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Ausgabe Nr. 10 / September 2017, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN

DIE MÖGLICHMACHER Gewiefte Gründer treffen potente

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Neue Weltwährung oder reine Spekulation?

GENDER-PAY-GAP

Der monetäre Unterschied zwischen ihm und ihr


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IR.

© ANDREAS FRIEDLE

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Christoph Loreck und Mag. Sandra Nardin, eco.nova-Herausgeber

Zusammen ist man weniger allein Eigentlich handelt es sich bei dem Titel um einen französischen Liebesfilm. Er lässt sich jedoch ebenso ganz gut auf die Wirtschaft umlegen ... und hat auch dort in weitestem Sinne mit Liebe zu tun. Wenn auch auf andere Art und Weise.

E

inzelkämpfer haben es schwer – im Leben allgemein und im Berufsleben im Speziellen. Zieht man sein Ding alleine durch, gilt man schnell als Sonderling. Arbeiten im Team (in welcher Form auch immer) hat aber noch andere Vorteile als

lediglich jenen, nicht als eigenartig zu gelten. Nicht jeder kann alles können. Der Titel „Experte für eh alles“ ist in der Tat ausschließlich Günther Paal vorbehalten. Selbst bei so genannten Wunderkindern handelt es sich in der Regel um Inselbegabungen. Alles oder nichts mag im Casino funktionieren, in der Wirtschaft gelten andere Regeln. Ausgetauscht hat man sich indes schon immer, mittlerweile sind Networking und Co-Working zum geflügelten Wort geworden. Ohne geht es kaum mehr. Das spüren vor allem jene, die ganz am Anfang stehen. Start-ups zum Beispiel. Mit einer Idee alleine ist heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Oder ein Bankkredit zu bekommen. Um einen abstrakten Gedanken also in ganz reale Produkte oder Dienstleistungen und folglich (geldwerten) Erfolg zu transferieren, braucht man meist Hilfe. Monetäre und/oder wissensbasierte. Solche Möglichmacher treten vermehrt in Form von Business Angels auf den Plan. Auch in Tirol herrscht Aufbruchstimmung, weil immer mehr Gründer und Investoren zueinander finden. Natürlich geht es dabei um Geld, es geht aber auch darum, etwas weiterzubringen und das Land nachhaltig nach vorne zu entwickeln. Dafür braucht es neue, frische Ideen. Und die wiederum brauchen jemanden, der an sie glaubt. Solche Investitionen basieren nicht immer auf rationalen Entscheidungen, es geht ums Bauchgefühl ... und die Liebe zum Tun.

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In eigener Sache Wir haben einen Neuen. Kolumnisten nämlich. Ab sofort ist Alexander M. Schmid unsere neue „linke Seite“ und schreibt auf der Wirtschaftsstartseite über die Wirtschaft, das Leben und das Wirtschaftsleben. Er beschäftigt sich von Berufs wegen mit der Vereinfachung von Kompliziertem und hat darüber auch ein Buch geschrieben. Und auch vor dem Sommer sind bereits zwei „Neue“ zu uns gestoßen, über die wir uns ebenso freuen. Jürgen Huber, Leiter des Instituts für Banken und Finanzen an der Universität Innsbruck, schreibt über Geld und dessen Artverwandte – im aktuellen Fall sind es Bitcoins –, Stefan D. Haigner, Geschäftsführer der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung, über Wirtschaft in all ihren Ausprägungen. Allen dreien gemein ist: Auch schwierige Themen werden mit Ihnen verständlich ...

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Angel Catching in den Bergen. In Zeiten der liquiden Kreditklemme sind Investoren entscheidende Möglichmacher für aussichtsreiche Geschäftsideen. Tirol hat sich zu einem fruchtbaren Standort für die Partnerschaft aus Gründern und potenten Business Angels gemausert.

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Gender-Pay-Gap. Der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen ist in Österreich nach wie vor signifikant. Liegt dies aber nur daran, weil Frauen eben Frauen sind?

Wer hat Angst vor der Digitalisierung? Die Digitalisierung kostet Jobs, schafft im Gegenzug aber auch neue.

36

Welche Krise? Die Konjunktur, speziell in Tirol, zieht an. Der Wirtschaftsmotor läuft auf Hochtouren, doch das ist noch kein Grund, sich zurückzulehnen.

Bauen ist Verantwortung. Zima-Tirol-Chef Alexander Wolf über die Gründe des eigenen Unternehmenserfolges und über Herausforderungen.

44

Wirtschaft vor 100 Jahren. Teil 4 der Serie: Reutte

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eco.zukunft 58

Tirol innovativ. Sie wollen doch nur spielen: Die einen haben das Spiel zum Beruf gemacht, die anderen eine Technologie aus der Spielewelt in eine ganz reale Anwendung gebracht.

68

Technik trifft Frau. Das Sommertechnikum der Uni Innsbruck.

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Vom Boom zur Blase. Droht eine Überhitzung des Immobilienmarktes und wie gefährlich ist die aktuelle Marktsituation wirklich?

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Bitcoins. Neue Weltwährung oder reines Spekulationsobjekt? Was vom Hype bleiben wird.

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82 IMPRESSUM

Ich male, was ist. Anton Christian versteht seine Kunst als Widerstand gegenüber dem Verlust von Menschlichkeit.

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Anders betrachtet. Georg Baselitz zu Gast in der Galerie Rhomberg.

86

Diversität der Kunst. Die Galerie Nothburga präsentiert sich im Herbst wieder facettenreich.

eco.mobil 90

Böser Diesel. Vom Volksheld zum Buhmann der Nation: Der Diesel kommt nicht aus den Schlagzeilen.

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Im Test. 092: BMW R nine T Racer // 094: Hyundai Ioniq Elektro // 096: Ford Fiesta ST200 EcoBoost // 098: Renault Grand Scenic Energy // 100: Mazda MX-5 RF // 102: Kia Carens

eco.life 106 Style your life: Tipps für den Modeherbst und fürs Urlauben mit Kindern.

Redaktion: eco.wirtschaft: Alexandra Keller, Sonja Niederbrunner, MMag. Klaus Schebesta, Mag. Sandra Nardin, Renate Linser-Sachers, Alexandra Keller, Barbara Liesener, DI Caterina Molzer-Sauper, Marion Witting, MSc., Doris Helweg // eco.zukunft: Mag. Barbara Wildauer, Tamara Kainz // eco.geld: Dr. Michael Posselt, DDr. Jürgen Huber // eco.kultur: Julia Sparber // eco.mobil: Bruno König // steuer.berater: Dr. Verena Maria Erian // recht. aktuell: RA Mag. Dr. Ivo Rungg // eco.life: Marina Kremser Anzeigenverkauf: Ing. Christian Senn, Bruno König, Tanja Ischia, Petra Wunderer, Hannah Oderich, Hannelore Weissbacher // Grafik: Thomas Binder // Druck: Radin-BergerPrint GmbH Unternehmensgegenstand: Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. // Grundlegende Richtung: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. // Jahresabo: EUR 25,00 (14 Ausgaben)

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82

Herausgeber & Medieninhaber: eco.nova Verlags GmbH Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck 0512/290088, redaktion@econova.at www.econova.at Geschäftsleitung: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin Assistenz: Martin Weissenbrunner Chefredaktion: Marina Kremser

„einfach edel“

eco.art


eco.mmentar

Neulich am Dachboden Ganz, ganz viel Neues versprechen alle politischen Farben für den Herbst. Doch Rot, Schwarz-Türkis, Hellgrün, Dunkelgrün, Pink und Blau scheinen sich heimlich auf den politischen Dachboden gestohlen zu haben, um dort in den ideologischen Mottenkisten zu stöbern. // TEXT: KLAUS SCHEBESTA

D

en größten Dachboden

Unterschied machen. Als ihm dies klar wur-

scheint die SPÖ zu haben.

de, sperrte er den Dachboden zu und wusste,

Die NEOS hingegen suchten lange, fanden

Anzugmodel Christian

dass er dort keine Antworten mehr finden

aber nichts, was sie haben wollen, nur Dinge,

Kern muss ganz glücklich

würde. Die gab es nur draußen, vor der Tür,

die sie nicht haben wollen. Die Pflichtmit-

gewesen sein, als er die

wo offenbar viele seiner Vorgänger nie hinge-

gliedschaft bei den Kammern zum Beispiel.

große rote Kiste mit den vielen Versatzstü-

gangen waren.

Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn entwi-

cken vergangener Tage entdeckte. Was der

Die Grünen mussten ihrerseits gar nicht in

ckelt einen schon beängstigenden missionari-

SPÖ-Dachboden zu bieten hatte: Kistchen mit

den Dachboden hochsteigen, sie hatten dort

schen Drang und sagt gar, er sei „auf die Welt

der Aufschrift „Erbschaftssteuer“, eine ver-

die letzten Jahre bereits in einer WG gewohnt.

gekommen, um die Pflichtmitgliedschaft zu

staubte Schuhschachtel mit dem Etikett „Ma-

Dummerweise sind mittlerweile aus der bun-

beenden“. Das ist interessant. Die meisten

schinensteuer“ – und einen wunderbar zeitlo-

ten Wohngemeinschaft die Jungen und die

Mitbewerber bemühen sich zumindest, Wahl-

sen Slogan: „Ich hol mir, was mir zusteht.“ Die

Alten ausgezogen. Jetzt scheint die Partei

kampf FÜR etwas zu betreiben. Schellhorn

nette Box mit dem heraushüpfenden Clown

nicht so recht zu wissen, was sie mit dem vie-

scheint es zu genügen, gegen etwas zu sein.

inspirierte den SPÖ-Chef für den Untertitel

len Platz anfangen soll. Dabei konnten sich

Die FPÖ, fast vergessen. Während HC Stra-

seines Wahlprogramms: „Programm für Wohl-

gerade die Jungen nicht beklagen – sie wur-

che in den Vorjahren seine politischen Geg-

stand, Sicherheit & gute Laune.“ Ha – gute

den mit massiver antiautoritärer Nichter-

ner durch die Gegend scheuchte, dass es nur

Laune, das hat keiner in seinem politischen

ziehung in ihrer grenzenlosen Entwicklung

so eine Freude war, ist er nun bemüht, den

Bauchladen, freute sich Kern, klopfte sich den

gefördert – was sie ausgerechnet zu den Kom-

Anschluss zu finden. Populistische Äuße-

Staub von seinem makellosen Designeranzug

munisten geführt hat. Und die Alten konnten

rungen gehören inzwischen zum guten Ton

und wies die Parteizentrale an, übermorgen

ihre Egotrips lange genug ausleben, gerade

aller Bewerber. Außerdem ist am politischen

eine Pressekonferenz anzusetzen.

ein Herr Pilz braucht sich sicher nicht über

Highway rechts so wenig Platz, dass es selbst

Zugegeben – auch die ÖVP hat einen großen

ein basisdemokratisches Votum zu beklagen,

für gestandene Blaue eng wird und sie schon

Dachboden, allerdings mit einigen Nebenzim-

waren sich Ingrid Felipe und Ulrike Lunacek

auf den Pannenstreifen fahren müssen, um

mern, zu denen nur die Landeshauptleute die

einig. Nicht ganz so einig waren sie sich über

vorbeizukommen. Kern und Kurz zaubern

Schlüssel haben. Sebastian Kurz fand dort vor

die Strategie, wie sie ihre entlaufenen Wähler

zudem fast täglich neue populäre Mitstreiter

allem kistenweise Reden mehr oder weniger

wieder einfangen sollten. Was sich am Dach-

aus dem Hut – das setzt HC unter Zugzwang.

begabter Vorgänger und staunte. „Stimme für

boden nicht alles an Transparenten, Mega-

Er reagiert auf seine Art und holt alte Recken

den Mittelstand“, „mehr Netto vom Brutto“,

fonen und anderen Utensilien aus einer Zeit

zurück. Martin Graf zum Beispiel, der sich in

„Leistung muss sich lohnen“ – tadellose Bot-

fand, als die Grünen noch auf der Straße zu

der Dachbodenecke rechts hinten versteckt

schaften. Die Schüssel-Plakate „Der bessere

Hause waren. Doch dieser Krempel half nicht

hatte. Und Robert Lugar, der sich offensicht-

Weg“ (1999) und „Wer, wenn nicht er“ (2002) ge-

weiter – schließlich sind in der Zwischenzeit

lich irrtümlich auf die Liste Stronach verlau-

fielen ihm besonders gut, wenngleich er per-

alle Parteien mehr oder weniger grün, beim

fen hatte, die von ihrem Dachboden delogiert

sönlich die Formulierung „Wer, wenn nicht ich“

Original hat der Lack hingegen ein wenig an

wurde und nun die „Werte“ anderswo sucht.

bevorzugt hätte. Kurzum: In den Archiven der

Deckkraft verloren.

Ob die übrigen zehn kandidierenden Listen

ÖVP fand Kurz erstaunlich aktuelle Antwor-

Damit kommen wir direkt zum dunkelgrün

ebenfalls über Dachböden verfügen oder

ten, famose Formulierungen und verwegene

schimmernden Peter Pilz: Ja, auch dieser

wie Roland Düringer‘s „G!lt“ nur über einen

Visionen. Die hätten seine Vorgänger auch fin-

Grün-Veteran hat einen Dachboden. Bumm-

Wohnwagen im Grünen, soll uns nicht wei-

den können, dachte er. Haben sie wahrschein-

voll mit Akten aus Untersuchungsausschüs-

ter belasten – die meisten Politdarsteller wer-

lich sogar, aber ... sollte er tatsächlich der Erste

sen, für den Ernstfall zurückgehaltenen Be-

den wie bei vergangenen Wahlen verglühen

sein, der die Grundwerte seiner Partei wört-

weismitteln sowie einer kleinen, aber feinen

wie Sternschnuppen am Sommerhimmel

lich nahm und fest entschlossen war, sie in die

Sammlung historischer Folterinstrumente, ei-

(von 33 Anläufen kamen in den letzten Jahr-

Tat umzusetzen? Parteichefs waren seine Vor-

ne private Schwäche des Altmandatars. Auch

zehnten gerade einmal vier neue Parteien

gänger zwar auch. Doch keiner vor ihm hatte

Pilz stieg nächtens die steile Treppe auf seinen

ins Parlament). Wie auch immer: Bis Oktober

sich schriftlich geben lassen, dass der Chef in

Dachboden. Was er dort fand, erstaunte sogar

wird noch im ein oder anderen Dachboden

der ÖVP auch derjenige ist, der das Sagen hat.

den Aufdecker der Nation. Peter Pilz fand dort

das Licht angehen. Dann ist es wieder finster

Und das könnte diesmal den entscheidenden

nämlich Peter Pilz. Und deutete das als Zei-

dort. Für die nächsten fünf Jahre. 

10

chen dafür, eine eigene Partei zu gründen.

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KOPF DER AUSGABE

Abt Raimund Schreier

© REINHOLD SIGL

// TEXT: MARION he und die Menschen. Ein Leben für die Kirc

In der Natur fühlt er sich wohl, wie auch im herrlich gepflegten Garten rund um das Stift. Das handgefertigte Kreuz, das Prälat Raimund Schreier um den Hals trägt, ist ein Geschenk des Landes Tirol anlässlich seiner Weihe zum 55. Abt des Stiftes Wilten 1992.

WITTING


kopf der.ausgabe

E

r ist der Abt des Stiftes Wil-

Nämlich: Wir leben nicht nur im Kloster. Wir

umfasst derzeit 29 Mitbrüder. Der Prior ver-

ten, ein Prämonstratenser,

holen uns aber die Kraft im Gebet, um dann

tritt den Prälaten in Abwesenheit und ist

der Oberste. Und er führt

hinauszugehen und unsere Botschaft zu ver-

für die Führung des Hauses verantwortlich.

ein Leben für die Kirche und

breiten, wo immer wir unsere Talente haben.

Tägliche Fixpunkte im Tagesablauf sind die

die Menschen. Dazu hat er

Dieses Wirken war damals sehr modern und

gemeinsam zelebrierten Gebete aller im Stift

sich entschieden. Aus Überzeugung. Und weil

hat bis zum heutigen Tag an Wichtigkeit und

anwesenden Mitbrüder morgens, mittags und

ihm dieser Weg vieles ermöglicht hat, was er

Relevanz nicht verloren“, betont der Prälat.

abends. Dazwischen liegen aber für Abt Rai-

im weltlichen Leben vielleicht nicht so unter

Jährlich am Weihnachtsabend während der

mund auch verantwortungsvolle Leitungs-

einen Hut bringen hätte können: „Während

Vesper, wie das tägliche Abendgebet um 18

aufgaben, die durchaus mit denen eines Ma-

meiner Gymnasialzeit hatte ich verschiedene

Uhr genannt wird, erneuern die Wiltener

nagers vergleichbar sind. Besprechungen mit

Berufsvorstellungen: Lehrer, Arzt oder Musi-

Chorherren ihre Gelübde (Ehelosigkeit, Ar-

dem Prior sowie mit dem Verwalter, der für

ker. Das Priestertum stand aber auch immer

mut, Gehorsam), die sie an das Stift binden.

die wirtschaftlichen Belange verantwortlich

vor Augen. In der achten Klasse dachte ich mir

ist, stehen auf dem Tagesplan. Zu den Liegen-

kann ich eigentlich all diese Berufe ausfüh-

Die Pforte – mehr als ein Eingang

ren. Ich kann als Religionslehrer unterrichten

Wenn man im Sprachgebrauch einer Ab-

Innsbruck, St. Bartlmä und die Wallfahrtskir-

– was ich auch lange getan habe. Ich bin ein

tei das Wort „Führungsstil“ verwenden darf,

che Heiligwasser sowie zwei größere Grund-

Arzt für die Seele des Menschen. Und gerade

dann trifft für Abt Raimund Schreier eines

stücke nahe Völs und Kematen. Als Vorsit-

als Prämonstratenser, die jeden Tag das Chor-

zu: Er hat das Haus geöffnet. „Nach meiner

zender des siebenköpfigen Abtrates beruft

gebet singen und feierliche Liturgie zelebrie-

Wahl und Weihe zum Abt 1992 war eine der

er diesen zum Beispiel ein, wenn über eine

ren, ist Musik sehr wichtig, weshalb ich dann

ersten baulichen Maßnahmen, die umgesetzt

Neuaufnahme entschieden wird: „Solche Ent-

nebenbei auch Orgel studiert habe“, bringt Abt

wurden, die Öffnung der Pforte“, erzählt er.

scheidungen sind für mich immer eine ganz

Raimund Schreier seine Inspiration zum Ein-

„Damit ist die erste Schwellenangst gebro-

besondere Freude“, betont er, sozusagen als

tritt in das Stift Wilten auf den Punkt.

chen, in das Stift einzutreten. Wer am Emp-

geistlicher Vater.

Eine Nähe zum Stift entwickelte er schon

fang freundlich begrüßt wird, fühlt sich will-

Für wirtschaftliche Entscheidungen wie einen

als Junge in seinem Heimatort Völs, denn

kommen und tritt gerne näher“, sagt er und

Grundstückskauf oder -verkauf steht neben

die Pfarre ist so wie Aldrans, Ampass, Amras,

meint damit nicht nur diejenigen, die her-

dem Abtrat ein ehrenamtlicher Wirtschafts-

Ellbögen, Gries, Hötting, Igls, Lans, Mutters,

kommen, um zu bleiben, sondern auch alle

beirat, bestehend aus Rechtsanwalt, Bank-

Natters, Patsch, Pradl, Rinn, Sellrain, Sistrans,

Gäste: Besucher, die eine Führung durch das

fachmann und Steuerberater, zur Verfügung,

St. Norbert, St. Siegmund, Tulfes, Vill und Wil-

Stift erleben wollen, Freunde der Musik, die

„denn von Wirtschaft verstehen wir Theolo-

ten eine der 21 Stiftspfarren, die vom Orden

zu den beliebten Kirchenkonzerten „Musica

gen nix“, schmunzelt er. „In wirtschaftlichen

der Prämonstratenser seelsorglich betreut

Sacra Wilthinensis“ kommen, oder Kunstlieb-

Belangen vertraue ich auf den Rat unseres

werden. Als junger Novize begann Raimund

haber, die sich eine aktuelle Ausstellung anse-

Freundeskreises. Das Leben ist so schnell ge-

Schreier mit seinem Studium an der Theolo-

hen wollen. Auch der Klosterladen, direkt an

worden. Gerade im wirtschaftlichen Bereich

gischen Fakultät in Innsbruck und empfing

der Pforte, ist ein Anziehungspunkt und bie-

bringt das ständige Veränderungen mit sich.

1977 im Alter von 25 Jahren die Priesterweihe.

tet seit 2003 Spezialitäten aus verschiedenen

Deshalb legen wir sehr viel Wert auf die Ex-

Ab 1980 unterrichtete er als Professor für Re-

Klöstern, darunter auch einen guten Roten

pertise unserer Berater“, betont der OPraem.

ligion am Akademischen Gymnasium Inns-

– einen Lagrein Gries von den Benediktinern

Ein großes Anliegen sind ihm karitative Pro-

bruck, dessen Schüler er selbst einmal war. Ab

bei Bozen. „Im Klosterladen werden die Sinne

jekte. Anlässlich seines doppelten Jubiläums

1984 kam noch eine verantwortungsvolle Auf-

angesprochen, dadurch wird der Empfang im

im heurigen Jahr – 40 Jahre Ordenspriester

gabe dazu: als Leiter des ehemaligen, stiftsin-

Stift erlebbar. Ein Bezug wird hergestellt, das

und 25 Jahre davon Abt im Stift Wilten – rief

ternen Internats „Norbertinum“. Bis zur Auf-

war mir wichtig“, betont er.

er zu Spenden für das nachhaltige Projekt

lösung im Jahr 1989 betreute er dort einige

Als Abt ist er das Haupt der Gemeinschaft

„Gebt ihr ihnen zu essen“ in Maradi/Afrika

Hundert Schüler. „Der Name Norbertinum

und steht dem Konvent gemeinsam mit dem

auf. Neben offiziellen Terminen wie der Eröff-

geht zurück auf Norbert von Xanten“, erklärt

Prior und dem Subprior vor. Der Konvent

nung der Festwochen der Alten Musik kürz-

dann: Wenn ich Ordenspriester werde, dann

schaften des Stifts gehören die Alpengasthöfe Heiligwasser und Lüsens, Gasthaus Anich in

Abt Raimund in seinem antiken Empfangs-

lich nimmt das Schreiben der Predigten einen

zimmer, ausgestattet mit Kommode, Kredenz

großen Teil seiner Zeit in Anspruch. Ruhe

und einem großen runden Tisch mit weißem Tischtuch, an dem wir sitzen. Während er auf das barocke Gemälde über uns zeigt, erzählt er die Entstehungsgeschichte des Prämonstratenserordens: Norbert, der Gründerbruder, legte am Weihnachtsabend 1121 sein Gelübde vor der Krippe ab. Bis zu seinem Tod, 1134, waren in Mitteleuropa 500 Klöster verbreitet. „Es war eine Bewegung“, betont Abt Raimund und erklärt warum: „Entgegen den monastischen Orden, wo das Leben vorwiegend im Kloster stattfindet, war das Ausschlaggebende von Anfang an ein anderes Charisma.

RAIMUND SCHREIER

• 55. Abt des Stiftes Wilten • Haus-, Hof- und Erbkaplan des Landes Tirol • Vikar der deutschsprachigen Zirkarie • Vorsitzender Liturgiekommission der Zirkarie • Provisor • Rektor der Wiltener Sängerknaben • Vorsitzender der Tiroler Superiorenkonferenz • Großprior der Österreichischen Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem • Prior der Komturei Innsbruck der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem • Novizen- und Klerikermagister

dazu findet er in den Abendstunden, die er oft bis Mitternacht nutzt, gerne auch um zu lesen, aktuell gerade „Das Beste“ von Karl Valentin. Körperlich fit hält sich der 65-Jährige durch regelmäßiges Schwimmen, Almwandern oder im Winter auch Langlaufen. Bei einem guten Glas Rotwein in einer Runde unter Freunden fühlt er sich besonders wohl und sieht sich auch darin in seinem Leitspruch bestärkt: „Ut credat mundus“, was Abt Raimund aus dem Lateinischen so übersetzt: Lebe so, dass man dir glaubt. „Mein Leben soll die beste Predigt sein.“

eco.nova

13


Wirtschaft Wirtschaft & Unternehmen

ECO.MMENTAR

Über das Investieren serem Sprachgebrauch verankert. Wir investieren Geld und Zeit und

erwarten uns dafür eine in der Zukunft liegende Rendite. Dieser Begriff zeigt, dass es sich primär um geldorientierte Rückflüsse

fen von investitionsfreundlichen, aber

© KUNSTFOTOGRAFIN.AT

D

er Begriff Investition ist fest in un-

auch investitonsverbindlichen Rahmenbedingungen ist ein wichtiger Faktor für eine Region. Investitionsfreundlich, weil damit gezeigt wird, dass hier Investoren und Unternehmen gemeinsam imstande sind,

handelt. Aber geht es nur ums Geld? Sicher,

nachhaltige Wertschöpfung zu betreiben.

man kann beinahe alles in Geld bemessen,

Investitionsverbindlich, um zu zeigen, dass

aber nur solange das Ergebnis auch durch

hier kein Platz für Wertabschöpfung ist.

Geld erreichbar ist. Eine persönliche Bezie-

Zu oft sieht man, dass Unternehmen un-

hung, die mangels investierter Zeit in die

ter starkem Einfluss der Investoren Stand-

Brüche geht, lässt sich auch durch Geld

orte gründen, Vergünstigungen zu Lasten

nicht wieder festigen. Welche Formen von

der Allgemeinheit abschöpfen und dann

Investition sind nun sinnvoll und wer kann

weiterziehen. Deswegen müssen die Rah-

sich wie daran beteiligen?

menbedingungen so gestaltet sein, dass die langfristigen Investitionen in Infrastruktur

Selbstinvestitionen

(Kindergärten, Schulen, leistbarer Wohn-

Fangen wir bei uns selbst an. In sich selbst

bau etc.) mit den kurzfristigeren Investitionen der Unternehmen in Einklang gebracht

zu investieren ist die einfachste Form, einen in der Zukunft liegenden besseren Zustand zu erreichen. Gesünder zu essen und sich zu bewegen, regelmäßig zu lesen und ständige Weiterbildung oder sich um Freunde und Familie zu kümmern, führen zu einem selbstbestimmten und aktiven Leben. Dabei

Alexander M. Schmid | Der Vereinfacher beschäftigt sich seit über drei Jahren mit Vereinfachung in Unternehmen, hat darüber ein Buch verfasst und erarbeitet mit Unternehmen Strategien, die sie am Markt einfach einzigartig positionieren. www.dervereinfacher.at

spielt nicht immer Geld eine Rolle, manch-

werden. Im Idealfall wird dadurch eine Spirale nach oben in Gang gesetzt, die letztendlich allen Beteiligten zugutekommt.

Netzwerkinvestitionen Plattformen wie das Investorennetzwerk der Standortagentur Tirol sind ein wichtiger Be-

mal reicht eine Verhaltensänderung oder

Investoren und Kunden mit dem Unterneh-

standteil der Tiroler Wirtschaft. Einerseits

andere Einstellung.

men. Ob es sich dabei um klassisches Crowd-

um suchende Unternehmen und Investoren

funding (Geld gegen Produkt) oder Crowd-

miteinander in Kontakt zu bringen, auf den

Privatinvestitionen

financing (Geld gegen Rendite) handelt, ist

anderen Seite, um (inter-)national vorhande-

Für Privatpersonen steht beim Investieren

nicht so wichtig. Die lokale Wirtschaft profi-

nes Kapital effizienter einzusammeln.

oftmals das sinnstiftende Moment im Vor-

tiert von dieser Akzeptanz und Verankerung

Was uns das Internet an Vernetzung vor-

dergrund. Dritte, meist Unternehmen, sollen

in der Gesellschaft.

gemacht hat, müssen wir auf menschlicher Ebene noch verbessern. Längst ist klar, dass

mit dem zur Verfügung gestellten Kapital etwas Sinnvolles und Greifbares verwirkli-

Institutionelle Investitionen

durch Kooperation Herausforderungen jeg-

chen. Viele möchten herzeigen können, wel-

Besonders Niedrigzinsphasen machen In-

licher Art besser gelöst werden. Denken Sie

ches Projekt sie unterstützt haben. Etliche

vestitionen in Unternehmen attraktiver,

an ein Fischernetz: Je engmaschiger das

Crowdfunding-Projekte bestätigen diesen

da einerseits die mögliche Rendite für die

Netz geknüpft ist, umso weniger entgeht

Trend. Für Unternehmen hat das den Vorteil,

Investoren höher ist und andererseits da-

Ihnen. Kooperationen sind die Netzknoten-

dass weniger am Markt vorbei produziert

durch das gesamte wirtschaftliche Klima in

punkte. Sich darum zu kümmern, ist wohl

wird, zugleich stärkt es die Identifikation der

einer Region angekurbelt wird. Das Schaf-

die wichtigste Investition.

14

eco.nova


eco.wirtschaft

K

Haltet den Dieb! © JULIA TÜRTSCHER

ÜBER TOURISMUS REDEN

ECO.MMENTAR

ompetente Mitarbeiter sind das Rückgrat erfolgreicher Unternehmen. Das gilt im Tourismus

mehr als anderswo. Zugleich klagen viele

WAS TIROL VERDIENT

D

Gastronomen und Hoteliers, dass es zunehmend schwieriger wird, qualifizierte Kräfte zu finden und diese auch langfristig zu halten. Wie lassen sich Mitarbeiter gewinnen

ie Connect Competence OG hat

und wie sichert man sich ihre Loyalität?

heuer zum vierten Mal in Folge

Das sind Fragen, die gegenwärtig nicht

die „Gehaltsstudie Tirol“ durch-

nur den Tourismus, sondern alle Dienst-

geführt, im Zuge derer Daten von 22.000

leister beschäftigen. Bei den Seefelder

Mitarbeitern ausgewertet wurden. Dafür

Tourismusgesprächen 2017 sprechen

wurden die tatsächlich gezahlten Löhne

heuer wieder hochkarätige Experten aus

und Gehälter von Unternehmen aus un-

dem In- und Ausland zum Thema. Und

terschiedlichen Branchen und Größen

zeigen Lösungen auf.

analysiert. Das Fazit: Löhne und Gehälter

Seefelder Tourismusgespräche 2017,

sind seit 2015 in Tirol deutlich gestiegen

28. September von 13 bis 18.30 Uhr im

und das teilweise um bis zu 10 Prozent.

Sport- und Kongresszentrum Seefeld.

Sie liegen damit zwar nach wie vor unter

Infos, Vortragende und Anmeldungen

dem Österreichschnitt, allerdings wird

unter www.seefelder-gespraeche.at

Marina Kremser, Chefredaktion

Ich mache diese meine Arbeit schon eine ganze Weile und es gibt nicht viel, das mich noch überraschen kann. Und dennoch gibt es sie, die kleinen Skurrilitäten des Redaktionsalltags.

N

un gut, es ist schon so mancher über das „geistige Eigentum“ anderer gestolpert.

Fragen Sie jene, denen ob falschen oder

die Kluft langsam kleiner.

nicht vorhandenen Zitierens der Titel

Mit dem Anziehen der Gehälter reagieren

und mit ihm gleich die gesamte Karriere

Tiroler Unternehmer vor allem auf den

abhandengekommen ist. So gesehen bin

knappen Arbeitsmarkt. Von der Gehaltssteigerung am meisten profitiert haben demnach Facharbeiter und Beschäftigte

AUFWÄRTSTREND

ich froh, dass ich von vornherein keinen Titel habe, den man mir hätte wegnehmen können. Präventiv sozusagen, denn

ben deutlich zugelegt. Bei gleicher Quali-

E

337.000 unselbständig Beschäftigten und

dung und habe mich an einen – wie ich

fikation und gleicher Tätigkeit verdienen

14.526 vorgemerkten Arbeitslosen betrug

dachte – Experten in dieser Sache ge-

Frauen aber immer noch durchschnitt-

zum Stichtag 31. Juli 2017 die Arbeitslo-

wandt. Er gab mir auch einen guten Tipp.

lich 12,5 Prozent weniger als ihre männ-

senquote in Tirol 4,1 Prozent (Juli 2016:

Das war Anfang des Jahres. Nun wollte

lichen Kollegen. Die Differenz hat sich

4,7 %). Bildlicher ausgedrückt: Im Ver-

ich darauf zurückkommen, kontaktierte

gegenüber 2015 jedoch weiter verringert.

gleich zum vergangenen Jahr hatten im

ihn abermals und teilte ihm mit, dass ich

Die Tourismusbranche ist dabei nicht be-

Juli 6.000 Menschen mehr Arbeit (+1,9 %),

seinen Vorschlag gerne aufgreifen würde.

rücksichtigt. Aufgrund des nach wie vor

die Arbeitslosen sanken um absolut 1.844

Er fand das offensichtlich weniger toll.

wirksamen Senioritätsprinzips in den

Personen (–11,3 %). „Alle Branchen und

Statt der mir erhofften Hilfe bekam ich

Kollektivverträgen verdienen auch ältere

alle Bezirke bauen Arbeitslosigkeit ab,

nämlich als Antwort: „Das ist dann wohl

Mitarbeiter in derselben Funktion um bis

alle Altersgruppen profitieren, auch die

Diebstahl meines geistigen Eigentums.“ *)

zu 50 Prozent mehr als ihre jungen, gleich

Älteren und Langzeitarbeitslosen“, so

Gott sei Dank habe ich noch einmal

qualifizierten Kollegen. Die dadurch ent-

AMS-Tirol-Chef Anton Kern. Und weiter:

nachgefragt. Man mag sich kaum aus-

stehenden nicht leistungsgerechten Kos-

„Das weiterhin steigende Stellenangebot

denken, was passiert wäre, hätte ich seine

ten werden offensichtlich bei den jün-

in allen Branchen führt dazu, dass die

Empfehlung einfach angenommen: Ge-

geren Mitarbeitern kompensiert. Deren

Möglichkeiten, eine Arbeit zu finden, so

brandmarkt als Diebin. Für alle Zeiten.

Lohnkurven verlaufen nämlich bei den

gut sind wie selten zuvor.“ Es zeigt aber

Also Vorsicht, wenn Sie das nächste Mal

tatsächlichen Gehältern viel flacher.

auch, dass sich die Wirtschaft wieder im

jemandes Rat beherzigen. Er könnte sich

Auch All-in-Vereinbarungen sind weiter

Aufschwung befindet und dass auch die

in seinen Eigentumsverhältnissen be-

am Vormarsch. In qualifizierten Positi-

heimischen Unternehmer wieder posi-

schränkt fühlen.

onen haben bereits fast die Hälfte und

tiv(er) gestimmt sind. // Mehr dazu auf

selbst in angelernten Bereichen neuer-

Seite 36.

mit Spezialausbildungen. Am meisten vetrdient wird in der technischen Entwicklung, auch die Finanzfunktionen ha-

s läuft weiterhin günstig für

ich habe eine Anfrage gestellt, eine Serie

den Tiroler Arbeitsmarkt. Bei ei-

unserer Ausgaben betreffend. Kurzum:

nem prognostizierten Stand von

Ich brauchte Hilfe bei der Themenfin-

Anregungen und Kommentare bitte an kremser@econova.at

dings 3,6 Prozent der Beschäftigen derartige Vereinbarungen.

*) Es handelte sich übrigens um die Aufarbeitung der Geschichte eines Unternehmens, das für eine spezielle Region prägend war. Die Frage an den Ortsarchivar war, welcher Betrieb sich dafür eignen würde ...

eco.nova

15


eco.wirtschaft

16

eco.nova


ANGEL CATCHING IN DEN BERGEN In Zeiten der liquiden Kreditklemme sind engagierte Investoren entscheidende Möglichmacher für aussichtsreiche Geschäftsideen. Tirol hat sich zu einem fruchtbaren Standort für die kongeniale Partnerschaft aus gewieften Gründern und potenten Business Angels gemausert. Vieles trägt dazu bei, doch auch bei Kapitalkalibern erfolgt der letzte Kick auf emotionaler Ebene. // TEXT: ALEXANDRA KELLER


eco.titel

s wirkt wie ein anhaltender Bergsilvester –

„investitionsreif“ befunden hatte. Anlässlich

COWO Tirol am Patscherkofel, dem höchst-

mit zahlreichen Initialzündungen an zahl-

dieses Events verwies Wirtschaftsstaats-

gelegenen Coworking Space der Alpen, mit

reichen Orten. Sie leiten eine neue Zeit für

sekretär Harald Mahrer auf die offiziellen

Vertretern der heimischen Hochschulen,

den Wirtschaftsstandort ein. Eine gute, wie‘s

Starthilfen und hielt fest: „Für Tirol rechnen

Investoren und Unternehmern zusammen.

scheint. „Speziell im Start-up-Investment-

wir bis 2020 mit 3.200 Neugründungen und

Das Global Incubator Network war Initiator

bereich ist eine große Aufbruchstimmung

6.400 neuen Jobs.“ Viel Potenzial also, das En-

dieses Treffens, dessen luftiger Veranstal-

spürbar“, sagt Marcus Hofer, Geschäftsfüh-

de August 2016 gleich neue Kicks bekam, als

tungsort höhenmäßig übertroffen wurde,

rer der Standortagentur Tirol. Allein der

bekannt wurde, dass der Tiroler Computer-

als Ende November 2016 das Österreichische

Blick auf die vergangenen Monate zeigt,

pionier und Investor Hermann Hauser sein

Inkubatorennetzwerk AplusB knapp 100 In-

was er meint, und offenbart zugleich ei-

knapp zwei Jahre zuvor gegründetes Interna-

vestoren und Jungunternehmer nach Ober-

nen enormen Aktionismus in Sachen Angel

tional Entrepreneurship-Center Tirol (I.E.C.T.)

gurgl brachte, wo sie sich unter anderem auf

Catching. Schritt für Schritt wird dabei an

mit illustren Namen bereichern konnte. Der

der in 2.670 Metern Höhe gelegenen Hohe-

einem Ökosystem für Start-ups gearbeitet,

Südtiroler Unternehmer und Eigentümer des

Mut-Alm austauschen konnten.

das sich durch die Partnerschaft aus ge-

Druckerherstellers Durst, Harald Oberrauch,

Das Netzwerk, in dem die heimische Ideen-

wieften Gründern und potenten Business

sowie Gernot und Markus Langes-Swarovski

und Investorenszene verbunden und verban-

Angels auszeichnet. Deren Beteiligung klim-

(über die Segnal Beteiligungs GmbH) sind

delt wird, scheint immer enger und dichter,

pert nicht nur mit Kapital, sondern lässt in

seither mit in dem Boot, das einen Hafen in

aber auch weiter zu werden. So wurde im

der wohl spannendsten Zeit eines gerade

Tirol ansteuert, wo Gründer und Investoren

März dieses Jahres ein Vertrag unterzeichnet,

durchstartenden Unternehmens Know-how

sich leicht finden und dem Standort zusätzli-

der es Tiroler Jungunternehmern ermöglicht,

einfließen, das richtungsweisend sein kann.

ches Prickeln verpassen.

in die New Yorker Gründerszene zu schnup-

Smart Money nennt sich das. Es ist mehr als

Nur ein paar Tage später wurde im Rahmen

pern. Der InnCubator, das gemeinsame Grün-

eine Alternative zum zäh fließenden Risi-

der Technologiegespräche in Alpbach die

derzentrum der Universität Innsbruck und

kogeld der Banken. Im Grunde genommen

Gründung der Public-Private-Partner-

der Wirtschaftskammer Tirol, hatte die Ko-

ist es eine Art ganzheitliche Antwort auf die

ship-Initiative STARTUP.TIROL verkündet.

operation mit der Tandon School of Enginee-

Startschwierigkeiten, mit denen Neugrün-

In ihr werden die Kompetenzen der öffentli-

ring an der New York University eingefädelt,

der – ob jung oder alt – konfrontiert sind.

chen Hand und des privaten Sektors gebün-

in deren Rahmen die beiden Gründerzent-

Sofern deren Geschäftsidee überzeugt, ver-

delt. Zu den Gründungsmitgliedern Stand-

ren zusammenrücken und über gemeinsame

steht sich.

ortagentur Tirol, Werkstätte Wattens, I.E.C.T.

Veranstaltungen, Workshops oder Seminare

Hermann Hauser und Tyrolean Business

voneinander profitieren sollen.

Schlag auf Schlag

Angel GmbH gesellten sich zwischenzeitlich

Im Juli 2016 fand in Kitzbühel der zweite

weitere relevante Player wie etwa die Wirt-

Der Brutkasten

Business Angel Summit organisiert von der

schaftskammer oder Hochschulen und Mar-

Inkubator ist ein beliebtes Wort in dieser

Standortagentur und aws i2 Business Angels

cus Hofer meint: „Dass alle an einem Strang

ökonomisch quirligen Szene. Ein passendes

Austria statt. Über 100 Investoren waren da-

ziehen, macht echt Spaß. Wir sind gerade

Wort, bezeichnet es doch den Brutkasten, in

bei, trafen sich wieder, lernten sich kennen

dabei, das Programm fürs nächste Jahr ge-

dem ein optimales Klima geschaffen wird,

und bekamen zehn zuvor bereits ausgewähl-

meinsam zu zimmern.“

um Neugeborene in Ruhe heranwachsen

te Start-ups präsentiert, die eine internati-

Doch zurück ins letzte Jahr. Schlag auf

zu lassen. Die Firma Cyprumed in Obsteig

onale Fachjury in puncto Technologie, Ge-

Schlag ging es da weiter. Im September 2016

war so ein Baby, dessen Chancen durch ei-

schäftsmodell, Marktpotenzial und Team für

trafen Start-ups aus Asien und Israel im

ne Technologieförderung des Landes und

18

eco.nova


Partner der Vermieterakademie Tirol

EINANDER VERSTEHEN. AUFEINANDER VERTRAUEN. MITEINANDER GESTALTEN.

© Klaus Kranebitter

.Als Partner der Vermieterakademie des Landes Tirol und des Verbandes der Tiroler Tourismusverbände geben die ReferentInnen der Tiroler Raiffeisenbanken ihr fundiertes Wissen weiter. Das ermöglicht Tiroler Tourismusbetrieben, Investitionsvorhaben realistisch einzuschätzen und die Zusammenarbeit mit ihrer Bank positiv zu gestalten.

