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Olympische Momente 13* Newsletter – Deutsches Haus London 2012 *Mittwoch, 8. August 2012

Er hat’s - das Gold! Robert Harting ist Olympiasieger! Im fünften Versuch warf er den Diskus auf 68,27m. Es war der Siegerwurf des Welt- und Europameisters.

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SHOW UND ENTERTAINMENT Berlin fiebert mit Robert Harting – Der Themenabend im Deutschen Haus

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AKTUELL „Rugby-Freunde“ bei Olympia – Christopher Cottier und Thomas Bach

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WIRTSCHAFT Danke, Mama – Das P&G Family House

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SPORT Was für ein Jahr! – Der Olympiasieger Robert Harting

10 SPORT Silberregen für Deutschland – Vorschau auf den Wettkampftag 12

BACKSTAGE Ein starkes Team – Die Volunteers im Deutschen Haus


Olympische Momente 13*

Newsletter – Deutsches Haus London 2012 *Mittwoch, 8. August 2012

TERMINE DEUTSCHES HAUS MITTWOCH, 8. AUGUST: DOSB-Pressekonferenz (ab 9 Uhr*) Themenabend Sportstadt Düsseldorf (ab 19 Uhr, es spielt „Fresh Music Live“) DONNERSTAG, 9. AUGUST: DOSB-Pressekonferenz (ab 9 Uhr*) Pressetalk Bundesliga-Stiftung/ Deutsche Sporthilfe (ab 10.00 Uhr) Athletenabend (ab 19 Uhr**) * Änderungen vorbehalten ** exklusiv für Athleten der Deutschen Olympiamannschaft

Berlin ist spitze! Melanie Bähr, Botschafter Georg Boomgaarden, Dr. Harry Bähr, Benjamin Starke, Linus Lichtschlag (oben, v. links) Annika Schleu, Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, Lena Schöneborn, Andreas Kufner, Senator Frank Henkel und Vattenfall-Vorstand Tuomo Hatakka (unten, v. links).

THEMENABEND IM DEUTSCHEN HAUS

Berlin fiebert „Berlin meets London“ – der Themenabend im Deutschen Haus. Also Film ab für eine Sportstadt, in der Basketball, Handball, Eishockey und auch Fußball eine starke Rolle spielen. „Ist das nicht eine klasse Stadt?“, fragte Frank Henkel, Berliner Senator für Inneres und Sport, Tuomo Hatakka, Vorstandsvorsitzender Vattenfall Europe. Der antwortete: „Ja!“ Henkel meinte Berlin, Hatakka London. Egal! Berlin ist die deutsche Stadt, die mit 47 Athleten am stärksten in der Deutschen Olympiamannschaft London 2012 vertreten ist. Und was kann Berlin von London lernen? „Die britische Höflichkeit und Gelassenheit“, sagte Melanie Bähr, Geschäftsführerin von Berlin Partner. Und dann ging’s ins Olympiastadion, um mit einem Berliner mitzufiebern – und zwar keinem anderen als dem neuen Diskus-Olympiasieger Robert Harting.

Turner Philipp Boy gehört zum „Team Vattenfall“. Gestern traf er im Deutschen Haus Tuomo Hatakka (Bild oben).

Senator und Sportler aus Berlin: Annika Schleu, Frank Henkel, Lena Schöneborn (Bild rechts, v. links).

Silbermedaillengewinner Fabian Hambüchen mit seiner Freundin Carolin (Bild links).

2 SHOW UND ENTERTAINMENT


OSSIFRAGI VATTENFALL, DER SPORT TREMULUS UND DER BERUF: PRAEMUNIET ZWEI TEAMS FÜR EIN GROSSES ZIEL

Unsere Silberturner: Marcel Nguyen (Barren) und Fabian Hambüchen (Reck). Rechts mit Samuel Koch, der den beiden zur ihrer Medaille gratulierte.

Sport und Politik: DOSB-Präsident Thomas Bach mit Senator Frank Henkel (unten, v. links).

Partner für den Sport: DOSB-Präsident Thomas Bach mit Tuomo Hatakka, Vorstandsvorsitzender Vattenfall Europe. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und das Energieunternehmen Vattenfall haben gemeinsam einen neuen Ansatz geschaffen, um olympische Athleten und junge Nachwuchssportler in Deutschland zu fördern. Als Partner der Deutschen Olympiamannschaft hat Vattenfall, einer der größten Stromerzeuger und Wärmeproduzenten in Europa, zwei Teams ins Leben gerufen: das „Team Vattenfall“ und den „Olympic Talent Support“. Das „Team Vattenfall“ unterstützt Athletinnen und Athleten mit Medaillenchancen aus acht Sportarten. In dem Team stehen die Moderne Fünfkämpferin Lena Schöneborn, die Beachvolleyballerinnen Sara Goller und Laura Ludwig, der Turner Philipp Boy, der Bahnradfahrer Maximilian Levy (Silber und Bronze 2012), der Schwimmer Steffen Deibler und der Hockeyspieler Moritz Fürste. Dazu kommen Stephanie Beckert (Eisschnelllauf) und Peter Liebers (Eiskunstlauf).

