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23 April/Mai 2014 · 5. Jahrgang

Ausgabe 23 April/Mai 2014

ECHT  OBERFRANKEN

IHRE RADIOSENDER IN OBERFRANKEN

Nur wir sind von hier!

„organic, fair, function, YEAH!“ – Über ein Startup aus Helmbrechts

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leidenschaft

Liebe Leserinnen, liebe Leser, „Gegen die Infamitäten des Lebens sind die besten Waffen: Tapferkeit, Eigensinn und Geduld. Die Tapferkeit stärkt, der Eigensinn macht Spaß und die Geduld gibt Ruhe.“ Dies schrieb der Kultdichter Hermann Hesse. Und da in diesem Jahr Ostern erst gegen Ende April ist, die Fastenzeit also noch ein paar Wochen andauert und es nie zu spät ist für reinigende Fastenübungen, empfehlen wir, die plappernden Medien mal auf „Off“ zu schalten und sich stattdessen in aller Ruhe und Langmut, vielleicht bei einem Spaziergang ganz alleine, mit Eigenschaften, ja Tugenden – auch so ein Wort, das zunehmend in Vergessenheit gerät – wie Tapferkeit, Eigensinn und Geduld zu beschäftigen. Vielleicht nehmen Sie noch die Ausdauer, die Gelassenheit und die Fähigkeit zu warten hinzu. Ich verspreche Ihnen: Es wird Ihren Kopf klären und frei machen für neue Ideen, es wird Ihnen neue Energien verleihen.

Konzept

Begleiten könnten Sie und Ihre Gedanken Menschen, die in verschiedenen

Design

Artikeln dieser Ausgabe von ECHT Oberfranken vorkommen. Da ist der tollkühne Skater Michael Spitzbarth, der einen schweren Unfall hatte. Das mag

Druc K

er zunächst als Infamität des Lebens betrachtet haben. Er musste sich in Geduld üben. Tatsächlich aber stärkte die erzwungene Geduld nicht nur seine Tapferkeit. Er hatte tolle Ideen, eigensinnige Ideen, die er jetzt mit Tapferkeit

Muse, die jeder Kreative braucht, um Neues zu schaffen.

papier ist für uns das größte! deshalb sind sie bei uns genau richtig, wenn es um Werbebeilagen, kataloge, zeitschriften, broschüren und personalisierte mailings geht.

Sehr, sehr viel Geduld braucht Florian Fraaß, wenn er sich mit seiner Kamera

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einerseits und vor allem viel Spaß in die Welt setzt. Spitzbarth hat 2008 das Modelabel „bleed“ gegründet. Mit Sitz in Helmbrechts. Dort, und nicht in einer lauten Großstadt, findet er auf Spaziergängen mit seinem Hund die

auf die Suche nach Orchideen und Schmetterlingen macht. Auch er benötigt oft ein gutes Quantum Tapferkeit, will er all den Frust aushalten, den ihm entwischende Tiere bereiten. Und er braucht Langmut und Ausdauer. Dafür, dass er diese immer wieder aufbringt, wird er reich belohnt. Die Wunder am

Werbe- und Verlagsdruck

Wegesrand, die in Hektik und Nutzendenken meist nicht beachtet werden, haben ihm eine ganz neue Welt erschlossen. – Und selbst ein gutes Essen –

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und da hat die oberfränkische Küche auch dem Fastenden Üppiges wie den

crossmedia-publishing

Stockfisch zu bieten – braucht vor allem: Geduld. Am besten mit einen kräf-

anzeigenproduktion

tigen Schuss Eigensinn gewürzt, damit auch wirklich was Eigenes daraus wird. Ihre

Cornelia Masel-Huth, Chefredakteurin Anzei-

EDITORIAL

papier ist unsere

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INHALT WIRTSCHAFT 100 % organic, 100 % fair, 100 % function, 150 % YEAH! – bleed organic clothing aus Helmbrechts revolutioniert Street- und Sportswear

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IDEEN UND PERSPEKTIVEN

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Einmalig in Europa – Das Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien

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HOCHSCHULE UND BILDUNG Sie wollen doch nur spielen – Bayreuther Medienwissenschaftler machen Game-Designer fit

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EREIGNIS Come 2014 – Messe und Wirtschaftsforum in der Designwerkstatt Coburg

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Veranstaltungskalender 29

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6. Bayreuther Ökonomiekongress – Unternehmen Zukunft, Innovationen schaffen, Werte bewahren 38 Das Zukunftsforum Wissenschaft – Kultur – Gesellschaft – 6. Symposium – Recht und Moral

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FOTOSTRECKE Schmetterlinge, Orchideen & Co. – Wunderland am Wegesrand 44 Oberstes Gebot: Geduld! – Florian Fraaß begeistert sich für Natur und Fotografie

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ECHT OBERFRAN KEN

Alles Holzköpfe? Der Seßlacher Bildhauer Wolfgang Schott ist auf alle Fälle ein Kopf mit originellen Einfällen. Für unseren Titel fotografiert hat ihn Frank Wunderatsch.

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Ausgabe 23

· 5. Jahrgang

April/Mai 2014

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A  USFLUGSZIELE Im Wanderparadies Fränkische Schweiz – Mit der Dampfbahn nach Behringersmühle und zu Fuß nach Muggendorf

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O  BERFRANKEN – EINE SPANNENDE GESCHICHTE „Flucht und Vertreibung“ – Wie sich in Hof eine eigene, deutschlandweit einzigartige Museumsabteilung des sensiblen Themas annimmt

40 54

MENSCHEN Lebenslustige Senioren statt lerneifriger Grundschüler – Rentner- Paradies im Walfahrtsort Glosberg bei Kronach

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MENSCHEN UND KULTUR 30 Jahre Jugendsymponieorchester Oberfranken – Talentschmiede will die Oper wagen

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Glosse – Revolution made in Oberfranken! – Gegen energiepolitische Schlafmützen! 66

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KULINARIK Vorösterliches Traditionsgericht Stockfisch – rustikale Spezialität mit langer Geschichte

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RUBRIKEN Editorial 03 Inhalt 04 ECHTgemixt 59 Impressum 31

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Kolumne: Essigs Essenzen 16 – Hakiki Yukarı Frankonya 86

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Serie: Aus Oberfranken – für die Welt

100 % organic, 100 % fair, 100 % function, 150 % YEAH! – bleed organic clothing aus Helmbrechts revolutioniert Street- und Sportswear von Cornelia Masel-Huth


WIRTSCHAFT


Serie: Aus Oberfranken – für die Welt

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in neues Modelabel aus Helmbrechts? Aus der Region, die jahrzehntelang mit dem Niedergang der Textilindustrie zu kämpfen hatte und noch hat? Ein Skate-Label, das junge Street- und Sportswear anbietet und bunte Vielfalt, ungezwungene Looks, sportliche Schnitte, funktionelle Highlights verspricht? Und das auf giftfreier Basis und sozial verantwortlich produziert, ohne in Sachen Style Abstriche zu machen? Und dieser Newcomer soll sich gegen die großen Marken und Ketten behaupten können? Klingt ein bisschen nach Marketingfake. Zumindest übertrieben. Doch Michael Spitzbarth ist Skater – und die denken einfach anders. Sie sind echte Querdenker.

Holzarmband. Auf dem Schreibtisch EReader in Korkhülle.

Die Natur soll nicht bluten Michael war Profiskater und Snowboarder, bis er 2007 einen schweren Unfall hatte, drei Mal operiert wurde und über ein Jahr weitgehend aus dem Verkehr gezogen war. So hatte er zwangsläufig viel Zeit, um sich Gedanken zu machen. Gedanken über unseren Lifestyle, unseren Konsumismus, über seine Zukunft. So wurde bleed geboren. „Die Szene hier und ich lieben extreme Sportarten wie Skateboarding, Surfen, Mountainbiking und Snowboarden“, Michael versucht,

Designer Michael Spitzbarth beim Entwerfen der neuen Kollektion.

Den Outletstore in der Münchberger Straße in Helmbrechts muss ich als ortsunkundig eine Weile suchen, unterscheidet er sich doch in nichts von den anderen tristen Fassaden, die immer noch so an Zonenrand erinnern. Der Verkaufsraum ist eiskalt, dunkel, das Mobiliar aus Karton und heimischen Holzbrettern. Zum Headquarter geht es durch ein Labyrinth von Büroräumen und Gängen. Dort lümmelt bleed-Gründer und Managing Director Michael Spitzbarth, 32, hinter seinem Schreibtisch, auf dem Kopf eine Strickmütze. Markant: Seine Uhr mit

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mir den zunächst nicht nachvollziehbaren Zusammenhang zwischen Extremsport und ökologischem Denken zu erklären. „Gerade bei diesen Sportarten ist man besonders auf die Natur angewiesen, weil sie entweder nur in der Natur machbar sind oder nur in der Natur richtig Spaß machen. Es entsteht eine extreme Verbundenheit zur Natur, zu den Bergen, dem Meer. Ich habe das Bedürfnis, der Natur etwas zurückzugeben, die Umwelt zu schonen und zu erhalten.“ So steht der Markenname „bleed“ auch bildhaft für die „blutende“ Umwelt, die

wir Menschen seit Jahrzehnten gnadenlos ausbeuten. „Die Natur soll nicht bluten müssen für Mode.“ Und wer einmal anfängt zu denken, dem gehen die Lichter auf. Immer mehr Zusammenhänge wurden Michael klar. „Der Mainstream konsumiert sich zu Tode.“ Michael stellt das einfach fest, ohne Wertung oder Geringschätzung. Große Modeketten, selbst wenn sie sich ein grünes Mäntelchen umhängen, würden permanent versuchen, ihre Kunden abzugreifen. H & M beispielsweise wirft bis zu 32 Kollektionen pro Jahr auf den Markt. Bei bleed sind es zwei. „Unsere Wegwerfgesellschaft hat keine Zukunft.

Chic in Holz – gelebtes Ökobewusstsein selbst bei der Armbanduhr.

Wir können nicht blind jedem kurzlebigen Trend hinterherlaufen.“ Diesem Denken und Konsumverhalten will der Helmbrechtser Designer – Michael hat Textildesign am Campus Münchberg der Hochschule Hof studiert – gegensteuern. Mit bleed will er beweisen, dass nachhaltige und ökologische Street- und Sportswear ganz und gar nicht langweilig sein muss. Und dass die ökologische und menschliche Belastung während der Produktion erheblich reduziert werden kann. Ökologisches Bewusstsein als Lifestyle.


Steinnuss statt Perlmutt Ein ähnliches Umdenken beobachtet Michael im Lebensmittelbereich. Die Nachfrage nach Bio-Produkten wächst alljährlich, vegan ist Lifestyle-Trend. Michael ist Vegetarier „mit veganen Testwochen“. Die Mode aus seinem Haus ist vegan. „Wir wollen auf keinen Fall, dass Tiere auf irgendeine Art Schaden durch unsere Kleidung erleiden. Deshalb verzichten wir auf alle tierischen Komponenten in unserem Sortiment.“ Für die klassischen Lederpatches an Jeans wird beispielsweise nur recyceltes Polyurethan verwendet. Perlmuttoder Hornknöpfe werden durch Steinnuss ersetzt und Daunen kategorisch abgelehnt.

berg. „Eine tolle FH“, lobt er, denn auch im Studiengang Modedesign erfahren die Studierenden, was alles passieren muss bis trendige Mode beim Kunden im Kleiderschrank hängt. Als Unternehmer arbeitet Michael gerne mit Studierenden zusammen. In diesem Sommersemester soll es um Upcycling gehen, konkret darum, wie Verschnittabfälle sinnvoll weiterverarbeitet werden können.

Gegen Pestizide und Billiglöhne Als Urtextiler hinterfragte Michael alle Schritte der Produktionskette und musste erfahren, dass etwa der Baumwollanbau

tionskette und gleichzeitig die einzuhaltenden Sozialkriterien. Die Qualitätssicherung erfolgt durch unabhängige Zertifizierung der gesamten Textillieferkette. Hanf, eine weitere Naturfaser, die bleed vor allem für Hemden verwendet, kommt aus China, das eine lange Tradition in Anbau und Verarbeitung der Pflanze hat. China, ein Land, das bekannt ist für seiner Billiglöhne und unmenschliche Arbeitsbedingungen? „Wir versuchen, hier mit gutem Beispiel voranzugehen“, erklärt Michael, „unser Produktionsmanager betreibt seit vielen Jahren zusammen mit heimischen Farmern eine Plantage und arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der sozialen Bedingungen vor Ort.“

Die Strickmütze gehört für den Skater auch beim Arbeiten dazu.

Die Tierrechtsorganisation PETA hat bleed 2011 dafür mit dem Progress Award als tierfreundlichste Modelinie ausgezeichnet. Lederflicken und Knöpfe haben jedoch den geringsten Anteil an den Kleidungsstücken. Kann bleed seinen ökologischen Anspruch auch bei den Garnen und Stoffen einhalten? Michael bezeichnet sich als Urtextiler. Er kennt sich aus in der gesamten Produktionskette vom Anbau der Faserpflanzen bis zu deren Einfärben. Das verdankt er seiner Ausbildung in Münch-

desaströs für die Umwelt ist: Hoher Einsatz von Wasser – der Aralsee in Usbekistan ist deshalb inzwischen fast ausgetrocknet – und von Pestiziden, sogar Kinder-, ja sogar Sklavenarbeit wie in der Ukraine sind mit dem Baumwollanbau verbunden. Die Bio-Baumwolle aus Indien und Afrika, die bei bleed verarbeitet wird, ist GOTzertifiziert. Der Global Organic Textile Standard ist ein weltweit angewendeter Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern. Er definiert umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produk-

Upcyceln statt nur recyceln Besonders anspruchsvolle Sportbekleidung wie Funktionsjacken werden aus recycelten Polyester hergestellt. Upcycling nennt man das, wenn aus Abfall neuwertige Produkte entstehen. „Damit wollen wir den enormen Bedarf an Rohöl stoppen, der bei der Produktion von Polyester anfällt.“ Dieser ökologische Anspruch zieht sich durch die gesamte Produktionskette bis hin zu den Reißverschlüssen, die entweder aus chrom- und nickelfreiem Metall oder aus recycelten Polyester sind. Die ge-

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Die neuen Shootings auf dem Mac: Michael in seinem Büro.

bleed steht für ungezwungene Looks für Ladies und Guys.

samte Produktion findet mittlerweile in Portugal statt. Hier gibt es kleine Manufakturen mit um die 30 Näherinnen. Alle Produktionsstätten besucht Michael regelmäßig.

Die Jugend halten

Trotz des immensen Aufwands sollen die Kleidungsstücke von bleed nicht mehr kosten wie vergleichbare Qualität herkömmlicher Produktion. Ein T-Shirt also nicht mehr als 30 Euro, ein Pulli nicht mehr als 60. Wie ist das zu schaffen? „Ganz einfach“, sagt Michael, „wir verpulvern nicht Hunderttausende für Marketing und Markenaufbau.“ Michael nutzt virales Marketing. Über soziale Netzwerke und Internetmedien kommt er direkt mit seiner Zielgruppe in Kontakt. Der Internethandel ist daher auch ein wichtiges Vertriebsstandbein. Darüber hinaus ist bleed mittlerweile in über 200 Shops in Europa, hauptsächlich in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Finnland vertreten. Frankreich, die Benelux-Staaten, weitere skandinavische Länder hat der Jungunternehmer bereits ins Visier genommen, demnächst besucht er eine Messe in England. 2013 hat er mit seinen fünf Mitarbeitern den Umsatz verdoppelt. „Vermehrt fragen uns inzwischen ganz normale Sportgeschäfte an. Etwas Besonderes mit Philosophie, das kommt an.“

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ECHT Oberfranken

Dass er sein Unternehmen in seiner Heimatstadt Helmbrechts und nicht in einer Modestadt wie Berlin gestartet hat, ist für Michael Spitzbarth keine Frage wert. „Hier in Helmbrechts habe ich meine Ruhe, es gibt wenig Ablenkung und in der Natur finde ich meine Inspirationen.“ Trotzdem: Die Hälfte des Jahres ist er auf Reisen zu Messen oder zu seinen Produzenten und Händlern. „Hier in Hochfranken bin ich doch mittendrin, in jeweils zweieinhalb Stunden bin ich in Frankfurt, München oder Berlin und von dort in der Welt.“ Am Firmenstandort Helmbrechts will sich der Designer in der Kommunalpolitik engagieren. Sowohl auf der Stadtrats- wie auch der Landkreisliste der Aktiven Helmbrechtser war er nominiert. Er will vor allem etwas für die Jugendlichen, die jungen Erwachsenen bewegen. „80 Prozent wollen so schnell wie möglich weg von hier, von Hof oder Helmbrechts. Nicht mal in Bayreuth gibt es echtes Nightlife. Oder überhaupt attraktive Treffpunkte.“ Einen gibt es allerdings – in Helmbrechts: Die Skaterbahn. Sie ist eine der modernsten in Europa. Auch dahinter steckt Michael Spitzbarth. Aber das ist eine andere Geschichte. n


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Markant und modern nach energetischer Sanierung


Größer, heller, schöner – trotzdem einfacher

D

ie Sanierung der Hauptstelle der Sparkasse Kulmbach-Kronach, unübersehbar am Eingang zur Altstadt gelegen, war nach fast 45 Jahren alternativlos. Mitte der 60er Jahre geplant, hatte das Gebäude den Energiestand von vor 50 Jahren. Die Travertin-Natursteinfassade bröckelte und hatte keine Isolierung, die Mechanik der einfach isolierten Fenster war verbraucht und: die unge-

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ECHT Oberfranken

dämmten Flachdächer wurden undicht. In einer fast zweijährigen Renovierungszeit ist nun ein funktionales, modernes und doch zeitlos schönes Gebäude entstanden, das einen zukunftsweisenden Akzent im Stadtbild setzt. Ein elegantes Gebäude ohne übertriebenen Prunk. „Behutsam und Nachhaltig plus“, lautete die Devise für die Außen- und die Innengestaltung.

Lichtdurchflutet, transparent, offen und sehr großzügig empfängt eine Glaspyramide die Kunden. Das neue Dach sitzt ein Stockwerk höher. 20 Tonnen Stahl und 20 Tonnen Glas wurden hier verbaut. Die ganzflächige und deshalb höchstmögliche Tageslichtausbeute schafft ein Raumgefühl neuer Dimension. Dieses weite Raumgefühl wird zusätzlich betont durch ein zentrales Lichtobjekt in der Mitte über der Halle. Es ist eine Zeituhr mit zwölf Lichtstäben als Stundenziffern und sogenannten Downlights als MinutenLichtpunkte. In unterschiedlichsten Farben sorgen sie für unterschiedliche Stimmungen und sind so universell einsetzbar. „Wenn Sie so wollen, ist alles, ganz nebenbei, eine Nummer größer, heller und schöner – und trotzdem einfacher geworden.“ Vorstandsvorsitzender Dr. Klaus-Jürgen Scherr zeigte sich bei der Eröffnung im Februar sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Renovierung.

Im Dialog mit den Kunden Und diese Erneuerung kommt vor allem den Kunden zugute. Der Mensch soll noch mehr im Mittelpunkt stehen. Statt der klassischen Schalter, die Kunden und Berater bisher eher trennten, sind nun


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Energetisch fit und nachhaltig für die Zukunft -2  0 cm dicke Dämmung auf der gesamten Außenfassade - 3-fach-Verglassung sämtlicher Fenster - durch Außenfühler regulierte Außenjalousien - gläserne Außenhaut im Abstand von ca. 1,50 m vor der Gebäudefassade, gehalten von Stahlträgern auf dem Dach; zusätzliches Gewicht: 31 Tonnen Stahl, 85 Tonnen Glas - 4 reversible Luftwärmepumpen mit einer Heizleistung von 23,6 KW pro Pumpe auf dem Dach für Kalt- wie auch Warmwasserversorgung und Belüftung der Büroräume - Wärme-/Lüftungskonzept mit einem an der Außenfassade integrierten Leitungsnetz, durch das die in den Fensterelementen integrierten, dezentralen Klimageräte wahlweise mit kühlem oder warmen Wasser (bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt) versorgt werden - 40 – 50 % Einsparung an Heizenergiekosten - weitere Stromeinsparungen durch LED-Leuchtkörper - rund 91 % des Auftragsvolumens an Firmen im Geschäftsgebiet vergeben

einzelne Tresen für eine offene und persönliche Kommunikation sowie als Anlaufstelle für Serviceleistungen installiert worden. Die Kommunikation von Mensch zu Mensch steht nun hier im Vordergrund. Flexible und variable Einrichtungskomponenten und multifunktionale Möbel sorgen für persönliche und schnelle Abwicklung von Bankgeschäften. Durchgängig ist die farbliche Gestaltung in Weiß, Rot, Anthrazit und Holz, die klar und modern wirkt. Das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss, dessen Büros um die Glaspyramide gruppiert wurden, dienen nunmehr nahezu ausschließlich der Kundenberatung mit allen Spezialisten, an klaren Anlaufstationen findet der Kunde Antwort auf alle seine Anliegen unter einem Dach und räumlich nah beieinander.

tatur mit erhabenen Zeichen, die die Eingabe erleichtern. Auch der SB-Bereich wartet mit weiteren Neuerungen auf: Für diskrete Ein- und Auszahlungen steht eine separate, abschließbare Kabine bereit. Interaktive und digitale Informationsmöglichkeiten gibt es etwa für Immobilieninteressierte. Zu den technischen Neuerungen zählt auch die Einführung von digitalen Unterschriften. Damit geht die Sparkasse Kulmbach-Kronach einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung mehr Sicherheit und Datenschutz, Grundlagen einer vertrauensvollen Kundenbeziehung. Durch die digitale Unterschrift und das papierlose Archiv lassen sich außerdem Papier und Druckfarbe einsparen, was zur Entlastung der Umwelt beiträgt.

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Kulmbach-Kronach Dr. Klaus-Jürgen Scherr.

Im Wartebereich stehen kostenloses WLAN und Auflademöglichkeiten für mobile Geräte zur Verfügung. Im unterhaltsamen Kinderbereich sind kleine Gäste bestens aufgehoben. Auf Barrierefreiheit wurde in allen Kundenbereichen geachtet. Für Rollstuhlfahrer bieten die SB-Systeme wie Kontoauszugsdrucker und Geldautomaten einen gut zugänglichen Seitwärtszugang, für Sehbehinderte verfügen die Geräte über eine Sprachausgabe (Kopfhörer) und eine neue taktile Tas-

„Wir haben uns die Bauinvestitionen nur leisten können, weil wir in unserem Kundengeschäft die Basis dafür gelegt haben, betont Dr. Klaus-Jürgen Scherr. „Wir haben nicht nur für unsere Mitarbeiter freundlichere und gesunde Arbeitsplätze geschaffen, mit den neuen Kunden- und Büroräumen mit ihrem hellen und offenen Charakter haben wir auch die besten Voraussetzungen und eine angenehme Atmosphäre geschaffen für gute Gespräche zwischen unseren Beratern und unseren Kunden.“ n

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Martha Grzelinski arbeitet im neuen Prüffeld.

Wasser für die urbane Welt – Wilo steht international für Hightech im Pumpensegment

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risches, sauberes Wasser wird immer knapper, Wasser wird kostbarer. Die Teilhabe an sauberem Trinkwasser und einer hygienischen Abwasserentsorgung wird in Zukunft über das Schicksal der Menschheit entscheiden. Prognosen zufolge leben mehr als 70 Prozent der Weltbevölkerung im Jahr 2050 in urbanen Ballungsräumen, vor allem in den Megacities der Entwicklungsländer. Doch die Infrastrukturen halten nicht Schritt mit dieser Bevölkerungsexplosion. Die Folge: Immer größere Slums in den Entwicklungsländern, veraltete

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ECHT Oberfranken

und kollabierende Ver- und Entsorgungsinfrastruktur in westlichen Metropolen wie London, New York oder Paris. Das ist die Herausforderung für die Wilo SE. Mit Hauptsitz in Dortmund ist das Unternehmen einer der weltweit führenden Hersteller von Pumpen und Pumpensystemen für die Heizungs-, Kälte- und Klimatechnik, für die Wasserversorgung sowie die Abwasserentsorgung und – behandlung. Wilo glänzt bei den globalen Megatrends Industrialisierung, Urbanisierung und Energieeffizienz. „Wir bewegen Wasser“, lautet daher auch ein

Unternehmensslogan. So ist es folgerichtig, dass Wilo am bayerischen Kompetenzstandort Wasser Hof – neben Indien – sein Headquarter für Submersible Pumps und Wassermanagement hat. Eike Dölschner ist hier Senior Vice President.

