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Kultur Genuss Portraits Lebenswertes Veranstaltungen Aktuelles aus Bamberg

Magazin fĂźr das lebenswerte Bamberg

Kostenlos

 Mai 2014

Jahre


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Von Bamberg aus in die Welt hinaus Unabhängigkeit und Flexibilität mit einem Hauch von Abenteuer – das macht den Urlaub mit einem Wohnmobil aus. Und diese Urlaubsform wird immer beliebter. Im Caravaning- und Cali-Center Franken bleiben für den Urlaub mit einem Wohnmobil kaum Wünsche offen.

Ausführliche Beratung ist ein Pluspunkt im Bamberger Caravaningund Cali-Center

Im Fortenbachweg 9 stehen Reisemobile jeder Größe zur Auswahl

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die ZWIEBEL 5/2014

Reisefreudige, die ein Wohnmobil für ihren Traumurlaub mieten möchten, sind im Caravaning- und Cali-Center Franken im Fortenbachweg 9 nahe der Memmelsdorfer Straße gut beraten. Mit 20 Standorten und 50 Fahrzeugen ist das Caravaning- und Cali-Center inzwischen der größte Vermieter von VW T5California-Fahrzeugen europaweit und der größte Anbieter von Halbjahres- und Jahreswagen im Bereich VW T5 California Beach. Dabei begann alles vor einigen Jahren im Fortenbachweg mit einer Reparaturwerkstatt von Wohnmobilen und einem Wohnmobilverleih von anfangs zwei Fahrzeugen. Auf die Reparaturen hatte sich Peter Förster spezialisiert, auf den Verleih Thomas Kretschmer. Es entstanden eine Kooperation und der Ausbau der Vermietungsaktivitäten auf derzeit ca. 100 Wohnmobile aller Klassen. 2010 startete zudem das Vermietungsportal ReisemobilPortal.de im Internet, in dem man die Wohnmobile online buchen und deren Verfügbarkeit prüfen kann. Darüber hinaus sind Videos von den Wohnmobilen zu sehen. Mit der Buchungslücken-Suchfunktion können flexible Reiselustige zudem einen Zeitraum finden, in dem ihr gewünschtes Wohnmobil frei ist. Mit bis zu 1.500 Besuchern und über 5.000 Klicks pro Tag hat sich das Online-Reisebüro für die Wohnmobil-Vermietung inzwischen einen Namen gemacht. Seit 2011 arbeiten Peter Förster und Thomas Kretschmer auch am überregionalen Ausbau der Vermietung für große und mittlere Wohnmobile. So befindet sich eine eigene Wohnmobilvermietung auch auf der Mittelmeerinsel Sardinien und in Madrid. Hinzu kommen verschiedene weitere Standorte nach einem Franchise-Konzept in Deutschland wie in Berlin, Dresden und Hamburg. Neu im Caravaning- und Cali-Center ist seit


die ZWIEBEL 5/2014 anzeige Beginn dieses Jahres zudem der Verkauf von Neufahrzeugen der Marken Eura, Karmann und Forster als einzige Handelsvertretung in Ober- und Unterfranken. Auch gebrauchte Wohnmobile können erworben werden. Aber auch wer schon ein Wohnmobil besitzt, ist im Caravaning- und Cali-Center richtig. Die Servicewerkstatt von Peter Förster wartet und repariert die Fahrzeuge oder baut Zubehör ein, so dass sich der Wohnmobilist entspannt auf seine nächste Ausfahrt freuen kann. Die Servicewerkstatt hat sich zudem auf die Technik von VW T5-Fahrzeugen („Bulli“) spezialisiert. Auch das eigene Auto kann man während der Urlaubsreise mit dem Wohnmobil in der Werkstatt von Peter Förster reparieren lassen und bei Rückgabe des Wohnmobils entspannt wieder abholen. Die Geschäftsideen von Peter Förster und Thomas Kretschmer sind noch längst nicht ausgeschöpft. So sollen demnächst auch Wohnwagen vermietet und verkauft sowie ein eigener Wohnwagen-Service angeboten werden. Die Reisemobil- und die Bulli-

Werkstatt werden zudem weiter ausgebaut. Über die Web-Plattform „Air Camper“ sollen Wohnmobile auch in Australien, USA und Kanada gemietet werden können. Ziel ist es dabei, mit dem Flieger ins Urlaubsland zu starten („Air“) und dort ein Wohnmobil über die Plattform zu mieten („Camper“). Auch sind weitere Standortgründungen in Deutschland geplant sowie „OutsourcingService-Provider“-Aktivitäten für große

Wohnmobil-Händler mit kleiner bis mittlerer Vermietungsflotte. Der Hauptsitz in Bamberg bleibt dabei das zentrale Buchungsbüro und übernimmt die komplette Organisation der Vermietung. So entsteht eine „Reisemobil Welt“ in Franken, in der praktisch keine Wünsche offen bleiben – außer bestes Reisewetter für den individuellen Traum­urlaub mit dem Wohnmobil natürlich. [dp]

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die ZWIEBEL 5/2014 gruß aus der küche

Herz, was willst Du mehr?

Der Mai ist ein besonders herziger Monat: Es blühen nicht nur die Maiglöckchen, sondern auch die Liebe. Paare geben sich das Ja-Wort und Kinder feiern ihre Muttis (Achtung: kurz vor dem 11. Mai werden Blumen und Pralinen wieder teuer!), auf den Bierkellern wird wieder herz-haft Brotzeit gemacht und herzlich gelacht. Zweifelsohne ist das Herz unser aller Lebensmotor – für Körper und Seele. Deshalb möchte die ZWIEBEL diesen Monat mal nicht zu Tränen rühren, aber doch wenigstens zu Herzen gehen. Zum Beispiel mit dem Porträt über Alexandra und Frank Schmitz, ein junges Bamberger Ehepaar, das sich genau dort engagiert, wo Hilfe am nötigsten ist. Und festgestellt hat, wie wenig es braucht, um glücklich zu sein.

Apropos glücklich: Unsere Redakteurin Katja Kölbl heiratet diesen Monat – welche Klippen und Hürden sie dafür nehmen musste, verrät sie den Leserinnen und Lesern in dieser Ausgabe. Die ZWIEBEL wünscht dem Hochzeitspaar alles erdenklich Gute für die gemeinsame Zukunft. So viel Herz will aber auch gepflegt sein, deshalb gibt es ergänzend wertvolle Informationen und Tipps, was man tun kann, um dieses lebenswichtige Organ gesund zu erhalten. Was auch immer Ihr Herz in den kommenden 31 Tagen bewegen mag, wir hoffen, dass es für Sie immer im richtigen Rhythmus schlägt. Herzlichst, Ihre Zwiebel-Redaktion

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lebenswertes die ZWIEBEL 5/2014

Von April bis September haben wir dienstags bis sonntags ab 10.30 Uhr geöffnet, von Oktober bis März samstags, sonnund feiertags ebenfalls ab 10.30. Für weitere Informationen und Reservierungen rufen Sie uns am besten an unter 09 51 /2 08 57 77.

Scharlottes Welt

Stell Dir vor, Du heiratest – und keinen interessiert`s Ich habe wunderbare Neuigkeiten: Ich heirate! Alle Welt soll es erfahren und so nutzten mein Verlobter Knolle und ich den Pflichtbesuch bei einer Familienfeier, um den Verwandten die Sensation zu verkünden. Unsere Heirat ist eine revolutionäre Entscheidung, wenn man bedenkt, dass Kartoffel-Knolle ein Nachtschattengewächs ist und ich als Lauchgewächs die Sonne liebe. Aber nicht nur das: Die Möglichkeit, dass aus unserer Verbindung Onion-Chips hervorgehen, ist geradezu euphorisierend! Jedenfalls waren wir beide auf der Familienfete sehr nervös. Während die Knollen um uns herum mehr oder weniger betrunken durch Feldfurchen taumelten (seine Verwandtschaft), war meine aufgeregte Herzensknolle schon fast so rot wie eine Süßkartoffel. Auch meine Schalen schimmerten in einem verräterischen Rosé. Ich begann bereits zu fürchten, dass sich mein Liebster vor der Zeit in eine Handvoll Kartoffelchips verwandelt!

Am Michelsberg 10f Telefon 09 51 / 20 85 777

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Kurzentschlossen nahm ich die Sache in die Hand und begann unauffällig, die gewünschten Gäste in eine Ecke des Felds zu bugsieren. Wir können schließlich nicht alle einladen.

Haben Sie eine Ahnung, wie viele Knollen auf einem einzigen Feld der Gärtnerstadt heranwachsen? Das ist untragbar. Also laden wir nur die engsten Angehörigen ein: das obere Drittel der Furche, in der auch mein Liebster Wurzeln fasste. Allein diese Bagage füllt einen mittelständischen Kartoffelkeller. Aber was will man machen. Da meine Angehörigen sich allerdings weigern, ohne Tageslicht zu feiern (seine Verwandten), werden wir die beiden Pflanzenarten einfach übereinander schichten. Daraus ergibt sich bestimmt die eine oder andere interessante Kreuzung. Irgendwann hatte ich alle Gäste beisammen und knuffte Knolle in die Seite, damit er mit männlicher Autorität die wunderbare Neuigkeit kundtut. Er tat es, sprach es stotternd aus. Ich senkte – in Erwartung vieler Glückwünsche – bescheiden den Blick. Doch es blieb still! Stattdessen verfolgte das Pack mit gierigen Blicken den Aufbau des Buffets. Der Moment – mein Moment! – verstrich. Nur Tante Ilse lenkte ihre gütigen Augen auf mein Gesicht und sagte: „Zwiebelmädchen, Du musst etwas essen. Du bist ja ganz gelb im Gesicht!“ [kk]

Foto: Katja Kölbl

Herzlich willkommen im Ristorante da Franceso Bamberg. Bei uns genießen Sie gehobene italienische Spezialitäten, eine große Auswahl feiner Weine und Grappe und einen herrlichen Ausblick über das Weltkulturerbe Bamberg. Besonders beliebt ist auch der Nachmittag, wenn wir Kaffeespezialitäten sowie feine italienische Kuchen und Eisbecher servieren.

Die Welt sieht anders aus, wenn man sie mit den Augen einer Zwiebel betrachtet. Aber hat eine Zwiebel überhaupt Augen? Scharlotte schon – und mit denen sieht sie das Leben in unserer Stadt aus einem ganz eigenen Blickwinkel.


Das Lesen Sie im Mai 2014 in der Zwiebel Kultur !

Hola Villa Concordia! Ein Festival für alle Dichter stellen sich vor Musik hilft Denkmal Gelesen: Aktuelle Buchrezensionen „Bamberg liest“ – mit der Sehnsucht nach Italien Gelauscht: Musikneuheiten

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Wir informieren Sie gern über die Möglichkeiten dieses einzigartigen und über 30 Jahre bewährten Deckensystems!

Lebenswertes Drum prüfe, wer sich ewig bindet… Serie: Zuhause am Maienbrunnen Gerd Bauer: Cartoon

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Veranstaltungen Kultur in Sicht Ausgestellt: Aktuelle Ausstellungen Erlebt: Kulturrezensionen Ausgehen: Veranstaltungen im Überblick

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Besuchen Sie unsere Ausstellungen: Zum Wohl! Eine Anzeige zu 50 Jahren Geigenberger am Troppauplatz. (Foto: Anny Maurer)

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Aktuelles aus Bamberg Kurz & Knackig: was Bamberger bewegt Impressum, Wichtige Adressen Auslagestellen: hier gibt‘s die ZWIEBEL

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lebenswertes die ZWIEBEL 5/2014

Drum prüfe, wer sich ewig bindet… In Bamberg heiraten pro Jahr 450 Paare – 50 davon im Mai. Für Stadt und Staat ist die Ehe damit besiegelt. Das geht (relativ) schnell und unbürokratisch. Wer auch kirchlich heiraten möchte, muss im Zweifelsfall mit mehr Komplikationen rechnen. Nämlich dann, wenn einer der Partner Katholik ist, der andere aber nicht.

Der größte Unterschied zwischen katholischer und protestantischer Lehre ist folgender: Im Katholizismus ist die Ehe ein unauflösliches Sakrament. In der evangelischen Kirche gilt ein Paar durch die standesamtliche Trauung als verheiratet. Eine anschließende kirchliche Heirat ist „nur“ noch eine Segnung der Verbindung. Aber der Reihe nach. Bevor ein konfessionsverschiedenes Paar katholisch heiraten kann, müssen beide Partner folgende Voraussetzungen erfüllen.

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1. „Beide Partner müssen im kirchlichen Sinn ledig sein“, erklärt Domvikar Hohl. Das heißt: weder staatlich noch kirchlich verheiratet.

„Das Sakrament der Ehe ist unauflöslich. Wer ein Mal kirchlich gültig verheiratet ist, bleibt es bis zum Tod“, sagt Domvikar Hohl, der seit fünf Jahren die Stabsstelle Kirchliches Recht leitet. War einer der beiden Partner bereits ein Mal kirchlich verheiratet, kann die Ehe eventuell vor einer erneuten Trauung vor dem Kirchengericht annulliert werden. 2. „Die Partner müssen sich aus freiem Willen und ohne Zwang für die Heirat entscheiden.“ 3. „Die Partner gehen eine umfassende Gemeinschaft des ganzen Lebens ein: emotional, spirituell und körperlich“, sagt Domvikar Hohl. Im Ehevorbereitungsprotokoll (der Leitfaden des Geistlichen beim Traugespräch) klingt das ein wenig drastischer: „Eine Ehe ist ihrer Natur nach auf das Wohl der Gatten sowie auf die Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft hingeordnet.“ Nun muss man ergänzen, dass dieses Formular der Deutschen Bischofskonferenz nicht ganz zeitgemäß formuliert ist, Domvikar Hohl es aber sehr gut versteht, die einzelnen Punkte lebensnah zu vermitteln.

keine zwingenden Hindernisse gibt, sollte man sich auf die Schöpfung einlassen.“ Den Bedenken vieler Zeitgenossen, ob es verantwortungsvoll sei, in der heutigen Zeit noch Kinder zu bekommen, steht der Geistliche skeptisch gegenüber. „Ich sage dann: Traut Gott ruhig etwas zu! Mit welchem Recht entscheiden wir denn, ob das Leben lebenswert ist oder nicht.“ 4. „Das Paar muss die Formpflicht wahren und sich vor einem zuständigen Geistlichen und zwei Zeugen trauen lassen.“

Foto: Katja Kölbl

Domvikar Dr. Heinrich Hohl von der Erzdiözese Bamberg hat heute einen besonderen Auftrag: Er erklärt der ZWIEBEL, warum es nach katholischem Kirchenrecht so diffizil ist, einen protestantischen Partner (oder den Angehörigen einer anderen christlichen Konfession) zu heiraten. Immerhin werden in Bamberg ein Viertel der kirchlichen Ehen zwischen Katholiken und Protestanten geschlossen. „Die Befreiung von der dazugehörigen Formpflicht ist Routine und läuft problemlos“, erklärt Domvikar Hohl. Bloß: Es gibt ganz schön viele Formalitäten und „Formpflichten“ im katholischen Kirchenrecht.

Zum Punkt „Nachkommenschaft“ hat er eine klare theologische Meinung: „Nach Meinung der Kirche gehört die Weitergabe des Lebens zum Schöpfungswerk. Das ist der Anteil von Frau und Mann und eine positive Bejahung der Schöpfung“, sagt er. Natürlich seien ihm medizinische Gründe bekannt, die einem Kinderwunsch im Wege stünden. „Aber wenn es


die ZWIEBEL 5/2014 lebenswertes Da wären sie also, die Formpflichten. Nach dem Kirchenrecht traut der katholische Pfarrer der Gemeinde das Paar, in dem der katholische Partner wohnt. Trauungsort ist grundsätzlich die katholische Kirche der Gemeinde. Wünscht sich das Paar einen anderen Geistlichen, muss der Heimatpfarrer seine Treuebefugnis an den Wunschkandidaten abgeben. Will ein konfessionsverschiedenes beziehungsweise konfessionsverbindendes Paar (über die richtige Formulierung scheiden sich die Geister) vor einem evangelischen Pfarrer heiraten, muss der zuständige Pfarrer beim Bischof eine Befreiung von der Form­pflicht, eine so genannte Dispens, beantragen. „Solche Dispensen werden regelmäßig und problemlos erteilt und sind eher reine Formalie“, erklärt Domvikar Hohl.

Kirchenrecht und Lebenspraxis Für einen Laien sind diese Ausführungen schon sehr komplex. Ein Kirchenrechtler mag sich die Haare raufen, weil nicht alle Details erklärt sind. „Für das Paar ist der zuständige Pfarrer der Gemeinde der erste Ansprechpartner“, betont Hohl deshalb. „Der kann weiterhelfen.“

Und was ist, wenn ein Katholik einen ungetauften Partner liebt? Erlaubt die katholische Kirche eine Ehe zwischen Christ und Moslem? „Es ist nicht einfach, mit einem Menschen eine umfassende Lebensgemeinschaft einzugehen, der ganz anders tickt“, meint Hohl dazu: „Das ist ein Abenteuer!“ In 90 Prozent der Fälle unterschreibt der Generalvikar in Stellvertretung von Erzbischof Ludwig Schick die Dispens zur Befreiung von der Religionsverschiedenheit. „Uns ist wichtig, dass der ungetaufte Partner grundsätzlich mit der katholischen Kinder-Erziehung einverstanden ist, dem christlichen Glauben aufgeschlossen gegenüber steht und auch akzeptiert, dass der Katholik seinen Glauben lebt.“ Abschließend war es Domvikar Hohl noch wichtig festzuhalten, dass trotz aller Formalien nicht vergessen werden darf, worum es im Kern in der kirchlichen Trauung geht: „Um die Beziehung zwischen zwei Menschen, die sich im Ehebund verbinden und darauf vertrauen, dass der Gott allen gelingenden Lebens in ihrem Lebensbund zugegen ist.“

Aus protestantischer Sicht: Kein Problem Was sagen die Protestanten zu der katholischen Praxis? Dekan Otfried Sperl bedauert, „dass eine gemeinsame kirchliche Trauung (also eine wirkliche Ökumene, Anm. d. Red.) bisher zwischen den beiden Kirchen noch nicht vermittelbar war“. Etwa fünf bis zehn Mal pro Jahr landen Anfragen auf seinem Schreibtisch, nach denen Protestanten Angehörige einer anderen Religion heiraten wollen. Diese brauchen seine Erlaubnis. Die Eheschließung zwischen den konfessionsverschiedenen Katholiken und Protestanten sei keine Besonderheit, sondern Alltag. Will ein Paar evangelisch heiraten, wird es vom zuständigen Pfarrer zu einem Traugespräch eingeladen. „Ist einer der Partner geschieden, ist es die seelsorgerische Pflicht des Pfarrers zu entscheiden, ob die Trennung schon so verarbeitet ist, dass sie die neue Beziehung nicht belastet“, so Sperl und ergänzt: „Wir möchten schon haben, dass beide hinter der Verbindung stehen.“ Darin sind sich die katholische und die evangelische Kirche einig. [kk]

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kurz & knackig die ZWIEBEL 5/2014

Kurz & Knackig Mai 2014 Ausgeräumt

Lust auf Shopping? Und verkleiden? Geht beides, und zwar am 24. Mai zwischen 10 und 14 Uhr. Denn das Chapeau Claque Theater möchte vor seinem Umzug noch etwas Ballast abwerfen und lädt daher zum Theaterflohmarkt ein. Was sich in 25 Jahren Theaterfundus angesammelt hat, kommt hier (teilweise) auf den Verkaufstisch, um den Weg in die (Kinder-)Zimmer der Stadt zu finden. Was sind schon IKEA-Möbel gegen die Einrichtung aus Schneewittchens Zwergenhaus? H&M-Klamotten gegen den Strampelanzug aus „Urmel aus dem Eis“? Nachtaktive Hamster gegen Witwe Schlotterbecks Dackel Wasti aus dem „Räuber Hotzenplotz“? Allerlei kuriose Requisiten warten auf neue Besitzer in der Lichtenhaidestraße 15.

abgereist

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Am Bahnhof fahren die Züge ab, zwar nicht ganz in die große weite Welt, aber doch immerhin in andere Teile Deutsch-

lands, andere Städte, von denen manche sogar fast so schön sind wie Bamberg. Neuerdings geht es jedoch auch schon vor dem Bahnhof ab. Seit kurzem halten dort die blau-orangen „Flixbusse“, die eine Fernverbindung zwischen Stuttgart und Dresden abdecken, täglich außer Mittwochs. Ein ganzes Busnetz mit Umsteigepunkten hat der Anbieter inzwischen aufgebaut und wirbt mit günstigen Preisen. Tatsächlich kann man bei Vorbuchung im Internet schon für 11 Euro bis nach Dresden fahren, und das ist nicht einmal der ermäßigte Preis. Die Bahn ist auf dieser Strecke auch nicht schneller, aber vier bis sechsmal teurer. Wie es scheint, eine gute Ergänzung für alle, die gern reisen und dabei auf die Preise achten. www.flixbus.de

aufgesessen

Innerstädtisch fährt uns natürlich der Stadtbus spazieren. Oder wir nehmen das Fahrrad, das durch den zeitigen Frühjahrsbeginn schon seit Wochen wieder Saison hat. Wer sich aus der Kollektion Frühjahr/Sommer 2014 noch ein schönes Bike aussuchen möchte oder sich über nette Accessoires, die neueste Helmmode, praktische Taschen, Ketten oder Anhänger informieren möchte, sucht am 3. Mai den Weg auf den Maxplatz: denn wieder einmal dreht sich auf der Bamberger Fahrradmesse zwischen 10 und 16 Uhr alles um das nicht oder kaum motorisierte Zweirad. Neue Räder bieten die Bamberger Fachgeschäfte an, gebrauchte Räder verkauft Terres des Hommes, wenn sie gegen ein kleines

