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Bauen aktuell 05/2025

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KI IM BAUWESEN: EXPERTENGESPRÄCH

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Architektur- und Ingenieurbüros sollten sich jetzt vorbereiten, indem sie Arbeitsabläufe digitalisieren, eine starke Dateninfrastruktur aufbauen und KI in spezifischen Pilotprojekten testen. Sie müssen klare Regeln zum Dateneigentum definieren, Haftungsregelungen für KI im Blick behalten und die Einhaltung von Datenschutz- und Sicherheitsstandards sicherstellen. Ebenso wichtig ist es, Mitarbeitende gezielt in KI-Kompetenzen weiterzubilden, den bereichsübergreifenden Datenaustausch zu fördern und sicherzustellen, dass KI als unterstützendes Werkzeug und nicht als Bedrohung verstanden wird.

Adrian Peritore Head of Innovations, BRZ Deutschland GmbH

Bild: BRZ Deutschland GmbH

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Bild: Carpus-Partner AG

KI wird den Beruf nicht ersetzen, sondern ihn neu aufladen. Routineaufgaben – etwa Mengenermittlung, Variantenvergleiche oder die REB-konforme Aufbereitung von Daten – laufen künftig automatisiert. Gleichzeitig gewinnen Architekten, Planer und BauingeTobias Ell nieure mehr Zeit für Gestaltung, Koordination und Entscheidungsqualität. Das Rollenbild verschiebt sich von Vorstand bei der manuellen Dateneingabe hin zu Steuerung, QualiCarpus+Partner AG tätssicherung und Interpretation komplexer Ergebnisse. Ohne saubere, konsistente Daten bleibt KI Stückwerk. BIM-Modelle, 2D-Pläne, Baudokumentation und kaufmännische Daten müssen verlässlich, interKI ist ein enormer Hebel für unsere Arbeit. Sie nimmt operabel und aktuell sein. Die größten Hürden liegen uns Routinen ab – Variantenvergleiche, Simulationen, heute in heterogenen Formaten, fragmentierten ProjektMengenberechnungen – und schenkt uns dafür Zeit für das beteiligten und unvollständigen Stammdaten. Wer KI Wesentliche: visionäre Konzepte, ganzheitliches Denken, erfolgreich einsetzen will, braucht klare Datenstandards, kreative Lösungen. Wir werden stärker zu Kuratoren kom- eindeutige Verantwortlichkeiten und laufende Qualitätsplexer Datenwelten und können Projekte gestalten, die sicherung. technisch brillant, nachhaltig und zugleich kulturell r­ elevant Bereits heute sehen wir KI bei der automatischen sind. KI ersetzt uns nicht, sie erweitert uns. Mengen- und Kostenermittlung, in der DokumenWir brauchen vor allem konsistente Daten zu tenanalyse (etwa Leistungsverzeichnisse) und in Chat­Materialien, Betrieb, Lebenszyklen, Nutzeranforde- bot-ähnlichen Assistenten, die Statusinformationen aus rungen und Kosten. Je strukturierter diese Informationen Modellen und Systemen abrufen. Ein besonders spannensind, desto intelligenter werden die Ergebnisse. Die Heraus- des Feld ist die KI-gestützte Kalkulation: Neue Anfragen forderung: Viele Daten liegen noch verstreut in Silos oder für Angebote können anhand von Referenzprojekten aus sind qualitativ unzureichend. Hier liegt ein dem eigenen Unternehmen in einem Bruchteil der bis­gigantisches Potenzial – wer es schafft, Daten- herigen Zeit bewertet werden – eine enorme Entlastung Jetzt ist die Zeit, aktiv zu qualität und -zugang zu sichern, setzt den für Kalkulations- und Vertriebsteams. Realistisch betrachwerden. Technologisch Grundstein für echte Innovation. tet steckt die Branche dennoch in einer frühen Phase: Schon heute eröffnet KI faszinierende Viele Pilotprojekte, viel Proof of Concept – aber erst heißt das: BIM-Modelle Möglichkeiten: Grundrissoptimierung, ­wenige produktive, skalierte Anwendungen. konsequent aufbauen, Energie- und Klimasimulationen, vorausPlanungs- und Ingenieurbüros sollten jetzt „Ein besonders Datenkompetenz ent- schauende Wartung, Qualitätsprüfung der Bauausführung. Bild- und Sensordaten hel- dreigleisig fahren: wickeln, KI-Tools experi- fen, den Baufortschritt nahezu in Echtzeit zu Technologisch: Datenmodelle spannendes Feld ist mentell nutzen. überwachen. Wir stehen an der Schwelle einer harmonisieren, Schnittstellen die KI-gestützte neuen Ära – viele Anwendungen sind Realität, schaffen, Pilotprojekte mit klaKalkulation.“ auch wenn die breite Transformation noch bevorsteht. ren KPIs starten. Die Richtung ist klar: Bauprojekte werden schneller, Rechtlich: Datenschutz, Urhe­sicherer, nachhaltiger. berrecht und Haftungsfragen für KI-Ausgaben klären. Jetzt ist die Zeit, aktiv zu werden. Technologisch Kulturell: Teams schulen, Offenheit für KI fördern und heißt das: BIM-Modelle konsequent aufbauen, Rollenbilder neu denken. Wer heute beginnt, baut KomDatenkompetenz entwickeln, KI-Tools experimentell nut- petenzen auf und gestaltet aktiv mit, statt von Standards zen. Rechtlich: Fragen zu Urheberrecht, Haftung und überrollt zu werden. Datenschutz früh klären. Kulturell: Neugier fördern, Teams befähigen, KI als Partner zu verstehen. Wer mutig investiert und das Thema strategisch verankert, wird die Dr.-Ing. Sylvia Kracht Zukunft des Bauens prägen – nicht nur begleiten.

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Geschäftsführende Gesellschafterin, BCS CAD + Information Technologies GmbH

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KI unterstützt Architekten, Planer und Bauingenieure eher als sie zu ersetzen. Routineaufgaben wie Berechnungen, Variantenvergleiche und Regelprüfungen

BAUEN AKTUELL 05/25

Bild: BCS CAD + Information Technologies GmbH; Bild oben: BRZ Deutschland GmbH

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