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Kölner Straßenmagazin Draussenseiter 11/2015: Blick nach oben

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23. Jahrgang

Nr. 160

November 2015

R E T I E S N E S s U A R D IN

BLICK

NACH OBEN

0,90 e für den Verkäufer

1,70 e

Foto: Deborah Keser

Z A G A M N E S S A STR R E N L Ö K S A D

INTERVIEW

Kardinal Woelki

HINTERGRUND Straßenkinder

BEKENNTNIS Renee Breuer


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Liebe Leserinnen und Leser, sie engagiert sich ehrenamtlich und hilft aus, wo sie kann: Für Renée Breuer ist diese Lebenseinstellung untrennbar mit ihrem christlichen Glauben verbunden, der ihr selbst schon über schwere Zeiten hinweg geholfen hat. Ganz offen hat sie mit uns darüber gesprochen (S. 8-9).

S.4

S.8

S.14

S.22

Foto: C. de Haar

Inhalt Wohnungslose, die ihre Nächte häufig draußen verbringen müssen, empfinden den Blick in den Himmel oft als Trost. Gibt es dort oben Jemand, der über sie wacht?

Die tätige Nächstenliebe „Caritas“, so sagt auch Rainer Maria Kardinal Woelki im Interview mit Linda Rennings und Jens Hüttenberger, bezeichnet eine Grundhaltung gegenüber Menschen in Not (S. 5-7). Zu bedenken gibt er mit klaren Worten, dass man die Hilfe nicht nur hier, sondern auch in den Krisengebieten selbst vorantreiben sollte, um Armut und Flucht von vornherein zu verhindern. Ganz konkret haben wir ihn auch nach der diesjährigen Winterhilfe, den Kältebussen und den Notschlafstellen für Wohnungslose in Köln befragt.

Eine gute Lektüre wünscht – im Namen der Redaktion –

Vorwort, Inhalt ������������������������������������������������������ 3 Themenschwerpunkt: Glaube Interview mit Rainer Maria Kardinal Woelki ����������������� 5-7 Mit Gott sprechen: Renée ���������������������������������������8-9 Leben  /  Teilen ������������������������������������������������������� 13 Straßenkinder: Martin ����������������������������������������� 14-15 Foto: Haste ma nen Euro? ����������������������������������������� 16 Gedicht: Selbstvertrauen ������������������������������������������ 17 Foto: Für den Dom ������������������������������������������������� 18 Buchtipp von Ingrid Müller-Münch ����������������������������� 19 Meinung: Comic und Kolumne �����������������������������������20 Neue Reihe: Kurzgeschichte ��������������������������������������� 21 Aus den Einrichtungen ���������������������������������������� 22-23 Köln umsonst / Comic ����������������������������������������������24 Vorschau ������������������������������������������������������������� 25 Adressen ���������������������������������������������������������26-27

Christina Bacher

Öffnungszeiten der OASE Kontakt- und Beratungsstelle Montag und Freitag: 9.00 – 13.00 Uhr Dienstag und Donnerstag: 9.00 – 16.00 Uhr Mittwoch: 13.00 – 16.00 Uhr 3


glaube

Mir ist es ein

Anliegen,

den Menschen Mut zu machen! Seit dem 20. September 2014 ist Rainer Maria Kardinal Woelki Erzbischof von Köln. Zum Thema Armut und Flüchtlingspolitik positioniert er sich von Anfang an klar und deutlich, auch im Gespräch mit DRAUSSENSEITERVerkäuferin Kölsche Linda und -Redakteur Jens Hüttenberger.

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glaube

Draussenseiter: Papst Franziskus bemängelt regelmäßig die Missstände zwischen Arm und Reich. In seinem ersten Apostolischen Lehrschreiben „Evangelii gaudium“ schrieb er, dass sich niemand „von der Sorge um die Armen und um die soziale Gerechtigkeit freigestellt fühlen“ dürfe. Wie will die katholische Kirche ganz allgemein dazu beitragen, die Armut zu überwinden? Kardinal Woelki: Die tätige Nächstenliebe, die Caritas, ist der Auftrag eines jeden Christen. Caritas bezeichnet eine Grundhaltung gegenüber Menschen in Not. Die Caritas der Kirche ist die Antwort auf das Gebot Jesu: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Mit sehr vielen Einrichtungen und Diensten im Erzbistum Köln und in ganz Deutschland stellt die katholische Kirche armen oder von Armut bedrohten Menschen Hilfen in ihren schwierigen Lebenssituationen zur Verfügung. Es geht um personelle, aber auch finanzielle Hilfe etwa für Flüchtlinge – zum Beispiel über unsere „Aktion Neue Nachbarn“, mit der wir gezielt Flüchtlingsinitiativen fördern. Oder wir helfen – zum Beispiel mit dem Projekt Mamica – auch bei der gesellschaftlichen Integration von schwangeren Roma-Frauen und Roma-Müttern mit kleinen Kindern in Wuppertal; diese Frauen sind oft besonders ausgegrenzt und arm. Ein anderes Projekt nennt sich www.gewaltlos.de und hilft Frauen und Kindern, die unter häuslicher Gewalt leiden. Es gibt eine Stelle im MatthäusEvangelium, die diese Beispiele sehr schön beschreibt. Dort sagt Jesus selbst „Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir Foto: Jochen Rolfes/Erzbistum Köln

gekommen.“ Und weiter: „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Daran orientieren wir uns. Draussenseiter: Armut finden wir vor der eigenen Haustür, hier in Köln. Etwa 5.000 Obdachlose leben in der Domstadt.

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Foto: Bernhardt Ridel/ Erzbistum Köln

glaube

Inwieweit versucht das Erzbistum Köln,

sam auf den ganzen Menschen in seiner

che, sie besitzt doch unzählige Immobili-

diesen Missstand zu beheben?

individuellen Notsituation und bieten

en? Könnte sie nicht Wohnraum für

Kardinal Woelki: Glücklicherweise lebt

Hilfen an, die ihm schließlich wieder ein

Obdachlose zur Verfügung stellen?

die Mehrzahl dieser Menschen nicht

eigenständiges Leben in der Mitte der

Kardinal Woelki: Die Unterstützung von

schutzlos auf der Straße. Es gibt in Köln

Gesellschaft ermöglichen sollen. Oder

Flüchtlingen ist mir in der Tat ein großes

viele verschiedene Hilfsangebote für

lassen Sie es mich so ausdrücken: Wir

Anliegen. Wir dürfen als Kirche nicht

Frauen und Männer ohne festen Wohn-

sehen den Einzelnen und die Einzelne

wegsehen, wenn Menschen ihre Heimat

sitz. Mit seinem Angebot an Notunter-

an, um ihm und ihr wieder gesellschaft-

verlassen müssen, oft unter Lebensge-

künften und ambulanten Diensten liegt

liches Ansehen zu verschaffen.

fahr, und bei uns Zuflucht suchen. Dafür ist unsere eigene Religionsgeschichte zu

Köln weit über dem Bundesdurch-

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schnitt. Aber es ist ja nicht allein die

Draussenseiter: Ein aktuelles Thema in

sehr geprägt von Not und Vertreibung.

Obdachlosigkeit, die diese Menschen an

Köln sind die Flüchtlinge. Unter den

Mit der „Aktion Neue Nachbarn“ haben

den Rand der Gesellschaft gedrängt hat.

Obdachlosen herrscht der Eindruck, dass

wir ein Programm ins Leben gerufen,

Der Verlust der Wohnung steht meist

alle Energie für die Unterbringung der

das die Willkommenskultur und das

am Ende einer Reihe schwerster, unge-

Flüchtlinge eingesetzt wird und die

Engagement in den Gemeinden stärkt.

löster Probleme. Insbesondere kirchliche

Obdachlosen vom Schirm fallen. Beide

Das eine tun und sehen heißt aber nicht,

Dienste schauen achtsam und aufmerk-

brauchen Unterkünfte: Wie hilft die Kir-

dass wir das andere übersehen. Die


glaube

Immobilien der Kirche sind zurzeit alle

an ihre Fähigkeiten und die Zukunft

vergeben – übrigens auch an Menschen

ihrer Heimat zu glauben. Daran werden

und Familien in besonderen Lebensla-

auch wir als Kirche mit unserer Caritas

gen. Im sogenannten „Wohnungsversor-

weiterarbeiten und den Menschen auf

gungsprogramm“ für Wohnungslose des

dem Balkan Zuversicht und Perspekti-

Erzbistums Köln bemüht sich die katho-

ven vermitteln.

lische Kirche um zusätzlichen Wohnraum für Menschen, die aufgrund ihrer

Draussenseiter: Der nächste Winter

persönlichen Situation keine Möglich-

steht vor der Tür. Sind Kältebusse oder

keit haben, eine Wohnung auf dem

mobile Essensangebote geplant?

regulären Immobilienmarkt zu finden.

Kardinal Woelki: Der Sozialdienst Katho-

Bislang konnten auf diese Weise rund

lischer Männer (SKM) in Köln und weite-

100 Wohnungen im Erzbistum Köln für

re Einrichtungen und Dienste der katho-

ehemals wohnungslose Menschen

lischen Kirche im Erzbistum Köln bieten

erworben und zur Verfügung gestellt

gemeinsam mit den Städten und

werden. Da es sich hier um eine gesamt-

Gemeinden auch in diesem Jahr voraus-

gesellschaftliche Aufgabe handelt, sind

schauende Winterhilfen an. Allein der

sicherlich weitere Anstrengungen not-

SKM in Köln versorgt mehr als 120 Perso-

wendig, um gerade diesen bedürftigen

nen pro Nacht mit existentiellen Hilfen

Menschen und vielen anderen bezahlba-

wie Nahrung, Kälteschutz und Obdach.

ren Wohnraum zu vermitteln.

