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Ausgabe Nr. 5 / Mai 2013, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

architektur

Architektur am Berg

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Alpines Bauen: So modern ist Tradition

Der unnahbare Schรถne Beton erobert das Interiordesign

Architektur & Reisen

Architektonisch-kulturelle Highlights rund um die Welt


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Mag. Sandra Nardin und Christoph Loreck eco.nova-Herausgeber

Architektur giBt identität Die Tiroler Landeshauptstadt leistet sich seit einigen Jahren ein anspruchsvolles Architekturprogramm. Große Namen wie Zaha Hadid, David Chipperfield oder Dominique Perrault brachten neue Impulse für die Architektur unseres Landes. Was etwas Gutes ist. Einerseits. Auf der anderen Seite wäre es schön, wenn die heimische Architekturszene dieselbe breite Beachtung geschenkt bekäme. Weil sie ebenso gut, bunt und kreativ ist.

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I

n der Architektur verhält es sich ähnlich wie mit der Mode: Wie unsere Kleidung unseren Charakter und unser Stilempfinden nach außen hin sichtbar macht, gibt die Architektur einer Stadt und dem ganzen Land ein Gesicht. Weil sie es ist, die wir als Erstes wahrnehmen, noch bevor wir die individuellen Besonderheiten eines Ortes in uns aufsaugen. Deshalb ist es wichtig, dass auch Innsbruck seine eigene architektonische Identität findet. Ob das Glück allerdings in der Internationalität zu suchen ist, lässt sich hinterfragen. Zumindest ist die neue Maria-Theresien-Straße von einem heimischen – wenn auch Wiener – Architekturbüro entworfen worden, dessen Name wohl stellvertretend für das Motto der Stadtplaner steht: Alles wird gut. Wenn nicht sofort, dann bald. Wohin sich die Tiroler Landeshauptstadt entwickeln will, welche Gebäude als städtebaulich relevant gelten und wie Stadtentwicklung überhaupt funktioniert, lesen Sie ab Seite 36. Schönes Detail am Rande: Beim neuen Projekt der PEMA kommen endlich heimische Architekten zum Zug. Das Innsbrucker Architekturbüro LAAC ging dabei als Sieger eines anonymen Wettbewerbs mit internationaler Beteiligung hervor, was zeigt, dass das Beste oftmals direkt vor der Nase liegt. Gestartet wird die Ausgabe allerdings mit Projekten, die sich nicht erst entwickeln müssen, sondern schon sehr real sind. Tirol: Land im Gebirg’. Das weiß nicht nur die Tirol Werbung zu nutzen, die vor geraumer Zeit einen Spot untermalt mit dem klingenden Tirol Concerto von Philip Glass über die Kinoleinwände schickte. Man kann es auch live sehen. Man muss nur aus dem Fenster schauen. Und wenn man etwas genauer hinsieht, erkennt man, dass Architektur am Berg ihren ganz eigenen Charme hat und in den unterschiedlichsten Ausprägungen daherkommt: modern, unglaublich kreativ, natürlich, eigenständig und anpassungsfähig. Ein paar Beispiele haben wir stellvertretend für die architektonische Vielfalt unseres Landes ab Seite 14 herausgesucht. Dass dabei viel Holz im Spiel ist, liegt in der Natur der Sache. Das Kontrastprogramm dazu gibt’s in der Rubrik Interior. Ab Seite 94 hält Beton Einzug ins Innenleben der Wohnung und zeigt, dass der spröde Werkstoff auch anders als kühl sein kann. Einer, der weiß, wie’s geht, ist übrigens ein Tiroler. Das wiederum zeigt, dass Architektur nicht zwangsläufig jodeln muss, um „echt tirolerisch“ zu sein, und viele hier beheimatete Unternehmen auch gerne über den Tellerrand schauen. Das tun wir auch – und nehmen Sie dabei mit auf eine architektonische Weltreise (Seite 134). Kulturelles Erbe trifft auf zeitgenössische Architektur und Prunk und Protz auf Bodenständigkeit; es sind genau diese Gegensätze, die den Charakter einer Stadt prägen, sie spannend und einzigartig machen. In Tirol und auf der ganzen Welt.

Ihre Redaktion der eco.nova 6

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eco.inhalt

014

architektur.alpin

014 Berg-Bau

Extreme Geländeformationen, felsiger Untergrund, schwierige Erreichbarkeit. Wie gut Architektur in der Höhe trotzdem funktionieren kann, zeigen wir Ihnen in unserer Titelgeschichte.

030 Im Porträt: Jäger Architektur

Auch die Architektur am Berg braucht den Mix aus Funktion, Kontext, Material und Ästhetik.

032 Im Porträt: Kitzmüller Architektur

Architekt Jürgen Kitzmüller baut mit institutionellen Bauherren ebenso wie mit privaten – im Tal, aber auch am Berg.

architektur.öffentlich

036 Von Städten und Entwicklungen

Sind extreme Funktionstrennungen zwischen Wohnen und Arbeiten noch zeitgemäß?

040 Im Porträt: Imgang Architekten

Gewerbearchitektur mit Know-how aus Tirol erobert die Welt.

042 Projekte in der Landeshauptstadt

042 // PRISMA-Wohnprojekt Hungerburgweg 044 // Der neue PEMA-Turm 046 // Wohnprojekt Sillinsel 048 // Büro- und Geschäftsgebäude Atrium Amras

042

050 Im Porträt: aste_weissteiner

Ingenieurbüro mit Weitblick und Hang zum Extremen.

052 Im Porträt: HVW Architekten

Henrich Veternik Walter verpassen Lindner Traktoren ein innovatives Facelift.

040 Im rechten Licht

Eine Rechtsanwaltskanzlei erwacht aus dem Dornröschenschlaf.

060 Neue Kultur-Heimat

Mittels Zubau und neuem Konzept entwickelte sich das Haus zum „Museum der Völker“.

066 Dauerbrenner Holz

Holz zählt zu den beliebtesten Werkstoffen überhaupt – ProHolz und Architekt Reinhold Hammerer zeigen, warum.

architektur.privat

082 Charakterstudie

Mit im wahrsten Sinne des Wortes „ausgezeichneten“ Häusern zeigen wir Ihnen einen Querschnitt aus dem ganz privaten Tirol.

interior.design

094 Der unnahbare Schöne

Design meets Beton – auch im Interior.

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Österreichs erste Adresse für Wohnkultur eco.inhalt

Wetscher „New Classic“ – unsere Ausstellung in Fügen.

So wohnt die Welt. Wer sich stilvoll einrichten will fragt nicht nach Trends, die sich kurzfristig abnutzen, sondern nach langfristigen Konzepten für ein hochwertiges Wohngefühl. Ein erster Eindruck von der laufenden Mailänder Möbelmesse bestätigt das eindrucksvoll. So wie bei

Wetscher „New Classic“, unserer neuen Ausstellung in Fügen sicht- und erlebbar wird, setzen die internationalen Produzenten auf warme, dunkle Farben, hochwertige Materialien und handwerkliche Präzision. So wohnt die Welt und so können Sie es bei uns entdecken und nachvollziehen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Wetscher Wohngalerien, Zillertalstr. 30 Fügen/ Tirol, www.wetscher.com

„Erleben Sie Wohnkultur wie in Mailand. Jetzt bei uns in Fügen.“ Martin Wetscher

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eco.inhalt

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Farb-Gefühl

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Im Porträt: Virsalis

life.style

Die Schwarz-Weiß-Malerei in den eigenen vier Wänden hat ein Ende. Living & Lifestyle und die neue Kunst des Wohnens.

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Nordmannen-Design

Dänemark entwickelt sich immer mehr zum Hotspot des Lifestyle.

architektur.iMMobilien

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Versicherungsmakler

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VERO bietet mit seinem Baukonzept Lösungen nach Maß.

Immobilienmakler

S-Consult Immobilien sucht und findet.

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Bausparen

Wüstenrot-Chef Ewald Zobler im Interview.

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Versicherung

Aon versichert Bauprojekte zuverlässig.

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Architektur & Reisen

Architektonisch-kulturelle Wunderwelten rund um den Globus.

The Charming Chair

Bene zeigt, wie aus einem Stuhl ein Designobjekt mit Mehrwert wird.

Ein Haus erzählt Geschichte

Das Wellnessrefugium „Das Kranzbach“ bei Garmisch-Partenkirchen vereint Tradition und Moderne in Vollendung.

Fantastische Augenblicke

Der Cirque du Soleil verzaubert im neuen Programm zu magischen Momenten.

Buchtipps

Herausgeber & Medieninhaber: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/290088, E-Mail: redaktion@econova.at, www.econova.at Geschäftsleitung: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin // Assistenz: Ruth Loreck // Chefredaktion: Marina Kremser Autoren dieser Ausgabe: DI Caterina Molzer-Sauper, Marina Kremser, Mag. Barbara Wildauer, Julia Sparber, Dr. Michael Posselt // Anzeigenverkauf: Ing. Christian Senn, Bruno König, Martin Weissenbrunner // Fotoredaktion: Julia Türtscher (blickfang-photographie.com), Ursula Aichner (fotowerk.at) Grafik: Sophie Frenzel // Druck: Radin-Berger-Print GmbH // Jahresabo: EUR 25,00 (14 Ausgaben) Unternehmensgegenstand: Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. // Grundlegende Richtung: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar.

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eco.zahlen

Architektur in Zahlen Anzahl der Architekten in Tirol:

456

• Davon in Innsbruck: 251

Nettobaubudget in Tirol 2012, in Mrd. Euro:

1,241

• Erwartung für 2013, in Mrd. Euro: 1,215 • Senkung in %: 2,1

Auftragsvolumen im öffentlichen Wohnbau 2012, in Mio. Euro: • Erwartung für 2013, in Mio. Euro: 255,4 • Senkung in %: 3,3

Hauptwohnsitzmeldungen 2011 in Tirol, in Tsd.:

262

292,7

• davon Hauseigentümer, in Tsd.: 41,5 / Verwandte der Hauseigentümer: 7,1 / Wohnungseigentümer: 16,5 / Hauptmieter: 31,3 / Untermieter: 0,8 / Sonstige Rechtsverhältnisse: 2,8

Bewilligte Wohnungen in neuen Wohngebäuden 2011 in Tirol, je Tsd. Einwohner: • Bewilligungsrate je Tsd. Einwohner: 6,5

4.639

• Neu errichtete Gebäude / Wohnungen 2009 in Tirol: 1.967 / 5.690

Geschäftslage lt. Auftragnehmer-Befragung (Unternehmen des Tiroler Bauhauptgewerbes sowie der Bauindustrie): Aktuelle Auftragslage in %: sehr gut: 18,4 / gut: 45,2 / befriedigend: 38,1 / genügend: 2,6 / nicht genügend: 0,9 Quellen: Architektenkammer, WK Tirol, Statistik Austria

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objekt


architektur.alpin

Berg-Bau Das Bauen in den Bergen hat in den Alpen seit seinem Beginn im 19. Jahrhundert beachtlich an Bedeutung gewonnen. Die Bewohner einer Region wie Tirol, die nur etwa zu 12 Prozent dauerhaft zu besiedeln ist, streben seit jeher danach, immer mehr und immer professioneller in die stolzen Höhen der Heimat vorzudringen. Sie schufen und schaffen sich dort Orte zum Wohnen, Verweilen, Besinnen, Erforschen, Nutzen oder Erobern. Auch der stetig wachsende Tourismus zeigt natürlich für die rege Bautätigkeit in der Höhe mit verantwortlich. // Text: Caterina Molzer-Sauper

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Feuerwehr Margreid, S端dtirol Architektur: bergmeisterwolf, Brixen // Foto: G端nter Richard Wett, Innsbruck

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E

xtreme Geländeformationen, raues Klima, felsiger Untergrund und schwierige Erreichbarkeit sowie der wichtige Landschaftsschutz machen das Bauen in den Bergen zu einer großen Herausforderung für Planer und Projektumsetzer. Aber genau diese Schwierigkeiten lassen oftmals Objekte von höchster Qualität und Anmut entstehen.

Ein kurzer Blick zurück ...

Die 1927/28 errichtete Nordkettenbahn zählt nicht nur aus seilbahntechnischer Sicht zu den Pionierleistungen der alpinen Bergschwebeseilbahnen. Ihre besondere, bis heute ungebrochene Bedeutung liegt vor allem in der überragenden architektonischen Ausformung der Stationen im hochalpinen Raum. Architekt Franz Baumann, der als Sieger aus einem Wettbewerb für die Gestaltung der Stationen hervorging, gelang vom Einfügen der Gebäude in die topografische Situation bis zur Detailgestaltung der Möbel und Innenausstattung ein architektonisches Gesamtkunstwerk von internationaler Bedeutung. Durch behutsame Renovierungs- und Ergänzungsarbeiten während der letzten Jahre haben diese Juwelen der Bergarchitektur bis heute nicht an Attraktivität verloren. Sie sind wichtige Zeitzeugen und Vorbilder für das moderne Bauen in den Bergen.

Ein aktueller Rundumblick ganz nach oben

Feuerwehr Margreid, Südtirol In Margreid, einer kleinen Gemeinde im Südtiroler Unterland, wird der Traum vom „Feuerwehrmann werden“ Wirklichkeit. Die örtlichen Feuerwehrmänner bekamen ihre eigene richtige Höhle im Berg. Ein Kavernengerätehaus fürs schwere Gerät mit angeschlossenem eigenen Schulungsraum für alle zukünftigen Helden ist hier entstanden. Als architektonisches Grundelement für das neue Gerätehaus der Feuerwehr Margreid wurde eine vorgelagerte, schwarz eingefärbte, geknickte Betonwand im Neigungswinkel des dahinter stehenden Felsens errichtet. Drei Kavernenstollen docken unmittelbar an die Stahlbetonwand an. Aus der Wand dringen drei Baukörper, davon zwei Garagen mit Portalen, welche mit schwarz lackiertem Stahl verkleidet sind. Geschlossen werden die Garagen mit Schiebefalttoren aus Glas. Die Transparenz der Tore bringt das Rot der Fahrzeuge nach außen. Ein großartiges Objekt, das sich wie eine riesige Skulptur an die Felswand schmiegt, ist hier entstanden. >

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Jagdhütte, Südtirol Architektur: EM2 Architekten, Bruneck // Foto: Günter Richard Wett, Innsbruck


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TANGOMAT

Wildspitzbahn, Pitztal Architektur: Baumschlager-Hutter-Partners, Dornbirn // Foto: Marc Lins, Brooklyn

Uhr des Jahres 2012: Tangomat GMT. Die Gestaltung basiert auf der des NOMOS-Klassikers Tangente. Ausgestattet mit dem Automatikkaliber Xi und so um eine pfiffig konstruierte zweite Zeitzone bereichert, verrät die Uhr, wo man selbst und wie spät es anderswo ist. Tangomat GMT und andere NOMOS-Modelle gibt es bei: Juwelier Leitner, Maria-Theresien-Straße 37, 6020 Innsbruck, Telefon + 43 512 582494, www.juwelier-leitner.com Schmollgruber, Pfarrgasse 4, 6020 Innsbruck, Telefon + 43 512 588422, www.uhrenschmollgruber.at eco.nova

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Top of Tyrol, Stubaier Gletscher Architektur und Foto: LAAC Architekten, Innsbruck

„iSt der Berg Auch noch So Steil, A BiSSerl wAS geht Allerweil.“ Österreichisches Sprichwort

Jagdhütte, Südtirol Tief in den Wäldern des Naturparks Fanes-Sennes-Prags steht eine verträumte Jagdhütte, die bei näherer Betrachtung ihre wahre Größe und einladende Qualität zeigt. Der nach außen eher verschlossen wirkende Blockbau entpuppt sich als unaufdringliche Oase der Behaglichkeit. Während man im Inneren beim knisternden Ofen die natürliche Ausstattung mit Materialien aus der Region genießt, schweift der Blick über ein großes

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Panoramafenster in die herrliche Umgebung. Fast alles im Haupthaus und der benachbarten Ruhehütte ist aus heller Lärche gebaut, die Stimmigkeit dieser Umgebung zieht den Bewohner völlig in Bann. Man steht hier wahrlich über den Dingen. „Will man die Natur hautnah erleben, geht man nach unten oder ganz nach draußen. Will man bei sich sein, ist man oben gut aufgehoben“, so die sensiblen Architekten. Die Aufgabe, aus einem bestehenden Almkitsch-Bau ein zeitgemäßes Schmuckstück im Wald zu entwickeln, das auf keinen Fall protzen darf, ist hier zweifelsohne perfekt gelungen. Mit dem nötigen Wissen um den traditionellen Holzbau und einer guten Portion reduzierter, zeitgemäßer Architektur ist ein überzeugendes Stück „BergBau“ entstanden. Wer die Blockhütte selbst mit allen Sinnen erleben will, kann sie auf Anfrage mieten (www.sporthotel-exclusive.com).

erneuert und durch ein Restaurant erweitert. Die einzigartige Aussicht in die Alpen war Ausgangspunkt für alle Überlegungen und die gewählte Formensprache. Die Konstruktion entstand aus den natürlichen Rahmenbedingungen und der technischen Machbarkeit. Geringste Auflageflächen, die Gletscherzunge, steil abfallende Berghänge und die extreme Höhenlage mit entsprechender Sonneneinstrahlung, Wind und dünner Luft schränken hier die bautechnischen Spielräume stark ein. Eine Stahl-Alu-Konstruktion wurde auf die bestehenden Fundamente gestellt und bildet nun die Basis für eine Form, welche sowohl die herrliche Aussicht als auch die Witterungsbedingungen berücksichtigt. Das Bauwerk fügt sich in die natürlich entstandene „Schneearchitektur“ der Umgebung perfekt ein, es tritt quasi zurück, um der Natur die Hauptrolle zu überlassen.

Wildspitzbahn, Pitztal Auf 3.429 Metern über dem Meer liegt die höchstgelegene Bergstation Österreichs. Die bestehende Wildspitzbahn wurde komplett

Top of Tyrol, Stubaier Gletscher Der Weg zur Gipfelplattform beginnt direkt beim Ausstieg aus der Gondel. Über mehrere Treppen steigt man auf den Grat zum >


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Kapelle am Schaufeljoch, Stubaier Gletscher Architektur: ao-architekten (Innsbruck) // Foto: Günter Richard Wett, Innsbruck

Großen Isidor. Nach weiteren paar Metern im freien Gelände erreicht man die Stahlkonstruktion, die sich durch die extreme Witterung des Gletschers verwandelt und dennoch Halt inmitten der Formen aus Eis und Schnee bietet. Erst durch diese Erschließung ist ein Rundumblick auf den gesamten Gletscher und 109 Dreitausender der Tiroler Alpen möglich geworden. Durch Inszenierung und Überzeichnung der vorhandenen Topographie entsteht aus Landschaft geformte Architektur. Weg und Plattform liegen im brüchigen, rötlichen Fels, sechs Monate im Jahr sind die Lamellen im Schnee verschwunden. Nur die über der Nordwand auskragenden Schwerter bleiben das ganze Jahr über sichtbar. Kapelle am Schaufeljoch, Stubaier Gletscher Nur wenige Gehminuten von der Bergstation Schaufeljoch entstand im Laufe der vergangenen Sommermonate an der Gratscheide eine Kapelle, die ein Ort der Ruhe, innerer >

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Ihr Ansprechpartner für Bauherren und Planer

Foto: Hildegard Platzer-Rieder

Apartmentvillen Aradira, Paznaun Architektur und Foto: ventira architekten, Diepoldsau

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Fotos v.l.: Christian Hohlrieder, Wolfgang Retter

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Einkehr und Erinnerung inmitten der Stubaier Gletscherwelt sein wird. Die zu beiden Seiten des Grates hin geöffnete Kapelle ist dem Bergpanorama zugewandt. Fest verankert in Stein und Eis ist die betonierte Kapelle am Schaufeljoch auf 3210 Metern ein Andachtsraum für alle Bergfreunde. Durch die elegante, betongraue Schlichtheit des Innenraumes wirken die Fensteröffnungen wie leuchtende Bilder, Blicke ins Paradies, das mit der herrlichen Gebirgswelt direkt rundherum liegt. >


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Vorsprung durch Technik

Audi A1 admired. Der Audi A1 admired zieht alle Blicke auf sich: Dafür sorgen der dynamische Auftritt mit S line Exterieur-paket, 17“ Leichtmetall-Felgen, LED-Heckleuchten, Sportlederlenkrad und vieles mehr. Erhältlich in den Metallic-Farben Gletscherweiß, Phantomschwarz, Misanorot und Eissilber.

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Schih端tte Addis Abeba(r), Galt端r Architektur und Foto: ventira architekten, Diepoldsau

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Apartmentvillen Aradira, Paznaun Diese liebevoll gestaltete Apartmentanlage liegt im Tiroler Silvrettagebiet und ist nördlich und südlich von unzähligen Berggipfeln jenseits der 3000 m flankiert. Am Sonnenhang des Paznaun gelegen, richtet sich das Gebäude entlang der Talachse von Ost nach West. Es schmiegt sich treppenförmig entlang des Hanges und ermöglicht somit für alle vier Apartmenteinheiten einen ungestörten Blick in die imposante Natur. Bei Tragkonstruktion, Dämmung und Innenausstattung des Gebäudes wurde größter Wert auf natürliche Materialien gelegt. Der Spagat zwischen Panoramaausblick und Privatsphäre für die Gäste ist hier perfekt gelungen. Das gesamte Traggerippe der Wände und Decken ist in Holzskelettbauweise ausgeführt, eine Erdwärmepumpe liefert die notwendige Energie für Heizung und Warmwasser. Ein architektonisch gelungenes Beispiel im Bereich des „sanften“ Tourismus in den Bergen.

Frozen Icebar, Lech Architektur und Foto: Kitzmüller Architektur, Absam

Frozen Icebar, Lech In 1.800 Metern Höhe auf dem Dach der Bergstation des Schleglkopfliftes entsteht jeden Winter aufs Neue ein architektonisch gleichermaßen ungewöhnliches wie beeindruckendes Konstrukt aus Eis. Ein textiles Netzwerk mit integrierten Kühlleitungen wird dabei von einem kontrollierten Bewässerungssystem gespeist und bildet dadurch eine Eisschicht. Sonne, Regen, Wind und Schnee formen die Oberflächen täglich neu und verwandeln den Raum in eine märchenhafte Eiszauberwelt. In bewusstem Kontrast zur organischen Eisarchitektur der Wände stehen die spiegelglatten, transparenten Möbel aus Vakuumeis. Während kuschelige Felle auf den Sitzflächen wärmen, locken die im Eis gefrorenen Champagnerflaschen, ein Gläschen zu trinken. Integrierte Lichtpunkte und Swarovski-Kristalle erzeugen zudem ein Lichtfeuerwerk, das niemand so schnell vergisst. >

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„Auch AuS Steinen, die einem in den weg gelegt werden, kAnn mAn SchöneS BAuen.“ Johann Wolfgang von Goethe

Olpererhütte, Zillertal Architektur: Hermann Kaufmann, Schwarzach // Foto: Friedrich Böhringer

Schihütte Addis Abeba(r), Galtür Das Bergrestaurant mit Après-Ski-Bar liegt auf der Schipiste zwischen der Alpkogelbahn und der Birkhahnbahn in Galtür. Die großzügige Terrasse und der Zugang öffnen sich einladend zur Piste hin. Tiefe Fensterboxen ziehen die überwältigende Landschaft von außen nach innen und sind so dimensioniert, dass man bequem in ihnen Platz nehmen kann. Für die monolithische Wirkung zeichnet eine perlweiße Plattenfassade verantwortlich, die sich auch übers Dach zieht. Die Fensterboxen in der Fassade und die Oberlichtboxen am Dach sind mit Kupfer verkleidet, um den Kontrast zwi-

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schen den „herauswachsenden“ Volumen und der hellen Außenhaut zu unterstreichen. Die Gebäudeoberfläche wurde im Verhältnis zum umschlossenen Raum zur Optimierung des Energiehaushaltes möglichst gering gehalten. Im modern gestalteten Gastraum verbreiten Lärchenholz, dunkle MDF-Platten und rostroter Filz neben dem gemütlichen Holzofen ein heimeliges Wohlgefühl. Haus Gastein, Salzburg Das Einfamilienhaus, das soeben in steiler Hanglage entsteht, fügt sich spektakulär in die Landschaft des Gasteinertals ein. Als Re-

miniszenz an die lokalen Scheunen und Heustadel exponiert sich das Gebäude vor allem durch seine Ausrichtung quer zum äußerst steilen Hang. Außergewöhnlich ist auch der zur Hauptachse des Hauses ausgedreht angeordnete First, der sich positiv auf die Nutzung des Dachgeschosses auswirkt und dem Baukörper eine zusätzliche Spannung verleiht. Die im wahrsten Sinne des Wortes naturnahe Lage ermöglicht den Bewohnern im Winter mit den Schiern direkt zum Haus abzufahren und auch Schitouren von der Haustüre weg zu starten, ohne das Auto in Anspruch nehmen zu müssen. Auf vier Ebenen >


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Seminarhaus Paulinarium, Vorarlberg Architektur: maaars architecture, Innsbruck //Foto: Bruno Klomfar, Wien

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Haus Gastein, Salzburg Architektur und Visualisierung: imgang architekten, Innsbruck

aufgeteilt und mit mehreren Terrassen versehen, nutzt der Baukörper perfekt die Hanglage und verschafft den Bewohnern den Genuss vielfältiger Ausblickmöglichkeiten ins Tal. Olpererhütte, Zillertal Seit über 100 Jahren stand hier in 2.400 Metern Höhe eine Schutzhütte an exponierter Stelle hoch über dem Stausee „Schlegeisspeicher“, als Gegenüber die Gletscher und Gipfel der Zillertaler Alpen. Da der Altbau nicht mehr zu sanieren war, entschloss man sich vor einigen Jahren zum Neubau. Bauen in diesen Höhen war und ist bestimmt von der Transportfrage. Die alte Hütte war aus Steinen der Umgebung gebaut, große Transporte aus dem Tal waren damals nicht leistbar, das arbeitsaufwändige Steinmauerwerk war die einzige Möglichkeit. Moderne Transportgeräte wie der Helikopter haben vieles verändert. Die vorgefertigte Konstruktion mit den neuen Möglichkeiten von Brettsperrholz ist konkurrenzlos leicht zu transportieren und kann, was in dieser Höhe wichtig ist, sehr rasch montiert werden. Die physischen Quali-

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täten von Holz erlauben zusätzlich ein direktes, ökologisch optimales Bauen: Die Brettsperrholztafeln tragen und dämmen gleichermaßen, eine Zusatzdämmung (die Hütte wird nur im Sommer betrieben) war nicht nötig. Wegen des extremen Wetterangriffs wurden alle Außenflächen verschindelt, und in wenigen Jahren wird das vergraute Holz den Dialog mit der steinernen Welt rundum aufgenommen haben. Seminarhaus Paulinarium, Vorarlberg „Alles Alte sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir leben“, schreibt Theodor Fontane sinngemäß und mit diesem Zitat werden die Gäste des idyllisch am Berg gelegenen Seminarhauses empfangen. Das Stallgebäude eines 350 Jahre alten Bauernhofs wurde mit großem persönlichem Einsatz der Bauherrschaft zu neuem Leben erweckt. Alt und Neu, Innen und Außen verschmelzen und erzeugen eine einmalige Atmosphäre. Die alte Holzkonstruktion wurde im Original erhalten. Ein großzügiges Fenster an der Westwand erlaubt den Blick ins Tal und

auf das benachbarte Bauernhaus. Die aus Stampflehm errichtete Theke und Wärmewand trennt einen Gästebereich von der Küchenzeile ab und passt sich wirkungsvoll ins Gesamtbild ein. Es wurde viel Wert darauf gelegt, die Renovierung möglichst ressourcenschonend zu gestalten und mit regionalen Unternehmen zusammenzuarbeiten. Abbruchmaterial konnte teilweise für Treppenstufen, Steinmauern oder Wandverkleidungen wiederverwertet werden. Holzfußböden, Wandverkleidungen, Innentüren und sogar Dachrinnen wurden aus Holz aus dem eigenen Wald errichtet. Vielleicht hat der eine oder andere Leser Lust bekommen, sich bei einem seiner nächsten Ausflüge in die Berge ein Juwel gelungener Alpinarchitektur selbst anzusehen. Es gibt eine erstaunliche Vielzahl von Objekten zu bestaunen und auszuprobieren. Die besonderen Herausforderungen des Bauens im Gelände an sensible Planer und Errichter spornen diese oftmals zu wahren Meisterleistungen an! Weiter so ...


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Das Zusammenspiel von Funktion, Kontext, Material und Ästhetik

Auf der Jagd nach Perfektion JÄGER Architektur besteht seit dem Jahr 2004 und hat seine Wurzeln in der Berglandschaft des Tiroler Paznauntales. Geprägt von der extremen Lage des Ortes und der Leidenschaft für die Berge, hat das Team um Geschäftsführer DI Manfred Jäger dort zahlreiche Projekte im Bereich Seilbahnbau, alpines Bauen und Tourismus erfolgreich umgesetzt. Heute hat die JÄGER ZT GmbH ihren Sitz in der Landeshauptstadt Innsbruck und bearbeitet Projekte von unterschiedlichstem Maßstab. // Text: Caterina Molzer-Sauper, Fotos: Mario, Imst; Frank Oberle, St. Gallen; Kronthaler; © soenne.com 1

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as Unternehmen folgt dabei dem Anspruch, den Kunden von der Idee bis zum fertigen Produkt zu begleiten und individuelle, unverwechselbare Lösungen zu entwickeln. Das Leistungsspektrum umfasst daher nicht nur die Tätigkeiten von der Projektplanung bis zur Projektausführung, sondern auch die gesamte Projektentwicklung bis hin zum Immobilieninvestment. Aufgrund der Verschiedenheit der realisierten und in Pla-

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nung befindlichen Projekte ist das kreative Team durch hohe Flexibilität, Effizienz und Kommunikationsfähigkeit bei der Bearbeitung neuer Aufgaben geprägt und verfügt außerdem über große Erfahrung in der Zusammenarbeit mit dem Bauherrn.Spezialisten aus der Entwurfs- und Konzeptentwicklung, der Innenraumgestaltung, der Energietechnik, dem Kostencontrolling und dem Projekt- und Immobilienmanagement sind gemeinsam in der Lage, komplexeste

Aufgaben und Projekte termin- und kostengenau umzusetzen und kreative, ökologische und ressourcenschonende Lösungen zu entwickeln. Die Anwendung ökologischer Konzepte und die Integration modernster Technologien und Materialien sind essentieller Bestandteil dieser Arbeit. Alle Projekte sind durch eine starke Beziehung zum Ort geprägt und werden sowohl aus der jeweiligen Situation als auch aus den geforderten Ansprüchen entwickelt. Die Su-


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Bergrestaurant Salaas, Samnaun – (2)

Auf einer zentral gelegenen Ebene im Herz der Alpen, inmitten der Samnauner Bergwelt, bietet sich dem Schifahrer ein sensationeller Blick auf ein Gebäude, das in harmonischer Wechselwirkung mit seiner Umgebung steht. Umringt vom Bergmassiv wirkt das Bergrestaurant wie der Schwung eines Schifahrers, der den Berg hinabfährt. Wie eine Schleife nimmt das Gebäude den Schwung der leichten Hangneigung auf und führt ihn weiter bis zur Panoramaterrasse im Obergeschoss. Große Glaswände gliedern die Fassade des Gebäudes. Befindet man sich im Inneren des Bergrestaurants, scheinen Innen und Außen fließend miteinander zu verschmelzen.

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Hotel zhero, Kappl – (3)

Inspiriert von seiner atemberaubenden Umgebung ist das zhero Hotel Kappl innen und außen ein Statement reduzierter Ursprünglichkeit und natürlichen Stils. Unter dem Dach dieses Hauses kommt zusammen, was zusammengehört: Extravaganz, Fashionstatements und vor allem zeitgemäßer Luxus. Alles trägt hier eine individuelle Handschrift: Angefangen beim phantastischen Interieur des Boutique-Hotels, über das 800 qm große Spa für pure Wellness bis hin zur glanzvollen Minotti-Lounge, die zum Showroom für Gäste und kulturelle Events wird.

Das Kronthaler, Achensee – (4) che nach differenzierten Lösungen, die städtebauliche Bezüge herstellen und ein spannendes urbanes Umfeld erzeugen, ist stets oberstes Ziel des Teams. Die Herausforderung, vielfältigste individuelle Ansprüche und Aufgaben in einem Projekt zu vereinen als auch immer wiederkehrende Projektansprüche neu zu überdenken, bildet für JÄGER Architektur die Motivation und den Antrieb, zukunftsorientierte und synergetische Lösungen zu entwickeln. Passend zum Titelthema „Berg-Bau“ hier nun dazu ein paar gelungene Beispiele von Jäger Architektur:

Ski- und Kongresszentrum Pardorama, Ischgl – (1)

Inmitten einer wilden Landschaft auf 2.620 m Seehöhe liegt ein Gebäude, das nicht nur dem Klima trotzen soll, sondern auch dem Berg. Die besondere geographische und topographische als auch die schwierige geologische Situation des Ortes erforderten eine äu-

ßerst sensible und konstruktiv anspruchsvolle architektonische Lösung. Das Pardorama ist bereits das dritte Gebäude, das auf dem Pardatschgrat gebaut wurde – kein Gebäude zuvor konnte der durch das Auftauen des Permafrost verursachten Bewegung des Untergrundes standhalten. Setzungsrisse von bis zu fünf Zentimetern im Jahr teilten die vorherigen Gebäude sprichwörtlich entzwei. Aufgrund der speziellen Lagerung auf nur drei Fundamentpunkten, die jedes Jahr wieder neu nachgestellt werden, und der bereits berücksichtigten Bewegungsfugen im Gebäudekomplex darf man optimistisch sein, dass dieses Gebäude, das ein Selbstbedienungsrestaurant, ein Bedienungsrestaurant, eine Eisbar und einen Kongresssaal beherbergt, der Nachwelt noch lange erhalten bleibt. Die erste Bauphase der Pardatschgratbahn, welche direkt zum Pardorama führen wird, soll noch im Sommer 2013 fertiggestellt werden. Auch dieses Projekt wird nach dem Entwurf von Jäger Architektur umgesetzt, Bauphase 2 wird folgen.

Bei diesem Objekt, das durch die besondere Situierung oberhalb des Achensees in Tirol glänzt, handelt es sich um einen großangelegten Zu- und Umbau des Bestandsgebäudes. Dem Besitzer des Hotels waren eine klare architektonische Formensprache sowie eine ökonomische und ökologische Lösung für den Umbau des Hotels äußerst wichtig. Bei der Konzeption der Räumlichkeiten war es wichtig, nur heimische, natürliche Materialien wie Holz, Steinzeug und Textilien zu verwenden und so aktiv eine Politik der kurzen Wege zu betreiben. Das Naturerlebnis im Inneren des Hotels hat Seltenheitswert, entspricht aber der Entwicklung der Gesellschaft und ist somit letzten Endes auch Spiegel der Architektur.

