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DAS MAGAZIN FÜR STROMEFFIZIENZ IM GEBÄUDE 22. Ausgabe – Frühling / Sommer 2020

TONANGEBEND Gebäudetechnik im Einklang

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eco2friendly-Magazin Inhaltsverzeichnis


Impressum Herausgeber Otto Fischer AG Aargauerstrasse 2 8010 Zürich Ausgabe Nr. 22, Frühling/Sommer 2020 Erscheinungsweise 2-mal jährlich: März und September

Auflage 12 600 Ex. deutsch 3300 Ex. französisch Verlag, Redaktion und Inserate redaktion@eco2friendly.ch Druck Stämpfli AG, Bern Papier: Refutura Recycling

Das Unternehmen Otto Fischer übernimmt keine ­Haftung für die veröffentlichten ­Artikel. Vervielfältigung und ­Veröffentlichung nur mit Genehmigung. Die Folienverpackung besteht aus Biomüll (Kartoffelschalen) und ist zu 100 % industriell recyclierbar.


Das Magazin für Bauherren, Elektriker und Architekten. Mit innovativen Produkt­lösungen, spannenden Experten­ meinungen sowie herausragenden Referenzprojekten.

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eco2friendly c/o Otto Fischer AG Aargauerstrasse 2 Postfach 709 8010 Zürich


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Im Fokus Taktgeberin mit Feingefühl

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Die Zukunft ist heute

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Energieflüsse in Gebäuden visualisieren 

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Das voll gemanagte Haus

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Internet of Things steuert Gebäude

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Wie es in einer Cloud aussieht

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2000-Watt-Areal mit Bahnanschluss

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Build Smart – Innovation durch Kooperation

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Wissen, wohin die Energie fliesst

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Gebäudeinformatik: die neue Grundbildung

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Free Cooling

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Testen Sie Ihr Wissen

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Wettbewerb

Jetzt teilnehmen und gewinnen!

29

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Energie und Gesellschaft Saisonale Energeispeicher

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Erneuerbar heizen ist wichtig

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Zukunftssichere Wärme aus der Natur

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Erdungssysteme für mehr Sicherheit

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Wenn Druckluft das Stromnetz stabilisiert

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Tonsolarziegel – Baustoff der Zukunft

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Weiterbildung Prüfungs-Primus – so macht weiterbilden Spass

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Bildungslandschaft Gebäudeinformatik (GIN) 

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Gebäudeautomation Wohnkomfort mit nachhaltigem Gebäudekonzept

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Gebäudeautomation – clever ausgebaut

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Chance für das Internet der Dinge im Gebäude

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Treuer Begleiter durch den Tag

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Behaglichkeit per Knopfdruck

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Smart Home für alle

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Intelligente Beleuchtungssteuerung

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Time to Switch

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Gebäudeautomation der Zukunft

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Keine Chance für Einbrecher

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Inhaltsverzeichnis eco2friendly-Magazin

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2


Licht Bedarfsgerechte Beleuchtung gegen Lichtsmog

62

Smartes Licht für clevere Köpfe

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Leuchten aus dem 3-D-Drucker

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Lichtsteuerungen einfach erweitern

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Perfekte Work-Light-Balance

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eco2friendly an der Electro-Tec

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Auf die smarte Art 

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Farbig in den Frühling starten

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s«Der Wegweiser zur richtigen Energiestrategie steht.» Pascal Grolimund Leiter Marketing, Otto Fischer AG

Quantencomputer werden unser Verständnis der IT völlig neu definieren. Künstliche Intelligenz wird unseren Alltag erheblich erleichtern. Und Blockchains werden neue Dimensionen im Zahlungsverkehr eröffnen. Das ist natürlich alles noch Zukunftsmusik – doch schon heute wird intensiv an Lösungen in diesen Bereichen geforscht.

Solar Doppelte Ernte

74

Stolperfallen bei der Solarinstallation

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Bereits existieren allerdings erste Pionierprojekte für Solarstrassen, komplett energieautarke Häuser oder autonomes Fahren. Am technologischen Horizont ist bereits vage zu erkennen, was diese Innovationen bewirken können, wenn sie

E-Mobility Einfach laden für Mieter und Stockwerkeigentümer

ihren Zenit erreicht haben.

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Und dann gibt es wegweisende Forschungsresultate, welche sich bereits in der Praxis durchgesetzt und bewährt haben.

Nachgefragt Gebäudetechnik muss aktiv verkauft werden

Ich denke da etwa an Hausfassaden mit Photovoltaik oder an Häuser, in welchen dank eines Energiemanagementsystes

80

sämtliche Gewerke aufeinander abgestimmt sind, um den Verbrauch optimal zu regeln.

eco2friendly-Welt

Es ist also nicht nötig, bis in die ferne Zukunft zu warten, um

Das Programm für Stromeffizienz im Gebäude

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Hier sind die Fachleute bestens vernetzt

83

Unsere Leading Partner stellen sich vor

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Gebäude mithilfe moderner Technik bequemer und umweltfreundlicher zu machen. Umso erstaunlicher scheint mir deshalb, dass es heute noch weit verbreitet ist, Komponenten von gestern oder sogar vorgestern zu installieren. Schliesslich ist das Potenzial der ausgereiften und verfügbaren Lösungen hinsichtlich des Steuerns, Regelns und Messens bei Gebäuden riesig. Und auch der Wegweiser zur richtigen Energiestrategie ist bereits aufgestellt worden – auf den Weg zu diesem lohnenswerten Ziel müssen wir uns jedoch selber begeben. Dank eco2friendly fällt das zum Glück leicht. Zum Beispiel im zukunftsorientierten Ambiente des eco2friendly-DAY‘20. Oder an einem unserer praktischen Trainings. Aber auch, wenn Sie sich unter eco2friendly.ch darüber informieren, wie Sie unser Angebot sonst noch weiterbringt. Apropos weiterkommen: Jetzt möchte ich Sie nicht mehr länger davon abhalten, sich von den spannenden, vielseitigen Beiträgen in diesem Heft inspirieren zu lassen. Denn ich bin mir sicher, dass Ihnen auch die 22. Ausgabe des eco2friendly-Magazins bestens gefällt. Viel Spass beim Lesen Pascal Grolimund

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eco2friendly-Magazin Inhaltsverzeichnis


Lifestyle

Taktgeberin mit Feingefühl Interview: Pascal Grolimund, Text: Judith Brandsberg»

Lena-Lisa Wüstendörfer ist eine von weni-

spräch getroffen – wichtig war ihr bei der

gen Frauen im Dirigentenberuf. Aber nicht

Wahl des Ortes, dass es dort einen guten

nur das macht sie so aussergewöhnlich.

Kaffee gibt. Was es heisst, ein Orchester zu

Schliesslich hat sie das Swiss Orchestra ge-

dirigieren, und wie Sie zu ihrem Beruf ge-

gründet und tourt mit ihm durch die

kommen ist, erzählte sie bei einem Glas

Schweiz, um dem Publikum die Musik klas-

Wasser. Und anschliessend gabs dann doch

sischer Schweizer Komponisten wieder

noch einen wirklich guten Kaffee sowie

näherzubringen. Wir haben Lena-Lisa in

einen Käsekuchen.

Zürich in der «Bar am Wasser» zum Ge-

Beethovens 9. Symphonie im Casino Bern.

Lifestyle eco2friendly-Magazin

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5

eco2friendly-Magazin Lifestyle


Das Swiss Orchestra präsentiert Schweizer Trouvaillen in der ­Tonhalle Maag Zürich.

Wieso sind Sie Dirigentin geworden

alles ausdiskutiert wäre. Denn jeder hat

und spielen nicht als Musikerin im

eine eigene Vorstellung davon, wie ge-

Orchester?

spielt werden soll. Um hier rasch einen

Musik war schon früh das Wichtigste in

Konsens zu erreichen, übernimmt der Diri­

meinem Leben. Deshalb begann ich schon

gent diese Aufgabe. Die Herausforderung

in jungen Jahren, Flöte, Klavier und Geige

dabei ist es nicht nur, klare Ansagen zu

zu spielen. Bei Konzertbesuchen merkte

machen, sondern auch zu überzeugen.

ich, dass der Klang eines Orchesters mich absolut faszinierte – und ich habe mich ge-

Es ist also sehr persönlich, wie Sie als

fragt, ob und wie dieser Klang formbar ist.

Dirigentin die Musik interpretieren. Ein

So kam der Wunsch auf, als Dirigentin ein

anderer Dirigent würde folglich dassel-

Orchester zu leiten. Im Musikstudium wag-

be Stück ganz anders spielen lassen?

te ich es dann – auch ermutigt durch meine

Ja, das ist gewissermassen wie bei einem

Mitstudenten –, mich für die Ausbildung

Regisseur. Nehmen wir als Beispiel ein

zur Dirigentin zu bewerben. Und es hat ge-

Theater von Shakespeare, das von fünf ver-

klappt! Die Arbeit erfüllt mich sehr, und es

schiedenen Regisseuren aufgeführt wird.

macht mir Freude, zusammen mit anderen

Es ist immer dieselbe Geschichte mit dem-

ein Orchesterstück zu erarbeiten. Als Diri-

selben Text. Aber es gibt so viele Dinge, die

gentin habe ich meinen Platz im Orchester

in einem Skript nicht definiert sind. Somit

gefunden.

werden die Stücke unterschiedlich aufgeführt. Wenn fünf Dirigenten ein Musikstück

«Als Dirigentin muss ich interpretieren können.»

Was zeichnet einen Dirigenten aus,

interpretieren, ist es ebenso. Schlussend-

welche Fähigkeiten müssen vorhanden

lich versuche ich aber, die Musik so auszu-

sein?

gestalten, wie ich denke, dass sie der Kom-

Regel der erste Geiger, auch Konzertmeister

Ein Dirigent gewährleistet das optimale

ponist gespielt haben wollte.

genannt, die Leitung. Er führt dann das Orchester mit seinen Bewegungen und ­

Zusammenspiel. Das heisst, er muss jederzeit dafür sorgen, dass zur richtigen Zeit

Wie wichtig ist der Dirigent in einem

das richtige Instrument spielt und dass die

Orchester?

verschiedenen Gruppen im Orchester

Je grösser ein Orchester und je komplexer

Wie ist der Dirigentenberuf überhaupt

richtig aufeinander abgestimmt sind. Als

ein Stück ist, desto dringender braucht es

entstanden?

Dirigentin muss man aber vor allem auch

einen Dirigenten. Bei einem kleineren Or-

Dirigenten gibt es erst seit dem 19. Jahrhun-

interpretieren, das heisst, man muss die

chester, das sich kennt und das genügend

dert. Als die Orchesterbesetzungen grösser

Parameter ausgestalten, die in einer Par-

Zeit hat, kann ein Orchester ohne Dirigent

wurden und die Stücke komplexer, konnte

titur entsprechend Spielraum lassen.

funktionieren. Das heisst jedoch nicht, dass

der Konzertmeister nicht mehr gleichzeitig

Wenn die Musiker im Orchester dies selbst

das Orchester dann keine Führung mehr

spielen, leiten und kontrollieren. Darum

definieren würden, ginge es sehr lange, bis

hat. Denn in diesem Fall übernimmt in der

­benötigte es eine Spezialisierung. Infolge

Lifestyle eco2friendly-Magazin

6

­Blicken.


dessen entstand die Rolle des Dirigenten,

rend des Konzerts hingegen bin ich die Im-

Stellen aber ausgeschrieben, zum Beispiel

der ein besseres Zusammenspiel ermöglich-

pulsgeberin. Denn wie bei einer Uhr ist das

im Portal der «Schweizer Musikzeitung».

te. Da sich der Dirigent besser auf das Zu-

Zusammenspiel aller Komponenten enorm

Der Bewerbungsprozess erstreckt sich

sammenspiel konzentrieren konnte, stieg

wichtig – und dieses regle ich. Schliesslich

dann über verschiedene Runden. Damit

das Niveau der Orchester, was dann wiede-

ist die Qualität der Musik auch messbar,

eine möglichst neutrale Beurteilung mög-

rum noch komplexere Stücke ermöglicht

weil die Töne und die Rhythmen stimmen

lich ist, spielen die Bewerberinnen und Be-

hat. Die eine Entwicklung hat also die ande-

müssen.

werber zuerst hinter einem Vorhang – das ginge natürlich bei mir als Dirigentin nicht

re wechselseitig begünstigt.

Stellen Sie ein Orchester selbst zusam-

(lacht). Wenn dann eine Musikerin oder ein

In diesem Magazin widmen wir uns

men, oder übernehmen Sie dieses?

Musiker ausgewählt worden ist, folgt noch

im Fokusthema dem Steuern, Regeln

Das kommt darauf an, wie das Engagement

ein Probejahr, denn er oder sie muss ja auch

und Messen von Gebäuden.

ausgestaltet ist. Beim Swiss Orchestra, das

ins Team passen – und um das einzuschät-

Inwiefern kann dies mit Ihrer Tätigkeit

ich leite, habe ich einen grossen Einfluss

zen, reichen drei Monate, wie sonst bei Pro-

und dem Orchester in Ver­bindung

auf die Besetzung. Wenn ich hingegen als

bezeiten, nicht.

gebracht werden?

Gastdirigentin dirigiere, habe ich gar kei-

Für ein Orchester sind das ebenfalls wich-

nen Einfluss darauf.

Ein Unternehmen hat mehrere ­Abteilungen und Chefs. Ist das auch im

tige Faktoren. In der Probe steuere ich das Geschehen im Orchester massgeblich, in-

Wie werden neue Orchestermitglieder

Orchester so?

dem ich vorgebe, wann welche Stelle ge-

gefunden?

Die Streicher eines Symphonieorchesters

probt wird oder welche Orchesterstimmen

Manchmal kennt man jemanden, den man

sind in verschiedene Register aufgeteilt,

besondere Aufmerksamkeit erhalten. Wäh-

schon gehört hat. In der Regel werden die

die jeweils einen Stimmführer (Abtei-

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eco2friendly-Magazin Lifestyle


l­ ungsleiter) und einen stellvertretenden

Zur Person Lena-Lisa Wüstendörfer 1983 in Zürich geboren, studierte Lena-Lisa Wüstendörfer an der Hochschule für Musik in Basel Violine und Dirigieren sowie an der Universität Basel Musikwissenschaft und Volkswirtschaft, wo sie auch zur Doktorin promovierte. Ihr Dirigentenstudium vertiefte sie bei Sylvia Caduff und Sir Roger Norrington. Zudem war sie Assistenzdirigentin bei Claudio Abbado. Lena-Lisa Wüstendörfer ist Music Director des Swiss Orchestra und künstlerische Leiterin des Berner Bach Chors. Als Gastdirigentin ist Lena-Lisa Wüstendörfer international gefragt. Engagements führten sie zu renommierten Klangkörpern wie

­Stimmführer haben. Der Stimmführer der ersten Geigen ist gleichzeitig der Konzertdem Luzerner Sinfonieorchester, dem Zürcher Kammerorchester, dem Thailand Philharmonic Orchestra, dem Frankfurter Opernund Museumsorchester, dem Musikkollegium Winterthur, zur Philharmonia Pomorska, zur Camerata Schweiz, zur Basel Sinfonietta, zur Sinfonietta Bern, zum Orchestre Sympho­ nique du Jura oder zum Zakhar Bron Festival Orchestra. Ergänzend zu ihrer Konzerttätigkeit publiziert Lena-Lisa Wüstendörfer auf dem Gebiet der Rezeptions- und Interpretationsgeschichte, insbesondere zu Gustav Mahler und Felix Weingartner.

meister und somit die ranghöchste Person unter den Orchestermusikern. Und auch bei den Bläsern gibt es verschiedene Funktionen und Hierarchiestufen. Eine solche Organisation erhöht die Effizienz.

Haben Sie ab und zu Lampenfieber? Der Gang auf die Bühne ist schon etwas Besonderes. Bei Auftritten bin ich immer sehr konzentriert und fokussiert. Natürlich verspüre ich dann ein wenig Nervenkitzel. Allerdings brauche ich auch einen gewissen Adrenalinpegel, sonst mache ich mir

Lifestyle eco2friendly-Magazin

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«Das Zusammenspiel aller Komponenten ist sehr wichtig.»

schon fast Sorgen. Wichtig ist es für mich

Konzerts aber war es umgekehrt. Nach der

aber, zu wissen, dass ich nie so nervös bin,

Ouvertüre gab es einen warmen Applaus,

dass ich deswegen Fehler machen würde.

auf das Instrumentalkonzert folgte ein sehr grosser Applaus, und nach dem Sympho-

Haben Sie ein spezielles Ritual vor den

niekonzert tobte der Saal wie bei einem

Konzerten?

Popkonzert. Das war also eine wirklich

Wenn ich an einem Konzertmorgen aufste-

starke Steigerung von gar keinem bis zu

he, prüfe ich zuerst, ob die Konzertkleider

frenetischem Applaus (lacht).

schön gebügelt sind. Da ich doch ziemlich viel Energie während des Konzerts benöti-

Gibt es spezifische Unterschiede

ge, esse ich wie ein Sportler Pasta – aber

zwischen Musikern aus verschiedenen

Schokolade darf auch nicht fehlen (lacht).

Ländern? Einst habe ich ein Konzert in Bulgarien als

Was passiert, wenn Sie einen Fehler

Gastdirigentin geleitet. Anfänglich wollte

machen?

ich wie gewohnt dem Orchester eine ge-

Natürlich kann auch mir ein Fehler passie-

wisse Freiheit geben, merkte aber bald, dass

ren – allerdings kaum im Konzert.

dieses nicht damit umgehen konnte, weil es sich einen transaktionaleren Führungs-

 Musik ist das Wichtigste im Leben von L ­ ena-Lisa Wüstendörfer.  Jeder Dirigent hat seine eigene Schlagtechnik.  Die Qualität der Musik ist messbar, weil die Töne und Rhythmen stimmen müssen.

Haben Sie schon erlebt, dass Sie keinen

stil gewohnt war. So musste ich viel mehr

Applaus bekommen haben?

Vorgaben darüber machen, wer wie spielen

Tatsächlich gab es eine Situation, in der wir

soll. Das hat dann schliesslich sehr gut

keinen Applaus bekommen haben. Das war

funktioniert. Es ist sowieso immer wichtig,

in Thailand, als wir vor dem Beginn des

sich anzupassen, wenn man als Gastdiri-

eigentlichen Konzerts die dort obligate Kö-

gent in einem Orchester tätig ist.

nigshymne gespielt haben. Ich war sehr überrascht, habe dann aber erfahren, dass

Der Dirigent führt mit dem Taktstock

das Publikum gar nicht applaudieren durf-

Schlagfiguren aus. Sind das bei allen

te – das ist dort ein spezielles Ritual. Aller-

Dirigenten dieselben Figuren, oder

dings war es wirklich ein seltsames Gefühl,

eignet man sich eigene Figuren an?

zwischenzeitlich ohne Applaus aus dem

Ich denke, das ist wie bei der Handschrift.

Konzertsaal zu gehen. Nach Beginn des

Wir schreiben alle mit denselben Buch­

9

eco2friendly-Magazin Lifestyle


«Ich möchte die Musik so ausgestalten, wie es der Komponist wollte.»

staben, aber sie sehen bei jedem und jeder

Wie sieht es aus mit dem Nachwuchs

Schweizer Musikgeschichte und zu ihren

etwas anders aus. So haben auch Dirigen-

bei den Dirigenten?

Werken. Die schweizweite Präsenz und der

ten ihre eigene Art, mit dem Stock den Takt

Wir haben in unserer Branche definitiv kein

programmatische Schwerpunkt «Schwei-

zu schlagen. Sehr wichtig ist dabei aller-

Nachwuchsproblem, die Konkurrenz ist

zer Sinfonik» machen das Swiss Orchestra

dings, authentisch zu sein. Folglich darf ich

gross.

einmalig. Umso glücklicher bin ich, dass

meine «Schrift» nicht verstellen, sonst

uns dies gelungen ist und wir auch gute

nimmt mir das Orchester meine Art zu di-

Was hilft Ihnen, sich abzulenken und

rigieren nicht mehr ab.

neue Energie zu tanken?

Medienresonanzen dafür erhalten haben.

Ich lese sehr gerne Krimis, und ich schaue

Welche Ziele und Wünsche haben Sie

Kann jeder Dirigent jedes Orchester

mir auch gerne den «Tatort» an. Zwar kom-

für sich?

dirigieren?

me ich am Sonntagabend selten dazu fern-

Mein Wunsch ist, das Swiss Orchestra zu

Wenn ein Dirigent sein Handwerk be-

zusehen; da ich aber oft mit dem Zug unter-

etablieren, und es wäre schön, mit ihm als

herrscht, also wenn er eine gute Schlag-

wegs bin, kann ich mir dort eine Sendung

Botschafter der Schweizer Musik ins Aus-

technik hat, dann kann er eigentlich jedes

in Ruhe anschauen (schmunzelt). Zudem

land zu gehen. In Frankreich oder Paris

Orchester dirigieren.

gehe ich auch gerne in Konzerte, die nicht

eine Tour zu machen, wäre diesbezüglich

klassischer Natur sind.

ein Traum, und die Elbphilharmonie ist auch noch auf der Bucket List. Vorerst freue

Ticketverlosung Es gibt 4 × 2 Tickets für ein Konzert mit dem Swiss Orchestra an einem Ort nach Wunsch zu gewinnen (siehe nachfolgende Auflistung). Wer einmal ein solches Konzert erleben möchte, kann eine E-Mail mit dem Vermerk «Ticketverlosung Swiss ­Orchestra» an ­redaktion@eco2friendly.ch senden (bitte Adresse angeben). Die ersten vier Einsender erhalten zwei Tickets.

Sie sind derzeit auf Tour mit dem

ich mich jedoch auf die Tour in der Schweiz.

Swiss Orchestra. Was ist für Sie das

Die Toureröffnung findet in Andermatt zu-

Besondere daran?

sammen mit Heinz Holliger statt. Das wird

Ich bin sehr glücklich, dass das Swiss

ein besonderer Abend für mich, denn ich

­Orchestra so gut gestartet ist. Die Schweiz

bin fasziniert von der Tatsache, dass wir in

ist für vieles berühmt, aber kaum für ihre

der Schweiz eine Konzerthalle mitten in

Sinfonik. Schweizer Komponisten der Klas-

den Bergen haben. Das Konzert dort steht

sik und der Romantik fristen bislang ein

eigentlich noch fast höher auf meiner

Schattendasein. Das Swiss Orchestra

Wunschliste als die Elbphilharmonie.

macht d ­ ieses Repertoire nun wieder erlebKonzertdaten:

bar. ­Zusammengesetzt aus erstklassigen

29.3.2020 Andermatt Concert Hall 31.3.2020 Tonhalle Maag Zürich 02.4.2020 Martinskirche Basel 05.4.2020 Casino Montbenon Lausanne

Instrumentalisten der jüngeren Generation,

Mehr Infos unter: https://swissorchestra.ch/konzerte-tickets/ Über die Verlosung wird keine Korrespondenz ­geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

treten wir in verschiedenen Städten auf und zeigen, wie prickelnd Schweizer Orchestermusik sein kann. Wir kombinieren die unbekannten Schweizer Komponisten mit den grossen Blockbustern der Klassik wie Beethoven, Mozart oder Brahms. Ich erzähle dann im Konzert Anekdoten zur

Lifestyle eco2friendly-Magazin

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Eine interessante Aufgabe für die Dirigentin: das Vorbereiten der Partituren.  Entspannte Stimmung während des ­Interviews in der «Bar am Wasser» in Zürich.

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eco2friendly-Magazin Lifestyle


Praxiswisse

n

Die Zukunft ist heute Das Mehrfamilienhaus SonnenparkPlus in Wetzikon produziert mit seinen PV-Modulen auf dem Dach und an den Fassaden 40 Prozent mehr Strom, als selbst verbraucht wird. Ein Managementsystem sorgt zudem dafür, dass der Energieverbrauch optimiert wird und das Klima im Haus perfekt ist. Die Bilanz nach fast zwei Jahren ist sehr erfreulich. Text: Judith Brandsberg

«Wir haben es einfach gemacht, und es

Sonne haben, der Grünfläche ums Haus

Schnider von der Arento AG. Nachdem die

funktioniert», freut sich Ueli Hirzel. Er be-

sowie den Lehmwänden, in denen Wasser-

Wohnung weiter­ vermietet und bezogen

wohnt die oberste Wohnung im Sonnen-

leitungen eingelassen sind. Hirzel machte

worden ist, werden die Messungen weiter-

parkPlus in Wetzikon. Zusammen mit sei-

sich unter anderem Gedanken darüber, ob die

geführt. «Wir sehen nun, dass sich trotz

nen Geschwistern verkaufte er das Land, auf

künstliche Belüftung wirklich funktioniert –

dem Einfluss der Bewohner nichts ändert.»

dem sein Elternhaus stand, dem Architek-

sie funktioniert perfekt. «Das Wohnklima ist

Schlafen beispielsweise zwei Personen im

turbüro Arento. Dies, weil deren Ideen für ein

sehr angenehm. Ich fühle mich sehr wohl in

Schlafzimmer und der CO2-Gehalt steigt an,

optisch schönes und zudem nachhaltiges

meinen vier Wänden.» Sensoren in den

führt das System Frischluft über eine

Gebäude punkteten. «Die anderen Eingaben

verschiedenen Wohnungen geben ihre

­Klappe zu. Im Minergie-Haus schläft man

waren eher seelenlos», erzählt Hirzel und

Resultate laufend an das Management­

bei geschlossenem Fenster. Dank der Rege-

ergänzt: «Das ganze Bau- und Energiekon-

system weiter, das die Lufttemperatur und

lung wurden im Schlafzimmer Werte von

zept hat sich bewährt. Wir haben heisse

die Luftqualität entsprechend regelt.

weniger als 1350 ppm C02 erreicht (das sind

Sommer erlebt, und drinnen in unserem

1350 Anteile CO2 pro Million). Auch die Tem-

Haus war es angenehm kühl, wir haben ei-

Messungen unter Laborbedingungen

peratur lässt sich regeln, indem die Luft im

nen harten Winter erlebt, und es war wohlig

und bewohnt

Winter durch den Wärmetauscher strömt

warm.» Ueli Hirzel bringt es auf den Punkt:

Beim Einzug in das neue Haus wurden

und sich so erwärmt. Im Sommer wird kal-

«Was wir hier haben, ist Lebensqualität im

Messungen in einem Raum in einer von

tes Wasser benutzt, das durch die Lehm-

höchsten Masse.» Hirzel hat in diesem Haus,

Arento selbst als Labor benutzten Wohnung

wände fliesst, um die Luft noch etwas ab-

nach Jahren des Umherziehens mit einem

durchgeführt. Dabei hat sich gezeigt, dass

zukühlen. Gleichzeitig trocknet dies die

Zirkus, sein Zuhause gefunden.

die Temperaturen in den Räumen konstant

Luft, «sodass man wie ein Murmeltier

bleiben, egal, ob es draussen 38 Grad oder

schläft», erklärt Schnider. Das funktioniert

Erfreuliche Ergebnisse der

–15 Grad ist. «Das zeigt, dass wir die richtige

sogar, wenn im Sommer die schwarze

Auswertungen

Isolation gewählt haben», erklärt Franz

Solar­fassade aussen über 70 Grad heiss ist.

Fast zwei Jahre sind vergangen, seit ­ die Bewohner eingezogen sind. (Das eco2friendly-­ Wie viel Energie ist das pro m 2 beheizte Fläche?

Magazin berichtete darüber in der Aus­gabe 2019-1.) Während dieser Zeit wurden an über 100 Stellen im Gebäude Messungen gemacht, die Daten ausgewertet und die ersten Energieabrechnungen erstellt. Die Er­geb­ nisse sind sehr erfreulich. Im Haus sind die Raumtemperaturen konstant zwischen­

250.0 250.0

 Der SonnenparkPlus mit zehn Wohnungen verbraucht einen Bruchteil der Energie, die ein konventionelles Einfamilienhaus verbraucht.

200.0

150.0

100.0

50.0

21 und maximal 24 Grad. Dies dank der gu-

77.7

55.5

24.4

22.2

EFH 1977

EFH 2016

8.2

20.5

28.7

0.0

ten Isolation, der Ausrichtung der Balkone,

Heizen/Warmwasser

die im Sommer Schatten und im Winter

Im Fokus eco2friendly-Magazin

274.4

300.0

12

Strom (Haushalt, usw.)

SonnenparkPLUS Total Energiebedarf (kWh/m2 EBF)


Zusammen mit dem direkt verbrauchten Solarstrom kommt dieses Gebäude aktuell auf etwa 70 Prozent Autarkie.  Die Zusammenarbeit zwischen Ueli Hirzel (links) und Franz Schnider von Arento ist auch heute noch wichtig.  Das Wohnklima in den Räumen ist sehr angenehm.

Eigene Stromproduktion

Ein Vergleich mit einem konventionellen

Die Photovoltaik des Hauses produziert

Einfamilienhaus aus dem Jahre 2016 zeigt

wesentlich mehr Energie, als die Bewohner

dies drastisch. Im Gegensatz zu 55 Kilowatt-

in den zehn Wohnungen brauchen. Von den

stunden Heizenergie für das EFH benötigt der

66 000 Kilowattstunden, die die PV-­Module

SonnenparkPlus mit seinen zehn Wohnun-

auf dem Dach und der Fassade produzierten,

gen lediglich 8,8 Kilowattstunden pro Quad-

wurden nur 46 000 Kilowattstunden ver-

ratmeter beheizte Fläche pro Jahr. Entspre-

braucht. Das ergibt einen Überschuss von

chend sind auch die Energiekosten für die

20 000 Kilowattstunden. So viel, dass Hirzel

Bewohner sehr tief. Diese zahlen für den

über einen zusätzlichen Speicher nachdenkt,

selbst produzierten Strom 10 Rappen pro Kilo-

denn die Rückspeisetarife für den nicht ge-

wattstunde, die in einen Fonds einbezahlt

brauchten Solarstrom sind unattraktiv. Aktu-

werden. «Die externen Stromkosten von 300

ell speichern zwei Grossbatterien E3/DC etwa

Franken pro Jahr und pro Wohneinheit sind

einen Viertel des Solarstroms für den Eigen-

schon fast frech», schmunzelt Ueli Hirzel. Die

verbrauch. Zusammen mit dem direkt ver-

Energiekosten werden automatisch vom Ma-

brauchten Solarstrom kommt dieses Gebäude

nagementsystem berechnet. Als das Haus

aktuell auf etwa 70 Prozent Autarkie.

geplant wurde, war es noch nicht erlaubt, den

Steuern und Regeln Das Steuern ist ein Vorgang, bei dem eine Eingangsgrösse in gesetzmässiger Weise eine Ausgangsgrösse beeinflusst. Eine Rückmeldung, ob die Ausgangsgrösse der Sollgrösse entspricht, erfolgt nicht. Beim Regeln wird der Istwert der Ausgangsgrösse fortlaufend gemessen und durch Nachstellen dem Sollwert angeglichen. Im SonnenparkPlus werden zum Beispiel die Raumtem­peratur und die Luftqualität an verschiedenen Messpunkten gemessen, und das Managementsystem regelt diese Werte entsprechend dem Sollwert.

Strom in einem Mehrfamilienhaus selbst ab-

Energieverbrauch für Heizung

zurechnen. «Wir haben es einfach gewagt, so

und Strom

zu planen», sagt Schnider. Seit dem 1. Januar

Die gute Isolation des Hauses zeigt sich im

2018 ist der sogenannte Zusammenschluss

sehr tiefen Energieverbrauch für die Heizung.

zum Eigenverbrauch (ZEV) nun erlaubt.

13

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Experte

Energieflüsse in Gebäuden visualisieren Die Digitalisierung der Gebäude eröffnet komplett neue Möglichkeiten, um die Energieflüsse in Gebäuden zu visualisieren und zu optimieren. In Zukunft werden alle grösseren Gebäude über ein Monitoring-System verfügen, um die Effizienz im Betrieb zu steigern. Text: David Zogg, Smart Energy Engineering

 Prof. Dr. D. Zogg, Geschäftsleiter Smart Energy Engineering GmbH und Dozent für Regeltechnik an der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Einbindung des Benutzers über das

gerät (PC, Tablet, Smartphone) haben alle

Smartphone und Raumbediengeräte

Bewohner und der Verwalter Zugriff auf das

Der Bewohner spielt im vorliegenden

System und können jederzeit die Daten ein-

System die zentrale Rolle. Über eine Smart-

sehen. Wichtig ist, dass die Daten aktuell

phone-App (Bild 2) kann er seine Wünsche

sind, also in Echtzeit dargestellt werden. Im

vorgeben. Zudem werden ihm die Energie-

vorliegenden Fall werden die Daten im

kennzahlen seiner Wohnung in Echtzeit

15-Minuten-Takt aktualisiert. Im Hinter-

angezeigt. Er sieht, wie viel Energie er im

grund läuft eine grosse Datenbank in einer

Als Basis für die Überwachung der Energie-

Moment verbraucht, wie hoch der Strom-

Cloud, welche die Daten sämtlicher Instal-

flüsse gilt eine zuverlässige Messtechnik.

preis ist bzw. ob er im Moment Solar- oder

lationen verwaltet.

Dazu gehören geeichte Elektrozähler mit

Netzstrom bezieht. Dies wird sowohl in

Erfassung der Energie und Momentan­

Zahlen als auch farblich visualisiert (grün =

Datenschutz

leistung sowie geeichte Wärmezähler zur

Solarstrom, rot = Netzstrom, gelb = Mix aus

Eine Herausforderung bei cloudbasierten

Erfassung der Wärmeströme.

Solar und Netz). Auch über das KNX-Raum-

Systemen ist der Datenschutz. Über Zugriffs-

bediengerät wird die Stromherkunft über

schutz und Verschlüsselungsmechanismen

sich farblich ändernde LEDs angezeigt.

wird gewährleistet, dass jeder Bewohner nur

Intelligente Kommunikation Moderne Wärmepumpen haben heutzutage

seine Daten über einen geschützten Kanal

digitale Schnittstellen, über die zum Bei-

Digitalisierung der Haushaltgeräte

einsehen kann. Um sich mit dem Gesamt-

spiel Temperatursignale abgegriffen wer-

Auch Haushaltgeräte können heute in die

system vergleichen zu können, kann der

den können. Es können auch Sollwerte

Systeme eingebunden werden. Im Idealfall

Bewohner zudem die Kennzahlen des Ge-

variabel vorgegeben werden. Zudem liefern

haben diese moderne Schnittstellen wie

samtsystems einsehen, er kann aber nicht

heutige Gebäudeautomationssysteme eine

«SGReady». Es geht aber auch ohne speziel-

die Kennzahlen der anderen Mitbewohner

Vielzahl von Daten. Im vorliegenden Bei-

le Schnittstellen. Die Einbindung funktio-

einsehen. Zudem ist es für die Bewohner

spiel wurde ein KNX-System installiert, das

niert dann über KNX-Aktuatoren, die als

wichtig, zu wissen, wo die Daten gespeichert

Informationen zu den Temperaturen in den

Relais angesteuert werden. Somit können

werden und wie sie verwendet werden. Hier

Räumen und den Schaltzuständen der

auch konventionelle Haushaltgeräte intelli-

ist eine transparente Information seitens

Haushaltgeräte liefert. Zudem kann über

gent gemacht werden und per Smart-

Hersteller wichtig. Es ist aus datenschutz-

das KNX-System aktiv auf die angeschlos-

phone-App bedient werden. Im vorliegen-

technischen Gründen auch davon abzuraten,

senen Geräte in den Wohnungen zu­

den Fall kann der Benutzer wählen, ob der

grossen internationalen Providern direkten

gegriffen werden, um diese zum Beispiel

Geschirrspüler solaroptimiert betrieben

oder indirekten Zugang zu Gebäuden zu ge-

solaroptimiert zu betreiben. Auch die

werden soll oder manuell. Er kann auch vor-

währleisten, denn dort ist nicht klar, was mit

Sollwerte der Raum­temperaturen können

geben, wann das Geschirr gespült sein soll.

den Daten geschieht.

gieverbrauch zu minimieren bzw. den sola-

Visualisierung über das Web

Visualisierung – was macht Sinn?

ren Überschuss thermisch im Gebäude zu

Die Energieflüsse können per Webbrowser

In einem ersten Schritt muss festgelegt wer-

speichern.

dargestellt werden. Unabhängig vom End-

den, welche Daten visualisiert werden sollen.

zentral beeinflusst werden, um den Ener-

Im Fokus eco2friendly-Magazin

14


Bedienung über das Smartphone.  Visualisierung über KNX-Raumbediengeräte und Smartphone.