Entgelt bis 10.30 Uhr neben der Bühne abgegeben werden, und behält 10% des Verkaufserlöses für einen guten Zweck. Vieles kann sofort ausprobiert werden, Institutionen wie Polizei, Verkehrswacht, ADFC und VCD stellen sich ebenfalls vor. Neu ist die Präsenz der Radballer der „Solidarität“ Bischberg, die auf der Aktionsfläche ihren Sport vorführen. Weniger neu hingegen sind die Positionen, die in einer Stadtrats-Talkrunde zum Thema Radverkehr zur Sprache kommen werden. Natürlich sind alle dafür! Deswegen ist in den vergangenen Jahren ja auch soviel vorangegangen…

angefüttert

Ein Snack: das ist bekanntlich eine kleine Zwischenmahlzeit, möglichst mit Raffinesse zubereitet, zum schnellen Verzehr zwischendrin. Auf dem Domberg gibt‘s das jetzt auch als Kunst: in einer knapp 30-minütigen Führung werden ein bis zwei Objekte aus einem der am Domberg versammelten Museen beleuchtet. Der schnelle Happen Kultur für zwischendurch, der Kunst-Snack wird den interessierten Genießern im Mai zweimal angeboten: am 21.5. informiert Regina Hanemann im Historischen Museum über die Mozartmalerin Barbara Krafft, am 28.5. führt Uwe Gaasch selbst durch seine Ausstellung EINS+EINS=EINS an selbigem Ort. Beginn ist jeweils um 12.30 Uhr. Über den Eintrittspreis des Museums hinaus fallen keine weiteren Kosten an. „Man sagt: Die Kunst geht nach Brot. Aber ich sage: Die Kunst ist selber Brot,

eine der Menschheit zu ihrem geistigen Bestehen notwendige Nahrung.“ Meinte der Maler Hans Thoma. Na also.

aufgepäppelt

Richtiges, und sogar leckeres Essen gab es bis vor kurzen von den Stadtwerken. Nein, nicht in deren Kantine, die kennt die ZWIEBEL ja gar nicht. Sondern in der Gaststätte „Volkspark“. Vor wenigen Jahren hatte die städtische Tochter das traditionsreiche, aber seit langem leergestanden habende Gebäude übernommen, vorzüglich renoviert und als Gaststätte mit Biergarten und Hotel wiedereröffnet. Alles wirkte stimmig, und doch: es lief nicht recht. Ob es die Nähe zum Bambados war, die den „Volkspark“ mit dem Defizitvirus infizierte, man weiß es nicht. Es war nur klar: zwei Projekte mit Verlust in unmittelbarer Nachbarschaft sind eines zu viel – der Volkspark musste weg. Übernommen haben ihn nun Jasmin und Simon Batz, die dafür noch schnell ihr Modegeschäft B1 in der Langen Straße schließen und somit von der Mode in die Gastronomie wechseln. Mal schauen, was die erfahrenen Unternehmer sich einfallen lassen, um nicht nur hungrige Schwimmer in ihr Lokal zu locken, sondern auch zum festen Anlaufpunkt für die Nachbarschaft zu werden, die sich über einen guten Wirt sicher freuen dürfte. Das Currywurst-Rezept können sie jedenfalls unverändert übernehmen, und was sonst noch so auf die Karte kommt – die ZWIEBEL lässt sich überraschen und wünscht viel Erfolg und zahlreiche Gäste.


die ZWIEBEL 5/2014 kurz & knackig

angezapft

Er plärrt nicht mehr, der Bamberger Plärrer. Die so benamste Fläche geht unter Brose dahin, das gleichnamige Volksfest zieht um in die Zollnerstraße. Und heißt künftig nur noch Bamberger Frühling. Mit vereinten Kräften von Stadt, Amerikanern und BImA gelang es, die Fläche schon jetzt loszueisen, um ab dem 16. Mai wieder einen „lebendigen Freizeitpark“ (Pressemeldung) anbieten zu können. Von 16 bis 17 Uhr drehen sich die Fahrgeschäfte zum nostalgischen Preis von 1 Euro, sobald OB Starke um 17 Uhr anzapft, wird‘s teurer.

ausgepflanzt

Es ist ja immer so eine Sache mit dem Wetter. Mal von der Sonne verwöhnt, mal vom Regen durchnässt, präsentierte sich die Bamberger Gartenmesse Blüte & Ambiente zuletzt – Ende April ist halt heikel. Jetzt versuchen die Veranstalter es mit einem Termin im Wonnemonat und laden am Muttertags-Wochenende vom 9. bis 11. Mai auf die Böhmerwiese ein. Viele Pflanzen und Accessoires für Haus und Garten warten auf die Besucher, ein Zusatzprogramm von der Kochshow bis zur Lesung („WildWuchs“Theater!) rundet das Angebot ab, und wer seine alten Messer mitbringt, kann sie sogar fachkundig schleifen lassen. Die ZWIEBEL hat 10 x 2 Karten bekommen und verlost sie gern unter ihren

Lesern. Dazu schreiben Sie bitte einfach bis zum 7.5. eine kurze Mail mit dem Kennwort „Gartenfreude“, Ihrem Namen und Wohnort an post@die-zwiebel.de.

aufgemacht

IHRE NEUE TRAUMKÜCHE ... Noch immer stehen in der Königstraße etliche Läden leer, leider sogar ein paar, in denen letztes Jahr noch schöne kleine Geschäfte zu finden waren. Doch die IG Aktive Mitte gibt ihre Bemühungen, das Viertel zu beleben, nicht auf – im Gegenteil: noch umfangreicher ist das Angebot der diesjährigen „Kultur im Leerstand“. Ausstellungen! Konzerte! Tanz! Live Painting! Lesungen! Philosophie! Performance! Videoinstallation! Street Art! Keine Kunstform fehlt, das ganze Viertel sprudelt vor Ideen, leere Läden leben auf und zeigen sich von ihrer besten Seite. Um nur einige zu nennen: das philosophische Forum befasst sich, man könnte es Galgenhumor nennen, mit der „Ästhetik der Leere“ (8.5., 20.00 Uhr). Ein neues Theater gründet sich mit einer Shopping-Performance von Ursula Gumbsch, Olga Seehafer und Stephan Bach (10.5., 12 und 14.00 Uhr). Das ETAHoffmann-Gymnasium setzt Zeichen mit einer Live Performance und Musik (23.5., 18.00 Uhr). Und so vieles mehr. Alle Veranstaltungen auf Seite 31 dieser ZWIEBEL oder online unter www.aktivemitte.de. Ach ja: mitten im Trubel, in der Oberen Königstraße 1, residiert übrigens das Stadtmarketing. Und macht bei der ganzen engagierten, wuseligen, kreativen Aktion: nichts. [hb]

WARTET BEI UNS AUF SIE!

Öffnungszeiten

Mo - Fr: 10.00-19.00 Uhr | Sa: 10.00-16.00 Uhr Küchentreff GmbH Laubanger 11 96052 Bamberg

Telefon: (09 51) 9 68 25 88 - 0 Fax: (09 51) 9 68 25 88 - 10 www.kuechentreff-bamberg.de

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Hola Villa Concordia!

Man spricht Spanisch in diesem Jahr in der Villa Concordia. Dank der zwölf neuen Stipendiaten, teils mit spanischem Temperament, die in das Internationale Künstlerhaus an der Regnitz eingezogen sind, dürfte es feurig und lebhaft in den alten Mauern der Villa werden. Nicht zuletzt, da einige auch samt Familie anreisten, mit insgesamt acht Kindern im Gepäck. Spanien, das ist ein offenes, sommerliches, warmes aber auch strenges Land, bedenkt man etwa das spanische Hofzeremoniell. Spanien ist vor allem aber auch eines: groß. „Die spanische Kunst ist eine riesige Welt, aus der man schöpft“, sagt die Direktorin des

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Künstlerhauses, Nora-Eugenie Gomringer. Und die Bandbreite an Künstlern ist nicht weniger gering. Viele wollen heute die schwierige Zeit unter dem Franco-Regime aufarbeiten und werden zu großen Filmemachern. Da in Spanien die staatliche Kunstförderung vor ein paar Jahren eingestellt wurde und sich lediglich eine spanische Kulturzeitschrift um die Künstler des Landes kümmert, wünscht sich Gomringer die Stipendiaten nach einem Jahr in der Weltkulturerbestadt als Botschafter. „Unsere Aufgabe ist es, 12 Gäste Bayerns in 12 Freunde Frankens zu verwandeln“, sagt sie. Und darin steckt ein großes Stück Arbeit. Schon die Vorbereitungsphase auf die Neuankömmlinge hatte es in sich. Sie steht jedes Jahr unter dem Motto „Wir machen uns neu“: Betten schütteln, malern und einrichten, aber auch Sonderwünsche sind erlaubt.

In diesem Jahr besteht beispielsweise eine hohe Nachfrage nach Fernsehern von Seiten der Autoren. Und während die bildenden Künstler in den ersten Wochen entscheiden, ob ihnen das zugeteilte Studio für ihre Arbeit taugt, scheinen die Komponisten am unkompliziertesten – sie nehmen das, was vorhanden ist und schätzen sich glücklich. „Gerade die Vorbereitungsphase hat etwas Köstliches“, meint die Direktorin, „ich mag diese Zeit der Rekonstruktion, in der wir uns alle auf die große Ankunft vorbereiten. Sie ist notwendig und anstrengend, aber am Ende auch wieder besinnend, auf das, was wir sind – ein Forum für Kultur und ein geöffnetes Haus für Fragen an die moderne Kunst. Dies mit den spanischen Künstlern im großen Kontext zu zeigen wird im kommenden Jahr spannend.“ [dp]

Foto: Tobias Bohm

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bamberger kulturleben die ZWIEBEL 5/2014


die ZWIEBEL 5/2014 bamberger kulturleben

Literatur

Diese neuen Stipendiaten heißt das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia willkommen:

Kerstin Specht: geb. 1956 in Kronach; Autorin; schreibt kritische Volksstücke als dramatische Werke fürs Theater und hat dafür schon zahlreiche Preise eingeheimst.

Fotos: privat, Wolfgang Maria Weber

Christine Pitzke: geb. 1964 in Burghausen; Schriftstellerin; wurde für ihr Prosadebüt „Versuche, den Morgen zu beschreiben“ (2004) mehrfach ausgezeichnet.

Javier Salinas: geb. 1972 in Bilbao; Autor, Übersetzer, literarischer Berater und Dozent an verschiedenen Universitäten; hat bisher zwei Gedichtbände und fünf Romane veröffentlicht.

Ricardo Menéndez Salmón: geb. 1971 in Gijón; Autor; hat bisher zehn Romane und zwei Kurzgeschichten-Bände veröffentlicht; gilt als einer der wichtigsten Gegenwartsautoren Spaniens.

Begrüßen Sie die neuen Stipendiaten am Donnerstag, 15. Mai 2014 um 19 Uhr im großen Saal des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia mit Interviewrunde und Stehempfang. Mehr auch unter www.villa-concordia.de

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Bildende Kunst

bamberger kulturleben die ZWIEBEL 5/2014

Michaela Eichwald: geb. 1967 in Gummersbach; Künstlerin; beschäftigt sich mit Text, Malerei, Skulptur und Fotografie; stellt Objekte aus Epoxidharz und großformatige Malereien her. Michele di Menna: geb. 1980 in Vancouver; Künstlerin; befasst sich mit Performance, Skulptur, Text, Collage, Video und Klanginstallationen; thematisiert den menschlichen Körper mit seiner Kommunikation im architektonischen Raum.

Antonio R. Montesinos: geb. 1979 in Rondá; Künstler; untersucht, wie Räume strukturiert sind; schafft experimentelle und wirkungsvolle Arbeiten, in denen er Kommunikation und Zeichen einsetzt.

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Fotos: privat

Jesús Palomino: geb. 1969 in Sevilla; Künstler; arbeitet mit ortsspezifischen Projekten, in denen er Menschenrechte, Ökologie, kulturellen Dialog und demokratische Kritik thematisiert.


Musik

die ZWIEBEL 5/2014 bamberger kulturleben Steffen Wick: geb. 1981, Komponist; spielt virtuos mit Genregrenzen, bevor-

Alberto Posadas: geb. 1967 in Valladolid; Komponist; arbeitet an neuen Techniken der musikalischen Form; überträgt architektonische Räume auf die Musik und erforscht dabei die akustischen Möglichkeiten der Instrumente. [dp]

Brigitta Muntendorf: geb. 1982 in Hamburg; Komponistin, künstlerische Leiterin eines Ensembles und Lehrbeauftragte für Komposition an der Universität Siegen; schreibt Solo- und Orchesterwerke sowie multimediale Konzepte und experimentelles Musiktheater.

Fotos: privat, Lucía Morate

José María Sánchez-Verdú: geb. 1968 in Andalusien; Komponist, Dirigent und

Musikwissenschaftler; komponiert für Musiktheater, Orchester und Ensembles; beschäftigt sich mit Raum, Architektur, Farben, Virtualität und Installationen.

zugt das Klavier als Klangkörper; schreibt für Kammermusikensembles und große Besetzungen; verknüpft dabei klassische und zeitgenössische Stilmittel zu einer modernen und poetischen Tonsprache.

Frühling in

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SCHLOSS SEEH

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kultur in sicht die ZWIEBEL 5/2014

Kultur in Sicht Mai 2014 Filmmusik live Odeon fr, 2.5.2014, 17.15 Uhr

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In guten Filmen hat‘s die Filmmusik schwer. Denn wenn die Zuschauer von der Handlung gefesselt sind, achten sie kaum auf „das Geräusch im Hintergrund“. Oft zu Unrecht, denn auch gute Filme sind ohne gute Filmmusik meist nur die Hälfte wert, weil die Musik die Emotionen wenn nicht steuert, dann doch wenigstens verstärkt. Ärgerlich ist Filmmusik hingegen, wenn sie sich über belanglose Szenen als eigenständiger Song in den Vordergrund drängt, dem man die einzige Intention, nämlich den Zuschauern auch noch den Soundtrack zu verkaufen, deutlich anmerkt. Gute Titelmusiken hingegen bleiben im Gedächtnis und werden oft zu eigenen Werken, die bisweilen erstaunliche Entwicklungen nehmen. Paradebeispiel ist die großartige Melodie von Henry Mancini zu „Pink Panther“, die eine fast noch erfolgreichere eigene Zeichentrickserie hervorgebracht hat. Dieses Instrumentalstück wird eher nicht erklingen, wenn die Musikfreunde Perchtoldsdorf wieder einmal aus Wien zu Besuch kommen und ihr aktuelles Programm singen, das aus Filmmelodi-

en des 20. Jahrhunderts besteht. Dafür kommen Stücke wie „Ein Freund, ein guter Freund“ (Die Drei von der Tankstelle) oder „The Sound of Music“ aus dem gleichnamigen Musical und Film über die Trapp-Familie auf die Bühne. Und wo könnte ein Chor mit Filmmusik besser auftreten als im Kino?

Lebensansichten des katers murr E.T.A. Hoffmann-Haus sa, 3.5.2014, 20.00 Uhr Die Menschen seiner Zeit wussten E.T.A. Hoffmann nicht recht zu schätzen – ob der Romantiker es ihnen heimzahlte, indem er Hund und Katz zu zwei großen Figuren seines Werks machte? Berganza, der sprechende Hund und Kater Murr mit seinen Lebensansichten sind zwei Protagonisten, die bei Hoffmann unverstellt philosophisch sein dürfen, während seine menschlichen Figuren häufig karikiert und ins Mystische überzeichnet werden. Der Mai steht im E.T.A. Hoffmann-Haus am Schillerplatz 26 ganz im Zeichen des gelehrten Katers. Am 3.5. beginnt eine vierteilige Lesereihe aus den „Lebensansichten“, in der Andreas Ulich die Lebensphasen des vermenschlichten Schleichtiers durchmisst, wie Hoffmann sie erdichtete. Geht es am ersten Abend um die Monate der Jugend, so stehen zwei Wochen später am 17.5. die Lebenserfahrungen des Jünglings im Mittelpunkt. Die Lehrmonate erleben wir am 24. Mai inklusive einer Duellforderung in einer schlagenden Katerverbindung, bis am 31.5. die reiferen Monate des Mannes mit den ersprießlichen Folgen höherer Kultur beleuchtet werden.

Vier Abende scheinen ausreichend Zeit, doch beschränkt Ulich sich in dieser Lesereihe auf die Passagen zu Kater Murr und lässt den größeren Teil des Romans um die Figur des Kapellmeisters Kreisler weg. Die Gliederung in die Lebensphasen ermöglicht es den Zuhörern auch, nur einzelne Teile der Reihe anzuhören. Parallel zur Lesereihe zeigt das E.T.A Hoffmann-Haus bis zum 31. Juli Bilder des Künstlers Michael Knobel. Die jüngst entstandene Serie äußerst lebendiger Handzeichnungen mit Farbstift auf Tonkarton illustriert den Roman in 28 Bildern. Eine Seltenheit, denn Künstler, die Hoffmann illustrieren, wählen zumeist eher die Fabelwelten aus dessen bildhaftigeren Fantasieerzählungen als den eher literarisch angelegten Kater Murr. Am 18.5. um 15.00 Uhr führt der Künstler selbst durch die Ausstellung, weitere Öffnungszeiten unter „Ausgestellt“, s. Seite 24/25.

Edith Piaf E.T.A.-hoffmann-Theater sa, 3.5.2014, 19.30 Uhr Eigentlich fast ein Wunder, dass eine so berühmte Künstlerin wie Edith Piaf noch nicht durch die Mühle der kommerziellen Musicals gedreht wurde. Vielleicht, weil sich weder ihr Leben noch ihre Musik dazu eignen, verkaufsträchtig aufgepopt in akrobatischen Massenchoreographien durch die Arenen der Republik geschickt zu werden. Gut so: denn dadurch haben auch kleinere Bühnen die Chance, sich mit dem Werk der so zerbrechlichen wie zähen Französin Edith Gassion, dem späteren Spatz von Paris, auf ernsthafte Weise zu beschäftigen. Pit Holzwarth

liefert die Vorlage dazu mit seinem 2006 uraufgeführten Musical der achtsameren Art. Das Werk, das sich zuletzt in der Inszenierung durch den Verfasser und Lübecker Schauspielchef am eigenen Haus als Kassenschlager erwies, beginnt mit dem Leben der 15-jährigen, die den Gesang als ihren und einzigen Weg sieht, der vorgezeichneten Existenz im Rotlichtmilieu zu entkommen. Sie geht auf die Straße und in die zwielichtigen Lokale – doch um zu singen. Einer der zahlreichen Liebhaber ist der Chanson-Texter Raymond Asso, der ihr das Rüstzeug beibringt, um den Erfolg auf der großen Bühne zu finden, bis sie schließlich der Durchbruch in New York zum Weltstar macht. Im Rückblick des Musicals schaut die ältere Piaf auf die junge, auf ihr Leben und singt schließlich ihr berühmtestes Chanson: „Non, je ne regrette rien“. Aus der Inszenierung von Nora Bussenius unter der musikalischen Leitung von Franz Tröger dürfte auch das Publikum nach diesem Abend nach Hause gehen, mit den zahlreichen berühmten Liedern im Ohr, und: nichts bereuen.

religion und humor markusplatz 1 mo, 5.5.2014, 19.30 Uhr „…– Gegensätze ziehen sich an“, möchte man im Geiste zu diesem Thema ergänzen. Denn Humor, selbst ein wohlwollender, hat immer etwas Demaskierendes, und kaum etwas fürchten Religionen mehr als den Blick hinter die Kulisse. Ausnahme: der jüdische Glaube, der aus Tradition das Ziel zahlreicher Witze der eigenen Gefolgschaft ist. Von den vier Vertretern unterschiedlicher Glau-


die ZWIEBEL 5/2014 kultur in sicht bensrichtungen auf dem Podium des Evangelischen Bildungswerks im KarlSteinbauer-Haus, nämlich Rabbiner Dr. Yael Deusel, Dr. Abd el-Halim Ragab, Pfr. Volker Metzler und Diakon Dr. Ulrich Ortner dürfte erstere das größte Repertoire haben. Spannend wird es freilich erst, wenn nicht nur der Dialog interreligiös ausfällt, sondern auch die Witze. Die Zuhörer dürfen jedenfalls herzlich lachen. Sie sind ja nicht in der Kirche.

Gutes bamberg, schlechtes bamberg LuitpoldstraSSe 21 mi, 7.5.2014, 19.40 Uhr Manches ist Kult, und niemand weiß, warum. Bei der RTL-Serie „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ ist es hingegen vollkommen klar: der Kultfaktor ist allein der Tatsache geschuldet, dass die Serie schon so lange läuft. Denn ansonsten findet sich auf diesem Sendeplatz nichts, was in irgendeiner Form über den Durchschnitt hinausragt, außer vielleicht die überdurchschnittlich schlechten Schauspieler. Hier das Niveau zu steigern wird der zusammengewürfelten ImprotheaterTruppe ein Leichtes sein, die sich an vier Abenden im Mai der Aufgabe stellt, das RTL-Handlungsvakuum auf Bamberger Verhältnisse zu übertragen. Die Akteure von Impronikern, Pipperlapupp und dem E.T.A.-Hoffmann-Theater suchen ihre Themenansätze in wichtigen studentischen Fragen, nämlich wer mit wem schlief und wieviele Jungs eine Mädchen-WG verträgt usw. usf. Ein guter Ansatz, um auf Augenhöhe mit dem Privatfernsehen zu kommen, denn so

kann das Gelegenheitsensemble die ganze Kraft in die spritzige Improvisation stecken und muss sich nicht um ein weiteres Absinken des Niveaus sorgen. Die Presseinfo verspricht einen Blick in die Bamberger Seele, und die ZWIEBEL hofft einfach mal, dass die aus mehr besteht als dem Schaum einer schlechten Seifenoper. Im ehemaligen Reisebüro Dr. Krugmann, auch 15., 19. und 28.5.

