EXPERTENTIPP
SCHMIEREN, SCHMIEREN, SCHMIEREN Sich im Sommer in die pralle Sonne zu legen, ist generell keine gute Idee. Aber auch sonst gilt: Vergesst niemals auf den Sonnenschutz.
Im eigenen Saft zu braten, ist mitunter gar nicht so schlecht. Wenn man ein totes Rind im Römertopf ist. Als Mensch am Strand ist es eher so mittelgut. morgens und abends gut reinigen und sich täglich sauber abschminken. „Und bitte die Haut nicht mit Make-up zukleistern“, rät Julia.
Johann Troger, Kosmetikmeister
Bald steht für viele wieder der alljährliche Sommerurlaub an. Hast du einen Tipp, wie man die Haut auf die Sonne im Süden am besten vorbereitet ? J O H A N N : Es macht auf jeden Fall Sinn, die Haut gründlich reinigen zu lassen. Dann fährt es sich gleich viel entspannter in den Urlaub, weil man gerade in diesen Wochen nicht so viel Zeit in Pflege investieren, sondern die Tage genießen möchte. Auf Peelings, die tief unter die Hautoberfläche gehen, sollte man jedoch eher verzichten und dieses auf nach dem Urlaub verschieben. Wie lässt sich die Sommerbräune möglichst lange erhalten? Karotintabletten helfen schon im Vorfeld, den Körper vorzubereiten und auch dabei, den Bräunungsvorgang zu beschleunigen. Auf keinen Fall sollte man sich in die pralle Sonne legen – generell nicht und auch nicht für eine schnelle Bräune. Selbst wenn man rasch braun wird, hält das nicht lange an, weil sich die Haut meist zu „schälen“ beginnt. Im Urlaub selbst sollte man die Haut nach dem Aufenthalt in der Sonne unbedingt mit Feuchtigkeit versorgen. Wenn sie gut durchfeuchtet ist, bleibt auch die Bräune länger haften. Gibt es sonst noch etwas, auf das wir in der Sonne achten sollten? Ich kann nur sagen: schmieren, schmieren, schmieren. Sonnenschutz ist sowohl für den Körper als auch das Gesicht unerlässlich, auch im Schatten. Am besten startet man mit Lichtschutzfaktor 50 im Gesicht und 30 am Körper und kann die Stärke dann langsam anpassen. Und unbedingt nachcremen, um den Schutz zu erhalten. Bei der Pflege sollte man zu leichteren Produkten ohne hohen Fettanteil greifen. Mit dem Schweiß sammeln sich Bakterien auf der Haut, durch zu reichhaltige Cremes kann es dann zu Hitzepickeln führen.
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M AYA / DA S T I R O L E R F R A U E N M AG A Z I N
N a t ü r l i c h k a n n m a n auch die Gesichtshaut mit Cremes unterstützen, ihr zwischendurch immer wieder einen Boost verleihen und sie von Zeit zu Zeit professionell ausreinigen lassen, aber wie bei so vielem: nicht übertreiben. Die Haut kann das selber, sie macht’s mit der Zeit nur nicht mehr, wenn man ihr die Arbeit abnimmt. Warum sollte sie auch? „Man muss auch nicht mit 30 Jahren schon mit Anti-Aging-Produkten beginnen oder alle drei Wochen zur Kosmetik gehen. Alles mit Maß und Ziel. Was für mich wirklich Sinn macht, sind Augencremes, weil die Haut in dieser Region sehr dünn ist. Sie helfen nicht unbedingt gegen Falten, sehr wohl aber gegen Trockenheitsfältchen, die einen mitunter richtig alt aussehen lassen.“ Wofür Julia ein Plädoyer hält, ist Sonnenschutz. Der muss sein. Immer. Im Sommer ganz besonders. Es muss aber nicht zwingend der 50er-Faktor sein – eventuell zu Beginn, wenn man nach den kalten Wintermonaten das erste Mal in die Sonne geht, ansonsten ist Lichtschutzfaktor 30 ausreichend. Man sollte sich sowieso nicht zu lange in der Sonne aufhalten – in der prallen schon gar nicht. Und wenn man draußen ist, sollte die erste Motivation nicht sein, braun zu werden, sondern die Sonne an sich. Wir brauchen keine gebräunten Körper, sehr wohl aber Sonneneinstrahlung, die bei der Bildung von Vitamin D hilft, das wiederum für die Knochendichte wichtig ist. Und fürs Gemüt.
WETTERKAPRIOLEN Unsere Gesichtshaut ist den ganzen Tag über sämtlichen Witterungen ausgesetzt. Wind kann die Haut trocken machen, hat aber im Endeffekt keine großen negativen Auswirkungen. Außer: Wir spüren die Hitze nicht mehr so stark. Das ist gerade im Süden ein Problem, wo Sand und Wasser die Sonnenstrahlen reflektieren und zusätzlich zur Vorsicht mahnen. Und schon als Kinder haben wir gelernt: Der Körper merkt sich jeden Sonnenbrand. Nun bekommt man als Jungmensch viele Weisheiten mit auf den Weg, diese aber stimmt. Bis ein Sonnenbrand abgeklungen ist, dauert es rund sechs Tage. In dieser Zeit sollte man die Sonne gänzlich meiden. Sollte die Verbrennung tatsächlich so massiv sein, dass sich Blasen bilden, so gehören diese unbedingt aufgemacht, sagt Julia. „Sonst sammeln sich Keime darunter. Nach dem Öffnen gehört die Wunde fachmännisch abgedeckt, dann heilt sie in der Regel innerhalb von zehn Tagen ab.“