Auf so genannten Kältegängen suchen unsere Mitarbeitenden, unterstützt von

Draussenseiter: Viele Flüchtlinge sind

Ehrenamtlichen, wohnungslose Men-

so genannte Armutsflüchtlinge: Ist Armut

schen auf und bieten ihnen Hilfen an. Im

nicht ein berechtigter Grund aus seinem

Erzbistum Köln muss niemand verhun-

Heimatland zu fliehen? Wie sieht das Bis-

gern oder erfrieren. Bitte helfen auch Sie

tum Köln das?

uns dabei, entsprechende Anlauf- und

Kardinal Woelki: Ich habe im August

Kontaktstellen bekannt zu machen.

2015 gemeinsam mit unserem Weihbischof Ansgar Puff und dem Präsidenten

Draussenseiter: Insbesondere Obdach-

des Deutschen Caritasverbandes, Prälat

lose mit Tieren haben es schwer, Unter-

Dr. Peter Neher, eine Reise auf den Bal-

künfte zu finden. Wir würden gerne in

kan unternommen, um mich vor Ort

Köln – wie in anderen Städten – mehr

über die Arbeit der Caritas und die

Unterkünfte und Anlaufstellen sehen. Sind

Lebensbedingungen der Bevölkerung zu

solche Anlaufstellen geplant?

informieren, die dort zum Teil in tiefster

Kardinal Woelki: Grundsätzlich ver-

Armut lebt. Mit großem Erschrecken

schließen sich immer weniger Einrich-

habe ich wahrgenommen, dass viele jun-

tungen und Dienste der Mitaufnahme

ge und gut ausgebildete Menschen aus

von Tieren. Zum Teil wird sogar neben

Perspektivlosigkeit Albanien und den

einer ärztlichen Versorgung von Woh-

Kosovo verlassen. Das ist verständlich,

nungslosen ein ambulanter veterinär-

die Gründe sind gut nachvollziehbar.

medizinischer Dienst in unseren Einrich-

Nur muss man auch sagen: So kann der

tungen angeboten. Allerdings sind wir

Aufbau einer solidarischen Gesellschaft

natürlich für alle Bedürftigen gleicher-

nicht gelingen.

maßen verantwortlich. Das Zusammen-

Die Caritas sagt hier sehr deutlich:

treffen von Wohnungslosen mit und

„Bleibt in Euren Ländern und baut eine

ohne Tier und zum Teil auch das der

Zivilgesellschaft auf, die von sozialer

Tiere untereinander, führt immer wie-

Gerechtigkeit geprägt ist. Mir ist es ein

der zu Konflikten. Außerdem stellen Tie-

Anliegen, diesen Menschen Mut zu

re oft ein Problem dar, wenn es um die

machen und sie darin zu unterstützen,

Vermittlung von Wohnraum geht.

Schon von Weitem fielen den Passanten in den letzten Wochen die bunten Plakatwände rund um die Kirche St. Agnes ins Auge. Mit ganz unterschiedlichen graphischen Darstellungen erzählten sie persönliche Geschichten über Flucht, Asyl und Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Auch, wenn die Ausstellung nun abgebaut wurde, kann man die berührenden Statements noch auf dem dazu gehörigen Blog nachlesen: http://ourstoriescologne.tumblr.com Fotos: Christina Bacher

lll

info

www.aktion-neue-nachbarn.de/fluechtlingen-einestimme-geben www.gewaltlos.de http://caritas.erzbistum-koeln.de/dicv-koeln/hilfe_beratung/ krisen_besondere_lebenslagen/wohnungslosenhilfe www.wohnungslos-in-koeln.de 7


glaube

Porträt

Gott macht meine Seele gesund Text und Fotos: Sabrina Burbach

Sie engagiert sich ehrenamtlich in der Obdachlosenhilfe, wird in ihrer Freizeit poetisch und geht regelmäßig zu Gebetskreisen. Die 41-jährige Kölnerin Renée Breuer hat mit uns über ihr Leben und ihre „ernste Beziehung zu Gott“ gesprochen.

A

n den Torbögen des Bahnhofs Köln-Ehrenfeld drängen sich die Fahrräder dicht an dicht. Ab und zu rauscht ein Zug über die Gleise. Ansonsten ist es ruhig. Gegenüber auf dem Spielplatz,

zwischen Schaukel und Rutsche, laden zwei Bänke zum Verweilen ein. Auf der einen sitzt Renée Breuer und genießt die Sonne. Es ist einer ihrer Lieblingsplätze. Hier kann sie entspannen und ihre Gedanken sortieren, sagt sie. Gleich um die Ecke befindet sich die Ehrenfelder Caritas. Dort hilft die 41-jährige zwei Mal im Monat in der Kleiderkammer aus. Auch sonst ist sie viel ehrenamtlich unterwegs. Dienstags geht sie beispielsweise zur Obdachlosenseelsorge der katholischen Kirche im Gubbio und hilft, wo sie gerade gebraucht wird. „Mal sortiere ich Obst von Essensspenden, kontrolliere die Haltbarkeit von Joghurts oder putze die Böden“, erzählt sie. „Das geht von ein Uhr bis um fünf. Und bis sechs Uhr spreche ich dann mit Gott.“

Die jungen Jahre Was für eine junge Frau ungewöhnlich klingt, ist für Renée normal. Sie war einfach schon immer sehr gläubig, machte sich darüber keine weiteren Gedanken. Vielleicht hat es etwas mit ihrem bisherigen Lebensweg zu tun. Geboren wurde die Kölnerin in Lindenthal; mit sechs Monaten in St. Kolumba katholisch getauft – ihr erster Kontakt mit der Kirche. Eigentlich heißt sie Susanne Barbara Renée. Doch ihr Drittname gefällt ihr besser, weil den nicht jede hat und man ihn nicht auf Susi oder Babsi abkürzen kann. Auch das war schon immer so. Ihre Kindheit verbrachte sie in Köln-Weidenpesch und in der Eifel, wo ihre Großeltern lebten. Ihre Oma hieß gebürtig Hennes – deshalb

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glaube

Renée Breuer hat zwei große Leidenschaften: Sport und ihr Engagement für die Kirche.

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glaube

ist Renée FC-Fan. Viele ihrer Vorlieben

bierte viel aus. „Ich hab drei Jahre viele

sivieren. Erst mal ist sie aber mit dem

sind ähnlich entstanden. Auch die für

Gespräche mit Christen von der Mormo-

zufrieden, was sie hat. Auch mit ihrem

Tiere, vor allem Pferde: „Der Freund mei-

nenkirche geführt. Die schauen aber

Ein-Zimmer-Apartment in Humboldt/

nes Vaters hatte früher ein Gestüt und

nicht über den Tellerrand ...“, sagt sie. „Im

Gremberg. Dort wohnt sie seit 18 Jahren.

war völlig pferdeverrückt“, sagt sie. „Ich

Gubbio bin ich gerne. Da ist jeder gleich,

Den ganzen Weg hierher auf die linke

bin es auch. Vor allem streichele ich sie

deshalb fühle ich mich gleich.“ Außerdem

Rheinseite zum Spielplatz ist sie geradelt.

gerne. Reiten hat sich nie ergeben. Ich

geht sie regelmäßig zum Gebetskreis

In knapp 30 Minuten. Jetzt lehnt ihr Fahr-

mag einfach Tiere. Manche Pfarrer reden

ihrer Taufkirche St. Kolumba und nimmt

rad neben ihr an der Bank. Sport und Kir-

für die Katz.“ Ihr letzter Satz bringt sie

an Taizé-Gebeten in St. Agnes teil. Letz-

che ergänzen sich sehr gut, findet Renée.

zum Lachen. Dann erinnert sie sich plötz-

tere gefallen ihr besonders gut – eine

Regelmäßig geht sie zum Lauftraining und

lich an einen der Heiligen, Franz von

beruhigende Mischung aus Meditation,

pilgert auch mal mit dem Gubbio von

Assisi, dem Begründer des Franziskaner-

Gesang, Stille und Hoffnung, wie Renée

Beyenburg nach Aachen. Eine schwarz-wei-

ordens: „Er liebte Vögel, hielt ihnen sogar

es nennt.

ße Baseballjacke gehört zu ihren Lieblingskleidungsstücken. Die trägt sie auch

eine Predigt.“ Kurz rückt sie ihre Baseballkappe zurecht, als würde die Erinne-

Die große Liebe

in der Kirche. Doch was sie dort mit dem

rung an diese Legende dadurch klarer.

Wenn sie allein ist, kanalisiert sie ihre

Herrn dienstags zwischen fünf und sechs

Das macht sie oft – ein Gespräch ganz

Gedanken auf andere Weise – mit Lyrik

Uhr bespricht, möchte sie nicht verraten:

unvermittelt auf Heilige oder die Kirche

und Poesie. Sie schreibt gerne Reime –

„Für mich ist die Zeit mit Gott eine sehr

lenken. Es gibt immer irgendeine Verbin-

„direkt aus dem Herzen“ – und drückt mit

persönliche Sache. Ich ordne meine

dung. Doch die wichtigste ist sie selbst.

ihnen sehr persönliche Gedanken aus.

Gedanken, genieße die Stille und es geht

„Gott macht meine Seele gesund“, ist sie

Etwa die ihrer Liebe zu Jesus. „Er steht bei

mir gut dabei.“

überzeugt. Und es mag stimmen. Offen-

mir in Sachen große Liebe an erster Stel-

bar hat sie durch ihren Glauben eine

le“, daran lässt sie keinen Zweifel. An zwei-

Möglichkeit gefunden, sich zu erden. Das

ter kommt eine verflossene Jugendliebe.

war nicht immer so.

Der, von dem sie wusste, „der isses!“. Freisein bedeutet Renée aber auch sehr viel.

