Elbblick Magazin No. 30

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SCHÄRFE & GENUSS

DACHAPU MANUFAKTUR DANIELA & DANIEL BEESÉ FOTOGRAFIN: ALEXANDRA PFEIFER HAMBURG NEU UND KOSTENLOS IM ÜBERBLICK. ELBBLICK MAGAZIN – DEIN STADTMAGAZIN

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RATSHERRN

HAMBURG HELL

FRISCH AUS DEN SCHANZENHÖFEN. WÜRZIG. SÜFfIG. UNFILTRIERT.


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EDITORIAL

Corona macht es möglich Bei aller Unsicherheit in den letzten Monaten ist eines sicher: die Pandemie und ihre Lockdowns haben uns alle vor große Herausforderungen gestellt. Es gibt wohl niemanden, der noch sein „altes“ Leben hat. Doch auch wenn die Bedingungen manchmal nicht einfach sind, nur klagen hilft meist nicht; machen heißt vielmehr das Zauberwort. Ganz in diesem Sinne haben wir in unserer aktuellen ELBBLICK Magazin Ausgabe viele schöne, positive Geschichten aus der Corona-Zeit. Von Menschen, die sich nicht unterkriegen ließen, egal, welche Einschnitte sie im Leben hatten. Was alle Protagonisten eint: Sie haben das Herz am rechten Fleck, sie haben Mut, sie haben Ausdauer und vor allem Ideen. Darunter Laura und Robin, die neben ihrem Hauptjob ihre Marke Rosalaid entwickelten; ein hochwertiges CBD- Öl, das gerade in diesen Zeiten Menschen gesundheitlich helfen kann. Oder die drei Studenten von Backbote, die eine App konzipiert haben, um Backwaren nach Hause liefern zu lassen. Lagerkoller, eine App für Eltern und Kinder, gibt kreative Spielanregungen für die Zeit zu Hause. Souschef Dario hat mit Il Mestiere die Pralinen- und Macarons- Handwerkskunst auf ein neues Level gehoben, weil er nicht wie gewohnt in der Küche stehen konnte. Paul von Framespotting möchte Menschen in schweren Zeiten mit seinen Bildern ein Geschenk machen und hängt diese an öffentlichen Orten zum Mitnehmen auf. Oder Unternehmer wie Julien Figur von Hanse Mondial, der mit seinem Busunternehmen umdenken musste. Nicht zu vergessen, unsere Titelstory: DACHAPU Manufaktur von Daniela und Daniel, die zwar schon vor der Pandemie ihre Sauce auf den Markt gebracht hatten, aber in Zeiten des Lockdowns kurz davor waren, aufzugeben. Doch letztendlich fanden sie wieder den Mut, weiterzumachen. Begeistert und berührt - und das schon seit Monaten - hat uns Tullia mit ihrer eigenen Heilpraxis Sellar. Ihre Methode, Blockaden zu lösen, hat uns in schwierigen Zeiten geholfen, uns selbst nicht zu verlieren, stark zu bleiben und Ängste zu überwinden. Rührend ist die Geschichte von Mitra, die mit ihrem Verein Oll Inklusiv an Senioren und Senioritas denkt, und mit ihren drei Rikschas etwas Lebensfreude in den tristen

Alltag bringt. Gutes - nicht nur für Menschen, sondern auch für die Umwelt - ist Ziel von runamics, die Laufkleidung ohne Plastik herstellen. Denn wir alle wissen, dass Plastik Gift für unsere Umwelt ist. Und trotz langer Schließungen von Gastronomien haben wir dennoch etwas in diesem Bereich zusammengetragen: Ein Interview mit der Storeleitung des Kölln Haferlands in der Innenstadt, und mit Niklas, Geschäftsführer von Ratsherrn über das neue Ratsherrn Lokal in Eimsbüttel. Als Hörtipp gibt es von uns den Podcast Firlefanz & Zaubertrunken von Tobi und Birk, bei dem wir im April selbst zu Gast sind. Unser Fazit: Jeder Interviewpartner in diesem Magazin ist uns persönlich einmal mehr ans Herz gewachsen. Wir können sie an dieser Stelle nicht alle einzeln aufzählen, aber freuen uns, dass wir in der 30. Ausgabe von ELBBLICK Magazin erneut Menschen finden konnten, die uns mit ihren Geschichten bewegen und berühren. Wir hoffen von Herzen, ihr fühlt das Gleiche beim Lesen der Artikel. Ein persönliches Dankeschön geht wie immer an Selina, die beste Art Directorin, die man sich für ein Magazin wünschen kann und Kathrin, die unsere Haupttexte so wundervoll lektoriert hat. Außerdem an Alexandra, die für die Fotos unserer Titelstory verantwortlich ist und die auch für unsere weiteren Ausgaben ein fester Bestandteil unseres kleinen Teams bleibt. DANKE, ohne euch wäre das alles nicht möglich. Die nächste Ausgabe kommt im Sommer und bis dahin folgt uns gern online auf www.elbblickmagazin. de oder Instagram, Facebook, TikTok, Twitter & Co. Dort findet ihr auch Verlosungen, News und mehr. Euer ELBBLICK Magazin & Team Nussin Armbrust


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INHALT AUSGABE 30

6-25

HAMBURGISCH

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AUTO

27-33

GASTRO

34-61

INTERVIEWS

62-63

SOCIAL

64-65

KUNST

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IMPRESSUM

Rosalaid Laura und Robin

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Relivors Clothing Gründer Felicia & Pascal

DACHAPU, Daniela und Daniel Beesé Foto: Alexandra Pfeifer


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INHALT AUSGABE 30

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Il Mestiere, Dario Innamo Foto: Lars Jedzini

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runamics Foto: Henning Heide

Heilpraxis Sellar, Tullia Sellar Foto: Jan Dada


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FRISCHE BRÖTCHEN NACH HAUSE BACKBOTE Eine neue App namens Backbote bringt Hamburgern aus bestimmten Stadtteilen die Brötchen von „Die kleine Konditorei“ direkt an die Haustür. Hinter dem Projekt stehen drei Studenten: Malte Kießling (21), Linus Jöns (20) und David Faber (21), die nach der Schullaufbahn eine Webdesign Agentur (Faber & Friends) gründeten. Im Alltag mussten sie feststellen, dass – wenn man qualitativ hochwertige Backwaren haben möchte – recht lange vor einer guten Bäckerei Schlange stehen muss. Bei Regen keine optimalen Bedingungen, um an sein Frühstückshighlight zu kommen. So entstand die Idee von Backbote, der App, bei der man frische Brötchen ganz ohne Anstehen bequem nach Hause geliefert bekommt. Alles erfolgt selbstverständlich nach geltenden Masken- und Hygieneregeln, angefangen von der Bäckerei, die die bestellten Brötchen zusammen packt, bis hin zum Boten, der die Brötchen überreicht. Backbote ist eine absolute Herzensangelegenheit der Jungs: sie möchten mit ihrer App Menschen einen guten Tagesstart bescheren - mit sehr guten Backwaren und ohne nerviges Warten in der Bäckerschlange. Für die Zukunft planen sie, dass auch Brote und andere Leckereien von „Die kleine Konditorei“ bestellt werden können. Aber vor allem hoffen sie, dass sie bald ihr Liefergebiet erweitern. Die aktuellen Liefergebiete findet man auf der Webseite oder aber in der App. Wie es funktioniert: App herunterladen (https://backbote.app) Bis 17 Uhr (Vortag) Brötchentüte zusammenstellen Per App bezahlen Handgemachte frische Brötchen von „Die kleine Konditorei Hamburg“ zur Wunschzeit genießen kontakt@backbote.com

HAMBURGISCH APP BACKBOTE


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HAMBURGISCH CURYU

BODY - MIND - CLEANING CURYU Der Körper ist ein kleines Wunderwerk, der im besten Fall jeden Tag funktionieren sollte. Wer sich fit und gesund halten will, achtet auf ausreichende Bewegung und Ernährung. Aber manchmal ist es damit allein nicht getan. Und es schadet nicht, seinem Körper etwas Gutes zu tun. Zum Beispiel sich von innen zu reinigen. Die Produkte von CURYU sind dafür ausgelegt und können helfen, ein gesundes Leben im Einklang mit den Elementen zu führen. Die fünf Elemente sind Erde, Luft, Feuer, Wasser und Spirit. Heilpraktikerin und Gründerin Carolin Tietz (38) hat darauf basierend ein Konzept und die dazugehörigen Nahrungsergänzungsmittel entwickelt, die es ermöglichen, den Körper aufzuräumen. So ist das Produkt „Erde“ für ein gesundes Immunsystem und starke Abwehr zuständig, das Produkt „Air“ für gesunde Schleimhäute im Magen-Darm-Trakt oder aber „Fire“ für gesundes Blut. Das Nahrungsergänzungsmittel „Water“ bringt eine gesunde Säure-Basen-Balance und für gesunde Nerven steht „Spirit“. Die Erkenntnisse hat Carolin aus mehr als 20 Jahren Erfahrungen im Gesundheitswesen, sie selbst hat Themenschwerpunkte wie die Zirbeldrüse oder dem Candidapilz und dafür kommen schon mal aus ganz Deutschland Patienten zu ihr. Für die eigene Gesundheit empfiehlt sich die CURYU Box, die alle aufeinander abgestimmten Produkte enthält und die als fünfwöchige Reinigungskur konzipiert wurde. ELBBLICK Magazin Leser erhalten mit dem Code „elbblick“ bei Bestellung 10% Rabatt - es lohnt sich und das sagen wir aus eigener Erfahrung - die hochwertigen Produkte auszuprobieren! www.curyu.com Facebook: curyu Instagram: curyu_com


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HAMBURGISCH KAFFEE DUCKDALBEN

HAMBURGER KAFFEELIEBE KAFFEE DUCKDALBEN Noch ein Kaffee aus Hamburg? Unbedingt! Denn seit Jahrhunderten gilt der Hamburger Hafen als Handelsplatz für das „schwarze Gold“. Kaffee ist ein traditionsreiches Produkt aus der Hansestadt, hier landen die besten, rohen Bohnen und werden in Röstereien zu edlem Kaffee verarbeitet. Kaffee Duckdalben hat es sich zum Ziel gesetzt, hochwertigen Kaffee anzubieten, der jede Kaffeevorliebe trifft. Ob harmonisch mild, leicht säuerlich oder süß - für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Gründer von Kaffee Duckdalben hatten schon lange die Idee ein Produkt anzubieten, was man mit Hamburg verknüpft, doch bis zur Umsetzung brauchte es eine Pandemie, um das Konzept eines guten Kaffees voran zu bringen. Intensiv setzten sie sich mit Verarbeitung und dem Geschmack auseinander, so wollten sie den besten Kaffee, der ein wenig die Geschichte des Hamburger Kaffeegeschäft widerspiegelt. Die Vision: Kaffee Duckdalben als Mitbringsel aus Hamburg und bei dem man sofort an die Hafenstadt denkt – natürlich muss man den Kaffee nicht verschenken und darf ihn natürlich gern selbst genießen. Die Macher sind überzeugt, dass jeder seinen Lieblingskaffee bei Duckdalben finden kann. Ob die Bio Mischung 100% Arabica mit schokoladig-süßlichem Abgang, den Bio-Kaffee aus dem Amazonas mit seiner angenehmen Säure, den 100% Arabica Bio Espresso mit dem typisch kräftigem Espresso Geschmack, den Honduras Marcala Bio mit blumiger Note oder den Mexico Berilo Chiapas Bio aus dem Hochland Mexicos mit süßmalzigem, mittelwürzigem Aroma. Die Vielfalt, die diese neue Hamburger Kaffeemarke anbietet, überzeugt jeden Kaffeeliebhaber. Übrigens: Der Name Duckdalben steht für Pfähle, die in den Schlick des Hafens gerammt werden, um Schiffen abseits der Kaimauer die Möglichkeit geben, zu ankern, falls alles belegt ist. ELBBLICK MAGAZIN Leser können Duckdalben Kaffee gewinnen! Wir verlosen 3 x 250g Röst-Kaffee, folgt Kaffee Duckdalben & uns auf Instagram und schreibt bis zum 15.05.2021 an hamburg@elbblickmagazin.de, warum ihr den Kaffee gern gewinnen möchtet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. www.kaffee-duckdalben.de Instagram: kaffee.duckdalben


HAMBURGISCH NEW BREAKFAST

GUT FRÜHSTÜCKEN NEW BREAKFAST Frühstück ist eine der wichtigsten Mahlzeiten des Tages: es hebt die Laune am Morgen und mit dem richtigen Frühstück kommt die richtige Power für den ganzen Tag. Wer es nicht nur bei Brötchen per App (s. auch unseren Beitrag S. 6: Backbote) belassen möchte, der sollte auf New Breakfast setzen. New Breakfast ist der Frühstücks-Lieferdienst für Hamburg – gegründet von Michael Wodz. Das Brot ist der Hauptbestandteil der Lieferung, hinzu kommen die Aufstriche und Aufschnitte: Käse, Schinken, Marmeladen, Honig, aber auch Butter, Milch oder Obst. Außerdem gibt es Frühstückslieblinge wie Porridge, Granola, Cornflakes und Smoothies. Wer es edel mag, für den empfiehlt sich Lachs und Kaviar. Die Auswahl ist riesig. Bestellen kann man die Komponenten einzeln, um sich seine eigene Stulle zu kreieren, oder aber man ist richtig faul und lässt sich fertige Varianten kommen. Extras wie ein Bett-Tablett oder Zeitungen können ebenfalls online bestellt werden. Nach Erscheinen von ELBBLICK Magazin (ab 20.04.2021) gibt es das Magazin kostenfrei zu jeder Bestellung, natürlich nur, solange der Vorrat reicht. Geliefert wird donnerstags, freitags und sonntags (8-13 Uhr), es empfiehlt sich, mit Vorlauf zu bestellen. Ob euer Liefergebiet dabei ist, könnt ihr auf der Webseite prüfen. www.newbreakfast.de Instagram: newbreakfast.de

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TÖRTCHENLIEBE PYNK COFFEE Freunde von Süßem finden in der Rentzelstraße 12 im Grindelviertel ihr kleines Paradies. Dort gibt es handgemachtes Süßgebäck – ob Törtchen, Macarons oder seit neuestem für die wärmeren Tage sogar Macarons Ice Cream Sandwiches. Die Kuchentheke ist immer prall gefüllt, aber auch genauso schnell gen nachmittag leer gekauft. Wer Favoriten hat oder große Auswahl haben möchte, sollte demnach nicht kurz vor Feierabend den Laden kommen, zumal der Laden schon jetzt ein absoluter Kuchen Insider-Tipp ist! Wer es nicht in den Laden schafft: Lieferando liefert auch in einigen Stadtteilen. Dennoch lohnt sich ein Besuch direkt im Laden, alleine schon wegen des guten Kaffees - wie die Kuchen natürlich To-Go. Wer sich eine echte Tea Time zu Hause wünscht, der kann zwischen zwei Tea Boxen wählen und diese sich nach Hause liefern lassen. Perfekt, für einen fast königlichen Afternoon Tea. Als eine der ersten Cafés bieten sie darüber hinaus eine absolute Food Trend Neuheit: die Hot Chocolate Bombs, die wie kleine Küchlein aussehen, aber in heißer Milch aufgelöst zu leckerem Kakao werden. Das Design der Hot Chocolate Bombs lässt sich individuell gestalten und eignet sich perfekt für Kindergeburtstage als süßer Gag. Preise und Motive auf Anfrage. ELBBLICK Magazins Törtchen Favorit ist das Mousse au Chocolat Törtchen mit Himbeercreme und Mini Schoko Macaron als Verzierung. www.pynkcoffee.de Facebook: pynkcafe Instagram: pynk_coffee Täglich geöffnet von 11 - 17 Uhr (Stand März 2021)

HAMBURGISCH PYNK COFFEE


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HAMBURGISCH ERBE BARBIER ALSTERHAUS

PFLEGE & BERATUNG MIT ALSTERBLICK ERBE BARBIER IM ALSTERHAUS

Marvin Torres (Barbier und Herrenfriseur)

Voll im Trend: Die alte Kunst des Barbiers – und Herrenfriseur finden Männer jetzt auch in der ersten Etage im Alsterhaus und alles was der Mann von heute für die Bart- und Körperpflege benötigt. Das Traditionsunternehmen Becker Solingen, setzt mit seinem neuen Store im Alsterhaus neue Maßstäbe. Neben der professionellen Produktberatung aus dem umfangreichen Sortiment, können sich die Herren direkt vor Ort stylen und pflegen lassen und mehr über die Produkte aus dem Hause Becker Solingen erleben. Dazu gehören u. a. die Top-Marken: ERBE Solingen, Taylor of Old Bond Street sowie ANTICA BARBERIA. Termine können ganz einfach online gebucht werden. Was gibt es Schöneres als den Alltagstress inmitten der Stadt zu entfliehen?

