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eGovernment 11/2024

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www.egovernment.de

24. Jahrgang

ISSN 2941-2870 (Print) | ISSN 2567-7225 (Online)

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28. Oktober 2024

KI-Portal

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Mit KIPITZ will das ITZBund den Zugang zu KI-Technologien für Behördenmitarbeiter demokratisieren.

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Forderungen Mehr Open Source in der Verwaltung, das fordert die OSB Alliance und formuliert konkrete Vorschläge.

In dieser Ausgabe

Die Digitalministerkonferenz und der Smart-City-Stufenplan

Politik & Verwaltung

Smarte Kommunen und eine kluge Entscheidung

4 | Die Deutsche Verwaltungscloud ist im Pilotbetrieb. 4 | In Deutschland wird die eIDAS-Verordnung durch eine staatliche EUDI-Wallet umgesetzt. 8 | Kolumne: Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves plädiert für „mehr machen“ und weniger „grüßen“. 8 | Mit der DIN SPEC 91607 gibt es einen Standard für urbane digitale Zwillinge.

Praxis & Innovation 10 | Deutschlands Verwaltungsdigitalisierer trafen sich zur Smart Country Convention in Berlin und hatten viel Gesprächsstoff. 11 | Das Rad des Sisyphos oder: Alternativen zum Adam-Prinzip. 12 | „Fear of Missing Out“ als Antrieb für Investitionen. 13 | Relevante Veranstaltungen für den öffentlichen Bereich. Impressum Seite 24

Mit Sonderheft

Digitale Schule

SPEZIAL Lösungen und Hintergründe rund um die E-Akte sowie das Dokumenten- und Outputmanagement.

© Hans-Christian Plambeck

Ausgabe 11/2024

Digitalisierung geht nur gemeinsam, denn der Föderalismus stößt hier an Grenzen. Das gilt auch für das Thema Smart City – das nun bei der Digitalministerkonferenz eine neue Heimat finden soll. Der Digitalgipfel der Bundesregierung wie auch die zweite Digitalministerkonferenz (DMK) haben allein anhand ihrer Programmpunkte deutlich gemacht, wie stark die Digitalisierung praktisch alle Bereiche in Wirtschaft und Gesellschaft betrifft. Wie sie aber wahrgenommen und bewertet wird, das entscheidet sich in hohem Maße im unmittelbaren Lebensumfeld, also in den Kommunen. Hier erleben Bürgerinnen und Bürger, wie einfach – oder auch nicht – der Online-Zugang zu Ämtern funktioniert, ob Open Data sinnvoll genutzt und verfügbar gemacht werden, kurz: ob die Digitalisierung dazu beiträgt, ihren Alltag im Sinne einer Smart City oder Region besser, nachhaltiger, inklusiver zu gestalten. Unter diesem Gesichtspunkt ist es ein positives Signal, wenn sich nun auch die Digitalverantwortlichen der Länder dieses Themas annehmen: Die Digitalministerkonferenz hat in ihrer zweiten Sitzung am 18. Oktober beschlossen, die fachpolitische Verantwortung für die Begleitung des Stufenplans

„Smarte Städte und Regionen“ zu übernehmen. Entwickelt wurde der Stufenplan durch einen vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) eingesetzten Beirat. Zwar ist sich auch das BMWSB bewusst, dass Digitalisierung im föderalen Gefüge nur gemeinsam möglich ist, jedoch konnten bislang „zugunsten einer arbeitsfähigen Gruppengröße nur exemplarisch Vertreter der beteiligten Akteure einbezogen werden“. Die Vertiefung und ein Beschluss des Vorschlags im vollen Kreis der Länder, Ressorts und der Kommunen stehe noch aus. Hier kommt die DMK ins Spiel. Schon in den ersten Monaten seit ihrer Gründung habe die Digitalministerkonferenz gezeigt, „dass sie erfolgreich eine Lücke ausfüllt, die es bisher in der politischen Gremienstruktur im Bereich der Digitalisierung gab“, sagte Martina Klement, CDO des Landes Berlin, das gemeinsam mit Brandenburg derzeit den DMK-Vorsitz führt. Sie betonte die Bedeutung einer