TIROLWEIT IN IHRER NÄHE

•BEZIRK REUTTE Ehrwald Elbigenalp Lermoos-Biberwier Tannheim

Alexander Trs Florian Degasperi Wilfried Hohenegg Hubert Kotz

•BEZIRK LANDECK Paznaun-Galtür Paznaun-Ischgl Ried Ried Serfaus-Fiss Serfaus-Fiss St. Anton St. Anton Zams

Paul Pfeifer Robert Aloys Peter Kathrein Werner Kuntner Anton Hochenegger Martin Westreicher Josef Chodakowsky Mario Thurner Christian Thoeni

•BEZIRK IMST Imst Längenfeld Pitztal-Wenns Sölden

•BEZIRK INNSBRUCK LAND

•BEZIRK KUFSTEIN

Axams Fulpmes-Telfes Fulpmes-Telfes Hall In Tirol Hall In Tirol Kematen Matrei a. Brenner Neustift Neustift Seefeld Steinach Telfs-Mieming

Alpbach Kufstein Kufstein Kufstein Wildschönau Wildschönau

Gregor Reitmair Christian Eisendle Margot Walch Peter Grassl Sonja Pesjak Mario Plattner Erich Nagele Stefan Jenewein Thomas Maier Horst Mayr Andreas Mantl Andreas Wolf

•BEZIRK KITZBÜHEL Kitzbühel-Fieberbrunn Alen Prcic Kitzbühel-Kirchberg Thomas Erber St. Ulrich-Waidring Reinhard Woerter

•BEZIRK INNSBRUCK

•BEZIRK LIENZ

Innsbruck Innsbruck Innsbruck

Lienz in Osttirol Sillian

Frank Oberhauser Markus Tollinger Simone Sprenger-Ungerank

Manfred Zeller Hannes Lottersberger Helmut Haselsberger Markus Guggenberger Andreas Breitenlechner Kajetan Gfoeller

Karl Brunner Johann Lusser

•BEZIRK SCHWAZ Fraenk Reiter Hannes Gstrein Andreas Eiter Claus Scheiber

Eben-Pertisau Fügen Hippach Mayrhofen

Walter Partl Elisabeth Nail Peter Gomig Bernhard Heim

AUS TIROL FÜR TIROL. www.raiffeisen-tirol.at


eco.titel

eine Millionenspritze der Investoren Jürg Meier und Uwe Jacob erst richtig sprühen konnten. Die Idee der beiden Gründer Flori-

DAS NETZWERK, IN DEM DIE HEIMISCHE IDEENUND INVESTORENSZENE VERBUNDEN UND VERBANDELT WIRD, SCHEINT IMMER ENGER UND DICHTER, ABER AUCH WEITER ZU WERDEN.

an Föger und Martin Werle ist bestechend, forschen und arbeiten sie doch erfolgreich

Präsentationen der potenziellen Gründer

daran, Spritzen durch Tabletten zu ersetzen

und die Reaktionen der potenziellen Inves-

Typen recht gut abgerundet. „Wenn du Geld

und damit Menschen etwa mit chronischen

toren doch die Einstellung des Publikums

nur vermehren willst, dann musst du Woh-

Erkrankungen wie Diabetes oder Osteoporo-

zum Unternehmertum an sich geändert zu

nungen kaufen und vermieten. Das ist lang-

se Leben und Alltag zu erleichtern.

haben. Weil‘s spannend ist. Vor allem am

weilig. Du kaufst noch mehr Wohnungen

Wir berichteten vergangenen Oktober über

Anfang. Und weil die Dramaturgie der Sen-

und noch mehr Wohnungen, aber das ist im-

das schon mehrfach ausgezeichnete Projekt,

dung offenkundig dazu anregt, an bislang

mer gleich langweilig“, erklärt Alois Schranz

unter anderem nahm ihm sich auch trend.at

schlummernden Möglichkeiten zu arbeiten

(medalp), warum er genau das nicht tut und

an und lenkte en passant den Fokus auf den

und sie mit Leidenschaft ans Licht zu brin-

sein Geld lieber in Sinnvolles investiert. Im

wohl entscheidenden Unterschied zwischen

gen. „Es muss erkennbar sein, dass der Erfin-

Mai 2017 wurden Schranz und sein Wegbe-

gleichsam seelenlosem Risikokapital und

der für sein Projekt brennt und dass es im

gleiter Manfred Lener als Investoren für das

dem, was das Engagement von Business An-

Mittelpunkt seines Bemühens steht. Wenn

Tiroler MedTech-Start-up Cubile Health ge-

gels auszeichnet. „Jürg Meier hat zum Beispiel

das Projekt dann auch noch einen Markt

wonnen, in das die Schweizer Martin Global

exzellente Kontakte in die Schweizer Phar-

hat und die üblichen wirtschaftlichen Vor-

AG 2016 bereits einen sechsstelligen Betrag

mabranche und das ist für uns Gold wert“,

aussetzungen erfüllt sind, investiere ich in

investiert hatte (siehe Interview mit Martin

hielt Florian Föger fest. Er traf ins Schwarze.

eine mehr oder weniger große Innovation“,

Koch im Anschluss) „Wie wir konkret darauf

„Die Business Angels haben zwei Flügel.

sagt Unternehmer Hans Peter Haselsteiner,

gestoßen sind, weiß ich gar nicht mehr so

Den Flügel des Geldes und den Flügel des

der als Investoren-Juror bei der Start-up-

genau. Jedenfalls haben wir die beiden Cubi-

Know-hows“, weiß Marcus Hofer. Im Zusam-

Show auftritt. Und mit seiner Trefferquote

le-Burschen getroffen und sie haben auf uns

menhang mit dem Suchen und Finden von

als Investor durchaus zufrieden ist.

einen sehr guten Eindruck gemacht. Das

Gründern und Kapitalgebern fungiert die

ness Angel wird die Charakterisierung dieser

Produkt selber hat eine gute Fantasie und

Einrichtung des Landes vielfach als Partner-

Die Investoren-Typen

vermittlung. „Ja, das sind wir“, schmunzelt

Es sind schon spannende Typen, die hier

sich Schranz an die ersten Berührungen mit

Hofer und führt aus: „Wenn man das Ge-

wie dort – vor der Kamera oder im Rahmen

dem Projekt der beiden UMIT-Wissenschaft-

fühl hat, dass das mit der Person nicht geht,

der unterschiedlichsten Netzwerktreffen –

ler Johannes Hilbe und Karl Fritscher, die

dann sollte man es lassen. Ein Business An-

ihr Kapital so lebendig wie es nur geht ins

ein Monitoringsystem entwickelt haben, das

gel arbeitet ja auch am und im Unterneh-

Spiel bringen wollen, um etwas zu bewegen.

jedes Bett zur medizinischen Schaltzentra-

men mit. Da werden sehr intensive Bezie-

Und den Begriff Entrepreneur zu adeln. Das

le macht, indem neben den Vitalparametern

hungen eingegangen.“

Wort leitet sich vom lateinischen imprahen-

wie Herz und Atemfrequenz auch Geräusch-

Beziehungen, deren Beginn vor allem durch

dere ab, was dafür steht, eine Festung einzu-

pegel, Licht, Temperatur und Luftfeuchtig-

TV-Formate wie „2 Minuten 2 Millionen“ pu-

nehmen oder zu verführen. Auch die Enkel

keit im Raum gemessen werden können.

blikumswirksam wurden. „Mit dieser Sen-

von imprahendere – wie Impressario oder

Nutzen und Erleichterungen für Kranken-

dung kommt die breite Bevölkerung mit

adventurer (Abenteurer) – stecken voller Dy-

häuser, Pflegeeinrichtungen, aber auch pri-

dem Thema in Verbindung. Das ist super“,

namik. Die Herkunft des Wortes Investition

vate Nutzer, die Fitness oder Schlaf analysie-

weiß Hofer. Stimmt, scheint sich durch die

liegt in investire – bekleiden – und mit Busi-

ren und optimieren wollen, erschließen sich

20

eco.nova

wir sagten, horch, da tun wir mit“, erinnert


INNSBRUCK GRAZ

OBJEKTIV UNABHÄNGIG PROFESSIONELL ...

... dies sind nicht nur Schlagworte, sondern gelebte Firmenphilosophie! Seit über 25 Jahren sind wir österreichweit als Gewerbe- und Industriemakler tätig. In dieser Zeit konnten wir uns ein umfangreiches Know-how aufbauen, um Risiken richtig einschätzen und daraus passende Konzepte ableiten zu können. Unser Ziel ist es, Ihnen die Sicherheit zu geben, „richtig versichert zu sein“ und gleichzeitig „Prämien zu sparen“. Durch unsere Größe und laufende Recherche am Versicherungsmarkt können Sie darauf vertrauen, die besten Produkte zum günstigsten Preis zur Absicherung Ihrer Risiken zu bekommen. Bei FIDES sind Prämieneinsparungen bis zu 35 % für Sie möglich! Wie vertreten die Interessen unserer Kunden und verstehen uns als Partner, um passgenaue Risikokonzepte entsprechend umzusetzen. Ihre individuellen Bedürfnisse und Ziele stehen im Mittelpunkt unserer Beratung. Abgestimmt auf Ihre Branche! Unterschiedliche Branchen stellen verschiedene Anforderungen an Ihre Versicherungen, beispielsweise an der Berufshaftpflichtversicherung oder Betriebsrechtsschutzversicherung. Als Highlight für 2017 bieten wir spezielle Konditionen in der Betriebshaftpflichtversicherung. Auch für Neugründungen erarbeiten wird günstige Erstlösungen. Fragen Sie bei uns an!

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© STANDORTAGENTUR TIROL

eco.titel

„DIE BUSINESS ANGELS HABEN ZWEI FLÜGEL. DEN FLÜGEL DES GELDES UND DEN FLÜGEL DES KNOW-HOWS.“ Marcus Hofer, Standortagentur

auch medizinischen Laien relativ einfach

wurden. Demnach ist der typische Busi-

ständen aber noch keine Kredite an Grün-

(siehe auch eco.nova Dezember 2016).

ness Angel in Österreich 47 Jahre alt, männ-

derinnen und Gründer vergeben. Durch die

Bei Schranz‘ Blick zurück fällt wieder auf,

lich, begann im Jahr 2010 zu investieren mit

verstärkte Zusammenarbeit wollen wir noch

dass nicht komplexe Zahlenreihen, Berech-

durchschnittlichen Investments in Höhe

mehr Tiroler Jungunternehmern zu Flügeln

nungen, Haftungen, Garantien oder Wahr-

von 120.000 Euro. Bis zu 60 Stunden pro Wo-

verhelfen“, hielt die Tiroler Wirtschaftslan-

scheinlichkeiten dazu führten, das Start-up

che wendet ein Investor für Start-ups aus

desrätin Patrizia Zoller-Frischauf im Herbst

zu unterstützen. Der so findige wie quirlige

seinem Portfolio (meist sieben aktive Invest-

2014 fest, als Adlerrunde und Standortagen-

wie erfolgreiche Unternehmerarzt aus Fiss

ments) auf, wobei die eigene berufliche Er-

tur die Intensivierung ihrer Zusammenar-

hält dazu fest: „Uns geht es nicht nur ums

fahrung die Wahl der Branchen maßgeblich

beit bekannt gaben. Zu diesem Zeitpunkt

Geld. Es soll natürlich nicht verbrannt wer-

beeinflusst und rund 60 Prozent der Mitglie-

hatte die Adlerrunde bereits unbürokrati-

den, das ist schon klar. Nein, uns geht es hier

der bevorzugt in Österreich investieren. Die

sche Starthilfe für den Absamer Medizin-

eher um die Sache. Es ist ein medizinisches

Internationalisierung findet vorzugsweise

technikentwickler spypach medical services

Thema und aufgrund unserer Profession

im D-A-CH-Raum statt. „Du hast eine gewis-

oder das Dienstleistungsunternehmen Hen-

haben wir einfach einen Bezug dazu. Wir

se Emotionalität zur Region. Auch das Netz-

ry aus St. Johann geleistet.

bringen Geld ein, Know-how und Umset-

werk der Investoren funktioniert emotio-

Aktionismus aus Affinität zur Region ist

zungsideen in der praktischen Anwendung.“

nal. Das ist eine spezielle Geschichte in der

auch bei dem deutschen Unternehmer Hen-

Ähnlich wie bei seinem Engagement bei der

D-A-CH-Region. Da tickt man relativ ähn-

rik Wentzler zu erkennen, dem Inhaber des

nuapua GmbH (siehe eco.nova Dezember

lich. Sobald man internationaler unterwegs

Berggutes Gaicht im Tannheimer Tal, der

2015), die ein neuartiges Getränk mit nach-

ist, muss man schon schauen, mit wem man

schon an einigen Unternehmen im Außer-

haltigem und perfekt durchdachten System

spricht“, betont Peter Koch von der Martin

fern beteiligt ist und jüngst gemeinsam mit

entwickelt hat, ist Schranz auch im Fall von

Global AG die Vorteile, die sich aus der geo-

kdg campus den ersten Tiroler Lech Fun-

Cubile Health von der Sinnhaftigkeit über-

grafischen Nähe ergeben.

ding Contest ausgeschrieben hat. Business-

zeugt: „Das sind Dinge, die für die Leute gut

Eine persönliche Affinität und vielleicht

ideen aus dem Außerfern und dem angren-

sind, die auch Nutzen stiften. Ja, das macht

sogar eine gewisse Liebe zur Region, in der

zenden Allgäu können eingereicht werden

Sinn. Es muss aber schon Spaß dabei sein.

investiert werden will, kann ein nicht unwe-

und haben – sofern sie die Jury überzeugen

Und wenn es funktioniert und etwas ab-

sentlicher Faktor für die Motivation von Ka-

– die Chance auf verschiedenste Formen der

wirft, hast du wieder Geld, damit du dich

pital-Kalibern sein, sich zu engagieren. Bei

Unterstützung, ob durch eine Beteiligung,

wieder einer neuen Idee hingeben kannst.“

den Mitgliedern der Tiroler Adlerrunde ist

eine Investition oder das Herstellen wich-

Schön hat er das gesagt und die Worte

diese Affinität gleichsam per se gegeben. Seit

tiger Kontakte. „Wir möchten etwas Nach-

Entrepreneur, investieren und Business An-

2011 ist diese Runde, bestehend aus so nam-

haltiges initiieren und hier in der Region ei-

gel in ihrer vollen Kraft griffig gemacht.

haften wie potenten Tiroler Unternehmern,

nen kraftvollen Impuls für spannende und

damit beschäftigt, aussichtsreiche Tiroler

zukunftsträchtige Neugründungen setzen“,

Projekte bis zur Investmentreife zu beglei-

wurde Wentzler zum Hintergrund der Initi-

Im Juli 2017 erst hat das große österreichi-

ten und gegebenenfalls selbst zu investie-

ative zitiert.

sche Investorennetzwerk Austrian Angel

ren. „Die Initiative der Tiroler Adlerrunde ist

Investor Association (aaia) eine Studie veröf-

deshalb so wichtig, weil neue Unternehmen

Rundumbetreuung

fentlicht, in der auf Grundlage einer Mitglie-

unverzichtbare Impulse für den Wirtschafts-

Die Kicks für den Investorenstandort häu-

derbefragung Daten zu den österreichischen

standort bringen, Banken im frühen Umfeld

fen sich und häufen sich. Anlässlich des drit-

Business Angels ermittelt und analysiert

mangels Eigenkapitaldeckung unter Um-

ten Business Angel Summit in Kitzbühel gab

Knackpunkt Region

22

eco.nova


eco.titel

die Standortagentur bekannt, aktuell 40 Tiroler Ideen im Wert

EINE PERSÖNLICHE AFFINITÄT UND VIELLEICHT SOGAR EINE GEWISSE LIEBE ZUR REGION, IN DER INVESTIERT WERDEN WILL, KANN EIN NICHT UNWESENTLICHER FAKTOR FÜR DIE MOTIVATION VON KAPITAL-KALIBERN SEIN, SICH ZU ENGAGIEREN.

von 30 Millionen Euro im Investorennetzwerk Tirol zu betreuen. „Die 30 Millionen beziehen sich auf die Anfragen, die aktuell da sind. Nicht jede Anfrage ist schon für Investoren geeignet – etwa, weil sie noch zu unausgereift ist oder auch kein Geschäftsmodell dahintersteckt“, erklärt Marcus Hofer. Die Spreu vom Weizen zu trennen, Aussichtsreiches zur Investitionsreife zu bringen, Partner zu finden und die Projekte je nach Bedarf und Notwendigkeit weiter zu betreuen, ist – grob formuliert – in schon konkreten Fällen die Aufgabe der Agentur, wobei Hofer allgemein festhält, dass etwa 20 Prozent des personellen und budgetären Engagements der Landeseinrichtung in Start-ups gesteckt werden und 80 Prozent in heimische Unternehmen fließen.

Perfektionsfahrt

Das werden Start-ups im nachhaltigsten Fall: Heimische Unternehmen, deren Strahlkraft die gesamte Wertschöpfungskette umfasst. Dieses Potenzial ohne allzu viele Ausrutscher zu erkennen, ist allerdings auch den Engeln nicht in die Wiege gelegt. Weil ein guter Business Angel mehr braucht als nur Kapital und einen guten Riecher, haben der in Tirol verwurzelte Investorenprofi Hermann Hauser und die aaia einen Crashkurs für angehende Business Angels konzipiert, der am 12. und 13. Oktober 2017 erstmals in der Werkstätte Wattens über die Bühne gehen wird. „Wir wollen innerhalb kürzester Zeit jene Skills vermitteln, die es braucht, um als Business Angel aktiv zu werden. Besonders wichtig ist dabei die Vernetzung mit Learnings weitergeben“, erklärt aaia-Vorstandsmitglied Werner Wurtscher. „So können Newcomer aus den Fehlern anderer lernen und nützliche Tipps und Tricks mitnehmen.“ Und das Feuerwerk kann weitergehen.

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und das Lernen von erfahrenen Investoren, die ihre jeweiligen

Für aktives Fahren


eco.titel

INTERVIEW

Das Team entscheidet das Match Peter Koch, CEO der Martin Global AG, erklärt im Interview, warum er in Tirol investiert und worauf es bei BusinessAngel-Engagements wirklich ankommt.

ECO.NOVA: Wie kam es, dass die Martin

legen, dass das funktioniert. So etwas muss

Global AG in das Tiroler MedTech-Start-up

schon da sein, ein Pilot, der noch nicht schön

Cubile Health investierte?

oder fertig sein muss. Je reifer die Geschichte

PETER KOCH: Wie‘s im Leben so ist: Die

ist, umso teurer ist ein Start-up am Markt zu

besten Dinge passieren aus Beziehungen.

bekommen. Da muss jeder Investor für sich

Durch einen Studienkollegen wurde ich auf

selber schauen, wie risikobereit er ist.

Cubile Health aufmerksam gemacht und nach ein paar Treffen mit dem Team wurde

Welche Faktoren sind entscheidend, wenn

klar, dass wir investieren. Das Team hat das

Sie weitere Investoren an Bord holen?

Match entschieden.

Wir schauen bei weiteren Investitionsrunden genau, wer dazupasst. Es muss die menschli-

Welche Rolle spielten die Rahmenbedingun-

che Komponente, die DNA, stimmen. Der Luis

gen des Standorts?

ist ein toller Typ und versteht von der Sache

Die Kooperation mit der Uniklinik Innsbruck

viel. Es handelt sich ja um ein Medizinpro-

und der UMIT Hall ist äußerst hilfreich und

dukt. Mit der Greiner Group haben wir noch

die Standortagentur hat durch ihre Unter-

einen zweiten tollen Partner gefunden. Der

stützung das Package abgerundet. Was ich in

Konzern ist ein Hidden Champion aus Ober-

Tirol kennenlernen durfte, sind die kurzen

österreich, einer der führenden Hersteller von

Wege, die für uns und für Start-ups sehr hilf-

Schaumstoff. Da kommt Cubile Health rein.

reich sind. Das ist in größeren Destinationen

Da ist es schon gelungen, Produktion und me-

außerhalb Österreichs schon schwieriger.

dizinisches Know-how in einer Investitionsrunde abzudecken.

Ist es in dem Zusammenhang von Vorteil, dass Tirol so klein und so eng vernetzt ist?

Diese Rundumbegleitung klingt nach einer

Ja genau, so würde ich das sagen. Ich sehe das

spannenden Geschichte. Was ist der Reiz

als Vorteil an. Vielleicht denke ich da anders –

für Sie?

aber für uns ist es ein wichtiges Faktum.

Ja, warum machen wir das, warum gibt es solche Investments in Start-ups? Start-ups ha-

Wie lange dauerte es, bis Sie sich entschie-

ben etwas in sich, das man sich im klassischen

den haben, zu investieren?

Unternehmertum wünscht. Sie sagen: Wir er-

Bei uns geht das relativ zügig. Ich würde

tions vereinbart und schon hatten wir sie als

obern mit unserem disruptiven Geschäftsmo-

sagen, nach einem Monat war klar, wir ma-

Investoren mit an Bord.

dell oder unseren neuen Produkten die Welt. Das ist ein Kernpunkt, einfacher gesagt als ge-

chen das. Die kürzeste Vorlaufzeit ging zwei Wochen, die längste zwei Monate. Wenn

Wie definieren Sie Investitionsreife?

tan, aber ein Start-up funktioniert nach dem

man sich nach zwei Monaten noch nicht ge-

Im Idealfall liegt ein Prototyp vor, der funk-

Motto: Geht nicht, gibt’s nicht. Sie haben es na-

funden hat, dann passt das – entsprechend

tioniert. Wenn ihnen jemand – wie das bei

türlich einfacher als klassische Unternehmen,

unserer pragmatischen Art – nicht so. Ähn-

Cubile der Fall war – erzählt, dass man be-

wo bereits Strukturen da sind. Es macht‘s für

lich ist die Geschichte mit Alois Schranz

rührungslos Puls und Atemfrequenz feststel-

uns spannend, das mit unserem Know-how,

und Manfred Lener gelaufen. Da gab es zwei

len kann, dann sage ich als Nichtmediziner

Netzwerk und Kapital gut befeuern und in

Treffen, und wir sagten, okay, das ist was.

vielleicht, dass das nach Hokuspokus klingt.

eine optimale Konstellation bringen zu kön-

Wir haben dann noch die Terms and Condi-

Sie konnten innerhalb von fünf Minuten be-

nen. Als Investor hast du die Möglichkeit, breit

24

eco.nova


eco.titel

„EIN SEHR GUTES TEAM KANN AUCH EINE DURCHSCHNITTLICHE IDEE ZUM FLIEGEN BRINGEN. UMGEKEHRT BRINGT EIN SCHLECHTES TEAM AUCH DIE BESTE INNOVATION NUR SCHWER ZUM ERFOLG.“ Peter Koch

unterwegs zu sein, und da wir uns nur auf

grenzung ist eine Art Risikomanage-

strategischer Ebene einbringen, können

ment. Es gibt eben Start-ups, die nicht

wir es uns leisten, mehrere verschiedene

funktioniert haben. Da ist es wichtig zu

Themen anzugehen.

sagen, so viel riskierst du pro case. Das sind übliche Beträge, mit denen du im

Trotzdem ist viel Know-how nötig. Wie

Seedbereich zumindest im deutschspra-

schafft man das?

chigen Raum unterwegs sein kannst.

Wir wissen auch nicht per se, dass aus einem Projekt etwas wird. Zuerst braucht

Ist die menschliche Komponente eine

es ein sehr gutes Team. Das wird oft un-

von außen unterschätzte Größe?

terschätzt. In erster Lesung schauen wir

Aus unserer Sicht sprechen Sie einen

sehr stark darauf. Ein sehr gutes Team

zentralen Punkt an. Wenn diese emoti-

kann auch eine durchschnittliche Idee

onale DNA nicht passt, kommt es von

zum Fliegen bringen. Umgekehrt bringt

unserer Seite zu keinem Investment. Das

ein schlechtes Team auch die beste Inno-

ist so ein Bauchgefühl – wie bei den Be-

vation nur schwer zum Erfolg. Es ist wich-

ziehungen des Lebens. Wenn sie das Ge-

tig, dass wir dasselbe Feuer entwickeln

fühl haben, es ist eine Beratungsresistenz

können. Zum Schluss geht es natürlich

vorhanden, hat man es schwer. Wenn wir

um betriebswirtschaftliche Komponen-

investieren, sehen wir uns als Bestandteil

ten – ist es skalierbar und ist es internatio-

des Teams. Klar hat der Investor ande-

nalisierbar? Wenn solche Faktoren erfüllt

re Aufgaben und einen anderen Fokus,

sind, sind wir sehr schnell.

aber wir sind immer Teil des Teams. Es gibt nicht nur die coolen, hippen Zeiten,

Wie lange sind Sie aktiv dabei und ab

sondern auch die großen Herausforde-

wann ist aus Ihrer Sicht das Vögelchen

rungen, und die meistert man nur, wenn

flügge?

man menschlich eine gemeinsame Basis

Man kann schon sagen, dass es gewisse

erarbeitet hat.

PRECISELY YOUR MOMENT DS PODIUM

CHRONOGRAPH LAP TIMER WWW.CERTINA.COM

Zyklen gibt. Wir gehen sehr früh rein, die Start-ups haben noch keine Umsätze, oft

Muss oder sollte diese Emotion auch die

auch keinen fertigen Prototyp. Es braucht

Region betreffen?

Mut dazu. Und du musst dir die Zeit neh-

Unbedingt. Persönlich habe ich beispiels-

men, sie intensiv zu begleiten. In frühen

weise gewisse Tiroler Wurzeln – wegen

Phasen sehr, sehr intensiv. Das flacht

des Studiums und weil ich in der Kind-

nach einer gewissen Zeit ab, auch dann,

heit eine gewisse Zeit dort gelebt habe.

wenn weitere Investoren an Bord kom-

Tirol ist mir sympathisch und durch

men. Da hat wieder jeder andere Skills.

unser Engagement bei Cubile Health

Es gibt immer Irritationen, da muss man

wurden wir Teil eines Mini-Ökosystems.

ins Boot reinspringen und schauen, wie

Man lernt sich kennen, versteht und ver-

hoch der Wellengang ist. Du musst sie

traut sich. Auf dieser Basis lässt sich gut

aber auch machen lassen, sonst bist du zu

etwas Weiteres entwickeln. Das Interes-

nahe dabei.

se nimmt ab, je weiter du entfernt bist. Fernbeziehungen sind schwieriger zu

Die Investitionshöhe der Martin Global

gestalten und du hast eine gewisse Emo-

AG wird zwischen 10.000 und einer Mil-

tionalität zur Region, weil du dich irgend-

lion Euro angegeben. Warum?

wie zu Hause fühlst. Wir haben erst ein

Das Zusammenkommen zwischen Start-

Start-up in Tirol, es dürfen aber durch-

ups und Investoren ist diffizil. Die Be-

aus mehr werden.

OFFICIALLY CERTIFIED CHRONOMETER


86 % 68 % 65 % 52 % 46 % 30 % 28 % 25 % 19 % 9%


eco.wirtschaft

Der Feind in deinem Bett Im August schrieb Leonie Seifert auf ZEITCampus eine Geschichte zum Gender-Pay-Gap. Erzählt wird von Maria, die 21 Prozent weniger verdient als ihr Co-Teamleiter, der zwar im Unterschied zu ihr quer eingestiegen, aber ansonsten gleich alt ist, die gleiche Berufserfahrung und die gleiche Qualifikation hat. Als Maria ihre Chefin darauf anspricht, meint diese lediglich „Huch! Mal sehen, ob wir dein Gehalt noch anheben.“ // TEXT: STEFAN D. HAIGNER


eco.wirtschaft

W

arum die ZEIT im August etwas über den Gender-PayGap bringt, ist vielleicht nicht ganz offensichtlich, nachdem der Equal-Pay-Day heuer auf

den 4. März fiel. Doch der Gender-Pay-Gap ist ein Ganz-

jahresthema. Zuletzt etwa im Standard im Gewand der zu erwartenden Pensionslücke, die sich im Alter für Frauen im Vergleich zu Männern auftun wird. Eine Lücke, die vor allem auf die bestehenden Unterschiede in den Erwerbseinkommen zurückzuführen ist. Und die sind beträchtlich – auch in Österreich. So beziffert beispielsweise die Initiative „Business and Professional Women“ den Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen auf 17,3 Prozent und bezieht sich damit auf einen Bericht des Rechnungshofs aus dem Jahr 2016, der sich Daten1) des österreichischen Hauptverbandes sowie Lohnsteuerdaten von ganzjährig Vollzeitbeschäftigten (ohne Lehrlinge) angesehen hat. Etwas unschön und symptomatisch für die Diskussion dabei ist, dass der Rechnungshof selbst als Quelle die Statistik Austria angibt, die Statistik Austria aber nur vier Tage später anlässlich des Weltfrauentages laut Standard von einem Einkommensunterschied2) von 21,7 Prozent spricht. Aber egal. Denn zum einen ist dieser Unterschied im Vergleich zu der Bandbreite an Einkommensunterschieden, die genannt werden und gut und gerne von fünf bis knapp unter 50 Prozent reicht, praktisch vernachlässigbar. Aber egal vor allem deshalb, weil es hier nicht um einen Abriss in einführender Statistik geht. Vielmehr geht es um die viel grundsätzlichere Frage, was wir eigentlich wissen, wenn wir wissen, dass der Einkommensunterschied 17,3 Prozent beträgt. Soll heißen: Was gibt die Zahl selbst her und wo fängt die politische Interpretation an? Für Business and Professional Women ist klar, was die Zahl sagt: „17,3 Prozent sind insgesamt 63 Tage, die Frauen umsonst arbeiten. Daher fällt der Equal-Pay-Day im Jahr 2017 auf den 4. März.“ Mit dem Equal-Pay-Day wird das Ziel verfolgt, dass „die Faktoren der Einkommensungerechtigkeit sowie der dringende gesamtgesellschaftliche Handlungsbedarf speziell in Österreich“ thematisiert werden, „um die geschlechtsspezifische Einkommensdiskriminierung zu beenden“. Jetzt muss man nicht unbedingt verstehen, weshalb Frauen 63 Tage umsonst arbeiten. Zum einen nicht, weil 63 Tage zwar 17,3 Prozent von 365 Tagen sind, aber wer arbeitet schon sieben Tage die Woche. Zum anderen: Arbeiteten Frauen wirklich umsonst, würde zumindest ich mir die Frage stellen: Wozu dann dafür bezahlen? Gemeint ist wohl eher „gratis“, aber zugegeben, das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist: Wie erklären Sie jemandem, was eine geschlechtsspezifische Einkommensdiskriminierung ist? Verdienen Frauen weniger, weil Frauen weiblich sind oder weil Frauen Frauen sind? Lassen Sie mich dazu ein Beispiel in drei Varianten geben. ) Aus dem Jahr 2015 2) Bezogen auf den Stundenlohn

1

eco.nova

29


eco.wirtschaft

Variante 1: Stellen Sie sich vor, Sie sind Per-

schließlich den Effekt der Schulungsmaß-

sonalchefin einer mittelständischen Firma

nahme bestimmen zu können, müsste man

und haben eine Vollzeitstelle auf Lebenszeit

arbeitslose Personen finden, die zu 100 Pro-

ausgeschrieben, auf die sich zwei Personen

zent gleich sind, aber eben nicht an einer sol-

bewerben. Nach Durchsicht der Lebensläufe

chen Maßnahme teilgenommen haben. Was

stellen Sie zu Ihrem Erstaunen fest, dass sich

in der Praxis nicht möglich sein wird.

die Curricula bis aufs Haar gleichen. Einziger

Im Zusammenhang mit dem Gender-Pay-

Schönheitsfehler: Beide haben eine nichtssa-

Gap ist der Punkt: Wenn Sie messen, dass

gende E-Mail-Adresse angegeben, Angaben

Frauen weniger verdienen, messen Sie dabei

zu Namen sowie Fotos fehlen bei beiden. Da

eben nicht nur das Geschlecht der Person,

Sie nun keine Anhaltspunkte haben, wie die

sondern alles, was mit dem Geschlecht einer

Bewerbungen zu reihen sind und damit, wen

Person verbunden ist. Zum Beispiel unter-

Sie einstellen sollen, besprechen Sie die Sa-

schiedliche Rollenerwartungen. Möchte man

che mit Ihrem Stellvertreter. Von diesem er-

aber wissen, wie viel eine Person aufgrund

fahren Sie, dass er gehört hat, dass einer von

ihres Geschlechtes weniger verdient, bräuch-

beiden in absehbarer Zeit ziemlich sicher

te man gewissermaßen auch weibliche Per-

eine ausgedehnte Weltreise machen wird

sonen, an die „männliche“ Rollenerwartun-

und danach nicht wieder Vollzeit einsteigen möchte. Das Dumme ist nur, Ihr Stellvertreter weiß nicht, wer von beiden das ist. Die Frage ist nun, inwieweit Ihnen die Infor-

Dr. Stefan D. Haigner ist geschäftsführender Gesellschafter der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW).

gen gestellt werden und umgekehrt. Und das wird schwierig. In der Konsequenz bedeutet das, dass Einkommensunterschiede nicht 1:1 auf Geschlechtsunterschiede zurückgeführt werden können. Was aber letztlich die gute

mation Ihres Stellvertreters weiterhilft. Ich

Nachricht ist, denn die Gesellschaft kann

würde sagen: Für Ihre Entscheidung, wen Sie einstellen, ist die Information wohl leider

die Information Ihres Stellvertreters und,

zwar nicht das Geschlecht einer Person än-

praktisch wertlos.

zweitens, wenn Sie sich jetzt für den Mann

dern, wohl aber die Rollenerwartungen.

entscheiden, tun Sie das auf Grund der Tat-

Im Zusammenhang mit dem Gender-Pay-

Variante 2: Was aber, wenn doch Fotos bei-

sache, dass Sie keine Frauen einstellen wol-

Gap dreht es sich natürlich nicht um eine

gelegt wurden – und ignorieren Sie bitte für

len, oder weil Sie lieber jemanden einstellen,

Weltreise, sondern um die wichtige Frage,

einen Moment, dass Fotos einen signifikan-

der kurz nach der Einstellung eine Weltreise

wer die Kinderbetreuung „übernimmt“. Nota

ten Einfluss darauf haben, wer für ein Be-

antreten und damit für längere Zeit ausfal-

bene, und nicht darum, wer die Kinder be-

werbungsgespräch eingeladen wird und wer

len wird?

kommt – und nur das ist mehr oder weniger in Stein gemeißelt.

nicht – und die Fotos einen Mann und eine Frau zeigen? Wen nehmen Sie? Ich würde sa-

Und das ist der Punkt. Die Statistiken sind

Dieser wichtige Unterschied käme bereits

gen, wenn Sie keine Vermutung haben, wer

immer so gut wie die zugrunde liegenden

im Namen der Disziplin zum Ausdruck,

von beiden eher die Weltreise antritt, dann

Zahlen und manches können wir einfach

die schließlich „Gender-Studies“ und nicht

ist die Information Ihres Stellvertreters nach

nicht differenziert genug messen. Im Bei-

„Sex-Studies“ heißt – obwohl beides mit „Ge-

wie vor wertlos.

spiel „messen“ Sie das Geschlecht, aber eben

schlecht“ übersetzt werden kann. Der Un-

auch die Wahrscheinlichkeit, mit der eine

terschied ist, dass mit „Sex“ das biologische

Variante 3: Was aber, wenn Sie zudem ir-

Weltreise angetreten wird. Dies zu sehen, ist

Geschlecht einer Person gemeint ist, mit „Gen-

gendwo gehört haben, dass fast ausschließ-

für die gesamte Diskussion zentral.

der“ hingegen das „politische“ Geschlecht und

lich Frauen Weltreisen unternehmen, Män-

Um ein anderes Beispiel zu geben: Wenn Sie

damit weit mehr. Daher ist es auch falsch,

ner hingegen fast nie auf Weltreise gehen?

wissen möchten, ob freiwillige Schulungs-

vom Gender-Pay-Gap 1:1 auf eine geschlechts-

Wie ändert diese Zusatzinformation, erstens,

maßnahmen die Dauer der Arbeitslosigkeit

spezifische Einkommensdiskriminierung

verkürzen, genügt es nicht, die Dauer der

zu schließen, denn die am Arbeitsmarkt be-

Arbeitslosigkeit von Schulungsteilnehmern

obachtete Einkommensdiskriminierung ist

mit jener von Nicht-Schulungsteilnehmern

Ausdruck einer deutlich breiteren Diskrimi-

zu vergleichen. Dies deshalb nicht, weil nicht

nierung, die vor allem auch abseits des Ar-

ausgeschlossen werden kann, dass Personen,

beitsmarktes stattfindet. Aber es stimmt na-

die an freiwilligen Schulungsmaßnahmen

türlich, dass Personen auch auf Grund ihres

teilnehmen, per se motivierter sind und des-

Geschlechtes diskriminiert werden.

ÜBER GAW

Die Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW) ist eine private Forschungseinrichtung mit Sitz in Innsbruck, die für Unternehmen, Interessenvertretungen sowie die öffentliche Hand Studien zu volksund regionalwirtschaftlichen Themen erstellt. Im Bereich der Erstellung von Wertschöpfungsstudien, aber auch zum Thema kalte Progression zählt die GAW seit Jahren zu den führenden Forschungseinrichtungen in Österreich. // www.gaw.institute

30

eco.nova

halb auch ohne diese rascher einen Arbeitsplatz gefunden hätten. Daher wäre es falsch,

Gender und nicht Sex

die verkürzte Dauer der Arbeitslosigkeit al-

Wichtig ist diese Zuspitzung, da die Dis-

leine auf die Schulungsmaßnahme zurück-

kussion häufig so geführt wird, als ob der

zuführen. Das Problem ist nämlich wieder,

Gender-Pay-Gap alleine ein Problem des Ar-

dass faktisch zwei Dinge gleichzeitig „gemes-

beitsmarktes ist. Aber das wäre zu kurz ge-

sen“ werden: Die Teilnahme an der Schulung

griffen. Vielmehr könnte man sagen, dass am

und – indirekt – die Motivation. Um aus-

Arbeitsmarkt das Gesamtausmaß der Dis-


eco.wirtschaft

RÄCH EXPERTEN IM GESP

DIE DISKUSSION WIRD HÄUFIG SO GEFÜHRT, ALS WÄRE DER GENDER-PAY-GAP ALLEINE EIN PROBLEM DES ARBEITSMARKTES. ABER DAS WÄRE ZU KURZ GEGRIFFEN. VIELMEHR KÖNNTE MAN SAGEN, DASS AM ARBEITSMARKT DAS GESAMTAUSMASS DER DISKRIMINIERUNG VON FRAUEN IN DER GESELLSCHAFT SICHTBAR WIRD, UND ZWAR (AUCH) IN FORM VON EINKOMMENSUNTERSCHIEDEN.

Schonende ung Inkontinenzbehandl Bindegewebe mit Netz und Bändern stärken

Prim. Dr. Burghard Abendstein, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

D

as Thema Inkontinenz ist für betroffene Frauen äußerst unangenehm: Harndrang und Unsicherheit sind ständige Begleiter – der Weg beim Einkauf etwa muss so gewählt

werden, dass ständig Toiletten in der Umgebung sind. Ursache für diese Erkrankung sind meistens Defekte im Bindegewebe, hervorgerufen durch kritische Momente im Leben einer Frau, etwa Ris-

kriminierung von Frauen in der Gesellschaft sichtbar wird, und

se bei der Geburt oder eine hormonelle Gewebsschwächung beim

zwar (auch) in Form von Einkommensunterschieden. Daraus den

Eintritt in den Wechsel. Die Folge kann eine Belastungsinkontinenz

Schluss zu ziehen, dass auch die Diskriminierung ausschließlich

(Harnverlust bei Niesen, Husten oder körperlicher Anstrengung), ei-

dort stattfindet, ist falsch – auch wenn sich die Diskussion stark

ne Dranginkontinenz (ständiger Harndrang – manchmal schaffen

darauf konzentriert. Jeder und jede findet dazu Anekdoten.

Betroffene es nicht mehr rechtzeitig zur Toilette) oder eine Entlee-

So durften wir vor einigen Jahren Tiroler Landesbedienstete

rungsstörung (unvollständige Entleerung) sein. Rund 20 Prozent der

zum Thema Teilzeit befragen, darunter auch rund 140 Personen,

über 50-Jährigen leidet daran – somit handelt es sich um ein weit

die zum Befragungszeitpunkt in Karenz waren, davon 97 Prozent

verbreitetes Problem.

Frauen. Dabei zeigte sich, dass zwar fast alle Befragten angaben,

Ursprünglich hatten Mediziner angenommen, dass diese Beschwer-

nach Ablauf der Karenz wieder in den Landesdienst zurückkeh-

den auf eine Fehlleistung der Blase zurückzuführen seien. In den frü-

ren zu wollen, aber nur vier Prozent in Vollzeit. Und obwohl vor

hen 1990er-Jahren wurde aber erkannt, dass das Bindegewebe im Be-

Antritt der Karenz über 70 Prozent Vollzeit arbeiteten, war für

ckenboden die zentrale Rolle spielt. Dazu zählen vor allem Bänder, die

über 50 Prozent klar, dass Teilzeit eine Dauerlösung wird.

Harnröhre, Scheide, Gebärmutter und Mastdarm fixieren und damit

In einer anderen Studie zum Thema Kinderbetreuungsgeld beka-

eine wichtige Funktion – sowohl für die Blase als auch für das Rektum

men wir im Rahmen von Interviews immer wieder von den inter-

– erfüllen. Die Diagnosestellung erfolgt im Rahmen eines ausführli-

viewten Frauen zu hören, dass ihre Männer nicht länger Kinder-

chen Gesprächs und mithilfe einer Ultraschalluntersuchung, even-

betreuungsgeld beziehen könnten, weil sie am Arbeitsplatz nur

tuell ergänzt durch eine Druckflussmessung in Blase und Harnröhre

schwer abkömmlich sind. Auf die Frage, ob daraus der Schluss

(urodynamische Messung). Bringt eine Physiotherapie keine Besse-

gezogen werden kann, dass sie leicht abkömmlich wären, erntete

rung, können heute Kunststoffbänder oder -netze eingearbeitet wer-

man oft nur Staunen. Und auch wenn Ihnen zukünftig wieder

den, die das geschwächte Bindegewebe unterstützen. Dafür braucht

einmal jemand etwas von „Qualitätszeit mit Kindern“ erzählt, wis-

der Operateur Erfahrung und Fingerspitzengefühl, zum Beispiel

sen Sie zwei Dinge: Erstens, es ist aller Wahrscheinlichkeit nach

wenn es um die Größe des Netzes und um dessen exakte Platzierung

ein Mann, und zweitens meint er damit nicht Hintern putzen,

geht. Ziel dieser modernen Methode ist es, dass körpereigenes Binde-

zehnmal am Tag Boden wischen oder Besuche beim Kinderarzt.

gewebe um das Kunststoffgewebe aufgebaut wird. Im Gegensatz zu

Das heißt, die Diskussion um den Gender-Pay-Gap ist breiter

früher ist es heute also nicht mehr notwendig, die Gebärmutter zu

zu führen und betrifft uns alle: Männer wie Frauen, Arbeitge-

entfernen oder die Scheide zu verengen. Dadurch sind diese Eingriffe

ber und Arbeitgeberinnen sowie Arbeitnehmer und Arbeitneh-

für Patientinnen deutlich weniger schmerzhaft. Eine Besserung der

merinnen – und beginnt in unseren Köpfen.

Inkontinenz tritt unmittelbar nach der Operation ein.

Im Übrigen, die Erzählung von Frau Seifert vom ZEITCampus endet wie folgt, nachdem die Chefin ihr die Lohnerhöhung nicht gewährte: „Maria kündigte ihre Stelle. In der gemeinnützigen Organisation, in der sie heute arbeitet, ist sie in Teilzeit, verdient weniger als vorher und hat weniger Sicherheit, denn ihre Stelle ist befristet. Aber ihre Arbeit wird wertgeschätzt. Das ist mir wichtiger als das Geld, sagt Maria.“ Was soll man da noch sagen?

WEITERE INFORMATIONEN Privatklinik Hochrum Sanatorium der Kreuzschwestern Lärchenstraße 41, 6063 Rum Tel.: 0512/234-0 www.privatklinik-hochrum.com

Zukunft beginnt eben in den Köpfen.

eco.nova

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eco.wirtschaft

„Leistung im Job soll zählen!“ Nach wie vor gibt es teils hohe Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen. Laut Statistik Austria liegt der (bereinigte) Gender Pay Gap in der Privatwirtschaft bei rund 17 Prozent, die sich auch durch Merkmale wie Branche, Beruf, Bildungsniveau, Region oder Alter nicht erklären lassen. Wir baten Erwin Zangerl, Präsident der Arbeiterkammer Tirol, zum Gespräch über Frauen, Geld und die Gesellschaft.

ECO.NOVA: Vom Grundsatz „Gleicher

nun schlechte Verhandlerinnen sind oder

selbstbestimmt und unabhängig gestalten

Lohn für gleichwertige Arbeit“ sind wir im-

nicht. Deshalb sollte die Herausforderung

können. Laut der kürzlich erschienenen

mer noch weit entfernt, wobei der für alle

der Gleichstellung am Arbeitsmarkt nicht

Working-Poor-Studie will ein Fünftel der

geltende Kollektivvertrag zumindest die

auf eine Frage persönlicher Eigenschaften

Frauen aber gar keinen Vollzeitjob. Die Teil-

Basis dafür legen würde. Trotzdem scheint

reduziert werden. Damit kommt man nicht

zeitquote steigt. Woher kommt das bzw. wo

die viel zitierte „Überzahlung“ immer noch

weit. Wichtig ist es, möglichst objektive Kri-

lässt sich hier ansetzen?

eher Männersache zu sein. Warum ist das so? Sind Frauen eventuell auch die schlechteren „Verhandler“?