Im vorliegenden Projekt stehen die energeti-

vorliegenden Fall wurde eine technisch

timierung während des ersten Betriebsjahrs

sche Optimierung des Gebäudes und das

motivierte, aber einfach verständliche Visu-

(Einstellung der Heizkurven, Temperaturen

energetische Verhalten der Benutzer im

alisierung gewählt, die sich aufgrund

usw.). Dies ist zwingend notwendig, um die

Vordergrund. Die Visualisierung soll einen

des generischen Aufbaus automatisch an be-

Gebäude effizient zu betreiben. Dadurch

Anreiz zur Nutzung des Solarstroms bieten.

liebige Gebäudekonfigurationen anpasst.

wird die Umwelt geschont, und es können

In einem zweiten Schritt muss festgelegt

Betriebskosten eingespart werden. Das

werden, wer die Daten für welchen Zweck

Zusammenfassung und Ausblick

Monitoring wird in Zukunft nicht mehr eine

nutzt. Im vorliegenden Beispiel sind die

Das Monitoring von Gebäuden ist der erste

Option sein, sondern ein zwingendes Mittel

Nutzer einerseits die einzelnen Bewohner

wichtige Schritt. In einem zweiten Schritt

zur Steigerung der Gebäudeeffizienz.

der Überbauung und andererseits der techni-

muss die Optimierung erfolgen. Wo möglich,

sche Dienst bzw. der technische Support. In

sollte automatisch optimiert werden (zum

einem nächsten Schritt muss festgelegt

Beispiel Eigenverbrauchsoptimierung). Die

werden, wie die Daten visualisiert werden. Im

Daten dienen aber auch zur manuellen Op-

15

www.smart-energy-engineering.ch

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Praxiswisse

n

Das voll gemanagte Haus Durch das Vernetzen von Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, ­Elektroboiler, Wärmepumpe und Ladestation wird aus einem Gebäude ein nachhaltiges Kleinkraftwerk. Dies zeigt das Beispiel eines Mehrfamilienhauses in Auslikon. Text: Judith Brandsberg

Auf dem Grundstück, das Willi Schellenberg

den mit Erdsonden und einer Wärmepumpe

wie zum Beispiel Wärmepumpe oder Boiler

in Auslikon von seinen Eltern geerbt hatte,

­produziert. Ein Energiemanagementsystem

schalten erst ein, wenn es sinnvoll ist.

standen zwei alte Scheunen, die nicht mehr

sorgt dafür, dass die verschiedenen Res­

benötigt wurden. So liess er diese abreissen

sourcen optimal genutzt werden. Mit einem

Modulares Energiemanagementsystem

und dafür ein Mehrfamilienhaus bauen.

solchen System können nicht nur die Woh­

«Oftmals wird nicht alles zu Beginn umge­

«Ich wollte immer etwas energetisch

nungen in einem Zusammenschluss zu

setzt, sondern nach und nach, deshalb macht

Schlaues», sagt Schellenberg. Das Haus mit

einer Eigenverbrauchsgemeinschaft (ZEV,

ein modulares Energiemanagementsystem

sechs Wohnungen wurde deshalb im Mi­

siehe Infobox) gesteuert werden, auch wird

Sinn», erklärt der System­lieferant Ronny

nergie-Standard geplant. Auf dem Dach

das Haus eigenverbrauchsoptimiert. So

Kleinhans von der Firma Invisia. «Ein sol­

produziert eine Photovoltaikanlage Strom,

wird g ­ ewährleistet, dass zuerst der selbst

ches Steuersystem ist ­keine günstige Inves­

die Heizwärme und das Warmwasser wer­

produzierte Strom genutzt wird, und Geräte

tition, langfristig g ­ esehen rechnet sie sich jedoch», sagt Kleinhans. Im Falle von Schel­ lenbergs Haus sind zum Beispiel bereits alle sechs Garagenparkplätze für eine künftige Ladestation für Elektrofahrzeuge vorbereitet.

«Wir können unseren Mietern ein attraktives Haus bieten.» Willi Schellenberg  Willi Schellenberg, Eigentümer (rechts), und Ronny Kleinhans, Invisia, in einer der Mietwohnungen

Die Leitungen sind entsprechend dimensio­ niert, und die Absicherung ist genügend. Sobald der erste Mieter ein Elektroauto hat, kann eine Ladestation angeschlossen wer­ den, und das Fahrzeug wird mit Solarstrom ­geladen. Auch die allfällige Installation einer Speicherbatterie für den überschüssigen Strom ist bereits berücksichtigt. «Die Batterie haben wir bis jetzt noch wegge­lassen, da wir noch etwas Erfahrungs­ werte sammeln möchten», sagt Schellenberg. Der Eigenver­ brauchsgrad liegt aktuell bei etwa 50 Prozent, was einem guten Wert entspricht.

Im Fokus eco2friendly-Magazin

16


Die Kosten für den verbrauchten Solarstrom verrechnet der Eigentümer seinen Mietern direkt.

­Mieter via App ebenfalls Zugriff auf die ­Verbrauchsdaten erhalten.  Per Web-App können die System­nutzer ihre persönlichen Verbräuche in Echtzeit verfolgen.

Vermehrt suchen Mieter Häuser aus, die einem Minergie-Standard entsprechen oder bei denen der CO2-Ausstoss minimiert wird. Oftmals sind die Mietpreise für sol­ che Wohnungen nicht mehr viel höher als

 Wenn die LED-Anzeige leuchtet, wird mehr Solarstrom produziert, als verbraucht wird.

bei anderen Mietobjekten. Zudem spart man bei den Nebenkosten. «Wir hatten die­ se Punkte in unserem Inserat erwähnt, trotzdem gab es eine gewisse Unsicherheit, ob wir die Wohnungen dann vermieten können», erzählt Willi Schellenberg. Die Angst war aber unbegründet. Alle Wohnun­ gen sind vermietet, denn Schellenbergs

Einfache Abrechnung

Tag den Normaltarif und in der Nacht den

können ihren Mietern ein attraktives Heim

Für die Nebenkostenabrechnung braucht

Niedertarif», sagt Willi Schellenberg. Es gibt

bieten.

Willy Schellenberg nicht viel Zeit. Er kann

nur einen Hauptzähler von den Gemeinde­

per Knopfdruck eine Tabelle exportieren, in

werken Pfäffikon. Der Stromverbrauch der

der sämtliche Auswertungen inklusive Kos­

Wohnungen, die Heiz- sowie Warmwasser­

ten in Schweizer Franken ausgewiesen

kosten und der Wasserverbrauch werden

www.invisia.ch

mit privaten Zählern gemessen. Per App

«Die Investition in ein Energiemanagementsystem rechnet sich langfristig.» Ronny Kleinhans

sieht der Hausbesitzer, welche Wohnung

Gemanagtes ZEV

wie viel Energie verbraucht hat und wie hoch der Anteil an Netz- und Solarstrom war. Dabei werden die Messdaten bis zu zehn Jahren vom System aufgezeichnet.

Attraktiv für Mieter In jeder Mietwohnung gibt es eine LED-­ Anzeige, die leuchtet, wenn die Solarzellen

sind. Die Mietverträge sind so ausgestellt,

mehr Strom produzieren, als verbraucht

dass der Solarstrom den Mietern direkt ver­

wird. So ist für die Mieter ersichtlich, dass

rechnet werden kann. «Wir verrechnen den­

«ihr» Haus selbst Strom produziert. Zu

selben Tarif wie der Netz­betreiber, also am

einem späteren Zeitpunkt können die ­

17

Seit Januar 2018 ist es möglich, einen ­Zusammenschluss zum Eigenverbrauch zu gründen. Das Ziel ist dabei, dass der Solarstrom möglichst selbst verbraucht wird. Ein Energiemanagementsystem übernimmt diese Aufgabe. Auf einer App ist der Stromverbrauch im Haus ersichtlich, für den ­Besitzer sind auch die Tarife hinterlegt. Der Vergleich von Netz- und Ökostrom ist auf einen Blick ersichtlich. Infolge der höheren Investitionskosten für ein solches System macht eine Vollkostenrechnung Sinn.

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Fachwissen

Internet of Things steuert Gebäude Kann man mit IoT-Sensoren eine Regelung zur passiven Kühlung mit Nachtlüftung realisieren, mit dem Ergebnis, dass sich so das Raumklima verbessert? Dies herauszufinden, war das Ziel einer Praxisarbeit mit einem Feldversuch. Text: Alessandro Buriola, Otto Fischer AG

Der sommerliche Wärmeschutz bekommt

Automatische Fensteröffnung

Regelfunktion

immer mehr Bedeutung in der Planung,

Zur Nachtlüftung öffnete sich das Fenster,

Bei der passiven Kühlung mit Nachtlüftung

Realisierung und Bewirtschaftung von

sobald die Aussentemperatur zwei Kelvin

werden die Fenster in den Sommermonaten

Gebäuden. Die Installation einer Klimaan­

tiefer lag als die Raumtemperatur, und

in der Nacht geöffnet. Sobald am Abend die

lage wäre die Standardlösung. Die Inve­s­

schloss, sobald die Raumtemperatur wieder

Aussentemperatur um zwei Kelvin kleiner

titionskosten

sind

anstieg. Zur Steigerung der Luftqualität fuhr

ist als die Raumtemperatur, fahren die

jedoch hoch, und energetisch gesehen ist es

das Fenster auf, sobald die CO2-Konzentra­

Fenster­antriebe auf. In den Morgenstunden

eine sehr schlechte Variante. So stellt sich

tion von 1400 ppm (Parts per Million) CO2

schliessen diese wieder, sobald die Raum­

die Frage, wie es gelingt, den sommerlichen

überschritten wurde, und fuhr wieder zu, so­

temperatur ansteigt. Die Mindesttemperatur

Wärmeschutz im Bestandsgebäude mit

bald der Wert von 1000 ppm CO2 unterschrit­

im Raum wurde auf 22 Grad festgelegt.

relativ geringen Investitionskosten und

ten wurde.

Wenn diese Temperatur unterschritten wird,

einer

Klimaanlage

fahren die Fensterantriebe ebenfalls zu. Es

tiefem Energieverbrauch zu realisieren. Die Messwerte wurden auf einem Dash­

wurden fixe Betriebszeiten programmiert

Heute werden unterschiedliche Gebäude­

board visualisiert. So konnte eine Bestands­

(Mai bis September, 21.00 Uhr bis 06.00 Uhr).

leitsysteme wie KNX, BACnet oder LON in

aufnahme erfolgen. Die zur Verfügung

Sobald

Gebäuden eingesetzt, leider aber meistens

stehenden Messgrössen wurden als Grund­

werden die elektrischen Storen über das

noch nicht miteinander vernetzt. Internet

lage für den Regelalgorithmus verwendet,

Gebäudeleitsystem KNX hochgefahren. So

of Things (IoT) wäre eine Lösung, um

um damit die Fensterantriebe intelligent

findet eine genügend starke Luftdurchströ­

Raum­sensoren im Bestandsgebäude zu

anzusteuern und das Raumklima im Büro

mung statt. Bei Regen- oder Windalarm

installieren und bestehende Gebäudeleit­

zu verbessern.

werden alle Automatiken sowie Lokalbe­

systeme dafür zu nutzen.

die

Fensterantriebe

auffahren,

dienungen gesperrt, und die Fensterantriebe

Vorgehen

fahren bis zur Rückstellung in die Sicher­

Feldversuch

Als Erstes wurden die IoT-Sensoren sowie

heitsposition zurück.

Um herauszufinden, ob man mit IoT-Sen­

die LoRaWAN-Antenne und der BACnet-­

soren eine Regelung zur passiven Kühlung

Server installiert. Nach diesem Arbeits­

Resultate

mit Nachtlüftung im Bestandsgebäude

schritt konnte mit der Datenaufzeichnung

Die Praxisarbeit hat gezeigt, dass der inter­

realisieren kann und sich so das Raumklima

gestartet werden. Als Nächstes standen die

disziplinäre Ansatz von Internet of Things

in den Büroräumlichkeiten verbessert,

Installation der Fensterantriebe im Büro des

und Gebäudeleitsystem für die Verläss­

wurde ein Feldversuch in einem Büro der

Produktmanagements und die Integration

lichkeit in der Praxis heute noch immer

Otto Fischer AG in realitätsnaher Um­gebung

in das bestehende Gebäudeleitsystem an.

sehr komplex ist und einen hohen Zeitauf­

durchgeführt. Die Übermittlung der Mess­

Zur Integration der IoT-Messdaten über

wand verursacht. Der Grund dafür sind die

daten der IoT-Sensoren an das Gebäudeleit­

BACnet nach KNX musste ein Gateway ein­

vielen Schnittstellen in der Kommunikation

system erfolgte über LoRaWAN. Damit wur­

gesetzt werden.

der unterschiedlichen Gebäudeleitsysteme.

de eine Regelfunktion programmiert, die zur

Deshalb konnte die Übermittlung der Daten

Ansteuerung zweier Fensterantriebe im

zwischen den zwei Gebäudeleitsystemen

Büro diente.

nicht zuverlässig erfolgen.

Im Fokus eco2friendly-Magazin

18


Storen Steuerung bestehend Wetterstation bestehend Schematische Darstellung des Versuchsaufbaus. Orange: analog 24V Grün: KNX-BUS Gelb: Netzwerk (BACnet/IP) Blau: LoRaWAN

Die erfassten Messdaten wurden aus­

im Gebäude der Otto ­Fischer AG ist gut.

Das Potenzial der passiven Kühlung mit

gewertet, und die Ergebnisse zeigten, dass

Auch die Luftqualität in den Büros der Otto

Nachtlüftung konnte klar aufgezeigt wer­

sich das Raumklima verbessert, wenn

Fischer AG ist gut. Im Normalfall wurde

den. Das Praxisprojekt wird nun weiterge­

auch nicht wesentlich. Wenn morgens

die Konzentration von 1000 ppm CO2 nicht

führt

nicht frühzeitig gelüftet wird, erhöht sich

überschritten.

www.ottofischer.ch

die Temperatur stark. Die Luftfeuchtigkeit

19

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Infografik

Wie es in einer Cloud aussieht Wer heute einen Computer nutzt, braucht auf seinem Rechner nicht unbedingt viel Speicher­ platz, aufwendige Programme und einen leistungsstarken Prozessor. All diese Dienste können auch über das Internet bezogen werden – aus der sogenannten Cloud.  Text: Alexander Jacobi

Eine Cloud ist ein Rechenzentrum mit zahlreichen leistungsstarken Servern – eigentlichen ­Serverfarmen. Cloud-Anbieter wie zum Beispiel Dropbox nutzen solche Rechenzentren, um ihren Endkunden via Internet Dienste wie zum Beispiel Speicherplatz zur Verfügung zu stellen. Die ­Endkunden wissen in der Regel nicht, wo sich die Rechenzentren befinden und wer sie betreibt – daher auch der Begriff «Cloud» («Wolke») als Symbol für ein unbekanntes Irgendwas.

Beispielnutzer Daniela liebt es, Fotos zu schies­ sen und Videos zu drehen. Das benötigt eine Menge Speicher­ platz. Deshalb nutzt sie zur Spei­ cherung ihrer Daten eine Cloud statt ihres Handys. Damit ist sie nicht nur ihr Platzproblem los, sondern sie kann auch mit unter­ schiedlichen Geräten (Smart­ phone, Computer, Tablet) von überall auf der Welt, wo sie eine Internetverbindung hat, darauf zugreifen. Zudem kann sie ande­ ren den Zugriff erlauben, zum ­Beispiel ihren Freunden.

Peter möchte einen Text schrei­ ben, ohne dafür auf seinem Rechner eine Textverarbeitung zu installieren. Deshalb nutzt er eine internetbasierte Software wie Google Docs. Diese kann er über seinen Browser bedienen, also über dieselbe Software, mit der er im Internet umhersurft und die deshalb ohnehin installiert ist. Zudem kann Peter seinen Text anderen zugänglich ma­ chen, sei es nur zum Lesen (ohne Schreibrecht), sei es zur Über­ arbeitung (mit Schreibrecht).

Fotos und Videos

Sereina arbeitet im Aussen­ dienst. Damit sie bei Kundenbe­ suchen immer Zugriff auf die aktuellen Prospekte, Datenblät­ ter und ­Offerten hat, sind diese in einer Firmen-Cloud gespei­ chert. Än­derungen, zum Beispiel bei einer Offerte, kann Sereina direkt im Originaldokument vor­ nehmen. Das ist schnell und ver­ hindert ein Durcheinander, das entstehen kann, wenn ein Doku­ ment lokal gespeichert, dann geändert und schliesslich zu­ rückgespeichert wird.

Texte

Kurt betreibt einen Webshop, der in der Vorweihnachtszeit stark genutzt wird. Würde er da­ für ­ eigene Server benutzen, müssten diese so leistungsstark sein, dass sie die zahlreichen Einkäufe vor Weihnachten be­ wältigen können. Doch dann wären sie während des Rests des Jahrs nur schwach ausge­ nutzt – die teure Investition könnte nicht amortisiert werden. Deshalb nutzt Kurt eine Cloud. Dort verteilen sich Spitzenbelas­ tungen, womit die Cloud-Lösung günstiger ist als eigene Rechner.

Kundendaten

Webshop

Smartphones Tablets Computer

Im Fokus eco2friendly-Magazin

Laptops

20


Die Cloud wächst

Das weltweite Datenvolumen wächst extrem stark. Im Jahr 2020 dürfte es gegenüber 2005 dreihundertmal grösser sein. Der Anteil jener Daten, die in einer Cloud gespeichert sind, steigt in dieser Zeitspanne voraussichtlich von 0 auf 37 Prozent. 1 EB = 1 Exabyte = 1018 Byte = 1 Trillion Byte

Quelle: IDC, The Digital Universe in 2020 (2012)

Datenvolumen in Exabyte

40 026 EB 14 996 EB > 37 %

Anteil in einer Cloud

1227 EB 2837 EB 462 EB 52 EB > 16 % > 4%

130 EB 2005

2010

2012

Marktanteile der Cloud-Anbieter Der mit Abstand bedeutendste Anbieter von Cloud-­ Services ist der Internethändler Amazon, gefolgt von Microsoft, IBM und Google. Amazon Microsoft IBM Google Die nächsten 10 Sonstige

Stand: 2. Quartal 2017 0%

15 %

200 2010

2020 (Prognose)

30 %

Datenschutz: Da der Benutzer in der Regel nicht weiss, wo die Cloud-Rechenzentren ­stehen und über welche Länder die Internet­ verbindung läuft, ist der Datenschutz nicht gewährleistet. Abhilfe schaffen kann eine Verschlüsselung der Daten.

«Private Cloud» Eine private Cloud ist nur einem bestimmten ­Nutzerkreis zugänglich, zum Beispiel den Mitarbeitern einer Firma. Das Verwalten der Plattform kann intern (beispielsweise durch firmen­ eigene Rechenzentren) erfolgen oder durch Dritte.

Sicherheit: Während Computer bei Privaten und manchmal auch bei Firmen häufig nicht professionell betreut werden, sind die Ser­ verfarmen von Cloud-Betreibern deren Kern­ geschäft. Entsprechend tief ist die Wahr­ scheinlichkeit eines Ausfalls, zudem ist die Daten­sicherung (Backup) gewährleistet. Die Pleite eines Cloud-Anbieters bleibt aber ein Risiko.

«Public Cloud» Eine öffentliche Cloud kann von jedermann genutzt werden.

Persönlicher Cloud-Speicher: Verschiedene Hersteller bieten Festplatten mit Internet­ anschluss an. Damit kann man sich eine eigene Cloud bauen und weiss damit ganz genau, wo die eigenen Daten gespeichert sind.

Strom-Cloud

«Energiewolke»

Windstrom Illustration: Pia Bublies Copyright: Infel AG

Die Strom-Cloud ist eine Analogie zur Da­ ten-Cloud. Überschüssiger Solar- oder Wind­ strom, der sonst abgeregelt werden müsste, wird in eine virtuelle Energiewolke geladen und kann bei ­Bedarf in sonnen- oder windarmen Zeiten wieder abgerufen werden. Dafür braucht es natürlich ­reale Stromspeicher, nicht virtuelle.

Mrd. $ 400

Weltweiter Umsatz mit Cloud-Computing

Quelle: Statista 2017

Quelle: Synergy Research Group

2020 (Prognose)

Solarstrom

21

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Praxiswisse

n

2000-Watt-Areal mit Bahnanschluss In einem intelligent aufgebauten Energieversorgungssystem und mit dem nötigen Bewusstsein reichen 2000 Watt Dauerleistung auf Stufe Primärenergie pro Person aus, um in Wohlstand und mit hoher Qualität zu leben. Das Greencity-Areal in Zürich funktioniert nach diesem Prinzip. Text: Judith Brandsberg

Wenn man mit der S-Bahn an der Zürcher

Regenwasser wird gesammelt. Die Wohn-

gute Luft vorhanden ist», erklärt Martin

Haltestelle Manegg aussteigt, ist man

gebäude sind nach «Minergie-(P)-eco-

Breitenstein von Spetec. Die ganze Planung

bereits mitten in der Greencity. Zwischen

Standard» zertifiziert. Einige Gebäude

und Ausführung wurde innerhalb von fünf

hohen Gebäuden gibt es Plätze, Grünflächen,

wurden mit BIM geplant. «Das ist schon

Monaten umgesetzt. «Das war schon sport-

Sitzgelegenheiten und Spielflächen für Kin-

sehr spannend. Man kann dabei mit einem

lich,» sagt Breitenstein. Um diesen Zeitplan

der. Vom Café, dessen Stühle draussen zum

Tablet durch die Baustelle gehen und sieht,

gemütlichen Sitzen einladen, über eine Kin-

wo noch etwas fehlt oder wo die Rohre

derkrippe bis zum Kosmetikgeschäft steht

durchgehen müssen», erzählt Jérémy Brun.

den Quartier­bewohnern Verschiedenes an Infrastruktur zur Verfügung. Zudem können

«Sämtliche Anlagen kommunizieren mit­

die Bewohner der Genossenschaften einen

einander, um möglichst viel Energie zu spa-

Gemeinschaftsraum benutzen, in dem di-

ren. Hier «spreche» auch die Fassade mit der

verse Aktivitäten an­ geboten werden. Im

Haustechnik, erklärt Brun. Sobald ein Fens-

November waren dies unter anderen: Bie-

ter geöffnet wird, stellt die Heizung in die-

nenwachstücher herstellen, Lesen macht

sem Raum ab. Wenn die Sonne auf die Fas-

Spass, offene Bar (zusammensitzen und je-

sade scheint, gehen die Storen herunter.

der bringt etwas zum Essen und Trinken

Alles wird von der Steuerzentrale, dem Herz

mit) oder Adventsgestecke basteln.

des Gebäudes, «Pergamin II», gesteuert. So auch die Verteilung von Wärme und Kälte.

2000-Watt-Areal

Für die Entfeuchtung kommt eine kleine

Im Wohnungsangebot sind Mietwohnun-

Kältemaschine zum Einsatz.

gen, Genossenschaftswohnungen und Eigentumswohnungen. Das Quartier hebt

Bürogebäude mit Schule

sich aber auch sonst von anderen ab. Denn

Die ersten Wohngebäude des Areals wurden

es ist ein 2000-Watt-Areal. «Das heisst

bereits 2015 gebaut. Das erste Büro­gebäude,

nicht, dass nur 2000 Watt Energie ver-

«Pergamin II», wurde Anfang November 2019

braucht werden», erklärt Jérémy Brun von

fertiggestellt. Darin hat sich eine Schule im

Losinger Marazzi. «Es geht darum, dass die

Bereich Gesundheitswesen des Kantons Zü-

Gebäude einerseits sehr energieeffizient er-

rich eingemietet. Die Spetec AG (Eine Unter-

stellt werden, dass ein umfassendes Ener-

nehmung der Schibli-Gruppe) integrierte die

giekonzept besteht und dass die Bewohner

Gebäudeautomationssysteme der Mess-,

an einem Ort leben und arbeiten können.»

Steuerungs- und Regeltechnik im Bereich

Die Energie wird zu 100 Prozent aus erneu-

HLKKSE (Heizung, Lüftung, Kälte, Klima, Sa-

erbaren Energiequellen wie Solarstrom,

nitär, Elektro). «Einfach gesagt, sind wir da-

Fernwärme, Fernkühle, Erdsonden und

für zuständig, dass die richtige Temperatur

Grundwasser bezogen.

in den Räumen herrscht und dass genügend

Im Fokus eco2friendly-Magazin

22

Worum geht es bei der 2000-Watt-Gesellschaft? Die 2000-Watt-Gesellschaft ist eine energiepolitische Vision. Sie vereint die nationalen Effizienzvorgaben der Energiestrategie 2050 mit den internationalen Klimazielen von Paris 2015. Innovative Energiesysteme, ein intelligenter Umgang mit Ressourcen und der konsequente Einsatz von erneuerbaren Energien bilden die Basis. Die Schweiz will damit eine globale Vorbildfunktion einnehmen und unterstützt gleichzeitig die lokale Wert­ schöpfung. Greencity ist das erste vom Trägerverein Energiestadt zertifizierte «2000-Watt-Areal» der Schweiz. Es zeichnet sich durch ein durchdachtes Zusammenspiel verschiedenster Massnahmen aus, um die Energieeffizienz deutlich zu steigern. Dazu gehören unter anderem: • Versorgung zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen (u.a. Fotovoltaik) • innovatives Energie-Contracting mit dem ewz • Greencity-Grid: hocheffiziente Vernetzung von Stromerzeugung und -verbrauch • umweltfreundliches Mobilitätskonzept (eigene S-Bahn- und Bushaltestellen, zwei Carsharing-Standorte und ca. 10 % der Parkplätze für Elektrofahrzeuge reserviert)


Grünflächen zwischen den Gebäuden.

 Martin Breitenstein von der Spetec AG und Jérémy Brun von Losinger Marazzi vor dem Büro­g ebäude.

 Die 2000-WattGesellschaft ist eine energiepolitische Vision.

 Verschiedene Geschäfte bieten ein breites Spektrum an Produkten an.

einzuhalten, arbeitete Spetec während der

erste Areal in der Schweiz, das die

optimieren, sind in den Räumen nicht nur

Ausführungsphase sehr eng mit dem TU

Bedingungen für das 2000-Watt-Zertifikat er-

Bewegungsmelder, sondern Präsenzmelder

Losinger Marazzi zusammen. «So hatten wir

füllt. Die Auflagen sind hoch. In der Entwick-

installiert. Sobald sich niemand mehr im

kurze Kommunikationswege und konnten

lungsphase

Büro aufhält, wird das Licht aus­geschaltet.

bei Bedarf sofort proaktiv Lösungen su-

mischung geplant. In der Ausführung werden

chen», erzählt Martin Breitenstein.

an die Materialien hohe Bedingungen ge-

Bedarfsgerecht heizen, lüften

knüpft. So dürfen zum Beispiel nur halogen-

und kühlen

Die Geschäftsgebäude erhalten zusätzlich

freie Produkte verwendet werden, und gewis-

Ein Energiemanagementsystem sorgt dafür,

zum 2000-Watt-Zertifikat auch eine Zerti­

se Produkte dürfen erst gar nicht eingesetzt

dass der Energieverbrauch und die Energie-

fizierung nach der «LEED Platinum Core &

werden. «Wir dürfen auch nicht beliebig

verteilung optimiert werden. Auch im Be-

Shell-Zertifizierung für hochwertige öko­

viele Lichtquellen installieren», sagt Jérémy

reich Heizung gibt es einiges zu berücksich-

logische Office-Gebäude». Greencity ist das

Brun. Um den Energieverbrauch weiter zu

tigen. So steht nur 35 Grad warmes Wasser

wird

23

die

Nutzungsdurch­

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Energiekonzept Greencity

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GRUNDWASSER-BRUNNEN GRUNDWASSER-BRUNNEN Grundwasser-Brunnen GRUNDWASSER-BRUNNEN GRUNDWASSER-BRUNNEN GRUNDWASSER-BRUNNEN GRUNDWASSER-BRUNNEN GRUNDWASSER-BRUNNEN

GRUNDWASSER-VERSICKERUNG GRUNDWASSER-VERSICKERUNG Grundwasser-Versickerung GRUNDWASSER-VERSICKERUNG GRUNDWASSER-VERSICKERUNG GRUNDWASSER-VERSICKERUNG GRUNDWASSER-VERSICKERUNG GRUNDWASSER-VERSICKERUNG

Grundwasser-Versickerung GRUNDWASSER-VERSICKERUNG GRUNDWASSER-VERSICKERUNG GRUNDWASSER-VERSICKERUNG GRUNDWASSER-VERSICKERUNG GRUNDWASSER-VERSICKERUNG GRUNDWASSER-VERSICKERUNG GRUNDWASSER-VERSICKERUNG

H auptzentrale im Gebäude b4n (produziert Wärme und Kälte und gibt

HAUPTZENTRALE IM B4N (PRODUZIERT WÄRME UND KÄLTE UND GIBT ABWÄRME ZURÜCK IN ERDSPEICHER) HAUPTZENTRALE IM GEBÄUDE B4N (PRODUZIERT WÄRME KÄLTE ABWÄRME ZURÜCK IN DEN ERDSPEICHER) HAUPTZENTRALE IM GEBÄUDE GEBÄUDE B4N (PRODUZIERT WÄRME UNDUND KÄLTE UNDUND GIBTGIBT ABWÄRME ZURÜCK IN DEN DEN ERDSPEICHER) Abwärme zurückB4N in (PRODUZIERT den Erdspeicher). ,�, ,�, HAUPTZENTRALE IM WÄRME UND KÄLTE UND GIBT ABWÄRME ZURÜCK IN ERDSPEICHER) ,�, HAUPTZENTRALE IM GEBÄUDE GEBÄUDE B4NB4N (PRODUZIERT WÄRME UNDUND KÄLTE UNDUND GIBTGIBT ABWÄRME ZURÜCK IN DEN DEN ERDSPEICHER) HAUPTZENTRALE IM GEBÄUDE (PRODUZIERT WÄRME KÄLTE ABWÄRME ZURÜCK IN DEN ERDSPEICHER) ,�, ,�, ,�, HAUPTZENTRALE IM GEBÄUDE B4N (PRODUZIERT UND KÄLTE UND (IN GIBT(IN ABWÄRME ZURÜCK IN DEN ERDSPEICHER) WÄRMEÜBERGABESTATIONEN UND WARMWASSERPRODUKTIONSANLAGEN GEBÄUDEN) WÄRMEÜBERGABESTATIONEN WARMWASSERPRODUKTIONSANLAGEN ALLEN GEBÄUDEN) WÄRMEÜBERGABESTATIONEN UNDUND WARMWASSERPRODUKTIONSANLAGEN (IN ALLEN ALLEN GEBÄUDEN) Wärmeübergabestationen undWÄRME Warmwasserproduktionsanlagen ,�, WÄRMEÜBERGABESTATIONEN UND WARMWASSERPRODUKTIONSANLAGEN (IN ALLEN GEBÄUDEN) - WÄRMEÜBERGABESTATIONEN UNDUND WARMWASSERPRODUKTIONSANLAGEN (IN ALLEN GEBÄUDEN) WÄRMEÜBERGABESTATIONEN WARMWASSERPRODUKTIONSANLAGEN (IN ALLEN GEBÄUDEN) - (in allen Gebäuden). WÄRMEÜBERGABESTATIONEN UND WARMWASSERPRODUKTIONSANLAGEN (IN ALLEN GEBÄUDEN) PHOTOVOLTAIK-KOLLEKTOREN (AUF ALLEN DÄCHERN) PHOTOVOLTAIK-KOLLEKTOREN ALLEN DÄCHERN) PHOTOVOLTAIK-KOLLEKTOREN (AUF(AUF ALLEN DÄCHERN) • • PHOTOVOLTAIK-KOLLEKTOREN (AUF ALLEN DÄCHERN) • PHOTOVOLTAIK-KOLLEKTOREN (AUF(AUF ALLEN DÄCHERN) PHOTOVOLTAIK-KOLLEKTOREN ALLEN DÄCHERN) • • • PHOTOVOLTAIK-KOLLEKTOREN (AUF ALLEN DÄCHERN) • Photovoltaik-Kollektoren (auf allen Dächern).

Erdsondenfelder -ERDSONDENFELDER -ERDSONDENFELDER -ERDSONDENFELDER -- ERDSONDENFELDER ERDSONDENFELDER -FERNWÄRME-LEITUNGSNETZ -FERNWÄRME-LEITUNGSNETZ -ERDSONDENFELDER -FERNWÄRME-LEITUNGSNETZ Fernwärme-Leitungsnetz -- FERNWÄRME-LEITUNGSNETZ FERNWÄRME-LEITUNGSNETZ -FERNKÄLTE-LEITUNGSNETZ -FERNKÄLTE-LEITUNGSNETZ FERNWÄRME-LEITUNGSNETZ -ERDSONDENFELDER -- FERNKÄLTE-LEITUNGSNETZ -FERNKÄLTE-LEITUNGSNETZ Fernkälte-Leitungsnetz -FERNKÄLTE-LEITUNGSNETZ GRUNDWASSERLEITUNG -GRUNDWASSERLEITUNG FERNKÄLTE-LEITUNGSNETZ -FERNWÄRME-LEITUNGSNETZ -GRUNDWASSERLEITUNG -GRUNDWASSERLEITUNG -GRUNDWASSERLEITUNG Grundwasserleitung GRUNDWASSERLEITUNG -FERNKÄLTE-LEITUNGSNETZ -- GRUNDWASSERLEITUNG

aus dem Fernwärmenetz zu Verfügung. Im

öffnet, wird die Heizung beziehungsweise

tionen im Areal werden monatlich aus­

Zentralgebäude wird alles weiter aufbereitet

die Kühlung unterbrochen.

gewertet, und jährlich werden die Aus­ wertungen analysiert. Damit wird ein

und verteilt.

