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DHVmagazin 256

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Happy Landings 2026

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16 | Start am Matterhorn 82 | Drachen-WM in Spanien
22 | DHV Jahrestagung 2025 in Schwangau

256 | DEZEMBER-JANUAR-FEBRUAR 2025/2026

Foto: Xenia Winter

Pilot : Lucas Ruffieux am Matterhorn

Unser Titelpapier ist komplett recycelbar

Fluggebiete - Reisen - Abenteuer - Events

6 Herbstfest – Coupe Icare 2025

16 Matterhorn – Gleitschirmstart vom Gipfel

Sicherheit - Ausbildung - Luftraum - Natur

36 Erste Hilfe – Kreislaufbeschwerden

42 Unfallanalyse Gleitschirm 2024

Verband

22 Jahrestagung 2025

40 Jugend – Abheben im Harz

60 Kampenwand-Mentoring

62 Vereine Briefe

Meteo

70 Ensemble Prognosen –die Unsicherheit im Blick

Wettbewerbe

74 DHV-XC–Ergebnisse

82 Drachen-WM in Àger/Spanien

88 Gleitschirm-WM in Brasilien

94 Meldungen

Standards

54 Shop

55 Wichtig-Neu-Kurz

57 Musterprüfungen

55 Sicherheitsmitteilungen

96 Schaufenster

99 Versicherungen

Herbstfest –

TEXT UND FOTOS: STEFAN

Coupe Icare 2025

Alle Jahre wieder trifft man sich in St. Hilaire zum weltgrößten Freifliegerfest, zu dem auch ein zweitägiges Testival, ein renommierter Filmwettbewerb und das berühmte Karnevalsfliegen gehören. Vor allem jedoch zeigen hier die Hersteller ihre Neuigkeiten für die kommende Saison. Wir waren bei der 52. Auflage wieder dabei.

Wer den Coupe Icare einmal besucht hat, kommt immer wieder. Schon vor dem Festival am Wochenende startet der Filmwettbewerb und die neuesten Schirme können während der ersten beiden Tage beim Testival geflogen werden. Ab Freitag öffnete sich dann zum 40. Mal die große Indoor-Messe, die neben den Branchenriesen auch hierzulande weniger bekannte Hersteller anzieht. Was hier gezeigt wird, fliegt größtenteils bereits ab Saisonbeginn, und besondere Innovationen werden häufig erstmals auf der IcareExpo vorgestellt. Diesmal fangen wir zur Abwechslung mit diesen an:

Gleitschirme

der Phi Sola UL, sofern man unter 88 kg Abfluggewicht bleibt. Im erweiterten Gewichtsbereich bis 120 kg ist es dann ein EN/C, die kleineren Größen (12 nur mit Lasttest) sind je nach Gewicht in EN/C oder D zugelassen. Dafür hat man es bei einer Streckung von 4.7 nur mit 1.39-1.95 kg zu tun.

Die Einsteigerklasse EN/A ist um einige Modelle reicher. Ozone hat den gerade erst erschienenen Alta im Prinzip unverändert gelassen, aber etwas leichter gemacht. Der Semileichtschirm Alta GT (EN/A) wiegt in 6 Größen nur noch 3.18-4.55 kg (3.74 kg in S). Der Rock 3 von Skyman in 5 Größen (50135 kg) wiegt weniger: 3.1-4.4 muss man auf den Berg tragen, in Gr. 24 sind das 3.4 kg. Der neu entwickelte Schirm hat 38 Zellen und eine Streckung von 4.75.

Am oberen Ende der EN/A-Klasse sieht Nova den semileichten Aonic 2. Mit 51 Zellen und Streckung 5.2:1 ist er etwas leichter geworden (4.2 kg in S), die 5 Größen reichen von 60-125 kg. Von den Eckdaten her passt auch die Elise von Gin hierher, die gar mit 5.1 gestreckt ist und 47 Zellen hat. Ihre 5 Größen reichen von 55-120 kg bei Kappengewichten von 3.25-4.1 kg (3.7 kg in S). Eine Phi Fantasia 2 soll in 2026 kommen, desgleichen der Future 2 von Flow

Eine EN/A-Zertifizierung hat auch die Gr.19

Leicht und in der jeweils unteren Hälfte des Gewichtsbereichs mit EN/A klassifiziert sind auch die größeren Ausgaben des PI ULS von Advance. In der vierten Generation hat der 38-Zeller eine Streckung von 4.5, in Gr. 20 (58-95 kg) wiegt der Schirm 2.45 kg. Wie immer bietet Advance den Pi in vielen (sieben) Größen an, wobei die Charakteristik von Miniwing über Bergschirm bis zum Thermikflug reicht. Die drei kleinsten Größen (14-18) haben nur Lasttests - wer im mittleren Gewichtsbereich Thermikfliegen will, braucht schon den 24er mit 2.85 kg.

