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Ausgabe Nr. 13 / Oktober 2014, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

HEIMATBOOM Das Gesch채ft mit der Tradition

SELBER SCHULD?

Warum Unternehmen in die Krise schlittern

KMU-INVESTITIONEN

Banken sind f inanzierungsbereit

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Sind Dinge gut, nur weil sie immer schon so waren? Mitnichten! Mit Traditionen zu brechen, ist manchmal unerlässlich, um vorwärts zu kommen. Andererseits brauchen wir gewisse Ankerpunkte im Leben. Und Tradition muss nicht zwangsläufig rückwärtsgerichtet sein.

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it der Tradition ist’s so eine Sache: Die einen halten sie für altbacken, verzopft, starr und unbeweglich. Die anderen sehen in ihr den Gegenpol zur Globalisierung, eine Wertehaltung, Dazugehörigkeit. Natürlich gibt es sie noch, die Traditionsveranstaltungen, die gerade junge Menschen befremden mögen, weil sie mit bestimmten Riten schlichtweg nichts mehr anzufangen wissen. Der Ursprung mancher Brauchtümer liegt derart weit zurück, dass man sich daran nicht mehr erinnert und sie sich mittlerweile eigentlich selbst überholt haben. Aber auch die Tradition wandelt sich, passt sich an, ist in Bewegung. Und genau deshalb wird sie aktuell in vielen Bereichen wiederentdeckt und -belebt. Nicht nur, aber auffallend von der Jugend. Warum das so ist, gehen wir in unserer aktuellen Titelgeschichte ab Seite 16 nach. Typisch österreichisch – und somit irgendwie ebenso traditionell – handelt aktuell auch die Bundesregierung. Nach langem Hickhack hat man sich auf eine Steuerreform geeinigt, die den Namen nicht so recht verdienen mag. In einem ersten Statement wirkte selbst Neo-Finanzminister Hans Jörg Schelling etwas zerknirscht. Das Ergebnis ist enttäuschend. Dabei hatte die SPÖVP damit die große Gelegenheit, zu beweisen, dass sie auch anders können. Chance vertan. Auch die Regierung täte gut daran, verstaube Traditionen auszumisten und sich endlich etwas zu trauen. Selbst wenn man manchen Bevölkerungsschichten damit (kurzfristig) weh tut. Die Wahlen in Vorarlberg haben gezeigt, dass die „großen“ Parteien das Volk nicht mehr erreichen. Die ÖVP mag im Ländle zwar nach wie vor unumstrittene Nr. 1 sein, die Einbußen waren dennoch beachtlich. Vor allem bei den Unter-30-Jährigen finden ÖVP und SPÖ kaum mehr statt, weil die Jungen damit beginnen, mit angelerntem Wahlverhalten zu brechen. Sie spüren, dass sich die Großparteien auf ihren Stammwählern ausruhen und deshalb gar nicht die Intention haben, großartig viel zu verändern. Viele ÖVP-Wähler machen ihr Kreuz nach wie vor bei der Partei, weil’s eben immer schon so war. Sich darauf zu verlassen, wird in Zukunft nicht mehr reichen. So­lange die Kernwählerschaft aber noch brav ihr Häkchen am angestammten Platz abgibt, wird sich in Sachen Reformen nicht viel tun – man will ja schließlich niemanden vergraulen. Deshalb sollte sich auch die Bevölkerung von der Tradition verabschieden, Parteien für ihren Veränderungswillen am Wahltag abzustrafen. Fast schon reflexartig stellt man sich gegen Reformen, wenn sie einen selbst betreffen – selbst wenn sie über kurz oder lang spürbar Sinn ergäben. So brauchen auch die Wähler den Mut, Veränderungen zuzulassen und ihnen Zeit zu geben – über Legislaturperioden hinaus.

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eco.inhalt

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ECO.TITEL

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Heimatboom und Landlust

Das Geschäft mit der Tradition: Warum ist die Rückbesinnung auf die Heimat gerade jetzt wieder in?

ECO.WIRTSCHAFT

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Armes Tirol?

Tirols Durchschnittslöhne liegen im Österreichvergleich an vorletzter Stelle. Warum ist das so und was lässt sich dagegen unternehmen?

Selber schuld

Wenn Unternehmen in die Pleite schlittern, hat das häufig denselben Grund: Managementfehler.

Von 0 auf 100

Die Geschichte hinter gloryfy.

IMPRESSUM Herausgeber & Medieninhaber: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/290088, E-Mail: redaktion@econova.at, www.econova.at Geschäftsleitung: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin // Assistenz: Ruth Loreck Chefredaktion: Marina Kremser Redaktion: eco.wirtschaft: MMag. Klaus Schebesta, Mag. Sandra Nardin, Bruno König, Renate Linser-Sachers, MMag. Paul Salchner, Barbara Liesener, DI Caterina Molzer-Sauper, Uwe Schwinghammer, Mag. Barbara Wildauer, Marion Witting, MSc. // eco.zukunft: Dr. Barbara Hoffmann // eco.geld: Dr. Michael Posselt, Michael Kordovsky // eco.kultur: Julia Sparber // eco.mobil: Bruno König // steuer.berater: Dr. Verena Maria Erian // recht.aktuell: RA Mag. Dr. Ivo Rungg // eco.life: Marina Kremser Anzeigenverkauf: Ing. Christian Senn, Bruno König, Martin Weissenbrunner, Tanja Ischia // Grafik: Sophie Frenzel // Druck: Radin-Berger-Print GmbH // Jahresabo: EUR 25,00 (14 Ausgaben) Unternehmensgegenstand: Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. // Grundlegende Richtung: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar.

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eco.inhalt

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044 Es geht auch anders

072 Belastungen verstehen

Was STASTO anders macht als andere – und warum es dadurch Probleme gibt.

048 Menschen bewegen

trigger research beschäftigt sich mit der Messung von Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit.

Der Innsbrucker Hauptbahnhof im Wandel.

058 steuer.berater

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074 Wassermanagement

Ganzheitliches Wassermanagement als Forschungsobjekt.

ECO.GELD

062 recht.aktuell

082 KMU-Finanzierungen

Kreditklemme? Nein, Banken sind grundsätzlich finanzierungsbereit.

ECO.ZUKUNFT

060 Tirol innovativ

Perspektivenwechsel: Innovative Unternehmen im Porträt.

084 Ernährungsaktien

Wir zeigen, wo sich ein Einstieg lohnen kann.

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ECO.MOBIL

092 Im Test

092: BMW M235i – Sportskanone 094: Seat Leon ST – gutes Händchen 095: Citroën C4 Grand Picasso – Raumkünstler 096: Ford Kuga – vielseitiger Begleiter 098: VW Polo R WRC – World Rallye Car 100: Kia Optima – schöner wohnen

ECO.LIFE

104 Spanischer Wein

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108 im.gespräch

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eco.mmentar

KEINE ZEIT FÜR GIPFELSIEGE Der Standort Österreich verliert an Boden. Diese alarmierende Meldung kommt aber nicht bei der Politik an – weil sie mit anderem beschäftigt ist. Vor allem mit sich selbst.

Ö

sterreich sei abgesandelt, sagte im Sommer letzten Jahres Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl. Daraufhin ist er von allen Seiten abgewatscht worden, dass es nur so eine Freude war. Leitl verwies damals darauf, dass unser Standort in Richtung europäischer Durchschnitt tendiert und die Spitzenplätze immer weiter außer Sicht geraten. Seitdem vergeht kein Monat, in dem die Warnung Leitls nicht bestätigt wird. In der jüngsten Studie des Weltwirtschaftsforums hat Österreich gleich fünf Plätze verloren und liegt nun auf Rang 21. Auch diesmal sind jene schnell mit Argumenten zur Hand, die methodische Zweifel an der Datenerhebung orten und der Studie die Aussagekraft absprechen. Allerdings stellt sich langsam die Frage: Kann es tatsächlich sein, dass alle Studien der letzten Monate unseriös zustande gekommen sind und dann auch noch jedes Mal gerade Österreich zu den Verlierern zählt? So viele Zufälle gibt es nicht. Der Trend ist deutlich erkennbar. Auch diesmal zeigt die Analyse die Ursachen: Unser Standort fällt durch Reformresistenz und steigende Steuerbelastung negativ auf. Auch das zähe Ritual der alljährlichen mühsamen Lohnverhandlungen ist international einzigartig: Im Punkt „Flexibilität der Lohnfestsetzung“ erzielt Österreich Rang 142 von 144. Es nimmt aber auch teilweise fast schon skurrile Züge an: Das erste Treffen der Kollektivvertragspartner verläuft grundsätzlich ergebnislos – man könnte es eigentlich streichen. Dann folgen mindestens fünf Runden, die vor allem dazu dienen, die Existenzberechtigung der Teilnehmer zu bestätigen. Begleitet werden die Verhandlungen durch das gegenseitige Anzweifeln der jeweiligen Kompetenz über die Medien, dann folgt vielleicht noch

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MMag. Klaus Schebesta

eine Streikdrohung. Und plötzlich, wie durch ein Wunder, gelingt die Einigung doch. Und das ganze Land atmet auf. In dieser Verliebtheit in starre Rituale liegt ein Teil des Problems. Ein anderer Teil liegt darin, dass die Politik, die sich um die großen Fragen kümmern sollte, viel Energie und eine Menge Theater um verhältnismäßige Kleinigkeiten macht. Anders gesprochen: Sie hat keine Zeit für Reformen. Was wurde und wird beispielsweise um die Shoppingnight in Innsbruck gestritten? Mit der Brechstange stutzt die Landespolitik die Öffnungszeit von 23 Uhr auf 22 Uhr zurück – während im kleinen Seefeld gerade einmal zwanzig Kilometer westlich des Ballungsraumes bis 23 Uhr offen gehalten werden kann. Diese Kleinlichkeit ist symptomatisch und findet sich auch in anderen Bereichen. Etwa bei der Wasserkraft, wo zwar grundsätzliche Einigungen in Pressekonferenzen verkündet werden, aber bei jedem Einzelprojekt um jedes Rinnsal diskutiert wird. Und der Brückenschlag über die Kalkkögel scheint überhaupt über die Zukunft des ganzen Landes zu entscheiden. Nach Monaten des Zögerns und Verzögerns hat die ÖVP nun die Entscheidung wieder ein Stück hinausgeschoben – bis ins Frühjahr, um zu prüfen, ob das Projekt den Anforderungen der Alpenkonvention und des EU-Beihilfenrechts entspricht. Als ob nicht längst Zeit dazu gewesen wäre. Die Grünen zweifeln auch die Wirtschaftlichkeit an. Da hört es sich dann ganz auf. Wenn Unternehmer nicht mehr selbst einschätzen dürfen, ob sich ein Projekt rechnet oder nicht, und von Politikern kontrolliert werden, überschreiten wir lässig die Schwelle von der Markt- zur Planwirtschaft. Dass es läuft, wie es läuft, liegt auch an einem weiteren Problem: Es wird gerne po-

larisiert. Meinungen sind offenbar am interessantesten, wenn sie möglichst weit nach außen zentrifugiert werden. Wen interessiert schon eine sachliche, ausgewogene, aber medial fade Aussage? Zum Teil sind die Protagonisten selber schuld, zum Teil ist es die Logik der Medien, die Geschichten lieben, in denen es Gut und Böse, oben und unten, Schwarz und Weiß gibt. Da werden die Betonierer auf die Naturschützer losgelassen, die Ausbeuter auf die Buckler, die Millionäre auf die Sozialhilfeempfänger – und umgekehrt. Dieses Spiel ist hochideologisch – und wehe, wenn ein Naturliebhaber sagt, er finde den Brückenschlag nicht so schlimm. Oder ein Arbeitnehmer, die Shoppingnight sei super. Das will in der eigenen Gruppe keiner hören. Und in den Medien auch nicht, denn das bringt die ganze schöne Inszenierung durcheinander. Es braucht die „Trendwende“ dringender denn je. Das Einzige, was inzwischen passiert ist: Derjenige, der die Trendwende propagiert hat, nämlich Michael Spindelegger, ist spurlos im Sommerloch verschwunden und nie mehr aufgetaucht. Mal sehen, ob es Mitterlehner und Schelling besser machen. Besser wissen müssten sie es allemal – schließlich kommen sie aus dem Wirtschaftseck der ÖVP. Die Frage ist nur: Lässt man sie mit ihren Ansätzen im Eck stehen oder gelingt es ihnen, Parteifreunde aus anderen Bünden und die Genossen des Koalitionspartners zu überzeugen? Man muss in Österreich sehr, sehr widerstandsfähig sein, um sich nicht von den allgegenwärtigen Beharrungskräften aufreiben zu lassen. Hier dagegenzuhalten, kostet jede Menge Energie. Wer aber bei jedem kleinen Schritt ewig diskutiert, ob er ihn nach links oder rechts, nach vorne oder nach hinten machen soll, der kommt nie am Gipfel an.


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Tirol in Zahlen TIROLER WIRTSCHAFT IN ZAHLEN WIRTSCHAFTSKAMMERMITGLIEDER 201: davon aktiv: 40.67

49.054

UNTERNEHMENSGRÜNDUNGEN 201:

2.422

davon männlich: 1.016 • weiblich: 1.10

Gewerbe und Handwerk: 1.20 • Industrie: 4 • Handel: 28 Bank und Versicherung: 0 • Transport und Verkehr: 8 • Tourismus und Freizeitwirtschaft: 21 Information und Consulting: 9

DIENSTGEBERBETRIEBE GESAMT 201:

19.573

Nach Sparten: Gewerbe und Handwerk: .879 • Industrie: 422

Handel: 4.14 • Bank und Versicherung: 120 • Transport und Verkehr: 1.26 Tourismus und Freizeitwirtschaft: .748 • Information und Consulting: 2.014

ARBEITNEHMER GESAMT 201:

233.601

Nach Sparten: Gewerbe und Handwerk: 6.948 • Industrie: 41.0 Handel: 46.761 • Bank und Versicherung: 8.87 • Transport und Verkehr: 19.062 Tourismus und Freizeitwirtschaft: 48.92• Information und Consulting: 12.008

BRUTTOWERTSCHÖPFUNG GESAMT 2011*, IN MIO. EURO::

23.606

Davon in %: Herstellung von Waren: 16, • Beherbergung und Gastronomie: 1,8 Handel, Instandhaltung und Reparatur von KFZ: 11,0

Grundstücks- und Wohnungswesen: 9,2 • Bau: 7, • Gesundheits- und Sozialwesen: 6,8 *) aktuellst verfügbare Zahl, Quelle: WK Tirol

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Individuelle juristische Beratung und Vertretung. Seit 1897.


Kopf der Ausgabe J

IN HOCHFORM Wenn das blonde Kraftpaket durch die Luft wirbelt, werden die Konkurrentinnen beim Blick auf die Höhe nervös. Kira Grünberg ist Österreichs erfolgreichste Stabhochspringerin. // Text: Marion Witting, Foto: ÖLV/katzenbeisser 12

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eans und blonder Pferdeschwanz, ein strahlender Blick: „Guten Morgen“, begrüßt mich das sportliche Mädel, um punkt neun Uhr zum Interview. Sie hat gerade Trainingspause und wirkt entspannt. Statt Kaffee nimmt sie grünen Tee und wir beginnen zu plaudern. „Gesunde Ernährung ist mir schon wichtig“, erklärt Kira Grünberg, strengen Ernährungsplan gebe es aber keinen. Mama Karin kocht für sie. Auf dem Speisezettel steht viel Gemüse, Reis, Kartoffeln und wenn es nach Kira geht, täglich Fleisch, sehr oft auch Fisch. Süßigkeiten sind eher die Ausnahme, auf Gummibärchen ab und zu verzichtet die Spitzensportlerin aber nicht. Die 21-Jährige wiegt bei einer Körpergröße von 1,70 Meter 58 Kilogramm, vorwiegend bestehend aus Muskeln. Bei ihrem üblichen Tagesablauf ist das auch kein Wunder: Um 6.15 Uhr steht Kira auf, außer an wettkampffreien Wochenenden – da schläft sie aus. Um 7.30 Uhr wird „Korporal Grünberg“ zur Standeskontrolle im Landessportzentrum Tivoli in Innsbruck erwartet. Als Heeressportlerin beginnt ihr „Arbeitstag“ nicht mit der Tagwache, sondern mit der Anmeldung zum Training, das sie meistens im Olympiazentrum an der USI (Universitäts-Sportinstitut Innsbruck) absolviert. Los geht es ab acht Uhr mit einem circa zweistündigen allgemeinen Krafttraining. Da in ihrer Disziplin jeder Muskel zählt und seine Funktion hat, gestaltet sich gerade diese Trainingseinheit sehr vielseitig und aufwändig. Danach fährt sie heim nach Kematen zum Mittagessen oder direkt zur Uni. Kira startet heuer ins dritte Semester ihres Pharmaziestudiums. „Das Lernen ist für mich ein idealer Ausgleich zum Abschalten vom Sport. Nach Abschluss des Studiums möchte ich gern in die Forschung gehen“, verrät die Studentin erste Zukunftspläne. Trotz des voll gepackten Tagesablaufs bleibt Kira auch täglich Zeit zum Entspannen. Sie genießt die mehr oder weniger kurze Zeit vor dem Nachmittagstraining auf dem Sofa beim Studieren ihrer Bücher und Skripten. Ab 15 Uhr geht es dann wieder zurück an die USI zum Lauf- und Sprungtraining. Gelaufen werden verschiedene Kurzdistanzen, die längste geht über 120 Meter. Einmal in der Woche entspannt Kira ihre Muskeln bei einem leichten


kopf der.ausgabe

Ausdauerlauf über maximal sieben Kilometer. Für die Sprungtechnik gibt es ein Spezialtraining ein- bis zweimal wöchentlich, am Freitag und am Wochenende. Nach dem trainingsfreien Vormittag wird nachmittags mit dem Stab gearbeitet: Anlauf mit und ohne Stab, Einstichübungen und spezielle Techniken. Kira springt derzeit mit einem 4,30 Meter langen Stab und erreicht damit eine Höhe von 4,45 Metern. „Je schneller ich im Anlauf bin, desto länger kann der Stab sein, mit dem ich springe“, erklärt die Athletin die Zusammenhänge: „Ein längerer Stab ist natürlich ein Vorteil. Der bringt die Höhe“, lacht sie. Sie hält ihren Stab etwa zehn Zentimeter unter dem Ende. Im Frauenstabhochsprung in der Weltklasse reichen die Stablängen von 4,30 bis 4,60 Meter.

ren Stabhochspringer in Deutschland, bestand darauf, dass Kira alle Disziplinen der Leichtathletik kennen lernen und können sollte, um sich klar entscheiden zu können. Es blieb dabei. Schon mit 13 Jahren, sehr früh für diesen komplexen Sport, entschied sie sich für den Stabhochsprung. Seither trainiert sie ihr Vater und begleitet sie von Erfolg zu Erfolg. Zusätzliche Trainingslager mit einem deut-

STABHOCHSPRUNG IST EIN GESAMTPAKET

schen Trainer in der Schweiz bringen den „Feinschliff“ für die Teilnahme an internationalen Wettkämpfen. Bei den Wettkämpfen in Europa ist auch Mutter Karin immer dabei. „Die große Unterstützung meiner Familie gibt mir einen wichtigen Rückhalt und motiviert mich zusätzlich“, sagt Kira. Sie liebt die Wettkampfatmosphäre und die Stimmung in einem vollen Stadion: „Es ist ein cooles Gefühl, wenn die Latte oben liegen bleibt. Die Freude spüre ich schon in der Luft!“ Nach ihrem grandiosen

Nur das exakt abgestimmte Zusammenspiel aller beim Stabhochsprung entscheidenden Komponenten führt schlussendlich zum Erfolg: Schnelligkeit im Anlauf koordiniert mit einem punktgenauen Einstich und der Bewegung am Stab sowie der volle Krafteinsatz sind noch nicht alles: „Es bedarf auch einer Portion Mut“, lächelt Kira, „und turnerisches Können ist eine Art Grundvoraussetzung für einen guten Sprung. Stabhochspringer sind so gesehen Multitalente, die alles, was sie können, im richtigen Augenblick zum Einsatz bringen: Vom Anlauf über das Einstechen, das Aufrollen des Körpers am Stab während sich dieser biegt, bis zur Drehung um 180 Grad mit dem Bauch zur Latte und über die Latte bis zur Landung auf der Matte herrscht absolute Konzentration auf jede einzelne Bewegung und volle Körperspannung, auch beim Fallen.“ Der Fall birgt die größte Verletzungsgefahr, wie Kira bereits leidvoll erfahren musste: Eine Landung neben der Matte bescherte ihr einen Bänderriss am Sprunggelenk.

FRÜHE ENTSCHEIDUNG FÜR DIE LIEBLINGSDISZIPLIN

Als Kira mit neun Jahren das erste Mal Stabhochspringen im Fernsehen verfolgte, stand ihr Entschluss fest: Das möchte ich auch können. Vater Frithjof, selbst in jungen Jah-

Finaleinzug bei der Europameisterschaft 2014 in Zürich sind ihre nächsten Ziele eine Medaille bei der U23 Europameisterschaft 2015 in Tallinn und die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. 2020 will sie bei den Olympischen Spielen in Tokio ganz vorne dabei sein. Mit 27 Jahren wäre sie dann gerade im besten Alter für diesen Sport. Einen Sieg holte sie sich kürzlich bei den Tiroler Meisterschaf-

„TALENT ALLEIN REICHT IM SPORT NICHT, AUF DAUER WIRD NUR FLEISSIGES ARBEITEN AN SICH SELBST BELOHNT.“ Stabhochspringerin Kira Grünberg

ten in Wattens: „Mich freut es, wenn die jungen Mädchen mich nach einem Autogramm fragen und ich das Gefühl habe, sie zum Leichtathletiksport motivieren zu können“, erzählt sie. Dazwischen bleibt aber auch genügend Zeit, um Freunde zu treffen, ins Kino zu gehen oder sich ab und zu eine Partie Eishockey anzuschauen. Besonders interessant wird’s für Kira dann, wenn Freund Christoph Haas „time out“ nimmt vom Studium in Graz und die Zirler Gunners am Eis unterstützt.

BISHERIGE ERFOLGE: International: 2009: U18 WM in Brixen/ITA: 10. Platz // EYOF (European Youth Olympic Festival) in Tampere/FIN: 5. Platz 2010: U20 WM in Moncton/CAN: 16. Platz // EYOT (European Youth Olympic Trials) in Moskau/RUS: 5. Platz // YOG (Jugendolympiade) in Singapur: 5. Platz 2012: U20 WM in Barcelona/SP: 4. Platz 2014: EM Zürich: 12. Platz National: 2006 bis 2014: U16: 3-mal österreichische Meisterin // U18: 9-mal österreichische Meisterin // U20: 5-mal österreichische Meisterin // U23: 5-mal österreichische Meisterin // Allg. Klasse: 5-mal Staatsmeisterin Österreichische Rekorde: U16 Freiluft mit 3,72 m // U18 Freiluft mit 4,01 m // U18 Halle mit 3,85 m // U20 Freiluft mit 4,15 m // U20 Halle mit 3,88 m // U23 Freiluft mit 4,45 m // Allg. Klasse Freiluft mit 4,45 m

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Wirtschaft. WIRTSCHAFT & UNTERNEHMEN

VOM WANDEL DES KAUFVERHALTENS Die Entwicklung unserer Einkaufslandschaften ist geprägt durch unsere gesellschaftliche Evolution. Wachsende Bevölkerungszahl und technologischer Fortschritt sind Auslöser geänderter Kaufgewohnheiten und Vertriebswege. Im 17. Jahrhundert waren Jahrmärkte und Volksfeste die zentralen Orte für die Versorgung des täglichen Bedarfs. Im 19. Jahrhundert, hervorgerufen durch die Industrialisierung, fand der Schritt zur Konsumgesellschaft statt und exklusive Einkaufspassagen entstanden in den Städten. Nun verändert die virtuelle Welt diese Locations und führt zu erneuten Anpassungen der Vertriebswege und unserer Kaufgewohnheiten. Alteingesessene Shopkonzepte (z. B. Musik- oder Buchhandlung) sind nur mehr vereinzelt anzutreffen und andere wie der Lebensmitteleinzelhandel stehen vor gravierenden Veränderungen. Seit sich in den 1990er-Jahren die virtuelle Welt der Nutzung durch die Massen offenbarte, erlebt der Einkauf eine regelrechte Revolution: Ursprünglich hatte der „Laden“ die Funktion eines Interaktionstreffpunktes – ein Aufeinandertreffen von Waren und Konsu-

menten sowie von Menschen untereinander zum Austausch sozialer Kontakte. Funktionen, die bis heute nichts an ihrer Aktualität verloren haben. Dank der virtuellen Welt ist aber auch ein Onlineeinkauf via Web oder App gepaart mit umfassenden Preis- und Produktinformationen in Echtzeit möglich. Der Mensch ist geprägt von seinem haptischen Sinn, ein tast-, hör- und gefühlsorientiertes Wesen auf der Suche nach realer personeller und dinglicher Interaktion, der seinen Ansprüchen an Convenience genügen möchte, indem er das Angebot der virtuellen Welt für sich nützt. Auf der Suche nach dem Produkthype möchte er unterhalten und inspiriert werden und sofort Informationen erhalten, die ihm zu einem Optimum an Einkaufserlebnis verhelfen. Er will eben sein Leben aus einem Mix von Realität und Virtualität, aus einer Kombination von Altem und Neuem managen – unter dem optimalen Einsatz seiner knappen Ressource Zeit. Diese Entwicklung wirft die Frage auf, wie sich unser Einkaufsverhalten besonders im Lebensmitteleinzelhandel in Zukunft verändern wird, unter Anpassung der Trieb-

kräfte demographischer Wandel, zunehmende Spontanität und Entplanung des täglichen Lebens sowie Individualisierung. Für den Supermarkt bedeutet dies, die Funktion eines sozialen Treffpunktes als auch nachhaltigen Nahrungslieferanten in einer immer virtuelleren Welt einzunehmen. Dazu muss der „Laden“ neu definiert werden, indem der Kunde in seiner virtuellen und realen Welt mit Fokus auf Convenience, Nachhaltigkeit und Entertainment analysiert wird. Grundlage für die Gestaltung dieses Soziogramms, das nun Basis für die Anpassung auf architektonischer, Service- und technologischer Ebene ist, sind die Unmengen an Daten, die der Kunde einerseits durch Social Media im Netz und andererseits durch seinen Einkauf (z. B. Barcode auf Produkten, Bankomatkarte, Newsletter) im Supermarkt hinterlässt. Als Instrumentarium dient Big Data, also jenes Verfahren, das aufgrund geeigneter Technologien relevante Daten aus dem vorhandenen Datenpool in Echtzeit analysiert und verarbeitet. Die Daten verwandeln den Kunden in ein transparentes, analysierbares

Autorin Dr. MMag. Verena Rothart widmet sich im Rahmen ihres Unternehmens Chi-Quadrat der strategischen Vorschau für Unternehmen und Institutionen. Sie studierte Betriebswirtschaft sowie Kunstgeschichte und promovierte auf dem Gebiet der Statistik. Sie lehrt an in- und ausländischen Universitäten.

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eco.wirtschaft

und endlich verstehbares Individuum, über das bis dato hauptsächlich gemutmaßt wurde – verständlich in Bezug auf seine Loyalität und Bedürfnisse. Geprägt sind wir durch knappe Zeit und eine Überforderung unserer kognitiven Aufnahme- und Verarbeitungsfähigkeit. Wir agieren derzeit als Getriebene und musenlose Wesen. Der Supermarkt wäre eine Institution, die den unausgesprochenen Bedürfnissen entgegenkommt und neue schafft. So könnte der Kühlschrank dem Supermarkt melden, dass die Grundnahrungsmittel zu Ende gehen, per SMS werden Sie darüber benachrichtigt. Zudem werden Vorschläge zu von Ihnen begehrten Mahlzeiten mit Einkaufsliste gesendet, ein Kochkurs dazu vor Ort angeboten oder Sie können per Smartphone die gewünschten angebotenen Produkte online bestellen und diese zu einer bestimmten Zeit nach Hause beordern, falls die Zeit sehr knapp ist. Informationen zu Nährwerten und Unwerten werden Ihnen natürlich für jedes Produkt samt Alternativprodukt auf ihr Smartphone geliefert. Wir werden geleitet und geführt werden. Diese Entwicklungen zeigen auf, dass der Supermarkt über seine eigentliche Funktion hinaustreten wird und muss. Er wird Manager und Coach, Zuhörer und Entertainer unserer spärlichen Ressource Zeit. Ein Anfang, wie der Einkauf in unserer gestressten Welt ablaufen könnte, wird bereits in Form eines Projekts der Supermarktkette Tesco in Seoul durchgeführt. Dabei wurden an den Bahnhofswänden virtuelle Supermarktregale geklebt und jedes Produkt in den Regalen mit einem QR-Code versehen. Wer ein Produkt kaufen wollte, scannte den Code und bezahlte mittels Smartphone. Die gewählten Produkte wurden dem Konsumenten direkt vor seine Türe geliefert.

ENGLISH IN 2 MINUTES

Mag. Alexandra Gina Edwards ist Trainerin und Übersetzerin für Englisch und Russisch mit Schwerpunkt Sales und Marketing. Als Austro-Amerikanerin geht sie in ihrer Arbeit auf interkulturelle Unterschiede ein und hilft ihren Kunden „besser anzukommen“.

GROSS ODER KLEIN? Wie war das noch mal mit der Groß- und Kleinschreibung im Englischen? Einfach, aber ganz anders als im Deutschen.

DIE ZUKUNFT DES SOMMERS Der heurige Sommer ist im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Das spüren auch und vor allem die heimischen Bäderbetriebe, die ein kräftiges Minus bei Umsatz und Besucherzahlen hinnehmen mussten und deren Bilanz dementsprechend kühl ausfällt. Gab es im Sommer 2013 noch 77 Betriebstage, waren es heuer schlappe 52. Pro Saison gibt es übrigens 128 mögliche Tage fürs Baden. „Wir sind mit großer Euphorie in den Sommer gegangen. Doch wie immer ist es das Wetter, das die Richtung vorgibt“, so ein zerknautschter Josef Fiegl, Obmann der Tiroler Bäder. Der Umsatz ging durchschnittlich um 8,6 Prozent auf etwas über zehn Millionen Euro zurück, die Besucherzahlen sind um stattliche 28 Prozent eingebrochen. Während die Hallenbäder dabei noch mit einem blauen Auge davongekommen sind, hat es naturgemäß die Freibäder besonders hart getroffen. Die größten Verlierer waren indes die Gastronomiebetriebe in den Bädern, die schon am Beginn der Saison so aufgestellt sein müssen, dass sie die Gäste an einem Tag im Hochbetrieb vernünftig versorgen können. Wenn dann statt täglich 300 über mehrere Wochen nur 30 Besucher kommen, ist das richtig bitter. Doch was tun? Denn die Wetterfrage wird auch in Zukunft wenig berechenbar sein. Für Fiegl ist „Zweigleisigkeit das Nonplusultra“, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Heißt: Gemeinden sollen sich zusammentun und wo es die Möglichkeit gibt, Frei- und Hallenbäder miteinander kombinieren. Die Zukunft liegt für ihn im Erlebnisbad. Offen bleibt indes die Frage der Finanzierung ...

TAGESAKTUELLE NEWS UNTER WWW.ECONOVA.AT

Grundsätzlich wird auf Englisch alles klein geschrieben. Großschreibung nur bei • Eigennamen (z. B. Austria, the Hilton Hotel, a famous German author etc.) • am Satzanfang • Überschriften (zwei Möglichkeiten: 1. Nur erstes Wort groß // 2. Alles groß außer Präpositionen, Konjunktionen, Artikel) • Wochentage, Monatsnamen, Himmelsrichtungen Achtung! Vor allem englische Wörter, die es auch im Deutschen gibt (z. B. Computer, Trainer, etc.), schreiben Deutschsprachige im Englischen fälschlicherweise oft groß!

KONTAKT Mag. Alexandra Gina Edwards Wiesgasse 3A, 6173 Oberperfuß Tel.: 0650/266 22 44 office@edwardssprachen.at www.edwardssprachen.at

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DAS GESCHÄFT MIT DER

Tradition

Je schneller sich die Dinge verändern, desto wertvoller werden Traditionen. Gerade in der jungen Generation ist vielfach ein Paradigmenwechsel zu spüren: Spießig ist das neue cool. Doch warum ist das Thema gerade jetzt wieder in? Und: Kann echte Tradition überhaupt Trend sein? // Text: Marina Kremser, Fotos: Birgit Koell, Tom Bause 16

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D

er Begriff Tradition lässt sich vom lateinischen „tradere“ (hinübergeben) oder „traditio“ (Übergabe, Überlieferung) ableiten, bezeichnet also die Weitergabe von Überzeugungen, Handlungsmustern, Glauben oder Werten. Tradition ist etwas, das sich langsam über eine lange Zeit entwickelt und sich sukzessive in der Volkskultur zu verankern beginnt. Brauchtum braucht Zeit und scheint dadurch immer irgendwie rückwärts gerichtet. Dabei ist Tradition heute so modern wie nie.

TRADITION FINDET STADT

Volkskultur ist eng mit Regionalität verbunden, den Lebensweisen der Menschen und

Identität – Themen, die bis dato eher in ländlichen Gegenden zu Hause waren. Doch sie öffnet sich immer mehr auch dem urbanen Raum. Die Volkskultur an sich war oft der Kritik ausgesetzt, nur an Altem festzuhalten, starr zu sein und sich Neuem zu verschließen. Brauchen wir also noch Bräuche? Das Themenheft „Volkskulturen“ des Landes Tirol und der Autonomen Provinz Bozen kommt zum klaren Schluss: Ja! Die Berufung auf Tradition vermittle eine vermeintliche Sicherheit und Unterscheidbarkeit sowie eine unverwechselbare Identität innerhalb des kulturellen Einheitsbreis einer globalisierten Welt. Die Volkskultur von heute ist offen, verharrt nicht im Stillstand, sondern ist in Beeco.nova

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Kaum irgendwo liegen Tradition und Zukunft so nah beieinader wie im Handwerk

wegung und wird getragen von Erneuerungstendenzen. Bräuche unterliegen einem steten Wandel, sowohl in ihrer Form als auch ihrer Funktion. Neue Elemente finden Eingang in Brauchabläufe, überholte Bräuche werden aufgegeben, andere aus der Versenkung geholt und reaktiviert. Klischeebilder haben ausgedient. Als sich ZIB2-Anchor Armin Wolf also kürzlich via Twitter über die „Urbanisierung der Lederhose“ mokierte, hat er offensichtlich einen ganz entscheidenden Trend verpasst.

BEKENNTNIS ZUR HEIMAT

Das Thema Tradition zieht sich indes durch alle Bereiche des Lebens. Ob diese Rückbesinnung dabei einem wahren Sinneswandel geschuldet oder nur ein kurz aufflackernder Trend ist, sei dahingestellt. Fakt ist, das Geschäft mit der Tradition boomt. Warum das Thema gerade jetzt aufflammt, mag in der fortschreitenden Globalisierung liegen. Warum noch in die Ferne schweifen, wenn ich mir virtuell sämtliche Infos und Bilder nach Hause holen kann, die ich will? Durch die Medien sehen wir, was dort draußen passiert, die Jugend ist durch den raschen Informationsfluss und -austausch informiert wie nie und gerade sie ist es, die wieder auf der Suche nach Halt ist, einen Ankerpunkt und Zugehörigkeit braucht. Vielleicht braucht es für diese Entschleunigung eine gewisse Bodenständigkeit. Wenn das Internet quasi die ganze Welt zu mir trägt, ist

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es schön, das Langsamere, Bodenständige als Gegenpol zu haben, auf dem man sich ausrasten kann. Unser Leben ist so schnell geworden, das Ursprüngliche hingegen ein Synonym für die Langsamkeit und ein schöner Ausgleich. Das beginnt beim Essen, geht übers Wohnen, die Kleidung, Musik bis hin zum Urlaub.

HEIMATBOOM UND LANDLUST

Tiroler haben beim Essen schon immer auf heimische Produkte vertraut. Mit dem Eintritt in die EU kam jedoch auch viel kulinarische Internationalität nach Österreich, die die Menschen neugierig machte. Seit einigen Jahren verspürt Ingrid Heinz, Unternehmenssprecherin von MPreis, jedoch wieder ein vermehrtes Zurückkommen auf regionale Produkte. Der Konsument schätzt es, wenn er weiß, woher sein Essen kommt. Insgesamt kommen bei MPreis rund 1.600 Produkte aus Tirol (rund 2.000 aus der Alpenregion), das entspricht rund einem Viertel des Gesamtsortiments. Auch bei SPAR kommen österreichweit rund 40.000 Produkte von fast 2.500 regionalen Produzenten, in Tirol gibt’s Spezialitäten von 115 Herstellern. Regionalität findet aber nicht nur in Supermartkregalen statt, sondern auch beim Wohnen. Daniel Falgschlunger, Inhaber der gleichnamigen Tischlerei in Patsch, merkt, dass echtes Handwerk wieder mehr nachgefragt wird. Und er ist überzeugt: Handwerk hat Zukunft. Falgschlunger: „Der Kunde will

wissen, welches Gesicht hinter dem Möbel steht. Kunden kaufen Persönlichkeit. Sie vertrauen auf Betriebe aus der Region, die auch Arbeiter aus der Region beschäftigen. Die Kundschaften, die traditionelles Handwerk schätzen, legen Wert darauf, zu wissen, wer ihr Ansprechpartner ist. Wenn sich jemand echtes Handwerk leistet, will er wissen, wer es gemacht hat.“ Das Kuriosum dabei: Immer mehr Menschen zieht es in die Städte, die Lust aufs Land indes ist ungebrochen. Und so holen sie sich ein Stück Tradition in Form von Naturmaterialien wieder zurück ins Haus. Die Zeiten des strengen Purismus beim Wohnen sind vorbei, der Landhausstil boomt, weil er Geborgenheit vermittelt und Romantik. Das zeigt sich auch in den unterschiedlichsten Zeitschriften, die vermehrt idyllisches Wohnen porträtieren. Zeitschriften mit Heimatgefühl sind wohl jene mit den größten Zuwachsraten – gerade bei der urbanen Zielgruppe. Natur, bäuerliche Produkte, Trachtenjanker: Das Landleben entwickelt sich auch im Bereich der Urlaubsplanung zur Boombranche. Landurlaub ist wieder cool, gerade als Gegentrend zur allgemeinen Verstädterung. Die neue Sehnsucht nach ländlicher Idylle spüren auch die Verantwortlichen von Urlaub am Bauernhof in Tirol. „Der Landurlaub und somit das aktive Erleben in der Natur abseits von Stress und Hektik liegen voll im Trend. Die Gäste wollen am bäuerlichen Le-


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DIE ZUKUNFT DES HANDWERKS Keiner könnte wohl besser über das Thema Tradition sprechen als ein Betrieb, der selbst seit 1929 besteht. Daniel Falgschlunger hat die gleichnamige Tischlerei mit 21 Jahren plötzlich und unerwartet von seinem Vater übernommen. Das ist nun über zehn Jahre her. Seitdem hat er vieles gelernt. Über Unternehmertum im Allgemeinen und Menschen im Speziellen. Und er ist überzeugt: „Betriebe wie den unseren wird es immer geben. Handwerk hat Zukunft, weil die Menschen sich nach dem Echten sehnen.“

Wir sprachen mit Daniel Falgschlunger über Kundenschichten und die Konkurrenz durch Möbelhäuser. ECO.NOVA: Wird Handwerk eher in ländlichen Gegenden nachgefragt oder auch im urbanen Bereich? DANIEL FALGSCHLUNGER: Der Zuzug in den Ballungsräumen ist riesig, aber auch die Umlandgemeinden werden immer mehr zum interessanten Boden für die, die es sich leisten können. Und genau die sind es auch, die vermehrt aufs Handwerk zurückkommen. Natürlich sind wir auch in Innsbruck selbst tätig, unsere Hauptkundschaft kommt jedoch aus den Umkreisgemeinden. Hier ist das Geld zuhause. Generell sind wir österreichweit unterwegs – hatten ein Büroprojekt in Wien genauso wie ein Doppelhaus in Linz. Du musst hingehen, wo die Arbeit ist.

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algschlunger hat sich in einem Segment positioniert, wo man sich echtes Handwerk auch leisten kann – und will. Was ihm jedoch etwas Sorgen bereitet, ist die Suche nach Lehrlingen. Österreich sei ein Land der Akademiker, fast jeder will heute an eine höhere Schule oder die Uni. Die Lehre werde unter ihrem Wert geschlagen und sei für viele letztlich eine „Notlösung“. Entsprechend ist die Motivation und auch das Interesse am Lernen. „Dabei ist unser Beruf einer der schönsten, den es gibt“, findet Falgschlunger. „Wir arbeiten mit einem lebendigen, natürlichen Material und lassen Dinge entstehen, die anderen Freude machen.“ Es wäre schade, würden solche Betriebe verschwinden, doch EU-Verordnungen und allerhand Reglementierungen

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machen es kleinen Handwerksbetrieben nicht leicht. „Als ich den Betrieb übernommen habe, hatten wir hohe Schulden, weil mein Vater gerade investiert hatte. Ich war von Anfang an damit beschäftigt, diese zu tilgen, und plötzlich kamen neue Regelungen zum Arbeitsschutz, die weitere Investitionen nötig machten, ohne die Sicherheit, ob diese nicht in drei Jahren schon wieder veraltet sind. Wir haben schlicht keine Planungssicherheit und Kredite können – wenn überhaupt – nur mit relativ kurzen Laufzeiten aufgenommen werden, weil sonst der eine noch nicht abbezahlt ist, wenn der nächste schon wieder nötig würde. Dies erschwert es uns, auch preislich konkurrenzfähig zu bleiben, weil wir die Investitionskosten natürlich auf unsere Arbeitskosten umlegen müssen.“

Wie weh tun etwa Aktionen wie jene von IKEA, die Möbel ab sofort ein Leben lang zurücknehmen? Sie machen Möbel quasi zum Wegwerfprodukt, jederzeit austauschbar. Erstaunlich ist vor allem die Dichte an Möbelhäusern. Bewegen wir uns nicht unbedingt auf IKEA-Niveau, sondern in einem Preissegment etwa eines Leiner oder Kika, können wir durchaus mithalten. Vor denen habe ich nicht so die Angst, hier kann ich mit Individualität punkten. Und der klassische IKEA-Kunde ist auch nicht jener, den wir ansprechen. Deshalb sehe ich das eher gelassen. Tatsächlich sind Möbel vom Tischler im Vergleich zur Stangenware aus dem Möbelhaus nicht zwangsläufig teurer. Dafür aber passgenau, individuell und nach Maß. Das heurige Jahr ist von der Preisgestaltung aber grundsätzlich ein schwieriges. Die Südtiroler etwa haben derzeit wenig Arbeit und drängen auf unseren Markt, drücken die Preise. Vor allem bei Großaufträgen spüren wir das sehr. Wir hoffen, dass es im Herbst wieder besser wird – die Saisonschwankungen sind bei uns eklatant. Und Aufträge nur über den Preis zu spielen, ist über kurz oder lang nicht zielführend.


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FESTE FEIERN

Tradition ist auch und vor allem in den unterschiedlichsten Ausprägungen von Volksfesten und Brauchtumsveranstaltungen präsent. Und das lassen sich Traditionisten gern einiges kosten: So hat eine von der Schnitzschule Elbigenalp handgemachte Guggeler-Maske zum Beispiel bereits vor zehn Jahren rund 650 Euro gekostet, Zottelgewand nicht inkludiert. Peter Margreiter, Obmann des Tiroler Volksmusikvereins: „Vereine prägen das Leben der Tiroler ganz stark – vor allem im ländlichen Raum. In Zeiten, wo man via Facebook, Twitter oder WhatsApp ständig mit Menschen kommunizieren kann, die man mehr oder meist weniger kennt, sind solche Gemeinschaften von enormer Bedeutung für die Entwicklung der Sozialkompetenz. Auch steigt der Druck im Arbeitsleben stetig an und so tut es gut, die knapp gewordene Freizeit mit Menschen zu verbringen, die dieselben Interessen haben. Das blühende Vereinsleben in Tirol trägt sicherlich sehr zu einem ausgewogenen Miteinander bei.“ Der Tiroler Volksmusikverein zählt derzeit an die 1.300 Mitglieder quer durch alle Altersgruppen. Die Kulturseite des Landes allein listet fast 130 Brauchtumsveranstaltungen im Jahresreigen auf – von der Fastnacht bis zum Osterbrauch, vom Blumencorso bis zum Trachtenfest, von Kirchweih bis Erntedank und vom Advent bis zum Faschingsumzug. Vieles davon ist mittlerweile bereits zum Wirtschaftsfaktor geworden. Der Innsbrucker Christkindlmarkt lockt mit seinen 200 Ständen jährlich rund eine Million Gäste nach Innsbruck – mehr als ein Drittel davon kommen aus dem Ausland. Die Nächtigungszahlen im Dezember haben sich über die letzten Jahre verdoppelt, in Summe werden rund 40 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Rund 40 Prozent der Wertschöpfung gehen dabei an Handel und Gastronomie, 30 Prozent an Unterkunftsbetriebe. Auch der Seefelder Handwerksmarkt hat mit über 100 Ständen bereits überregionale Größe erreicht. Sind diese Massenveranstaltungen und Brauchtumsevents jedoch noch Teil der Volkskultur oder doch nur Modeerscheinungen? Eine ähnliche Frage stellt sich auch beim Thema Tracht. Kann es hier ein gutes Nebeneinander zwischen historisch gewachsenen Traditionen und Mode geben? Schlussendlich kann Volkskultur nicht rückwärts gerichtet sein. Sie muss sich entwickeln, anpassen. Ist aber das 50-Euro-Dirndl noch Tradition oder ausschließlich Kommerz?

