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wiebel Z Magazin für das lebenswerte Bamberg

Kultur Genuss Portraits Lebenswertes Veranstaltungen Aktuelles aus Bamberg

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 März 2014


Wenn wir uns nah sind, sprechen wir leise. Damit Sie dabei auch weiterhin nichts verpassen, bieten wir unsere ganze Sorgfalt und Expertise auf. Wir nehmen uns Zeit für Sie und beraten Sie gerne. Mit Filialen 2x in Bamberg und 1x in Burgebrach sind wir für Sie da. Besuchen Sie uns und machen Sie jetzt einen kostenlosen Hörtest. Telefon 0951 / 2 47 16 und www.hoergeraete-seifert.de


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Auch morgen noch gut hören! MaSSgefertigter Gehörschutz Maßgefertigter Gehörschutz schützt vor irreparablen Hörschädigungen und verschafft geräuschempfindlichen Menschen Erleichterung im lärmenden Alltag.

Unsere moderne Welt ist hektisch und laut. Die permanente Überflutung unseres Alltags mit Lärm äußert sich nicht nur in irreparablen Schädigungen unserer Hörfähigkeit, sondern verursacht auch Symptome wie Nervosität, Schlaflosigkeit oder Kopfschmerzen. Die angenehmste Lösung sich bei Arbeit, Sport und Freizeit vor schädlichem Lärm zu schützen, ist ein maßgefertigter Gehörschutz von Hörgeräte Seifert. Bei Aktivitäten im Wasser ist außerdem der Schutz vor kaltem Wasser im Gehörgang wichtig. Maßgefertigte Spritzwasserschutzplastiken beugen hier möglichen schmerzhaften Entzündungen vor. Ein maßgefertigter Gehörschutz kommt also immer dann in Frage, wenn hoher Tragekomfort und eine sehr gute Schutzwirkung gegen hohe Lärmpegel oder Spritzwasser benötigt werden.

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hörigkeit in Deutschland, auf Platz 1 der Berufskrankheiten steht, ist das Tragen von Gehörschützern keine lästige Pflicht, sondern aktive Gesundheitsvorsorge. Der maßgefertigte Gehörschutz ist die angenehmste und bequemste Lösung, um auch morgen immer noch gut und unbeschwert zu hören. Ihr Hörakustiker bei HÖRGERÄTE SEIFERT berät Sie gerne ausführlich und findet die Lösung, die am besten zu Ihnen passt.

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Fränkische Gemütlichkeit

scharlotte die ZWIEBEL 3/2014 Die Welt sieht anders aus, wenn man sie mit den Augen einer Zwiebel betrachtet. Aber hat eine Zwiebel überhaupt Augen? Scharlotte schon – und mit denen sieht sie das Leben in unserer Stadt aus einem ganz eigenen Blickwinkel.

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Scharlottes Welt WeiSSe Zähne, grüner lauch

Die Kommunalwahlen im März geben der Stadt ein neues Gesicht. All überall auf Zäunen und Plätzen sieht man weiße Zähne auf Wahlplakaten blitzen. Besonders freundlich zeigen sich 44 CSU-Kandidaten in der Innenstadt, die von einem zwölf auf neun Meter großen Banner lächeln. Politik scheint vor der Wahl wahnsinnig viel Spaß zu machen. Während der Amtsperiode habe ich Lokalpolitiker selten so breit lächeln sehen. Aber was weiß ich schon. Bei uns in der Gartenstadt läuft die Wahl des Stadt- beziehungsweise Feld-Oberhaupts ganz anders ab – total unbürokratisch. Keiner muss wählen gehen, keiner muss für sich werben. Es regiert der, der die meiste Kraft hat. Ein Gremium wie der Stadtrat wäre in unseren Reihen nur Erbsenzählerei.

In der Erde punktet man mit geradem Wuchs (Rückgrat), tiefen weitverzweigten Wurzeln (Vernetzung), (innerer) Größe und Ertrag (Erfolge). Natürlich spielen dabei auch die Umweltbedingungen eine große Rolle. Aber da wir alle im selben Umfeld groß werden, akzeptieren wir den, der am besten damit zurechtkommt. Klar ist auch eine Zwiebel nicht davor gefeit sich zu ärgern, wenn wieder die Lauchsippe aus Planquadrat sieben den Feldmarschall stellt. Um ehrlich zu sein habe ich den Verdacht, dass die Brüder nur deshalb wochenlang die Blätter hängen lassen, damit sie vom Gärtner hochgepäppelt werden. Ein bisschen Vitamin B schadet scheinbar nie. Aber sowas habe ich nicht nötig. Ich hole mir aus der Erde was ich brauche. Und wenn mir das Geplapper der Lauchbande zu viel wird, mache ich einfach die Schalen dicht. [kk]

Foto: Katja Kölbl

Restaurant-Öffnungszeiten: Von 11.30 Uhr - 14.00 Uhr und von 18.00 Uhr - 21.30 Uhr warme Küche täglich wechselndes Mittagsgericht ab 14.00 Uhr Kaffee und hausgemachte Kuchen


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Vielfältige Eintracht am Suppentopf

Rund 350 Kandidaten auf neun Listen stellen sich demnächst zur Wahl: die einen wollen etwas schnellere Konversion als die anderen, wenig Bahnlärm und viel Bürgernähe wünschen sich die meisten und das Beste für Bamberg (inklusive bezahlbarem Wohneraum) wollen sie ohnehin alle. Gar nicht so einfach, die Programme voneinander abzugrenzen – da kommt es beim Wählen mitunter mehr auf die Menschen hinter der Partei an. Wo zeigen sie ihr wahres Gesicht? Zum Beispiel beim gemeinsamen Kochen! Wer kann richtig anpacken? Wer drückt sich vor der Drecksarbeit? Und wer hat die Suppe versalzen? Auch die Vorliebe für eine gewisse Schärfe lässt sich in der Küche kaum verbergen. Deshalb hat die ZWIEBEL neun Stadtratskandidaten an die Töpfe gebeten. Und siehe da: Wenn Bamberger Politiker Hand in Hand arbeiten, kann sich das Ergebnis durchaus sehen und genießen lassen.

Ein anderes Thema sollte in unseren Köpfen nicht in Vergessenheit geraten: die Demenz! Immer mehr Menschen – natürlich auch in Bamberg – sind davon betroffen. Die wenigsten aber wissen, dass es hier inzwischen ein richtig tolles Netzwerk gibt, das für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine echte Unterstützung sein kann. Um das Wohl der ganz Kleinen geht es Thomas Gröhling und Tanja Potrykus: die beiden Architekten schaffen Spiel(t)räume, die den Kindern völlig neue Fantasiewelten eröffnen – kreatives Spielen unter freiem Himmel, ein altbewährtes Konzept in neuem Gewand. Und was Ihnen im März noch so alles blühen kann, lesen Sie am besten selbst – auf den folgenden Seiten! Ihre ZWIEBEL-Redaktion

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lebenswertes die ZWIEBEL 3/2014

Fühlt sich denn niemand „verapp-elt“? Eines sei vorweg gleich klar gestellt: ich bin hoffnungslos altmodisch. Ich liebe handgeschriebene Briefe, treffe mich gerne (persönlich) mit Freunden und genieße es, durch den Wald zu laufen und die Vögel zwitschern

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zu hören. Mein Handy ist fast genaus so alt wie meine Ehe – es feiert dieses Jahr seinen 20sten. Zugegeben, es (also das Handy – nicht die Ehe) funktioniert nicht mehr so richtig, aber eigentlich stört mich das nicht.

Was mich stört, dass man fast niemanden mehr„ohne“ trifft: überall brummt und piepst es, es wird hypnotisiert auf einen Miniaturbildschirm (wie heißt der eigentlich richtig?) gestarrt, in atemberaubender Geschwindigkeit auf virtuelle Tasten gedrückt (die ich mit meinen dicken Fingern nie richtig treffen würde), über Kopfhörer ertönt lautstarke Musik, zu der man im besten Fall mitwippt, im schlimmsten mitsingt. Ja, selbst auf Partys werden die kleinen Dinger gezückt: man zeigt Filmchen von Youtube, Bilder aus dem letzten Urlaub und Games für den Zeitvertreib. Und dann gibt noch „WhatsApp“ – ich erkundige mich sogar immer ganz höflich: „Ach, hast Du gerade eine App bekommen?“ Und alle lachen, wollen mich aufklären – aber ich will nicht. Mir reicht es zu wissen, dass es unzählige WhatsApp-Gruppierungen gibt, dass manche über tausend Nachrichten am Tag erhalten, dass Jugendliche sich nicht mehr zum Inlinern an der frischen Luft treffen, sondern ihre Kontakte vom Sofa aus pflegen. Und richtig Sorge macht mir, dass dabei gemobbt wird, dass es wüste Beschimpfungen unterhalb der Gürtellinie gibt und dass das Einstiegsalter für die virtuelle Kommunikation inzwischen einstellig ist: Wer spätestens in der 5. Klasse kein Smartphone besitzt, ist uncool und kann nicht „mitappen“. Wem ist überhaupt bewusst, dass es neben der überall präsenten Altersdemenz (siehe S. 55 ) inzwischen auch eine digitale Demenz gibt? Immer weniger Menschen können auswendig Telefonnummern wählen, Rechenaufgaben im Kopf lösen, sich Termine merken oder Reiseziele ohne Navi finden. Manchmal stelle ich mir vor, dass alle Handy- und Computernetze der Welt auf einen Schlag abgestellt würden. Wären wir dann völlig hilflos? Lebensunfähig? Oder wäre automatisch alles wieder wie früher, wenn der digitale Wahnsinn erst einmal „abgeappt“ ist? Keine Ahnung! Vielleicht lässt sich die Antwort googlen – ich für meinen Teil werde einmal bei einem Spaziergang durch den Wald in Ruhe darüber nachdenken. [sb]


Das Lesen Sie im März 2014 in der Zwiebel Kultur Gelauscht: Musikneuheiten Ein unendliches Projekt Gelesen: Aktuelle Buchrezensionen

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Portrait Wenn Spielträume wahr werden

pflegeleicht und hygienisch

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Gesundheit & Genuss Ran an die Messer Der alte Großvater und der Enkel Demenz – das große Vergessen „Jetzt dürfen Sie mich ruhig mal drücken!“

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kurz & knackig die ZWIEBEL 3/2014

Die kleine welt des kommunalen

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Was macht, wer etwas entscheiden soll, aber nicht entscheiden will? Er gibt beiden Recht. Auf elegante Weise hat das jüngst die Regierung von Oberfranken vorgeführt. Insbesondere die Titelseiten-Anzeige der letzten ZWIEBEL hatte ja einigen Stadtratskandidaten die in Wahlkampfzeiten offensichtlich willkommene Gelegenheit verschafft, sich über eine vermutete Parteilichkeit von Oberbürgermeister Andreas Starke zu beschweren. Das ist natürlich etwas scheinheilig, denn welcher Partei das Bamberger Stadtoberhaupt angehört, ist hinlänglich bekannt. Dass diese Partei es für zielführend hält, statt mit eigenen Inhalten mit einem Mitglied zu werben, das gar nicht zur Wahl steht, lässt allerdings auch tief blicken. Wenn die Differenzen in den wesentlichen Grundzügen der Stadtpolitik, um es vorsichtig auszudrücken, nicht gerade unüberwindlich sind (unüberwindlich scheinen eher die Differenzen zwischen einigen Akteuren zu sein), weicht man halt auf andere Themenfelder aus, um sich bemerkbar zu machen. Da darf der

Wenn Kosten wellen schlagen Nicht mehr nach Bayreuth müssen ja die Bamberger Schwimmsportler, seit es das Bambados gibt. Ging es früher zweimal die Woche in das nächstgelegene 50m-Becken, so haben sich die Wege

seit Öffnung der grünen Planschoase deutlich verkürzt. Doch so glücklich wie die Sportler sind nicht alle, vor allem, seit bekannt wurde, dass die ungenügenden Besucherzahlen den Stadtwerken ein höheres Defizit bescheren als geplant war. An der Saunalandschaft liegt‘s nicht: das attraktive Angebot an Schwitzkabinen lockt sogar mehr Gäste als angenommen. Doch der Spaßbereich kann offensichtlich mit dem Spaß in anderen, rein als Familienbad konzipierten Einrichtungen nicht mithalten. Die umsatzträchtigen Familienbesuche stagnieren. Aber man hat ja beides gewollt: Sport und Spaß, das kostet was. Vorschläge zur Behebung des Dilemmas gibt‘s. Rührend die Idee der Freien

Wähler, Strom- und Gaskunden der Stadtwerke verbilligt ins Bad zu lassen. Das geht schon mal nicht, weil es der reinen Lehre widerspricht: Solidarität ist mega-out, selbst zwischen Sparten des selben Konzerns. Außerdem erhöht es den Umsatz nicht unbedingt, wenn man die Preise senkt. Die Kosten steigen allerdings zuverlässig. Auf einem besseren Weg sind da die Stadtwerke selbst: mit Zusatzangeboten machen sie den Besuch attraktiver. Entspannungsschwimmen mit Licht und Klang (Foto) findet ab sofort sonntags zwischen 18.30 und 20.30 Uhr statt. Neue Babyschwimmkurse bringen Kundenbindung von Anfang an. Die Rettung aber heißt: Barbie! Am 15.3. kommt sie

ins Bambados mit neuem Film, mit Spielen und Geschenken – zum ganz normalen Eintrittspreis. Wenn jetzt nicht das Becken vor Besuchern überschwappt, dann hilft dem Schwimmtempel wohl nur noch Johnny Depp alias Captain Jack Sparrow persönlich.

BAmberg – Paris in 3 Stunden Mit dem Kunstverein auf Reisen: es geht nach Montmartre, aber nicht nach Frankreich, sondern -furt. Am 29. März fährt ein Reisebus Bamberger Kunstfreunde zur Ausstellung „ESPRIT MONTMARTRE – Die Bohème in Paris um 1900“, die derzeit in der Kunsthalle Schirn gezeigt wird. Über 200 Kunstwerke, u.a. von Henri Toulouse-Lautrec, Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Edgar Degas, Suzanne Valadon, Amadeo Modigliani geben ein Bild vom Paris um 1900. Dass es dort nicht so romantisch zuging, wie es das Klischee besagt, will die Ausstellung verdeutlichen. Lesetipp für die Busfahrt: „Verflixtes Blau!“, ein Roman von Christopher Moore, das genau an diesem Ort, zu dieser Zeit im Malermilieu spielt und aus der Bohème beinahe einen Kriminalfall macht. Anmeldung: Telefon 68171.

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Bei Amazon gibt es sie zum Glück noch nicht, aber immerhin schon mal online in Bamberg: Tagesmütter. Auf www.stadt. bamberg.de/kindertagespflege stellen

Foto: Stadtwerke Bamberg

Kurz & Knackig März 2014

Sturm im Wasserglas auch gern mal zum Orkan aufgeblasen werden. Eine Behörde wie die Bezirksregierung muss, wenn sie eingeschaltet wird, zwangsläufig antworten. Und dort sitzen Profis für das kommunale KleinKlein. Zur Stützung des amtlichen Wahlleiters und Oberbürgermeisters stellen sie fest, „dass (…) eine Einflussnahme auf den Wähler nicht stattgefunden hat“. Faktisch attestieren sie der Kampagne damit Wirkungslosigkeit, was angesichts des ausgelösten Wirbels kaum zutreffen kann. Dem Adressaten genügt‘s – die Pressestelle verkündet umgehend den Eingang eines Persilscheins. Als Zuckerl für die Beschwerdeführer folgt jedoch die Bitte an den OB, „alles zu unterlassen (…), was den berechtigten Eindruck erwecken könnte, Sie würden sich in Ihren amtlichen Funktionen mit politischen Parteien identifizieren oder sie unterstützen.“ Ein Satz, der trotz aller Sanftheit bereits ausreicht, die Gegenseite zu euphorisieren und von einer Rüge sprechen zu lassen, ja gar die Nähe zu justiziablem Fehlverhalten zu diagnostizieren. Dabei wollten sie im Bezirk vor allem eines: nicht entscheiden. Und wenn wir jetzt alle ganz leise sind, hören wir vielleicht sogar, wie in Bayreuth ein Sack Reis umfällt.


die ZWIEBEL 3/2014 kurz & knackig sich die Tagespflegepersonen vor (auch Väter soll es geben) mit ihrem Angebot, ihrer Ausbildung und ihrer pädagogischen Haltung. Die Auswahl erfolgt nach Bezirk, Alter des Kindes und benötigten Betreuungszeiten. Das Stadtjugendamt kontrolliert die Qualifikation aller Anbieter und führt nach erfolgter Auswahl eine Besprechung zur Vermittlung durch. So können Eltern sicher sein, dass sie ihren Nachwuchs nur in geeignete Hände abgeben.

Bauvorschriften? Nur her damit! „Sei kein Frosch, geh wählen!“ scheinen die Plakate der GAL den Bürgern zuzurufen. Immerhin bieten sie Gesprächsstoff: ob man sich mit dem Slogan „forsch wählen“ nur verschrieben hat beim Namen des abgebildeten amphibischen Spitzenkandidaten? Oder ob es ausreicht, den Wahlvorgang mit einer gewissen Entschlossenheit zu absolvieren, egal, wo das Kreuz landet? Humor im Wahlkampf kann jedenfalls nie schaden. Ernst meinen sie es aber mit ihrem Engagement für Radfahrer. Seit 2010 quengeln die Grünen nach einer Fahrradstellplatz-Verordnung. Die Stadt wollte nach außen schon längst eine fertig haben, nach innen ruht das Thema vermutlich in der großen Schublade der amtlicherseits nicht wirklich erwünschten Projekte. Verständlicherweise. Denn das Baurecht leidet nun wirklich keinen Mangel an einengenden Vorschriften. Was bei der Außengestaltung noch sinnvoll ist, um eine chaotische Stadtentwicklung zu verhindern (wer das bezweifelt, fahre

einmal nach Österreich oder Italien in die Stadtrandlagen), nimmt schon bei den Energiespar-Verordnungen überhand. Und dann auch noch lokale Vorschriften für alles und jedes? Die Kfz-Stellplatzverordnung ist bereits eine Belastung, doch wer jetzt auch noch Fahrradstellplätze verordnen will, sollte dann auch deutlich erklären, woran es liegt, dass das Wohnen in der Stadt immer teurer wird und nur noch Ketten und Konzerne Geschäfte in der Innenstadt unterhalten können. Kleine Ladenbesitzer haben sicher weder Lust noch Mittel, diese Zusatzabgabe einzukalkulieren. Und anders als KfzParkplätze lassen sich Fahrradständer auf Wohnbaugrundstücken sehr gut nachrüsten – wenn die Bewohner es dann wollen.

Bühnenluft schnuppern „Die ganze Welt ist Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler, sie treten auf und gehen wieder ab.“ Sagte William Shakespeare mit einer gewissen Expertise. So gesehen ist es eine Schule für das Leben, die die Schauspielerin und Trainerin Ila Stuckenberg in der Nünberger Straße 109 eröffnet. Theaterunterricht für Kinder und Jugendliche, ferner Workshops zu Stimmtraining und Körpersprache bietet die langjährige Darstellerin verschiedener Stadttheater an. Kursbeginn ist nach den Osterferien, doch Neugierige können am 22. und 23.3. schon mal reinschnuppern. Für alle, die sich noch nicht recht trauen: Zuschauer bleiben draußen! Zeiten unter www. theaterschule-bamberg.de. [hb]

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genuss die ZWIEBEL 3/2014

Ran an die Messer Viele Köche verderben den Brei – das alte Sprichwort wird nur allzu gerne strapaziert – nicht zuletzt, weil jeder gerne sein eigenes Süppchen kocht. Auch und vor allem in der Politik. Dabei wäre ein harmonisches Miteinander nicht nur bekömmlicher für eine Stadt wie Bamberg: den Bürgern würde möglicherweise auch nicht so viel aufstoßen. Kurz vor der Stadtratswahl am 16. März wollte die ZWIEBEL es genauer wissen: würde es neun Kandidaten aus den verschiedenen Listen gelingen, in schöner Eintracht etwas auf die Beine zu stellen? Gemeinsam mit Alex Grüner von der Genusswerkstatt an der Oberen Mühlbrücke stellten sich die Politiker aller Couleur der Herausforderung, ein schmackhaf-

tes Menü zu zaubern: ein bisschen scharf dank Meerrettich, etwas schmutzig durch die Schwarzwurzeln, aber auch versöhnlich und zartschmelzend mit Hilfe von Bayrisch Creme und Schokolade. Selbst aufs Süßholzraspeln musste keiner verzichten. Obwohl zwischendrin die Messer gewetzt wurden und manch einer seine (vom Fleisch) blutigen Hände (in Unschuld) waschen wollte: das Ergebnis der Zusammenarbeit konnte sich nicht nur sehen lassen – es war sogar ausgesprochen lecker. Daniela Reinfelder (BUB) zeigte sich dann auch ganz begeistert: „Das ist mit Sicherheit die netteste Veranstaltung im ganzen Wahlkampf.“

Gemeinsam geht‘s auch: (v.l.n.r.) Daniela Reinfelder (BUB/Platz 1), Nanda Steinhäuser (BaLi/1), Dr. Franz-Wilhelm Heller (CSU/23), Ursula Drewello (BBB/4), Sebastian Niedermaier (SPD/9), Dieter Weinsheimer (FW/2), Gertrud Leumer (GAL/7), Edgar G. Schramm (BR/2), Christoph Brandt (FDP/2)

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die ZWIEBEL 3/2014 genuss Chefkoch Christian HörnerSeiser zeigt, wie man (den Rehrücken) pariert, während Dr. Franz-Wilhelm Heller sich den (Schwarzwurzel-)Dreck von den Fingern wäscht. Dieter Weinsheimer hingegen liebäugelt mit der Gründung eines „Clubs für altbackene Hausmänner“ – als sinnvolle Ergänzung zum „Club der modernen Hausfrauen“ von Kollegin Reinfelder – was wohl die Freien Wähler davon halten? Beide haben beruflich einen grünen Daumen, beim Kochen bilden sie eine im Stadtrat eher unwahrscheinliche rot-grüne Koalition: Gertrud Leumer und Sebastian Niedermaier schneiden Äpfel für‘s Süppchen.