Sensorik

kontinuierlicher Verbesserungsprozess in

Die einzelnen Räume werden mit Hyb-

Die zur Regelung des Raumklimas benötig-

der Betriebsphase verfolgt.

rid-Deckensegeln bedarfsgerecht geheizt,

ten Aktoren und Sensoren sind unsichtbar

gekühlt und belüftet. Dies sind Deckenplat-

in den Decken verbaut. Die Raumfühler

ten, die von Wasser durchströmt werden.

messen Temperatur und Feuchte. «Die

Damit werden die Räume geheizt oder ge-

Feuchtigkeitsmessung ist wichtig, damit

kühlt. «Das ist sehr angenehm, denn die

kein Kondenswasser entsteht», erklärt

kühle Luft senkt sich ab, und es entsteht

Breitenstein. Volumenstromregler regeln

kein unangenehmer Durchzug im Raum»,

die Luftmenge. Der CO2-Gehalt wird gemes-

sagt Breitenstein. Die Betondecke dient zu-

sen, und bei zu hoher Belastung wird

dem als Speicher für die Kälte und Wärme.

Frischluft zugeführt. Dies ist insbesondere

So kann zum Beispiel in Sommernächten

bei Schulräumen wichtig, die nicht immer

die Kühlung heruntergefahren werden, und

voll belegt sind. Dort wird bei Leerstand die

die Betondecke übernimmt diese Aufgabe.

Lüftung auf ein Minimum reduziert.

Damit nicht unnötig Heiz- oder Kühlenergie

«Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Energie

verbraucht wird, sind die Fenster mit Kon-

in einem solchen Areal gespart werden

takten versehen. Sobald jemand ein Fenster

kann», sagt Jérémy Brun. Sämtliche Funk-

Im Fokus eco2friendly-Magazin

24

www.spetec.ch

Daten und Fakten Entwickler und Totalunternehmer: Losinger Marazzi Mess-, Steuer und Regelungstechnik, HLKKSE (Heizung, Lüftung, Klima, Kälte, Sanitär, Elektro) Bürogebäude «Pergamin II»: Spetec (Schibli-Gruppe)


Build Smart – Innovation durch Kooperation Smarte Gebäude sind keine Zukunftsmusik mehr. Räume werden automatisch belüftet, und die Geräte brauchen Strom, wenn er von der PV-Anlage produziert wird. Die Koordination der verschiedenen Gewerke ist aber immer noch mit viel Aufwand und hohen Kosten verbunden. Hierfür braucht es Lösungen. Text: Otto Fischer AG

In den Bau und den Unterhalt eines Gebäu-

verschiedener Berufsgattungen kombinie-

(EHLKS). Indem es keine Schnittstellen

des

Handwerksbetriebe

ren und vereinfachen. Zum Beispiel, indem

mehr gibt, werden sämtliche Prozesse

involviert, die je auf ihren spezifischen

im Winter bei Sonnenschein automatisch

vereinfacht, angefangen von der Planung

Fachgebieten mehr oder weniger autonom

die Rollläden hochfahren, um das Gebäude

über die Installation bis zur Wartung. Eben-

tätig sind. So bilden beispielsweise die

natürlich zu heizen – und gleichzeitig

so wird die gesamte Energieeffizienz

Sanitärinstallationen, die Lüftung, die

die Heizung dementsprechend gedrosselt

gesteigert werden können.

Heizung, die Klimainstallationen und die

wird.

sind

diverse

eco2friendly-Lab

Elektroinstallation in sich geschlossene Systeme, die kaum interagieren. Dies än-

Vernetzte Lösungen

Damit solche Lösungen entstehen können,

dert sich mit dem so­genannten «Smart

Das Unternehmen Otto Fischer lancierte

wurde das eco2friendly-Lab gegründet. In

Building» grundlegend. Denn um Energie

«Build Smart», mit dem Ziel, aus den

den Räumen des Innovationsparks der

zu sparen und den Komfort zu erhöhen,

verschiedenen

Produkten

Suurstoffi treffen sich zukunftsorientierte

werden zusehends intelligente Gebäude

vernetzte Lösungen zu erstellen. Diese

Unternehmen, die bereit sind, sich an einen

erstellt, in denen die verschiedenen Kom-

Lösungen sollen nicht nur innerhalb der

Tisch setzen, um gemeinsam Lösungen zu

ponenten miteinander kooperieren. Die

einzelnen Disziplinen funktionieren, son-

entwickeln, die für alle Beteiligten ein

Folge davon ist, dass die Nachfrage nach

dern gewerkübergreifend mit Elektro,

­Gewinn sind. Die entstandenen Lö­sungen

Lösungen steigt, welche die Installationen

Heizung, Lüftung, Klima und Sanitär

werden unter Laborbedingungen getestet

einzelnen

und schlussendlich in einem Feldtest verifiziert.

Schulungen Für die Fachinstallateure wird es ein Schulungsangebot geben, damit diese die Bauherren kompetent beraten und schliesslich die Lösungen fachgerecht und sauber ins Es braucht vernetzte Lösungen, die gewerkübergreifend funktionieren.

25

tallieren können. www.ottofischer.ch Leading Partner Seite 96

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Praxiswisse

n

Wissen, wohin die Energie fliesst Die Anforderungen der Lenzerheide Bergbahnen AG bezüglich Nachhaltig­keit sind hoch. Deshalb wurde in der Motta Hütte nicht nur auf ein modernes Ambiente, sondern auch auf eine weitestgehend automatisierte Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlage gesetzt. Text: Belimo AG

Nur eine Sommersaison stand zur Verfü-

ihrem eigenen Konto nun sämtliche Anga-

wertungen können nun noch genauer auf

gung für den Abriss und den Neubau der

ben über den Energieverbrauch der Wärme-

das einzelne Ventil heruntergebrochen

Motta Hütte im Skigebiet Arosa Lenzerhei-

pumpe, der Heizgruppe sowie der Lüftungs-

werden. «So können wir nun die Energie-

de. Kaum standen die Bahnen und Skilifte

geräte.

und

kosten besser verteilen», sagt Samuel Lo-

im Frühjahr 2017 still, fuhren die Bagger

-stabilität zu verbessern, können anhand

rez, Technischer Leiter Lenzerheide Berg-

auf, denn bis zum Start der Skisaison

einer cloudbasierten Analyse die empfoh-

bahnen AG.

2017/18 musste das neue Leuchtturmpro-

lenen Delta-T-Einstellungen zur Verfügung

jekt stehen.

gestellt werden. Durch die Online-Updates

Geringes Delta-T-Syndrom vermeiden

Um

die

Systemleistung

kann zudem gewährleistet werden, dass

Werden Kühl- oder Heizregister mit zu ho-

Die Lenzerheide Bergbahnen AG forderte

das intelligente druckunabhängige Ener-

hem Durchfluss und dadurch mit zu gerin-

für die neue Hütte ein System, das jederzeit

gieventil (Energy Valve) jederzeit auf dem

ger Differenztemperatur betrieben, steigt

den Überblick und die Kontrolle hinsicht-

aktuellsten Stand ist.

oberhalb eines bestimmten Betriebspunk-

lich der Funktion der Heizungs-, Lüftungs-

tes der Energieverbrauch der Pumpen so-

und Klimasysteme (HLK) bietet. Deshalb

Transparentes Energiemonitoring

wie der Kälte- und Wärmeerzeugung –

wurde ein Energiemonitoring installiert. In

Die Weiterentwicklung zum Internet­-of-

ohne Erhöhung der abgegebenen Leistung.

der Hütte wurden Sensoren in der Luftauf-

Things(IoT)-Gerät und die Anbindung an

Durch den Delta-T-Manager wird dieses

bereitungsanlage, den Heizleitungen und

die Cloud machen das Messen, Regeln,

sogenannte Delta-T-Syndrom vermieden.

zum Messen der Aussentemperatur instal-

Abgleichen, Absperren und das Energiemo-

Dies bewirkt eine Erhöhung des Anlagen-

liert. Durch die Einbindung in eine Cloud

nitoring transparenter, und die entspre-

wirkungsgrads und somit die Verringerung

erhält die Lenzerheide Bergbahnen AG in

chende Bedienung wird einfacher. Die Aus-

der Anlagenkosten – was für die Betreiber der Motta Hütte ein weiterer Vorteil ist. Die neue Motta Hütte ist nun Dreh- und Angelpunkt für hungrige und durstige ­ Schneesportler. Sie bietet im Innenbereich für 120 Personen Platz und für weitere­

 Dank einem Energiemonitoringsystem können in der Motta Hütte die Kosten für den Energieverbrauch besser verteilt werden.

240 auf der grosszügigen, mehrstufigen Sonnenterrasse. Die neuartige Holzbaukonstruktion sorgt sowohl im Inneren als auch von aussen für ein uriges, aber doch modernes Ambiente. Dadurch wird die neue Skihütte zum internationalen Aushängeschild und zum Erlebnis für jeden Wintersportler. www.belimo.ch

Im Fokus eco2friendly-Magazin

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Gebäudeinformatik: die neue Grundbildung Durch die Zusammenarbeit von EIT.swiss und ICT Berufsbildung Schweiz entsteht eine neue Grundbildung mit Zukunft. In das Berufsbild Gebäudeinformatiker/in EFZ wird auch die Telematik ­überführt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Berufsbilder der Elektrobranche die neuen Marktbedürfnisse befriedigen. Text: EIT.swiss

Die Berufsleute der Elektrobranche wer-

Massgeschneiderte Lehrstellen

Kommunikation und Multi­ media (früher

den aufgrund der Digitalisierung aller

Gerade der Bereich Telematik hat sich in

Telematik), Gebäudeautomation und Pla-

Lebensbereiche immer wichtiger. Das ­

den vergangenen Jahren stark gewandelt.

nung Gebäudeinformatik wählen. Die Basis

zeigt sich auch in der Gebäudetechnik:

Damit künftige Telematikerinnen und Tele-

der Grundbildung bilden die Themen Netz-

Ohne diese Fachkräfte könnten digitale

matiker die Bedürfnisse der Branche sowie

werk und Sicherheit. Die neue Grundbildung

Lösungen nicht umgesetzt werden. Aller-

der Kundschaft auch in Zukunft erfüllen

bietet den Jugendlichen nicht nur einen

dings verändern sich nicht nur Be­deutung

können, wird der Beruf neu konzipiert. Die

spannenden neuen ­Beruf, sondern erlaubt

und Geschäftsfelder der Elektrobranche.

Arbeiten dafür haben bereits im Frühjahr

es auch den Lehrbetrieben, massgeschnei-

Auch Anforderungen und Erwartungen

2018 begonnen. Damals trafen sich rund 30

derte Lehrstellen anzubieten. Erste Lehr-

an die Berufsleute sind von diesem Wan-

Fachpersonen aus verschiedenen Organi-

stellen sollen bereits im Verlauf des kom-

del betroffen. Die Branche muss deshalb

sationen und Betrieben zu einem Workshop

menden Jahres besetzt werden, sodass mit

anpassungsfähig bleiben und Innovati-

und setzten den Startpunkt für die Berufs-

­der Grund­bildung 2021 begonnen werden

onskraft beweisen, wenn sie auch in

entwicklung im Bereich Gebäudeinforma-

kann. Damit bietet die Elektrobranche e ­ inen

Zukunft erfolgreich sein will. Das gilt ­

tik. In diese neue Grundbildung wird auch

­weiteren zukunftsorientierten Beruf an.

nicht nur für die in der Branche tätigen

der Beruf der Telematikerin bzw. des Tele-

www.eitswiss.ch

Betriebe, sondern auch für EIT.swiss­ matikers überführt. Das Berufsbild wird geals Berufsorganisation. Somit gehören

meinsam von ICT Berufsbildung Schweiz

auch die Überprüfung der Berufsbilder

und EIT.swiss entwickelt. Die Grundbildung

und ihre Anpassung an die Marktbedürf-

wird vier Jahre dauern und aus verschie-

nisse zu den zentralen Aufgaben von

denen Modulen bestehen. Die Lernenden

EIT.swiss.

können zwischen den d ­ rei Fachrichtungen

Leading Partner Seite 89

 Konzept der Grundbildung im Bereich ­G ebäudeinformatik.

27

eco2friendly-Magazin Im Fokus


Fachwissen

Free Cooling Free Cooling ist eine umweltschonende und kostengünstige Alternative zu Klimageräten. Sie gewinnt vermehrt an Bedeutung, denn mit der passiven Kühlung über eine Fussbodenheizung können die Raumtemperaturen um zwei bis vier Grad Celsius gesenkt werden. Text: eco2friendly

Free Cooling

Erdwärmesonden können durch das «free cooling» einen Zusatznutzen erzeugen. Indem Erdsonden die Wärmeträgerflüssigkeit mit einer Temperatur von meist unter zehn Grad Celsius liefern, wird diese küh-

Wärmepumpe inaktiv

le Temperatur im Erdreich mittels eines Wärmetauschers auf das Heizmedium

Kühlung über Fussbodenheizung

übertragen. Die Böden werden damit unter

 Im Betrieb kostet das passive Kühlen in einem Einfamilienhaus pro Jahr rund 20 Franken – ein kleiner Betrag im Gegensatz zu den Kosten für eine Klimaanlage.

die Raumtemperatur gekühlt, sodass sie den Räumen Wärme entziehen. Bei Erd-

Erdwärmesonden

sonden-Wärmepumpen wird diese Wärme wiederum im Erdreich zwischengespei-

Verwendung von kaltem Wasser

niedriger als tagsüber. Eine andere Möglich-

chert und für die Warmwasseraufberei-

An manchen Standorten ist kaltes Wasser,

keit ist der Einsatz einer Lüftungsanlage, bei

tung oder den späteren Heizbetrieb ge-

zum Beispiel aus einem Fluss oder See, ver-

der im nächtlichen Betrieb der Wärmeüber-

nutzt.

fügbar. Auch Grundwasser kann verwendet

trager für die Wärmerückgewinnung abge-

werden. Dieses Wasser wird über eine Filter-

schaltet wird. Bei der direkten Methode wird

Beinahe kostenneutral

anlage angesaugt. Nach Aufwärmung in der

die Aussenluft zur Kühlung direkt in die

Für diesen Prozess braucht es zwar Ener-

Anlage wird es dann anderswo wieder ein-

Räume geführt. Bei indirekten Systemen

gie für die Umwälzpumpe. Da durch die

geleitet. Die Anlage kann im Winter über

kühlt die Aussenluft eine Wärmeträgerflüs-

Wärmespeicherung im Erdreich die Wär-

eine Wärmepumpe auch für Heizungszwe-

sigkeit (zum Beispiel ein Gemisch von Was-

mepumpe für das Heizen oder die Warm-

cke genutzt werden.

ser und Glykol), die dann für die Kühlung im Gebäude eingesetzt wird.

wasseraufbereitung jedoch effizienter arbeitet, ist das Free Cooling beinahe

Klimatisierung mit Aussenluft

energie- und kostenneutral. Im Betrieb

Die Verwendung von Aussenluft ist für die

kostet das passive Kühlen in einem Ein-

Klimatisierung eine weitere Möglichkeit. Da

familienhaus pro Jahr rund 20 Franken

jedoch oftmals die Aussenluft gerade dann

(bei einem Strompreis von 16 Rappen pro

warm ist, wenn die Kühlung am meisten be-

Kilowattstunde). Das ist ein kleiner Betrag

nötigt wird, ist diese Variante schwieriger

im Gegensatz zu den Betriebskosten für

umzusetzen.

Klimageräte, die ein Mehrfaches ausmachen. Klimageräte können aber tiefere

Nachtkühlung

Temperaturen erzeugen als das Free Co-

Gebäude weisen meist ein hohes Wärme-

oling. Free Cooling ist nicht nur mit Erd-

speichervermögen auf. Deshalb ist die Küh-

sonden möglich. Es gibt weitere Möglich-

lung in der Nacht eine gute Variante. Denn

keiten, ein Gebäude passiv zu kühlen.

dann ist die Aussentemperatur wesentlich

Im Fokus eco2friendly-Magazin

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Broschüre Free Cooling Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften zhaw untersuchte im Auftrag des BFE, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Betriebsarten sich Free Cooling in der Praxis bewährt. Das Merkblatt «Free Cooling: Gute Lösungen brauchen Köpfchen» kann bestellt werden unter: bfe.admin.ch/Publikationen


Wettbewerb

Testen Sie Ihr Wissen Beantworten Sie die Wettbewerbsfrage richtig, und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Übernachtung für zwei Personen in einem Holz100-Zimmer im Hotel Silberhorn, Lauterbrunnen.

Die Wettbewerbsfrage

Wofür steht die Abkürzung HLKKSE? a) Heizung, Lift, Klima, Kälte, Sanitär, Elektro b) Heizung, Lüftung, Klima, Kälte, Sanitär, Elektro c) Heizung, Lüftung, Klima, Kälte, Sanitär, Energie

Tipp

Gewinner der letzten Ausgabe

Die richtige Antwort finden Sie im Beitrag:

Der Gewinner des Wettbewerbs in der

«2000-Watt-Areal mit Bahnanschluss»

Ausgabe Herbst/Winter 2019 (Jubiläumsausgabe) war Daniel Aregger, Stromerei,

Unter den richtigen Antworten

Buttisholz. Er gewinnt zwei Übernachtun-

verlosen wir:

gen im Schloss Wartegg am Bodensee.

eine Übernachtung für zwei Personen in einem Holz100-Zimmer mit Frühstück und Vier-Gang-Nachtessen im Hotel Silberhorn in Lauterbrunnen.

So nehmen Sie am Wettbewerb teil:

Wettbewerbsbedingungen

Die richtige Antwort (a, b, oder c) können

Einsendeschluss ist der 15. Juli 2020. Über

Sie eingeben unter: e2f.ch/wettbewerb.

den Wettbewerb wird keine Korrespondenz

QR-Code scannen und Wettbewerbsantwort eingeben

geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Hotel Silberhorn Das Hotel Silberhorn liegt in der idyllischen Berglandschaft im wunderschönen Lauterbrunnental mit seinen 72 Wasserfällen und den majestätischen Bergen. Hier können Sie sich bei einer vielfältigen Auswahl an Aktivitäten vom Alltag erholen. Am Abend lassen Sie sich bei einem Nachtessen aus frischen, regionalen und traditionellen Schweizer ­Spezialitäten kulinarisch verwöhnen. Die Holz100-Zimmer stehen für 100 Prozent Holz und 100 Prozent Natur – ein tiefer und entspannter Schlaf ist in diesem natürlichen Klima garantiert. Hotel Silberhorn, Familie von Allmen, 3822 Lauterbrunnen, Telefon 033 856 22 10, info@silberhorn.com, www.silberhorn.com

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eco2friendly-Magazin Im Fokus


Fachwissen

Saisonale Energiespeicher

Der Ausbau von Solarenergie und das Abschalten von Atomkraftwerken werden ­unsere Energieversorgung drastisch verändern: Überschüsse an Strom und Wärme entstehen im Sommer, im Winter mangelt es an beidem. Abhilfe könnten Wärmespeichertechnologien bringen, die Sommerwärme bis in den Winter konservieren können. Die Empa forscht daran. Text: Rainer Kose, Empa

Luca Baldini ist Mitarbeiter der Empa-­

Empa ist auf allen Gebieten mit For-

sich dessen Betrieb optimieren lässt, damit

Abteilung «Urban Energy Systems» und

schungsprojekten aktiv.

insgesamt möglichst wenig CO2 ausgestossen

leitet dort die Forschungsgruppe «BEST –

wird. Ein Erdsondenfeld könnte mehr leisten

Building Energy Systems and Technolo-

Erdbecken- und Erdsondenspeicher

und würde geringere Wärmeverluste erleiden

gies». Er und sein Team sind Spezialisten,

Erdbeckenspeicher sind besonders grosse,

als einzelne Erdsonden, glauben die Forscher.

wenn es darum geht, im Sommer gewon-

abgedeckte Speicherbecken, die mit Wasser

nene Energie bis in die Wintermonate zu

oder einer Wasser-Kies-Mischung gefüllt

Phasenwechselspeicher (Eisspeicher)

speichern. Früher wurden saisonale Wär-

sind. Das Wasser in sogenannten Nutzwär-

Hier kühlt sich das Speichermedium bei der

mespeicher eingesetzt, um einzelne Häuser

mespeichern wird, zum Beispiel mit Abwär-

Wärmeentnahme ab, bis sich sein Aggregat-

autark durch den Winter zu bringen. «Heu-

me aus der Industrie, auf bis zu 90 Grad

zustand ändert, etwa von flüssig zu fest. Zu-

te gilt es, Wärmespeicher landesweit ein-

Celsius aufgeheizt, die Wärme kann direkt

sätzlich zur Wärme aus der Flüssigkeit

zusetzen und mit anderen Energieflüssen

verbraucht werden. Niedertemperaturspei-

­gewinnt man dadurch die Kristallisations-

wie der Elektrizitätsversorgung zu vernet-

cher werden dagegen bei 5 Grad bis c ­ a.

energie dazu, die beim Festwerden freigesetzt

zen. So können wir mithilfe gespeicherter

25 Grad betrieben. Daraus wird die Wärme

wird. Ein Eisspeicher etwa gibt durch das Ab-

Wärme CO2-Emissionen einsparen und die

mithilfe von Wärmepumpen entnommen.

kühlen des Wassers von 30 Grad auf 0 Grad

wachsende Spitzenlast auf den elektri-

Auch Erdsonden zählen zu dieser Art Spei-

Celsius gerade einmal einen Drittel seiner

schen Netzen verringern», sagt Baldini.

cher. Baldinis Arbeitsgruppe ermittelt via

gespeicherten Energie ab; zwei Drittel der

Man kann die Speichertechnologien in vier

Computersimulation, wie viel Wärme ein Erd-

Energie werden frei, wenn das Wasser dann

Kategorien einteilen (siehe Grafik). Die

sondenfeld maximal speichern kann und wie

gefriert. Die Verluste von Wärme durch deren

 Mit saisonalen Energiespeichern lassen sich grosse Wärme­ mengen vom Sommer in den Winter überführen. (Grafik: Empa)

 Luca Baldini leitet die Forschungsgruppe «BEST – Building Energy Systems and Technolo­ gies» an der Empa. (Bild: Empa)

Energie und Gesellschaft eco2friendly-Magazin

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Saisonale Energiespeicher. Welche Technik wofür?

Erdbecken-Erdsonden-Speicher = Speicher für sensible Wärme Material Vorteil Nachteil

Wasser oder Wasser-Kies-Gemisch, Erdreich einfache, robuste Technik lohnt nur für Grossspeicher ab ca. 100 Kubikmeter, Wärmeverlust an Umgebung Funktion Speicher wird mit Überschusswärme aufgeheizt, Wärme wird direkt oder über eine Wärmepumpe genutzt.

25–90 °C 20 m

Material

Natronlauge, Zeolith oder MOF («metal-organic frameworks») höhere Energiedichte, verlustfreie Lagerung, auch Kleinspeicher sind möglich Nachteil teures Speichermedium, komplexere Technik Funktion Wärme ist im entwässerten Medium gespeichert. Beim Anfeuchten wird Wärme frei. Beim Austrocknen wird Energie gespeichert.

trocken

Material Vorteil

Wasser, Salzösung oder Paraffin (flüssig/fest). mehr Speicherkapazität pro Volumen als bei Erdbecken-Erdsonden-Speichern. Nachteil teureres Speichermedium (Salz, Paraffin). Bei Eisspeichern Wärmepumpe notwendig. Funktion Speicherung in Form von Kristallisationsenergie: Wasser wird zu Eis, Paraffin wird fest. Beim Verfestigen wird Wärme frei. Beim Verflüssigen wird Energie gespeichert.

aufladen

20 m

entladen

entladen

Sorptionsspeicher = thermochemische Speicher

fest

flüssig

3– 20 °C aufladen

Phasenwechselspeicher = Speicher für latente Wärme

entladen

entladen

Erdgas + Biogas

feucht

Power-to-Gas-Anlagen = Elektrolyse mit Überschussstrom

entladen

Material Vorteil

Vorteil

CH4 aufladen

+

H2 + CO

2

aufladen

+H O 2

aufladen

Wasserstoff, Erdgas speichert Elektrizität, erzeugt Wärme und Elektrizität zugleich. Verlustfreie Lagerung. Nachteil hohe Verluste beim Umwandeln von Elektrizität in Wasserstoff oder Erdgas. Funktion überschüssiger Solar- und Windstrom wird per Elektrolyse in Wasserstoff verwandelt. Aus Wasserstoff kann Erdgas erzeugt werden. Nutzung der gespeicherten Energie mit Brennstoffzellen, Gasturbinen oder Motoren.

Entweichen in die Umgebung sind unabhän-

­gemeinsam mit IBM Research in Rüschli-

Erd- beziehungsweise Biogas. Dieses Gas

gig der Schmelztemperatur gering. Die Empa

kon Adsorptionswärmespeicher, die Be-

kann im bereits bestehenden Erdgasnetz

betreibt einen knapp 70 Kubikmeter grossen

standteile künftiger Klimaanlagen werden

eingelagert und verteilt werden. Der Vorteil

Eisspeicher, der zur kombinierten Wärme-

könnten. Luca Baldini und Benjamin Fu-

dieser Technologie: Aus der gespeicherten

und Kälteversorgung des Forschungsgebäu-

mey forschen an flüssigen Speichersyste-

Energie lässt sich nicht nur Wärme, son-

des NEST dient und gleichzeitig für For-

men aus wasserfreier Natronlauge. Die

dern auch Elektrizität gewinnen. Die Empa

schungszwecke zur Verfügung steht.

Lauge setzt beim Verdünnen mit Wasser

untersucht die Power-to-Gas-Technologie

Wärme frei; zum Wiederaufladen des Spei-

in ihrem Mobilitätsdemonstrator «move» in

Thermochemische Speicher

chers muss die Lauge erhitzt und dadurch

Dübendorf. Wie viel der elektrischen Über-

(Sorptionsspeicher)

entwässert werden. Thermochemische

schussenergie in Wärmespeicher oder aber

Hier wird eine «trockene» Substanz bei-

Speicher sind leistungsfähiger als Erd­

in chemische Energieträger wie Wasser-

spielsweise mit Wasser angefeuchtet. Die

becken- und Phasenwechselspeicher. Sie

stoff oder Methan umgewandelt werden

Wasseraufnahme erzeugt Wärme. Ist die

eignen sich daher für kompakte saisonale

soll, ist für unser künftiges Energiesystem

Substanz vollständig durchfeuchtet, hat der

Wärmespeicher in einzelnen Gebäuden.

eine entscheidende Frage.

­abgegeben. Zum Aufladen benötigt er wie-

Power-to-Gas-Anlagen

Mitarbeit in politischen Gremien

der Wärme, die das Wasser verdampft be-

Bei der Power-to-Gas-Technologie wird

Damit die Energiewende verwirklicht wer-

ziehungsweise die Substanz wieder «trock-

nicht Wärme, sondern Elektrizität eingela-

den kann, darf die Forschung an Wärme-

net». Manche dieser Speicher arbeiten mit

gert. Überschüssiger Strom aus Solar- oder

speichern nicht im Verborgenen stattfin-

Zeolith, einem porösen, künstlich her­

Windenergie, der im Sommer nicht sofort

den. Luca Baldini ist daher in verschiedenen

gestellten Silikatmineral. Auch mikro­

genutzt werden kann, wird mittels Elektro-

politischen Gremien aktiv, etwa im «Forum

poröse, metallorganische Materialien, so-

lyse von Wasser in Wasserstoff umgewan-

Energiespeicher» der AEE Suisse, in deren

genannte MOFs, werden untersucht.

delt und kann in Gasflaschen gespeichert

wissenschaftlichem Beirat er zudem sitzt.

Die Empa forscht mit verschiedenen Pro-

werden. In einem weiteren Schritt ist es

www.empa.ch

jekten auf diesem Gebiet. Matthias Koebel

möglich, aus Wasserstoff und CO2 Methan

untersucht im NFP70-Projekt «THRIVE»

(CH4) zu erzeugen – künstlich hergestelltes

Speicher seine gesamte Wärmeenergie

31

eco2friendly-Magazin Energie und Gesellschaft


Praxiswisse

n

Erneuerbar heizen ist wichtig Der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf einheimische, erneuerbare Energie bringt viele Vorteile – für Gebäudebesitzerinnen, Installateure, das einheimische Gewerbe und die Natur. Damit dieser Umstieg in der Schweiz schneller vorankommt, lanciert EnergieSchweiz das Programm «erneuerbar heizen». Text: erneuerbarheizen.ch

Die Schweiz hat sich im Rahmen des ­Pariser Klimaübereinkommens verpflichtet, bis 2030 ihren Treibhausgasausstoss gegenüber dem Stand von 1990 zu halbieren. 26 Prozent des gesamten CO2-Ausstosses entstehen in den 2,3 Millionen Gebäuden in der Schweiz. Noch sind rund 900 000 Öl- und Gasheizungen in Betrieb. Sollen die Schweizer Gebäude ab 2050 kein CO2

 Mit einheimischer, ­ rneuerbarer Energie e ­h eizen – die Natur dankt dafür.

mehr ausstossen, müssen ab diesem Jahr jedes Jahr 30 000 fossile Heizungen ersetzt werden.

Installateure, Architektinnen und Planer sind als Mittler und Umsetzer gefordert

Impulsberatung «erneuerbar heizen»

Einheimische, erneuerbare Energie

Das Ziel des neuen Programms «erneuerbar

vor jedem Heizungsersatz

Das Programm «erneuerbar heizen» bietet

heizen» ist, dass kein Heizungsersatz ­erfolgt,

Viele Gebäudebesitzer/innen befassen sich

Installateuren und Fachleuten ausserdem

ohne dass der Einsatz eines erneuerbaren

zu

bevorstehenden

spannende Perspektiven und ein wichtiges

Heizsystems geprüft wurde. Denn noch im-

­Heizungsersatz. Mehr als die Hälfte ersetzt

Netzwerk. Bund und Kantone arbeiten eng

mer stellen zu wenig Gebäude­besitzer/in-

das fossile Heizsystem, ohne eine Alter­

zusammen. Mit verschiedenen Partnern

nen auf eine erneuerbare Alternative um.

native zu prüfen. Hier leistet das Programm

sorgt «erneuerbar heizen» 2020 schweizweit

2018 wurden in der Schweiz 22 000 neue

«erneuerbar heizen» von EnergieSchweiz

an sechs Messen mit einem Messestand für

Wärmepumpen installiert. Knapp die Hälfte

wichtige Aufklärungsarbeit. Es zeigt, ­welche

Aufmerksamkeit. Und in einem Fernsehspot

davon bei Sanierungen, der Rest bei Neubau-

erneuerbaren Technologien es gibt und wie

danken vier Tiere stellvertretend für unsere

ten. Im gleichen Zeitraum wurden auch

sie funktionieren. Die Impulsberatung

Natur allen, die jetzt handeln und mit ein-

15 753 neue Gaskessel und 8312 neue Ölkes-

«­erneuerbar heizen» unterstützt Gebäude-

heimischer, erneuerbarer Energie heizen.

sel installiert, 1200 ­davon in Neubauten. In-

besitzer/innen zielgerichtet beim Ersatz

stallateure, Architektinnen und Planer neh-

von fossilen Heizträgern, die mehr als­

men eine ­wichtige Funktion ein. Sie machen

zehn Jahre in Betrieb sind. Sie wird in ver-

Ge­bäudebesitzer/innen auf die erneuerba-

schiedenen Kantonen gefördert. Auf der

ren Systeme aufmerksam und beraten sie

Website des Programms liefert zudem der

zielführend bei der Umsetzung. Das Pro-

Heizkostenrechner präzise Angaben zu den

gramm «erneuer­bar heizen» stellt alle not-

Kosten jeder einzelnen Technologie und

wendigen Instrumente dafür bereit.

zeigt damit das Spar­potenzial auf.

Energie und Gesellschaft eco2friendly-Magazin

spät

mit

einem

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www.erneuerbarheizen.ch Alle Informationen zum Programm «erneuerbar heizen» finden Sie auf der Website erneuerbarheizen.ch: Heizkostenrechner, Impulsberatung, Information zu erneuerbaren Technologien und Aktuelles zu den Aktivitäten des Programms.


Zukunftssichere Wärme aus der Natur Muss die alte Heizung ersetzt werden, entscheiden sich zwei Drittel ­aller Hausbesitzerinnen und -besitzer in der Schweiz wieder für eine Öl- oder Gasheizung. Ein Förderprogramm der Stiftung Myclimate unterstützt den Einbau von Wärmepumpen, die klimaschonender sind. Text: myclimate

Obwohl der Einbau einer Wärmepumpe in

höheren Investitionskosten sein. Dabei

tümer mit einem monetären Beitrag von

den allermeisten Fällen realisierbar und

geht gerne vergessen, dass bei einer Wär-

2000 Franken unterstützt, wenn sie ihre

sehr viel klimaschonender wäre, entschei-

mepumpe die laufenden Kosten für Strom

alte Öl- oder Erdgasheizung durch eine

den sich nach wie vor zwei Drittel aller

und Unterhalt tiefer ausfallen. Die Kosten

energieeffiziente Wärmepumpe (bis zu

Hausbesitzerinnen und -besitzer in der

für Öl oder Gas fallen zumeist ganz weg

einer Leistung von 15 Kilowattstunden)

Schweiz wieder für eine Öl- oder Gashei-

und damit auch die Unsicherheit, die bis-

ersetzen. Damit wird das Hindernis der

zung. «In der Umgebungsluft, dem Erdreich

her mit der Preisentwicklung der Öl- und

­Investitionskosten gesenkt und der Ent-

oder in Gewässern sind riesige Mengen

Gas­preise einherging – eine zukunftssi-

scheid für eine Wärmepumpe erleichtert,

an Wärmeenergie gespeichert. Mit einer

chere und nachhaltige Heizungslösung

womit gleichzeitig das Klima geschont

Wärmepumpe kann diese frei verfügbare

wird geschaffen. Pro installierte Wärme-

werden kann. Die Förderung gilt nur für den

Energie zum Beispiel für die Beheizung von

pumpe werden in einem Einfamilienhaus

Ersatz von Öl- oder Erdgasheizungen, Elek-

Wohnräumen und die Warmwassererzeu-

jährlich etwa 2000 Liter Heizöl oder

troheizungen und andere Heizungsarten

gung genutzt werden», sagt Andrea Wismer,

2000 Kubikmeter Erdgas eingespart. Mit

sind vom Programm ausgeschlossen.

Projektleiter bei der Stiftung myclimate.

dieser Massnahme kann jeder Privathaus-

Laufende Kosten fallen wesentlich

halt zur Reduktion von Treibhausgasemis-

Damit die Qualität des Programms gewähr-

sionen beitragen.

leistet werden kann, erhalten nur solche

tiefer aus

Wärmepumpenanlagen

einen

Förder­

Der Grund, weshalb sich dennoch viele

Finanzielle Unterstützung

beitrag, die gemäss Qualitätsstandard Wär-

Hauseigentümer gegen eine Wärmepumpe

Dank dem Myclimate-Förderprogramm

mepumpen-System-Modul (WP-System-­

entscheiden, dürften die vergleichsweise

werden Hauseigentümerinnen und -eigen-

Modul) entwickelt wurden. Dank dem Wärmepumpen-System-Modul sind die verschiedenen Heizungskomponenten optimal aufeinander abgestimmt. Dadurch steigt die Energieeffizienz, und es fallen geringere Heizkosten an.

