Elektrotechnik 2010/05Mai

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Heft 5  |  Mai 2010 www.elektrotechnik.ch elektrotechnik automation, telematik gebäudetechnik

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Energiezähler: Achtung Strom! www.hager-tehalit.ch

18   Zähler mit MID-Zulassung

42   Lichtmanagement in der Industriehalle

36   Diskussionspunkt Regierapport

68   NIN-Know-how, Leserfragen Teil 56


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Editorial

ET-Wettbewerb ET-WettbewerbSeptember Mai 2010 09

Lehrling & Meister Innovationsschub Liebe Leserin, lieber Leser Die Light & Building, wichtigste europäische Messe zu Licht, Liebe Leserin, lieber Leser Elektrotechnik, Haus- und Gebäudeautomation, ist vorbei. Hersteller aus über 50 Wirtschaftskrise Ländern, darunterpräsentierten alle Marktführer, Trotz anhaltender an den Technologiemessen Ineltecauch undWeltneuheiten Go über 500vor. Aussteller zeigten Bewährtes und stellten VerNeuheiten den Bereichen Elektro-, Installationstechglichen mit deraus Ineltec ist diese Light & Building geradezu nik undAlle Automatisierung. Aufgefallen sind dabei die zahl­gigantisch. Hallen lassen sich nicht an einem Tag durchreichenIm«grünen» Produkte und esSysteme rundhatum schreiten. Bereich Licht, wie könnte anders sein, die die Megathemen Energieeffizienz und erneuerbare Energien. LED klar dominiert. Über 1500 Hersteller präsentierten das Solche Lösungen helfen unseren effizienGesamtspektrum der Lichttechnik unterEnergiebedarf einem Dach. Unzähund zukunftssicher zu gestalten. Die Aussteller ligeter technische Leuchten, LED-Strassenlampen, LED-Büh-sind überzeugt vom Nutzen ihrer Produkte nenscheinwerfer mit nachhaltigen RGB-Spektrum, Kristallleuchter und na-und sehen der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung zuvertürlich LED-Designerleuchten gab es zu bewundern. Philips entgegen. Messeblog LED-Applikationen 2009 hat ET online hat sichtlich ihre Präsentation fastIm ausschliesslich eine Reihe von Kommentaren Berichten Anbiegewidmet. Es entstand tatsächlich derund Eindruck, dassvon es demternnur livenoch aufgezeichnet. nächst LED-Leuchten zu kaufen gibt. Stimmung Andreas Züttel, Leiter DerPositive eindrücklichste Ort verbreitete an der Light & Building war eindes Empa-Forschungsprogramms Materialien für deutig «Chinatown», so nenne ich dieses Stockwerk in HalleEner4. gietechnologien, anlässlich für seines VortragsAnbieter an der EmpaDiese Halle war ausschliesslich chinesische von Akademie. Er ist überzeugt, dieHier Abhängigkeit vonkleine fossilen Lampen und Leuchten reserviert. reihten sich Energieträgern mit Wasserstoff überwinden zu arabikönnen. Stände an Stände, teilweise voll beladen, wie auf einem Lesen Sie seine Antworten auf Seite 78. schen Souvenirmarkt. Eine faszinierende Stimmung verbreiInvestitionen in die Weiterbildung Nachwuchsförtete sich durch zierliche Damen und eifrigeund Herren. Einfach derung ist gehörteanErfolgsrezept Elektrobranerstaunlich, wasdas dieviel Chinesen Leuchten undder Lampen aller Für Und vieledabei Unternehmen ist und Weiterbildung Art che. herstellen. verblüffen Ideen Lösungen der ein Schlüsselfaktor derwenig Unternehmensstrategie zur Chinesen. Da ist nurin noch von Kopien zu sehen, imEinfühGerungesneuer Technologien sowie von Qualigenteil, entsteht der Eindruck, dasszur sie Sicherung in vielen Bereichen tät und Wertschöpfung. Weiterbildung machtmit sich auch die Innovatoren sind. Dies gilt für Leuchtstofflampen spedie Lernenden bezahlt, ein Abschluss einer höziellfür ansprechenden Formen bis zudenn ausgefallenen LED-Konsheren Fachschule wird im Durchschnitt mit bis zu truktionen. Und eine chinesische Firma hat auch überzeugend 1500 Franken zusätzlich entlöhnt. Absolventen von dargelegt, dass ihre LED 100 lm/W verwertbar abstrahlt, wasBerufslehren und anschliessender höherer Fachausbildung im Bereich der besten Leuchtstofflampen liegt. Es scheint fast somit etwa gleich viel wieeinst Universitätsabgänder verdienen Eindruck zu entstehen: Die Chinesen, fleissige Koberichtet darüber in der Rubrik Weiterbildung ger. ET pierer westlicher Technik, überflügeln ihre Meister.

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Raymond Kleger

Hansjörg Wigger, Chefredaktor

«Mars Roboter» war die richtige zur Antwort «Energieeffiziente Praxisbeispiele» warAntwort die richtigen Wettbewerbsfrage in ET 8/09 (vergleiche Seite zur Wettbewerbsfrage in ET 4/10 (vergleiche Seite 24). 110). JeStaubsauber einen Gutschein à 100 bei Einen Progress PCCHF 4414für im eine Wert Bestellung von 99 Franken gewonnen: Conradhat Electronic haben gewonnen: Flurin Caprez, 5400 HerrHerr Manuel Sennhauser, 6004Baden Luzern Herr Claude Forney, 8180 Bülach * Installationskosten Fachgeschäft müssen vom Preisempfänger bezahlt werden. Herr Heinz vom Hasen, 3252 Worben Barauszahlungen werden nicht geleistet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Elektrotechnik 5/109/09 Elektrotechnik I1 |1


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Edito rial 1 Lehrling & Meister

Produktanzeigen 4 Ethernet-Controller und -Koppler von Wago 10 Zentralstaubsauger sind kein Luxus

22 Intelligente Netzinfrastruktur 24 Intelligentes Energiemanagement von GMC 25 Energiezähler mit MID-Zulassung von EMU Elektronik AG 26 Bewährte Industriezähler von Elko 27 Sichere Abzweigdosen von Agro

Messtechnik & Schutzmassnahmen

Installations- & Gebäudetechnik

17 GMC lässt «Stromer» ruhiger schlafen 18 Zähler mit MID-Zulassung 21 ABB hilft Energieräuber zu finden und stoppen

29 Grossandrang auf der Light + Building 2010 33 Planertag zeigte den Weg zum Green Building 36 Diskussionspunkt Regierapport

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis Licht & Leuchten 41 Lichtmanagement in der Industriehalle

Telematik und Multimedia 45 Geschäftszahlen 2009 R&M Energiesparende Transistoren 46 Konferenz «Unified Communi­ cation & Collaboration»

Forschung & Umwelt 49 Dünnschicht-Solarzelle – die Lichtfänger von morgen 55 Pionier der Mikroelektronik

Wirtschaft und Verbände 56 Erfolg an der Messe durch pro­ fessionelle Vorbereitung 58 Jahresbilanz von Alpiq Holding AG 62 Experten antworten zur kosten­ deckenden Einspeisevergütung 64 Branchen News

Aus- und Weiterbildung 68 NIN-Know-how 56 72 Brain Food

Service

International anerkannte Gebäudesystemtechnik – hier am KNX Stand an der Light + Building 2010 (Bericht Seite 29).

74 Veranstaltungshinweise 77 Veranstaltungskalender 78 Stellenanzeiger 79 Impressum 80 Vorschau

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Focus

❚❚Neuer ETHERNET-Controller und -Koppler für die Automation

Schneller, intelligenter, funktioneller Wago hat sich in den letzten Jahren einen Namen in der Automatisierung geschaffen. Der bewährte Ethernet-Controller in der zweiten Generation kommt mit komplexen Programmen klar und bearbeitet diese um bis zu 100 % schneller als sein Vorgänger. Er verfügt auch über eine doppelt so grosse Speicherkapazität und bietet damit deutlich mehr Platz für SPS-Programme und Web-Applikationen. Auch ein Feldbuskoppler für Ethernet kommt neu dazu. «Feldbus» wieder eine Linientopologie annimmt. Die IP-Adresse lässt sich zusätzlich über DIP-Schalter einstellen, was die Inbetriebnahme vereinfacht. Der Controller unterstützt alle üblichen Netz­werkprotokolle sowie MODBUS/ TCP/UDP und EtherNet/IP. Auch der neue Ethernet-Koppler (750-352) hat erstmals zwei Ethernet-Schnittstellen als Bestandteil eines integrierten Switch. Auch hier kann das letzte Byte der IPAdresse sowie der Bezug der IP-Adresse mit einem DIP-Schalter vorgegeben werden und erleichtert damit die Inbetriebnahme. Der neue Koppler unterstützt wie der Controller die Feldbuskommunikation mit Ethernet/IP und MODBUS/TCP/UDP. Mit dem neuen EthernetController (750-881) oder Feldbus-Koppler (750 352) hat Wago zwei sehr leistungsfähige Geräte im Programm.

Der neue Controller hat erstmals zwei Ethernet-Schnittstellen, die über einen integrierten Switch eine Linienstruktur erlauben, ohne dass extern noch ein Switch nötig ist. Der neue EthernetController für Ethernet (750-881) lässt sich gut in IT-Strukturen einbinden und ist hier das Bindeglied zwischen verschiedensten Signalen aus dem Feld und IT-Anwendungen. In der Industrie bedeutet der Ethernet-Controller 2.0 optimale Kombination von Echtzeit-SPS mit IT-Diensten, in der Gebäudeautomation sind komplexere Applikationen mit Web-Applikationen realisierbar und die Controller lassen sich über eine Linienstruktur vernetzen, was den Verkabelungsaufwand deutlich vermindert. 4 I Elektrotechnik 5/10

Fazit

Mehr Leistung bei Controller 2.0 Der Controller arbeitet mit höheren Taktfrequenzen und einer verbesserten Ver­ arbeitungsstruktur. Die integrierte SPS (programmierbar nach IEC 61131-3) ist multitaskingfähig. Diese Eigenschaften erlauben, dass die SPS-Programme um 100 % schneller werden. Dem Anwender stehen 1 MB Programmspeicher, 512 kB Datenspeicher und 32 kB Remanentspeicher zur Verfügung. Damit lassen sich im Industriebereich grössere SPS-Programme samt Rezepturen und in der Gebäudeautoma­tion komplexe Anwendungen realisieren. Natürlich können damit auch mehr Web-Seiten abgelegt werden. Der integrierte Switch vereinfacht die Vernetzung, indem der

Mit den neuen Ethernet-Komponenten (750-881) hat Wago wesentlich leistungsfähigere Geräte im Programm als die Vorgänger. Beide Geräte verfügen über viel Speicher und leistungsfähigere CPU. Damit lassen sich in der Industrie und Gebäudetechnik anspruchsvolle Programme samt Web-Applikationen realisieren. ❚ WAGO CONTACT SA 1564 Domdidier Tel. 026 676 75 86 www.wago.com info.switzerland@wago.com


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Energiezähler: Achtung Strom! www.hager-tehalit.ch

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Mit dem neuen EnergiezählerSortiment lassen sich bis zu 100 A direkt auf dem Energiezähler messen (35mm²). Über Stromwandler bis zu 6000 A. Für kleinere Leistungen stehen 32-A- und 63-A-Geräte in 1-poliger und 3-poliger Ausführung zur Verfügung. Alle Hager Energiezähler entsprechen der Genauigkeitsklasse B mit einer Präzision von 1%.

Die Hager Energiezähler mit der MID-Zulassung erlauben die Abrechnung von Energiekosten in Haushalt, Gewerbe und Kleinindustrie. Die Geräte erfüllen die europäischen Messgeräterichtlinie MID (Measuring Instrument Directive), welche die Schweiz in der Messmittelverordnung übernommen hat. Moderne Energienetze mit alternativen Stromquellen wie Photovoltaik oder Wind- und Wasserkraftwerken können Strom lokal einspeisen, dafür dient der bidirektionale Energiezähler von Hager. Er misst sowohl die bezogene Energie als gelieferte. Die neuen Energiezähler mit KNX-Schnittstelle erlauben es Gebäudebetreibern, die Verbrauchswerte in jedem beliebigen Ort per KNX-Bus- oder IPNetzwerk einzusehen. Hager AG 8153 Rümlang infoch@hager.com www.hager.ch

❚❚ Individuelles Frontdesign für Bedienpanel

Das Beckhoff Ethernet-Panel CP6608 kann als eigenständiger PC oder mit der DesktopÜbertragungssoftware CP-Link 3 als Client eines anderen Beckhoff-IPCs betrieben werden. In Verbindung mit der Automatisierungssoftware TwinCAT stellt das Ethernet-Control-Panel eine sehr kompakte Kleinsteuerung dar. Einsatzmöglichkeiten sind u. a. Gebäude- oder Raumsteuerung in Industriegebäuden, Hotels sowie in Büro-

und Wohnhäusern. Bei dieser Panel-Serie kann der Anwender zwischen verschiedenen Frontvarianten wählen: beispielsweise als reine Aluminium-Variante oder in den Farben Schwarz, Weiss und Anthrazit, bereits ab Stückzahl eins erhältlich. Das Ethernet-Panel CP6608 ist optional mit einem speziell auf die Anforderungen in der Building Automation abgestimmten Interface-Paket erhältlich. Das Herzstück des Ethernet-Control-Panels besteht aus einem Intel®-IXP420-Prozessor mit XScale®-Technologie und 533-MHz-Taktfrequenz auf einem Beckhoff Industrie-Motherboard. Als Betriebssystem kommt Windows CE zum Einsatz.

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❚❚Inline Remote I/O für den Ex-Bereich Das Temperaturerfassungsmodul erlaubt erstmals den flexiblen Anschluss aller gewöhnlichen RTD wie TC-Sensoren. Im Inline-System steht zudem eine Vielzahl von gängigen Feldbusankopplern zur Verfügung, die eine direkte Anbindung der eigensicheren Signale aus dem Ex-Bereich beispielsweise in das Profibus, Modbus/ TCP, Profinet oder Ethernet/ IP-Automatisierungsnetzwerk erlaubt. Ein besonders energieeffizientes und leistungsfähiges Netzteil ermöglicht die Versorgung von bis zu zehn Modulen. Es stehen drei multifunktionale E/A-Module zur Verfügung, die mit NAMUR-Sensoren auch alle digitalen und analogen Standardsignale unterstützen. Die neuen EX I/O-Module aus dem Automatisierungssystem Inline von Phoenix Contact sind eine kompakte und multifunktionale Ergänzung des In­ line Remote I/O-Systems. Sie eignen sich zur digitalen und

analogen Anbindung der Sensorik/Aktorik aus den Zonen 1 und 0 mit der Schutzart Eigensicherheit EX-i. Diese Module sind nach den aktuellen Richt­ linien für den Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich für

ATEX Zone 2 sowie IEC Ex geeignet. Der Anwender hat jetzt mehr Flexibilität bei der Planung sowie beim Einsatz der E/A, da sich jeder Kanal als Ein- oder Ausgang verwenden lässt.

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❚❚Energiezähler setzen Massstäbe


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❚❚KNX/DALI-Gateway

Eine wirtschaftliche Lichtsteuerung basiert auf der durchgängigen Kommunikation von der Lichtquelle bis zur Gebäudeleittechnik. Hierzu bietet Siemens das KNX/DALI-Gateway N141/02 an, das zahlreiche Vorteile sowohl bei der Allgemeinbeleuchtung als auch bei der Notbeleuchtung bringt. An das KNX/DALI-Gateway N141/02 lassen sich bis zu 64 DALIEVG anschliessen, die sowohl in Gruppen als auch einzeln angesteuert und überwacht werden können. Wesentliche Vorteile sind unter anderem die einfache

Umsetzung von Lauflichtern, Farbspielen oder individuellen Beleuchtungsszenarien. Die Integration der Allgemeinbeleuchtung ist eine Innovation in der Sicherheitsbeleuchtungstechnik. Neben einer einfacheren Planung und dem effizienten und sicheren Betrieb der Notbeleuchtung bietet das KNX/DALI-Gateway wertvolle Unterstützung bei den vorgeschriebenen Prüfungen. Es startet die Testsequenz und leitet die Ergebnisse automatisch an ein übergeordnetes Gebäudemanagementsystem weiter. Im Gegensatz zu konventionellen Beleuchtungslösungen lassen sich busbasierte Systeme schnell und übersichtlich installieren, programmieren, überwachen und modifizieren. Siemens Schweiz AG Building Technologies 6312 Steinhausen Tel. 0585 579 200 www.siemens.ch

❚❚Multifunktionale HiRes-Kamera

Für die M24M werden fünf Wechselobjektive von 15 ... 90° Öffnungswinkel angeboten. Mit dem 90°-Weitwinkel kann ein Raum von der Ecke aus weitgehend erfasst werden. Ein 15°Tele ermöglicht es, aus rund 75 m Entfernung ein Autokennzeichen lesbar aufzuzeichnen. Oder aus rund zwei Metern die Seriennummer einer Banknote. Soll die Kamera an häufig wechselnden Orten – wie z. B. in der mobilen Bau-

stellenüberwachung – eingesetzt werden, empfiehlt sich die ­Variante mit CS-Anschluss und manuell verstellbarem Varioobjektiv. Für Einsätze unter vorwiegend schlechten Lichtbedingungen hält Mobotix Night-Varianten mit besonders lichtempfindlichem Schwarz-Weiss-Sensor bereit. Die M24M kann auch mit hemisphärischem L11-Objektiv (Fisheye mit 180°-Öffnungswinkel), digitalem PTZ und MobotixSpezialsoftware für hoch auflösende, verzerrungsfreie Panoramabilder konfiguriert werden – ideal zum Beispiel für WebcamAnwendungen. ROTRONIC AG 8303 Bassersdorf Tel. 044 838 11 66 www.rotronic.ch

❚❚Energiesparende LED-Röhren

❚❚DSL-Dose und Y-Kabel von Hager

Das Zeitalter von Leuchtstofflampen neigt sich dem Ende zu. LED weisen bereits heute einen höheren Wirkungsgrad als Leuchtstoffröhren auf. Die LED-Lebensdauer ist viel höher als bei Leuchtstofflampen und beträgt rund 50 000 Stunden, was mehr als fünf Jahren Dauerbetrieb entspricht. Aus dem neuen Bereich Elbro Ecoline sind CE & RoHs zertifizierte LED-Röhren T8 für Spannungen 100–250 V in den Ausführungen Tageslicht weiss (4500 K ± 100 K) sowie Kaltweiss (6000 K ± 500 K), jeweils in den Längen 60 cm (= 10 W entspricht 18 W), 90 cm (= 15 W entspricht 30 W), 120 cm (= 20 W entspricht 36 W) und 150 cm (= 25 W entspricht 58 W).

Das Breitband-Internet gehört schon bald zum Standard für jeden Anschluss. Deshalb erweitert Hager sein Sortiment mit DSL-Dosen im kallysto und basico Design sowie mit dem Y-Kabel. Diese entsprechen der Installationsempfehlung der Swisscom für Telefonie und DSL. Swisscom ist zuständig für den physikalischen Grundversorgungs-Anschluss bis zum Gebäudeeinführungspunkt bzw. der Netztrennstelle (NTS). Die weitere Hausinstallation liegt in den Händen des Elektroinstallateurs. Die Qualität der Grundversorgung mit Breitband-Internet (DSL) über drahtgebundene analoge Netzschnittstellen hängt von der korrekten Ausführung der Hausinstallation ab. Das DSL-Signal ist von der Netztrennstelle direkt zur DSL-Dose zu führen. In Einrichtungen mit universeller

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LED haben überhaupt keine Probleme mit Tausenden von Einschaltvorgängen, wo hingegen Leuchtstofflampen deutlich weniger lang halten bei häufigen Schaltvorgängen. Das ist aber noch nicht alles, LED starten ohne Flackervorgang und brennen sofort mit voller Helligkeit. Das Licht, das die LED produzieren, wird alles in die richtige Richtung gestrahlt. Bei Leuchtstofflampen müssen Reflektoren einen grossen Teil des erzeugten Lichts umlenken und in Strahlrichtung bringen.

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Kommunikationsverkabelung ist die DSL-Dose zentral im Kommunikationsschrank zu montieren. Mindestens für Prüfzwecke ist es wichtig, dass im gleichen Kommunikationsschrank immer auch ein analoger Anschluss zur Verfügung steht. Bei Neu- oder Umbauten ohne universelle Kommunikationsverkabelung sollte die DSLDose im Wohnzimmer oder im Büro platziert werden.

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Tom Frey, Key Account Manager

«Veränderung bedeutet Flexibilität und die Bereitschaft, neue Routen zu finden»

Die Liberalisierung im Strommarkt setzt Impulse frei und eröffnet neue Chancen. Wir verstehen sie als Aufforderung, uns dynamisch weiterzuentwickeln. Dazu sind wir auf engagierte Mitarbeitende angewiesen, wie beispielsweise Tom Frey. Als Key Account Manager findet er flexibel die richtigen Routen zum Erfolg – und trägt so zur Unternehmensentwicklung bei. Bei der BKW FMB Energie AG sorgen 2800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heute dafür, dass bei mehr als einer Million Menschen zuverlässig der Strom fliesst. Gehören Sie morgen dazu? Wir freuen uns, wenn Sie mit uns die Zukunft angehen. BKW FMB Energie AG, Human Resources Management, Telefon 031 330 58 68, info@bkw-fmb.ch, www.bkw-fmb.ch/jobs


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❚❚Neuer Universal-Drehdimmer

Dimmer schaffen mit derselben Beleuchtungsquelle unterschiedliche Stimmungen. So hat der Benutzer die Möglichkeit, genau die Helligkeit einzustellen, welche seiner Stimmung oder seinen Bedürfnissen entspricht. Dazu kann er auch noch Energie sparen. Der neue Universal-Dimmer lässt sich einfach einbauen und bietet durch seine grosse Flexibilität zusätzlichen Installationskomfort, ganz egal, ob ein ohmscher, ferromagnetischer oder

❚❚Licht für Profis

elektronischer Transformator angeschlossen wird. Dies ist gerade in Neubauten, wo die Last noch nicht bekannt ist, äusserst praktisch. Die Lastgrösse der Verbraucher beträgt 40 ... 500 VA. Mit einem kurzen Druck auf den Drehknopf wird die Last ein- und ausgeschaltet und durch Drehen desselben die Helligkeit verändert. Sehr praktisch: Der Helligkeitspegel kann mit einem langen Druck auf den Drehknopf gespeichert werden. Um den Dimmer fernzusteuern, können optional zusätzliche Taster als Nebenstelle angeschlossen werden mit einer maximalen Leitungslänge von 40 m. Der neue UniversalDimmer lässt sich mit dem Hager Netzfreischalter Typ EM011 verwenden.

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Halogenscheinwerfer sind billig in der Anschaffung aber teuer im Betrieb und die Lampen halten nicht lange. Für stationäre wie mobile Installationen lohnt sich eine höhere Anfangsinvestition in jedem Fall, weil gewaltig Strom gespart wird. Im neuen Bereich Elbro Ecoline sind zwei Hochleistungs-HID-Gasentladungsscheinwerfer für die energiesparende Ausleuchtung von Umschlags- sowie Parkplätzen, Hallen, Objekten, Baustellen, mobilen Arbeits- sowie Scha-

densplätzen und vieles mehr. Der HID-Scheinwerfer Ebrolight EAL250 bringt bei 250 W Anschlussleistung die gleiche Lichtleistung wie ein Halogenscheinwerfer mit 4000 W. Die Lebensdauer ist mit 10 000 Stunden fast zehnmal höher als bei einer Halogenlampe. Wird bei mobilen Einsätzen eine riesige Lichtleistung benötigt, kann eine Anschlussleistung im Kilowattbereich problematisch sein, so viel steht häufig gar nicht zur Verfügung. Da ist die HID-Lampe mit 250 W gerade richtig. Der HID-Scheinwerfer leuchtet eine Fläche von zirka 20 × 35 m aus, bzw. 15 × 20 m in der kompakteren Version als Elbrolight EAL150 mit 150 W entsprechend 2500 W Halogenleistung.

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8 I Elektrotechnik 5/10


❚❚Multifunktionales Bediengerät Mit dieser neuen Generation an LUXMATE Bediengeräten erreicht die Lichtsteuerung die nächst höhere Stufe. CIRIA ist in Design, Funktion und Komfort einzigartig. Die Bedien­ oberfläche besteht aus einer durchgängigen Glasfront. Deren kapazitive Oberfläche leitet jede Berührung mit höchster Präzision über den Luxmate Bus an die Steuerungszentrale von Luxmate Litenet oder Pro-

Die neue Steckerfamilie Subcon-Plus-Profibus/90 stellt neben dem herkömmlichen Schraubanschluss auch die Schneidklemmtechnik (IDC) zur Verfügung. Die weiterentwickelte Anschlusstechnik IDC erlaubt erstmalig die Verwendung von Profibus-Kabeln mit massiven und flexiblen Kupferleitern. Mit der Schneidklemmtechnik wird die Montagezeit deutlich verkürzt, da das Abisolieren der Einzeladern entfällt. Klemmkörper aus transparentem Kunststoffmaterial sorgen

für einen sicheren Anschluss des Feldbuskabels und eine schnelle Montagekontrolle. Die hochwertig geschirmten Steckergehäuse ermöglichen auch bei maximaler Übertragungsrate eine hohe Störsicherheit. Beide Anschlusstechniken sind mit und ohne zusätzlichen Programmiergeräteanschluss verfügbar. PHOENIX CONTACT AG 8317 Tagelswangen Tel. 052 354 55 55 infoswiss@phoenixcontact.com www.phoenixcontact.ch

fessional weiter. Das OLEDDisplay unterstützt die komfortable Bedienung mit verständlichen Symbolen und zusätzlicher Beschriftung. Der zentrale EIN-/AUS-Button ist gut sichtbar beleuchtet. So geht die Bedienung leicht von der Hand, auch wenn mehrere Gewerke wie Leuchten, Jalousien, Fenster oder Leinwand integriert sind. Das rundum geschlossene Gehäuse mit durchgängig glatter Oberfläche macht das 92 ×  130 × 13 mm kleine Bediengerät zu einem optischen Blickfang, der sehr pflegeleicht ist.

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❚❚Schnell bei Profibus-Installation


❚❚Datenlogger sendet E-Mails

Mit dem kleinen Mini-IndustrieZähler (MIZ) mit 1 Einbaubreite (18 mm) werden Ströme bis 32 A gemessen. Trotz der geringen Grösse verfügt er über eine rollierende Anzeige mit den Momentanwerten für Leistung, Spannung, Strom, Netzfrequenz und Powerfaktor. Auch eine Kommunikationsschnittstelle kann dieser Zähler bereits integriert bieten, was einzigartig bei dieser Baugrösse ist. Bei der Ausführung mit M-BUS-Schnittstelle ist zudem das Display beleuchtet, sobald die Taste betätigt wird. Mit dieser Taste können die Einstellungen für die MBUSSchnittstelle direkt am Gerät vorgenommen werden. Mit 4 Teilungseinheiten bietet der KIZ ei-

Mit dem Datenlogger R-LOG stellt Spectra einen universell einsetzbaren Datenlogger vor, der die gesammelten Daten über das GSM/GPRS-Mobilfunknetz per E-Mail übermitteln kann. 2 MB Flash-Speicher stehen zur Verfügung. Die Abtastrate kann von 1-mal/sec bis auf 1-mal/Tag eingestellt werden. Die Datenübertragung per E-Mail erfolgt zeitgesteuert oder beim Eintreten von vorgegebenen Grenzwertsituationen. Die Daten können auch von einem über GSM-Modem angeschlossenen PC mittels des im Lieferumfang enthaltenen Softwarepakets R-TEC ausgelesen werden. Darüber hinaus ist R-LOG in der Lage, nach zeit­ lichen Vorgaben oder im Alarmfall, Daten per SMS an bis zu 10 verschiedene Mobilfunknummern zu übertragen. Umgekehrt kann der Datenlogger per SMS Steuerbefehle empfangen. Der Nutzer kann per SMS Daten einzelner Ein-

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❚❚Kompakt und leistungsstark

nen vollwertigen Drehstromzähler mit 3 × 65 A. Auch der KIZ zeigt die Momentanwerte für Spannung, Strom und Leistung je Phase an und kann zwei Tarife abbilden. Der bekannte und bewährte DIZ rundet dann das Portfolio ab und lässt nahezu keine Wünsche offen. Mit hoher Präzision, Doppeltarif, Ausführungen für diverse Spannungsbereiche und umfangreichen Einstellmöglichkeiten bietet er mit 6 Teilungseinheiten ein Messgerät für höchste Ansprüche. ELKO-Systeme AG 4312 Magden Tel. 061 845 91 45 www.elko.ch elko@elko.ch

gangskanäle anfordern, digitale Ausgänge setzen oder Zeitinformationen verändern. R-LOG verfügt über 8 digitale Eingänge (5 bis 24 VDC), 2 Relaisausgänge, 2 Stromeingänge (0 bis 20 mA), 2 Spannungseingänge (0 bis 10 VDC) und 2 Eingänge für Widerstandsthermometer (Pt100). An die integrierte serielle RS232-Schnittstelle lassen sich SPS-Systeme anschliessen; zahlreiche SPSProtokolle werden unterstützt. pectra (Schweiz) AG S 8132 Egg ZH Tel. 043 2 77 10 50 info@spectra.ch www.spectra.ch

❚❚Zentralstaubsauger ist kein Luxus mehr Der Zentralstaubsauger bietet eine bessere Saugleistung, höheren Komfort, Bequemlichkeit und Hygiene als konventionelle Staubsauger – und dies bei weniger Lärm und tieferen Energiekosten. Mit seiner langen ­Lebensdauer relativiert sich die Investition im Vergleich mit normalen Schlittensaugern. Wer kennt nicht den lästigen Geruch nach verbranntem Staub und vergammeltem Schmutz beim Staubsaugen, welcher Allergiker nervt sich nicht über die

10 I Elektrotechnik 5/10

Niesanfälle wegen aufgewirbeltem Staub? Dies gehört beim Zentralstaubsauger der Vergangenheit an, denn die Abluft wird nicht in den Raum zurückgeblasen, sondern geht nach aussen. Wer kennt nicht die Reklamationen von Mitbewohnern, welche sich von dem lauten Saugermotor beim Ausruhen, Musik hören oder lesen gestört fühlen? Das einzige Geräusch, welches der Zentralstaubsauger von sich gibt, ist ein leises Sauggeräusch. Bei neueren Staubsaugern wird

oft mit hohen Wattzahlen geworben – aus diesen resultiert jedoch ein höherer Stromverbrauch und somit höhere Kosten. Der Zentralstaubsauger bietet auch hierfür die Lösung: Mit einem kleineren Motor, als herkömmliche Schlittenstaubsauger verbraucht er weniger Strom – und weist erst noch eine bessere Saugleistung auf.

Saugleistung in jedem Bereich Der Zentralstaubsauger kann in den verschiedensten Bereichen eingesetzt werden. Für die konventionelle Reinigung der Räume, aber auch für das Cheminée, das Auto in der Garage, den Pool im Garten, für den Hund nach dem Spaziergang. Bestens geeignet ist der Zentralstaubsauger auch im Kleingewerbe wie in Kosmetikstudios, Coiffeurgeschäften, Bäckereien, Büros. Nicht nur in Neubauten, sondern auch in bestehenden Wohnungen und Einfamilienhäusern kann das Gerät einfach

installiert werden, sowohl AP wie auch UP. Der Zentralstaubsauger erfüllt zudem die höchsten Hygienestandards. Es gibt keine Grenzen in Bezug auf die Räume, die zu reinigen sind, denn die Zahl der gleichzeitigen Benutzer und die gewünschte Saugkraft sind offen. Der Zentralstaubsauger ist nicht mehr ein Luxusprodukt. Mit seiner langen Lebensdauer relativiert sich die Investition im Vergleich mit normalen Schlittensaugern. Die Saugleistung bleibt über die ganze Lebensdauer konstant. Wer nicht auf Komfort, Hygiene und Bequemlichkeit verzichten möchte, der hat einen neuen Verbündeten gewonnen. Bestellen Sie die Image-Broschüre auf www.ottofischer.ch/zentralstaubsauger. Otto Fischer AG 8010 Zürich Tel. 044 276 76 76 www.ottofischer.ch


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Die neuen Universal Strommessumformer MCR-SLCUC-X00-I von Phoenix Contact erfassen Ströme in beliebiger Wellenform und wandeln diese in das analoge Normsignal von 4 ... 20 mA. Die Module ersetzen die aufwendige und verlustbehaftete DC-Strommessung, die klassisch mit Shunt-Widerständen durchgeführt wird. Shunt-Widerstände sind kostenintensiv und in der Regel nicht auf die Hutschiene

montierbar. Durch die geringen Toleranzen können die Umformer auch in Regelkreisen für die Nachführung von Solarpanels oder für die Pitchverstellung in Windenergie-Anlagen verwendet werden. Die neuen Strommessumformer sind in den Varianten von 0 bis 100 A, 200 A und 300 A verfügbar und können Ströme im Frequenzbereich von 20 bis 6000 Hz erfassen. Durch die kompakten Abmessungen eignen sie sich für den Einsatz in kleinen Schaltschränken. Sie zeichnen sich durch vielfältige Montagemöglichkeiten sowie steckbare Anschlusstechnik aus.