Zu Ultraleichten gehört der behutsam modellgepflegte Kode 2 P von Niviuk, der 34 Zellen bei einer leicht reduzierten Streckung von 4.6 hat und im mittleren Gewichtsbereich rollgedämpfter ist. Die Größe 20 (60-85 kg) ist 300 g leichter geworden und wiegt nur noch 2.13 kg – da gibt es schwerere Singleskins. Zu den anderen Größen gab es noch keine Gewichtsangabe. Der Einfachsegler Niviuk Skin 4 P macht vieles anders als sein Vorgänger. Beim nur

noch 1.15 kg (Gr.18) schweren EN/B, der bereits vom Everest geflogen ist, wurde die Streckung von 5.5 auf 4.9 reduziert und der füllbare Bereich der Eintrittskante deutlich verkürzt. Das Leinensetup ist übersichtlicher geworden: 3 (statt 4) Ebenen und unterschiedliche Leinenfarben machen den Umgang mit dem 39-Zeller einfacher. Auffallend: Es gibt weder Beschleuniger noch Trimmer –der Schirm ist so schnell getrimmt, dass dies nicht mehr nötig sein soll. Trotzdem soll das Landeverhalten einfacher sein. Der Singleskin PACE von Skywalk hat nur neue Farben bekommen.

Im EN/B-Bereich tut sich noch mehr. Der agile Mid-B XB LT von Zoom ist besonders für

Kompakt: Niviuk Skin 4P gepackt

H&F interessant. 49 Zellen und eine moderate Streckung von 5.15 wirken auf den ersten Blick moderat, aber dafür wiegt die mittlere Größe 95 nur 3.35 kg. Trotzdem fehlen weder Fidlock-Griffe, noch eine B/C-Bridge. 6 Größen reichen für einen Gewichtsbereich von 75-125 kg. Der semileichte Vision 2 von U-Turn ist hingegen ein waschechter High-B, dessen Größe M bereits zertifiziert ist.

Angekündigt ist der Mid-B Gin Bandit², der mit Dyneema-Risern 3.24 kg in S wiegen soll. Die bequemeren Normalgurte bedeuten 150 g Mehrgewicht. Die Streckung beträgt 5.5, 55 Zellen spannen die Kappe auf. Die 5 Größen reichen von 55-120 kg). Ozone arbeitet am Vibe GT, ein semileichter

Die Gleitschirme

BGD Dual 3
Skyman Blizzard 2
Sky Harpy
Ozone ALta GT
Skyman The Rock 3
Advance Pi ULS
Niviuk Skin 4P
Supair Savage 2
U-Turn Joker NX
UP K2 5
AirG Sophie Joy
Gin Bandit 2
Nova Aonic 2
Ozone Alpina 5
U-Turn Vision 2
Zoom XB-LT
Gin Elise
Sky Metis 5
Phi Sola UL
AD Ride 4
Niviuk Kode 2P
Ozone Wisp 2
Swing Wave RS UP Torre

EN/B mit Streckung 5.4. Auch ein Advance Iota DLS ist für 2026 geplant, zu dem es aber noch gar keine Daten gibt.

Die Riege der EN/C-Zweileiner erhält erneut Zuwachs. Ozone hat den Alpina 5 jetzt doch schon herausgebracht (im Sommer wurde noch 2026 genannt). Die Daten entsprechen weitgehend dem Delta 5: 65 Zellen, 6.07 Streckung, 6 Größen von 55-130 kg. Nur die Kappengewichte sind mit 3.53-4.62 kg niedriger, die Größe MS wiegt 3.96 kg. Der Torre von UP ist ein High-C in HighArc-Bauweise mit 65 Zellen und Winglets, seine Streckung beträgt 6.49. In Gr. S wiegt er 4.45 kg, 4 Größen für 65-120 kg wird es geben. Der Trango-X bleibt als zugänglicherer EN/C im Programm.