VOLKSKULTUR ALS MODEERSCHEINUNG

Auch bereits erwähntes Themenheft setzt sich mit der Frage nach Tracht und Mode auseinander und befindet: Zwei Begriffe, die sich gegenüberstehen wie Tag und Nacht. Trachten wurzeln in einer kulturellen Gemeinschaft, Mode geht weit darüber hinaus. Sie ist das kurzlebige Ereignis einzelner findiger Köpfe, sie ist niemals lokal eingrenzbar und zum Zeitpunkt der Entstehung bereits vom Hauch der Vergänglichkeit umweht. Die Tracht ist über Generationen gewachsen und ändert sich lediglich in feinen Nuancen. Keinesfalls ist sie ein Geistesblitz eines Modeschöpfers. Ähnlich sieht das Joseph Payr,

Geschäftsführer der Steinbock Mode GmbH in Rum: „Tracht hat immer Saison, sie gehört in unseren Breitengraden zur Kultur: vom Trachtenanzug über das -kostüm bis zu den spezifischen Trachten aus den Tiroler Tälern. Dazu gibt es Nebeneffekte wie die so genannte ‚Oktoberfesttracht‘, die sich in den letzten fünf bis sechs Jahren sehr gut entwickelt hat. Es geht heute kaum jemand auf ein Trachtenfest, ohne entsprechend gekleidet zu sein. Aus diesem Grund erlebt die Tracht vor allem in jenem Bereich ihren Aufschwung, wo sich die Leute mit dem Thema bis dato noch nicht derart beschäftigt haben, sich aber jetzt ein Trachtenoutfit kaufen. Tracht ist in, aber oft limitiert auf jene Stücke, die bei Festen angezogen werden. Dieser Bereich hängt sich quasi als Rucksack an die traditionelle Tracht und lässt den Markt viel größer erscheinen, als er in Wirklichkeit ist, weil es in die Breite geht. Und alles, was sich im Bereich der Masse bewegt, wird auch preislich aggressiver betrieben. Viele Firmen abseits traditioneller Hersteller sind auf den Zug aufgesprungen – hin bis zu Diskontern, die plötzlich Trachten im Angebot führen. So werden sie für jeden zugänglich und sind dadurch Mode. Ich sage: Besser so, als sie ist gar nicht gesehen, aber von Qualität sind wir hier natürlich ganz weit entfernt. Andererseits wird die Trachtenlandschaft damit vergrößert und für den Konsumenten mehr sichtbar.“ Allein in Tirol sind laut Herold 32 verschiedene Treffer rein im Bereich der Trachtenmode zu finden – Modegeschäfte, die Landhausmode zusätzlich im Sortiment führen, nicht eingerechnet. Die Purzelbaum Handels-Ges.m.b.H., besser bekannt als Zillertaler Trachtenwelt und trachtig auf der Kommerzschiene unterwegs, erwirtschaftete 2013 laut KSV einen Umsatz von ca. 28,6 Mio. Euro, für 2014 werden ca. 31 Millionen Euro erwartet. Dirndl & Co. sind also längst in der Modewelt angekommen. Payr: „Günstige Modelle haben durchaus ihre Berechtigung, gerade für junge Leute, die für diverse Feste oder Veranstaltungen entsprechend gekleidet sein möchten. Viele Modegeschäfte wittern hier natürlich ihre Chance. Wer Tracht aus einer inneren Einstellung oder von Berufs wegen trägt, wird aber nach wie vor ins Trachtengeschäft gehen – ob es gerade in ist oder nicht.“ >

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ben durch den Kontakt mit Tieren und unsere Mitmach-Konzepte teilhaben“, so Obmann Johann Hörtnagl. „Urlaub am Bauernhof steht bei den Konsumenten für Glück, Auszeit und Familie – und trifft damit genau die Topthemen der Zukunft wie Regionalität, Authentizität, Natur und Gesundheit.“ Aktuell werden auf den 345 Urlaubsbauernhöfen in Tirol rund 20 Millionen Euro umgesetzt. Hochgerechnet bei den Tagesausgaben von ca. 95 Euro beträgt die Wertschöpfung für den Tiroler Tourismus rund 75 Millionen Euro. Bis heute haben Gäste aus 67 Nationen gebucht – Gäste aus der Heimat folgen dabei auf Platz 3 hinter Deutschland und den Niederlanden.

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TRACHT IST KULTUR Die Modemacher sind der tatsächlichen Mode immer ein Jahr voraus. Man muss Trends erahnen und abwägen, welche Schiene man zusätzlich zum „sicheren“ Teil der Kollektion fährt – also der Basis von klassischen Schnitten und Farben.

ECO.NOVA: Was halten Sie davon, dass Trachten immer mehr zur Massenware werden? JOSEPH PAYR: Es gibt Menschen, die in der Tracht Nachhaltigkeit suchen. Demgegenüber stehen jene, die sie nur für den kurzen Gebrauch kaufen, für eine Veranstaltung oder das Oktoberfest, und dort nicht auffallen möchten, weil sie unpassend gekleidet sind. Sie kaufen sich eine Art Kurzzeittracht. Günstige Modelle haben durchaus ihre Berechtigung. Viele Modegeschäfte wittern hier ihre Chance, ihr Verkaufszahlen zu steigern, und die Tracht wird tatsächlich zum Kommerz.

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oseph Payr, Geschäftsführer der Steinbock Mode GmbH in Rum, sieht diese bei den Herren hierzulande eher gedeckt in Marine oder Anthrazit. Sobald man sich ein wenig hinauslehnt und heller wird, ist man(n) zwar modisch, aber schon richtig mutig. Payr: „Es gibt Länder, die mehr Zugang zum modischen Bereich finden – dazu gehört etwa Deutschland. Konservativere Länder wie Italien, Frankreich oder romanische Länder verharren indes eher im klassischen Marine.“ Diese These betrifft die Mode im Allgemeinen – die Tracht kommt derweil viel bunter und farbiger daher. „Hier gibt es viele Mög-

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„MAN KAUFT MIT DER TRACHT INDIVIDUALITÄT, EIN STÜCK, IN DAS TRADITION, ALTE SCHNITTE UND GESCHICHTSTRÄCHTIGE DETAILS EINGEARBEITET WURDEN.“ Joseph Payr

lichkeiten, auch den Herren etwas Farbe zu verkaufen“, so Payr. Die Tracht bietet wesentlich mehr Spielraum und Bewegungsbreite. Payr im Interview über Tracht und Tradition.

Der gemeine Tiroler ist generell traditionell, auch weil das Umfeld mit den Bergen, der Natur und den Almen perfekt zum Klischee passt. Warum ist die Tracht bei uns im Alltag trotzdem nicht derart präsent, wie sie es etwa in Salzburg und der Steiermark ist? Das trachtigste Bundesland in Österreich ist zweifelsohne die Steiermark. Dort ist die Tracht viel mehr im täglichen Leben verankert, weil die Menschen vielleicht nicht so sehr den Druck der „normalen“ Modewelt verspüren. Wir sind in Innsbruck und Tirol generell von der Achse Berlin–München– Mailand–Florenz geprägt und befinden uns in einer viel schnelllebigeren Modezeit. Die Welle der Internationalität schwappt dadurch durch unser Land. Das hat sehr viel Mode nach Tirol gebracht, die im Alltag stark ersichtlich ist. Die trachtigen Stilrichtungen sind untertags auf gewisse Berufsgruppen beschränkt – im Gastronomiebereich oder der Politik etwa. Bei uns wird die Tracht eher anlassbezogen getragen, weil im Alltag so viele andere Stile hereindrücken. Was zu beobachten ist, ist der Trend zum Cross-Dressing. Die Tracht wird nicht auf den Tiroler Anzug reduziert, sondern man mixt lässige Stoffe mit Hirschhornknöpfen, trägt die Trachtenjacke zur Jeans … Hier würde ich mir noch mehr Experimentierfreude wünschen. Auch im Alltagsleben. Man muss keinen Tiroler Anzug haben, um Trachtenfan zu sein. Oft reicht ein wertiges Trachtenstück, das man mit herkömmlicher Mode kombiniert. Das macht individuell und ist trotzdem ein Bekenntnis zur Heimat und Kultur.


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NACHFRAGE UND UMSATZ REGIONALER LEBENSMITTEL STEIGEN Wendelin Juen, Geschäftsführer der Agrarmarketing Tirol, über Regionalität und Bioprodukte. LEBENSMITTELEINZELHANDEL UND GASTRONOMIE ERKENNEN DEN WERT UND DIE VORTEILE REGIONALER PRODUKTE.

Viele Konsumenten achten beim Einkauf auf Gütesiegel, vor allem im Biobereich. Viele landwirtschaftliche Betriebe können sich eine entsprechende Biozertifizierung jedoch nicht leisten oder wollen sich den Prozess auch nicht antun. Entsteht ihnen dadurch ein Nachteil? Der Ursprung und die Herkunft von Lebensmitteln werden für Konsumenten zunehmend wichtiger. Gütesiegel geben dafür wichtige Garantien und schaffen Transparenz. Regionale Bio-Lebensmittel sowie regionale Lebensmittel sind absolute Spitzenreiter, während weltweit gehandelte Produkte stark an Akzeptanz verloren haben. Über 90 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Tirols wird ohne den Einsatz von Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel bewirtschaftet, allerdings sind nur 20 Prozent der Tiroler Betriebe Bio-Betriebe. Der Grund liegt in der aufwändigen und teuren Kontrolle. Viele kleine Betriebe produzieren zwar biologisch, sind aber nicht biozertifiziert, da die Zertifizierung im Verhältnis zu ihrem geringen Umsatz viel zu teuer ist. Wie viel des Gesamtbedarfs an Lebensmitteln könnte in Tirol aus regionalen Produkten gedeckt werden? Die heimische Landwirtschaft kann mit keinem Produkt alle Tiroler ganzjährig versorgen. Würden alle Tiroler nur heimische Milch und Milchprodukte konsumieren, läge der Selbstversorgungsgrad bei etwa 85 Prozent, inklusive Touristen bei 74 Prozent. Bei allen anderen Lebensmitteln wie Fleisch, Eier, Obst und Gemüse ist der Selbstversorgungsgrad weit geringer. Nur zu Saisonspitzen wie Kalbfleisch im Frühjahr und einigen Gemüsesorten in den Sommermonaten wird deutlich mehr produziert als die Tiroler konsumieren.

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ECO.NOVA: Das Thema Regionalität spielt eine immer größere Rolle bei Lebensmitteln – gibt es diesbezüglich im Handel und der Gastronomie einen messbaren Sinneswandel? WENDELIN JUEN: Es ist ein eindeutiger Trend zu Regionalität feststellbar. Viele Konsumenten sind heute deutlich sensibler, was die Herkunft und Herstellung von Lebensmitteln betrifft, als noch vor einigen Jahren. Direktvermarkter, die ihre Produkte ab Hof verkaufen, profitieren von diesem neuen Bewusstsein. Der Ab-Hof-Verkauf ist für Bauern eine wichtige Einkommensquelle und die Kunden sehen, woher ihre Lebensmittel kommen.

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MUSIK TRIFFT

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as dem einen die Tracht, ist dem anderen die Musik. Schaut man sich die aktuellen Austria-Top-40-Longplaycharts an, findet man in den Top 10 gleich fünf deutschsprachige, teils dem Schlagergenre zugerechnete Namen: die Seer (in zweifacher Ausführung), Helene Fischer, die Amigos, das Nockalm Quintett und Andreas Gabalier. Generell ist Mundartpop wieder höchst modern. Wie sämtliches Liedgut, das der Heimat zugetan ist. Im Kommerzradio gespielt wird es allerdings selten. Denn in den Charts vertreten zu sein, heißt nicht zwangsläufig, auch im Radio gespielt zu werden. Wobei man fairerweise sagen muss, dass die Charts gemessen an den CD-Verkäufen wohl etwas hinken, da traditionelle Musikhörer vermutlich noch eher CDs kaufen als Hörer anderer Genres, die vermehrt auf Downloads zu-

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Heimat

rückgreifen. Trotzdem: Heimische Musik findet statt, wenn auch nicht beim Quasi-Monopolisten Ö3. Der Kramsacher Musikproduzent Paul Lorenz betreut mit seiner Lorenz Music ca. 40 bis 50 heimische Musiker und erteilt der österreichischen Musikszene im Interview auch deshalb eine harte Rüge. Peter Margreiter, Obmann des Tiroler Volksmusikvereins, spricht derweil über sein Metier – Musik vom Volk fürs Volk.

REGIONALER MUSIK FEHLT DIE LOBBY

Für Paul Lorenz ist es „haarsträubend“, was in Österreich mit heimischen Künstlern passiert, weil ihnen auf breiter Basis die Unterstützung komplett fehle. Laut einer IHS-Studie arbeiten in der gesamten Musikbranche (vom Musikerzieher bis zum Instrumentenverkäufer) rund 60.000 Menschen, die Branche erwirt-

Vor allem bei jungen Menschen ist handgemachte Musik wieder in. Der Alpenländische Volksmusikwettbewerb/Herma-Haselsteiner-Preis richtet sich deshalb ausschließlich an die Jugend.

schaftet eine Wertschöpfung von 3,4 Mrd. Euro. Trotzdem erfahren heimische Künstler kaum Rückhalt, findet Lorenz. „Wenn sich in Musikschulen echte Talente finden, müssen sie im Prinzip ins Ausland gehen. Das ist seit Jahren eine beinharte Geschichte. Noch dazu mit dem Hintergrund, dass sich Österreich als Musikland rühmt. Und sich dann so aufzuführen ist eigentlich eine Katastrophe“, wettert Lorenz, der die Schuld daran, dass heimische Musik in überregionalen Sendern kaum Platz findet, vor allem im System sieht. Mittlerweile gäbe es weltweit nur noch drei große Plattenlabels, die als Großkonzerne nicht daran interessiert seien, was sich in einem kleinen Land wie Österreich abspiele. So fließen Millionen Euro an Tantiemen – gerade von Ö3 – ins Ausland. Wir sprachen mit Lorenz über das Musikland Österreich.


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ECO.NOVA: Können Sie sich erklären, warum der musikalische Trend gerade jetzt auf das Volkstümliche, Schlagerhafte, Heimische zurückgeht? PAUL LORENZ: Grundsätzlich sträube ich mich ja gegen die Unterscheidung von (echter) Volksmusik, Schlager oder Popmusik, weil das eine Erfindung des deutschsprachigen Raums ist. In Amerika etwa arbeitet jeder mit jedem zusammen, deshalb

sind sie uns immer einen Schritt voraus. Es heißt zwar offiziell, die Leute wollen solche Musik nicht hören, aber es ist genau das Gegenteil der Fall. Die Menschen wollen bodenständige, regionale Musik. Es gibt Projekte wie Andreas Bixer oder die Meissnitzer Band, die perfekt funktionieren. Wo das musikalische Handwerk passt und innovative Ideen sind, funktioniert auch heimische Musik.

MUSIK ZU MACHEN IST EIN PRIVILEG

Die Meissnitzer Band rund um Sängerin Christiane Meissnitzer wurde 1996 gegründet und ist heute einer der bekanntesten Vertreter des Alpenrocks. Christiane Meissnitzer im Interview.

ECO.NOVA: Sie haben sich auf Mundart-Rock spezialisiert. Was ist der Grund da-

für, vom Hochdeutschen Abstand zu nehmen und dadurch auch Gefahr zu laufen, eventuell nicht immer von jedermann verstanden zu werden? CHRISTIANE MEISSNITZER: Wir singen im Abtenauer Dialekt, weil wir unsere Geschichten, unsere Gefühle und unsere Begeisterung für unsere Musik und unsere Texte ganz anders ausdrücken können. Unsere Songs sind authentisch und echt, darauf kommt es uns an, obwohl wir uns natürlich aufgrund des Dialektes automatisch einschränken. Die Tatsache, das zu tun, was uns im tiefsten Herzen bewegt und zufrieden stellt, und das Privileg, es selbst entscheiden zu können, stellt die Nachteile völlig in den Schatten. Tradition ist heute wieder mehr gefragt denn je – auch bei jungen Menschen. Schaut man die Musikcharts dieses Landes an, findet sich auf den vorderen Plätzen immer mehr das Genre der Volksmusik im weitesten Sinne. Warum, glauben Sie, ist das so? Die Reizüberflutung, die hohen Anforderungen in Beruf, Freizeit, mit der Familie und der ständige Druck, den gesellschaftlichen Strukturen zu entsprechen, alles unter einen Hut zu bringen, das alles sind für viele Menschen enorme tägliche Belastungen. Ich denke, der Mensch sucht wieder mehr den Ursprung, die Basis. Kultur, Volksnähe und Werte geben Selbstbewusstsein und Sicherheit. Die Suche nach Halt, nach Akzeptanz, nach Zugehörigkeit ist extrem präsent. Schön, wenn Menschen diese Werte in der österreichischen Musik finden. Leider gibt es genügend Beispiele aus den aktuellen Medien, wo sich Menschen auch komplett verrennen. Andreas Gabalier wurde ob seiner Heimatverbundenheit medial mancherorts ins rechte Eck gestellt. Warum haben Menschen heute immer noch Probleme mit dem Heimatbegriff und was bedeutet Heimat für Sie? Das hat nichts mit dem Begriff „Heimat“ zu tun. Heimat ist viel mehr Geborgenheit, Rückhalt, Liebe und – für mich das Wichtigste! – dahoam sein, von lieben Menschen umgeben sein, sich geborgen fühlen, fallen lassen, Akkus auftanken und die Ruhe genießen! Die wunderschöne Natur und mein engstes soziales Umfeld geben mir Heimat!

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Wie schwierig ist es, in Österreich Musik zu machen? Was ich mitbekomme, ist fast ein wenig Frustration bei den Künstlern. Was mich auch nicht wundert, wenn ich sehe, wie im Land mit ihnen umgegangen wird. Wenn du einen guten Musiker mit Potenzial ausmachst, musst du ihn eigentlich ins Ausland schicken, weil er dort mehr Chancen hat, nach oben zu kommen. Immer wohlgemerkt mit dem Untertitel, dass man Österreich als Musikland verkaufen will. Das ist reines Museumsdenken … wir rasten uns nach wie vor auf Mozart und Haydn aus. Wie sehr sind illegale Downloads tatsächlich ein Problem für die Branche? Die Landwirte werden – wie aktuell – bei Absatzeinbrüchen massiv unterstützt. Uns wird seit zehn Jahren die Musik unterm Hintern weggeklaut, und keiner unternimmt etwas dagegen. Das sorgt natürlich für große Umsatzeinbußen. Das Berufsbild des Komponisten allein ist beinahe schon verschwunden. Er muss daneben andere Tätigkeiten ausüben, damit es sich überhaupt rechnet, oder Förderungen beantragen. Was absolut nicht notwendig wäre, wenn das System fair funktionierte. Das heißt, wenn er eine faire Möglichkeit bekäme, dass seine Musik auch gespielt wird. Wir haben in Österreich derzeit einen Musikanteil innerhalb der österreichischen Medien von gerade einmal 16 Prozent. Wählt man als Produzent einen Künstler aus, zieht dies weitere Berufe nach – vom Fotografen bis zum Grafiker – die an dem Projekt mitarbeiten und mitverdienen. Muss ich Musik im Internet kostenlos zur Verfügung stellen, kann das Rad nicht mehr rund laufen. Wie viele Musiker können hierzulande rein von ihrer Musik auch leben? Minimal. Ich schätze ein bis zwei Prozent. Der Großteil sind Nebenerwerbsmusiker. Warum funktioniert regionale Musik dennoch so gut? Musik vermittelt Stimmung und Musik aus der Heimat wird oft bewusster wahrgenommen. Wir werden heute ständig und aus allen Richtungen beschallt. Durch diesen Nebenbeikonsum geht eine gewisse Wertigkeit der Musik gegenüber verloren. Menschen bekommen damit das Gefühl, Musik sei „eh einfach da“. Bei heimischer Musik hört man eher hin.


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VOLKSMUSIK IST KEIN SELBSTLÄUFER

Peter Margreiter über Volksmusik und Altersgruppen. ECO.NOVA: Wie definieren Sie ganz allgemein den Begriff „Volksmusik“? PETER MARGREITER: Volksmusik ist eine der ursprünglichsten künstlerischen Ausdrucksformen der Menschen im Alpenraum. Früher mehr als Gebrauchsmusik zu feierlichen oder kirchlichen Anlässen, zur Unterhaltung, aber auch als Kommunikationsmittel verwendet, war sie im ländlichen Raum nahezu die einzige Art der musischen Ausdrucksweise. Heute steht den Menschen eine Vielzahl von Musikstilen und Bildungsangeboten zur Verfügung und die Volksmusik ist nicht mehr das einzige musikalische Ausdrucksmittel in unserem alpinen Lebensraum. Dennoch erfreut sie sich großer Beliebtheit. Derzeit ist die echte, authentische Volksmusik gerade bei den jungen Musikanten und Sängern sehr gefragt. Dies beweisen die unzähligen, gut besuchten Veranstaltungen im ganzen Land – vom Lederhosentreffen bis hin zu Fortbildungsseminaren oder beispielsweise Gstanzlsingertreffen und Musikantenhoangarten. Es ist einfach wieder in, handgemachte Musik im Kreise Gleichgesinnter machen zu können. Und gerade dieser Umstand einer kreativen Ausdruckform in gesellschaftlicher Begegnung ist, so glaube ich, ein großer Faktor für die ungebrochene Beliebtheit unserer Volksmusik. Alle zwei Jahre findet der Alpenländische Musikwettbewerb/Herma-HaselsteinerPreis statt, bei dem Innsbruck zum Zentrum alpenländischer Volksmusik wird. Wie viele Gruppen werden heuer dabei sein und warum, glauben Sie, ist Volksmusik für immer mehr junge Menschen wieder Thema?

Wir erwarten vom 23. bis 26. Oktober wieder an die 600 aktive Teilnehmer, die sich dem Wettbewerb stellen. Zusätzlich kommen natürlich sehr viele Besucher, Volksmusikinteressierte und Gastgruppen. Der Congress Innsbruck und die Innenstadt werden an diesen Tagen in eine volksmusikalische Klangwolke eingetaucht sein. Der Alpenländische Volksmusikwettbewerb/Herma-Haselsteiner-Preis ist speziell ein Wettbewerb für die Jugend. Leider können wir aus Platzgründen nicht immer alle angemeldeten Gruppen aufnehmen. Dieses große Interesse ist sicherlich darauf zurückzuführen, dass sich die jungen Volksmusikanten bei dieser Veranstaltung besonders wohl fühlen und auf viele Gleichgesinnte treffen. Wenn Schweizer mit Burgenländern oder Südtiroler mit Bayern spontan zusammenspielen, dazu getanzt oder gesungen wird, entsteht eine besondere Atmosphäre.

Tradition

Welchen Stellenwert hat Volksmusik generell in Tirol? Meines Erachtens einen sehr hohen. Die Weitergabe an die nächste Generationen ist jedoch kein Selbstläufer. Das Musizieren und Singen innerhalb der Familie, wie es früher einmal war, gibt es heute nur mehr vereinzelt. Deshalb bedarf es intensiver Arbeit und Pflege von Institutionen wie etwa dem Tiroler Volksmusikverein, dem Volksliedwerk oder auch dem Tiroler Musikschulwerk. Dies nimmt viel Zeit und Kosten in Anspruch, was der Öffentlichkeit, Politik und nicht zuletzt auch der Wirtschaft erst langsam bewusst werden muss. Denn unsere Volksmusik ist ein wesentlicher Bestandteil der Tiroler Identität und ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal, das uns im Alpenraum unverwechselbar macht.

IN ZAHLEN

Gesamtausgaben für Kultur und Wissenschaft 2013 in Tirol, in Euro: 96.356.308,26 Davon für Heimat- und Brauchtumspflege, in Euro: 216.234,96 Ausgaben für Heimat- und Brauchtumspflege über 10.000 Euro: • Tiroler Landestrachtenverband, Innsbruck • Beihilfe für Trachten und Fahnen der Vereine sowie für die Verbandszeitschrift „Der Trachtler“: 18.800 // Arbeitsgeld 2013/14: 45.250 • Bund der Tiroler Schützenkompanien, Innsbruck, Jahresbeihilfe: 30.000 Kurioseste Zuschüsse – unsere Top 3: • Verband der Krippenfreunde Österreichs, Innsbruck, Weltkrippenkongress 2012: 7.000 • Kameradschaft Itter, Landjugend Bezirk Landeck und 1. Tiroler Veteranenverein Waidring, Fahne: je 1.500 • Tiroler Landestrachtenverband, Erinnerungsbänder im Rahmen des Landestrachtenfestes in Pfunds: 5.184,96 Quelle: Kulturbericht 2013 des Landes Tirol

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ENTGRENZTE KULTURFAMILIE

Christoph, Maria, Hannah und Gerhard Crepaz.

Maria und Gerhard Crepaz bringen seit 1972 avantgardistisches Kunstschaffen nach Tirol. Vom traditionsbewussten Tirol sehr kritisch beäugt, ließen sie mit dem Osterfestival Tirol einen eigenen Stil entstehen, der mittlerweile von einem gut subventionierten Kulturbetrieb getragen wird. Seit rund sechs Jahren wird das Festival von der neuen Generation Hannah und Christoph Crepaz professionell weitergeführt. Sie prägen das Kulturleben in unserem Land weiter – mit zeitgenössischen Kunstformen aus aller Welt. // Text: Julia Sparber, Foto: Birgit Pichler 1968 – EINE WENDE IM TIROLER KULTURLEBEN:

Das Tiroler Ehepaar Maria und Gerhard Crepaz wurde von Franz Arnold, Gerhard Gombocz, Werner Jud, Rudolf Leichter, Andreas Preindl, Heinz und Wolfgang Weiler sowie dem damaligen Programmdirektor Henri Quintern eingeladen, das Musikprogramm für die Galerie St. Barbara zu gestalten. 1972 übernahmen sie die Leitung und erweiterten das Kulturrepertoire. Die Bildergalerie wurde aufgelöst und zum Schmelztiegel zeitgenössischen Kultur-

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schaffens aus Kunst und Musik: „Wir gründeten die Galerie ohne kommerziellen Hintergedanken, wir wollten einfach Neues nach Tirol bringen, über die Grenzen Tirols hinausblicken und damit die Angst vor dem Fremden abbauen“, blickt Maria Crepaz zurück. Die private Initiative hatte kaum öffentliches Geld, erst nach drei Jahren folgten erste Subventionen des Landes. In den Gründungsjahren lebte man einfach für ein neues, besseres Leben im geistigen Sinn: „Neues bedeutet immer auch finanzielles Risiko, aber

unser großer Enthusiasmus und die spannenden Begegnungen mit Künstlern aus aller Welt haben uns immer weitermachen lassen.“ György Ligeti, Karlheinz Stockhausen, John Tilbury und Jordi Savall sind nur einige der bekannten Komponisten und Musiker der neuen und alten Musik, die Maria und Gerhard Crepaz erstmals nach Tirol brachten. Das traditionsbewusste Tirol von damals konnte nicht viel damit anfangen. „Ihre Namen waren noch unbekannt. Wir haben ihre Musik gehört und waren fasziniert. Im Laufe


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Tiefgarage für das Hotel „Holiday Inn“ bei der Triumphpforte gebaut wurde, kam Werner Pirchners Film „Untergang des Alpenlandes“ dort zur Uraufführung. „Wir hatten nur wenig Geld zur Verfügung, zu Beginn mussten wir mit 20.000 Schilling das ganze Jahr Programm machen. Aber wir brachten immer Experimentierfreude mit, die auch bei den Künstlern gut ankam.“ Verbindungen zwischen Kulturen und Religionen herzustellen, das Gemeinsame in der Musik der verschiedenen Religionen zu entdecken, wurde später zum programmatischen Leitfaden von Maria und Gerard Crepaz. Sie riefen 1989 die Reihe „Musik der Religionen“ ins Leben, als Gegenpol zur aufkeimenden Fremdenfeindlichkeit und als kulturelles Zeichen für Respekt und Toleranz. In der Auferstehungskirche in Neu-Rum wurde Arvo Pärts Johannespassion vom Vokal-Forum Graz aufgeführt, ehe am Sonntag indische Künstler Ragas und Tänze von Sonnenaufgang bis Mitternacht in der Kirche präsentierten. „Natürlich wurden wir auch angefeindet für unsere Arbeit. ‚Spinner und Narrische‘ sind nur die harmlosen Schimpfwörter, die wir uns anhören mussten. Doch eine größer werdende Anhängerschaft, die unsere Arbeit sehr schätzte, ließ uns alle anderen überhören“, erzählt Maria Crepaz. Aus „Musik der Religionen“ entwickelte sich das Osterfestival Tirol, das mittlerweile ein Kontrapunkt zur kommerziellen Musikindustrie ist. Ein großer, innerer Antrieb einer ganzen Familie ließ ein spezielles Kultursegment entstehen, das alljährlich zu Ostern und mittlerweile in den Reihen musik+ und ORGELfest Ausdruck findet.

PROFESSIONELL UND IDEALISTISCH der Jahre aber entstanden Freundschaften mit den Künstlern. Deshalb kamen sie auch immer wieder“, erzählt sie.

BEGEGNUNGEN VON KULTURFANATEN

Das erste große Projekt war 1976 die Uraufführung von Paul Engel anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Speckbacher Stadtmusik in der Haller Pfarrkirche: „In der ‚Begegnung für 18 Solisten und 2 Blasmusikkapellen‘ gelang erstmals der Dialog aus Tradition und Moderne – wir glaubten einfach an die verbindende Kraft der Musik.“ Maria und Gerhard Crepaz suchten stets die Begegnung mit dem Unkonventionellen. Sie erzählen von der „schrägen Idee von uns ‚Kulturfanaten‘, eine Baustelle zum Konzertort zu machen.“ Als in den 1980er-Jahren die

Vor sechs Jahren haben Maria und Gerhard die Leitung des Osterfestivals Tirol in die Hände ihrer Kinder Hannah und Christoph gelegt. Diese haben die Ideale ihrer Eltern übernommen und doch mit eigenen innovativen Ideen erweitert und erneuert. Hannah wurde zur künstlerischen Christoph zum betriebswirtschaftlichen Leiter des mittlerweile gewachsenen Kulturbetriebs, der in der Haller Schmiedgasse eine Büroheimat gefunden hat. Heute verfügt das Festival über ein Budget von 500.000 Euro, das von der Stadt Hall, der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol und dem Bund getragen wird. Aber das war nicht immer so. Hannah erzählt von der elterlichen Wohnung, in der lange Jahre die gesamte Organisation des Festivals, die Verköstigung der Künstler und natürlich zahllose Diskussionen über Kunst und Künstler stattgefunden haben. „Dadurch haben wir von

klein auf mitbekommen, was Kulturarbeit ist. Im Gespräch mit Politikern wurde mein Vater auch oft sehr laut, weil er seine Visionen kompromisslos vertrat. Meine Mutter hat das sehr ausgeglichen, aber so lernten wir die Faszination an der Kulturarbeit grundlegend kennen“, erinnert sich Hannah Crepaz.

GRENZEN ÜBERSCHREITEN

Die neue künstlerische Leiterin arbeitet nach wie vor eng mit Mutter und Vater zusammen, den programmatischen Faden aber hat sie mit den Ausdrucksformen von heute erweitert. Religiöse Motive wurden zunehmend von menschlichen, sozialen Anliegen abgelöst, die uns täglich betreffen und begleiten. „Massiv.ich“ lautete das Thema zum Osterfestival 2013 und stellte den in unserer Gesellschaft zunehmenden Egoismus in Frage. Mit „Spie T räumen“ wurde das 26. Osterfestival Tirol unter ein offenes und assoziationsreiches Motto gestellt. Neben dem Spiel

DAS TRADITIONSBEWUSSTE TIROL VON DAMALS KONNTE MIT DER INITIATIVE NICHT VIEL ANFANGEN. HEUTE VERFÜGT DAS FESTIVAL ÜBER EIN BUDGET VON 00.000 EURO.

wurden das Träumen, der Raum sowie das Gefühl des Ausgeliefertseins als Spielball zwischen Wirtschaft und Politik, zwischen Profitsteigerung und dem scheinbar überflüssig werdenden Menschen betrachtet. 2015 sollen Mut und Empathie im Mittelpunkt stehen. „Wir sollen aufgerüttelt werden, dass die Ich-AG sich in der Masse versteckt und Mut in der Gesellschaft zunehmend verschwindet. Was täglich vor unseren Augen passiert – wie in Syrien oder der Ukraine – braucht einen mutigen Schritt dagegen. Kultur muss Menschen berühren und zum kritischen Denken anregen“, so Hannah Crepaz. Das Osterfestival soll bewusstmachende Momente in Form von Konzerten, Tanztheater und Performances bieten und Grenzen der Kulturen und der Tradition geistig überschreiten. Die Familie Crepaz macht seit mehr als 45 Jahren Kulturarbeit für Menschen in Tirol, die bereit sind, ihre geistigen Grenzen zu überschreiten und sich auf Neues einzulassen. Sie wollen weiterhin kulturelle Grenzen lösen und aus der Begrenztheit befreien. eco.nova

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Ende der 1950er-Jahre erbaute KR Hans F. Reisch (links) das Lagerhaus in Kufstein am Zellerberg, das wohl damals modernste Lagerhaus und einzigartig in ganz Europa. Unten: Das SPAR-Stammhaus der Familie Reisch in Kufstein am Unteren Stadtplatz.

EIN UNTERNEHMEN ERZÄHLT GESCHICHTEN Auch für Unternehmen ist das Thema Tradition ein zunehmend wertvollerer Aspekt. Tradition steht für Beständigkeit, Werte, Verantworung und Vertrauen – vor allem, wenn das Unternehmen stark in der Region verwurzelt ist. Wie SPAR, dessen Erfolgsgeschichte in Kufstein begonnen hat. Heuer feiert der Lebensmittelhändler sein 60. Jubiläum.

G

egründet wurde SPAR 1954, heute – 60 Jahre später – gehört das Unternehmen zu einem der größten Player im heimischen Lebensmittelhandel und ist zu einem mittel­europäischen Handelskonzern herangewachsen. Von Vorarlberg bis ins Burgenland ist SPAR mit 1.500 Märkten vertreten, knapp 200 davon gibt es allein im Heimatland Tirol.

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Als der Tiroler Großhändler KR Hans F. Reisch mit der Gründung der Handelsvereinigung Tirol/Pinzgau den Grundstein für SPAR Österreich legte, wagte wohl kaum jemand zu vermuten, dass damit eines der größten und erfolgreichsten Lebensmittelhandelsunternehmen seine Anfänge nahm. Mit an Bord waren 100 selbständige Kaufleute, die nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ zusammenarbeiteten.


eco.wirtschaft Der neue SPAR-Supermarkt am Ortseingang von Söll: Der neue Nahversorger ist einzigartig und verbraucht im laufenden Betrieb nur 50 Prozent der Energie, die ein herkömmlicher Supermarkt benötigt.

Es dauerte nicht lange und die Idee der „freiwilligen Handelskette“ hatte sich schnell im ganzen Land herumgesprochen. Nach und nach öffneten vom Boden- bis zum Neusiedler See SPAR-Märkte und der Supermarkt mit der grünen Tanne war spätenstens Ende der 1950er-Jahre jedermann ein Begriff.

WEICHEN FÜR DIE ZUKUNFT

Den Weg vom österreichischen Unternehmen zum mitteleuropäischen Handelskonzern begleiten viele Highlights: 1970 hat SPAR mit der Gründung der SPAR Österreichischen Warenhandels-AG die Weichen für alle weiteren erfolgreichen Entwicklungen gestellt. Zehn Großhandelsfamilien schlossen sich zusammen, die Anteile der Aktiengesellschaft befinden sich noch heute vorwiegend im Eigentum dieser Familien. Die Nachkommen der Gründerväter und EigentümerFamilien bilden heute den SPAR-Vorstand. Dir. Hans K. Reisch, Vorstandsdirektor für Finanzen und Filialen, ist der Enkelsohn des SPAR-Gründers KR Hans F. Reisch. Anfang der 1990er-Jahre erschien der österreichische Markt gesättigt. SPAR sah seine Chancen im benachbarten Ausland und lag damit goldrichtig. Denn in den 60 Jahren des Bestehens ist es für den Lebensmittelhändler stets bergauf gegangen. Schon von Beginn an hat SPAR seine Pionierleistung unter Beweis gestellt, indem sich selbständige Kaufleute bei den Themen Wareneinkauf, Technik oder Marketing zusammengetan haben. Dieses Prinzip ist bei heute geblieben.

UNTERNEHMEN MIT STRATEGIE UND BEKENNTNIS ZUR REGION

Die Hauptzentrale von SPAR Österreich befindet sich zentral in Salzburg. Hier werden alle unternehmensstrategischen Entscheidungen getroffen. Trotzdem ist man nach wie vor in Tirol verankert. Die 1974 eröffnete Zentrale in Wörgl ist daneben eine von sechs Regionalzentralen in ganz Österreich. Von Wörgl erfolgt die Belieferung und Betreuung der SPAR-Märkte in Tirol und Salzburg. Diese historisch gewachsene und regional verankerte Struktur ist ein Unikum und der Schlüssel für den Erfolg von SPAR. „Durch die Nähe zur Region können wir als SPAR Tirol das Beste aus der Region für die Re-

Pierre Hohlrieder, SPAR-Supermarkt Hall: „Das Team war von Anfang an nett zu mir. Und ich mag es, mit Menschen zu tun zu haben. Ich fühl mich echt wohl bei SPAR.“

Über 100 neue Lehrlinge starten jährlich in Tirol ihre Karriere bei SPAR. Christine Prantl aus Kössen schätzen die Stammkunden vor allem wegen ihrer Höflichkeit.

gion bieten“, so Dr. Christof Rissbacher, Geschäftsführer für Tirol und Salzburg. Generell hat sich SPAR von Anfang an heimischen Produkten verschrieben und bietet heute rund 40.000 Produkte von fast 2.500 regionalen und lokalen Produzenten. Allein in Tirol finden Kunden Spezialitäten von 115 Herstellern. Damit ist SPAR einer der größten Partner der heimischen Landwirtschaft und Erzeugerbetriebe.

es 75.000. Damit ist SPAR auch der größte private Arbeitgeber in Österreich. In Tirol arbeiten beinahe 3.000 Menschen bei SPAR ... mit besten Aufstiegschancen in den Märkten und in der Zentrale. Das Spektrum ist breit gefächert und reicht vom LKW-Fahrer über die Einkaufsassistentin bis zum Feinkost-Mitarbeiter. Mit Blick in die Zukunft legt SPAR auch seit Jahren großen Wert auf die Lehrlingsausbildung. Jahr für Jahr sind 2.700 Lehrlinge – davon 300 in Tirol – in 17 verschiedenen Lehrberufen bei SPAR in Ausbildung. Damit auch die nächsten 60 Jahre so erfolgreich werden wie die vergangenen.

SPAR HEUTE

SPAR ist bis heute ein 100 Prozent österreichisches Familienunternehmen und bietet mittlerweile über 40.000 Mitarbeitern allein in Österreich einen sicheren Arbeitsplatz – mit den Nachbarländern sind

„DURCH DIE NÄHE ZUR REGION KÖNNEN WIR ALS SPAR TIROL DAS BESTE AUS DER REGION FÜR DIE REGION BIETEN.“ Dr. Christof Rissbacher, Geschäftsführer für Tirol und Salzburg.

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ARMES TIROL? Die Lohnstruktur in Tirol ist in schöner Regelmäßigkeit Zankpunkt zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretungen. Erst kürzlich war die Aufregung um die Löhne wieder groß, als die neue Einkommensstatistik des Hauptverbandes der Sozialversicherungen Tirols Durchschnittslöhne an die vorletzte Stelle im Bundesvergleich reihte. Politisch indes ist die Diskussion nicht unumstritten.

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B

ei der Faktenlage rund um die Löhne im Bundesvergleich sind sich alle einig, denn die nackten Zahlen sprechen eine klare Sprache: Tirols durchschnittliches Bruttomonatseinkommen liegt mit 2.252 Euro an vorletzter Stelle aller neun Bundesländer. Hinter uns ist nur noch das Burgenland gereiht, wo allerdings auch die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger liegen als bei uns. Sind wir Tiroler aber wirklich derart benachteiligt? Fakt ist nämlich auch, dass die Bruttomonatseinkommen in Österreich deshalb so unterschiedlich sind, weil die Wirtschaftsstruktur eine unterschiedliche ist. An der Spitze der Lohnpyramide stehen Vorarlberg und Oberösterreich – beides Bundesländer mit einer industriell geprägten Wirtschaft und Dauerjahresvollzeitarbeitsplätzen in der Industrie und produzierenden Bereichen. In Tirol geht die Orientierung derweil stark in den Bereich der Dienstleistung mit ausgeprägter Saison- und Teilzeitbeschäftigung, etwa im Handel. Das führt dazu, dass unser durchschnittliches Einkommen unter jenem von Bundesländern liegt, die stärker produktionsorientiert sind, weil diese Unternehmen naturgemäß höhere Löhne bezahlen (müssen). Kurzum: Wirft man sämtliche Branchen in einen Topf, ergibt das ein im (hinkenden) Vergleich geringes Einkommen in Tirol. Nur: So einfach ist es dann doch nicht. Der Unterschied liegt im Detail.

VON ÄPFELN UND BIRNEN

Schlussendlich vergleicht man in fast allen Einkommensstatistiken Äpfel mit Birnen – also etwa Tourismusjobs mit Arbeitsplätzen im Produktionsbereich. Fair wäre es, gleichwertige Jobs gegeneinander aufzuwiegen – dann sähe die Situation gänzlich anders aus. Denn das Problem damit lösen zu wollen, indem man dem Tourismus nahelegt, höhere Löhne zu bezahlen, ist schlichtweg Humbug, weil nicht machbar. Der Lohn richtet sich nach der Produktivität. Betrachtet man außerdem die Lohnstruktur innerhalb der Beherbergung und Gastronomie, werden in Tirol die höchsten Löhne in ganz Österreich bezahlt (Österreichschnitt: 1.618 Euro // Tirol: 1.946 Euro). Im Gegenzug zeigt sich auch in der Tiroler Industrie: Das Verhältnis zwischen Leistung und Lohn ist dort sehr ausgewogen. Die Industrie hat ihren hohen Beschäftigungsstand über Jahre hinweg

auf mehr als 40.000 Beschäftigte ausgebaut. Dass diese Menschen angemessen und leistungsorientiert verdienen, ist vielfach belegt. Gut ausgebildetes Personal ist für die Tiroler Industrie mit ihren zahlreichen Technologieund Weltmarktführern das größte Kapital, deshalb sind die Unternehmen auch bereit, für Positionen mit besonderen Anforderungen deutlich über dem Kollektivvertrag zu bezahlen. Doch auch wenn die Industrie generell gut dasteht, der relativ kleine Produktionssektor in unserem Land (trägt rund 20 Prozent zur Tiroler Wirtschaftsleistung bei)

abgehandelt wird, ist die Sache letztlich dann doch nicht.

FAZIT

Die Lohndebatte wird leider oftmals sehr politisch und gleichzeitig emotional geführt. Betrachtet man die Lage sachlich, ist die Thematik eindeutig. Tirol liegt in der Statistik hinten nach. Und die Experten sind sich dabei auch relativ einig, woran es liegt. Für eine Änderung bräuchte es jedoch einen Strukturwandel und neben dem Standbein Tourismus (der zweifelsohne wichtig ist in unserem Land) einen Ausbau der Industrie – keine

„DER ÖGB FORDERT DIE BEVORZUGUNG VON TEILZEITBESCHÄFTIGTEN BEI DER NACHBESETZUNG VON VOLLZEITSTELLEN UND KRITISIERT AUSSERDEM, DASS DER RUF NACH FACHKRÄFTEN ZWAR IMMER LAUTER WERDE, HILFSKRÄFTE JEDOCH BEVORZUGT WÜRDEN.“

Teilzeitbeschäftigung, unbezahlte Überstunden und KV-Flucht sind für den ÖGB wesentliche Gründe für das verhältnismäßig geringe Lohnniveau in Tirol

kann seine Rolle als bestimmender Wachstumsträger nicht mehr ausfüllen. So lange also in Tirol eine derartige Wirtschaftsstruktur herrscht, wie derzeit, wird sich die Debatte um die Durchschnittslöhne nicht ändern. Dazu müsste man die komplette Struktur verändern ... womit andere Probleme aufträten. Die aktuell starke Orientierung Richtung Dienstleistung ist sehr arbeitsintensiv, was uns eine relativ geringe Arbeitslosigkeit im Vergleich mit anderen Bundesländern beschert. Und eine höhere Stabilität: Denn wer auf mehreren Beinen steht, kann Schwankungen besser ausgleichen. Das hat die hohe Beständigkeit des Tourismus in den Krisenjahren 2008/2009 gezeigt. Das bedeutet zugespitzt: Wer höhere Durchschnittslöhne will, muss die Dienstleistung zugunsten der Industrie zurückdrängen (was ohnehin nur in einem bestimmten Ausmaß möglich ist) und in der Folge mit einer höheren Anfälligkeit für Arbeitslosigkeit leben. So einfach wie die Lohndiskussion in der Öffentlichkeit häufig

polemischen Zurufe. Produktionsunternehmen gilt es, im Land zu halten – eine große Herausforderung, gerade weil immer höhere Auflagen für sie immer schwerer zu bewältigen sind. Verlieren wir diese Unternehmen jedoch, schaut die Lohnzukunft noch düsterer aus. Betrachtet man die Statistik jedoch in ihren Einzelteilen, lässt sich erkennen, dass Tirol gegliedert nach einzelnen Sparten im Österreichschnitt nicht derart schlecht dasteht, wie es die allgemeine Statistik suggeriert. Die Thematik der Reindustrialisierung sieht übrigens die Interessenvertretung der Arbeitnehmer ähnlich (siehe Randspalte). Erstaunlicherweise bekommen die Worte des ÖGB Tirol – bei nahezu identem Sinn – aber einen völlig anderen und teilweise negativen Beigeschmack. Die Quintessenz ist indes dieselbe: Ändert sich nichts an der Wirtschaftsstruktur unseres Landes, werden wir die Lohndiskussion in selber Art und Weise wohl auch noch in zehn oder 15 Jahren führen. > eco.nova

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DAS SAGT DER ÖGB TIROL Wir kritisieren schon seit Langem die Lohnstruktur in Tirol. In erster Linie sehen wir die heimische Wirtschaft in der Pflicht. Diese schafft mehr oder weniger die Rahmenbedingungen für die Einkommensstruktur. Wir als Sozialpartner und Verhandlungspartner bei Kollektivvertragsverhandlungen sehen uns zunehmend mit schwierigen, im Arbeitskampf mündenden Auseinandersetzungen konfrontiert. Die Ursachen der schlechten Entlohnung sind in der Branchenstruktur Tirols zu suchen. Leider konzentriert man sich am Standort Tirol auf die Bereiche Tourismus (45.000) und Handel (55.000), die noch zum Niedriglohnsektor zählen. Das ist fast ein Drittel der unselbstständig Beschäftigten in Tirol. Diese Problemstellung entschärft sich künftig ein klein wenig, weil sich die Mindestlöhne im Handel durch den Doppelabschluss 2013 per 1.1.2015 auf 1.500 Euro erhöhen. Was wir aber unbedingt benötigen, besonders für strukturschwache Regionen (und nicht nur für diese), sind gut bezahlte, zukunftsorientierte und ganzjährige Vollzeitarbeitsplätze sowie eine Reindustrialisierung. Damit sind wir schon bei der Problematik der Teilzeit. Eine Erhebung des AMS zeigt auf, dass die Erwerbsarbeit zunehmend auf Teilzeit basiert. Während zwischen dem 4. Quartal 2012 und dem 1. Quartal 2014 die Vollzeiterwerbsarbeit um 5.000 abgenommen hat, ist die Teilzeiterwerbsarbeit um 12.600 angestiegen. Damit ist auch das Absurdum der Rekordbeschäftigung und der gleichzeitigen Rekordarbeitslosigkeit erklärt. Teilzeitarbeit bringt im Regelfall ein geringes Einkommen, dahinter verbirgt sich aber das enorme Risiko, zum working-poor zu werden, und in weiterer Folge eine sehr geringe Pension (Altersarmut). Was uns in Tirol auch ganz massiv auffällt, ist die sogenannte KV-Flucht. Durch Ausgliederung von Betriebsteilen steigen viele Unternehmen in für sie kostengünstigere Kollektivverträge um, dadurch sinkt auch die Entlohnung. Hier werden Mitarbeitern tausende von Euro vorenthalten. Dieselbe Problematik sehen wir in den 6,4 Millionen Überstunden, die Tiroler Beschäftigten jährlich nicht ausbezahlt werden. Wir appellieren an Arbeitnehmer, ihre Stundenabrechnung zu kontrollieren oder von uns kontrollieren zu lassen, aber besonders auch an das Arbeitsinspektorat um massive Kontrollen und strengere Sanktionen bei Verstößen.