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❚❚Lösungen für die Hotellerie Netz- & Signal-Qualität TRABTECH Störungsfreie arbeitsprozesse erfordern ein konsequent umgesetztes Schutzkonzept. Phoenix Contact bietet ein perfekt aufeinander abgestimmtes Produkt-Portfolio. • Überspannungsschutz • Monitoring • Unterbrechungsfreie Stromversorgung • EMV-Lösungen • Services einfach mehr Verfügbarkeit! Mehr Informationen unter Telefon 052 354 55 55 oder www.phoenixcontact.ch

12 I Elektrotechnik 5/10

© Phoenix ContaCt 2010

In modernen Hotels sind Zimmerschlüssel schon lange verschwunden. Das praktische Kartensystem ersetzt in den Zimmern den Hauptschalter für alle Elektroanwendungen. Die neuen Hotelcard-Schalter im kallysto Design von Hager bieten eine elegante Lösung für die Schaltung der gesamten elektrischen Installation des Hotelzimmers. Die Hotelcard-Schalter für Einzel- oder Kombinationsapparate sind in allen kallyso Standardfarben erhältlich. Als Orientierung im Dunkeln leuchtet der Kartenschlitz blau, wenn er leer ist. Ausländische Gäste sind zudem

immer häufiger mit ihrem Computer und anderen elektrischen Geräten unterwegs. Falls sie ihren Reiseadapter vergessen haben, schätzen sie es sehr, wenn neben den hierzulande üblichen Steckdosen auch Schuko und die in Frankreich (2P+T) verbreiteten Steckdosen zur Auswahl stehen. Deshalb sind diese Modelle jetzt auch in der Schweiz im schlichten kallysto Design erhältlich. Hager AG 8153 Rümlang infoch@hager.com www.hager.ch


Fluke stellt mit dem Schwingungsmessgerät 810 das modernste Messgerät fßr die Fehlerfindung und Instandhaltung mechanischer Komponenten vor. Mithilfe dieses erschwinglichen und benutzerfreundlichen Gerätes kÜnnen Instandhaltungsteams schnell Daten erfassen und diagnostizieren und mechanische Probleme lÜsen. Das als Handgerät ausgelegte Fluke 810 ist zur Diagnose der häufigsten mechanischen Prob-

leme durch Unwucht, Lockerung, falsche Ausrichtung von Wellen, Verschleiss und Lagerdefekte in vielen unterschiedlichen Anlagen konzipiert und programmiert. Zu den mechanischen Komponenten, an denen die Fehlersuche und Instandhaltung durchgefßhrt werden kÜnnen, gehÜren Motoren, Ventilatoren, Gebläse, Keilriemen und Kettenantriebe, Getriebe, Kupplungen, Pumpen, Kompressoren, Blockpumpen und Spindeln. Fluke 810 findet nicht nur Fehler, es identifiziert Probleme auch und gibt auf einer vierstufigen Skala eine Einschätzung zum Schweregrad ab, mit der die Techniker Prioritäten bei ihren Instandhaltungsmassnahmen setzen kÜnnen.

Fluke (Switzerland) GmbH 8303 Bassersdorf Tel. 044 580 75 00 www.fluke.ch info@ch.fluke.nl

â?šâ?š Perfekte KabelfĂźhrung fĂźr Klimaanlagen Produkteanzeigen

â?šâ?šSchwingungsmessgerät Fluke 810

Bei Klimaanlagen wird erwartet, dass das Installationsmaterial eine Lebensdauer von bis zu 40 Jahren erreicht, trotz korrosiver Umgebung und natĂźrlich kaum Unterhaltsarbeiten. Diese hohen Anforderungen erfĂźllen die GfK-Kabeltrassen von Ebo Systems seit mehr als 50 Jahren. GfK-Kabeltrassen sind eine kabelgerechte FĂźhrung mit gerundeten Richtungswechseln, horizontal und vertikal. Es gibt keine Ăœbergangskanten, die auf die Kabelisolation drĂźcken. GfKKanäle sind nicht nur äusserst langlebig, an heissen Sommer-

PlanoCentro

tagen verhindern sie den Wärmeeintrag in die Kabelisolation. Die Montagefreundlichkeit ist nicht nur ein enormer Zeitgewinn – sie spart Kosten. Je nach Untergrund (Gartenplatten, Betonbankette, H-Träger), kommen GfK-Kabelkanäle mit StĂźtzweiten von 1.50 m bis 3 m zum Einsatz. Eine sichere Befestigung der Deckel schĂźtzt die Installation vor starken Winden. Ebo Systems AG 8833 Samstagern Tel. 044 787 87 87 www.ebo-systems.com

Erster acher Präsenzmelder Ob Foyer oder BĂźro, ob Klassenzimmer oder Korridor: Wo reges Treiben herrscht, ist es gut zu wissen, dass Beleuchtung und Raumklima verlässlich geregelt werden. Diskret montiert, erfasst der thebenHTS Präsenzmelder „PlanoCentro“ die Helligkeit sowie die Anwesenheit von Personen im Raum und steuert Licht, Heizung und Klimaanlage – und, auch das gut zu wissen, die Inbetriebnahme ist dank werkseitiger Voreinstellung und Fernbedienung kinderleicht. Unter www.theben-hts.ch erfahren Sie mehr Ăźber Präsenz- und Bewegungsmelder.

„unsichtbarer“ Präsenzmelder als perfekte DesignerlĂśsung

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ď‚&#x; Einfache und schnelle Montage ď‚&#x; Einfachster Anschluss durch Steckklemmen ď‚&#x; Auslesen der Parameter

Theben HTS AG Im Langhag 11 8307 Effretikon Tel : 052 355 17 00 Fax: 052 355 17 01 info@theben-hts.ch www.theben-hts.ch

Elektrotechnik 5/10 I 13


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❚❚Sicherheit durch Wassermelder

Die Überwachungsgeräte der Typenreihe GL100 erkennen über spezielle Sensoren schon geringe Leckwassermengen. Der Melder nutzt dabei die elektrische Leitfähigkeit des Wassers. Auch schlecht leitende Prozesswasser werden sicher detektiert. Die in Sicherheits­ schaltung arbeitenden Alarm­ relais sowie die Kabelbruch­ überwachung zu den Sensoren garantieren eine sichere und zuverlässige Alarmierung. Po­ tenzialfreie Relaiskontakte kön­ nen zur direkten akustischen Signalisation, zur Weiterleitung an eine Zentrale oder zur direk­ ten Ansteuerung von Pumpen und Ventilen verwendet wer­

den. Für eine flächende­ ckende Über­ wachung kön­ nen mehrere Sensoren zu­ sammenge­ schaltet wer­ den. Diverse Einstell- und Kontrollmöglich­ keiten erlauben eine optimale Anpassung an die gewünschten Betriebsbedingungen. Der GL100 eignet sich speziell für den Einbau in einen Elektro­ schrank. Speziell für den Ein­ satz im Küchen-/Badbereich ist auch ein batteriebetriebener, akustischer Wassersensor er­ hältlich, der ohne Installations­ aufwand an die zu überwachen­ de Stelle gelegt werden kann.

Telma AG 3662 Seftigen Tel. 033 359 30 50 info@telma.ch www.telma.ch

❚❚Überfahrbare Absturzsicherung

Zur Durchführung von Arbei­ ten auf und an Dächern werden Seilsysteme zum Anseilen von Personen mit Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) ver­ wendet. Der Vorteil eines Seil­ systems gegenüber einzelner Anschlagpunkte liegt vor allem in der einfacheren Anwendung. Denn damit ist eine durchge­ hende und überfahrbare Ab­ sturzsicherung sichergestellt. Mit der PSA kann der Monteur sich in dieses Seilsystem ein­ hängen und wird vor der Ge­ 14 I Elektrotechnik 5/10

fahr des Absturzes gesichert. Aber auch ein Seilsystem muss in eine vorhandene äussere Blitzschutzanlage blitzein­ schlaggeschützt integriert wer­ den. Der Seilgleiter/Seilschlit­ ten der PSA muss über die Ver­ bindung Seilanlage zum äusseren Blitzschutz gleiten können, damit die PSA nicht ausgehängt werden muss. Das neu entwickelte Anschluss-Set Seilanlage von Dehn + Söhne bietet die notwendige blitz­ stromtragfähige Anbindung an eine vorhandene äussere Blitz­ schutzanlage. Ein Aushängen der PSA ist nicht notwendig und somit eine durchgehende Absturzsicherung gegeben.

elvatec ag 8852 Altendorf Tel. 055 4510646 www.dehn.ch elvatec@bluewin.ch

❚❚LON-ROUTER LV833

Der LV833 ist ein Router für LON-Netzwerke und verbindet FTT10A- und PLC-Topolo­ gien miteinander (FTT10A ist ein Zweidraht-Bus, PLC bedeu­ tet Powerline). Ab Werk ist der LV833 transparent konfiguriert und ist somit Plug & Play. Der LV833 ist ein FTT10-PLCRouter mit 230-V-Speisung, aufgebaut als Reiheneinbauge­ rät und wird im Schaltschrank bzw. Verteiler eingebaut. Der Anschluss erfolgt einerseits an

das 230-VAC und an das FTT10-Netz­ werk. Sobald diese Anschlüsse stehen, ist der LV833 betriebs­ bereit ohne weitere Konfiguration. Be­ deutung der FrontLED: RX > Daten auf FTT-Seite werden empfangen, TX > Da­ ten auf FTT-Seite werden gesendet, TXON > Daten wer­ den auf PowerlineSeite gesendet, BIU > gültige Daten werden auf der Power­ line-Seite empfangen, PKD > die Kommunikationsfrequenz (132 kHz) ist belegt, Reset > der Router wird zurückgesetzt, Serv > zeigt Serviceinformationen, PWR > Gerät ist betriebsbereit. Edanis Elektronik AG 8570 Weinfelden Tel. 071 626 70 60 www.edanis.ch info@edanis.ch

❚❚Dreiphasiger Netzanalysator

Der CVM-MINI ist ein einzig­ artiger Netzanalysator für DIN-Schienen- oder Einbau­ montage. Er dient als Analysa­ tor für dreiphasige Netze im kompakten DIN-Format (Brei­ te 70 mm). Montage in Türe 72 × 72 mm mit Einbaurahmen möglich. Er erlaubt die TRSMMessung und Anzeige der wich­ tigsten Netzparameter mit sym­ metrischer oder unsymmetri­ scher Last. Strommessung über externe Wandler …/5 A oder

…/1 A. Anwendung im Mitteloder Niederspannungsbereich möglich. Direktmessung bis 125 A mit Zusatzmodul mög­ lich. Messung und Berechnung von mehr als 230 Netzgrössen. Kommunikationen sind abhän­ gig von der Ausführung z. B. in RS485, Modbus RTU, Ethernet TCP/IP möglich. Zusätzlich stehen zwei digitale Transisto­ renausgänge über Setup pro­ grammierbar als Grenzwert­ relais oder Impulsausgang zur Verfügung. Das LCD-Display ist hintergrundbeleuchtet und trotz kleiner Abmessung ausge­ zeichnet lesbar. Das Gehäuse lässt sich plombieren.

Ulrich Matter AG 4658 Däniken Tel. 062 288 10 10 info@ulrichmatterag.ch www.ulrichmatterag.ch


W

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❚❚Netzqualitäts- und Power Recorder ❚❚Kompakte Intel-Atom-Panel-PCs

Fluke stellt den neuen Netzqualitäts- und Power Recorder Fluke 1750 vor. Dieses Messgerät ermöglicht die Aufzeichnung von Netzqualität in dreiphasigen Systemen und die Überwachung von Netzqualitätsstörungen, damit intermittierende oder schwer zu entdeckende Netzqualitätsprobleme behoben werden können. Der Netzqualitäts- und Power Recorder Fluke 1750 liefert eine umfassende Analyse der Netzqualität, Oberschwingungen, Flicker, Leistung und Energie mit kanalübergreifender Strom- und Spannungs­

triggerung gleichzeitig auf allen 10 Eingangskanälen. Er zeichnet sich durch einen einzigartigen Erfassungsalgorithmus aus. Damit lassen sich alle Messungen zu jedem Ereignis pro Pe­ riode und ohne vorhe­ rige Anwendung von Schwellenwerten aufzeichnen. Die integrierte drahtlose PDA-Schnittstelle bietet eine Sofortansicht für Aufzeichnungen des Messgeräts und ermöglicht eine Fernkonfiguration an ungewöhnlichen Messstellen. Im Lieferumfang sind die gesamte Hardware, Software, Stromzangen und sämtliches Zubehör enthalten, sodass sofort mit der Überwachung begonnen werden kann. Fluke (Switzerland) GmbH info 8303 Bassersdorf Tel. 044 580 75 00 www.fluke.ch info@ch.fluke.nl

Beckhoff hat bereits 2007 mit dem Ethernet-Control-Panel CP6608 ein erstes kompaktes 5,7-Zoll-Gerät auf den Markt gebracht. Das Konzept wurde nun auf alle «Economy»-Einbau-Baureihen ausgedehnt, sodass der Anwender zwischen verschiedenen Gerätetypen wählen kann: • Einbau-Panel-PC CP6207 mit Intel-Atom-CPU • Einbau-Panel-PC CP6607 mit Intel-IXP420-CPU • Einbau-Control-Panel CP6907 mit DVI/USBExtended-Anschluss Die kleinformatigen 5,7-Zoll-

Displays verfügen über eine VollVGA-Auflösung von 640 × 480 Pixeln für eine optimale Bildqualität. Optional sind die Displays in einer Ausführung mit Touchscreen in hochwertiger 5-Draht-Technologie erhältlich. Diese garantiert Zuverlässigkeit und Genauigkeit auch in rauer Industrieumgebung. Alle Panel-PCs sind mit einem 3½-Zoll-Motherboard von Beckhoff ausgestattet und mit einer Compact-Flash-Karte erweiterbar. Es steht ein MiniPCI-Slot für ab Werk eingebaute Karten zur Verfügung. Der Betriebsbereich für alle Gerätetypen ist 0 bis 55 °C. Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen Tel. 052 633 40 40 www.beckhoff.ch

❚❚SafetyBridge Technology – die Sicherheitslösung Das neue Safety-System von Phoenix Contact mit Safety Bridge Technology arbeitet unabhängig von sicheren Bussystemen und benötigt keine sichere Steuerung im Netzwerk! Die Safety-Verknüpfungen werden direkt im intelligenten, sicheren Ausgangsmodul verarbeitet. Die sicheren Module können an beliebiger Stelle, verteilt im jeweiligen Netzwerk, in einer I/O-Station des Automatisierungssystems Inline betrieben werden. Mit den umfangreichen Parametriermöglichkeiten können die jeweils acht Eingangs- bzw. Ausgangskanäle flexibel an die jeweilige Applikation angepasst werden. Die Übertragung der Daten über das Netzwerk vom sicheren Eingangs- zum Ausgangsmodul ist über ein spezielles Protokoll abgesichert, welches vom intelligenten Ausgangsmodul getrieben wird. Die Standardsteuerung muss lediglich nicht sichere EA-Da16 I Elektrotechnik 5/10

ten zwischen den Eingangsund Ausgangsmodulen bidirektional kopieren. Die Steuerung übernimmt somit keine sicherheitsgerichteten Aufgaben. Das Parametrieren der sicheren Ein- und Ausgangskanäle und das Erstellen der Sicherheits­ logik erfolgen komfortabel mit der lizenzfreien Software Safe­ conf und setzen keine Programmiererfahrung voraus. Es stehen vorgefertigte Funktionsbausteine für nahezu jeden Anwendungsfall zur Verfügung.

PHOENIX CONTACT AG 8317 Tagelswangen Tel. 052 354 55 55 infoswiss@phoenixcontact.com www.phoenixcontact.ch


❚❚Viele Elektrogeräte werden repariert – GMC hilft bei der korrekten Prüfung

Highlight

GMC lässt «Stromer» ruhiger schlafen Haushaltgeräte, Geräte der Informationstechnik, Mess- und Regeltechnik oder gar medizinische Geräte müssen zwingend nach einer Reparatur, teilweise auch periodisch, auf die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften geprüft werden. GMC hat in diesem Bereich ein vollständiges Programm an Prüfgeräten. Einfachste eignen sich für Haushaltgeräte, anspruchsvolle auch für medizinische Geräte. Der Elektroinstallateur, Betriebselektriker oder eine speziell instruierte Person im Service muss Elektrogeräte, die repariert wurden, nach der Vorschrift DIN VDE 0701-0702 auf die elektrische Sicherheit prüfen. Dazu gehört: • Schutzleiterwiderstand • Isolationswiderstand • Schutzleiterstrom – Methode Differenzstrom • Berührungsstrom – Methode direkte Messung Für den Anwender ist wichtig, dass die Messungen einfach und sicher durch­ geführt werden können. Dazu bedarf es spezieller Prüfgeräte, die GMC in unterschiedlichsten Varianten anbietet. Die Tabelle zeigt, welches Gerät welche Messungen und Protokollierungen zulässt.

Minitest Base Ersetzt der Elektroinstallateur bei einer Waschmaschine das Zuleitungskabel, muss er nach Vorschrift das Gerät prüfen. Dabei beginnt die Prüfung der elektrischen Sicherheit immer mit einer Sichtprüfung. In einem ersten Messschritt wird der Schutzleiter geprüft. Die Prüfung erfolgt bis zu einem WiZusätzlicher Funktionsumfang Grenzwertüberschreitung durch LEDs angezeigt Sondenleitung durch Schmelzsicherung ­abgesichert Digitalanzeige für Messwerte USB-Schnittstelle zur Datenprotokollierung Umfangreiche Sicherheitseinrichtungen Speicher für 2000 Prüfungen à 10 Mess­werte RS232-Schnittstelle für RFID- oder BarcodeLeser Prüf- und Netzdosen CEE 16 A und CEE 32 A

Minitest Base von GMC erlaubt alle notwendigen Prüfungen an haushalt- und informationsverarbeitenden Geräten.

derstandswert von ca. 1,3 Ω mit auto­ matischer Umpolung. Bei der nächsten Schalterstellung am Messgerät wird die Isolation überprüft, danach der Schutzleiterstrom und zuletzt der Berührungsstrom. Das alles funktioniert auf einfachste und sichere Weise.

gramm sind auch vollautomatische Prüfgeräte und manuelle (low-budget) Ge­ rätetester für Typ- und Stückprüfungen. Natürlich fehlt es auch nicht an einer Protokoll-Software sowie einem Barcodescanner/RFID-Scanner. Tragtaschen und Koffer sind für alle Geräte optional erhältlich.

Wertvolle Hilfsmittel Es gibt Adapter für 1- und 3-phasige Verlängerungsleitungen. Im Lieferpro-

Base

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Master

3P Master

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Fazit GMC hat für Elektroinstallateure und Betriebselektriker Prüfgeräte ganz nach deren Bedürfnissen und Prüfanforderungen im Angebot. Denn nur wer korrekt prüft, schläft auch ruhig. ❚

GMC-Instruments Schweiz AG 8052 Zürich Tel. 044 308 80 80 www.gmc-instruments.ch info@gmc-instruments.ch

Elektrotechnik 5/10 I 17


Messtechnik & Schutzmassnahmen

❚❚Kompakte Zähler als Reihenbaugeräte für verschiedenste Einsätze

Zähler mit MID-Zulassung Kompakte elektronische Energiezähler ermöglichen die Messung der Wirkleistungsenergie, teilweise auch Blind­ leistungsenergie in Industriebetrieben, Verwaltungsgebäuden und vielen anderen Bereichen. Alle Zähler mit der europäisch geregelten MID-Zulassung nach Modul B und D können auch als Energiezähler im Haus eingesetzt werden. Die Einphasen- und Drehstromzähler gibt es auch mit Schnittstellen oder als Versionen, bei denen sich Spannung und Strom nebst anderen Messgrössen anzeigen lassen. Dieser Beitrag zeigt einen Überblick. Raymond Kleger Elektrozähler, korrekter Energiezähler oder fälschlich Stromzähler genannt, sind schon sehr alt. Der immer noch allseits bekannte Ferrariszähler mit der Aluminiumdrehscheibe ist äusserst optimiert, präzise und wird seit zirka 1895 serienmässig von der Firma Theiler, später in Landis und Gyr umbenannt, hergestellt. Es gab bereits vorher Zähler, aber die waren bei Weitem nicht so zuverlässig und langzeitstabil. Neue, kompakte, elektronisch arbeitende Energiezähler verschiedenster Hersteller erlauben, in kleinen Reihenbaugeräten einund dreiphasig die elektrische Energie zu messen (Bild 1). Der direkt messbare Strombereich reicht je nach Hersteller bis zu 100 A, über Stromwandler bis 10 000 A. Es gibt Ausführungen mit Einoder Doppeltarif, solche die bidirektional messen können, damit z. B. die über die Photovoltaik erzeugte Energie speziell erfasst werden kann. Gewisse Typen haben einen rückstellbaren Teilzähler; damit kann der Kunde selbst die Energie über eine festgelegte Zeit erfassen und so z. B. die allseits in Kritik gera-

tene Standbyleistung eines Büros oder eines Industriebereichs messen. Es gibt auch Zähler, die über eine Taste wahlweise die momentane Leistung, Spannung oder den Strom anzeigen. Natürlich haben fast alle Typen einen Impulsausgang, der z. B. durch ein SPS-System erfasst wird und so direkt Infos über die momentane Leistung und den kumulierten Energieverbrauch liefert. Typen mit einer ­KNX-, LON- oder M-BUSSchnittstelle lassen sich direkt in ein Gebäudeautomationssystem einbinden. Sie erlauben nicht nur das Auslesen der Wirkenergie, sondern auch der Ströme, Spannungen, cos  usw.

MID-Zulassung, was heisst das? In der MID (Measurement Instrument Directive) wird geregelt: • Technische Anforderungen (Normenreihe DIN EN 50470-1/-3) • Konformitätsbewertungsverfahren • Inverkehrbringen der Messgeräte • Kennzeichnung der Messgeräte • Marktaufsicht Ein Energiezähler mit MID-Zulassung nach Modul B darf im Bereich von Un-

termessungen eingesetzt werden; die Eichung übernimmt der Zählerhersteller. Wird der Zähler für Verrechnungszwecke eingesetzt, ist eine MID-Zulassung nach Modul B + D nötig, die Eichung übernimmt der akkreditierte Zählerhersteller. Wenn eine amtliche Eichung vorliegt, verfügt der Zähler über eine MID-Zulassung nach Modul F; diese Zählerart ist für den Kunden aber wesentlich kostspieliger. Nach Bild 2 gilt:

2 Zeichen auf Zähler für MID-Konformität.

• CE = Conformité Européenne (Übereinstimmung mit den vorhandenen Richtlinien) • M = Metrologiekennzeichen • 06 = Jahr des Inverkehrbringens • 0102 = Nr. der Konformitätsbewertungsstelle

Anschluss der Zähler Bild 3 zeigt den Anschluss eines 3-Phasen-Zählers. Es gibt hier zwei Schnittstellen: Über Tarif Control lässt sich eine Doppeltarifumschaltung realisie-

1 Sehr kompakte Zähler in Form von Reihenbaugeräten mit MID-Zulassung von Elko, als ein- und drei­phasige Geräte mit und ohne Schnittstellen. Andere Her­ steller haben ähnliche Geräte im Programm. 18 I Elektrotechnik 5/10


S0

230V + 1

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EMU Elektronik AG

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L1 L2 L3 N

Ausgang

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Senkbetrieb S0+

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5...30VDC

R

5...30VDC 50ms

Imax = 20mA S0-

Quellbetrieb

+ 5...30VDC

S0+ Imax = 20mA S0-

0V

Quelle: R. Kleger

Schaltbild eines MID-Zählers als Reiheneinbaugerät mit S0-Schnittstelle; Anschlusstechnik von EMU.

5...30VDC 50ms

R 0V

4

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Quelle: R. Kleger

Schaltungstechnische Lösung im Zähler für Impulsausgang (S0-Anschluss). Die Impulse können z. B. von einer SPS oder einem MUC direkt erfasst werden.

Einsatz DIN-Schienen-Zähler Kleinere lokale EVU haben ihre eigenen Regeln und setzen nur Zähler eines bestimmten Typs für Wohnungen ein, meistens mit der Begründung, den Service einfach zu halten. Es wäre also durchaus möglich, konventionelle Zähler durch neue Reiheneinbau-Typen zu ersetzen (MID-Zulassung Modul B + D). Heute werden häufig noch teure Aus­ senzählerkästen vorgeschrieben. Diese grossen Kästen werden je länger je mehr

Auch ein MID-Zähler lässt sich in einem Smart Grid-System einsetzen, es braucht einfach ein MUC dazu. Elektrotechnik 5/10 I 19

Messtechnik & Schutzmassnahmen

Quelle: R. Kleger

Tarif Control

Eingang

ren. Für den Anschluss an eine zentrale Ablesestelle sind die elektronischen Zähler mit einer standardisierten S0-Schnittstelle nach DIN 43864 ausgestattet (Bild 4). Die S0-Schnittstelle (gesprochen S-Null-Schnittstelle) ist eine Hardware-Schnittstelle für die Übertragung von einer bestimmten Anzahl Impulse pro kWh. Die Anzahl Impulse pro kWh ist vom Zählertyp abhängig und kann bis zu 10 000 Impulse/kWh betragen, was eine sehr feine Auflösung einer Leistungsanzeige erlaubt. Die Auslesgeräte kumulieren die Impulse und generieren anschliessend einen darstellbaren Wert. Ob diese Zähler für DIN-SchienenMontage auch als Energiezähler z. B. im Einfamilienhaus eingesetzt werden sollen, ist eine andere Frage. Wenn auch in der Schweiz per Gesetz «Smart Metering» eingeführt wird – man spricht von 2014 – dann übernehmen «Stromzähler» noch mehr Funktionen als nur die Energiemessung. Z. B. senden sie Zählerstände über Ethernet, GPRS oder Powerline an eine übergeordnete Kommunikationsstation. Diese Zähler können auch eine Rundsteueranlage ersetzen, da sie ja bidirektional Informationen verarbeiten und z. B. gewisse Geräte ferngesteuert ein- und ausschalten bzw. sperren können. In gewissen Ländern ist speziell auch die Funktion Last abschalten gefragt, wenn nämlich der Kunde seine Stromrechnung nicht bezahlt, trennt der Zähler diesen vom Netz. Kompakte Zähler als Reiheneinbaugerät mit MID-Zulassung können, sofern diese über eine Schnittstelle verfügen, auch an ein später zu montierendes Sende­ gerät (MUC = Multi Utility Controller) angeschlossen werden. Dieser MUC erfasst Daten verschiedener Energiemesser (Strom, Wasser, Gas) und funkt diese z. B. zu einer Zentrale (Bild 5). In einem EW sollte man sich mindestens sorgfältig absichern bei der Neuinstallation von Zählern, damit diese nicht in wenigen Jahren wieder demontiert und durch intelligentere Versionen ersetzt werden müssen.


Aufbau kleinster Energiezähler

Sehr kompakte Einphasenzähler mit mechanischem Zählwerk.

schinen oder mindestens Produktionsprozesse bekannt sind. Die Zähler kommen oftmals auch für das Energiemanagement zur Anwendung, indem z. B. verhindert wird, dass bei Leistungsspitzen (z. B. Mittagszeit) gewisse Verbraucher in Betrieb sind. Auch in einem Gebäude möchte z. B. der Vermieter eines Büroarbeitsplatzes wissen, was sein Untermieter an Energie bezieht, denn sonst ist oft Misstrauen auf beiden Seiten vorprogrammiert. DIN-Schienen-Zähler kommen aber oft auch deshalb zum Einsatz, weil z. B. die elektrische Energie individuell einzeln Bereichen in einem Betrieb, Spital oder einem Gewerbebau verrechnet werden soll. Kompakte Energiezähler mit MID-Zulassung (Bild 6) kommen deshalb häufig zum Einsatz bei: • Campingstellplätzen • Bootsanlegestellplätzen • Kleineren Wärmepumpen • Kühlsystemen • Solaranlagen • Privatmessungen • Untermessungen 20 I Elektrotechnik 5/10

Die kleinsten Typen messen einphasig bis zu 63 A und haben in einem 17,5 mm breiten Reiheneinbaugehäuse Platz und messen den Wirkleistungsenergieverbrauch sowohl in Industriebetrieben als auch in Büro- und Verwaltungsgebäuden. Es muss wohl nicht speziell betont werden, dass diese Energiezähler die MID-Zulassung Modul B + D besitzen. Die Energiezähler sind mechanisch robust aufgebaut und vertragen auch gros­se magnetische Fremdeinflüsse, ohne dass die Messung gestört wird. In der Drehstromausführung sind sowohl 1- als auch 2-Tarifzähler im Programm. Die einfachsten Einphasenzähler gemäss Bild 7 werden zu einem Preis von zirka 100 Franken angeboten. Damit lässt sich z. B. ein Büroarbeitsplatz erfassen und die genauen Energiekosten für Licht, PC, Drucker usw. messen. Der 3-Phasen-Drehstromzähler (En­ ergiezähler) mit 7-stelliger Anzeige verfügt über einen oder zwei Tarife. Typische Daten:

8 Kompakter Einphasenzähler mit S0-Impuls­ausgang.

Quelle: EMU

6

Quelle: ABB

• Lüftungsanlagen • Heizungsanlagen • Verwaltungen • Messungen für Kostenabrechnungen im industriellen, gewerblichen und privaten Bereich • Anzeigen der elektrischen Grössen von Strom, Spannung, Leistung je Phase

Quelle: EMU

Messtechnik & Schutzmassnahmen

überflüssig, sofern das Auslesen des Energiezählers und der Wasseruhr über eine aussen am Haus zugängliche Kommunikationsdose bzw. über eine Fernauslesung gelöst wird. Durch den Wegfall des Aussenzählerkastens liessen sich bei einem Einfamilienhause bis zu 2000 Franken sparen. Der heutige schwerpunktmässige Einsatz kompakter MID-Zähler liegt aber auf einer anderen Ebene, als der Energieverbrauch einer Wohnung zu erfassen. Bis jetzt haben Firmen häufig eine einzige, vom EVU gestellte Energiemessung in Betrieb. In der Firma bestehen deshalb bestenfalls vage Vermutungen, wo wie viel Energie «verbratet» wird. Für eine Energieoptimierung bei Prozessen ist natürlich unabdingbar, dass der Verbrauch gewisser Geräte, Ma-

• 3-Phasen-Drehstromzähler (Energiezähler) • 3 × 230/400 Volt AC 50 Hz • 10 (65) Ampere • 7-stellige Anzeige für 1 oder 2 Tarife • plombierbar mit Kappe als Zubehör • Genauigkeitsklasse 1 gem. IEC 62 053-21 • Genauigkeitsklasse B nach EN 50 470-3 • S0-Ausgang nach EN 62053-31 (Din 43864) • Impulsausgang/100 Impulse je KWh • Montage auf DIN-Schiene 35 mm • Zulassung MID Modul B + D

Fazit

7 Kleinste am Markt erhältliche Zähler mit MID-­ Zulassung.

Die Reiheneinbau-Energiezähler erlauben die detaillierte Messung des Energieverbrauchs innerhalb eines Betriebes, Spitals oder Verwaltungsgebäudes. Sie werden auch zur Leistungsbegrenzung eingesetzt. KNX-, M-BUS- und LONSchnittstellen übertragen die Messdaten an ein übergeordnetes System (SPS) oder Auslesesystem (SAP). Damit ist eine individuelle Energiekostenabrechnung möglich und es schafft Anreize, Energie zu sparen. ❚


ABB hilft Energieräuber zu finden und stoppen Kompakte Energieverbrauchszähler wie ODINsingle von ABB helfen Energiekosten einzusparen, indem sie Kunden aufzeigen, wo ihre Energie hinfliesst und dadurch Anreize schaffen, Energie zu sparen. Zu modernen Energieräubern gehören Computer, Terminals, Server, Steuerungen von Klimaanlagen, Schaufensterbeleuchtungen usw.

In manchen Haushalten würden heute Leute staunen, wie gross der Stromrechnungsanteil von Geräten stammt, die 24   h Energie im Standby verheizen. Auch in Betrieben laufen ausserhalb der Arbeitszeit unzählige Geräte, die keine Funktion ausüben, aber viel Strom konsumieren. In Läden sind Schaufensterbeleuchtungen in Betrieb, die niemand beachtet. Mit Energieverbrauchszählern von ABB ist es einfach, diese sinnlos «verbratene» Energie zu messen und anzuzeigen. Erst das schärft unser Energiebewusstsein und führt dazu, unsere Verbrauchsgewohnheiten zu ändern. Denn nur wer weiss, wo seine «Stromkosten» entstehen, entwickelt Gegenmassnahmen.

Energieverbrauch visualisieren

ODINsingle bis 65 A direkt

Die ständig wachsende Zahl elektronischer Geräte in Küchen, Wohn- und Schlafzimmern treiben die privaten Stromrechnungen in die Höhe. Allerdings können die wenigsten Personen in einem Privathaushalt abschätzen, wo ihre Stromfresser die Rechnung belasten. Eine sichere Abhilfe geschieht durch das Sichtbarmachen des Energieverbrauchs, denn damit wird jedermann klar, wo die Energie hinfliesst. Die Frage lautet also, wie können Private und Geschäfte den ständig steigenden Energieverbrauch umkehren? Gibt es eine einfache und kostengünstige Methode, Geld und Energie einzusparen? Antwort: ja, aber man muss den Energieverbrauch einfach sichtbar machen. Individuelle Kosteneinsparungen und eine «faire» Kostenaufteilung des Energieverbrauchs sind zwei greifbare Nutzen, die aus einer transparenten Energieerfassung entstehen.