Zurück in die Gegenwart

Jetzt sieht sie das Ganze praktisch: „Da ich

Nach einem Internatsbesuch in Trier mit

nicht verheiratet bin, kann ich nicht

Realschulabschluss, musste sie sich Mitte

geschieden werden.“ Wieder lacht sie. Und

der 90er Jahre in einem Arbeitstherapie-

fast sieht es aus, als hätte sie gerade eine

zentrum im Saarland zum ersten Mal

neue Idee für einen Vers. Dass sie auch mit

einem Belastungstest unterziehen. Sie

Poesie nicht reich werden wird, weiß sie.

erinnert sich noch an die Zeit nahe der

Doch das ist ihr nicht wichtig. Ihr State-

französischen Grenze, wo es viel Natur

ment: „Man braucht Geld um zu leben,

gab und sie während dieser Zeit einen

aber es bedeutet nix. Sterben müssen wir

Teddy genäht hat. Auf diese Handarbeit

alle.“ Wichtiger ist es für sie, positiv zu

ist sie heute noch stolz. Genau wie auf

leben, arm und bescheiden, eben wie die

ihren IHK-Abschluss als Bürokauffrau,

Heiligen aus den Legenden.

den sie 2002 bekam. Danach arbeitete sie

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zwei Jahre im Verkauf. 2009 folgte eine

Kirche und Sport

zweite Belastbarkeitsprüfung. Renée kam

Auf keinen Fall möchte sie ein Banker

kurzzeitlich in eine Tagesklinik – Diagno-

sein. Doch „nix zu tun“ kommt für sie trotz

se: Borderline (Bipolare Störung). Die

Frührente auch nicht in Frage. Lieber als

psychischen Gründe führten am Ende zur

Ärztin in einem Entwicklungsland arbei-

Frühverrentung. Seitdem lebt die Kölne-

ten. Oder in einem Hospiz. Dort hat sie

rin von Erwerbsunfähigkeitsrente und

mal über vier Monate lang einen jungen

Wohngeld. Auch einen Schwerbehinder-

Mann besucht, der an einem Hirntumor

tenausweis hat sie. Den Weg ins Gubbio

litt. Als seine Patin. Und das hat ihr so viel

und in die OASE fand sie, als ihr Vater vor

gegeben, dass sie es gerne nochmal

neun Jahren starb. Da nahm sie sich erst

machen würde. Gleichzeitig ist es eine

mal eine „Auszeit“, wie sie es nennt, pro-

Möglichkeit, ihr Leben mit Gott zu inten-

lll

TIPPS VON Renée

TAIZÉ: Eine Andacht/gemeinsames Gebet mit Gesängen/Elementen der Communauté de Taizé in Burgund. Bekannt sind vor allem die Lieder, im Zentrum stehen Stille und der meditative Charakter. www.taize.fr/de St. Agnes, Neusser Straße Taizé-Gebet: jeden ersten Sonntag im Monat um 18 Uhr St. Kolumba, Kolumbastraße 4 Öffnungszeiten: Mo - So 8 - 19 Uhr


Hartz IV

Clemens-Josef-Haus

Willkommen im Clemens-Josesf-Haus auf dem Vellerhof, einem Fernab der „Straße“ sind die Menschen hier gern gesehene Gäshistorischen Gehöft inmitten eines Naturschutzgebietes, auf dem te, die auf dem Gelände des Clemens-Josef-Hauses auf ihrem ganz heute hilfebedürftige Menschen leben, wohnen und arbeiten. persönlichen Weg begleitet werden. Clemens-Josef-Haus I Altenwohn- & Pflegeheim und stat. Einrichtungen der Gefährdetenhilfe · Vellerhof 1 · 53945 Blankenheim Gefährdetenhilfe: 0 26 97 . 91 00 16 · Altenwohn- & Pflegeheim: 0 26 97 . 91 00 25 · www.vellerhof.de

Wohnungslosenhilfe Station machen I zur Ruhe kommen

Übernachtung I Aufnahme I Wiedereinstiegshilfe I Lebenshilfe I Langzeitwohnen

Arbeiten

Qualifizierung erwerben I Selbstwertgefühl erleben Beschäftigung I Ausbildung I Arbeitstraining I Qualifizierung I Arbeitsvermittlung

Pflegewohnheim

begleiten und fördern I beraten und anleiten

Pflege & Betreuung I Lebenszufriedenheit I Wohlbefinden I Menschlichkeit I Zu Hause

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glaube

Leben / Teilen Z

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u den wichtigsten, heilsamsten und

menschenwürdige Behandlung. Hilfe und

Gerechtigkeit. Teilen könnte jedoch ein

zugleich schwersten Erfahrungen des

Mitmenschlichkeit können nicht an den

Mindest-Ziel haben, das unserer Gesell-

Kindseins gehört es, teilen zu lernen:

Staat delegiert werden. Unsere Gesell-

schaft gut anstünde: Für alle Menschen

„Das ist meins, ich will nicht, dass meine

schaft geht zu Grunde, wenn der ethische

genug zum Leben, um ein Leben in Würde

Schwester (Bruder, der da, die da…) damit

Sinn vor die Hunde geht. Lange hat

und Selbstbestimmung zu ermöglichen.

spielt.“ Wie schwer ist es für das Kind, tei-

Deutschland geglaubt auf einer Insel der

Um eine Chance zu haben.

len zu müssen. Aber fällt es Erwachsenen

Seligen zu leben, reich und sicher, unbe-

Teilen ist bei vielen Menschen mit Vor-

leichter? Nun, nach meiner Erfahrung tun

rührt und glücklich, fern der Kriege und

behalten und Ängsten verbunden. Wird

sie sich oft noch schwerer damit als die

Bürgerkriege vor den Rändern Europas,

genug für einen selbst übrigbleiben? Hole

Kinder. Teilen können kann man auch

fernab der wirtschaftlichen, sozialen, reli-

ich mir Konkurrenz im Kampf um knappe

wieder verlernen. Und doch: Wir werden

giösen Probleme um uns herum. Doch der

Lebensressourcen ins Haus? Hat der Ande-

es neu lernen müssen, zu teilen – als

Krieg, der überall vor unseren Grenzen

re (der Grieche, der Flüchtling, der Obdach-

Gesellschaft und als Einzelne. Äußere

tobt, treibt Menschen zu uns, auf der

lose …) meine Hilfe wirklich verdient? Die

Umstände zwingen uns dazu, lassen uns

Suche nach Sicherheit, Frieden, Zukunft.

Einwände höre ich jeden Tag. Und ich bin

eigentlich keine Wahl, als neu über

Menschen wie wir.

überzeugt: Teilen ist nur möglich, wenn

Gemeinsinn nachzudenken. Immer mehr

Teilen lernen ist schwer, denn welchen

wir innerlich die Freiheit und das Selbst-

Menschen sind auf die Solidarität anderer

Maßstab können wir anlegen? Allen Men-

bewusstsein erlangen, dass uns nichts weg-

angewiesen. Die Schlangen vor den Tafeln

schen das Gleiche? Diese Utopie hat zur

genommen wird, wenn wir abgeben.

in allen Städten zeigen es deutlich. Die

Diktatur geführt. Jedem das Seine? Doch

Manchmal kann Glauben dabei wirklich

Zahl derer, die abgehängt werden, nimmt

was ist das, was einem zusteht? Nach wel-

dem Leben helfen. Nach christlichem Ver-

zu. Die Flüchtlinge, die bei uns unterge-

chem Maßstab können wir Verdienste

ständnis ist unser Leben vor allem anderen

bracht werden, haben einen Anspruch auf

messen? Nichts ist umstrittener als

ein Geschenk Gottes. Und eine mögliche


glaube

Foto: Christoph de Haar

Antwort des Menschen vor allen Sorgen

Verlustängste. Wer das Leben bejaht, kann

und Probleme wäre die Haltung einer tie-

sich leichter den oft harten Herausforde-

fen Dankbarkeit dafür, leben zu dürfen,

rungen stellen. Wer sich vor aller Leistung

sich angenommen zu wissen, das Urver-

fundamental beschenkt weiß, wird groß-

trauen zu haben: es ist – eigentlich – genug

zügiger denken und handeln. Wer sich

für alle da. Vor allem „Nein“ das Leben

geliebt weiß, überwindet sich leichter zur

mit allen Herausforderungen zu bejahen.

Nächstenliebe. Wer im Angesicht des

Das Ethos der Nächstenliebe – „Liebe Gott

anderen Menschen, im Bedürftigen, im

und deinen Nächsten wie dich selbst“ und

Fremden, sogar im Feind, zugleich ein

mit ihm verbunden die „Goldene Regel“:

Kind Gottes entdecken kann, mit Würde

„Behandle die Menschen so, wie du von

beschenkt, sieht sich immer auch an seiner

ihnen behandelt werden willst“ – sie sind

Stelle: er ist wie du. Und wer dann teilt,

fundamentale Haltungen, die das Leben

beschenkt auch sich selbst. Ein paradoxer

als Ganzes in den Blick nehmen und tra-

Gedanke? Nur scheinbar. Denn Leben gibt

gen wollen. Kein moralischer Appell Gutes

es nur als gemeinsames Leben, im Ange-

zu tun – Appelle bringen selten etwas. Sie

wiesen-Sein und Bleiben. Was wir mit

sind vielmehr die Erinnerung, dass uns

anderen teilen, kann durchs Teilen wach-

eine Fülle des Lebens anvertraut und

sen und groß werden. Geben und Nehmen

geschenkt ist, die wir allzu selten wahrneh-

– beide verbindet das Geheimnis des

men und bemerken. Wie heilsam kann

Lebens, das uns allen gemeinsam

dieser Blick sein. Wer das Grundvertrauen

geschenkt und anvertraut ist.

hat, dass genug für alle da ist, hat weniger

Till Hüttenberger

Till Hüttenberger, geboren in Mönchengladbach, ist evangelischer Pfarrer in der Evangelischen Friedenskirche in Mönchengladbach. Der Gedanke des Teilens, bis hin zum Wohnraum, sei von vielen neu entdeckt worden, hat der zweifache Familienvater beobachtet, in dessen Gemeinde in Kürze fünf Flüchtlingsunterkünfte entstanden sind.

lll

info

www.koeln-freiwillig.de www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/ koeln-hilft-fluechtlingen 13


lebenszeichen

Die letzte Chance Der junge Martin aus Köln wurde, nachdem er alle Stufen der Jugendhilfe mitgemacht hat, zum Straßenkind. Nach vielen Anläufen ist er jetzt wieder auf dem Weg in ein normales Leben, wie es scheint.

