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HEUTE: volkstanzen Ein TANZFONDS ERBE Projekt Konzept | Künstlerische Projektleitung: Matthias Quabbe Choreographie: Jenny Beyer (Hamburg), Heike Hennig (Leipzig), Isabelle Schad (Berlin), Doris Uhlich (Wien) Musik: Sebastian Reier aka DJ Booty Carrell Wissenschaftliche Mitarbeit | Dramaturgische Beratung: Theresa Jacobs, Patrick Primavesi (Tanzarchiv Leipzig e.V.) Dramaturgische Assistenz | Projektkoordination: Lina Klingebeil Assistenz Projektkoordination: Solveigh Patett Bühnentechnik: Marian Regdosz Licht: Dennis Döscher Assistenz Choreographie: Lea Moro (Berlin), Marie Luise Hohmann (Leipzig) Recherche Workshop: Rolf Pauer (Hamburg), Winfried Lotz-Rambaldi (Berlin) Technik Kampnagel: Dennis Döscher, Florian Dröse, Corinna Korth, Michael Lentner, Marian Regdosz, Björn Schenk Mit: Kirsten Bremehr, Luisa Recker, Christina Rohde, Andrea Sander, Sandra Schories, AnneMarie Siegel, Alice Socal, Anna Thielisch, Jetzmann (Sound), Luisa Recker (Kostüme) (Hamburg) | Dr. Susanne Obermayer, Christine Rendl, Anna Steiner, Werner Vockenhuber (Wien) | Onur Agbaba, Elisa Buchterkirchen, Samuel Duvoisin, Theresa Jacobs, Jörg Prosch, Susanne Quednau, Juliane Raschel, Aldilet Sharshekeev, Jakub Smida, Rebecca Löffler (Kostüm) (Leipzig) | Asaf Aharonson, Naïma Ferré, Alicia Grant, Lena Lux, Lea Moro, Joana von Mayer Trindade, Benjamin Pohlig, Julia Rodriguez, Claudia Tomasi, Laura Unger, Jürgen Wehnert (Berlin) Gefördert von TANZFONDS ERBE – Eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes. In Kooperation mit dem Tanzarchiv Leipzig e.V. und der Schaubühne Lindenfels Leipzig. Mit freundlicher Unterstützung von Fibrotex.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg Kampnagel , Jarrestr. 20, 22303 Hamburg 040 / 270 949 - 45 www.k3-hamburg.de K3 – Zentrum für Choreographie| Tanzplan Hamburg wird von der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert. In Kooperation mit Kampnagel Hamburg.


Ein TANZFONDS ERBE Projekt

HEUTE: volkstanzen K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg ------------------------------------------------------------------17. bis 19. Oktober 2013 | 19:30 – 22:30 | P1 Symposium: 19. Oktober 2013 | 15:00 – 18:00 | K4 ------------------------------------------------------------------Hinweis: Die Vorstellungen von HEUTE: volkstanzen werden zu Dokumentationszwecken fotografisch und videografisch aufgezeichnet.


ABLAUF

COLLECTIVE PRACTICES | ROLF PAUER | HOLDING HANDS | GASTEYRER WECHSELSCHRITT UND STERNPOLKA | REIGEN / DUETTE | SOLI TANZ IM QUADRAT | SEROTONIN


AUSSTELLUNG 17. – 19.10. | K3 Die Ausstellung zum Projekt HEUTE: volkstanzen gibt Einblicke in die Vielfalt einer kulturellen Praxis. Eine Auswahl von Plakaten zum Volkstanz in der DDR dokumentiert Ankündigungen zu Veranstaltungen aus den Jahren 1954 bis 1988. Neben den Plakaten aus dem Bestand des Tanzarchiv Leipzig e.V. sind Filmausschnitte aus dem Sorbischen Kulturarchiv zu sehen, die im Kontrast zu Olaf Martens fotografischen Inszenierungen heutiger Volkstanzgruppen stehen. PROJEKTIONEN ZUM TANZ Auswahl aus Beständen des Sorbischen Kulturarchivs und Fotos von Olaf Martens PLAKATE ZUM TANZ Auswahl aus Beständen des Tanzarchivs Leipzig ARBEITS- UND RECHERCHEMATERIALIEN Auswahl von Arbeits- und Recherchematerialen der Choreographinnen und des DJs

