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Heft 11 | November 2012 WWW.ELEKTROTECHNIK.CH ELEKTROTECHNIK AUTOMATION, TELEMATIK GEBÄUDETECHNIK

Präsenz zeigen...

Der Präsenzmelder PlanoCentro neu mit 3-Kanälen für Grossraumbüros und Schulräume

20

Effizienzpotenzial in Gebäuden

60

Videoüberwachungsanlagen ersetzen

36

FE ist nicht gleich Funktionserhalt

64

NIN-Know-how, Leserfragen Teil 83


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Editorial

ET-Wettbewerb November 2012

Gebäudeautomation Liebe Leserin, lieber Leser Die kürzlich vom Bundesamt für Energie veröffentlichten Energieperspektiven Energie 2050 listen auf insgesamt 1532 Seiten verschiedene Möglichkeiten auf, wie die Energieeffizienz im Gebäudebereich bei Elektrogeräten, im Industrieund Dienstleistungssektor und in der Mobilität verbessert werden kann. Zugleich soll durch den Zubau erneuerbarer Energien sowie durch Strom aus Wärmekraftkoppelung und Gaskombikraftwerken die elektrische Versorgungssicherheit gewährleistet werden. Weitere Massnahmen seien später zwingend. So weit, so gut! Fokussieren wir uns auf den Gebäudebereich, wo bekanntlich fast 50 % unseres gesamten Energieverbrauchs und CO2-Ausstosses anfällt, sind daher Aktivitäten gefordert. Auch beim Stromverbrauch in Gebäuden sind die Verhältnisse ähnlich. Im Gebäudebereich denkt man häufig nur an das Isolieren, Abdichten, allenfalls an neue Fenster oder an eine neue Heizung. Die Tatsache, dass aber durch den Einsatz effizienter haustechnischer Geräte und Systeme, sowie deren intelligente Betriebsweise mit Gebäudeautomation die Energiebilanz wesentlich verbessert werden kann, das ist auch in der Fachwelt noch nicht Allgemeingut. Sucht man den Begriff «Gebäudeautomation» (GA) in den 1532 Seiten des BFE, so wird man nur an zwei Stellen fündig, nämlich bei der Pflicht zur Energieinspektion der Gebäudetechnik und Betriebsoptimierung der Gebäude. Diese wenigen Hinweise überraschen, aber dass die beiden Pflichten nur mit einer sinnvollen GA realisierbar sind, ist einleuchtend. Und damit wird sie auch zur Pflicht. Damit sind alle HLKSE-Fachleute (Heizung-LüftungKlima-Sanitär-Elektro) angesprochen. Leider gibt es noch keine anerkannte Grundbildung «Gebäudeautomatiker» und auch noch keine Abschlüsse bei den höheren Fachprüfungen. Letztere sollen nun aufgebaut werden. Aber es ist eigenartig, wenn einzelne Interessengruppen die GA als ihr «Hoheitsgebiet» betrachten. Nicht nur das GA-Netzwerk, sondern auch die GA-Aus- und -Weiterbildung muss integral und damit von allen Interessierten breit abgestützt sein. Nur dies bringt nachhaltige Lösungen, die der Praxis und damit auch der Umwelt dienen.

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Hans R. Ris, Präsident Gebäude Netzwerk Initiative GNI Elektrotechnik 11/12 | 1


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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis Editorial 1 Gebäudeautomation

Wirtschaft und Verbände 4 Kein Rückgang bei den Zahlreiche Gebäude wurden dieses Jahr wieder mit dem Solarpreis ausgezeichnet. So auch die Photovoltaik-Anlage auf den Dächern der Palexpo in Genf, eine der grössten Dachanlagen Europas.

Elektrounfällen

6 GA-Radar – das Hilfsmittel für die strategische Planung

6 Neue Chefs bei ABB 8 Gebäudeautomation in der Umwelt Arena

8 Neue Chefin der BKW 9 Weiterbildungskurse zur Ladeinfrastruktur

Photovoltaik 10 Schweizer Solargrosskraftwerk in Spanien

12 Eine Forscherkarriere

Licht & Leuchten 44 Service inklusive auf der

für die Solarenergie

Allmend Luzern

14 Sonnen-Power auf dem

45 Onlite: die Leuchten

ABB Power Tower

16 Bau des grössten Solarkraftwerks der Schweiz

54 WLANs – schneller, weiter, besser 57 Android OS 4.1 mit Chancen und Risiken

60 Videoüberwachungsanlagen

für sicheres Geleit

46 Excellence bei der Beleuchtung

fachgerecht ersetzen

63 Raffinierte Auswertung

gesucht?

von Videobildern

17 Empfehlungen zur kostendeckenden Einspeisevergütung

18 Kraftwerkpark wächst

Installations- & Gebäudetechnik 20 Effizienzpotenzial in Gebäuden 24 Interview Balz Halter, 28 30 33 34 36

Halter Unternehmungen AG Smart Home für jedermann Geld sparen ohne Komforteinbusse NOXnet überzeugt von A bis Z Lagerlicht automatisiert FE ist nicht gleich Funktionserhalt

Maschinen & Geräte 48 Kabelschuhe pressen 50 Antriebsfamilie von Control Techniques AG

Aus- und Weiterbildung 64 NIN-Know-how 83 68 Brain Food 70 Fokus Elektrosicherheit: Prinzip der dreifachen Sicherheit

Telematik & Multimedia Service

53 Security Essen – grosses Interesse für Sicherheitslösungen 53 Verspannte Silizium-Nanodrähte für effizientere Transistoren

72 77 77 79 80

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Wirtschaft & Verbände

Unfallstatistik der Elektrounfälle 2011

Kein Rückgang bei den Elektrounfällen Leider sind die Elektrounfälle, welche durch das ESTI abgeklärt wurden, im Jahr 2011 nicht zurückgegangen. Die Statistik zeigt auf, dass sich vermehrt elektrotechnische Laien in den Niederspannungsinstallationen verletzt haben. Weniger Unfälle gab es bei den Elektrofachleuten sowie in Industrie und Gewerbe. Was sind die Gründe dafür? Dario Marty* Arbeiten unter Spannung führen immer wieder zu tragischen Unfällen. Die Routine ist leider kein Garant für das sichere Arbeiten. Wird unter Spannung gearbeitet, muss die Arbeitsstelle mit den notwendigen Schutzmassnahmen vorbereitet und der Arbeitsablauf allen Beteiligten klar sein. Hier sind die Vorgesetzten gefordert, das Arbeiten unter Spannung nicht einfach zu tolerieren. Die Kampagne der Suva «Sicherer Umgang mit Elektrizität» soll ab 2013 die Mitarbeitenden und die Vorgesetzten beim Verhindern von Elektrounfällen unterstützen. Im vergangenen Jahr ist die Anzahl der Elektrounfälle leicht angestiegen. Die absolute Zahl von 129 ist immer * Chefingenieur, Eidgenössisches Starkstrominspektorat ESTI, 8320 Fehraltorf, Tel. 044 956 12 12, info@esti.admin.ch, www.esti.admin.ch. Quelle: Bulletin 10/2012

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noch sehr hoch (Bild 1). Weniger Unfälle gegenüber dem Vorjahr sind bei der Berufsgruppe Industrie und Gewerbe und bei den Bagatellfällen zu verzeichnen. Die Unfälle in den elektrischen Niederspannungsinstallationen sind immer noch überdurchschnittlich hoch. Die Zahl der Todesfälle konnte im letzten Jahr leider nicht gesenkt werden. Ursachen Eine konsequente Anwendung der fünf Sicherheitsregeln für spannungsfreies Arbeiten hätte fast die Hälfte der Unfälle verhindert. Nur mit der korrekten Anwendung der ersten drei Regeln • Freischalten und allseitig trennen • Gegen Wiedereinschalten sichern • Auf Spannungslosigkeit prüfen wären mehr als ein Drittel aller Fälle nicht passiert (Bild 2). Vielfach werden wirtschaftliche Gründe für das Arbeiten unter Spannung genannt. Ein ungeElektrounfälle der letzten 10 Jahre.

planter Ausfall einer Anlage aufgrund eines Unfalls hat aber sehr viel höhere Kosten zur Folge. Nach Art. 67 der Starkstromverordnung StV sorgt der Betriebsinhaber einer Starkstromanlage dafür, dass Arbeiten an der Anlage nur von sachverständigen oder instruierten Personen ausgeführt werden. Er ist dafür verantwortlich, dass genügend Personal eingesetzt wird, und bezeichnet für jede Arbeitsstelle eine verantwortliche Person für die Schutzmassnahmen. Er sorgt dafür, dass die eingesetzten Personen auch durch Dritte nicht gefährdet werden. Es liegt an den Vorgesetzen, Organisation und Umfeld der Mitarbeitenden so zu gestalten, dass keine Unfälle passieren. Sie müssen die Einhaltung der Schutzmassnahmen regelmässig kontrollieren. Anlagen oder Erzeugnisse, welche keinen genügenden Basisschutz gegen einen elektrischen Schlag aufweisen, sind weitere Ursachen für Unfälle mit Elektrizität. Blanke Drähte verursachen auf den Baustellen immer wieder schwere Unfälle, welche durch einen Sturz von der Leiter Folgeverletzungen nach sich ziehen. Vielfach ist den Erstellern und Betreibern von Elektroinstallationen nicht bewusst, welche Gefahren für Dritte davon ausgehen (Bild 3).

Unfälle mit Elektrizität sind dem ESTI zu melden • Deutschschweiz: 044 956 12 12 (ausserhalb der Geschäftszeiten: Ansagetext bis zum Ende hören) • Westschweiz: 021 311 52 17 oder 079 236 39 09 oder 079 744 45 92 • Tessin: 044 956 12 12 oder 079 454 45 56

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Sicherheitswidrige Handlungen der letzten 10 Jahre.

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Auswirkungen Bei der Auswertung nach der Unfallschwere fällt auf, dass bei mehr als der Hälfte der Elektro-Berufsunfälle mit Arbeitsausfällen von mehr als drei Arbeitstagen zu rechnen ist (Bild 4). Die Auswirkungen auf den Körper sind Durchströmung, Störlichtbogen oder Folgeverletzungen, beispielsweise Sturz von der Leiter. Mit einem zehnjährigen Durchschnitt von fast drei Todesfällen ist das Risiko, durch einen Elektrounfall zu sterben, sehr hoch (Bild 4). Die Grenzen zwischen Tod und Leben liegen bei Elektrounfällen sehr nahe beieinander. Verbrennungen durch Störlichtbogen können innert kürzester Zeit ein Leben völlig verändern. Neben den Schmerzen und langwierigen Operationen muss mit entstellten Gesichtern und Händen gerechnet werden. Die Entstehung solcher Unfälle ist nicht zufällig, die Auswirkungen sehr wohl. Massnahmen zur Unfallverhütung Bei schweren Unfällen führt das ESTI eine vertiefte Untersuchung durch. Anhand der Unfallursachen werden dem Betrieb Massnahmen zur Umsetzung auferlegt. Um Unfälle zu verhindern, müssen die Mitarbeiter regelmässig bezüglich Gefahren und Schutzmassnahmen geschult werden. Das beste Sicherheitshandbuch nützt nichts, wenn es unbenutzt im Regal steht. Die Sicherheit muss gelebt werden. Leider ist festzustellen, dass Unfälle mit Elektrizität gemäss Art. 16 StV

Sicherheitswidrige Zustände der letzten 10 Jahre.

nicht immer dem ESTI gemeldet werden. Vielfach wurden die elektrischen Anlagen oder Erzeugnisse entsorgt oder verändert, sodass die ursprünglichen Ursachen nur sehr schwer oder gar nicht zu eruieren sind. Dank gilt denjenigen Personen, welche sich aktiv für die sichere Elektrizität einsetzen. Ein detaillierter Bericht zur Unfallstatistik mit Beispielen ist auf der nachstehenden Website vorhanden. www.esti.admin.ch (Dienstleistungen – Sichere Elektrizität – Unfallstatistik)

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Mess- und Prüfgeräte AC- und DC-Speisungen Lasten, Datalogger

Wirtschaft & Verbände

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Wirtschaft & Verbände

GA-Radar – das Hilfsmittel für die strategische Planung sichtlich des Erfüllungsgrades sicherheitstechnischer Schutzziele nimmt sie einen immer grösseren Stellenwert ein. Bereits in der strategischen Planung (SIA Phase 1) soll dem Bauherrn, Architekten und Fachplaner ein Hilfsmittel für die Planung und Budgetierung der Gebäudeautomation zur Verfügung gestellt werden. Der jetzt veröffentlichte GA-Radar der GNI und der SWKI erhöht die Planungs- und Kostensicherheit und findet vor allem bei der Zielvereinbarung zwischen Bauherr und Planenden seinen Einsatz.

Strukturell ist die Gebäudeautomation eine Integrationsleistung. Sie führt funktional das zusammen, was Architekt, Fachplaner und Auftraggeber geplant, beziehungsweise gewünscht haben und dann von den verschiedenen Gewerken relativ unabhängig von einander realisiert wird. Der Stellenwert der Gebäudeautomation innerhalb der Gebäudetechnik steigt laufend, unter anderem aufgrund von reduzierten Vorgaben an den Energieverbrauch. Die Gebäudeautomation – dazu gehört auch die Raumautomation – ermöglicht erst, Energieziele wie Minergie, Minergie-P, Energielabel nach SIA 386.110 usw. zu erreichen. Auch hin-

www.radar.g-n-i.ch

Neue Chefs bei ABB Remo Lütolf wird per 1. Januar 2013 neuer Landeschef und Vorsitzender der Geschäftsleitung von ABB Schweiz. Er folgt auf Jasmin Staiblin, die, wie bereits früher mitgeteilt, ABB verlassen wird. Remo Lütolf (56) ist Schweizer Bürger und arbeitet seit 1999 für ABB in verschiedenen Managementpositionen in Asien und Europa. Lütolf begann seine Laufbahn als Leiter der lokalen Geschäftseinheit Leistungselektronik und ist seit 2004 Leiter der globalen Geschäftseinheit Leistungselektronik und Mittelspannungsantriebe mit Sitz in Turgi (AG). Von 2005 bis 2008 war er zusätzlich Regional Manager Nordasien für Automationsprodukte mit Sitz in China. Remo Lütolf ist diplomierter Elektroingenieur ETH und schloss sein Studium als Dr. sc. techn. in Zürich ab. Zudem verfügt er über einen Executive MBA vom IMD in Lausanne. Auch per 1. Januar 2013 wird René Cotting neuer Finanzchef von ABB

Schweiz und Mitglied der Geschäftsleitung. Er folgt auf Rajagopal Kannabiran, der auf den selben Zeitpunkt im ABBKonzern die Leitung der Group Function Reporting & Consolidation übernimmt. René Cotting (42) ist Schweizer Bürger, hat in Betriebswirtschaft promoviert und ist seit 1995 für den ABBKonzern in verschiedenen Positionen im Finanzbereich in der Schweiz und in den USA tätig. Seit 2009 ist er Head Financial Planning & Corporate Control am ABB-Hauptsitz in Zürich-Oerlikon. Bereits im Amt ist Prith Banerjee als Technologiechef in der Konzernleitung. Banerjee (51) wechselte zu ABB von Hewlett Packard, wo er als Senior Vice President Research tätig war und das HP Labs leitete. Davor war Banerjee als Professor für Elektrotechnik und Informatik an der University of Illinois, Chicago, tätig, wo er zudem als Dekan dem College of Engineering vorstand. Banerjee hat einen Bachelor in Elektro-

Remo Lütolf, Landeschef.

René Cotting, Finanzchef.

nik und Elektrotechnik des Indian Institute of Technology, Kharagpur, und einen Master und Doktor in Elektrotechnik der University of Illinois. Banerjee tritt die Nachfolge von Peter Terwiesch an, der im Juli 2011 zum Vorstandsvorsitzenden der deutschen ABB und zum Leiter der Region Zentraleuropa von ABB ernannt wurde. www.abb.ch

PlanoCentro 201/300 – optimale Lösung für Büros und Schulzimmer Die neuen Dreikanal-Präsenzmelder «PlanoCentro 201» und «PlanoCentro 300» besitzen zwei gerichtete Lichtmessungen zur unabhängigen Steuerung von zwei Lichtgruppen. Sie erlauben damit eine optimale Anpassung an unterschiedliche Lichtverhältnisse im Raum. Die fensternahe Lichtgruppe erhält mehr Tageslicht, dadurch kann das Kunstlicht viel früher ausgeschaltet werden als im Rauminnern. Das spart

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eine Menge Energie. Die beiden Präsenzmelder decken verschiedene Einsatzbereiche optimal ab. Der «PlanoCentro 201» besitzt einen zusätzlichen Präsenzkanal zur energieoptimalen HLK-Steuerung oder zur Raumüberwachung. Damit lassen sich beispielsweise Grossraumbüros äusserst energieeffizient betreiben. Der «Plano Centro 300» besitzt dagegen einen zusätzlichen Lichtkanal zur präsenzabhängigen Steuerung einer dritten Lichtgruppe wie beispielsweise einer Wandtafelbeleuchtung. Dies macht

den «PlanoCentro 300» zur idealen Lösung für ein Schulzimmer. Zusammen mit dem grossen Erfassungsbereich von bis zu 100 m2 erhalten die Planer und Elektroinstallateure eine intelligente Lösung, um eine anspruchsvolle Aufgabe einfach und kostengünstig zu lösen. Theben HTS AG 8307 Effretikon Tel. 052 355 17 00 info@theben-hts.ch www.theben-hts.ch


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Wirtschaft & Verbände

Gebäudeautomation in der Umwelt Arena

Die Umwelt Arena in Spreitenbach besticht nicht nur durch ihre elegante, dynamische Form, sondern auch durch ihren CO2-neutralen Gebäudebetrieb. Die kürzlich eröffnete Arena eignet sich ideal als Ausstellungs- und Veranstaltungsort im Bereich Energie und Umwelt. Verschiedene Firmen und Verbände nutzen dieses Umfeld für Informationsveranstaltungen. So folgten im vergangenen September über hundert Personen der Einladung der Gebäude Netzwerk Initiative GNI zum Seminar in der Umwelt Arena «Technologien von heute verbessern den Energieverbrauch von morgen». Laut Katharina Teuscher, Geschäftsführerin der Umwelt Arena, präsentieren sich im Gebäude rund hundert Firmen in 40 interaktiven Ausstellungen. Gegliedert sind die Ausstellungen in die

vier Hauptthemen «Leben und Natur», «Energie und Mobilität», «Bauen und Modernisieren» sowie «Erneuerbare Energien». Mit der gebäudeintegrierten Photovoltaikanlage auf dem Dach produziert die Umwelt Arena selber erneuerbaren Strom, insgesamt rund 40 % mehr Energie, als sie für den eigenen Betrieb (ohne die Ausstellungen) benötigt. Diese aussergewöhnliche Bilanz wird auch dank dem Einsatz modernster Gebäudetechnik erreicht. Das Potenzial von Energiesparmassnahmen ist um ein Vielfaches höher als angenommen. Renato Trevisan, ABB Schweiz AG, und Dr. Jürgen Baumann, Siemens Schweiz AG, warteten am GNI-Seminar mit beeindruckenden Zahlen auf. Sie zeigten, dass Automatisierungsmassnahmen innerhalb von Gebäuden den Energieverbrauch mar-

kant senken können. Gehen heute 80 % der Energie auf dem Weg vom primären Energieträger bis zur Steckdose verloren, verringert sich dieser Prozentsatz durch den Einsatz modernster Mittel, zum Beispiel Bussystemen, drastisch. Die Tatsache, dass sich durch die Vernetzung der Gewerke und den bedarfsgerechten Betrieb von Gebäuden bis zu 60 % Energie einsparen lassen, sollte alle Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Baubranche zum Handeln veranlassen. Modernste elektronische Geräte wie Frequenzumrichter und sparsame Haushaltgeräte bringen allerdings nicht nur Vorteile, sondern es ergeben sich auch Probleme, die sich auf die Zuverlässigkeit und Qualität der elektrischen Versorgung auswirken. Was kann oder muss getan werden, um Energieeffizienz zuverlässig realisieren zu können und gleichzeitig in Einklang mit bestehenden technischen Anforderungen und Vorschriften zu bringen? Alexander Kamenka, Spezialist für EMV und Power Quality bei der Schaffner Gruppe, erläuterte mögliche Lösungen für den nachhaltigen Einsatz energieeffizienter Systeme in der Gebäudetechnik. Dazu gehören aktive und passive Oberschwingungsfilter, Netzdrosseln und Sinusfilter. Am Beispiel der Umwelt Arena zeigte sich einmal mehr die wichtige Rolle der Gebäudeautomation für energieeffiziente Gebäude.

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Neue Chefin der BKW Der Verwaltungsrat der BKW AG hat Dr. Suzanne Thoma zum neuen CEO der BKW AG ernannt. Sie übernimmt per 1. Januar 2013 die BKW-Konzernleitung von Kurt Rohrbach, der von der Generalversammlung am 11. Mai 2012 zum hauptamtlichen zweiten Vizepräsidenten gewählt worden war. Suzanne Thoma ist seit 1. August 2010 Leiterin des Geschäftsbereichs Netze und Mitglied der Konzernleitung. Sie hat die Entwicklung des schweizweit grössten Verteilnetzes mit Blick auf die regulatorischen und wirtschaftlichen

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Herausforderungen vorangetrieben, die Effizienz des Bereichs weiter gesteigert und Innovationen im Bereich der neuen Smart Technologies gefördert. Darüber hinaus verantwortet sie auch die Entwicklung der beiden grossen BKWDienstleistungsunternehmungen, der Arnold AG und der ISP AG. Suzanne Thoma leitete bis 2009 die Division Automotive der WICOR Group in Rapperswil. Als CEO der Rolic Technologies Ltd. führte sie zuvor ein Hightech-Zulieferunternehmen der Elektronikindustrie. Sie war während 12 Jahren für die Ciba Spezialitätenchemie AG in verschiedenen Funktionen und Ländern tätig. Suzanne Thoma stu-

dierte Chemieingenieurtechnik an der ETH Zürich und schloss ihre Studien mit dem Doktorat, dem ETH-Ingenieurdiplom und einer Wirtschaftszusatzausbildung ab. Sie ist 50-jährig und Mutter zweier erwachsener Töchter. Kurt Rohrbach bringt seine Erfahrung als langjähriger CEO der BKW AG in den Verwaltungsrat ein als hauptamtlicher zweiter Vizepräsident und vertritt als Präsident des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE auch weiterhin die Interessen dieses bedeutenden schweizerischen Wirtschaftssektors. www.bkw-fmb.ch


Weiterbildungskurse zur Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen Elektrofahrzeuglenker stehen mit dem Betrieb ihres Fahrzeugs vor einer neuen Ausgangslage: statt der gewohnten Betankung mit Treibstoff sind Batteriestatus und Ladezeiten Themen, die beschäftigen. Diese neue Nutzung von Strom stellen sowohl Hausbesitzer oder Betreiber von Garagen oder Abstellplätzen als auch Fahrzeuglenker vor die zentrale Frage: Wie und wo können die Batterien von Elektrofahrzeugen geladen werden? Auch Elektroinstallateure, Elektroplaner oder Betreiber von Fahrzeugflotten werden zunehmend mit Anfragen dazu konfrontiert. Mit dem Weiterbildungsangebot «Elektrische Installationen für Ladeinfrastruktur ElektIdealer Mix von Theorie und Praxis in den neuen rofahrzeuge» vermittelt Schulungsräumlichkeiten von Electrosuisse in Electrosuisse GrundlaFehraltdorf. genkenntnisse und gibt Antworten auf die verschiedenen Bedürfnisse. Zentrale Themen sind die rechtlichen Belange, Anmeldeverfahren im Zusammenhang mit Elektro- oder Plug-inHybrid-Fahrzeugen, Einschätzung der Eignung bestehender Elektroinstallationen und Ladeinfrastrukturen mit entsprechend professioneller Kundenberatung. Der erste Kurs vom vergangenen September stiess auf grosses Interesse und war entsprechend ausgebucht. Die neuen Schulungsräume in Fehraltdorf mit der speziell aufgebauten Infrastruktur sowie der bestehenden Ladesäule für E-Fahrzeuge eigneten sich ideal für eine ausgewogene Vermittlung von Theorie und Praxis. Das grosse Interesse am Weiterbildungskurs zeigte sich auch durch die grosszügige Bereitstellung von Ladeinfrastruktur und Fahrzeugen von der Industrie und von Fahrzeugimporteuren. «Im Zentrum der Interessen zwischen Elektrofahrzeuganbietern und der Elektrobranche steht die Kundenzufriedenheit. Mit dem erforderlichen Fachwissen können geeignete Installationen in Neubauten, bestehenden Ein- und Mehrfamilienhäusern oder auf Abstellplätzen umgesetzt werden, vom einfachen Anschluss bis zur aufwändigeren Ladestation», erklärte Kursleiter Daniel Spiess. Aufgrund der grossen Nachfrage werden im kommenden Jahr weitere Kurse zum Thema durchgeführt.

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Schweizer Solargrosskraftwerk in Spanien Photovoltaik

über die Finanzierung bis hin zur heutigen Inbetriebnahme. Der weltweit steigende Energieverbrauch stellt eine globale Herausforderung für heutige und zukünftige Generationen dar. Damit diese als Chance genutzt werden kann, müssen Grossprojekte bei gleichzeitiger Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit lokal verankert werden. Dies betonte Tobias Andrist, Projektleiter von Puerto Errado 2: «Es ist eine Tatsache, dass die Sonneneinstrahlung in Spanien wesentlich höher ist, als in der Schweiz. Die erfolgreiche UmsetDas Sonnenlicht wird auf einen Strahlungsempfänger fokussiert und von dort auf ein Absorberrohr reflektiert. Das durch dieses Absorberrohr geförderte Wasser wird durch die konzentrierte solare Strahlung so stark erhitzt, dass es sich direkt zu Wasserdampf umwandelt und Dampfturbinen zur Stromerzeugung antreibt.

Das auf einer Fläche von 91 Fussballfeldern errichtete 30-Megawatt-Solarkraftwerk wurde für rund 200 Millionen Schweizer Franken im sonnenreichen Calasparra in der spanischen Region Murcia errichtet. Walter Steinmann, Direktor des Bundesamtes für Energie, zeigte sich an der Eröffnung im vergangenen Oktober beeindruckt von den 376 000 Solarspiegeln, die für das Kraftwerk installiert wurden und würdigte die Leistung der Projektgesellschaft Tubo Sol PE2: «Die Schweiz hat die Energiewende beschlossen. Mit visionären Projekten wie Puerto Errado 2 können wir Vertrauen in neue Technologien schaffen. Die beteiligten Energie-

versorger sind Pioniere auf dem Weg in die neue Energiewelt.» Das Solarkraftwerk Puerto Errado 2 ist das weltweit erste kommerziell betriebene, solarthermische Kraftwerk, das auf der von Novatec Solar entwickelten Linear Fresnel Technologie basiert. Das Solargrosskraftwerk ist für die beteiligten Schweizer Energieversorger EBL, IWB, EWZ und EKZ eine Erfolgsgeschichte. Trotz der 2009 einsetzenden Wirtschaftskrise konnte das Grossprojekt lanciert und innerhalb von zwei Jahren realisiert werden. Die Schweizer Energieversorger konnten sich mit diesem Projekt umfassendes Know-how aneignen: von der Planung

zung von Puerto Errado 2 zeigt, dass die Potenziale erneuerbarer Energien durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit effektiv genutzt werden können.» Puerto Errado 2 produziert 50 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr, was in etwa dem Verbrauch von 12 000 Haushalten entspricht. Der in Puerto Errado 2 produzierte Strom wird in das spanische Stromnetz eingespiesen. www.puertoerrado2.com/projekt

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Die Technologiemesse für Gebäude und Infrastruktur

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Photovoltaik

Swisselectric research award 2012

Eine Forscherkarriere für die Solarenergie Der «swisselectric research award 2012» geht an den Chemiker Prof. Dr. Michael Grätzel für seine herausragenden Forschungstätigkeiten auf dem Gebiet der elektrochemischen Energieumwandlung. Grätzels wichtigste Erfindung aus seiner langjährigen Spitzenforschung ist ein neuartiger Typ Solarzelle nach dem Vorbild der natürlichen Photosynthese. Diese Farbstoffsolarzellen sind günstig in der Herstellung und bei diffusen Lichtverhältnissen effizienter als herkömmliche Solarzellen. Dies eröffnet der Photovoltaik bisher unerreichte Einsatzmöglichkeiten. Strom produzierende Fensterscheiben, eine Computertastatur mit Solarstromversorgung und ein Rucksack, der das Mobiltelefon lädt – das alles ist dank

Farbstoffsolarzellen Realität geworden. Deren Erfinder, der Chemiker Michael Grätzel, ist Professor und Direktor des Labors für Photonik und Grenzflächen

an der EPF Lausanne. Er hat seine Forscherkarriere den Fragen gewidmet, wie Solarenergie eingefangen, umgewandelt und gespeichert werden kann.

Funktionsweise Solarzellen wandeln Licht in elektrischen Strom um. Dies funktioniert, indem ein Stoff – in der Grätzel-Zelle ist es ein Farbstoff – bei Bestrahlung Elektronen abgibt. Ein Halbleiter leitet die Elektronen zur einen Seite der Zelle weiter, wo ein Ladungsüberschuss entsteht, der als elektrischer Strom abfliesst. Eine Farbstoffsolarzelle besteht aus zwei Glasplatten, von denen die eine mit gefärbtem Titandioxid beschichtet ist. Der Zwischenraum ist mit einer Flüssigkeit, dem Elektrolyten, gefüllt. Bei Bestrahlung mit Licht geben die Farbstoffmoleküle Elektronen ab, die durch das Titandioxid auf die eine Seite der Zelle geleitet werden. Beide Glasplatten sind mit einer leitenden Schicht versehen, sodass die Elektronen als elektrischer Strom von der einen zur anderen fliessen können. Via den Elektrolyten gelangen sie zurück zum Farbstoff. Eine Grafitschicht wirkt als Katalysator, der die Reaktion begünstigt. Michael Grätzel liess sich bei der Entwicklung der Zelle von der natürlichen Photosynthese inspirieren. Analog dazu funktioniert die Zelle mit natürlichen Farbstoffen, etwa dem Rot von Himbeeren

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oder Hibiskusblüten. Für die industrielle Herstellung ist man allerdings auf langlebige Farbstoffe aus dem Labor angewiesen. Mit Grün-, Rot- und Orangetönen erzielt man bereits gute Ergebnisse, indessen sucht Grätzels Team derzeit intensiv nach einem geeigneten blauen Farbstoff. Auch farblose Solarzellen können hergestellt werden. Sie absorbieren Licht im unsichtbaren Bereich, also Infrarot und Ultraviolett. Als Halbleiter kommt das billige Titandioxid zum Einsatz, das beispielsweise auch in Sonnencreme und Zahnpasta enthalten ist. Die Titandioxid-Nanopartikel bilden dabei auf der Glasplatte nicht eine flache Schicht, sondern eine unebene Struktur, die Streulicht aus allen Richtungen auffängt. Herkömmliche Solarzellen verwenden den Halbleiter Silizium, der in hochreiner Form energieaufwändig gewonnen werden muss. Farbstoffsolarzellen kommen dagegen komplett ohne Silizium aus. Deshalb lohnen sie sich energetisch innert kurzer Zeit und damit auch auf Produkten mit vergleichsweise geringer Lebensdauer, wie Textilien.


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Prof. Dr. Michael Grätzel (rechts) und Dr. Michael Paulus, Vorsitzender swisselectric research, bei der Übergabe des Preises.

Farbstoffsolarzellen – nach dem Preisträger auch Grätzel-Zellen genannt – kommen im Gegensatz zu herkömmlichen Solarzellen ohne Silizium aus, dessen Gewinnung teuer und energieaufwändig ist. Analog der Photosynthese in grünen Pflanzenblättern fängt ein Farbstoff das Sonnenlicht ein. Als Halbleiter kommt das billige und ungiftige Titandioxid zum Einsatz. Bei diffusem Licht, etwa bei Bewölkung oder im Kunstlicht, sind Farbstoffsolarzellen effizienter als herkömmliche Zellen. Zudem können sie sowohl auf flexible Kunststoffe aufgetragen als auch farbig oder transparent hergestellt werden. Bereits sind erste kommerzielle Produkte erhältlich, so Rucksäcke mit Solarladegerät für Handy oder Kamera und kabellose Computertastaturen, die vom Umgebungslicht gespeist werden. Beim Swiss Tech Convention Center, das derzeit auf dem Campus der EPFL gebaut wird, soll erstmals eine grössere Glasfront mit Farbstoffsolarzellen bestückt werden. Nebst den Arbeiten an der Farbstoffsolarzelle optimierte Michael Grätzel Lithium-Ionen-Akkus, fand ein effizientes Verfahren der Wasserstofferzeugung aus Wasser mittels Sonnenlicht und entwickelte eine neue Methode, um Kohlendioxid mit Wasserstoff zu Methan umzuwandeln. Stets suchte er hartnäckig nach Wegen, die Sonnenenergie effizienter zu nutzen. Zudem legte und legt er bis heute grossen Wert darauf, sein Wissen als Lehrer an jüngere Generationen weiterzugeben. Für sein Lebenswerk erhält er den mit 25 000 Franken dotierten «swisselectric research award 2012». Der Preis wird jährlich für herausragende Leistungen in der Elektrizitätsforschung verliehen. www.swisselectric-research.ch www.elektrotechnik.ch (Heft-Archiv, ET 6/11, Seite 26)

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Swisselectric research Swisselectric research engagiert sich im Auftrag der schweizerischen Stromverbundunternehmen Alpiq, Axpo, BKW, CKW und EGL für die Entwicklung innovativer Lösungen für eine ausreichende, sichere, preiswerte und umweltgerechte Stromversorgung. Die Organisation unterstützt die angewandte Forschung und Entwicklung auf allen Gebieten der Elektrizität: von der Produktion über die Übertragung und Verteilung bis zur Anwendung, von der Weiterentwicklung bewährter Technologien bis zur Nutzung neuer erneuerbarer Energien.