BRUTTOMONATSEINKOMMEN IM VERGLEICH BEITRAGSPFLICHTIGES MONATSEINKOMMEN der Arbeiter und Angestellten / männlich & weiblich, 2013 Österreichschnitt: ............2.377 Euro • • • • • • • • •

Vorarlberg: ..................2.487 Euro Oberösterreich: ...........2.462 Euro Wien: .........................2.440 Euro Steiermark: ................2.328 Euro Niederösterreich: .......2.309 Euro Salzburg: ....................2.287 Euro Kärnten: .....................2.285 Euro Tirol: .......................2.252 Euro Burgenland: ...............1.998 Euro

• • • • • • • • •

Kufstein: ....................2.301 Euro Reutte: .......................2.289 Euro Innsbruck Stadt: ........2.286 Euro Schwaz: ......................2.229 Euro Innsbruck Land: ........2.224 Euro Lienz: ........................2.201 Euro Landeck: ....................2.182 Euro Imst: ..........................2.159 Euro Kitzbühel: ..................2.080 Euro

Das durchschnittliche Einkommen hängt stark von der Wirtschaftsstruktur der jeweiligen Region ab – je industrie- und produktionsintensiver, desto höher die Löhne; das gilt im Österreichvergleich, aber auch innerhalb der Bezirke Tirols.

MITTLERES BRUTTOMONATSEINKOMMEN 201 GASTGEWERBE / BEHERBERGUNG & GASTRONOMIE • • • • • • • • • •

Tirol: .......................1.946 Euro Vorarlberg: .................1.910 Euro Salzburg: ....................1.823 Euro Kärnten: .....................1.616 Euro Wien: .........................1.542 Euro Steiermark: ................1.573 Euro Oberösterreich: ..........1.493 Euro Niederösterreich: .......1.441 Euro Burgenland: ...............1.382 Euro Österreichschnitt: ......1.618 Euro

Tirol ist stark touristisch geprägt, weshalb die Löhne im Allgemeinen hinter dem Österreichschnitt liegen. Innerhalb der Branche zahlen Tiroler Touristiker jedoch die höchsten Löhne in ganz Österreich. Auch in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Wasserversorgung, Baugewerbe, Grundstücke/Wohnungswesen, öffentliche Verwaltung und in der Erbringung sonstiger Dienstleistungen liegt Tirol über dem Österreichschnitt, weit darunter liegt man bei Information & Kommunikation, der Erbringung freiberuflicher, wissenschaftlicher und technischer Dienstleistungen sowie bei Erziehung & Unterricht. Quelle: WK Tirol

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SELBER SCHULD Ein Großteil der Krisen in Firmen beruht auf Managementfehlern. An der FH Kufstein hat Mario Situm mit Fördergeldern des Landes Tirol ein Instrumentarium zur Früherkennung von Unternehmenskrisen entwickelt. Das hilft, Krisen rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Vielleicht ist die Beschäftigung mit diesem Thema auch ein Weg, die Kultur des Scheiterns in Tirol zu fördern. // Text: Klaus Schebesta

FIRMENPLEITEN BERUHEN ZUM GROSSTEIL AUF MANAGEMENTFEHLERN. ZU MEHR ALS 0 % SIND FEHLENTSCHEIDUNGEN AN DER SPITZE AUSSCHLAGGEBEND, DASS ES ZU KRISEN IM UNTERNEHMEN KOMMT.

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zahlen und Benchmarks Krisen rechtzeitig festzumachen und die nötigen Gegenmaßnahmen einzuleiten. Vom Land Tirol hat Situm für diese Forschungsarbeit eine Förderung aus dem Wissenschaftsfonds erhalten.

FRÜHERKENNUNG – MARIO SITUM IM INTERVIEW

Mario Situm

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er Kreditschutzverband hat mehrere Tausend Insolvenzfälle untersucht und ist zu folgendem Ergebnis gekommen: Firmenpleiten beruhen typischerweise auf Managementfehlern. Zu mehr als 70 Prozent sind Fehlentscheidungen an der Spitze dafür zuständig, dass es zu Krisen in Unternehmen kommt. Dieser Befund leuchtet augenblicklich ein. Schließlich sind die Führungskräfte einer Firma wie der Lenker eines Autos dafür verantwortlich, den Kurs zu halten, Hindernissen auszuweichen und sicher das Ziel zu erreichen. Für die restlichen Gefahren ist nicht der Lenker zuständig, sondern der Straßenzustand entscheidend. In der Wirtschaft lassen sich diese externen Gründe so beschreiben: Geänderte Marktlage, aus- und inländische Konkurrenzsituationen, die Verfügbarkeit von Krediten, Lohn- und Steuererhöhungen, aber auch die Insolvenz von Abnehmern oder der Ausfall von Lieferanten. Der KSV sieht in diesen Ursachen rund zwanzig Prozent der Unternehmenspleiten begründet. Aber selbst bei diesen externen Faktoren ist indirekt wiederum die Reaktionsgeschwindigkeit der Führungsetage gefragt. Es gilt, diesen Problemen elegant auszuweichen, bei scharfen Kurven Geschwindigkeit zurückzunehmen und, um beim selben Bild zu bleiben, mit neuen Straßenverhältnissen klarzukommen. Gut ein Zehntel der Firmen scheitert schließlich ganz banal an Kapitalmangel, wobei hier vor allem die Phase der Unternehmensgründung kritisch ist. Für sämtliche der angeführten Punkte ist ein Faktor entscheidend: die Früherkennung. Je rascher die Geschwindigkeit der aktuellen Lage angepasst und ein Korrekturkurs eingeschlagen wird, je professioneller alternative Routen für die Zielerreichung ausgearbeitet werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein Crash vermieden werden kann. Dabei kommen Experten für Unternehmenskrisen zu folgenden Schlüssen: Liquiditätskrisen werden ein bis zwei Jahre vor einer Insolvenz aktiv, Erfolgskrisen zwei bis drei Jahre und strategische Krisen tauchen drei bis fünf Jahre vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch am Horizont auf. Die Gretchenfrage lautet: Wie kann eine Firma die Leuchtweite seines strategischen Fernlichtes entscheiden erhöhen? Genau zu dieser Frage gibt es eine brandaktuelle Forschungsarbeit aus Tirol. Mario Situm ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für grenzüberschreitende Restrukturierung an der Fachhochschule Kufstein. Er hat ein Controllingsystem entwickelt, das dabei hilft, strategische Krisen frühzeitig zu erkennen. Sein Instrument erlaubt es, mit einfachen Kenn-

ECO.NOVA: Wie hoch sind der Aufwand bzw. die Kosten für die Einführung und den Betrieb dieses Frühwarnsystems? MARIO STIUM: Ein wesentlicher Baustein zur Umsetzung besteht darin, dass das Unternehmen über ein Controlling verfügt. Aus einer unserer Studien bei österreichischen und deutschen Banken geht ganz klar hervor, dass Unternehmen ohne Controlling als risikoreicher angesehen werden. Dies ist dahingehend begründet, dass es aufgrund fehlender abgegrenzter unterjähriger Zahlen, nicht vorhandener Erfolgsrechnungen und Soll-Ist-Vergleiche in der Regel äußerst schwierig ist, eine frühzeitige Fehlentwicklung des Unternehmens zu erkennen. Die Praxis zeigt, dass viele Unternehmer, vor allem im KMU-Bereich, ihr Unternehmen grundsätzlich gewissenhaft führen, es jedoch beim Jahresabschluss immer wieder passiert, dass das Jahr negativ abgeschlossen wurde. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die Begründungen für das schlechte Ergebnis nicht wirklich bekannt sind. Derartige Unternehmer führen meist nach dem „Gefühl“ und haben nur eine grundsätzliche Ahnung, wie es wirtschaftlich steht. Dies ist aber gefährlich, da es schlussendlich zur Insolvenz führen kann, da bei einer bereits stark vorangeschrittenen Krise nur noch wenig Spielraum und Zeit übrig bleibt. Um hier in der Praxis besser arbeiten zu können, reicht es grundsätzlich aus, ein vereinfachtes Controlling zu implementieren, das abgegrenzte unterjährige Ergebnisse, ein Leistungsbudget für ein Wirtschaftsjahr und eine monatliche Kontrolle über einen Soll-Ist-Vergleich zur Verfügung stellt. Ausgehend von den Zahlen des Controllings können entsprechende Kennzahlen berech-

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DER STANDORT TIROL UND DIE KULTUR DES SCHEITERNS Dr. Florian Becke, Gründerzentrum CAST (Center for academic spin-offs tyrol), im Interview. ECO.NOVA: Was genau verstehen Sie unter der Kultur des Scheiterns? FLORIAN BECKE: Nicht als Verlierer stigmatisiert zu sein, wenn man mit einem unternehmerischen Projekt nicht erfolgreich gewesen ist. Wie ist diese Kultur in Tirol im Vergleich zu anderen Ländern entwickelt? Im angelsächsischen Bereich gibt es dazu eine ganz andere Einstellung. Bei uns ist ein erfahrener Gründer nur jemand, der bereits ein Unternehmen erfolgreich gegründet und beispielsweise weiterverkauft hat. In den USA kann es auch jemand sein, dessen Projekt gescheitert ist. Bedeutet das, dass jemand, der gescheitert ist, bessere Voraussetzungen hat, ein neues Unternehmen zu gründen? So pauschal kann man das nicht sagen. Man muss sich die Einzelperson genau anschauen. Wenn aber jemand mit dieser Erfahrung persönlich gut umgehen kann und er aus seinem Scheitern etwas gelernt hat, dann hat er einem völligen Neuling sehr wohl etwas voraus. Erfahrung ist ein wesentlicher Punkt für erfolgreiche Start-ups. Welche Faktoren gehören zu einer erfolgreichen Gründung noch dazu? Wichtig ist natürlich das neue Produkt oder die neue Technik selbst. Ganz wesentlich ist jedoch auch das Projektteam. Und hier ist es auf jeden Fall von Vorteil, Personen mit entsprechender Erfahrung mit im Boot zu haben. Was unternehmen Sie am CAST, um das Risiko von Neugründungen in den Griff zu bekommen? Wir erarbeiten mit den Gründern einem Plan und definieren Meilensteine, auch in unternehmerischer Hinsicht, zu denen es Sinn macht, aus dem Projekt auszusteigen. Gründer sind in der Regel in ihre Projekte verliebt und laufen Gefahr, ökonomische Faktoren zu positiv einzuschätzen. Bereitet die Bildung in Österreich generell und die akademische Bildung im Speziellen ausreichend auf Unternehmensgründungen vor? Noch zu wenig. Der Schwerpunkt liegt in der Ausbildung nach wie vor auf der Wissenschaft. Es gibt jetzt mit der Stiftungsprofessur Entrepreneurship sowie mit einzelnen Projekten am MCI oder an der Fachhochschule Kufstein positive Ansätze. Genau das ist der richtige Weg: Das Gelernte muss praktisch umgesetzt werden. Die Studenten brauchen die Gelegenheit, rauszugehen und zu probieren. Nur so erwerben sie erste Erfahrungen in wirtschaftlichen Fragen. Noch sind wir von einer flächendeckenden unternehmerischen Vorbereitung weit entfernt – aber die ersten Ansätze sind sicht- und spürbar.

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net werden, die relativ einfach in ein Krisenfrüherkennungsmodell eingesetzt werden. Aus diesem erhält man Krisensignalwerte, die vor allem im Zeitvergleich eine besonders wertvolle Information über den wirtschaftlichen Zustand und die Entwicklung des Unternehmens geben können. Sollte sich der Krisensignalwert stetig verschlechtern, kann man davon ausgehen, dass sich das Unternehmen in einer Krise befindet und entsprechende Maßnahmen erforderlich sind. Die von uns eingesetzten Kennzahlen beziehen sich auf das Eigenkapital, die Profitabilität, Schuldentilgungsfähigkeit und Umsatzentwicklung. Neben reinen Kennzahlen verwenden wir auch Kennzahlenveränderungen, da diese zu einem bestimmten Teil zu einer verbesserten Frühentdeckung von Krisen beitragen können. Ab welcher Betriebsgröße macht der Einsatz dieses Systems Sinn? Grundsätzlich muss man bestrebt sein, Krisen unabhängig von der Unternehmensgröße rechtzeitig zu erkennen. Je frühzeitiger diese erkannt wird, desto effizienter und kostengünstiger kann eine Restrukturierung vorgenommen werden. Bei kleinen Betriebsgrößen lassen sich Expertisen im Bereich des Controllings zu überschaubaren Preisen zukaufen. Bei etwas größeren Unternehmen ist es sinnvoll, über die Anstellung eines Controllers nachzudenken. Insgesamt kann gesagt werden, dass die Umsetzung eines Krisenfrüherkennungssystems eigentlich unabhängig von der Betriebsgröße stattfinden sollte. Natürlich wird man bei einem Kleinunternehmen mit 5 bis 10 Mitarbeitern höchstwahrscheinlich nicht an die Implementierung eines eigenen Controllings denken, da sehr vieles am Geschäftsführer hängt. In sehr vielen Fällen reicht es aus, zeitnah zum Leistungserstellungsprozess die entsprechenden Rechnungen an die Kunden bzw. Auftraggeber zu schicken und mit einen Erinnerungs- und Mahnwesen die ausstehenden Forderungen nachzuhalten. Wie wichtig ist der Anteil an Eigenkapital, um eine Unternehmenskrise überstehen zu können? Die Theorie geht davon aus, dass Unternehmen mit einer höheren Eigenkapitalquote ein geringeres Ausfallrisiko haben. Diese Erkenntnis konnte durch viele empirische Studien bestätigt werden. Sie ist eine Kennzahl, die für die Trennung zwischen solventen und insolventen Unternehmen besonders gut geeignet ist. Daher wird sie auch in vielen Ratingsystemen im Zuge der Bilanzanalyse verwendet, um die Bonität von Firmen-


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kunden zu beurteilen. Eigenkapital erfüllt eine wichtige Funktion und dient dazu, potenzielle Verluste eines Unternehmens abzufangen. Bei Unternehmen mit einem zu geringen Eigenkapitalanteil besteht somit das Risiko, dass bei Problemen die letzten Reserven aufgebraucht werden und sich schlussendlich die Frage stellt, wie das weitere operative Geschäft finanziert werden soll. Eine generell gültige Faustregel für die Eigenkapitalquote kann nicht genannt werden, sie sollte jedoch mindestens bei 20 Prozent liegen. Damit ist es in der Regel möglich, Verluste von einem oder auch zwei Jahren abzufedern. Bei besonders guten Bonitäten liegen die Eigenkapitalquoten über 30 Prozent. Wichtig bei dieser Kennzahl ist jedoch auch, welche Vermögensgegenstände auf der Aktivseite gegenüberstehen. Man muss sich somit auch ein Bild über die Substanz des Unternehmens machen. Welche Faktoren sind abgesehen von Controllinginstrumenten hilfreich, um Unternehmenskrisen vorzubauen? Wenn man als „klassische Controllinginstrumente“ Zahlen des Unternehmens aus der Buchhaltung betrachtet, sind es vor allem leistungswirtschaftliche Indikatoren, die einen besonderen Wert zur Früherkennung von Krisen haben. Hierbei handelt es sich um Indikatoren,

die auf eine potenzielle Krise hinweisen, jedoch nicht aus Jahresabschlusszahlen ersehen werden können. Unternehmer können leistungswirtschaftliche Indikatoren relativ einfach ermitteln, indem sie Mitarbeiter im Unternehmen mit Aufzeichnungen beauftragen. Gemäß einer von uns durchgeführten Studie stellen beispielsweise Kundenbeschwerden einen sehr wichtigen Krisenindikator dar. Sollten diese im Zeitablauf steigen, ist dies ein deutliches Anzeichen, dass es im Unternehmen Probleme gibt. Dieser Indikator ist besonders gut, da er eine Vorlaufwirkung hat. Kunden, die sich beschweren, werden in der Regel nicht unbedingt sofort die Geschäftsbeziehung aufgeben. Sollte man jedoch nicht entsprechend reagieren und die Ursachen für die Beschwerden der Kunden unverändert belassen, wird sich dies in einem Umsatzrückgang auswirken. Unternehmer, die somit nur die Entwicklung des Umsatzes beobachten, um eine Krise zu erkennen, erhalten mit dieser Kennzahl ein zu spätes Signal, da der Schaden (rückläufiger Umsatz) bereits entstanden ist. Produktionsunternehmen sollten Aufzeichnungen zur Ausschussquote als auch zur Durchlaufzeit der Produktion führen. Sollte beide Kennzahlen steigen, weist dies deutlich auf Probleme im Produktionsprozess hin. Zudem macht es Sinn, festzuhalten, wie viele

Aufträge man pro Woche geschrieben hat, wie hoch der Anteil der Abschlüsse und der Ablehnung ist. Sollte man hier im Trend feststellen, dass die Anzahl der Angebotslegungen gesunken ist, kann dies auf eine rückläufige Nachfrage am Markt zurückgeführt werden. Eine erhöhte Anzahl an abgelehnten Angeboten kann auf einen verschärften Mitbewerbermarkt hinweisen, was in Zukunft den Margendruck erhöhen kann. Dies ist ein besonders akuter Fall, da neben sinkendem Umsatz auch der Rohertrag und der Gewinn darunter leiden können. Um diese leistungswirtschaftlichen Indikatoren für den Unternehmer nutzbar zu machen, können zum Beispiel Mitarbeiter des Verkaufs oder der Produktionsleiter Listen führen, in denen diese Sachverhalte zusammengetragen werden. Hier reicht es völlig aus, wenn es sich um eine einfach Excelliste handelt, die mit entsprechenden Zahlen (etwa Anzahl der Kundenreklamationen pro Woche, Anzahl der Angebotslegungen pro Woche etc.) befüllt wird. Der große Mehrwert dieser Zahlen ist vor allem dann gegeben, wenn diese als Zeitreihe zur Verfügung stehen. Aus dieser Entwicklung kann man ersehen, ob bestimmte Indikatoren besser oder schlechter werden. Bei einer Verschlechterung hat der Geschäftsführer die Möglichkeit, nach Ursachen zu forschen, um die Probleme frühzeitig zu beheben.

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Das Forum wird unterstützt von

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Von 0 auf 100

KLUGER KUNSTSTOFF Wie der Streit eines P채rchens in Hongkong zur unkaputtbaren Brille f체hrte. // Foto: Sautnerfoto

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Christoph Egger

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© Peter Kluwick

bauen, die auch in der Lage war, die unbreakables wirtschaftlich zu produzieren. Wieder stand das Projekt knapp vor dem Aus. 2010 kam jedoch der technische Durchbruch für das gloryfy-Team. Seit Mitte 2010 können die Brillen in Serie produziert werden. Am 1. Oktober 2010 übernahm LOWA Österreich den Vertrieb, am selben Tag startete gloryfy eyewear auch in der Schweiz. Weit über 500.000 Euro soll Egger investiert haben, bis die erste Brille am Tisch lag. Eine Investition, die sich gelohnt hat. Im Feber 2011 wird von LOWA Österreich die neue gloryfy Vertriebs GmbH gegründet, unter der die Brillen vertrieben werden, die Produktentwicklung und -vermarktung sowie der Onlineshop unterliegt der IQ-brand, design & production GmbH, deren Gesellschafter Christoph Egger und die Empl Privatstiftung sind. Die GmbH erwirtschaftet mit 13 Mitarbeitern einen geschätzten Umsatz von 1,2 Mio. Euro.

WUNDERMATERIAL

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er Name von Christoph Egger’s Reklamebüro Vogelfrei scheint auch Programm in seinem Entwicklerleben zu sein, betrachtet man die Geschichte seiner Brillenmarke gloryfy. Herangegangen sei er nach eigenen Angaben mit viel Naivität. Wäre das nicht so gewesen, gäb’s die Unbreakable-Brille wahrscheinlich nicht. Öffnet man Egger’s Agenturseite, erscheint der Spruch „An den entlegensten Orten passieren oft unglaubliche Dinge.“ Im Fall von gloryfy war der entlegene Ort Hongkong. Was dort passierte, war zwar nicht unglaublich, aber prägend. Im entfernten Asien also setzte sich ein Mann auf die Sonnenbrille seiner Begleiterin und sie ging kaputt – die Brille ... und vermutlich auch ein Teil der Begleiterin, denn es kam zu einem großen Krach. Am Nebentisch saß Egger. Vorerst als Beobachter, dann als Visionär, weil die Idee entstand, eine unzerstörbare Brille zu entwickeln. Die Augenverletzung eines Freundes beim Skifahren tat ihr Übriges, um der Vision Taten folgen zu lassen. Mit anfangs mäßigem Erfolg ... Egger hatte zu dieser Zeit gerade sein erstes eigenes Produkt in der Vermarktung – eine Handyhalterung aus Silikon. Es war also naheliegend, das Material auch für die Brille

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zu verwenden. Klappte aber nicht. 2005 verkaufte er Marke und Patent der Handyhalterung und konzentrierte sich vollends auf die Entwicklung von gloryfy. Dafür hatte er sich in seiner Agentur ein eigenes Labor eingerichtet, Tests folgten. Die Hauptschwierigkeit lag vor allem darin, das passende unzerstörbare Material für die Produktion großer Mengen zu finden. Denn eine „normale“ Brille zu konstruieren, kam für Egger nicht infrage. „Ich wollte nicht die 83. Marke sein, die den gleichen Kunststoff verarbeitet. Das stand für mich nie zur Debatte“, sagt Egger in einem Interview mit „Zauberfuchs“. Und so wurde die Brille zu seinem Lebensprojekt. 2007 wäre es jedoch fast gescheitert, weil sein Kunststofftechniker das Handtuch warf. Er wollte sich aus dem Entwicklerteam zurückziehen, weil er nach zig Versuchen und Testreihen nicht mehr an die vollkommen unzerbrechliche Brille glauben konnte und schlicht keine Möglichkeit sah, das Unterfangen in irgendeiner Weise technisch umzusetzen. Doch Egger machte mit einem neuen Techniker weiter und im Jahr 2008 schaffte er es tatsächlich, in einer ersten Version eine (im Wortsinn) gloryfy unbreakable auszuliefern. Von einer Serienproduktion war man jedoch noch weit entfernt. Ein ganzes Jahr wurde versucht, eine Produktionskette aufzu-

Welches Material sich schlussendlich durchgesetzt hat? Gloryfy G-Flex nennt sich das hochelastische Material mit Memoryeffekt. Auch bei noch so starker Verformung geht der Kunststoff immer wieder in seine Ausgangslage zurück. Verantwortlich dafür ist eine dem Betriebsgeheimnis unterliegende Prozedur aus Material und Verfahrensprozess. „Das Produkt ist weltweit einzigartig und wurde von einem kleinen Team hoch spezialisierter Techniker entwickelt und garantiert, dass sich aktive Menschen auch unter extremsten Bedingungen durch die Brille nicht verletzen können und zu 100 Prozent Schutz gewährleistet bekommen“, so der gloryfy-Mastermind. Der neue Kunststoff bietet Schutz gegen Kratzer und Beschlagen, garantiert 100 Prozent optische Güte und 100 Prozent UV-Schutz. „Zweifelsohne ist es technisch sehr anspruchsvoll, alle optischen Industriestandards zu erfüllen und darüber hinaus von Bügel und Glas bis hin zum Rahmen 100 Prozent unbreakable zu garantieren“, so der Zillertaler und zeigt mit seiner Entwicklung gleichzeitig, dass sich Sicherheit und Coolness nicht zwingend ausschließen müssen. Mittlerweile zählen zahlreiche Sportprofis quer durch alle Genres zu den Testimonials der Marke – von Susie Wolff über David Lama bis zu Manfred Mölgg, denn neben der Sonnenbrillen-Kollektion in SPORTstlye- und LIFEstyle-Ausführung gibt’s auch Skibrillen in der Unbreakable-Version. // www.gloryfy.com


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Die beiden Brüder Christof (re.) und Dieter Stocker bringen innerhalb eines sechsköpfigen Führungsteams das visionäre und innovative Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft.

ES GEHT AUCH ANDERS Partnerschaft wird im Hause STASTO im wahrsten Sinne des Wortes großgeschrieben. Seit 40 Jahren wächst das Tiroler Dienstleistungsunternehmen für industrielle Kunden stetig und setzt mit der STASTO PartnerschaftsGarantie auf Verantwortung und Fairness – sowohl intern als auch im Umgang mit Kunden, Lieferanten und allen Systempartnern. Handschlagqualität und Innovationsgeist beweist das international tätige Unternehmen aber auch mit dem STASTO MitUnternehmerModell: Eine große Motivation für die Mitarbeiter, die als Gesellschafter am Erfolg des Unternehmens teilhaben ... und eine lange und harte Auseinandersetzung mit den Behörden. // Text: Doris Helweg, Fotos: Julia Türtscher, Stasto

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ls Unternehmen geht STASTO definitiv einen anderen Weg. Nicht das schnelle Geldverdienen steht im Vordergrund, sondern nachhaltige und langlebige Partnerschaften mit Kunden wie Lieferanten. „Wir versprechen nicht nur, wir garantieren auch“, hebt der geschäftsführende Gesellschafter

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Ing. Christof Stocker hervor und liefert mit seiner unbürokratischen und legeren Art auch gleich den ersten Beweis für die flache Hierarchie und den respektvollen Umgang in seinem Unternehmen. Vor 40 Jahren in einer Altbauwohnung in der Innsbrucker Gabelsbergerstraße gegründet, beläuft sich der Gesamtumsatz der STASTO-Gruppe heu-

te auf rund 17 Millionen Euro. Dabei macht das innovative Unternehmen nicht nur durch seine qualitativ hochwertigen Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Hydraulik, Armaturen und Pneumatik sowie eine äußerst erfolgreiche Expansionsstrategie von sich reden, sondern vor allem durch seine außergewöhnlichen und innovativen Prak-


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tiken. So führte STASTO 1993 sein MitUnternehmerModell ein, bei dem Mitarbeiter nicht nur am Unternehmenserfolg mitarbeiten, sondern auch als Gesellschafter daran teilhaben und mitbestimmen können. Was jedoch von der Unternehmensleitung und der Belegschaft hoch geschätzt wird und als motivierendes Mitarbeiterführungsmodell Schule machen könnte, wird seitens der Behörden gnadenlos boykottiert. „Die Art und Weise, wie bei unserem MitUnternehmerModell von Seiten der Behörden gegen uns vorgegangen wird, ist für uns nicht nachvollziehbar“, zeigt sich Christof Stocker zutiefst enttäuscht über den jahrelangen Rechtsstreit. „Wir haben unser MitUnternehmerModell 1993 eingeführt und unsere Mitarbeiter nach einer gewissen Zeit eingeladen, als stille Gesellschafter am Unternehmenserfolg zu partizipieren, aber auch in Entscheidungen miteingebunden zu werden. Die Mitarbeiter wurden bei uns früher als echte, mittlerweile als atypisch stille Gesellschafter im Unternehmen integriert und auch so abgerechnet. Leider hat die Gebietskrankenkasse seit 2001 befunden, dass das so nicht geht, und die über das Fixgehalt hinausgehende, gewinnabhängige Ausschüttung als laufenden Bezug betrachtet. Nach einem Rechtsstreit bestätigte der Verwaltungsgerichtshof jedoch die Meinung von STASTO. Hier liegt die gewisse Spitzfindigkeit der Behörde im Detail. Der Vorschlag von STASTO, die Ausschüttungen wie eine Sonderzahlung zu behandeln, wie es bei einem mitarbeitenden Kommanditisten einer KG üblich ist, wurde von der Krankenkasse nicht angenommen, sondern die Bezüge als 15. Gehalt abgerechnet. Deshalb kam es 2007 zu Nachverrechnungen der Lohnsteuer, obwohl jeder Gesellschafter die Ausschüttung bereits in Form einer Einkommenssteuer bezahlt hat. Obwohl das MitUnternehmerModell schon 1993 eingeführt war und unserer Abrechnung auch mit Prüfung folgen konnte, schloss sich das Finanzamt der Sichtweise der Krankenkasse an und sieht seit 2007 die Gesellschafter als normale, weisungsgebundene Dienstnehmer – wohlgemerkt rückwirkend. Dieser Fall liegt seitdem beim Bundesfinanzgericht (früher unabhängiger Finanzsenat) in zweiter Instanz. In der Zwischenzeit versuchen die Behörden aus unserer Sicht mit aus dem Zusammenhang gerissenen Teilfragen unser MitUnternehmerModell zu Fall zu bringen. Auch im ersten Prozess, in dem uns recht gegeben wurde, ging es ausschließlich um Sozialversicherungsabgaben und nicht um steuerliche Fragen. Keineswegs sind wir damit einverstanden, dass deswegen gewinn-

abhängige Ausschüttungen, die bereits vom Gesellschafter voll versteuert wurden, zum Teil nochmals vom Unternehmen versteuert werden sollten. Auch zwei Petitionen der MitUnternehmer wie auch die Gesprächsbereitschaft von STASTO werden völlig ignoriert. Es ist für uns sehr enttäuschend, dass ein allseits ge-

sche Produzenten mit möglichst kurzen Wegen. Nur Produkte höchster Qualität finden den Weg ins Sortiment, das mittlerweile an die 60.000 Artikel umfasst. „In unserem beratungsintensiven Geschäft ist es von großer Bedeutung, unsere Hersteller in die Beratungen und Lösungen zu integrieren und die alltägli-

„NUR WENN DER REGIONALE WIRTSCHAFTLICHE KREISLAUF FUNKTIONIERT, WERDEN WIR IN EINEM UMFELD LEBEN, DAS VON WOHLSTAND, ZUKUNFTSSICHERUNG UND SICHERHEIT GEPRÄGT IST. WIR SIND NUN SO WEIT, DASS WIR DIES IN UNSEREM GESCHÄFT KOMPROMISSLOS UMSETZEN. AM ENDE KOMMT UNS DIES SELBST ZUGUTE – DAVON SIND WIR ZUTIEFST ÜBERZEUGT!“ Christof Stocker

lobtes Modell dermaßen sabotiert und nur das klassische Arbeitgeber-Arbeitnehmer-System mit weisungsgebundenen Mitarbeitern akzeptiert wird, zumal STASTO mit seiner Gesellschaftsform als KG ohnehin jährlich wesentlich mehr dem Fiskus abgibt als eine vergleichbare GesmbH. Jedenfalls dürfte es nach 13 Jahren Rechtsstreit erlaubt sein, das Rechtssystem in Frage zu stellen. Der Bürger hat nur ein Monat Zeit, um Berufung einzulegen. Die restliche Zeit hängt an den Behörden“, zeigt sich Stocker verärgert über die Causa Mitarbeiterbeteiligung, will jedoch gemeinsam mit seinen MitUnternehmern, die geschlossen hinter ihm stehen, am Mitarbeiterbeteiligungsmodell trotz aller Widrigkeiten festhalten.

chen Herausforderungen zu meistern. Das gelingt im näheren Umkreis leichter. Zudem ist durch unser Gütesiegel ‚Made in Europe‘ die Wertschöpfung und somit die Arbeitsplatzsicherung in unseren Regionen gewährleistet“, so Stocker. Ziel dieses Projektes ist insbesondere die Bewusstseinsbildung über die Auswirkungen eines regional vernetzen Denkens: Geht es den Nachbarn gut, geht es auch uns gut. „Nur wenn der regionale wirtschaftliche Kreislauf funktioniert, werden wir in einem Umfeld leben, das von Wohlstand, Zukunftssicherung und Sicherheit geprägt ist. Wir sind nun so weit, dass wir dies in unserem Geschäft kompromisslos umsetzen. Am Ende kommt uns dies selbst zugute – davon sind wir zutiefst überzeugt!“

HAND DRAUF

SO UNBÜROKRATISCH WIE MÖGLICH

„Leider ist unsere Wirtschaft viel zu sehr davon geprägt, was man anderen nimmt. Wir gehen einen anderen Weg und bauen auf unsere Handschlagqualität und sehen unsere Kunden, Lieferanten und Partnerfirmen als echte Partner an“, so Stocker. Die STASTO-PartnerschaftsGarantie ist eine freiwillige Selbstverpflichtung und überlässt nichts dem Zufall. Durch das persönliche Engagement der MitUnternehmer, erstklassige Hersteller und ein abgestimmtes Sortiment setzt STASTO auf persönliche Verantwortung und Fairness im Umgang mit allen Geschäftspartnern.

MADE IN EUROPE

Auch in der Beschaffungsphilosophie bestreitet das innovative Unternehmen neue Ansätze. Nicht der Billigstanbieter aus Übersee macht das Rennen, sondern ausschließlich europäi-

Schnelles und unbürokratisches Handeln ist vor allem im Industriesektor von größter Bedeutung, denn ein Stillstand von Maschinen geht schnell ins Geld. Dabei kommt dem Unternehmen seine Philosophie besonders zugute. Denn in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten können die selbstmotivierten und eigenständigen MitUnternehmer schnell und ohne bürokratische Barrieren stets im Sinne des Kunden handeln. Neben den gut 18.000 Normteilen im Katalog werden bei Bedarf auch Sonderanfertigungen von den Herstellern schnell und unkompliziert geliefert. Hinter dieser schnellen und unbürokratischen Dienstleistung steckt eine anspruchsvolle Logistik – allein in Innsbruck lagern Automationsteile im Wert von 2,6 Millionen Euro. > eco.nova

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SEIT 40 JAHREN AUF ERFOLGSKURS

1974 von Ing. Gerhard Stocker und Ing. Otto Staudacher in einer Privatwohnung gegründet, erwirtschaftete das Handelsunternehmen für Magnetventile und Druckluftarmaturen bereits 1975 einen Jahresumsatz von 210.000 Euro, damals drei Millionen Schilling. Das Sortiment erweiterte sich stetig und auch die Mitarbeiteranzahl wuchs im Laufe der Jahre, sodass sich die Eigentümer bereits 1993, nach dem Ausscheiden des Firmengründers Otto Staudacher, für die Entwicklung und Einführung des STASTO-MitUnternehmerModells entschieden. Damit wurde ein völlig neuer Weg im unternehmerischen Verständnis und in der Entwicklung der Unternehmenskultur eingeschlagen. Jeder Mitarbeiter wird nach einer gewissen Zeit eingeladen, nicht nur am Erfolg des Unternehmens mitzuarbeiten, sondern auch als Gesellschafter daran teilzuhaben. Aufgrund erfolgreicher Geschäftstätigkeit erfolgte 1994 die Firmengründung STASTO Tschechien samt Errichtung eines eigenen Firmengebäudes. Fast 30 Jahre nach der Firmengründung übergibt Gerhard Stocker 2003 die Geschäftsleitung an seinen Sohn Christof, wobei er selbst als persönlich haftender Gesellschafter dem Unternehmen erhalten bleibt. Aufbauend auf den innovativen Vorleistungen seines Vaters setzt Christof Stocker auf basisorientierte Ziele, flache Hierarchien und treibt vor allem auch die internationale Wachstumsstrategie des Unternehmens voran, wie 2005 die Firmengründung STASTO Polen und bis 2007 die aktive Bearbeitung weiterer europäischer Märkte wie Deutschland, Ungarn, Rumänien, Kroatien, Serbien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Mazedonien. Mit der Gründung der STASTO International KG im August 2011 wird der erfolgreiche Expansionskurs untermauert. STASTO International unterstützt alle STASTO-Betriebe in den Bereichen Geschäftsführung, Product & Partnermanagement, Data Management und Marketing vom Standort Innsbruck aus. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen küren den visionären Weg der 40-jährigen Firmengeschichte: Der Tiroler Markenpreis im Jahr 2000 und der Pater-Gapp-Anerkennungspreis im Jahr 2005 würdigen vor allem die intern gelebten Wertevorstellungen sowie das MitUnternehmerModell des Unternehmens. Bereits dreimal in Folge räumte das Unternehmen bei den Austria’s Leading Companies ab, zweimal davon, 2011 und 2012, belegte STASTO sogar Platz 1 in der Kategorie dynamischste Mittelbetriebe in Tirol. Nicht umsonst vertrauen zahlreiche internationale Unternehmen wie Andritz, Swarovski, Liebherr, Laufen, Siemens, thöni, voestalpine oder Manner auf die Partnerschaftsgarantie des umtriebigen Innsbrucker Vorzeigeunternehmens.

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JETZT WIRD’S ELEKTRISCH

Wie in vielen Belangen seiner Zeit voraus, stellt STASTO derzeit gerade nahezu den gesamten Firmenfuhrpark auf Elektrofahrzeuge der Marke BMW i3 um. „Die zwölf Elektroautos sind zwar in ihrer Anschaffung noch recht teuer, die Entwicklung geht aber in die richtige Richtung, wobei nach gesamtheitlicher Betrachtungsweise durch die Einsparungen im laufenden Betrieb die Elektromobilität auch jetzt schon interessant ist“, ist Christof Stocker überzeugt. Ganz der Firmenphilosophie „Made in Europe“ entsprechend, werden die Fahrzeuge in Leipzig möglichst umweltschonend und mit 50 Prozent weniger CO2-Ausstoß hergestellt, betrachtet man den gesamten Zyklus von der Planung und Herstellung bis zur Verwertung. Die Ladestationen werden in Kürze vor dem Firmengebäude in Innsbruck fertiggestellt. Somit wird dem Fahrspaß mit den neuen Elektromobilen nichts mehr im Wege stehen.

ZAHLEN, DATEN & FAKTEN

STASTO Ing. Stocker KG gegründet 1974 in Innsbruck Eigentümer: Christof & Dieter Stocker mit Familien Mitarbeiter gesamt: 80 Mitarbeiter Österreich: 45 davon STASTO-MitUnternehmer als atypisch stille Gesellschafter: 40 Geschäftstätigkeit: Handel und Dienstleistungen in der Automation Sortiment: Pneumatik, Armaturen, Hydraulik Beteiligungen: • 100 % an STASTO Automation Sp.z.o.o. Warschau, Polen • 100 % an STASTO Automation s.r.o. Tynec, Tschechien • 50 % an Pneumatika Hungaria Kft. Budapest, Ungarn • 50 % an MS PROMCOM d.o.o. Belgrad, Serbien Umsatz 2013 Österreich: 10,5 Mio. Euro Umsatz 2013 gesamt: 17 Mio. Euro


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experten.tipp

TRÄUME BRAUCHEN EIN SOLIDES FUNDAMENT Wenn es um eine individuelle Finanzierungslösung geht, zählt ein starker Partner. Wüstenrot bietet maßgeschneiderte Gesamtlösungen und stellt Wohnträume auf eine solide Basis.

Ewald Zobler, MBA, BA Landesdirektor der Wüstenrot Gruppe

Eine der größten Investitionen im Leben ist in vielen Fällen die Erfüllung des eigenen Wohntraums – ob es ein Haus im Grünen, eine Wohnung in der Stadt oder das renovierte Elternhaus ist. Viele Menschen haben Bedenken, so ein Vorhaben zu stemmen, und Angst davor, sich die Finanzierung

durch unvorhersehbare Veränderungen der Lebensumstände nicht mehr leisten zu können. Deshalb bedarf es bei der Realisierung der eigenen vier Wände einer Lösung, die Flexibilität, Sicherheit und Leistbarkeit gleichermaßen bietet. Das „Mein ZuhauseDarlehen“ von Wüstenrot macht alle Lebenspläne mit und passt sich bei Veränderungen an. Je nachdem, welchen Wohntraum man sich erfüllen will und abhängig von der persönlichen Lebensplanung finden die WüstenrotFinanzberater mit dieser innovativen Wohnfinanzierung eine auf das Leben maßgeschneiderte Lösung.

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WO MENSCHEN BEWEGT WERDEN 48

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Ursprünglich war der Innsbrucker Hauptbahnhof ein Ort zum Wegfahren und Ankommen und hauptsächlich mit dem Thema Urlaub verwoben. Heute ist er die wichtigste Verkehrsdrehscheibe im Westen Österreichs, an der sich täglich bis zu 25.000 Menschen tummeln – Schüler, Studenten, Pendler, Reisende und Besucher. Entsprechend haben sich auch die Anforderungen an den Hauptbahnhof von heute gewandelt.

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Das Team vom BahnhofCenter Innsbruck: v. l. Othmar Spiss, Mag. (FH) Manfred Gredler, Walter Gatscher

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er erste Bahnhof wurde in Innsbruck 1858 errichtet. Die Reisenden wechseln vom Pferdesattel oder dem Kutschenplatz in die Dampflok. Im 19. Jahrhundert ist dieser Bahnhof ein bewundertes Bauwerk, im 20. Jahrhundert bereits marode. Er wird neu gebaut und fällt im Bombenhagel in sich zusammen. Heute ist er nicht wiederzuerkennen – aber wieder stattlich und funktionell. So beschreibt die Jubiläumsausgabe zum 10. Geburtstag des ÖBB BahnhofCenters die Geschichte in kurzen Worten. Überhaupt ist die Broschüre ein gelungenes Werk in Wort und Bild, das den Innsbrucker Hauptbahnhof in zehn Themen gegliedert in seiner Gesamtheit darstellt, verpackt in ein modernes, junges und frisches Layout, das den Hauptbahnhof an sich perfekt widerspiegelt. Sie stellt die Vielfalt der Kulturen in den Mittelpunkt, gibt der Architektur Raum, stellt Menschen, Technik und Fakten vor – kurzum: Sie zeigt, wie bunt, spannend, unterhaltsam, aber auch technisch und organisatorisch anspruchsvoll der Hauptbahnhof von heute ist. Zehn Jahre ist es also her, dass der eins­ tige Hauptbahnhof dem jetzigen weichen musste. Er wurde abgerissen und mit einem zeitgemäßen BahnhofCenter neu errichtet. Man kann sich kaum noch erinnern, wie er damals ausgesehen hat. Was erhalten geblieben ist, ist das überdimensionale Wandgemälde von Max Weiler, das der 104 Meter langen Halle ihren einzigartigen Charakter gibt. 2004 haben die ÖBB die Gemälde behutsam in den neuen Bahnhof transferiert und ihn damals zum ersten Kunst-Bahnhof Österreichs gemacht. Auch heute noch zieht „der Weiler“ Touristen und Kunstbegeisterte an.

ORT DER BEGEGNUNG

Zum zehnjährigen Jubiläum sprachen wir mit Mag. (FH) Manfred Gredler vom Stations- und Liegenschaftsmanagement der ÖBB über den Bahnhof als emotionalen Ort der Begegnung, aber auch wirtschaftliche Hintergründe. ECO.NOVA: Vom klassischen Bahnhof zur Verkehrsdrehscheibe und Landmark: Was waren die Meilensteine in der Entwicklung des Innsbrucker Hauptbahnhofes? MANFRED GREDLER: Die Grundfunktion eines Bahnhofes ist heute die gleiche wie vor 150 Jahren: Eine Verkehrsdrehscheibe, um Personen und Güter von A nach B zu befördern. Was sich grundlegend ge-

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ändert hat, ist das Serviceangebot. Mit der Realisierung des Projektes „Bahnhofsoffensive“ wurde auch in Innsbruck die Strategie zur Neupositionierung der Bahnhöfe umgesetzt. Hier ging es darum, Qualitätsstandards zu verbessern und die Erwartungen, die Kunden und Besucher an öffentliche Verkehrsstationen haben, zu erfüllen. So ist beispielsweise die frische Semmel fast rund um die Uhr in einem BahnhofCenter eine Selbstverständlichkeit. Täglich fahren am Innsbrucker Hauptbahnhof über 450 Züge ein und aus. Große Menschenmengen werden bewegt, was in Summe zu einer großen logistischen Herausforderung wird – zumal auch im Außenbereich alle weiterführenden öffentlichen Verkehrsmittel dem Hauptbahnhof angeschlossen sind. Wie lässt sich dem begegnen? Wir haben im Durchschnitt rund 25.000 Reisende und Besucher, die täglich eiligen Schrittes durch das BahnhofCenter sausen. Abgesehen davon, dass die bauliche Anlage entsprechend dimensioniert und geplant sein muss, liegt es an jeder einzelnen Mitarbeiterin, dass das „Werk“ Hauptbahnhof rundläuft. Darum sind alle aktiv daran beteiligten Personen gleichermaßen wichtig – ob Reinigungs- und Sicherheitspersonal oder Fahrdienstleiter, Informationsmitarbeiter und Shopbetreiber – um nur einige beispielhaft zu nennen. Mit dem neuen BahnhofCenter wurde der Bahnhof auch zum Nahversorger. Aktuell sind 22 Shops und Institutionen im BahnhofCenter für die Kunden und Besucher untergebracht, die Dinge des täglichen Bedarfs bieten und vor allem den zahlreichen Pendlern durch den Tag helfen. Kann eine Institution wie der Bahnhof überhaupt noch ohne solchen Zusatznutzen funktionieren? Wenn es nur um die Grundfunktion eines Bahnhofs – die Beförderung von Personen und Gütern – geht: Ja. Die Erwartungshaltung an den öffentlichen Raum bzw. im Speziellen an einen Hauptbahnhof geht bei unseren Kunden aber weit darüber hinaus. Für Reisende müssen entsprechende Angebote und gastronomische „Wartemöglichkeiten“ gegeben sein. Pendler kaufen das Wichtigste für den Tag noch schnell vor der Heimfahrt ein und zahlreiche Menschen nutzen die ausgedehnten Geschäftszeiten für Einkäufe. So gesehen: Ein Hauptbahnhof ohne BahnhofCenter und ohne Shops ist eigentlich nicht mehr vorstellbar.