Foto: Becker Solingen / S. Wallocha; Advertorial

www.becker-solingen.de/alsterhaus


12 TSCHÜSS LANGEWEILE LAGERKOLLER Der Lockdown dauert bereits eine gefühlte Ewigkeit. Alle Spiele sind durchgespielt, alle Bilder gemalt, alle Bücher gelesen. Was stellt man nun mit dem Nachwuchs an? Die Idee kommt via App und nennt sich Lagerkoller. Sebastian & Paul, die selbst Familienväter sind, kamen auf die Idee, da sie vorher schon an der App kitaleicht für Kindergärten gearbeitet hatte. Hinzu kam, dass sie selbst am Anfang des Lockdowns vor der Herausforderung standen, die eigenen Kinder den ganzen Tag zu beschäftigen. Dank dieses Vorwissens mit der Kindergarten App konnte Lagerkoller in nur drei Wochen realisiert werden. Eltern sind dankbar für die Ideen, bereits über 4.500 User verzeichnet die App, mit stetigem Wachstum. Lagerkoller soll allerdings nicht nur während der Zeit des Lockdowns Hilfestellung bei der Spielfindung geben, sondern auch danach - im Alltag jeder Familie, z.B. als Ideengeber für Geburtstage. Eltern können und sollen sich auch beteiligen und ihre Ideen kundtun. Was Lagerkoller noch auszeichnet? Die App ist umsonst, ohne Werbung, denn die beiden möchte einfach Eltern helfen, die in derselben Situation stecken, wie sie selbst. Schaut unbedingt im App Store und Play Store unter Lagerkoller und probiert mit euren Kindern gleich neue Ideen aus. Instagram: lager.koller

HAMBURGISCH APP LAGERKOLLER


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HAMBURGISCH PODCAST ZAUBERTRUNK

Birk Erdmann Baujahr 1988, geboren und aufgewachsen in Berlin seit 10 Jahren fest verankert in Hamburg Hobbies: Geocaching, Floorball, Brettspiele Randnotiz: überlegt manchmal viel zu lange, bevor er spricht Tobias Wagner Baujahr 1987, geboren und aufgewachsen in Detmold, Wahl-Hamburger wie Birk Hobbies: Fotografie, Fußball, Musik Randnotiz: spricht meist, bevor er überlegt

PODCAST TIPP FIRLEFANZ & ZAUBERTRUNKEN Podcasts sind beliebter denn je und es wird langsam schwer, den Überblick bei den vielen Angeboten zu behalten. In der letzten ELBBLICK Magazin Ausgabe berichteten wir über den Dating-Podcast „Grossstadtdating“, wo wir auch selbst zu Gast waren. Und der nächste Podcast lässt nicht lange auf sich warten: Firlefanz & Zaubertrunken von Tobi & Birk. Hier plaudern die beiden jede Woche Montag über Dinge, die sie persönlich bewegen - und die aktuellen Nachrichten (nicht nur über Corona!). Aber es gibt auch feste Bestandteile in ihrem Podcast: So stellen sie sich jedes mal eine spontane Frage, wo beide nichts wissen, was der andere wissen möchte. Außerdem gibt es eine persönliche Empfehlung, die sie gern mit ihren Hörern teilen und dabei richten sie ihren Fokus auf Nachhaltigkeit oder soziale Projekte, für die sie dann auch schon mal Spenden sammeln. Musikalisch gibt es jede Woche neue Songs auf ihrer Playlist mit dem Namen „Firlefanz&Zaubertrunken“ auf Spotify. So bunt wie der Name klingt, so bunt ist auch ihr Podcast und wir, vom ELBBLICK Magazin, freuen uns, im April Gast zu sein und über Lustiges, Intimes, Soziales oder Nachhaltiges zu plaudern. Den Podcast findet ihr bei dem Podcast-Dealer eures Vertrauens. Instagram: firlefanz_zaubertrunken Email: info@firlefanz-zaubertrunken.de

Tobias Wagner (links) und Birk Erdmann (rechts)


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HAMBURGISCH RENAISSANCE HAMBURG HOTEL

EIN HAUS MIT HAMBURGER GESCHICHTE RENAISSANCE HAMBURG HOTEL Als Hamburger schläft man nicht oft in Hotels, so viel steht fest. Dennoch sollte man auch als Einwohner die Geschichte des Renaissance Hamburg Hotel ein wenig kennen, denn es handelt sich hierbei um ein historisches Gebäude. 1925 beauftragte der Verleger Albert Broschek den renommierten Architekten Fritz Höger mit dem Neubau des Verlagshauses. Höger, der mit seinem soeben fertiggestellten ‚Chilehaus‘ überregionalen Ruhm erlangt hatte, ist verantwortlich für den expressionistischen Architekturstil. Das Gebäude galt als das „Pressehochaus“ unter Verleger Albert Broschek und so heißt auch das heutige Restaurant zu Ehren des damaligen Hausherrns „Broscheks“. Um 1928 entstand im „Broschek“-Haus Hamburgs führende Zeitung „Hamburger Fremdenblatt“ mit einem internationalen Netzwerk an Journalisten. Erst seit 1981 ist das Haus ein Hotel. Von außen historisch an die Kontorhauszeit erinnnert, ist das Renaissance von innen komplett modern gestaltet. Eleganz und Moderne finden sich in der Bar, im Restaurant und auf den Zimmern wieder. Es lohnt sich als Hamburger, dem Renaissance Hamburg Hotel einen Besuch abzustatten, allein schon der Blick von außen ist eine Reise in die Hamburger Architektur-Geschichte wert. Weitere Infos zum Haus und zu den Aktionen nach dem Lockdown findet man unter: www.marriott.com/renaissance/hamburg


HAMBURGISCH WAXCAT

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GLATTE SACHE WAXCAT

Advertorial

Endlich: Die Friseure und Beauty Studios dürfen nach dem zweiten Lockdown wieder aufmachen. So auch die Waxing Studios. Und mit der Wiedereröffnung nach dem Lockdown präsentiert uns WAXCAT gleich sein neues Waxing Studio auf 150qm im Elbe Einkaufszentrum. Wie auch alle anderen Standorte bietet WAXCAT neben der Haarentfernung mit Heißwachs auch das Färben und Modellieren von Wimpern und Augenbrauen – ein Angebot nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer. Was WAXCAT noch besonders macht? Das Angebot von drei Sorten Wachs für die Behandlung: Klassisches Wachs, Premium-Wachs und veganes Wachs. Wer ganz empfindlich und zum Beispiel Allergiker ist, sollte auf ein spezielles Wachs aus dem Angebot setzen. Selbstverständlich werden alle Hygiene-Standards in allen WAXCAT Filialen erfüllt. „Wir haben schon vor Corona auf ein umfangreiches Hygienekonzept gesetzt, damit sich unsere Kund*innen bei uns gut aufgehoben fühlen“ so Geschäftsführer Ani Arora. „Das Konzept haben wir in den letzten Monaten noch strenger angepasst als vorher und freuen uns nun sehr, unsere Dienstleistungen auch im Hamburger Westen anbieten zu können.“ ELBBLICK Magazin verlost insgesamt 3 Gutscheine (Wert je Gutschein 30 Euro). Schreibt eine Email bis 31.05.2021 an hamburg@elbblickmagzin.de, warum ihr auf professionelle Haarentfernung setzt oder warum ihr WAXCAT gern ausprobieren möchtet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. WAXCAT im Elbe Einkaufszentrum Osdorfer Landstraße 131, 22609 Hamburg Termine via Telefon: 040 – 76994988 oder über die WAXCAT App Montag bis Samstag von 10 Uhr bis 20 Uhr www.waxcat.de

Über WAXCAT: WAXCAT wurde 2012 in Hamburg von Ani Arora und Ina Wagner gegründet und kümmert sich seitdem professionell um die Haarentfernung in allen Körperregionen. Fünf Filialen gibt es in der Hansestadt, in denen ausgebildete Depiladoras für ein wochenlanges glattes Hautgefühl und perfekt modellierte Augenbrauen sorgen. WAXCAT hat weitere Filialen in Eimsbüttel, im EKZ Hamburger Meile, in Wandsbek, in der City und eben ganz neu im Elbe Einkaufszentrum.


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HAMBURGISCH ENGELSLOCKE

Haar Experten – Engelslocke

v.l.n.r. Emrah Tanriver (Friseurmeister), Tasja Jauns (Interior Designerin/Brainbooking), Riza Tanriver (Inhaber)

Beim Grünen Jäger 25 20359 Hamburg Telefon: 040 430 50 72 www.engelslocke.de Engelslocke-App in allen App-Stores Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10:00 Uhr – 19:00 Uhr Samstag 10:00 Uhr – 18:00 Uhr


HAMBURGISCH ENGELSLOCKE

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Mitten in der Schanze strahlt ein Salon im neuen Glanz: Engelslocke. Während des letzten Lockdowns haben Inhaber Riza Tanriver und Interior-Designerin Tasja Jauns die Zeit genutzt, den Salon neu zu gestalten. Entstanden ist ein moderner Friseursalon, mit Boheme Akzenten und internationalem Flair à la Paris, Mailand oder London. Wohlfühlatmosphäre vorn, Privatsphäre im hinteren Teil des Salons. Denn dort gibt es einen extra VIP Raum für etwas mehr Abgeschiedenheit zum Alltagsgeschäft. Jedoch kommt es bei einem Salon nicht nur aufs Interior an, sondern vor allem auf die herzlichen und qualifizierten Mitarbeiter. „Von unseren acht Angestellten haben fünf Mitarbeiter einen Meistertitel, dass ist für uns wichtig, wir arbeiten mit Fachkräften und nicht mit Hilfskräften!“, sagt Riza Tanriver. Engelslocke ist Spezialist in extravaganten Haarfärbetechniken und Haarverlängerung. Zum Einsatz kommen nur Top-Marken wie Wella, Maria Nilla, Great Lengths, Olaplex und GHG. Und auch in Sachen Digitalisierung ist der Friseurladen absolut zeitgemäß: per App können Kund*innen ihre Termine schnell und unkompliziert buchen. ELBBLICK Magazin war selbst Kunde und weiß, wie schwer es ist, dunklere Haare - insbesondere asiatisches Haar - zu färben und zu schneiden. Aber für die Meister*innen war das alles kein Problem, wir sind mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. Wer einen zentral gelegenen, modernen Friseur sucht, ist hier genau richtig.


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HAMBURGISCH ROSALAID CBD ÖL

Legal & rauschfrei entspannen – Rosalaid

Schon mal etwas von CBD Öl gehört? Noch nicht? Dann wird es Zeit - Zeit, um über CBD Öl und die Wirksamkeit zu sprechen, über Vorurteile des Hanföls aufzuklären und auch, um seiner Gesundheit Gutes zu tun.


Advertorial

HAMBURGISCH ROSALAID CBD ÖL

CBD Öl besteht aus aus einem Öl als Trägerstoff und einer bestimmten Menge an Cannabidiol (CBD) - einer einzigartigen Verbindung, die im öligen Harz der Cannabispflanze gefunden wird. CBD Öl ist ein -Naturprodukt und seit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zählt es zu einem Produkt, dass trotz seiner Abstammung als Cannabisextrakt für den freien Warenverkehr zugelassen ist, da es nicht zu einem Suchtstoff handelt. Und das, weil es laut gegenwärtigem Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse keine psychoaktiven Wirkungen hat. Damit wurde auch der Weg für die Marke Rosalaid frei. Hinter dem Projekt stehen Laura und Robin. „Wir sind unsere besten Kunden“, sagen die beiden lachend. Denn zum CBD Öl kamen sie aus persönlichen Erlebnissen heraus. Laura, die unter Schlafprobleme litt und auf eine naturbelassene, sanfte Lösung setzen wollte, fand recht schnell in diesem Zusammenhang die Worte CBD. Es klang genau nach dem, was sie sich erhofft hatte und probierte es direkt aus. Und der Erfolg ließ nicht lang auf sich warten: Ein besseres Einschlafen und ein ruhiger, erholsamer Schlaf. Und nicht nur beim Schlafen half ihr CBD Öl – auch bei ihren monatlichen Periode Beschwerden wurden die Schmerzen reduziert. Robin bemerkte die Veränderungen in Lauras Leben und seine Neugier war geweckt. Auch er probierte das Öl und konnte durchweg positive Veränderungen feststellen: Ausgeglichenheit, Gelassenheit und Optimismus. Doch schnell merkten beide, das CBD Öl nicht gleich CBD Öl ist und die Qualität oft sehr unterschiedlich ausfiel. Und wenn sie sich für ein gutes Öl entschieden, hatte das durchaus Auswirkungen auf ihr Portemonnaie. Eine Lösung musste her, wo man gutes Öl auch für einen guten Preis erhalten konnte, ohne gleich ein Vermögen auszugeben. Und so recherchierten die beiden während des Lockdowns nach Herstellern, ließen sich Proben schicken und merkten auch hier wieder starke Qualitätsunterschiede. Irgendwann wurden sie fündig und die Qualität paßte zu ihren Ansprüchen. Außerdem wurde ihnen bewusst, dass sie gern auch andere Menschen mit gutem Öl versorgen wollten, wo Qualität und Preis stimmte. Doch so einfach war der Weg bis zum ersten Online Verkauf natürlich nicht, immerhin wurden sie von Zahlungsanbietern für den Webshop kritisch beäugt, mit der Ware, die sie unter Menschen bringen wollten. Hinzu kam, dass sie hauptberuflich anderen Jobs nachgehen und immer nur die Freizeit übrig blieb, in der es galt, Flaschen selbst abzufüllen und zu etikettieren. Dank des Urteils war es für sie eine Art Befreiungsschlag, aus der Nische heraus zu kommen und sich selbstbewusst zu präsentieren. Auf die Frage, warum sie so günstig sind und trotzdem mit Bio-Hanföl mit zertifiziertem EU-Nutzhanf aufwarten können? Weil sie einfach alles selbst machen. Weil es keine Zwischenhändler gibt, weil sie direkt mit dem Hersteller kommunizieren und es nicht nur um Profit geht. Ihnen geht es um Aufklärung, über die Vorteile von CBD Öl zu sprechen und ihre Kenntnisse auf wissenschaftlicher Basis zu belegen. „Natürlich verkaufen wir keine Bachblüten“, so Robin. „Aber wir verkaufen etwas, was den Körper wissenschaftlich nachgewiesen gut tut. Sei es als Entzündungshemmer oder aber auch bei depressiven