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Wechselrichter für Kleinstanlagen bis zu Grossanlagen von ABB

Sonnen-Power auf dem ABB-Tower Der Power Tower von ABB ist nun auch ein Kraftwerk: Auf seinem Dach haben die Regionalwerke AG Baden 576 Solarpanels mit einer Gesamtleistung von 142 Kilowatt installiert. Die Energie wird über ABB-Wechselrichter ins Netz gespeist. die Regionalwerke AG Baden ein Solarfeld von 576 Panels auf 900 m2 mit einer Maximalleistung von 142 kWp installiert. Man rechnet mit einer Jahresproduktion von rund 134 000 kWh. Herzstück einer Solaranlage Der markante Teil einer Photovoltaikanlage sind die vielen Solarpanels. Das Herzstück des Kraftwerks bilden aber die effizienten Wechselrichter, die den Gleichstrom in Netz-Wechselstrom umwandeln. Lösung im Container geliefert «Wir haben für diese Anlage 15 ABB-String-Solarwechselrichter vom Typ PVS300 geliefert und in einem Container verbaut», so Ronald Wenger, Verkaufsleiter Branchen bei ABB, und ergänzt: ABB-Wechselrichter für alle Anlagen, von kleinster bis grösster Leistung mit «Den Container mit den besten Wirkungsgraden. Wechselrichtern sowie den Schutz- und Überwachungs«Das Power Tower Flachdach hatten elementen haben wir vorgängig eingewir in einer Potenzialstudie als idealen richtet und getestet. Danach wurde er Standort für eine Photovoltaikanlage mit einem Kran aufs Dach gehievt und identifiziert», so Jonas Hurter von den angeschlossen. Dank dieser ContainerRegionalwerke AG Baden, «keine Be- Lösung profitierten die Regionalwerke schattung durch Nebengebäude, und mit AG Baden von einer minimalen Aufbauder relativen Distanz zu den Hügelzügen und Inbetriebnahmezeit.» im Südosten und -westen wird es so lange beschienen, wie sonst kaum ein Ort in String-Wechselrichter Die beim Power Tower in Baden geBaden.» nutzten String-Wechselrichter überzeugen durch den hohen GesamtwirkungsEnergie für kleines Quartier Auf dem Dach des vor rund 10 Jahren grad und die einfache Zusammenschalgebauten Power Tower von ABB haben tung für 3phs Systeme – somit ideal für

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kleine bis mittelgrosse Photovoltaikanlagen. ABB bietet hier die geeignete Produktelösung mit dem PVS300 und 3,3 bis 8 kW Leistung. Zentralwechselrichter Zentralwechselrichter von ABB zeichnen sich durch Zuverlässigkeit, Effizienz und Installationsfreundlichkeit aus. Diese sind für Grossanlagen mit hoher Leistung die Lösung. Die Wechselrichter sind mit einer Leistung von 100 … 630 kW erhältlich. Komplettes ABB-Produkteportfolio Als einer der führenden Anbieter energietechnischer Produkte bietet ABB eine komplette Produktserie hochwertiger Solar-Wechselrichter für den Photovoltaikmarkt. Das Portfolio deckt sämtliche Anforderungen ab und bietet Möglichkeiten für Kleinanlagen auf Hausdächern wie auch für Kraftwerke mit mehreren Megawatt Leistung. Ein Dimensionierungs-Tool, Monitoring-Systeme und AC/DC-Niederspannungskomponenten vervollständigen das Angebot und machen ABB zum idealen Partner für Photovoltaikprojekte. Der Solar-Support von ABB • Beratung, Installation und Inbetriebnahme • Support bei der Dimensionierung • Life-Cycle Management • Service

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Photovoltaik

Bau des grössten Solarkraftwerks der Schweiz Im luzernischen Inwil könnte ab 2014 das grösste Solarkraftwerk der Schweiz stehen. Die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) plant im Rahmen ihrer neuen Strategie, ein Leuchtturmprojekt der Solarenergie zu bauen. Das Investitionsvolumen beträgt 25 Millionen Franken. Mit einer Leistung von 10 MW sollen pro Jahr 10 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden, was dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2200 Haushalten entspricht. «Wir möchten vor allem grössere Anlagen für die Stromproduktion, weil diese wirklich Mengen an Strom liefern», liess Bundesrätin Doris Leuthard an der letzten Nationalen Photovoltaik-Tagung verlauten. CKW plant, mit der Photovoltaik-Freiflächenanlage «Schweissmatt» rund 10 Millionen kWh Solarstrom zu produzieren. Bei optimalem Planungs- und Genehmigungsverlauf könnte die Anlage bereits 2014 ans Netz gehen. Die Anlage auf einer Gesamtfläche beansprucht ca. 15 Hektaren, was der Grösse von 20 Fussballfeldern entspricht. Dabei bleibt ein Grossteil der Fläche für die extensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung erhalten. CKW

Fotomontage der geplanten Anordnung der Solaranlage.

hatte sich bereits vor 30 Jahren mit der Realisierung einer Photovoltaik-Anlage auf der Alp Chlus bei Sörenberg sowie 2004 mit der Beteiligung am damals grössten Sonnenkraftwerk der Schweiz (MontSoleil) in der Photovoltaik engagiert. Im Rahmen ihrer neuen Produktionsstrategie will CKW den Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien im Kanton Luzern sukzessive erhöhen. Die Solaranlage ist eines von aktuell sechs geplanten CKW-Projekten im Kanton Luzern mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 125 Millionen Franken, welche total 75 Millionen Ki-

lowattstunden Strom für 17 000 Haushalte liefern könnten. Die neue Solaranlage würde es CKW erlauben, Erfahrungen mit der unregelmässigen Produktion und den Auswirkungen einer grossen PV-Anlage auf die Netzstabilität zu sammeln. 75 Prozent der Stromproduktion der geplanten Anlage fällt im Sommerhalbjahr an, dies nur tagsüber und zudem unregelmässig. CKW wird dabei die Hochschule Luzern (HSLU) beiziehen.

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ist das Label für nachgewiesene Sicherheit. Sichere Produkte sind gekennzeichnet.


Empfehlungen zur kostendeckenden Einspeisevergütung Seit Anfang 2009 wird in der Schweiz Strom aus erneuerbaren Energien (Wasserkraft bis 10 MW Leistung, Photovoltaik, Windenergie, Geothermie, Biomasse) mit der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) gefördert. Das Bundesamt für Energie (BFE) hat die ersten drei Jahre KEV einer externen Evaluation unterzogen. Der Bericht des beauftragten Evaluationsteams liegt vor und fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen: • Das im geltenden Energiegesetz festgelegte Ziel, die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien um 5400 GWh bis 2030 zu erhöhen, kann mit der heutigen Ausgestaltung der KEV erreicht werden. Allerdings ist dieses Ziel bei den aktuellen Gestehungskosten und mit einem Zuschlag von 0,9 Rp./kWh (ab 2013) nur mit einem Deckel bei der Photovoltaik erreichbar. • 2010 wurde der Strom aus KEV-Anlagen mit insgesamt 103 Millionen Franken vergütet, davon 69 Millionen Franken Fördermittel, der Rest war über den Marktpreis gedeckt (die KEV deckt die Differenz zwischen den Kosten für die Produktion und dem Marktpreis). 2010 wurden mit diesem Betrag 505 GWh Strom produziert (51% Kleinwasserkraft, 42 % Biomasse, Rest übrige Technologien). • Kurzfristig soll die KEV nicht durch ein anderes Instrument (Quotenmodell, Ausschreibungen) ersetzt werden. • Der KEV-Gesamtdeckel soll aufgehoben werden. Bei der Photovoltaik sollen jedoch Vorkehrungen getroffen werden, um den Zubau nach Massgabe der technischen und wirtschaftlichen Fortschritte zu steuern und eine Kostenexplosion zu vermeiden. • Das Verfahren zur Berechnung der Vergütungssätze für die verschiedenen Technologien soll verbessert werden, die Vergütungssätze sollen dauerhaft überwacht und wenn nötig auch kurzfristig an die Marktentwicklung angepasst werden. Zudem sollen Teilaspekte der Konzeption und des Vollzugs der KEV optimiert und angepasst werden. Die KEV garantiert den Betreiberinnen und Betreibern dieser Anlagen während 20 bis 25 Jahren einen kostendeckenden Preis für den Strom, den sie ins Netz einspeisen. Die Vergütungssätze pro Technologie werden vom Bundesrat in der Energieverordnung festgelegt. Finanziert wird die KEV durch alle Stromkonsumentinnen und -konsumenten: Sie bezahlen auf die Übertragungskosten der Hochspannungsnetze einen Zuschlag von maximal 0,6 Rappen pro Kilowattstunde (ab 2013: maximal 0.9 Rp./kWh). Der aktuell erhobene Zuschlag liegt 2012 und auch 2013 bei 0.45 Rp./kWh. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 5300 kWh/ Jahr pro Haushalt (gemäss Elektrizitätsstatistik 2011, Bundesamt für Energie) und dem aktuellen Zuschlag von 0.45 Rp./kWh liegt die durchschnittliche jährliche Belastung durch die KEV bei 24 Franken pro Haushalt beziehungsweise 10 Franken pro Kopf. Beim maximalen Zuschlag von 0.9 Rp./kWh steigen die Beträge auf 48 Franken pro Haushalt und 21 Franken pro Kopf und Jahr. Zum Vergleich: In Deutschland müssen bei gleichem durchschnittlichem Verbrauch die Haushalte gegenwärtig 190 Euro pro Haushalt oder 83 Euro pro Kopf und Jahr bezahlen. Die KEV garantiert den Betreiberinnen und Betreibern dieser Anlagen während 20 bis 25 Jahren einen kostendeckenden Preis für den Strom, den sie ins Netz einspeisen. Die Vergütungssätze pro Technologie werden vom Bundesrat in der Energieverordnung festgelegt.

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Photovoltaik

Schweizer Solarpreise 2012

Kraftwerkpark wächst Vergangenen Oktober 2012 wurden 15 Schweizer Solarpreise für Persönlichkeiten, Institutionen, Neubauten, Sanierungen und Solaranlagen vergeben. Hinzu kommen drei Norman Foster Solar Awards und drei Solarpreise für PlusEnergieBauten sowie mehrere Diplome. Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf, Stararchitekt Lord Norman Foster und Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft würdigten Pioniere und aussergewöhnliche Bauten.

Geschäftsgebäude Affentranger. (Bilder: Schweizer Solarpreis 2012, www.solaragentur.ch)

Innovative Unternehmen und Initianten/-innen bauten im 2011/12 Wohnund Geschäftshäuser, welche eine Energieversorgung von 106 bis 634 % aufweisen, im Durchschnitt sensationelle 257 %. Wird der Stand der Technik der PlusEnergieBauten (PEB) in Zukunft flächendeckend bei Sanierungen und Neubauten umgesetzt, kann die Schweiz in 10 Jahren 25 TWh/a Strom produzieren. Dieser Trend unterstreicht das gewaltige Energiepotenzial im Schweizer Gebäudebereich. Damit können Erdölund Gasimporte reduziert und das lokale Gebäudetechnik- und Bauinstallationsgewerbe gestärkt werden. Der Norman Foster Solar Award für PlusEnergieBauten soll die Entwicklung, Nutzung und Umsetzung der Energieeffizienz und erneuerbaren Energien in der Schweiz und in Europa fördern. Mit dem Award wird auf das weltweite Ener-

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giesparpotenzial im Gebäudesektor aufmerksam gemacht. Die ausgezeichneten Gebäude beweisen, dass ökologisches und energieeffizientes Bauen vereinbar ist mit attraktiver, ästhetischer Architektur und hoher Lebensqualität. Die Preissumme von 100 000 Franken soll einen kreativen Wettbewerb in der Gestaltung von PlusEnergieBauten fördern. Zusätzlich stiften der HEV und suissetec jeweils einen Preis im Wert von je 10 000 Franken. Von den 28 Schweizer Solarpreisträgern 2012 stellt «ET» nachstehend einige heraussragende Projekte vor. Geschäftsgebäude Affentranger, Altbüron Der Bauunternehmer Markus Affentranger nutzte die gesamte 3600 m2 grosse Dachfläche seines neuen Geschäftsgebäudes für die vorbildlich integrierte 546 kWp-Photovoltaik-Anlage. Mit 482 000 kWh/a erzeugt sie 10-mal den

Gesamtenergiebedarf von rund 47 000 kWh/a. Der Mehrzweckbau enthält zwei Wohnungen, Sozialräume und beheizte Hallen. Die anrechenbare PVFläche von (bloss) 337 kWp erzeugt rund 297 000 kWh/a, woraus eine Eigenenergieversorgung von 634 % resultiert. Zusammen mit dem alten Geschäftsbau Chrüzmatte beträgt die installierte Leistung 784 kWp mit einer Jahreserzeugung von 712 000 kWh. Die Stromüberschüsse sollen zur Herstellung von Wasserstoff genutzt werden, um fossile Brennstoffe der Baumaschinen zu substituieren. Umwelt Arena, Spreitenbach Die Umwelt Arena in Spreitenbach ist ein PEB mit der grössten dachintegrierten Anlage der Schweiz. Mit ihren 760 kWp Leistung erzeugen die 5500 monokristallinen Solarzellen – 1000 davon spezialangefertigt – 540 000 kWh/a Solarstrom. Die Biogas- und Solarthermieanlagen liefern zusätzliche 68 700 kWh/a. Damit erzeugt die Arena mit 608 700 kWh/a gut das Doppelte ihres Gesamtenergiebedarfs von 299 500 kWh/a. Der zukunftsweisende Bau zeigt vorbildlich, wie Architektur, Ästhetik und Ökologie umgesetzt werden können (siehe auch ET 10/2012, Seite 8). Bausanierung Gössi, Buchrain Das 32-jährige Einfamilienhaus der Familie Gössi ist dank einer umfassenden Erneuerung und einer fast 90 m2 grossen PV-Anlage zum Kraftwerk geworden. Die 13,2-kWp-Anlage mit monokristallinen Zellen ist ins Südostdach integriert und verleiht dem Haus einen modernen Charakter. Im ersten Betriebsjahr hat die Photovoltaikanlage gut 13 400 kWh Strom produziert. Diesem Ertrag steht ein Energiebedarf von 4950 kWh/a für das Minergie-P-zertifizierte Haus gegenüber. Dank der Photovoltaikanlage erreicht der PlusEnergieBau einen Deckungsgrad von 270 %. Das zeigt, dass auch kleine Gebäude einen erheblichen Beitrag zur Energiewende leisten können. Diese PEB-Sanierung erhält zusätzlich den HEVSondersolarpreis 2012.


SIG/Palexpo, Genf Die Photovoltaik-Anlage auf den Palexpo-Gebäuden in Genf ist die grösste je in der Schweiz gebaute Anlage und eine der grössten Dachanlagen Europas. Sie ist das Resultat der Kooperation zwischen den SIG und Palexpo. Auf vier bestehenden Hallendächern mit einer Fläche von 48 000 m2 konnten auf 30 000 m2 15000 PV-Module, 12 Wechselrichter und vier Transformatoren in Gesamtkosten von 15 Mio. Franken installiert werden. Die Belastbarkeit der bestehenden Dächer und der Wind setzten dieser aufgesetzten Anlage Grenzen. Mit einer Leistung von 4,2 MWp und einer Jahresproduktion von 4,2 GWh liefert die Anlage rund 30 % des gesamten Elektritätskonsums der grössten Ausstellungshalle der Schweiz. Der Stromertrag beträgt 144 kWh/m2/a.

Bausanierung Gössi, Buchrain.

Photovoltaik

Mehrfamilienhaus Setz, Rupperswil Die Setz Architektur in Rupperswil nutzt die positiven energie- und betriebswirtschaftlichen Möglichkeiten eines PlusEnergieBaus (PEB) vorbildlich: Das Minergie-P-ECO-MFH weist aufgrund der 8-kW-Erdsonden-Wärmepumpe einen geringen Endenergie-Wärmebedarf auf und benötigt insgesamt bloss 11 300 kWh/a. Die 20 kWp PV-Anlage auf dem Hausdach erzeugt 20 400 kWh/a und damit einen Stromüberschuss von 9100 kWh/a. Dank der Eigenenergieversorgung von 181% können die Mieter/-innen mit einem Renault, der ihnen als gemeinsames Elektromobil zur Verfügung steht, jährlich 60 000 km emissionsfrei fahren. Der weder für die Wohnungen noch für die Mobilität benötigte Strom fliesst als Solarstromüberschuss ins öffentliche Netz.

Mehrfamilienhaus Setz, Rupperswil.

Sanierung Malloth Holzbau, St. Moritz Das 1968 erstellte und nun in zwei Etappen sanierte Wohn- und Geschäftshaus des Schreinereibetriebs Malloth Holzbau AG in St. Moritz benötigt heute nur noch rund 312 000 kWh/a oder 42 % der bisher verbrauchten gut 736 000 kWh/a. Die 44 m2 Kollektorfläche erzeugen jährlich über 30 000 kWh oder gut 62 % des Warmwasserbedarfs. Der Rest wird durch die Holzfeuerung von den im Haus anfallenden Holzabfällen sichergestellt. Die 63,8-kWp-PV-Anlage produziert 80 000 kWh im Jahr und deckt damit fast zwei Drittel des Strombedarfs. Die Solaranlagen erbringen nach der Sanierung insgesamt 35 % des Gesamtenergiebedarfs. Neubau Dreifamilienhaus Ponti, Zürich Das Dreifamilienhaus Ponti in Zürich-

Höngg zeigt exemplarisch, wie hohe Energieeffizienz und prägnante Architektur zusammengehören und was sie bewirken können. Die drei Wohnungen sind bei minimalem Volumenanspruch raffiniert ineinander verschachtelt. Das Energiekonzept nutzt das Sonnenlicht dreifach: Neben einer hohen passiven Nutzung verfügt der Bau über eine PVDachanlage und fassadenintegrierte Vakuumröhrenkollektoren. Die 17,8 kWpPhotovoltaik-Paneele liefern im Jahr 15 000 kWh Solarstrom. Die 25,2 m2 Sonnenkollektoren bilden einen integralen Bestandteil der Balkonarchitektur und erzeugen 8700 kWh pro Jahr. Zusammen decken sie 23 700 kWh/a oder 77 % des Gesamtenergiebedarfs des Dreifamilienhauses von 30 800 kWh/a. www.solaragentur.ch

Neubau Dreifamilienhaus Ponti, Zürich.

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Installations- & Gebäudetechnik

Status-Seminar 2012

Effizienzpotenzial in Gebäuden Am Status-Seminar 2012 wurden zahlreiche Forschungsarbeiten im Gebäudebereich präsentiert. Dabei wollte man auch die Chancen der Gebäudeforschung im Kontext der geplanten Energiewende aufzeigen. Für Forschende ergibt sich daraus ein wertvoller Ansporn für innovative Ideen und Entwicklungen. Jürg Wellstein* Mit der beschlossenen Energiewende eröffnen sich aktuelle Fragestellungen für die Forschenden im Gebäudebereich. Es bieten sich neue Chancen, denn die Anforderungen an die Gebäude sind akzentuiert worden. Deshalb hat Brenet am Status-Seminar 2012 die Gebäudeforschung in den Kontext der Energiewende gestellt. Das nationale Kompetenznetzwerk für Gebäudetechnik und erneuerbare Energien organisierte den Anlass, zu dem im September * Jürg Wellstein ist Fachjournalist SFJ

Fokus auf Gebäudetechnik am Status-Seminar 2012.

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2012 rund 240 Teilnehmende an die ETH Zürich kamen. Hier konnten sie Wissen austauschen, Projekte vorstellen und miteinander relevante Fragen diskutieren. Die Energiewende ist auch ökonomisch machbar Über die antreibenden Faktoren im Energiebereich hat zunächst Dr. Almut Kirchner, Prognos AG Basel, gesprochen. Die Energiewende basiert in der Schweiz nicht nur auf dem Atomausstieg, sondern auch auf dem Ziel der Treibhausgasreduktion und der Ressourcenschonung. Die Bevölkerung

nimmt zu, die Wirtschaft wächst, die Energiepreise werden höher. Dies hat auch Auswirkungen auf die Elektrizität, die hier zu je einem Drittel von Privaten, Dienstleistungsunternehmen und der Industrie verbraucht wird. Dabei spielen Antriebe und Verarbeitungsprozesse eine wichtige Rolle. Gemäss der ambitioniertesten Strategie sollte der gesamte Energieverbrauch bis 2050 halbiert werden können, allerdings bei kaum vermindertem Stromverbrauch. Damit sind auch die Forderungen für eine Erneuerung des Bauwerks Schweiz gegeben. Die Energiewende ist für Almut Kirchner zwar machbar und finanzierbar, es würden aber dazu nicht nur technologische, sondern auch organisatorische und raumplanerische Massnahmen sowie Anpassungen bei Gesetzen, Förderinstrumenten und Standards nötig sein. So gebe es Gewinner und Verlierer, was geeignete Schritte für eine angepasste Umsetzung nötig mache.


Massnahmenpaket als ersten Schritt Der Direktor des Bundesamts für Energie (BFE), Walter Steinmann, konnte diese Überlegungen bestätigen und präsentierte den vorgesehenen Fahrplan für die nächsten Aktivitäten auf Bundesebene. Die geplanten Massnahmen zur Energiestrategie 2050 seien inzwischen in der Vernehmlassung. Er wies darauf hin, dass auch in Europa das Bonus-Malus-Konzept diskutiert würde. Als eine der Massnahmen begrüsst das BFE in der Schweiz die Einführung einer Energieinspektion für die Gebäudetechnik. Zudem soll das vorhandene, erfolgreiche Gebäudeprogramm weiter verstärkt werden. Weil das Jahr 2050 noch weit weg sei, würde zunächst etappiert mit einem ersten Massnahmenpaket gearbeitet. Für die Forschungsaktivitäten würden jedoch die anspruchsvollen langfristi-

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gen Zielsetzungen gelten, welche mit einem Ausbau der Kapazitäten, mit dem weiteren Aufbau von Kompetenzzentren sowie mit Pilot- und Demonstrations- sowie Leuchtturmprojekten verfolgt würden. Andreas Eckmanns, BFE-Bereichsleiter des Forschungsprogramms «Energie in Gebäuden», konkretisierte am Status-Seminar die fünf Themen: Bauerneuerung, Technologieoptimierung, Arealbetrachtung, Speicherkraftwerk Haus und indirekter Energiebedarf. In diese Richtung soll eine zielkonforme Gebäudeforschung gehen, hier seien die Lücken mit künftigen Arbeiten zu füllen. Bei der Gebäudesanierung anfangen Das Status-Seminar präsentierte ein breites Spektrum von Forschungsarbeiten, wobei einige der vorgestellten Projekte mit Unterstützung des BFE realisiert wurden. An den beiden Seminartagen wurden thematische Sessionen und Posterpräsentationen zu den unterschiedlichsten Forschungsthemen präsentiert. Eine nachhaltige Gebäudeerneuerung stellt für die Bauwirtschaft eine zentrale Aufgabe dar und entscheidet auch über eine erfolgreiche Reduktion des Energieverbrauchs. Mit dem Forschungsprojekt CCEM-Retrofit wurden beispielsweise Möglichkeiten für eine vorgefertigte Konzeption von Fassaden- und Dachmodulen untersucht. Als zusätzliche Herausforderung gelten historisch wertvolle Gebäude, für deren energetische Sanierung neue Ansätze gesucht werden. Neben Wohnhäusern spielen aber auch Schulund Industriegebäude eine wichtige Rolle. Bei bestehenden, gross dimensionierten Fabrikhallen sind modulare Nutzungsmöglichkeiten vorgeschlagen worden. Verschiedene Forschungsprojekte haben sich mit der Bedeutung eines frühen Einbezugs von Energie- und Klimaaspekten befasst. Dies gilt sowohl bei der konsequenten Nutzung von Sonnenenergie als Basis einer ausgewogenen Solararchitektur, aber auch bei der Arealentwicklung auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft. Mit der Erstellung von Leitfaden, Berechnungs- und SimulationsSoftware erhalten Architekten, Investoren und Planer geeignete Elektrotechnik 11/12 | 21

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Effizienz und der Konsistenz mit technischen Massnahmen einiges erreicht werden kann, muss das Suffizienz-Potenzial mit anderen Mitteln erschlossen werden. Eine Studie hat ergeben, dass hierbei der Primärenergieverbrauch und die Treibhausgasemissionen fast halbiert werden könnten. Gefordert ist das Kraftwerk Haus mit Speicher Eine viel beachtete Thematik stellt das «Kraftwerk Haus» dar, das in längerfristiger Forschungsausrichtung zu einem Speicherkraftwerk weiterentwickelt werden soll. Heute stehen wir noch beim Definieren der Begriffe, Bilanzgrenzen, Schnittstellen und Betrachtungsräume. Einig ist Fassadenerneuerung mit PV-Modulen beim Hochhaus der Baugenosschenschaft man sich, dass die TrenZurlinden in Zürich-Leimbach. nung von Gebäude und Energieerzeugung, vor allem auch auf die ElekInstrumente in die Hände, um diese trizität bezogen, aufgehoben werden Aspekte bereits im frühen Planungssta- soll und die Wärme gleichzeitig möglichst umweltfreundlich gewonnen werdium berücksichtigen zu können. den muss. Eine Analyse von beinahe 40 Minergie-A-Gebäuden hat gezeigt, Suffizienz hat mehr Potenzial Jedermann weiss, dass die Ressourcen dass der Null-Wärmeenergie-Standard begrenzt sind, dennoch scheint die Pra- mit unterschiedlichen Energiekonzepxis diese Tatsache zu widerlegen. Für ten erreicht werden kann. Bei der das Bauwesen heisst dies beispielsweise, Stromerzeugung steht allerdings noch dem Drang nach dem Einfamilienhaus die Photovoltaik im Mittelpunkt; Techmit einem Transfer von dessen Wohn- nologien zur angepassten Wärmequalitäten auf das Mehrfamilienhaus zu Kraft-Kopplung sind jedoch im Kombegegnen. Mit einem Argumentarium men und werden eine Vielfalt gewähund konkreten Planungsempfehlungen ren, mit welcher man standortspezifisch kann das Siedlungswachstum mit seinen optimierte Lösungen erreichen kann. Deutlich wurde erkannt, dass im negativen Folgen möglicherweise gebremst werden. Als eine Art Weiterent- Null- oder PlusEnergieHaus der Hauswicklung des bestens eingeführten Effi- haltsstrom zu einem kritischen Faktor zienzpfads Energie kann man nun den wird. Kommt ein Elektrofahrzeug hinSuffizienzpfad Energie verstehen. Denn zu, entstehen plötzlich Lastspitzen, die drei Wege müssen zur Umsetzung der den gewählten Energiezielen wider2000-Watt-Gesellschaft begangen wer- sprechen. Beim Einsatz von kleinen den: Effizienz, Konsistenz und Suffi- Anlagen der Wärme-Kraft-Kopplung, welche wärmegeführt betrieben werzienz. Selbst-Genügsamkeit weist heute den, wird aufgrund des geringen Wärnoch wenig «Verbündete» auf. Flä- mebedarfs weniger Strom als erwartet chenbedarf und damit implizit auch erzeugt. Deshalb sind SystemintegraEnergieverbrauch sowie das Nutzerver- tion und Speichermöglichkeiten von halten richten sich nicht nach den Nor- Wärme und Strom wesentliche Aspekmen der Planenden. Während bei der te, die bei der Planung solcher Gebäude

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berücksichtigt werden müssen. Im Areal bzw. Quartier sollte man ausserdem Abwärmequellen suchen und identifizieren, damit sinnvolle energetische Verbundnetze geschaffen werden können. Gebäude sollen sich am Menschen orientieren Das Status-Seminar hat neben den theoretischen Betrachtungen auch Praxisbeispiele präsentiert. Dazu gehörte beispielsweise die grösste umlaufende Photovoltaik-Fassade der Welt an den Hochhäusern der Baugenossenschaft Zurlinden (siehe ET 8/2012, Seite 38) in Zürich-Leimbach. Hier wurden Dünnschicht-Solarmodule zur Erneuerung der 60 Meter hohen Fassaden eingesetzt; dies mit dem Ziel, kostengünstigere Lösungen als die Metallvarianten zu ermöglichen. In Lenzburg konnte ein Bankgebäude aus den 1980er-Jahren nach Minergie-P saniert werden. Sogar die NullenergieSchwelle hat man offenbar erreicht; zur Kompensation des Stromverbrauchs aller gebäudetechnischen Anlagen wird eine Photovoltaik-Fläche von 8 % der Bruttogeschossfläche benötigt. Kritischer Faktor ist dort heute die Kühlung. Und ein Referent aus dem bayerischen Freising (D) stellte den Ausbau beim Biohotel im Apfelgarten von Hohenbercha vor. Forschung, Planung und Umsetzung müssen stets Bezüge zur gebauten Realität, zur örtlichen Tradition und zu den involvierten Menschen haben, um erfolgreich zu sein. Mit ökologischen Zielsetzungen, einem dem Gelände und der vorhandenen Bausubstanz angepassten Holzgebäude konnte für Hotelgäste ein Raum geschaffen werden, der guttut. Das Status-Seminar gab den Forschenden hohe Ansprüche an künftige Gebäude, Areale, Quartiere und Städte, aber auch grosse Chancen für innovative Ideen mit auf den Weg. Technologisch stehen in den kommenden Jahren Entwicklungen von effizienten Energiespeichern für den Gebäudebereich im Mittelpunkt. Damit erhält die Gebäudeforschung die Gelegenheit, für die Energiewende einen höchst relevanten Beitrag liefern zu können.

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Installations- & Gebäudetechnik

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«Unsere Gebäude sind nicht mehr zeitgemäss» Die Halter Unternehmungen AG baut Wohnungen und liefert die Gebäudetechnik gleich mit. Gebäude müssten als Gesamtsysteme funktionieren, fordert Verwaltungsratspräsident Balz Halter. Mit seinen Firmen im Silicon Valley des Limmattals setzt der Visionär und Unternehmer die Trends in der Gebäudetechnik. Erich Schwaninger Herr Halter, Sie bauen Wohnungen und rüsten sie auch gleich mit Ihrer Gebäudetechnik aus. Eine spezielle Kombination. Balz Halter: Das war nicht mein Plan, es hat sich so ergeben. Ich bin schon lange in dieser Branche und es stört mich, dass wir nicht richtig vorankommen. Wenn man sieht, was in anderen Industrien an Technologien eingesetzt wird, dann sind unsere Gebäude einfach nicht mehr zeitgemäss. Deshalb habe ich mich selber auf die Suche nach intelligenten Lösungen und Prozessen gemacht. Aus der Neugier heraus habe ich selber nachgeforscht und mit Leuten gesprochen. Mit welchem Ergebnis? Ich bin zur Überzeugung gelangt, dass wir die Dinge zusammen mit Gleichgesinnten selber in die Hand nehmen müssen. Aus diesem Ansporn heraus haben sich interessante Konzepte und

Halter Unternehmungen AG Das 1918 gegründete Familienunternehmen zählt mittlerweile 200 Mitarbeitende und setzt zwischen 500 und 600 Mio. Franken um. Das Unternehmen mit Sitz in Zürich und Niederlassungen in Bern und Luzern umfasst die vier Geschäftsbereiche Entwicklungen, Generalunternehmung, Immobilien und Bauservice. Diese Geschäftsbereiche werden durch strategische Beteiligungen an ausgewählten Technologieunternehmungen, insbesondere im baunahen Bereich und auf dem Gebiet der Energieeffizienz, ergänzt.

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Projekte ergeben, die wir zusammen mit Hochschulen weiterverfolgt haben. Im Laufe der Zeit sind aus intensiven Zusammenarbeiten Unternehmungen entstanden, die nun hier am Standort aktiv sind. Dann habe ich den Newtechclub gegründet, eine Plattform, wo sich Unternehmen vernetzen und Synergien einbringen können. Ist Ihnen die Home Electronic-Industrie zu wenig rasch vorangegangen? Ich schaue alles integral an. Es geht nicht nur um die Home Electronic, es geht grundsätzlich um die Technologie im Haus. In der Wahrnehmung ist ein Gebäude noch immer die Summe von Einzelgewerken und nicht ein Gesamtsystem. Das kann nicht die Lösung sein. Ein Gebäude muss als Gesamtsystem verstanden, erstellt, funktionieren und betrieben werden. In der Bauindustrie ist jeder in seinem Bereich ein Crack und macht seine Arbeit soweit gut. Aber er denkt nicht über die Grenzen hinaus, nicht ins nächste Gewerk hinein. Man spricht wohl immer von vernetztem Denken und Handeln, aber es findet nicht statt. Das führt oft zu handgestrickten Lösungen mit veralteten Technologien. In unserer Industrie gibt man vor, an Innovationen interessiert zu sein, aber nur, wenn sich diese schon während zehn Jahren bewährt haben. Das ist ein Widerspruch. KNX hat sich mittlerweile etabliert, jeder spricht davon, aber das Konzept ist 25 Jahre alt. In dieser Zeit hat die Entwicklung in der Elektronik und in der Informatik enorme Sprünge gemacht.