Auch wenn die mediale Darstellung nach außen oft eine andere ist: Der Bahnhof zählt zu den wohl sichersten Orten in Innsbruck, die Präsenz der Exekutive und des Sicherheitspersonals wurde drastisch erhöht. Warum ist es so schwierig, das auch in den Köpfen der Bevölkerung zu verankern? Innsbruck an sich ist eine sichere Stadt und das gilt auch für den Hauptbahnhof. Aufgrund der enormen Frequenz und der praktisch durchgehenden Öffnungszeiten sind auch in entsprechender Anzahl ständig Sicherheitskräfte vor Ort, die für Ruhe und Ordnung sorgen. Dazu kommen technische Einrichtungen wie rund 100 Überwachungskameras. Auch in Sachen Kundenfreundlichkeit wurde extrem nachgezogen, eigenes Informationspersonal integriert. Wie wird dieses Angebot angenommen und warum ist es so wichtig? Hier wurde in den letzten Jahren im Innsbrucker Hauptbahnhof viel verändert, hier wurde viel bewegt. Gerade ältere Menschen

oder Reisende ohne Ortskenntnisse sind froh, wenn sie schnell und unkompliziert Hilfestellung bekommen. Das Personal von der Kundeninformation ist im BahnhofCenter wie auf den Bahnsteigen stets präsent und hilft Kunden da, wo es gerade gebraucht wird. Zusätzlich stehen ein eigener Info-Point und weitere digitale Medien für Auskünfte zur Verfügung. Mit der „Zugschule“ werden schon die Kleinsten an den Bahnhofsbetrieb gewöhnt. Was kann man sich darunter vorstellen? Mit dem Projekt Zugschule, das in Zusammenarbeit mit dem Klimabündnis Tirol angeboten wird, haben wir in Österreich etwas Einzigartiges. Hier geht es darum, dass wir bereits den Volksschülern aus den 4. Jahrgängen den Hauptbahnhof mit seiner Vielfalt näher bringen. Spielerisch werden Themen wie Sicherheit bearbeitet und die Serviceeinrichtungen vorgestellt. Und das Highlight ist natürlich eine kurze Zugfahrt im Führerstand. Von uns ein kleiner Beitrag, dass der Schulstart für angehende Zugfahrer entspannter und sicherer wird.  > eco.nova

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TECHNIK & MENSCH IM TAKT BahnhofCenter Innsbruck – Zahlen und Fakten auf einen Blick.

5.214 7 LAUFMETER

für Menschen mit Sehbehinderung – ein taktiles Leitsystem verbindet am Innsbrucker Hauptbahnhof Eingänge, Servicestellen und Halle mit den Bahnsteigen.

80

Sensoren regeln die Beleuchtung der Halle und sparen so bei hellem Sonnenlicht.

MONATE GEBAUT

Vom Spatenstich im November 2001 bis zur Eröffnungsfeier im Mai 2004 blieb kein Stein auf dem anderen.

450

110

M2 KUNST Max Weilers Wandbilder lösten 1954 und 1955 einen Sturm der Entrüstung aus.

für Sicherheit auf Abruf – die Verständigungskette der Polizisten und ÖBB-Mitarbeiter ist blitzschnell eingeleitet, ein Notfallplan auf Knopfdruck abrufbar.

PROZENT WENIGER STROM

42 100 104

NOTRUFSÄULEN

KAMERAS

verschaffen Überblick – der Bahnhof Innsbruck ist einer der sichersten Orte der Stadt.

120

SCHLIESSFÄCHER fassen viel – Münzen, Code und schon reist man leichter. Vergessenes holen die ÖBB nach Tagen ans Tageslicht.

ZÜGE TÄGLICH Innsbrucks Hauptbahnhof ist Drehscheibe im Güter- und Personenverkehr an Tirols Hauptachsen Ost-West und Nord-Süd und in die Regionen.

METER LANGE HALLE Die Bahnhofshalle erstreckt sich über bekannte Distanzen: Ein Fußballfeld misst 105 Meter.

4.100

M2 SHOPS

Alles, was man täglich braucht, in großer Auswahl auf kleinem Raum.

16.150 M2 BAHNHOFSGEBÄUDE

Großer Raum für Mobilität und noch mehr ideeller Begegnungsraum.

25.000

PENDLER TÄGLICH

Sprungbrett in den Tag und in den Feierabend für Schüler, Studenten, Unternehmer, Arbeiter und Angestellte.

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EDLER GESAMTANBIETER Bernhard Kluckner verfügt mit seinem Unternehmen Edeltechnik Kluckner über 20 Jahre Ladenbau-Erfahrung im Lebensmittelbereich. Mit der Integration von weiteren drei Unternehmen ist Kluckner zum Gesamtausstatter im Lebensmittelhandel geworden und bietet vom Vorbereitungsmöbel über Kühlgeräte und Kälteanlagen bis zum Trockenregal die gesamte Palette aus einer Hand. // Fotos: René Marschall, Linde, Julia Türtscher

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ich als Unternehmer seit über zwei Jahrzehnten als Partner für den Lebensmittelhandel und Architekten zu halten, ist an sich der größte Beweis dafür, dass man sein Handwerk versteht. Bernhard Kluckner hat sich mit seiner „Edeltechnik“ eine Marke erarbeitet, der man vertraut. Weil er mutig und visionär, dabei aber trotzdem bodenständig geblieben ist. Der Fokus der Edeltechnik Kluckner liegt auf der Herstellung von Verkaufstheken, Vorbereitungsmöbeln und Gastro-Einrichtungen. Qualitätsbewusst, verlässlich und kompetent. Das wissen seine Kunden zu schätzen. Dazu kommt ein ehrgeiziges und gut eingespieltes Team, das für technische Sonderlösungen, termingerechte Lieferung und eine hochwertige Ausführung sorgt. „Wir versuchen uns mit der Edeltech-

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nik laufend weiterzuentwickeln und unser Portfolio auszubauen. Es war logisch, dabei jenen Bereich zu forcieren, den wir verstehen und in dem wir uns seit Jahren auskennen und zuhause sind – den Lebensmittelhandel“, so Kluckner. So war es nur konsequent, Edeltechnik Kluckner um drei Unternehmen zu erweitern. Derart solide aufgestellt kann nun jedes Ladenbauprojekt aus einer Hand umgesetzt werden. Begonnen mit Vorbereitungsmöbeln ist man mit Galilei Austria, Kälteplan und Store Manufaktur nun in sämtliche Bereiche des Lebensmittelhandels vorgestoßen.

VIER UNTERNEHMEN BIETEN LADENBAU AUS EINER HAND

2013 wurde mit Galilei das erste der drei neuen Unternehmen integriert. Der ita-

lienische Spezialist für Kühlvitrinen war auf der Suche nach einem Partner in Österreich und ist dafür an Kluckner herangetreten. Auch weil dieser bereits über ein großes Netzwerk im Lebensmittelhandel verfügte. Das exklusive, edle Design, die durchdachten Bauweisen und ausgefallenen Produkte passten genau zur Edeltechnik und ergänzten dessen Sortiment perfekt. Ein Mitgrund, warum die Kooperation von Anfang an erfolgreich war. Edles Design trifft auf höchste Effizienz. Der nächste Schritt wurde schließlich in Richtung Kühlung gesetzt. Kälteplan ist aus einer Kooperation von Albert Siebenförcher, der Firma Herold Klima- und Kälteanlagen aus Mutters sowie Bernhard Kluckner entstanden und versteht sich als Allianz erfahrener Partner rund um das


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Mittlerweile sind unter der Edelgruppe vier Unternehmen vereint, die das gesamte Spektrum des Ladenbaus abdecken. Damit kann der gesamte Lebensmittelhandel aus nur einer Hand qualitativ hochwertig und mit einem hohen Maß an Design eingerichtet werden. Neben Edeltechnik Kluckner kümmert sich Galilei Austria um die Kühlvitrinen, Kälteplan um die enstprechenden Kühlsysteme und über die StoreManufaktur werden innovative Lösungen für das Trockensortiment integriert.

Thema Gewerbekälte. Geführt wird Kälteplan von Siebenförcher, der sein kältetechnisches Wissen aus über 30 Jahren ins Unternehmen einfließen lässt. Ziel ist es, gemeinsam entsprechende Kunden zu lukrieren, um auch das Kältegeschäft anzukurbeln. Um den Ladenbau schließlich zu vervollständigen, folgte mit der Store-Manufaktur ein Unternehmen für innovative und durchdachte Laden- und Regalbaulösungen für das Trockensortiment. Die Store-Manufaktur GmbH befasst sich dabei mit der Errichtung von Geschäften, Stores und allen damit verbundenen Nebensparten. Der Fokus liegt neben dem Standardregal – ganz Kluckner-typisch – vor allem beim Sondermöbelbau und seinen notwendigen Entwicklungen. Dafür können sämtliche Materialien von Metall über Holz und Glas bis zum Kunststoff Verwendung finden. Das Unternehmen verfügt über eine technische Abteilung, über die individuelle Wünsche jederzeit umgesetzt werden können. Kluckner: „Mit den vier Unternehmen sind wir im

„MAN KANN HEUTE ALS UNTERNEHMEN NICHT STEHEN BLEIBEN. SOBALD MAN SICH MIT DEM STATUS QUO ZUFRIEDEN GIBT, HAT MAN IM LAUFENDEN WETTBEWERB VELOREN.“ Bernhard Kluckner

Bereich des Lebensmittelhandels sehr breit und stark aufgestellt. Wir können unseren Kunden damit die gesamte Ladeneinrichtung inklusive der technischen Ausstattung aus einer Hand anbieten. Die Herausforderung für mich ist es nun, die vier Firmen unter einen Hut zu bringen.“

EDELTECHNIK KLUCKNER

Valiergasse 38, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/34 42 28 office@kluckner.at, www.kluckner.at Edelgruppe: Edeltechnik Kluckner Galilei Austria Kälteplan Store-Manufaktur Bernhard Kluckner

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ERFOLGREICHE BILANZ VON THE ALPS 2014 Bereits zum vierten Mal fand heuer die touristische Fachveranstaltung theALPS statt. Rund 330 Entscheidungsträger des europäischen Alpentourismus trafen sich in Arosa im Schweizer Kanton Graubünden, um ihre Netzwerke zu stärken, sich über aktuelle Entwicklungen im Alpentourismus zu informieren und im Rahmen des theALPS-Handelsraums Geschäfte abzuschließen. Das Thema „Alpine Customer Journeys – next generation channel und touchpoint management“ stand im Fokus des Symposiums. // Fotos: pro.media V. l.: Josef Margreiter (Präsident AlpNet), Keynote-Speaker Marcus Schögel und Gaudenz Thoma (Graubünden Ferien)

Im theALPS-Handelsraum trafen sich 150 touristische Anbieter und 100 Vertriebspartner aus 24 Ländern

ERFREULICHES RESÜMEE

Das Fazit der Gastgeber Arosa Tourismus und Graubünden Ferien, des Trägervereins AlpNet und dessen Partnerregionen fiel positiv aus: Auf ein erfolgreiches theALPSSymposium und eine spannende theALPSAward-Verleihung folgte ein erfolgreicher Tag im theALPS-Handelsraum mit 150 touristischen Anbietern und 100 Vertriebspartnern aus 24 Ländern. 2015 wird theALPS im Trentino ausgetragen. Die Nominierten für den theALPS Award 2014, v. l.: Fredi Michl (Davos-Klosters), Luca D'Angelo (Valsugana), Preisträgerin Muriel Faure (Grande Traversée des Alpes), Andreas Lackner (TVB Mayrhofen-Hippach) und Michael Anfang (vee24)

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m Rahmen des theALPS-Symposiums, das zum Auftakt stattfand, wurden Ergebnisse der exklusiven Studie „Erfolgreiches Channel- und Touchpoint-Management für die Alpen“ präsentiert. Diese wurde im Auftrag von AlpNet, dem Trägerverein von theALPS, unter der Leitung von Prof. Marcus Schögel durchgeführt, dem Direktor des Instituts für Marketing an der Universität St. Gallen. „Im Rahmen der Studie wurden Informations- und Buchungswege der Gäste im Alpenraum durchleuchtet. Die neuen Technologien spielen dabei natürlich eine starke Rolle. Das bedeutet für die Anbieter, dass ein guter Kom-

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munikationsmix im Kontakt mit dem Gast erforderlich ist. Das kann kein Anbieter alleine bewältigen. Dazu braucht es effiziente Netzwerke“, resümierte Schögel. Anschließend gab Stefan Möhler, digitaler Tourismusexperte von Netzvitamine GmbH in Hamburg, den alpinen Tourismusprofis unter dem Motto „The future starts today – Digitale Revolution im Alpenraum“ wertvolle Hinweise, wie sie die revolutionären Veränderungen in der digitalen Welt noch besser für sich nutzen können. Sein Fazit: „Wir brauchen organisatorischen Wandel, um der digitalen Revolution im Alpenraum begegnen zu können.“

THE ALPS AWARD

Die Award-Verleihung in Arosa zählte zu den Höhepunkten der Tourismusfachveranstaltung theALPS. Das Projekt ReWild von Grand Traversée des Alpes in Kooperation mit vier Regionalparks wurde dabei als innovativste digitale Marketingstrategie im Alpentourismus mit dem theALPS Award 2014 ausgezeichnet. Das GPS-gesteuerte Outdoor-Spiel ReWild verwischt die Grenzen zwischen Fiktion und Realität und lockt zum Outdoor-Abenteuer. 30 eingereichte Projekte aus den AlpNet-Partnerländern waren im Vorfeld durch eine Expertenjury unter der Leitung von FH-Prof. Hubert Siller (MCI Tourismus Innsbruck) bewertet worden.


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Der Vorsitzende des Tiroler Freizeittickets Thomas Schroll freut sich, dass für die Wintersaison eine Lösung der Parkthematik für Tourengeher in Mutters gefunden werden konnte. Diese können nun mit Ausnahme der Ferienzeiten wieder kostenlos auf den Parkplätzen der Mutterer Alm Bergbahnen parken.

Foto: Axamer Lizum/Christoph Schöch

RAUS!

Zugegeben, der heurige Sommer war irgendwie nix – dafür hoffen wir auf einen umso besseren Winter, den wir am besten in der freien Natur verbringen. Am liebsten am Berg. Das Freizeitticket ist der perfekte Begleiter dafür.

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as Freizeitticket hat sich in den vergangenen Jahren zum größten Verbundticket im Alpenraum entwickelt. Auch für die Saison 2014/15 wird es wieder in bewährter Form zur Verfügung stehen. Vorsitzender Thomas Schroll im Kurzinterview. Welche Auswirkungen hat die positive Entwicklung des Freizeitticktes auf das Freizeitverhalten der einheimischen Bevölkerung?

Ich bin überzeugt, dass das Freizeitticket mit seinem günstigen Familientarif dazu beiträgt, wieder vermehrt einheimische Kinder und Jugendliche zum Skifahren zu bewegen. Die Möglichkeit, mit Kauf von nur einem Ticket ein ganzes Jahr seinen sportlichen Aktivitäten nachgehen zu können, steigert sicher auch beim Erwachsenen die Motivation, das Freizeitticket bestmöglich auszunutzen. Dieser Ansporn führt zwangsläufig zu mehr Bewegung und wirkt sich damit generell positiv volkswirtschaftlich aus.

Welche Partnerbetriebe sind in der Saison 2014/15 wieder dabei? Wir haben uns sehr bemüht, das umfangreiche Angebot der letzten Saison aufrechtzuerhalten, eine zusätzliche Erweiterung ist derzeit nicht geplant. Die 44.000 verkauften Tickets zeigen deutlich, dass das Freizeitangebot im Großraum Innsbruck damit sehr gut abgedeckt ist.

FREIZEITTICKET TIROL 29 Bergbahnen und Kleinlifte 20 Frei- und Hallenbäder 11 Eislaufplätze 5 Museen 11 Bonuspartner weltweite Unfallversicherung // www.freizeitticket.at

JOSEPH ANTON

DER ERSTE NAZARENER?

Von der Suppe bis zum Kuchen – Feinkost

mit Liebe gemacht 26. SEPTEMBER 2014 – 11. JÄNNER 2015 TIROLER LANDESMUSEUM FERDINANDEUM tiroler-landesmuseen.at

Leopoldstraße 31a, 6020 Innsbruck Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. von 7:30 bis 20 Uhr Sa. von 7:30 bis 13 Uhr, So. von 9 bis 13 Uhr www.deliris.at

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NOCH IST ER PLANBAR: GEWINNFREIBETRAG 2014 Seit dem Jahr 2007 kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Teil des Gewinnes steuerfrei bleiben. Damit wurde für Unternehmer ein Gegenstück zur begünstigten Besteuerung des 13. und 14. Gehaltes von Dienstnehmern geschaffen. Sollte diese Begünstigung aufgrund der aktuellen politischen Diskussion nun tatsächlich fallen, so wird es wohl auch bald den Gewinnfreibetrag nicht mehr geben. Aber noch gibt es ihn! // Text: Verena Maria Erian, Raimund Eller und Eva Messenlechner, Foto: Foto Huber

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steuer.berater

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orerst können auch heuer Einzelunternehmer und Personengesellschaften wieder bis zu 13 Prozent ihrer Gewinne steuerfrei lukrieren. Technisch funktioniert das mit Hilfe eines zweistufigen Gewinnfreibetrages (GFB), der sich aus einem so genannten Grundfreibetrag und einem investitionsbedingten Freibetrag wie folgt zusammensetzt: a) Grundfreibetrag: Der Grundfreibetrag deckt 30.000 Euro Ihres Gewinnes ab und bedarf keiner weiteren Voraussetzungen. Dieser Grundfreibetrag beträgt somit bis zu 3.900 Euro (13 % von 30.000 Euro). b) Investitionsbedingter Gewinnfreibetrag: Übersteigt Ihr Gewinn 30.000 Euro, so gibt es zusätzlich zu obigem Grundfreibetrag für den übersteigenden Teil einen „investitionsbedingten Gewinnfreibetrag“ in Höhe von bis zu 13 Prozent. Dabei gilt folgende Staffelung: • Für Gewinne bis zu 175.000 Euro: 13 % • Für Gewinne zwischen 175.000 und 350.000 Euro: 7 % • Für Gewinne zwischen 350.000 und 580.000 Euro: 4,5 % • Für Gewinne ab 580.000 Euro: 0 % Voraussetzung ist, dass Sie noch heuer in neue, körperliche Wirtschaftsgüter oder in Wohnbauanleihen investieren und diese mindestens vier Jahre in Ihrem Betriebsvermögen verbleiben. PKWs und gebrauchte Wirtschaftsgüter sowie auch immaterielle Wirtschaftsgüter wie Software sind ausgeschlossen und führen nicht zu einem Freibetrag.

NEUERUNGEN

Heuer neu ist, dass Anschaffungen von Wertpapieren generell nicht mehr begünstigt sind. Nur noch Wohnbauanleihen sind dem Gewinnfreibetrag weiterhin zugänglich. Diese haben allerdings die Tücke einer relativ langen Laufzeit. Konnten die bisher zugelassenen Wertpapiere in der Regel ohne weitere Umstände nach der vierjährigen Behaltefrist abgestoßen werden, so ist das mit den Wohnbauanleihen nicht ganz so einfach. Will man diese nach vier Jahren wieder loswerden, so gibt es laut Auskunft der Banken zwei Möglichkeiten: Entweder man kauft eine gebrauchte Anleihe mit einer Restlaufzeit von knapp über vier Jahren oder man versucht zu gegebener Zeit einen Verkauf auf dem Se-

kundärmarkt. Ersteres ist mit einer schlechten Rendite verbunden und Zweiteres kann sich im Falle steigender Zinsen als sehr schwierig bzw. ebenso unrentabel entpuppen. Banker raten daher jedenfalls, ein Produkt mit variablen Zinsen zu wählen, da hier die Rendite für einen potentiellen Käufer am Sekundärmarkt auch bei allgemein steigenden Zinsen ausreichend gegeben sein dürfte und somit ein späterer Verkauf ohne Einbußen gelingen sollte. Eine weitere Strategie wäre einfach, die Wohnbauanleihen als Altersvorsorge zu betrachten und sich auf die Laufzeit von 15 bis 20 Jahren einzulassen.

HANDLUNGSBEDARF IM HERBST

Voraussetzung zur Erlangung der Begünstigung ist in jedem Fall, dass sich die Wirtschaftsgüter spätestens am 31.12.2014 in Ihrem Betrieb bzw. die Wohnbauanleihen auf Ihrem betrieblichen Wertpapierdepot befinden. Angesichts der beschriebenen Laufzeitproblematik empfiehlt es sich zudem, auch für diesbezügliche Überlegungen etwas Zeit für ein Beratungsgespräch mit der Bank einzuplanen.

HOCHRECHNUNG

Daher ist es wichtig, dass Sie möglichst bald von Ihrem Steuerberater eine Gewinn- und Steuerprognose für das Jahr 2014 samt konkreter Handlungsempfehlung zur vollen Ausschöpfung des Gewinnfreibetrages erstellen lassen. Alles, was Sie dann noch zu Ihrem Steuerglück tun müssen, ist das bekannt gegebene Restvolumen noch vor dem 31.12.2014 zu investieren. Wir empfehlen diese Hochrechnung auf Basis der Buchhaltung der ersten drei Quartale zu erstellen. Das heißt, sobald die Septemberbuchhaltung erledigt ist, kann die Rechnerei beginnen. Passiert dies möglichst zeitnah, so haben Sie auch noch genügend Zeit für eine sorgfältige Umsetzung und eine aktive Gewinnplanung für das Jahr 2014. Dies ist insbesondere dann interessant, wenn akuter höherer Geldbedarf besteht, z. B. für Hausbau oder auch einfach, um die Liquidität so lange wie möglich für weitere Investitionsprojekte im Unternehmen zu halten. Können nun Teile des steuerlichen Gewinnes in das Folgejahr verschoben werden, so wird nicht nur die Steuernachzahlung des ablaufenden Jahres um ein Jahr verschoben, sondern auch die Einkommensteuervorauszahlung für das Folgejahr auf niedrigerem Stand gehalten. All jene, die Gewinne mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ermitteln, erreichen dies einfach, indem Ausgangsrechnun-

Koproduktion der EMF TEAM TIROL STEUERBERATER GMBH und den ÄRZTESPEZIALISTEN vom TEAM JÜNGER: STB Dr. Verena Maria Erian, STB Mag. Eva Messenlechner, STB Raimund Eller, v. l.

gen gegen Jahresende so gelegt werden, dass der Zahlungseingang erst im nächsten Jahr erfolgen kann, alle offenen Eingangsrechnungen noch bis zum 31.12. dieses Jahres bezahlt werden sowie eine ausreichende Vorratseindeckung vorgenommen wird. Zudem können auch An- und/oder Vorauszahlungen weiterhelfen. Bilanzierer können mit einer sorgfältigen Rückstellungspolitik sowie Projektplanung ebenso eine aktive Gewinn- und Steuerplanung betreiben. Für Spitzensteuerzahler mit einem Höchststeuersatz von 50 Prozent bedeutet eine gekonnte Verschiebung von z. B. 30.000 Euro eine Steuerersparnis bis zu 15.000 Euro für das heurige Jahr. Aber auch bei niedriger Gewinnerwartung sind einige Tausender möglich. Auch können Sie sich so auf eine eventuelle Steuernachzahlung schon Monate vor Fälligkeit vorbereiten und den optimalen Einreichzeitraum der Steuererklärungen 2014 gemeinsam mit Ihrem Steuerberater bereits jetzt festlegen.

RESÜMEE

Planmäßiges Vorgehen lohnt sich. Wer plant, muss nicht über vollendete Tatsachen klagen, sondern kann die Zukunft aktiv gestalten. Auch die Steuer muss nicht passiv hingenommen werden, sondern kann auf legale Art und Weise zu einem guten Teil beeinflusst und gelenkt werden. Insbesondere ein überlegtes Timing und die Ausschöpfung des Gewinnfreibetrages führen zu deutlich besseren Nettoergebnissen. Wir empfehlen daher jedes Jahr im Herbst frühzeitig eine Zwischengewinnermittlung mit Jahreshochrechnung als wichtigste Entscheidungsgrundlage für Ihre steuerlichen Dispositionen zur Herbstzeit. eco.nova

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WER FINANZIERT MEINE IDEE? Die Europäische Zentralbank überraschte im September mit einer erneuten Senkung des Leitzinses. Künftig müssen Banken einen noch höheren Strafzins leisten, wenn sie Geld bei der Notenbank anlegen, anstatt es in Form von Krediten an Unternehmen weiterzureichen. Umgekehrt werden den Banken aber durch Basel III und weitere Regulierungsmaßnahmen zahlreiche neue Auflagen gemacht, weshalb Kreditnehmer zunehmend noch strengere Kriterien (Stichwort Rating) erfüllen müssen, um eine Bankfinanzierung zu bekommen. Doch was kann man tun, wenn notwendige Investitionen oder eine zündende Idee nicht mehr von der Bank finanziert werden? Die Lösung sind alternative Finanzierungsformen. // Text: Birgit Breyner, Stefan Anderl

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ie Möglichkeiten der Außenfinanzierung reichen über den klassischen Bankkredit hinaus und umfassen zahlreiche Formen von Mezzanin- und Eigenkapital, die in unterschiedlichen Situationen eingesetzt werden können. Mezzaninkapital ist ein Überbegriff für Finanzierungsmaßnahmen, die Elemente von Eigen- und Fremdkapital vereinen. Die wesentlichen Merkmale sind keine oder nur geringe Besicherung und die Nachrangigkeit gegenüber anderen Gläubigern. Es wird meist

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als Ergänzung zu anderen Finanzierungsinstrumenten verwendet und kann individuell ausgestaltet werden. Klassische Fremdkapitalgeber wie Banken zählen Mezzaninkapital jedoch in der Regel zum Eigenkapital, wodurch die Bonität und das Rating des Unternehmens positiv beeinflusst werden. Eine Mezzaninfinanzierung eignet sich am besten für bereits etablierte Unternehmen in der Wachstums- und Expansionsphase, wenn einerseits der Einsatz von Eigenkapital erschöpft ist und andererseits eine schwache Bonitätseinstufung die Aufnahme wei-

terer Kredite begrenzt. Das höhere Risiko des Mezzaninkapitalgebers schlägt sich naturgemäß in der Vergütung nieder, die deutlich über den Kosten eines Bankkredits liegt. Vorteilhaft ist jedoch die freie Gestaltbarkeit, die den individuellen Bedürfnissen des Unternehmens und der Investitionsprojekte folgen kann. Ebenfalls positiv aus Sicht des Unternehmers ist, dass sich im Gegensatz zu Eigenkapital die Anteilsverhältnisse am Unternehmen nicht ändern, wobei sich Mezzaninkapitalgeber in der Regel zumindest gewisse Kontrollrechte einräumen lassen.


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Eigenkapitalbeteiligungen indes stellen eine Alternative zur Bankfinanzierung dar. Ausreichendes Eigenkapital stärkt generell das Vertrauen, das dem Unternehmen von anderen Marktteilnehmern (Banken, Lieferanten, Geschäftspartnern) entgegengebracht wird und kann dadurch einen echten Wettbewerbsvorteil darstellen. Dem Eigenkapitalinvestor stehen dafür die anteiligen Gewinnansprüche bzw. Ausschüttungen zu.

SUCHE NACH PARTNERN

Da der klassische österreichische Mittelstand für einen Börsengang in der Regel zu klein ist, bietet sich in erster Linie die Suche nach privaten Investoren oder strategischen Partnern an (zu den verschiedenen Arten von Beteiligungen siehe nachfolgend). Eine Eigenkapitalbeteiligung ist naturgemäß mit Mitspracherechten des Investors verbunden, die einerseits gesetzlich geregelt sind, aber oft auch individuell erweitert werden, sodass gewisse Entscheidungen nur mehr gemeinsam getroffen werden können. Weiters ist zu bedenken, dass Eigenkapital grundsätzlich zeitlich unbegrenzt ist, ein Investor also nicht gezwungen werden kann, aus dem Unternehmen auszusteigen. Falls man sein Unternehmen also nicht auf alle Zeit mit jemandem teilen möchte, sollte man schon vorab einen Ausstiegsmechanismus vereinbaren. Außerbilanzielle Finanzierungslösungen werden oft für einzelne Branchen entwickelt. So schwappt zum Beispiel in der (Ferien-) Hotelfinanzierung ein neuer Trend aus dem englischsprachigen Raum nach Österreich, mit dem (Privat-)Investoren das Eigenkapitel eines Hotels stärken, ohne eine Beteiligung zu erwerben. Dazu wird das Hotel parifiziert und der Investor erwirbt Wohnungseigentum an einzelnen Hotelzimmern oder Appartements (im Gegensatz zu Timesharing-Modellen, wo meist ein Nutzungsrecht in der Hotelimmobilie erworben wird). Bei Kauf wird vertraglich vereinbart, wann der Eigentümer sein Zimmer/Appartement als Gast nutzen darf, die restliche Zeit stellt er dieses dem Hotel zur Verfügung.

WELCHER INVESTOR IN WELCHER PHASE?

Finanzierung in der Wachstumsphase (Stichwort Private Equity/PE): PE-Investoren sind spezialisierte Kapitalbeteiligungsgesellschaften, die Anteile erwerben, um diese nach einem begrenzten Zeitraum (typischerweise 5 bis 7 Jahre) gewinnbringend zu verkaufen. Neben Eigenkapital stellen manche PE-Fonds zunehmend auch Mezzaninkapital zur Verfügung.

Da der PE-Investor an einer raschen Steigerung des Unternehmenswerts interessiert ist, lässt er sich oft umfassende Kontroll-, Informations- und Mitspracherechte einräumen. In der Regel wird vorab eine gemeinsame Strategie für das Unternehmen entwickelt, die mit dem investierten Kapital umgesetzt werden soll. Der PE-Investor steht während der Investition oft beratend zur Seite und bringt ein umfassendes Partnernetzwerk mit. PE-Investoren interessieren sich insbesondere für etablierte Unternehmen mit eingespieltem Management, die Wachstumspläne oder eine Unternehmensnachfolge finanzieren wollen. Häufig wird das Management überdurchschnittlich stark am Erfolg des Investments beteiligt. Viele PE-Fonds haben gewisse Mindestgrößen für ihre Beteiligungen definiert, sodass Kleinunternehmen von diesem Markt meist ausgeschlossen bleiben. Einzelne spezialisierte PE-Investoren investieren aber auch bewusst in Start-ups oder in Unternehmen in kritischen Situationen. Laut der jährlich von Deloitte durchgeführten „Central Europe PE Confidence Survey“ befindet sich der PE-Markt in Europa seit Oktober 2012 wieder im Aufschwung. Während die Finanzkrise 2008 einen historischen Tiefpunkt in der Marktstimmung darstellte, legen aktuell rund die Hälfte aller befragten Investoren ihren Schwerpunkt wieder auf neue Investitionsvorhaben. Frühphasenfinanzierung: Wer finanziert meine Idee? Business Angels sind Privatinvestoren, die in Start-up-Unternehmen investieren und oft auch als Mentor oder Türöffner für die Jungunternehmer zur Verfügung stehen. Meist handelt es sich selbst um ehemalige Start-up-Unternehmer, die ihr Unternehmen erfolgreich verkaufen konnten und das Geld in neue Projekte investieren wollen. Das Investitionsvolumen beträgt in der Regel einige hunderttausend Euro und dient als erste Anschubfinanzierung für das Projekt. Crowdfunding ist ein sehr junges Phänomen und dient dazu, Unternehmensideen durch eine breite Masse an Kleininvestoren, die über Onlineplattformen vermittelt werden, zu finanzieren. Man unterscheidet zwischen Crowdfunding, bei dem nichtkommerzielle Aspekte im Vordergrund stehen und der Investor keine oder lediglich eine nichtfinanzielle Gegenleistung erhält, und „Crowdinvesting“, bei dem das Investment auf finanziellen Erfolg ausgerichtet ist. Bei letzterer Form suchen Unternehmensgründer je nach Plattform nach Eigenkapital- oder Mezzaninkapitalgebern. Solche Plattformen

Mag. (FH) Birgit Breyner, Steuerberaterin bei Deloitte Tirol bzw. Kapferer Frei Grüner Mag. Stefan Anderl, Corporate-Finance-Berater bei Deloitte Oberösterreich

bieten nicht nur die dahinterstehende technische Infrastruktur, sondern stehen oft auch beratend zur Seite. Crowdfunding eignet sich vor allem für leicht erklärbare Ideen und kann ein guter Test sein, ob die eigene Idee bei einer breiten Masse überhaupt gut ankommt. Dagegen finden komplexere Konzepte, technologische Entwicklungen und B2B-Produkte selten genügend interessierte Investoren. Öffentliche Förderungen für Jungunternehmen werden durch den aws Austria Wirtschaftsservice, den FFG und zahlreiche regionale und branchenspezifische Förderstellen zur Verfügung gestellt. Die Masse an einzelnen Förderungsmöglichkeiten ist für einen Jungunternehmer oft unüberschaubar. Gemein ist diesen Fördereinrichtungen, dass sie günstiges Kapital (teilweise in Form von echten Zuschüssen) zur Verfügung stellen, dafür aber auf eine umfangreiche Dokumentation des Investitionsvorhabens bestehen und entsprechende Nachweise einfordern. Kontakt & Info unter www.deloitte-tirol.at

FAZIT

Die Auswahl der richtigen Finanzierungsformen und der passenden Partner ist entscheidend für den langfristigen Erfolg des Projekts. Da alle diese Finanzierungen meist individueller ausgestaltet werden als ein klassischer Bankkredit, ist eine ausführliche rechtliche und steuerliche Beratung angebracht, um kostspielige Fehler zu vermeiden. Deloitte unterstützt als größter Steuerberater und Corporate-Finance-Berater in Österreich Unternehmen sowohl bei der Auswahl der richtigen Finanzierungsform und der Suche nach Finanzierungspartnern als auch bei der Strukturierung der Transaktion und Aufbereitung der notwendigen Unterlagen.

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recht.aktuell

ENERGIEEFFIZIENZ FÜR GROSSE UNTERNEHMER Die Europäische Union wünscht sich seit langem eine energieeffizientere Wirtschaft, konkret geht es dabei um das so genannte „20-20-20-Gesamtziel“ – 20 Prozent geringere Treibhausgasemissionen, 20 Prozent höherer Anteil an erneuerbaren Energien und 20 Prozent höhere Energieeffizienz. In Summe eine neue Herausforderung für Unternehmen. // Text: Ivo Rungg & Johannes Barbist, Binder Grösswang Rechtsanwälte, Innsbruck

Ivo Rungg

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ine Säule dieser Umweltpolitik ist die Steigerung der Energieeffizienz und der sparsame Einsatz von Energie. Ein Ausfluss dieses Politikziels ist die Energieeffizienz-Richtlinie aus dem Jahr 2012, auf deren Grundlage das österreichische Parlament vor kurzem das Bundes-Energieeffizienzgesetz („EEffG“) verabschiedet hat. Es richtet sich zwar primär an Energieversorger, hält aber auch für energieverbrauchende Unternehmer ab 1. Jänner 2015 einen Pflichtenkatalog bereit. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die neue Rechtslage aus Sicht der heimischen Wirtschaft:

WELCHE UNTERNEHMER SIND BETROFFEN?

Das Gesetz richtet sich an privatrechtlich organisierte Unternehmen (AG, GmbH, OG, KG etc.), selbst wenn sie unter der Kontrolle einer Gebietskörperschaft stehen. Nicht er-

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fasst sind aber unselbständige Betriebe von Gemeinden oder Rechtsträger des öffentlichen Rechts. Weitere Voraussetzung ist, dass das Unternehmen mindestens 250 Beschäftigte hat oder – bei einer geringeren Beschäftigtenzahl – (i) einen Umsatz von über 50 Millionen Euro und (ii) eine Bilanzsumme von über 43 Millionen Euro aufweist. Eigenständige Klein- und Mittelbetriebe sind damit nicht erfasst, können aber natürlich auf freiwilliger Basis Energieaudits durchführen. Zu beachten ist, dass für die Berechnung auch die mit einem Rechtsträger verbundenen Unternehmen (mehr als 50-prozentige Beteiligung nach oben oder unten) einzubeziehen sind. Diese Zusammenrechnungsregel führt dazu, dass gerade auch kleine Tochtergesellschaften betroffen sein können.

ENERGIEAUDITS

Erfasste Unternehmen haben in regelmäßigen Abständen (mindestens alle vier Jahre) ein Energieaudit durchzuführen. Darunter versteht man „ein systematisches Verfahren im Einklang mit § 18 und Anhang III zur Erlangung ausreichender Informationen über das bestehende Energieverbrauchsprofil eines Gebäudes oder einer Gebäudegruppe, eines Betriebsablaufs in der Industrie und/oder einer Industrieanlage oder privater oder öffentlicher Dienstleistungen, zur Ermittlung und Quantifizierung der Möglichkeiten für kostenwirksame Energieeinsparungen und Erfassung der Ergebnisse in einem Bericht“. In den Medien wird bereits kolportiert, dass ein solches Energieaudit alternativlos ist, selbst wenn das Unternehmen ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EN 16001, ISO 50001) oder ein zertifiziertes Umweltmanage-

mentsystem (ISO 14001, EMAS) betreibt. Ob diese strikte Interpretation tatsächlich richtig ist, wird aktuell gerade unter Experten diskutiert. Hintergrund ist, dass insbesondere ein zertifiziertes Energiemanagementsystem gemäß ISO 50001 über ein Energieaudit weit hinausgeht (laufende Pflicht zur Verbesserung der Energieleistungen, Verantwortlichkeiten, interne Audits, Programme Managementbewertung) und die Einrichtung eines wirksamen Kontrollsystems verlangt. Andererseits wird ein derartiges Managementsystem nicht immer die gesetzlichen Anforderungen an ein Energieaudit erfüllen. Vor dem Hintergrund der doch erheblichen Geldstrafendrohung (i.d.R. bis 10.000 Euro) kann diesbezüglich anwaltlicher Rat zweckmäßig sein. In jedem Fall müssen große Unternehmen gewisse Melde- und Aufbewahrungspflichten beachten; auch hier stellen sich im Detail Auslegungsfragen (die Juristerei lässt grüßen). Sind dabei externe Energieauditoren verpflichtend einzuschalten? Ja (in der Variante Energieaudit) und nein (in der Variante anerkanntes Managementsystem). Im letzteren Fall muss der interne Mitarbeiter aber gewisse fachliche Anforderungen erfüllen; eine Registrierung interner Mitarbeiter bei der nationalen Energieeffizienz-Monitoringstelle ist aber nicht geboten.

FAZIT

Das neue Energieeffizienzgesetz bietet für Unternehmer einige Unklarheiten bei zentralen Vorgaben. Den Kopf in den Sand zu stecken, ist aber keine Strategie. Das Thema Energieeffizienz sollte vielmehr proaktiv angegangen werden. Die dabei bestehenden rechtlichen Risiken können durchaus gemanagt werden.


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Arthur Nikodem, Altstadt Innsbruck Schätzung: 25.000 bis 30.000 Euro

INTERNATIONALE MODERNE UND ZEITGENÖSSISCHE KUNST AUKTION INNSRBUCK 24 OKTOBER 2013 18.00 UHR ONLINE-KATALOG UNTER WWW.INNAUCTION.COM

INNSBRUCKS NEUES SCHMUCKSTÜCK Das ehemalige Sauter-Haus am Innsbrucker Bozner Platz ist seit Kurzem neu besetzt. Am 24. Oktober feiert das Auktionshaus „Innauction“ im ersten Stock des Gebäudes seine offizielle Eröffnung.

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ie Nachfrage nach italienischer Kunst – vor allem moderner und zeitgenössischer – steigt stetig. Viele Werke sind mittlerweile auch innerhalb der bedeutendsten Museumssammlungen vertreten und werden von internationalen Sammlern vermehrt nachgefragt. „Innauction“ verfügt bereits über einen soliden Kundenstock und mehr als zehnjährige Erfahrung mit Gründungsmitgliedern in Italien, Europa und Nordamerika. Ein dichtes Netz an Experten in Italien sorgt dabei für den nötigen fachlichen Hintergrund. Ab sofort gehört zum Netzwerk des Auktionshauses auch eine Niederlassung in Innsbruck, die als Bindeglied zwischen dem italienischen und mitteleuropäischen Kunstmarkt fungieren sowie Anlaufstelle für die zahlreichen Sammler in diesem Gebiet werden soll. Als erstes zwischen München und Mailand angesiedeltes Auktionshaus hat „Innauction“ für die Jahre 2014 und 2015 bereits ein vielfältiges Angebot zusammengestellt. Schwerpunkte werden unter anderem antike Stand- und Armbanduhren, Design und Weine sein. Gestartet wird bei „Innauction“ Ende Oktober indes mit einer erlesenen Auswahl an internationaler moderner und zeitgenössischer Kunst. Für den Katalog zur Auktion am 24. Oktober wurden bereits Werke der bedeutendsten italienischen Künstler des 20. Jahrhunderts eingereicht. Besonders erwähnenswert sind dabei ein Sackleinenbild von Manzoni, einige Gemälde von Zoran Music, ein Ölbild von Stingel sowie Papierarbeiten von Fontana. Außerdem kommen Werke von Tiroler Künstlern wie Arthur Nikodem, Leo Putz, Oskar Mullay und Alfons Walde unter den Hammer. Gerne können Sie in die Auktion auch eigene Werke einbringen – ein internationaler Experte steht zur Schätzung Ihrer Objekte kostenlos zur Verfügung.

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Für die Auktion stehen Experten zur kostenlosen Schätzung Ihrer Bilder zur Verfügung.

INNSBRUCK | A-620 BOZNER PLATZ | NR. 2 FIRST FLOOR +43 512 580300 | INNSBRUCK@INNAUCTION.COM

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recht.aktuell

EINHEITS- ODER VERKEHRSWERT? Der dreifache Einheitswert einer Liegenschaft: zulässiges Kriterium im höchstgerichtlichen Rechtsschutz?

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er Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat wiederholt und in unterschiedlichen Zusammenhängen die Unsachlichkeit der Anknüpfung an den (dreifachen) Einheitswert von Liegenschaften als Bemessungsgrundlage ausgesprochen. Zuletzt hat der VfGH diese (ablehnende) Haltung im Erkenntnis vom 27.11.2012, AZ G77/12, im Verhältnis zur Grunderwerbssteuer ausgedrückt. Nach der aktuellen gesetzlichen Regelung ist demnach bei Liegenschaftstransaktionen ohne Gegenleistung – wie etwa Schenkungen außerhalb des gesetzlichen Familienkreises – nicht mehr der dreifache Einheitswert der Liegenschaft maßgeblich, sondern der Verkehrswert. Neben spezifischen, verfassungsrechtlichen Argumenten wurde insbesondere ins Treffen geführt, dass es sich bei dem System der dreifachen Einheitswerte um eine überholte Methode handle, die die Wertentwicklung des Grundbesitzes in den letzten Jahren nicht berücksichtige. Die letzte Feststellung der Einheitswerte erfolgte zum 1.1.1988 und spiegle daher die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse von Liegenschaften nicht wider. Zuletzt wurde der VfGH mit den dreifachen Einheitswerten auf dem Gebiet des Zivilprozessrechtes konfrontiert – namentlich der Prüfung der Verfassungsgemäßheit von § 500 Abs. 3 ZPO. Hiebei handelt es sich um eine Bestimmung, die Kriterien für die Zulässigkeit einer Revision (= letztinstanzliches Rechtsmittel an den Obersten Gerichtshof ) festlegt. Hier ist anzumerken, dass das österreichische Verfahrensrecht das System der

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Zulassungsrevision kennt. Das bedeutet, dass die Anrufung des Obersten Gerichtshofes nur in bestimmten Angelegenheiten vorgesehen ist. Die Fälle sind in § 502 ZPO abschließend aufgezählt. Gemäß § 502 Abs. 2 ZPO sind Streitigkeiten, in denen der Entscheidungsgegenstand einen Betrag von 5.000 Euro nicht übersteigt, von vornherein von der Zuständigkeit des OGH ausgeschlossen. Ob die Voraussetzungen für eine Anrufung des OGH erfüllt sind, hat das Berufungsgericht gemäß § 500 ZPO in der schriftlichen Urteilsausfertigung im sogenannten Zulässigkeitsausspruch festzustellen. In Streitigkeiten betreffend Geldwerte erweist sich dieser Zulässigkeitsausspruch im Regelfall als unproblematisch, da die Höhe der geltend gemachten Forderung heranzuziehen ist. Diffiziler ist jedoch die Frage, wie bei der Bewertung der Zulässigkeit einer Revision in Rechtsstreitigkeiten über Liegenschaften, die nicht auf Geldforderungen gerichtet sind, vorzugehen ist (zum Beispiel bei einer Klage auf Feststellung der Nichtigkeit eines Liegenschaftsgeschäftes). Die Fragestellung wird von dem dem VfGH zur Prüfung vorgelegten § 500 Abs. 3 ZPO insofern geklärt, als dieser auf § 60 Abs. 2 JN verweist. Demnach ist bei der Bewertung des Streitgegenstandes, der nicht aus einer Geldforderung, sondern einer unbeweglichen Sache besteht, auf die steuerrechtliche Bemessungsgrundlage – ergo den (ungeliebten) dreifachen Einheitswert – abzustellen. Im Erkenntnis vom 29.11.2012, G78/12 hat der VfGH zu Recht erkannt, dass die Anwendung des dreifachen

Einheitswertes bei der Prüfung der Zulässigkeit einer Revision in einer Liegenschaftsstreitigkeit zu sachlich nicht gerechtfertigten Ergebnissen führt. Liegt zum Beispiel der Verkehrswert einer Liegenschaft über der maßgeblichen Grenze von 5.00 Euro, nicht aber deren Einheitswert, ist aufgrund der Anordnung in § 500 Abs. 3 ZPO (Maßgeblichkeit des Einheitswertes) die Erhebung einer Revision ausgeschlossen. Dies bedeutet im Verhältnis zu Streitigkeiten um Fahrnisse mit einem Verkehrswert über 5.000 Euro oder entsprechende Geldbeträge, in denen die Erhebung einer Revision zulässig wäre, eine erhebliche und sachlich nicht gerechtfertigte Verkürzung der gesetzlichen Rechtsschutzmöglichkeiten. Die Bestimmung des § 500 Abs. 3 ZPO wurde vom VfGH im vorerwähnten Erkenntnis dahingehend abgeändert, dass der vormals enthaltene Verweis auf § 60 Abs. 2 JN gelöscht wurde. Dies bedeutet, dass der steuerrechtlich relevante dreifache Einheitswert zwar weiterhin für die Bewertung des Streitgegenstandes maßgeblich ist – begrüßenswerterweise aber nicht mehr als Zulassungsvoraussetzung für die Einlegung einer Revision.