M

artin sieht aus wie man sich

Er ging zu dieser Zeit auf die Mar-

einen Fußballspieler des FC St.

tin-Luther-King-Hauptschule. 40 Schüler in

ernst genommen und respektiert.

Pauli vorstellt. Er trägt Vollbart,

einer Klasse. Martin, schon damals ein rede-

Im Rahmen des Projekts wurde er nach

einen Undercut an den Schläfen, auf dem

gewandter Junge, wurde zum Klassenspre-

seiner Rückkehr nach Deutschland in

Kopf einen dichten Irokesenschnitt. Dazu

cher gewählt. Er legte sich aber mehrere

Bückeburg, Niedersachsen, weiter vom

Tattoos an Armen und Hals.

Male mit Mitschülern an und sogar mit den

selben Sozialarbeiter betreut.

Er hat sich den Schriftzug „Mama“

Lehrern. Bis er von der Schule flog.

Dann, zwei Wochen vor den Prüfungen

unter das linke Ohr stechen lassen. Das

„Wie weit kann ich gehen?“ Diese Frage

zur mittleren Reife, flog Martin schon wie-

stimmt umso nachdenklicher, wenn man

bestimmte Martins Leben seit er ein klei-

der von der Schule. Da war ein Mitschüler,

seine Familiengeschichte hört: Der 23-jäh-

ner Junge war. Er kenne keine Grenzen,

der von allen gemobbt wurde, so erzählt

rige Kölner hat einiges durchlitten in sei-

weil sie ihm zu Hause selten aufgezeigt

es Martin. Der Junge ging mit einem Tisch

nem noch jungen Leben. Er hat praktisch

wurden, sagt er.

auf Martin los, wollte ihn nach ihm wer-

alle Maßnahmen der Jugendhilfe mitma-

Martin kam auf die Hauptschule in der

fen. „Da ist er an den Falschen geraten. Da

chen müssen. Er war obdachlos und hat

Mommsenstraße und wurde im Kinder-

hab’ ich ihm eben eine gegeben“, sagt

Drogen genommen. Er war aggressiv und

heim in Köln-Sülz untergebracht. Nach-

Martin und es wirkt nicht so, als tue ihm

gewalttätig. Am Ende hat er nun die Kur-

dem er aber auch dort immer wieder

das im Nachhinein leid.

ve gekriegt. Hoffentlich.

aggressiv wurde, landete er schließlich in

Martin wuchs in Köln-Weiden auf. Sein

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Erinnerungen an diese Zeit, er fühlte sich

der Kinderpsychiatrie in Wuppertal.

Martin ging zurück nach Köln, wohnte zwei Wochen bei seiner Mutter, ehe er im

Vater hatte die Familie schon lange verlas-

„Es war schrecklich dort. Lauter schwer

Kolpinghaus in Köln-Mülheim unterge-

sen, mit der Mutter war es oft schwierig. Sie

Gestörte, lauter schräge Leute. Und ich

bracht wurde. Dort ging es immerhin zwei

leidet am Messie-Syndrom sowie an Depres-

mittendrin. Ich wollte nur wieder raus“,

Jahre gut, von 2008 bis 2010 wohnte er in

sionen. Martin musste einmal mit ansehen,

sagt Martin im Rückblick.

der Einrichtung, machte ein von der ARGE

wie sein älterer Bruder die Mutter mit

Es folgte die Eins-zu-Eins-Betreuung für

vermitteltes Werkstatt-Jahr. „Aber mir

einem Messer bedrohte. Das Jugendamt

Martin, das letzte Mittel, wenn die Jugend-

fehlte es eindeutig an Halt“, analysiert

sprach von „unhaltbaren Zuständen“. Als

hilfe keinen Rat mehr weiß. Martin wurde

Martin die Situation damals selbst.

Martin zehn wurde, kam er das erste Mal

für ein halbes Jahr nach Schweden

Mit Drogen war Martin schon früh in

in ein Kinderheim. „Ich war wohl schon

geschickt und dort von einem Sozialarbei-

Kontakt gekommen, den ersten Joint hatte

damals ein Rebell. Ein schwieriger Fall“, sagt

ter des „Projekt Husky“ individualpäda-

er mit zehn Jahren geraucht. Es konnte

er selbst mit einer selbstironischen Note.

gogisch betreut. Martin hat sehr gute

nicht lange gut gehen: Seine erste eigene


lebenszeichen

Für Menschen unter 27 Jahren können Einrichtungen wie die Off Road Kids ein rettender Strohhalm sein. Sie müssen nur – wie Martin – Hilfe annehmen wollen. Foto: Christoph Wörle

Wohnung in der Südstadt wurde schnell zur

Schließlich wurde Martin dauerhaft

er nichts mehr zu tun. Selbst mit dem Alko-

Drogenhöhle, wo die Kumpels ein- und aus-

obdachlos, schlief entweder bei Kumpels

hol hat er aufgehört. „Martin hat gut mit-

gingen und mit Martin wild Partys feierten.

oder auf der Straße. Er flog im Dezember

gemacht. Er ist schlau und weiß, was er will.

Einmal stand der Vermieter morgens

des vergangenen Jahres dann wieder von

Ich glaube, dass es diesmal klappen wird“,

um halb fünf vor der Türe, es war mal wie-

der Tages- und Abendschule (TAS), nach-

sagt Colin Emde, Leiter der Kölner Street-

der zu laut geworden. Martin schlug dem

dem er Ärger mit seiner Englisch-Lehrerin

work-Station von Off Road Kids. Wichtig

Mann völlig im Rausch mit der stumpfen

gehabt und ihr Schläge angedroht hatte.

sei, dass Martin auch vom Kiffen weg sei,

Seite einer Axt aufs Knie.

Er war wiederholt zu spät gekommen. Da

denn das mache „tranig und lustlos“.

Die Wohnung verlor er, natürlich, aber das mit den Drogen ging weiter. Bis er so

die Lehrerin selbst auch oft zu spät kam, empfand er die Kritik als ungerecht.

„Ich sehe das mit der Abendrealschule als meine letzte Chance an“, sagt Martin.

Als alles viel zu vertrackt schien, fand

Mit 23 Jahren müsse er sein Leben jetzt

Martin schließlich wieder Hilfe, er ging zu

im Griff behalten und endlich einen Schul-

2010 hatte Martin den ersten Drogen-

den Streetworkern der Off Road Kids Stif-

abschluss erwerben. Englisch und Mathe

entzug gemacht, mit 18 Jahren dann den

tung. Die Stiftung hat seit ihrer Gründung

quälen ihn zwar immer noch, aber er

zweiten. Er fing eine Kochlehre an, arbei-

vor 23 Jahren mehr als 3.500 junge Leute

kämpft für seine Zukunft.

tete manchmal 16 Stunden am Tag, nur

dauerhaft von der Straße geholt – davon

Und er hat er einen Plan: Er möchte

die Drogen hielten ihn wach, er hatte

mehr als 650 allein in Köln seit 2006. Es

gerne als Sportassistent die Kölner Sport-

längst wieder damit angefangen. Im Streit

sind private Spenden und Gelder von För-

plätze managen. Die Stadt bietet eine

schlug er seinen Chef mit einer Gusseisen-

derern, die die Arbeit mit Geld- und Sach-

schulische Ausbildung für diesen Beruf an.

pfanne und verlor die Arbeit wieder.

spenden überhaupt erst möglich machen.

„Ich organisiere gut und habe gerne das

Zwischen 2011 und 2013 lebte Martin

Martin bat um Unterstützung und be-

Heft in der Hand“, sagt er und grinst dabei.

wieder bei seiner Mutter, ging wieder zur

kam sie, erst einmal bei Ämtergängen, An-

Am Ende wird alles davon abhängen, ob

Schule. Aber es kam zum Streit, als die

trägen und Formularen. Er lebt heute von

Martin seinen Jähzorn in den Griff be-

plötzlich 200 Euro Miete monatlich von

BAföG und dem Kindergeld, das er bezieht.

kommt. Wenn ihm das gelingt, kann alles

ihm haben wollte. „Wenn du mir nicht

Off Road Kids half ihm auch bei der

hilfst, verkacke ich die Schule“, sagte er. Er

Wohnungssuche. Seit Januar geht er auf

räumte für sie die vermüllte Wohnung auf,

die Abendrealschule in der Dagobertstraße

aber Dankbarkeit erntetet er nicht dafür

und wohnt in einer Einzimmer-Wohnung

– die Mutter warf ihn mehrmals raus.

in der Kölner Innenstadt. Mit Drogen hat

viel LSD und Magic Mushrooms nahm, dass er regelrecht abstürzte.