Welches ist denn Ihre Strategie? Wir haben ein Systemkonzept definiert und dann begonnen, Komponenten und Systeme zu entwickeln. Digitalstrom zum Beispiel ist zuerst einmal eine Infrastruktur, die alle elektrischen Geräte, Sensoren und Aktoren eines Raumes intelligent vernetzt. Dadurch kann der Raum als Gesamtsystem agieren. Wie das im Einzelnen abläuft, ist Gegenstand einer Entwicklung, an der sich die gesamte Industrie beteiligen kann. Dazu braucht es eine Infrastruktur und eine Systemarchitektur, die eine solche Entwicklung erst möglich machen. Mit Digitalstrom treten Sie gegen etablierte Bussysteme an. Mit welchen Argumenten? Bei KNX, um dieses Beispiel zu nehmen, ist eine enorme Vielfalt von Komponenten vorhanden. Doch KNX benötigt ein separates Buskabel, ist für den Wohnungsbau zu komplex und in der Summe zu teuer. Deshalb kann es sich nicht in jedem Haus durchsetzen. Mit Digitalstrom haben wir eine Lösung, die für jedes Gebäude passt. Wie ist eine Halter-Wohnung ausgerüstet? Die Objekte, die wir realisieren, rüsten wir mit zukunftsweisenden Systemen aus, die zum Teil auch hier entwickelt wurden. So bauen wir heute das digitale Haus auf der Basis von Digitalstrom und Fiber in the Home von Casacom. Diese Infrastruktur ermöglicht es, aktuelle und zukünftige Applikationen und Services zu nutzen. Dazu gehören auch Lösungen für die Bereiche Heizung und Kühlung. Diesbezüglich sind wir allerdings noch nicht dort, wo wir hin wollen. Goutiert der Markt diesen Mehrwert an Gebäudetechnik? Da haben wir momentan ein echtes Problem. Wenn wir unsere Technik un-


Was verlangt der Durchschnittsnutzer Ihrer Immobilien punkto Technik? Wir können noch nicht repräsentativ sagen, welches die relevanten Applikationen sind. Das Ganze ist extrem vielschichtig. Im Vordergrund stehen die

«Im Vordergrund stehen die Themen Sicherheit, Energieeffizienz, Komfort und Prestige.» Themen Sicherheit, Energieeffizienz, Komfort und Prestige. Wichtig ist auch der Aspekt, in eine Infrastruktur zu investieren, mit der man in Zukunft richtig liegt. Unterstützen die modernen Kommunikationsmittel Ihre Anstrengungen? Die Leute benutzen heute standardmässig ein Smartphone. Da liegt das Verständnis nahe, dass damit auch die

Themenschwerpunkte

ter Smart Home oder intelligentes Wohnen anbieten, kennen zwar viele Leute die Begriffe und haben eine gewisse Vorstellung, was sie beinhalten. Die meisten denken aber auch, dass Smart Home viel kostet und kompliziert ist. Dabei sind unsere Systeme nur unwesentlich teurer als herkömmliche Installationen und so konzipiert, dass jeder damit umgehen kann, ob Normalverbraucher oder Technikfreak. Hier müssen wir Überzeugungsarbeit leisten. Das Bedürfnis bei den Leuten ist vorhanden.

Balz Halter: «Mit Digitalstrom haben wir eine Lösung, die in jedes Haus passt.»

unmittelbare Lebensumgebung kontrolliert, überwacht und beeinflusst werden kann. Von dieser Seite her spüren wir eine Nachfragesteigerung. Dieser Trend gilt auch für Internetdienste. Die Leute wollen mit Smartphone, Tablets und PCs nach Belieben surfen, telefonieren, fernsehen, Videos schauen und Musik hören. Sie schätzen die wachsenden Angebote im Internet und wollen aus der zunehmenden Zahl von Providern nach Belieben auswählen können. Es geht hier letztlich um die Frage der Infrastruktur. Wird dieser neue Standard allmählich zur Normalität? Wir gehen klar in die Richtung, dass eine Wohnung genauso mit Glasfasern

Nottaster

und Internet versorgt sein muss wie mit Wasser, Wärme und Elektrizität. Das ist eine Bedingung an die Infrastruktur der Wohnung, und es ist der Weg, den wir als Immobilienanbieter gehen. Wir testen das an 200 Wohnungen in Altbauten, die wir mit Fiber in the Home ausrüsten und eine Grundversorgung an Internet, Fernsehen, Video on Demand, Telefonie und Radio anbieten, für den Paketpreis von 50 Franken pro Monat. Wir bieten nicht einfach nur eine Dose an. Kommt der Benutzer in die Wohnung, kann er sein Laptop oder IP-TV-Gerät einstecken, ist sofort auf Empfang und kann die Dienste beziehen, die er will. Wir holen die Leute ab und zeigen ihnen, was Smart Home im Detail bedeutet.

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Installations- & Gebäudetechnik

Wie muss heute eine Immobilie beschaffen sein? Generell stellen wir fest, dass die Käufer sehr viel kompetenter sind als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Die Leute wissen, was eine Wohnung können

Balz Halter (51) ist Inhaber und Verwaltungsratspräsident der Halter Unternehmungen AG. Bis 2010 war er operativer Leiter des Unternehmens. Der Bauingenieur ETH und Jurist führt das Unternehmen in der dritten Generation. Er wohnt in Wettswil (ZH) und hat drei Söhne in Ausbildung.

Balz Halter: «In unserer Industrie gibt man vor, an Innovationen interessiert zu sein, aber nur, wenn sich diese schon während zehn Jahren bewährt haben.»

muss und was an Apparaten möglich ist. Das Wohnen ist viel individueller geworden, was sich in der breiten Palette der Wohnungstypen ausdrückt. Was muss denn eine Wohnung können? Es gibt keinen einheitlichen Wohnungstyp. Wenn wir ein Projekt entwickeln, überlegen wir uns, für wen wir bauen, wer an diesen Ort, in dieses Gesamtgefüge hineinpasst. Je nach der Zielgruppe sieht eine Wohnung anders aus. Sei es die klassische Familienwohnung oder die Wohnung für den Einoder Zweipersonenhaushalt: Wir versuchen, unser Angebot auf die Zielgruppen masszuschneidern. Sie sind ein begeisterter Netzwerker. Was treibt Sie an? Netzwerke sind mir wichtig. Vernetztes Denken heisst auch, das Gebäude als System zu begreifen. Unser Businessmodell agiert auf der Ebene des Netzwerks. Digitalstrom ist als OpensourceLösung konzipiert. Die gesamte Industrie kann sich einbringen, wenn sie das will. Das entspricht unserer Philosophie. Man kann nicht proprietäre Systeme entwickeln und die gesamte Wert-

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schöpfungskette kontrollieren wollen. Und dann natürlich unser Newtechclub, das ist Networking pur. Diese Plattform bieten wir Unternehmern und Unternehmen an, die sich für unsere Ideen interessieren und Synergien schöpfen wollen. Ihre Hightechunternehmungen hier in Schlieren sind so etwas wie das Silicon Valley des Limmattals. Avancieren Sie zum Pacemaker der Gebäudetechnik? Ich glaube tatsächlich, dass wir hier im Newtechclub in vielen Bereichen die Nase vorn haben. Wir vertiefen aber systematisch nach weiteren Kooperationen auf der Ebene der Technologie, der Produkte, der Marktbearbeitung und der Applikationen. Natürlich tun wir dies auch über die Region hinaus. Ist Ihre Technologie auch im Ausland gefragt? Alles, was wir hier entwickeln, passiert mit dem Fokus international. Gute Möglichkeiten sehen wir in den Wachstumsmärkten Asiens und Südamerikas. Die Schweiz ist ein guter Testmarkt und immer einen Schritt voraus. Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn es sich ökonomisch rechtfertigt. Auf-

Technologieunternehmen Die Halter Unternehmungen AG ist an verschiedenen Technologieunternehmen in Schlieren beteiligt: Aizo ist die Erfinderin von Digitalstrom. Die Technologie kommuniziert über die bestehenden Stromleitungen und vernetzt elektrische Geräte im Haushalt. Wegen seiner dezentralen Intelligenz eignet sich Digitalstrom sowohl zum Nachrüsten als auch zur Neuinstallation. Die Technologie kann über konventionelle Schalter, Internet oder Smartphone genutzt werden. Aizo beschäftigt in Schlieren rund 20 und in Wetzlar (D) 15 Personen. www.aizo.com www.digitalstrom.com Mivune bietet die gleichnamige Software für den OEM-Markt (Gerätehersteller) – das Betriebssystem für Gebäude. Technische Einzelsysteme lassen sich mit derselben Software integral planen, organisieren und steuern, unabhängig von Hardware und Hersteller. Auf intuitiven Programmier- und Bedienoberflächen sind alle Anlagen für Licht, Temperatur, Lüftung und Beschattung sowie Multimediageräte oder andere Verbraucher steuer- und regelbar. Mivune beschäftigt 12 Mitarbeitende. www.mivune.com

Casacom ist ein Netzwerk im Raum (Fiber in the Home), das auf KunststoffLichtwellenleitern basiert. Es schafft die Voraussetzung zur Anbindung (drahtgebunden oder drahtlos) beliebiger Endgeräte wie PCs und Drucker. Dies ermöglicht dem Nutzer, internetbasierte Dienste wie Telefonie, TV oder Video on Demand beim Anbieter seiner Wahl zu beziehen. Casacom beschäftigt 8 Personen. www.casacom.ch BS2 (Building Systems & Solutions) steht für eine neue Gebäudetechnik, die sich den aktuellen ökonomischen und ökologischen Herausforderungen stellt: Zero Emission ohne Aufpreis, kompromisslose Architektur, hoher Komfort. Ausgehend von einer systemischen Betrachtung des Gebäudes und dessen Umgebung optimiert BS2 mit seinen Komponenten die Energieflüsse nach dem LowEx-Prinzip: Energie wird geerntet und im Erdreich gespeichert, wenn sie im Überfluss vorhanden ist und im Bedarfsfall wieder genutzt. BS2 beschäftigt 5 Personen. www.bs2.ch


grund rein ökologischer Überlegungen bezahlt keiner mehr, ausser vielleicht in der Schweiz, wo viele Idealisten sind. Wenn der Nutzer aber feststellt, dass er für einen unwesentlichen Aufpreis mehr Technik und Nutzen erhält, damit Energiekosten einspart und Sicherheit generieren kann, wird er gerne mitmachen.

«Wir müssen nicht alles neu erfinden und nicht Komponenten für die Ewigkeit bauen.»

Planen Sie, weitere Unternehmungen in Ihr Silicon Valley aufzunehmen? Wir sind hier vom Platz her am Anschlag, denken aber über den nächsten Expansionsschritt nach. Heizung, Lüftung, Klima, aber auch die Energieerzeugung und Smart Grid sind Bereiche, wo wir noch Potenzial sehen. Dann ist die Elektromobilität ein sehr interessantes Thema, speziell in Verbindung mit Photovoltaik. Ihr Systemgedanke ist umfassend. Sie bauen meist an gut erschlossenen Lagen. Wir suchen Standorte mit dem erklärten Ziel, deren Nutzung und Potenziale zu erhöhen, Stichwort Verdichtung nach innen. Darin sehen wir für die Gemeinden die Möglichkeit, zu wachsen, ohne die Siedlungsfläche ausdehnen zu müssen. Kurz: Wir zeigen die Vorteile auf aus raumplanerischer Sicht. In welche Richtung muss sich die Gebäudetechnik weiterentwickeln? Der Kunde geht heute auf eine ganz selbstverständliche Art und Weise mit Technologie um. Er hat Hardwareplattformen, worüber die Software, Applikationen und Services in beliebiger Form verfügbar sind. Diesen Weg wollen wir auch in den Gebäuden beschreiten. Alles muss nutzergerecht sein. Meine Schwiegermutter muss das Gebäude mit dem Taster an der Wand bedienen können, genauso wie meine Kinder mit ihrem Smartphone oder iPad ihre Umgebung gestalten wollen. Beides muss möglich sein, die Systeme müssen auf verschiedenen Levels funktionieren. Das passiert über dezentrale Systeme. Wir gehen in unseren Gebäudetechniksystemen weg von den zentralen, überengineerten Systemen hin zu dezentralen, raum- oder zonenbezogenen Lösungen, die nutzergerecht funktionieren, mit viel Sensorik, Aktorik und Intelligenz in den Räumen. Dann kann sich das physikalische Umfeld den Bedürfnissen entsprechend verhalten. Das tönt sehr anspruchsvoll. Wir müssen nicht alles neu erfinden und nicht Komponenten für die Ewigkeit bauen. Mit unserer Technologie gehen wir aus der Gebäudestruktur heraus in die Konsumergeräte hinein. Am Schluss haben wir ein schlaues Gerät, das mit dem Haus kommuniziert. Sobald das Gerät erneuert wird, steht wieder neue Technologie zur Verfügung. Dann muss sichergestellt sein, dass diese Entwicklung auf der bestehenden Infrastruktur funktioniert, also rückwärtskompatibel ist.

www.halter-unternehmungen.ch www.digitalstrom.com

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Halle 7, Stand 406


Installations- & Gebäudetechnik

Smart Home für jedermann Mit Digitalstrom lassen sich alle elektrischen Geräte im Haus über die normalen Stromleitungen zu einem intelligenten Netzwerk verbinden. Der neue Standard für Wohnkomfort und Energiesparen ermöglicht die einfache Steuerung und Koordination von Licht, Rollläden, Ventilatoren und Haushaltsgeräten einschliesslich Audioelektronik über bestehende Taster. Mit dem modularen System lassen sich individuell abgestufte, preisgünstige Haussteuerungslösungen umsetzen, die jederzeit und nachträglich beliebig erweitert werden können: von der einfachen Beleuchtungssteuerung bis zum komplett vernetzten Haushalt, der sich über das Internet kontrollieren lässt. Dazu sind keine Extraverkabelungen

oder Schmutz verursachende Installationsarbeiten notwendig: Alle benötigten Digitalstrom-Komponenten können dank der geringen Abmessungen in die regulären Schaltkästen, Taster und Unterputzdosen integriert werden und ersetzen bei der Lampeninstallation die herkömmlichen Lüsterklemmen. Die normale Versorgungsspannung dient als Übertragungsmedium für die Gerätekommunikation. Per einfachem Tasterdruck können zum Beispiel voreingestellte Lichtstimmungen abgerufen

Mit Digitalstrom bestimmt der Kunde, wie sein Haus reagiert.

oder unterschiedliche Geräte bedient werden. Zugleich kann Digitalstrom detailliert den Stromverbrauch einzelner Geräte oder wahlweise grösserer Wohnbereiche erfassen. Zeitgesteuerte Gerätekoordination und intelligente Funktionen senken den Stromverbrauch. So kann die Betätigung von Rollläden und die Intensität der Beleuchtung automatisch den tageszeitlichen Lichtbedingungen angepasst werden. Ebenso komfortables Stromsparen ermöglicht der «Ich verlasse das Haus»Taster, der bei Betätigung sämtliche Geräte abschaltet und das Haus in einen Schlafmodus versetzt. Durch die Option, die Haustechnik mit dem Internet zu verbinden, lässt sich auch

Digitalstrom mit eco2friendly-Award ausgezeichnet Digitaltrom hat mit seinen intelligenten Produkten bereits zwei mal den eco2friendly-Award gewonnen. Die im 2009 gegründete eco2friendlyKampagne richtet sich an Elektriker, Planer, Architekten sowie an Bauherren, welche sich für eine energieeffiziente Elektroinstallation einsetzen. Die Kampagne verfolgt vier Ziele: eine möglichst geringe Belastung für das Klima, Senkung der Energiekosten, Erhöhung des Komforts, Elektroinstallation mit Mehrwert. eco2friendly-Elektriker sind auf der Website www.eco2friendly.ch ersichtlich (siehe ET 8/2012, Seiten 12, 13, 16).

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die Aktivierung und Deaktivierung des WLAN über einen simplen Tastendruck realisieren. Diese Funktion kann ebenfalls in den Generaltaster für alle Geräte integriert werden. Ein dritter Bereich zeigt Sicherheitsanwendungen, unter anderem einen «Panik-Taster», der alle Lampen des Haushalts mit einem Klick aktiviert und die Rollläden hochfährt. Mit Digitalstrom lassen sich mit die meisten Leuchtentypen ohne zusätzlichen Dimmer regeln, auch über ein Smartphone. Die Produkte von Digitalstrom sind über Otto Fischer AG erhältlich. www.digitalstrom.com www.ottofischer.ch


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Installations- & Gebäudetechnik

Warmwasser-Wärmepumpen als Ersatz für Elektro-Wassererwärmer

Geld sparen ohne Komforteinbusse In der Schweiz gibt es allein in Einfamilienhäusern rund 800 000 Warmwasserspeicher (Boiler). Davon ist ein grosser Teil nur elektrisch geheizt. Ein Ersatz kann sich jetzt schon lohnen und nicht erst beim Defekt. Warmwasser-Wärmepumpen erlauben eine äusserst effiziente Trinkwassererwärmung. Der Strombedarf reduziert sich auf ein Drittel. Raymond Kleger Vor allem in älteren Bauten verfügen die typischen Elektroboiler über ein Speichervolumen von 150 … 500 Liter und werden rein elektrisch, teilweise kombiniert mit der Öl- oder Gasheizung, erwärmt. Wenn wir in Zukunft den elektrischen Energiebedarf redu-

zieren wollen, bietet die ineffiziente Erwärmung von Trinkwarmwasser über eine elektrische Widerstandsheizung ein sehr gutes Sparpotenzial. Die installierten Elektroboiler verbrauchen in der Schweiz rund 4,8 Milliarden kWh an Strom. Das sind 8 % des gesamten schweizerischen Stromverbrauchs. Bei einem durchschnittlichen Haushalt in

Aufbau WW-WP mit Luftkanalanschlüssen für Wärmenutzung von Nebenräumen oder der Aussenluft.

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Wärmepumpe eines Warmwasserspeichers mit direkter Nutzung der Raumluft.

der Schweiz verdoppelt sich der Stromverbrauch beim Einsatz eines Elektroboilers. Beachtliches Einsparpotenzial Durch den Einsatz von WarmwasserWärmepumpen (WW-WP) anstelle der Boiler mit Widerstandsheizung könnten jährlich über 3 Mia. kWh bzw. 5 % des Schweizer Strombedarfs eingespart werden. Der hohe Energieaufwand für Warmwasser zeigt sich auch in der Stromrechnung; ein Hausbesitzer zahlt dafür rund 600 Franken pro Jahr. WW-WP, welche die Umgebungsluft als Wärmequelle nutzen, sind seit einigen Jahren auf dem Markt, konnten sich bis jetzt aber nicht breit durchsetzen. WW-WP sind bis heute «ein energieeffizientes Nischenprodukt für Sanierungsobjekte». GebäudeKlima Schweiz (GKS) hat nun eine Kampagne gestartet mit dem Ziel, dass im einfachen Fall, Ersatz des Elektroboilers, die Lösung WW-WP mit guten Argumenten angepriesen werden kann. Das Projekt Ersatz von Elektro-Wassererwärmern durch WW-WP wurde mit Partnerverbänden wie suissetec, FWS (Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz), energie schweiz, VSE (Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen) und dem Bundesamt für Energie realisiert.


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1 CTC Giersch EcoWater: WW-WP (258 Liter). 2 Nibe Aqua 300 HT: WW-WP (300 Liter). 3 Tobler/Styleboiler WPE 300: WW-WP (300 Liter). 4 Zwei WW-WP von Viessmann: Satag WB 03 (300, 400 oder 500 Liter), rechts Vitocal 160 A (285 Liter). 5 Walter Meier WB 270 EWT: WW-WP (270 Liter). 6 Buderus BWP 30 HS: WW-WP (290 Liter) mit integriertem Wärmetauscher für Anschluss Heizkessel oder Solaranlage. 7 Hoval WPER: WW-WP (300 Liter) mit eingebautem Heizregister zur Nutzung von Solarwärme oder externer Wärmeerzeugung. 8 Elco Multiaqua: spezielle WW-WP, an Warmwasserspeicher angeflanscht, entnimmt Wärme aus Wasser- oder Solekreislauf, auch von Sonnenkollektoren oder von geeigneten Abwärmequellen.

Die Lösung: Ersatz des Elektroboilers ist dann sinnvoll, wenn eine rasche günstige Ersatzlösung für einen Elektroboiler gewünscht wird. Sobald eine umfangreichere Sanierung ansteht, ist es sinnvoll, die gesamte Wärmeerzeugung samt Gebäudehülle zu optimieren. Hier ist dann die Warmwasseraufbereitung nur ein Teilproblem. In einem weiteren Schritt will GebäudeKlima Schweiz für den Ersatz der Elektro-Wassererwärmer auch Lösungen im Bereich thermische Solarkollektoren anbieten.

Prinzip der WW-WP Bei einer reinen Widerstandsheizung werden 100 % elektrische Energie zur Aufheizung des Wassers verwendet. Beim WW-WP wird entweder die Raumluft abgekühlt, das kann z. B. im Wein- oder Vorratskeller ganz erwünscht sein oder es wird Aussenluft angesogen und dieser wird dann Wärme entzogen. Die Einsparung beträgt bis zu zwei Drittel der elektrischen Energie. Ein bisher vorgebrachtes Gegenargument zu WW-WP hiess: Wärmeklau. Erfahrungen und Messungen zeigen je-

Installations- & Gebäudetechnik

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doch, dass bei Nutzung von Innenraumluft als Wärmequelle für die WW-WP bei einem Raumvolumen grösser als 20 m3 keine Probleme auftreten. Für die Erwärmung von 300 Liter Warmwasser beträgt die Raumabkühlung etwa 2 °C. Der oft typische Fall mit zu ersetzendem Elektroboiler im Keller/ Heizraum mit ungedämmtem Heizkessel und Wärmeverteilung ist jedenfalls als Aufstellort für eine WW-WP mit direkter Nutzung dieser Raumluft als Wärmequelle unproblematisch. In heiklen Fällen ohne jede Abwärmequel-

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Domotec Nuos SWPL: WW-WP (250 Liter). Domotec-Geschäftsführer Ueli Ehrbar zeigt Rohr mit Ø 200 mm für Aussen- oder Raumluftnutzung als Wärmequelle.

le im Aufstellraum kann mit Luftkanälen die Wärme von Nebenräumen oder mit einem Split-Gerät die Aussenluft als Wärmequelle erschlossen werden. Unerwünschter Wärmeklau im Haus ist so definitiv kein Thema mehr. Kostenvergleich Unterschiedliche Einbauvarianten müssen beim Kostenvergleich mitberücksichtigt werden. Der objektive Jahreskostenvergleich mit den heutigen Stromtarifen gerechnet zeigt aber bereits, dass die Lösung mit der WW-WP dem 1:1-Ersatz durch einen Elektroboiler wirtschaftlich mindestens ebenbürtig ist. Der einfache Kostenvergleich

FWS-Gütesiegel für WW-WP Das Gütesiegel wird von der Gütesiegelkommission Wärmepumpen der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz FWS erteilt. Die Liste der WW-WP mit FWS-Gütesiegel findet man auf der FWS-Website: www.fws.ch. Angewendete Ziele bzw. Prüfkriterien: • Angebotene Produkte sollen dem Stand der Technik entsprechen • Entscheidungshilfe für Planer, Installateure und Hausbesitzer • Vertriebs-, Verkaufs-, Planungs-, Service- und Betriebsunterlagen • Prüfbericht eines akkreditierten Prüfinstituts • Im Vergleich zum Elektroboiler muss die WW-WP die 3-fache Energieeffizienz aufweisen Fazit Elektroinstallateure sind die ersten, die beim «Fehlen von Warmwasser» vom Kunden gerufen werden. In so einem Fall ist allerdings der schnelle Ersatz durch eine WW-EP nicht ganz so einfach. Die Gefahr ist gross, dass wieder nur ein Warmwasserspeicher mit Widerstandsheizung montiert wird. War-

Investitions- und Jahreskosten-Vergleich WW-Temperatur 55°C

Elektro-WW-Erwärmer

WW – WP

Jahresenergieverbrauch

4500 kWh/a

1500 kWh/a

Investitionskosten

Fr. 2000.–

Fr. 4500.–

Amortisationskosten 15 Jahre

Fr. 133.–/a

Fr. 300.–/a

Verzinsung 4%

Fr. 40.–/a

Fr. 90.–/a

Betriebskosten 0.14Fr./kWh

Fr. 630.–/a

Fr. 210.–/a

Jahreskosten

Fr. 803.–/a

Fr. 600.–/a

Energie- und Kostenvergleich: Elektro-WW-Erwärmer/WW-WP je 300 Liter (Quelle: BKW)

(vgl. Tabelle) über 15 Jahre zeigt auf, dass die Warmwasser-Wärmepumpe mit Jahreskosten von Fr. 600.–/Jahr auch wirtschaftlicher sein kann als der 1:1-Ersatz mit einem Elektroboiler (Fr. 800.–/Jahr).

um also nicht einmal eine Aktion starten, z. B. anlässlich einer Gewerbeausstellung und WW-WP anpreisen? info@gebaeudeklima-schweiz.ch www.gebaeudeklima-schweiz.ch

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Was macht NOXnet von Innoxel so erfolgreich?

Highlight

NOXnet überzeugt von A bis Z Zur Konfiguration des Gebäudeautomationssystems NOXnet von Innoxel braucht es weder eine teure Software noch eine zeitintensive Schulung. Das System wird seit 12 Jahren in der Schweiz hergestellt, laufend weiterentwickelt und bietet alles Nötige für den Wohnungs- und Zweckbau aus einer Hand. Das mögen fünf Gründe für den Erfolg von NOXnet sein. Es gibt noch 25 weitere. A: App zur Bedienung aller Funktionen; Anzeige von Kamerabildern und Daten der Wetterstation für 29 Franken im AppStore B: B & O-Gateway mit bidirektionaler, galvanisch getrennter Schnittstelle C: CH-Produkt

einem Mausklick aus bestehendem Projekt in NOXlink Q: Qualitätsprodukt, SEV-geprüft, S+, CE R: Raumthermostaten bei Taster oder im Touchpanel S: Showroom in Heimberg

D: Dimmer für alle Leuchten aus eigener Entwicklung, flackerfrei dank Rundsteuerimpulsfilter

T: Touchpanel in zwei Grössen, mit kostenloser Software individuell zu gestalten

E: EnOcean-Funkprodukte als Ergänzung möglich

U: Unterstützung durch INNOXEL bei Beratung, Planung, Schema, Konfiguration und Inbetriebnahme

F: Fernwartung im Büro oder direkt auf der Baustelle G: Garantie auf alle eigenen Baugruppen: 5 Jahre

V: Vernetzung basiert auf dem in der Fahrzeugindustrie weltweit verbreiteten CAN-Bus, ein extrem schneller und zuverlässiger Standard

H: Heizen und kühlen mit demselben Thermostat

W: Wetterstation mit Funkuhr und allen Sensoren in einem kompakten Ge-

I: Industriestandard mit CAN bereits auf Busebene (s. V)

NOXapp mit Bild der Überwachungskamera im Showroom in Heimberg.

häuse (Wind, Temperatur, Regen, Sonne, Dämmerung) X: x-fach eingesetzt und bewährt, im EFH, Chalet, Gewerbebetrieb, Hotel, Fitnessstudio, in Banken, Kirchen usw. Y: Yes, we CAN (s. V) – ob Fenster, Bewegungsmelder, Leinwand, Garagentor, Alarmanlage … NOXnet hat für alles eine Lösung

K: Konfigurationssoftware gratis und ohne Kursbesuch bedienbar L: Lichtstimmungen werden grafisch, mit Maus und Schieberegler konfiguriert

Z: Zentral-Aus-Funktion mit einem einzigen Mausklick

M: Minergie-Standard wird einfach und komfortabel erfüllt (Beschatten, Heizen, Kühlen) N: Netzfrei-Schaltung auf Knopfdruck O: Öko-Switch-Funktion einfach zu konfigurieren P: Parametrierung der NOXapp mit

NOXlink, die kostenlose PC-Software, steht auf der Homepage auch zum Download bereit.

INNOXEL System AG 3661 Uetendorf Tel. 033 345 28 00 info@innoxel.ch www.innoxel.ch

Elektrotechnik 11/12 | 33


Highlight

Energieeffiziente Beleuchtungssteuerung in Lagergängen

Lagerlicht automatisiert Schon 2008 fasste die Schweizer Supermarktkette Coop den Beschluss, bis 2023 in allen direkt beeinflussbaren Bereichen CO2-neutral zu werden. Dazu gehören auch Massnahmen der Energieeinsparung mit einem hohen Einsparpotenzial bei der Beleuchtung. Über 1900 Coop-Verkaufsstellen in der Schweiz wollen mit Ware versorgt sein. Im Zentrum dieser Logistik steht die nationale Verteilzentrale in Wangen bei Olten. Um den Energieverbrauch zu senken, suchte man nach einer Möglichkeit, die Beleuchtung in den weitläufigen Hochregallagern bedarfsabhängig zu steuern. Man ging davon aus, dass die Beleuchtungen in den Lagergängen kein übergeordnetes System und keine zentralen Steuerbefehle benötigen. Das Licht muss nur einschalten, wenn sich eine Person in eine der Lagergassen begibt, und sich hinterher wieder automatisch ausschalten (Bild 1). Ideal für Korridore und Gänge Bisher war die Beleuchtung dauernd eingeschaltet. So sah man in der Steuerung über Präsenzmelder eine wirtschaftliche

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Bedarfsgerechte Beleuchtung in einer Lagerhalle.

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Präsenzmelder «compact passimo» mit rechteckigem Erfassungsbereich.

3 Die klare Abgrenzung des Erfassungsbereichs vermeidet Fehlschaltungen beim Kreuzen der einzelnen Lagergänge.

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und wirkungsvolle Lösung. Die Wahl fiel auf die Präsenzmelder «compact passimo» von ThebenHTS (Bild 2). Deren rechteckiger Erfassungsbereich eignet sich speziell für den Einsatz in Korridoren (Bild 3). Zudem können sie Mischlicht erfassen und schalten damit alle Arten von Leuchten wie: Leuchtstofflampen, Kompaktleuchtstofflampen, Halogen- und Glühlampen sowie LED-Leuchten korrekt ein und aus. Die Melder von ThebenHTS boten schon in der Testphase die präziseste Messung am Gasseneingang und eine klare Abgrenzung des Erfassungsbereichs gegenüber der Nachbargassen und selbst bei bis zu 6 m hohen Gängen. Auch Personen direkt unterhalb des Präsenzmelders wurden erfasst. Im Anschluss an die Tests stellte man das gesamte Lager von permanenter auf bedarfsgerechte Beleuchtung um. «Unsere Berechnungen ergaben, dass sich der Energieverbrauch je nach Beanspruchung der Lagergassen um 30 bis 60 % reduziert», be-

schreibt Roland Trüssel, Leiter der Coop-Haustechnik, die Wirkung der Massnahme. Effiziente Parallelschaltung Zur Steuerung mehrerer Lichtgruppen können bis zu zehn Melder parallel miteinander verbunden werden. Jeder «Master» schaltet seine Lichtgruppe gemäss eigener Helligkeitsmessung, die Präsenz wird jedoch von allen Meldern gemeinsam erfasst. Zwei Fernbedienungen runden das System ab: Das technische Personal hat mit der Service-Fernbedienung «QuickSet plus» Zugriff auf die Geräteparameter. Die Benutzer können zudem mit der Infrarot-Fernbedienung «clic» bis zu zwei Lichtgruppen individuell schalten. Theben HTS AG 8307 Effretikon Tel. 052 355 17 00 info@theben-hts.ch www.theben-hts.ch


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Installations- & Gebäudetechnik

«FE180» bedeutet keine 180 Minuten Funktionserhalt

FE ist nicht gleich Funktionserhalt Der Begriff «Funktionserhalt» steht für die Aufrechterhaltung der Stromversorgung im Fall eines Brandes für sicherheitsrelevante Einrichtungen, zum Beispiel Notbeleuchtungen und Rauchabzugsanlagen oder andere Evakuationshilfen bzw. deren Installationen. Verschiedene Hersteller bieten für die Elektroinstallation zum Funktionserhalt ein breites Spektrum an praxisgerechten Systemen für nahezu alle Montagearten und Anwendungsbereiche an. Dabei ist es wichtig, dass diese Systeme nach DIN 4102 Teil 12 geprüft und damit problemlos einsetzbar sind.

