Nina Kurzeja
Basement
Thiago Granato und Sandro Amaral BASEMENT ist eine soziale Performance: Die beiden Künstler Thiago Granato und Sandro Amaral laden zu jedem BASEMENT unterschiedliche Künstler ein, die in einer kleinen intimen Runde mit dem Publikum über ihre Arbeit sprechen. Jeder Zuschauer erlebt hier die Künstler hautnah und lernt deren Arbeiten im Gespräch kennen. BASEMENT endet mit Performances der beteiligten Künstler – zeitgleich.
Eine performative Trilogie – Diana Wesser Der bewegte Raum ist eine performative Arbeit in drei Teilen, die das Bewegungspotential des Stadtraums im Umfeld des WKV untersucht und das Publikum auf unterschiedliche Weise in Bewegung bringt. Es ist auch eine Einladung den urbanen Raum aus einer ungewohnten Perspektive neu zu betrachten und ihn sich zweckentfremdet anzueignen und temporär zu verändern. Auch wenn sich die drei Teile dieser Arbeit aufeinander beziehen, steht jeder Teil für sich: die Trilogie kann, muss aber nicht in allen drei Teilen durchgeführt werden.
Begrenzte Zuschauerzahl. Reservierung erforderlich.
Teil 2: Das Bewegungsexperiment – mit Mauern tanzen Begrenzte Zuschauerzahl. Reservierung erforderlich.
TANZLOKAL extra
Dienstag 17. September 19:30 Uhr im Theaterhaus Stuttgart
IMPROMPTU – a look at Mary Wigman von Kevin O‘Day Ballett Nationaltheater Mannheim – NTM
Tickets unter: www.theaterhaus.com
Teil 3: Die Übung – zur Wahrnehmungsverschiebung Jederzeit selbständig begehbar.
Ausdruckstanzkaraoke Mary Wigman tanzt – und alle tanzen mit. Mit loops und slow motion drehen wir die Zeit zurück in die 1920er Jahre und lernen den Ausdruckstanz von der großen Tanzpionierin selbst.
Labor
mit Geumhyung Jeong und Andrea Pivatto (Stipendiatinnen der Akademie Schloß Solitude), Juliette Villemin, Johanna Benz u.a.
Änderungen vorbehalten
Gefördert von:
Der bewegte Raum
Teil 1: Die Erkundung – ein performativer Spaziergang
Impressum: TANZLOKAL – Tanzfest Stuttgart ist ein Tanzfonds Erbe Projekt. Eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und die Paul-Lechler Stiftung. Veranstalter: Produktionszentrum Tanz und Performance e.V. Stuttgart in Kooperation mit der TanzSzene Baden-Württemberg e.V., dem Württembergischen Kunstverein, dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Kulturgemeinschaft, Akademie Schloß Solitude, Reiss-EngelhornMuseen, artur, Stuttgartmagazin LIFT Spielorte: Württembergischer Kunstverein (WKV): Schloßplatz 2, 70173 Stuttgart Haus der Geschichte: Konrad-Adenauer-Straße 16, 70173 Stuttgart Künstlerische Leitung: Eva Böhmer, Bea Kießlinger Assistenz der Künstlerischen Leitung: Katrin Temme Produktionsassistenz: Natasa Atanackovic, Aglaja Koch Presse/ÖA: Nicola Steller, Natasa Atanackovic Redaktion: TANZLOKAL Gestaltung: Werbung & Service Dialogmarketing, Fellbach Bildnachweis Cover: Arthur Ohler (1927, 1928), Hans Jörg Michel, Stefan Malzkorn, Laurent Goldring, Eva Baumann Vorverkauf Festivalpass: E 30,– (E 18,–), erhältlich im WKV (Schlossplatz 2, 70173 Stuttgart) Produktionszentrum Tanz und Performance e. V. (Tunnelstr. 16, 70469 Stuttgart) Büro der TanzSzene BW (im Theaterhaus, Siemensstr. 11, 70469 Stuttgart) Einzeltickets nur an der Tages- und Abendkasse im WKV während des Festivals Reservierung und Kontakt: kontakt@tanzszene-bw.de Tel: 0711- 912 57 185 http://tanzlokal2013.wordpress.com
© Diana Wesser
Mit einem zeitgenössischen Bewegungschor erobert die Choreographin Nina Kurzeja den Stadtraum. Seit Mai treffen sich Tänzerinnen und Tänzer am Stuttgarter Teehaus und bringen die Atmosphäre der 1920er Jahre dort wieder zum Leben. In der Woche vom 2. bis 5. September können Interessierte sich noch zum Tanzen anschließen. Infos und Anmeldung unter: kontakt@tanzszene-bw.de