JÄGER ZT GmbH

Fürstenweg 5, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/257275 office@ihrarchitekt.com www.ihrarchitekt.com

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KITZMÜLLER ARCHITEKTUR Das Architekturbüro Jürgen Kitzmüller besteht seit dem Jahre 2001 mit nunmehr zwölf Mitarbeitern in den beiden Niederlassungen Absam und Lech am Arlberg. Aus der Vielfalt der Planungsaufgaben resultieren hohe Flexibilität, Effizienz und Kommunikationsfähigkeit des gesamten Teams. Die Erfahrung mit institutionellen und privaten Bauherren hat sich während der vergangenen Jahre gleichermaßen vertieft. // Text: Caterina Molzer-Sauper, Fotos: www.birgitkoell.at, Visualisierungen: Kitzmüller Architektur

Kunsthalle Arlberg, St. Christoph

Kunsthalle Arlberg, St. Christoph

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er Schwerpunkt von Kitzmüller Architektur liegt im Bereich des Tourismus, sprich im hochwertigen Hotel- und Restaurantbau sowie in der Planung ansprechender Wellnessbereiche. Seilbahnbau, Aussichtsplattformen oder Skywalks zählen ebenso zu

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den Spezialgebieten wie individuelle Shopkonzepte, ansprechende Innenarchitektur oder modernes Möbel- und Einrichtungsdesign. Reduzierte Materialwahl verbunden mit ausgeklügelten Farb- und Lichtkonzepten führt zu einzigartigen Ergebnissen, die erfolgreich die Handschrift von Jürgen Kitzmüller tragen.

Der Arlberg – ein Pass, ein Skigebiet und jetzt auch bald eine Bühne für die Kunst! Im Juni 2015 soll die Kunsthalle „Arlberg 1800“ mit einer Gesamtfläche von 1.470 Quadratmetern eröffnet werden. Ausstellungsflächen, ein Konzertsaal, ein Musikstudio und weitere Räumlichkeiten für bildende Künstler entstehen perfekt in die Landschaft integriert und werden, zum Großteil tief in den Berg eingegraben, ins Land erstrahlen. Galerist und Hotelier Florian Werner erweitert das bekannte Hospiz-Grand-Hotel um dieses Schmuckstück, in dem sich die Künstlerschaft zukünftig in edlem und hochwertig ausgestattetem Ambiente präsentieren darf. Landschaft und Kunst gemeinsam genießen zu können, wird wohl die Herzen vieler Reisender höherschlagen lassen!

Showroom Fiegl & Spielberger, Innsbruck

Der neue Schauraum mit Über- und Ausblick, elegante Chefbüros und ein hochexklusiver Besprechungsraum werden demnächst im Dachgeschoss des Firmengebäudes von


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Showroom Fiegl & Spielberger, Innsbruck

Erweiterung Hotel Bergkristall, Oberlech Rowa-Moser, Innsbruck

Fiegl & Spielberger in Innsbruck eröffnet. In den Firmenfarben Weiß – Grün – Schwarz sollte das Farbkonzept gehalten sein und die große Produktpalette des Unternehmens entsprechend zur Geltung gebracht werden. Architekt Kitzmüller ging mit viel Feingefühl an die Sache heran und erzielt ein kontrastreiches Ambiente. Der in coolem weißen Corian gehaltene Schauraum, der spannungsvoll mit grünen Lichtspangen eingefasst wird, hebt sich deutlich von den eher dunkel und warm gestalteten Büroräumlichkeiten ab. Durchblicke vom Showroom in die Büros verbinden die einzelnen Bereiche auf angenehme und geschickte Art miteinander. Durch eigens angefertigte, skulpturale Möbelelemente werden die einzigartigen Medienprodukte von Fiegl & Spielberger perfekt in Szene gesetzt.

Erweiterung Hotel Bergkristall, Oberlech

Das alteingesessene 4****S-Hotel Bergkristall in Oberlech präsentierte sich vor seiner Erweiterung im Jahre 2012 als mächtiger Solitär mit anspruchsvoll ausgestatteten Zimmern. Zur Vergrößerung und Aufwertung

dieser vorhandenen Kapazitäten wurde der Bestand um einen viergeschossigen Neubau in Hanglage erweitert, der durch einen exklusiven Tunnel mit dem Haupthaus in Verbindung steht. Dieses neue, trendige Spa-Chalet verwöhnt seine Gäste nun in hochwertig ausgestatteten Zimmern mit absolutem Wohlfühlfaktor und mit seinem traumhaft gestalteten Wellnessbereich.

Büro- und Lagergebäude Rowa-Moser, Innsbruck

Der neue Firmensitz der Firma Rowa-Moser in Innsbruck besticht neben seinem attraktiven äußeren Erscheinungsbild besonders durch sein Interiordesign. Das Netzwerkhaus zielt auf die Kommunikation mit Planern und Bauherrn ab; so bestand die Herausforderung in der Gestaltung darin, die Exponate (Beleuchtungs-, Unterflur- und Kabelführungssysteme, Bodenbeläge, Hohlraumböden, Heizungen ...) stimmig und angemessen zur Geltung zu bringen. Das Designkonzept zeigt sich zurückhaltend in Farbe und Material und arbeitet mit speziellen Lichteffekten und stimmungsvollem Ambiente auf allen Ebenen.

Architekt Jürgen Kitzmüller

KITZMÜLLER ARCHITEKTUR ZT GmbH

Rhombergstraße 9, 6067 Absam Tel.: 05223/43644 kitzmueller@kitzmueller-architektur.at www.kitzmueller-architektur.at Zweigstelle: Stubenbach 622 / Top 15 6764 Lech am Arlberg

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Von Städten und Entwicklungen Die ständig wachsenden, scheinbar völlig konzeptlos wuchernden Randbereiche um die natürlich entstandenen Zentren in Stadt und Land geben zu denken. Die Kernzonen sterben vielfach immer mehr aus, rundherum wachsen Einkaufszentren, Bürogebäude, Gewerbebetriebe und Wohnghettos aus dem Boden. Sind diese extremen Funktionstrennungen noch zeitgemäß? Eine Entwicklung, die Verantwortliche und Experten wachrüttelt und zum Denken und Handeln zwingt. // Text: Caterina Molzer-Sauper

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ls aktuellen Einstieg ins Thema besuchte eco.nova am 7. März 2013 das fünfte Immobilien Forum West im Congress Innsbruck zum Thema „Die Zukunft der Innenstädte“. Nationale und internationale Experten beleuchteten das Thema dabei aus verschiedensten Perspektiven. Was die Verantwortlichen im Land aus diesen Erkenntnissen schlussendlich schöpfen und machen, bleibt abzuwarten. Den Beginn der Vortragsrunde machte jedenfalls Mag. Johannes Tratter, Landesrat für Raumordnung in Tirol, der eine Verdichtung nach innen fordert und sich für eine Wiederbelebung der Ortskerne und Innenstädte mit attraktiver Infrastruktur ausspricht. „Solche Maßnahmen sind heute mehr denn je eine notwendige Alternative zum Flächenverbrauch auf der grünen Wiese“, so Tratter. Um diesem Ziel gerecht zu werden, sind Weitblick, wirksame Strategien und entsprechende politische Weichenstellungen notwendig. Die Instrumente der Raumordnung spielen vor diesem Hintergrund ebenso wie die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten der Dorferneuerung eine maßgebliche Rolle. Keynote-Speaker Kees Christiaanse, Professor für Architektur und Städtebau an der ETH Zürich, meinte nachdrücklich: „Die Stadt von morgen muss kompakt sein und über ein hochqualitatives öffentliches Transportsystem verfügen. Monofunktionelle Stadtviertel sind zu vermeiden“, so der Experte. In Europa gehe der Trend zu einer Stadtsteuerungskultur, die starre Bauordnungen ablöst. „Städte machen nicht mehr fixe, legislative Bau- und Zonenordnungen, in der alles festgeklopft wird. Stattdessen setzt man auf globalere Strukturvisionen, denen ein po-

litischer Konsens zugrunde liegt.“ In einigen anschaulichen Beispielen zeigte er eigene Projekte, wie beispielsweise das Projekt Hafencity Hamburg oder die völlige Neukonzeption der russischen Stadt Perm. Der Grundgedanke quer durch alle Projekte Christiaanses ist die Idee von der „Belebung der Sockelbereiche“ in der Erdgeschoss-Ebene. Damit ist eine vielfältige vertikale Nutzung (Arbeiten, Einkaufen, Essen, Wohnen) mit dimensional vorgegebener Gestaltung der Basis in den Stadtquartieren gemeint. In der Vertikalen darüber soll freie Architektur stattfinden dürfen – sogenannter „Action-Urbanism“. Stadtplaner Gerhard Doblhamer aus Salzburg sieht die Raumplanung in der Pflicht: „Innenstadt und Peripherie dürfen nicht länger gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssen sich ergänzen.“ Auch er meint, dass die Städte wieder kompakter werden müssen. Das Gegeneinander zwischen Kernstädten und den sogenannten Speckgürtelgemeinden sollte überwunden werden. „Das kann beispielsweise durch eine grenzüberschreitende örtliche Raumplanung erzielt werden, die verbindlich ist“, erläutert Doblhamer.

Gestaltungsbeiräte sollen Lösungen bringen

Sowohl das Land Tirol als auch die Stadt Innsbruck haben sich ganz aktuell zur Einrichtung eines Gestaltungsbeirates entschlossen. Unabhängige Experten aus den Bereichen Architektur und Städtebau sollen zukünftig in Fragen der baulichen Weiterentwicklung einzelner Zonen oder ganzer Regionen eingebunden werden. Laut einer Aussendung des Landes brauche es mehr Qualität bei städtebaulichen und landschaftsprägenden Projekten. Nur ein ge-

ringer Teil der Tiroler Landesfläche ist als Dauersiedlungsraum zu nutzen. Das Land Tirol erteilt daher dem Flächenverbrauch auf der grünen Wiese eine Absage und setzt verstärkt auf Ortskernrevitalisierung und eine Verdichtung nach innen. Dies unter Wahrung hoher Qualitätsansprüche, betont Tratter. Auf seinen Antrag wurde die Einrichtung eines Gestaltungsbeirates des Landes Tirol beschlossen. „Dieses neue Gremium versteht sich als Serviceangebot und kann von den Gemeinden kostenlos genutzt werden. Neben der Begutachtung einzelner Bauprojekte wird der Beirat auch die Landesregierung dabei unterstützen, architektonische sowie städtebauliche Kriterien für die Stadt- und Ortsentwicklung zu formulieren. Ziel ist die Hebung der Qualität und die Förderung positiver Effekte bei der Raumplanung sowie innerhalb der Gemeindeentwicklung.“ Der Gestaltungsbeirat setzt sich aus unabhängigen Experten verschiedener Fachbereiche zusammen, die mit den spezifischen Anforderungen des Bauens im Alpenraum vertraut sind. Die Kosten für den anfallenden Sach- und Personalaufwand werden vom Land Tirol getragen. Die Inanspruchnahme seitens der Gemeinden erfolgt freiwillig und ohne gesetzlichen Zwang. Der Beirat wird nicht mit Projekten befasst, die bereits Gegenstand eines Architektenwettbewerbes sind, in die Zuständigkeit eines bestehenden gemeindeeigenen Gestaltungsbeirates fallen oder den Bestimmungen des Tiroler Stadtund Ortsbildschutzgesetzes unterliegen. Auch die Stadt Innsbruck hat eine ähnliche Idee und kämpft schon seit vielen Jahren um die Einführung eines Gestaltungsbeirates, um die hohen Ansprüche an städtebauliche und architektonische Qualität besser ereco.nova

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Auszeichnung des Landes Tirol für Neues Bauen Auszeichnungen sind Anerkennungen für beispielhaftes Denken und Handeln und bedeuten in diesem Falle einen wichtigen Ansporn für die Planer unserer gebauten Umgebung. Alle zwei Jahre vergibt die Kulturabteilung des Landes diesen Architekturpreis, dessen Abwicklung durch das aut erfolgt. Die zahlreichen Einreichungen werden von einer Fachjury, die nicht aus Tirol stammt, begutachtet und nach einer Vorausscheidung die verbleibenden Projekte in einer ausführlichen Exkursion vor Ort besichtigt. Ungewöhnlich ist, dass es weder Kategorien noch Platzierungen gibt. Die Ausgezeichneten erhalten eine Urkunde und eine Projektbroschüre mit hoher Auflage. Der hohe Stellenwert dieses Preises liegt also nicht im Preisgeld, sondern in der Anerkennung hoher Qualität. Bewertet wird die vorbildliche Auseinandersetzung mit den architektonischen Herausforderungen unserer Zeit, sowohl in ästhetischer wie auch in innovativer Hinsicht. 1

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Im Jahre 2012 wurden folgende Auszeichnungen und Anerkennungen vergeben: Auszeichnungen:

1 Eduard-Wallnöfer-Platz, Innsbruck (LAAC Architekten, Innsbruck, Stiefel Kramer Architecture, Wien) 2 Rathaus und Stadtplatz Kufstein (Rainer Köberl, Giner + Wucherer, Innsbruck) 3 BTV – Zweigstelle Mitterweg, Innsbruck (Rainer Köberl, Christopher Perktold, Innsbruck)

Anerkennungen: 1 2 3 4 5 6

BRG in der Au, EKZ West, Innsbruck (reitter_architekten, Innsbruck) Erweiterung Hauptschule Rattenberg (Daniel Fügenschuh, Innsbruck) Wohnanlage Probsthofweg, Innsbruck (ARGE reitter – bortolotti_cede, Innsbruck) Tiflisbrücke Innsbruck (Hans Peter Gruber, Innsbruck) Freiraum Ahorn, Mayrhofen (M9 Architekten – Antonius Lanzinger, Innsbruck) Gaislachkogelbahn, Sölden (obermoser arch-omo, Innsbruck)

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füllen zu können. Der Beirat besteht aus drei Architekten bzw. einer Landschaftsarchitektin aus Wien, Linz und Luzern und soll sich der Begutachtung von größeren oder in Bezug auf das Stadt- bzw. Ortsbild bedeutenden Bauvorhaben und Projektvorlagen im Hinblick auf Änderungen von Flächenwidmung und Bebauungsplan sowie der Mitwirkung an städtebaulichen und Architekturwettbewerben widmen. Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Stadtrat Gerhard Fritz bezeichneten die Bestellung der Experten als „Festtag für die Innsbrucker Baukultur“. Arno Ritter vom aut (architektur und tirol) sieht’s nicht ganz so euphorisch: „Der Beirat ist gut für gute Projekte, schlecht für schlechte.“

„geStAltungSBeiräte Sind gut fÜr gute ProJekte und Schlecht fÜr Schlechte.“ Arno Ritter, Leiter und Geschäftsführer des aut

zukunftswege

Wann immer es im Land um Fragen rund um Architektur und Raumplanung geht, hat auch das aut ein Wörtchen mitzureden. aut. architektur und tirol (vormals Architekturforum Tirol) wurde 1993 als viertes „Haus der Architektur“ in Österreich gegründet und startete 1994 mit der ersten öffentlichen Veranstaltung in Innsbruck. Der auf Initiative einiger engagierter Architekten gegründete unabhängige Verein thematisiert Fragen zur qualitätsvollen Gestaltung unseres Lebensraumes bzw. arbeitet die für ihr Entstehen notwendigen gesellschaftlichen und rechtlichen Grundlagen auf. Weitere Infos dazu finden Sie unter www.aut.cc. Wir sprachen mit dem Leiter und Geschäftsführer des aut, Arno Ritter, über ein Projekt, das stellvertretend als Beispiel für einen innovativen Weg in die Zukunft gilt. Gemeindeentwicklung Fließ In der Oberländer Gemeinde Fließ fand im Jahre 2012 eine beispielhafte gemeinschaftliche Dorfentwicklungsarbeit statt. Ziel war es, das Dorfzentrum durch ein neues nutzungsdurchmischtes Ensemble mit den Funktionen

Wohnen, Arbeiten und Einkaufen aufzuwerten. Der neue Dorfplatz sollte Treffpunkt und das Zentrum dadurch wieder Mittelpunkt der Gemeinde werden. Die Kombination von Architekturwettbewerb und intensiver Bürgerbeteiligung sollte zu einem bemerkenswerten Ergebnis führen. Unterstützt wurde die Gemeinde von der Dorferneuerung Tirol, durch das Büro nonconform, die Architektenkammer, die Wohnbauförderung und das aut. architektur und tirol. Das Pilotprojekt, das erstmalig in Österreich die Beteiligung der Bevölkerung im Wettbewerbsprozess einführte, brachte Bürger mit den Architekturschaffenden in einen

engen Dialog. Daraus entwickelte sich ein qualitativ hochwertiges und von den meisten Beteiligten akzeptiertes Realisierungsprojekt von den Architekten ARGE köberl + kroess. Der mustergültige Entwicklungsprozess in Fließ zeigt neue Perspektiven auf und kann auch für andere Gemeinden österreichweit als Vorbild dienen. Eine wesentliche Erkenntnis daraus ist, dass ein gutes Projekt vor allem Zeit in der Entstehung benötigt. Die intensive Einbindung von Bürgern bringt Akzeptanz, Architekturwettbewerbe sorgen für Innovation und das Zusammenleben in der Zukunft ist nutzungsdurchmischt. Projektinfos unter: www.gemeindezentrum.at

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Gewerbearchitektur mit Knowhow aus Tirol „erobert“ die Welt 1998 als Studentengemeinschaft aus einem bunt gemischten Team mit einem breiten Spektrum aus Architektur, Architekturforschung, Möbelbau, Lichtplanung, Textilkunst, Grafikdesign und Webdesign gegründet, besteht die imgang architekten zt og seit dem Jahre 2007 als Ziviltechnikerbüro. Der Name imgang begleitet von Anfang an und leitet sich vom ersten gemeinsamen Arbeitsplatz im gangförmigen Stahllager einer alten Schlosserei ab. // Text: Caterina Molzer-Sauper Produktion Büchi - imgang bauen ein Produktionsgebäude mit 12.000m² Nutzfläche für die Labortechnikfirma Büchi Flawil/Schweiz

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ie Arbeitsweise des imgang-Teams rund um das Architektentrio Martin Kircher, Christoph Milborn und Clemens Plank folgt der Überzeugung, dass sinnvolle Architektur einem anthropozentrischen Leitbild folgt und nur dann als solche funktionieren kann, wenn die Bedürfnisse und Wünsche der Benutzer im Vordergrund stehen. Ihre Aufgabe als Architekten sehen sie darin, diesen durch ihr Wissen und Können individuell abgestimmt zu begegnen, um sie unter dem Imperativ von Qualität und Machbarkeit zu verwirklichen. Jede Aufgabe bringt eigene Anforderungen mit sich, und so haben sich die imgang architekten zum Ziel gemacht, Kundenbedürfnisse zu erfüllen und zu einer optimalen Umsetzung zu gelangen. Sie behandeln jedes Projekt relativ zu seinen Rahmenbedin-

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gungen und zwängen ihre Dienstleistung niemals in den Rahmen eines architektonischen Wiedererkennungswerts. imgang möchte nicht als formale Marke imgang abgelesen werden, ihr Anspruch sind vielmehr individuelle Optimallösungen. Im Zuge dessen stützen sie sich lediglich auf eine Reihe bewährter Anhaltspunkte. Sie fassen Ästhetik nicht als absolut auf, der Begriff fächert sich um funktionierende Parameter zur Qualitätssicherung auf. Der Erfahrungsschatz zeigt die Wichtigkeit eines funktionierenden Wegesystems und den Stellenwert eines freundlichen Arbeitsplatzes. Resonanz von gewerblichen Kunden bestätigt sie in ihrer Überzeugung, dass eine förderliche Arbeitsumgebung gut für Mitarbeiter und gut für die Firma ist. Ein Gespräch bei imgang macht sofort klar, dass das Architektenteam sich Kunden

und Mitarbeitern gleichermaßen verpflichtet fühlt und eine Philosophie des gemeinsamen, freundschaftlichen und wertschätzenden Arbeitens vertritt.

„imgang“ über die Schweiz nach Indien ...

Neben vielfältigen Aufgaben im eigenen Land (Wohnbau, Gewerbe, Tourismus, Innenarchitektur) hat sich das imgang-Team mittlerweile als architektonischer Vermittler und Umsetzer internationaler Bauaufgaben einen Namen gemacht. Über einen erfolgreichen Architekturwettbewerb in der Schweiz entstand vor einigen Jahren ein Netzwerk im Bereich des Gewerbebaus, das sich bis Asien erstreckt. Das Erkennen und Koordinieren komplexer Funktionsstrukturen, der Umgang mit anderen Kulturen und fremdartigen Bau-


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AB Mikroelektronik, Salzburg: Erweiterung und Umbau des Betriebsgebäudes, Fläche: 3.220 qm

So baut man in Indien: Labortechnik Büchi – imgang bauen in Indien ein 3.000 qm großes Produktionsgebäude der Glasbläserei in Surat/Indien

Labortechnik Büchi AG, Indien Indien bietet sich als attraktiver Wirtschaftsstandort der Zukunft an. Beim Bau einer neuen Glasbläserei der Labortechnikfirma Büchi im indischen Surat übernehmen imgang als Fachberater die Schnittstellenrolle zwischen heimischem Auftraggeber und Planern vor Ort.

weisen, das Umsetzen eines hohen technischen Aufwandes und die Koordination zahlreicher Fachplaner machen die besondere Kompetenz von imgang architekten aus.

Produktion Büchi

Im schweizerischen Flawil nahe St. Gallen entsteht die neue Produktionsstätte der Labortechnikfirma Büchi AG. An einem sanften Hang gelegen, blickt das Gebäude in die malerische Landschaft und schenkt Büchi-Mitarbeitern durch seine Konfiguration und Auslegung einen durchgängigen Bezug zur Umgebung. Im Sinne eines funktionellen Arbeitsablaufs und eines angenehmen Arbeitslebens gliedert sich der klare Baukörper in die Landschaft ein und lenkt im Innenraum seine Aufmerksamkeit auf Effizienz und Nutzerfreundlichkeit.

Der Wirtschaftsstandort Indien gewinnt international zunehmend an Bedeutung, und weltweit orientieren sich Firmen in Richtung Expansion in den asiatischen Raum. Die Schweizer Labortechnikfirma Büchi produziert Glaswerkstücke für die medizintechnische Anwendung und realisierte in Surat, Indien eine Entwicklungs- und Produktionsstätte. Surat liegt im indischen Bundesstaat Gujarat, einer Region, die aufgrund behördlicher, zoll- und steuerrechtlicher Verfahren für ausländische Firmen ein attraktiver Standort ist. Die Büchi AG benötigt zur Umsetzung ihres Bauvorhabens ein integrales Team aus Planern und Bauleitung vor Ort sowie Planern und Vermittlern in Europa. imgang architekten übernahmen beim Bauvorhaben der Glasbläserei diese Schnittstellenrolle des Architekturconsultings, um die Firma Büchi mit ihrem Wissen optimal zu unterstützen und die Abwicklung reibungslos verlaufen zu lassen. Zudem übernahmen imgang im letzten Drittel der Bauzeit auch die örtliche Bauleitung, um die gewünschte Qualität sicherzustellen. Das Gebäudekonzept, die Grundrisse und Fassaden wurden in Zusammenarbeit mit dem indischen Architektenteam Joshi & Mehta Associates entwickelt. Der leitende Architekt Kaushik Mehta steht in laufendem Austausch mit imgang, und das Büro reist in regelmäßigen Abständen nach Indien, um vor Ort die Qualität und das Voranschreiten des Projektes zu überprüfen. Ausgehend vom Planungskonzept legt imgang bei der Ausführung des Firmengebäudes besonderes Augenmerk auf das Betriebsklima, um optimale und somit profitable Arbeitsumstände zu erlangen. Angestellte können an einem angenehmen, positiven Arbeitsplatz produktiver und ausgeglichener ihren Tätigkeiten nachgehen.

Das imgang-Team: DI Dr. Clemens Plank, DI Martin Kircher, DI Christoph Milborn

Imgang architekten zt og Wohnbauprojekt in Igls auf einer Fläche von über 800 qm

Gumppstraße 53, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/278 615, office@imgang.com www.imgang.com

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Projekt Hungerburgweg: Die Hungerburg ist eine der begehrtesten Wohngegenden Innsbrucks. In einer der sonnigsten Lagen hoch über der Landeshauptstadt entsteht ein kleines, aber umso feineres Projekt für individuelles Wohnen in besonderer Lage. Die Anlage enthält lediglich vier Wohnungen mit 105 bzw. 140 Quadratmetern sowie ein Penthouse mit 155 Quadratmetern und bietet ein hohes Maß an Privatsphäre für jeden Bewohner. // Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie bei der PRISMA Zentrum für Standort- und Regionalentwicklung GmbH / David Steixner, prisma.tirol@prisma-zentrum.com

Was verbindet Sie mit dem Alltag?

natur & stadtnähe Seit vielen Jahren entwickelt, betreut und realisiert die PRISMA Unternehmensgruppe Standorte, die sich nachhaltig und ökologisch sowie sozial verträglich in die Umgebung integrieren und den Menschen als Bewohner und Nutzer in den Mittelpunkt stellen. // Visualisierung: PRISMA, Foto: iStockphoto

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ie PRISMA Unternehmensgruppe hat hierzulande bereits zahlreiche hochwertige Standorte erfolgreich realisiert und abgewickelt. Bekannt ist das österreichweit tä-

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tige Standort- und Regionalentwicklungsunternehmen in Tirol insbesondere durch das Competence Center Innsbruck, in dem auch der Tiroler Firmensitz untergebracht ist und das stellvertretend für eine

der Kernkompetenzen der PRISMA steht. Langjährige Erfahrung bringt die Gruppe auch in Bezug auf exklusives Wohnen mit, wobei Projekte wie Gletscherblick/Igls oder Dorfgasse/Hötting über die Wohnbautoch-


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hoch ÜBer den dächern Von innSBruck errichtet die PriSmA eine exkluSiVe kleinwohnAnlAge mit offen geStAlteten wohnräumen, ÜBerdAchten terrASSen und PriVAtgärten im erdgeSchoSS. Jede wohnung VerfÜgt ÜBer einen kAminAnSchluSS. ArchitektoniSch dominiert der nAtÜrliche werkStoff holZ. der weite Blick ÜBer die lAndeShAuPtStAdt und die nordkette im hintergrund Bringt einen ZuSätZlichen wohlfÜhlfAktor.

ter SPEKTRA Zentrum für Wohn- und Lebensraumentwicklung abgewickelt wurden.

zukunft geMeinsaM gestalten

Die aktive Dorf-, Stadt-, Stadtteil- und Regionalentwicklung ist neben dem Errichten von Impuls- und Technologiezentren mit klarer inhaltlicher und strategischer Ausrichtung das Haupttätigkeitsfeld der Gruppe. Stadt- und Dorfzentren werden dabei teils revitalisiert, teils völlig neu entwickelt. Alle Standortentwicklungen werden auf regional verträglicher Basis vorgenommen, Veränderungen behutsam durchgeführt, um das gesamte örtliche Umfeld wie auch die davon betroffenen Menschen entsprechend in die neue Situation einzugliedern. Immer mehr vermischen sich in größeren Bauprojekten heute die Themenbereiche Wohnen, Arbeit und Freizeit – auch hier gilt es, entsprechende Akzente für nachhaltigen Erfolg zu setzen und Impulsstandorte für Innovation, Technologie und Kreativität zu kreieren. PRISMA-Projektleiter David Steixner: „Wir fühlen uns den Menschen verpflichtet, die an unseren Standorten leben, arbeiten oder einkaufen. Wir entwickeln in Summe nicht nur große Standorte bis hin zu Stadtteilen, sondern gehen auch an kleinvolumigere Aufgaben mit derselben Sorgfalt heran – wie z. B.

an das neue Wohnprojekt auf der Hungerburg, das über den Dächern von Innsbruck Natur und Stadtnähe gekonnt verbindet.“

natur finDet staDt

In Kürze errichtet die PRISMA am Standort des ehemaligen Gasthauses Hungerburg eine kleine, exklusive Anlage mit lediglich fünf Wohnungen auf drei Geschossen, großzügigen Terrassen- und Freiflächen sowie einer Tiefgarage und Keller- und Allgemeinräumen im Untergeschoss. Die progressive Architektur fügt sich dank der Verwendung natürlicher Materialien harmonisch in die Umgebung ein und tritt auch nicht in architektonische Konkurrenz mit den umliegen-

„dAS grundStÜck der wohnAnlAge hungerBurgweg Befindet Sich in einer StädteBAulich SenSiBlen SituAtion. im SPAnnungSfeld ZwiSchen der tAlStAtion der nordkettenBAhn und der umliegenden wohnBeBAuung wurde ein klAr Strukturierter, mit ortStyPiSchen BAumAteriAlien VerSehener BAukörPer PlAtZiert, der Sich tAlSeitig mit groSSflächigen terrASSen öffnet und SPAnnende AuSBlicke richtung nordkette und dAS tAl Bietet.“ Architekt Gerhard Aicher, Aicher Architekten/Innsbruck & Lustenau

den Häusern und Villen des Stadtteils. Fast schon traditionell mutet die Holzschindelfassade an, die in Kombination mit der raumhohen Verglasung modern, aber nicht modisch wirkt und der Wohnanlage schon von außen eine eine hohe Wertigkeit verleiht. Durch das ausgeklügelte Konzept mit überdachten Loggien erfährt jeder Bewohner ein hohes Maß an Privatsphäre, die auch ob der Nähe zur Station der Hungerburgbahn nicht beeinträchtigt wird – denn bereits die Gartenfläche der Anlage wurde über das Niveau des Parkplatzes gehoben und das Grundstück somit uneinsichtig gemacht. Auf diese Weise lassen sich die bis zu 14 Sonnenstunden/Tag besonders genießen.

weitere infos: prisMa zentrum für standort- und regionalentwicklung gmbh Competence Center INNSBRUCK Grabenweg 3, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/390 296 prisma.tirol@prisma-zentrum.com www.prisma-zentrum.com architektur: Aicher Architekten Innsbruck & Lustenau www.aicher-architekten.at

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NACH HEADLINE BAUT MARKUS SCHAFFERER ZWEITEN PEMA-TURM Der PEMA-Turm Headline beim Innsbrucker Bahnhof gehört schon kurz nach Fertigstellung zu den Highlights der Tiroler Landeshauptstadt. Investor Markus Schafferer will Anfang 2014 die Bagger auffahren lassen. Gegenüber vom Sillpark entsteht ein zweiter PEMA-Turm in ähnlicher Dimension. Im eco.nova-Interview verrät der 35-jährige Innsbrucker seine Expansionsstrategie. Der PEMA-Turm Headline und seine Architektur kommen gut an bei den Tirolern, wie eine jüngst durchgeführte Umfrage ergab. Markus schafferer: Darüber freuen wir uns in der PEMA-Gruppe außerordentlich. Es ist der beste Beweis, dass wir bei diesem schwierigen Projekt richtig vorgegangen sind. Am Ende hat sich unser Durchhaltevermögen ausgezahlt. Gemeinsam mit der Stadt Innsbruck unter Federführung von Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, der Stadtplanung und der Tiroler Architektenkammer wählten wir nach einem längeren Entwicklungsprozess mit Headline von den Architekten Henke-Schreieck das richtige Projekt aus. Dass es von der Tiroler Bevölkerung so positiv beurteilt wird, ist die schönste Belohnung. Denn es geht ja nicht darum, sich selbst ein Denkmal zu setzen, sondern einen nachhaltigen Mehrwert für die Allgemeinheit zu schaffen.

Im neuen PEMA-Turm am Areal Amraser Straße werden neben Büros und einer Shoppingmeile auch Wohnungen entstehen.

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Als Investor und PEMA-Chef, der dieses über 60 Millionen Euro teure Projekt realisiert hat, sind Sie wahrscheinlich auch sehr zufrieden mit dem Mietermix im Headline. Auch wirtschaftlich dürfte sich Ihr Risiko rentiert haben. Wie immer gibt es bei solchen Projekten einige kritische Stimmen, die nicht an eine Realisierung glauben. Gemeinsam mit meinem Team konnte ich den PEMA-Turm Headline auch in Fragen der Wirtschaftlichkeit zum Vorzeigeprojekt machen. Mit der Moser-Holding sowie dem Bezirksgericht konnten wir zwei Mieter für unseren Turm begeistern, welche sich 20 Jahre an uns gebunden haben. Wenn jetzt im Frühjahr das Hotel „Adlers“ von der Familie Ultsch eröffnet wird, ist der Mix wirklich perfekt. Darüber hinaus haben wir etwa mit BoConcept oder dem Fitnesscenter McFit sowie unseren weiteren Handelspartnern und Gastronomen langjährige und seriöse Mieter im Boot. Mit Headline ist es der PEMA generell gelungen, viel Vertrauen bei allen unseren Partnern


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PEMA-Chef Markus Schafferer

Ist es ein Zufall, dass Sie erneut einen Turm in der Tiroler Landeshauptstadt errichten? Aufgrund der Beschaffenheit des Grundstückes ist es nicht wirklich überraschend, dass mehrere Architekten, die am Wettbewerb teilnahmen, auf einen Hochpunkt gesetzt haben. Dass sich die Jury einstimmig auf dieses Projekt festlegte, liegt vielleicht auch daran, dass nach der Fertigstellung vom PEMA-Turm Headline das Echo der Tiroler und vor allem der Innsbrucker so positiv war. Wenn man sich die Visualisierung des Siegerprojektes so ansieht, werden Sie nach Headline wieder ein architektonisches Highlight in Innsbruck schaffen. Unsere Priorität bei der Immobilienentwicklung liegt primär in der Schaffung eines Mehrwertes für alle Beteiligten. So bietet der neue PEMA-Turm hochwertige Flächen für Geschäfte, Büros und den Wohnbau. Mit seiner öffentlich zugänglichen Freiluftebene schafft er einen attraktiven Treffpunkt

für die Bürger und Besucher der Stadt. In der städtebaulichen Dimension verbindet er Pradl mit der Innenstadt, erweitert diese in Richtung Osten und wertet das bisher ungenutzte Areal wesentlich auf. Die Kunst liegt in der Vereinigung dieses Mehrwertes mit kreativer und zeitgemäßer Architektur, die sich harmonisch in das Stadtbild einfügt. LAAC ist dies gelungen und ich finde, dass die ästhetische Komponente des neuen Projektes sehr ansprechend ist und zu Innsbruck passt. Wir sind daher überzeugt, dass auch der neue PEMA-Turm die Zustimmung einer breiten Mehrheit unter den Tirolern finden wird. Können Sie schon verraten, welchen Mietermix Sie anstreben? Selbstverständlich haben wir bereits ganz konkrete Pläne. Wir wollen im zweiten PEMA-Turm Shopping, Büros und Wohnen anbieten. Wie wir diesen im Detail ausgestalten, möchten wir noch nicht verraten. Die öffentlich zugängliche Freiluftebene lädt zum Verweilen ein

„mit heAdline iSt eS der PemA gelungen, Viel VertrAuen Bei unSeren PArtnern Zu gewinnen.“

zu gewinnen. Wir sind kein Unternehmen, das vollmundig Projekte ankündigt, sondern wir wickeln seriös und nachhaltig ab. Dieser Erfolg motiviert uns natürlich, die nächsten Projekte mit Volldampf voranzutreiben. Hier scheinen Sie ja schon mehr als startklar zu sein. Das nächste Projekt am Areal gegenüber dem Sillpark neben dem Ischia-Haus wurde bereits vorgestellt. Das Siegerprojekt aus dem Architektenwettbewerb wurde wieder einstimmig gekürt. Ich hoffe, dass wir mit dem Bau des neuen PEMA-Turmes spätestens Anfang 2014 anfangen können. Bei der Vorgangsweise haben wir genau auf jene Parameter gesetzt, welche bei Headline zum Erfolg führten. Gemeinsam mit Stadt, Stadtplanung und Architektenkammer fand ein internationaler Architektenwettbewerb statt. Am Ende kürte die Jury einstimmig das Siegerprojekt: wieder ein Turmprojekt, dieses Mal vom Innsbrucker Architekturbüro LAAC. Von der Dimension ist es vergleichbar mit Headline, auch der Turm wird ähnlich hoch werden.