gut werden. lll

Christoph Wöhrle

info

http://offroadkids.de 15


bonse

Haste ma’ nen Euro? Das Trio der etwas anderen ART (Straßenmusikerin und Frührentnerin Claudia (47), der Jack Russel Fluffy (16) sowie das Minnesotaschwein Amanda (2) fährt an schönen Tagen mit der U-Bahn von Ossendorf zum Neumarkt und begeistert Kölner und Touristen in der Fußgängerzone so sehr, dass viele stehen bleiben und ein Foto als Souvenir nach Hause mitnehmen. „Das gibt es auch nur in Köln !!!“, hört man mehrfach voller Bewunderung. Amanda hat für ihre Fans inzwischen einen Facebook-Link „Amandaminischwein“ und darf auch dort bewundert werden. Mit Amanda an der Seite kann Claudia ihre karge Rente etwas verbessern und Amanda spielt ihre Rolle als „Sparschwein“ perfekt. Foto und Text: Gerd Bonse

16


Gedicht

Selbst(ver)trauen Mich zu lieben So wie ich bin Bedeutet für mich Mich zu kennen. Mich zu kennen So wie ich bin Bedeutet für mich Über mich zu wissen. Über mich zu wissen So wie ich bin Bedeutet für mich Mir selbst zu begegnen. Mir selbst zu begegnen So wie ich bin Bedeutet für mich Mich so anzunehmen So wie ich bin. Mich so anzunehmen So wie ich bin Bedeutet für mich Allein meinem Herzen Zu vertrauen und zu folgen. Wolfgang Hübner-Bergfeld

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street-fotografie

Reiner Girsch, 1975 in Köln geboren, liebt das Lesen und Wandern. Außerdem fotografiert er sehr gerne. Im Oktober 2011 besuchte er seinen ersten Workshop zum Thema Street-Fotografie, seitdem hält der gelernte Zerspannungsmechaniker seinen Alltag mit der

18

Kamera fest. Als Herausgeber des STREETMAGAZINS hat er sich inzwischen einen Namen in der Szene gemacht – dieses Foto entstand im Rahmen der Tamron Fotorallye in Köln zum Thema „Traditionsreich“


buchtipp / leserbrief

buch-tipp ausgewählt von Ingrid Müller-Münch Leo Kanaris

„Inseltod“ Griechenland. Die schärfsten Kritiker des Schlendrians im eigenen Land sind immer noch die griechischen Schriftsteller. Petros Markaris geht schon in mehreren Bücher-Folgen um seinen Kommissar Charitos streng mit seinen Landsleuten zu Gericht. Und nun Leo Kanaris, Grieche und Ire gleichermaßen. Bei beiden ist es nicht die Troika, sind es nicht die ausländischen Geldgeber, Merkel oder Schäuble, die EZB oder der IWF; bei beiden sind es die Griechen selbst, die durch Korruption und Vetternwirtschaft ihr Land zugrunde gerichtet haben. Und bislang nichts dazu lernten. Dies muss George Zafiris, ein in Athen lebender Privatdetektiv, immer wieder bitter erfahren. Auch diesmal wieder, als er engagiert wird, den Tod eines Professors für Alte Geschichte zu klären.

Leserbrief Sehr geehrte Frau Bacher, als ich am letzten Donnerstag in Köln Hbf umgestiegen bin, stand auf dem Bahnsteig eine Gruppe von Männern die versucht hat, an die Wartenden Zeitungen zu verkaufen. Das Magazin hieß Querkopf. Sie waren nicht aufdringlich, aber viele (ca. 5 Personen auf nur einem Bahnsteig). Die Situation kam mir sehr merkwürdig vor. Keiner hatte einen Verkäuferausweis und ich bin es auch ansonsten eher gewohnt, dass die meisten Verkäufer von Obdachlosenzeitungen feste Plätze oder Strecken haben und sich gegenseitig eher wenig in die Quere kommen. Da ich nicht aus dem Rheinland komme, dachte ich „Querkopf“ sei das offizielle/etablierte Obdachlosen-Magazin in Köln und ich hatte mir vorgenommen, dieser Redaktion zu schreiben, um sie auf den eventuellen Missbrauch ihrer Zeitung aufmerksam zu machen, bis ich auf meiner Suche nach dem entsprechenden Kontakt erst darauf gestoßen bin, dass es scheinbar

Der Mann wurde auf der Insel Ägina durch einen gezielten Schuss getötet. Und in Verdacht gerät ein ehemaliger Militär, mit dem Toten zerstritten. Der ehemalige Oberst ist zwar ein guter Schütze, leidet aber unter wachsender Demenz und käme für so eine Tat gar nicht infrage. Doch das schert die Polizei nicht. Die ist faul, desinteressiert, wunderbar vernetzt mit Politikern und Wirtschaftsbossen - sicherlich nicht zum eigenen Schaden. Was dazu führt, dass die Ermittlungen eigentlich gar nicht stattfinden; dass aber auch George Zafiris immer wieder Beinchen gestellt werden. Akten verschwinden, werden einfach an Polizeistationen geschickt, die gerade umziehen und alles in Kartons verpacken. Polizisten spielen sich als kleine Despoten auf, wohlwissend, dass ihnen Minister den Rücken decken. Denn Leute, die nicht mitmachen im Spiel des Gebens und Nehmens, sind gar nicht gerne gesehen. Es ist 2010, als es zu Streiks und Protesten gegen die damalige Regierung von Georgios Papandreou kam. Als die Politik ständig dazu

das ganze Magazin gar nicht gibt. Ich denke aber, dass es für Sie dennoch hilfreich ist, denn vielleicht haben Sie eine Möglichkeit, etwas dagegen zu unternehmen. Ich finde das Prinzip von Obdachlosenzeitungen sehr gut und denke, es wäre sehr schade, wenn diese aufgrund von Betrügern in Verruf gerieten.

Ingrid Müller-Münch, Autorin und ehemalige Korrespondentin der Nachrichtenagentur „Reuters“ und der „Frankfurter Rundschau“, Redakteurin beim „Stern“ und Mitarbeiterin beim „WDR“ unterstützt den DRAUSSENSEITER seit vielen Jahren als freie Mitarbeiterin.

aufforderte, man müsse Opfer bringen, ohne an die Geldsäcke der Reichen und Superreichen zu gehen. Weil sie eben mit all denen verbandelt und vernetzt war. Wie nur soll da ein kleiner Privatdetektiv in diesem Sumpf herausfinden, wer den Professor für Alte Geschichte erschoss. Informativ, locker daher erzählt - ein Krimi, der wie die Faust aufs Auge zur derzeitigen politischen Lage passt. Leo Kanaris: „Inseltod“ – Ein Fall für Detektiv Zafiris. Aufbau Taschenbuch Verlag, 9,99 Euro, ISBN 9783746631257, Ü. engl. Bela Wohl, 2015.

arbeiten an dem Produkt nach Möglichkeit aktiv mit. Die DRAUSSENSEITER-Verkäufer kennen die Regel vom Gebietsschutz und werden getragen von dem Gemeinschaftsgefühl des INSPs, einem international kooperierenden Netzwerk. Durch (prominente) Unterstützung und viel Lobbyarbeit betreiben wir seit Jahren diesbezüglich Aufklärung,

Mit freundlichen Grüßen Eva Barrenberg

ohne die Schuld bei den Querkopf-Verkäufern zu suchen: Sie nutzen ja nur – aus ihrer Not heraus – die Struktur des QUERKOPFs, die ihnen Bettelei leicht macht und unseriösen

Liebe Frau Barrenberg,

Machenschaften Tür und Tor öffnet. Umso

natürlich sind die Machenschaften des

herzlicher bedanken wir uns für Ihre diffe-

QUERKOPFs auch für uns Draussensei-

renzierte Zuschrift, die uns darin bestärkt,

ter seit Jahren ein Problem: Während hinter

unseren Weg weiter zu verfolgen: Vielleicht

dem Blättchen, das in Berlin produziert wird,

ja noch intensiver Hand in Hand mit den

weder Sozialarbeiter noch eine Einrichtung

Zuständigen der Stadt Köln, bzw. den Mitar-

stehen, möchte der DRAUSSENSEITER ein

beitern des Ordnungsamts, mit denen wir in

niedrigschwelliges Beschäftigungsangebot

gutem Einvernehmen sind.

bieten für Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt zur Zeit keine Chancen haben. Unsere

Mit herzlichem Gruss,

Verkäufer müssen einen Ausweis tragen und

Christina Bacher

19


comic/kolumne

Illustration: Heiko Sakurai

Kolumne

Der Einfluss des Wetters

versprühen, die die Regenwolken weit

Feinden demnächst vielleicht anstatt

vor der Hauptstadt abregnen ließen.

mit Waffen mit schlechtem Wetter dro-

Ein anderes Experiment ging allerdings

hen. Etwa mit einer hiesigen Über-

gründlich in die Hose: ihr Versuch,

schwemmung oder einem tobenden

Regen gegen eine anhaltende Dürre zu

Hurrikan, der die Infrastruktur des geg-

produzieren. Der löste mal eben einen

nerischen Landes verwüstet ... Nun

lles lässt sich ändern, nur das

verheerenden Schneesturm aus, der

kommen solche Katastrophen weltweit

Wetter nicht – das dachten jeden-

den Menschen mehr zu schaffen mach-

ja immer häufiger vor. Da frage ich

falls unsere Vorfahren. Doch

te, als die Dürre selbst. Inzwischen

mich doch besorgt, ob diese Naturge-

schon sind Experimente im Gang, die

unterhalten die Chinesen ein staatli-

walten vorsätzlich manipulierte Atta-

das vermeintlich Unabänderliche

ches „Wetteränderungsamt“. Ähnliche

cken sind, oder ob sie durch den Klima-

ändern. Mit allen Tricks wird partiellen

Bestrebungen gibt es in Südamerika

wandel hervorgerufen werden. Wer

Wetterkapriolen der Garaus gemacht.

