen Ensemble. Sein größter Trumpf ist die Möglichkeit, für jedes Projekt die optimale Besetzung zusammen stellen zu können. Die deutsche Barockmusik, insbesondere die von J.S. Bach, bleibt stets das Aushängeschild des Ensembles. Darüber hinaus spezialisiert sich das Collegium Vocale Gent immer mehr auf dem Gebiet des romantischen, modernen und zeitgenössischen Oratoriums. Das Collegium Vocale Gent verfügt über eine umfangreiche Diskographie. Das Collegium Vocale Gent wird von der Flämischen Gemeinde, der Provinz Ost-Flandern und der Stadt Gent unterstützt. 2011 wurde das Ensemble Botschafter der Europäischen Union. (www.collegiumvocale.com) Orchestre des Champs-Elysées Das Orchestre des Champs-Elysées wurde 1991 auf Anregung von Alain Durel und Philippe Herreweghe gegründet. Das Ensemble hat sich der Erarbeitung des symphonischen Repertoires der Klassik, der Romantik und der klassischen Moderne verschrieben, das auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und mit den Mitteln einer um historische Stiltreue bemuhten Auffuhrungspraxis einer grundlegenden Neuwertung unterzogen werden soll – ein Anliegen, das sich auch in der Beteiligung des 77


Orchesters an musikwissenschaftlichen Forschungen und padagogischen Projekten niederschlagt. Das Orchester hat in den wichtigsten Konzertsalen Europas gespielt; Konzertreisen fuhrten es nach Japan, Australien, Korea und China. Unter des Leitung seines Kunstlerischen Leiters und Chefdirigenten Philippe Herreweghe hat es eine Vielzahl von Einspielungen produziert. Daruber hinaus spielte das Orchester aber auch unter Gastdirigenten wie Christian Zacharias, Christophe Coin, René Jacobs und Daniel Harding. Diskographie (Auszug): Mozart (Requiem, Große Messe in c-Moll), Beethoven (Symphonie Nr. 9, Samtliche Werke fur Violine und Orchester...), Brahms (Ein deutsches Requiem), Mahler (Des Knaben Wunderhorn), Fauré (Requiem)... Das im Poitou-Charentes beheimatete Orchestre des Champs-Elysées ist Partner der TAP (Theatre & Auditorium de Poitiers) und wird durch das franzosische Kultusministerium und die Region Poitou-Charentes gefördert. (www.orchestredeschampselysees.com) Philippe Herreweghe Philippe Herreweghe wurde in Gent geboren, wo er neben seinem Universitätsstudium bei Marcel Gazelle Klavier studierte. Parallel dazu begann er zu dirigieren und gründete 1970 das Collegium Vocale Gent. 1977 gründete Philippe Herreweghe in Paris das Ensemble La Chapelle Royale. Von 1982 bis 2002 war er künstlerischer Direktor der Académies Musicales de Saintes. In dieser Zeit gründete er das Ensemble Vocal Européen und das Orchestre des Champs-Elysées. Auf Einladung der berühmten Accademia Chigiana (Siena) und seit 2011 auch unter dem Impuls des kulturellen Programms der Europäischen Union arbeitet Philippe Herreweghe gemeinsam mit dem Collegium Vocale Gent am Aufbau eines großen symphonischen Chores auf europäischem Niveau. Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen, beschäftigt sich Philippe Herreweghe seit einiger Zeit intensiv mit dem großen symphonischen Repertoire. Seit 1997 ist er Musikdirektor von deFilharmonie (Royal Flemisch Philharmonic), seit 2008 ist er fester Gastdirigent der Radio Kamer Filharmonie der Niederlande. Darüber hinaus ist Herreweghe ein viel gefragter Gastdirigent. Philippe Herreweghe nahm im Laufe der Jahre mehr als 100 CDs auf. 2010 gründete Herreweghe sein eigenes label φ (PHI), um künstlerisch ganz frei einen breiten, vielfältigen Katalog aufzubauen.