 Eine Wärmepumpe mit WP-System-­ModulZertifikat garantiert höchste Qualität: hohe Energieeffizienz und optimale Abläufe. Bild: Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz FWS

33

www.myclimate.org/wp Leading Partner Seite 96

eco2friendly-Magazin Energie und Gesellschaft


Messe für Bauen Wohnen, Garten und Energie

2. – 5.4.2020 Tägi Wettingen Do Fr 13– 20

Sa So 10– 18

Donnerstag Eintritt gratis


Erdungssysteme für mehr Sicherheit Der Erder leitet Blitzschläge, Überspannungen oder Potenzial­ausgleichsströme sicher an Gebäuden vorbei ins Erdreich und schützt den neuen Fernseher, die Photovoltaikanlage, die Ferien­fotos auf dem Computer oder die wertvolle Haussteuerung. Text: Arthur Flury AG

Um das eigene Haus sicher vor Blitzschlägen zu schützen, braucht es ein fachgerecht installiertes Blitzschutzsystem. Dieses umfasst Schutzmassnahmen an der Gebäudehülle und im Inneren des Hauses. Dabei leiten die Fang- und Ableiter die geballte Stromladung aus einem Blitz zum Erder, dessen Kontaktstellen so verarbeitet sind, dass sie dem Einschlag standhalten.

 Anschliesspunkte sind das zentrale Element für die dauerhafte Verbindung zur Fundamenterdung. Sie müssen korrosionsfest sein und Kurzschlussströmen schadlos standhalten.

Der Erder leitet nun den Blitzschlag sicher am Haus vorbei ins Erdreich, wo er keinen Schaden anrichten kann. Eine weitere mögliche Gefahr geht von

tenden Erdleiter verbunden sein. Der Fun-

Tiefenerder

Wasser- und Heizungsleitungen aus. Um

damenterder muss umsichtig geplant und

Der Tiefenerder eignet sich hervorragend

Personen, die sich in deren Nähe befinden,

installiert werden. Die Verbindungsleiter zu

als Einzelerder oder zur Ergänzung von An-

vor Überspannung zu schützen, gleicht der

den Anschliesspunkten für Potenzial­

lagen mit ungenügendem Erdübergangs­

Potenzialausgleich die Spannungsunter-

ausgleich und Blitzschutz müssen bei Bau-

widerstand. Tiefenerder mit Kupferelektro-

schiede aus und leitet sie ebenfalls an

beginn zusammen mit dem Erdleiterring

de sind korrosions- und elektrotechnisch

den Erder weiter. Nachfolgend werden die

erstellt werden.

optimal. Die Wirksamkeit ist durch die Be-

drei wichtigsten Erdungskonzepte vorge-

schaffenheit des Erdreiches und die Länge

Banderder (Ringerder)

stellt.

des Erdleiters bestimmt.

Der Banderder (Ringerder) wird bei Bauten

Fundamenterder

erstellt, die keine oder nur eine ungenügen-

Das Erdungs- und Blitzschutzsystem der

Ein Fundamenterder muss in jedem neuen

de Erdung aufweisen. Der Erdleiter muss

Arthur Flury AG umfasst alle System­ ­

Bauwerk mit elektrotechnischen Installa-

im feuchten Erdreich eingegraben (Tiefe

komponenten für den ganzheitlichen Schutz

tionen vorschriftsgemäss erstellt werden.

mind. 70 cm) und zu einem Ring verbunden

von Personen, Gebäuden und der elektro-

Er ist elektro- und korrosionstechnisch die

sein. Für Leiter und Verbinder muss dassel-

technischen Infrastruktur. Die Produkte er-

beste Lösung und muss darum jeder ande-

be korrosionsfeste Material verwendet wer-

füllen den Stand der Technik auf höchstem

ren Erdung vorgezogen werden. Der Erdlei-

den. Alle Verbindungsleiter zum Potenzial-

Niveau. So sind zum Beispiel Blitzschutzbau-

ter muss zum Ring verbunden, entlang der

ausgleich und zu jedem Blitzschutzableiter

teile für Blitzstossströme bis 100 Kiloampere

Aussenkanten der Bodenplatte eingelegt

müssen mit dem Erdleiterring direkt und

und das Fundamenterdungsmaterial auf

und von Konstruktionsbeton (Zement­

blitzstossstromfest verbunden sein. Die

Kurzschlussstrom geprüft.

gehalt mind. 300 kg/m ) umschlossen sein.

Wirksamkeit des Banderders ist durch die

Ist eine Bewehrung vorhanden, muss diese

Beschaffenheit des Erdreiches und die Län-

alle fünf Meter mit dem elektrisch gut lei-

ge des Erdleiters bestimmt.

3

35

www.aflury.ch Leading Partner Seite 86

eco2friendly-Magazin Energie und Gesellschaft


Fachwissen

Wenn Druckluft das Stromnetz stabilisiert

Seit rund fünf Jahren erforschen Schweizer Wissenschaftler gemeinsam mit Industrie­partnern, ob sich Strom in Form von komprimierter Luft in Fels­kavernen speichern lässt. Die Zwischenergebnisse zeigen, dass solche Speicher künftig bei der Bereitstellung sekundärer Regelleistung rentabel arbeiten könnten. Text: Dr. Benedikt Vogel, im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE)

Seit einigen Jahren kursiert eine faszinie-

In der Schweiz haben Wissenschaftlerin-

Technologien sind verfügbar

rende Idee dazu, wie sich die Schweizer Berg-

nen und Wissenschaftler verschiedener

Dr. Andreas Haselbacher, der für die ETH

welt für die Stromwirtschaft nutzen liesse:

Hochschulen in den letzten fünf Jahren

Zürich an mehreren Forschungsprojekten

durch den Bau von Felsspeichern, die Strom

Druckluftspeicher erforscht. Sie wurden

beteiligt war, zieht ein positives Fazit: «Ein

in Form von Druckluft aufbewahren. Wäh-

unterstützt vom Bundesamt für Energie

Druckluftspeicher scheint grundsätzlich

rend Stauseen Energie saisonal speichern,

(BFE), vom Schweizerischen National-

realisierbar, denn die erforderlichen Tech-

sind Druckluftspeicher als Kurzzeitspeicher

fonds (SNF) und von Innosuisse im Rah-

nologien sind auf dem Markt verfügbar.

konzipiert: Sie könnten zeit­weilige Produk-

men des Swiss Competence Center for

Unter optimalen Bedingungen würde ein

tionsüberschüsse von er­­neuerbarem Strom

Energy Research (SCCER). Die Forscher

solcher Speicher auch rentabel arbeiten,

(zum Beispiel Solarstrom) in den Alpen ohne

untersuchten gemeinsam mit Industrie-

wenn er nämlich sekundäre Regelleistung

Beeinträchtigung der Landschaft für Stun-

partnern, ob Felsspeicher technisch um-

bereitstellt, wie sie zur Stabilisierung des

den oder Tage aufnehmen, bis der Strom von

setzbar sind und wirtschaftlich betrieben

Schweizer Stromnetzes benötigt wird.»

den Konsumenten gebraucht wird.

werden könnten. Ein Druckluftspeicher besteht aus drei Hauptkomponenten: Beim Ladevorgang wandeln Kompressoren elektrische Energie in heisse Druckluft um. Diese wird durch einen Wärmespeicher geleitet, damit abgekühlt und anschliessend in einer luftdichten Felskaverne aufbewahrt. Beim Entladevorgang fliesst die kalte Luft aus der Kaverne durch den Wärmespeicher, nimmt damit Wärme auf und wird dann in

Hochspannungsnetz Umspannwerk

einer Turbine expandiert, die über einen Generator Strom erzeugt. Ein Pilotprojekt

Pfropfen Maschinenhalle

Speicherhohlraum

unter der Leitung von Dr. Giw Zanganeh in einem ausgedienten Tessiner NEAT-Stollen sammelte von 2014 bis 2016 erste ­Erfahrungen mit diesem Konzept. Das For-

Kompressor Turbine Motor/Generator Thermischer Speicher  Schematische Darstellung eines Druckluftspeichers: Überschüssiger Strom wird in einem Kompressor verdichtet. Dabei entsteht heisse Druckluft, die in eine mit Wärmespeicher ausgerüstete Felskaverne geleitet wird. Auf diese Art kann die elektrische Energie in Form von Druckluft (im Speicherhohlraum) und Wärme (im thermischen Speicher) aufbewahrt werden. Beim Entladen des Druckluftspeichers läuft der Prozess in der Gegenrichtung ab: Die Druckluft nimmt aus dem thermischen Speicher Wärme auf und wird dann auf eine Turbine geleitet, die über den angeschlossenen Generator Strom produziert. Illustration: Andreas Haselbacher, ETH

Energie und Gesellschaft eco2friendly-Magazin

36

schungsvorhaben hat unter anderem bestätigt, dass ein aus Kieselsteinen und einer Aluminium-Kupfer-Silizium-Legierung aufgebauter Wärmespeicher die bei der Kompression erzeugte Wärme wunschgemäss aufnimmt und abgibt. Das Projekt hat zudem die Dichtigkeit der Felskaverne bei


Beispiel eines Radialverdichters (rechts) und einer Axialturbine (links), wie sie in einem Druckluftspeicher zum Einsatz kommen könnten. Solche Kompressoren und Turbinen finden heute breite Anwendung im Öl-/Gasgeschäft, in industriellen Prozessen etwa bei der Stahlherstellung oder bei der Zerlegung von Luft in Stickstoff und Sauerstoff. Quelle: MAN Energy Solutions Schweiz AG

einem Druck von 8 bar nachgewiesen

Immer, wenn das Stromnetz über- bzw.

­Solutions Schweiz AG (Zürich). Interesse

(noch nicht aber bei den 100 bar, die in

unterversorgt ist, werden Druckluftspei-

­signalisiert auch Felix Amberg, Verwal-

­einem kommerziellen Druckluftspeicher

cher für kurze Zeit ge- bzw. entladen, um

tungsratspräsident der Amberg Group

voraussichtlich herrschen werden).

das Stromnetz zu stabilisieren. Die Inves-

(­Regensdorf/ZH). «Wir sind sehr interes-

titionskosten für einen 500-Megawattstun-

siert, unser bautechnisches Know-how bei

Der Teufel liegt im Detail

den-Druckluftspeicher liegen bei 100 bis

Konzeption und Bau einer solchen Anlage

Zusätzliche Erkenntnisse will nun ein

150 Millionen Franken.

einzubringen.»

BFE-Anschlussprojekt gewinnen: Wissenschaftler der ETH Zürich wollen klären, in

Armeekasernen ungeeignet

welcher Form eine Felskaverne zweck-

Bleibt die Frage, wo Druckluftspeicher ge-

mässig und kostengünstig gebaut werden

baut werden könnten. Leer stehende

könnte. Auch soll untersucht werden, ob

­Armeekavernen in den Alpen kommen da-

sich die Dichtigkeit einer Kaverne sicher-

für nicht infrage, wie Forscher in einem

stellen liesse, indem man sie mit einer

von 2017 bis 2020 laufenden SCCER-Projekt

Kunststofffolie auskleidet. Eine weitere,

zeigen konnten. Ein Hauptgrund: Beste-

ebenfalls vom BFE getragene Studie wurde

hende Kavernen haben nicht das erforder-

2019 abgeschlossen. Sie hat das Verhalten

liche Volumen und zudem eine grosse

der Turbomaschinen (Kompressoren, Tur-

Ober­fläche im Verhältnis zum Volumen,

binen) untersucht, mit denen der Druck-

was zu relativ hohen Wärmeverlusten an

luftspeicher geladen bzw. entladen wird.

den Fels führt.

«Ein Druckluftspeicher erreicht innerhalb

Soll in der Schweiz ein Druckluftspeicher

weniger Minuten den optimalen Betriebs-

Wirklichkeit werden, müsste als Nächstes

punkt zur Aufnahme und Abgabe von

eine Demonstrationsanlage gebaut wer-

Strom. Er ist damit geeignet für die Bereit-

den. Interesse ist in der Schweizer Indust-

stellung von sekundärer Regelleistung»,

rie vorhanden. «Die Bereitstellung von

sagt Professor Maurizio Barbato von der

Druckspeicherlösungen zur Umsetzung

Scula universitaria porfessionale della

der neuen Energiepolitik trifft exakt unse-

Svizzera italiana (SUPSI). Bereitstellung

re neue strategische Ausrichtung», sagt­

von sekundärer Regelleistung bedeutet:

Dr. Philipp Jenny von der MAN Energy

37

Informationen Den Schlussbericht zum Projekt «AACAES-­G2G – Advanced Adiabatic Compressed Air Energy Storage grid-to-grid performance modelling» findet man unter: www.aramis.admin.ch/Texte/­ ?ProjectID=40602 Links zu den Berichten des SNF-Projekts: www.nfp-energie.ch Auskünfte zum Thema Druckluft­speicher erteilt Roland Brüniger (roland.brueniger@ brueniger.swiss), Leiter des BFE-Forschungsprogramms Elektrizitätstechnologien. Weitere Fachbeiträge über Forschungs-, Pilot-, Demonstrations- und Leuchtturmprojekte im Bereich Elektrizitätstechnologien finden Sie unter www.bfe.admin.ch/ ec-strom.

eco2friendly-Magazin Energie und Gesellschaft


Fachwissen

Tonsolarziegel – Baustoff der Zukunft Die neue Dauerausstellung «Ton – Baustoff der Zukunft» in der Umwelt Arena präsentiert Tonsolarziegel als wärmedämmendes Einsteinmauerwerk. Die Ausstellung zeigt das Potenzial des Baustoffes Ton und was bereits heute möglich ist. Text: Umweltarena

Künftig sollen Gebäude nicht nur weniger

bestehende Gebäude mit Fotovoltaik aus-

wurde kürzlich von der Umwelt Arena

Energie verbrauchen, sondern nach Mög-

zustatten, ohne dadurch den Ortscharakter

Schweiz gemeinsam mit Ausstellungspart-

lichkeit auch selbst Energie produzieren.

zu stören. Denn heutige Solarziegel produ-

nern in Regensdorf realisiert. Die Wohn-

Mit einer gut dimensionierten Fotovoltaik-

zieren nicht nur Strom, sondern fügen sich

überbauung an der Affolternstrasse in Re-

anlage, abgestimmt auf den Verbrauch,

harmonisch ins Gesamtbild des Hauses,

gensdorf ist eine Überbauung, in deren

kann enkeltauglich gebaut und können die

aber auch ins Ortsbild ein.

Kernzone stromproduzierende Ziegel ver-

Stromkosten für die Haushalte reduziert werden.

baut wurden. Rudolf Gasser, Gasser CeraWer Stromerzeugung und -speicherung,

mic, sagt: «Solarziegel vereinen die Vortei-

Wärme- und Kälteerzeugung und Elektro-

le einer cleveren Fotovoltaiklösung mit

Einsatz bei ortsgeschützten Bauten

mobilität in einem integrierten Energiesys-

jenen eines klassischen Ziegeldachs.»

Die neuen Tonsolarziegel eignen sich für

tem kombiniert, kann die Ziele der Energie-

den Einsatz auf ortsbildgeschützten Bau-

strategie ökologisch und wirtschaftlich

Neue Software erlaubt erdbebensichere

ten oder Bauvorgaben in Kernzonen. Der

erreichen. Neu sind auch «Eigenver-

Bemessung von Mauerwerk

Einsatz von Tonsolarziegeln gibt Architek-

brauchsgemeinschaften» möglich. Eine

Die Erdbebensicherheit von Mauerwerk be-

ten zudem die Möglichkeit für eine zeitge-

solche Eigenverbrauchsgemeinschaft, bei

ziehungsweise deren Nachweis wurde in

mässe Gestaltung von Neubauten, bietet bei

der alle Mieter vom umweltfreundlichen

der Vergangenheit oft infrage gestellt. Die

Umbauten aber auch die Chance, bereits

Strom des Solarziegeldachs profitieren,

Bemessung von Mauerwerk in einem wirtschaftlich sinnvollen Rahmen war bis jetzt für Ingenieure schwierig. Die knapp bemessenen Pauschalbeträge verursachten Kostendruck und liessen keine aufwendigen Umwege zugunsten einer favorisierten Bauweise zu. Mit einer in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich entwickelten neuen Ingenieursoftware von Cubus wird sich das künftig ändern. Der breite Einsatz dieser neuen Lösung bringt für verschiedene am

 Überbauung Affolternstrasse Regensdorf.

Bau Beteiligte erhebliche Vorteile wie Sicherheit für Ingenieure, Gestaltungsfreiheit für Architekten, aber auch Zeit- und Kostenersparnis für Baumeister und Bauherren. Dank dem neuen Softwaremodul können in der Simulation Erdbebenkräfte nun auch auf das Mauerwerk übertragen werden.

Wärmedämmendes Einsteinmauerwerk Mit wärmedämmendem Einsteinmauerwerk können ohne zusätzliche Aussendäm-

Energie und Gesellschaft eco2friendly-Magazin

38


mung Passivhäuser erstellt werden. Monolithisches Mauerwerk hat hervorragende Eigenschaften bezüglich seiner Wärmespeicherfähigkeit. Es speichert die Energie in der Wand und gibt sie phasenverschoben wieder ab. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass über den Querschnitt die Diffusionsoffenheit erhalten bleibt und die Wand somit weiterhin atmen kann. Die Diffusionsoffenheit, verbunden mit der massiven Tragfähigkeit, ermöglicht ein Optimum bezüglich Statik und bauphysikalischer Eigenschaften. Wände aus verfülltem Einsteinmauerwerk können auch Wärme aufnehmen, weiterleiten und zeitversetzt wieder abgeben. So wird im Winter beispielsweise tagsüber Sonnenenergie in der Wand gespeichert, am Abend gibt die Wand die Wärme verzögert ab und sorgt damit für ein angenehm behagliches Raumklima. Im Sommer hingegen trägt die Verzögerung zu ausgeglichenen Temperaturen bei: Der Raum bleibt tagsüber länger kühl, und es kann auf Klimaanlagen verzichtet werden. Die ganzheitlich betrachtete Energiebilanz fällt über die Zeit besser aus, was das Budget und die Umwelt schont.

 Neue Dauerausstellung «Ton – Baustoff der Zukunft» in der ­U mwelt Arena Schweiz.

Walter Schmid, Verwaltungsratspräsident Umwelt Arena Schweiz, hat schon zahlrei-

 Wärmedämmendes Einsteinmauerwerk.

che Sanierungsprojekte umgesetzt und kann, unter anderem mit den beiden Neubauprojekten

«Erstes

energieautarkes

Mehrfamilienhaus der Welt, Brütten» sowie «Mehrfamilienhaus mit Energiezukunft, Zürich-Leimbach», auf einen grossen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Er erklärt: «Die neue Ausstellung ‹Ton – Baustoff der Zukunft› unserer Partnerfirmen ZZ Wancor und Gasser Ceramic in der Umwelt Arena

nende Dächer und Fassaden. Fachleute,

zeigt, wie Ton als natürlicher und hochwer-

Laien, Investoren, Bauherren und Mieter

tiger Baustoff genutzt werden kann und wie

finden in der Umwelt Arena verschiedene

mit Solarziegeln ästhetisch ansprechende

Ausstellungen zu den Themen «erneuer-

Solardächer möglich sind.»

bare Energien», «Energienetz der Zukunft», «Solarfassaden» sowie zur Gebäudetechnik

Die neue Ausstellung zeigt nicht nur Ton-

und Gebäudehülle im Allgemeinen.

solarziegel und Backsteine aus Schweizer

www.umweltarena.ch

Produktion, sondern auch energiegewin-

39

Ausstellung «Ton – Baustoff der Zukunft» Öffnungszeiten Umwelt Arena Schweiz: Besucher: Mittwoch bis Sonntag, 10–17 Uhr. Events/Führungen: täglich, nach Vereinba­ rung. Aktuelle Öffnungszeiten und Daten Indoor­ Parcours siehe www.umweltarena.ch

eco2friendly-Magazin Energie und Gesellschaft


Prüfungs-Primus – so macht weiterbilden Spass Bei E-Profi Education, dem Kompetenzzentrum für massgeschneiderte Weiterbildungen in den Bereichen Elektro, Gebäudeinformatik und Unternehmensbildung, treffen die Studierenden nicht nur ein einmaliges Lernklima an, sie profitieren auch vom direkten Austausch mit Absolventen. Text: E-Profi Education

Es ist ein verregneter Samstag, Ende No-

revidierten Wegleitungen des Verbandes

Richtige Vorbereitung ist Schlüssel

vember, in Eschenbach. Doch das Bild

EIT.swiss (vormals VSEI) fanden im Novem-

zum Erfolg

trügt, denn E-Profi Education empfängt

ber zum ersten Mal die passenden eidgenös-

Im HE-Profi-Update gibt Ralf gerne Tipps,

ihre stolzen Absolventen der Berufs- und

sischen Prüfungen in Sarnen statt. Für die

wie er diesen Abschluss so erfolgreich

Höheren Fachprüfungen. Mit einem Strah-

Elektroprojektleiter Planung war die Fall-

gemeistert hat und meint stolz: «Das Er-

len im Gesicht, greifen die neuen Elekt-

arbeit Sicherheit heraus­fordernd.

stellen eines konkreten Lernplans (also die

ro-Spezialisten zu Kaffee und Gipfeli und

akribische Planung), wann und wie ich

erzählen sich gegenseitig, von ihren Erfol-

Seit Jahren gehört E-Profi Education zu ei-

welches Thema lerne, hat mir sehr gehol-

gen und Erfahrungen an den diesjährigen

ner der Ausbildungsstätten mit den besten

fen.» Aber auch der beste Plan alleine ist

Prüfungen zum Elektro-Projektleiter (BE)

Erfolgsquoten im ganzen Land. Dank hohem

kein Erfolgsgarant, wenn das Timing nicht

mit eidgenössischem Fachausweis sowie

Einsatz haben in dieser Prüfungs­periode die

stimmt. Mit einem Lächeln fügt er an: «Ich

zum eidgenössisch diplomierten Elektro-

drei Klassen zu 80 Prozent bis 83 Prozent die

war eine Woche zu früh parat für die gros-

installateur (HE).

eidgenössischen Prüfungen erfolgreich ab-

se Prüfung, da ich bereits zwei Wochen

solviert. Besonders hervor­zuheben sind die

zuvor, mit dem Endspurt begonnen hatte.»

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf

Leistungen von Ralf, Alex und Matthias, wel-

Aussagen wie diese, nehmen die Studie-

den Absolventen der beiden neuen Lehrgän-

che bei dem EIT.swiss als Tagesbeste mit

renden welche, momentan an der Ausbil-

ge, Elektroprojektleiter Planung und Instal-

Noten 5.0 bis 5.3 abgeschlossen haben und

dung zum diplomierten Elektroinstallateur

lation & Sicherheit (BPE). Infolge der total-

damit den Primus holten.

sind, natürlich interessiert auf. Der Austausch aufgrund des Erfahrungsschatzes von Koller hilft enorm. Der frischgebackene Elektro-Projektleiter Matthias hat wichtige Hinweise für eine erfolgreiche Weiterbildung. Er ist vor allem von seinen Dozierenden bei E-Profi Education angetan: «Sie haben uns optimal vor-

 Die Digitalisierung im Eigenheim – Studierende lernen KNX im Labor.

bereitet und uns ein gutes Gefühl vermittelt.» Mathias’ Strategie zum Bestehen der Prüfungen: «Kurz vor den beiden Prüfungstagen muss man nochmals alles in die Waagschale werfen, ich habe enormen Aufwand betrieben, aber es hat sich gelohnt. Da unsere Prüfung an zwei auf­ einanderfolgenden Tagen stattfand, habe ich mich nach dem ersten Prüfungstag anderweitig beschäftigt. Dies hat mir den

Weiterbildung eco2friendly-Magazin

40


Absolventen der Klassen BE-39, BE-40, HE-41 und BPP-Refresh.  Lernen im Team – einer weiss es immer.

Kopf freigehalten und mich etwas vom

meint Franc (Absolvent der HE-Klasse). Zu-

oder etwas Unbequemes anzuziehen, viel

Stress abgelenkt.»

sammen mit seinen Mitstudierenden hat er

eher sollte man die Prüfung als einen Kun-

eine eigene Zusammenfassung erstellt, er

dentermin betrachten, wo man versucht den

Erfahrungsaustausch als wertvoller

empfiehlt den Anwärterinnen und Anwär-

Kunden von seiner Offerte und seinen Vor-

Praxisbezug

tern, dies selbst zu tun und nicht einfach

haben zu überzeugen.»

Neben der richtigen Vorbereitung gilt vor

eine von einem Kollegen zu kopieren: «Nur

allem der praxisnahe Unterricht als wichti-

dadurch habe ich mich wirklich nochmals

ger Baustein für den umfassenden Lerner-

intensiv mit den einzelnen Modulen befasst

folg. Für diesen hat E-Profi Education viele

und das Relevanteste aufgeschrieben.»

Modelle entwickelt, welche es den Studierenden erlaubt, direkt mit den Dozierenden

Als sich der Tag langsam zum Ende neigt

und Mitstudierenden an sogenannten Lern-

und die derzeitigen sowie ehemaligen Stu-

inseln praktische Übungen durchzuführen.

dierenden bei einem gemütlichen Zusam-

Diese interdisziplinäre Lernform wird durch

mensein das obligate Fondue Chinoise, wel-

Gruppenarbeiten abgerundet.Hier können

ches von E-Profi Education offeriert wird,

sich die Studierenden in Teams beweisen

geniessen, betonen sie, dass gerade diese

und gegenseitig voneinander profitieren.

familiäre Atmosphäre und der respektvolle

«Häufig läuft eine Teamarbeit so gut, dass

Umgang miteinander ein weiterer Baustein

wir auch gleich als Lerngruppe zusammen

für den Erfolg sei. So meint Ralf: «Es ist nicht

auf die eidgenössische Prüfung lernen»,

nötig sich an den Prüfungen zu verstellen

41

www.e-profi.ch Leading Partner Seite 88

Die nächsten Kursstarts • Elektro-Sicherheitsberater/in (R2003): 4. Mai 2020 • Elektro-Projektleiter/in Installation & Sicherheit (P02017): 4. Mai 2020 • Eidg. Dipl. Elektroinstallateur (R2003): 7. Mai 2020 • Brandschutzfachfrau-/mann (BSF): 19. Juni 2020

eco2friendly-Magazin Weiterbildung


Bildungslandschaft Gebäudeinformatik (GIN) Gebäudeinformatiker/innen verstehen ein modernes Gebäude als mehr denn nur die Hülle einer Vielzahl von autonomen Gewerken. Das Gebäude ist ein komplexes System, das neben den architektonischen Qualitäten den unterschiedlichsten Ansprüchen wie Nachhaltigkeit oder ­flexi­bler Nutzung gerecht werden muss. Text: SwissGin

Integration der Disziplin Gebäudeinformatik im Bauablauf und Datenfluss zur Erstellung digitaler Zwilling Bauen entwickelt sich zu einer immer anBauherrschaft Investor Betreiber

spruchsvolleren Aufgabe, die interdisziplinäres Denken und Handeln sowie fundierDabei sind jene Fachkräfte gefragt, die über

Struktur

Betrieb

ihre angestammten Gewerke- und Bran-

Technik

chengrenzen hinausdenken und alle Facet-

Architektur (Funktion, Energie)

ten der Technik im Gebäude korrekt sowie

Form, Volumen, Umgebung

Systemarchitektur, Techn. Koordination

Architekt

Gebäudeinformatiker

HLKS

Räumliche Koordination

Bauingenieur

der Informatik und den Planungsmethoden Einstellen Auswerten etc.

Vorprojekt, Bauprojekt, Bewilligungsverfahren, Auflageprojekt, Ausschreibung, Offertvergleich, Vergabeantrag

(BIM) sowie Simulationsmöglichkeiten unterstützen. Dies setzt eine stete Weiter-

bildung voraus. Nur dadurch können künf-

tig die besten Offenes Lösungen für den ganzen Datensystem Lebenszyklus (SIA-Phasen bis sechs) verteilteeins Ausführung

Systemintegration ICT + BCT

Phase 6

eines Gebäudes mit oft wechselnden Nutdigitaler Zwilling

Bau

Phase 5

Realisierung

GA / GIN

sind Hilfsmittel, welche die Fachkräfte

Installation

Bewirtschaftung

Erfassen

Die Entwicklungen in der Gebäudetechnik,

Fachplanung Elektro

entsprechend den Wünschen ihrer Kunden vernetzen.

zungen gewährleistet werden. Ein Treiber

Daten dieser Entwicklung ist der rasante FortGebäudeinformatiker als Technischer Fachkoordinator, Systemintegrator und Bewirtschafter TGM

Projektierung / Ausschreibung Strat. Planung / Vorstudien Phase 3 + 4 Phase 1 + 2

Planung

tes Fachwissen der Beteiligten voraussetzt. Betriebskonzept

Facility Management Kaufmännisches-, Infrastrukturelles-, Technisches Gebäudemanagement

schritt im Bereich Internet Dinge (IoT). GAder / GIN Die Gebäudeinformatik vereint die traditionellen Gewerke sowie in rasant zunehmen-

Aktivieren

Anwenden dem Masse auch den Bereich Multimedia mit den Themen eMobility, Digital Signage (Audio/Video), Mixed Reality und IoT zu

FM

­einem durchgehenden System. Damit werden die Wirkung der einzelnen Komponenten und die Gesamtleistung optimiert.­ Dies ermöglicht wesentliche ökonomische wie

ökologische

Optimierungen,

zum

Beispiel eine wesentliche Energieeffizienzsteigerung. Zusätzlich werden über die

 Gebäudeinformatik (GIN) im Bauprozess.

Weiterbildung eco2friendly-Magazin

42


Gebäudeinformatik umfangreiche Daten ­

Gewerken (HLKS, Elektro, Energie, Automa-

Mit diesem Vorgehen sollen Lücken ge-

von hoher Qualität für die Benutzer und

tion, Multimedia, Sicherheit, Kommunika-

schlossen und die Bedürfnisse der Bran-

­Betreiber generiert.

tion usw.) zu verfügen, wurde das Bildungs-

chen abgedeckt werden. Die kontinuierli-

konzept

die

che Aus- und Weiterbildung professioneller

Voraussetzung für eine reibungslose Inter-

Berufs- und Weiterbildung ab 2008 erarbei-

Gebäudeinformatik

über

Fachkräfte in allen SIA-Phasen ist das Ziel.

operabilität zwischen den einzelnen Pro-

tet und mit Gründung des SwissGIN 2011

SwissGIN und MMTS freuen sich auf eine

dukten sind standardisierte Schnittstellen

offiziell lanciert. Die stetige Weiterentwick-

spannende Entwicklung und weitere ge-

und Protokolle. Daher sind Allianzen und

lung des Bildungskonzeptes hin zur abge-

meinsame und ergiebige Fortschritte.

Kooperationen notwendig, um die smarten

bildeten Bildungslandschaft trug mit dem

Gebäude der Zukunft realisieren zu können.

Abschluss des Gebäudeinformatikers NDS

Als Alternative bleiben kostenintensive Ab-

im November 2016 erstmals Früchte.

www.swiss-gin.ch Leading Partner Seite 99

grenzungen zwischen den unterschied­ Am 29. Januar 2020 startete das erste Brü-

lichen Gewerken und Disziplinen.

ckenangebot für Multimediaelektroniker,

Fachkräfte von der Vorstudie bis zur

Telematiker und Automatiker, der Zertifi-

Bewirtschaftung

katskurs Gebäudeinformatik. In einem

Die Anforderungen an die Gebäudeinfor-

­Semester wird anhand eines IoT-Praxis­

matik müssen durch eine ausgebildete und

projektes (Sensoren, Aktoren, Cloud, Visu-

interdisziplinär agierende Fachkraft – den

alisierung usw.) das Verständnis für die

Gebäudeinformatiker – in einer frühen Pla-

Gebäudeinformatik erzeugt. Einen Einblick

nungsphase jedes Projektes eruiert und

z.B. vor einem HF-Studium bietet der

dokumentiert werden. Um stets über genü-

­Tageskurs zu IoT, der im November 2019

gend Fachkräfte in den unterschiedlichen

erfolgreich durchgeführt wurde und im

Bauphasen nach SIA und den einzelnen

­April 2020 wieder angeboten wird.

Kursstarts • IoT-Tageskurs TBZ, Zürich, am 6.4.2020 • IoT-Tageskurs E-Profi Education, Eschenbach, am 1.4.2020 • Gebäudeinformatiker/in HF ab 4.9.2020 • NDS Gebäudeinformatiker/in ab 5.3.2021

FORUM mit interessanten Fachreferaten

Die Messe rund ums Eigenheim

26. bis 29. März 2020 BERNEXPO-Gelände, Halle 4.1 Do & Fr 16 – 20 Uhr Sa 10 – 17 Uhr So 10 – 16 Uhr

Veranstalterin

Partner

Eintritt frei www.zuhause-bern.ch

Medienpartner

43

eco2friendly-Magazin Weiterbildung


Praxiswisse

n

Wohnkomfort mit nachhaltigem Gebäudekonzept In Zug entstand ein Haus mit grossen eingeschossigen Wohnungen. Das Gebäude ist im Minergie-Standard erbaut und mit einem ­intelligenten Hausleit- sowie einem Energiemanagementsystem ausgerüstet. Text: Judith Brandsberg

Wie im Einfamilienhaus wohnen und

und teuer.» Der Bauherr dieses Gebäudes

Ferienabwesenheit kann eine Anwesen-

trotzdem bis ins hohe Alter dort leben kön-

wählte eine KNX-Steuerung. «KNX ist ak-

heitsbeleuchtung programmiert werden.

nen – mit dieser Idee erstellte ein Bauherr

tuell das einzige System, das ich kenne,

in Zug ein Mehrfamilienhaus. Neben kom-

welches die Geräte so miteinander verbin-

Energie wird optimal verbraucht

fortablem Wohnraum war Nachhaltigkeit

den kann, dass sie kommunizieren kön-

Das Energiemanagementsystem «Smart

für ihn ein wichtiger Punkt. Deshalb wurde

nen», sagt der Elektroinstallateur Roland

me» steuert die gesamten Funktionen und

das Gebäude im Minergie-Standard erbaut.

Baur von Speri & Bütler AG. Und Lea

sorgt dafür, dass die Energie optimal im

Energetisch gesehen sind dabei die Ge-

­Rickenbacher ergänzt: «Für KNX muss der

Haus verbraucht wird. Abrechnungen kön-

bäudehülle und die Fenster sehr wichtig:

Bauherr schon etwas technikaffin sein,

nen auf Knopfdruck erstellt werden, die

Bei den dreifach verglasten Airlux-Fens-

sonst wird er eher eine teure Küche wäh-

Heizkosten und der Warmwasserverbrauch

tern wird Luft in die Dichtungen geblasen,

len. Eine Investition in eine Steuerung

werden automatisch verteilt, und es wird

dadurch isolieren sie zu 100 Prozent. Das

rechnet sich jedoch, da nicht nur bei der

aufgezeigt, wie viel Strom selbst produziert

Gebäude selbst besitzt viel Speichermasse,

Energie gespart werden kann, sondern

und wie viel elektrische Energie eingekauft

auch die dicken Betondecken speichern

Erdsonden beheizt, und im Sommer kühlt

«Wichtig ist, dass auch die natürlich vorhandene Energie genutzt wird.»

die Fussbodenheizung mit Free Cooling 1

Roland Baur

Wärme. Des Weiteren produziert eine PV-Anlage auf dem Dach elektrische Energie, die in einer Batterie gespeichert wird. Das Gebäude wird mit einer Wärmepumpe mit

über die Erdwärmesonde. Der Bauherr

wurde. Die Stockwerkeigentümer verbrauchen den Solarstrom in einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV). Per App sehen sie ihren Verbrauch. Auf Wunsch des Bauherrn ist das Steuerungssystem so eingerichtet, dass Standardwerte vorgegeben werden, zum Beispiel bei der Raumtemperatur. Natürlich können die Bewohner diese Werte an ihre Bedürfnisse

wünschte sich zudem eine Regenwasser-

auch beim Aufwand für die Abrechnungen

anpassen, aber es ist nicht möglich, einfach

sammlung für die Gartenbewässerung.

und die Wartungskosten.» Der Bauherr fin-

an einem Thermostat die Wärme aufzudre-

det Gebäudetechnik sinnvoll. So war für

hen. Dies geschieht über die App.