Die Katze ist aus dem Sack: Auch Advance baut einen EN/C-Zweileiner. Der Tau DLS bekommt 73 Zellen und eine Streckung von 6.5. Er wird ausdrücklich nicht als Aufsteigerschirm von EN/B positioniert (das wäre der Sigma DLS), sondern liegt näher am Omega.

Der EN/C Savage 2 von Supair bleibt hingegen ein 2.5-Leiner. Er ist eine eigenständige Neuentwicklung, in die die Erkenntnisse aus dem Wild 2 eingeflossen sind: bis in die Flügelenden mit Stäbchen versehen, pitchstabiler und schneller als sein Vorgänger, aber nur mit marginalem Leistungszuwachs. Die Bremsen sind hart und mit kurzen Bremswegen eingestellt. 67 Zellen und eine Streckung von 6.2 positionieren ihn eher in die Mitte seiner Klasse. 5 Größen decken 55-115 kg ab, die Größe MS wiegt 3.4 kg.

Noch sportlicher soll der EN/D Peak 7 von Niviuk werden, zu dem aber noch wenig bekannt ist – anders als beim CCC Sky

Gurtzeuge

Die Hingucker bei den Gurtzeugen sind diesmal staudruckgefüllte Leicht-Liegegurte. Das ist zum Teil den diesjährigen X-Alps zuzuschreiben, für die das Submarine-Prinzip mit Ultraleichtbau kombiniert wurde –ein Trend, den Supair 2024 mit dem Modell ALP eingeleitet hatte. Obwohl diese Gurte sorgfältigen Umgang und einen vollen Geldbeutel erfordern, sind sie mit Gewichten von 1.5 kg und 3.5 kg und für verschiedene Zielgruppen bei immer mehr Anbie-

Harpy, der bereits in Brasilien fliegt. 7.64 beträgt dessen Streckung, die Kappe besteht aus 103 Zellen. Die 4 Größen S-XL tragen 85-132 kg.

Es gibt auch eine Reihe neuer Doppelsitzer. Der Ride 4 von Airdesign ist ein neu entwickelter Kurzleiner (bei AD heißt das SLC), was das Startverhalten fördert. Die Größen 40 und 43 sind für 110-235 kg gut und wiegen 7.62 kg bzw. 7.92 kg. Es ist ein EN/B mit 48 Zellen, Streckung 5.35 und Winglets geworden. In der gleichen Klasse ist der Dual 3 von BGD, ebenfalls EN/B, unterwegs, der jedoch in 3 Größen (38/41/43) für 110-239 kg daher kommt. 53 Zellen und eine Streckung von 5.45 kennzeichnen den 7-7.6 schweren Schirm mit 16 cm Trimmerweg. Von UP kommt der K2 5 mit 56 Zellen und einer Streckung von 5.7. 95-240 kg bringen seine drei Größen in die Luft, die zwischen 7.45 und 8.35 kg auf die Waage bringen. Eine Ohrenanlegehilfe ist selbstverständlich und getrennte C-Riser erleichtern die Kontrolle beim Rückwärtsaufzug im Starkwind.

Sky kündigt den EN/B Metis 5 an. Mit den Größen 38/41/44 transportiert er 100239 kg. 50 Zellen und eine Streckung von 5.45 lassen ihn eine Spur sportlicher erscheinen und etwas leichter wird er auch: Die Kappengewichte liegen zwischen 6.76 kg und 7.45 kg.

Wer mit dem Tandem auf den Berg läuft, hat vielleicht auf die Ankündigung des Skyman Tandem (der heißt auch so) gewartet. Der Schirm in Größe soll unter 5 kg wiegen. Ozone hatte das bereits mit dem Wisp geschafft nd zeigt erneut den leichtesten Doppelsegel-Tandem der Welt:: Der EN/B Wisp 2 in Einheitsgröße 37 wiegt nur noch 4.55

mit Standard-Tragegurten, die Leichtriser drücken das sogar auf 4.15 kg. 90-180 kg trägt der 44-Zeller mit Streckung 5.3 trotzdem.