Hier treffen Profis aufeinander – da hält sich Christian Hörner-Seiser gerne auch mal zurück: Daniela Reinfelder und Alex Grüner zaubern im Duett eine perfekte Bayrisch Creme.

Fotos: Anny Maurer

Zwei Frohnaturen auf Tuchfühlung: Edgar G. Schramm („Bitte immer mit G-Punkt!“) probiert unter den Augen von Ursula Drewello die schwarzen Nüsschen. Sein wiederholter Witz und ihr entwaffnendes Lachen machten die beiden an diesem Abend zu einem „bürgerlichen Dreamteam“.

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genuss die ZWIEBEL 3/2014 Nanda Steinhäuser („Schade, dass die Schwarzwurzel beim Schälen nicht rot wird!“) und Ursula Drewello tun’s ihr gerne nach: schneiden sie hier noch fleißig die Wahl-Nüsschen, schätzen sie zwischendrin doch gerne mal ein Naschpäuschen.

Eine cremige Le(c)ktion für die Kollegen: Bevor etwas serviert wird, sollte man es erst einmal selber probieren! Daniela Reinfelder weiß, was eine gute Köchin ausmacht.

Fruchtiges Apfelmeerrettichsüppchen mit geräuchertem Jura-Saibling 1 Zwiebel, 3 Äpfel, etwas Mehl 700 ml Hühnerbrühe, 300 ml klarer Apfelsaft, 100 ml Sahne, Butter, Salz, Pfeffer, Tafelmeerrettich 150 g geräucherter Jura-Saibling Zwiebel und Äpfel grob würfeln und in Butter anbraten, mit Mehl bestäuben, umrühren, dann mit Brühe und Saft auffüllen. 15 Minuten weich kochen, mit dem Zauberstab fein mixen, würzen und mit Sahne verfeinern, alles aufkochen und durch ein feines Sieb passieren. Den in grobe Stücken gezupften Jura-Saibling in die Tassen geben und mit der Suppe aufgießen.

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Warme Schokoblinis mit Bayrisch Creme und schwarzen Walnüssen

4 Eier, 120 g dunkle Kuvertüre, 40 g Butter, 30 g Zucker 60 ml Milch, 1/4 Vanilleschote, 1 Eigelb,25 g Zucker, 1,75 Blatt Gelatine, 250 g geschlagene Sahne 7 schwarze Walnüsse Rehrücken mit Anis, Schwarzwurzel und SüSSholzessenz

750 g parierter Rehrücken, Salz, Pfeffer, Anis und Öl 3 Schwarzwurzeln, Salz, Pfeffer, Sahne 250 ml dunkler Balsamico, Süßholz Rehrücken salzen, pfeffern und in Anis wälzen, in einer Pfanne mit Öl von allen Seiten anbraten und bei 175° C im Backofen ca. 5 Minuten fertig garen. Schwarzwurzel schälen und in 2x2 cm dicke Platten schneiden. In eine hohe Form legen, salzen, pfeffern und mit reichlich Sahne auffüllen. Bei 180 ° C mit Biss garen. Balsamico im Topf reduzieren und kurz vor Schluss angeschlagenes Süßholz zugeben.

Kuvertüre im Wasserbad (nicht über 34 °C) auflösen, Eier trennen, Eigelb und Zucker schaumig rühren, Butter separat schaumig rühren, beides vermengen und Kuvertüre langsam unterrühren. Eiweiß schlagen und vorsichtig unter die kaltgerührte, cremige Masse unterheben. 15 Minuten kalt stellen, dann im Spritzbeutel 10 Blinis auf Backpapier geben und einfrieren. Gefroren bei 180° C im Backofen ca. 10 Minuten backen und mit Puderzucker bestäuben. Milch, Vanillemark und leere Schote aufkochen, Gelatine im kalten Wasser einweichen. Eigelb mit Zucker über heißem Wasserbad schlagen, aufgekochte Milch (ohne Schote) zufügen und zur Rose aufschlagen, Gelatine ausdrücken und in die heiße Masse geben. Masse kalt schlagen und die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben. Schwarze Nüsse in Scheiben schneiden.

Das haben unsere Kandidaten angerichtet: die Originalrezepte von „Eckerts“-Chefkoch Christian Hörner-Seiser


die ZWIEBEL 3/2014 genuss

Hand in Hand geht alles besser, warum also nicht immer gemeinsam das Süppchen auslöffeln? Heller Kopf, mit sauberen Händen in Merkel-Positur: der CSU-Kandidat und Hobbykoch wagte sich – trotz feinen Zwirns und Fliege – als einziger unbehandschuht an die Schwarzwurzel. Wozu gibt es schließlich Waschbecken?

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Werkeln und GenieSSen Wenn Liebe durch den Magen geht, dann ist gemeinsames Kochen ein wunderbares Vorspiel: Man kommt sich näher, arbeitet Hand in Hand und ist am Ende stolz auf das Geleistete. Ein Kochkurs in der Bamberger Genusswerkstatt ist perfektes Teamwork – egal ob Freunde, Kollegen oder Fremde zusammen am Herd stehen. Dass dieses Gemeinschafterlebnis auch zum kulinarischen Hochgenuss wird, dafür sorgen Alex Grüner und sein Team. Regional und saisonal soll es sein – in diesem Punkt zeigt sich der Geschäftsführer von Nepomuk, Eckerts und Genusswerkstatt kompromisslos: „Wir beziehen alle Produkte aus unserer Region, je näher an Bamberg umso besser. Selbst das Leder für unsere Stühle kommt aus Lichtenfels.“ Bis auf das Olivenöl – aber auch nur, weil in Franken keine Oliven wachsen. Das gilt nicht nur für die regelmäßig ausgebuchten Kochkurse in der Genusswerkstatt, sondern auch für sämtliche Gerichte, Menüs, Biere und Weine im Eckerts. Darüber hinaus kann man von der Genusswerkstatt handgefertigte Köstlichkeiten wie fruchtige Marmeladen, edle Fonds, feinste Soßen und Essenzen sowie leckere Limonaden erwerben – als ausgefallene Geschenkidee für Genießer oder für ein kulinarisches Highlight in der heimischen Küche. Weitere Infos: www.alexgruener.de

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Gemeinsam kochen motiviert – und Koch Alex Grüner auch.

Kennen Sie den? Vermutlich erzählt Edgar G. Schramm dem Kandidaten-Kollegen Christoph Brandt auch noch einmal den kürzesten Witz der Welt – geht ja schnell. Da kann man nebenbei sogar noch den eigenen Teller abräumen.

Jetzt müssen nur noch die heißen Blinis vom Blech – dann steht einem süßen Finale nichts mehr im Weg.


die ZWIEBEL 3/2014 genuss

Lokalpolitik – bisweilen ein Hauen und Stechen. In der Genusswerkstatt wurden kräftig die Messer gewetzt – doch am Ende des Abends herrschte einvernehmlicher Waffenstiillstand.

Politik soll ein schmutziges Geschäft sein? Unsere Kandidaten haben jedenfalls fleißig gearbeitet, und beim genaueren Hinsehen findet man ja zum Glück auch einen Putzlappen unter dem Abfallberg. Es gibt eben immer was zu tun… [sb/hb]

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It‘s Teatime!

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Die Auswahl an Tees im Teehaus Scharnke ist groß. Rund 350 Teesorten hat Inhaberin Andrea Landwehr-Ratka in ihrem Sortiment. Reihe an Reihe stehen sie in großen grünen Dosen in schmalen Regalen, die fast bis an die Decke reichen. Zwischen 1,80 Euro und 42,00 Euro können Teefreunde hier für ihren ausgewählten Tee ausgeben. Ob Darjeeling, Assam- oder Ceylon-Tee, Schwarztees aus aller Welt und dazugehörige Mischungen, Grüne und Weiße Tees aus China und Japan, Rotbusch- und Honigbuschtees, Früchte- und Kräutertees oder Mate- und Ayurvedische Tees – im Teehaus Scharnke kommt jeder auf seinen Geschmack. Dazu kommen edle und schöne Accessoires, die die Teestunde zu einem Wohlfühl- und Genusserlebnis werden lassen. Besonders japanische Tees haben es Andrea Landwehr-Ratka angetan. „Ich habe mich schon immer für Japan interessiert“, sagt sie. Als Schülerin der japanischen Teeschule „Urasenke“ hat sie sich in den letzten Jahren beim Verein Jikishin Chadokai Nürnberg e. V. mit der japanischen Teezeremonie auseinandergesetzt. Neben den Tees in Bio-Qualität

verkauft sie in ihrem Laden deshalb auch vielerlei Teezubehör für die japanische Teezeremonie, in der der Tee nach fernöstlichen Ritualen für den Gast feierlich zubereitet wird. Zu den japanischen Tees liegen für Genießer derzeit magenfreundliche Früchtetees im Trend, da sie vor allem sehr mild und säurearm sind. Hinzu kommt ein kleines Sortiment an hochwertigen Beuteltees in Bio-Qualität. Für kurze „Tea-Breaks“ haben sich die pyramidenförmigen Tetraeder bewährt, die zu 100% biologisch abbaubar sind. Die Tetraeder gibt es jetzt auch in einer formschönen und ebenso zu 100% abbaubaren Botiga-Box mit verspielten Zeichnungen des Bamberger Künstlers Egon Ochner („Gon“). Der Verkauf von nachhaltigen Produkten war für Landwehr-Ratka schon immer ein großes Thema. Die Chefin des Teehauses, die eigent-

Fotos: Daniela Pielenhofer

Das Teehaus Scharnke in der Langen Straße feiert in diesen Tagen sein 15-jähriges Jubiläum. Wer den schmalen Laden im englischen Ambiente betritt, wird sogleich vom unvergleichlichen „Flavour“ in den Bann gezogen – Tee liegt in der Luft und inspiriert die Sinne.


die ZWIEBEL 3/2014 anzeige lich einen Magister in Pädagogik, Psychologie und Soziologie besitzt, hat nicht nur ihr Hobby einst zum Beruf gemacht, sondern ihr Sortiment inzwischen auf Produkte aus kon­ trolliert biologischem Anbau ausgeweitet. Im hauseigenen Teesalon sind für 2014 zudem Vorträge und Degustationen aus der Welt der Tees geplant. Landwehr-Ratka legt mit ihren Mitarbeitern großen Wert auf eine fachkundige Beratung zu den einzelnen Teesorten. Beispielsweise erklärt sie, dass ein Darjeeling nach einiger Zeit sein Aroma noch steigern kann. Die Chefin gibt auch gerne Auskunft, worauf man beim Teekochen achten sollte. „Grüner Tee hat eine kurze Ziehzeit von etwa zwei Minuten, mit ihm macht man bis zu drei Aufgüsse“, sagt sie und nimmt eine der großen grünen Dosen aus dem Regal, „der erste ist für die anregende Wirkung, der zweite für den Geschmack und der dritte wird der Ge-

sunderhaltung zugeschrieben.“ Im Gegensatz dazu sollte schwarzer Tee für seine anregende Wirkung und seinen Geschmack am besten drei aber keinesfalls länger als fünf Minuten ziehen. Kräutertees entfalten nach ca. fünf Minuten, Früchtetees nach ca. zehn Minuten ihren besten Geschmack. Teewissen kompakt im Teehaus: „Beratung und Kompetenz sind für mich sehr wichtige Elemente“, sagt Landwehr-Ratka, „wobei man auf diesem Gebiet nie auslernt und auch vom Kunden lernen kann.“ Das ist das Schöne an diesem Hobby. [dp] Besuchen Sie das Teehaus Scharnke mit vielen Infos und einem Online-Shop auch im Internet unter www.teehaus-scharnke.de und freuen Sie sich auf Jubiläums-Rabatte zum 15-jährigen Bestehen!

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Jahre jung Lange Str. 32 96047 Bamberg Tel. 0951/204436 www.teehaus-scharnke.de Lange Str. 32 – 96047 Bamberg Tel. 0951/204436

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kultur in sicht die ZWIEBEL 3/2014

Kultur in Sicht März 2014 Symphoniekonzert KOnzerthalle sa, 1.3.2014, 20.00 Uhr Sir John Falstaff lebt auf großem Fuß. Da ihm das Geld knapp zu werden droht, macht er sich an zwei reiche Frauen gleichzeitig ran – die ihn dafür bestrafen und in einem Wäschekorb in die Themse kippen. Otto Nicolai hat Shakespeares Geschichte in seiner Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ vertont. Deren schmissige Ouvertüre ist im Konzert der Bamberger Symphoniker zu hören. Ihr zur Seite stehen u.a. mit Beethovens 6. Symphonie, der „Pastorale“, ebenfalls musikalische Eindrücke vom Lande. Die Szene am Bach endet auch dort recht feucht: mit dem Gewitter, das Beethoven im vorletzten Satz der Symphonie lautmalerisch schildert. Auch Sonntag, 2.3. um 17.00 Uhr

Film-musik-abend Lichtspielkino so, 2.3.2014, 20.00 Uhr

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Zum 11. Mal finden dieses Jahr die Klezmertage statt, und den Startschuss gibt das Lichtspielkino. Erst der Film, dann die Musik, das ist die Idee für den

Sonntagabend. „Der zerbrochene Klang“ heißt der Film, der nach Bessarabien führt. Die Region, größtenteils das heutige Moldawien, gehörte vor dem 2. Weltkrieg zu Rumänien und vereinte wie keine zweite die musikalischen Traditionen des Klezmer mit der Volksmusik der Roma, der Lautar. Letztere wurde vor allem zu Hochzeiten und anderen Feierlichkeiten aufgespielt, nicht selten tagelang bis zur völligen Erschöpfung der Musiker. Juden und Roma spielten jedoch im Bessarabien des frühen 20. Jh. nicht nur zusammen in gemeinsamen Ensembles, die beide Stile beherrschten, sondern die Musikerfamilien lebten teilweise mit- und heirateten untereinander. Der Film „Der zerbrochene Klang“ geht zurück auf ein Forschungsprojekt, in dem sich 14 Musiker in zwei Ensembles aufteilen, um ihre Musik in den traditionellen Stilen einzuüben. Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass es zwar reichlich alte Klezmer-Aufnahmen gibt, jedoch keine Überlieferungen der früheren Lautar-Klänge. So machen sich die Musiker auf eine Forschungsreise ins alte Bessarabien und heutige Moldawien, setzen musikalische Bruchstücke zusammen, sprechen mit alten moldawischen Musikern und lassen so verloren geglaubte Klänge wieder auferstehen. Im zweiten Teil des Abends kann man zumindest einen Teil davon live erleben: das Ensemble Mesinke spielt seit über 20 Jahren Klezmer und hat auch schon Workshops und Kurse der im Film vorkommenden Dozenten besucht. Mesinke spielt ein „Best of“ ihrer letzten Jahre und fünf CDs. Damit der Abend rund wird, erwarten die Besucher koscherer Wein und kleine passende Gaumenfreuden.

Blumensprache textil LuitpoldstraSSe 25 fr, 7.3.2014, 17.00 Uhr Der 8.3. ist Weltfrauentag – und da schenkt man(n) zum Beispiel? Blumen! Doch frau darf sich die Blumen auch selber schenken. Oder am Tag zuvor mitbringen: in den Laden von „Mode macht Mut“, dem schneiderischen Sozialprojekt der Laufer Mühle. Denn an diesem Spätnachmittag zeigen die dort engagierten Frauen ihre eigene Blumensprache, die sie mit verschiedenen Textiltechniken entwickelt haben. Die mitgebrachten Blumen zeichnerischer, gedichteter oder gebastelter Art werden an einer Blumenwand gesammelt. Die Gruppe „Textweber“ trägt dazu eigene Geschichten vor, Livemusik und ein Buffet bereichern den Abend.

Die Automate E.T.a.-hoffmann-haus fr, 7.3.2014, 20.00 Uhr „Wenn man Tomatensaft ganz maschinell erzeugt, dann heißt er Automatensaft“, so sang Georg Kreisler unvergessen in seinen „Seltsamen Liebesliedern“. Welches Getränk anlässlich der Lesung von Andreas Ulich an diesem Abend gereicht wird (und ob überhaupt), weiß die ZWIEBEL nicht. Doch wäre (Au)Tomatensaft nicht die schlechteste Idee, wenn der Schauspieler und Sprecher zu den Höheflügen E.T.A. Hoffmanns abhebt – schließlich ist der Gemüsetrunk im Flugzeug auch immer am beliebtesten. Hoffmanns Automate ist jedoch kein

Gewächs, sondern eine mechanische Puppe, für deren Vorbild vermutlich der „Schachtürke“ diente, welcher rund 50 Jahre zuvor für Aufsehen sorgte. Hoffmanns Figur spielt nicht Schach, sondern antwortet erstaunlich präzise auf eingeflüsterte Fragen, was einen jungen Akademiker namens Ferdinand in Liebesnöte bringt und, wie gern bei Hoffmann, auch die Musik anspricht.

Ehrlich Brothers Brose Arena sa, 8.3.2014, 20.00 Uhr Zauberer, die heute noch Massen begeistern (und eine Bamberger Arena füllen) können, kommen nicht mehr mit Frack und Zylinder, mit Spielkarten und weißem Kaninchen aus. Schon David Copperfield und Hans Klok fahren riesige Illusionen auf, und auf dieser Welle – und auf gleichem unterhalterischem Niveau, da ist sich die Fachwelt einig – touren nun die Ehrlich Brothers durch Deutschland. Durch ihre Heimat, denn ihr Showname klingt zwar nach Las Vegas und wurde sicher mit Blick auf die internationale Karriere designt, aber letztlich sind es eben doch zwei Brüder aus Bünde in Westfalen, die seit ihrer Kindheit von Welt der Zauberei fasziniert sind. Und die Welt von ihnen, denn zur Zeit sind sie zwar auf Deutschlandtournee (und haben auch die TUI-Arena in Hannover mit 10.000 Zuschauern gefüllt), aber Gastspiele in Russland, den USA oder im Oman stehen auch bereits auf ihrer Referenzliste. Kein Wunder – wer biegt sonst noch Eisenbahnschienen, lässt kochendes Wasser in Sekunden gefrieren oder Harleys aus überdimensionalen iPads


die ZWIEBEL 3/2014 kultur in sicht herausfahren? Dazu viel Bühnenshow, Musik, Lichteffekte – die ganz große Bühne eben, und das in Bamberg.

Abschiedskonzert Villa Concordia mi, 12.3.2014, 19.00 Uhr Doswidanja heißt es an diesem Abend im Künstlerhaus Villa Concordia, denn die elf Monate, die zwölf Künstler/innen im Haus verbracht haben, davon sechs aus Russland, sind schon wieder vorbei. Mit einem Konzert verabschieden sich die Stipendiaten und lassen hören, was den vier Komponisten Vadim Karasikov, Sergey Khismatov, Benjamin Schweitzer und Charlotte Seither (unter anderem) in diesem Jahr eingefallen ist, denn un-

ter den Werken sind auch zwei Uraufführungen. Das Ensemble musikFabrik aus Köln spielt, der frühere SymphonikerIntendant Wolfgang Fink moderiert, das Publikum lauscht. Und darf sich im Anschluss bei Wein und Käsestangen von den Stipendiaten verabschieden sowie das druckfrische Magazin Concordi.A. mit heim nehmen, in dem die Preisträger ihren Blick auf das Bamberger Jahr veröffentlichen.