Das Architektenduo Frank Ludin und Kathrin Aste, PEMA-Chef Markus Schafferer, Planungs-Stadtrat Gerhard Fritz und Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer präsentieren das Siegerprojekt.

zahlen unD fakten

Baubeginn: Q1 2014 • Bauzeit: 1,5 Jahre • Investitionsvolumen: EUR 56 Mio.

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Lebe lieber ungewöhnlich Freie Wohnflächen sind in Innsbruck allgemein ein knappes Gut. Die Sillinsel Errichter GmbH als Mitglied der erfahrenen und langjährig erfolgreichen WAT-Bauträger-Firmengruppe realisiert auf einem der letzten attraktiven Grundstücke der Landeshauptstadt ein hochwertiges Wohnprojekt, das sowohl architektonisch und technisch als auch in Bezug auf die Ausstattung keine Kompromisse eingeht. Der Name: Sillinsel – und der ist auch Programm. // Visualisierung: obermoser arch omo zt gmbh | architektur, Foto: Julia Türtscher

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ir sprachen mit Hans-Jörg Paul, Prokurist der Sill­ insel Errichter GmbH, über das Projekt und warum die von Grund auf hochwertige Ausstattung schlussendlich hilft, Geld zu sparen. ECO.NOVA: Viele Bauträger bezeichnen Ihre Wohnungen allein ob der Lage als hochwertig. Was unterscheidet Ihr Projekt von anderen? HANS-JÖRG PAUL: Die Lage ist nur ein Kriterium, wenn wir von hochwertigen Bauvorhaben sprechen. Was nützt ihnen die beste Lage, wenn das Gebäude nicht ihren persönlichen, hohen Ansprüchen gerecht wird. Das Projekt „Sillinsel“ ist in jeder Hinsicht ein besonderes. Angefangen von der Lage – in einem Park, direkt an der Sill – über die äußere

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architektonische Hülle bis hin zum hochwertigen Interieur. Hier gehen wir absolut keine Kompromisse ein – weder bei den Grundrissen noch bei der Ausstattung. Sie statten die Wohnungen schon in der Basis mit Markenprodukten auf höchstem Niveau aus. Warum? Es geht uns dabei um die Wertigkeit des Projektes. Wir wollen mit der Architektur und Ausstattung der einzigartigen Innenstadtlage gerecht werden, die hochwertiges Wohnen verspricht. Und das wollen wir auch im Inneren halten. Der Name „Sillinsel“ kommt ja nicht von ungefähr: Das Projekt entsteht inmitten eines Parks, den wir für die Bevölkerung auf der Sillinsel errichten, quasi als Erweiterung des angrenzenden Rapoldi-Parks, mit nahezu unverbaubarer Aussicht. Fast al-

le Wohnungen sind auf diesen Park ausgerichtet, dieser Bereich ist verkehrsberuhigt, sodass die Bewohner keinen Verkehr unmittelbar zu spüren bekommen – und das mitten in Innsbruck! Diesen hohen Anspruch setzen wir konsequent fort und statten auch die Wohnungen mit europäischen Markenartikeln entsprechend aus; z. B. mit hochwertigen bauwerk-Parkettböden, Duschtrennwänden aus Glas von Duka oder Badkeramik von Villeroy & Boch. Bei den Fliesen haben wir uns für eine edle, großformatige Variante entschieden, wobei der Kunde aus insgesamt 21 Farbvarianten und fünf Oberflächen für das haptische Erlebnis wählen kann. Letztendlich hilft eine derart hochwertige Basisausstattung dem Kunden auch Geld zu sparen, weil sich die Extrakosten für Sonderwünsche auf ein Minimum reduzieren, und davon sind


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Bereich des Homeentertainment (Einbindung von TV-Geräten und Musikanlagen in die bestehende Elektroplanung) konnten wir die Firma rogllivetec aus Innsbruck als Partner für unsere Käufer gewinnen. Für wahre Technikfreaks bieten wir verschiedenste Addons, die so weit gehen, dass man fast die gesamte Wohnungstechnik via iPhone steuern kann. Die Vernetzung von Haushaltsgeräten schreitet immer mehr voran. Mit der bereits im Standard enthaltenen Ausstattung sind die Käufer bestens für die Zukunft gerüstet. Mit den Kompakt-Wohnungsstationen können die Bewohner an 365 Tagen im Jahr heizen – kalte Julitage gibt es auf der Sillinsel nicht mehr.

viele unserer Käufer überrascht. Die gesamte Wohnanlage und somit auch jede Wohnung ist selbstverständlich auch barrierefrei und behindertengerecht. Auch bei der technischen Ausstattung sind Sie mit diesem Projekt ein Vorreiter ... Ja, wir werden auch in diesem Punkt absolut up to date sein. „Smart Living“ ist für uns nicht nur ein Werbeslogan, sondern ein Versprechen an unsere Käufer. Jede Wohnung verfügt in der Standardausstattung bereits über eine Video-Türsprechanlage der Marke Siedle und über ein EIB-BUS-System, mit dem die Beschattung und Heizung gesteuert werden kann, auf Wunsch auch via Touchscreen. Drahtloses Internet und digitales Kabelfernsehen sind ebenso Standard. Für den

Große Themen sind auch Energie und Heizen. Sie schaffen beim Projekt Sillinsel einen Heizwärmebedarf von 19,8 kWh/m2a. Wir kratzen damit am Passivhausstandard, obwohl die Sillinsel nicht als Passivhausanlage geplant ist. Wir erreichen diese hervorragenden Werte einerseits durch hochwertige 3-fach-Isolierverglasung und auf der anderen Seite durch kontrollierte Einzelraumlüftungen, die das klassische Lüften überflüssig machen, gleichzeitig wird die feuchte Raumluft abtransportiert. So ist auch praktisch keine Schimmelbildung möglich. Das System ist übrigens so geräuscharm, dass es selbst in der Nacht durchlaufen kann und die Bewohner stets frische Luft in den Wohnungen haben. Geheizt wird mit einer Gas-Zentralheizung, die durch eine Solaranlage am Dach unterstützt und in Form eines Contractingvertrages errichtet und regelmäßig gewartet wird. Für die Bewohner ist damit sichergestellt, dass die Heizung immer mit dem optimalen Wirkungsgrad arbeitet – und somit sinkt der Gasverbrauch der Wohnanlage. Welche Wohnungsgrößen werden bei dem Projekt Sillinsel errichtet? Wir errichten Wohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 30 und 150 Quadratmetern.

Hans-Jörg Paul, Prokurist der Sillinsel Errichter GmbH in Innsbruck

Jede Wohnung verfügt mindestens über einen Balkon, eine Loggia oder eine Terrasse. Bei dieser erstklassigen Lage sowie der hochwertigen Bauausführung und Ausstattung müssen sie mit einem Quadratmeterpreis von rund 4.500 Euro rechnen. Käufer bekommen ihre Wohnung aus erster Hand, direkt vom Bauträger ohne Vermittlungskosten. In den beiden Untergeschossen stehen für die Wohnungen 150 Tiefgaragenplätze zur Verfügung. Eigens für dieses Projekt wurde bei uns im Büro ein Musterschauraum mit der Ausstattung errichtet. Hier können sich Interessenten bei einem persönlichen Beratungsgespräch näher informieren und sich von der Vielfalt und Qualität der Ausstattung überzeugen. Wann werden die Wohnungen an die Käufer übergeben? Der Bau schreitet zügig voran – die Übergabe der Wohnungen ist für 2014/2015 geplant.

Sillinsel – Infos Auf der Sillinsel in der Innsbrucker Innenstadt entstehen derzeit Wohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 30 und 150 qm. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt bei rund 4.500 Euro. In den beiden Untergeschoßen stehen 150 Tiefgaragenplätze zur Verfügung. Zur Basisausstattung zählen u. a.: • große Fensterflächen mit hochwertiger 3-fach-Isolierverglasung • elektrischer Sonnenschutz, hochwertige Parkettböden • individuelle Heizungsmöglichkeit für jede Jahreszeit sowie individuell regelbare Einzelraumlüftung mit Pollenfilter • Hochwertige Markenausstattung: exklusive Bäder mit Badkeramik von Villeroy & Boch / Armaturen und Thermostate von Hansa / Duschtrennwände aus Glas von Duka / Schaltermaterial von Gira • Video-Türsprechanlage bei jeder Einheit, Steuerung der Fußbodenheizung und des Sonnenschutzes über EIB-BUS-System Weitere Infos: Sillinsel Errichter GmbH, Valiergasse 60, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/280 700, wohnen@sill-insel.at, www.sill-insel.at

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akzentsetzer Mit dem ATRIUM AMRAS setzt die Bodner-Gruppe ein weiteres Projekt in gewohnt geradliniger Formensprache um und lässt damit gleichzeitig die bisherige optisch eher unschöne Gewerbezone an der Innsbrucker Osteinfahrt quasi verschwinden. Der Bau geht mittlerweile in den Endspurt, sodass das Büro- und Geschäftsgebäude planmäßig im Sommer in Betrieb gehen kann. // Fotos: Ursula Aichner/Bildbearbeitung: ICARUS creative, Visualisierung: Zechner & Zechner

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m 11. Juli 2012 wurde an der Kreuzung Grabenweg/ Gries­auweg im Beisein von Bürgermeisterin Mag. Christine OppitzPlörer, Mag. Ing. Thomas Bodner und Prisma-Geschäftsführer Ing. Egon Hajek der Grundstein für das rund 4.000 qm große Atrium Amras gelegt. Viereinhalb Monate später wurde die Fertigstellung des Rohbaus mit der obligatorischen Firstfeier begangen. Und auch zum Ende hin geht es zügig voran, sodass am 1. Juli 2013 – und damit nur ein Jahr nach Grundsteinlegung – die ersten Mieter ihre Räume beziehen können. Verantwortlich für Innsbrucks neues Entree am Ostende der Stadt ist die Bo-

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dner-Gruppe, die mit einem Investmet von rund 12,5 Mio. Euro ihrem Portfolio mit dem neuen Büro- und Geschäftsgebäude ein weiteres qualitativ wie architektonisch hochwertiges Objekt hinzufügen kann. Mag. Ing. Thomas Bodner: „Die Erfahrungen des viel umkämpften Marktes zeigen deutlich, dass ein neuer Business-Standort auf allen Ebenen überzeugen muss. Hierzu zählen Faktoren wie einfach erreichbare Lage, beste Parkmöglichkeiten für Mitarbeiter und Kunden, eine optimale Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz und die unmittelbare Nähe zu den Autobahnzubringern. Doch auch ein belebtes und vitales Umfeld mit interessanter Infrastruktur und

verschiedensten Synergiepotenzialen in diversen Branchen ist für viele Unternehmer entscheidend. Auch bei der Gebäudeausstattung wird ein hohes Qualitätsniveau immer mehr zur Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Vermietung. Im Atrium Amras verbinden wir genau dieses Aspekte miteinander und ernten dafür sehr viel positives Feedback.“ Nachgefragt beim Projektentwickler Prisma sind tatsächlich schon zahlreiche Flächen fix vermietet. Mag. Raimund Klausner: „Die Auslastung entwickelt sich wie die Errichtung planmäßig. Es freut uns, dass sich mehrere Unternehmen bereits langfristig für den Standort entschieden haben. Für die noch freien Flächen stehen wir mit interessanten Unternehmen in Kontakt.“

Funktionalität trifft design

„Form follows function“ ist nicht nur eine alte Architekturweisheit, sondern eine, die durchaus ihre Berechtigung hat. So entwarf das Wiener Architekturbüro Zechner & Zechner mit dem Atrium Amras ein multifunktionales Bürogebäude mit entsprechenden Gewerbeflächen im Erdgeschoss, das trotz großzügigem Platzangebot für die einzelnen Mieter noch genügend Freiraum für alle lässt. Das Gebäude selbst ist in seiner annä-


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hernd quadratischen Grundrisskonfiguration, die sich aus dem Bebauungsplan ergab, als Atrium-Typus konzipiert, der auch Pate für das gesamte Projekt stand. Der Haupteingang orientiert sich in Richtung Vorplatz, der gleichzeitig einen Brückenschlag zum benachbarten Gebäude mit Leiner und MPreis bildet. Im mehrgeschossigen überdachten Innenbereich findet die innere Erschließung statt, bestehend aus Treppen, Laubengängen und Aufzügen, wobei vom Eingangsfoyer eine tribünenartige Treppenanlage in das 1. Obergeschoß führt. Diese Fläche bietet sich auch für kleinere Veranstaltungen oder Meetings an. Im Erdgeschoss des fünfstöckigen Gebäudes werden gewerblich genutzte Flächen angeboten. Eine Apotheke ist bereits fix eingemietet, die stellvertretend für das Atrium Amras als Infrastruktureinrichtung für das umliegende Gebiet steht. Darüber erstrecken sich flexibel teilbare Büro- und Praxisflächen für Dienstleistungsbetriebe aller Art. Neben dem namensgebenden Atrium als Begegnungsraum bildet die Dachterrasse einen weiteren halböffentlichen Treffpunkt für Mitarbeiter des Gebäudes. Die außergewöhnliche Fassade des Atrium Amras besteht aus geschosshohen Betonfertigteilen – produziert im Betonfertigteilwerk Kurz, einem Tochterunternehmen der

„dAS wort Atrium iSt nicht nur nAmenSSPender fÜr dAS hAuS, Sondern Stellt einen wichtigen AktionSund kommunikAtionSrAum deS geBäudeS dAr.“ Architekt Martin Zechner, Architekturbüro Zechner& Zechner, Wien

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atriuM aMras – schnitt 1) Garage 3) Gewerbefläche 5) Atrium

2) Carport 4) Büro

Firma Bodner –, die sich mit unterschiedlich großen Fensteröffnungen in unregelmäßigem Raster abwechseln und so ein differenziertes Muster entwickeln. Die leichten geschossweisen Verschiebungen der Fassadenelemente ergeben ein Wechselspiel zwischen Hell und Dunkel, markieren die Schnittstellen zwischen den einzelnen Niveaus und machen die Geschoße damit „ablesbar“. Den rauen und matten sandsteinfarbigen Betonoberflächen stehen die glatten, spiegelnden Glaselemente gegenüber, die dem Gebäude seine ganz eigene, markante Identität verleihen. Die Fassade ist derzeit im Entstehen und lässt bereits das markante Gesicht des Atrium Amras erkennen; auch der Innenausbau geht mit Hochdruck voran, sodass der von Anfang an angepeilten Fertigstellung im Juli nichts im Wege steht. Über den Sommer werden sich die Räumlichkeiten endgültig mit Leben füllen und das Atrium Amras wird zu einem repräsentativen Ankerpunkt für den gesamten Stadtteil. // Kontakt und Vermietung: Prisma Zentrum für Standort- und Regionalentwicklung GmbH Innsbruck Tel.: 0512/390296 prisma.tirol@prisma-zentrum.com Weitere Infos unter www.atrium-amras.at eco.nova

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ingenieurBÜro mit weitBlick Die Bauingenieure von aste | weissteiner mögen’s offensichtlich schwierig und lieben die Extreme. So hat es zumindest den Anschein beim Blick auf die Referenzliste und bestätigt sich im Gespräch mit Geschäftsführer Thomas Weissteiner, der das Büro seit drei Jahren gemeinsm mit „Altmeister“ Christian Aste führt und für ordentlich frischen Wind sorgt. Exponierte Lagen, luftige Höhen, spektakuläre Architektur: Es gibt durchaus Konstrukteure, die daran scheitern. Für aste | weissteiner ist es die tägliche Herausforderung, extravagente Pläne in die Tat umzusetzen. // Text: Marina Kremser, Fotos: aste | weissteiner, Pitztaler Gletscherbahn

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er Tragwerksplaner und Konstrukteur muss mit beiden Beinen fest am Boden stehen, der Architekt darf schweben, lauten die einleitenden Worte der Homepage und bringen damit genau auf den Punkt, womit sich die aste | weissteiner zt gmbh täglich beschäftigt. Pläne sind Träume im Kopf, später auf Papier in diversen Maßstäben. Damit sie aber auch Realität werden, dafür sorgt das Team rund um Bauingenieur und Geschäftsführer Thomas Weissteiner. Mit ihm sprachen wir über die Arbeit im Allgemeinen und Architektur im Besonderen. eco.nova: Sie haben sich vor drei Jahren mit Christian Aste zusammengeschlossen und bilden numehr ein Duo, das sich opti-

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mal ergänzt. Wie sind die letzten Jahre verlaufen? thoMas weissteiner: Christian Aste blickt auf eine lange Berufserfahrung zurück. Dieses Know-how ist in dem Umfeld, in dem wir uns bewegen, besonders wichtig, zumal die Projekte, die wir umsetzen, selten Stan-

dard sind, sondern immer eine große Herausforderung bergen – sei es ob der Lage oder des architektonischen Entwurfs. Ich versuche dem Ganzen eine junge, dynamische Note zu geben. In Summe funktioniert die Zusammenarbeit hervorragend und wir bewegen uns stetig vorwärts.

„durch unSere lAngJährige erfAhrung wiSSen wir AlS trAgwerkSPlAner und konStrukteur, wie mAn SPektAkuläre, extrAVAgAnte ArchitektenentwÜrfe in die reAlität umSetZt. mit der Betreuung deS A.ö. krAnkenhAuSeS St. VinZenZ ZAmS Zeigen wir, dASS wir Auch mit groSSProJekten umgehen können.“ Bauingenieur Thomas Weissteiner, aste | weissteiner zt gmbh


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Wildspitzbahn am Pitztaler Gletscher auf 3.440 Metern: Statik auf höchstem Niveau // rechts oben: Baustelle Linke Seite: Visualisierungen der neuen Kunsthalle am Arlberg

Ihre Bauten sind vielfach sehr spektakulär und extravagant. Bestes Beispiel: Die Wildspitzbahn auf den Pitztaler Gletscher. Hat sich das Verständnis für Architektur in den letzten Jahren Ihrer Meinung nach verändert und ist offener, wagemutiger geworden? Natürlich ist schon wegen der technischen Möglichkeiten viel mehr machbar als früher. Man erkennt auch immer mehr, dass eine außergewöhnliche, auffällige Architektur wichtig und ein Publikumsmagnet ist. Der Trend zur großen, spektakulären Architektur ist klar spürbar. Was natürlich hinsichtlich der Statik hohe Anforderungen stellt. Wir setzen aber nicht nur architektonisch auffällige Bauten in extremsten Lagen um, sondern werden auch mit ganz anderen Herausforderungen im Tal konfrontiert – wie aktuell beim Aus- und Umbau des Krankenhauses St. Vinzenz in Zams, wo die Schwierigkeiten vor allem in Größe und Umfang

des Projektes und in den schwierigen Baugrundverhältnissen liegen. Gab es schon einmal einen Entwurf, der sich technisch nicht umsetzen ließ? Nein, denn es ist heute fast alles machbar – sofern es die äußeren Gegebenheiten zulassen. So war etwa bei der Wildspitzbahn eine Herausforderung, die entsprechenden Materialien in diese Höhe zu transportieren. aste | weissteiner hat derzeit einen Lehrauftrag am Institut für Hochbau in Innsbruck unter der Leitung von Dr. Patrik Schumacher, dem Partner von Zaha Hadid. Es ist für uns wichtig, ständig am Puls der Zeit zu sein. Der Lehrauftrag ermöglicht es uns zu sehen, wo sich die Architektur hinentwickelt und inwieweit sich die Konstruktionsmethoden anpassen müssen. Das ist auch für uns ein stetiger Lernprozess.

aste | weissteiner zt gmbh Christian Aste & Thomas Weissteiner Erlerstraße 13, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/580330 office@aste-weissteiner.com www.aste-weissteiner.com

Therme Längenfeld: Aufstockung Sauna als Holz-Faltwerk

Auszug aus der Referenzliste Abgeschlossen: • Fußgängerbrücke in St. Ulrich, Grödental • Wildspitzbahn am Pitztaler Gletscher • Aussichtsplattform Top of Tyrol am Stubaier Gletscher • Aussichtsplattform Big 3 am Söldener Gletscher • Top Mountain Star in Hochgurgl • Bergisel-Sprungschanze • Aqua Dome – Tirol Therme Längenfeld: Neubau 2002 / Hotel-Zubau und Kristallsauna-Aufstockung 2012 Künftige Projekte: • Kunsthalle + Landhäuser (Arlberg Hospiz in St. Christoph am Arlberg) • Krankenhaus St. Vinzenz, Zams • Neue Bergstation inkl. Restaurant und Panoramabar, Rüfikopf in Lech am Arlberg • Skigebiets-Zusammenschluss Lech/Zürs und St. Anton

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Innovative Präsentationsfläche

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Die Firma Lindner Traktoren in Kundl baut nicht nur die Extraklasse unter den Landmaschinen, sondern wird in Zukunft ihre innovativen Produkte auch in einem ganz neuen, modernen und funktionalen Ambiente präsentieren – dem Lindner Innovationszentrum. Umgesetzt wird das Projekt von HVW Architekten – Henrich Veternik Walter ZT GmbH. // Text: Barbara Wildauer, Fotos: sedlakphoto.com, Helmut Nederegger, HVW

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ebaut bzw. erweitert wird eine bestehende Halle als multifunktionaler Ausstellungs- und Präsentationsraum, der als modernes Kundencenter mit Verkaufsraum inklusive eigener Boxen für die Übergabe der Fahrzeuge an die Käufer, Schulungsraum, für Hausmessen und Veranstaltungen genützt werden wird. In einem eigenen Bereich im Obergeschoß entsteht ein Museum, das die Entwicklung und Innovationskraft des erfolgreichen Tiroler Familienbetriebes anhand der Traktoren sichtbar macht. Unterschiedliche Ebenen bieten den Besuchern verschiedenste Perspektiven auf das Produkt und ermöglichen, den Raum auf vielfältige Art und Weise zu erleben. Die Fertigstellung wird im Oktober 2013 erfolgen. Die Umsetzung des Projektes liegt in den Händen von HVW Architekten aus Kundl. Architekt Edd Henrich mit seinem Team und Projektleiterin DI Nina-Antonia Schubert gestalten eine innovative multifunktionale Präsentationsbühne, auf der die innovativen Traktoren der Fa. Lindner im Mittelpunkt stehen. Henrich: „Lindner-Fahrzeuge sind seit der Firmengründung mehr als Landmaschinen – sie sind innovative Fahrzeuge, die ihre Fahrgäste den ganzen Tag bei der Arbeit un-


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terstützen und begleiten. Funktionalität, Komfort und Innovation sind die drei Erfolgsfaktoren, die mit dem neuen Kundencenter auch in der Präsentation noch stärker herausgearbeitet werden.“ Dazu wird mit Baubeginn April 2013 eine bestehende Halle in Beton und Holzbauweise erweitert. Bei den Baumaterialien wurde auf Baustoffe aus der Region gesetzt. Westseitig wird in Zukunft eine Photovoltaikfassade Strom erzeugen. Das Gebäude erreicht mit Dreifachverglasung und Energiesparkomponenten annähernd Passivhausstandard. Das Gebäudevolumen wird von einem auskragenden Baukörper und einer nach Westen ansteigenden Dachlinie dominiert. Die Positionierung des Baukörpers im Südosten des Grundstücks verschafft Erweiterungspotenzial nach Westen. Im Obergeschoss entsteht eine Tribüne mit Innenraum und begrüntem Außenbereich, die einen freien Blick auf den Innenhof erlaubt. Großflächige Glasfassaden und Fensteröffnungen lassen jene Transparenz zu, die Ausblicke auf die Berglandschaft und Einblicke in das Gebäude ermöglicht. Die Traktoren werden im Innenund Außenraum präsentiert. Der Außenbereich wird stark aufgewertet und soll für Veranstaltungen und als Traktorparcours genutzt werden. Für die Fassade wird Ökoskin – neu entwickelte Betonpaneele – verwendet, das eine interessante Lattenoptik erzeugt und mit einem besonderen Farbverlauf gestaltet wird. Ein innovatives Gebäude für ein innovatives Familienunternehmen in Tirol.

„dAS neue lindner innoVAtionSZentrum – ein multifunktionAleS VerkAufS- und kundencenter – iSt ArBeitSrAum, treffPunkt und PräSentAtionS- und VerAnStAltungSBÜhne, in dem Sich AlleS um die innoVAtiVen lindnertrAktoren dreht.“

elegante verbindung. Zur Erweiterung bzw. Verbindung von bestehenden Gebäudeteilen wurde als Lösung eine Glasbrücke gestaltet. Projektleiter Ing. Alexander Rieser von HVW Architekten: „Die besondere Herausforderung bei diesem Projekt war einerseits das bestehende Gebäude, das wahrscheinlich bereits ca. 150 Jahre alt ist, sowie die Anforderung, in den Abmessungen so klein als möglich zu bleiben. Sie wurde als bereits fertige Stahlkonstruktion hinaufgehoben und eingesetzt und thront jetzt als elegantes Verbindungsstück über dem Hof."

krönenDer abschluss

hvw architekten henrich veternik walter zt gMbh

Dr.-Franz-Stumpf-Str. 23, 6250 Kundl Tel.: 05338/8069, E-mail: office@hvw.at, www.hvw.at

Ein weiteres Projekt von HVW Architekten ist die Aufstockung eines Industriegebäudes, bei der ein bereits nachträglich aufgesetzter Gebäudeteil eine pfiffige Lösung erforderte und auch ermöglichte. Aufgrund der statischen Gegebenheiten musste auf extreme Leichtbauweise gesetzt werden und ein bereits aufgesetzter Gebäudeteil eingeschlossen werden. Die glänzende Aluminiumfassade verdeckt ein leichtes Stahlskelett, das mit Holzplatten ausgesteift wurde. Die „Naht“ in Form von Stahlträgern verbindet den neuen Gebäudeteil mit dem Bestand – die Zick-Zack-Anordnung erwies sich als günstig für die Stabilität und wird als gestalterisches Element durch die dunklen Stahlträger noch betont.

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im rechten licht Die (Innen-)Architektur trägt maßgeblich zum Wohlfühlfaktor bei, im eigenen Zuhause und ganz besonders im Berufsleben. Eine tragende Rolle spielt sie vor allem in Büros und Geschäftsräumen mit viel Kunden- oder in diesem Fall Klientenkontakt. Innenarchitekt Armin Hausberger hat die Rechtsanwaltskanzlei von Wolfang Oberhofer, Erwin Markl und Christian Kurz aus ihrem Dornröschenschlaf geholt und gibt der anwaltlichen Kompetenz ein modernes, unaufgeregtes und elegantes Gesicht. // Fotos: Günter R. Wett

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ie Gemeinschaftskanzlei in der Innsbrucker Schmerling­ straße 2 vis-à-vis dem Landes­gericht ist eine der ältesten Kanzleien der

Stadt und wurde kürzlich nach einem nur zweimonatigen Umbau architektonisch ins Heute transferiert und technisch wie optisch an die modernsten Standards angepasst. Ver-

antwortlich dafür zeichnet Innenarchitekt Armin Hausberger, der die Räume im Jahrhundertwendehaus behutsam und mit großem Respekt vor dem alten Baubestand adeco.nova

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Dr. erwin Markl

erwin.markl@ra-kanzlei.co.at • Spezialgebiete: Immobilienrecht, Unternehmens- und Gesellschaftsrecht, Bankrecht und Anlageberaterhaftung

Dr. christian kurz

christian.kurz@ra-kanzlei.co.at • Spezialgebiete: Immobilien- und Bauträgervertragsrecht, Familien- und Scheidungsrecht

Dr. wolfgang oberhofer

wolfgang.oberhofer@ra-kanzlei.co.at • Spezialgebiete: Schadenersatzrecht, Immaterialgüterrecht, insbesondere Wettbewerbsrecht, Gesellschafts- und Vertragsrecht Kanzleitelefon: 0512/58 77 78 Fax: 0512/57 12 74

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„wir hABen den umBAu der kAnZlei mit Viel reSPekt fÜr die Alten Strukturen Vorgenommen. SchluSSendlich Sind dAmit räume mit einem tollen AmBiente fÜr klienten und eine Völlig neue ArBeitSSituAtion fÜr die mitArBeiter entStAnden. kurZum: eine kAnZlei mit hohem wohlfÜhlfAktor.“ Innenarchitekt Armin Hausberger, www.raumweit.at

aptiert und deshalb auch viel davon erhalten hat. Auffällig sind vor allem die dunklen, schweren, raumhohen Türen, die ebenso wie die kontrastreichen Holzböden aufwändig restauriert wurden und die Kanzlei zu einem gelungenen Beispiel für den gekonnten Mix aus Tradition und Moderne machen. Die großen Wandflächen wurden bewusst in reinem Weiß ohne viel Deko gehalten, um

die altehrwürdigen Bestandteile gebührlich wirken zu lassen und ihnen den entsprechenden Rahmen zu geben. Mit viel Verständnis für das große Ganze und dem gleichzeitigen Blick für Details wurde beim Umbau ein besonderes Augenmerk auf das Lichtkonzept gelegt. LED-unterstützte indirekte Beleuchtung setzt gekonnte Akzente und taucht die gesamte Kanzlei ins rechte Licht.


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Wir bedanken uns bei folgenden Firmen für die gute Zusammenarbeit beim Kanzleiumbau

HAUSBERGER INNENARCHITEKTUR HAUSBERGER Planung und BauleitungINNENARCHITEKTUR Seilergasse 15 | 6020 Innsbruck – Austria Tel +43 664 410 96 05 | office@raumweit.at | www.raumweit.at

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Hochwertiger Wohnbau für alle Die in Thaur beheimatete IC Immobilien Errichtung GmbH steht für hochwertigen und leistbaren Wohnbau für alle. Das Angebot erstreckt sich vom preiswerten familiengerechten Wohnraum bis hin zur exklusiven Traumwohnung in Toplage. Größtes Augenmerk dabei legen Firmengründer und Inhaber Peter Schneider und sein Team auf eine wertvolle architektonische Erscheinung, höchsten Baustandard mit hochwertigen Materialien für beste Energiewerte und eine hohe Nachhaltigkeit. Darüber hinaus kümmert sich das auf Innsbruck und Umgebung spezialisierte Unternehmen um den gesamten Ablauf von der Planung über die Abwicklung und Errichtung bis hin zu Beratung und Verkauf. Anbei finden sie vier aktuelle Projekte der IC GmbH, welche die Philosophie des Unternehmens widerspiegeln.

Thaur – Garten- und Terrassenwohnung

Exklusive Villenlage in Hall

Ein sehr gutes Beispiel der IC Immobilien Errichtung GmbH, wie bedarfsgerecht Wohnbau sein kann, entsteht derzeit nahe dem Ortskern von Thaur. Zwei getrennte Wohnanlagen mit jeweils zwei Baukörpern und gesamt 12 Wohneinheiten sind derzeit im Bau. Familiengerechtes Wohnen im qualitativen Ziegelhaus mit besten Energiewerten und höchster Wohnbauförderung. Alle Einheiten zwischen 60 und 130 qm sind bereits vergeben.

Am Ende der Boznerstraße in Hall entstand eine besonders exklusive Kleinwohnanlage. Die Anlage in der verkehrsberuhigten Zone in der geschichtsträchtigen Münzstadt zeichnet sich neben ihrer Toplage auch durch ihren Top-Baustandard und die exklusive Ausstattung aus. Die 9 Wohneinheiten verfügen allesamt über Terrassen und Gärten im Erdgeschoß. Wohnungen zwischen 45 und 90 qm, bereits fertig gestellt.

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Sonnenlage Pettnau – zehn Minuten nach Innsbruck Die Kleinwohnanlage am Rande des Ortskernes von Pettnau beeindruckt zum einen durch ihre architektonische Erscheinung, zum anderen durch familiengerechte Wohnungen mit großzügigen Terrassen und sonnigen Eigengärten. Attraktive Verkaufspreise sowie höchstmögliche Wohnbauförderung garantieren leistbares Wohnen für alle. Zu den weiteren Vorzügen zählen die hohe Qualität und umfangreiche Ausstattung sowie die Nähe zur Landeshauptstadt. Geplanter Baubeginn für die 6 Wohnungen und 4 Reihenhäuser: 3. Quartal 2013.

Terrassenresidenz in Arzl bei Innsbruck Dieses 1A-Lage-Projekt in der Arzler Straße zeichnet sich gleich durch mehrere Besonderheiten aus. Für die Errichtung des Objektes wurde ein Architektenwettbewerb ausgerufen. Das Büro der Mathoi Architekten in Innsbruck konnte sich schlussendlich gegen neun Vorschläge durchsetzen. Die Anlage aus der Feder von Stefan Schusterschitz zeichnet sich dadurch aus, dass durch die optimale Anpassung an die Topographie und den Rücksprung von rund sechs Meter pro Ebene eine der wenigen richtigen Terrassenwohnanlagen entsteht. Damit besitzt jede der 12 Wohnungen (zwischen 60 und 160 qm Wohnfläche) eine eigene intime, vorgelagerte Panoramaterrasse mit bester Südausrichtung. Exklusive Architektur und Ausführung. Baubeginn Sommer 2013.

Immo Center der IC Immobilien Service GmbH, Römerstraße 16, II. OG, 6065 Thaur Tel.: +43(0)5223 52555 E-Mail: office@immo-center.cc Geschäftszeiten Mo. bis Fr. von 9 bis 12 & 13:30 bis 17:30 Uhr bzw. nach Terminvereinbarung

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Den Kulturen der Welt eine neue Heimat architektur.öffentlich

Fotograf und Journalist Gert Chesi wollte seine Afrika- und Asiensammlung der Öffentlichkeit zugänglich machen, die er im Laufe von 40 Jahren auf all seinen Reisen zusammengetragen hat. 1995 eröffnete er das „Haus der Völker“ in Schwaz im ehemaligen Kloster St. Martin, das von einem Gefängnis über ein Erziehungsheim zum ethnologischen Museumsprojekt wurde. Seither entwickelte sich das „Haus der Völker“ zu einer einzigartigen Erfolgsgeschichte, präsentierte fünfzig Sonderausstellungen in Kooperation mit internationalen Museen und Privatsammlungen und brachte die außereuropäische Kultur nach Schwaz. // Text: Julia Sparber, Fotos: Museum der Völker, Gerhard Berger

Der Zubau, der das Haus endgültig zum „Museum der Völker“ gemacht hat. Zuletzt sind rund 12.000 Besucher pro Jahr der Einladung gefolgt, fernen Kulturen in Schwaz zu begegnen. Mit dem Zubau und dem neuen Museumskonzept soll der Betrieb nun für viele Jahre gesichert sein. Der Entwurf stammt von Architekt DI Peter Mayrhofer, Innsbruck

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on Beginn an war das Haus der Völker ein Ort der Begegnung, an dem die verschiedensten Kulturen der Welt – sinnlich inszeniert – erfahrbar gemacht wurden. Der Weg dorthin

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war freilich kein geebneter: Immer wieder gab es Diskussionen über den Standort und Finanzierungsprobleme. Ende 2009 drohte das endgültige Ende, weil das Land befand, das Haus anderweitig nutzen zu wollen.