Planung

ihn auch klar, dass er hier investieren

«Bereits bei der Planung eines Gebäudes

muss. Das Automationssystem wurde so

Zusammenarbeit der verschiedenen

berücksichtigen wir den Gedanken der

geplant, dass das Licht angeht, wenn der

Partner

Nachhaltigkeit», sagt die Architektin Lea

Bewohner nach Hause kommt, die Storen

«Für mich als Installateur sind solche Auf-

Rickenbacher. «Denn dies hat einen Ein-

werden hochgefahren, die gewünschte

träge spannend, denn die Elektroinstalla-

fluss auf die Gebäudehülle und die Gebäu-

Musik wird eingestellt. «Die Bewohner sol-

tion ist nicht einfach Standard, und die

detechnik. Wenn wir später Anpassungen

len sich zu Hause fühlen», erklärt Roland

Planung ist anspruchsvoll», sagt Roland

machen müssen, dann wird es kompliziert

Baur. Jeder Bewohner kann sich seine Sze-

Baur. Im Gebäude gibt es grosse Fenster

nen nach seinen Wünschen programmie-

sowie Belüftungsanlagen. «Diese dürfen

ren lassen. Das Licht (LED-Einbauspots

natürlich nicht gegeneinander arbeiten»,

rahmenlos) ist dimmbar, und während der

erklärt Baur. «Wichtig ist, dass die Energie,

1

Wie Free Cooling funktioniert, wird im Beitrag

auf der Seite 28 erklärt.

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

44


Komfortabel und nachhaltig wohnen, das passt bestens zusammen.

die natürlich vorhanden ist, auch genutzt

­Ladestationen managen kann. Wenn es

wird. Das heisst, dass nicht sofort die

sechs oder sieben Ladestationen sind,

Klima­anlage genutzt wird, um zu kühlen,

müssen diese miteinander kommunizie-

sondern dass zuerst die Beschattungsan­

ren können, damit das System nicht über-

lage zum Zuge kommt – es müssen alle

lastet wird», sagt Roland Baur.

Gewerke zusammenarbeiten.»

Interessant ist auch die Briefkastenanlage, die elektronisch verriegelbare Paketfächer

E-Mobility

hat. Mit einem Code kann der Postbote die

Für sämtliche Parkplätze sind Ladestatio-

Box öffnen und Pakete liefern oder auch

nen vorgesehen, ein Eigentümer hat be-

abholen – ein zukunftsträchtiger Service.

reits ein Elektrofahrzeug. Die anderen

Dieses gelungene Projekt zeigt, wie gut sich

­können bei Bedarf nur noch die Ladesta-

Lebensqualität und Technik miteinander

tion montieren lassen, ohne weitere Vor-

verbinden lassen.

installationen. «Hier ist es wichtig, dass

Daten und Fakten Architekt: Rickenbacher Zimmerli Architektur Elektroinstallateur: Speri & Bütler Gebäudetechnik: • BUS-System KNX • Energiemanagementsystem Smart me • Fussbodenheizungs-Free-Cooling • Kontrollierte Wohnungsbelüftung mit CO2-Messung • PV-Anlage mit Batteriespeicher

www.speri-buetler.ch

das Energiemanagementsystem auch die

45

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Gebäudeautomation – clever ausgebaut Die Privatklinik Littenheid im Thurgau ist seit ihrer Gründung 1880 ein Familienbetrieb und heute Teil der Clienia-Gruppe, des grössten privaten Anbieters von psychiatrischen Dienstleistungen in der Schweiz. Für das neue Patientenhaus wurde eine integrale ­Gebäude­automation aufgebaut. Text: Feller AG

Das neue Panoramagebäude der Privatklinik Littenheid im Thurgau mit drei Stationen verfügt zum Wohl der Patienten auch über eine eigene Apotheke. Damit der Komfort und die Sicherheit der Klienten und des Personals gewährleistet sind, braucht es eine Fülle technischer Anlagen. Fast alle davon kommunizieren effizient und lückenlos über den Logic Controller fellerLYnk, der verschiedene Bussysteme miteinander verbindet.

Integrales Denken Elektroplaner Silvan Hungerbühler von der Zweifel AG Wil ist seit Langem mit den technischen Anlagen der Klinik Littenheid

Innovations- und zukunftsorientierte

die auf 0,5 Grad Celsius genau vorgeben,

vertraut. Anhand der Vorgaben des Bau-

Elektroinstallationsfirma

welche Temperaturen herrschen müssen.

herrn und des Architekten und basierend

Ein

Bingesser,

Die dafür erforderlichen Messdaten werden

auf seiner jahrelangen Erfahrung bei der

Geschäftsleiter der Bingesser Huber Elekt-

via Modbus-IP an das Managementsystem

Planung von komplexen Gebäuden schlug

ro AG, führte zu einer innovativen Lösung.

gesendet, dieser Bus ist dafür prädestiniert.

er eine integrale Gebäudeautomation vor.

Dank dem kürzlich besuchten Weiter­

«Mir war klar, was es für das Gebäude

bildungskurs bei Feller war diesem schnell

Als drittes Bussystem hat Silvan Hunger-

braucht und wohin der Weg gehen muss,

klar, welches das optimale Gerät für diese

bühler KNX ausgewählt. Zum einen, um die

nämlich weg von separat installierten Auto-

komplexen Aufgaben ist: «Weil im Panora-

Elektroanlagen wie Beleuchtung, Storen und

mationen für HLK-Anlagen, Lüftung und

magebäude

Bussysteme

weitere Funktionen zu steuern. Zum ande-

Elektroinstallation», sagt Silvan Hunger­

eingesetzt werden, stellte sich das Problem

ren, um die komplette Automation des

bühler. Er wollte nur die Hardware einset-

der Schnittstellen. Deshalb haben wir uns

Gebäudes auf KNX zusammenzuführen.

zen, die es wirklich braucht, denn oft findet

entschieden, fellerLYnk als einfaches

«Ich wollte die Gebäudeautomation einfach

man in ähnlichen Gebäuden drei identische

Bindeglied zwischen BACnet, Modbus und

und effizient gestalten und KNX als über-

Apparate oder Sensoren nur ein paar Meter

KNX zu verwenden», sagt Silvan Bingesser.

geordnetes System verwenden. Das ist uns

Gespräch

mit

Silvan

verschiedene

gelungen», stellt er fest.

voneinander entfernt, weil die Anlagen separat geplant wurden. Ganz wichtig war,

In Littenheid werden die HLK-Anlagen über

und darauf hat er bestanden, dass das

den Kommunikationsstandard BACnet-IP

Die perfekte Kommunikations­

Planerteam frühzeitig koordiniert, wie die

gesteuert. Die richtige Temperatur und eine

drehscheibe

einzelnen Systeme (Modbus IP, BACnet IP,

einwandfreie Luftqualität haben bei Clienia

Der Einsatz von fellerLYnk hat verhindert,

KNX IP) über die IP-Netzwerkstruktur

hohe Priorität. Zudem sind in der Apotheke

dass zwischen den verschiedenen Automa-

miteinander verbunden werden.

die kantonalen Vorschriften einzuhalten,

tionsanlagen zahlreiche Gateways platziert

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

46


Von links nach rechts: Silvan Bingesser, Geschäftsleitung Bingesser Huber Elektro AG, Rickenbach/Wil (SG), Florian Hanimann, KNX-Integrator Instatec Hauser, St. Gallen, Silvan Hungerbühler, Projektleiter Zweifel AG Wil, Daniel Wohlgensinger, Projektleiter Bingesser Huber Elektro AG, Rickenbach/Wil.  Die Privatklinik Littenheid im Thurgau ist Teil der ClieniaGruppe (Bild: Clienia ­Littenheid AG).

werden mussten. Die Daten von Heizung,

Bingesser Huber Elektro AG, lobt die un­

automation geliefert zu haben, die für den

Lüftung und Kühlung, also der komplexes-

problematische Handhabung. Zudem konn-

Komfort und die Sicherheit von Patienten,

ten Anlagen, werden auf das feller­LYnk-

te er feststellen, dass dank dieser Lösung

Ärzten und Personal sorgt und kosteneffi-

Modul geführt, das mit dem KNX-Server

viel weniger Kabel gezogen werden muss-

zient ist, was eine wichtige Anforderung

kommuniziert.

Florian

ten als üblich. Dies führt zur Reduktion der

war. Zudem funktioniert das Gebäude ener-

Hanimann von Instatec Hauser erinnert

Brandlast, was insbesondere bei den hori-

gieeffizient, weil die Anlagen nahtlos

sich: «Die Integration der Lüftungsanlage

zontalen Fluchtwegen entscheidend ist.

miteinander kommunizieren und keine

KNX-Integrator

über BACnet liess sich unkompliziert

Energie ohne Nutzen verbrauchen.

einrichten. Auch die benötigte Modbus-

Zufriedener Projektleiter

Slave-Funktion konnte mit überschaubarem

Die Rolle des Koordinators liegt Silvan

Aufwand erfolgreich umgesetzt werden.»

Hungerbühler, und er wurde von seinen

www.feller.ch Leading Partner Seite 92

Elektrikern gut beraten. So wurde die

Entscheidende Nebeneffekte

Gebäudeautomation als Ganzes betrachtet

Die integrale Planung der Gebäudeautoma-

und umgesetzt. Dank effizienter Team­

tion stellt das perfekte Zusammenarbeiten

arbeit und der Projektbegleitung von Wolf-

aller technischen Anlagen sicher. Zudem

gang Taudien, Kundenberater Gebäude­

wurden nur diejenigen Geräte installiert,

automation bei Feller, konnte das mit

die es wirklich braucht, das heisst, es gibt

hohen Anforderungen verbundene Projekt

keine Sensoren mit derselben Funktion am

reibungslos abgewickelt werden.

selben Ort. fellerLYnk vereint alle nötigen Schnittstellen auf einem kompakten Gerät.

Silvan Hungerbühler freut sich auch, den

Daniel Wohlgensinger, Projektleiter bei

Bauherrn eine clever aufgebaute Gebäude-

47

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Chance für das Internet der Dinge im Gebäude Während bestehende Anbieter von Gebäudeautomationssystemen auf ihrer Historie aufbauen müssen, Standards meist proprietär sind und sich Richtung Internet der Dinge (IoT) und Offenheit entwickeln, beginnen neue Player aus dem Internetumfeld im Gebäude auf einer grünen Wiese, aber mit bewährter Methodik. Text: Swisscom

Neue Player aus dem Internetumfeld setzen auf offene Standards, Schnittstellen (API), massive Skalierbarkeit, starke Ökosysteme, eine einheitliche IP-Basis und das Mana­ gement übers Web. Das Muster wiederholt sich, branchenfremde Anbieter applizieren dieses Schema aus der Softwareentwicklung auf eine neue Branche und erobern ihren Anteil am Markt. Während etablierte Anbieter von einzelnen ­Gewerken herkamen und mehr und mehr die Integration suchten, wählen neue Anbieter eher einen Top-down-Ansatz. Die Historie ist Grund für den Erfolg, aber in vielen Fällen auch eine Herausfor­derung für die Zukunft, wenn neue Anbieter mit ihren IT-basierten Modellen rasch vor­ preschen.

Die Glaskugel für Gebäude

 Mit wenigen Klicks zum einfachen Laden.

Die Konnektivität von Sensoren und Aktoren ist jedoch nur eine Seite der Münze. IoT

die Gesamtmenge an verfügbaren Informa-

den vereinfachen und die Kosten senken.

wird oft auf diese Funktion reduziert. Damit

tionen, die aus der Vernetzung resultieren,

Das eröffnet ganz neue Chancen, gezielt

unterschätzt man das Potenzial: Denn viel

massgebend. Gebäude werden in Smart

Ressourcen einzusetzen, zum Zeitpunkt und

wichtiger sind die Daten, die aus dieser Ver-

Cities auch untereinander kommunizieren,

an der Stelle, wo sie gerade gebraucht wer-

netzung

daraus

um Ressourcen in Smart Grids oder in der

den, und dort einzusparen, wo sie nicht

abgeleitete Logik. Je mehr Informationen

resultieren,

und

die

Mobilität nachhaltig zu allozieren. Ein

(mehr) benötigt werden. Im smarten Gebäu-

über Gewerke vorhanden sind, desto ge-

Gebäude ist wie ein Organismus: Je mehr

de gibt ein Buchungssystem für Sitzungs-

nauer kann eine Steuerung erfolgen. Künf-

Information dieser verarbeiten kann, desto

räume den Raum automatisch frei, wenn ihn

tig wird diese nicht auf historischen Daten

intelligenter ist er.

niemand benutzt, senkt die Temperatur und

basieren, sondern in Echtzeit erfolgen. Das

löscht das Licht. In der Summe spart das

Internet der Dinge ist der Startpunkt, darauf

Chance für einen nachhaltigen

smarte Gebäude rund 40 Prozent Energie ein

aufbauend werden mit Datenanalysen, der

Umgang mit Ressourcen und ganz

– denn Gebäude beanspruchen einen sehr

Cloud und Enablern wie Machine Learning

neuen Möglichkeiten

grossen Anteil am Primärenergieverbrauch

oder Künstlicher Intelligenz künftig Gebäu-

Das Internet der Dinge kann die Erschlies-

(Quelle: Bundesamt für Energie [BFE], Das

de gemanagt. Im Gebäude der Zukunft ist

sung von Sensoren und Aktoren in Gebäu-

Gebäudeprogramm).

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

48


War früher die Vernetzung in Gebäuden mit

räte auf Mobilfunkempfang angewiesen sind.

mit besten Systemen oder internetbasier-

grossen

proprietären

5G wird nicht nur viel höhere Bandbreiten

ten Ansätzen – ist die Kultur. IoT-Vorhaben

Systemen verbunden, so lösen dies heute

bringen, sondern ist explizit für die massive

erfordern Partnerschaften, und deren Basis

Aufwänden

und

standardisierte, skalierbare und erprobte An-

ist Vertrauen. Es braucht eine Öffnung der

schlusstechnologien. Aufseiten des Mobil-

Anbieter und klug gebaute Ecosysteme. Es

funks gibt es Anschlusstechnologien, die eine effiziente Vernetzung von Sen­soren und Aktoren ermöglichen: Narrow Band-IoT und LTE Cat-M1 wie auch das Low Power Network eignen sich hierfür. Mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G sind zusätzliche An­

«Das smarte Gebäude spart rund 40 Prozent Energie ein.» Zitat: Swisscom

wendungen möglich, beispielweise Network

steht und fällt mit den sogenannten Ecosystemen, also dem Verbund von spezialisierten Partnern, die ihr Know-how einbringen. Im Mittelpunkt steht nicht die Technik um der Technik willen, sondern es sind pragmatische Lösungen, die den Komfort erhöhen und die Energiebilanz von Ge-

Slicing, das für sicherheitskritische Anwen-

Vernetzung von Dingen ausgelegt. Der Vorteil

dungen Netzverfügbarkeiten garantiert. Be-

zentralisierter Verbindungen liegt auf der

dingung ist dann eine lückenlose Innenver-

Hand: Es braucht keine Busleitungen und

sorgung mit Mobilfunk. Denn die Vernetzung

Modems, sondern ein Sensor verbindet sich

von Ge­räten im Gebäudeinnern ist kein leich-

direkt mit dem Netz und übermittelt seine

tes Unterfangen: Dicke Wände, abschirmen-

In­formationen verschlüsselt an einen zent-

de Materialien wie Beton und Stahl oder

ralen Managementpunkt.

bäuden verbessern. www.swisscom.ch/IoT Leading Partner Seite 99

Kellergeschosse mit der Technik erschweren die Übertragung von Funksig­nalen. Die In-

Öffnung der Anbieter und Ecosysteme

nenversorgung wird in Zukunft sowieso Teil

Das eine sind die Technologiekomponen-

der Gebäudeplanung, weil immer mehr Ge-

ten, das grösste Hindernis jedoch – egal ob

SCHWEIZ UNTER HOCHSPANNUNG.

People for energy – Blick in die Energiezukunft 16.6 Energiewelt Schweiz – Die Stromindustrie im technologischen Wandel 17.6 Wasserkraft – der Schlüssel zur Versorgungssicherheit 18.6 49

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Treuer Begleiter durch den Tag Das intelligente Haus als Assistent und Butler: Genau dafür nutzen Esther und Marco Küng aus Glarus die Vorzüge einer Home Automation. Als erste Anwender in der Schweiz profitieren sie dabei von der nun möglichen Anbindung des Systems an die Cloud. Text: Wago Contact SA

06.00 Uhr, Glarus: Wie von Geisterhand fah­

men schallen. An diesem Morgen genehmigt

fährt die Luft-Wasser-Wärmepumpe her­

ren im Schlafzimmer des Ehepaars Küng die

er sich nur einen Saft, da ein wichtiger Ver­

unter und reduziert so die Heizkosten!

Storen hoch, während die Beleuchtung sach­

tragsabschluss ansteht und er nochmals alle

te angeht und innerhalb weniger Sekunden

Unterlagen überprüfen möchte.

die gewünschte Stärke erreicht. Ebenso

13.17 Uhr: Der Vertragsabschluss hat sich trotz guter Vorbereitung hingezogen. Daher

achtsam bringt Sonos den Lieblingsradio­

Ein Fingerwisch aus der Ferne reicht

fällt die Mittagspause kürzer aus als geplant.

sender auf den definierten Pegel. Bereits eine

Auf dem Weg zur Arbeit gerät Marco Küng

Gerade als der 37-Jährige auf dem Monitor

halbe Stunde zuvor schaltete die Rohr­

ins Grübeln. Lief im Hintergrund nicht

die Dokumente fürs folgende Kundenge­

begleitheizung ein. Sie sorgt dafür, dass beim

«Time to say goodbye», als er die Haustür

spräch studiert, klingelt das Telefon. Am

Duschen sofort warmes Wasser aus der Lei­

ins Schloss zog? Bei der nächstbesten Ge­

anderen Ende fragt der Gärtner, ob es in Ord­

tung kommt. «Ich geniesse es, wie mich

legenheit steuert er seinen Wagen in eine

nung wäre, wenn er schon am Nachmittag

Wago schon am frühen Morgen verwöhnt»,

Haltebucht und checkt kurz über sein

und nicht wie zunächst geplant nächste Wo­

schwärmt Marco Küng.

Smartphone das Soundsystem in seinem

che die Bäume schneiden würde. «Gar kein

Haus. Tatsächlich, die Lautsprecher sind

Problem», erwidert Marco Küng und ruft über

07.13 Uhr: Während Ehefrau Esther schon

immer noch an! Ein Fingerwisch aus der

den Browser sein Smarthome auf. Da er auf

unterwegs zur Arbeit ist, pendelt er zu den

Ferne lässt Andrea Bocelli auf der Stelle

eine kaputte Scheibe durch einen herabfal­

Riffs von «Stairway to heaven» vom Schlaf-

verstummen.

lenden Ast verzichten kann, lässt er vom

ins farbig beleuchtete Badezimmer. Dabei

Arbeitsplatz in Näfels aus die Storen an der

unterbindet er seinen Zwang, sämtliche

08.00 Uhr: Marco Küng studiert gerade die

Lautsprecher im Haus aufzudrehen. Led Zep­

Unterlagen, Esther bittet den nächsten Pa­

pelin ist einfach der Hammer! So belässt er

tienten ins Behandlungszimmer, und auch

Cloud-Lösung ohne Einschränkung

es bei der definierten Einstellung, bei der die

das intelligente Haus in der Peripherie von

Für Küng geht Sicherheit vor – auch beim

Boxen nur in den von ihm genutzten Räu­

Glarus ist noch nicht im Ruhemodus. Es

intelligenten Haus. «Ich wollte etwas ohne

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

50

Westfassade seines Hauses hinab.


Esther und Marco Küng schätzen die einfache Bedienung von Wago Home Automation. Bilder: Susanne Seiler

 Die steuerbaren RGB-Lampen garantieren ein stimmungs­ volles Ambiente.

VPN, da es die Bedienung zu sehr einschrän­

und wählt ein hoffnungsvolles Grün fürs

nach kurzer Anleitung eigenständig ein Sze­

ken würde. Daher finde ich die Cloud-Lösung

Abendessen. Dann will er Esther Küng von

nario für den Heimkinoabend parametrierte.

genial», erzählt er überzeugt. Marco Küng

seiner Entscheidung erzählen, die Gegen­

Bei diesem fahren die Storen hinunter, das

vertraut vollkommen darauf, dass mit der

sprechanlage der Haustür inklusive einer

Licht wird gedimmt, und die beteiligten Laut­

Wago-Lösung seine Daten nicht in die Hände

Videokamera in ihr Home-Automation-Sys­

sprecher werden aktiviert. «Man drückt auf

Unbefugter geraten.

tem einzubinden. So sehen sie von überall

dem Widget das Plus, gibt die Parameter ein,

auf der Welt, wer bei ihnen klingelt. Ist es

und den Rest erledigt das System», erinnert

17.47 Uhr: Ein eisiger Wind pfeift über den

beispielsweise der Postbote, der ein Paket

sich Marco an die leichte Umsetzung.

dämmerigen Perron. Ausgerechnet heute

abgeben möchte, können sie ihm zukünftig

verspätet sich der Zug. «Prima!», denkt sich Esther Küng und nestelt in ihrer Handtasche

20.13 Uhr: Nachdem der Tisch abgeräumt und das Geschirr gewaschen ist, begibt sich

tung, dennoch reguliert sie im Badezimmer

«Die Cloud-Lösung ist einfach genial.»

die Temperatur um drei Grad Celsius nach

Marco Küng

schen Serie hat ein sprechendes Haus. «Des­

nach dem Handy. Zwar fährt die Fussboden­ heizung seit einer Stunde wieder volle Leis­

oben. Ein warmes Bad und eine heisse Tasse

das junge Paar ins Heimkino. Auf dem Pro­ gramm steht eine weitere Folge von Eureka. Eine Nebenrolle in dieser US-amerikani­ sen Inbetriebnahme war garantiert schwie­

Tee beugen einer Erkältung oder Schlimme­

das Garagentor öffnen. Das Argument, nicht

riger als die unseres Hauses», schwärmt

rem schliesslich am besten vor.

mehr irgendwo umständlich und zeitauf­

Marco Küng über die Leichtigkeit von Wago

wendig Pakete abholen zu müssen, über­

Home Automation und lässt – als müsse er

Videokamera für Paketlieferungen

zeugt Esther. Zwar steht die weitere Gestal­

diese bestätigen – mit nur einem Klick den

Während Esther im Bad zugange ist, kommt

tung des Gartens auf ihrer Wunschliste oben,

zuvor dunkelblauen Raum in sonnigem Gelb

Marco heim. Als er das Haus betritt, fällt sein

sie weiss aber auch, dass diese Investition

erstrahlen. Einfacher geht es wirklich nicht!

Blick auf das Tablet – in der oberen Etage

keineswegs mit ausufernden Kosten verbun­

brennt die Beleuchtung, und das Badezim­

den ist. Und was die Parametrierung des

mer ist leicht übertemperiert. Also deckt er

«Paket-Szenarios» betrifft, vertraut sie voll

den Tisch, entfacht im Cheminée ein Feuer

und ganz ihrem Ehemann. Er war es, der

51

www.wago.com Leading Partner Seite 102

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Behaglichkeit per Knopfdruck Schweizer Premiere: Beim Spital Zofingen wurde das erste Hotel realisiert, das primär als Partnerinstitution des Krankenhauses konzipiert ist. Gebäudeautomation hilft mit, den Aufenthalt möglichst komfortabel und unkompliziert zu gestalten. Text: ABB

In der Schweiz wird immer häufiger ambu-

tals gedacht, die aber nicht auf Pflege an-

Er kenne auch viele Hotels aus eigenem Er-

lant operiert, etwa bei Eingriffen wie Knie-

gewiesen sind. Zur Zielgruppe zählen –

leben, da er häufig auf Geschäftsreise sei.

spiegelungen oder einer Leistenbruch-Ope-

nebst normalen Hotelgästen, die schlicht

«Diese Erfahrungen flossen in die Konzep-

ration. Das dürfte auch angesichts steigender

ein Zimmer in Zofingen suchen – auch

tion des Partner Hotels ein, denn es gab oft

Gesundheitskosten sinnvoll sein, ist aber für

Angehörige, die in der Nähe stationär auf-

manche Details in der Zimmerausstattung,

manche Patienten herausfordernd. «Nach

genommener Patienten bleiben wollen.

die mich gestört haben.» Er habe die Aus-

einer Arthroskopie mag ein 25-Jähriger

Ebenso eigene auswärtige Kunden; die An-

stattung so realisieren lassen, wie er sie

gleich wieder auf sicheren Füssen stehen.

fertigung einer passgenauen Prothese ist

sich selbst als Gast gewünscht hätte.

Für einen 80-Jährigen fühlt sich das oft et-

Massarbeit, die zwei, drei Tage in Anspruch

was anders an. Vielleicht braucht er danach

nehmen kann. Jedenfalls ist dieses im Juni

Dazu zählt intelligente, intuitiv bedienbare

noch die Sicherheit, sich in der Nähe des

2019 eröffnete Hotel als Partnerinstitution

Gebäudeautomation. «Ich will vor dem Schla-

Spitals aufzuhalten», erklärt Marco Steffen.

eines Spitals in seiner Art einzigartig in der

fen nicht noch aus dem Bett steigen, um alle

Er ist erfolgreicher Orthopädie-Techniker in

Schweiz.

Lichter zu löschen und die Storen runterzu-

Zofingen, mit Niederlassungen an drei wei-

kurbeln. Das stört mich schon als normalen

teren Standorten in der Schweiz – und neu

Vom Orthopäden zum Hotelier

Hotelgast – geschweige denn, wenn ich

auch Leiter des Partner Hotels auf dem Ge-

Wie kam Steffen als technischer Orthopäde

frisch von einer Operation komme.»

lände des Spitals Zofingen.

auf die Idee, auch noch Hotelier zu werden? «Ganz neu ist dieses Geschäftsfeld für mich

Dragan Mijalovic, Geschäftsführer der Elmi

Mit seinen 28 Zimmern und 36 Betten ist es

nicht. Ich besitze ein kleines Hotel in der

Elektro GmbH in Wauwil, die für die Instal-

nicht nur für ambulante Patienten des Spi-

Zofinger Altstadt, das ich verpachtet habe.»

lation der Niederspannungsverteilung im Hotel besorgt war, machte Steffen auf ABBfree@home aufmerksam, die einfach zu installierende und bedienende ABB-Gebäudesystemsteuerung. «Das Konzept überzeugte mich umgehend. Vor allem auch, dass wir selbst Szenarien programmieren und Schalter anders belegen können, ohne einen Experten hinzuziehen zu müssen.»

 Der Hotelier kann selber neue Szenen ­einrichten und Schalter anders belegen ohne ­einen Experten hinzuziehen zu müssen.

Natürlich sei es mit einem gewissen Mehraufwand verbunden, anstelle der fixen Verdrahtung ein Bus-System zu installieren. «Aber der hält sich in Grenzen; bei uns überschlagsmässig bei 800 Franken pro Zimmer.» Für den gewonnenen Komfort und die Flexibilität der Nutzung lohne sich das allemal. «Auch wenn ich nun privat ein Haus bauen würde, wäre es keine Frage,

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

52


Verschiedene Komfort-Szenarien können bequem per Knopfdruck aus dem Bett eingestellt werden.

dass ich ein Gebäudeautomationssystem

einer Verzögerung von 30 Sekunden aus.

tern. Diese Flexibilität eines Bus-Systems

wie ABB-free@home installieren würde.»

Wird sie bei der Rückkehr wieder einge-

schätze ich als Hotelbetreiber besonders»,

steckt, aktiviert sie jene Lampen, die zu-

hält Marco Steffen fest.

Komfort auf Knopfdruck

letzt eingeschaltet waren. Installiert sind

Vorderhand sind in den Zimmern zwei Sze-

in den Hotelzimmern zudem ABB-Steck-

narien verfügbar, die jeweils mit einem

dosen mit integriertem USB-Ladenetzteil

Schalter neben dem Bett aktiviert werden:

und -Anschluss. Die Schalter und Steck-

das Gute-Nacht-Szenario, mit dem sämtli-

dosen im Frühstücks- und Erholungsraum

che Lichter ausgeschaltet sowie die Roll-

sind zudem in unterschiedlichen Farb-

läden heruntergelassen werden und das

und Materialkombinationen realisiert wor-

Guten-Morgen-Szenario, mit dem die La-

den. Dadurch lassen sich farbliche Akzen-

mellen der Storen auf 40-Prozent-Licht-

te entsprechend dem Einrichtungsstil

durchlass gekippt sowie das Hauptlicht

setzen. Über ABB-free@home wird zudem

eingeschaltet wird, aber auf 30 Prozent ge-

das Sonos-Sound-System gesteuert, etwa

dimmt. Natürlich können Lichter und Roll-

für Hintergrundmusik im Frühstücksraum

läden über die Steuerung auch individuell

oder im Wellness-Bereich.

bedient werden. «Wir beobachten nun im Betrieb des Hotels, Wenn die Schlüsselkarte des Zimmers

welche weiteren Bedürfnisse auftreten, für

beim Weggehen aus der Halterung ent-

die wir allfällige weitere Szenarien einrich-

nommen wird, gehen die Lichter erst mit

ten oder das Automationssystem erwei-

53

go.abb/ch-electrification Leading Partner Seite 84

Partner Hotel Das Hotel liegt auf dem Areal des Spitals Zofingen, in ruhiger Umgebung. Es steht allen Gästen offen, richtet sich aber insbesondere an kliniknahe Zielgruppen: Angehörige von stationären Patienten des Spitals, ambulante Patienten sowie Mitarbeitende des Krankenhauses, die eine temporäre Unterkunft brauchen. Das Angebot der 28 komfortabel eingerichteten, mit automatisierten Räumen reicht vom Einzelzimmer bis zur Suite. Weitere Infos: https://partner-hotel.ch

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Smart Home für alle Ob jung oder alt, mit Kindern oder ohne, ob Bestandsbau oder Neubau – ein Smart Home-System eignet sich für jede Lebensphase und jede Immobilie. Eine Vielfalt an Möglichkeiten macht das Leben komfortabler, sicherer und energieeffizienter. Text: Digitalstrom

Seit zwei Jahren lebt Familie Brehmer in

dass er nie genutzt werden muss. Wenn

Für Tochter Emma geht es mehr um Be-

ihrem neu gebauten Einfamilienhaus. Be-

einer der vernetzten Rauchmelder Alarm

quemlichkeit. «Eigentlich bin ich Morgen-

reits in der Bauplanungsphase war für die

schlägt, führt das Smart Home automa-

muffel, aber seit wir in einem Smart Home

Familie klar, dass ihr neues Heim «smart und

tisch eine Reihe von Aktionen aus: Die

leben, fällt mir das Aufstehen leichter»,

energieeffizient» sein soll. Die Entscheidung

Lichter in Fluchtwegen werden einge-

sagt sie. Wie das alles funktioniert, inter-

fiel auf Digitalstrom, weil ihnen das System

schaltet, Rollläden automatisch hochge-

essiere sie zwar wenig, «aber dass ich mor-

neben verschiedenen Sicherheitsanwen-

fahren, und über die Sonos-Speaker wird

gens von meiner Lieblingsplaylist und mit

dungen die nötige Flexibilität bietet.

ein vordefinierter Text abgespielt, der den

einer entspannten Lichtstimmung in mei-

Bewohnern sagt, wie sie sich verhalten sol-

nem Zimmer geweckt werde, dass sich im

Eine der Sicherheitsanwendungen ist der

len und in welchem Raum der Alarm aus-

Bad das Waschbecken auf meine Höhe ein-

Rauchalarm, von dem Vater Matthias hofft,

gelöst wurde. Das kann Leben retten.

stellt und dass die Musik, das Licht und die

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

54


Das Bad stellt sich automatisch auf Emma ein.  Bequem vom Bett aus das ganze Haus steuern.

Temperatur sich mir anpassen, das ist

unserer Kaffeemaschine mitzuteilen, dass

soll. Eberts erklären: «Da können wir sicher

schon echt eine coole Sache!», freut sich

sie unseren «Guten-Morgen-Kaffee» zube-

sein, dass wir nicht vergessen haben,

Emma.

reiten soll, und dem System zu sagen, dass

­irgendein Gerät auszuschalten.» Und wenn sie fernsehen möchten, können sie be-

Bequeme und einfache Bedienung Möglichst lange und selbstständig in den eigenen vier Wänden wohnen – das wünschen sich Manfred und Ruth Eberts am meisten. Deshalb haben sie vor einem Jahr ihr Haus in ein Smart Home verwandelt. Das neue Smart Home-System sollte vor allem einfach und bequem zu bedienen sein.

«Mit dem smarten Speaker können wir vom Bett aus unseren Morgenkaffee bestellen.» Zitat: Manfred Eberts

«In den letzten Jahren sind wir schon ein

quem vom Sofa aus per Smartphone die konfigurierte Szene «Fernsehen» auslösen: Die Rollläden werden dann herunterfahren, die Musik ausgeschaltet, und das Licht wird gedimmt. Die Vernetzung der Smart Home-Technologie von Digitalstrom ist sowohl im Neuwie im Bestandsbau einfach realisierbar. Denn sie erfolgt über die beiden zuverlässigsten und zukunftssichersten Infrastruk-

bisschen bequemer geworden», erzählen

es die Rollläden hochfahren soll», erzählen

turen im Haus: die Stromleitung und das

sie. «Das Smart Home ist hierfür die ideale

sie. Wenn die Eberts nachmittags mit

IP-Netz.

Unterstützung.» Das fängt damit an, dass

­ihrem Enkelsohn das Haus verlassen,

das Ehepaar alle vernetzten Geräte im

reicht es aus, den Lichttaster neben der

Haus ganz bequem bedienen kann. «Nach

Eingangstür zu betätigen. Dadurch wird im

dem Aufwachen nutzen wir den smarten

Haus alles abgeschaltet, was während ihrer

Speaker, um vom Bett aus per Sprachbefehl

Abwesenheit keinen Strom verbrauchen

55

www.digitalstrom.com Leading Partner Seite 87

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


HEIZEN SIE

MIT

HER , C S I M I E H N I E ERGIE

RER EN ERNEUERBA

R U T A N E I D IHNEN DANKT

Beschleunigung! Mehr Schub für die Energiewende 26.03.2020, Landhaus Solothurn


Intelligente Beleuchtungssteuerung Mit digitalen Verteilerschaltuhren lassen sich komplexe Zeitschaltaufgaben in automatisierten Beleuchtungssystemen schnell und einfach realisieren. Nicht nur Energie lässt sich dabei sparen, sondern auch wertvolle Arbeitszeit. Text: Elbro AG

 Autohaus in einer Winternacht.  Fussballtraining am Abend.