19 Verstimmungen und zur Stressreduzierung.“ Laura ergänzt: „Anstatt eines Glas Rotweins wäre ein Glas Tee mit ein paar Tropfen CBD ratsamer, die entspannende Wirkung kommt, ganz ohne Rausch.“ Denn CBD Öl geht nicht auf das Bewusstsein, es entsteht kein dicker Kopf am Tag danach, es ist ungefährlich, macht nicht abhängig und gut verträglich. Wer unsicher ist, der findet auf ihrem Online Shop viele Erklärungen, da sie mehr sein wollen, als nur das Öl zu verkaufen. Es gibt Wissenswertes, man erfährt Tipps zur Anwendung und natürlich viel Aufklärung. Wichtig ist ihnen, dass es für sie nicht nur ein Trend ist - denn die Zahl der Anbieter hat nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zugenommen. Wichtiger ist, neben guter Qualität Wissen zu vermitteln und keine Abzocke zu betreiben, nur, weil das Öl wortwörtlich in aller Munde ist. Das schnelle Geld liegt ihnen mit Rosalaid fern, lieber langsam, qualitativ hochwertig und ehrlich. Ihr Ziel: weitere Produkte auf den Markt zu bringen, Informationen aus den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen weiterzugeben und Bewusstsein zu schaffen, dass das alles nichts mit illegalem Hanfkonsum zu tun hat. Wer mehr wissen möchte, besucht die Seite www.rosalaid.de


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MODE BLOWFISH MALIBU

VEGANES SCHUHWERK BLOWFISH MALIBU

Facebook: blowfishmalibueu Instagram: blowfischmalibu_eu www.blowfishmalibu.eu

Advertorial

Wer bewusst lebt, der isst nicht mehr alles - und vor allem: Trägt auch nicht mehr alles. Erst recht nicht, wenn einem das Tierwohl am Herzen liegt. Und so bringt die Marke Blowfish Malibu eine Vegan-Kollektion auf den Markt, die auch wirklich vegan ist. Und das zu 100%, wo nicht mal im Klebstoff tierische Produkte wiederzufinden sind. Bestätigt wird dies noch durch das Warenkennzeichen Vegan Trademark der Vegan Society, die seit über 30 Jahren zu erkennen hilft, ob Produkte frei von jeglichen tierischen Bestandteilen sind. Für die kommenden wärmeren Tage sind vor allem die Sandalen zu empfehlen, die man guten Gewissens tragen kann und die stylish daher kommen. Denn auch das schafft Blowfish Malibu: Veganes Schuhwerk, dass nichts mit unmodernen Öko-Tretern gemein hat. Angesagte Animal-Prints wie bei den Gennah Rope Modellen, oder fein geflochtene Riemen wie beim Modell Goya sowie angesagte Keilabsätze wie bei den Modellen Hapuku, Helm und Leelee. Auf Funktionsfähigkeit und Tragekomfort muss nicht verzichtet werden, so bieten knapp über dem Knöchel verschließbare Riemen wie beim Modell Galie den perfekten Sitz am Fuß mit einem guten Halt. Oder Modell Maylie, auf denen man wie auf Wolken geht dank des bequemen Fußbetts. Aber nicht nur Sandalen hält das Label bereit, auch Sneaker Fans dürften begeistert sein von den Modellen Vesper und Marley, aus Stoff und mit einer großen Farbauswahl von Mustern bis hin zum klassischen unifarben. Blowfish Malibu ist mit seiner Vegan-Kollektion seinem Grundkonzept treu geblieben: Schuhe anzubieten, die den entspannten kalifornischen Lebensstil widerspiegeln, hochwertige Qualität bieten und trotz allem zu einem erschwinglichen Preis erhältlich sind. Ihr findet die Auswahl bei Görtz (www.goertz.de), die mit der Marke kooperieren. ELBBLICK Magazin Leser haben die Chance, 1xPaar Schuhe von Blowfish Malibu zu gewinnen. Folgt der Marke auf Facebook & Instagram, schreibt uns bis 31.05.2021 eine Email an hamburg@elbblickmagazin.de, warum ihr mit diesen Schuhen am Fuß den Sommer verbringen wollt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


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ELBBLICK MAGAZIN verlost einen Hoodie und einen Patch. Schreibt bitte eine Email an hamburg@elbblickmagazin, was ihr Gutes in Sachen Artenschutz und soziales Miteinander macht oder machen werdet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

HAMBURGISCH RELIVORS CLOTHING


HAMBURGISCH RELIVORS CLOTHING

RETTET DIE ARTENVIELFALT UND TUE GUTES MODELABEL RELIVORS CLOTHING Gutes Tun mit Mode? Das geht dank Relivors Clothing. Was international klingt, stammt aus Rahlstedt, wo Pascal Deinert (24 Jahre) die Idee hatte, mit einem umweltbewussten Modelabel auf das Artensterben aufmerksam zu machen. In der Anfangsphase stieß ebenfalls Felicia Böhm (23 Jahre) hinzu, die ihn tatkräftig bei der Umsetzung unterstützt. Das Kernelement von Relivors Clothing: Der Rescue Patch, der die verschiedenen „Red List Survivors“ (Rote Liste bedrohter Tier- und Pflanzenarten) abbildet. Das Geniale: Man benötigt nur ein Textilstück und kann die Patches dank Klettverschluss jederzeit austauschen. So trägt man vielleicht morgen den Panda, den Luchs, den Leopard oder den Blauwal auf seinem Hoodie oder Shirt - und wie es sich gehört, nicht an irgendeiner Stelle, sondern symbolisch direkt über dem Herzen. Neben Shirts und Hoodies gibt es noch tolle Jutebeutel, auf die die Patches aufgebracht werden können. Eine weitere Besonderheit: man kauft die Rescue-Patches nicht einzeln, sondern in Rescue Packs. Das macht es richtig spannend, weil man nie weiß, welchen Patch man im Pack abbekommt. Und je bedrohter die Art, desto weniger Patches gibt es. Eine Sammelleidenschaft ist bereits vorprogrammiert, wenn man in den Genuss aller Patches kommen möchte. Was Relivors Clothing noch ausmacht? Dass ihre Textilien zu 40% aus PET-Flaschen und zu 60% aus recycelter Bio-Baumwolle bestehen. Nachhaltig und fair produziert – das ist Pascal und Felicia enorm wichtig. Genauso wichtig wie aus den erwirtschafteten Gewinnen Projekte zu unterstützen, die sich der Rettung bedrohter Arten verschrieben haben. So geht der komplette Gewinn aus den Rescue-Patches an unterschiedlichste Organisationen. Doch mit Rescue-Patches nicht genug: Es gibt auch die Social-Patches. Denn nicht nur Artenrettung ist ihnen wichtig, sondern auch Soziales. So arbeiten sie mit unterschiedlichsten Künstler*innen zusammen und entwickeln für ausgewählte soziale Organisationen Patches, die verkauft werden können und deren Gewinne direkt in die Organisationen zurück fließen. Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. ist bereits die erste soziale Organisation, die einen Patch sein eigen nennen darf. Bis zum 05. April läuft eine StartNext Kampagne. Nach Ablauf der Kampagne besteht die Möglichkeit, über Social Media oder die Webseite zu unterstützen.

Fotos: Felicia Böhm

ELBBLICK MAGAZIN verlost einen Hoodie und einen Patch. Schreibt bitte eine Email an hamburg@elbblickmagazin, was ihr Gutes in Sachen Artenschutz und soziales Miteinander macht oder machen werdet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Startnext: https://www.startnext.com/relivors www.relivorsclothing.com Instagram: relivors_clothing Pinterest und Twitter: relivors

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AUTO VANTOPIA

VANTOPIA hat unterschiedlichste Fahrzeuge im Fuhrpark, die hervorragend für einen Camping-Urlaub ausgestattet sind. Unter dem Motto „Indie. Cosy. Easy.“ kann aus drei hochmodernen, individuell und mit viel Liebe zum Detail ausgebauten Van-Modellen gewählt werden. Losfahren und urlauben war noch nie so einfach wie mit diesen Campern. Ob Geschirr, Gläser, oder Gaskocher, es ist alles drin! Und auch an praktischen Haushalts-Gadgets wie Schere oder Küchentücher wurde gedacht. Denn Larissa und Bastian (s. Bild rechts), die hinter VANTOPIA stecken, sind selbst leidenschaftliche Camper und können aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz beurteilen, was es für einen Road-Trip braucht. So sind die Camper individuell ausgebaut und in drei Kategorien verfügbar: Adventure, mit Dachzelt und natürlich Heck-Küche für 2 Personen, der Dreamer, mit einem Open Sky Aufstelldach oder aber das größte Modell, der Traveler mit Dusche und Toilette für die Familie. ELBBLICK Magazin durfte einen Tag den Dreamer testen und wir müssen sagen: alleine durch die liebevolle Ausstattung fühlt man sich wie Zuhause. Ob es die kleinen Sprüche und Fotos im Van sind, die einem gute Laune machen oder aber die stilvolle Auswahl an Geschirr und Gläsern, auf denen das Essen doppelt so lecker schmeckt. Richtig praktisch ist, dass der Beifahrersitz komplett ins Innere des Vans umgedreht werden kann, so entsteht ein extra Sitzplatz am Tisch, den man ebenfalls schnell und leicht aufbauen kann. Bequem ist der Camper allemal, insbesondere, weil man die hintere Sitzbank zu einer großen Liegefläche ausklappen kann. Absolutes Highlight: Im hinteren Teil die Kofferraumklappe öffnen um dann liegend aufs Meer schauen. Genau so stellen wir uns das Van-Life vor. Auch das Open Sky Aufstelldach lässt sich schnell und unkompliziert auf- und wieder abbauen. Dazu braucht es kein technisches Verständnis oder viel Kraft. Unser Fazit: der Camper wird sicher für unseren nächsten Urlaub gebucht. Es braucht keinen Flug, um einen tollen Urlaub zu haben. www.vantopia.de Instagram: vantopia_hh

Advertorial

Der nächste Urlaub steht an. Doch aufgrund der Pandemie sind Fernreisen vorerst wortwörtlich in „weite Ferne“ gerückt, so dass Urlaub auf vier Rädern eine gute Alternative ist. Hierfür haben wir einen echten Geheimtipp: VANTOPIA aus Hamburg.


AUTO VANTOPIA

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AUDI NACHBERICHT

FAHRSPASS ELEKTRISCH AUDI TS E-TRON GT

www.audi.de

Audi RS e-tron GT (440 kW) Technische Daten für Autoliebhaber: Elektrische Peakleistung in kW (im Boost): 475 Elektrische Dauerleistung in kW: 142 Batterietyp / Batterie-Energiegehalt in kWh: Lithium-Ionen Höchstgeschwindigkeit in km/h: 250 CO2-Emission kombiniert in g/km: 0 Elektrische Reichweite kombiniert nach WLTP in km: 472-433 (Angaben in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung) serienmäßig kann das Fahrzeug mit bis zu 11 kW Wechselstrom-Ladeleistung geladen werden Matrix LED-Scheinwerfer

Foto: Hendryk Meyer

Beim diesjährigen Audi „e-tron GT Experience Winterdrive“ durfte ELBBLICK Magazin den neuen AUDI RS e-tron GT testen. Dazu muss man sagen, dass wir absolut keine Autonarren sind, dass wir wenig Erfahrungen mit den neuesten Entwicklungen auf dem Automarkt haben und dass wir auch privat gar keinen PKW besitzen. Daher war die Skepsis groß, dass der neue Audi RS e-Tron GT uns überzeugen sollte. Auf den ersten Blick gefiel uns vor allem das Design. Klar, formschön und modern – so wie in unseren Köpfen ein sportliches Fahrzeug eben aussieht - besser und ästhetischer hätte Audi es nicht machen können. Über die Farbe lässt sich durchaus diskutieren, das schlammgrün (offiziell heißt es „Taktikgrün Metallic) ist nicht unbedingt unsere erste Farbwahl, daher haben wir uns direkt für die klassische Version in Daytonagrau Perleffekt entschieden. Beim Einsteigen wurde uns klar: die Bordtechnik ist phänomenal und bedienerfreundlich, das Soundsystem fett und sogar die Sitze lassen sich ergonomisch an den Körper anpassen. Man fühlt sich sicher, man sitzt bequem und hat einen guten Seitenhalt. Unser Modell besteht außerdem aus lederfreiem Interieur. Was noch Spaß macht: Wenn man Gas gibt. Spätestens dann merkt man: das Fahrzeug mit einem Beschleunigungswert von 3,3 Sek. auf 100 km/h bzw. 10,9 Sekunden auf 200 km/h sind möglich (maximaler Drehmoment von 830 Nm). Für die Fotos auszusteigen haben wir fast ungern gemacht, denn wir hätten am liebsten den ganzen Tag in diesem Auto verbracht. Sollten wir uns jemals ein Auto zulegen, dann käme der Audi RS e-Tron GT mit großer Sicherheit in die engere Auswahl. Ein unvergessliches Fahrgefühl, was uns als Nicht-Autoliebhaber und ohne technisches Verständnis absolut überzeugt hat.


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GASTRO JOKOLADE

SCHOKOHUNGER FAIR STILLEN JOKOLADE Es ist kein PR - Gag, dass Joko Winterscheidt seine eigene Schokolade namens Jokolade heraus gebracht hat. Der normalerweise für Späße im TV bekannte Moderator ist bekennender Schokofan, doch als er erfuhr, unter welchen Umständen Schokolade teilweise hergestellt wird, war der Genuss getrübt. Gleichzeitig entstand jedoch so seine Idee, eine Schokolade zu erschaffen, die fair produziert ist. Ohne moderne Sklaverei auf Kakaoplantagen, ohne illegale Kinderarbeit und mit den besten Zutaten. Vier leckere Sorten sind entstanden, deren Herstellungsprozess fair und transparent ist. Eine sklavenfreie Schokolade mit dem Fairtrade-Rohstoff-Siegel für Kakao und in Kooperation mit Barry Callebaut sowie Tony´s Chocolonely als Partner von Tony´s Open Chain für fair gehandelten Kakao. Jede Tafel ein Genuss ohne Kompromisse, die die Welt ein kleines Stück besser macht. Diese Sorten sind bei REWE oder online erhältlich: Weiße Schokolade mit karamellisierten Haselnüssen, Coffee Biscuits & Baiser Milchschokolade mit Banane, Karamell & Biscuits Milchschokolade mit Coffee Biscuits & Toffee Dunkle Schokolade mit Birne, Brownie & karamellisierten Mandeln www.jokolade.de


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GASTRO RASTHERRN LOKAL

Ratsherrn – das Lokal Aufmerksamen Eimsbüttlern ist es vermutlich nicht entgangen: es tut sich was in der Bismarckstraße 60 seit Dezember 2020! Dort entsteht eine neue Stadtteil Gastronomie von Ratsherrn, mit einem ganz anderen Konzept als bei der bestehenden Bar am Mühlenkamp. ELBBLICK Magazin sprach mit Niklas Nordmann (28), der nicht nur in der Geschäftsleitung von Ratsherrn sitzt, sondern auch zum ersten Mal selbst eine Gastronomie leiten wird. Eine für ihn neue Aufgabe als Betreiber in der 5. Generation, unterstützt von der Betriebsleiterin Sarah Hornemann.

Es ist für dich das erste Lokal, das du selbst leiten wirst. Wo liegen deiner Meinung nach die Herausforderungen? N Nun, unsere Familie ist ja bereits seit über 300 Jahren gastronomisch tätig. Meine Oma führte lange ein bekanntes Restau-

Foto: Julia Knop

Es ist mutig, in Pandemie Zeiten eine neue Gastronomie zu eröffnen. Was hat dich dazu bewogen? NIKLAS Das stimmt und gleichzeitig aber genau die richtige Zeit, um mutig zu sein. Jede Krise birgt auch immer eine Chance. Wir sind eine Familie der Optimisten. Nicht umsonst ist unser Firmenmotto „Alles fließt“. Ich glaube, sobald der Lockdown vorbei ist oder die Beschränkungen gelockert werden, könnte dieser Standort eine beliebte Anlaufstelle für den Stadtteil und seine Bewohner sein, die eine gute Gastronomie nach all den Restriktionen zu schätzen wissen. Wir sehen es ja bereits am Mühlenkamp, wie gut die Bar von der Nachbarschaft angenommen wurde. Unser Ziel ist es, Stadtteil-Gastronomien zu schaffen. Orte, an denen man sich wie früher in der Eckkneipe begegnet, nur eben in der Version 2.0.