DIE DUALE KARRIERE Der „Olympic Talent Support“ ermöglicht 43 erfolgreichen Nachwuchsathleten aus 13 verschiedenen olympischen Sportarten und Disziplinen, ihre sportlichen und beruflichen Karrieren voranzutreiben. Dazu gehört auch die Silbermedaillengewinnerin 2012 im Doppelvierer Rudern, Carina Bähr. Das Energieunternehmen fördert die berufliche Entwicklung der jungen Sportler durch jährliche Rücklagen. „Mit dem ‚Vattenfall Olympic Talent Support’ fördern wir in Deutschland vielversprechende Talente, die so die Möglichkeit erhalten, sich auf ihren Sport und ihre Medaillenziele zu konzentrieren. Wir investieren damit langfristig in die Zukunft“, sagt Tuomo Hatakka, Vorstandsvorsitzender von Vattenfall Europe. DOSB-Präsident Thomas Bach lobt das Engagement: „Vattenfall beweist damit seine Nähe zu den Athletinnen und Athleten wie zum Sport insgesamt.“

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Das „P&G Family Home“: englische Telefonzellen mit Internet (ganz links), der Pampers Playground (unten links), die Bar mit TV-Screens (links). Claudia Londono mit ihrem Sohn Daniel Pajon (unten) gefällt es in dem Haus für die Familien der Athleten.

DAS „FAMILY HOME“ VON PROCTER & GAMBLE

Danke, Mama! Damit Athleten Medaillen gewinnen, müssen sie optimal betreut werden. Und wer ist die beste Betreuerin der Welt? Keine Frage: Mama! Deswegen gibt es in London 2012 für die Familien der Sportler das „P&G Family Home“. laudia Londono aus dem kolumbianischen Medellin fühlt sich wohl im „Family Home“. Ihre Tochter Mariana Pajon macht sich im BMX-Rennen am Freitag Hoffnungen auf die Goldmedaille. Während sie trainiert und sich auf den Wettbewerb vorbereitet, genießt die Mama mit ihrem 16-jährigen Sohn Daniel Pajon die Vorzüge des „P&G Family Home“. „Hier ist für die Mütter an alles

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gedacht. Ich fühle mich pudelwohl“, sagt sie und schwärmt von den Vorteilen der Einrichtung in der Nähe der London Bridge. Soeben hat sie sich im Beauty Salon in der Mom’s Lounge die Nägel lackieren lassen – auf Wunsch mit der Landesflagge. Gestern hat sie am Ariel Wäscheservice ein Bündel Buntwäsche abgegeben, 24 Stunden später kann sie sich es wieder abholen. Während ihr Sohn an den Inter-

netstationen in typischen britischen Telefonzellen mit Freunden in der Heimat chattet.

frühzeitig aus. Sie ist enttäuscht. Ein bisschen Trauer, dann geht es ans warme Buffet. Hier können Mütter von Kleinkindern in Ruhe SPIELPLATZ UND WINDELSTATION essen. In der Zwischenzeit werden ihre Jüngsten im Pampers Playground bestens betreut. Für Nebenan hält es Maria Garcia den Fall der Fälle ist der SpielRodriguez Blancas aus Mexiko nicht mehr in ihrem Sessel. In der platz mit einer Windelstation Bar verfolgt sie den 200m-Vorlauf ausgestattet. Einlagen von Schauspielern an einem typider Leichtathleten vor einem schen Londoner Taxi runden das Fernseher. Ihr Landsmann Jose Angebot im Family Home ab. Carlos Herrera scheidet jedoch


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CHRISTOPHER COTTIER UND THOMAS BACH VERBINDET EINE ENGE FREUNDSCHAFT

„Rugby-Freunde“ bei Olympia Gemeinsam in Vancouver, gemeinsam in Südafrika, gemeinsam in London – DOSB-Präsident Thomas Bach und der Kanadier Christopher Cottier vereint eine besondere Geschichte, die vor 36 Jahren in Montreal begann.