Wenn Beleuchtungssteuerungen für Park­

zurechtfinden können. Doch nach Laden­

Punkt 20 Uhr abgeschaltet wird und alles im

plätze und Autohäuser installiert werden

schluss ist es aus wirtschaftlicher Sicht

Dunkeln steht. Auch für solche Situationen

sollen, steht das Zusammenspiel von Sicher­

nicht vertretbar, die Aussenbeleuchtung

ist die Zeitschaltuhr «talento smart» eine

heit und Wirtschaftlichkeit oft im Mittel­

eingeschaltet zu lassen. Eine eingeschränk­

Lösung. Denn mit der mobilen App lassen

punkt der Planungen. Daher sind Dämme­

te Sicherheitsbeleuchtung ist dann völlig

sich eingeplante Schaltzeiten überspringen

rungsschalter in der Regel die erste Wahl, um

ausreichend, und die Beleuchtung kann auf

oder vorausschauend mit nur einem Finger­

übermässigem Energieverbrauch vorzubeu­

ein Minimum reduziert werden.

streich Anpassungen vornehmen.

Mit «talento smart» können Unternehmen

Hilfreiche Programmiervorlagen und ein

gen und gleichzeitig die Sichtverhältnisse in den Abendstunden zu verbessern.

von der ganzjährigen astronomischen

integrierter Feiertagsassistent erleichtern

Da herkömmliche Dämmerungsschalter

Zeitsteuerung für die Abend- und Nacht­

es Elektroinstallateuren und Verwaltern

jedoch nur auf die Stärke des Tageslichts

stunden profitieren, mit der sich dieselben

öffentlicher Einrichtungen, Planungen im

reagieren und nicht von der Uhrzeit ab­

Energieeinsparungen wie bei herkömmli­

Kalender vorzunehmen, und tragen dazu

hängig sind, können sie den Anforderungen

chen

bei, wertvolle Arbeitszeit einzusparen.

gewerblicher Einsatzzwecke nicht immer

lassen, die darüber hinaus aber auch zusätz­

genügen. Ein Autohaus ist beispielsweise

liche Beleuchtungsanforderungen während

von Montag bis Freitag bis 21 Uhr geöffnet,

der Geschäftszeiten erfüllen kann.

Dämmerungsschaltern

erzielen

www.elbro.com Leading Partner Seite 90

die Geschäftszeiten am Samstag sind aller­ dings kürzer. Während der Woche ist es für

Kommunale Sport- und Erholungsflächen

den Betreiber des Autohauses wichtig, dass

Man stelle sich vor, dass das kantonale Fuss­

die Aussenbeleuchtung eingeschaltet ist,

ballfinale in die Verlängerung geht, die

damit die Kunden sich auf dem Parkplatz

Sportplatz­beleuchtung aber planmässig um

57

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Time to Switch Zeitschaltuhren übernehmen die Lichtsteuerung, oder sie können Einbrecher abschrecken, indem sie das Licht zu verschiedenen Zeiten ein- und aus­schalten. Die neue Generation der Zeitschaltuhren vereint die bewährte Technologie mit zusätzlichen Eigenschaften, was die Uhren zu Multifunktionstalenten macht. Text: Hager AG

Zeitschaltuhren sind bewährte Helfer im Alltag. Sie steuern das Licht, oder sie schalten die Lasten zu festgelegten Zeiten ein und wieder aus. Mit neuen Eigenschaften ausgestattet, wird die neue Generation der Zeitschaltuhren von Hager präziser, und diese denken mit. So ermittelt die Zeit-

 Eine Beleuchtung bei Dämmerung vermittelt Sicherheit.

schaltuhr EGN200 den Sonnenauf- und -untergang mit einer implementierten, standortbezogenen Astrofunktion, und die Zeitschaltung wird automatisch daran angepasst. Somit lassen sich licht- und zeitspezifische Steuerungen programmieren, ohne dass ständig manuelle Anpassungen

Minuterie- oder Schrittschaltung ganz leicht

sius mit einer Genauigkeit von +/– 90 Se-

vorgenommen werden müssen. Ebenfalls

einrichten. In öffentlichen Gebäuden können

kunden pro Jahr. Das sorgt für hohe Effizienz,

werden Feiertage und Schulferien übermit-

so zum Beispiel die Zugänge automatisch zur

ohne dass die Uhrzeit aufgrund zu hoher

telt, was eine automatisierte Ausnahmen-

vorgegebenen Zeit geöffnet und geschlossen

Abweichung von der Echtzeit manuell

steuerung ermöglicht. Per App oder Win-

werden, oder Schaufenster gewerblicher

angepasst werden müsste. Denn sie syn-

dows-Software können auf Knopfdruck die

Flächen lassen sich bei Nacht entsprechend

chronisiert sich jedes Mal, sobald ein End-

exakten Geodaten via Bluetooth an die Zeit-

präsentieren. Die Zeitschaltuhren sind dank

gerät mittels Bluetooth verbunden wird.

schaltuhr übermittelt werden.

der integrierten Nulldurchgangsschaltung

Die Zeitschaltuhren lassen sich mit einem

mit höheren LED-Lasten kompatibel.

Programmierung über App und Software

Dämmerungssensor erweitern, der sich ändernde Lichtverhältnisse vor Ort erkennt

Einfach erweiterbar

Ist der Elektroinstallateur vor Ort, kann er

und die Schaltung automatisch daran

Ob ein Schalter an die Zeitschaltuhr ange-

via Bluetooth die Zeitschaltpläne auf das

anpasst. Dies sorgt zum Beispiel für Sicher-

schlossen werden oder die Steuerung per

Gerät übertragen. Mit der neuen Hager-

heit in Mehrparteienhäusern und für weni-

quicklink-Fernbedienung

Mood-App und der Windows-Software ist

ger Hauswartarbeit, denn wenn es am

soll – Multifunktions-Zeitschaltuhren sind

die Programmierung aber auch orts­

Abend dunkel wird, wird die Eingangs­

so konzipiert, dass sie mit nur wenigen

un­abhängig möglich – so lassen sich Fahr-

beleuchtung automatisch eingeschaltet,

Handgriffen an individuelle Anforderungen

spesen vom Fachmann sparen, denn dieser

bevor sie dann am Morgen wieder ausge-

angepasst werden können.

kann die Pläne vom Büro aus erstellen und

möglich

sein

schaltet wird.

via myHager übermitteln.

Durch die Einstellung der Ein- bzw. Aus-

Das ganze Jahr im Einsatz

schaltzeit in Verbindung mit einem an­

Die integrierte Echtzeituhr arbeitet bei Tem-

geschlossenen Taster lässt sich zudem eine

peraturen von – 40 Grad bis + 85 Grad Cel-

Gebäudeautomation eco2friendly-Magazin

58

www.hager.ch/zeitschaltuhren Leading Partner Seite 93


Gebäudeautomation der Zukunft Gebäudeautomation wird in Schweizer Bauprojekten immer häufiger gefordert. Es werden auch gesamte Überbauungen ins Visier genommen. Dabei stehen die Verknüpfung sowie eine einheitliche Bedienung und Visualisierung von verschiedenen Systemen für den Endkunden im Vordergrund. Text: ABB Technikerschule

Drei Studierende der ABB Technikerschule haben die Diplomarbeit ihres dreijährigen, berufsbegleitenden Studiums zum «Dipl. Techniker HF Systemtechnik mit Schwer-

 Die Testumgebung mit den verschiedenen Systemen und einer Bedienung.

punkt Gebäudeautomatik» dem Thema «Gebäudeautomationsoptimierung – Visualisierung – Erstellung einer mobilen Testumgebung» gewidmet. Das Ziel der Arbeit

 Die drei Diplomanden der ABB Techniker­schule anlässlich der ­Diplomausstellung mit ihrer eigens gebauten Testumgebung.

bestand darin, eine Testumgebung mit verschiedenen Systemen von unterschiedlichen

Herstellern,

die

über

eine

Management­ ebene miteinander vernetzt werden, und einer Visualisierung aufzu-

V.l.n.r. : Thomas Stengele, Andreas Cangemi und Josip Kovacevic

bauen. Zudem sollte es möglich sein, ein bestehendes Automationssystem in einem Gebäude zu optimieren. Um eine erfolgreiche Integration einer Gebäudeautomationsumgebung zu gewährleisten, wurde ein Pilotprojekt für das Unter-

zeugung

Demzufolge

Technik. Diese bestehen aus modernster

nehmen Hotz Elektro AG initialisiert. Im

werden die Daten gleichzeitig auch für

und

-verbrauch.

LED-Technologie mit «Tunable White»-Aus-

Firmengebäude war bereits eine Gebäude-

weitere Verarbeitungsprozesse bereitgestellt.

führung (die Lichtfarbe kann zwischen

automation in einfacher Konstellation

Die Autoladestation wurde in das Gebäude-

warmem und kaltem Weiss stufenlos ein­

implementiert, und es wurden mehrere

leitsystem eingebunden. So kann es mittels

gestellt werden) wie auch mit RGBW-Ausfüh-

Inselanlagen – unter anderem die Fotovol-

Visualisierung autorisiert werden.

rung (Rot, Grün, Blau, Weiss). Funktionen wie

taikanlage und eine Autoladestation – im Gebäude betrieben.

Konstantlichtregelung und eigenständige Der Aufbau einer mobilen Testumgebung

Effektabläufe runden die Testumgebung ab.

erweitert im Unternehmen die Vorführmög-

Die

Neue Dynamik ist entstanden

lichkeiten und beschleunigt bei komplexen

Gegenüberstellung der Systeme dar, wobei

Dank der Vernetzung der verschiedenen

Anforderungen die Lösungssuche sowie die

auch die Interoperabilität der verwendeten

Systeme konnte dem Gebäude eine neue

Umsetzung. In der Testumgebung wurden

Systeme unter Beweis gestellt wird. Sie ist

Dynamik verliehen werden. Der Bedienkom-

die Systeme KNX, DALI, Spline, Siemens

mittels intelligenter Taster lokal bedienbar.

fort konnte mittels Präsenzmelder und einer

LOGO!, Sonos und ABUS verbaut.

Eine Visualisierung kann dabei zu jeder Zeit

Grundrissvisualisierung erhöht werden. Die

mobile

Testumgebung

stellt

eine

die Systeme in der Testumgebung bedienen.

Integration der Fotovoltaikanlage ermöglicht

Die Beleuchtungskörper in der Testum­

eine visuelle Übersicht zwischen Stromer-

gebung sind alle auf dem neusten Stand der

59

www.abbts.ch Leading Partner Seite 85

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Nationaler Branchentreffpunkt fßr Kommunikations-, Gebäude-, Licht- und Installationstechnik

13. und 14. Mai 2020 Bernexpo, Bern www.electro-tec.ch #electrotec20

C onnected

World

vernetzt

integral

smart


Keine Chance für Einbrecher Wer sein Grundstück oder sein Ferienhaus sichern möchte, lässt sich am besten eine intelligente Innenkamera installieren. Per Gesichtserkennung unterscheidet diese zwischen Familienmitgliedern und Unbekannten. Text: Legrand

 Echtzeitalarm mit ­ ivevideo direkt auf das L Smartphone.

Mit einer smarten Innenkamera, die

personalisierte Fotomeldung geschickt.

intuitiv konfigurieren und bedienen. Prak-

Gesichter erkennt, haben Einbrecher keine

Die Benachrichtigungen und Video­auf­

tisch ist auch die Kompatibilität mit Apple

Chance mehr. Denn die Kamera stellt fest,

zeichnungen der Familienmitglieder las-

HomeKit und Google Assistant. So wird die

ob vor der Türe ein Unbekannter, ein Fami-

sen sich aber auch deaktivieren.

Innenkamera per Sprache gesteuert, und

lienmitglied oder ein Angestellter steht. Die

Szenarien mit anderen Smart-Home-Geräten werden hierüber vernetzt.

Netatmo-Innenkamera besitzt als einzige

Die aufgezeichneten Daten werden auto-

Kamera diese Gesichtserkennungstechno-

matisch gesichert, da die Videos lokal

logie, eine Tiererkennungsfunktion ver-

auf der integrierten und im Preis inbe­

Zusätzlich zur smarten Innenkamera kön-

meidet dabei Fehlalarme.

griffenen, verschlüsselten Micro-SD-Karte

nen smarte WLAN-Aussenkameras, smarte

gespeichert werden. Ausserdem kann ein

Tür- und Fenstersensoren und eine smarte

Jemand betritt ein Ferienhaus – ein Ein-

Dropbox-Konto oder ein FTP-Server als

Innenalarmsirene von Netatmo installiert

brecher oder doch nur der Hausmeister?

zusätzlicher Speicherplatz verwendet wer-

werden, um Häuser noch sicherer zu ma-

Dank der smarten Innenkamera weiss der

den. Der Nutzer kann mittels einer App

chen. Zusammen mit den Accessoires kann

Besitzer immer, wer gerade im Haus ist. Die

zu jeder Zeit Livestreams der Kameras

so ein durchdachtes, vernetztes Sicherheits-

Technologie identifiziert die erfassten Per-

anschauen. Ausserdem kann er vorhande-

system für Gebäude erstellt werden.

sonen und schickt eine Meldung, zusam-

ne Aufzeichnungen durchsuchen und

men mit einem Foto vom Gesicht der be-

re­levante Videos herunterladen.

www.legrand.ch Leading Partner Seite 95

treffenden Person und einem Video. Auch wenn die eigenen Kinder oder An­

Die intelligente Innenkamera ist in weni-

gehörige den breiten Erfassungsbereich der

gen Minuten installiert. Die Benutzerober-

Kamera betreten, wird dem Nutzer eine

fläche und die Anwendungen lassen sich

61

eco2friendly-Magazin Gebäudeautomation


Bedarfsgerechte Beleuchtung gegen Lichtsmog Weltweit breitet sich ein Problem aus, dessen ganze Tragweite noch nicht absehbar ist: Die nächtliche Beleuchtung nimmt immer grössere Ausmasse an – und der erhöhte Energieverbrauch ist nur eine der negativen Folgen. An vielen Orten liesse sich dieser Entwicklung mit einfachen Mitteln entgegenwirken. Text: Esylux

Was bei einem Blick aus der Ferne des

Er benennt ein Zuviel, ein Übermass an

derweise, berichtete kürzlich der kanadi-

Weltalls noch faszinierend aussieht, kann

nächtlichem Kunstlicht, mit einer Zunahme

sche Wissenschaftler Christopher Kyba,

unten auf der Erde ein ganz anderes Bild

von weltweit jährlich über zwei Prozent. Ei-

kommen manche Beleuchtungen sogar nur

ergeben. In regelmässigen Abständen ver-

nen der Nachteile macht ein Blick in die ent-

deshalb neu hinzu, weil sich durch den

öffentlicht die NASA Satellitenaufnahmen

gegengesetzte Richtung, in den Nachthim-

Austausch gegen LEDs an anderer Stelle

unseres Planeten bei Nacht. Kontinente

mel deutlich. Dort, wo viele Menschen

Geld einsparen liess.

und Ozeane präsentieren sich dann in

wohnen, leuchten die Sterne heute viel

schönstem Dunkelviolett, und ein leuch-

schwächer als noch vor 50 Jahren. Selbst der

Lichtschutzgebiete als letzte natürliche

tender Goldstaub scheint viele Gegenden

Orion hat an Strahlkraft verloren. Die Milch-

Refugien

zu verzieren. Dieser Goldstaub entpuppt

strasse zu sehen, ist oft ganz unmöglich.

Gravierend sind die Auswirkungen auf die Natur. Nächtliches Kunstlicht kann Bäume

sich beim zweiten Blick freilich als Nachtbeleuchtung in besiedelten Gebieten. Und

Der eine oder andere mag das vielleicht

schwächen, indem es deren Zeitgefühl

wer noch genauer hinschaut, weiss: Hier

noch verschmerzen. Doch man muss kein

durcheinanderbringt. Es stört die Orientie-

wächst ein Problem.

Sterneromantiker sein, um die Lichtver-

rung von Zugvögeln und führt zu tödlichen

schmutzung als ernstes Problem zu erken-

Kollisionen mit beleuchteten Gebäuden. Es

Sternbilder verblassen, die Milchstrasse

nen. Zu den harten Fakten zählt der perma-

lockt durch den Fesseleffekt Millionen von

verschwindet

nent steigende Energieverbrauch, der

Insekten an, die dann oft bis zu Erschöp-

Denn der Begriff «Lichtverschmutzung» be-

damit einhergeht, nicht zuletzt durch einen

fung und Tod in grossen Schwärmen um

schreibt nicht etwa einen Hygienemangel.

oft verschwenderischen Umgang. Absur-

das Licht kreisen, anstatt zu fressen oder

 Für Zugvögel stellen beleuchtete Gebäude in der Nacht eine reale Gefahr dar.

Licht eco2friendly-Magazin

62


Wer die Schönheit der Milchstrasse bestaunen möchte, muss oft weite Wege gehen: Radioteleskope in der Inneren Mongolei, wo die Lichtverschmutzung noch nicht das nächtliche Panorama ruiniert.

sich zu paaren. Experten halten auch einen

die bisherigen Massnahmen der jährlichen

schliessend schalten sie die Leuchten auto-

Zusammenhang mit dem aktuellen Insek-

Zunahme der Nachtbeleuchtung bislang

matisch wieder ab.

tensterben für wahrscheinlich – mit ent-

kaum etwas entgegenzusetzen. Dabei wäre

sprechenden Folgen für die Pflanzen- und,

ein Gegensteuern an vielen Orten einfach.

Pollerleuchten mit integrierter Sensorik

erneut, die Vogelwelt.

Denn es existieren Mittel, mit denen sich

Eine weitere Möglichkeit bieten die Poller-

die Lichtverschmutzung reduzieren lässt,

leuchten der Serie Alva von Esylux mit ein-

Die Lichtverschmutzung war schon 2007 so

ohne dass man dabei auf Beleuchtung ver-

gebautem Bewegungsmelder. Sie können

weit fortgeschritten, dass die UNESCO seit-

zichten muss. Zum Beispiel ein intelligent

auch sensorlose Alva-Pollerleuchten bewe-

dem Areale als Lichtschutzgebiete aus-

gesteuertes Licht, das nachts nur dann

gungs- und tageslichtabhängig schalten

zeichnet, in denen noch eine natürliche

scheint, wenn es wirklich nötig ist, und

und so ganze Leuchtengruppen energieef-

Dunkelheit und ein klarer Nachthimmel

sonst automatisch deaktiviert wird.

fizient steuern. Darüber hinaus ermögli-

vorherrschen. Kommunen in Florida, wo

chen sie das Schalten von konventionellen

künstliche Lichtquellen nachts Meeres-

Umfangreiche Möglichkeiten hierfür bietet

230-V-Leuchten per DALI-Switch. Auf diese

schildkröten-Mütter und deren Nachwuchs

das Portfolio des Herstellers Esylux, der

Weise reduzieren sie das wachsende Um-

gefährden, haben die Nachtbeleuchtung an

reine Automationslösungen wie Präsenz-

weltproblem der Lichtverschmutzung und

Stränden gleich ganz verboten. Hier und da

und Bewegungsmelder ebenso umfasst wie

senken den Energieverbrauch. Gleichzeitig

versuchen einige Staaten, die Entwicklung

eine sensorgesteuerte Beleuchtung. Eine

erhöhen sie die Sicherheit im Aussenbe-

durch allgemeinere Gesetze oder Richtli-

Möglichkeit besteht in einer Kombination

reich und nutzen die lange Lebensdauer

nien einzudämmen.

von Esylux-Aussenbewegungsmeldern mit

der eingebauten LEDs durch das bedarfs-

Aussenleuchten. Die Bewegungsmelder

abhängige Schalten optimal aus.

Bedarfsgesteuerte Beleuchtung gegen

sorgen dann dafür, dass das Licht nur bei

Lichtsmog

erfasster Bewegung und gleichzeitigem

Doch Verbote sind nicht immer sinnvoll

Unterschreiten eines festgelegten Wertes

oder möglich, und vor allem vermochten

für die Umgebungshelligkeit scheint. An-

63

www.esylux.ch Leading Partner Seite 91

eco2friendly-Magazin Licht


Praxiswisse

n

Smartes Licht für clevere Köpfe Präzisionsarbeit und Hightech gehören für die JKS Group zum Alltag. Deshalb stellt das Unternehmen aus dem Zürcher Oberland hohe Ansprüche an seine Beleuchtung. Mit schwarmfähigen Leuchten werden diese erfüllt. Text: Swisslux

Manchmal sind zwei Lichtwelten nur durch

den Schritten der Menschen voraus und er-

hat hohe Ansprüche an die Eigenschaften

einen Schritt getrennt. So etwa in einem

lischt wieder, wenn es nicht benötigt wird

einer Leuchte. Für Jürg Schulthess waren

Gewerbegebäude in Nänikon, wo sich das

oder ausreichend Tageslicht vorhanden ist.

bei der Evaluation der neuen Lösung deshalb verschiedene Punkte wichtig: ­

«Innovation Camp» der JKS Group befindet. Bei der Treppenhausbeleuchtung herrscht

Schlauer Schwarm

«Wir wollten energieeffiziente, intelligente

noch die klassische Minuterie. «Jedes Mal

Die intelligente Beleuchtung passt zu einer

Leuchten, die Schweizer Fertigungsqualität

wird das gesamte Treppenhaus für 15 Mi-

Firma, deren Slogan «Swiss Cleverness» ist.

bieten und zudem gut aussehen.»

nuten beleuchtet. Diese Energieverschwen-

Denn die JKS Group vereint verschiedene

dung ist nicht mehr zeitgemäss», sagt CEO

Firmen und Kompetenzen unter einem

Die Wahl fiel auf die intelligenten Leuchten

Jürg Schulthess. Er bittet ins Foyer. Nun

Dach. Neben der Entwicklung und Verbes-

«Trivalite» von Swisslux. Diese kombi­nie-

kommt der Besucher in der lichttechni-

serung von Produkten hat sich die Gruppe

ren zeitgemässe und energieeffiziente

schen Gegenwart an. Die Beleuchtung von

einen Namen in den Bereichen Internet of

LED-Technik mit einer präzisen Sensorik.

Korridor, Arbeits- und Besprechungszim-

Things (IoT), Konstruktion und Robotik ge-

Die Leuchten vernetzen sich selbstständig

mern wird von modernen, schwarmfähigen

macht. Wer sich so intensiv mit Konstruk-

miteinander und arbeiten mit einer ausge-

Pendelleuchten übernommen. Ihr Licht eilt

tion, Fertigung und Vernetzung beschäftigt,

feilten Präsenzsensorik. Diese Schwarmintelligenz ermöglicht es, Licht nur genau dort zu liefern, wo es benötigt wird, und damit den Strombezug merkbar zu reduzieren. «Als ich bei einer Begehung einen Test beobachtete, bei dem über 250 Swisslux-Leuchten als intelligenter Schwarm miteinander kommunizierten, war der Fall für mich klar», berichtet Jürg Schulthess.

 Die «Lybra»-Pendelleuchten im Sitzungszimmer rücken Besprechungen und Präsentationen ins beste Licht.

Präzise und zuverlässig In verschiedenen Sitzungszimmern wurden zehn Pendelleuchten des Modells «Lybra» installiert, im Korridorbereich zwölf grossflächige Rundleuchten «Orion». Wie bei Nachrüstungen üblich, wählte man für die Vernetzung der Leuchten das integrierte Funkmodul. So mussten mit Ausnahme der Stromzufuhr keine neuen Kabel installiert werden. Die schlanke und passgenaue Lösung ist umso praktischer, als die Ge­ bäudebetreiberin für die Büroflächen des

Licht eco2friendly-Magazin

64


Dank Präsenz­ sensorik und Schwarm­ vernetzung liefern die Trivalite-Leuchten jederzeit so viel Licht wie nötig.  Die Schwarmsteuerung liefert ein optimal abgestimmtes Licht, das den Menschen wie ein diskreter Begleiter vorauseilt.

 Jürg Schulthess, CEO der JKS Group, ist von der neuen Licht­ lösung überzeugt: «Die Leuchten sind energieeffizient, intelligent und sehen erst noch gut aus.»  Im Foyer des «Innovation Camp» sorgen die grossflächigen Orion-Rundleuchten für einen freund­ lichen Empfang.

­«Innovation Camp» ausschliesslich Steh­

beliebigen Lichtgruppe zugewiesen wer-

Effizient über den ganzen Lebenszyklus

leuchten vorsah. Als Arbeitsplatzbeleuch-

den, in Nänikon zum Beispiel «Foyer»,

Nachdem die neuen Leuchten in Nänikon

tung sind diese wohl tauglich, doch für die

«Gang» oder «Sitzungszimmer». Individuel-

ihre erste Wintersaison absolviert haben,

seltener benutzten Wegzonen oder Bespre-

le Einstellungen für jede Leuchte sind je-

gibt es Erfahrungswerte zum Strombezug. Gegenüber der früheren, bereits energieef-

chungsräume ist der Dauerbetrieb weder notwendig noch effizient. «Schwarmgesteuerte, intelligente Beleuchtungen sind die beste Lösung», meint Jürg Schulthess. Geringer Energiebezug und minimale Lichtverschmutzung seien das Gebot der Stunde, und zwar unabhängig von der ­Nutzung. So könnte in Zukunft auch die Produktionshalle der Firma oder ein

«Man sollte nicht nur auf den Kaufpreis einer Leuchte achten, sondern eine Vollkostenrechnung machen.»

­angedachtes Robotik-Labor mit Schwarmleuchten ausgerüstet werden.

fizienten Lösung mit sensorgesteuerten Stehleuchten werden zusätzlich 20 bis 25 Prozent Energie eingespart. Ein achtsamer Umgang mit Ressourcen und die Betrachtung des gesamten Produktlebenszyklus sind für Jürg Schulthess zentral: «Man darf nicht nur auf den Kaufpreis einer Leuchte achten, sondern muss eine Vollkostenrechnung machen. Ein Qualitätspro-

derzeit via App möglich. Jede Leuchte kann

dukt ist zwar teurer, fällt aber nicht schon

nach der Installation sofort in Betrieb ge-

nach wenigen Jahren aus.»

In den Trivalite-Leuchten ist gute Technik

nommen werden. Durch die Sensorik passt

versteckt. Das Lichtmanagement ermög-

sie sich automatisch den Helligkeitsver-

licht sowohl Linear- wie auch Flächen-

hältnissen an, liefert also stets nur so viel

schwarmfunktion. Die Vernetzung erfolgt

Kunstlicht wie nötig oder gewünscht. Der

dabei je nach baulichen Gegebenheiten via

integrierte Akku garantiert bei Stromaus-

Funk oder Draht. Jede Leuchte kann einer

fällen eine zuverlässige Notbeleuchtung.

65

www.swisslux.ch Leading Partner Seite 100

eco2friendly-Magazin Licht


WO MAN SCHAUT BEVOR MAN BAUT


Leuchten aus dem 3-D-Drucker Eine schnelle, flexible und umweltfreundliche Art, um Leuchten herzustellen, ist das 3-D-Druckverfahren. Dabei ist es auch möglich, neue Designs zu kreieren oder spezifische Kundenwünsche ohne hohe Kosten zu erfüllen. Text: Signify

Durch den Einsatz eines 100 Prozent recycelfähigen Polycarbonat-Materials lassen sich Leuchten massgeschneidert gestalten oder exakt an die Anforderungen des Kunden anpassen und am Ende ihrer Nutzungsdauer zugunsten einer Kreislaufwirtschaft wiederaufbereiten. Eine per

 3-D-Druck einer Leuchte.

3-D-Druck hergestellte Leuchte (ohne Elektronik und Optik) hat einen um 47 Prozent geringeren CO2-Fussabdruck als eine herkömmlich hergestellte Metallleuchte. Nahezu jede Komponente kann wiederverwendet oder aufbereitet werden und unterstützt damit das Konzept einer Kreislaufwirtschaft. Signifys Investition in die 3-D-Drucktechno-

Zudem erfolgt die Produktion in der Nähe

«Wir haben viele Jahre hart daran gearbei-

von Ballungsräumen, sodass auch hier die

tet, M&S umweltfreundlicher zu machen,

Umweltbelastung verringert wird.

und sind stolz darauf, dass wir bereits 2012 als erstes grosses Einzelhandelsunterneh-

logie unterstreicht das Engagement des Unternehmens, seinen Kunden einen höhe-

Beleuchtung für eine Kreislaufwirtschaft

men klimaneutral geworden sind», sagt

ren Service zu bieten und gleichzeitig ihre

Die Firma M&S installiert derzeit Tausende

Oliver Knowles, Research & Development

und die eigene CO2-Bilanz zu verbessern.

von 3-D-gedruckten LED-Leuchten von Sig-

Manager innerhalb der Property Group bei

«Leuchten zu drucken, ist eine flexiblere,

nify in seinen britischen Geschäften. Das

M&S. Die Leuchten stellen die erste Shop-

schnellere und umweltfreundlichere Art

Projekt gehört zu einer umfassenden Sa-

beleuchtung dar, die die Nachhaltigkeit der

der Herstellung. Wir können neue Designs

nierung, um die Geschäftsleistung zu ver-

Geschäfte im Einklang mit ihrer Strategie

kreieren oder vorhandene individualisieren

bessern und deutliche Energieeinsparun-

verbessert. «Das Potenzial dieser Leuchten

und so Kundenbedürfnisse schnell und

gen zu erzielen. In den Filialen werden

ist enorm, sowohl was den Energieaspekt

ohne grosse Investitionen und lange Ent-

verschiedene Arten von Leuchten durch

als auch was die Kosteneffizienz betrifft.

wicklungszyklen erfüllen», sagt Olivia Qiu,

3-D-gedruckte LED-Versionen ersetzt. Die-

Ausserdem können wir sie zurückgeben,

Chief Innovation Officer bei Signify. Kun-

se massgefertigten Produkte sind so bemes-

um sie wiederaufbereiten und neue De-

den können ihre Ideen statt in Monaten

sen, dass sie perfekt in die vorhandenen

signs drucken zu lassen. So sind wir immer

nun in nur wenigen Tagen realisieren, und

Vorrichtungen passen und so die weitere

aktuell und zeitgemäss», sagt Knowles.

das Druckverfahren benötigt noch weniger

Nutzung vorhandener Deckenplatten sicher-

Energie. Da die Leuchten weniger wiegen,

stellen. Die Installation ist Teil des Engage-

können auch die CO2-Emissionen beim

ments von M&S, mehr nachhaltige Techno-

Versand um 35 Prozent reduziert werden.

logien in seinen Läden zu verwenden.

67

www.signify.com/de-ch Leading Partner Seite 98

eco2friendly-Magazin Licht


Lichtsteuerungen einfach erweitern Soll eine Steuerung einer Aussenbeleuchtung um mehrere Lichtgruppen erweitert werden, müssen im Normalfall bestehende Leitungen mit viel Aufwand ersetzt werden. In diesem Fall ist eine einfache und clevere Lösung gefragt. Text: Demelectric AG

 Lichtsteuerung im Aussenbereich.

Wünscht sich die Bauherrschaft einen indi­

tion ist dabei für den Elektriker ganz ein­

einbinden. Und wird ein erhöhter Bedie­

viduellen Ausbau der bestehenden Aussen­

fach. Er integriert an der vorgesehenen

nungskomfort gewünscht, kann dies mit­

beleuchtung, kann dies den Elektroinstalla­

Schaltstelle einen Powerline-Sensor. Damit

hilfe eines Powerline-Funktaster-Gateways

teur vor eine knifflige Aufgabe stellen. Denn

über­nehmen die gewünschte Anzahl Power­

in Kombination mit Funk-Handsendern

wenn bestehende Leitungen ersetzt werden

line-Aktoren das Schalten oder Dimmen der

erfüllt werden.

müssen, entsteht ein grösserer Aufwand für

neuen Lichtgruppen. Dabei wird die beste­

den Elektriker und entsprechende Kosten

hende Starkstromleitung als Bus benutzt,

Ergänzung zu Gebäudefunk

für den Bauherrn. Mit Eltako-Powerline (PL)

über den die Schaltbefehle übertragen wer­

Das System kann trotz Kabelanbindung

bietet sich dem Fachmann ein cleveres Sys­

den. Die dezentrale Powerline-Verbindung

auch in bestehenden Gebäuden ohne

tem an, das genau in solchen Situationen

arbeitet auch über grössere Distanzen, über

grossen Aufwand realisiert werden. Die

seine Stärke unter Beweis stellt.

unterschiedliche Phasen oder Sicherungs­

Steuerung im System erfolgt ausschliess­

gruppen absolut zuverlässig. Es sind weder

lich mit Schaltern, die fest an der Wand

Übertragung via bestehende

zentrale Steuereinheiten noch Funk- oder

installiert werden. Mit einem entsprechen­

Stromleitungen

WLAN-Verbindungen erforderlich.

den Gateway sind Geräte auch in eine EnO­

Die Besonderheit an Powerline ist die Über­

Über dieselben Powerline-Sensoren lassen

cean-Installation integrierbar.

tragungstechnik: Anders als bei anderen

sich auch Schaltuhren, Bewegungsmelder

verdrahteten Systemen erfolgt hier die

oder Dämmerungsschalter für eine ein­

Übertragung via Stromleitung. Die Installa­

fache Automatisierung der Lichtsteuerung

Licht eco2friendly-Magazin

68

www.demelectric.ch Leading Partner Seite 87


Perfekte Work-Light-Balance Eine neue Pendelleuchte mit Kanteneinspeisung für direkte und indirekte Beleuchtung sorgt unter Berücksichtigung unterschiedlichster Anforderungen und relevanter Büronormen für die richtige Bürobeleuchtung. Text: Ledvance

Beleuchtungssysteme für Bürogebäude müssen zahlreichen Normen, Gesetzen und Richtlinien entsprechen und unterschiedliche Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen erfüllen. Hinzu kommt, dass Architektur, Nutzung und Flächengrösse berücksichtigt werden müssen. Zu den wichtigsten Anforderungen zählen weitgehend blendfreies Licht für Bildschirmarbeit, gleichmässige Lichtverteilung und ausreichende Beleuchtungsstärke. Nur geeignete und ergonomisch gut gestaltete

 Die Pendelleuchten verbreiten ein homo­ genes und kontrolliertes Licht.

Lichtlösungen können ein produktives Arbeitsumfeld schaffen, die Konzentration der Mitarbeiter fördern und damit Vorteile für Unternehmen aller Branchen bieten. Mit der neuen Panel 1200 Direct/Indirect bringt Ledvance eine Leuchte auf den Markt, die diesen spezifischen Anforderungen entspricht.

Hohe Lichtqualität – geringe Wartungs- und Betriebskosten

Wartungs- und Betriebskosten an. Darüber

Die Leuchte ist daher in reduziertem und

Die

Panel-1200-Direct/­ Indirect-

hinaus sorgt der mitgelieferte Treiber für

zugleich edlem Design gehalten – sehr

Leuchten liefern 70 Prozent direktes Licht

erweiterte Flexibilität, da er in der Re­mote-

flach, mit einem schmalen Aluminium­

für den Arbeitsplatz und 30 Prozent indi-

Treiberbox integriert ist. Die Panel-1200-­

gehäuse und abgerundeten Kanten. Die

rektes Licht für die Grundbeleuchtung mit

Direct/Indirect-Leuchten sind optional

transparenten Elektrokabel lassen sich

einem Lichtstrom von bis zu 4000 Lumen

auch mit DALI-Vorschaltgerät erhältlich.

dank

neuen

Schnellsteckverbindern

einfach

verdrahten. Zusätzlich ermöglichen die

(2800 Lumen nach unten / 1200 Lumen nach oben). Die Leuchte verbreitet ein

Minimalistisches, funktionales

verstellbaren Stahldrähte für die Hänge-

homogenes und kontrolliertes Licht und

Design und einfache Installation

montage eine Positionierung der Leuchte

erreicht eine hohe Entblendung. Dank einer

Die Panel-1200-Direct/Indirect-Serie folgt

auf gewünschter Höhe.

guten Lichtausbeute und einer Lebens­

der modernen Designsprache Scale von

dauer von bis zu 80 000 Stunden fallen für

Ledvance, dem Gewinner des German

die Leuchten der neuen Serie geringe

Design Award 2019 in der Kategorie Licht.