AirG macht Einsteigern in Acro/Freestyle vor allem das Starten leichter. Die Sophie Joy wird als EN/B zugelassen und kommt in 4 Größen (21-27). Die Streckung liegt bei 5.1, mit 46 Zellen kommt die größte Kappe auf 4.6 kg. Der Joker NX von U-Turn richtet sich hingegen an ernsthafte Acropiloten, ist für alle Manöver geeignet und nur mit einem Lasttest versehen. Skyman zeigt mit dem Blizzard 2 einen Miniwing auf Basis des Rock 4 – die Streckung des 15.8m² großen Schirms ist mit 4.6 aber etwas geringer.

Die Erfinder der immer beliebter werdenden Parakites (Flare) waren erstmals in St.Hilaire – allerdings nur um den Vibe zu spüren, nicht mit neuen Modellen. Die hatten dafür andere am Start: Niviuk baut mit dem Jester seinen ersten Parakite in 5 Größen (53 Zellen, 5.5:1), Dudek den Touch in deren 4 (53 Zellen, 5.6:1). Flow ringt dem Konzept mit dem „Performance-Parakite“ Albatroxx neue Leistungshöhen ab – dafür hat er 65 Zellen und eine Streckung von 4.9 bekommen. Interessant: So wie es für viele Gleitschirme eine Grafik für die Schirmgrößen über Gewichtsbereich und Einsatzzweck gibt, findet man für den Albatroxx eine solche für Windstärkebereiche. Der angekündigte Mullet 2 wird hingegen Mullet und MulletX ablösen. Swing hat ebenfalls den ersten Parakite im Sortiment, der auffallenderweise auch für alpines Speedflying – und zwar etwas entspannter als mit dem Miniwing Mirage RS - beworben wird: Der Wave RS hat 52 Zellen und ist mit 2.4-3.4 kg in 5 Größen recht leicht.

tern zu sehen. Interessant sind hierbei auch die völlig unterschiedlichen Designs der Heckflossen.

Ozone zeigt das nur 1.5 kg schwere SubLite, nennt aber noch keine weiteren Daten. Der junge Hersteller Ascendant, dessen Produktion nahe bei Annecy liegt, stellt dem XAlps-Gurt Zian eine mehr auf XC ausgelegte, robustere und bequemere Variante mit etwas über 3 kg Gewicht zur Seite: Im Calixte ist das versenkte Cockpit mit Magnetklappe komplett herausnehmbar, es gibt viel Stauraum, die Rückenunterstützung

reicht weit hinauf, es gibt zwei Retterfächer und es hat, mittlerweile eine Seltenheit bei Leichtgurten, normale Schließen, was ins besondere bei Wasserlandungen entscheidend sein kann. Bei beiden Zigarren sorgt eine interne Nasenstruktur für schnelleres Aufblasen. Vorreservierungen werden bereits angenommen, der Preis steht noch nicht fest.

Bogdanfly stellt das BF Zeppelin in drei Varianten und 7 Größen vor. Die etwas schwerere wiegt zwischen 2.76 kg und 3.02 kg (2.84 kg in M), die LITE-Versionen sind je-

weils rund 900 g leichter. Ein Magnetzipper ist mittlerweile bei allen Standard und es gibt optional ein zweites Retterfach sowie eine Biwakvariante des LITE mit innenliegender Befestigung für Zeltstangen oder Stöcke. Der Aufblasprotektor verzögert mit 33 G, zur Zertifizierung gab es jedoch nur unklare Aussagen. Besonders hervorzuheben ist das leichte Anziehen: Im Prinzip zieht man sich den Gurt wie ein T-Shirt über den Kopf.