Hauptstandort Deutschland – weltweit aktiv Technischer Fortschritt hat in der 140-jährigen Unternehmensgeschichte Tradition. Aus visionären Ideen werden bei Wilo intelligente Lösungen


ADVERTORIAL Ein Hidden Champion, der die Welt erobert 1872 von Caspar Ludwig Opländer in Dortmund als Kupfer- und Messingwarenfabrik gegründet. Heute zu mehr als 90 Prozent in Händen der Caspar Ludwig Opländer Stiftung, die von der Familie Opländer 2011 gegründet wurde. Die Position als Hidden Champion unterstreicht Wilo durch gute Zahlen. Umsatz 2012: 1.187,1 Mio. Euro, ein Plus von 11 Prozent. Gewinn 2012: 78,2 Mio. Euro; plus 46 Prozent. 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 2.300 in Deutschland; 15 Produktionsstandorte in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Indien, China, Korea und den USA; fast 70 Tochtergesellschaften weltweit.

Der Standort Hof ist das weltweite Lead-Engineering-Center für Submersible Pumps der Wilo Gruppe. Damit ist Hof neben Indien die zentrale Drehscheibe der weltweiten Aktivitäten des Unternehmens im Segment Water Management. Mit rund 500 Mitarbeitern produziert Wilo SE hier ein umfassendes Sortiment von Pumpen und Systemen für die öffentliche Abwasserentsorgung und Klärwerktechnik. Die Produktpalette reicht von Unterwasserpumpen mit einer Leistung von unter einem Kilowatt bis hin zu mehreren hundert Kilowatt.

und bahnbrechende Neuheiten, die in der Branche Maßstäbe setzen. WiloProdukte stehen für erstklassige Qualität, Benutzerfreundlichkeit und Energieeffizienz. Kleiner, sparsamer, leiser, intelligenter, langlebiger und einfacher zu bedienen sollen Wilo-Produkte sein. Und daran arbeiten Fachkräfte und Ingenieure jeden Tag. Dabei gehört es zur Firmenstrategie, dass bedeutende lokale Märkte mit lokal hergestellten Produkten bedient werden. Dafür sorgen die 70 Tochtergesellschaften und 15 Produktionsstandorte weltweit. Zum Vertriebsgebiet gehören neben Brasilien, Argentinien, Peru, Chile, Nord- und Südafrika und künftig auch Zentral- und Ostafrika. In sein Asiengeschäft, das etwa 20 Prozent zum Konzernumsatz beisteuert, hat Wilo kräftig investiert. Im Juni 2012 wurde eine zweite Produktionsstätte in Südkorea eröffnet, im Herbst 2012 ging ein neues Werk in China in Betrieb. In Indien existiert schon seit mehreren Jahren eine eigene Entwicklung und Fertigung. „Unsere Pumpen kommen überall da zum Einsatz, wo

Wasser bewegt wird“, erklärt Eike Dölschner, der für die Technik des Indiengeschäfts verantwortlich zeichnet.

Energieeffizienz gehört zur Energiewende Aber auch am heimischen Markt sieht das Familienunternehmen weitere Wachstumschancen vor allem in seiner Hauptsparte, der Gebäudetechnik. „Allein in Deutschland, dem mit einem Umsatzanteil von einem Fünftel größten Einzelmarkt, gibt es in Gebäuden rund 42 Millionen Pumpen, von denen mehr als 90 Prozent alte, stromfressende Modelle sind“, gibt Vorstandsvorsitzender Oliver Hermes zu bedenken. Ein Austausch gegen geregelte Hocheffizienzpumpen könnte den Stromverbrauch um bis zu 90 Prozent senken und damit die Wirtschaftlichkeit von Gebäuden und Anlagen erheblich erhöhen. Der 43-jährige Konzernchef kritisiert, dass das Thema Energieeffizienz und Verbrauch in der aktuellen Debatte um die Energiewende zu wenig beleuchtet wird. Zuneh-

Corporate Social Responsability – Selbstverständlichkeit bei Wilo: Eine Pumpe mit allem Zubehör im Wert von 25.000 € sorgt seit Dezember im Flüchtlingslager der Stadt Edlib, Syrien für sauberes Trinkwasser. Von links: Dr. Marwan Khoury, Barada Syrienhilfe e.V; Eike Dölschner, Senior Vice President Wilo, Hof und Klaus Tröger, Ärztegenossenschaft Hochfranken, Konradsreuth) bei der Spendenübergabe am 17. Dezember im Hofer Werk der Wilo SE.

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INHALT Im Wettbewerb um die Talente von morgen

Vorbereitung für die Zwischenprüfung: Martin Meißner, Lisa Schnabel und Simon Rustler mit Ausbilder Markus Röder.

mend bemühen sich Unternehmen um eine Reduzierung des Energieverbrauchs, was oftmals auch die Anschaffung neuer Pumpen bedeutet. Eine Sichtweise, die die Wilo-Führungsriege regelmäßig in politische Diskussionsrunden trägt. Für Wilo selbst ist unternehmerische Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft selbstverständlich. Internationales Wachstum mit nachhaltigen Produktinnovationen, nachhaltige Partnerschaft aus Tradition und Nachhaltigkeit in Produktion und Infrastruktur hat man sich als Ziele gesetzt. Diese Handlungsfelder umfassen Ressourcenpolitik ebenso wie gesell-

schaftliches Engagement und interkulturelle Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern als der treibenden Kraft des wirtschaftlichen Erfolgs von Wilo. Und es gehören dazu die Ansprüche aller Altersklassen im Unternehmen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Wilo möchte die Bedürfnisse aller Mitarbeiter und damit das gesamte Spektrum der Work-LifeBalance berücksichtigen. Eike Dölschner bekennt: „Unsere Mitarbeiter sollen neben einer hohen Qualifikation auch über emotionale Ausgeglichenheit und körperliche Fitness verfügen, um ihren Arbeitsalltag in einem gesunden und angenehmen Arbeitsumfeld erfolgreich bewältigen zu können.“

Stetig intensiviert Wilo den Kontakt zu Hochschulen, Forschungseinrichtungen und allgemeinbildenden Schulen, um frühzeitig talentierte Nachwuchskräfte an das Unternehmen heranzuführen und zu binden. Darüber hinaus fördert das Unternehmen auch den länderübergreifenden Einsatz von Praktikanten, Diplomanten und Absolventen. „Wir gehen aktiv auf den Nachwuchs zu, um ihn für Wilo als Arbeitgeber zu begeistern – etwa bei Hochschulkontaktmessen oder standortbezogenen Schulmessen.“ Eike Dölschner weist darauf hin, dass dies ganz besonders auch für den Standort Hof gelte. Angeboten werden beispielsweise die Verbundstudiengänge Bachelor of Engineering/Maschinenbau, /Umweltingenieurwesen oder /Wirtschaftsingenieur – Industriemechaniker. Gesucht werden Auszubildende in den Berufen Industriemechaniker, Zerspannungsmechaniker, Elektroniker für Betriebstechniker, Mechatroniker, Tech-

Sebastian Hübner an der großen Abwasserpumpe im neuen Prüffeld. Thorsten Kiel arbeitet in der Elektromotorenwickelei.

nischer Produktdesigner und Industriekaufleute. Auszubildende erleben täglich, wie eine faszinierende Innovation entsteht und packen dabei direkt und aktiv mit an. „ Wilo hat die Mission, Pumpenlösungen für eine energiesparende Zukunft zu entwickeln.“ Und Eike Dölschner fordert junge Menschen auf: „Unterstützen Sie diese Mission und werden Sie Teil unseres Teams am Standort Hof.“ n

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© Hannes Bessermann

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ÜBERREGIONAL ERFOLGREICH.

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REGIONAL INSZENIERT. Weltoffen und der Heimat verbunden fördert REHAU die vielseitige Kulturlandschaft Hochfrankens. Hier, am Stammsitz unserer Unternehmensgruppe, machen wir uns stark und setzen Zeichen – für eine Region, die auf einzigartige Weise Naturerlebnis und Freizeitwert, kulturelle Vielfalt und künstlerische Qualität, internationale Ausstrahlung und wirtschaftliche Kompetenz vereint. Spektakuläre Schauspiele, atemberaubende Abenteuer und faszinierende Freibühnenbilder vor einer Felsenkulisse haben die Luisenburg-Festspiele zum kulturellen Aushängeschild Hochfrankens gemacht. Jedes Jahr lockt die Naturbühne als eine der schönsten

Deutschlands tausende Besucher von nah und fern. Die Schauspieler trotzen Wind und Wetter. REHAU liegt ihnen dabei im wahrsten Sinne des Wortes zu Füßen, denn die Bretter, die die Welt bedeuten, stammen aus unserem Hause. Mit dem Terrassensystem RELAZZO aus einem Holz-Kunststoff-Mix garantieren wir einen starken Auftritt – rutschfest, langlebig und ökologisch nachhaltig. Erleben Sie, wie REHAU Innovationen voranbringt: www.rehau.de

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IDEEN UND PERSPEKTIVEN

M.Eng. Kevin Teichert ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich „Dispergierprozesse“.

Einmalig in Europa – Das Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien von Andrea Herdegen

W

enn er über die Bedeutung von Dispersionen spricht, dann gerät Dr.-Ing. Felipe Wolff-Fabris nicht selten ins Schwärmen. Zig unterschiedliche Anwendungsbereiche zählt er auf – von Kunststoffbauteilen über Lacke, Nanokomposite bis hin zu Lebensmitteln und Kosmetika. Die Ausführungen des Brasilianers sind auch für Laien spannend – man merkt dem 33-jährigen die Begeisterung für seine neue Funktion an.

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ECHT Oberfranken

Seit Anfang des Jahres leitet Wolff-Fabris das neugegründete Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD) in Selb im Landkreis Wunsiedel. Eine Forschungseinrichtung, die einmalig in Europa ist. „Wir bieten Dienstleistungen für die Industrie an, gerade auf den Gebieten Forschung und Entwicklung sowie Charakterisierung von Dispersionen. Unternehmen können sich von uns beraten lassen, etwa bei der Frage, wie man ein Produkt oder einen Prozess optimieren

kann“, erklärt er. Das kann im Einzelfall bedeuten, dass ein Artikel stark verbessert oder kostengünstiger produziert werden kann. Fünf Industriebetriebe aus der Region – Netzsch aus Selb, Dronco und Lapp Insulators aus Wunsiedel, SiLi aus Warmensteinach und Merkel Coatings aus Gattendorf – sowie der Cluster Nanotechnologie in Bayern treten als Hauptpartner während der Entstehungsphase auf. „Sie haben sich ge-


meinsam an das Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg gewandt, mit dem Wunsch, im Landkreis Wunsiedel eine Forschungseinrichtung für das Dispergieren einzurichten“, schildert der Standortleiter die Vorgeschichte. In der Region gibt es viele Unternehmen, die Interesse an Dispersionsverfahren haben – allerdings lohne sich ein eigenes Labor für diese Betriebe in der Regel nicht. Das SKZ wurde ins Spiel gebracht, da es als größtes Kunststoff-Institut Deutschlands für seine praxisgerechten Lösungen bekannt ist und bereits mehrere Standorte weltweit betreibt. Mit der Selber Einrichtung erweitert das Würzburger Institut seine Tätigkeiten.

Zum Start 5,2 Millionen Durch den Einsatz des Landtagsabgeordneten Martin Schöffel, des Wunsiedler Landrats Dr. Karl Döhler sowie

Dr.-Ing. Felipe Wolff-Fabris leitet das neue Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien in Selb.

des ehemaligen Selber Oberbürgermeisters Wolfgang Kreil signalisierte das bayerische Wirtschaftsministerium seine Unterstützung. Es fördert nun den Aufbau und die Etablierung des EZD mit einer Anschubfinanzierung von 5,2 Millionen Euro in den ersten fünf Betriebsjahren. Danach soll sich

Werkstoff- und Prüftechnikerin Ramona Bonenberger (links) und Dipl.-Chem. Katja von Nessen (rechts) bei der Vorbereitung eines Laborversuches.

das Zentrum allein durch Aufträge aus der Wirtschaft sowie durch öffentlich geförderte Projekte tragen. „Diese Förderung des Wirtschaftsministeriums gab es nur, weil die Industrie in der Region Bedarf signalisierte. Unser Ziel ist es, auf dem Gebiet Dispergieren ein kompetenter Ansprechpartner vor


Abschlussarbeit zu schreiben oder Praktika zu absolvieren. „Wir versuchen, junge Leute für Technik und Wissenschaft zu begeistern.“ Als Herausforderung betrachtet Felipe Wolff-Fabris die Aufgabe, in Selb den Standort aufzubauen und zu leiten. Er hat dieses Amt gerne angenommen, besonders, als er feststellte, wie viele Firmen sich in der Region mit den Themen Dispersion und Dispergieren beschäftigen: „Es sind 120 bis 130 UnterM.Sc. Martin Müller bei der Durchführung eines Dispergierversuches.

Ort zu sein und unkompliziert zu beraten.“ Felipe Wolff-Fabris sieht die neue Einrichtung auch als wirtschaftspolitisches Instrument, das die Region voran bringen soll. „Wir sind aber nicht ausschließlich in Oberfranken tätig, wir arbeiten bereits mit Firmen aus München, Stuttgart, Hamburg sowie aus England und Portugal zusammen.“ Der neue Standortleiter stellt aber klar, dass sein Institut nie ein großer Arbeitgeber in der Region sein werde. „Wir haben im Moment sechs Beschäftigte. In den nächsten Jahren werden wir auf zwölf aufstocken. Allerdings sind alle EZD-Mitarbeiter hochqualifiziert.“ Ziel sei vielmehr, die Unternehmen in der Region zu unterstützen, damit diese Was ist Dispersion? Moderne Werkstoffe stellen meist eine Mischung unterschiedlicher Bestandteile dar. Sind diese Materialien nicht ineinander löslich – wie es in der überwiegenden Mehrzahl der technischen Werkstoffe der Fall ist – so spricht man von einer Dispersion. Anwendungsbereiche für das Dispergieren, also das Herstellen der gewünschten Stoff-Gemische, sind unter anderem Kunststoffe, Lacke und Beschichtungen, Nanokomposite, Keramik und Porzellan, Lebensmittel und Getränke sowie Kosmetika. Beispielsweise müssen in einer Sonnenschutzcreme winzige Titandioxidpartikel, die die Haut vor UV-Strahlung schützen, in der Flüssigkeit gut verteilt werden, um den Schutz zu gewährleisten.

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ECHT Oberfranken

neue Mitarbeiter engagieren können. Wert legt Wolff-Fabris darauf, dass die Fördergelder für den Aufbau des Zentrums vor Ort eingesetzt werden: „Wir haben für den Neubau Firmen aus der Region beschäftigt und unsere Anschaffungen hier getätigt.“ Im April 2013 begann der Bau für das 650 Quadratmeter Nutzfläche große Gebäude nahe der A 93, im Dezember war es fertiggestellt. 2,3 Millionen Euro kosteten Grundstück und Haus, 2,1 Millionen die Ausstattung. Derzeit werden die Labore – ein chemisches Labor, ein Verfahrenstechniklabor und ein Analytiklabor – eingerichtet. „Wir haben eine sehr breite Ausstattung, um den vielfältigen Dispergier-Anwendungen gerecht zu werden. Im Analytiklabor herrscht eine konstante Temperatur von 23 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent, um gleiche Bedingungen für konstante Ergebnisse zu erreichen.“ Ein bedeutendes Gebiet für das EZD ist auch die Weiterbildung. Fünf Seminare finden in diesem Jahr in Selb statt; sie sollen die Mitarbeiter der entsprechenden Unternehmen qualifizieren und für neue Aufgaben fit machen. „So wird auch dem Fachkräftemangel entgegengewirkt.“ Die Theorie findet im Seminarraum statt, anschließend geht es in die Labore, um das Gelernte gleich in der Praxis umzusetzen. Für Studenten besteht die Möglichkeit, im Institut ihre

Ramona Bonenberger und Martin Müller bei der Messung der Viskosität einer Dispersion.

nehmen, die in irgendeiner Weise damit zu tun haben. Darunter sind etliche ,Hidden Champions’, ein riesigen Potenzial.“ Dies habe ihm die Entscheidung leicht gemacht, nach Selb zu wechseln. „Nun muss die Arbeit, die wir hier leisten, noch bekannt gemacht werden.“ Doch Wolff-Fabris sieht das positiv: „Unsere Partner in der Industrie vermitteln uns Kontakte zu neuen Unternehmen. Wir bekommen einerseits Aufträge aus der Industrie und andererseits öffentlich geförderte Projekte.“ Das EZD wird am 5. Mai offiziell eingeweiht. Dazu wird Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner erwartet. Felipe Wolff-Fabris will auch sie fürs Dispergieren begeistern. n


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Come 2014 – Messe und Wirtschaftsforum in der Designwerkstatt Coburg

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ein Unternehmen kann heute erfolgreich sein ohne die Mitwirkung von zahllosen kreativen Köpfen. Sie sind Umsatz- und Absatzhelfer der Industrie. Das hat auch die Stadt Coburg erkannt: Die Kultur- und Kreativwirtschaft soll sukzessive zu einem weiteren wichtigen Standbein der Coburger Wirtschaft werden. Unter dem Motto „Der Kunde im Blick“ fand daher im März die Messe „come 2014“ bereits zum vierten Mal als Wirtschaftsforum in der städtischen Designwerkstatt im Hofbrauhaus statt. Anlass für den Leiter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Coburg, Stephan Horn, den Besuchern die Supply Chain, die Wertschöpfungskette, zu verdeutlichen, an deren sämtlichen Gliedern Kreative beteiligt sind. Für die gesamte Kette vom Erkennen eines Bedarfs über Marktanalyse, Nutzendefinition, Ingenieurleistungen, Produktdesign, Formgebung, Produktion, Marketing bis hin zum Vertrieb sind erfinderische, ja visionäre Denker gefragt. Horn nannte Werbeleute, Fotografen, Übersetzer, Onlinemarketing-Fachleute, Architekten und Innenarchitekten, Künstler, Musiker oder EventfachleuFotos: Frank Wunderatsch

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ECHT Oberfranken

Bildhauer Wolfgang Schott mit „Coburger Köpfen“


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te, ohne dass diese Auflistung vollzählig wäre. Coburg versteht sich im Bereich Kreativwirtschaft mit rund 400 hier ansässigen Unternehmen als Wachstumsregion mit Scharnierfunktion zwischen der Metropolregion Nürnberg und den Thüringer Nachbarn. Deshalb nahmen an der come 2014 auch Kreativunternehmer der Stadt Gotha teil. Die historische Partnerschaft der beiden Städte spiegelte sich so in einem fachlichen und kreativen Austausch. n

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Rolf Messingschlager und Daniel Burkard

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ermitteln, vernetzen, veranstalten – so beschreibt Karin Ellmer die Aufgaben der Designwerkstatt Coburg, die sie seit 2000 mit aufgebaut hat und leitet. Untergebracht im Hofbrauhaus, ist die Designwerkstatt ein Projekt der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Coburg. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Fakultät Design der Hochschule Coburg mit ihren Studiengängen Architektur, Bauingenieurwesen, Energieeffizientes Gebäudemanagement, Innenarchitektur und Integriertes Produktdesign, wurde das Erdgeschoss des Hofbrauhaus‘ samt zehn Büroeinheiten angemietet. Untermieter sind Werbeleute, IT-Fachleute, Strategie- und Unternehmensberater. Branchen also, die rund um die Kreativwirtschaft angesiedelt sind. Während die Designwirtschaft als Ideen- und Impulsgeber von der Wirtschaft inzwischen gerne angefragt wird und die zahlreichen Vortrags- und Workshop-Angebote gut besucht sind, ist der Kontakt zu den Studierenden der Fakultät eher weniger geworden. „Hierauf hat die Einführung des Bachelor, der zu einer gewissen Verschulung des Studiums führt, sicher einen Einfluss“, ist sich Karin Ellmer sicher. Zugleich bedauert sie, dass es in Deutschland keine Gründerkultur gibt. Die jungen Menschen würden daher nach dem Studium zunächst versuchen, eine feste Stelle zu bekommen, statt das Risiko der Selbstständigkeit einzugehen. n

André Nijmeh, WOIS Institut

Jasmin Dietz und Sabrina Schramm von Lasso Multimedia Service

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Die Fotografen Sebastian Buff und Stefan Beck im Fachgespräch

Marius Abendroth-Sieboldt aus Gotha

Die Coburger Mediengestalter Florian Müller, Axel Straubinger und Arena Stark informieren sich

Marius Abendroth-Sieboldt und Maria Höfer aus Gotha

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Gesamtleistung 63 Milliarden – Wirtschaftsfaktor Kultur- und Kreativwirtschaft schaftlich orientiert – also nicht primär im öffentlichen (Museen, Theater, Orchester in öffentlicher Trägerschaft) oder zivilgesellschaftlichem Sektor (Kultur-, Kunstvereine, Stiftungen, etc.) – und beschäftigen sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen oder kreativen Gütern und Dienstleistungen.

Branchenskizze Die schöpferischen und gestaltenden Menschen sind die Basis der Kultur- und Kreativwirtschaft: Autoren, Filmemacher, Musiker, bildende und darstellende Künstlerinnen und Künstler, Architekten, Designer und die Entwickler von Computerspielen schaffen künstlerische Qualität, kulturelle Vielfalt, kreative Erneuerung und stehen zugleich für die wirtschaftliche Dynamik einer auf Wissen und Innovation basierenden Ökonomie. Die Kultur- und Kreativwirtschaft wird insbesondere von Freiberuflern sowie von Klein- und Kleinstbetrieben geprägt. Sie sind überwiegend erwerbswirt-

Branche mit Zukunft Seit Ende der 1980er Jahre entwickelte sich die Kultur- und Kreativwirtschaft zu einem der dynamischsten Wirtschaftszweige der Weltwirtschaft. Ihr Beitrag zur volkswirtschaftlichen Gesamtleistung 1.