GASTRO RASTHERRN LOKAL

rant in der Nähe von Oldenburg. Für mich ist es wichtig, etwas Neues zu machen und selbst etwas zu erschaffen. Für mich zählt, mich nicht auf Bestehendem auszuruhen und gleichzeitig den familiären Erfahrungsschatz aus dem Gastronomiebereich zu nutzen. Außerdem ist es ein tolles Gefühl, wenn man etwas Stück für Stück entstehen sieht, das man sich zuvor nur visuell vorgestellt hat. Hat dir denn deine Oma mit ihrer Erfahrung als Gastronomin wertvolle Tipps gegeben? N Durchaus. Ich werde zum Beispiel ihre ikonische Nachspeise mit auf die Speisekarte nehmen: „Annelieses Obstsalat“ – so viel sei verraten. Meine Oma hat mich insbesondere bei traditionellen Gerichten gut beraten, denn wir wollen weg von den Hype Gerichten, sondern und Lokales, Regionales, Traditionelles auf den Tisch bringen. Das klingt nach einer durch und durch deutschen Küche… N Genau das ist unser Fokus: deutsche Küche, zeitgemäß interpretiert. Mit regionalen und natürlich saisonalen Speisen, deftig, aber nicht ausschließlich mit Fleisch, sondern auch vegetarisch und vegan. Bei der Erstellung der Speisekarte unterstützte uns – neben den Tipps meiner Oma – Johannes Schröder von den Küchenfreunden. Und ich selbst bin ja leidenschaftlicher Jäger. Wer weiß, vielleicht bieten wir dann auch ein von mir selbst erlegtes Wildschwein an. Selbst Gejagtes ist tatsächlich eines der klimaneutralsten Essen, das man anbieten kann. Nachhaltigkeit ist also euer Anspruch für das neue Lokal? Wie setzt ihr das um? J Nachhaltiger zu wirtschaften, ist immer unser Anspruch. Zwar ist die ideale Nachhaltigkeitsbilanz noch nicht erreicht, aber das geht auch nicht von jetzt auf gleich, sondern nur Schritt für Schritt. Am neuen Standort in Eimsbüttel setzen wir ein Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit, denn hier werden wir zum ersten Mal Tankbier ausschenken. Hierfür gibt es insgesamt sechs Tanks – zwei davon im Gast-Bereich. In dem neuen Ratsherrn Lokal wird aus dem Tank das Pilsener, das Zwickel und das Hamburg Hell ausgeschenkt. Außerdem gibt es neun weitere Ratsherrn Sorten vom Fass. Übrigens ist das Tankbier nicht nur geschmacklich ein sehr besonderes Bier, sondern eine absolut umweltschonende Ausschankalternative. Es müssen keine Fässer mit Bier gefüllt und gereinigt werden. Außerdem bedarf es keiner zusätzlichen CO2 Beaufschlagung für den Ausschank. Das unpasteurisierte, sehr gehaltvolle Tankbier wird direkt vom Wagen in die Tanks gefüllt und könnte frischer nicht sein. Auch ein kürzerer Transportweg ist kaum möglich. Ein weiterer Clou: Die Tanks stammen aus Belgien, eine Wiederverwendung, denn sie waren bereits dort im Einsatz. Klingt spannend, aber passt ein Tank zur Einrichtung? N Das Konzept unserer neuen Gastronomie orientiert sich an der deutschen Wirtshauskultur der 1920er Jahre erinnern:

29 mit Wandvertäfelung und unbeschichteten Tischen. Auch bemühen wir uns um Nachhaltigkeit, denn wir nutzen keine neuen Stühle, sondern haben Stühle aus anderen, aufgelösten Gastronomien übernommen. Außerdem werden wir aus Hopfen- und Malzsäcken Sitzbezüge herstellen. Momentan ist ja nicht abzusehen, wann Gastronomien überhaupt wieder öffnen können. Seid ihr denn vorbereitet, wenn es erst mal keine reguläre Öffnung gibt? N Fest steht, dass wir natürlich nur eröffnen wollen, wenn es wirklich sicher möglich ist. Wir werden auch eine Abholstelle haben – zwei sogenannte To-Go Fenster, damit man spannende Speisen und natürlich ein Bier mit in den gegenüberliegenden Park mitnehmen kann. Aber das ist natürlich langfristig nicht unser Anspruch. Wir wollen gern richtig eröffnen, am liebsten im Sommer, zumal wir einen tollen Außenbereich haben. Außerdem hoffen wir auf die Hamburger Goldkehlchen, die schon versprochen haben, bei der Eröffnung zu singen! Man merkt, du bist Optimist durch und durch. Was ist denn deine ganz persönliche Motivation? N Es mag sich ein wenig eigennützig anhören, aber ich selbst wohne nicht unweit vom Lokal entfernt und möchte selbst gern dort sitzen und mein Bier trinken. ELBBLICK Magazin führte das Interview im März 2021. Die Eröffnung ist Ende April geplant, sofern es die gesetzlichen Bestimmungen rund um die Pandemie erlauben. Zu den Gastronomien von Ratsherrn gehören derzeit das Braugasthaus Altes Mädchen in den Schanzenhöfen, die Ratsherrn Bar am Mühlenkamp, wo die Ratsherrn Community sich bereits gern trifft. Mehr Infos unter der Rubrik „Stadtteilgastronomien“: www.ratsherrn.de Instagram: ratsherrn_lokal_eimsbuettel Facebook: Ratsherrn Lokal Eimsbüttel


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INTERVIEW KÖLLN HAFERLAND STORE

Ein Gespräch mit Julia & Felix – Kölln Haferland Seit wann arbeitet ihr im Kölln Haferland? JULIA Ich arbeite schon seit 2015 hier und es macht - trotz Lockdown - immer noch eine Menge Spaß, weil wir ein tolles Team haben. FELIX Ich kam ein Jahr später, 2016, dazu. Es passierte ehrlicherweise eher durch Zufall über einen ehemaligen Arbeitskollegen. Nach meinen vorherigen beruflichen Stationen hätte ich nie gedacht, dass ich jemals in die Gastronomie gehe und mich dort so wohl fühle. Was ist das Besondere, hier im Haferland die Kölln Produkte zu kaufen statt im Supermarkt? J Ich bin ja gelernte Diätassistentin und kann bei uns im Shop in Sachen Ernährung wertvolle Beratung geben. Tatsächlich sind Haferflocken eines meiner liebsten Lebensmittel und ich gebe einfach gern mein Wissen über gesunde Ernährung weiter. F Außerdem bieten wir hier Müsli-Mischungen an, die es nicht im Einzelhandel zu kaufen gibt. Man kann sich auch selbst seine Lieblingsvarianten mischen. Und natürlich berate auch ich die Kunden gern beim Einkauf. Ihr teilt euch die Storeleitung. Wer macht denn was? J Wir sind einfach ein gutes Team. Jeder von uns hat seine Stärken. Mir liegt neben der Kundenberatung die Büroarbeit. Felix ist eher für Material und technische Angelegenheiten zuständig. F Ich habe mir viel Wissen in ganz unterschiedlichen Bereichen angelesen und sehe mich daher auch ein wenig als Allround-Talent, wenn es beispielsweise um kleine Reparaturen geht. Was uns beiden wirklich liegt, ist die Lagerwirtschaft - und natürlich die Kundenberatung.

Welches Angebot habt ihr zu Zeiten des Lockdowns zum Mitnehmen? J Wir haben Bircher-Müsli und Porridge, Wraps und natürlich Brote, die wir übrigens selbst backen. Außerdem selbstgebackene Kuchen mit Dinkelmehl. Im Grunde ist hier alles hand- gemacht und wir denken, das schmeckt man. Den Kaffee, den wir ausschenken, gibt es übrigens vom lokalen Anbieter: den Public Coffee Roasters. F Wir haben außerdem immer wieder neue Rezepte ausprobiert. Derzeit haben wir beispielsweise Ziegenkäse-Birne-Lauch-Tarte im Angebot oder leckeres veganes Brot mit Apfel, Pekannuss oder Karotte. Und natürlich gibt es unsere Klassiker: die Cookies nach unserem Geheimrezept. Euer Bircher Müsli zum Mitnehmen schmeckt auch besonders toll… was sind denn eure liebsten Haferland Produkten? F Also, Julia isst ständig Quark mit Früchten und Nüssen - und natürlich Haferflocken. Ich selbst mag den Klassiker: Kölln Schoko Hafer-Müsli mit Milch. Danke euch! Wir hoffen, dass wir die Speisen ganz bald auch wieder direkt vor Ort verzehren dürfen und dass wieder kleinere Veranstaltungen wie beispielsweise Kindergeburtstage oder das Schnacken & backen möglich sein werden. Bis dahin kommen wir bestimmt wieder für euer Bircher Müsli vorbei! Aktuelles auch auf der Facebook Seite @koelln.haferland


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INTERVIEW KÖLLN HAFERLAND STORE

Viele gehen tagtäglich an der Steinstraße 27, genauer gesagt, am Kölln Haferland vorbei. Doch nur die wenigsten wissen, wer in dem Store für die leckeren Speisen und Getränke zum Mitnehmen verantwortlich ist. ELBBLICK Magazin traf Julia und Felix aus dem Kölln Haferland Store zum Gespräch und obwohl wir selbst öfter unseren absoluten Liebling dort kaufen (Bircher Müsli), gab es für uns viele Aha-Momente.

Kölln Haferland Steinstraße 27 20095 Hamburg


32 CHAI-LATTE-FRÜHSTÜCKSDRINK Kölln Knusper Chai Hafer-Müsli in flüssiger Form als Frühstücksdrink. Und zubereitet mit einem Chai-Tee die beliebte Alternative zum Kaffee. Zutaten für 2 Portionen: 400 ml Milch 100 g Kölln Knusper Chai Hafer-Müsli 1 Msp. Backkakao 100 ml Milch Kakaopulver oder Zimt zum Bestreuen Zubereitung: Milch oder Kölln Haferdrink erwärmen und zusammen mit dem Kölln Knusper Müsli und dem Backkakao im Standmixer pürieren. Drink auf zwei Gläser aufteilen. Die Milch aufschäumen und als Haube auf den Drink geben. Mit Kakaopulver oder Zimt bestreuen. Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten Tipp: Für die schnellen Frühstücker, die mit einem Chai-Tee in den Tag starten, bietet sich die Zubereitung mit 200 ml warmen Chai-Tee an. Die Kaffee-Trinker peppen ihren Drink mit einem Espresso auf.

REZEPTE KÖLLN


REZEPTE KÖLLN

FALAFEL BOWL Zutaten für ca. 20 Stück: 300 g Kichererbsen (aus der Dose, inkl. Flüssigkeit) 80 g Zarte Köllnflocken Glutenfrei 1 Bund frische Petersilie 1 Knoblauchzehe 1 EL frischer Koriander 1 TL gemahlener Kreuzkümmel ½ TL Kurkuma ½ TL Paprikapulver edelsüss 1 Prise Muskatnuss Salz und Pfeffer Olivenöl zum Beträufeln

Zubereitung: Kichererbsen abgießen und die Flüssigkeit aufbewahren. Kichererbsen zusammen mit den restlichen Zutaten in einen Mixer geben und zu einer feinen Masse pürieren. Sollte diese zu fest sein, etwas von der Kichererbsen-Flüssigkeit hinzufügen. Den Teig mit den Gewürzen abschmecken. Aus dem Teig mit angefeuchteten Händen nach Belieben große oder kleine Bällchen oder Laibchen geformt werden. Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Falafel auf ein Backblech geben, mit ein wenig Olivenöl beträufeln und in den vorgeheizten Backofen geben. Die Falafel brauchen ca. 25-30 Minuten bis sie knusprig und goldbraun sind. Die Falafel auf einem Gemüse- oder Salatbett mit Hummus servieren. Zubereitungszeit: 25 Minuten

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TITELSTORY DACHAPU MANUFAKTUR

Wer die Geschichte der DACHAPU Manufaktur kennt, weiß: Es geht um so viel mehr als nur Chilisaucen oder Gewürze. Sie ist der Beweis, dass man seine Herzlichkeit, Menschlichkeit und Lebensfreude beibehalten kann, ganz egal, wie viele Schicksalsschläge man durchlebt hat. Die Geschichte zeigt, dass man nicht verbittert sein muss, nur weil die Vergangenheit nicht immer gut war. Und beweist auch, dass in der Kindheit oftmals der Grundstein für die berufliche Passion gelegt wird. DACHAPU Manufaktur ist Zukunft, Liebe, Leben und der Beweis, dass jeder Rückschlag einen stärker macht.

Fotos: Alexandra Pfeifer

Die Würze im Alltag – DACHAPU Manufaktur


TITELSTORY DACHAPU MANUFAKTUR

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TITELSTORY DACHAPU MANUFAKTUR


TITELSTORY DACHAPU MANUFAKTUR

Bis „Red Honey“, die erste Chilisauce auf den Markt kam, brauchte es viel Zuspruch, zahlreiche Behördengänge und noch mehr Testpersonen aus dem privaten Umfeld. Hinter der Chilisauce steht Daniela Beesé. DACHAPU ist die Abkürzung aus ihrem Vornamen Daniela und ihrem Mädchennamen Chapuis: DACHAPU. Ein bisschen angelehnt an den Firmennamen Haribo,bei dem die Initialen des Gründers im Firmennamen auftauchen. Die Rollenverteilung bei DACHAPU Manufaktur ist klar geregelt: Daniela ist die Ideengeberin und eine Frau mit Herzblut. Im operativen Bereich hat sie nicht nur die neuen Vertriebswege oder Kooperationen im Blick, sondern auch die Finanzen sowie die Lagerbestände. Aber auch Social Media und Produktfotos für den Webshop schaut sie sich genau an oder bearbeitet sie. Man könnte sagen: Sie übernimmt den kreativen Part bei DACHAPU. Daniel, ihr Mann, ist eher Visionär, der lieber zwei Mal nachdenkt, bevor er seine Ideen in die Tat umsetzt. Aber auch in ihm schlummert viel Kreativität: er hatte die Idee mit dem Firmennamen, er erweckt die Produkte zum Leben und greift auf seine langjährigen Erfahrungen als Marketingspezialist zurück. Fast 10 Jahre ist es her, dass Daniel ihr das Kompliment für ihre selbstgemachte Sauce gab. Doch bis sie sich letztendlich dazu entschlossen, die Sauce, so wie sie jetzt ist, auf den Markt zu bringen, dauerte es noch eine Weile. Zum damaligen Zeitpunkt schienen die Hürden allein mit den Lebensmittelbehörden oder das Finden einer Produktionsstätte unüberwindbar. Hinzu kam, dass sie sich ihren Traum der Selbstständigkeit nur erfüllen wollten, wenn alle Grundsteine gelegt wären.

