7. Mai 2025 | Ausgabewoche 19 | 41. Jahrgang | Auflage 34 336|info@frauenfelderwoche.ch|www.frauenfelderwoche.ch |Telefon 052 720 88 80 | Annahmeschluss: Dienstag, 12.00 Uhr
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Pflanzen, Säen, Lernen und Ernten im Gemeinschaftsgarten
Das Vereinsprojekt Chnuri «Gartenkind» blüht auf Ein klares Zeichen
Die «Gartenkinder» pflanzen mit Iris Riedlinger im Frauenfelder Gemeinschaftsgarten Setzlinge.
Die Vögel zwitschern, die Sonne scheint und im Gemeinschaftsgarten am Kanalweg in Frauenfeld grünt und blüht es bereits. In den Beeten wachsen Kräuter, und Salat ausserdem werden Tomaten gezogen und viele weitere Gemüsesorten gepflanzt. Der hellblau bemalte Bauwagen beheimatet Gartengeräte, hinter ihm befindet sich der Spielplatz für Kinder und ein Hügel, auf dem Kürbisse gezogen werden. Unter
dem Dach des Pavillons im Gemeinschaftsgarten stehen zwei gusseiserne Töpfe auf dem Feuer. Darin ziehen zusammengeschnürte Stoffe in grüner und blauer Farbe. Etwas weiter entfernt in einem Beet knien Kinder in der Erde und pflanzen Setzlinge von Salat, Kohlrabi und Fenchel. Iris Riedlinger hilft ihnen dabei. Ein Kind drückt die Erde an und schaut stolz auf die kleine Pflan-
Bild: Elke Reinauer
ze, aus der einmal eine grosse Fenchelknolle wachsen wird. «Pflanzen und Säen macht mir am meisten Spass», sagt ein Junge, der nun schon zum dritten Mal dabei ist. Es ist die dritte Saison für das Projekt, das vom Verein Ogif (Offenes Gärtnern in Frauenfeld), der den Gemeinschaftsgarten betreibt, in Kooperation mit der schweizweit tätigen Organisation «Bioterra» stattfindet. Elke Reinauer Fortsetzung Seite 3
Warum nicht die städtische Gebühr der Einbürgerungen Jugendlicher senken? «There is no such Thing as a free Lunch», hörten die Anwesenden in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Ja, geschenkt wird einem nichts im Leben. Aber hätte es nicht schon ein positives Signal sein können, die Gebühren zu senken? Ein Zeichen, das sagt: Wir sind offen dafür, dass sich mehr ausländische Jugendliche einbürgern lassen. Bei der Debatte ging es vorderhand zwar um die Senkung der Einbürgerungsgebühren, doch stellte sich die Frage nach dem Wert. «Die Einbürgerung muss einem etwas wert sein», hiess es da. Ja, das muss sie. Und das ist sie, wenn Migrantinnen und Migranten eine neue Sprache lernen, hier arbeiten, sich integrieren im gesellschaftlichen Leben und bereit sind, alle Voraussetzungen zu erfüllen, die es eben braucht, um den Schweizer Pass zu erhalten. Dass einem die Einbürgerung nicht geschenkt wird, das ist also klar. Eine Senkung der Gebühren wäre für die Befürworter verbunden gewesen mit der Hoffnung auf mehr Einbürgerungen. Denn diese Zahlen sind in Frauenfeld rückläufig. Als Argument für die Senkung der Gebühren wurde auch eine Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich erwähnt. Diese zeigt, dass Migranten, die den Schweizer Pass erhalten, sich besser
integrieren. Die Einbürgerung wirke wie ein Katalysator, heisst es von den Autoren der Studie. Die Autoren fanden unter anderem heraus, dass sich das Einkommen der Einbürgerten nach einem positiven Entscheid erhöhte. Die Forschenden hatten dazu in 46 Schweizer Gemeinden Einbürgerungsgesuche mit knappem Ausgang analysiert und die Einkommen der abgelehnten (also bei der Wahl der Einbürgerung knapp abgelehnten Migranten) und der eingebürgerten Migranten verglichen. Bei der letzten Gruppe gab es nach dem Einbürgerungsentscheid steigende Einkommen. Was hat dies nun mit der Debatte um die Gebührensenkung zu tun? Ganz einfach, durch eine Senkung der Gebühren wäre schon eine Hürde abgebaut und die Integration gefördert. Doch, so haben wir es im Gemeinderat gehört; man muss den Schweizer Pass wollen. Und wo ein Wille, da bekanntlich auch ein Weg. Die Abstimmung im Gemeinderat endete 19:19 – ein Unentschieden, das nur durch den Stichentscheid des Präsidenten aufgelöst werden konnte. «Hampi macht’s», ist das Motto im Wahlkampf von Hanspeter Gubler zur Stadtratswahl. Und er machte es tatsächlich, mit einem Entscheid, der das Thema erst einmal beendet hat. Elke Reinauer
Einbürgerungsgebühren: Abstimmung im Gemeinderat Seite 5 So schön war das Gesangsfest in Wigoltingen
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Eindrücke vom Schwingfest in Thundorf
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