ERWIN ZANGERL: Die Rollenbilder von Männern und Frauen haben natürlich einen Einfluss, auch auf den Arbeitsmarkt. Hinzu kommt noch, dass die Erwartungshaltungen an Männer und Frauen im Berufsleben verschiedene sind. Der Druck, Karriere zu machen und sich stark mit dem Beruf zu identifizieren, ist in der Regel für Männer stärker – ob sie das wollen oder nicht. Tatsache ist auch, dass die meisten Führungspositionen

„DIE HERAUSFORDERUNG DER GLEICHSTELLUNG AM ARBEITSMARKT SOLLTE NICHT AUF EINE FRAGE PERSÖNLICHER EIGENSCHAFTEN REDUZIERT WERDEN. WICHTIG IST ES, MÖGLICHST OBJEKTIVE KRITERIEN ZU FORMULIEREN, DIE ÜBER DAS BERUFLICHE FORTKOMMEN ENTSCHEIDEN.“ AK-Präsident Erwin Zangerl

in den Händen von Männern liegen und dadurch ein großer Teil der Personalentschei-

terien zu formulieren, die über das berufli-

Teilzeitarbeit kann in vielen Lebenssitua-

dungen aus einer männlichen Perspektive

che Fortkommen entscheiden. Die Leistung

tionen die absolut richtige Entscheidung

getroffen wird. Auch das hat einen Einfluss

im Job soll zählen.

sein, zum Beispiel wenn kleine Kinder im

auf die Verhandlungsposition von Männern

Haus sind oder Angehörige gepflegt wer-

und Frauen. Das heißt, es gibt strukturelle

Das Bildungsniveau von Frauen ist in den

den müssen. Das sind alles Tätigkeiten, die

Ursachen für die nach wie vor bestehende

letzten Jahrzehnten enorm gestiegen. Das

nach wie vor sehr viel eher von Frauen als

Ungleichbezahlung von Männern und Frau-

hat auch zu einem neuen Selbstbewusst-

von Männern übernommen werden, auch

en, die nichts damit zu tun haben, ob Frauen

sein der Frauen geführt, weil sie ihr Leben

wenn die Männer sich mehr beteiligen als

32

eco.nova


eco.wirtschaft

Arbeiterkammer-Präsident Erwin Zangerl

gen für Mädchen und solchen für Jungen. Es muss weiter daran gearbeitet werden, diese Grenzen aufzulösen. Technische Ausbildungen müssen vermehrt für Mädchen attraktiv gemacht werden, es ist aber auch wichtig, mehr Jungen und Männer zum Beispiel für den Sozial- und Pflegebereich zu interessieren. Es gibt vor allem für die Mädchen schon langjährige Initiativen wie FIT – Frauen in die Technik und den Girl’s Day. Auch das Thema Berufsorientierung ist hier wichtig. Deshalb setzen wir uns schon lange für eine qualitativ hochwertige Berufsorientierung an allen Schultypen ein. Leider geht der Wandel nicht so schnell, wie es wünschenswert wäre. Das liegt auch an den oft wenig attraktiven Einkommen in weiblich dominierten Berufen. Der Wert weiblicher Arbeit wird leider unterbewertet. Der gesamte Sozialbereich ist ein enorm herausforderndes Berufsfeld und von unbestrittener Wichtigkeit, trotzdem drückt sich das in den Einkommen nicht gut genug aus. Dasselbe gilt etwa für den Bereich der frühfrüher. Heutzutage ist sicherlich auch der

zialtransfers drücken die Armutsquote der

kindlichen Erziehung. Auch hier wieder: ein

Wunsch ausgeprägter, private Interessen

Frauen auf fünf Prozent. Das relativiert das

sehr wichtiger Bereich, aber keine guten Ein-

und Erwerbsarbeit besser auszubalancie-

Bild doch leider sehr: Wie unabhängig und

kommensaussichten.

ren. Insofern ist der Wunsch nach Teilzeitar-

selbstbestimmt kann man leben, wenn das

beit völlig legitim und wird sicherlich auch

Einkommen eigentlich unter der Armuts-

Machen für Sie die viel diskutierten Frau-

von vielen Männern gehegt. Aber es muss

grenze liegt?

enquoten Sinn? Konkret geht es ja um eine Quote für die

allen auch bewusst sein, dass längerfristig gesehen Teilzeitarbeit in unserem System

Es gibt immer noch klassische Frauen- und

Besetzung von Aufsichtsräten. Hier wäre es

der sozialen Absicherung mit einem Preis

Männerberufe, wobei Frauenberufe im

schon sinnvoll, einzugreifen, denn Frauen in

versehen ist: Abseits des geringeren laufen-

Verhältnis oft schlechter bezahlt und in

Führungspositionen können als Vorbilder

den Einkommens entsteht dadurch auch ein

der Wertigkeit niedriger angesehen wer-

wirken, weibliche Netzwerke können auf-

niedrigerer Pensionsanspruch. Das heißt,

den. Wissenschaftler sind zum Schluss

gebaut werden. All das kann dabei helfen,

es ist mit einem längerfristigen Einkom-

gekommen, dass – historisch gesehen – ein

die „gläserne Decke“, auf die Frauen im Lau-

mensentgang zu rechnen, der sich im Alter

steigender Frauenanteil in einem Beruf

fe ihrer Karrieren stoßen, zumindest in den

noch stärker auswirkt. Gerade für Frauen,

sogar negative Konsequenzen für das je-

Großbetrieben ein Stück weit zu durchbre-

die in der Regel bereits zuvor niedrigere Ein-

weilige Verdienstniveau bedeutete und

chen. Daran müsste die Öffentlichkeit ein In-

kommen aufweisen, ist Altersarmut somit

gleichzeitig der Status des Berufes gesun-

teresse haben. Unabdingbar ist aber, dass die

leider eine nur allzu reale Bedrohung. Und,

ken ist. Wird sich die Einkommenslücke

Qualifikationen unzweifelhaft vorhanden

weil die Working-Poor-Studie erwähnt wird:

zwischen Männern und Frauen also rea-

sein müssen! Denn daran hängt die Legiti-

In den letzten Jahrzehnten haben Frauen

listisch jemals schließen lassen oder ist

mität der Quote und der betroffenen Frauen.

zweifellos stark an ökonomischer Unab-

unser stereotypes Denken immer noch zu

Abseits davon würde es schon sehr viel hel-

hängigkeit gewonnen. Höhere Bildung und

festgefahren?

fen, möglichst objektive Besetzungsverfah-

Berufstätigkeit sind glücklicherweise völlig

Man muss schon daran glauben, dass Dinge

ren zu haben. Frauenförderung in den Be-

normal. Aber die Working-Poor-Studie zeigt

sich ändern lassen! Es stimmt schon, Ste-

trieben ist übrigens auch kein Selbstzweck.

auch, dass mehr als ein Viertel der Frauen

reotypen ist schwer beizukommen. Es gibt

Denn künftig werden wir es uns immer we-

in Tirol allein nach ihrem Bruttoeinkom-

noch immer eine tief in den Köpfen der Leu-

niger leisten können, auf die Hälfte der Kom-

men betrachtet armutsgefährdet ist! Erst die

te verankerte Trennung zwischen Frauen-

petenzen und des Talents der Bevölkerung

Bildung von Haushalten und staatliche So-

und Männerberufen, zwischen Ausbildun-

zu verzichten.

eco.nova

33


eco.wirtschaft

ZUKÜNFTIG WIRD SICH MENSCHLICHE ARBEIT STÄRKER AUF KOMPLEXE NICHTAUTOMATISIERBARE AUFGABEN KONZENTRIEREN, DIE QUALIFIKATIONSANFORDERUNGEN WERDEN STEIGEN.

Die große Angst vor der Digitalisierung Wer bietet mehr? Es gibt Studien, die aufgrund der Digitalisierung den Verlust von 80 Prozent der Arbeitsplätze voraussagen. Das macht Angst. Unnötig – denn seriöse Erhebungen gehen davon aus, dass gerade einmal ein Zehntel betroffen sein wird. Und dass im Gegenzug neue Jobs entstehen werden. // TEXT: KLAUS SCHEBESTA 34

eco.nova


eco.wirtschaft

– was dann? Inzwischen gibt es eine Reihe

mische Expertenteam hat diesen Modellen

von Studien, die sich mit diesen Ergebnissen

vielsagende Namen gegeben …

beschäftigt haben. Zum Beispiel eine Untersuchung der Washingtoner Denkfabrik ITIF,

Szenario 1

die klar dagegenhält: Die Entwicklung werde

„Digitales Versagen“ – dem ist nichts hinzu-

wie bisher die Produktivität und damit die

zufügen.

Kaufkraft steigern – und damit neue Jobs generieren. Auch das Consultingunterneh-

Szenario 2

men Deloitte geht davon aus, dass unterm

„Effizienzsteigerung“ – ein bisschen schwan-

Strich mehr neue Jobs geschaffen als ersetzt

ger sozusagen. Ein wenig an kleinen Schräub-

werden. Selbst das deutsche Bundesminis-

chen gedreht, aber nicht einmal ansatzweise

terium für Soziales und Arbeit sah sich ge-

die Power des Digitalisierungsmotors genutzt.

nötigt, die angsteinflößende Prognose von Frey und Osborne unter die Lupe zu nehmen.

Szenario 3

Das Ergebnis: „Von der Automatisierungs-

„Langsame Transformation“. Das ist ein hei-

wahrscheinlichkeit kann nicht auf Gesamt-

ßer Kandidat für Österreich, landläufig auch

beschäftigungseffekte geschlossen werden.

„Weiterwursteln“ genannt. Man beschäftigt

Denn häufig verändern neue Technologien

sich zwar mit der Digitalisierung, aber nur

Arbeitsplätze, ohne sie zu beseitigen, und die

halbherzig, setzt in manchen Bereichen Maß-

gewonnenen Freiräume können von den Be-

nahmen, in anderen nicht. Tragisch ist, dass

schäftigten genutzt werden, um schwer au-

befragte Wirtschaftsvertreter Szenario drei

tomatisierbare Tätigkeiten auszuüben.“ Das

zwar nicht für wünschenswert, aber sehr rea-

führt das deutsche Ministerium zu folgen-

listisch eingestuft haben. Und Arbeitnehmer-

dem Fazit: „Berücksichtigt man dies, so sind in

vertreter sogar für diesen Weg plädiert haben.

Deutschland nur zwölf Prozent der Beschäftigten durch Automatisierung betroffen.“

Szenario 4

Das ist im Vergleich zur Studie von Frey und

schließlich nennt sich „Frontrunner“ und be-

Osborne eine klare Entwarnung. Allerdings

deutet, dass Österreich sämtliche Chancen

zugleich mit dem Hinweis, dass der Wandel

der Digitalisierung aktiv nutzt. Dafür sind un-

nicht verschlafen werden darf: Das Aufga-

ter anderem flexiblere Arbeitszeiten, eine Re-

benspektrum von Arbeitskräften werde sich

form des Bildungssystems, Maßnahmen beim

verändern. Zukünftig werde sich menschliche

Datenschutz und mehr Weiterbildung in den

Arbeit stärker auf komplexe nichtautomati-

Firmen notwendig. Zudem soll die Entwick-

sierbare Aufgaben konzentrieren, die Qualifi-

lung neuer Firmen, Produkte und Dienst-

kationsanforderungen werden steigen.

leistungen forciert werden. Dieses Szenario

Auch in Österreich beschäftigt man sich mit

würde laut Prognosen in Österreich sogar zu

den Auswirkungen der Digitalisierung. Das

einem Jobwachstum führen, also den Weg-

Institut für Höhere Studien IHS hat sich die

fall von rund zehn Prozent der Arbeitsplätze

as Stichwort Digitali-

österreichische Wirtschaftsstruktur angese-

mehr als kompensieren.

sierung geistert täglich

hen und geht davon aus, dass neun Prozent

durch die Medien. Oft

der Jobs gefährdet sind. Diese Ergebnisse

Unterm Strich bleiben also folgende Erkennt-

in einer beängstigen-

entsprechen dem Zugang der heimischen Be-

nisse: Die Horrorszenarien reihenweise weg-

den Konnotation – das

triebe: Wie das Digitalisierungsbarometer der

rationalisierter Arbeitsplätze treffen nicht

„Höchstgebot“ einer Prognose aus dem Silicon

Wirtschaftskammer Tirol zeigt, sieht die Hälf-

zu. Die besten Aussichten haben auf der ei-

Valley geht davon aus, dass 80 Prozent der

te Digitalisierung als Chance, nur 16 Prozent

nen Seite jene Firmen und Arbeitnehmer, die

Arbeitsplätze verloren gehen werden. Eine

bewerten die Entwicklung pessimistisch.

dem Wandel positiv gegenüberstehen und

der meistzitierten Studien kommt zwar „nur“

Zusammengefasst bedeutet das: Es kommt

das Beste aus den neuen Herausforderungen

auf 47 Prozent, aber auch das löst Knieschlot-

nicht ganz so dick – wenn die Politik recht-

machen. Auf der anderen Seite braucht es

tern aus: Es war die Studie von Frey und Os-

zeitig die Weichen stellt, und das auch noch

dringend strategische Weichenstellungen sei-

borne, die 2013 das Automatisierungspoten-

in die richtige Richtung. Arbeit wird nach wie

tens der Politik, um den digitalen Wandel zu

zial in den USA untersuchten. Nach ihrer

vor vorhanden sein – aber sie wird anders

bewältigen. Es hängt also maßgeblich davon

Einschätzung arbeiten derzeit 47 Prozent der

und erfordert entsprechende Vorbereitungen

ab, ob nach den Nationalratswahlen in Öster-

Beschäftigten der USA in Berufen, die in den

auf politischer Ebene.

reich erneut eine Koalition der Zauderer und

nächsten zehn bis zwanzig Jahren mit ho-

Das Austrian Institute of Technology (AIT),

Bremser regieren wird oder ein Team der Mu-

her Wahrscheinlichkeit automatisiert wer-

das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) und

tigen die nötigen Voraussetzungen schafft,

den können. Das schlug ein wie eine Bombe.

Fraunhofer Austria Research haben vier mög-

um den kommenden Wandel als Chance zu

Wenn fast die Hälfte aller Jobs wegfallen wird

liche Zukunftsszenarien entworfen. Das hei-

nutzen.

D

eco.nova

35


eco.wirtschaft

Krise? Welche Krise? Die Wirtschaftskrise ist Geschichte. Die Konjunktur, speziell in Tirol, zieht an. Der Wirtschaftsmotor läuft auf Hochtouren – so gut wie seit Jahren nicht mehr. Das ist aber noch kein Grund, sich zurückzulehnen. Die Problemzonen bei Fachkräften, der Qualifikation von Mitarbeitern und der schwachen Investitionsbereitschaft in kleinen Betrieben könnten die Entwicklung langfristig dämpfen. // TEXT: KLAUS SCHEBESTA

E

s ist nicht lange her, da ge-

bis 2,5 Prozent zulegen. „Die Aussichten der

dritte Tiroler Leitbetrieb rechnet damit, in

hörte das Wort „Wirtschafts-

befragten Tiroler Unternehmen sind opti-

den kommenden Monaten seinen Personal-

krise“ zum Repertoire jedes

mistisch“, so Wirtschaftskammerpräsident

stand zu erhöhen. Dadurch dürfte sich auch

Politikers. Es war genau ge-

Jürgen Bodenseer. Der Geschäftsklimawert

die Arbeitslosenquote stärker reduzieren als

nommen in den Jahren 2008

(Mittelwert von Lage und Erwartung) er-

noch zu Jahresanfang prognostiziert: Tirol

und 2009, als die Konjunktur einen argen

reicht mit 61 Prozentpunkten einen histo-

wird vermutlich erstmals seit fünf Jahren

Dämpfer zu verzeichnen hatte. Jetzt scheint

rischen Höhepunkt und steigt damit insge-

wieder eine Arbeitslosenquote unter sechs

sich das Blatt gewendet zu haben: Das aktu-

samt zum dritten Mal in Folge an. 65 Prozent

Prozent erreichen.

elle Konjunkturbarometer der Wirtschafts-

der befragten Tiroler Leitbetriebe berich-

Die Gründe für die positive Lage sind

kammer Tirol zeigt auf Schönwetter. Der

ten von einer guten aktuellen Geschäftsla-

schnell identifiziert: Aufgrund eines dy-

Geschäftsklimawert erreicht gar einen nie

ge; 62 Prozent erwarten ebenso eine gute

namischen privaten Konsums und einer

gekannten Wert.

wirtschaftliche Lage ihres Betriebes für den

starken Exportnachfrage sind die Auf-

Anstelle der ursprünglich erwarteten 1,8 Pro-

Herbst 2017. Nur zwei Prozent der befragten

tragsbücher der Unternehmen gut gefüllt.

zent wird die Bruttowertschöpfung in Tirol

Topunternehmen bewerten die wirtschaft-

Während in Gesamtösterreich die Exporte

dieses Jahr aus heutiger Sicht um rund 2,3

liche Lage ihres Betriebes als negativ. Jeder

2016 stagnierten, konnte Tirol um 7,7 Pro-

36

eco.nova


eco.wirtschaft

„DASS SICH AUCH DIE KLEINEN DYNAMISCH ENTWICKELN, IST FÜR DEN STANDORT WICHTIG. WIR BRAUCHEN DIESEN GESUNDEN MIX, DIESE STABILITÄT DES REGIONALEN, UM AUCH IN SCHWIERIGEN ZEITEN STARK VERANKERT ZU SEIN.“ Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Bodenseer

„KNOW-HOW IST DER ROHSTOFF, MIT DEM WIR IM HOCHLOHNLAND ÖSTERREICH UNSERE PREISE RECHTFERTIGEN. ES GIBT NUR EINE MÖGLICHKEIT, UNSER HOHES NIVEAU HALTEN ZU KÖNNEN: BILDUNG, BILDUNG, BILDUNG.“ Martin Felder, Wirtschaftskammer-Vizepräsident

zent zulegen. Die Schallmauer von zehn

Mittlerweile berichten 23 Prozent der befrag-

wichtig. Wir brauchen diesen gesunden Mix,

Milliarden Euro Exportvolumen hat Tirol

ten Unternehmen, dass ihre Kapazitäten zu

diese Stabilität des Regionalen, um auch in

schon vor Jahren überschritten. Die Tiro-

stark ausgelastet sind – im Vergleich zum

schwierigen Zeiten stark verankert zu sein“,

ler Exportbetriebe haben im Vorjahr die

Vorjahr waren dies nur 13 Prozent.

erklärt Bodenseer.

Exporte um 878 Millionen Euro auf insge-

Ein genauer Blick zeigt auch Probleme in der

samt 12,33 Milliarden Euro ausbauen kön-

Also alles eitel Wonne?

nen. „Made in Tirol“ ist weltweit erfolgreich

Nicht ganz. Trotz der erfreulichen Bilanz

und der Export eine der tragenden Säulen

sieht Bodenseer Handlungsbedarf vor al-

sich das Qualifikationsniveau der verfügba-

unserer Wirtschaft. Tirol ist vor allem mit

lem im Bereich von Steuern und Abgaben:

ren Arbeitskräfte in den letzten fünf Jahren

pharmazeutischen Produkten, Maschinen

Es brauche dringend eine Senkung der Steu-

verschlechtert hat, nur sechs Prozent sehen

und mechanischen Geräten, elektrotechni-

erquote von derzeit 43 Prozent in Richtung

eine Verbesserung in diesem Zeitraum. „Wir

schen Produkten, Glas und Glasprodukten,

40 Prozent, um langfristig wettbewerbsfä-

leben im Zeitalter der Wissensgesellschaft –

Holz und Holzwaren im Ausland erfolg-

hig zu bleiben. Auch die Investitionstätigkeit

da ist diese Entwicklung ein Alarmsignal“,

reich. 26 Prozent aller Exporte gehen nach

macht Kopfzerbrechen: In den letzten zwölf

erklärt Wirtschaftskammer-Vizepräsident

Deutschland. Mit einem Volumen von 3,22

Monaten ist einerseits zwar die Bereitschaft

Martin Felder. Es gibt immer mehr Schulab-

Milliarden Euro ist Deutschland der wich-

von Großbetrieben gestiegen, andererseits

gänger, denen entscheidende Grundkennt-

tigste Handelspartner, dahinter folgen die

besteht speziell bei Klein- und Mittelbetrie-

nisse fehlen. „Schreiben, Lesen und Rechnen

Schweiz, Italien, Frankreich, die USA, Eng-

ben immer noch eine Investitionslücke. Das

haben absolute Priorität. Das muss bei Bil-

land und China.

ist auf Dauer ein Problem für den Stand-

dungsreformen berücksichtigt werden. Die-

Speziell die Produktionsbetriebe profitieren

ort. Investitionen sind die Arbeitsplätze von

se Grundfertigkeiten sind die Voraussetzung

von vollen Auftragsbüchern. Rund 75 Pro-

morgen – daher ist die Politik gut beraten,

für alles andere“, so Felder. Zudem werden die

zent der Leitbetriebe der Tiroler Industrie

Investitionsanreize zu schaffen, fordern

Anforderungen in praktisch allen Berufen

sind gut ausgelastet. Auch die Tiroler Ver-

Wirtschaftsvertreter. Dazu gehören vorzeiti-

immer komplexer. Tirol glänzt mit hochqua-

kehrswirtschaft, das Gewerbe und die Bau-

ge Abschreibungen bzw. die Fortsetzung der

litativen Produkten und Dienstleistungen

wirtschaft berichten von einer guten Auf-

Investitionszuwachsprämie, bei Kleinbetrie-

– das wird auch am neuen Rekord in der Ex-

tragslage. Die starke Auftragslage hat auch

ben geht es um Pauschalierungen und Er-

portquote deutlich. Wissen ist unser Kapital.

zur Folge, dass die Unternehmen zu Engpäs-

leichterungen. „Dass sich auch die Kleinen

Felder: „Politik und Bildungssystem müssen

sen bei der Kapazitätsauslastung kommen.

dynamisch entwickeln, ist für den Standort

auf die aktuelle Entwicklung reagieren.“

Qualifikation von Mitarbeitern. 51 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass

eco.nova

37


eco.wirtschaft

Bauen ist Verantwortung Das vergangene war das beste Jahr der insgesamt 45-jährigen Firmengeschichte, seit 25 Jahren ist die ZIMA auch in Tirol zu Hause. Und mittlerweile noch an einigen Standorten mehr. Ihr Erfolg kommt nicht von ungefähr. Er ist das Ergebnis vorausschauender, harter Arbeit. Und von viel Geduld. // TEXT: MARINA KREMSER

E

s sind Zahlen, die auf den

ALEXANDER WOLF: Die ZIMA gibt es

Wunsch nach Eigentum und eine emotionale

ersten Blick zeigen, dass der

mittlerweile seit über 45 Jahren, den Stand-

Schmerzgrenze gibt es fast nicht. Neben der

Weg der ZIMA Holding AG

ort Tirol seit 25. Wir haben also viel Erfah-

Gesundheit ist das Wohnen das Wichtigste

mit Hauptsitz in Dornbirn

rung in dem, was wir tun. Wir kennen und

für einen Menschen – ein Ort, an dem man

stimmt. 2016 stand eine Jah-

erkennen die Wünsche der Kunden, passen

sich sicher, wohl und geborgen fühlt.

resgesamtleistung von 174 Millionen Euro

unsere Produkte entsprechend an und ge-

Sieht man sich die Preisentwicklung an und

in der Bilanz. Seit 2011 konnte die Jahresge-

stalten sie attraktiv. Die Nachfrage nach Im-

den Punkt, an dem wir gerade stehen, so ist

samtleistung um rund 18 Prozent gesteigert

mobilien ist nach wie vor gegeben, speziell

für die meisten aber die finanzielle Schmerz-

werden. Pro Jahr! „Und auch für 2017 schaut

in jenen Regionen, in denen wir arbeiten

grenze erreicht, von den wenigen abgese-

es gut aus“, erzählt Alexander Wolf, Ge-

und selbst zu Hause sind. Immobilieninvest-

hen, bei denen Geld keine Rolle spielt. Für

schäftsführer der ZIMA Tirol, den wir zum

ments sind im privaten wie im gewerblichen

die Mehrheit aber ist es fast unmöglich, das

alljährlichen Interviewtermin treffen. Er er-

Bereich momentan das zentrale Thema.

benötigte Kapital aufzubringen. Das führt dazu, dass immer mehr kleinere Wohnun-

wartet wiederum eine deutliche Steigerung, die Gruppe peilt die 200-Millionen-Euro-

Die ZIMA verfügt neben der Zentrale in

gen gebaut werden. Diese sind dann aber vor

Umsatzgrenze an. Insgesamt stecken 3.300

Dornbirn über mittlerweile sechs unabhän-

allem für Anleger und Investoren so interes-

Wohneinheiten in der Pipeline, 640 davon in

gige Standorte quer durch den deutsch-

sant, dass der Kaufinteressent für den Eigen-

Tirol. Gemeinsam mit den geplanten Gewer-

sprachigen Alpenraum. Warum die Strate-

gebrauch wieder nicht zum Zug kommt und

beprojekten geht es um ein Gesamtprojekt-

gie, an jedem Standort eine selbständige

erst recht in ein Mietverhältnis gehen muss.

volumen von 1,2 Milliarden Euro.

Einheit zu installieren?

Die Folge: Die breite Käufermasse muss also

Das rege Wachstum erklärt sich unter an-

Es geht darum, Vertrauen zu schaffen. Die

dorthin, wo es derzeit zumindest noch ein

derem aus der Expansionspolitik der Grup-

Kunden und Partner werden nicht von einer

bisschen günstiger ist und die Wohnkosten

pe. Im vergangenen Jahr wurde der Stand-

zentralen Stelle aus betreut, sondern direkt

nicht schon 40 oder gar 50 Prozent des Ein-

ort Wien eröffnet und damit die jüngste

vor Ort. Unsere Mitarbeiter kommen aus

kommens fressen. Zu spüren bekommen das

Schwester aus Sicht der Tiroler. Zur Eröff-

dem jeweiligen (geografischen) Umfeld, woh-

vor allem die Umlandgemeinden von Inns-

nung kamen renommierte Gäste, darunter

nen selbst dort und kennen sich dadurch

bruck. Besonders Familien und junge Men-

viele aus der Branche. „In Wien gehen wir

aus. Sie sind in den Regionen verankert und

schen müssen schauen, wo sie heute noch

mit 770 Einheiten an den Start. Das ist für

wir sind dadurch in unseren Märkten sehr

unterkommen können. Die müssen sich

den Beginn sehr beachtlich. Auch der Mitbe-

gut vernetzt. Das ist sicher auch ein Teil un-

nämlich auch die Mieten in Innsbruck erst

werb zollt uns größten Respekt“, so Wolf. Mit

seres Erfolgs.

einmal leisten können. Vom Kauf ganz zu schweigen.

Wien ist die Unternehmensgruppe nun in allen Immobilien-Hotspots im deutschsprachi-

Der Wunsch nach Eigentum ist nach wie

gen Alpenraum vertreten: Vorarlberg, Tirol,

vor sehr stark – trotz teils horrender Im-

Die ZIMA ist schon seit einigen Jahren

Südtirol, der Schweiz, München und Wien.

mobilienpreise. Können Sie bei Ihren Kun-

auch außerhalb der Ballungszentren aktiv

Wir sprachen mit Wolf über die Gründe die-

den eine Schmerzgrenze feststellen?

– eine Gegenreaktion zum Trend der Urba-

ses Erfolges, aber auch über Herausforde-

Grundsätzlich spüren wir ein starkes

nisierung?

rungen. Und was die Politik sowie die Gesell-

Ost-West-Gefälle. Je weiter man nach Wes-

Dass sich die Situation, wie sie heute ist, so

schaft damit zu tun hat.

ten kommt, je ländlicher der Raum wird, des-

ergeben wird, haben wir schon vor einiger

to stärker ist das Verlangen nach Eigentum.

Zeit erkannt und darauf reagiert. Man muss

ECO.NOVA: Die ZIMA verzeichnete 2016

In den Ballungsräumen und Städten wie

sich aber schon auch die Frage stellen, war-

einmal mehr das beste Jahr der Unterneh-

München, Wien oder Innsbruck ist es auch

um jeder in Innsbruck wohnen können muss.

mensgeschichte. Woran liegt es, dass es bei

der Private durchaus gewöhnt, seine Woh-

Ist die Stadt dafür verantwortlich, dass alle

Ihnen derart gut läuft?

nung zu mieten. Dennoch spüren wir den

entsprechenden Wohnraum haben? Unsere

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eco.nova


eco.wirtschaft

Modell des Fünf-Euro-Wohnens (Mietpreis von 5 Euro pro qm inklusive Betriebs- und Heizkosten)? Ehrlich gesagt, halte ich das für eine falsche Entwicklung. Natürlich wird es immer einen Teil der Bevölkerung geben, der darauf angewiesen ist, und es ist auch gut so, dass das Land und die öffentliche Hand hier Unterstützung geben. Das Problem ist, dass dieser Bereich aktuell derart gepusht und viel mehr gebaut wird, als dem tatsächlichen Bedarf entspricht. Wohnen verliert damit seine Wertigkeit. Wenn ich eine 100 Quadratmeter große Neubauwohnung, die alle Stückerln spielt, um 500 Euro mieten kann, hat Wohnen keine Bedeutung mehr. Für einen bestimmten Zeitraum sind solche Wohnungen für Menschen, die den Bedarf nachweisen, sicher notwendig – ich nenne diese Wohnungen gern Start- oder Überbrückungswohnungen –, aber man sollte schon darauf bedacht sein, dort einen Wechsel stattfinden zu lassen, wenn sich die finanzielle Situation der Mieter gebessert hat. Nach einiger

„ÖSTERREICH VERWALTET SICH ZU TODE. WERTSCHÖPFUNG SIEHT ANDERS AUS!“

Zeit haben sich die Mieter entsprechend neu positioniert, dann sollten sie solche Wohnungen auch wieder für jene freigeben, die es wirklich nötig haben. Das passiert leider nicht, also wird immer mehr davon geschaffen, anstatt bestehende 5-Euro-Wohnungen in der Nutzung zu optimieren. Viel wichtiger wäre es, leistbares Eigentum zu forcieren

Alexander Wolf, Geschäftsführer ZIMA Tirol

und damit Werte für Generationen zu schaffen. Wir haben diesbezüglich bereits tolle Projekte umgesetzt, weitere sind in Vorbereitung. Menschen, die eine geförderte Eigentumswohnung kaufen, haben ja im Grunde keine anderen Ansprüche, als jene, die eine auf dem freien Markt erwerben. Das sind dieselben Leute, nur dass der eine das Geld dazu hat und der andere (noch) nicht, doch sie haben das gleiche Bedürfnis an Sicherheit, Qualität und Standard. Antwort darauf war der Schritt nach außen.

beitsplätze und eine gute Infrastruktur vor-

Auch die fehlende Verfügbarkeit von

Wir sind sehr erfolgreich im Unterland unter-

handen sein. Die schöne Aussicht allein ist

Grundstücken ist immer wieder Thema. Es

wegs – Bezirk Kitzbühel, Kundl, Schwaz –,

es nicht. Hier ist die Politik gefordert. Auch

wird eng in Tirol. Wie geht es Ihnen dabei?

aber auch auf der anderen Seite Richtung

wenn wir natürlich an den Projekten verdie-

Wir warten nicht mehr, bis uns jemand ein

Reutte und Landeck. Dort fängt der Markt

nen wollen, so ist es nicht der Profit, der bei

Grundstück anbietet, das schon gewidmet

gerade zu brummen an. Im Unterland begin-

jedem Projekt im Vordergrund steht. Oft-

oder mit einer fertigen Planung belegt ist.

nen die Preise bereits stark anzuziehen.

mals geht es auch um das Gemeinwohl. Wir

Wir schauen, wo Potenziale liegen, suchen

Viele Gemeinden haben auf der anderen Sei-

gestalten Landschafts-, Lebens- und Arbeits-

gezielt nach Baulücken, auch ohne entspre-

te das Problem, dass ihnen die jungen Leute

räume und haben eine Verantwortung für

chende Widmung. Wir konnten uns damit

quasi abhanden kommen. Eine kleine Ge-

den Raum und die Gesellschaft.

bereits große Grundstücksflächen sichern,

meinde etwa hat uns gebeten, attraktiven

wo der Eigentümer zum Beispiel Proble-

Wohnbau für sie zu gestalten, um die Jun-

Viele Gemeinden halten heute Grundstü-

me mit Behörden oder der Gemeinde hatte,

gen zum Bleiben zu bewegen. Das ist zwar

cke für den gemeinnützigen Wohnbau zu-

denn schlussendlich ist sie es, die die Wid-

eine Genugtuung, aber es müssen auch Ar-

rück. Was halten Sie vom viel propagierten

mungsentscheidung trifft. Da haben es Pri-

eco.nova

39


eco.wirtschaft

Projekt Sonnental, Kitzbühel

vate nicht immer einfach. Wir versuchen, den Ausgleich zwischen Gemeinde, öffentlichem Interesse sowie dem Eigentümer der Liegenschaft herzustellen. Der möchte in der Regel möglichst viel Geld aus seinem Grundstück lukrieren, die Gemeinde möglichst viel sozialen Wohnbau. Das ist ein Spagat, der uns in letzter Zeit ein paar Mal sehr gut gelungen ist. Wir konnten Kompromisse finden und tolle großformatige Projekte umsetzen mit einer Mischung aus gefördertem Wohnbau und frei finanzierten Einheiten. Das sorgt auch in der Gesellschaft für eine soziale Durchmischung und das tut gut. Was sind Ihrer Meinung nach die Stellschrauben, an denen man in Bezug auf leistbares Wohnen noch schrauben könnte? Wir müssen in die Höhe bauen! Luft kostet uns nichts und ermöglicht effizientes Bauen. Und wir brauchen endlich flächendeckende Bebauungsregeln. Im Grunde ist es einfachste Volkswirtschaftslehre: Steigende Nachfrage bei gleich bleibendem Angebot führt zu steigenden Preisen. Wenn man dem entgegenwirken will, muss

„WIR GESTALTEN LANDSCHAFTEN, LEBENS- UND ARBEITSRÄUME UND HABEN EINE VERANTWORTUNG FÜR DEN RAUM UND DIE GESELLSCHAFT.“ Alexander Wolf, Geschäftsführer ZIMA Tirol

man das Angebot erhöhen, dann pendelt sich auch der Preis wieder ein. Es nützt nichts, wenn die Politik in den Markt eingreift. Der

Dinge gemacht hat wie vorgeschrieben. Wir

Ja. Unsere Branche ist sehr stark vom Hand-

bestimmt sich immer von selbst. Ein ver-

verwalten uns zu Tode! Die Leute in der Ver-

werk geprägt. Wir müssen die Häuser schließ-

mehrtes Eingreifen führt hingegen zu einem

waltung mögen alle nett und sympathisch

lich bauen, das macht kein Computer oder

Ungleichgewicht und das folglich zu Span-

sein, aber Wertschöpfung schaut anders aus.

Drucker. Das Problem ist, dass das Image des

nungen.

Keiner traut sich mehr, zu entscheiden.

Handwerks extrem leidet. Kaum ein junger

Will man etwas Neues probieren, braucht es

Mensch will mehr eine Maurer-, Zimmerer-

Sie bekritteln auch seit Jahren die unter-

Unmengen von Gutachten. Das bringt vie-

oder Spenglerlehre machen und da ist auch die

schiedlichen Bauordnungen in Österreich ...

le Kopfschmerzen. Und es kann folglich gar

Gesellschaft ein Stück weit schuld daran. Die

Mit unseren Expansionstätigkeiten wird uns

nicht anders sein, als dass Bauen und damit

meisten Eltern drängen ihre Kinder in ein Stu-

der Wahnsinn immer noch mehr bewusst.

das Wohnen immer teurer wird. Diese Vor-

dium, egal, ob sie das wollen oder dafür geeig-

Österreich hat neun verschiedene Bauord-

laufzeiten müssen entsprechend eingepreist

net sind. Ich frage mich, wer in Zukunft diesen

nungen – in jedem Bundesland gibt es andere

werden. Wir können nicht überleben, wenn

Luxus, den wir uns damit gönnen, bezahlen

Vorschriften, dabei hat ein Vorarlberger oder

wir nichts verdienen, selbst die Gemeinnüt-

soll. Wir brauchen neben Wissensarbeitern

Tiroler mit Sicherheit keine anderen Bedürf-

zigen nicht. Glauben Sie mir, uns macht es

dringend auch welche, die anpacken. Schon

nisse ans Wohnen wie ein Wiener. Der Bü-

auch keine Freude, die Preise bis aufs Letzte

jetzt tun wir uns sehr hart, entsprechende

rokratismus in Österreich ist furchtbar. Mit

auszureizen. Es wäre für uns viel einfacher

Handwerker zu finden, und es wird nicht mehr

dem Papier, das wir produzieren, bevor noch

und schöner, zu moderaten Preisen zu bau-

lange dauern, bis wir für einen Fliesenleger

ein Kubikmeter Beton gegossen wird, könn-

en und die Wohnungen rasch verkaufen zu

mehr bezahlen müssen als für eine Beratungs-

ten wir bildlich gesprochen ein Haus ganz oh-

können, anstatt hohe Preise verlangen zu

stunde beim Rechtsanwalt. Von Wartezeiten

ne Beton bauen. Wir werden vielfach im Kreis

müssen, die sich nur mehr eine ausgewählte

gar nicht zu reden, weil die guten Handwerker

geschickt – alles Zeit, in der keine Wertschöp-

Klientel leisten kann. Die Politik meint, uns

aussterben. Wir brauchen eine Ausgewogen-

fung passiert. Bis man ein Projekt starten

mit all ihren Regeln zwangsbeglücken zu

heit in der Gesellschaft zwischen geistiger und

kann, braucht es teilweise zwei bis drei Jahre.

müssen. Selbstverantwortung scheint es gar

körperlicher Arbeit. Wir haben nichts davon,

Das ist in Deutschland oder der Schweiz deut-

nicht mehr zu geben. So funktionieren wir

wenn wir topgeplante Häuser haben, aber kei-

lich klarer geregelt. Dort gilt das Motto „Hältst

mittlerweile.

ner stellt sie hin. Und diese Lücke wird kommen. Ich empfehle allen geschickten jungen

du dich an die allgemeinen Regeln, kannst du bauen“. Bei uns braucht es trotz klarer

Sie sehen zudem auch in einem anderen

Leuten, ein Handwerk zu erlernen und sich

Vorgaben und Definitionen Gutachter und

Bereich eine Herausforderung für die Zu-

selbständig zu machen. Sie werden die Profi-

Sachverständige, die bestätigen, dass man die

kunft. Im Handwerk nämlich.

teure dieser Entwicklung sein.

40

eco.nova


Bild: © Viviane Sassen, Codex, Bilderzyklus „Parasomnia“, 2011

FO.ku.s

Foto kunst stadtforum

VIVIANE SASSEN LEXICON 7. SEPTEMBER – 4. NOVEMBER 2017 Öffnungszeiten: Mo bis Fr 11.00 – 18.00 Uhr, Sa 11.00 – 15.00 Uhr. Eintritt frei.

FO.ku.s BTV Stadtforum 1 6020 Innsbruck www.btv-fokus.at

Öffnungszeiten Montag bis Freitag 11.00 – 18.00 Uhr, Samstag 11.00 – 15.00 Uhr. Eintritt frei.


eco.wirtschaft

Stefan Ischia leitet seit seinem Abschluss am MCI das Hotel Innsbruck. Übertragen bekommen hat er die Führung von seiner Mutter Verena, die den Traditionsbetrieb selbst in sehr jungen Jahren übernommen hat.

Frisches Denken in alten Mauern

I

Tradition und Moderne wollen heute viele vereinen. Ob es immer so gut gelingt wie im ****Hotel Innsbruck, darf bezweifelt werden. // TEXT: TAMARA KAINZ nnovativ ging es im Hotel Inns-

dem im wahrsten Sinne an allen Ecken ge-

Zimmer von Grund auf renoviert“, freut sich

bruck bereits früher zu. Das Haus

recht. Hochwertigste Ausstattung von Minotti

Geschäftsführer Stefan Ischia, als wir für

gehörte schon immer zu den mo-

kombiniert mit edlen Naturmaterialien und

das Interview im Loungebereich Platz neh-

dernsten der Stadt. Anfang der

traditionell tirolerischen Elementen sowie tol-

men. Der wurde im Zuge der jüngsten Sa-

1980er-Jahre wurde das erste ho-

len Innsbruckbildern dominiert den Eingangs-

nierungsmaßnahmen ebenfalls neu gestal-

teleigene Hallenbad in Innsbruck eröffnet

bereich und die stylische Lobby. Kein Zweifel,

tet und verdient – genauso wie das gesamte

und auch mit dem ersten Autolift übernahm

im altehrwürdigen Haus im Herzen der Inns-

Interior des Hotel Innsbruck – das Prädikat

das Hotel Innsbruck eine Vorreiterrolle. Jahr-

brucker Altstadt herrscht ein ganz besonderes

gelungen. Die Zimmer der oberen Katego-

zehnte später hat sich daran nichts geändert.

Flair. Eines, das mit dem eines typisch sterilen

rien sind jetzt zum Beispiel mit Holzvertä-

Unter der nunmehrigen Führung von Stefan

Stadthotels nichts gemein hat und gerade des-

felungen verkleidet und mit Zirbenlüftern

Ischia beschreitet der Vier-Sterne-Betrieb

halb von Touristen und Geschäftsreisenden

ausgestattet und strahlen so echte Tiroler

heute etwa mit dem Seminarbereich Bou-

gleichermaßen geschätzt wird.

Wohlfühlatmosphäre aus. Das Gemütliche

tique Convention neue Wege.

Modern-urbaner Style

Hochkarätige Ausstattung

der Ferienhotellerie wurde erfolgreich in die Stadt gebracht. Das war auch die Inspiration.

„Erst kürzlich haben wir die Rezeption und

Selbstredend mangelt es auch sonst an kei-

„Exclusive Tradition“ verspricht das Hotel

den Barbereich sowie über 40 Zimmer um-

nerlei Annehmlichkeiten, die man sich im ge-

Innsbruck schon beim Eintreten und wird

gebaut. Damit sind jetzt auch fast all unsere

hobenen Segment erwarten darf.

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eco.nova


eco.wirtschaft

hends auf den Individualgast gelegt. Anstelle von Gruppen setzt man vermehrt auf den Einzel- und Businessreisenden. Mit Erfolg! Das Feedback der Gäste ist durch und durch positiv und die meisten kommen gerne wieder. Dafür gilt es aber auch, das Angebot laufend zu perfektionieren. Neben Erwähntem punktet das Hotel Innsbruck mit einem großzügigen Wellness- und SPA-Bereich samt vielfältigen Zusatzangeboten. Die Oasen im unteren Bereich des Hauses und über den Dächern der Stadt können übrigens öffentlich genutzt werden, allerdings wird um Voranmeldung gebeten. Keine Voranmeldung ist nötig, wenn Sie Lust auf einen Drink an einer der neuen Bars haben – beide sind öffentlich zugänglich.

Ideenreichtum und großes Erbe Während seines Studiums für Unternehmensführung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft am Management Center Innsbruck hat Stefan Ischia schon regelmäßig im Hotel Innsbruck mitgearbeitet, seit

Boutique Convention: Klein und sehr hochwertig

seinem Abschluss leitet er es. Das renommierte Haus trägt mittlerweile ganz eindeu-

Nicht weniger gediegen präsentiert sich das

tig seine Handschrift. Viele Entscheidungen

Ambiente im neu eingerichteten Seminarbe-

fällt der junge Hotelier zwar noch gemein-

reich: Unter dem Motto „Boutique Conven-

sam mit seiner Mutter Verena, die will sich

tion“ stehen seit Frühjahr 2016 mehrere top

aber nicht mehr zu viel in die Geschäfte ein-

ausgestattete Säle für Veranstaltungen, Fest-

mischen. Sie selbst war übrigens auch erst 21

lichkeiten und Geschäftsbesprechungen von

Jahre alt, als sie den Traditionsbetrieb über-

zwei bis 80 Personen bereit. Modernste Tech-

nommen hat bzw. übernehmen musste. Ihr

nik inklusive. Für Tagungen auf höchstem

Vater Johann verstarb damals viel zu früh.