Musikwirtschaft () Sonstige

2. Buchmarkt

11. Software-/ Games-Industrie

3. Kunstmarkt

10. Werbemarkt

4. Filmwirtschaft

9. Pressemarkt

8. Designwirtschaft

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5. Rundfunkwirtschaft

7. Architekturmarkt

6. Markt für darstellende Künste

(Bruttowertschöpfung) in Deutschland betrug im Jahr 2012 schätzungsweise knapp 63 Milliarden Euro (2,4 Prozent). Damit ist sie vergleichbar mit den großen Industriesektoren Automobil, Maschinenbau, Chemie, oder der Finanzdienstleistungsbranche und der Energieversorgung. Wirtschafts- und Standortfaktor Kultur- und Künstlerförderung ist zugleich auch Wirtschaftsförderung. Längst gilt das kulturelle Umfeld einer Region oder Kommune als entscheidender Standortfaktor bei der Ansiedlung von Unternehmen. Länder und Kommunen erkennen zunehmend die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft und richten Anlaufstellen für die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft ein. Querschnittbranche zwischen Tradition und Moderne Die Kultur- und Kreativwirtschaft verbindet traditionelle Wirtschaftsbereiche, neue Technologien und moderne Informations- und Kommunikationsformen. Insbesondere die Software-/Games-Industrie zeigt durch die Vernetzung der verschiedenen kulturellen Sparten wie Film, Video, Musik, Text oder auch Animation das besondere Potenzial der Kultur- und Kreativwirtschaft. n (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)


Veranstaltungskalender März KINDER-KUNST-ATELIER

Zeichnen, Malen und Gestalten fĂśrdern konzeptionelles Denken, lĂśsungsorientiertes Handeln und individuelle Kreativitätstechniken. Seit 7. Januar 2014 findet in der Schulzeit (nicht in den Oster- u. Pfingstferien) jeden Dienstag, jeweils 15 – 17 Uhr das Kinder-Kunst-Atelier (ab 8 Jahren) unter der Leitung von Gabriele GraĂ&#x;muck statt. Anmeldung und Informationen Ăźber VHS-Coburg, Tel. 09561 88250 (nicht online buchbar!)

noch bis 21.04.2014

Happy Birthday Barbie – Sonderausstellung

Ort: Museum der Deutschen Spielzeugindustrie, Hindenburgplatz 1, Neustadt b. Coburg Informationen: 09568 5600

noch bis 25.04.2014

Indianer, Trapper & Bisons – Geschichte(n) aus dem wilden Westen – Sonderausstellung Ort: Naturkunde-Museum, Coburg, Park 6 Öffnungszeiten: täglich 9 – 17 Uhr

noch bis 27.04.2014

WAHRE KUNST – WARE KUNST – Ausstellung Porzellinerleben – Dauerausstellung

aus dem Arbeiten und Leben der Porzelliner in Europa Ort: Porzellanikon, Selb Öffnungszeiten: Di – So 10 – 17 Uhr

noch bis 17.04.2014

Die Kunst des Hobbit – Ausstellung

mit Bildern von J.R.R. Tolkien Ort: StadtbĂźcherei, Herrngasse 17, Coburg Informationen: 09561 891420

Berufsverband bildender Kßnstler Ofr. mit Malereien, Grafiken und Objekten Ort: Kunstverein Coburg, Park 4a Öffnungszeiten: Di – Sa 14 – 17 Uhr, So 10 – 12.30 Uhr und 14 – 17 Uhr

Wieland Prechtl, Bayreuth mit Malereien und Zeichnungen Ort: Pavillon des Kunstvereins im Hofgarten, Coburg Öffnungszeiten: Di – Sa 14 – 17 Uhr, So 10 – 12.30 Uhr und 14 – 17 Uhr

Bayreuther Kinder aus den Jahren 1900 bis 1930 – Ausstellung

mit Fotoaufnahmen von Adolph Schaupp Ort: Das Historische Museum Bayreuth, Kirchplatz 4 Öffnungszeiten: Di – So 10 – 17 Uhr

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Veranstalter:

eco jacarĂŠ - Bert Van Ransbeeck

   in Verbindung mit der

FĂśrderer:

www.kunstsammlungen-coburg.de

 




VERANSTALTUNGSKALENDER noch bis Anfang Mai 2014

21.03.2014

„MADE IN TETTAU – Entwicklungschancen einer Gemeinde aus wissenschaftlicher Sicht“ – Sonderausstellung der TU München

Mama, Papa, wie wird ein Klavier gemacht? – Erlebnisführung

Ort: Europäisches Flakonmuseum, Kleintettau Öffnungszeiten: Mo – Fr 8 – 17 Uhr (letzter Einlass: 16 Uhr) | Sa 10 – 16 Uhr (letzter Einlass: 15 Uhr) Jeden ersten Samstag im Monat findet von 12 – 15 Uhr Halbautomaten-Vorführungen am Glasofen statt. An Sonn- und Feiertagen nur für vorangemeldete Gruppen ab 10 Personen. Weitere Informationen: www.flakonglasmuseum.de

für Eltern und Kinder ab ca. 6 Jahren. Wie funktioniert ein Klavier und welche Tricks wenden Klavierbauer an, damit die Töne musikalisch klingen? Dies alles sollen Kinder und Eltern bei der Erlebnisführung erfahren. Ort: Klavierhaus Steingraeber, Friedrichstr. 2, 95444 Bayreuth | Beginn: 17 Uhr Anmeldung: Ev. Familienbildungsstätte, Ludwigstr. 29, Bayreuth, Tel.: 0921 62993

noch bis 04.05.2014

JUNGE KÜNSTLER IM KONZERT

Passion und Heilsgeschehen. Für Dom und Alltag. – Ausstellung von Jörg Länger Ort: Diözesanmuseum Bamberg Öffnungszeiten: Di – So 10 – 17 Uhr Eintritt: 4 € / 3 € (bis 15 Jahre frei)

Präsentiert vom Tonkünstlerverband Hochfranken e.V. Es spielen Jugend-Musiziert-Preisträger als Vorbereitung zum Landeswettbewerb. Ort: Prinzregent-Luitpold-Saal, Staatsbad Bad Steben | Beginn: 19 Uhr | Eintritt: frei!

noch bis 11.05.2014

21. – 30.03.2014

Die unendliche Geschichte – Ballett

von Karin Neubauer und ihren Tänzerinnen Ort: Kreiskulturraum, Siechenangerstr. 13, Kronach Beginn: 18 Uhr

22.03.2014

European Jazz Trio – Konzert

Ort: Jazzclub Bamberg e.V., Obere Sandstr. 18, 96049 Bamberg Einlass: 20 Uhr | Beginn: 21 Uhr

Ei, Ei, Ei … eine naturkundliche Entdeckungstour in der Abteilung „Vögel“ einfärben, basteln, experementieren... Geeignet für Kinder ab 5 Jahren Ort: Museum Bayerisches Vogtland, Hof Beginn: 10 Uhr | Dauer: 120 Min. Preis: 5 € (incl. Material)

Die 12 Geschworenen – Schauspiel SPLASH Kalender 2014 – Ausstellung

mit Fotografien im Dialog mit der Schwerkraft und dem Fortschreiten der Zeit – von Antonia und Alexander Feig Ort: Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel Öffnungszeiten: Di – So 10 – 17 Uhr Weitere Informationen: www.fichtelgebirgsmuseum.de

noch bis Ende Mai 2014

Schönheit des Augenblicks im Focus – Ausstellung

Momente des Glücks für Palliativstation Aquarelle von Petra Urban Ort: Klinikum Bayreuth, Preuschwitzer Str. 101

von Reginald Rose Ort: Theater DAS BAUMANN, Ziegelhüttener Str. 40, 95326 Kulmbach Weitere Termine: 22., 28., 29. März und 4., 5., 11., 12. April Beginn: jeweils um 20 Uhr | Reservierungen: 09221 93393 oder mail@das-baumann.de

Caveman – Show

Über 2 Stunden Liebe, Lachen und Erkenntnis bei Esther Schwein‘s Version des erfolgreichsten Broadway-Solos aller Zeiten. Ort: Kongresshaus Rosengarten, Berliner Platz 1, Coburg | Beginn: 20 Uhr

23.03.2014

mit Prof. Hans-Dieter Bauer Ort: Großer Kurhaussaal Bad Steben | Beginn: 19 Uhr Eintritt: 10 € (mit Gastkarte 9 €)

Ernst Faber – Ein Coburger als Missionar in China – Ausstellung

Ort: Landesbibliothek Coburg, Schlossplatz 1 Informationen: 09561 85380

noch bis 01.06.2014

Ort: Porzellanikon Selb | www.porzellanikon.org

noch bis 14.09.2014

Uhrsprünge. Zeitmesser aus drei Jahrhunderten – Ausstellung

Der Geschichte der Zeitmessung der letzten drei Jahrhunderte widmet das Fichtelgebirgsmuseum eine große Ausstellung mit über 100 Exponaten aus eigenen Beständen und mit zahlreichen Leihgaben. Zu sehen sind neben den ersten Elementaruhren (Wasser- und Sonnenuhren) auch gotische Uhren und eine Replik des Nürnberger Eis, aber auch einzigartige barocke Taschenuhren, ComtoiseUhren, Empire-Kaminuhren, Biedermeier-Standuhren, Historismus-Regulatoren, Keramik-Küchenuhren der neuen Sachlichkeit bis hin zu aktuellen Kult- und Sammleruhren von Lange & Söhne, Audemars Piguet, Rolex etc… Viele der Exponate stammen aus Franken und der Oberpfalz, wurden dort gefertigt oder waren hier in Verwendung. Ort: Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel Öffnungszeiten: Di – So 10 – 17 Uhr www.fichtelgebirgsmuseum.de

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ECHT Oberfranken

mit Viktor Bleibtreu: Nostalgie-Show Ort: Historisches Badhaus, Kulmbach Beginn: 19.30 Uhr

Miniaturen, die jeder kennt – die keiner kennt – Klavier-Abend

noch bis 30.05.2014

Wanderarbeit: Mensch – Mobilität – Migration – Sonderausstellung

„Was kann der Viktor denn dafür, dass er so schön ist“ – Benefizkonzert

Die lustige Witwe – Operette 7. Symphoniekonzert in Hof – „Im Volkston“

mit Josef Suk, Alexander Glasunow, Antonín Dvorák, Tianwa Yang, Clemens Schuldt Ort: Freiheitshalle Hof, Festsaal | Beginn: 19.30 Uhr

von F. Lehár Ort: Landestheater Coburg, Großes Haus Beginn: 15 Uhr

Karlsson vom Dach – Tisch-/ Erzähltheater

Coburger Figurentheatersonntag für die ganze Familie, ab 7 Jahren. Regie P. Lumma. Ort: Cobi, Kindertheaterschule, Am Weinberg 3, Coburg | Beginn: 15 Uhr

Bayerisches Fernsehen Unter unserem Himmel: Leben in Coburg Dokumentaktion von Annette Hopfenmüller Sendezeit: 19 Uhr

NUR EIN TAG – Mobiles Theaterstück

für Kinder ab 4 Jahren von Martin Baltscheit Ort: Studiobühne Bayreuth | Beginn: 15 Uhr


VERANSTALTUNGSKALENDER Anzeigen SONDERAUSSTELLUNG

TAND KRIEGSZU19S14-1918 VOlkskUndliches GerätemUseUm berGnersreUth

Freitag, 28. März 2014, 20.00 Uhr Kabarettist Bruno Jonas

Samstag, 5. April 2014, 20.00 Uhr A-Cappella-Konzert mit The London Quartet

Donnerstag, 10. April 2014, 19.30 Uhr Theater Hof: “Arsen und Spitzenhäubchen” Komödie von Joseph Kesselring

5.April bis 26.OktOber 2014 Geöffnet 10 bis 17 Uhr VOLKSKUNDLICHES GERÄTEMUSEUM

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www.bergnersreuth.de ECHT Oberfranken – Menschen Ideen Perspektiven erscheint bei der Kober Verlag & Marketing GmbH Burghaiger Str. 14 | 95326 Kulmbach Telefon 09221-407 81 20 | Telefax 09221-407 81 24 info@echt-oberfranken.de | www.echt-oberfranken.de

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Ihre Adresse für Kunst und Rahmen

„ausgefallen ausgezeichnet“

Herausgeber und Verleger: Rainer Kober Chefredaktion/Projektleitung: Cornelia Masel-Huth Verantwortlich i.S.P.: Cornelia Masel-Huth Verantwortlich für Anzeigen: Cornelia Masel-Huth Mitarbeit: Claudia Gareis Projektassistenz: Irina Leontev

Texte und Fotos dieser Ausgabe: Michael Ertel, Dr. Rolf-Bernhard Essig, Sebastian Fraaß, Franziska Hanel, Andrea Herdegen, Christof Herrmann, Iris Kroon-Lottes, Monika Limmer, Stefan Linß, Cornelia Masel-Huth, Klaus Wührl, Frank Wunderatsch; Pressestellen von Landkreisen, Städten, Gemeinden, Vereinen, Verbänden und Unternehmen, Uni Bamberg, Uni Bayreuth, Hochschule Coburg, Hochschule Hof.

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Es gilt die Anzeigenpreisliste 01 vom 01.02.2010

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VERANSTALTUNGSKALENDER 24.03.2014

„Relative Values“ – Schultheater

27.03.2014

29.03.2014

Symphoniekonzert in Selb – „Sein oder Nichtsein“

Denise King & Oliver Hutman Trio feat. Oliver Temime – Konzert

Noel Coward in englischer Sprache Ort: Stadthalle Bayreuth, Kleines Haus Weitere Termine: 26., 28., 31. März | Beginn: jeweils um 19 Uhr

Lebens- und Wohnkonzepte: 50, 60, 70, 80+ Gedankenaustausch

Referentin: Christa Prox, Coach, Bad Berneck Ort: KUKUK, Alter Kindergarten, Kirchenring 34, Bad Berneck Dauer: 17.30 – 19 Uhr | Eintritt: 2 €

Die Macht der Stimme – Vortrag

von Gottfried Hoffmann Besser reden – damit ankommt, was ich meine … Ort: Kurhaus Bad Steben | Beginn: 19 Uhr Eintritt: 6 € (mit Gastkarte 5 €)

„Gelassener und freier werden durch Intuition und aktives Denken“ – Vortrag

von Pater Christoph Kreitmeir Ort: Stadtschloss Lichtenfels | Beginn: 19.30 Uhr Eintritt frei

25.03.2014

Es gibt verschiedene Arten, sich dem britischen Autor William Shakespeare zu nähern. Im Jahr des 450. Geburtstages von Shakespeare wollen es die Hofer Symphoniker auf die musikalische Art versuchen. Im Konzert werden Shakespeare-Vertonungen zu hören sein und dazwischen kurze Lesungen aus den entsprechenden Werken. Solist: Jörn Bregenzer | Dirigent: Arn Goerke Ort: Rosenthal-Theater Selb | Beginn: 19.30 Uhr

Jazzforum Bayreuth e.V. Ort: Becher-Saal, Bayreuth | Beginn: 20.30 Uhr www.jazz-bayreuth.de

Die Toleranz Gottes und die Pluralität der Religionen – Vortrag

von Dr. Rainer Oechslen, Beauftragter für den Interreligiösen Dialog, München Ort: EBW, Richard-Wagner-Str. 24, Bayreuth Beginn: 20 Uhr

Amazing Shadows Außergewöhnlich! Atemberaubend! Spektakulär! Die faszinierende Reise in das Reich der Schatten! Amazing Shadows ist das visuelle Spektakel der Extraklasse für die ganze Familie. Ort: Kongresshaus Rosengarten, Berliner Platz 1, Coburg Beginn: 19.30 Uhr

Der Kaufmann von Theresienstadt – Tragikomödie

von Herbert Rosendorfer Ort: Studiobühne Bayreuth | Beginn: 20 Uhr

Im weissen Rössl – Premiere

Operette von Ralph Benatzky Ort: Landestheater Coburg, Großes Haus | Beginn: 19.30 Uhr

DUBAI – City of Dreams – Vortrag

Ein Reisebericht von Harald Fischer Ort: Stadtschloss Lichtenfels | Beginn: 19.30 Uhr Eintritt: frei!

Textilmuseum Helmbrechts – „Kleiner Kulturfrühling“

28.03.2014

Konzert mit dem Quintett BARTSCH aus Frankreich Ort: Bürgersaal, Helmbrechts | Beginn: 20 Uhr Eintritt: 17 € VVK, 20 € AK

Schlafgeheimnisse – Sanfte Wege zu einer erholsamen Nacht – Vortrag

Ein Abend nur für Ihr Wohlbefinden mit Gesundheitspädagogin Elke Sachs Ort: Vortragssaal, Kurhaus Bad Steben | Beginn: 19 Uhr Eintritt: 6 € (mit Gastkarte 5 €)

26.03.2014

Textilmuseum Helmbrechts – „Kleiner Kulturfrühling“

8. fränkische Poetry Slam-Meisterschaft mit Gast-Star Bayreuths Ex-Stadtschreiber Volker Strübing Ort: ZENTRUM, Äußere Badstr. 7a, Bayreuth Beginn: 20 Uhr Eintritt: 6 € VVK, 7 € AK

BAUCHLANDUNG – Comedy mit Bauchgefühl

mit Irish Spring Festival Ort: Bürgersaal, Helmbrechts | Beginn: 20 Uhr Eintritt: 18 € VVK, 20 € AK

von Pierre Ruby Ort: Kongresshaus Rosengarten, Coburg Beginn: 20 Uhr

Wenn der Schädel brummt – was tun? – GESUNDHEITSFORUM BAD RODACH

SO SAMMA MIA – Kabarett

Referent: Dr. Klaus Post, Schmerzzentrum Klinikum Coburg Ort: Grund- und Mittelschule, Am Stieglein 5, Bad Rodach | Beginn: 18.30 Uhr | Eintritt: frei!

Bruno Jonas mit seinem neuen Programm Ort: Fichtelgebirgshalle Wunsiedel Beginn: 20 Uhr

Ein Festival der Liebe – 2 Engel für Ackermann – SCHLEMMERKABARETT

26.03. – 04.05.2014

Ort: Restaurant Kräutergarten, Rosenauer Str. 30c, Coburg Beginn: 19.30 Uhr

mit Dr. Fugmann und Stadtarchiv Kulmbach Ort: Historisches Badhaus, Kulmbach, Oberhacken 34 Eröffnung: 26. März um 19 Uhr

Bluesgansters- „HELL FOR FREE“ – Konzert

Neue Perspektiven – Das Kulmbacher Land von oben in alter und neuer Zeit – Ausstellung

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FRANKENSLAM 2014

ECHT Oberfranken

Ort: Stadtschloss Lichtenfels Beginn: 20 Uhr Eintritt: 10 € VVK, 12 € AK

VISION – Komponistenporträt Prof. Klaus Hinrich Stahmer – Konzert

im Rahmen des 27. Festivals Zeit für Neue Musik Bayreuth mit dem Ensemble Musica Viva und in Anwesenheit des Komponisten Ort: Kammermusiksaal im Steingraeber Haus, Steingraeberpassage 1, 95444 Bayreuth Beginn: 19.30 Uhr | Eintritt: 12 € (VVK), 14 € (AK), 5 € (Schüler/Studenten)

60 Jahre Creidlitzer Musikanten – Großes Jubiläumskonzert

Der Eintritt ist frei, für Speis und Trank ist bestens gesorgt. Ort: Schulturnhalle Creidlitz, Flirianweg 3 Beginn: 18 Uhr

29.03. – 23.11.2014

Was bin ich? Berufe in Porzellan – Sonderausstellung

mit Porzellanfiguren aus der Miniaturwelt für die Festtafel Ort: Sammlung Ludwig Bamberg, Altes Rathaus, Obere Brücke 1, Bamberg Öffnungszeiten: Di – So 9.30 – 16.30 Uhr www.museum.bamberg.de


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07.03.14

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wohlf端hlen, entdecken, staunen

Das Lichtevent in Bayern | www.kronachleuchtet.com 33


VERANSTALTUNGSKALENDER Die arabische Prinzessin – Märchenoper – Premiere

29.03. – 27.04.2014

nach der Musik von Juan Crisóstome de Arriaga Ort: Johanneskirche, Johanneskirchplatz 1, Coburg Beginn: 15.30 Uhr

31.03.2014

Siegfried und Violetta oder List, Last, Lust und Lunge – Konzert Die Paradeschwestern – Musical Augenblick – Mitgliederausstellung

FAC Mainleus/Kulmbach e.V. Ort: Obere Stadtgalerie des Kunstverein Kulmbach e.V., Obere Stadt 10, Kulmbach Vernissage: 29. März um 19 Uhr Öffnungszeiten: Sa + So 13 – 17 Uhr

30.03.2014

Concerto grosso – 6. Kammerkonzert mit Werken von Antonio Vivaldi u.a. Ort: Kloster Banz | Beginn: 11 Uhr

Eine Anlehnung an „Sister Act“ – ein lustiges Stück für die ganze Familie! Ort: KUKUK, Alter Kindergarten, Kirchenring 34, Bad Berneck Beginn: 15 Uhr | Eintritt: frei!

Mineralienbörse 2014

Mineralien, Edelsteine und Fossilien. Ort: Kongresshaus Rosengarten, Berliner Platz 1, Coburg | Beginn: 10 Uhr

German Hornsound Ort: Foyer der HUK-Coburg, Willi-Hussong-Strasse, Coburg | Beginn: 20 Uhr

Die besten Mitarbeiter finden und halten – Vortragsabend

zum Thema Personal, Mitarbeitergewinnung und Fachkräftesicherung Referent: Prof. Dr. Jörg Knoblauch, TOP 100 Speaker, Bestsellerautor, mehrfach ausgezeichneter Unternehmener, Träger des Ludwig Erhard-Preises Ort: Bayerisches Landesamt für Umwelt, Hof Beginn: 18 Uhr

April 01.04.2014

Elterncoaching – Mein Kind, das Chaos und ich

Coaching für alle interessierten Mütter und Väter rund um das Erziehungsleben Referentin: Susanne Ehrenspeck Ort: KJR Forchheim | Dauer: 19 – 21 Uhr Kosten: 7,50 €

Lesung des Kulmbacher Literaturvereins

Lach- und Schmunzelabend mit Michael Asad Ort: Historisches Badhaus, Kulmbach, Oberhacken 34 | Beginn: 19.30 Uhr

Leitung: Monika Herr, Johannes Enders, Tinh Thuy Lutz Ort: Sing- und Musikschule, Kulmbacher Str. 44, Kronach Dauer: 10.30 – 16 Uhr www.musikschule-kronach.de

Max von Mosch Orchestra – Konzert

Das Jazzforum Bayreuth präsentiert im April 2014 eine zehnköpfige Bigband! Ort: Becher-Saal, Bayreuth | Beginn: 20.30 Uhr Weitere Informationen: www.jazz-bayreuth.de

04. – 06.04.2014 Der einsame Weg – Schauspiel

von Arthur Schnitzler Ort: E.T.A.-Hoffmann-Theater Bamberg Beginn: 20 Uhr

04.04.2014

Kreismusikschule 25 Jahre vor Ort

Jubiläumskonzert in Breitengüßbach Schüler der Kreismusikschule aus Breitengüßbach und Umgebung musizieren Ort: Aula der Grund- und Mittelschule, Breitengüßbach | Beginn: 18 Uhr

Daphne de Luxe – Comedy in Hülle und Fülle

Ort: Gasthaus zum Schwarzen Bären, Rodacher Str. 275, Coburg | Beginn: 20.30 Uhr

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ECHT Oberfranken

... Billie Holiday – Der Blues der Lady ... wie man glücklich ist, das zu sein, was man ist! Ort: Lichtenfels OT Klosterlangheim, Konventbau Beginn: 20 Uhr | Eintritt: 15 €

06.04.2014

Die weiße Rose

Aus den Archiven des Terrors – Schauspiel Ort: E.T.A.-Hoffmann-Theater Bamberg Beginn: 15 Uhr

Ort: Ökologisch-Botanischer Garten, Bayreuth Dauer: 11 – 16 Uhr

Datenberge sinnvoll nutzen – Vortrag

von Herbert Rosendorfer Ort: Studiobühne Bayreuth Beginn: 20 Uhr

Fränkischer Theatersommer in Klosterlangheim

Gartenpraxis: Willkommen im neuen Gartenjahr!

03.04.2014

Der Kaufmann von Theresienstein – Schauspiel

Ort: Fichtelgebirgshalle Wunsiedel Beginn: 20 Uhr

5. Kinder- und Jugend-Streichorchestertag

02.04.2014

für kleine und mittelständische Unternehmen Ort: Institut für Informationssysteme der Hochschule Hof (iisys), Hof Beginn: 18 Uhr

05.04.2014

The London Quartet – A-Cappella-Konzert

10.04.2014

Symphoniekonzerte in Kronach

mit Aram Chatschaturjan, Ernst Sachse, Georges Bizet, Tomer Maschkowski, Johannes Klumpp Ort: Kreiskulturraum, Kronach Beginn: jeweils um 19.30 Uhr

04. – 27.04.2014

„Bitte würzen – Salz- und Pfefferstreuer fürs Osterei“ – Sonderausstellung

mit Salz- und Pfefferstreuern in all ihren Facetten Ort: Pfalzmuseum, Erdgeschoss, Forchheim Öffnungszeiten: täglich 9.30 – 18 Uhr Eintritt: 2 €, Kinder bis 6 Jahre frei

05. – 26.10.2014

Kriegszustand 1914 – 1918 – Sonderausstellung Ort: Volkskundliches Gerätemuseum Bergnersreuth Öffnungszeiten: 10 – 17 Uhr www.bergnersreuth.de

„Wieso Kinder entscheiden, was in die Einkaufstüte kommt“ – Kinderuni Hof

mit Prof. Dr. Jens Kirchner Ort: Hochschule Hof | Dauer: 18 – 18.45 Uhr

Theater Hof: Arsen und Spitzenhäubchen – Komödie von Joseph Kesselring Ort: Fichtelgebirgshalle, Wunsiedel Beginn: 19.30 Uhr

11.04.2014

8. Symphoniekonzert in Hof – „Jugendwerk. Meisterwerk. Danksagung“

mit Johannes Brahms, Richard Strauss, Stefan Dohr, Daniel Klajner Ort: Freiheitshalle Hof, Großes Haus Beginn: 19.30 Uhr


VERANSTALTUNGSKALENDER 12.04.2014

Integratives Frühlingsfest

für die ganze Familie. Ort: vor der Kordigasthalle, Altenkunstadt Dauer: 14 – 17.30 Uhr

Coburger Glaspreis 2014 – Preisverleihung Ausstellungsdauer: 13.04. – 14.09.2014 Ort: Kunstsammlungen der Veste Coburg, Europäisches Museum für modernes Glas Öffnungszeiten: täglich 9.30 – 17 Uhr

13.04.2014

Hexen, Werwölfe und Untote – Sonderführung durch die Ausstellung bei der gruseln erlaubt ist! Leitung: Hermann Müller Treffpunkt: Museumsshop, Plassenburg Kulmbach | Beginn: 14 Uhr | Eintritt: 5 €

15.04.2014

22.04.2014

26.04.2014

10. Gastspiel in Selb – Konzert

im Rahmen des Bayreuther Osterfestivals 2014 9. Sintonie von Anton Bruckner 8. Sintonie (Die Unvollendete) von Franz Schuberth Ort: Rosenthal Theater, Selb | Beginn: 20 Uhr

23.04.2014

Individuelle Knie-TEP – Traum oder Wirklichkeit? Medizinischer Vortrag von Dr. med. Frank Kopka, Ltd. Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Günter Kraus, Facharzt in der Klinik für Orthopädie Ort: Klinikum Bayreuth, Konferenzraum 4, Haupteingang – Richtung Herzchirurgie Beginn: 18 Uhr | Eintritt: frei!