du auch etwas zurückgeben“, lautet seine Devise. „Außerdem ist Olympia ein Riesenspektakel. Da muss man dabei sein.“

elbstverständlich nenne ich ihn Thomas“, sagt Christopher Cottier. „Schließlich bin ich der Ältere von uns beiden.“ Der 61-jährige Kanadier und DOSBPräsident Thomas Bach lernten sich vor drei Jahren bei den Testwettbewerben in Vancouver 2009 kennen. „Thomas kam in meine Heimatstadt und brauchte einen Fahrer. Und das war ich dann. So einfach ist das“, erzählt Cottier, der in Vancouver als Anlageberater arbeitet. „Wir haben uns auf Anhieb verstanden und dabei festgestellt, dass wir uns schon viel früher im Leben hätten begegnen können: bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal.“

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LONDON: EIN RIESENABENTEUER

FACKELLÄUFER MONTREAL 1976 Cottier war einer der Fackelläufer, die 1976 das Olympische Feuer vom Flughafen ins Olympiastadion getragen hatten. Wenige Tage später gewann der Florettfechter Thomas Bach mit der Mannschaft olympisches Gold. „Als wir feststellten, dass uns die Spiele von 1976 verbindet, war das Eis gebrochen“, erzählt Cottier. Rund 500 Stunden verbrachten der DOSB-Präsident und sein Fahrer während der Olympischen und Paralympischen Spiele in Vancouver 2010 gemeinsam im Auto. „In dieser Zeit sind wir Freunde geworden“, sagt Cottier, der sich aus „purem Enthusiasmus“ als Helfer für die Spiele in seiner Heimatstadt beworben hatte: „1976 habe ich selbst von den vielen Volunteers profitiert. Wenn du etwas nimmst, solltest

FACKELLÄUFER 1976 CHRISTOPHER COTTIER Christopher Cottier wurde am 9. September 1950 in Südafrika geboren. Bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal war der begeisterte Rugbyspieler einer der Fackelträger, die das olympische Feuer ins Stadion trugen. Heute ist Cottier Anlageberater in einer Unternehmensberatung in Vancouver.

Dass es nach den Olympischen Winterspielen in Vancouver ein Wiedersehen geben würde, war den zwei Männern von Beginn an klar. „Wir haben uns Mails geschrieben und sind weiter in Kontakt geblieben“, erzählt Cottier, der Bach jedes Jahr eine Postkarte zu seinem Geburtstag am 29. Dezember schickt. „Er ist für mich wie einer meiner alten Rugby-Kumpels.“ Ein erstes Wiedersehen gab es bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika, dem Land, in dem Cottier geboren wurde. „Ungefähr ein Jahr später rief mich Thomas an und fragte, ob ich nicht Lust hätte, in London wieder mit dabei zu sein. Und jetzt bin ich hier“, sagt Cottier. Seine zweiten Spiele als Fahrer für Thomas Bach erlebt er wieder als „ein Riesenabenteuer“. „Man lernt so viele Menschen kennen und ist live dabei, wenn Athleten Geschichte schreiben. Das ist toll.“ Ob es bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi oder 2016 in Rio de Janeiro ein Wiedersehen geben wird, steht noch nicht fest. „In Südafrika und hier in London habe ich bei Bekannten gewohnt. Leider habe ich weder in Sotschi noch in Rio Freunde“, erklärt Cottier und fügt hinzu: „Aber wenn Thomas mich anruft, lasse ich mich gern überreden.“

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DIE ELITESCHULEN DES SPORTS MACHEN SICH BEZAHLT

Von der Schulbank ins Olympiafinale Grandioser Erfolg für die deutschen 3000m-Hindernisläuferinnen Gesa Felicitas Krause und Antje Möldner-Schmidt: Im Finale kamen beide Athletinnen unter die besten Acht der Welt. Ein Erfolg, für den der Grundstein in den Eliteschulen des Sports gelegt wird.

Olympiasieger im Kanu und Vertreter des Deutschen Sparkassenund Giroverbands, dem Hauptsponsor der Eliteschulen des Sportes in Deutschland, fest. „Das ist schade, denn in einem idealen Umfeld ist es durchaus möglich, Schule und Sport unter einen Hut zu bringen. Die Eliteschulen des Sports in Deutschland sind da der perfekte Partner, weil dort Leistungssportler optimal auf ihre Karriere vorbereitet werden.“

