Issuu on Google+

Paralympische Momente 3* Newsletter – Deutsches Haus Paralympics London 2012 *Samstag, 1. September 2012

XXXXX Doppelsieg im Weitsprung MARKUS REHM GEWINNT VOR WOJTEK CZYZ

xxxxxx

Gold, Silber und als Krönung noch ein Weltrekord: Weitspringer Markus Rehm hat Gold gewonnen. Zweiter wurde – ebenfalls mit persönlicher Bestweite – Wojtek Czyz. Heinrich Popow landete auf Platz vier.

Hier steth noch blindtetHier steth noch blindtetHier steth noch blindtetHier steth noch blindtetHier steth noch blindtet nglaublich! Das ist ein Traum“, sagte Rehm nach seinem Sprung auf 7,35m, für den er 1.093 Punkte bekam. „Das war der perfekte Sprung. Ich wusste, ich kann weit springen. Aber so weit hätte ich nicht gedacht.“ Rehm sprang in einem

U

Mit freundlicher Unterstützung von:

hochklassigen Wettkampf im Olympiastadion bei sechs Versuchen viermal weiter als sieben Meter. Der viermalige Paralympicssieger Wojtek Czyz wurde mit seiner persönliche Bestweite von 6,33m (983 Punkte) Zweiter. „Ich

bin mit meiner Leistung absolut zufrieden", sagte Czyz. Das hervorragende deutsche Mannschaftsergebnis komplettierte Heinrich Popow. Er sprang 6,07m weit, bekam dafür 954 Punkte und landete damit auf Platz vier.

INHALT 2

PANORAMA Ein treuer Partner – der ABDA-Themenabend

3

PORTRÄT Vorbildliche Schwestern – Carmen und Ramona Brussig

4

SPORT Daumendrücken für Ahmed Aouadi – Die Vorschau auf Wettkampftag 3 und der Medaillenspiegel


Paralympische Momente 3*

Newsletter – Deutsches Haus Paralympics London 2012 *Samstag, 1. September 2012

2

DER ABDA-ABEND IM DEUTSCHEN HAUS PARALYMPICS

Treue Partner Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände, kurz ABDA, und der Deutsche Behindertensportverband sind seit 2010 treue Partner. ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf lud gestern Abend Athleten und Partner ein. Der Einladung folgten Medaillengewinner wie die Brussig-Zwillinge oder der Judoka Matthias Krieger, der Beauftragte der Bundesregierung für Menschen mit Behinderung Hubert Hüppe und viele Bundestagsabgeordente.

TERMINE DEUTSCHES HAUS PARALYMPICS SAMSTAG, 1. SEPTEMBER: DBS-Pressekonferenz (ab 18 Uhr*) SONNTAG, 2. SEPTEMBER: DBS-Pressekonferenz (ab 18 Uhr*) NRW-Themenabend (ab 20 Uhr)

Begeisterte Newsletter-Leser: Carmen und Ramona Brussig (oben). Stolz auf seine Bronzemedaille: Matthias Krieger (unten).

*Änderungen vorbehalten Alle Angaben Londoner Ortszeit Feierten mit Carmen und Ramona Brussig (Mitte): Heinz-Günter Wolf, die Bundestagsabgeordneten Katrin Kunert, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Maria Klein-Schmeink und DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher (v. links).

Bundesministerin Kristina Schröder im Gespräch mit Jugendlichen (unten)

Mit freundlicher Unterstützung von:


3

DIE GOLDMEDAILLENGEWINNERINNEN CARMEN UND RAMONA BRUSSIG

Vorbildliche Schwestern eim Höhepunkt ihrer sportlichen Karriere lief es fast so wie vor 35 Jahren im Kreißsaal. Erst gewann Carmen Gold. Eine Viertelstunde später durfte auch Ramona über das paralympische Edelmetall jubeln. Dass Zwillings-Schwestern am selben Tag in unterschiedlichen Wettkämpfen Gold holen, sei „wohl einmalig im Sport“, sagt Ramona Brussig. Dass die 15 Minuten ältere Carmen wieder als Erste dran war, verdeutlicht das Band, das beide seit ihrer Geburt zusammenhält. „Ich konnte mich über mein Gold noch nicht richtig freuen. Ich musste ja erst mal Ramona

B

anfeuern. Und als sie dann auch noch gewonnen hat, ist gleich doppelt alles von mir abgefallen“, erzählt Carmen. Ramona berichtet, dass die Siege ihrer älteren Schwester, die über den ganzen Tag vor ihr dran war, sie motiviert haben. „Und als wir beide Gold hatten, sind wir uns in die Arme gefallen.“ Möglich war das DoppelGold, weil Ramona seit der Geburt größer und schwerer ist als Carmen. Und selbst, wenn der Unterschied nicht reichte, um von Natur aus verschiedenen Klassen zugeordnet zu werden, sind sie immer getrennt gestartet. „Wir beide zusammen in

einer Gewichtsklasse und möglicherweise dann noch gegeneinander, das geht nicht“, sagt Ramona. „So wie wir sonst im Leben alles zusammen machen, so sind wir uns da seit unserer Kindheit immer aus dem Weg gegangen“, ergänzt Carmen. Aktuell wohnt Carmen in Lachen in der Schweiz, Ramona in Schwerin. Der Kontakt ist trotzdem eng, sie telefonieren täglich. „Ein Privatleben kann man nicht teilen. Aber sonst teilen wir fast alles“, erzählt Ramona. Auch die fast identische Behinderung verbindet sie. Erst im dritten Lebensjahr fiel sie auf. Beide können auf einem Auge