ODINsingle ist ein präziser 65-A-Einphasen-Energieverbrauchszähler mit einem leicht ablesbaren LCD-Display. Mit diesem Zähler und weiteren Mo­ dellen der Produktlinie DELTAsingle, ODINsingle, DELTAplus und DELTAMax verfügt ABB über eine vollständige Reihe von Energieverbrauchszählern für unterschiedliche Anwendungen und mit einer breiten Palette an Kommunikationsoptionen. Zum Programm gehören natürlich auch Dreiphasenzähler. Technische Daten des ODINsingle: • Spannung 1 × 230 V • Genauigkeitsklasse B (Kl. 1) • Anlaufstrom < 20 mA • Frequenz 50/60 Hz • Einsatz von –25 bis +55 °C • Impulsausgang 100 Imp/kWh • LED-Ausgang 1000 Imp/kWh • Anschluss bis 16 mm² • Eigenverbrauch < 1,0 VA

Messen heisst wissen

Nur wer seine Energiefresser kennt, unternimmt etwas dagegen. Zähler wie ODINsingle von ABB haben einen Platz in unserem Gesamtbestreben nach Energieeinsparung. ❚

Wer weiss, wo seine Energie «verbraten» wird, ist einen Schritt näher beim Senken der Energiekosten. Herkömmliche Zähler zeigen nur die Gesamtkosten und den Gesamtverbrauch an. Solche Zähler lassen sich nicht in einem Kleinverteiler unterbringen. Im Gegensatz dazu haben die Zähler von ABB problemlos im Kleinverteiler auf der DIN-Schiene Platz, verfügen über ein attraktives Design, sind leicht abzulesen und sind schnell ganz einfach installiert. Selbstverständlich erfüllen die Zähler von ABB alle nationalen und internationalen Standards.

Fazit

ABB Schweiz AG Normelec 5400 Baden Tel. 058 586 00 00 info.normelec@ch.abb.com www.abb.ch

Kompakter ODINsingle Energieverbrauchszähler einphasig bis 65 A Direktmessung. Elektrotechnik 5/10 I 21

Highlight

❚❚Wer seinen Energieverbrauch im Detail kennt, findet Sparmöglichkeiten


Messtechnik & Schutzmassnahmen

❚❚Smart Grid – effiziente, zuverlässigere und sicherere Stromversorgung

Intelligente Netzinfrastruktur Der kontinuierliche Anstieg des Stromverbrauchs und der damit verbundenen Kosten für Energieanbieter wie auch für -konsumenten sind die Herausforderungen für den zukünftigen Energiemarkt. Siemens sieht die Lösung zur ­Kostenreduktion in der Optimierung der gesamten Energiekette mittels intelligenter Netzinfrastruktur – dem Smart Grid. Smart-Grid-Technologien werden in Zukunft für eine noch effizientere, zuverlässigere und sicherere Strom­ versorgung sorgen. Die Energieumwandlungskette wird in Zukunft verschiedene Herausforderun­ gen zu bewältigen haben. So wird der weltweite Strombedarf gemäss Experten in den kommenden 20 Jahren pro Jahr um etwa 2,2 Prozent zunehmen. Eine der Hauptursachen für diese Zunahme sind die wachsende Weltbevölkerung so­ wie die zunehmende Urbanisierung. Seit 2007 leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Und dieser Trend wird anhalten. Verstädterung bedeutet einen schnelleren Anstieg des Stromver­ brauchs als bei ländlicher Besiedelung. Eine zweite Herausforderung für den Energiemarkt von morgen ist der Er­ satzbedarf durch eine überalterte Infra­ struktur. Allein in Europa sind zwei Drittel aller Dampfkraftwerke älter als 20 Jahre. Als dritte Herausforderung ist die Nachhaltigkeit des weltweiten Ener­ giesystems zu nennen. Dabei geht es vor allem um die zur Neige gehenden fossi­ len Ressourcen Öl und Gas sowie den Kampf gegen den Klimawandel.

Optimierung der Energiekette

Smart Grid – das Netz der Zukunft

Die starke Nachfrage nach Strom hat folglich Auswirkungen für die Weiter­ entwicklung der Infrastrukturtechnik. Siemens kann als einziges Unternehmen Produkte und Lösungen vom Kraftwerk bis zur Steckdose anbieten. Deshalb ist für Siemens die Optimierung der gesamten Energiekette entscheidend. Nebst dem Energiemix mit mehr erneu­ erbaren Energieträgern und Effizienz­ steigerungen steht die systemische Opti­ mierung des Energiesystems im Fokus. Dahinter verbirgt sich die intelligente Netzinfrastruktur, das Smart Grid. Smart Grid betrifft alle Stationen der Energieumwandlungskette – von der Stromerzeugung bis zum Endkunden. Durch die übergreifende Zusammen­ arbeit beispielsweise zwischen Netz­ planung, Mittelspannungstechnik oder auch der Gebäudetechnik auf Verbrau­ cherseite kann das Einsatzspektrum der Produkte und Systeme deutlich erwei­ tert werden.

Im Bereich der Stromversorgung muss zu jeder Tages- und Nachtzeit die Stromproduktion in Einklang mit dem Verbrauch gebracht werden, damit eine sichere und effiziente Versorgung ge­ währleistet ist. Eine Herausforderung, denn gerade Erzeuger erneuerbarer Energien speisen ihren Strom sehr un­ regelmässig ins Netz ein. Mit Smart Grid verfolgen Netzbetreiber und Ver­ sorger Lösungsansätze aus unterschied­ lichen Richtungen. Zum einen geht es um die Planbarkeit der im Netz verfüg­ baren Leistung. Zum anderen sollen Lastspitzen eliminiert werden. Dies geschieht durch eine intelligente Ver­ brauchssteuerung, welche die im Netz geforderte Leistung möglichst konstant halten soll. So könnte der Endkunde zum Beispiel einen preisgünstigen Tarif erhalten, wenn er einige seiner Geräte vom Stromversorger fernsteuern liesse. Der Verbrauch wird künftig der Erzeu­ gung folgen, statt wie bisher die Erzeu­ gung dem Verbrauch.

Die drei Säulen des Smart Grids

Das unregelmässige Einspeisen von erneuerbaren Energien erfordert eine intelligente Netzinfrastruktur. 22 I Elektrotechnik 5/10

Ein Smart Grid gliedert sich in drei Teil­ bereiche: die Netzintelligenz (Grid In­ telligence), Zähler und Datenmanage­ ment-Systeme (Smart Metering) sowie die IT-Infrastruktur (Utility IT) der Stromversorgungsunternehmen. Grid Intelligence: Vor allem im Be­ reich der Netzintelligenz liegen viele Vorteile bei den Netzbetreibern: etwa die Möglichkeit, über Asset-Manage­ ment-Systeme die eigene Technik weit effizienter zu nutzen, als bislang üblich. Denn für viele Geräte reichen bei stän­ diger Beobachtung deutlich längere


Effizienzsteigerung beim Netz­betreiber durch permanente Zustandsüberwachung und längere ­Wartungsintervalle.

Wartungsintervalle, als in den Hand­ büchern vorgesehen. Eine permanente Zustandsüberwachung meldet rechtzei­ tig, wenn ein Gerät wartungsreif ist oder ausgetauscht werden muss. Das verbessert die Kostenbasis der Netzbe­ treiber deutlich. Und das ohne Auswir­ kungen auf die Funktionstüchtigkeit der Technik. Siemens bietet innovative Lösungen bei der Steuerungstechnik für Strom­ netze – eine der Säulen eines Smart Grids. Produkte und Lösungen hier sind programmierbare Netzsteuerung wie Schutz-, Leit- und Kommunikations­ technik; Technik für Netzautomatisie­ rung wie elektronische Datenübertra­ gung und -verarbeitung, intelligente Unterstützung des Betriebs oder auch Simulationstechnik sowie wichtige Komponenten für die Netzausrüstung wie Schaltstationen und Stromwandler. Smart Metering: Im Bereich Smart Metering hat Siemens mit dem AMISSystem (Automated Metering and Infor­ mation System) die erste voll integrierte Smart-Metering-Gesamtsystemlösung auf den Markt gebracht. Die SmartMetering-Weiterentwicklung und Kom­ plettlösung AMIS kam erstmals bei der Arbon Energie AG zum Einsatz, erfasst einerseits die Daten von Haushalten und Sondervertragskunden aus dem Verteil­ netz und überträgt diese zur Zentrale (siehe ET 2/10, Seite 24). Andererseits ist der Verteilnetzbetreiber mit diesen Informationen in der Lage, seine eige­ nen Prozesse zu optimieren und seinen Energielieferanten und Kunden gezielt neue Dienstleistungen zur besseren Nutzung der Energie anzubieten. Utility IT: Die dritte Säule des Smart

Grids ist die IT-Infrastruktur. Siemens macht die gesamte Netzplanung für das Zukunftsstadtprojekt Masdar City in den Vereinigten Arabischen Emiraten (siehe ET 2/10, Seite 22). Ein wichtiger Zukunftsmarkt ist auch der Bereich Elektromobilität. Siemens verfolgt die Vision, dass das Auto zum intelligenten Stromspeicher wird und der Verbrauch tatsächlich der Erzeugung folgen kann. Die individuelle Elektromobilität ist sichtbarer Ausdruck der Revolution im Stromnetz.

Siemens verfolgt das Thema Elektro­ mobilität, welches Teil des Smart Grids ist, umfassend, sowohl die Fahrzeug­ technik als auch die Anbindung ans Netz mitsamt Ladevorgang und Kom­ munikation. Siemens Fachleute aus den Bereichen Energy und Industry sowie Forscher aus der Entwicklungsabtei­ lung sind an diesem Projekt beteiligt. Denn es geht bei der zukünftigen Elek­ tromobilität nicht nur um die Autos. Auch das Stromnetz muss entspre­ chend vorbereitet werden. Ein Beispiel sind grosse öffentliche Plätze wie Park­ anlagen in Innenstädten oder vor Fuss­ ballstadien. Dort werden Systeme er­ forderlich sein, die die einzelnen klei­ nen Stromlasten der Autos bündeln. Pro 50 Fahrzeuge wird man einen Ver­ teiltrafo samt Schaltanlage benötigen. Mehrere Dutzend Verteiltrafos müssen dann über eine Mittelspannungsanlage zusammengeschaltet werden. Bei meh­ reren Tausend parkenden Autos sind dafür grössere Anlagen nötig, die man in Untergeschossen oder separaten Häusern aufstellen wird. Ganz neue Funktionalitäten werden mit dem Smart Grid und E-Mobility denkbar. Noch ist nicht einmal ansatzweise ab­ sehbar, wie revolutionär die Elektro­ mobilität sein wird. z www. siemens.ch

Das Stromnetz muss für die Anforderungen der zukünftigen Elektromobilität vorbereitet sein.

Smart Grid – intelligentes Netz Ein Smart Grid ist ein Netzwerk zur Stromübertragung und -verteilung, das auf wechselseitiger Kommunikation zwischen allen am Strommarkt beteilig­ ten Einheiten beruht. Es bindet sowohl gros­se, zentrale wie auch kleine, dezen­ trale Erzeugungseinheiten und Ver­ braucher in eine Gesamtstruktur ein. Ermöglicht wird dies unter anderem durch die Erweiterung der Automatisie­

rungsstrukturen, durch fortschrittliche Sensoren und eine dezentral organisier­ te Informations- und Kommunikations­ struktur. Smart Grid steigert so die Ef­ fizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit der Stromversorgungskette. Ein weite­ rer wesentlicher Aspekt ist es, dem ver­ brauchenden Endkunden Möglichkei­ ten zu eröffnen, aktiv am Energiemarkt teilzunehmen.

Elektrotechnik 5/10 I 23

Messtechnik & Schutzmassnahmen

E-Mobility


Highlight

❚❚Was nützen detaillierte Energiemessungen, wenn niemand hinschaut?

Umfassendes intelligentes Energiemanagement Viele Verantwortliche in Betrieben möchten wissen, wo ihre Energie versickert. Wenn allerdings nur viele Zähler in Verteilerschränken einzelne Bereiche detailliert erfassen und die Zählerstände niemand anschaut, nützt das wenig. GMC hat dafür die Lösung. Vernetzte Zähler liefern ihre Messwerte in eine Datenbank, von da auch in eine ExcelListe, die jedermann interpretieren kann. In Spitälern, Büros oder Industriebetrieben wird vermehrt nicht nur der Gesamtenergieverbrauch gemessen, sondern werden einzelne Bereiche erfasst. Denn nur wer seinen Energieverbrauch im Detail kennt, hat sich die Voraussetzung geschaffen, gezielt Sparmassnahmen zu initialisieren. So werden heute z. B. in einem Spital einzelne Bereiche erfasst und auch abgerechnet. Das Problem ist allerdings, dass kaum jemand bereit ist, viele Zählerstände in Verteilern abzulesen, in eine Liste einzutragen und so dann per Software weiterzuverarbeiten. Dies muss automatisiert geschehen und dafür hat GMC eine perfekte Lösung.

Vernetzt automatisch Daten erfassen Verteilte Energiemessgeräte werden über den M-Bus mit einer lokalen Zentrale (Master) verbunden, die alle angeschlossenen Zähler mit Spannung versorgt, Daten sammelt, Verbrauchsprofile bildet und diese an die übergeordnete Verbrauchserfassungs- und Abrechnungsstelle weiterleitet. Die Datenübertragung erfolgt dabei entweder direkt über eine serielle Schnittstelle, indirekt mit Modems über die öffentlichen Telekommunikationsnetze oder über eine optische Schnittstelle (IrDA) zum Pocket-PC des Ablesers. Die eingehenden Daten werden auf einem Server gesammelt und in eine Datenbank abgelegt. Verschiedene Be-

nutzer können dann über Clients und entsprechende Softwareprodukte die Daten visualisieren und analysieren oder zur Weiterverarbeitung nach EXCEL oder in benutzerspezifische Abrechnungssoftware exportieren. Eine Web-Server-Applikation kann die Daten so aufbereiten, dass sie weltweit über das Internet zur Verfügung stehen. In grösseren Komplexen werden die Daten aus der M-Bus-Verbrauchsabrechnung häufig an die parallel installierte Gebäudeleittechnik übertragen und im Rahmen des Facility Managements weiterverarbeitet. Entsprechende Kopplungen zwischen beiden Systemen werden entweder auf der unteren Ebene durch Protokollkonverter oder auf der oberen Ebene über Datenbanken realisiert. Bei Nachrüstung von Verbrauchs­ erfassungsgeräten an Stellen ohne vorhandenen M-Bus-Anschluss sind die Daten auch per Funk übertragbar und in bestehende M-Bus-Installationen einzubinden. Diese Technik kommt verstärkt bei der Nachrüstung von Abrechnungssystemen in bestehenden Immobilien zum Einsatz.

Fazit GMC hat die detaillierte Energiemessung zu Ende gedacht. Für nachhaltiges Energiemanagement bieten schlüsselfertige Systeme von Gossen Metrawatt die perfekten Lösungen. Sie erfassen den Verbrauch, liefern Abrechnungs­ daten, zeigen Einsparpotenziale auf und optimieren den Leistungsbedarf. ❚

SMARTCONTROL plus und Energiezähler: Die umfassende und intelligente Art des Energiemanagements. 24 I Elektrotechnik 5/10

GMC-Instruments Schweiz AG 8052 Zürich Tel. 044 308 80 80 www.gmc-instruments.ch info@gmc-instruments.ch


❚❚Zähler mit MID-Zulassung B + D ab Werk für Verrechnung

Highlight

Energiezähler – made in Switzerland Die Firma EMU Elektronik AG war eine der ersten Firmen, die präzis messende Energiezähler für den Kleinverteilereinbau entwickelt hat und diese auch in der Schweiz produziert. Ihre Geräte genügen höchsten Qualitätsansprüchen und arbeiten langzeitstabil. Diese Gründe helfen EMU, den Grossteil ihrer Produktion trotz Billigkonkurrenz im Ausland abzusetzen. Raymond Kleger Zähler sind keine Konsumgeräte, die nach wenigen Jahren im Elektronikschrott landen. Hier erwartet der Kunde mit Recht, dass die Geräte über mindestens 10 Jahre ihren Dienst klaglos verrichten. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass dies leider bei Weitem nicht für alle Anbieter von Zählern zutrifft. Was nützt ein «billiges» Gerät, wenn schon nach wenigen Jahren die Anzeige dunkel wird oder gar die gesamte Elektronik ausfällt, weil Überspannungspulse auf dem Netz die Stromversorgung des Gerätes zerstören? Da können zig eingesparte Franken in der Investitionsphase im Nachhinein zum Mehrfachen der Gerätekosten führen.

EMU M-Bus Auslesesysteme Kompakte Zähler im Verteiler nützen wenig, wenn diese kaum jemand beachtet. EMU hat deshalb Energiezähler im Programm, die sich über eine Zweidrahtleitung einfach vernetzen lassen und eine Verarbeitung der Messdaten auf einfachste Weise erlauben. Zähler für verschiedene Bereiche in einem Gebäude oder einer Industrieanlage sind mit einer beliebigen Netzstruktur vernetzt und liefern ihre Daten einem Pegelwandler, der eine RS485- oder RS323/USB-Verbindung zum PC herstellt. Selbstverständlich ist auch eine Konvertierung auf das TCP/IP-Protokoll möglich. Auf dem PC arbeitet eine Software, die Leistungsund Energiekurven darstellen kann, die aber auch die Messwerte akkumuliert, in einer Datenbank ablegt oder in Tabellen erfasst. Auf einen Blick liefert die Software unterschiedlichste Messdaten auf den Bildschirm. Eigenschaften der Software von EMU: • Konfiguration Assistent

EMU32.× 4 mit EIB KNX, M-Bus, LON oder RS232 Schnittstelle. Standardmässig mit S0-Impulsausgang mit 1, 100, 1000 oder 10 000 Impulsen pro kWh.

• Kommissionierung der Zähler • Keine Erfahrung notwendig • Auftragsplaner • Datenexport in die gängigsten Formate wie Word, Excel, HTML, Text usw.

Schnittstelle erhältlich. Ein S0-Impulsausgang für Wirkenergie ist Standard, optional gibt es einen weiteren S0-Impulsausgang für Blindenergie- oder Wirkenergie-Lieferung.

Geringe Investitionskosten

Fazit

Entschliesst sich eine Firma, Verwaltung oder ein Spital zur Energieoptimierung und damit auch der Möglichkeit, eine individuelle Energieabrechnung durchzuführen, sind die Aufwendungen dafür recht bescheiden. Beispiel: Die Anschaffung von 10 Energiezählern samt einem Pegelwandler mit RS232 Schnittstelle kostet rund 4900 Franken. Die Daten können über eine Software von EMU verarbeitet oder in ein übergeordnetes System übernommen werden.

Energie wird in nächster Zeit kostbarer und auch teurer. Bei immer mehr Privaten und auch Firmen wird dem sorgsamen Umgang mit Energie hohe Priorität zugeordnet. Voraussetzung für Energiesparen ist das Wissen, wo die Energie hinfliesst. Und hier helfen die Qualitätszähler von EMU, die Energie exakt messen und dies auch bei kleinen Leistungen. ❚

Ausleseschnittstellen Die EMU Energiezähler sind mit MBus, EIB KNX, LON oder RS232

EMU Elektronik AG 6340 Baar Tel. 041 811 02 24 www.emuag.ch. info@.emuag.ch Elektrotechnik 5/10 I 25


Highlight

❚❚Die präzisen, flexiblen und kompakten Zähler von Elko

Bewährte Industriezähler Elko hat sich spezialisiert auf die Lieferung von Zählern für Industrie- und Zweckbaukunden, aber auch Spitäler und Privatkunden, die z. B. einen Campingplatz betreiben. Die Zähler von Elko messen präzis (Klasse B) und dürfen auch für Verrechnungszwecke eingesetzt werden. Der Zähler DIZ ist ein digitaler Einfach/Doppeltarif Elektroenergiezähler zur Messung von positiver Wirkenergie in 4-Leiter-Netzen. Die Tarifumschaltung erfolgt über einen externen Steuereingang (230 V). Die Einsatzgebiete des DIZ sind vornehmlich die Energiedatenerfassung in der Industrie- und Gebäudetechnik, im Schaltanlagenbau und im Energieversorgerbereich. Mit einer Breite von nur 6 TE passen die DIZ auch in jede noch so kleine Verteilung. Die Zähler der Baureihe DIZ haben ein multifunktionales LCD-Display. Auf dem Display werden folgende Werte angezeigt:

• kWh Energie Tarif 1 & 2 (8-stellig) • Leistung pro Phase • Dreiphasige Leistung • Strom pro Phase • Spannung pro Phase

Kontrolle über Stromnetz Die DIZ erlauben damit Kunden eine Kontrolle über ihr Stromversorgungsnetz. Die Zähler messen genau und geben jederzeit Auskunft über den Zustand des Netzes. Der DIZ ist ein Zähler von höchster Präzision in der Genauigkeitsklasse B (Klasse 1) gemäss IEC 6205321. Ansprechstrom beim direkt messenden Zähler 20 mA und bei Wandlermes-

« Die Kompakten » DIZ-D6...-kWh-Zähler

Die Zähler mit MID-Zulassung B + D für Verrechnungszwecke von Elko.

sung 5/1 A (ein Zähler für beide Wandlertypen) nur 2 mA im Sekundärkreis! Somit ist der DIZ der genauste Zähler für DIN-Schienenmontage! Die DIZ-Zähler verfügen über einen hochbelastbaren S0-Impulsausgang in MOSFET Ausführung. Alle DIZ sind optional mit M-BUS (EN 13757-2-3 Kommunikationssysteme für Zähler und deren Fernauslesung M-Bus kompatible Erweiterung der EN 1434-3:1997) oder LON-BUS Schnittstelle lieferbar.

Parametrierung ohne PC

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26 I Elektrotechnik 5/10

Der DIZ in Wandlerausführung verfügt über ein einstellbares Wandlerverhältnis zur Erfassung des tatsächlichen Energieverbrauchs. Zur Einstellung der Wandlerdaten sowie M-Bus- oder LON-Bus-Parameter wird keine Software benötigt; diese lassen sich über die Bedientaste einstellen. Alle DIZ ver­ fügen über die METAS-Zulassung EC2/561 und neu auch die EG-Baumusterprüfbescheinigung nach Richt­ linie 2004/22/EG (MID = Measuring Instrument Directive). ❚ ELKO-Systeme AG 4312 Magden Tel. 061 845 91 elko@elko.ch www.eleko.ch


❚❚Die EN 60670 macht Unternehmen und Installateure sicherer

Highlight

Nur kein Unfall! Man stelle sich vor, in einer Abzweigdose kommt ein spannungsführender Draht mit der Deckelbefestigungsschraube in Kontakt und diese wiederum berührt dummerweise die Armierungseisen? Sehr ungewöhnlich, zugegeben, aber Sicherheitsvorkehrungen sind ja nicht für den Normalfall gedacht, sondern für die aussergewöhnlichen Fälle. Über Sinn und Unsinn von Normen lässt sich streiten. Tatsache ist, die Span­ nungsverschleppung in Abzweigdosen und Gehäusen für Schalter, Steckdosen und ähnlichen Elektrokomponenten ist ein sicherheitsrelevantes Thema. Sicher­ heit muss in der Elektrobranche gross geschrieben werden, denn ein Elektro­ installateur haftet für Fehler. In einem Schadensfall drohen dem Betrieb Scha­ denersatzforderungen, vielleicht sogar die strafrechtliche Verfolgung. Konse­ quenzen aus einem Schadensfall sind ernsthaft – und zwar unabhängig davon, ob es um Sachschaden geht oder ob Per­ sonen in Mitleidenschaft gezogen wur­ den. Die Einführung der EN 60670 ist deshalb grundsätzlich zu befürworten trotz gewissen Einschränkungen, die sie bewirkt.

Zentrumsbefestigung zum Abdecken von UP-Abzweigdosen. Diese sind äus­ serst beliebt, da sie das optische Gerade­ rücken einer nicht ganz in der Flucht eingelegten Abzweigdose ermöglichen.

EN 60670 unter der Lupe Die Norm regelt unter anderem das Ver­ meiden von Spannungsverschleppung in Gebäudeteilen. Spannungsverschlep­ pungen entstehen durch den unbeab­ sichtigten Kontakt zwischen Zentrums­ schraube und leitenden Teilen im Mau­ erwerk (z. B. Armierungseisen). Normgerechte Gehäuse aus Kunststoff sind deshalb so konstruiert, dass die Isolation der für die Befestigung vorgesehenen, leitfähigen inneren Teile über den obe­ ren Teil des Befestigungsmittels heraus­ ragt. Und zwar um mindestens 10 % der maximalen Breite der Vertiefung des Be­ festigungsmittels. Schliesslich entspricht die neue Einheit von UP-Abzweigdose und Deckel exakt den in der Norm fest­ gelegten Werten für Isolationswider­ stand und Spannungsfestigkeit.

Geprüfte Ware verhindert Schäden Das Einführen der EN 60670 2005 zog das Entwickeln neuer Elektrokompo­ nenten wie Gehäuse für Dosen, Kappen, Abdeckplatten, Deckel, Erweiterungen und auch neue Geräte für die Installa­ tion nach sich. Der Vorteil dieser Neue­ rungen ist der bessere Schutz gegen äus­ sere Einflüsse und gegen unbeabsich­ tigtes Berühren von eingeschlossenen aktiven Teilen. Dose und Deckel bilden jeweils eine Einheit. Setzt also der Installateur EN 60670-typengeprüfte, durch electrosuisse zertifizierte Produk­ te ein, bleibt der Hersteller der Kompo­ nente in der abschliessenden Haftung und der Elektroinstallateur ist auf der sicheren Seite, rechtlich und praktisch. Der Preis für diese neue Sicherheit ist gering, aber es ist der Elektromonteur, der ihn bezahlt. Er muss seine lieb ge­ wonnenen und bewährten Installations­ gewohnheiten loslassen und sich neue Montagetechniken aneignen. Das Ange­ nehme: die neuen Produkte sind einfa­ cher zu montieren als herkömmliche. Als Beispiel diene der Steckdeckel mit

Vorteile für die Montage

Keine Chance geben der Spannungsverschleppung z. B. auf Armierungseisen. Agro-Dosen und Deckel erfüllen die EN 60670 und entlasten den Elektroinstallateur.

Die Einheit von Gehäuse und Innentei­ len erleichtern dem Monteur die Arbeit. Er benötigt weder Werkzeuge noch muss er selbst für einen stufenlosen Aus­ gleich zum Putz sorgen. Ebenso wichtig ist: Er arbeitet sicher und ist durch das Einsetzen von geprüften und zertifizier­ ten Produkten vor allfälligen Schadens­ ersatzforderungen und möglicher straf­ rechtlicher Verfolgung geschützt. Ver­ langen Sie Zertifikate respektive Be­ willigungen des ESTI direkt beim Hersteller. Zertifikate von AGRO kön­ nen Sie jederzeit von der Website her­ unterladen (www.agro.ch). ❚ AGRO AG 5502 Hunzenschwil Tel 062 889 47 47 www.agro.ch Elektrotechnik 5/10 I 27


Steckdeckel mit normenkonformer Zentrumsbefestigung

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Installations- & Gebäudetechnik

❚❚Grossandrang auf der Light + Building 2010

Im Zeichen der Energieeffizienz Mit über 180 000 Messebesuchern hat die Light + Building 2010 ihr Ziel übertroffen – gegenüber 167 000 im 2008. Das beweist, dass die weltweite Nachfrage nach energieeffizienter Licht- und Gebäudetechnik immens ist. Richard Staub 2177 Hersteller aus aller Welt präsentierten unter dem Leitthema Energieeffizienz auf einem ausgebuchten Messegelände – erweitert um die neue Halle 11 – ihre Neuheiten und Trends für Licht, Elektrotechnik sowie Haus- und Gebäudeautomation. Und informierte damit in einer einzigartigen Leistungsschau, was heute in Sachen Licht, Gebäudetechnik und Energiesparen möglich ist. Walter Tschischka, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH): «Die Messe hat klar gezeigt: Ohne Strom läuft nichts! Die Besucher konnten sich im E-Haus der E-Handwerke vom Wahrheitsgehalt dieser Behauptung überzeugen – und das gilt für alle Gebiete: von LED-Beleuchtung und E-Mobilität über Energieeinsparung bei Elektrogeräten bis zur Gebäudesystemtechnik.»

fektiven Wärmemanagements bei, die mit einer «richtigen» Umgebungstemperatur für einen optimalen Wirkungsgrad und hohe Lebensdauer sorgen. Zudem bietet die LED aufgrund ihrer Baugrös­se mehr Freiheit beim Leuchtendesign, zum Beispiel als miniaturisierte LED-Downlights. Kombiniert mit Mikroprismenstrukturen beweisen LED auch in Büroleuchten ihr Potenzial. Aus weis­sem und rotem LED-Licht lässt sich eine angenehme Farbtemperatur von 3500 K mit ausgezeichneter Farbwiedergabe exakt mischen. Gute Lichtqualität und Entblendung bieten ein hohes Mass an Sehkomfort an den Arbeitsplätzen. Die gegenüber dem Einsatz von Kompakt-Leuchtstofflampen reduzierte Anschlussleistung und der hervorragende Leuchtenwirkungsgrad verbessern deutlich die Energieeffizienz solcher Bürosysteme. Erstaunlich auch, wie stark bereits das Angebot für Strassenbeleuchtung mit LED gewachsen ist.

Auch bei Leuchten, die mit konventionellen Leuchtstofflampen bestückt sind, steht der Effizienzgedanke immer mehr im Fokus. Eine Optimierung der optischen Systeme für eine gezielte Lichtlenkung lässt Verbesserungspotenzial ausschöpfen. Die Einbindung in ein Lichtmanagementsystem, kombiniert mit einer bedarfsorientierten Steuerung über Präsenzmelder und/oder Umgebungslichtsensoren ist ein wichtiger Weg, um den Betrieb eines Beleuchtungssystems bezüglich Energieeffizienz zu optimieren.

Energieeffizienz, Vernetzung und Design 14 Milliarden Euro verschenken allein die Deutschen jährlich in ihren eigenen vier Wänden und die meisten wissen dies nicht einmal – gemäss einer Umfrage vor der L + B. Wie jedes Jahr seit der Gründung der Weltleitmesse war auch 2010 ein beeindruckendes Angebot an Innovationen im Gebäudetechnik-Be-

Der grösste Licht-«Showroom» der Welt mit etwa 1500 Ausstellern präsentierte das Gesamtspektrum der Lichttechnik. Während die Grössten der Branche mit ihren Ausstellungsständen halbe Hallen füllen, fühlt man sich in Halle 10 wie in einer «Chinatown»: Unzählige Hersteller aus Asien zeigen Tausende Modelle von Leuchten und Lampen, auch hier meistens LED (oft als Ersatz für Glühbirnen) oder Kompaktleuchtstofflampen. Bei Leuchten zeigen sowohl die Ökodesign-Richtlinie als auch die Entwicklungssprünge der LED-Technologie ihre Wirkung. Die gravierenden Fortschritte bei der Lichtausbeute, die lange Lebensdauer und die Energieeffizienz führen dazu, dass LED zunehmend KompaktLeuchtstofflampen verdrängen. Hierzu tragen intelligente Lösungen eines ef-

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LED, LED, LED

«Chinatown» in Halle 10: unzählige Anbieter von LED aus China. Elektrotechnik 5/10 I 29


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Zukunftsmarkt für Elektroinstallateure: Ladestationen für E-Mobilität – hier im E-Haus des ZVEH.

kann. Als Aushängeschild diente da und dort der Elektro-Roadster Tesla, der wohl mit seiner Spitzenleistung einen extragrossen Nachladebedarf haben dürfte, was seine Tauglichkeit bezüglich Nachhaltigkeit eher in Frage stellt. Ein solches Beispiel war auch im «E-Haus» des ZVEH zu sehen, welches unter dem Motto «Energie, Effizienz, Elektrotechnik und Intelligenz in einem» in 7 Räumen die wichtigsten innovativen Geschäftsfelder des Elektrohandwerkes erlebbar machte. Viele Produkte und Leistungen, die Fachbesucher an den Messeständen der Hersteller entdecken konnten, waren im «E-Haus» zu einem funktionierenden System gebündelt. Die Light + Building zeigte deutlich, dass die Ansprüche an das Elektrohandwerk steigen. Rationellere Methoden für die Installation müssen bekannt sein und angewendet werden. Elektrische Geräte

Trends in den Standards

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reich zu sehen, präsentiert von über 600 Herstellern des ganzen Spektrums moderner Elektrotechnik sowie Haus- und Gebäudeautomation. Das Thema Smart Home war dieses Jahr stark verknüpft mit Smart Meters, intelligenten Stromzählern, die den Energieverbrauch im Gegensatz zum klassischen Stromzähler detailliert erfassen und die einzelnen Verbrauchsgeräte über den Tagesverlauf effizient steuern. Damit erschliesst sich eine weitere Möglichkeit, den Energieverbrauch zu reduzieren. Ein weiteres Novum war augenfällig: Die Vorbereitung auf die zukünftig zu erwartende E-Mobilität. Denn was nützen Elektroautos, wenn keine entsprechenden Tankstellen zur Verfügung stehen? Solche Ladestationen (Home Charger) sollen mit einer Tarifwahlfunktion ausgestattet sein, sodass der Kunde den günstigsten Tarif wählen

Weltneuheit von Woertz: Sicherungselemente lassen sich über KNX ein- und ausschalten. 30 I Elektrotechnik 5/10

als solche – beispielsweise LED-Lampen – bieten ein hohes Sparpotenzial und intelligent vernetzt kann dieses nochmals bedeutend erweitert werden. Gleichzeitig können damit auch Komfort und Ergonomie gesteigert werden, etwa durch individuelle, einheitliche Bedienung von gedimmtem Licht, Jalou­ sien und Raumtemperatur. Zudem, das war gerade bei den grossen deutschen Schalterherstellern sehr augenfällig, wird neben Funktionalität das Design und dessen individuelle Auswahl durch den Endkunden immer wichtiger. Ein Beispiel von Innovation aus Schweizer Hand: Woertz zeigte einerseits Weiterentwicklungen seiner Flachkabelsysteme: safetyLINE bringt Flachkabel mit hoher Brandbeständigkeit, (für die Notbeleuchtung), wetLINE Flachkabelanschlüsse mit IP68-Schutz (für den Einsatz in Tunnelinstallationen). Eine Weltneuheit im Bereich KNX: Kommunikative Absicherung. Mit dieser lassen sich Sicherungselemente über KNX ein- und ausschalten sowie deren Betriebszustand kontrollieren. In der Woertz-Philosophie einer möglichst dezentralen Installation über Flachkabel ist dies eine Erweiterung mit hohem Potenzial.