DER RICHTIGE SCHRITT

ELITESCHÜLERIN DES SPORTS GESA FELICITAS KRAUSE Die Hindernisläuferin wurde am 3. August 1992 in Ehringhausen geboren. Im Alter von 15 Jahren wechselte sie vom Verein TV Dillenburg auf die Eliteschule des Sports in Frankfurt. Bei der Junioren-EM 2011 in Tallinn wurde sie Europameisterin.

er Sport ist meine große Leidenschaft“, sagt Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause. „Ich hatte immer den Ehrgeiz, mich zu steigern.“ Wie viele junge Leistungssportler stand auch die

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20-Jährige im Teenageralter vor der Entscheidung: Leistungssport oder volle Konzentration auf Schule und Karriere? „Viele Talente entscheiden sich leider gegen den Sport“, stellt Andreas Dittmer, dreifacher

104 der 392 deutschen Olympiateilnehmer in London 2012 sind aktuelle oder ehemalige Schüler der 39 Eliteschulen des Sports in Deutschland. Unter ihnen auch die deutschen Hindernisläuferinnen Antje Möldner-Schmidt und Gesa Felicitas Krause: Die Potsdamerin Möldner-Schmidt wechselte in der siebten Klasse auf die Eliteschule des Sports in Potsdam, Krause entschied sich nach der Mittleren Reife, ihr Abitur auf der Eliteschule des Sports in Frankfurt am Main zu absolvieren. „Ich war 15, als ich das Angebot bekam, auf das Sportinternat zu gehen“, sagt Krause. „Das war absolut richtig, diesen Schritt zu machen. Denn das Sportinternat war für mich das richtige Umfeld, um mich weiterzuentwickeln. Ohne diese Schule wäre eine Olympiateilnahme unmöglich gewesen“,

ist sich Krause sicher. „Ich konnte morgens trainieren und habe für Wettkämpfe und Trainingslager frei bekommen.“ Aber: Sie hatte dafür auch Unterricht in den Ferien und paukte in jeder freien Minute – selbst bei Meisterschaften und Lehrgängen. Ein Spagat, der ihr gut gelang: Im vergangenen Jahr wurde sie als Eliteschülerin des Sports 2011 für ihre herausragenden schulischen und sportlichen Leistungen ausgezeichnet: Krause hatte neben ihrem Abitur (Abschlussnote: 2,1) auch die U-20-Europameisterschaften im Hindernislauf für sich entschieden und bei der LeichtathletikWM in Daegu einen sensationellen neunten Platz belegt.

DAS NÄCHSTE ZIEL: RIO 2016 Nach ihrem „sensationellen Ergebnis“ von London, wird Krause im Herbst ihr MarketingManagement-Studium beginnen. „Ich bin sehr ehrgeizig. Die Doppelbelastung pusht mich“, sagt die 20-Jährige. „Die Hochschule hat mir zugesichert, dass sie meine sportlichen Pläne voll und ganz unterstützen wird. So kann ich mich optimal auf mein nächstes Ziel vorbereiten: die Olympischen Spiele Rio 2016. Noch fehlt mir ein Stückchen zur Weltspitze. Ich hoffe, ich habe die Kraft, mich an diese heranzuarbeiten. Mein Wille ist auf jeden Fall da.“


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OLYMPIASIEGER ROBERT HARTING Der Diskus-Olympiasieger wurde am 18. Oktober 1984 in Cottbus geboren. Er ist zweifacher Weltmeister (2009 und 2011) und Europameister. Als Jugendlicher wurde er 2003 Deutscher Meister im Diskusund im Kugelstoßen. Harting ist 2,01m groß und wiegt 126 kg. Er startet für den SC Charlottenburg und ist Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Berlin. Außerdem ist er Student an der Universität der Künste in Berlin.

ROBERT HARTING IST OLYMPIASIEGER

Was für ein Jahr! Puuuuh! War das spannend! Mit seinem fünften Versuch warf Robert Harting 68,27 Meter und übernahm die Führung. Dann trat der Iraner Ehsan Hadadi in den Ring, schleudert den Diskus sehr, sehr weit und … trat über. Es war der entscheidende Durchgang des Wettbewerbs. Gold für Robert Harting! Innerhalb eines Jahres ist er Olympiasieger, Welt- und Europameister geworden.

obert Harting riss sich mit einem Urschrei das Trikot vom Leib, er flippte aus vor Glück, als er den Olymp gestürmt hatte. Dann wickelte er sich eine Deutschlandfahne um seinen Oberkörper und sprang ausgelas-

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sen über die Hürden auf der Laufbahn. Die 80.000 Zuschauer jubelten. Harting lief weiter, stieg langsam die fünf Stufen zum Olympischen Feuer hoch, berührte einen der Stäbe und blickte in Triumphpose auf die Flamme.