Militär und stadt an der universität 2 do, 8.5.2014, 18.15 Uhr An der stetigen Nachfrage von Führungen auf dem Gelände der amerikanischen Kasernen lässt sich deutlich ermessen, wie groß doch das Interesse der Bürger an diesen Anlagen ist. Natürlich umweht diese auch das Geheimnis des Verbotenen, denn die Zäune wuchsen mit den Jahren der Präsenz immer höher. Doch wie sahen diese Flächen früher aus? Als Beitrag zum Konversionsprozess lädt der Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte mit Unterstützung Bamberger Vereine zu einer Vortragsreihe über die Militärhistorie unserer Stadt ein. Prof. Dr. Sabine Freitag und die Kunsthistorikerin Dr. Gabriele Wesemann organisieren die Referate, und letztere beginnt passenderweise am Schlusstag des 2. Weltkriegs. Die Baugeschichte der Kasernen im Bamberger Osten ab 1890, die noch heute als Backsteinbauten erhalten sind, wird vorgestellt; am 22. Mai schließt sich Dr. Ingrid Mayershofer aus München mit einem Vortrag über die das Regiment der „Bamberger Fünfer“ und seine Beziehung zur Stadt im Kaiserreich an.

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kultur in sicht die ZWIEBEL 5/2014

Erlöserkirche do, 8.5.2014, 19.30 Uhr

Johanna Schneider jazzclub sa, 10.5.2014, 21.00 Uhr

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Die Stars geben sich zur Feier des 40-jährigen Bestehens des Jazzclub e.V. in der Sandstraße die Klinke zum Jazzkeller in

Benefizkonzert Stephanskirche so, 11.5.2014, 17.00 Uhr

Henning scherf

Klare Worte kennzeichen die Menschen von der Küste, und mit solchen hat sich Henning Scherf als langjähriger Bremer Bürgermeister profiliert. Doch noch bekannter wurde der SPD-Politiker im Ruhestand: als Vorkämpfer für eine andere Art des Lebens im Alter als die Alternative zwischen Seniorenwohnung oder Altenheim. Er gründete – direkt mit dem Abschied aus dem Amt, daher öffentlichkeitswirksam – eine Senioren-WG. Nicht die erste, aber die meistbeachtete. Das Ev. Bildungswerk lädt mit wege e.V., der in Bamberg das GenerationswohnenProjekt Villa Kunigunde ermöglicht und Nicole Orf von der Stadt Bamberg zum Vortrag ein über Scherfs Erfahrungen mit einer Wohnform für das Alter, die sonst der Jugend vorbehalten scheint.

Bambergensis – Lieder aus den Zeiten der Minnesänger erklingen. Die Tugenden der Damen, ihre Schönheit und ihr Liebreiz sind traditionell Inhalt dieser Gesänge, die jedoch zuweilen auch deftig ausfielen. Nicht so natürlich anlässlich dieser Matinée am Muttertag!

darüberhinaus immer wieder zu Konzerten in die Welt hinaus – Veranstalter aus England, Kuwait, Äthiopien oder die USA rufen schließlich nicht jeden an. Begleitet wird die junge Sängerin von dem Besten, was der deutsche Jazznachwuchs derzeit zu bieten hat. Tizian Jost, p, Andreas Kurz, b und der 2013 vom Echo Jazz zum besten deutschen Schlagzeuger ernannte Bastian Jütte rollen Johanna Schneider den Klangteppich aus für Swing, Soul, Balladen und Lateinamerikanisches.

Maienzît Schloss Wernsdorf so, 11.5.2014, 11.00 Uhr Ein Konzert zu Ehren der Frauen! Am Muttertag, wann sonst, zückt Jule ­Bauer ihre altschwedische Nyckelharpa und lässt – begleitet von der Capella Antiqua

Musik und Kunst finden regelmäßig in den Benefizkonzerten zusammen, die die Bamberger Alzheimergesellschaft zugunsten ihrer Arbeit für Betroffene veranstaltet. An diesem Sonntag spielt der junge Pianist Jonas Hamann, Bundespreisträger „Jugend musiziert 2013“, der frisch von einer Konzertreise nach Japan mit dem symphonischen Jugendorchester Bamberg zurückgekehrt ist. Werke von Dietrich Buxtehude, Leon Boelmann und das Festival Finale von Malcom Archer stehen auf dem Programm, das die Orgel und das selten gehörte Glockenspiel von St. Stephan erklingen lässt. Im Anschluss an das Konzert besteht Gelegenheit, sich über die Geschichte der Kirche und ihre Kunstschätze zu informieren, die Alzheimer Gesellschaft steht für Fragen ebenfalls zur Verfügung. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.

Kul-tour stoppt TTIP Morphclub mo, 12.5.2014, 20.00 Uhr Das transatlantische Handesabkommen steht weiterhin in der Diskussion. In der

letzten Ausgabe berichtete die ZWIEBEL schon über die möglichen Folgen dieses Vertrags, vor dem sich Verbraucherschutzverbände ebenso fürchten wie Naturschützer und Ernährungsbiologen. Doch auch die Kultur hat Grund zur Sorge: soll doch auch die Kunst von der reinen Lehre des freien Marktes „profitieren“. Instrumente wie die Buchpreisbindung oder die Förderung öffentlicher wie freier Kulturinstitutionen werden im Sinne dieses Abkommens als markthemmende Subvention verstanden und sind zu beseitigen. Das Aus für zahlreiche Spielstätten und Kunstschaffende ist damit absehbar, Disney und Co. dürfen sich freuen. Dagegen wendet sich eine Roadshow, die mit Unterstützung des Netzwerks attac durch 17 deutsche Städte zieht. Um 15 Uhr geht es am Gabelmann los mit Musik und Aktionen zum Thema, um 17.30 Uhr beginnt ebenfalls dort ein alternativer Stadtrundgang mit Dr. Georg Hadermehl zum Thema „Soziale Verwerfungen im Weltkulturerbe“. Ab 20.00 Uhr dann Protestkonzert im morphclub mit dem Poetry Slammer Max Kennel, dem US-Liedermacher David Rovics und den Bamberger Bands Delikatessen und Brotmüller.

Mandelringquartett KOnzerthalle fr, 16.5.2014, 17.00 Uhr Mit der Verpflichtung des MandelringQuartetts bringt der Musikverein wiederum höchstes internationales Kammermusik-Niveau in die Konzerthalle. Den vier Musikern, die seit über 20 Jahren

Foto: Kurt Rade

Kultur in Sicht Mai 2014

die Hand. Und ein wenig zu diesen Stars darf sich mittlerweile auch das „Bamberger Gewächs“ zählen, das an diesem Abend im Gewölbe auftritt. Johanna Schneider, Studentin der Essener Folwang-Schule, hat ihre ersten Schritte im Jazz schließlich, erst 14-jährig, als Schülerin des ETA-Hoffmann-Gymnasiums im Jazzkeller unternommen. Mittlerweile wird sie bundesweit gebucht und reist


die ZWIEBEL 5/2014 kultur in sicht zusammenspielen, werden von kompetenter Seite höchste Weihen verliehen. Unter die sechs besten Quartette der Welt gezählt, als Nachfolger wahlweise des Borodin- oder gar Alban Berg Quartetts erkoren: mehr geht kaum. Immer wieder wird vor allem das unglaublich präzise Zusammenspiel und die Homogenität im Ausdruck bewundert. Ob es daran liegt, dass sich in diesem Ensemble drei Geschwister und ein guter Freund vereinen? Vielleicht finden Sie es mit Mendelssohn-Bartholdys Quartett DDur op. 44/1 heraus oder eher noch mit Debussys sehr dichtem op. 10 in G-Moll. Vielleicht aber auch im Zusammenspiel mit Katarzyna Myćka. Die renommierte polnische Marimba-Solistin kennt sich in

der Halle nun schon bestens aus, war sie doch erst im April Dozentin des internationalen Kongresses Marimba Festiva. Mit dem Mandelring-Quartett bringt sie nun zwei Werke für diese ungewöhnliche Besetzung zu Gehör, nämlich die Konzerte für Marimba und Streicher von Emmanuel Séjourné und Ney Rosauro.

Nacht der Chöre Büchernacht verschiedene orte sa, 17.5.2014, 17.00 Uhr Bitte gut ausschlafen an diesem Morgen, denn die Nacht wird lang. Für Musikfreunde präsentieren Chöre aus Stadt

und Landkreis ihr Können an fünf Spielorten, nämlich St. Martin, Institutskirche, Hörsaal U7 der Universität, Konzert­ raum des Musikzentrums, Schillerplatz und Spiegelsaal der Harmonie. Wer es genau wissen möchte, orientiert sich im städtischen Veranstaltungskalender www.kultur.bamberg.de oder setzt sich einfach in einen der Säle und lässt sich überraschen – denn an jedem Ort wechselt das Programm halbstündlich. Bücherwürmer hingegen dürften sich eher vom Angebot der Buchhandlung Hübscher und der Stadtbücherei verlocken lassen. Hier sind es nur zwei Orte, aber dafür ein langes Programm mit Büchern für jeden Geschmack. Da sich das Angebot an Kinder und Jugendliche

zwischen 7 und 77 Jahren richtet, geht es auch schon um 17 Uhr an beiden Orten los. Es lesen die Autoren Henriette Wich, Ursula Poznanski, Heike Eva Schmidt, Sonja Kaiblinger oder Thomas Kastura sowie der Schauspieler Stephan Bach.

Kammerkonzert Konzerthalle s0, 18.5.2014, 17.00 Uhr Im vergangenen Jahr feierte die Konzerthalle an der Regnitz das 20-jährige Jubiläum ihrer Einweihung. Endlich geeignete Räume, schalldicht, werden sich Tuba & Co. gedacht haben und riefen ein Jahr später das Blechbläserquintett ins

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kultur in sicht die ZWIEBEL 5/2014

Leben. Das nun in diesem Jahr ebenfalls einen Zwanzigsten feiern darf. Markus Mester und Lutz Randow, Trompete, William Tuttle, Horn, Stefan Lüghausen, Posaune und Heiko Triebener, Tuba tun dies mit einer Wanderung durch den Notenschrank, wie es die Ankündigung verspricht. Und was sie da nicht alles finden: ein Wohltemperiertes Klavier, Bänkelsängerlieder von Samuel Scheidt, ein F, aus dem A.C. Jobim (fast) einen ganzen Samba macht, ein Quintett von Malcolm Arnold oder ein Lied von der Erde eines gewissen Michael Jackson. Und noch viel mehr. Klingt nach einem kurzweiligen Abend – und einer fröhlichen Geburtstagsfeier.

nibelungen in die nacht! villa concordia mi, 21.5.2014, 19.00 Uhr

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Zwei Bamberger/innen verantworten die zweitjüngste Ausgabe des traditionsträchtigen Literaturmagazins „die horen“, das seit bald 60 Jahren kenntnisreich die Literatur beobachtet wie befruchtet. Villadirektorin Nora Gomringer und Detlef Goller, Akademischer Rat an der Universität Bamberg und Torwart des FC Filmwelt Hof, stellten

Herman van veen KOnzerthalle fr, 23.5.2014, 20.00 Uhr Konzertveranstalter haben‘s auch nicht leicht. Wenn Künstler keinen Erfolg haben, war die Werbung schlecht, füllen sie die Hallen, dann ist es natürlich die Musik, derentwegen die Menschen kommen. Das Karsten Jahnke Management war es offensichtlich leid, und so weist es frei von jeglichem Eigenlob darauf hin, dass der Erfolg Herman van Veens in den Siebzigern „geschicktem Marketing und der Gerüchteküche“ zu verdanken gewesen sei. Selten so gelacht. Denn der holländische Geiger, Sänger, Clown, Conferencier, Komponist, Texter und Poet hat sein Publikum mit dem ersten Ton seiner Stimme verzaubert. Er passte nicht nur in eine frauen- und friedensbewegte Zeit, sondern verkörperte mit jedem Lied und jedem Blick einen offenen und

verletzlichen Menschen, in dem jeder Zuhörer wie im Spiegel jene Eigenschaften in sich erkennen konnte, die im All-

tag längst verloren gegangen schienen. Kein Anblick eines Fahrrad fahrenden Kindes hat je so berührt wie van Veens frühes Lied dazu: „Kleiner Fratz“. Sein Programm heißt nicht Chanson oder Kabarett, sondern Nähe und Glaubwürdigkeit mit wunderschöner Musik. Was sind dagegen Marketing und Gerüchte? „Wunschkonzert“ heißt sein aktuelles Programm, in dem ihn – wie seit 50 Jahren immer! – sein Pianist Erik van der Wurff und eine fünfköpfige Band begleitet. Und tatsächlich kann man sich auf dem Weg einer Mail an ­wunschkonzert@ hermanvanveen.com ein Lied für Bamberg erbitten. Die Auswahl ist groß genug.

Lesung & Musik KOnzerthalle – foyer mo, 26.5.2014, 20.00 Uhr Wer die fünf Blechbläser der Bamberger Symphoniker auf ihrer Geburtstagsfeier am 18.5. verpasst hat oder wer ihnen gern etwas näher kommen möchte, kann an diesem Abend, den der Verein Neues Palais e.V. veranstaltet, auf Tuchfühlung gehen. Im Foyer der Halle liest das frühere Orchestermitglied Klaus Karger aus seinen Anekdoten aus dem Orchesterleben. Schlagzeuger haben

bekanntlich viel Zeit im Orchester. Mit dem Triangel in der Hand warten sie das halbe Stück lang auf ihr Pling und haben dazwischen Gelegenheit, beim Zählen die Kollegen zu beobachten. Allerlei Vergnügliches hat sich in Kargers vierzig Jahren angesammelt, und zum 75. hat er sich eine überarbeitete Neuauflage dieser Sammlung geschenkt. Dazu spielt das Blechbläser-Quintett, sofern es sich nicht vor Lachen verschluckt.

Rolling Bowling Sound ’n‘ Arts Club fr, 30.5.2014, 21.00 Uhr Wo würden Sie Rockabilly verorten? US-Südstaaten, klar. Weiße Jungs vom Lande entdecken den Rock‘n Roll. Das Trio, das an diesem Abend unter dem unverdächtigen Namen Rolling Bowling im Club in der Sandstraße gastiert, ist jedoch geographisch geringfügig anders zu lokalisieren: die drei Herren kommen aus Peking! Wu Di, Xiao Jiang und Xiao Bai haben sich dem Sound der Fünfziger verschrieben und mit ihren Eigenkompositionen, deren Texte das Alltagsleben in China zum Inhalt haben, erfolgreich als musikalische Exoten im Reich der Mitte etabliert. Jetzt sind die drei Chinesen mit dem Kontrabass auf ihrer ersten Europatournee und wollen den Langnasen zeigen, dass ihr Debutalbum „Marriage Is Not My Favorite Thing“ keinen Vergleich zu scheuen braucht. Titel wie „My Wife is a Monster“ oder das von Mendelssohn Bartholdys Hochzeitsmarsch eingeleitete 我就这样 sollten jedenfalls allen Fans des puristischen Rocks mit Bass, Gitarre und Drum Vergnügen bereiten. [hb]

Foto: Peter Thomsen

Kultur in Sicht Mai 2014

eine Anthologie von Beiträgen rund um das Nibelungenlied in all seinen Ausprägungen zusammen. Wiebke Siem und Reimar Limmer skizzieren Helden, Ulrich Holbein und Wolfgang Schlüter beleuchten den Wagner-Aspekt, der bei Fitzgerald Kusz mit Siechfried auch noch fränkisch daherkommt, während Harald Grill in seiner Wanderlust eine Brautreise unternimmt. Und noch vieles, vieles mehr. Eine Auswahl der Texte kommt an diesem Abend in Gomringers Villa auf den Tisch des Saales und wird von Autoren verlesen, von Experten zerpflückt und vielleicht von allen gemeinsam besungen. Für Literaten mit Sicherheit ein ergiebiger Abend zu einem allbekannten Thema.


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Ein Festival für alle „auf.zu.leben“ - kontakt - Das Kulturfestival feiert 10. Geburtstag. Vom 29. Mai bis 1. Juni 2014 gibt es ein üppiges Kulturprogramm auf dem stillgelegten Gelände der Maisel-Brauerei in der MoosstraSSe

cel Duchamp. Die Schweizer Band bietet einen Sound, der sich aus Post Punk, Afrobeat, Posaune, Marimba, Gitarre, Geige und beeindruckenden Frauenstimmen zusammen setzt. Ihr Kommen für die weiteren Tage des Kulturfestivals haben auch die Bands „Mellosheen“, „Candelilla“ aus München, „Schimmy Yaw“, „Svin“, „Manfred & Hans“, „Mosca Violeta“, „Exploding Head Syndrome“, „Galeb an the Seagull“, „Beißpony“, „Suri-S-Wing“, „BRNS“, „Joasihno“ und „Die Sozis“ zugesagt.

Los geht es am Donnerstag, 29. Mai 2014, 17 Uhr mit einem Beitrag der Kurzfilmtage. Nach einer Vernissage um 17.30 Uhr spielt ab 22 Uhr das Orchestre Tout Puissant Mar-

Kunstmalerin Christel Keller Originale Fine-Art-Drucke Auftragsarbeiten private Malkurse

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Bamberg

Fon: 0174 - 43 49 221 www.christel-keller.de christel-keller2@web.de

Für Samstag, 31. Mai 2014, steht ab 16 Uhr eine literarische Landpartie auf dem Programm. In Kooperation mit dem Literaturfestival „Bamberg liest“ präsentieren Studierende des Studiengangs „Literarisches

Foto: kontakt Kulturfestival

Es ist fast schon so etwas wie ein kleines Jubiläum, welches kontakt – Das Kulturfestival in diesem Jahr feiert. Zum zehnten Mal organisieren Studierende, Mitglieder des AStA Bamberg e.V. und Kulturinteressierte dieses Festival, das nahezu alles rund um die Kunst bietet. Termin und Location stehen, die ersten Künstlerinnen und Künstler haben ihre Zusage bestätigt und die Planungen laufen insgesamt auf Hochtouren. Unter dem Motto „auf.zu.leben“ erfüllen vom 29. Mai bis 1. Juni 2014 Musik, Tanz, bildende und darstellende Kunst, Workshops und Podiumsdiskussionen das zum Teil unter Denkmalschutz stehende Gelände der einstigen Maisel-Brauerei mit einem umfangreichen Programm, inklusive Kinderprogramm und Essensständen.


die ZWIEBEL 5/2014 bamberger kulturleben

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Im Moment laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren für das zehnte kontakt – Das Kulturfestival, das ab dem 29. Mai 2014 seine Tore für alle Kultur­ interessierten öffnet.

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Das komplette Programm sowie alle weiteren Informationen und Termine des Festivals finden sich unter www. kontakt-bamberg. de. [bp]

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Daneben runden ein Yogaworkshop, eine elektronische Tanzstunde, das Tanztheater „Small stories“, ein Nachtflohmarkt und weitere Lesungen das vielfältige Programm des Kulturfestivals ab. Interessante Beiträge versprechen die Symposien zu den Themen „Wiederaneignung des Öffentlichen Raums“, u.a. mit Benjamin David, dem Sprecher der Aktionsgruppe „die urbanauten“ aus München, zu „Geschlecht und Pop“ unter dem Thema „Wo sind die Grrrls“ mit Anna Seidel, Literaturwissenschaftlerin und Bloggerin aus Münster sowie ein Symposium zu „10 Jahre kontakt“, in dem es auch um die Frage geht, wie sich der freie Kulturbetrieb in Bamberg entwickelt und was verbessert werden könnte. Wie schon in den Jahren zuvor sind gemeinsame Veranstaltungen mit den Bamberger Symphonikern und dem Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia geplant.

Seit neun Jahren verfolgt kontakt – Das Kulturfestival das Ziel, Kunst und Kultur aus den unterschiedlichsten Bereichen, wie Theater und Film, Lyrik und Prosa, Tanz und  Musik sowie bildende Künste, ausstellend und darstellend einem breiten Publikum mitten in Bamberg zu präsentieren. Die Bandbreite des Festivals ist umfassend, denn Künstler aus den verschiedensten Bereichen haben die Möglichkeit, sich in einem offenen Raum zu präsentieren und diesen durch Ausstellungen, Lesungen, Theaterstücke und Konzerte etc. zu formen. Für die Veranstalter ist es wichtig, dass alle Programmpunkte des mehrtägigen Kulturfestivals kostenlos besucht werden können. Darum richtet sich das Angebot an alle – Studierende, Bamberger Bürgerinnen und Bürger jeden Alters, Interessierte aus Nah und Fern – ihrerseits ein Teil des ungewöhnlichen Festivals zu werden. Das Publikum ist dabei nicht nur Zuschauer, sondern es ist dazu eingeladen, durch die Teilnahme an den Workshops das Kulturfestival selbst mit zu gestalten.

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Schreiben“ aus Hildesheim ihre Beiträge aus der gleichnamigen Anthologie. Im Gegenzug lesen die beiden Nachwuchsautoren Isabel Bederna und Selmar Klein am 9. Mai 2014 aus ihren Tandembüchern, die in diesem und im vergangenen Jahr im Rahmen von „Bamberg liest“ entstanden sind, vor.