Marcel Schöb Leitungsanlagen mit Funktionserhalt sollen im Brandfall die Versorgung bestimmter Bereiche oder Anlagen sicherstellen. Hierzu finden zwei grundlegend unterschiedliche Ausführungen Anwendung: Leitungstrassen mit integriertem Funktionserhalt und Leitungstrassen mit brandschutztechnischen Einhausungen. Dieser Fachartikel befasst sich mit Leitungsanlagen mit integriertem Funktionserhalt und deren Überwachung. Der Beitrag zerstört auch die Il-

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Funktionserhalt im Gebäude. Quelle Dätwyler

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lusion, dass mit der Verwendung eines Sicherheitskabels mit der Bezeichnung «FE» ein Funktionserhalt erreicht wird. Brandschutzgrundlagen Schweiz Als erstes wollen wir einen kurzen Blick auf die bekannte Gesetzespyramide der Schweiz werfen. Die kantonalen Feuerschutzgesetze sind dabei, wie es der Name sagt, auf Gesetzesstufe zu finden; somit auf gleicher «Höhe» wie z. B. das Elektrizitätsgesetz (EleG). Auf der Stufe «Verordnungen» finden wir die Brandschutznormen des VKF (Vereinigung

Kantonaler Feuerversicherungen). Die Brandschutznormen sind somit auf gleicher Stufe wie die Niederspannungsinstallationsverordnung (NIV) angeordnet. Noch eine Stufe tiefer, bei den sogenannten «Regeln der Technik», sind die Brandschutzrichtlinien des VKF zu finden; also auf gleicher Stufe wie die NIN2010. Auch sämtliche EN-Normen gehören auf Stufe «Regeln der Technik». In den Brandschutzgrundlagen der Schweiz sind folgende Risiken im Brandfall definiert: • Verlust von Leben -› Menschen und Tiere schützen • Verlust von Sachwerten -› Schäden begrenzen • Imageverlust • Geschäftsausfall Alle Brandschutzrichtlinien und -normen haben daher die nachfolgenden Schutzziele: • Flucht- und Rettungswege sichern: 1. Brandsichere Ausführung von Flucht- und Rettungswegen, 2. Dadurch sichere Evakuierung ermöglichen

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Brennkammer für die Prüfung von Kabelanlagen. Quelle Dätwyler


• Ausbreitung des Feuers begrenzen: Bauliche Begrenzung des Feuers durch Schaffung von Brandabschnitten • Funktionen erhalten: Möglichkeit schaffen, um die gefährdete Umgebung schnellstmöglich und sicher zu verlassen Auch in der «Bibel» des Elektroinstallateurs, der NIN2010, finden wir Angaben und Forderungen zum Brandschutz. Die nachfolgenden beiden Situationen sind dabei sehr wichtig und für unsere Betrachtung von grosser Bedeutung. 1. Selbstrettung und Evakuierung 2. Brandbekämpfung und Intervention Selbstrettung und Evakuierung Für die Selbstrettung der von Feuer betroffenen Personen und die Evakuierung sind mindestens 30 Minuten erforderlich. Somit müssen Einrichtungen und Anlagen mindesten für 30 Minuten im Brandfall funktionieren. Hier muss also E30 installiert werden. Dabei kann es sich um folgende Anlagen handeln: • Melde-, Signalisierungs- und Informationssysteme für die Evakuierung • Ansteuerung und Speisung von Notsystemen • Not- und Sicherheitsbeleuchtung für Rettungswege (gemäss VKF braucht es hier eine Funktionszeit von 60 Minuten) • Personenaufzüge mit Evakuierungsschaltung • usw. Brandbekämpfung und Intervention Einrichtungen und Anlagen, welche bei der Brandbekämpfung und Intervention Rettungsorgane nutzen, ist mehr «Betriebszeit» gefordert. Hier verlangen die NIN (und andere Normen) 90 Minuten. Die Installation ist also als E90-Installation auszuführen. Dabei kann es sich um folgende Einrichtungen handeln: • Wasserdruckerhöhungsanlagen • Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) • Feuerwehraufzüge (gemäss VKF 120 min.) • usw. Bei der Installationsart mit einem «E» vorangestellt handelt es sich um den sogenannten Funktionserhalt. Dies ergänzt mit der entsprechenden Zeit in Minuten. E90 bedeutet als 90 Minuten Funktionserhalt. Diese Anlagen mit Funktionserhalt müssen also bei einem «Vollbrand» die geforderten Funktionen während der vorgegebenen Zeit erfüllen. Anlagen, welche nach Funktionserhalt

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«Gemischte» Kabelführung ist unzulässig! Quelle Dätwyler

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Installations- & Gebäudetechnik

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Kabel liegen auf einer anderen Medienleitung – schlechtes Beispiel. Quelle Dätwyler

ausgeführt werden, müssen die Standards der DIN Norm 4102-12 erfüllen. Es reicht also nicht, nur Sicherheitskabel FE180 einzusetzen. Beim Standard Funktionserhalt handelt es sich immer um ganze Systeme, d. h. der Elektroinstallateur hat nach Abschluss der Arbeiten eine sogenannte «Systemgarantie» abzugeben. In dieser bescheinigt er, dass die erstellte Installation dem obigen Standard entspricht. Zur Erstellung eines solchen Systems reicht es wie bereits erwähnt nicht, einfach ein Sicherheitskabel mit der Bezeichnung FE180 einzusetzen. Neben einem Sicherheitskabel FE180 mit der Zusatzbezeichnung E30/E60/ E90 müssen geprüfte Komponenten wie Dosen, Dübel, Schrauben, Tragsysteme, Aufhängungen usw. mit entsprechenden Spezifikationen zum Einsatz gelangen. Erfüllt nur eine Komponente, z. B. ein «läppischer» Dübel, die Norm nicht, so kann bei einer solchen Anlage auch nicht von «Funktionserhalt» gesprochen werden. In einer solchen Situation wird auch kein Lieferant eine entsprechende Systemgarantie ausstellen. Nach NIN2010 B + E 5.6.3 sind folgende Anmerkungen zu beachten: Die Verlegung dieser Leitungen muss so erfolgen, dass die Befestigungs- und Tragelemente dieser Kabel und Leitungen die Zeit des Funktionserhaltes überdauern. Die konstruktive und mechanische Art und Weise der Kabeltragsysteme muss so ausgelegt sein, dass der Isolationserhalt der darin befindlichen Kabel nicht beeinträchtigt wird und somit das einwandfreie Funktionieren der gesamten Kabelanlage (Kabel und Tragsystem) über die festgelegte Betriebsdauer gewährleistet ist.

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Unzulässige Installation. Quelle Dätwyler

Festlegung Funktionserhalt Leitungsanlagen mit integriertem Funktionserhalt sollen im Brandfall die Versorgung bestimmter Bereiche oder Anlagen sicherstellen. Wer aber bestimmt nun die Dauer des Funktionserhaltes? Die Forderung, ob eine Leitungsanlage den Funktionserhaltklassen E30, E60 oder E90 entsprechen muss, ergibt sich aus der Nutzung der zu versorgenden Bereiche oder Anlagen. Grundsätzlich kann es sich hierbei um eine Betreiberfestlegung oder eine behördliche Auflage handeln. In der gesamten Thematik ist es sehr wichtig, dass sämtliche involvierten Stellen vom Bauherrn, Architekten, Elektroplaner, Elektrounternehmer und Lieferanten bis zu den Behörden und Rettungsorganen möglichst früh im Projekt gemeinsam die benötigten Massnahmen und anschliessend deren Umsetzung miteinander angehen. Sonst ist die Wahrscheinlichkeit eines Fiaskos hoch. Die Planung und Umsetzung benötigt alle Beteiligten im gleichen Boot. An die Installation von Anlagen mit Funktionserhalt werden grosse Anforderungen gestellt und diese sind auch preislich nicht günstig. So macht es doppelt Sinn, wenn möglichst früh alle Beteiligten ins gleiche Boot steigen.

fen. Hier wollen wir auf die Aufzählung der diversen IEC-, EN-, DIN-Normen usw. verzichten.

Prüfverfahren und ihre Funktion Damit die geforderte Sicherheit erreicht wird, bedarf es bei den Herstellern eine Vielzahl von Prüfungen und Tests. Nachfolgend wollen wir auf die einzelnen Tests kurz eingehen. Jedes Prüfverfahren und jeder Test ist in einer Vielzahl von Normen festgehalten. Interessierte können diese z. B. auf der Homepage der Firma Dätwyler abru-

Rauchtest Dieser Test prüft die Rauchentwicklung beim Verbrennen von Kabeln bzw. die Beeinträchtigung der Sichtweite durch brennende Kabel. Es wird die Verminderung der Lichtdurchlässigkeit in einer genormten Kammer gemessen.

Korrosivität von Brandgasen Diese Prüfung erlaubt die indirekte Feststellung, ob Isolier- und Mantelwerkstoffe eines Kabels unter Flammeinwirkung korrosive Gase freisetzen. Halogenhaltige Bestandteile oder ähnlich wirkende Stoffe verändern den pH-Wert und die Leitfähigkeit. Es lassen sich selbst sehr geringe Mengen nachweisen. Die Leitfähigkeit beträgt < 10 mS/mm. Brennverhalten eines Kabels Diese Testmethode prüft ein 60 cm langes Kabelmuster auf sein Brennverhalten. Das heisst: Die Flamme muss von selbst erlöschen und Brennschäden dürfen das obere Endes des Prüflings nicht erreichen. Brennverhalten von Kabelbündeln Diese Testmethode prüft Kabelmuster von 360 cm Länge bezüglich ihrer Brandfortleitung. Die entstehenden Flammen müssen selbst erlöschen und Brennschäden dürfen eine in den Prüfnormen definierte Höhe nicht überschreiten.

Prüfung auf Isolationserhalt (FE) Die Prüfung des Isolationserhaltes defi-


niert, über welchen Zeitraum eine mechanisch nicht belastete Leitung unter Flammeinwirkung eine minimale Isolationsfestigkeit beibehält. Ein exakter Rückschluss über die im Brandfall zu erwartende Dauer der vollen Funktionstüchtigkeit ist damit nicht zwingend gegeben. Diese Prüfung ist nicht identisch mit der Prüfung auf Funktionserhalt nach DIN 4102-12! Prüfung auf Funktionserhalt Diese Norm (DIN 4102-12 (E30-E90) beschreibt die Anforderungen und Massnahmen zur Erreichung des Funktionserhaltes von elektrischen Kabelanlagen im Brandfall. Während der «Isolationserhalt FE» nur die Prüfung eines Einzelkabels vorsieht, werden hier Kabel in Verbindung mit praxisgerechten Befestigungssystemen geprüft. Wichtig dabei ist die Tatsache, dass zwischen den beiden Normen Isolationserhalt (FE) und Funktionserhalt (E) keinerlei Zusammenhang besteht. Die Prüfung wird durch staatlich anerkannte Institute durchgeführt und zertifiziert. Diese Prüfung gilt heute weltweit als einzig verlässliche Norm, um den Funktionserhalt (E30-E90) der gesamten elektrischen Kabelanlagen inklusive Befestigungskomponenten unter praxisgerechten Bedingungen zu garantieren. Klassifizierung der Kabel Je nach bestehenden einzelnen Tests werden die Kabel klassifiziert. Nachfolgend sind die Klassifizierungen, welche wir im Alltag immer wieder antreffen, mit ihren Definitionen aufgeführt. • FE180E30-E60 / FE180 E90: Diese brandfeste Konstruktion dieser Sicherheitskabel verlangt hochwertige Materialien. Dank eines patentierten Verfahrens können die Kabel der Firma Dätwyler auch für E60-Installationen eingesetzt werden. • FE5 / FE180: Temperaturbeständig bis 90 °C, halogenfrei, flammwidrig, raucharm und mit minimaler Brandfortleitung. FE180: Die genannten vier Grundeigenschaften (halogenfrei, flammwidrig usw.) werden vorausgesetzt. Für die Dauer von 180 Minuten darf kein Kurzschluss (Last 2A, Temperatur 750 °C) und kein Unterbruch entstehen. FE180-Kabel der Firma Dätwyler erfüllen bei gewissen Verlegetechniken auch die E30-Anforderungen. In diesem Fall ist es aber wichtig, die Datenblätter zu beachten sowie Rücksprache mit dem Hersteller zu nehmen.

• FE0: Temperaturbeständig bis 70 °C, halogenfrei, flammwidrig, raucharm • LS0H: LS = Low Smoke (raucharm), 0H = Zer Halogen (halogenfrei) • FRNC: FR = Flame retardant (flammhemmend/flammwidrig) NC = Non corrosive (keine korrosiven Gase) • HF: HF = Halogen free (halogenfrei) • PVC / FR: PVC = Polyvinylchlorid (halogenhaltiger Kunststoff) FR = Flame retardant (flammhemmend) Bei all diesen Definitionen ist Folgendes wichtig: • FE0 / FE5: sind «Schweizer Normen», welche der VKF erlassen hat. Die Bezeichnungen «0» respektive «5» bezeichnen die Minuten, für welche der Isolationserhalt gewährleistet sein muss (Flammwirkung 0 respektive 5 Minuten). • FE180 oder FE180 E30 / E60 / E90: Die bislang geltenden strengsten Anforderungen an eine Installation waren diejenigen, welche der VKF erlassen hat (Stand 2008). Die Rede war dabei von «Kabeln mit Isolationserhalt», und die Dauer war auf 60 oder 120 Minuten festgelegt. Somit konnte jedes FE180-Kabel diese Anforderungen erfüllen. Widersprüchlich ist dagegen der Abschnitt, bei welchem eine Betriebsdauer im Brandfall gefordert wird. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wird der Einsatz eines Kabels FE180 mit der Zusatzbezeichnung E30, E60 oder E90 zwingend. Von der NIN2010 wird nun ein Funktionserhalt während 30 oder 90 Minuten gefordert. Diese Anforderungen kann ein FE180-Kabel ohne Zusatzbezeichnung nicht (oder – herstellerspezifisch – nur bedingt) erfüllen. Erläuterungen zu den Kabeln sind zwingend aus den jeweiligen Produktdatenblättern zu entnehmen. Kabel mit der Bezeichnung FE5 oder FE180 können dazu beitragen, dass die Brandlast in einem Brandabschnitt abgesenkt wird. Sie können aber nicht gewährleisten, dass die Anlage in einem Brandfall funktionsfähig bleibt! Eine Installation nach DIN 4102-12 ist mit diesen Kabeln also nicht gegeben! Massnahmen/Folgerung Damit nun eine Installation bzw. eine Kabelanlage genügt, bedarf es folgender Bedingung: «Kabel und Leitungen mit integriertem Funktionserhalt (z. B. geprüftes : FE180 / E30-E60-Kabel. + Verlegesystem (ein mit dem verwendeElektrotechnik 11/12 | 39

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Installations- & Gebäudetechnik

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Unzulässig: Rohre oberhalb Trasse. Quelle Bettermann AG

ten Kabel geprüftes System nach DIN 4102-12) = Kabelanlage mit integriertem Funktionserhalt nach DIN 4102 Teil 12. Der Nachweis des Funktionserhalts von Elektroinstallationsmaterial muss durch eine oben beschriebene Brandprüfung nach DIN4102 Teil 12 an einer unabhängigen Materialprüfanstalt erbracht werden. Die Prüfung erfolgt in einem speziellen Prüfofen, in dem die zu prüfende Installation nach der Einheitstemperturzeitkurve aufgeheizt wird, bis ca. 1000 °C. Je nach bestandener Dauer werden die Kabelanlagen in die Klasse E30 bis E90 eingestuft. Damit der Funktionserhalt erreicht wird, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Nachfolgend sind 3 aufgeführt: • Brandschutzkanäle und Schächte, welche entsprechend dem Funktionserhalt baulich abgeschottet und verkleidet sind

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• Kabelanlagen mit integriertem Funktionserhalt inkl. dazugehörender Sicherheitskabel • Unterputz in Beton oder Mauerwerk. Hier sind keine Sicherheitskabel erforderlich Tragsysteme/Verankerungen Leitungsanlagen mit integriertem Funktionserhalt sind wie mehrfach erwähnt in der DIN 4102-12 beschrieben. Diese Norm beschreibt die Verlegung mit unterschiedlichen Tragsystemen. • Verlegung der Kabel auf Kabelleitern • Verlegung der Kabel auf Kabelrinnen • Einzelverlegung der Kabel unter der Decke und an der Wand Die Leitungsanlage besteht aus den Komponenten: • Befestigungsmittel (Dübel) • Tragsystem (Steigleiter, Einzelschelle, Tragschiene mit Bügelschelle, …) • Leitung(en) Viele Einzelsysteme und deren Installation ergeben viele Daten und Parameter, welche es zu beachten gilt. Selbst grosse Planungsbüros und Installationsfirmen kommen nicht häufig mit solchen Anlagen in Kontakt. Wenn man auf die Thematik Funktionserhalt trifft, gilt es, vier Punkte zu beachten: • Zertifiziertes Leitungsführungssystem (nach DIN 4102-12) verwenden • Einhaltung der Systemspezifikationen, Trägerabstände, korrektes Label usw. • Einhaltung der maximalen Belastung pro Meter • Immer in der obersten Lage!

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Die Hersteller solcher Systeme bieten gerne die entsprechende Unterstützung. Verankerungen Die Befestigung der Kabelanlage ist nicht zu unterschätzen. Auch hier wollen wir einige wichtige Punkte erwähnen. Zur Befestigung sind brandschutztechnisch geprüfte Dübel zu verwenden. Der Untergrund für das zu befestigende System muss mindestens der gleichen Feuerwiderstandsklasse entsprechen. Es nützt nichts, wenn Sicherheitsanlagen mit Funktionsanlagen an Decken und/oder Wände montiert werden, welche nach wenigen Minuten einbrechen. Somit stehen Ständerwände mit Gipskartonbeplankung nicht zur Befestigung zur Verfügung. Die Gipskartonbeplankung auf der Feuerseite zerlegt sich regelrecht und fällt teilweise sogar von der Wand. Ebenfalls bieten ungeschützte Stahlkonstruktionen keine Befestigungsmöglichkeiten. Diese haben eine Feuerwiderstandsdauer von nur einigen Minuten. Praxisproblem Montage Was ist mit Rohleitungen oberhalb der Funktionserhaltstrasse (Bild 6)? Kurz: Nicht zulässig! Die Rohrleitungen können auf das Trasse fallen und die Funktionserhaltkabel zerstören. Unerlaubte Kombinierte Trasse Liegt oberhalb des Trasses mit Funktionserhaltkabeln ein Trasse mit normalen Kabeln (Bild 7), kann dieses abknicken und die Funktionserhaltkabel zerstören. Liegt hingegen ein weiteres Trasse mit Normalkabeln unterhalb des Trasses mit Funktionserhaltkabeln, bringt dieses ein zusätzliches Drehmoment ins Abhängesystem und belastet die Gewindestange zusätzlich. Auch dies ist nicht erlaubt. Erlaubte Kombinierte Trasse Aus brandschutztechnischer Sicht, bei Einhaltung aller Parameter der Funktionstrasse, dürfen normale Kabel mit Funktionserhaltkabeln auf dem gleichen Trasse liegen (Bild 8). Aus praktischer Erfahrung wird die zulässige Kabellast mit der Zeit deutlich überschritten. Somit ist kein Nachweis mehr vorhanden.

Unzulässig: Trasse mit Normalkabeln oberhalb und unterhalb Trasse mit Funktionserhalt. Quelle Bettermann AG

Zulässig: Trasse mit Funktionserhaltkabeln, kombiniert mit Normalkabeln aber nicht sinnvoll. Quelle Bettermann AG

Koordination in der Gebäudetechnik Was Funktionserhalt ist, weiss nun jeder Ingenieur, Elektroplaner und Elektroinstallateur. Denn in einem Brandfall wäre der Betrieb der sicherheitsrelevanten Geräte und Anlagen ohne die funk-

Fortsetzung Seite 42 40 | Elektrotechnik 11/12


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tionserhaltende Verkabelung (E30-E90) nicht gewährleistet. Dieses Thema ist in erster Linie für die Elektrotechnik relevant, da Kabelanlagen mit Funktionserhalt zum Beispiel für die Sicherheitsbeleuchtung, den Notstrom und die Aufzugsanlagen vorgeschrieben sind. Doch auch die Fachplaner für Heizung, Lüftung und Klima (HLK) müssen ihre maschinelle Entrauchung und die Sprinkleranlagen mit Sicherheitskabeln ausrüsten. Vergleichbare Vorschriften im Bereich Schwachstrom gibt es für Brandmelde- und Evakuierungsanlagen. Und auch die Architekten, die sich mit natürlichen Entrauchungsanlagen beschäftigen, kommen nicht darum herum. Hier ist also eine übergreifende Betrachtung notwendig. Es ist jedoch traurige Realität, dass keiner der für die genannten Bereiche zuständigen Planer die Verkabelung als Ganzes betrachtet. Die verschiedenen Gewerke sind aufgeteilt und die einzelnen Planungen mit ihnen. Selbst den Stark- und Schwachstrom trennen teilweise Welten. Eine echte Koordination findet leider in den seltensten Fällen statt (Termindruck usw.). Dazu kommt allenfalls eine noch weitergehende Aufgliederung bzw. «Abschiebung» der

Ausführungsplanung an die Unternehmer während der Ausführungsphase. Die Leidtragenden sind die vielen Installationsteams vor Ort, die sich dann irgendwie behelfen müssen. Im schlimmsten Fall sind sie über die Notwendigkeit des Funktionserhaltes nicht informiert worden. Tatsächlich entsteht aber heute kaum ein grösseres Bauwerk, bei dem die Elektroplanung der verschiedenen Gewerke koordiniert abläuft. Eine häufige Folge sind Fehlinstallationen, die dazu führen, dass der Funktionserhalt nicht mehr gewährleistet ist. Das Dilemma beginnt in vielen Fällen schon mit der Trassenplanung für die zu verlegenden Stark- und Schwachstromleitungen. Diese findet zumeist statt, bevor der genaue Raumbedarf wirklich feststeht. Teilweise sind ja auch die Verwendungszwecke infolge fehlender Eigentümer und/oder Mieter in dieser Phase noch gar nicht bekannt. Kein Wunder also, dass regelmässig einzelne Strecken für das tatsächliche Kabelaufkommen viel zu grosszügig, andere Strecken dagegen viel zu knapp bemessen werden. Letztere sind dann, wenn die einzelnen Installationsfirmen ihre Kabel verlegt haben, schnell heillos überfüllt. In den

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9 So wird richtig installiert. Quelle Dätwyler

meisten Fällen hat der zuständige Planer nicht rechtzeitig mit z. B. HLKPlanern gesprochen. So kommt es bei der Ausführung häufig zu Kollisionen zwischen den installierten Kabeltrassen


Kennzeichnung des Systems Spätestens nach Abschluss der Arbeiten sind die entsprechenden Installationen auch zu kennzeichnen. Denn wer denkt an Funktionserhalt, wenn er beispielsweise drei Jahre nach Fertigstellung der Arbeiten dringend 10 UKV-Kabel in ein Kanalsystem «versorgen» muss und alle Kanäle voll sind. Da kommt ihm das teilweise «fast leere» Trasse sehr gelegen. Schnell sind die Kabel verlegt und alle sind zufrieden. Mit Ausnahme der Sicherheit. Diese ist nun nicht mehr gewährleistet. Daher ist eine gut sichtbare Bezeichnung der Funktionserhaltinstallationen sehr wichtig.

Teller oder LED Leuchte?

Fazit Für die vollumfängliche Umsetzung des Funktionserhaltes sind mehrere Punkte bei der Errichtung bzw. dem Betrieb einer elektrotechnischen Anlage zu beachten: • Festlegung des erforderlichen Funktionserhaltes (E30, E60 oder E90) mit allen Beteiligten. • Prüfzeugniskonformer Aufbau der Leitungsanlage • Ausstellung einer sogenannten Systemgarantie Die Berücksichtigung dieser Punkte ermöglicht es, die vollständige sich aus der Funktionserhaltklasse ergebende Zeit sinnvoll zu nutzen, um Menschen zu retten und Sachwerte zu schützen. Dem Sinn des Funktionserhaltes wird hiermit Genüge getan und das sich daraus ergebene Schutzziel wird erreicht. Die Thematik ist sehr umfassend und bedarf bei der Planung und Installation eines Gebäudes grösste Aufmerksamkeit. ■

M. Züblin AG | 8304 Wallisellen Tel. 044 878 22 22 | www.zublin.ch Elektrotechnik 11/12 | 43

Installations- & Gebäudetechnik

Energieersparnis effizient serviert!

Keines von beiden: Es ist eine superflache LED Sensorleuchte! Erhältlich auch ohne Sensor 13 W oder 22 W.

und den Rohren und Leitungen der anderen Gewerke. Oder aber der HLK-Planer hat die Anfrage seines Kollegen gar nicht richtig verstanden. Er denkt schliesslich in erster Linie an grosse Maschinen und Anlagen und erst an zweiter Stelle an die Rohre, mit denen diese verbunden sind. In den seltensten Fällen denkt er aber an die funktionserhaltende Stromspeisung einiger dieser Anlagen. Mangelnde oder verspätete Koordination führt dann dazu, dass die in diesem Bericht beschriebenen, verbotenen Kreuzungen und Leitungsführungen trotzdem «passieren». Die Folge: Der Funktionserhalt – in jedem Zweckgebäude eines der wichtigsten sicherheitsrelevanten Themen – bleibt spätestens nach der Bauausführung auf der Strecke. Ein «gutes» Beispiel dafür ist Bild 4: Um Platz für Kaltwasser und Abflussrohre zu schaffen, ist bei dieser Installation nachträglich sogar ein Teil der funktionserhaltenden Trasse von anderen Installateuren entfernt worden. Beide Rohre verlaufen nicht etwa unter, sondern über den Kabelwegen der Sicherheitsinstallation. Im Brandfall würden die nicht korrekt verlegten Kabel ziemlich schnell einen Kurzschluss produzieren. Ausserdem könnten die Wasserleitungen herunterfallen und die Kabel mit sich reissen. Natürlich lässt sich nicht alles bis zur letzten Schraube vorab planen und festlegen. Aber beim Thema Funktionserhalt ist ein Umdenken notwendig: Es muss deutlich sorgfältiger geplant werden – schliesslich geht es nicht um irgendwelche Kabel, sondern um die wichtigsten im ganzen Gebäude. Der Funktionserhalt der Kabelanlagen darf nicht durch umliegende Bauteile beeinträchtigt werden. Um diese Vorschrift zu erfüllen, bedarf es einer engen Koordination aller beteiligten Planer, wie sie auch in der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) für die Leistungsphase 5 vorgesehen ist. Eine vorbeugende Massnahme ist sicher die Auswahl eines geprüften Verkabelungssystems, das geringere Brandlasten, grössere Füllfaktoren, eine hohe Belastbarkeit und innovative Verlegetechniken, etwa grosse Befestigungsabstände, ermöglicht, ohne dass der Funktionserhalt der Kabelanlage dadurch eingeschränkt wird.


Highlight

Treue Kunden dank Unterstützung von Planung bis Inbetriebnahme

Service inklusive auf der Allmend Luzern Vier Neubauten auf der Allmend in Luzern stellten an die Unternehmer hohe Anforderungen. Der Bewegungs- und Präsenzmelder-Lieferant Swisslux AG hat die Elektroinstallateure und Elektroplaner in den verschiedenen Projektphasen unterstützt. Dies führte zu einer Kostenoptimierung, zu Zeitgewinn und schliesslich zum einwandfreien Betrieb der Lichtsteuerung. Auf der Allmend in Luzern, direkt neben dem Messegelände, entstehen zum bereits fertig gestellten Fussballstadion für 17 000 Fans, der Heimstätte des FC Luzern, zwei Wohnhochhäuser und ein Sportgebäude. Mit ihren 88 beziehungsweise 77 Metern übertreffen die beiden markanten Wohnhochhäuser alle anderen Gebäude in der Innerschweiz. Das Sportgebäude umfasst das neue Hallenbad, eine Migros-Filiale, ein Fitnesscenter, Büros und ein Restaurant. Zudem realisiert der Kanton eine Doppelturnhalle für den kantonalen Hochschulsport. Dienstleistung von A bis Z Bei rund 600 Bewegungs- und Präsenzmeldern, welche für die verschiedenen Anwendungen eingesetzt werden, ist eine gute Planung entscheidend. Daher kontaktierte der Elektroplaner bereits früh die Swisslux AG, die bei der Kon-

zeption der Beleuchtungssteuerung in der Einstellhalle und den Untergeschossen entscheidend mithalf. Anschliessend wurde jede Melderposition im Ausführungsplan bezüglich der Erfassung und Lichtmessung für eine perfekte Lichtsteuerung ausgelegt. Die Elektroinstallationen werden durch eine Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus vier Elektroinstallationsfirmen, ausgeführt. «Der Entscheid für Swisslux fiel aufgrund der Topvorarbeit und der durchwegs positiven Erfahrungen in anderen grösseren Objekten», meinte der koordinierende Projektleiter der Arbeitsgemeinschaft über den Entscheid für den Einsatz der Bewegungs- und Präsenzmelder der Swisslux AG. In der Bauphase unterstützte die Swisslux AG die Installateure in erster Linie durch die detaillierten Stücklisten und die Koordination mit dem verantwortlichen Elektrogrossisten, welcher Mitte: zwei Wohnhochhäuser mit insgesamt 283 Wohnungen, rechts: Sportgebäude, links Stadion.

die Produkte bedarfsorientiert auf die Baustelle lieferte. Auch die Unterstützung bei der Inbetriebnahme ist für die Swisslux AG ein wichtiges Element bei der Kundenbetreuung. Umfassende Produktangebot Insgesamt wurden in den vier Bauten neun verschiedene Meldertypen eingesetzt. Das umfassende Produktsortiment der B.E.G. Luxomat Bewegungsund Präsenzmelder von Swisslux wurde in diesem Projekt breit eingesetzt: Vom grossflächig erfassenden PD2 MAX über die PD2 180° Wandmelder im EDIZIOdue Design bis hin zum kleinen PD9 in der Streckmetall Decke. Einige Bereiche werden durch KNX Melder überwacht. Der grössere Teil der Melder wurde in konventioneller 230-V-Technik verbaut.

Minimelder PD9 S 360, trotz geringer Grösse Reichweite bis zu 10 m Durchmesser.

Service inklusive Für die Swisslux AG ist die Unterstützung der Elektroinstallateure ein wichtiges Element beim Verkauf ihrer Produkte. Planungsberatungen, Bedarfsaufnahmen und auch die Hilfe bei der Inbetriebnahme werden als kostenlose Dienstleistung angeboten. «Zufriedene Kunden sind unser Kapital», sagt Patrick Glauser, Mitglied der Geschäftsleitung. Swisslux AG 8618 Oetwil am See Tel. 043 844 80 80 info@swisslux.ch www.swisslux.ch

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Zumtobel überzeugt mit LED-Technologie, Effizienz und puristischem Design

Perfekt eingesetztes Licht kann Leben retten und den Alltag sicherer machen. Mit den drei neuen LED-Rettungs- und Sicherheitsleuchten Puresign, Comsign und Crossign stellt Zumtobel neueste Technik vor. Die Leuchten lassen sich besonders einfach installieren und bieten über die Normen hinausreichende Leuchtenstandards. Die hochmodernen LED-Leuchten Puresign, Comsign und Crossign verfügen in den neuen Umwelt-ProduktDeklarationen (EPD) über verbesserte Werte hinsichtlich ihrer Umwelteinflüsse über ihren gesamten Produktlebenszyklus im Vergleich zu bisherigen Notleuchten. Zumtobel ist das erste Unternehmen in der Lichtbranche, das die Umweltauswirkungen seiner Produkte nach EN ISO 14025 und EN ISO 15804 transparent macht und diese standardisiert in Form von EPD ausweist. Onlite Puresign 150 Im Vergleich zum Vorgängermodell besticht Puresign durch weniger Materialaufwand, Pulverbeschichtung, nochmals reduzierten Energieverbrauch und verbesserte Schutzart IP42, statt bislang IP20. Somit gewinnt die Anbau- und Einbauleuchte sowie die Seil abgehängte Leuchte nicht nur an Langlebigkeit, sondern auch an Anwendungsvielfalt. Neben ihrem leichten und eleganten Auftritt zeigt sich die schlanke Puresign auch lichttechnisch von innovativer Seite: Eine neu entwickelte Lichtleiterplatte mit spezieller Lasergravur verteilt das Licht gleichmässig über das Piktogramm. Die Rettungszeichenleuchte bietet zudem in den An- und Einbauvarianten für Wand und Decke als Option zwei drehbare ERI-Spots für die variable Beleuchtung von Fluchtwegen. Der ERI-Spot (ERI: Escape Route Illumination) ist ein energieeffizienter 0,5-WLED-Spot, der mit einer patentierten drehbaren Linse kombiniert ist. Sie

bündelt das Licht und erlaubt eine individuelle Ausrichtung des Lichtkegels je nach Anforderung der Gebäudearchitektur. Durch die optimierte Optik können bis zu 13 Meter Fluchtweg ausgeleuchtet werden. Puresign ist damit Rettungszeichen- und Sicherheitsleuchte in einem. Onlite Crossign 110/160 Als Allrounder gilt die gänzlich neue Rettungszeichenleuchte Crossign. Durch den Einsatz neuester LED-Technologie mit einer Leistungsaufnahme von lediglich 3 W und einem Wirkungsgrad von über 100 lm/W wird der Energieverbrauch deutlich gesenkt. Gleichzeitig wurde der Materialeinsatz der komplett aus Kunststoff bestehenden Leuchte minimiert und das Lichtergebnis optimiert. Mit den Schutzarten IP42/IP54 ist Crossign gegen Schmutz, Staub und Feuchtigkeit resistent und hat somit die optimalen Voraussetzungen für den Einsatz in Industriegebäuden oder Parkhäusern. Auch Crossign verfügt über zwei drehbare ERI-Linsen.

Licht & Leuchten

Onlite: die Leuchten für sicheres Geleit Onlite Comsign 150 Bei der Onlite-Serie ging es darum, die verwendeten Materialien auf das Notwendigste zu reduzieren und trotzdem alle Funktionen zu gewährleisten. Das transparente Acrylglas der aktuellen Comsign150 ist noch leichter, was die Montage an Wand, Decke oder Seil im

Vergleich zum Vorgängermodell nochmals vereinfacht. Die Keilform der homogen ausgeleuchteten Comsign überzeugt durch ihre elegante Designsprache und besticht mit einer überragenden Lichttechnik. Das Anbauelement der sonst im Erscheinungsbild beinahe identisch gebliebenen Leuchte ist aus Aluminium gefertigt. Als am Seil hängende Variante scheint die repräsentative Rettungszeichenleuchte Comsign frei zu schweben. Mit 500 Candela pro Quadratmeter erreicht Comsign eine Leuchtdichte, welche in den meisten europäischen Ländern die geforderten Werte um ein Vielfaches übersteigt. Mit den drei neuen Leuchten bestehen bei der Onlite-Notlichtkategorie insgesamt über zehn Produktfamilien. Rettungs- und Sicherheitsleuchten sind einer der ersten Bereiche, die bei Zumtobel komplett auf LED-Technik basieren.

www.zumtobel.com

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Highlight

Spezielle Standard-Leuchten und Extraanfertigungen nach Mass

Excellence bei der Beleuchtung gesucht? Sind Sie auch schon in einen Raum mit aussergewöhnlichem Ambiente getreten? Die Ausstrahlung fesselt einen dabei fast buchstäblich. Monolicht, die Schweizer Firma aus Winterthur, sorgt für solche Räume. Sie fertigt spezielle Spots, formschöne Lichtschienensysteme, filigrane Leuchtbänder oder ganz einfach Spezialleuchten nach Wunsch und Mass. Raymond Kleger Es gibt weltweit ohne Zweifel viele grosse Hersteller schöner Leuchten. Doch im Privatbereich, bei Präsentationsräumen, in Museen und Ausstellungsräumen suchen viele Kunden das Spezielle. Bei Monolicht wird Excellence in der Beleuchtung schon fast zelebriert. Sie planen und fertigen mit

Leidenschaft aussergewöhnliche Leuchtensysteme. Sie verkaufen ein Standard-Leuchtenprogramm und planen Spezialanfertigungen von A bis Z. Bei Monolicht hat die Zukunft schon längst begonnen. Bei ihnen kommt zur Hauptsache LED-Technik zum Einsatz. Michael Sigg, Geschäftsführer Monolicht AG, erklärt nachstehend das Ge-

Wohnraum Beleuchtung im Dachgeschoss, Farbe verstellbar.