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HEUTE: volkstanzen in Leipzig Schaubühne Lindenfels Aufführungen 25. und 26.10.2013, 19:30 Uhr Symposium 26.10.2013, 16:00 Uhr Weitere Informationen unter www.schaubuehne.com

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demnächst am K3 30.10.2013 Margarita Tsomou: Abfall der Geschichte – Ein Studio Visit 28.11.2013 Probebühne Eins Spezial: Kopenhagen – Hamburg


Symposium 19. Oktober | 15:00 – 18:00 Uhr | K4 Begleitend zum Tanzfonds Erbe Projekt HEUTE: volkstanzen veranstalten wir ein Symposium, um spezifische Aspekte im weiten Feld der Volkstanzpraxis genauer zu betrachten, die in der Aufführung und in der Ausstellung nicht explizit thematisiert werden können. Brita Adam (Dozentin für klassisches Ballett und Charaktertanz) und Jochen Roller (zeitgenössischer Choreograph) sind eingeladen sich im Gespräch gegenseitig zu befragen, welche Rolle die Volkstanzpraxis in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich (klassische Ballettausbildung/ zeitgenössische Tanzpraxis) für eine Rolle spielt. Nach kurzen Impulsen von Dr. Hanna Walsdorf (Universität Heidelberg) zur Weitergabe von Traditionen und Ritualen und Madeline Ritter (Tanzfonds Erbe) zum Thema immaterielles Kulturerbe wird in einer Gesprächsrunde mit Walsdorf und Ritter sowie Helga Preuß (1. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Volkstanz e.V.) und Prof. Dr. Patrick Primavesi (Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig/ Tanzarchiv Leipzig e.V.) die Frage nach dem Umgang mit Tanz als kulturellem Erbe im Allgemeinen, insbesondere aber auch im Hinblick auf die heutige Volkstanzpraxis und ihre jüngere Geschichte in Deutschland, vertieft. Moderiert wird die Veranstaltung von Claudia Henne (Redakteurin Rundfunk BerlinBrandenburg RBB).

Programm 15:00 Begrüßung 15:15 Gespräch Brita Adam / Jochen Roller 16:00 Impuls Dr. Hanna Walsdorf 16:15 Impuls Madeline Ritter 16:30 Gespräch Helga Preuß, Prof. Dr. Patrick Primavesi, Madeline Ritter, Dr. Hanna Walsdorf Brita Adam war 1978 bis 2013 Dozentin für klassisches Ballett und Charaktertanz an der Ballettschule des Hamburg-Balletts unter John Neumeier. Helga Preuß unterrichtet Volkstanz im In- und Ausland. Seit 1988 leitet sie die Tanzleiterausbildung der DGV für Volkstanzgruppenleiter und ist seit 2005 1. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Volkstanz e.V. (DGV). Prof. Dr. Patrick Primavesi ist Professor am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig und Direktor des Tanzarchivs Leipzig e.V. Jochen Roller ist freischaffender Choreograph. Zuletzt zeigte er in Berlin die Produktion Trachtenbummler. Madeline Ritter war 2006 bis 2011 Leiterin von Tanzplan Deutschland und ist seit 2011 Projektleiterin des Tanzfonds, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes. Dr. Hanna Walsdorf ist Lehrbeauftragte am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Heidelberg sowie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Sie promovierte mit einer Arbeit über „Politische Instrumentalisierung von Volkstanz in den deutschen Diktaturen“.