37 Der Wunsch nach Sicherheit auch als Selbstständige, ist bei Daniela groß - ist Sicherheit doch etwas, das sie in ihrer Kindheit nie richtig erfahren konnte. Als ihr Vater beruflich in Nigeria war, lernte er ihre Mutter kennen. Und weil der Vater als Chief Engineer häufig auf hoher See unterwegs war, war Daniela viel alleine mit ihrer Mutter und ihrem Bruder. Irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem der Vater auswandern wollte - nach Amerika. Die Container waren gepackt, alle Zeichen standen auf Neuanfang im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Da keiner von ihnen Angehörige in Amerika hatte, aber eine Oma in Deutschland, überzeugte Danielas Mutter ihn, stattdessen dorthin zu ziehen – ein kleines Ferienhaus mit undichtem Dach, bis sich schließlich etwas Passendes in Hamburg fand. Gesagt, getan - leichter wurde es allerdings nicht. Es gab keine Wohnung, schon gar nicht als weißer Mann mit einer afrikanischen Frau. Alltagsrassismus, eine nicht anerkannte Eheurkunde, ein nicht anerkannter Führerschein und am Ende blieb dem Vater nur noch der Kauf einer Eckkneipe mit anliegender Wohnung, um endlich ein dichtes Dach über dem Kopf zu haben. Mit der Kneipe kam der Alkohol, der die Mutter nicht losließ. Um sie zu retten, gingen sie zurück nach Nigeria - doch besser wurde es damit nicht. Zurück in Nigeria, schickte die Mutter sie nicht in die Schule, denn für die private Schule reichten die finanziellen Mittel nicht, die öffentliche Schule verbot die Mutter. Als Daniela gerade mal 10 Jahre alt war, trafen die Eltern den Entschluss, es erneut in Deutschland zu versuchen. Da Daniela und ihr Bruder weiterhin größtenteils allein mit der Mutter waren, und diese dem Alkohol mittlerweile völlig verfallen war, holte die Halbschwester die beiden Kinder von ihr weg, damit sie bei ihr unterkommen konnten. Allerdings war dies keine tragfähige Lösung, weshalb der Kinder- und Jugendnotdienst Daniela und ihren Bruder ins Heim brachte. Ein Ort, der Danielas Leben bis heute geprägt hat, denn die Mehrzahl der Heimbewohner war männlich und sie musste sich ihnen gegenüber täglich behaupten. Mit 15 Jahren dann die Flucht nach vorn: Heim verlassen, in eine eigene Wohnung unter Aufsicht ziehen und sich selbst um ihren Lebensweg kümmern. Die Mutter war schon lange kein Teil ihres Lebens mehr – sie ging alleine zurück nach Nigeria und gilt bis heute als verschollen. Was DACHAPU ausmacht, ist vor allem Danielas Kämpfergeist. Der Ehrgeiz, mit dem sie das Projekt - und auch alles andere - anpackt, passt nicht zum altbackenen Klischee einer Frau. Sei es Regale oder Palettenmöbel zu bauen, Laminat zu verlegen, teure Tapeten ohne Fachkenntnis an die Wand zu bringen,


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TITELSTORY DACHAPU MANUFAKTUR

»Es ist zu wenig zum Leben und zu viel zum Aufgeben - das hat mir mein Vater immer gesagt und das habe ich verinnerlicht.« - Daniela Beesé


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TITELSTORY DACHAPU MANUFAKTUR

oder aber in der von Männern dominierten Einzelhandelswelt erfolgreich Verhandlungen zu führen und sich am Ende durchzusetzen. Handwerken und Machen - nicht darüber nachdenken, dass irgendwer immer noch zweifelt, ob man das als Frau nun so macht oder nicht. Diese Portion Selbstbewusstsein hat sie aus ihrer Zeit im Heim. „Nur weil ich ein Mädchen bin, bin ich kein Opfer“, so Daniela. „Ich kann das, was Jungs können, und ich kann es vielleicht sogar besser. Geht nicht gibt es nicht.“ Auch wenn das alles stark klingt, gibt es auch Momente, in denen sie ihre weiche Seite zeigt. Wenn sie inne hält und mit leiser Stimme vom Tod ihres Vaters im vergangenen Jahr spricht, als er nach langer Krankheit starb. Er war es, der sie immer wieder ermutigte, die Sauce auf den Markt zu bringen. In einer Zeit der Pandemie, die sie in einer Phase des Wachstums ausbremste. Mit einer Produktion, die falsch anlief und sie 770 Gläser direkt in den Müll werfen konnte. Mit zwei kleinen Kindern, die umsorgt werden wollten und dazu eine Schwangerschaft, die ihr die körperliche Kraft nahm. Hinzu kam noch die finanzielle Situation, die es nicht ermöglichte, große Schritte mit DACHAPU zu machen. Warum sie angesichts all dieser Umstände nicht aufgegeben hat? Weil sie bereits so viel erlebt hat. Weil sie so oft schon so weit unten war im Leben, dass sie glaubt, es kann nicht schlimmer werden , sondern nur besser. Weil sie sich nicht bereit fühlte, aufzugeben, nachdem die Absatzzahlen trotz Pandemie wieder anstiegen. Am Ende verdankt sie es aber auch der bedingungslosen Liebe ihres Mannes, der sie wie kaum ein anderer versteht. Der weiß, was es heißt, keine Mutter zu haben, der selbst in Afrika (Malawi) lebte, in Armut, der ähnliche Lebenswege beschritt und ihr Verständnis und Zuspruch geben kann. Und das, obwohl sie einander beim ersten Kennenlernen nicht den Vorstellungen des jeweiligen Traumpartners entsprachen. Im weiteren Verlauf stellte sich sogar heraus, dass sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Sie, ausgestattet mit deutschen Tugenden wie Pünktlichkeit, Ehrgeiz, aber auch Risikobereitschaft, er, der gern das Risiko kontrolliert, und stets bei jeder Entscheidung das Markenbild berücksichtigt. Am Ende entscheiden sie sich immer für die Mitte. Sie leben vor, wie man auch unterschiedliche Standpunkte miteinander vereint, wie man einander stützt ohne sich zu verbiegen. Was man von ihrer Geschichte noch lernen kann: Wie man auch in schwierigen Zeiten eine Beziehung führt, wie man miteinander kommuniziert und wie man auch mal aushält, wenn der andere einem direkt seine Meinung sagt. Und auch wenn Danielas Kindheit nicht unbedingt von vielen positiven Momenten geprägt war, hat sie eins nie vergessen: Wie es zu Hause schmeckte. Wie es roch. Wie es war, der Mutter beim Kochen zuzuschauen. Dabei gab es immer scharfes Essen, als sie noch ein Kleinkind war. Dennoch ist die erste Chilisauce, Red Honey, in erster Linie ausgewogen, denn der Genuss soll im Vordergrund stehen, nicht die reine Schärfe. Es geht darum, die Hauptzutat - immerhin Habanero Chilis - stets subtil im Geschmack zu halten, statt mit der Tür ins Haus zu fallen. „Ein perfektes Zusammenspiel aus Schärfe

und Genuss“, so ihre Botschaft. Darin steckt auch eine große Prise Demut, für das, was sie tun - sei es, dass sie alle Zutaten für die Sauce eigenhändig vorbereiten, jede Chili selbst schneiden und kochen, die Sauce manuell abfüllen, die Gläser zu Hause selbst beschriften oder alle Pakete mit Bestellungen zur Post bringen. Bereits frühmorgens fährt Daniela in die Produktionsküche, um wieder rechtzeitig zu Hause zu sein, bevor die Kinder (5 und 3 Jahre) wach werden. Ihren Onlineshop haben sie einfach mal in Nachtschichten gebaut - neben dem Hauptjob. Diese Leidenschaft, mit der sie all das machen, schmeckt man in der Sauce. Sie schmeckt nach etwas Gutem. Nach Liebe. Nach Charisma. Nach Handarbeit. Und wie sie selbst sagen: Passend zu fast allem außer Eintopf. Abgeschmeckt auf den „deutschen“ Gaumen, nicht auf scharfe nigerianische Streetfood Küche, die Daniela von kleinauf kennt. „Der deutsche Gaumen mag es eher süßlicher“, so ihre persönliche Einschätzung. „Red Honey steht nicht für die Schärfste, sondern für die leckerste Schärfe. So dient der Honig als Gegenpol sorgt für einen verführerischen Auftakt und erlaubt auch empfindlichen Gaumen, die Sauce voll und ganz zu genießen.“ Wer sich mit dem Paar unterhält, merkt schnell, dass es bei DACHAPU um mehr geht als nur gute Produkte und möglichst viel Umsatz. 2021 wird das Angebot um neue Gewürze und Öl-Kreationen erweitert, und natürlich muss ihr Geschäft profitabel sein. Immerhin haben sie alles ohne jegliche Kredite aufgebaut. Doch was sie sich von Herzen wünschen, ist, etwas Gutes mit DACHAPU zu bewirken. Als Eltern von (bald) drei kleinen Kindern und selbst mit einer schwierigen Kindheit möchten sie irgendwann andere Kinder in Not unterstützen können mithilfe ihrer Einnahmen. Bis dahin träumen sie noch von einer eigenen Produktionsküche anstelle der jetzigen Mietküche, um immer ausreichend Nachschub zu haben. Und davon, weiterhin ein erfolgreiches Familienunternehmen zu führen mit der Chance, aneinander zu wachsen. Und alles weiterhin ohne Kredite realisieren zu können.Für den besonderen DACHAPU Geschmack braucht es Liebe, und davon haben Daniela und Daniel als echte Seelenverwandte ganz schön viel. www.dachapu.de Instagram: dachapu.de


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GASTRO IL MESTIERE

Fotos: Lars Jedzini

Er ist kein Patissier, und dennoch macht er die besten Macarons und Pralinen Hamburgs. Als Souschef versteht Dario Domenico Innamorato (28 Jahre) durchaus etwas von Geschmack und Handwerk. Wenn man mit ihm über die Herstellung von Macarons spricht, klingt es geradezu, als ob er ein kleines Kunstwerk schafft. Gewissermaßen ist dem auch so, denn Macarons sind ein empfindliches Gebäck, dass mit viel Fingerspitzengefühl hergestellt werden muss. Damit es wirklich gelingen kann, spielt nicht nur präzises Arbeiten eine Rolle, sondern auch die Luftfeuchtigkeit im Raum.Und wenn es dann mal nichts wird, weil zu viel Flüssigkeit im Gebäck ist, dann macht er auch schon mal sechs Tage am Stück durch, um es wirklich perfekt hinzubekommen. Es ist derselbe Perfektionismus, den er auch bei seinen Pralinen an den Tag legt. Kleine farbenfrohe Kunstwerke, die eher aussehen wie Edelsteine anstatt etwas Süßem, geschweige denn Essbarem.


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GASTRO IL MESTIERE

Süße Versuchung – Il Mestiere Begonnen hat Dario seine Laufbahn allerdings klassisch als Koch. Und das nicht irgendwo, sondern auf dem Süllberg, beim renommierten Sternekoch Karlheinz Hauser. Direkt nach seiner Ausbildung folgten unterschiedlichste Stationen bis hin zu seinem ersten Posten als Küchenchef. Mit Patisserie hatte er bis dahin nicht viel am Hut, wurde allerdings häufig in dem Bereich eingesetzt. Sein Ehrgeiz, alles über Patisserie wissen zu wollen, entfachte schließlich zu seiner Liebe zu Pralinen und Macarons: Er las alle Bücher, die er finden konnte, probierte sich an neuen Dessert-Variationen und kombinierte unterschiedliche Techniken der Zubereitung mit modernen Aromen. All das zog ihn zunehmend in den Bann, und seine verantwortlichen Arbeitgeber erkannten sein Potenzial. So bekam Dario immer mehr Verantwortung im Patisserie-Bereich, konnte seiner Kreativität freien Lauf lassen und wurden von Gästen mit Komplimenten überhäuft - zum Beispiel für sein Spaghetti-Eis mit Himbeere und Amaretto. Mehr und mehr wurde ihm bewusst: Handwerk war es, worauf es ankam. „Es ist wie bei einem guten Holztisch: erst wenn er richtig ausgearbeitet ist, ist er wirklich gut“, so Dario. Handwerk, das bedeutet für ihn, die Hohlkörper für seine Pralinen selbst herzustellen, bevor er sie mit Masse befüllt. Es bedeutet auch, immer wieder mit Geschmäckern zu experimentieren, die nicht unbedingt einen hohen Bekanntheitsgrad genießen. Denn wer kennt schon Iskander Tee in Pralinen oder hat eine Vorstellung davon wie eine Mandarine-Fichte-Praline schmeckt? Letztere ist eine seiner liebsten Kombinationen: Mandarinen Gelee und Fichten-Ganache, für die er Fichtensprossen sammelt und süß-sauer einlegt. Oder die Akazie-Pinie-Praline, die an einen Waldspaziergang erinnern soll und für die nur bestes Piniendestillat und Akaziensamen verwendet werden. Auch optisch erinnern sie an den Wald, mit leichtem Silberstreifen auf der Praline als Symbol für den sanft durch die Wälder gleitenden Wind. Eine weitere Kombination ist die Tomaten-Essig-Vanille-Praline, deren Geschmäcker harmonisch ineinander passen und eine neue Süße ergeben. Aus all seinen Ideen entstehen regelrechte kleine Kunstwerke, die fast zu schade sind, um sie zu vernaschen. Im Austausch mit Arnd Heissen, dem Ge-

Akazien Pinien Praline


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Disaronno Espresso Praline

GASTRO IL MESTIERE


GASTRO IL MESTIERE

Limette Macaron

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GASTRO IL MESTIERE

»Ich koche auch nur mit Wasser. Ich eigne mir aber gewisse Techniken an, die mir helfen, Neues zu kreieren. Wenn man neue Wege findet, dann findet man auch neue Geschmäcker.« - Dario Domenico Innamorato


GASTRO IL MESTIERE

schmacks- und Aromaexperten, den man wie Dario im Bootshaus in der Hafencity findet und den wir auf den nachfolgenden Seiten vorstellen, entwickelt er zum Beispiel Bottle Cocktails, die zu seinen Pralinen passen. Gleichzeitig inspirieren sie sich gegenseitig für neue Ideen oder tauschen sich über Farbwelten aus, die alle Sinne ansprechen. „Corona hat für mich im wahrsten Sinne des Wortes seine Schokoladenseite gezeigt “, erzählt Dario. In einer Zeit, in der Gastronomien geschlossen sind und er nicht in der Küche im Bootshaus steht, findet er mehr Zeit, an seinen Kreationen zu arbeiten, sich weiter zu verbessern, die Verpackung der Pralinen und Macarons anzupassen. Sein Vater war anfangs wenig überzeugt von seinem Tun - egal ob Lehre in der Sternegastronomie oder das Geschäft mit Pralinen- und Macarons. Sein zunächst liebevoller Rat: verdien einfach dein Geld im italienischen Restaurant. Dank Darios Beharrlichkeit, seiner Liebe fürs Detail und seinen Erfolgen ist der Vater mittlerweile längst sein größter Fan und fährt auch schon mal die ein oder andere Pralinenschachtel persönlich in seinem Namen aus. Obwohl die Pralinen und Macarons bereits hohes Ansehen bei den Kunden genießen, bleibt Dario selbst sehr bescheiden: „Ich koche auch nur mit Wasser. Ich eigne mir aber gewisse Techniken an, die mir helfen, Neues zu kreieren. Wenn man neue Wege findet, dann findet man auch neue Geschmäcker.“ Als Halb-Italiener zehrt er heute noch von den kulinarischen Erlebnissen aus seiner Kindheit: bei den Großeltern im alten Land die ersten Äpfel essen, bei Verwandten in Apulien die Liebe und Leidenschaft zu gutem Essen zu erlernen. Sein Lieblingsessen: Parmigiana, ein Aubergine Auflauf - mit stark eingekochter Tomatensauce und Parmesan, sowie getrocknetem und geräuchertem Mozzarella. Sein Fokus und seine Leidenschaft, seine Ungeduld zum Trotz, sind der Antreiber für seinen großen Traum: eine kleine Gastronomie, die Geschmack und Aromen erlebbar macht und Handwerkskunst zeigt. In der man nicht nur fabelhaft essen, sondern die Pralinen auch vor Ort kaufen kann. Und das in einem Preisrahmen für jedermann, nicht mit der Ausrichtung einer Sternegastronomie, in der er gelernt hat. Ein Ort, an dem die Gäste darum wissen, dass er sein Nougat selbst macht, komplexe Geschmackswelten schafft. Wo man als Gast Spaß haben darf und wieder erfährt, was Kochen überhaupt bedeutet. Ehrgeizig wie er ist, hat natürlich seinen Businessplan dafür längst geschrieben, die Tischdekoration sowie die gesamte Inneneinrichtung längst vor seinem geistigen Auge – auch wenn noch kein Objekt in Sicht ist und er mit seiner jetzigen Position sehr glücklich ist. Wer selbst einmal in den Genuss seiner Pralinen oder Macarons kommen möchte, der kann sie ganz bequem im Online Shop von Il Mestiere kaufen. www.il-mestiere.de Instagram: il.mestiere