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schäftsmodell des Familiennternehmens, das Design, Entwicklung und Endmontage der Produkte vorwiegend am Firmenstandort in Winterthur fertigt. Monolicht fertigt spezielle Spotleuchten mit umwerfendem Design. Wer setzt solche Leuchten ein? Michael Sigg: Bauherren, die bei der Beleuchtung Eleganz, Anmut und höchste Energieeffizienz suchen. Natürlich ist so eine Beleuchtung teurer als eine 0815-Lösung ab Stange. In Relation zu den gesamten Baukosten gesetzt, erscheint die Spezialbeleuchtung trotzdem als kleiner Posten. Dann gibt es natürlich Firmen mit Präsentationsbereichen, die bereit sind, mehr Geld in


Highlight Wenn der Bauherr zusammen mit dem Architekt die Firma Monolicht besuchen, können die Lichtlösungen ganz speziell werden.

die Hand zu nehmen, damit sie genau das erhalten, was ihr Objekt in perfektem Licht erscheinen lässt. Wie finden Kunden Monolicht? Bis heute vorwiegend über Mund-zuMund-Werbung. Seit Anfang dieses Jahres werden wir auch übers Internet gefunden. Man weiss, Monolicht verkauft nicht nur spezielle Leuchten, wir planen mit den Kunden zusammen aussergewöhnliche Lichtlösungen. Von der Planung bis zur Fertigung in der Schweiz bietet kaum eine Firma alles aus einer Hand an. Sie bauen sogar LED-Leuchten selbst und dabei werden die Leuchtkörper aus dem Vollen gefräst? Funktioniert das bei so hohen Lohnkosten? Ja, wir sind seit 20 Jahren auf dem Markt und fertigen immer noch selbst. Unsere Leuchten kosten kaum mehr als Produkte mit gestanzten oder tiefgezogenen Blechkörpern. Man darf aber sagen, bei uns stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Unsere LED-Lösungen verfügen über ein optimales Wärmemanagement. Auf den äusseren massiven Aluminium- oder Messingkörpern sitzt der LED-Chip thermisch ideal befestigt. Die Wärme wird über die gesamte Oberfläche perfekt abgestrahlt. Unsere Spezialität sind aussergewöhnliche Designs und Oberflächen. Kennen Lichtplaner den Namen Monolicht? Es gibt mittlerweile einige Lichtplaner, die uns kennen und unsere Flexibilität auch sehr schätzen. In letzter Zeit sieht man vermehrt Lichtlösungen in Farbe. Kann Monolicht auch Farblösungen bieten?

Filigrane LED-Schienensysteme, Einbauspots, Aufbauspots aller Art und spezielle kundenspezifische Herstellungen sind Markenzeichen von Monolicht.

Natürlich, RGB-Lösungen sind aber mit recht aufwendiger und sorgfältiger Planung verbunden und somit kostenintensiver. Die LED-Technik ist eindeutig die effizienteste Möglichkeit, kostbare

Privates Wohn- und Arbeitsgebäude a

Was passiert, wenn Bauherr und Architekt die Firma Monolicht in Winterthur besuchen? Da wurden Ideen geweckt, die vorher für sie nicht möglich waren. Was man nicht kennt, ist unrealisierbar. Das Treppengeländer aus Glas erstreckt sich über vier Etagen. Von unten wird über ein RGB-LEDProfil Licht ins Glas eingekoppelt. Die Glaskanten erstrahlen in der entsprechenden Lichtfarbe, in der Dunkelheit schimmert sogar die ganze Glasfläche leicht. Die Begeisterung des Kunden war so gross, dass er auch das Balkongeländer in gleicher Technik beleuchten liess. Im Dachgeschoss befindet sich noch ein Glasboden, der von intensivem RGB-LED-Licht erhellt wird. Auch diese Beleuchtung ist aussergewöhnlich und kundenspezifisch erstellt.

elektrische Energie in Licht umzusetzen. Aber wenn man bedenkt, dass eher «potente Kunden» so eine Lösung umsetzen, geht ja die Stromrechnung in den Spesen unter. Warum tun sie es trotzdem? Bei den Schweizer Stromkosten von heute rentiert die LED-Technik selbst auf lange Sicht betrachtet, nur bei wenigen Anwendungen, zum Beispiel bei direktem Ersatz von Halogen zu LED. Das könnte sich aber durchaus schon in naher Zukunft ändern. Zudem sind unsere LED-Lösungen nicht nur für «potente» Kunden; wir versuchen Systeme für alle anzubieten, die ökologisch verantwortungsbewusst handeln wollen. Und wie steht es mit Ersatzteilen für die speziellen Leuchten? Kein Problem, wir halten immer Ersatzteile. Bei uns können Kunden auch nach 10 Jahren ihre Leuchte noch reparieren lassen. Monolicht GmbH 8408 Winterthur Tel. 052 233 91 10 info@monolicht.ch www.monolicht.ch

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Maschinen & Geräte

Pressen

Kabelschuhe pressen Für elektrische einwandfreie Verbindungen sind richtig montierte Kabelschuhe und Verbinder notwendig. Das Verpressen an grossen Leiterquerschnitten muss besonders seriös erfolgen. Fehler in der Montage rächen sich im Gebrauch. Die richtige Wahl der Kabelschuhe und das passende Werkzeug dazu sind unerlässlich. Rico De Boni Richtige Auswahl In den Katalogen der Hersteller werden unendlich viele Ausführungen angeboten und sind aufgeteilt in: • Presskabelschuhe nach DIN 46235. Durch die Normung sind die Abmessungen exakt für alle Hersteller vorgegeben, das erleichtert den Einsatz der Presswerkzeuge. • Rohrkabelschuhe (handelsübliche Standard-Kabelschuhe). Hier können die Hersteller mit gewisssen Einschränkungen auf die Bedürfnisse der Kunden reagieren. Sie entsprechen IEC 1238. • Quetschkabelschuhe nach DIN 46234. Sie sind vorn offen. • Wenn alle auch auf den ersten Blick gleich aussehen, so sind doch einige markante Unterschiede zu erkennen. Auch die Abmessungen sind unterschiedlich (Bild 41). Kabelschuhe nach DIN sind in der Regel länger als die Rohrkabelschuhe und haben aufgedruckte Pressmarken. Rohr-

42

Anschluss an Schaltgerätekombinationen. Oben: handelsübliches Standardmodell; unten: Rohrkabelschuh für Schaltgerätekombinationen.

41

35 4.30 19 16.2

Vergleich.

kabelschuhe haben dafür einen grösseren Aussendurchmesser. Kabelschuhe nach DIN und die Rohrkabelschuhe sind aus einem Rohr gefertigt, während die Quetschkabelschuhe aus Blech mit einer Lötnaht geformt werden. Als Werkstoff wird Elektrolytkupfer eingesetzt, das dann verzinnt wird. Andere Materialien (Edelstahl, Alu usw.) sind für spezielle Applikationen ebenfalls erhältlich. Die Auswahl der Kabelschuhe allein anhand des Leitungsquerschnittes und der Grösse des Befestigungsloches genügt nicht immer. Aufgepasst: • Bei Anschlüssen in Schaltgerätekombinationen. Hier kann die Anschlusslasche zu breit sein. Es gibt den Kabelschuh für Schaltgerätekombinationen. Die Laschenbreite ist dann kleiner, dafür dicker (Bild 42). • Bei verdichteten Leitern oder Sektorleitern ist eine Zwischenhülse notwendig. • Bei feindrähtigen Leitern sind aufgeweitete Kabelschuhe die richtige Wahl. Elektrische Sicherheit Richtig verpresste Leiter zeichnen sich durch eine hohe Leitfähigkeit aus. Durch das korrekte, vollständige Verpressen entsteht eine optimale Verbindung. Der Leiter und der Kabelschuh

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sind so fest verformt, dass die Zwischenräume der Leiter nicht mehr vorhanden sind (Bild 43). Die Oxidation durch Luft wird weitgehend ausgeschlossen. Wird nicht korrekt verpresst, entsteht durch den erhöhten Übergangswiderstand eine Kontakterwärmung, diese kann zum Schadenfall führen. Presswerkzeuge Presszangen in Kompaktform bei kleinen und mittleren Kabelschuhen und Presszangen mit auswechselbaren Matrizen bei grösseren Leiterdimensionen sorgen für den notwenigen Pressdruck. Während bei den kleinen einfachen Pressungen eine mechanische Zange genügend Druck aufbringen kann, ist das Pressen von grossen Leitern mit hydraulischen oder elektrohydraulischen Presszangen (Akkubetrieb) heute Standard (Bilder 44/45). Die Presskraft kann über 100 kN betragen, die Werkzeuge sind also hohen Belastungen ausgesetzt. Die Pressung ist erst dann fertig, wenn der volle Druck aufgebracht wurde. Bei mechanischen Zangen löst sich die Zwangssperre, hydraulische Modelle fahren automatisch wieder zurück. Da in der Installation und bei Anschlüssen in Schaltgerätekombinationen der Arbeitsbereich immer kleiner und kompakter wird, soll bei der Auswahl


Maschinen & Geräte

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Schlechte und korrekte Verpressung.

der Kabelpresse darauf geachtet werden, dass der Presskopf drehbar ist und dass die Bedienung möglichst einfach ist. Die Sechskantpressung hat sich weitgehend durchgesetzt. Sie braucht aber exakt auf das Material und die Abmessungen abgestimmte Presseinsätze (Bild 46). Durch die gleichmässige Krafteinwirkung rund um den Leiter wird dieser schonend verformt. Es entsteht eine gute elektrische und mechanische Verbindung. Da aber die Kabelschuhe unterschiedlich dimensioniert sind, werden die Matrizen als «Presseinsätze für DIN» oder als «Presseinsatz Standard oder für Rohrkabelschuh» angeboten. Pressungen mit unpassenden Matrizen können die geforderte Qualität nicht einhalten. Ausser der Sechskantpressung sind noch weitere, nicht genormte, Pressformen gebräuchlich (Bild 47). Dornenpressung und Kerbung bringen bei fein- und 44 feinstdrähtigen Leitungen die besten Resultate. Ovalpressungen werden dort verwendet, wo gasdichte Verbindungen bei Hydraulische Presse. fein- oder feinstdrähtigen Leitungen gefordert 45 46 sind. Richtig pressen: • Für gepresste Verbinder und Kabelschuhe gelten die gleichen Bedingungen. • Kabelschuh und Pressteil müssen zusammenpassen. • Kabelschuhe mit Sichtöffnung erlauElektrohydraulische Presseinsatz Standard-Rohrben eine Kontrolle Presse (Akku). kabelschuh. über den eingeführten Leiter. • Um die Längenveränderung des gepressten Kabelschuhs auszugleichen, muss genügend lang abisoliert werden. • Die erste Pressung erfolgt am Kabelschuh vorn, beim Verbinder in der Mitte. Die Anzahl der Pressungen werden je nach Dimension vorgegeben. ■

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Als langjähriger Partner von Elektrikern ist Bugnard ein Schweizer Referenz-Unternehmen im Bereich des Werkzeugvertriebs für Installateure von elektrischen Netzwerken und Fernmeldenetzen. Unser Katalog ist bekannt für seine Zweckmässigkeit, zudem werden Sie die Beratung und den Service unserer Spezialisten schätzen. Elektrotechnik ist unsere Leidenschaft, wir kennen die Trends auf dem Markt und verstehen die Bedürfnisse von anspruchsvollen Fachleuten. Deshalb können wir Ihnen die neuesten bedarfsgerechten Lösungen anbieten. Kontaktieren Sie unsere Berater, besuchen Sie unseren OnlineLaden unter www.bugnard.ch oder schauen Sie in unseren Ausstellungsräumen in Zürich oder Lausanne vorbei.

Bugnard. Ihr Werkzeugspezialist für Elektrotechnik und Telekommunikation.

LAUSANNE | ZÜRICH | T 044 432 31 70 | www.bugnard.ch |

Pressformen.

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Highlight

Unidrive M: Die brandneue Antriebsfamilie von Control Techniques

Technik, ideal für die Fertigungs-Automation Im November 2012 hat Control Techniques, ein Unternehmenszweig von Emerson (NYSE: EMR), auf der SPS in Nürnberg die bahnbrechende Antriebsreihe Unidrive M vorgestellt. Diese absolut neuartige Antriebsfamilie ist passgenau auf die aktuellen Bedürfnisse der Kunden aus der Fertigungsautomation zugeschnitten. Globale Marktforschungen führten zur Entwicklung der neuen Familie mit sieben Antrieben, von denen jeder durch ganz neue Leistungsstufen und Funktionalitäten besticht. Hinter jedem der neuen Antriebe steht ein sehr gründlich recherchiertes Konzept zur Anpassung des Produkts an die aktuellen Bedürfnisse der Kunden und zur Optimierung der Produktivität in einem Sonderbereich des Fertigungssektors. Aussergewöhnliche Technik Das neue Spitzenprodukt von Control Techniques in diesem Produktbereich, Unidrive M800, besticht durch die Integration einer völlig neuartigen Hoch-

leistungsmaschinensteuerung im Antrieb. Die neue Lösung sorgt für eine umfassende Steuerung zwischen kompletten Maschinen und nutzt dazu die führende industrielle CODESYS-Programmierumgebung mit IEC 611313-Standardprogrammiersprachen und Standard-Ethernet für den Datenaustausch unter den Antrieben, I/O, HMI, SPS sowie anderen industriellen Einrichtungen. Das neue Hochleistungsspitzenprodukt von Control Techniques gewinnt auch durch die synchronisierte Multitasking-Struktur und die auf exzellentem Fachwissen basierende fortschrittliche Bewegungssteuerung und ermöglicht die vollständige Nutzung

offener oder industrieller Standardtechnologie. Das integrierte EchtzeitEthernet (mit IEEE 1588 V2) bietet eine verbesserte Maschinensteuerung mit schneller und flexibler Kommunikation und erzielt Synchronisationsraten über das Netz von unter 1 μs sowie extrem niedrige Update-Raten von 250 μs. Darüber hinaus unterstützt es eine nahezu unbegrenzte Knotenanzahl. Standard-Ethernet-Technik Das neue fortschrittliche Ethernet-Protokoll von Control Techniques verwendet Standard-Ethernet-TCP/IP und -UDP, um eine hocheffiziente und kompakte Datenaustauschstruktur bereitzustellen. Sie unterstützt die Auslastung der Ethernet-Bandbreite sowie des Netzwerks optimal. Somit können alle Unidrive M-Modelle jetzt direkt miteinander kommunizieren; der frühere umständlichere Datenaustausch über den bislang genutzten Maschinen-Controller entfällt. Jeder ethernetfähige Antrieb ist mit einem Ethernet-Switch mit

Stolz präsentiert die Crew von Control Techniques die neuste Antriebstechnik. Von links nach rechts: Markus Bruder (Geschäftsleiter CH), Alex Byles (MarCom Manager), Lukas Rehmann (Marketing CH), Joseph Walker (Press Officer), Andreas Graf (Verkaufsleiter CH), Richard Smith (Produktmanager). Quelle: TextConcpetion

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Elektronische Welle ohne Code Bestimmte Anwendungen wie die «elektronische Welle» lassen sich einrichten, ohne dass dazu Programmiercodes geschrieben werden müssen. Bei diesen Anwendungen beginnen die Antriebe automatisch damit, miteinander zu kommunizieren und ihre Steuer- und Regelkreise so aufeinander abzustimmen, dass sie perfekt koordiniert arbeiten können. Über das Standard-Ethernet arbeiten die Protokolle von Control Techniques mit anderen Protokollen wie PROFINET RT, Ethernet/IP und Modbus TCP/IP zusammen. Tom Alexander, Vice President of Technology bei Control Techniques, zu der Umstellung: «Unidrive M ist ganz einfach das innovativste Projekt, an dem ich jemals beteiligt war. Das extrem ausgeklügelte neue Ethernet-Protokoll von Control Techniques wurde im Hinblick auf künftige, hochmoderne Herstellerwerke konzipiert und ist derzeit bei Weitem das fortschrittlichste Protokoll auf dem Markt. Es ist besonders faszinierend, dass alle Antriebe der Unidrive M-Familie mit diesem Protokoll direkt miteinander kommunizieren können. Zweifelsfrei wird diese Familie für alle Kunden in der Fertigungsautomation auf der so notwendigen Reise zu ausgeklügelteren Produktionsmethoden eine grosse Hilfe sein.» Vollständiger Zugriff Ein weiterer Innovationsbereich in der Entwicklung von Unidrive M sind die PC-Tools. Die PC-Tools von Control Techniques ermöglichen einen einfachen Zugriff auf die vollständigen Produktparameter. Diese Tools ermöglichen es den Benutzern, die Abstimmung unter den Antrieben zu optimieren, eine Sicherungskopie der Konfigurationslösungen zu erstellen und eine schnellere Fehlersuche durchzuführen. Alle SoftwareTools verwenden die gleichen Kommunikationskomponenten, sodass es möglich ist, gleichzeitig zahlreiche Kommunikationsprotokolle laufen zu lassen. Wünsche umsetzen ist Pflicht In die Entwicklung der neuen PCTools zur Konzipierung von Unidrive M liess Control Techniques umfassende und ins Detail gehende Forschungsund Untersuchungsergebnisse zu den Wünschen und Bedürfnissen seiner

Highlight

Doppelanschluss und RJ45-Standardsteckverbindern ausgestattet, was die Netzwerkanbindung von Maschinen deutlich vereinfacht.

Gesamte Familie der Unidrive M: Von 250 W bis zu 1000 kW, in unterschiedlichsten Komfortstufen, alle Systeme über Standard-Ethernet vernetzbar.

triebs- und Motorleistung jetzt mit einem minimalen Spezialwissen im Bereich der Antriebe optimiert werden kann.

Unidrive M400.

Kunden einfliessen. Diese neue ToolGeneration ermöglicht eine optimierte und einfachere Konzipierung von Antrieb und Motor. Die ProgrammierTools benutzen die Programmiersprachen der offenen Industrienorm IEC 61131-3 und werden von CODESYS unterstützt, um den Anforderungen der Anwendungen in der Fertigungsautomation gerecht zu werden. Inbetriebnahme und Wartungsarbeiten sind grundlegend vereinfacht mithilfe einer Benutzerschnittstelle, die den am häufigsten durchzuführenden Aufgaben Prioritäten einräumt. Die Bedienung wurde für alle Benutzer vereinfacht; gleichzeitig profitieren fortgeschrittene Benutzer von der Tatsache, dass dynamische Antriebslogikdiagramme und erweiterte Suchlisten vorhanden sind. Das bedeutet, dass die An-

Regelkreise vom Feinsten Die neue Unidrive M-Familie hat einen gewaltigen Sprung nach vorn gemacht, wenn es um die Leistung geht; dies verdankt sie der jetzt mehr als verdoppelten Bandbreite der Steuer- und Regelkreise. Die einzigartigen Motorsteuerungsalgorithmen von Control Techniques gewährleisten in Verbindung mit der neuesten Mikroprozessortechnologie, dass die Unidrive M-Serie die derzeit höchste Stabilität und Leistung für alle industriellen Motortypen bietet. Dies ermöglicht den Benutzern die Optimierung des Maschinendurchsatzes bei jeder Anwendung und bei jedem Motor, angefangen bei AC-Standardinduktionsmotoren bis zu hochdynamischen linearen Motoren, und von energiesparenden Dauermagnetmotoren bis hin zu HochleistungsServomotoren. Fazit «Control Techniques bietet mit dieser breiten Angebotspalette von neuartigen Antrieben und Antriebsoptionen eine hoch optimierte Antriebsfamilie, die sorgfältig auf Bedürfnisse und Wünsche der Kunden eingeht. Das Ziel von Control Techniques ist es, mit diesen neuen Antrieben den Antriebsmarkt zu revolutionieren. Control Techniques AG 5413 Birmenstorf Tel. 056 201 42 42 controltechniques.ch@emerson.com www.controltechniques.ch

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1. RECHTEN UND LINKEN DAUMEN AUFSETZEN 2. TEXT LESEN 3. NICHT LOSLASSEN Die Nacht ist noch jung. Der Nebel so dicht, dass er mein Scheinwerferlicht verschluckt. In den drei Jahren habe ich noch nie so dichten Nebel erlebt, und ich fahre die Strecke täglich. Trotzdem presche ich jetzt mit hohem Tempo über die Strasse. Warum bin immer ich der letzte, der das Büro verlässt ? Etwa wegen der Bemerkung, die ich neulich über Monsieur Montaigne gemacht habe ? Aber bitte, er sieht ja wirklich wie ein Flusskrebs aus. Verdammt, die Sicht wird immer schlechter. Zum Glück kenne ich die Strecke wie mein e Hosenta sche. G leich hie rr ec h mt der St u m p f eine kom ts sg

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Inserate bewegen. Dieses Inserat macht Werbung für Werbung in Zeitungen und Zeitschriften. Der Verband SCHWEIZER MEDIEN schreibt dazu jedes Jahr einen Wettbewerb für junge Kreative aus. Dabei siegte auch diese Arbeit – kreiert wurde 52 | Elektrotechnik 11/12 sie von Gaël Tran und David Moret, Werbeagentur Euro RSCG, Genf. www.das-kann-nur-ein-inserat.ch

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Security Essen – grosses Interesse für Sicherheitslösungen Über 39 000 Fachbesucher aus 115 Ländern informierten sich auf der Security Essen für Sicherheitsund Brandschutztechnik. Das starke Interesse an Sicherheitslösungen spiegelte die positive wirtschaftliche Situation der Branche, denn der weltweite Umsatz der repräsentierten Bereiche wird auf rund 11 Mia. Euro geschätzt – Tendenz steigend. Ein Umfrage unter Besuchern unterstrich diese Entwicklung: 26 % der Besucher gaben an, dass ihr Unternehmen im nächsten Jahr über 250 000 Euro für Sicherheit ausgeben wird, 13 % wollen über 1 Mio. Euro investieren. Die Aussteller zeigten zahlreiche Neuheiten, die vom einzelnen Produkt bis hin zur kompletten Lösungsausstattung reichten. Augenfällig war die starke Präsenz von Smartphone-fähigen Entwicklungen: Mit Handys können Kameras und Alarmanlagen gesteuert werden, und der Besitzer kann sich darauf anzeigen lassen, wer vor seiner Tür steht. Auch ein System zur Überwachung von gekippten Fenstern mittels Smartphone wurde gezeigt. Ebenso eignen sich die Mobiltelefone als kontaktloser Schlüssel für das Öffnen von Türen. Auch die Ka-

meratechnik hat sich stark weiterentwickelt. Zu sehen waren Systeme, die erst nach einem sicherheitsrelevanten Vorfall zuvor verpixelte Personen erkenntlich werden lassen. Besonders zukunftsweisende Innovationen zeichnete die Messe Essen mit dem Security Innovation Award aus. Prämiert wurden unter anderem ein Sicherheitstürschliesser mit Fluchttüröffner für die einfache und normenkonforme Nachrüstung von Feuer- und Rauchschutztüren von Assa Abloy sowie eine 360-Grad-Kamera vom Unternehmen Syperion, die präzise Rundum-Bilder erstellt. Die Fachbesucher lobten das umfangreiche Angebot der Security Essen. Erneut gute Bewertungen bekam die Fachmesse für ihre internationale Ausrichtung, das Angebot an Neuheiten sowie die Kontakt- und Informationsmöglichkeiten. Bereits jetzt gaben jeweils 93 % der Besucher und der Aussteller an, bei der nächsten Security Essen, die vom 23. bis 26. September 2014 in der Messe Essen stattfindet, wieder mit dabei sein zu wollen.

www.bks.ch

www.security-essen.de

Verspannte Silizium-Nanodrähte für effizientere Transistoren Die Möglichkeiten, Mikroprozessoren auf Siliziumbasis leistungsfähiger zu machen, indem man deren einzelne Bauteile immer kleiner macht, stossen allmählich an ihre Grenzen. Es gibt aber einen anderen vielversprechenden Weg, der zum Teil schon von der Industrie genutzt wird: Wenn man Silizium ausdehnt oder auch komprimiert, entsteht eine mechanische Spannung, welche die elektronischen Eigenschaften des Materials verbessern kann. Zum Beispiel erhöht eine Zugsverspannung, wenn sie in die richtige Richtung wirkt, die Beweglichkeit der Elektronen, sodass Transistoren aus so verspanntem Silizium als Schalter deutlich schneller sind. Nun haben Forscher am Paul Scherrer Institut ein Verfahren entwickelt, mit dem sie Siliziumdrähte erzeugen können, die fest mit dem umgebenden Material verbunden sind und eine Spannung aufweisen, die mehr als doppelt so gross ist wie die, welche in heute verfügbaren Bauteilen genutzt wird. Als Ausgangsmaterial haben sie industriell hergestellte Substrate mit leicht verspannter Siliziumschicht auf einer Siliziumoxidunterlage benützt. «Das Material kann man sich so vorstellen, dass das Silizium in alle Richtungen auseinandergezogen worden ist, bevor man es auf der Oxidunterlage befestigt hat», erklärt Renato Minamisawa vom Paul Scherrer Institut (PSI), der die Experimente zusammen mit Martin Süess von der ETH Zürich durchgeführt hat. Die Unterlage hält das Silizium so stark

fest, dass es sich nicht mehr zusammenziehen kann. Nun ätzt man geschickt gewählte Teile der Siliziumschicht und dann deren Unterlage mit entsprechenden Ätzmitteln weg, sodass schliesslich aus der Siliziumschicht ein dünner Draht entsteht, 30 Nanometer breit und 15 Nanometer dick, der nur an seinen beiden Enden mit dem Rest des Materials verbunden ist. Das Verfahren ist ein Beispiel für die Möglichkeiten moderner Nanotechnologie. So lassen sich in einer Siliziumschicht Tausende solcher Drähte mit genau vorgegebenem Spannungszustand fehlerfrei herstellen. Das Verfahren ist also sehr zuverlässig. «Und es ist skalierbar, das heisst, man kann die Teile mit diesem Verfahren im Prinzip beliebig klein machen», betont Hans Sigg vom PSI. Um die Spannungsverteilung im Detail zu bestimmen, wurden Ramanspektroskopische Messungen und Computersimulationen an der ETH ausgeführt. In Zukunft wird man messen wollen, wie stark sich die elektrischen Eigenschaften des Materials verbessert haben. Das endgültige Ziel wäre, diese Silizium-Nanodrähte als schnelle Transistoren innerhalb von Mikroprozessoren zu nutzen. Dafür werden die Forscher nun mit Kooperationspartnern untersuchen, wie man diese Drähte in eine Transistorstruktur einbetten kann. www.psi.ch nano-tera.ch

www.rdm.com

sehen hören sprechen voir entendre parler

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LAN W ❚

nik h c rkte lay e p w e TH ipl etz ❚ Tr ❚N ❚ FT


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Wireless LANs

Schneller, weiter, besser Der Trend zur mobilen Kommunikation ist ungebrochen, und auch die Entwicklung von Wireless LANs schreitet voran. Der neue IEEE-Standard 802.11ac sorgt für nochmals höhere Geschwindigkeiten. Erste Chipsätze für entsprechende Router ermöglichen zudem neue Anwendungen, wie sie bisher drahtgebundenen Netzen vorbehalten waren.

Einer der ersten Chips für 802.11ac überhaupt – der MediaTek MT7650. (Bild: MediaTek)

Rüdiger Sellin Wireless LANs (WLAN) sind heute eine Selbstverständlichkeit geworden. In keinem Büro oder in Wohnhäusern fehlen sie. WLANs entsprechen dem Mobilitätsbedürfnis kostenbewusster Benutzer und deren Wunsch nach schnellen Datenverbindungen für Notebooks, Pads/Tablets oder Smartphones. Viele Anwender werden sich an die Entwicklung des WLAN-Standards 802.11n (auch «Wireless N») erinnern. Sie nahm von der ersten Konzeption bis zur Markteinführung entsprechender Produkte volle sechs Jahre in Anspruch. Im September 2009 erhielt der Standard vom Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) nach Integration und Abstimmung dutzender Entwürfe endlich seine Freigabe. Der jahrelange Kleinkrieg der im IEEE engagierten Hersteller und deren Unge-

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duld führte bereits rund drei Jahre vor der Standardfreigabe zum Verkauf von Produkten auf Basis eines «Draft-NStandards» (Anmerkung: ein «Draft» ist ein Entwurf). Auch wenn die meisten Produkte via Software-Update auf den neuesten Stand gebracht werden konnten, so war dieses Prozedere dem seriösen Ruf des renommierten IEEE nicht gerade förderlich. Diesmal scheint jedoch alles nach Plan zu laufen, denn der Industrie liegt viel daran, dass der neueste Wurf mit dem Namen IEEE 802.11ac zügig und ohne Komplikationen verabschiedet wird. Bereits im November 2011 hatte die 802.11-Arbeitsgruppe einen ersten Draft-Standard veröffentlicht. Auch an der aktuell gültigen Draft-Version 2.0 wurden bisher nur marginale Änderungen vorgenommen, sodass sie Ende Mai 2012 freigegeben wurde. Wenn weiter alles nach Plan verläuft, wird der definitive Stan-

dard bis spätestens Ende 2012 fertiggestellt und 2013 freigegeben. Der neue Standard IEEE 802.11ac bietet nochmals deutlich höhere Datenübertragungsgeschwindigkeiten. Dazu werden bewährte Techniken zunächst lediglich weiter optimiert. Dazu gehören weniger redundante Bits sowie eine höhere Modulation mit 256 QAM (Quadrature Amplitude Modulation) statt 64 QAM wie bei 802.11n. Damit stehen viermal mehr Funkkanäle zur Verfügung als bisher, die zudem stärker gebündelt werden (bis zu acht statt vier Kanäle). Auch breitere Funkkanäle mit 80 und 160 MHz statt 20 und 40 MHz sind vorgesehen. Das Ergebnis: Bei einer Kanalbandbreite von 160 MHz und acht gebündelten Kanälen wurde eine Spitzenbitrate von 7 GBit/s gemessen. Bei 802.11n waren im Download bisher einige wenige 100 MBit/s möglich. Da mit 802.11ac an der Schwelle zu 1000 MBit/s, also einem Gigabit pro Sekunde gekratzt wird, spricht man auch vom «Gigabit-WLAN». Dabei ging es in der IEEE-Arbeitsgruppe nicht nur um Speed, sondern auch um eine Aufrüstung der WLAN-Technologie für den Einsatz in neuen, bisher ungewohnten Bereichen. Beispielsweise ist eine Interoperabilität mit Mobilfunknetzen vorgesehen, sodass Datenströme unterbrechungsfrei von einer mobilen Infrastruktur (etwa UMTS/HSPA oder LTE) zur anderen weitergegeben werden können. Neue Features zur Quality of Service (QoS)-Steuerung sorgen für eine bevorzugte Behandlung bestimmter Datenströme. Dies wird dann wichtig, wenn etwa verzögerungsempfindliche Anwendungen wie Video- und Sprachübertragungen oder gar anspruchsvolle Steuerungen über das WLAN laufen sollen. Das IEEE denkt dabei z. B. an die sogenannten Smart Grids, also intelligent gesteuerte Stromnetze (siehe ET 6/12). So könnten in Haushalten beispielsweise Elektro-


Erst die Chips, dann die 802.11ac-Router Erwartungsgemäss wurden Anfang 2012 an der CES-Messe in Chicago bereits erste Prototypen gezeigt sowie zahlreiche Produkte angekündigt. Besonders beachtet wurden die Stände der WLAN-Chip-Lieferanten wie MediaTek, Broadcom oder Qualcomm Atheros. MediaTek zeigte ihren neuen Chipsatz MT7650, der eine doppelte Konnektivität über IEEE 802.11ac sowie über Bluetooth 4.0 bietet. Über einen speziellen Algorithmus soll der MT7650 in der Lage sein, WLANund Bluetooth-Signale über eine einzige gemeinsame Antenne zu senden und zu empfangen, was Hardwarekosten senken hilft. Der MediaTek-Chip unterstützt die Betriebssysteme Windows 7, Windows 8 und Linux und soll in der Lage sein, auf beiden lizenzfreien Fre-

Geschichte der WLANs Die WLAN-Technik blickt bereits auf eine recht lange Geschichte zurück. Sie beginnt in den 1940er-Jahren mit dem Patent für das Frequency Hopping. Bildlich gesprochen handelte es sich um einen funkgesteuerten Torpedo, der seine Frequenz so oft wechselt, dass der Feind keine Möglichkeit zum Abschuss hat, bevor dieser sein Ziel nicht erreicht hat. Konkret wurden die WLANs erstmals 1969 an der Universität von Hawaii mit dem Funknetzwerk namens Aloha-Net. Es verband die einzelnen Teile der Uni, die sich auf mehreren Inseln befinden, mit dem Zentralrechner auf Oahu. Zum Durchbruch des WLANs mussten aber erst einmal grössere Unternehmen von dieser Idee überzeugt werden. Eine dieser Firmen war Lucent, welche erste WLAN-Komponenten unter dem Namen WaveLan auf den Markt brachte. Lucent achtete strengstens darauf, dass

quenzen (2,4 GHz und 5 GHz) Signale mit bis zu 433 MBit/s herunterladen zu können. Er ist damit von den im Standard vorgesehenen 1 GBit/s zwar ein ordentliches Stück entfernt, brilliert aber mit einem deutlich tieferen Energieverbrauch als die Konkurrenz. Qualcomm Atheros will 2012 drei

keine Informationen nach aussen gelangten. Auch wenn andere Unternehmen zwischenzeitlich Komponenten herstellten, durfte nur Lucent beispielsweise Chipsätze montieren und verkaufen. Infolgedessen waren die Preise für die Komponenten entsprechend hoch. Experten prognostizierten der Technik daher keine grosse Zukunft. 1999 gelang es Apple, ein iBook auf dem Markt zu etablieren, das über eine Basisstation und die sogenannte Airporttechnologie verfügte. Die Funkkarte für das drahtlose Netzwerk war mit einem Chipsatz von Lucent ausgestattet und kostete nur 100 US-Dollar, die Basisstation etwa 300 USD. Damit wurde ein WLAN auch für Privatnutzer erschwinglich. Zusammen mit dieser Entwicklung etablierten sich immer mehr Hersteller auf dem Markt, sodass die Technik heute überall verfügbar und für breite Kreise bezahlbar ist.