Wir sind zum Tanzen da. Wir tanzen, um zu feiern – uns selbst, den Tanz, vielleicht das Leben an sich –, um sich und andere zu spüren, um Linien und Kreise zu ziehen – durch den Raum, durch sich selbst, mit anderen. Durch den Tanz dehnen wir uns aus in einen Raum, der von den Tanzenden geteilt wird – er ist geteilt und doch bekommt jeder den ganzen. Es ist ein Raum. Es gibt nicht mehr den anderen Raum, von dem man getrennt ist und den man (sehnsüchtig womöglich) von außen betrachtet, wie man neidvoll in Nachbars Garten blickt. Die herkömmliche Bühnentanz-Praxis besteht darin, dass auf der Bühne getanzt und aus dem Zuschauerraum geschaut wird. Volkstänze sind demgegenüber in erster Linie zum Tanzen da. Ihre Ausübung ist das zentrale Interesse, während das Zusehen nebenbei stattfindet. Für HEUTE: volkstanzen hat K3 | Tanzplan Hamburg in Kooperation mit dem Tanzarchiv Leipzig e.V. und der Schaubühne Lindenfels Leipzig vier Choreographinnen eingeladen, sich intensiv mit Volkstänzen zu beschäftigen. Jenny Beyer (Hamburg), Heike Hennig (Leipzig), Isabelle Schad (Berlin) und Doris Uhlich (Wien) haben u.a. im Tanzarchiv Leipzig das Material (Fotos, Filme, Musik, Texte etc.) gesichtet und mit ihrer eigenen künstlerischen Arbeit in Verbindung gebracht. Mit jeweils einer Gruppe Tanzinteressierter haben sie Choreographien erarbeitet, die spezifische Aspekte von Volkstänzen aufgreifen und mit zeitgenössischem Tanz kombinieren. Anknüpfend an die Tradition von Volkstanzfesten, bei denen Tanzgruppen aus unterschiedlichen Regionen zusammenkommen, um sich gegenseitig die Tänze zu zeigen und gemeinsam zu tanzen, entsteht ein Abend, an dem das Publikum eingeladen ist, die Tänze der Gruppen zu sehen und selbst zu tanzen. Jenny Beyer hat für HEUTE: volkstanzen Fotografien unterschiedlicher Volkstanzmomente des Tanzarchivs Leipzig gesammelt. Dieses Archivmaterial lässt sie durch die Körper von acht Tänzerinnen wandern. Sie haben auf die Bilder tänzerisch meditiert, Posen der Bilder gelernt, kopiert, ergänzt und verbunden. In den so entwickelten vier Duetten und acht Soli folgen die Tänzerinnen einem “inneren Rhythmus”, den sie leise singen, summen, schnalzen oder klicken. Jede der Tänzerinnen schafft sich ihren eigenen Tanz. Es soll ein polyrhythmischer Chor aus Erinnerungen, Fragmenten und Bewegungen entstehen, ein (Tanz-)Raum für individuelle und vielfältige Begegnungen von Körper und Musik. Heike Hennig tanzte als Kind in Leipzig Volkstanz, später lernte sie in San Francisco Contact Improvisation kennen. Bei HEUTE: volkstanzen können beide Richtungen verbunden werden. Dabei interessieren sie besonders Fassungen und Kontaktpunkte. Der gedrehte Paartanz in enger Fassung (sozusagen Mittelalter-Contact) kam Ende des 14. Jhd. auf. Bei weiterer Recherche stieß sie auf die Steyrer- und Wickler-Figuren mit plastischen Namen: Fenster, Busserl, Einstiegl, Doppeljoch. Diese Figuren tanzen ihre acht Mitstreiter fließend mit Schulter- und Hüft-Lifts, ziehen Gavotte-Linien und landen mit einem Stirn-Kreis am Boden – ohne die Fassung zu verlieren. Dazu Elemente aus dem Reigen, Polka, Galopp, Chapelloise, fröhlicher Kreis – macht wirklich froh!