PartyTime

Musik mit der Musikerinitiative Megafon Ort: Junges Theater Forchheim, Kasernstr. 9, Forchheim Beginn: 20 Uhr | Eintritt: 5 € / 4 €

29.04.2014

Strauss trifft Wagner – Konzert

junge deutsch-französische Philharmonie 2014 Musikalische Leitung: Nicolaus Richter Ort: Stadthalle Bayreuth, Großes Haus Beginn: 19.30 Uhr

30.04.2014

24. – 27.04.2014

Internationale Grenzland-Filmtage

Ort: Kinocenter Selb Informationen: www.grenzlandfilmtage-selb.de

25.04.2014

Ball in den Mai Larry Coryell – Jubiläums-Starkonzert Meister Falstaff – Mundartkomödie

von Eberhard Wagner Ort: Studiobühne Bayreuth | Beginn: 20 Uhr Spieldauer: ca. 2 Std.

17.04.2014

Tony Spinner Band (USA) – Konzert Ort: Stadtschloss Lichtenfels Beginn: 20 Uhr Eintritt: 12 € VVK, 15 € AK

Ort: Jazzclub Bamberg e.V., Obere Sandstr. 18, 96049 Bamberg Einlass: 20 Uhr | Beginn: 21 Uhr

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LUISENBURG

F E S T S P I E L E

18. – 27.04.2014

20. Bayreuther Osterfestival 2014

WUNSIEDEL

mit vielen Konzerten. Weitere Informationen: www.osterfestival.de

19.04.2014

20.04.2014

30 Jahre Jugendsymphonieorchester Oberfranken

Ein Amerikaner in Paris – Konzert mit Musik von Gershwin, Copland, Bizet und Ravel. Dirigent: Till Fabian Weser Ort: Kongresshaus Rosengarten Coburg Beginn: 17.30 Uhr

Foto © akg-images

ter!

GLAuBe unD HeiMAt volksstück von Karl Schönherr regie: Michael Lerchenberg mit caroline Hetényi, Wolfgang Menardi, Michael Altmann u.a.

iPHiGenie AuF tAuriS Der Klassiker von Johann Wolfgang von Goethe mit Lara Joy Körner, Michael Brandner, Matthias Lehmann u.a.

Der berühmte Kinderklassiker von Michael ende – für die ganze Familie mit Simone Bartzick, Moritz Katzmair u.a.

5. Modell Dampfmaschinentreffen in Kooperation mit den Dampfmaschinenfreunden Marktredwitz-Dörflas und Weiden Ort: Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel Dauer: 14 – 17 Uhr Eintritt: frei!

Die zirKuSPrinzeSSin Operette von emmerich Kálmán Gastspiel der Operettenbühne Wien Foto © Robert Jentzsch

Ein Amerikaner in Paris – Konzert mit Musik von Gershwin, Copland, Bizet und Ravel. Dirigent: Till Fabian Weser Ort: Aurachtalhalle Stegaurach | Beginn: 17.30 Uhr

Die cOMeDiAn HArMOniStS

JiM KnOPF unD LuKAS Der LOKOMOtivFüHrer

21.04.2014

30 Jahre Jugendsymphonieorchester Oberfranken

Genießen Sie auf Deutschlands schönster Naturbühne zwischen 27. Mai und 24. August 2014 einmaliges Thea-

Musical von Franz Wittenbrink und Gottfried Greiffenhagen

Caroline Hetényi, Wolfgang Menardi © FR Entertainment, Barbara Bauriedl

Ein Amerikaner in Paris – Konzert mit Musik von Gershwin, Copland, Bizet und Ravel. Dirigent: Till Fabian Weser Ort: Freiheitshalle Hof Beginn: 15 Uhr

Lara Joy Körner © Jeanne Degraa, Michael Brandner © Fabrizio Palmas

30 Jahre Jugendsymphonieorchester Oberfranken

des 1. Tanzclub Rot-Gold-Bayreuth e.V. mit Tanzorchester Pik10 Ort: Ev. Gemeindehaus Bayreuth Beginn: 20 Uhr (Einlass: 19 Uhr) Weitere Informationen: www.rot-gold-bayreuth.de

Die HOcHzeit DeS FiGArO Oper von Wolfgang Amadeus Mozart Gastspiel der Landesbühnen Sachsen

intendant: Michael Lerchenberg Karten und Informationen: tourist-information Wunsiedel, Jean-Paul-Str. 5, 95632 Wunsiedel, tel. 09232 / 602-162 | e-Mail: touristinfo@wunsiedel.de

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Mai Mai bis September 2014

Aus Erfahrung gut – Wie die Älteren die Arbeitswelt verändern – Lesung und Talkrunde

zu Folgen des demographischen Wandels Referentin: Margaret Heckel, Wirtschaftsjournalistin Ort: Evang. Gemeindehaus, Kleiner Saal, Richard-Wagner-Str. 24, Bayreuth Beginn: 19.30 Uhr | Eintritt: frei!

09. – 18.05.2014

KRONACH leuchtet SOMMERAKADEMIE Coburg – Kunst und Ambiente

In der anregenden Umgebung eines traumhaften Schlosses, eines inspirierenden Museums oder eines funktionellen Ateliers mit unverwechselbarem Charme und Ambiente finden auch dieses Jahr Freunde der Bildenden Künste qualitativ und thematisch ansprechende Seminare und Workshops, die zu einem kulturellen Höhepunkt in Stadt und Landkreis Coburg zählen. Weitere Informationen: www.sommerakademie-coburg.de

01. – 21.05.2014

Günter Grass: Hundejahre Zyklus – Sonderausstellung Ort: Pfalzmuseum, Forchheim Öffnungszeiten: 10 – 17 Uhr Eintritt: 5 € (Kinder bis 6 Jahre frei)

02.05.2014

Ein Sommernachts-Traum – Komödie

von William Shakespeare Die Hofer Symphoniker spielen live die Schauspielmusik. Musikalische Leitung: Arn Goerke Ort: Stadthalle Bayreuth, Großes Haus Beginn: 19.30 Uhr

Das Lichtevent in Bayern wohlfühlen – entdecken – staunen Ort: Kronach | Eintritt: frei! www.kronachleuchtet.com

10.05.2014

Wunsiedler Kultnacht

mit Führung durch die Ausstellung „Uhrsprünge. Zeitmesser aus drei Jahrhunderten“ um 20 Uhr Ort: Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel Beginn: 19 Uhr

Galakonzert in Hof – 5. Internationaler Violinwettbewerb Henri Marteau

Solist: Preisträger des Wettbewerbs | Dirigent: Christof Poppen Ort: Freiheitshalle Hof, Festsaal | Beginn: 19.30 Uhr

11.05.2014

Kräuterspaziergang am Walberla

Treffpunkt: Parkplatz am Lindenkeller zwischen Wiesenthau und Kirchehrenbach Beginn: 15 Uhr | Dauer: ca. 2 Std. Kosten: 5 € pro Pers. (Kinder bis 14 Jahre frei!)

11.05. – 27.06.2014

OHNE BILDER! – Ausstellung

Ort: Kunstmuseum Bayreuth, Ausstellungshalle im Neuen Rathaus, Luitpoldplatz 13, Bayreuth Eröffnung: 11. Mai 2014 um 11 Uhr Öffnungszeiten: Mo – Do 9 – 17 Uhr, Fr 9 – 15 Uhr

12.05.2014

2. Impuls-Tag mit Bernd Osterhammel 9. Symphoniekonzert in Hof – „Transalp“

mit Sören Nils Eichberg, Felix Mendelssohn, Antonio Vivaldi, Bartholdy Solisten: Jens Peter Maintz, Wolfgang Emanuel Schmidt | Dirigent: Yordan Kamdzhalov Ort: Freiheitshalle Hof, Festsaal | Beginn: 19.30 Uhr

„Führungskraft erleben – sich selbst erkennen!“ Ort: Schloßhof Hain, Zum Schloss 3, 96328 Küps/ OT Hain Dauer: 8.30 – 17.30 Uhr www.schloss-hain.de

16.05.2014

SPITALITÄTEN – Krimilesung „Tot durch Franken“

Selber Ballnacht mit „Pina Colada“

mit dem Kabarettisten und Autor Helmut Vorndran Ort: Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel Beginn: 20 Uhr | Eintritt: 7,50 €

04.05.2014

Nacht der Chöre

03.05.2014

Ort: Jahnturnhalle, Selb | Beginn: 20 Uhr

Frühlingspower: Essbare Wildkräuter – Führung Ort: Ökologisch-Botanischer Garten, Bayreuth Beginn: 10 Uhr

07.05.2014

Jazzclub-Session

Ort: Jazzclub Bamberg e.V., Obere Sandstr. 18, 96049 Bamberg Einlass: 20 Uhr | Beginn: 21 Uhr

08.05.2014

Datenschutz und Datensicherheit – Workshop für Geschäftsführer und IT-Beauftragte von kleinen und mittelständischen Unternehmen Ort: Hochschule Hof, Campus Münchberg, Kulmbacher Str. 76, 95213 Münchberg Beginn: 16 Uhr

17. + 18.05.2014

22. Gesamtfränkische Mundart-Theatertage

Ort: Mehrzweckhalle der DJK Kersbach, Waldstr. 23, 91301 Forchheim Beginn: 17. Mai um 13 Uhr | 18. Mai um 10 Uhr

18.05.2014

Internationaler Museumstag

Eröffnung der Sonderausstellung „Die Wiederentdeckung vergessener Pflegekultur – Der Sammlungsbestand des Europäischen Flakonmuseums und seine wissenschaftliche Aufarbeitung und Erweiterung.“ Öffnungszeiten: 11 – 17 Uhr Mit stündlichen Führungen durch die neue Sonderausstellung zwischen 13 und 16 Uhr, geplanter Aufstellung der Vitrine zum „Objekt des Monats“ im Glas-Café und Bastelaktion für Kinder „Aus alt mach neu“, Kinder kreieren aus unterschiedlichen Sammelsurien neue Kunstwerke, die mit in die Sonderausstellung integriert werden sollen. Ort: Europäisches Flakonmuseum, Glashüttenplatz 1 – 7, 96355 Kleintettau

18.05. – 29.06.2014

WERT voll FARBE – Kunstausstellung

mit den Künstlern Gerhard Hotter und Waldemar Bachmeier Ort: KunstMühle Mürsbach Eröffnung: 18. Mai um 15 Uhr mit Sprecherin Barbara Leicht, M.A. Erlangen Öffnungszeiten: Sonn- und Feiertag 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

21.05.2014

Narren in der Literatur – Podiumsdiskussion Eine Veranstaltung des Coburger Literaturkreises Ort: Kunstverein Coburg, Vortragssaal Beginn: 20 Uhr

22.05.2014

Künstler schauen auf die Schrecken des Krieges Der 1. Weltkrieg aus dem Blickwinkel der bildenden Kunst Referentin: Dr. Marina von Assel, Kunsthistorikerin, Leiterin Kunstmuseum, Bayreuth Ort: Kunstmuseum, Altes Rathaus (Eingang Brautgasse), Max-Str. 33, Bayreuth Beginn: 20 Uhr Gebühr: 4 € , erm. 3 € (EBW-Mitglieder frei)

17.05.2014

Bei der Veranstaltung des Kreissängerbundes Bamberg darf natürlich der audida – Chor der Kreismusikschule nicht fehlen Ort: Altstadtkern, Bamberg www.saengerkreis-bamberg.de

1. Bayreuther Museumsnacht

Vom frühen Abend bis 1 Uhr früh besteht die Möglichkeit, über 20 Museen und andere interessante Kulturorte in Bayreuth zu besichtigen. Über den alltäglichen Museumsbetrieb hinaus werden zahlreiche Sonderausstellungen, Führungen und Events geboten. Ort: Bayreuth | Weitere Informationen: www.museumsnacht.bayreuth.de

Textilmuseum Helmbrechts – „Kleiner Kulturfrühling“

Italienischer Liederabend mit dem Trio Pippo Pollina Ort: Bürgersaal, Helmbrechts | Beginn: 20 Uhr Eintritt: 25 € VVK, 30 € AK

22.05. – 21.06.2014

TRIUMPH DER FARBE – Ausstellung

mit Malerei von Claudio Malacarne (Montova) Ort: Galerie in der Remise, Wiesenstr. 22, Coburg Öffentliche Vernissage: 22. Mai um 19.30 Uhr im Beisein des Künstlers


Anzeigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg Bereich Forsten Bad Steben

Ein Tag und Holz rund um Wald Familie e nz ga e für di

Eintritt frei!

Sonntag,

u.a.: ƒ Waldforum

(Ausstellung zu Holz, Wald und Forstwirtschaft)

ƒ Waldparcours

(Forstwirtschaft „Live“ im Wald am Festgelände)

ƒ Fachvorträge

zu aktuellen Fragen

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Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft a.D. Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach Bereich Forsten Stadtsteinach

www.holzforum-schwarzenbach-wald.de

NEU

www.dampflokmuseum.de

TERMINE MIT DAMPF 2014 PFINGSTDAMPFTAGE, 07.06. – 09.06.2014 MUSEUMS-KULTURNACHT, 19.07.2014 DAMPF-FESTIVAL MIT 01ER TREFFEN, 20.09. – 21.09.2014

KUNST, GENUSS & GARTEN

AUSSTELLUNG MIT MODENSCHAU und ERLEBNIS-TESTFAHRTEN mit den BMW X Modellen der Fa Herrnleben

Pure Fahrfreude erleben!

Mehr Informationen zu den jeweiligen Terminen finden Sie in dem Veranstaltungskalender auf unserer Internetseite. Foto: Reinhard Feldrapp, Naila

SCHLOSSPARKTRÄUME GMBH • 95326 Kulmbach • Rotsteinweg 3 Tel.: 0 92 21/8 27 31 35 • Handy: 0177/25 64 177 www.schlossparktraeume.de • info@schlossparktraeume.de


Auszug aus dem Programm: Donnerstag, 15. Mai, 11.00 Uhr Der Zukunftsmacher über Erkenntnisse aus der Ideenschmiede

6. Bayreuther Ökonomiekongress –

Unternehmen Zukunft – Innovationen schaffen, Werte bewahren Am 15. & 16. Mai 2014 liegt Davos wieder in Bayreuth. Der Bayreuther Ökonomiekongress ist mit rund 1.500 Führungskräften von Heute und Morgen die größte Wirtschaftskonferenz universitären Ursprungs in Europa. Zum 6. Mal verwandelt sich der Bayreuther Campus in einen Treffpunkt der Wirtschaftselite und High Potentials im Dialog mit 35 hochkarätigen Referenten. In Einzelvorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops schildern die Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik konkrete Lösungsansätze aus der Praxis und geben Hilfestellungen zu unterschiedlichen aktuellen Problemen. Das attraktive Rahmenprogramm sowie Dinner im Ökonomiekongress Palazzo bieten exzellente Möglichkeiten zum informellen Austausch und Networking. Der gesamte Kongress wird bis ins Detail von Studierenden der Universität Bayreuth organisiert und durchgeführt. Die Uni hat dadurch ihr Profil geschärft und ihren Status in ganz Europa erhöht. Das gesamte Programm ist zu finden unter www.oekonomiekongress.de

Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. e.h. mult. Dr. h.c. mult. Hans-Jörg Bullinger Senator und ehemaliger Präsident, Fraunhofer Gesellschaft

Donnerstag, 15. Mai, 13.30 Uhr HUGO BOSS – Herausforderungen einer globalen Expansionsstrategie Claus-Dietrich Lahrs Vorstandsvorsitzender, Hugo Boss AG

Freitag, 16. Mai, 09.00 Uhr Perspektiven für Deutschland – Die Einstellung zählt! Carsten Kratz Senior Partner & Managing Director, Boston Consulting Group

Freitag, 16. Mai, 14.00 Uhr Podiumsdiskussion unter Einbindung des Auditoriums Agenda 2020 – Quo Vadis Deutschland? Mit Dr. Sahra Wagenknecht, Mitglied des Deutschen Bundestages, Die Linke und Christian Lindner, Vorsitzender FDP; Moderation: Prof. Sigmund Gottlieb, Chefredakteur Bayerischer Rundfunk

Freitag, 15.30 Uhr Thema wird noch genannt

Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstands, AUDI AG 38

ECHT Oberfranken


Auszug aus dem Programm: 9:45 Uhr Normen für die Wirtschaft: Moralisierung des Rechts oder Verrechtlichung der Moral?

Das Zukunftsforum Wissenschaft – Kultur – Gesellschaft

6. Symposium – Recht und Moral Die Universität und die Stadt Bayreuth haben mit dem Zukunftsforum eine gemeinsame Plattform gegründet, um zukunftsträchtige Themen im Gespräch zwischen Wissenschaft und Partnern aus Kultur, Technik, Wirtschaft und Politik zu reflektieren. Das Zukunftsforum ist dem Dialog von Wissenschaft und Öffentlichkeit verpflichtet. Es soll in einer zunehmend ausdifferenzierten Gesellschaft und globalisierten Welt einen Beitrag zur Orientierung leisten, indem natur- und geisteswissenschaftliche Fragestellungen zusammengeführt und mit zentralen Zukunftsfragen der Gesellschaft verknüpft werden. Die Universität Bayreuth ist als Bildungsstätte und kulturelle Einrichtung Teil einer der europäischen Aufklärung verpflichteten Gesellschaft. Die zunehmende technische, politische, wirtschaftliche und kulturelle Vernetzung der Welt fordert die europäische Gesellschaft heraus, über ihr Selbstverständnis neu nachzudenken. Das Zukunftsforum will dafür eine Plattform der Reflexion bieten, die einerseits wissenschaftliche Problemkreise mit außerwissenschaftlichen Themen der Gesellschaft und andererseits europäische mit globalen Wissenskulturen verbindet. Der Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis Die Stadt Bayreuth stiftet den „Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis“, der mit 10 000 € dotiert ist. Der Preis wird im Rahmen der öffentlichen Tagungen des Zukunftsforums im jährlichen Rhythmus an Persönlichkeiten oder Gruppen verliehen, die sich im internationalen Bereich auf kulturellem, sozialem, politischem oder wissenschaftlichem Gebiet um die kritische Reflexion europäischer Wertvorstellungen und die interkulturelle Verständigung verdient gemacht haben. Universität Bayreuth, Freitag, 4. April 2014, Hörsaal 24, Rechtsund Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, 9.30 Uhr. Der Festakt zur Verleihung des Markgräfin-Wilhelmine-Preises an Pfarrer Christian Führer findet um 18.00 Uhr im AudiMax statt. www.zukunftsforum.uni-bayreuth.de

Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio Professor für Öffentliches Recht (Universität Bonn)

12:15 Uhr Wirtschaftsethik und Recht Christine Hohmann-Dennhardt Vorstand Daimler AG „Integrität und Recht“ (Compliance)

15:30 Uhr „Überall nach Nutzen suchen ziemt dem freien Menschen nicht“

Prof. Dr. Dr. h.c. Richard Schröder Theologe und Philosoph

18.00 Uhr Festakt zur Verleihung des Wilhelmine-vonBayreuth-Preises der Stadt Bayreuth für Toleranz und Humanität in kultureller Vielfalt an Christian Führer Aufgrund seines Wirkens an der Leipziger Nicolaikirche mit der Organisation der Friedensgebete seit 1982, vor allem aber seines Einsatzes für gewaltfreie Demonstrationen im Herbst 1989, ohne den die politische Wende in der DDR ganz anders hätte verlaufen können, und seines Engagements in der kirchlichen Erwerbsloseninitiative und gegen Rechtsextremisten, hat der Stadtrat Bayreuth Herrn Christian Führer als Preisträger 2014 ausgewählt. Laudatio Prof. Dr. Margot Käßmann Pfarrerin und später Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers (1990 – 2010)

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Im Wanderparadies Fränkische Schweiz –

Mit der Dampfbahn nach Behringersmühle und zu Fuß nach Muggendorf von Christof Herrmann


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ier läuft der Weg von einem Paradies durchs andere“, schrieb der deutsche Schrift„ steller Jean Paul im Jahr 1798 über die Fränkische Schweiz. Auch über 200 Jahre später hat die Region nichts von ihrer Schönheit verloren. Auf unserer Wanderung von Behringersmühle nach Muggendorf lernen wir fast alles kennen, was diese Schönheit ausmacht: Das tief eingeschnittene Tal der Wiesent, Dolomitfelsen, alte Buchenwälder, Höhlen und unvergessliche Aussichten. Wer von Ebermannstadt aus mit der Dampfbahn anreist, der kann sogar ein Stück Industriegeschichte hautnah erleben. Zu Zeiten von Jean Paul fuhr die Wiesenttalbahn freilich noch nicht. Diese Tour lohnt sich zu allen Jahreszeiten. Am schönsten ist sie bestimmt an einem sonnigen Maitag. Zum einen sind die Buchenwälder zur Zeit des Laubaustriebs besonders lieblich, zum anderen können wir dann im Garten des MaiHofs in Köttweinsdorf auf einer Wiese voll blühender Obstbäume einkehren. Wegbeschreibung: Durch den Kurpark von Behringersmühle gelangt man zur Hauptstraße. An dieser laufen wir knapp 100 m nach rechts bis zu mehreren Markierungen und Schildern. Wer mit der Dampfbahn ankommt, erreicht diese Stelle, indem er kurz der B470 in nordöstliche Richtung folgt, diese auf der ersten Straße links wieder verlässt und nach 150 m rechts in die

Hauptstraße einbiegt. Ab hier geht es mit der Markierung „gelbes Kreuz“ zum Forsthaus Schweigelberg empor. Dort laufen wir nach rechts und folgen weiterhin dem „gelben Kreuz“ bis zur Weißen Marter. Diese gilt als die größte und schönste Marter der Fränkischen Schweiz. Nun ändert sich die Markierung. Wir nehmen den Weg mit der „Gelben Raute“, der wenige Meter vor der Marter nach links abbiegt. Auf diesem bleiben wir für knapp 1 km. Bei einer Baumgruppe und einem Kruzifix verlassen wir die Markierung und halten uns rechts. An der ersten Kreuzung in Köttweinsdorf gehen wir geradeaus auf dem Privatweg. Hinter Häusern entlang kommen wir zum Gasthaus Mai-Hof. Davor gehen wir auf der vom Ort kommenden Straße nach rechts. An der Pferdekoppel halten wir uns nicht links, sondern geradeaus. Bei Gabelungen bleiben wir auf dem Weg, der direkt ins Tal hinabführt. Wir erreichen den Wanderweg an der Wiesent. Diesem folgen wir nach links. Er führt an dem Ortsteil Doos vorbei. Der Fluss wird hier noch nicht überquert. Erst etwa 10 Minuten nach Doos überqueren wir die Wiesent auf einem Brückchen und gelangen zur Straße Doos-Behringersmühle und zum Parkplatz unterhalb der Riesenburg. Auf Stufen geht es zu der imposanten Einsturzhöhle empor. Über den noch stehengebliebenen Teil des Höhlendachs geht es zu einer Aussichtskanzel. Dabei blickt man auf den Grund der Höhle hinab.

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40 Jahre Museumsbahn Fränkische Schweiz Im Stil der 1960er Jahre reisen jährlich rund 25.000 Gäste in historischen Zügen durch die wildromantische Landschaft des Wiesenttales von Ebermannstadt nach Behringersmühle. Die Dampfbahn Fränkische Schweiz feiert in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag. Bei mehreren Jubiläumsveranstaltungen sollen Technik und Geschichte erlebbar werden z.B. bei zahlreichen Sonderfahrten. Vom 16. März bis zum 13. Juli kann die Sonderausstellung „40 Jahre Dampfbahn Fränkische Schweiz“ im Heimatmuseum Ebermannstadt besichtigt werden.