69

www.ledvance.ch Leading Partner Seite 95

eco2friendly-Magazin Licht


eco2friendly an der Electro-Tec Die Electro-Tec 2020 informiert über die rasanten Entwicklungen, die auch die Elektroinstallationsbranche betreffen. Eco2friendly wird mit dem «eco2friendly-LAB» an einem Stand vertreten sein. Mit dem eco2friendly-Promocode ist der Eintritt kostenlos. Text: eco2friendly

Die Electro-Tec 2020 steht unter dem Fo-

Dinge prägt smartes Wohnen und Arbei-

Bereichen Heizung, Lüftung, Klima, Kälte,

kusthema «Connected World – vernetzt,

ten. Diese rasante Entwicklung betrifft

Sanitär und Elektro (HLKKSE), die bereit

integral, smart» und zeigt auf, dass eine

auch die Elektroinstallationsbranche; an

sind, sich an einen Tisch zu setzen, um ge-

starke Vernetzung auf überzeugenden

der Electro-Tec wird sie zum Thema ge-

meinsam Lösungen zu entwickeln.

Techno­logien basiert, die in immer kürze-

macht.

Mit dem Ziel, aus den verschiedenen einzelnen Produkten vernetzte Lösungen zu

ren Abständen auf den Markt kommen. Durch Vernetzung können grössere Effi-

Eco2friendly am Stand A06

erstellen, wurde «Build Smart» gegründet.

zienz, höhere Sicherheit, gesteigerter

Eco2friendly wird an der Electro-Tec am

Diese Lösungen sollen nicht nur innerhalb

Komfort und tiefere Kosten erzielt werden.

Stand A06 die neue Ideenwerkstatt «eco­

der einzelnen Disziplinen funktionieren,

Integrale Systemlösungen ersetzen Ein-

2friendly-LAB» sowie das Programm «Build

sondern gewerkübergreifend. Indem es

zellösungen und sind somit der Schlüssel

Smart» präsentieren.

keine Schnittstellen mehr gibt, werden

zum Erfolg für energieeffiziente und nach-

Im «eco2friendly-LAB» treffen sich zu-

sämtliche Prozesse vereinfacht, angefangen

haltige Gebäudekonzepte. Das Internet der

kunftsorientierte Unternehmen aus den

von der Planung über die Installation bis zur Wartung. Ebenso wird die gesamte Energieeffizienz gesteigert werden können.

Electro-Tec, 13. und 14. Mai 2020, Bernexpo, Bern

 Die Fachbesucher erhalten einen vielfältigen und kompakten Überblick über Produkte, Serviceleistungen, ­Neuheiten und Trends der Elektrobranche.

Die Electro-Tec ist eine kompakte, branchenfokussierte Informations- und Netzwerkplattform und gilt als Treffpunkt für Kommunikations-, Gebäude-, Licht- und Installationstechnik. Ergänzend zur Messe bietet die Electro-Tec 18 Fachseminare an. Diese nehmen das Thema «Connected World – vernetzt, integral, smart» auf. Mit eco2friendly kostenlos an die Electro-Tec Für einen kostenlosen Eintritt einfach den Promocode eco2friendly2020 unter www.electro-tec.ch eingeben. Das Standteam freut sich auf interessierte Besucher. www.electro-tec.ch

Licht eco2friendly-Magazin

70


Auf die smarte Art Zukunftssichere und gleichzeitig einfach installierbare Lösungen für das Smart Home halten in immer mehr Eigenheimen Einzug. Mit einem offenen Standard lassen sie sich zudem beliebig ausbauen, und der Bauherr geht hinsichtlich zukünftiger Funktionserweiterungen auf Nummer sicher. Text: Theben

 Licht, Jalousien und Heizung mit nur einer App steuern und beliebig erweitern.  Im Ernstfall sorgt die Betätigung einer Paniktaste dafür, dass sich sämtliche Rollläden öffnen und die Beleuchtung im ­g esamten Haus ­eingeschaltet wird.

Viele scheuen die Investition in ein Smart

fall sorgt die Betätigung einer Paniktaste

die Kommunikation vor Abhören und

Home-System, da sie eine komplizierte

dafür, dass sich automatisch sämtliche

­Manipulation optimal geschützt.

Installation und Inbetriebnahme fürch-

Rollläden öffnen und die Beleuchtung im

Per App lassen sich sämtliche Funktionen

ten – eine Sorge, die sich mit dem richti-

gesamten Haus eingeschaltet wird. Zudem

des Smart Home-Systems steuern und

gen Partner als völlig unbegründet er-

lassen sich über die «Zentral AUS»-Funk-

­Zustände überwachen. Der Cloud-Zugriff

weist. Diese Erfahrung durften auch Stefan

tion alle technischen Geräte schnell und

lässt sich vom Anwender selbst aktivieren

Beuter und Sonja Heller aus dem schwäbi-

zuver­lässig vom Strom trennen. Nicht

und mit wenigen Klicks konfigurieren –

schen Haigerloch machen. Im Zuge der

zuletzt der Elektroinstallateur, der die ­

ohne Netzwerkkenntnisse. So erhält kein

Kernsanierung eines Zweifamilienhauses

­Installation des VDE-zertifizierten, update­

Dritter Einsicht in das Benutzerkonto.

suchten sie nach einer Lösung, die sich in

fähigen Systems vornahm, zeigt sich be-

ihren Funktionen auf das Wesentliche

geistert – und zog direkt selbst in eine der

Für jene, die sie sich alle Möglichkeiten of-

fokussiert und durch anwenderfreund­ ­

sanierten Wohnungen ein.

fenhalten wollen, kann das System in einer

liche Technik überzeugt. Deshalb fiel die

Grundversion installiert und programmiert

Wahl auf das Produkt Luxor Living von

Perfekt ergänzt: Funkaktoren und

werden. Die Schaltzentrale verbleibt nach

Theben. «Beleuchtung, Jalousien, Heizung

Cloud-Anbindung

der Programmierung beim Installateur. Der

und technische Geräte können wir jetzt

Mit den neuen Funkaktoren lassen sich

Nutzer kann später jederzeit wieder eine

ganz bequem über die kostenlose Luxor

­Anbauten wie Wintergärten oder auch Aus-

Systemzentrale und somit alle damit ver-

Play-App steuern. Und selbst wenn wir

bauten wie Dachböden schnell und unkom-

bundenen Zusatzfunktionen integrieren

einmal verreisen, simuliert das System die

pliziert in ein bestehendes, drahtgebunde-

lassen.

Anwesenheit und hält ungebetene Be­

nes Smart Home-System einbinden. Dank

www.luxorliving.ch

sucher fern», sagt Stefan Beutler. Im Ernst-

Verschlüsselung durch KNX Data Secure ist

Leading Partner Seite 101

71

eco2friendly-Magazin Licht


22. Messe für Immobilien, Bau und Renovation St.Gallen, 20.–22. März 2020 Eintritt frei ∙ immomesse.ch

Patronat

18.–22.März2020

r stelle s u A 0 1 1 adt det st n i F t Spor t er-Zel k r e w Hand aft ersch t s i e M inerSchre t ielwel p S o d Ninten g derun r ö f s eden T – Fri N I S S I mEE SW zer Ar i e w h der Sc zli se-Bei s e M e lich Gemüt

so ischthurgau Die neue Thurgauer Frühjahrsmesse

18.– 22. März 2020

te onzer Live-K

Frauenfeld, zuckerfabrik

Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

17.00 – 21.30 Uhr 13.30 – 21.30 Uhr 13.30 – 21.30 Uhr 13.30 – 21.30 Uhr 10.00 – 18.00 Uhr

schwooof.ch


Publireportage

Farbig in den Frühling starten Im Frühling erwachen nicht nur die verschiedenen Farben in der Natur zum Leben. Auch Leuchten können mit ihren Farbtemperaturschaltern zwischen mehreren Lichtfarben ­­ hin- und herwechseln. Text: Zumtobel Licht AG

Dank drei unterschiedlichen Lichtstrom­

Der PMMA-Diffusor sorgt für eine gleich­

wassergeschützt und somit vielseitig ein­

paketen (1400, 1900 und 2500 Lumen) und

mässige Lichtverteilung. Die integrierte

setzbar.

einer Effizienz von bis zu 93 Lumen pro

LED-Technologie ermöglicht einen war­

Watt ist die Leuchte Lena Vario der ideale

tungsfreien Betrieb und eine Lebensdauer

Farbtemperaturschalter

Ersatz für Leuchten mit Kompaktleucht­

von 50 000 Stunden. Zusätzlich verfügt

Lena Vario verfügt über einen Farbtempe­

stofflampen von 2×18 Watt, 2×26 Watt und

Lena Vario, wie alle Thorn-eco-Produkte,

raturschalter, mit dem 3000, 3500 oder 4000

2×36 Watt. Dabei ermöglicht sie eine Ener­

über eine Fünf-Jahres-Garantie. Mit der

Kelvin gewählt werden können. Um die

gieersparnis von bis zu 55 Prozent.

Schutzart IP44 ist Lena Vario spritz­

Leuchte zu öffnen, muss man nur den Dif­ fusor drehen. Drinnen befindet sich der Farbtemperaturschalter, und die Lichtfarbe kann gewählt werden.

Optionaler Anwesenheitssensor Lena Vario ist optional mit Anwesenheits­ sensor erhältlich. Der Mikrowellensensor ist ein Bewegungsschalter, der das Licht bei Bewegungserfassung einschaltet und es ausschaltet, sobald keine Personen mehr anwesend sind. Die zusätzlich eingebaute Tageslichtsensorik verhindert ein Ein­ schalten der Leuchte, wenn genügend na­ türliches Licht vorhanden ist, und maxi­ miert somit die Energieersparnis. www.thorneco.com Leading Partner Seite 101

Sensor Erfassungsbereich

6m

6m

10 m

Einstellmöglichkeiten Empfindlichkeit

10 %, 50 %, 75 %, 100 %

Zeit

5 s, 90 s, 5 min, 15 min

Lux

10 lux, 20 lux, 50 lux, aus

6m

bei Sensor-Empfindlichkeit 100

 Ganz einfach vor Ort die passende Farbtemperatur auswählen.  Licht nur dann, wenn es gebraucht wird.

73

eco2friendly-Magazin Licht


Praxiswisse

n

Doppelte Ernte Das in der Schweiz erstmalige Vorhaben einer Kombination von Fotovoltaik und Schafhaltung soll den Bewohnern in Bergtälern mit einer wenig lukrativen Landwirtschaft zu besseren Lebensbedingungen verhelfen. Text: solar-gruppe-mittelland

Es ist wichtig, dass es in der Schweiz mit der

mische Stromproduktion aufbauen lässt.

Produktion von Solarstrom vorwärtsgeht

Eine darunter ansässige Schafhaltung

und wir uns für die Eigenversorgung mit

wird Bioprodukte wie Fleisch, Käse, Milch,

sauberen und erneuerbaren Energien einset-

Joghurt und Wolle als Dämmmaterial für

zen. Im Tessin ist es jedoch schwierig, auf

die moderne Bauwirtschaft liefern, was für

den mit Steinplatten belegten Dächern die

die oft ä ­ rmliche Bevölkerung wieder lukra-

Ideen von Swissolar zu verwirklichen,

tive Einnahme­quellen ergibt.

­wonach alle D ­ ächer mit PV-Anlagen belegt werden sollen.

Das Projekt «Doppelte Ernte» ist CO2-neutral, umweltfreundlich, und es ist eventuell

Deshalb wurde das Pilotprojekt «Doppelte

auch als Anlaufstelle und Instruktionsort

Ernte» ins Leben gerufen. Denn in den

für Schulklassen von Nutzen, wo das

Bergtälern gibt es grosse Flächen an gut

­Thema der Energiewende und einer sinn-

besonnten, aber landwirtschaftlich nicht

vollen Landwirtschaft mit Bioprodukten

mehr genutzten Südhängen, auf denen

praxisnah erörtert werden kann.

sich eine auf Ständern montierte einhei-

Oben Fotovoltaik, unten Schafhaltung Das Ziel des Start-ups «Doppelte Ernte» ist: • auf Schweizer Boden und auf nicht mehr genutzten, alpinen Freiflächen sauberen Fotovoltaikstrom zu erzeugen. • die Förderung der urbanen Stromversorgung mit erneuerbarer Energie. • Erzeugung von Bioprodukten wie Fleisch, Käse, Milch und Wolle. • Arbeit für Bevölkerung. Das Projekt AGRI.voltaico ist auf Spenden angewiesen.

www.solar-gruppe-mittelland.ch

 Dieselben alpinen Weideflächen werden zu ertragsreichen Einkommensstrukturen, wenn zusätzlich zur Bio-Schafhaltung die darüber montierten PV-Module sauberen Strom produzieren.

Solar eco2friendly-Magazin

74


GEBÄUDEAUTOMATION

LICHT

SOLAR

E-MOBILITY

So praktisch ist Energieeffizienz für Sie Die praxisnahen Kurse der eco2friendly Trainings zeigen

das Wissen und den Schub für neue, spannende Projekte

auf unkomplizierte Weise auf, wie Sie mehr aus der Elektro­

holen, ohne dass deshalb bestehende Aufträge zu kurz kom­

installation herausholen. Ohne zeitaufwendige und ausufern­

men. Sich für ein eco2friendly Training anzumelden, ist somit

de Schulung, sondern in einzelnen kompakten, informativen

gleich ein dreifacher Gewinn: für Sie, für Ihre Kunden und für

Weiterbildungseinheiten organisiert. Eben so, dass Sie Ihre

die Umwelt. Alle Infos zum neuen Trainingsprogramm finden

Energie effizient einsetzen können: Indem Sie sich nämlich

Sie unter ee2f.ch/trainingse


Stolperfallen bei der Solarinstallation Mit der Energiewende werden Häuser zunehmend zu Kraftwerken. Damit die Planung von Solaranlagen einfacher und die Durchführung fehlerloser wird, gibt es nun mit Solarbildung Schweiz ein kompaktes, modulares Weiterbildungswerk. Text: Swissolar

Die Planung und die Installation einer Foto-

Im schlimmsten Fall – und der ist in der Pra-

reich zum Beispiel in den Kursen von Swis-

voltaikanlage auf einem Einfamilienhaus

xis leider immer wieder zu beobachten – kön-

solar erworben werden.

sind in der Regel einfach durchführbar. Da

nen PV-Anlagen von Aufbauten, Geländern

Darüber hinaus gibt es neu die Weiterbil-

bei einem Bestandsgebäude im Normalfall

oder auch durch Pflanzenbewuchs beschattet

dungsunterlagen Fotovoltaik. Mit diesem

der Bauherr einziger Ansprechpartner ist,

werden, was den Ertrag der Anlage unter Um-

wertvollen Wissensschatz, der aus 37 Foto-

entfällt grösserer Koordinationsaufwand.

ständen entscheidend verschlechtert.

voltaikthemen besteht, können sich Solar-

Bei Neubauten und bei grossen Fotovoltaik-

fachleute noch weiter in die Solarmaterie

anlagen auf Mehrfamilien- oder Gewerbedä-

Neu verfügbar: modulare Solarbildung

vertiefen, und Experten aus anderen Berei-

chern sieht die Situation jedoch anders aus.

für jeden Bedarf

chen erhalten einen sehr guten Einblick in

Insbesondere auf Flachdächern sind beim

Um bei dieser Komplexität auf dem Dach

das Thema Solarstrom. Damit können auch

Neubau verschiedenste Planer und Installa-

den Überblick zu behalten und Fehler zu

für Planer und Architekten mit wenig Solar-

teure anzutreffen: Da sind der Dachdecker,

vermeiden, braucht es geschulte Fachleute,

erfahrung die wichtigsten Stolperfallen bei

der sich um die korrekte Installation des

die die Bedürfnisse der verschiedenen

Solarinstallationen vermieden werden.

Flachdachs kümmert, der Haustechnikfach-

Player kennen und aufeinander abstimmen

mann, der für Lüftungen zuständig ist, oder

können. Dieses Wissen kann im Solarbe-

der Gärtner, der die Dachbegrünung anlegt.

www.swissolar.ch Leading Partner Seite 100 Die Unterlagen können unter www.solarbildung.ch

Meist sind noch weitere Gewerke anzutreffen. Bei diesem geschäftigen Treiben kommt mittlerweile vermehrt auch der Solarfachmann ins Spiel, der auf demselben Dach eine Solaranlage installiert.

Der Best Case ist leider selten der Fall Im besten Fall koordiniert ein versierter Architekt die verschiedenen Arbeiten und berücksichtigt die Ansprüche der jeweiligen Fachfirmen zum richtigen Zeitpunkt. Denn wenn die Planung der verschiedenen Aufbauten auf dem Dach nicht rechtzeitig bekannt ist oder wenn es im Verlauf des Projekts noch Änderun-

 Gute Planung sieht anders aus: Die Ausrichtung der Solarmodule stimmt, doch die Aufbauten stehen vor der Sonne. Solarbildung Schweiz hilft, solche Fälle zu vermeiden, indem Solarwissen auch in anderen Branchen vermittelt wird. Bild: Swissolar

gen gibt, kann sich das insbesondere auf den Bau der Fotovoltaikanlage negativ auswirken. bezogen werden.

77

eco2friendly-Magazin Solar


Einfach laden für Mieter und Stockwerkeigentümer Die technischen Lösungen rund um Ladestationen entwickeln sich rasant. Was vor zwei bis drei Jahren noch ein Problem darstellte, ist heute gelöst. Dynamisches Lastmanagement und einfache Abrechnungs­lösungen ermöglichen Mietern und Stockwerkeigentümern das Laden ihres Elektroautos. Text: Ferratec AG

Rund um die Technik von Ladestationen stellen sich für den Investor (Verwaltung, Stockwerkeigentümer,

Pensionskassen)

weitergehende Fragen. Wie kann die Anlage amortisiert werden? Wie muss der Prozess rund um Ladestationen gestaltet werden, damit möglichst wenig Aufwand entsteht? Für den Installateur bietet sich hier die Chance, als kompetenter Berater für seinen Kunden bereitzustehen.

Wie viele Parkplätze, wie viel Leistung? In einem Neubau wird heutzutage die Infrastruktur für die Elektromobilität bereits standardmässig eingeplant. Die Stationen können über Rohre, Kanäle, Trassen oder Flachbandkabel erschlossen werden. Auch die Energie, welche die Elektromobilität

steller setzen als Standard vermehrt auf

gleichzeitig laden möchten, stellt das

benötigt, kann bereits eingeplant werden.

dreiphasige 11-Kilowatt-Lader. Somit ist die

Lastmanagement sicher, dass nur so viel

Erhält der Kunde die richtige Beratung,

maximale Leistung für dieses Beispiel be-

Strom bezogen wird, dass es keine Über-

spart er im Neubau Geld, denn so muss er

kannt: 330 Kilowatt (30 Parklätze × 11 Kilo­

lastung gibt.

nur so viel Anschlussleistung wie nötig

wattstunden). Diese Leistung muss aber

beim Elektrizitätswerk bestellen. Bei der

nicht maximal zur Verfügung gestellt

Infrastruktur: Lastmanagement und

Berechnung, wie viel Anschlussleistung

werden. Denn normalerweise sind nicht

Gebäudemanagement

nötig ist, muss beachtet werden, wie viele

alle Benutzer zur gleichen Zeit zu Hause.

Bleiben wir beim Beispiel mit den 30 Lade-

Parkplätze in der Liegenschaft voraussicht-

Zudem entscheidet das Batteriemanage-

stationen. Es kann gut sein, dass am

lich in den nächsten fünf bis zehn Jahren

ment auch über die Energieaufnahme des

Anfang kein Lastmanagement benötigt

mit Ladestationen ausgerüstet werden.

Autos. So wird normalerweise am Ende der

wird, da nur fünf Stationen installiert

Ambitionierte Ziele liegen bei 30 Prozent

Ladung die Leistungsaufnahme gedrosselt.

werden. Wichtig ist in diesem Fall, dass das

Marktanteil für die Elektromobilität im

Mit einem reduzierten Gleichzeitigkeits-

System jederzeit ausgebaut werden kann.

Jahr 2030. Das heisst, dass in einer Tief-

faktor

der

mobilecharge-Anlagen können nachträg-

garage mit 100 Parkplätzen circa 30 Plätze

30 Ladestationen somit reduziert werden.

lich mit dem ECO-Kontroller ausgerüstet

in den nächsten zehn Jahren mit Ladesta-

Das dynamische Lastmanagement stellt

werden. Dieser ermöglicht nicht nur dyna-

tionen ausgerüstet werden könnten. Eine

sicher, dass die Autos in nützlicher Frist

misches Lastmanagement, auch weitere

weitere Komponente in dieser Rechnung

trotzdem vollgeladen sind. Und falls

Gewerke wie Solaranlagen und Batterien

sind die Lader der Elektroautos. Die Her-

ausnahmsweise doch alle 30 Fahrzeuge

können eingebunden werden.

E-Mobility eco2friendly-Magazin

kann

die

Gesamtleistung

78


Visualisierung | Dokumentation | Monitoring Datenbankfunktionen, Desktop, Notebook, Mobil, Grossdisplay usw.

- Netzbetreiber Smart Grid - Wetterdaten - Strombörsen

Ethernet TCP/IP

Internet Fernwartung, Alarmierung, Datenversand usw.

Energiemanagement-Software mit Live-Dashboard

 Ein bekannter Benutzer autorisiert sich über die RFID-Karte und bezahlt seine Ladung mit der mobilecharge-App von seinem Konto.  Komplexe Anlagen können mit dem ECO-Kontroller ­um­gesetzt werden. Dieser kann jederzeit nachgerüstet werden.

EVU

250 A Stromversorgung 80 A

Stromversorgung 80 A Messpunkte für dynamisches Lastmanagement

Meldungen | Logische Verknüpfungen | Sonderregeln

Eine saubere Lösung

Zugang für Mieter und Gäste

Für unbekannte Benutzer (Gäste, Besucher)

Für den Kunden oder Investor sind die

Um den Zugang zu den Stationen zu

können Stationen mit einem QR-Code/NFC-

tech­nischen Fragen oft nebensächlich. Viel

gewährleisten, kann zwischen zwei Benut-

Tag ausgerüstet werden. Diese werden via

mehr beschäftigt er sich mit Mietern

zergruppen unterschieden werden.

Smartphone freigeschaltet. Es wird keine

und Stockwerkeigentümern, Parkplätzen

App benötigt. Auch hier existieren verschie-

und dem Investment beziehungsweise der

Die registrierten Benutzer schalten die

dene Bezahlmöglichkeiten: Twint, SMS oder

Amortisation der Anlage. Deshalb erwartet

Station mit der RFID-Karte frei. Wird ein Ab-

Kreditkarte. Die Preise für den gewählten

er von den Fachleuten (Installateuren/Pla-

rechnungssystem benötigt, kann die App

Ladepunkt sind auf der geöffneten Website

nern) eine einfache und saubere Lösung.

mobilecharge aus dem App Store oder im

ersichtlich. Nach Beenden des Lade­

Bei Mieter­parkplätzen bieten sich E-Mobi-

Google Play Store heruntergeladen werden.

vorgangs werden die entstandenen Kosten

lity-Parkplätze an. Das bedeutet, dass ein

Es existieren unterschiedliche Bezahlmög-

sofort verrechnet und dem Eigentümer der

Parkplatz inklusive Ladesäule den Mieter

lichkeiten (SMS, TWINT, Kreditkarte), um

Station gutgeschrieben.

etwas mehr kostet. Dies ist die einfachste

Geld auf die App zu laden. Sämtliche Lade-

Art, die In­vestition in Ladestation und Ins-

vorgänge sind dann in der App ersichtlich,

tallation zu amortisieren. Die Anlage über

und pro Account können mehrere Karten

einen höheren Strompreis zu amortisieren,

hinterlegt werden. Dies ermöglicht es, den

wäre zwar auch möglich, diese Version ist

Verbrauch von verschiedenen Benutzern zu

für den Mieter jedoch weniger gut nach­

identifizieren (zum Beispiel Familie, Kosten-

vollziehbar.

stelle im Unternehmen usw.)

79

www.ferratec.ch Leading Partner Seite 92

eco2friendly-Magazin E-Mobility


Interview

Gebäudetechnik muss aktiv verkauft werden Gebäudeautomation stellt einen Mehrwert dar – dieses Bewusstsein muss gesteigert werden. Man muss sie aktiv verkaufen. Dies nicht über die Technik, sondern über die Befriedigung eines Bedürfnisses, sagen Patrick Gehring und Manfred Lehmann von Wago im Interview. Interview: Pascal Grolimund, Text: Judith Brandsberg

Die «Wago-Klemme» ist wohl die

privaten Gebäuden. Im Zweckbau ist die

werden müssen. Das bedeutet, der Elektro-

bekannteste Marke bei den Dosen­

Gebäudeautomation zum Standard gewor-

installateur kann vorgegebene Funktionen

klemmen. Ist das für das Unternehmen

den, genauso wie das energieeffiziente und

wählen. Dies stellt für ihn eine Vereinfa-

Wago Fluch oder Segen?

nachhaltige Bauen. Bei den Wohngebäuden

chung dar, und solche Produkte verkauft er

Patrick Gehring (PG): Wir haben tatsächlich

gibt es in diesem Bereich noch viel Poten-

lieber.

einen starken Brand. So werden Klemmen

zial.

oftmals als Wago-Klemmen bezeichnet,

PG: Man muss Gebäudeautomation aktiv

Was muss geschehen, damit beim Bau

auch wenn sie gar nicht von uns sind. Da

verkaufen, da viele dabei nur den Kosten-

eines Gebäudes nicht nur die Nass­

wir uns auch im Bereich Automatisierung

faktor sehen. Es ist wichtig, dass auch Elek-

räume, die Küche und die Bodenbeläge

weiterentwickelt und spezialisiert haben,

troinstallateure solche Systeme anbieten

Beachtung fi ­ nden, sondern auch die

ist der Brand auch ein Nachteil, denn man

können. Gebäudeautomation lässt sich

Elektroinstallation?

bringt unseren Namen noch nicht mit die-

aber nicht über die Technik verkaufen, sie

PG: Es sollte klar werden, dass auch die Elek-

sen Produkten in Verbindung. Viele Elektriker sind sich nicht bewusst, wie breit unser Sortiment ist.

Das Hauptthema in dieser Ausgabe des Magazins ist «Messen, steuern und regeln in Gebäuden». Wie betrifft dieses Thema Ihr Unternehmen? PG: Die Automatisierungssysteme von

troinstallation und eine zeitgemässe Gebäu-

«In der Branche muss ein Um­denken stattfinden.»

Wago entstanden mit der Idee, die Senso-

detechnik der Liegenschaft einen Mehrwert bringen und darum nicht 20 000 Franken, sondern 30 000 Franken kosten. Entscheidend ist, dass der Elektroinstallateur diesen Betrag verteidigen kann und über Zusatzverkäufe wie Home-Automation sogar mehr Umsatz generiert. Heute ist es so, dass der Bauherr zum Küchenbauer geht mit dem Ziel, eine Küche für 40 000 Franken zu kau-

rik und die Aktorik zu erfassen, zu steuern

muss ein Bedürfnis befriedigen. So spricht

fen, am Ende baut er aber eine Küche für

und zu übertragen. Unser Automatisie-

man heute noch immer vom Ein- oder Aus-

55 000 Franken ein. Für die Elektroinstalla-

rungssystem basiert auf der Idee der intel-

schalten einer Leuchte. Das Bedürfnis ist

tion hat er ein Budget von 20 000 Franken

ligenten Reihenklemme. Deshalb fühlen

aber eigentlich, dass wir einen Raum auf-

und reduziert den Preis auf 15 000. Da läuft

wir uns auf diesem Gebiet kompetent und

hellen und eine Stimmung haben möchten,

doch etwas verkehrt.

zu Hause.

um zum Beispiel ein Buch lesen zu können oder am PC zu arbeiten.

Das Auto ist technisch weiterentwickelt

Strom ist eine der Energieformen, die in der Zukunft weiter an Gewicht zuneh-

worden. Denken wir an die Fenster, die

Welche Rolle hat da der Hersteller?

men, sehen Sie dies auch so?

Kameraausstattung oder die Sensoren.

Wie kann er hier noch Einfluss

ML: Ja, Strom ist eine der Energien der

Wieso ist man bei Gebäuden noch nicht

nehmen?

Zukunft. Wie man sie produziert, spielt ­

so weit?

ML: Wir bieten zum Beispiel beim Licht

­dabei eine grosse Rolle. Mit der Wasserkraft

Manfred Lehmann (ML): Hier gibt es grosse

­Gesamtlösungen an, die nicht mehr pro-

sind wir in der Schweiz sicher gut dran. Die

Unterschiede zwischen Zweckbauten und

grammiert, sondern nur noch para­metriert

Widerstände bei der Fotovoltaik und vor

Nachgefragt eco2friendly-Magazin

80


Patrick Gehring (links), Pascal Grolimund (mitte), Manfred Lehmann (rechts).

allem bei der Windenergie sind aber immer

meinsam Gedanken über die Zukunft zu

in ­einem positiven Wettbewerb, indem wir

noch gross.

­machen.

den Energieverbrauch visualisieren und darauf achten, möglichst wenig zu ver­

PG: Das Bewusstsein für Energie muss ­geschaffen werden. Das Licht brennen zu

Welchen Rat würden Sie der Elektro-

brauchen.

lassen, macht finanziell nichts aus, denn

branche gerne geben?

ML: Wir visualisieren ebenfalls den Ver-

der Strom ist nach wie vor zu günstig.

PG: Es muss ein Umdenken stattfinden. Der

brauch. Wichtig ist, dass das Haus auf die

­Daher ist es wichtig, den Energieverbrauch

Elektriker darf sich nicht auf der klassi-

Bewohner abgestimmt ist. Unser Haus lebt

zu messen und plakativ zu visualisieren.

schen Elektroinstallation ausruhen. Die

mit uns, und es ist auf unsere Bedürfnisse

Eine Gebäudesteuerung ermöglicht dies.

Wertschöpfung hat sich innerhalb des

eingestellt. Die Räume sind je nach Anwe-

Viele Menschen lieben den Wettbewerb,

­Berufs geändert. Der Elektriker muss zum

senheit individuell beheizt. Wenn ich nach

und es ist eine Herausforderung, möglichst

Verkäufer werden, und er muss versuchen,

Hause komme, stellen sich automatisch

wenig Energie zu verbrauchen. Wichtig

sich über sein Angebot, also seine Leistung,

­meine Lichtstimmung und meine Musik

ist auch, dass Energie dann verwendet

zu positionieren.

ein, und wenn meine Frau nach Hause

wird, wenn sie zur Verfügung steht, bezie-

ML: Der Elektriker kann sich mit speziellen

kommt, gelten ihre Einstellungen.

hungsweise dann nicht verwendet wird,

Angeboten abheben, sich zum Beispiel als

wenn sie anderswo gebraucht wird. Ein

«Smarthome-Elektriker» anbieten. Denn

Lastmanagement hilft die grossen Verbrau-

selbst wenn der Bauherr sich für Gebäude-

cher so zu steuern, dass der Eigenver-

automation interessiert, wird sie ihm heute

brauch der Fotovoltaikanlage optimiert

eher ausgeredet, als dass er Beratung erhält.

werden kann.

Wichtig aus unserer Sicht ist auch, dass dem Elektriker Produkte zur Ver­fügung gestellt

Was wünschen Sie sich von der

werden, die er einfach über Parametrierung

eco2friendly-Community?

in Betrieb nehmen kann.

ML: Die Branche steht vor grossen Herausforderungen – auch in Bezug auf die

Was tun Sie als Privatperson im

­Digitalisierung. Diesen muss sie sich stel-

­Hinblick auf das Energiesparen?

len. Ich glaube, dass es keinen besseren

PG: Wir haben zu Hause eine Wago-

Weg gibt, als sich in einer Community ge-

Ge­bäudeautomation installiert und leben

81

Zu den Personen Name: Funktion: Manfred Lehmann Marketingleiter, (ML) arbeitet seit 21 Jahren bei Wago Name: Funktion: Patrick Gehring Verkaufsleiter, (PG) arbeitet seit 20 Jahren bei Wago

eco2friendly-Magazin Nachgefragt


Das Programm für Stromeffizienz im Gebäude eco2friendly ist ein Netzwerk aus Teilnehmern, welche gemeinsam ihre Stromeffizienzziele erreichen wollen. Die Teilnehmer unterstützen sich in sämtlichen Prozessen bei Um- und Neubauten, also während der Planung, der Ausführung und dem Betrieb eines Bauprojekts.

Bauherren und Investoren • Steigerung von Komfort, Q ­ ualität und Sicherheit • Fundierte Bedarfsanalyse und Vorgabe für den Planungsprozess • Nachhaltige Werterhaltung und -steigerung der Immobilie

• Nutzung der Effizienz­

Installateure, Integratoren und Facility Manager

möglichkeiten in der

• Fachgerechter Einsatz von

Architekten und Planer

Beratung und Planung

zertifizierten Lösungen

• Einplanung zertifizierter

und Produkten

Lösungen

• Aktive Betreuung während

• Einbringen der Erfahrungen

• des Betriebs

bei der Planung von

• Steigerung der Arbeitsplatz­

Neubau und Sanierung

attraktivität

für stromeffiziente Lösungen und

Verbände und InstitutionenAus- und Weiterbildung der Fachleute

Produkte

• Definition und Weiterentwicklung

Hersteller und Lieferanten • Forschung und Entwicklung

• Unterstützung der Effizienz­

der Effizienzanforderungen als

möglichkeiten mit

Garantie für hoch ­stehende Pro-

innovativen Produkten

grammqualität

• Positive Entwicklung des ­Absatzmarktes

eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

82


Hier sind die Fachleute bestens vernetzt Energieeffizienz ist in aller Munde. Neue Produkte und Lösungen kommen auf den Markt,die Innovation schreitet fort. Auf dem neuesten Wissensstand zu sein, ist deshalb wichtig. eco2friendly informiert die Öffentlichkeit und die Fachwelt regelmässig auf diversen Kanälen.

Sämtliche Partner von eco2friendly sind auf der Plattform fachleute-finden.ch vertreten. So ist es ganz einfach zu erfahren, wer die kompetenten Fachkräfte in der Region sind, um spannende Projekte zu realisieren. eco2friendly pflegt mit Verbänden aus der gesamten Haustechnik regen Kontakt, damit die systemübergreifende Sicht berücksichtigt und gefördert wird.

Weiterbildung: die eco2friendly TRAININGS Energieeffizienz betrifft die gesamte Branche. Denn sie bildet ein interessantes ­Betätigungsfeld der Zukunft. Umso wichtiger ist es, gut ausgebildete Fachkräfte in allen Segmenten zu haben: von der Planung über den Bau bis zum Unterhalt. Darum hat eco2friendly die Initiative ergriffen und das Weiterbildungsprogramm «Trainings» lanciert. Da werden Architekten, Planer und Installateure ebenso wie Integratoren und Technische Facility Manager auf den neusten Stand der Technik gebracht – in den vier Bereichen Licht, Gebäudeautomation, Solar und E-Mobility. Damit die Branche fit für neue Innovationen bleibt.