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ausgestellt die ZWIEBEL 5/2014

Aktuelle Ausstellungen in Bamberg

Ruth Ochner

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Cafe Kunstpause mo-sa 9.30-18.30 Aquarelle und tusche­ zeichnungen der 90-jährigen künstlerin: „Leben mit der Natur“ bis 31.5.2014

Götz/Gleixner

Starke Stücke IV

Transitraum

Jazzclub, sandstrasse an konzerttagen von 18-21 Franziska Götz und Thomas Gleixner stellen collagen und monotypien aus bis 24.5.2014

giechburg,scheSSlitz sa, so 11-17 gemälde und skulpturen fränkischer und böhmischer künstler ab 19.4. bis 25.5.2014

kunstraum kesselhaus do 18-20, fr-so 12-18 Wand-raum-installation von anna-maria kursawe, zeichnungen und gemälde bis 25.5.2014

jüdisches in bamberg

jeder trägt seine eltern

alles flieSSt

villa dessauer di-do 10-16, fr-so 12-18 Blick auf die geschichte der bamberger juden bis 1.6.2014

Bistumshaus St. otto mo-fr 8-17 bronzeplastiken von adelbert heil bis 1.6.2014

E.T.A.-hoffmann-theater di-sa 10-13, mi auch 16-18 Gemälde von franz kochseder in einer ausstellung des kunstvereins bamberg vom 16.5. bis 21.6.2014

Fotos: privat, Städtische Museen

ausgestellt Mai 2014


die ZWIEBEL 5/2014 ausgestellt

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Was macht ein altes Gebirge auf einer Töpferscheibe? Int. Museumstag, Sonntag 18. Mai 2014, 13.30 Uhr Führung für Familien und Kinder

jean paul soulscapes

Foto: Matthias Ley

villa concordia mo-do 8-12, 14-16, fr 8-13, sa, so 11-16 Fotografien von matthias Ley mit zitaten von jean paul bis 6.7.2014

Silent moments unt. königstr. 40 mo-do 8-16, fr 8-15 acrylbilder und skulpturen von gerhard klarmann im kunstraum montag ab 10.5. bis 7.7.2014

kater murr

kurz, kess und kult

E.T.A. hoffmann-haus di-fr 15-17, sa,so 10-12

levi-strauss-museum buttenheim di,do 14-18, sa,so 11-17

handzeichnungen von michael knobel zum roman von E.T.A. hoffmann bis 31.7.2014

die caprihose und ihre erfinderin sonja de lennart bis 7.9.2014

„Ein Töpfer, der den Ton nicht tritt, bereitet kein Geschirr damit!“ Steht er jetzt auf tönernen Füßen oder ist er einfach nur eine trübe Tasse? Auf einer Entdeckungstour zu den ehemaligen Hutschdorfer Tonstollen hörst du spannende Sagen aus dem Reich der Töpfer. Rätst, was es mit alten Sprichwörtern rund um das Thema Ton auf sich hat. Wie lebten und arbeiteten die Töpfer früher? Natürlich erfährst du auch, was es mit dem alten Gebirge auf sich hat, das auf eine Töpferscheibe passt. Denn: Was ist eigentlich Ton? Zieh festes Schuhwerk an. Ein kleiner Eimer samt Handschaufel neben einer Brotzeit im Rucksack wären Spitze! Leitung: Geoparkrangerin Isabelle Stickling Treffpunkt: Vorplatz Töpfermuseum Thurnau, Kirchplatz 12 Dauer: ca. 3 Stunden Gebühr: 1. Familienmitglied 3,50 €, jedes weitere Familienmitglied 3,- €

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bamberger kulturleben die ZWIEBEL 5/2014

Dichter stellen sich vor Poetikprofessur und -professoren

Keine Sorge, dass es eintönig werden könnte, wenn wie im März wieder auf eine Aktivität der Universitätsgermanistik hingewiesen wird – denn ging es damals um die Bamberger Liederanthologie (schön, wenn viele Narren den Beitrag zum ursprünglich so geschriebenen „Humbta-Tätärä“ gelesen haben!), so diesmal um die Bamberger Poetikprofessur, und das ist etwas ganz anderes, nicht nur, weil diese Institution eine deutlich längere Tradition hat.

sophischer Umgang mit Wort- und Lautspielereien geschätzt“, teilt uns Wikipedia mit. Überprüfen lässt sich diese Einschätzung u.a. an der 2012 im VerbrecherVerlag erschienenen „Fluchtästhetischen Novelle“. Auf der Liste der bisherigen „Poetikprofessoren“, die hier nicht vollständig wiedergegeben werden soll, finden sich seit Eugen Gomringer (1986) Berühmtheiten, Buchmessenstars, Büchnerpreisträger zumal: Tankred Dorst (1991), Adolf Muschg (2003), Uwe Timm (2005), Wilhelm Genazino (2009). Daneben sind Namen angeführt, die eher Insidern etwas sagen – was ebenso wenig ein Qualitätsurteil bedeutet, wie der Schluss von der Schreibkunst eines Autors auf seine rhetorische Ausstrahlung zwangsläufig treffend

ist -: Doris Runge (1999), Jan Koneffke (2001), John van Düffel (2008), Annette Pehnt (2011). Der eine handelte seine Biographie eher knapp ab, der andere dafür seine Vorbilder und Anreger; die eine hielt ihre Ausführungen mehr im Allgemeinen, die andere bezog sich mehr auf konkrete Texte – jede Professur wurde anders gestaltet, jede endete mit einem Bild des Professors und seiner Poetik – und mit offenen Fragen, naturgemäß; und man ging hin und las… In meiner Erinnerung besonders präsent ist, neben ein paar der schon Erwähnten, Bernhard Setzwein – vor zehn Jahren; da gab es von ihm schon den Nietzsche-Roman „Nicht kalt genug“ und „Das Buch der sieben Gerechten“ – es sei empfohlen! – und „Die grü-

Foto: Stefania Samadelli

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Seit 1986 werden jährlich, im Sommer, Schriftsteller zu (vier) öffentlichen Vorträgen eingeladen; außerdem stehen sie in Seminaren, Symposien oder ähnlichen Veranstaltungen im Mittelpunkt sowie Rede und Antwort. Darunter waren im Lauf der Jahre in Bamberg ansässige Autoren – Hans Wollschläger; Gerhard C. Krischker; „aus der Ferne“ kamen solche, die in der DDR gelebt hatten – Hans Joachim Schädlich (1995); Lutz Rathenow(1989) – und insbesondere Giwi Margwelaschwili, 1994. Zur Erinnerung für alle, die ihn erlebt haben, zur Anregung, ihn genauer kennenlernen zu wollen, für die anderen: 1927 in Berlin geboren, nach dem Krieg nach Georgien verschleppt, von wo sein Vater 1921 geflohen war; seit 1993 wieder in seiner Geburtsstadt ansässig; vielfach ausgezeichnet. „Stilistisch werden sein Humor und sein kreativ-philo-


die ZWIEBEL 5/2014 bamberger kulturleben

ne Jungfer“. Darin hat er, in Waldmünchen nahe dem (oder einem) Mittelpunkt Europas wohnhaft, „Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn“ bzw. Einheit und Identität Europas zum Zentralthema gemacht; das bestimmt auch „Ein seltsames Land“ und „Der neue Ton“. Kein Unbekannter ist Setzwein für Radiohörer: über 70 Features, Reisefeuilletons eingeschlossen, allermeist für den Bayerischen Rundfunk, sind in seiner Werkliste verzeichnet. Etwas ganz Besonderes ist „Jean Paul von Adam bis Zucker. Ein Abecedarium“ von 2013. 2014 folgt auf Jenny Erpenbeck Peter Stamm – Schweizer; ebenfalls aus der „Generation 50 + / - 10 %“, Jahrgang 1963. Sein Debütroman „Agnes“ erschien 1998; 2013 „Nacht ist der Tag“. In ihrer Rezension in der FAZ (19.7.2013) verweist Felicitas von Lovenberg auf die „Intensität seiner kammerspielhaften Prosa“ und den „Sog“, „den seine Werke auf den Leser ausüben“ – könnte also gut sein, dass jemand, der die Veranstaltungen nicht besuchen kann, es hinterher bedauert. Ich hätte 1992 auf keinen Fall zu Ingomar von Kieseritzky kommen können – also nicht dass ich mir etwas vorzuwerfen hätte; und finde es jetzt schade. Schade, wenn jemand zwingend verhindert ist; nicht wieder vollständig gutzumachen. Auch wenn in jedem Fall die Möglichkeit des Lesens bleibt – im Fall Peter Stamms: die Möglichkeit, erfolgreiche Literatur über Menschen von heute für Menschen von heute kennenzulernen. Dass das nicht vorrangig auf Heiterkeit und Fröhlichkeit hinausläuft, dürfte nicht überraschen.

Den verantwortlichen Veranstaltern – diesmal Prof. Andrea Bartl – Vorschläge für die kommenden Jahre zu machen, von Wolf Haas über Florian Schleburg und Rafik Schami bis zu Helmut Haberkamm, versagt sich die ZWIEBEL; es ist ja auch davon auszugehen, dass Wunschkandidaten nicht immer willens oder in der Lage sein werden, die Professur zu übernehmen. Man darf getrost abwarten, wie sich Peter Stamm ins Mosaik einfügen und auf wen die Wahl für 2015 fallen wird – und ansonsten und in der Zwischenzeit lesen. Vielleicht auch die Romane des gebürtigen und leider jüngst verstorbenen Bambergers Karlheinz Deschner, anlässlich seines knapp nicht erlebten 90. am 23.5. – „Die Nacht steht um mein Haus“ und „Florenz ohne Sonne“? (Und anderes von ihm, gleichgültig, wie weit man ihn auf seinen Wegen begleitet?) [ms]

Die Themen und Termine der ­öffentlichen Poetik-Vorlesungen von Peter Stamm: 15. Mai 2014 Die Vertreibung aus dem Paradies 22. Mai 2014 Das wiedergewonnene Paradies 12. Juni 2014 Lehr- und Wanderjahre 03. Juli 2014 Work in Progress jeweils 20:00 Uhr s.t., An der Universität 2, Hörsaal 00.25

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bamberger kulturleben die ZWIEBEL 5/2014

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WIR!

Leicht angeschlagen: um diese Nase kümmern sich keine Schönheitschirurgen, sondern Schüler aus dem KHG

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Musik hilft Denkmal Schüler des KHG engagieren sich für die barocken Brunnenanlagen am michelsberg „Lernen durch Engagement“ – das ist nicht nur ein hehres Ziel, sondern Realität – an Bambergs ältestem Gymnasium, dem KHG, aber nicht nur dort. Ein bundesweites Schulnetzwerk tauscht sich unter diesem Titel darüber aus, wie Schüler Wissen und Erfahrungen sammeln, indem sie sich für einen guten Zweck einsetzen. Am Kaiser-Heinrich-Gymnasium ist es, passend für die Weltkulturerbestadt, der Denkmalschutz, dem fächerübergreifende Projekt­ arbeiten gewidmet werden. Am 30. April fiel der Startschuss für ein neues Vorhaben: die Sanierung der drei Brunnen in der Klosteranlage auf dem Michelsberg. Das Netzwerk

setzt die Standards, die ein solches Projekt erfüllen muss: es soll ein echtes Problem lösen, es soll mit Partnern von außen realisiert werden, soll mit Lehrplaninhalten verknüpft und im Unterricht reflektiert werden. Und das geschieht: wird im Physikunterricht die Mechanik der barocken Wasserspiele untersucht, so beschäftigen sich die alten Sprachen mit der Mythologie der dargestellten Figuren, der Geschichtsunterricht mit dem Klosterleben im Mittelalter, Biologie und Chemie kartieren die Schäden, die modernen Sprachen fertigen Übersetzungen für internationale Touristen an und der Musikunterricht sorgt neben der Beschäftigung mit der Musik am barocken Fürstenhof zu Bamberg indirekt für das Sponsoring: Johannes Klehr, engagierter Fachbereichsleiter Musik

Fotos: Henning Brandt

f r o z e n y o g u r t


die ZWIEBEL 5/2014 bamberger kulturleben am KHG, plant ein Benefizkonzert als Eröffnungsveranstaltung. „Wenn alle Brünnlein (wieder) fließen“ ist als Arbeitstitel für das Projekt ebenso treffend gewählt wie der Zeitpunkt. Denn seit der Schließung der Kirche St. Michael mit ihrer beeindruckenden „Himmelsgarten“-Malerei ist der Sanierungsbedarf des Ensembles auf dem Michelsberg in das Bewusstsein der Bamberger gerückt. Zahlreiche Bürger und Vereine engagieren sich bereits für die Finanzierung der Baumaßnahmen am Gottes-

haus, und so hofft Heide Ibach, Gründerin der Denkmal-Stiftung Bamberg/Bischberg, die die Schule seit 2001 als Mentorin berät, darauf, dass auch für die barocken Brunnen bürgerschaftliche Mittel fließen. Die Hoffnung ist nicht unbegründet: seit 2001 konnten durch die Arbeit der Schülerinnen und Schüler schon Mittel in Höhe von 260.000 Euro eingeworben werden, die Projekten wie der Rotenhan-Marter, dem Bamberger Kreuzweg, dem Katharinentor, Kaiserportal oder der St. Elisabeth-Orgel im Sand zugute kamen. Die erste Gelegenheit für sprudelnde Einnahmen ist das Konzert am 5. Juni im Spiegelsaal der Hamonie, an dem neben Orchester und Kammermusik-Ensembles des KHG auch Mitglieder der Bamberger Symphoniker autreten, aufgelockert mit Beiträgen von u.a. Martin Neubauer und Mundartlichem von Heiner Kemmer & Freunden. [hb]

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gelesen die ZWIEBEL 5/2014

Gelesen Mai 2014

rädriges Nutzfahrzeug zu entwickeln, das „für alle Menschen attraktiv war, die sich kein Auto leisten konnten, aber dennoch mobil sein wollten ...“ Bis heute hält diese Erfolgsgeschichte weltweit an und zahlreiche Abbildungen belegen dies eindrucks- und humorvoll. „Vespizzatevi!“ – „Vesperisiert Euch!“ Ohne zu zögern, möchte man nach der Lektüre des Vespa-Bandes diesem Aufruf folgen. Denn eine Vespa ist Kult! [bp]

VESPA V. Boni, A. Della Penna Prestel, 39, 95 € Eine Vespa ist Kult! Dies sehen nicht nur eingefleischte Fahrerinnen und Fahrer dieses italienischen Rollers so. Wunderbare Aufnahmen huldigen in dem gleichnamigen Band diesem zweirädrigen Fortbewegungsmittel und sie zeugen von einer Liebe zu dem jeweiligen Modell und zum Detail. Die beiden Autoren erzählen die einzigartige Geschichte dieses Rollers, dessen Form entfernt an eine Wespe erinnert, die mit ihrem Namen Pate stand. Der Prototyp dieses Rollers wurde 1945 vorgestellt und seit 1964 läuft er ununterbrochen vom Band. Der Erfinder der Vespa, Corradino

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D‘Ascanio, träumte davon, Hubschrauber zu bauen. Doch Enrico Piaggio übertrug dem Flugzeugingenieur die Aufgabe, in seinem nach dem Zweiten Weltkrieg zerstörten Werk in Pontedera ein zwei-

ÜBER DEN FELDERN Horst Lauinger (HG.) Manesse, 29,95 € „René, Bernard, Jacques und Étienne glauben, es gebe nichts Schöneres auf Erden als das Militär. Francine denkt das Gleiche und möchte ein Knabe sein, um Soldat zu werden.“ Mit diesen Zeilen von Anatole France eröffnet der Sammel-

band mit Novellen, Short Stories oder Prosaskizzen einen sehr eigenen Blick auf die Geschehnisse während des Ersten Weltkrieges. Alle Texte entstanden während der Kriegsjahre oder kurz danach und sie stellen ein „weltliterarisches Panorama“ dar, das die vielen Gesichter der Kriegsrealität zeigt. Texte der modernen Erzählkunst, die trotz des Schreckens und des Horrors angesichts des Krieges auch Glücksmomente und Augenblicke der Hoffnung schildern. Die mehrheit-

lich geistige und künstlerische Elite befürwortete diesen Krieg – doch die Ernüchterung kam schneller als erwartet. Thomas Mann bezeichnet ihn in seinem Zauberberg als „Weltfest des Todes“ und die Liste mit den Namen derer, die fallen, schwer verwundet werden oder für immer verschollen sind, ist erschreckend illuster. Ein Sammelband, der zur Pflichtlektüre gehören sollte. [bp]

Über Wasser Andreas Gabriel Ludwig, 19,99 € „Die Sonne brennt erbarmungslos auf mich nieder. Kein Schiff und kein Land, nur das Wasser, meine Karre und ich. So einsam habe ich mich noch nicht ein einziges Mal gefühlt.“ Drei lange Jahre und ohne einen „Pfennig“ Geld segelt Andreas Gabriel mit seinem „Kajakmaran“, einem selbst konstruierten „Segelfahrrad“, vom nordfriesischen Tönning aus einmal rund um Europa. Gabriel – ein Mann auf der Suche nach sich selbst: seinen insolventen Maurerbetrieb musste er schließen, mit einem Haufen Schulden, einem maroden Körper und einem tief erschütterten Selbstvertrauen macht er sich

sowie Eltern, Freunde und Verwandte. Dafür begegnet er auf seiner Reise Menschen wie Pavel und Jakob aus Rumänien: Sie sprechen verschiedene Sprachen und verstehen sich dennoch: „Pavel sitzt neben mir und lacht, als er auf die Europakarte guckt und den roten Strich sieht, der meinen Weg aufzeigt. Aufgeregt unterhält er sich mit seinem Bruder und stellt mir dann Fragen mit seinem Finger im Sand. Jakob zaubert eine Flasche Wein aus seinem alten Holzkahn (...) und setzt sich (...) zu uns.“ Es sind die Begegnungen mit Menschen aus ganz Europa, die Gabriel eine neue Stärke geben, Menschen, die helfen, ihm Nahrung schenken oder eine Dusche anbieten, die ihn auf seinem mühsamen Weg ein kleines Stück begleiten. Am Ende seiner Reise öffnen sich alle Schleusen in ihm, keine Träne wird mehr zurückgehalten: „Du hast es geschafft, mein Lieber!“ Und am Tönninger Hafen stehen sie – alle, die an ihn geglaubt und drei lange Jahre auf ihn gewartet haben. [sb]

Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau Dimitri Verhulst Luchterhand, 12,99 €

auf den Weg. „Hätte ich eine Ahnung von den Strapazen gehabt, ich hätte die Reise nicht angetreten.“ Zurück lässt der Abenteurer seine Lebensgefährtin Sabrina, die beiden Söhne Nils und Torge

Der Titel klingt ja schon mal sehr vielversprechend – und in der Tat lohnt es sich, in dem Buch weiterzulesen, auch auf die Gefahr hin, dass man bis zum Schluss nicht mehr aufhören kann. Voller Komik und zugleich gnadenlosem Zynismus beschreibt Verhulst, wie der 70jährige Désiré Cordier versucht, noch einmal das


die ZWIEBEL 5/2014 gelesen Ruder herumzureißen. Unter der Fuchtel seiner Frau Moniek traute er sich nie aufzumucken – jetzt, wo das gemeinsame Haus verkauft werden soll, packt ihn die Panik. Bedeutet der Umzug in eine kleinere Wohnung doch zugleich den Verlust von Keller und Garten. Wohin soll er künftig fliehen, wenn er seine Ruhe haben will? Er beschließt, es mit einer

vorgetäuschten Demenz zu versuchen. Dass macht ihm nicht nur höllischen Spaß, sondern wirkt dermaßen überzeugend auf seine Umwelt, dass er schon bald im Pflegeheim „Winterlicht“ landet. „Bingo, geschafft! (...) Einen schöneren Preis für Schauspiel kann es doch nicht geben (oder?), als den, dass der Demenzkranken-Darsteller auch offiziell als Demenzkranker anerkannt wird! (...) Champagner!“ Im ersehnten Altersruhesitz „Winterlicht“ erlebt Cordier prompt seinen zweiten Frühling und bringt zugleich die überforderten Pfleger auf Trab. Ob sein Spiel letztlich durchschaut wird, lesen Sie am besten selber nach... [sb]

Letzte Zugabe Dieter Hildebrandt Blessing, 19,99 € Am 20. November vergangenen Jahres starb der große Kabarettist Dieter Hildebrandt – nicht ohne uns, seinem geneig-

w ten Publikum, etwas zu hinterlassen: eine letzte Zugabe. Noch einmal zeigt er sich als bissiger, keinesfalls altersmilder Kritiker unserer Gesellschaft, bewahrt sich dabei jedoch zugleich seine ungebremste Freude am Heiteren. Es ist auch eine Reise in Hildebrandts Vergangenheit, belebt er doch die Erinnerung an sein großes Idol Erich Kästner: So erzählt er, wie ein dickbauchiger Mann, ihn, den jungen Dieter, auf eine Glanzstelle auf der linken Schulter seiner billigen Jacke hinwies: „Geiger, wat?“ Darauf hin deutete Hildebrandt auf dessen Wampe und sagte: „Schwanger, wie?“ Da lachte neben ihm ein elegant gekleideter, gutaussehender Herr laut: Erich Kästner. Anschließend kaufte dieser bei Hildebrandt ein Programmheft und gab ihm eine Mark Trinkgeld. „Große Leute nehmen

kleine Leute wahr.“ Hildebrandts letztes Werk – versehen mit einem Nachwort seines Bühnenpartners Roger Willemsen – kann man gar nicht genug loben, denn „Das vielleicht Einzige, das mich mit meiner Bundeskanzlerin verbindet: Wir beide können Lob vertragen.“ Noch eine Zugabe? Die wirklich allerletzte? „Große Koalitionen sind nicht dazu da, nun endlich die großen Probleme zu lösen, sondern vier Jahre lang um sie herumzukommen.“ Auch wenn Dieter Hildebrandt es nicht mehr erleben kann, vermutlich wird er auch damit recht behalten. [sb]

mmen!