Isabelle Schad: Wir haben uns mit der Praxis des Volkstanzes auseinandergesetzt. Wir haben drehen, kreisen, gehen, laufen, federn, hüpfen und springen praktiziert; das Schwingen der Arme, im Gleichgewicht sein oder nicht, Tänze mit und ohne Partnertausch, im Kreis oder in der Reihe, in Paaren, im Viereck oder anderen Raumformationen. Wir haben den An-Dro, Hanter-Dro, Branle, Cercle Circassien, die Chapelloise, Gavotte, Polka, Mazurka, Walzer, Slangpolska und Schottisch getanzt. Wir haben uns über Utopien von Gemeinschaftsbildung im Tanz unterhalten, über kollektive Körper und ihr widerständiges Potential; über die Bedeutung von Berührung, Schwingung, Augenkontakt und Blicken. Wir haben unsere zellulären Körper ins Verhältnis zu Formen und Formationen (und deren Auflösung) aus dem Volkstanz gesetzt. Sind in Euphorie gekommen oder in Trance, haben erneut alles hinterfragt, um immer wieder auf eine ganz archaische Energie zu stoßen, die im Körper selbst lokalisiert ist: Die Lust am/im Miteinander. Die Lust am/im Tanzen. Doris Uhlichs vierköpfige Gruppe aus Wien performt in drei Teilen. Der Volkstanz „Tanz im Quadrat“ formiert Gruppen. Wie entsteht das Gemeinschaftsgefühl? Wie intim sind die Gesten der Berührung im Volkstanz und welches Miteinander-Verbundensein entsteht durch Handfassungen und Körperberührungen? Funktionieren diese Codes auch heute noch? Die Gruppe aus Wien und Doris Uhlich versuchen nachzuvollziehen, wie sich Gemeinschaft anfühlt. Gerne alle mitfühlen! Den „Wechselschritt“ nimmt die Gruppe wortwörtlich und erkennt seine Brisanz. Wenn alle den Wechselschritt tanzen, dann bedeutet das Lust auf Veränderung und Vorwärtskommen. Wie könnte ein Wechselschritt 2013 aussehen, jenseits seiner vorgeschriebenen Form? Wie kann die fixierte Form beweglich und eine zeitgenössische Tanzsprache werden? Welche Power hat die Wechselschrittbewegung? Und was passiert, wenn wir zur Taktlosigkeit wechseln? Welche Energie produziert Taktlosigkeit? Klatschen, Aufschrei, Juchiza – die Wiener erforschen die Produktion von Serotonin im Volkstanzspass und übersetzen diesen in der Gegenwart. Was bedeutet eigentlich „Juhui“? Wie klingt Spaß? Sebastian Reier alias Booty Carrell ist Vinylarchäologe und DJ des international operierenden Kollektivs B-Music. Stetig schürft er nach Schallplatten der zweiten Welle der Globalisierung. Spannend wird es für ihn, als Bands in aller Welt aufhören, die Musik der Beatles, Stones und Shadows einfach nachzuspielen und sich echten Abenteuern widmen. Im Fokus seiner Arbeit steht die Verbindung von traditionellen Klängen und westlicher Produktionsweise. Seine Schallplatten stammen meist aus den Siebziger Jahren — einer Zeit des Aufbruchs, die auch den Klang des Volkstanzes modernisiert. Für die Produktion HEUTE: volkstanzen arbeitet er mit Versatzstücken aus dem eigenen Archiv, aber auch mit Tonträgern aus dem Tanzarchiv Leipzig. Das Tanzarchiv Leipzig (TAL) dient der Dokumentation und Erforschung von Tanz- und Bewegungskulturen. 1957 von Kurt Petermann als Sammlung traditioneller Folklore gegründet, wurde das TAL 1975 der Akademie der Künste (Ost) zugeordnet und als Tanzarchiv der DDR um Bestände des modernen Tanzes, u.a. den Teilnachlass Rudolf von Labans erweitert. Seit 1993 arbeitet das TAL als gemeinnütziger Verein. Nach der Eingliederung der Bestände in die Universitätsbibliothek Leipzig 2011 dienen die Aktivitäten des Vereins (Forschung, Publikationen etc.) weiterhin der Verbindung von Archivarbeit und Tanzpraxis.