802.11ac-Chips mit voller Abwärtskompatibilität zu 802.11 a/b/g/n auf den Markt bringen. Der WCN3680 als günstigster der drei Chips kann nur einen einzigen Datenstrom verarbeiten und läuft neben 802.11ac auch auf Bluetooth- und FM-Frequenzen. Letzteres gilt auch für die leistungsfähigeren

Der weltweite Standard für Haus- und Gebäudesystemtechnik

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Bereits seit 20 Jahren etabliert, sorgt der weltweit anerkannte KNX Standard dafür, dass HLK- und Elektrogewerke sukzessive zusammenwachsen. Diese Entwicklung entspricht einem klaren Bedürfnis des Kunden, seine Gebäude von zentraler Stelle aus bedienen, überwachen und betrieblich optimieren

zu können. Siemens bietet dazu Gebäudesystemtechnik aus einer Hand und stellt mit der Bündelung der KNX Kompetenz sicher, dass Ihre projektierten Anlagen mit höchst möglicher Energieeffizienz realisiert werden können.

Answers for infrastructure. Elektrotechnik 11/12 | 55

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geräte über das ohnehin vorhandene WLAN miteinander kommunizieren und ihre Bezugsleistungen untereinander abstimmen. Dies könnte in der Art geschehen, dass ein bestimmter Energieverbrauch nicht überschritten wird, um beispielsweise auf die Ausgangsleistung der hauseigenen Solarzellen zurückzugreifen.


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Die Namen und Daten der restlichen Modelle lauten: BCM4352 (PCIe) und BCM43526 (USB) mit je zwei Streams und max. 867 MBit/s sowie der BCM43516 mit einem Stream und max. 433 MBit/s. Broadcom bietet ihre Chiptechnologie ihren Partner Motorola, Microsoft, Netgear, Huawei, Lenovo, Belkin, LG und weiteren zur Implementierung in deren Geräten an. Vor Ende 2012 wird mit keinen konkreten Angeboten dieser Firmen gerechnet, die zudem zunächst in den USA und erst später auch in EuWLAN-Router WZR-D1800H und Wireless Media Bridge WLI-H4-D1300. ropa auf den Markt kom(Bild: Buffalo) men. Realistischerweise werden erst ein Jahr späModelle QCA9860 (zwei Streams) and ter kommerziell verfügbare Geräte, baQCA9862 (drei Streams). Der Herstel- sierend auf dem endgültigen IEEEler nennt optimistische 1,3 GBit/s als Standard erwartet. Sehr seriennah aussehende Geräte mögliche Übertragungsgeschwindigkeit des Spitzenmodells sowie eine einfache zeigte in Chicago der WLAN-Pionier CPU-Architektur für schnelle Daten- Buffalo, jeweils basierend auf Draft 2.0. transfers und lange Akkulaufzeiten, was Es handelte sich um den WLAN-Rouauf einen tiefen Stromverbrauch schlies- ter WZR-D1800H und Wireless Media Bridge WLI-H4-D1300. Unter realen sen lässt. Der Chiphersteller Broadcom kün- Bedingungen verspricht Buffalo rund digte gleich vier 802.11ac-Chips unter 600 MBit/s, theoretisch maximal 1,3 dem Titel «5G Wi-Fi» an. (Anmer- GBit/s. Der WZR-D1800H verfügt kung: «Wi-Fi» steht für Wireless Fide- über fünf Gigabit-Ethernet (GbE)lity und ist vor allem in Nordamerika Ports und einem USB 2.0-Port. Er ist ein anderes Synonym für WLAN.) Das in der Lage, gleichzeitig im 2,4- wie Modell BCM4360 bearbeitet bis zu drei auch im 5-GHz-Band über einen Streams und bietet eine Übertragungs- 802.11n- oder 802.11ac-Codec zu fungeschwindigkeit von bis zu 1,3 GBit/s. ken, was den hohen Durchsatz erst er-

Prototypschaubild des Edimax USB-Sticks BCM43526.

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(Bild: vr-zone.com)

möglicht. Die WLI-H4-D1300 mit vier GbE-Ports soll die Reichweite des WZR-D1800H-Routers erweitern und wartet ansonsten mit ähnlichen Features auf wie dieser. Noch kein Endgeräteangebot für 802.11ac Bei den Endgeräten sieht es noch ganz dünn aus, und mehr als ein Schaubild eines USB-Sticks von Edimax war bisher nicht zu sehen. Der taiwanesische Hersteller ist auf dem Markt eher unbedeutend und hat sich nach Insidermeinung vor allem mit seinen recht einfach gestalteten Low-Cost-WLAN-Routern recht zweifelhaft auf sich aufmerksam gemacht. Nun soll aber dank neuer Partner und Technologielieferanten alles besser und vor allem innovativer werden. Der USB-Stick BCM43526 soll wie die Buffalo-Router in der Lage sein, auf beiden Frequenzbändern gleichzeitig zu funken – mit bis zu 300 MBit/s für 802.11n und bis zu 900 MBit/s für 802.11ac. Problematisch wirkt sich die Limitation von USB 2.0 auf 480 MBit/s aus, denn sie begrenzt die theoretisch maximal mögliche Geschwindigkeit über den Stick. In der Praxis wird sich dieses Faktum vermutlich weniger stark auswirken, denn die beiden lizenzfrei nutzbaren Frequenzbänder sind ohnehin häufig belegt, was besonders in Ballungsräumen ein Problem darstellt (siehe dazu auch den Bericht in ET 9/11). Gerade aus dieser Sicht darf die Eignung von WLANs für zeitkritische Anwendungen bezweifelt werden. Daran wird auch der neue Standard 802.11ac nichts ändern können. Denn vermutlich werden nur wenige Unternehmen WLANs nach IEEE 802.11ac mit einer Kanalbandbreite von 160 MHz einsetzen. Denn in einem solchen Szenario stünden im 5-GHz-Band nur noch zwei Übertragungskanäle ohne Überlappung zur Verfügung. Ein solches Netz würde kaum oder nur für wenige Nutzer gut funktionieren. Aus dem gleichen Grund wird heute IEEE 802.11n im sehr belebten 2,4-GHz-Band praktisch nie mit Kanalbandbreiten von 40 MHz, sondern nur mit 20 MHz eingesetzt. Falls sich viele Nutzer einen Access Point teilen und ähnliche Anwendungen nutzen, sind schmale Kanäle anzuraten. Wenn es um die Konzeption eines 802.11ac-Netzes mit vernünftigem Durchsatz z. B. für Unternehmen geht, ist der Spektrumsanalyse mit anschliessender Kapazitätsplanung grösste Aufmerksamkeit zu widmen. ■


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Neue Apps tangieren Privatsphäre

Android OS 4.1 mit Chancen und Risiken In den letzten Monaten wurden die ersten Geräte mit der neuen AndroidVersion 4.1 (Codename «Jelly Bean») ausgeliefert. Ein erster Test zeigt, dass Google den Datenschutz seiner Kunden nach wie vor nicht besonders ernst zu nehmen scheint. Rüdiger Sellin Der Markt für Betriebssysteme (Operations Systems, kurz OS) für mobile Endgeräte ist stetig in Bewegung. Trotz nach wie vor steigender Verkäufe für Apple’s iOS kommt das Android OS des US-amerikanischen Konzerns Google insbesondere in Smartphones immer besser an. Im ersten Quartal 2012 wurden weit mehr als doppelt so viele Android-Smartphones als iPhones verkauft. Dabei steigt dessen Marktanteil markant schneller als jener von Apple, vor allem zulasten von Nokia’s Symbian OS, das geradezu dramatisch Marktanteile einbüsst. Auch die Allianz der Finnen mit Microsoft, welche das OS Windows Phone (WP) auf Nokia’s höherwertige Smartphones brachte, konnte den Marktanteilsverlust nicht stoppen. Denn auch WP verlor trotz massiver Marketingaktivitäten von Microsoft und Nokia zunächst Marktanteile, die sich ohnehin auf bescheidenem Niveau bewegen (siehe Tabelle Seite 58). Die Subvention von Lumia-Smartphones durch Nokia bescherte der Firma einen Rekordverlust von rund 1 Mrd. USDollar. Im zweiten Quartal 2012 sah es für die finnisch-amerikanische Allianz leicht besser aus, konnte der Marktanteil von WP 7 doch mit 3,6 % mehr als verdoppelt werden. Jener von Apple’s iOS ging jedoch wieder auf den Wert vom ersten Quartal 2011 zurück (16,9 %), womit Apple trotz mehr verkauften Geräten erstmals einen Rückgang beim Marktanteil hinnehmen musste. Jener von Android hingegen stieg weiter auf über 68 % an,

womit Google über zwei Drittel des Weltmarktes beherrscht und allein im 2. Quartal 2012 sage und schreibe 104,8 Mio. Androide verkaufte (entspricht täglich 1,139 Mio. Geräten). Der Hauptgrund für die Marktüberschwemmung ist das zunehmende Vordringen von Android ins Billiggerätsegment sowie die beliebten Apps, die breiten Kundengruppen populäre Anwendungen ermöglichen. Dabei wird es für Hersteller von Android-Smartphones zunehmend schwierig, sich von ihren Mitbewerbern zu differenzieren. Dies geschieht bei höherwertigen Geräten primär durch eigene Benutzeroberflächen, die jedoch dem eigentlichen Android OS übergestülpt werden und Updates auf neue Softwareversionen erschweren bzw. verunmöglichen. Apple stellt das brand-

Verbesserte Oberfläche dank Android 4.1.

neue iOS 6 selbst dem drei Jahre alten iPhone 3GS zur Verfügung und ermöglicht mit der offiziellen Freigabe einen schnellen Kleidertausch. Bei Android hingegen gibt es Tausende von Geräten, wobei jeder einzelne Hersteller den Betriebssystemkern an seine Modelle anpasst, was Monate dauern kann. Wer also ein neues Android OS will, muss sich oftmals gleich ein neues Smartphone kaufen – ein offenbar gut funktionierendes Businessmodell. Spürbare Verbesserungen Auf der Android-Entwicklerkonferenz I/O Ende Juni 2012 wurde der Öffentlichkeit die neue Version 4.1 mit dem Beinamen «Jelly Bean» vorgestellt. Das hauseigene Google-Tablet Nexus 7 hat das neue OS bereits erhalten. Es wurde gemeinsam mit Asus entwickelt und wird dort auch in Auftragsfertigung produziert. Dazu ist anzumerken, dass die Google Smartphones traditionell keine gerätespezifischen OS-Erweiterungen erhalten wie die Androiden von Samsung, HTC oder Sony Ericsson. Nur bei den Nexus-Geräten lässt sich

(Bild: Google)

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Entwicklung der weltweiten Verkäufe von Smarphones und Vergleich der Marktanteile bis zum 2. Quartal 2012, gegliedert nach Art des Operation Systems (OS) (Quelle: hhtp://en.wikipedia.org) Mobiles OS Android iOS Symbian BlackBerry OS Bada (Samsung) Windows Phone Sonstige

Verkaufte Geräte 2. Quartal 2011 46,776 Mio. 19,629 Mio. 23,853 Mio. 12,652 Mio. 2,056 Mio. 1,724 Mio. 1,051 Mio.

Verkaufte Geräte 3. Quartal 2011 60,490 Mio. 17,295 Mio. 19,500 Mio. 12,701 Mio. 2,479 Mio. 1,702 Mio. 1,018 Mio.

Android quasi «ohne Filter» erleben, und neue OS-Versionen lassen sich daher auch leichter aufs Gerät aufspielen. Die für Europa bestimmten Geräte kamen zunächst in Deutschland auf den Markt. Hier ist das Nexus 7 bereits seit Ende August für rund 200 EUR und in der Schweiz offiziell seit Anfang Oktober für knapp 300 CHF erhältlich. Bei allen anderen Geräten sind die Entwickler herausgefordert, die herstellerspezifischen Anpassungen jeweils an das neue OS anzupassen. Version 4.1-Updates wurden für die Samsung-Geräte Galaxy S2 und S3 sowie das Galaxy Note 2 bereits Anfang Juli angekündigt. HTC plant Updates für die Modelle One X, One XL und One S, Asus für die Tablets Transformer Prime, Pad und Pad Infinity. Weitere Hersteller werden folgen oder sie werden neue Geräte mit Android 4.1 auf den Markt bringen.

Google und der Datenschutz Der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür hatte von Google im September 2009 verlangt, Bilder auf Google Street View komplett zu anonymisieren. Im April 2011 reichte er beim Bundesverwaltungsgericht Klage gegen Google ein und bekam zunächst Recht. Google musste gemäss Urteil sämtliche Gesichter und Kontrollschilder unkenntlich machen. Google zog das Urteil aber an das Bundesgericht weiter und muss gemäss Urteil vom Juni 2012 eine hundertprozentige Anonymisierung lediglich vor sensiblen Einrichtungen wie Altersheimen, Frauenhäusern, Gefängnissen, Gerichten, Schulen und Spitälern vornehmen – eine Niederlage für den Datenschutz also. Anfang August horchte die Welt wiederum wegen Datenschutzverstössen bei Google auf. Die amerikanische Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) sprach wegen Verstössen gegen den Datenschutz von Nutzern des Apple-Browsers Safari eine Rekordstrafe von 22,5 Mio. USD (rund 21,3 Mio. CHF) aus. Dies ist die höchste Strafe, welche die FTC jemals verhängt hat. Google wurde vorgeworfen, den Schutzmechanismus im Safari-Browser von Apple ausgehebelt zu haben. Damit konnte Google offenbar auch dann sogenannte Tracking-Cookies auf den Geräten von Nutzern absetzen, wenn diese das eigentlich per Einstellung explizit untersagt hatten.

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Verkaufte Geräte 4. Quartal 2011 75,906 Mio. 35,456 Mio. 17,458 Mio. 13,185 Mio. 3,111 Mio. 2,759 Mio. 1,167 Mio.

Verkaufte Geräte 1. Quartal 2012 81,067 Mio. 33,121 Mio. 12,467 Mio. 9,939 Mio. 3,842 Mio. 2,713 Mio. 1,243 Mio.

Verkaufte Geräte 2. Quartal 2012 98,529 Mio. 28,935 Mio. 9,072 Mio. 7,991 Mio. 4,209 Mio. 4,087 Mio. 0,863 Mio.

Doch zurück zum Nexus 7: Der kompakte Tablet PC verfügt über eine Bildschirmdiagonale von 18 cm und arbeitet dank Android 4.1 in erster Linie schneller und geschmeidiger. Viele kosmetische Änderungen sind ebenfalls ein Gewinn, etwa das neue Kameramenü. Hier gelangt man nun mit einer Fingergeste aus dem Sucherfenster zu den bereits vorhandenen Aufnahmen. Icons auf den diversen Bildschirmen ordnen sich automatisch an, um Platz zu schaffen für grössere «Widgets*». Die neue virtuelle Bildschirmtastatur ähnelt der alten stark, bietet aber bessere Vorschläge zur Wortergänzung und Autokorrektur. Die kleinen Benachrichtigungssymbole am oberen Bildschirmrand sind inhaltlich stärker gruppiert. Neu ist die Möglichkeit, vielen Hinweisen gleich Taten folgen zu lassen, etwa bei einem verpassten Anruf auf Fingertipp, den Rückruf zu starten. Bereits auf alten Android-Versionen konnte man den Internetbrowser mit der Sprache steuern, was bereits recht gut funktionierte. Mit der neuen Innovation «Google Now» wird diese Idee mit einer verbesserten Sprachsuche auf einer neuen Ebene fortgesetzt. Ähnlich wie bei der beliebten Siri-App von Apple besteht die Idee darin, das Smartphone der Zukunft zu einer Art Lebenshelfer zu mutieren. Androide der Version 4.1 bringen bei einer Suche nicht die gewohnten Verweise auf Internetseiten hervor, sondern geben hörbare Antworten. So folgt auf die Frage «Wer war der 20. Präsident der Vereinigten Staaten» die korrekte Antwort «James Garfield», sogar versehen mit Biografie und Bild – ein durchaus ver-

* Ein Widget ist eine Komponente eines grafischen Fenstersystems. Es besteht aus dem Fenster selbst, also dem sichtbaren Bereich, der Maus- und/oder Tastaturereignisse empfängt. Zum Widget gehört zudem ein nicht sichtbares Objekt, das den Zustand der Komponente speichert und über bestimmte Zeichenoperationen den sichtbaren Bereich verändern kann. Widgets sind immer in ein bestimmtes Fenstersystem eingebunden und nutzen dieses zur Interaktion mit dem Anwender oder mit anderen Widgets des Fenstersystems.

Marktanteil in % 2. Quartal 2011 43,4% 18,2% 22,2% 11,8% 1,9% 1,6% 0,9%

Marktanteil in % 2. Quartal 2012 64,1% 18,9% 5,9% 5,2% 2,7% 2,6% 0,6%

blüffender Effekt. Da Apple derzeit die englische Version der Wissensdatenbank Wolfram Alpha nutzt, müssen deutschsprachige Siri-Nutzer passen. Google Now als Alternative aus dem Android-Lager nutzt darum einen anderen Weg, und zwar vom Befehlsempfänger (der auf Zuruf bestimmte Aufgaben übernimmt) zum aktiven Mitarbeiter, der von sich aus bestimmte Aktionen plant und dabei auf private Daten zugreift. Dieser Ansatz gibt datenschutzrechtlich einmal mehr zu denken. Überwachung der Privatsphäre? Bislang speicherte Google private Inhalte wie Mobilfunkverbindungen, die jeweiligen Aufenthaltsorte, Kontakte usw. Dabei funktionieren die GoogleDienste ohne die entsprechende Einverständniserklärung der Benutzer vor Installation der entsprechenden Apps nicht, sodass die entsprechenden OKHäkchen zu setzen sind. Nun nutzt Google zusätzlich vergangene Anfragen aktiv und wertet beispielsweise Verhaltens- oder Bewegungsmuster aus, um daraus Empfehlungen abzuleiten. Nach einigen Tagen Nutzungszeit des Galaxy Nexus mit Android 4.1 erhält man zum Beispiel morgens beim Frühstück erste Hinweise zur Verkehrslage auf dem Weg ins Büro. Das Betriebssystem merkt sich also, wo der Nutzer wohnt und wo er arbeitet. Abends auf der Rückfahrt kommen prompt Hinweise zur Verkehrslage in Richtung Wohnort. Diese Art künstliche Intelligenz auf dem Smartphone geht aber noch weiter: Wer sich beispielsweise regelmässig am Samstagmorgen zum Fitnessstudio aufmacht, wird schnell feststellen, dass Google auch hier Zeitpunkt und Route unbemerkt erfasst und am nächsten Sonntagmorgen unaufgefordert erste Hinweise zur Reiseplanung gibt. Google Now ist fest im Betriebssystem verankert und weitaus mehr als nur eine simple App. Die einzelnen Hinweistafeln lassen sich jeweils mit einer neuen Geste starten. Die Ratgeber sind


deutlich weniger vom Nutzer preis. Die englisch gesprochene Frage nach dem Wetter in Zürich wird mit dem passenden Wetterbericht beantwortet, man kann mit einem Sprachkommando SMS schreiben usw. Einmal mehr begreift man, warum Apple erfolgreich Patentrechtsverletzungen gegen Samsung einklagte. Dieser am Markt sehr erfolgreiche Smartphone-Anbieter hat dessen Benutzeroberfläche bisher am dreistesten an Apple’s iPhone orientiert und Android funktional entsprechend erweitert. Jedoch ist die Kopie im Moment im Detail noch schlechter als das Original, was man beispielsweise an der Spracherkennung von Android 4.1 leicht feststellen kann. Deren Erkennungsleistung bleibt deutlich hinter Siri zurück, denn die Gross- und Kleinschreibung fehlt ebenso wie die Erkennung von Satzzeichen. Beispiel: Während Siri korrekt erkennt «Android 4.1: Ein Möchtegern-Siri.», versteht Android 4.1 nur Bahnhof, nämlich «Android 4 1 Doppelpunkt 1 möchte gern Bindestrich Siri Punkt». Umständlich bleibt zudem die Sprachsuche nach eigenen Kontakten im privaten Telefonbuch. Gesprochene Namen werden zwar nicht immer, mit etwas Verzögerung dann aber doch gefunden. Das zu-

Google Nexus 7 – flacher Tablet PC.

(Bild: Google)

gehörige Telefonmenü ist im Bildschirm unten rechts neben den Web-Treffern jedoch so unglücklich angeordnet, dass man es leicht übersieht. Fazit Beunruhigten Nutzern aus dem Android-Lager könnte man raten, das neue Google Now einfach abzuschalten. Man kann sie aber auch schnell wieder beruhigen, denn das Interessanteste und gleichzeitig Brisanteste daran ist vorerst noch die dahintersteckende Idee und nicht deren Realisierung, die heute noch zu wünschen übrig lässt. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Vorsicht im Umgang mit Google-Diensten und deren Möglichkeiten geboten ist. ■

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in verschiedene Abteilungen gruppiert: Wetter, Verkehrsmeldungen, nächste Termine, Reisen, Flüge, öffentlicher Nahverkehr, Sportereignisse oder beliebte Orte in der Umgebung. Aus dem Kalender und aus den Eingaben der Google-Suchmaschine entstehen dann Hinweise in der Art, dass es jetzt Zeit für den Aufbruch zum Fitnessstudio ist, wenn man das Training pünktlich erreichen will. Am Bahnhof sieht man dann Meldungen über allfällige Zugverspätungen. Bei Geschäftsreisen wird in der Flughafen-Lounge punktgenau zum Boarding aufgefordert. Und auch wenn sich dies alles heute noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet – es zeigt doch die Zielrichtung auf. Zwar kamen beim Gerätetest die Verkehrsinfos regelmässig, aber noch mit einer nicht besonders hohen inhaltlichen Qualität der gelieferten Informationen. Die Verknüpfung mit Kalendereinträgen funktionierte so gut wie nie und die Fluganalyse kein einziges Mal. Selbstverständlich kann jeder Nutzer Google Now jederzeit abschalten, wenn er sich daran stört, dass Google hier noch mehr Daten als bisher sammelt und inhaltlich tiefgehender als bisher auswertet. Assistenzsysteme wie Siri geben


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Videoüberwachungsanlagen fachgerecht ersetzen

Umbau ohne Sicherheitslücken Videoüberwachung ist in modernen Industrieanlagen kaum mehr wegzudenken. Ein Ausfall einer solchen Anlage kann schnell zu Problemen führen, denn plötzlich fehlen Informationen oder die Einsicht in Anlageteile, welche nicht oder nur erschwert begehbar sind. Auch führt der Ausfall der Anlage zu einem grösseren Sicherheitsproblem. Wie also ist eine im Einsatz stehende Anlage zu ersetzen?

dern viel mehr um illegale Abfallentsorgungen im Bereich der Anlage. Bei Entsorgungsstellen ohne Videoüberwachung wird immer wieder Sperrgut «entsorgt», um die Entsorgungsgebühr zu umgehen. Neben dem KHKW betreibt die Limeco auch die regionale Kläranlage (ARA), welche das Abwasser von acht Gemeinden und Städten reinigt. Umbau bei laufendem Betrieb der Abwasserreinigungsanlage Limeco in Die Anlage wurde von Dietikon. 2001 bis 2012 umfassend umgebaut, saniert und Marcel Schöb erweitert. Im Zuge dieser Arbeiten sollBei Limeco in Dietikon ist im Keh- te auch die Kläranlage neu mit einer Virichtheizkraftwerk (KHKW) seit Jahren deoüberwachung ausgerüstet werden. eine Videoanlage mit rund 35 Kameras Dieser Umstand sowie die sich abzeichim Einsatz. Primär wird die Anlage für nende Ablösung der bestehenden Vidie Überwachung des Kerichtbunkers deoanlage im KHKW führte zum Entund der beiden Ofenlinien verwendet. schluss, eine gemeinsame VideoüberwaDie beiden Kranführer, welche die bei- chungsanlage für KHKW und ARA zu den Ofenlinien des KHKW mit Müll projektieren. beschicken, sind dabei auf das Funktionieren der Videoüberwachung angewie- Erweitere Anforderungen bestimmen sen. Aus ihren Arbeitspositionen ist Zuerst mussten die Anforderungen an nicht jeder Bereich einsehbar. Der die neue Anlage definiert werden. AufKranführer ist also auf das Funktionie- grund der vorliegenden Konstellation ren der Videoanlage angewiesen, um war das nicht einfach, denn eine bestedie Sicherheit zu gewährleisten. Neben hende Anlage musste zusammen mit eidieser Funktion wird die Videoanlage nem neuen Anlagenteil zu einer moderauch zur Überwachung der «Aussen- nen und zeitgerechten Videoanlage haut» des KHKW eingesetzt. Dabei verbunden werden. Dabei wurden folgeht es nicht um Einbruchschutz, son- gende Rahmenbedingungen bestimmt:

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• Der Umbau musste im laufenden Betrieb erfolgen. Betriebsunterbrüche können aus Sicherheitsgründen nicht toleriert werden. Randzeiten gibt es in einem KHKW nicht. Diese Anlagen werden 7 x 24 h betrieben und dies während 52 Wochen. • Neu muss es im Bereich der Annahme und dem Ablad möglich sein Autonummern zu erkennen, damit «Abfallsünder» überführt werden können. Denn auch ein KHKW nimmt nicht jede Art von Abfall/ Müll an. • Die bestehenden Kamerastandorte sind teilweise nur sehr schwer zu erreichen. Dies, um die Kamera zu warten und vor allem auch die vorhandene Installation (mit zum Teil langen Leitungen) auszutauschen. Deshalb wurde entschieden, wo möglich die vorhandenen Koaxkabel zu übernehmen und nur die Kamera zu ersetzen. • Neben den erwähnten Anlagen mussten auch in zwei «vorgeschalteten» Pumpwerken der Kläranlage Kameras eingebaut werden zur Überwachung der Schneckenhebewerke. Schnell wurde erkannt, dass für das neue System die teilweise vorhandene EDV- Infrastruktur genutzt werden sollte. Der Einsatz von IP-Kameras auf dem neuesten Stand der Technik war also so gut wie beschlossen. Die grösseren Distanzen auf dem Gelände sind erheblich und müssen entsprechend berücksichtigt werden. Allein zwischen dem KHKW und der ARA sind es ca. 400 m, die beiden erwähnten Pumpwerke sind noch weiter entfernt. Mit diesem Anforderungskatalog wurde durch das beauftragte Elektroingenieurbüro eine neutrale Submission im Einladungsverfahren durchgeführt. Da es sich bei Limeco um eine öffentlich-rechtliche Unternehmung handelt, sind Aufträge gemäss dem öffentlichen


Ausführungsplanung des Gesamtsystems Zusammen wurden die nötigen Ausführungsunterlagen erstellt und die Bedingungen für den anstehenden Ausbau des EDV-Netzwerkes definiert. Dieser Ausbau war Bestandteil eines separaten Projektes. Der komplett neue Anlageteil ARA und die zusätzlichen Anlageteile im KHKW werden als «klassische» IP-Videoüberwachungsanlage realisiert. Die bestehende analoge Anlage wurde durch «Video over IP» ersetzt bzw. ins Gesamtsystem integriert. Im Bereich der Kameras kommt es zu einem Quantensprung. So wird gegenüber der Analogtechnik mit Kameras mit einer Auflösung bis 3 Megapixel gearbeitet. Die Signalübertragung von der Kamera erfolgt bis 100 m über Ethernet-Kupferkabel bis zum nächsten

Switch. Bei Leitungslängen von über 100 m kommen Singelmode-LWL-Kabel zum Einsatz. Die neue Anlage umfasst folgende Kameras: • 21 IP-Kameras • 1 steuerbare IP-Domekamera für Umgebungstemperatur bis 80 Grad • 2 steuerbare IP-Domekameras auf dem Kamin des KHKW • 18 Analogkameras, welche ersetzt wurden. Die Installation (Kabel) wurde wie erwähnt belassen. • 1 Mobile IP-Kamera, welche bei besonderen Betriebszuständen im KHKW und/oder ARA zum Einsatz kommt. Dabei ist es wichtig, dass diese einfach an der nächsten UKVSteckdose eingesteckt werden kann und nach der Erstellung der nötigen Patchungen funktioniert. Die Speisung der Kameras erfolgt via PoE übers Ethernet-Kabel. Die dazu nötigen Geräte wurden in den entsprechenden UKV-Schränken eingebaut. Das Herz der Anlage besteht aus zwei Videoservern, die via SiNVR-VideoSoftware die Kamerabilder verteilen und aufzeichnen. Zu jedem Server ist ein RAID-Aufzeichnungssystem zugeordnet mit je 8TB netto. Mittels RAID

5 ist gewährleistet, dass auch beim Ausfall einer Harddisk die Aufzeichnungsdaten der Kameras noch vorhanden sind. Die Aufzeichnung der Daten und deren Zugriff entsprechen den strengen Anforderungen des Datenschutzes. Im Anlagenteil ARA und KHKW hat es I/O-Module für die externe Ansteuerung von Lichtschaltgruppen. So ist sichergestellt, dass Kameras, die nicht dauernd aufzeichnen, bei Bedarf auch bei Dunkelheit betrieben bzw. ihre Bilder eingesehen werden können. Dies ist zum Beispiel im Rechenraum der ARA der Fall. Bei einer Störung kann der zuständige Pikettdienst das Licht einschalten und via Kamera die Lage überblicken. Bedienung und Überwachung Diverse Bedienstellen (Clients) ermöglichen die Visualisierung der Live- und gespeicherten Bilder. Insgesamt sind sechs Bedienstellen in unterschiedlichster Ausrüstung vorhanden. Die Bedienstelle im Kommandoraum des KHKW hat eine Monitorwand mit 10 Stk. 24’’Monitore. Dazu kommen PC-Clients, die bis 10 m von den Monitoren entfernt sind. Es ist also wichtig, dass die Verbindungskabel (DVI, HDMI, Dis-

Die Welt der Videoüberwachung konzentriert in Software. IPS-VideoManager – intelligente Videoanalyse und Aufzeichnungssystem

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Elektrotechnik 11/12 | 61

Telematik & Multimedia

Beschaffungswesen auszuschreiben. Im Rahmen dieses Submissionsverfahrens wurden diverse Unternehmen zur Offertstellung eingeladen. In der folgenden aufwendigen Auswertung und Abklärung der eingereichten Angebote erhielt die Siemens Schweiz AG den Zuschlag und erarbeitete zusammen mit dem verantwortlichen EMSRL-Inge-nieur die vorgegebene Umsetzung.


Telematik & Multimedia Bildaufzeichnung bei der Anlieferung von Müll.

playport ) höchste Qualität aufweisen, damit die hochauflösenden Signale auch beim Monitor ankommen. Die Kranstände sind örtlich im Kommandoraum angeordnet. Für den Kranführer ist es wichtig, dass 25 Bilder/Sekunde übertragen werden. Es darf zu keinen Bildverzögerungen kommen, damit der Kranführer mit der Kransteuerung präzise arbeiten kann. Für den Lieferanten war es eine Herausfor-

Verzögerungsfreie Bildübertragung an den Arbeitsplatz des Kranführers.