WEITERE INFORMATIONEN: Advokatur Dr. Herbert Schöpf LL.M., Rechtsanwalt-GmbH, Arkadenhof, Maria-Theresien-Straße 34, 6020 Innsbruck, advokatur@dr-schoepf.at


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AMS EJOB-ROOM: JOBS UND PERSONAL PER MAUSKLICK Der eJob-Room des AMS ist die größte Jobbörse Österreichs. Damit ist er die ideale Plattform für Unternehmen und Jobsuchende. // Text: AMS/Petra Spiola

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er eJob-Room www.jobroom.at ist mit rund 50.000 Stellenangeboten in Österreich, rund 15.000 Stellenangeboten aus dem Ausland und rund 225.000 BewerberInnen Österreichs größte Jobbörse. Im eJob-Room finden Unternehmer Bewerbungen, die von Arbeitsuchenden selbst im eJob-Room eingegeben wurden, aber auch Bewerbungen, die vom AMS Tirol direkt zur Verfügung gestellt werden. Der eJob-Room des AMS ist Österreichs größter Stellenmarkt im Internet. „Unternehmen haben die Möglichkeit, eigeninitiativ freie Stellen zu inserieren bzw. Bewerber zu suchen. Mit dem eJob-Room gelingt es dem AMS Tirol auch, neue Unternehmen zu überzeugen, die den herkömmlichen Vertriebswegen des AMS eher skeptisch gegenüberstehen“, lädt Dr. Bernhard Pichler vom AMS Tirol zu einem Besuch des eJob-Rooms ein. Die Nutzung des eJob-Rooms ist mit oder ohne Registrierung (= Konto) möglich. Im Bereich mit Konto können sowohl die Kundendaten als auch Suchprofile gespeichert werden. Die Kunden werden über SMS oder E-Mail (über eine eigene Kunden-Home-

page) informiert, wenn Interesse an deren Angebot besteht. Die Basis für angebotene freie Stellen bzw. für Bewerber bilden Inhalte aus der AMS-Datenbank, aber auch die von Kunden selbst im eJob-Room verfassten Stellenangebote bzw. Stellenbewerbungen. Im Bereich ohne Konto werden keine Kundendaten gespeichert, es kann nur in den Daten der AMS-Datenbank gesucht werden. Im eJob-Room für Unternehmen können Unternehmen über selbst verfasste Inserate freie Stellen anbieten, Arbeitskräfte suchen und diese per E-Mail oder SMS kontaktieren. Ein Stellenaviso erlaubt die Bekanntgabe von freien Stellen an das AMS Tirol. Im eJob-Room für Arbeitskräfte können diese freie Stellen suchen, sich den Unternehmen als Arbeitskraft präsentieren und in der Folge per E-Mail oder SMS mit interessierten Unternehmen in Kontakt treten. Im eJob-Room ist es auch möglich, Anforderungsprofile für Lehrstellen sowie Persönlichkeits- und Interessenprofile für Bewerber anzulegen. Unternehmen können dabei ein dem Lehrberuf entsprechend voreingestuftes Profil den eigenen betrieblichen Anforde-

rungen anpassen. „Seit Jahren vermitteln wir erfolgreich Personal an die heimische Wirtschaft“, so Dr. Bernhard Pichler, „der eJobRoom ersetzt zwar nicht das persönliche Gespräch, er ist jedoch eine wertvolle Ergänzung der Vermittlungsaktivitäten, die die Experten des AMS Tirol täglich leisten.“ Vereinbaren Sie ein persönliches Gespräch oder besuchen Sie uns zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch. Wir informieren Sie gerne ausführlich über unsere Arbeit und Angebote. In jeder Geschäftsstelle des AMS Tirol stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Service für Unternehmen (SfU) bereit. Besuchen Sie auch unsere Homepage www.ams.at/ tirol und www.jobroom.at oder kontaktieren Sie die AMS-ServiceLine unter 0512/58 19 99.

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Zukunft. BILDUNG & INNOVATION

NEUER WIRKSTOFF ENTDECKT Das Protein MYC ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Entstehung von Tumoren im Menschen. Nun haben Wissenschaftler des Scripps-Research-Institute in den USA und vom Institut für Biochemie der Universität Innsbruck einen neuen Wirkstoff entdeckt, der direkt mit dem MYC-Protein interagiert und das Tumorwachstum stoppen kann. Das Protein ist entscheidend an der Zellteilung und am Wachstum von Organismen beteiligt. Als Genregulator steuert es die Expression von mindestens 15 Prozent aller menschlichen Gene. Dabei verstärkt es die Expression von wachstumsrelevanten Genen. Ist das MYC-Gen verändert und permanent aktiv, kann diese Verstärkung dauerhaft wirken und das Wachstum von Tumoren hervorrufen. Um in der Zelle Gene anund abschalten zu können, benötigt MYC allerdings einen Partner. Nur wenn es sich mit dem Protein MAX verbindet, kann es an das Erbgut andocken. „Genau hier setzt der neue Wirkstoff an“, sagt Klaus Bister vom Institut für Biochemie der Universität Innsbruck, dessen Arbeitsgruppe gemeinsam mit Forschern des Scripps-Research-Institute in La Jolla die neue Substanz und deren Wirkung nun in der amerikanischen Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) vorstellt.

EUREGIO ADMINISTRATION DAY Anfang September fand der erste Euregio Universities Administration Day (EUAD) in Innsbruck statt. Dieser bot den Leitern zentraler Dienststellen der drei Universitäten von Innsbruck, Bozen und Trient die Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens und bildete die Grundlage für einen regen Erfahrungsaustausch. Dabei ging es um Themen wie gemeinsame Studiengänge, studentische Dienste, internationale Mobilität, Studienberatung und Praktika, die Unterstützung der Forschung sowie gemeinsame Doktoratsprogramme, das Bibliothekswesen, die Sprachausbildung und die Pressearbeit.

HTL FÜR GLAS UND CHEMIE

LR Beate Palfrader, HTL-Direktorin Ursula PittlThapa und Dieter Probst, Abteilung Hochbau des Landes, bei der Schlüsselübergabe

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Im September wurde die höhere technische Lehranstalt für Chemie an der Glasfachschule Kramsach eröffnet. Rund 5,9 Millionen Euro hatte der Bau gekostet, 1,9 Millionen Euro steuerte das Land Tirol bei. In den vergangenen 15 Monaten wurden acht Klassenräume, fünf spezielle Chemielaborbereiche auf modernstem Stand der Technik, ein kombinierter Chemie- und Physiksaal sowie eine Bibliothek und mehrere Geräte-, Lager- und Lehrervorbereitungsräume errichtet. Der Schulbetrieb an der Chemie-HTL startete parallel zum Baubeginn bereits im September 2013. Derzeit absolvieren 330 Schüler die HTL für Glas und Chemie in Kramsach. Davon lassen sich 54 zu Chemieingenieuren ausbilden. Weitere 129 Schüler besuchen die Berufsschule für Glastechnik. „Das Interesse an unserer Schule ist sehr groß, besonders der neue Chemiezweig ist bei Mädchen und Burschen gleichermaßen gefragt“, erklärte Landesrätin Beate Palfrader anlässlich der Eröffnungsfeier.


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CAMPUS TIROL

KÖPFE

IRENE ESPOSITO

SABINE SCHINDLER

MARTIN PILLEI

ANAMIKA DAYAL / JUDITH HAGENBUCHNER / FLORIAN SPARBER

Die gebürtige Italienerin wird ab 1. November die neue Leiterin des Institutes für Pathologie der Medizinischen Universität Innsbruck. Esposito hat an der Universität Pisa ihr Medizinstudium (1997) sowie ihre Facharztausbildung (2002) absolviert, nach Forschungsaufenthalten in Bern und Heidelberg ist sie seit 2010 an der Technischen Uni München tätig.

Der wissenschaftliche Mitarbeiter im Department Wirtschaftsingenieurwesen am MCI forscht im Bereich effizienter Luftreinigung für Kraftfahrzeuge und Industrie. Durch eine neue Technik soll die Abscheideleistung bei gleichbleibenden Kosten erhöht werden. Gefördert wird das Projekt durch den Tiroler Wissenschaftsfonds. Smart-District mit europäischer Vorbildwirkung: Im Innsbrucker Osten werden mit Hilfe von Sinfonia der Energiebedarf um 40 bis 50 Prozent gesenkt, der Anteil regenerativer Quellen in der Strom- und Wärmeversorgung um 30 Prozent erhöht und der CO2-Ausstoß um 20 Prozent gesenkt.

Die deutsche Physikerin ist seit 2002 Professorin am Institut für Teilchenphysik der Universität Innsbruck, dessen Leitung sie von 2004 bis 2012 innehatte, seit 2012 ist sie ebendort Vizerektorin für Forschung. Nun wurde Schindler als neue Rektorin der UMIT bestellt, bleibt aber in den Führungsgremien der Leopold-Franzens-Universität vertreten.

Sie sind die diesjährigen Preisträger des Sanofi-Preises der Medizinischen Universität Innsbruck, der hervorragende Forschungsarbeiten prämiert. Anlässlich des 50. Jubiläums der Sanofi-Stiftung wurde der Preis im Rahmen eines Fest­ aktes in Wien verliehen.

Im September wurden in Tirol erste Schritte in Richtung eines neuen Campus Tirol gesetzt: Auf Initiative des Landes werden die Gesellschafterstrukturen der Privaten Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik (UMIT) und der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (LFUI) adaptiert. Die Universität Innsbruck soll zukünftig in einer Höhe von zehn Prozent an der UMIT beteiligt werden. Auch eine Personalunion in den Führungsfunktionen zwischen LFUI und UMIT soll ermöglicht werden. Im Bereich verschiedener Studien wie Mechatronik oder Gesundheits- und Sporttourismus gibt es bereits Kooperationen zwischen beiden Tiroler Hochschulen. Wenige Tage vor Bekanntgabe dieser Initiative hatten darüber hinaus das Management Center Innsbruck (MCI) und die Medizinische Universität Innsbruck eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, um die Einrichtung gemeinsamer Forschungsgruppen und eine kooperative Betreuung von Doktoranden zu ermöglichen. „Mit 33.000 Studierenden, 3.000 Lehrbeauftragten und einem jährlichen Budgetvolumen von 400 Millionen Euro haben die acht Tiroler Hochschulen eine enorme Bedeutung für den Standort Tirol“, erklärte Landeshauptmann Günther Platter. „Es ist uns deshalb ein zentrales Anliegen, die Zusammenarbeit zwischen den Universitäten kontinuierlich weiterzuentwickeln und hierfür die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen.“

MASSNAHMEN, DIE WIRKEN Innsbruck und Bozen werden im größten Smart-City-Projekt Österreichs mit Energieeffizienz-Investitionen in Millionenhöhe zukunftsfit. Innovative Energielösungen, die Tiroler Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung und internationale Partner gemeinsam entwickeln, dienen als Vorbild für die europäischen Städte von morgen. Sinfonia ist ein Projekt, das über 30 Partner aus acht europäischen Ländern in der Förderlinie „Smart Cities & Communities“ des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms eingereicht haben. Von diesen Partnern kommen 13 aus Tirol, weitere acht aus Südtirol. Projektkoordinator ist das SP Technical Research Institute of Sweden. Im Vorjahr ist das Konsortium von der Europäischen Kommission zu Vertragsverhandlungen eingeladen worden, jetzt ist der Fördervertrag unterzeichnet, die Arbeiten beginnen. Zur Förderung durch die EU haben die Partner im Rahmen von Sinfonia Arbeiten und Maßnahmen im Wert von insgesamt 43,1 Millionen Euro eingereicht, die EU stellt dafür Fördermittel in Höhe von insgesamt 27,5 Millionen Euro zur Verfügung. Im Innsbrucker Osten werden im Rahmen des Projektes insgesamt 21,4 Millionen Euro investiert, von denen die EU rund 12,2 Millionen Euro aufwendet. Insgesamt wird Sinfonia bis zu 125 Mio. Euro an Investitionen für ein energieeffizientes Innsbruck auslösen.

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Tirol innovativ

Martin und Hannes Rasinger

PERSPEKTIVENWECHSEL Manchmal ist es nur eine kleine Richtungsänderung, die über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Und genau das ist es, das alle drei Unternehmer aus der aktuellen Serie „tirol.innovativ“ gemein haben. Sie haben etwas gewagt. Und gewonnen. // Text: Tamara Kainz & Marina Kremser, Fotos: Tom Bause, Birgit Koell, Julia Türtscher

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as unsere drei Unternehmen noch eint, ist die Verbundenheit mit Kälte – wenn auch auf höchst unterschiedliche Art und Weise. Während sich die einen vorrangig mit Wintersport beschäftigen, behandelt der andere Werkzeuge und Instrumente bis hin zu ganzen Menschen mittels Tieftemperatur und die dritten im Bunde begeben sich ins ewige Eis der Gletscher. Nicht nur, aber unter anderem.

EMOTIONEN ZU VERKAUFEN

Die Idee war ursprünglich eine auf Airbags basierende Trainingsplattform für den Freestyle-Wintersport. Heute sind die „Luftkissen“ von Bagjump aus Skigebieten und dem

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gesamten Funsportbereich nicht mehr wegzudenken. Das Innsbrucker Unternehmen ist unangefochtener Weltmarktführer auf seinem

„WIR SIND IN DER PRIVILEGIERTEN SITUATION, DASS WIR UNS DIE PROJEKTE AUSSUCHEN KÖNNEN.“ Martin und Hannes Rasinger, Bagjump

Gebiet und steigert den Umsatz im Schnitt um gut 30 Prozent jährlich. An der Spitze von Bagjump stehen die Brüder Martin und Hannes Rasinger. Der 32-jährige Martin rief die

Firma ins Leben: „Ich war mehrere Jahre lang als professioneller Snowboarder tätig. Der Sport entwickelte sich rasant und wurde immer massentauglicher. Gleichzeitig wuchs der Druck auf die Profis, mit waghalsigen Manövern noch höher und weiter zu springen. Und parallel dazu erhöhte sich natürlich auch das Verletzungsrisiko.“ Rasinger handelte. Eine Hollywoodstuntfirma sowie intensive Tüfteleien mit Spitzensportlern und Ingenieuren später stand das Grundkonzept: ein Bag aus PVC-beschichtetem Spezialgewebe, zugunsten des Prallschutzes in mehrere Kammern unterteilt. Durch einen Bagjump werden nicht nur die Unfälle drastisch reduziert, sondern es werden überhaupt nur so Sprungversuche mit sanfter Landung er-


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Wolfgang Lausecker

möglicht. Schnell war klar, dass die Idee Potenzial hat. Sowohl im Extremsport- als auch im Funbereich. Mit dem Einstieg von Red Bull nahm die Geschäftstätigkeit dann so richtig Fahrt auf. Mittlerweile gibt es Indoor- und Outdoorvarianten, bis zu 20 mal 20 Meter große und kleinere Ausführungen in verschiedenen Farben bzw. ganz nach individuellen Wünschen gebrandet und für die unterschiedlichsten Anwendungen. „Aus dem Profisportbereich sind Bagjumps nicht mehr wegzudenken. Zum Üben der Kunststücke, aber auch zur Vermeidung von Unfällen, etwa bei Rekordversuchen“, erläutert Hannes Rasinger. Testimonials wie Snowboardlegende Shaun White oder das Motocross-Ass Travis Pastrana schwören auf das Tiroler Know-how. Aber Bagjumps sind nicht nur für Profis geeignet. Sie erlauben es jedermann, gefahrlos in die Lüfte abzuheben, und das sommers wie winters. So kommen die überdimensionierten Airbags etwa in den Funparks der Skigebiete zum Einsatz. Abgesehen davon eignen sie sich aber auch sehr gut in Kombination mit Snowtubes oder den von Bagjump selbst entwickelten weichen Schaumstoffrodeln. Im Sommer locken bis zu zehn Meter hohe Bagjump-Sprungtürme mit dem kleinen Adrenalinkick. Auch Luftkissen, in die vor allem Kinder vom Trampolin oder niedrigen Plattformen springen, gehören zur Abteilung der „NIP-Systeme“. Rasinger: „Mit diesen Family- und Fun-Geschichten konnten wir uns ein weiteres Standbein schaffen. Frei nach dem Motto ‚Low Skills – High Thrills‘ sind das echte Spaßbringer“, verspricht der 26-Jährige. Experte ist Bagjump neuerdings zudem in Sachen „Foam Pit Replacements“. Hier tauscht das siebenköpfige Mitarbeiterteam die mit vielen Problemen und Folgekosten behafteten Schaumstoffgruben bei Trampolinanlagen etc. aus. Das eigens dafür entworfene und weltweit patentierte Airbagsystem bietet mehr Sicherheit, minimiert den Wartungsaufwand und reduziert die Kosten. Zudem gibt es natürlich maßgeschneiderte Spezialanfertigungen. Konzerne wie Coca-Cola und Nitro Circus und sogar der Kronprinz von Dubai zählen zum Kundenkreis. „Zusammengefasst kann man sagen, dass wir überall dort, wo es weich sein soll, die richtigen Ansprechpartner sind“, kommentiert Hannes Rasinger die umfangreiche Produktpalette. Die innovativen Tiroler haben nicht mal global gesehen wirklich Konkurrenz. „Und wenn, dann kommen die Mitbewerber bei weitem nicht auf unser Level. Wir investieren ordentlich in Forschung und Entwick-

lung“, wissen die Brüder ihren Vorsprung zu wahren. „Wir sind sogar in der privilegierten Situation, dass wir uns die Projekte aussuchen können.“ Für die Rasingers stehen die Zeichen auch künftig auf rapide voranschreitender Expansion. Denn spätestens wenn man weiß, dass etwa die österreichischen Skigebiete gerade dabei sind, den neuen Trend zu entdecken, ist klar, dass der Markt noch viel hergibt. // www.bagjump.com

COOLE TECHNIK

Wolfgang Lausecker ist einer, der nach Amerika auszog und die Tieftemperaturbehandlung mit nach Hause brachte. Heute behandelt er Verschleißteile an Werkzeugen ebenso wie Instrumente und neuerdings auch den Körper

„WIR HABEN EIN BREITES SPEKTRUM, MÜSSEN UNS IMMER WIEDER EINEN MARKT SUCHEN, DEN WIR BEARBEITEN KÖNNEN, UND ANDERE SEGMENTE DERWEIL BEISEITE LASSEN.“ Wolfgang Lausecker, CoolTech

des Menschen. Geweckt wurde Lauseckers Interesse an tiefen Temperaturen während eines (beruflichen) Aufenthaltes in Amerika, als sich im Fernsehen eine Sendung mit der Tieftemperaturbehandlung von Werkzeugen befasste – und einem Unternehmen, das die Technik damals industrialisiert hatte. Er eco.nova

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Marius Massimo und Norbert Span

kontaktierte die Firma und ist damit „irgendwie in das Thema hineingeschlittert“. Selbst herangewagt hat er sich allerdings erst einige Zeit später. „Die Zeit war noch nicht reif – auch die Wissenschaft hat sich noch nicht ausreichend mit der Thematik befasst. Als 2008/09 mein damaliger Arbeitgeber nach Ostdeutschland wechselte, sah ich meine Chance, weil ich dort partout nicht hinwollte. 2009 habe ich CoolTech in Stanzach im Lechtal gegründet – gemeinsam mit einem spanischen Unternehmen, das seinerzeit der Treiber in der Tieftemperaturbehandlung von Werkzeugen in Europa war“, so Lausecker. Begonnen hat er mit der Tieftemperaturbehandlung von metallischen Bauteilen und Werkzeugen – einem thermischen Verfahren bei Temperaturen von minus 180 °C, um die Lebensdauer und Qualität der Werkzeuge und Komponenten zu verbessern. Gestartet hat Lausecker damit, dass er Werkzeugteile von Interessenten nach Spanien geschickt hat. Das Geschäft ist gut angelaufen und ein halbes Jahr später hat Lausecker seine eigene Anlage in Betrieb genommen. Von dem Moment an ging es richtig los. Die Behandlung von Werkzeugen ist auch heute noch eine wichtige Säule, aber nicht mehr die einzige. „Über Entwicklungsprozesse sind wir draufgekommen, wie sich gewisse Werkstoffe verhalten, und wir kamen zum musikalischen Teil – Saiten von einem

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Kontrabass oder einer Gitarre“, erklärt Lausecker mit ruhiger Stimme den Werdegang. „Wir haben sie behandelt und festgestellt, dass der Klang nach der Tieftemperaturbehandlung deutlich besser und feiner geworden ist. Wir haben begonnen, die Behandlung auf Blechblasinstrumente auszuweiten. Das hat interessanterweise sehr gut funktioniert. Über diese Schiene gelangten wir schließlich zur E-Gitarre, die wir heute als Ganzes behandeln können – samt Holz, Hals, Saiten und Elektronik.“ Das Ergebnis sei verblüffend, so Lausecker. Bisher wurden über 150 Instrumente auf diese Weise behandelt. Mittlerweile arbeitet CoolTech mit großen Musikhäusern sowie einem deutschen Gitarrenveredler und einigen Musikern zusammen. Der Clou an der Sache: Durch die Tieftemperaturbehandlung klingen selbst neue Gitarren richtig alt. „Das ist unsere Marktlücke“, so Lausecker, „Instrumente, die alt ausschauen, auch so klingen zu lassen.“ Klingt erst mal komisch, ist aber so, weil der Vintagegedanke kaum wo anders so gelebt wird wie in der Musikbranche. Es geht dabei darum, E-Gitarren, wie sie etwa Jimi Hendrix oder Eric Clapton gespielt haben, nicht nur optisch nachzubauen, sondern eben auch akustisch so hinzubekommen. Letzteres funktioniert durch das Einfrieren der Gitarre. Und um der gesamten Kältebehandlung einen schönen Rahmen zu geben, hat CoolTech kürzlich die Lizenz für den Vertrieb

und den Verkauf so genannter Cyrosaunas in Deutschland und Österreich bekommen. Die Cyrosauna ist eine Ein-Mann-Kältekammer zur individuellen Ganzkörper-Kältetherapie, bei der man Personen einer Umgebungstemperatur von bis zu minus 160 °C aussetzt. Das Thema der Kältetherapie ist an sich nicht neu, neu ist die Ausführung: Wurden bislang ganze Räume heruntergekühlt, geht dies nun individueller und kostenschonender. Die Einsatzgebiete reichen von der Medizin (Rheuma, Muskel- und Gelenksbeschwerden) über den (Leistungs-)Sport etwa zur schnellen Regeneration bis hin zu Wellness- und Beautycentern, die derzeit noch zu den Hauptabnehmern zählen. Ab Winter wird auch bei CoolTech in Stanzach eine Cyrosauna installiert werden, wo der Effekt hautnah erlebt werden kann. Lausecker: „Meine Vorstellung wäre ja, Eislaufschuhe oder Skikanten mit Kälte zu behandeln – es gibt jedoch so viel zu tun, dass ich bis heute noch zu keiner einzigen Skikante gekommen bin, geschweige denn zu Eislaufschuhen – außer meinen eigenen.“ // www.cooltech.at

AM ANFANG STAND DIE IDEE

„Wir spicken unsere Projekte lieber mit Design und Verspieltheit, als klaren Bauingenieursstrukturen zu folgen“, sagt Marius Massimo. Gemeinsam mit Norbert Span hat er 2006 das „Team Eiswelten OG“ gegründet.


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Heute ist es die „idee GmbH“– weil der Name Programm ist. Die Kernkompetenz der Innsbrucker Firma besteht darin, Berge kreativ und trotzdem naturnah in Szene zu setzen. Sei es anhand von Erlebniswelten, Besucherzentren, Museen oder anderen Besuchermagneten. Sicher, es gibt auch andere, die sich darauf spezialisiert haben, unsere Umgebung mit Attraktionen zu bereichern. Aussichtsplattformen und Themenwege sind in touristischen Gebieten längst Usus. Also worin unterscheidet sich die idee GmbH von den Mitbewerbern? „Wir verändern die Perspektive und schaffen ungeahnte Weitblicke“, dringt der 42-jährige Aldranser tiefer in die Materie vor. „Unser Auftrag ist die Entwicklung und Planung von touristischen Destinationen für den In- und Outdoorbereich. Die Konzipierung erfolgt dabei immer mit starkem regionalen Bezug, modernsten Medien, interaktiven Elementen und viel, viel Fantasie.“ Richtig gute Einfälle sanft und künstlerisch umgesetzt sind es schlussendlich auch, die dem Geschäftsführer und seinem Projektpartner das so wichtige Alleinstellungsmerkmal verschaffen. „Wenn wir uns Konzepte überlegen, ist Norbert mehr der Träumer, ich bin eher der Realist“, schmunzelt Massimo. In der Kreativwerkstatt, die schon mal auf ein kleines Bier ins Wettercafé verlegt wird, sind Ideen für „Die Treppe ins Nichts“ am Dachstein, die Klimaschule im Nationalpark Hohe Tauern, die Ausstellung „Eis und Gletscher“ an der Großglockner Hochalpenstraße, das Seilbahnmuseum Ischgl und mehr entstanden. Besonders aktiv ist die idee GmbH im Stubaital. Von der begehbaren Sonnenuhr an der Bergstation der Elferlifte über die Seven Summits Stubai (sieben markante Gipfel, die jeder einmal bestiegen haben sollte) bis hin zu diversen Naturschauplätzen gelingt es Massimo und Span – er ist übrigens in der Region aufgewachsen – Gästen und Einheimischen die reizvolle Natur noch intensiver erlebbar zu machen. Zusammengekommen sind die zwei durch ihr gemeinsames Faible für die Gletscherforschung. Nebenberuflich begannen sie erste Projekte zu realisieren. Die Aufträge wurden sukzessive mehr: „Irgendwann stellte sich die Frage, ob wir das Unternehmen nicht auf professionelle Beine stellen“, erinnert sich Massimo. Die Entscheidung fiel 2005, wenig später war die Leidenschaft zum Beruf

Effiziente Druckverfahren. Rolle/ ombi tionsk on bei unk u d Die Pro ist auch sch Auflagen n Bogen nd mittlere zientesten. u teren eitig am effi s kosten tation Präsen ruckte motion. d e g rt es. Die eE er spü ptisch als ha ieht es, jed icht. s n Jeder Controller r Ih r u N e, atalog zine, K ooklets a g a M B loge, Maga durch und n e werd redelungen arten e e v d Bin Lack ertige kten. hochw iumprodu m zu Pre en mit all offset . n e g o B en auch ariant Lackv ffsetdruck, erfoo P n e e ll ll zie Ro pons. ig, spe 5-färb inline für Ku it e einh erei hbind hing is riebuc Indust ttes Postfin le komp

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Marius Massimo und Norbert Span, idee GmbH

geworden. Seit dem Schritt in die Selbstständigkeit geht es weiterhin kontinuierlich bergauf. Nur während der Wirtschaftskrise 2008/09 blieb etwas mehr Zeit zum Nachdenken und sogar das hatte einen positiven Effekt: Da wurde nämlich die Idee für das Aussichtsfernrohr „Viscope“ geboren. „Sterngucker“ Nobert Span hat sich ein optisches System ausgedacht, mit dem rein mechanisch Informationen wie Berg- und Ortsnamen sowie Weg- und Flurbezeichnungen in das Gesichtsfeld des Betrachters gerückt werden, ohne dass der dabei auf das Live-Panoramabild verzichten muss. Der Steinacher greift auf einen Diastreifen zurück und dreht das vom Projektor bekannte Prinzip einfach um. Wobei so einfach ist die technische Ausführung dann freilich nicht. Die störungsarmen und langlebigen Aussichtsfernrohre kommen jedenfalls sehr gut an und dieses Produktgeschäft bildet das zweite Standbein der idee GmbH. Das Unternehmen ist (noch) ein Zwei-Mann-Betrieb mit Vertriebspartnern in Österreich und Italien. // www.idee-gmbh.at

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PSYCHISCHE BELASTUNGEN LEICHT GEMACHT 2013 haben Andreas Hermann und Tobias Bayer das Innsbrucker Marktforschungsunternehmen „trigger research“ gegründet: Neben Messungen der Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit bieten die Jungunternehmer Evaluationen von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz an. Dabei setzen sie auf moderne Wirtschafts- und Organisationspsychologie, ein ansprechendes Onlinetool und spezielle Verrechnungsverfahren. Bei den Schritten in die Selbständigkeit begleitet hat sie das Tiroler Gründungszentrum CAST (Center for Academic Spin-offs Tyrol). // Text: Barbara Hoffmann-Ammann, Foto: trigger research/Wenko 72

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tools haben wir eine ansprechende, zeitgemäße, digitale Umfragemöglichkeit. Die Gestaltung und einfache Bedienung führt dazu, dass maximal zwei Prozent der Befragten abbrechen“, sagt Bayer.

WICHTIGER PARTNER: CAST

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ie Evaluation von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz ist seit 2013 in Österreich verpflichtend. Unternehmen, die nicht um die Erhebung und Beseitigung der Belastungen bemüht sind, riskieren empfindliche Strafen. Allerdings überwiegen die Vorteile, wenn Firmen mögliche psychische Belastungen ihrer Mitarbeiter identifizieren: So können entsprechend eingeleitete Maßnahmen dazu beitragen, die Krankenstandstage zu senken, die Gesundheit zu fördern und die Bindung an das Unternehmen zu erhöhen. Angestellte fühlen sich zudem wertgeschätzt, wenn sich die Unternehmensleitung ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzt. Moderne Tools für Mitarbeiterbefragungen sind daher sehr gefragt. Ein Trend, vom dem auch das Unternehmen „trigger research“ profitiert. Neben der Messung der Zufriedenheit von Kunden und Mitarbeitern bietet das Start-up professionelle Unterstützung bei der Identifizierung von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz für Unternehmen. „Wir sind darum bemüht, für unsere Kunden einen Mehrwert zu generieren, und unterscheiden uns deutlich von anderen Anbietern“, betont Geschäftsführer und Diplompsychologe Andreas Hermann. Neben den klassischen Fragebögen und einer ansprechenden Online-Umfrageplattform setzt „trigger research“ auf ihre Expertise in der Datenauswertung und auf handlungsorientierte Ergebnisberichte. „Kunden erhalten von uns zum Abschluss einer Befragung nicht nur einen strukturierten Bericht, sondern wir leiten auf Basis der roten Fäden in den Daten konkrete Handlungsempfehlungen ab, damit sofort Maßnahmen im Unternehmen zur Verbesserung der Arbeitssitu-

ation und zur Steigerung der Zufriedenheit von Mitarbeitern gesetzt werden können“, erklärt Hermann. Für die Evaluierung von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz gibt es bereits geprüfte und qualitätsgesicherte Fragebögen. „Wir bieten allerdings zusätzlich zu diesem Standard an, die Umfragen unternehmensspezifisch zu erweitern und beispielsweise auch die Zufriedenheit mit abzufragen.“

NEUESTE ERKENNTNISSE NUTZEN

Die von „trigger research“ verwendeten Umfragen basieren auf dem neuesten Fachwissen in den Bereichen Marktforschung, Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie. „Diese Erkenntnisse fließen in die Erstellung der Fragebögen, die Auswertung und Verrechnung der Daten sowie die Darstellung der Ergebnisse ein. Das ist eine der Grundideen von trigger research“, sagt Andreas Hermann. „Mir ist schon im Studium aufgefallen, dass viele Forschungserkenntnisse in der Wirtschaftspsychologie oder ähnlichen Bereichen häufig in wissenschaftlichen Journalen enden.“ Diese Gedanken waren der Ausgangspunkt für die gemeinsame Unternehmensgründung mit dem Fachinformatiker Tobias Bayer. Die beiden gebürtigen Augsburger kannten sich aus ihrer gemeinsamen Schulzeit und verloren sich auch während der Studienzeit von Hermann in Innsbruck nicht aus den Augen. Zu Weihnachten 2011 skizierten sie ihre ersten Ideen auf Notizblättern. Mit dem IT-Know-how von Bayer entwickelten sie eine onlinebasierte Umfrageplattform, die als Grundlage für ihre Angebote dient. „Wenn es gewünscht ist, bieten wir unseren Kunden zwar auch die Möglichkeit von klassischen Papierfragebögen, aber mit unseren Online-

Mit ihrer Unternehmensidee nahmen die beiden 2012 am Tiroler GründerInnenwettbewerb „adventure X“ teil: Eine Top-10-Platzierung, eine Top-5-Platzierung in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ sowie ein gut entwickelter Businessplan waren das Ergebnis. 2013 erfolgte die Unternehmensgründung. „Für uns war gerade adventure X sehr wichtig, da wir im Rahmen des Wettbewerbs an unserem Businessplan gefeilt haben“, erinnert sich Hermann. Ein wichtiger Partner auf dem Weg in die Selbständigkeit und zur Produktetablierung war das Tiroler Gründungszentrum CAST. „Sie waren wirklich auf fast jedem Schritt bisher dabei und haben uns sehr geholfen, uns strategisch auszurichten“, erklärt Hermann. Dem Unternehmensstart folgte eine gründliche Pilotphase, in der die Produkte getestet wurden. Mit ihrer Unternehmensidee konnten sie darüber hinaus mit der Unterstützung des im CAST angesiedelten innet.investorennetzwerk tirol einen Investor ansprechen. Jetzt arbeiten Hermann und Bayer gemeinsam an der weiteren Etablierung des Unternehmens. Die Kunden kommen insbesondere aus Westösterreich und dem bayerischen Raum. „Wir möchten Mitarbeiter beschäftigen und könnten uns langfristig aufgrund der erforderlichen Kundennähe auch die Gründung einer Zweigstelle in München vorstellen“, skizziert Hermann die Zukunftspläne. 

MAG. ANDREAS HERMANN

Andreas Hermann ist Diplompsychologe (Schwerpunkt: Wirtschaftspsychologie und Methodologie) und zertifizierter Arbeitspsychologe (BÖP, Fachsektion Arbeits-, Wirtschafts- & Organisationspsychologie). Nach seiner Tätigkeit bei einem der weltweit führenden Marktforschungsinstitute ist er bei trigger research für Kundenbetreuung, Befragungsinhalte, Design und Auswertung zuständig.

TOBIAS BAYER

Tobias Bayer ist ausgebildeter Fachinformatiker (Fachrichtung Anwendungsentwicklung). Nach einer Vertriebstätigkeit bei einem CAD-Dienstleister sowie der Lehrzeit ist Bayer bei trigger research für Umsetzung, Programmierung sowie Pflege des Onlinetools und für Datensicherheit verantwortlich.

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FORSCHER FORDERN GANZHEITLICHES WASSERMANAGEMENT

© Trixi

Alte Infrastruktur, Klimawandel und demografische Veränderungen erfordern Anpassung und Sanierung von Wasserversorgungs- und Abwassernetzen. Diese sind nicht nur Gegenstand von Beratungen in Gemeinden, sondern auch Forschungsgegenstand an der Universität Innsbruck.

D

er Arbeitsbereich Umwelttechnik des Instituts für Infrastruktur ist Teil der Fakultät für Bauingenieurwissenschaften der Universität Innsbruck. In den zwei Abteilungen Siedlungswasserwirtschaft und Abfall- und Ressourcenmanagement befassen sich insgesamt 22 Forscher und Mitarbeiter mit aktuellen Forschungsfragen. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Rauch und DI Dr. Manfred Kleidorfer vom Arbeitsbereich Umwelttechnik der Fakultät für Technische Wissenschaften der Universität Innsbruck haben im August 2014 einen Artikel in der Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht, in dem sie anregen, dass im Sinne eines besseren Umweltschutzes in Zukunft der Blick auf die gesamte Wasserinfrastruktur erweitert wird. Vor Jahrzehnten errichtete Infrastrukturbauten für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung kommen langsam in die Jahre. Bei einer Lebensdauer von 50 bis 100 Jahren sind auch in Mitteleuropa viele Versorgungsnetze heute veraltet. Der Klimawandel

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und demografische Veränderungen machen darüber hinaus Anpassungen notwendig. So lassen die zukünftigen klimatischen Bedingungen höhere Niederschlagsintensitä-

wo Städte rasch wachsen oder schrumpfen, müssen die Versorgungsnetze entsprechend angepasst werden. Hier sind dezentrale Lösungen wie Infiltration oder Nutzung von

„DIE GANZHEITLICHE BETRACHTUNG DER WASSERINFRASTRUKTUR BESCHÄFTIGT MICH BEREITS MEIN GESAMTES FORSCHUNGSLEBEN. IN DEN LETZTEN JAHREN KONNTEN WIR ZUNEHMEND GEMEINDEN UND BETREIBER VOM VORTEIL EINER INTEGRIERTEN BETRACHTUNG VON SYSTEMEN ÜBERZEUGEN – BESONDERS IM HINBLICK AUF EFFEKTE VON KLIMAWANDEL UND ÄNDERUNG DER LANDNUTZUNG.“ Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Wolfgang Rauch

ten erwarten. Um damit zurechtzukommen, müssen entweder zusätzliche Kanalsysteme gebaut oder andere Lösungen wie dezentrale Abwassersysteme eingeführt werden. Dort

Regenwasser oft wesentlich günstiger als aufwändige Netzwerke zur Entsorgung der Abwässer. Die Einführung dezentraler Lösungen hat wiederum erheblichen Einfluss auf


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H2SO4

Raw water

H2S -

SO4

Aluminium sulfate AlSO4 Water supply

Sewer pipes Natural water cycle

die Funktion bestehender Netzwerke, weil etwa die Durchflussmengen in den Abwassernetzwerken sinken und dadurch in den Kanälen verstärkt Sedimente abgelagert werden.

TRINKWASSERBEHANDLUNG MIT FOLGEN

Während solche dezentralen Lösungen heute häufig nur als Anpassungsmaßnahme gesehen werden, fordern Rauch und Kleidorfer

Trinkwasser auf Sulfate zu verzichten, weil diese im Abwasser Schwefelsäure bilden und dadurch Abwasserrohre aus Beton angreifen können. „Das ist ein sehr gutes Beispiel für den Zusammenhang von Trinkwasserversorgung und Abwassersystem“, sagen Rauch und Kleidorfer. „Die Sulfate durch andere Flockungsmittel zu ersetzen oder andere Methoden wie die Nanofiltration einzusetzen, hat einen nachhaltigen Einfluss auf die Lebens-

„IM ARBEITSBEREICH BESCHÄFTIGE ICH MICH SPEZIELL MIT DEM VERHALTEN VON ENTWÄSSERUNGSSYSTEMEN – INSBESONDERE UNTER VERÄNDERTEN ZUSTÄNDEN DURCH KLIMA- UND DEMOGRAPHISCHEN WANDEL. MITTELS MODELLIERUNG KÖNNEN DAMIT OPTIMALE STRATEGIEN Z.B. FÜR DIE SANIERUNGSPLANUNG ENTWICKELT WERDEN.“ Ass.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Manfred Kleidorfer

in ihrem Fachbeitrag nun einen ganzheitlicheren Blick auf Infrastrukturnetzwerke: „Die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung werden immer noch nicht gemeinsam gedacht, auch in den zuständigen Stadtwerken sind diese Bereiche meist immer noch organisatorisch getrennt.“ Wenn in den nächsten Jahren diese Netzwerke saniert und angepasst werden müssen, ist es nach Meinung der Innsbrucker Umwelttechniker unabdingbar, die sich gegenseitig beeinflussenden Infrastruktursysteme als Ganzes zu betrachten. Anlass für den Kommentar von Rauch und Kleidorfer in Science ist ein gutes Beispiel für dieses Denken: Eine australische Arbeitsgruppe an der University of Queensland zeigt in einer aktuellen Studie, dass Zusätze zur Trinkwasserbehandlung einen großen Einfluss auf die Korrosion von Abwasserleitungen haben können. Sie schlagen deshalb vor, bei der chemischen Aufbereitung von

dauer des Abwassernetzwerks – zumindest überall dort, wo eine Flockung der Trinkwassers notwendig ist.“

GANZHEITLICHES WASSERMANAGEMENT

Es gibt noch viele weitere Beispiele für den Nutzen ganzheitlichen Wassermanagements. So hat etwa der Ersatz von Phosphaten in Waschmitteln durch alternative Zusatzstoffe den Nährstoffeintrag in Gewässer massiv reduziert. „Die Reihe von falschen Entscheidungen bei komplexen technischen Systemen ist sehr lang, weil viel zu oft nur Ausschnitte betrachtet werden“, resümieren Rauch und Kleidorfer. „Wir müssen über die Grenzen der einzelnen Bereiche hinausdenken. Optimale Lösungen können nur gefunden werden, wenn die einzelnen Prozesse richtig verstanden, Zusammenhänge erkannt und die Konsequenzen für den gesamten städtischen Wasserzyklus erfasst werden.“

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Wolfgang Rauch, Arbeitsbereich Umwelttechnik der Fakultät für Technische Wissenschaften der Universität Innsbruck

Der Arbeitsbereich Umwelttechnik (IUT) des Instituts für Infrastruktur ist Teil der Fakultät für Bauingenieurwissenschaften der Universität Innsbruck. Am Arbeitsbereich arbeiten derzeit 22 Personen, davon acht Doktoratsstudenten. Der Bereich ist in zwei Abteilungen gegliedert, die Siedlungswasserwirtschaft und das Abfall- und Ressourcenmanagement. Der Arbeitsbereich beschäftigt sich mit umwelttechnischen Fragestellungen (Schutz der Umwelt vor dem Menschen und Schutz des Menschen vor der Umwelt) in Forschung und Lehre. Ein Hauptaugenmerk hierbei liegt auf der Untersuchung regionaler (alpiner) Problemstellungen mit dem Ziel, nachhaltige technische Lösungen zu entwickeln.

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erkaufs- bzw. Salespositionen sind Schlüsselpositionen für wachstumsorientierte Unternehmen. Effektiv besetzte Verkaufspositionen haben maßgeblichen Anteil am Unternehmenserfolg. Alle Verkaufsmitarbeiter sollten dabei in möglichst vielen Bereichen top sein und viele Bereiche und Prozesse professionell abdecken können. Mit dem WIFI Potenzialprofil VERTRIEB erkennen Sie gezielt verkaufsrelevante Persönlichkeitseigenschaften und erhalten einen Überblick über folgende Bereiche: • Proaktive Verkaufsstärke und Engagement • Beziehungsaufbau und Beziehungsorientierung • Kundenorientierte Kommunikation • Selbstverantwortung • Aktive Eigenmotivation • Belastbarkeit und Ausdauer • Frustrationstoleranz • Erfolgsorientierung • Abschluss- und Ergebnisorientierung So erkennen Sie rasch erfolgversprechende Verkaufspersönlichkeiten und können Ihren Auswahl- und Entwicklungsprozess effizient und zeitsparend gestalten.

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Die Potenzialanalyse steht bequem online zur Verfügung – mit Zugangslink für Bewerber bei einer Bearbeitungszeit von ca. 30 Minuten. Anschließend erhält das Unternehmen das Potenzialprofil des Bewerbers per Mail, die Ergebnisrückmeldung erfolgt durch ein persönliches oder telefonisches Rückmeldegespräch.

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Weitere Informationen WIFI Berufs- und Bildungsconsulting Mag. Andreas Zelger Tel.: 0590905-7454 andreas.zelger@wktirol.at tirol.wifi.at


eco.zukunft Eröffnungsredner beim 3. AlpEuregio.Executive Forum am 23.10.2014 im HVB-Forum München: Prof. Dr. Hermann Simon, Experte für Strategie, Marketing und Pricing, Autor und Gastprofessor an zahlreichen Hochschulen, wie der Harvard Business School, dem MIT, der London Business School, INSEAD oder der Keio-Universität Tokio.

AUFBRUCH NACH GLOBALIA Heimliche Helden: Ihre Ideen haben die Firmen interessant gemacht und Qualität ihren Status in der Welt etabliert. Dabei kennen viele Menschen nicht einmal ihre Namen, geschweige denn ihren Tätigkeitsbereich. Die Hidden Champions dieser Welt arbeiten vermehrt im Verborgenen – mit echten Könnern und Spezialisten und einer Firmenkultur, die prägt und sie auch relativ heil durch die Krisen der Wirtschaft schippern lässt. Was sie alle noch eint, ist der tägliche Kampf im internationalen Wettbewerb.

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amit auch Weltmarktführer ihre Erfolgsstory weiter schreiben können, müssen auch sie sich noch mehr für den globalen Wettbewerb rüsten. Wie sie ihre Wettbewerbsfähigkeit auch 2030 noch behaupten können, wird dabei Inhalt der Eröffnungsrede von Prof. Hermann Simon zum 3. AlpEuregio.ExecutiveForum am 23. Ok-

tober im HVB-Forum in München sein. Unter dem Titel „Hidden Champions – Aufbruch nach Globalia 2030“ wird Prof. Simon die globalisierte Welt, von ihm Globalia genannt, in rund 15 Jahren skizzieren.