Niveau, für die optimale Verbindung von Kre-

Trotz ihrer Schwerhörigkeit hat die heute

ativität und Aktivität. „Unser Angebot rich-

51-Jährige die Herausforderung bestens ge-

tet sich hauptsächlich an kleinere Runden.

meistert.

Für große Gruppen gibt es bereits etliche

ern oder Firmenjubiläen. „Für das dazugehö-

geeignete Seminarlocations in der Stadt und

rige Festmahl haben wir natürlich auch die

Immer mit der Zeit gehen

rundherum. Aber im kleinen Bereich sind

passenden Stuben oder unseren Boardroom.

Stefan Ischia will das Familienerbe genauso

wir inzwischen sicher die beste Adresse“, sagt

Letzteres ist in der Umgebung noch nicht so

bedächtig und doch mit dem nötigen Inno-

Ischia. Schon im ersten Jahr nach der Eröff-

bekannt“, verweist der Geschäftsführer da-

vationsgeist fortführen. Dass sein Konzept

nung war die Nachfrage nach den Räum-

rauf, dass man im Hotel Innsbruck wirklich

stimmt, hat er in den vergangenen Jahren

lichkeiten deutlich höher, als es sich Ischia

alle erdenklichen Möglichkeiten hat, mit bis

schon unter Beweis stellen können. Auch

erwartet hatte. Das Nischensegment spricht

zu 100 Personen individuell zu feiern. Die

für die Zukunft hat der Chef schon wieder

eine hochkarätige, internationale Klientel

neue Infrastruktur in Verbindung mit dem

einige Projekte im Kopf, will aber noch nicht

an. BMW beispielsweise zieht das ****Hotel

gesamten Service aus einer Hand bietet ide-

zu viel verraten. Nur so viel: An frischen

Innsbruck für seine Incentivereihe im nächs-

ale Voraussetzungen. Von gutem Essen mit

Ideen für den Traditionsbetrieb mangelt es

ten Jahr allen anderen Häusern am Platz vor.

raffinierter Weinbegleitung – auch die Aus-

ihm gewiss nicht. Zudem wird der ständigen

wahl an edlen Tropfen wurde zuletzt erwei-

Qualitätsverbesserung ein großer Stellen-

tert – bis hin zur Livemusik und dem verfüh-

wert beigemessen. Damit das Hotel Inns-

rerischen Cocktail an der Privatbar bleiben

bruck auch weiterhin auf allen Linien ganz

keine Wünsche offen.

vorne mitmischen kann. Aber für die Hote-

Auf jedes Bedürfnis zugeschnitten Auch was diverse Feiern angeht, nehmen die Buchungen zu, freut sich der 24-Jährige.

liersfamilie Ischia ist es ja sowieso seit jeher

on wird gerne exklusiv angemietet. Für das

Qualitätsverbesserung als oberstes Credo

Get-together nach Kongressen, aber auch für

Der Eindruck täuscht nicht: Im Hotel Inns-

umkämpften Hotelmarkt zu setzen.

Empfänge, Weihnachts- und Geburtstagsfei-

bruck wird der Fokus heute wieder zuse-

// www.hotelinnsbruck.com

Vor allem die neue Bar Boutique Conventi-

selbstverständlich, konsequent zu investieren, um laufend neue Maßstäbe am hart

eco.nova

43


eco.wirtschaft

Wirtschaft vor 100 Jahren t

Die Wirtschaft Reuttes ist eng mit seiner Zentralörtlichkeit und dem Transit – hier vor allem dem Salz aus Hall – verflochten. Nach dem Bau der Lechbrücke, 1464, stieg Reutte zum Handelsort auf. Kurz vor 1471 wurde eine Rodstation Wirtschaf eingerichtet und 1489 verlieh Erzherzog Siegmund „der Münzreiche“ Reutte das Marktrecht. Der entscheidende Anstoß zur Industrialisierung erfolgte ✧S erie T schließlich 1901 mit dem Bau des Elektrizitätswerks. ei

r1

vo

D

l 4✧

ie ersten Ansätze der Industrialisierung Reuttes finden sich im Jahr 1766 mit der von den Gebrüdern Falger

gegründeten Papierfabrik, die 1897 endgül-

0 0 J ahren

„K. k. priv. Spinnerei und Weberei F. C. Hermann“ war maßgeblich für die Entwicklung Reuttes um 1900. 2008 wurde sie aufgelassen.

tig aufgelassen wurde. Jene Gebrüder Falger bemühten sich ab 1769 erfolgreich auch um die Errichtung einer Leinwand-Manufaktur, die den im Außerfern angebauten Flachs verarbeitete. 1845 wurde der Betrieb um eine Baumwollspinnerei erweitert. 1858 ging er durch Kauf an Friedrich Carl Hermann als Offene Handelsgesellschaft „K. k. priv. Spinnerei und Weberei F. C. Hermann“ über. Dessen Erben veräußerten die Fabrik 1917 an die „Actien-Gesellschaft der Kleinmünchner Baumwollspinnereien und mechanischen Weberei“ in Linz. Der Betrieb ging 1948 an die neu gegründete Reuttener Textilwerke AG über, die 1987 in der „Weberei Telfs GmbH“ aufging, aber 2008 endgültig aufgelassen wurde. Den entscheidenden Anstoß zur weiteren Industrialisierung brachte der Bau des Elektrizitätswerks durch die Marktgemeinde Reutte im Jahr 1901. Der Reuttener Rechtsanwalt und Vizebürgermeister Dr. Hermann Stern bemühte sich um die Ansiedlung von Industrien. 1921 gelang es ihm, Dr. Paul Schwarzkopf für die Gründung des Metallwerks Plansee zu gewinnen, das schließlich im Gemeindegebiet von Breitenwang errichtet wurde. Einen weiteren Aufschwung brachte 1905 die Eröffnung der Bahnlinie nach Pfronten und deren Anschluss 1913 über Garmisch nach Innsbruck. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich das Elektrizitätswerk Reutte zum zweitgrößten Arbeitgeber des Bezirks. Das Metallwerk Plansee erweiterte seine Industrieanlagen auch auf das Gemeindegebiet von Reutte. Insgesamt waren die Jahre

DER TOURISMUS IN REUTTE SETZTE – ALS SO GENANNTE „SOMMERFRISCHE“ – ZAGHAFT IN DER ZWEITEN HÄLFTE DES . JAHRHUNDERTS EIN. DIE GÄSTE KAMEN IN ERSTER LINIE AUS DEM BENACHBARTEN BAYERN. DER NACH DEM ERSTEN WELTKRIEG SICH LANGSAM ENTWICKELNDE FREMDENVERKEHR ERHIELT DURCH DIE VON HITLER-DEUTSCHLAND VERHÄNGTE „-MARK-SPERRE“ NICHT NUR EINEN EMPFINDLICHEN RÜCKSCHLAG, SONDERN BRACHTE DIESEN TEILWEISE GÄNZLICH ZUM ERLIEGEN. NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG SETZTE ZU BEGINN DER FÜNFZIGER JAHRE WIEDER EIN LANGSAMER AUFSCHWUNG EIN, BIS SCHLIESSLICH EINE KAUM NOCH ZU BEWÄLTIGENDE SCHAR VON GÄSTEN DEN NOCH BILLIGEN URLAUBSRAUM ÜBERSCHWEMMTE, UM HERNACH WIEDER ABZUEBBEN, UND EINEM QUALITÄTSTOURISMUS PLATZ ZU MACHEN.

ab 1955 von einem großen wirtschaftlichen Aufschwung gekennzeichnet. Die sich ab

mischer Betriebe finden sich in der Region

den 1980er-Jahren abzeichnende Rezession

nun vermehrt Filialen überregional agie-

erzwang jedoch die Schließung einiger re-

render Betriebe und Konzerne. Der größte

nommierter heimischer Betriebe. Statt hei-

Reuttener Arbeitsgeber sind dabei die Elek-

44

eco.nova

trizitätswerke Reutte mit ihren Tochterunternehmungen. QUELLE: DR. REINHARD LIPP, ARCHIVAR DER MARKTGEMEINDE REUTTE, WWW.REUTTE.AT (WISSENSWERTES / GESCHICHTE DES MARKTES)


promotion

Schlauer als die Klauer

Für die Sicherheit im Handel kooperieren Wirtschaftskammer und Polizei sehr erfolgreich und unterstreichen dies mit der Aktion „Gemeinsam.Sicher mit dem Handel“. Der Handelstag 2017 der Wirtschaftskammer Tirol widmet sich daher in diesem Jahr einem für Handelsbetriebe durchaus brisanten Thema: dem Ladendiebstahl. // TEXT: DORIS HELWEG

S

Gesamtheit jedoch einen riesigen Schaden

menarbeit mit der Polizei Warnungen an

volkswirtschaftliche Schaden durch

anrichten“, unterstreicht auch der Leiter des

unsere Mitglieder aussenden“, weist Schell-

Ladendiebstahl in Österreich etwa

Landeskriminalamtes, Obst. Walter Pupp.

horn auf die gute Zusammenarbeit mit der

500 bis 800 Millionen Euro. „Man geht von

Die Bekämpfung gilt dabei vorrangig inter-

Polizei hin.

gut einem Prozent des Umsatzes in einem

nationalen Diebsbanden, die sehr organi-

Unternehmen aus“, weiß Dr. Alois Schell-

siert europaweit zugange sind. „Dabei gibt es

Kostenlose Angebote

horn, Geschäftsführer der Sparte Handel in

zwei Opfer: Zum einen das Geschäft, dem die

Besonderes Augenmerk wird auch auf die

der Wirtschaftskammer Tirol. „In Summe

Ware gestohlen wird, und zum anderen den

Mitarbeiter gelegt. Speziell für Mitarbeiter

sicherlich eher kleine Delikte, die in ihrer

Kunden im Geschäft, der einem Taschen-

im Handel wurde im Rahmen der Aktion

diebstahl zum Opfer wird. Die Diebsban-

„Gemeinsam.Sicher mit dem Handel“ ein

den gehen dabei sehr ausgeklügelt und täu-

gratis E-Learning-Programm für die persön-

schend vor“, so Pupp weiter.

liche Sicherheit entwickelt. Zudem bietet

© TOM BAUSE

chätzungen zufolge beträgt der

Handelstag im Zeichen des Ladendiebstahls

die WKO eine kostenlose Sicherheits- und Notfall-App an, die alle wichtigen Informationen für Notfallsituationen wie Laden-

Beim Handelstag der Wirtschaftskammer

diebstahl, Taschendiebstahl, Einbruch, Van-

Tirol am 20. September 2017 informieren

dalismus, Raub oder Raubüberfall sowie

neben Referent Mag. Andreas Dischereit

Kreditkartenbetrug enthält.

Vertreter der Polizei darüber, wie man Ladendiebstähle verhindern und Mitarbeiter sensibilisieren kann. Beratungen über Videoüberwachungen stehen dabei ebenso am Programm wie die Markierung hochpreisiger Waren mit Alarmsystemen. Im Sinne des Hausrechtes ist es dem Unternehmer oder Mitarbeiter durchaus gestattet, auch mal in die Taschen zu schauen, allerdings nur auf freiwilliger Basis. „Auch ist es von großem Dr. Alois Schellhorn, Geschäftsführer der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Tirol

Wert, verdächtige Wahrnehmungen der Polizei zu melden. Wir können dann in Zusam-

ANMELDUNG ZUM HANDELSTAG

Onlineanmeldung bis spätestens Mittwoch, 12. September 2017, unter veranstaltung.wktirol.at/7056 oder postalisch an Wirtschaftskammer Tirol, Wilhelm-Greil-Straße 7, 6020 Innsbruck Weitere Infos: sonja.weger@wktirol.at oder Tel.: 05 90 90 5-1298

eco.nova

45


© ÖOC/GEPA

promotion

Die Tiroler Sportelite stellt sich hinter Olympia 2026 (v. l.): Benni Raich, Daniela Iraschko-Stolz, Janine Flock und Toni Innauer.

Mario Gerber (l.) Fachgruppenobmann der Tiroler Hotellerie, und Roland Hebbel, CEO Steinbacher, betonen die touristische, aber auch gesamtwirtschaftliche Bedeutung Olympischer und Paralympischer Winterspiele für das Land Tirol.

Olympia : Positive Effekte für Tirol

Neue Arbeitsplätze, Investitionen in die Wirtschaftsregion, zusätzlicher Wohnraum – das 10-Punkte-Programm des Innsbruck/Tirol-Angebots überzeugt eine wachsende Zahl an Menschen quer durch das ganze Land.

S

oll das Land Tirol ein selbstbewuss-

Durchführung von Olympia Investitionen in

Medieninteresse ist bei Olympischen Spielen

tes Angebot für nachhaltige, regio-

die Region. Konkret hat das Internationale

enorm. Zuletzt haben 2,1 Milliarden Menschen

nal angepasste sowie wirtschaftlich

Olympische Comité (IOC) Sach- und Geldleis-

in 220 Ländern die Spiele verfolgt. Entspre-

und ökologisch vertretbare Olympische und

tungen in Höhe von 925 Millionen US-Dol-

chend hoch ist auch der Werbewert.

Paralympische Winterspiele Innsbruck-Tirol

lar in Aussicht gestellt. Geld, das Tirol zugute

Nun liegt es an der Bevölkerung, zu ent-

2026 legen? Über diese Frage stimmen die

kommt und nur fließt, wenn Olympia kommt.

scheiden, ob Innsbruck/Tirol sich mit die-

Tiroler und Tirolerinnen am 15. Oktober

Innsbruck/Tirol könnte Geschichte schreiben,

sem nachhaltigen Konzept um Winterspiele

ab. Grundlage dafür ist das 10-Punkte-Pro-

als führende Olympia-Region weltweit sei-

2026 bewerben soll. Alle Infos zum Inns-

gramm des Innsbruck/Tirol Angebots, das

nen Wert zusätzlich steigern und damit mehr

bruck/Tirol-Angebot und den Möglichkei-

insbesondere auf die nachhaltige Absiche-

Qualität und Wertschöpfung erreichen – in

ten, als Unterstützer aktiv zu werden, unter

rung des Lebensraums abzielt. Innerhalb we-

Hotellerie und Privatzimmervermietung. Das

www.olympia2026.at.

niger Wochen hat sich rund um prominente Botschafter wie Benni Raich, Toni Innauer oder Janine Flock eine Olympia-Bewegung mit bereits mehr als 600 Unterstützern formiert. Deren klares Signal: Olympia 2026 ist

Regionales Veranstaltungsstätten-Konzept Olympische Winterspiele Innsbruck/Tirol 2026 Vorzugsvariante

eine große Chance für das gesamte Land.

Congress Messe Innsbruck

Tiroler Wasserkraft Arena Inzell

Olympiahalle

Die Bevölkerung profitiert

Olympiaworld

Seefeld

Frachtenbahnhof

St. Anton am Arlberg

Neue Winterspiele mit klaren Regeln und ohne Wenn und Aber: Vom Innsbruck/Tirol-Kon-

Hochfilzen

zept für redimensionierte Spiele sollen vor

Vorrunde: außerhalb Tirols Finals: Innsbruck

allem die Tirolerinnen und Tiroler profitieren. Der Impuls für den Tiroler Arbeitsmarkt insgesamt wird von Experten auf mindestens 10.000 Vollzeit-Arbeitsplätze über mehrere Jahre geschätzt. Zudem würden in Innsbruck 400 neue Wohnungen entstehen, die anschließend dem sozialen Wohnungsmarkt zugeführt werden. Darüber hinaus bedeutet die

46

eco.nova

Igls

Temporär Existierend Maßnahmen erforderlich

3 2

Bergiselschanze

8 Existierend

Keine Maßnahmen erforderlich

Kühtai

Mögliche Trainingsstätten: Obertilliach Axamer Lizum etc.

Innsbruck / Tirol 2026 Innsbruck / Tirol 2026

Veranstaltungsstätten für die Olympischen Winterspiele Innsbruck/Tirol 2026

1


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16. tiroler firmenLauf 16. SEPTEMBER 20 17 INNSBRUCK

TIROLS GRÖSSTES TEAMEVENT

TEAMGEIST, SPASS UND EIN NEUER TEILNEHMERREKORD Wie Teamgeist, Spass und Sport sich perfekt miteinander verbinden lassen, zeigt jedes Jahr aufs Neue der Tiroler Firmenlauf. Sportlicher Ehrgeiz steht dabei nicht an erster Stelle. Rekorde werden bei Tirols größtem Teamevent bereits vor der eigentlich Veranstaltung aufgestellt. Die 4.000 Startplätze waren heuer bereits Anfang Juli vergeben, so schnell wie noch nie.

durch die Teilnahme am Tiroler Firmenlauf langfristig gefördert. Die gemeinsamen Trainingseinheiten, sowie die Vorfreude auf den Lauf und die anschließende Firmenlauf-Party steigern das Zusammengehörigkeitsgefühl. Neben der bloßen Teilnahme bietet Tirols größtes Teamevent seinen Läufern und Zuschauern viele weitere Extras.

So zum Beispiel die Option als Charity Starter für das “Netzwerk Tirol Hilft” an den Start zu gehen oder eine eigene Wertung für Lehrlinge. Ein weiteres Highlight ist das vielfältige kulinarische Angebot. Für ausgelassene Stimmmung und Party-Feeling sorgen die Torpedos NG - Tirols beste Coverband.

Und das aus gutem Grund: Der Tiroler Firmenlauf bietet seinen Teilnehmern weit mehr als nur eine Laufveranstaltung. Kaum ein anderes Event ermöglicht es, in einer außergewöhnlichen und ungezwungenen Atmosphäre auch außerhalb der eigenen Firma Kontakte zu knüpfen.

I DER TIROLER FIRMENLAUF IM ÜBERBLICK

Teambuilding und betriebliche Gesundheitsförderung werden

Bewerbe: Laufen im Firmen- oder Businessteam (Damen/Herren/ Mixed), Nordic Walking, Fun-Run & Walk-Talk (ohne Zeitnehmung)

Autowelt Innsbruck

Datum: Samstag, 16. September 2017 Startzeit: 17.30 Uhr Start/Ziel: Rennweg/Vorplatz Tiroler Landestheater Innsbruck Strecke: ca. 5,3 km Laufen / 3,8 km Nordic Walking durch die Innsbrucker Innenstadt


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Gewinnregulierung & Steuerplanung Herbstzeit = Rechenzeit. // TEXT: STB DR. VERENA MARIA ERIAN, STB RAIMUND ELLER, STB MAG. EVA MESSENLECHNER

A

lle Jahre wieder um diese

Zwischengewinnermittlung

das ablaufende Jahr möglichst gering zu hal-

Zeit ist es ratsam, eine Ge-

Eine solche empfiehlt sich mit Abschluss der

ten, indem Gewinne in das nächste Jahr ver-

winn- und Steuerplanung

Septemberbuchhaltung. Da für Sie die steuer-

schoben werden. Dies ist insbesondere dann

für das sich neigende Jahr

liche Beurteilung der momentanen Gewinn-

interessant, wenn akuter höherer Geldbedarf

zu machen und für dicke Steuernachzahlun-

situation oft nicht exakt möglich sein wird,

besteht (z. B. für Immobilienkäufe oder Haus-

gen rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Dank des

sollten Sie Ihren persönlichen Steuerberater

bau). Oft liegt der Nutzen aber auch einfach

Gewinnfreibetrages können Sie bei optima-

beiziehen. Er kann auf Basis des Zahlenma-

darin, die Liquidität bei stark steigenden Um-

ler Planung auch heuer wieder bis zu 13 Pro-

terials 1–9/2017 und den Erfahrungswerten

sätzen so lange wie möglich für weitere Inves-

zent Ihres Gewinnes vollkommen steuerfrei

aus den Vorjahren konkrete Handlungsemp-

titionsprojekte im Unternehmen zu halten.

lukrieren. Zudem haben vor allem Einnah-

fehlungen geben. Passiert dies bereits in den

Durch die Verschiebung von Gewinnen ent-

men-Ausgaben-Rechner die Möglichkeit, ihre

nächsten Wochen, so haben Sie auch noch ge-

steht ein wesentliches Liquiditätsplus, da die

Gewinne durch Verschiebemaßnahmen in

nügend Zeit für eine sorgfältige Umsetzung.

korrespondierende Steuernachzahlung ein

einem nicht zu unterschätzenden Maße zu

weiteres Jahr später fällig wird. Zudem wird

einfachen Möglichkeiten der Steuerplanung

Gewinnregulierung in gewinnstarken Zeiten

in gewinnstarken Jahren am besten nutzen

Bei hoher Gewinnerwartung gilt es die na-

gem Stand gehalten, was zu einer weiteren

können.

hende Einkommensteuernachzahlung für

Liquiditätssteigerung führt.

regulieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese

50

eco.nova

damit auch die Einkommensteuervorauszahlung für das Folgejahr auf möglichst niedri-


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eco.steuern

Koproduktion der Ärztesteuerberater vom Team Jünger und der Team Tirol Steuerberater GmbH: STB Dr. Verena Maria Erian, STB Mag. Eva Messenlechner und STB Raimund Eller, v. l.

30.000 Euro eine Steuerstundung von bis zu

Garantie für den 13-prozentigen Gewinnfreibetrag

15.000 Euro.

Und das Allerwichtigste: Sie benötigen die

Durch diese Verschiebetechnik können Sie

ermittelten Planzahlen für Ihre Disposition

sich auf Steuernachzahlungen im Endef-

zur Ausschöpfung des Gewinnfreibetrages

Die Technik ist ganz einfach:

fekt schon bis zu zwei Jahre vor Fälligkeit

2017. So können Sie auch heuer wieder bis zu

• Legen Sie die noch für dieses Jahr zu stel-

vorbereiten. Zudem haben Sie auch für die

13 Prozent des Gewinnes vollkommen steu-

lenden Ausgangsrechnungen so, dass der

trotz Verschiebung noch verbleibende Steu-

erfrei lukrieren, wenn Sie bestimmte Voraus-

Zahlungseingang erst zu Beginn des nächs-

ernachzahlung 2017 jetzt noch ein Jahr Zeit

setzungen erfüllen.

ten Jahres erfolgen kann.

und können den optimalen Einreichzeit-

Abgesehen von einem Grundfreibetrag in

raum der Steuererklärungen 2017 gemein-

Höhe von 3.900 Euro gibt es den Gewinnfrei-

gegangen sind, empfiehlt es sich, mit dem

sam mit Ihrem Steuerberater ebenso bereits

betrag nämlich nur dann, wenn in gleicher

Kunden als Zahlungstermin Jänner 2018

exakt festlegen.

Höhe bestimmte Investitionen getätigt bzw.

gekonnte Verschiebung von zum Beispiel

• Bei großen Rechnung, die bereits hinaus-

zu vereinbaren. Je früher Sie Ihr optimales

Wertpapiere gekauft werden. Um hier noch

Verschiebepotential kennen, desto effekti-

Anspruchszinsen vermeiden

ver können Sie hier vorgehen.

Im Zuge der Gewinnplanung 2017 sollten Sie

ist es wiederum wichtig, den voraussichtli-

auch gleich noch einmal ein prüfendes Au-

chen Jahresgewinn noch vor dem 32. Dezem-

ge auf Ihre Steuersituation 2016 werfen. Er-

ber zu kennen.

• Bezahlen Sie alle offenen Eingangsrechnungen noch bis zum 31. Dezember dieses Jahres. • Decken Sie sich noch heuer ausreichend

gibt sich eine Nachzahlung und wurde diese

eventuellen Handlungsbedarf auszumachen,

mit Verbrauchsgütern, Handelswaren und

noch nicht geleistet, so berechnet das Fi-

Resümee

sonstigem Material ein und bezahlen Sie

nanzamt ab 1. Oktober des Folgejahres

Planmäßiges Vorgehen lohnt sich. Wer plant,

dieses auch noch heuer.

(d. h. für 2016 ab 1. Oktober 2017) Anspruchs-

muss nicht über vollendete Tatsachen kla-

zinsen in Höhe von jährlich 1,38 Prozent. Er-

gen, sondern kann die Zukunft aktiv ge-

reichen diese bis zum Festsetzungsdatum

stalten. Auch die Steuer muss nicht passiv

• Leisten Sie für bereits in Auftrag gegebene

den Mindestbetrag von 50 Euro, so werden

hingenommen, sondern kann auf legale

Aufträge und Bestellungen Anzahlungen.

diese auch tatsächlich vorgeschrieben. Ha-

Art und Weise zu einem guten Teil beein-

ben Sie bis dato noch keinen Steuerbescheid

flusst und gelenkt werden. Insbesondere ein

erst im Jahr 2018 abgefragte Lieferungen

2016, so können Sie die Anspruchszinsen

überlegtes Timing und die Ausschöpfung

und Leistungen getätigt werden.

dennoch einsparen, indem Sie einfach den

des Gewinnfreibetrages führen zu deutlich

voraussichtlichen Nachzahlungsbetrag mit

besseren Nettoergebnissen. Wir empfehlen

der Widmung „E 1-12/2016“ einzahlen, noch

daher jedes Jahr im Herbst frühzeitig eine

bevor die korrespondierenden Zinsen den

Jahreshochrechnung als wichtigste Ent-

Für Spitzensteuerzahler mit einem Höchst-

Grenzwert von 50 Euro (optimale Ausnut-

scheidungsgrundlage für Ihre steuerlichen

steuersatz von 50 Prozent bedeutet eine

zung des zinsfreien Zeitraumes) erreichen.

Dispositionen zum Jahreswechsel.

• Geben Sie alle anstehenden Reparaturarbeiten noch heuer in Auftrag.

• Ebenso können auch Vorauszahlungen für

• Ziehen Sie für 2018 geplante Fortbildungsmaßnahmen vor.

eco.nova

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eco.steuern

Beschäftigungsbonus – neu ab 1. Juli 2017

© DIE FOTOGRAFEN

Um weitreichende Wachstums- und Beschäftigungsimpulse zu setzen, wurde der aws-Beschäftigungsbonus als Förderungsprogramm durch die Bundesregierung beschlossen. Unternehmen können dabei für Arbeitsplätze, die ab 1. Juli 2017 zusätzlich geschaffen werden, einen Zuschuss zu den Lohnnebenkosten erhalten. Für die Förderungsfähigkeit sind allerdings einige dienstgeber- und dienstnehmerbezogene Voraussetzungen erforderlich. // TEXT: ANDREAS KAPFERER, ELISABETH STEINLECHNER

Mag. Andreas Kapferer, LL.M., Partner bei Deloitte und Mag. Elisabeth Steinlechner, Director bei Deloitte

Wer kann die Förderung beantragen?

Dieser Referenzwert muss zum Abrech-

• Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag

nungsstichtag (12 Monate nach Entstehung

• Kommunalsteuer

Der Beschäftigungsbonus kann von Unter-

des ersten zu fördernden Dienstverhältnis-

Die im Zuge der Antragstellung angegebenen

nehmen aller Branchen und Größen mit Un-

ses) überschritten werden, um ein zusätzli-

Jahresbruttogehälter/löhne werden mit zwei

ternehmenssitz oder Betriebsstätte in Öster-

ches, förderungsfähiges Arbeitsverhältnis

Prozent p. a. valorisiert und als Bemessungs-

reich, die auf eigenen Namen und auf eigene

zu erreichen. Der Zuwachs muss zumindest

grundlage für die Förderung herangezogen.

Rechnung geführt werden und den Unter-

einem Vollzeitäquivalent (entspricht 38,5 Wo-

Die Dauer der Förderung kann bis zu drei

nehmensbegriff gem. § 1 UGB erfüllen, bean-

chenstunden) entsprechen.

Jahre betragen (taggenaue Berechnung nach

tragt werden.

Wie entsteht ein förderungsfähiges, zusätzliches Arbeitsverhältnis?

Was wird konkret gefördert?

Beginn und Ende Pflichtversicherung).

geber für das förderungsfähige Dienst-

Was sind die dienstnehmerbezogenen Voraussetzungen?

Ersetzt werden 50 Prozent der vom Dienstverhältnis bezahlten Lohnnebenkosten.

Förderungsfähige Arbeitsverhältnisse ent-

Der Beschäftigungsstand wird zu fünf fest-

Die Lohnnebenkosten umfassen folgende

stehen ab 1. Juli 2017 durch Anmeldung der

gelegten Stichtagen (Tag vor Entstehen des

Dienstgeberbeiträge:

Dienstnehmer zur Sozialversicherung. Die

ersten förderungsfähigen Arbeitsverhältnis-

• Krankenversicherungs-, Unfallversiche-

Dienstnehmer müssen vollversicherungs-

ses sowie Ende der vier vorausgegangenen

rungs-, Pensions- und Arbeitslosenversiche-

pflichtig sein und die Dienstverhältnisse

Kalenderquartale) ermittelt und der Höchst-

rungsbeitrag

müssen ununterbrochen für zumindest vier

wert an bestehenden Dienstverhältnissen

• IESG-Zuschlag & Wohnbauförderungsbeitrag

Monate im Unternehmen aufrecht sein. Des

als Referenzwert festgelegt. Lehrlinge und

• Mitarbeitervorsorge (BMSVG)

Weiteren müssen die Dienstverhältnisse der

geringfügig Beschäftigte dürfen dabei nicht

• Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenaus-

Kommunalsteuerpflicht sowie dem öster-

in der Berechnung berücksichtigt werden.

52

eco.nova

gleichsfonds (DB)

reichischen Arbeits- und Sozialrecht unter-


eco.steuern

liegen und mit förderungsfähigen Personen

nate zurückliegt. Die für die Ausbildung defi-

hinderung der Umgehung der Förderbe-

besetzt werden.

nierten Bildungseinrichtungen werden unter

stimmungen enthält die veröffentliche

www.beschäftigungsbonus.at veröffentlicht.

Sonderrichtlinie explizite Regelungen. So

Zum förderungsfähigen Personenkreis zäh-

Sofern andere Förderungen für dieses

werden etwa Versicherungszeiten und Bei-

len Dienstnehmer, die bisher arbeitslos ge-

Dienstverhältnis beantragt wurden (z. B.

tragsgrundlagen im Rahmen der Gemeinsa-

meldet waren, Jobwechsler sind oder an

Start-up-Förderungen), ist die aws-Förde-

men Prüfung aller lohnabhängigen Abgaben

einer gesetzlich geregelten Ausbildung teil-

rung in der Regel ausgeschlossen.

(GPLA) überprüft.

Wie wird die Förderung beantragt?

// Achtung: Die Mitarbeiterstände sowie die

marktservice zumindest einmal gemeldet

Zuständig für die Förderabwicklung ist die

mens sind bei Antragstellung durch einen

gewesen sein oder befanden sich im Rah-

Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws). Ei-

Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer zu be-

men der Arbeitslosigkeit in Schulung.

nen Antrag können Unternehmen über die

stätigen!

genommen haben. Je nach Kategorie gibt es Detailvoraussetzungen: • Arbeitslose Personen müssen beim Arbeits-

generelle Förderungsfähigkeit des Unterneh-

• Die Förderungsfähigkeit von Jobwechslern

Internetseite www.beschäftigungsbonus.

ist an eine viermonatige ununterbroche-

at stellen. Der Förderantrag muss binnen

Durch die Nutzung des Zuschusses kann ei-

ne Pflichtversicherung in Österreich, die

30 Kalendertagen nach Entstehen des för-

nerseits eine Personalkostenentlastung er-

längstens zwölf Monate vor Entstehung

derungsfähigen Arbeitsverhältnisses einge-

reicht werden, andererseits wird durch Wirt-

des zu fördernden Arbeitsverhältnisses ge-

bracht werden.

schaftsimpulse die Schaffung von neuen

endet hat, gebunden.

Änderungen sind aktiv durch den Förde-

Arbeitsplätzen gefördert. Relevant ist dabei,

rungsnehmer an die aws bekanntzugeben

die Förderrichtlinien im Detail zu kennen, um

gungsbonus beantragt werden, sofern der

(z. B. Änderungen Wochenarbeitszeit,

förderungsfähige Dienstnehmer zu definieren

Bildungsabschluss nicht länger als zwölf Mo-

Ausscheiden von Mitarbeitern). Zur Ver-

und keine Antragsfristen zu versäumen.

• Für Bildungsabgänger kann der Beschäfti-

eco.nova

53


eco.recht

Kartell + Schaden = [still to come] Kartellverstöße sind seit vielen Jahren in aller Munde. Nahezu wöchentlich füllen sie Pressemeldungen und dienen als gute Aufmacher für attraktive Schlagzeilen. // TEXT: IVO RUNGG & JOHANNES BARBIST, BINDER GRÖSSWANG RECHTSANWÄLTE, INNSBRUCK

mer um strengste Geheimhaltung bemüht.

Schwierigkeiten (zumindest ein Stück weit)

Um dennoch den Tätern auf die Schliche

lösen. Helfen könnte in diesem Zusammen-

zu kommen, betreiben die Wettbewerbsbe-

hang insbesondere ein Anspruch des Ge-

hörden seit Jahren ein durchaus effektives

schädigten auf Offenlegung von Beweismit-

Kronzeugenprogramm. Das erste Unterneh-

teln. Allerdings liegt hier der Teufel im Detail

men, das ein Kartell aufdeckt, muss über-

und „gmahte Wiesn“ gibt es auf der Alm.

haupt keine Geldbuße befürchten. In etwa Weise aufgedeckt.

Was bedeutet das für die heimische Wirtschaft?

Eine Geldbuße von Behördenseite ist aber

Zum einen sollte der Unternehmer dieses

längst nicht mehr die schmerzhafteste Kon-

trendige Thema zum Anlass nehmen, unter-

sequenz, mit der Kartelltäter zu rechnen ha-

nehmensintern noch einmal auf eine kar-

ben. Kartellschadenersatzklagen lauten mitt-

tellrechtskonforme Unternehmensführung

lerweile nicht selten auf höhere Summen als

zu achten und gegebenenfalls interne Über-

die Geldbuße selbst. Kunden und Abnehmer

prüfungen und Schulungen vorzunehmen,

haben aufgrund der Absprachen oft jahre-

um existenzgefährdenden Kartellverfahren

lang einen erhöhten Preis für Produkte be-

vorzubeugen. Auf der anderen Seite sollte

zahlt. Dass ihnen ein Recht auf Ersatz des

Wachsamkeit an den Tag gelegt werden, ob

kartellbedingten Preisaufschlages zusteht,

man möglicherweise nicht selbst Opfer einer

ist europarechtlich seit fast 20 Jahren unbe-

Kartellabsprache geworden ist. Gerichtsver-

U-weit sind mit Jahreswech-

stritten. Dennoch erhielten solche Verfahren

fahren mit weiterhin bestehenden Risiken

sel weitreichende Gesetzesän-

in Europa erst in den letzten Jahren einen

für den Kläger können allenfalls über einen

derungen in Kraft getreten. Sie

merklichen Aufschwung, wenn auch bis dato

Vergleich vermieden werden, der in der ide-

erleichtern Schadenersatzkla-

nicht so spürbar in Österreich. Grund dafür

alen Welt eine Fortsetzung der Geschäftsbe-

gen und sollen geschädigte Vertragspart-

waren insbesondere prozessrechtliche Stol-

ziehung ermöglicht.

ner ermuntern, ihre Nachteile aus einem

persteine. Für eine erfolgreiche Schadener-

Kartell auch tatsächlich einzufordern. In

satzklage müssen die „Opfer“ unter anderem

den USA sind solche Klagen seit Jahrzehn-

nachweisen: die Höhe des Schadens und

ten etabliert. In Deutschland, dem Vereinig-

dass der Schaden durch die verbotene Ab-

ten Königreich und den Niederlanden wer-

sprache verursacht wurde.

den Schadenersatzklagen im Anschluss an

Wie genau berechnet sich aber ein Kartell-

Entscheidungen der Wettbewerbsbehörden

schaden? Wie viel wurde von den Kartellan-

oft schon reflexartig eingeleitet. Die neuen

ten genau aufgeschlagen? Wie hätte sich der

Rechtsvorschriften werden diesen Trend

Marktpreis ohne „Manipulation“ entwickelt?

weiter befeuern.

An diesen Fragen zerbrechen sich die renom-

Klassischerweise handelt es sich bei einem

miertesten Ökonomen die Köpfe. Moderne

Kartell um eine Absprache zwischen direk-

Kartelle hinterlassen zudem kaum Beweise.

ten Wettbewerbern über Preise, Verkaufs-

Sollte es dennoch solche geben, werden diese

gebiete oder Kunden. Ist ein Unternehmen

kaum an geschädigte Kunden herausgege-

in eine solche Absprache verstrickt, drohen

ben. Die wenigen Schadenersatzverfahren in

empfindliche Geldbußen seitens der staat-

Österreich stocken seit Jahren aufgrund sol-

lichen Wettbewerbsbehörden. Die Geldbu-

cher Beweisprobleme. Kartellschadenersatz

ßen steigen seit Jahren kontinuierlich an

ist eben um vieles komplexer als „klassische“

und haben auf europäischer Ebene bereits

Schadenersatzprozesse.

die Euro-Milliardenschwelle geknackt. Vor

Die neuen Schadenersatzvorschriften im

diesem Hintergrund sind alle Kartellteilneh-

österreichischen Kartellrecht sollen diese

75 Prozent aller Kartelle werden auf diese

Dr. Ivo Rungg

E

54

eco.nova

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F

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eco.nova

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Zukunft Bildung & Innovation © WESTSITE

UNTERNEHMER IN der Ausga be

In jedem Computerprogramm steckt umfassendes Know-how, ein großes Maß an Kreativität und vor allem viel Zeit in der Entwicklung. Sabrina Vill aus Zirl gehört in ihrem Beruf als Programmiererin zu den Besten Österreichs.

Wenn Programme Probleme lösen // TEXT: MARION WITTING

B

eim diesjährigen 15. Constantinus

te sie nach Zirl, wo die gebürtige Absamerin

relevanten Kriterien und erleichtert die Arbeit

Award, der höchsten Auszeichnung

seither wohnt und arbeitet.

in den Tiroler Freiwilligenzentren ungemein.

in der österreichischen IT-Branche,

Mit konkret formulierten Wünschen würden

Auf effiziente Weise finden offene Stellen

erreichte Sabrina Vill den dritten Platz in der

Auftraggeber selten an sie herantreten. „In

von Organisationen und passende Freiwillige

Kategorie Informationstechnologie. Ihr prä-

den meisten Fällen kommen die Kunden mit

zueinander und umgekehrt. Die Webanwen-

miertes Projekt, eine Webplattform für das

einem Problem auf mich zu und schildern

dung wurde zentral als internes Portal instal-

Amt der Tiroler Landesregierung zur Verein-

mir ausführlich die Ausgangssituation“, er-

liert und ist auf allen in der Freiwilligenkoor-

fachung der Koordination von Freiwilligen

klärt Sabrina Vill auch den Projektstart zum

dination des Landes Tirol eingesetzten PCs

und entsprechenden Organisationen unter-

Auftrag für das Land Tirol. Für Meetings zur

und Laptops auch mobil anwendbar. Nach

einander, ist seit Jänner 2017 erfolgreich im

Beratung und Analyse sowie zur Erstellung

Auftragsvergabe im November 2016 ging das

Einsatz. „Von den Nutzern erhalte ich nur

von Pflichtenheft, Angebot und Projektfahr-

Projekt am 23. Jänner 2017 online. „Ohne mei-

positives Feedback“, freut sich die 36-Jähri-

plan flossen dabei im Vorfeld bereits über 50

ne Mitarbeiter wären solche Projekte nicht

ge: „Diese Auszeichnung ist eine Bestäti-

Stunden an Arbeitszeit ein. Von der Idee bis

zu schaffen“, sagt Vill, die ihren Lehrling nach

gung für meine Arbeit und steigert auch den

zum „go live“ waren es dann noch einmal 500

seiner Lehrabschlussprüfung auf jeden Fall

Selbstwert“, sagt sie und geht am Beispiel

Arbeitsstunden inklusive Installation, Test-

behalten will. So schafft sie auch größere Auf-

des Siegerprojektes näher auf den Entwick-

lauf von einem Monat und Dokumentation,

träge, wie die Webanwendung für ein gesam-

lungsprozess ihrer Webanwendungen ein.

fasst sie zusammen: „Ich kann mich gut in

tes Warenwirtschaftssystem mit Software

„Ich kann überall arbeiten, wichtig ist nur

Projekte einfühlen. Das ist eine Stärke von

für mobile Handhelds von einem Unterneh-

eine gute Internetanbindung.“ Unterstützt

mir und war wesentlich bei der Entschei-

men, das Großküchengeräte repariert und

wird sie von ihrem Lehrling, den sie seit 2014

dung des IT-Gremiums vom Land Tirol für

wartet und damit über Internet mit seinen

zum IT-Informatiker ausbildet. „Dass es die-

meine Lösung“, ist die kreative Gesamtanbie-

Servicetechnikern in Tirol, Südtirol und der

sen Lehrberuf jetzt gibt, zeigt den hohen

terin überzeugt.

Schweiz vernetzt ist. Hier geht es um Schnitt-

Bedarf an Fachkräften in unserem Bereich“,

Ihre Idee basiert auf einem „Matching-Pro-

stellen zum Buchhaltungs- und Warenlager-

betont Vill, die ihr Handwerk nach der Han-

zess“: Alle relevanten Daten, sowohl jene der

system, die laufend erweitert und ausgebaut

delsschule in einem Betrieb als Softwarepro-

Freiwilligen, die für einen Einsatz zur Verfü-

werden sollen. „Angefangen habe ich mit der

grammiererin gelernt hat und anschließend

gung stehen, als auch jene von Organisatio-

Programmierung von einfachen Websites.

einen WIFI-Lehrgang für Webdesign und

nen, die offene Stellen für Freiwillige anbie-

Gewachsen bin ich mit meinen Kunden und

Webprogrammierung absolvierte. Danach

ten, werden in eine Datenbank gespeist. Für

ihren Anforderungen an mich“, sagt die Pro-

war sie für zwei Jahre in einer Internetagen-

die eingegebenen Daten – Arbeitsbereich,

grammiererin: „Dieses Vertrauen ist der beste

tur beschäftigt, bevor sie sich 2004 gemein-

Region, Zeit, Einsatztage usw. – werden Punk-

Antrieb für mich, speziell dann, wenn die Ar-

sam mit ihrem Mann in Rinn selbstständig

te vergeben. Ein eigens dafür entwickeltes

beit meinen vollen Einsatz erfordert.“

machte. Nach der Trennung 2016 übersiedel-

Punktesystem ermöglicht eine Suche nach

// www.westsite.at

56

eco.nova


ECO.MMENTAR

© FABIAN ISARA

© MUI

Warum Olympia ein n muss Designprojekt werde Letztens war ich seit langer Zeit wieder einmal in Graz. Zwischen zwei Terminen schlenderte ich durch die Innenstadt und versuchte zu erfassen, ob und wie sich die Stadt in den letzten Jahren verändert hat. Mein Eindruck: Graz hat ein Momentum des Wandels entwickelt. Doch woher kommt das? // TEXT: HANNES OFFENBACHER

PhD-Studentin Lena Tschiderer und Studienautor Peter Willeit

GEZIELTEPROGNOSE

D

D

er Startpunkt scheint mir eindeutig der Moment zu sein, als Graz sich 2003 erfolgreich als „European Capital of Culture“ beworben hatte. Dieses einjährige, internationale Programm startete einen kreativen

Motor, der bis heute wirkt. Und: Es gelang, den punktuellen Effekt zu einer anhaltenden Dynamik zu entwickeln. Graz ist inzwischen UNESCO City of Design

ie Messung des Troponinspiegels gehört seit

und gewinnt Jahr für Jahr an Anziehungskraft für eine kreativ- schöpferische

vielen Jahren zur klinischen Routine bei der

Szene. Dabei scheint es mir entscheidend, dass Design integrativ und gestaltend

Diagnose von Herzinfarkten. Eine Meta-Stu-

gelebt wird. Es soll und muss die Stadt, die Gesellschaft und deren Interaktion

die des Epidemiologen Peter Willeit von der Innsbru-

positiv beeinflussen – entgegen einer mit sich beschäftigten Kunstszene, deren

cker Universitätsklinik für Neurologie belegt nun

Ökonomisierung einiges dazu beigetragen hat, dass sie ihre Rolle als Motor der

nachweislich, dass bei gesunden Personen leichte Erhö-

Gesellschaft verloren hat. Mich haben diese Eindrücke auf der Heimfahrt nicht

hungen von Troponin mit einem erhöhten Risiko für

losgelassen, gerade im Kontext zur möglichen Olympia-Bewerbung meiner Hei-

Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sind. Damit

matstadt. Denn: Das präsentierte Konzept will ökologisch verantwortbare, sozial

kommt dem Proteinkomplex eine besondere Rolle für

verträgliche und wirtschaftlich tragfähige Spiele realisieren. Das ist gut so. Doch

die Vorhersage von Herzinfarkt und Schlaganfall zu.

wo bleibt der Anspruch an Design? Und nein, nein, nein: Design ist nicht der ge-

Vor dem Hintergrund, dass Erkrankungen des

stalterische Teil am Ende, der selbstverständlich ist. Design ist eine Grundhal-

Herz-Kreislauf-Systems in den westlichen Industrie-

tung, ein hoher konzeptioneller Anspruch, bei dem nicht nur die Form der Funk-

ländern die häufigste Todesursache darstellen, ist eine

tion folgt, sondern die Form die Funktion verbessert.

möglichst präzise Vorhersage kardiovaskulärer Ereig-

Ich gebe es zu: Es schmerzt mich, wenn ich die Abwesenheit von Design sehe

nisse besonders wichtig. Die Ergebnisse der soeben im

und damit die vergebenen Chancen für die Bürgerinnen und die Wirtschaft. Die

renommierten Journal of the American College of Car-

Bergiselschanze und die Hungerburgbahn waren mutig, prägen das Stadtbild

diology veröffentlichten Meta-Studie aus Innsbruck

und sind gerade in einer von Social Media und Bildern dominierten Zeit unbe-

könnten demnach wesentlich zu Prognose und geziel-

zahlbare Botschafter für ein modernes Innsbruck. Andere Zweckbauten der

ter Vorsorge beitragen.

letzten Zeit werden das nicht leisten können. Design muss in den Fokus zurückkehren und gerade bei großen touristischen und städtebaulichen Infrastruktur-

INDUSTRIE FORSCHT

M

projekten der Beginn des Entwicklungsprozesses sein. Gerade mit Design Thinking können wir den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit schaffen. Und ja, das braucht Zeit, Offenheit, andere Köpfe in den Arbeitsgrup-

it ihren Ausgaben für Forschung und

pen und neue schöpferische Beiräte, die über die Grenzen Tirols blicken.