und Russland. Allerdings warnen For-

weiß? Vorsorglich sollten wir besser

So schafften es die Chinesen zum 60.

scher vor der Gefahr, dass gezielte Wet-

nicht mehr die Verletzungen der Men-

Gründungsjahr ihrer Volksrepublik im

termanipulation als Waffe verwendet

schenrechte in Russland anprangern,

Jahr 2009 im wahrsten Sinne des Wor-

werden könnte. Es müssen also Gefahr

sonst droht uns demnächst eine sibiri-

tes für „Schönwetter“ zu sorgen. Dazu

und Nutzen gegeneinander abgewogen

sche Kälte.

ließen sie Chemikalien von Flugzeugen

werden. So könnte man potenziellen

A

20

Astrid Hülser


kurzgeschichte

Im

Tal des

roten Bären

A

Teil 1

uf einem Hügel, der einem Kegel

sich da im Gebüsch? Er möge herauskom-

ähnlich sah, ritten zwei Männer

men, wenn er kein Feind ist. Sonst werde

durch die Hitze der Prärie. Einer

ich schießen.“

von ihnen war ein Indianer und der ande-

Die Zweige raschelten. Hervor kam ein

re ein Weißer. Beide trugen die gleiche

kleiner Indianerjunge von ungefähr 14

Indianerkleidung und einen Gürtel mit

Jahren. Adlerauge, der vom Stamm der

zwei schweren Pistolen. Außerdem ein

Apachen kam, wiederholte die Frage sei-

Bowie-Messer. Der Indianer war ungefähr

nes Freundes in seiner Sprache. Doch der

20 Jahre alt. Ihn schmückte eine rote

Junge erwiderte selbstsicher: „Ich verste-

Adlerfeder. Der Weiße trug einen blon-

he den weißen Mann. Ich bin Kleiner

den Vollbart und einen Hut mit breiter

Hirsch, der Häuptlingssohn des Stammes

Krempe. Es waren die Western-Männer

der Komantschen.“

„Adlerauge“ und „Großer Bär“. Plötzlich schnaubten die Pferde und

„Ich bin Adlerauge und das ist mein Bruder Großer Bär“, sagte der Indianer. Er

sträubten sich, weiterzutraben. Adlerauge

wollte gerade weitersprechen, da hörten

stieg von seinem Pferd und hielt sein

die drei ein lautes Brummen aus dem

Winchester-Gewehr schussbereit. Auch

Gebüsch. Gleichzeitig war ein schwarzer

Großer Bär machte sein doppelläufiges

großer Schatten zu erkennen. Die Pferde

Gewehr scharf. „Mein Bruder! Sieh, hin-

wurden wieder scheu.

ten im Gebüsch wackeln die Zweige!“ Der Indianer behielt die angesprochene Richtung im Auge, während er sprach. „Ich sehe es“, sagte Großer Bär und

man aufhören … Kleiner Günter

Foto: Silmairel/fotolia

fragte in die Prärie hinein: „Wer versteckt

So, meine lieben Leser: Wenn es spannend wird, soll

21


Aus den Einrichtungen

Willi Does ist

Präsident von

Foto: Privat/Gubbio

Emmaus Europa

Kurztrip in die Eifel

A

22

ls das Angebot der Obdachlosen-

Decken fehlten, um diese abzudecken.

seelsorge Gubbio an mich herange-

Clayd geht nämlich nachts auf Wander-

tragen wurde, ein paar Tage mit in

schaft und legt sich überall mal hin. Doch

die Eifel zu fahren, war ich heilfroh. Eine

diesmal war er brav und legte sich in die

Auszeit konnte ich gut brauchen und durf-

Ecke, in der seine Hundedecke lag.

Sehr stolz sind wir, dass der Kölner Kollege Willi Does aus dem AK Umbruch von der Regionalversammlung in Manchester zum Präsident Emmaus Europa gewählt wurde. Der Verband besteht aus 300 Gruppen in 17 Ländern. Weitere Themen der Tagung waren u.a. die Weiterentwicklung und Stabilisierung der „solidarischen und nachhaltigen Ökonomie“ sowie die politische Auseinandersetzung in einem Europa der sozialen Spaltung. Emmaus Köln betreibt neben einer Wohngemeinschaft das größte Kölner Gebrauchtmöbellager in Niehl und hat vor über 20 Jahren die Suppenküche am Appelhofplatz ins Leben gerufen, die sich täglich ab 21 Uhr großer Beliebtheit erfreut. (cb) >> http://emmaus-koeln.de >> http://emmaus-europe.org

Adventsfeier im Planetarium –

te sogar meinen Hund Clayd mitnehmen

Nach einem Spaziergang waren wir alle

– die Freude war groß! Urlaub in einer

hungrig. Ich merkte, wie ich langsam wie-

auch für Draussenseiter-Leser

Selbstversorger-Unterkunft, das heißt ja

der zu Kräften kam nach den stressigen

erst einmal selbst einkaufen und selbst

Wochen zu Hause und bereit war, mich

kochen – da war ich schon gespannt drauf.

um Abendessen und Frühstück zu küm-

Planeten und Astronomie sind die Steckenpferde von Tim Ruster, der neuerdings mit seinen Astro-Comics Furore macht. Exklusiv für DRAUSSENSEITER-Mitarbeiter bietet der angehende Jurist nun am Abend des 3.12.2015 eine Führung durch das Planetarium in Nippes an. Im Anschluss wollen wir unsere Adventsfeier in einem nahe gelegenen Café veranstalten. Erstmals laden wir interessierte Leserinnen und Leser ein, sich der Gruppe anzuschließen.

Schon eine Stunde nach der Abfahrt

mern. Was zu Hause immer viel Arbeit

kamen wir an einen idyllisch gelegenen

bedeutet, ging mir hier sehr leicht von der

See, wo wir ein Picknick machten. Jeder

Hand. Was natürlich auch an den tollen

hatte sich was eingepackt. Ich natürlich

gemeinsamen Ausflügen in die Stadt und

meinen heiß geliebten Kaffee in der Ther-

in die nahe Umgebung lag; zum Beispiel

moskanne und Wasser für meinen Hund.

ging es in ein Bergwerk oder auch in ein

Der fand auch gleich Anschluss, denn es

Handwerksmuseum. Romantisch klang

war noch ein Vierbeiner dabei – wir waren

der Tag mit einem Lagerfeuer aus – und

also eine wirklich bunte Reisegruppe, wie

das war besonders schön für mich, weil

sich schnell herausstellte.

ich so gerne unter freiem Himmel bin!

Nach der Ankunft wurden erst mal die

Es war ein erholsamer Kurzurlaub mit

Zimmer und Betten verteilt. Wir hatten

einer tollen Gruppe von netten Leuten.

Glück, Clayd und ich hatten gemeinsam

Danke, Gubbio, ganz speziell an Bruder

ein Zimmer, aber mit vielen leeren Betten.

Markus und Schwester Franziska, es war

So war das erste Problem schon da, weil

super mit euch!

Kölsche Linda

Unter allen Einsendungen bis zum 20.11.2015 mit dem Stichwort „Blick in die Sterne“ verlosen wir 2 x 2 Eintrittskarten für diese Exklusiv-Führung mit gemeinsamen Ausklang. verlosung@draussenseiter-koeln.de


Aus den Einrichtungen

liebe freunde,

Platz im Bett – mit eigenem Kissen. Da

ich habe mich gut von meinem letzen

marschiere ich sofort hin, wenn ich mer-

Krankheitsschub erholt. Jetzt bekomme

ke, es ist Heia-Zeit. Frauchen braucht gar

ich Vitamine, um meinen Darm nach

nix zu sagen. Es reicht, wenn sie den

den Antibiotika wieder aufzupäppeln.

Fernseher ausmacht. Manchmal schlafe

Die wirken gut. So war heute mein ers-

ich auch in meinem Bett oder einfach

ter Tag mit dem Spezialtraining. Das

auf dem Teppich – so, wie ich Lust habe.

hatten wir verschoben, weil es mir so schlecht ging. Mann, war ich gespannt darauf. Wir waren am Enten-

Moment. Es geht mir einfach gut, ich halte mein Gewicht und ich habe

teich und haben dort

schon länger nicht

trainiert. Das war total

mehr gespuckt. Frau-

klasse. Nun werden Frauchen und ich ein wenig üben, bis die Trainerin wieder aus dem Urlaub zurückkommt. Jeden Tag

chen ist sehr froh darüber. Das ist ein gutes Natürlich bekomme ich jeden Tag meine Medikamente. Und es gibt auch mal Leckerlis, was ich

Das gefällt mir und das mit meiner neu-

total super finde. Die mag ich so gerne.

en Fressstation klappt auch super. Habe

Ich hoffe und wünsche euch, dass ihr

mich schon total daran gewöhnt, jetzt

auch das bekommt, was ihr gerne mögt. Euer Clayd

abends habe ich dann meinen super

Hallo, ich bin Clayd aus Rumänien. Von dort bin ich mit einem halben Jahr zu meinem Frauchen, der Draussenseiter-Verkäuferin Kölsche Linda, gezogen. Nun habe ich ein gutes Zuhause und ein schönes Hundeleben. In meiner Kolumne erzähle ich euch, wie mein Alltag so aussieht, und was ich alles erlebe.

lll

Steve Hackett, der frühere Gitarrist von Genesis war zu Besuch im Vringstreff. In der Runde zum Mittagessen u.a. dabei: Wolf Maahn, Hartmut Priess von den Bläck Fööss, Cornel Wachter, Alessandro Palmitessa, Vringstreff-Vorstand Pfarrer Hans Mörtter. „Solch menschliche Begegnungen sind wichtig“, so der prominente Musiker, der am Abend noch einen Auftritt im E-Werk hatte und begeistert von der Begegnungsstätte in der Südstadt war. Foto: Schmitz & Hartmann