Vom Haus zum „Museum der Völker“

Der Hartnäckigkeit von Gert Chesi ist es zu verdanken, dass heute ein moderner Zubau das Haus ergänzt und die bisherige Größe


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von 1.000 Quadratmetern beibehalten werden konnte. Mit dem Sozialpädagogischen Zentrum St. Martin wurde ein Kompromiss geschlossen, der einen Teil der ehemaligen Museumsräumlichkeiten für deren Nutzung

vorsieht. Gert Chesi wurde in all den Jahren des Disputes nicht müde, den zuständigen Landespolitikern die wichtige Präsenz fremder Kulturen hierzulande zu vermitteln. Letztendlich entlockte er dem Land 1,5 Mil-

lionen Euro, um das Haus zum „Museum der Völker“ werden zu lassen. Am 12. April 2013 wurde das neue MdV feierlich eröffnet und die zuständige Kultur-Landesrätin Beate Palfrader sprach „vom eco.nova

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Museumsgründer Gert Chesi

Zugang zum Neubau

eindeutigen Bekenntnis des Landes, dass die Pflege der Kulturen weit über die Grenzen Tirols hinausgeht“. Gert Chesi bedankte sich vor allem bei seinem Fürsprecher, dem Schwazer Bürgermeister Hans Lintner. Er überreichte ihm ein Königszepter, das Chesi vor Jahren aus der afrikanischen Republik Benin mitgebracht hat und das Macht sowie Machterhalt symbolisieren soll.

Zubau und neues Konzept

Das neue „Museum der Völker“ ist die Realisierung des Entwurfes von Architekt DI Peter Mayrhofer, mit dem auch eine Veränderung des bisherigen Ausstellungskonzeptes einherging. Zu den Flächen der Dauerausstellung kamen zwei großzügige Ausstellungsräume hinzu. Sonderausstellungen mit ethnografischen Inhalten werden wie bisher in regelmäßigen Abständen gezeigt, ergänzt durch einen kleineren Raum, der eine Präsentationsplattform für zeitgenössische Ansätze und Privatinitiativen bieten soll. Artefakte außereuropäischer Kunst und Fotografien sollen die Zahl der Sonderausstellungen im MdV erhöhen und die Themenbereiche erweitern. Zur Eröffnung wird derzeit die Ausstellung „Sangomas“ gezeigt, die von den traditionellen Heilerinnen Südafrikas erzählt – in der Bildsprache des deutschen Fotografen Peter Frank. Gert Chesi selbst zeigt Fotografien von Geistermasken aus Thailand. Zum neuen Konzept des Museums gehört auch das Magazin A4, das zweimal jährlich im Eigenverlag erscheint und das einzige Magazin für außereuropäische Kunst und

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Kultur im deutschsprachigen Raum ist. Die erste Ausgabe widmet sich dem Fokus Indien und ist umgedreht der aktuelle Ausstellungskatalog zur Neueröffnung.

Erweitertes Repertoire

Die Dauerausstellung wird sich künftig aus drei Sammlungen zusammensetzen: Wie bisher werden die persönlichen Exponate Gert Chesis das „Museum der Völker“ dominieren – neu dazugekommen ist eine lebensgroße Statue der kambodschanischen Gottheit aus der Angkor-Periode des 12. und 13. Jahrhunderts oder eine Holzskulptur einer Guanyin, die bedeutendste Gottheit des südostasiatischen Raumes der Song-Periode. Ein weiterer großer Teil stammt von der Grazer „Hanns Schell Collection“: Ein neues Beispiel daraus ist ein jugendlicher Buddha im Prinzengewand, aus dessen Körper Flammen lodern und seine überragende Spiritualität symbolisieren. Die Figur befand sich in einem Wassertempel in Burma und stammt aus der Shan-Periode des 17. Jahrhunderts. Die Münchner Stiftung Lindner stellt unter anderen Exponaten eine Ahnenfigur aus Papua-Neuguinea zur Verfügung, die im Rahmen der Ausstellung „Kunst der Völker“ 1972 zu den Olympischen Spielen in München präsentiert wurde.

Ein Basar der Fülle

Insgesamt sind 1.500 Exponate im neuen „Museum der Völker“ zu sehen, das jedem modernen Museumskonzept einer reduzierten Vermittlung von kulturellem Erbe

widerspricht. Für Chesi ist „das neue Museum der Völker wohl das überfüllteste Europas, doch die Kulturen Afrikas und Asiens sind eine Kultur der Üppigkeit.“ Wenn er von einem „Basar der Fülle“ spricht, meint er eine breit angelegte Schau, die umfassend Einblick in fremde Welten gibt und die Sinne des Betrachters mit einer Vielzahl an Farben und Formen reizt. Farbliche Akzentuierungen in den Vitrinen und Nischen lassen Tiefenwirkung, dezente Beleuchtung bisweilen mystische Stimmung aufkommen. Im Afrika-Raum hat Chesi einen Originaltempel nachgebaut, der auch via Fotografien in Erscheinung tritt. Die großformatigen Bilder Chesis sind authentische Zeugnisse des Weltreisenden, der sein Leben der Suche nach lebendigen Hochkulturen und archaischen Kulten widmet und diese in Bild und Text festhält. Eine Rampe verbindet die Archäologieabteilung mit den darüber liegenden Räumen der Sonderschauen. Diese Rampe ist auch von außen erkennbar, Sichtbeton auf Stehern mit dunkelgrauen Lettern: Museum. Die Rampe ist nicht nur Verbindung zum „alten“ Haus, sondern steht auch analog für die symbiotische Verbindung der Kulturen in Schwaz und die endgültige Beilegung eines leidigen „Kulturkampfes“. 

Museum der Völker

St. Martin 16, 6130 Schwaz www.museumdervoelker.com Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr


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tiwAg PräSentiert dAS energieeffiZienZPAket 21 Bereits das dritte Jahr in Folge leisten die TIWAG und ihre kommunalen Partner EW Reutte AG, Energie West GmbH und IKB AG mit ihrem Maßnahmenpaket für einen effizienten Energieeinsatz in den heimischen Gemeinden, Haushalten und Betrieben einen Beitrag zur Ökologisierung des Energiewirtschaftssystems im Rahmen der heimischen Energieeffizienzpolitik.

tiwag-energieeffizienz-paket 2013 auf einen blick 1) sparsaMe energieverwenDung

Energieberatungsangebot: Die TIWAG verstärkt ihre telefonische Energieberatung durch ihre Mitarbeiter im TIWAG-Service Center (kostenfreie Hotline: 0800 818 811) und stellt auch weiterhin Stromverbrauchsmessgeräte zur Verfügung, mit denen sich der Verbrauch einzelner Haushaltsgeräte bestimmen lässt. Unsere Energieberater sind nicht nur auf Messen vertreten, sie besuchen Kunden auf Wunsch auch zuhause, um das Energieeinsparungspotenzial vor Ort zu erfassen, und schlagen gegebenenfalls ein individuelles Maßnahmenbündel vor. Setzen gemeinsam Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz in Tirol um: v. li. n. re. Bruno Wallnöfer und Erich Entstrasser (TIWAG), Harald Schneider (IKB AG), Klaus Schmitzer (EWR AG) sowie Helmut Mainusch (Energie West GmbH, nicht im Bild).

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orstandsvorsitzender Bruno Wallnöfer: „Insgesamt wird die TIWAG in diesem Jahr bis zu 1.900.000 Euro zur Förderung der Energieeffizienz in Tirol investieren. Das sind um immerhin rund 300.000 Euro mehr als 2012.“ Ergänzend zu den direkt von der TIWAG unterstützten Maßnahmen im Paket ist die TIWAG – gemeinsam mit dem Land Tirol – auch der wesentliche Träger des Vereins „Energie Tirol“ mit einer Transferzahlung von 244.000 Euro. „Wir sind überzeugt davon, dass wir als Produzent von Strom aus sauberer Tiroler Wasserkraft neben unserem Versorgungsauftrag auch Verantwortung für den sparsamen und zweckmäßigen Einsatz dieser wertvollen Energie in Tirol tragen“, bekräftigte TIWAG-Vorstandsdirektor Erich Entstrasser.

Das energieeffizienzpaket 2013 beruht auf Drei schwerpunkten: 1) Sparsame Energieverwendung 2) Förderung der Elektromobilität 3) Förderung der Photovoltaik

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Wärmepumpenförderung: Dieses Erfolgsmodell wurde in der Abwicklung vereinfacht und wird auch 2013 weitergeführt: Die Förderhöhe für zertifizierte, elektrisch betriebene Heizungswärmepumpen mit einer Anschlussleistung von max. 20 kW im Verteilernetzgebiet der TIWAG-Netz AG beträgt 150 Euro (inkl. USt.) pro Kilowatt und ist somit mit 3.000 Euro je Anlage gedeckelt. Schulinitiative: Die bereits 2012 erfolgreich gestartete Schulinitiative findet heuer ihre Fortsetzung. Zum einen wird für unterschiedliche Schulstufen in Kooperation mit dem JUNGÖSTERREICH Verlag didaktisch aufbereitetes Unterrichtsmaterial zum Thema nachhaltige Energieverwendung erstellt. Zum anderen kommen TIWAG-Energieberater auch in die Klassen und bieten dort praxisnahe, bewusstseinsbildende Workshops für Schüler an. Gerätetauschaktion: Zur Jahresmitte startet die TIWAG zum wiederholten Mal eine Gerätetauschaktion, denn Energieeffizienz im Haushalt ist untrennbar verbunden mit Investitionen in den technischen Fortschritt! Der Tausch von alten, elektrisch betriebenen Kühl- und Gefriergeräten (-kombinationen) gegen neue, energieeffiziente Geräte wird mit bis zu 150 Euro pro Förderwerber belohnt. Gefördert werden Geräte, die bei Tiroler Händlern erworben wurden. Im Gegenzug verbleibt das alte Gerät zur fachgerechten Entsorgung beim Händler.

2) förDerung Der elektroMobilität

Heuer wurde die Förderaktion für E-Mobilität bereits am 18.03.2013 gestartet. Die TIWAG unterstützt nicht nur den Kauf von E-Bikes mit je 150 Euro (inkl. USt.; Kontingent bereits ausgeschöpft), sondern auch die Anschaffung von Elektrorollern mit je 500 Euro (inkl. USt.). Darüber hinaus stellt die TIWAG kostenfrei Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im Wert von je 500 Euro zur Verfügung.

3) förDerung von photovoltaik in tirol

Das bewährte Fördermodell 2012 wird auch 2013 weiter fortgeführt! Der von unseren Sonnenstrom-Partnern in das Verteilernetz der TIWAG-Netz AG eingespeiste Photovoltaikstrom (aus Anlagen mit max. 5 kWp) wird weiterhin mit 15 Cent (inkl. USt.) pro Kilowattstunde vergütet. Mit dieser Förderhöhe liegt die TIWAG im österreichischen Spitzenfeld! Weitere Informationen zum Energieeffizienz-Paket 2013 unter: http://energieeffizienz.tiwag.at/


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frische Energie f端r unser Land! TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG

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Holz wächst in die Höhe: im Wald und am Bau Der Verein proHolz Tirol ist als Informationsdrehscheibe stets engagiert im Einsatz, wenn es um die Interessen und Initiativen der Forst- und Holzwirtschaft im Land geht. Der scheinbar unaufhaltsame Höhenflug des nachhaltigen, wertvollen Materials Holz gibt immer wieder Anlass für interessante Seitenblicke in die Welt des Holzbaues. // Text: Caterina Molzer-Sauper

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„der einSAtZ Von holZ im groSSVolumigen BAu Steigt kontinuierlich An!“ Hermann Wurm, Vorstand proHolz Tirol Innungsmeister Holzbau Tirol

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ehrgeschossige Gebäude aus Holz sind längst keine Vision mehr. Kaum ein Werkstoff hat so viele Gesichter, bietet so unterschiedliche Einsatzvariationen im täglichen Leben und birgt so viel unentdecktes Zukunftspotential in sich wie der nachwachsende Rohstoff Holz. Auch der urbane Holzbau etabliert sich zunehmend als ebenbürtige Alternative im Bauwesen und punktet mit entscheidenden Vorteilen: Eine beinahe komplette Vorfertigung unter idealen Bedingungen in den Produktionshallen der heimischen Holzbaubetriebe ermöglicht eine geringe Anzahl von Transportwegen, eine kurze Bauzeit und wenig Lärm- und Schmutzentwicklung auf der Baustelle. Holz ist zudem ein nachwachsender, CO2-neutraler Baustoff und wirkt sich damit positiv auf die Ökobilanz, sowohl der Umwelt als auch des Bauwerkes, aus. Holz hat dadurch auch das Potential, eine umweltfreundliche urbane Nachverdichtung zu ermöglichen.

ein blick nach wien ...

Das Siegerprojekt „Holzbau in der Stadt“ von Schluderarchitektur gemeinsam mit Hagmüller Architekten sieht an der Wagramerstraße einen sechsgeschossigen Baukörper vor. An diesen angeschlossen sind drei Finger mit je drei Geschossen, die als Übergang zu Einfamilienhäusern eine Auflockerung der Bebauungsstruktur darstellen. Das große Wohngebäude wird aufbauend auf einem massiven Sockelgeschoss und drei Stiegenhauskernen aus Beton aus vorgefertigten Massivholzelementen errichtet. Im Projekt werden 2.400 Kubikmeter Brettsperrholz verarbeitet. Darin sind ca. 1.900 Tonnen CO2 gespeichert. Nimmt man das Gebäude am Ende der Lebensdauer auseinander, so kann man die rund 19 Terajoule an eingespeicherter Energie nutzen und diese in Strom und Wärme umwandeln. Damit wird allein durch das Baumaterial Holz fossile Energie in bedeutenden Mengen durch in Österreich verfügbare erneuerbare Rohstoffe eingespart. > eco.nova

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zurück nach tirol ...

Visualisierung des Wohnprojektes in Flaurling, Architektur und Foto: teamk2

Auch hier im Land wagt man sich vermehrt und erfolgreich an umfangreichere Wohnbauprojekte in Holz und die Anzahl an kompetenten Planern und Ausführenden steigt. Ein gutes Beispiel gelungener Zusammenarbeit aller Beteiligten ist die soeben in der Bauphase befindliche Wohnanlage in Flaurling. Das Architektenteam teamk2 und die Wohnungseigentum Tirol (WE) errichten hier unter fachmännischer Beteiligung von Holzbau Schafferer eine geförderte Wohnanlage mit 24 Einheiten und jeweils zwei Autoabstellplätzen pro Wohnung. Die fortschrittliche A++ Energie-Gemeinde Flaurling legte bei der Planung Wert auf ein hochwertiges Objekt in Passivhausqualität und fand mit der WE Tirol, dem teamk2 und der Firma Schafferer erfahrene Partner in Sachen Holzbau. Im Gespräch mit Ing. Herwig Antretter, DI Peter Hertscheg (beide WE) sowie dem Architektenteam Martin Gamper und Dietmar Ewerz (teamk2) kamen die vielen Vorteile eines reinen Holzbaues zur Sprache. Die vollständige Vorfertigung der Wandelemente im Werk erlaubt eine kurze, saubere, lärmarme Bauphase, das fertige Objekt verspricht seinen zukünftigen Bewohnern höchstes Wohlbefinden und eine gesunde Lebensqualität. Das Miet-Kaufmodell in Holz spricht vor allem sehr bewusst lebende Menschen an, für die Behaglichkeit in Verbindung mit Ökologie an vorderster Stelle steht.

Baustelle Wohnprojekt Flaurling, Foto: WE Wohnungseigentum, Innsbruck V.l.: Peter Hertscheg und Ing. Herwig Antretter (WE Tirol) mit den Architekten Martin Gamper und Dietmar Ewerz (teamk2), Foto: C. Molzer-Sauper Wohnbebauung Schützenstraße/Innsbruck, Architektur: reitter-architekten, Bauherr WE Wohnungseigentum, Foto: A. Kraler

„Haus der Kinder“ am Tivoli, Architektur und Foto: reitter_architekten

„die AnZAhl der mit holZ AuSgefÜhrten hochBAuProJekte hAt Sich in Zehn JAhren VereineinhAlBfAcht!“ Rüdiger Lex, Geschäftsführer proHolz Tirol

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„die Jury wAr Von der hohen QuAlität der einreichungen BegeiStert.“ Martin Mimm, Projektmanager proHolz Tirol

edleS hAndwerk AuS holZ wird Belohnt proHolz Tirol lud heuer erstmals zur Einreichung hervorragender Projekte zur „Auszeichnung für Gestaltung & Tischlerhandwerk Tirol 2013“ ein. Im März 2013 fand die Jurysitzung in der Tischlerwerkstätte des WIFI Tirol statt. Nach gründlicher Diskussion über jedes Projekt konnte sich die Jury auf die Sieger einigen – jetzt sind Interessierte an der Reihe, um ein weiteres Siegerprojekt zu bestimmen. Zusätzlich zu den Auszeichnungen und Anerkennungen wird auch ein Publikumspreis vergeben, die Einreichung mit den meisten Stimmen wird gekürt. Das Publikumsvoting zur Auszeichnung für Gestaltung & Tischlerhandwerk Tirol 2013 läuft derzeit unter www.designwerkstatt.info – machen Sie mit und verhelfen Sie Ihrem Favoriten zum Sieg! Die Ergebnisse werden bei der Schlussveranstaltung Anfang Juni 2013 in Innsbruck präsentiert.

„die hohe AnZAhl Von BeinAhe 1 einreichungen hAt unS Sehr PoSitiV ÜBerrAScht!“ Georg Steixner, LIM der Tiroler Tischler

Kindergarten Rinn, Architektur: Christian Melichar, Rinn, Visualisierung: Arch. Melichar

kindergArten-SAnierungSoffenSiVe deS lAndeS – ein fAll fÜr holZ 26 öffentliche und private Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen erhielten Anfang des Jahres Förderzusagen des Landes Tirol in Höhe von insgesamt rund 3,1 Millionen Euro. Mit den Geldern können Öffnungszeiten verlängert oder flexibler gestaltet, neue oder zusätzliche Gruppenräume geschaffen, Möbel gekauft sowie Kinderkrippen, Kindergärten und Horte erweitert, modernisiert oder neu gebaut werden. Viele der betroffenen Gemeinden entscheiden sich bei den geplanten Maßnahmen für den Werkstoff Holz. Die kurzen Bauzeiten entsprechen den kurzen Betriebsunterbrechungsmöglichkeiten der Kinderbetreuungsstätten und der Wohlfühlfaktor für die Jüngsten ist mit einer Umgebung aus Holz jedenfalls garantiert. Kinder erleben und lernen mit allen Sinnen, also sind die Qualitäten des biologischen Materials für sie ideal. In der Gemeinde Rinn entsteht beispielswei-

se derzeit ein neuer Kindergarten, der sich geschickt in das bestehende Ensemble an der Dorfstraße und das geneigte Gelände einfügt. Architekt Christian Melichar hat in Zusammenarbeit mit Architekt Bernhard Mayr ein Gebäude entwickelt, das in massiver Holzbauweise mit hinterlüfteter Fichtenfassade errichtet und mit Zellulose gedämmt wird. Sowohl die Möbel für die Kindergruppen als auch die Garderoben werden aus Massivholz getischlert. Durch den kompakten Baukörper wird die Oberfläche minimiert und so ist die Grundvoraussetzung für ein thermisch perfektes Gebäude gegeben. Die Bauweise mit vorgefertigten Brettschichtholzelementen ermöglicht eine kurze Bauzeit. Alle verwendeten Baustoffe werden auf ihre ökologischen Eigenschaften hin geprüft und versprechen eine sehr gute Gesamtenergieeffizienz des Kindergartens.

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„leitgedAnke Beim entwurf deS dlZ Blumenegg wAr eS, ein An den ort und die BAuAufgABe AngemeSSeneS geBäude Zu konZiPieren. die mAteriAlien wurden nAch ökologiSchen grundSätZen AuSgewählt und möglichSt regionAle BAuStoffe eingeSetZt. geBäudehÜlle und hAuStechnik Sind mit PASSiVhAuS-tAuglichen elementen AuSgefÜhrt. im ZuSAmmenSPiel mit dem SolArdAch mArkiert dAS dlZ Blumenegg einen neuen meilenStein nAchhAltigen BAuenS.“ Architekt DI Reinhold Hammerer / maaars Architekten, Innsbruck

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Die Leitidee des Dienstleistungszentrums Blumenegg in Vorarlberg war es, sämtliche Funktionen (Wertstoffsammelzentrum, Bauhof und Bauverwaltung) unter einem gemeinsamen Dach zu organisieren. Im Bereich des Wertstoffsammelzentrums wird eben jenes Dach – in Analogie zum umliegenden Wald – von baumartigen Holzstützen getragen. Auch im Inneren dominiert der natürliche Werkstoff. Verantwortlich dafür ist Architekt DI Reinhold Hammerer. Die Inbetriebnahme samt Photovoltaikanlage erfolgte am 2. April 2013, Bauakten und Mitarbeiter haben bereits ihre Plätze gefunden. Die offizielle Eröffnung ist für den 15. Juni geplant.

holzbau pur Der Holzbau ist fast so alt wie die Menschheit. Beginnend in der Jungsteinzeit mit Pfahlbauten erlebte das Bauen mit Holz im Laufe der Geschichte und je nach Klimabedingungen unterschiedliche Entwicklungen. Hierzulande zählt der natürliche Werkstoff zu den beliebtesten überhaupt, weil er so herrlich vielseitig, flexibel und wandelbar ist wie kaum ein anderes Material. Traditionell-kitschig, puristisch-modern und alles dazwischen – Holz funktioniert immer. Einer der es wissen muss ist Reinhold Hammerer, der – nicht nur, aber ganz besonders – Holz zu Wohn- und Gewerbebauten veredelt und dessen Dienstleistungszentrum Blumenegg kürzlich seinen Betrieb aufgenommen hat. // Fotos: Albrecht Schnabl

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ie Vorarlberger Gemeinden Ludesch, Bludesch und Thüringen haben sich Mitte letzten Jahres zur „Energieregion Blumenegg“ zusammengeschlossen und starten als e5-Region gemeinsam durch. Ziel ist, Blumenegg als Vorreiterregion und Wegbereiter im Walgau in Energie- und Klimaschutzangelegenheiten zu etablieren, eine zentrale Anlaufstelle für Energiefragen in der Region zu schaffen sowie mehr Energie aus regionalen erneuerbaren Quellen bereitzustellen und die Energieeffizienz entsprechend zu steigern. Ein Schritt in diese Richtung ist ein gemeinsames Dienstleistungszentrum (DLZ) in der Region. Die Gemeinden Thüringen und Ludesch haben dabei als landesweit erste gemeinsame Gemeindekooperation dieser Art ein neues Dienstleistungszentrum errichtet und damit den gemeinsam geführten Bauhof und die Baurechts- und Bauverwaltung zusammengelegt. Unter einem Photovoltaik-Flugdach können Ludescher und Thüringer seit 2. April Wert-

stoffe, Grün- und Sperrmüll sowie Problemstoffe abgeben. Dieses Projekt ist bis dato einzigartig und gilt als Leuchtturm in Vorarlberg. Verantwortlich für das Projekt ist das Architekturbüro HAMMERER. In der Ausschreibung wurde festgelegt, dass hauptsächlich Holz aus der Region für den Bau verwendet wurde. Damit trägt man auch der Maxime der Energieregion Rechnung. Andreas Bertel, Modellregions-Manager: „Das DLZ Blumenegg ist nicht nur aus ökologischer und energetischer, sondern auch aus finanzieller Sicht vorbildlich. Neben einer Ausweitung des Services für die Gemeindebürger sollen durch die Zusammenarbeit auch Kosten eingespart werden.“ Konzipiert wurde das DLZ Blumenegg im Passivhausstandard, der minimalsten Energiebedarf bei gleichzeitig höchster Aufenthaltsqualität garantiert. Sämtliche Holzoberflächen sind unbehandelt und die außen liegenden Bauteile durch das ausladende Flugdach vor direkter Verwitterung geschützt. Durch die Photovoltaikanlage sollen pro Jahr 55 Tonnen an CO2 eingespart werden.

Kontakt und Infos: Architekt DI Reinhold Hammerer, Herzog-Friedrich-Str. 8/2, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/20 90 57, office@hammerer.co

Ein lichtdurchlässiges Dach,das Strom erzeugt Im Bereich des Altstoffsammelzentrums sollte eine seitlich offene, überdachte Halle mit Tageslichtqualität entstehen. Erreicht wurde dies durch ein Flugdach, das mit ca. 1550 Stk. Photovoltaikmodulen bestückt ist, welche wertvollen Strom erzeugen. Die Gesamtleistung beträgt ca. 360 kwPeak – damit können umgerechnet 105 Haushalte ganzjährig versorgt oder 3.600 Stück 100-W-Glühbirnen betrieben werden. Für Elektroautos und -fahrräder stehen zudem Stromtankstellen zur Verfügung.

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architektur.Ăśffentlich

holz funktioniert ... ... im Privatbereich ebenso wie fĂźr Kanzleien, Arztpraxen oder Gewerbebauten. Wie unterschiedlich ein und derselbe Werkstoff interpretiert werden kann, zeigen wir Ihnen auf diesen Seiten. // Fotos: Bruno Klomfar, Visualisierungen: HAMMERER

1. 2.

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wenn Sie mehr AlS „nur“ gute Produkte Suchen! Die mit der Marke „Qualitäts-Handwerk Tirol – geprüft!“ ausgezeichneten Betriebe stehen für Top-Kundenorientierung und -freundlichkeit. Bei den Qualitäts-Handwerkern stehen die Bedürfnisse der Kunden im Mittelpunkt. waruM gibt es QualitätshanDwerk tirol (Qht)?

ist bei uns im Vergleich zu anderen Qualitätsmanagementsystemen auf das Notwendigste beschränkt“, so Qualitätsmanager Norbert Moschini. „Viel wichtiger ist, dass der QualitätsLeitfaden und die dort erfassten Prozesse auch tatsächlich angewendet werden“, ergänzt dieser. Die Einhaltung der darin festgelegten Standards wird von professionellen Qualitätsmanagern in regelmäßigen Abständen bei Betriebsprüfungen und -besuchen kontrolliert.

was ist Qht?

wo finDe ich QualitätshanDwerker?

Die Erfahrung zeigt, dass Produktqualität allein nicht reicht, um den Kunden ein zufriedenes Lächeln zu entlocken. Sie wünschen sich höfliches und freundliches Personal, professionelle Beratung, eine klare und verständliche Auftragsabwicklung und persönliche Nachbetreuung. „Qualitäts-Handwerk Tirol“ setzt genau an diesen Punkten an. Die geprüften Betriebe von QHT arbeiten mit einem bewährten Qualitätsmanagementsystem, das speziell für Klein- und mittelständige Handwerks- und Gewerbebetriebe entwickelt wurde. „Der bürokratische Aufwand

Folgen Sie der Qualitätsmarke. Jeder geprüfte Qualitäts-Handwerker ist auch einfach und bequem unter www.QHT.at zu finden oder treten Sie einfach mit uns in Kontakt. Auch

Informieren Sie sich über Qualitäts-Handwerk und die Vorteile Ihres Betriebes einfach unter www.QHT.at.

verein „Qualitäts-hanDwerk tirol – geprüft!“

c/o Sparte Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Tirol Meinhardstraße 14, 6020 Innsbruck, Tel.: 05 90 90 5-1403 info@QHT.at, www.QHT.at, www.facebook.com/QualitaetsHandwerkTirol

natürlichMASSIVHOLZHAUS 80

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auf Facebook können Sie sich über Geschichten aus dem Alltag und über Tipps unserer Handwerker informieren.

KommR Georg Steixner, Tischlermeister und QHT-Vereinsobmann

voM Qht-systeM profitieren alle – Der unternehMer, Der Mitarbeiter unD Der kunDe • Effizientere und klarere Strukturen – Verbesserung interner Kommunikation • weniger Fehlerquellen – spart Zeit, Ärger und Kosten • höhere Einbindung der Mitarbeiter – höhere Motivation • die Marke „Qualitäts-Handwerk Tirol“ als Marketinginstrument • mehr Qualität für den Kunden

Im Schafferer natürlichMASSIVHOLZHAUS lässt sich Wohngefühl neu erleben. Die angenehme Oberflächentemperatur und die Luftfeuchte regulierende Eigenschaft des Schafferer natürlichMASSIVHOLZHAUSES sorgt für besondere Behaglichkeit in den Wohnräumen. Die massive, homogene und schichtenarme diffusionsoffene Bauweise garantiert hohe Wertbeständigkeit und Sicherheit. Besuchen Sie uns in unserem Musterhaus im Energiehauspark in Innsbruck. (Ausfahrt DEZ)

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Ein Holzhaus, das weniger Energie verbraucht als es erzeugt: Durch die Verwendung von natürlichen Baumaterialien ist das Wohnklima ein nahezu perfektes und sorgt für eine Oase der Ruhe und Entspannung.

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• Holz fühlt sich gut an, riecht gut und vermittelt Wärme. Darüber hinaus reguliert der natürliche Baustoff die Luftfeuchtigkeit und hält sie auf einem konstant angenehmen Niveau. • Holz wirkt als Speicherstoff und ist mit keiner anderen Bauweise vergleichbar. • Holz stärkt die Fähigkeit zur Regeneration und beugt Erkrankungen vor. • Holz wirkt positiv auf das Wohlbefinden.

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Bei einem Besuch im Energiehauspark lässt sich das angenehme Wohnklima im natürlichMASSIVHOLZHAUS von Schafferer bestens erleben und zeigt eindrucksvoll die neue Ära des Hausbaus.

Das Schafferer natürlichMASSIVHOLZHAUS im Energiehauspark Innsbruck direkt am Autobahnzubringer Einkaufszentrum DEZ ist das Ergebnis aus 20 Jahren Erfahrung im Holzbau und ein Haus, das weniger Energie verbraucht als es erzeugt.

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Charakterstudie „Vor allem beim individuellen Eigenheim offenbart sich direkt und unmittelbar die allgemeine Bau- und Wohnkultur eines Landes. Die Kultur und Gestalt der Summe der Eigenheime erbringt so auch den Nachweis über die Zukunftsfähigkeit des Landes“, meint Dietmar Steiner vom Architekturzentrum Wien anlässlich der Ausschreibung des Architekturpreises „Das beste Haus 2013“, der heuer zum fünften Mal vergeben wird. Tatsächlich ist der eigene Wohnraum die sichtbar gemachte Seele der Bewohner und die Dichte und Qualität bei hochwertiger Architektur gerade im Einfamilienhausbau in unserem Bundesland in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes „ausgezeichnete“ Häuser und mit ihnen einen schönen Querschnitt durch das ganz private Tirol.

austrian brick & roof award 11|12

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er Werkstoff Holz erlebt hierzulande derzeit einen unglaublichen und unaufhaltsamen Höhenflug – im Interieurbereich, aber auch im Bauwesen allgemein. Gerade in einem naturverbundenen Bundesland wie Tirol wird dem ebenso naturnahen Holzbau gerne der Vorzug gegenüber dem etwas spröderen Massivbau gegeben. Natürlich ist Bauen immer eine Frage des eigenen Geschmacks, der gute alte Ziegel hat aber noch nicht ausgedient – ob seiner Wertbeständigkeit, langen Lebensdauer und des sehr guten

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Schallschutzes hat er beim Einsatz in Wand und Dach durchaus seine Vorzüge. Was nicht heißt, dass er im Inneren nicht auch mit Holz gut könnte. Der Verband Österreichischer Ziegelwerke hat gemeinsam mit der Wienerberger Ziegelindustrie GmbH und Tondach Gleinstätten AG zum dritten Mal den „austrian brick & roof award“ für spannende und attraktive Ziegelarchitektur vergeben und zeigt damit, wie vielfältig der auf den ersten Blick etwas altmodisch anmutende Werkstoff sein kann. Der Sieger in der Kategorie „Wohnbau kleinvolumig“ kommt aus Silz.


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Haus H, Silz Architektur: gritsch.haslwanter archtitekten (www.gritsch-haslwanter.com) • Fertigstellung: 2010 // Fotos: Günter R. Wett Auf Wunsch des Bauherrn sollte auf einem freien Grundstück ein Atriumhaus entstehen. Damit sich ein entsprechend großzügiger Innenhof ergibt, wurden sämtliche Wohnräume auf einer Ebene untergebracht. Um dennoch zum Straßenraum hin die städtebauliche Anforderung einer Zweigeschossigkeit zu erreichen, wurden die Kellerräume auf das vorhandene Terrain gestellt und das Wohnen auf Ebene Obergeschoss organisiert. Von der Straße nimmt man das Einfamilienhaus als flache, weiße Box wahr – ruhend auf einem Sockel (dem eigentlichen Kellergeschoss). Die zweigeschossige Fassade, in der auch die Garagen und der Haupteingang untergebracht sind, begleitet schließlich den Straßenraum im Süden öffnet sich das Gelände, um die dahinterliegenden Aufenthaltsräume zu belichten. Das Atrium im Obergeschoss wird im Norden durch den Wohn- und im Osten durch

den Essraum mit Küche abgeschlossen. Im Westen befindet sich der Schlaftrakt mit zwei Kinderzimmern und eigenem Bad sowie dem Elternschlafbereich, hinter dem man über eine Treppe in den darunterliegenden Wellnessbereich gelangt. Aufgrund der großzügigen Verglasung im Obergeschoss zum Innenhof verschmilzt der Innen- mit dem Außenraum und der Garten wird zum erweiterten Wohnzimmer. Straßenseitig wurden zwei große Fensteröffnungen gesetzt und zum Innenhof die Wände komplett aufgelöst. Im Gegensatz zu den großen Verglasungen sind die Außenmauern als 50 cm starke, monolithische Ziegelwände ausgebildet, innen und außen verputzt, wodurch nicht nur die speicherwirksame Masse adäquat zu den Glasflächen gegeben ist, sondern – ohne Vollwärmeschutz – auch ein verbessertes Raumklima.

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Häuser des Jahres

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as Einfamilienhaus gilt nach wie vor als die beliebteste Wohnform in Österreich. Auch für den Tiroler gilt persönliches Eigentum als hohes Ziel. Zum zweiten Mal lobte der Callwey Verlag in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architektur Museum den Wettbewerb „Häuser des Jahres – die besten Einfamilienhäuser“ aus. Die Jury er-

kor im April 2012 aus 223 Einreichungen 50 Projekte aus und benannte aus diesen einen Preisträger, einen Sonderpreis, vier Auszeichnungen sowie vier Anerkennungen. Dabei wurde Wert auf Nachhaltigkeit, innovativen Einsatz von Materialien, kreativen Umgang mit der baulichen Situation und konsequente Ausführung gelegt. Das Buch zum Wettbewerb dokumentiert diese 50 Häuser mit zahl-

reichen Fotos, Lage- und Architektenplänen und umfangreichen Projektbeschreibungen. Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis gewann der Schweizer Architekt Daniele Marques aus Luzern, zwei (Süd-) Tiroler Projekte zeigen wir Ihnen hier. Beide stammen aus der Feder des Innsbrucker Architekturbüros Madritsch Pfurtscheller (www.madritschpfurtscheller.at)

Hofstelle in Rasen / Pustertal Grundstücksgröße: Landwirtschaft • Wohnfläche: 319 qm • zusätzl. Nutzfläche Stallungen: 206,28 qm • Anzahl der Bewohner: 4 • Bauweise: Beton, Holz • Fertigstellung: 2010 Die Auflage war, einen landwirtschaftlichen Betrieb zu bauen, der sich ruhig und geschlossen als ein einziges Haus in die Landschaft fügt und seine Wohnnutzung nicht nach außen signalisiert. Das Ergebnis ist ein kubischer Solitär, der als geschlossen wirkender Holzwürfel als eigener Baukörper am Rand einer Geländesenke steht. Die Topographie trennt dabei Wohnen und Arbeiten, der Grundriss teilt die Nutzung noch einmal deutlich. Zwei Wohnebenen liegen als Winkel um die Haustechnik und den Wirtschafts-

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trakt, der höhenversetzt das anschließende Gelände in Wiese und Garten trennt. Der zweigeschoßige Stall wird durch die Hangkante in den Hauskubus geschoben. Sein vier Meter hohes Dach dient etwas versetzt als Terrasse für das Obergeschoß. Im Erdgeschoß liegt eine große, räumlich etwas abgetrennte Küche, an den drei Meter hohen Essplatz schließt zwei Stufen höher der Wohnraum an. Die Innenräume zeigen eher städtische Qualitäten – keine Spur von Bauernhaus oder Südtiroler Folklore.