Entwicklung (F&E) trägt die Tiroler

Also wenn Olympia, dann mit dem Anspruch, internationale Begeisterung aus-

Industrie den Löwenanteil an der

zulösen. Dafür braucht es keinen kostenintensiven Gigantismus. Aber: Man darf

F&E-Quote des Landes von immerhin 3,14 Prozent

sich auch nicht aus wirtschaftlichen Gründen der Fantasie – der Seele – des Pro-

des regionalen Inlandsproduktes. Die aktuell von

jektes berauben. Hören wir damit auf, Wohnungen, Straßen und Sportstätten als

Statistik Austria veröffentliche Österreichquote

Infrastrukturprojekte zu sehen. Es sind komplex vernetzte gesellschaftliche De-

liegt bei 3 Prozent. Im Bundesländervergleich liegt

signprojekte. Weit mehr als architektonische Ästhetik. Dementsprechend müs-

Tirol im oberen Mittelfeld. Insgesamt belaufen

sen wir alte Silos des Denkens und Arbeitens aufbrechen, den interdisziplinären

sich die privaten und öffentlichen Forschungsaus-

Dialog forcieren und Entwicklungsprozesse neu gestalten. Miteinander. Unter-

gaben in Tirol auf 975 Millionen Euro.

stützend. Freudvoll.

Generell hat das Land Tirol seine F&E-Ausgaben

Olympia kann WOW werden. Und wenn nicht Olympia, dann jedes andere

in den letzten Jahren konsequent gesteigert. Mit

Großprojekt der Zukunft. Warum sollten wir weniger als das für Tirol erreichen

Ausgaben von rund 50 Euro pro Kopf liegt Tirol

wollen? Da geht was.

nunmehr an zweiter Stelle nach Wien im Bundesländervergleich. Luft nach oben besteht aber nach wie vor in der Beteiligung der Tiroler Forschungsakteure an den Programmen der FFG (Forschungsförderungsgesellschaft).

HANNES OFFENBACHER

ist Unternehmer, Neudenker und Bergsteiger. Seit 2013 lebt er in Innsbruck und bloggt unter www.offenbacher.cc.

eco.nova

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eco.zukunft

TIROL INNOVATIV

h c o d n e l l o w e i S nur spielen , die anderen iel zum Beruf gemacht Die einen haben das Sp ganz reale der Spielewelt in eine eine Technologie aus . // TEXT: TAMARA KAINZ Anwendung gebracht


eco.zukunft

Spiel mobil Sie haben sichere Jobs hingeworfen, um alles aufs Spiel zu setzen. Auf ein Spiel, bei dem es nicht um Geld geht, mit dem sie aber ihr Geld verdienen. prinzip des Fox Club, oder die Bank sozusagen: Ein gesamtes Casino auf mobil gemacht. Für Events aller Art.

Ein Touch von Retro Heute hier, morgen da – das Ass des Fox Club bildet die Flexibilität. „Im vergangenen Jahr haben wir über 250 Veranstaltungen bespielt“, berichten Joachim und Florian Fuchs. Teils laden sie in ihren stylischen Outfits mit Mascherl, Hosenträgern und weißem Hemd oder ganz in Schwarz (wirkt noch exklusiver) das Publikum sogar in zwei bis drei verschiedenen Locations an einem Abend dazu ein, sein Glück zu probieren. Dafür ist ihr Unternehmen im zehnten Bestandsjahr organisatorisch längst gerüstet. Muss es auch sein, denn das mobile Casino wird immer stärker nachgefragt. Chefs und Veranstalter lassen ihre Gäste gerne gefühlt in die Welt von James Bond eintauchen, nach Las Vegas oder Monte Carlo reisen. Der Fox Club kann dafür mittlerweile bis zu 15 Tische bereitstellen. In- oder outdoor, mit Roulette, Black

D

ie Brüder Joachim und Flori-

Im Fuchsbau tummeln sich aktuell sechs Mitarbeiter – unabsichtlich rein männliche. Weibliche Verstärkung wird dringend gesucht.

Jack, Poker, Craps und mehr. Wenn erforderlich, wird ausreichend Platz geschaffen, um Gesellschaften mit mehreren hundert Personen zu unterhalten. Die Einsätze in Hotels und auf diversen Feiern werden von der

an alias Jo und Flo Fuchs aus

Fox-Zentrale in Flaurling aus koordiniert, wo

Flaurling haben immer schon „Unter dem Motto ‚all fun, no cash’ geben

sich auch das Lager befindet. In vielen re-

Die ausgebildeten Croupiers sind heute Ge-

wir dem Spiel seinen eigentlichen Sinn zu-

nommierten Häusern ist die Crew regelmä-

schäftsführer des Fox Club, eines mobilen

rück: Den Spaß an der Sache. Der Kick bleibt

ßig anzutreffen. Und mit ihr ein Hauch von

Eventcasinos. Mit dem touren sie landauf,

trotzdem nicht aus, denn tief in unserem In-

Retro. Das ist Teil der Show.

landab und noch viel weiter. „Stimmt, der

neren sind wir ja doch alle Kinder.“ Das funk-

Name war irgendwie aufgelegt“, schmunzeln

tioniert. Insbesondere, weil jedes Detail im

Casino goes Business

die beiden Herren Fuchs, als wir uns quasi

Eventcasino clever durchdacht ist und das

„Früher war die Tanzmusik, heute gibt es

zum Jour Fox treffen. „Füchse sind noch da-

Feeling authentisch rüberkommt: Charman-

eben auch Casinoevents. Wir profitieren

gerne gezockt und gewettet.

zu gerissen und schlau. Sie passen zum Spiel. Das hat uns gefallen.“ Genauso ins Schwarze trifft das gesamte Konzept, mit dem Jo und Flo beruflich dealen.

Von der Kunst des Spielens Beim Fox Club dreht sich alles um bunte

„IRGENDWANN STANDEN WIR VOR DER ENTSCHEIDUNG, DAS BABY LOSZULASSEN ODER UNSERE EIGENE FIRMA ZU GRÜNDEN.“ Jo und Flo Fuchs

Jetons. Ganz so wie im echten Casino. Nur wird anstelle von Barem um Sachpreise wie

te Croupiers – allen voran die Brüder selbst

davon, dass immer Neues geboten werden

hoteleigene Produkte gespielt. Das hat meh-

–- mischen Karten, lassen würfeln oder die

will“, sagt Jo Fuchs und nennt die Stichwor-

rerlei Gründe. Dürfen und Wollen spielen

Roulettekugel rollen. Und schieben Lucky

te Gästebindung und Wohlfühlfaktor. „Spiel

hier genauso mit hinein wie der Gedanke,

Chips hin und her. Die Tische sind maßgefer-

und Spaß bilden außerdem den perfekten

dass in ihrem Casino einfach die gute Unter-

tigt, edel verkleidet und blitzschnell auf- und

Rahmen, sich in ungezwungener Atmosphä-

haltung vorrangig sein soll, sagen die beiden:

abbaubar. Das ist zugleich das Geschäfts-

re kennenzulernen und auszutauschen. Des-

60

eco.nova


eco.zukunft

Die Macher hinter dem Fox Club: das Brüderpaar Florian (li.) und Joachim Fuchs.

DIE PERFEKTE LÖSUNG

für Betrieb oder Büro!

„IM GRUNDE SIND WIR ALLE KLEINE KINDER.“ Jo und Flo Fuchs

halb sind wir mit unserem Eventcasino auch

arbeiter, die zum Gelingen des Projekts bei-

ein idealer Partner, um Teambuilding-Maß-

tragen: „Als Brüderpaar sind uns Austausch

nahmen umzusetzen, Seminare und Work-

und Abstimmung untereinander sehr wich-

shops aufzulockern oder für Charity-Veran-

tig. Genauso funktioniert das im Team. Ge-

staltungen, bei denen für den guten Zweck

meinsam entstehen nicht nur die meisten,

gesammelt werden soll“, verweist Flo auf wei-

sondern auch die besten Ideen und unsere

tere Trümpfe des Fox Club. Und damit „rien

‚Team Jour Fox’ sind echte Highlights.“ Bei al-

ne va plus“? Oder geht noch was? „Mehr geht

lem Erfolg ist den Herren Fuchs klar, dass sie

immer“, lachen die Gründer. In diesem Sinne

speziell im Hotelgeschäft irgendwann den

tüfteln sie gemeinsam mit Jo‘s Frau Carmen,

Plafond an Machbarem erreichen werden.

der Füchsin fürs Administrative im Hinter-

Deshalb versuchen sie, zusätzliche Standbei-

grund, ständig an ihrem Projekt. Unterwegs

ne zu schaffen. So wollen sie zum Beispiel in

sowieso, aber auch beim gemeinsamen Kaf-

Seminarsettings verstärkt Fuß fassen: „Die

fee zu Hause. Um das Angebot zu perfektio-

Verknüpfung mit spielerischen Elementen

nieren und das Repertoire zu erweitern.

wäre ein Benefit für alle Beteiligten.“ Beru-

Extrastimmung mit Wein, Rum und Jazz Damit auch bei ihren Kunden die Spannung erhalten bleibt, haben der 46- und der

higend für sie ist jedenfalls zu wissen, dass Mitbewerber im Alpenraum rar gesät und in der Größenordnung des Fox Club sowieso nicht anzutreffen sind.

36-Jährige Spiele frisch gedacht und in das

Alles auf eine Karte gesetzt

Programm mit aufgenommen. Die Kombina-

Ja, Jo und Flo Fuchs verstehen ihr Hand-

tion von Wissensquiz und Poker ohne Kar-

werk. Die Kunst des Spielens liegt ihnen

ten ergibt dann den neuen Fox-Poker und

eben. Das kommt nicht von ungefähr. Die

das Würfelspiel, das an Seven Eleven ange-

Brüder übten sich vor ihren Studien am MCI

lehnt ist, wird als „Dice the Fox“ geführt. Die

jahrelang als Croupiers bei den Casinos Aus-

Brüder haben auch Spezialpakete geschnürt,

tria. Inzwischen zählen sie übrigens auch

die auf Wunsch für noch mehr Abwechslung

ein paar Ex-Kollegen zu ihrer (unabsichtlich)

sorgen, indem sie das Erlebnis Casino mit

rein männlichen Mannschaft. Den Rest der

Passendem verbinden. So kann etwa eine

Truppe haben sie selbst ausgebildet. Und sie

Weinverkostung zum Nebenthema gemacht

sind weiterhin ständig auf der Suche nach

oder die Casino-Night mit feinsten Zigar-

Personal. Vorzugsweise weiblichem ...

ren und prickelnden Mixgetränken aus dem

Nach ihren Abschlüssen nahmen Jo und Flo

Shaker eines smarten Barkeepers ganz auf

ganz „normale“ Bürojobs an, waren fest und

kubanisch getrimmt werden, oder die Gäs-

sicher angestellt. Ihre Leidenschaft aber ließ

te können sich bei Live-Jazzmusik ganz im

sie nicht los und so gründeten sie ihre eigene

Stil von Al Capone & friends in den optima-

Firma. Lange Zeit betrieben sie den Fox Club

len Spielmodus swingen. Das Unternehmen

nebenher, bis das Baby eines Tages zu groß

lebt eben auch von intelligentem Marketing.

wurde. 2016 gingen sie das Risiko ein und

Wobei: „Die beste Werbung für uns ist die

verwirklichten ihren Traum ganz und gar.

Mundpropaganda.“

Den beruflichen Neustart haben sie nie be-

Beinahe konkurrenzlos

reut. Geschäftlich werden ihre Erwartungen sogar übertroffen. Die Lucky Chips schei-

Seit seiner Gründung 2007 bahnt sich der

nen zu ihren Gunsten zu fallen. Und ein ge-

Fox Club seinen Weg unaufhaltsam in die

schicktes Händchen und ein bisschen Taktik

Gewinnzone. Auf einen klassisch kleinen

stecken natürlich auch dahinter. Schön, dass

Beginn folgten Jahre des gesunden Firmen-

am Ende nicht immer die Bank gewinnt!

wachstums. Heute sind es schon sechs Mit-

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61


eco.zukunft

Erfahrungen auf Knopfdruck

D

Virtual Reality (VR) kennen viele von uns als Parallelwelt, in die vor allem Gamer gerne eintauchen. Das noch junge Medium wird künftig aber auch vermehrt businessrelevante Dimensionen erschließen. as Start-up Innerspace leistet

besonders nachhaltig, versprechen die Ent-

„Wir bauen Schlüsselsituationen aus dem Be-

internationale Pionierarbeit.

wickler. Und sie bringe gerade deshalb aus al-

rufsleben virtuell nach, damit Mitarbeiter die-

Es bietet Trainingslösungen

len Perspektiven betrachtet echte Zugewinne.

se Erfahrungen machen können. Damit sie

für die Personalentwicklung

sich über ihre Verhaltensweisen und Denk-

mittels Virtual-Reality-Technologie und da-

Virtuelle Rollenspiele mit Sinn

mit einen neuen Schlüssel zum Unterneh-

Was Innerspace macht, sind also im Grunde

menserfolg.

digitale Lernangebote. Mit dem großen Unter-

Interaktives Lernen 2.2

schied, dass die Firma das so genannte erfah-

Das Start-up mit Sitz in der Werkstätte Wat-

rungsbasierte Lernen ermöglicht. Das ist gän-

tens erzeugt bei den Probanden also subjek-

gigen E-Learning-Programmen in gewissen

tiv den Eindruck, sie würden eine praktische

Klingt kompliziert, ist es aber eigentlich nicht.

Bereichen weit überlegen, führt CEO Sebasti-

Erfahrung machen. Der Lerneffekt durch

In der Anwendung jedenfalls. Die Umsetzung

an Scheler, ein ausgebildeter Psychologe, aus:

die Präsenz in der virtuellen Welt, durch

ist eine andere Geschichte, aber darauf ist das

„Um in Robotics oder Mathematik besser zu

das Gefühl, vermeintlich selbst dort zu sein,

Team von Innerspace spezialisiert. Einfach

werden, brauchst du unsere Tools nicht. Des-

ist enorm. „Weil du hier schwer vorstellbare

ausgedrückt hieven die Jungs das klassische

wegen funktionieren die bereits bestehenden

Dinge so simulieren kannst, dass sie intui-

Rollenspiel auf eine professionellere Ebene,

E-Learning-Systeme für viele Themen auch

tiv werden. Das eigene Erleben und Hand-

indem sie virtuelle Räume für entsprechende

ganz hervorragend. Wo sie allerdings nicht

lungen ausführen zu können, sind absolute

Erfahrungen zugänglich machen. Durch die

funktionieren – und das ist statistisch mehr-

Stärken von VR“, weiß Scheler.

VR-Brille durchlebt der Mitarbeiter auf seine

fach erwiesen – ist alles, was mit den Feldern

Unter dem Label Alphatraining.io hat In-

Bedürfnisse zugeschnittene berufliche Situ-

Sozialkompetenz und Persönlichkeitsent-

nerspace in Kooperation mit den Experten

ationen und lernt daraus. Davon profitiert er

wicklung zu tun hat.“ Um sich hier Fähigkei-

für Visualisierung und 3-D-Design von der

persönlich, weil er sich sicherer, besser und

ten wirklich anzueignen, braucht der Mensch

Firma Mediasquad übrigens noch eine wei-

somit glücklicher fühlt, und das nützt wiede-

Erfahrungen. Und genau da, wo Wissen allein

tere Virtual-Reality-Anwendung kreiert, mit

rum dem Unternehmen. Die Methode greife

nicht ausreicht, kommt Innerspace ins Spiel:

Hilfe derer Produktionsprozesse trainiert

VR-Applikation als Unternehmensboost

62

eco.nova

muster klar werden und diese trainieren.“


eco.zukunft

ECO.MMENTAR

Stärken stärken und rufen Höchstleistungen ab

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xemburg nach aktuellsten Ergebnissen der motivorientierten Persönlichkeitsforschung entwickelt wurde. Sich selbst und die eigenen grundlegenden Bedürfnisse zu verstehen, ist eine wesentliche Voraussetzung, um sich in Balance zu halten oder wieder in Balance zu bringen. Die Persönlichkeit hat immer recht – könnte die Grundformel des LUXXpro-

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rigen Situationen in Ihrer eigenen Persönlichkeit finden. In

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einem ersten Schritt werden die wahren Bedürfnisse erarbeitet. Im zweiten Schritt werden die Ihnen als Ressourcen zur Verfügung stehenden Facetten Ihrer Persönlichkeit aktiviert, um ohne (weiteren) Energieverlust zum Ziel zu gelangen.

Potenziale erkennen und entfalten Die Anwendungsmöglichkeiten des LUXXprofile sind vielfältig und für Unternehmen vor allem im Bereich der HR-Managements von besonderer Bedeutung. Persönlichkeitsdiagnostik ist ein Qualitätsmerkmal im HR-Management. Es hilft, passende Fach- und Führungskräfte zu finden, Mitarbeiter zu selbstmotivierter Leistung zu führen und Talente zu binden. Eine der Anforderungen, die heute an Führungskräfte gestellt wird, ist das individualisierte Führen. Das LUXXprofile gibt Ihnen ein Konzept an die Hand, das die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigt. So holen Sie als Führungskraft die Mitarbeiter genau dort ab, wo sie stehen, und finden die richtige Ansprache, um sie zu motivieren. Mehr noch: Sie können bestehende Führungsinstrumente wie Feedbackgespräche, Zielvereinbarungen oder Incentives passgenau auf die Motive der einzelnen Mitarbeiter zuschneiden und damit überhaupt erst wirksam machen. Mehr Informationen und Anwendungsmöglichkeiten erhalten Sie in einem persönlichen Gespräch mit uns. Rufen Sie noch heute an und vereinbaren Sie Ihr unverbindliches Beratungsgespräch.

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= berufs-

= Blended Learning (Online- & Präsenzmodule); © Stubaier Gletscher

M MA AS SS SG GE ES SC CH HN NE E II D DE ER RT TE E T TR RA A II N N II N NG GS S T TE EC CH HN N II S SC CH HE E W WE E II T TE ER RB B II L LD DU UN NG G

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S SU UM MM ME ER R S SC CH HO OO OL L

E EX XE EC CU UT T II V VE E E ED DU UC CA AT T II O ON N Zertifikats-Lehrgänge Zertifikats-Lehrgänge Management-Seminare Management-Seminare 170817_Inserat_Econova_GesA_90x262mm.indd 1 Maßgeschneiderte Maßgeschneiderte Trainings Trainings

Technische Technische Weiterbildung Weiterbildung Summer Summer // Winter Winter School School

17.08.17 11:36

eco.nova

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© LUKAS SCHMIED

eco.zukunft

Sebastian Scheler, Andreas Berger und Bernhard Fercher helfen virtuell bei realen Problemen.

werden können. Der Fokus liegt dabei auf dem Einstudieren der richtigen Bewegungsabläufe in einer realistisch wirkenden Virtual-Reality-Umgebung. Zwei Geschäftsfelder, ein Prinzip: Durch VR-Technologie direkt in Schlüsselsituationen des Berufslebens eintauchen, den Lerninhalt „am eigenen Leib“ erfahren, unmittelbar ausprobieren und nachhaltig im Gedächtnis verankern.

Ganzheitliches System mit vielen Stärken Zusammen mit den Kollegen und Software-Entwicklern Bernhard Fercher und

„WIR BAUEN SCHLÜSSELSITUATIONEN AUS DEM BERUFSLEBEN VIRTUELL NACH, DAMIT MITARBEITER DIESE ERFAHRUNGEN MACHEN KÖNNEN. DAMIT SIE SICH ÜBER IHRE VERHALTENSWEISEN UND DENKMUSTER KLAR WERDEN UND DIESE TRAINIEREN.“

Andreas Berger hat der CEO inzwischen

dem Mitarbeiter braucht, verbessern; ein

nicht nur einzelne interaktive Trainingssze-

weiteres Augenmerk liegt auf einem effek-

nen, sondern einen ganzheitlichen Lernan-

tiverem Vertriebstraining. Die Aufträge wi-

satz entwickelt. Innerspace ist bereits in der

ckelt Innerspace sehr projektbezogen und

Lage, alle wesentlichen Aspekte umfassen-

individuell ab, denn von Standardlösungen

der Lernprozesse abzubilden. Das bedeutet,

ist man noch etwas entfernt. In ein bis zwei

dass ergänzend zum Einsatz der VR-Techno-

Jahren soll das jedoch schon anders ausse-

logie keine extra Seminare oder Schulun-

hen. Aktuell aber wird jedes Feedback zur

gen mehr nötig sind, um den Mitarbeiter im

Optimierung des Systems verwertet. Je nach

Verkaufsgespräch oder im Umgang mit Re-

Anlassfall werden dafür auch renommier-

klamationen oder aber auch Vorgesetzte für

te externe Experten zu Rate gezogen. Damit

schwierige Mitarbeitergespräche fit zu ma-

jedes Detail fachlich fundiert ist. Basierend

chen. Die Vorteile für Unternehmen liegen

auf den jüngsten Erkenntnissen bringt das

auf der Hand: Das zukunftsweisende Ange-

Trio nun im Herbst eine neue, überarbeitete

bot ist günstiger, zielgerichteter und flexib-

Version ihres Programms heraus.

ler. Es regt außerdem die Selbstmotivation

Hinsichtlich des Contents wird auch mit der

der Mitarbeiter an. Trainiert werden kann je-

MD-Holding kooperiert, die mehrere markt-

Psychologie abgelegt und war im klinischen

derzeit und überall und das völlig ungestört.

führende Trainingsinstitute in Österreich hält.

Bereich und als Kommunikationstrainer tä-

„Du reflektierst, aber keiner bewertet dich.

Diese ist als bis dato einziger Partner auch am

tig. Dabei sah er sich ständig mit einer He-

Das vermindert den Expositionsschmerz,

aufstrebenden Tiroler Start-up beteiligt.

rausforderung konfrontiert: „Wie kann ich

das Hemmnis, das bei Gruppenaktivitäten

Sebastian Scheler

wertvolles Wissen so vermitteln, dass es den

ergänzt der Unternehmer. Nachsatz: „Lernen

Mission: Bibliothek der Erfahrungen

durch die VR-Brille ist einfach cool. Es macht

Das Bestreben, Inhalte in VR zu übertragen

den er auf einer Start-up-Veranstaltung am

Spaß und ist spannend.“ Teils überwiege

und daraus besagte „Experiences“ zu bauen,

MCI kennen lernte, widmete er diesem schon

bei den potenziellen Kunden zwar noch die

soll irgendwann in einer ganzen „Bibliothek

länger bekannten „Lerntransfer-Problem“

Skepsis, räumt Scheler ein, sie gehe aber

an Erfahrungen“ gipfeln. Das ist zugleich die

schließlich seine ganze Aufmerksamkeit. Zu-

Hand in Hand mit dem Anspruch vieler gro-

Mission der Gründer: Alle für die persönliche

gleich entstand die erste Idee zu Innerspace.

ßer Unternehmen einher, Vorreiter sein zu

Weiterentwicklung relevanten Erkenntnis-

Das war vor zwei Jahren. Der Rest ist die Ge-

wollen. Immerhin sind derlei Applikationen

se in Form einer selbst erlebten Erfahrung

schichte des Unternehmens, in das nun An-

der VR-Technologie erst im Kommen.

verfügbar und erlernbar machen. Ein ehrgei-

fang 2017 mit Berger noch ein Fachmann für

ziges Ziel, aber Scheler, Fercher und Berger

Plattformentwicklung und künstliche Intel-

arbeiten hart dafür. Sie investieren viel Zeit

ligenz mit eingestiegen ist. Gemeinsam ist

und Geld, denn sie wollen ihre Vision wahr

es den Jungs gelungen, die Transferleistung

Innerspace hat den Schritt auf den Markt

machen. Der eingeschlagene Kurs stimmt,

vom Training in den Alltag um ein Vielfa-

jedenfalls schon gewagt. Das Start-up be-

der Vorsprung ist jetzt schon markant.

ches zu erhöhen. Dafür wurde die innovati-

dieser Art normalerweise oft vorhanden ist“,

Tiroler Unternehmen in der Vorreiterrolle liefert und betreut derzeit zwei namhafte

Leuten nicht nur morgen hilft, sondern auch im nächsten Jahr?“ Gemeinsam mit Fercher,

ve VR-Technologie made in Wattens bereits

Großkonzerne in Österreich. Beide Häuser

„Transferproblem“ gelöst

wollen sich in Sachen Leadership, also der

Doch wie kam es überhaupt zum dahin ge-

die Vision von Innerspace – eine „Welt ohne

Vermittlung jener Fertigkeiten, die man als

henden Engagement des Nürnbergers? Sche-

Grenzen für Selbstentwicklung“ – eines Tages

Führungskraft in der Kommunikation mit

ler hat an der UMIT in Hall seinen Master in

Realität. // www.innerspace.at

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eco.nova

ausgezeichnet. Ja und wer weiß, vielleicht ist


eco.zukunft

Der Geschäftsführer der FH Kufstein Tirol, Prof. (FH) Dr. Thomas Madritsch, im Interview. Ob direkt nach der Schule oder nach

© FH KUFSTEIN TIROL

© CHRISTIAN VORHOFER

Qualifizierung neben dem Beruf langjähriger Berufserfahrung – viele Menschen möchten sich neben dem Job fachlich weiterbilden. Welche Möglichkeiten bieten Fachhochschulen hier an? Für jeden Lebensabschnitt gibt es das passende Bildungsangebot. Viele Anbieter haben Weiterbildungsangebote für Interessierte ohne Matura im Programm. Berufstätige denken daher häu-

Kongressregion Kufsteinerland: Wirtschaftsstandort mit Herz Zentrale Lage, außergewöhnliche Top-Locations und raffinierte Rahmenprogramme – Kufstein gilt als eine der führenden Kongressdestinationen Tirols und MICEStandort mit Zukunft.

M

fig gar nicht an ein Studium, das nur vergleichsweise wenige Institutionen berufsbegleitend anbieten. Die Fachhochschulen bieten ein breites Spektrum an Studiengängen, die speziell auf Berufstätige abgestimmt sind und in der gleichen Zeit abschließen wie die traditionellen Studiengänge. Im Übrigen ist auch ein FH-Studium ohne Matura möglich. Wie lassen sich Studium und Beruf am besten kombinieren? Die Fachhochschulen bieten Studiengänge, die bereits so organisiert sind, dass die Studierenden sie ohne Probleme neben dem Job besu-

it seinen acht idyllisch gelegenen Dörfern und seiner Fes-

chen und ohne Zeitverlust abschließen können. Wir an der FH Kuf-

tungsstadt verleiht das Kufsteinerland Kongressen, Incen-

stein Tirol organisieren unsere berufsbegleitenden Angebote so, dass

tives, Seminaren, Teambuildings und anderen Events städtisches

die Lehrveranstaltungen am Freitag und Samstag stattfinden.

Flair gepaart mit ursprünglichem Charme, punktet mit kurzen Wegen und gewinnt als Tagungsort international an Bedeutung.

Sie bieten zwölf Studiengänge in berufsbegleitender Form an. In wel-

Allein 2016 fanden 203 internationale Kongresse in Tirol statt, auf

chen Fachbereichen?

die rund 85 Prozent aller Tiroler Kongressübernachtungen fallen.

Unsere berufsbegleitenden Angebote spiegeln das Gesamtspektrum

Mitten im Zentrum Kufsteins eröffnet im September 2017 das Kul-

der FH ganz gut wider, sowohl im technischen als auch im wirtschaft-

tur Quartier als perfekter „Allround“ -Veranstaltungskomplex mit

lichen Bereich. Mit acht Master- und vier Bachelorstudiengängen, die

Theater, Foyer und einem multifunktionalen Veranstaltungssaal.

sich speziell an Berufstätige richten, haben wir ein rundes Angebot. In-

Hinter den Kulissen finden sich ein Vorbereitungsraum für Cate-

ternationale Wirtschaft & Management zum Beispiel bietet Berufstäti-

ring, Künstlergarderoben und ein Proberaum. Ein Tagungsraum

gen neben ihrem Job ein fundiertes betriebswirtschaftliches Bachelor-

steht für kleinere Besprechungen oder Seminare zur Verfügung.

studium mit internationaler Ausrichtung. Das ist besonders auch für

Beste Tagungstechnik zählt zum Rundumservice. Als „Tor der Tiro-

Selbständige oder Handwerksbetriebe eine gute Investition.

ler Alpen“ punktet das Kufsteinerland mit seinem erstklassigen Standort: nahe der Autobahn A8, beste Bahnanbindung und gut

Ein internationales Wirtschaftsstudium in sechs Semestern und das

erreichbar von drei Flughäfen (Innsbruck, Salzburg, München).

neben dem Job? Ja, es lohnt sich. Die Absolventen bringen ihren Arbeitgebern wirt-

TAGUNGS- UND EVENTLOCATIONS IM KUFSTEINERLAND

• arte Hotel Kufstein (Kufstein) • Hotel Andreas Hofer 4* mit Stadtsaal (Kufstein) • Hotel Stadt Kufstein 4* (Kufstein) • Hotel Alpenrose 4* (Kufstein) • Festung Kufstein (Kufstein) • Kultur Quartier (Kufstein) • Hotel Sattlerwirt 4* (Ebbs) • Aschinger Alm (Ebbs) • Posthotel Erlerwirt 4* (Erl) • Wellness Schloss Panorama Royal 4*S (Bad Häring) • DAS SIEBEN – Gesundheitsresort 4*S (Bad Häring) • Kala Alm (Thiersee) Mehr Informationen unter www.kufstein.com

schaftliches Fachwissen und eine multikulturelle Perspektive, die sie sowohl in den Lehrinhalten als auch in der integrierten Auslandsreise erfahren. Der hohe Praxisbezug ermöglicht den Absolventen vielfältige berufliche Spezialisierungsmöglichkeiten in international tätigen Organisationen oder global agierenden Marketinginstituten. Gerade in Tirol haben wir auch viele kleinere Betriebe, die sich mit der Digitalisierung auseinandersetzen und hervorragende Jobs anbieten. Gibt es noch Studienplätze für das kommende Wintersemester? Für den berufsbegleitenden Bachelor Internationale Wirtschaft & Management können sich Interessierte noch bis zum 6. September anmelden. Auch der englischsprachige Masterstudiengang International Business Studies, den wir in Vollzeitform anbieten, nimmt noch Anmeldungen entgegen. Alle Informationen dazu stehen auf unserer Homepage. // www.fh-kufstein.ac.at

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Punktlandung in einer Nische

infoWERK-CEO Roland Gatt, Marketingleiterin Bettina Möhring und Wolfgang Lachinger, Gesellschafter und E-Learning-Geschäftsführer

Wenn es um Bild, Ton und Automation im beruflichen Bildungswesen geht, sitzt einer der führenden Spezialisten in Innsbruck. infoWERK wartet mit modularen und integrierten Lösungen für die Bereiche Medien und Technik auf. // TEXT: TAMARA KAINZ

W

ir sind dort tätig, wo es

gen für Ausbildungsstätten in der gesamten

dem kann ein Lehrer ohne Weiteres mehrere

darum geht, eine visuel-

On- und Offlinewelt an. In dieser Disziplin ist

Schüler gleichzeitig unterrichten. Der Remote

le oder akustische Bot-

man führend.

IPT erfreut sich bereits großer Beliebtheit.

schaft mit technischen

Vor allem jüngere Pilotenschüler lernen mit-

Hilfsmitteln zu transportieren“, bringt CEO

Online-Flugsimulator

Roland Gatt das Kerngeschäft von infoWERK

Hinsichtlich E-basierter Lehr- und Lernsys-

WERK lieber und leichter, womit das System

auf den Punkt. Und darum geht es oft. Zum

teme sorgt infoWERK zum Beispiel mit dem

zu einer insgesamt höheren Ausbildungs-

Beispiel im E-Learning-Sektor, wo animierte

„Remote IPT“ für Furore. Damit nahm man

qualität beiträgt.

Inhalte und Simulationen insbesondere an

sich des Problems der limitierten Simulato-

Trainees aus der Luftfahrtbranche vermittelt

renplätze an den Instrumentenflugtrainern

werden. Hier liegen zugleich die Wurzeln des

an. Der „Remote Basic Instrument Proced-

Virtuelles Klassenzimmer als Brückenschlag

Unternehmens. Oder auf dem Feld der Me-

ure Trainer“ ist ein Ausbildungssystem, bei

Das Herzstück der E-Software-Systeme ist

dientechnik, wo sich Bild und Ton an mehrere

dem sich Fluglehrer und Flugschüler über

das Lernmanagementsystem „iv-track“ (iv

Leute richten. Audiovisuelle Präsentations-

Internet miteinander verbinden, gemeinsam

steht für infoWERK virtual) zur Verwal-

techniken sind etwa bei E-Konferenzen Usus,

auf einen Flugsimulator zugreifen und im

tung und Abwicklung von E-Learning-In-

während digitale Informationsmedien zuse-

Lernmangementsystem Übungen absolvie-

halten, Kursen und Benutzern. Ein optiona-

hends in Museen etc. zum Einsatz kommen.

ren. Die Vorteile liegen auf der Tastatur bzw.

ler Teil ist das virtuelle Klassenzimmer. Es

On top all dessen bietet infoWERK zusätzlich

später im Cockpit: Das Ganze funktioniert

handelt sich dabei um eine digitale Lösung

individuelle, „schlüsselfertige“ Komplettlösun-

jederzeit und standortunabhängig. Außer-

für Live-Online-Unterricht, die die Lücke

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eco.nova

hilfe der Entwicklung aus dem Hause info-

© ANDREAS FRIEDLE

eco.zukunft


eco.zukunft

Stuttgart auch eine Tochtergesellschaft gegründet, die sich sehr erfreulich entwickelt und inzwischen rund 65 Prozent unseres Umsatzes lukriert“, berichtet der 47-jährige Firmenchef aus Ampass. Er will, „wenn sich Möglichkeiten und Chancen ergeben, in jedem Fall weiter expandieren“. Vor allem in Deutschland sollen weitere Standorte erckelter Soft- mit der adäquaten Hardware.

öffnet werden. Zudem will infoWERK versu-

und traditionellem Klassenraumunterricht

Beim Kunden wird auf Wunsch ein opti-

chen, den asiatischen Markt zu erobern. Kein

schließt. So geschehen jüngst in Norwegen:

mal auf seine Bedürfnisse zugeschnittenes,

leichtes Unterfangen, aber die Partnersuche

Bei der größten skandinavischen Regio-

ganzheitliches System installiert. Bis hin

läuft intensiv, denn in Asien gibt es bis dato

nalfluglinie WiderØe kann dank des Know-

zum Möbel, in dem die Technik unsichtbar

tatsächlich keinen Anbieter mit dem Leis-

hows von infoWERK jetzt wesentlich kon-

verschwindet. In diesem Bereich gibt es für

tungsportfolio von infoWERK.

struktiver geschult werden. „Das Projekt

infoWERK sogar international gesehen nur

zwischen multimediabasiertem Training

ist ein Musterbeispiel für die Integration

wenig Konkurrenz. Der Markt ist ausgespro-

Kreativitätszentrum Innsbruck

komplexer Schulungslösungen in ein be-

chen dünn. Im Umkehrschluss bedeutet das,

Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr

stehendes Trainingscenter“, freut sich Gatt,

dass namhafte Unternehmen auf allen Kon-

1994. Vier Leute begannen damals unter der

der selbst 22 Jahre lang als Verkehrspilot der

tinenten Interesse an den Produkten und

Federführung von Hans-Jörg Lotter, E-Lear-

größten Maschinen sowie als Fluglehrer ak-

Dienstleistungen made in Tirol bekunden.

ning-Lernsoftware für die Luftfahrtindus-

tiv war und daher genau weiß, wo aus fliege-

Gatt markiert hier deshalb auch den USP

trie zu entwickeln. Dort waren derlei Ange-

rischer, aber auch aus bodennaher Sicht die

von infoWERK. „Durch die Kombination aus

bote noch absolute Mangelware. Ein Auftritt

Schwerpunkte zu setzen sind.

Fachwissen und Technologie ermöglichen

in dieser Nische erschien also lohnenswert.

wir Produktivitätssteigerungen quer durch

Hintergrund war zudem, dass zwei der Grün-

das ganze Unternehmen“, ergänzt Marke-

der selbst aus der Luftfahrtbranche stamm-

tingleiterin Mag. Bettina Möhring.

ten. Aus den Anfängen heraus entstanden

Vom „Oldschool Beamer“ zum „Hightech-Gerät“ Sein Können auf dem Gebiet der Medien-

immer neue, weiter reichende Betätigungs-

am Institut für Quantenoptik und Quanten-

Zielgruppenorientierte Medienausstattung

information (IQOQI) der Österreichischen

Was die Technik anbelangt, so kauft info-

Didac-Award-Gewinner 2014 – kontinuierlich

Akademie der Wissenschaften in Innsbruck

WERK weltweit zu, hat aber auch spannende

ihren Lauf. In der Niederlassung in Stutt-

unter Beweis gestellt. Der dortige Veranstal-

Eigenprodukte im Repertoire. Das interak-

gart sind inzwischen neun, am Stammsitz in

tungs- und Vortragssaal wurde technisch

tive Multimedia-Board „iv-board“ etwa er-

Innsbruck 17 erfahrene und meist langjähri-

komplett umgerüstet und präsentiert sich

möglicht interaktive Teamarbeit an digitalen

ge Mitarbeiter beschäftigt. Das Engineering,

nun mit hochmoderner Ausstattung. Im

Dateien oder für interaktive Meetings und

sprich Planung, Entwicklung und Program-

Konkreten stand ein Umbau von analog auf

findet damit an Schulen, in Besprechungs-

mierung, passiert in der Regel hierzulande

digital an, was einen Austausch der alten

und Tagungsräumen, darüber hinaus auch

und das soll auch so bleiben.

Projektoren auf hypermoderne, sehr leise

in Shops, Warteräumen und an Informati-

und hochauflösende Geräte für die Dop-

onsständen Verwendung. Ähnlich ist das

pelprojektion, die Montage einer mit einem

Prinzip bei „iv-kiosk“, einer Methode für die

Streamingrekorder verbundenen HD-Dome-

digitale Beschilderung in Form von elektro-

kamera (Deckenraumkamera), den Einbau

nischen Plakaten, interaktiven Displays oder

eines elektrisch höhenverstellbaren Redner-

digitalen Türschildern. Unternehmen kön-

pults mit integriertem Touchpanel sowie

nen ihre Videos, Texte etc. darstellen und sie

eines Surround-Systems und anderes mehr

auf einem Display an verschiedenen Orten

beinhaltete. Die ausgeklügelte Technologie

in einem Gebäude zeigen. Der Fokus wird in

verbessert und bereichert die Aus- und Wei-

Zukunft unter anderem darauf liegen, die-

terbildung sowie die Kommunikation am

se Eigenprodukte noch stärker am Markt zu

IQOQI maßgeblich.

positionieren.

Oder alles aus einer Hand

Im Landeanflug auf Asien

Die größte Stärke von infoWERK besteht je-

Am häufigsten wird infoWERK in Deutsch-

doch in der Verbindung von im Haus entwi-

land gebucht: „Deshalb haben wir 2009 in

technik hat infoWERK zuletzt unter anderen

felder und Geschäftszweige und so nahm die Erfolgsgeschichte von infoWERK – World-

„INNOVATION DAYS“ BEI INFOWERK

Bei der diesjährigen „Hausmesse“ geht es darum, exemplarisch zu zeigen, wie Kommunikation in Unternehmen bzw. in Besprechungsräumen funktionieren kann. Willkommen ist jeder, bei tiefergehendem Interesse empfiehlt sich eine vorherige Anmeldung. Termine: Innsbruck: 17./18. Oktober 2017 Stuttgart: 24./25. Oktober 2017 www.infowerk.systems

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eco.zukunft

Technik trifft Frau Wir schreiben das Jahr 2017 und es gibt sie immer noch: klassische Frauen- und Männerberufe. Ein Stück weit liegt darin auch die Ursache des Gender-Pay-Gaps begraben, mit dem wir uns im Wirtschaftsteil dieser Ausgabe beschäftigen. Zeit, damit aufzuräumen. Die Universität Innsbruck macht’s vor und bietet Schülerinnen im heurigen Sommer die Möglichkeit, in technische und naturwissenschaftliche Studien hineinzuschnuppern und damit in ein vermeintlich typisch männliches Metier.