engen Zusammenarbeit von Bund und Ländern: „Denn bei der Digitalisierung gerät der Föderalismus an seine Grenzen – umso wichtiger ist es, dass wir alle Kräfte bündeln.“ Die DMK ist bereit, sich in die Weiterentwicklung und Operationalisierung des Stufenplans, in die Konzeption der beiden im Stufenplan enthaltenen Maßnahmen – Marktplatz und Kompetenzzentrum – sowie in den Entwurf eines Finanzierungsvorschlags einzubringen. Sie bittet dafür um Unterstützung durch die Bauminister- und die Raumentwicklungskonferenz sowie durch den IT-Planungsrat – und um eine Anschubfinanzierung des Bundes für die Jahre 2025 und 2026 für die beiden Maßnahmen. Das Kompetenzzentrum soll Kommunen beim Aufbau und der Erweiterung ihrer digitalen Kompetenzen beraten und unterstützen. Dieser Auf- und Ausbau von Kompetenzen bildet die erste Stufe des Plans. In der zweiten Stufe „Digitale Lösungen einfach erhalten – für alle Kommunen“ spielt der

Mit dem Start der Version 1.0 wird es zusätzlich zur bereits – auf openCode verfügbaren – Community-Version eine Business-Edition geben: als Paket zum Betrieb im eigenen Rechenzentrum (Self-Hosting) und als Software-as-a-Service (SaaS). Alexander Smolianitski, Leiter Open-Source-Produkte beim ZenDiS, betont den kollaborativen Aspekt von openDesk. Die Suite ermögliche „ganz neue Formen der Zusammenarbeit“ und stärke gleichzei-

tig die digitale Souveränität. Dies sei eine in dieser Form „einzigartige Kombination“. Neuigkeiten gibt es auch in der Geschäftsführung des 2022 gegründeten ZenDiS. Nach dem Weggang von Andreas Reckert-Lodde steht seit 1. Oktober Jutta Horstmann an der Spitze des „Start-ups im Staat“. Als Vorsitzende der Geschäftsführung und Chief Technical Officer (CTO) wird sie gemeinsam mit Alexander Pockrandt, Chief Financial Officer (CFO), das ZenDiS führen.

Martina Klement, CDO des Landes Berlin und Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung. Marktplatz die entscheidende Rolle, er soll die Markterkundung in Beschaffungsverfahren unterstützen, Angebot und Nachfrage strukturiert zusammenführen. Hier ist auf eine Zusammenarbeit mit bestehenden Projekten wie dem EfA-Marktplatz und der Deutschen Verwaltungscloud zu hoffen, um Erfahrungen auszutauschen und Doppelentwicklungen zu vermeiden, auf längere Sicht auch im Sinne einer Konsolidierung der Marktplätze. nh Weitere Informationen Wie wichtig es ist, zunächst einmal Kompetenzen aufzubauen, lesen Sie auch in der Kolumne von Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves auf Seite 8. Der Smart-City-Stufenplan und der Marktplatz Deutschland.Digital waren Thema bei der SCCON und in unserem Podcast. Mehr dazu auf Seite 10 dieser Ausgabe.

Kurz gemeldet Doppelstart beim ZenDiS Das Zentrum für digitale Souveränität (ZenDiS) hat den offiziellen Launch von openDesk bekannt gegeben. Die Office & Collaboration Suite speziell für öffentliche Einrichtungen basiert auf Open Source. Dabei werden verschiedene quelloffene Anwendungen unter einer gemeinsamen Oberfläche vereint. Durch die Integration kollaborativer Elemente ergeben sich zudem neue Möglichkeiten der Online-Zusammenarbeit.

Jutta Horstmann hat in der Vergangenheit Open-Source-Unternehmen gegründet, als CEO, CTO und COO geführt sowie als Aufsichtsrätin unterstützt. „Es ist mir ein persönliches Anliegen, den Einsatz von Open Source Software in der öffentlichen Verwaltung zu stärken“, sagt Horstmann. Mit dem ZenDiS habe Deutschland eine „international viel beachtete Vorreiterrolle eingenommen“. su zendis.de opendesk.eu