Richtig spannend wird es bei Nearbirds. Dort hatte man schon vor einigen Jahren die Submarine-Truppe mit zwei Kilo Gewichtsersparnis, dem ersten Magnetverschluss und einer elektrischen Pumpe für den Innendruck aufgemischt. Diese befüllt auch das selbstbewusst als „Submarine Gen.2“ bezeichnete VYRA, in welchem sie vom Kopf weg auf die Seite gewandert ist –das eigentliche Highlight ist jedoch die „Safety capsule“, ein den Körper komplett umgebender Airbag, der zusätzlich zum

Hauptprotektor besonderen Schutz bietet. Auch zwei eingebaute Frontretter, jeder mit Schulteraufhängung, zeigen den besonderen Fokus auf Sicherheit. Die Instrumentenplatte kann unter der nicht entfernbaren Klarsichtabdeckung in zwei Winkeln eingestellt werden. Die Heckflosse ist die längste ihrer Art und das Gewicht liegt bei ca. 3.5 kg. Bei Neo hängt das X-Alps-Gurtzeug von Tim Alongi, aber hier wurde noch nicht über eine Serienfertigung entschieden. Das RaceUp wurde weiter Richtung Serienreife entwickelt: Nun ist auch das Lätzchencockpit mit Seitentasche fertig.

Neue, sportliche Gurtzeuge mit Flosse, aber in konventioneller Bauweise, gibt es auch zu sehen. Supair führt mit dem Delight 5 das D4S fort, dessen flossenlose Variante wird eingestampft. Die Heckflosse ist länger geworden und für den Beinsack wurde der Magnetverschluss vom ALP übernommen. Der klappbare Protektor bleibt, kann die Beschleunigerleine beim Schlie-

ßen aber nicht mehr versehentlich einfangen. Das Cockpit ist nun magnetisch verschließbar. An der Sitzgeometrie wurde nichts geändert, aber das Gurtzeug ist leichter geworden (3.2 kg in M). Neue Farben hat es auch, so wie es auch ein neues Farbschema für Radical und Altirando Lite 2 gibt. Leicht ist auch das Passion von Skyman, ein Liegegurt mit Flosse und einem Gewicht von 3.8 kg (M). Damit liegt es unter dem neuen Kortel Kooka, das eine deutlich kürzere Flosse, dafür aber viel Ladekapazität zum Biwakfliegen mitbringt. Seine 4 Größen reichen von 2.5 kg bis 3 kg, unter dem Sitz steckt ein Aufblasprotektor. Das Cockpit ist vom Lätzchentyp, Beinschlaufenabstand und ABS können leicht im Flug verstellt werden. Auf einen Schlauchdurchlass für Urinalkondome wurde verzichtet

Mit noch weniger Gewicht und noch mehr Stauraum in Form von ganzen 8 Taschen punktet das Apex von Nearbirds. Statt eines Sitzbretts sorgen Carbonstützen für Sta-

Ozone SubLite
Ascendant Calixte
Bogdanfly BF Zeppelin
Nearbirds
VYRA
Pfiffige Details: Neo RaceUp Cockpit, Nearbirds Safety Capsule und Ascendant Nasenstruktur
Kortel Kooka
Supair Delight 5

bilität, der Aufblasprotektor ist 18 cm dick. Das Apex wiegt gerade mal 1.7 kg und empfiehlt sich vor allem für Biwakflieger. Bei Woody Valley wird schon länger an einem Nachfolger des GTO gebaut, doch war dieser zur Messe immer noch nicht fertig.

Auch zwei Sitzgurte fallen auf: Das BoxR von Airdesign ist mit Schaum oder Luftprotektor erhältlich und erleichtert den Übergang zwischen Sitzen und Laufen durch ein verstellbares, halbtiefes Sitzbrett und eine Anlenkung der Schultergurte zur Sitzfläche. Der Rücken ist 3D-geformt und der Retter steckt in einem steifen, twistsicheren Frontcontainer. Auf jeder Seite finden sich eine RV- und eine flexible Tasche, generell reicht der Stauraum auch für Biwakabenteuer. Das BoxR wiegt etwas über 3 kg.

Swing präsentiert das modulare Gurtzeug Brave 5, an das u.a. ein 45L-Wenderucksackmodul oder ein 25L-Speedflyermodul

mit Halterung für eine 360°-Kamera angezipt werden können. Ein ebenfalls anbaubarer Airbagprotektor wird gerade entwickelt, der Sitz kann aber auch ohne alles geflogen werden. Die Aufhängehöhe kann von 20-45 cm eingestellt werden, um den unterschiedlichen Anforderungen von Normalflug und Speedriding gerecht zu werden. Die robuste Bauweise sorgt für ein Gewicht von 2.57 kg mit Rucksack und ohne Airbag.