Jüdische satiren Club Kaulberg do, 13.3.2014, 20.00 Uhr Der jüdische Witz ist ein besonderer. Er ist, nach Carlo Schmid, „heiter hingenommene Trauer über die Gegensätze

bis 29.3. Ausstellung »Stein auf Stein« Bausteinwelten aus LEGO® Bausteinen · Sammlung Lange bis 23.3. Kunstausstellung »Kathrin Hubl« Galerieräume im Deutschordensschloss · Museumsfreunde 8.3. Braveheart-Battle 26.3. Kabarett Ingo Appelt · Mehrzweckhalle Münnerstadt 30.3. bis 27.4. Kunstausstellung Manfred Schiefer in den Galerieräumen im Deutschordensschloss

dieser Welt“, wie sie das jüdische Volk in besonderem Maß erfahren musste. Doch er ist noch mehr, denn die sprichwörtliche Gewitzheit, vor allem aber die eigene Religion spielt nicht selten eine Rolle, und am liebsten in Kombination mit einem Seitenhieb auf ihre bisweilen verquere Logik: „Unser Rabbi spricht mit Gott selbst.“ „Das ist doch nicht wahr!“ „Doch. Würde Gott etwa mit einem Lügner sprechen?“ Aus dem reichen Geschichten-Schatz jüdischer Humoristen und Satiriker liest Arnd Rühlmann an diesem Abend, man darf wohl auf Ephraim Kishon hoffen, vielleicht auf Egon Friedell, Karl Farkas oder Roda Roda, sicher aber auf Rühlmanns Favoriten Georg Kreisler, denn auch Musik ist an diesem Abend vorgesehen.

Gewaltfreie kommunikation Markusplatz 1 fr, 14.3.2014, 18.00 Uhr Ist es Zufall? Oder gezielt ein Angebot im Umfeld der Kommunalwahl? Konflikte austragen, ohne sich persönlich anzugreifen, im Gespräch bleiben auch bei kontroversen Ansichten – das kann man lernen, und der erste Schritt ist der Besuch dieses Einführungsabends. Bei Interesse schließen sich fünf Trainingstage an, in denen der Referent Dr. Joachim Schneider von Pax Christi gewaltfreie Kommunikation vermittelt. Es ist aber nur ein Gerücht, dass die Verwaltung schon ein verpflichtendes Sonderseminar für den neuen Stadtrat gebucht hat.

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kultur in sicht die ZWIEBEL 3/2014

Kultur in Sicht März 2014 Butterfly stories naturkundemuseum fr, 14.3.2014, 19.00 Uhr Schmetterlinge sind faszinierend: farbenfroh und zerbrechlich tanzen sie durch die Lüfte. Immer wieder sind sie beliebtes Objekt von Tierfilmen. Doch „Butterfly Stories“ ist anders: hier dienen sie vor allem als verbindendes Element für Geschichten von Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen mit ihnen zu tun haben. Da ist „Wanderin Star“, der Countrysänger Cory McAbee, der den Fluginsekten auf ihrer Reise von den Großen Seen bis nach Mexiko folgt, auf der Suche nach Inspiration für neue Lieder.

Da wird ein Insektenjäger im Dschungel begleitet, der sich aus ganz anderen Gründen für die Falter interessiert. Ein Hippiemädchen lädt in ihren Kokon ein, und in Asien wird ein Paar bei der Zucht von Seidenraupen beobachtet. Schon ein Tierfilm über Schmetterlinge, doch immer in Beziehung zu den Menschen, die von ihnen fasziniert sind. Auch 18. und 28. März.

Alpenklezmer Haas-Säle fr, 14.3.2014, 20.00 Uhr Was haben oberbairische Landler und das jiddische Lied gemeinsam? Außer einer für fränkische (und die meisten anderen) Ohren beschränkte Textverständlichkeit nichts. So weit jedenfalls der Forschungsstand bis 2012. Dann machte sich die Münchnerin Andrea Pancur auf die Suche. Mit ihrem großen Repertoire jüdischer Musik, das regelmäßigen Besuchern der Bamberger Klezmertage nun wirklich nicht unbekannt ist, erforschte sie die Volkslieder in den Tiefen der Bay-

erischen Alpen und fand erstaunliches: Lieder, die in Melodie, Rhythmus und Sujet im Bairischen wie im Jiddischen ähnlich überliefert sind. „Drunt‘ in der Grünen Au“ ist eines der bekannteren mit seinem stetig wachsenden Refrain, im Jiddischen heißt es “Got hot bashafn himl mit erd” und wächst wie ein Baum ebenso mit jeder Wiederholung. Mit Ilya Shneyveys, Alex Haas und Guy Schalom eröffnet Andrea Pancur „wuid und koscher“ die diesjährigen Klezmertage. Tags darauf spielt Roznsharf mit Achim Rinderle an Klarinette & Komödie „A Glezele Vayn“, während die siebenköofige Band Eyn Velt den Klezmer am Sonntag, 16.3. in die Weltmusik entführt.

Die weiSSe Rose eta-hoffmann-theater sa, 15.3.2014, 20.00 Uhr Nach dem umstrittenen Widerstandskämpfer von Stauffenberg kommen in der zweiten Aufführung zum Thema „Macht. Widerstand“, das sich das E.T.A.-

Hoffmann-Theater in der aktuellen Spielzeit gesetzt hat, die unumstrittenen Regimegegner auf die Bühne: „Die Weiße Rose – Aus den Archiven des Terrors“ heißt das Stück, das unter der Flagge des Jungen Schauspiels auf der Studiobühne gezeigt wird. Jutta Schubert verfasste es 2004 für das Junge Schauspiel Ensemble München, das damit ein viel beachtetes Debüt gab. Im Mittelpunkt steht der Alltag der Widerstandsgruppe um die Geschwister Scholl; die Hauptfiguren sind noch nicht die Helden, die sie durch ihre Taten wurden, sondern Studenten, die mit aller Unsicherheit ihrer Lebenssituation versuchen, dem Nationalsozialismus dem aussichtlosen Krieg aufklärerische Aktivitäten entgegenzusetzen. Was mit einem getippten Flugblatt an der eigenen Universität beginnt, breitet sich bald aus und setzt sich, im öffentlichen Raum gut sichtbar, mit Wandparolen fort – eine Provokation des Regimes, die die Widerständler mit dem Leben bezahlen. „Wie hättest Du gehandelt?“ fragt das Stück – hoffentlich lassen sich vor allem viele Jugendliche diese Frage stellen.

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die ZWIEBEL 3/2014 kultur in sicht

Fremdsprachenkino Odeon Kino di, 18.3.2014, 18.30 Uhr

Foto: Una Noche Films

Deutschland ist wichtig. Auch für Hollywood und andere Filmmetropolen. Darum ist es für uns – anders als zum Beispiel für die erheblich einwohnerschwächeren skandinavischen Länder – völlig nor-

mal, ausländische Filme synchronisiert zu sehen. Bequem, aber auch schade. Denn manchmal macht der Originalton erst den besonderen Reiz aus, und mit Untertiteln bleibt die Verständlichkeit der Handlung gewahrt. Für Freunde der Fremdsprache bringen Schüler des Franz-Ludwig-Gymnasiums jetzt wieder OmU-Filme ins Kino. Im Rahmen eines Projektseminars kommt jeden Monat ein englischer, französischer oder spanischer

Film in Originalfassung mit Untertiteln. Am 18. März ist es „Una Noche“, der eine Jugend in Havanna und Fluchtträume der Protagonisten zum Thema hat. Dazu gibt‘s frische Cocktails und eine spanische Einführung in Land und Film.

zur Fastenpredigt ausholt. Mit Leidenschaft, vor allem aber Humor, nimmt er sich jedoch nicht des 12., sondern des 21. Jahrhunderts und seines politischen Personals in Bamberg an. Genau pünktlich, um genüsslich die vorangegangene Stadtratswahl zu betrachten.

Fastenpredigt

Die heilige Hure

Kloster Michelsberg d0, 20.3.2014, 17.00 Uhr „Erlesene Jahrhunderte“ nennt der Verein AGIL seine Reihe spannender Wissensvermittlung über das ganze Jahr hinweg. Im Februar machte das 11. Jh. den Anfang mit der Kaiserkrönung Heinrichs II., jetzt steht die Weltchronik des Mönchs Frutolf vom Michelsberg im Mittelpunkt, der 1101 die bis dahin umfassendste Geschichtsschreibung des frühen Mittelalters verfasste. Nicole Meisen führt in das Werk ein, bevor Anna Stein durch die Klosteranlage der Benediktiner leitet. Die Runde endet im Theater am Michelsberg, in dem „Abt Andreas“ in Person des Schauspielers Andreas Ulich

Brentano Theater fr, 21.3.2014, 20.00 Uhr Verwandlungen waren stets von Interesse für Oscar Wilde, und von einer solchen handelt auch „Die heilige Hure“. Unbekannte Stücke hingegen sind die Spezialität von Martin Neubauer im BrentanoTheater, und um ein solches handelt es sich zweifellos. Das 1894 entstandene Stück, das beinahe nie aufgeführt wird, handelt von der edlen Myrrhina (Victoria Heinz), die aus Alexandria in die Berge aufbricht, um ihre Reize auf den Einsiedler Honorius (Neubauer) wirken zu lassen, der bekannt dafür ist, der Frauenwelt abhold zu sein. Das Originalwerk

JUGEND SYMPHONIE ORCHESTER

Ein Amerikaner in Paris Musik von Gershwin, Copland, Bizet und Ravel Dirigent: Till Fabian Weser

ging Oscar Wilde in einer Droschke verloren, und er meinte später tatsächlich, das sei auch der beste Platz für dieses Werk gewesen. Aus den erhaltenen Fragmenten und weiteren Äußerungen Wildes hat Martin Neubauer ein Stück gezimmert – stark anzunehmen, dass der beste Platz dafür wieder einmal das Brentano Theater ist. Auch am 23. und 25.3. sowie April und Mai.

Hilde Bauer ETA-Hoffmann-Theater sa, 22.3.2014, 16.00 Uhr Wer keine Arbeit hat, der macht sich welche, heißt es im Volksmund. Und wer keine Räume hat, der malt sich welche? Vielleicht als ein Beitrag zur endlosen Diskussion um das Kesselhaus stellt der Kunstverein Gemälde von Hilde Bauer aus. Die gebürtige Bambergerin, Masken- und Bühnenbildnerin, lebt in Stuttgart und hat sich neben ihrer Arbeit für die Bühne immer mehr der Malerei und der Arbeit an Objekten zu-

Ostermontag

21. April 2014, 17.30 Uhr Aurachtalhalle Stegaurach Projektträger

30 Jahre

Jugendsymphonieorchester Oberfranken

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Howard Carpendale brose Arena di, 25.3.2014, 20.00 Uhr

gewandt. Ihr Thema ist die Architektur, wobei ihre Räume und Gebäude selten reale Vorbilder haben, sondern erst im Entstehungsprozess die Formen annehmen, die im Betrachter Assoziationen zu Gesehenem wecken. Klar gegliederte Strukturen werden bei Hilde Bauer durch warme Farben und eine leichte Unschärfe ihrer Strenge beraubt – so bleibt dem Besucher der Ausstellung Raum für eigene Interpretationen. Und Wünsche. Zum Beispiel nach einer dauerhaften Ausstellungsfläche für moderne Kunst. Wenn man sich nur alles so leicht malen könnte… Die Vernissage in Anwesenheit der Künstlerin am 22.3. um 16 Uhr, die Ausstellung läuft bis zum 26.4., mit Unterstützung der Bayerischen Architektenkammer und – immerhin – der Stadt Bamberg.

Hello again – wie sonst sollte man ihn angemessen begrüßen? Howard Carpendale ist wieder da – und wie. Auch mit 68 Jahren gelingt es dem gebürtigen Südafrikaner sich immer wieder neu zu erfinden: „Es gibt keine Möglichkeit, als Künstler lange zu überleben, wenn man dauernd der Gleiche ist und bleibt.“ Unter dem Motto „Viel zu lange gewartet“ startet er jetzt seine große Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz – am 25. März gastiert er in der Bamberger Brose Arena. Bereits jetzt steht fest, dass er bei seinem Fans mehr als nur „Spuren im Sand“ hinterlassen wird – „Howies“ Lieder gehen direkt ins Herz. Deshalb: „Nimm den nächsten Zug…“, denn „Es geht um mehr“. [sb]

Symphoniekonzert Konzerthalle mi, 26.3.2014, 20.00 Uhr

Es klingt wie Filmmusik, ist aber ein „klassisches“ Solokonzert, obwohl der Komponist auch fürs Kino geschrieben hat: Mit seinem Violinkonzert D-Dur schuf Erich Wolfgang Korngold einen faszinierenden „Zwitter“ zwischen einem Virtuosenkonzert im klassischen Sinne und einem Soundtrack zu einem Hollywood-Blockbuster. Er war ein Wunderkind, komponierte Opern, Kammermusik, Orchesterwerke – und wurde dann von Hollywood entdeckt. Für seine Filmmusik zu „Robin Hood“ mit Errol Flynn erhielt er sogar den Oscar. Im Konzert der Bamberger Symphoniker ist Konzertmeister Bart Vandenbogaerde als Solist in Korngolds Meisterwerk zu erleben.

König David stephanskirche so, 30.3.2014, 17.00 Uhr Nicht alle Kunstwerke, vielleicht sogar die wenigsten, sind schon in ihrer ersten Fassung das Meisterwerk, als das sie in der Rückbetrachtung erscheinen.

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Metamorphosen sind üblich, wie auch beim Oratorium „König David“ von Arthur Honegger. Als Drama des Dichter René Morax begonnen, ergänzte der Schweizer Komponist in kurzer Zeit eine Schauspielmusik für Chor und Orchester zur Uraufführung in Lausanne 1921. Eine kleinere Bühne in Winterthur bot jedoch nicht genug Platz für die szenische Aufführung, so dass Honegger die Musik in ein Oratorium änderte, Gesangssolisten zufügte und einen Erzähler einbaute, der die reinen Spielszenen ersetzt. In dieser Fassung hat sich das Werk in zahlreichen Aufführungen bewährt. Das sehr vielseitige Oratorium – verträumte Lyrik kommt ebenso vor wie mitreißende Dynamik – hat die Kantorei St. Stephan unter Ingrid Kasper mit ebensoviel Mühe wie Begeisterung einstudiert und sich Martin Neubauer als Erzähler eingeladen. Dabei gilt: bitte keine Angst vor neuen Tönen! Natürlich kommen auch moderne Techniken wie freie Dissonanzen vor, aber auch mittelalterliche Klänge und „musikalische Malereien“ wie aus dem Reich der Programmmusik. [hb]

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Zuhause in der Warum heißen Bamberger Straßen eigentlich, wie sie heißen? die ZWIEBEL geht der Sache auf den Grund und stellt monatlich eine Straße und die Herkunft ihres Namens vor. Die Schlüsselbergerstraße im Babenberger Viertel entstand in der Zeit von 1973 bis 1977 und wurde nach dem fränkischen Adelsgeschlecht der Schlüsselberger benannt. Die Schlüsselberger, auch „Edelfreie“, „Edelherren“ und „Grafen“ waren von 1114 bis zu ihrem Aussterben 1347 vor allem in der Fränkischen Schweiz reich begütert. Sie nannten sämtliche Landgüter rund um Adelsdorf und den Senftenberg ihr Eigen. Dazu auch viele Burgen in der Region, wie Streitberg, Neideck, Rabeneck, Schlüsselberg sowie die Burg Waischenfeld, die Burg Gößweinstein, die Burg Thüngfeld und einige mehr.

Foto: Daniela Pielenhofer

Der einflussreichste seines Geschlechts war Konrad II. von Schlüsselberg. Als Berater des deutschen Königs Ludwig IV. brachte Konrad II. den Schlüsselbergern hohe Verdienste ein, wurde aber als letzter Namensträger beim Kampf auf Burg Neideck von einer mittelalterlichen Wurfwaffe getötet, womit das Geschlecht 1347 schließlich ausgestorben war. Aber auch Ulrich von Schlüsselberg machte seinem Namen alle Ehre. Er wurde Kanoniker, Domdekan und Propst von St. Stephan. Nach dem Tod des Bamberger Bischofs Wulfing von Stubenberg wurde Ulrich von Schlüsselberg

1318 in einer Doppelwahl gegen Konrad von Giech von einem Teil des Bamberger Domkapitels zum Bischof gewählt. Auf dem Weg nach Avignon, wo die Wahl untersucht werden sollte, verstarb Konrad von Giech. Ulrich von Schlüsselberg verzichtete zunächst auf das Amt, bis ihn Papst Johannes XXII. 1322 höchstpersönlich zum Bamberger Bischof ernannte. Etwa zwei Monate nach der Wahl verstarb Ulrich von Schlüsselberg jedoch – ohne jemals zum Bischof geweiht worden zu sein. Sein Bistum hatte er nicht betreten. Ein weiterer bedeutender Vertreter der Schlüsselberger war Gottfried von Schlüsselberg, der das Kloster Schlüsselau erbauen ließ. Bis heute ist das Wappenmotiv der Schlüsselberger Edelherren – ein schräg liegender Schlüssel – in den Wappen zahlreicher Gemeinden zu finden. Beispielsweise in Adelsdorf, Ebermannstadt, Wiesentthal, Schlüsselfeld oder Altendorf. Selbst das Wappen des Landkreises Forchheim trägt den Schlüssel und erinnert so wie auch die Schlüsselbergerstraße in Bamberg an eines der einflussreichsten fränkischen Adelsgeschlechter des Mittelalters. [dp]

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paarweise die ZWIEBEL 3/2014

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die ZWIEBEL 3/2014 paarweise

Wenn Spielträume wahr werden

Fotos: Anny Maurer

Eine dicke rot-grüne Schlange windet sich über den Boden, ein Nilpferd liegt faul im Sand, ein farbiges Chamäleon klettert einen Stamm hinauf und eine kecke Biene hat neugierig ihren roten Rüssel ausgefahren. Doch von Gefahr kann bei diesen „Tieren“ keine Rede sein. Vielmehr laden diese freundlichen und friedliebenden Wesen Tag für Tag Kinder zum Spielen, Klettern, Rutschen oder Schaukeln ein.

Sie zählen zu einer großen Schar weiterer bunter Geschöpfe, die sich auf diversen Spielplätzen, Schulhöfen und auf Plätzen des öffentlichen Raums in Bamberg und Umgebung tummeln, etwa auf der Landesgartenschau, in St. Getreu, der Trimbergschule, beim Schwimmverein Bamberg, in Bamberg-Bug oder auf der Promenade in Bamberg. An diesen und zahlreichen weiteren Orten haben Tatjana Potrykus und Thomas Gröhling Spielräume und Fantasiegeschöpfe erschaffen, die ihren eigenen Reiz und unverwechselbaren Charakter haben. Die Zahl der Plätze, an denen die beiden Künstler ihre „Spielträume“ verwirklicht haben, ist in Bamberg groß und auch zahlreiche Gemeinden des Landkreises, etwa Breitengüßbach, Memmelsdorf, Strullendorf oder Hirschaid, haben einzigartige Spielräume für die Öffentlichkeit geschaffen. Der Radius der „Spielplatzbauer“ Tatjana Potrykus und Thomas Gröhling erstreckt sich weiter bis nach Lichtenfels, Kulmbach, Kitzingen, Erlangen, Nürnberg, Schweinfurt oder Hildburghausen, wo sich Spielplätze finden, die ihresgleichen suchen. Doch sehr viel weiter wollen die beiden Künstler nicht expandieren, da sehr weite Strecken die Kapazitäten ihres insgesamt fünfköpfigen Teams sprengen würden.

Diese Möhren sind schon etwas holzig – mit voller Absicht

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paarweise die ZWIEBEL 3/2014

Ein Spielplatz mit Erba-Geschichte

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Zu den groß angelegten Projekten zählt die Gestaltung des Spielgeländes inmitten der Landesgartenschau in Bamberg im Jahr 2012. Unter dem Arbeitstitel „Verspinnung“ nahmen Tatjana Potrykus und Thomas Gröhling Bezug auf die Geschichte der ERBA-Insel und die Textil-Branche. Große Garnrollen rollen über das Gelände, in „Stoffbändern“ können die Kinder klettern, schaukeln oder

rutschen. In Netzen können sie eine kleine Pause einlegen. Stege und Wege wellen sich und schulen durch ihre Verwerfungen den Gleichgewichtssinn. Von einem hohen Turm aus schauen die Kinder weit über die Landesgartenschau hinaus. Für die einzelnen Spielpunkte, die über das Gelände verteilt sind, haben die beiden Künstler Anleihen bei dem von Paul Maar geschaffenen Sams und seinen Geschichten genommen.