„EINFACH TOTAL HAPPY“ Eine Weile hatte es so ausgesehen, als würde Harting seine große Chance auf die Goldmedaille wegwerfen. Zu flatterhaft waren seine Würfe mit dem Diskus im Finale von London. Dann das Comeback: 68,27m im fünf-

ten Versuch - Gold! Nach WMund EM-Titel war es der dritte Triumph des Berliners innerhalb von 343 Tagen. Ein historischer Hattrick. „Ich bin einfach total happy“, sagte er und bekannte: „Es war echt spannend. Ich bin von mir selbst überrascht, ich hatte zwischendurch schwere Beine.“ Jeder erwarte diesen Titel, hatte der 27-Jährige zuvor gesagt. Jeder - das galt auch für ihn, nachdem er in diesem Jahr mit 70,31m und 70,66m erstmals die frühere Traumgrenze übertroffen hatte. Harting erfüllte alle Hoffnungen und gewann

mit seinem 29. Sieg in Serie als vierter Deutscher olympisches Diskus-Gold. Zuvor war dies Rolf Danneberg 1984 in Los Angeles, Jürgen Schult 1988 in Seoul und Lars Riedel 1996 in Atlanta geglückt.

DER KONTER IM 5. VERSUCH Die deutschen Fans brauchten starke Nerven. Im ersten Versuch hatte Harting 67,79m vorgelegt, dann konterte der iranische WMDritte Ehsan Hadadi mit 68,18m. Harting baute von Versuch zu Versuch ab - doch er behielt die Nerven und schlug im fünften eindrucksvoll zurück. Hadadi gewann mit Silber die erste olympische Leichtathletik-Medaille für sein Land. Bronze ging an den Olympiasieger von 2008, Gerd Kanter aus Estland. „Ich brauche den Olympiasieg, um die negativen Sachen aus meinem Leben zu spülen, um mich selber zu ertragen“, hatte Harting vor den Spielen gesagt. Nun ist er Olympiasieger – und alles ist gut! (Quelle: sid)

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dabei ist: „Ich wollte unbedingt einmal Sommerspiele live erleben und schreibe gerade meine Masterarbeit zusammen mit der DSM“, erzählt die Studentin der Sporthochschule Köln. Wenn Lauras Frühschicht um 17 Uhr zu Ende geht und danach die Spätschicht bis etwa 1 Uhr nachts übernimmt, geht sie in der Sportsbar auf Stimmenfang: „Ich schreibe die Arbeit über die Kommunikationsoffensive ,Wir für Deutschland’ und mache dazu eine Umfrage unter den Athleten“, erklärt die Studentin, die schon mehr als 40 Athleten vor das Diktaphon bekam.

SUPER-STIMMUNG

DIE 49 VOLUNTEERS IM DEUTSCHEN HAUS SIND EIN …

Starkes Team Akkreditierung, Garderobe, Shuttleservice, Pressebetreuung, Begrüßung der Gäste des Deutschen Hauses – Dauereinsatz für die 49 Volunteers im Deutschen Haus London 2012.

erni Häfner und Laura Steiner sind Wiederholungstäter. Der Sportwissenschaftsstudent und die Sportmanagementstudentin sind zwei von zehn Volunteers, die zum wiederholten Mal mit ihren Kollegen aus der gesamten Republik hinter den Kulissen des Deutschen Hauses mit anpacken: „Die 49 Volunteers sind für uns in Schichten immer im Einsatz.

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Sie sind eine Riesenhilfe“, erzählt Julia Kuntze-Braun von der Messe Düsseldorf. Laura ist nach Vancouver 2010 zum zweiten Mal, Berni nach Peking 2008 sogar zum dritten Mal dabei. „Die Arbeit macht viel Spaß“, sagt der 29-Jährige, der in China „durch Zufall“ auf die Ausschreibung der DSM gestoßen war: „Ich wollte eigentlich einen Freund im Aus-

landssemester besuchen. Als der mir erzählte, dass Freiwillige fürs Deutsche Haus gesucht werden, habe ich mich sofort beworben und wurde genommen.“ Ähnlich erging es Laura: „Ich habe vor den Winterspielen in Vancouver ein Praktikum bei der DSM gemacht und habe dort von der Ausschreibung gelesen“, erzählt die 25-Jährige, die aus zwei Gründen auch in London