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Weitere Informationen unter www.dfs.ebermannstadt.de und www.heimatmuseum.ebermannstadt.de .

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Länge: 15 km Reine Gehzeit: ca. 4,5 Stunden Charakter: Reizvolle und abwechslungsreiche Wanderung im Herz der Fränkischen Schweiz. Zur Hälfte in offenem Gelände und zur Hälfte durch Wälder. Mehrere, teils steile An- und Abstiege. Gutes Schuhwerk wird empfohlen. Die Wiesent bietet immer wieder wildromantische Ausblicke. Unten links die Einsturzhöhle Riesenburg.

Nun folgen wir dem „gelben Ring“ bis nach Engelhardsberg. Die gleiche Markierung bringt uns bis zum Adlerstein. Der Felsen ist mit 534 m der höchste Punkt der inneren Fränkischen Schweiz. Die paar Stufen sollte man auf alle Fälle hinaufsteigen, reicht der Blick doch von hier aus bis zum Fichtelgebirge. Unsere neue Markierung ist der „rote senkrechte Strich“. Diese bringt uns zum Quackenschloss, danach in einen Talgrund und schließlich wieder hinauf zur Oswaldhöhle. Der Wanderweg geht di-

rekt durch die 65 m lange Durchgangshöhle. Erst wenn wir ein Stück in sie hineingegangen sind, sehen wir den Lichtschein des entgegengesetzten Ausgangs. Nach der Höhle bleiben wir noch für einige Minuten auf dem „roten senkrechten Strich“. An einer markanten Wegkreuzung folgen wir der Beschilderung und laufen auf dem Felsensteig („braunes Kreuz“) hinab zur Straße von Doos nach Muggendorf. Hier gibt es jede Menge gemütliche Gastwirtschaften und Biergärten, die zum abschließenden Verweilen einladen. n

Hin & Zurück: Unsere Wanderung startet in Behringersmühle und endet in Muggendorf. Behringersmühle erreicht man am urigsten mit der Dampfbahn ab Ebermannstadt (v. a. an Sonn- und Feiertagen, www.dfs.ebermannstadt.de), alternativ mit dem Bus ab Ebermannstadt oder Pegnitz (www.vgn.de). Rückfahrt mit dem Bus von Muggendorf nach Pegnitz oder Ebermannstadt. Buchtipp: Eine Variante dieser Wanderung sowie 14 weitere Touren finden sich in dem Buch „Biergartenwanderungen Fränkische Schweiz“ von Christof Herrmann und Helmut Herrmann (Heinrichs-Verlag Bamberg, 2013, 10 EUR) Bildunterschrift

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Oben: Die Oswaldhöhle. Unsere Wanderung ist bestimmt zur Zeit der Obstblüte am schönsten.

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Schmetterlinge, Orchideen & Co. –

Wunderland am Wegesrand Fotos von Florian Fraaß Der gesenkte Blick kennzeichnet heute unsere Art der Wahrnehmung. Der gesenkte Blick auf ein spiegelndes, glattes Display. Dort meinen wir, die Welt zu erspähen. Aber diese Welt ist nicht existent. Doch auch der gesenkte Blick kann wirkliche Wunderwelten erschließen. Wir können unser Augenmerk lenken. Beim andächtigen Gang durch einen Garten etwa. Oder bei einem stillen Streifzug durch unsere heimischen Wiesen und Wälder. Dort finden wir es, das bezaubernde Wunderland am Wegesrand. Live.

Admiral, Bärnreuth

Hahnenfuß, Bad Berneck

Feuersalamander, Bad Berneck

Schwefelkopf, Gesees


Kleiner Eisvogel, Bad Berneck

Küchenschellen, Hollfeld

Breitblättrige Stendelwurz, Wülfersreuth

Hauhechel-Bläuling, Bärnreuth


Schwalbenschwanzraupe, Gesees

Dammwildkitze, Heinersreuth

Sumpf-Herzblatt, Trebgast


Schachblumen, Bayreuth

Mädesüß-Perlmuttfalter, Deps

Kleines Wiesenvögelchen, Bindlach

Funcks-Hauswurz, Bad Berneck


Tautropfen im Spinnennetz, Bad Berneck

Berg-Raubfliege, Gesees

Wald-Schl端sselblume, W端lfersreuth


Frauenschuh, Velden

Zauneidechse, Trebgast


Gemeine Federlibelle, Wunsiedel

G채nsebl체mchen, Bad Berneck


Teichfrรถsche, Wasserknoden

Thymian-Widderchen, Allersdorf

WeiรŸe Schachblumen, Bayreuth


MENSCHEN

Oberstes Gebot: Geduld! – Florian Fraaß begeistert sich für Natur und Fotografie fühl dafür schärfen, dass nicht jeder Quadratmeter Wiese oder Wald für uns Menschen nutzbar gemacht werden muss. Wir haben – noch – so viel Erhaltenswertes. Wir sollten alles dafür tun, um all die Rote-Liste-Arten, die es bei uns noch gibt, zu erhalten.“ Wehmütig fragt er: „Wer weiß heute noch, wie eine wirkliche Blumenwiese aussieht? Heute gibt es nur noch Löwenzahn.“

Die Naturbegeisterung ist ihm in die Wiege gelegt worden. Schon als Kind faszinierten ihn Blumen und Käfer. Heute, mit 33, ist Florian Fraaß aus Bad Berneck ambitionierter Naturfotograf. Und er hält Vorträge, die „Faszination Natur“ heißen oder „Jahreszeiten“ oder „Orchideen und Schmetterlinge“. Hier zeigt er seine Fotos aus der heimischen Flora und Fauna, zu denen er viel Wissenswertes zu erzählen weiß. Zum Beispiel, dass der Zitronenfalter, einer der ersten Schmetterlinge, die durch die Frühlingslüfte tanzen, bis zu zwölf Monate alt werden kann, während andere Artgenossen durchschnittlich nur zwei Wochen leben. Und dass die Falter ohne Schutz im Freien bei bis zu 20 Grad Minus überwintern können, weil sie es verstehen, mit Hilfe von Glycerin, Sorbit und Eiweißstoffen den Gefrierpunkt ihrer Körperflüssigkeiten derart zu senken, dass ihnen die Eiseskälte nichts mehr anhaben kann. Viele Menschen wissen nicht, dass Orchideen nicht nur in den Tropen zu finden sind, sondern auch in heimischen Wäldern und Wiesen. Florian Fraaß ist im Laufe der Jahre zu einem echten Liebhaber dieser sehr geschützten Pflanzen geworden. Seit 2005 ist er im Arbeitskreis Heimische Orchideen aktiv und in seinen Vorträgen wird er nicht müde, für diese gefährdeten Pflanzen zu schwärmen. „Ich möchte das Ge-

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Seit zwei Jahren beschäftigen Florian Fraaß ganz besonders auch die Schmetterlinge. Bei ihnen wird das Fotografieren noch schwieriger. „Eine Pflanze läuft nicht davon, Schmetterlinge bewegen sich auf unvorhersehbaren Bahnen.“ Die Tiere müssen nicht nur gefunden werden, es braucht vor allem unendlich viel Geduld, bis ein wirklich gelungenes Foto entsteht, auf dem ein unversehrter Schmetterling in seiner ganzen Pracht zu sehen ist. Bei seinen Naturfotos hat Florian Fraaß einen ganz eigenen Stil entwickelt, der durch die sanft-farbenen Hintergründe gekennzeichnet ist. Nichts ist gestellt oder am Computer manipuliert. Alle entstehen in der Natur und werden am PC wie alle Fotos nur leicht hinsichtlich Weißabgleich, Kontrast, Schärfe, Beschnitt nachbearbeitet. Für das gleichmäßige Licht sorgt ein Diffusor, für die Unschärfe Laub im Vordergrund. „Ich fotografiere hauptsächlich im weichen Morgen- oder Abendlicht und oft strapaziert der Wind zusätzlich meine Geduld“, verrät Florian Fraaß. Er hat übrigens Geschichte studiert und arbeitet zurzeit im Kundenservice eines Erdgasanbieters. Sein Traum: Das Wissen aus seinem Studium mit dem selbst angeeigneten Wissen über die Natur mit der Fotografie zu verbinden und davon leben zu können. Florian Fraaß ist auch kurzfristig für Vorträge zu buchen. Er ist zu erreichen unter flo.fraass@gmx.de .

So entstehen die Naturfotografien von Florian Fraaß: Der Schwefelkopf, ein kleiner Pilz, der sich in unserer Fotostrecke wiederfindet, ist im oberen Foto nur ganz winzig auf dem Baumstumpf oberhalb der Kamera zu entdecken. Auf dem mittleren Foto der Diffusor, der für gleichmäßiges Licht sorgt. Unten das Blütenträubel des Leberblümchens auf dem fertigen Foto.


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Lager Moschendorf, Leben in der Baracke

„Flucht und Vertreibung“ – Wie sich in Hof eine eigene, deutschlandweit einzigartige Museumsabteilung des sensiblen Themas annimmt von Michael Ertel

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s ist vorbei: Den „Endsieg“ verkündet nur noch die unsägliche Propaganda, das einst von Hitler so hinund mitgerissene Volk wird längst schon von den Realitäten überrollt. Deutsche Städte versinken im Bombenhagel der Alliierten, die zudem von West und Ost das Deutsche Reich in die Zange nehmen. Der „Rassenwahn“ der Nazis und der Terror deutscher Truppen, der den bewusst herbeigeführten Tod von Millionen Menschen verantwortet, rächt sich nun in der wilden, von ausufernder Gewalt begleiteten Vertreibung der deutschstämmigen Bevölkerung im gesamten Osten und Südosten Europas. Jene, die als Minderheiten in den östlichen Enklaven durch Hitlers Expansions- und Vernichtungskrieg „heim ins Reich“ geholt wurden, sind nun selbst Verfolgte. Sie sind auf der Flucht vor der vorrückenden sowjetischen Roten Armee und den grausamen Vergeltungen der Zivilbevölkerung: In Ost- und Westpreußen, Schlesien, Böhmen, Mähren, dem Sudetenland, in Siebenbürgen –

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ab 1944 rollt eine nie dagewesene Flüchtlingswelle gen Westen. Am Ende werden es 14 Millionen Deutsche sein, die sich im Treck oder alleine auf den Weg machen und Vertreibung und Aussiedelung am eigenen Leib erfahren. Zwei Millionen von ihnen werden die Zwangsmigration nicht überleben.

Entwurzelt, traumatisiert, heimatlos Der Finger kreist über hunderten kleiner Häuser, zeigt auf Wohnbaracken, Gemeinschaftsunterkünfte und Sanitärgebäude. Die Modelle, ihre Anordnung und Lage, zeichnen die Struktur eines Lagers. Sandra Kastner fährt schmale Straßen, Wege, Begrenzungszäune und einen Gleisstrang nach. Schließlich verweilt sie auf einem langgestreckten Bau. Der Bahnhof des Grenzdurchgangslagers „Moschendorf“. Hier kamen sie an – entwurzelt, traumatisiert, heimatlos.


OBERFRANKEN – EINE SPANNENDE GESCHICHTE „In Hof-Moschendorf befand sich das größte bayerische Flüchtlingslager“, erzählt Sandra Kastner. Seit zwei Jahren setzt sich die dreißigjährige Volkskundlerin und Historikerin intensiv mit dem Thema „Flüchtlinge und Vertriebene in Hof“ auseinander. Als Chefin des Hofer Museums hat sie die Leitung der gleichnamigen, in Deutschland einzigartigen Abteilung übernommen. Spricht sie über die bewegenden Ereignisse von damals, tut sie dies mit professioneller Distanz zur Historie, bleibt aber dabei nicht ohne Empathie für das individuelle Leid.

Das „Durchgangslager“ als dauerhafte Bleibe „Frauen, Kinder und Kriegsgefangene – in solchen Lagern haben die Menschen teils für eine sehr lange Zeit zusammengepfercht, auf engstem Raum und ohne jegliche Privatsphäre zusammengelebt. Und das waren alles Einzelschicksale von Menschen, die Schlimmstes erlebt haben“. Obwohl das Hofer Lager als reines „Durchgangslager“ angelegt gewesen sei, mussten von 1945 bis 1950 mehr als 600.000 Menschen „aufgefangen“ werden. „Der Strom der Flüchtlinge und Vertriebenen riss einfach nicht ab. Nach den Ausgesiedelten aus der Tschechoslowakei sind noch jahrelang Menschen aus Ostmittel- und Südosteuropa und Flüchtlinge aus der sowjetischen Besatzungszone angekommen. Und die zunächst notdürftig errichteten Flüchtlingslager wurden für viele Menschen über Jahre hinweg zur dauerhaften Bleibe.“ Die Pläne der bereits kurz nach Ende des Krieges installierten Flüchtungsverwaltung, die Lager möglichst schnell wieder aufzulösen, waren durch die große Anzahl der Flüchtlinge und den andauernden Zustrom alsbald hinfällig. So leben die Menschen auch in Hof-Moschendorf unter katastrophalen hygienischen Umständen. Das Lager ist

Entstehung der Museumsabteilung „Flüchtlinge und Vertriebene in Hof“ Ende der 1980-er Jahre bringt der „Bund der Vertriebenen (BdV)“ in Hof eine sogenannte „Ostdeutsche Heimatstube“ ins Gespräch. Doch erst im Jahr 2000 zeichnet sich eine Realisierung ab. Die in Hof zahlreiche kulturelle und soziale Projekte unterstützende „Hermann und Bertl Müller Stiftung“ lässt sich für die Idee gewinnen. Dessen Vorstand schwebt, über den Ansatz einer „Heimatstube“ weit hinausgehend, eine größere Lösung vor: Eine „Dokumentationsstätte über Vertreibung und Flüchtlingswesen“ soll entstehen. Nun wurde eine bauliche Erweiterung des Hofer Museums „Bayerisches Vogtland“ und damit der architektonische Anschluss eines in unmittelbarer Nähe befindlichen, früheren Wohnhauses in Erwägung gezogen. Die „Hermann und Bertl Müller Stiftung“ stellte großzügige Stiftungsgelder zur Verfügung. Daneben übernahmen die Städtebauförderung, die Oberfrankenstiftung, die Bayerische Landesstiftung, der Kulturfonds Bayern sowie die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern die Finanzierung der benötigten 2,1 Millionen Euro. Ende 2011 waren die Bauarbeiten abgeschlossen. Die Abteilung „Flüchtlinge und Vertriebene in Hof“ präsentierte sich nun auf 300 Quadratmetern neuer Ausstellungsfläche. Am 27. Januar 2012 fand die feierliche Eröffnung mit dem prominenten Festredner Hellmuth Karasek statt. Das Museum „Bayerisches Vogtland“ ist nun eines der ersten Museen in der Bundesrepublik, das dem Thema „Flucht und Vertreibung“ eine ständige Ausstellung widmet.

Lager Moschendorf 55


OBERFRANKEN – EINE SPANNENDE GESCHICHTE

Sandra Kastner, Museumsleiterin, vor dem Lagermodel.

völlig überbelegt und die Versorgungslage schlecht. „Die Stimmung kippt zusehend, so dass sogar die Lagerleitung abgesetzt wurde.“ Das bayerische Innenministerium übernimmt daraufhin die Federführung, entsendet einen „Hilfszug Bayern“ des Roten Kreuzes in das Lager, lässt feste Straßen anlegen und sanitäre Einrichtungen bauen. Und um mehr Platz zu schaffen, wird das Lager in Teilbereichen als Wohnlager ausgebaut. „Dem Areal ist dadurch ein fast schon dorfähnlicher Charakter verliehen worden“, erzählt Sandra Kastner. Bald gibt es soziale und medizinische Einrichtungen wie Kinderheim und Mütterheim sowie ein Krankenrevier und eine Apotheke. Eine würdigere Existenz wird möglich – ebenso wie Schritte in ein neues Leben.

Blick in die Ausstellung

Die Kirchen lindern die „seelische Not“ Sandra Kastner hebt ihren Blick von dem Lager-Modell und zeigt auf eine kleine Vitrine. Darin hängt ein Flüchtlingsausweis. „Dieses Stück Papier war für die Flüchtlinge so etwas wie eine erste Fahrkarte zur Integration.“ Zum einen wies er den Vertriebenenstatus nach. Zum anderen berechtigte er die Menschen, Leistungen und Vergünstigungen zu bekommen. Die empfangenen Geld- und Sachspenden wurden direkt in das Ausweispapier eingetragen.

Bett im Flüchtlingslager

Chronologie der Vertreibung Am 8./9. Mai 1945 kapituliert die deutsche Wehrmacht – „Rassenwahn“ und „Vernichtungskrieg“ sind gescheitert. Die Siegermächte beschließen mit dem „Potsdamer Abkommen“ offiziell die Westverschiebung Polens und die Umsiedlung der deutschen Bevölkerung. Mit den „BenesDekreten“ wird auch die Vertreibung der Deutschen aus Böhmen und Mähren beschlossen. In den betroffenen Gebieten entlädt sich der durch die nationalsozialistische Terrorherrschaft hervorgerufene Hass auf die Deutschen und es kommt zu „wilden Vertreibungen“. Ab Herbst 1945 gibt es sogenannte „geregelte Vertreibungen“, bei der die Menschen meist mit der Eisenbahn aus den Ländern gebracht werden. Sie sind 1950 abgeschlossen.

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OBERFRANKEN – EINE SPANNENDE GESCHICHTE

Von großem Wert für die Vertriebenen erweist sich auch in den ersten Monaten nach Ende des Krieges vor allem die Arbeit der Wohlfahrtsverbände und Kirchen. „Galt es am Anfang, die materielle Not der Flüchtlinge zu lindern, greifen die Kirchen jetzt im seelsorgerischen Bereich ein.“ Denn: Die Menschen – ob Vertriebene oder Kriegsheimkehrer – sind oft seelisch und nervlich völlig destabilisiert. Neben ihren eigenen persönlichen Erlebnissen haben sie vielfach den Verlust von Angehörigen zu verarbeiten. Und oft wissen sie nicht, wo sich ihre Familien befinden und wer von ihnen noch am Leben ist. Sandra Kastner: „In diesen chaotischen Zuständen spendete der geistliche Zuspruch durch ortsansässige Pfarrer und Flüchtlingsseelsorger den Menschen im Lager viel Trost und Zuversicht.“

Gemeinsam mit seiner Mutter flüchtete Joachim Günther Anfang 1945 aus dem schlesischen Bunzlau / Boleslawiec. Hausrat und Kleidung wurden in einer Kiste verstaut, im Koffer befanden sich die Dokumente der Familie.

Wenn „Dinge“ persönliche Geschichten erzählen Zu Tausenden spielten sich im Lager Hof-Moschendorf erschütternde Szenen ab, in denen Menschen ihre Schicksale nicht fassen konnten und die individuelle Leidensgeschichte ein düsteres Drehbuch schrieb. Einfache materielle Gegenstände bekamen einen hohen Stellenwert beim Erinnern an die verlorengegangene Heimat oder wurden zum persönlichen Zeugnis der Vertreibung. Im Hier und Heute der Abteilung „Flüchtlinge und Vertriebene in Hof“ hat man deshalb auf die „Erinnerungskultur der Erlebnisgeneration“ einen konzeptionellen Schwerpunkt gelegt. Die gezeigten Exponate seien „historische Artefakte“. „Sie besitzen eine spezielle Aura, die sich aus Bildmotiv: Die „Brunnenmadla“ reichten das Heilwasser. ihrer Beliebtes Originalität und Authentizität speist.“ Den meisten gezeigten Objekten sei gemein, dass es sich auf den

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OBERFRANKEN – EINE SPANNENDE GESCHICHTE Kurz nach Kriegsende formiert sich das bereits vor dem Krieg bestehende „Hofer Konzertorchester“ neu. Über viele Jahre setzt es sich zu einem großen Teil aus heimatvertriebenen Musikern zusammen. Damit wird die Basis für die späteren „Hofer Symphoniker“ gelegt.

Fotos: Bayerisches Vogtlandmuseum, Hof, Michael Ertel

ersten Blick um unscheinbare und in materieller Hinsicht wenig wertvolle Dinge handele: Holzkisten, Besteck, Geschirr, eine Puppe, ein Hochzeitskleid,... . Nur die mit diesen Objekten verbundenen individuellen Geschichten würden sie zu bedeutenden Zeugen werden lassen. So schreibt Dr. Stefanie Menke, die die Ausstellung kuratierte und bis 2012 konzeptionell leitete, im umfangreichen Begleitheft: „Die in der Ausstellung gezeigten Objekte werden vielfach über biografische Zugänge erschlossen. Anhand der Dinge werden persönliche Geschichten erzählt. Den Besuchern werden auf diese Weise viele einzelne biografische Mosaiksteinchen an die Hand gegeben, die sich zu einem facettenreichen und vielschichtigen Gesamtbild der historischen Ereignisse zusammenfügen lassen.“ n

Scheinbar wertlose Dinge, Erinnerungsfotos, gerette Kleidungsstücke sind der letzte Halt verlorener Identität.

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Lieselotte Deeg (geb. Anderle) verließ 1945 zusammen mit ihrer Mutter und Schwester ihre Heimatstadt Brünn / Brno in Mähren aufgrund von Bombenangriffen. Nach kurzer Zuflucht bei ihrer Tante im mährischen Trübau wurden sie 1946 ausgesiedelt. Die Puppe war das einzige Spielzeug, das sie mitnehmen konnte.


ECHTgemixt REHAU Top-Arbeitgeber für Ingenieure Weltweit zertifiziert das Top Employers Institute Arbeitgeber mit herausragender Personalführung und ­­­-stra­tegie. Polymerspezialist REHAU konnte als eines von insgesamt 26 Unternehmen überzeugen und wurde kürzlich in Düsseldorf mit dem Gütesiegel „Top Arbeitgeber für Ingenieure 2014“ prämiert. Die Besonderheit: Das Familienunternehmen überzeugte zum siebten Mal in Folge durch überdurchschnittliche Arbeitgeberqualitäten und holte in der Kategorie „Innovations“ fünf von fünf Sternen. Auch in den Bereichen Karrieremöglichkeiten, Primäre Benefits wie Gehalt und Altersvorsorge, Sekundäre Benefits & Work-Life-Balance, zum Beispiel Urlaubstage, Training & Entwicklung und Unternehmenskultur überzeugte REHAU.

Oberfrankentag auf der Internationalen Handwerksmesse – Zwölf Handwerksunternehmen in München ausgezeichnet Bei der Internationalen Handwerksmesse in München wurden 12 oberfränkische Handwerksbetriebe mit dem Design- und Erfinderpreis des oberfränkischen Handwerks 2014 ausgezeichnet. Das Spektrum der Preisträger war sehr

Norbert Prause, REHAU Leiter Personalmarketing (links), nimmt die Auszeichnung „Top Arbeitgeber Ingenieure 2014“ von David Plink, CEO Top Employers Institute, entgegen.

breit gefächert und reichte von einem intelligenten Fenstersystem, welches Dank neu entwickelter Ventilationstechnik heizen und kühlen kann, und einer mobilen, solarbetriebenen Warmwasseraufbereitungsanlage über eine perfekt designte Massageliege, die dreidimensional schwingt bis hin zu innovativen Marketingkonzepten, besonderen Produktdesignleistungen wie das surregal mit 3-D-Erscheinungsbild, das Möbelsystem Eichenfrau oder auch die Konzeption eines gesamten Brot- und Bäckermarktes. HWK-Präsident Thomas Zimmer bezeichnete die Preisträger und deren Leistungsvielfalt als best-practice Beispiele dafür, wie vielfältig und hochwertig die Verbindungslinien zwischen Handwerk, Design und Innovation sind.

Filmkulisse Bayern und die Filmregion Ostoberfranken wollen zusammenarbeiten

Lehrpfad „Erlebniswässerung Forchheim“ erklärt das komplexe Bewässerungssystem

Die Bayern Tourismus Marketing GmbH, der FilmFernsehFonds Bayern und das Mediennetzwerk Bayern haben sich in einem Projekt zusammengeschlossen, um Filmdrehorte und Dreharbeiten in Bayern besser touristisch nutzen zu können. Das Projekt „Filmkulisse Bayern“ wurde auf der Internationalen Tourismusbörse ITB in Berlin mit vielen prominenten Gästen aus der Tourismus- und Filmbranche vorgestellt. Hierbei können in einer Online-Datenbank potentielle Drehmotive für Filmschaffende angeboten werden sowie umgekehrt Drehorte von bekannten Filmen in Bayern aufgerufen werden, um diese zu besuchen.