Auf der Light + Building lassen sich auch immer gut Trends bezüglich internationalen Standards für vernetzte Gebäudetechnik verfolgen, da eine Vergleichsmöglichkeit zu vorherigen Messen gegeben ist. Einerseits bezüglich Grösse von Gemeinschaftsständen, andererseits durch die Anzahl von Ausstellungsständen mit entsprechenden Produkten. Zusammengefasst lassen sich folgende Aussagen machen: • KNX, 20 Jahre alt, hat sich weiter verstärkt und ist vor allem auch international gewachsen. Die Logos der vielen Mitglieder – an der Messe konnte als Nummer 200 Cisco begrüsst werden – und unzählige Produktbeispiele in einer Vitrine zeugten davon. Die Internationalisierung wurde auch deutlich bei der Verleihung der KNX Awards 2010. Am grossen Gemeinschaftsstand wurde die ganze Palette von Anwendungsmöglichkeiten sowie ein Einblick in die neue ETS4 als Systemintegrationstool gezeigt. Vor allem in den Hallen 8 und 11 waren unzählige neue KNX-Produkte zu sehen, seien es kostengünstigere Aktoren, Taster in neuem Design, Touchpanels in allen Grössen und Ankopplungen an TCP/IP.


Auf dem Weg zu einem erfolgreichen Funkstandard: En Ocean, batterielos und jetzt auch bidirektional.

• BACnet, bei der ersten Light + Building noch eine Einmannpräsenz, zeigte seine Bedeutung in Halle 9 mit einem nochmals vergrösserten Gemeinschaftsstand. 22 Mitglieder der BACnet Interest Group Europe (BIG-EU) demonstrierten, was qualifizierte Fachingenieure, aber auch Anwender und Facility Manager wissen müssen. Nach Aussage des Projektleiters des Gemeinschaftsstandes waren die 22 Produkte innert Tagesfrist miteinander vernetzt, dank exakten Vorgaben und dem Wissen der beteiligten Spezialisten. Genau dieses Wissen in der Systemintegration möchte die BIG-EU nun verstärken. Auch auf den Ständen der Hersteller für Gebäude­ automation war BACnet flächendeckend vertreten, sowohl bei kleineren wie auch bei den Big Playern. • Stark zugelegt hat EnOcean Alliance als Plattform für batterielose Funktechnik, zum ersten Mal mit einem grösseren Gemeinschaftsstand. Vorgestellt wurde auch die bidirektio­ nale Dolphin-Plattform, die nun den Einsatz bidirektionaler batterieloser Funksensoren ermöglicht. Ein Beispiel einer solchen Anwendung ist das neue Raumbediengerät ecoUnit1 von Sauter BC. Dank der bidirektionalen Kommunikation lässt sich über das Gerät jederzeit erkennen, wenn sich in einem Raum etwas ändert. Ein Display zeigt dabei einfach ver-

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Quelle: BUS-House

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Kabelrolle E-No 985 154 045 Kabelführung E-No 985 951 545

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Generalvertretung für die Schweiz: Zum ersten Mal auf einer Messe: Grosser Andrang auf dem Stand von digitalSTROM.

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Energiemanagement: rationell und effizient

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Installations- & Gebäudetechnik

ständliche Symbole für Zustände an, per Funk können auch neue Sollwerte und Timerdaten empfangen werden. An vielen Ständen waren neue Produkte mit EnOcean-Basis zu sehen, beispielsweise bei der Schweizer Omnio. • Zum ersten Mal war digitalSTROM. org mit einem kleinen Stand vertreten. Zusammen mit Partnern wurden verschiedene Applikationen gezeigt, zum Beispiel detailliertes Energie­ metering von IEQualize. Angekündigt wurde der Verkaufsstart erster Produkte gegen Ende 2010. Der Besu­ cherandrang auf dem Stand war riesig, was die Erwartung vieler Hersteller, Entwickler und Installateure zeigt. Ebenfalls ein wichtiger Schritt: Gemäss VDE ist die digitalSTROMTechnologie konform zu allen relevanten Normen und Standards zur Erlangung der VDE- und CE-Zertifikate. digitalSTROM soll ausschliesslich an mittels Schulungen zertifizierte Installateure vertrieben werden, eine entsprechende Zusammenarbeit mit dem ZVEH wurde bereits beschlossen. Als erster «klassischer» Schalterproduzent hat sich Kopp zu digitalSTROM bekannt und die Entwicklung eines ersten entsprechenden Tasters angekündigt. • Im Vergleich zu früheren Jahren scheint die Bedeutung von LON abgenommen zu haben. Der Gemeinschaftsstand war deutlich kleiner und auch bei den Herstellern für Gebäudeautomation, wo jahrelang LON als Standard deutlich im Vordergrund stand, sah man dieses Jahr BACnet als Schwerpunkt. Weiter gestärkt wurde DALI und immer häufiger wird auch DMX für schnelle Lichtsteuerungen, gerade bei LED, mit entsprechenden Schnittstellen, eingesetzt. SMI als Schnittstelle für Sonnenschutzantriebe wächst langsam, aber stetig. Sonnenklar, und deshalb fast nicht zu erwähnen, ist die Kommunikation über Ethernet/TCP/IP als Kommunikationsstandard, wobei die Inhalte nach wie vor überwiegend herstellerspezifisch sind. Weiterhin unübersehbar sind neben diesen Standards sicher die vielen proprietären Systeme, vor allem im Bereich Haussteuerungen. Meistens mit Funkübertragung, einige auch mit Powerline. Wie weit hier auch der gewiefte Elektroinstallateur überhaupt noch den Überblick für eine bewusste Auswahl haben kann, scheint dahingestellt. 32 I Elektrotechnik 5/10

Gebäudeautomation als Dienstleistung Beim Angebot der Lieferanten für Gebäudeautomationssysteme stand ganz klar der Faktor Energieeffizienz im Vordergrund, nicht zuletzt wegen der EN 15232 «Auswirkungen der GA-Funktionen auf die Energieeffizienz». Auch das Angebot für Raumautomation hat Zuwachs erhalten, zum Beispiel bei Beckhoff mit dem kompakten, flexibel nutzbaren Raum-Controller BC9191, verbunden über Ethernet, dank zwei Anschlüssen auch als Switch tätig. Auch Beckhoff bietet nun BACnet/IP-Integration als reine Software-Lösung. Bedingt durch die Komplexität von Gesamtanlagen, bauen viele Systemlieferanten ihr Dienstleistungsangebot aus.

Gerade im Bereich des Energiemonitoring, wo es darum geht, die spezifischen Bedürfnisse eines Liegenschaftenbetreibers umzusetzen. Daraus entstehen wiederum neue Kooperationen wie zum Beispiel von drei bisher getrennten Firmen, darunter der Schweizer Scada Soft, um das gemeinsam entwickelte Energiemanagementsystem e3m zum Marktführer im Bereich Software für Energiemanagement und Energiekontrolle in Europa auszubauen. Dahinter stehen langjährige Praxiserfahrungen im Energiemonitoring bei Migros und Coop. In Zukunft wird eine weitere Differenzierung der Gebäudeautomationssysteme bezüglich Objektgrösse und Umfang der Kundenbedürfnisse zu erwarten sein. z

KNX Award 2010 für herausragende Projekte

Ob gross oder klein, ob Wohn- oder Zweckgebäude, ob in Europa, Asien oder in den USA: Immer mehr Gebäudebesitzer, Planer und Systemintegratoren setzen KNX als das umfassendste System für vernetzte Gebäudetechnik ein. Waren es beim 1. KNX Award noch einige wenige Projekte aus Deutschland und der Schweiz, kamen in den letzten Jahren immer mehr Projekte aus anderen Ländern. An der 9. Verleihung 2010 wurden an der Light + Building elf Awards in acht Kategorien vergeben. Nachfolgend einige Beispiele: Die russische EcoProg Ltd. stattete für die führende russische VTB Bank im höchsten Gebäude von Moskau, dem «Federation Tower», Büros, Repräsentations- und Konferenzräume auf 33 Etagen mit KNX aus. KNX-Raumautoma­ tion steuert und regelt Beleuchtung, Beschattung und Heizung, Klima und Lüftung, ermöglicht hohen, individuellen Komfort und eine Reduktion des Energieverbrauchs. Delhi International Airport Ltd. aus Indien erhielt den KNX Award für das im März 2010 eröffnete Terminal 3 des internationalen Flughafens. Dort wurden rund 11 000 KNX-Geräte für über 100 000 Beleuchtungspunkte installiert, die bedarfsgerecht gesteuert werden. Die Firma Benolli aus Los Angeles wurde mit dem KNX Award für das komfortable Wohn- und Gästehaus des berühmten Baseballspielers Eddie Murray ausgezeichnet. Sein Wunsch war, höchsten

Komfort, gutes Design und Energieeffizienz zu kombinieren. Von Beleuchtung, Beschattung über Klimatisierung, Audio/ Video bis zu Alarmanlage und Kaminöfen sind alle erdenklichen Anlagen eingebunden. GDS Digital Systems Limited aus Athen wurde mit dem KNX-Special Award für das Projekt «Navarino Resort» in Griechenland bedacht. Im Mai 2010 wird der erste Teil eines gigantischen Resorts eröffnet, mit 766 Suiten in zwei Hotels, Golfplatz, Sport- und Therapieangebot sowie Konferenzräumen. Die Grösse ist auch die Herausforderung für KNX: Er verbindet 190 Hauptverteilungen mit Tausenden Kilometern Leitungen untereinander, um die gesamte Gebäudetechnik zentral zu managen. Das KNX-user-forum Deutschland gewann den einen Publicity Award für die ausgefallene Idee, ein Wohnmobil mit KNX auszurüsten. Das Projekt zeigte vielfältige und überraschende KNXFunktionen im «Heim auf Rädern», die Komfort, Sicherheit und intelligentes Energiemanagement ermöglichen. Zum Beispiel lösen Sensoren in Sitzen oder im Fussboden Befehle aus. Auch meldet KNX zu jeder Zeit über iPhone, wann Frischwasser oder Treibstoff nachgefüllt werden müssen. Die elf ausgezeichneten Projekte aus Europa, Asien und den USA bestätigten den raffinierten, flexiblen und effizienten Einsatz von KNX sowie die Vielfalt der zertifizierten Produkte zur Umsetzung.


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❚❚5. Schweizer Haustech Planertag

Auf dem Weg zum Green Building Am 25. Februar 2010 fand im Zürcher Kongresshaus zum 5. Mal der Schweizer Haustech Planertag statt. Gegen 400 Teilnehmer befassten sich mit den Chancen und Herausforderungen auf dem Weg zum mittlerweile von vielen Investoren und Betreibern gewünschten Green Building. Richard Staub

Rahmenbedingungen aus der Optik der Wissenschaft Hansjörg Leibundgut, Prof. Dr. für Gebäudetechnik der ETH Zürich, zeigte wie gewohnt einen fulminanten Strauss von neuen Lösungen für nachhaltige Gebäudetechnik. Planung soll dafür sorgen, in der Realisierung ein besseres Resultat zu erzielen. Der an der Professur

für Gebäudetechnik der ETH entwickelte «Design Performance Viewer (DVP)» ist ein Instrument, mit dem ein Gebäudemodell verschiedenen Tests unterzogen werden kann. Die Datengrundlage werden nach der Methode des Building Information Modeling (BIM) digital bereitgestellt (siehe Kasten BIM). Die Resultate des Energie-EmissionsTests werden in einem NS-E-Diagramm dargestellt; sie können innert weniger Sekunden auf der Basis von SIA 380/1 berechnet werden. Weitere Tools, beispielsweise für die Kostenprognose, sind in Bearbeitung. Das Ziel lautet: ZeroEmission, tiefe Gesamtkosten – Energie als Hilfsmittel zur ökonomischen Optimierung. Hansjörg Leibundgut zeigte die konkrete Umsetzung detailliert an einem neuen Wohnhaus sowie am Gebäude HPZ der ETHZ Hönggerberg, welQuelle: BUS-House

Ernüchternd, aber nicht erstaunlich: Die Verhandlungsdelegationen der teilnehmenden Länder am Klimagipfel 2009 in Kopenhagen konnten sich offensichtlich nicht auf konkrete und verbindliche Emissionseinschränkungen einigen. Auch die Schweiz konnte seit 1990 die CO2-Emissionen nicht signifikant senken. Eine Reduktion des CO2-Ausstos­ ses wird in Zukunft immer mit der Erhöhung der Energieeffizienz verbunden sein, fliesst doch gegen 50 Prozent des Energieverbrauchs in den Betrieb von Gebäuden. Zehn Referenten zeigten mögliche Lösungen, kompetent eingeführt von Tagungsmoderator Urs Rieder, Leiter Abteilung Gebäudetechnik, Hochschule Luzern. Er erläuterte, wie komplex das

Gebäude als System sein kann und dass auch in Luzern intensiv daran geforscht wird, wie man in der Planung bessere und einfache Instrumente entwickeln kann, um ein optimales Energieverhalten zu herzustellen. Die Spezialisten der HSLU haben bereits einige Projekte in der Phase des Architekturwettbewerbs entsprechend begleitet, womit die bis­ herige Überbewertung der ästhetischen Qualitäten korrigiert werden kann.

Rund 400 Teilnehmer am Haustech Planertag im Zürcher Kongresshaus. Elektrotechnik 5/10 I 33


Nachhaltiges Bauen – Konsequenzen für Investoren und Planer

Erika Meins, Researcher beim Center for Corporate Responsibility and Sustainability (CCRS) der Universität Zürich, stellte die vom CCRS und Praxispart-

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ches bald umgebaut wird. Die neuen Ansätze sind in vielen Punkten nicht minergiekonform, erreichen das gleiche Ziel aber mit wesentlich tieferen Kosten. Auch die Vernetzung spielt eine wichtige Rolle, dafür wird DigitalSTROM eingesetzt, beispielsweise für die Ansteuerung von Miniaturpumpen bei jedem Heizkörper anstelle von Ventilen. Bei beiden Projekten wird in spanische Photovoltaik-Kraftwerken investiert, um auch beim Strom voll auf Solarenergie zu setzen. Was, wie Dr. Rolf Wüstenhagen, Good Energies Lehrstuhl an der Universität St. Gallen, sich klar durchsetzen wird. Sowohl in der Schweiz als auch weltweit stammen rund 80 Prozent der verbrauchten Energien noch aus nicht erneuerbaren Quellen wie Erdöl, Kohle und Uran – im Verhältnis 80 zu 20. «Die Welt steht am Übergang von einer überwiegend nicht erneuerbaren zu einer erneuerbaren Energieversorgung (im Verhältnis von 20 zu 80)», ist Wüstenhagen überzeugt. Künftig werden kundenorientierte Innovationen und neue Geschäftsmodelle – wie in anderen Branchen auch – den Wandel beschleunigen. Eine erneuerbare Energiezukunft bietet enorme Chancen für die Schweizer Wirtschaft und den Managementnachwuchs.

Prof. Dr. Hansjörg Leibundgut konfrontierte die Fachleute mit unkonventionellen Lösungen..

nern mitentwickelte ESI-Immobilienbewertung vor. ESI bedeutet Economic Sustainability Indicator und bezweckt eine Bewertung der Nachhaltigkeit aus finanzieller Sicht. Eine nachhaltige Immobilie erhöht die Chance, aufgrund zukünftiger Entwicklungen an Wert zu gewinnen, woran jeder Investor interessiert ist. Umfangreiche Praxistests haben gezeigt, dass die Anwendung dieser Methode mit den zu beobachtenden Preistrends von Immobilien korreliert. So beträgt etwa der durchschnittliche

Aufpreis für ein Einfamilienhaus mit Minergiestandard 7 Prozent gegenüber einem «konventionellen». Gegenüber anderen Technologien für nachhaltige Energieerzeugung sind Solarkollektoren noch wenig eingesetzt, wie Prof. Matthias Rommel, Leiter Institut für Solartechnik, Hochschule Rapperswil, aufzeigte. Pro Schweizer Einwohner beträgt die installierte Fläche gerade ca. 1,5 A4-Blätter, wobei seit 2004 ein starkes Wachstum von jährlich 37 Prozent zu vermelden ist. Das Ziel

dinierungs- und Arbeitsaufwand, der mit BIM erheblich reduziert werden kann. Mit BIM nimmt der Architekt oder Fachplaner Änderungen an der Projektdatei vor. Diese Änderungen sind für alle Beteiligten, sowohl als Zeichnung als auch als Datenpaket, direkt verfügbar. Massen und Stückzahlen, die zum Beispiel als Grundlage zur Kostenkalkulation dienen, werden automatisch abgeglichen. Beispielsweise kann sich aufgrund von Änderungen im Grundriss die Zahl und Beschreibung der Türen in einem Gebäude ändern. Der Architekt ändert die Türen im virtuellen Gebäudemodell. Damit wird automatisch die Türliste verändert und bei entsprechender Verknüpfung sieht man die unmittelbare Auswirkung auf die Kosten. Kennzeichen und Vorteile des Verfahrens sind: – Verbesserte Qualität der Daten, da sie alle auf eine gemeinsame Datenbasis zurückgehen und ständig synchronisiert werden

– Unmittelbare und kontinuierliche Verfügbarkeit aller aktuellen und relevanten Daten für alle Beteiligten – Verbesserter Informationsaustausch zwischen Planungsbeteiligten – Kontinuierliche Datenaufbereitung während des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes

Building Information Modeling (BIM) Der Begriff Building Information Modeling (BIM) (Gebäudedaten-Modellierung) beschreibt eine Methode einer optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mithilfe von Software. Dabei werden alle relevanten Gebäudedaten kombiniert und vernetzt, bis hin zum virtuellen Gebäudemodell im Rechner. In der klassischen Bauplanung erstellt ein Architekt einen Entwurf und zeichnet diesen auf, heutzutage mithilfe von CADSystemen. Zur Kostenkalkulation wird eine Massenermittlung auf Basis der Zeichnungen erstellt. Die Pläne werden unter anderem Fachingenieuren, Brandschutzgutachtern und Behörden vorgelegt. Tritt eine Änderung der Planung auf, müssen die Zeichnungen geändert werden, die Massenermittlung muss angeglichen werden, alle Beteiligten erhalten aktualisierte Zeichnungen und müssen diese mit ihren Fachplanungen abgleichen. Dies verursacht einen erheblichen Koor-

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Durch den verbesserten Datenabgleich soll letztendlich die Produktivität des Planungsprozesses hinsichtlich Kosten, Terminen und Qualität gesteigert werden. Die im Mai 2009 in der Schweiz lancierte buildingSMART Initiative ist bestrebt, den modellbasierten und digital unterstützten Ansatz für die Optimierung der Planungs-, Ausführungs- und Bewirtschaftungsprozesse in der Schweizer Bauwirtschaft stärker zu etablieren und zu fördern. www.buildingsmart.ch


der EU lautet: 1 m2 pro Einwohner, was momentan nur Zypern annähernd erreicht. Prof. Rommel sieht eine grosse Chance für die Kombination Photovoltaik und Solarthermie, sogenannte Hybridmodelle, die momentan in Entwicklung stehen, erzeugen doch PV-Module nur 15 Prozent Energie und 85 Prozent Abwärme. Mit Hybridkollektoren kann auch die für die Energiegewinnung knapper werdende Gebäudefläche besser ausgenutzt werden. Ein wichtiger Schlüssel zur Verbesserung der Energieeffizienz und Reduktion der Treibhausgase stellt sicher die

Betriebsoptimierung dar. Dies bedingt entsprechende Instrumente wie ein genaues Energiemonitoring sowie Gebäude- und Raumautomation. Die EN15323 resp. SIA 386.110 beschreibt detailliert, wie die Gebäude- und Raumautomation ausgestaltet sein muss, damit diese einen hohen Beitrag an die Energieeffizienz leisten kann, wie Jürgen Baumann, Produkt Manager Modernisierung Energiedienstleistungen bei Siemens Schweiz AG, darstellte. Ein Beispiel: Die Beleuchtung wird manuell eingeschaltet und (vielleicht) ausgeschaltet. Intelligente Raumautomation schal-

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Quelle: Siemens

Gebäudeautomation kann viel zur Steigerung der Energieeffizienz und Reduktion der Treibhausgase beitragen, z. B. durch bedarfsgerechte Steuerung und Regelung bei der Raumheizung.

tet das Licht bei Abwesenheit ab und reduziert die Beleuchtungsstärke bei Zunahme des Tageslichtes. «Allein für die Erwärmung aller Schweizer Gebäude mit Gas und Öl wurden 2008 rund 8,5 Milliarden CHF ausgegeben. Ein grosser Teil dieser Kosten ist durch effizientere Gebäudeautomation dauerhaft vermeidbar», ist Baumann überzeugt. Im Vergleich zur Sanierung ganzer Gebäudehüllen ist die Ergänzung oder der Ersatz der Gebäudeautomation günstig. Das von Dirk Jacob, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme, vorgestellte Projekt «Building EQ» verfolgt ebenso ein intelligentes Energiemanagement in Gebäuden. Nach seinen Untersuchungen beträgt das Einsparpotenzial durch Betriebsoptimierungen in Nicht-Wohngebäuden 5 bis 30 Prozent, bei nicht- oder gering investiven Massnahmen. Ein Beispiel für Energieverschwendung ist das gleichzeitige Heizen und Kühlen von Räumen. Erschwerend in der Umsetzung einer guten Betriebsoptimierung sind vor allem mangelnde Kompatibilität technischer Systeme, fehlende Schnittstellen und die Angst der Betreiber, «dass bei ihnen Fehler entdeckt werden» (www.buildingeq-online.net) ❚


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❚❚Der tägliche Diskussionspunkt zwischen Bauherren, Planern und Unternehmern

1001 Regierapport – Teil 1 Täglich werden wahrscheinlich Hunderte von Regierapporten geschrieben und teilweise berechtigt oder eben auch nicht berechtigt der Bauleitung, Fachbauleitung, den Bauherren oder anderen Auftraggebern zur Unterschrift vorgelegt. Dabei stossen wir immer wieder auf teilweise «wilde» Argumentationen. Diese lassen sich in einer Skala von «berechtigter Regie» bis (leider) hin zur Kategorie «lächerlich» einteilen. Ein Anwalt hätte dabei teilweise noch ganz andere Begriffe in seinem Wortschatz. Marcel Schöb Die Worte «Regiearbeit» oder «Re­ gierapport» lassen auf Baustellen den Blutdruck anschwellen. Öfters führen sie zu hitzigen Diskussionen und end­ losen Vorwürfen unter den Beteiligten. Dabei sind in der SIA 118 ab Artikel 44ff der Begriff und die Behandlung von so­ genannter Regiearbeit klar geregelt. Grundsätzlich dürfen Regiearbeiten nur auf Anordnung der Bauleitung oder wenn diese im Werkvertrag enthalten sind, ausgeführt werden. Dieser Um­ stand geht bei vielen Beteiligten immer wieder vergessen. Im Artikel 44 sind die­ se wie folgt aufgeführt.

• Im Werkvertrag kann für einzelne be­ stimmte Arbeiten anstelle fester Preise (SIA 118 Art. 38 Abs. 1) vereinbart werden, dass sie in Regie auszuführen sind. Die Vergütung richtet sich nach Art. 48 ff. • Ausserdem kann die Bauleitung dring­ liche Arbeiten zur Abwendung von Gefahr oder Schaden sowie Arbeiten gemäss Art. 87 Abs. 4 und Art. 88 Abs. 2 in Regie ausführen lassen. So­ weit überblickbar, wird der mutmass­ liche Umfang der Regiearbeiten im Leistungsverzeichnis oder in der Bau­ beschreibung angegeben. • Regiearbeiten, welche die Bauleitung anordnet, bezeichnet sie rechtzeitig

vor Beginn als Regiearbeiten. Mit der Anordnung teilt die Bauleitung dem Unternehmer mit, ob der Unterneh­ mer oder die Bauleitung die Arbeit zu leiten hat. • Leitet der Unternehmer die Regiear­ beit, so stellt er, nach vorheriger Mit­ teilung an die Bauleitung, die für eine sachgerechte Aufsicht nötigen Poliere und Vorarbeiter während der nötigen Dauer an. Leitet die Bauleitung die Arbeit, so stellt der Unternehmer Poliere und Vorarbeiter nur auf aus­ drückliches Verlangen. Ebenso wich­ tig in diesem Zusammenhang ist der Artikel 45 der SIA 118. • Regiearbeiten, die im Werkvertrag nicht vereinbart wurden (Art. 44 Abs. 1), darf der Unternehmer unter Vorbehalt von Abs. 2 nur mit Zustim­ mung der Bauleitung ausführen. • Dringliche Arbeiten, die zur Abwen­ dung von Gefahr oder Schaden uner­ lässlich sind, führt der Unternehmer in Regie aus, ohne eine Anordnung der Bauleitung abzuwarten. Er meldet sie sofort der Bauleitung. Die Baulei­ tung kann solche Arbeiten jederzeit einstellen lassen. Werden sie trotzdem weitergeführt, so erhält der Unter­ nehmer dafür keine Vergütung. Zudem sind in den nachfolgenden Arti­ keln die gesamte Rapportpflicht und Abrechnung geregelt. Mit diesen Punk­ ten scheint die Regiearbeit in der SIA 118 klar geregelt zu sein. Leider kommt es trotzdem in vielen Fällen zu Diskus­ sionen. Um die Problematik zu verdeut­ lichen bzw. alle Beteiligten zu sensibili­ sieren, wollen wir uns nachfolgend eini­ ge konkrete Fälle aus der Praxis anschauen.

Beispiel für einen Regie­rapport. 36 I Elektrotechnik 5/10

Fall 1: Sehr kleiner Rapport Für eine kleine Regiearbeit erstellt der


blue e mode

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bauleitende Monteur einen Regierapport über 0,5 Stunden für einen Montage-Elektriker-Lehrling im 1. Lehrjahr. Der Rapport wurde fristgerecht per Post der Bauleitung zur Unterschrift eingereicht. Solche Rapporte werden sicher von jeder Bauleitung ohne Rückfragen unterzeichnet. Der Unternehmer muss sich aber ernsthaft überlegen, ob die Ausstellung und anschliessende Verrechnung eines so kleinen Rapportes Sinn macht. Gemäss Werkvertrag für dieses Objekt kann der Unternehmer für eine Regiestunde für den erwähnten Mitarbeiter Fr. 40.– verrechnen. Der fragliche Rapport führt also zu einer Rechnung von Fr. 20.– (exkl. MwSt.)! Der Unternehmer wäre wahrscheinlich besser gefahren, wenn er auf diesen wohl berechtigten Rapport verzichtet hätte. Stattdessen könnte die fragliche halbe Stunde nach Rücksprache mit der Bauleitung bzw. Bauherrschaft bei einem grösseren Rapport dazugeschlagen werden. Auch hier gilt: Ein klärendes Gespräch bringt in solchen Situationen mehr als alles andere. Insbesondere hilft es dem Unternehmer, unnötige Verwaltungskosten auszulösen.

Fall 2: Kanäle in 4. Stock tragen In einem Gewerbehaus erfolgt im 4. OG ein Mieterausbau. Im Rahmen dieser Arbeiten sind durch den Elektrounternehmer auch Brüstungskanäle zu installieren. Die Rund 80 m Kanäle werden durch den Elektriker geliefert und montiert. Nach deren Lieferung und Mon­tage schickt der Elektrounternehmer einen Regierapport über zwei Stunden für einen Elektromonteur und einen Bauleitenden Elektromonteur an die Bauleitung. Unter der Rubrik «Arbeit» kann folgender Text nachgelesen werden: «Transport von 80 m Brüstungskanal in die Büros im 4. Obergeschoss.» Die verantwortliche Bauleitung weist diesen Rapport mit folgender Begründung zu Recht zurück: • Der Unternehmer wurde bereits bei der Offertstellung im Rahmen der Arbeitsausschreibung darauf aufmerksam gemacht, dass die Arbeiten im 4. Obergeschoss des erwähnten Bauobjektes auszuführen sind. • Der Transport sämtlicher Materialien ist in den Leistungspositionen des NPK eingerechnet und können nicht separat geltend gemacht werden. • Der Unternehmer hat die nach seiner Ansicht auflaufenden Regiearbeiten weder vorgängig bei der Bauleitung angemeldet, noch hat diese dem Unternehmer grünes Licht gegeben für die Ausführung von Regiearbeiten. • Der fragliche Regierapport wurde zudem zirka zwei Monate nach dem Transport der Kanäle ins 4. Obergeschoss ausgestellt und der Bauleitung zugestellt. Die Lieferung des Rapportes an die Bauleitung erfolgte zeitgleich mit der Erstellung der Abrechnung durch den Unternehmer. Nach einer kurzen Diskussion mit dem Unternehmer hat dieser den Rapport kommentarlos zurückgezogen und vernichtet.

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Installations- & Gebäudetechnik

Fall 3: Beschriftung Steckdosen Im Rahmen der SIA-Abnahme der Elektroinstallation eines kleineren Gewerbebaus wurde unter anderem die fehlende Beschriftung der Elektroinstallation bemängelt. Die Steckdosen, usw. waren nicht mit der Verteilung (UV) und der entsprechenden Sicherungsbezeichnung (z. B. UV 02 – 101F1) versehen. Dies ist nach den gültigen Normen zwingend erforderlich. Bauherrschaft, Bauleitung und Unternehmer haben sich im Rahmen der Abnahme darauf geeinigt, die Beschriftung mittels P-touch auszuführen. Nachdem die Beschriftung durch den Elektrounternehmer nun angebracht war, stellte dieser der Bauleitung einen Regierapport über 16 Stunden eines Bauleitenden Monteurs zu. Die Bauleitung weist diesen Rapport mit folgender Begründung zu Recht zurück: • Jede NPK-Leistungsposition enthält alles, was für eine normengerechte Ins­tallation notwendig ist. So können wir in den Erläuterungen des NPK in jedem Kapitel den folgenden Satz nachlesen: «Die NPK-Leistungsposition enthält alles, was für die komplette, betriebsfertige Installation notwendig ist. Die anerkannten Regeln der Technik werden berücksichtigt. Jede Leistungsposition enthält wo nötig anteilmässig eine einfache Beschriftung z. B. Kabel mit Filzstift, Schalter mit Klebeband von Beschriftungsgerät, LS mit Klebeband von Beschriftungsgerät oder einfache Legende.» Die Aussage dieses Satzes ist eindeutig. • Der Unternehmer hat die nach seiner Ansicht auflaufenden Regiearbeiten weder vorgängig bei der Bauleitung angemeldet, noch hat diese dem Unternehmer grünes Licht gegeben für die Ausführung von Regiearbeiten.

Der Aufwand wäre für den Elektrounternehmer sicher kleiner gewesen, wenn die jeweilige Beschriftung direkt bei der Installation der jeweiligen Komponenten oder spätestens bei der innerbetrieblichen Schlusskontrolle erfolgt wäre. Der fragliche Rapport wurde auch hier durch den Unternehmer nach einigen Diskussionen zurückgezogen. Wünscht der Bauherr allerdings eine Beschriftung mit gravierten Schildern (Bild 2), so sind diese separat zu verrechnen. Entsprechende Leistungspositionen sind im NPK enthalten und können für die Verrechnung beigezogen werden. Wichtig ist es, den Bauherrn auf diesen Umstand hinzuweisen, bevor die Arbeiten ausgeführt werden. Ansonsten sind Diskussionen nach Ausführung der Beschriftung und Vorliegen der Rechnung vorprogrammiert.

Fall 4: Bohrfirma beschädigt Leitung Wer kennt es nicht? Viele Gewerbe- und Industriebauten werden erstellt, ohne genau zu wissen, was und welche Art Betrieb anschliessend in diesen Gebäuden beheimatet sein wird. Ziel ist also, ein möglichst «multifunktionales» Gebäude mit nur einem Grundausbau zu erstellen. Dabei handelt es sich vor allem um die Kern- und Steigzonen sowie der Grund­ installationen in den allgemein zugänglichen Räumen wie Treppenhaus, Korridore, Lifte usw. Irgendwann während dieser Arbeiten werden dann laufend ganze oder Teile von Stockwerken vermietet und/oder verkauft. Meist nach einer kurzen Planungszeit beginnen anschliessend die Mieter- bzw. Eigentümerausbauten. Dabei werden oft auch Kernbohrungen für Heizung, Lüftung, Klima und Elektro nötig, und wie nicht anders zu erwarten, werden bei diesen Bohrungen bereits eingelegte Elektroleitungen «getroffen» und zertrennt. Diese müssen dann je nach Situation möglichst

Bei der Erstellung solcher Bohrungen werden immer wieder eingelegte Leitungen getroffen. 38 I Elektrotechnik 5/10

2 Beschriftung mit gravierten Schildern.

rasch repariert und wieder in Betrieb genommen werden. Diese Arbeiten haben entsprechende Regierapporte zur Folge. Hier liegt der «klassische» Regiefall vor. In vielen Fällen sind hier «dringliche Arbeiten zu erledigen, die zur Abwendung von Gefahr oder Schaden unerlässlich sind». Der Unternehmer führt also die Arbeiten ohne Anordnung der Bauleitung aus, meldet diese derjenigen aber sofort. Dieser Fall liegt vor, wenn zum Beispiel eine Telefonleitung eines anderen Eigentümers/Mieters zertrennt wurde, oder die Lichtinstallation des Treppenhauses nicht mehr funktioniert oder, oder ... In all diesen Fällen wird es kaum zu Diskussionen zwischen den verschiedenen Beteiligten kommen. Sollte dies trotzdem der Fall sein, hat der Unternehmer sicher die besten Karten und wird die Leistungen bezahlt bekommen.