Wie entstehen solche Spielräume, die eine eigene, unverkennbare Handschrift tragen? An erster Stelle steht die Begehung des jeweiligen Ortes. „Wir gehen auf den Raum vor Ort ein und schaffen einen Platz, der zu diesem Raum passt“, erklärt Tatjana Potrykus ihre Arbeit. Häufig erhalten sie Anfragen von Schulen, Kindergärten oder Elterninitiativen und schon bei dem ersten Gespräch erhalten sie eine Vielzahl von Informationen,


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Öffnungszeiten: Mo-Fr 8:30 – 18:00 Uhr Sa 10:00 – 16:00 Uhr welche die Gestaltung des Platzes betreffen, und so entstehen die ersten Ideen bei dem ersten Besuch. Die Kinder haben ebenfalls ein Mitspracherecht. Sie malen oder schreiben auf, was sie sich von dem künftigen Spielplatz wünschen. Zudem entdecken die Spielplatzgestalter die Spuren der Kinder auf den Plätzen, wo sie sich zurückziehen, wo sie sich wohlfühlen oder häufig spielen. All dies fließt in die Planung des Platzes ein. „Die Planungen sind sehr aufwendig“, so Tatjana Potrykus. Aber die Kinder sollen sich später an und auf diesem Spielplatz wohlfühlen. „Wir wollen einen Platz so gestalten, dass er anregt und nicht überfordert“, erläutert die Kunstpädagogin. In der kalten Jahreszeit wird im Büro der „Spielträume“ im Bamberger Teufelsgraben geplant, kalkuliert, werden Spielgeräte und Tierfiguren entworfen. „Die Objekte sollen Witz haben und keine detailgetreue Nachbildung sein“, erklärt Bildhauer Thomas Gröhling.

Eltern und Kinder packen oft mit an Nach den Planungen und umfangreichen Vorbereitungen beginnt dann die Umset-

zung vor Ort. Zunächst müssen die „groben Arbeiten“, wie Abbruch-, Rodungs- und Erdarbeiten durchgeführt werden. Dann werden die Grundrisse der Spielskulpturen, Sitzforen, Baumhäuser und Klettergerüste fest- und deren Fundamente angelegt. Auf dem Gelände wird gemauert, verputzt, gefliest und für die Stämme werden Pfostenschuhe angebracht. Währenddessen müssen die Baumstämme abgefräst werden. Konkret heißt das, dass die Rinde und das „Wachstumsholz“ entfernt werden, damit der Stamm wetterfest und schädlingsresistent ist. In der Werkstatt der „Spielträume“ in Bamberg/Bug erledigt Thomas Gröhling gemeinsam mit zwei Zimmerleuten weitere vorbereitende Holzarbeiten. Dann geht es auf die Baustelle. In der Mehrheit der Projekte packen Eltern und Kinder mit an. Gemeinsam wird dann gemalt, gestrichen, gehämmert und geschraubt. „Unsere Baustellen sind dann manchmal ganz schön voll“, erinnert sich Tatjana Potrykus. Für Thomas Gröhling ist es „das Schönste, wenn bei der Arbeit ein Gesamtkunstwerk entsteht“ und so kann es durchaus passieren, dass sich während des Baus einige Dinge und Details noch einmal verändern. Der große Vorteil an dieser gemeinschaftlichen Arbeit liegt zweifelsohne darin, dass die Kinder nach der Fertigstellung eines Spielplatzes sorgsamer mit den Spielgeräten umgehen. Sie wissen, wie viel Arbeit dahinter steckt und mit welchem Aufwand das Gemeinschaftswerk verbunden ist. Einen weiteren Vorteil sieht Thomas Gröhling in der sozialen Komponente: „Viele Eltern lernen sich durch diese Arbeit besser

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paarweise die ZWIEBEL 3/2014 kennen und das schweißt natürlich zusammen.“ Nicht zuletzt reduzieren sich dadurch auch die Kosten für das Projekt, denn die Arbeit, die Eltern und Kinder erbracht haben, wird umgerechnet und von den Gesamtkosten abgezogen. Die hochwertigen Spielgeräte, Baumhäuser, Türme und Klettergerüste werden für jeden Platz individuell entwickelt. „Wir verwenden

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für unsere Projekte nur langlebige Materialien“, betont Tatjana Potrykus. So findet man auf den Spielplätzen heimische Baumarten, wie Robinie, Eiche oder Lärche, Sandstein für die Skulpturen, Kalkstein zum Bau von Sitzforen und Mauern und frostfeste Mosaikfliesen für die bunten Tierfiguren. Die Netze sind aus Herkulesseil, die Farben frei von Lösungsmitteln und die Holzständerkonstruktionen werden durchgehend verschraubt, die Ecken

überplattet. So besteht keine Verletzungsgefahr und natürlich wird jeder Spielbereich vom TÜV abgenommen. Begonnen haben die „Spielträume“ vor gut zehn Jahren. Damals wurde die Spielplatztruppe „Baumobil“ der Stadt Bamberg durch den verstorbenen Frohwalt Frank ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Projektes führten Tatjana Potrykus und Thomas Gröhling Mal-


die ZWIEBEL 3/2014 paarweise und Kunst-Workshops mit Kindern durch. Bald danach wurde ihnen die künstlerische Leitung bei der Gestaltung der Spielplätze übertragen. Das Studium „Kunst und öffentlicher Raum“, das beide bei dem Architekten J.P. Hölzinger an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg absolviert hatten, zeigte hier seine ersten Früchte. Bei der Gestaltung der Plätze fließen zudem das Wissen und die Erfahrungen der Ausbildungsberufe ein, welche beide vor ihrem Studium abgelegt haben. Tatjana Potrykus hat vor ihrem Kunst- und Kunstpädagogikstudium das Schneiderhandwerk gelernt und beim Theater im Bereich Kostüm und Bühnenbild gearbeitet. Thomas Gröhling legte vor seinem Studium eine Schreinerlehre ab, danach eine Ausbildung zum Holzbildhauer und daran schloss sich das Bildhauerstudium an. Beide sehen in ihrer jetzigen Tätigkeit ein großes künstlerisches Potenzial, da für beide die Planung und Gestaltung eines Spielplatzes ein „Gesamtkunstwerk“ darstellt. „Außerdem“, so ergänzt Tatjana Potrykus, „führen wir Kinder schon früh an Kunst heran.“

Ein Spielplatz für lummerland Das aktuelle Projekt der beiden „Spielplatzbauer“ ist ein öffentlicher Spielplatz für die „Augsburger Puppenkiste“ unweit des Museums „die kiste“ in Augsburg. Für dieses Projekt war, wie auch für die Landesgartenschau in Bamberg, ein Wettbewerb ausgeschrieben, den Tatjana Potrykus und Thomas Gröhling mit ihrem Entwurf gewonnen haben. „Wir haben uns dafür Bilder, Filme und Stücke der Augsburger Puppenkiste angesehen und so entstand das Konzept für diesen Spielplatz“, erläutert Thomas Gröhling. Im Büro im Teufelsgraben sitzen Tatjana Potrykus und ihre Mitarbeiterin Annette Bunke über den Planungen für dieses Projekt und auf dem Schreibtisch stehen die ersten Papierentwürfe der künftigen Spielgeräte. Derweil laufen in der Werkstatt in Bug bereits die Vorbereitungen für die späteren Holzreliefs, in denen die Figuren der Augsburger Puppenkiste dargestellt werden. [bp]

Stolz thront der Affe auf seinem Pfosten. Verständlich, wer hat schon so eine tolle Dschungelhütte?

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gelauscht die ZWIEBEL 3/2014

Gelauscht März 2014

Judith Holofernes Ein Leichtes Schwert Därängdängdäng Records/ Four Music Bekannt geworden ist Judith Holofernes als Sängerin/Gitarristin von Wir Sind Helden, die seit 2011 eine musikalische Auszeit genommen haben. Dass für die zweifache Mutter Musik aber fester Bestandteil ihres Lebens ist, beweist sie jetzt mit ihrem ersten Soloalbum „Ein leichtes Schwert“. Entstanden sind

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die 12 Stücke dieses Debüts in Zusammenarbeit mit Ehemann Pola Roy am Schlagzeug und Bassist Jörg Holdinghausen, der auch bei Tele aktiv ist. Stilistisch bleibt Judith Holofernes bei den deutschsprachigen Titeln dem Indie-Pop treu, blickt aber gelegentlichauch mal bei Punk, Americana oder Country vorbei. Auch in textlicher Hinsicht hat ihr die Pause gut getan, Titel wie „Nichtsnutz“, „Pechmarie“ oder „Milf“ klingen gleichermaßen frisch und kritisch. Alle,

die geglaubt hätten, Judith Holofernes funktioniert nur im Kontext von Wir Sind Helden, werden jetzt mit „Ein Leichtes Schwert“ eines Besseren belehrt. Und da die Künstlerin sich nicht als Singer/Songwriterin im Alleingang versteht, bringt sie im April „Ein leichtes Schwert“ in größerer Besetzung auf deutsche Bühnen. Alte und neue Fans werden es ihr sicher danken. [fk]

The Brew Control Jazzhaus Records/In-Akustik Dem preisgekrönten Trio aus der britischen Küstenstadt Grimsby gelang 2008 der internationale Durchbruch mit dem Album „The Joker“. Seither haben sich Jason Barwick (Gesang/Gitarre), Tim Smith (Bass) und Kurtis Smith (Schlagzeug) stetig kreativ weiterentwickelt. Mit „Control“, ihrem aktuellen Album, setzen sie erneut Maßstäbe im Bereich der Classic Rock-Szene und darüber hinaus. Für die Aufnahmen haben sie sich länger als

gewohnt Zeit gelassen und es ist ihnen gelungen, die Energie ihrer Liveauftritte auch im Studio umzusetzen. Sicher auch ein Verdienst von Produzent Toby Jepson und Mixmaster Steve Harris, der u.a. schon mit U2 erfolgreich zusammengearbeitet hat. Im Ergebnis klingen The Brew so deutlich eindringlicher als auf allen bisherigen Aufnahmen. Für

The Brew hat es sich also gelohnt, sich kreativ neugierig auf das Wesentliche zu konzentrieren und somit ein neues Kapitel in der Bandhistorie aufzuschlagen. [fk]

Alessandro Scala Quartet Viaggio Stellare Schema Records/Groove Attack Der italienische Musiker und Komponist Alessandro Scala gilt als feste Größe innerhalb der europäischen Jazz-Szene. Versiert auf Klarinette und Saxophon, zog er das Spielen vor Publikum den Studioaufnahmen stets vor. Neben seinen gefragten Einsätzen als Gastmusiker bei bekannten Kollegen verfolgt Alessandro aber auch eigene Projekte wie jetzt auf „Viaggio Stellare“ mit seinem Quartet. Mit neuen Stücken wie „Isola Del Sole“ oder „Marcha Para Oeste“ drückt er ei-

gene Erlebnisse emotionsreich zwischen Jazz und Pop, Bossa Nova und Funk aus. Die Balance zwischen traditionellen Einflüssen und zeitgenössischen Inspirationen werden von Nico Menci, Paolo Ghetti und Stefano Paolini als Rhythmussektion solide auf hohem Nivau unterstützt. Als Gäste sind zudem Trompeter Fabrizio Bosso und Posaunist Roberta Rossie mit von der Partie/Party. Zusammen scheut man sich auch nicht, den Jazz mithilfe

von elektronischer Musik einem Update zu unterziehen, was das Album nicht nur für Puristen interessant macht. [fk]

The Silverettes The Real Rock´n Roll Chicks Tobago Records/RTD In den letzten Jahren haben The Silverettes mit Support-Auftritten für Dick Brave, Boppin B oder Boss Hoss sowie mit eigenen Headliner-Shows immer wieder auf sich aufmerksam gemacht. Das Trio, bestehend aus Jules, Ira und Sassy, hat sich seit der Bandgründung stilistisch dem musikalischen Spannungsfeld zwischen Rockabilly und Rock ´n Roll verschrieben. Auf ihrem aktuellen Debütalbum, kongenial in Szene gesetzt vom Produzententeam Ba Tolba/di Lorenzo in den ABAB Studios in Dortmund,

versprühen die jungen Damen reichlich Glamour. Zwischen dem Opener „Shut Up ´N´ Drive“ über Coverversionen wie „Do You Really Want To Hurt Me“ und „Girls Just Want To Have Fun“ bis hin zu „Just Like A Pill“ werden die 50er und 60er Jahre anspruchsvoll und mit eigener Note in die Jetztzeit versetzt. Die Interpretation der ausgewählten Klassiker Marke „That´s All Right Mama“ wirkt modern, die Eigenkompositionen wie „Pin Up Girl“ durchaus erfrischend. Da die Silverettes zudem optisch sehr attraktiv rüberkommen, dürfte ihnen auch


die ZWIEBEL 3/2014 gelauscht der Zuspruch außerhalb enger Genregrenzen sicher sein. Und ab März ist das Trio auch wieder auf zahlreichen Bühnen unterwegs. [fk]

The Spirit Of Ska 25 Years Jubilee Edition Pork Pie/Broken Silence Der Berliner Matthias Bröckel, besser bekannt als Matzge, ist unzertrennbar mit der deutschen Ska-Szene verbunden. Als Booker für nationale und internationale Künstler sowie Labelbetreiber von Pork Pie hat er sich weltweit Anerkennung in Sachen Ska, Rocksteady und early Reggae erarbeitet. Und jetzt feiert er mit Pork Pie, 1989 als erstes deutsches Label für jamaikanische Musik der 60er Jahre gegründet, sein 25-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass veröffentlicht er die 18 Stücke umfassende Compilation „25 Years Jubilee Edition“, die Songmaterial

süddeutschen Ska-Legende Skaos zu hören. Herzlichen Glückwunsch Matzge, feier schön! [fk]

Heavy Tiger Saigon Kiss HR Records Bei Heavy Tiger handelt es sich um ein schwedisches Girl-Trio, bestehend aus Maja Linn (Gesang/Gitarre), Sara Frendin (Bass/Gesang) und Astrid Carsbring (Schlagzeug/Gesang). 2010 in Stockholm gegründet, haben die jungen Damen jetzt mit „Saigon Kiss“ ihr Debütalbum veröffentlicht. Wer bei ihrem Sound aber zunächst an AHA, Roxette oder Ace Of Base denkt, liegt völlig falsch. Heavy Tiger zelebrieren einen aufregenden Mix aus Glamrock, Punk und Power-Pop, der seine Retro-Elemente aus den 70er Jah-

Ihr

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Vorsätze für besseres Hören lohnen sich 2014 gleich doppelt

Dianne Streit – Hörgeräteakustikmeisterin bei Akustik Kastner

der letzten fünf Jahre seiner regulären Veröffentlichungen präsentiert. Neben internationalen Stars wie Dallax (Japan), Distemper (Russland) oder The Valkyrians (Finnland), kommt auch die deutsche Szene nicht zu kurz. Dr. Ring Ding Ska-Vaganza, El Bosso & Die Ping Pongs oder das Berlin Boom Orchestra sind mit Hits vertreten. Und als Bonus gibt es gleich mit dem Opener „Johnny“ schon jetzt einen Vorgeschmack auf das im April erscheinende neue Album der

ren aber zeitgemäß verpackt. Bei ihren durchweg englischsprachigen Stücken wie „Chinatown“, „Seven Days Fool“ oder „Girls Got Balls“ dürfen daher zuallererst The Donnas, Girlschool, The Pandoras oder The Runaways als Remineszenz herhalten. Auch auf der Bühne sind Heavy Tiger mehr Suzi Quatro als Abba. Sie sind jung, sehen gut aus und machen Rock. Und Heavy Tiger schreiben ihre Songs selber, haben ein Gespür für eingängige Melodien und catchy Refrains. Girl Power pur, von der man auch hierzulande bald mehr hören wird. [fk]

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bamberger kulturleben die ZWIEBEL 3/2014

Ein unendliches Projekt Über die Bamberger Anthologie deutscher Lieder

Die tiefe alte Einsicht, dass böse Menschen keine Lieder haben – flankiert von irritierenden Ausnahmen –, bedeutet nicht automatisch, dass gute Menschen singen oder Gesungenes lieben.

Einigen wir uns darauf, dass nicht wenige unter ihnen (unter Ihnen!) wenigstens gelegentlich gerne einen Text mit einer Melodie verbinden, die eine harmonische und eine rhythmische Dimension besitzt, oder sich

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freuen, wenn es andere tun. Was den Text betrifft, gibt es (wieder einmal) grundsätzlich zwei Möglichkeiten: entweder der Sänger bzw. Hörer versteht ihn oder er versteht ihn nicht. Falls jemand den Text eines ihm sympathischen Lieds zumindest noch genauer verstehen möchte, unterstützt ihn seit einiger Zeit ein Projekt der Uni Bamberg, genauer: des Germanisten Martin Rehfeldt (Lehrstuhl Prof. Hans-Peter Ecker) – die Anthologie „Deutsche Lieder“ (deutschelieder.wordpress. com); jeden Montag ist dort eine gediegene Interpretation eines Schatzes zu finden. Die arme Frau etwa, in deren Kopf sich am Wochenende Wencke Myrrhes Kultsong „Er steht im Tor“ festgesetzt hat und die ihn wieder rausschmeißen will, erfährt: „(…) die zentrale räumliche Metapher, die Stellung von Mann und Frau, widerspricht dem Glauben des Sprecher-Ichs, dazuzugehören:

Hinter dem Tor zu stehen bedeutet eben außerhalb des Spielfeldes zu sein – auf dem Fußballplatz steht nur ihr Freund. Diese Divergenz zwischen Selbstwahrnehmung und tatsächlicher Situation findet ihre formale Entsprechung im syntaktisch ambivalenten ‚auf dem Fußballplatz‘: Sie glaubt, gemeinsam mit ihrem Freund auf dem Fußballplatz zu sein, während aber tatsächlich nur er sich darauf aufhält.“ (M. Rehfeldt) Wer bereit ist, über dergleichen vielleicht auch etwas länger nachzudenken, nimmt eine große Menge an Belehrung und Unterhaltung mit; wer etwas in anderem Stil über andere Lieder lesen möchte: bitte sehr! „Wo es um Mord und Totschlag geht, geht es blutig zu. Für das Genre der Mörderballade typisch ist eine drastische Darstellung der Leiche. So wird auch der Körper des bayrischen outlaw, der neun Tage nach der Mordtat am Peißenberg gefunden wird, ungeschönt beschrieben: ‚Auf hartem Stein hat er sein Blut vergossen‘, ‚von hinten war er angeschossen‘ und ‚zersplittert war sein Unterkinn‘. Die Schlussfolgerung: ‚[E] r war schrecklich anzusehen! ‘ Erste Verwesungserscheinungen lassen sich vermuten“ (Florian Seubert, über das Jennerweinlied als Räuberballade des ausgehenden 19.Jahrhunderts.) Es gibt eine Reihe von Mitarbeitern und man kann sich selbst als Interpreten einbringen, ebenso wie man sich für ein bestimmtes Lied die Analyse durch einen Fach-


die ZWIEBEL 3/2014 bamberger kulturleben mann wünschen kann, wobei manchmal auch die Musik genauer ins Visier (?) genommen wird. In jedem Fall entdeckt man beim Durchfliegen des Archivs neben den Auslösern (hoffentlich) lieber Erinnerungen vieles, was einem bisher unbekannt war – unter den Kategorien, die dort die Orientierung erleichtern sollen, könnte man allenfalls die Sparte „Chanson“ vermissen. Gerhard Bronners „Chesterfield-Girl“ etwa (Louise Martini; „Ich rauch‘ immer Chesterfield“: hätt‘ ich das bloß nie gehört…) würde nur bedingt in die Schublade „Liedermacher“ passen – fehlt dementsprechend auch bisher; ein „klassisches Chanson“, „ein Leben in fünf Minuten“, wie es, glaube ich, Jacques Brel definiert hat. Was uns hier verständlicherweise besonders bewegt, sind die Fragen: Gibt es in der Sammlung auch schon Lieder, in denen eine Zwiebel vorkommt? (Recherchieren Sie gefälligst selbst!) Und gibt es auch solche, die einen prompt an Bamberg denken lassen? „Muss i denn, muss i denn“? „O du fröhliche“? „Ho mir ma ne Flasche Bier“?? „Wohlauf, die Luft geht frisch und rein“? „Ba Ba Ba“? Mir kommt ja, komischerweise, wenn ich ein

Städtelied nennen soll, immer sofort Georg Kreislers „(Wie schön wäre) Wien ohne Wiener“ – er meint nicht Frankfurter! – in den Sinn (noch vor „Ich war noch niemals in New York“ oder „Ich hab‘ noch einen Koffer in Berlin oder „Mer losse d’r Dom in Kölle“ oder „Delmenhorst“ oder „Halloween in Ostberlin“ oder „Wissenswertes über Erlangen“ usw.) – z. B. wenn ich, u. a. als Umweltfreund, wieder einmal mit dem Bamberger Stadtbus gefahren bin. Und die Scharen nicht nur von Jugendlichen erleben durfte, die die eindeutige Aufforderung „Bitte beim Fahrer einsteigen und den Fahrschein vorzeigen!“ analphabetisch fröhlich ignorieren, auf Kosten derer, die, im Sinn von Kants Kategorischem Imperativ, eine nicht konsequent durchsetzbare Anweisung ohne erkennbaren Sinn nicht in Selbstjustiz unterlaufen, sondern sie kopfschüttelnd befolgen und z. B. mit hartnäckigen Briefen aus der Welt zu schaffen suchen. Für heute genug davon! Bloß die „Finger weg von meiner Paranoia!“ Dies hier ist ja nicht mein Buch „Lebenswertes Bamberg?“, sondern der Versuch, für ein anderes nie abzu-

schließendes Projekt möglichst viele Interessenten zu gewinnen; und so deute ich noch einmal die Bandbreite des in der „Bamberger Anthologie“ untersuchten Materials an, zwischen „Christ lag in Todesbanden“ und „Ausgerechnet Bananen“. In diesem Sinne zum Abschied ein herzliches „Da Da Da“! - und wer das nicht versteht, dem wird es demnächst erklärt. Man darf gespannt sein. [ms] P. S. Schnucki, ach Schnucki! Junge, komm bald wieder! Du hast den Farbfilm vergessen!