62 | Elektrotechnik 11/12

derung, die Anlage entsprechend einzustellen und Latenzzeiten zu minimieren. Im Kommandoraum der ARA kommt ein Grossbildschim zum Einsatz, auf dem diverse Bilder gleichzeitig aufgeschaltet sind. Zur einfacheren Navigation sind auf den einzelnen Bedienstellen diverse Lagepläne mit Kamerasymbolen vorhanden. Dies ermöglicht auf dem Monitor ein einfaches Aufschalten der Kameras auf den gewünschten Monitorteil. Also eine ähnliche Bedienung wie in Prozessleitsystemen üblich. Zudem können die Bilder der einzelnen Kameras im Browser an jedem Büroarbeitsplatz aufgerufen werden. Bei Tag-/Nacht-Kameras mit verschiedenen Auflösungen (hochauflösende 3MP-IP, normalauflösende IP, normalauflösend analog) müssen im Mischbetrieb die einen Kameras gedehnt werden, um die seitlichen schwarzen Balken auf dem Monitor zu vermeiden. In der Kläranlage sind insgesamt 11 IP-Kameras in Schutzgehäuse teilweise auf Masten mit Infrarotscheinwerfer montiert. Diese überwachen wichtige Anlageteile wie Rechen, Regen- und Pufferbecken, den Zu- und Ablauf der Anlage wie auch die beiden Arealtore. Bei der Planung ist zu beachten, dass die Kameramasten eine relativ lange Lieferfrist haben und möglichst früh bestellt werden müssen. Die IR-Scheinwerfer müssen bei Dunkelheit gerichtet werden. Wenn immer möglich ist Weisslicht vorzuziehen,

denn je mehr Licht, umso besser ist die Bildqualität. Da sich die Anlagen der Limeco mitten in einem Schutzgebiet befinden, konnte dies umweltechnisch nicht angewendet werden. Im Kerichtheizkraftwerk (KHKW) war die Erneuerung der Kameras im Bunker eine besondere Herausforderung. Die bestehenden Kameras im Bereich Bunker sind aus montagetechnischen Gründen mit analogen Kameras erneuert worden. Im Bunker arbeiten jeweils zwei Techniker und die Zugänglichkeit der Kameras ist schwierig. Das erfordert eine genaue Planung und Absprache und das Einhalten der Sicherheitsbestimmungen. Wie erwähnt wurden in einem separaten Projekt das Büronetzwerk der Limeco erweitert und die Server an einen neuen Standort verschoben. Neben den terminlichen Arbeiten (vermeiden von gegenseitigen Verzögerungen/Problemen), waren auch die technischen Anforderungen genau abzustimmen. Wichtig war, die Netzwerkverbindungen mit dem richtigen Messgerät zu messen, zu prüfen und im Messprotokoll einzutragen. Dies muss vor der Montage und Inbetriebsetzung der Kamera erfolgen. Wenn im Vorfeld nicht gemessen wird, treten bei der Inbetriebnahme der Kameras immer wieder Fehler auf. Dabei kann es zu Terminverzögerungen kommen, was sich negative auf den Betrieb auswirkt. Die Bilder der beiden Domekameras auf dem Kamin des KHKW werden in einem weiteren Schritt auf die Website der Limeco aufgeschaltet. So können sich Interessenten ein Bild machen, beispielsweise über das lokale Wetter oder die aktuelle Verkehrslage. Fazit Mit dem Projektabschluss verfügt der Kunde über eine zukunftsgerichtete Videoanlage. Diese kann jederzeit mit zusätzlichen Kameras und Clients angepasst und erweitert werden. Wie üblich bei technischen Projekten, wurden während der Ausführungsplanung und Erstellung der Anlagen Optimierungen und Ergänzungen vorgenommen. So mussten für die Montage der Kameras und/oder Bildschirme teilweise Spezialkonstruktionen erstellt werden. Durch den tadellosen Einsatz aller am Projekt beteiligten ist der Kunde rundum zufrieden. www.limeco.ch www.siemens.ch/buildingtechnologies www.ibg.ch


Securiton präsentiert neuste Version 3.2 von IPS-VideoManager und IPS VideoAnalytics

Moderne Videoüberwachungssysteme erleben einen wahren Boom. Neue Technologien ermöglichen bisher Undenkbares und eröffnen der Videoüberwachung neue Märkte. Securiton präsentiert die neuste Version 3.2 von IPS-VideoManager und IPS VideoAnalytics mit zahlreichen Neuerungen und Verbesserungen.

Echtzeiterkennung von sicherheitsrelevanten Objekten oder Ereignissen, integriert im IPS-VideoManager. Sie werden mit der leistungsfähigen Multi Plugin Architektur von IPS-Video Manager installiert und konfiguriert. Damit ermöglichen sie den Betrieb einer oder mehrerer Analysen pro Kamera.

IPS-VideoManager V 3.2 ist eine IPbasierte, unlimitiert skalierbare Plattform für anspruchsvolle Videoüberwachungsanwendungen. Sie bietet spezifische Funktionen für grundlegende Network Video Recorders (NVR), umfassende Video Management Systeme (VMS), 3D georeferenzierte Video Management Systeme (3D VMS) und übergeordnetes Multi Site Management (MSM). Das innovative Design von IPS-VideoManager kombiniert zuverlässige und verfügbare Lösungen mit einfacher und sicherer Systembedienung. In der neusten Version bietet er folgende zusätzliche Leistungsmerkmale: • Übergabe von Alarmobjekten von SpeedDome-Kamera zu SpeedDome Kamera zur einfachen Objektverfolgung • Neues Lageplanmanagement für Multi Site Management Systeme zwecks Navigation zwischen zentralem Lageplan und LiegenschaftenLageplänen • Unterstützung der Benutzerverwaltung mit dem Verzeichnisdienst Active Directory für Microsoft Windows Server • Verbesserte Aufzeichnung und Wiedergabe • On-und-offline-Auswertung von Datenbanken • Vereinfachte Anzeige und Bearbeitung der Einstellungen • Einfache Einbindung von Fremdsystemen • Integration diverser neuer Kameramodelle

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Raffinierte Auswertung von Videobildern

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Zusätzlich bieten sie die Übermittlung von Eventdaten sowie die Anzeige von Metadaten in IPS-Video Manager.

IPS VideoAnalytics IPS VideoAnalytics sind intelligente, softwarebasierte Analysemodule für den Betrieb auf Servern oder Kameras zur automatischen Erkennung von sicherheitsrelevanten Objekten oder Ereignissen in Videobildern. In Echtzeit erlauben sie Bewegungserkennung, Objektverfolgung, Objektklassifizierung, Objektidentifizierung oder Verhaltenserkennung. Damit ermöglichen sie die Reduktion von Datenmengen, die Unterstützung von Sicherheitspersonal und die Steigerung der Effektivität von Videoüberwachungssystemen. Server-basierte IPS Video Analytics sind intelligente Analysemodule zur

Intelligente Analysetools Kamera-basierte IPS Video Analytics sind intelligente Analysemodule zur Echtzeiterkennung von sicherheitsrelevanten Objekten oder Ereignissen, integriert in Axis Kameras und Encoders. Sie werden auf der Axis Camera Application Platform (ACAP) installiert und mit einem Webbrowser konfiguriert. Damit ermöglichen sie den Betrieb einer hochwertigen Bildanalyse in der Kamera. Securiton AG Alarm- und Sicherheitssysteme 3052 Zollikofen/Bern Tel. 031 910 11 22 info@securiton.ch, www.securiton.ch

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Aus- und Weiterbildung

Fragen und Antworten zu NIN

NIN-Know-how 83 Wenn man merkt, dass die Bremse seines Autos nicht mehr richtig funktioniert, so wird man schnellstmöglich eine Reparatur vornehmen. Wenn ein Isolationswiderstand einer elektrischen Installation schlecht ist, sollte man meinen, wird der Mangel behoben, um eventuelle weitere Schäden zu verhindern, beispielsweise einen Brand. In Frage 3 haben wir das Thema mit der Isolationsmessung bei periodischen Kontrollen wieder einmal aufgegriffen. Dieser Artikel in der NIN gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen. David Keller, Pius Nauer

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Kabeltyp in Holzkanal In einem Wohnungsbau haben wir im Boden mit einer Holzschalung einen Kanal eingelegt. Rund um die Holzschalung ist betoniert (siehe Abbildung 1). Alle in der Schalung geführten Leitungen sind über eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung von 30 mA geschützt. Auf den Boden wird ein Parkett verlegt, beim Kanal mit einem Deckel, welcher jederzeit geöffnet werden kann. In der NIN 4.8.2.2.4 haben wir nun gelesen, dass Leitungen schwer brennbare Eigenschaften aufweisen müssen, wenn sie nicht vollkommen in nicht brennbaren Stoffen eingebettet sind. Unsere Frage ist nun, ob wir diesen Holzkanal als Leitungsführung nutzen können und ob man normale PVC-Kabel verlegen darf. (R. M. per E-Mail) Die NIN widerspricht einer Verlegung von Kabeln in einem Holzkanal nicht. Sie zitieren den Artikel NIN 4.8.2.2.4. Darin wird tatsächlich gefordert, dass Kabel schwer brennbare Eigenschaften aufweisen müssen, wenn sie nicht voll-

kommen in nicht brennbaren Stoffen eingebetet sind. Das Kapitel 4.8 gibt jedoch nur Hinweise für Installationen, bei welchen der Brandschutz besonders zu beachten ist. Im 4.8.2.2 haben die nachfolgenden Anforderungen nur für feuergefährdete Betriebsstätten ihre volle Wirkung. Ein Wohnungsbau ist nicht als feuergefährdet eingestuft. Deshalb können sie in diesem Holzunterflurkanal «normale» Installationskabel (pn) verlegen.

2

Neue Leitungsschutzschalter? Bei einer periodischen Kontrolle bin ich auf interessante Aufschriften auf Leitungsschutzschalter gestossen. Anstelle von B, C oder D stand da K. Was muss ich damit anfangen und sind solche Typen für die Hausinstallationen zugelassen? (Z. D. per E-Mail) Die Normen für Leitungsschutzschalter haben sich ebenfalls gewandelt, so wie die NIN auch. Vor einigen Jahren charakterisierten die Typen «L», «V» und «Z» einen gewissen Trägheitsgrad.

Diese Typen unterschieden sich nicht nur im Charakter des Magnetauslösers, so wie das die aktuellen Typen «B», «C» und «D» machen, sondern auch mit dem thermischen Auslöser. Seit der Einführung der aktuellen Charakteristiken sind auch weitere Typen erhältlich. Diese sind aber nicht für den Kabelund Leitungsschutz gedacht, sondern eher für den Geräteschutz. So sind Geräte im Überlastbereich eher empfindlich, da angestaute Wärme meist schlechter an die Umgebung abgegeben werden kann. Im Gegenzug beziehen sie beim Einschalten oder Anlaufen für kurze Zeit sehr grosse Ströme. Denken Sie dabei an Motoren oder (noch schlimmer) an Geräte mit Leistungselektronik und Gleichrichtern, wie zum Beispiel für Beleuchtungen mit EVG, Konvertern für LED- und Niedervoltbeleuchtungen usw. So bietet unter anderen ABB zum Beispiel für Motoren einen LS-Typ «M» an. Der von Ihnen entdeckte Typ K passt auch dazu, er ist gegenüber dem Typ M bei grossen Strömen etwas «flinker». Die NIN beschreibt im Kapitel 4.3.3.2 B + E, dass

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Aus- und Weiterbildung

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der Überlastschutz mit B-, C- oder D-Charakteristiken erfüllt sei. Andere Charakteristiken sind auch zulässig, wobei aber der Schutz entsprechend dieser Typen überprüft werden muss. Nun ist der Typ K, wie Sie aus Tabelle 2 ersehen, im Überlastbereich «besser», also empfindlicher eingestellt als die Typen «B», «C» und «D». Damit ist die Leitung bei Überlast besser geschützt und das ist natürlich zulässig. Jetzt muss für den Kurzschlussfall noch beachtet werden, dass die Energiebegrenzungsklasse 3 erfüllt ist (NIN 4.3.4.3 B + E). (dk)

3

Isolationswiderstand bei periodischen Kontrollen im Wohnungsbau Als unabhängiges Kontrollorgan bin ich vermehrt auf periodischen Kontrollen im Wohnungsbau. Die Messung des Isolationswiderstandes fällt sehr oft negativ aus. In letzter Zeit hatte ich danach ein paar Mal Diskussionen mit den Elektrikern. Sie meinten, nach der NIN 2010, muss gemäss Artikel 6.2.2.2 der Isolationswiderstand in Wohnungsbauten nicht mehr gemessen werden. Aus diesem Grund müsse der schlechte Wert nicht bemängelt und auch nicht instand gesetzt werden. Ich bin anderer Meinung, aber unsicher, ob ich einen

schlechten Isolationswert in einem Wohnungsbau überhaupt noch bemängeln kann. Was sagen sie dazu? (J. D. per E-Mail) In der NIN 2010 wird im Kapitel 6.2 auf die wiederkehrende Prüfung eingegangen. Gemäss NIV entspricht dies der Periodischen Kontrolle. Im Artikel 6.2.2.2 ist tatsächlich zu lesen, dass bei periodischen Kontrollen nach Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen auf eine Isolationsmessung verzichtet werden kann. Im gleichen Abschnitt ist auch zu finden, dass bei periodischen Kontrollen mit einer Periodizität von 20 Jah-

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Aus- und Weiterbildung

ren, also Wohnungsbauten, auf die Isolationsmessung verzichtet werden kann. Diese Aussagen sind neu in die NIN 2010 gekommen, bestehen allerdings bereits 10 Jahre in der Verordnung des UVEK über elektrische Niederspannungsinstallationen. In der Norm wird die Isolationsmessung nicht verboten, sondern es heisst lediglich, dass man unter Umständen darauf verzichten kann. Es bleibt also die Entscheidung des Kontrollorgans, ob er die Isolationsmessung macht oder nicht. Auf jeden Fall müssen bemängelte Messwerte behoben werden, denn die Norm gibt nirgends vor, dass ein Isolationswert nach ein paar Jahren in einer Installation schlecht sein darf. Gerade im Wohnungsbau auf eine Isolationsmessung zu verzichten, macht im Allgemeinen keinen Sinn. Genau hier wird der Laie ab und zu seine eigenen Installationsfähigkeiten ausleben. Ein schlechter Wert gibt hier schon die ersten An-

BMP-Fachschule NIV-Kontrollen

haltspunkte zu einer mangelhaften Installation. Ausserdem ist das Abschalten in Wohnungsbauten viel einfacher als in Industrie und Gewerbeanlagen, was wiederum eindeutig für die Isolationsmessung spricht. In alten Anlagen, welche noch mit Nullung Schema 3 installiert sind, ist eine Isolationsmessung im Allgemeinen nicht möglich. In solchen Anlagen hilft der Artikel NIN 6.2.2.2 nun, auf die Werte der Isolationsmessung zu verzichten. Überall dort, wo die Installationen durch FehlerstromSchutzeinrichtungen geschützt sind, kann auf eine Isolationsmessung verzichtet werden. Dies ist absolut nachvollziehbar, da die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung die Isolationswiderstände dauernd überwacht. Wichtig ist jedoch, dass bei Neuinstallationen immer die Messung der Isolationswerte gemacht werden. Dies gilt auch für Installationen mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen.

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66 | Elektrotechnik 11/12

   

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Leitungseigenschaften beim Durchqueren mehrerer Brandabschnitte Für die Planung eines Gewerbebetriebes sind wir nicht sicher, welche Kabeleigenschaften hinsichtlich des Brandschutzes erforderlich sind. Dürfen PVC-Kabel überhaupt noch verwendet werden? Und wenn ja, dürfen diese auch einen Brandabschnitt verlassen? (R. W. per E-Mail) Gut, wenn sich diese Fragen während der Planung stellen! Denn nach erfolgter Ausführung kommt eine Änderung sicher sehr teuer. Von PVC-Kabeln ist eher abzuraten. Das Problem liegt beim Verhalten während eines Brandes: Bei erhöhten Temperaturen (> 200 °C) wird Chlor und Wasserstoff abgespalten und verwandelt sich in Verbindung mit der Feuchtigkeit in Salzsäure und Säuregas. Diese haben starke toxische und korrosive Wirkungen zur Folge. Die Rauchund Russmenge ist überdurchschnittlich hoch (Zitat NIN 5.6.3 B + E). Verboten sind diese aber nicht. Beim Übertritt in einen anderen Brandabschnitt geht es aber nicht um diese negativen Wirkungen, sondern darum, dass keine Brandenergie übertragen wird. Dabei spielt es beim Kabeltyp keine Rolle, ob er PVC-haltiges Isolationsmaterial führt. Die Abschottung kann dann zum Beispiel mit dem bekannten Weichschott und feuerhemmendem Anstrich erfolgen. Wenn es sich aber um Sicherheitsstromversorgungen handelt, sieht das ganz anders aus. In diesen Fällen müssen die Leitungen während der geforderten Zeit intakt bleiben. Dazu gehört nicht nur der Isolationserhalt des Kabels unter Feuereinwirkung, sondern auch der Funktionserhalt des ganzen Leitungssystems. Das System umfasst das Befestigungsmaterial wie Dübel und Schrauben als auch den Träger selbst. Zudem dürfen über diesen Leitungen keine anderen Medien verlegt sein, welche im Brandfall herunterfallen und die Sicherheitskabel mitreissen. Dazu müssen dann zum Beispiel FE0-Kabel ver(dk) wendet werden.

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Steckdose ohne Schutzkragen in der Küche Wir montieren seit einiger Zeit in Küchen von Wohnungsbauten nur noch Steckdosen mit Schutzkragen. Nun haben wir einen Kunden, dem gefallen die T13-Steckdosen überhaupt nicht. Er möchte auch in der Küche die Modelle T12, weil sie viel einfacher zu reinigen sind. Nach seinen Aussagen spritzt es nämlich immer beim Kochen und der Zubereitung der Esswaren in die


Charakteristiken Leitungsschutzschalter.

Steckdosen und wenn diese mit Schutzkragen ausgerüstet sind, sind diese nur schlecht zu reinigen. Gibt es eine Möglichkeit, T12Modell zu installieren. (I. P. per E-Mail) In Haushaltsküchen sind Steckdosen ohne Schutzkragen nur noch zugelassen, wenn diese nicht im Arbeitsbereich angeordnet sind. Das heisst, eine Steckdose beim Esstisch kann immer noch ein Modell T12 sein. Das Argument mit der Verschmutzung kann ich verstehen, gerade im Arbeitsbereich von Küchenabdeckungen kommt es während der Arbeiten zu Spritzern, welche sich aus den Vertiefungen des Modells T13 nicht ganz einfach herausputzen lassen. Im Grossen und Ganzen gibt es aber mehr Argumente gegen den Einsatz des Modells T12, überwiegend vor allem Sicherheitsaspekte. So ist es mit den heutigen vorhandenen Stecksystemen möglich, dass sich der Anwender beim Einstecken elektrisieren kann. Es ist in jedem Fall besser, den Kunden auf diese Sicherheitsaspekte aufmerksam zu

(Quelle: ABB)

machen, als irgendeine Hintertür zu suchen, um doch eine T12 montieren zu können. Eine legale Hintertür, wie früher der Einsatz einer FehlerstromSchutzeinrichtung von 10 mA und der Verwendung einer T12-Steckdose finden Sie in der NIN 2010 nicht mehr. Und übrigens, das Hauptargument, ab 1. Januar 2017 gibt es die T12-Steck(pn) dose im Handel nicht mehr.

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Potenzialausgleich vermaschen Aufgrund verschiedener Informationen bin ich mir nicht mehr sicher, wie ein Potenzialausgleich erstellt werden muss. Sollen von einer (zentralen) Schiene aus die zu verbindenden Teile angeschlossen, oder sollen die Teile auf dem kürzesten Weg verbunden werden? Kurz: Soll sternförmig installiert oder vermascht werden? (S. K. per E-Mail) Der «früher» als Hauptpotenzialausgleich beschriebene Teil umfasste alle zu einem Gebäude gehörenden und

elektrisch leitfähigen Teile. Nach aktueller Norm spricht man lediglich vom Schutzpotenzialausgleich, wobei noch keine Unterscheidung zwischen den auch für die automatische Abschaltung verlangten und wichtigen Verbindungen im Gebäude und dem Zusatzschutz gemacht wird. Der Unterschied für die Ausführung ist aber wichtig. Für medizinisch genutzte Räume der Kategorien 3 und 4 wird als Zusatzschutz ein Potenzialausgleich verlangt. Die Ausführung wir explizit sternförmig auf eine zentrale Schiene verlangt. Der Grund dafür liegt sicher auch darin, dass so die einzelnen Verbindungen gemessen werden können. Auch sind die einzelnen Potenzialausgleichsleiter nicht allzu lange. In einem ganzen Gebäude sind aber alle elektrisch leitenden Teile auf dem kürzesten Weg zu verbinden – also zu vermaschen! Wie der Name schon sagt, soll eben ein Potenzialausgleich geschaffen werden. Das schafft man am besten, wenn gleichzeitig berührbare Teile unmittelbar miteinander verbunden werden. Bei sternförmiger Ausführung werden Leiter parallel geführt und zwischen den Enden können so wieder Potenzialdifferenzen entstehen. Die einschlägigen Normen wie z. B. die EN 50310 mit dem Titel «Anwendung von Massnahmen für Potenzialausgleich und Erdung in Gebäuden mit Einrichtungen der Informationstechnik» beschreiben eben dieses Vorgehen genau so. Übrigens fliesst in diesen Potenzialausgleichsleitern deshalb auch mal Strom, sonst wären sie ja wirklich umsonst. Wenn Probleme durch Potenzialdifferenzen auftauchen, löst man diese durch (noch) bessere Vermaschung, nicht durch Auftrennung, bis praktisch (dk) ein Faradayscher Käfig entsteht. david.keller@elektrotechnik.ch pius.nauer@elektrotechnik.ch

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Elektrotechnik 11/12 | 67

Aus- und Weiterbildung

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Aus- und Weiterbildung

Kopftraining für Lernende und Fachleute

Brain Food Kaum ein anderes Leuchtmittel hat in letzter Zeit so viel zu reden gegeben wie der Einsatz von LED in der Beleuchtungstechnik. Sie verdrängen einen Teil der bisherigen Leuchtmittel. Die Entwicklung ist aber noch nicht abgeschlossen, weitere Innovationen und Anwendungen werden folgen. Dies bedingt, dass sich der Elektrofachmann zwingend mit der Technologie befassen muss.

Rico De Boni, Marcel Schöb Installationspraxis

Aufgabe 803 Der Aufbau der LED ist anhand der Abbildung 803 zu erklären.

Die nachfolgenden Fragen gehören zu den folgenden Leistungszielen im Bildungsplan des Elektroinstallateurs EFZ:

Aufgabe 804 Welche Vorteile bringen LED als Leuchtmittel?

Bildungsplan L3/5.2.2: • Die Lernenden erstellen beleuchtungstechnische Anlagen unter Berücksichtigung der Regeln der Technik. • Die Lernenden unterscheiden gebräuchliche Lichtquellen und Leuchtenarten aufgrund ihrer Eigenschaften sowie Energieeffizienz und erläutern die Schaltungsarten und Steuerungssysteme.

Aufgabe 805 In welchen Formen können LED in der Beleuchtungstechnik praktisch genutzt werden?

Aufgabe 802 Für was steht die Bezeichnung «LED»?

Aufgabe 803

Aufgabe 806 Die Tabelle 806 (siehe folgende Seite) ist zu ergänzen. Aufgabe 807 Welche Lichtfarben werden mit einer LED erzeugt? Aufgabe 808 Wie entsteht die Lichtfarbe «Weiss» bei der LED? Aufgabe 809 Was bedeutet die Bezeichnung «OLED» und um was handelt es sich? Aufgabe 810 Was ist eine «Power LED»? Aufgabe 811 Welche Aufgabe haben die Betriebsgeräte bei LED-Beleuchtungen?

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Die LED-Lampe in Glühlampenform von Osram Parathom Classic A 60 mit 12 Watt. (Bild: Osram)

Aufgabe 813 Die Anschlüsse der beiden Betriebsarten sind auf der Abbildung 813 einzuzeichnen. Aufgabe 814 Unter welchen Bezeichnungen sind die Betriebsgeräte für LED-Licht auch in den Herstellerkatalogen zu finden? Aufgabe 815 Was ist ein «RGB»-Betrieb bei LEDBeleuchtungen? Aufgabe 816 Kann das LED-Licht gedimmt werden? Aufgabe 817 Müssen LED und ihre Betriebsgeräte gekühlt werden?

Aufgabe 812 Die Betriebsgeräte sind in zwei Kategorien aufgeteilt.

Aufgabe 818 LED werden auch als energiesparender Ersatz für Glüh- oder Halogenlampen eingesetzt. Was muss dabei beachtet werden?

a) Um welche handelt es sich? b) Wie erfolgt der Anschluss der LED bei diesen Systemen?

Aufgabe 819 Wie verhält es sich mit der Lebensdauer bei der LED-Beleuchtung?


Aufgabe 827 Welche Varianten/Arten gibt es im KNX/EIB? Aufgabe 828 Was versteht man unter dem Begriff «Sensor»? Aufgabe 829 Was versteht man im KNX unter passiven Elementen?

Antworten zu den Aufgaben 802 bis 829 erscheinen ab ca. 14.12.2012 auf www.elektrotechnik.ch. Aufgabe 820 LED-Lösungen sind teurer als herkömmliche Leuchten und Lampen. Zahlt sich der höhere Anschaffungspreis denn überhaupt aus?

Aufgabe 826 Nennen Sie die drei Normsignale, welche bei der Übertragung von Messwerten zum Einsatz kommen.

Die Antworten zu den Aufgaben 779 bis 801 finden Sie jetzt im Dossier Brain Food auf www.elektrotechnik.ch.

Aufgabe 813 Elektroplanung Aufgabe 821 Nennen Sie sechs Gebäudearten, in denen die Gebäudeautomation zum Einsatz kommt. Aufgabe 822 Was heisst MSR? Aufgabe 823 Wo liegt der Unterschied zwischen einer Steuerung und einer Regelung? Aufgabe 824 Was versteht man unter dem Begriff «Aktor»? Aufgabe 825 Nennen Sie acht Messgrössen, die direkt gemessen werden können.

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www.bkw-fmb.ch/lernende

Aus- und Weiterbildung

Aufgabe 806


Aus- und Weiterbildung

Fokus Elektrosicherheit

Prinzip der dreifachen Sicherheit (Teil 2 von 3) Im ersten Teil der dreiteiligen Artikelserie wurden die Grundlagen des Basisschutzes beschrieben. Der vorliegende Artikel befasst sich mit dem zweiten Pfeiler des dreifachen Sicherheitsprinzips, dem Fehlerschutz. Tritt an einem Verbrauchsmittel eine Fehlerspannung auf, besteht die Gefahr einer indirekten Berührung. Mit den Massnahmen des Fehlerschutzes wird verhindert, dass sich dabei Personen verletzen.

*Josef Schmucki Eine Beschädigung des Basisschutzes z. B. eine defekte Abdeckung – kann meistens von aussen erkannt werden. Ein Schaden im Innern eines Gerätes mit einem leitfähigen Gehäuse (Körper) ist hingegen von aussen nicht sichtbar. Dadurch kann das leitfähige Gehäuse unter Spannung zu stehen kommen. Ein solcher Fehlerfall muss eine automatische Abschaltung der Stromversorgung innerhalb einer maximal zulässigen Abschaltzeit zur Folge haben. Der Fehlerschutz beruht auf zwei Massnahmen: 1. Automatische Abschaltung der Stromversorgung 2. Schutz-Potenzialausgleich Das Auftreten eines Defektes in einer Installation oder in einem Gerät kann nie völlig ausgeschlossen werden und muss dementsprechend als sogenannter «voraussehbarer Störungsfall» ein-

Fehlerschutz.

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gestuft werden. Gemäss der Niederspannungs-Installationsverordnung NIV sind nur Installationen zulässig, bei denen es weder im normalen Betrieb noch in voraussehbaren Störungsfällen zu einer Personengefährdung kommt. Wie schnell hat eine Abschaltung zu erfolgen? Die einfachste Antwort lautet: Bevor eine Gefahr für eine Person entsteht. Dieses Grundprinzip ist in die Normen eingeflossen. Als ungefährlich gilt die Zeitspanne ⱕ 1 Herzperiode, die weniger als 1 s im Ruhezustand dauert und die der Zeit zwischen zwei Herzschlägen entspricht. Die gemäss Normen zulässige Abschaltzeit beträgt 400 ms. Bei grösseren Verbrauchern wie z. B. einem grossen Motor, welche kaum im Betrieb berührt oder in der Hand gehalten werden, sind 5 s zulässig. Dabei geht man davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit einer Berührung während der Abschaltzeit von bis zu 5 s gering ist. Welche Schutzgeräte werden für die automatische Abschaltung verwendet? Für den Fehlerschutz kommen folgende Geräte zum Einsatz: • Überstrom-Schutzeinrichtungen • Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD) Die Überstrom-Schutzeinrichtungen sind somit nicht nur für den Schutz bei Überstrom verantwortlich, sondern auch für die automatische Abschaltung

im Fehlerfall. Voraussetzung dafür sind genügend grosse Kurzschlussströme, d. h. geringe Schleifenimpendanzen gemäss ohmschem Gesetz. Bei allen Endstromkreisen ⱕ 32 A mit Steckdosen werden Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen als zusätzliche Schutzmassnahme gefordert. Vorteile des TN-Systems • kurze Abschaltzeiten • bessere Erdung durch dichte Vermaschung • bessere Selektivität: keine Abschaltung von nicht betroffenen Stromkreisen • geringe Fehlerspannungen • einfache Schutzmöglichkeiten im Verteilnetz Diese Vorteile erklären die nahezu weltweite Verbreitung dieses Schutzsystems. Ob ein TN-System gut funktioniert, wird durch mehrere Faktoren beeinflusst. Es ist zum einen abhängig von einer qualitativ guten Erdung des PEN-Leiters durch den Installateur. Zum anderen braucht es vonseiten der Netzbetreiberin eine qualitativ gute Vermaschung aller Erder, d. h. aller Erdübergangswiderstände bei den Anschlussleitungen. Der PEN-Leiter im TN-System Im TN-System ergänzt der PEN-Leiter der Anschlussleitung die beiden Erder des TT-Systems. Er übernimmt die Funktionen des Schutzleiters PE und des Neutralleiters N. Indem der leitende Körper mit dem PEN-Leiter verbunden wird, entsteht eine durchgehende Verbindung vom leitenden Körper bis zum Transformatoren-Sternpunkt. Allein dadurch wird die Fehlerspannung am leitenden Körper bei gleichen Querschnitten der Aussen- und PEN-Leiter halbiert. Vermaschung von vielen Erdern Der PEN-Leiter wird mehrfach geerdet,


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Simulation einer typischen «Fehlerschutz-Situation». Der Kurzschlussstrom beträgt 253 A – die Überstrom-Schutzeinrichtung löst innert 10 ms aus.

indem er in jedem Gebäude über die Erdungsleitung «an Erde gelegt» wird. Viele Erder werden parallel geschaltet, da der PEN-Leiter im Netz beim Trafosternpunkt, bei den Verteilkabinen sowie bei jedem Anschlussüberstromunterbrecher geerdet wird. Eine solche Parallelschaltung von Erdern reduziert den Gesamtwiderstand der Fehlerschleife. Sie erhöht damit den Kurzschlussstrom und reduziert gleichzeitig die Abschaltzeit. Zudem wird durch die vielen Erder die mögliche Fehlerspannung stark reduziert auf meist ungefährliche Werte. Abschaltzeiten im Verteilnetz Im Verteilnetz sind die Sicherungsnennströme gross. Dadurch werden bei Kurzschlüssen im Verteilnetz die Abschaltzeiten lang. Sie dürfen gemäss Starkstromverordnung länger sein als bei Niederspannungsinstallationen, ebenso sind grössere Fehlerspannungen zulässig. Diese höhere Toleranzschwelle erklärt sich mit einer geringeren Gefährdungswahrscheinlichkeit im Verteilnetz. Der (Schutz-)Potenzialausgleich Mittels einer konsequenten Anwendung eines Potenzialausgleichs werden gleich mehrere Ziele erreicht. Wie der Name schon sagt, werden damit einerseits Potenzialunterschiede zwischen verschiedenen leitfähigen Teilen praktisch ausgeschlossen. Die Parallelschaltungen verkleinern die Schleifenimpedanz und das wiederum verkürzt die Abschaltzeiten. Zudem nimmt im Fehlerfall nur der fehlerhafte Stromkreis eine Fehlerspannung an, die zirka die Hälfte der Netzspannung im TN-System ausmacht.

Zusammenfassung Ein gut funktionierender Fehlerschutz basiert im Wesentlichen auf zwei Massnahmen: 1. Möglichst niederohmige Erdung des PEN-Leiters 2. Konsequente Anwendung des Potenzialausgleichs Fehlerschutz ohne Schutzleiter Die oben beschriebenen Fehlerschutzmassnahmen, die eine automatische Abschaltung der Stromversorgung herbeiführen, benötigen einen Schutzleiter. Daneben helfen weitere Massnahmen nebst dem Schutzleiter wie: • Schutzklasse II: Eine ausreichende Isolation der Betriebsmittel verhindert das Auftreten eines Isolationsfehlers. • Schutztrennung: Das Stromversorgungsnetz wird gegen Erde so gut isoliert, dass auch beim direkten Berühren eines aktiven Teils gegen Erde kein gefährlicher Berührungsstrom auftreten kann. • Schutz durch Kleinspannung (SELV, PELV): Eine gute Isolation gegen Erde des Stromversorgungsnetzes kombiniert mit einer geringen Nennspannung sorgt dafür, dass auch beim direkten Berühren zweier Leiter mit verschiedenem Potenzial kein riskanter Berührungsstrom entstehen kann.

Autor Josef Schmucki ist eidg. dipl. Elektroinstallateur und leitet bei Electrosuisse das Beratungs- und Inspektionsteam Nord-Ost. Er ist Spezialist/Referent für Installationsnormen und Autor von verschiedenen Fachpublikationen.

Kurt Hänggi: Fachrechnen für Elektroberufe Ausgabe 2012, ISBN 3-905214-78-9, Umfang 234 Seiten, Format 230 x 165 mm, 600 g Preise: Fr. 54.– für Mitglieder; Fr. 72.– für Nichtmitglieder. Inkl. MwSt., exkl. Porto und Verpackung

Fachbuch: Fachrechnen für Elektroberufe Das vorliegende Fachbuch vermittelt Grundlagen der Elektrotechnik auf der Basis von gelösten Beispielen und Übungsaufgaben. Der behandelte Stoff reicht vom Umgang mit physikalischen Grössen über Grundlagen der Mechanik, Wärmelehre, Beleuchtungstechnik bis zur angewandten Elektrotechnik für den Praktiker. Inhalt und Schwierigkeitsgrad der Aufgaben sind vor allem ausgerichtet auf Elektroberufe im Bereich Hausinstallation, insbesondere dienen sie als Vorbereitung für die Berufsprüfung und die höhere Fachprüfung im Elektrogewerbe. Inkl. CD-ROM mit Lösungen.