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turmhAuS Bei imSt Grundstücksgröße: 560 qm • Wohnfläche: 100 qm • Anzahl der Bewohner: 5 • Bauweise: Holz / Keller: Beton • Fertigstellung: 2011 // Fotos: Wolfgang Retter Das Grundstück liegt in einem Neubaugebiet oberhalb von Imst, dessen felsiger Untergrund mit einem kargen Föhrenwald bewachsen war, der im Zuge der Erschließung gänzlich abgeholzt wurde. Quasi als kleine Hommage haben die Architekten für den Zweitwohnsitz der 5-köpfigen Bauherrenfamilie einen kleinen Holzturm entworfen, der in Optik und Haptik die Charakteristik der ehemaligen Waldumgebung aufnimmt. Der Zugang liegt im Untergeschoß, darüber stapeln sich drei identische Geschoße – Holzräume, gleichzeitig verbunden und getrennt durch einen geschlossenen Holzzylinder einer Wendeltreppe. Der Wohnraum als schlichtes, ganz mit Holz ausgeschlagenes Gehäuse ist verbunden mit Essplatz und Küche, die Kids teilen sich ein Zimmer, das sich mit einem Vorhang abtrennen lässt.

„Ziel wAren geringe koSten, AtmoSPhäriSch dichte räume, einfAche und einfAch AuSfÜhrBAre detAilS und eine Pure und PoetiSche Anmutung deS BAuwerkeS An dieSem ort.“ Reinhard Madritsch und Robert Pfurtscheller zum Turmhaus bei Imst

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Die besten Einfamilienhäuser 2012 272 Seiten, 607 Abbildungen und Pläne • EUR 61,70 http://haeuser-des-jahres.com

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Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit

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nergieeffizient zu bauen oder zu sanieren und die benötigte Energie aus heimischen erneuerbaren Energieträgern zu gewinnen, bringt uns auf dem Weg in Richtung Energieautarkie wesentlich weiter. Qualitativ hochwertige Architektur macht das Thema nachhaltige Gebäude noch attraktiver und interessanter“, meint Umweltminister Nikolaus Berlakovich und nennt damit gleich einen Grund für die Verleihung des „Staatspreises Architektur und Nachhaltigkeit“, dessen Prämierung Anfang 2013 stattgefunden hat. Leider war bei den Preisträgern und Nominierten kein Tiroler Projekt dabei, eingereicht wurden aber einige: Atelier- und Wohngebäude Frick / Umhausen (siehe „Das beste Haus“), Bildungs-und Nahversorgungszentrum West / Innsbruck, Büro unter dem Garten / Innsbruck, Bürogebäude ASFINAG / Innsbruck, Das Tirol Panorama / Innsbruck, Einfamilienhaus Hauser / Vomp, Hotel Hinteregger / Matrei in Osttirol, Olympisches Dorf 2012 / Innsbruck, Wohnanlage Probstenhofweg / Innsbruck und der Zubau Villgrater Natur Produkte / Innervillgraten. Stellvertretend für alle Einreichungen haben wir uns den Um- und Zubau des Einfamilienhauses Hauser aus Vomp herausgepickt, das 2011 auch beim Tiroler Sanierungspreis belobigt wurde.

Wohnhaus H, Vomp Architektur: Architekturbüro Sailer (www.arch-sailer.com) Gebäudeart: Niedrigenergiehaus • Fertigstellung: 2010 • Heizwärmebedarf vor Sanierung: 243 kWh/m2a / nach Sanierung: 26,08 kWh/m2a • Beheizungssystem: Fußbodenheizung mit Einzelöfen • Energiequelle: Solartherme, Gas // Fotos: Gregor Sailer Das bestehende Haus – ein Gebäude aus den frühen 1960er-Jahren mit zwei übereinander liegenden Wohnungen, die intern über eine unzulängliche Wendeltreppe und extern sehr umständlich von Norden erschlossen wurden – wurde völlig umgebaut und durch einen Zubau erweitert. Das Ergebnis sind zwei völlig getrennte Wohneinheiten mit entsprechenden Garagen und Nebenräumen samt vergrößerter Gar-

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tenfläche. Die Erweiterung im Obergeschoß Richtung Westen wurde als Box in Leichtbauweise konzipiert und auch technisch wurde das gesamte Gebäude an heutige Standards angepasst. Das Satteldach samt darunterliegender Betondecke wurde abgetragen und durch eine Holzplattendecke ersetzt, inkl. Montage von Sonnenkollektoren. Die erforderliche Restwärme erzeugt eine kleine Gastherme. 


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Rubner Haus – gröSStes Zentrum für HOLZHAUSBAU in Tirol

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ubner ist einer der prägenden Holzhausbauer in Europa. Führend in Bezug auf die Größe und vor allem auch hinsichtlich der Kompetenz und der Leidenschaft für das Thema Holz. „Wir sind beseelt von diesem Rohstoff und schaffen im neuen Rubner Center die Möglichkeit, Begeisterung und Wissen unter einem Dach zu vereinen“, bringt es Stefan Rubner, Präsident der Rubner Holding, auf den Punkt.

Rubner Haus AG

Handwerkerzone 4 I-39030 Kiens (Südtirol) Tel. +39 0474 563 333 Fax +39 0474 563 300 haus@rubner.com, www.rubner.com

Ganz in Weiß, leicht und offen sowie reduziert in seiner architektonischen Formensprache präsentiert sich seit August 2012 der neue Erweiterungsbau der Rubner Haus AG auf dem Firmengelände in Kiens. Vom Rohmaterial bist zum fertigen Gebäude ist in Kiens die komplette Kette des Fertigungsprozesses erlebbar. Die Holzhäuser im Rubner Panorama Park laden ein, den Baustoff unmittelbar zu erleben, ergänzt wird das Servicespektrum durch das technische Projektierungsbüro, das hochspezialisierte Rubner Prüfzentrum, die Rubner Finissage und die Rubner Türenwelt. Ein kompetentes Team von erfahrenen Kundenberatern steht Kunden und Interessenten sowie Architekten und Planern in allen bau- und energietechnischen Fragen zur Seite. Seit 50 Jahren stehen bei Rubner ökologisches Verantwortungsbewusstsein und die persönlichen Wünsche der Bauherren im Mittelpunkt. In dieser Zeit wurde das technische Know-how stets vorangetrieben und

so entstehen heute Niedrigenergie- und Passivhäuser in unterschiedlichsten Bauweisen und Designs. Dabei verbinden sich die konstruktiven Vorteile von Holz als Baustoff auf natürliche Weise mit der Wärme und Behaglichkeit, die Lebensräume aus Holz versprühen. Bei einer Jahresproduktion von rund 400 individuell gestalteten Holzhäusern.

Die Vorteile von Rubner Haus

• 50 Jahre Erfahrung im Bauen mit Holz • Vier verschiedene Wandsysteme: Blockhaus, Casablanca, Riegelbau und soligno • Innovationsvorsprung durch eigene Forschung & Entwicklung • Mehr als 15.000 Referenzprojekte weltweit • Maßgefertigte, individuelle Architektur • Alles aus einer Hand – von der Planung bis zur Abwicklung eco.nova

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dAS BeSte hAuS – ArchitekturPreiS 21 „der einfAmilienhAuSBAu iSt ArchitektoniSch AuS dem SchAtten groSSer BAuVorhABen getreten. die generAtion der Jungen Architekten und hAuSBeSitZer Verwirklicht SelBStBewuSSt ihre VorStellung Von indiViduellem wohnen.“ Josef Schmiedinger, Generaldirektor der sBausparkasse

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© Wolf Leeb

um fünften Mal wird heuer der Architekturpreis „Das beste Haus“ der sBausparkasse in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, dem Architekturzentrum Wien und unter Mitarbeit der regionalen Architekturinstitutionen Österreichs ausgeschrieben. Prämiert werden außergewöhnliche Interpretationen zeitgenössischer Alltagsarchitektur und hochwertiger Wohnformen. Seit Mitte März läuft die Online-Abstimmung, zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Ausgabe ist das Voting bereits abgeschlossen und die entsprechenden Bundeslandsieger sind unter www.dasbestehaus.at abrufbar. Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen die Nominierungen, wobei zu Redaktionsschluss das Atelier- und Wohngebäude in Umhausen weit voran lag.

haus Most

Architektur: Günter Mohr (www.mohr-architekt.at) • freistehend • bebaute Grundfläche: 62 qm • Wohnfläche: 90 qm

© Günther R. Wett

© Rens Veltmann

Das Haus besteht aus einem massiven, im Hang stehenden Sockelbauteil mit Wellnessbereich, Lager und Büro und einem vorgefertigten Holzbauteil, der über den Sockel hinausragt und einen gedeckten Vorbereich bildet. Eine schwarze EPDM-Folie zieht sich vom Dach bis in die Untersicht der geschützten Lärchenrost-Terrasse, der Drehscheibe des Gebäudes. Umgesetzt wurde das Haus von Holzbau Aktiv aus Ranggen (www.holzbau-aktiv.at).

haus larcher

Architektur: Mario Ramoni mit riccione architekten (www.riccione.at) • freistehend • bebaute Grundfläche: 64 qm • Wohnfläche: 134 qm Ein architektonisches Kunstwerk für einen Künstler, in seiner Architektur unprätentiös und dennoch gewagt. „In dem engen städtebaulichen Korsett des kleinen Baugrundes erscheint die gewählte Turmtypologie als erfrischende Alternative zur gängigen Praxis der Zersiedelung ländlicher Wohnbauzonen“, so Jurymitglied Ass.-Prof. DI Arch. Andreas Flora, seit 2000 freischaffender Architekt in Tirol und Südtirol.

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atelier- unD wohngebäuDe frick

Architektur: DI Erwin Frick (www.erwinfrick.at) • freistehend • bebaute Grundfläche: 88 qm • Wohnfläche: 160 qm Stetiger Wandel ist Teil unseres Lebens und Arbeitens. Dieses Gebäude in Umhausen unterstreicht dies mit natürlichen, unbehandelten Baumaterialien – beginnend bei der Gebäudehülle und konsequent fortgeführt im Interieur. Flora: „Das Projekt ist ein bemerkenswerter Beitrag zum ökologischen und zugleich regionalen Bauen.“


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Farkalux – Leben mit der Natur Green Feeling! Terrasse und Garten sind schon längst als Wohnraum im Grünen akzeptiert. Wer genießt nicht gerne laue, gesellige Abende draußen auf Terrasse und Balkon. Geschützt sollte es jedoch sein! bestaunen. Feinsäuberlich sind alle Wohnsituationen in diesem Präsentationsraum dargestellt, „Probewohnen im Wintergarten“ inklusive.

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ei FARKALUX hat man fast schon die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Systemen und Verwendungsmöglichkeiten: Wohn-Wintergarten, Terrassenüberdachungen, Pergola-Markise, Balkonverbauten mit Glasschiebe- oder Faltsystemen. Die Farkalux-Profis planen, produzieren und montieren ganz nach Ihren Vorstellungen entsprechende Wohnraumerweiterungen. Ein exklusiver neuer Wohnraum bietet eben perfektes Wohnflair und steigert die Lebensqualität

durch die verlängerte Nutzungsdauer – Urlaub für die Seele! Je nach Wunsch und Wohnsituation wählt man aus dem reichhaltigen Programm einen Wintergarten für das ganze Jahr oder lediglich Wind- und Sonnenschutz für Terrasse oder Balkon.

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Mitten in Kematen kann man das umfangreiche Lieferprogramm von FARKALUX

FARKALUX ist in den unterschiedlichsten Bereichen zum Thema Wohnen tätig. Seit jeher setzt das Unternehmen auf hohe Qualitätsstandards sowohl bei der Produktion als auch bei Einbau bzw. Montage. Langjährige Erfahrung garantiert kompetente Lösungen für Ihre Wünsche und Anforderungen. Die Produktpalette kann sich sehen lassen: Fensterbau, -tausch, Wintergarten-Planung und -Bau, Pergolen, Haus- & Innentüren, Sonnen- & Wetterschutz! Beste Wärmedämmung und Sicherheit inklusive! 

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Schöne Dinge bleiben Auch die (Innen-)Architektur ist Strömungen, Trends und Stimmungen unterworfen. Richtig gutes Design zeichnet sich jedoch durch seine Nachhaltigkeit aus, durch Qualität und Verlässlichkeit, die auch abseits von schnelllebiger Mode besteht und die Zeit überdauert. Das atelier3 kreiert seit nunmehr zehn Jahren ganz schön durchdachte Konzepte für die Hotellerie, Gastronomie und für Privatkunden.

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as atelier3-Team rund um Joachim Riml steht seit einem Jahrzehnt für Innovationen in der Innenraumgestaltung, bei Erweiterungen und Renovierungen und konnte in dieser Zeit bereits zahlreiche Kunden aus den angesagtesten Tourismusregionen auch über die Landesgrenzen hinaus überzeugen. Riml: „Gemeinsam sind wir ständig auf der Suche nach neuen Eindrücken, um diese in eine unverwechselbare Rauminszenierung einfließen lassen zu können.“ Das Ergebnis ist ein unverwechselbarer, stets individueller Lifestyle-Mix aus italienischer Leichtigkeit und tirolerischer Bodenständigkeit – erreicht durch exklusive internationale Designermöbel und Accessoires sowie hochwertige Materialien in Kombinati-

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on mit Kreativität und Fachwissen in Planung und Umsetzung. Besonders im Hotel- und Gastronomiebereich gelingt es durch Kooperationen mit renommierten Partnerfirmen wie Schönhuber Franchi und deren Markenprodukten gestalterische und in höchstem Maße designorientierte Akzente zu setzen. So unterschiedlich die Anforderungsprofile der Kunden sind, eines bleibt in der Umsetzung stets dasselbe: Ein geradliniges und klares Design, harmonisch durchdacht bis ins Detail, schafft eine Wohlfühlatmosphäre, die von keinem Schnickschnack und unnötigen Firlefanz gestört wird, das den Blick frei lässt für das Wesentliche und der Raumfunktion die nötige Bühne bietet ... im Innen- wie Außenbereich.

Leistungsprofil

• fachkompetente Beratung • Produktpräsentationen, Bemusterung • Schnell-Lieferprogramme • Architektensupport

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Innsbrucker Straße 53b, 6176 Völs Tel.: 0512/30 25 67 Uferweg 2, 6450 Sölden Tel.: 05254/30 466 info@atelier3.cc, www.atelier3.cc


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ein tiroler originAl Tausende Quadratmeter mehr! Mit dem aktuellen Ausbau des Standortes in Innsbruck beweist Tirols führender Fensterbauer strategische Weitsicht: Rund fünf Mio. Euro investiert Spechtenhauser in die Zukunft des eigenen Unternehmens sowie in die der gesamten Region. Das Verwaltungsgebäude der Fa. Spechtenhauser vor der Aufstockung mit neuen Büroräumen

einzigartige koMpetenz iM fensterbau

Spechtenhauser vereint die Bereiche Glasbau, Möbeltischlerei und -studio sowie Fensterbau unter einem Dach und konnte sich dadurch als Komplettanbieter für Bauen & Wohnen etablieren. Nach wie vor ist der Fensterbau jedoch die stärkste Kompetenz des Unternehmens. Waren es anfangs noch die klassischen Holzfenster, so hat Spechtenhauser kontinuierlich in den technischen Fortschritt investiert. Seit 1963 sind Alu-Holzfenster im Produktportfolio und im Jahr 1995 wurde für die Fertigung von Kunststofffenstern eine eigene Produktionshalle errichtet. Heute präsentiert sich Spechtenhauser als einziges Tiroler Fensterunternehmen, das sowohl hochwertige Holz-, Alu-Holz-, Kunststoff- und Kunststoff-Alu-Fenster als auch faserverstärkte Hightech-Fenster aus eigener Produktion anbieten kann. Die hauseigene Herstellung macht großformatige Hebe-Schiebe-Elemente ebenso möglich wie Spezialanfertigungen etwa für denkmalgeschützte Gebäude oder Altbausanierungen. Und die hoch wärmedämmenden Fensterkonstruktionen von Spechtenhauser erreichen Passivhausniveau.

Massive stanDort-erweiterung

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enster ist nicht gleich Fenster! Neben der Optik spielt vor allem die Funktionalität eine wesentliche Rolle. Von der Wärmedämmung bis zur Sicherheit hat ein Fenster verschiedenste Anforderungen zu erfüllen. Und die kalten

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Tiroler Winter haben es in sich … Wer könnte hier also mehr Durchblick, Know-how und Kompetenz aufweisen als ein original Tiroler Unternehmen, das in seiner über 80-jährigen Geschichte einige alpine Wetterextreme miterlebt hat?

Der Ausbau der Produktions- und Büroflächen am Standort in Innsbruck läuft derzeit auf Hochtouren. Die neuen Kapazitäten in Zahlen: ca. 1.000 m2 mehr Grundstücksfläche, eine neue Halle mit rund 1.000 m2 geschlossener Nutzfläche sowie ca. 800 m2 überbauter Freifläche und dazu ca. 400 m2 neue Bürofläche! Nach Fertigstellung Mitte des Jahres kann Spechtenhauser mit hochmodernen Standards und noch mehr Potenzial aufwarten. „Durch diese nachhaltige Entwicklung sind wir bestens für die Zukunft gerüstet. Als Tiroler Traditionsunternehmen liegt unser Hauptaugenmerk von jeher auf der heimischen Wertschöpfung – auf der Sicherung von Arbeitsplätzen, Know-how und wirtschaftlicher Stärke für die Region“, bringt es Geschäftsführer Martin Wegscheider auf den Punkt.


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Fensterbau . Glasbau . Möbeltischlerei . Möbelstudio

6020 Innsbruck – Tel. 0512-2202-0 – www.spechtenhauser.com

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Concrete Home Design Beton trifft antike französische Eiche, Glas und Licht: Die Hängeleuchte „Idee Fix“ ist klassischer als ihr organischer Vorgänger „Idee folle“ und erinnert in ihrer Optik ein wenig an ältere Fabrikleuchten. Sie wird an einem Stahlseil aufgehängt, das an der Decke in einem Baldachin endet. Ø 18 cm, H: 33 cm / 2,6 kg / Design: Clément Terreng / 370 Euro Bank/Sideboard aus Beton und Eichenholz, 150 x 44 x 44,5 cm / 53 kg / Design: Concrete Home Design & Arte Lignum / 1.927 Euro. Dazu gibt’s auch den passenden Stehtisch ... By Concrete Home Design, www.concrete-home-design.com

Der unnahbare Schöne Der ideale Bau- und Werkstoff ist flexibel einsetzbar, nachhaltig und ansprechend im Design. Lange Zeit war Holz in diesen Bereichen unangefochtener Spitzenreiter und in Optik und Haptik beinahe unschlagbar. Doch das ursprüngliche Naturmaterial bekommt nun auch im Interiorbereich immer mehr Konkurrenz ... Design meets Beton! // Text: Marina Kremser, Fotos: Hersteller

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n scheinbar krassem Gegensatz zum natürlichen Werkstoff Holz steht Beton. Aber nur auf den ersten Blick. Denn die Kombination von Beton und Holz kann sich funktional wie optisch durchaus lohnen. Noch immer gilt Beton für viele als spröde, grau und kühl, bisweilen sogar als bil-

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lig und altmodisch. Dass der etwas eigenwillige Werkstoff aber auch ganz anders kann, zeigen wir Ihnen auf den folgenden Seiten. Neue Verarbeitungsmethoden steigern die Experimentierfreude von Designern und machen die Umsetzung von Entwürfen möglich, die bis vor Kurzem noch als völlig un-

denkbar galten. Die moderne Architektur verschiebt ihre Grenzen stetig nach außen, will immer mehr – von organisch geschwungenen Formen bis zum einheitlich-flächigen Erscheinungsbild. Das alles kann Beton und wird damit immer mehr vom Stiefkind der Innenarchitektur zum Liebling auch jen-


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seits des Bauwesens. Er lässt sich in beinahe jede beliebige Form gießen und verlor durch neue Technologien auch deutlich an Gewicht. Kam Beton vorerst für baunahe Elemente wie Waschbecken oder Küchenarbeitsplatten in Frage, so ist er heute weitaus flexibler und wird zur Badewanne oder zum spannenden Accessoire, wobei der klassische Türstopper hier nur eine Variante ist. So sind sich auch die Designer des Hamburger Unternehmens Classic-Home-Design – das deutsch-französische Duo Hana Hipp und Clément Terreng – sicher: „Beton wird unterschätzt. Er kann so viel mehr als graue Flächen erzeugen,

Lasten tragen. Er kann sinnlich sein, schmeicheln.“ Und so haben die beiden eine eigene Betonlinie unter dem Namen „Concrete Home Design“ lanciert, wo es vom Windlicht über Kerzenständer, Vasen und Leuchten bis hin zu Betonmöbeln alles gibt, was das eigene Zuhause schöner macht. Einen großen Beitrag zum Thema leistet der Tiroler Andreas Keel, Mastermind hinter Dade-design.com. Er hat sich in den Kopf gesetzt, eine Badewanne aus Beton zu produzieren. Keel: „Kaum war die freitragende und fast schwebende Badewanne ‚Wave‘ von Designer Philipp Bruni in Mailand ge-

zeichnet, stand ich auch schon in den ersten Betonwerken mit der simplen Frage, ob sie mir so eine Wanne gießen könnten.“ Einhelliger Tenor: Unmöglich. Schlussendlich fand er seinen Meister doch noch – in Person von Ralph Siebenthal. Mit ihm gemeinsam hat Heel selbst das Zepter in die Hand genommen und mit einem absolut neuartigen Hochleistungsbeton eines deutschen Chemieherstellers die ersten Versuche gestartet. So lange, bis es mit der Badewanne klappte. „In drei Jahren haben wir uns durch alle Mühen und Widerstände, Rückschläge und bittere und teure Erfahrungen gekämpft, um am eco.nova

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Schluss mit einem Produkt dazustehen, das sämtliche bisherigen Normen und Realitäten von Beton sprengt. Heute produzieren wir in nur drei Wochen herausragende Unikate für Bad und Küche“, so Heel. Ein Beispiel für Letzteres kann man unter anderem im Penthouse des Einrichtungshauses Wetscher in Fügen live sehen, wo seit Mai 2011 eine über vier Meter lange Designer-Betonküche und ein Ofen von Dade-design.com stehen.

Andy Keel, Dade-design.com

„Beton feiert Vor Allem indoor Sowie fÜr die kunSt und ArchitektoniSche kunStformen ein groSSeS reViVAl. einige deSigner, Architekten und rAumgeStAlter VerStehen eS, mit den neuen möglichkeiten gänZlich neue Anwendungen Zu SchAffen. die mehrheit der Architekten und hAuSBAuer hängt Jedoch leider immer noch in den AltBekAnnten mythen feSt, dASS Beton unglAuBlich Schwer und dAmit nicht AlltAgStAuglich Sei.“ Andy Keel, Dade-design.com

wave white bath Das Meisterstück: Die Badewanne „WAVE“ aus wasserdichtem WU-Feinbeton und verzinktem Stahl steht ob ihrer außergewöhnlichen Optik natürlich am liebsten frei im Raum. Wer einen bewusst „lebendigen“ Steinkörper im Bad haben möchte, lässt die Oberfläche unbehandelt, für alle, die’s weniger natürlich mögen, kann diese auch imprägniert oder matt lackiert werden. L: 202,5 cm / B: 94 cm / H über Boden: 52 cm / Gewicht: 500 kg / Kapazität: 320 l bis zum Rand / Preise auf Anfrage. Von dade-design.com

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Steininger Martin Steininger und sein Team von steininger.designers haben viel Zeit und Know-how in die Verarbeitung des ungewöhnlichen Materials Beton investiert. Sie entwickelten ein Verfahren, mit dem sie Beton als 8 mm dünne „Haut“ für ihre Küchenblöcke einsetzen können. Entstanden ist eine Modul-Betonküche, die sich aus vier Einzelstücken individuell zusammensetzen lässt. Die Module sind genormt und bilden zusammen eine funktionsfähige Küche, können aber auch einzeln geordert werden. Für ihre Betonküche wurden steininger.designers im vergangenen Jahr mit dem international renommierten „Red Dot Award“ ausgezeichnet. www.steininger-designers.at // Foto: Robert Striegl

serpente Das modulare Multifunktionsmöbel „serpente“ von pezzo per pezzo ist aufgrund seines Designs als Sitz-, Tisch- oder Stehmöbel einsetzbar und lässt sich durch Einlegen bzw. Herausnehmen des Sitzpolsters einfach und bequem den verschiedenen Nutzungen zuführen. 120 x 44 x 44 cm / Gewicht: 140 kg / Preis auf Anfrage

dawanda hängelampe Beton-Hängelampe [B1] von GANTlightsandMORE aus schlichtem Beton, gegossen in simpler kubischer Form. Das Innere des Lampenschirms ist mit Blattgold verkleidet und lässt das Licht damit in einem gemütlichen Gelbgold erscheinen. 14 x 14 x 14 cm / Gewicht: ca. 2 kg / 120 Euro (über www.dawanda.com)

Polpo duo Josef Gose und Andreas Maier kommen als gelernte Zimmerer bzw. Schreiner eigentlich vom Werkstoff Holz und haben quasi als Kontrastprogramm mit „pezzo per pezzo“ ein eigenes Label für Betondesign gegründet. Kürzlich haben die beiden eine Kooperation mit der Firma Stangl zustande und damit das modulare Stadt- und Landschaftsmöbel „polpo“ in Serienproduktion gebracht. Das modulare Prinzip von polpo erlaubt dem Betonmöbel, ganz seinem Namen folgend, ähnlich den Tentakeln eines Oktopus auf verschiedene Umgebungen und Situationen zu reagieren. Die Kombination des Grundelementes eröffnet eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. polpo wird aus selbstverdichtendem Hochleistungsbeton gegossen und zeichnet sich durch hohe Dichtigkeit und homogene Optik aus. Das Element „polpo uno“ ist um ca. 2.000 Euro erhältlich. www.pezzoperpezzo.de

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www.creativbeton.at


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Farb-Gefühl Die eigenen vier Wände sind für kreative Menschen die größte Herausforderung, weil sich hier nach Lust und Laune Farben, Muster und verschiedene Strukturen kombinieren lassen – auf der Wand, auf dem Boden, bei der Einrichtung. Von erdig-traditionell bis bunt und schrill ist alles erlaubt, was das eigene Wohlbefinden verstärkt. Nur die Schwarz-Weiß-Malerei ... die ist vorbei. // Fotos: Ikea, Gasteiger, aus „Funky Home“ / DVA

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eschäftigt man sich mit Farben im eigenen Wohnraum, ist es immer auch ein Stück weit Eintauchen in die Psychologie. Farben begleiten uns durch jeden Tag und rufen ganz individuelle Reaktionen hervor – sei es durch persönlich erlebte oder „erlernte“ Erfahrungswerte. Grob teilt man die Farbpalette in

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warm und kalt. Rot gilt dabei als warme Farbe – assoziiert mit Feuer und Hitze. Die Farbe steht für Aktivität, Dynamik und Bewegung, wirkt anregend, ist im Gegenzug aber auch ein Zeichen für Zorn oder Gefahr. Als Farbe der Leidenschaft und Emotion ist sie im Schlafzimmer gut aufgehoben, wobei oftmals ein kleiner farbiger Akzent reicht und

nicht gleich das gesamte Zimmer in schrilles Rot getaucht werden muss. Wer es etwas abgemildert mag, entscheidet sich für Orange – die Farbe der Freude, Lebhaftigkeit, Lebensbejahung und Ausgelassenheit. Orange gilt als Kraftspender und fördert die Kreativität. Ähnlich übrigens wie Gelb, das zwar auch mit Neid und Eifersucht in Verbindung ge-


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bracht wird, in erster Linie aber für Sonne und Licht steht. Gelb ist außerdem die Farbe der Weisheit und der Erkenntnis. Im Kontrast dazu stehen kühle Farben wie Blau, das Harmonie, Ruhe und Zufriedenheit repräsentiert. Wir verbinden damit die Weite des Meeres und des Himmels, sie ist die Farbe des (inneren) Friedens, im Negativen aber auch der Lüge und Kälte. Dennoch ist Blau als meditative Farbe perfekt für Wohlfühlräume zur Regeneration und Erholung. Wie Blau gehört auch Violett zur kalten Farbpalette und ist im ersten Zusammenhang eher negativ besetzt: Eitelkeit, Einsamkeit, Künstlichkeit. Dennoch gilt Violett auch als Farbe des Geistes und der Spiritualität, zeugt von Individualismus, Originalität und Kreativität. Grün als Farbe der Mitte steht in seiner vollendeten Neutralität zwischen allen Extremen, wirkt folglich ausgleichend und beruhigend, fördert Harmonie und Stabilität und hilft, auch zur eigenen Mitte zu finden. Schlussendlich bleibt die Farbauswahl aber immer eine Frage des persönlichen Geschmacks. Was es dennoch zu beachten gilt, darüber sprachen wir mit Bernd Ritter von Farben Morscher. >

Funky Home

Charlotte Hedemann Guéniau DVA Verlag, 192 Seiten, EUR 30,90 Wer glaubt, dass dänisches Design kühl und zurückhaltend ist, sollte dieses Buch durchblättern. Charlotte Hedemann Guéniau ist Gründerin der Designschmiede Rice und präsentiert hierin einen farbenfrohen, lässigen Wohnstil, der viele Ideen auch für das eigene Zuhause liefert.

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fArBen Prägen trendS. AlS trendS BeZeichnet mAn entwicklungen in der mode, ABer Auch in kultur, kunSt, deSign und wiSSenSchAft, im AutomoBilBAu oder in der einrichtungSgeStAltung. unSere VorlieBen Sind einerSeitS indiViduell gePrägt, AndererSeitS Sind Sie Von kollektiVen wunSchVorStellungen BeeinfluSSt. dAS nennt mAn ZeitgeiSt, ZeitgeSchmAck, lifeStyle, gewohnheit oder mode. Sich trendS Zu entZiehen iSt möglich, ABer Viel mehr SPASS mAcht eS, An ihnen gelegentlich teilZunehmen. Je nAch lAune, Stimmung und gefAllen. Aus: „Farbtrends“, Callwey Verlag

Es muss nicht immer die klassische Farbe an der Wand sein. Gasteiger zeigt, wie sich durch den bewussten Einsatz von Licht entsprechende Stimmungen im Bad kreieren lassen. Moderne Lichtspiele tauchen die natürlichen Materialien wie Holz oder Stein und den traditionellen Chalet-Chic in eine ganz besondere Atmosphäre.

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Das farb-interview

Do it yourself ist ein großer Trend der Stunde. Sollte man für das Auftragen der Farbe doch lieber auf Profis vertrauen? Natürlich können Sie beim Malen auf einen Profi vertrauen, können es aber auch selber ausprobieren, wenn Sie Folgendes beachten: Vor dem Start ist eine Beratung vom Fachmann (Profimaler oder Farben-Fachverkäufer) sicher die beste Vorgangsweise. Dabei bekommen Sie die Infos über aktuelle Farbtrends und wertvolle Tipps zur richtigen Technik. Er kann Sie auch in Bezug auf die passende Art der Farbe beraten, weil die vielen unterschiedlichen Untergründe auch unterschiedliche Farben verlangen. Mit der richtigen Farbauswahl ist auch die Verarbeitung gleich viel einfacher. Was sind Ihre persönlichen Farbtrends für den kommenden Sommer? Meine persönliche Trendfarbe ist Gelb, kombiniert mit vielen anderen Farben und Mustern! Gelb steht für mich für Heiterkeit, ist elegant, exotisch, kräftig und frisch, aber auch ruhig – je nach Intensität des Gelbtones. Wer seine Wände lieber in unschuldigem Weiß lässt, muss auf Farbe dennoch nicht verzichten. Denn gekonnte Akzente und ein farbenfrohes Zuhause lässt sich mit den entsprechenden Lichtspielen, Möbeln und Accessoires erreichen – Letztere lassen sich zudem auch ohne großen Aufwand je nach Lust und Laune tauschen und immer wieder neu kombinieren. Und wer seine gute Laune schon auf den ersten Blick sichtbar machen möchte, verpasst auch gleich der Hausfassade ein individuelles Farbdesign. Neben ästhetischen Eigenschaften wie Farb- und Strukturgestaltung sind dabei vor allem Funktionalität und Dauerhaftigkeit gefragt. Ein gesteigertes Gesundheits- und Umweltbewusstsein der Konsumenten hat zudem dazu geführt, dass gesundheitliche und ökologische Aspekte bei der Produktauswahl immer mehr ins Kalkül gezogen werden. RÖFIX hat etwa bei der Produktentwicklung seiner Farben und Anstriche besonderen Wert auf diese Anforderungen gelegt. Das Ergebnis zeigt sich in einem bunten Farbspektrum, das viel Freiraum für kreative Gestaltung lässt.

ateliermerz.

eco.nova: Unterschiedliche Farben haben stets Auswirkungen auf unser Gemüt. Was gilt es bei der Auswahl deshalb besonders zu beachten? bernD ritter: In erster Linie geht es darum, welche Räume farblich verändert werden – Wohn- oder Schlafzimmer, ein Büro oder eine Praxis, allgemeine Aufenthaltsräume – und natürlich darum, wie farbenfroh der Kunde generell ist. Wichtig bei der Auswahl sind auch die räumlichen Voraussetzungen: Größe, Einrichtung, Lichtbeschaffenheit ... So kann eine Farbgestaltung fade und langweilig, chaotisch und wirr wirken, aber auch angenehm und toll. Wollen Sie Ihren Räumen Ruhe geben, empfehle ich eine Ton-in-Ton-Variante, also verwandte Farben zu wählen. Wollen Sie einen „Wow“-Effekt erreichen, greifen Sie zu Trendfarben und/oder tapezieren Sie eine Wand mit einer Mustertapete. Es müssen nicht immer gleich alle Wände bunt gestrichen werden. Oft ist es ausreichend, mit einer Wand in einer Trendfarbe Akzente zu setzen.