Fazit Wie oben bereits erwähnt, lässt der Begriff «Regie oder Regierapport» den Blutdruck von Bauleitung und Bauherr anschwellen. Daher ist es immens wichtig, dass die SIA-Normen eingehalten werden. Nur so hat der Unternehmer die richtigen Argumente auf seiner Seite und somit auch die besten Karten in der Hand. Weitaus am besten fährt man im Verlauf eines Projektes auch hier mit einem klärenden Gespräch mit den Beteiligten. So können viele Diskussionen um dieses leide Thema vermieden werden und es hilft allen Beteiligten, dem erfolgreichen Projektabschluss ohne Gerichtsfall einen Schritt näher zu kommen. ❚


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Licht & Leuchten

Lichtmanagement in der Industriehalle In der neuen Industriehalle von Roche Diagnostics in Rotkreuz wird Kunst-, Tages- und Notlicht über ein System ­gesteuert. Abrufbare Stimmungen ermöglichen hohe Behaglichkeit für die Benutzer. Die tageslicht- und präsenz­ abhängige Steuerung minimiert Energieverbrauch und Wartungskosten. Die Betreiber können die Beleuchtungen über eine grafische Oberfläche selber anpassen. Richard Staub

Ein System für Normal- und Notbeleuchtung und Beschattung Mit dem Neubau konnte Roche den wachsenden Bedarf für die Produktion befriedigen und zudem die zur Produktion gehörenden Büroarbeitsplätze integrieren, welche zuvor auf dem gesamten Gelände verteilt waren. Das dreistöckige Produktionsgebäude ist 101 m lang und 65 m breit. Die zwei Produktionshallen (1800 m2) sind zwecks hoher Flexibilität ohne Pfeiler. Im obersten Stockwerk befinden sich Open Space Büros, Sitzungszimmer und eine geräumige Cafeteria. Für den Betrieb der Gebäudetechnikanlagen nutzen die Facility Manager von Roche ein Gebäudemanagementsystem. Dieses steuert und überwacht über eine einheitliche Bedienung die Gebäude auf Quelle: BUS-House

Für Industriebetriebe gilt: Das Auge ist das entscheidende Kontroll- und Steuerorgan im komplexen Produktionsprozess. Diese Sehaufgabe verlangt ausreichendes und blendfreies Licht, um eine schnelle visuelle Wahrnehmung und hohe Konzentration zu ermöglichen. Bessere Leistung, geringere Ermüdung, weniger Fehler und weitaus weniger Arbeitsunfälle dank höherer Beleuchtungsstärken belegen zwei Studien (TU Ilmenau 1996, 2000). Eine geschickte Kombination vom Tageslicht, das durch die vielen Scheddächer in den Raum hineinfällt, und der künstlichen Beleuchtung, die sich an die Tageslichtmenge anpasst, bringt eine Energieeinsparung von bis zu 70 % und reduziert die Wartungskosten durch weniger häufigen Wechsel der Lampen in grosser Höhe – eine von vie-

len Anforderungen an die neue Indus­ triehalle von Roche.

dem Campus und dessen Subanlagen. Diese Integration ist umso zweckmässiger, je mehr Subanlagen verschiedene Gewerke verbinden. Im Laufe der Projektierung entschieden sich Bauherrschaft und Planer für den Einsatz von Leuchten und Steuerung von Zumtobel Licht. Ausschlaggebend für die Wahl waren unter anderem die rationelle Installation mit dem bewährten Lichtschienensystem Tecton sowie die Integration der Steuerung von Kunst-, Tages- und Notlicht in einem System. Durch die konsequente Integration verschiedener Module in das Tragschienensystem passt sich das Lichtbandsystem auf kundenspezifische Anforderungen an. Die 11-polige integrierte Stromschiene ermöglicht zum Beispiel die Anspeisung von Notleuchten, Busleitungen oder Lautsprechern ohne zusätzlichen Installationsaufwand. In diesem Projekt wurden neben den Normal- und Notleuchten LED-Fluchtwegleuchten, Präsenzmelder und Lautsprecher integriert. In den Büros sorgen autonom geregelte Stehleuchten, in der Cafeteria Einbauleuchten mit mildem Licht von Zum­ tobel für Behaglichkeit.

Lichtmanagement von Kunst- und Tageslicht mit Luxmate-Litenet

Blick in eine Produktionshalle mit den abgehängten Tecton-Schienen für Beleuchtung.

Das eingesetzte Produkt Luxmate-Litenet steuert Kunstlicht (Leuchten) und Tageslicht (Jalousien) automatisch entsprechend den Benutzervorgaben. Die Benutzervorgabe erfolgt durch einen Stimmungsaufruf, entweder manuell (Taster, Touchpanel), über Anwesenheitssensoren oder über das Eintreten der vom Gebäudebetreiber entsprechend definierten Ereignisse (Zeit, Sonnenstand). Gewisse Funktionen lassen sich über das zentrale GebäudemanageElektrotechnik 5/10 I 41


Leistungsstarke LED-Produkte von Zumtobel faszinieren durch hohe Effizienz, hervorragende Farbwiedergabe, Wartungsfreiheit und anspruchsvolles Design.

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übersteuert werden. (Auf, Ab, Fensterreinigung, Jalousienreinigung). Für jeden Raumtyp wurde ein Pflichtenheft erstellt, um die Funktionen detailliert festzulegen. Ein Beispiel: Um das Lichtmanagement mit Einzeladressierung der Leuchten voll auszunutzen, sind die Hallen in Lichtgruppen unterteilt (Arbeitsplatz- und Palettenlagerzonen). Entsprechend diesen Zonen sind die Anwesenheitssensoren platziert. Die Anwesenheitssensoren sind dauernd aktiv, haben jedoch zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Funktionen. Wird während der Hauptnutzungszeit die erste Person erfasst, so wird in dieser Zone auf Stimmung 1 (tageslichtabhängig) geschaltet. Alle weiteren Zonen in der gleichen Halle werden auf ca. 10 % geschaltet (Stimmung 2). Je nach Nutzungszeit und Anwesenheit wird verzögert auf Stimmung 2 oder Stimmung 0 (0 %) ge-

Luxmate Litenet Lichtmanagement

Die 11-polige in das Tecton-Tragsystem integrierte Stromschiene ermöglicht in diesem Projekt die Anspeisung von Normal- und Notleuchten, Präsenzmeldern und Lautsprechern ohne zusätzlichen Installationsaufwand.

mentsystem des Campus abrufen, in das Luxmate-Litenet per TCP/IP eingebunden ist. Die Parameter der abrufbaren Stimmungen werden systematisch spezifiziert und können bei Bedarf geändert werden, da sie softwarebasiert sind. Die Funktionsweise im Detail am Beispiel Kunstlichtsteuerung: Die Lichtleistung der Leuchten wird stufenlos so dem einfallenden Tageslicht angepasst, dass sich die aus Tages- und Kunstlicht resultierende Beleuchtungsstärke optimiert auf die Nutzungssituation und möglichst störungsfrei für den Raumnutzer um den gewünschten Sollwert bewegt. Dafür ermittelt der auf dem Dach montierte Tageslichtmesskopf die aktuelle Aussenlichtsituation (direkter und diffuser Sonnenanteil mit 360°-Messung). Die rechnerische Verarbeitung der Werte im Litenetserver berücksichtigt Faktoren wie die geografische Position des Gebäudes, Schat­tenwurf oder Reflexion von Gebäuden und Bergen, Transmissionsgrad der Fenster und der Behänge usw., um daraus Befehle an die Komponenten für Beleuchtung und Sonnenschutz zu generieren. Algorithmen vermeiden zudem schnelle Änderungen der Lichtleistung und oftmaliges Ein- und Ausschal-

Die neue Ciria-Bedienstelle. Zumtobel entwickelt und produziert seit über zehn Jahren Lichtmanagement-System und ist dabei Pionier in der digitalen Ansteuerung von Vorschaltgeräten. Luxmate Litenet ist ein umfassendes Lichtmanagementsystem für Kunst-, Tagesund Notlicht. Für den Abruf von Stimmungen hat der Benutzer verschiedene Möglichkeiten, beispielsweise batterielose Funktaster, Circle- und ganz neu Ciria-Bedienstellen oder Litenet incontrol (Visualisierungs-Software für Touchpanel oder PC). Litenet ermöglicht dem Facility Manager die Umorganisation von Flächen per Mausklick. Im System sind vordefinierte Raumprofile für Konferenzräume, Büros, Flure, Kommunikationsräume und andere typische Nutzungen hinterlegt. Neben Flexibilität sind zusätzliche Funktionen möglich wie Dimming on Demand (Wechseln von geschalteten auf gedimmte Leuchten durch bezahltes Software-Update), Maintenance Control (automatische Anpassung der Beleuchtungsstärke mit Berücksichtigung der Alterung der Lampen) sowie die nahtlose Notlicht-Integration. In der Kommunikation basiert Litenet auf durchgehender digitaler Kommunikation mit internationalen Standards wie

DALI und Ethernet. Litenet bietet zudem für die Kommunikation mit übergeordneten Gebäudemanagementsystemen die Standards BACnet und OPC an. Luxmate Litenet benutzt die Hardware-Infrastruktur als stabile Basis. Neue Funktionalitäten kommen per Software-Upgrade hinzu. Litenet inbuild dient als Projektierungssoftware, Litenet insite als Managementsoftware für den Betreiber. Diese zentrale Kommandostelle bündelt alle Informationen und zeigt am Bildschirm den aktuellen Status an. Auch ein umfassender Eingriff in das System und die Durchführung von Notlichttests sind über die zentrale Software möglich, bedienbar auch durch Nichtspezialisten. Die Hardware umfasst Server, Controller, Bediengeräte sowie Schalt- und Dimm­aktoren. Drei auf die Grösse eines Projektes zugeschnittene Lösungspakete stehen zur Verfügung: Das kleinste Litenet economy mit maximal 500 Ausgangsadressen und Litenet compact mit maximal 2000 Adressen, beide ohne Server und reduziertem Funktionsumfang. Litenet flexibel bietet maximale Flexibilität und die Einbindung von 10 000 Ausgangsadressen mit einem zentralen Server.

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Licht & Leuchten

Quelle: BUS-House

ten der Leuchten, weil das die Raum­ nutzer mehrt stört als die durch das Aussenlicht bedingten Helligkeitsschwankungen. Verstellt der Raumnutzer in einer vorübergehenden Son­der­ situation die Lichtleistung, so wird für die betroffenen Leuchten die Tages­licht­ automatisierung befristet deaktiviert. Analog funktioniert die Beschattungssteuerung: Bei Vorliegen der Blendoder Sonnenschutzkriterien werden die Jalousien nach unten gefahren und die Lamellen der Jalousien derart dem Sonnenstand nachgeführt, dass keine direkte Sonnenstrahlung in den Raum eindringen kann (Blend- und Wärmeschutz). Auch hier wird zu häufiges Auf- und Abfahren verhindert und die Automationsfunktionen werden bei manueller Bedienung befristet deaktiviert. Über Touchpanel und Gebäudemanagementsystem können die Jalousien fassadenweise


Quelle: BUS-House

Quelle: BUS-House

Licht & Leuchten

Luxmate Litenet steuert aufeinander abgestimmt Kunst- und Tageslicht, hier in der Cafeteria.

Zentrale Komponenten von Luxmate Litenet samt Litenetserver.

dimmt. Über das Touchpanel oder das Gebäudemanagementsystem kann die Beleuchtung übersteuert werden. Litenet bestimmt zudem detaillierte Ausfallreaktionen bei Spannungsausfall- und Wiederkehr oder bei Busausfall.

rung von Parametern erfolgt per Drag &  Drop und setzt keine technischen Systemkenntnisse voraus. Damit kombiniert Luxmate Litenet höchste Ansprüche an Management von Tages- und Kunstlicht mit niedrigen Bewirtschaftungskosten. z

Integration Notlichtsteuerung Eine wichtige Aufgabe im Zweckbau übernimmt bei Stromausfall oder anderen Betriebsstörungen die Sicherheitsbeleuchtung mit Notleuchten und Rettungszeichen. Meistens wird diese im Neubau mit einem separaten System ausgeführt, was unnötigen Aufwand und Funktionseinschränkung bringt. Die in diesem Neubau eingesetzte zentrale Onlite-CPS-Anlage von Zumtobel ist dagegen steuerungsmässig in Litenet integriert. Im Normalfall folgen die Not-

leuchten wie die Normalleuchten den entsprechenden Stimmungsaufrufen. Im Fehlerfall schalten die Notleuchten auf 10 %-DC-Betrieb. Da aufgrund der Produktionsflexibilität die Grösse der Arbeitsbereiche auch flexibel sein muss, kann die Beleuchtung inklusive Notleuchten ohne Neuinstallation der Lichtsteuerung angepasst werden. Über die Softwareoberfläche Litenet insite können die Betreiber die gesamte Anlage von jedem gewünschten PC aus anpassen und überwachen. Unter anderem bietet dieses zentrale Kommandopult die Überwachung der Notbeleuchtung, Durchführung von Notlichttests, Statusanzeigen, Alarm bei Leuchtenausfall sowie Reports zum Energieverbrauch. Die Umkonfiguration von Beleuchtungsgruppen oder die Verände-

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& Multimedia M U LTelematik T I M E D I A

❚ WLAN Telefonie VoIP Triple play Netzwerktechnik

❚ R&M: Aufhellung in Sicht

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&

Einschätzung seine Marktanteile in allen Regionen leicht ausgebaut. Auf dem Markt für private Netze verzeichnete R&M einen Rückgang von 21 %, im Markt www.satelco.ch für Telekommunikationsnetze –16 %. Die Zahl der Mitarbeitenden reduzierte sich auf 600 (Vorjahr 650). Gleichzeitig steigerte R&M die Zahl der Mitarbeitenden im Produktmanagement und in Forschung und Entwicklung, um www.stfw.ch Lösungen für Data Center, FTTH und neue Kupfer-Technologien wie Cat. 6A gezielt voranzutreiben.

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❚ Schnellere Transistoren könnten Energie sparen Transistoren, die Grundbausteine der Elektronik, arbeiten mit Energieverlust und sind Energiefresser. Forscher der ETH Zürich und EPF Lausanne haben nun Transistoren entwickelt, die hohe Schaltgeschwindigkeiten und Ausgangsleistungen erzielen. Sie können deshalb energieeffizienter eingesetzt werden und den Energieverbrauch und die CO2-Emission senken. Mit sogenannten «High Electron Mobility Transistors (HEMTs)» aus Aluminium-Galliumnitrid auf einem Silizium-Grundsubstrat gelang dem Forscherteam von Colombo Bolognesi, Professer an der ETH Zürich, Transistoren mit Redkordfrequenzen bis 108 GHz zu bauen. Nun haben die Forscher das neue Material Aluminium-Indiumnitrid verwendet. Das AlInN weist eine deutlich grössere Bandlücke («band gap») auf als bis anhin verwendete Materialien. Die Bandlücke bestimmt zum Teil die physikalischen Eigenschaften eines Festkörpers. Neue Materialien mit grösseren Bandlücken ermöglichen es, Transistoren zu bauen, die deutlich

höhere Temperaturen, Stromspannungen und www.satelco.ch www.suprag.ch www.rdm.com aushalten als solche aus Silizium. «Andere Wissenschaftler haben bereits gezeigt, dass AlInN-Transistoren bei Temperaturen bis zu 1000 Grad Celsius funktionieren – was die Möglichkeiten von Silizium oder www.stfw.ch www.suprag.ch AlGaN bei Weitem übertrifft», sagt Bolognesi. Bis anhin galten die AlInN-Transistoren aber als zu langsam. Das konnten die Wissenschaftler nun widerlegen. Es gelang ihnen, den www.satelco.ch bisherigen Rekord des AlInN-Transistors auf www.bks.ch Silizium mit einem AlInN-Transistor auf Siliziumkarbid zu brechen. Sie erhöhten die Grenzfrequenz auf einen Schlag um 41 Prozent: auf 144 GHz. «Das ist enorm viel», www.stfw.ch www.rdm.com schwärmt Bolognesi. «Stellen sie sichwww.suprag.ch vor, ein Sprinter würde auf 100 Meter plötzlich 40 Prozent schneller rennen». Eine der möglichen Anwendungen ähnlicher Transistoren könnten Verstärker in konventionellen Funkantennen sein. Dort würde sich einer der Vorteile der auf Galliumnitrid basierenden Transistoren, ihre Energieeffizienz, in geringeren Energiekosten niederschlagen. «Ein Netzwerkbetreiber von Mobiltelefonen mit 10 000 Basisstationen, ausgerüstet mit traditionellen Verstärkern, braucht 30 Megawatt Leistung pro Jahr bei einer CO2-Emmission von 100 000 Tonnen», sagt Bolognesi. Etwa 80 Prozent der Energie geht dabei als Wärme verloren und noch mehr, wenn die www.satelco.ch Senderanlagen gekühlt werden. www.bks.ch Dank Galliumnitrid-Transistoren könnten Netzwerkbetreiber ihren Energieverbrauch deutlich verringern. Dadurch könnten wiederum mehrere Zehntausend Tonnen CO2 eingewww.suprag.ch www.rdm.com www.kochag.ch High Electron Mobility Transistors mit 6www.stfw.ch Steuerelektroden. spart werden. www.stfw.ch Leistungen

T E L E M A T I K

Der Schweizer Verkabelungsspezialist Reichle & De-Massari AG erzielte im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von CHF 192 Mio. (–22 %) «Immerhin konnten wir im letzten Quartal den Rückgang auffangen. Aufhellung ist in Sicht», sagt CEO Martin Reichle. Der EBIT 2009 liegt bei 6 %. Der Exportanteil fiel auf 75 % zurück (Vorjahr 78 %). In der Schweiz war die Wirtschaftsund Finanzkrise weniger stark ausgeprägt, sodass der Umsatzanteil des Heimatmarktes an Gewicht zulegte. Gewachsen ist R&M nur in Indien und Ungarn. Im Vergleich zu den Wettbewerbern hat das Unternehmen nach eigener

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Kommunikation ist mehr als Technik Technisch gesehen stehen viele Möglichkeiten für Unified Communication & Collaboration zur Verfügung. Um diese zu nutzen, benötigen die Unternehmen aber auch eine entsprechende Kultur, wie an der diesjährigen Computerworld-Konferenz zum Thema zu hören war. Richard Staub An der Computerworld-Konferenz «Unified Communication & Collaboration UCC» trafen sich vergangenen März 140 Entscheider aus Anwender­ unternehmen und der Industrie, um die Frage zu beantworten, wie UCC dem Geschäftserfolg nutzen kann. Unified Communications (UC) beschreibt die Integration von Kommunikationsmedien in einer einheitlichen Anwendungsumgebung. Durch die Zusammenführung aller Kommunikationsdienste und die Integration mit Präsenzfunktionen soll UC die Erreichbarkeit von Kommunikationspartnern in verteilter Arbeit verbessern und so geschäftliche Prozesse beschleunigen. UC integriert Medien mittels einer logischen Steuerungsschicht und basiert technisch auf IPTechnologie. Moderne UC-Lösungen geben diesen verschiedenen Kommunikationswegen aber nicht nur eine einheitliche Bedienoberfläche, sondern fassen die In-

formationen auch auf einer gemeinsamen IP-Plattform zusammen, um die Voraussetzung für Datenverfügbarkeit und -sicherheit zu schaffen. Dadurch wird Collaboration, also die virtuelle Zusammenarbeit von Mitarbeitern, möglich, die Unternehmen neue Synergien sowie erhöhte Produktivität bietet. Aus UC wird damit Unified Communication & Collaboration UCC. Folgende Merkmale gehören zu UCC: IP-Telefonie, Web-Konferenzen, Instant Messaging, Präsenz-Management, Personal Information Management und Kalender sowie die Integration in Unternehmensanwendungen. Die Anbieter von UCC-Lösungen haben unterschiedliche, historisch gewachsene technische Hintergründe. Die relevanten Bereiche sind dabei vor allem Netzwerkelemente (Router, Switches, Telefonanlagen) und IT-Anwendungen (Groupware, Office-Suits). Da die einzelnen Anbieter nicht alle notwendigen Elemente für eine UCC-Lösung aus einer Hand liefern können, sind sie einer-

seits auf Zusammenarbeit angewiesen, andererseits konkurrieren sie mit zum Teil ähnlichen Lösungen. Zu den UCCAnbietern für die Schweiz gehören: Aastra, Alcatel-Lucent, Avaya, Cisco, Getronics, IBM, Microsoft, Panasonic, Swisscom oder T-Systems International.

Welche Unternehmenskultur bedingt die Nutzung von UCC?

Quelle: BUS-House

Telematik & Multimedia

❚❚Unified Communications & Collaboration

Konferenz «Unified Communication & Collaboration UCC»: Entscheider stehen vor der Frage, wie ­Sprache, Daten und andere Dienste auf einer Plattform zu integrieren sind. 46 I Elektrotechnik 5/10

Verteiltes Arbeiten in Teams und Projekten ist oftmals gekennzeichnet durch schlechte Erreichbarkeit der Teammitglieder und das Fehlen von Informationen, was andere Teammitglieder tun. Darüber hinaus ist die Kommunikation am Arbeitsplatz heute häufig komplex und dominiert durch Unterbrechungen und Störungen. Gleichzeitig steigt die Anzahl verfügbarer Medien und Geräte, die dem durchschnittlichen Anwender zur Verfügung stehen. Paradox an dieser Situation ist, dass trotz erweiterter Kommunikationsmöglichkeiten sich die Erreichbarkeit weiter verschlechtert, während die Komplexität weiter steigt. UCC werden von ihren Herstellern als Antwort auf diese unerfreuliche Situation positioniert. Die Hersteller versprechen eine Entlastung beim Management der eigenen Kommunikation, die Verbesserung der Erreichbarkeit in verteilter Arbeit und generell bessere und effizientere Information unter den Mitarbeitern. Wichtig ist dabei auch die mobile Kommunikation, welche ebenbürtig integriert sein soll. Erfüllt die Einführung entsprechender technischer Systeme das Ziel? Die wahre Herausforderung – wie aus den Referaten hervorging – ist offenbar, die Mitarbeitenden in das UCC-Projekt einzubeziehen. Das beginnt beim Vorgesetzten, der seine Vorbildfunktion wahrnehmen muss und nicht auf Sonderbehandlung beharren darf. Nicht zu unterschätzen ist das Konfliktpotenzial


zwischen den Generationen, wie Mike van Eerd von HP EMEA und Dieter Jäpel von IBM Research anschaulich aufzeigten: Die unterschiedlichen Generationen zeichnen sich auch durch unterschiedliche Arbeits- und Kommunikations-Gewohnheiten aus. So kommunizieren die Babyboomers (über 50-Jährige, die an den 8- bis 17-Uhr-Arbeitstag gewohnt sind) anders als die Generation Y (20- bis 30-Jährige), die ständig online sind. ­Babyboomers wuchsen auf mit schriftlicher Korrespondenz sowie Face to FaceKommunikation und mussten sich erst an die «barrierenlose» EMail-Kommunikation gewöhnen. Die Generation Y hingegen benutzen spielerisch alle elektronischen Kommunikationskanäle wie Chat, SMS, E-Mails, You Tube und Facebook. Diese Kommunikationsformen unter einen Hut zu bringen und UCC so nutzbringend einzusetzen, ist heute die wohl grösste Herausforderung für einen UCC-Projektleiter. Das bedingt für eine UCC einen aktiven Veränderungsprozess und das Fördern von sozialer Kompetenz. Steigende Komplexität der Teamsituation erfordert von den Teammitgliedern, dass sie Teile von Führungsaufgaben zeitweise oder immer übernehmen.

Beispiel einer UC-Einführung Die Itema Switzerland Ltd. ist ein global tätiges Unternehmen der Textilindustrie. Als ein Umzug der Geschäftsräume im Kanton Zürich anstand, entschied sich das Unternehmen, IT- und TelefonieInfrastruktur in eine UC-Lösung zu konsolidieren. In einem Initialprojekt wurden 90 Arbeitsplätze in eine neue UC-Infrastruktur integriert. Zu den Kernkomponenten gehört der Microsoft Office Communications Server 2007 R2. Die Funktionalität umfasst neben VoIP-Telefonie auch Präsenzinforma­tion, Übersicht über Kalenderereignisse sowie E-Mails. Audio- und Videokonferenzen sind intern und extern möglich. Die UC-Lösung gestattet mit ihrer VoIP-Technologie eine bessere Ausnutzung der IT-Infrastruktur und schafft eine Basis, Kommunikations- und Reisekosten zu senken sowie die Erreichbarkeit aller Beteiligten zu erhöhen, was gerade bei diesem Unternehmen die Kosten für die Kommunikation mit dem italienischen Gruppenhauptsitz durch Webkonferenzen kräftig reduziert. Extern Arbeitende können über jeden Internetanschluss auf die gesamten UCFunktionen zugreifen. Die Projektlaufzeit blieb mit sechs Wochen ausgesprochen kurz. Die UC-Funktionalität war vom ersten Tag an vollständig verfügbar. Bereits nach wenigen Wochen ergab sich eine deutliche Reduk­tion des Telefonieaufwandes, vor allem der Roamingkosten. Die Gesamtinvestition soll in weniger als einem Jahr amortisiert werden.

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UC auch für kleine Betriebe Während UC-Lösungen häufig bei grös­seren, globalen Unternehmungen im Bereich IT (IBM, HP, Cisco) eingesetzt werden, gibt es neuerdings auch Produkte mit Vorteilen für KMU, zum Beispiel Aastra 800, das keine proprietäre Hardware benötigt (siehe ET 4, Seite 59). Bei der Anschaffung zu beachten sind etwa Ausfallsicherheit (was passiert bei Notfallrufen), die erforderliche Netzqualität oder Datenschutz (Präsenzinformation versus Big Brother). Eine Geschäftsleitung müsste allein schon in die gebührenneutrale VoIP-Technik investieren, weil das Kommunikationsvolumen fortwährend steigt. Jeder erfolglose Versuch, einen Projektmitarbeiter zu erreichen, verzögert den Arbeitsablauf und führt zu höheren Kosten. Swisscom bietet das Onlinetool «Kommunikatometer» an, mit dem Unternehmen jährliche Einsparungen von Zeit, Kosten und Klimabelastung bei der Nutzung von Telekommunikationsdiensten berechnen können. z www.swisscom.ch/calculator www.aastra.ch

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Elektrotechnik 5/10 I 47


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Genügend für Weltstromverbrauch – mal 60!

«Warum eigentlich Solarzellen?», fragt Ayodhya Tiwari, Leiter der Empa-Abteilung «Dünnfilme und Photovoltaik», rhetorisch – und liefert auch gleich die Antwort: «Photovoltaik könnte die einfache Antwort auf ein grosses globales Problem sein: sichere und nachhaltige Stromversorgung, und das für immer.» Eines ist sicher: Fossile Energieträger sind keine Lösung, um die steigende Nachfrage nach Energie zu decken. Nicht nur Industrienationen, sondern auch Entwicklungs- und Schwellenländer verbrauchen immer mehr Energie. Tiwari: «Photovoltaik ist die einzige Technologie, die Licht direkt in Elektrizität umwandelt, und sie besitzt ein ausgezeichnetes Potenzial, um kostengünstige Energie zu liefern.»

Die Sonne ist eine Quelle schier unbegrenzter Energie: Innerhalb nur einer Stunde erhält die Erde genügend (Strahlungs-)Energie von der Sonne, um den globalen Jahresbedarf zu decken. Rein technisch – so zeigen Berechnungen – könnten Solarzellen etwa eine Million Terawattstunden (TWh) Strom pro Jahr liefern. Das sind rund 60-mal mehr als der weltweite Stromverbrauch (2008: 16 800 TWh). «In den letzten Jahren hat die Photovoltaik gewaltige Fortschritte gemacht. Die deutlich sinkenden Produktionskosten weisen darauf hin: Solarstrom hat eine strahlende Zukunft», meint Tiwari enthusiastisch. 1954 erfolgte die erste öffentliche Präsentation von Solarzellen – Silizium-Solarzellen der Bell Labs in den USA – und Quelle: Ruedi Keller, EmpaNews

Die Sonne liefert genügend Energie für eine langfristige und umweltfreundliche Energieversorgung. Empa-Forscher arbeiten an Solarzellen und deren Herstellungsverfahren, damit Solarstrom auch preiswert wird und effizient genutzt werden kann. Das Ziel rückt näher. 1958 der erste Einsatz für den amerikanischen Satelliten «Vanguard 1». Die Entwicklungen blieben lange Zeit auf die Raumfahrt beschränkt. Erst die Ölkrise 1973 gab Anlass zum Umdenken: Solarzellen erschienen nun auch als Alternative für die irdische Stromerzeugung. Doch erst als Themen wie Treibhauseffekt, Klimaerwärmung und nachhaltige Energie das Interesse der breiten Öffentlichkeit zu erreichen begannen, kamen die erneuerbaren Energien und speziell die Photovoltaik wirklich auf Touren. Entsprechend wuchs der Markt für Solarzellen im letzten Jahrzehnt durchschnittlich um 30 Prozent jährlich, in den letzten Jahren gar um 40 bis 60 Prozent. Gemäss dem achten PhotovoltaikJahresbericht des «Joint Research Centre» der Europäischen Kommission steigerte sich die Photovoltaik-Produktion im Jahr 2008 weltweit auf rund 7,3 Gigawatt (GW). Die installierte Gesamtleistung belief sich auf 15 GW.

Weltrekord für flexible Solarzellen Tiwari und sein Team arbeiten an Dünnschicht-Solarzellen aus anorganischen Halbleitermaterialien. Weitere Gruppen an der Empa befassen sich mit organi-

Ayodhya Tiwari mit der flexiblen Dünnschicht-Solarzelle «made by Empa»: Neben einer hohen Effizienz werden vor allem kostengünstige Produktionsverfahren entwickelt. Elektrotechnik 5/10 I 49


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schen Solarzellen (siehe Kasten) und zusammen an sogenannten Tandemzellen. Dabei werden unterschiedliche Konzepte kombiniert und so die Effizienz einer Solarzelle weiter erhöht. Bei den Halbleitern handelt es sich um CdTe (Cadmiumtellurid) und CIGS (Copper Indium Gallium (di)Selenide, auf Deutsch: Kupfer-Indium-Gallium-(di)Selenid, Cu(In,Ga)Se2). Dank der hohen Lichtabsorption der verwendeten Materialien sind diese Solarzellen nur rund zwei bis zehn Mikrometer dick – Standard-Siliziumsolarzellen dagegen rund 200 bis 400 Mikrometer. Der geringe Materialverbrauch senkt die Produktionskosten. Und dies ist nötig, denn

Auf dem Weg zur transparenten Solarzelle Photovoltaik besitzt ein gewaltiges Potenzial, wie der in den letzten Jahren stetig wachsende Anteil dieser Technologie an erneuerbaren Energien belegt. Was nun allerdings die «ideale» Solarzelle ist und welche Technologien sich letztlich durchsetzen werden, ist noch offen. Neben den klassischen Halbleitertechnologien entwickeln sich zunehmend organische Solarzellen und Farbstoffsolarzellen zu Alternativen. Die Empa ist an der Forschung und Entwicklung organischer Materialien und Fertigungsabläufe beteiligt. Die grossindustrielle Fertigung von Silizium-Solarzellen hat die Fertigungs-

Empa-Solarzellen aus fotografischen Farbstoffen.

kosten zwar gesenkt; der Preis für hochreines Silizium ist jedoch recht beachtlich. So werden Technologien ohne Silizium, beispielsweise auf Basis organischer Verbindungen, interessant, die dank billigeren, nahezu unbegrenzt vorhandenen Rohstoffen und einfacheren Verarbeitungsverfahren erst noch tiefere Produktionskosten aufweisen. Da die Strom erzeugende Schicht nur wenige Nanometer dick ist, genügen zudem schon wenige Gramm für grossflächige Solarzellen. Und zu guter Letzt können organische Solarzellen selbst auf flexiblen Trägern aufgebracht werden, was den Einsatzbereich vergrössert. Die rasante Entwicklung auf dem Gebiet der organischen Solarzellen hat deren Effizienz im Labor in nur fünf Jah-

50 I Elektrotechnik 5/10

um auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig zu sein, muss der Preis für Photovoltaik auf unter 0,5 US-Dollar pro installiertes Watt Leistung fallen. Momentan liegen die günstigsten Solarzellen noch bei 0,85 US-Dollar. Tiwari, der mit seinem Team vor rund einem Jahr von der ETH Zürich an die Empa kam, möchte sich nicht nur auf eine Technologie beschränken; seine Wissenschaftler arbeiten breit und suchen «das Beste aus allen Welten», sei es nun beim Material oder bei den Verarbeitungsverfahren. Erfolge und Rekorde geben ihnen Recht. So hält sein Team mit einer Umwandlungsrate von 12,4 Prozent den Effizienzweltrekord für

flexible CdTe-Solarzellen. Für flexible CIGS-Solarzellen steht ihr Rekord gar bei 16,0 Prozent, also noch deutlich höher als der frühere Empa-ETH-Rekordwert von 14,1 Prozent, der als höchster je von unabhängiger Seite bestätigter Wert für ein Polymersubstrat gilt. Doch damit nicht genug: «Unsere Technologien eignen sich auch bestens für die Überführung in die industrielle Produktion kostengünstiger Module», ist Tiwari überzeugt.

ren von etwa einem auf über sieben Prozent ansteigen lassen, was dem Wirkungsgrad einer amorphen Silizium-Solarzelle gleich kommt. Um organischen Solarzellen zum Durchbruch zu verhelfen, müssen allerdings noch wichtige, grundlegende Fragen geklärt werden. Die aktive Schicht einer organischen Solarzelle besteht in der Regel aus zwei Materialien. Eines wirkt als Elektronendonor, das andere als Elektronenakzeptor. Das Sonnenlicht wird in der aktiven Schicht absorbiert und produziert «angeregte Zustände», sogenannte Exzitonen. Wandern diese zur Grenzschicht zwischen Donor und Akzeptor, findet eine Elektronenübertragung statt; es bilden sich freie Ladungen, die zur Elektrode abgeleitet werden. Exzitonen sind jedoch sehr kurzlebig, und nur ein sehr kurzer Weg zur Grenzschicht garantiert das Überleben des Exzitons und somit die Ladungserzeugung. Dies bedeutet, dass die aktive Schicht sehr dünn sein müsste und deshalb meist nur noch unzureichend Licht absorbieren würde. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten Mischschichten mit einer möglichst grossen Grenzfläche. Auf der Suche nach der idealen Schichtstruktur haben Empa-Forscher ein neues, zweistufiges Verfahren entwickelt, mit dem sich die Oberflächenstruktur besser kontrollieren lässt. Als Alternative zu den etablierten Polymeren kommen an der Empa Farbstoffe zum Einsatz, wie sie aus der Fotografie bekannt sind. Die Forscher haben entdeckt, dass die Farbstoffschichten so dünn aufgebracht werden können, dass die Strukturierung der Grenzfläche unnötig wird. Ausserdem haben Empa-Chemiker auch Substanzen synthetisiert, die nur im nahen Infrarot (NIR) absorbieren. Da NIR für das menschliche Auge unsichtbar ist, sind solche Substanzen – und die daraus resultierenden Solarzellen – transparent. Inzwischen belegen Varianten dieser NIR-Farbstoffe im Labor mit rekordverdächtigen fünf Prozent ihre

Leistungs­fähigkeit. Damit der Strom auch abfliessen kann – und dadurch nutzbar wird –, sind auf beiden Seiten der aktiven Schicht Elektroden aufgebracht. Neben der elektrischen Leitfähigkeit muss die dem Sonnenlicht zugewandte Elektrode eine weitere wichtige Eigenschaft aufweisen, sie muss transparent sein. Meist kommt heutzu­tage so-

«Tieftemperatur»-Beschichtungen für ­Polymerfolien Bis dahin ist indes noch weitere Entwicklungsarbeit nötig. Das Ziel sind So-

Flexibles und transparentes Gewebe könnte das teure ITO als gängige Elektrode in Solarzellen ersetzen. Das Bild zeigt ein mit Polymer beschichtetes Gewebesubstrat (total vier Laborzellen); im Detail das feine Gewebe sowie die obere Gegenelektrode aus Aluminium.

genanntes ITO (Indium Tin Oxide – Indium-Zinnoxid) zum Einsatz. Der hohe Preis – Indium ist ein seltenes Metall – macht das Material allerdings kaum geeignet für günstige Solarzellen. Als Alternative untersuchen die Forscher flexibles Polyimid-Gewebe, das in grossen Mengen und damit günstig produziert werden kann. Für die Leitfähigkeit wurden Metallfäden eingewoben. Das Gewebe überzeugte in ersten Untersuchungen und wies sogar bessere elektrische und optische Eigenschaften auf als ITO.