© Katrin Temme
© João Milet Meirelles
Bewegungschor
Veranstaltet von: In Kooperation mit:
TANZLOKAL 6. − 8. S E P T. 2013
Tanzfest
Stuttgart
Ein Tanzfonds Erbe Projekt
PROGRAMM
Revisiting O. S. – humanoid/metamorph
Samstag, 7. September 12:00 Uhr: 13:30 Uhr: 14:00 Uhr: 14:00 Uhr: 14:30 Uhr: 15:00 Uhr: 16:30 Uhr: 17:00 Uhr: 17:00 Uhr: 18:00 Uhr: 18:30 Uhr: 21:30 Uhr: 22:30 Uhr:
TANZBRUNCH mit allen TANZLOKAL-Künstlern (WKV) Revisiting O. S. – humanoid (Schloßplatz) hexágõn (HdG) Der bewegte Raum – Die Erkundung (öffentlicher Raum) TANZKINO – zur Geschichte des Ausdruckstanzes (HdG) Bal Moderne (Schloßplatz) Revisiting O. S. – metamorph (WKV) (OP)POSITIONEN zu O. S. (WKV) Der bewegte Raum – Die Erkundung (öffentlicher Raum) hexágõn (HdG) Basement (WKV) LifeNet (alle 30 Minuten) (WKV) Ausdruckstanzkaraoke und anschließende Party (WKV)
Der neue Mensch
Eine sichere Tanzperformance in den Händen des Publikums post theater
LIGNA Der neue Mensch zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Bertolt Brecht, Rudolf von Laban und Wsewolod Meyerhold entwerfen Körper- und Staatstheorien, der Komiker Charlie Chaplin stolpert über alle diese utopischen Hoffnungen: Das Publikum hört über Radio ein performatives Hörspiel, in dem es selbst zu Übungen, Bewegungen und Gesten aufgefordert wird. Dieses Theater ohne Bühne initiiert kollektive Bewegungen und macht ungeahnte Handlungsfähigkeiten sichtbar. Der neue Mensch aktualisiert damit die verschütteten utopischen Hoffnungen und stellt die Frage nach der Funktion des Theaters heute. Begrenzte Zuschauerzahl. Reservierung erforderlich.
(OP)POSITIONEN ZU O. S.
„Nun ist die Tanzkunst ... eine Kunst, die man unmöglich mit einer Maschine einfangen kann... Kaum hat man einen ordentlichen Sprung gemacht, ist man der Maschine schon entwischt.“ Rudolf von Laban in „Ein Leben für den Tanz“, 1935 post theater fängt mit einer „Maschine“ Laban’s Bewegungschöre ein: ein besonders Sprungtuch („life net“) wird von 12 Zuschauern gehalten. Kann eine Projektionsfläche selber zum Performer werden? Wer tanzt hier mit wem, für wen und von wem geführt? post theater arbeitet seit Jahren an Fragen der Bühnenerfindungen zwischen Medienkunst, Technik, Theater und Tanz und sucht mit LifeNet einen neuen, interaktiven Zugang zu Labans Werk. Begrenzte Zuschauerzahl. Reservierung erforderlich.
1. DER BAU – Installative Version Isabelle Schad und Laurent Goldring
© C. Tinlot
Sonntag, 8. September 12:00 Uhr: TANZTALK – ein Zeitzeugengespräch mit Ursula BischoffMußhake, Vivien Bridson, Claudia Fleischle-Braun, Petra Weisenburger (WKV) 13:30 Uhr: (OP)POSITIONEN zu O. S. (WKV) 14:00 Uhr: Der bewegte Raum – Das Bewegungsexperiment (öffentlicher Raum) 14:30 Uhr: Revisiting O. S. – humanoid (Schloßplatz) 15:00 Uhr: Bewegungschor (Schloßplatz) 16:00 Uhr: Revisiting O. S. – metamorph (WKV) 16:30 Uhr: hexágõn (HdG) 17:00 Uhr: Der bewegte Raum – Das Bewegungsexperiment (öffentlicher Raum) 17:00 Uhr: TANZKINO: Auf den Spuren des Ausdruckstanzes in Deutschland, Regie: Petra Weisenburger, Jean-Louis Sonzogni (1991) (HdG) 18:30 Uhr: hexágõn (HdG) 19:30 Uhr: get together (WKV) 20:30 Uhr: LifeNet (alle 30 Minuten) (WKV)
LifeNet
In Kafkas unvollendeter Erzählung „Der Bau“ wird ein Tierbau beschrieben, der aus dem Körper selbst heraus geschaffen ist und immer noch zu ihm gehört. In Isabelle Schads Der Bau legt sich dieser Raum jetzt um den Körper der Tänzerin: Große Stoffbahnen dienen dabei als Prothesen, der Tanzkörper expandiert und verlässt seine ursprüngliche Form. Die Stoffbahnen reagieren dabei überraschend lebendig, zugleich als Körperteil, als Hülle und als Partner. Die installative Version zum Stück Der Bau wird in Stuttgart zum ersten Mal zu sehen sein.