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LON-Busklemme schafft Flexibilität

Seit April 2012 erweitert die 753-648 das bestehende Portfolio an Subbusklemmen um eine LON-FTT-Anschaltung. Mit ihr können Schnittstellen zu den Protokollen Bacnet IP, KNX IP und Modbus TCP ebenso einfach aufgebaut werden wie zu Dali oder SMI. In Kombination mit einem 32Bit-Controller und den weiteren Komponenten des Wago-I/OSystems, ermöglicht die 12 mm breite LON-Busklemme den variablen Aufbau unterschiedlicher Lonworks-Geräte. Das frei definierbare Netzwerk-Interface

verwaltet bis zu 249 Variablen. Netzwerkvariablen, «Configuration Properties» und Lonmarkkonforme Objekte werden direkt in der Entwicklungsumgebung Wago-I/O-PRO angelegt. Die entsprechenden Programmierstrukturen mit den notwendigen Funktionsblöcken werden automatisch erstellt, wodurch der Arbeitsprozess vereinfacht und optimiert wird. Die Konfiguration der Busklemme wird im jeweiligen Controller des Knotens gespeichert und in die Klemme geladen. Weitere Funktionsblöcke sind verfügar, mit denen Netzwerkmanagement-Kommandos verarbeitet werden. Damit kann aus der Programmierumgebung heraus auf unterlagerte LON-Geräte zugegriffen werden. WAGO Contact SA Tel. 0840 200 750 1564 Domdidier www.wago.com

xBus-Aktor für Doseneinbau

Die neuen xBus-Aktoren ergänzen die Twiline-Aktorfamilie nach unten. In der Renovation ist die Leitungsführung oft gegeben. Das zwingt dem System die Struktur auf. Dem kommen die neuen Aktoren zum Doseneinbau entgegen. Sie passen dank dem kompakten und spezifisch abgerundeten Gehäuse perfekt in eine UP-Dose. Idealerweise ist vorn auf der Dose ein Bustaster platziert. Diese Kombination ergibt ästhetisch hochwertige Lösungen. Den neuen Twiline-Aktor

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für Doseneinbau gibt es in den Varianten Rollladen (xBA-R12D) und Universal zweikanalig (xBAS2U-D). Er verfügt über alle Leistungsmerkmale wie Einzelund Gruppenbedienung, Steuerung über Wettersensoren und selbstverständlich auch die Anbindung ans Web. Damit ist auch die Bedienung über iPhone, iPad usw. inHouse oder über das Internet möglich. Weil die Adressen direkt vor Ort eingestellt werden, sind die Inbetriebnahme und der Service ganz einfach – kein SoftwareDownload nötig.

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Jetzt neu: Signalhupe in XXL!

Besonders bei automatisierter Fertigung werden häufig sehr grosse, schwer zu überblickende Anlagen von wenigen Personen betreut. Hier kann die Signalleuchte durch eine zusätzliche akustische Alarmierung unterstützt werden. Umgekehrt kann in diesen Bereichen aufgrund der hohen Umgebungslautstärke auch das akustische Warnsignal untergehen. Hier greift dann die zusätzliche optische Alarmierung und warnt sicher und zuverlässig. Werma erweitert das Angebot an optisch-akustischen Signalgebern

um die neue Produktserie 43×. Dieses einzigartige Signalgerät überzeugt durch seine imposante Grösse, leistungsstarke Merkmale und ein formschönes, ausgezeichnetes Design. Die Vielfalt an Leuchtbildern steht auch bei dieser Signalgeräte-Serie gewährleistet: Dabei stehen als optisches Signal ein leuchtstarkes LED-Dauerlicht, das intensive LED-Rundumlicht oder eine kombinierte Version mit LED-Dauer-/Blitz-/EVS-Licht zur Verfügung.

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Feller setzt neue LED-Farbakzente KNX-Taster im EDIZIOdue colore Design werden noch attraktiver und einzigartiger. Die neuen RGB-LED lassen sich ganz individuell der Schalterfarbe, der Umgebung oder ganz einfach der Stimmung der Bewohner anpassen und werden so zum vielbeachteten Designelement. Die farbigen RGBLED geben aber nicht nur optisch etwas her. Sie vermitteln, dank dezentem Softblinken, dem Benutzer auch wichtige Zustandsinformationen. Zur Verfügung stehen die sechs Grundfarben Rot, Grün, Blau, Weiss, Gelb, Violett und zwei

frei definierbare Anwenderfarben. Zudem wurden die Funktionen erweitert und die jetzt schon einfache und schnelle Programmierung optimiert. Die neuen RGB-LED sind für EDIZIOdue colore KNX-Taster RGB 1- bis 8-fach, KNXIR-Taster RGB 1- bis 6-fach und für KNX-RTH-Taster RGB 1- bis 4-fach erhältlich.

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Hager Multimedia System

Öffnen Sie die «Daten-Autobahn» für Ihre Kunden – mit der intelligenten Multimediatechnik von Hager! Das Hager Multimedia System (HMS) bündelt die universelle Kommunikations- und die TV-Verkabelung. So haben die Benutzer von jedem Zimmer aus Zugriff auf sämtliche Medien der digitalen Welt. Herzstück der Hager Kommunikationsverkabelung ist der Feldverteiler media. Sämtliche Bausteine wie Telefonanschluss, Splitter, Router usw. finden

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dank Lochblech Platz auf dem dort installierten Mediafeld. Der Elektroinstallateur kann die Komponenten dieser «Multimedia-Zentrale» jederzeit erweitern oder durch neue Geräte ersetzen. Ebenfalls auf dem Mediafeld befindet sich das HMS Basismodul. Es lässt sich schnell und einfach montieren und bietet Anschlüsse für maximal 12 LAN- und CATVEinsätze. Je nach gewünschter Leistung kann die ganze RJ45Palette von Kat. 5e bis Kat. 6A montiert werden. Optional ist auch der Einbau eines CATVModuls möglich. Ein DSLTelefonmodul ist bereits integriert.

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LED Scheinwerfer Q

Der erfolgreiche 95 Watt LED Scheinwerfer von HS Technics AG hat jetzt einen kleinen Bruder. Der neue LED Scheinwerfer Q ist quadratisch und energieeffizient. Mit 357 LED erreicht er einen Lichtstrom von 4300 Lumen, bei einer Systemleistung inkl. Vorschaltgerät von nur 55 Watt und einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 50 000 Stunden. Der Scheinwerfer Q ist erhältlich in den Lichtfarben 4000 und 5000 Kelvin. Mit einem Abstrahlwinkel von 60 ° oder 120 ° können verschiedene Montagehöhen

bis maximal 7 Meter abgedeckt werden. Das optimale Wärmemanagement, die Schaltfestigkeit, IP66 und Umgebungstemperaturen von –30 °C bis 50 °C, machen diesen umweltfreundlichen und leistungsstarken Scheinwerfer für viele Anwendungen zur idealen Technik. Abhängig von der Anschlussleistung und der täglichen Brenndauer ergeben sich bei einer Umrüstung oder Neuanlage unglaublich hohe Energieeinsparungen und damit eine Amortisation in kurzer Zeit. Typische Einsatzgebiete: • Industriebereich • Hallenbeleuchtung • Schockbeleuchtung • Tiefkühlzellen und -zonen • Notbeleuchtung in Hallen • Aussenbereich

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Intelligente Technologie ändert die Gestaltung, Bauweise, Nutzung und Instandhaltung von Gebäuden. Entdecken Sie auf der ISE 2013 Medien- und Steuerungstechnik für den Geschäfts- und Wohnbereich von über 800 Ausstellern. Fügen Sie Ihrer Angebotspalette neue Produktlinien hinzu, lassen Sie sich inspirieren und nutzen Sie die Ideen zum klügeren Bauen, Arbeiten und Leben.

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News & Highlights von Eltako

Wer immer auf «Bewährtes» setzt, verpasst zuweilen «Revolutionen» in der Technik. Mit der neuen Broschüre «Eltako News & Highlights» will Demelectric in lockerem Interwall Neuheiten von Eltako bekannt machen. Statt Drehschalter gibt es neu LCD und menügeführte Programmierung. Die neuen Eltako-Geräte funktionieren mit 8–253 VAC oder 10–250 VDC. Also ein Gerät am Lager für alle Spannungen. Eltako-

Geräte schalten mit Relais im Nulldurchgang. Kontakte halten so viel länger und schalten grössere Lasten. Ganz überzeugend ist aber der Stand-by-Verlust. Dank konsequent optimierter Elektronik bleibt der Stand-by-Verlust unter 0,9 W. Durch die Verwendung von bistabilen Relais werden auch im eingeschalteten Zustand sowohl Spulenverlust wie auch Erwärmung vermieden. Die Broschüre «Eltako – News & Highlights 2012» ist bei Ihrem Grosshändler verfügbar oder bei:

Demelectric AG 8954 Geroldswil Tel. 043 455 44 00 info@demelectric.ch www.demelectric.ch

TRMS AC + DC bei CAT IV 1000 V Das Effektivwertmessverfahren (TRMS in AC und DC) ist insbesondere wichtig beim Messen nicht sinusförmiger Ströme und Spannungen. Die Leistungsmesszange (55 mm Öffnung) hat eine gut ablesbare LCDAnzeige mit Hintergrundbeleuchtung. Sie bietet automa-

tische Funktionswahl, TRMS Spannungsmessung AC + DC bis 1000 V, Strom TRMS AC + DC bis 2000 A, automatischer Polaritäts-Check, Diodentest sowie Widerstands-, Kapazitäts-, Netzfrequenz- und Temperaturmessung. Ferner eine berührungslose EF-Erkennung und eine Betriebsbereitschaft bis 2000 m ü. M. Das Gerät ist TÜV/GS-geprüft und zugelassen, hat die Schutzklasse IP44 und bietet als Sicherheit eine doppelte Isolierung gemäss IEC/EN 61010-1 (DIN VDE 0411). Im Lieferumfang enthalten sind zwei Batterien, ein Paar Messlitzen sowie ein Temperaturfühler Typ-K. Die Multimeter-Zange BM197 (E-No 980 249 119) ist beim VESGrossisten erhältlich.

Elbro AG 8162 Steinmaur Tel. 044 854 73 00 www.elbro.com

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Höchste Energieeffizienzklasse

Beckhoff bietet mit seiner PCund Ethernet-basierten Steuerungstechnik eine gewerkübergreifende Automatisierungslösung. Grundlage für die Erfassung aller Datenpunkte im Gebäude ist das Beckhoff-Busklemmensystem. Alle Gebäudefunktionen und Funktionsänderungen werden in Software realisiert. Das bedeutet maximale Flexibilität bei geringen Engineeringkosten und bietet die Möglichkeit, Funktionserweiterungen und -änderungen im laufenden Betrieb vorzuneh-

men. Rund 40 % des weltweiten Energieverbrauches entfallen auf Gebäude. Investoren, Planer und Architekten sind daher aufgefordert, Einsparpotenziale zu nutzen durch den effizienten Einsatz von Energie. Beckhoff erfüllt mit seinem ganzheitlichen Building-AutomationKonzept bereits heute schon die in der Europäischen Norm EN 15232 gestellten Anforderungen der Energieeffizienzklasse A.

Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen Tel. 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

DEHNsecure für DC-Anwendungen

Durch die neuen DEHNsecure-Schutzgeräte vom international tätigen Blitz- und Überspannungsspezialisten DEHN aus Neumarkt, die es für 60 VDC, 220 VDC und 242 VDC gibt, kann nunmehr ein vollständiges Blitz-Schutzzonen-Konzept unter Einbeziehung der zonenübergreifenden DC-Leitungen umgesetzt werden. Der interne Aufbau der DEHNsecure-Funkenstrecke ist ideal auf die Anwendung in Gleichstromkreisen abgestimmt. DC-Netzfolgeströme können durch die verwendete Funkenstreckentechnologie

gar nicht erst entstehen. Anwendungsgebiete sind neben Sicherheitsbeleuchtungssystemen, Notstromversorgungen und im Mobilfunkbereich bei Remote Radio Heads, auch DC-Netze zur direkten Speisung von Gleichstromantrieben, Steuerstromkreise und batteriebetriebene Versorgungsnetze aller Art. Die modularen Geräte der Produktfamilie DEHNsecure sind koordinierte Blitzstrom-Ableiter mit einem Ableitvermögen von 25 kA (10/350) im funktionalen Ableiterdesign. Ohne zusätzliche Leitungslängen ist eine energetische Koordination mit Typ 2Überspannungs-Ableitern aus der Red/Line Produktfamilie von DEHN gegeben.

elvatec ag 8852 Altendorf Tel. 055 451 06 46 elvatec@bluewin.ch www.dehn.ch


Mit dem UPC-V312 stellt Spectra einen industriellen Panel-PC mit robustem Aluminiumgehäuse und 12’’-LCDFarbdisplay vor. Das Gerät eignet sich dank einer Vielzahl an E/A-Schnittstellen sehr gut für zahlreiche Aufgabenstellungen in der Logistik und im Transportwesen. Das 12’’-LCD-Display bietet eine Auflösung von 1024 x 768 Pixel und eine maximale Helligkeit von 600 nits. Der UPC-V312 ist mit einem

Intel Atom D525 Dual Core Prozessor mit 1,8 GHz Taktrate und 1 GB RAM bestückt. An Schnittstellen verfügt das System standardmässig über 1× RS422/485, 1× RS-232, 1× CANbus, 1× GigabitLAN, 4× USB 2.0, 1× VGA. Eine Webcam mit 1,3 M Pixel Auflösung, Lautsprecher und Mikrofon komplettieren die Ausstattung mit E/As. Das System bietet zwei redundante Eingänge für die Spannungsversorgung von je 10 bis 36 VDC.

Spectra (Schweiz) AG 8132 Egg ZH Tel. 043 277 10 50 info@spectra.ch www.spectra.ch

Chipkartensysteme und WZU

Unsere Vorauszahlungssysteme CS1 und CS2 sind einfach zu bedienende Vorauszahlungssysteme für verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Durch ihre unkomplizierte Handhabung ist z. B. die Verrechnung der Kosten fürs Waschen sehr simpel. Da kein Bargeld gebraucht wird, ist dieses System für Diebe und Vandalen uninteressant. Der Waschmaschinen-ZählerUmschalter bietet durch sein problemlos zu verdrahtendes Bussystem die Voraussetzung

für eine schnelle Montage und sorgt damit für günstige Installationskosten. Damit wird der Stromverbrauch einfach und gerecht direkt dem Verursacher über seinen Zähler verrechnet. Schmidsystems ist ein neuer Bereich der W. Schmid AG, welcher im Bereich Vorauszahlungssysteme tätig ist. Wir sind seit nahezu 20 Jahren mit der Entwicklung, Herstellung, Konfiguration und Reparatur von Chipcard-Systemen am Markt. Die Produkte sind direkt bei uns beziehbar.

W. Schmid AG 5442 Fislisbach Tel. 056 511 21 15 sales@schmidsystems.ch www.schmidsystems.ch

Ausbauen – Heizung ist kein Problem

Systec Therm AG 9015 St. Gallen Tel. 071 274 00 50 www.systectherm.ch

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Zimmer im Untergeschoss von Wohnhäusern sind vielfach nicht ausgebaut, ungemütlich oder schlecht genutzt. Erfüllen Sie sich doch ihren Traum und erstellen sie ein Atelier, Büro, einen Bastelraum, ein Billardzimmer, einen Partyraum oder ein Spielzimmer für die Kinder. Der neuartige Infrarot-Heizkörper OrayonnePlus sorgt für Wärme und Gemütlichkeit. Er ist kompakt gebaut und hat deshalb auch an einem kleinen Ort Platz. Strom

für den Anschluss ist meistens in unmittelbarer Nähe vorhanden. OrayonnePlus vereint zwei Heizsysteme in einem Gerät. Im Normalfall wird über die Glasfront mit Infrarotb-Strahlungswärme geheizt. Diese Form von Wärme wird als sehr angenehm empfunden und ist vergleichbar mit der Wärme, die ein Kachelofen ausstrahlt. Bei erhöhtem Wärmebedarf schaltet sich automatisch der integrierte Konvektor dazu und erwärmt zusätzlich die Raumluft. Das Gerät verfügt über ein Touch-Panel und sorgt für eine komfortable Bedienung. Die Glasfront kann weiss oder schwarz sein, die Handtuchstange ist optional.

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Panel PC – rundherum IP65


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Komplettes Energiemonitoring

Investoren und Planer stehen vor der Herausforderung, die Energiekosten ohne Einschnitte auf den Komfort eines Gebäudes in den Griff zu bekommen. Basis dafür ist die Steuerung und die Energieerfassung der einzelnen Gewerke. Die Lösung bietet die PC-basierte Automation zur Energie- und Verbrauchsdatenerfassung als integraler Bestandteil intelligenter Gebäudeautomatisierung. Der Energieverbrauch für Strom, Wasser, Gas und Wärme wird direkt im BeckhoffBusklemmensystem erfasst. Die PC-basierte Steuerungstechnik

von Beckhoff bietet – neben den Gebäudeautomationsfunktionen – auch die Basistechnologie zur Energiedatenerfassung: • dezentrale Signalerfassung über das Busklemmen-I/O-System • Datenübertragung via Ethernet oder auch andere Bussysteme • Auswertung im Industrie-PC über die Automatisierungssoftware TwinCAT • Bereitstellung der Energiedaten über standardisierte Schnittstellen (z. B. OPC) an übergeordnete Systeme der Gebäudeleittechnik und des Datenmanagements

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Miniaturisierte Oszillatoren Zuverlässigkeit seit 1964. In München gegründet, ist Geyer Electronic heute ein namhafter und weltweit tätiger Hersteller von Schwingquarzen und Oszillatoren für Anwendungen in den Bereichen Automotive, Telecom, Multimedia, Medizin- und Sicherheitstechnik und allen Arten von Industrie- und Consumer-Elektronik. Die angebotene Produktpalette reicht vom bewährten, bedrahteten oder SMD-Schwingquarz bis zum hoch integrierten, miniaturisierten Keramik-SMD-Oszillator. Dabei liegt der Fokus der hauseigenen Forschungs-

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Nuos – der Neue von Domotec

Der Wärmepumpen-Wassererwärmer Nuos von Domotec verbindet eine Wärmepumpe mit einem Wassererwärmer von 200, 250 oder 300 Litern. Dabei nutzt er, je nach Installation, die Raum- oder Aussenluft, um das Warmwasser zu produzieren. Nuos verfügt über einen COP von 3,1 bis 3,7 je nach Temperatur der Umgebungsluft (nach EN 255-3). Das bedeutet, dass für 1 kW

Domotec AG 4663 Aarburg Tel. 062 787 87 87 info@domotec.ch www.domotec.ch

Kompaktes Kraftpaket

und Entwicklungsabteilung auf der weiteren Miniaturisierung der Bauteile; speziell für drahtlose Anwendungen in den Bereichen Bluetooth, M2M und den Neuen Energien. So hat der kleinste Schwingquarz von Geyer mit der Bezeichnung KX-4 nur noch eine Baugrösse von 1,6 × 1,2 mm.

Distrelec 8606 Nänikon Tel. 044 944 99 11 info@distrelec.com www.distrelec.ch

Strombezug 3,1 bis 3,7 kW Heizleistung generiert wird. Gegenüger einem herkömmlichen Elektro-Wassererwärmer lassen sich dadurch rund 70 % Energiekosten im Jahr einsparen. Abgesehen von den überzeugenden Energieleistungen punktet Nuos mit weiteren Vorzügen: er ist sehr leise im Betrieb, lässt sich einfach bedienen, ist leistungsstark und benötigt wenig Platz. Er ist in den Ausführungen: 200 oder 250 Liter Inhalt, mit 250 Liter Inhalt und zusätzlichem Wärmetauscher oder mit 300 Liter Inhalt als Split-Version erhältlich.

Mit dem TANK-820 stellt Spectra einen kompakten, lüfterlosen Industrie-PC vor, der sich hervorragend für den Einbau in Schaltschränke und Bedienpulte eignet. Der Aufbau des Tank-820 ist komplett kabellos realisiert. Weitere Konstruktionsdetails schützen ihn sehr gut gegen Schock und Vibrationen; es wird der MIL Standard STD-810F 514.5C-2 erfüllt. Der TANK-820 eignet sich sehr gut für den Einsatz in Fahrzeugen. Das Gerät verfügt über ein Mainboard mit dem Intel H61 Chipsatz und

kann mit den modernsten Intel Sandy oder Ivy Bridge Prozessoren bestückt werden. Das Gerät verfügt über 1 GB DDR3 fest eingelöteten Speicher, ausbaubar bis 4 GB. Schnittstellen: 2× Gigabit Ethernet Port, 4× USB 2.0, 2× USB 3.0, 2× RS-485, 2× RS-232, 1× VGA, 1× DVI. Der PC verfügt über zwei redundante Weitbereichsspannungseingänge und kann mit jeder beliebigen Gleichspannung zwischen 12 und 24 VDC versorgt werden.

Spectra (Schweiz) AG 8132 Egg ZH Tel. 043 277 10 50 info@spectra.ch www.spectra.ch


Veranstaltungen / Stellenangebote

Veranstaltungen und Weiterbildung SPS IPC Drives 2012 Fachmesse und Kongress • Elektrische Automatisierung, Systeme und Komponenten • 27.–29. 11. 2012, Nürnberg www.mesago.de/sps Motor Summit • 5./6. 12. 2012, Zürich www.motorsummit.ch Schweizerischer Stromkongress • 14./15. 1. 2013, Bern www.stromkongress.ch Schweizer Planertag Die Energiewende als Chance • 26. 2. 2013, Kongresshaus Zürich www.haustech-planertag.ch Minergie Expo • 7.–10. 3. 2013, Messe Luzern www.minergie-expo.ch X.DAYS 2013 Informations- und Kommunikationstechnologien • 13.–14. 3. 2013, Interlaken www.xdays.ch Cleantec City • 19.–21. 3. 2013, BernExpo www.cleanteccity.ch Bauen & Modernisieren • 5.–8. 9. 2013, Messe Zürich www.bauen-modernisieren.ch Electro-Tec 2014 • 14./15. 5. 2014, BernExpo www.electro-tec.ch Powertage 2014 • 3.–5. 6. 2014, Messe Zürich www.powertage.ch Security Essen • 23.–26. 9. 2014 Essen www.security-essen.de

electrosuisse • 6. 12. 2012, Arbeiten unter Spannung, Fehraltorf • 23. 11. 2012, Elektro-Instruktion Erzeugnisse, Fehraltdorf • 27. 11. 2012, Erstprüfung gemäss NIN, Fehraltorf • 4. 12. 2012, Sicherer Umgang mit Elektrizität, Fehraltorf • 28. 11. 2012, Wiederholungskurs für Elektrokontrolleure/ Sicherheitsberater, Fehraltorf • 20. 11. 2012, Forum für Elektrofachleute, Forum im Ried • 3. 12. 2012, Forum für Elektrofachleute, Kongresshaus Zürich • 6. 12. 2012 Energien der Zukunft • 30. 1. 2013, Beleuchtungslösungen mit LED, Lausanne www.electrosuisse.ch/weiterbildung

Steigen Sie ein, bei der Arbeitgeberin 1. Klasse als

Projektleiter/in Technische Anlagen (80–100%) Ihre Aufgaben – Selbstständiges Führen von Projekten sämtlicher 50-Hz-Elektroanlagen, sowie der Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Kälte- und Sanitäranlagen der SBB-Infrastruktur – Umsetzen von überzeugenden Bestlösungen und Verantworten der Qualität, Wirtschaftlichkeit und Terminen – Projektbearbeitungen kleinerer Projekte von der Planung bis zur Umsetzung – Vertreten grösserer Projekte in den Projektteams des Fachbereichs Technische Anlagen. Sie bringen mit – Abgeschlossene Ausbildung als Elektroingenieur/in FH, dipl. Elektroinstallateur/in oder eine gleichwertige Ausbildung. – Erfahrung in der Planung und Ausführung von komplexen Projekten. – Team- und Kundenorientierung, eigenverantwortliches Handeln, Initiative und Durchsetzungsvermögen. – Als Generalist/in meistern Sie, zusammen mit einem eingespielten Team, die vielfältigen und anspruchsvollen Aufträge unserer Kunden und Partner. Weitere Informationen finden Sie unter www.sbb.ch/jobs mit der Referenznummer 15440. Gemeinsam täglich eine Meisterleistung.

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Veranstaltungen / Stellenangebote

Empa-Akademie • 26. 11.2012, Die Schweiz und die Klimaänderung www.empa.ch/veranstaltungen

18./19. 1. 2013, Modul 3, Winterthur 8. 3. 2013, Prüfung, Winterthur www.slg.ch

Feller AG • 30. 11. 2012, zeptrion – Elektronisches Schaltsystem, Horgen • 26. 11. 2012, pirios – Bewegungs- und Präsenzmelder, Horgen • 4. 12. 2012, Multimediasysteme, Horgen • 28. 11. 2012, Erfolgreich in die KNX-Welt einsteigen, Horgen • 22. 11. 2012, KNX-Projekte erfolgreich planen, Horgen • 6./7. 12. 2012, Erfolgreich Projekte mit KNX, Horgen • 10./11. 12. 2012, KNX Advanced, Horgen • 27./28. 11. 2012, Visualisierung KNX QuadClient, Horgen ausbildung.feller.ch

Vereon AG • 5./6. 2. 2013, Innovationsmanagement in der Energiebranche Szenarien für den Energiemarkt, Standpunkte zu Smart Grids ausloten, Olten www.vereon.ch/ime

Otto Fischer AG • 22./23. 11. 2012 digitalSTROM basic, St. Gallen www.ottofischer.ch/events

Schweizer Lichtgesellschaft SLG • 16./17. 11. 2012, Öffentliche Beleuchtung, Winterthur • Lichtplaner SLG 2 4/2012/13 9./10. 11. 2012, Modul 1, Winterthur 30. 11./1. 12. 2012, Modul 2, Winterthur

VSEI-Seminare • 20. 11. 2012, Unternehmensnachfolge, Nachfolgeregelung, Zürich • 8./15. 1. 2013, Kostenrechnung I, Zürich • 12. 2./26. 3./12. 6./13. 8. 2013, NPK-Basis (an diversen Orten) • 19. 2./9. 4./26. 6./27. 8. 2013, NPK Anwendung (an diversen Orten) • 10./15./16./17./22./23./24./25./30./31. 1./5. 2. 2013, NPK – Was ist neu? (an diversen Orten) • 13 .2. 2013, Kennzahlen, Zürich www.vsei.ch

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ISSN 1015-3926 63. Jahrgang 2012 Druckauflage: 7000 Exemplare Auflage: 5288 WEMF 2009 Kontakt Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Herausgeberin AZ Fachverlage AG Neumattstrasse 1 5001 Aarau Tel. +41 (0)58 200 56 50 Fax +41 (0)58 200 56 51 Geschäftsführer Dietrich Berg Leiterin Zeitschriften Ratna Irzan Redaktion Elektrotechnik, Neumattstrasse 1, Postfach, CH-5001 Aarau redaktion@elektrotechnik.ch Chefredaktor Hansörg Wigger, Tel. +41 (0)58 200 56 34 Redaktor Raymond Kleger, Tel. +41 (0)52 765 22 53 Ständige redaktionelle Mitarbeiter: Rico De Boni, David Keller, Pius Nauer, Hans R. Ris, Marcel Schöb, Erich Schwaninger, Rüdiger Sellin COPYRIGHT Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Text- und Bildunterlagen übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Produkte und Highlights sind kostenpflichtig. Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet. Leitung Werbemarkt Jürg Rykart, Tel. +41 (0)58 200 56 04

ABB Schweiz AG 14, 35 Arocom AG 3 Astrel AG 42 Beckhoff Automation AG 27, 74, 76 BKW FMB Energie AG 65, 69 Brelag Systems GmbH 23 Bugnard SA 49 Control Techniques AG 50 Dell s.r.o. 29 Demelectric AG 9, 74 Distrelec AG 76 Domotec AG 32, 76 EEV 59 Elbro AG 74 Electrosuisse SEV 71 Elektro-Material AG 7 Elektro-Profi GmbH 66 Elko-Systeme AG 42 Elvatec AG 74 ESTI 16 Faulhaber Minimotor SA 39 Feller AG 72 Fischer Otto AG US 3 Flextron AG 25 GMC-Instruments Schweiz AG 31 Hager AG US 2, 73 Hefti, Hess, Martignoni Zürich AG 75 HS Technics AG 73 Innoxel System AG 33 Integrated Systems Events, LLC 73 Koch René AG 17 Kunststoff Verband Schweiz 80 M. Züblin AG 43 MCH Messe Schweiz (Basel) AG 10 Mercedes-Benz Automobil AG 15

Mesatec technische Produkte AG 5 monolicht GmbH 46 Recom Electronic AG US 4 Securiton AG 61 Siemens Schweiz AG 55 Spectra (Schweiz) AG 75, 76 STF 64 Swisslux AG 21, 37, 44 Systec Therm AG 75 Technische Berufsschule Zürich 67 Theben HTS AG 2, 6, 34 Verband Schweizer Medien 52 Viessmann (Schweiz) AG 59 Volkswagen Nutzfahrzeuge Automobil- und Motoren AG 11 WAGO Contact SA 72 W. Schmid AG 13, 75 W. Wahli AG 72 Werma Signaltechnik 72

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Anzeigenleitung André Fluri, Tel. +41 (0)58 200 56 27

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Sachbearbeitung Verena Müller, Tel +41 (0) 58 200 56 42 Leitung Lesemarkt/Online Valentin Kälin Aboverwaltung abo@elektrotechnik.ch, Tel. +41 (0)58 200 55 68 Preise Jahresabo Fr. 119.–, 2-Jahres-Abo Fr. 208.– (inkl. 2,5% MwSt.) Layout/Produktion Toni Zürcher, AZ Fachverlage AG, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner CEO: Christoph Bauer www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG, Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG

Monatsausgabe ET 12 14. 12. 2012

Anzeigenschluss 23. 11. 2012

Redaktionsschluss 13. 11. 2012

ET 1 28. 1. 2013

Anzeigenschluss 3. 1. 2013

Redaktionsschluss 18. 12. 2012

ABB Schweiz AG 6, 8, 14 Affentranger Bau AG 18 Alpiq InTec Management AG 12 Apple Switzerland AG 54, 57 Axpo Holding AG 12 Beckhoff Automation AG 74, 76 Bettermann AG 36 BKW FMB Energie AG 8, 12 Buderus Heiztechnik AG 30 Buffalo Technology (UK) Ltd. 54 Bugnard SA 48 Bundesamt für Energie 17, 20 Casacom Solution AG 24 CKW 12, 16 Conrad Electronic AG 72 Control Techniques AG 50 CTC Giersch AG 30 Dätwyler Schweiz AG 36 Demelectric AG 74 Domotec AG 76 EGL Grid AG 12 EKZ Elektrizitätswerke 10 ELCO Energiesysteme AG 30 Electrosuisse 9, 70 Elektra Baselland (EBL) 10 ESTI 4

ETH Zürich 20, 53 EWZ Elektrizitätswerk 10 Fischer Otto AG 28 GNI 1, 6, 8 Halter Generalunternehmung AG 24 Hochschule Luzern 16 Hoval AG 30 IBG B. Graf AG 60 IWB Industrielle Werke Basel 10 Limeco 60 Lucent Technologies AG 54 Messe Essen GmbH 53 Microsoft Schweiz GmbH 57 Mivune AG 24 Nokia Telecommunications 57 PSI 53 Siemens Schweiz AG 8, 60 SIG Service Industriels 18 Solar Agentur Schweiz 18 Spectra (Schweiz) AG 75, 76 Swisslux AG 44 Umwelt Arena AG 8, 18 Viessmann (Schweiz) AG 30 Zumtobel Licht AG 45

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Themenvorschau Vorschau

E-Mobility gibt Gas Vor dem Hintergrund der wachsenden Marktdurchdringung der Elektrofahrzeuge muss in den kommenden Jahren die dazu zwingend notwendige Ladeinfrastruktur ausgebaut werden. Die Interessensgemeinschaft EVite und der Schweizer Verband fßr Elektromobilität treiben den Bau einer landesweiten, flächendeckenden Schnellladeinfrastruktur voran. Auch der neu gegrßndete Verband Swiss eMobility wird sich fßr die Marktentwicklung der Elektromobilität in der Schweiz einsetzen. Zu den Mitgliedern gehÜren namhafte Schweizer Unternehmen wie Alpiq, Swisscom, die Post, Nissan und Groupe E (Bild 1, Quelle: Protoscar/Alpiq). Ladestationen von Anfang an richtig bauen Der Praxisbetrieb von Elektroautos erfordert aufgrund der geringen Reichweiten eine intelligente Routenplanung sowie ein engmaschiges Netz von Ladestationen. Bei deren Einrichtung in der heimischen Garage gibt es wichtige Punkte zu beachten, damit der Ladevorgang dauerhaft problemlos funktioniert.

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Energieeffizienz im Haushalt Unsere von den Politikern vorgeschlagene Energiewende setzt nicht nur auf den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien, sondern auch auf eine verbesserte Energieeffizienz. Dies gilt nicht nur fĂźr die CO2-lastigen Brennstoffe wie HeizĂśl und Gas, sondern vor allem auch fĂźr die elektrische Energie. Gemäss Elektrizitätsstatistik 2010 des BFE betrug der gesamte Elektrizitätsverbrauch 59,8 Mia kWh, mit einer Zuwachsrate von 14,7 % in den letzten 10 Jahren. Wenn der 40-prozentige Anteil der Kernenergie wegfallen wird, dann muss in Zukunft etwas unternommen werden. Entscheidend ist aber nicht nur die Effizienz der Geräte, sondern auch deren vernĂźnftiger Einsatz. Im Haushalt sind Geräte zum KĂźhlen und Gefrieren die grĂśssten Stromverbraucher (Bild 2, Quelle: Electrolux). Auslastungsgrad eines Elektromotors Die Frage nach der tatsächlichen Auslastung eines Antriebsmotors stellt sich, wenn der Prototyp einer Maschine geprĂźft wird oder wenn eine bewährte Maschine Ăźberarbeitet und optimiert werden soll. Solche Ă&#x153;berlegungen sollten zu Beginn jeder Verbesserung der Energieeffizienz stehen.

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