CIGS

Metall‐Rückkontakt (Verdampfung)

+ CdTe‐Absorber p‐Typ Halbleiter (Verdampfung) CdS‐Pufferschicht n‐Typ Halbleiter (Verdampfung)

+

ZnO‐Frontkontakt (Sputtern)

‐ ‐ ‐

+ 1 µm

CdS‐Pufferschicht n‐Typ Halbleiter (Chemisches Bad)

+

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CdTe

1 µm

CIGS‐Absorber p‐Typ Halbleiter (Verdampfung) Metall‐Rückkontakt (Sputtern)

ZnO‐Frontkontakt (Sputtern)

Substrat

Substrat

Quelle: Empa

larzellen, die noch dünner sind, noch weniger Material benötigen und gleichzeitig eine hohe Leistung zeigen, auch wenn sie mit noch schnelleren, einfacheren und günstigeren Beschichtungsmethoden hergestellt werden. Eine Spezialität von Tiwaris Team sind «Tieftemperatur»Beschichtungen für Polymerfolien. Dabei werden die Schichten bei weniger als 450 Grad Celsius statt den auf Glas üblichen 600 Grad Celsius aufgetragen, wodurch die Folien nicht schmelzen. Polymerfolien haben den Vorteil, leicht und flexibel zu sein; und sie lassen sich als Rollen beschichten, was die Herstellungskosten erheblich reduziert. Die Verwendung von CdTe für Solarzellen ist nicht ganz unumstritten, da Cadmium in elementarer Form äusserst giftig ist. Mehrere unabhängige Untersuchungen kamen jedoch zum Schluss, dass CdTe eine äusserst stabile Verbindung ist und weder ein Umwelt- noch ein Gesundheitsproblem darstellt. Eine Studie des «Brookhaven National Laboratory» zeigte sogar, dass Dünnschicht-Photovoltaik auf CdTe-Basis diejenige Technologie ist, bei der die geringste Umweltbelastung pro Watt Leistung (unter Laborbedingungen) erfolgt, auch in Bezug auf Cadmium und

Dünnschicht-Solarzellen auf Basis von CdTe (links) und CIGS (rechts), entwickelt mit verschiedenen Beschichtungsmethoden. Das einfallende Licht generiert in der aktiven Schicht Paare aus Elektronen (negative Ladung) und Löchern (positive Ladung). Die p-n-Sperrschicht bewirkt die Trennung der Ladungen, und die gewonnene elektrische Energie kann direkt über die beiden elektrischen Kontakte abgegriffen werden.

über die gesamte Lebensdauer gesehen. Während des Betriebs produzieren Solarmodule – im Unterschied zu konventionellen Stromerzeugern wie Kohleoder Gaskraftwerke – sogar überhaupt keine Schadstoffe, kein CO2 und auch

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Die boomende Dünnschichtphotovoltaik benötigt genauere und effizientere Messverfahren. Zu diesem Zweck hat jetzt das Forschungsinstitut ZSW sein Dünnschicht-Testlabor «Solab» erweitert. Mit Sonnensimulation, Vorbeleuchtung, Klima- und Belastungstests wollen die Solarforscher grundlegende Messverfahren entwickeln, die an die spezifischen Erfordernisse der Dünnschicht-Techniken angepasst sind. Die neuen Verfahren werden zusammen mit der Solarindustrie entwickelt. Ziel ist eine bessere Vorhersage der PV-Erträge. Die Verfahren und die einzigartige materialwissenschaftliche Forschung am Institut sollen Hersteller bei der Entwicklung von Dünnschicht-Solarzellen mit mehr Leistung und Lebensdauer unterstützen. Das Testzentrum wurde mit Vertretern der europäischen Solarforschung und -industrie letzten Februar eröffnet. Bisher haben Forschung und Industrie für die DünnschichtTechnik noch keine ausreichend präzisen Prüfverfahren für Nennleistung und Langzeitstabilität. Das kann mitunter gravierende Auswirkungen für Errichter und Betreiber von PV-Anlagen haben: Nur wenige Prozent Unterleistung resultiert mit Verlust. Das Zentrum für Sonnenenergieund Wasserstoff-Forschung BadenWürttemberg (ZSW) hat sich im Bereich der Photovoltaik seit den 90erJahren auf die Erforschung und Entwicklung der Dünnschicht-Tech-

nik spezialisiert und will im Rahmen eines Forschungsprojekts bessere Testnormen für Labor und Freifeld entwickeln. Durch die Ergebnisse versprechen sich die Forscher auch ein besseres physikalisches Verständnis, das durch die materialwissenschaftliche Kompetenz des Instituts ideal ergänzt wird. Dem erweiterten Solarlabor stehen neben den bereits bestehenden Klimakammern und einem Sonnensimulator der Klasse AAA neue Geräte zur Verfügung. Der Sonnensimulator kann künftig auch Module bis zu einer Diagonale von 3,4 Metern untersuchen. Durch die Verknüpfung der Labormessungen mit den Freilandtests auf dem Solar-Testfeld Widderstall entstehen einzigartige Untersuchungsbedingungen, die zu neuen Erkenntnissen führen sollen. Ein neuer Lichttisch unterzieht die Module einer definierten Vorbeleuchtung, dem sogenannten «Light-Soaking». Erst danach kommen sie unter den Sonnensimulator. Bei Dünnschichtmodulen ist eine einheitliche Vorbehandlung nötig, da sie je nach Technologie unterschiedlich auf Dunkelheit und Licht reagieren. Werden beispielsweise CIS-Module vor der Messung in der Dunkelheit gelagert, verfälscht das die Leistungsmessung. In UV-Tests wird geprüft, ob die Kunststoffkomponenten durch Sonnenlicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Forscher interessiert aber auch, ob das blaue UV-Licht als alternative Vorbeleuchtungsquelle einsetzbar ist. Es ist bislang nicht ausreichend erforscht. Die Tests zur Zug- und Druckbelastung werden ebenfalls künftig schneller durchgeführt, da der Umbau des Moduls entfällt. Diese Prüfung ist besonders wichtig beim Einsatz von Dünnschicht-Solarmodulen für die Gebäudeintegration, für die sie sich aufgrund ihres homogenen Aussehens besonders eignen. Die neuen Messverfahren sollen zugleich Schwachstellen der Module systematisch aufdecken, um sie per materialwissenschaftlicher Ursachenforschung zu erklären. Das hilft den Herstellern, ihre Produkte hinsichtlich Leistung und Lebensdauer zu opz timieren. www.zsw-bw.de


❚❚Angriffe auf alternde Stromnetze

Nachdem vergangenes Jahr bekannt wurde, dass heimtückische Software in das Stromnetz eingeschleust worden war, finanziert das amerikanische Energieministerium (DoE) Sicherheitstechnik zum Schutz gegen Angriffe aus dem Internet. Der Fall zeigte ein nationales Sicherheitsrisiko auf, beim dem die Möglichkeit eines landesweiten Stromausfalls bestanden hatte. Ein Prototyp des Systems wurde zusammen mit anderen vom DoE finanzierten Projekten auf der Messe DistribuTECH in Tampa/Florida vorgestellt. Das amerikanische Stromnetz ist im Schnitt etwa 40 Jahre alt.

Forschung & Umwelt

Damals waren Internet-Angriffe unvorstellbar. Die neue Sicherheitstechnik setzt auf die bestehende Struktur und kann sowohl von Kontrollzentralen als auch von Umspannwerken aus betrieben werden. Sogenannte Sicherheitsagenten an den geschützten elektronischen Geräten sind mit Ver- und Entschlüsselungstechniken ausgestattet und können Eindringlinge erkennen sowie den Netzzugang kontrollieren. Weil die existierenden Kommunikationssysteme der Umspannwerke auf Telefonkabeln mit niedriger Bandbreite basieren, sorgt ein Sicherheitsschalter dafür, dass zeitkritische Daten ohne Verzug übermittelt werden. Der Prozess wird über eine Bedienkonsole am Kontrollzentrum des Netzbetreibers von einem Sicherheitsmanager kontrolliert, einer Einheit, die das gesamte System leitet und überwacht.

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❚❚Jean Amédée Hoerni – Forscher, Bergsteiger und «Verräter» Forschung & Umwelt

Pionier der Mikroelektronik Heinz Bergmann Jean Amédée Hoerni, geboren am 26. September 1924 in Genf, studierte an der Universität Genf und erhielt dort seinen ersten Doktorgrad. An der Universität Cambridge promovierte er erneut und holte sich seinen zweiten Doktorhut. Nach seiner zweiten Promotion arbeitete er in der Forschung des California Institute of Technology in Pasadena (Kalifornien) und entwickelte sich dort zu einem ausgezeichneten Forscher auf dem Gebiete der Halbleiterphysik. Dort wurde er auch mit dem Nobelpreisträger William Shockley bekannt, der Hoernis Fähigkeiten erkannte und ihn mit in sein Forschungsteam aufnahm, das zum Shockley Semiconductor Laboratory Division of Beckman Instruments in Mountain View wurde. Im Shockley-Forschungsteam arbeiteten auch andere bekannte Forscher, die mit dem Führungsstil und Verhalten von Shockley nicht mehr einverstanden waren und das Labor Shockleys verlies­ sen. Shockley erwartete, dass die Forschung nach seinen Vorstellungen durchgeführt wurde und die von ihm selbst favorisierten Ergebnisse im Vordergrund standen. Und so kam es, dass sich acht Angestellte an Arnold Orville Beckman, den Firmeninhaber von Beckman Instruments, wandten und die Ab-

setzung Shockleys verlangten. Beckman fand aber keine andere Führungskraft und so verliessen die acht Personen, unter ihnen Hoerni, das Labor. Shockley nannte sie die «Verräterischen Acht», eine Bezeichnung, die in die Technikgeschichte einging. Die acht «Verräter» unterzeichneten einen Vertrag bei der Fairchild Camera and Instrument Corporation und gründeten Fairchild Semiconductor im Jahre 1957. Ihre unternehmerischen Interessen endeten nicht mit Fairchild. Sieben der acht gründeten später weitere Firmen. Ziel der Forschungsarbeit von Hoerni bei Fairchild war es, ein Verfahren zur Massenfertigung von Siliziumtransistoren zu finden. Hoernis herausragende Erfindung bildete die Planartechnologie aus dem Jahre 1960 als Grundlage für den Sieg der Halbleitertechnik und integrierten Schaltungstechnik. Hoerni und seine Mitstreiter begründeten so den Ruf der dortigen Gegend als Silicon Valley. Die Planartechnologie ist die Standardhalbleiter-Technologie, die von einer planen Halbleiterscheibe ausgeht, in die alle Bauelementestrukturen und Verbindungen in Ebenen (planar) eingearbeitet werden. Die Herstellung erfolgt gleichzeitig in einem einheitlichen, weitgehend automatisierten Prozess. Siliziumtransistoren werden mit der Planartechnologie im Scheibenverband her­ gestellt, etwa ab 1960 auch integrierte Schaltungen. Die Bauelementestrukturen können auch in einer Epitaxieschicht auf einem Substrat durch wechselseitige Maskierungs- und Diffusionsschritte, verbunden mit selektiver Ätzung, realisiert werden. Durch Passivierung werden die Strukturen zuverlässig geschützt, sodass anstelle eines Gehäuses oft eine billige Plastverkappung genügt. Es lassen sich viele Halbleiterscheiben gleichzeitig bearbeiten und damit Tausende von Transistoren und Transistorfunktionen mit Abmessungen im Mikrometerbereich gleichzeitig erzeugen.

Quellen: www.computerhistory.org

Das Leben heute ist ohne die moderne Elektronik nicht denkbar. Damit verbunden sind Erfindungen und Begriffe wie Transistoren und integrierte Schaltungen, die aber erst in ihrem Zusammenspiel auf einer weiteren Erfindung mit Schlüsselstellung beruhen, nämlich der Planartechnologie. Sie ermöglichte, dass die integrierten Schaltungen für vielseitigen Einsatz zur Realität geworden sind. Die Planartechnologie wurde vor 50 Jahren vom Schweizer Hoerni entwickelt.

Schnittbild eines früheren Fairchild-PlanarTransistors.

Die Planartechnologie wurde ständig weiterentwickelt, wozu ausser der Einbeziehung der Epitaxie auch die Ionenimplantation als Dotierungsverfahren beigetragen hat. Damit stellt die Planartechnologie heute eine wichtige Technologie zur Herstellung von diskreten Halbleiterbauelementen und integrierten Schaltungen dar. Für Fairchild bedeutete die Erfindung Hoernis einen grossen Triumph, verbunden mit Umsatz und Gewinn. Robert Noyce entwickelte auf Grundlage von Hoernis Planartechnologie die erste integrierte Schaltung, die in grossen Stückzahlen hergestellt werden konnte. Damit wurde Hoernis Erfindung unter Praxisbeweis gestellt. Hoerni aber suchte neue Herausforderungen, er verliess Fairchild, gründete mehrere Firmen, so 1961 die Firma Amelco (Teledyne), 1964 Union Car­ bide Electronics und 1967 Intersil, die mit Digitaluhren bekannt wurde. Neben der Forschungsarbeit pflegte Hoerni noch eine andere Leidenschaft, sozusagen als Nachweis seiner Schweizer Herkunft. Er war ein begeisterter und ausdauernder Bergsteiger, der nicht vor hohen Gipfeln zurückschreckte und auch eine Teilbesteigung des Mount Everest absolvierte. Er nahm gern die grossen Strapazen des Bergsteigens in Kauf und übernachtete oftmals nur auf einem mit einer Zeitung ausgestopften Sack. Hoerz ni starb am 12. Januar 1997. Elektrotechnik 5/10 I 55


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❚❚Professionelles Auftreten erhöht die Erfolgschancen

Fit für die Messe Der Messeerfolg ist planbar. Wenn das Standpersonal Richtlinien hat, welche Kernbotschaften dem Besucher zu vermitteln sind, ist ein erster Schritt getan. Ausserdem ist eine zielgerichtete Gesprächsführung wichtig und schliesslich müssen auch die Aktivitäten der Nachbearbeitung bereits auf dem Stand angesprochen werden. Denn nach der Messe soll die «Ernte eingefahren werden», das heisst Nachfasskontakte müssen vorbereitet und Besuchstermine vereinbart werden. Rolf Leicher Es wird viel Geld investiert, um den kommerziellen Erfolg einer Messe positiv zu beeinflussen. Aussteller erwähnen immer wieder die Pluspunkte der Messeteilnahme: viele Kontaktchancen in kurzer Zeit, Präsentationsmöglichkeiten und die Neukundenakquisition. Aber auch Marktpräsenz und die Auffrischung bestehender Kontakte sind wichtige Ziele. Wer erfolgreich präsentieren will, muss erstklassig für den Auftritt vorbereitet sein.

Standpersonal einstimmen Das Messeteam muss vor allem wissen, welche «Messebotschaften» an die Standbesucher weitergegeben werden sollen. Da eine Messe nicht der Ort für intensive Einzelgespräche ist, kommt es vor allem darauf an, in Stosszeiten die Gespräche kurzzuhalten. Vor der Messe empfiehlt es sich, in Schulungen durch Rollenspiele die Mannschaft zu trainieren und sie auf die wesentlichen Wissenspunkte einzustellen:

• Was ist das Mindestziel im Kundengespräch? • Wie verhält man sich in Stosszeiten • Welche Kernbotschaften sind zu vermitteln? • Wie hoch ist die Maximaldauer einer Präsentation? • Welche Vereinbarungen sollen am Gesprächsende getroffen sein? Auch bei Erstkunden braucht das Standpersonal Richtlinien: • Wie spricht man einen unbekannten Besucher an? • Wie verhält man sich bei Schaulustigen, bei Besserwissern, bei Reklamierern usw.? Die weniger verkaufsorientierten Mitarbeiter brauchen Richtlinien, wie Besucher angesprochen werden und wie man Informationen von ihnen erhält. Wenn man die Kosten der Aussteller betrachtet und diese in Relation zu den Kosten eines qualifizierten Messetrainings setzt, dann kostet Letzteres nicht viel mehr als zwei bis drei Quadratmeter.

Messekleidung und Bewirtung Die Frage nach der richtigen Messekleidung ist Teil der Messevorbereitung. Die Standmitarbeiter repräsentieren das Unternehmen. Zur Kleiderordnung: Anzug für die Herren, dezentes Outfit für die Damen. Die Einheitskleidung der Standmitarbeiter erleichtert den Besuchern die Orientierung. Namensschilder ermöglichen eine klare Identifikation und helfen, Besucher vom Standpersonal zu unterscheiden. Die Bewirtung beeinflusst die Verweildauer des Besuchers am Stand und blockiert unter Umständen knappe Sitzkapazitäten, die eigentlich Verhandlungen dienen sollten. Sie ist aber auch ein Zeichen der Höflichkeit gegenüber dem Besucher und kann ein Gespräch positiv beeinflussen. Da heisst es, den goldenen Mittelweg zu finden. Kaffee, Tee und Erfrischungsgetränke (kleine Flaschen) sind üblich. Geeignet sind auch kleine Snacks, die aus der Hand gegessen werden können.

Neukunden gezielt ansprechen Stammkunden auf dem Stand zu begrüssen ist einfacher als Neukunden. Es geht um die Frage, ob es sich um einen echten Interessenten oder einen Schaulustigen handelt. Die Begrüssung eines Neukunden ist häufig mit einer Hemmschwelle verbunden. Man kennt sich noch nicht, schätzt sich erst einmal visuell ein, was schon zu Vorurteilen führen kann. Nicht jeder Besucher will sofort angesprochen werden, wenn er den Messestand betritt. Nur bei Blickkontakt sollte der Messebesucher angesprochen werden. Der Blick zeigt Bereitschaft für einen Kontakt. Man spricht einen Besucher normalerweise mit dem Tagesgruss an, wenn er die Eingangszone überschritten hat. Erwidert der Besucher den

56 I Elektrotechnik 5/10


Umgang mit Katalogen und Prospekten Am besten ist es, wenn man dem Besucher Prospekte nicht mitgibt, sondern zuschickt. Der Vorteil: Man hat die Adresse des Besuchers und einen guten Aufhänger für das Telefongespräch nach der Messe. Als Erinnerungshilfe nehmen Messebesucher jedoch gerne etwas mit. Streuprospekte kann sich der Besucher also in Form der Selbstbedienung mitnehmen. Möchte er aber umfangreiche Unterlagen wie Skizzen, Muster, Kataloge und Preislisten, dann ist die Zusendung besser. Handschriftliche Zusatzinformationen des Ausstellers im Prospekt individualisieren die Unterlagen. Erfahrungsgemäss werden Prospekte, die persönliche Notizen tragen, nicht so schnell weggeworfen.

Tägliche Manöverkritik lohnt sich Wenn Sie sich täglich – vor oder nach der Messe – etwas Zeit nehmen für eine Manöverkritik, können Sie Pannen reduzieren, Fehler beheben und Fragen beantworten. Ausserdem können Sie Ihre Mitarbeiter motivieren – ein Lob am Morgen oder nach einem langen Tag setzt neue Energien frei. Um die Manöverkritik effizient und schnell (15 bis 20 Minuten sollten ausreichen) zu gestalten, bieten sich Formulare an, die

Tipps für das Messestand-Personal

Stellen Sie sich unbekannten Besuchern mit Namen und Funktion vor. Das ist höflich und veranlasst den Besucher, das Visier zu lüften. • Zeigen Sie Neuheiten. Um Neuheiten zu sehen, kommt ein Besucher auf die Messe. Neuheiten sind auch Weiterentwicklungen bisheriger Produkte. Neuheit ist für den Messebesucher alles, was er noch nicht kennt. • Machen Sie Ihren Kunden mit dem ranghöchsten Firmenangehörigen bekannt, der sich am Stand befindet. Der Kunde fühlt sich wichtig genommen. • Begrüssen Sie Kunden, die hinzutreten, während Sie einem anderen Kunden etwas zeigen. Geben Sie Ih-

nen Informationsmaterial und Muster. Lernen Sie die schwere Kunst der Parallelbedienung. • Sprechen Sie nicht stundenlang mit Kleinstkunden und Spaziergängern. Beenden Sie «nutzlose Gespräche» nach angemessener Höflichkeitsfrist. • Bitten Sie reklamierende Kunden und Nörgler in eine ruhigeren Ort (Besprechungszelle), um die Sache in Ruhe zu besprechen. Verhindern Sie, dass Mithörer misstrauisch werden. • Bieten Sie unbekannten Standbesuchern an, dass Sie Ihnen Werbematerial in die Firma oder nach Hause schicken. So bekommen seine Anschrift, der Interessent braucht es nicht zu tragen und das Risiko einer schnellen Entsorgung ist geringer.

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Häufige Fehler

• Das Standpersonal verfügt über keine geschickten Eröffnungsfragen. Manche Besucher werden zu stark genötigt. • Die Mitarbeiter haben keine vernünftigen Fragen erhalten, um Gespräche zu beginnen. • Es liegt nicht fest, welche Mindestinformation einem Interessenten oder Kunden zu geben ist. • Es liegt nicht fest, welche Mindestziele in jedem Gespräch zu erreichen sind. • Taucht ein grosser Kunde auf, dann werden die kleinen Interessenten sofort vernachlässigt. • In den Gesprächen herrscht zu viel Unverbindlichkeit. Die Gespräche sind zu wenig zielgerichtet. Das erschwert die Bearbeitung nach der Messe.

Mitarbeiter täglich – und zwar während der Messestunden, nicht im Rückblick – in Stichpunkten ausfüllen.

Bearbeitung nach der Messe Es ist erstaunlich, dass die für den Messeerfolg entscheidende systematische Nacharbeit allzu oft vernachlässigt wird. Die Aktivitäten der Messenacharbeit müssen in die Messekonzeption integriert werden. Innerhalb von 14 Tagen nach der Messe müssen alle gewonnenen Adressen ausgewertet, gewünschte Unterlagen verschickt und Besuchstermine vereinbart werden. Es müssen Schreiben an alle Besucheradressen geschickt werden, in denen man sich für ihr Kommen bedankt und ihnen über die eigenen Erfolge der Messe berichtet. In einem Meeting sollten alle Mitarbeiter, die auf der Messe waren, die Auswertung der Messetage erfahren. Wurden die geplanten Ziele erreicht, was wurde nicht erreicht, was könnte noch verbessert werden? Die Mitarbeiter sollten dann auch die Gelegenheit haben, ihre Erfahrungen zu schildern um eventuell Verbesserungsvorschläge zu machen. ❚

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Gruss nicht, stellt man keine Fragen, sondern lässt ihn allein, behält ihn jedoch im Auge – er wird vielleicht später Kontakt wünschen. Man streckt einem unbekannten Besucher nicht gleich die Hand entgegen, das geht eigentlich nur bei Stammkunden. Wenn ein Besucher sich mit einem Produkt beschäftigt, kann man ihn ansprechen. Einem Neukunden darf man beim Empfang nicht zu viele Fragen auf einmal stellen. Zwei Fragen sollten ausreichen: «Kennen Sie uns schon? und später: «Woran sind Sie besonders interessiert?» Im Gesprächsverlauf sollte man die Visitenkarte des Besuchers erfragen, um später nachzufassen. Wer die unterschiedlichen Besuchertypen einschätzen kann, findet in wenigen Sekunden heraus, ob es sich um einen Zeitklauer, einen Wettbewerber oder einen potenziellen Kunden handelt. Nicht langer Small Talk, sondern kurze, konkrete Gespräche bringen den Erfolg auf der Messe. Es muss analysiert werden, mit wem man es zu tun hat: Ist der Besucher bereits Kunde oder ist er potenzieller Neukunde? Kennt der Kunde Unternehmen oder Produkte, oder handelt es sich um einen Erstkontakt oder Mitbewerber, der sich auf dem Stand informiert.


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❚❚Solide Jahresbilanz von Alpiq zum Geschäftsjahr 2009

«Die Zukunft ist elektrisch» Bei ihrer Jahresmedienkonferenz informierte die Alpiq Holding AG am 24. März 2010 in Zürich über das Geschäftsergebnis 2009. CEO Giovanni Leonardi, CFO Kurt Baumgartner und Michael Wider, Leiter Geschäftsbereich Energie Schweiz und stellvertretender CEO, zeigten sich zufrieden mit dem Geschäftsjahr. Alpiq will auch 2010 weiter wachsen.

Giovanni Leonardi, CEO Alpiq Holding AG: «Alpiq ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort.»

CEO Giovanni Leonardi stellte am 24. März 2010 anlässlich der Jahresmedi­ enkonferenz in Zürich stolz die erste Bi­ lanz des jungen Unternehmens Alpiq vor: «Der Start ist uns gut gelungen.» Leo­ nardi betonte, dass die Zusammenfüh­ rung von Atel und EOS mittelfristig gros­ se Wertsteigerungspotenziale eröffnen werde. Kurzfristig stehen die Integration und der schrittweise Abbau der eingetre­ tenen finanziellen Anspannungen im Vor­ dergrund. Trotzdem investiere Alpiq wei­ ter in neue Kraftwerke. Zudem will der Konzern in Europa in den nächsten Jah­ ren rund eine Milliarde Schweizer Fran­ ken für den Ausbau von neuen erneuer­ baren Energien einsetzen, rund 200 Mil­ lionen Franken davon in der Schweiz. Alpiq unterstützt die Vorgaben aus dem Bundesrat, die Treibhausgase bis 2020 gegenüber 1990 um 20 Prozent zu reduzieren. Das Unternehmen fokus­ siert die Produktion deshalb auf Was­ serkraft, Kernenergie und erneuerbare Energien. Alpiq plant, baut und betreibt

Windparks in Italien, Bulgarien, Frank­ reich und Schweden und wird ab 2011 auf eine Produktion von über 500 GHh kommen. Das Schwergewicht bei den Kleinwasserkraftwerken liegt laut Alpiq in der Schweiz, Norwegen und Italien. Der Strom- und Energiehandel von Alpiq hat sich im letzten Jahr sehr gut entwickelt. Auf den vier Trading Floors in Olten, Lausanne, Oslo und Prag wur­ den 520 THh gehandelt, mit einem Um­ satz von rund 50 Milliarden Franken. Der Energieservice von Alpiq erreich­ te 2009 einen Umsatzanteil von 15 Pro­ zent. Über 8000 Mitarbeiter sind nahe am Markt und können die Kundenbe­ dürfnisse gut erfassen. Das ist eine gute Basis, um sich im zukunftsträchtigen Markt für Energieeffizienz durchzuset­ zen. Vor allem im Bereich Gebäudetech­ nik bietet Alpiq Lösungen von der Pla­ nung bis zur praktischen Umsetzung und Nachbetreuung der Kunden. Her­ ausragendes Projekt ist der Einbau der Bahninfrastruktur in den neuen Gott­

Schweizer Wurzeln – Engagement in ganz Europa Die Alpiq Holding AG ist das führende Energiehandelsunternehmen und die grösste Energiedienstleisterin der Schweiz mit europäischer Ausrichtung. Der Kon­ zern ist Anfang 2009 aus dem Zusammen­ schluss der beiden Energiepioniere Atel Holding AG und Energie Ouest Suisse SA (EOS) entstanden. Das Unternehmen ist in 30 Nationen tätig, beschäftigt mehr als 10 000 Mitarbeitende in 26 Ländern und erwirtschaftete 2009 einen konsoli­ dierten Jahresumsatz von knapp 15 Milli­ arden Schweizer Franken. Alpiq ist in der Stromerzeugung und im Stromtransport, im Vertrieb und Handel sowie im Bereich Energieservice aktiv. Das Unternehmen ist für rund ein Drittel der Schweizer Stromversorgung verantwortlich. CFO Kurt Baumgartner ist mit dem Er­ gebnis zufrieden. «Die operativen Leis­ tungen liegen über den Erwartungen», sagte er. Alpiq habe sich hinsichtlich des Umsatzes und des physischen Energieab­

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satzes als führende Schweizer Energie­ dienstleisterin mit europäischer Präsenz etabliert. In 2010 erwartet Baumgartner durch die Zusammenführung zusätzliche Geschäfts- und Wachstumsmöglichkei­ ten. Das Segment Energie erzielte 2009 einen konsolidierten Umsatz von 12,8 Milliar­ den CHF, was einem vor allem preisbe­ dingten Rückgang von rund einer Milli­ arde CHF oder acht Prozent gegenüber 2008 entspricht. Neben den Integrations­ aufwendungen haben vor allem der kon­ junkturbedingte Preisrückgang und die Eingriffe der schweizerischen Regulie­ rungsbehörde das Ergebnis erheblich be­ lastet. Das konsolidierte Absatzvolumen stieg um vier Prozent auf 135,2 Terawatt­ stunden. Das Segment Energieservice erwirtschafte­ te 2009 einen Umsatz von 2,1 Milliarden CHF. Dies entspricht einem Rückgang von etwa fünf Prozent gegenüber dem

Kurt Baumgartner, CFO Alpiq Holding AG: «Die operativen Leistungen liegen über den ­Erwartungen.» Vorjahr. Der Betriebsgewinn des Seg­ mentes Energieservice ging unter ande­ rem aufgrund des konjunkturbedingten Nachfragerückganges in Deutschland so­ wie wegen der im Vorjahr ergebniswirk­ sam erfassten Sonderpositionen in Höhe von 20 Millionen CHF wie erwartet um 24 Prozent auf 101 Millionen CHF zu­ rück.


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Kraftwerk Ruppoldingen liefert Ökostrom

Aare-Kraftwerk Ruppoldingen liefert 115 Mio. KWh Ökostrom.