 Suchen und finden Sie Fachleute auf unserem Portal unter e2f.ch/fachleute-finden

 Neu finden Sie uns neben Facebook, Twitter und Youtube auch auf Instagram!

83

eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Unsere Leading Partner stellen sich vor

ABB ist ein weltweit führendes Schweizer Technologieunter­ nehmen in den Bereichen Energie- und Automationstechnik mit Hauptsitz in Zürich. Im Bereich der Elektrifizierung bietet ABB eine Gesamtheit aus sicheren, leistungsfähigen Lösun­ gen für die elektrische Ausrüstung und Automatisierung von­ Gebäuden und Infrastruktur.

Die Leading Partner von eco2friendly ­unter­stützen das Programm nicht nur finanziell.­ Sie leisten mit patenten Lösungen und ­inno­vativen Produkten einen wertvollen Beitrag.

Mit den Produkten von ABB lässt sich das Zuhause oder der geplante Neubau in ein Smarthome verwandeln. Das Smarter-­ Home-Sortiment umfasst innovative Lösungen für ein siche­ res, vernetztes Zuhause. Dazu gehören unter anderem die ABB-free@home-Haussteuerung oder die ABB-Welcome-­

­Die Leading Partner von eco2friendly sind Hersteller oder

Türkommunikation. Zusätzlich bietet ABB eine breite Aus­

Verbände und Institutionen, die sich für einen nach­haltigen

wahl an exklusiven Schaltern und Steckdosen. Auf die sprich­

Umgang mit der Energie einsetzen. Sie stehen Elektro­

wörtliche Schweizer Qualität und Präzision von ABB

installateuren aktiv zur Seite, indem sie ihnen patente

vertrauen Profis überall auf der Welt.

­Lösungen und qualitativ hochwertige Produkte liefern. In den eco2friendly-Trainings vermitteln sie den Fach­leuten

Automatisch die richtige Reaktion…

wertvolles Wissen in den energie­relevanten Bereichen, damit Gebäude entstehen, die im Vergleich mit älteren ­Bauten ­einen Bruchteil der Energie für den B ­ etrieb benötigen.

…in jeder Situation.

— Smarter Building Inspirierende automatisierte Umgebungen

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

84


Die ABB Technikerschule mit Standort Baden und Sursee

Die Agro AG in Hunzenschwil entwickelt und produziert seit

bietet eidgenössisch anerkannte, praxisnahe, berufsbeglei­

mehr als 60 Jahren hochwertige Produkte und Lösungen für

tende Bildungsgänge auf Stufe höhere Fachschule, Vorberei­

Elektroinstallationen und das Einführen und Verlegen von

tungslehrgänge auf höhere Fachprüfungen, Nachdiplomstu­

Kabeln.

dien sowie Weiterbildungskurse an. Anforderungen energetischer Bauvorschriften steigen stets. Die Bildungsgänge wie «Gebäudeautomatik» oder «Energie

Mit Agro-Produkten können die geforderten luftdichten

und Umwelt» beinhalten Fächer, die konkret auf Energie­

­Ge­bäudehüllen zuverlässig realisiert werden – z.B. mit der

effizienz abzielen. Somit ist eco2friendly für das Unterneh­

ECON-Technik, die in luftdichten Hohlwand-, Unterputzins­

men und die Studierenden eine wichtige Plattform mit rele­

tallationen und Einbaugehäusen zum Einsatz kommt.

vanten, zeitgemässen Inhalten, die praxisnah thematisiert werden.

Agro ist Spezialist für Energieeffizienz und leistet beim nach­ haltigen Bauen einen wichtigen Beitrag. Dieses Fachgebiet

Das in den Fächer erlernte Wissen über Energieeffizienz wird

prägt eine starke Partnerschaft zu eco2friendly.

immer häufiger in Diplomarbeitsprojekten im Auftrag der ­Industrie angewendet.

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Arthur Flury ist ein weltweit tätiges Industrieunternehmen,

Das BBZ Biel-Bienne bietet als modern ausgestattete Berufs­

spezialisiert in der Entwicklung und Herstellung von Kom­

fachschule auf der Sprachgrenze zur französischsprachigen

ponenten für Fahrleitungen, Erdung, Gebäudeblitzschutz,

Schweiz zusammen mit eco2friendly und anderen Partnern

Absturzsicherung und Freileitung. Das gut ausgebaute Ver­

Weiterbildungskurse für Erwachsene in beiden Sprachen an.

triebsnetz und über 40 Vertretungen weltweit macht Arthur Flury zum kompetenten Partner für alle Belange der elektro­

Das BBZ ist Schulort für Lernende verschiedenster Bereiche,

technischen Verbindungstechnik.

wie zum Beispiel Mediamatiker, Präzisionsmechanik, Elektro­ berufe, Lebensmittelberufe und Dienstleistung (inkl. Berufs­

Mit der langjährigen Erfahrung, einer modernen Fertigung

maturität 1 oder 2). Gleichzeitig bietet das BBZ Biel-Bienne in

und einem zeitgemässen Managementsystem bietet das Un­

der Abteilung «Technische Fachschule TFS» etwas mehr als

ternehmen hochwertige Qualitätsprodukte und Dienstleistun­

200 Lernenden in acht mechanischen Berufen eine Lehrstel­

gen an. Das Festhalten der Produktion, Entwicklung und

le in Vollzeitausbildung an. Die Brückenangebote (10. Schul­

Firmen­leitung am Standort Deitingen zeigt das Bekenntnis

jahr, Integrationsklassen, Vorlehre) runden unser Angebot ab.

zum Werkplatz Schweiz.

Erdung – Blitzschutz: eine Investition, die sich lohnt. Für Sie und Ihre Liebsten.

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

86


Demelectric befasst sich mit der Produktion von Standard-

digitalSTROM ist eine flexible und innovative Komplettlösung

und Individual-Stromverteilern aus Hartgummi, Kunststoff

zur intelligenten Vernetzung der gesamten Haustechnik.

und Edelstahl, die auf Baustellen und Veranstaltungen oder

­Unabhängig von welchem Hersteller oder in welchem Ge­

als Grundausstattung in Industrie- und Gewerbeanlagen ins­

bäude werden sämtliche elektronischen Geräte miteinander

talliert werden. Zudem vertritt das Unternehmen namhafte

und mit dem Internet verbunden. So lassen sie sich einfach

Hersteller aus dem EU-Raum.

und intuitiv durch herkömmliche Lichttaster, Sprachsteue­ rung oder mit dem Smartphone bedienen und überwachen.

Für Demelectric bietet eco2friendly eine spannende Platt­

Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz werden dadurch

form, um neue Lösungen und Ideen einem zukunftsorientier­

nützlich vereinbart und erhöht.

ten Kundenkreis zu präsentieren. Da digitalSTROM über die bestehenden Stromleitungen Mit dem Eltako Professional Smart Home bietet das Unter­

­kommuniziert und damit keine Extraverkabelung der ange­

nehmen eine Technologie basierend auf dem EnOcean-Funk­

schlossenen Haustechnik oder Geräte nötig ist, eignet sich

standard an. Die batterielosen, wartungsfreien Funktaster und

das Smart Home-System sowohl für Neubauten als auch zur

Fenster-Tür-Kontakte mit Energiegenerator sind exklusive

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Die zertifizierte Bildungsinstitution E-Profi Education bietet

Das Elektro-Bildungs-Zentrum ist seit 1972 die Elektrofach­

massgeschneiderte Fort- und Weiterbildungsprodukte in den

schule des Zürcher Elektroverbands. Jährlich werden zirka

Bereichen Elektro, Gebäudeinformatik und Unternehmens­

2000 Lernende ausgebildet und besuchen 1000 Personen das

bildung an. Ziel sind effektiv ausgebildete Fachkräfte, die mit

EBZ für ihre persönliche Weiterbildung.

dem notwendigen Wissen und Können in der Praxis und den Für die Elektrobranche sind Massnahmen in Energieeffizienz

Verbandsprüfungen bestehen.

und die Produktion von nachhaltiger Energie ein immer wich­ E-Profi Education blickt auf eine über 30-jährige Bildung­s­

tiger werdender Pfeiler. Gut ausgebildete Fachleute haben das

tradition zurück. Im Kompetenzzentrum in Eschenbach (SG)

vernetzte Denken um Produktion, Verteilung und Verbrauch

wird mit modernen, praxis- und handlungsorientierten Lern­

innerhalb verschiedener Perimeter realisieren und optimieren

methoden individuell und interdisziplinär unterrichtet.

zu können.

Zusammen mit eco2friendly führt E-Profi Education Trainings

Das Elektro-Bildungs-Zentrum betreibt auf dem eigenen Grund­

durch, die der Wissensvermittlung und der gemeinsamen

stück fünf Photovoltaikanlagen, wobei eine zusätzlich im B ­ au

Zielerreichung dienen.

ist und eine weitere in Planung. Weiter stehen Schulungsanla­ gen zur Speicherung von Sonnenenergie zur Verfügung.

Die praxisnahe Ausbildung zeichnet unsere Angebote aus. Ihre Weiterbildung im EBZ:

Gebäudeinformatiker/-in SwissGIN

Elektro-Projektleiter /-in Installation und Sicherheit

Höhere Fachschule

Elektro-Teamleiter /-in VSEI Elektro-Bauleiter /-in KZEI

Nächster Start:

4. September 2020

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Sicherheit an und mit elektrischen Anlagen – RCD – Einsatz und Prüfung – AuS Arbeiten unter Spannung – NIN und Messungen in der Praxis – Fach-Workshop für Servicemonteure – Fach-Workshop für Elektroinstallateure und Montage-Elektriker – Update-Workshop für Elektroinstallateure und Montage-Elektriker

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

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27.05.19 14:33


EIT.swiss ist die Berufsorganisation für rund 2000 Unterneh­

Die rund 1900 ELITE Electro-Partner sind leistungsstarke und

men der Elektrobranche mit über 40 000 Mitarbeitenden in

ausgewiesene Elektroprofis – in allen Regionen der Schweiz

der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein.

und in Liechtenstein. Sie planen, installieren, überprüfen und warten Elektroinstallationen, smarte Gebäudesysteme und

Die Elektrobranche spielt in der Gebäudetechnikbranche eine

Haushaltsgeräte für Privathaushalte, Gewerbe und Industrie.

entscheidende Rolle. Über ein Drittel der Betriebe und 44 Pro­ zent der beschäftigten Personen sind ihr zuzurechnen. Mit

Alle ELITE Electro-Partner sind selbstständige Unternehmer,

49'000 Beschäftigen in zirka 5000 Betrieben bildet EIT.swiss

bieten den besten Service und tragen mit ihrer fachkundigen

gut 10'000 Lernende aus und schickt jährlich rund 3000 aus­

Beratung dazu bei, durch bedarfsgerechte Elektroinstallatio­

gebildete Berufsleute ins Erwerbsleben.

nen die Umwelt nachhaltig zu entlasten.

EIT.swiss vertritt die Interessen der Branche gegenüber der

Die EEV ist als Genossenschaft der ELITE Electro-Partner seit

Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft. Die 19 Sektionen

1923 die führende Marketing- und Dienstleistungsorganisa­

setzen sich für die Brancheninteressen auf regionaler und

tion für das Elektrogewerbe und engagiert sich für eine star­

lokaler Ebene ein..

ke und prosperierende Schweizer Elektrobranche.

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Setzen Sie Zeichen – werden Sie Mitglied Ihre Vorteile auf einen Blick •

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Nutzung der Lehrstellen-Plattform www.elektriker.ch

Nutzung exklusiver Dienstleistungen (kostenlos oder zu Vorzugspreisen)

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Mitgliedschaft BATISEC

Gratispublikationen (z.B. Verbandszeitschrift, Bericht Branchenkennzahlen)

Kostenlose juristische, betriebswirtschaftliche und technische Auskünfte

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Die Elbro AG ist seit über 40 Jahren ein unabhängiges und

Electrosuisse ist seit über 125 Jahren die anerkannte Fach­

­dynamisches Entwicklungs-, Produktions- und Handelsunter­

organisation auf dem Gebiet der Elektro-, Energie- und Infor­

nehmen mit Sitz in Bülach. Das Unternehmen bietet profes­

mationstechnik. Dem Verband gehören knapp 5000 persön­

sionelle Lösungen in den Bereichen Messtechnik, Schalttech­

liche und über 2000 Branchenmitglieder an.

nik, Licht- und Installationstechnik sowie in der Telematik an.

Electrosuisse setzt sich für die Förderung der sicheren, zuver­ lässigen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Erzeu­

Im Sortiment sind eigene Marken wie ELBRO Butler, ELBRO Light

gung und Nutzung der Elektrizität ein.

oder ITplus sowie Produkte verschiedener Global Players. Das nach ISO 9001:2015 zertifizierte Qualitätsmanagementsystem

Mit dem Comité Électrotechnique Suisse (CES) vertritt Elec­

garantiert effiziente betriebliche Abläufe, zuverlässige Beratung,

trosuisse die Schweizer Wirtschaft im Bereich der Elektro­

hochwertige Produkte sowie eine hohe Lieferbereitschaft.

technik in den weltweiten und Europäischen Normungsorga­ nisationen IEC und Cenelec und führt im Auftrag des Bundes

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Vermarktung ener­

das Eidgenössische Starkstrominspektorat. Electrosuisse

gieeffizienter und umweltfreundlicher Produkte der Marke

bietet erstklassige Dienstleistungen und Produkte rund um

ELBRO ECOLINE, die eine optimale Plattform für die Zusam­

Inspektion, Beratung, Prüfung und Weiterbildung.

menarbeit mit eco2friendly bieten.

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17.07.2019 18:00:18


Esylux steht für «Performance for simplicity». Das Unterneh­

Die Fankhauser Solar AG wurde im Juli 2007 gegründet. Das

men entwickelt, produziert und vertreibt intelligente Automa­

Unternehmen mit Sitz in Selzach (SO) beschäftigt heute 16

tions- und Lichtlösungen, die für mehr Lebensqualität und

Mitarbeiter und zählt zu den führenden Photovoltaik-Gross­

Energieeffizienz sorgen. Im Mittelpunkt stehen die Wünsche

händlern im Schweizer Markt. Kumuliert kann die Fankhau­

und B ­ edürfnisse des einzelnen Menschen, wobei das Unter­

ser ­Solar auf eine Branchenerfahrung der einzelnen Mitarbei­

nehmen besonderen Wert auf eine einfache Anwendung sei­

ter von weit mehr als 30 Jahren zurückgreifen

ner Produktlösungen legt. Das eigene Firmengebäude umfasst eine Lagerfläche auf zwei Grosshändler, Installationsbetriebe, Elektro- und Lichtplaner

Etagen. Damit ist eine hohe Verfügbarkeit der wichtigsten

sowie Architekten vertrauen als Kunden und Partner auf mehr

PV-Komponenten zu jeder Zeit gewährleistet. Die Fankhauser

als 50 Jahre Markterfahrung sowie auf die persönliche Fach­

Solar AG hat sich für die Herausforderungen der kommenden

beratung durch die Esylux-Experten.

­Jahre gut gerüstet. Seit Mai 2015 ist die Fankhauser Solar AG eine Schwester­ unternehmung der Otto Fischer AG in Zürich.

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Unsere Welt wird immer elektrischer, vernetzter und digita­

Ferratec AG ist ein mittleres KMU-Familienunternehmen, d ­ as

ler – noch nie hat sich die Lebensart so umfassend und in so

mit 50 Mitarbeitern hochwertige Markenprodukte für die In­

rasantem Tempo weiterentwickelt wie in unserer Zeit. Dabei

stallationstechnik, Industrie und Mechanik in der Schweiz

ist die Energie zur Grundlage des Lebens geworden. Lösungen

vertreibt.

von Feller helfen, diese Energie für Lebensräume zur Verfü­ gung zu stellen – sicher, zuverlässig, effizient, vernetzt und

Elektromobilität ist die Leidenschaft von Ferratec. Als unab­

nachhaltig. Die Feller AG ist in diesem Bereich der führende

hängiger Anbieter von Mobilitätslösungen und traditions­

Partner für vernetzte Gesamtlösungen, die intelligente und

reicher Energiedienstleister unterstützt das Unternehmen

zukunftsfähige Wohn- und Arbeitsräume ermöglichen.

seine Kunden bei der erfolgreichen und kosteneffizienten Umsetzung der Mobilitätsstrategie. Dabei profitieren diese

In einer Welt mit zunehmend hohen Ansprüchen an energie­

nicht nur von massgeschneiderten Angeboten und Dienst­

effiziente Gebäude sind kompetente Partnerschaften ein ent­

leistungen, sondern besonders auch vom digitalen Know-how

scheidender Faktor bei der Umsetzung. Als Leading Partner

und der umfassenden Energiekompetenz von Ferratec.

unterstützt Feller eco2friendly in ihrem Bestreben, zukunfts­ fähige und nachhaltige Inhalte mitzugestalten.

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

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Hager ist führend im Kerngeschäft der elektrischen Energie­

Die Hochschule Luzern – Technik & Architektur forscht, ent­

verteilung und -steuerung. Dazu gehören Lösungen in den

wickelt und verbindet schon seit 60 Jahren. Gegen 1900 Ba­

­Bereichen Schalter und Steckdosen, Gebäudeautomatisie­

chelor- und Masterstudierende und 1000 Weiterbildungsstu­

rung, Verteilung sowie Leitungsführung. Getreu dem Motto

dierende tragen von hier Fachwissen in die Schweizer

«Swiss made» produziert Hager Schaltschranksysteme, Schal­

Wirtschaft.

ter und Steckdosen in Emmenbrücke (LU). Der interdisziplinär geprägte Studiengang Gebäudetechnik, Als Leading Partner steht Hager voll und ganz hinter dem

Energie und die schweizweit einzigartige Studienrichtung

Netzwerk eco2friendly, weil es mit seinem Mix an Massnah­

GEE leisten einen Beitrag zur Energiewende. Sie befassen sich

men und seiner Sensibilisierung einen erheblichen Anteil zu

unter anderem mit erneuerbarer Eigenstromerzeugung, Spei­

einer stromeffizienteren Zukunft leistet. Diese liegt auch

chermöglichkeiten und Lastmanagement, Gebäudeautoma­

­Hager am Herzen, weshalb das Unternehmen seine Kunden

tion und -informatik, intelligenten Netzen und Fragen der

täglich mit Lösungen in den Bereichen Steuern, Messen,

ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit.

­Automatisieren und Speichern unterstützt.

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Das iHomeLab der Hochschule Luzern ist das Kompetenz­

Open Innovation, Co-Creation und ein inspirierendes Setting

zentrum für Gebäudeintelligenz und zugleich eine intensiv

charakterisieren den Innovationspark Zentralschweiz. Inner­

genutzte Eventplattform.

halb des Themas «Building Excellence» arbeiten Wirtschaft, Wissenschaft und die öffentliche Hand an konkreten Frage­

Intelligente Gebäudetechnik heisst: Das Gebäude passt sich

stellungen.

den Bedürfnissen und Gewohnheiten des Nutzers an – nicht umgekehrt. Hierfür forscht ein 20-köpfiges Team an Lösungen

Im Rahmen von Labs entwickeln mehr als 70 Mitglieder neue

für einen nachhaltigen Energieverbrauch, ohne dabei auf

Produkte und Dienstleistungen, Kollaborationsformen und

Komfort oder Sicherheit verzichten zu müssen, und für ein

Konzepte zu Gebäuden, Arealen und Ökosystemen. Die be­

langes, unabhängiges Leben in den eigenen vier Wänden.

schleunigte Umsetzung der Energiestrategie «Netto null 2050»

Diese Leidenschaft für Gebäudeintelligenz teilt das iHomeLab

ist ein zentraler Aspekt. Projektziele umfassen Effizienz­

seit Jahren mit seinen lokal und international tätigen Part­

steigerungen, Senkungen der CO2-Emissionen und den Ein­

nern aus Wirtschaft und Industrie. Eco2friendly bildet hierfür

satz erneuerbarer Energien. Der Park freut sich mit eco2­

eine wertvolle Plattform.

friendly und Partnern auf nach­haltige Projekte der gebauten Umwelt!

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eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

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Legrand ist der Spezialist für die elektrische und digitale­

Mit Niederlassungen in mehr als 50 Ländern und Geschäfts­ aktivitäten in über 140 Ländern ist Ledvance eines der welt­

­Infrastruktur von Gebäuden. Als weltweiter Experte auf die­

weit führenden Unternehmen in der Allgemeinbeleuchtung.

sem Gebiet entwickelt das Unternehmen innovative Produk­ te und nachhaltige Lösungen mit hohem Mehrwert im Woh­

Aus dem Osram-Geschäftsbereich für die Allgemeinbeleuch­

nungs-, Industrie- und Gewerbebau. Um den Energieverbrauch

tung hervorgegangen, umfasst das Portfolio von Ledvance ein

deutlich zu reduzieren, hat Legrand zahlreiche, innovative

breitgefächertes Sortiment an LED-Leuchten für eine Vielzahl

Produktlösungen geschaffen.

unterschiedlicher Anwendungsbereiche, intelligente Licht­ produkte für Smarthomes und Smartbuildings, eines der um­

Die Eco-Design-Methoden wurden in die Produktentwicklungs­

fassendsten Angebote an fortschrittlichen LED-Lampen in

prozesse eingeführt. Sie reduzieren die Umweltbelastung in

der Lichtbranche sowie traditionelle Leuchtmittel.

jeder Phase des Produktlebenszyklus und wahren gleichzeitig die volle Kundenzufriedenheit hinsichtlich der Produktqualität.

LEDVANCE ist der kompetente Partner für Installateure und

Zusätzlich zum Produktangebot war es selbstverständlich,

Lichtprofis.

dass sich Legrand (Schweiz) seit fast 10 Jahren als privilegier­ ter Partner des Programms eco2friendly engagiert, um die Energieeffizienz und die Reduktion der Umweltbelastung ak­ tiv zu fördern.

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eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Die gemeinnützige Stiftung Myclimate entwickelt Förder­

Die Otto Fischer AG wurde 1899 gegründet. Das unabhängige

programme für energieeffiziente Gebäude in der Schweiz und

Elektrogrosshandels-Unternehmen versorgt mit einem um­

­berät Unternehmen im CO2- und Ressourcenmanagement.

fangreichen Sortiment und einem breiten Dienstleistungs­ angebot täglich die Elektroinstallationsbranche in der ganzen

Förderprogramme unterstützen beispielsweise Hauseigen­

Schweiz. Mit dem Produktangebot aus den Fachgebieten

tümerInnen, wenn sie ihre Öl- oder Erdgasheizung durch eine

Licht, Gebäudeautomation, Solar und Elektromobilität unter­

energieeffiziente Wärmepumpe ersetzen, oder Liegenschafts­

stützt Otto Fischer zudem die Energieeffizienz in Gebäuden.

besitzerInnen bei der Installation einer effizienten auf Wetter­ prognosen basierenden Heizungssteuerung.

Als

Gründungsmitglied

von

eco2friendly

stellt

Otto

Fischer die Mitarbeiter zur Verfügung, die alles rund um Andererseits berät Myclimate Unternehmen jeder Grösse

eco2friendly organisieren, wie die eco2friendly-Trainings, den

durch Analyse, Optimierung und Reporting ihres CO2- und

eco2friendly-Day und auch das eco2friendly-Magazin, wel­

­Ressourcenverbrauchs. Mit handlungsorientierten und inter­

ches mit Fachbeiträgen, Referenzobjekten und innovativen

aktiven Bildungsangeboten ermutigt Myclimate jede und

Ideen Bauherren, Architekten und Elektriker für einen

­jeden, einen Beitrag für unsere Zukunft zu leisten.

energie­effizienten Bau inspiriert.

Treibhaus ohne Treibhauseffekt. Die Zukunft beginnt heute. Wie sie aussehen wird, liegt an uns. myclimate.org / zukunft

Angebote, bei denen Sie gerne etwas genauer hinschauen ottofischer.ch

eco2friendly-Welt eco2friendly-Magazin

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Die zunehmende Elektrifizierung unseres privaten und pro­

Die Produkte der Firma Schneider werden in der Schweiz kon­

fessionellen Alltags schreitet immer schneller voran und mit

zipiert, entwickelt und produziert. Das Unternehmen ist stark

ihr der Bedarf an zuverlässiger Energieversorgung. Für eine

in der Schweiz verwurzelt und lebt Schweizer Werte wie Prä­

nachhaltige Energiestrategie ist Energieeffizienz das Gebot

zision, Qualitätsbewusstsein und Genauigkeit in der täglichen

der Stunde.

Arbeit.

Als Spezialist für Energiemanagement hat Schneider Electric

Die Firma Schneider übernimmt Verantwortung und setzt

seine Lösungen konsequent mit EcoStruxure weiterentwi­

sich für Nachhaltigkeit ein. Für die Produktion wird nur noch

ckelt. EcoStruxure ist eine durchgängige, offene IoT-fähige

100 Prozent recyceltes Aluminium verwendet, die Reste wer­

Architektur, in der vernetzte Produkte über intelligente Steu­

den wiederum recycelt. Indem auf übermässigen Einsatz von

erungsebenen bis hin zu Analysesoftware und Apps verbun­

Verpackungsmaterialen verzichtet wird, können 1,8 Tonnen

den sind und Daten untereinander austauschen.

an Kartonage pro Jahr eingespart werden. Durch die bevor­ zugte Zusammenarbeit mit lokalen Partnern kann das Unter­

Für Schneider Electric als globalen Anbieter von nachhaltigen

nehmen den CO2-Fussabdruck senken.

Lösungen ist der Austausch von Fachwissen im Umfeld der energieeffizienten Gebäude im Rahmen des Programms von eco2friendly bedeutend.

Wir produzieren nachhaltig Spiegelschränke und Lichtspiegel + Umweltschonende LED-Technologie + 50 % reduzierte Stromkosten gegenüber Standardleuchten + Alle Schränke sind aus 100 % recyceltem Aluminium + 100-prozentige Wiederverwertung des Restaluminiums + Kartonage-Maschine für Verpackungen nach Mass erspart zirka 2 t Karton pro Jahr Mehr Informationen: wschneider.com

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swissmade

eco2friendly-Magazin eco2friendly-Welt


Signify ist der weltweit führende Anbieter für Licht- und

Die Schweizer Licht Gesellschaft SLG ist der neutrale An­

Beleuchtungslösungen für professionelle Anwender, End­

sprechpartner für alle Fragen rund um die künstliche Beleuch­

konsumenten und Beleuchtung im Internet der Dinge. Mit den

tung. Die SLG vereint kompetente Fachleute aus Planung,

Philips-Produkten, den vernetzten Interact-Lichtsystemen

Forschung, Industrie und Handel. Dieses Experten­netzwerk

und datengestützten Services bietet Signify einen Mehrwert

erarbeitet normative Richtlinien, unterhält ein umfassendes

für Unternehmen und verändert das Leben Zu Hause, in Ge­

Ausbildungsangebot und unterstützt mit seinem Wissen Be­

bäuden sowie in urbanen Räumen.

hörden, Bauherrschaften, Planer, Hersteller und Nutzer von Beleuchtungsanlagen.

Mit rund 29 000 Mitarbeitern und einer Präsenz in über 70 Ländern erschliesst das Unternehmen das aussergewöhnli­

Die SLG macht sich stark für eine differenzierte Beurteilung

che Potenzial von Licht für ein helleres Leben und eine bes­

des aktuellen Standes der Beleuchtungstechnik und für einen

sere Welt. Vom Dow-Jones-Sustainability-Index wurde das

ressourcenorientierten Umgang mit der Materie Licht.

Unternehmen zum zweiten Mal in Folge als Branchenführer Die SLG und das SLG College bieten verschiedene Tagungen

im Bereich Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

sowie eine breite Palette von Aus- und Weiterbildungen an.

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Auf Altes setzen oder

neu vernetzen?

Echte Profis setzen auf vernetzte LED-Beleuchtungslösungen von Philips und Interact Pro – das smarte App- und Dashboard-System. Weltweit führende, vernetzte Beleuchtungslösungen für kleine und mittelständische Unternehmen Einfache Installation: keine zusätzlichen Antennen oder Steuerungskabel erforderlich Schnelle Einrichtung mit der intuitiven Interact Pro Smartphone-App

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Swisscom ist das führende Telekommunikations- und eines

Die schweizerische Vereinigung der Gebäudeinformatiker ist

der führenden IT-Unternehmen der Schweiz. Swisscom ge­

seit 2011 offiziell tätig, damit die Disziplin Gebäudeinformatik

hört zu 51 Prozent dem Bund, beschäftigt rund 20 000 Mitarbei­

in der Baupraxis ab den Vorstudien miteinbezogen wird. Das

tende und ist eines der nachhaltigsten Unternehmen der

Ausbildungskonzept reicht von der Grundbildung bis in die

Schweiz.

höhere Berufsbildung (HBB).

Klimawandel und Energieeffizienz sind für Swisscom als

Mit wachsenden Anforderungen an den Energieverbrauch

Grossverbraucherin von Energie sowie für ihre Anspruchs­

von Gebäuden und neuen Technologien sind auch punktuel­

gruppen aufgrund der nationalen und internationalen Klima­

le Trainings, wie diese über eco2friendly angeboten werden,

situation besonders wesentlich. Deshalb unterstützt Swiss­

ein wichtiger Bestandteil, um den Alltag effektiv zu meistern.

com eco2friendly. Seit Januar 2020 sind die Gebäudeinformatik Zertifikatslehr­ Im Bereich energieeffiziente Gebäude tragen Energiechecks

gänge in Zürich, Grenchen und Eschenbach im Angebot. Die­

dazu bei, die Betriebszustände z.B. durch die Modernisierung

ser halbjährige Lehrgang bietet Multimediaelektronik-, Tele­

der Beleuchtungsmassnahmen zu optimieren. Bei den Re­

matik- und Automatik- sowie Elektroinstallateur- Lehrabgän­

chenzentren setzt Swisscom auf die Servervirtualisierung

gern einen ersten Einstieg in die Gebäudeinformatik rund um

und g ­ ezielte Energieeffizienzmassnahmen.

IoT (Internet of Things).

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2020 und Januar 2021

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Das Schweizer Familienunternehmen ist Marktführer für Be­

Swissolar vertritt als Branchenverband die Interessen von 700

wegungs- und Präsenzmelder und erster Ansprechpartner für

Verbandsmitgliedern mit rund 6000 Arbeitsplätzen der

intelligente Beleuchtungstechnik. Die Lösungen der Swisslux

Schweizer Solarenergiebranche in der Öffentlichkeit, der

AG führen zu mehr Sicherheit, Komfort und Energieersparnis.

Politik und gegenüber den regulierenden Behörden.

Dabei wird höchster Wert auf einen herausragenden Service gelegt sowie auf ein breites Dienstleistungsangebot von der

Die Sonne liefert der Schweiz jährlich 200-mal mehr Energie,

Planung über die Installation bis zum einwandfreien Betrieb.

als wir brauchen. Swissolar setzt sich für die Energiewende hin zu einer Energieversorgung ohne den Einsatz fossiler oder

B.E.G. Luxomat – umfangreiches Sortiment mit Lösungen für

nuklearer Energieträger ein. Wärme und Strom von der Sonne

anspruchsvolle Einsätze. Die Bewegungs- und Präsenzmelder

nehmen dabei eine zentrale Stellung ein.

bestechen durch hohe Qualität und kompromisslose Zuver­ Im Jahr 2018 hat die Photovoltaik 3,5 Prozent des Netto-Elek­

lässigkeit.

trizitätsverbrauchs der Schweiz gedeckt, Tendenz steigend. TRIVALITE – die Lösung für intelligentes Licht in Verkehrs­ zonen, Gewerbeflächen und Büros. Energieeffiziente Beleuch­ tung dort, wo sie gebraucht wird und so lange wie nötig.

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We make light work for you – das Motto, unter dem Thorn

Lösungen für die Energieeinsparung und Komforterhöhung

effiziente, hochqualitative und verlässliche Beleuchtungslö­

rund um das Gebäude. Jedes Produkt trägt dazu bei, natürliche

sungen entwickelt und produziert.

Ressourcen bewusster einzusetzen und die Lebensqualität zu erhöhen. Zum Beispiel mit Präsenz- und Bewegungsmeldern,

Das umfassende Portfolio an Innen- und Aussenbeleuchtungs­

Raumtemperaturreglern oder Komponenten für die KNX-

lösungen wird allen Bedürfnissen gerecht und deckt eine

Haus- und -Gebäudeautomation.

­grösstmögliche Bandbreite an Anwendungsmöglichkeiten ab.­ Der Name Thorn ist weltweit bekannt und steht für Qualität,

ThebenHTS ist stets präsent – in Momenten, in denen alles

Verlässlichkeit und Benutzerfreundlichkeit. Kunden und Part­

stimmt, weil zur rechten Zeit das Richtige geschieht.

ner profitieren von über 90 Jahren Erfahrung. Die Produkte von Thorn bieten Energieeinsparungen, ohne dass dabei auf Leistung, Effizienz und Lichtqualität verzichtet werden muss. Eine perfekte Balance von ansprechendem De­ sign, Performance und einfacher Installation – das ist Thorn. Thorn ist Mitglied der Zumtobel Group.

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Mit WAGO-Lichtmanagement lässt sich der Energieverbrauch

Mit seinen erfahrenen Experten unterstützt Weidmüller

von Gebäuden deutlich reduzieren. Grundlage hierfür ist eine

Schweiz AG seine Kunden und Partner mit Produkten, Lösun­

intelligente Lichtsteuerung, die mithilfe von Tageslichtsen­

gen und Services im gewerblichen und im industriellen Um­

soren, Präsenzmeldern und durchdachten Lichtszenarien

feld.

dafür sorgt, dass immer das richtige Licht zum richtigen Zeit­ punkt und in der richtigen Menge zur Verfügung steht.

Weidmüller kennt die technologischen Herausforderungen von morgen. Mit der jüngsten innovativen Entwicklung von

Diese Vorzüge wissen beispielsweise die Verantwortlichen

PV Next bietet das Unternehmen das weltweit erste Genera­

bei Radio Basilisk zu schätzen, die in ihrem neuen Studio am

torenanschlusskasten-Konzept auf Basis eines standardisier­

Basler Marktplatz auf eine solche Lösung setzen (siehe Beitrag

ten Leiterplattendesigns und ist ebenfalls mit zukunftssiche­

in dieser Ausgabe). Diese bietet aber auch das Potenzial, gros­

ren Ladekonzepten in die Elektromobilität gestartet.

se Räumlichkeiten, wie Produktionshallen oder Lager, effizi­ Weidmüller – ein Partner, der seine Kunden und deren An­

ent und nachhaltig ins richtige Licht zu setzen.

wendungen kennt, versteht und seit Jahrzehnten mit Nach­ haltigkeit kompetent und partnerschaftlich begleitet. Letʼs connect.

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Seit über 90 Jahren entwickelt Woertz Produkte und Gesamt­ systeme, die neben hohen Qualitätsanforderungen immer schon auf die Reduktion von Kosten, Energie und Ressourcen zielten. Mitunter deshalb unterstützt Woertz die Idee und den Leitfaden von eco2friendly. Mit ihren Systemen sorgt Woertz für wesentliche Ersparnisse bei der Gebäudeverkabelung und der Energieverteilung. Mehr als 30 Patente wurden in den letzten Jahren angemeldet und noch mehr Produkte verwirklicht – alles mit dem Ziel, Ressourcen und Energie zu sparen. Typisch Swiss made – typisch Woertz.

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eco2friendly-Magazin Ausgabe Frühling /Sommer 2020  

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