„Die Sportler jeden Tag live zu erleben, ist ein sehr schöner Nebenaspekt unserer Arbeit“, sagt auch Berni, der seit seinem ersten Olympiaeinsatz an der Akkreditierung arbeitet. „Egal, wer ins Deutsche Haus kommt, er kommt auch an mir vorbei.“ Obwohl die Arbeitstage intensiv und lang sind, überwiegt bei den Volunteers die gute Laune: „Die Arbeit schweißt uns zusammen. Die Stimmung ist super“, bestätigt Laura. Wann immer es möglich ist, ziehen die Volunteers – nach Dienstschluss – gemeinsam in die Stadt: um Wettbewerbe anzuschauen, zu shoppen und zu feiern. „Die meisten, die mit dabei sind, studieren Sportmanagement, Wirtschaft oder Sportwissenschaften. Da gibt es immer gemeinsame Themen, über die man quatschen kann – gerade bei Olympia.“

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Nguyen gewinnt zweites Edelmetall Die Turner Marcel Nguyen (Barren) und Fabian Hambüchen (Reck) haben in der North Greenwich Arena Silber gewonnen – genau wie die DressurÉquipe im Greenwich Park und der Radsportler Maximilian Levy (Keirin) im Velodrome. n einem hochklassigen ReckFinale hat Fabian Hambüchen mit einer überragenden Übung den Olympiasieg knapp verpasst. „Es war ein hammerhartes Finale. Ich bin froh, durchgekommen

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IMPRESSUM Olympische Momente 13* Newsletter – Deutsches Haus London 2012 HERAUSGEBER: Deutsche Sport-Marketing GmbH Schaumainkai 91 60596 Frankfurt a.M. und Medienfabrik Gütersloh GmbH Sportkommunikation Carl-Bertelsmann-Straße 33 33311 Gütersloh Tel.: +49 5241 23480-50 Fax: +49 5241 23480-215 Internet: www.medienfabrik.de E-Mail: info@medienfabrik.de HRB Gütersloh 2424 Bereichsleitung: Tobias Uffmann Chefredakteur: Michael Siedenhans (V.i.S.d.P.) Chef vom Dienst: Karsten Ilm Redaktion: Jochen Büttner, Yves Brummel, Julia Feldhans, Tobias Klingen, Benjamin Kraus, Philipp Kubießa Artdirection: Uta Kloke Layout: Britta Hartmann, Melanie Koers, Janine Mompour Projektmanagement: Jessica Sewerin Teamassistenz: Frederic Kollmeier Agenturtexte: SID Bildnachweis: picture alliance Fotografen: Jan Haas, Frank May, Kai-Uwe Wärner Druck: Creekside Design to Print LTD ©Medienfabrik Gütersloh GmbH, 2012 Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet. Mit freundlicher Unterstützung der dpa Picture-Alliance GmbH.

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Fabian Hambüchen

zu sein. Ich bin überwältigt und wunschlos glücklich“, sagte Hambüchen. Zuvor hatte sich Teamkollege Marcel Nguyen an seinem Spezialgerät Barren ebenfalls zur Silbermedaille geturnt. „Die Spiele sind besser gelaufen, als ich es erwartet hatte“, erklärte Marcel Nguyen, der bereits im Mehrkampf Silber gewonnen hatte. Auch der Sportdirektor des Deutschen Turner-Bundes (DTB), Wolfgang Willam, war begeistert: „Das ist einer der größten olympischen Erfolge für deutsche Turner.“

Die deutsche Dressurmannschaft mit Helen Langehanenberg (auf Damon Hill), Kristina Sprehe (auf Desperados) und Dorothee Schneider (auf Diva Royal) konnte die seit 1984 währende Siegesserie nicht fortsetzen, aber feierte ihren zweiten Platz ausgelassen. „Ich bin super happy. Es war kaum zu erwarten, was die Mädels hier abgeliefert haben. Mehr war einfach nicht drin“, sagte Bundestrainer Jonny Hilberath über die Leistung seiner Olympia-Debütantinnen. Im Keirin raste Bahnradfahrer Maximilian Levy hinter dem Briten Chris Hoy zu Silber. „Ich bin glücklich. Hoy hatte auf der Innenbahn etwas mehr Geschwindigkeit, aber eine Einzelmedaille ist super“, sagte Levy nach seiner taktischen Meisterleistung im Finalsprint.