Noch kompromissloser auf Speedrider zugeschnitten ist das Crux Core von Sky Auch dieses nur halbhohe Gurtzeug (ähnlich Kortel Karver, aber mit Schultergurten) kann mit einem Airbagprotektor versehen werden und besitzt eine seitlich versetzte Halterung für einen 360°-Kamerastick. Trotz seiner robusten Bauweise wiegt es in den drei Größen M-XL nur zwischen 0.7 kg und 0.82 kg.

Das Stringgurtzeug Strapless 4 von Advance ist mit 547 g incl. Aufblasprotektor fast konkurrenzlos leicht. Der Beinabstand ist einstellbar, die Anlenkung des Beschleunigers wurde verbessert und es gibt einen Brustgurt. Die Schultergurte sind per Prusikknoten verstellbar. Geliefert wird es mit Edelrid Aura Schraubkarabinern, die zwei Größen reichen bis 120 kg. Ozone kontert mit dem Ultraleicht-Wendegurt Ozo 2.1, dessen 3 Größen zwischen 540 g und 560 g wiegen. Die Tragegeometrie ist vom Trailrunning inspiriert. Der 460 g schwere OzAir-Aufblasprotektor kann angebaut werden, so dass das Komplettpaket incl. 30L-Rucksack auf rund ein Kilo kommt.

Im Tandembereich zeigt Ozone mit dem Zig Flagge, und einen neuen Leichtsitz ohne Protektor fürs Speedflying gibt es bei Dudek. Ein sinnvolles Zubehör für Sitzgurte ist das Cockpit NDesk von Niviuk.

Varios

Ganz neu vorgestellt wird das Vector Vario, das über einen ins 3D-Gehäuse integrierten Staudruckmesser verfügt. Der Akku des am linken Tragegurt anzubringenden Minivarios hält bis zu 15 Stunden, drinnen steckt neben GPS auch eine IMU und eben die Sonde für die Luftgeschwindigkeit. Das ermöglicht TEK, unterstützt das Erfliegen von Polaren (für Gleitschirmhersteller gibt es eine eigens dafür optimierte Pro-Version) und kann theoretisch eine besonders gute Windberechnung liefern. Eine Begleit-App

erlaubt neben Konfiguration und Updates auch das Auslesen der Tracks und das Editieren der Tonkurve. Die Messwerte gelangen per BLE beispielsweise zu XCTrack, was auch im Test einwandfrei funktioniert hat –die Anbindung an Naviter-Geräte ist noch in Arbeit.

Syride hat das Evo 2 neu aufgelegt. Ein schnellerer Prozessor und eine neue Kartendarstellung lassen das E-Ink-Display deutlich flüssiger agieren, auch ein Instantvario ist vorhanden. Der Daten- und Lade-

anschluss ist nun als USB-C ausgeführt, eine ADS-L-Option (nicht jedoch Flarm oder FANET) gibt es auch. Bei Flymaster ist der Prototyp des GPS LS2 zu sehen. Das Einsteigervario wurde völlig neugestaltet, hat einen kontraststarken Bildschirm und optional Flarm/ADS-L mit feststehender Antenne. Ein Thermikassistent ist an Bord, eine Wegpunktnavigation ist in Vorbereitung. An Lufträume wurde allerdings nicht gedacht. Kommuniziert wird per WLAN und per BLE mit der Fly-

Swing Brave 5 ohne und mit Wendemodul
Drei Sitzgurtkonzepte: Airdesign BoxR, Advance Strapless 4 und Ozone ZIG

master-Begleit-App. XCTracer stellt den jüngsten Spross der Maxx-Serie vor: Das Maxx III hat einen völlig neuartigen Hochkontrast-Bildschirm, der im Sonnenlicht sogar noch besser als auf jedem Foto ablesbar ist. Die hohe Auflösung von 800x600 Punkten erlaubt eine sehr feine Reliefdarstellung mit Live-Wind, Buddies und einer dem Tagesverlauf folgenden Schattierung, obwohl das Display gar keine Graustufen beherrscht. Die Sensoren und Variofeatures