WIRTSCHAFT IM NETZWERK

Veranstaltet wird das AlpEuregio.Executive­ Forum alljährlich vom AlpEuregio.Business.Club, einem unahängigen europäischen Top-Business-Netzwerk mit Fokus auf den prosperierenden Regionen Süddeutschlands, Österreichs, der Schweiz und Nord-

Das Gründungspräsidium des AlpEuregio. BusinessClubs: Prof. Stephan Laske, Dr. Martin C. Wittig, Dr. Christoph Leitl, Mag. Brigitte Ederer und Dr. Erich Hampel

italiens. Das Ziel: Den laufenden Austausch zwischen den Makroregionen auszubauen. Zu den Schwerpunkten zählen unter anderem hochkarätige Veranstaltungen sowie auf unternehmerische Bedürfnisse ausgerichtete multinationale Projekte, Kooperationen und Initiativen sowie zahlreiche Netzwerkaktivitäten – Flagshipevent ist das AlpEuregio.ExecutiveForum, das 2012 in Bozen („Grünes Wachstum“) und 2013 in Wien („Integrierte Mobilität. InterUrban“) stattgefunden hat. Bei den hochkarätig besetzten Foren diskutieren Topmanager alljährlich aktuelle Wirtschaftsthemen und relevante Zukunftsfragen. Im Mittelpunkt des 3. AlpEuregio.ExecutiveForums steht heuer die spannende Frage, wie sich die globale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Herzen Europas bis 2030 verändern wird. Aktuelle unternehmerische Erfolgsstrategien werden künftigen Herausforderungen gegenübergestellt. Neben Managementdenker Prof. Hermann Simon werden zahlreiche weitere europäische Topmanager beim diesjährigen AlpEuregio. Executive­ Forum in München sprechen. Unter anderem mit dabei: GEOX-Gründer und -Chairman Mario Moretti Polegato, Intel-Geschäftsführer Hannes Schwaderer, Elica-CFO Alberto Romagnoli, Kathrein-CEO DI Anton Kathrein, GDI-CEO David Bosshart, Sonnentor-CEO Johannes Gutmann, Kühne-und-Nagel-International-Verwaltungsrat Dr. Martin C. Wittig, Selle-Royal-CEO Nicola Rosin, Prof. Kurt Matzler von der Universität Innsbruck sowie MCI-Rektor Prof. Andreas Altmann.  Nähere Informationen und Anmeldung zum Forum unter forum.euclub.eu

Rückblick Forum 2013 in Wien: BMW-Vorstand Harald Krüger in Diskussion mit Prof. Hermann Knoflacher (TU Wien) // forum.euclub.eu

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DIE VVT-DNA Um die Straßen unseres Landes zu entlasten und trotzdem schnell von A nach B zu kommen, braucht es ein gut ausgebautes, umweltschonendes Angebot für die täglichen Wege. Um die Menschen wiederum zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen, braucht es Information. Zuständig für beides ist der Verkehrsverbund Tirol. Ein Blick hinter die Kulissen. // Grafiken: APA

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m immer mehr Menschen dazu zu bewegen, das Auto öfter stehen zu lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, braucht es ein gutes Mobilitätsangebot mit starken Takten und einfache wie schnelle Infomöglichkeiten für die Fahrgäste. Der

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Verkehrsverbund Tirol (VVT) drückt die Hemmschwelle, die Öffis zu benutzen, dabei immer niederer. Hier laufen die Fäden des öffentlichen Verkehrs in Tirol zusammen, er koordiniert insgesamt 38 Verkehrsunternehmen und ist Impulsgeber für Gemeinden und Tourismusverbände im Land.

Der VVT verfügt zwar selbst über keine eigenen Fahrzeuge, ist aber trotzdem für das Streckennetz, die Tarifgestaltung, Entwicklung neuer Angebote und die Fahrpläne des öffentlichen Verkehrs verantwortlich. Letztere müssen im Sinne der Fahrgäste stets derart aufeinander abgestimmt sein, dass bei An-


promotion

DIE ZUKUNFT DES ÖFFENTLICHEN VERKEHRS IST DIGITAL: DURCH DEN AUSBAU DES BLINDENFUNKSYSTEMS IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEM BLINDENVERBAND ERLEICHERT DER VVT DIE ORIENTIERUNG FÜR BLINDE. DENN MIT DEM GERÄT ZUR AMPELBEEINFLUSSUNG KANN NUN AUCH DIE ELEKTRONISCHE LESEANZEIGE DER DFIS AKTIVIERT WERDEN.

schlussfahrten wenig Wartezeit entsteht und der Gast unkompliziert und so schnell wie möglich am Ziel ist. Außerdem gilt es, Ankunfts- und Abfahrtszeiten sowie etwaige Verzögerungen zeitnah zu kommunizieren. Eine sukzessive Ausrollung der Funktion einer Anschlusssicherung erfolgt an zentralen Haltestellen im Verbundgebiet. Die Anschlussmöglichkeiten werden dabei zentral und automatisch errechnet und bei Verspätungen wird eine Verlängerung der Wartezeit des abfahrenden Busses erwirkt. Für all diesen Service ist ein hoher administrativer und vor allem technischer Aufwand sowie eine laufende Investition in die Infrastruktur notwendig. Bahnhöfe, Busterminals und Haltestellenbereiche werden deshalb laufend verbessert, Fahrtrouten und Fahrpläne optimiert. Ein eigens entwickeltes dynamisches Fahrgastinformationssystem zeigt dabei Ankunfts- und Abfahrtszeiten in Echtzeit (also samt Verspätung) an – entweder an den DFI-Anzeigern direkt bei den Haltestellen, TFT-Indoorbildschirmen z. B. im Bahnhofsgebäude und auch am Computer oder Smartphone (VVT-App SmartRide). Ziel ist es, den öffentlichen Verkehr noch attraktiver, moderner, international und barrierefrei zu gestalten.

KOOPERATION MIT GEMEINDEN

Der VVT zeichnet für die Konzeptionierung, Ausführung und Wartung neuer Infrastrukturen verantwortlich und unterstützt dabei auch Tiroler Gemeinden. Entstanden sind so unter anderem Bahnhöfe und Vorplätze in Brixlegg, Imst-Pitztal, Landeck, Reutte und Kitzbühel – durch ein taktiles Leitsystem, elektronische Leseanzeigen, Lifte und Rampen, allesamt barrierefrei. Zur besseren Orientierung führen Wegleitsysteme durch die Bahnhöfe und für jene die mit Rad oder Auto zum Bahnhof anreisen, stehen Bike&Ride- sowie Park&Ride-Anlagen bereit, Taxi- und Behindertenparkplätze sind ebenso integriert.

Eine Vorzeigerolle nimmt der im Zentrum von Imst realisierte, barrierefreie Busterminal mit fünf Bussteigen, dynamischen Fahrgastinformationsanzeigern und Infostelen als öffentlicher Personen- und Nahverkehrsknoten ein. Für die U-Bahn/Dorfbahn in Serfaus wurde vom VVT gar eine eigene Software programmiert, um in die digitale Welt der Fahrgastinformation einzutauchen. Für die Bahn mit Baujahr 1986 gibt es nun einen Fahrplan, der in allen Informationskanälen ersichtlich ist, und somit kann nun auch die Oberländer Ortschaft mit entsprechenden Informationssystemen ausgestattet werden. Zur Verkehrsbeschleunigung führt die vom VVT eingerichtete Kommunikation der Fahrscheindrucker in den Bussen mit den Lichtsignalanlagen (Ampeln) in der Stadt und innerhalb der Region. Anhand der hinterlegten Fahrplandaten können Ampeln beeinflusst und eine Beschleunigung des Busses erzielt werden. Generell erstellt der VVT für Gemeinden und ganze Täler individuelle und nachvollziehbare Verkehrskonzepte. Eine Vorreiterrolle nahm etwa das Projekt „Regiobus Ötztal“ ein. Hier wurden zahlreiche digitale Fahrgastinformationsanzeiger installiert und die Taktfrequenz der öffentlichen Verkehrsmittel deutlich erhöht. Für das bedeutende Verkehrskonzept vertraute das Ötztal auf das gesamte Portfolio des VVT – von der Konzeption der Verkehre bis hin zur Beauskunftung durch DFIs und den gewünschten Printprodukten. Im Mai dieses Jahres ging das Ötztal sogar noch einen Schritt weiter und ging mit Tirols erstem Hybridbus an den Start. Bereits bei den ersten Testfahrten überzeugte die Technik mit einer Treibstoffersparnis von 25 Prozent gegenüber einem herkömmlichen Bus. Für Verkehrsunternehmen ist die Einführung von Hybridbussen eine große Herausforderung in technischer wie personeller Hinsicht, wird aber in absehbarer Zeit die Zukunft mitbestimmen.

VVT SEMESTER-TICKET Günstige Mobilität für Studierende: Bis zu 72 Prozent Vergünstigungen auf Semester-Tickets im Regionalverkehr. Die neuen VVT Semester-Tickets werden ab sofort im regionalen Nahverkehr deutlich günstiger. Künftig kostet das Ticket zwischen 100,70 und maximal 180 Euro – damit sind die neuen Tarife bis zu 72 Prozent günstiger als bisher. Vor allem lange Distanzen werden deutlich rabattiert. Gültig ist das Semester-Ticket für alle Bus-, Bahnund Tramlinien im Regionalverkehr Tirol. Ein Ticket für Innsbruck (Kernzone) kann um 127,50 Euro hinzugekauft werden. VVT Semester-Ticket im Überblick • Studierende einer Uni oder Fachhochschule in Tirol unter 27 fahren ermäßigt • Voraussetzung: Inskriptionsbestätigung • Gültig für sechs Monate (September bis Feber bzw. März bis Ausgust) • Erhältlich für alle Zonen • Unabhängig vom Bezug der Familienbeihilfe und der Staatsbürgerschaft • Fahrten mit den Nightlinern sind enstprechend der/den jeweiligen Zone(n) inkludiert. Für folgende Hochschulen wird das Ticket angeboten: Universität Innsbruck, Medizinische Universität Innsbruck, UMIT Hall, MCI Management Center Innsbruck, FH Gesundheit und FH Kufstein, KPH – Edith Stein, Pädagogische Hochschule Tirol Antragsformulare sind im VVT KundenCenter (Sterzinger Straße 3, Innsbruck), im IVB-Kundencenter (Stainerstraße 2, Innsbruck) oder online unter www.vvt.at/semester-ticket erhältlich.

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Geld. FINANZIEREN & VERSICHERN

SCHRECKGESPENST PENSIONSLÜCKE? Der Begriff Pensionslücke ist derzeit in vielen Medien und Publikationen zu finden. Häufig wird darunter ein Vergleich des letzten Aktiv­ einkommens mit der erwarteten gesetzlichen Pensionszahlung bei Antritt des Ruhestandes verstanden. Da diese Werte teils stark auseinanderklaffen, wird die „Pensionslücke“ deshalb meist als Argument für den Abschluss von Vorsorgeprodukten ins Treffen geführt. Nicht jede Einkommenseinbuße beim Pensionsantritt ist jedoch auch Grund zur Sorge. Viele weitere Parameter beeinflussen die Liquiditäts- und Vermögenssituation. Neben der Höhe der staatlichen Pension sind auch weitere (betriebliche und private) Vorsorgelösungen, sonstige Vermögenswerte und eine unter Umständen geänderte Ausgabensituation von Bedeutung, wenn die finanzielle Situation nach dem Ruhestand geplant werden soll. Eine strukturierte Planung der finanziellen Situation im Ruhestand sollte daher weit über einen Vergleich des letzten Aktiveinkommens mit der gesetzlichen Pension hinausgehen. Doch wie soll mit der zu erwartenden Einkommenseinbuße umgegangen werden, sobald deren Höhe ungefähr eingeschätzt ist? Muss die „Pensionslücke“ tatsächlich immer zu 100

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Prozent „geschlossen“ werden bzw. welche weiteren Parameter sind für die Versorgung im Pensionsalter relevant? Denn nicht jede Pensionslücke ist auch eine Liquiditätslücke. Die ausschließliche Betrachtung von letztem Einkommen und erster Pensionszahlung greift in jedem Fall zu kurz. Bleibt man in der Betrachtungsweise rein liquiditätsorientiert, so ist zu hinterfragen, ob die zu erwartende Reduktion in den Einnahmen auch wirklich eine negative Auswirkung haben muss. Möglicherweise ändern sich mit bzw. bis zum Pensionsantritt die Ausgaben, z. B. durch den Wegfall von Ausbildungs- und Unterhaltskosten für Kinder. Häufig ist es zudem möglich, die Ansparbeträge für die eigene Pensionsvorsorge wegzulassen, da diese ja nun erreicht ist. Dazu können Renten aus einer betrieblichen Pensionskasse, aus der Mitarbeitervorsorgekasse oder aus privaten Vorsorgelösungen (z. B. staatlich geförderte Zukunftsvorsorge) kommen. Eine Betrachtung der „Pensionslücke“ nach Berücksichtigung all dieser Faktoren sieht üblicherweise bereits wesentlich positiver aus. Dennoch kann daraus nach wie vor ein negativer Liquiditätssaldo resultieren. Auch dies muss noch kein Grund zur Panik sein. Denn

eine umfassende Planung des Ruhestandes sollte auch die Vermögensstruktur mit einbeziehen. Häufig werden während des Erwerbslebens Beträge angespart, die üblicherweise in Vermögenswerte (Wertpapiere, Unternehmen, Immobilien) investiert und nur zum Teil auf Konten und Sparguthaben gehalten werden. Eine rein liquiditätsorientierte Betrachtung der Pensionslücke im Ruhestand ließe diese Tatsache jedoch völlig außer Acht. Der Charakter der einzelnen Vermögensbestandteile mag dabei sehr unterschiedlich sein. Auf Sparbuchguthaben und Girokonten kann jederzeit und in beliebigen Teilbeträgen zugegriffen werden, während Unternehmen und Immobilien meist nur nach längeren Vorbereitungszeiten verkauft werden können, wenn empfindliche Preisabschläge vermieden werden sollen. Andererseits bieten diese eher illiquiden Assets möglicherweise aufgrund der erwirtschafteten Gewinn­ anteile oder Mieteinkünfte ohnehin Liquiditätszuflüsse, auf die man nicht verzichten möchte. Die Herausforderung besteht darin, das Vermögen als Gesamtes so zu strukturieren, dass der individuelle Liquiditätsbedarf abgedeckt werden kann. Es drängt sich die Frage auf: Können all diese Parameter überhaupt so kalkuliert werden, dass eine eindeutige Beantwortung der Frage nach der notwendigen Absicherung möglich ist? Dies ist komplex und wird schon alleine dadurch erschwert, dass Jahre bzw. Jahrzehnte in die Zukunft geplant werden muss und verschiedene Faktoren nicht präzise eingeschätzt werden können. Den Laien stellt dies in der Regel vor eine nicht zu bewältigende Aufgabe. Auch im Rahmen von Finanzberatungsgesprächen zeigt sich fallweise, dass zu produkt­orientiert agiert bzw. nur auf einzelne Aspekte der Ruhestandsplanung eingegangen wird. Eine strukturierte Planung für die Zeit nach dem Ruhestand muss jedoch auf zwei Säulen ruhen. Zum einen müssen die individuellen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen sowohl auf die Vermögens- als auch auf die Liquiditätssituation eingeschätzt werden. Zum anderen müssen alle zur Verfügung stehenden Bausteine der Pensionsvorsorge mit ihren Vor- und Nachteilen in Betracht gezogen und daraus der bestmögliche Mix ausgewählt werden. Die Möglichkeiten, für die Alterspension vorzusorgen, sind vielfältig. Daher sind oftmals auch Szenariorechnungen vorteilhaft, um verschiedene Optionen besser gegeneinander abwägen zu können. Mit Hilfe eines individuellen und ganzheitlichen Finanzplans können diese Anforderungen erfüllt und ein strukturierter Weg zu optimalen Vorsorgelösungen gefunden werden. // Quelle: Schoellerbank Analysebrief, Ausgabe Nr. 259, September 2014


experten.tipp Dr. Christof Splechtna

KREDITSICHERHEITEN Beeinflussung des Zinssatzes. Üblicherweise beurteilt ein Unternehmen die Attraktivität eines Finanzierungsangebots an der Höhe der Zinsen und dem von der Bank geforderten Umfang nach Sicherheiten. Das ist durchaus richtig, wenn dabei beachtet wird, dass der Wert der Sicherheiten und der angebotene Zinssatz in engem Zusammenhang stehen. Eine Bank kalkuliert den Zinssatz für einen Kredit unter anderem anhand der Bonität des Kreditnehmers und der Höhe der zu bestellenden Sicherheiten. Während die Kundenbonität kurzfristig schwer zu beeinflussen ist, hängt der Sicherheitenwert meist am Wissen über die zur Verfügung stehenden Werte und der Bereitschaft, diese als Sicherheiten anzubieten. An dieser Stelle kann es durchaus im Interesse des Unternehmers sein, selbst aktiv zu werden und entsprechende Werte als Sicherheit anzubieten. Damit kann nämlich der Zinssatz oft erheblich reduziert werden, womit der „Nachteil“ der Sicherheitenbestellung in geringere Finanzierungskosten umgewandelt werden kann. Die Bank hat nämlich durch bestimmte Sicherheiten die Möglichkeit, sich günstiger zu refinanzieren, den Eigenmittelunterlegungsbedarf und andere Kostenpositionen zu reduzieren. Damit wird der Kredit für die Bank im Einstandspreis günstiger, was auch an den Kunden weitergegeben werden kann. Wir empfehlen daher bei der Erstellung Ihres Finanzierungskonzepts jedenfalls zu prüfen, ob eine erste Preisindikation für den Zinssatz durch das Bestellen von zusätzlichen Sicherheiten entsprechend reduziert werden kann. Nachdem einem angebotenen Preisnachlass die zusätzlichen Gebühren und Kosten für die Bestellung der Sicherheiten gegenübergestellt wurden, kann so beurteilt werden, ob dies eine sinnvolle Vorgehensweise darstellt. Natürlich ist bei allen Preisvorteilen auch zu bewerten, ob die zur Verfügung gestellten Werte nicht als Reserve für künftigen Finanzierungsbedarf oder als freies Vermögen zur Verfügung gehalten werden sollen.

Christoph Norz, Goldschmiedemeister seit 1991, Diamantenfachmann mit HRD-Diplom 1992, Geschäftsführer des seit 1764 bestehenden Familienunternehmens www.norz.eu.com

DER SOLITÄR Warum alle gern einen hätten und was man über das funkelnde Glück wissen muss – der Guide vom Profi! DIE PFLEGE

Wasser, ein wenig Spülmittel und eine weiche Zahnbürste reichen, um den Solitär von Fettspuren und Feinstaub zu befreien. Wir empfehlen nach einiger Zeit des Tragens ein komplettes Ringservice. Dieses umfasst eine gründliche Reinigung, eine Erneuerung der Rhodinierung und eine Kontrolle der Steinfassungen.

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„WIR SIND VOLLSTÄNDIG FINANZIERUNGSBEREIT!“ Während uns seitens der Unternehmerschaft nach wie vor bestätigt wird, dass es kaum möglich sei, Bankkredite für notwendige Investitionen zu erhalten, weist Hubert Schenk, Direktor Firmenkunden bei der RLB Tirol, dies zurück. Die vielerorts beschworene Kreditklemme sei vielmehr eine Verkettung von Stimmungen und Gefühlen. Tatsächlich ist es aber zu keiner Verschärfung der Kreditvergaberichtlinien gekommen. // Text: Michael Posselt, Foto: Julia Türtscher

„WIR SIND DURCHAUS IN DER LAGE, AUF BASIS VON SCHLÜSSIGEN ZUKUNFTSKONZEPTEN FINANZIERUNGSMITTEL ZUR VERFÜGUNG ZU STELLEN.“ Hubert Schenk, Direktor Firmenkunden RLB Tirol

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ass das Gefühl der Unternehmer nicht trügt, gesteht der Banker allerdings ebenso zu: „Was sich in den letzten zwei bis drei Jahren verändert hat, ist, dass die Banken angefangen haben, die bestehenden Regeln konsequenter zu leben“, so Hubert Schenk. Und dies bedeutet für den einen oder anderen Unternehmer eine Zäsur. Wurde früher eher mit mehr oder weniger Augenmaß über die Kreditvergabe entschieden, so geht heute ohne eine detaillierte Investitionsbeschreibung samt Finanzierungsplan nichts mehr. Und auch das ist ein Teil des Problems: Wurde früher die Kreditfähigkeit überwiegend aufgrund der Erfahrungen und Kenntnisse aus einer Geschäftsbeziehung beurteilt, so stehen heute vermehrt Unternehmens- und Finanzkennzahlen im Vordergrund. Was die Kreditvergabe seitens der Banken erschwert, sind die erhöhten Eigenkapitalvorschriften, die für Blanko-Ausleihungen seitens der Bank eine höhere Eigenmittelunterlegung erfordern. Dies mache es für Unternehmen immer schwieriger, noch unbesicherte Kredite zu bekommen, während gut besicherte Kredite relativ leicht und auch günstig zu erhalten sind. Allerdings sei man seitens der RLB auch bei deren Fehlen (bei fehlenden Sicherheiten) durchaus in der Lage, auf der Basis von schlüssigen Zukunftskonzepten Finanzierungsmittel bei risikoadäquatem Pricing und individuellen Nebenbedingungen (financial convenants) zur Verfügung zu stellen, so Schenk.

FÖRDERUNGEN KÖNNEN HELFEN

Dabei können unter anderem Förderungen helfen, diese Sicherheiten zu ersetzen. So gibt es verschiedene Programme und Förderstellen, die Haftungen oder Garantien sowohl für Gründer und Jungunternehmer als auch für neue, innovative Projekte oder bestehende Unternehmen übernehmen. Sogar für Unternehmen, die von der Ukrainekrise betroffen sind, gibt es seitens der EU Unterstützungen in Form von Haftungsübernahmen und Garantien, weiß Roman Sautner, Förderspezialist in der RLB Tirol. „Wichtig ist jedenfalls, dass die Kunden (Unternehmer) rechtzeitig mit uns in Kontakt treten, weil viele Ansuchen bereits vor Projektbeginn gestellt werden müssen“, so Sautner. Hier könne die

RLB mit ihren vielen Raiffeisenbanken vor Ort punkten, so Schenk, weil „wo man sich kennt, redet es sich einfach leichter“. Andererseits können die Bankberater in den regionalen Raiffeisenbanken jederzeit auf das Know-how in der Landesbank zurückgreifen. Die Spezialisten kommen auch in die Filialen vor Ort, und last, but not least, lassen sich gemeinsam selbst größere Volumen leicht(er) stemmen, so Schenk, der auch in Zukunft ein besonderes Augenmerk auf diese Kooperationen mit den regionalen Raiffeisenbanken setzen möchte.

„WICHTIG IST, DASS DIE KUNDEN PROAKTIV AUF UNS ZUKOMMEN, WEIL VIELE FÖRDERUNGSANSUCHEN BEREITS VOR PROJEKTBEGINN EINGEREICHT WERDEN MÜSSEN.“

Roman Sautner, Förderungsspezialist, RLB Tirol

KOOPERATION ALS STÄRKE

Dies ist auch der Grund, warum die Raiffeisen Landesbank hinsichtlich ihrer Kundenstruktur so breit aufgestellt ist. „Bei uns finden sich Kleinstunternehmer ebenso wie Kleinund Mittelbetriebe, bis hin zu international tätigen Großunternehmen, weil wir in unserem Verbund für jeden die richtige Struktur anbieten können“, so Schenk. Ebenso gebe es auch hinsichtlich Branchen keine Einschränkungen. „Wir verfügen über ausreichend Know-how in allen Bereichen und sind auch in der Lage, kalkulierbare Risiken einzugehen“, so Schenk. Dass dies alles nicht nur schöne Worte sind, beweisen die Zahlen: So stiegen die Kundenausleihungen im Jahresvergleich um immerhin ein Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.

GÜNSTIGE ZINSEN NUTZEN

Angesichts der veränderten Rahmenbedingungen sind auch die Unternehmer gefordert, ihre Finanzierungsstruktur zu überdenken. Oftmals wurden Investitionen teuer aus dem laufenden Geschäft oder via Betriebsmittelkredit finanziert. Hier können zum Teil kurz-

fristige und teure Kredite in langfristig günstige und stabile Finanzierungen umgewandelt werden. Dabei könne auch die aktuelle günstige Zinssituation entsprechend genutzt werden. So gebe die RLB laut Schenk derzeit ihre Refinanzierungserleichterungen in Form von Zinsbegünstigungen an ihre Firmenkunden weiter. Ebenso sind Fixzinsvereinbarungen zur Zeit ein Thema. Auch alternativen Finanzierungsformen steht die Raiffeisen Landesbank offen gegenüber, wenngleich Schenk hier auch einschränkt: So halte er Crowdfunding für eine ausgezeichnete Idee, befürchtet aber gleichzeitig, dass aufgrund der Risiken und mangelnden Regulierungen die Gefahr besteht, dass diese innovative Finanzierungsform – spätestens wenn die ersten Kleinanleger ihr Geld nicht mehr zurückbezahlt bekommen – schon wieder stirbt, bevor sie richtig zum Leben erweckt worden ist. Mehr verspricht sich der Banker hier von guten alten Finanzierungsformen, wie dem Factoring, das weiter salonfähig gemacht werden sollte. Die Auslagerung von Forderungen ist nicht nur eine sehr gute Möglichkeit, kurzfristig Liquidität zu schaffen, sondern reduziere etwa durch die Auslagerung der Debitorenbuchhaltung auch den administrativen Aufwand und schaffe gerade bei Kleinunternehmen Freiraum für andere, produktive(re) Tätigkeiten. Ebenfalls unter dem Gesichtspunkt der Liquiditätsverbesserung mache Leasing – auch für bestehende Anlagen mit ausreichender Restnutzungsdauer – Sinn. So könne man über Sale-and-lease-back-Verträge bereits ausgegebene Finanzmittel wieder in den Cashkreislauf zurückführen, so Schenk. Gefragt, inwiefern auch die Politik die Banken unterstützen könnte, meint Schenk: „Schön wäre, wenn das allgemeine Bankenbashing wieder auf ein erträgliches Maß zurückgeschraubt würde“, konkreter, „dass bei den Basel-III-Bestimmungen noch die eine oder andere Erleichterung für die Regionalbanken kommt“, und für die Wirtschaft und Unternehmer, „dass der Staat wieder Anreize für Unternehmensgründer und Betriebsansiedelungen schafft – wie es vor einigen Jahren noch der Fall war, als zahlreiche deutsche Unternehmer neidisch nach Österreich geschaut haben“, denn: „Wir können nur finanzieren, was an uns herangetragen wird.“ eco.nova

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PERFORMANCE-CHANCEN MIT GESUNDER ERNÄHRUNG Der Markt für gesunde Ernährung boomt. Aber es gibt in diesem Segment nur wenige Investmentalternativen. eco.nova zeigt, wo sich ein Einstieg lohnen könnte.

// Text: Michael Kordovsky

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m Jahr 2010 waren 35,7 Prozent der US-Bevölkerung fettsüchtig und über 70 Prozent übergewichtig. Bis 2030 wird der Anteil auf 42 Prozent steigen. Bereits 2007 waren 72 Millionen US-Amerikaner auf Diät, die jährlichen Ausgaben für Diätprodukte beliefen sich 2008 in den USA bereits auf 40 Milliarden US-Dollar. Nicht ganz so krass ist es in unseren Breiten. Trotzdem zeigt der im Auftrag des Gesundheitsministeriums erstellte Ernährungsbericht, dass 11 Prozent der Österreicher als fettleibig (Body Mass Index über 30) gelten und 41 Prozent an Übergewicht leiden. Zunehmend mehr ziehen die Notbremse und stellen ihre Ernährung radikal um, zumal die Ängste vor „Gen-Nahrungsmitteln“ und „Hormonfleisch“ immer größer werden. Mittlerweile ernähren sich beispielsweise in Deutschland ca. sieben Millionen Einwohner vegetarisch und rund 800.000 bis 1.000.000 vegan. In Österreich sind laut der aktuellen IFES-Studie rund neun Prozent Vegetarier und ein Prozent Veganer.

DER VEGANE SUBSTANZGENUSSSCHEIN

Wer sich hier mit einem neuen Ernährungsbewusstsein auf die Suche nach passenden Investments begibt, wird sowohl bei US-Aktien als auch in unseren Breiten im Crowd-Investing fündig. Die Crowd-Investing-Plattform Green Rocket bietet beispielsweise eine Substanzgenussrechtsbeteiligung (Beteiligung an Gewinn und Unternehmenswert) an der vegan vital food GmbH, einem Hersteller vegan gefüllter Pastas sowie veganer Saucen, Suppen und Pestos. Bisher wurden zehn Sorten vegan gefüllter Teigwaren und weitere Produkte mit einem Haubenkoch entwickelt. Bereits vier Produkte sind beim größten deutschen Bio-Einzel- und Großhändler gelistet. Durch die Schwarmfinanzierung soll die Marke im Einzelhandel etabliert werden. Allerdings läuft das Genussrecht zehn Jahre, auf diese Zeit muss man das Geld auch entbehren können. Der Vorteil: Diese faktisch spesenfreie Beteiligung kann bereits ab 250 Euro eingegangen werden.

GESUNDE ERNÄHRUNGSAKTIEN

Über einen Discountbroker ab 1.000 Euro pro Position lohnt es sich, in amerikanische Anbieter gesunder Ernährung zu investieren. Dabei kommen folgende Investments in Frage. Whole Foods Market: Der Naturkost-Haneco.nova

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VERMÖGEN SICHER VERMEHREN Rene Schneider, Hypo Tirol Bank, über volatile Märkte und Vermögens­ management. der Aktienquote ist ein stabiler Ertrag bei gleichzeitig geringerer Schwankungsbreite möglich.

Rene Schneider

ECO.NOVA: Wie schaut die Stimmung der Kunden derzeit aus? RENE SCHNEIDER: Bei den Anlegern ist teilweise große Verunsicherung zu spüren. Die Zinslandschaft ist historisch tief, die Märkte sind nach wie vor volatil, das heißt, die Schwankungen bei Aktienkursen sind teilweise groß. Es ist für Anleger gar nicht leicht, zumindest die Inflationsrate auf das investierte Kapital zu erzielen, und das ist für alle eine schwierige Situation. Was ist das Besondere an Ihrem Modell? Mit unserem Modell „Hypo Vermögensmanagement“ kommen wir vor allem Anlegern entgegen, die sich nicht selber intensiv mit dem Thema befassen können oder möchten und trotzdem Wertsicherung bei größtmöglichen Ertragschancen suchen. Durch die dynamische Steuerung

Ein Thema bei Veranlagungen sind immer auch die Gebühren. Was bietet das Modell in diesem Bereich? Es wird eine fixe und faire Managementgebühr verrechnet. Die Höhe ist vom gewählten Modell (Aktienquote) abhängig und liegt zwischen 0,75 % und 1,75 % p. a. Sollte die Performance unter der Benchmark liegen, erfolgt eine teilweise Rückvergütung bzw. bei Outperformance wird zusätzlich eine Erfolgsprämie verrechnet. Auf welches Investment setzen die Experten der Hypo Tirol Bank beim Hypo Vermögensmanagement? Das Investment besteht aus Anleihen, Aktien und weiteren Investmentideen. Bei Aktien erfolgt die Fondsauswahl aktiv nach Marktsegmenten wie Regionen, Unternehmensgröße, Wachstumsausrichtung. Die Umsetzung der Aktienstrategie erfolgt mit Aktiendachfonds. Zum Portfolio zählen weiters Anleihen mit hoher Bonität und zum Teil auch Investments wie Gold, Rohstoffe, Wandelanleihen, Unternehmensanleihen oder Immobilien.

delspionier ist zuletzt unter Druck geraten, nachdem auch die Supermarktketten WalMart und Kroger gesunde Nahrungsmittel vertreiben. Die Umsatzwachstumsprognose für das laufende Fiskaljahr wurde von 11 auf 9,9 Prozent zurückgenommen. Auf die verstärkte Konkurrenz antwortete die Kette mit Bonuspunkten für Kunden, die als Rabatte eingelöst werden können. Als Medium dient dabei die Rabattkarte oder das Handy. Nach zwei enttäuschenden Quartalen lag im jüngsten Quartal (endet im Juni) der Gewinn pro Aktie wieder um 5,1 Prozent über dem Analysten-Prognose-Konsens. Naturkost- und Vegan-Aktien werden in den USA teuer gehandelt, weshalb das für 2015/16 (Fiskaljahr endet September) geschätzte Forward-KGV von 20,4 nicht überteuert ist, zumal der Gewinn pro Aktie von 2013/14 bis 2016/17 um 13,9 Prozent p. a. wachsen sollte. Sprouts Farmers Market: Der börsennotierte „Bauernmarkt“ soll laut den Analysten von Barclays in den kommenden fünf Jahren im Schnitt ein Gewinnwachstum von 33 Prozent p. a. aufweisen können. Deshalb riet Barclays zu einer Übergewichtung der Aktie mit Kursziel 37 US-Dollar (Kurs am 19. 9.: 31,46 US-Dollar). Aufgrund des rapiden Wachstums liegt das Forward-KGV 2016 nur noch bei 27,8 verglichen mit 46,3 für 2014. Die Wachstumsdynamik infolge des US-Naturkost-Trends rechtfertigt die höhere Bewertung. WhiteWave Foods: Dieses Unternehmen – ein Spin-off des größten US-Molkereikonzerns – fokussiert sich auf Nahrungsmittel und Getränke auf pflanzlicher Basis und konnte den Umsatz von 2011 bis 2013 von 2.068 auf 2.542 Millionen US-Dollar steigern. Der Gewinn pro Aktie soll von einem US-Dollar im Jahr 2014 bis 2016 auf 1,42 US-Dollar steigen, woraus ein Forward-KGV von 25,8 resultieren würde, das aufgrund der besonderen Marktstellung im „Vegetariersegment“ auch gerechtfertigt ist.

FAZIT

Die Angaben von 05/07 bis 05/10 basieren auf einer simulierten früheren Entwicklung. Kosten gemäß Verkaufsprospekt sowie Steuern wirken sich mindernd auf die angeführte Wertentwicklung aus. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. // Quellen: eigene Quellen

KONTAKT

Rene Schneider, Abteilungsleiter-Stv. Private Banking und Freie Berufe Tel.: 050700-2417, rene.schneider@hypotirol.com

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Da es nur wenige gesunde Ernährungsaktien gibt, haben sie einen gewissen „Seltenheitswert“ mit der Folge einer höheren Bewertung, die aufgrund des starken Gewinnwachstums ohnehin gerechtfertigt ist. Wer hingegen die heimische Wirtschaft bevorzugt, kann in einschlägige Genussscheinbeteiligungen der „Öko-Crowd-Investing-Plattform“ Green Rocket investieren (aktuelles Angebot: vegan vital food).


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eim Kaffee sind wir eigen. Lieber eine große Soja-Latte mit doppeltem Espresso und Karamellgeschmack als den herkömmlichen Latte Macchiato aus Milch mit 3,5 % Fettgehalt. Wir schätzen es, unsere Kaffeespezialität ganz nach den eigenen Wünschen individuell zusammenstellen zu können. Warum soll das bei einem Kredit anders sein? Denn so unterschiedlich jeder Mensch ist, so verschieden sind auch die eigenen Bedürfnisse. Deshalb werden Sie von den Tiroler Volksbanken ganz individuell und persönlich beraten. Das ist partnerschaftlich und fair. „Wir begleiten unsere Kunden zusammen mit unserem Partner, der TeamBank Österreich und dem fairen Credit, vom ersten Gespräch bis zur letzten Rate zuverlässig, vertrauensvoll und kompetent. So wird Fairness erlebbar”, erläutern die Tiroler Volksbanken die Vorteile der Finanzierung. Besonders stolz zeigen sich die Volksbanken, dass die TeamBank Österreich mit dem fairen Credit als erstes Unternehmen mit dem DQS-Siegel „Fairness im Ratenkredit“ ausgezeichnet wurde: „Erstmals wurden über 200 Kriterien für Fairness in einem Katalog aufgenommen, den das institut für finanzdienstleistungen (iff ) entwickelt hat, und so eine wissenschaftlich messbare und nachvollziehbare Grundlage für ein objektives Qualitätssiegel gelegt. Der faire Credit wird so dem drängenden Ruf nach erlebbarer Transparenz und Qualität im Ratenkreditmarkt gerecht.” Auf der Suche nach dem passenden Kredit können sich Kunden zuverlässig an diesem unabhängigen DQS-Siegel orientieren. Ein Vergleich lohnt gerade aktuell, denn noch bis zum 14.11.2014 profitieren die Volksbank-Kunden von einer besonders kleinen Monatsrate für große Momente. Wie wäre es beispielsweise mit 10.800 Euro für maximal 198 Euro monatlich bei einer Laufzeit von 72 Monaten*, um mit dem neuen Gebrauchtwagen vorfahren zu können?

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ERFOLGREICH EXPORTIEREN Bank Austria – DER Partner im Export. Außenhandel ist der Schlüssel zum Erfolg vieler österreichischer Klein- und Mittelbetriebe (KMU).

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ie die Bank Austria dabei unterstützt, erklärt Markus Sappl, Direktor, Leiter Firmenkunden Tirol. ECO.NOVA: Wie schätzen Sie die weitere wirtschaftliche Entwicklung ein? MARKUS SAPPL: Im Euroraum und in Österreich wird zwar das Wachstum 2014 etwas enttäuschen, 2015 sollte sich jedoch die Erholung weiter fortsetzen. In Osteuropa sehen wir in Tschechien, Ungarn, Polen, Slowenien und der Slowakei trotzdem eine verbesserte Dynamik. Wir rechnen hier mit einem erkennbar höheren Wirtschaftswachstum 2014 als noch 2013. Auch für die globalen Emerging Markets ist ein Plus von mehr als 4 Prozent zu erwarten. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss sich ein Unternehmen um neue Absatzmärkte bemühen. Welche Chancen ergeben sich daraus für exportorientierte KMU? Trotz der derzeitigen Unsicherheiten sehen wir weiterhin eine Erholung der Wirtschaft. Das betrifft vor allem den Euroraum. Mehr als die Hälfte der Exporte gehen jetzt schon in die Eurozone, fast 70 Prozent in die EU. Welche Länder sind als Exportdestinationen besonders interessant? Das sind auf jeden Fall mit Abstand Deutschland und Italien, die traditionell wichtigsten Handelspartner für Österreich. Gemeinsam mit Osteuropa zählen sie ja zu den Heimmärkten der Bank Austria. Wir sind hier mit einem dichten Bankennetz vertreten und können KMU als DER Finanzpartner optimal servicieren. Interessante Absatzmärkte sind aus unserer Sicht auch die USA, die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) sowie Südkorea und Vietnam. Gerade Vietnam entwickelt sich im Windschatten der aufstrebenden Wirtschaftsmacht China überraschend gut. Außenhandel als Schlüssel zum Erfolg – welchen Beitrag leistet die Bank Austria? Man kann ihn auf eine einfache Formel bringen: Die österreichischen Unternehmen machen weltweit Geschäfte, wir ma-

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chen sie weltweit sicher. Als Finanzpartner im grenzüberschreitenden Geschäft begleiten wir unsere Kunden über unser Netzwerk in Zentral- und Osteuropa, die internationalen UniCredit-Filialen und rund 4.000 Korrespondenzbanken an jeden Punkt der Welt. Das gilt auch und insbesondere für KMU. Wir unterstützen sie durch umfassendes Beratungs-Know-how und genaue Kenntnis der lokalen Märkte, höchste Servicequalität und sorgen mit maßgeschneiderten Lösungen für einen sicheren und reibungslosen Ablauf des Auslandsgeschäfts. An dieser Stelle möchte ich auch betonen, dass jedes zweite Unternehmen in Österreich, das im Außenhandel tätig ist, auf die Expertise und Verlässlichkeit der Bank Austria setzt. Gibt es im Außenhandel spezielle Förderungen oder Unterstützungen für KMU? Die gibt es auf jeden Fall! Im Rahmen der österreichischen Exportförderung über die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) besteht eine Vielzahl von Unterstützungen. Für Unternehmen zum Beispiel im Bereich Forschung & Entwicklung bzw. bei innovativen Investitionen werden auch Förderprogramme des ERP-Fonds der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws), Förderungen der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), Anschlussförderungen von Landesfördergesellschaften und natürlich EU-Förderungen angeboten. Wir unterstützen und beraten jederzeit gern mit unserem Know-how bei der Wahl der passenden Fördermöglichkeit. Die Präsenz auf Auslandsmärkten kann mit erhöhten Risiken verbunden sein. Wie sollen Unternehmen damit umgehen? Unsere Empfehlung lautet „Absichern, was sich absichern lässt!“. Das gilt vor allem für entfernte, exotische Märkte. Im Außenhandel bestehen Kredit-, Währungs- und Zinsrisiken. Damit sollte man nicht nach dem Motto „Augen zu und durch“ umgehen. Die Palette an Absicherungs- und Garantiemöglichkeiten, die die Bank Austria in Kooperation mit Partnern wie der OeKB und privaten Kreditversicherungsgesellschaften zur Verfügung stellt, ist breit gefächert und bietet für jedes Problem eine Lösung.

Die Bank Austria hat eine Kooperation mit DHL abgeschlossen. Mit welchem Service können KMU rechnen? Für jeden unserer Unternehmenskunden, der sich neu bei DHL registriert, bietet der internationale Spezialist im Expressversand mindestens 50 Prozent Ermäßigung auf die Versandtarife bis Ende 2015. Das ist ein attraktives Angebot, wenn man bedenkt, dass DHL an mehr als 120.000 Destinationen in mehr als 220 Ländern und Gebieten weltweit liefert. 

WAS IST ...

... ein Akkreditiv? Akkreditive werden zur Absicherung der Zahlung von Warenlieferungen oder Dienstleistungen im Außenhandel verwendet. Dabei verpflichtet sich die Bank, bei Vorlage bestimmter Dokumente (Versandpapiere, Handelsrechnung, Ladebestätigungen, Versicherungspolizzen etc.) dem Verkäufer den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen. Vorteil für den Exporteur: Neben der Zahlungsverpflichtung des Geschäftspartners erhält er ein Zahlungsversprechen der Bank. Vorteil für den Importeur: Der Exporteur erhält den Kaufpreis erst nach Vorlage vorab definierter Dokumente. ... eine Bankgarantie? Sie ist ein Sicherungsinstrument. Die Gestaltungsmöglichkeiten reichen von einer Zahlungsgarantie über eine Bietgarantie (z. B. bei internationalen Ausschreibungen) bis zur Vertragserfüllungsgarantie (zur Absicherung vertraglich vereinbarter Leistungsverpflichtungen).

KONTAKT

Für weitere Informationen steht Ihnen Markus Sappl, Direktor, Leiter Firmenkunden Tirol, unter der Telefonnummer 05 05 05-31863 bzw. markus.sappl@unicreditgroup.at gerne zur Verfügung. firmenkunden.bankaustria.at


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Übergabe Wohnanlage

Hall, Anna-Dengel-Str. ln Hall in Tirol, Anna-Dengel-Straße, errichtete die NEUE HEIMAT TIROL eine Wohnanlage mit 63 Mietwohnungen samt Tiefgarage. Der Heizwärmebedarf für die Wohnungen beträgt laut Energieausweis 9 kWh/m²a. Die feierliche termingerechte Wohnungsübergabe wird am 10.10.2014 stattfinden. Wir wünschen den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern alles Gute für die Zukunft. Ein herzliches Dankeschön gilt dem Land Tirol für die Bereitstellung der Wohnbauförderungsmittel. Weiters bedanken wir uns bei der Stadtgemeinde Hall für die gute Zusammenarbeit, bei den Planern und ausführenden Firmen für die hervorragende Arbeit und bei den neuen Bewohnern für das entgegengebrachte Vertrauen. Bauausführende Firmen: Planverfassung: DI Architekt Georg Pendl, Innsbruck Baumeister: Porr Bau GmbH, Kematen Aufzug: Thyssen GmbH, Innsbruck Bauakustik: Spektrum GmbH, Dornbirn Bodenbelag: Holz im Bau GmbH & Co KG, Mettersdorf Bodenbelag Industrieböden: Erfurth Spezialbau GmbH, Sankt Florian Brandschutzfenster: Johann Huter und Söhne, Innsbruck Elektro: Falkner und Riml GmbH, Sölden Estrich: KPS Ötztal Putz GmbH, Ötztal/Bahnhof Fenster: Martin Kerber KG, Reutte Fliesen: Troyer GmbH, Innsbruck Gärtner: Sieglinde Tauber, Wattens Heizung: Opbacher Installationen GmbH, Fügen Lärmschutzwand: Nocker Metallbau GmbH, Steinach am Brenner Lüftung: Opbacher Installationen GmbH, Fügen Maler: Armagan KG, Innsbruck Planung Elektro: Obwieser GmbH, Absam Planung Haustechnik: A3 JP-Haustechnik GmbH & Co KG, Innsbruck Portale: Nocker Metallbau GmbH, Steinach am Brenner Sanitäre: Opbacher Installationen GmbH, Fügen Schlosser: Hans Weithas Inh. Pitsch GmbH & Co KG, Innsbruck Schuppenfassade: Johann Huter und Söhne, Innsbruck Spengler: H. Ploberger GmbH, Innsbruck Statik: IFS Ziviltechniker GmbH, Innsbuck Trockenbau: Graup Gips Bau GmbH, Innsbruck Türen: Eller Türen + Möbel GmbH, Matrei am Brenner Zimmerer: Holzbau Höck GmbH, Kundl Finanzierung: Raiffeisen Bausparkasse

Derzeit baut die NHT in: Absam, Achenkirch, Axams, Ehenbichl, Fiss, Flirsch, Fügen, Gries im Sellrain, Innsbruck, Kitzbühel, Landeck, Langkampfen, Natters, Niederndorf, Ötz, Oberndorf, St. Johann, St. Leonhard im Pitztal, Schwaz, Tux, Umhausen, Wörgl und Zams

N E U E H E I M AT T I R O L Gemeinnützige WohnungsGmbH Gumppstraße 47, A-6023 Innsbruck Tel.: (0512) 3330, nhtirol@nht.co.at www.neueheimattirol.at

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Wir bieten Ihnen höchstgeförderte Eigentumswohnungen in Kufstein zum Kauf an. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte die NEUE HEIMAT TIROL, Frau Lisbeth Gächter Tel.: 0512/3330-241 bzw. per E-Mail: gaechter@nht.co.at

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Mobil. AUTO & MOTOR

NEUES KÄTZCHEN

ALLES AUSSER NIEDLICH Die ADAM-Familie von Opel bekommt Zuwachs. Ob als abentuerliches Open-Air-Mobil, stylisher Trendsetter oder grenzenloser Individualisten-Champion: Der neue ADAM ROCKS wird vielen Rollen gerecht. Und ja: Er rockt. Richtig! Sagen Sie deshalb niemals „niedlich“ zu ihm. Der dreitürige urbane Mini-Crossover begründet auch gleich sein eigenes Marktsegment. Daher kommt Adam als cooler Typ im robusten Outdoor-Look mit Stoffdach und einem spritzigen Motorenspektrum von 70 bis 115 PS, das für den 3,75 Meter langen Rocker leicht ausreicht. Mit dabei ist auch das Infotainmentsystem „IntelliLink“ mit seinen multifunktionalen Vernetzungsmöglichkeiten – zwar nicht serienmäßig, aber mit 250 Euro durchaus erschwinglich. Auch im Inneren swingt der kleine Opel ordentlich. Ab Ende Oktober rollt der ADAM ROCKS zu den Händlern, zu haben ist er ab 16.190 Euro.

Anfang September hat Jaguar im Londoner Earls Court seinen neuen XE präsentiert – eine sportliche Mittelklasselimousine, modern, sparsam und dynamisch. Die heckgetriebene Premiumkatze ist mit ihrer coupéartigen Linienführung und ihrem dynamischen Fahrwerk ein echtes Fahrerauto und nach bester Jaguar-Manier luxuriös ausgestattet. Unter der Haube schnurren brandneue Benzin- und Dieselmotoren. Topmodell ist der Jaguar XE S mit seinem vom F-TYPE bekannten Sechszylinder, der mit 360 PS für zügiges Vorankommen sorgt. Der Spurt von 0 auf 100 gelingt in 5,1 Sekunden, im Gegenzug verbraucht der Ingenium-Turbodiesel gerade einmal 3,8 Liter auf 100 Kilometer. Und: Erstmals bietet Jaguar auch wieder ein manuelles Getriebe für eines seiner Modelle – der 2,0-Liter-Diesel hat eine Sechsgang-Handschaltung bekommen. Der XE-Basispreis liegt bei 36.500 Euro – nach oben offen ...