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anzeige die ZWIEBEL 3/2014

Neuer Service im neuen Haus

Mr. Orange, der neue Schleifautomat, sorgt für eine noch präzisere Anpassung der Gläser an ihren Träger.

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Hinsichtlich der Ausstattung des Optikfachgeschäfts haben sich hingegen mit dem neuen Interieur auch die Geräte verändert. „Wir haben unsere Werkstatt mit ‚Mr. Orange‘, einem neuen Schleifautomaten, aufgewertet“, sagt Vogel. Der Schleifautomat schleift auf Hundertstel Millimeter genau. Auch das Mess- und Zentriersystem VINZENT mit neuester HD-Videotechnik von Rupp und Hubrach nennt Vogel seit Kurzem sein Eigen. Damit lassen sich der Augenabstand, der Rotationspunkt des Auges, der Abstand des Brillenglases zum Auge wie auch die Fassungsneigung bzw. –wölbung genau feststellen. VINZENT erfasst schnell, exakt und komfortabel alle Daten, die zur Berechnung neuer Brillengläser benötigt werden. Dabei zeigt

das Video-System auch, wie man mit unterschiedlichen Brillen aussieht. Das erleichtert die Auswahl von Form und Farbe der Fassung, so passt sich die Brille ideal dem Gesicht an. Vogel ist begeistert von den digitalen Möglichkeiten und möchte diese auch seinen Kunden bieten. „Neben einem besseren Sehkomfort auf Grund eines nahezu perfekt genauen Ergebnisses bedeutet der Besuch bei uns mit unseren hochtechnologischen Geräten vor allem auch Zeitersparnis.“ Die Auswahl an Brillen und Gläsern ist groß. Rund 30 verschiedene Hersteller mit ihren neuesten Modellen führte Optik Demmler bisher im Sortiment. Im neuen Laden hat Vogel weitere Modelle und Hersteller in seine Kollektion aufgenommen. Von günstig bis preiswert gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich eine qualitativ hochwertige Brille mit gutem bis höchstem Sehkomfort zu leisten – je nach Geschmack und Geldbeutel. „Fassung und Gläser in vernünftiger Qualität sind bei uns bereits ab 89 Euro zu haben.“ Neben den üblichen Metalllegierungen gibt es bei Optik Demmler Brillen aus Azetat und Edelstahl oder aus Naturhorn, Titan und Kunststoff, die vor allem für Allergiker geeignet sind sowie beliebte Designermarken. Dazu kommt eine gute und große Auswahl an Sport- und Sonnenbrillen, von denen es zur Eröffnung einige Messeneuheiten zu sehen gibt. Mit dem neuen Laden erweitert Christian Vogel, der das alteingesessene Optiker-Geschäft vor vier Jahren übernommen hat, auch seinen Mitarbeiterstamm um eine weitere

Fotos: Anny Maurer

Nach 50 Jahren am gleichen Ort ist Optik Demmler nun von der FranzLudwig-Str. 8 schräg gegenüber in die Franz-Ludwig-Str. 5d umgezogen. Zur Neueröffnung am 1. März gibt es nicht nur ein moderneres Ambiente, sondern auch viele Messeneuheiten und attraktive Eröffnungsangebote.

Der neue Standort von Optik Demmler in der Franz-Ludwig-Str. 5d bietet einige Vorzüge. „Der Laden ist heller und freundlicher im Retro-Style in den Farben Grün, Braun und Weiß eingerichtet. Dank umweltfreundlicher LED-Technik ist unsere Beleuchtung noch natürlicher als zuvor und vor allem befindet sich jetzt alles auf einer Ebene“, sagt Christian Vogel, Master of Science in Augenoptik/ Optometrie und Inhaber von Optik Demmler. Auf 140 Quadratmetern befinden sich in den neuen Räumen der Laden mit zugehörigem Prüfraum und Werkstatt, Kontaktlinsenanpassung und Lager. Zu finden war Optik Demmler auch vorher schon gut in der Stadt und über den Zentralen Omnibusbahnhof schnell erreichbar – daran hat sich abgesehen vom Wechsel auf die andere Straßenseite nichts geändert.


die ZWIEBEL 3/2014 anzeige Augenoptikmeisterin auf fünf Personen. Mit ständigen Mitarbeiterfortbildungen und einer Brillentypberaterin, die vier Mal pro Jahr bei Optik Demmler für einen Tag zur Verfügung steht, setzt Vogel zudem auf individuelle Beratung unter Berücksichtigung der neuesten Möglichkeiten und Trends. „Sowohl das Material als auch das Design und die Technik in punkto Brillen ändern sich ständig“, meint der Augenoptiker. Im Bereich der Kontaktlinsen hat sich ebenfalls einiges getan. Die innovative DreamLens, die man nur nachts trägt, korrigiert die jeweilige Sehschwäche beispielsweise im Schlaf und lässt einen tagsüber scharf und klar sehen. Eine Alternative für barrierefreies Sehen, besonders für Kurzsichtige, die eine Operation vermeiden wollen. „Hier können wir bei Optik Demmler zudem als ausgewiesene Kontaktlinsenspezialisten beraten“, sagt Christian Vogel. [dp]

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gelesen die ZWIEBEL 3/2014

Gelesen März 2014

Grenze beruhen auf einer wahren Begebenheit. Über Seiten hinweg zitiert die Autorin Unterlagen aus diesem Fall, der auch Jahrzehnte später noch erschüttert. Gekonnt verknüpft Anna Degen Krimi Realität und Fiktion. Eine Geschichte, die den Leser auch nach der Lektüre nicht loslässt. [bp]

Lob der Faulheit BAMBERGER VERRAT ANNA DEGEN emons-Verlag, 9,90 € „Lebenslanges Leid dem Verräter“ – diese Zeilen in den Händen des Toten, den eine Joggerin in den frühen Morgenstunden im Hain vorfindet, geben der Bamberger Polizei mehr Rätsel auf, als dass sie wirklich erhellend wären oder gar einen Hinweis auf den Täter gäben. Hauptkommissar Werner Sinz, bereits bekannt aus Anna Degens Erstlings-Krimi „Das Haus am Nonnengraben“, tappt zunächst im Dunkeln und Staatsanwalt Benno Berg treiben andere, persönliche Sorgen um. Parallel dazu baut die Autorin die tragische Geschichte von Franz Novak und Hans Kromm ein, die eng

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mit den Bamberger Geschehnissen verknüpft ist. Hier verliert der Krimi seine charmante Leichtigkeit, denn die Vorkommnisse an der deutsch-deutschen

Thomas Hohensee Gütersloher Verlagshaus, 17,99 € Warum Diziplin und Arbeitseifer uns nur schaden! Allein dieser Untertitel dürfte bei einigen unsagbare Glücksgefühle auslösen: immerhin steht der Frühling vor der Tür und damit jede Menge Arbeit in Haus, Hof und Garten. Mensch, das ist ja ein Ding: Faulsein soll gut sein! Zumindest aus Sicht von Thomas Hohen-

see: wenn wir nur alle unsere negative Diziplin durch positive Faulheit ersetzen, ist das Paradies nicht mehr weit. Doch Achtung! Wenn Sie bislang der Überzeugung waren, ein diziplinierter und fleißiger Mensch zu sein, wird die Lektüre des Buches Sie eines Besseren belehren: Sie sind fauler, als Ihnen bewusst ist. Sie leben in einer Komfortwohnung mit Toilette und Heizung, besitzen diverse Geräte wie Waschmaschine, Geschirrspüler, Herd und Computer? Also, Sie gehen nicht zum Fluss, um zu baden, waschen

ihre Kleidung nicht mit Kernseife auf dem Waschbrett? Was für ein bequemes und faules Leben. Und doch bekommen Sie es immer wieder hin, sich Stress zu machen, sind der Überzeugung, dass das Leben hart ist und Ihnen nichts geschenkt wird? Sie merken schon, Thomas Hohensee will uns allen etwas sagen, mehr noch: er will mit seinem Buch unsere Fantasie auf Trab bringen. Nun, vielleicht gelingt es ihm ja bei dem einen oder anderen Leser. Sollte Ihr Nachbar in diesem Jahr mehr Zeit auf der Gartenliege als im Beet verbringen, fragen Sie ihn doch mal, welche Lektüre ihn in letzer Zeit besonders inspiriert hat. [sb]

Der Doktor braucht ein Heim Irene Dische dtv, 6,90 € Wenn das Thema „Demenz“ in dieser Ausgabe so umfangreich behandelt wird, darf auch dieses kleine, aber feine literarische Werk nicht unerwähnt bleiben. Völlig verwirrt von der „Duplizität der Vergreisnisse“ leidet der Doktor unter der „Altersheimer-Krankheit“. Der Doktor ist kein geringerer als der Vater von Irene Dische, ein jüdischer Nobelpreisträger für Chemie. Sein ganzes Leben lang war er bemüht, den Seinen ein Heim zu verschaffen – nun muss er sein eigenes verlassen. Das Taxi wartet schon, während sich in seiner Erinnerung Gegenwart und Vergangenheit vermischen. Und dann taucht da ständig diese Frau auf. Ist es die Nachbarin? Eine Fremde? Eine ehemalige Liebschaft? In lichten Augenblicken begreift er, dass dies seine Tochter ist. Voller Liebe und Humor

zeichnet Irene Dische die verwirrten Gedanken ihres Vaters so intensiv nach, dass man sich fast selber betroffen fühlt. Am Ende – damit alle wissen, woran sie sind – dreht der alte Mann noch einmal den Gasherd auf, ohne ihn anzuzünden. Dann kommt seine Tochter, um ihn abzuholen er nimmt sie in die Arme und weint ein bisschen, denn es ist lange her, seit er zuletzt eine Frau umarmt hat: „Ich weiß nicht, in was für einem Verhältnis wir stehen, aber ich weiß, wir stehen uns nah.“ Und macht sich auf den Weg in seine neue Heimat. [sb]

Das Haus der Gezeiten Elisabeth Gifford Rororo, 9,99 € Auf der kleinen schottischen Insel Harris bestimmen seit jeher die Gezeiten den Lauf der Dinge – die peitschende Brandung des Meeres, die stürmischen Winde, das saftige Grün auf den sanften Hügeln. Für Ruth und Michael geht ein Traum in Erfüllung, als sie dort ein kleines, verwittertes Cottage für sich entdecken. Gemeinsam will das junge Ehepaar das Anwesen zu einem idyllischen Bed & Breakfast umbauen. Doch schon während der Renovierung machen sie einen grausigen Fund: in einer kleinen Kiste wurden Säuglingsknochen begraben. Ruth beschleichen beklemmende Gefüh-


die ZWIEBEL 3/2014 gelesen le: Wer war das Kind? Warum sind seine Beine so unterentwickelt? Inzwischen selber in guter Hoffnung, will sie dem Geheimnis auf die Spur kommen. Mehr als hundert Jahre alte Aufzeichnungen eines jungen Geistlichen vermischen sich

hörigen zu überleben. Eine sonderbare Gabe.“ Fast drei Jahrzehnte hat es gedauert, bis Blondel – in Frankreich bereits ein bekannter Autor – seine eigene Geschichte erzählen konnte: wie er mit 22 Jahren seinen Vater durch einen Autounfall verliert. Vier Jahre zuvor starben bereits seine Mutter und der Bruder. Nun bleibt ihm nur noch ein einziges Ziel, der

möchte man als Leser auch gerne wissen und kommt nicht umhin, atemlos weiterzulesen. Blondel auf seinen zahlreichen Irrwegen zu begleiten, auf seiner Reise zurück ins Leben. Eine Reise, die ihn gerettet hat und über die er heute mit französischer Leichtigkeit und zartem Humor berichten kann. [sb]

Das Blutbuchenfest Martin Mosebach Carl Hanser Verlag, 24,90 € mit ihrer eigenen Vergangenheit, die sie unerbittlich wieder einholt. Die Literatur- und Religionswissenschaftlerin Gifford entführt ihre Leser in die Welt der schottischen Sagen und Mythen – und zwar so gekonnt, dass man sich nur zu gern darin verlieren mag. [sb]

Zweiundzwanzig Jean-Philippe Blondel Mare, 18 € „Ich weiß nicht, worin ich begabt bin. Vielleicht darin, den Tod meiner Ange-

Ort Mooro Bay am Pazifik, und er macht sich auf die Reise nach Kalifornien. Damals – 1986 – hatte er lange Haare, zwanzig Kilo weniger auf den Rippen und einen Ring im linken Ohr. Am Anfang der Geschichte steht jedoch eine Nonne. „Doch tatsächlich, da ist eine Nonne. Sie beugt sich über mich. Ihr Gesicht in Großaufnahme. Eine vorspringend Nase, wohlgenährte Nonnenwangen. Was ist hier eigentlich los?“ Ja, das

Martin Mosebach, laut Spiegel der aktuelle Vorzeige-Großbürger der Branche, siedelt seinen neuen Roman, wenn die Schubladisierung denn stimmt, unter seinesgleichen an: im Frankfurter Geldmilieu, gute zwanzig Jahre zurück. Der Balkankrieg steht vor der Tür, und er tritt sogar herein – in Person von Ivana, der Putzfrau aus bosnischer Familie, die unter den Protagonisten herumgereicht wird. Mit leichter, gern verspielter Feder skizziert der Autor sein Personal. Gleich zu Beginn lernen wir Frau Markies ken-

nen und ihren kleinen Wohlstand, von dem Ivana sich in unbeobachteten Momenten ein noch kleineres Stückchen abschneidet. Wereschnikow, einen Machertypen, der mit seinen Beziehungen in alle Welt prahlt, und so sehr daran glaubt, dass er meint, den Balkan im Alleingang befrieden zu können. Sein Kongress über die Menschenwürde wird natürlich zum Flop, doch ist das kein Grund, in Merzingers Restaurant, dem Treffpunkt dieses Mikrokosmos klein beizugeben. Der Ich-Erzähler, von der Welt frustrierter Kunsthistoriker, bildet den Gegenpol zur Welt des Geldes, vor allem aber steht Ivana im Mittelpunkt. Sie ist das verbindende Element – zwischen den Handelnden, und besonders zwischen diesen und dem wirklichen Leben. [hb]

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lebenswertes die ZWIEBEL 3/2014

„Informatik ist kreativ und Informatik hat mit Menschen zu tun.“ Ute Schmid, Professorin für Angewandte Informatik und Kognitive Systeme an der Otto-FriedrichUniversität Bamberg, ist von ihrem Fach begeistert. Und sie möchte einen Teil ihrer Begeisterung an junge Menschen, insbesondere an junge Frauen und Mädchen, weitergeben.

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„Wie toll ist Informatik?“ Im Rahmen des so genannten P-Seminars besucht Ute Schmid regelmäßig das Eichendorff-Gymnasium in Bamberg und berichtet dort unter dem Titel „Wie toll ist Informatik?“ über ihr Fach und die beruflichen Möglichkeiten. Bevor sie jedoch in die Materie einsteigt, macht sie zunächst einen Neigungstest mit ihren Zuhörern. Wer seine Fähigkeiten im kreativen Bereich sieht, ist bei der Informatik ebenso gut aufgehoben, wie jemand, der etwas mit Menschen zu tun haben möchte. „Man kann kein computergesteuertes Leitsystem für ein Museum erstellen, wenn man sich nicht mit den Besuchern des Museums und ihren Gewohnheiten auseinander gesetzt hat“, erklärt die Dozentin. So stellt die Angewandte Informatik ein breites Betätigungsfeld für viele Neigungen und Begabungen dar. Einzige tatsächliche Voraussetzung für das Studium der Informatik ist die Mathematik. „Wer überhaupt keinen Zugang zur Mathematik hat, wird es in der Informatik schwer haben“, räumt Ute Schmid ein. Es überrascht sie darum keineswegs, dass viele Schülerinnen am Girl’s Day häufig über die Möglichkeiten erstaunt sind, die ihnen dieses Fach bietet. Bei den meisten springt in den praktischen Workshops rasch der Funke der Begeisterung über. Hinzu kommt, dass viele Mädchen es zu schätzen wissen, wenn sie an diesem Tag alles allein ohne ihre gleichaltrigen Mit-

Fotos: Universität Bamberg

Weibliche Informatik

„Mädchen sind technisch ebenso begabt wie Jungs, sie schätzen sich meist nur falsch ein,“ so ihre Erfahrung. Um Mädchen dazu zu ermuntern, ihre eigenen Neigungen zu erkunden und ihnen nachzugehen, beteiligt sich die Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik (WIAI) der Universität Bamberg seit 2006 an dem jährlich stattfindenden „Girl’s Day – Mädchen-Zukunftstag“. In diesem Jahr lädt die Fakultät am 27. März Gymnasiastinnen ab der 9. Klasse in die Räume An der Weberei auf dem ERBA-Gelände ein, um sich selbst ein Bild von Technik und Informatik zu machen. Zunächst werden die jungen Gäste in einer kurzen „Mini-Vorlesung“ über das Fach und die dazu gehörigen Bachelor-Studiengänge informiert, um dann in Workshops die Praxis zu erleben. Es gibt drei Gründe, weshalb die Mädchen am Girl’s Day in die Fakultät WIAI kommen, erzählt Ute Schmid: „Schulfrei ist besser als Schule, ich habe mich zu spät angemeldet und nichts anderes mehr bekommen oder ich wollte mal etwas mit Informatik machen.“ Die Dozentin nimmt jeden dieser Beweggründe, die sie als „Säulen“ bezeichnet, gleich ernst, bewertet sie nicht. Vielmehr freut sich die Frauenbeauftragte der Fakultät WIAI darüber, wenn sich die Säulen nach diesem Tag dahingehend verändern, dass die Schülerinnen sich für das Fach erwärmen können.


die ZWIEBEL 3/2014 lebenswertes schüler ausprobieren können. Dennoch geht die Zahl der Teilnehmerinnen am Girl’s Day zurück. Einen Grund dafür sieht Ute Schmid in dem eng gesteckten Zeitplan des G8. Ein anderer Grund ist, dass die Schülerinnen in der 9. Klasse bereits für sich entschieden haben, dass Technik nichts für sie ist. „Studien haben ergeben, dass Mädchen bis zu 10 und 11 Jahre völlig unvoreingenommen sind gegenüber mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern.“ Erst während und nach der Pubertät, fährt die Informatikerin und Psychologin fort, setzt eine weibliche Abkehr von Technik und Naturwissenschaften ein. Den umgekehrten Fall erleben die Professorin und ihre Kollegen jedes Jahr, wenn die Fakultät WIAI zu dem Projekt „MUT – Mädchen und Technik“ einlädt. Seit 2005 besuchen Mädchen im Alten von 10 bis 14 Jahren in den Herbstferien die Workshop-Tage „Auf die Plätze – Technik –Los!“, die meist schon früh ausgebucht sind. „Dafür müssen wir im Grunde keine Werbung mehr machen“, zeigt sich Ute Schmid zufrieden und sie freut sich, dass die Mädchen nach dem ersten Besuch dieser Praxis-Tage bis zum letzten Mal, also wenn sie 14 Jahre alt sind, wiederkommen. Ideal wäre, wenn sie dann am darauffolgen-

den Jahr am Girl’s Day in die Fakultät WIAI zurückkehren würden. Ziel des Projektes „MUT“ ist, bei Mädchen Schwellenängste gegenüber technischen Abläufen und Sachverhalten abzubauen. Und dies gelingt Jahr für Jahr. Mit Stolz präsentieren die rund 70 bis 80 jungen „Wissenschaftlerinnen“ zum Abschluss die Ergebnisse ihrer Workshops. „Meist sind es kleine Spiele oder kleinere Filme, die die Mädchen mit einer eigenen Programmiersprache entwickelt haben,“ so Ute Schmid. Die Dozentin kam selbst erst nach dem Studium der Psychologie zur Informatik. Die erste Vorlesung in diesem Fach war für sie nach eigener Aussage eine „Offenbarung“ und so studierte sie neben ihrer Tätigkeit als Assistentin der Allgemeinen Psychologie Informatik. Sie weiß die Vorzüge beider Fächer zu schätzen, denn die Interaktion zwischen Mensch und Computer wird immer wichtiger und sie ergänzt: „Die Informatiker können bestimmte Sachen nicht, die die Psychologen können.“ Für den Girl’s Day am 27. März steht das Programm und Ute Schmid freut sich darauf, erneut Schülerinnen für ihr Fach begeistern und

sie eventuell für ein Studium der Informatik gewinnen zu können. Weitere Informationen zu diesem Tag an der Fakultät WIAI gibt es unter www.girlsday.wiai.uni-bamberg.de. [bp]

Am 27. März 2014 findet an der Universität Bamberg auch der „Boy‘s Day“ statt. In diesem Jahr beteiligen sich die erziehungswissenschaftlichen Lehrstühle und Professuren der Fakultät Humanwissenschaften (HuWi) erstmalig an diesem Tag, an dem JungenEinblicke in Berufsfelder erhalten, in denen vornehmlich Frauen tätig sind.