Carmen und Ramona Brussig mit einer Sehkraft von nur etwa zehn Prozent nur geradeaus sehen. Auf dem schwächeren Auge erkennen sie nur Schatten. Ob sie sich durch ihren sensationellen Doppelerfolg auch als Vorbilder sehen? „Ja, warum denn nicht“, antwortet Ramona, „es ist doch toll, wenn junge Sportler zu einem mit leuchtenden Augen aufschauen und uns als Vorbilder für die eigene sportliche Karriere nehmen.“

CO-FÖRDERER BUNDESVERBAND DEUTSCHER MILCHVIEHHALTER

Für faire Milch n Veronika kommt im Deutschen Haus Paralympics keiner vorbei – auch Bundespräsident Joachim Gauck und Silbermedaillengewinnerin Kirsten Bruhn nicht. Sie haben die schwarz-rot-goldene Kuh wie viele andere Besucher auch mit ihrem Autogramm signiert. Veronika wirbt für „faire Milch“, eine Aktion des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM), der als Co-Förderer des DBS erstmalig im Deutschen Haus eine Milchbar betreibt und die Gäste mit Milchshakes und Kaffee-Mixgetränken versorgt. „Fü r uns sind die Paralympischen Spiele der erste Anstoß fü r viele weitere gemeinsame Aktionen“, erzählt Romuald Schaber, Vor-

A

Mit freundlicher Unterstützung von:

sitzender des BDM. „Die Partnerschaft von Milchbauern und Behindertensport mag auf den ersten Blick verwundern. Aber wir konnten viele Gemeinsamkeiten entdecken. Unser Engagement ist Ausdruck der Solidarität und des Respekts der Milcherzeuger fü r die Athleten, die ihre individuellen Herausforderungen annehmen, nach vorn schauen und Spitzenleistungen bringen.“ Michael Braun, selbst aktiver Milcherzeuger und Koordinator der Partnerschafter von BDM und DBS, ergänzt: „Wir sehen viele Parallelen zwischen den Sportlern des DBS und den Milcherzeugern im BDM: Wir ü bernehmen die Verantwortung fü r uns selbst und dafü r, wie unsere

Zukunft aussehen soll, wir engagieren uns und setzen bei der Erreichung unserer Ziele vor allem auf unsere eigene Kraft. So wie die Sportler stellen sich auch die Milcherzeuger ihren Herausforderungen und gehen diese aktiv an. Und letztlich geht es uns allen vor allem um eines: Fair Play – sei es im Sport oder im marktwirtschaftlichen Wettbewerb. Das ist unser großes Ziel, das uns wirklich eint.“ Dem

BDM gehören gut 23.000 deutsche Milcherzeuger an, die jährlich etwa 10 Milliarden Liter Milch produzieren und sich für faire Marktbedingungen einsetzen, um ihre mittelständischen Betriebe zu erhalten und weiterzuentwickeln. Übrigens: Die Kuh Veronika wird nach den Paralympischen Spielen versteigert. Der Erlös der Auktion soll der Deutschen Behinderten-Sportjugend gestiftet werden. Servieren „faire Milch“: Johanna Ristau, BDMGeschäftsführer Thorsten Sehm, BDM-Vorsitzender Romuald Schaber und Sophia kleine Holthaus (v. links)


Paralympische Momente 3*

Newsletter – Deutsches Haus Paralympics London 2012 *Samstag, 1. September 2012

4

MEDAILLENSPIEGEL (NACH 68 VON 503 ENTSCHEIDUNGEN)

ERGEBNISSE

ENTSCHEIDUNGEN

JUDO Männer: bis 81kg, 3. Matthias Krieger

JUDO (AB 11:00 UHR*) (ExCeL) Männer: bis 100kg, Oliver Uppmann

LEICHTATHLETIK Männer: Weitsprung F42/44, 1. Markus Rehm, 2. Wojtek Czyz, 4. Heinrich Popow