D

ie Zahl der Absolventinnen

Wissenschaften war das Verhältnis 90 zu

nation aus Praktikum und Sommerschu-

von naturwissenschaftli-

13, in den Geowissenschaften 103 zu 59. Um

le erhalten die Schülerinnen einen guten

chen Studien sowie in den

das zu ändern, bietet die Universität Inns-

Einblick in einzelne Studienrichtungen

Fächern Mathematik, In-

bruck zum ersten Mal das Sommertechni-

sowohl in praktischer Hinsicht als auch

formatik und Technik – den so genannten

kum MINT an, im Zuge dessen 19 Mädchen

auf theoretischer Ebene“, erklärt Bern-

MINT-Fächern – ist in den letzten Jahren

aus Tirol im Juli und August ein bezahltes

hard Fügenschuh, Vizerektor für Lehre und

deutlich gestiegen. Dennoch ist der Anteil

Praktikum in Betrieben oder Universitäts-

Studierende. Denn: Mädchen sind in den

weiblicher Studierender an allen MINT-Ab-

instituten sowie eine Sommerschule an der

MINT-Fächern nicht mehr oder weniger be-

solventen vergleichsweise gering. An der

Universität absolvierten. „Mit dem neuen

gabt als Burschen, vielmehr liegt es daran,

Universität Innsbruck schlossen im ver-

Sommertechnikum setzt die Universität

„dass sich die meisten jungen Frauen viele

gangenen Studienjahr 140 Männer und 41

Innsbruck eine wichtige Maßnahme, um

MINT-Fächer nicht zutrauen“, ortet Leiterin

Frauen ein Studium in Mathematik, Infor-

Frauen nachhaltig für die MINT-Fächer zu

Ramona Huber das Problem. Wir baten sie

matik oder Physik ab, in den Technischen

begeistern. Mit der einzigartigen Kombi-

zum Gespräch.


eco.zukunft

ECO.NOVA: Es gibt immer noch klassische Männer- und Frauenberufe. Auf der anderen Seite ist das Bildungsniveau von Frauen in den letzten Jahrzehnten enorm gestiegen. Warum, glauben Sie, ist Technik (und die MINT-Fächer im Allgemeinen) im-

„BEI UNS BEKOMMEN DIE SCHÜLERINNEN NICHT NUR EINEN KURZEN EINBLICK IN DIE MINT-FÄCHER, SONDERN KÖNNEN DURCH EIN VIERWÖCHIGES BEZAHLTES PRAKTIKUM PRAXISNAH IN DIESE FACHRICHTUNGEN HINEINSCHNUPPERN.“ Ramona Huber, Leiterin des Sommertechnikums MINT

mer noch so männlich dominiert?

RAMONA HUBER: Meiner Ansicht nach liegt dies daran, dass viele junge Frauen nicht

dem Mut, die vermeintlich schweren Studien

Ja, wir haben kürzlich mit der Evaluierung

genau wissen, was sie in diesen Fachrichtun-

auszuprobieren, ist.

begonnen. Von den evaluierten Schülerinnen haben 90 Prozent der jungen Frauen ausge-

gen erwartet. Während der Summerschool haben mich immer wieder Schülerinnen

Merken Sie in der Ausbildung einen Unter-

sagt, dass sie durch das Sommertechnikum ei-

gefragt, ob sie wirklich ohne Vorwissen ein

schied zwischen den Mädels und Jungs in

ne Chance bekommen haben, die sie sonst nie

MINT-Fach wie Informatik studieren kön-

den MINT-Fächern?

gehabt hätten. Der breit gefächerte Einblick

nen. Sie würden sich dies ohne Vorkenntnis-

Speziell zwischen Männern und Frauen sehe

führte dazu, dass sich 70 Prozent der jungen

se nicht zutrauen. Da ich selbst das Studium

ich keinen Unterschied. Ich kenne Frauen in

Frauen MINT-Fächer, die sie nicht gekannt

ohne Vorwissen begann und gerade meinen

meinem Studium, für die das Studium ein-

hatten, nun vorstellen könnten zu studieren

Bachelor in Informatik schreibe, konnte ich

facher ist als für Männer, aber auch umge-

bzw. sich weiter darüber zu informieren. Kla-

sie leichter davon überzeugen, dass auch sie

kehrt. Den einzigen Unterschied, den man

re Favoriten für die Schülerinnen während

ein solches Studium meistern können. Die

erkennt, sind die unterschiedlichen Schuld-

der Summerschool waren die Fächer Phar-

meisten der Schülerinnen kamen erst in der

bildungen. HTL-Absolventen haben durch

mazie und der MIP-Tag (Mathematik, Infor-

Summerschool mit Mechatronik oder Tech-

ihr schulisches Know-how mehr Vorwissen

matik, Physik). Obwohl alle Schülerinnen die

nischer Mathematik in Berührung, wussten

in den meisten Gebieten als AHS-Absolven-

Summerschool generell für sehr interessant

gar nicht, dass es diese Fachrichtungen gibt

ten. Das gilt aber für Männer und Frauen

und gelungen hielten, waren für den Großteil

und sie diese auch interessant finden. Ich

gleichermaßen.

der jungen Damen die Einheiten von jeweils drei Stunden dann doch etwas zu lang. Dieses

glaube, dass das Phänomen des Frauenmangels in diesen Fachrichtungen eine Kombi-

Gibt es zur Summerschool bereits erste

Feedback werden wir sicherlich für nächstes

nation aus zu wenig Aufklärung und fehlen-

Feedbacks bzw. Erkenntnisse?

Jahr berücksichtigen.

Guten Tag. Schön Sie kennenzulernen. Eine Immobilie zu verkaufen oder zu vermieten kann ganz einfach, sorglos und nachhaltig rentabel sein. Ein Anruf genügt! Andreas Kössler, +43 664 414 75 94 info@immo-koessler.at

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eco.nova

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Geld

Finanzieren & Versichern

NICE TO KNOW

WENN DIE KOBRA EINE MAMBA BESCHÜTZT Die Österreicher lieben Bargeld. Sie zahlen häufiger bar und haben auch im europäischen Vergleich mehr Banknoten in ihren Brieftaschen. Vor nunmehr 50 Jahren etablierte sich eine Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Inneres (BMI) und der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) für den Begleitschutz von Werttransporten, der in den ersten 35 Jahren ausschließlich durch die Bundesgendarmerie wahrgenommen wurde. Mit der Euro-Einführung im Jahr 2002 verstärkte das Einsatzkommando Cobra den Schutz der Transporte. Heute sind neben der Cobra auch die Landesverkehrsabteilung Niederösterreich, die Einsatzeinheit WEGA sowie das Stadtpolizeikommando Schwechat für den Begleitschutz verantwortlich. Die OeNB setzt für die Geldtransporte eigene Werttransportfahrzeuge ein, die inzwischen in der vierten Fahrzeuggeneration verwendet werden. Das neueste Fahrzeug wird OeNB-intern „Mamba“ genannt. OeNB-Direktor Kurt Pribil: „Im Durchschnitt werden jährlich 70 Fahrten von Wien aus in die Bundesländer durchgeführt. Dabei legen unsere OeNB-Werttransportfahrzeuge knapp 47.000 Kilometer pro Jahr zurück – also eine Stecke länger als der Äquator. Und das seit 50 Jahren sicher und ohne Zwischenfall!“ // QUELLE: OENB

EURO-HOCH

W

ährungsexperten kündigten im Vorjahr an, dass der Euro 2017 weiter an Wert verlieren werde. Gründe dafür: die bessere Bewältigung der Finanz­

krise im amerikanischen Raum und die – von eben jener Finanz­ krise verursachten – Probleme im Euroraum. Dadurch waren so­ wohl der US­Dollar als auch der Schweizer Franken im Vergleich zum Euro wesentlich stärker. Während es vorerst so aussah, als würde sich die Abwärtstendenz des Euro weiter fortsetzen, trat nun das Gegenteil ein. Anders als erwartet erlebt der Euro derzeit einen deutlichen Aufschwung. Dies liegt laut Raiffei­

© FMVÖ

sen­Chefanalyst Mag. Peter Brezinschek zum einen daran, dass US­Präsident Donald Trump zwar viele Vorhaben zur Stärkung der amerikanischen Wirtschaft ankündigte, diese bis jetzt aber kaum oder gar nicht umgesetzt hat. Zum anderen hatte auch die politische Unsicherheit Europas zu Beginn des Jahres Einfluss auf den Euro. Nachdem die europäische Politik nun aber an Sta­ bilität gewonnen hat, konnte sich auch die Währung der europä­ ischen Wirtschafts­ und Währungsunion erholen. Aufgrund der Stärkung des Euro erwartet Brezinschek, dass die Europäische Zentralbank früher als geplant ihre expansive Geldpolitik straf­ fen könnte. Dies würde den Euroaufschwung zusätzlich weiter vorantreiben. Das Euro­Hoch bringt sowohl günstigere Import­ preise bei Rohstoffen und Energien für Tiroler Unternehmen mit sich als auch Preisvorteile für Privatpersonen. So sind etwa

Vorstand Franz Mair (Mi.) erhält für die TIROLER VERSICHERUNG als bester Regionalversicherer Österreichs den Recommender Award 2017 für „Hervorragende Kundenorientierung“. Im Bild mit FMVÖ-Präsident Erich Mayer (li.) und Vizepräsident Robert Sobotka.

Flugreisen deutlich billiger als im Vorjahr.

SICHER VERSICHERT

jahr 2018 wieder an Stärke gewinnen. Wer jetzt noch einen Kre­

25

Das Euro­Hoch gegenüber dem Schweizer Franken halte laut Brezinschek allerdings nicht auf Dauer an. Seiner Einschät­ zung nach wird die eidgenössische Währung im zweiten Halb­ dit in Schweizer Franken aushaftend hat, für den könnte das Erreichen eines Wechselkurses von 1,16 als mögliche Zielgröße

Versicherer haben sich dieses Jahr für die Wertung beim

definiert werden, um über eine Konvertierung nachzudenken.

„Recommender Award“ des FMVÖ (Finanzmarketingver­

Die Bedingungen für einen Ausstieg aus dem Schweizer Fran­

band Österreich) qualifiziert, jedoch nur sieben Gütesie­

ken sind aktuell indes deutlich besser als noch vor sechs Mona­

gel sind verliehen worden, fünf davon gingen an Mitglieder der Ver­

ten. Dr. Johannes Ortner, Sprecher der Raiffeisen­Bankengrup­

einigung Österreichischer Länderversicherer. Die beste Platzierung

pe Tirol, rät, einen solchen Schritt auf alle Fälle individuell zu

kann dabei die TIROLER VERSICHERUNG vorweisen. Sie erhielt als

betrachten und zu bewerten: „Wir empfehlen unseren Kunden,

einziger Regionalversicherer die Auszeichnung für „Hervorragende

das aktuelle Zeitfenster zu nützen und zumindest ein Bera­

Kundenorientierung“ und darf sich somit als „bester Regionalversi­

tungsgespräch mit Optionenanalyse zu führen.“

cherer Österreichs“ bezeichnen.

70

eco.nova


eco.geld

Value Investing – der goldene Weg zum Vermögen

A

lljährlich pilgern tausende Anleger

ECO.NOVA: Warum sollen Anleger in

nach Omaha, der Wirkstätte von

Value-Aktien investieren?

Warren Buffet. Die Jahreshaupt­

GEROLD FRISCHMANN: Value-Inves­

versammlung seiner Investmentfirma Berk­

toren sind nachweislich die erfolgreichsten

shire Hathaway ist längst zum Woodstock

Investoren der Welt. Gerade in unsicheren

für Kapitalanleger geworden. Anders jedoch

Zeiten sind Value-Aktien die beste Wahl. Gu­

als beim legendären Rockfestival bekommen

te Value-Aktien erfüllen unsere strengen,

die Pilger hier keine Musik zu hören, sondern

messbaren Qualitätskriterien wie hohe Ren­

Weisheiten der Investmentikone.

tabilität bei geringer Verschuldung. Natürlich

Das Faszinierende an Buffet ist, dass seine

müssen die Unternehmen auch ein konti­

Investmentregeln weder schwierig noch ge­

nuierliches und planbares Gewinnwachs­

heim sind. Schwierig sei nur, sie konsequent

tum aufweisen. Und das Wichtigste: Gute

umzusetzen, so FFP-Geschäftsführer Gerold

Value-Aktien sind günstig bewertet. Früher

Frischmann, der heuer selbst nach Omaha

oder später erkennt das der Markt und die

reiste. „Berkshire ist mittlerweile ein großer

Aktien werden steigen. Leider gibt es nur eine

Tanker. Buffet kann, wie er selbst sagt, nicht

kleine Gruppe von Aktien, die diese Eigen­

mehr in kleine, wachstumsstarke Unterneh­

schaften aufweisen.

men investieren, da sich deren Gewinn nicht stark genug in seiner Bilanz auswirken wür­

Auch Value-Aktien müssen im Kurs stei-

de. Außerdem widersprechen viele Invest­

gen, damit die Anleger Gewinne lukrieren

ments in mehrere kleinere Unternehmen ei­

können. Was passiert, wenn der Preis/

nem seiner Investmentgrundsätze, nämlich

Kurs über den tatsächlichen Wert steigt?

Anleger brauchen sich um nichts zu küm­

nur in wenige, ausgewählte Unternehmen zu

Das ist der zentrale Punkt beim Value-Inves­

mern. Hinzu kommt: Die zum Teil sehr ho­

investieren“, so Frischmann. Daher hat dieser

ting. Wir suchen hervorragende Unterneh­

hen Dividendenausschüttungen werden für

gemeinsam mit Volker Gelfarth vor einem

men zu einem günstigen Preis. Wir suchen

die Anleger automatisch reinvestiert.

Jahr das Gelfarth Select Strategiezertifikat

unterbewertete Unternehmen. Die Frage da­

aufgelegt, in dem in 15 Werte aus dem VAX

bei ist nicht, wie hoch der Preis eines Unter­

Sind Value-Aktien in der aktuellen Nied-

100, dem Value-Aktien-Index, investiert wird.

nehmens aktuell ist, sondern welchen Wert

rigzinsphase ein Ersatz für Staats- oder

„Darin befinden sich Werte, die auch Warren

wir für diesen Preis erhalten. Ist der wahre

Unternehmensanleihen?

Buffet gefallen würden, in die er aber nicht

Wert höher als der Preis, der aktuell an der

Im aktuellen Niedrigzinsumfeld gibt es keine

mehr investieren kann“, so Frischmann.

Börse gezahlt wird, sprechen wir von einer Si­

echten Alternativen zu günstigen Qualitäts­

Neben der Auswahl spielt natürlich der Preis

cherheitsmarge. Wir sind Schnäppchenjäger

aktien. Anleihen werfen kaum noch vernünf­

eine entscheidende Rolle, denn auch für her­

und nicht bereit, zu viel für eine Aktie zu zah­

tige Renditen ab. Auf Sparbüchern sind mitt­

vorragende Unternehmen kann man zu viel

len. Steigt der Aktienpreis über den tatsächli­

lerweile sogar Strafzinsen im Gespräch. Wir

bezahlen. Ziel ist es daher, beste Qualität mit

chen Wert, ist das Unternehmen überbewer­

haben es mit einem echten Anlagenotstand

einem erheblichen Abschlag zum so genann­

tet und die Aktien werden verkauft.

zu tun. Wichtig ist, dass Anleger ausschließ­

ten „inneren Wert“ zu kaufen. Aber auch die

lich in günstige Qualitätsaktien investieren.

langfristigen Aussichten sind entscheidend.

Sie verwenden Ihre Anlagestrategie auf

Das erfordert jedoch eine sehr aufwendige

Wenn ein Unternehmen langfristig seinen

ein Value-Aktien-Zertifikat. Was ist hier

Analysearbeit.

Umsatz und seine Gewinne steigern kann,

anders als bei einem direkten Investment

wird sich das auch im Kursverlauf widerspie­

in die entsprechenden Aktien?

Welche Rendite können Anleger mit die-

geln. Nichtsdestotrotz müssen Anleger je­

Im Gelfarth Select Strategiezertifikat ar­

ser Anlagestrategie erzielen?

doch auch mit Rückschlägen umgehen kön­

beiten drei starke Partner für den Vermö­

Warren Buffet hat in den letzten 50 Jahren

nen. „Man sollte nicht am Aktienmarkt tätig

gensaufbau der Anlege: die FFP Asset Ma­

nachweislich eine Rendite von über 20 Pro­

sein, wenn man Teile seiner Aktienbestände

nagement, die UBS Group AG und Volker

zent p. a. erzielt. Wir haben die Startaufstel­

nicht um 50 Prozent fallen sehen kann, oh­

Gelfarth, einer der besten unabhängigen Ak­

lung unseres Aktienzertifikats vom Juli 2016

ne in Panik zu geraten“, so Frischmann. Im

tienanalysten im deutschsprachigen Raum.

bis ins Jahr 2000 zurückgerechnet. Dabei wä­

Gegenteil sollte man den vorübergehenden

Gelfarth steht wie kaum ein anderer für die

ren wir auf eine Rendite von fast 1.800 Pro­

Kursverfall von Topaktien zu Käufen oder

konservative, defensive und sicherheitsori­

zent gekommen. Auch der VAX 100, der die

Nachkäufen nutzen, um so den Bestand zu

entierte Aktienauswahl. Die Anleger handeln

100 besten Value-Aktien der Welt zusammen­

verbilligen. Und dann brauche es nur noch

wie die besten Investoren der Welt und ha­

fasst, schlägt die meisten großen Aktienindi­

die Geduld, um abzuwarten, bis sich der Kurs

ben einen optimalen Aktienmix in nur einem

zes regelmäßig. Auch wir streben eine solche

wieder dem wahren Wert annähert. Oder

einzigen Zertifikat. Dieses wird aktiv gema­

Rendite für unsere Anleger an.

ihn gar übertrifft. Klingt einfach, ist es aber

nagt, das heißt, wir schichten die Aktien nach

nicht ...

unserer Strategie zur gegebenen Zeit um, die

// TEXT: MICHAEL POSSELT

eco.nova

71


eco.geld

S

eit der Finanzkrise setzte eine Flucht in Betongold ein, die quer durch die größeren Städte Österreichs die Im­ mobilienpreise nach oben trieb. So stieg beispielsweise von 2008 bis 2013

der Wert gebrauchter Eigentumswohnungen guter Wohnqualität in Innsbruck um 47 Prozent auf 3.127 Euro/m2. Die Mieten stiegen in diesem Segment im gleichen Zeitraum nur um 26 Prozent auf 11 Euro/m2,

wodurch die Mietrendite auf 4,2 Prozent zurückging. Mittlerweile sind derartige Renditen ein seltener Glücksfall. Die (Innsbrucker) Immobilienpreise sind förmlich explodiert. Der Zuzug bleibt, die Bauflä­ chen werden immer knapper und auch im Speck­ gürtel haben die Preise bereits ein stolzes Niveau erreicht. Doch die Nachfrage nach Immobilien ist quasi ungebrochen, wie unter anderem auch ZIMATirol-Chef Alexander Wolf im Interview auf Seite 42 bestätigt.

Überteuerung wird amtlich Seit 10. März 2016 ist der EZB-Leitzins bei 0 Prozent. Diese Nullzinspolitik beschleunigte europaweit den bereits ab 2014 zu beobachtenden einheitlichen Auf­ wärtstrend der Immobilienpreise. Kein einziges EULand, das für das 4. Quartal 2016 Daten zum natio­ nalen Immobilienmarkt lieferte, zeigte laut Eurostat eine rückläufige Tendenz. Im Euroraum verzeich­ neten die Wohnimmobilienpreise vom 3. auf das 4. Quartal eine Beschleunigung ihres Anstiegs von 3,4 auf 4,1 Prozent. Mittlerweile ruft der Immobilien­ boom bereits die Behörden auf den Plan. So warnte das ESRB (Europäischer Ausschuss für Systemrisiken) am 22. September 2016 erstmals öffentlich die zuständigen Ministerien von acht EU-Ländern, darunter auch Österreich, vor einer Überhitzung des Immobilienmarktes. Für Österreich lag die Begründung der Warnung in signifikanten Preisanstiegen und einer expansiven Kreditverga­ be. Das ESRB illustrierte die relative Verteuerung anhand der Entwicklung der PTI-Ratio (price-to-in­ come, Wohnimmobilienpreise zu Einkommen). Diese sei vom ersten Quartal 2010 bis zum ersten Quartal 2016 um 27 Prozent gestiegen, während im EU-Schnitt sogar ein Rückgang um einen Prozent verzeichnet wurde. Der nächste vom ESRB gezeigte Indikator bestätigt, was bereits anschaulich illus­ triert ist, nämlich, dass die Mieten nicht mehr mit dem Immobilienpreisanstieg Schritt halten können. Im genannten Zeitraum stieg der Price-to-rent-In­ dex (Verhältnis Wohnimmobilienpreise zu Mietein­ nahmen) von 100 auf 113 Prozent. Der Index aller EU-Länder ging indessen auf 97 Prozent zurück. Mit der Teuerung der Immopreise steigt auch die Verschuldung neuer Immobilienkäufer. Aus der Ban­ kenstichprobe des ESRB ging hervor, dass vom 4.

72

eco.nova

Vom Boom zur Blase? Der Europäische Ausschuss für Systemrisiken warnte bereits im September 2016 vor einer Überhitzung des Immobilienmarktes. Seit der Finanzkrise ging es nämlich mit den Wohnungspreisen steil bergauf. Mietrenditen und Leistbarkeit entwickelten sich dadurch rückläufig. Doch wie gefährlich ist die aktuelle Marktsituation wirklich? // TEXT: MICHAEL KORDOVSKY


eco.geld

DIE ÖSTERREICHISCHEN BANKEN SIND SOLIDE AUFGESTELLT. DIE HYPOTHEKARKREDITVERSCHULDUNG IN RELATION ZUM BIP IST NIEDRIG, DER EIGENMITTELANTEIL BEI IMMOBILIENKÄUFEN HOCH.

SELBST EIN WOHNIMMOBILIENCRASH WÜRDE IN ÖSTERREICH MIT HOHER WAHRSCHEINLICHKEIT KEINE GRÖSSERE BANKENKRISE AUSLÖSEN. Quartal 2014 auf das 4. Quartal 2015 bei den

BIP ist niedrig, da der soziale Wohnbau eine

neuen Hypothekarkrediten die DTI-Ratio

große Rolle spielt. Dies und der hohe Eigen­

(debt-to-income) von ca. 400 auf 490 Prozent

mittelanteil bei Immobilienkäufen erklären

anstieg. Im gleichen Zeitraum stieg bei den

auch die solide Relation der Hypothekarkre­

neuen Hypothekarkrediten der Bankenstich­

ditverschuldung zu CET1. Hinzu kommt ein

probe auch die LTV-Ratio (loan-to-value, Kre­

minimaler Ausfall der Immobilienkredite, da

ditvolumen zu Verkehrswert) von 60 auf 65

schließlich bei der Berechnung der fiktiven

Prozent. Die Immobilienpreise sind also ra­

Rate vor Kreditvergabe auch adverse Szena­

sant gestiegen, schneller als Einkommen und

rien höherer Zinsen durchgerechnet werden.

Mieten. Doch die Systemrisiken halten sich in

Selbst ein Wohnimmobiliencrash würde in

Österreich in Grenzen.

Österreich mit hoher Wahrscheinlichkeit kei­

Überschaubare Systemrisiken

ne größere Bankenkrise auslösen.

reich lediglich bei 28 Prozent des BIP. Im Ver­

Von der Finanzkrise zum Immobilienboom

gleich zu anderen kleinen offenen Volkswirt­

Im Prinzip sind Immobilien Zinsinstrumente

schaften in der EU ist das relativ niedrig. Die

mit Erträgen, die gleichzeitig noch an die In­

Die Hypothekarkreditexposure liegt in Öster­

Kreditqualität ist mit einer NPL-Ratio von 1,9

flationsrate gebunden sind, denn die Miet-

Prozent zufriedenstellend, die Coverage Ratio

einnahmen werden im Laufe der Zeit an den

von 55 Prozent (ohne Berücksichtigung der

Verbraucherpreisindex angepasst. Je tiefer

Sicherheiten) ist überdurchschnittlich. Die

die Zinsen sinken, desto attraktiver werden

Risikotragfähigkeit im internationalen Ver­

die Mietrenditen. Fallen die Kreditzinsen weit

gleich, gemessen an der Relation Hypothekar­

unter die Mietrenditen, kann dies einen Preis­

kredite/CET1 (hartes Kernkapital), ist mit 165

schub am Wohnungsmarkt auslösen. Genau

Prozent gut. Von der systemischen Risikoseite

das steckt auch hinter dem Boom, der erst ab

her kann somit Entwarnung gegeben werden.

2009 so richtig einsetzte. Waren nämlich bis

Das ist aber kein Widerspruch zum ESRB,

zum Jahr 2008 im 3-Monats-Euribor (wichti­

denn: Der ESRB-Risikohinweis für Öster­

ger Indikatorzins für variabel verzinste Kre­

reich fokussiert sich auf Veränderungen der

dite) noch Werte bis zu über vier Prozent p. a.

Risikotragfähigkeit der Haushalte und den

normal, so waren es 2009 im Schnitt nur noch

Anstieg der Immobilienpreise. Allerdings soll

knapp über einen Prozent.

auch das relative Ausgangsniveau (Vergleich

Im Jahr 2009 vollzog sich somit aus Sicht von

mit anderen Ländern) mit in die Beurtei­

Hypothekarkreditschuldnern ein Sprung in

lung einfließen. Die österreichischen Banken

der Leistbarkeit von Wohneigentum. Mit den

sind außerdem solide aufgestellt. Die Hypo­

Zinsen sinkt nämlich der monatliche Raten­

thekarkreditverschuldung in Relation zum

aufwand. Da der 3-Monats-Euribor mittler­

eco.nova

73


eco.geld

VON 2000 BIS 2016 STIEGEN DIE WOHNIMMOBILIENPREISE (EINFAMILIENHÄUSER, NEUE UND GEBRAUCHTE WOHNUNGEN) IN GANZ ÖSTERREICH UM 80,4 PROZENT. IM BUNDESWEITEN DURCHSCHNITT STIEGEN DIE JAHRESNETTOEINKOMMEN IM VERGLEICHSZEITRAUM LEDIGLICH UM 32,1 PROZENT BZW. 1,8 PROZENT P. A. MIT FÜNF DURCHSCHNITTLICHEN JAHRESEINKOMMEN (BUNDESWEIT GERECHNET) KONNTE MAN SICH 2001 IN INNSBRUCK NOCH IM SCHNITT 43,5 QUADRATMETER EINER GEBRAUCHTEN WOHNUNG MIT GUTER QUALITÄT LEISTEN. WER 2016 MANGELS ANGEBOT AM MARKT BEI DEN WENIGEN TOPANGEBOTEN BEISPIELSWEISE 5.000 EURO PRO QUADRATMETER ZAHLTE, KONNTE MIT FÜNF JAHRESEINKOMMEN NUR NOCH 22 QUADRATMETER ERWERBEN.

Niedrigzinsen verhindern Korrektur Da die Kreditzinsen ab 2009 purzelten und gleichzeitig die Nettoeinkommen moderat an­ stiegen, ist aus Sicht jener Immobilienkäufer, die Wohnungskäufe mittels Bankkrediten fi­ nanzieren, die Leistbarkeit seit dem Jahr 2000 per Saldo noch immer gestiegen. Das zeigt ein Leistbarkeitsindikator, der dokumentiert, wie viel Wohnraum sich ein Normalverdiener (un­ selbständig beschäftigt) im Laufe der vergan­ genen 17 Jahre leisten konnte. Dabei steht die Entwicklung eines fiktiven maximalen Kre­ ditvolumens (Rate 25 Prozent des Nettoein­ kommens, Zins 1,50 Prozentpunkte Aufschlag auf 3-Monats-Euribor, Untergrenze im Indika­ tor 0 %) der Entwicklung der Wohnimmobilienpreise gegenüber. Da das fiktive maximale Kreditvolumen infolge höherer Einkommen und niedrigerer Zinsen seit dem Jahr 2000 um gut 112 Prozent stieg, verbesserte sich die Leistbarkeit von Wohnimmobilien im bundesweiten Schnitt um ca. 18 Prozent. Aller­ dings erreichte die Leistbarkeit von Wohnimmobilien 2009 ihren Höhepunkt, da sich der Immobilienmarkt erst in einer gewissen Zeitverzögerung dem „Zinscrash“ anpasste. Seither ging es mit der Leistbarkeit von Wohnimmobilien rapide bergab. Im bundesweiten Schnitt ging diese infolge der starken Immo­ preisanstiege im Zeitraum 2009 bis 2016 um 15,9 Prozent zurück. Pickt man die gebrauch­ ten Eigentumswohnungen als wichtiges Seg­ ment heraus, so nahm dort seit 2009 die Leist­

weile auf –0,33 Prozent zurückging und der

zent p. a. Das bedeutet beispielsweise für

barkeit um 25,1 Prozent ab. Konkret bedeutet

EZB-Leitzins bei 0 Prozent liegt, können Top­

jemanden, der sich 2008 noch mit einer In­

dies, dass jemand, der sich 2009 auf Kredit

kunden mit guter Bonität ihre Immobilien be­

vestitionssumme von 6,8 Netto-Jahresge­

noch 60 Quadratmeter leisten konnte, heute

reits zu Zinsen von unter einen Prozent p. a.

hältern (Durchschnittswert) eine 80-Quad­

nur noch 48 Quadratmeter bekommt.

finanzieren. Sichere Staatsanleihen und Spar­

ratmeter-Wohnung leisten konnte, dass er

Diese Ausgangssituation macht den Immobi­

bücher bringen nur noch Erträge zwischen

heute bereits 10,8 Jahreseinkünfte dafür zu

lienmarkt bereits sehr störungsanfällig. Wür­

0,4 und 1,1 Prozent p. a. Die Mietrenditen für

berappen hat. Interessant ist dabei ein Blick

den beispielsweise heute die variablen Kredit­

Wohnungen in guten Großstadtlagen bewe­

auf das Jahr 2012, in dem die Wohnimmo­

zinsen von 1,5 auf 3,5 Prozent ansteigen, würde

gen sich in Österreich noch immer zwischen

bilienpreise bundesweit im Schnitt um 12,4

das fiktive maximale Kreditvolumen (bei 25

2,5 und 4,5 Prozent, was unter diesen Aspek­

Prozent explodierten. Damals führte die Eu­

Jahren Laufzeit) bereits um 20,1 Prozent sin­

ten akzeptable Werte sind – so die aktuelle

rokrise bzw. Krise der Peripherieländer des

ken. Selbst ein Anstieg des 3-Monats-Euribors

Momentaufnahme.

Euroraums dazu, dass wohlhabende Anleger

auf ein Prozent würde beim maximalen Kre­

Es gibt nämlich einen am Markt klar er­

aus Angst vor Geldentwertung in Betongold

ditvolumen einen Rückgang um 10,8 Prozent

kennbaren Zusammenhang zwischen Zins­

flüchteten, was das Preisgefüge verzerrte.

bedeuten. Dieses Szenario kann bis Ende 2020

niveau und Immobilienpreisen: Während

Derartige Schübe können in einem gewissen

mit hoher Wahrscheinlichkeit Wirklichkeit

die Wohnimmobilienpreise von 2000 bis

Rahmen jederzeit erneut auftreten, denn

werden. Nur könnte es in der Zwischenzeit

2008 bundesweit nur um 15,4 Prozent stie­

noch herrscht keine allgemeine Immobilien­

noch weitere Preissteigerungen in den Groß­

gen, beschleunigte sich deren Anstieg von

blase in Österreich, in manchen Städten und

städten geben, sodass eine stärkere Preiskor­

2008 bis 2016 auf 56,3 Prozent. Im gleichen

Wiener Bezirken ist jedoch bereits die Vor­

rektur ausgehend von einem höheren Niveau

Zeitraum stagnierten Löhne und Gehäl­

stufe erreicht, sodass eine partielle Vorwar­

einsetzen könnte. Steigende Zinsen sind das

ter. Das durchschnittliche Netto-Jahresein­

nung gerechtfertigt ist. Allerdings gibt es

eine Risiko. Hinzu kommen noch politische

kommen der unselbständig Beschäftigten

noch einen Faktor, der den Immobilienboom

Risiken wie eine Vermögenssteuer auf leerste­

stieg – trotz Steuerreform 2016 – in diesem

nach wie vor begünstigt, nämlich das niedri­

hende Wohnungen, die nur zu Spekulations­

Zeitraum nur um 14,5 Prozent bzw. 1,7 Pro­

ge Zinsniveau.

zwecken erworben wurden. 

74

eco.nova

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eco.wirtschaft

76

eco.nova


eco.geld

Neue Weltwährung oder reines Spekulationsobjekt? Vor wenigen Wochen verließen die Berichte über so genannte Bitcoins einschlägige Finanz- oder Computerzeitschriften und fanden Einzug in vielen Breitenmedien. Grund war der spektakuläre Kursanstieg der Kryptowährung. // TEXT: JÜRGEN HUBER

B

itcoins sind nicht einfach zu verstehen. Sie

gebrochen: Diebstähle und der Zusammenbruch der größten

sind eine Währung, jedoch eine ohne ein

Handelsplattform (Mt. Gox Anfang 2014) setzten Bitcoins zu.

Land oder eine Zentralbank, die dahinter

Die Transaktionskosten – Anfangs null – betragen nun meist

stehen. Nicht ganz so trivial sind indes das

zwischen fünf und 300 Euro pro Transaktion, einzelne Län­

„Mining“, mit dem neue Bitcoins entstehen,

der wie Island, Russland und Ecuador haben Bitcoins über­

und „Blockchains“, mittels derer aufgezeichnet und gespei­

haupt verboten. Für ihre Befürworter sind Bitcoins eine neue, alternative und bessere Währung; für Gegner ein Weg zur Fi­

chert wird, wer Bitcoins besitzt.

Pseudonym macht Währung Im Prinzip hören sich Bitcoins sehr gut an: eine dezentrale, anonyme, universelle Internetwährung, die auf jedem Com­

nanzierung illegaler Aktivitäten wie Geldwäsche sowie aller Fehlentwicklungen, die es im Internet leider auch gibt (Kin­ derpornographie, Drogen- und Waffenhandel etc.).

puter und Smartphone genutzt werden kann. So wie das

Sachlich betrachtet

E-Mail (meist) gratis für jedermann rund um die Uhr ver­

Wie fast immer haben auch Bitcoins Stärken und Schwä­

fügbar ist, ist Bitcoin ein Zahlungssystem, dass für jeden je­

chen. Oft sind diese identisch, denn die Anonymität, die Bit­

derzeit verfügbar sein kann. Gestartet wurde das System im

coins im Netz erlauben, ist sowohl ihre größte Stärke als auch

Jänner 2009, also kurz nach bzw. noch mitten in der großen

Schwäche. Eben weil sie Kriminellen erlauben, ohne Gefahr,

Finanzkrise, als das Misstrau­ en vieler Menschen gegenüber Banken, Zentralbanken und Währungen auf einem Tief­ punkt war. Der Schöpfer von Bitcoin (Satoshi Nakamoto, ein Pseudonym; seine wahre Iden­ tität ist unbekannt) bot auf die drängende Frage vieler, wo man Geld in versagenden Finanzsys­ temen noch sicher verwahren könne, eine simple Antwort: „Im Internet“. Um mit Bitcoins zu be­ zahlen, braucht man weder eine Kreditkarte noch ein Bankkonto noch muss man persönliche In­ formationen preisgeben (so die Theorie, in Österreich braucht man aufgrund von Geldwäsche­ bestimmungen sehr wohl einen Lichtbildausweis). Doch die ver­ sprochene unantastbare Sicher­ heit wurde seitdem mehrfach

entdeckt zu werden, verbotene

DER KURS DER BITCOINS STIEG VON RUND 500 EURO VOR EINEM JAHR AUF ÜBER 1.000 EURO ANFANG 2017 UND SCHLIESSLICH AUF 2.700 EURO MITTE JUNI. WIE SO OFT BEWAHRHEITETE SICH, DASS MAN ANLAGEN, ÜBER DIE ALLE REDEN, BESSER MEIDEN SOLLTE: DER KURS BRACH IN DEN NÄCHSTEN DREI WOCHEN UM FAST 30 PROZENT AUF 1.700 EURO MITTE JULI EIN, BIS MITTE AUGUST VERDOPPELTE SICH DER KURS JEDOCH WIEDER AUF EINEN NEUEN REKORDWERT VON RUND 3.500 EURO.

Waren zu verkaufen bzw. Löse­ geld (für gehackte Computer) zu erpressen. Starten wir zum besseren Ver­ ständnis bei den zwei Kernbe­ griffen Blockchains und Mining: Eine „Blockchain“ ist im Wort­ sinne eine „Kette von Blöcken“. Blöcke sind dabei Informationen, die Kette ist eine chronologische – das heißt: Zu jedem Zeitpunkt enthält die Blockchain als de­ zentrale Datei eine vollständige Historie aller bisherigen Trans­ aktionen, die jemals in Bitcoins durchgeführt wurden. Diese öffentlich verfügbare Datei ist damit (da sie auf zigtausen­ den Computern existiert) nicht fälschbar und trotz ihrer Öffent­ lichkeit anonym, da niemand mit seinem wahren Namen darin

eco.nova

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eco.geld

Quelle: www.bitcoin.de

Die Entwicklung des Bitcoin-Kurses in Euro vom 17. August 2016 bis 16. August 2017. 17. August 2016: Gewichteter Tageskurs: 517 BTC/EUR. Gehandeltes Volumen: 294,468 BTC bzw. 151.639,78 Euro 16. August 2017: Gewichteter Tageskurs: 3.500,40 BTC/EUR. Gehandeltes Volumen: 628,046 BTC bzw. 2.209.291,35 Euro 

vorkommt. Alle Informationen sind mittels

Blockchain einen neuen Block hinzufügt, er­

sogenannter „Hashes“ verschlüsselt.

hält die Belohnung, die derzeit 12,5 Bitcoins

(die Datei „wallet.dat“) der digitalen Geldbörse

Satoshi Nakamoto programmierte den Algo­

entspricht. Der Betrag halbiert sich alle vier

auf einem anderen Datenträger gespeichert

rithmus hinter Bitcoin so, dass alle Transak­

Jahre. Sobald ein Block abgeschlossen ist,

hat, so kann man die Bitcoins weiterhin nut­

tionen innerhalb von zehn Minuten in einen

wird die Blockchain auf allen beteiligten

zen. Ist der „Private Key“ aber verloren, so sind

„Block“ gruppiert und alle Blöcke in einer Ket­

Computern entsprechend aktualisiert. Die zu

es auch die Bitcoins und keine Versicherung

te – eben dieser Blockchain – gespeichert wer­

lösenden Rätsel werden dabei schwieriger, die

der Welt wird sie ersetzen – ein absolut siche­

den. Er fand zudem eine clevere Anreizstruk­

nötige Rechenkapazität mehr und die Beloh­

rer Wertspeicher sind Bitcoins also nicht.

tur, um sicherzustellen, dass die Blockchain

nung (Bitcoin, die man erhält) weniger.

Viele Österreicher mussten sich innerhalb des

aktuell gehalten wird: Von Fans wird der Bit­

Der Bitcoin zugrunde liegende Algorithmus

letzten Jahres indes auch gegen ihren Willen

coin gerne mit Gold verglichen. Das Erschaf­

führt dazu, dass insgesamt genau 21 Millionen

Bitcoins kaufen, denn Hacker, die mittels Vi­

fen neuer Bitcoins wird daher auch als „Mi­

Bitcoins generiert werden können, wobei 16,5

ren ihre Computer gesperrt hatten, verlangen

ning“ („Schürfen“) bezeichnet. Bitcoins werden

Millionen bereits geschaffen wurden und 4,5

als „Lösegeld“ derzeit vor allem Bitcoins (Preis:

eben nicht von einer Bank oder Regierung

Millionen in den nächsten Jahren geschaffen

zwischen ¼ und einem ganzen Bitcoin). Ein

ausgegeben, sondern alle zehn Minuten neu

werden. Durch die begrenzte Zahl an Bitcoins

Teil des Kursanstiegs von Bitcoins ist dem­

geschaffen. 12,5 Bitcoins pro zehn Minuten.

glauben viele, dass Inflation faktisch ausge­

nach auch auf die höhere Nachfrage aufgrund

Diese Schöpfung neuer Bitcoins geschieht, in­

schlossen ist und Bitcoins eine gute Wertanla­

der verstärkten Hackerangriffe zurückzufüh­

dem Computer Milliarden von hochkomple­

ge sind. Eine zweifelhafte Annahme.

ren. Auch die starke Nachfrage aus China, wo

xen Rechenoperationen durchführen. Diese

Sollte jemand Geld in Bitcoins anlegen wol­

Bitcoins als Möglichkeit gesehen werden, gro­

werden parallel von Tausenden Computern

len, so braucht er ein digitales „Wallet“, also

ße Geldmengen an der strengen Zentralbank

weltweit ausgeführt, weil alle „Miner“ diese

eine Geldbörsen-App auf dem Smartphone

vorbei außer Landes zu bringen, hat den Kurs

12,5 neu geschaffenen Bitcoins erhalten wol­

oder Computer. Mittels eines QR-Codes kön­

von Bitcoins nach oben getrieben.

len (derzeitiger Wert über 40.000 Euro). Der

nen Transaktionen dann innerhalb weniger

Stromverbrauch der weltweiten Gemein­

Sekunden durchgeführt werden. Theoretisch.

schaft der Miner ist enorm und entspricht

Tatsächlich ist das System derzeit so überlas­

Sind Bitcoins denn schon eine „richtige Währung“?

derzeit etwa 15 Prozent des gesamten Strom­

tet, dass es oft einige Stunden dauert, bis eine

Obwohl die Zentralbank von Japan dies seit

verbrauchs von Österreich, da die eingesetzte

Transaktion abgeschlossen ist. Wer in Öster­

Kurzem bejaht, ist es für Europa und Öster­

Rechnerkapazität etwa dem 100.000-fachen

reich Bitcoins kaufen möchte, muss sich auf­

reich bisher eher zu verneinen: Eine Währung

der Rechnerkapazität des besten Supercom­

grund der bestehenden Geldwäschegesetze

ist vor allem ein anerkanntes Zahlungsmit­

puters der Welt entspricht! Kritiker von Bit­

auch mit einem Lichtbildausweis registrieren

tel, für das man Waren kaufen kann. Ein Bit­

coin nennen den enormen Stromverbrauch

lassen. Anonymer läuft der Vorgang in Bit­

coin an sich hat keinen Wert und muss auch

folglich als eine große Schwäche des Systems.

coin-Cafés und bei speziellen Bitcoin-Automa­

von niemandem als Zahlung akzeptiert wer­

In Österreich lohnt sich Mining aufgrund der

ten ab. Dort werden aber Gebühren von bis

den. Das heißt, als Bitcoin-Besitzer müssen

hohen Stromkosten schon lange nicht mehr.

zu zwölf Prozent fällig.

Sie jemanden finden, der Ihnen dafür Waren

Der Miner, der das jeweils aktuelle krypto­

Was nun, wenn das Smartphone, auf dem

oder Euros gibt. Die dezentrale Struktur des

grafische Rätsel als Erster löst und damit der

man sein Wallet hat, defekt wird oder verlo­

Bitcoin, also das Fehlen von Banken und ei­

78

eco.nova

ren geht? Wenn man vorher den „Private Key“


eco.geld

ner Zentralbank, bedeutet, dass es auch keine

hat Bitcoin mit Blockchains ein technologi­

zentrale Stelle gibt, die einen Rücktausch ga­

sches Prinzip geschaffen, dass perfekt für die

rantiert oder an die man sich bei Problemen

sich derzeit entwickelnde sharing economy

wenden kann. Diese Gefahren sollten jedem

geeignet ist.