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Einmal Schönheit bitte. Schnell. Eigentlich weiß frau es ja: Die Creme aus der Werbung, die dank Mega-Booster-Effekt über Nacht Fältchen wegzaubert, wird an ihr keine Wunder vollbringen. Aber sie kauft sie trotzdem. Frau weiß auch, dass ihr Gesicht nach jedem Winter blass und trocken ist. Aber sie will es anders. „Also gut“, hat sich die ZWIEBEL gedacht: „Holen wir ein paar schnell-wirksame KosmetikTipps bei der Berufsfachschule für Kosmetik ein.“ Aber schnell? Ist nicht.

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Weiß ist die Farbe der Schönheit. Die Behandlungsstühle, die Arbeitskleidung, die Schuhe, der Boden und die Handtücher – alles in der Berufsfachschule für Kosmetik in Bamberg ist weiß, gepflegt und duftet. Auch die Inhaberin und Schulleiterin Juliane Strätz ist – wie erwartet – eine sehr gepflegte Frau. Eine, bei der man sich fast ein wenig schämt zu fragen, warum die teure MakeUp-Grundierung aus der Parfümerie trotz Beratung nie die richtige Farbe hat. Oder wie man die winterblasse Haut frühlingsfrisch bekommt. Die einfachste Strategie wäre wohl, es sich auf einem der Behandlungsstühle bequem zu machen und einer der Kosmetik-Schülerinnen sein pflegebedürftiges Gesicht zu überlassen. 40 sind es insgesamt und die

acht jungen Damen, die heute an Probe-Kundinnen üben, scheinen genau zu wissen, was sie tun. Auf dem Stundenplan stehen heute Reinigung und Pflege. Die angehenden Kosmetikerinnen betrachten gerade die Gesichter vor ihnen durch (weiße) Lupenlampen. Dem unerbittlich hellen Licht entgeht keine Pore. Die Frauen auf den Behandlungsliegen berührt das wenig. Ihre Köpfe ruhen auf einem Bett aus weißem Frottee. Sie sind fest in grüne Wolldecken gepackt und entspannen bei ruhiger Musik. Keine von ihnen öffnet die Augen, als Besucher durch die Reihen gehen. Hier entsteht also Schönheit. Aber wie? „Um die Haut überhaupt richtig pflegen zu können, muss man den Hauttyp bestimmen“, erklärt Juliane Strätz. Die 30-Jährige weigert


die ZWIEBEL 3/2014 lebenswertes sich souverän, den Kosmetiktrend oder das Pflegehighlight des Jahres zu benennen. „Das kommt immer auf den Hauttyp an. Und auch, wenn in diesem Frühjahr kräftige Farben und Gold angesagt sind – das steht nicht jedem“, erklärt sie. Wie so oft ist eine Bestandsaufnahme der erste Schritt. Ist die Haut trocken, fettig, eine Mischhaut oder „normal“? Juliane Strätz hilft weiter: „Trockene Haut braucht Fett und Feuchtigkeit. Fettige dagegen produziert zu

viel Talg und existiert in zwei Varianten: die ölige Form (Seborrhoe oleosa) und die trockene (Seborrhoe sicca).“ Normale (also ausgeglichene) Haut habe kaum jemand, Mischhaut dagegen jeder zweite. Was braucht frau also für eine Basispflege? „Eine Reinigung, eine Augen-, eine Tages- und eine Nachtpflege“, zählt Juliane Strätz an einer manikürten Hand auf. Spätestens mit 25 Jahren sollte frau anfangen, die sensible Augenpartie zu behandeln. „Ganz wichtig: Die

Fotos: Anny Maurer

Juliane Strätz leitet die Bamberger Berufsfachschule für Kosmetik

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lebenswertes die ZWIEBEL 3/2014 Augencreme immer zuerst auftragen“, rät die Schulleiterin. Denn die Creme sei auch eine wirksame Barriere gegen die Tages- oder Nachtpflege, die die empfindliche Augenpartie schnell reize. Zusätzlich empfiehlt Juliane Strätz wintertrockener Haut eine Ampullen-Kur und/oder Gesichtsmasken. Auch Peelings seien zu empfehlen. Die Häufigkeit der Anwendung sei aber – Sie ahnen es schon – vom Hauttyp abhängig. Die hoffnungsvolle Frage nach Hausmittelchen und der Wirksamkeit von selbst angerührten Gesichtsmasken aus Quark und Gurken beantwortet Juliane Strätz mit einem fast mitfühlenden Lächeln: „Die Kosmetikprodukte enthalten viele verschiedene Feuchtigkeitskomponenten und sind mittlerweile so ausgetüftelt, dass Naturprodukte nicht mehr mithalten können.“ Schade. Aber wenn man schon teures Geld für Kosmetik ausgibt: Warum bleibt der Über-Nacht-Effekt am eigenen Körper meistens aus? „Man darf nicht vergessen, dass Kosmetikpräparate nur oberflächlich wirken. Medikamente gehen tiefer, dringen in die Haut und in den Blutkreislauf ein. Kosmetika dürfen das nicht. Darum haben sie meistens nur einen aufpolsternden Effekt“, erklärt Juliane Strätz.

Erscheinungs-Tag: 22.02.14 ein Wickel gegen den winterspeck Publikation: omth Rub.: SH Unter-Rub.: 1141 Für einen frühlingshaften Körper empfiehlt die Schulleiterin eine entGröße: 3/55 mm schlackende Wickelkur. Dabei wird Folie um beide Beine und bis unKurztext/Kundenummer:

Wirtschaftsbroschüre -oth-0959147 ter die Brust gewickelt. „Damit unter dem Winterspeck die Bikinifigur

Die Lupe bringt es an den Tag: in der Vergrößerung bleibt keine Unreinheit unentdeckt

Abs.: wieder sichtbar wird“, sagt Julianebje Strätz, macht aber die Hoffnung auf eine schlanke Figur – ohne sich bewegen zu müssen – gleich zunichte. Auftrag-Motiv 05108534-001 k y m Auftrags-Nr.: IS1GG72W F: c

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„Eine bewusste Ernährung und Sport kann eine Kur nicht ersetzten. Sie ist nur eine wirksame Ergänzung.“ Aber noch einmal zurück zu der Eingangsfrage: Warum verlässt frau selbst Fachgeschäfte oft mit den falschen Produkten (wie einer zu dunklen MakeUp-Grundierung), obwohl sie sich hat beraten lassen? Die Antwort von Juliane Strätz ist ebenso einleuchtend wie simpel. „Das Hautbild lässt sich nur bei einem gereinigten Gesicht bestimmen. Wenn man in der Stadt einkauft, trägt man meistens Make-Up oder hat einen glänzenden Teint, weil man schon den ganzen Tag unterwegs ist. Das verfälscht das Ergebnis.“ Das Geheimnis der Schönheit scheint also wirklich in einem selbst zu liegen. Wer sich die

Gut verpackt: für die Schönheit verschwindet das Gesicht zeitweise unter duftigen Tüchern

Zeit nimmt, seinen Ist-Zustand einzuschätzen und dazu den Mut, sich ungeschminkt dem geschulten Blick einer Kosmetikerin zu stellen, kann in punkto Schönheit sehr weit kommen. [kk]

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Wald, Wein und Kultur Auf dem Steigerwald-Panoramaweg Der Steigerwald-Panoramaweg ist ein moderner Weg. Der Start in Bad Windsheim befindet sich in unmittelbarer Nähe des Thermalbades mit seinem in Europa wohl einmaligen Salzsee. Der Einstieg ist vom Bahnhof bequem durch den Kurpark zu erreichen. Weinberge, Waldberge, weite Blicke, dann wandert man durch den südlichen Steigerwald über den Kehrenberg und Hohen Landsberg, wo sich viele naturnahe Lebensräume befinden. Hier wurden mehr als 1000 Schmetterlingsarten nachgewiesen. Im Norden des Steigerwaldes führt die Route durch ausgedehnte Buchenwälder, die von Kennern als sehr wertvoll eingestuft werden. Eine Wanderung entlang des Panoramaweges lässt eine besondere, romantische Stimmung aufkommen. Ob Ruine, Burg oder Schloss – alle „Gemäuer“ haben eine bewegte Geschichte zu erzählen. Neuerdings gibt es Hinweise, dass Walther von der Vogelweide, der berühmte Minnesänger, auf der Stollburg geboren wurde und dort sein Alter verbracht hat. Wie der Name des Weges verspricht zählen die Aussichtspunkte zu den Highlights der Wanderung. Der Blick reicht von der Frankenhöhe im Süden über das Fränkische Mainland zum Spessart und zur Rhön, aber auch zu den Hassbergen, ins Maintal, nach Bamberg und zur Fränkischen Alb. Hinab und hinauf. Immer wieder steigt man von den Höhen hinab zu den fränkischen Siedlungen mit ihren Bauwerken aus längst vergangenen Zeiten.

Iphofen ist sicher ein Kleinod und hat einen der schönsten fränkischen Marktplätze. Das benachbarte Castell ist ein ländlicher Fürstensitz, umgeben von Weinbergen. Die Kirche des ehemaligen Zisterzienserklosters in Ebrach gehört zu den großartigsten frühgotischen Kirchen in Deutschland. An der Errichtung der Klosterbauten wirkten die berühmten Barockbaumeister Leonhard Dientzenhofer, Joseph Greising und Balthasar Neumann mit. Schließlich ist das zum Weltkulturerbe zählende Bamberg ein würdiges Finale des neuen Wanderweges. Der

Fotos: Tourismusverband Steigerwald

Wer sich aus dem fruchtbaren und waldarmen fränkischen Gäuland von Westen dem Steigerwald nähert, erkennt bereits aus der Ferne einen Höhenzug, der sich um etwa 220 m aus dem Vorland erhebt. Über den Wiesen und Weinbergen thront der Wald, der jedoch immer wieder von reizvollen Aussichtspunkten unterbrochen wird. Im südlichen Teil haben die Flüsse den Steigerwald in mehrere langgestreckte Bergzüge zerlegt. Im nördlichen Teil sind nur einige Einsenkungen vorhanden, die in Richtung Bamberg durch die Nebenflüsse des Mains etwas stärker ausgeprägt sind. So verläuft der SteigerwaldPanoramaweg abwechslungsreich in etwa neun Etappen über das sanfte Mittelgebirge hinweg von Bad Windsheim bis Bamberg.


die ZWIEBEL 3/2014 anzeige Panoramaweg führt aber auch durch zahlreiche Weinorte, deren Weine zu den besten Deutschlands gehören. Wer am Abend nach der Tour einen Schoppen zu sich nimmt, wird den Glanz der Landschaft und die Sonne Frankens nochmals erleben. In den Monaten November und Dezember 2008 wurde der Steigerwald-Panoramaweg durch den Deutschen Wanderverband in Kassel hinsichtlich der Richtlinien für einen Qualitätswanderweg geprüft. Da alle Kriterien erfüllt wurden, erhielt der Naturpark Steigerwald im Januar 2009 auf der CMT in Stuttgart die Urkunde überreicht und reiht sich somit in die Reihe der Qualitätswege in Deutschland ein.

neue Steigerwaldkarte des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation mit dem genauen Verlauf des Weges vor, die beim Tourismusverband Steigerwald angefordert werden kann; ebenso eine Übersicht von Unterkunftsmöglichkeiten am Weg sowie der Pocketguide zum Steigerwald-Panoramaweg. Beim Tourismusverband Steigerwald können auch Wandertouren mit Gepäcktransport auf dem Steigerwald-Panoramaweg gebucht werden. Tourismusverband Steigerwald Hauptstraße 1, 91443 Scheinfeld Tel.: 09162/124-24, Fax: -33 info@steigerwald-info.de www.steigerwald-info.de www.steigerwald-panoramaweg.de

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Die Zeitschrift „Das Wandermagazin“ aus Niederkassel hat nach der Einweihung des Weges im Frühling 2009 im Juni-Heft 146 den Weg in einer mehrseitigen Reportage und in einem Führer mit genauer Beschreibung der Etappen vorgestellt. Aktuell liegt auch die

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lebenswertes die ZWIEBEL 3/2014

Ein Näschen fürs Nähen

Sieht noch nicht ganz nach Tanzkleid aus – aber Gesine Beiersmann ist guter Dinge, bald in Weinrot über das Parkett zu schweben

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Fotos: Anny Maurer

Im Nähzentrum in der Brennerstraße 8 rattern regelmäßig die Maschinen. Was früher für viele eine lästige Arbeit war, ist heute ein Freizeitvergnügen. Immer mehr Frauen (und einige wenige Männer) wollen ihre Kleidung, Accessoires und andere Textilien selbst nähen. Wer es (noch) nicht kann, besucht einen Kurs. Und wer die Kunst schon beherrscht, aber nicht gerne alleine näht, der auch.


Frühjahr / Sommer 2014

die ZWIEBEL 3/2014 lebenswertes

Tief beugt sich der graue Schopf über einen bordeauxroten Stoff mit Blumenmuster. Doch noch während man sich der Dame nähert, schnellt ihr Kopf nach oben, während ihre Hände entrüstet den Stoff aus der Nähmaschine zerren. „Was habe ich denn da wieder gemacht?“, ruft sie und wirkt ein wenig verzweifelt. Ein Blick von Kursleiterin Christiana von Roit auf das Stück genügt: „Das musst Du leider wieder auftrennen.“ Mit einem tiefen Seufzer setzt sich Gesine Beiersmann wieder an ihre Maschine. Mit 77 Jahren hat sich die Memmelsdorferin vorgenommen, das Nähen zu lernen. Aber es gibt Momente, in denen sie das offensichtlich bereut. „Ich hoffe, dass ich das Kleid fertig kriege“, sagt sie mit einem gequälten Lächeln. Es ist ihre fünfte Nähstunde im Nähzentrum in der Brennerstraße. Drei weitere liegen noch vor ihr. „Das Tanzkleid!“, korrigiert sie eine Dame neckisch, die an einem Arbeitsplatz weiter vorne sitzt. Gesine Beiersmann schmunzelt verlegen. Das mit dem Tanzen, das will sie erst später erzählen. Also schauen wir der kecken Dame gleich mal über die Schulter. Hier, das sieht das unge-

schulte Auge gleich, sitzt eine Könnerin. Ingeborg Moritz arbeitet an einer Jacke aus Wolle. Keiner Trachtenjacke! Sondern ein sportliches Modell, das einer bekannten Outdoor-Marke nachempfunden ist. „Ich stehe auf Wolle“, verrät die 49-Jährige. Auf dem Kleiderständer hinter ihr hängt ihr selbstgenähter Mantel – ebenfalls aus Wolle. Die Yogalehrerin näht bereits seit ihrem zwölften Lebensjahr – und das richtig gut. Warum sie trotzdem einen Nähkurs besucht? „Ein Mal im Jahr überkommt es mich. Da will ich neben Haushalt und Garten etwas machen, das nachhaltig ist, was ich anfassen kann und das bleibt. Also habe ich mich nach einem Kurs umgesehen und bin hier gelandet.“

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ist mit 26 Jahren die Jüngste unter den Teilnehmerinnen, von denen manche schon seit Jahren Nähkurse besuchen. Acht Mal drei Stunden dauert jeder und richtet sich an Anfänger wie Fortgeschrittene. Wer teilnehmen will, muss weder eine eigene Maschine noch Vorkenntnisse mitbringen. Die Hüterin all dieser Nähtalente ist Christiana von Roit. Die 40-Jährige hat ein kleines Atelier in der Domstadt und näht auf Wunsch Damen- und Herrenkleidung. Seit 2010 unterrichtet die Bambergerin im Nähzentrum von Alexander Holzschuh. „Ich bemerke schon einen Trend zum Selbstanfertigen. Die Leute wollen etwas schaffen, das bleibt“, erzählt die Schneidermeisterin. Auch ihre Kollegin Herma Krumhorn beobachtet diese

Entwicklung. Die beiden Frauen unterrichten Teilnehmerinnen von der Jugend bis ins hohe Alter. In den zwölf Jahren, die Herma Krumhorn bereits im Nähzentrum arbeitet, haben sich erst drei Männer an eine Nähmaschine gesetzt. „Einer war Lehrer und hat für seine Tochter ein Kommunionkleid genäht“, erzählt sie, immer noch sichtlich beeindruckt. Der andere habe eine Tasche für seine Sportausrüstung gefertigt. Und der dritte? „Ein Hemd, glaube ich.“ Grundsätzlich entscheiden die Schüler, was sie machen wollen. Das Spektrum reicht vom rauschenden Ballkleid bis hin zur Schultertasche – je nach Können. Christiana von Roit und Alexander Holzschuh sind die Köpfe hinter den Nähkursen – und -maschinen


die ZWIEBEL 3/2014 lebenswertes Stoffe, Futter, Nähseide, Knöpfe, Applikationen, Nähmaschinen und vieles mehr. Der 48-Jährige hat das Traditionsgeschäft vor sieben Jahren von seinem Vater Siegfried Holzschuh übernommen und zeitgleich begonnen, die hausinternen Kurse auszubauen. Ein Glücksgriff.

DIY – „do it yourself“ (mach`s selber) heißt das Phänomen des Selbstanfertigens, unter dem man im Internet allerhand Anleitungen zum Heimwerken findet. Der Trend geht vom Lolli-Machen über das Entwerfen und Fertigen eigener Möbel bis hin zum Stricken, Häkeln und Nähen. Für Alexander Holzschuh, Inhaber des Nähzentrums, ist diese Entwicklung ein Gewinn. Bei ihm im Laden finden die (meist weiblichen) Kunden alles, was sie zum Schneidern brauchen: Schnittmuster, kilometerlange

„Seit etwa fünf Jahren gibt es eine immer stärkere Nachfrage. Auch die Jugend kommt wieder“, sagt er. Tatsächlich ist in dem kleinen Verkaufsraum einiges los. „Wir haben Kunden, die teure Seidenstoffe kaufen und genauso Kerle, die mit einer Bierflasche in der Hand am Laden vorbeilaufen und dann reinkommen, weil sie einen Druckknopf repariert haben wollen. Das machen wir alles“, erzählt er weiter. Zwischenkontrolle vor dem Spiegel Und wie war das nochmal mit dem Tanzkleid von Gesine Beiersmann? Ursprünglich wollte die 77-Jährige in dem Kurs aus einem alten Laken eine Schürze nähen. „Aber dann hat man mir hier gesagt: Mach‘ etwas anderes, das macht doch so keinen Spaß! Und das mach‘ ich jetzt.“ Dabei hat die Memmelsdorferin eigentlich nur den Wunsch, in Zukunft

ihre Hosen selbst kürzen zu können. Aber wenn alles gut geht, wird sie ihr neues Kleid bald zum Tanz ausführen. „Ich hab` mir so gedacht: Warum nicht einen Tanzkurs machen. Und den besuche ich jetzt mit meinem Mann. Das macht richtig Spaß.“ [kk]

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Erlebt – im Februar 2014 Poet mit Bombe straße wohnte und erst 2006 in Kirchlauter bei Bamberg starb), die Militärkarriere.