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NEDERLANDS

Christina Landshamer, sopraan Christina Landshamer werd geboren in Munchen en studeerde er zang aan de universiteit in de klas van Angelica Vogel. Nadien studeerde ze aan de universiteit van Stuttgart bij Konrad Richter en Dunja Vejzovic´. Na gastrollen in de opera van Stuttgart, zong Christina Landshamer in de Opéra du Rhin in Strasbourg onder leiding van Marc Albrecht, alsook in de Komische Oper Berlin. In 2009 maakte ze haar succesvol debut in het Theater an der Wien als Clarice in Haydns Il mondo della luna onder leiding van Nikolaus Harnoncourt. Nadien zong ze in het Théâtre du Châtelet in Parijs alsook tijdens het festival van Salzburg. Kort daarna zong ze opnieuw in Salzburg als Frasquita in Carmen, samen met de Berliner Philharmoniker onder leiding van Sir Simon Rattle. In 2012 maakte ze haar debut op het Baden Baden Festival onder leiding van Christian Thielemann. Later dat jaar gaf ze haar debut als Pamina in Simon McBurney’s gevierde productie van de Toverfluit van Mozart in de opera van Amsterdam onder leiding van Marc Albrecht. Christina Landshamer is ook actief als concertzangers. Ze treedt regelmatig op met orkesten zoals het Freiburger Barockorchester, het Zurich Tonhalleorchester, het Gewandhausorchester in Leipzig… Ze maakte talrijke cd-opnames voor prestigieuze labels zoals Decca and Carus-Verlag. Maximilian Schmitt, tenor Maximilian Schmitt ontdekte zijn liefde voor muziek op jonge leeftijd in het koor Regensburger Domspatzen. Na zijn studies in Berlijn was hij lid van het Jungen Ensemble der Bayerischen Staatsoper Munchen. Sinds het seizoen 2008/2009 is hij lid van het solistenensemble van het Mannheimer Nationaltheaters, waar hij te horen was als David in Die Meistersinger von Nürnberg. Ook vertolkte hij er enkele lyrische tenorpartijen (Tamino, Don Ottavio, Belmonte, Ferrando) uit opera’s van Mozart, alsook de rol van Lensky uit Eugene Onegin. Zijn repertoire als concertzanger reikt van Monteverdi, over Mozart tot Mendelssohn. Hij werkt met dirigenten zoals Andrew Manze, Daniel Harding, Thomas Hengelbrock, Leopold Hager, Ulf Schirmer, Philippe Herreweghe, Marcus Creed, Trevor Pinnock, René Jacobs, Helmuth Rilling, en met orkesten zoals Akademie fur Alte Musik Berlin, Concerto Köln, Kammerorchester Basel, het Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, het MDR Sinfonieorchester, de Wiener Symphoniker, het Swedish Radio Symphony Orchestra, en het Gewandhausorchester Leipzig.