Die Nähe zum Wasser, das ZassiWäldchen und die Wiesen südlich des Forchheimer Klinikums begeistern die Naherholungssuchenden. Jetzt wurde mit dem Lehrpfad „Erlebniswässerung Forchheim“ auch ein pädagogisches Highlight gesetzt. Geschützt wird vieles, selten aber Ingenieurleistungen. Vielerorts verrotten Bewässerungsanlagen oder fallen Umbaumaßnahmen zum Opfer. Im Unteren Wiesenttal sind die Bewässerungsstrukturen noch erhalten und funktionsfähig. Der Lehrpfad ist deshalb ein gelungenes Beispiel aufzuzeigen, wie Wasserkraft- und landwirtschaftliche Nutzung mit Naturschutz Hand in Hand gehen könnten, um die alten Anlagen, die teilweise vor 1910 entstanden sind, zu schützen.

Der Filmbeauftragte Michael von Hohenberg (2. von rechts) traf in Berlin prominente Schauspieler wie Michael Mendl (links), Carin C. Tietze und Marijam Agischewa.

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Bamberg als Vorreiter: neuer Pfandring im Test Er ist gelb, formschön und aus robustem, wetterbeständigen Stahl – der neue Pfandflaschensammelbehälter, der an einem der Mülleimer vor dem Gabelmann aufgehängt wurde. Ein zweiter sogenannter „Pfandring“ hängt an einem Abfalleimer am Zentralen Busbahnhof. In erster Linie gehe es darum, dass jemand, der nach Pfandflaschen sucht, nicht mehr im Müll wühlen muss, was als entwürdigend betrachtet wird. Sieben Flaschen können pro Pfandring deponiert werden. Der im Rahmen eines Designwettbewerbes von Paul Ketz entwickelte Pfandring, der sich um öffentliche Abfalleimer herumspannt, fand die Zustimmung des Umweltsenates und wird nun getestet: „Bamberg ist die erste Stadt, die so mutig ist, das zu erproben. Es ist schön das Bamberg die Vorreiterrolle einnimmt“, erklärt Designer Paul Ketz.

Historisches Theaterstück für Baille-Maille-Allee wiederentdeckt 30 Jahre nach Gründung des Vereins zur Erhaltung und Verschönerung der Kulturlandschaft im Bereich der Gemeinde Himmelkron e.V. und 22 Jahre, nachdem die 600. Linde in der Baille-MailleAllee gepflanzt wurde, bietet diese wunderschöne vierreihige Allee zu jeder Jahreszeit einen herrlichen Anblick. 15 000 Blausternchen, weiße und gelbe Anemonen und viele andere Blumen bringen das Frühjahr, ein herrliches Blätterdach und der Duft von Millionen Lindenblüten läuten den Frühsommer ein. Pavillons, die als Theaterhäuser

Neue Tourismusschule in Kronach Die fränkische Schullandschaft ist um eine Schule reicher geworden: Die Tourismusschule Franken, eine Staatliche Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement, startet im September 2014. Die dreijährige Ausbildung richtet sich an junge Menschen, die sich für das Berufsfeld Gastronomie, Hotellerie und Tourismus interessieren. Darüber hinaus sollten sie gerne mit Menschen zu tun zu haben und Wert auf gute Umgangsformen zu legen. Zum Start des neuen Schuljahres im September 2014 erwartet die Schülerinnen und Schüler eine abwechslungsreiche, praxisnahe Ausbildung mit Lernküche, Bar-/Restaurantbetrieb und neuester Backoffice Software für den Bereich des Hotel- und 60

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Brose baut Präsenz in Südafrika aus Der internationale Automobilzulieferer Brose hat mit seinem langjährigen Partner Gulmini Family Trust eine neue Produktionsstätte in East London, Südafrika, in Betrieb genommen. Von hier aus liefert der Mechatronik-Spezialist Türsysteme nach dem Just-in-Sequence (JIS)-Verfahren für die C-Klasse sowie eine Leichtbausitzstruktur für ein globales Plattformprojekt von Daimler. Rund 130 Mitarbeiter werden bis Ende 2014 in dem Werk tätig sein. Insgesamt investiert der Automobilzulieferer etwa 90 Millionen Rand (ca. 6 Millionen Euro) in den neuen Standort. Das Gemeinschaftsunternehmen RG Brose stellt die Türsysteme innerhalb von 215 Minuten nach Eingang der Bestellung am Endmontageband von Mercedes-Benz Südafrika bereit – in rund 1.000 Ausstattungsvarianten und mit einer Stückzahl von 1.600 Einheiten täglich.

wie zur Markgrafenzeit dienen, mit angepassten Sitzgelegenheiten laden zu Klangkonzerten, Lesungen und Theatervorstellungen für Kinder und Erwachsene ein. Außergewöhnlich und einzigartig wird während der Kunst- und Gartenmesse am dritten Sonntag im Juli die Aufführung des Theaterstückes „Die beglückte Schäferin Bellinde“ - von Uwe Hoppe frei nach einer Vorlage von 1718 für das Teatro zu Himmelkron geschrieben und zu dieser Zeit erstmals zum Namenstag des Markgrafen Georg Wilhelm gespielt. Das historische „Mailspiel“ ,zu dessen Zweck einst die historische Allee als Spielbahn diente, haben die Mitglieder des Förderkreises wieder ins Leben gerufen.

Tourismusmanagements. Einen breiten Bereich nehmen die Sprachen und die Allgemeinbildung ein sowie der wirtschaftswissenschaftliche Bereich. Interkulturelle Kompetenz und fundiertes kaufmännisches Wissen sind die Standbeine zukünftiger Führungskräfte im Bereich des Tourismus und der Gastronomie.


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Kostenlos eintauchen in die exotische Welt von idea – Familienfreikarten für das DschungelParadies in Neuenmarkt zu gewinnen Wollen Sie einen unvergleichlichen Tag oder ein nettes Wochenende erleben? Dann könnten Sie beispielsweise im Fichtelgebirge wandern, im Frankenwald radeln, die Oberpfalz oder Oberfranken erkunden, die Fränkische Schweiz oder das Obere Maintal besuchen. Egal wo Sie sich in diesen Regionen aufhalten – es lässt sich immer mit einem Abstecher zum einzigartigen idea

600 Mitarbeiter, zwei Neuinvestitionen, ein weiterer Umsatzrekord – Erfolgreicher Jahresabschluss für die Sandler AG 2013 erzielte der Vliesstoffhersteller aus Schwarzenbach a. Saale einen Umsatz von 274 Millionen Euro und produzierte am Unternehmensstandort knapp 100.000 Tonnen Vliesstoff – eine Umsatzsteigerung von rund 10 % zum Vorjahr. Das Sandler Team bekam 2013 Zuwachs: 600 Mitarbeiter sind nun am Firmensitz beschäftigt. Besonders die Marktsegmente Hygiene, Reinigungstücher und Automobil trugen im vergangenen Jahr maßgeblich zu diesem Erfolg bei. Mit einer 15 Mio. Euro Investition in die Vliesstoffstraße „VS 32“ wurden die Kapazitäten für die Fertigung technischer Vliesstoffe erweitert. Die neue Fertigungsanlage, von Sandler selbst konzipiert, produziert voluminöse Rollen- und Plattenware. Um die vom Markt geforderte Produktionsfle-

Landwirtschaftsausschuss für Öko-Energiepflanzen stimmt Förderung von Dauerkulturen zu Im Rahmen des Gesamtkonzepts „Nachwachsende Rohstoffe“ soll ein Pilotprojekt „Praxisanbau zum Einsatz der Becherpflanze (Silphium perfoliatum)“ gestartet werden, bei dem BiogasLandwirte in einem Modellversuch beim Anbau und Einsatz der Becherpflanze unterstützt werden. Damit würde ein aktuell lau-

DschungelParadies Neuenmarkt im Landkreis Kulmbach, verbinden. Möchten sie das idea DschungelParadies kennenlernen und die exotische Welt seiner vielen Bewohner erkunden? Das können sie mit etwas Glück sogar kostenlos haben: Wir verlosen zehn FamilienEintrittskarten. Schreiben sie eine Postkarte mit dem Stichwort „Familienausflug“ und dem Namen unserer Zeitschrift an: idea DschungelParadies Neuenmarkt, z. Hd. Frau Christine Ströhlein, Wirsberger Straße 12, 95339 Neuenmarkt. Teilnehmer per email senden bitte Stichwort und Zeitungsangabe sowie die eigene Postadresse an idea@dschungelparadies.de.

xibilität auch weiterhin sicherzustellen, investierte die Sandler AG 2013 weitere 2,5 Millionen Euro in den Ausbau des technischen Servicezentrums. Das Gebäude wurde zum Knotenpunkt der innerbetrieblichen Logistik und zum zentralen Lagerort für die Ersatz- und Verschleißteile, die den Fertigungsanlagen rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Diese Projekte bildeten den Abschluss einer fünfjährigen Investitionsserie, im Zuge derer die Sandler AG ihren Sitz in Schwarzenbach zu einem der weltweit größten Standorte für die faserbasierte Vliesstoffproduktion ausgebaut und 115 neue Arbeitsplätze geschaffen hat. Insgesamt über 60 Millionen Euro wurden in dieser Zeit investiert und damit ein Plan, der ursprünglich auf zehn Jahre ausgelegt war, in der Hälfte der Zeit umgesetzt.

fendes Pilotprojekt der Bioenergieregion Bayreuth auf ganz Bayern ausgeweitet. Dr. Pedro Gerstberger (Uni Bayreuth), der eigene Forschungen zur Becherpflanze betreibt und den Energiepflanzen-Feldversuch der Bioenergieregion Bayreuth fachlich begleitet, hat gemeinsam mit dem Bayerischen Jagdverband angeregt, die Becherpflanze in die KULAP-Förderung aufzunehmen. Diese Pflanze, so Gerstberger, fördere ja genau die Ziele des KULAP, nämlich den Wasser- und Klimaschutz sowie die Erosionsvermeidung. Der Vorstoß aus der Bioenergieregion Bayreuth fand parteiübergreifend politische Unterstützung. Durch eine entsprechende Förderung würde eine Alternative zum umstrittenen Maisanbau bieten. Hinsichtlich der hohen Schäden durch Wildschweine käme dies sowohl Landwirten wie Jägern entgegen.

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ECHTgemixt

Die Wirtschaftsregion Hochfranken e.V. hat neue Geschäftsstelle bezogen Der Umzug in eine neue Geschäftsstelle in der Hofer Bahnhofstraße markiert den Schlusspunkt einer zwei Jahre andauernden Neuerfindung des Vereins, denn in 2012 endete die Förderung durch die EU und zwei größere Sponsoren zogen sich zurück. Mehr als 50 Prozent des Budgets fielen damit weg. „Viele haben uns nicht zugetraut, dass wir den Umbau eines von Förderung abhängigen Vereins zu einer sich selbst tragenden Marketingagentur schaffen,“ sagt Jörg Raithel, seit 2012 Geschäftsführer des Regionalmarketingvereins. Doch die Zahl der Mitglieder hat sich seither fast verfünffacht, auf aktuell rund 250, darunter alle großen Unternehmen der Region. Das

Landesgartenschau Bayreuth – Bauarbeiten für Großprojekt Auensee beginnen Es ist ein lang gehegter Wunsch der Bayreuther und ein Großprojekt der Landesgartenschau 2016: die Schaffung eines Sees in unmittelbarer Innenstadtnähe. Nun wird diese Vision greifbare Realität: Nach Baustelleneinrichtung, Vermessung und oberflächlicher Entwässerung beginnen heute in der Oberen Mainaue die Aushubarbeiten für den künftigen Auensee. Mit einer Größe von zwei Hektar, einer Tiefe bis zu 2,80 Meter und seinen zwei Inseln ist der Auensee ein Schwerpunktvorhaben der Landesgartenschau. Die Erdarbeiten sind voraussichtlich im Sommer abgeschlossen. Nach anschließender Installation technischer Komponenten wie Überlauf- und Pumpwerk sorgen später Schilffelder für eine gehobene Wasserqualität des Gewässers, das sich überwiegend aus Grundwasser speist.

Die Zahl der Arbeitsplätze in Forchheim steigt weiter Zusätzliche 307 neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse sind 2013 in der Stadt Forchheim entstanden. Insgesamt haben laut der Bundesagentur für Arbeit 14.005 Personen einen Arbeitsplatz in der Stadt Forchheim. Mit den neuen Zahlen verfestigt sich der stabile Arbeitsmarkttrend der vergangenen Jahre. Seit 2007 stieg die Anzahl der Arbeitsplätze um 1.951, dies entspricht einem Anstieg um 16,19 Prozent. Vor allem das verarbeitende Gewerbe hat maßgeblich zur stabilen Entwick-

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ECHT Oberfranken

Team der Wirtschaftsregion Hochfranken ist nach zwischenzeitlicher Minimalbesetzung von anderthalb Stellen auf fünf Mitarbeiter gewachsen, drei davon fest angestellt. Der Verein kümmert sich nun insbesondere um die Vermarktung der Region als attraktiver Wirtschaftsraum. Zu den wichtigsten Projekten gehört die Herausgabe eines jährlichen Wirtschaftsmagazins, mit dem für die Berufschancen in der Region und die hiesigen Unternehmen geworben wird. Zusätzlich erscheint einmal im Monat ein Onlinenachrichtenmagazin, dass mittlerweile von regelmäßig mehr als 7.000 Lesern gelesen wird.

BamBär auf Europakurs – Eurographics jetzt mit dem Bamberger Teddybär Der beliebte Bamberger Teddybär, der BamBär, hängt ab sofort in vielen Kinderzimmern in ganz Europa. Der bei Teddy Hermann in Hirschaid produzierte Bamberger BamBär wurde als Motiv von Europas größtem Bilderverkäufer „Eurographics“ ausgewählt. Die drei unterschiedlichen Kunstmotive vom Bamberger BamBär wurden von der Ebinger Fotografin Doris Bärnreuther aufgelegt. Insgesamt wurde der drollige Teddybär auf drei unterschiedlichen Dekoprints von Doris Bärnreuther in Szene gesetzt. Der Teddybär vom Stadtmarketing Bamberg ist in der aktuellen Kollektion, im Fachhandel sowie im Internet käuflich zu erwerben. Der Teddybär wird bereits seit 8 Jahren vom Stadtmarketing Bamberg als jährliche Jubiläumsausgabe aufgelegt und im Bamberger Fachhandel verkauft.

lung mit zusätzlichen 510 Arbeitsplätzen beigetragen. Der Wirtschaftsstandort Forchheim etabliert sich damit eindeutig als zukunftsorientierter Industriestandort mit insgesamt rund 4.800 Beschäftigten in diesem Wirtschaftszweig. Bereits jetzt erfüllt die Stadt die wirtschaftspolitische Ausrichtung der Europäischen Union, dass bis zum Jahr 2020 rund 20 Prozent des Bruttoinlandsproduktes der Europäischen Union durch die Industrie erwirtschaftet werden soll. Ein weiterer positiver Nebeneffekt zu der Arbeitsmarktentwicklung sind die Rekordeinnahmen bei der Gewerbesteuer in Höhe von 10,566 Mio. Euro und bei der Einkommenssteuer in Höhe von 14,716 Mio. Euro im Jahr 2013.


ECHTgemixt Knopf Lokomotive „Emma“ von der Insel Lummerland nach China und die berühmte Lok selbst werden in den eigenen Werkstätten angefertigt. Der vielfach ausgezeichnete Bühnenbildner Peter Engel, ein gebürtiger Arzberger, der mit seinem feinen Humor seit 2007 die Naturbühne immer wieder so wunderbar phantasievoll verwandelt, entwirft die Phantasiewelt zu „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“.

Winterschlaf auf der Luisenburg beendet Der Winter war kurz und die Umbauarbeiten auf der Freilichtbühne Luisenburg bei Wunsiedel sind heuer abgeschlossen, die hauseigene Bühnentechnik kann sich jetzt ganz auf den Bau der neuen Dekorationen konzentrieren. Die Fahrstrecken der Jim

Auch Intendant Michael Lerchenberg baut diesmal mit, denn er macht selbst das Bühnenbild für seine Inszenierung des Volksstücks „Glaube und Heimat“ des Tirolers Karl Schönherr. Auf www.luisenburg-aktuell.de erzählt Michael Lerchenberg in einem neuen Trailer über die Stücke der Spielzeit 2014 und zeigt ein bisschen mehr von der Bauprobe zu „Glaube und Heimat“.

„Mit uns kommen Sie weiter“ – Landkreis Hof in München Wer die Landeshauptstadt München besucht, kann einen Abstecher ins Haus der Bayerischen Landkreise in der KardinalDöpfner-Straße 8 machen. Dort präsentiert sich derzeit der Landkreis Hof zusammen mit sieben namhaften Firmen mit der Ausstellung „Mit uns kommen Sie weiter!“ Gemeinsam vermitteln sie die Leistungsfähigkeit des Landkreises an der nördlichen Spitze Bayerns.

Innovationspreis 2014 für Roboterarm – Klinik Hohe Warte Bayreuth testet neue Technik

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Die Deutsche Stiftung Querschnittlähmung (DSQ) vergibt jedes Jahr einen Innovationspreis an ein Projekt, eine Maßnahme oder technische Entwicklung, die die Lebensqualität Querschnittgelähmter erhöht. Bei der diesjährigen Preisverleihung in München erhielt die kanadische Firma Kinova Robotics für die Entwicklung des Roboterarmes „Jaco“ den mit 5.000 Euro dotierten DSQ Innovationspreis. Bereits im Sommer 2013 testeten die Therapeuten der Klinik Hohen Warte mit ihren Patienten diese moderne Technologie. Den Zugang zu klinischen Erprobungen von Hightech-Hilfsmitteln hat die Bayreuther Klinik für Querschnittgelähmte dank ihrer wissenschaftlichen Reputation. Sie ist eines der größten deutschen Zentren für Querschnittbehandlungen, in dem jedes Jahr rund 100 Patienten mit frisch eingetretenen Querschnittlähmungen behandelt werden.

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Kinderuni Bayreuth – Spinat, Spaghetti, Sojasprossen – Essen ist entweder lecker oder gesund!? Hände weg vom Hamburger! Das gesunde Pausenbrot! Warum wollen eure Eltern eigentlich, dass ihr viel Paprika, aber wenig Pommes esst? Was ist drin in unseren Nahrungsmitteln? Wo kommen sie her? Wie wirkt das Essen auf uns? Wir unternehmen einen Streifzug zu den Feldern, durch die Küche, über die Teller und in unseren Körper hinein. All diese und noch viel mehr Fragen beantwortet Professor Dr.

Fünf Gemeinden der oberfränkischen Landkreise Bayreuth und Kulmbach basteln gemeinsam an der Energiewende Die Energieagentur Nordbayern GmbH hat das Konzept entwickelt. Es beinhaltet eine Bestandsaufnahme zur derzeitigen Energieversorgung und einen Fahrplan für die Umsetzung der Energiewende auf kommunaler Ebene. Zu den konkreten Schritten zählen Investitionen in Sanierungsmaßnahmen und den Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung sowie Vorträgen und Aktionen zur Motivation von Bürgern und Unternehmen. Mit Biomasse, Photovoltaik, Windkraft und mit Wasserkraft in Bad Berneck könnte der Strombedarf in den Gemeinden rechnerisch mehr als gedeckt werden, selbst wenn die Nutzung der vorhandenen Windkraftpotenziale durch die aktuellen Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung nicht möglich sein sollte, bliebe noch immer ein Überschuss an erneuerbarer Energie. Zentrale Projekte sind dabei in allen beteiligten Kommunen (Himmelkron, Marktschorgast, Neuenmarkt, Bad Berneck und Goldkronach) Nahwärmenetze oder gemeinsame Wärmeversorgungen.

Wissen, wo der Pfeffer wächst – Qualifizierung zum Gewürz-Sommelier startet in Kulmbach Eine Weiterbildung – mit allen Sinnen – absolvieren ab sofort 15 Fachleute aus der Nahrungsmittelbranche. Die Qualifizierung zum Gewürz-Sommelier, die in dieser Form einmalig ist, startet in Kulmbach. An insgesamt zehn Tagen erwerben die Teilnehmer bis zu ihrer Prüfung im Juni 2014 ein umfangreiches Gewürz-Wissen in Theorie und Praxis. Mit diesem fachlichen Rüstzeug haben die Teilnehmer die Grundlagen, in ihren Berufen Gewürze und Kräuter neu einzusetzen sowie ein hohes Beratungsniveau an den Tag zu legen. Ins Leben gerufen hat die Qualifizierung das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn). Die Nachfrage ist enorm, so dass es für den nächsten Kurs, der

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ECHT Oberfranken

Stephan Clemens vom Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie – wenn ihr Kinder ihn wählt. Zehn Professorinnen und Professoren der Universität Bayreuth machen euch Vorschläge für Kindervorlesungen aus ihrem Fachgebiet für die Kinderuni, die zwischen Pfingsten und den Sommerferien stattfindet. Ihr habt die Wahl: Sucht bitte die vier spannendsten Themen aus. Die KinderUni findet ihr im Internet unter http://www.kinderuni. uni-bayreuth.de. Was sich die Professorinnen und Professoren für Euch einfallen ließen, seht Ihr unter http://www.kinderuni. uni-bayreuth.de/de/abstimmliste/index.php. Gefällt Euch ein Thema, setzt bitte einfach einen Haken in das Kästchen vor der jeweiligen Vortragsbeschreibung.

Zweitbestes Tourismus-Jahr der Stadtgeschichte Bambergs Der Tourismus in Bamberg hat 2013 seine Position auf hohem Niveau gefestigt. Zwar gingen die Übernachtungszahlen nach dem Ausnahmejahr 2012 (Landesgartenschau und Domjubiläum) zurück, dennoch bleibt unter dem Strich das zweitbeste Tourismus-Jahr der Stadtgeschichte. Insgesamt wurden 522.116 Übernachtungen und 298.598 Gästeankünfte im Jahresverlauf registriert. Bamberg bleibt die führende Tourismusdestination in Oberfranken. Der florierende Tourismus ist für den regionalen Arbeitsmarkt von enormer Bedeutung. Rund 5.000 Jobs hängen davon ab.

im Frühjahr 2015 stattfinden soll, bereits eine Warteliste gibt. Voraussetzung für die Teilnahme sind eine abgeschlossene Lehre im Lebensmittelhandwerk, Lebensmittelhandel oder in der Gastronomie bzw. fünf Jahre praktische Erfahrung im Bäckerbzw. Metzgerhandwerk oder in der Gastronomie.

Koch Michael Kohlmann (rechts) erklärt den angehenden Gewürz-Sommeliers, welche Unterschiede es bei den verschiedenen Pfeffersorten gibt.


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MENSCHEN UND KULTUR

Revolution ...

Illustration: Wolf Hartmann

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MENSCHEN UND KULTUR

... made in Oberfranken! Gegen energiepolitische Schlafmützen! Glosse von Klaus Wührl, dem Hausmann

G

emeinhin eilt Fränkin und Franke weniger der Ruf eines Energiebündels voraus, denn vielmehr der eines Lebewesens im Niedrig-Energie-Status. Darum gilt weithin die Überzeugung, dass Oberfranken kaum als Keimzelle einer Revolution in Frage kommt. Mit diesem – wie Insider wissen: vollkommen ungerechtfertigten – Vorurteil räumt Oberfranken derzeit gründlich auf.

Auslöser der revolutionären Umtriebe ist ein Informationsdefizit bezüglich der Entstehung von elektrischer Energie. So hat König Horst der Erste und Letze kürzlich dekretiert, dass eine Energiewende gar nicht nötig sei, weil der Strom aus der Steckdose käme und die sei reine Privatsache. Jegliche andere Form von Energie, ob gewendet oder nicht, sei grundsätzlich abzulehnen. Windräder sind hässlich und laut, Sonnenkollektoren zerstören die Naturschönheiten neben den Standstreifen der Autobahnen, Wasserkraft ist erstens nass, zweitens langweilig und drittens haben Wasser und Strom noch nie zusammengepasst. Jedes Kind weiß doch, dass man zum Beispiel einen Fön nicht mit in die Badewanne nehmen soll! Und Strom an sich wäre zwar okay, aber dass der jetzt ausgerechnet durch Leitungen geliefert werden soll, ist zumindest ein bisschen unschön. Darum kommt, wie eingangs erwähnt, der Strom in Oberbayern ab sofort ausschließlich aus

der Steckdose und der Rest ist uns, respektive all denen, die ausschließlich sich für „uns“ halten, egal.