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„Stauffenberg“, 8.2.2014

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In dem Stück „Stauffenberg“ widmet sich Intendant und Autor Rainer Lewandowski einer umstrittenen Figur der Zeitgeschichte. War Claus Schenk Graf von Stauffenberg jahrelang ein Sympathisant Adolf Hitlers? Oder war er einfach nur ein Patriot, der das Beste für sein Vaterland wollte und den Krieg anfangs als Chance für ein besseres Deutschland sah? Fest steht, dass der 36-jährige General und Vater von fünf Kindern am 20. Juli 1944 im Führerhauptquartier Wolfsschanze eine Bombe platzierte, die Hitler töten sollte. Der Plan misslang, Hitler wurde nur leicht verletzt und Stauffenberg mit seinen Verbündeten noch in derselben Nacht erschossen. Allein die Darstellung des Attentats wäre ein Theaterstück wert. Das E.T.A.-Hoffmann Theater hat sich aber weit mehr vorgenommen: nämlich die Entwicklung des schneidigen Jungoffiziers von Stauffenberg vom Bewunderer des Dichters Stefan George zum heroischen Attentäter. Wie soll das gelingen, fragt man sich, angesichts der vielen komplexen Themen, aus der sich die Geschichte Stauffenbergs zusammensetzt: die Verbindung zu Bamberg (wo er beim 17. Reiterregiment stationiert war), seine Verehrung des deutschen Dichters Stefan George, der Nationalsozialismus, die Liebe zu seiner Frau Nina Freiin von Lerchenfeld (die in der Bamberger Schützen-

Dennoch – es gelang. Sehr, sehr gut sogar. In schnell wechselnden Szenen bildete das Theaterensemble mit wenigen, ausdrucksstarken Requisiten das Leben Stauffenbergs ab. Die Bühne war gleichermaßen Ballsaal wie Führerhauptquartier. Auf ihr brüllte Gauleiter Julius Streicher dem Bamberger Publikum eine widerliche Hasstirade gegen Juden ins Gesicht. Auf ihr tippten zwei Damen auf originalgetreuen Schreibmaschinen die Details der Operation „Walküre“ ab, mit deren Hilfe die Verschwörer den Umsturz im Reich und an der Front schaffen wollten. Auf ihr blitzten vor dem Hakenkreuz szenisch die Gräueltaten der Nationalsozialisten auf, verstärkt durch Blitzlichtgewitter und OriginaltonEinspielungen. Als roter Faden schlängelten sich Einblendungen des Dichtervaters George durch das Stück, der aus seinem Werk „Der Widerchrist“ (1907) rezitierte. Zusammengefasst ist „Stauffenberg“ ein eindrucksvolles Stück, brillant gespielt und gekonnt durch Bühnenbild, Technik, Kostüme und historische Genauigkeit in Szene gesetzt. Ein Lehrstück über den Nationalsozialismus und ein Beispiel dafür, aus wie vielen Einzelschicksalen sich unsere Geschichte zusammensetzt. Unter den hervorragenden Schauspielern glänzten Nadine Panjas als Nina Freiin von Lerchenfeld und Bernhard Georg Rusch/ Florian Walter als junger/alter Claus Schenk Graf von Stauffenberg. [kk]


die ZWIEBEL 3/2014 erlebt

Belastende Zeugnisse „Jüdisches in Bamberg“, Villa Dessauer, 13.2.2014 Noch bis zum 1. Juni zeigen die Museen der Stadt Bamberg in der Villa Dessauer die Geschichte der Bamberger Juden, die bereits seit dem Mittelalter in der Stadt gelebt und Spuren hinterlassen haben. Wiederholte Vertreibung und die nationalsozialistische Verfolgung haben viele Zeitzeugnisse zerstört. Dennoch haben die Menschen bis heute nicht aufgehört zu erinnern und alle verfügbaren Quellen für die Ausstellung zu sammeln. Gezeigt werden im Erdgeschoss die historischen Wohnbezirke und früheren Standorte der Synagogen, dazu Bilder, Bücher, Baupläne, Portraits, Alltagsgegenstände und religiöse Utensilien wie etwa eine echte Thora (hebräische Bibel) oder Gefäße für die häusliche Sabbatfeier, die bei streng gläubigen Juden von Sonnenuntergang am Freitag bis zur Abenddämmerung am Samstag stattfindet. Viele Bamberger Juden gehörten seit jeher dem „Wirtschaftsbürgertum“ an. Auch die Hopfenhändler Carl Emanuel und Babette Dessauer, deren repräsentatives Wohnhaus, das heute für Ausstellungen aller Art dient, einst sowohl als Wohn- und privater Rückzugsort der Händlerfamilie als auch als gesellschaftlicher Treffpunkt in der Stadt fungierte. Die erfolgreichen Geschäftsleute der Stadt bauten und bewohnten im ausgehenden 19. Jahrhundert die großen und komfortablen Häuser des Hainviertels und kamen auch in die Villa Dessauer zum Empfang. Im ersten Stock der Stadtgalerie Villa Dessauer geht es in der Ausstellung „Jüdisches in

Bamberg“ um die Judenverfolgung zu Zeiten des Nationalsozialismus. Erinnerungen an die Vertreibung, Flucht und Ermordung füllen ganze Räume und sind doch nur ein geringer Teil des unfassbaren Leids, das die Bamberger Juden erfahren haben. Ausweise und Ausreiseurkunden, Stempel und Totenscheine erzählen von Menschen, deren Schicksal dem eines Roulette-Spiels gleicht, vermochten sie doch ihr Glück oder Unglück nur in den wenigsten Fällen selbst in die Hand zu nehmen. Revolte, Kapitulation, Hoffnungsschimmer und dann doch – der Tod. Frauen, Männer, Kinder, gerade geboren, in der Blüte des Lebens oder im Alter. Es konnte jeden treffen und die meisten traf es auch. Später dann gab es die Lager der „Displaced Persons“, etwa in der Ulanenkaserne, in der alleine in Bamberg bis zu 1.600 Juden, die dem Massenmord entkommen waren, nach Kriegsende auf ihre Emigration nach Israel hofften. Dazu sind Wiedergutmachungsplakate zu sehen, die Kundgebungen und Vorträge ankündigten. Gegen das Vergessen hat die Willy-Aron-Gesellschaft schon vor einigen Jahren vor über 100 Häusern in Bamberg „Stolpersteine“ in das Kopfsteinpflaster eingefügt, europaweit sind es rund 40.000 an 1.017 Orten. Sie glänzen goldfarben in der Sonne. Wer durch die Stadt geht und in der Hast des Alltags auf den Boden sieht, begegnet ihnen jeden Tag – mit den Namen und Todesdaten. Gegen das Vergessen einerseits und für die Aufrechterhaltung jüdischer Religion und Lebensweise andererseits ist die jüdische Gemeinde, die sich als „blühend“ bezeichnet. Sie befindet sich seit 2005 mit einer neuen Synagoge und einem neuen Gemeindezentrum in der Willy-Lessing-Straße. [dp]


ausgestellt die ZWIEBEL 3/2014

ausgestellt März 2014

Aktuelle Ausstellungen in Bamberg

Das ufer villa concordia mo-do 8-12, 14-16, Fr 8-13, Sa-so 11-16 Ausstellung des Villa Concordia-Stipendiaten nikita alexeev 4.2. bis 9.3.2014

Blickpunkte Stadtarchiv mi-mi 8-16, Do 8-20, fr 8-14.30

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60 Jahre Fotografie Werner kohn – menschen, musik und verkehrszeichen bis 28.3.2014

Hans SalomonSchneider Karstadt, grüner markt zu den öffnungszeiten der bambeger künstler zeigt arbeiten aus seinen reihen „kiwis“ und „dots“ bis 29.3.2014

Widerstand in bamberg eta-hoffmann-theater zu den kassenöffnungszeiten Erinnerungen an Willy Aron, hans wölfel und Claus graf schenk von stauffenberg ab 7.2. bis 9.3.

Mörderballaden Lichtspielkino zu den öffnungszeiten Die Fotografin Nora Jacob illustriert drei short storys aus Martin Beyers „Mörderballaden“ ab 6.3. bis 31.3.2014

Hundejahre eta-hoffmann-theater zu den kassenöffnungszeiten Radierungen von Günter Grass zu seinem gleichnamigen Roman bis 16.3.2014

johann lukas schönlein staatsbibiliothek, domplatz mo-fr 9-17, sa 9-12 arzt und mäzen: kabinettausstellung zum 150. todestag bis 11.4.


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Wüste

Hilde Bauer

stephanskirche Mo-so 9-17 Bilder von Hartmut Pfeuffer – wüstenlandschaften der Sahara aus 20 jahren bis 21.4.2014

Eta-hoffmann-theater zu den kassenöffnungszeiten der kunstverein bamberg zeigt Bilder und collagen, von der architektur inspiriert ab 22.3. bis 26.4.2014

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gesundheit die ZWIEBEL 3/2014

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Die Fotos, die wir in den Beiträgen zum Thema verwenden, sind Teil einer Wanderausstellung der Demenzinitiative Bamberg. Sie wurden im Rahmen des Jugendfotowettbewerbs „Blitzlicht ins Land des Vergessens“ von Schülern und Jugendlichen ab 14 Jahren aus Bamberg und dem Landkreis erstellt. Die nächste Präsentation der Ausstellung im Raum Bamberg findet vom 1. bis 30.6.2014 im Rathaus Hirschaid statt. Interessierte Institutionen steht sie zum kostenlosen Verleih zur Verfügung. www.demenzinitiative.bamberg.de


die ZWIEBEL 3/2014 gesundheit

Der alte Großvater und der Enkel E

Fotos: Demenzinitiative Bamberg

s war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm. Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er die Suppe auf das Tischtuch und es floß ihm auch etwas wieder aus dem Mund. Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen musste sich der alte Großvater endlich hintern den Ofen in die Ecke setzen, und sie gaben ihm sein Essen in ein irdenes Schüsselchen und noch dazu nicht einmal satt, da sah er betrübt nach dem Tisch, und die Augen wurden ihm nass. Einmal auch konnten seine zittrigen Hände das Schüsselchen nicht festhalten, es fiel zur Erde und zerbrach. Die junge Frau schalt, er sagte aber nichts und seufzte nur. Da kaufte sie ihm ein hölzernes Schüsselchen für ein paar Heller, daraus musste er nun essen. Wie sie so da sitzen, so trägt der kleine Enkel von vier Jahren auf der Erde kleine Brettlein zusammen. „Was machst du da?“ fragte der Vater. „Ich mache ein Tröglein“, antwortete das Kind, „daraus sollen Vater und Mutter essen, wenn ich groß bin.“ Das sahen sich Mann und Frau eine Weile an, fingen endlich an zu weinen, holten alsofort den alten Großvater an den Tisch und ließen ihn von nun an immer mitessen, sagten auch nichts, wenn er ein wenig verschüttete. (aus: Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm).

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gesundheit die ZWIEBEL 3/2014 „Hauptrisikofaktor für eine Demenz ist ganz klar das Alter“, betont Geriatriker Dr. Robert Meyrer. Da es in Zukunft immer mehr alte Menschen geben wird, erklärt sich auch die erschreckende Zunahme von Erkrankungen, ab 80 Jahren steigt die Kurve dramatisch an, bei den über 90jährigen ist bereits jeder Dritte betroffen. Doch was ist überhaupt Demenz? „Die Erkrankung wird häufig auf das Vergessen reduziert, zeigt sich aber durch ein viel facettenreicheres, buntes Bild, das sich bei jedem Menschen anderes präsentiert“, sagt Meyrer. „So treten bei dem einen Verhaltensauffälligkeiten oder Merkfähigkeitsstörungen in den Vordergrund, andere leiden mehr unter Depressionen oder körperlichen Abbauprozessen. Deshalb steht ganz am Anfang erst einmal eine gesicherte Demenz-Diagnose.“

Demenz – das große Vergessen Wenn die Vergangenheit sich langsam auflöst, man vergisst, was einmal war, aber auch nicht mehr weiss, wie die Gegenwart funktioniert – dann sind das häufig deutliche Anzeichen für eine Demenz. Rund 35 Millionen Menschen sind weltweit von dieser Erkrankung betroffen, bis 2050 soll sich die Zahl mehr als verdreifachen.

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Entscheidend ist dabei auch die Form der Demenz, denn nicht immer handelt es sich – wie viele meinen – um Alzheimer. Demenz kann genauso durch Hirninfarkte und Durchblutungsstörungen ausgelöst werden, durch Alkoholismus sowie in Folge von Parkinson oder Multipler Sklerose auftreten. Darüber hinaus gibt es die so genannte reversible Demenz, verursacht z.B durch Schilddrüsenerkrankungen, Vitamin B 12-Mangel, Vergiftungen, Elektrolytverschiebungen oder Depressionen. Diese Form können Ärzte größtenteils mit entsprechender Therapie wieder in den Griff bekommen. Anders ist es bei Alzheimer – hierbei handelt es sich um einen chronischen, unheilbaren Krankheitsverlauf, bei dem der Patient allmählich seine psychischen und physischen Fähigkeiten verliert. Das kann relativ schnell gehen, sich aber auch über viele Jahre oder gar Jahrzehnte erstrecken. Die Demenz ist auch eine Erkrankung, für die es so gut wie keine Prophylaxe


die ZWIEBEL 3/2014 gesundheit gibt – ausser, dass man einer gefäßbedingten Demenz beispielsweise mit gesunder Ernährung und Bewegung vorbeugen und Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes und erhöhte Cholesterinwerte medikamentös behandeln kann. Auch wenn keine Heilung möglich ist, so gibt es doch eine Vielzahl an Therapiemöglichkeiten für Demenz-Patienten. Ziel ist es, den Erkrankten so lange wie möglich ein eigenständiges Leben zu ermöglichen. Je nach Krankheitsbild werden beispielsweise nichtmedikamentöse Behandlungsmethoden wie Musik-, Tanz- oder Ergotherapie angeboten. Eine große Rolle spielen dann geeignete Pflegehilfsmittel (Gehwagen, Toilettenstuhl, etc.) und ambulante Betreuungsangebote (Hausnotrufsystem, Tagespflege, etc.) Darüber hinaus müssen selbstverständlich alle akuten und chronischen Begleiterkrankungen wie körperliche Gebrechen, organische

Beschwerden oder Depressionen von den Ärzten medizinisch begleitet werden. „Für jeden Patienten sollte eine individuelle Therapie entwickelt werden. Dabei ist von großer Bedeutung, dass man sich nicht mit der Krankheit versteckt, dass man sie enttabuisiert. Auch mit Alzheimer kann man Freude empfinden und Spaß am Leben haben“, betont Meyrer, der dabei nicht nur seine Demenz-Patienten im Blick hat: „Die Angehörigen brauchen in ihrer Betreuung ebenfalls Unterstützung, sie arbeiten sich nämlich oft völlig auf.“

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In Bamberg gibt es inzwischen zahlreiche Anlaufstellen, die allen Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Expertinnen rund um das Thema Demenz sind beispielsweise Claudia Zankl und Birgit Limmer von der Sozialstiftung Bamberg. Beide leiten eine zehnteilige Schulung für Angehörige: Hier lernen die

Hauptwachstraße 24 96047 Bamberg Tel. 0951 / 22391 www.uhren-stumpf.de

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gesundheit die ZWIEBEL 3/2014 Teilnehmer, wie man mit der Krankheit und dem dementen Patienten umgehen kann, mehr Verständnis entwickelt, aber auch auf seine eigenen Bedürfnisse als Pflegeperson achtet. Eine echte Erleichterung ist dabei für viele der Austausch über ihre Alltagserfahrungen – man fühlt sich nicht mehr so allein, sieht, dass andere mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Claudia Zankl bringt es auf den Punkt: „Es ist wichtig, offen mit der Erkrankung umzugehen. Demenz ist ein Teil unserer Gesellschaft, es geht dabei um Würde und Anerkennung des individuellen Menschen und Respekt vor einem gelebten Leben.“

Alzheimer Gesellschaft Bamberg e.V. Über das Alzheimer-Telefon können Demenz-Patienten und ihre Angehörigen sich jederzeit Hilfe, Rat und Informationen holen – sowohl bei gesundheitlichen Fragen als auch wenn es um Hilfsmittel, Pflegeversicherung und andere Leistungen geht. „Zögern Sie nicht, auf den Anrufbeantworter zu sprechen und eine Telefonnummer zu hinterlassen, falls wir mal nicht direkt erreichbar sind“, betont Zankl. „Wir melden uns dann so schnell wie möglich zurück.“ Darüber hinaus bietet die Alzheimer-Gesellschaft persönliche Beratungstermine, eine Angehörigengruppe und ein Enlastungsangebot durch Helfer (siehe Infokasten) an.

Sowohl Zankl als auch Limmer engagieren sich neben ihrem Beruf ehrenamtlich bei der

Einen Punkt legen Ärzte und Betreuer den Patienten und ihren Angehörigen immer wie-

„Jetzt dürfen Sie mich ruhig mal drücken!“ Marion und Gerhard Schmidt* sind ein Ehepaar im besten Alter: die Tochter ist erwachsen, das Enkelkind macht viel Freude, das Berufsleben liegt hinter ihnen, sie wohnen in einem schönen, gepflegten Häuschen am Stadtrand, wirken sportlich und fit: der Spätsommer des Lebens scheint viele sonnige Tage für sie bereit zu halten.

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* Namen von der Redaktion geändert

der ganz besonders ans Herz: Rechtzeitig zu regeln, was zu regeln ist – ob Patientenverfügung, Bankvollmachten oder das Testament. Und: „Klären Sie so früh wie möglich, was Sie sich für die Zukunft wünschen. Sprechen Sie über die Dinge, die Ihnen wichtig sind. Das macht es für alle Beteiligten später leichter.“ Davon abgesehen, sollte man versuchen, die bis zum Schluss auch schönen Seiten im Miteinander zu genießen. „Freut euch mit uns über das, was wir noch können, und klagt nicht über das, was wir verloren haben, denn ändern könnt ihr es in der Regel nicht“. (Helga Rohra, Demenzerkrankte in ihrem Buch „Aus dem Schatten treten“, Mabuse-Verlag) [sb]


die ZWIEBEL 3/2014 gesundheit Man merkt ihnen nicht an, was sie in den vergangenen Jahren an körperlicher und seelischer Kraft lassen mussten. Denn mit viel Liebe und Aufopferung pflegt das Ehepaar seit rund einem Jahrzehnt seine Angehörigen. Inzwischen sind Marions Vater und Gerhards Eltern gestorben, nur ihre Mutter Lene Willmann* lebt noch – und leidet seit vielen Jahren unter einer Demenz. „Angefangen hat es mit einem Schlaganfall vor zwölf Jahren, danach konnte sie auf einem Auge nicht mehr richtig sehen und war ein bisschen vergesslich. Doch damals lebte mein Vater noch und irgendwie haben sie das Ganze überspielt“, berichtet die zierliche Frau. „Sie litt vermutlich bereits unter einer vaskulären Demenz. Man wollte sich die Krankheit halt nicht so richtig eingestehen.“ Wenn die Mutter den Spargel ungekocht servierte, machte der Vater lediglich einen flapsigen Scherz. Wenn sie vergaß, die Tür abzuschließen, übernahm er das stillschweigend. „Irgendwie hat es immer funktioniert.“ Dann starb der Vater vor sechs Jahren – und alles wurde plötzlich viel klarer und offensichtlicher. „Meine Mutter zeigte überhaupt keine richtige Trauer. Sie, die früher bei jeder Beer-

digung in Tränen zerflossen ist, zeigte keinerlei Emotionen mehr.“ Nun diagnostizieren die Ärzte eine Alzheimer-Demenz im mittleren Stadium: Es kam zu Wortfindungsstörungen, sie wurde immer vergesslicher, konnte sich schwer orientieren. „Jetzt wussten wir, dass es nicht nur an den Folgen ihres Schlaganfalls lag, sondern dass sie auch noch Alzheimer hat – und das wohl schon seit längerem.“ Die Schmidts versteckten sich nicht mit der Diagnose, sondern stellten sich der Erkrankung: Gerhard war glücklicherweise vorzeitig in den Ruhestand gegangen, auch um sich besser um die Eltern kümmern zu können. Seine Frau hatte eine leitende Position, doch auch sie hörte dann früher mit dem Arbeiten auf. „Wir wollten unbedingt, dass Mutter so lange wie möglich daheim bleiben kann.“ Die Schmidts wohnen mit vier Generationen unter einem Dach, die Kinder haben wenig Zeit – also nahm das Ehepaar das Schicksal gemeinsam in die Hand. „Wir haben sie von Anfang an überall mit hin genommen, sind mit ihr in den Urlaub gefahren – auch wenn sie sich oft merkwürdig benommen hat. Dann haben wir einfach erklärt, dass sie unter Alzheimer leidet und um Verständnis gebeten.“

Um sich so gut wie möglich um ihre Mutter kümmern zu können, besuchte Marion eine der ersten Schulungen für pflegende Angehörige. „Das hat mir sehr geholfen, ich kann nur jedem empfehlen, diese Hilfe so früh wie möglich in Anspruch zu nehmen.“ Auch ging das Paar regelmäßig zu Angehörigen-Treffen und tauschte sich mit anderen Betroffenen aus. „Es tut so gut, wenn man merkt, dass man nicht allein mit seinen Problemen ist.“ Die Mutter bekam alle möglichen Hilfsmittel, beispielsweise ein Gerät am Handgelenk, das alle Türen verschließt, wenn sie sich ihnen nähert. „Sie ist ja körperlich absolut fit und will ständig etwas unternehmen. Sie läuft und