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Florian Boesch, bas Florian Boesch is regelmatig te gast op concertpodia met orkesten zoals de Wiener Philharmoniker, de Berliner Philharmoniker, het Concertgebouw Orkest, of het Gewandhausorchester. Vaak werkt hij samen met dirigenten waaronder Nikolaus Harnoncourt, Sir Roger Norrington, Ádám Fischer, Philippe Herreweghe, of Martyn Brabbins. Zijn opera-engagementen brachten hem naar het Salzburger Festspiele, Theater an der Wien, Staatsoper Hamburg, Oper Köln, Moscow Bolshoi Theatre, alsook naar Los Angeles en naar Japan. Florian Boesch is een van de leidende recitalzangers, en wordt regelmaatig uitgenodigd door het Musikverein en het Konzerthaus (Wenen), de Wigmore Hall (Londen), het Concertgebouw (Amsterdam), de Philharmonie (Keulen), Bozar (Brussel), alsook door verscheidene festivals in Europe, de Verenigde Staten en Canada. Zijn opname voor ONYX met Schuberts Winterreise werd alom bejubeld. Collegium Vocale Gent In 2010 was het veertig jaar geleden dat een groep bevriende studenten op initiatief van Philippe Herreweghe besliste om het Collegium Vocale Gent op te richten. Het ensemble paste als één van de eerste de nieuwe inzichten inzake de uitvoering van barokmuziek toe op vocale muziek. De tekstgerichte en retorische aanpak zorgde voor een transparant klankidioom, waardoor het ensemble in nauwelijks enkele jaren wereldfaam verwierf. Ondertussen is Collegium Vocale Gent uitgegroeid tot een flexibel ensemble met een breed repertoire uit verschillende stijlperiodes. Voor elk project wordt een geoptimaliseerde bezetting bijeen gebracht. Naast muziek uit de renaissance en de Duitse barok, in het bijzonder de vocale werken van J. S. Bach, legt Collegium Vocale Gent zich in symfonische koorbezetting ook toe op het klassieke, romantische en hedendaagse oratoriumrepertoire. Het ensemble bouwde in de loop der jaren een omvangrijke en gevarieerde discografie uit van meer dan 85 opnamen. Collegium Vocale Gent geniet de steun van de Vlaamse Gemeenschap, de Provincie Oost-Vlaanderen en de Stad Gent. In 2011 werd het ensemble Ambassadeur van de Europese Unie. (www.collegiumvocale.com) Orchestre des Champs-Elysées Het Orchestre des Champs-Elysées, opgericht in 1991 onder impuls van Alain Durel en Philippe Herreweghe, legt zich toe op muziek van Haydn tot Mahler en voert deze uit op historische instrumenten. Na een residentie in het Théatre des Champs-Elysées (Parijs) en het Paleis voor Schone Kunsten (Brussel) was het orkest te gast in belangrijke concertzalen zoals het Musikverein (Wenen), het Concertgebouw (Amsterdam), het Barbican Centre (Londen), de Alte Oper (Frankfurt), Gewandhaus (Leipzig)... Ook was het orkest te gast in 80


Japan, Korea, China en Australië. Het Orchestre des Champs-Elysées staat onder leiding van Philippe Herreweghe, maar regelmatig worden ook gastdirigenten uitgenodigd zoals Daniel Harding, Christian Zacharias, Louis Langrée, Heinz Holliger, Christophe Coin en René Jacobs. Een greep uit de uitgebreide discografie van het orkest: Mozart (Requiem, Mis in do klein), Beethoven ( Symfonie nr. 9, integrale oeuvre voor viool en orkest), Brahms (Ein deutsches Requiem), Mahler (Des Knaben Wunderhorn), Fauré (Requiem)... Het Orchestre des Champs-Elysées is verbonden aan het TAP (Théatre Auditorium de Poitiers), heeft een residentie in Poitou-Charentes, en wordt ondersteund door het Franse ministerie van cultuur en de regio Poitou-Charentes. (www.orchestredeschampselysees.com) Philippe Herreweghe Philippe Herreweghe werd geboren in Gent en combineerde er zijn universitaire studies met een opleiding piano bij Marcel Gazelle. In 1970 richtte hij het Collegium Vocale Gent op, en in 1977 het Parijse ensemble La Chapelle Royale. Van 1982 tot 2002 was hij artistiek directeur van de Académies Musicales de Saintes. In die periode richtte hij o. a. het Ensemble Vocal Européen en het Orchestre des Champs-Elysées op. Op uitnodiging van de Accademia Chigiana te Siena, en sinds 2011 ook onder impuls van het Cultuurprogramma van de Europese Unie werkt Philippe Herreweghe samen met Collegium Vocale Gent aan de uitbouw van een groot symfonisch koor op Europees niveau. Steeds op zoek naar muzikale uitdagingen is Philippe Herreweghe sinds enige tijd actief in het grote symfonische repertoire. Naast gastdirecties engageert hij zich sinds 1997 als hoofddirigent van deFilharmonie (Royal Flemish Philharmonic), en sinds 2008 als vaste gastdirigent van de Radio Kamer Filharmonie in Nederland. Philippe Herreweghe bouwde in de loop der jaren een uitgebreide discografie uit van meer dan 100 opnamen. In 2010 richtte hij zijn eigen label φ (PHI) op om in volledige artistieke vrijheid een rijke en gevarieerde catalogus uit te bouwen.

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Collegium Vocale Gent & Orchestre des Champs-Elysées © LGArts Centre / JD WOO


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LPH 012 Johann Sebastian Bach Ich elender Mensch Leipzig Cantatas Collegium Vocale Gent Philippe Herreweghe


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