Biographien Jenny Beyer studierte an der Ballettschule des Hamburg Balletts und der Rotterdamse Dansacademie. 2007 war sie Residenzchoreographin bei K3 | Tanzplan Hamburg. Ihre Arbeiten wurden u.a. beim Spring Dance Festival/Utrecht, Impulstanz/Wien, Sophiensaele Berlin und in der Dampfzentrale Bern gezeigt. Sie ist Mitbegründerin der Künstlerinitiative Sweet&Tender Collaborations. Heike Hennig studierte Performing Arts am MOC in Oakland. 2000 gründete sie in ihrer Heimatstadt Leipzig ein genreübergreifendes Ensemble und entwickelte zahlreiche abendfüllende Produktionen. In Leipzig arbeitet sie an der Oper, Schauspiel und am Theater der Jungen Welt. Ihr Tanzoratorium Maria XXX für 24 Musiker, Sänger und Tänzer gastierte dieses Jahr in der Oper Bonn. Ab Oktober ist sie künstlerische Gastprofessorin am theaterwissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig. Die Tänzerin und Choreographin Isabelle Schad ist Ko-Leiterin eines Projektraums in der „Wiesenburg” in Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: der Körper und seine Materialität, der Körper als Prozess, Ort und Raum, das Verhältnis zwischen Körper, Choreographie, (Re-)Präsentation, Form und Erfahrung, Praxis als Ort von Lernprozessen, Gemeinschaft, politisches Engagement. Ihre Arbeiten befinden sich an der Schnittstelle zwischen Tanz, Performance und Bildender Kunst. Doris Uhlich studierte Pädagogik für zeitgenössischen Tanz am Konservatorium Wien. Sie war Spielerin in theatercombinat 2002-2009, seit 2006 entwickelt sie eigene Projekte. Sie wurde u.a. als „bemerkenswerte Nachwuchs-Choreographin“ im Jahrbuch von Balletttanz 2008 ausgezeichnet und erhielt den „outstanding artist award“ des Bundesministeriums Österreichs im Bereich Darstellende Kunst 2013. Ihre Unterrichtstätigkeit findet im In- und Ausland statt, im Frühling 2010 war sie Gastchoreographin bei K3 | Tanzplan Hamburg. Wenn Sebastian Reier nicht Musik sucht und auflegt, arbeitet er als Musik- und Radiojournalist für Die Zeit, den WDR, ByteFM und den NDR. Dazu kommen projektbezogene Arbeiten mit der Körber-Stiftung, dem Deutschen Schauspielhaus, Kurationen für Musikfestivals und ein wöchentlicher Tag im Plattenladen. Sebastian Reier lebt und arbeitet in Hamburg. Matthias Quabbe studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Anschließend Studium der Philosophie an der Tokyo Gaikokugo Universität und der Senshú Universität Kanagawa sowie Forschung über Kabuki, Bunraku und Butoh. 2002 bis 2005 freiberuflicher Produktionsleiter und Regisseur, 2005 bis 2007 Dramaturg auf Kampnagel. Seit 2007 Dramaturg und Produktionsleiter am K3 | Tanzplan Hamburg. Dort ist er u.a. verantwortlich für das Residenzprogramm. Patrick Primavesi ist Professor am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig und Direktor des Tanzarchivs Leipzig, wo er seit 2009 mehrere Tagungen und Festivals zur Verknüpfung von künstlerischer Arbeit und Archiv organisiert hat. Forschungsschwerpunkte u.a. Praxis und Theorie gegenwärtiger Formen von Theater, Tanz und Performance sowie Interventionen im urbanen Raum. Theresa Jacobs studierte Musikwissenschaft, Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie Germanistik in Leipzig und Krakau. Seit 2011 ist sie im Tanzarchiv Leipzig e.V. tätig und promovierte 2012 zum Volkstanz bei den Sorben und seinen Ausprägungen bis in die heutige Zeit. Derzeit arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig. Rolf Pauer ist seit 1959 Volkstanz-Lehrer. 1965 gründete er den Hamburger Tanzkreis – De Plummenschürrer, den er bis heute leitet. Seit 1972 diverse Lehrgänge mit Schwerpunkt Norddeutsche Tänze. Außerdem ist er seit mehreren Jahren für die Deutsche Gesellschaft für Volkstanz e.V. (DGV) als Tanzleiter tätig.

Abendzettel "heute: volkstanzen"  
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