OLYMPIA SPLITTER SPEERWERFERINNEN IM FINALE Die deutschen Speerwerferinnen sind geschlossen ins Finale eingezogen. Christina Obergföll benötigte in der Qualifikation nur einen Versuch, um mit 66,18m den Endkampf zu erreichen. Die Europameisterin von 2010, Linda Stahl, kam ebenfalls mit dem ersten Wurf auf ihre persönliche Saisonbestleistung von 64,78m. Auch die dritte Deutsche Katharina Molitor erreichte mit 62,05m als Neunte das Finale. KANUTEN WEITER STARK Die deutschen Kanuten präsentieren sich auf dem Dorney Lake weiter in Top-Form. Der Vierer-Kajak der Männer, Peter Kretschmer/Kurt Kuschela im Zweier-Canadier sowie

Franziska Weber/Tina Dietze im Zweier-Kajak zogen souverän in ihre Finalläufe ein. Besonders die beiden ZweierBoote hegen nach ihren Leistungen berechtigte Medaillenhoffnungen.

… tweet des Tages Jan Frodeno

HOCKEY-HERREN IM HALBFINALE Die deutschen Hockey-Herren haben sich zum dritten Mal in Folge für das Halbfinale bei Olympia qualifiziert. Sie profitierten dabei vom 4:2-Erfolg der Niederländer über Südkorea. Damit kann der Olympiasieger von Peking 2008 nicht mehr vom zweiten Tabellenplatz der Gruppe B verdrängt werden. In der Vorschlussrunde wartet nun der Weltmeister Australien.

@janfrodeno

That was one hard day in the worlds best office!;) Thank you for all your support- I gave it my all today! 7. August 2012

Marcel Nguyen @themarcelnguyen

And once more: SILVER!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!! #london2012 7. August 2012


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STARTSCHUSS FÜR DEN ZEHNKAMPF DER MÄNNER

Behrenbruch auf den Spuren von Busemann In der Ruhe liegt die Kraft. Sein EM-Titel vor wenigen Wochen in Helsinki scheint Pascal Behrenbruch das nötige Selbstvertrauen für die Olympischen Spiele in London gegeben zu haben. Die Ruhe findet der deutsche Zehnkämpfer in seiner Wahlheimat Estland. Genauer gesagt in Tallinn. ie estnische Hauptstadt ist für Behrenbruch mehr als nur ein Wohnort. Dort hat er mit Erki Nool und dessen ehemaligen Coach Andrej Nasarow die perfekte Trainingsgruppe gefunden. Der Zehnkampf-Olympiasieger von 2000 hat sich zum Mentor für den 27-Jährigen entwickelt. „Ich kann hier genau das umsetzen, kann trainieren und leben, wie ich es brauche für den Zehnkampf“, erzählt Behrenbruch und fügt hinzu: „Nach Estland zu gehen, war genau die richtige Entscheidung, weil ich mich dort weiterentwickeln konnte.“ Zu dieser Entwicklung gehört, dass

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Zehnkampf-Europameister Pascal Behrenbruch

ENTSCHEIDUNGEN AM 08. AUGUST BEACH VOLLEYBALL (19.00 UHR UND 21.00 UHR*) (Horse Guards Parade), Frauen, Spiel um Platz 3/Finale, Deutsche Starter: keine KANU (AB 09.38 UHR*) (Eton Dorney), Männer, EinerKajak 1000m, Deutscher Starter: Max Hoff, Männer, EinerCanadier 1000m, Deutscher Starter: Sebastian Brendel, Männer, Zweier-Kajak 1000m, Deutsche Starter: Martin Hollstein/Andreas Ihle, Frauen, Vierer-Kajak 500m, Deutsche Starterinnen: Carolin Leonhardt, Franziska Weber, Katrin Wagner-Augustin, Tina Dietze

LEICHTATHLETIK (20.05 UHR*) (Olympic Stadium), Frauen, Weitsprung, Deutsche Starterinnen: keine, Frauen 400m Hürden, Deutsche Starterinnen: keine, Frauen 200m, Deutsche Starterinnen: keine, Männer 110m Hürden, Deutsche Starter: keine REITEN (12.00 UHR UND 14.55 UHR*) (Greenwich Park), Springreiten, Einzel, Deutsche Starter: Marcus Ehning, Meredith MichaelsBeerbaum RINGEN (AB 19.00 UHR*) (ExCeL), Frauen, Freistil, bis 48kg, Deutsche Starterin: Alexandra Engelhardt, Frauen Freistil, bis 63kg, Deutsche Starterinnen: keine

er dem Erfolg alles unterordnet. In London soll die erste deutsche Zehnkampf-Medaille seit 1996 folgen. Damals in Atlanta gewann Frank Busemann Silber. Für Behrenbruch spricht vieles: Mit 8558 Punkten hat er in Helsinki eine persönliche Bestleistung aufgestellt, die ihn zum weltweit zweitbesten Zehnkämpfer in dieser Saison macht. „Eine Medaille ist ganz klar mein Ziel, und meine Bestleistung will ich noch ein bisschen nach oben schrauben, wenn die Bedingungen stimmen. Ich gehe ganz selbstbewusst rein“, so Behrenbruch. Motiviert hat ihn auch