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Spende

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bamberger kulturleben die ZWIEBEL 5/2014

„Bamberg liest“ - mit der Sehnsucht nach Italien

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Das Herzstück der vierten Staffel des Literaturfestivals „Bamberg liest“ bildet das Tandembuch e_und, das in enger Zusammenarbeit zwischen der renommierten italienischen Schriftstellerin Alessandra Brisotto (Foto) und der jungen Bamberger Studentin Isabel Bederna entstanden ist. Damit setzt das Literaturfestival seine einzigartige Talentförderung fort. Nach den Sammelbänden Zeichen & Wunder (2011), Stirb & Werde (2012) und der Novelle Echofrei von Selmar Klein im vergangenen Jahr, setzt der Lyrikband e_und die literarische Tandemfahrt fort, bei welcher junge Nachwuchsautoren Unterstützung von bekannten Autorinnen und Autoren erhalten. In diesem Jahr fahren die Italienerin Alessandra Brisotto und die Bamberger Studentin Isabel Bederna Tandem und dabei ist

ein deutsch-italienischer Lyrikband entstanden, der „Kürze und Weite“ in sich vereint. Alessandra Brisotto studierte in Venedig Literatur, Sprache, Philosophie und Psychologie und kam nach einem Aufenthalt in Frankreich nach Deutschland. Hier lebte sie zunächst vier Jahre in Köln und seit 2011 lebt und arbeitet sie in Nürnberg, wo sie unter anderem „a casa – Sprache und Kultur in Entwicklung“ gegründet hat. In einer Tandemlesung stellen die beiden Autorinnen ihren Band in der Zentrifuge in Nürnberg im Rah-

men der Ausstellung „Beziehungsalchemie“ vor. Eine weitere Lesung mit anschließendem Gespräch steht am Dienstag, 27. Mai 2014, 20 Uhr, im Hörsaal 025, An der Universität 2, auf dem Programm des Literaturfestivals. Außerdem wird Isabel Bederna ihre Texte in Hildesheim vorlesen. Gemeinsam mit Selmar Klein, der im vergangenen Jahr im Tandem von dem österreichischen Bestseller-Autor Thomas Glavinic betreut wurde, werden die beiden jungen Autoren sich dort im Rahmen eines Austauschs zwischen Studierenden des Studiengangs Literarsches Schreiben präsentieren. Im Gegenzug erhalten Studierende aus Hildesheim die Gelegenheit, ihre Beiträge aus der Anthologie Landpartie am Samstag, 31. Mai 2014, 16 Uhr, bei dem KONTAKTFestival auf dem Gelände der Maisel-Bräu in Bamberg vorzustellen. „Bamberg liest“ zeichnet sich durch seine Kooperationen aus. So begibt sich das Literaturfestival in diesem Jahr auch nach Nürnberg, wo die Ausstellung „Beziehungsalchemie“ die Werke der deutschen Künstler Eckehard Fuchs und Andreas Hildebrandt und der italienischen Künstlerinnen Paola Alborghetti und Lorenza Boisi in der Halle 14 Auf AEG, Muggendorfer Straße 141, präsentiert. In ihren Arbeiten gehen sie der Frage nach: „Warum verfangen sich bestimmte Menschen in unserem Netz – und andere nicht?“ Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 1. Juni 2014, zu sehen.

Foto: Peter Tost

Kaum ein Land vereint eine derartige Fülle an Sehnsüchten und Träumen in sich wie Italien. „Bella Italia“ – die Deutschen lieben dieses Land, in dem die „Zitronen blühen“. Auch „Bamberg liest“ entzieht sich in diesem Jahr nicht dieser Sehnsucht und stellt das Land, das zugleich wie kaum ein anderes von Klischeebildern überzogen ist, in den Mittelpunkt der zahlreichen Veranstaltungen, die vom 25. April bis 1. Juni 2014 erneut die Vielfalt der Literatur abbilden.


die ZWIEBEL 5/2014 bamberger kulturleben

Italien und Adorno stellen eine Verbindung dar, welcher Martin Mittelmeier nachgegangen ist. Der promovierte Komparatist liest am Mittwoch, 14. Mai 2014, 20 Uhr, im Hörsaal 025, An der Universität 2, aus seinem Buch Adorno und Neapel und gewährt dabei einen völlig neuen Blick auf den Philosophen und auf Italien, das sein Schaffen prägte. Diese Lesung mit anschließendem Gespräch ist eine Kooperationsveranstaltung von „Bamberg liest“ mit dem Lehrstuhl für Philosophie 1 der Otto-Friedrich-Universität und der Fränkischen Gesellschaft für Philosophie.

Foto: Urban Zintel

„Una giornata italiana“ – mit einem Tag für junge Italienfans lädt die Stadtbücherei Bamberg im Rahmen von „Bamberg liest“ Kinder im Alter von 9 bis 12 Jahren dazu ein, Italien mit allen Sinnen zu erfahren. Es werden Märchen über Italien erzählt, die jungen Gäste hören coole Raps in italienischer Sprache, sie können malen und natürlich gibt es italienische Speisen. Erwachsene Literatur-Liebhaber erwartet am Montag, 26. Mai 2014, um 17 Uhr, eine literarische Bootsfahrt in das 14. Jahrhundert. Das 10-teilige Geschichtsfestival Erlesene Jahrhunderte rückt jeden Monat ein anderes Jahrhundert der Bamberger Stadtgeschichte in den Mittelpunkt. Im Mai sind es die Heiligen und Revoluzzer, die Mäzene und Wissenschaftler, die Pioniere und Unglücksraben, die in dem „Fränkischen Rom“ im 14. Jahrhundert ihr Glück suchten. Von der Anlegestelle

Am Kranen geht es mit dem Schiff vorbei an Klein Venedig, während Prominente aus dem Decamerone, jener berühmt-berüchtigten Sammlung mit 100 Novellen von Giovanni Boccaccio, vorlesen werden. Dem schließt sich eine romantisch-tragische Stadtführung auf den Spuren des „Schwarzen Todes“ an, musikalisch umrahmt und begleitet von Annette Schäfer. Im Anschluss daran wird im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia ab 19 Uhr über Heimat und Fremde diskutiert. An der Podiumsdiskussion „Heim kommen. Fern sehen“ beteiligen sich unter der Moderation von Martin Beyer Kerstin Specht, Meike Winnemuth (Foto) und Thomas Kraft. Der Eintritt für die Schiffslesung beträgt 5 Euro, der Eintritt zur Podiumsdiskussion ist frei. Beide Veranstaltungen können unabhängig besucht werden. [bp] Weitere Informationen zu der vierten Staffel des Literaturfestivals „Bamberg liest“ unter www.bamberg-liest.de.

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paarweise die ZWIEBEL 5/2014

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die ZWIEBEL 5/2014 paarweise

Es braucht so wenig, um glücklich zu sein!

Fotos: Anny Maurer / Alexandra Schmitz

Ein richtiges Bett, ausreichend Essen und Trinken, fließend warmkaltes Wasser, sogar eine Badewanne – und das alles auf 40 qm, mitten in Bamberg. Luxus pur – finden zumindest Alexandra und Frank Schmitz.

„Früher haben wir auf 113 qm mit allem Drum und Dran gelebt, jetzt reduzieren wir uns auf das, was wirklich wichtig ist. Und bevor wir uns ein neues Teil zulegen, muss ein altes weg, um Platz zu schaffen.“ Das Bamberger Ehepaar unterstützt seit fünf Jahren mit seinem Verein „friendsCircle WorldHelp e.V.“ Kinder und Notleidende auf der ganzen Welt, vor allem aber in Indien. „Wenn man sieht, mit wie wenig die Menschen dort glücklich sind, dann lernt man zu schätzen, wie gut es uns hier in Deutschland geht.“

Alexandra hatte bereits als junges Mädchen den Traum, in Entwicklungsländer zu gehen, um armen Kindern und Leprakranken zu helfen. Im Juli 2009 flog sie zum ersten Mal für sechs Wochen ins indische Kerala, um dort in einem Kinder- und Obdachlosenheim mitzuarbeiten. Noch im gleichen Jahr trat sie gemeinsam mit ihrem Bruder, dem Arzt Michael Dykta, die zweite Reise an – dieses Mal mitten in die Elendsviertel von Maharashtra/ Mumbai. Dort versorgten sie die Kinder mit Nahrung und Michael kümmerte sich – wo immer es nötig war – um die medizinische Versorgung. Im Dezember organisierten sie

Mobile Arztpraxis unter freiem Himmel: Michael Dykta untersucht ein krankes Kleinkind.

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paarweise die ZWIEBEL 5/2014 Seit 2001 sind Alexandra und Frank zusammen, kennengelernt haben sie sich im Bootshaus. Lachend erzählen sie, wie er sich um ihre Telefonnummer bemüht hat und „dass der Anrufbeantworter bereits vollgesprochen war, ehe sie nach Hause gekommen ist.“ Für Alexandra ist es ein unfassbares Glück, einen Mann getroffen zu haben, der ähnliche Vorstellungen vom Leben hat wie sie: „Als Frank erzählte, dass er auch keinen Fernseher zu Hause hat, konnte ich es kaum glauben.“ Dass sich aus ihren gemeinsamen Idealen jedoch einmal solch ein erfolgreiches internationales Hilfsprojekt entwickeln würde, hätten die beiden sich damals sicherlich nicht träumen lassen.

freie Auswahl zum ersten mal im Leben

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das erste Benefizkonzert in den Bamberger Harmoniesälen, den Erlös von 3000 Euro wollten sie sofort sinnvoll einsetzen und kauften unter anderem im größeren Stil Decken: Anfang 2010 reiste Alexandra – dieses Mal mit ihrem Mann – nach Nordindien. „Dort haben wir dann die Decken an die Frierenden verteilt. Die wenigsten Menschen können sich vorstellen, wie kalt es in den Nächten in Indien sein kann.“

Man stellt sich natürlich zwangsläufig die Frage, ob sich das junge Ehepaar nie eigene Kinder gewünscht hat. „Das haben wir von Anfang an ausgeschlossen. Wenn man eigene Kinder hat, dann kann man nicht mehr einfach so weg. Und wir hätten nicht in diesem Maße helfen können.“

Jeder Cent kommt an

Ein Schulraum für die Leprakolonie Chakia. Die ebenfalls gespendeten bunten Schirme sollen die Kinder auf ihrem Schulweg vor den Regengüssen in der Monsumzeit schützen.

Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich das Projekt immer professioneller. „Dabei war uns von Anfang an wichtig, dass jeder Cent an Spendengeldern direkt den Menschen zugute kommt.“ Frank Schmitz erwirtschaftete als Vertriebsleiter in einem großen Unternehmen das Geld für ihre persönlichen Kosten auf den Reisen, Alexandra organisierte von zu Hause die einzelnen Projekte, kümmerte sich um Spenden und die nächsten Touren in die Krisengebiete.

Inzwischen gehören zum „Stammteam“ des Vereins neben Frank, Alexandra und ihrem Bruder Michael noch Maria Köhler, Erni Dykta, Peter Zet­hofer und Christian Meilinger. Hinzu kommen unzählige „Friends“, wie bei-

Alexandra mit Annelie Reuthner, die als "friend" die Arbeit des Vereins aktiv unterstützt, z.B. durch den Verkauf edler Pashmina-Schals.


Farben Ullmann

die ZWIEBEL 5/2014 paarweise spielsweise die Strickfreundinnen, die bereits tausende von Mützen für Bedürftige hergestellt haben. „Immerhin gehen 70 Prozent der Körperwärme über den Kopf verloren – in kalten indischen Nächten kann das zum Problem werden“, erzählt Alexandra. „Dabei ist die Freude der Kinder riesengroß und wenn man sie fragt, welche Mütze sie gerne haben möchten, sind sie völlig fassungslos. Sich etwas aussuchen zu dürfen, das haben sie noch nie erlebt.“ Gestrickt werden jedoch auch Socken und andere schöne Handarbeiten, die in Deutschland verkauft werden und deren Erlös direkt in die Hilfsprojekte fließt. Ein Großteil des Geldes wird dabei in Indien eingesetzt: „Doch nach dem verheerenden Tsunami auf den Philippinen haben wir sofort auch dort erste Hilfsmaßnahmen ergriffen.“ 6000 Kilo Reis, 3000 Packungen gewürzter Nudeln und Seifen für die Körperhygiene im Wert von 5000 Euro verteilten sie direkt in den betroffenen Dörfern – was wieder

Elisabethenstr. 2b 96049 Bamberg Tel.: 0951/56087

Öffnungszeiten: Mo-Fr 8:30 – 18:00 Uhr Sa 10:00 – 14:00 Uhr Endlich eine Wasserleitung für die Dorfbewohner im Osten Orissas - in der trockenen Jahreszeit ein Segen für die Menschen und ihren Ackerbau.

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einmal zeigt, dass es durchaus möglich ist, schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten.

eine Wasserleitung für vier dörfer Das gilt auch für die dauerhaften Projekte in Indien. Dort werden Straßenkinder zu einer Mahlzeit eingeladen, in den Slums wird

Bambergs exklusiver Laden: Dekoratives für‘s ganze Jahr und Christbaumschmuck

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paarweise die ZWIEBEL 5/2014 frisches Obst verteilt. Desweiteren werden immer wieder für einen bestimmten Zeitraum „Arztpraxen“ (oft unter freiem Himmel) organisiert, um die Menschen kostenfrei medizinisch zu versorgen. Eine weiteres Herzensprojekt ist die Unterstützung der Leprakranken: „Sie werden nach wie vor wie Aussätzige behandelt, obwohl längst bekannt ist, dass man sich erst nach Jahren unter schlechten hygienischen Bedingungen und bei schwachem Immunssystem anstecken kann.“ Mit Büchern, Stiften und anderen Lehrmaterialien wird außerdem bedürftigen Kindern eine Schulbildung ermöglicht. Ein weiteres Projekt ist die „Soulkitchen“ (Seelenküche): für nur 18 Euro erhalten rund hundert Menschen eine sättigende Mahlzeit. Das ist genauso hilfreich wie der Bau einer Wasserleitung zum Fluss für vier Dörfer im Osten Orissas. Um dies alles umsetzen zu können, haben die „Friends“ in Indien inzwischen ein richtiges Netzwerk aufgebaut. Da ist zum

Beispiel Venu Gopal: der 60jährige ist selbst leprageschädigt und begleitet das Team auf seinen Reisen, stellt Kontakte her, übersetzt und vermittelt. Bei ihren Indienbesuchen ist es für Alexandra eine Selbstverständlichkeit sich indisch zu kleiden: „Damit zeigen wir Respekt und Achtung vor der Landeskultur“. Für Venu ist die Bambergerin inzwischen viel mehr Inderin als Deutsche: „Sie hat ein indisches Herz.“ Seit Mitte April sind die „Friends“ wieder in Indien, dieses Mal ohne Alexandra: die trockene Luft vor Ort hat ihr Asthma verschlimmert, so dass sie daheim bleiben musste. Aber mit ihrem Herzen ist sie natürlich – genau wie ihr Mann – immer voll dabei. [sb] Möglichkeiten für Spenden und weitere Informationen online unter www.friendcircleworldhelp.org

Alexandra in indischer Landestracht an der Seite von Venu Gopal, der dem "friends"-Team bei allen Aktivitäten in Indien zur Seite steht.

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Das Rückgrat für Ihr Bett!®

Zuhause am „Im Zusammenspiel von Unterstützung, Druckentlastung und Dynamik vermittelt dieses neue Lattoflex-System das wunderbare Gefühl des Schwebens. Das sind Goldene Zeiten für den Rücken”

Warum heißen Bamberger Straßen eigentlich, wie sie heißen? die ZWIEBEL geht der Sache auf den Grund.

Foto: Daniela Pielenhofer

Der „Maienbrunnen“ – die heimliche Bergverbindung – führt vom Michelsberg hinab zur Unteren Sandstraße und mündet dort in der Schweinfurter Straße. Schon im Hochmittelalter verband diese Straße das Kloster St. Michael mit Gaustadt und Bischberg bis nach Schweinfurt – eine wichtige Trasse von den Höhen des Steigerwalds. Ihre Benennung als „Meyenbrun“ bekam die Straße 1451. Bis ins 19. Jahrhundert wohnten dort einfache Handwerker, die für die Abtei arbeiteten, sowie Kleinbauern, Häcker und Tagelöhner, die die Felder und Weinberge rund um das Kloster bewirtschafteten. Unterhalb des Anwesens Maienbrunnen 4 wurde 1501 zudem die „Rotenhan-Marter“ gesetzt. Bis heute hat die Marter, die ursprünglich am Aufstieg zum Kloster die Immunitätsgrenze der Abtei kennzeichnete und an der Straftäter dem Stadtgericht übergeben wurden, zweimal ihren Standort gewechselt und befindet sich nun an der Einmündung in die Schweinfurter Straße. Der Maienbrunnen selbst ist nach einem Quellbrunnen aus dem Michelsberger Wald benannt und wurde 1928 mit einer Statue des Bamberger Bildhauers Johann Späth ge-

schmückt. Urkundlich erwähnt wurde das „Maienbrünnlein“ bereits 1453, da Quellen und Brunnen damals als heilig galten. Entlang des Maienbrunnens gab es früher besondere Gärten, die sich als Sehenswürdigkeiten hoher Beliebtheit erfreuten, wie etwa der „Englische Garten“ oder der „Leist’sche Garten“. Beide Gärten sind heute leider nicht mehr vorhanden. Einzig der „Rosengarten am Maienbrunnen“ existiert noch. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen Ziergarten, sondern vielmehr um einen ehemaligen Rosenzuchtbetrieb der Kunstgärtnerfamilie Cromm im Maienbrunnen 24. Philipp Cromm kaufte das Anwesen 1886 und gründete eine florierende Handelsgärtnerei. Auf dem Osthang des Abtsberges erstreckten sich zur damaligen Zeit ausgedehnte Rosenfelder, da sich der tiefgründige, lehmige Boden bestens zur Rosenzucht eignete. Noch heute lehnen sich nahe an der Veranda des Hauses im Maienbrunnen 24 die blühenden und duftenden Rosen zur Erinnerung an den „herrlichen Rosenpalast“ der Kunstgärtnerei an ein bogenförmiges Metallgestell. [dp]

Der Vorstandsvorsitzende des Forum Gesunder Rücken – besser leben e.V. Prof. Dr. med. Erich Schmitt demonstriert die vier Federungsebenen des Lattoflex 300.

Viele Rückenschmerzen lassen sich vermeiden! Nur echt mit dem goldenen Siegel!

Lattenrost ade. Gegen den neuen Trend zur Punktfederung hat er wenig Chancen. Immer mehr Menschen holen sich die Unterfederung, die viele Rückenschmerzen vermeiden kann.

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die ZWIEBEL 5/2014 lebenswertes


gelauscht die ZWIEBEL 5/2014

Gelauscht Mai 2014

(Gotan Project) auf sie aufmerksam, der für die Arrangements auf „Cronicas“ zuständig ist. In Zusammenarbeit mit der Wahlfranzösin hat er der lateinamerikanischen Musikrichtung so eine neue Richtung gegeben. Und der Tango ist um eine starke Persönlichkeit reicher. [fk]

Marina Cedro Cronicas Szenario Arts/Galileo Als Sängerin und Pianistin steht die Argentinierin Marina Cedro für den modernen Tango aus den Hafenvierteln von Buenos Aires. Mit Stücken wie „Postango“, „Suburbio“ oder „El Tiempo Pasa“ präsentiert sie auf ihrem dritten Album erneut persönliche, gefühlvolle Stücke voller zeitloser Eleganz. Ihre Interpretationen nehmen, nicht zuletzt dank

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der beteiligten kongenialen Musiker, mit auf eine Odyssee zu den Spuren der Weiblichkeit. Nach einem Aufenthalt in Spanien und an der französischen Atlantikküste lebt die musische Lyrikerin heute in Paris. Die Basis, um mit Tango auch im Ausland Erfolg zu haben, legte Marina Cedro bereits früh. Tanzschulen, das Konservatorium für Musik in Buenos Aires, das London College Of Art. So wurde auch Gustavo Beytelmann

Milow Silver Linings Universal Music/PIL Hinter Milow verbirgt sich der belgische Sänger/Songwriter Jonathan Vandenbroeck, der seit 2007 mit englischsprachigen Titeln internationale Erfolge feiert. Im Gegensatz zum Vorgänger „North And South“ (2011) ist das aktuelle Album „Silver Linings“ ein wenig mehr melancholisch geraten, was sich in der

Qualität der zehn Songs aber nicht negativ niederschlägt. Milow arbeitet auf der CD mehr mit Bildern und Metaphern, orientiert sich an einer Art rotem Faden: in schlechten Situationen Hoffnung finden. Jonathan hat das Album in Los Angeles eingespielt, nach einer fünfjährigen Dauertournee durch Europa, an die sich eine Auszeit und ein kreativer Neubeginn in den USA anschlossen. Dort enstanden dann so überzeugende Stücke wie die erste Singleauskoppelung „We Must Be Crazy“ oder das einfühlsame

Duett „Echoes In The Dark“, bei dem ihm die junge US-Amerikanerin Courtney Marie Andres kongenial zur Seite steht. Und so bleibt Milow auch weiterhin ein Garant für die Charts. [fk]

Da Cruz Disco E Progresso Boom Jah Records/Broken Silence Der in Bern lebenden Brasilianerin Mariana Da Cruz gelingt seit 2007 über drei Alben hinweg der Spagat zwischen lateinamerikanischen Rhythmen und moderner Elektronik. Zusammen mit Ane H. (ex-Swamp Terrorists) und weiteren Musikern hat sie jetzt mit „Disco E Progresso“ eine hörenswerte Doppel-CD einge-

spielt. Auf insgesamt 21 Stücken setzen Da Cruz den gewohnt überzeugenden Mix fort, den vor allem von der Stimme Marianas lebt. Das Aufeinandertreffen aus Brazilian Breakbeats, transglobalem Elektro-Pop und Tropical New Wave wird zwischen „Bola Da Discoteca“ und „Din Din“ neuerdings sogar durch Bläsersätze aufgewertet. In textlicher Hinsicht setzt sich Mariana weiterhin kritisch mit ihrer Heimat auseinander (CD2 Dark Side), während CD1 als Bright Side eher den zeitlosen Brasil-Pop mit SommerhitAttitüde verkörpert. In diesem Jahr wird man noch viel hören von einem Brasilien

zwischen Aufbruch und Lethargie. Da Cruz, die mit dem Vorgänger „Sistema Subversiva“ bis auf Platz 3 der US-amerikanischen College Charts rückten, liefern mit „Disco E Progresso“ den Soundtrack dafür. [fk]

Skaos More Fire Pork Pie/Broken Silence

Seit 1981 versorgen die bayerischen Skaos ihre Fangemeinde mit traditioneller jamaikanischer Musik zwischen Ska, Rocksteady und Reggae. Handgemacht versteht sich. Über die Jahre hinweg