ELEKTRO-GOLF Der Golf ist nach wie vor das meistverkaufte Auto in Österreich. Mitte Jänner 2015 soll zusätzlich der neue Golf GTE eingeführt werden und rund acht Prozent an der Golf-Motorenrange einnehmen. Der GTE verüfgt über einen hocheffizienten E-Antrieb und ist ZeroEmission- und Langstreckenfahrzeug in einem. Bis zu 50 Kilometer soll er rein elektrisch fahren, die Gesamtreichweite liegt bei 940 Kilometer. Der niedrige Durchschnittsverbrauch von 1,5 Liter auf 100 Kilometer entspricht einer CO2-Emission von lediglich 35 g/km.

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eco.mmentar

Bruno König, Motorredaktion

PLUS/MINUS PREMIUM-KOMPAKT-SUV

MINI MAG MAN EBEN Wenige Monate nach der Markteinführung des neuen MINI erweitert die britische Premium-Marke ihr Modellangebot um eine vollkommen neue Karosserievariante. Der 5-Türer kombiniert den markentypischen Fahrspaß und die sympathische Ausstrahlung um zusätzliche Möglichkeiten, die vor allem aus dem gewachsenen Raumangebot resultieren. Das charakteristische Exterieurdesign des Originals wird authentisch auf die geänderten Proportionen und zusätzlichen Türen umgelegt. Zur Markteinführung stehen sechs Motoren mit MINI-TwinPower-TurboTechnologie zur Wahl – von 95 bis 192 PS. Im Inneren dominiert typischer MINI-Stil samt innovativem Anzeige- und Bedienkonzept, dazu gibt’s eine erweiterte Material- und Farbvielfalt für die ganz persönliche Gestaltung. Der Einstiegspreis liegt bei rund 21.000 Euro.

Der britische 4x4-Spezialist Land Rover enthüllte im September seinen neuen Land Rover Discovery Sport. Damit gibt nicht nur der erste Vertreter der neuen Discovery-Modellfamilie seinen Einstand auf der automobilen Bühne, sondern zudem das wohl vielseitigste Premium-Kompakt-SUV des Marktes. Denn bei betont kompakten Abmessungen bringt der neue Discovery Sport eine unvergleichliche Mischung an den Start: hohe Flexibilität, Hochwertigkeit in der Technik und gutes Aussehen. Auf den ersten Blick ist auch der Neue als echter Land Rover erkennbar, zugleich führt das Kompakt-SUV aber eine neue, progressive Designsprache ins Portfolio der Briten ein. Zur Markteinführung Ende Feber 2015 tritt der neue Land Rover mit einem Potpourri moderner Vierzylindermotoren an, die unterschiedlichen Antriebslösungen sind für jedes Terrain gewappnet. Die Preisliste beginnt bei rund 32.000 Euro.

Der österreichische Neuwagenmarkt liegt mit 212.500 Neuzulassungen per Ende August zwar um 4,6 Prozent hinter dem Vorjahr (222.800), damit aber leicht über dem Niveau der Jahre 2007 und 2008. Im August wurden 21.121 Pkw-Neuzulassungen registriert – um 8,4 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Einen ähnlichen Rückgang der Neuzulassungen gab es letztmals 2002. Dafür legte das darauffolgende Jahr gleich wieder um 7,5 Prozent zu. Eine solche Entwicklung wäre den KFZ-Händlern auch jetzt wieder zu wünschen. Bemerkenswert ist die Sportwagenmarke Porsche. Diese hält nach den ersten acht Monaten des Jahres mit 797 Neuzulassungen (+7,1 %) einen neuen Rekord und strebt dank des neuen Macan einen Jahresbestwert an. Anregungen und Kommentare bitte an koenig@econova.at

MODERNISIERT Der neue Ford Mondeo rollt mit modernen Technologien, effizienten Motorisierungen und einer frischen Optik an den Start. Viele der Technologieneuheiten und -funktionen, die im S-MAX und Galaxy eingeführt wurden, kommen nun auch im Mondeo zum Einsatz. Dazu kommen zwei neue Topmotorisierungen mit 240 (Benziner) bzw. 200 PS (Common-Rail-Turbodiesel). Preis: ab 29.500 Euro, für den Traveller 30.700 Euro.

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SPORTSKANONE BMW hat das 1er-Coupé ersetzt und auf den neuen Namen 2er getauft. Aber nicht nur der Name ist neu, auch das Design ist eleganter und sportlicher geworden. Diesem Erscheinungsbild wird die Motorisierung im M235i absolut gerecht. Wir fuhren die 326 PS starke Sportskanone. // Text: Bruno König, Fotos: Tom Bause

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ie Blau-Weißen sind derzeit dabei, neue Namen für ihre Modelle einzuführen. So nennt sich das stärkste 3er-Coupé M4 und die viertürige Limo weiterhin M3. Beim 1er wird das Coupé nun 2er genannt. Wie auch immer, große Freude kommt nämlich auf, wenn am Heck die Typenbezeichnung M235i aufblitzt. Das bedeutet nämlich: Hier arbeitet ein aufgeladener Drei-Liter-Reihensechszylinder mit satten 326 PS unter der Haube. Der M235i ist derzeit das Spitzenmodell der neuen 2er-Baureihe und steht auch dementsprechend sportlich vor uns – in blitzblauem „Estoril“-Metallic und mit wunderschönen 18-Zoll-Doppelspeichenfelgen. Die breite Niere und die großen Lufteinlässe links und rechts sorgen dafür, dass der Twin-Power-Turbo-Sechszylinder stets mit genügend Frischluft versorgt wird. Das ist

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auch dringend notwendig, denn das 326 PS starke Coupé geht brachial zu Werke. In nur 4,8 Sekunden schießt der M235i auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h, natürlich elektronisch abgeriegelt. Das höchste Drehmoment von 450 Nm zerrt be-

reits ab 1.300 Umdrehungen an den Hinterrädern. Ja, Hinterradantrieb und kein Allrad. Trotzdem ist der sportliche 2er keine „Heckschleuder“, sondern präsentiert sich Dank seiner Gewichtsverteilung von 50:50 und des souveränen Fahrwerks als geniale Fahrma-


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schine. Statt eines mechanischen Sperrdifferenzials kommt im M235i eine Sperrfunktion per Bremseingriff zum Einsatz. Die lässt sogar etwas Schlupf zu. Dazu kommt die zielgenaue Lenkung und der herrlich drehende Sechszylinder. So macht Autofahren wirklich Spaß und mit den exakt dosierbaren Bremsen sowie der reichhaltigen Sicherheitsausstattung fühlt man sich richtig gut behütet.

MEHR PLATZ UND KOFFERRAUM

Der 2er ist mit seiner Länge auf 4,50 Meter deutlich gewachsen; das kommt Fahrern und Passagieren zugute. Auch der Kofferraum ist mit 390 Litern Volumen gut brauchbar. Sogar hinten sitzt es sich etwas bequemer als im 1er-Coupé, trotzdem ist’s auf längeren Strecken nicht unbedingt empfehlenswert. Die Fahrerposition lässt jedoch keine Kritik zu. Alle Schalter, Hebel und Instrumente liegen komfortabel in Reichweite und das dicke Dreispeichenlenkrad liegt perfekt in der Hand. Bleibt die Frage offen, warum BMW den stärksten 2er M235i und nicht M2 nennt? Scheint irgendwie logisch, denn so bleibt Luft nach oben und BMW wird sich nicht lange betteln lassen und einen M2 an den Start schicken.

FACTS BMW M2I

• Motor: 3,0-Reihensechszylinder mit Twin-Power-Turbotechnologie • Leistung: 240 kW/326 PS • Drehmoment: 450 Nm ab 1.300 U/min • Beschleunigung: 4,8 sec von 0 auf 100 km/h • Spitze: 250 km/h • Testverbrauch: 8,9 Liter/100 km • CO2-Ausstoß: 176 g/km • Preis: ab 52.200 Euro

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GROSSER LEON Seat kann man getrost zu den Senkrechtstartern der letzten Jahre zählen. Die spanische Marke im VW-Konzern konnte 2013 weltweit 355.000 Fahrzeuge absetzen, das ist neuer Rekord. Österreich verzeichnete im abgelaufenen Jahr mehr als 15.000 Verkäufe und ist darüber hinaus die beliebteste Marke bei den Jungen. Mit dem neuen Leon ST hat man wieder einmal ein gutes Händchen bewiesen. // Text und Fotos: Bruno König

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eat – so scheint es – hat ein gutes Gespür dafür, was der Kunde wünscht. Denn nicht nur Ibiza und Alhambra werden gern gekauft, auch der Leon ist überaus beliebt – speziell bei junger Kundschaft. Darum legten die Spanier gleich nach und brachten den kompakten Leon als Kombivariante mit dem Namen ST. Der Leon basiert auf dem Golf 7 und bietet damit modernste Technik, verpackt in südländisches Design. Optisch zählt der ST sicher zu den Bestaussehenden seiner Klasse. Ein Kombi sollte aber nicht nur gut aussehen, sondern auch Platz bieten und natürlich wirtschaftlich sein. Auch diese Disziplinen beherrscht der Leon grandios. Ganz besonders in der von uns getesteten Version mit dem 1,6-Liter-TDI und 105 PS, kombiniert mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe in der Ausstattungslinie „Style“. Im Durchschnitt gönnte sich der moderne Direkteinspritzer nur 5,1 Liter auf 100 Kilometer, ein Spitzenwert.

PLATZ UND QUALITÄT

Im Innenraum zeigt sich der spanische Kombi nicht nur sportlich, sondern auch mit hoher Qualität. Materialien und Verarbeitung liegen auf einem sehr guten Niveau. Das Platzangebot reicht durch Umklappen der hinteren Sitzreihe bis zu 1.740 Liter. Mit fünf Passagieren an Bord reicht es immer noch für 587 Liter Gepäckvolumen. Der 1,6-Liter-TDI hängt schon vom Stand weg gut am Gas und liefert bereits bei 1.500 Umdrehungen 250 Nm. Das beschleunigt den feschen Kombi in 11 Sekunden auf Tempo 100 und bis zu einer theoretischen Spitze von 191 km/h. Das gut abgestimmte Fahrwerk und die flott ansprechende Lenkung passen hervorragend zum sportlichen Gesamtbild des Leon ST. Damit wird er zum attraktiven Vertreter seiner Klasse, der mit sportlichem Design und enormen Ladequalitäten aufzeigt ... ganz besonders für die Alpenrepublik mit der seit Kurzem angebotenen Allradversion. Testbericht folgt. 

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FACTS SEAT LEON ST 1,6 TDI STYLE

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Motor: 1,6-Vierzylinder-Turbodiesel Leistung: 77 kW/105 PS Drehmoment: 250 Nm zwischen 1.500 und 2.750 U/min Beschleunigung: 10,9 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 191 km/h Testverbrauch: 5,1 Liter/100 km CO2-Ausstoß: 99 g/km Crashsicherheit: 5***** (89 % lt. NCAP) Preis: ab 17.990 Euro (Reference TSI)


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RAUMKÜNSTLER

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ährend der eigenständige C4-Blick von vorne der gleiche bleibt, egal ob Picasso oder Grand Picasso, ändert sich das ab der B-Säule deutlich. Durch den steileren Heckabschluss bietet der größere der beiden Picassos noch mehr Platz und auf Wunsch sogar bis zu sieben Sitzplätze. Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist die markante Dachreling, die sich raffiniert ins Fahrzeugdesign einfügt. Die eigenständigen Heckleuchten runden die Änderungen zum

kleineren Modell ab. Wer den 5-Sitzer ordert, hat mindestens 645 Liter Gepäckvolumen zur Verfügung, das sich durch Verschieben der 2. Sitzreihe auf bis zu 700 Liter erweitern lässt. Modern und luftig zeigt sich der Innenraum. Große Glasflächen und ein durchgestyltes Cockpit machen deutlich: Der C4 Grand Picasso will sich als Familienvan von der Masse absetzen. Verschiedene Assistenzsysteme stehen ebenso zur Auswahl wie ein Lederpaket und die einzigartige Unterschenkelauflage am

Beifahrersitz. Unser Testwagen war mit einem 150 PS starken Dieselmotor bestückt, der in jeder Fahrsituation zu überzeugen wusste. Der 1800er liefert schon bei 2.000 Umdrehungen 370 Nm Drehmoment und gab sich während des Tests mit 6,2 Litern zufrieden – ein Spitzenwert in dieser Klasse. Wie von Citroën gewohnt, sind das Fahrwerk und die Federung ganz auf Komfort ausgelegt. Der Einstiegspreis für den C4 Grand Picasso liegt derzeit bei 21.000 Euro.

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KUGASTISCH Ford ist derzeit drauf und dran, ein regelrechtes Modellfeuerwerk zu zünden. Dazu zählt auch die zweite Generation des Kuga, die seit einiger Zeit angeboten wird. Wir fuhren den 2,0 TDCi mit 163 PS und waren von seiner Qualität begeistert – auch im Regen. // Text und Fotos: Bruno König

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it der ersten Generation des Ford Kuga ab 2008 waren die Kölner im Segment der kompakten SUVs ziemlich spät dran. Dennoch verkaufte sich der geländetaugliche Ford prächtig. Ein Grund dafür war sicher sein chices Blechkleid und die umfangreiche Serienausstattung. Die neue Generation ist nicht nur um ein paar Zentimeter in der Länge gewachsen, sie hat auch weiter an Qualität zugelegt. Im Gegensatz zur ersten Serie wird der aktuelle Kuga nun weltweit angeboten. Unser Testwagen im glänzenden „Indic-Blau“ mit feiner Lederpolsterung (Aufpreis: 2.274 Euro) hat den 163-PS-TDCi-Dieselmotor verbaut. Dieses Triebwerk verteilt beachtliche 340 Nm Drehmoment auf alle vier Räder. In Kombination mit dem 6-Gang-Powershift-Automatikgetriebe fährt sich der Kuga damit überaus sportlich. Erfreulicherweise konnte der Verbrauch nochmals reduziert werden. Während unseres Testlaufes kamen wir auf einen Durchschnittsverbrauch von 7,7 Litern auf 100 Ki-

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lometer inklusive Stadt- und Geländefahrten, wobei der Kuga stets zu überzeugen wusste.

VIELSEITIGER BEGLEITER

Durch seinen intelligenten Allradantrieb zeichnet sich der neue Kuga besonders durch seine Vielseitigkeit aus. Er zeigt weder Schwächen auf Forststraßen noch auf der Autobahn oder im Stadtverkehr. Praktisch ist auch seine innovative Heckklappe, die per simpler Fußbewegung betätigt werden kann. Lenkung, Getriebe und Sitzposition gefallen auf Anhieb. Einzig die vielen Schalter auf der Mittelkonsole könnten reduziert werden. Doch mittlerweile findet man sich auch damit zurecht und die Sprachsteuerung „Sync“ funktioniert eh perfekt. Das Fahrwerk zeigt sich von seiner sportlichen Seite, was gut zum Gesamteindruck passt. Immerhin schafft der kompakte SUV knapp 200 km/h Spitze. Mit an Bord sind zahlreiche Assistenzsysteme, die sich dezent im Hintergrund halten, bei Bedarf dem Fahrer jedoch blitzschnell zur Seite stehen. Wer 4x4 nicht unbedingt braucht, kann auf ei-

ne 2WD-Version zurückgreifen. Damit bekommt man auf 4,52 Metern einen sehr fahraktiven SUV und einen vielseitigen Begleiter für alle Wege. 

FACTS FORD KUGA 2,0 TDCI TITANIUM • • • • • • • • •

Motor: 2,0-Vierzylinder-Turbodiesel Leistung: 120 kW/163 PS Drehmoment: 340 Nm Beschleunigung: 9,9 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 196 km/h Testverbrauch: 7,7 Liter/100 km CO2-Ausstoß: 154 g/km Crashsicherheit: 5***** (92 % lt. NCAP) Preis: ab 27.800 Euro (1,6 Trend)


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WORLD RALLYE CAR Er ist klein, er ist gemein und er sieht rattenscharf aus. Die Rede ist vom schnellsten Polo, seit es Polos gibt, dem „WRC“. Mit Kriegsbemalung und 220 PS ist Nichtauffallen ein Ding der Unmöglichkeit. // Text: Bruno König, Fotos: Tom Bause

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r zählt wohl zu den spaßigsten Kleinwagen, die es derzeit am Markt zu kaufen gibt. Dazu ist der Polo WRC auf nur 2.500 Einheiten weltweit limitiert. Diese Zahl an Serienfahrzeugen bedarf es, um an der Rallye-Weltmeisterschaft überhaupt teilnehmen zu können. Schon optisch zeigt der freche Wolfsburger, dass er mit Vorsicht zu genießen ist. Die weiße Lackierung mit grau-blauen Streifen und „WRC“-Schriftzügen verrät, dass hinter diesem Polo mehr steckt als „nur“ ein Polo. Dazu prangt am Heckspoiler die Nummerierung der limitierten Serie – in unserem Fall war es die Nummer 0272 von 2500. Angelangt im Innenraum des schnellsten Polos geht’s genauso sportlich weiter: Alcantara-Sitze und Lenkrad mit WRC-Logos, blaue Zeiger und eine blaue Naht am Ganghebel, dazu noch Alu-Pedale und das Rallyefeeling ist komplett. Der 2,0-Turbo verfügt über 220 PS, die den Polo WRC auf

bis zu 243 km/h beschleunigen und in nur 6,4 Sekunden auf Tempo 100 katapultieren. Dazu passt das kurz übersetzte 6-Gang-Schaltgetriebe wie der Schinken auf die Pizza. Zum Glück liegt das Alcantara-Lenkrad so gut in der Hand, denn beim Angasen zerren die vielen Pferdchen schon ordentlich an der Vorderachse. Speziell beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven. Doch das verschafft dem Fahrer nur noch mehr WRC-Feeling. Überholen wird mit dem Polo WRC zur Suchtgefahr. Nicht nur, weil der Motor so herrlich anschiebt, sondern auch weil die Geräuschkulisse der Sportauspuffanlage entsprechend gut ist.

SPORTLICH KNACKIG

Das Fahrwerk ist konsequent auf Sportlichkeit ausgelegt. Der Komfort bleibt zwar auf der Strecke, wer aber drauf Wert legt, kauft sich eh keinen WRC. Dafür wird der Fahrer

mit einer Straßenlage wie auf Schienen und einer sehr direkt ansprechenden Lenkung verwöhnt. Das ESP lässt sich leider nicht ausschalten. Keinen Nachteil gegenüber den schwächeren Polos gibt es beim Platzangebot. Wenn es überhaupt einen Nachteil gibt, dann jenen, dass es von diesem sportlichen Polo nur 2.500 Stück gibt und einer davon rund 36.000 Euro kostet. Dafür bekommt man jedoch ein einzigartiges Auto. 

FACTS VW POLO R WRC • • • • • • • •

Motor: 2,0-TSI-Vierzylinder-Turbo Leistung: 162 kW/220 PS Drehmoment: 350 Nm Beschleunigung: 6,4 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 243 km/h Testverbrauch: 9,1 Liter/100 km CO2-Ausstoß: 174 g/km Preis: ab 35.990 Euro

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„XC“ELLENTER SCHWEDE

Der Volvo XC60 brachte den schwedischen Automobilhersteller vor einigen Jahren so richtig auf die Überholspur. Vor Kurzem wurde das Erfolgsmodell gründlich überarbeitet und präsentiert sich seitdem noch exklusiver und sparsamer. // Text: Bruno König, Fotos: Werk

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ür die Sparsamkeit ist bei Volvo ab sofort ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor zuständig. Dieser 181 PS starke Selbstzünder ersetzt die Fünfzylinderaggregate und glänzt nicht nur mit vermindertem Verbrauch, sondern auch mit sattem Durchzug. Das erhöht den Fahrspaß bei gleichzeitiger Schonung der Geldbörse. Im Schnitt kamen wir während unseres Tests auf 7,2 Liter Verbrauch. Das sind fast drei Liter weniger auf 100 Kilometer als noch im vorigen Fünfzylinder-Diesel. Die Sparsamkeit geht aber keineswegs auf Kosten des Fahrspaßes. Im Gegenteil: Bei niedrigen Drehzahlen wirkt der neue 2,0-Liter-Vierzylinder spritziger. Den Sprint aus dem Stand auf 100 schafft der XC60 in zügigen 8,5 Sekunden. Die Spitze liegt bei flotten 210 km/h. Neben dem Antrieb ist für diese achtbaren Fahrleistungen auch die neue 8-Gang-Automatik verantwortlich. Einziger Nachteil dieser optimalen Kombination ist, dass der neue Motor noch nicht mit dem Vierradantrieb zu haben ist.

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INNERER LUXUS

Die Ausstattung des Testwagens in der „Summum“-Variante lässt kaum Wünsche offen: Mit dabei sind unter anderem zweifärbige Lederpolsterung in „Anthrazit/Blond“ mit elektrisch bedienbaren Sportsitzen vorne, das Businesspaket inkl. Navi, Sicherheits-Komfortpaket oder Lenkradheizung. Das Einzige, worauf im Testfahrzeug vergessen wurde, ist die Sitzheizung. Die verwendeten Materialien machen einen hochwertigen Eindruck und sind angenehm zu berühren. Die Bedienung ist einfach und logisch. Gelungen ist den Volvo-Ingenieuren auch das Design der digitalen Tachoeinheit. Diese kann auf Wunsch in verschiedenen Darstellungen und Farben gewählt werden. Mit der Überarbeitung und dem neuen Antrieb bewegt sich Volvo mit dem XC60 auf

sehr hohem Niveau. Die Kombination aus Design, sparsamem Motor und einem hohen Maß an Sicherheit macht ihn zum Mitfavoriten unter den SUVs.

FACTS VOLVO XC60 D4

• Motor: 2,0-Vierzylinder-Turbodiesel • Leistung: 133 kW/181 PS • Drehmoment: 400 Nm bei 2.500 U/min • Beschleunigung: 8,5 sec von 0 auf 100 km/h • Spitze: 210 km/h • Testverbrauch: 7,2 Liter/100 km • CO2-Ausstoß: 124 g/km • Crashsicherheit: 5***** (94 % lt. NCAP) • Preis: ab 36.200 Euro


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AUFGEPASST Dass KIA qualitativ hochwertige Autos baut, ist hinlänglich bekannt. Dass auch das Design der koreanischen Marke in Europa gut ankommt, bewiesen schon die Modelle Ceed und Sportage. Nun schickt KIA die zweite Generation der preisgekrönten Optima-Limousine mit optischen und technischen Neuerungen an den Start. // Text und Foto: Bruno König

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chon die erste Generation der feschen Familienlimousine aus Korea wusste optisch zu begeistern. Mit der Neuauflage wurde das Design durch Peter Schreyer noch weiter verfeinert und modernisiert. Vorne strahlen nun die 4-Punkt-LED-Tagfahrleuchten (Eiswürfeloptik) und unterstreichen den sportlichen Charakter des Optima. Bullig und kräftig, mit steil zulaufenden Scheinwerfern und schönen 18-Zöllern steht der Neue da. Motorisiert ist der Optima mit einem 1,7-Liter-Diesel und 136 PS – wahlweise mit 6-Gang-Schaltgetriebe oder Automatik. Unser Testwagen mit 6-Gang-Automatikgetriebe und bester „Platin“-Ausstattung lässt kaum Wünsche offen. Im Vergleich zur Optik könnte der Motor aber etwas mehr Punch vertragen. Auf Tempo 100 vergehen immerhin 11,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 197 km/h. Während unseres Tests pendelte sich der Durchschnittsverbrauch bei 6,9 Liter auf 100 Kilometer ein.

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Im Inneren der Optima-Limousine hat sich wie beim Außenkleid einiges getan. Hochwertige Materialien und eine solide Verar-

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beitung sorgen für Wohlfühlambiente und entspanntes Fahren; dazu Leder in Kontrastfarben, soweit das Auge reicht. Sogar das Armaturenbrett wurde teilweise damit überzogen. Die Mittelkonsole und auch die Armauflagen wurden mittels Holzimitat optisch hervorgehoben. Das Touchscreen-Display des Infotainments lässt sich gut bedienen. Zwar hätte der Bildschirm etwas größer ausfallen können und die Helligkeitsregelung automatisch vonstatten gehen, aber das fällt unter „Jammern auf hohem Niveau“. Der von uns gefahrenen Testwagen in der Ausstattungslinie „Platin“ verwöhnt mit viel Luxus: Sitzheizung auf allen vier Sitzen, gekühlte Sitze vorne, Lenkradheizung, Infinity-Soundsystem, zweigeteiltes Panoramadach und dazu eine reichhaltige Sicherheitsausstattung wie Spurhalteassist oder Einparkhilfe. Die Sitze sind zwar sehr bequem, könnten aber mehr Beinauflage vertragen. Das Fahrwerk ist fein abgestimmt und schluckt Unebenheiten nahezu unbemerkt, wobei sich der Optima beim Cruisen auf der Autobahn schon wohler fühlt als auf einer flotten, kurvigen Landstraße. Insgesamt aber beeindruckt der neue Optima mit einer hohen Wertigkeit und tollem Design. Über-

zeugt haben auch die Verarbeitungsqualität und das Fahrverhalten. Damit wird die koreanische Familienlimousine zur ernsthaften Konkurrenz für Octavia, Passat und Co. 

FACTS KIA OPTIMA 1,7 CRDI

• Motor: 1,7-Vierzylinder-Turbodiesel • Leistung: 100 kW/136 PS • Drehmoment: 320 Nm zwischen 2.000 und 2.500 U/min • Beschleunigung: 11,6 sec von 0 auf 100 km/h • Spitze: 197 km/h • Testverbrauch: 6,9 Liter/100 km • CO2-Ausstoß: 158 g/km • Crashsicherheit: 5***** (lt. Cars.com) • Preis: ab 32.290 Euro


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Finanzierung Die ein € € ist€ 19.990,Angebot 19.990,Finanzierung Kaufpreis ein Kaufpreis ist 19.990,48 48 Kaufpreis Angebot ein 48 Monate ist Monate Monate Kaufpreis Angebot Kaufpreis der ein istKaufpreis 48 48 ein Angebot Bankhaus 48 der ist Laufzeit, Monate Laufzeit, Monate Angebot Laufzeit, Monate ein der Bankhaus 48 48Angebot 48 Bankhaus Monate der Monate Laufzeit, Laufzeit, € Denzel € Monate Laufzeit, der € Bankhaus 3.998,3.998,Denzel 3.998,Bankhaus der Laufzeit, Laufzeit, AG. € Denzel € Laufzeit, Bankhaus Anzahlung, € Anzahlung, 3.998,€ 3.998,AG. Anzahlung, Denzel 3.998,19.990,AG. € Denzel €€ 3.998,Anzahlung, 19.990,3.998,Anzahlung, € AG. Denzel 3.998,Anzahlung, € € 19.990,Kaufpreis AG. € 4.448,64 4.448,64 Anzahlung, Anzahlung, 19.990,4.448,64 € Kaufpreis AG. Anzahlung, 19.990,€ € Kaufpreis € € 4.448,64 48 jährliche 4.448,64 jährliche 19.990,4.448,64 Kaufpreis jährliche Monate 48 € € Kaufpreis € 4.448,64 Monate 4.448,64 48 jährliche jährliche Rate, 4.448,64 Rate, Kaufpreis jährliche Laufzeit, Monate Rate, 4815.000 15.000 Laufzeit, Monate 48 jährliche jährliche 15.000 Rate, Rate, jährliche Monate Laufzeit, Rate, 48 €km km Monate 3.998,15.000 15.000 Laufzeit, km € Rate, p.a., 15.000 Rate, p.a., Laufzeit, 3.998,Rate, p.a., €€ km € 15.000 Anzahlung, km 15.000 Laufzeit, 3.998,€ km 159,92 € 15.000 159,92 p.a., p.a., Anzahlung, 159,92 3.998,€ p.a., km km € € 3.998,Anzahlung, Bearbeitungsgebühr, km Bearbeitungsgebühr, € € 159,92 p.a., 159,92 p.a., € Bearbeitungsgebühr, 3.998,Anzahlung, 159,92 p.a., 4.448,64 € € Anzahlung, Bearbeitungsgebühr, € 159,92 Bearbeitungsgebühr, 159,92 4.448,64 € Bearbeitungsgebühr, Anzahlung, 159,92 4.448,64 jährliche € Bearbeitungsgebühr, Bearbeitungsgebühr, 4.448,64 jährliche € Bearbeitungsgebühr, € 4.448,64 € jährliche € Rate, €4.448,64 jährliche Rate, 15.000 € jährliche €Rate, €15.000 jährliche km Rate, € 15.000 €Rate, € p.a., km 15.000 Rate, p.a., € km 15.000 159,92 p.a., € km 15.000 159,92 km p.a., €Bearbei 159,92 p.a., km €Bea 15 p. € € nitätsprüfungsgebühr, 90,rüfungsgebühr, fungsgebühr, itätsprüfungsgebühr, onitätsprüfungsgebühr, 0,ungsgebühr, 90,Bonitätsprüfungsgebühr, Bonitätsprüfungsgebühr, 159,92 Bonitätsprüfungsgebühr, 159,92 Bereitstellungsgebühr, 5,08% 159,92 5,08% 5,08% Bereitstellungsgebühr, 159,92 effektiver Bereitstellungsgebühr, effektiver 159,92 5,08% 5,08% effektiver 5,08% Bereitstellungsgebühr, 159,92 Bereitstellungsgebühr, effektiver effektiver 5,08% 5,08% Jahreszins, effektiver Jahreszins, 5,08% Bereitstellungsgebühr, Jahreszins, €effektiver effektiver 90,effektiver Jahreszins, € Jahreszins, Jahreszins, 3,99% 90,Bonitätsprüfungsgebühr, 3,99% €3,99% 90,Jahreszins, Bonitätsprüfungsgebühr, Jahreszins, € p.a. Jahreszins, p.a. 3,99% 90,Bonitätsprüfungsgebühr, 3,99% € p.a. Sollzinsen, 3,99% Sollzinsen, 90,Sollzinsen, Bonitätsprüfungsgebühr, €p.a. p.a. 3,99% 90,Bonitätsprüfungsgebühr, 3,99% p.a. 3,99% Sollzinsen, Sollzinsen, Bonitätsprüfungsgebühr, Sollzinsen, € € p.a. p.a. € 16.151,92 p.a. 16.151,92 5,08% Sollzinsen, 16.151,92 Sollzinsen, Sollzinsen, € 5,08% €effektiver € 16.151,92 16.151,92 5,08% Gesamtkreditbetrag, Gesamtkreditbetrag, 16.151,92 effektiver Gesamtkreditbetrag, € € 5,08% € 16.151,92 effektiver 16.151,92 5,08% Gesamtkreditbetrag, Jahreszins, 16.151,92 Gesamtkreditbetrag, effektiver Gesamtkreditbetrag, 5,08% Jahreszins, effektiver Gesamtkreditbetrag, Gesamtkreditbetrag, Jahreszins, effektiver Gesamtkreditbetrag, 3,99% € Jahreszins, €€ 18.044,48 18.044,48 3,99% Jahreszins, 18.044,48 p.a. 3,99% Jahreszins, € € Sollzinsen, p.a. € 18.044,48 18.044,48 3,99% Gesamtbetrag. Gesamtbetrag. 18.044,48 p.a. Sollzinsen, 3,99% Gesamtbetrag. € €Sollzinsen, p.a. € 18.044,48 18.044,48 3,99% € Gesamtbetrag. 18.044,48 Gesamtbetrag. p.a. Sollzinsen, Gesamtbetrag. 16.151,92 € Sollzinsen, p.a. Alle 16.151,92 Alle Gesamtbetrag. € Gesamtbetrag. Alle Sollzinsen, Gesamtbetrag. 16.151,92 Beträge Beträge Gesamtkreditbetrag, € Beträge Alle 16.151,92 Alle €Gesamtkreditbetrag, Alle 16.151,92 Beträge inkl. Beträge inkl. € Gesamtkreditbetrag, Beträge inkl. Alle 16.151,92 Alle Nova Nova Alle Gesamtkreditbetrag, Nova Beträge Beträge inkl. Gesamtkreditbetrag, inkl. Beträge und inkl. und und Nova Gesamtkreditbetrag, € Nova Nova inkl. 18.044,48 inkl. € inkl. und und Nova 18.044,48 und Nova €Nova 18.044,48 Gesamtbetrag. und € und und 18.044,48 €Gesamtbetrag. 18.044,48 € Gesamtbetrag. 18.044,48 Gesamtbetrag Alle Gesamtbet Beträge Alle Gesam Alle Be ni rteilsboni Preisen teilsboni ioni orteilsboni n Preisen in in Preisen den in den MwSt. den bereits Preisen bereits Preisen in MwSt. inbereits Preisen den in Bonität den MwSt. den berücksichtigt, Preisen Bonität berücksichtigt, bereits Preisen bereits MwSt. berücksichtigt, Preisen bereits vorausgesetzt. Bonität MwSt. berücksichtigt, bereits vorausgesetzt. Bonität berücksichtigt, bereits MwSt. berücksichtigt, bereits Bonität vorausgesetzt. Angebote Angebote berücksichtigt, Bonität berücksichtigt, vorausgesetzt. Angebote berücksichtigt, Vorteilsboni vorausgesetzt. Angebote Vorteilsboni Angebote vorausgesetzt. gültig gültig Angebote Vorteilsboni gültig Angebote bei in Angebote Vorteilsboni bei Angebote gültig den bei gültig Vorteilsboni allen allen in gültig allen Preisen den Vorteilsboni bei in bei teilnehmenden teilnehmenden gültig gültig den bei Preisen teilnehmenden allen gültig allen inallen bereits Preisen den bei in bei teilnehmenden teilnehmenden den bei bereits allen Preisen teilnehmenden allen inallen berücksichtigt, Preisen den bereits Hyundai-Partnern Hyundai-Partnern teilnehmenden teilnehmenden Hyundai-Partnern berücksichtigt, Preisen teilnehmenden bereits berücksichtigt, bereits Hyundai-Partnern Hyundai-Partnern Hyundai-Partnern berücksichtigt, bereits Angebote berücksichtigt, Hyundai-Partnern Hyundai-Partnern Angebote Hyundai-Partnern berücksichtigt, solange solange solange Angebote gültig Angebote solange der solange der gültig Angebote solange der bei Vorrat Vorrat gültig allen Vorrat Angebote bei solange solange der der gültig solange allen der reicht bei reicht teilnehmenden Vorrat gültig Vorrat reicht allen Vorrat bei der teilnehmenden der gültig bzw. bzw. der bei allen reicht bzw. reicht Vorrat teilnehmenden Vorrat reicht allen bis Vorrat bis bei teilnehmenden bis bzw. auf bzw. auf allen reicht Hyundai-Partnern reicht teilnehmenden bzw. auf reicht Widerruf. Widerruf. bis bis Hyundai-Partnern teilnehmenden Widerruf. bis bzw. bzw. auf auf Hyundai-Partnern bzw. auf Widerruf. bis Widerruf. bis Hyundai-Partnern Aktion Aktion Widerruf. bis auf Aktion auf Hyundai-Partnern auf solange Widerruf. Widerruf. gültig Hyundai-Partnern gültig Aktion Widerruf. Aktion gültig solange Aktion solange der gültig Aktion gültig Aktion gültig Vorrat Aktion solange dersolange der Vorrat gültig gültig reicht gültig solange Vorrat derreicht der Vorrat bzw. reicht Vorrat der bzw. bis reicht Vorrat bzw. auf bis reicht Widerru bzw. auf bis reicht bzw auf Wi bi bis 30.09.2014. bis 30.09.2014. bis 30.09.2014. bis bis 30.09.2014. 30.09.2014. bis 30.09.2014.

- 5 Jahre Werksgarantie OHNE Kilometerbeschränkung 150 t50 selmotoren toren ren ieselmotoren en elmotoren 150 PS mit PS mit Santa PS mit und und 150 150 und Santa 150 197 mit 197 Fe: PS mit PS 197 Santa mit PS und PS 150 Als und PS 150 Fe: und PS 150 Santa verfügbar. verfügbar. 4WD PS 197 Als PS 197 Fe: verfügbar. Santa PS 197 und und PS 4WD Als PS erhältlich. Fe: und Santa PS verfügbar. 197 verfügbar. 4WD 197 Fe: Als erhältlich. verfügbar. 197 PS Als PS 4WD Fe: erhältlich. PS verfügbar. Dieselmotoren verfügbar. 4WD Als verfügbar. erhältlich. Dieselmotoren 4WD erhältlich. Dieselmotoren erhältlich. Dieselmotoren mit Dieselmotoren 150 mit Dieselmotoren PS 150 mitund 150 PS mit197 und mit PS 150und PS 150 197 mit PSverfügbar. PS 197 und PS 150und verfügbar. PS PS 197verfügbar. 197 und PS PS verfügbar. 197verfügbar. PS verfügbar. -AG. 5Finanzierung Jahre -AG. 5Finanzierung Werksgarantie -AG. 5Finanzierung Jahre Werksgarantie Werksgarantie OHNE OHNE Kilometerbeschränkung OHNE Kilometerbeschränkung Kilometerbeschränkung ankhaus ot us Denzel ankhaus tbot Bankhaus Denzel der der Denzel der *Bankhaus Bankhaus Die AG. Bankhaus Denzel Denzel *AG. Denzel Die € € *€ 37.990,37.990,Finanzierung Die AG. Denzel Denzel 37.990,*AG. Denzel Die € € *Jahre € 37.990,Die Kaufpreis, 37.990,AG. Finanzierung Kaufpreis, ist 37.990,*Kaufpreis, AG. Die ein € € ist € 37.990,37.990,Angebot Finanzierung Kaufpreis, ein Kaufpreis, ist 37.990,48 Kaufpreis, 48 Angebot ein 48 Monate ist Monate Kaufpreis, Angebot Monate Kaufpreis, der ein ist Kaufpreis, 48 48 ein Angebot Bankhaus der ist 48 Laufzeit, Monate Laufzeit, Monate Angebot ein Laufzeit, Monate der Bankhaus 48 48 Angebot Bankhaus 48 der Monate Monate Laufzeit, Laufzeit, Denzel € € Monate der Laufzeit, Bankhaus € 7.598,7.598,Denzel 7.598,Bankhaus der Laufzeit, AG. Laufzeit, Denzel € € Laufzeit, Bankhaus Anzahlung, € Anzahlung, 7.598,€ AG. 7.598,Denzel Anzahlung, 7.598,37.990,AG. € Denzel € €37.990,€ 7.598,Anzahlung, 7.598,Anzahlung, € AG. Denzel 7.598,Anzahlung, € 37.990,€ Kaufpreis, AG. € € 8.454,43 8.454,43 Anzahlung, 37.990,Anzahlung, € Kaufpreis, 8.454,43 AG. Anzahlung, 37.990,€ € Kaufpreis, €€ 8.454,43 48 jährliche 8.454,43 jährliche 37.990,Kaufpreis, 8.454,43 jährliche Monate 48 € € Kaufpreis, € 8.454,43 Monate 8.454,43 48 jährliche jährliche Rate, Kaufpreis, 8.454,43 Rate, jährliche Laufzeit, Monate Rate, 4815.000 15.000 Laufzeit, Monate 48 jährliche jährliche 15.000 Rate, Rate, jährliche Monate Laufzeit, Rate, 48 €km km 15.000 Monate 7.598,15.000 Laufzeit, km € Rate, p.a., 15.000 Rate, p.a., Laufzeit, Rate, 7.598,p.a., €€ km € 15.000 km Anzahlung, 15.000 Laufzeit, 7.598,€ km 303,92 € 15.000 303,92 p.a., p.a., Anzahlung, 303,92 7.598,p.a., €km € km € 7.598,Anzahlung, Bearbeitungsgebühr, km Bearbeitungsgebühr, € 303,92 p.a., 303,92 p.a., Bearbeitungsgebühr, €7.598,Anzahlung, 303,92 p.a., 8.454,43 € € Anzahlung, €Bearbeitungsgebühr, € 303,92 Bearbeitungsgebühr, 303,92 8.454,43 Bearbeitungsgebühr, € Anzahlung, 303,92 8.454,43 jährliche € Bearbeitungsgebühr, Bearbeitungsgebühr, 8.454,43 Bearbeitungsgebühr, jährliche €€ 8.454,43 € jährliche € Rate, € 8.454,43 jährliche Rate, 15.000 € € jährliche Rate, €15.000 jährliche km Rate, € 15.000 €Rate, € p.a., km 15.000 Rate, p.a., € km 15.000 303,92 p.a., € km 15.000 303,92 km p.a., €Bearbei 303,92 p.a., km €Bea 30 p. € - Business Class Kunde und Service ab dem ersten Fahrzeug € nitätsprüfungsgebühr, 90,rüfungsgebühr, fungsgebühr, itätsprüfungsgebühr, onitätsprüfungsgebühr, 0,ungsgebühr, 90,Bonitätsprüfungsgebühr, Bonitätsprüfungsgebühr, 303,92 Bonitätsprüfungsgebühr, 303,92 Bereitstellungsgebühr, 4,97% 303,92 4,97% 4,97% Bereitstellungsgebühr, 303,92 effektiver Bereitstellungsgebühr, effektiver 303,92 4,97% 4,97% effektiver 4,97% Bereitstellungsgebühr, 303,92 Bereitstellungsgebühr, effektiver effektiver 4,97% 4,97% Jahreszins, effektiver Jahreszins, 4,97% Bereitstellungsgebühr, Jahreszins, €effektiver effektiver 90,effektiver Jahreszins, € Jahreszins, Jahreszins, 3,99% 90,Bonitätsprüfungsgebühr, 3,99% €3,99% 90,Jahreszins, Bonitätsprüfungsgebühr, Jahreszins, € p.a. Jahreszins, p.a. 3,99% 90,Bonitätsprüfungsgebühr, 3,99% € p.a. Sollzinsen, 3,99% Sollzinsen, 90,Sollzinsen, Bonitätsprüfungsgebühr, €p.a. p.a. 3,99% 90,Bonitätsprüfungsgebühr, 3,99% p.a. 3,99% Sollzinsen, Sollzinsen, Bonitätsprüfungsgebühr, Sollzinsen, € € p.a. p.a. € 30.695,92 p.a. 30.695,92 4,97% Sollzinsen, 30.695,92 Sollzinsen, Sollzinsen, € 4,97% €effektiver € 30.695,92 30.695,92 4,97% Gesamtkreditbetrag, Gesamtkreditbetrag, 30.695,92 effektiver Gesamtkreditbetrag, € € 4,97% € 30.695,92 effektiver 30.695,92 4,97% Jahreszins, Gesamtkreditbetrag, 30.695,92 Gesamtkreditbetrag, effektiver Gesamtkreditbetrag, 4,97% Jahreszins, effektiver Gesamtkreditbetrag, Gesamtkreditbetrag, Jahreszins, effektiver Gesamtkreditbetrag, 3,99% € Jahreszins, €€ 34.211,64 34.211,64 3,99% Jahreszins, 34.211,64 p.a. 3,99% Jahreszins, € € Sollzinsen, p.a. € 34.211,64 34.211,64 3,99% Gesamtbetrag. Gesamtbetrag. 34.211,64 p.a. Sollzinsen, 3,99% Gesamtbetrag. € €Sollzinsen, p.a. € 34.211,64 34.211,64 3,99% € Gesamtbetrag. 34.211,64 Gesamtbetrag. p.a. Sollzinsen, Gesamtbetrag. 30.695,92 € Sollzinsen, p.a. Alle 30.695,92 Alle Gesamtbetrag. € Gesamtbetrag. Alle Sollzinsen, Gesamtbetrag. 30.695,92 Beträge Beträge Gesamtkreditbetrag, € Beträge Alle 30.695,92 Alle €Gesamtkreditbetrag, Alle 30.695,92 Beträge inkl. Beträge inkl. € Gesamtkreditbetrag, Beträge inkl. Alle 30.695,92 Alle Nova Nova Alle Gesamtkreditbetrag, Nova Beträge Beträge inkl. Gesamtkreditbetrag, inkl. Beträge und inkl. und und Nova Gesamtkreditbetrag, € Nova Nova inkl. 34.211,64 inkl. € inkl. und und Nova 34.211,64 und Nova €Nova 34.211,64 Gesamtbetrag. und € und und 34.211,64 €Gesamtbetrag. 34.211,64 € Gesamtbetrag. 34.211,64 Gesamtbetrag Alle Gesamtbet Beträge Alle Gesam Alle Be Business Class Business Kunde Class Kunde Class und Service Kunde und Service und ab dem Service ab ersten dem ab ersten Fahrzeug dem ersten Fahrzeug Fahrzeug ni rteilsboni Preisen teilsboni ioni orteilsboni n Preisen in in Preisen den in den MwSt. den bereits Preisen bereits Preisen in MwSt. inBusiness bereits Preisen den in Bonität den MwSt. den berücksichtigt, Preisen Bonität berücksichtigt, bereits Preisen bereits MwSt. berücksichtigt, Preisen bereits vorausgesetzt. Bonität MwSt. berücksichtigt, bereits vorausgesetzt. Bonität berücksichtigt, bereits MwSt. berücksichtigt, bereits Bonität vorausgesetzt. Angebote Angebote berücksichtigt, Bonität berücksichtigt, vorausgesetzt. Angebote berücksichtigt, Vorteilsboni vorausgesetzt. Angebote Vorteilsboni Angebote vorausgesetzt. gültig gültig Angebote Vorteilsboni gültig Angebote bei in Angebote Vorteilsboni bei Angebote gültig den bei gültig Vorteilsboni allen allen in gültig allen Preisen den Vorteilsboni bei in bei teilnehmenden teilnehmenden gültig gültig den bei Preisen teilnehmenden allen gültig allen in allen bereits Preisen den bei in bei teilnehmenden teilnehmenden den bei bereits allen Preisen teilnehmenden allen inallen berücksichtigt, Preisen den bereits Hyundai-Partnern Hyundai-Partnern teilnehmenden teilnehmenden Hyundai-Partnern berücksichtigt, Preisen teilnehmenden bereits berücksichtigt, bereits Hyundai-Partnern Hyundai-Partnern Hyundai-Partnern berücksichtigt, bereits Angebote berücksichtigt, Hyundai-Partnern Hyundai-Partnern Angebote Hyundai-Partnern berücksichtigt, solange solange solange Angebote gültig Angebote solange der solange der gültig Angebote solange der bei Vorrat Vorrat gültig allen Vorrat Angebote bei solange solange der der gültig solange allen der reicht bei reicht teilnehmenden Vorrat gültig Vorrat reicht allen Vorrat bei der teilnehmenden der gültig bzw. bzw. der bei allen reicht bzw. reicht Vorrat teilnehmenden Vorrat reicht allen bis Vorrat bis bei teilnehmenden bis bzw. auf bzw. auf allen reicht Hyundai-Partnern reicht teilnehmenden bzw. auf reicht Widerruf. Widerruf. bis bis Hyundai-Partnern teilnehmenden Widerruf. bis bzw. bzw. auf auf Hyundai-Partnern bzw. auf Widerruf. bis Widerruf. bis Hyundai-Partnern Aktion Aktion Widerruf. bis auf Aktion auf Hyundai-Partnern auf solange Widerruf. Widerruf. gültig Hyundai-Partnern gültig Aktion Widerruf. Aktion gültig solange Aktion solange der gültig Aktion gültig Aktion gültig Vorrat Aktion solange dersolange der Vorrat gültig gültig reicht gültig solange Vorrat derreicht der Vorrat bzw. reicht Vorrat der bzw. bis reicht Vorrat bzw. auf bis reicht Widerru bzw. auf bis reicht bzw auf Wi bi - Zugeschnittene Business Class Modellpalette bis 30.09.2014. bis 30.09.2014. bis 30.09.2014. bis bis 30.09.2014. bis 30.09.2014. Zugeschnittene Zugeschnittene -30.09.2014. Zugeschnittene Business Business Class Business Modellpalette Class Modellpalette Class Modellpalette