Blick für’s Detail! Wir lieben Farben. Und Menschen, die Farben lieben! Und so tüfteln wir gemeinsam mit Ihnen nach optimalen Lösungen. Stets mit jeder Menge Liebe zum Detail, ohne dabei den Blick für das große Ganze zu verlieren. Das Sortiment in unseren 17 Filialen ist auf Ihre Bedürfnisse angepasst: Spezialfarbtöne nach Wunsch, Farbberatung für Farbwirkung und -psychologie oder einfach nur »alles aus einer Hand« für Ihren Heimwerkerauftrag. Was uns wichtig ist? Qualität in Produkt und Beratung, aufeinander abgestimmte Produktsysteme die miteinander funktionieren und harmonieren, Serviceleistungen mit Engagement umgesetzt und vor allem die gute alte Handschlagqualität. Unsere Filialstandorte in Tirol: 6460 Imst | Langgasse 24 | Tel. 05412 64435 6020 Innsbruck | Kranebitter Allee 88 | Tel. 0512 286877 6600 Reutte | Ehrenbergstraße 62 | Tel. 05672 63360 6063 Rum | Kaplanstraße 1a | Tel. 0512 262288 - 400 / -405 6300 Wörgl | Innsbruckerstraße 62 | Tel. 05332 71235

MORSCHER Farben- & WerkzeugHandelsgesellschaft m.b.H. Treiet 43 | 6833 Weiler Tel. +43 (0)5523 62454-0 office@farbenmorscher.at www.farbenmorscher.at

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Angenehme Farben

geborgensein-farben

komfortFarben

sicherheitsfarben

Die Autoren des Buches „Farbtrends“ – Axel Venn und Janina Venn-Rosky“ – haben in der Farbgestaltung einen etwas anderen Zugang und gehen weg von den klassischen Farbdefinitionen. Sie kreieren eigene Farbwelten (siehe Grafiken), mit denen sie sich dem Phänomen der Wirkung von Farben nähern, und lassen dabei durchaus den Spielraum, dass sich Assoziationen zu einzelnen Farben auch ändern können. • Angenehme Farben: Stabile und leichte Farbmerkmale stehen dicht beieinander. Was uns angenehm ist, hat nicht nur Milch- und Honig-Qualitäten, sondern stabilisiert auch unser Dasein. Die Maßstäbe von Wert und Stimmung sind sehr differenziert und schweben von „Ausgewogenheit“ bis „Beständigkeit“, von „gemütlich“ bis „natürlich“. Die hier dargestellten Kolorits eignen sich perfekt für Kommunikations- und Gästezonen wie das Esszimmer. • Komfortfarben: Das Komfortable besitzt so gut wie keine kühlen Nuancen. Wohlfühlfarben bestimmen die Interpretation. Es sind so gut wie keine Aufreg-Töne mit schrillem Klang dabei. Das Komfortable lädt zum Ausruhen und Beruhigen ein. Die Farben sind selten rein und klar gehalten. Sie sehen häufig herbstlich aus. Es sind typische Interior-Töne, die das Farbspektrum ausmachen. Sie sind heute in vielen folkloristischen, aber auch in klassischen, bürgerlichen Einrichtungsstilen zu finden. • Geborgensein-Farben: Das Testergebnis der Farben der Geborgenheit weist auf archaische Grundmuster hin, die an Gepflogenheiten der Menschen aus der Vor-Bronzezeit erinnern. Als der Kreis und somit das Kreisbildende zum Gemeinschaftsritus gehörten und das gemeinsame Schmausen um das offene Feuer herum zu mehr als nur der Nahrungsaufnahme diente, bestand der eigentliche Zweck des Zusammenkommens in der Kommunikation und der sozialen Absicherung. Bis heute ist dieses Urmuster erhalten, sogar die formalen und farbigen Inhalte existieren noch. • Sicherheitsfarben: Produkten, die auf dem Boden stehen, traut man mehr zu, wenn sie stabile Töne aufweisen. Feste Burgen bestanden selten aus weißem Stein. Sicherer für die Bewohner war es, wenn die Burgen einen möglichst finsteren Eindruck machten, um von vornherein Angreifer abzuschrecken. Wir assoziieren mit „nützlich“ kaum Farbtöne wie Rosé, Flieder oder Hellgelb. Unsere Erwartungshaltungen und Vorkenntnisse veranlassen uns, hier Schwarz, Dunkelgrau oder träge Dunkelbraun-Töne zu verwenden.  Quelle: „Farbtrends“, Callwey Verlag

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Der Schwedenklassiker wird bunt: Bücherregal Billy gibt es in limitierter Auflage mit Regalböden und Rückwand in knalligem Blau oder Orange um 49,99 Euro

Es muss nicht immer der große Farbflash sein – manchmal reicht auch ein kleiner Akzent: Die Sommarmys-Vasen rücken Frühlings- und Sommerblumen ins rechte Licht und sind mit 14 cm kaum größer als ein Smartphone. Je 1,49 Euro.

Bauen mit System

Mit dem ausgeschnittenen Dreieck in der Lade erinnert Selje an eine Bücherseite mit Eselsohr – was in Assoziation zu einem Nachttisch ja nicht ganz verkehrt ist. Als Alternative zum knalligen Blau gäb’s auch eine Ausführung in kühlem Weiß. Das hat aber mit Farbe leider gar nix zu tun. Preis: 24,99 Euro

Farbtrends

Axel Venn & Janina Venn-Rosky Callwey Verlag, 128 Seiten, EUR 20,60 Farbexperte Axel Venn und Designerin Janina Venn-Rosky zeigen die schönsten Farbtrends für die eigenen vier Wände und geben zahlreiche Tipps für die richtige Farbauswahl, Formen und Muster.

www.roefix.com

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Die Kunst des Wohnens Eigentlich war Günter Salzmann nur auf der Suche nach einem bestimmten Designklassiker für seine Wohnung. In Innsbruck wurde er damals nicht fündig, doch es entstand seine Idee zu VIRSALIS – ein Concept-Store, der heute mit hochwertigem Interieur verbunden wird. // Text: Julia Sparber, Fotos: Ursula Aichner, Markus Hofer ne Salzburger Galerie an. Später folgte ein Engagement im Curatorial Department des Guggenheim Museums in New York, ehe Günter Salzmann zur Galerie Ropac zurückkehrte. 2000 feierte er Promotion und wechselte nach München ins Kunstmanagement Häusler Contemporary, eine der ersten Adressen für die Vermittlung von zeitgenössischer Kunst an private Sammler, Museen und Unternehmen. Für Günter Salzmann geht die Beschäftigung mit zeitgenössischer Kunst „stets mit einem Wandel und Neuanfang einher. Stillstand ist einfach nur langweilig.“ In Berlin und in London weitete sich sein Horizont: Bei „SprüthMagers“, den zwei großen Namen am Kunstmarkt, absolvierte er seine prägendsten Lehrjahre, die 2003 vorerst ihr Ende fanden. Genug vom Kunstgetriebe, zog es Günter Salzmann wieder nach Innsbruck: „Und beim Einrichten meiner Wohnung begab ich mich auf die Suche nach Vitra-Stühlen, die ich in der ganzen Stadt nirgendwo finden konnte.“

Verschiedene kunstvolle Welten

Auch die Wohnraumgestaltung mit Stoffen ist eine Kompetenz von VIRSALIS: Stoffe können moderne Häuser mehr Wärme verleihen und unterstreichen die Handschrift des Architekten

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ünter Salzmann ist seit 2006 der „Mann des Salzes“. Übersetzt steht sein Name für VIRSALIS – Living & Lifestyle: exklusives Interieur, edle Wohnaccessoires, stilvolle Präsentation. Dabei kommt der gebürtige Vorarlberger Günter Salzmann nicht vom

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Möbelhandel oder von der Architektur, seine Wurzeln liegen in der Kunstgeschichte: „Ich habe mich für dieses Studium entschieden, weil ich wissen wollte, was die Künstler selbst über ihre Arbeiten denken“, erzählt er. Nach Abschluss des Studiums heuert ihn der bekannte Galerist Thaddäus Ropac für sei-

Also lieber gleich ein eigenes Geschäft für Designklassiker in Innsbruck eröffnen. 2004 startete er mit seinem ersten Concept-Store für Wohnkultur in der Anichstraße: „Mein Sinn für Ästhetik und Qualität entwickelte sich aus der Kunstgeschichte.“ Jahrelang beschäftigte er sich ausschließlich mit zeitgenössischer Kunst. Mit der Geschäftseröffnung sollte erstmals die „Kunst des Wohnens“ in den Vordergrund treten. 2006 expandierte Günter Salzmann und bezog ein größeres Geschäftslokal in der Bürgerstraße 11. Sein Repertoire erweiterte sich ständig: Zu ausgesuchten Möbelstücken namhafter Designer kam eine immer größer werdende Auswahl an Wohnaccessoires, die er bis heute vor allem auf Messen in Paris und Mailand einkauft. Trotz seines Erfolges am Designmöbelmarkt „fühlte ich mich wieder bereit für die Kunst.“ Als 2012 das noch größere, gegenüberliegende Geschäftslokal eines Herrenausstatters frei wurde, gab es für Günter Salzmann nur eine logische Konsequenz –


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VIRSALIS auf rund 400 Quadratmeter auszudehnen und aus der Bürgerstraße 11 die Galerie Salzmann zu machen. Seit März 2013 präsentiert Günter Salzmann auf 170 Quadratmetern eine Plattform für vorwiegend junge, zeitgenössische Positionen, „die am Kunstmarkt nicht gehypt werden“. Zur Eröffnung der Galerie zeigt er Markus Hofers Ausstellung „Denken über Dinge“, die seine Vorliebe für skulpturale Arbeiten gepaart mit ironischen Zugängen widerspiegelt: Zumeist aus banalen Alltagsgegenständen aufgebaut, besteht ein Objekt Hofers aus zwei Elektrokabeln, deren Stecker sich nicht zwischen zwei Steckdosen entscheiden können oder einem Fahrrad, dessen Vorderrad sich in Wasserrohre an der Wand verflüchtigt. Aber auch ein politisch unkorrektes „Manneken Pis“ – das Wahrzeichen Brüssels – ist zu sehen, das in Violett die Silhouette Europas pinkelt. Die Galerie steht im Gegensatz zum Design-Store, trägt aber die Handschrift von Günter Salzmann, die sich aus profunder Ausbildung, langjähriger Erfahrung und Sinn für Qualität und Ästhetik formt.

architektur als kunstforM

Das Wort Architektur kommt vom lateinischen architectura und steht für „Baukunst“, deren zentraler Inhalt das planvolle Entwerfen und Gestalten von Bauwerken ist. Für den Kunsthistoriker und „Kaufmann für Wohn-Kultur“ ist sie eine gleichwertige Kunstform, die ein breites Betätigungsfeld eröffnet. „Kunst-am-Bau“-Projekte hat er unter anderem für das Parkhotel Hall sowie für die Solar-City in Linz umgesetzt: Der österreichische Künstler Herbert Brand ließ ein

Großformat für den Restaurantbereich entstehen und der Wiener Künstler Josef Schwaiger entwickelte ein modulares System aus Glas, das in seiner ästhetischen Anmutung an die Idee der Auffächerung des Sonnenlichts in seine Spektralfarben anknüpft – passend zur Philosophie der Solar-City. Schwaiger ist ein Maler, der sich auch mit dem Einsatz von Glas, Licht und Farbe auseinandersetzt und seine Arbeiten in das architektonische Konzept integriert. Es gibt eine Vielzahl von Definitionen für den Begriff Architektur, dem verschiedene Aufgaben, Inhalte und Bedeutungen zugeschrieben werden können. Für Günter Salzmann steht auch die Architektur für sich allein und „soll nur durch die Persönlichkeit des Bewohners unterstrichen werden.“ Er versucht in seiner Rolle als Wohnberater auf die Räume einzugehen: „Aus einem Bauernhaus soll man kein cooles Loft machen.“ Aber auch als Kunstberater versucht er die Genres zu trennen: „Kein wirklicher Sammler würde ein Bild nach der Farbe des Sofas aussuchen, sondern sucht die Qualität im Kunstschaffen!“ Günter Salzmann kommt in viele verschiedene Wohnräume. Eine Erfahrung macht er dabei immer wieder: „Viele wohnen in architektonisch wertvollen Häusern, fühlen sich aber nicht wohl. Zumeist ob der strengen Coolness, die zwar optisch gut aussieht, aber nicht wohnlich ist.“ Günter Salzmann sieht sich als ein kunstvoller Gestalter, der wertvolle Architektur zu unterstreichen weiß. Mit Stoffen, die Sichtbeton und Stahl mehr Wärme verleihen, mit dezenten Accessoires, die Akzente setzen, ohne die Architektur zu zerstören. Wenn dann noch eine Brü-

„ich Suche BewuSSt keine VerBindung. gAlerie und geSchäft Sollen fÜr Sich Alleine Stehen, denn kunSt Soll keine dekorAtion Sein.“ Günter Salzmann, VIRSALIS Der Kunsthistoriker Günter Salzmann betreibt in Innsbruck einen ConceptStore für Möbel und Design sowie eine Kunstgalerie

„Denken über Dinge“, die aktuelle Ausstellung in der Galerie Salzmann: Arbeiten von Markus Hofer, „Brüssel macht Europa“, 2013, Kunststoff, Holz, Metall, Lack Kunst am Bau: Glasdach, Solar-City Linz: Josef Schwaiger, 2005

cke zur Kunst gefunden wird, ohne aufgesetzt zu wirken, sondern die Präferenz des Sammlers zum Ausdruck bringt, sieht die „Kunst des Wohnens“ nicht nur gut aus, sondern fühlt sich auch gut an. VIRSALIS gibt sozusagen das Salz in die Suppe!

virsalis living & lifestyle Bürgerstraße 8, A-6020 Innsbruck Tel.: 0512/563646, www.virsalis.com

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DAS GANZHEITLICHE RAUMKONZEPT ALS AUSDRUCK DER PERSÖNLICHKEIT. Lernen Sie die inspirierende Atmosphäre unseres Hauses kennen: Mo - Fr: 8:30 - 18:00 Uhr | Sa: 9:00 - 16:00 (sowie nach Vereinbarung)

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Skandinavisch für Fortgeschrittene

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pricht man hierzulande von einer dänischen Lifestylemarke, geht’s nicht mehr nur um Bang & Olufsen. Ab sofort fällt auch ein zweiter Name: BoConcept. Die Möbel der Nordmannen sind eine einzige Hommage an deren Heimatland: harmonisch und klar im Design, versehen mit dem gewissen Augenzwinkern und ordentlich Style – und einem Schuss internationalem Flair. Die frei kombinierbaren Elemente können je nach Wunsch und Bedürfnis zusammengestellt werden und machen damit jedes Möbel einzigartig und besonders – bei einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Imola Das Design des „Imola“-Sessels ist angelehnt an die 1950er-Jahre, verspielt und dennoch klar und modern. Den schnittigen Sessel gibt’s ab 1.395 Euro in verschiedenen Stoff- und Ledervarianten, gerne auch mit Drehfunktion oder gleich als Hocker.

Dänemark entwickelt sich immer mehr zum Hotspot des Lifestyles. Das „Noma“ in Kopenhagen wurde 2012 zum dritten Mal hintereinander zum besten Restaurant der Welt gewählt und auch in Design und Architektur hat sich eine junge, aufstrebende Szene fix in der Welt der schönen Dinge etabliert. Mit der letztjährigen Eröffnung des Brandstores von BoConcept weht dänische Designerluft auch in Innsbruck. // Fotos: BoConcept, Julia Türtscher 110

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sMartville Die gesamte „smartville“-Möbelkollektion ist inspiriert von dem klaren und ikonischen Design der smart-fortwo-Modelle, gepaart mit dem minimalistischen Design und der Funktionalität der BoConcept-Produkte. So hat das modulare „smartville“-Sofa mit seinem Basismodul die Originalgröße eines smart fortwo von 2,69 Metern. Auch in der Farbe und Stoffauswahl gibt es eine klare Verbindung zum „smart fortwo BoConcept signature style“: Es ist in tabakbraunem Leder sowie hell- oder dunkelgrauem Filzstoff und mit kontrastgelben Stichnähten erhältlich. Ab 2.695 Euro, wie abgebildet in hellgrauem Filz mit Neongelbeffekten um 3.323 Euro.

ferMo Klare Linien, filigrane Beine und die Trendfarbe Dunkelgrau machen Sideboard „Fermo“ zum unaufdringlichen Hingucker. Mit 227 cm Breite und 75 cm Höhe ist genügend Platz für alles, was verstaut werden soll. 995 Euro.

„die inneneinrichtung Von BoconcePt SPricht All Jene An, die wert Auf deSign, lifeStyle und ein urBAneS leBenSgefÜhl legen. in innSBruck finden Sie Auf  Qm und Zwei etAgen eine groSSe AuSwAhl däniScher deSignermöBel fÜr die Bereiche wohnen, eSSen, SchlAfen und ArBeiten, komBiniert mit wohnAcceSSoireS fÜr BeSondere, StyliShe AkZente.“ Isabell und Martin Bauer, BoConcept Innsbruck

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Smart Design for Urban Life Was dabei herauskommt, wenn sich zwei Experten für urbanen Lifestyle zusammentun? Smartes Design zum Wohlfühlen. Mit intelligenten Lösungen, die selbst auf kleinstem Raum Ihr Leben bereichern und dabei kompromisslos gut aussehen. Egal ob Sie sich gerade in Ihrem Auto wie Zuhause fühlen möchten, oder auf Ihrem Sofa.

Die NEUE BoConcept Kollektion für smart BoConcept Innsbruck ∙ Brunecker Str. 1 ∙ 6020 Innsbruck ∙ Tel. 0512-560 185 1001402_AT_IB_eco.nova_smartville Sessel_185x122mm.indd 1

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kurz & bündig. architektur, bauen & wohnen

kultour durch österreich

Tiroler-Küchenstudio-Geschäftsführer Dietmar Reichmann (re.) und Stephan Erler, Marketing & Verkaufsleitung // Foto: Blickfang photographie

Kultur ist ein wesentlicher Träger der Marke „Urlaub in Österreich“. Die KULTOUR-News der Österreich Werbung bieten dazu aktuelle und wertvolle Infos und setzen Kultur in Kontext zu den unterschiedlichsten Themenbereichen wie Natur, Kulinarik oder Design. Das heurige Jahr steht dabei unter dem Thema „Architektur & Identität“. // Infos unter www.austriatourism.com/kulturnews

kommunikationszentrum küche

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Küchen sind längst keine reinen Nutzräume mehr, sondern Teil des persönlichen Lifestyle. Sie sind der Drehpunkt des Familienlebens und Ausdruck von Individualität. Deshalb sollten gerade Küchen keine Produkte von der Stange sein, weil jeder seine ganz eigenen Lebens- und Kochgewohnheiten hat und die Küche schlussendlich auch Investition in eine längerfristige Zukunft ist. Speziell in diesem Lebensbereich sollte eine professionelle Beratung und Planung die oberste Maxime sein. Kürzlich bekam auch Kufstein sein erstes professionelles Küchenstudio. Bisher musste man auf der Suche nach einer individuellen, maßgeschneiderten Qualitätsküche in die Umlandgemeinden, ins benachbarte Bayern oder die Landeshauptstadt ausweichen, dabei gilt Kufstein als pulsierende Bezirkshauptstadt mit einer hohen Lebens- und damit Wohnqualität. Das „Tiroler Küchenstudio“ schließt diese Lücke und bietet in der Eibergstraße ab sofort Markenvielfalt mit hohem Qualitätsanspruch.

Mit nur einem Touch wird der eigene Daumen jetzt noch grüner als je zuvor. Rechtzeitig zur Gartensaison liefert eine neue Lagerhaus-App kompaktes Wissen für die perfekte Pflanzenpflege direkt aufs Handy – Profitipps für den Garten und einen tagesaktuellen Mondkalender inklusive. // www.lagerhaus.at/mobile

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kurz & bündig Fotos: Ulla Führlinger

neueröffnung

die tugend aus der not

Anfang April eröffnete Daniela Ilic ihr neues Immobilien-Büroloft in der Innsbrucker Amraser Straße. Auf 130 Quadratmetern bringt sie unter dem Namen „inviaa immobilien“ frischen Wind in die Branche und feierte die Eröffnung gebührlich mit coolen Drinks, kulinarischen Häppchen und Live-Musik sowie über 60 Gästen aus Wirtschaft und Politik – darunter StR Christoph Platzgummer, NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner, Regina Stanger oder Alois Schellhorn von der Wirtschaftskammer Tirol. // www.inviaa. at

Derzeit wird das Hauptgebäude für Technische Wissenschaften am Campus Technik saniert und die Forscher mussten in ein eigens errichtetes Containergelände ausweichen. Was eher suboptimal ist, aber auch die ideale Voraussetzung für einen Feldversuch. Denn aufs Containergelände wurden auch zwei neue Doppelcontainer in Holzbauweise gestellt. Univ.-Prof. Michael Flach, Leiter des Arbeitsbereiches für Holzbau: „Zeitgleich mit der Umsiedlung der Fakultät in das Containerdorf untersuchen wir im Forschungsprojekt BIGCONAIR die Raumluftqualität in Containerbauten.“ Über zwei Jahre werden regelmäßig entsprechende Messungen erfolgen und die Luftqualität in herkömmlichen Containern mit jener in den neuen Holzpendants verglichen. Die Wissenschaftler erwarten im Vergleich zu den Stahlcontainern eine höhere Luftqualität und damit eine entsprechend positive Auswirkung auf die Gesundheit. Und: Die Holzcontainer sind auch optisch eindeutig die hübschere Variante!

BM Franz Troppmair, LR Patrizia Zoller-Frischauf und NHTGeschäftsführer Hannes Gschwentner mit den Architekten Manfred Wulz und Raimund König, Architekturhalle Telfs // Foto: Vandory

passivhaus-firstfeier Die Neue Heimat Tirol (NHT) errichtet an der Lange Gasse in Wattens eine Passivhauswohnanlage mit einem Gesamt­ investitionsvolumen von rund 6,5 Mio. Euro. Verantwortlich für die Architektur zeichnet das Telfer Büro Architekturhalle mit Raimund Wulz und Manfred König, das für die Anlage 21 Miet- und 14 Eigentumswohnungen samt Tiefgarage vorsieht, die ab Feber 2014 bezugsfertig sein sollen. Dabei wurde aus städtebaulicher Sicht großes Augenmerk auf die bereits bestehende typische Durchflechtung des Wattener Ortsteils mit großzügigen Grün- und Freiflächen geleget. Die zwei zeilenartigen Baukörper sind in Nord-Süd-Richtung parallel zur Straße situiert und bilden im Inneren einen geschützten, großzügigen Hof mit Zugang zum künftigen Spielplatz. Mit dem Bau wurde im August 2012 begonnen, im April lud die NHT zur Firstfeier.

Freuen sich über den neuen Spül-LKW der Euro-Klasse 6 (v. l.): Franz Saurwein (IKB-Abfallsammlung), IKB-Vorstandsdirektor Helmuth Müller, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Fahrer Alois Weger, Reinhard Oberguggenberger (Leiter IKB-Abfallwirtschaft) und Christian Treichl (IKB-Abfallwirtschaft) // Foto: Strickner

gastro-biotonnenreinigung Sauberkeit und Hygiene sind oberstes Gebot nicht nur in der Gastronomie – hier aber ganz besonders. Daher bietet die IKB ein neues Spülservice für Biotonnen an und verbindet die Entleerung auch gleich mit einer Innenreinigung. Zum Einsatz kommt dabei ein neues Biotonnen-Spülfahrzeug, das kürzlich im Rahmen der Tagung des Österreichischen Wasser- und Abfall-Wirtschaftsverbandes (ÖWAV) in Innsbruck präsentiert wurde. Bis 1. Juni ist das Spülservice noch kostenlos!

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kurz & bündig

Hypo-Tirol-Vorstand Johann Kollreider im Gespräch mit Prof. Jürgen Huber, Universität Innsbruck // Foto: Hypo

Bei der Firstfeier des ZIMA-Projektes „Leben am Sonnenhang“ in Innsbruck (v. l.): ZIMA-Tirol-Geschäftsführer Alexander Wolf, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und ZIMA-Eigentümer Alexander Nussbaumer // Foto: ZIMA

Lebenstraum eigenheim

auf der sonnenseite des lebens

Immobilien mieten oder kaufen ist nicht immer nur eine Frage des finanziellen Aspektes, sondern auch der persönlichen Lebensplanung. Die Tatsache, dass diese heute nicht mehr linear verläuft, stellt speziell junge Menschen vor die unterschiedlichsten Herausforderungen, weil Ausbildungszeiten länger werden, sich damit der Einstieg ins Berufsleben verzögert, der Job heute häufiger als früher gewechselt wird oder auch projektbezogen ins Ausland verlegt wird. Vor allem, wenn es darum geht, die Lebensthemen Karriere und Wohnen unter einen Hut zu kriegen, ist eine langfristige Planung oft schwierig, Wohnbaukredite aber gernau darauf angelegt. Es bedarf daher neuer Wege und Finanzierungsmöglichkeiten, um vor allem die junge Generation hier entsprechend zu unterstützen. Die Hypo Tirol Bank hat das Thema Wohnen als eines der elementarsten Bedürfnisse erkannt und bietet eine moderne und flexible Wohnbaufinanzierung, bei der es erstmals möglich ist, die Kreditraten an die jeweilige Lebenssituation und Einkommensverhältnisse anzupassen. Vorstand Johann Kollreider: „Wir haben als Bank zwar keinen Einfluss auf Immobilienpreise, aber mit dem neuen Lebensphasenkredit ermöglichen wir unseren Kunden, auf geänderte Lebensumstände flexibel zu reagieren.“

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Was lange nur auf dem Papier sichtbar war, nimmt immer mehr Gestalt an. Mit dem Wohnprojekt „Wohnen am Sonnenhang“ zeigt die ZIMA Tirol, welchen Einfluss die Sprache der Architektur auf das Stadtbild haben kann und dass auch vermeintlich unbebaubare Flächen wunderbar genutzt werden können. Durch die geschwungene, dem Hang angepasste Architektur und die versetzten Linien der sieben Etagen entstehen 141 einzigartige Wohnungen, von denen jede in unterschiedlicher Form nach Süden gerichtet ist und über eine Sonnenterrasse oder privaten Garten verfügt. Die ersten vier Etagen bilden dabei den Sockel des ca. 200 Meter langen Gebäudekomplexes, darauf aufgesetzt finden sich vier unabhängige Baukörper mit Blick auf die Stadt und die gegenüberliegenden Berge. Das Wohnprojekt am Sonnenhang blickt auf eine mehr als 15 Jahre andauernde Geschichte zurück und ist in mehreren Anläufen von anderen Bauträgern in der Entwicklung gescheitert. Das Innsbrucker Architekturbüro din a4 hat es gemeinsam mit der ZIMA geschafft, dass in der Höttinger Au endlich eine Firstfeier begangen werden konnte.

Der aktuelle Trend im Ziegelbau Innovation und Qualität haben Wienerberger zum Weltmarktführer bei Ziegelbausystemen gemacht. Ein Quantensprung in der Entwicklung des keramischen Naturbaustoffes ist dem österreichischen Traditionsunternehmen mit der innovativen Porotherm-W.i-Ziegelfamilie gelungen. Denn für einen effizienten Umgang mit der Heizwärmeenergie müssen die Außenwände eines Gebäudes optimal wärmegedämmt sein. Diese Anforderung wird von alleine mit Porotherm-W.i (Wärmedämmung inklusive)-„Energiespar“-Ziegeln errichteten Mauerwerken bestens erfüllt, sodass keine weiteren Dämm-Maßnahmen erforderlich sind. Denn die Planziegel sind bereits werkseitig mit mineralischer Steinwolle als natürliches Dämm-Material gefüllt. Somit wird energieeffizientes und wohngesundes Bauen ohne den weiteren Einsatz von oftmals ökologisch bedenklichen Materialien möglich. Diese Form der Wärme-, aber auch Schalldämmung ist nachhaltig, wasserabweisend, nicht brennbar und besteht aus dem in der Natur durch Vulkanaktivität „nachwachsenden“ Rohstoff Stein. Der Baustoff Ziegel erfüllt außerdem den Anspruch lebenslanger Qualität für Generationen. Damit hat ein mit Ziegel errichtetes Gebäude einen dauerhaft hohen Wert. // www.wienerberger.at


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rechtSSicherheit Bei BAuProJekten mit dem Bfi tirol Das BFI Tirol, die Nummer 1 am Weiterbildungsmarkt, ist seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner der heimischen Unternehmen, Freiberufler und Behörden. Im Bereich Bau- und Baunebengewerbe bietet das BFI Tirol ein umfassendes Kursprogramm, damit Sie fachlich und rechtlich am neuesten Stand bleiben.

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or allem die Berücksichtigung der OIB-Richtlinien stellt für Architekten, Baubehörden, Bausachverständige, Baumeister oder Bauträger die Basis zur Einhaltung der relevanten bautechnischen Vorschriften dar. Holen Sie sich Informationen und Erfahrungen zu den aktuellen Bestimmungen aus erster Hand für mehr Rechtssicherheit im Rahmen Ihrer Bauprojekte. Details zur OIB-Richtlinie 2, die das Thema Brandschutz regelt, erfahren Sie in eintägigen Kursen am 26. April oder 8. November 2013. Für Bauherren, Projektleiter, Planer und Bauleiter bietet sich das Seminar zur perfekten Baukoordination an, das von 19. bis 21. Juni 2013 durchgeführt wird. Dort erhalten Sie von Experten unter anderem wertvolle Hinweise und praktische Tipps zum Bauarbeitenkoordinationsgesetz. Insbesondere wird die praxisgerechte Erstellung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzplans sowie einer Arbeitsunterlage für Ihre Arbeit als Koordinator erläutert.

weitere seMinare ab herbst 2013

OIB-Richtlinien 1 bis 6, Ausgabe 2011 Barrierefreiheit OIB-Richtlinie 4 OIB-Richtlinien 5 und 6, Ausgabe 2011 Rechtliche Konsequenzen aus dem Energieausweis-Vorlage-Gesetz Wohnbauförderungsrichtlinie für Planer und Techniker

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fr. traude Montuoro Ing.-Etzel-Straße 7, 6010 Innsbruck Tel. 0512/59 660-332, traude.montuoro@bfi-tirol.at, www.bfi-tirol.at

Die Entertainment-Highlights in Tirol! Die Schlagernacht des Jahres 7. Mai 2013 Olympiahalle

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Die Toten Hosen LIVE 25. Mai 2013 Olympiahalle

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In Zusammenarbeit mit der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten, dem Land Tirol, dem Tiroler Gemeindeverband, der Energie Tirol und den RA Girardi & Schwärzler wird der 4. Baurechtstag für Gemeinden, Bausachverständige und Planer vorbereitet. Reservieren Sie sich bereits jetzt den Kongresstermin am 20. Februar 2014. Für alle Fragen oder Anmeldungen zum Kursangebot steht Ihnen das Team am BFI Tirol gerne zur Verfügung.

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Das strategische Baukonzept Bauprojekte laufen selten gänzlich nach Plan und die Errichtung eines Gebäudes ist immer auch mit zahlreichen Risken verbunden. Bereits vermeintlich kleine Probleme können dabei zu Bauverzögerungen und einem beträchtlichen finanziellen Schaden führen. Als eines der größten Versicherungsmaklerunternehmen in Österreich bietet VERO neben der branchenüblichen Bauversicherung als wertvollen Zusatz das VERO-Baukonzept, für das man ab sofort auch die Deckung für Planer und Architekten mit ins Boot holt. // Fotos: Julia Türtscher, image industry photography & studio / Erich Hussmann, Herbert Günther Bauvorhaben Lanserhof Tegernsee, 2012/13

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ie VERO Versicherungsmakler GmbH hat sich über die Jahre mit viel Knowhow und individuell entwickelten Produktpaketen zu einem zuverlässigen Partner für Tirols Bauwirtschaft entwickelt. Das Angebot beginnt mit entsprechenden Haftpflichtversicherungen für Immobilientreuhänder, -verwalter und -makler sowie Bauträger und gilt im gesamten Baubereich als Benchmark in der Branche. Die klassische, obligatorische Absicherung bei Bauvorhaben wird mit dem VERO-Baukonzept entsprechend erweitert, um bei Schadensfällen für alle Even-

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tualitäten gerüstet zu sein. Das Konzept der VERO Versicherungsmakler GmbH mit der Bauherrenhaftpflicht-, der Bauwesenversicherung und dem Haftpflichtdeckungsmantel für sämtliche am Bau beteiligten Professionisten hat sich von Anfang bewährt und wurde nunmehr um einen weiteren Faktor vervollständigt.

Lösung nach MaSS

Gerade im Bauwesen geschieht oft Unvorhergesehenes; ohne entsprechende Absicherung ist guter Rat folglich teuer. Christoph Zoller: „Leider muss der Schaden oft erst

„passieren“, um das enorme Risiko für alle Baubeteiligten bewusst zu machen. Viele Deckungssummen von Haftpflichtversicherungen werden zu niedrig abgeschlossen, planende Baumeister müssen erst seit 2012 entsprechend versichert sein, bauausführende Firmen und Gewerbe sind sich bis heute ihres Risikos oft nicht wirklich bewusst. Alle hoffen natürlich, dass ein Bauvorhaben reibungslos verläuft. Wenn aber der Schaden doch eintritt, können schnell enorme Schadenssummen anfallen.“ Dabei könnte es mit einer gewissen Voraussicht so einfach sein, sich abzusichern.


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DI Herbert Günther arbeitet erfolgreich mit der VERO Versicherungsmakler GmbH zusammen

Albert-Schultz-Halle in Wien, 2010/11

versicherung als wichtige investition

Das VERO-Baukonzept bietet dafür eine einzige Versicherung vom Bauherrn bis zum Professionisten – so individuell wie jedes einzelne Bauprojekt. So stehen die Bauherrenhaftpflicht-, die Bauwesen- und Haftpflichtversicherung der ausführenden Firmen unter dem gemeinsamen Deckungsschirm des VERO-Baukonzeptes. Aufgrund des großen Erfolges konnten nun auch noch die Architekten und Planer integriert werden. Mag. (FH) Ursula Hintringer: „Es ist uns gelungen, mit einer einzigen Polizze und einem einzigen Ansprechpartner zum bereits etablierten Baukonzept nun auch noch die Planungshaftpflichtversicherung einzuschließen. Sollte etwas passieren, wird der Schaden unkompliziert und transparent aus einer Hand bearbeitet. Der Versicherungsnehmer und alle Beteiligten können sich gänzlich weiter auf das Bauvorhaben konzentrieren.“ Bauherren bzw. Generalunternehmer haben damit die Sicherheit, dass allen Beteiligten die identen Versicherungssummen und Deckungen zur Verfügung stehen. Es bedeutet in der Folge auch, dass die Bauschäden mit dem VERO-Baukonzept abgedeckt sind, denn der Versicherungsschutz dieses Vertrages besteht in der Weise, als hätte jeder Versicherte eigenständig den ihn betreffenden Teil dieses Versicherungsvertrages abgeschlossen.