Anleger bewusst sein, bevor er Geld in Bit­

Ob Bitcoins bestehen bleiben, ist fraglich (ich

coins wechselt.

tippe auf nein, kann mich aber täuschen),

Sind Bitcoins, wie von manchen behauptet,

letztlich aber irrelevant. Wichtig ist, dass

nun tatsächlich am Weg, eine neue Weltwäh­

Blockchains es erlauben, dass Menschen, die

rung zu werden? Auch hier muss man (noch)

sich nicht kennen und nicht vertrauen müs­

verneinen: Der Gesamtwert aller 16,5 Milli­

sen, über ein unsicheres Netzwerk wie das Internet sicher Geld, Informationen oder Ei­

onen Bitcoins beträgt derzeit rund 50 Milli­ arden Euro. Das ist beträchtlich, jedoch weit entfernt von einer Weltwährung – an US­Dol­ lar oder Euro gibt es jeweils mehr als das

Univ.-Prof. DDr. Jürgen Huber ist Leiter des Instituts für Banken und Finanzen an der Universität Innsbruck.

gentumsrechte austauschen können. Daten­ banken wie Grundstücksregister und andere Eigentumsrechte können so billig, transpa­ rent und fälschungssicher verwaltet werden,

Tausendfache an Werten (Anleihen, Aktien,

worin insbesondere für Länder mit hoher

Spareinlagen und Bargeld) und selbst einzel­ ne Unternehmen wie Apple, Microsoft oder

chains, ein enormes Potenzial für die Zukunft

Korruption und schlechten Datenbeständen

Amazon haben einen mehr als zehnfachen

bietet.

wie etwa Bangladesch eine Chance gesehen

Börsenwert. Bitcoins sind sehr klar (noch) kei­

wird, endlich Rechtssicherheit zu schaffen.

ne neue Weltwährung und noch nicht einmal

Was bleiben wird

eine Anlageklasse für sich – ihr Wert beträgt

Kritiker wie Befürworter von Bitcoins sind

se hat ein auf Blockchains basierendes Regis­

deutlich unter einem Tausendstel der Aktien­

sich einig: Das Prinzip Blockchain, also ein öf­

ter von Personendaten erstellt, Estland plant

werte der Welt.

fentliches, dezentrales Register, das jeder ein­

Wahlen mittels Blockchains absolut anonym

Warum also der Hype um Bitcoins, wenn ihr

sehen und keiner fälschen kann, wird bleiben,

und fälschungssicher zu gestalten. Während

Wert doch überschaubar ist und die Risiken

selbst wenn Bitcoins verschwinden sollten.

Sie sich also getrost zurücklehnen und Bit­

groß sind? Erstens, weil der Preisanstieg von

So wie Napster, die legendäre, aber nun fak­

coins ignorieren können, sollten Sie sich mit

Bitcoins dramatisch war. Zweitens, weil Bit­

tisch inexistente erste Filesharing­Plattform,

Blockchains und deren vielfältigen Anwen­

coins ungewöhnlich und neu sind. Und drit­

ein Prinzip (filesharing) erfand, aber letztlich

dungsmöglichkeiten durchaus auseinander­

tens, weil das Prinzip dahinter, nämlich Block­

scheiterte, das volle Potential umzusetzen,

setzen.

Die Kaukasusrepublik Georgien beispielswei­

Innovation Days 2017 Hausmesse für Medien & Präsentationstechnik

Auf unserer Hausemesse werden zusammen mit unseren Ausstellungspartnern Next-Generation AV Systeme für Sitzungssäle, Konferenzräume, Seminarzimmer, Lehrlaboratorien oder einen einfachen Meetingraum vorgestellt. Außerdem lernen Sie unsere komplette Medien & audiovisuelle Präsentationstechnik und die neuesten eLearning Lösungen kennen. Erhalten Sie neue Impulse und Ideen aus erster Hand, wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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eco.nova

79


Art © PHILIPP SCHUSTER/ARLBERG1800

Kunst & Kultur

HERMANN NITSCH GILT ALS EINER DER WICHTIGSTEN VERTRETER DES WIENER AKTIONISMUS. MONUMENTALE SCHÜTTBILDER, ELEMENTE VON MALAKTIONEN UND GRAFIKEN ZUR ARCHITEKTUR SIND AKTUELL IN DER KUNSTHALLE ARLBERG1800 ZU SEHEN. bilder und Malhemden die Kathedrale wahrlich „ein heiliger Ort“ ist.

Zeigen, was darunter liegt

Die Werkschau am Arlberg zeigt einen ver-

// TEXT: JULIA SPARBER-ABLINGER

entwickelten, synästhetischen Geist als

träglichen Nitsch, der am Berg zeigt, was darunter liegt: UNTER DEN BERGEN widmet sich einem wichtigen Aspekt seiner Kunst – dem Hinabsteigen in Tiefen unter unserer alltäglichen Welt und dem Vordringen in das Innerste des Menschen. Sowohl im hoch auch im profanen, rein körperlichen Sinne.

H

Die Ausstellung hat museale Qualität, die ermann Nitsch hat sein Leben

sich Nitsch mit monumentalen Räumen, in

auch das unbekannte Mappenwerk gekonnt

zum Gesamtkunstwerk gemacht.

denen seine aktionistischen Inszenierungen

integriert und so in die mäandernden, gra-

Sein Orgien-Mysterien-Theater ist

idealerweise stattfinden sollten. Er entwarf

fischen Gedärme des Staatskünstlers Her-

untrennbar mit seiner wuchtigen Person

unterirdische Grabkammern und Höhlen

mann Nitsch vordringt. Die multidisziplinä-

verbunden und philosophische Grundhal-

für seine Begegnungen mit ritueller Mystik.

re Schau ist noch bis 8. April 2018 zu sehen.

tung einer Denkschule jenseits von Syn-

In den 1970ern ließ er sich in Prinzendorf

// www.arlberg1800resort.at

ästhesie. Sogenannte Synästheten laden

in Niederösterreich nieder, um seine Visio-

Sinnesreize mit einer zusätzlichen Wahr-

nen der rauschhaften Orgien in einem alten

nehmung auf – Töne können über die Haut

Schloss Realität werden zu lassen. Auf Blut,

„streichen“, Geschmacksempfindungen

Gedärme und Innereien haben die Einwoh-

zu einer Form und Bewegungen zu einem

ner des kleinen Dorfes als auch Tierschützer

Klang werden. Nitschs Orgien-Mysterien-

naserümpfend reagiert. Die Anerkennung

Theater ist dabei eine von ihm erfundene,

als Künstler kam zuerst im Ausland. Erst

synästhetische Mischung aus Konzert, The-

viel später wurde Nitsch auch hierzulande

ater, Performance, Weinverkostung, Selbst-

zum sogenannten Staatskünstler, dem seit

erfahrungskurs und Malaktion, die alle Sin-

2007 auch ein eigenes Museum in Mistel-

ne anspricht und miteinander verbindet.

bach (NÖ) gewidmet wird. Die unterirdische

Im Zentrum steht jeweils das gegenwärtige

Kunsthalle ist nun sinnbildlich der ideale

Seinsbewusstsein, das ihn auch zur multidis-

Ort für seine Werkschau, die einen ganzheit-

ziplinären Werkschau UNTER DEN BER-

lichen Anspruch erfüllt: Frühe Grafiken zur

GEN inspirierte. Darin verknüpft er Zeich-

Architektur des Orgien-Mysterien-Theaters

nung, Grafik, Aktionsmalerei und Fotografie

zeigen seine fundierte, über mehr als zwei

zu einem mystischen Ganzen – derzeit erleb-

Jahrzehnte andauernde Auseinanderset-

bar in der sogenannten Kathedrale, im Pro-

zung mit den Elementen und einer unterir-

jectspace und im Foyer von arlberg1800.

disch angesiedelten Architektur. So wie für

Bereits in den 1960er-Jahren beschäftigte

Hermann Nitschs überdimensionale Schütt-

80

eco.nova


eco.art

EARTH WITHOUT ART IS JUST EH …

SPRÖDE SCHÖNHEIT

D

ie Ausstellung „Fragile“ der italienischen Künstlerin Laura Manfredi ist eine Auseinander-

setzung mit der Historie und aktuellen Tendenzen der Jetztzeit. Ihre Grafiken, Zeichnungen, Objekte und Installationen treten miteinander in Dialog und lassen dabei archaische Wunderkammern entstehen. // Noch bis 7. Oktober (Finissage im Zuge der Langen Nacht der Museen) zu sehen in der Münze Hall.

LITERARISCHE SPURENSUCHE

V

om 8. bis 10. September finden auch heuer wieder die Internationalen Literaturtage Sprachsalz in Hall statt. Und das bereits zum 15. Mal. Freuen kann man sich auf Preisgekröntes von A. L. Kennedy und Verstörendes von David Vann. Einige der ge-

ladenen Autoren wie Sacha Batthyany, Guntram Vesper oder Rolf Lyss begeben sich auf eine vielstimmige Reise nach der eigenen Identität. Das gesamte Programm mit allen Autoren ist ab sofort unter www.sprachsalz.com zu finden.

BUCH.TIPPS

Sessel Skagen aus Teakholz und mit Seil bespannter Liegefläche, 1.259 Euro (Hocker: 395 Euro) // Dreisitzer-Loungesofa Riad aus Aluminium mit Teakholz-Armlehnen, ab 1.795 Euro – das modulare System gibt’s in vielen Varianten und Kombinationen.

DIE SCHLANGE VON ESSEX

Sara Perry, Eichborn Verlag 492 Seiten, EUR 24,00 Wissenschaft und Religion treffen im London des 19. Jahrhunderts ebenso zusammen wie Liebe und Vernunft. Die Geschichte einer Naturwissenschaflerin und eines Pfarrers – ein gefühlvoller aber unkitschiger Blick in die Seele.

WIR SIND DIE GUTEN

Dora Heldt, dtv premium 512 Seiten, EUR 15,90 Regionalkrimis boomen. Aus Gründen. In Dora Held’s Roman ermittelt Karl Sönnigsen auf Sylt. Schräg, aber gut!

LIEBLINGSPLATZ

E

in gutes Buch braucht ein feines Plätzchen, um gelesen zu werden. Wir empfehlen dazu die Terrasse und haben auch gleich die passenden Möbel dafür gefunden: den Liegestuhl Skagen und das Outdoorsofa Riad von Oasiq – beides super-

bequem, wetterfest und durch das zeitlos-moderne Design eigentlich immer und überall passend. Erhältlich unter anderem über www.livarea.de, wo es noch viele andere schöne Dinge gibt!

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eco.art

Für Anton Christian ist das menschliche Leben ein unbegrenzter Ort von künstlerischen Möglichkeiten.

In seinem Haus in Natters sieht er sich der Ästhetik verpflichtet. In seinen Bildern malt er das Elend. Anton Christian versteht seine Kunst als Widerstand gegenüber dem Verlust von Menschlichkeit. // TEXT: JULIA SPARBER-ABLINGER

A

© BIRGIT KOELL

„Ich male, was ist“ telierbesuch in Natters

man schaut, lugt eine im Stiegenhaus hervor.

pe 1918 die Verhandlungen zur Auflösung des

bei Anton Christian. Es

Unser Gespräch findet in der Bibliothek im

Osmanischen Reiches stattfanden“, erzählt er.

ist ein kühler Frühjahrs-

ersten Stock statt, davor aber noch rasch ein

Nach zähen Verhandlungen mit dem Hoteldi-

tag. Schon der Eingang

Blick in die gemütliche Esszimmer-Ecke. Ers-

rektor erwirbt er sie um 100 Dollar. Natters ist

lässt auf ein Künstler-

ter Gedanke: eine Maskerade. Anton Chris-

zwar kein Sultanat, doch allemal ein würdiger

haus schließen. Eine afrikanisch inspirierte

tian erklärt, dass afrikanische Kunst seine

Platz für das ehrbare Stück.

Holzfigur mit großen Augen steht begrü-

große Leidenschaft ist. Manche Masken

ßend neben der Klingel. Eine wunderschöne

scheinen das Esszimmer zu bewachen, ande-

Villa, 1894 erbaut, 1977 von Familie Kirchmayr

re blicken die Besucher freundlich lächelnd

Das menschliche Leiden als Teil seiner Kunst

gekauft. Anton Christian sind die zwei Vor-

an, bei manchen meint man ein sarkastisches

In Ehren hält er auch das Andenken an sei-

namen, die ihn als eigenständigen Künstler

Lächeln zu erkennen. Ein schönes Ensemble

nen Vater, „ein Künstler ohne besondere

neben der Vaterfigur bestehen ließen. Da-

aus Maske, Skulptur und Tischleuchte sticht

Wertschätzung für seine kreative Eigenleis-

mals noch. Heute zählt er zu den bekanntes-

ins Auge. Zur Lampe eine schöne Geschichte:

tung“. Für ihn war Kunst einfach Broterwerb

ten und erfolgreichsten Künstlern aus Tirol.

Anton Christian reist 2001 nach Aleppo und

in der eigenen Restaurierungswerkstätte. Er

Gleich im Flur rechts ein großes Gemälde des

steigt im damals schon heruntergekomme-

ließ den jungen Anton aber schon früh mit-

Vaters, Anton Kirchmayr. Auch Künstler, Res-

nen, aber noch bewohnbaren Hotel Baron ab.

arbeiten, vermittelte das Gefühl für Materi-

taurator, bedächtig genau bis zuletzt. Gemalt

Seit 2014 ist es geschlossen, der Bürgerkrieg

alien und Farben. Dankbar, aber doch sehr

von Emanuel Raffeiner, einem Tiroler Maler,

in Syrien hat es vollkommen zerstört. Anton

entschlossen hat sich Anton Christian als

der auch für seine Altarbilder berühmt war

Christian entdeckt dort die Lampe im Stil

Künstler eigene Wege erobert. Er verkörpert

(1881–1923). Ein Haus voll mit Kunst bis unters

der Wiener Werkstätte – goldener Fuß, beiger

den vom Literaten Franz Schuh so treffend

Dach. Arbeiten vieler bekannter Künstler aus

Schirm. „An sich nichts Besonderes, aber ich

zitierten „Modernitätstraditionalisten“. Die

Österreich, dazwischen immer wieder eige-

habe auf einer historischen Fotografie ent-

Bezeichnung blockiert die Möglichkeit, Tra-

ne Großformate und viele Masken. Wohin

deckt, dass unter dem Lichtstrahl dieser Lam-

dition gegen die Moderne auszuspielen, weil

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eco.nova


„ICH WILL KEIN ANGENEHMER KÜNSTLER SEIN.“

sein Anspruch, das direkte Hineinziehen in

Ein Maler und Denker, der sich jeder kunsthistorischen Schublade verweigert: Anton Christian in seiner Bibliothek in Natters.

seine realistische Formensprache. Wir übersiedeln kurz ins Atelier – ein heller Kubus mit Glasfront – mit Ausblick in den üppigen Gar-

Inspiration zugleich.“ Sohn Jakob ist auch

ten: „Da liegt meine Freude. Wenn es sprießt

Künstler, der sich – ebenso tiefgründig und

und wächst, gedeiht auch etwas in mir.“

entlarvend in seinen Beobachtungen – vom

Im Inneren des Ateliers widmet er sich der

Vater begleiten lässt. „Wir lernen voneinan-

diese selbst schon traditionell geworden ist.

Kontemplation mit Pinsel und Farbe. Er

der, ohne uns einzugrenzen. Das tut gut.“

Er wollte immer eigenständig wahrgenom-

verwandelt pralle Farbräume in düstere Ge-

men werden. Seine Bilder zeigen die unbe-

mälde. Inmitten von Leinwänden, Rahmen,

grenzte Leidensfähigkeit des Menschen, ge-

Malutensilien und Büchern sticht ein Foto

Die Vergänglichkeit als Inspirationsquelle

hen in die Tiefe. Warum ist das Leiden für

ins Auge: seine drei Söhne Markus, Jakob

Die Holzskulptur einer leidenden Karmafi-

den Künstler mehr zur Tradition geworden

und Clemens. Fröhlich lachend in Badeho-

gur, wie im Buddhismus gebräuchlich, ragt

als die Freude? „Weil es das interessantere

sen, Anfang der 1980er-Jahre. „Meine Frau

dominant über dem Schreibtisch im Ate-

Thema ist“, gibt er zur Antwort, um nachzu-

und meine Söhne sind mein bestes Korrek-

lier. Im Raum stehen großformatige Bilder.

setzen: „Ich male, was ist. Als sozialkritischer

tiv“, so der Künstler. Gattin Marlis lernt er

Überall Menschen mit hohlen Augen, trau-

Mensch sehe ich meine Malerei als künstle-

1966 in Paris kennen. Er ein junger Künstler,

rigem Blick, skelettartige Gerüste mit buck-

rische Reflexion zum Elend, dem wir nicht

der sich am Montparnasse ein Atelier teilt.

ligen Rücken. Eine nackte Skulptur kauert

auskommen.“

Sie eine Pharmaziestudentin, mit einer Rei-

in einem Einkaufswagen. In sich gekehrt,

Er ist gewohnt, dass Journalisten und Be-

segruppe unterwegs. Geheiratet wurde 1967.

verfallen, so thematisiert Anton Christian

trachter fragend vor seinen Bildern stehen

Mit dem ganzen Künstleridiom hatte sie

„Granny Dumping“. Gemeint ist das Abschie-

und ihren Blick lieber abwenden wollen. Da

nichts am Hut. „Das empfinde ich bis heute

ben älterer Menschen in würdelose Anstal-

setzt er als Künstler an. Die Berührung ist

als wohltuend. Es schafft Ausgleich und ist

ten. Manchmal ragen Gegenstände aus sei-

Anton Christian

eco.nova

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eco.art

Unzählige Masken in der EsszimmerEcke. Anton Christian verbindet mit jeder einzelnen eine persönliche Geschichte.

Afrikanische Kunst im herrschaftlichen Ansitz aus dem Jahre 1894. Anton Christian hat das Haus 1977 gekauft und behutsam zum Künstlerhaus umgebaut.

nen Bildern, die gekonnt collagiert werden. Manchmal scheint man dem Tod ins Auge zu schauen. Irgendwie beklemmend und so gar nicht passend zur freundlichen Erscheinung des Künstlers. Müssen die Darstellungen so hart sein, um die Betrachter zum Nachdenken zu bringen? „Ich will kein angenehmer Künstler sein.“ Seine Arbeiten sind starke Statements gegen die Zurückhaltung. Er hört hinein in die Bedürftigkeit der Menschen. Vor allem die der alten Leute. Einige seiner Skizzen entstehen aus Besuchen im Altersheim. Bereits 1993 präsentierte er seine ersten „Gesichter des Alterns“, inspiriert von Simone de Beauvoirs Buch „Das Alter“. Damit stieß er den Dialog über Demenz, Gebrechen und die Vergänglichkeit des Menschen an.

„WER NICHT AUS TIEFSTEM HERZEN WILL, WIRD AUCH AN DER BESTEN KUNSTSCHULE NICHTS LERNEN.“ Anton Christian

jedoch sei das Zusammensein mit Leuten, die das gleiche Ziel haben und ihre Erfahrungen austauschen. Anton Christian schrieb 1977 eine Selbstbiographie, die in der bekannten Kulturzeitschrift „das Fenster“ veröffentlicht wurde. Darin beschreibt er seine beharrliche Sehnsucht nach dem Künstlerdasein, das mit vielen Entbehrungen verbunden war: „Die Traurigkeit, die so häufig dem Verliebtsein parallel ist, habe ich geradezu an mich geholt …

Literatur beeinflusst sein Künstlerdasein

das seinesgleichen sucht, seit jeher inspiriert

mehr dasselbe Gemisch von Selbstmitleid,

Verwesung und Veränderung beschäftigen

von der Literatur – wohl deshalb schlägt er

Trauer und Liebessehnsucht aufbringen zu

Anton Christian seit den späten Sechziger-

wieder die Bibliothek als Fotohintergrund

können wie als 17-Jähriger.“

jahren. Er studiert an der Wiener Akademie

vor: „Irgendwie ist die Literatur mitschuldig

Beim Hinausgehen erzählt er ruhig weiter.

der Bildenden Künste und wohnt damals bei

an meiner Künstlerexistenz“, erzählt er. Fran-

Heute, 77-jährig, blickt er mit mehr Distanz

einer alten Dame in Untermiete. Diese kauft

cisco de Goya, ein spanischer Maler und Gra-

auf seine Gefühlswelt, aber auf eine erfüllte

ausschließlich verdorbenes Obst und abge-

fiker des frühen 19. Jahrhunderts, der die düs-

Lebenswelt, die im stilvollen Haus Ausdruck

laufenes Fleisch – weil es billiger ist – und

teren Seiten der menschlichen Seele gemalt

findet und gelebt wird. Die uneingeschränk-

der Geruch der Verwesung nimmt vom jun-

und beschrieben hat, zum Beispiel: „Wenn die

ten Freuden gepaart mit der kontrastreichen

gen Künstler Besitz. Nach seinen Jahren in

Vernunft einschläft, erwachen die Dämonen.“

Tragik sind ihm heute in jedem Moment be-

Paris lebt er in London und arbeitet weiter

Aber auch die Briefe von van Gogh, Paula Mo-

wusst. Darüber nachdenken kann er am bes-

mit Fundstücken, die zu künstlerischen Ob-

derson-Becker und die Kunstgeschichte Ge-

ten auf der Couch in der Esszimmer-Ecke.

jekten mutieren. Er lässt Fleisch verfaulen,

orgio Vasaris beeinflussten ihn. „Für meinen

Da blickt er liegend in eine der Masken, um

das er in Formaldehyd einlegt, bemalt, foto-

Vater war das Lesen Zeitverschwendung, die

seine jeweilige Stimmungslage zu spiegeln:

grafiert. Seine farbigen Schweinsköpfe hin-

kein Geld einbrachte.“ Der eigene innere An-

„Das Leben ist ein Geheimnis, doch will es

ter Glas stehen noch heute im Atelier.

trieb zur Entwicklung ist laut Anton Chris-

auch genossen werden“, lacht er und knipst

Prozesse der Transformation und Grundfra-

tian „der wahre Ausdruck von Talent. Wer

die Lampe aus dem Osmanischen Reich aus.

gen der menschlichen Existenz lassen sich in

nicht aus tiefstem Herzen will, wird auch an

Er ist ein Künstler, der nicht einzuordnen ist.

all seinen Arbeiten im Laufe der Jahre verfol-

der besten Kunstschule nichts lernen.“ Die

Sarkastisch, melancholisch, niemals kalt las-

gen. Kontinuierlich und expressiv entwickelte

Erlernbarkeit von Kunst durch einen Meis-

send. Ein moderner Traditionalist mit facet-

er ein umfangreiches, konzeptuelles Œuvre,

terschullehrer sieht er kritisch. Wesentlich

tenreichem Werk.

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jetzt noch empfinde ich es als Verlust, nicht


eco.art

© DANIEL BISKUP / LAIF / PICTUREDESK.COM

Manchmal muss man Dinge auf den Kopf stellen, um sie richtig herum wahrzunehmen.

Besuch von Hokusai II, 2015, Strichätzung und Aquatinta, 85,5 x 118,5 cm, Auflage 10

„DER BEGINN WAR REIN ZUFÄLLIG, ABER ALLES, WAS ICH DANACH GEMACHT HABE, GESCHAH IN DIESEM SINNE, ALSO GRAFIK NICHT ALS BILDERSATZ.“ Georg Baselitz

I

ch bin in eine zerstörte Ordnung

Wiederholung oder Reproduktion, vielmehr

flexion, als Junger streitbar und bis heute

hineingeboren worden, in eine zer-

ist sie weitaus intensiver als jede Zeichnung

leidenschaftlich. In Wort und Bild.

störte Landschaft, in ein zerstörtes

oder Malerei. Ist der Strich ins Material ge-

Volk, in eine zerstörte Gesellschaft.

kratzt, kann er nicht mehr überarbeitet

Und ich wollte keine neue Ordnung einfüh-

werden. Diese Endgültigkeit braucht die

ren. Ich hatte mehr als genug sogenannte

tiefe Auseinandersetzung mit dem eigenen

Ordnung gesehen. Ich war gezwungen, al-

Schaffen. Das verlangen die Bilder auch vom

les in Frage zu stellen, musste erneut ‚naiv’

Betrachter. In den 1960er-Jahren beginnt

anfangen“, sagt Georg Baselitz (*1938), der

Baselitz daher, seine Bilder auf den Kopf zu

in seinen Werken vor allem sein Leben in

stellen. Doch er dreht seine Werke nicht ein-

Deutschland während und nach dem Krieg

fach um, er arbeitet auch verkehrt herum.

verarbeitet. Dazu muss man manches auf

Das soll dabei helfen, alte Sehgewohnheiten

den Kopf stellen. Baselitz macht das nicht

aufzugeben und zu überdenken, um damit

nur mit seinem Denken. Er macht es auch

eine intensivere Auseinandersetzung mit

mit seinen Bildern.

den Bildern anzustoßen.

Georg Baselitz zählt zu den wichtigsten

Noch bis 29. September sind ausgewähl-

und einflussreichsten zeitgenössischen

te Werke Baselitz’ in der Galerie Rhom-

Künstlern. 1964 entdeckte er während eines

berg in Innsbruck zu sehen. Die Schau zeigt

Aufenthaltes in einer Grafikwerkstatt die

Druckgrafiken und Aquarelle von den frü-

Druckgrafik für sich. Eher zufällig, jedoch

hen 1990ern bis heute – unter anderem aus

nachhaltig, denn seitdem ist es die Grafik,

der Remix-Gruppe, bei denen der deutsche

die einen wichtigen Teil seines Œuvres bil-

Künstler auf frühere Werkzyklen zurück-

det. Dabei nutzt er die Druckgrafik nicht zur

greift. Generell ist Baselitz ein Mann der Re-

GEORG BASELITZ

• 1938 geboren in Deutschbaselitz in Deutschland als Hans-Georg Kern • 1956/57 Studium an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Ostberlin • 1957 – 1962 Studium der Malerei bei Hann Trier in Westberlin • 1978 Erhalt der Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe • 2004 Auszeichnung Praemium Imperiale, Tokyo • Seit 2003 lebt und arbeitet er in Salzburg GEORG BASELITZ – Druckgrafiken und Aquarell bis 29. September in der Galerie Rhomberg in Innsbruck www.galerie-rhomberg.at

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Norbert Maringer, „Behütet“

Leonard Sheil, Teil des Triptychons „Nave“

Diversität der Kunst

Die Galerie Nothburga präsentiert sich im Herbst facettenreich. Künstler und Genres werden gekonnt gemischt, aus den unterschiedlichsten Techniken und Inhalten wird eine synergetische Einheit kreiert. Jede Ausstellung im ehemaligen Ansitz Albersheim am Innsbrucker Innrain wird damit zu einem einmaligen Dialog, der harmonisch, aber auch kritisch geführt wird – so auch im Herbstprogramm.

Christian Eder, „o. T.“

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Peter Paszkiewicz, „Granit“


eco.art

NADA Dietel, „proud“

Ivo Rossi Sief, „We the Humans“

Wenn Grenzen verblassen

Mittelpunkt. Dem Vorarlberger zur Seite ste-

Norbert Maringer – Objekte // Leonard

hen Objekte von Peter Paszkiewicz. Der aus

Sheil – Malerei. 12. September bis 7. Oktober

Gmunden stammende Künstler arbeitet mit

Erde zieht sich wie ein roter Faden durch das

einem klaren und reduzierten Formenvokabu-

Werk von Norbert Maringer. Er beschäftigt

lar, dessen Geometrie durch eine sensible Bear-

sich mit Landart, Installation, mit Formge-

beitung der Oberflächen und Kanten völlig in

bung und Kombination verschiedenster Mate-

den Hintergrund zu treten scheint. Der Stein

rialien im großen Format wie auch im kleinen.

erlangt eine Lebendigkeit durch die sanfte

Die Eigenschaft des verwendeten Materials

konvexe und konkave Oberflächenspannung.

bedingt dabei die Formgebung – es ist vor al-

Beiden gemein ist der Dialog mit der Oberflä-

lem dieser Umgang mit der Stofflichkeit und

che und ihren Schichtungen, in beiden Zugän-

Haptik, die Maringers Arbeiten so interessant

gen spielt auch der Standpunkt des Betrach-

macht. Mit ihnen zu sehen sind Bilder des

ters eine wichtige Rolle – ein Wechselspiel

Texturenkünstlers Leonard Sheil, der sich auf

zwischen Bewegung, Licht und Zeit.

seine ganz eigene Weise dem Meer verbunden fühlt. Seine Werke sind ein Versuch, mit dem

Mensch sein

Ozean als versinkender transitorischer Raum

NADA Dietel – Malerei // Peter Matthias

umzugehen, von bekannten Positionen zu un-

Pflug – Objekte // Ivo Rossi Sief – Malerei.

bekannten Zielen. Wichtig ist Sheil, den Inhal-

14. November bis 7. Dezember

ten genügend (insbesondere Zeit-) Raum zu

Der Mensch ist das zentrale Thema in den

lassen, damit sie sich entwickeln können.

Arbeiten NADA Dietels – der Mensch, der

Die Malerei des Iren Leonard Sheil und die fi-

durch Körperhaltung und Mimik auf den

gürlichen Arbeiten des Norbert Maringer aus

Bildinhalt verweist und den Betrachter auf-

Niederösterreich ergänzen sich auf eine sehr

fordert, sein Selbstverständnis bei der Ausle-

besondere Art und Weise und begleiten in ei-

gung des Bildinhaltes zu überprüfen. „Meine

ne Welt der Erdung mit Meeresrauschen. Das

Werke fordern auf, an einem Diskurs über

Finale der Ausstellung ist die Beteiligung der

das menschliche Sein teilzunehmen. Diese

Galerie Nothburga an der Langen Nacht der

tastende Annäherung an die Sinnfrage, wel-

Museen am Samstag, 7. Oktober 2017. Beide

che zwischendurch aufblitzende Selbstironie

Künstler sind anwesend.

nicht verleugnen will, sondern auslebt, soll die

Geometrische Abstraktheit

Peter Matthias Pflug, Krebs aus dem Projekt „Invasion“

FREUNDESKREIS

Die Ausstellungen in der Galerie Nothburga werden von Seiten der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol, aber auch von einem regen Freundeskreis unterstützt. Mit einer freiwilligen Spende von 35 Euro pro Jahr leisten Mitglieder einen wertvollen Beitrag zur Förderung von Kunst und Kultur. Freundeskreis-Ausstellung: Mixed Media, 12. bis 22. Dezember Ob Sie malen, zeichnen, töpfern, bildhauern, sich mit Druckgrafik beschäftigen oder fotografieren, tanzen, schreiben oder performen: Jeder Ausdruck von Kreativität der Mitglieder des treuen, verlässlichen und stets wachsenden Freundeskreises findet bei dieser Ausstellung eine Plattform. Möchten Sie mitmachen, dann treten Sie dem Freundeskreis bei und melden sich unter info@galerienothburga.at, per Post oder bei Kuratorin Johanna Bair unter 0699/12 12 46 92 an. Das obligate Fest dazu ist am Eröffnungsabend geplant. Bankverbindung: Tiroler Sparkasse IBAN: AT 09 2050 3013 0000 5913

Bilder in der Intention um eine neue Dimension bereichern und ihnen Tiefe verleihen“, be-

Christian Eder – Malerei // Peter Paszkie-

schreibt der Maler Ivo Rossi Sief seine Arbei-

wicz – Objekte aus Stein. 17. Oktober bis

ten. Hingegen ist das Thema der Objekte von

11. November

Peter Matthias Pflug die Wandelbarkeit und

Der Maler Christian Eder entwickelt auf vor-

Auslese: evolutionsbiologische Metaphern, die

wiegend in Grau- und Schwarztönen gehalte-

zu Zeiten grundlegender globaler Veränderun-

nem Bildgrund Liniensysteme, die trotz ihrer

gen, Verschiebungen und Vernetzungen von

Strenge eine sinnliche Präsenz erlangen. Die

aktueller Bedeutung sind und uns alle ange-

Interaktion von Überlagerungen und Schich-

hen. „Invasion“ bietet diesbezüglich einen kräf-

tungen, von Fläche, Linie und Farbe steht im

tigen Denkanstoß in diese Richtung.

GALERIE NOTHBURGA Innrain 41, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/56 37 61 info@galerienothburga.at www.galerienothburga.at

Öffnungszeiten während der Ausstellungen: Mi. bis Fr. von 16 bis 19 Uhr Sa. von 11 bis 13 Uhr

eco.nova

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Mobil Auto & Motor

!

WEITERE TESTBERI CHTE, NEWS UND MEHR UN TE WWW.ECO-MOBIL. AT R

Der Arona ist das kompakte Pendant zum Seat Ateca: groß genug für Abenteuer, klein genug für die City.

KLEINER BRUDER

E

r reißt nicht ab, der Hype um die

DER PERFORMER

Großzügiges Platzangebot trotz überschaubarer Abmessungen: Kia Stonic

lich offroad unterwegs ist. Deshalb hat Seat

T

nun den Arona am Start, der sich als kleiner

stellbar – soll nämlich ab rund 22.000

Bruder des Ateca perfekt in die spanische

Euro zu haben sein. Lifestyle-E-Auto für

A

SUV-Familie einreiht. Mit 4,138 Metern ist er

alle sozusagen. Theoretisch. Denn die

ähnelt er dem Seat Arona und auch in

nur 79 Millimeter länger als der Ibiza, seine

Aufpreisliste ist lang und mit ein paar

Sachen Komfort können die Koreaner

Vorteile liegen aber in der Höhe. So überragt

Kreuzchen kratzt man relativ rasch an

durchaus mit. Außenansicht und Interi-

der Arona den Ibiza um 99 Millimeter, was für

der 60.000-Euro-Marke. Optisch ist der

eur wurden in Europa designt, was dem

mehr Bodenfreiheit im Gelände und gleichzei-

neue Innovativling etwas weicher gewor-

Stonic sichtlich gut tut. Die Motorenpa-

tig mehr Übersicht in der Stadt sorgt. In der

den, das Glasdach lässt ihn luftig wirken,

lette umfasst drei Benziner und einen

Einstiegsvariante kommt das City-SUV mit 95

das Interieur ist gefällig reduziert. Von

Diesel, das Leistungsspektrum geht von

PS daher, Topmodell ist der Vierzylinder-TSI

null auf 100 soll der Tesla in unter sechs

99 bis 120 PS. Auch das Infotainment und

mit 150 PS. Eine Erdgasversion ist in Vorberei-

Sekunden spurten, die Reichweite ist mit

die Sicherheit passen.

tung. Gestartet wird bei ca. 16.000 Euro.

bis zu 345 Kilometer angegeben.

SUVs. Besonders beliebt: die kompakte Variante davon, weil man damit in

der Regel doch öfter in der Stadt als tatsäch-

88

eco.nova

esla wird massentauglich. Der Tesla 3 – angekündigt für Sommer 2018 und für eine Anzah-

lung von 1.000 Euro ab sofort vorbe-

SCHNUCKI uch Kia will im Segment der Crossovers mitnaschen und rollt mit seinem Stonic zu

den Händlern. In Abmessung und Preis


ECO.MMENTAR

Böser Diesel?

Bruno König, Motorredaktion

I

rgendwie überrascht es mich schon: Bis die Manipulation bei VW ans Licht kam, war der Diesel hierzu-

lande Liebling und Volksheld zugleich. Seit dem Dieselgate ist er der Buhmann der Nation und Luftverschmutzer ersten Ranges. Fahrverbote werden diskutiert

Jaguar E-Pace: hübsches Kompakt-SUV mit fünf Sitzplätzen. Startpreis: 35.000 Euro

und am liebsten würde ihn so manche Regierung ganz abschaffen. Bis vor zwei

SO GEHT LUXUS

Jahren war davon nichts zu hören. Und das, obwohl die alten Dieselantriebe bis 2009 (Einführung Euro-5) alles andere als

mer noch das gediegene Altherren-

S

damit auch gleich, wie die Zukunft der

ro-6-Dieselmotoren gelten 80 Milligramm

auto vor sich? Das ist es längst nicht

Luxusklasse aussieht. Das Marken-Flagg-

als oberste Grenze. Das halten sie ein ...

mehr. Die Katze wird ihrem Namen mittler-

schiff zeigt sich unter anderem mit neuer

auch ohne Manipulation. Einige liegen

weile mehr als gerecht, denn schlussendlich

Designsprache und einem innovativen

sogar deutlich darunter. Trotzdem wird

ist und bleibt ein Jaguar ein Raubtier. Bei

Touch-Bedienkonzept, darüber hinaus

der Diesel schlechtgeredet und mit allen

der Premiere des neuen E-Pace gab es so-

ist der Audi A8 als erstes Serienauto der

Euronormen in einen Topf geworfen. Kon-

gar einen Weltrekord. Das kompakte Premi-

welt für hochautomatisiertes Fahren ent-

sumenten werden damit weiter verunsi-

um-SUV sprang mit einem 15 Meter langen

wickelt. Ab 2018 bringen die Ingolstäd-

chert. Die Autoindustrie ist nun gefordert,

Satz samt einer in der Luft ausgeführten

ter auch pilotierte Fahrfunktionen wie

Antriebe noch sauberer zu machen und

270-Grad-Fassrolle ins Guinness Buch. Das

Park-, Garagen- oder Staupilot in Serie.

vor allem das Vertrauen der Kunden zu-

müssen Sie natürlich nicht nachmachen,

Der Innenraum präsentiert sich als luxu-

rückzugewinnen. Nicht dass diese schon

können mit dem E-Pace aber trotzdem rich-

riöse Lounge, was er auch der deutlichen

bald auf ihren hart ersparten Dieselfahr-

tig Spaß haben. Der Athlet überführt das

Zunahme in der Länge verdankt. Starten

zeugen (mit denen sie dann auch nicht

Design und die Performance eines sportli-

wird der A8 mit zwei stark weiterentwi-

mehr in die Städte dürfen) sitzen bleiben ...

chen Jaguar in ein geräumiges, praktisches

ckelten V6-Turbomotoren ab 286 PS, zwei

Mehr dazu auf der nächsten Seite.

Modell mit viel digitaler Konnektivität. Seine

Achtzylinder mit 435 und 460 PS folgen et-

muskulösen Proportionen und die kraftvol-

was später. Die Preise werden mit Bestell-

le Schulterlinie passen perfekt zu dem, was

start im Spätherbst bekannt gegeben.

ROLLE VORWÄRTS

S

ie haben bei der Marke Jaguar im-

eine Weltpremiere feierte der

umweltfreundlich waren. Bis zu 250 Mil-

neue A8 Mitte Juli beim Audi

ligramm Stickoxid (NOX) durften Diesel

Summit in Barcelona und zeigt

pro Kilometer ausstoßen. Für heutige Eu-

Anregungen und Kommentare bitte an koenig@econova.at

sich unter der Haube abspielt. Hier spendiert Jaguar seinem jüngsten Modell ausschließlich 2,0-Liter-Vierzylinder-Motoren aus der neuen Ingenium-Familie. Topaggregat ist der 300 PS starke Turbobenziner, der die Wildkatze in 6,4 Sekunden von null auf 100 pusht, Schluss ist bei 243 km/h. Elektronisch abgeriegelt. Und auch sonst gibt’s im Innenbereich nichts zu meckern, wobei vor allem das LED-beleuchtete Head-up-Display ins Auge sticht. Auch in Sachen Fahrassistenz und Sicherheit ist der E-Pace bestens aufgestellt. Eine Rolle vorwärts empfehlen wir Ihnen aber trotzdem nicht ...

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eco.mobil

Böser Diesel? Vom Volksheld zum Buhmann der Nation: Der Diesel kommt nicht aus den Schlagzeilen. Doch ist er wirklich so dreckig, wie viele behaupten, oder wollen ihm einige nur den K.o.-Schlag versetzen?

© ARAL

// TEXT: BRUNO KÖNIG

E

s mutet ein wenig sonderbar an: Bis vor zwei Jahren (als die Manipulation bei VW ans Tageslicht kam) war der Diesel Lieb-

ling und Volksheld zugleich. Immer war zu hören: Er verbraucht so wenig, stößt weniger CO2 als ein Benziner aus (den NOx-Wert kannte bis dahin eh noch niemand) und ist zudem wertstabil. Jetzt plötzlich, seit dem Dieselgate, ist er der Buhmann der Nation und Luftverschmutzer ersten Ranges. Seitdem werden fast täglich Fahrverbote diskutiert und am liebsten würden ihn man-

„EIN GROSSER TEIL DER GEMESSENEN FEINSTAUB-IMMISSIONEN IST NATÜRLICH VERURSACHT UND DURCH DEN TAGESGANG DER SONNE GEPRÄGT. FAHRVERBOTE BRINGEN DESHALB GAR NICHTS.“ Matthias Klingner, Verkehrswissenschaftler

ter Elektroautos später einmal sein könnte, kann heute noch niemand einschätzen. Würde man den gesamten Verkehr in Tirol auf E-Mobilität umstellen, wäre die heimische Wasserkraft allein wohl auch zu wenig. Eventuell müsste man Strom dann zusätzlich mit Dieselaggregaten oder gar Atomenergie erzeugen.

Hersteller sind gefordert Die Autoindustrie ist also gefordert, Antriebe noch sauberer zu machen und vor allem das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen. Nicht dass diese schon bald auf ihren hart

che Regierungen lieber heute als morgen abschaffen. Bis vor zwei Jahren war davon

schlechtgeredet und mit allen Euronormen

ersparten Dieselfahrzeugen (mit denen sie

noch gar nichts zu hören. Und das, obwohl

in einen Topf geworfen. Auch von den Her-

dann vielleicht gar nicht mehr in die Städ-

die alten Dieselantriebe bis 2009 (Einfüh-

stellern selbst kommt nicht viel Aufklä-

te dürfen) sitzen bleiben und noch dazu die

rung Euro-5) alles andere als umweltfreund-

rungsarbeit. Konsumenten werden damit

Heizanlage erneuern müssen, weil Ölheizun-

lich waren. Bis zu 250 Milligramm Stickoxid

nur weiter verunsichert. Die Elektroautolob-

gen dann auch verboten werden. Spannend

(NOx) durften Diesel damals pro Kilometer

by sieht das naturgemäß als große Chance

wäre es auch zu wissen, wie sich Regierun-

ausstoßen. Für heutige Euro-6 Dieselmoto-

und fordert sogar eine verbindliche Quote

gen den Umstieg bei LKW, Baumaschinen

ren gelten 80 Milligramm als oberste Grenze.

für E-Autos. Damit wird ein enormer Druck

und Traktoren vorstellen. Die Fernreise und

Das halten sie ein ... auch ohne Manipula-

auf die Politik ausgeübt.

der Businessflug hätten sich mit dem Ver-

tion. Laut aktuellen Testergebnissen liegen

Das Elektroauto wird gerne als große Ret-

bot der Verbrennungsmotoren dann auch

einige sogar deutlich darunter. Ab 2020 und

tung für den Klimawandel angepriesen.

erledigt.

mit Einführung der Euro-6d-Norm müssen

Wie viel CO2 allerdings für die Herstellung

Der Arbeitskreis der österreichischen Auto-

Dieselfahrzeuge Grenzwerte nicht nur allein

eines Hochleistungsakkus produziert wird,

mobilimporteure meint dazu: „Wir sprechen

am Prüfstand, sondern auch im Alltagsver-

darüber wird kaum gesprochen. Wie um-

uns klar gegen Fahrverbote für Diesel-Pkw

kehr einhalten. Trotzdem wird der Diesel

weltschädlich die Entsorgung ausgedien-

und gegen ein konkretes Ausstiegsdatum

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eco.mobil

Seit Bekanntwerden der VWAbgasmanipulation steht der Diesel in der Kritik.

Fast täglich werden Fahrverbote für Dieselautos diskutiert.

vom Verbrennungsmotor aus. Fahrverbote

österreichischen Automobilimporteure, und

würden einer Enteignung der Autofahrerin-

er schließt ab: „Wir brauchen auf jeden Fall

nen und Autofahrer gleichen und einen Wert-

Rechts- und Planungssicherheit.“

verlust von 5,56 Milliarden Euro bedeuten. Die

Bleibt doch zu hoffen, dass der deutsche

Politik sollte Rahmenbedingungen schaffen,

Verkehrswissenschaftler Matthias Kling-

die technologische Umsetzung muss aber

ner mit seiner Behauptung nicht ganz un-

der Industrie überlassen bleiben. Wir setzen

recht hat: „Ein großer Teil der gemessenen

uns daher für Technologieneutralität und

Feinstaub-Immissionen ist natürlich verur-

Berücksichtigung der natürlichen Marktent-

sacht und durch den Tagesgang der Sonne

wicklung ein. Weder eine Bevorzugung noch

geprägt. Die Abgasbelastung ist minimal ge-

Benachteiligung einzelner Technologien ist

genüber der natürlichen. Fahrverbote wür-

zielführend“, so Günther Kerle, Sprecher der

den deshalb gar nichts bringen.“

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MENSCH UND MASCHINE WERDEN EINS.

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© TOM BAUSE

Sieht gut aus, fährt sich auch so: BMW R nine T Racer.