matik PS matik mit erhältlich. omatik terhältlich. 197 197 erhältlich. 197 Grand mit PS mit PSmit PS erhältlich. 197 erhältlich. Grand 197 erhältlich. 197 Santa PS Grand PSPS Santa erhältlich. erhältlich. Grand Fe: erhältlich. Santa Grand Als Fe: Santa Grand 4WD Als Fe: Santa 4WD Als /Fe: Santa Automatik 4WD Fe: Als / Automatik Als 4WD Fe: / Automatik 4WD Als mit / Automatik 4WD /197 mit Automatik PS /197 mit Automatik erhältlich. 197 PS miterhältlich. mit PS 197erhältlich. 197 mit PS PS erhältlich. 197erhältlich. PS erhältlich. - Niedrigste Unterhaltskosten und hohe Wertstabilität -AG. Niedrigste -AG. Niedrigste -AG. Unterhaltskosten Niedrigste Unterhaltskosten Unterhaltskosten und hohe und Wertstabilität hohe und Wertstabilität hohe Wertstabilität ankhaus ot us ankhaus Denzel tbot Bankhaus Denzel der der Denzel der *Bankhaus Bankhaus Die AG. Bankhaus Denzel Denzel *AG. Finanzierung Denzel Die € € *€ 55.490,55.490,Finanzierung Die AG. Denzel Denzel 55.490,*AG. Denzel Finanzierung Die € € *€ 55.490,Die Kaufpreis, 55.490,Finanzierung AG. Kaufpreis, ist * 55.490,Kaufpreis, AG. Finanzierung Die ein € € ist€ 55.490,Angebot 55.490,Finanzierung Kaufpreis, ein Kaufpreis, ist 55.490,48 Kaufpreis, 48 Angebot ein 48 Monate ist Monate Kaufpreis, Angebot Monate Kaufpreis, der ein ist Kaufpreis, 48 48 ein Angebot Bankhaus der ist 48 Laufzeit, Monate Laufzeit, Monate Angebot ein Laufzeit, Monate der Bankhaus 48 48 Angebot Bankhaus 48 der Monate Monate Laufzeit, Laufzeit, Denzel € € Monate der Laufzeit, Bankhaus € 11.098,11.098,Denzel Bankhaus 11.098,der Laufzeit, AG. Laufzeit, Denzel € € Laufzeit, Bankhaus € 11.098,€ AG. Anzahlung, 11.098,Anzahlung, Denzel 11.098,55.490,Anzahlung, AG. € Denzel € €55.490,€ 11.098,11.098,€ AG. Anzahlung, Denzel Anzahlung, 11.098,55.490,Anzahlung, Kaufpreis, AG. € €€ 12.348,94 12.348,94 55.490,€ Kaufpreis, AG. Anzahlung, Anzahlung, 12.348,94 55.490,Anzahlung, Kaufpreis, € €48 € 55.490,12.348,94 12.348,94 Kaufpreis, jährliche Monate jährliche 12.348,94 48 jährliche Kaufpreis, € €Monate € 48 12.348,94 12.348,94 Kaufpreis, jährliche 12.348,94 Laufzeit, Monate jährliche Rate, Rate, 48 jährliche Rate, Laufzeit, Monate 4815.000 15.000 jährliche Monate jährliche Laufzeit, 15.000 Rate, 48 € Rate, jährliche Rate, Monate 11.098,Laufzeit, km € km 15.000 15.000 km Laufzeit, Rate, 11.098,p.a., 15.000 Rate, p.a., €Rate, p.a., Laufzeit, 11.098,Anzahlung, € km € 15.000 km 15.000 € km 443,92 15.000 443,92 11.098,p.a., € Anzahlung, p.a., 443,92 p.a., 11.098,km Anzahlung, € km € Bearbeitungsgebühr, km Bearbeitungsgebühr, € 11.098,443,92 € p.a., 443,92 p.a., Anzahlung, Bearbeitungsgebühr, 443,92 p.a., 12.348,94 Anzahlung, € € €Bearbeitungsgebühr, 12.348,94 € 443,92 Bearbeitungsgebühr, 443,92 € Anzahlung, Bearbeitungsgebühr, 443,92 12.348,94 jährliche €Bearbeitungsgebühr, Bearbeitungsgebühr, 12.348,94 €jährliche Bearbeitungsgebühr, 12.348,94 € jährliche Rate, 12.348,94 jährliche Rate, 15.000 jährliche Rate, 15.000 jährliche km Rate, 15.000 Rate, p.a., km 15.000 Rate, p.a., € km 15.000 443,92 p.a., € km 15.000 443,92 km p.a., €Bearb 443 p.a. km €B - Hyundai Österreich, 2013 die Nr. 2 am österreichischen Automobilmarkt € Bonitätsprüfungsgebühr, -€ rüfungsgebühr, sprüfungsgebühr, onitätsprüfungsgebühr, ,rüfungsgebühr, Bonitätsprüfungsgebühr, € 90,90,90,€Bonitätsprüfungsgebühr, Bonitätsprüfungsgebühr, 443,92 €Hyundai 443,92 €Bereitstellungsgebühr, 4,93% 443,92 4,93% 4,93% Bereitstellungsgebühr, 443,92 €Österreich, effektiver effektiver Bereitstellungsgebühr, 443,92 4,93% 4,93% effektiver €Hyundai 4,93% Bereitstellungsgebühr, 443,92 Bereitstellungsgebühr, effektiver effektiver 4,93% 4,93% Jahreszins, effektiver Jahreszins, 4,93% Bereitstellungsgebühr, Jahreszins, € effektiver effektiver 90,effektiver Jahreszins, Jahreszins, €Jahreszins, 3,99% 90,3,99% Bonitätsprüfungsgebühr, €3,99% 90,Jahreszins, Bonitätsprüfungsgebühr, Jahreszins, € p.a. Jahreszins, p.a. 3,99% 90,3,99% Bonitätsprüfungsgebühr, p.a. €Sollzinsen, 3,99% Sollzinsen, 90,Sollzinsen, Bonitätsprüfungsgebühr, €p.a. p.a. 3,99% 90,3,99% Bonitätsprüfungsgebühr, 3,99% Sollzinsen, Sollzinsen, Bonitätsprüfungsgebühr, Sollzinsen, EUR EUR p.a. p.a. EUR 4,93% 44.835,92 Sollzinsen, 44.835,92 Sollzinsen, 44.835,92 Sollzinsen, EUR 4,93% EUR effektiver EUR 4,93% 44.835,92 44.835,92 Gesamtkreditbetrag, effektiver Gesamtkreditbetrag, 44.835,92 EUR EUR 4,93% Gesamtkreditbetrag, EUR effektiver 4,93% 44.835,92 Jahreszins, 44.835,92 Gesamtkreditbetrag, 44.835,92 effektiver Gesamtkreditbetrag, 4,93% Jahreszins, Gesamtkreditbetrag, effektiver Jahreszins, Gesamtkreditbetrag, effektiver Gesamtkreditbetrag, 3,99% Gesamtkreditbetrag, Jahreszins, € € 3,99% Jahreszins, € 49.929,68 49.929,68 p.a. 49.929,68 3,99% Jahreszins, Sollzinsen, p.a. € € 3,99% € 49.929,68 49.929,68 p.a. 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Lifestyle. LUXUS & TRENDS

OBJEKT DER BEGIERDE Bärenfell, Skihütte oder Kuscheln mit der Katze – der Winter kommt bestimmt, kann aber auch anders. Wer jetzt schon den Lebkuchen im Supermarkt vermisst, kann sich mit den Brillen von Andy Wolf auf die kalten Monate freuen – zum Beispiel mit „Candy“, dem aktuellen Hauptmodell. Das Plastic Wonder macht seinem Namen alle Ehre. Kein Wunder also, dass die Sonnenbrillen nach Schauspielern einschlägiger Spielfilme benannt sind, wie etwa das Modell Gina W. Man(n) liebt sie oder hasst sie.

WILD- UND KULTURZEIT

// Andy Wolf gesehen in Tanja Schaffenrath's Sehenswert in Wattens

Ab Mitte Oktober kann man in der SichtBAR bei binderholz in Fügen wieder Edelteile von Hirsch, Reh & Co aus der Eigenjagd im Wildgerlostal genießen. Das Wildbretwochenende am 10. und 11. Oktober findet in diesem Jahr an zwei Abenden statt und wird zudem musikalisch begleitet. Einmal mit der steirischen Formation Aniada a Noar und am Tag darauf mit Gschichtln von Sepp Kahn und Stubenmusik von den sympathischen jungen Damen der Gruppe „Die Vielsaitigen“. Organisator Gerhard Angerer stellt sich für diesen besonderen Anlass auch selbst in die Küche, um aus dem nahrhaften Fleisch mit glücklicher Historie kulinarische Wildgenüsse auf die Teller zu zaubern. Für all diejenigen, die nicht wild auf Wild sind, gibt es natürlich alternative Fleischgerichte. // Mehr Informationen zum Wildbret sowie zum Kulturprogramm auf www.binderholz-feuerwerk.com

KAFFEEKULTUR In der letzten Ausgabe ist uns leider ein Fehler bei der Adresse von Ivo Pancheris „bohnissimo“ passiert. Sollten Sie bis dato noch nicht hingefunden haben, hier unsere dringende Empfehlung: In der Leopoldstraße 27 (am Wiltener Platzl) finden Sie hochwertige Quick-Espressomaschinen, aromatische Kaffeebohnen und Topservice. Das bohnissimo ist damit die perfekte Anlaufstelle für alle Fragen rund ums Thema Kaffee, im hinteren Bereich des feinen Ladens befindet sich eine eigene Werkstatt für Wartung und Reparatur aller Marken.

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reise.tipp

SO RIECHT TIROL Was man bis dato eher aus den südlichen Gefilden kennt, gibt es nun auch in Tirol: den eigenen Duft der Region, eingefangen in einen Raumduft zum Mitnachhausenehmen. Aqua Alpes Parfum d’intérieur aus Tirols erster Parfummanufaktur erfüllt jeden Raum mit einer belebend-frischen Duftatmosphäre. Mit natürlichen Essenzen, Kristallwasser der Tiroler Berge und der Farb­ eleganz von Edelsteinen schaffen Sie in jedem Interieur ein Wohlfühlklima aus klarer, reiner Alpenluft und saphirblauen Bergbächen – gibt’s auch als limitierte Parfums, Duschgel bzw. Bodylotion und als Erfrischungstuch. Erhältlich sind die Produkte über den Onlineshop und ausgewählte Partner, noch viel besser aber, Sie kommen in den Markenstore in der Innsbrucker Altstadt / Hofgasse 2. // www.aquaalpes.com

PERFEKT FÜR KIDS ... UND ELTERN Nun steht sie also vor der Tür: die kalte Jahreszeit. Und weil’s da mit den Aktivitäten im Freien nicht mehr ganz so gemütlich ist, haben wir hier einen Tipp für alle Eltern: Das Kids Café in Thaur. Denn hier tollt der Nachwuchs auf rund 500 Quadratmetern Spaßwelt, während Sie bei einem gemütlichen Tratsch bei Kaffee oder Prosecco sitzen – etwas abseits und doch nah genug, um die Kids entsprechend im Auge zu haben. Neben viel Platz zum Spielen wird auch für Unterhaltung und praktischen Austausch gesorgt: In regelmäßigen Abständen finden Kindersachen-Flohmärkte statt, ab 9 Uhr wird im Kids Café Frühstück serviert und wer will, feiert hier seinen Geburtstag. Vormerken und schon mal anmelden: Am 29. Oktober von 15 bis 18 Uhr wird gemeinsam gebastelt – Kürbisse für Halloween nämlich. // www.kids-cafe.at

Peru: Verschiedene Termine ab 2.795 Euro pro Person (inkl. ÜF, Flüge und Besichtigungsprogramm)

SCHÄTZE DER ANDEN Die Welt der Inka ist in Peru noch stets allgegenwärtig. Doch das Land lockt seine Besucher nicht nur mit seiner unglaublich vielfältigen Kultur, sondern auch mit farbenfrohen Festen und einer unglaublichen Palette an Freizeitmöglichkeiten – vom Besuch archäologischer Stätten bis hin zu Abenteuersportarten. Auf einer 14-tägigen kompakten Erlebnisreise werden Sie die Vielfalt Perus kennenlernen: In der Hauptstadt Lima und in Arequipa erleben Sie bei einer Stadtrundfahrt das koloniale Peru. Arequipa, die „Weiße Stadt“, verdankt ihren Namen dem weißen Vulkangestein, aus dem viele der Häuser gebaut wurden. Sie werden dort auch die gut erhaltene Klosteranlage Santa Catalina sehen. Auf eindrucksvollen Überlandfahrten mit Bahn und Bus durch das peruanische Hochland vor der imposanten Kulisse der Anden können Sie dann die Landschaft genießen. Ein weiterer Höhepunkt dieser Reise ist eine Fahrt auf dem Titicaca-See, wo Sie die schwimmenden Inseln der Uros besuchen. Diese Inseln sind aus Schilf gebaut und schwimmen tatsächlich auf dem See. Sie wurden einst errichtet, um sich vor den umliegenden Feinden zu schützen. Ein Spaziergang durch die Ruinen der alten Häuser und Straßen der sagenumwobenen Inkazitadelle Macchu Picchu wird Sie verzaubern. Die Ruinen dieser Inkastadt waren lange Zeit nur den hiesigen Nachfahren der Inka bekannt. Auf dem berühmten Markt in Chinchero werden farbenfrohe Kunsthandwerke, Gemüse und nationale Gerichte zum Kauf oder Tausch geboten. Danach erfahren Sie allerhand Wissenswertes darüber, wie Wolle zu diesen kunstvollen Kleidungsstücken verarbeitet wird, die in Peru allgegenwärtig ist. Schließlich erreichen Sie Cuzco, die alte Hauptstadt der Inka, von wo Sie weiter in Richtung Heimat fliegen. Infos und Buchungen: Reisestudio QoolTOUR, Fürstenweg 55, Innsbruck www.qooltour.at

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SPANIEN –

WEINVIELFALT ABSEITS VON RIOJA Der spanische Weinbau kann auf eine lange Tradition zurückblicken und hatte seinen Ursprung in Andalusien. Heute erstrecken sich die Weinbauregionen über das ganze Land und damit über verschiedene Klimazonen, was zu einer Vielzahl unterschiedlicher Weine führt. Schon längst bedeutet Wein aus Spanien nicht nur Rioja, Cava oder Sherry, wie das vor gar nicht allzu langer Zeit der Fall war. Spanische Weine sind heute so vielfältig wie das Land selbst und weltweit beliebt. Einem Umstand, dem auch die Tiroler Weinfachhändler Rechnung tragen und dadurch verschiedenste edle Tropfen von der iberischen Halbinsel im Sortiment haben. Sie beraten kompetent bei der Wahl des passenden Weines für jeden Anlass. // Text: Paul Salchner

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ie Ursprünge des Weinanbaues in Spanien gehen auf die Phönizier zurück, die vor rund 3.000 Jahren im heutigen Cádiz Siedlungen errichteten und dort Weinbau betrieben. Trotz seiner uralten Tradition und guten geographischen und klimatischen Voraussetzungen führte Spanien lange Zeit ein Schattendasein unter den Wein exportierenden Ländern. Lediglich Rotwein aus der Region Rioja und Sherry waren auf internationalen Märkten präsent. Beim Sherry handelt es sich um einen verstärkten Weißwein, der einem speziellen Reifeprozess unterzogen wurde und zur Kategorie der Likörweine gezählt wird. Er ist der Wein Andalusiens schlechthin und wurde vor allem durch englische Handelshäuser im 18. und 19. Jahrhundert weltweit bekannt gemacht. 90 Prozent der Rebfläche sind mit der Sorte Palomino bestückt. Die süße und dunkle Farbe des Sherry entsteht erst später als Ergebnis bestimmter Bearbeitungsverfahren.

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Heute werden in Spanien zahlreiche gute Weine produziert, die in alle Welt exportiert werden. „Die in Tirol angebotenen Weine sind auf einige wenige Gebiete begrenzt. Neben der Gegend um Jerez, wo der Sherry herkommt, ist die Rioja das wichtigste Anbaugebiet. In letzter Zeit sind auch sehr gute Weine aus der Region Ribera del Duero dazugekommen. Was den Import in Tirol anbelangt, liegen spanische Weine nach italienischen und französischen Weinen an dritter Stelle“, so KR Peter Morandell. Der Weinexperte ist seit über 50 Jahren im gleichnamigen Wörgler Familienunternehmen tätig, das von seinen Vorfahren im Jahr 1926 gegründet wurde.

ENORME SORTEN- UND AROMENVIELFALT

Wer an Spanien denkt, dem kommt wohl auch der Sangria in den Sinn, bei dem es sich um ein bowlenähnliches, aromatisiertes Wein-Mischgetränk handelt, das aus Rot-

„DIE WEINE AUS SPANIEN SIND SO VIELFÄLTIG WIE SEINE REGIONEN UND KLIMAZONEN.“ KR Peter Morandell


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wein, Fruchtstücken und Fruchtsaft hergestellt wird. Der Sangria gilt schon fast als spanisches Nationalgetränk. „Neben dem Sangria, den man als Weingenießer nicht in Betracht ziehen sollte, denkt man bei spanischem Wein vor allem auch an den Cava, einen Qualitätsschaumwein aus der katalanischen Region Penedès. Bedeutend sind auch die neuen Weißweine aus dem Rueda-Gebiet und jene von der Atlantikküste, von der Rías Baixas, und natürlich die Rotweine aus dem Rioja-Gebiet“, betont Morandell. Die Weinanbauregionen Spaniens erstrecken sich über das ganze Land und über verschiedene Klimazonen. Das Klima einer Weinbauregion beeinflusst maßgeblich das Aroma und den Geschmack eines Weines. Das klimatisch vielfältige Weinbauland Spanien kann grob in die drei Klimazonen atlantisch, mediterran und kontinental eingeteilt werden. Aber auch die Bodenstruktur spielt eine Rolle bei der Charakteristik von Weinen. Natürlich hat Spanien, wie jedes andere Land, seine eigenen autochthonen Rebsorten. Somit lässt sich der typische spanische Wein laut KR Peter Morandell nicht definieren: „Heute werden in den zahlreichen spanischen Weinbaugebieten über 200 verschiedene Rebsorten angebaut und damit fast so viele wie in Portugal, wo der Weinanbau europaweit am vielfältigsten ist. Somit ist der Sortenreichtum spanischer Weine enorm.“

GRÖSSTE WEINANBAUFLÄCHE DER WELT

Was die Menge an produziertem Wein betrifft, steht Spanien nach Italien und Frankreich an dritter Stelle. In puncto Anbaufläche liegt es mit rund 1,2 Millionen Hektar allerdings weit vor den beiden Konkurrenten. Dieser Zwiespalt dokumentiert die Besonderheit Spaniens unter den weinerzeugenden Ländern. Durch die in weiten Teilen des Landes herrschende große Trockenheit sind die Traubenerträge pro Hektar vergleichsweise gering. Eine Rolle spielt auch die aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammende Weinbautradition. So ist der Großteil der Weinbauregionen mit relativ alten Reben bepflanzt, aber auch die besondere Art der Bebauung der Weinberge mit relativ großen Abständen zwischen den einzelnen Rebstöcken trägt dazu bei. In den 1990er-Jahren wurde vielerorts das Bewässerungsverbot aufgehoben, auch werden heute vorwiegend eng bepflanzte Reben, in erster Linie für die Weißweinproduktion, angebaut, was zu einem höheren Ertrag führte. Aber auch darüber hinaus ging eine

regelrechte Welle der Modernisierung durch das Land. So kamen etwa neue Technologien im Bereich des Weinanbaues und Weinausbaues zum Einsatz. Wenn man an Spanien denkt, denkt man zuerst eher an ein Rotweinland, was allerdings nicht mehr stimmt, weil dort heute mehr Weißwein als Rotwein produziert wird. Die in Spanien am häufigsten angebaute Rebsorte ist die weiße Airéntraube. Häufig angepflanzt werden auch die roten Tempranillotrauben, die unter anderem in der Region Rioja Weltklasseweine hervorbringen.

KONTINUIERLICHE QUALITÄTSSTEIGERUNG

„In Spanien gibt es eine lange Weinbautradition, die durch die Phönizier und die Römer ins Land gekommen ist. Die Rioja-Gegend hat lange Zeit dahin gedümpelt und war keine besondere Weinbauregion, bis Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts Winzer aus der Gegend von Bordeaux hierher kamen. Sie hatten zuhause Probleme mit der Reblaus und mussten ihr Weinbaugebiet verlassen und wanderten in die spanische Rioja aus. Sie errichteten dort die Kellereien ähnlich wie in Bordeaux, einer Hochburg des Weinbaues. Das Rioja-Gebiet war auch die erste Anbauregion in Spanien, in der es klare Produktionsregeln gab, die besagten, dass etwa ein Qualitätswein eine bestimmte Zeit im Eichenholzfass und in der Flasche reifen muss, bevor er auf den Markt kommt. So verbringt ein Reserva ein Jahr im Fass und zwei Jahre in der Flasche, ein Gran Reserva zwei Jahre im Fass und drei Jahre in der Flasche. Das ist noch heute so. Der Rioja-Wein genießt nach wie vor den Ruf eines guten Weines. Wenn man von spanischem Qualitätsrotwein spricht, gilt der erste Gedanke dem Rioja“, betont Morandell. Generell hat sich die Qualität der spanischen Weine in den letzten 30 Jahren verbessert: „Man darf nicht vergessen, die Spanier haben im Jahr 1983 ein neues Weingesetz bekommen. Dieses beinhaltete klare Vorgaben, was ein Tafelwein, ein Landwein oder ein Qualitätswein ist. Inzwischen gibt es rund 70 D.O. (Denominación de Origen)-Gebiete. Ungefähr 60 Prozent aller spanischen Weine sind als D.O-Weine klassifiziert und dürfen diese kontrollierte Herkunftsbezeichnung tragen. Das heißt, die spanischen Weine haben seit den 1980er-Jahren einen Qualitätssprung gemacht, früher waren sie eher als Alltagsweine bekannt“, erläutert Morandell.

BESONDERE SPANISCHE WEINTIPPS (von KR Peter Morandell)

Izarbe Reserva Seleccion, Rioja DOCa 2006 Bodegas Larchago, Lapuebla de Labarca • Gebiet: La Rioja / Rioja • Sorte: Tempranillo Rubinrot mit Granatreflexen, in der Nase reife Beerenfrucht, pflaumige Noten, delikate Würze, am Gaumen stoffig und cremig, fruchtig-würzig, rote Beeren und ein Hauch von Mohntorte, reife Tanninstruktur, feine Säure, langer Abgang. Macán Clásico Rioja DOCa 2009 Benjamin de Rothschild & Vega Sicilia, Valbuena del Duero • Gebiet:  La Rioja / Rioja Alavesa • Sorte:  Tempranillo Mittleres Kirschrot mit rubinrotem Touch, in der Nase eine beneidenswerte Fülle an reifen, roten Früchten mit einem einfachen Profil, leicht, angenehm, ein Wein, der perfekt die Region widerspiegelt, am Gaumen sehr elegant, auch jung leicht zu trinken. Alion, Ribera del Duero DO 2009 Alion, Padilla de Duero • Gebiet:  Kastilien-León / Ribera del Duero • Sorte:  Tempranillo Tiefdunkles Rubinrot mit violetten Reflexen, in der Nase intensives Bukett von dunklen Beeren, süßen Pflaumen und feiner Würze, Eichenholznuancen und florale Anklänge, am Gaumen unheimlich konzentriert, vollmundig, kompakt mit reifen Tanninen, ausgeprägter Fruchtkörper, unendliche Länge, tolles Potenzial. www.vinorama.at

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FLUGHAFEN INNSBRUCK Ausblick auf den spannenden Winterflugplan 2014/15. // Fotos: Andreas Fischer, Christian Schöpf, Thomas Lener

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in Sommer geprägt von launischem Wetter und wenig Sonnenschein geht zu Ende und macht Platz für Gedanken an den kommenden Winter. Der Flughafen Innsbruck hat die Planungen für die kommende Wintersaison beendet und darf nun wieder ein vielseitiges Flugprogramm mit 20 tollen Liniendestinationen vorstellen. Ein bunter Mix aus Metropolen und Geheimtipps lädt dazu ein, Städtetrips zu planen und von Innsbruck aus bequem zu starten. Die österreichische Hauptstadt Wien ist natürlich eine der Top-Städtedestinationen und mit bis zu fünf täglichen Flügen perfekt mit Innsbruck verbunden. In Deutschland warten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg darauf, entdeckt zu

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hoven (sechsmal wöchentlich), Groningen (einmal pro Woche) und Rotterdam (bis zu zweimal täglich) auf dem Programm. Alle vier Strecken werden von Transavia durchgeführt. Ebenfalls im hohen Norden sind Göteborg und Stockholm sowie Oslo mit je einem wöchentlichen Flug. Linienflüge nach Kiew und Moskau runden das Linienprogramm des kommenden Winters ab. Internationale Anschlüsse über Amsterdam, Berlin, Frankfurt oder Wien verbinden Innsbruck zusätzlich mit dem Rest der Welt und Traumzielen wie Mexiko, Thailand oder den USA. Flugbuchungen können direkt über die jeweils durchführende Airline oder über ein Reisebüro getätigt werden.

werden. Frankfurt steht mit Lufthansa viermal täglich am Programm, die anderen drei Städte werden von airberlin je dreimal pro Woche bedient. Dänemark bietet Billund und Kopenhagen jeweils einmal pro Woche mit Austrian Airlines. Bristol, Liverpool, London und Manchester sind die vier tollen Städteziele in Großbritannien. Bristol wird zweimal pro Woche und Liverpool einmal pro Woche mit easyJet angesteuert. Manchester wird von Monarch Airlines bis zu dreimal pro Woche angeflogen. Und London kann sogar bis zu viermal täglich mit British Airways oder easyJet erreicht werden. In den Niederlanden stehen Amsterdam (bis zu zweimal täglich), Eind-

BAUMASSNAHMEN AM FLUGHAFEN

Bis zum Beginn der Hochsaison Mitte Dezember finden Bauarbeiten im Terminal wie die Erneuerung der Gepäckmanipulation, die Vergrößerung des Abflugwartebereichs sowie die Errichtung einer weiteren Bar im Gatebereich statt. Außerdem wird mit der Erweiterung des Parkhauses begonnen, die nach der Wintersaison fortgeführt wird. Mit all diesen Maßnahmen werden Servicequalität und Komfort für Passagiere und Besucher am Flughafen Innsbruck weiter gesteigert. Nähere Informationen sowie die aktuellen Flugpläne stehen unter www.innsbruck-airport.com zum Download bereit.


LINIENFLÜGE WINTER 2014/15 AMSTERDAM BIS ZU 2x TÄGLICH BERLIN 3x PRO WOCHE BILLUND 1x PRO WOCHE BRISTOL 2x PRO WOCHE DÜSSELDORF 3x PRO WOCHE EINDHOVEN 6x PRO WOCHE FRANKFURT 4x TÄGLICH GÖTEBORG 1x PRO WOCHE GRONINGEN 1x PRO WOCHE HAMBURG 3x PRO WOCHE

KIEW 1x PRO WOCHE KOPENHAGEN 1x PRO WOCHE LIVERPOOL 1x PRO WOCHE LONDON BIS ZU 4x TÄGLICH MANCHESTER 3x PRO WOCHE MOSKAU bis zu 5x PRO WOCHE* OSLO 1x PRO WOCHE ROTTERDAM BIS ZU 2x TÄGLICH STOCKHOLM 1x PRO WOCHE WIEN BIS ZU 5x TÄGLICH

Alle Destinationen auf www.innsbruck-airport.com Änderungen vorbehalten; Stand: September 2014 *zusätzliche Flüge rund um die orthodoxen Feiertage


Lifestyle IM GESPRÄCH

Die Unfallchirurgen Gernot Sperner und Karl Golser mit Marlies Schild und Annette Leja (GF Sanatorium Kettenbrücke) // Foto: P8 GmbH

HERBSTFEST Auch heuer lud das Sanatorium Kettenbrücke zum Herbstfest, bei dem wieder 500 Gäste aus Politik, Sport und Wissenschaft sowie Ärzte, Mitarbeiter, Partner und Freunde mit dabei waren. Pünktlich zwischen meteorolgischem und kalendarischem Herbstbeginn gab es ein buntes Zusammenkommen mit Feuerelementen und einem Hauch von Zirkus.

AUSGEBAUT Mit einem Investitionsvolumen von rund zwei Millionen Euro hat Unterberger Automobile das BMW- und MINI-Autohaus Unterberger-Denzel am Griesauweg in Innsbruck zum BMW-Group-Kompetenzzentrum für Westösterreich ausgebaut. Anlässlich der Eröffnung wurden zahlreiche Modellneuheiten, darunter der mit Spannung erwartete BMW 2erActive-Tourer, in Anwesenheit von Kletterass David Lama und Radprofi Stefan Denifl präsentiert.

Rechtsanwalt Gerald Hauska mit Elmar Jenni

Paolo Flessati/San Rocco, John Matta/ Castello Vicchiomaggio und Alexander Gottardi

10 JAHRE VINOTHEK Die Vinothek Gottardi feiert heuer ihren 10. Geburtstag. Mitte September fand der Verkostungsreigen rund um das Jubiläum seinen krönenden Abschluss. Über 250 Stammkunden, Partner und Freunde waren gekommen, um zusammen mit Alexander Gottardi zu feiern. Mit dabei war auch der vierfache „Italian Winemaker of The Year“, John Matta, mit den besten Tropfen seiner Weingüter.

DER GUTE ZWECK Der Gartengerätehersteller VIKING ist seit 2005 als Sponsorpartner von SOS-Kinderdorf aktiv. 2014 wollte man in Serbien einZeichen setzen und fand dort ein äußerst unterstützenswertes Projekt. Kürzlich konnten ein Scheck über 8.000 Euro sowie ein Rasenmäher an das SOS-Kinderdorf Serbien übergeben werden. Dijana Peskir (Geschäftsführerin für STIHL und VIKING in Serbien, re.) übergab im serbischen Kraljevo den Scheck sowie einen VIKING-Rasenmäher an Borka Polumriac vom SOS-Kinderdorf Serbien

WOHNEN IM GRÜNEN Zwölf Gebäude mit 150 Wohnungen auf einer Grundfläche von 17.000 Quadratmetern – das sind die Eckdaten für das derzeit größte Projekt eines privaten Bauträgers in Innsbruck. Der Spatenstich für den ersten Bauabschnitt des Weinberg-Projekts in der Anna-Dengel-Straße wurde kürzlich gesetzt.

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Foto links: Paul Fink mit Kammerpräsident Jürgen Bodenseer (mit den Söhnen Max und Moritz) Foto rechts: Bernhard Vettorazzi (Innsbrucker Stadtmarketing) und Mario Jordan (ORF Marketing)

DAY CLUBBING BEI FINK'S

Villi Nowak (VCÖ), Birgit Wagner (ÖBBPersonalverkehr AG), Ursula Zechner (Verkehrsministerium), Martin Baltes (Innsbrucker Verkehrsbetriebe) und Günter Liebel (Umweltministerium)

Kürzlich fand bei Fink’s das erste Day-Clubbing statt, bei dem die Gäste bei Organic Food, Drinks und DJ-Sound die aktuellen Modetrends für Sie und Ihn zu sehen bekamen – und gleichzeitig den Fink's-Man-Store in der RathausGalerie in seinem neuen Outfit gebührend einweihen konnten.

// Foto: VCÖ/weissphotography.at

JUGEND BEWEGT

40 JAHRE STASTO

Das gleichnamige Schulprojekt der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) erhielt kürzlich den VCÖ-Mobilitätspreis. 293 Projekte wurden bei Österreichs größtem Wettbewerb für klimafreundliche Mobilität eingereicht. Die IVB schaffen bei ihrem ausgezeichneten Projekt in Kooperation mit dem Klimabündnis Tirol einen Erfahrungsaustausch auf Basis von Mobilitätstagebüchern, die von den Jugendlichen erstellt wurden. Das Projekt wurde in der Kategorie „Schule und Bildung“ prämiert.

Dieses Jubiläum muss natürlich gefeiert werden – STASTO tat dies kürzlich im Salzlager Hall mit rund 470 Gästen, Kunden und Herstellern aus Österreich, Deutschland, Italien, Tschechien, Polen, Ungarn und Serbien. Für Unterhaltung sorgten neben der Band „O-Tones“ eine Magiershow, Münzprägungen und eine Fotoecke. Bild oben: Familie Stocker – stehend: Sarah, Christof, Laura, Marita, Marco, Brigitte, Gerhard, Larissa, Silvia, Dieter, Nina // in der Hocke: Vanessa, Alexander, Christina, Katja Bild unten: Der Bieranstich leitete das Fest ein – Dieter, Christof und Gerhard Stocker

20 JAHRE IKB Zwei Jahrzehnte Innsbrucker Kommunalbetriebe AG – ein Grund, kurz zurückzuschauen, aber noch viel mehr, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Ende September feierte die IKB ihr Jubiläum mit Mitarbeitern und Stakeholdern standesgemäß im Congresspark Igls, tags darauf folgte ein großes Fest für die Bevölkerung am Innsbrucker Landhausplatz. Der IKB-Vorstand Franz Hairer, Helmuth Müller und Harald Schneider mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Manfried Gantner (2. v. r.) // Foto: Birgit Pichler

Die Entertainment-Highlights in Tirol! 10Tänze TänzeWM WM 10 Standard & & Latein Latein Standard 18.-19.Oktober Oktober2014 2014 18.-19. Olympiahalle Olympiahalle

DieSchlagernacht Schlagernacht Die desJahres Jahres des 25.Oktober Oktober2014 2014 25. Olympiahalle Olympiahalle

DavidGarrett Garrett-David LIVE2014 2014 LIVE 31.Oktober Oktober2014 2014 31. Olympiahalle Olympiahalle

MichaelMittermeier Mittermeier-Michael „Blackout“ „Blackout“ 05.November November2014 2014 05. Olympiahalle Olympiahalle

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BFI MIT NEUEM AUFSICHTSRAT In der konstituierenden Sitzung des neu gegründeten Aufsichtsrates der BFI Tirol Bildungs GmbH wurde Dagmar Wresnik (Bild) einstimmig als Aufsichtsratsvorsitzende gewählt. Die weiteren Aufsichtsratsmitglieder sind Martin Schaffenrath und Gottfried Kostenzer. // Foto: BFI Tirol

Sissi Mimm, Roberto Actis (Il Polenza) und Daniel Ribis

Marc Rehm, Thomas Breitwieser und Christian Burkia Vorstandsmitglied Dietmar Schennach, Hausherr der Berufsfachschule für Holztechnik Josef Ganner und proHolz-Geschäftsführer Rüdiger Lex

HOLZ-FEST proHolz Tirol, htt15, der Verein Design in Tirol und die Tischlerkooperation Baumstark feierten auch in diesem Jahr ihr traditionelles Sommerfest in der Fachberufsschule für Holztechnik in Absam. Zahlreiche Gäste aus der Forst- und Holzbranche genossen regionale Schmankerln in angenehmer Atmosphäre.

Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreichischen Wein Marketing (ÖWM), und Alexander Gottardi, Sprecher des Weinhandels // Foto: WKT

WEIN IM TREND Die Beliebtheit von österreichischen Weinen ist ungebrochen. Auffallend ist, dass Konsumenten zunehmend auf Qualität achten. So geht die Absatzmenge zwar insgesamt zurück – die Umsätze steigen aber dank hochpreisiger Weine an. So die Quintessenz einer Aussendung der ÖWM und des Tiroler Weinhandels.

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Ex-Skistar Stephan Eberharter, Ronald Barazon, Volksbank-Bereichsleiter Josef Tratter und Volksbank-Vorstand Markus Hörmann

FORUM FINANCE „Wohin mit meinem Geld?“ Diese Frage versuchten Experten im Rahmen der Volksbank-Exklusivveranstaltung im Haus Marie Swarovski in Wattens zu klären. Rund 300 geladene Gäste informierten sich darüber, wie sie ihr Geld und Vermögen sicher durch die Krisenzeiten bringen können. Höhepunkt des Abends war ein Vortrag des bekannten Wirtschaftsjournalisten und ehemaligen Chefredakteurs der Salzburger Nachrichten, Ronald Barazon.

Bruno Resi, Tanja Ribis und Norbert Waldig

WEINHERBST Vinoribis lud Anfang September zum „7. Stubaier Weinherbst“ – der wohl abgefahrensten Weinverkostung des Jahres. Top-Weingüter aus Österreich und Italien brachten ihre edelsten Tropfen mit, dazu gab’s eine Raritätenverkostung, eine Zigarrenlounge, ein Delikatessenbuffet vom Feinsten sowie eine kulinarische Überraschung von Hans „The Butcher“ Schwarz.

SPATENSTICH In Igls realisieren Unterberger Immobilien und die Architekten von umfeld ein extravagantes Wohnprojekt mit drei Baukörpern und rund 30 Wohnungen. Der Name: Lux Igls. Der Spatenstich, zu dem alle Projektverantwortlichen zusammenkamen, fand Mitte September statt. Franz Fröschl (Fröschl Bau), Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, KR Fritz Unterberger (Gesellschafter Unterberger Immobilien GmbH), Clemens Wainig (umfeld architectural environments) und Josef Feichtner (Geschäftsführer Unterberger Immobilien GmbH)


MUSIC HALL · GRABENWEG 74 · A 6020 INNSBRUCK FON: +43 / 512 / 34 29 23 · FAX: +43 / 512 / 34 29 23 office@music-hall.at · www.music-hall.at Im Osten von Innsbruck eröffnete Ende September der neue Hot-Spot für Veranstaltungen in Tirol. Eine einzigartige Mischung aus TOP Gastronomie (WERKSTATT INNSBRUCK) gekoppelt mit der multifunktionalen Veranstaltungshalle MUSIC HALL. Auf 2 Ebenen finden bis zu 2000 Personen Platz. Selbstverständlich verfügt die Halle auch über eine Bestuhlung für 500 Personen. Modernste Ton& Lichtanlage garantieren für ein unvergessliches Konzerterlebnis. Durch einen separaten Eingang zur Halle bietet die Location auch Firmen einen idealen Platz für Weihnachtsfeiern, Firmenpräsentationen, Schulungen, Seminare usw. Durch ein modernes System kann die Halle auch problemlos verkleinert werden. Parkplätze für Besucher sind ausreichend hinter der Halle vorhanden. Ein weiteres Highlight der MUSIC HALL ist die VIP Lounge auf der Galerie für 20 Personen welche den besten Blick zur Bühne garantiert, über separate WC Anlagen verfügt und für Firmen der ideale Ort ist, seinen Kunden ein unvergessliches Erlebnis als VIP zu ermöglichen. Gerne erstellen wir bei Konzerten ein individuelles Angebot. Öffnungszeiten:

MO-MI von 08:00 - 24:00 Uhr DO von 08:00 - 01:00 Uhr FR, SA und vor Feiertagen von 08:00 - 04:00 Uhr SO & Feiertag von 11:00 - 22:00 Uhr


ANKÜNDIGUNG BENEFIZKONZERT „Music Was My First Love – von Beethoven bis Metallica“ – unter diesem Motto steht das Benefizkonzert von „Maria Kofler and the sax’n’more orchestra“ am 16. Oktober um 20 Uhr im SZ-Schwaz. Der Erlös des Konzertes, das gemeinsam mit der Stadt Schwaz und Lindner Music präsentiert wird, geht an „Rettet das Kind Tirol“.

Wendelin Juen (Agrarmarketing Tirol), Jürgen Bodenseer (Wirtschaftskammer Tirol / WKT), Margarethe Reichsthaler (Obfrau der Genussregionen Österreich), Marcus Wörle (WKT), Josef Hechenberger (Landwirtschaftskammer Österreich) und Josef Schirmer (Obmann der Tiroler Gemüsebauern) //Foto: AMTirol

GEMÜSEFEST AUF DER RUMER ALM Beim Gemüsefest auf der Rumer Alm konnten sich zahlreiche Gäste ein Bild von der angebauten Vielfalt des Tiroler Gemüses machen. Dazu gab es einen Rückblick auf die heurige Gemüsesaison, auch neue Sorten im Anbau waren ein großes Thema. Gutes Omen: Das Wetter war perfekt!

Das sax’n’more orchestra setzt sich aus fünf Jazz(Blech)bläsern, einer rockigen Rhythmusgruppe und fünf klassischen Streichern zusammen und bildet den perfekten musikalischen Rahmen für Solokünstlerin Maria Kofler, die mit Saxofonen, Querflöte und Bassquerflöte Jazz, Rock und Pop-Klassiker der Musikgeschichte von Beethoven bis Metallica interpretiert. Kartenvorverkauf oeticket (www.oeticket.com), Lindner Music (www. lindnermusic.at), in der Rathausinfo Schwaz, über die Homepage www.maria-kofler.at oder via E-Mail an armin.graber@aon.at Ein Verein für notleidende Kinder in Tirol „Das Glück darf auch klein sein“, lautet der Slogan von Rettet das Kind Tirol. Diese Aussage hat mehrere Bedeutungen: Zum einem sagt er, dass man von seinem eigenen Glück nur einen sehr kleinen Beitrag leisten muss und auf der anderen Seite schon Glück erzeugt. Zudem ist der Hinweis „klein“ das Synonym für das Kind. Und zu guter Letzt bezeichnet er den Schwerpunkt von Rettet das Kind Tirol – nämlich: Soforthilfe, die unbürokratisch geleistet wird, wenn durch Schicksalsschläge große finanzielle Herausforderungen entstehen.

Harald Schneider (IKB), Kurt Matzler (Uni Innsbruck), die KeynoteSpeaker Matthias Sutter und André Stern, Moderatorin Isabella Krassnitzer, Hausherr Arthur Thöni und Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Hans Unterdorfer

GEDULD LOHNT SICH Auch heuer kamen wieder mehr als 500 Unternehmer zum mittlerweile 11. Wirtschaftsdialog der Tiroler Sparkassen. Die Thöni-Skylounge in Telfs war damit bis zum letzten Platz gefüllt. Die heurige Veranstaltung stand unter dem Motto „Mut zur Geduld“. Wirtschaftsforscher Mattias Sutter und Künstler André Stern erklärten in ihren Vorträgen, warum sich Ausdauer finanziell lohnt. Kurt Matzler präsentierte seine eigens für den Wirtschaftsdialog erstellte Studie zum Thema.

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Lifestyle. IM GESPRÄCH

NEUSTART Ende September öffnete die MUSIC HALL am Grabenweg 74 ihre Pforten und mit ihr Innsbrucks neuer Hotspot für Veranstaltungen. Die Halle bietet auf zwei Ebenen Platz für 2.500 Personen und den perfekten Rahmen für Konzerte und Partys. Das Opening am 26. September zelebrierten die Söhne Mannheims, tags darauf war die Ö3-Disco feat. Tagträumer zu Gast. Und ähnlich soll es weitergehen ... Dazu werden in der „Werkstatt“ Aktivitäten und Services rund um den American Lifestyle geboten – Küche mit kreativen Burgern, Tortillas und Sandwiches, Salaten, Steaks und feinem Fingerfood, coole Cocktails, Shots und Bier ... eigentlich alles außer Reparaturen (wie es der Name eventuell vermuten ließe). Wer’s also rockig, amerikanisch und kulinarisch mag, der findet hier gleich alles zusammen. Wir drücken die Daumen, dass es der Werkstatt und der Music Hall hier besser ergeht als den Vorgängern! // Fotos: Natalie Schretter

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Machen wir den Oktober zum Sparmonat für alle. Spartipp abgeben und gewinnen. S Gewinnen

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23.000 €

Eine Initiative der Hypo Tirol Bank. „tirol-spart.2014“ ist eine Initiative der Hypo Tirol Bank und wird unterstützt von den Firmen SPAR, GUTMANN, HOTEL SCHWARZ UND HOTEL STANGLWIRT. Was ist zu tun? Spartipp ausfüllen und in der nächsten Hypo Tirol Bank (20 x in Tirol) abgeben. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist ausdrücklich nicht an den Abschluss eines Hypo Produkts gebunden, sondern setzt nur die Abgabe eines Spartipps voraus. Unter allen Teilnehmer/-innen werden Sachpreise und Gutscheine im Gesamtwert von 23.000,- € verlost. Barablöse der Sachpreise und der Gutscheine ist nicht möglich, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsende-/Abgabeschluss ist der 31.10.2014. Mitarbeiter/-innen der Hypo Tirol Bank und ihre Angehörigen sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

www.tirol-spart.at


WKO.at/tirol

E N I E D R E M KAM . F U A T M U RÄ

Die Bürokratie ist längst zur Gefahr geworden. Immer mehr Vorschriften und Regelungen belasten die Unternehmen und schwächen den Standort. Für die Politik: Unser 15-PunkteProgramm zum Abbau der Aktenberge rund um Tirol. DEINE UNTERNEHMERKAMMER

eco.nova Oktober 2014  

eco.nova ist ein unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissensc...

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