Die Nachfrage nach umweltfreundlich erzeugtem Strom wächst. Des­ halb hat Alpiq ihr Wasserkraftwerk Ruppoldingen vom Verein für um­ weltgerechte Energie (VUE) prüfen lassen. Das Aare­Kraftwerk erfüllt die hohen Anforderungen und erhält dafür das Zertifikat «naturemade star». Das Wasserkraftwerk Ruppoldingen in der Nähe von Olten liefert jähr­ lich 115 Millionen Kilowattstunden Strom aus 100 Prozent ökologi­ scher Erzeugung. Das bestätigt der Verein für umweltgerechte Energie (VUE) der Betreiberin Alpiq Hydro Aare AG. Das Wasserkraftwerk er­ füllt die strengen Anforderungen des VUE und führt deshalb seit dem 1. Januar 2010 für die nächsten fünf Jahre das Gütesiegel «naturemade star». Das Kraftwerk Ruppoldingen trägt bereits das TÜV­Siegel und ist in der Schweiz die drittgrösste mit «naturemade star» ausgezeichne­ te Anlage. Mit ewz, Elektrizitätswerk der Stadt Zürich, hat Alpiq einen Partner ge­ funden, der einen Teil der ökologischen Stromerzeugung aus dem Kraftwerk Ruppoldingen absetzen kann. Der andere Teil steht weiter­ hin in der Region als «Aarestrom» zur Verfügung. «Der Verkauf von naturemade star­zertifiziertem Ökostrom an unsere Kundinnen und Kunden stieg innerhalb Jahresfrist um über 40 Prozent», sagt Bruno Hürlimann, Leiter Geschäftsbereich Erneuerbare Energie und Energie­

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effizienz bei ewz. «Wir freuen uns, dass Alpiq auch auf die Erzeu­ gung von Ökostrom setzt und sich der Zertifizierung gestellt hat.» Nach Auskunft von Urs Hofstetter, Geschäftsführer der Alpiq Hydro Aare AG, war das Kraftwerk Ruppoldingen bestens für das Zertifi­ zierungsverfahren vorbereitet. «Wir haben das seit 2000 in Betrieb stehende Kraftwerk weitgehend im Einklang mit der Natur und ge­ mäss den neuesten Kriterien für umweltgerechte Energieerzeugung gebaut. Wir sind froh, den strengen Anforderungen des VUE auf Anhieb entsprochen zu haben.» Beim Bau des Kraftwerks habe Alpiq für ökologische Ausgleichs­ und Ersatzmassnahmen mehr als 20 Millionen Schweizer Franken investiert. Das Flusskraftwerk sei ein Musterbeispiel für die umweltgerechte Nutzung der Wasser­ kraft. Trotz des hohen ökologischen Standards verpflichtet das Zer­ tifikat «naturemade star» den Kraftwerksbetreiber dazu, zusätzliche Auflagen zu erfüllen. Dazu gehört auch, einen Fonds für ökologi­ sche Verbesserungen einzurichten, der sich aus einem Rappen pro verkaufte Kilowattstunde speist. Industriekraftwerk mit 80 Prozent Wirkungsgrad Im Oktober 2009 hat Alpiq nach 20 Monaten Bauzeit in Monthey ein neues Industriekraftwerk in Betrieb genommen. Die moderne Wär­ me­Kraft­Kopplungsanlage ersetzt einen Teil der älteren Energie­ versorgungsanlagen der in Monthey ansässigen Cimo. Sie leistet 43 Megawatt thermisch und 55 Megawatt elektrisch. Damit erzeugt sie pro Jahr 466 000 Tonnen Prozessdampf und 456 Gigawattstunden Strom. Die Anlage gibt den Dampf und einen Teil der elektrischen Energie über die Cimo an die drei Unternehmen BASF, ehemals Ciba SC, Syngenta und Huntsman weiter. Die restliche Elektrizität speist sie ins lokale Mittelspannungsnetz ein. Die neue Wärme­Kraft­Kopplungsanlage verfügt über einen hohen Wirkungsgrad von 80 Prozent. Das heisst, dass 80 Prozent der Pri­ märenergie in die Nutzenergien Wärme und Strom umgewandelt werden. Im Unterschied zu einem Gas­Kombikraftwerk produziert diese Anlage in erster Linie Prozessdampf für die Bedürfnisse der chemischen Industrie. Wegen der optimalen Wärme­Kraft­Kopp­ lung liegt der Wirkungsgrad rund 20 Prozent höher als in einem her­ kömmlichen thermischen Kraftwerk. Alpiq betreibt zusammen mit zwei Chemiefirmen in Novara und Vercelli in Norditalien seit 2004 zwei ganz ähnlich ausgelegte Wärme­Kraft­Kopplungsanlagen. Inserat-sw_90x63_elgatech-neu

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Alpiq Produktionsmix

Wasserkraft 33 %

Thermische Produktion 34 %

hardbasistunnel. Zu den Kernkompe­ tenzen in diesem Bereich gehören auch der Bau von Kehrichtverbrennungsanla­ gen, Biomasse-Heizkraftwerke und Zu­ leitungen zu Nuklear-, Gas- und Wind­ kraftwerken. Gemäss Leonardi sei Alpiq hinsicht­ lich des Baus neuer Kernkraftwerke in der Schweiz der Auffassung, dass sich die drei Gesuchsteller schon jetzt auf die Grundsätze der Zusammenarbeit in die­ sen Partnerwerken einigen können. Die

Nuklearenergie 32 %

Auswahl der Standorte erfolge erst ge­ gen Ende des laufenden Behördenpro­ zesses Mitte 2012. «Die Zukunft ist elektrisch», unter­ strich der Alpiq-CEO die Bedeutung der Branche. Immer mehr Menschen wollten immer mehr Komfort. Auch müssten die knapper werdenden fossilen Energieträger, die Luft und Klima belas­ ten, ersetzt werden. Die Ausschöpfung des Potenzials für erneuerbare Energie sowie der Energieeffizienz erfolge

Neue erneuerbare Energien 1 %

schliesslich nur über die Schlüsseltech­ nologie Strom. «Alpiq ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der richtigen Branche», so Leonardi. Seit über hun­ dert Jahren versorge die Schweizer Stromwirtschaft das Land mit Strom, störungsfrei, wirtschaftlich und umwelt­ verträglich und könne das auch in Zu­ kunft. z

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❚❚Rückfragen zur kostendeckenden Einspeisevergütung KEV

Mehr im KEV-Topf, aber weniger für Solarstrom Nach Deutschland und Frankreich wurde nun auch bei uns die Vergütung für Solarstrom reduziert. Insgesamt sollen aber die Beiträge an den KEV-Fonds erhöht werden. Urs Wolfer, Bereichsleiter Sonnenenergie beim Bundesamt für Energie, und David Stickelberger, Geschäftsleiter von Swissolar, im Gespräch zu den aktuellsten Änderungen bei der kostendendeckenden Einspeisevergütung. Anita Niederhäusern Anfang Februar gab das Bundesamt für Energie (BFE) eine zusätzliche Reduktion der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) um 10 %, rückwirkend auf den 1. Januar 2010, bekannt. Herr Stickelberger, wie steht Swissolar zu dieser Reduktion? David Stickelberger: Ich möchte zuerst festhalten, dass aufgrund der stark gesunkenen Modulpreise eine zusätzliche Absenkung gerechtfertig ist …

Höre ich da ein «Aber» heraus? Stickelberger: Swissolar findet, dass der Zeitpunkt der Bekanntgabe nicht optimal war. Es ist doch sehr unglücklich, wenn eine Absenkung um 10 %, zusätzlich zu den bereits festgelegten 8 %, Anfang Februar rückwirkend auf den Jahresbeginn angekündigt wird.

Nun steht die Branche aber nicht allzu schlecht da, denn 2008 und 2009 blieb die KEV gleich … Stickelberger: Genau das beanstanden wir: Man hätte bereits 2009 eine Absenkung um 8 % vornehmen können und dann Mitte 2009, als bereits klar war, dass die Preise massiv sinken, eine weitere Absenkung auf Anfang 2010 ankündigen können. Ein solches Vorgehen hätten wir bevorzugt. So gibt die rückwirkende Absenkung ein negatives Signal.

Herr Wolfer, was sagen Sie zu diesem Einwand? Urs Wolfer: Das BFE hat bereits im September alle Vertreter der erneuerbaren Energien zu einer Informationssitzung eingeladen, um sie über die anstehenden Änderungen zu informieren. Dass die Änderung rückwirkend bekannt 62 I Elektrotechnik 5/10

David Stickelberger

Urs Wolfer

gegeben wurden, hat nichts mit bösem Willen zu tun. Wir waren hier an gesetzliche Vorgaben gebunden: Zudem können wir die Vergütungssätze nicht auf zu erwartende Kostensenkungen hin anpassen, sondern haben uns an den realen Kostendaten zu orientieren.

eine Zusage von Swissgrid im Januar gebaut wurde. Diese Anlagebesitzer kommen jetzt schlechter weg. Es handelt sich tendenziell um kleine Anlagen, die auch bereits von den tieferen Anlagepreisen profitieren. Die grösseren sind auf Wirtschaftlichkeit angewiesen und bauen nur mit einer offiziellen Zusage.

Gibt es Anlagebesitzer, die von der Senkung überrascht wurden? Wolfer: Wir haben abgeklärt, ob es potenzielle Anlagebesitzer geben wird, die durch die rückwirkende Wirkung zu Schaden kämen und sind zum Schluss gekommen, dass dies nicht der Fall sein wird. Diejenigen Anlagebesitzer, die 2008 und 2009 bauten, und dies auch ohne eine Zusage von Swissgrid, werden die Vergütungssätze 2008/09 erhalten. Und all jene, die bereits eine Zusage von Swissgrid erhalten haben, aber noch am Bauen sind, sind von der Kürzung um die zusätzlichen 10 % ausgenommen. Kurzum: Niemand, dem bereits Fördergelder versprochen wurden, ist von der rückwirkenden Absenkung betroffen. Es gibt aber ein paar wenige Fälle, wo ohne

Herr Wolfer, Swissolar beanstandet, die Berechnungen für die Anpassungen würden auf alten Daten beruhen. Welche Datengrundlagen hat das BFE zur Berechnung der Reduktion verwendet? Wolfer: Einerseits hat Swissolar insofern recht, als dass die Datengrundlagen immer noch dieselben sind wie bei der Lancierung der KEV. Andererseits sind aber in diesem Berechnungsmodell die Modulkosten separat ausgewiesen. Diese haben wir nun aufgrund der Abrechnungen von Solarstromanlagen, die in den Genuss des Stabilisierungsprogramms kamen, angepasst. In Zusammenhang mit dem Stabilisierungsprogramm haben wir mehrere Hundert Abrechnungen kontrolliert. Der Mittelwert der Anlage-


Stickelberger: Das hören wir gerne!

Ebenfalls bekannt gegeben wurden die Empfehlungen für Anlagen, die nicht in den Genuss der KEV kommen. Ausgearbeitet hat sie die KAEE, die Kommission für Anschlussbedingungen für erneuerbare Energien. Wie sehen die Empfehlungen aus? Wolfer: Die Empfehlungen wurden von der KAEE ausgearbeitet und von unserem Amt herausgegeben. Sie sind rechtlich nicht bindend. Hier die wichtigsten Punkte: Generell wird den Netzbetreibern empfohlen, den eingespeisten Strom zum aktuellen Energiepreis, abzüglich 8 %, zu vergüten. Eigentümer von Kleinanlagen (< 3 kW) sollen den E ­ igenbedarf direkt decken können.

Warum dieser Abzug von 8 %? Wolfer: Weil der Anlagebesitzer einerseits Strom einspeist, aber auch Strom vom Netz bezieht, wann immer er will.

Wie sieht die Kleinanlagenregelung aus? Stickelberger: Sie ist vor allem für PV-Anlagen von Bedeutung: Der von diesen Anlagen produzierte Strom kann direkt für den Eigenverbrauch genutzt werden. So wird ein Haushalt aus der Sicht des Stromversorgers vom «normalen» Stromverbraucher zum «Kleinstverbraucher». Was unter dem Strich heisst, dass der eingespeiste Strom mit dem Bezugstarif – rund 20 Rappen pro Kilowattstunde – vergütet wird. Diese Kleinstkunden Die Entwicklung der Modulpreise Schauen wir etwas weiter zurück, sehen wir, dass der Stein bereits im September 2008 in Spanien durch eine Änderung der Solarstrompolitik ins Rollen gekommen war. Das Förderprogramm wurde damals drastisch gekürzt und der Fokus von Freiflächenanlagen auf gebäudeintegrierte Anlagen verschoben. Daraus resultierte erstmals eine Überproduktion an Modulen. Die Modulpreise sanken seither weltweit um mehr als 40 % und werden gemäss Marktbeobachtern auch 2010 weiter fallen.

müssen dem Energieversorger diesen Strom und die Dienstleistungsgebühren nicht berappen. Wenn der Konsument aber mehr produziert als er verbraucht, erhält er für den Überschuss wie vorhin erklärt den aktuellen Preis minus 8 %. Das bedeutet, dass Strom von Solarstromanlagen, die grös­ser als drei Kilowatt sind, mit nur gerade sieben Rappen pro Kilowattstunde vergütet wird, eine absolut unbefriedigende Lösung.

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kosten lag bei diesen Anlagen um durchschnittlich 10 % tiefer als die Referenzkosten aus dem Jahr 2007. Die Referenzkosten wurden damals auf das untere Viertel aller untersuchten Anlagenkosten festgelegt. Zudem haben wir die aktuelle Entwicklung der Marktpreise für Solarmodule auf dem Weltmarkt verfolgt. Wir haben im Vergleich zu den stark in Bewegung geratenen internationalen Preisbewegungen konservativ gerechnet. Hätten wir die Extreme ausgereizt, wäre die Reduktion noch höher ausgefallen. Im Rahmen der gesamten Revision der KEV wird dann wiederum zusammen mit Swissolar eine neue, vollständige Erhebung durchgeführt.

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Der Ständerat hat an seiner Sitzung vom 4. März der Erhöhung des Beitrags pro verbrauchte Kilowattstunde Strom für die Speisung des KEV-Fonds von max. 0,6 Rappen auf 0,9 Rappen zugestimmt. Er entschied sich gegen die vom Nationalrat vorgeschlagene Aufhebung der Grenzen zwischen den erneuerbaren Technologien und den festen Zubaumengen für Solarstrom. Was halten Sie von diesem Entscheid? Wolfer: Es ist erfreulich, dass der Ständerat der Erhöhung von 0,6 auf 0,9 Rappen zugestimmt hat. Das Paket des Nationalrats beinhaltete auch eine ausgeweitete Rückzahlung des KEV-Beitrags für die Grossverbraucher, die der Ständerat nun auch gekippt hat. Fachleute wiesen darauf hin, dass diese Massnahme die zusätzlichen Gelder für den Fonds im schlimmsten Fall gleich wieder aufgefressen hätte. Also kann ich mit diesem Entscheid sehr gut leben.

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Was ist Ihre Meinung, David Stickel­ berger? Stickelberger: Einerseits bin ich wie Urs Wolfer zufrieden, andererseits hätte eine feste Zubaumenge für Solarstrom der Photovoltaikbranche Investitionssicherheit gebracht. Das Geschäft geht jetzt noch einmal an den Nationalrat, der es in der Sommersession behandeln wird. Wir werden versuchen, doch noch eine feste Zubaumenge durchzusetzen. Da aber Solarstrom rascher billiger wird als angenommen, wird die Koppelung an die Gestehungskosten immer weniger wichtig. Denn je günstiger der Solarstrom, desto höher sein Anteil am KEV-Fonds. z

Eine Erhebung von Ecoreporter ermittelte für Januar 2010 weitere Preisnachlässe von über fünf Prozent. Gerade Anfang 2010 seien die Preise für PV-Module besonders stark gefallen, hält Ecoreporter in seinem Marktkommentar fest. Dies stehe vermutlich mit der angekündigten starken Degression des Einspeisetarifs in Deutschland für 2010 in Verbindung. Eine Absenkung der Solarstromfördertarife scheint die logische Folge der Entwicklung.

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❚ Stromeffizienz im Mehrfamilienhaus Mehrfamilienhausbesitzer und -bewohner profitieren ab dem 19. April vom neuen EKZ Umwelt-Förderprogramm «Stromeffizienz im Mehrfamilienhaus». Finanzielle Anreize motivieren die Eigentümer, ineffiziente Anlagen und Geräte in ihren Liegenschaften zu identifizieren und zu ersetzen. Der Einstieg in das Förderprogramm ist der EKZ Stromcheck, eine vergünstigte Energieberatung. Für 100 Franken wird der Zustand der Installationen bewertet, die am Allgemeinstrom angeschlossen sind. Der

EKZ Energieberater erstellt anschliessend einen Bericht mit Empfehlungen zur Verbesserung der Stromeffizienz. Die Durchführung des EKZ Stromchecks berechtigt die Eigentümer zur Teilnahme an verschiedenen Förderaktionen. Die EKZ fördern den Ersatz ineffizienter Haushaltsgrossgeräte und Beleuchtungsanlagen, die zur Liegenschaft gehören. Bei den Haushaltsgrossgeräten der höchsten Energieeffizienzklasse werden bis zu 500 Franken pro Gerät bezahlt. Bei der energetischen

Modernisierung der Beleuchtungsanlagen wird der Leuchtenersatz oder der Einbau von Lichtsteuerungen unterstützt. Vom Stromcheck profitieren auch die Mieter einer Liegenschaft. So verteilt der EKZ Energieberater im Rahmen des EKZ Stromchecks für alle Wohnungen kostenlos eine EKZ Stromsparbox. Sie enthält neben einer modernen, stromsparenden LED-Lampe wertvolle Tipps, wie man seinen Stromverbrauch im Haushalt senken kann, ohne auf Komfort zu verzichten. www.ekz.ch/umwelt-foerderprogramm

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❚❚ Wasserwirbeltechnologie produziert erfolgreich Strom Das erste Wasserwirbelkraftwerk, welches im Kanton Aargau in Schöftland steht, produziert seit letzten November konstant ökologischen Strom. Nach umfangreichen Tests und Abstimmungen bei verschiedenen Wasserständen, Generator- und Rotoreinstellungen wurden Bau und Montage der Schweizer Energie-Innovation erfolgreich abgeschlossen. Die Kraft des Wassers entwickelt sich nach Wunsch gemäss dem Vorbild aus der Natur. Die geplante elektrische Leistung von 8 bis 15 kW konnte auch während der Trockenheit und niedriger Wassermenge bereits nach wenigen Einstellungsänderungen erreicht werden. Dies wurde mit einem amtlich geprüften Lastgangzähler nachgewiesen. 100 000 bis 130 000 kWh sollen es nach Abschluss der nächsten Optimierungen jährlich werden. Dies reicht für über 20 Haushalte. Die steuerungstechnischen Einstellungen für die Leistungsoptimierung des Asynchrongenerators brauchten vor Inbetriebnahme Zeit und mussten mit der Synchronisation des öffentlichen Stromnetzes, der sicherheitsrelevanten Anforderungen des Netzbetreibers und mit den unterschiedlichen Wasserständen getestet werden. Nachdem alle Tests und Checks bestanden waren, konnte im letzten November mit der Stromproduktion im Probebetrieb begonnen werden. Höchste Priorität hat dauerhaft die Funktionssicherheit, Netzstabilität und Zuverlässigkeit. Zurzeit sind weitere 30 Wasserwirbelkraftwerke bis 2015 geplant und Gesuche sind für die KEV (kostendeckende Einspeisevergütung) eingereicht. Die Schweiz verfügt über mehr als 40 000 potenzielle Standorte für Wasserwirbelkraftwerke. Allein 7000 an stillgelegten alten Flusskraftwerkstandorten. Würde das gesamte Potenzial genutzt, könnten über 1 Mio. Haushalte (2,3 Mio. Menschen) mit ökologischem Strom aus der Schweiz versorgt werden. www.gwwk.ch Elektrotechnik 5/10 I 65


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❚❚ABB-Roboter rocken mit Bon Jovi Die Bon Jovi Circle Tour, die Mitte Februar in den USA startete, ist ein unvergessliches Erlebnis für Augen und Ohren. Verantwortlich dafür sind fünf ABB-Industrieroboter im hinteren Teil der Bühne, die jeweils 2 × 3-m-LED-Video-Panels tragen und den Begriff «Background-Tänzer» neu definieren. Die Roboter und Bildschirme sind ein wesentlicher Bestandteil der Konzertreihe und bewegen sich zu Rhythmus und Beat der Musik. Gleichzeitig liefern sie in Echtzeit Filmmaterial der Show und digitale Animationen. In regelmässigen Abständen bewegen sich die fünf Roboterarme zu einer Forma­ tion und führen die LED-Panels zu einem durchgängigen, fünfteiligen Bildschirm zusammen.

Die Roboter werden die Band auf ihrer zweijährigen Tour begleiten. Bisher sind rund 60 Konzerte in Nordamerika und Europa geplant, weitere Veranstaltungen sind nicht ausgeschlossen. Es wird damit Bon Jovis längste Tour seit den späten 1980er-Jahren werden. Lebendig werden die Roboter durch RoboScreen, eine patentierte Technologie, die von Robotic Arts in den USA erfunden wurde. Eine Software-Erweiterung für 3D-ComputerAnimationen haucht den Robotern Leben ein und ermöglicht ihre rhythmischen Bewegungen zur Musik. Die speziell entwickelte Software liefert eine separate Schnittstelle, um die Bewegungen der Roboter zu steuern, als wären sie selbst Leinwand-Charaktere. Nach Eingabe der gewünschten Bewegung leitet Robot Animator den Code direkt zu den Robotersteuerungen und die Roboter replizieren die Bewegung auf der Bühne. Zum Einsatz kommen ABB-Roboter vom Typ IRB 7600. Dieser Roboter wurde für Schwerlastapplikationen bis zu 650 kg in nahezu jedem Industriesegment konzipiert. Hohes Drehmoment, geringe Trägheit, robustes Design und kraftvolle Beschleunigung machen den marktführenden Roboter zum «Power Robot». Diese Power brauchen die Roboter auch bei ihrem Bühnenauftritt: Jeder Roboter ist mit einem speziellen, über 300 kg schweren LED-Panel ausgerüstet, das 24 individuelle Sub-Panels besitzt, die jeweils in einem Netz von sechs Spalten und vier Reihen angeordnet sind. Schätzungsweise 85 Prozent des I-MAG oder Bildvergrösserungmaterials, das während der Show auf dem Bildschirm präsentiert wird, fangen mehrere Kameras direkt am Veranstaltungsort ein. Die Animationen auf den Bildschirmen sind eine Kombination von vorprogrammierten 3D-Grafiken und computeranimierten Echtzeit-Reaktionen auf den Beat der Musik. Die Circle Tour ist die zweite grosse Unterhaltungsproduktion innerhalb eines Jahres, an der ABB-Roboter beteiligt sind. 2009 hatte eine Reihe von ABB-Robotern einen exklusiven Auftritt in der entscheidenden Filmszene in «Terminator Salvation». www.abb.ch www.bonjovi.com/tour

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Nexans, einer der führenden Anbieter im Bereich Industriekabel, hat einen Vertrag über 13 Millionen Euro für die Ausrüstung der neuen Zentrale des Pumpspeicherwerks der Kraftwerke Linth-Limmern in der Ostschweiz abgeschlossen. Im Rahmen dieses Projekts wird Nexans mit der Planung, Herstellung, Lieferung, Installation, Anschliessung und Inbetriebnahme von rund 30 km Höchstspannungskabeln beauftragt. Nexans wird sechs unterirdische 380-kV-Kabel mit XLPE-Isolation (vernetztes Polyethylen) liefern. Mit einer geschätzten Länge von jeweils rund 5 km entsprechen diese der gesamten Länge des Stollens, in dem sie installiert werden. Die Kabel werden parallel angebracht, um die neue Zentrale an das Höchstspannungs-Energietransportnetz anzuschliessen. Sie umfassen Kupferleiter mit einem Querschnitt von 1600 mm². In der Nähe vom geplanten Pumpspeicherwerk Limmern befinden sich zwei bestehende Wasserretentionsbecken, dasjenige des Muttsees (2474 m Höhe, Fassungsvermögen 25 Millionen m³ Wasser) und dasjenige des Limmernsees (1857 m Höhe, Fassungsvermögen 92 Millionen m³ Wasser). Tagsüber, wenn der Energiebedarf am höchsten ist, treibt das Wasser der neuen Zentrale von Limmern eine Turbine an und erzeugt elektrische Energie, um der Nachfrage in Spit-

zenzeiten nachzukommen. Bei geringerem Bedarf in der Nacht steht in den Netzwerken eine grössere Menge an elektrischer Energie zur Verfügung. Dies ermöglicht es der neuen Zentrale von Limmern, das Wasser vom Limmernsee zum Muttsee zurückzupumpen. Um diese Funktionen des Pumpspeicherwerks zu gewährleisten, ist eine Leistung in der Grössenordnung von 1000 MW vorgesehen. Dabei wird die Zentrale durch einen unterirdischen Stollen von rund 5 km Länge versorgt. Die Möglichkeit, Wasser vom unteren Becken zum höher gelegenen See hinaufzupumpen, macht diese Einrichtung zu einer riesigen elektrischen Batterie, die wiederaufladbar ist. Dazu wird Energie verwendet, die in der Nacht in ausreichender Menge vorhanden ist, um eine zuverlässige und sehr flexible Versorgung zu gewährleisten. Sie ermöglicht es, dem Höchstbedarf tagsüber nachzukommen. Die für das Zurückpumpen erforderliche elektrische Energie und diejenige, welche durch die Turbine der Zentrale erzeugt wird, führen über dieselben Verbindungen. Diese müssen an das Schweizer Höchstspannungs-Energietransportnetz angeschlossen werden. Der Anschluss erfolgt mittels der 380-kV-Kabel von Nexans. www.nexans.ch

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NIN-Know-how

❚❚Fragen und Antworten zu NIN

NIN-Know-how 56 Die immer kürzer werdenden Abstände der Normenrevisionen fordern sowohl Ausführende wie auch Kontrollierende, um einerseits auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben, aber auch um sich zu erinnern, zu welcher Zeit welche Norm oder Vorschrift gerade gültig war. Manchmal muss man den einen oder anderen Satz mehr als einmal durch­ lesen, um zu verstehen, was wirklich gemeint ist, und so entstehen vielleicht auch verschiedene Interpretationen. Solche und andere Fragen beantworten wir dieses Mal und wünschen Ihnen viel Vergnügen beim kritischen Lesen.

David Keller, Pius Nauer

1

Querschnitt ortsfester Leitungen

In einem Bürogebäude müssen wir eine grosse Anzahl von elektrisch betriebenen ­Jalousien anschliessen. Die Jalousiemotoren haben nur eine geringe Leistung. Aus Platzgründen würden wir gerne alles mit 1 mm2 Kabeln verlegen und diese mit 6 A Bemessungsstrom absichern. Ist dies nach den neuesten Normen zulässig? (P.  F. per E-Mail) Die NIN unterscheidet grundsätzlich zwischen ortsfesten und ortsveränderlichen Leitungen. In ihrem Fall sind die Leitungen als ortsfest zu betrachten. In der Tabelle NIN 5.2.4.3 drückt sich die Norm ganz klar über die Mindestquerschnitte aus. Bei ortsfesten Leitungen ist dies mindestens ein 1,5 mm2. Sie sind natürlich frei, die Leiter unter ihrer maximalen Strombelastbarkeit abzusichern. Deshalb einen kleineren Querschnitt zu wählen, ist jedoch unzulässig. (pn)

2

Freizügige Verwendung von Steckdosen

Wir müssen in unserem Betrieb eine zusätzliche Steckdose CEE 16 A montieren. Eigentlich würden wir diese gerne neben eine bestehende I 16-Steckdose montieren und parallel von dieser Steckdose abnehmen. Auf die neue NIN angesprochen, meint mein Chef nun, dass wir über die Steckdosen einfach einen abschliessbaren Holzverschlag setzen könnten und dass diese somit nicht mehr freizügig verwendet werden können. Kann man also anstelle eines FI einfach eine Abschliessvorrichtung anbringen? (A. U. per E-Mail) Das Thema Freizügigkeit im Zusammenhang mit der Forderung nach dem zusätzlichen Schutz durch RCD für 68 I Elektrotechnik 5/10

Steckdosen wird ein Dauerbrenner. Um Ihre Frage und vielleicht auch ähnliche Interpretationen zu beantworten, muss man sich erst einmal fragen, zu welchem Zweck eine Steckdose vorgesehen ist und weshalb der Zusatzschutz eben gefordert wird. Die neue NIN begründet den zusätzlichen Schutz durch RCD als bewährte Massnahme im Falle eines Versagens des Basis- und/oder des Fehlerschutzes. Wann sind die Risiken für eben diese Versagen am grössten? Eindeutig bei beweglichen, handgeführten oder transportablen Geräten. Gerade bei Haushaltgeräten und Elektrowerkzeugen kann es schon vorkommen, dass Schutzleiter ausreissen, weshalb hier sicher die Schutzisolierung als Schutzmassnahme schon mal besser geeignet ist. Diese nützt aber auch nichts mehr, wenn beispielsweise mit der Gartenschere, dem Rasenmäher, dem Winkelschleifer usw., die Kabelisolierungen beschädigt werden. Die Praxis zeigt ja auch immer wieder, dass der Unterhalt an der elektrischen Ausrüstung dieser Geräte oft sträflich vernachlässigt wird. Manchmal sieht der Benutzer solche Verletzungen in den Kabelisolierungen auch nicht sofort. Diese Situationen können jetzt durch direktes und indirektes Berühren zu einem elektrischen Schlag führen. Das Umfassen eines defekten Geräte­ kabels könnte man schon als todsicher bezeichnen, würde jetzt nicht noch ein FI-Schutzschalter den Stromkreis rasch unterbrechen. Vor diesem Hintergrund sollte die Frage nach der Alternative Abschliessbarkeit anstelle RCD eigentlich schon beantwortet sein. Meist keinen Zusatzschutz (Ausnahmen sind im Teil 7 der NIN beschrieben) brauchen aber ortsfest installierte Geräte. Die vorhin beschriebenen Risiken sind weitaus kleiner. Nun kann es aber

vorkommen, dass solche Geräte über eine Steckvorrichtung angeschlossen werden, vielleicht um die Wartung oder den Ersatz zu erleichtern. Damit nun aber die Facilitymanager (und alle anderen Fachpersonen) nicht in Versuchung kommen, die für ihre Arbeit benötigten Elektrowerkzeuge an einer solchen, eben nicht FI-geschützen Steckdose zu betreiben, dürfen diese nicht freizügig verwendet werden können. Dabei ist das Abschliessen eine von verschiedenen Möglichkeiten. Auch könnte diese Steckvorrichtung hinter einer nur mit Werkzeug zu entfernenden Abdeckung angeordnet sein, oder der Steckdosentyp (Steckdosenbild) verhindert das Einstecken eines handelsüblichen Gerätes. Sicher gibt es da auch noch andere Möglichkeiten. Der Vollständigkeit halber weise ich auch noch darauf hin, dass aus dem ­Unfallversicherungsgesetz und entsprechender Verordnung hervorgeht, dass für die Arbeitssicherheit Handgeräte immer hinter einem FI betrieben werden müssen. (dk)

3

Schaltgerätekombinationen in feuer­ gefährdeten Betriebsstätten

Bei einem Projekt einer Schreinerei hat der Elektroplaner in der Werkstatt eine Schaltgerätekombination eingeplant. Dieser Teil der Schreinerei ist als feuergefährdete Betriebsstätte zu betrachten. Wir sind der Meinung, dass eine Schaltgerätekombination hier am falschen Platz ist. In NIN 4.8.2.2.6 steht nämlich geschrieben, dass in feuergefährdeten Betriebsstätten der Überlast- und Kurzschlussschutz von Leitungen durch Anordnung von Überstrom-Schutzeinrichtungen vor der feuergefährdeten Betriebsstätte gemacht werden muss. Wie legt die NIN 2010 dieses Problem aus? (E. R. per E-Mail)


triebsstätten versorgen, möglichst aus­ serhalb dieser Betriebstätte angeordnet werden müssen. Im zweiten Absatz heisst es, Leitungen welche ihren Speisepunkt in feuergefährdeten Betriebsstätten ­haben, müssen am Speisepunkt dieser Stromkreise gegen Überlast- und Kurzschluss geschützt werden. Dieser Satz verbietet die Anordnung einer Schalt­ gerätekombination im feuergefährdeten Bereich nicht. Die Aussagen betreffen nur die Anordnung der Überlast- und Kurzschluss-Schutzeinrichtungen. In unserem Beispiel gibt es nun zwei Möglichkeiten. In Abbildung 3B in der Variante 1 ist ersichtlich, dass der Querschnitt bis zur Überlast-Schutzeinrichtung nach dem vorgeschaltenen Bemessungsstrom der Sicherung gewählt wurde. Somit ist die ganze Leitung von Anfang an durch Überlast und Kurzschluss geschützt. In der Variante 2 wird die Überlast-Schutzeinrichtung an den Anfang der Leitung gelegt. Somit sind die Forderungen der Norm ebenfalls erfüllt. Dass eine Schaltgerätekombination unter Umständen in den feuergefährdeten Bereich einer Schreinerei eingebaut werden darf, ist aus NIN 4.8.2.2.14 ersichtlich. Wenn möglich ist dies jedoch zu verhindern. Ein gutes Projekt sieht vor, dass die Platzierung von Schaltgerätekombinationen ausserhalb des feuergefährdeten Bereichs vorgesehen wird. Wenn dies nicht möglich ist, gelten die Anforderungen aus NIN 4.8.2.2.3, wo es heisst, dass die IPSchutzart bei mittleren Staubmengen IPX5 und bei bedeutender Staubmengen sogar IPX6 entsprechen muss. Diese Anforderungen gelten auch für Schaltgerätekombinationen. (pn)

4

Elektrische Oldtimer

Immer wieder werden wir mit Fragen konfrontiert, die sich mit dem Umgang in

Die Überlast-Schutzeinrichtung ist im Zuge der Leitung eingebaut und übernimmt den Überlastschutz für den Vor- und nachgeschaltenen Leitungsteil.

TT 4 x 2,5mm2

Abb. 3a

M~

 S t   k   IK 

2

>

Auslösezeit

18 A

A 40

Diese ÜberstromSchutzeinrichtung übernimmt den Kurzschlussschutz für die gesamte Leitungslänge. Achtung: Weil die Leitung übersichert ist, muss der Kurzschlussschutz nach NIN 4.3.4.1 überprüft werden!

t S IK K

maximale Abschaltzeit Querschnitt des Leiters Kurzschlussstrom Materialfaktor Cu/PVC 115

Die NIV (Niederspannung-Installationsverordnung) als gesetzliche Grundlage verlangt, dass elektrische Installa­ tionen nach anerkannten Regeln der Technik erstellt, geändert und instand gehalten werden müssen. Die aktuellen anerkannten Regeln der Technik für elektrische Installationen sind in der NIN (Niederspannungs-Installationsnorm) zusammengefasst. Im Geltungsbereich dieser Norm steht, dass diese Anforderungen für neue Anlagen gelten. Im Gegensatz zu anderen Gesetzgebungen (z. B. Umweltschutz), besteht nach EleG und NIV grundsätzlich bei Normenänderungen keine Revisionspflicht. Installationen werden immer nach den aktuellen Regeln der Technik erstellt. Nun kommt die Schwierigkeit, dass bei bestehenden Anlagen der jeweilige Stand der Technik oder Vorschriften bekannt sein müssten. Die Ausbildungsstätten für angehende Kontrollorgane konzentrieren sich vor allem auf den aktuellen Stand, blenden aber verständlicherweise die geschichtliche Entwicklung eher aus. Das führt immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den involvierten Fachstellen. Grundsätzlich müssen elektrische Anlagen sicher sein, dürfen weder Menschen noch Sachen gefährden. Gerade bei periodischen Kontrollen muss der Fokus so eingestellt werden. Elektrische Installationen können aber durchaus auch sicher sein, ohne nach dem aktuellen Stand der

Variante 1:

Kurzschlussstrom

Ausserhalb der feuergefährdeten Betriebsstätte oder in einem entsprechenden Schrank IP5X oder IP6X

TT 4 x 2,5mm2

40 A

alten Anlagen beschäftigen. Muss für die neue Leuchte im Wohnzimmer ein Schutzleiter auf die Lampenstelle nachgezogen werden, muss bei einem Umbau ein FISchalter nachgerüstet werden, darf eine Steckdose Typ 1 belassen werden, muss die alte, emaillierte Leuchte in der Waschküche ersetzt werden usw. Sicher standen Sie auch schon vor solchen Problemen. Hier ein Ansatz, um solche Fragen zu klären.