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GASTRO ARND HEISSEN

Der Barpsychologe – Arnd Heissen

Drink: „Symphony of a Dolphin“


GASTRO ARND HEISSEN

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Fotos: Jule Frommelt

Wenn einer schon an deiner Kleidung sehen kann, welcher Drink zu dir passt, dann kann das nur einer: Arnd Heissen. Der Mann, der hinter der Bar im Bootshaus steht und dich anhand eines Drinks psychologisch genau analysieren kann. Er weiß, welche Lieblingsfarbe du trägst oder worauf du Wert legst. Wir vom ELBBLICK Magazin waren ein wenig geschockt, als er uns binnen Sekunden nicht nur hinsichtlich unserer Wesenszüge analysierte, sondern direkt dazu den passenden Drink empfahl. Besagte Drinks kamen angesichts seiner korrekten Einschätzung denn auch genau zum richtigen Zeitpunkt. Als Bar-Manager in großen Häusern in Berlin (Adlon, Ritz Carlton) ist er schon vielen Menschen begegnet. Nach Hamburg zog es ihn erst im vergangenen Juni, und das auch mehr durch Zufall, als ihn der Bootshaus-Manager um Hilfe bat. Arnds ursprünglicher Plan sah ein Jahr Auszeit in Mexiko, Brasilien oder anderswo in Südamerika vor. Stattdessen steht er nun in der Hafencity hinterm Tresen und wendet seine Kenntnisse aus Aromatherapie und Farbpsychologie in seinen Drinks an. Es war nicht leicht, das Vertrauen der Hamburger Klientel zu gewinnen. Schon gar nicht mit Begriffen wie „Aromatherapie“, die bei Berlinern wiederum schon fast zum Alltag gehören. So kam ihm zunächst sein Wissen über Farben zugute, um die anfangs distanzierten Gäste für sich zu gewinnen, gepaart mit seiner authentischen und ehrlichen Art. Und die Tatsache, dass er ein Bartender mit Profil ist, den neben seinem Wissen über alkoholische und non-alkoholische Getränke insbesondere seine Einzigartigkeit sowie authentische und ehrliche Art auszeichnen. Arnds Welt in der Hafencity hat nahezu etwas Wunderbares: wer zu ihm kommt und nach einem Drink fragt, wird individuell beraten. Meist holt er sein Tablett mit Parfums hervor – zehn verschiedene Parfums, um genau zu sein. Welches davon seinem Gast besonders zusagt, lässt Rückschlüsse auf die jeweiligen Geschmacksvorlieben zu. Natürlich gibt es auch eine klassische

Karte. Spannender wird es allerdings, wenn man seine eigenen Sinne aktiviert, und auf deren Basis den Drink auswählt. Doch auch sein psychologisches Wissen spielt eine große Rolle. Mit großem Interesse hat Arnd sich aus Büchern vieles selbst angelesen zu: Farbpsychologie oder der Wirkung von Aromen und deren Merkmale. Gleichzeitig zog er sich einen großen Teil seines Wissens aus zahlreichen Gesprächen mit Experten, Psychologen oder aus echten Fallbeispielen. Wer zum Beispiel Chanel No. 5, den Klassiker unter den Parfums, mag, der legt grundsätzlich besonderen Wert auf ein aufgeräumtes und schön designtes Zuhause. Die Sandelholznote des Parfums steht für Aufgeräumtheit, die Essenz von Vetiver für Strukturiertheit, Rose steht für Empathie und Muskat liefert positive Energie. Ein wenig erinnert der Parfum-Klassiker, wie Arnd lachend erzählt, auch an „den AldehydDuft eines Bügeleisens“.." Ein Barbesuch bei Arnd ist definitiv mehr als nur einen Drink zu sich zu nehmen: es ist damit verbunden, sich selbst besser kennenzulernen und dabei ein bereicherndes Gespräch mit dem Bartender zu führen. Übrigens: wer gern Gin Tonic trinkt, der möchte vor allem Kraft tanken. Die


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hundert Prozent zu einem passt, wer etwas ähnlich Unterhaltsames wie einen Theaterbesuch erleben möchte, der sollte bei Arnd Heissen in der Hafencity, im Bootshaus, vorbeischauen. Dort hat man garantiert einen schönen Abend - sobald es endlich wieder möglich ist. Bisweilen kreiert Arnd er sog. Bottled Cocktails - also abgefüllte Cocktails-, die auch gut zu den Pralinen von Il Mestiere (S. 30-33) passen. Im Juli übernimmt der neue Barchef im Bootshaus Arnd Heissens Aroma- und Cocktailprogramm, denn Arnd zieht es zurück nach Berlin.

Drink: „Paradisian Colada“


Drink: „Lady Tangerine“


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INTERVIEW FRAMESPOTTING

In einer Zeit, wo man sich nur online begegnen kann und ein Spaziergang jedermanns neues Hobby ist, bietet eine Aktion genau den richtigen Mix zwischen digital und analog: Framespotting. Paul, der hinter dem Projekt steckt und dessen Gesicht bislang verborgen blieb, hängt seine besonderen Landschafts/Gesellschaftsfotos bereits hundertfach in Hamburg aus - als Kunst zum Mitnehmen. In Bilderrahmen, hergestellt aus alten Holzdielen, die er auf Baustellen einsammelt.

Hinweise, wo seine Bilder hängen, gibt er auf seinem Instagram Account Framespotting_hh und dort hat er schone eine stetig wachsende Fangemeinde, die sich direkt auf den Weg macht, wenn er einen Bilder Hinweis postet. Sein früherer Job führte ihn durch die ganze Welt. Dort entstanden auch eine Vielzahl seiner Fotografien. Momente, die er erlebte, in Bildern zunächst für die Familie daheim festgehalten. Irgendwann fühlte sich der Job nicht mehr richtig an: Das viele reisen war konträr zu seinem Familienleben, auch hatte er das Gefühl, dass er das, was er tat, ohne tieferen Sinn war. Er wollte Gutes tun - das ist Paul nicht nur bei Framespotting wichtig. Sich auf menschliche Werte zu besinnen und nicht einzig und allein vom Geld getrieben zu sein. Sich der Kunst zu verschreiben. Ziele, die er unbedingt umsetzen wollte. Anfangs spielte er mit dem Gedanken, seine Bilder in einer Galerie auszustellen, doch es störte ihn, dass so vielleicht nicht alle Menschen Zugang zu seinen Bildern fanden. Und so überlegte er, wie er seine eigene, etwas andere Ausstellung machen könnte, in dem er seine Bilder an öffentlichen Orten zeigt, ohne dass sie in einer allzu schicken Galerien hängen. Doch wie sollte man Bilder draußen aufhängen, ohne Sachbeschädigung zu betreiben? Wie sollten Bilder jeder Witterung stand halten, ohne zu verblassen und zu verbleichen? Wie konnten Menschen die Bilder nicht nur sehen, sondern auch mitnehmen? Auf der heimischen Terrasse tüftelte er zwei Jahre lang, wie er Bilder aufhängen konnte, wie man sie ankleben konnte,


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INTERVIEW FRAMESPOTTING

Alles im Rahmen – Framespotting wie er einen Bilderrahmen aus alten, recycelten Holzdielen basteln konnte. Ein Bilderrahmen, der zuließ, dass Regenwasser nicht das Bild verwischte und gleichzeitig unzerstörbar war. Gleichzeitig mit der Priorität, dass der Finder etwas Wertiges findet, was er mit nach Hause nehmen kann, um es sich direkt in seiner Wohnung aufzuhängen. Paul wusste damals nicht, wie lange so ein Bild hängen würde, nachdem er es aufhängt. Und ob es Leute überhaupt mitnehmen würden. Sein erstes Bild hängte er am 04. Juni 2019 auf und die Corona Zeit half ihm, mit seiner Aktion bekannter zu werden, da er den Nerv der Zeit damit absolut traf. Bei seinen ersten Bildern, die er aufhängte, beobachtete er die Leute wie sie an seinen Bildern vorüber gingen, wie sie letztendlich stehen blieben, daran rüttelten und teilweise nicht den Bilderrahmen ohne Weiteres ab bekamen. Oder wie sie misstrauisch waren, ein Bild überhaupt mitzunehmen. Sie konnten oftmals nicht glauben, dass es in schweren Pandemiezeiten etwas umsonst gibt - etwas Gutes, ohne dass es einen „Haken“ gibt oder man misstrauen muss. Etwas geschenkt zu bekommen einzig und allein dadurch, indem man das Bild findet - ein Geschenk ohne Hintergedanken. Das Misstrauen und die Scheu haben sich allerdings ein wenig gelegt. Heute folgen ihm einige Menschen, die es kaum erwarten können, auf Bildersuche zu gehen. Er selbst hat eine kleine Komplizin, die große Freude daran hat, mit ihm gemeinsam die Bilder aufzuhängen und ihm immer wieder neue Ideen für die Gestaltung der Rahmen liefert. Warum er bislang keine keine Art Geocatching macht? „Ich möchte, dass Menschen sich nicht gezielt auf den Weg machen, sondern einfach mit offenen Augen durch die Stadt gehen und sich an den Bildern zum Mitnehmen erfreuen“, so Paul, „und klar, dass sie auch mehr aufeinander achten und nicht stumpf aneinander vorbei laufen.“ Auch wenn mittlerweile Fans nur darauf warten, einen Hinweis auf Instagram zu erhalten, um sich auf die Suche zu begeben. Sein Ziel mit Framespotting war und ist es, kein Geld mit den Bildern zu verdienen. Sondern etwas Gutes in Zeiten zu schaffen, eine Zeit, in der ohnehin alles schwer genug ist für jeden Einzelnen. Alles Gute geschieht aber ohne erhobenen Zeigefinger, sondern ist verbunden mit Spaß und Interaktion. Fremden eine Freude machen. Am Liebsten ist ihm, wenn Menschen von seiner selbstlosen Tat angesteckt werden und sich inspiriert fühlen, Mitmenschen eine Freude zu machen ohne etwas zu Erwarten.

Wer nicht in den Genuss seiner Bilder kommt, kann natürlich gern einen Druck in groß bei ihm anfragen. Einige Framespotting Fans haben schon Originale in größerem Format zu Hause hängen, aber die kleinen Bilder, so Paul, sind und bleiben unverkäuflich. Mit den Einnahmen aus den Originalen finanziert er die nächsten kleinen Kunstwerke, die er mitsamt seiner kleinen Komplizin in Hamburg aufhängt. Dass er mit seinen Bildern auch Menschen ein Zeichen fürs Leben schickt, ist schon des Öfteren passiert. Dass Menschen in schwierigen Lebenssituationen seine Bilder finden, etwas auf seinen Bildern entdecken, was sie die ganze Zeit schon umtreibt und ihnen neue Motivation oder Antrieb gibt, sich selbst zu verwirklichen oder an sich zu glauben. Genau das sind die Geschichten, die ihn berühren, die ihn ein wenig stolz machen und die mit keinem Geld der Welt bezahlt werden können. Er motiviert auch die Finder, ihm die Geschichten, die sie mit dem Bild verbinden, mitzuteilen. Sein geheimer Wunsch: irgendwann eine „Come together“ Ausstellung mit allen gefundenen Bildern zu machen. Und wer weiß, ob sich alle Finder der bislang aufgehängten 200 Bildern nicht nach und nach bei ihm melden. Es wäre ein schönes Zeichen für eine analoge Gemeinschaft, in einer immer stärker werdenden digitalen Welt. Und wer weiß, ob es nicht bald auch eine schöne Aktion von Framespotting und ELBBLICK Magazin gibt, wo es auch ein wenig mehr geht, als nur Bilder zu finden. Bleibt daher auf Instagram aktuell informiert, werdet Teil der Framespotting Community, folgt seiner Seite und sagt es gern weiter: Bilder für Alle – Kunst als Geschenk! Und wer Paul einen Gefallen tun möchte, der gibt ihm Tipps, wo er noch alte Holzdielen aus Renovierungsarbeiten finden kann, damit sein Projekt weitergehen kann. Helft ihm beim Upcyclen. Instagram: Framespotting_hh


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INTERVIEW FRAMESPOTTING


INTERVIEW TULLIA-ROSARIA SELLAR

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Foto: Jan Dada

Therapie und Coaching mit dem Informationsfeld – Tullia-Rosaria Sellar


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INTERVIEW TULLIA-ROSARIA SELLAR

Ihre Arbeit verändert das Leben ihrer Klienten. Sie löst festgefahrene, meist unbewusste Konzepte auf, mit denen sie sich selbst Grenzen auferlegen. Ihr Lachen ist ansteckend, ihr Auftreten versetzt die Menschen in eine gute Grundstimmung: Mit ihrer meist farbenfrohen Kleidung setzt sie nicht nur farbliche Akzente im häufig tristen Alltag, sondern auch ein Signal: Das Leben ist Lebendigkeit, Lebens- und Entschlussfreude. Die zierliche Frau ist voller Energie, und eine Sitzung bei ihr sollte, unserer Meinung nach, jeder einmal erlebt haben, der mit Konflikten, Unsicherheit, Ängsten, Depressionen und Traumata (in Zeiten von Corona vielleicht verstärkt) zu kämpfen hat. Oder auch jeder, der ganz bestimmte Lebensbereiche nach vorne bringen und sich entwickeln will. Wirklich wiederzugeben, was Tullia-Rosaria Sellar in ihrer Praxis macht, ist kein einfaches Unterfangen, weil die Techniken, die sie einsetzt, bisher überwiegend nur Interessierten bekannt sind. Ein Werkzeug, mit dem sie arbeitet und das schon relativ bekannt ist, ist das WingWave Coaching. Mit der Arbeit am Informationsfeld hat sie das WingWave Coaching kreativ ergänzt (dazu später mehr), sodass es auch für WingWave-Erfahrene ein völlig neues Erlebnis wird. Eine Stunde bei ihr, der Heilpraktikerin für Psychotherapie und Coaching, entspricht so gar nicht dem klassischen Bild der Psychotherapie, das vielen vermutlich noch, beeinflusst von Literatur und Film, im Kopf herumspukt. Obwohl auch in ihren Stunden die Frage nach dem Ursprung wichtig ist, um das problematische Erleben durch das Bearbeiten der Ursache zu verändern. Ebenso die Frage nach dem Ziel: „Wie soll dein Leben in Zukunft stattdessen sein?“ Mittels eines Muskeltests, durchgeführt an den Fingern der Klienten, spürt sie die inneren Prägungen und Konzepte auf, die meist unbewusst dafür sorgen, dass wir nicht das Leben erleben, das wir uns wünschen – und löst diese auf. Warum sind Menschen, wie sie sind? Wo kann ich den Hebel ansetzen, um schneller an das gewünschte Ergebnis zu kommen? Was alles hat noch Einfluss darauf? All das sind Fragen, die sie immer weiter antreiben neue Methoden kennenzulernen, oder bereits Bekanntes weiter zu vertiefen und zu verfeinern. Durch ihr Elternhaus hat sie weder alternative Medizin noch Spiritualität

kennen gelernt. Doch schon als Teenager interessierte sie sich für die psychologische Bedeutung von Träumen, glaubte an die Wiedergeburt und beschäftigte sich mit Aromatherapie. „Zufällig“ (sie glaubt nicht an Zufälle) lernte sie bereits 1989 in Hamburg Qigong, Tai Chi und die Chinesische Massage Tuina bei einem Lehrer aus Tsing Dao in China kennen. 1990 leitete er eine Studienreise nach China, wodurch sie noch tiefer mit den Lehrkonzepten der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) in Berührung kam. Die TCM setzt die Ursache für Krankheiten von Körper und Seele mit den ungelösten Konflikten des Lebens, Denkens, Handelns und Fühlens logisch in Beziehung. So kann ein TCM-Arzt durch bloßes Ertasten der Pulsqualität eines Menschen viele Aussagen treffen bzw. Rückschlüsse ziehen über den körperlichen Zustand sowie seine psychische Verfassung. Der Körper und das Erleben des Lebens haben eine Wechselwirkung aufeinander. Die Reise war ein wichtiger Meilenstein für das, was Tullia heute macht, ist Teil ihres beruflichen Werdegangs mit einer wichtigen Erkenntnis: Jede Kultur hat ihr eigenes Verständnis und eigene Definition von Medizin – wer heilt, hat Recht, auch wenn die westliche Medizin noch nicht alles technisch messen kann. Tullia Sellars Interesse, die Konflikte so schnell wie möglich aufzulösen, ist ihre Motivation, sich auch nach 30 Jahren immer weiterzuentwickeln und weitere Methoden in ihre Arbeit einfließen zu lassen. Manchmal ist ein Thema schon nach 3-5 Stunden erledigt, doch wenn tiefsitzende und weitverzweigte