Schräglage Weniger ist oft mehr. Das sehen Motorradfreaks genauso und entscheiden sich immer öfter für Bikes, die puren Fahrspaß bieten. Wie die BMW R nine T Racer. // TEXT: BRUNO KÖNIG

D

sich auch: direkt, spontan, agil, kräftig und immens spurtreu. Wo immer man damit auftaucht, gehen die Daumen nach oben. „Kommt die BMW wirklich so aus dem Werk, kein Umbau?“ Der optische Auftritt in Weiß kombiniert mit dem Dekor der traditionellen BMW-Motorsportfarben kommt extrem gut an. Das Sechsganggetriebe fällt durch die Be-

er Trend zu den Retrobikes

ker und zurückverlegte Fußrasten strahlen

sonderheit auf, dass beim Einlegen des ers-

hält schon seit einigen Jah-

längst vergessene Sportlichkeit aus. Doch

ten Gangs nichts zu hören und am Schalt-

ren an: Motorräder für pu-

unter der Retrohülle steckt modernste

fuß auch kein mechanisches Einrasten zu

res Motorradfeeling, ohne

Technik: ein 1.170-ccm-Motor mit 110 PS, ein

spüren ist. Erst ein Blick auf die Ganganzei-

viel Schnickschnack. Auch BMW zählt dazu

leichter Stahl-Gitterrohrrahmen aus drei

ge im Cockpit schafft Gewissheit. Ansons-

und bietet in seinem Portfolio gleich meh-

Komponenten und eine Stabilitätskontrol-

ten funktioniert alles tadellos, was für die

rere Retrobikes. Eine davon ist die R nine T

le (ASC).

Bremsanlage gleichermaßen gilt. Denn die

Racer, die optisch an Sportmotorräder der

Geduckt und langgestreckt liegt man wind-

Racer soll – wie BMW erklärt – „nicht nur

frühen 1970er-Jahre erinnert. Halbschalen-

schlüpfrig auf der kultigen BMW. Genauso

allein aufs Fahren Lust machen, sondern

verkleidung, Höckersitzbank, Stummellen-

sportlich, wie die Racer aussieht, fährt sie

auch aufs Cruisen“.

Cruisen oder racen: Dieses Bike kann beides.

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Elektrisiert

Bis zu 230 Kilometer weit kommt man mit einer Stromladung.

D

Nach rund zwölf Stunden an der Standard-Steckdose ist der Tank voll geladen. An der Schnellladestation geht’s in gut vier Stunden.

ie erste Frage, die uns von

spurtet mit knapp 300 Nm ordentlich nach

Passanten zum Ioniq immer

vorne. Seine Stärke ist dennoch die kurvige

gestellt wurde, war: Wie weit

Landstraße. Dort nimmt er Biegungen bra-

kommt denn dieses Elektro-

vourös und lässt sich wirklich flott bewegen.

auto? Die Reichweite ist also nach wie vor

Dieser Spaß geht halt auf die Reichweite, al-

das wichtigste Merkmal eines Stromers. Und

so schnell wieder in den Ecomodus. Wirklich

die Frage ist absolut berechtigt, denn wer

fein sind die zwei Schaltwippen am Lenkrad.

will schon ständig nach einer Lademöglich-

Dort lassen sich nicht wie gewohnt die Gän-

keit suchen und sein Auto dann für mehrere

ge wechseln, sondern der Grad der Rekupe-

Stunden stehen lassen? Der Hersteller – also

ration verändern. Nutzt man das oft, muss

Hyundai – gibt für den vollelektrischen Io-

man weniger bremsen. Allerdings sollte man

niq eine Reichweite von 280 Kilometern an.

sich dann eingestehen, dass man damit dem

Mittlerweile wissen wir aber, dass sich diese

Fahrverhalten von Schleichern ähnelt.

Angaben auf das maximal Mögliche unter

Vier Schalter ersetzen den Ganghebel.

HYUNDAI IONIQ ELEKTRO • • • • • • • •

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Motor: Elektromotor Leistung: 88 kW/120 PS Drehmoment: 295 Nm Beschleunigung: ca. 7,0 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 165 km/h Testverbrauch: 12,6 kwh/100 km Spaßfaktor: 6 von 10 Preis: ab 33.990 Euro

besten Voraussetzungen beziehen, sprich:

Platz und Qualität

warme Temperaturen, gutes Wetter, Tages-

Die Qualität des Innenraumes ist nicht die

licht, flache Straßen, keine anderen Strom-

allerhöchste Stufe, geht aber in Ordnung.

verbraucher. So gut wie nur möglich ver-

Das ist Teil des Deals, damit der Kaufpreis

suchten wir während unserer Testtage diese

halbwegs vernünftig bleibt. Dafür über-

Parameter einzuhalten. Positiv überrascht

zeugen Platzangebot und Bedienung. Vier

konnten wir feststellen, dass die Abweichung

Schalter in der Mittelkonsole ersetzen den

zur Werksangabe gar nicht arg groß ist – von

Ganghebel, der Rest ist intuitiv angeordnet.

früheren E-Autos kennen wir das anders.

33.990 Euro verlangt Hyundai für den Ioniq.

Gute 230 Kilometer reichte eine Ladung

Dazu gibt’s fünf Jahre Garantie aufs Auto

Strom. Nicht schlecht. Klar haben wir da-

und acht Jahre auf den Akku sowie bis zu

bei weder Radio, Licht noch die Klimaanlage

4.300 Euro Förderung für Private. Ein faires

verwendet. Speziell Letztere zuzelt nämlich

Angebot für Nicht-viel-Fahrer. Unsicher-

ordentlich Strom aus dem Tank.

heitsfaktor bleibt allerdings die Restwert-

Überrascht hat uns auch die Fahrdynamik

prognose. Hier kann noch keiner verbindlich

des Stromers. Im Sportmodus legt der Ioniq

beurteilen, wie sich der Elektro-Gebrauchte

zusätzliches Drehmoment obendrauf und

entwickeln wird.

© BRUNO KÖNIG

Der vollelektrische Hyundai Ioniq sieht gut aus, bietet großzügig Platz und schafft auch fast die vorgegebene Reichweite. // TEXT: BRUNO KÖNIG

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Unser Testwagen kam mit feschen 17-Zöllern und trendiger „Silver-Grey“-Lackierung.

Powerknirps Der Ford Fiesta ist eigentlich ein feiner und praktischer Kleinwagen für die Mutti. Eigentlich. // TEXT: BRUNO KÖNIG

M

FACTS it 200 PS und dem Ty-

geflanschtem Sound-Symposer am Saugrohr,

penschild ST200 am

der einen wunderbar sportlichen Motorklang

Heck wird der Fiesta zum

im Innenraum vermittelt. Untermalt von die-

echten Powerknirps mit

ser Klangkulisse spurtet der schnelle Fiesta

enormem Spaßpotenzial. Und plötzlich auch

in nur 6,7 Sekunden auf Tempo 100. Der ve-

interessant für Papi. Auf nur vier Metern

hemente Vorwärtsdrang geht munter weiter

Länge und mit rund 1.000 Kilo Eigengewicht

und endet erst bei 230 km/h. 230! Im Fiesta

stellten die Kölner eine echte Fahrmaschine

eine echte Ansage und ein Erlebnis, wie wir

auf die Räder. Die Musik kommt dabei nicht

auf der deutschen Autobahn selbst erleben

nur aus der Audioanlage allein, sondern viel-

durften. Speziell der 3. und 4. Gang schieben

mehr aus dem 1,6-Liter-Turbomotor mit an-

mächtig nach vorne. Grund dafür ist der

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Ford Fiesta ST200 EcoBoost

• • • • • • • • • •

Motor: 1.6-Vierzylinder-Turbo Leistung: 147 kW/200 PS Drehmoment: 320 Nm Beschleunigung: 6,7 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 230 km/h Testverbrauch: 7,6 Liter/100 km CO2-Ausstoß: 140 g/km Spaßfaktor: 8 von 10 Punkten Spaßfaktor: 8 von 10 Preis: ab 24.590 Euro


eco.mobil

Sportlich: Recaro-Sitze mit ST-Logo

Overboost, der für maximal zwanzig Sekunden 215 statt der üblichen 200 PS und 320 Nm an die Vorderachse leitet. Das kurz übersetzte Getriebe ist ohnehin ein enormer Spaßbringer und verleitet zum zahlreichen Schalten, obwohl es oft gar nicht nötig wäre. Aber der die kurzen Gänge machen einfach Gaudi. Dank der ausgeklügelten Technik ist auch am Kurvenausgang noch immer genug Traktion vorhanden, um mit Vollgas aus der Bie-

© BRUNO KÖNIG

mächtige Druck aus dem Drehzahlkeller und

gung zu zischen. Die feinfühlige Lenkung unterstützt dies hervorragend. Der Testver-

Innenraum gefällt mit tollen Recaro-Sit-

auch beim Preis: 24.590 Euro werden für

brauch von 7,6 Liter auf 100 Kilometer geht

zen, roten und silbernen Nähten und der

den ST200 mindestens fällig. Unser in „Sil-

angesichts des hohen Spaßpegels absolut in

handgemachten Plakette „ST200“ vor dem

ver-Grey“ lackierte Testwagen mit üppiger

Ordnung.

Ganghebel. Lastenesel ist der sportliche

Sonderausstattung kommt gar auf über

Fiesta natürlich keiner, trotzdem schluckt

30.000. Kein Pappenstiel, angesichts des ge-

er fast 300 Liter Gepäck, was für den Wo-

botenen und enormen Spaßpotenziales und

Nicht nur außen zeigt sich der Fiesta ST200

chenendausflug für zwei völlig reicht.

fünf Jahren Garantie aber doch wieder an-

von seiner sportlichsten Seite. Auch der

Erst einmal schlucken muss man dann

gemessen.

Sportlicher Innenraum

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Einfach Grand

druckenden Laufruhe. Der Verbrauch pendelte sich während unseres Tests bei 5,9 Liter im Schnitt auf 100 Kilometer ein. Das Automatikgetriebe mit Doppelkupplung erledigt

Auch wenn immer mehr auf das Thema SUV setzen – der Van hält sich weiterhin wacker, weil geräumig, praktisch und hübsch, wie uns der Renault Grand Scenic im Test bewies. // TEXT: BRUNO KÖNIG

I

dabei einen guten Job und gab nie Anlass zur Kritik.

Schwebende Mittelkonsole Der Innenraum des Grand Scenic gefällt mit

n der Länge übertrumpft der Grand

195er-Gummi recht schmal, damit der Sprit-

viel Luxus und zahlreichen Ablagefächern.

Scenic den „normalen“ um beachtli-

verbrauch nicht darunter leidet.

Besonders fällt die scheinbar schwebende

che 23 Zentimeter. Damit kommt er

In unserem Test fuhren wir den 160 PS star-

Mittelkonsole auf, die Renault mittlerweile

dem großen Bruder Espace schon

ken Diesel mit fünf Sitzen in der Topausstat-

bei vielen aktuellen Modellen verbaut. Da-

recht nahe. Auch optisch ist der Auftritt ein

tung Bose. Für größere Familien und gegen

rin findet sich auch der 8,7 Zoll große Bild-

ähnlicher und damit ein fescher und vor al-

einen Aufpreis von rund 800 Euro führen die

schirm, über den die meisten Einstellungen

lem imposanter. Dazu tragen zum einen das

Franzosen den Grand Scenic auch als Sieben-

erledigt werden. Einfach und schnell, wenn

schwarze Dach (in der Ausstattung Bose seri-

sitzer im Programm.

man sich auskennt oder vorher ein bisserl

enmäßig) und die mächtigen 20 Zoll großen

Der moderne Euro-6-Diesel-Antrieb glänzt

geübt hat.

Räder bei. Trotzdem bleiben die Reifen mit

dabei mit kräftigem Antritt und einer beein-

In der Verarbeitungsqualität konnten die Franzosen in den letzten Jahren stark aufholen. Schon immer ein Vorbild waren sie hingegen, was üppige Ausstattungen und

FACTS

durchdachte Raumkonzepte betrifft. Alles

RENAULT GRAND SCENIC ENERGY DCI  BOSE

• • • • •

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Motor: 1,6-Liter-Vierzylinder-TD Leistung: 118 kW/160 PS Drehmoment: 360 Nm Beschleunigung: 10,7 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 208 km/h Testverbrauch: 5,9 Liter/100 km CO2 -Ausstoß: 118 g/km Crashsicherheit: 5***** (92 % lt. NCAP) Preis: ab 22.190 Euro

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maßgeschneidert für Familien. Das große Handschuhfach mit Kühlfunktion, das auf Knopfdruck ausfährt, kommt besonders bei Kindern gut an, die klangvolle Bose-Anlage dafür bei Mama und Papa. Allerdings muss man dafür schon etwas tiefer in die Tasche greifen: Das Topmodell kostet 34.890 Eu© BRUNO KÖNIG

• • • •

wirkt bis ins letzte Detail durchdacht und

ro. Wer mit etwas weniger Luxus zufrieden ist, kann schon ab 22.190 Euro einen Grand Scenic fahren. Geräumigkeit und optischer Auftritt bleiben dabei gleich.


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Großer Spaß für kleines Geld

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Das Öffnen des Dachs sieht kompliziert aus – ist es aber nicht.

Dach ins Fach

„RF“ nennt sich das jüngste Modell des Mazda MX-5 und bedeutet so viel wie „Retractable Fastback“. // TEXT: BRUNO KÖNIG

W

er jetzt – so wie ich–

Wegen ... und du sitzt drinnen wie maßge-

Zu haben ist der offene Japaner ab 31.390

immer noch nicht

schneidert. Die 160 PS des Saugmotors rei-

Euro. In der Topausstattung wie in unserem

weiß, was das heißen

chen völlig aus, willig dreht er hinauf bis an

Testwagen kommt er auf 38.690, dann ist aber

soll: egal. Das Dach ver-

den roten Bereich. Jetzt werden vielleicht ei-

Schluss. Mehr geht nicht. Damit zählt der

schwindet bei diesem MX-5 jedenfalls hinten

nige denken: Ich will aber cruisen mit einem

MX-5 RF zu den ganz Großen unter den Klei-

im Kofferraum. Was so kompliziert klingt,

Cabrio. Keine Sorge, das hat der MX-5 auch

nen. Fahrleistungen, Rückmeldungen und

funktioniert ganz einfach, nämlich elekt-

als RF nicht verlernt.

Fahrspaß sind enorm und einmalig in dieser

risch: Ein kleiner Schalter in der MittelkonHeck verschwinden. Übrig bleibt ein styli-

Lange Schnauze, kurzes Heck

scher Targa mit zwei Sitzen.

Die Linie des kurzen Autos ist Mazda sehr

Der offene Mazda sieht aber nicht einfach

gelungen. Die lange Schnauze und das kur-

nur gut aus, den größten Spaß liefert der RF

ze Heck erinnern sogar an eine Corvette. Das

beim Fahren selbst. Er ist eine echte Fahrma-

elektrische Öffnen des Dachs ist eine se-

schine mit Gefühl: Gas, Lenkrad und Schalt-

henswerte Darbietung: Irgendwie schaut das

hebel, mehr nicht. Braucht er auch nicht, o.k.,

ganz furchtbar kompliziert aus. Ist es aber

manchmal die Bremse.

nicht. Drinnen sitzt man perfekt, vorausge-

Der kleine Roadster bringt so viel Fahrspaß

setzt man ist nicht größer als 1,85 m, sonst

wie kaum ein anderes Fahrzeug – auch teu-

gibt’s Probleme mit der Frisur. Spaßig wird’s

rere nicht. Dieser kernige Klang des 2.0-Li-

jedoch, wenn man das ESP ganz ausschaltet.

ter-Motors, die direkte Lenkung und das

Damit sind schöne und gut kontrollierbare

knackige Schaltgetriebe mit seinen kurzen

Drifts möglich.

sole lässt das Dachteil in nur 13 Sekunden im

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Preisklasse.

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eco.mobil

Platz für alle Vor Kurzem erhielt der Kia Carens ein technisches wie optisches Facelift. Im Test begeistert der kompakte Siebensitzer mit Raum, Design und hoher Qualität. // TEXT: BRUNO KÖNIG

B

ei vielen, die sich für ein Familienauto interessieren, steht der Carens meist

Drei Punkte, die für den Kia Carens sprechen: Design, sieben Jahre Garantie und Preis/Leistung.

gar nicht auf der Wunsch-

liste. Zu Unrecht, wie wir während unseres 14-tägigen Tests feststellen konnten. Das Platzangebot überzeugt, die Qualität ebenso und auch das Design kann man für einen Siebensitzer getrost als sehr gelungen bezeichnen – Peter Schreyer halt. Warum der Kia nicht öfter in den Köpfen von Kinderhabenden Autokäufern eine Rolle spielt, verwundert schon. Das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt nämlich genauso wie das üppige Platzangebot des wandlungsfähigen Familien-Vans. Zahlreiche Ablagen und Klapptische an den Rückenlehnen ... alles wirklich sauber verarbeitet. Dazu ist der Carens komfortabel ausgestattet und bietet Platz für bis zu sieben Personen, die auf allen Reihen gemütlich sitzen. Zudem bleibt der Kia mit 4,53 Metern Außenlänge auch im dichten Stadtverkehr recht kompakt und agil. Die Parkplatzsuche verliert damit ihren Schrecken und mit der Rückfahrkamera bleibt auch die Übersicht gewahrt. Weicher Kunststoff findet sich nicht nur am Armaturenbrett, auch die Türverkleidungen wurden damit ausgestattet. Das feine JBL-Soundsystem ist in der Ausstattung „Platin“ serienmäßig und klingt hervorragend.

Viel Platz, wenig Verbrauch

FACTS

Der 1,7-Liter-Selbstzünder überrascht mäßigtem Verbrauch. Mit gut sechs Litern auf 100 Kilometer fand er bei uns das Auslangen. Das moderne Automatikgetriebe leitet bis zu 340 Nm Drehmoment an die Vorderachse weiter und arbeitet dabei recht unauffällig. Mit all diesen Tugenden und sieben Jahren Garantie kann der Carens vollends überzeugen. Dieses Preis-Leistungs-Verhältnis muss man bei der Konkurrenz erst einmal finden.

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KIA CARENS . CRDI PLATIN • • • •

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Motor: 1.7-Vierzylinder-Turbodiesel Leistung: 104 kW/141 PS Drehmoment: 340 Nm Beschleunigung: 10,4 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 193 km/h Testverbrauch: 6,1 Liter/100 km CO2 -Ausstoß: 118 g/km Crashsicherheit: 5***** (89 % lt. NCAP) Preis: ab 22.890 Euro oder 174 Euro/Monat (Titan)

© BRUNO KÖNIG

mit ordentlichen Fahrleistungen bei ge-


promotion Autoland

AUTOLAND auf der Überholspur

Die Autoland PPAT GmbH mit Hauptsitz in der Innsbrucker Hallerstraße übernahm vor kurzem den renommierten Mercedes-Benz-Betrieb Haidacher in Schwaz und hat mit Mercedes Benz, Peugeot, Citroen, Chevrolet, Subaru und Kia nunmehr sechs Markenvertretungen in seinem Service- und Produktportfolio. Familienministeriums und der Tiroler Landesregierung zum familienfreundlichsten Arbeitgeber Tirols. „Wir sind stolz auf die glänzenden Leistungen unsere Mitarbeiter, welche neben dem Umsatzwachstum auch Maßstäbe bei der Kundenzufriedenheit setzen“, freut sich Mag. Patrick Pfurtscheller.

TOP-Verstärkung im Peugeot-Verkaufsteam Die Marke Peugeot hat mit dem neuen 3008 (als Car of the year ausgezeichnet) und 5008

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absolute Bestseller auf den Markt gebracht. „Mit Oskar Scaramuzza konnten wir den eras Unternehmen konnte seinen

fahrensten Peugeot-Experten Tirols für un-

Umsatz seit 2014 fast verdreifachen

ser Vertriebsteam gewinnen“, zeigt sich Dr.

und zählt damit zu den wachs-

Peter Raunicher erfreut.

tumsstärksten Unternehmen des Landes. Dabei wächst nicht nur der Umsatz, son-

Positiver Blick in die Zukunft

dern augenscheinlich auch die Zufriedenheit

Mit der Markenvielfalt von Peugeot, Citroen,

seiner Kunden. So haben die Autoland-Fir-

KIA, Subaru und nun auch Mercedes Benz

menkunden in einem nationalen Voting

bietet das Autoland ein umfangreiches Ser-

der Fachzeitschrift „Firmenwagen“ das Au-

vice- und Produktsortiment aus qualitativen

toland Innsbruck zu Österreichs Autohaus

und preiswerten PKWs und Nutzfahrzeu-

des Jahres gekürt. Besonders freuen sich die Eigentümer über die Auszeichnung des

gen. „Wir blicken in eine positive Zukunft“, ist Neu im Autoland: Verkäufer Oskar Scaramuzza

Pfurtscheller überzeugt.


Lifestyle Luxus & Trends

CKE U M H SC e Stück

Links: Auffälliges Edelstahlcollier von Gooix in Roségold mit schwarzen Keramikelementen und weißen Kristallsteinen um 139,90 Euro. Rechts: Sommerliches Collier aus Sterlingsilber, ebenfalls von Gooix, Anhänger in Form eines Seesterns mit weißen Zirkoniasteinen besetzt, um 99 Euro. Zu beiden Stücken sind passend Armbänder bzw. Ohrschmuck erhältlich. // Gooix gesehen bei Juwelier Hampl in Innsbruck.

SO STYLISCH KANN PAUSE SEIN

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ir geben’s zu: Wir sind im Fußballfieber. Und das nicht erst seit dem guten

Abschneiden der Mädels bei der Frauen-EM. Denn diesen stylischen neuen „Mitarbeiter“ hatten wir schon vorher im Büro stehen. Der Design-Tischkicker von RS Barcelona macht nicht nur ordentlich Wind, sondern auch genauso viel Freude: Hochwertig verarbeitet (und richtig schwer!) und cool in der Optik passt er ins Hotel ebenso wie ins kreative Büro. Und natürlich ins private Zuhause. Als besonderes Highlight wird er dort dank einer stabilen Glasplatte auch gleich zum Esszimmertisch. Die Spielerfiguren sind handbemalt und lassen sich individuell zusammenstellen, die Kickerstangen sind aus massivem Stahl. Fanblöcke haben sich bereits gebildet ... // Gesehen in verschiedenen Versionen ab 3.400 Euro bei www.livarea.de

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EIN FEINER STRICH BEFLÜGELT DIE WELT

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© BIRGIT KOELL

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ie Cartoons von Red Bull haben nicht nur in der Werbewelt längst Kultstatus. Zum

ersten Mal wurden diese nun in Buchform gebracht. „Wie der Bulle fliegen lernte“ zeigt eine Auswahl der besten

Martin Missner mit Irene Kogler und Alexandra Benko

Spots aus den letzten 25 Jahren im Standbild. Mit dabei: viel Humor, Augenzwinkern und ein Schuss Selbstironie. Gefällt uns sehr ... Erhältlich im Buchhandel um 29 Euro und natürlich im Hangar-7-Merchandising sowie im Red-Bull-Shop.

UHREN – JUWELEN – ANFERTIGUNGEN

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s tut sich was in Innsbruck. In der Meraner Straße, um genau(er) zu sein. Seit 1. September hat das Goldschmiedestudio Spinn in der Hausnummer 7 nämlich einen neu-

en Besitzer. Ab sofort ist hier Juwelier Martin Missner zu Hause, der mit Alexandra Benko und Irene Kogler die Mitarbeiter der Vorgängerin gleich mit übernommen hat. Missner wagt damit den Schritt in die Selbstständigkeit; fremd ist ihm das Metier indes nicht, verfügt er doch bereits über 15 Jahre Erfahrung in der Branche. Neben Perlen und Diamanten sowie den hochwertigen Uhren der Schweizer Marken H. Moser & Cie und Fortis findet sich edler Schmuck von Chantecler und mit ihm ein Hauch Capri im Sortiment. Gelegenheit, den neuen Juwelier kennenzulernen, bietet die Innsbrucker Shoppingnight am 29. September – begleitet von einer Jazzband. // www.missner.at

OUT OF THE ORDINARY

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on Dezember 2017 bis einschließlich April 2018 wird Ried im Zillertal zum Schauplatz eines einzigartigen Hotelprojektes. Das Pop Down Hotel – der Name

setzt sich aus POP-up und CountDOWN zusammen – bietet seinen Gästen einen Winter lang die Möglichkeit, Teil einer temporären Hotellandschaft zu werden. Silvia Gschösser und Markus Rist (die beiden rechts hinten) sind die beiden Macher hinter dem fünf Monate dauernden Event – ein Zusammenspiel aus Nostalgie in den Zimmern und einer neuen Art der klassischen Halbpension. Verrückt? Vielleicht. Neugierig? Auf jeden Fall! Auch wir sind gespannt. // Reinklicken unter www.popdownhotel.com

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Patch at Work Inspiriert von der Welt des Balletts zeichnet Patch at Work ein romantisch verspieltes Modebild, gekrönt von einer leicht rebellischen Attitüde.

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arter Chiffon, feinster Tüll, liebliche

Schleifendetails,

süße

Dots und Schwalbenprints versprühen mädchenhafte Leich-

tigkeit. Dunkle Farben, viktorianische Einflüsse und Kontrastmaterialien verleihen den Looks zusätzliche Dramatik. Alle Blicke

auf sich zieht der wadenlange Punkterock Stilvoller Mantel aus Webpelz, der durch die Kombination aus langem und kurzem Haar gefällt. Der Mantel präsentiert sich mit Kapuze und wird mit Druckknöpfen geschlossen. Zwei Eingrifftaschen sind praktische Details. Der Gürtel zaubert eine feminine Taille. // 399 Euro

aus Seidenorganza, der zu einem körperbetonten Rollkragenpullover gestylt wird. Mini-Dots präsentieren sich auf mädchenhaft verspielten Seidenkleidern und -blusen mit Volants. Der Schwalbenprint und der Fun-Fur-Wendemantel mit Intarsien sind besondere Eyecatcher.

Die Schnürer kommen in rundlicher und etwas breiterer Passform und haben eine gepolsterte Innensohle, die für einen hohen Tragekomfort sorgt. Cool: Die Schleifenapplikation ist abnehmbar. // 269 Euro

Länglich geschnittener Schal aus feiner, dünner Wolle. Highlight ist die an allen Seiten verarbeitete, breite Spitzenbordüre, wodurch der Schal sehr feminin wirkt. // 169,90 Euro

Große Clutch aus laminiertem Leder. Die Clutch mit Flap zeigt sich mit Druckknopfverschluss und weiteren Zierelementen in light Gold. Dank Kettenhenkel und zusätzlichem langem Riemen kann die Tragemöglichkeit variiert werden. // 249 Euro Passende Accessoires: Kette aus Acrylglas, 79,90 Euro // lange Perlenkette, 119,90 Euro

Zarte, mit Tupfen geschmückte Bluse aus Seidenchiffon. Die Bluse wirkt durch die Volants besonders feminin und verspielt und ist mit einer verdeckten Knopfleiste mit filigranen Logoknöpfen ausgestattet. Der weite Schnitt vollendet den Style. // 249 Euro

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QUELLE: MARC CAIN

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Marc Cain Stores Innsbruck | Kufstein

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Discovering Maleika Die aktuelle Capsule-Kollektion „Maleika by Marc Cain“ wurde in Kooperation mit dem Tierfilmer und Gepardenmann Matto Barfuss und zum Start des Kinofilms „Maleika“ designt.

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ie Kollektion „Maleika by Marc Cain“ ist mit Drucken der Gepardin Maleika kre-iert und zeigt die Raubkatze mit ihren Jungen als Prints auf Shirts, Kleidern, Röcken, Hosen, Tüchern und Taschen. Der Kinofilm „Maleika“ wird ab

Die Mini-Maleika ist ein absolut hinreißender Schlüsselanhänger, passt aber auch perfekt als kleiner Blickfang an einem besonderen Ort. // 49,90 Euro

Herbst 2017 in den Kinos zu sehen sein. Lassen Sie Ihre wilde Seite raus – hier finden Sie die heißesten Teile aus der Maleika-Kollektion!

Kleiner Rucksack mit Kordeln, der auf dem Rücken oder in der Hand getragen werden kann. Das zusätzliche Reißverschlussfach sorgt für Stauraum. // 29,90 Euro

Diese Kette ist ein geniales FashionAccessoire für alle, deren Herz für die Raubkatzen schlägt! // 119,90 Euro Die Hose aus weicher Baumwolle ist mit dekorativen Gepardenflecken bedruckt. Der bequeme Joggingbund und die beiden Eingrifftaschen unterstreichen den lässigen Look. // 249 Euro

Gerade geschnittenes Shirt aus Baumwolle und Elasthan für höchsten Tragekomfort. Das Shirt ist mit Streifen geschmückt und mit der Gepardin Maleika und ihrem Nachwuchs bedruckt. Die Rückseite zeigt sich unifarben. // 129,90 Euro

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Exquisiter Schal aus reiner Seide, der mit fotorealistischen Geparden und Streifen geschmückt ist. Der Seidenschal schmiegt sich angenehm kühl an den Hals und ist ein absoluter Hingucker. // 149,90 Euro

Einzigartige Clutch, die mit der Gepardin Maleika bedruckt ist. Die Clutch präsentiert sich mit leichtgängigem Reißverschluss und LederTragehenkel in Kontrastfarbe. // 29,90 Euro

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eco.life

Alle zusammen und jeder für sich!

Familienurlaub bedeutet wertvolle gemeinsame Zeit. Doch manchmal möchte man als Eltern auch einfach nur für sich sein. Das alpina zillertal ****S ist Lifestyle- und Kinderhotel in einem und gibt jedem Familienmitglied den Raum, den es braucht.

U

rlaub mit Kindern kann vor

wollen indes Hasen, Meerschweinchen und

ter großen Wohneinheiten gibt’s auch zwei-

allem für die Erwachsenen

Ziegen liebgehabt werden.

stöckige Baumhaus- und Panoramasuiten

ganz schön anstrengend

Ihre Kinder werden Sie also vermutlich gar

mit ganz besonderen Ausblicken. Küchenchef

werden. Gibt man die Klei-

nicht vermissen, wenn Sie die erweiterten Lie-

Markus Kobliha trifft zudem den Geschmack

nen jedoch zur Kinderbetreuung, kommt

geflächen rund um den Außenpool nutzen

anspruchsvoller Gaumen – auf Wunsch auch

oftmals das schlechte Gewissen, weil man

oder gemütlich im Penthouse SPA im fünften

gluten-, laktose- und fruktosefrei. Dafür hat

doch gerade in diesen Tagen die Zeit ge-

Stock des Hauses relaxen. Dieses Refugium

der Buffetbereich im Stammhaus noch mehr

meinsam verbringen möchte. Aber: Nur

mit zwei Saunen, Dampfbad, zwei Panora-

Platz bekommen. Das ist Urlaub. Für alle.

entspannte Eltern können auch den Kids

ma-Ruheräumen und einem Thermen-In-

ein entsprechendes Wohlgefühl vermitteln

finity-Pool ist nur für Erwachsene und gibt

und es schadet den Kleinen nicht, für eini-

Ihnen die Möglichkeit, genussvoll den Alltag

ge Zeit auf die Eltern verzichten zu müs-

hinter sich zu lassen. Und wer dann doch

sen. Vor allem, wenn sie so gut aufgeho-

lieber gemeinsam wellnesst, kann dies im

ben sind wie im 700 Quadratmeter großen

„Woody’s“ tun, einem Spabereich mit Was-

Indoor-Spiel- und Spaßbereich des Hotel

serrutsche, Panorama-Liegegalerie und Fa-

alpina in Fügen – professionelle und al-

mily-Textilsauna für den richtigen Mix aus

tersgerechte Kinderbetreuung inklusive,

Entspannung und Action. Gastgeberfamilie

die auch dreimal die Woche zum Ponyrei-

Kobliha hat es geschafft, quasi jedem Bedürf-

ten auf den Pferdehof lädt. Im Outdoorbe-

nis der einzelnen Familienmitglieder gerecht

reich gibt es neben einem 700 Quadrat-

zu werden und den großen und kleinen Gäs-

meter großen Außenspielplatz neuerdings

ten im Urlaub auch mal den nötigen „Respek-

auch einen BMX- und E-Trail-Parcours und

tabstand“ einzuräumen. Zusammen kommt

ein Fußball- und Basketballfeld, um sich

man schließlich wieder in den geräumigen

so richtig auszupowern. Im Streichelzoo

Zimmern. Unter den 50 bis 105 Quadratme-

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enn der alltägliche Druck in Be-

gereift, den nur echte Saunaliebhaber ken-

ruf und Privatleben gefühlt im-

nen und der das Unternehmen immer wie-

sich jetzt auch daheim bequem und einfach

mer größer wird, sehnen sich die Menschen

der motiviert, neue Trends zu setzen und

Trockensalznebel inhalieren. Oder auch die

tierten Microsalt-Anwendung SaltProX lässt

nach Ruhe und Entspannung. Nie waren die

hochwertige Angebote in Produkt, Beratung

revolutionäre S1, die weltweit erste Sauna,

Möglichkeiten dazu größer als heute, nie die

und Service zum Wohlbefinden der Kunden

die sich auf Knopfdruck ganz klein macht –

Zutaten für Wellness at home edler und ge-

bereitzustellen.

wie das Zoomobjektiv einer Kamera.

diegener. Für KLAFS ist Sauna und Spa in

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den letzten 50 Jahren zum KLAFS-Moment

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LIFESTYLE

im Gespräch Organisator Dietmar Meraner, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Josef „Fisch” Peer, Markthallenleiter Kurt Dengg und der Hamburger-Fischmarkt-Experte Dirk Marx

Anni Natter (F&W Baumanagement), Baumeister Manfred Fischnaller, Christian Auderer (Ing. Hans Bodner BaugmbH), Bürgermeister Karl-Josef Schubert, CARISMA-Geschäftsführer Michael Kugler, Architekt Christoph Schwaighofer, Wolfgang Ferrari (HFP Ingenieurbüro), Thomas Lanbach (Ing. Hans Bodner BaugmbH), Holger Fink (technischer Projektleiter CARISMA Immobilien) und Elmar Leitner (Ing. Hans Bodner BaugmbH)

VILLEN IM SCHLOSSPARK

© LAND TIROL/FRISCHAUF BILD

Bei herrlichem Wetter feierte CARISMA Immobilien Anfang August den offiziellen Baustart für das Wohnprojekt „Villen am Schlosspark” in Vomp. Das neue Wohnprojekt liegt nur 19 Fahrminuten von Innsbruck entfernt auf einem 6.353 Quadratmeter großen Sonnenplateau. Die zwei Wohnanlagen bestehen aus fünf kleinen Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 34 hochwertig ausgestatteten Wohnungen. Die Fertigstellung ist für Herbst 2018 geplant.

HUMMEL, HUMMEL – MORS, MORS Auch heuer ging er zehn Tage lang wieder über die Bühne: der Hamburger Fischmarkt. Und das bereits zum 22. Mal. Von 10. bis 20. August wurden am Innsbrucker Marktplatz köstliche Fischspezialitäten verkostet, dazu gab’s Blumenstände, Lederwaren und Livemusik. Die Eröffnungsfeier fand passend zum Event auf der Sonnenterrasse im Restaurant „Fisch Peer“ bei Josef Peer in der Markthalle Innsbruck statt.

DIAMANTENFIEBER Mit einer kleinen Feierstunde hat die Black Diamond Equipment GmbH auf dem Gelände des Kletterzentrums Innsbruck ihren neuen Showroom eröffnet. Ab sofort können Händler aus Österreich und Europa in den Räumlichkeiten in der Matthias-Schmid-Straße die Kollektionen begutachten und ihre Orders schreiben. Eine erste Bilanz des Umzugs von Basel nach Innsbruck fällt ebenso positiv aus wie der Ausblick auf die kommenden Jahre. Julia Sparber-Ablinger mit den Landeshauptmännern Günther Platter (Tirol) und Arno Kompatscher (Südtirol)

Das Fest Mariä Himmelfahrt ist ein Landesfeiertag zum Gedenken an die Befreiung Tirols im Jahr 1809. Der Festtag am 15. August wurde bereits 1959 eingeführt und zum „Hohen Frauentag“ erklärt, an dem alljährlich verdiente Persönlichkeiten aus Nord-, Ostund Südtirol ausgezeichnet werden. eco.nova-Redakteurin und Kuratorin der Burg Hasegg, Julia Sparber-Ablinger, wurde dabei für ihr Engagement zur zeitgenössischen Kunst in Tirol ausgezeichnet. Wir gratulieren und freuen uns mit ihr!

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© D. KÜHL

AUSGEZEICHNET!

<< Verkaufsleiter Österreich Michael Kiemeswenger (li.) und VP of International Sales, Stephan Hagenbusch

LEBENSMITTEL ONLINE BESTELLEN Der Grissemann ist online! Mit dem neuen Onlineshop steigt das Zammer Traditionsunternehmen in den digitalen Lebensmittelhandel im Privatkundensegment ein. Über 22.000 Artikel von frischen Lebensmitteln bis zu Produkten des täglichen Bedarfs finden sich im Sortiment. // www.dergrissemann.at

Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler und Grissemann-Geschäftsführer Thomas Walser freuen sich über die umweltfreundliche Hauszustellung mit dem Elektroauto.


© SPAR

eco.life

Stolz über die Vorzeigekooperation: LH-Stellvertreter Josef Geisler, SPAR-Geschäftsführer Dr. Christof Rissbacher und DI Wendelin Juen (AMT) mit Christian und Heinrich Kröll von der ErlebnisSennerei Zillertal.

Regionale Erfolgsstory Die Nachfrage nach der SPAR ZiegenHeumilch übertrifft ein Jahr nach Verkaufsstart alle Erwartungen.

A

ls Tiroler Traditionsunternehmen ist SPAR die Zusammenarbeit mit der heimischen Landwirtschaft ein ehrliches Anliegen. Ein wichtiger Partner sind dabei die Tiroler

Kleinsennereien mit ihren hochwertigen Milch- und Käseproduk-

ten. Gemeinsam mit der ErlebnisSennerei Zillertal wurde 2016 die neue SPAR Ziegen-Heumilch auf den Markt gebracht. „Der Kauf von Tiroler Produkten ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der heimischen Landwirtschaft. Mit der SPAR Ziegen-Heumilch haben wir einen absoluten Volltreffer gelandet, der unsere Erwartungen weit übertroffen hat“, erklärt Dr. Christof Rissbacher, SPAR-Geschäftsführer für Tirol und Salzburg. Schaf- und Ziegenmilchprodukte erfreuen sich generell immer größerer Beliebtheit, nicht nur bei Allergikern. Sie verfügen über wertvolle Inhaltsstoffe und überzeugen mit ihrem einzigartigen Geschmack. Für die SPAR Ziegen-Heumilch wird ausschließlich silo- und gentechnikfreie Heumilch von ausgesuchten Bergbauern aus dem Zillertal verwendet, verarbeitet in der ErlebnisSennerei Zillertal, mit der SPAR seit mittlerweile über 30 Jahren erfolgreich zusammenarbeitet.

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Heumilch aus dem Zillertal Insgesamt 83.000 Milchpackerln hat SPAR in seinen Supermärkten in Tirol und Salzburg im ersten Jahr verkauft. Heuer soll bereits die 100.000-Marke übertroffen werden. „SPAR ist ein Vorreiter, wenn es darum geht, gemeinsam mit den Tiroler Bauern neue Produkte und

Dr.-Glatz-Str. 2, Innsbruck

damit zugleich neue Standbeine für die heimische Landwirtschaft

Mo-Mi 8-18, Do-Fr 8-19, Sa 8-14

zu erschließen“, freut sich auch der zuständige Landeshauptmann-

Tel: 0676 / 920 32 32 www.ledwinka.at

stellvertreter ÖR Josef Geisler über das Vorzeigeprojekt. Mit der frischen Almmilch in der ¾-Liter-Packung haben SPAR und die ErlebnisSennerei aus Mayrhofen ein weiteres Erfolgsprodukt auf den Markt gebracht. Insgesamt bietet SPAR mit seiner großen Auswahl an feinsten Käsesorten aus allen Regionen, der beliebten Modlbutter sowie Joghurt- und Milchspezialitäten aus bester Tiroler Milch ein breites Qualitätsangebot für die Kunden. // www.spar.at


© ATM

© OENB

eco.life

ATM-Mitarbeiter Sebastian Fankhauser hat für jeden Recyclinghofbesucher Tipps, ein Gewinnspiel und „Gold” zum Mitnehmen. Armin Schneider, Leiter der Oesterreichischen Nationalbank Region West, mit Valerie und Alina

Euro-Info-Tour

© BFI TIROL

Die Euro-Info-Tour der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) fand heuer zum bereits 16. Mal statt und noch immer wurden dabei einige Schillinge eingesammelt. Insgesamt nutzten im Zuge der 4.081 Kundenkontakte stattliche 1.081 Kunden den kostenlosen Service des Schilling-Euro-Tauschs und wechselten insgesamt 1.976.811 Schilling! Grundsätzlich haben Schilling-Banknoten, die bereits vor der Euro-Einführung ihre Funktion als gesetzliches Zahlungsmittel verloren haben, eine Umtauschfrist von 20 Jahren. Bei der 500-Schilling-Banknote „Otto Wagner” und der 1.000-Schilling-Note „Erwin Schrödinger” läuft diese so genannte Präklusivfrist am 20. April 2018 ab. Beide Banknoten verlieren dann ihre Gültigkeit, deshalb waren es heuer auffällig viele derartige Scheine, die umgetauscht wurden. Alle Banknoten der letzten Schillingserie können indes zeitlich unbegrenzt umgetauscht werden. Der Eurobus war auch diesen Sommer in ganz Österreich unterwegs, Mitte August machte er in Tirol Station. Im und vor dem Bus gab es neben dem Umtauschservice Hintergrundinformationen zur Gemeinschaftswährung und den Kernaufgaben der Notenbank.

INNERE WERTE Die ATM – Abfallwirtschaft Tirol Mitte ist auf Infotour durch die Recyclinghöfe der Bezirke Schwaz und Innsbruck-Land. An den Aktionstagen gibt es dabei Infos zur Elektroaltgerätesammlung. Ausrangierte Elektrogeräte vom Smartphone bis zur Waschmaschine sind nämlich nicht wertlos: Sie verfügen über wahre innere Schätze wie Kupfer oder Eisen. „Solche wichtigen Ressourcen sollen nicht ungenutzt in den Schubladen verstauben“, betont ATM-Geschäftsführer Alfred Egger. „Durch die Elektroaltgerätesammlung müssen diese Rohstoffe nicht mehr teuer importiert werden, sondern bleiben im Land!“

GASTVORTRAG AM BFI TIROL Das BFI Tirol lud zum Gastvortrag von assoz. Prof. Dr. Andreas Exenberger vom Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte der Universität Innsbruck. Sein Vortrag mit dem Titel „Culture Clash: Gesellschaft und Arbeitsmarkt im Wandel – Aktuelle Auswirkungen und Bewältigung der Zuwanderung in Tirol“ zog zahlreiche Veranstaltungsgäste in den Festsaal des BFI Tirol in Innsbruck. Er skizzierte dabei die zahlreichen Chancen und Herausforderungen, die der Flüchtlingsstrom von 2015 bietet und denen sich die Gesellschaft stellen muss. Sein Fazit: Österreich bleibt hoffentlich ein Einwanderungsland, weil vor allem das stabile politische System und der hohe Wohlstand in Österreich und Tirol immer Leute aus anderen Ländern anziehen werden. << BFI-Tirol-Geschäftsführerin Karin Klocker mit Andreas Exenberger, Universität Innsbruck

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30. SEPT. 28. OKT. LUKE HARRY MOCKRIDGE POTTER

OLYMPIAHALLE OLYMPIAHALLE OLYMPIAHALLE Mit seinem neuen Programm „Holdrio In „LUCKY MAN“ nimmt uns der Enter- In der Filmkonzert-Reihe spielt das Again“ ist Otto mal wieder auf Tour. tainer mit in die Welt der Selbstfindung. Radio-Symphonieorchester Pilsen auf.

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eco.nova September 2017  

eco.nova ist ein unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissensc...

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