Zeichen, sagt unser Doc.

gehen wir Gassi und sind viel unterwegs.

wieder nur in der Küche zu futtern. Für Foto: Kölschen Linda

Tja, das Leben ist echt toll im

Hackett rockt den Vringstreff mit seiner Herzlichkeit

fussballwitz Nach einer erneuten Niederlage der Trainer zu seinen Spielern: „Am besten fangen wir nochmal ganz von vorne an... Also: Das hier ist ein Fußball...“ Zwischenruf aus der letzten Reihe: „Kann ich das Teil nochmal sehen???“

23


DRAUSSENSEITER-Abonnement

köln umsonst

05. November 2015 15 bis 16:30 Uhr, Eintritt frei, 6 bis 99 Jahre

09. November 2015 19 Uhr, Eintritt frei

14. November 2015 18 Uhr, Eintritt frei, für Jung und Alt

minibib im Wasserturm: Gaming - Kalk spielt! Spiel mit! Gemeinsames gamen in einer tollen Atmosphäre, wo ginge das besser als in der Minibib im alten Wasserturm in Kalk? Einmal im Monat wollen wir uns gemeinsam ein Spiel anschauen, miteinander und gegeneinander spielen und eine Menge Spaß haben. Die Kolleginnen und Kollegen vom Spieleratgeber-NRW wählen jeden Monat ein aktuelles Spiel aus und stehen mit Rat und Tat zur Verfügung. Eingeladen sind alle Spielerinnen und Spieler sowie Nichtspielerinnen und Nichtspieler von 6 bis 99 Jahren. minibib im Wasserturm Kalker Hauptstraße 55 51103 Köln - Kalk

Zentralbibliothek: Gute Gesundheit – digital und smart? Gesundheitskarte, Wellness-Apps, Fitness-Armbänder – Alles digital, aber: Wie smart gehen wir in Zukunft mit unserer Gesundheit tatsächlich um? Ein Streitgespräch mit Expertinnen und Experten. Moderiert wird von Ekkehart Gerlach. Sind die digitalen Technologien, smarten Produkte und Dienste eher Gadget (kleine raffinierte Geräte) oder eine Chance, die Qualität und vielleicht auch die Preise von Gesundheitsprodukten deutlich zu verbessern? Andererseits ist die Frage mehr als gerechtfertigt, ob nicht Anteile der Kosten mit Informationen über die Nutzerinnen und Nutzer bezahlt würden. Stadtbibliothek Köln Josef-Haubrich-Hof 1 50676 Köln - Altstadt/Süd

Ich lad mir gerne Gäste ein Die Regionalschule Nord, Schulstandort Turmstraße, feiert ihr 20jähriges Jubiläum: Musik und Tanz unter einem Dach seit 1995! Im Rahmen der Jubiläumsfeier konzertieren Lehrerinnen und Lehrer der Regionalschule Nord für Freunde, Partnerinnen und Partner sowie Gäste. Wir laden Sie herzlich zu dem Konzert im Raum 304 ein. Rheinische Musikschule Köln Vogelsanger Straße 28-32 50823 Köln - Ehrenfeld

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IMPRESSUM Redaktionsleitung Christina Bacher (cb), bacher@draussenseiter-koeln.de www.draussenseiter-koeln.de

Eine große Portion Glück!

Redaktionsassistenz Sabrina Burbach, burbach@draussenseiter-koeln.de Redaktion Marie Breer, Renée Breuer, Thomas Dahl, Kleiner Günter, Ingeborg Helling, Astrid Hülser, Jens Hüttenberger, Lothar Kappes, Elisabeth Molitor, Anika Pöhner, Linda Rennings Lektorat Barbara Feltes Titelgestaltung Deborah Keser Titelfoto Deborah Keser Fotos Christina Bacher, Gerd Bonse, Sabrina Burbach, Christoph de Haar, Reiner Girsch, Kölsche Linda, Bernhardt Ridel/ Erzbistum Köln, Jochen Rolfes/Erzbistum Köln, Schmitz & Hartmann, Silmairel/fotolia, Frank Tölle, Christoph Wörle Illustrationen Heiko Sakurai Gestaltung Innenseiten Petra Piskar, de haar grafikdesign, www.dehaar.de Druck druckdiscount24.de Abos Martina Jühlke, juehlke@oase-koeln.de Vertrieb Ali Baran Herausgeber Benedikt-Labre e.V. – OASE Alfred-Schütte-Allee 4, 50679 Köln Tel.: 0221/989353-0, Fax: 0221/98935316 Depots (nur für Verkäufer) Kiosk Amer, Gürzenichstraße 30, 50667 Köln Kiosk Orman, Salierring 15, 50677 Köln OASE, Alfred-Schütte-Allee 2-4, 50679 Köln

Das Duo „Stutenbissig“ schreibt exklusiv im nächsten DRAUSSENSEITER, warum sie Glück im Unglück hatten. Foto: Frank Tölle

I

m Monat Dezember freuen sich viele schon auf Weihnachten, genießen den Advent und fiebern der Jahreswende entgegen. Andere lässt die kalte Jahreszeit eher melancholisch werden, vor allem, wenn das Jahr vielleicht nicht so gelaufen ist wie erhofft. „Glück ist, wenn man trotzdem lacht“, finden Suse und Fritzi, die mit ihrem Programm „Stutenbissig“ am 2. Dezember im Stollwerck auftreten und eigens für den DRAUSSENSEITER einen Text zum Thema verfasst haben. Wir wollen ein ganzes Heft voller Glück verschenken. Mal sehen, ob uns das gelingt ...

Verkauf öffentlich Agnesbuchhandlung, Neusser Straße 63, 50670 Köln Buchladen Neusser Straße, Neusser Str. 197, 50733 Köln Bunt Buchhandlung, Venloer Straße 338, 50823 Köln Kontoverbindungen IBAN: DE66 3705 0198 0016 5020 31 SWIFT-BIC: COLSDE33, Sparkasse KölnBonn draussenseiter ist das Sprachrohr für alle Obdachlosen, deren Freunde, ehemals Obdachlose und andere Betroffene. Leserbriefe sind immer herzlich willkommen. Für namentlich gekennzeichnete Artikel und Leserbriefe sind die jeweiligen Autoren verantwortlich. Bedürftigen wird für veröffentlichte selbstgeschriebene Artikel, Interviews und Fotos ein kleines Honorar gezahlt, wenn dies der Autor ausdrücklich wünscht. Nachträgliche Forderungen werden nicht akzeptiert. Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 1.1.2009. draussenseiter ist Mitglied des

Der nächste DRAUSSENSEITER erscheint zum 1. Dezember 2015. Mehr dazu unter www.draussenseiter-koeln.de und auf facebook. 25


Foto: Hanna Witte

service

Für Alle  Diakoniehaus Salierring Fachdienst für Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe d. Diakonischen Werkes Köln und Region, Salierring 19, 50677 Köln, Tel.: 27 69 70-0, verwaltung.salierring@ diakonie-koeln.de, www. diakonie-koeln.de Beratung: Mo bis Fr 9-12 Uhr, Di + Mi 16-18.30 Uhr (u. a. Postadressen u. Treuhandkonten) Straffälligenhilfe: Zeiten wie oben Tagestreff: Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Frühstück, (donnerstags auch Mittagessen), Duschen, Wäschekeller, Aufbewahrung, Internetzugang Kleiderkammer: Di u. Fr 9.30-11.30 Uhr Krankenwohnung, Betreutes Wohnen §67SGB XII, Ambulante Begleitung gem. § 67 SGB XII, Betreutes Wohnen § 53 SG XII, Clearingstelle Claro im Trägerverbund

 Emmaus Geestemünder Str. 42, 50725 Köln, Tel.: 971 17 31, info@emmaus-koeln.de, www.emmaus-koeln.de

Appelhofplatz: Essenausgabe u. medizinische Versorgung, Mo bis Fr ab 21 Uhr Leben und Arbeiten in Gemeinschaft, günstiger Einkauf von Secondhand-Artikeln, DritteWelt-Arbeit durch Versand von Hilfslieferungen  Gulliver – Überlebensstation für Obdachlose Trankgasse 20, Nähe Hauptbahnhof, 50667 Köln, Tel.: 120 60 91

26

Duschen, Toiletten, Waschmaschinen, Trockner, Tagesschlafraum, Kleiderkammer: Di und Fr 15-17 Uhr, Postadressen, Caféteria mit Frühstück und Snacks, Beratungsangebote, Internetzugang, Kunstausstellungen, Handyladestation Mo bis Fr 6-13 Uhr u. 15-22 Uhr, Wochenende, Feiertage 10-18 Uhr

 Kontakt- u. Beratungsstelle Rochus (SKM) Bartholomäus-Schinkstr. 6, 50825 Köln, Tel.: 3377063-4, Fax: 3377063-9 http://skm-koeln.de/9.0/9.1.8/rochus-p.html rochus@skm-koeln.de

der MüTZe, Berliner Str. 77, Köln-Mülheim

Angebot: Aufenthaltsmöglichkeit, Begegnung, Freizeitangebote, (Spieleangebot, Kaffee), Essen, Duschen, Wäschepflege, Schreibhilfe, Telefonmöglichkeit, mediz. Versorgung, PC-Nutzung mit Internetzugang offene Info- u. Orientierungshilfen: Mo., Di., Do., Fr. 12-15 Uhr, Mi. 12-14 Uhr Sa., So. und Feiertage 12-13 Uhr Beratung (auch anonym): Mo, Mi, Do, Fr 9-11 Uhr, Mo bis Fr 14-16 Uhr