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INTERVIEW TULLIA-ROSARIA SELLAR

systemische Ursachen dahinterstecken, dauert es auch bei ihr länger. Doch die Veränderungen sind tiefgreifend und dauerhaft. Zur Anwendung kommen unter anderem die Methoden kinesiologisches Muskeltesten, NLP und EMDR als Teile des WingWave, die Chinesische Quantum Methode, und das Lesen im Universellen Feld. Aus vielen weiteren ihrer Ausbildungen schöpft Tullia ihre Inspiration wie aus einer Quelle – darunter z.B. Instant Change, eine Heiler-Ausbildung, TCM-Grundlagen, Bazi Suanming. Was sie dringend machen müsste, erzählt sie lachend, ist ihre Website zu überarbeiten. Aber da sind andere Fortbildungen doch immer wichtiger und kommen dazwischen. Zum Beispiel jene, die sie 2020 kurz vor Ausbruch der Pandemie machte, um die Arbeit mit den Klienten über Telefon und Videotelefon zu verfeinern. Die Arbeit auf diese Weise ist möglich, weil Tullia Sellar bereits 2016 anfing, sich in der Chinesischen Quantum Methode auszubilden. Diese Methode arbeitet über die Psyche hinaus auch mit dem Informationsfeld des Menschen, das man energetisch auch aus der Ferne testen und bearbeiten kann. Laut Tullia Sellar gibt es schon viele weitere Therapeuten und Coaches, die auf diese Weise arbeiten. Es ist also längst nichts Ungewöhnliches mehr. Es gilt einfach nur zu entdecken, dass wir sechs Sinne haben statt fünf. Der sechste Sinn ist das Bewusstsein, das Gewahren, das man trainieren kann wie einen Muskel. Früher vielleicht nur Heilern, Schamanen und Meditierenden vorbehalten, gibt es inzwischen immer mehr neuzeitliche Methoden, um sich dieses Sinnes bewusst zu werden und mit ihm zu arbeiten. Ein anderer Anteil ihrer Arbeit, der sie immer wieder begeistert, sind die Aha-Erlebnisse beim Entdecken neuer Ebenen in den Blockaden selbst. So richtet sich ihr Fokus auch auf die veränderte Qualität des Denkens und des Bewusstseins an sich, wenn ein Mensch starken Stress erlebt. Der Moment, bei dem der Flucht-Kampf-Totstell-Reflex einsetzt, sorgt für eine massive Bewusstseinsveränderung, die individuell ganz unterschiedlich wahrgenommen wird. Diese Bewusstseinsveränderung hinterlässt meist dauerhafte Konzepte darüber, dass man keinerlei Wahlmöglichkeit hat, um in diesen Momenten die Welt (selbst) steuern zu können.Das Bearbeiten des Stresses auch auf dieser innersten Ebene löst das Erleben auf, keine andere Handlungsoption zu haben als jene, die damals getroffen wurde. „Wenn jemand hierherkommt, soll es ihm besser gehen“, so Sellar. Sie selbst sagt, sie lerne nie aus. Das, was sie bereits gelernt hat, ist ein „Werkzeugkasten“, aus dem sie sich gern bedient, um zu helfen. Und wenn sie der Meinung ist, aus ihrem Therapeuten-Netzwerk wäre eine andere Therapie sinnvoller, dann scheut sie sich nicht, den Klienten weiterzuempfehlen. Denn darum geht es ihr: Menschen zu helfen. Menschen, die zu ihr kommen und sich auf ihre Arbeit einlassen, sind bereit, sich zu öffnen. Sich Hilfe zu holen sollte selbstverständlich sein, obgleich es für viele noch mit Scham besetzt ist. Doch auch hier kann Tullia ansetzen und diese Konzepte auflösen. Ihre Patienten sind Erwachsene, Paare und Eltern mit ihren

Kindern. Ab dem Schulkind-Alter ist es möglich auf diese Weise mit Kindern zu arbeiten. Allerdings wird vorweg immer erst einmal mit den Eltern gearbeitet. Das Gespräch mit den Eltern ist deshalb so wichtig, weil sie es sind, die sich Sorgen um ihr Kind machen und zeigen, dass sie sich in irgendeiner Art und Weise überfordert fühlen, wenn sie nach Hilfe für ihr Kind fragen. Erst wenn der Erziehungsberechtigte der Situation wieder gefasst gegenübersteht, kann man mit dem Kind arbeiten. Es mag mitunter unglaublich klingen, wie sie es schafft, in einer Sitzung tiefsitzende Traumata zu lösen. Doch ELBBLICK Magazin hat es selbst erlebt in einer Zeit, in der es nicht leicht war, einen klaren Gedanken zu fassen. Mit ihrer Herzlichkeit und Wärme schafft Tullia es, dass man sich fallen lassen und darauf einlassen kann, den Pfad ins Unterbewusste zu beschreiten, ohne davor Angst haben zu müssen. Mehr Infos unter: www.heilpraxis-sellar.de


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INTERVIEW RUNAMICS

Laufen ohne Plastik – runamics


INTERVIEW RUNAMICS

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Wenn man glaubt, nachhaltig und bewusst zu leben, erwischt man sich im Alltag dann doch mit kleineren oder größeren Umweltsünden. So geschehen bei Steffen Otten, der als begeisterter Läufer irgendwann bemerkte, dass seine Laufkleidung vorwiegend aus Plastik bestand. Noch schlimmer: Wäscht man diese Kleidung, sondert sie Mikroplastik ab, die dann ins Gewässer fließen und letztendlich im Meer landen und es verschmutzen. Mit diesem unguten Gefühl durch die Natur zu laufen, die man liebt, in Kleidung, die der Umwelt schadet, verursachte einen immer größer werdenden Konflikt in Steffen. Und vor allem ein noch größer werdendes schlechte Gewissen, mit dem er sich irgendwann beim Sport machen nicht mehr wohl fühlte. Und je länger er sich mit Sportkleidung befasste, umso mehr stellte er fest, dass nicht nur Plastik das Problem ist, sondern auch die Chemikalien, mit denen die Kleidungsstücke behandelt wurden und die oft für Hautirritationen sorgten. All seine Erkenntnisse legten den Grundstein für seine Vision, Sportbekleidung ohne Plastik und Chemie herzustellen: runamics.


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INTERVIEW RUNAMICS


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Fotos: Henning Heide

INTERVIEW RUNAMICS

Aber runamics ist weitaus mehr. Als Betriebswirt verfolgte Steffen Otten von Anfang an das „Cradle-to-Cradle“ System: kein Abfall, denn alle Materialien sind in den biologischen Kreislauf rückführbar (kompostierbar) oder technisch kreislauffähig, aus denen neue Produkte entstehen können. Hinter runamics steht mittlerweile nicht nur Steffen Otten (35 Jahre), sondern auch Modedesignerin Lena Nix und Fotograf Henning Heide. Ihr gemeinsames Ziel: die erste „Cradle-to-Cradle“ zertifizierte Sportmarke der Welt werden. Henning (41 Jahre), der erst später hinzu kam, erntete für seine Entscheidung auch viel Widerspruch. Viele fragten, warum er, als erfolgreicher Fotograf, sich ausgerechnet im Modebereich etablieren will. Oder er wurde konfrontiert mit den Worten: „Kümmert euch doch lieber um wichtigere Themen“. Er verließ sich aber voll und ganz auf sein Bauchgefühl mit dem Wissen: Das wird was – denn auch plastikfreie Sportkleidung ist Teil einer besseren (Um-)Welt. Und dass Gegenwind immer positiv aufzunehmen ist und erst recht umgewandelt werden muss in Gutes. In der Dreier-Konstellation Steffen, Henning und Lena funktionieren sie perfekt zusammen. Für den Erfolg suchen sie sich gern Menschen, die ihre Vision unterstützen, die konstruktiv helfen (so wie aktuell die Werkstudentin Lina im Kundensupport). Jeder ist in seinem Bereich sehr gut, aber zum Teil unfähig im Bereich des Anderen und somit ergänzen sie sich in all ihren Fähigkeiten. Steffen, der eher für Vertrieb und Marketing zuständig ist, Henning, der kreative Profi mit dem Blick aufs Visuelle und Netzwerker, sowie Lena, die mit ihrer Erfahrung als Modedesignerin dazu beiträgt, das moderne, funktionsfähige Design zu gestalten. Seit 2019 machen sie gemeinsame Sache, im März 2020 gingen sie in die Öffentlichkeit. Ob Corona ihnen dabei geschadet hat? Henning und Steffen beantworten die Frage ohne zu zögern mit einem klaren Nein. Denn die Situation hat ihnen noch mal verdeutlicht, dass man „Out of the Box“ denken und handeln muss und ursprüngliche Pläne (zum Beispiel große Sportevents von sich zu überzeugen) auch mal über den Haufen werfen muss. „Du darfst dich nie von der eigenen Angst bremsen lassen“, so Steffen. Und Henning ergänzt: „Man bereut es, wenn man es nicht macht“. Mit runamics wollen sie etwas Sinnstiftendes schaffen, durch ihre Crowdfunding Kampagne wussten sie, dass ihr Anliegen einen Nerv trifft und dass Menschen bereit sind, ihr Konsumverhalten zu ändern. Genau das ist es auch, was Steffen und Henning sich erhoffen: den wahllosen Konsum zu durchbrechen, Menschen zu sensibilisieren, dass weniger einfach besser ist. Keine Impulskäufe mehr, von denen die Hälfte auf dem Müll landet. Selbstverständlich ist es nicht einfach, das in den Köpfen zu platzieren, so sind wir doch eine Konsumgesellschaft, die von klein auf lernt, zu kaufen. Beide sprechen sich nicht gegen das Kaufen aus, sondern eher gegen das unüberlegte Kaufen, dass weder nachhaltig noch bewusst ist. Konsum ist in Ordnung, wenn es keinen Schaden anrichtet. Daher legen sie ihren Fokus neben „Cradle-to-Cradle“ auch auf „Slow Fashion“. Man hat nicht viele Teile, sondern nur eins, was vielleicht teurer war, dafür aber einfach länger hält.

Beide sehen sich mit ihrer Marke als Pioniere auf dem Markt. Ähnlich verhielt es sich, als das Thema vegetarische Ernährung damals aufkam: Es gab kaum Produkte am Markt, die auf vegan oder vegetarisch zugeschnitten waren. Doch heute, da sich immer mehr Menschen mit fleischloser Ernährung befassen, denken auch die Hersteller um und produzieren eine viel größere Auswahl und Möglichkeiten für die Konsumenten. Und genau das möchte runamics auch: Wahlmöglichkeiten bieten - an plastikfreier Kleidung für den Sport. So planen sie bis 2022 weitere Innovationen. Als Unternehmen, dass Konsumenten anspricht, kann man neue Impulse setzen und sich entsprechend positionieren. Themen wie Umweltschutz sind nicht neu, es gibt sie schon lange. Doch das Bewusstsein dafür ist stärker geworden. Die kommende Generation stellt wichtige Fragen, möchte umdenken und anders konsumieren. Nicht umsonst gehen Kids bei „Fridays for Future“ auf die Straße, denn es herrscht eine Art Aufbruchsstimmung, wenn es um den Schutz der Natur geht. Nicht umsonst betitelt man runamics als ImpactStartup. Obgleich die Marke natürlich wirtschaftlichsein muss, um zu exisiteren, geht es nicht primär um Profit. Es geht vor allem darum, beim Kauf ethisch korrekt zu handeln. Der runamics Newsletter preist daher konsequenterweise nicht nur die eigenen Produkte an, sondern stellt auch neue Entdeckungen und Wissenswertes in Sachen Nachhaltigkeit vorgestellt. Henning setzt beispielsweise auf plastikfreie Kaugummis, da in herkömmlichen Kaugummis viel Plastik im Bindematerial steckt. Steffen, hat sich einen hauseigenen Kompostierer angeschafft, wodurch viel weniger Abfälle im Hausmüll landen. Seiner Meinung nach lassen sich auch zu Hause viele Kreisläufe schließen und 2/3 des Hausabfalls wieder verwerten. Eine Philosophie ganz im Sinne von runamics. Mit ihrer Arbeit entsteht ein ganz neues unternehmerisches Denken und Handeln und zu wünschen bleibt, dass es noch viel mehr solcher innovativen Ideen gibt. Denn dafür geben wir vom ELBBLICK Magazin gern Geld aus. www.runamics.com Instagram: runamics_


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SOCIAL HANSE MONDIAL

Mitarbeiter Mobilität neu erfinden – Hanse Mondial Im Gespräch mit Julien Figur, Geschäftsführer von Hanse Mondial, über die Lage in der Busbranche und der innovative Ansatz zur Digitalisierung. Wie hart hat euch die Corona Krise getroffen? JULIEN Die gesamte Reisebusbranche, in der wir tätig sind, wurde durch die Krise hart getroffen. Dennoch sind wir sehr froh, dass wir noch mit einem blauen Auge davongekommen sind. Unsere Ziele im letzten Jahr konnten wir allerdings nicht erreicht, woran wir in diesem Jahr aktuell hart arbeiten. Wie immer machen wir das Beste aus der Situation und haben uns seit der ersten Minute auf allen Ebenen an die neue Situation angepasst. Worauf wart ihr spezialisiert? J Wir haben schnell gemerkt, welche Fahrten vermehrt angefragt wurden und haben darauf dementsprechend schnell reagiert. Das Thema Mitarbeitermobilität spielte bereits vor Corona eine große Rolle, hat aber durch die neue Situation noch mal eine neue Bedeutung bekommen. Es gibt genug Personen, die nicht von zu Hause arbeiten können und genau diese Personen bringen wir unter allen notwendigen Hygienevorschriften sicher an den Arbeitsplatz. Auch ist unser Mitarbeiter-Shuttle sehr flexibel und stellt in vielen Fällen die letzte Meile zwischen ÖPNV und Arbeitsstätte dar. Du hast geschrieben, dass du die Busbranche digitalisieren willst was kann man sich darunter genau vorstellen? J Spätestens seit März 2020 hat sich gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung ist und welche Vorteile wir in unserem Alltag haben. Wir haben nicht nur neue, digitale Formate wie unseren Bustalk Live oder Bustalk Expert View erfolgreich etabliert,

sondern arbeiten schon seit längerer Zeit an einer digitalen Lösung für unsere Kunden. Diese Lösung ist das MMS, die Mobility Management Software. Das MMS versteht sich als digitales Kontrollzentrum, durch das unsere Kunden gezielt die Auslastung, Pünktlichkeit und Effizienz der eingesetzten Busse einsehen, dokumentieren und optimieren können. Wie kamst du auf die Idee, das Unternehmen digitalisieren zu wollen? J Schon seit der Gründung von Hanse Mondial vor über drei Jahren, war uns allen klar, dass wir von Anfang an digital arbeiten möchten und werden. Das hat sich besonders in der aktuellen Situation ausgezahlt. Aber nicht nur die flexible Arbeitsweise war dabei der ausschlaggebende Punkt, denn auch der nachhaltige Aspekt spielet dabei eine wesentliche Rolle. Wir verschicken zum Beispiel sämtliche Dokumente digital und sparen dadurch sehr viel Papier. Das hilft uns dabei unser Ziel zu erreichen ein papierloses Büro zu sein. Was bedeutet Mitarbeiter-Mobilität? J Mitarbeiter-Mobilität ist eines unserer Kerngeschäfte. Durch unser Angebot machen wir es möglich, Mitarbeiter von großen, aber auch kleineren Firmen, sicher und flexibel von A nach B zu bringen. Oft ist


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SOCIAL HANSE MONDIAL

es so, dass der ÖPNV nicht bis vor das Bürogebäude fährt und genau diesen letzten Abschnitt bilden wir ab. Corona-Bedingt: wie viele Personen können denn in einem Bus Platz nehmen derzeit? J Die Busse dürfen voll besetzt fahren, wenn die Fahrgäste eine medizinische Maske tragen. Es gibt aber auch Kunden, die möchten, dass zum Beispiel nur jeder zweite Sitzplatz besetzt wird. Dank umfangreicher Hygienekonzepte und speziellen Filtern neben der herkömmlichen Klimaanlage ist der Reisebus ein sehr sicheres Verkehrsmittel.