überstand die Band so zahlreiche Besetzungswechsel, musikalisch sind sie ihrem favorisierten Stil aber immer treu geblieben. Auch mit dem aktuellen Album „More Fire“ unterstreichen Skaos ihre Ausnahmestellung innerhalb der weltweiten Szene. Stücke wie „Running Along“ oder „Do The Shingaling“ klingen gewohnt frisch und spielfreudig. Wie immer dominieren beim Septett fette Bläsersätze, rockende Gitaren und karibische Percussion. Unverkennbar rauh leiht Mr. Mad Wolley den Songs seine markante Stimme. Ob bei einem SkaKlassiker Marke „Johnny“ oder dem eher Sommerhit-Pop-lastigem „Sunshine“, für Skaos gilt nach wie vor das Prädikat: Oldie But Goldie! Und es bleibt zu hof-


die ZWIEBEL 5/2014 gelauscht fen, dass man zumindest hierzulande auch wieder in den Genuss der ein oder anderen schweisstreibenden Show der Energiebündel kommen wird. [fk]

Antonija Pacek Soul Colours Autentico Music/Naxos Erst im Alter von 39 Jahren hat die Kroatin Antonija Pacek ihr Hobby zum Beruf gemacht. Seit ihrem vierten Lebensjahr spielt sie zwar Klavier, doch arbeitete sie im Anschluss an ihr Studium im englischen Cambridge zunächst als Psychologin und zog drei Kinder auf. Ihre Leidenschaft für Klassik, Jazz und Pop vereint sie jetzt mit den 15 selbstkomponierten Stücken auf ihrem späten Debüt „Soul Colours“. Zwischen „Restless und „Too Late“, zwischen „Floating“ und „Tamed Courage“ verarbeitet die WahlWienerin in äußerst lebensfrohen Kompositionen ihr abwechslungsreiches,

nicht immer einfaches Leben und macht auch dem Hörer Mut auf ein facettenreiches Morgen. Die Bezeichnung „Musik für imaginäre Kinofilme“ trifft den Kern des Albums recht genau. Aufgenommen wurde in Berlin, produziert hat George Garcia und herausgekommen ist tolle Musik zum Relaxen und Träumen. Eingängige fröhlich-melancholische Melodien, die Lust auf Entdeckung machen. [fk]

Igor Strawinsky Die Geschichte vom Soldaten Podium/Arthaus Musik Als der erste Weltkrieg viele Aufführungsstätten zerstörte und gute Musiker knapp waren, schrieb Igor Strawinsky sein kammermusikalisches SchauspielBallett für zwei Streicher, zwei Holz- und zwei Blechbläser, Schlagwerk, Dirigent und ein bis vier Schauspieler, aufzufüh-

ren auf jeder Bühne ohne große Ausstattung. Die Variabilität der Vorlage macht es möglich, mit dem Werk zu experimentieren. Und dieser Herausforderung hat sich das Kammer-Ensemble des PodiumFestivals Esslingen 2013 angenommen. Die Geschichte trägt Uwe Topmann als Soldat und Erzähler, doch zu weiten Teilen die meisterhafte Animation von motionfruit. Kein billiger Crossover, keine banal illustrierten Parallelitäten, sondern einfache grafische Elemente als Handlungsträger, die die Klassiker des Cartoons genauso inhaliert haben wie eine zeitgenössische Musikvideo-Stilistik. Trotzdem hält sich die Leinwand an den richtigen Stellen zurück und lässt die Kunst des Hauptakteurs ebenso großartig wirken wie die furiose Tanzszene am Höhepunkt der faustischen Handlung. Und das alles live, aufgezeichnet auf einer DVD, die für dieses an Aufführungsvarianten nicht arme Werk neue Maßstäbe setzt. [hb]

Wenn wir uns nah sind, sprechen wir leise. Damit Sie dabei auch weiterhin nichts verpassen, bieten wir unsere ganze Sorgfalt und Expertise auf. Wir nehmen uns Zeit für Sie und beraten Sie gerne. Mit Filialen 2x in Bamberg und 1x in Burgebrach sind wir für Sie da. Besuchen Sie uns und machen Sie jetzt einen kostenlosen Hörtest. Telefon 0951 / 2 47 16 und www.hoergeraete-seifert.de

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anzeige die ZWIEBEL 5/2014

Seit 50 Jahren super

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„Nach dem Vorbild der bundesdeutschen Großstädte entsteht jetzt auch in Bamberg ein sog. ‚Super‘-Markt“: so berichtete die Lokalpresse 1964, als die alteingesessene Einzelhändlerfamilie Geigenberger am Troppauplatz den ersten Supermarkt Oberfrankens eröffnete. Durch den Sand der umliegenden Baustelle strömten

die neugierigen Bamberger in das neue Einkaufsparadies, das den ebenso neu entstandenen Stadtteil Giechburgblick mit allen Gütern des täglichen Bedarfs versorgte. Am 28. April jährte sich die Eröffnung zum 50. Mal – ein Blick in die Vergangenheit und zugleich in die Zukunft des inhabergeführten Einzelhandels.

Fotos: Anny Maurer, Archiv Geigenberger

Geigenberger am Troppauplatz feiert jubiläum


die ZWIEBEL 5/2014 anzeige und Wurst aus dem Hause Leßner findet der Kunde alles, was den täglichen Einkauf ausmacht. Besondere Spezialitäten wie Feinkost, Fisch oder Wein gehen sogar über das normale Angebot anderer Supermärkte hinaus.

Lokale Prominenz und dazu zahlreiche Anwohner wohnten der Neueröffnung bei, wie die Bilder aus dem Archiv des Einzelhandelsunternehmens belegen. Mit Gründergeist und dem Mut, in für damalige Verhältnisse großen Dimensionen zu denken, schulterte der seinerzeit 26-jährige Herbert Geigenberger die Investition. Sein Sohn Roland Geigenberger, der heutige Inhaber, ist jünger als sein Markt. in der dritten Generation führt er das Unternehmen und steht heutzutage vor gänzlich anderen Herausforderungen als sein Vater in den Sechzigern: „Mit unseren 500 qm Verkaufsfläche sind wir heute nur noch ein kleiner Teilnehmer am Marktgeschehen. Fast eine ‚Tante Emma‘ in der Stadt.“

„Wir halten an unserem Standort mitten in unserem Wohngebiet fest und wollen nicht an den Stadtrand oder in die Industriegebiete, die nur mit dem Auto zu erreichen sind. So gesehen wollen wir gern der Nahversorger bleiben, der auch für ältere Menschen gut zu erreichen ist“, meint Roland Geigenberger und wünscht sich noch etwas mehr Neugier von den Bambergern: „Wir freuen uns, wenn wir neue Gesichter im Geschäft sehen, und vielleicht hat der eine oder die andere ja einmal Lust, bei uns den ganz normalen Einkauf zu erledigen und alles zu finden, ohne sich die Hacken wund zu laufen.“ An den Preisen soll es nicht scheitern, meint der umtriebige Einzelhändler. Als Partner der EDEKA fehlt es nicht an Angeboten und konkurrenzfähigen Preisen: „Wir können mit jedem hochwertigen Markt mithalten!“

Roland Geigenberger führt das gleichnamige Lebensmittel-Fachgeschäft seit 2001

Denn der Trend geht schon seit Jahrzehnten zu immer größeren Verkaufsflächen, die Auswahl suggerieren. Dabei ist „der Geigenberger“, wie ihn seine Stammkunden vertraulich nennen, durchaus ein Vollsortiments-Geschäft. Von frischem, fränkischem Obst über Konserven und Teigwaren bis zu Tiefkühl-Pizza und Drogerieartikeln oder Fleisch

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anzeige die ZWIEBEL 5/2014 kein wichtiges Anbaugebiet dieser Welt fehlt. Mehr noch: ein Tresen und eine große Tafel laden zu individuell zusammengestellten Weinproben ein. Unter der eigenen Homepage ­www.­frankenweinspezialist.de kann man sich über das umfangreiche Frankenwein-Sortiment informieren.

Besonderes Augenmerk legt der Weinkenner Roland Geigenberger auf sein Frankenweinsortiment: die Auswahl an fränkischen Lagen dürfte in Bamberg einzigartig sein. Neben den Würzburger Top-Adressen Bürger- und Juliusspital führt er Weine von Spitzenwinzern wie Horst Sauer, Wirsching, Fürst oder Castell und etlichen weiteren Franken. Die edlen Tropfen stehen daher auch nicht einfach im Standardregal, sondern in eigens von der Schreinerei Eugen Koch aus Bamberg auf Maß gefertigten Fächern, die den Weinfreund neuerdings bereits im Eingangsbereich des Marktes begrüßen. Allein das opulente Regal, das ausschließlich für Bocksbeutelflaschen reserviert ist, lässt das Herz jedes Frankenweinkenners höher schlagen. Die internationalen Tropfen haben im Untergeschoss einen eigenen, großzügigen Raum erhalten, in dem

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Dieser Service ist nur eine von vielen Leistungen, mit denen sich der (inzwischen) kleine Supermarkt am Troppauplatz, zwischen Zollner- und Memmelsdorfer Straße gelegen, von den Mitbewerbern abhebt. Ein Präsentservice ist ein weiteres Beispiel für Individualität: die liebevoll zusammengestellten Körbe mit Feinkost, Wein oder Hochprozentigem kommen nicht nur gut an, sondern sind auch ein Spiegel fränkischer Produkte abseits des Massensortiments. Eine Abteilung mit fränkischen Spezialitäten umfasst vom Bamberger Bier über die Produkte aus dem Bamberger Stiftsgarten (u.a. mit dem Michelsberger Wein, Alt Bamberger Klosterlikör und Kräuter) und feine Spirituosen zahlreiche Grüße aus der Heimat. Und wer es internationaler möchte, ist mit Whiskies, Grappe und Cognacs in der Spirituosenabteilung ebenfalls hervorragend bedient.

Zum Thema Feinkost setzt Geigenberger auf Selbstgemachtes: Frischwaren wie Lachsund Bärlauchcréme, Käsecarpaccio oder Eiersalat werden täglich genauso liebevoll


die ZWIEBEL 5/2014 anzeige wurden vielfach kopiert – ebenso wie die Automatenstraße, die 1966 mit einem Tagund Nachtservice für Brot, kühles Bier oder Strümpfe auftrumpfte.

zubereitet wie die Fischspezialitäten im Pavillon vor dem Markt mit Räucherwaren, Eingelegtem und vor allem dem Backfisch frisch aus der Pfanne, an dessen Duft Schüler und Studenten aus dem nahen DG und der Uni Feldkirchenstraße nur schwer vorbeigehen können. Für Firmenevents, Besprechungen oder Privatfeiern fertigt man außerdem hochwertige Canapées, kalte Platten und belegte Brötchen zu sehr günstigen Preisen an.

Doch die Idee eines klugen Kaufmanns, für seine Kunden etwas mehr zu bieten als nur Standardware zum billigsten Preis, hat sich nicht überlebt. Darauf setzt Roland Geigenberger – und auf die Lust seiner Kunden, mit ihrem Einkauf aus der anonymen Warenwelt herauszutreten und dafür dort zu kaufen, wo man sich für seine Kunden und seine Stadt engagiert. [hb] Geigenberger KG Troppauplatz 1 96052 Bamberg Telefon 09 51 / 3 16 02 www.geigenberger.de

50 Jahre Geigenberger: die Innovationen, die Oberfrankens ältester „Super“-Markt (in der damaligen Schreibweise) einführte, sind heute alltäglich. Einkaufswagen mit Kindersitz oder gar eigene kleine Kinder-Einkaufswagen

Die Ware selbst aus dem Kühlregal auswählen: für die Geigenberger-Kunden im Eröffnungsjahr eine völlig neue Erfahrung

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genuss die ZWIEBEL 5/2014

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Ja, wo laufen sie denn? Beladen mit schweren „Fresskörben“ und dennoch beschwingten Schrittes geht es endlich wieder auf die Bamberger Keller. Man trifft sich mit Freunden, Verwandten und Bekannten, genießt ein frisch gezapftes Bier oder Radler (gerne auch zwei, drei…). Ziemlich einzigartig und von den Kellerbesuchern hoch geschätzt wird, dass man sich zumeist auch

eine eigene Brotzeit mitbringen darf. Wen wundert es da noch, dass viele Bamberger ihren Feierabend lieber in geselliger Runde auf dem Bierkeller als daheim verbringen? Damit es nicht bei Laugenbrez’n, Obatz’n oder Fleischküchla bleibt, hier ein paar ideenreiche Varianten für „Salat satt“.

Fotos: Anny Maurer

Da haben Sie den Salat!


L andgasthof 105 JAHRE

die ZWIEBEL 5/2014 genuss

Klassiker auf dem Wilde Rose-Keller: die Naschtüte

Gurkige Sülze Zutaten für zwei Personen: 200 g Schweinesülze 100 g Gewürzgurken 50 g Rettich 1 Bund Frühlingszwiebeln 1/2 Bund Schnittlauch 1 Blatt Sauerampfer Salz, Pfeffer, Liebstöckel 2 EL Essig 3 EL Gurkensud 4 EL Sonnenblumenöl

Open-Air Programm Do. 1. Mai 16.00 Uhr

Do. 8. Mai

Double Feature

Sa 17. Mai

Schweinsohr Selection

17.00 Uhr

17.00 Uhr 16.00 Uhr

Mi. 4. Juni 18.30 Uhr

Sa. 14. Juni 18.00 Uhr

So. 15. Juni 16.00 Uhr

Mo. 16. Juni 18.00 Uhr

Sa. 21. Juni 16.00 Uhr

Sa. 28. Juni 16.00 Uhr

Mi. 2. Juli

Rock, Soul, Ballads & Blues Norbert Schramm & Ruppert Aumüller Funk & Soul made in Franken

United Beat Band

Schon seit 15 Jahren “Himmelfahrt” in Wildensorg

Jazz Session

Seit Jahren der fränkische Jazz-Event (einsteigen erwünscht)

Wellblech

Blasmusik mit Pfiff 17.00 Kichweihbaum-Aufstellen

Monkee Shuffle

Rock-Pop-Soul-Mix den man mal gehört haben muss

Boxgalopp

spielt Volksmusik mit X Musik zum Kirchweihausklang

Second Try

Blues & Rock unplugged

Orange Drops

Classic Rock vom Feinsten Ehrlich und handgemacht

Jazz Session

18.30 Uhr

(einsteigen erwünscht)

Sa. 5. Juli

Two Three in Tune

Sa. 12. Juli

PICKUP

Sa. 26. Juli

Reborn Illusion

Sa. 2. August

Brand Old

16.00 Uhr

16.00 Uhr

Geräucherte Forelle auf dem Spezial-Keller. Hier wird am Tisch bedient – sich seine Brotzeit mitbringen zu können ist nur eingeschränkt möglich.

Steff Porzelt & Andi Dusold spielen Ambros & Co.

Do 29. Mai

Sülze in ca. 1 cm große Würfel und Gurken in dünne Scheiben schneiden. Den geschälten Rettich hobeln, salzen und nach ca. einer Viertelstunde in einem Sieb mit kaltem Wasser abbrausen. Zwiebeln und Schnittlauch in feine Ringe schneiden, Sauerampfer und Liebstöckelblätter grob hacken. Essig, Gurkensud, Öl, Kräuter und Gewürze verrühren, anschließend Sülze, Zwiebeln, Gurken und Rettich damit übergießen und den Salat mindestens zwei Stunden kühl und zugedeckt ziehen lassen.

2014

16.00 Uhr 17.00 Uhr

Pop Rock and Soul der letzten drei Jahrzehnte 100% Handarbeit

Garagenrock der 60er Jahre! Uwe Gaasch + Waldi Bauer

Bamberg-Wildensorg en nstaltung a r e V e Tel. 09 51 / 5 31 37 ll A frei www.heerlein.de Eintritt nur bei gutem Wetter


genuss die ZWIEBEL 5/2014

Brotiger Rosenkohl Zutaten für 4 Personen: 500 g kräftiges Bauernbrot 1 kg Rosenkohl 50 g Nusskerne 400 g Kirschtomaten Salz, Pfeffer 50 g fein gehackte, gemischte Kräuter 200 g Creme fraîche 50 g getrocknete, klein gehackte Tomaten Bauernbrot würfeln und ca. 5 Minuten im Backofen rösten, Nusskerne in einer beschichteten Pfanne bräunen, Rosenkohl bissfest kochen und halbieren. Kirschtomaten vierteln. Auf den vorbereiteten Tellern anrichten.

In allen guten Getränke- und Lebensmittelmärkten erhältlich!

FRUCHTSAFTKELTEREI

Obstgroßmarkt Fränkische Schweiz e.G. Trattstraße 7 91362 Pretzfeld Tel.: 09194 79 59 0 Fax: 09194 79 59 21

48 www.obstmarkt-pretzfeld.de

Für das Dressing Kräuter, Creme fraîche und getrocknete Tomaten mit Pfeffer und Salz abschmecken. Vor dem Servieren über den Salat geben und mit den gerösteten Nusskernen bestreuen.

Wurstige Kartoffeln Zutaten für 6 Personen: 2 kg festkochende Kartoffeln 1 kg fränkische Bratwurst 400 g Speckwürfel 1 Bund Lauchzwiebeln 500 ml heiße Brühe 1 Bund Petersilie, feingehackt 8 EL Weinessig 6 Essiggurken Pfeffer und Salz Kartoffeln kochen, schälen und in Scheiben schneiden. Würstchen grillen und ebenfalls in Scheiben schneiden, Speck auslassen. Zwiebeln und Gurken grob hacken. Alle Zutaten vermischen und mit Gewürzen abschmecken. Mindestens 4 Stunden ziehen lassen.


die ZWIEBEL 5/2014 genuss

Lauchiger Käse Zutaten für 4 Personen: je 1 Bund Lauchzwiebeln und Schnittlauch je 4 EL Essig und Öl 1 EL Senf 1 EL Kapern 1 TL Kümmel 500 g Emmentaler Schnittlauch und Zwiebeln in dünne Ringe schneiden, salzen und ziehen lassen. Öl, Essig, Salz, Pfeffer, Senf und Kümmel zu einer Marinade verrühren. Käse fein hobeln und mit Schnittlauch-Zwiebelringen vermengen. Marinade vorsichtig unterheben und den Käsesalat mit Kapern dekorieren.

Salatige Torte Zutaten für 8 Tortenstücke: 1 Kopfsalat 1 Salatgurke 1 Bund Lauchzwiebeln 5 Tomaten 5 hartgekochte Eier 200 g Kochschinken 250 g Rettich 200 g Schnittkäse Marinade: 500 g Naturjoghurt 4 EL Mayonnaise Salz, Pfeffer Kratzfeste Springform mit Salatblättern auslegen. Alle Zutaten in Scheiben schneiden und der Reihe nach hinein schichten. Vorsichtig andrücken und mindestens 12 Stunden ruhen lassen. Vor dem Servieren die Torte achteln und mit der Marinade übergießen. [sb]

An Gudn!

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erlebt die ZWIEBEL 5/2014

Erlebt – im April 2014

Königliche Klänge König David, 30. März 2014, Stephanskirche In der Musik weltlich, in Gesang und Texten kirchlich, so klang es am 30. März aus der Stephanskirche. Artur Honeggers bekanntestes Werk, der symphonische Psalm „König David“ bildete den Höhepunkt der diesjährigen Konzerte aus der Kantorei. Neben den 126 Chorsängerinnen und -sängern wirkten vier Solisten und ein kleines „großes Orchester“ mit. „Bibelkenntnisse der Zuhörer“ setzte Dekan Otfried Sperl in seinem Vorwort voraus, doch dank der rezitativischen Zwischentexte des Erzählers ließ sich der Handlungskern, das Leben des Königs David, auch ohne Theologiestudium ausgezeichnet verfolgen. Martin Neubauer brillierte in dieser Aufgabe, die er mal nüchtern berichtend, mal mitreißend und aufrüttelnd anlegte und es bisweilen von seinem Ehrenplatz in der Kanzel donnern ließ wie zu finstersten Zeiten. Mit Laurin Singer als Hexe von Endor zogen ungewohnte, beschwörerische Texte durch das Gotteshaus.

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Die Solisten meisterten die mit nicht ganz einfachen Intervallen durchsetzten Psalmen und Gesänge vorzüglich, kraftvoll Katharina Leye, Sopran, warm und einfühlsam Kerstin Rosenfeldt, Alt und Andrew Lepri Meyer, Tenor. Claudia Götschel, Sopran, war in der Rolle des Engels am verständlichsten, da sie zu-

meist dezent begeleitet wurde, während die drei übrigen Partien sich zeitweise gegen ein Tutti behaupten mussten und nicht immer konnten. Sicher auch ein Problem der Platzierung, die mit zentralem Orchester und Publikum von drei Seiten nie optimal zu lösen ist. Das Orchester eine uneingeschränkte Freude: präzise (das Blech!), gefühlvoll (die Streicher!), lyrisch (das Holz!) und wuchtig (das Schlagwerk!) interpretierten sie die volle Bandbreite, die in der 1921 uraufgeführten Komposition steckt. Wer Angst vor Neutönern hat, muss sich vor diesem Honegger nicht fürchten – er erweitert das Instrumentarium der Kirchenmusik um spannende Melodien, die immer gesanglich bleiben und eine Harmonik voller Verständlichkeit. Schließlich der Chor: stark in der Zahl, stark im Klang, sowohl in den einstimmigen Gesängen als auch im Satz. Das fängt schon machtvoll an („Heil, David“) und endet mit viel Gefühl in „Davids Tod“. Zusammengehalten wird das Oratorium, natürlich, von Ingrid Kasper. Kein kleiner Instrumentaleinsatz entgeht der Dirigentin, selbst wenn sie parallel noch den Text für den Chor vorgibt und dabei die Stimmung des Werks in ihrer Mimik widerspiegelt: wer nicht hören kann, müsste nur in ihr Gesicht blicken, um jede Nuance mitzuempfinden. Voller Einsatz, volle Liebe für die Musik. Ein spannendes Werk, und wieder einmal eine exzellente Aufführung in der Stephanskirche. [hb]


die ZWIEBEL 5/2014 anzeige

Weil Bier Geschichte(n) schreibt Brauerei Kundmülller führt mit Weiherer ­Weizenbock Sondersud-Serie ein – Gewinnspiel Anlässlich des 140-jährigen Jubiläums und aufgrund der großen Nachfrage nach dem Weiher India Pale Ale, das 2013 in limitierter Version herausgegeben wurde, hat sich die Brauerei Kundmüller entschlossen, mit dem Weiherer Weizenbock eine Sondersud-Serie einzuführen. „Unser Ziel war es hier, einen klassischen, leuchtenden Weizenbock zu brauen, der durch eine dezente Kalthopfung an Fruchtigkeit gewinnt. Wir sind mit unserem Ergebnis sehr zufrieden“, so Braumeister Roland Kundmüller.