das Siebenkampf-Silber von Lilli Schwarzkopf. „Sie hat gezeigt, wie es geht. Ihr will ich's auf alle Fälle nachmachen.“ In London sieht er sich mit allen Kontrahenten auf Augenhöhe. Nur einer scheint unschlagbar – Asthon Eaton. „Wenn Ashton einen Lauf hat, macht er einen Weltrekord. Er ist unschlagbar, ein Superkerl“, sagt Behrenbruch über den Amerikaner, der bei den US-Trials seine Bestmarke auf 9039 Punkte steigerte. Doch im Kampf um Silber und Bronze ist für den Deutschen alles möglich.

Nach Silber in Peking nun Bronze in London? Das deutsche Tischtennisteam mit Dimitrij Ovtcharov, Trainer Jörg Roßkopf, Timo Boll und Bastian Steger (v. links). SEGELN (13.00 UHR*) (Weymouth and Portland), Männer, 49er, Deutsche Starter: keine TAEKWONDO (AB 22.15 UHR*) (ExCeL), Frauen, bis 49kg, Deutsche Starterin: Sümeyye Manz, Männer, bis 58kg, Deutsche Starter: keine TISCHTENNIS (11.00 UHR UND 15.30 UHR*) (ExCeL), Männer, Mannschaft, Spiel um Platz drei/Finale,

Deutsche Starter: Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov, Bastian Steger Entscheidungsspiele: Hockey (11.30 Uhr*) (Riverbank Arena), Frauen, Spiel um Platz 7: Deutschland - Südkorea Volleyball (21.30 Uhr*) (Earls Court), Männer, Viertelfinale: Deutschland Bulgarien * Ortszeit London

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PARTYSTIMMUNG BEIM TRIATHLON DER MÄNNER:

„Rock’n’Roll“ im Hyde Park Der Brite Alistair Brownlee (links) läuft durchs Ziel und 200.000 Zuschauer sorgen im Hyde Park für Partystimmung.

200.000 Menschen beim Triathlon der Männer im Hyde Park: Der Jubel um die britischen Brownlee-Brüder, die Gold und Bronze holten, kannte keine Grenzen. Der Hyde Park „rockte“ - ein unvergesslicher olympischer Moment. er Hyde Park ist die grüne Lunge Londons. So etwas wie ein Rückzugsort in der hektischen Millionenmetropole. Ein Ort, an dem man auf einer Bank sitzend die Natur bewundern kann. Doch am Dienstag war alles anders. Triathlon-Fieber im Hyde Park: 200.000 Menschen feuerten die Athleten im Wasser, auf dem Rad und beim Laufen an – aber vor allem die britschen Brüder Alistair und Jonathan Brownlee. Als Alistair Triathlon-Gold und Jonathan Bronze für das Team GB

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holten, kannte der Jubel keine Grenzen. Der See, in dem die Triathleten geschwommen sind und um den sie später liefen, war umringt von britischen Flaggen. „Gold for Alistair Brownlee. Gold for Great Britain“, schallte aus den Lautsprechern. So einen Enthusiasmus haben die Spiele noch nicht erlebt. Auch nicht bei den Radrennen zum olympischen Auftakt zwischen Hyde Park und Buckingham Palace. Dabei konnten die meisten der 200.000 Besucher die Triathleten auf der Strecke nur erahnen. In 20 Reihen

standen die Fans um den See, nicht minder weniger waren es an der Radstrecke. Es reichte aber schon, wenn die Athleten beim 10km-Lauf vorbeihuschten. Die Menge rastete aus. „Brownlee, Brownlee, Brownlee“, schrien die Briten. So wie sonst nur in einem Fußballstadion: „Rooney, Rooney, Rooney.“ „Ich bin erst einmal losgerannt und habe geguckt, was

passiert: Wenn Du stirbst, hast du wenigstens alles gegeben. Ich konnte die Menschenmassen gar nicht genießen, weil ich die ganze Zeit nur am Zähne fletschen war.“ Das sagte der Deutsche Jan Frodeno nach dem Rennen, das er als Sechster beendete. Da hat der zähnefletschende Olympiasieger von 2008 etwas verpasst. Die Stimmung im Hyde Park war beeindruckend. Gold für Londons grüne Lunge.

Olympische Momente – Ausgabe 13 Newsletter Deutsches Haus London 2012  

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