Angebote: täglich warmes Essen von 12-14 Uhr, kalte u. warme Getränke, Duschmöglichkeit (Behindertendusche u. -toilette), Wäschewa Lobby-Restaurant LoRe des KALZ für Berber schen, Kleiderkammer nur für wohnungslose und Banker Menschen von Di und Do 11-13 Uhr, Beratung Domstr. 81, Nähe Hauptbahnhof, 50668 Köln, täglich von 11-15 Uhr und nach Vereinbarung, info@koelnerarbeitslosenzentrum.de, Medizinische Sprechstunde Di + Do 12-13 Uhr, www.koelnerarbeitslosenzentrum.de Postadresse, Betreutes Wohnen, PC-Nutzung mit Mittagessen: Mo, Di 12 -16 Uhr, Internetzugang, Samstags Frühstück. Mi, Do, Fr 12 -15.30 Uhr Öffnungszeiten: Mo bis Fr 11-15 Uhr, Sa 10-14 Uhr, So 10-14 Uhr  Kölner Obdachlosenfrühstück, Peter-Deubner-Stiftung  Sozialdienst Katholischer Männer e.V. Tel.: 430 39 83 Bahnhofsvorplatz 2a (1. Etage), Angebote: 9 -11 Uhr: Kostenloses sonntägliches 50667 Köln-Innenstadt, Tel.: 13 49 19, kontaktstelle@skm-koeln.de, Frühstück jeden 2. u. 3. Sonntag im Monat im Vringstreff, Im Ferkelum 42, jeden 4. Sonntag in www.skm-koeln.de

 GUBBIO Obdachlosenseelsorge Ulrichgasse 27-29, 50577 Köln, www.gubbio.de Öffnungszeiten: Di, Mi 14 – 17 Uhr Angebote: Raum zum Gespräch, Bibelstunde, Meditation, thematische Gesprächskreise, religiöse Filme


service

 Vringstreff e.V. Für Menschen mit und ohne Wohnung Im Ferkulum 42, 50678 Köln, Tel.: 278 56 56, info@vringstreff.de, www.vringstreff.de Mo bis Do 11.30-17 Uhr, Fr 9-12 Uhr Jeden 2. und 3. Sonntag Obdachlosenfrühstück 9-11 Uhr, Café, Freizeitangebote, Veranstaltungen, Beratung  Dienstleistungsagentur „Huddel und Brassel im Veedel“ Im Ferkulum 42, 50678 Köln, Tel.: 3377706-17 huddelundbrassel@vringstreff.de  Bürger für Obdachlose e.V. Basislager Gebrauchtwarenkaufhaus Bürger für Obdachlose e.V. Basislager: Silcherstr. 11, 50827 Köln Tel.: 640 22 68, info@bfoev.de Kleiderkammer, Gebrauchtwaren-Kaufhaus für Jedermann, Arbeitsprojekt und Suppenküche. Obdachlose können gerne auch Kleidung, Schlafsäcke etc. in unserem Gebrauchtwaren-Kaufhaus kostenlos bei uns beziehen. Gemeinsam mit Emmaus betreibt der Verein die Suppenküche am Appelhofplatz.  Initiative Bauen Wohnen Arbeiten e.V. Peter-Michels-Str. 1-9, 50827 Köln Tel.: 0221/ 9535301, Fax: 0221/ 5948789 ibwa@netcologne.de www.bauenwohnenarbeiten.de Angebot: Arbeitsgelegenheiten, Beschäftigung, Wohnen, Betreutes Wohnen

 OASE-Benedikt Labre e.V. Alfred Schütte Allee 4, 50679 Köln, Tel. 0221/9893530 kontakt@oase-koeln.de www.oase-koeln.de

Kontakt- und Beratungsstelle: Montag und Freitag 9 – 13 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9 – 16 Uhr, Mittwoch 13–16 Uhr

Offener Treff: Montag 10.30–13 Uhr, Dienstag 13–16 Uhr, Mittwoch 13–16 Uhr, Donnerstag 13–16 Uhr, Freitag 11.30–13 Uhr Frühstück: Montag 10.30–13 Uhr

Sprechstunde Mobiler Medizinischer Dienst: Montag 10.30–11.30 Uhr Kleiderkammer/Duschmöglichkeit für Leute auf der Straße: Dienstag 13-16 Uhr, Mittwoch 13-16 Uhr, Donnerstag 13-16 Uhr;

Kleiderkammer/Duschmöglichkeit für alle: 9.30-12 Uhr Computer-Nutzung: nach Vereinbarung Redaktionssitzung DRAUSSENSEITER: Alle zwei Wochen, montags um 12.30 Uhr

Nur für Frauen  agisra e.V. Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen Martinstr. 20a, 50667 Köln, Tel.: 0221/124019 oder 1390392, www.agisra.org

 Haus Rosalie Gocher Straße 45, 50733 Köln-Nippes, Tel.: 0221/97 30 88 88, haus-rosalie@vinzentinerinnen.de Wohnprojekt für Frauen

Beratung nach Terminvereinbarung, Telefonische Sprechzeiten: Mo, Di und Do 10-15 Uhr

 LOBBY FÜR MÄDCHEN e.V. für Mädchen und junge Frauen Beratung und Begleitung bei Problemen und in Krisensituationen

 Café Auszeit Kontakt -und Beratungstelle für wohnungslose Frauen Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln, Tel.: 0221/12695310, cafe-auszeit@skf-koeln.de

Mädchenberatung linksrheinisch Fridolinstr. 14, 50823 Köln-Ehrenfeld Tel.: 0221/45 35 56 50 maedchenberatung-linksrhein@lobbyfuer-maedchen.de

Tägl. Essensangebot, Duschen & Baden, Wäschepflege, Kleiderkammer, Postadresse, Schließfachnutzung, Beratung und Soforthilfe, Mo, Di, Do, Fr 11-15 Uhr, Mi 15-19 Uhr, u. nach Vereinbarung  Café Auszeit, Schäl Sick SKF e.V., Buchheimer Str. 36, 51063 Köln, Tel.: 0221/946 96 24, Fax: 0221/2855199 cafe-auszeit.schaelsick@skf.koeln.de Beratung, Hilfe und Unterstützung bei allgemeinen Fragen, Vermittlung an weiterführende Hilfen, Rechtsberatung, Frauenfrühstück, Postadresse Mo und Fr 10-12 Uhr, Mo, Mi, Do 15-17 Uhr Do 10-12 Uhr Frauenfrühstück  Comeback Notschlafstelle für Frauen, Sozialdienst kath. Frauen e.V., Mauritiussteinweg 77-79, Nähe Neumarkt, 50676 Köln, Tel.: 0221/12695-210 Täglich geöffnet von 20 bis 10 Uhr. Angebot für wohnungslose Frauen und Frauen in Notlagen: Schutz, Übernachten, Essen, Duschen, Wäsche waschen, Kleiderkammer, PC und Internetnutzung. Tiere sind erlaubt. Beratung und Vermittlung an weiterführende Hilfen sind möglich.  Elisabeth-Fry-Haus Albert-Schweizer Straße 2, Nähe Südfriedhof, 50968 Köln, Tel.: 99 56-43 00, efh@diakonie-michaelshoven.de www. diakonie-michaelshoven.de Notaufnahmeheim für Frauen und Frauen mit Kindern, Schutz, Übernachtung, Verpflegung, Wohnen, Beratung und Begleitung. Das Haus ist rund um die Uhr geöffnet.  Frauen gegen Gewalt e.V. – Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen Tel.: 56 20 35, mailbox@notruf-koeln.de www.notruf-koeln.de Beratung telefonisch, persönlich und per E-Mail, Begleitung und Unterstützung nach sexualisierter Gewalt; Prozessvorbereitung und -begleitung; Rechtsberatung; Gruppenangebote

Mo bis Do: ganztägig nach Vereinbarung Mi 14-16 Uhr: ohne Anmeldung Di 10-11 Uhr, Do 14-15 Uhr: telefonische Beratung, Di 16-18 Uhr: kostenlose Betreuung Ess-Störungen 0800 5 03 58 85 Mädchenberatung rechtsrheinisch Buchheimer Str. 56, 51063 Köln-Mülheim Tel.: 0221/890 55 47 maedchenberatung-rechtsrhein@lobbyfuer-maedchen.de Mi bis Fr ganztägig nach Vereinbarung Fr 14-18 h ohne Anmeldung  Mäc-Up Treffpunkt für Mädchen von 14-27 Jahren Gereonstr. 13, Nähe Bahnhof, 50670 Köln, Tel.: 0221/13 35 57 Essen, Trinken, Dusche, Wäsche waschen, Second-Hand-Kleidung, medizinische Versorgung, Beratung Öffnungszeiten: Mo., Mi., Do. und Fr. von 12-15.30 Uhr Di. von 10-13 Uhr, Frühstück gibt es Di. und Mi., gekocht wird Mo. und Fr.

Nur für Männer  Notschlafstelle für Männer Johanneshaus Köln, Annostr. 11, 50678 Köln, Nähe Chlodwigplatz, Tel.: 931221-54 (tagsüber) und -26 (ab 18 Uhr), jhk-notaufnahme@johannesbund.de Sozialarbeiterische Beratung, Erarbeitung einer Perspektive, Vermittlung in weiterführende Hilfen Aufnahme: Täglich (auch Sonn- u. Feiertags) ab 18 Uhr für wohnungslose Männer ab 18 Jahren  „Reso“ – Resozialisierungsabteilung Johanneshaus Köln, Annostr. 11, 50678 Köln, Nähe Chlodwigplatz, Tel.: 931221-54, th.klahr@johannesbund.de Hilfe für wohnungslose Männer mit sozialen Problemlagen nach § 67 SGB XII: Unterbringung, Verpflegung und Selbstversorgung, individuelle Einzelfallhilfen, Beschäftigungsangebote, Mo bis Fr.: 8-16.30 Uhr


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