Aus der Praxis: DI Herbert Günther ist seit 1992 als Architekt und seit 1997 auch als Bauträger in Kitzbühel sehr erfolgreich tätig und wickelt ständig Bauvorhaben für anspruchsvolle Kunden ab. „VERO ist uns seit 2005 ein verlässlicher Partner, nachdem bei einem unserer Bauvorhaben eine Baugrube eingestürzt ist. Erfreulicherweise sind keine Personen verletzt worden, der Sachschaden belief sich jedoch auf annähernd eine halbe Million Euro. Erschwerend kam hinzu, dass die Verschuldungsfrage nicht so einfach und schnell zu klären war. Wir haben die Sanierungskosten selber vorgestreckt, damit der Bau überhaupt weitergehen konnte. Zweieinhalb Jahre später kam widerwillig die Einigung mit den Versicherungen der involvierten Firmen zustande und wir bekamen nicht einmal die Hälfte unserer vorgestreckten Summe retour. Das VERO-Baukonzept ist ähnlich einer Vollkaskoversicherung, auf die wir seit damals setzen. Wenn etwas passiert – und wo gehobelt wird, fallen ja bekanntlich immer wieder mal Späne –, bezahlt die Versicherung den Schaden, unabhängig davon, wer die Schuld trägt. Die Versicherung hat auch keinen Regress bei den ausführenden Firmen vorgesehen. Wir haben seitdem kein Bauvorhaben ohne dieses maßgeschneiderte Produkt von VERO umgesetzt. Für uns ist die Prämie für das VERO-Baukonzept eine sehr wichtige und unverzichtbare Investition. Bei unseren Bauprojekten sind höchste Qualität und Professionalität in jedem Bereich Tagesgeschäft. Dieses tolle und einzigartige Produkt der Firma VERO rundet unsere Leistung erst richtig ab und wir können darüber hinaus auch besser schlafen.“ „Jodelfeld“, Einfamilienhaus am Sonnberg in Kitzbühel mit einer Wohnfläche von 312 Quadratmetern. Ein Projekt von DI Herbert Günther – versichert von VERO

VERO-Geschäftsführerin Mag. (FH) Ursula Hintringer und Produktexperte Christoph Zoller

vero versicherungsMakler gMbh

Museumstraße 1, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/57 27 07, innsbruck@vero.at, www.vero.at

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gesucht / gefunden Der Wunsch des Tirolers nach einer eigenen Immobilie ist riesig. Ein passendes Objekt zu finden, ist jedoch nicht einfach. Schließlich werden dabei meist große Summen investiert und die Wahl sollte auch nach Jahren noch die richtige sein. Nicht weniger tückisch ist es, seine eigene Immobilie marktkonform zu verkaufen. Makler sind ein nützliches Bindeglied zwischen Käufer und Verkäufer (bzw. Mieter und Vermieter) und bringen beide Seiten unter fairen Bedingungen zusammen.

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aut einer Studie des marketInstitutes, durchgeführt unter 1.000 repräsentativen Personen aus ganz Österreich, wenden sich nur 31 Prozent an einen Makler, wenn es um den Kauf bzw. Verkauf oder die Anmietung von Immobilien geht. Ein erstaunlich niedriger Anteil, wenn man bedenkt, dass es Länder

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gibt, in denen bis zu 90 Prozent die Dienste eines Immobilienmaklers in Anspruch nehmen. Erstaunlich ist dieser Wert auch deshalb, weil gerade Privatverkäufer ihren Besitz oft unter Wert verkaufen. Ein Immobilienmakler kennt die marktüblichen Preise und hilft gleichzeitig, entsprechende Käufer zu finden.

Der typische Nutzer von Immobilien­maklern ist laut Studie übrigens männlich, 48 Jahre alt und verfügt über einen Matura- oder Universitätsabschluss. Es sind laut Studie also eher die Älteren, „die sich den Luxus eines Immobilienmaklers gönnen“. Ein Luxus, der eigentlich keiner ist. Der Service kostet zwar Geld, demgegenüber steht jedoch eine ent-


Kontakt und die persönliche Betreuung der Kunden ist mindestens ebenso wichtig. Warum ist es sinnvoll, einen Immobilienmakler zu beauftragen? Immobilienmakler garantieren einen fairen Umgang und guten Kontakt zu und zwischen Anbietern und Interessenten. Wir haben uns mit S Consult Immobilien auf die Vermittlung von Immobilien in Tirol spezialisiert – vor allem im Großraum Innsbruck. Wir haben beste Kenntnis vom lokalen Markt und eine besondere Nähe zu den Objekten. Darin liegt unsere besondere Stärke und der große Vorteil für unsere Kunden. Viele denken, es sei erfolgreicher, gleich mehrere Makler parallel zu beauftragen. Das ist in der Tat ein Problem und die Praxis zeigt eigentlich das genaue Gegenteil. Eine Immobilie wird durch mehrere Makler überrepräsentiert und ist viel schwerer zu verkaufen. Wir arbeiten ausschließlich mit Alleinvermittlungsaufträgen und garantieren damit höchstes Engagement in der Sache. In der Regel wird die Exklusivvertretung für einen festgesetzten Zeitraum vereinbart, in dem wir uns persönlich intensiv und nach sämtlichen Gesetzesregelungen – die übrigens umfangreich sind – um die Vermittlung kümmern.

sprechende Leistung, die die Investition allemal wert ist. Wir sprachen mit Martin Scheiber, Geschäftsführer der S Consult Immobilien GmbH,über Immobiliensuche und -vermittlung. eco.nova: Sie leiten gemeinsam mit Ihrer Frau, der Juristin Mag. Kathrin Scheiber, ein Immobilienmaklerbüro – unterstützt von der zertifizierten Immobilenmakler-Assistentin Sabine Hölbling. Was macht für Sie einen „guten“ Immobilienmakler aus? Martin scheiber: Für uns stehen Kompetenz, Verlässlichkeit und Engagement an oberster Stelle. Dies ist die Grundlage unserer täglichen Arbeit mit unseren Kunden und Geschäftspartnern. Die reine Vermittlung von Immobilien reicht heute für eine erfolgreiche Betreuung nicht mehr aus. Für uns sind Immobiliendienstleistungen daher weit mehr als das einfache Vermitteln von Objekten. Der regelmäßige

Wie kann ich mir eine Betreuung durch S Consult Immobilien vorstellen? In erster Linie wollen wir Berater und Partner rund um die Immobiliensuche und -vermittlung sein. Wir besichtigen Ihre Immobilie im Vorfeld kostenlos und unverbindlich. Wenn Sie uns mit der Vermittlung beauftragen, bewerben wir Ihre Immobilie durch einen optimalen Mix aus Inseraten in gängigen Printmedien und Online-Plattformen, natürlich auf unserer Website und dem Objekt selbst. Alle Besichtigungstermine werden folglich von uns durchgeführt – Sie müssen sich also um nichts kümmern. Kosten entstehen übrigens erst, wenn wir Ihr Objekt erfolgreich vermittelt bzw. die passende Immobilie für Sie gefunden haben. So haben Sie kein Risiko. Wie wichtig ist die „Chemie“ zwischen Immobilienmakler und Kunde? In allen Berufen mit zwischenmenschlichen Kontakten spielt die Chemie eine entscheidende Rolle. Deshalb ist es uns wichtig, unsere Kunden in einem selbstverständlich kostenlosen Gespräch erst einmal unverbindlich kennenzulernen. Gerne besuchen wir dabei den Kunden auch zu Hause, um es ihm so angenehm und unkompliziert wie möglich zu machen.

„Alle BeSichtigungen werden Von unS durchgefÜhrt – Sie mÜSSen Sich um nichtS kÜmmern. koSten entStehen fÜr Sie erSt nAch erfolgreicher Vermittlung ihreS oBJekteS oder wenn wir ihre trAumimmoBilie fÜr Sie gefunden hABen.“ Dipl. HTL-Ing. Mag. Martin Scheiber, Geschäftsführer S Consult Immobilien

s consult iMMobilien gMbh Winkelweg 9, 6063 Rum Tel.: 0664/23 22 544 info@sconsult-immobilien.at www.sconsult-immobilien.at

kooperationspartner für die Errichtung von Kaufverträgen sowie für treuhändige Abwicklung: • Rechtsanwalt Dr. Michael Sallinger Sillgasse 21/III, 6020 Innsbruck • Notar Dr. Martin Stauder Bozner Platz 5, 6020 Innsbruck

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„Bausparen ist clever und sexy“ Seit Feber 2010 ist Ewald Zobler Landesdirektor der Wüstenrot-Gruppe in Tirol. Wir sprachen mit dem ehemaligen Banker über seine Erfahrungen, die Entwicklung der Bausparkasse generell und des Bausparens im Speziellen. // Text: Michael Posselt, Foto: Julia Türtscher

eco.nova: Wie hat sich das Bausparen in Tirol im letzten Jahr entwickelt? Hat sich die Reduktion der Bausparprämie negativ ausgewirkt? Ewald Zobler: Im letzten Jahr – insbesondere kurz nach der Information über die Reduzierung der staatlichen Bausparprämie – hatten wir einen Rückgang von fast fünfzehn Prozent bei den Bausparverträgen. Anfänglich war die Verunsicherung groß, im Laufe des Jahres hat sich die Situation aber wieder stabilisiert, da das Bausparen im direkten Vergleich immer noch zu den besten und beliebtesten Ansparformen zählt. Insgesamt verzeichneten wir 2012 einen Rückgang bei den Stückzahlen um rund zehn Prozent, der aber durch eine Steigerung der monatlichen Besparung im Sparvolumen wieder wettgemacht werden konnte. Besonders erfreulich entwickelt hat sich in den letzten drei Jahren aber auch das Finanzierungsgeschäft! Hier verzeichneten wir eine Steigerung um 51 Prozent (von 30 auf 45 Mio. Euro/Jahr) und die Nachfrage ist nach wie vor ungebrochen. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass wir neben unseren Mitarbeitern auch unsere Vertriebspartner (vorwiegend Bauspargenturen, Versicherungsmakler und -agenten) mit unserem Finanzierungsspezialisten kompetent und erfolgreich unterstützen. 2012 konnte Wüstenrot hier österreichweit ein sehr gutes Ergebnis erreichen, wobei Tirol einen ordentlichen Beitrag zu diesem Erfolg beigesteuert hat. Dies hat sicherlich auch damit zu tun, dass wir in Tirol österreichweit die höchsten Kreditvolumen finanzieren. Besonders erfreulich ist aber die Entwicklung im Versicherungsbereich. So erzielten wir im Bereich der kapitalbildenden Versicherung trotz Reduzierung staatlicher Unterstützungen (Zukunftsvorsorge) eine Steigerung von 22 Prozent, auch im Schaden/ Unfall-Bereich konnten wir von einem sehr hohen Niveau ausgehend das Prämienaufkommen noch um 14 Prozent steigern. Ein Wermutstropfen war dabei im vergangenen Jahr das hohe Schadensaufkommen infolge der vielen Unwetter speziell im Tiroler Un-

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terland, von dem wir massiv betroffen waren. Andererseits haben wir die Jahre zuvor sehr gut verdient und so konnten sich unsere Mitarbeiter in der Schadensregulierung als Retter in der Not beweisen und bei den Kunden punkten. Sie haben unter anderem die Zuwächse im Finanzierungsbereich angesprochen. Was macht das Wüstenrot-Bauspardarlehen so attraktiv? Das Bausparen und die Bausparfinanzierung passen sehr gut in die Zeit. Die Menschen investieren in die Schaffung von Wohnraum – was gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten eine kluge Entscheidung ist. Die Nachfrage nach unseren Bauspardarlehen ist nach wie vor ungebrochen groß, wir punkten mit unserer kostenfreien Zinsabsicherung und Unabhängigkeit von Währungs- und Kursschwankungen. Dies macht eine langfristige Planung für die Kunden möglich und schafft Sicherheit. Wie sieht es mit der Flexibilität bei Bausparfinanzierungen aus? Hier hat sich die Bausparfinanzierung in den letzten Jahren massiv verändert und wir können mit den herkömmlichen Bankfinanzierungen mehr als nur konkurrieren. Beispielsweise bieten wir mit unserer Staffelrate eine Finanzierungsvariante, die es insbesondere Jungfamilien ermöglicht, sich ihr Eigenheim zu schaffen. Dies ist mit den hohen Anschaffungskosten für Wohnraum gerade in Tirol ein wichtiges Thema. Unsere Darlehen eignen sich aber nicht nur zur Eigenheimfinanzierung. Immer wichtiger werden auch die Möglichkeiten des Bildungs- und Pflegedarlehens etwa für die Ausbildung oder Post-Graduate-Studien. Was unterscheidet Wüstenrot von den anderen Bausparkassen in Tirol? Was uns unterscheidet und einzigartig macht, ist die Vielfalt an Produktlösungen für unsere Kunden, denn Wüstenrot ist nicht nur die allgemein bekannte Bausparkasse mit ihren Veranlagungs- und Finanzierungsprodukten, sondern auch eine Versicherung. Damit können wir den Kunden aus einer Hand vom Ansparen, Finanzieren und Vorsorgen bis hin zur Sachversicherung alles anbieten. Dafür investieren wir viel Zeit und Geld in eine gu-

te Ausbildung unserer Mitarbeiter, damit diese aus dem umfangreichen Angebot die beste und individuellste Lösung für alle Lebensabschnitte im Kundenberatungsgespräch anbieten und vermitteln können. Überhaupt möchte ich meine Mitarbeiter nicht unerwähnt lassen, ohne die eine solche Entwicklung in den vergangenen drei Jahren nicht möglich gewesen wäre. Neben den zahlreichen Vertriebspartnern (Maklern, Vermögensberatern und Versicherungsagenten) kümmern sich in Tirol aktuell 86 hauptberufliche und 150 nebenberufliche Mitarbeiter um unsere 76.800 Kunden. Dazu wollen wir heuer noch drei Lehrlinge aufnehmen, und auch unserer Aufgabe als Ausbildungsbetrieb nachkommen. Nochmal zurück zum Bausparen: Ist Bausparen eigentlich sexy? Das Klischee, dass Bausparen nicht sexy wäre, gehört der Vergangenheit an. Stilbewusste Mitzwanziger wollen heute ihr eigenes Leben führen und das machen die eigenen vier Wände möglich. Und um an diese zu kommen, muss man eben sparen – Bausparen! Die Botschaft die dahintersteckt: Man kauft sich nicht nur einen Bausparvertrag, sondern den wichtigsten Ort der Welt – die eigenen vier Wände. Abschließend noch eine persönliche Frage: Haben Sie selbst einen Bausparvertrag? Selbstverständlich. Ich habe sogar – wie viele unserer Kunden auch – zwei: einen prämienbegünstigten und einen Clever-Bausparer. … und was ist an diesem zweiten Bausparer so clever? Die Verzinsung. Beim clever-Bausparen erhält man aktuell 3,5 Prozent Zinsen*, funktionieren tut’s folgendermaßen: Sie haben bei einem anderen Institut einen Bausparvertrag und schließen bei der Wüstenrot Bausparkasse einen weiteren ab. Für diesen Vertrag erhalten Sie, bis der alte Vertrag abläuft, 3,5 Prozent Zinsen. Danach endet der Clever-Bausparvertrag und es beginnt der neue prämienbegünstigte Wüstenrot-Bausparvertrag, in den das bis dahin angesparte Guthaben als Startkapital übertragen wird. Dort wächst es durch unsere attraktiven Bausparzinsen und die staatliche Prämie weiter bis zum Ablauf. 

* für Einzahlungen bis zu maximal 1.200 Euro pro Jahr. Bei einer angenommenen Laufzeit des Clever-Bausparvertrages von zwei Jahren und einer Sparleistung von 100 Euro monatlich beträgt die Effektivverzinsung 3,5 Prozent vor KESt bzw. 2,6 Prozent nach KESt.

Ewald Zobler, geb. 1963, absolvierte das Studium der internationalen Betriebswirtschaftslehre in Innsbruck und die Raiffeisenakademie in Wien. Seine berufliche Karriere führte ihn von der Raiffeisengruppe über die Hypo Tirol Bank AG, die Bank für Tirol und Vorarlberg und die Hypo Alpe Adria Gruppe, wo er in allen Instituten verschiedene Führungspositionen innehatte, zur Wüstenrot-Gruppe, wo er seit Feber 2010 als Landesdirektor für Tirol fungiert.

Für weitere Informationen stehen die Wüstenrot-Finanzexperten und -Kundenberater jederzeit gerne zur Verfügung. Berater und Kundenbüros in Ihrer Nähe finden Sie unter www.wuestenrot.at

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Das Versicherungskonzept für Ihre Bauprojekte mit Aon Construct

Zuverlässig. Umfassend. Sicher.

Von der Idee bis zur Realisierung an Ihrer Seite und darüber hinaus. // Fotos: Signa Holding Kaufhaus Tyrol, Innsbruck. Versicherte Bausumme: EUR 70 Mio.

Die Vorteile von Aon Construct auf einem Blick: • • • • •

Die Projektversicherung wird individuell auf Ihr Bauvorhaben abgestimmt. Alle am Bau beteiligten Unternehmen sind in der Projektversicherung eingeschlossen. Die Gestaltung des Versicherungsschutzes liegt ausschließlich in Ihren Händen. Für Sie als Bauherr, Investor oder Projektentwickler entstehen keine Versicherungskosten. Keine schadenbedingte Bauzeitverlängerungen, da im Schadenfall die Begutachtung nur durch einen Versicherer und Sachverständigen stattfindet.

Ein leistungsstarkes Gesamtkonzept – zuverlässig bis ins Detail Ihr Bauprojekt begleiten wir bereits in der Planungsphase. Unsere Bauexperten analysieren die wichtigsten Bauunterlagen und bewerten die Risiken, im Anschluss präsentieren wir Ihr Bauvorhaben den Versicherern mit allen relevanten Projektdaten. Damit stellen wir sicher, dass Ihr Versicherungsschutz keine gefährlichen Lücken aufweist. Vor allem erreichen wir so für Sie eine risikogerechte Lösung – einschließlich eines tragfähigen Konzepts zur Kostenverteilung auf alle Baubeteiligten. Unser besonderer Service für Sie Sie realisieren regelmäßig Bauprojekte und legen Wert auf umfassenden Versicherungsschutz ohne großen Verwaltungsaufwand? Dann ist Aon Construct im Rahmen eines Jahresvertrags für Sie die optimale Lösung. Wir erarbeiten – auf Basis Ihrer jährlichen Bauinvestitionen – eine individuelle Lösung für Ihre gesamten Bauvorhaben. Aon – Ihr professioneller Partner, auf den Sie bauen können. National und international. Aon ist der weltweit größte Versicherungsmakler und verfügt über langjährige Erfahrung in der Risikoberatung der Bauwirtschaft. Eine anerkannte Expertise in der Konzeption individueller Absicherungslösungen und zahlreiche Branchenreferenzen runden unser Angebot ab.

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Construction. Die Bauprojektversicherung von Aon ist am österreichischen Markt in dieser Form einmalig. „Im Schadenfall haben Sie auch nur einen Versicherer für alle am Bau Beteiligten an Ihrer Seite und nur einen persönlichen Ansprechpartner direkt vor Ort, womit Zeitpläne und Fristen problemlos eingehalten werden können“, freut sich Minet.

Aus der Praxis

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ie als Bauherr, Investor oder Projektentwickler wissen, jedes Bauprojekt steht unter einem enormen Zeitdruck. Viele unerwartete oder nicht vorhersehbare Schäden können die Fertigstellung verzögern und erhebliche, nicht eingeplante Kosten verursachen. Für jedes Bauvorhaben ist es daher ganz entscheidend, dass es im Schadenfall zu keiner unnötigen Bauverzögerung kommt, zum Beispiel durch dann notwendige Abstimmungsprozesse zwi-

schen einer Vielzahl von Versicherern und deren Gutachter. Mit der kombinierten Projektversicherung Aon Construct bieten wir unseren Kunden ein übergreifendes und einheitliches Versicherungskonzept, das alle am Bau Beteiligten einschließt. „Die Besonderheit unserer Lösung ist die Möglichkeit, im Interesse des Investors auch Finanzrisiken wie beispielsweise Mietausfälle kostenfrei mit einzuschließen“, betont Ralf Minet, Aon Head of Specialty

Die erfahrenen Profis von Aon verfügen über umfangreiche Kenntnisse rund um Bauprojekte der unterschiedlichsten Größe und Konzeption. Das 2010 eröffnete und als bestes Shopping-Center Europas ausgezeichnete Kaufhaus Tyrol in Innsbruck wurde ebenfalls mit Aon Construct abgesichert. „Wenn die Chancen erkannt sind, braucht man einen starken Partner mit speziellem Know-how, der sich um die Risiken kümmert. Den haben wir mit Aon gefunden“, so René Benko – CEO SIGNA Holding.

Aon Risk Solutions

Roland Grumiller Tel.: 05 7800 – 460 Fax: 05 7800 – 6460 roland.grumiller@aon-austria.at www.aon-austria.at

Aon Construct: Die Versicherung für Ihr Bauprojekt Aon ist der unabhängige Makler für Ihre industriellen und gewerblichen Versicherungen. Wir bieten die Absicherung für Ihr Bauprojekt kostenreduzierend und leistungsstark. Aon Construct wird individuell auf Ihr Projekt und den Bauvertrag abgestimmt. Ihre Vorteile: • Sie gestalten den Versicherungsschutz! Einheitliche Absicherung für alle am Bau Beteiligten - ohne Prüfung der Versicherungsnachweise. • Als Bauherr, Investor oder Projektentwickler entstehen Ihnen keine Versicherungskosten, denn diese können auf die beteiligten Unternehmen umgelegt werden. • Optionale Zusatzmodule: Absicherung des Mietausfalls bei schadenbedingter Bauzeitverzögerung - oder der Kosten für Beschleunigungsmaßnahmen. Gerne informieren wir Sie detailliert über alle Vorteile von Aon Construct! Aon Risk Solutions I Specialty Construction t +43 (0)5 7800 - 460 I roland.grumiller@aon-austria.at I aon-austria.at

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finAnciAl PlAnning mit SwiSSneSS-fAktor Swiss Life tritt mit ihren Vertriebsgesellschaften künftig unter der Marke „Swiss Life Select“ auf, um die Neuausrichtung in den Ländern zu fördern, und startet mit hochwertigem Financial Planning auch in Österreich. // Foto: Swiss Life Select

„wir wir Blicken weit in die Zukunft und erStellen lAngfriStige und nAchhAltige konZePte.” konZePte.

wichtigsten Bereichen der Beratungstätigkeit von Swiss Life Select zählen Vorsorgen, Versichern, Veranlagen und Finanzieren.

konzepte für Die zukunft

Über 30 Beratungszentren in Österreich schmückt nun das neue Logo von Swiss Life Select

M

it Swiss Life Select wird eine absolute Premiummarke für ein hochqualitatives Beratungsangebot in Finanzfragen am österreichischen Markt etabliert. Die Marke verbindet den Namen des Konzerns mit dem Beratungsansatz des „Best Select“. Der in der Marke enthaltene Swissness-Faktor signalisiert zudem Seriosität, Gründlichkeit, Verlässlichkeit und Stabilität als grundlegende Schweizer Tugenden.

hochQualitative finanzberatung

Wesentliche Eckpfeiler des Geschäftsmodells von Swiss Life Select bilden der ganzheitliche Betreuungsansatz, die standardisierte Beratung und die offene Produktarchitektur. Das Prinzip Best-Select ist und bleibt Kernkompetenz von Swiss Life Select. Mithilfe dieses Konzeptes wird das Unternehmen neben der ganzheitlichen Beratung eine umfassende Auswahl von Toplösungen, die flexibel auf die individu-

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ellen Kundenbedürfnisse abgestimmt werden, anbieten können. Die Berater von Swiss Life Select werden Zugriff auf ein breites Portfolio erstklassiger Produkte führender Banken, Versicherungen, Bausparkassen, Investmenthäuser und weiterer Produktanbieter haben. Jedes Produkt einer Partnergesellschaft wird auf seine Qualität und Leistung überprüft.

konkrete leistungsversprechen

Swiss Life Select bietet den Kunden „Financial Planning“ auf höchstem Niveau. Dies unterstreicht das Unternehmen mit konkreten Leistungsversprechen: So soll beispielsweise jeder Kunde eine Persönliche Finanzstrategie (PFS) erhalten. Bei der PFS handelt es sich um eine detaillierte Auswertung der finanziellen Situation des Kunden. Auf Basis dieses modernen Analyse-Tools bieten die Berater von Swiss Life Select ganzheitliche Finanzplanung. Die Ziele des Kunden stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den

Eine vorausschauende Planung und Vorsorge für die Zukunft gewinnt immer mehr an Bedeutung. Deshalb umfassen die Finanzkonzepte von Swiss Life Select stets auch Absicherungskomponenten, die vor den finanziellen Folgen von Schicksalsschlägen schützen sollen. Unfall-, Kranken-, Berufsunfähigkeits- sowie Pflegeversicherung sind heute wesentliche Bestandteile eines ganzheitlichen Finanzkonzeptes. Swiss Life Select greift deshalb in der Beratung auf nachhaltige und ausgewogene Konzepte zurück. Private Vorsorge ist heute unumgänglich, um den gewohnten Lebensstandard auch in der Pension einigermaßen halten zu können. Ein Blick auf den persönlichen Pensionskonto-Auszug macht jedem Einzelnen klar, wie sehr sich das Pensionseinkommen aus heutiger Sicht verringern wird. Swiss Life Select bietet seinen Kunden daher eine Pensionssicherungsstrategie an, die hilft, diese Pensionslücke weitgehend auszugleichen. Durch eine optimale Kombination verschiedener Bausteine wird eine individuelle Pensionssicherungsstrategie mit bestmöglicher Sicherheit erstellt. Für die österreichische Finanzbranche stellt das schlüssige und zukunftsweisende Geschäftsmodell von Swiss Life Select jedenfalls ein interessantes Zusatzangebot dar. lassen sie sich beraten Swiss Life Select Beratungszentrum Innsbruck, Tel.: 0512/33 610 www.swisslife-select.at


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einkAufen und wohnen im herZen Von Brixlegg Im Jahr 2012 erfolgte der Baustart für den neuen Wirtschaftspark (WIPA) in Brixlegg. Unterberger Immobilien realisiert damit einen Bau, der durch zahlreiche Vorzüge punkten kann. // Foto: Unterberger Gruppe

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Der Bau des WIPA Brixlegg befindet sich im Endspurt. Informieren Sie sich über die für Sie adäquaten Räumlichkeiten.

tark frequentierte zentrumsnahe Lage, Branchenvielfalt und intelligente Architektur sowie individuelle Flächenplanung für jeden Mieter – so sieht das Erfolgskonzept des WIPA Brixlegg aus. Im Wirtschaftspark, der Shopping-, Arbeits- und Lebensräume gekonnt kombiniert, bekommt jedes Handels- oder Dienstleistungsunternehmen seine perfekte Präsenz. Nicht nur lichtdurchflutete Büros, Gewerbe-, Werkstatt- und Lagerflächen, sondern auch hochwertige Wohnungen machen den WIPA Brixlegg zum Marktplatz einer neuen Generation. Ebenso steht Gastronomen im Wirtschaftspark ein optimales Lokal mit Terrasse zum Alpbach und Ausblick auf das Rofangebirge zur Verfügung. Auch für diverse

Baunebengewerbe sind noch Werkstätten- und Lagerflächen verfügbar. Dieses optimale Zusammenspiel und die Nähe zum Ortszentrum garantieren hohe Kundenfrequenz das ganze Jahr über. Zusätzliche Pluspunkte sammelt der WIPA Brixlegg bei Wirtschaftstreibenden und Kunden durch seine verkehrsgünstige Lage: Das neue Einkaufs-, Wohn- und Gewerbezentrum liegt an der Bundesstraße, direkt am Kreisverkehr ins Alpbachtal, und bietet genügend Parkmöglichkeiten sowie eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Fast von

selbst versteht sich, dass der WIPA Brixlegg in Niedrigenergiebauweise errichtet wird. Luftwärmepumpen dienen zur Kühlung und Heizung und sorgen dafür, dass die Energie- und damit die Betriebskosten für die Mieter möglichst niedrig bleiben. Als Mieter im WIPA Brixlegg können unter anderem schon BILLA und Rieder Optik verzeichnet werden. Noch sind die zur Verfügung stehenden Büro-, Gastronomie- und Werkstattflächen individuell plan- und teilbar, auch der Selbstausbau ist möglich.

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• lichtdurchflutete und moderne Flächen für Büros, gastro-Betriebe, Werkstätten und lager • noch individuell plan- und teilbar • ausreichend Parkplätze • direkt an der Bundesstraße am Kreisverkehr Richtung Alpbachtal (ehem. Strasser Areal) • perfekte Infrastruktur • Mietpreise auf Anfrage


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Potenziale sichtbar machen – mit den Service-Tools der Bank Austria „Für kleinere und mittelständische Unternehmen ist es gerade jetzt besonders wichtig, vorhandene Ressourcen optimal einzusetzen. Darum unterstützt Sie die Bank Austria mit speziellen Service-Tools, um verborgene Potenziale ans Licht zu bringen. So tragen wir dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens nachhaltig zu stärken.“ Markus Sappl, Landesdirektor Firmenkunden der Bank Austria Tirol

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ArchitekturwettBewerBe und öffentliche BeSchAffung Der Architekturwettbewerb hat sich seit Jahrzehnten als ein geeignetes Verfahren bewährt, um die nach ökonomischen, gestalterischen und ökologischen Gesichtspunkten optimale Lösung für ein Bauprojekt zu ermitteln.

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och welche Regeln gelten für Gemeinden und andere dem Beschaffungsrecht unterstehende Auftraggeber für die Durchführung eines Architekturwettbewerbs? Das Bundesvergabegesetz kennt die Möglichkeit der Vergabe eines Auftrages nach Durchführung eines so genannten Wettbewerbs. Dabei handelt es sich um Auslobungsverfahren, die dem Auftraggeber dazu dienen, sich etwa auf den Gebieten der Raumplanung, der Stadtplanung oder vor allem der Architektur einen Plan oder eine Planung zu verschaffen. Je nachdem, in welcher Weise die Bestimmung des Teilnehmerkreises erfolgen soll, kann ein Wettbewerb als offener, nicht offener oder geladener Wettbewerb durchgeführt werden. Die Durchführung eines Wettbewerbes als Ideenwettbewerb dient vor allem der Erarbeitung von Lösungsvorschlägen durch die Wettbewerbsteilnehmer, ohne damit eine Verpflichtung zur nachfolgenden Auftragsvergabe einzugehen. Insofern können Wettbewerbe einem späteren Vergabeverfahren vorausgehen, zwingend ist dies jedoch nicht. Ist die Vergabe von Dienstleistungsaufträgen im Anschluss an einen Wettbewerb an den oder einen der Gewinner vorgesehen, spricht man vom Realisierungswettbewerb. Die Ziel-

weitere inforMationen: Advokatur Dr. Herbert Schöpf LL.M., Rechtsanwalt-GmbH, Arkadenhof, Maria-Theresien-Straße 34, 6020 Innsbruck, advokatur@dr-schoepf.at

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setzung des Realisierungswettbewerbes geht sohin über diejenige des bloßen Ideenwettbewerbes hinaus und ist auf Vertragsabschluss und Leistungsbezug gerichtet. Dem Auslobungsverfahren wird eine Wettbewerbsordnung zugrunde gelegt. Der Auslober (der Auftraggeber) kann entweder einen eigenen Text erstellen oder auf eine bereits bewährte Verfahrensanleitung zurückgreifen. Für die Durchführung von Architekturwettbewerben kommt etwa der Wettbewerbsordnung der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten – Wettbewerbsstandard Architektur WSA und Wettbewerbsordnung für das Ingenieurwesen WOI – große praktische Relevanz zu. Einer Wettbewerbsordnung muss jedenfalls als Mindestinhalt zu entnehmen sein: Vorgangsweise des Preisgerichtes: Der einzelne interessierte Unternehmer muss bereits im Vorfeld erkennen können, ob eine erste Selektion vorgenommen und in weiterer Folge unter Aufrechterhaltung der Anonymität zur Überarbeitung der Arbeiten aufgefordert wird. Überdies erscheint es ratsam, für das Preisgericht eine Geschäftsordnung zu erstellen. Preisgelder und Vergütungen: Bei Planungswettbewerben werden neben den Preisen für die üblicherweise drei Erstgereihten mitunter auch Anerkennungspreise ausgesetzt. Verwendungs- und Verwertungsrechte: Der Wettbewerbsstandard Architektur WSA sieht beispielsweise vor, dass das sachliche Eigentumsrecht an den eigenreichten Plänen und Modellen durch Bezahlung eines Preisgeldes auf den Auslober übergeht. Das geis-

tige Eigentum verbleibt jedoch beim jeweiligen Verfasser. Beurteilungskriterien: Bei den Beurteilungskriterien handelt es sich um jene nicht diskriminierenden Kriterien, nach welchen das Preisgericht seine Entscheidung zu treffen hat. Die Beurteilungskriterien sind bereits in der Bekanntmachung offenzulegen. Sie werden nach ihrer Bedeutung gereiht. Die Beurteilungskriterien werden vom Auslober festgelegt, deren Anwendung obliegt jedoch dem Preisgericht. Sie zielen darauf ab, dem Auswahl- und Beurteilungsermessen des grundsätzlich unabhängigen Preisgerichtes einen Rahmen vorzugeben. Das Preisgericht darf nur aus Personen bestehen, die von den Teilnehmern des Wettbewerbes unabhängig sind. Nach den Vorgaben des Bundesvergabegesetzes hat mindestens ein Drittel der Preisrichter, sofern den Wettbewerbsteilnehmern eine besondere Qualifikation abverlangt wird, über dieselbe oder eine gleichwertige Qualifikation zu verfügen. Auf Grundlage dieser Vorgabe wird insbesondere im Planungsbereich eine Unterscheidung zwischen Fach- und Sachpreisrichtern getroffen. Der Wettbewerbsstandard Architektur WSA gibt ein Überwiegen bzw. eine gleiche Anzahl von Fachpreisrichtern vor. Im Wettbewerb sind die eingereichten Arbeiten dem Preisgericht anonym vorzulegen. Dadurch soll eine Beeinflussung bei der Entscheidungsfindung hintangehalten werden. Die Wahrung der Anonymität bildet eine unabdingbare Voraussetzung für das Vorliegen eines Wettbewerbs.