LEICHTATHLETIK (AB 10:35 UHR*) (Olympic Stadium) Frauen: Diskus F11/12, Siena Christen; 200m T36, Claudia Nicoleitzik; 100m T38, Tamira Slaby; Kugelstoßen F54/55/56, Marianne Buggenhagen, Martina Willing; Männer: 200m T42, Heinrich Popow, Wojtek Czyz; 100m T35, Niels Stein; Kugelstoßen F54/55/56, Ulrich Iser

powered by

PLATZ / LAND

G

S

B

TOTAL

1. China

13

10

11

34

2. Australien

7

4

8

19

3. Ukraine

6

5

5

16

4. Russland

5

3

3

11

5. Großbritannien 4

11

5

20

6. USA

1

6

11

4

7. Deutschland

3

4

4

11

8. Kanada

2

3

1

6

9. Brasilien

2

2

2

6

10.Nigeria

2

2

0

4

IMPRESSUM Paralympische Momente 3* Newsletter – Deutsches Haus Paralympics London 2012 HERAUSGEBER: Deutsche Sport-Marketing GmbH Schaumainkai 91 60596 Frankfurt a.M. und Medienfabrik Gütersloh GmbH Sportkommunikation Carl-Bertelsmann-Straße 33 33311 Gütersloh Tel.: +49 5241 23480-50 Fax: +49 5241 23480-215 Internet: www.medienfabrik.de E-Mail: info@medienfabrik.de HRB Gütersloh 2424 Bereichsleitung: Tobias Uffmann Chefredakteur: Michael Siedenhans (V.i.S.d.P.) Redaktion: Jochen Büttner, Philipp Kubießa Artdirection: Uta Kloke Layout: Janine Mompour Projektmanagement: Jessica Sewerin Teamassistenz: Frederic Kollmeier Agenturtexte: SID Bildnachweis: picture alliance Fotografen: Jan Haas Druck: Creekside Design to Print LTD ©Medienfabrik Gütersloh GmbH, 2012 Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet. Mit freundlicher Unterstützung der dpa Picture-Alliance GmbH.

Mit freundlicher Unterstützung von:

RADSPORT Frauen: 1000m Zeitfahren Tandem B, 6. Henrike Handrup/Ellen Heiny; Männer: 3000m Einzelverfolgung C1, 4. Michael Teuber, 6. Erich Winkler; 3000m Einzelverfolgung C2, 2. Tobias Graf SCHWIMMEN Frauen: 400m Freistil S8, 7. Julia Kabus; 100m Rücken S9, 8. Christiane Reppe; 100m Freistil S11, 6. Daniela Schulte; Männer: 400m Freistil S8, 8. Christoph Burkard SPORTSCHIESSEN Männer: R1/10m Luftgewehr stehend, 3. Josef Neumaier

Josef Neumaier gewinnt Bronze.

Gruppenspiele: ROLLSTUHLBASKETBALL Frauen: Vorrunde, 1. Spieltag: Deutschland - USA 54:48 Männer: Vorrunde, 2. Spieltag: Deutschland - Kolumbien 59:46 SITZVOLLEYBALL Männer: Vorrunde, 1. Spieltag: Deutschland - Marokko 3:0 (25:11, 25:10, 25:9)

RADSPORT (AB 10:25 UHR*) (Velodrome), Frauen: 500m Einzelzeitfahren C4-5, Kerstin Brachtendorf; Männer: 3000m Einzelverfolgung C5, Wolfgang Sacher REITEN (AB 9:00UHR*) (Greenwich Park) Frauen: Einzel Grade 2, Britta Näpel, Angelika Trabert SCHWIMMEN (AB 9:30 UHR* VORLÄUFE, AB 17:30 UHR* ENTSCHEIDUNGEN) (Aquatics Centre) Frauen: 400m Freistil S6, Tanja Gröpper; 50m Freistil S11, Daniela Schulte; 50m Freistil S13, Elena Krawzow; Männer: 100m Schmetterling S10, Lucas Ludwig; 400m Freistil S6, Swen Michaelis, Sebastian Iwanow; 100m Brust SB8, Martin Schulz; 100m Brust SB7, Tobias Pollap; SPORTSCHIESSEN (AB 9:00 UHR*) (Royal Artillery Barracks) Mixed: R5/10m Luftgewehr, Leopold Rupp, Andreas Schäfers; R3/10m Luftgewehr, Natascha Hiltrop, Josef Neumaier, Jan Schaub

Nicole Mörschel und Ahmed Aouadi

DAUMEN DRÜCKEN FÜR AHMED AOUADI Wenn der Tunesier Ahmed Aouadi (33) heute im 100m Sprint an den Start geht, dann drückt eine Deutsche besonders die Daumen: die DSM-Mitarbeiterin Nicole Mörschel (32). Sie lernte den Sportler vor zwei Jahren in seiner Heimat kennen und lieben. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt sie. Nach den Paralympischen Spielen wird am 22. September geheiratet – in Nabeul in der Nähe von Tunis. Anschließend zieht Ahmed nach Deutschland um und wird dann womöglich Sport studieren. Eine paralympische Medaille wäre dafür keine schlechte Referenz und ein gutes Omen für eine glückliche Ehe.

Gruppenspiele: ROLLSTUHLBASKETBALL (15:15 UHR*) (North Greenwich Arena) Frauen: Vorrunde, 2. Spieltag: Frankreich - Deutschland; (Basketball Arena) Männer: Vorrunde, 3. Spieltag: Japan Deutschland SITZVOLLEYBALL (11:00 UHR*) (ExCeL) Männer: Vorrunde, 2. Spieltag: Russland - Deutschland * Ortszeit London


Paralympische Momente – Ausgabe 3 Newsletter Deutsches Haus Paralympics London 2012