„Wir machen unseren Strom selber!“ Noch vor wenigen Jahren hätten der Oberfranke und die Oberfränkin dem in blindem Gehorsam zugestimmt. Wenn‘s der König aus Oberbayern sagt, dann muss es ja wahr sein. Und wenn es so sein muss, dass wir in Oberfranken dabei die Verlierer sind, dann erlauben wir uns zwar ein stilles Murren an den wohlgedeckten Tischen unserer reichhaltig vorhandenen Brauereigaststätten, aber letztlich geben wir unseren Sempft zu die Brodwärschd und bleiben ansonsten so devot, wie es der König gerne hat. So war es, so ist es und so wird es immer sein! Genau das dachten die im Land, wo der Strom aus den Steckdosen kommt und das energiepolitische Denken offenbar auch nicht wesentlich darüber hinausreicht. Dass jetzt alles anders ist, ist definitiv eine Revolution. Eine einigermaßen friedliche und stille zwar, aber deswegen nicht weniger eine echte, handfeste und einige Grundfesten erschütternde Revolution: Oberfranken in Gestalt seiner Oberfränkinnen und Oberfranken begehrt auf! Denn die Oberfranken haben es satt, für die selbstgefällige Verschlafenheit einiger voralpiner Flachlandbewohner die Zeche zahlen zu müssen. Hierzulande hat die Energiewende hervorragend

funktioniert, weil – ganz gleich, ob in Haupt- oder Mittelschule, R4 oder R6, G8 oder G9 gebildet – die Menschen begriffen haben, dass der Strom eben nicht aus der Steckdose kommt, sondern irgendwie vom Ort der Entstehung zum Ort des Verbrauchs kommen muss. Darum haben die Bürgerinnen hier – Verspargelung hin oder her – das Heft in die Hand genommen, haben dezentrale Energieanlagen, oft noch dazu in Bürgerhand, geplant und gebaut. So wird nicht nur die Energie vor Ort produziert, sondern die Wertschöpfung kommt auch den Bürgern direkt in der Region zugute. Und klug, wie wir Oberfranken offenbar sind, wissen wir auch, dass, wenn Strom zum Beispiel von der Küste kommt, es dafür Leitungen braucht. Aber Leitungen, die nicht an der Küste anfangen, sondern in unmittelbarer Nähe zu Braunkohlekraftwerken, machen uns diesbezüglich misstrauisch. Ebenso, wie die Tatsache, dass diese Leitungen den Strom nicht zu uns bringen, sondern nur durch uns durch schicken wollen. Als potenzielles Stromtransitland wäre Oberfranken das Polster, auf dem energiepolitische Schlafmützen aus anderen Gegenden ihre dumpfen Häupter zu Ruhe betten wollten. Und da sagt Oberfranken laut und vernehmlich Nein. Aus den vermeintlich energiearmen Oberfranken werden mit einem Mal selbstbewusste Energierevolutionäre. Oberfranken erwacht und München staunt. Hut ab vor eurer Energie, ihr Oberfranken! n

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HOCHSCHULE UND BILDUNG

Sie wollen doch nur spielen – Bayreuther Medienwissenschaftler machen Game-Designer fit von Stefan Linß © Nintendo

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ECHT Oberfranken


D

er Urquell aller technischen Errungenschaften ist die göttliche Neugier und der Spieltrieb des bas„ telnden und grübelnden Forschers und nicht minder die konstruktive Phantasie des technischen Erfinders“, sagte Albert Einstein bei der Eröffnung der Funkausstellung 1930. Wie Recht das Genie hatte, beweisen die Medienwissenschaftler der Universität Bayreuth jeden Tag aufs Neue. Sie leben ihren Spieltrieb in der modernsten Form aus, erschaffen am Computer neue Welten, forschen an digitalen Effekten und setzen ihre Einfälle in die Praxis um. Die Freude an der Technik und ihre Lust am Spielen haben die Studenten beim „Global Game Jam“ bewiesen, einem weltweiten Wettbewerb für Videospiele. Innerhalb von 48 Stunden sind in Bayreuth originelle Sequenzen und spannende Ideen entstanden. Futuristisch sieht die Arbeit von Thomas Terebesi (23) und Philipp Haderdauer (21) aus. Kein Wunder, denn ihr Spiel funktioniert mit einer völlig neuartigen Brille, in der eine dreidimensionale Umgebung erzeugt wird. Den Prototyp haben sich die beiden Medienwissenschaftler eigens für den „Global Game Jam“ in den USA bestellt. „Für jedes Auge wird ein eigenes Bild generiert. Sensoren registrieren, wohin sich der Blick richtet“, erklärt Terebesi die Funktionsweise. Zielsicher bewegt er sich mit seiner Spielfigur durch die bunte 3D-Welt, die er selbst modelliert hat. „Es macht einfach Spaß“, sagt der Student, der aus der Nähe von Koblenz stammt und für sein Studium der Medienwissenschaft Bayreuth mit Bedacht gewählt hat. Denn nur dort werden Computerspiele schwerpunktmäßig erforscht.

Im Fernsehstudio produzieren die Medienwissenschaftler ihr eigenes Spiele-Magazin. Die Studenten (von links) Leonie Goller, Lisa Mallory, Tim Schönenberger und Stefanie Zink haben viel Spaß daran.

Kulmbacher Schüler haben gemeinsam mit der Uni Bayreuth ein Spieleprojekt mit Lego-Robotern umgesetzt.

Spiele für alle

Roboter auf Lego-Basis

Später beruflich Spiele zu entwickeln, ist Terebesis Traum. Vielleicht wird er bald wahr. Wettbewerbe wie der „Global Game Jam“ können ein Sprungbrett sein. Regelmäßig sind dort Mitarbeiter der großen Spielefirmen unterwegs, um Talente zu finden.

Die Branche boomt. Was in den 80er-Jahren mit den ersten Videospielen begann, hat sich längst zu einem gewaltigen Wirtschaftszweig entwickelt. Die Games-Industrie bleibt ein Wachstumsmarkt, denn mittlerweile spielen fast alle. Senioren werfen am Bildschirm virtuelle Kegel um und fördern damit ihre Beweglichkeit. Schon auf die Kleinsten wartet im Kindergarten hochmodernes Spielzeug. Der Computer ist dort längst zu einem Lernmittel geworden, hat das bayerische Staatsinstitut für Frühpädagogik festgestellt. „Das Medium Spiele wird immer mainstreamkompatibler“, sagt Dr. Stefan Werning, der an der Uni Bayreuth derzeit die Professur für Digitale und Audiovisuelle Medien vertritt. Videospiele sind nicht mehr bloßer Freizeitspaß für Jugendliche, sondern mittlerweile für die gesamte Gesellschaft interessant. Es ist kein Zufall, dass die Sportwissenschaftler der Uni bei Stefan Werning anfragen und sich nach Trainingsspielen erkundigen. Der Sportler überträgt seine Bewegungen im frei-

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Das Basteln im interaktiven Labor gehört für Dr. Stefan Werning und seine Studenten zum Uni-Alltag.

Mit einer neuartigen 3D-Brille bewegen sich die Studenten in virtuellen Welten.

en Raum an die Spielekonsole und kann auf dem Bildschirm sofort sehen, ob er alles richtig macht. Spielerisch steigert er damit Fitness und Technik. Auch die Bayreuther Informatiker haben viele Schnittstellen mit den Computerspiel-Experten aus dem Bereich Medienwissenschaft. Zuletzt hat der Lehrstuhl für Angewandte Informatik in einem Projekt mit Kulmbacher Schülern die Themen Roboter-Technik und Videogames miteinander verknüpft. Robotik-Spezialist Johannes Baumgartl baute mit Elftklässlern des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums den Klassiker „Pacman“ nach. In dem Computerspiel muss „Pacman“ in einem Labyrinth Punkte einsammeln und darf dabei nicht von Geistern geschnappt werden. Baumgartl und die Schüler haben das Konzept in die Realität übertragen. Programmierte LegoRoboter bewegen sich vollautomatisch in einem eineinhalb Quadratmeter großen Labyrinth. Was die Schüler spielerisch umgesetzt haben, findet sich im größeren Maßstab in industriellen Fertigungsstraßen. „Es funktioniert nach demselben Prinzip“, sagt der Informatiker. In den modernen Produktionsanlagen sind Roboter nicht mehr wegzudenken. Am Anfang stand die Spielerei, und frei nach Einstein ersann der grübelnde Forscher dank seiner Fantasie den praktischen Nutzen. Technische Spielereien erfüllen auch vermeintlich simplere Zwecke. Sie machen Spaß, bringen Zerstreuung, fördern zudem die Konzentration. Student Philipp Haderdauer ist mit Super Mario aufgewachsen. Auch seine Kommilitonin

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ECHT Oberfranken

Robotik-Spezialist Johannes Baumgartl hat ein Computerspiel in die Realität übertragen.

Stefanie Zink spielt leidenschaftlich gerne seit vielen Jahren. „Ich freue mich auf das Programmieren im zweiten Semester“, sagt die 22-Jährige. Sie stammt aus dem Necker-Odenwald-Kreis, in Bayreuth wurde sie dank vieler Gleichgesinnter schnell heimisch. Der Bachelorstudiengang Medienwissenschaft ist noch recht jung. Die ersten 45 Studenten haben zum Wintersemester 2011/2012 begonnen. Seitdem gibt einen ständigen Zuwachs. Aktuell sind 80 Erstsemester eingeschrieben, der Anteil männlicher und weiblicher Studenten hält sich die Waage. Viele wählen als ihren Schwerpunkt Computerspiele aus. Auf das relativ neue Genre haben sich die Medienwissenschaftler spezialisiert und Bayreuth bereits zur Hochburg der Spieleforschung gemacht, ohne dabei die klassischen Themen Film und Fernsehen sowie Online-Medien und Apps zu vernachlässigen. Das Studium umfasst explizit auch die Medienpraxis. Den Studenten steht neben einem interaktiven Labor beispielsweise ein Fernsehstudio zur Verfügung. Der gebürtige Stuttgarter Tim Schönenberger (22) produziert dort zusammen Lisa Mallory (23) und weiteren Kommilitonen die Sendung „Level UB“. Sie ist im Internet unter dispositiv.unibayreuth.de zu finden. „Diese praktische Arbeit ist mir sehr wichtig“, sagt Schönenberger. Die künftigen Arbeitgeber sehen, dass die Bayreuther Studenten technisch fit sind. „In den nächsten Jahren wird sich zeigen, welche neuen Berufsfelder sich für unsere Absolventen noch auftun“, sagt Dr. Werning. „Digitale Spiele sind attraktiv, weil damit Geschichten erzählt werden.“ Immer mehr wollen diese Geschichten erleben. Der Medien-


Thomas Terebesi (links) und Philipp Haderdauer entwickeln kreative Ideen für neue Computerspiele. © Nintendo

wissenschaftler spricht von einer weltweit wachsenden Nachfrage nach Computerspielen. Der große Trend zum mobilen Endgerät bringt die Branche einen großen Schritt voran. Wer spielen will, muss nicht mehr vor dem PC oder der Konsole am Fernseher sitzen, sondern kann die virtuelle Welt am Smartphone oder Tab-

letcomputer überall mit hinnehmen. Die großen Firmen brauchen Fachkräfte, um ihren Kunden in dem schnelllebigen Markt immer neue Produkte anbieten zu können. Den Nachwuchs an der Uni Bayreuth freut sich auf neue Herausforderungen. Denn die Gamedesigner und Spieleproduzenten der Zukunft haben genug Ideen. Ihr Spieltrieb ist gerade erst geweckt. n

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30 Jahre Jugendsymphonieorchester Oberfranken –

Talentschmiede will die Oper wagen von Stefan Linß

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achwuchsmusiker aus der Region arbeiten gemeinsam an ihrem großen Ziel: Zum 30-jährigen Bestehen des Jugendsymphonieorchesters Oberfranken wollen sie eine Oper aufführen. Talent hat jeder. Davon ist Dirigent Till Fabian Weser überzeugt. „Wie sich junge Musiker entwickeln, hängt von ihrer Förderung ab“, sagt der Leiter des Jugendsymphonieorchesters Oberfranken (JSO). In der Karwoche Mitte April lädt er die größten Nachwuchstalente der Region wieder ins Schullandheim und Kurzentrum Weißenstadt ein. Für die jungen Menschen ist das Treffen in familiärer Atmosphäre viel mehr als nur ein Förderprogramm. Sie nähern sich der klassischen Musik auf eine ganz intensive Art und Weise.

Eigentlich gilt für die Teilnehmer ein Mindestalter von 14 Jahren. Querflötistin Margarethe Geigerhilk war als Elfjährige zum ersten Mal dabei. „Obwohl ich die Jüngste war, haben mich sofort alle super aufgenommen“, erinnert sie sich. Die Kronacherin ist mittlerweile 16 Jahre alt und besucht das Musikgymnasium Weimar und über das Hochbegabtenzentrum die Universität. Ihre Freude auf die ereignisreichen Osterferien beim JSO in der oberfränkischen Heimat ist riesig. 80 junge Menschen aus der Region kommen zusammen, um auf hohem Niveau gemeinsam zu üben. „Die Musikstücke sind schwer begreifbar“, sagt Margarethe Geigerhilk, aber sie ist überzeugt: „Es wird wieder super.“


MENSCHEN UND KULTUR

30 Jahre Jugendsymphonieorchester Oberfranken: Durch die zeitlos-schwarze Kleidung der Musikerinnen und Musiker verschwimmt der lange Zeitraum, der zwischen den Fotos liegt.

Zehn erfahrene Dozenten nehmen sich Zeit, die Teilnehmer behutsam an die Partituren heranzuführen. Für jede Instrumentengruppe steht ein eigener Lehrer bereit. Sornitza Baharova von den Nürnberger Philharmonikern bildet an der Violine aus. Die gebürtige Bulgarin ist Konzertmeisterin des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz und war von 1997 bis 2004 selbst Mitglied des Jugendsymphonieorchesters Oberfranken. Sie bezeichnet das JSO als „eine tolle Woche mit wunderbarer Musik, Freunden und Party“. Das gemeinsame Feiern kommt traditionell nicht zu kurz, aber im Mittelpunkt steht die musikalische Herausforderung. Till Fabian Weser hat 2012 die Leitung von Raoul Grüneis übernommen. Im 30. Jubiläumsjahr des Jugendsymphonieorchesters will der Dirigent sein junges Orchester jetzt an die Welt der Oper heranführen. „Als Musiker ist es immer mein Ziel, dass wir uns verbessern“, sagt Weser. Er ist Mitglied der Bamberger Symphoniker und leitet die Sommer-Oper Bamberg. Das Jugendsymphonieorchester liegt ihm sehr am Herzen. Nachwuchsprobleme gibt es auch dort, umso wichtiger sei es, auf die

Jugendlichen zuzugehen. Mit einem frischeren Auftreten nach außen ist der erste Schritt dafür getan: Das JSO hat ein neues Logo, eine attraktivere Internetseite und ist im sozialen Netzwerk Facebook aktiv.

Musikalisch geprägt fürs Leben Ganz klassisch fällt das diesjährige Programm aus. Die oberfränkischen Talente üben in dem einwöchigen Kurs anspruchsvolle Stücke und dürfen ihr Können danach dem Publikum präsentieren. Aaron Coplands „Fanfare for the common man“ und „Letter from home“, George Gershwins „An American in Paris“ sowie Auszüge aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet und der Boléro von Maurice Ravel sind bei den Abschlusskonzerten zu hören. Sie finden statt am 19. April, 15 Uhr, in der Freiheitshalle Hof, am 20. April, 17.30 Uhr, im Kongresshaus Rosengarten Coburg und am 21. April, 17.30 Uhr, in der Aurachtalhalle Stegaurach. Wenn sich das JSO trifft, ist es seit jeher von einem besonderen Flair umgeben. „Alle sind motiviert, spielen toll und

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MENSCHEN UND KULTUR

„Wie sich junge Talente entwickeln, hängt ganz wesentlich von ihrer Förderung ab“, weiß Dirigent Till Fabian Weser aus seiner langjährigen Erfahrung.

Vor allem für die stolzen Eltern ist jedes Konzert des Jugendsymphonieorchesters ein ganz besonderes Ereignis. Für viele der talentierten Sprößliche wird die Musik lebenslange Bereicherung bleiben. Andere machen sie zum Beruf. Und wenigen ist eine Karriere vorgezeichnet. Einer von ihnen ist Dirigent Axel Kober aus Kronach-Steinwiesen, der vergangenes Jahr den Tannhäuser in Bayreuth dirigierte. Links Querflötistin Margarethe Geigerhilk, heute 16, war als Elfjährige zum ersten Mal dabei.

ziehen sich gegenseitig mit“, sagt Dirigent Weser, der vom Schulorchester bis zum Bundesjugendorchester viele Kollektive erlebt. „An derselben Sache zu arbeiten, schmiedet zusammen und prägt die Menschen.“ Das kann Hella Klumpp bestätigen. „Bei uns geht es sehr familiär zu“, verrät die Projektorganisatorin vom Sing- und Musikschulwerk Oberfranken aus Kronach. Die 73-Jährige ist die gute Seele des JSO und seit 1995 dabei. Damals hatte Howard Golden das von Professor Dr. Günther Weiß gegründete Orchester übernommen. Während der Probewoche in Weißenstadt lernen manche Teilnehmer nicht nur die klassische Musik schätzen, sagt Hella Klumpp. Auch Verliebte haben dort schon zusammengefunden. Der junge Trompeter und die Posaunenspielerin sind heute noch ein Paar. Das JSO ist ein Projekt von Haus Marteau, der Internationalen Musikbegegnungsstätte des Bezirks Oberfranken. In den vergangenen 30 Jahren haben mehrere Teilnehmer aus der oberfränkischen Talentschmiede den Sprung zum Profimu74

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siker geschafft. Darunter ist der Kronacher Axel Kober, der von 1984 bis 1987 dem JSO angehörte und heute als Generalmusikdirektor an der Deutschen Oper am Rhein tätig ist. Im vergangenen Jahr dirigierte er in Bayreuth den „Tannhäuser“. Er denkt noch heute sehr gern an seine Zeit im Jugendsymphonieorchester zurück. „Die Freude an der Musik, die Ernsthaftigkeit der Arbeit und das Bewusstsein, dass gute Musik nicht von einzelnen Stars, sondern von der Mitwirkung aller abhängt, haben mich geprägt.“ Auch die 17-jährige Verena Trottmann aus Kulmbach hat den Traum, später einmal die Musik zu ihrem Beruf zu machen. Sie spielt seit zehn Jahren Geige und darf erneut nach Weißenstadt fahren. „Ich interessiere mich für Musikmanagement und kann mir vorstellen, in einem Konzerthaus zu arbeiten“, sagt die Gymnasiastin. Gleichgesinnte aus ganz Oberfranken zu treffen, mache die Zeit im Jugendsymphonieorchester zu etwas Besonderem. Dass es anstrengend wird, sei kein Problem, denn die Liebe zur Musik ist groß. n Fotos: Bezirk Oberfranken


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Umzugsunternehmer Bernd Büttner beim Nachmittagskaffee mit drei der insgesamt vier Bewohner, die in dem großzügigen Mehrfamilienhaus am Rauscherberg in Glosberg leben: Adolf Löffler mit seinem Dackel Max, Karin Kestel mit Pudelhündin Uli und Gerda Füg.

Hier lässt sich der Sommer genießen.

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MENSCHEN

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s geistert bereits seit Jahren durch Medienartikel, Statistiken und Nachrichten, das Schlagwort „Demografischer Wandel“ und die damit einhergehende „Demografische Entwicklung“. Sie verheißen Unheilvolles wie etwa Überalterung der Gesellschaft, Kostenexplosionen im Gesundheitswesen und das Bild einer vereinsamten Seniorengeneration. Tatsache oder Angstmache? Viele Prognosen treffen bereits jetzt schon zu, deshalb ist es wichtig, frühzeitig Lösungen und Alternativen zu finden. Einer, der seine Vision vom Leben im Rentenalter bereits verwirklicht hat, ist der Kronacher Umzugsunternehmer Bernd Büttner: Nachdem er beruflich miterlebt hat, welches Schicksal alte Menschen ohne familiäre Hilfe erleiden können, hat er eine langgehegte Idee in die Tat umgesetzt. 2008 kaufte er die alte Schule im schönen Walfahrtsort Glosberg und baute sie zu einer Seniorenresidenz aus, wo ältere Menschen aus ganz Deutschland leben. Einzige Voraussetzung für die Bewohner: sie sollten Spaß daran haben, in einer aktiven Gemeinschaft zu leben. Der antike Tisch im Gemeinschaftsraum ist reich gedeckt: Käse- und Apfelkuchen und frisch gekochter Kaffee stehen bereit. Zwischen Tassen und Tellern leuchten bunte Frühlingsblumen. Im offenen Kamin prasselt ein Feuer und gibt eine angenehm trockene Wärme an den Raum ab. Früher lernten die Dorfkinder in dem saalähnlichen Raum Lesen, Schreiben und Rechnen, heute feiern die Bewohner der Seniorenwohnanlage am Rauscherberg dort gemeinsam Geburtstage, Jubiläen und Festtage oder sitzen einfach gemütlich bei einem Tässchen Kaffee beisammen. Karin Kestel und Adolf Löffler, beide Residenzbewohner, sind Hundefans und haben mit ihren Lieblingen Max, einem stattlichen Dackelrüden und der Pudeldame Uli auf dem Biedermeiersofa Platz genommen. Gerda Füg, die gerade aus dem Krankenhaus zurückgekehrt

ist, schenkt Kaffee ein. Sie ist froh nach ihrem stationären Klinikaufenthalt endlich wieder Zuhause zu sein. Das Herz habe ihr zu schaffen gemacht, verrät sie. Die Kaffeerunde ist bester Laune, es wird gescherzt und erzählt, was Gerda im ruhigen Glosberg während ihrer Abwesenheit verpasst hat.

Gemeinschaft ist Lebensqualität „Ich habe hier eine tolle Gemeinschaft gefunden“, sagt Adolf Löffler spontan. Er ist der sprichwörtliche „Hahn im Korb“, aber als einziger Mann neben drei weiblichen Bewohnerinnen fühlt er sich sichtlich wohl: „Unsere Gemeinschaft ist das Beste, was mir passieren konnte“, gibt der ehemalige Lokführer und Ausbilder zu. Schwere Zeiten liegen hinter ihm: Nach einer Herzoperation im Jahre 2012 scheiterte die langjährige Ehe mit seiner Frau. Der 76-Jährige musste sich der neuen Situation stellen, verkaufte die Eigentumswohnung in Nürnberg und begann ein neues Leben in Glosberg. Alle Mitbewohner im Haus kamen mit einer bewegten Vergangenheit im Gepäck am Rauscherberg an. Viele Erlebnisse oder überstandene Krankheiten verbinden die kleine Gruppe. „Wenn etwas nicht funktioniert, helfen wir uns und wenn wir nichts voneinander hören, schaut jeder nach dem anderen“, erklärt Gerda Füg die Regeln. Jeder Bewohner verfügt über seine eigene Wohnung als Rückzugsort, die mit allen Annehmlichkeiten, wie Bad, Küche, Balkon oder Terrasse und teilweise sogar mit Kamin ausgestattet ist. Wer Zeit für sich braucht oder einfach seine Ruhe haben möchte, hängt ein Schild mit der entsprechenden Information an die Tür. Unkompliziert ist Jeder Bewohner am Rauscherberg hat einen eigenen kleinen Gartenabschnitt, den er oder sie ganz nach Bedarf oder eigenen Ideen bewirtschaften kann. Im Keller gibt es einen eigens eingerichteten Raum für die Hobby-Gärtner und ihre Utensilien.


Ob Menschen oder tierische Mitbewohner, alle haben in Glosberg eine neue Heimat gefunden.