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gutes Design ist norDisch Nicht immer, aber immer häufiger. Und vieles davon kommt aus der dänischen Hauptstadt. An Kopenhagen beeindruckt dabei so ziemlich alles, wobei die Stadt an sich schon eine Sehenswürdigkeit ist – auch abseits der Kleinen Meerjungfrau. Kopenhagen ist bekannt für seinen unkomplizierten, herrlich entspannten Lifestyle, egal, ob beim Essen, in der Architektur oder der Designkultur. Kopenhagen strotzt vor Designshops abseits des Mainstreams und vor junger, aufstrebender Labels. Wunderbar individuellen Schnickschnack gibt’s etwa bei Stilleben, der Flagshipstore von Norman Copenhagen hat gerade eben die Spring-Season eingeläutet. Beim Thema Wohndesign führt auch an Illums Bolighus kein Weg vorbei, kultig wird’s im Hay House, wo sich alle wohlfühlen, die zeitgemäßes nordisches Design mögen. Junges Kunsthandwerk findet man im Designer Zoo und kann dabei auch gleich bei der Herstellung zusehen. Wer Dänemark ganz nah sehen will, kann dies seit Anfang November in Innsbruck im Brandstore von BoConcept, der größten Einzelhandelskette der dänischen Möbelbranche. Style as Style can – gepaart mit internationalem Flair. Doch die Nordmannen können nicht nur Architektur und Möbel, sondern auch ganz tollen Schmuck. Bester Beweis: Das Label Ole Lynggaard Copenhagen, für das mittlerweile Gründertochter Charlotte Lynggaard junge, frische Designs kreiert. Ihr Stil gibt jeder Kollektion einen jugendlichen Charme, ohne naiv zu wirken. Als Testimonial konnte das dänische Model Helena Christensen gewonnen werden, die den Schmuck mit Anmut, Stärke und Sinnlichkeit verkörpert. Um die Stücke zu bekommen, müssen Sie übrigens nicht extra in den Norden, der wurde nämlich auch bei uns gesehen. // Ole Lynggaard Copenhagen exklusiv erhältlich bei Juwelier bosshart, Meraner Straße 3, Innsbruck

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Simon Duffy (Bild) gründete gemeinsam mit Rhodri Ferrier mit Bulldog Englands erste natürliche Hautpflegeserie nur für Männer

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Männer und Hautpflege ist so eine Sache. Viele können außer dem Rasierschaum die meisten Dinge, die so im Bad stehen, nicht mal namentlich benennen. „Bulldog“ möchte das ändern und bringt seine Naturkosmetiklinie für echte Kerle nun auch nach Österreich. Zu haben sind Feuchtigkeitscreme, Waschgel, Gesichtspeeling, Rasiergel und After-Shave-Balsam zu fairen Preisen zwischen 5,50 und 10 Euro ab sofort in über 600 BIPA-Filialen. // www.meetthebulldog.com

cut-out

web.tipp architek[tour] tirol ist der OnlineArchitekturführer des aut. architektur und tirol und nimmt Sie mit auf die virtuelle Reise durch verschiedene architektonische Touren quer durch Tirol – samt Infos zu den einzelnen Bauwerken. Mittlerweile gibt’s auch eine Web-App für mobile Endgeräte, die Sie gerne auch auf einer „realen“ Tour zu den einzelnen Punkten begleitet. // http://guide.aut.cc

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Die Modewelt liebt diesen Sommertrend. Kein Wunder, sind „cut-outs“ doch locker-luftig, stylish und cool – wenn sie richtig gemacht sind. Den Trend hat sich indes auch Keilbach zu Nutze gemacht und verschafft nun Häuserwänden den großen modischen Auftritt. Der Name: cut.number, eine Hausnummer für alle, die es klar und zeitlos mögen. Ausgelassene Ziffern geben den Blick auf den Untergrund frei – spannende Kontraste inklusive. Erhältlich sind die Ziffern und Buchstaben in zwei Größen um 19 bzw. 32 Euro. // www.keilbach.com

Die Aktivlautsprecher beinhalten eine Fülle an High-End-Komponenten und erbringen trotz kompakten Formats eine hohe Audioleistung. Wird das System ausgeschaltet, gleiten die Lautsprecher einfach zurück in die Wand.

klang aus Der wanD Das neue Einbau-Lautsprecherkonzept von Bang & Olufsen vereint einen aktiven Zwei-Wege-Lautsprecher (BeoLab 15), einen leistungsstarken Subwoofer (BeoLab 16) und einen Verstärker (Amplifier 1) und sorgt damit für eine grandiose Klangkulisse. Montiert in Decke oder Wand hält sich das System diskret zurück. Das hat allerdings seinen Preis: Rund 3.500 Euro werden fürs Set fällig. // B&O in Tirol: IQ Tec, Innsbruck, www.iq-tec.at


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SmArteS ZuhAuSe Im Berufsleben ist die totale Vernetzung bereits etabliert, jetzt erobert sie auch unser Zuhause. Die dänische Lifestylemarke Bang & Olufsen beweist mit BeoLink einmal mehr, dass sie nicht nur chices Design hinkriegt, sondern auch technische Gustostückerln spielt.

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ereits in den 1980er-Jahren waren die Hi-Fi-Anlagen von Bang & Olufsen Multiroomfähig – heißt: Sie können Musik in verschiedene Räume übertragen und lassen sich praktisch von jeder Stelle aus steuern. Bis heute hat sich das System derart weiterentwickelt, dass sich das gesamte Zuhause vom Smartphone aus steuern lässt. Neben Video- und Audiogeräten lässt sich dank BeoLink von der Jalousie über Licht- und Alarmanlagen bis hin zu Garagentoren so ziemlich alles steuern, was irgendwie mit dem Haus im Zusammenhang steht. Und so verstehen sich moderne Haustechnik und Unterhaltungselektronik heute besser denn je, obwohl sie eine an sich unterschiedliche Sprache sprechen. Die B&O-Anlage fungiert quasi als Übersetzer und leitet Befehle über so genannte Gateways an die Haussysteme. Voraussetzung ist natürlich die richtige Planung – und die gibt's, wie auch die passenden Geräte (etwa den A9 von nebenan), bei IQ Tec in Innsbruck.

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Architektur & Reisen

zwischen Vergangenheit und Moderne Das Schöne mit dem Angenehmen verbinden – diese Kombination findet man auf Reisen entlang architektonischer Besonderheiten. Das Reisestudio QoolTOUR hat für Sie einige Highlights zusammengestellt. Begleiten Sie uns auf den kommenden Seiten durch architektonisch-kulturelle Wunderwelten. Die Länderschwerpunkte liegen bei diesen Reisen vorwiegend in den Niederlanden, Deutschland, England, Spanien, Italien und dem „Wüsten-Eldorado“ Dubai.

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Dubai – Architektur als Wahrzeichen

Dubai ist einer der wenigen Orte auf der Welt, wo Architektur als Wahrzeichen nicht nur gefördert, sondern aktiv verfolgt wird. Es scheint alles erlaubt – solange es ins Auge springt: vom Erhabenen bis zum Unerhörten und manchmal eine Kombination von beidem. Mit einem Alter von weniger als 50 Jahren erneuert Dubai sein Bild schneller als jede andere Stadt der Welt. Architektonische und technische Meisterleistungen bieten atemberaubende Highlights, darunter das Burj Khalifa, mit 828 Metern das höchste Bauwerk der Welt. Die orientalische Atmosphäre rund um den Dubai Creek berauscht durch den Duft exotischer Gewürze. Im Zentrum der Stadt überwältigt die Fülle an Gold in den Läden, die imposanten Hochhäuser durchbohren den klaren Himmel, Glaspaläste, Einkaufszentren, Geschäfts- und Wohnhäuser verleihen Dubai seinen einmaligen Charme. Gleichzeitig ist die Faszination der Wüste hautnah. Hier verbindet sich auf eine einzigartige Weise moderne Architektur mit orientalischer Schönheit und morgenländischem Genusserlebnis. eco.nova

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Deutschland als Schmelztiegel der Kulturen

Berlin ist eine der dynamischsten europäischen Metropolen und ein herausragendes Kunst- und Kulturzentrum. Das Zusammenschmelzen von Ost und West ist in dieser Stadt in all seinen Facetten erlebbar und findet seine Entsprechung auch in der Architektur. Trotz – oder gerade wegen – der neuen Bauaktivitäten sind die Einflüsse der politischen Ideologien bis 1989 auf Architektur und Städtebau innerhalb dieser Stadt immer noch gut erkennbar. Beispiele sind die KarlMarx-Allee und das Hansaviertel, die Plattenbauten und die innerstädtischen Wohnsiedlungen der Internationalen Bauausstellungen, der Kurfürstendamm und die Friedrichstraße. Im Gegensatz dazu stehen vor allem Bauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert, aus der Epoche des Klassizismus und Rokoko, die den Glanz des „vergangenen“ Berlin wiederspiegeln – wie das Brandenburger Tor, die Staatsoper, das Alte Museum oder Schloss Charlottenburg.

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Kreative Niederlande

Sie sind das am dichtesten besiedelte Land in Europa. Das bedeutet, dass die Niederländer kreativ sein müssen, wenn es um Flächen zum Wohnen, Arbeiten oder die Infrastruktur geht. In jeder Stadt findet man moderne architektonische Schöpfungen neben historischen Gebäuden. Allein die Hauptstadt Amsterdam ist eine faszinierende Architekturmischung, die aus Grachten aus dem 17. Jahrhundert mit UNESCO-Status, Werken des niederländischen Architekten Berlage und der Architekturbewegung der Amsterdamer Schule besteht. Das historische Zentrum ist eines der größten der Welt. Der Grachtengürtel aus dem 17. Jahrhundert spiegelt die wirtschaftliche und kulturelle Blüte wider, die Amsterdam zu dieser Zeit durchlebte. Die beiden wichtigsten architektonischen Höhepunkte des Landes sind jedoch die Stadt Rotterdam, die auch als „Manhattan an der Maas“ bezeichnet wird, und das UNESCO-Bauwerk Rietveld-Schröder-Haus in Utrecht.

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GroSSbritannien ist mehr als die Queen

London ist die größte Stadt Europas, Bankgebäude ragen empor, Theater und Kunstgalerien begeistern Menschen aus aller Welt – eine faszinierende Stadt architektonischer Gegensätze. Nach einer Zeit von ungekanntem Wachstum und Wohlstand war die Londoner Architektur noch nie so aufsehenerregend und abwechslungsreich wie heute. Bekannte britische und internationale Architekten, neue Architekturtalente und junge Büros haben alle ihren Beitrag geleistet und aus London ein Laboratorium für Stadtentwicklung und Architektur gemacht. Seit 2012 ist Londons Skyline um eine Attraktion reicher: Der gläserne Wolkenkratzer „The Shard“ („Glasscherbe“) bekam nach mehr als drei Jahren Bauzeit seine Spitze aufgesetzt und ist mit 310 Metern das höchste Gebäude Europas.

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Der neue MINI Paceman zeigt vom eleganten Kรถrper bis hin zu den athletischen Schultern, aber vor allem beim Tritt aufs Gas, was in ihm steckt: unbegrenzter FahrspaรŸ. Optional auch mit Allradantrieb ALL4.

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Spanien: Ursprünglich und visionär

Mittelalterliche Bauten und visionäre Architektur: Kaum einer Stadt gelingt die Verbindung von historischen Stätten und futuristischen Gebäuden so mühelos wie Valencia. Die Spuren ihrer Vergangenheit reichen bis ins Jahr 138 vor Christus zurück. Die Kathedrale von Valencia ist eines der bekanntesten Bauwerke der Stadt und vereint romanische, gotische und barocke Elemente miteinander. Weiteres architektonisches Highlight ist der Mercado de Colón, der Kolumbusmarkt. Die modernistische Stahlkonstruktion einer offenen Halle entstand 1914. Hier können Besucher zwischen Marktständen umherschlendern und von den zahlreichen Cafés und Gourmetlokalen aus das bunte Treiben beobachten. Valencias städtebaulicher Knüller aber ist die Ciudad de las Artes y de las Ciencias: Die Stadt der Künste und Wissenschaften, geschaffen von Santiago Calatrava, ist eine futuristische Meisterleistung mit markant geschwungenen Formen und spektakulären Stahl-Glas-Konstruktionen. Barcelonas Ursprung hingegen liegt im 1. Jahrhundert vor Christus und wurde von den Römern gegründet. Das Altstadtbild wird dominiert von Bauten aus der Zeit der Romanik und Gotik. Die aus dem Mittelalter stammende Schiffswerft wird als die besterhaltene und schönste der Welt angesehen. Im Rahmen des Umgestaltungsprozesses des historischen Stadtkerns wurden 1854 die Mauern der Stadt abgerissen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann man mit der Erweiterung und dank einer glücklichen Kombination von reichen Bauherren, genialen Architekten und Handwerkern begann die Blütezeit des katalanischen Modernismus. Antoni Gaudí, Domènech i Montaner und Josep Puig i Cadafalch sind die bekanntesten Architekten dieser Richtung. Antonio Gaudís einzigartiger und unverwechselbarer Stil wird von Architekten auf der ganzen Welt bewundert und hat maßgeblich das Stadtbild von Barcelona geprägt. Die Kombination aus originellem Design, interessant geformten Steinen und lebhaften Farben in Gaudís Werk ermöglicht dem Betrachter eine atemberaubende visuelle Erfahrung.

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Laufsteg Italien

Hinter dem Porto Antico, der bis zur Römerzeit zurückreicht, liegt die größte zusammenhängende europäische Altstadt mit ihrem lebendigen Gassengewirr und einzigartigen historischen Bauschätzen. Im Unterschied zu anderen musealen Städten Italiens ist Genua dichter und dynamischer. Mit einem progressiven städtebaulichen Projekt hat sich Genua den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gestellt. Der alte Hafen hat das schon geschafft: Architekt Renzo Piano entwarf mit seinen „Segelspielen“ Lichtgestalten, die Menschen magisch anziehen. Der Schiffsladebaum, der sich hier auftürmt, dient gleichzeitig als Aussichtsturm. Die verloren gegangene Verbindung zwischen Hafen und Altstadt wurde wiederhergestellt und der Schwerpunkt der Stadt zum Meer verlagert, was den maritimen Rahmen der Stadt unterstreicht. Mailand ist nicht nur Modemetropole und internationaler Laufsteg für die Designer dieser Welt, sondern bietet unzählige architektonische Facetten von der Vergangenheit bis in die Moderne. Der Mailänder Dom, das Castello Sforzesco und die prunkvolle Einkaufspassage Galleria Vittorio Emanuele II sind ohne Zweifel in ihrer Gestaltung und Bauweise außergewöhnliche Bauwerke ihres Jahrhunderts. Die turbulente Zeit des frühen 20. Jahrhunderts brachte mehrere radikale Innovationen in der Architektur. Die italienische Moderne der 20er und 30er Jahre formulierte sich nicht nur im Rationalismus, sondern auch in einem manieristisch verfeinerten, technisch innovativen Neoklassizismus. Er ist das Werk einer Gruppe von Mailänder Architekten, die sich der Gegenwart, dem 20. Jahrhundert, eben dem „Novecento“ verschrieben hatten. In kaum einer anderen europäischen Stadt sind über die verschiedenen Epochen so faszinierende Wohnhäuser und Stadtwohnungen entstanden – imposante Hochhäuser und Glaspaläste wie der Pirellone oder Palazzo Lombardia. Anlässlich der bevorstehenden Expo Milano 2015 zieht sich derzeit eine Großbaustelle durch die Stadt. Vom Bahnhof Garibaldi bis zur Piazza della Repubblica entsteht die neue Skyline Mailands.

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Selbstverständlich können Reiseziele miteinander kombiniert oder auf Wunsch ergänzt werden. Die Reiseleiter, die jede Gruppe begleiten, sind Architekten und mehrsprachig ausgebildet. Da das Erleben von Land und Leuten auch bei einer Fachexkursion wichtig ist sowie gutes Essen und Trinken nicht zu kurz kommen dürfen, wird dies ideal kombiniert. So wird jede Fahrt zu einem anregenden und entspannten Kurzurlaub, abwechslungsreich ergänzt durch Besuche ausgewählter Ausstellungen und Museen. Überraschende Entdeckungen warten auf Sie. Auch das Hotelangebot entspricht dem anspruchsvollen Niveau dieser ganz besonderen Kulturreisen. Und wer gerne fotografiert und auf der Suche nach außergewöhnlichen, besonderen Motiven ist, wird auf solchen Reisen sicher fündig werden. Mehr Informationen zum Thema Architekturreisen erhalten Sie im Reisestudio QoolTOUR, Fürstenweg 55, 6020 Innsbruck, www.qooltour.at


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Bauen für die Kunst Seit den 1980er Jahren versuchen spektakuläre Museumsbauten einander zu überbieten. Neue Häuser für die Kunst entstehen in den Metropolen Europas ebenso wie in kleineren Städten und werden durch ihre herausragende Architektur oft selbst zum Kunstwerk.

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© Simone Rosenberg,

mmer mehr Stararchitekten wie Frank Gehry, Richard Meier, Jean Nouvel, Mario Botta oder Rafael Moeno entdecken das Museumsgenre für sich und tragen das Ihre dazu bei, dass die außergewöhnliche Architektur das Innenleben fast schon zum Nebenschauplatz werden lässt. In seinem Buch „Neue Museen in Europa“ fasst Frank Maier-Solgk die schönsten europäischen Kulturstätten des 21. Jahrhunderts zusammen. Österreich ist übrigens mit drei Museen vertreten: Dem Kunsthaus Graz, dem Linzer Lentos und dem Museum der Moderne in Salzburg. Letzteres zeigen wir Ihnen hier gemeinsam mit zwei anderen Beispielen stellvertretend für das bunte Museums-Potpourri in Europa.

Österreich:

Museum der Moderne, Salzburg Die jungen Münchner Architekten Klaus Friedrich, Stefan Hoff und Stefan Zwink, die aus 145 Einreichungen ausgewählt wurden, stellten mit dem Museum der Moderne einen funktionalen, fast quadratisch-monolithischen Bau direkt an die steil abfallende Klippe des Salzburger Mönchsbergs. Auf vier Ebenen und einer Fläche von 2.300 qm gibt es seitdem großzügigen Raum für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

Das Museum der Moderne am Salzburger Mönchsberg

Deutschland:

© NOHSE

Sammlung Boros, Berlin Seit September 2012 präsentieren Christian und Karen Boros die zweite Ausstellung ihrer privaten Sammlung zeitgenössischer Kunst im Bunker in Berlin-Mitte. Erbaut wurde der Bunker 1942 von Paul Bonatz, 2008 gab ihm das Berliner Büro „realarchitekten“ sein heutiges Gesicht.

Niederlande:

Danh Vo, „Numbers“ (6), 2011 / „Trio“, 2010 / „We the people“ (Detail), 2011

© Jannes Linders

Van-Abbe-Museum, Eindhoven Der rund 28 Mio. Euro teure Umbau des Van-Abbe-Museums im Jahr 2002 unter der Federführung des relativ unbekannten niederländischen Architekten Abel Cahen war nicht unumstritten, obwohl vom ersten und weitaus radikaleren Entwurf schlussendlich nur mehr der schräg in den Himmel ragende Turm übrig blieb.

Neue Museen in Europa

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riyA - the chArming chAir Ein Stuhl ist ein Stuhl, meinen Sie? Vermutlich haben Sie Recht. Aber wie überall gibt es sie auch hier, diese kleinen oder größeren Unterschiede, die aus einem einfachen Sitzmöbel Designobjekte mit Mehrwert machen. Im Büro als Lebensraum hat der Stuhl als Statussymbol und Zeichen hierarchischer Überlegenheit längst ausgedient. Hier zählen zunehmend soziale und emotionale Qualitäten.

„in unSerer ArBeit wollen wir die Vorwiegend technoide äSthetik, die in BÜroS dominiert, hinterfrAgen. riyA iSt ergeBniS dieSeS kontinuierlichen deSignProZeSSeS. BewuSSt offen und SymPAthiSch geStAltet, kAnn riyA im geSAmten office Zum einSAtZ kommen: An klASSiSchen ArBeitSPlätZen genAuSo wie in kollABorAtiVen Zonen oder informellen touchdown-Bereichen. die Bedienelemente Sind intuitiV erfASSBAr und klAr geStAltet. riyA entSPricht Allen techniSchen Anforderungen, iSt ABer trotZdem einlAdend und freundlich.“ Designer Tom Lloyd, Designstudio PearsonLloyd, London

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erundete Formen, orange leuchtende Bedienelemente, intelligente Einfachheit und wechselnde Einsatzmöglichkeiten laden zu einem ungekannten Sitzvergnügen ein. Sein Name: RIYA – der neue Drehstuhl von Bene und jüngstes Ergebnis der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Londoner Designstudios PearsonLloyd. Zum Einsatz kommt RIYA in Touchdown-Zonen, in Bereichen für Kollaboration, aber auch am klassischen Arbeitsplatz. Wo auch immer er steht: Er bringt Human Touch ins Büro – anpassungsfähig, bequem und vielseitig setzt RIYA mit seiner einzigartigen Formensprache ein selbstbewusstes Statement.

RIYA – „das FlieSSen, im Fluss“

Das organische Design des Drehsessels setzt neue Maßstäbe durch eine Formensprache, die sich charmant präsentiert und bewusst

der typisch kühlen Drehstuhloptik verweigert. Ansprechend und auffallend klar gestaltet sind die Bedienelemente: Sowohl haptisch als auch visuell intuitiv erfassbar, sind sie einfach zu bedienen. Jedem Element ist eine spezielle Funktion zugeordnet. Zu den großen Stärken von RIYA zählt seine Anpassungsfähigkeit, was ihn auch so praktisch für verschiedene Nutzer macht: Die einfache Bedienbarkeit und die zwei Mechanikvarianten unterstützen den flexiblen Einsatz des Drehstuhls. Im non-territorialen Büro bietet RIYA mit automatischer Gewichtsregulierung alle Voraussetzungen für wechselnde Nutzer. RIYA mit klassischer Synchronmechanik unterstützt längeres Sitzen am personalisierten Arbeitsplatz. Die Lordosestütze schafft nicht nur ergonomische Qualität, sondern ist auch ein gestalterisches Merkmal des Stuhls. Optional ermöglicht ein hoher Rücken in Netz- oder Stoffoptik Ab-

schirmung und konzentriertes Arbeiten. Die Sitz- und Rückenflächen des Stuhls bieten Platz für den individuellen Einsatz von Farben und Textilien. Dafür gibt es jetzt noch mehr Auswahl: Anlässlich des Launches von RIYA wurde die Stoffkollektion Greenwich im Design von PearsonLloyd um eine Palette von acht Uni-Farben erweitert.

Über Bene

Bene ist überzeugt, dass ein klarer Zusammenhang zwischen der Gestaltung von Büro- und Arbeitswelten, der Unternehmenskultur und dem Erfolg eines Unternehmens besteht. Dies setzt das Unternehmen mit seinen Konzepten, Produkten und Dienstleistungen überzeugend um. Entwicklung, Design und Produktion als auch Beratung und Verkauf sind unter einem Dach vereint. www.bene.com

Der Name RIYA hat seinen Ursprung im Altgriechischen. Der Begriff steht für „das Fließen, im Fluss“. Beim neuen Drehstuhl verweist der Name auf dessen fließenden, übergangslosen Einsatz im Open Office: RIYA ist in informellen Meetingzonen, in Bereichen für Workshop, Projektarbeit und Touch Down, in den Dock-In Bays der DOCKLANDS am richtigen Ort, aber auch am klassischen Arbeitsplatz.

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Ein Haus erzählt Geschichte In diesem Fall jene der Mary Portman, einer genialen Musikerin; schön, begabt und eigenwillig. Eine Frau, die vor nahezu 100 Jahren im bayrischen Krün bei Garmisch-Partenkirchen – nur 50 km von Innsbruck – ihre Pläne in die Tat umsetzte und das einzige „englische Schloss“ in den Alpen erbauen ließ - und es leider selbst nie zu sehen bekam ...

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s gibt sie noch: Häuser, deren Mauern Geheimnisse vieler Jahrzehnte bergen und die diese trotz des architektonischen Transfers ins Heute für sich behalten dürfen – weil das alte Gemäuer mit viel Sorgfalt und Bedacht auch nach umfangreichen Umbauarbeiten in seinen Ursprüngen erhalten bleibt. Wir haben ein solches Juwel gefunden. Und es liegt ganz nah. Manchmal gehen Umbauten traditioneller Häuser ganz schön in die Hose. Meist dann, wenn man versucht, aus vermeintlichem Re-

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spekt vor dem alten Bestand alles so zu lassen wie es ist – und ihm einen modernen Zubau zur Seite stellt. Dass diese Kombination aus Tradition und Moderne durchaus funktionieren kann, zeigt das Hotel und WellnessRefugium „Das Kranzbach“ in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen. Nach Jahren des Dornröschenschlafes erwachte das Schloss im Mai 2007 zu neuem Leben. Wachgeküsst von Investoren aus Österreich entstand in eineinhalb Jahren Bauzeit ein einzigartiges WellnessRefugium, das in seiner Architektur und Aus-

richtung der Natur so nah ist, dass man das Gefühl hat, mittendrin zu stehen. Denn die natürliche Umgebung ist zugleich die Kulisse und Hauptattraktion des Hotels. Fernab von Lärm und Hektik auf einem sonnigen Hochplateau gelegen, umgeben von 130.000 qm geschützten Buckelwiesen und Bergquelle und mit freier Sicht auf Zugspitze und Wetterstein, genießen die Gäste hier absolute Ruhe. Die beiden Gebäudeteile, das historische „Mary Portman House“ und der mit viel Glas und Holz gestaltete Neubau, verbinden sich


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trotz ihrer Unterschiedlichkeit zu einem harmonischen Gesamtensemble, das seine Umgebung zwar prägt, aber nicht dominiert. Verantwortlich dafür sind David Edinger, Thomas Fischbach, Heinz Pedrini und Martin Aufschnaiter als Architekten des „neuen“ Kranzbach: „Als wir das erste Mal auf dem Grundstück waren, fanden wir ein charmantes englisches Schloss vor, das inmitten unberührter Natur auf einem spektakulären Plateau thront. Das Objekt schien perfekt für ein Wellness- und Wohlfühlhotel geeignet. Als wir begannen, die Eckpunkte für das künftige Hotel zu fixieren, wurde schnell klar, wo­ rin das größte Problem bestand: Das gesamte Gelände stand unter Naturschutz, das Mary

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Portman House auf der Denkmalschutzliste. Rein theoretisch durfte also kein zusätzlicher Neubau errichtet werden. Die Aufgabenstellung lag also darin, eine quasi unsichtbare Gebäudeerweiterung zu entwerfen, die modernen Hotelanforderungen entspricht und stark mit der Natur verbunden ist.“ Entstanden ist eine sanfte und trotz ihrer Unaufdringlichkeit dennoch Aufsehen erregende Adaptierung mit viel Holz, um sich vom „steinernen“ Schloss zu differenzieren. Edinger: „Wir entschieden uns wegen der warmen Farbe für das heimische Lärchenholz; prinzipiell verwenden wir schlichte, einfache und ehrliche Materialien: im Badehaus z. B. Sandstein, im Mary Portman House Ju-

ra-Quarzit und in den Gartenflügeln einfache weiße Fliesen. Unser persönlicher Anspruch war ein architektonisch schönes Projekt zu realisieren. Vor allen Dingen wollten wir bei den Neubauten modern sein, ohne ein kaltes Gefühl zu erzeugen.“ Das Interiordesign spiegelt den Geist Mary Portmans wider und ist eine Hommage an eine spektakuläre Frau mit für damalige Zeiten durchaus modernen Auffassungen. „Sie war unverheiratet und wollte aus ihren gesellschaftlichen Fesseln entkommen. Sie hätte auch die Einrichtung unkonventionell gelöst. Mary war also unser geistiger Sparringpartner. Aus diesem Grund haben wir im Mary Portman House eine Collage aus den besten


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„ich finde, Architektur Sollte ÜBer den ZeitgeiSt hinAuSgehen. leBenSStil und ZeitgeiSt treffen eher Auf ZeitgenöSSiSche trendS Zu, Architektur hAt eine geSellSchAftliche VerAntwortung. mAn kAnn Sie nicht wie ein kleid einfAch wieder AuSZiehen. ein oBJekt wie ,dAS krAnZBAch’ Steht weSentlich länger dA, AlS der ZeitgeiSt Anhält.“ Architekt David Edinger

Möbeldesignklassikern der letzten 100 Jahre erstellt und uns nicht auf eine einzige Stilrichtung beschränkt.“ Und so trifft die Chaiselongue von Poltrona Frau (entworfen 1930) auf einen Thonet-Tisch von 1965, eine Paper-Badezimmerlampe von Studio Job aus dem Jahr 1908 auf die 2003er-Hängeleuchte Golden Bell. Einige Stehleuchten wurden eigens für den Altbestand von einem Tischler

gedrechselt und in einer Mercedes-Werkstatt hochglanzlackiert. Schlussendlich wurde das Interieur aus dem Angebot von über 160 Lieferanten zusammengetragen. Sollten Sie von all den architektonischen Sinneseindrücken überwältigt werden, empfehlen wir als Ausgleich die Wellnessanwendungen im „Nature-Spa“ oder die frische und leichte Kranzbach-Küche für echte Genießer.

Das kranzbach****superior Hotel & Wellness-Refugium D-82493 Kranzbach bei Garmisch-Partenkirchen Tel.: +49/8823/928000 info@daskranzbach.de www.daskranzbach.de

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fantastische augenblicke Begonnen hat alles mit einer Gruppe von 20 Straßenkünstlern. Gegründet 1984 in Quebec, ist der Cirque du Soleil, der „Zirkus der Sonne“ , heute ein Entertainmentunternehmen mit 5.000 Mitarbeitern. Mehr als 1.300 Künstler aus über 50 Ländern zeigen in verschiedenen Programmen Theaterkunst und Livemusik gepaart mit Artistik auf höchstem Niveau. Diese fantasievolle Gesamtheit ist es auch, was ihn vom klassischen Zirkus mit Tierdressuren und Sägespänen am Boden unterscheidet. // Fotos: Matt Beard, Al Seib

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ie Verschmelzung von Artistik und Straßentheater erreicht den Zuseher von Beginn an. Performance, Kostüme, Licht und Musik harmonieren perfekt und machen den Cirque du Soleil zu etwas ganz Besonderem ... und heben ihn ab von der klassischen Zirkuswelt mit Tierdressuren, kindlicher Clownerie und Trapezkunst. Der Cirque du Soleil steht für die ganz hohe Kunst der Artistik – ironisch-heiteres Augenzwinkern inklusive.

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Mittlerweile hat sich der „Zirkus der Sonne“ rund um den Globus einen Namen gemacht. Laut Wikipedia wurde sein Wert 2004 auf eine Milliarde Dollar geschätzt. Von September bis November 2013 ist die Showgruppe mit einer spektakulären Arena-Produktion wieder in Österreich und Deutschland auf Tour.

Magische Momente

Im Gegensatz zu anderen Cirque-du-SoleilShows geht es in der neuen Produktion nicht

um Märchenfiguren, sondern um normale Menschen, deren Sorgen und Wünsche. Der jungen Zoé ist langweilig. Ihre Eltern vernachlässigen sie und ihr Leben scheint ohne Bedeutung. Aus dieser Leere entflieht sie in eine Traumwelt, wo sie auf Charaktere trifft, die sie ermutigen und inspirieren: Ein Namenloser, der vorbeigeht. Eine einsame Figur an einer Straßenecke. Ein Mensch, der in der Menge verschwindet. Ein Individuum in der Masse, in der schweigenden Mehrheit. Jemand, der auf-


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im fokuS Von „QuidAm“ Stehen rund ein dutZend AkroBAtiSche weltklASSe-Performer, wie Sie nur der cirQue du Soleil Bietet.

begehrt, singt und träumt. Das ist Quidam, der durch die Show eine Stimme erhält.

heraus aus Der anonyMität

„Quidam“ lautet der Name der neuen, spektakulären Arena-Produktion des Cirque du Soleil und Quidam ist es auch, der Menschen Raum gibt, um aus der Anonymität herauszutreten. Im Fokus stehen rund ein Dutzend akrobatische Weltklasse-Performer, wie sie nur der Cirque du Soleil bietet. Inmitten einer

Traumkulisse und begleitet von einer Scheinwerfer-Symphonie und eigenem Soundtrack entsteht die einzigartige, berührende Welt von Quidam. Atemberaubend die Verwicklungen der „Luftakrobatik in Seide“ oder der „Wolkenschwung“ mit dem Sturz in die Tiefe und dem folgenden Emporschnellen. Ein choreographisches Meisterwerk sind die „Springseile“ mit einem nicht enden wollenden Stakkato von Solo- und Tandemsprüngen. „Banquine“ ist eine preisgekrönte Nummer, bei der die Beweglichkeit des Körpers extremsten Prüfungen ausgesetzt wird. Wie immer ist es auch bei „Quidam“ das oberste Ziel der Show, die Menschen zu berühren, ihre Vorstellungskraft zu beflügeln und die Sinne herauszufordern. Der spannende Mix unterschiedlicher Charaktere mit opulenter Optik nimmt den Zuschauer mit in eine fantastische Traumwelt und sorgt dafür, dass der Cirque du Soleil insgesamt bereits mehr als 100 Millionen Zuschauer in mehr als 300 Städten in über 40 Ländern auf sechs Kontinenten verzaubern konnte.

cirQue Du soleil – „QuiDaM“ 02. bis 06.10.: Olympiahalle Innsbruck Mittwoch, 2.10., 20 Uhr Donnerstag, 3.10., 20 Uhr Freitag, 4.10., 20 Uhr Samstag, 5.10., 16 & 20 Uhr Sonntag, 6.10., 13 & 17 Uhr Vorverkaufsstellen: oeticket, Innsbruck Info (0512/5356), Tiroler Sparkassen und Raiffeisenbanken, Libro, MediaMarkt, Verkehrsbüros, Olympiahalle (0512/341034) www.cirquedusoleil.com www.facebook.com/quidam Weitere Infos und Tickets unter: www.showfactory.at

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ArchitektoniSche BuchtiPPS gartenexpertinnen unD ihr grünes wissen

Kristin Lammerting, Callwey Verlag, 176 Seiten, EUR 39,95 Autorin Kristin Lammerting, studierte Biologin und Betreiberin einer Palmenbaumschule in Neuseeland, blickt hinter den Zaun von elf Gartenexpertinnen und entlockt ihnen ihn ganz persönlichen Porträts ihre Gartengeheimnisse. Dazu gibt’s Tipps zu fast jedem Thema: von Kniffen für die Ansiedlung von Schmetterlingen bis hin zu Gartengeräte-Must-Haves. Begleitet werden die Texte von inspirierenden Gartenbildern – großflächig wie detailreich – und unkompliziert in Szene gesetzten Gartendamen, fotografiert vom einzigen Mann im Bunde, Ferdinand Graf von Lucker.

Men’s hoMes

Mirko Beetschen / Stéphane Houlmann, Knesebeck Verlag, 192 Seiten, EUR 36,00 Wohnen Männer anders? Dieses Buch gibt die Antwort. 18 Männer rund um den Globus geben einen Einblick in ihre individuellen Wohnwelten – mit durchwegs spannenden Ergebnissen. Von Purismus über Vintage und Shabby Chic bis zum Meister der Moderne ist so ziemlich alles vertreten – festgehalten in tollen Bildstrecken. Eines zeigt das Buch ganz deutlich: Stil und Geschmack sind keine Frage des Geschlechts. Sollten Sie darin Ihren eigenen Wohnstil gefunden haben, brauchen Sie jedoch vor allem eines: viel Platz. // Fotos: James Carrière & Daniel Gerber / Knesebeck Verlag

kreative leiDenschaft Simone Knauss, Callwey Verlag, 176 Seiten, EUR 30,80

20 (Design-)Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, öffnen ihre Wohnungen und Ateliers und zeigen, auf wie viele verschiedene Arten sich Kreativität ausdrücken kann. Das Buch ist ein schöner Mix aus Text und Bild, verpackt in puristischem und dennoch liebevollem Layout. Fotografin Ulrike Myrzik hat ein Auge für das große Ganze wie auch spannende Details und zeigt damit lebens- und liebenswerte Wohn- und Arbeitswelten, die durch ihren ungekünstelten Chic auch auf das eigene Zuhause übertragbar sind.

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aktivhaus – Das grunDlagenwerk

Manfred Hegger / Caroline Fafflok / Johannes Hegger / Isabell Passig, Callwey Verlag, 288 Seiten, EUR 123,70 Energieeffizienz ist in den kommenden Jahren ein Leitthema in der Architektur. Das Aktivhaus ist dabei eine innovative Weiterentwicklung bisheriger Gebäudeenergiestandards und hat das Ziel, die Energieverluste und den gebäudeinternen Energieverbrauch zu minimieren sowie die passive Solarenergie zu nutzen. Dieses Buch bietet einen Leitfaden von der Planung bis zum fertigen Haus; bereits umgesetzte Projekte zeigen, wie’s in der Praxis funktioniert. Das Layout ist klar, die Themen strukturiert und zahlreiche Bilder und Grafiken führen perfekt zum Thema hin.


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eco.nova SPEZIAL Architektur 2013  

eco.nova ist ein unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissensc...

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