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gesundheit die ZWIEBEL 3/2014 essen, nicht trinken, ihr Zustand hatte sich so verschlechtert, dass sie in die Klinik musste. „Die Ärzte geben sich sehr viel Mühe mit ihr. Und wir besuchen sie ganz oft, bei mir isst und trinkt sie jetzt wenigstens etwas.“ Vor ein paar Tagen, als Lene ihre Tochter wieder einmal nicht erkannte, sagte sie zu ihr zum Abschied: „Sie dürfen mich jetzt ruhig mal drücken.“ Solch ein Satz schmerzt Marion Schmidt, genauso wie die Empfehlung der Fachleute, die Mutter jetzt in ein Pflegeheim zu geben. „Es ist doch meine Mutter, die mag ich nicht einfach weggeben.“ Auch wenn die Schmidts wissen, dass die Betreuung der inzwischen hochdementen Mutter kaum noch zu leisten ist. Drei Heime haben sie sich schon angesehen – allerdings ist es gar nicht so einfach, einen Platz zu bekommen. „Jetzt schauen wir mal, wie es in der Klinik weitergeht, was wir dann machen. Wir wollen ja schließlich das Richtige für unsere Mutter tun.“ [sb] läuft, egal, wann und wohin.“ Bis vor einem Jahr lebte der Vater von Gerhard noch – mit 92 Jahren war er körperlich zwar nicht mehr so gut beieinander, dafür aber geistig voll auf der Höhe. „Die beiden sind dann immer zusammen unterwegs gewesen, spazieren gehen, den Friedhof besuchen – sie haben sich optimal ergänzt.“ Als der alte Herr plötzlich verstarb, wurde es mit der Mutter immer schwieriger. „Wenn wir die Straße überqueren wollten, konnte ich sie kaum festhalten, sie hat die Schränke mit frischer Wäsche ausgeräumt, sich eingekotet. Natürlich macht man das alles immer wieder weg, bringt es in Ordnung. Aber wenn es ein paar Mal hintereinander passiert, dann wird man schon mal ein bisschen ärgerlich und schimpft mit ihr. Aber da tut sie mir dann auch wieder leid, sie kann ja nichts dafür“, berichtet Marion aus ihrem Pflegealltag. „Oder gehen Sie mal mit einer Alzheimer-Patientin zum Zahnarzt, Optiker oder Hörgeräteakustiker. Das ist nicht einfach, wobei man sagen muss, dadurch dass wir immer alle informiert haben, dass sie krank ist, sind wir überall auf Verständnis gestoßen.“

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Eine echte Erleicherung brachte die zeitweilige Tagespflege: die Mutter wurde morgens um neun Uhr abgeholt und um 16 Uhr wieder heimgebracht. „Die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten tat ihr gut – es wurde gesungen, gespielt – das hat ihr gefallen.“ Doch dadurch, dass die alte Dame ständig weglaufen wollte, sich im Transport-Bus nicht anschnallen ließ, war das Pflegepersonal mit ihrer Betreuung irgendwann auch überfordert. Dann vor drei, vier Wochen wollten die Schmidts mal ein paar Tage allein verreisen und organisierten für die Mutter eine Verhinderungspflege. Als sie wiederkamen, erkannte Lene Willmann ihre Tochter erst einmal nicht mehr. Sie wollte nicht

Unsere Gesprächspartner/innen Dr. Robert Meyrer, Leitender Oberarzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Klinische Geriatrie, Somnologie bei der Sozialstiftung Bamberg, 1. Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Bamberg e.V. Claudia Zankl, Gesundheits- und Krankenplegerin, Pflegeüberleitung bei der Sozialstiftung Bamberg und Beisitzerin der Alzheimer Gesellschaft Bamberg e.V. Birgit Limmer, Diplom-Sozialpädagogin bei der Sozialstiftung Bamberg und Beisitzerin der Alzheimer Gesellschaft Bamberg e.V.


die ZWIEBEL 3/2014 gesundheit Wichtige Adressen Sozialstiftung Bbg, Angehörigenschulung: Claudia Zankl, Telefon: 09 51 / 50 32 30 50 (vormittags) oder Anrufbeantworter, E-Mail: claudia.zankl@sozialstiftung-bamberg.de Alzheimer Gesellschaft Bbg. e.V., Postfach 1063, 96001 Bamberg, Telefon 09 51 / 86 80169, E-Mail: info@alzheimer-bamberg.de, Internet: www.alzheimer-bamberg.de Entlastungsangebot durch Helfer: Einsatzplanung über Fachstelle für pflegende Angehörige, Schillerplatz 16 ,Telefon 09 51 / 2 08 35 01 Demenziniative für Stadt/Landkreis Bamberg: unter www.demenziniative.bamberg. de findet man zahlreiche Adressen und Anlaufstellen für Betroffene.

RegelmäSSige Termine der Alzheimer Gesellschaft Bamberg e.V. Jeden zweiten Dienstag im Monat, 18.30 Uhr (ohne Anmeldung): Persönliche Beratung in den Räumen des Pflegedienstes Löschner, Willy-Lessing-Str. 61 a. Jeden letzten Mittwoch im Monat, 15.00 – 16.30 Uhr (ohne Anmeldung: Angehörigengruppe im Hotel Wilde Rose, Keßlerstr. 7. Aktueller Veranstaltungstipp: „So lange wie möglich zu Hause wohnen – welche Unterstützungmöglichkeit gibt es?“ 19.3.2014, 17.00 Uhr, Diakonie Bamberg, Hainstr. 59 Kontakt: h.schechinger@dwbf.de

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Mitglied im

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JOB AG ⁄ Lange Straße 23 ⁄ 96047 Bamberg T 0951-5099980 ⁄ bamberg@job-ag.com ⁄ www.job-ag.com/bamberg


anzeige die ZWIEBEL 3/2014

Pflege, Beratung und Versorgung für ein selbstbestimmtes Leben zu Hause takte zu Ärzten und Selbsthilfegruppen und vieles mehr. „Das ist von Mensch zu Mensch verschieden“, erklärt Christine Kullig-Krönert. Der examinierten Krankenschwester sind die Würde und Selbstbestimmtheit des Einzelnen besonders wichtig. Um eine bestmögliche Unterstützung zu gewährleisten, ist die Pflegedienstleiterin 24 Sunden am Tag erreichbar.

Das Angebot des Pflegedienstes Chrisana ist breit gefächert. Das Leitbild der Sozialen Betreuungspflege lautet: Menschen in ihrer individuellen Persönlichkeit zu würdigen, zu erkennen und begleitend zu unterstützen. Darum ist die Pflege individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden abgestimmt. Bis zu zwölf in der Kranken- und Altenpflege ausgebildete Mitarbeiter gewährleisten eine optimale Versorgung. Pflegedienstleiterin Christine Kullig-Krönert spricht bewusst von Kunden und nicht ausschließlich von Patienten. „Betreuung fängt schon vor der Pflege an. Wir kümmern uns darum, dass Menschen nach ihren eigenen Bedürfnissen aktiv am täglichen Leben teilnehmen können und ihre Mobilität so gut es geht bewahrt wird. Dabei unterstützen wir Personen mit den unterschiedlichsten Einschränkungen oder Behinderungen und gehen dabei auf ihre Wünsche ein.“

Die Inhaberin von Chrisana hat nicht nur eine gerontopsychiatrische Zusatzausbildung, sondern berät auch bei der Einstufung in die Pflegestufe und begleitet auf Wunsch Widerspruchsverfahren. Und es gibt noch eine Sache, die Christine Kullig-Krönert besonders am Herzen liegt: die Unterstützung der Angehörigen. „Gerade Familienmitglieder oder das Umfeld brauchen oft Rat und eine Entlastung im Alltag. Durch eine zusätzliche Weiterbildung als Mediatorin, das ist eine Art Vermittlungsperson in Konflikten, können für ausweglos scheinende Situationen Lösungen gefunden werden.“ [kk] Der Pflegestützpunkt in Bamberg befindet sich in der Seehofstr. 44, Telefon 0951/70042837, E-Mail: Info@chrisana.de. Mehr Infos unter www.chrisana.de 24-Stunden-Bereitschaft: 0171/8755416

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Chrisana bietet mehr als Krankenpflege, medizinische Behandlungspflege, Grundpflege, Betreuung oder die Überleitungspflege für die Erstversorgung zu Hause. Nämlich all die Dinge, die das Leben erleichtern und lebenswerter machen, wie beispielsweise Hilfe bei Verwaltungsaufgaben und im Haushalt, Versorgung von Haustieren, Kon-

Fotos: Katja Kölbl

Christine Kullig-Krönert möchte nicht nur schnelle Lösungen anbieten, sondern die Situation des Kunden in seiner Ganzheit betrachten und verbessern. Die Zielfindung erfolgt in zwei Schritten. „Was wird benötigt? Und: Wie kann das Gewünschte realisiert werden?“, erklärt sie. Eine optimale Versorgung erreiche man durch die Kombination von privaten und gesetzlichen Leistungen.


die ZWIEBEL 3/2014 cartoon – gerd bauer

Gerd Bauer illustriert die ZWIEBEL jeden Monat mit einem seiner typischen ­Cartoons, die das fränkische Lebensgefühl auf den Punkt bringen.

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ausgehen die ZWIEBEL 3/2014

Die Alltagskleider abgetan

Ausgehen März 2014

Symphoniekonzert KOnzerthalle sa, 1.3.2014, 20.00 Uhr Bamberger Symphoniker mit der Ouvertüre der „Lustigen weiber von windsor“ und beethovens „Pastorale“

Matinee / Lesung Buchhandlung hübscher so, 2.3.2014, 11.00 Uhr Albrecht volk stellt sein buch „Künstler aus leidenschaft“ vor

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brentano-Theater mo, 3.3.2014, 20.00 Uhr literarisches Faschings­ programm mit M. Neubauer und c.-h. braun, auch 4. & 5.3.

Brasilianischer karneval mojow club, obstmarkt 9 mo, 3.3.2014, 21.00 Uhr livemusik aus brasilien mit axébamba und dj frank keil

Blumensprache textil LuitpoldstraSSe 25 fr, 7.3.2014, 17.00 Uhr Blumen in textiltechniken, mit musik und literatur, „Mode macht mut“

Ehrlich Brothers Brose Arena sa, 8.3.2014, 20.00 Uhr

Gewaltfreie kommunikation Markusplatz 1 fr, 14.3.2014, 18.00 Uhr

multimedia-illusionsshow der zauberstars aus deutschland

einführungsabend zur seminarreihe

Namibia & botswana

Butterfly stories

konzerthalle, hegelsaal so, 9.3.2014, 18.00 Uhr

naturkundemuseum fr, 14.3.2014, 19.00 Uhr

panoramashow von michael fleck über tiere und reisen in der afrikanischen wildnis

preisgekrönter film über menschen und schmetterlinge, auch 18. und 28.3.

Abschiedskonzert

shades of schmalz 2

Villa Concordia mi, 12.3.2014, 19.00 Uhr

club kaulberg fr, 14.3.2014, 20.00 Uhr

verabschiedung der stipendiaten mit konzert des ensemble musikfabrik

das schlechteste der deutschen literatur mit ursula gumbsch und hanuta gonzales, auch 16.3.

Film-musik-abend

Die Automate

Jüdische satiren

Alpenklezmer

Lichtspielkino so, 2.3.2014, 20.00 Uhr

E.T.a.-hoffmann-haus fr, 7.3.2014, 20.00 Uhr

Club Kaulberg do, 13.3.2014, 20.00 Uhr

Haas-Säle fr, 14.3.2014, 20.00 Uhr

Film „Der zerbrochene klang“ und klezmer mit „Mesinke“

Andreas Ulich liest „Die automate“ von e.t.a. Hoffmann

Arnd rühlmann liest texte jüdischer satiriker und humoristen

Andrea pancur und band verbinden jiddisches lied und bayerische Volksmusik


die ZWIEBEL 3/2014 ausgehen

Massenet: werther

Fremdsprachenkino

Hilde Bauer

cinestar sa, 15.3.2014, 18.00 Uhr

Odeon Kino di, 18.3.2014, 18.30 Uhr

ETA-Hoffmann-Theater sa, 22.3.2014, 16.00 Uhr

Live aus der met, new york: massenets adaption von goethes werter, mit jonas kaufmann und elina garanČa

schüler des flg zeigen „una noche“ in spanisch mit untertiteln und cocktails

vernissage des kunstvereins zur ausstellung der von der architektur inspirierten bilder von hilde bauer

vortrag von volker glab über parallelen und die heutige bedeutung

Die weiSSe Rose

Fastenpredigt

Frühlingskonzert

Symphoniekonzert

eta-hoffmann-theater sa, 15.3.2014, 20.00 Uhr

Kloster Michelsberg d0, 20.3.2014, 17.00 Uhr

konzerthalle sa, 22.3.2014, 17.00 Uhr

Konzerthalle mi, 26.3.2014, 20.00 Uhr

premiere des jungen theaters über die widerstandsgruppe und die geschwister scholl

Vortrag zur weltchronik des frutolf von 1101 mit rundgang und fastenpredigt von andreas ulich

das jugendorchester bamberg mit dem frühlingshaften programm seiner japantournee

die bamberger symphoniker mit dem violinkonzert von erich wolfgang korngold

Cécile verny quartet

Die heilige Hure

Der Einsame Weg

König David

Brentano Theater fr, 21.3.2014, 20.00 Uhr

eta-hoffmann-theater sa, 22.3.2014. 20.00 Uhr

stephanskirche so, 30.3.2014, 17.00 Uhr

junger, grooviger jazz abseits der üblichen pfade

Victoria heinz und martin neubauer in einer rekonstruktion eines stücks von oscar wilde

premiere des schauspiels von arthur Schnitzler um ziele, träume und lebenslügen

oratorium von arthur honegger mit der kantorei st. stephan vvunter ingrid kasper

Volker strübing

kammermusik: Trio

Howard Carpendale

jochen schimmang

morphclub mo, 17.3.2014, 21.00 Uhr

konzerthalle fr, 21.3.2014, 20.00 Uhr

brose Arena di, 25.3.2014, 20.00 Uhr

buchhandlung collibri mo, 31.3.2014, 19.30 uhr

Der poetry slammer und dokumentarfilmer liest aus gesammelten werken

annelie van wauwen, simone drescher und Olga gollej an klarinette, cello und klavier, konzert des musikvereins bamberg

„Viel zu lange gewartet“, aber jetzt ist der schlagerstar wieder auf tournee

der frühere villa concordiastipendiat liest aus seiner neuen morgensternbiografie

jazzclub sa, 15.3.2014, 21.00 Uhr

freimaurerei und aufklärung markusplatz 1 mi, 26.3.2014, 19.30 Uhr

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impressum & adressen die ZWIEBEL 3/2014

Impressum Verlag

Satz

Zwiebelverlag GbR Henning Brandt & Manuel Werner Schellenbergerstraße 8 96049 Bamberg

Henning Brandt grafik@die-zwiebel.de

Telefon 09 51 / 51 93 95 - 0 Telefax 09 51 / 51 93 95 - 55 www.die-zwiebel.de post@die-zwiebel.de

Chefredakteur Henning Brandt [hb] (V.i.S.d.P.) h.brandt@die-zwiebel.de

Redaktion Katja Kölbl [kk] k.koelbl@die-zwiebel.de Daniela Pielenhofer [dp] d.pielenhofer@ die-zwiebel.de Syke Brandt [sb] www.globuli-bamberg.de Frank Keil [fk] f.keil@die-zwiebel.de Matthias Schleifer [ms] post@die-zwiebel.de Dr. Barbara Pittner [bp] post@die-zwiebel.de

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Fotografie Anny Maurer Telefon 09 51 / 9 23 08 85

Anzeigenleitung Manuel Werner Telefon 09 51 / 18 51 70 27 Mobil 01 78 / 9 74 80 80 m.werner@die-zwiebel.de Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1/2014 vom 1.1.2014. Anzeigenschluss 20. des Vormonats.

Druck Safner Druck & Verlags-GmbH 96170 Priesendorf www.safner-druck.de

Bamberger Symphoniker

Lichtspiel Kino & Cafe

Mußstraße 1 Telefon 9808220 (Karten) bamberger-symphoniker.de

Untere Königstr. 34 Telefon 26785 www.lichtspielkino.de

Brentano Theater

Live club / Haas säle

Gartenstr. 7 Telefon 54528

Obere Sandstr. 7 Telefon 53304 www.live-club.de

Chapeau Claque Theater Grafensteinstr. 16 Telefon 39333 chapeau-claque-bamberg.de

Cinestar Kino Ludwigstr. 2 Telefon 3028850 www.cinestar.de

Club Kaulberg Unterer Kaulberg 36 Telefon 51953330 www.nana-productions.de

Diözesanmuseum Domplatz 5 Telefon 502316 www.erzbistum-bamberg.de

Erscheinungsweise

E.T.A.-Hoffmann-Theater

die ZWIEBEL (Aufl. 6.000 Ex.) ist monatlich an über 250 Vertriebsstellen in Bamberg kostenfrei erhältlich.

E.T.A.Hoffmann-Platz 1 Telefon 873030 www.theater.bamberg.de

© Copyright 2014 für eigens gestaltete Anzeigen und Texte beim Verlag. Nachdruck und Vervielfältigung, (auch auszugsweise). Wiedergabe durch Film, Fernsehen, Rundfunk sowie Speicherung auf elektronischen Medien nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte oder Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Namentlich oder mit Autorenkürzel gekennzeichnete Texte geben nicht unbedingt die Meinung des Verlags wieder.

Historisches Museum Domplatz 7 Telefon 5190746 www.bamberg.de/museum

Jazzclub Bamberg Obere Sandstr. 18 Telefon 53740 www.jcbamberg.de

Künstlerhaus Villa Concordia Concordiastr. 28 Telefon 955010 www.villa-concordia.de

Wichtige Adressen

Bamb. Marionettentheater Untere Sandstr. 30 Telefon 67600 www. bambergermarionettentheater.de

Morphclub Obere Königstr. 39 Telefon 0170/4230208 www.morphclub.org

Städtische Musikschule Luitpoldstr. 24 Telefon 509960 www.musikschule.bamberg.de

Naturkundemuseum Fleischstr. 3 Telefon 8631248 www.naturkundemuseumbamberg.de

Odeon Kino & Cafe Luitpoldstr. 25 Telefon 27024 www.lichtspielkino.de

Stadtbücherei Bamberg Obere Königstr. 4a Telefon 981190 stadtbuecherei-bamberg.de

Stadtgalerie Villa Dessauer Hainstr. 4a Telefon 871861 www.bamberg.de/museum Viele weitere Infos unter

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Lange Straße

Brücken-Apotheke

Heinrichsdamm

Hotel Café Bergschlösschen

Am Bundleshof

St. Hedwig-Apotheke

Franz-Ludwig-Straße

Büro Spies

Laubanger

Hotel Goldener Adler

Lichtenfelser Straße

Stilbruch

Obere Sandstraße

Cador

Obstmarkt

Hotel National

Luitpoldstraße

St. Kilian Apotheke

Bamberger Straße

Cafe Esspress

Austraße

Hübscher Buch

Grüner Markt

Stadtbücherei Bamberg

Obere Königstraße

Cafe Müller

Austraße

Hümmer's Service Shop

An der Breitenau

Stadtmarketing

Obere Königstraße

Café Villa Remeis

St.-Getreu-Straße

K&K Gewürzladen

Jäckstraße

Taverna Georgios

Kunigundenruhstr.

Caffèbar Kranen

Am Kranen

Kleehof in der Gärtnerstadt

Untere Königstraße

tegut

Ludwigstraße

CineStar

Ludwigstraße

Kluge Spiel & Technik

Zwerggasse

Treffpunkt Bewegung

Pödeldorfer Straße

City-Markt Massak

Lange Straße

Kongress- und Konzerthalle

Mußstraße

Vespino Bamberg

Kirschäckerstraße

Collibri

Austraße

Kulturamt Bamberg

Hauptwachstraße

VR Bank Bamberg

Willy-Lessing-Straße

Confiserie Storath AG

Lange Straße

Landgasthof Café Heerlein

Wildens. Hauptstr.

Zahnarztpraxis Dr. Müller

Hainstraße

Damenmoden Zahn

Kleberstraße

Landratsamt

Ludwigstraße

Zimmers Obstgarten

Hohe-Kreuz-Straße

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rubrik

die ZWIEBEL 3/2014

die ZWIEBEL 3-2014  

Das Bamberger Kulturmagazin im März 2014 mit kochenden Kandidaten, dem großen Vergessen und Träumen von Spiel und Schönheit

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