Das Schicksal seines Freundes Karl-Heinz Oswald bewegte den Hausherrn Bernd Büttner so sehr, dass er beschließt, einen Ort für ältere Menschen zu schaffen, wo sie sich geborgen fühlen und wie in einer Familie leben können.

der Umgang aller Bewohner im Haus, kommunikativ und freundschaftlich. „Mein Sohn lebt in Berlin und kann mich einfach nicht so oft besuchen“, erzählt Gerda Füg, die selbst 30 Jahre in der Landeshauptstadt gelebt und gearbeitet hat. Mit ihrem Mann hatte sie geplant zum Renteneintritt zurück in die oberfränkische Heimat zu kehren. Doch kurz nachdem das Paar von Berlin nach Kronach umgesiedelt war, verstarb ihr Ehemann plötzlich. Für die heute 68-Jährige ist die Wohnanlage am Rauscherberg ein Zufluchtsort geworden, einer in dem sie das Leben wieder genießen kann. Ins hektische Berlin wollte sie nicht zurückziehen. „Wir verstehen uns hier wirklich gut, dass hat mir sehr über mein Schicksal hinweg geholfen“, sagt sie rückblickend. Sie genießt es, immer einen Ansprechpartner im Haus anzutreffen und sich abends zu Gesellschaftsspielen zu treffen. „Wir kochen mittags und essen gemeinsam“, erzählt sie. Nur der Adolf nicht, weil er nie gelernt habe eine Mahlzeit zu zubereiten. Für die Kochkünste seiner Mitbewohnerinnen, die er sehr genießt, revanchiert sich der charmante 76-Jährige als Chauffeur für seine Damen. Am Rauscherberg herrscht ein aktives Miteinander, auch gemeinsame Familienfeiern, Lesungen oder Faschingsveranstaltungen werden organisiert. „Jemanden, der eine Mauer aufbaut, den brauchen wir hier nicht“, erklärt Karin Kestel und streichelt ihre Pudelhündin, trotzdem habe jeder seine individuellen Freiheiten und Lebensgewohnheiten.

Niemand darf dahinvegetieren Das Wohnkonzept am Rauscherberg im hübschen Wallfahrtsort Glosberg haben die Senioren ihrem „Bub“ zu verdanken, wie sie Hausbesitzer Bernd Büttner gerne nennen. Der „Bub“ – in Kronach schlicht als „Umzugsbüttner“ bekannt – ist Frankenwälder mit Leib und Seele. Der Unternehmer liebt die landschaftlich reizvolle Gegend rund

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www.Kulmbacher-Land.com Termine um seine Heimatstadt Kronach. Beruflich organisiert er Umzüge, auch welche von Senioren aus ganz Deutschland in den Landkreis Kronach. Amtlich angeordnete Zwangsräumungen gehören ebenfalls zu seinen Aufträgen. Bei seinen Einsätzen wurde er Zeuge schlimmer Schicksale, gerade bei112 älteren ohne FamilienmmMenschen hoch anschluss, die nach der Zwangsräumung in Altenheime oder manchmal auch in geschlossene Anstalten umgesiedelt wurden. Bilder, die Bernd Büttner nicht mehr vergessen kann. „Meine innerliche Einstellung zu Senioren hat sich dadurch sehr verändert. Ich wollte unbedingt etwas mit einem anderen Niveau für diese Menschen schaffen“, erinnert er sich heute. Einer der Menschen, die ihn nachdrücklich beeindruckt haben, war der ehemalige Chefredakteur einer örtlichen Lokalzeitung Karl-Heinz Oswald, den er bei einer Zwangsräumung vor 18 Jahren unter widrigen Bedingungen kennenlernte. Oswald befand sich beim Entleeren der Wohnung in einer extrem schlechten, körperlichen Verfassung. Bernd Büttner beginnt ein Gespräch mit ihm und ist von dem scharfsinnigen Intellekt des Frührentners, der sich jahrelang gemeinsam mit seiner Schwester eine Mietwohnung geteilt hat, sofort fasziniert. Alle Drei werden enge Freunde. Büttner kümmert sich um den pflegebedürftigen Karl-Heinz Oswald und betreut ihn sowie seine Schwester. Die Idee der Seniorenwohnanlage entwickelt sich über Jahre. 2008 kauft Bernd Büttner die alte Schule im idyllischen Glosberg nördlich von Kronach. Er entkernte das gesamte Gebäude aus den 50ziger Jahren, saniert, plant und tüftelt. Als gelernter Zimmermann kann er selbst vieles erarbeiten und nach seinen persönlichen Vorstellungen umsetzten. Nur ein Jahr später ist aus dem ehemaligen Schulhaus ein stattliches Gebäude mit fünf seniorengerechten Wohnungen entstanden – hell, freundlich, mit Balkonen ins Grüne und offenen Kaminen. Das Haus bietet außerdem eine Bibliothek, eine Gemeinschaftsküche für Festlichkeiten, einen gut ausgestatteten Werkraum, Fitnessgeräte, einen parkähnlichen Garten mit viel Platz zum Genießen und einem Grillplatz mit Boccia-Bahn, Hausmeisterservice und einen Treppenlift. Doch der wird nur selten genutzt, denn Bernd Büttner unterstützt seine Bewohner, so oft er kann. „Meine Frau und ich gehen einfach anders mit Senioren um“, erklärt er, „jeder bleibt hier sein eigener Herr“. Nur eines sei streng verboten, „dahinvegetieren und aufgeben“, davon will der engagierte Umzugsunternehmer nichts wissen. Wenn er von seinen Plänen und Visionen erzählt, die er noch umsetzten möchte, sprüht er vor Energie und Ideen. Bernd Büttner ist der Motor im Familienbetrieb am Rauscherberg. „Wir haben Vertrauen zum Bernd, er oder seine ganze Familie sind fast täglich hier und helfen uns bei allem, was so anfällt“, sagt Gerda Füg liebevoll. Für sie sei der Bernd fast wie ein Sohn geworden. Wer in die Wohnanlage in Glosberg zieht, bekommt neben einem neuen Zuhause eben auch Familienanschluss gratis dazu. n

Kulmbacher Land im März

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KULINARIK

Vorösterliches Traditionsgericht Stockfisch –

Foto: M. Johannsen | Fotolia.de

rustikale Spezialität mit langer Geschichte

von Franziska Hanel

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b Aschermittwoch, also der Zeit vor Ostern, in der Fastenzeit, wird im Hofer Land und im angrenzenden Frankenwald eine ungewöhnliche Spezialität serviert, deren Ursprünge bis ins Mittelalter reichen. Für den Stockfisch, der im Rohzustand wie ein ausgedörrter

Stock ausschaut, muss man tief in den Geldbeutel langen. Doch obwohl er so teuer ist, hat sich dieser an der Luft getrocknete Kabeljau, der überwiegend von den norwegischen Lofoten geliefert wird, während der Fastenzeit als lokales kulinarisches Gericht behauptet. Vor allem von älteren Semes-

tern wird es regelrecht vergöttert. Denn die kennen ihn aus ihrer Kindheit, als das Stockfischgericht jedes Jahr an Karfreitag, dem höchsten kirchlichen Feiertag, aufgetischt wurde. Ein Traditionsgericht der besonderen Art, das mit viel Aufwand verbun-


den ist und für das es nur ein klares Dafür oder ein entschiedenes Dagegen gibt. Entweder man isst es leidenschaftlich gerne, oder eben überhaupt nicht.

wie es der Herr Gemahl von seinen Altvorderen gewöhnt war und schätzte. Stockfisch mit Sauerkraut: Eine interessante Kombination, die aus der Mode gekommen ist.

Auch meine Kindheit im oberfränkischen Hof, einer Hochburg des Stockfischs, war von diesem traditionellen Karfreitags-Essen geprägt. Weil der beinharte Stockfisch im Rohzustand nicht zubereitet, geschweige denn verzehrt werden kann, muss er erst stundenlang gewässert werden. Dies geschah bei uns zu Hause in einem Bottich mit kaltem Wasser, dem ein bisschen Natron beigegeben wurde. Obwohl der Bottich im Keller stand, stiegen die Gerüche, die sich dabei entwickelten, unangenehm in die Nase. Diese aufwändige Prozedur, zu der manchmal auch das Schlagen des Stockfischs mit einem Holzprügel gehörte, um ihn noch weicher zu machen, bleibt einem heute erspart. Etliche Fischhändler in der Region bieten Stockfisch bereits gewässert an, so dass er ohne Umschweife in den Kochtopf wandern kann.

Mit Speck und Zwiebeln und gerösteten Brötchen wird er im östlichen Oberfranken, wo man bodenständige Rezepturen liebt, allerdings nach wie vor gegessen. Je nach Gegend auch mal mit einer gequirlten Eiersoße, einer sämigen dunklen Soße oder einer hellen Soße, die hier und da mit Semmelbröseln angedickt worden ist. Und dazu gibt es gerne Kartoffelklöße. Doch im Gegensatz zu früher, als das Stockfischgericht nur einmal im Jahr, nämlich am Karfreitag, genossen wurde, und das in den eigenen vier Wänden, erlebt er heute seine Renaissance im Gasthaus, als typisches Gericht in den Monaten vor Ostern. Im überwiegend evangelischen Kulmbacher Land wird Stockfisch auch an Buß- und Bet-

tag gereicht. Nicht selten heißt die Devise sogar „Jeden Sonntag Stockfisch nach Großmutters Art“. Und dort, wo er nach altem Brauch zubereitet wird, lockt er die Liebhaber dieser urigen Spezialität in Scharen an. Schon erstaunlich, dass diese alte Fastenspeise hierzulande so viele Jahrhunderte überdauert hat. Im Frankenland war sie bereits vor 800 Jahren bekannt. Eines der frühesten Rezepte ist im Würzburger Kochbuch von 1345, dem „Buch von guter Speis“, zu entdecken. Die handschriftliche Sammlung auf Pergamentpapier gilt als das älteste Kochbuch in ganz Deutschland. Im „Kleinen Nürnberger Kochbuch von 1727“ schildert eine Köchin, wie sie dem beinharten Fisch zu Leibe rückt: „Weiche den Stockfisch über Nacht in eine scharffe Laugen/giesse daranach alle Tage einmahl etlich frisches wasser darüber/bis er weich wird/dann wasche ihn rein/setze ihn mit kaltem wasser zu / thue salz

Stockfisch mit Sauerkraut In meiner Familie gibt es zwei Zubereitungsarten, die uns „heilig“ sind. Meine Großmutter, die aus dem Frankenwald stammte, servierte ihn mit gerösteten Speckwürfelchen und einer „weißen Brieh“, sprich einer sämigen, hellen Soße. Dazu machte sie „grüne Klöße“, also Kartoffelklöße, die zu zwei Dritteln aus rohen und einem Drittel aus gekochten Kartoffeln bestanden. Meine Mutter bereitete den Stockfisch als eine Art Auflauf, geschichtet mit „Speckla“, Zwiebeln und in Butter gerösteten Brötchenwürfeln. Als Beilage tischte sie Salzkartoffeln auf und Sauerkraut. Eben genau so,

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KULINARIK darein / lasse ihn wohl einsieden / blättre ihn und gräte ihn wohl aus / lege in eine Schüssel eine Lage Stockfisch ...“ Mit Äpfel und Birnen, Rosinen und hartgekochten Eiern, gerösteten Zwiebeln, Safran, Ingwer, Pfeffer, Muskatblüte oder Kräutern wurde der Stockfisch damals gewürzt und zubereitet, dazu reichlich übergossen mit Butter oder Schmalz. Es ist übrigens spannend, die Geschichte des Stockfischs nachzulesen. Die Kultur des Trocknens von Fisch – das älteste bekannte Verfahren zur Haltbarmachung – wurde in Norwegen erfunden und lässt sich mehr als 1000 Jahre zurückverfolgen. Kabeljau, der an Pfählen beziehungsweise Stöcken – daher der Name – monatelang

Richtig schön rösch muss die deckende Brötchenschicht sein, dann ist der Stockfisch auf altkulmbacher Art fertig. Koch Peter Suchy und Gastwirtin Hannelore Limmer präsentieren das Ergebnis.

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an der frischen Luft aufgehängt und getrocknet worden war, wurde bereits zu Zeiten der Wikinger aus Norwegen ausgeführt. Weil man zu jener Zeit, sofern man nicht an der Küste wohnte, auf getrockneten Seefisch angewiesen war, entwickelte sich rund um den Stockfisch ein schwunghafter Handel über halb Europa, der vor allem den Kaufleuten der Hanse viel Geld einbrachte. Über Bergen und Bremen gelangte die begehrte Fracht im Mittelalter ins Binnenland, wo sie auf alten Handelsstraßen weitertransportiert wurde – bis ins Frankenland, wo sie sich im Hofer Land und angrenzenden Gebieten einen Stammplatz unter den Fischgerichten eroberte. Zunächst als Arme-Leute-Essen und als Fastenspeise. Heute als traditionelle, saisonale Spezialität in der Zeit vor dem Osterfest. n

Die Hofer Journalistin und Autorin Franziska Hanel ist leidenschaftliche Hobbyköchin und hat bereits als Kind Rezepte ausprobiert und selbst kreiert. Auch als Profiköchin konnte sie sich schon beweisen, indem sie etliche Jahre einem ihrer Söhne in dessen Gaststätte mit original fränkischer Küche zur Seite stand. Kochen ist für sie Kultur. Ihr Kochbuch „Schnitz, Schwaaß & Schweinebroutn“ wurde zum Kultbuch. Lange vergriffen, wird es in diesem Jahr als stark erweiterte Neuauflage mit vielen zusätzlichen regionalen Rezepten wieder auf den Markt kommen.


Gehaltvolles für die Fastenzeit –

Variationen von Stockfisch

Traditioneller Hofer Stockfisch Zutaten 1 kg Stockfisch, bereits gewässert 200 g Speck 4 Zwiebeln 4 Brötchen 4 EL Butter Salz Pfeffer Nach Belieben Wacholderbeeren, Lorbeerblätter und Zitronenscheiben.

Zubereitung Den Stockfisch in kaltem Wasser aufsetzen, eventuell mit etwas Salz, Zitrone, Wacholderbeeren und Lorbeerblättern aromatisieren. Ca. 10 Minuten köcheln lassen, dann herausnehmen, in Stücke zerzupfen, dabei Gräten und Haut gründlich entfernen. Speck würfeln, in einer Pfanne anbraten, mit den gehackten Zwiebeln vermengen. Brötchen würfeln und in der Butter goldbraun rösten. Dann die Stockfischscheiben in eine Auflaufform schichten, salzen und pfeffern, mit Speck und Zwiebeln bedecken, darauf die Brötchenwürfel verteilen. Darauf kommt eine Lage der gleichen Art. Im vorgeheizten Backofen bei 100 Grad noch eine Zeitlang durchziehen lassen, mit Fischsud, Salzkartoffeln und Salat servieren.

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KULINARIK Stockfisch nach alter Frankenwald-Art Zutaten 1 kg Stockfisch, bereits gewässert 6 Brötchen Butter 100 g durchwachsener Speck 1 l Gemüsebrühe oder, wie früher, Brühe von eingeweichten Trockenerbsen Salz Pfeffer eventuell Schweineschmalz und Senf

Zubereitung Den Stockfisch entgräten und enthäuten, unter fließendem Wasser gründlich abspülen, in ca. 15 cm große Stücke schneiden. Mit etwas Wasser in einen breiten Topf schichten, nach Belieben mit heißer Butter übergießen, salzen und vorsichtig erhitzen; danach warm halten. 3 Brötchen in Scheiben schneiden und in Butter goldbraun rösten, die anderen drei Brötchen zu Semmelbröseln reiben. Speck würfeln, zwei bis drei

Minuten braten. Gemüsebrühe erhitzen, Semmelbrösel nach und nach einrühren, bis eine dickliche Soße entstanden ist, abschmecken mit Salz und Pfeffer, eventuell auch mit Senf und Schweineschmalz. Je ein großes Stück Stockfisch auf den Teller legen, mit etwas Speck,

heißer Soße und ein paar Brötchenscheiben bedecken. Dazu gibt es im Frankenwald Kartoffelklöße und gemischten Salat.

Stockfisch nach Altkulmbacher Art Diese Zubereitungsart lehnt sich an die Fran84 kenwald-Variante an. Der Kabeljau wird allerdings nicht nur gewässert, sondern zusätzlich sechs Stunden in Milch eingelegt. Anschließend wird der Fisch gehäutet und in siedendes Salzwasser gegeben solange, bis er leicht zerfällt. Danach den abgeseiten und entgräteten Kabeljau warm stellen. Zwiebeln in Ringe schneiden und in Butterschmalz goldgelb rösten. Altbackene Brötchen in Scheiben schneiden und in Butterschmalz in der Röhre hellbraun rösten. Anschließend in einem Topf jeweils eine Schicht Fisch, eine Schicht geröstete Brötchen und geröstete Zwiebeln einschichten, zuletzt mit Brötchen abschließen, mit Fleischbrühe etwas aufgießen und in der Röhre fertig garen.

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Fotos: Franziska Hanel und Cornelia Masel-Huth


KULINARIK Stockfisch nach portugiesischer Art

(ohne Abbildung)

Zutaten 1 kg bereits gewässerter Stockfisch 6 mittelgroße Kartoffeln 3 blaue Zwiebeln 2 aromatische Tomaten 2 Knoblauchzehen 10 schwarze Oliven ohne Stein 4 Eier hart gekocht ½ Bund frische glatte Petersilie 1 Tasse Olivenöl 4 EL flüssige heiße Butter schwarzer Pfeffer aus der Mühle Salz, Chilipulver, Paprikapulver 5 Zitronenscheiben Zubereitung Stockfisch in einen Topf mit kochendem Wasser legen, nicht zudecken und ca. 8 Minuten köcheln lassen. Dann herausnehmen, entgräten und enthäuten und mit einer Gabel zerpflücken. Das Fischfleisch in eine Schüssel le-

gen. Olivenöl mit den zerdrückten Knoblauchzehen, Pfeffer, Salz, Chilipulver und Paprikapulver verquirlen und über den Fisch gießen. Die Marinade soll richtig kräftig schmecken. Tomaten waschen und in Scheiben schneiden. Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden, Oliven ebenfalls in Scheiben schneiden. Petersilie waschen, trocken schütteln, ohne Stiele sehr fein hacken. Die Hälfte der Petersilie unter den Fisch mengen. Kartoffeln kochen, schälen und in Scheiben schneiden. Eine ofenfeste Form damit auslegen, mit etwas flüssiger Butter übergießen. Die Hälfte des Fischfleischs, die Hälfte der Oliven sowie der Zwiebelringe darauf verteilen. Darauf kommen dann die restlichen Kartoffelscheiben, Fisch, Zwiebeln, Tomaten und Oliven. Alles mit Fischsud beträufeln, die restliche Butter darüber gießen, ein paar Zitronenscheiben darauf legen und im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen rund 20 Minuten überbacken. Herausnehmen, mit den in Scheiben geschnittenen Eiern sowie der restlichen Petersilie belegen und noch heiß servieren. Portionsweise ausstechen, auf Teller servieren und Erbsenpüree dazu servieren.

Die altkulmbacher Sto ckfisch-Variante hat un s Günther Limmer, Chef Hagleite in Kulmbach, des Restaurants verraten. Hier darf ein sämiges Erbspüree als fehlen. In der Hagleite Beilage nicht wird das rustikale Fischg ericht auch an Buß- un d Bettag serviert.

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ZU GUTER LETZT

Essigs Essenzen 16

Hakiki Yukarı Frankonya

Meine Frau und ich bewunderten, wie der Mann mit Wörtern und Kabeln jonglierte, mit Hirn und Zange operierte. Wir blieben bei ihm in der Küche, freuten uns seiner sprühenden Phantasie, spürten seine Konzentration, denn er prüfte alle Schritte genau, dokumentierte sie mit der Handykamera. Nebenbei sprach er von Schiller und Kant. Großartiger Typ! „Tja“, dachte ich, das ist doch mal ein Thema: die Türken in Oberfranken und wie sie unser Leben bereichern – wenn wir sie lassen. Als ich mit der Musica Canterey Bamberg bei den Tagen Alter Musik das Motto „Die Türken vor Wien“ präsentierte, arbeiteten wir sehr erfolgreich mit der hiesigen Ditib, der Türkisch Islamischen Gemeinde, zusammen; aus Istanbul reiste das Ayangil Ensemble an. Nach dessen Konzert mit klassischer türkischer Musik drückte eine Besucherin mir die Hand und sagte: „Seit so vielen Jahren bin ich hier, und immer hab

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ich mich fremd gefühlt. Jetzt bin ich daheim.“ Dass die Kultur ihres Herkunftslandes Teil eines Festivals war, rührte sie zutiefst. In anderen oberfränkischen Städten knüpft man gleich offizielle Kontakte, so sind Bayreuth mit Tekirdag und Kulmbach mit Bursa eine rege Partnerschaft eingegangen. Fast hundert oberfränkische Unternehmen unterhalten geschäftliche Beziehungen mit der Türkei, und viele Unternehmer mit türkischen Wurzeln sind engagierte Mitglieder der Industrie- und Handelskammer Oberfranken. Längst stimmt das Klischee vom ungelernten Arbeiter oder Betreiber eines Gemüsestands nicht mehr; in allen Gesellschaftsschichten bis hin zur Anwältin und zum Politiker gibt es Deutschtürken. Sie alle fühlen sich besonders in unserer Sprache zuhause, wenn es um den Kiosk, den Basar, die Tulpe oder den Dolmetscher geht – alles Wörter, die wir aus dem Türkischen übernommen haben. Wie froh bin ich über die türkischen Sprichwörter und Redensarten, die ich vom weisen Elektriker und anderen lernte! Überaus wahr empfand ich: „Wer die Zunge an Milch verbrannt hat, pustet auf Jogurt.“ Das entspricht in etwa unserem „Gebranntes Kind scheut das Feuer.“ Die Türken wissen eben, dass schlechte Erfahrung übervorsichtig macht. Jogurt ist zwar auch ein Milchprodukt, wird aber immer kalt gegessen. Pusten ist hier überflüssig. Noch ein paar türkische Weisheiten gefällig? „Der Hund, der beißen will, zeigt seine Zähne nicht.“ „Das Kamel wird

kein Hadschi, auch wenn es nach Mekka geht.“ „Ein einziges Sprichwort ist mehr wert als tausend Ratschläge.“ Sind Ihnen übrigens die vielen Ü-Laute

in diesem Text aufgefallen? Das Deutsche hat eine Menge davon, im Türkischen stechen sie nur deshalb hervor, weil sie in allerlei Wörtern mehrfach vorkommen. Der häufigste Buchstabe ist das Ü dort aber nicht, wie nützliche Bücher verraten. Türkisch wirkt elegant, einige nennen es das Französisch des Ostens, und manchmal klingt es sogar ein bisschen wie Fränkisch: „Kana kan.“ Das heißt allerdings nicht, dass niemand etwas vermag, vielmehr „Blut um Blut“; es entspricht unserem „Auge um Auge“. Und ein Türke ist nicht erkältet, wenn er sagt: „Hadschı hadschıyı Mekke’de bulur.“ Es heißt: „Ein Pilger findet den anderen Pilger in Mekka“, also ungefähr „Gleich und gleich gesellt sich gern.“ Einander gleich sind die Oberfranken in vielen Bereichen. Ihre vielen Unterschiede in Kultur, Sprache, Brauchtum sind hingegen ein großer Reichtum, den wir zu wenig nützen. Vielleicht erscheint diese Zeitschrift ja mal in einer deutschtürkischen Sonderausgabe mit dem Titel „Hakiki Yukarı Frankonya“? Und dann in einer tschechischen, einer italienischen, einer griechischen und und und. Das wünscht sich

Foto: Annette Pohnert / Carl Hanser Verlag

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randgefährlich, unsere Spülmaschine! Über eine Servicenummer ließ sich glücklicherweise binnen kürzester Frist ein Reparaturtermin vereinbaren. Entzückend pünktlich kam der Techniker zur Überprüfung. „Ich bin türkischer Herkunft“, erzählte er. Und während er an der Überbrückung des wohl nicht fürchterlich entzündlichen Teils arbeitete, rückte er überraschend mit einer Weisheit nach der anderen raus, mal türkisch, mal arabisch, mal chinesisch: „Bringt eine schwarze Katze, die nachts deinen Weg kreuzt, Unglück? Hängt davon ab, ob du eine Maus bist.“ Oder „It ürür, kervan iürür – Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter.“ Und „Al gülüm, ver gülüm – Gib eine Rose, nimm eine Rose“. Er erklärte den Sinn: Eine gute Tat erlaubt, gleichfalls etwas Gutes zu erhalten, ja zu erwarten.


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