Fotos: Constantjin Gubbels / Gubbels Photography

Welchen Vorteil bringt es für die Mitarbeiter, welchen für Unternehmen? J Mitarbeiter-Shuttles mit Reisebussen bringen viele Vorteile mit sich. Für die Mitarbeiter sind die konkreten Vorteile, dass sie pünktlich und bequem bei der Arbeit angekommen. Zudem müssen sie nicht mit dem eigenen Auto fahren und kommen entspannter am Arbeitsort an. Durch das gesamte Konzept werden ebenfalls Fahrtkosten für jeden Mitarbeiter eingespart. Das ist nicht nur für die Mitarbeiter attraktiv, sondern auch für das Unternehmen, denn mit diesem Aspekt können neue Mitarbeiter für das eigene Unternehmen gewonnen werden. Im Allgemeinen erhalten die Unternehmen durch unser MMS alle relevanten Informationen auf einen Blick. Der Fahrplan lässt sich an den Schichtplan anpassen und alles ist individuell planbar. Ein weiterer attraktiver Vorteil ist die Einsparung von CO2 pro Person auf dem Arbeitsweg. Alle Mitarbeiter fahren gemeinsam in einem oder mehreren Bussen zur Arbeit und das wiederrum spart viele PKW auf der Straße ein. Laut dem Umweltbundesamt können bis zu 40 Autos durch den Reisebus bei einer durchschnittlichen Auslastung ersetzt werden. Was ist dein persönlicher Herzenswunsch für dieses Projekt? J Nachhaltigkeit ist nichts was die nächsten Generationen aktiv anpacken können, denn wir sind es, die jetzt handeln müssen. Daher ist mir persönlich der Reisebus und die Wertschätzung in der Gesellschaft unglaublich wichtig. Wir brauchen deutlich weniger Investitionen und Entwicklungszeit, wenn wir mit dem Bus als Lösung für urbane und ländliche Mobilitätsprobleme an den Start gehen. Dabei spielt die Digitalisierung ebenfalls eine große Rolle, denn nur mit den richtigen digitalen Prozessen ist die Effizienz noch weiter zu optimieren. Dabei spielen wir mit unserer Dienstleistung eine elementare Rolle und gestalten aktiv die Mobilität der Zukunft mit dem Fokus auf die Buslogistik mit. Was braucht es, damit das Projekt laufen kann? J Wir benötigen dringend eine Perspektive nach Corona und faire Fördermittel vom Bund. Der ÖPNV wird heute stärker gefördert als die private Busbranche. Hierfür muss Klarheit und Gleichheit geschaffen werden. Dabei ist es erst mal wichtig, aus der aktuellen Lage heraus zu kommen und wieder mit Vollgas und unserem Qualitätsanspruch in ganz Europa aktiv zu sein.

Was wünscht du dir generell für 2021? J Ich hoffe sehr, dass wir alle gemeinsam gesund durch die aktuelle Situation kommen. Neben dem gesundheitlichen Aspekt freue ich mich bereits sehr auf baldige Normalität. Wir machen zwar das Beste aus der aktuellen Situation, dennoch müssen sich die Umstände bald wieder ändern. Unsere Ziele konnten wir in einigen Bereichen im letzten Jahr nicht erreichen, daher möchten wir in diesem Jahr bei Hanse Mondial endlich die „1-Millionen Fahrgäste“ Marke knacken. Damit möchten wir zeigen, dass die Fahrt mit dem Reisebus auch in der aktuellen Zeit möglich ist und man damit auch noch gleichzeitig einen nachhaltigen Beitrag leistet. Und gern noch was zum Unternehmen - Gründung etc. J Die Hanse Mondial GmbH ist eine Full-Service Agentur für europaweite Buslogistik. Dank des großen Netzwerks aus gut 1.000 Partnern ist es möglich, immer den passenden Bus für den beruflichen oder privaten Anlass für bis zu 50.000 Personen zu buchen. Von Firmenfeiern, Airport- Messe, - und Werksshuttle, über Klassenfahrten bis hin zu privaten Events, Hochzeiten und Gruppenreisen – für alle Anlässe hat Hanse Mondial einen passenden Bus. Das Ziel des Unternehmens ist es nicht nur, die Busbranche zu digitalisieren, sondern auch mehr Menschen dazu bewegen mit dem Bus zu fahren, um einen geringeren CO2 Ausstoß zu erreichen. Mit Sitz in Hamburg beschäftigt Hanse Mondial derzeit 25 Mitarbeiter. Gegründet wurde Hanse Mondial Ende 2017 durch vier Geschäftsführer. www.hansemondial.de Instagram: hansemondial_buslogistik


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SOCIAL STATTTOUR

STADTFÜHRUNG MAL ANDERS STATTTOUR Es ist nie verkehrt, seine Perspektive zu ändern. Und sich aktiv in eine Situation zu begeben, in der sich das Gegenüber befindet, um eine Begegnung auf Augenhöhe stattfinden zu lassen. Die Rede ist von StattTour, die Stadtführung, bei dem die Rollstuhlfahrer*innen die Guides durch die Hansestadt sind und man die Stadt nicht als Fußgänger kennen lernt. Denn das Besondere ist: als Teilnehmer sitzt man selbst im Rollstuhl und erlebt Hamburg aus der Sicht eines Rollstuhlfahrers. Ist Hamburg wirklich barrierefrei? Wo gibt es noch Handlungsbedarf, die man als „normaler“ Fußgänger im Alltag nicht wahr nimmt? Nach einer Tour gibt es Gespräche über das Erlebte. Die Touren sind ein Projekt, um die Barrierefreiheit und Inklusion zu fördern. Aktuell können zwar keine Touren stattfinden, es wäre aber schön, wenn Hamburger*Innen oder Besucher unserer Stadt Gutscheine erwerben für die Zeit nach dem Lockdown. Oder den Verein hinter dem Projekt mit Spenden zu unterstützen, damit weiterhin das Ziel einer inklusiven Gesellschaft verfolgt werden kann. Bis dahin kann man auch auf der Webseite oder auf Instagram Wissenswertes und Aktuelles zu StattTour erfahren. www.statt-tour.de Instagram: statt_tour Email: statt.tour@gmail.com


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SOCIAL OLL INKLUSIV

FREUDE IM ALTER - GEMEINSAM STATT EINSAM OLL INKLUSIV

Mitra Kassai und Michael Kellenbenz (Fahrradgarderobe)

Sie ist die Heldin für viele Senior*Innen - oder wie sie selbst gern zu den Menschen 60+ sagt: Senioren & Senioritas. Ihr Engagement brachte ihr bereits den Annemarie-Dose-Preis (für innovatives Denken und sozialem Handeln) mit einer Laudatio von Lars Meier (GuteLeudeFabrik). Die Rede ist von Mitra Kassai, die so viel Gutes für ihre Mitmenschen macht, dass ihr Karma Konto sicher längst voll ist. Und es darf noch voller werden: Ihr soziales Engagement lebt sie mit ihrer gemeinnützigen Initiative „Oll Inklusiv“ aus, die sich über Spenden finanziert und sich zum Ziel gesetzt hat, Senioren & Senioritas und Menschen 60+ in das aktuelle Geschehen einzubeziehen. So gab es vor der Pandemie viele gemeinsame Unternehmungen wie zum Beispiel Konzertbesuche, Ausflüge und Besuche. Oder aber gemeinsames Chatten in der Oll Inklusiv App. Begegnungen digital und analog, in jedem Fall aber immer gemeinsam. Oll Inklusiv steht für Altern auf moderne Art. Der neueste Clou ist R´OLL on, Fahrrad-Rikschas mit Elektro-Antrieb, die für ältere, bewegungseingeschränkte Menschen perfekt geeignet sind, um am Leben teilzunehmen. Alles natürlich unter Berücksichtigung der aktuellen Hygiene-Auflagen und mit Maske. In die Pedale treten sportliche, ehrenamtliche Mitglieder, die sogenannnten Pedalheld*innen, von Oll Inklusiv. „R‘OLL on ist ein Spaß für Jung und Alt. Die einen genießen den Sport, die anderen den Service, sagt Mitra Kassai. Unterstützt wird das Projekt auch von der Hamburger Fahrradgarderobe, die spezialisiert sind auf nachhaltiges Zweiradwesen. Zudem ist R´OLL on der erste Hamburger Standort des Vereins „Radeln ohne Alter“, der deutschlandweit Rikscha-Fahrten für ältere Menschen anbietet. „Wir haben mit unserem Rikscha-Service das Fahrrad nicht neu erfunden, sagt Mitra Kassai. „Uns geht es schlichtweg darum, ein Angebot zu schaffen, das vor allem Menschen in Pflegeeinrichtungen und Seniorenheimen eine positive Abwechslung in ihren Alltag bringt. Natürlich darf man hoffen, dass es bald wieder mehr Aktionen geben kann und sich die Lage etwas entspannt. Bis dahin darf den Senioren & Senioritas in den Rikschas die frische Luft um die Nase wehen und Hamburger*Innen können (und sollten) alles rund um Oll Inklusiv tatkräftig mit Spenden unterstützen:

Foto: Jonas Krantz

Empfänger: Oll Inklusiv gUG IBAN: DE30 2005 0550 1042 236750 BIC: HASPDEHHXXX BETREFF: Oll Inklusiv - gemeinsam statt einsam www.oll-inklusiv.de www.radelnohnealter.de/hamburg Instagram: ollinklusiv


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ABSTRAKTE KUNST MILENA ELENA ZELL Mit ihren 25 Jahren bringt Milana Elena Zell Farbspiele auf Leinwand. Mit ihrem Projekt „Heart of some art“ dokumentiert sie, wie ihre Werke entstehen und wie sie die Farben selbst aus Grundfarben zusammen mischt. Werke, die ihren Moment widerspiegeln, das, was sie gerade in ihrem Kopf hat, ohne ein Konzept, aus dem Gefühl heraus und aus einer Vision des Ganzen. Ihre Inspiration holt sich die Jura-Studentin aus dem Alltag, vor allem aber aus den kleinen Dingen im Leben, die glücklich machen. Und ihr Verständnis von Glück zeigt sie mit ihren Bildern. Ihr Ziel mit ihrer abstrakten Kunst ist es, mehr Glück ins Leben der Menschen zu bringen. „Meine Kunst ist wie das Leben, es passiert viel und Unerwartetes auf einmal. Wenn man genau hinsieht, kann man die Besonderheit im Detail erkennen“, so Milana. Auf ihrem Instagram Account sind die ersten Kunstwerke in unterschiedlichsten Farbtönen zu sehen, auf ihrer Webseite gibt es noch mehr Informationen. www.heartofsomeart.com Instagram: heartofsomeart

KUNST HEARTS OF SOME ART


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KUNST FABIAN EICHSTAEDT

BÜHNENSHOW FABIAN EICHSTAEDT

Ausstellung bis 30.04.2021 „Vorstellung Zwei“: K-Oz Galerie Beim Grünen Jäger 11

Der Lockdown hat auch seine guten Seiten – jedenfalls für Fabian Eichstaedt, der so zu seiner Kunst kam, die er nicht mal in eine Richtung einordnen kann. Was er weiß: es gefällt und zwar so gut, dass er im Fenster der K-Oz Galerie beim Grünen Jäger eine ganze Bühnenshow mit seinen Werken inszeniert. Eigentlich wollte er während des Lockdowns wie so viele nur seine vier Wände renovieren. Seine Vorstellung: jeden Raum in mehreren Farbkombinationen und unterschiedlichen Strukturen zu gestalten. Schnell stellte er fest, dass, wenn man silberne, goldene, beton- und rostfarbene Wandfarbmischungen aus dem Handel nach den Anwendungshinweisen mischt, nichts Spannendes bei heraus kam. So fing er an, mit seinen ganz eigenen Methoden den nötigen Kick heraus zu holen. Dafür arbeitete er mit Schuh- und Spülbürsten, Essensreste-Schabern, seinen Händen und Einlegesohlen. Auf Leinwand malt er übrigens erst seit dem 2. Lockdown. Mittlerweile hat er über 30 Werke erstellt, die man drehen und wenden kann und die immer wieder eine neue Perspektive eröffnen. Um die Bilder ins richtige Licht zu rücken und ihnen noch einmal eine ganz andere Richtung zu geben, verwendet er Lichteffekte. Zum Beispiel Strobo Flutlicht für eine komplett neue Inszenierung, denn seine Ausstellung ist immer im Wandel. „In welchem Stil ich male kann ich nicht sagen. Ich habe da überhaupt keine Ahnung von“, sagt Fabian Eichstaedt selbst. „Die Bilder entscheiden selbst, wann sie fertig sind - dann, wenn ich sie nicht mehr verstehe.“ Im Grunde ist es auch unerheblich, denn seine Werke sind durchaus beeindruckend für jemanden, der ein absoluter Newcomer im Kunstgeschäft ist. Instagram: fabianeichstaedt


66 ELBBLICK MAGAZIN *das kostenfreie Stadtmagazin für Hamburg* Postfach 30 63 36 20329 Hamburg +49 (0) 159 01754222 www.elbblickmagazin.de hamburg@elbblickmagazin.de Facebook/Insta/Twitter/Linkedin/TikTok elbblickmagazin

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IMPRESSUM

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Unsere Geschichte beginnt vor 200 Jahren: Ein tüchtiger Mann namens Peter Kölln errichtete am Elmshorner Hafen eine Hafermühle, um die ansässigen Seefahrer mit Proviant zu versorgen. Ein Familienunternehmen sind wir noch heute und noch immer produziert unsere Mühle Vielerlei aus Hafer.

Besuchen Sie das Kölln Haferland im Kontorhausviertel Hamburg.

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