© www.oliverlook.de
Eröffnung (WKV) Bewegungschor (Schloßplatz) (OP)POSITIONEN zu O. S. (WKV) Revisiting O. S. – humanoid (Schloßplatz) Der bewegte Raum – Die Erkundung (öffentlicher Raum) hexágõn (HdG) Revisiting O. S. – metamorph (WKV) Der neue Mensch (WKV) LifeNet (alle 30 Minuten) (WKV) Ausdruckstanzkaraoke und anschließende Party (WKV)
Die Choreographin Eva Baumann tummelt sich in humanoid als gesichtslose Gestalt im öffentlichen Raum. Wie einem Bild Oskar Schlemmers entsprungen – eine Erinnerung an die 1920er Jahre oder eine außerirdisch anmutende Gestalt aus einer fiktiven Zukunft – beobachtet die Tänzerin die vorbeigehenden Passanten und zieht ihre Bewegungen aus dem Moment heraus; ein selbstironisches Augenzwinkern nicht ausgeschlossen. In metamorph mäandert dieselbe Gestalt im Gebäude des WKV und der Zuschauer wird Zeuge einer Verwandlung verschiedener (Lebens-)Formen, der Zuschauer darf seiner Phantasie freien Lauf lassen!
© Laurent Goldring
16:00 Uhr: 17:00 Uhr: 17:30 Uhr: 18:00 Uhr: 18:00 Uhr: 19:00 Uhr: 19:00 Uhr: 20:00 Uhr: 21:00 Uhr: 22:00 Uhr:
© Stefan Malzkorn
Freitag, 6. September
© www.posttheater.com
Eva Baumann
Bal Moderne
2. FORM UND MASSE
hexágõn
Sie haben schon Brüssel, Lissabon, Essen, Paris oder London zum Tanzen gebracht – jetzt kommen sie nach Stuttgart: die Macher vom Bal Moderne. Das Konzept ist einfach: Drei kurze Choreographien von 3 bis 4 Minuten, die speziell für Menschen ohne Tanzerfahrung kreiert wurden, werden dem Publikum von den Bal Moderne-Tänzern beigebracht. Menschen jeden Alters tanzen zusammen und erleben die besondere Atmosphäre von gemeinsam getanzter Lebensfreude.
Mit Styroporkügelchen gefüllte Sitzsäcke kreieren einen Raum um den Körper der Tänzerin herum. Tanzkörper und Sitzsäcke beeinflussen sich nun gegenseitig: Die Bewegungen der Tänzerin werden durch die Säcke begrenzt, diese geben den Bewegungen wiederum nach und verändern sich. Ein energetisches Wechselspiel zweier unterschiedlicher Organismen entsteht.
Die ortsspezifische Arbeit hexágõn des Choreographen und Tänzers Felix Bürkle und des Medienkünstlers und Tänzers Pipo Tafel ist als Ode an die Pioniere der Tanzmoderne des letzten Jahrhunderts angelegt. Inspiriert vom sechseckigen Ausstellungsraum im Haus der Geschichte erforschen die beiden Künstler hier die nicht sichtbaren Bewegungen des Raumes. Als Folkwang-Absolventen erinnern sie sich dabei an Labans Zusammenspiel von Raum und Bewegung, das sie im jahrelangen täglichen Training in der Jooss-Leeder Tanztechnik erfahren haben. Bürkle / Tafel werden sich einige Referenzen einverleiben und darüber, auch mit einem Augenzwinkern, schaffen.
Tanz für alle
Isabelle Schad und Sonja Pregrad
Felix Bürkle und Pipo Tafel