Für die Sondersud-Serie, mit der in unregelmäßigen Abständen besondere Bierspezialitäten auf den Markt gebracht werden, entschied man sich auch für eine Neugestaltung der Etiketten. „Wir wollen zeigen, dass eine traditionelle Familienbrauerei aus Franken auch anders kann“, so Geschäftsführer Oswald Kundmüller. Deshalb unterscheidet sich auch die Bierbeschreibung von den klassischen Weiherer Bieren. In Texten, die Bilder erzeugen, wird die Sondersud-Serie kleine Geschichten erzählen. Der Weizenbock

etwa liest sich so: „Ein strahlendes Leuchten. Der Duft nach Orange und Banane. Ein Körper, der anzieht. Ein Prickeln, das Lust macht. Wollen wir‘s probieren? Und es war um uns geschehen...“ Zur Einführung der Weiherer SondersudSerie und des Weizenbocks ruft die Brauerei Kundmüller ein Gewinnspiel ins Leben. Unter dem Motto „Weil Bier Geschichte(n) schreibt“ werden alle Bier-Freunde aufgerufen, der Brauerei Kundmüller bis zum 28. Mai ihre schönsten Weiherer Bier-Geschichten mitzuteilen – über Facebook, oder per mail an info@brauerei-kundmueller.de. Die Teilnehmer mit den schönsten Geschichten und/ oder Fotos werden zur offiziellen Eröffnung des Jubiläums-Brauereifests am Samstag, 31. Mai, 16 Uhr, eingeladen und ausgezeichnet. Hauptgewinn ist ein exklusiver Weiherer Braumeister-Abend mit freien Speisen und Getränken (ohne Limit) für den Gewinner und 5 Freunde. Zudem gibt es viele weitere Preise. Und natürlich können am großen Brauereifest (31. Mai und 1. Juni) auch das gerade mit der Silbermedaille beim World Beer Cup ausgezeichnete Weiherer Rauch sowie ein extra dafür gebrautes Festbier genossen werden...

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genuss die ZWIEBEL 5/2014

Mit Bamberger Gemüse durch das Jahr „Wenn‘s etwas Neues gibt und auch noch Stadt und Landkreis mit Förderung dahinterstehen: da sind wir gern dabei!“ – Hans-Jürgen Eichfelder, Bamberger Gärtner der vierten Generation, ist aufgeschlossen für Innovationen, wenn es darum geht, die Menschen für regionale Erzeugung zu begeistern. Kein Wunder, dass sein Familienunternehmen zu den ersten Mitgliedern der Regionalkampagne „Region Bamberg – weil‘s mich überzeugt“ gehörte.

Dabei ist die Direktvermarktung nur einer der vielen Vertriebswege, auf denen die Gärtnerei Eichfelder ihre frischen Produkte vermarktet. „Wir sind auf allen Schienen unterwegs“ betont der Bamberger denn auch. Er beliefert Konzerne wie Rewe ebenso wie – mit Hilfe des Bruders – die Gastwirtschaften in Bamberg und Umgebung. Versorgt Einzelhandelsgeschäfte mit frischem Gemüse, steht auf dem Erzeuger-

Unser Angebot aus eigenem Anbau:

Unser Hofladen ist für Sie geöffet:

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Montag bis Freitag von 800 -1230 Uhr und von 1430 - 1800 Uhr Samstag von 800 - 1200 Uhr Sie finden uns auch auf dem Bamberger Erzeugermarkt, am Beginn der Hauptwachstraße und zwar am Mittwoch und Samstag, jeweils von 700 - 1300 Uhr

Gemüse ist bei Eichfelders Familiensache: Michaela und Hans-Jürgen Eichfelder mit der nächsten Gärtnergeneration

Gundelsheimer Straße 76 96052 Bamberg Tel.: 0951 / 22 0 82 Fax: 22 0 45 E-Mail: eichfelder@t-online.de

Versch. Kartoffelsorten, auch Bamberger Hörnla, Karotten, Bamberger Spitzwirsing, Spitzkohl, verschiedene Salate und Kohlsorten, Steckrüben, Rote Bete, Feldsalat, Lauch, Sellerie, Rucola, Rettiche, Radieschen, Kohlrabi-weiß & blau, u. v. m.

Sie sind herzlich eingeladen zum „Tag der offenen Tür“ am Sonntag den 04. Mai von 1000 - 1700 Uhr


die ZWIEBEL 5/2014 genuss markt oder öffnet seinen Hofladen für Kunden, die in der Gundelsheimer Straße vorbeischauen.

Mit regiomino frei haus: frisches aus dem Internet

Foto: Daniela Pielenhofer

Jüngster Absatzweg ist die Teilnahme am regionalen Internetshop „Regiomino“. Eichfelder ist von der Zukunft dieses Angebots überzeugt: „im Internet wird doch immer mehr gekauft. Und wenn man sich das Wachstum anschaut, das die Großen des Internethandels hingelegt haben, warum soll das in kleinerem Maßstab nicht auch regional klappen?“ Auf www.regiomino.de kann man regionale Produkte – Konserven ebenso wie Fisch, Fleisch oder frisches Obst und Gemüse – einfach zusammenstellen und erhält die Sendung freitags komplett frei Haus geliefert. Schon rund 20 Bestellungen verpackt der Gärtner pro Woche, doch hier sieht er noch viel Luft nach oben – die Nachfrage muss einfach wachsen, indem noch mehr Verbraucher auf den praktischen Service hingewiesen werden. Vielleicht trägt der jüngst eröffnete Abholpunkt am Landratsamt (auch im Bamberger Rathaus gibt es schon eine Sammelstelle für die Abholung von Bestellungen) zur weiteren Verbreitung des Regiomino-Angebots bei.

Auch am Landratsamt können frische Lebensmittel aus der Region seit kurzem abgeholt werden – oder Lieferung frei Haus

An der Warenauswahl soll es nicht scheitern: der Gärtnerbetrieb liefert „bis auf Spargel und Obst“ alles, was in unseren Breitengraden an Gemüse wächst. Salate, alle gängigen Kohlsorten natürlich der Bamberger Spitzwirsing, Lauch, Zwiebeln (auch die Bamberger Birnenförmige), gelbe Rüben, Kartoffeln und vieles mehr spießt aus Eichfelders Boden in der Bamberger Gärtnerflur.

Rettich von ostern bis Weihnachten Aktuell ist der Rettich dran: „noch drei bis vier Wochen lang gibt‘s den Bamberger EigenbauRettich“, erklärt der Gemüsegärtner. Doch der Genuss des Traditionsgemüses muss dann nicht enden – es folgen andere Sorten wie die „Rex“, die dem Lauf der Jahreszeiten folgen. Bis in den Winter hinein: „im letzten Jahr haben wir Weihnachtsrettich geerntet, am 20.12. noch vom Freiland“. Im Verein mit Radieschen – die beiden Gemüsesorten vertragen sich besonders gut – wächst die weiße Wurzel im Rhythmus von rund acht Wochen allein auf drei Hektar des Gärtnerlandes heran. Hans-Jürgen Eichfelder hat Freude an seiner Arbeit im regionalen Anbau, das spürt man sofort im Gespräch. Nur eins stört ihn: die zunehmende Bürokratie. Bei Übernahme des Betriebs 2007 war seine Frau Michaela noch etwa eineinhalb Tage in der Woche im Büro beschäftigt – heute kommt sie kaum noch aufs Feld, berichtet der Gärtner: „Zertifizierungsformulare für alle mögliche Anforderungen, teure Untersuchungsbescheinigungen, dazu die Abrechnungen mit individuellen EDV-Systemen für die verschiedenen Handelskonzerne, wo soll das noch hinführen?“ Spricht‘s und geht wieder hinaus zu seinem Gemüse: ackern für die Genießer der Region. [hb]

Die gute Adresse für regionale Produkte und Dienstleistungen im Internet! » www.genuss-landkreis-bamberg.de » www.region.bamberg.de

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anzeige die ZWIEBEL 5/2014 Mitte April hat der Österreicher Erwin Bacher sein Restaurant „Ö drei“ im Hotel TANDEM an der Markusbrücke eröffnet. Ab sofort sind dort Gäste von Mittwoch bis Sonntag herzlich willkommen. Der gelernte Koch verwendet ausschließlich frische Produkte aus Bamberg und der direkten Umgebung. Zusätzlich werden Spezialitäten aus der Heimat des Steirers – wie Marillen aus der Wachau, Öle, Essigspezialitäten, erlesene Weine und Schnäpse aus der Steiermark – angeboten.

Teamwork mit Geschmack: Jutta Weiss und Erwin Bacher freuen sich auf neue Gäste in „Ö drei“ und Hotel TANDEM

Pro Tag empfiehlt der Küchenchef fünf Gerichte aus frischen Zutaten: ein veganes Gericht, eines mit Fisch, einmal Fleisch und „Spezialitäten der Saison“. Bevor Erwin Bacher in der Küche steht, kauft er morgens auf dem Bamberger Markt – und dort oft bei der

Österreichische Schmankerln mit Blick auf Klein Venedig

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Der Umzug des „Ö drei“ von der Oberen in die Untere Sandstraße bringt dem Restaurantbesitzer einige Freiheiten. Auf eine bestimmte Küchenrichtung möchte er sich deshalb ungern festlegen. „Mein Wiener Schnitzel, mit dem ich den Nationenwettkampf bei Pro7

Fotos: Anny Maurer

Familie Walter – ein. Davon abhängig, was in seinem Einkaufskorb landet, gestaltet er die Tageskarte. „So kann ich flexibel sein und zubereiten, was mir Spaß macht und den Gästen schmeckt“, sagt der Steirer. Dazu gehören auch die Bamberger Kaffee-Spezialitäten der Brüder Markus und Alexander Gäcklein.


die ZWIEBEL 5/2014 anzeige in München gewonnen habe, gibt es natürlich weiterhin“, sagt Erwin Bacher. Ansonsten aber sei alles möglich – von asiatisch bis mediterran. „Wenn eine Gruppe Karpfen aus der Region oder Kalbshaxe essen möchte und frühzeitig vorbestellt, mache ich das gerne“, ergänzt der gelernte Koch. Für den süßen Gaumen gibt es täglich drei verschiedene hausgemachte Desserts wie Palatschinken, Kaiserschmarrn und Stainzer Eis. Von Hotelchefin Jutta Weiss übernimmt Erwin Bacher auch den Betrieb des Cafés im Hotel TANDEM. Die beliebten hausgemachten Kuchen und Torten gibt es weiterhin. „Die Küche liegt jetzt ganz in der Hand von Erwin Bacher“, sagt Jutta Weiss. Die beiden sind sich einig, dass die Lage des Hotels TANDEM mit seinem Restaurant an der Regnitz und dem Blick auf Klein Venedig einzigartig ist. Die Sonnenterrasse vor dem Haus und der ruhige, mediterrane Innenhof laden zum Verweilen und Genießen ein. „Unsere Hotelgäste aus der ganzen Welt, besonders die Geschäftsreisenden, sind begeistert, nun auch

abends in stilvollem Ambiente ein leckeres Menü im Hotel einnehmen zu können“, freut sich ­Jutta Weiss. „Ich fand es immer schade, dass bei Euch abends zu ist“, erwidert Erwin Bacher. Wie es scheint, hat das Hotel TANDEM mit dem Restaurant und Café „Ö drei“ die perfekte Ergänzung gefunden. [kk] Öffnungszeiten „Ö drei“ Montag und Dienstag Ruhetag Frühstück 8:00 – 10:30 Uhr, Restaurant Mittwoch bis Freitag 14 bis 22 Uhr Samstag 12 bis 22:00 Uhr Sonn- und Feiertags 12:00 – 18:30 Uhr www.oe-drei.de Hotel TANDEM Das familiengeführte Boutique-Hotel direkt an der Regnitz bietet acht Zimmer in gehobener Ausstattung, mit Frühstück, kostenfreiem WLAN, großem ebenerdigen Fahrradabstellraum und Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe. Untere Sandstraße 20 www.tandem-hotel.de

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„Man lernt hier wirklich was“ Es ist 08.30 Uhr. In der als Hörsaal umfunktionierten Klinikumskapelle des Klinikums Lichtenfels steht auf eine große Leinwand projiziert „Herzlich Willkommen im Klinikum Lichtenfels zum 7. OP-Kurs Interventionelle Schlafmedizin“. Auf den etwa 30 akkurat angeordneten Stühlen sollen in wenigen Minuten HNO-Mediziner aus Deutschland und der Welt Platz nehmen, um mittels HD-TV Live-Operationen auf einer Leinwand zu verfolgen. Im Vorraum stellen Medizintechnikfirmen ihre neuesten technischen Entwicklungen für Operationen im Nasen- und Rachenbereich aus, wie beispielsweise ein 3D High-Definition-Endoskop mit einem Durchmesser von nur vier Millimetern. „Der Vorteil für den Arzt bei 3D ist, dass er weiß, wo er gerade ist, und das ist in Bereichen, die oft kleiner als eine Streichholzschachtel und zugleich sehr empfindlich sind, unheimlich wichtig.“ berichtet Produktmanager Stephan Engelhardt von der Firma MDS. „Wir zeigen modernste OP-Verfahren, und es werden hier oft Dinge weltweit zum ersten Mal präsentiert“, sagt Dr. med. Robert Bodlaj, der in Lichtenfels eine der modernsten HNOPraxen Europas führt. Der renommierte Mediziner organisierte und veranstaltete den Kurs bereits zum siebten Mal. Er absolvierte seine Ausbildung zum HNO-Facharzt am Klinikum Großhadern in München und an der HNO-Universitätsklinik in Regensburg.

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Seit 2005 in eigener Praxis, kümmert er sich schwerpunktmäßig um interventio-

nelle sprich operative Schlafmedizin und Schnarchtherapie sowie um minimalinvasive Nasen- und Nebenhöhlenchirurgie. „Für mich ist es wichtig, Patienten, die ein Leben lang eine Schlafmaske tragen müssten, Erleichterung zu verschaffen und ihnen somit einen Gewinn an Lebensqualität zu schenken“, stellt Dr. Bodlaj fest.

Internationaler Zuspruch Die dreißig teilnehmenden nationalen und internationalen Kollegen kommen per Bus­ shuttle aus Schloss Burgellern und der Villa Geyerswörth im Klinikum Lichtenfels an. Der Saal füllt sich langsam. Dr. Bernhard Ganse, HNO-Mediziner aus Würzburg, ist bereits zum fünften Mal dabei und seit 25 Jahren praktizierender HNO-Arzt. „Man lernt hier wirklich was, weil die Gruppe sehr klein ist und deshalb ein sehr enger, persönlicher Kontakt entsteht“. Außerdem würden viele umsetzbare Dinge thematisiert werden, die sofort in der täglichen Berufspraxis genutzt werden könnten. Der gleichen Meinung ist auch sein Kollege Dr. Karcher, ebenfalls praktizierender HNO-Arzt aus Heilbronn. „Man macht hier jedes Mal neue Entdeckungen, die man dann als neu gewonnenes Know-How an die Patienten weitergeben darf.“ Die OP-Live-Übertragung beginnt: auf der Leinwand erscheint Dr. Bodlaj zusammen mit seinem amerikanischen Kollegen Dr. Houser mit grünem Kittel und Kopfhaube im OPSaal. In der rechten Hand hält er ein verkabeltes, silbernes Mikrofon und spricht die ersten Worte zu seinen gebannt zuhörenden Gästen

Fotos: Tobias Günthner

Bereits zum siebten Mal lud der renommierte HNO-Mediziner Dr. med. Robert Bodlaj zu seinem OP-Kurs „Interventionelle Schlafmedizin und Schnarchtherapie“ nach Lichtenfels ein.


die ZWIEBEL 5/2014 anzeige im Hörsaal: „Hört ihr mich? Dann würde ich sagen, legen wir los!“ Ein Moderator führt die Gruppe durch das Geschehen und beschreibt die einzelnen Fälle. Die OPs finden parallel in den Sälen drei und fünf des Klinikums statt. Ein saugendes Geräusch. Am Ende des Endoskops blitzt ein Licht auf. Dr. Bodlaj beschreibt sein Vorgehen: „Ich versuche, da jetzt durchzukommen“. Die Optik sei ebenso empfindlich wie das Operationsgebiet, hier müsse man besonders aufpassen, denn „sie verzeihen keinen allzu großen Druck von der Seite“. Sie, das sind die Tonsillen, die Mandeln, die er mit einem Koblator bearbeitet. Eine solche Sonde bzw. eine Elektrode entfernt das Gewebe durch ein Stück Wolfram am Kopfende. In diesem Fall bei einer jungen Patientin, die, durch die Vollnarkose betäubt, ruhig und abgedeckt auf dem OP-Tisch liegt.

Der Bildschirm schaltet um zum Hörsaal fünf – zu Dr. Houser, dessen Patienten ein Loch in der Nasenscheidewand plagt und das nun durch den Mediziner mit Hilfe von Kollagenmaterial gefüllt werden soll. Dr. Houser taucht mit einem Nasenspekulum in die Nasenhöhle ein. Ein kugelförmiger Blick durch die Stabkamera zeigt die Fixierung und Öffnung der Nase. Mit der anderen Hand führt er das Skalpell ein und setzt die richtigen Schnitte. Dazwischen saugt er das Abgetragene immer wieder ab. Zeitgleich führt er per Ansteckmikrofon Konversation mit dem Hörsaal. Eine professionelle HD-Kamera, auf einem festen Stativ im OP-Saal platziert, filmt alles. Die Einstellungen wechseln zwischen Stab- und fester Kamera.

Während der OPs herrscht durchgehend ein leichtes Summen im Hörsaal. Ein Großteil der anwesenden Gäste führt mit dem Nachbarn oder zu dritt leise Fachgespräche. Andere wiederum hören konzentriert zu und verfolgen das Geschehen auf der Leinwand. Insgesamt sieben Operationen fanden am Live-OP Tag statt – alle verliefen erfolgreich. Am Tag darauf referierten Dr. Bodlaj und neun weitere Kollegen unter anderem über neue Therapieverfahren zur Behandlung eines hyperplastischen Zungengrundes in der Praxis für Schlaf- und Nasen-Nebenhöhlenchirurgie Dr. Robert Bodlaj. Nächstes Jahr soll er wieder stattfinden, der OP-Kurs im HNO-Bereich mit der besonderen, fast familiären Atmosphäre. [tg] Dr. med Robert Bodlaj Facharzt für HNO Bamberger Straße 7 96215 Lichtenfels Telefon 0 95 71 / 58 85 www.schlafmedizin-praxis.de

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gesundheit die ZWIEBEL 5/2014

Herz im Takt Rund drei Millarden Mal schlägt es im Laufe eines Menschenlebens, dabei pumpt es etwa 250 Millionen Liter Blut durch den Körper, das entspricht ungefähr 60 bis 80 Schlägen mit fünf Litern pro Minute – das Herz ist unser wichtigstes Organ, es ist gerade mal faustgroß und zugleich Motor unseres gesamten Daseins.

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die ZWIEBEL 5/2014 gesundheit

Doch nicht nur seine Leistung für den Blutkreislauf ist von entscheidender Bedeutung: das Herz ist für uns zugleich auch Symbol für Liebe und Zuneigung. Unzählige Gedichte, Lieder und Redewendungen dokumentieren seine Bedeutung für unsere Gefühlswelt. Die Gesundheit dieses Organs sollte uns deshalb ganz besonders „am Herzen liegen“. Zumal in Deutschland Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit über 40 Prozent immer noch Todesursache Nummer 1 sind. Doch wie funktioniert das Herz eigentlich und wie kann man es am besten schützen?

Sauerstoff und Nährstoffe für jede einzelne Körperzelle Hauptaufgabe des Herzens ist es, jede einzelne Körperzelle mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Dafür pumpt es regelmäßig „frisches“ Blut in den Kreislauf, zugleich werden Endprodukte wie Kohlendioxid aus dem Zellstoffwechsel zum Herzen zurücktransportiert. Dies ist möglich, weil das Herz aus zwei Hälften besteht, die voneinander durch eine Herzscheidewand getrennt sind. Jede Herzhälfte hat einen Vorhof und eine Kammer. So sammelt sich im rechten Vorhof das sauerstoffarme Blut aus dem Körperkreislauf und wird über die Kammer in den Lungenkreislauf gepumpt. Dort wird Kohlendioxid über die Atmung ausgeschieden und das Blut zugleich mit frischem Sauerstoff angereichert und in den linken Vorhof weitergeleitet. Über die linke Herzkammer wird dann das Blut wieder in den Körperkreislauf gepumpt.

Dass das Blut immer in die richtige Richtung gelenkt wird, dafür sorgen beidseitig Herzklappen, die sich regelmäßig öffnen und schließen müssen, damit das Blut weiterfließen kann, aber auch nicht zurückgestaut wird. Der richtige Herzrhythmus wird von einem fein austarierten „elektrischen Leitsystem“ geregelt, das eine regelmäßige Kontraktion des Herzmuskels auslöst. Darüber hinaus wird das gesamte Organ von den Herzkranzgefäßen, den sogenannten Koronarien, mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Alle Herzfunktionen sind exakt und sensibel aufeinander abgestimmt, und so kann man sich gut vorstellen, wie wichtig es ist, dass dieser Ablauf möglichst reibungslos vonstatten geht.