Der Querschnitt wird entsprechend des Bemessungsstromes der 40A Sicherung gewählt. TT 4 x 10mm2

TT 4 x 2,5mm2

18 A

40 A

M~

Feuergefährdete Betriebsstätte

Variante 2: Die Überlast-Schutzeinrichtung wird ausserhalb des feuergefährdeten Bereichs montiert. TT 4 x 2,5mm2

40 A 18 A

M~

Feuergefährdete Betriebsstätte

Abb. 3b Elektrotechnik 5/10 I 69

NIN-Know-how

Nach den gültigen Regeln der Technik ist es heute möglich, dass man den Überlast- und den Kurzschlussschutz aufteilt. Gerade bei Motoreninstallationen, welche wir aufgrund des Anlaufstromes höher absichern müssen als der Motor einen Bemessungsstrom aufweist, gibt uns die NIN die Möglichkeit, den Überlastschutz im Zuge der Leitung anzuordnen. Diese Variante (s. Abbildung 3A) ermöglicht, dass der Querschnitt nach dem eingestellten Bemessungstrom des Motorschutzschalters dimensioniert werden kann. In unserem Beispiel würde dies bei einer Verlegeart B2 einen Querschnitt von 2,5 mm2 bedeuten. Wird dies so gemacht, so ist es absolut zwingend, den Kurzschlussschutz der Leitung gemäss NIN 4.3.4.3.1 zu überprüfen. Dabei spielt die Grösse des Kurzschlussstromes eine wichtige Rolle. Man kann sagen, dass bei grossen Kurzschlussströmen der Kurzschlussschutz eher gewährleistet ist als bei kleinen. Dies ist auch der Grund, dass die NIN bei den Leitungsberechnungen einen Sicherheitsfaktor von 0,75 angibt. Das heisst, der gemessene Kurzschlussstrom muss mit 0,75 multipliziert werden, bevor man diesen in die Formel einsetzt. Diese Art von Installation ist sicher, solange zwischen der Überstrom-Schutzeinrichtung (Sicherung am Anfang der Leitung) und der Überlast-Schutzeinrichtung keine Abzweigungen eingebaut werden. Dies ist natürlich auch eine Bedingung an die Möglichkeit, die Überlast-Schutzeinrichtung im Zuge der Leitung anzuordnen. Würde dies im Laufe der Jahre bei Erweiterungen irrtümlicher Weise gemacht, so hätte dies unter Umständen gerade in feuergefährdeten Betriebsstätten fatale Folgen. Aus diesem Grund gibt uns die NIN in 4.8.2.2.6 auf den Weg, dass der Überlast- und Kurzschlussschutz einer Leitung, welche Verbrauchsmittel in feuergefährdeten Be-


Quelle: Internet

NIN-Know-how

Abb. 4  Wie im Strassenverkehr ist der Stand der Normen und Vorschriften bei Inverkehrsetzung massgebend, sofern die Anlage sicher ist. a)  RCD muss nicht nachgerüstet werden b)  Sicherheitsgurte müssen nicht nachgerüstet werden

Technik erstellt worden zu sein. Bis 1985 zum Beispiel war es zulässig, die «klassische» Nullung nach Schema III bis zur Steckdose, beziehungsweise zum Verbraucher auszuführen. Dass dabei die Empfehlung zur Aufrüstung auf die aktuelle Norm oft angebracht ist, darf nicht dazu verleiten, generell aus der Empfehlung eine Beanstandung zu machen. Wenn also in einer Liegenschaft aus dem Jahre 1975 bei ­einer Steckdose Typ 12 nach Nullung Schema III (Nullleiter gemeinsam an Schutzleiterkontakt und Nullleiterkontakt angeschlossen) die Durchgangsprüfung des Schutzleiters erfolgreich war, so ist die zum Zeitpunkt der Erstellung gewählte Schutzmassnahme funktionstüchtig und in Ordnung. Wenn nun die Steckdosenabdeckung zerbricht, so ist diese Abdeckung zu ersetzen. Klar wäre es wünschens- und empfehlenswert, auch noch einen separaten Schutzleiter nachzurüsten. Neue Situation: Im Jahre 2006 musste eine zusätzliche Steckdose installiert werden. Die im Jahre 2006 gültige Norm erlaubte keinen kombinierten Schutz- und Neutralleiter und die Zuleitung zur Steckdose führt darum einen separaten Schutzleiter mit. Und heute wünscht der Kunde eine weitere Steckdose und da die aktuelle Norm für alle Steckdosen bis 32 A einen RCD 30 mA verlangt, muss diese neue Steckdose eben diesen Schutz auch noch aufweisen. Nun hat der Kunde drei Steckdosen, nur eine davon ist FI-geschützt. Wie beraten wir ihn? Wie viel würde der Nachzug eines Schutzleiters auf die bestehenden Installationen kosten, in welchem Verhältnis stünden diese Kosten zur nötigen Erweiterung Steckdose und FI-Schutzschalter? Zudem bestehen für die drei Steckdosen unterschiedliche 70 I Elektrotechnik 5/10

Schutzniveaus, was tunlichst zu vermeiden ist. (dk)

5

Welchen Faktor muss ich wo nehmen?

Im Studium der NIN 2010 ist mir aufgefallen, dass verschiedene Faktoren angesprochen werden. Bei der Kurzschlussstrommessung soll gemäss einer Schulung der gemessene Wert mit dem Faktor 0,66 berechnet werden. Wo findet man diesen Wert in der NIN? In NIN 6.1.3.6.3.1 Anmerkung 2 wird von einer Abweichung der Messgeräte von 30 % gesprochen und in NIN 4.3.4.3.2 B+E kann man wiederum einen Faktor von 0,75 herauslesen. Diese Vielzahl von Faktoren ist verwirrend. Welcher Faktor muss nun wo angewendet werden. (H. M. per E-Mail) Für den Anwender wäre es wirklich einfacher, wenn es für alle Anwendungen generell einen Faktor geben würde. Ihre drei erwähnten Faktoren sind deshalb unterschiedlich, weil sie zur Überprüfung unterschiedlicher Schutzziele angewendet werden. Nun aber alles der Reihe nach. Gemäss NIN müssen für die Messungen Messgeräte eingesetzt werden, welche den EN 61557 entsprechen. Diese Norm ist für Messgerätehersteller relevant. In dieser EN 61557 ist auch zu finden, dass ein Messgerät bei der Messung der Fehlerschleifenimpedanz eine Toleranz von ±30 % aufweisen darf. Liest man den Artikel 6.1.3.6.3.1, weist die NIN darauf hin, dass man diesen Gerätefehler bei der Beurteilung der Messung berücksichtigten muss. Tatsache ist, dass heutige Messgeräte einen Fehler bei der Messung der Fehlerschleifenimpedanz von bis zu 5 % aufweisen. Bei sehr hohen Kurzschlussströ-

men kann der Fehler jedoch sehr schnell grösser werden. Diese Geräte sind also um einiges besser als die Norm fordert. Diese 30 % Fehler, welche die Norm für Messgeräte zulässt, betreffen den Anwender dieser Messgeräte also nur am Rande. Der grössere Fehler bei der Fehlerschleifenimpedanzmessung wird durch das Netz selber verursacht. Siehe dazu auch Abbildung 5. Um diese Fehler zu berücksichtigen, bietet uns die NIN Korrekturfaktoren an. Hier wird nun unterschieden zwischen Leitungsschutz und Personenschutz. Im Kapitel 4.3, wo der Leitungsschutz beschrieben wird, findet man in 4.3.4.3.2 B+E den Korrekturfaktor. Im Kapitel 6 ist dann beschrieben, wie der Schutz durch automatische Abschaltung geprüft wird. Der Faktor 0,66 hält sich auf den ersten Blick tatsächlich etwas versteckt. Dazu wird in 6.C.4 eine Formel angegeben, welche angibt, dass man für eine sichere Abschaltung eine um einen Drittel kleinere Schleifenimpedanz benötig als das Resultat der Messung angibt. Daraus kann man auch ableiten, dass das Messresultat des Kurzschlussstromes einen Drittel grösser sein muss als der Ansprechstrom der vorgeschalteten Sicherung, oder eben das Messresulat multipliziert mit dem Faktor 0,66. (pn)

6

Zugang zur Schaltgerätekombina­ tion nur für instruierte Personen

Eine unabhängige Kontrollstelle hat bei einem Tableau die PVC-Halteschrauben beanstandet, da der Zugang für Laien möglich wäre. Wenn wir nun einfach ein Warnzeichen beim Vierkantschloss anbringen, wäre diese jetzt nicht mehr für Laien zugänglich und so könnten wir die Schrauben belassen. Wie sehen Sie das? (H. M. per E-Mail)


240A Rs

240A

Messgeräte müssen der EN 61557 entsprechen. Diese Norm lässt bei der Fehlerschleifenimpedanzmessung ±30% Fehler zu.

Personenschutz

240A Rs

Rs

Messfehler durch das Netz verursacht:

Faktor 0,75

► Leitererwärmung im Fehlerfall

Faktor 0,66

► Spannungsschwankungen ► Leistungsfaktor cosφ

 S t   k   IK 

2

► Netzbelastungen ► Übergangswiderstand im Fehlerfall

Abb. 5

Im Grundsatz haben Sie Recht. Wenn die Türe zu einer Schaltgerätekombination nur mit einem Schlüssel geöffnet werden kann und ein Warnschild auf die nun fol­ genden Gefahren hinweist, so darf nur eine instruierte Person den Eingriff vor­ nehmen. Aber Achtung: Wenn es für Lai­ en möglich sein muss, den Zugang zu er­ halten, wie zum Beispiel zu einem Woh­ nungsverteiler, so darf die Türe natürlich nicht abgeschlossen werden! Sehr oft trifft man gerade für haustechnische An­ lage solche SGKs, welche nur von instru­ ierten Personen bedient werden dürfen. Dabei ist zu beachten, dass in einem sol­ chen Betrieb der ­Eigentümer dafür sor­ gen muss, dass auch instruierte Personen zur Verfügung stehen. Der Hauswart kann jetzt nicht einfach die erste Stö­ rungssuche vornehmen und die Türe öff­ nen, wenn er nicht über die Gefahren und die für ihn zulässigen Arbeiten regel­ mässig unterrichtet wird. (dk)

a)

Abb. 6   a) SGK für Laien zugänglich

≤0,4/5s

7

Falscher Drehsinn bei periodischer Kontrolle

Bei einer periodischen Kontrolle wurde be­ mängelt, dass der Drehsinn bei einigen Steckdosen falsch ist. Bei der Behebung der Mängel haben wir nun bemerkt, dass der Drehsinn bereits am Anschlussüberstromun­ terbrecher falsch ist. Das zuständige Kont­ rollorgan ist nun der Meinung, dass ab An­ schlussüberstromunterbrecher der Drehsinn im Uhrzeigersinn zu erfolgen hat. Es han­ delt sich um eine grössere Anlage mit einem Restaurant und einer Sägerei. Wenn wir den Drehsinn tatsächlich vom Speisepunkt her richtig stellen müssen, ist dies ein sehr grosser Aufwand. Ist dieser Aufwand in ei­ ner alten elektrischen Anlage verhältnis­ mässig? (W. B. per E-Mail) Bei neuen Installationen dürfte klar sein, dass der Drehsinn ab Anschlussüber­ stromunterbrecher im Uhrzeigersinn verläuft. In NIN 6.1.3.9.1 steht geschrie­

b)

b) SGK nur für Instruierte zugänglich

ben, dass bei mehrphasigen Stromkreisen die Einhaltung der Reihenfolge der Aus­ senleitern geprüft werden muss. Bei be­ stehenden Anlagen gilt grundsätzlich die Norm oder Vorschrift, welche zum Zeit­ punkt der Erstellung der Installation ihre Gültigkeit hatte. In früheren Ausgaben der Norm wurde nur die richtige Dreh­ richtung an Drehstromsteckdosen gefor­ dert. Ihre alte Installation weist ein er­ hebliches Gefahrenrisiko auf. Wenn es in derselben Anlage Steckdosen mit ver­ schiedenen Drehrichtungen hat, so wird eine Manipulation der Steckvorrichtung durch Laien geradezu gefördert. Diese Umstände haben in der Vergangenheit sogar schon zu tödlichen Unfällen ge­ führt. Sie sehen also, das Gefahrenpoten­ zial von falsch angeschlossenen Steck­ dosen muss zwingend behoben werden. Dies kann in diesem Fall einzeln an den Steckvorrichtungen erfolgen. Ein Tau­ schen aller Aussenleiter ab Bezüger­ stromunterbrecher ist nicht nötig. Siehe dazu auch NIN B+E 5.1.1.2.2. (pn)

8

Funktionserhalt ist nicht Isolationserhalt

Die neue NIN verlangt für die Verlegung von Kabeln für Notbeleuchtungen eine sepa­ rate Verlegung oder Kabel mit Funktions­ erhalt. Dürfen wir nun Kabel FE 180 in ein Trassee verlegen, oder muss auch diese Lei­ tung separat verlegt werden? (N. K. per E-Mail) Die NIN hat sich bei den Ausführungen an den schweizerischen Brandschutznormen orientiert. So müssen eben die Leitungen als Ganzes einen Funktionserhalt gewähr­ leisten. Wird ein Kabel nach Norm gestes­ tet (EN 60331), so wird dieses über eine Länge von 50 cm mit einer Temperatur von 750 °C beflammt. Wenn zum Beispiel nach 180 Minuten der Strom noch immer fliesst, kein Kurzschluss oder Unterbruch entstan­ den ist, so wird dieses Kabel mit «FE 180» klassifiziert. Dabei stehen die Buchstaben «FE» abkürzend für «Flamm-Einwirkung» und nicht etwa für «Funktions­erhalt». Wenn nun ein solches Kabel in einem ­Eisentrassee verlegt wird, kann es im Brand­ fall eben schon passieren, dass der Kabelka­ nal seine Festigkeit verliert und dann die Leitungen mitreisst. Damit sollte auch klar sein, dass eben der Funktions­erhalt so nicht gewährleistet ist. Wenn nun also die Lei­ tung für eine Notbeleuchtung mit den an­ deren Stromkreisen verlegt wird, so müssen eben alle Befestigungs- und Trag­elemente den jeweils geforderten Funk­tionserhalt (meistens 60 Minuten) überdauern z (NIN 2010 5.6.3). (dk) Elektrotechnik 5/10 I 71

NIN-Know-how

Leitungsschutz


gesponsort durch BKW FMB Energie AG

Brain Food für Lernende

❚❚Kopftraining für Lernende und Fachleute

Brain Food Der schriftliche Teil, also das Erstellen der Verrechnungsunterlagen, gehört genauso zum Beruf wie das Installieren. Um die Verrechnung korrekt und zeitgerecht abzuwickeln sind Unterlagen sowohl für das Installationsunternehmen als auch den Kunden wichtig. Damit Ausschreibungen und Arbeitsvergaben nicht zu Diskussionen führen, muss sich der Elektroplaner mit den Fragen was zu tun/nicht zu ist auseinander setzen. Rico De Boni, Marcel Schöb

Aufgabe 132

Aufgabe 136

Installationspraxis

Wie bezeichnet man die Bauarten der UP-Kombinationen?

Wie erfolgt die Verrechnung wenn «ausgemessen» wird?

Aufgabe 133

Aufgabe 137

Die 4-teilige Kombination kann auf zwei Arten bestellt werden: • a) Alle Einzelteile zum Selberzusammenbauen • b) Als fertige Kombination. Bitte notieren Sie die Bestellung für den Grossisten.

Beim Ausmass treffen wir noch auf die Begriffe «Vorausmass» und «Nachmass». Wo werden diese angewendet?

Die nachfolgenden Fragen gehören zu den folgenden Leistungszielen im Bildungsplan des Elektroinstallateurs EFZ: • Bildungsplan L3 / 4.1.1: Die Lernenden stellen vollständige Materiallisten zusammen. • Bildungsplan L3 / 4.1.2: Die Lernenden erstellen Arbeitsrapporte und Ausmasse klar und vollständig.

Aufgabe 134 Aufgabe 131 Die folgenden Apparate sind: • a) als Text zu notieren. Die Bezeichnungen müssen so sein, dass eine Drittperson diese ohne Rückfrage liefern oder verrechnen kann. • b) mit der Einheitsnummer zu notieren.

Gemäss Werkvertrag wird die Arbeit als «Pauschalauftrag» ausgeführt. Was bedeutet diese Formulierung?

Aufgabe 138 Im Ausmass werden die verschiedenen Montageverhältnisse mit Ziffern beschrieben (Installationscode im NPK), zum Beispiel IC 12. a) Was bedeutet die erste Ziffer? b) Was beschreibt die zweite Ziffer?

Aufgabe 139 Aufgabe 135 Was wird bei einem «Regieauftrag» verrechnet?

Welche ICs beschreiben die folgenden Installationen: • a) Montage auf Beton

a)

b)

c)

A

D Aufgabe 131 72 I Elektrotechnik 5/10

B

E

C

Aufgabe 132

F Aufgabe 133


A-B = 4 m A-D = 1 m B-C = 3 m

A D

TT 5x6 auf vorh. Trasse verlegen und in HV an vorh. Klemmen anschliessen. Länge bis A: = 28 m

0,4 m

B

C

90/40 IS 1,2 m

0,7 m

Montage auf Backstein Rohre KIR 20 (Briden)

0,8 m Steckdose CEE 16A

0,7 m UV mit Abgangsklemmen 2 (TT 5x2,5) + Zuleitung

T.25 NAP

Aufgabe 142

Aufgabe 140 Für das Ausmass können Zuschläge (gemäss SIA-Regeln) gemacht werden. Wie gross sind diese? • a) Bei verlegten Rohren • b) Freies Leitungsende von Draht und Kabel bei Kleinapparaten • c) Freies Leitungsende von Draht und Kabel bei FL-Leuchten • d) Freies Leitungsende bei Schalt­ gerätekombination (Klemmenlage er­ sichtlich)

Aufgabe 141 Wie sind die folgenden Positionen im Ausmass aufzunehmen? • a) Anschluss TT 5×1,5 mm2 an der Steckdose T15/IC12 • b) Anschlüsse TT 5×16 mm2 an HV und UV (Anschlüsse geschraubt) • c) Die Anschlüsse der Leitung T 3×1,5 mm2 über zwei Steckdosen T12/IC 22 geschlauft ist • d) K abelverschraubung IP 54 an JAP Steckdose T 13/IC 12 • e) Anschluss von T 4×1,5 mm2 am neuen bauseits gelieferten Spiegel­ schrank (Steckklemmen) • f) NIV-Kontrolle der Wohnung

Aufgabe 142

Aufgabe 147

Diese Installation ist auszumessen (ohne UV, Darstellung nicht massstäblich)

Ist ein Auftraggeber nach erfolgter Aus­ schreibung und nach Vorlage des Verga­ beantrages verpflichtet, die Arbeiten zu vergeben?

Elektroplanung

Aufgabe 143 Was versteht man unter einer «Präqua­ lifikation» im Zusammenhang mit einer Arbeitsausschreibung und welche Krite­ rien sollte diese erfüllen?

Aufgabe 144 Wie ist die Vorgehensweise von der Or­ ganisation der Ausschreibung bis zur Vergabe des Auftrags?

Aufgabe 145 Welche Faktoren sind bei der Kontrolle der Angebote wichtig?

Aufgabe 146 Was ist bei der Öffnung der Angebote zu beachten?

Antworten zu den Aufgaben 131 bis 147 erscheinen mit der Veröffentlichung von ET 06/10 auf www.elektrotechnik.ch. Die Antworten zu den Aufgaben 112 bis 130 finden Sie im Dossier Brain Food auf www.elektrotechnik.ch.

Mit Brain Food fit für Strom Bei der BKW-Gruppe machen sich jeden Tag rund 2 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den täglichen Strombedarf von über 1 Million Menschen stark. Die BKW fördert Bildung und bietet umfangreiche Möglichkeiten – zur Weiterbildung, zur persönlichen Entwicklung und zum individuellen Fortschritt. Machen Sie sich fit für Strom und bringen Sie Ihre Energie in unser Unternehmen ein. Informieren Sie sich unter www.bkw-fmb.ch/jobs

Elektrotechnik 5/10 I 73 BKW FMB Energie AG

Brain Food für Lernende

• b) UP in Gipsplatte • c) UP in Backstein • d) UP in Deckenschalung • e) AP auf rohe Decke (Hohldecke) • f) Einzug von Kabel in Installations­ kanal (Ordnungstrennung) • g) AP Montage auf Metallkonstruk­ tion • h) AP auf Kalksandstein • i) Einbau von Steckdose in Brüstungs­ kanal (IS) mit Erstellung der Öffnung. • j) Kabelanschluss an bauseitigem Apparat (Schraubklemmen) • k) Nachzug von Kabel in bestehen­ dem Rohr


Veranstaltungen

❚❚10. Forum Gebäudetechnik/SWKI-Arbeitstagung Die Hochschule Luzern – Technik &  Architektur und der Schweizerische Verein von Gebäudetechnik-Ingenieuren (SWKI) laden am 2. Juli zum Forum Gebäudetechnik bzw. zur Arbeitstagung ein. Unter anderem werden die neuen SWKI-Richtlinien «Luftbefeuchtung in lüftungstechnischen Anlagen» und «Qualitätssicherung für Wärmepumpenanlagen» vorgestellt.

Zum Titel «Smart Buildings im Smart Grid» spricht der Gastreferent Wolfgang Hass, Development & Innovation Management Siemens. Ein weiterer Höhepunkt ist die Vergabe des SWKI-Nachwuchspreises Gebäudetechnik und die Präsentation ausgewählter Diplomarbeiten der Abteilung Gebäudetechnik der Hochschule Luzern. Das Forum findet an der Hochschule

Luzern in Horw statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 180 Personen beschränkt. Schriftliche Anmeldung bis 21.6.2010 unter Veranstaltungen auf der Website des SWKI. z

www.swki.ch www.hslu.ch/technik-architektur

❚❚Techniker treffen sich zum Serienstart in die Elektromobilität Elektromobilität ist zum internationalen Megatrend geworden und rückt die Bedeutung der renommierten Ulmer ElektroChemischen Tage (UECT) ins Zentrum von Forschung und Technik. An der Konferenz vom 15. bis 17.6.2010 treffen sich Vertreter aus der Automobilindustrie wie BMW, Daimler, General Motors oder Honda und der Zulieferindustrie wie 3M, Toshiba, Süd-Chemie oder Johnson Control Saft, um über Markteinführungsprogramme für die Elektromobilität zu diskutieren. Dazu kommen renommierte Wissenschaftler vom MIT, MPI und vielen Universitäten weltweit. Erwartet werden mehr als 250 Experten aus 18 Ländern. Technologien für das Jahr 2015, dem Jahr für den geplanten Einstieg in die Serienproduktion, sind das Motto der 12. Ulmer ElektoChemischen Tage. Am Vortag der Konferenz findet zum ersten Mal ein Workshop zum Thema Elektromobilität statt. Dieser Workshop wird vom deutschen Sekretariat des International

Partnership for Hydrogen and Fuel Cells in the Economy (IPHE) organisiert. Regierungsvertreter aus den führenden Industrienationen treffen sich mit Industrievertretern, um die jewei­ligen Markteinführungsprogramme zu vergleichen und gemeinsame Interessen zu identifizieren. Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellen sind Schlüsseltechnologien für alle Varianten der künftigen Elektromobilität. Sie spielen auch in stationären Energiespeicher- und Energieversorgungssystemen eine grosse Rolle. Jahrelange ausgedehnte Feldversuche unter

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24.2.2009

10:23 Uhr

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Veranstaltungen

❚ Powertage 2010 Halle 6/H22


Veranstaltungen

❚❚Powertage der Schweizer Stromwirtschaft Die wichtigste Veranstaltung für die Schweizer Stromwirtschaft, die Powertage, finden vom 1. bis 3. Juni 2010 bereits zum vierten Mal in der Messe Zürich statt. Die Fachbesucher finden an der Ausstellung ein umfassendes und hochwertiges Angebot im Bereich der Erzeugung, Übertragung und Verteilung von Energie sowie Handel und Vertrieb, Engineering und Energiedienstleistungen. Zusammen mit dem abwechslungsreichen Forumsprogramm erhält der Besucher einen Gesamtüberblick über die Branchentrends. Die Powertage können ihre führende Position als wichtigster Branchenanlass weiter festigen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind bereits 130 Aussteller angemeldet, somit kann das Niveau der letz-

ten Durchführung gehalten werden. Nebst dem erfreulichen Anmeldestand wird der hohe Anteil von Neuzugängen (29 %) positiv bewertet. Die Aussteller haben erkannt, dass die Powertage eine wichtige Kontaktplattform für Entscheidungsträger sind. Am 2. Juni 2010 findet abends die EKZ Fachtagung Elektromobilität statt. Referenten beleuchten die Themen Energieeffizienz, Autokauf und Akzep-

tanz neuer Technologien, und Studenten der ETH Zürich berichten von ihren Erfahrungen beim Bau eines voll funktionstüchtigen Elektro-Rennautos. Tagsüber steht eine Auswahl von strombetriebenen Fahrzeugen für Testfahrten zur Verfügung.

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76 I Elektrotechnik 5/10

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12. Ulm ElectroChemical Talks (UECT)

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Elektrotechnik 5/10 I 77

Veranstaltungen

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Die Elektrotechnik ist die auflagenstärkste abonnierte Fachzeitschrift auf dem Gebiet der elektrischen Energie- und Installationstechnik. 61. Jahrgang 2010. Erscheint 11-mal pro Jahr. ISSN 1015-3926 Druckauflage: 7000 Auflage: 5288 WEMF 2009

Chefredaktion Hansjörg Wigger (hw), Chefredaktor Elektrotechnik ET AZ Fachverlage AG, Neumattstr. 1, CH-5001 Aarau redaktion@elektrotechnik.ch

Redaktion Raymond Kleger (rk), Redaktor, dipl. El.-Ing. FH Schützenweg 9, CH-8505 Pfyn, Tel. 052 765 22 53 Fax 052 765 22 51, raymond.kleger@elektrotechnik.ch

Redaktionelle Mitarbeiter David Keller (dk), Fachlehrer STFW, david.Keller@elektrotechnik.ch Pius Nauer (pn), Fachlehrer STFW, pius.nauer@elektrotechnik.ch Hans Rudolf Ris (hr), dipl. El.-Ing. FH, h.ris@bluewin.ch Marcel Schöb (ms), eidg. dipl. El.-Inst., marcelschoeb@bluewin.ch Erich Schwaninger (es), eidg. dipl. El.-Inst., eschwaninger@swissonline.ch Rüdiger Sellin (rus), dipl. Ing. (FH), ruediger.sellin@bluewin.ch Richard Staub (rs), El.-Ing. ETH, richard.staub@bus-house.ch

Verlag © by AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau, Tel. 058 200 56 50, Fax 058 200 56 61 Verlagsleitung: Ratna Irzan Leitung Werbemarkt: Jürg Rykart, Tel. 058 200 56 04, juerg.rykart@azmedien.ch Leitung Verkauf: Thomas Stark, Tel. 058 200 56 27, thomas.stark@azmedien.ch Kundenberatung: Ursula Aebi, Tel. 058 200 56 12, Fax 058 200 56 61, ursula.aebi@azmedien.ch Leitung Lesemarkt/Online: Peter Jauch Lesemarketing: Karin Märki, Tel. 058 200 56 47, karin.maerki@azmedien.ch

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Unsere Inserenten ABB Schweiz AG 21 Agro AG 27, 28 Alpiq InTec Management AG 9 Arocom AG 3 AT & W GmbH 79 Beckhoff Automation AG 5, 16, 65 BKW FMB Energie AG 7, 73 Büchel Blech AG 64 Citroën (Suisse) S.A. 8 Demelectric AG 31 EAZ Elektro-Ausbildungszentrum 74 Ebo Systems AG 13 Edanis Elektronik AG 14 Egli Fischer & Co. AG 64 eins 1 AG 64 Elbro AG 6, 8 Elektro-Material 11 Elektro-Profi GmbH 76 Elgatech_GmbH 59 Elko-Systeme AG 10, 26 elvatec ag 14 EMU Elektronik AG 25 EPLAN Software & Service AG 83 FHS St. Gallen 76 Fluke (Switzerland) GmbH 13, 16, 28 GMC-Instruments AG 17, 24, 35 Griesser AG 48 Hager AG 5, 6, 8, 12, US1 Kertész Kabel AG US4 Koch René AG 47 Legrand (Schweiz) AG 57, 60 MCH Messe Schweiz (Basel) AG 53 Meimo AG 40 Mercedes-Benz Schweiz AG 2

Minimotor SA 67 M. Züblin AG US2 Otto Fischer AG 10, US3 Esylux Swiss AG 37 Phoenix Contact AG 5, 9, 12, 16 Plica AG 63 Prosoft Electronics GmbH 59 Rauscher & Stoecklin AG 51 Relmatic 75 Rotronic AG 6, 66 Schweizerische Mobiliar 15 ServiceNet AG 40 Siemens Schweiz AG 6, 39 Spectra (Schweiz) AG 10 SpotBox 74 STB 52 STF Winterthur 80 Straumann Software 64 Telma AG 14 Theben HTS AG 13 Tic Beleuchtungen AG 44 Trilux GmbH & Co. KG 40 Ulrich Matter AG 14 Viessmann (Schweiz) AG 53 Wago Contact SA 4 Würth AG 75 ZTI 77 Zumtobel Licht AG 9, 42 Beilagen Feller AG, Horgen KNX Swiss, Winterthur STF, Winterthur Trigress Security AG, Baar

Im Text erwähnte Firmen Aastra Telecom Schweiz AG ABB Schweiz AG Alpiq Holding AG Arbon Energie AG Beckhoff Automation AG Cisco digitalSTROM EKZ Elko-Systeme AG Empa EMU Elektronik AG En Ocean Alliance ETH Zürich EWZ GNI GWWK Hochschule Luzern

46 66 58 22 29 29, 46 29, 33 64, 76 18 49 18 29 33, 45 58 41 65 33, 74

Hochschule Rapperswil KNX Landis + Gyr Microsoft Nexans R&M Roche Diagnostics Scada Soft Siemens Schweiz AG Swissgrid AG Swissolar SWKI Universität St. Gallen Universität Zürich Woertz ZSW Zumtobel Licht AG

33 29 18 46 67 45 41 29 22, 33, 53 62 62 74 33 33 29 52 41

Verlagsrechte Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das ­Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. PR-Beiträge unter «Aktuell» werden als Anzeigen behandelt und sind kostenpflichtig. Details siehe Mediadaten. Nachdruck, auch auszugsweise, ist nicht gestattet! www.elektrotechnik.ch

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Elektrotechnik 5/10 I 79

Impressum

Impressum Elektrotechnik


Vorschau

Vorschau Elektrotechnik 6/10 Bodenkanäle und Bodendosen im Wohnungsbau

Bodenkanäle sind im Bürobereich schon lange bekannt und haben sich bewährt. Dass heute auch im gehobenen Wohnbereich die gewohnten Installationsmethoden der Rohrverlegung hinterfragt und neu ausgerichtet werden, hängt mit der veränderten Architektur, aber noch mehr mit der geforderten Ästhetik, der Flexibilität und den Nutzungsgewohnheiten zusammen. Die heute auf dem Markt erhältlichen Bodenkanäle bieten viel Mehrwert. Sie müssen aber richtig eingesetzt werden (Bild 1).

Elektroautos als mobile Stromspeicher

Noch vor wenigen Jahren glaubte kaum jemand an die Renaissance des Elektroautos. Doch inzwischen arbeiten Industriefirmen und Energieversorger Hand in Hand, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Dabei geht es neben der Fahrzeugtechnik vor allem auch um das Zusammenwirken von Auto, Stromnetz und erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne (Bild 2).

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Fussball ist Trumpf

Im Gegensatz zum Arbeitsalltag, wo man meist einen hohen Tageslichtanteil schätzt, setzen die TV-Verantwortlichen für die Übertragung von Fussballspielen eher auf die künstliche Beleuchtung. Denn für sie besteht das Problem, dass bei Tageslicht in einem Stadion oft mit unvorhergesehenem Sonnenlicht und harten Schatten gerechnet werden muss. All dies löst die künstliche Beleuchtung. ET berichtet über Anforderungen an die Lampen- und Leuchtentechnik (Bild 3).

IP-Sprachlösungen für KMUs

Auch in TVA-Installationen für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) kommen zunehmend IP-basierte Sprachlösungen zum Einsatz. Im Fokus steht dabei die Sprachqualität, die durch diverse technische Massnahmen gewährleistet werden kann.

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…und viele weitere aktuelle Artikel zu Themen rund um die Elektrotechnik, Gebäudetechnik, Automation und Telematik

Veranstaltungshinweise

Aktuelle Veranstaltungen finden Sie auf www.elektrotechnik.ch, in den Rubriken Veranstaltungen und Agenda.

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80 I Elektrotechnik 5/10

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