GefäSSverengungen das gröSSte risiko Besonders anfällig wird das Organ durch verengte Herzkranzgefäße, Rhythmusstörungen oder eine Herzmuskelschwäche. So ist die koronare Herzerkrankung das größte Risiko für einen Herzinfarkt – sind die feinen Kranzgefäße verengt oder gar komplett verschlossen, kann das Herzmuskelgewebe nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden und ein Teil davon absterben. Solch ein Herzinfarkt löst im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Rhythmusstörungen aus, die zum plötzlichen Herztod führen können. Typische Anzeichen hierfür sind massive, anhaltende Brustschmerzen, die bis in den Hals,

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gesundheit die ZWIEBEL 5/2014 Oberbauch, Rücken oder linken Arm ausstrahlen können. Doch nicht immer sind die Symptome eindeutig, im Zweifel sollte man auf jeden Fall einen Arzt rufen.

Nicht aus dem rhythmus bringen lassen Wenn das Herz aus dem Takt gerät, handelt es sich meistens um Herzrhythmusstörungen. Schlägt es zu langsam, erhalten die Patienten in der Regel einen Herzschrittmacher. Bei schnellen Rhythmusstörungen kann es zum sogenannten Vorhofflimmern kommen – dadurch können sich beispielsweise Blutgerinnsel bilden – ein häufiger Auslöser für

Schlaganfälle. Weitaus gefährlicher ist das Kammerflimmern – es führt unbehandelt zum Herzstillstand. Bei einer Herzmuskelschwäche, der Herzinsuffizienz, kann das Herz nicht mehr ausreichend Blut in den Kreislauf pumpen. Mitunter sind auch die Herzklappen betroffen – sie können verengt sein oder nicht mehr richtig schließen. Solch eine Insuffizienz entwickelt sich oft über Jahre hinweg, kann aber auch akut durch z.B. einen Herzinfarkt ausgelöst werden. Ebenso möglich ist eine Entzündung des Muskelgewebes durch Viren, Parasiten und Bakterien. Größter Feind des Herzens ist bei den meisten Erkrankungen der Bluthochdruck: Durch ihn muss das Herz permanent gegen einen enormen Widerstand in den Adern anpumpen, in der Folge verdickt sich der Herzmuskel und verliert an Elastizität. Zugleich werden durch den Druck die Blutgefäße geschädigt – dadurch drohen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzschwäche. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht, Bewegungsmangel, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes, Stress und Rauchen.

die Empfehlungen für ein gesundes herz sind altbekannt Also: Gesund ernähren, moderat Sport treiben, auf das Gewicht achten und möglichst keine Zigaretten rauchen. Empfehlungen, die hinlänglich bekannt sind – was aber kann man sonst noch tun, um sein Herz zu schützen?

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Ein ganz bedeutendes Mittel in der Naturheilkunde ist beispielsweise Crataegus, der Weißdorn: Sowohl als Pflanzenurtinktur, in Form von Tabletten als auch in homoöpathischer Verdünnung ist das Rosengewächs von


die ZWIEBEL 5/2014 gesundheit

unschätzbaren Wert für das Herz: Es stärkt die Kontraktion der Muskels, wirkt rhythmusstabilisierend und verbessert die Durchblutung von Gewebe und Koronarien. Vor allem ab der zweiten Lebenshälfte dient der Weißdorn der Prophylaxe von Herzerkrankungen sowie deren begleitender Behandlung. Durchblutungstörungen lassen sich gut mit Knoblauch-, Bärlauch-, Gingko- und Mistelpräparaten mildern. Auch homöopathische Mittel wie Arnika, Cactus, Convallaria, Digitalis oder Aurum sind wichtige Herzmittel mit unterschiedlicher Wirkungsweise. Von großer Bedeutung ist, sich auch bei der Einnahme naturheilkundlicher oder homöopathischer Mittel eng mit seinem Arzt oder Heilpraktiker abzustimmen. Besonders, wer bereits unter Herzerkrankungen leidet, sollte sich über Wechselwirkungen bestimmter Arzneien informieren und natürlich keinesfalls verordnete Medikamente absetzen oder die Dosis eigenmächtig verändern.

Öfter mal „seinem herzen luft machen“ Doch um noch einmal zum Anfang zurückzukehren: das Herz ist auch Symbol für Liebe und Glück. Nicht ohne Grund: Stress, Ärger, seelische und körperliche Belastungen können das Herz genauso aus dem Rhythmus bringen und sind häufige Auslöser für typische Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Übergewicht. Deshalb: Öfter mal einen Gang herunter fahren, sich mit lieben Menschen umgeben und – falls es mal sein muss – seinem Herzen Luft machen und nicht immer alles „in sich reinfressen“. Um es mit Shakespeare zu sagen: der Kummer, der nicht spricht, nagt leise am Herzen bis es bricht. [sb] Unsere Autorin Syke Brandt ist Journalistin und Heilpraktikerin in Bamberg.

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gesundheit die ZWIEBEL 5/2014

Ein Schock fürs Leben Ein Mensch fällt „aus heiterem Himmel“ einfach um: Natürlich ruft man so schnell wie möglich den Notarzt. Doch bis der kommt, vergehen – vor allem beim lebensbedrohlichen Kammerflimmern – wertvolle Minuten. Minuten, die richtig genutzt sein wollen. Am besten ergreift man sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen, um einen Minimal-Kreislauf im Körper durch Herzdruckmassage und Mundzu-Mund-Beatmung aufrechtzuerhalten. Optimal, wenn in der Nähe ein Defibrillator

hängt – diese Geräte im öffentlichen Raum sind so konzipiert, dass sie auch für Laien einfach zu bedienen sind: Jeder Handgriff wird verständlich erklärt – man kann nichts falsch machen. Zumal der „Defi“ zunächst überprüft, ob überhaupt ein Kammerflimmern vorliegt und eine Defibrillation Sinn macht. Erst dann wird der Signalknopf gedrückt und das Herz mittels Elektroschocks wieder in Gang gesetzt. [sb]

„Defis“ in Bamberg Apotheke am Kranen Obstmarkt 9 Bahnhof Bamberg Ludwigstr. 6 Brückenapotheke Heinrichsdamm 6 Clavius-Gymnasium Kapuzinerstr. 29 Ertl Zentrum Emil-Kemmer-Str. 19 E.T.A.-Hoffmann-Theater E.T.A.-Hoffmann-Platz 1 Konzert- und Kongresshalle Mußstraße 1 Media Markt Laubanger 31 Rathaus Bamberg Infothek Maximiliansplatz 3 Schwimmverein Bamberg Bughof Ständige Wache der Feuerwehr Bamberg Margaretendamm 40 Tennis-Club Bamberg e.V. Mühlwörth 21 (Mitten im Hain)

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die ZWIEBEL 5/2014 cartoon – gerd bauer

Gerd Bauer illustriert die ZWIEBEL jeden Monat mit einem seiner typischen ­Cartoons, die das fränkische Lebensgefühl auf den Punkt bringen.

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ausgehen die ZWIEBEL 5/2014

Edith Piaf

Militär und stadt

Johanna Schneider

E.T.A.-hoffmann-Theater sa, 3.5.2014, 19.30 Uhr

a.d. universität 2, raum 00.25 do, 8.5.2014, 18.15 Uhr

jazzclub sa, 10.5.2014, 21.00 Uhr

premiere des Musicals um das leben der französischen chanson-sängerin, weitere termine

vortrag über die baugeschichte bamberger kasernen, weiterer termin am 22.5.

Nachwuchs-star mit bamberger wurzeln und erlesener band

Filmmusik live

religion und humor

Henning scherf

Maienzît

Odeon fr, 2.5.2014, 17.15 Uhr

markusplatz 1 mo, 5.5.2014, 19.30 Uhr

Erlöserkirche do, 8.5.2014, 19.30 Uhr

Schloss Wernsdorf so, 11.5.2014, 11.00 Uhr

Die musikfreunde perchtoldsdorf mit einem chorprogramm von filmmusik aus dem 20. Jh.

Podiumsdiskussion mit vertretern von vier glaubensrichtungen

Vortrag und diskussion über alternative wohnformen im alter

Mittelalterliche klänge zu ehren der damen, jule bauer (nyckelharpa) mit der capella antiqua

Duo ZIA

Paul armfield

Blüte & Ambiente

Benefizkonzert

auferstehungskirche fr, 2.5.2014, 19.00 uhr

live club Mo, 5.5.2014, 21.00 Uhr

Böhmerwiese, heiliggrabstr. fr, 9.5. bis so, 11.5.2014

Stephanskirche so, 11.5.2014, 17.00 Uhr

Jazz und traditionelle Musik alter Kulturen für trompete und orgel

Singer/Songwriter auf den Spuren von Cat Stevens und jacques brel

fröhliche Gartenmesse mitten in der gärtnerstadt mit buntem rahmen­ programm

der junge pianist jonas hamann mit einem konzert zugunsten der alzheimerstiftung

Lebensansichten des katers murr

Gutes bamberg, schlechtes bamberg

live aus der met

Kul-tour stoppt TTIP

E.T.A. Hoffmann-Haus sa, 3.5.2014, 20.00 Uhr

LuitpoldstraSSe 21 mi, 7.5.2014, 19.40 Uhr

cinestar sa, 10.5.2014, 19.00 Uhr

Morphclub mo, 12.5.2014, 20.00 Uhr

live-übertragung von Rossinis „La Cenerentola“ aus der metropolitan opera, new york

15.00 Uhr kultureller protest am gabelmann, 20.00 Uhr konzert und poetry im morphclub

Ausgehen Mai 2014

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Lesereihe aus hoffmanns roman mit andreas ulich, auch 17., 24., 31.5.

bambergisierte Improtheater-seifenoper, „Kultur im Leerstand“


die ZWIEBEL 5/2014 ausgehen

Vorstellung der stipendiaten

Tag der offenen gartentür

nibelungen in die nacht!

Villa concordia do, 15.5.2014, 19.00 Uhr

villa kunigunde, kaulberg sa/So, 17./18.5.2014

villa concordia mi, 21.5.2014, 19.00 Uhr

Lesung & Musik KOnzerthalle – foyer mo, 26.5.2014, 20.00 Uhr

die neuen bewohner aus Spanien und deutschland präsentieren sich

das mehrgenerationenhaus lädt ein, bei schönem wetter, ab 13/11 Uhr

literarischer abend mit autoren und experten zum lied der nibelungen

klaus karger liest aus seinen beobachtungen in 40 Jahren als symphoniker, mit dem blechbläser-quintett

Poetikvorlesung

klassik im kreuzgang

Herman van veen

Bamberg liest

KOnzerthalle fr, 23.5.2014, 20.00 Uhr

a.d. universität 2, Raum 00.25 di, 27.5.2014, 20.00 uhr

„Wunschkonzert“ mit dem holländischen sänger, musiker und poeten

tandemlesung mit Isabel Bederna und Alessandra Brisotto, weitere termine im rahmen des festivals

Theaterflohmarkt

Kontakt

lichtenhaidestraSSe 15 sa, 24.5.2014, 10.00 Uhr

maisel-brauerei, moosstr. ab 29.5.2014

das theater chapeau claque räumt seinen kostüm- und requisitenfundus

kulturfestival mit film, musik, lesungen, theater, symposien, bis 1.6.2014

a.d. universität 2, raum 00.25 do, 15.5.2014, 20.00 Uhr

karmelitenkloster so, 18.5.2014, 11.00 Uhr

autor peter stamm, inhaber der poetikprofessur 2014, über die vertreibung aus dem paradies, weitere termine

boccherini und dvorak mit dem bamberger streichquartett

Mandelringquartett

willy-aronführung

KOnzerthalle fr, 16.5.2014, 17.00 Uhr

vor salino, schillerplatz so, 18.5.2014, 16.00 Uhr

kammermusik auf weltniveau mit dem mandelringquartett und Katarzyna Myćka, marimba

führung zu den lebens­ stationen des ermordeten jüdischen anwalts

Nacht der Chöre, Büchernacht

Kammerkonzert

Schachnovelle

Rolling Bowling

Konzerthalle s0, 18.5.2014, 17.00 Uhr

Palais schrottenberg 25.5.2014, 20.00 Uhr

Sound ’n‘ Arts Club fr, 30.5.2014, 21.00 Uhr

das blechbläserquintett der bamberger symphoniker feiert 20. Geburtstag mit einem vielseitigen programm

das Wildwuchs-theater bringt stefan zweigs meisterwerk auf die bühne

Rockabilly aus peking: drei chinesen mit einem fetzigen groove

verschiedene orte sa, 17.5.2014, 17.00 Uhr chormusik und autorenlesungen

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impressum & adressen die ZWIEBEL 5/2014

Impressum Verlag

Satz

Zwiebelverlag GbR Henning Brandt & Manuel Werner Schellenbergerstraße 8 96049 Bamberg

Henning Brandt grafik@die-zwiebel.de

Telefon 09 51 / 51 93 95 - 0 Telefax 09 51 / 51 93 95 - 55 www.die-zwiebel.de post@die-zwiebel.de

Chefredakteur Henning Brandt [hb] (V.i.S.d.P.) h.brandt@die-zwiebel.de

Redaktion Katja Kölbl [kk] k.koelbl@die-zwiebel.de Daniela Pielenhofer [dp] d.pielenhofer@ die-zwiebel.de Syke Brandt [sb] www.globuli-bamberg.de Frank Keil [fk] f.keil@die-zwiebel.de Matthias Schleifer [ms] post@die-zwiebel.de Dr. Barbara Pittner [bp] post@die-zwiebel.de

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Tobias Günthner [tg] post@die-zwiebel.de

Fotografie Anny Maurer Telefon 09 51 / 9 23 08 85

Anzeigenleitung Manuel Werner Telefon 09 51 / 18 51 70 27 Mobil 01 78 / 9 74 80 80 m.werner@die-zwiebel.de Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1/2014 vom 1.1.2014. Anzeigenschluss 20. des Vormonats.

Druck Safner Druck & Verlags-GmbH 96170 Priesendorf www.safner-druck.de

Bamberger Symphoniker

Lichtspiel Kino & Cafe

Mußstraße 1 Telefon 9808220 (Karten) bamberger-symphoniker.de

Untere Königstr. 34 Telefon 26785 www.lichtspielkino.de

Brentano Theater

Live club / Haas säle

Gartenstr. 7 Telefon 54528

Obere Sandstr. 7 Telefon 53304 www.live-club.de

Chapeau Claque Theater Grafensteinstr. 16 Telefon 39333 chapeau-claque-bamberg.de

Cinestar Kino Ludwigstr. 2 Telefon 3028850 www.cinestar.de

Club Kaulberg Unterer Kaulberg 36 Telefon 51953330 www.nana-productions.de

Diözesanmuseum Domplatz 5 Telefon 502316 www.erzbistum-bamberg.de

Erscheinungsweise

E.T.A.-Hoffmann-Theater

die ZWIEBEL (Aufl. 6.000 Ex.) ist monatlich an über 250 Vertriebsstellen in Bamberg kostenfrei erhältlich.

E.T.A.Hoffmann-Platz 1 Telefon 873030 www.theater.bamberg.de

© Copyright 2014 für eigens gestaltete Anzeigen und Texte beim Verlag. Nachdruck und Vervielfältigung, (auch auszugsweise). Wiedergabe durch Film, Fernsehen, Rundfunk sowie Speicherung auf elektronischen Medien nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte oder Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Namentlich oder mit Autorenkürzel gekennzeichnete Texte geben nicht unbedingt die Meinung des Verlags wieder.

Historisches Museum Domplatz 7 Telefon 5190746 www.bamberg.de/museum

Jazzclub Bamberg Obere Sandstr. 18 Telefon 53740 www.jcbamberg.de

Künstlerhaus Villa Concordia Concordiastr. 28 Telefon 955010 www.villa-concordia.de

Wichtige Adressen

Bamb. Marionettentheater Untere Sandstr. 30 Telefon 67600 www. bambergermarionettentheater.de

Morphclub Obere Königstr. 39 Telefon 0170/4230208 www.morphclub.org

Städtische Musikschule Luitpoldstr. 24 Telefon 509960 www.musikschule.bamberg.de

Naturkundemuseum Fleischstr. 3 Telefon 8631248 www.naturkundemuseumbamberg.de

Odeon Kino & Cafe Luitpoldstr. 25 Telefon 27024 www.lichtspielkino.de

Stadtbücherei Bamberg Obere Königstr. 4a Telefon 981190 stadtbuecherei-bamberg.de

Stadtgalerie Villa Dessauer Hainstr. 4a Telefon 871861 www.bamberg.de/museum Viele weitere Infos unter

www.kultur.bamberg.de


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Zweidlerweg

Fuchsbau

Memmelsdorfer Str.

Modehaus Hartmann

Grüner Markt

Bäckerei Dresel

Pödeldorfer Straße

Gärtnerei Eichfelder

Gundelsheimer Str.

Odeon Kino

Luitpoldstraße

Bäckerei Oppel

Hauptstr.., Bischberg

Goldzeit

Kleberstraße

Optic Art

Gaustadter Hauptstr.

Bamberger Silberschmiede

Letzengasse

Greifenklau

Laurenziplatz

Optik Dassler

Kleberstraße

Bamberger Tourismus

Geyerswörthstraße

Greiff Mode

Memmelsdorfer Str.

Perückenstudio am Klinikum

Buger Straße

Barockhotel am Dom

Vorderer Bach

Helmut Pötzinger

Schützenstraße

Picasso Wellness-Lounge

Memmelsdorfer Str.

Bianco Rosso Nero

Lange Straße

Hörgeräte Seifert GmbH

Buger Straße

Point Fitness Center

Geisfelder Straße

Blumen Stubner

Hallstadter Straße

Holzzentrum Neudeck

Industriestr., Bischbg.

Radiologie Bamberg

Willy-Lessing-Straße

Blumenmeisterei

Zollnerstraße

Herr Heilmann - Gute Bücher Karolinenstraße

Radsport Haus

Nürnberger Straße

Böhnleins Frischeladen

Lichtenhaidestraße

Historisches Museum

Domplatz

Reformhaus „Quelle“

Keßlerstraße

Bolero

Judenstraße

Hofbäckerei Seel

Dominikanerstraße

Reisebüro Schiele

Lange Straße

Brasserie

Pfahlplätzchen

Hofcafe

Austraße

Restaurant Weierich

Lugbank

Brauerei Spezial

Obere Königstraße

Hotel am Brauerei-Dreieck

Holzgartenstraße

Rewe Rudel

Würzburger Straße

Brücken-Apotheke

Heinrichsdamm

Hotel Bamberger Hof

Schönleinsplatz

Rosen Apotheke

Troppauplatz

Büro Spies

Laubanger

Hotel Weierich

Lugbank

Rückenzentrum

Pödeldorfer Straße

Café Abseits

Pödeldorfer Straße

Hümmer's Service Shop

An der Breitenau

Sonnenwelten

Heinrichstraße

Café Esspressino

Emil-Kemmer-Straße

Immerland

Promenadestraße

St. Hedwig-Apotheke

Franz-Ludwig-Straße

Cafe Müller

Austraße

Kachelofen

Obere Sandstraße

Stilbruch

Obere Sandstraße

Casa Espana

Judenstraße

Karo23

Karolinenstraße

Stadtbücherei Bamberg

Obere Königstraße

City-Markt Massak

Fleischstraße

Kines. Naturheilpraxis

Pödeldorfer Straße

Taverna Georgios

Kunigundenruhstr.

Coaching-Akademie

Laurenzistraße

Kluge Spiel & Technik

Zwerggasse

Teehaus Scharnke

Lange Straße

Delikatess-Müller

Obere Königstraße

Konditorei Graupner

Lange Straße

tegut

Ludwigstraße

der Brotladen

Fleischstraße

Küchen Neuss

Biegenhofstr., Hallst.

Treffpunkt Bewegung

Pödeldorfer Straße

Diakonisches Werk

Heinrichsdamm

Kunstkontor

Obere Brücke

TTL Hallstadt

Emil-Kemmer-Straße

ebl Naturkost

Magazinstraße

Kunstpause Cafe

Hauptwachstraße

Villa Concordia

Concordiastraße

Edeka aktiv markt Stadter

Gaustadter Hauptstr.

Lady-Fit

Lichtenhaidestraße

Villa Dessauer

Hainstraße

Edeka Döll

Ottostraße

Landratsamt

Ludwigstraße

VR Bank Bamberg

Gaustadter Hauptstr.

Edelmetallstudio Bamberg

Siechenstraße

Lebenswert

Keßlerstraße

Weinschänke Bischofsmühle

Geyerswörthstraße

Eiscafe buonissimo

Obere Brücke

Lungenärztliche Praxis

Buger Straße

Zimmers Obstgarten

Hohe-Kreuz-Straße

Engel & Völkers

Luitpoldstraße

Malort Bamberg

Kapuzinerstraße

Zinnober

Keßlerstraße

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rubrik Lernen Sie uns bei unseren Gourmetevents in Frensdorf kennen! Freuen Sie sich auf frische Küche aus vorzugsweise regionalen Zutaten, spritzige Weine und gute Unterhaltung.

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die ZWIEBEL 5/2014

SPARGELZEIT Freitag, 16.5. ab 17.00 Uhr HERRENTAG – AUCH FÜR DAMEN! Mittagstisch, Kaffee & Kuchen, Fränkisch Warm & Kalt Donnerstag, 29.5., Christi Himmelfahrt von 10.30 bis 20.00 Uhr BRUNCH MEDITERRAN Sonntag, 22.6. von 10.00 bis 14.00 Uhr

Restaurant und Catering


die ZWIEBEL 5-2014  

Das Bamberger Kulturmagazin mit einem herzlichen Paar, ein paar Tipps für's Herz, einem Jubiläum, neuen Künstlern im alten Haus. Da haben Si...

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