Das Event

Auch wenn Messe und Filmvorführungen in Zelten stattfinden, ist der Coupe Icare eine Outdoor-Veranstaltung und damit ein Stück weit vom (Herbst-)Wetter abhängig. Das war diesmal auf Seiten der Besucher: An allen Freifliegertagen incl. Testival schien die Sonne und es konnte trotz pessimistischer Prognosen stundenlang geflogen werden. Für das Kostümfliegen wurden die Flugfenster dann windbedingt schon schmaler und nicht jeder Teilnehmer kam an beiden Tagen in die Luft, aber dafür hatten die Zuschauer

entsprechen denen des maxx II. Ebenfalls mit einem sonnenlicht- und winkeltoleranten Hochkontrast-Bildschirm wartet das SØ von Skybean auf. Das unverwüstliche Einsteigervario mit 60 Stunden Autonomie verfügt nun auch über einen windkompensierten Thermikassistenten und eine KI-gestützte Windermittlung. Flarm/FANET sind vorläufig nicht vorgesehen, genauso wenig wie eine Kartendarstellung –dafür teilt das Vario seine empfindlichen

Sonstiges

Ascendant baut nicht nur leichte Gurtzeuge, sondern mit SL30/50 auch superleichte Rucksäcke für H&F. Der SL50 wiegt gerade mal 470 g, hat flexible Taschen auf den Schultergurten und eine Stockbefestigung unter dem Gepäckfach – so kommt man ohne Absetzen an sie heran. Ein Helmnetz gibt es aber nicht. Auch der für X-Alps-Pilot Shane Tighe von Flow entwickelte Leichtrucksack hat nun Serienreife erreicht und ist nicht viel schwerer.

Gin präsentiert den derzeit leichtesten Flughelm mit EN 996. Der Lite Helmet in

Messungen und insbesondere die Ergebnisse der Windberechnung per BLE mit XCTrack oder anderen Apps. Stodeus hat zwar kein neues Gerät, wohl aber eine neue Begleit-Webapp namens BipLink für seine BLE-fähigen Varios mit GPS. Hierüber können nicht nur die Geräte konfiguriert und ausgelesen werden, auch die Verbindung zum neuen Online-Flogbuch LogBook ist möglich. Letzteres erlaubt auch die Einbindung von IGCs aus anderen Geräten.

Inmold-Technologie bringt nur 360 g auf die Waage, die Weite ist einstellbar und er hat abnehmbare Earpads. Es gibt ihn in zwei Größen und zwei Farben. Niviuk bietet das Travel Bag, das auch über Rucksackgurte verfügt, mit 40 oder 80 Litern an. Einen richtiggehenden Schwerpunkt auf Rucksäcke legt Neo, deren komplette Rucksackpalette (außer dem Unisex-Seilsack Climb) mittlerweile Modelle für Frauen und Männer mit unterschiedlicher Tragegeometrie enthält.

Kaiserwetter. Erst am Sonntag rauschte dann nachmittags eine Kaltfront mit viel Regen heran, doch da war man größtenteils schon im Aufbruch begriffen.

Was beim Testival noch etwas locker gesehen wurde, griff ab Freitag für die Freiflieger mit voller Härte: Erstmals wurde durch die Startleiter rigoros ein auf das französische Freifliegerband 143.9875 MHz eingestelltes 2m-Funkgerät eingefordert. Darauf war zwar schon vorab ausdrücklich in den Piloteninfos hingewiesen worden, trotzdem

traf die schon länger geltende Pflicht vor allem deutsche Besucher, die an die bisherige laxe Handhabung gewohnt waren, solche Geräte daheim nur mit Amateurfunklizenz betreiben dürfen und sie deshalb eher selten besitzen. Manch einer musste deshalb auch nach geduldigem Anstehen in der prallen Sonne am Eingang zum Startplatz enttäuscht abdrehen. Immerhin konnte man – das vielleicht als Tipp fürs nächste Mal! – sich schon am Donnerstag fix in das untere Zelt schleichen, um dort für

Flymaster GPS LS 2
Syride Evo 2 (mit den neuen Karten) mit Vector Vario
Perfekt im Sonnenlicht: XCTracer maxx III
Gin Helmet Lite

rund 40 Euro ein entsprechendes Gerät zu kaufen.

Das ist übrigens keine Schikane, vielmehr überführen die französischen Behörden in Abstimmung mit der FFVL besagte Radioempfehlung seit 2019 schrittweise in eine Pflicht – nicht ohne Nutzen, denn in der Luft wurden tatsächlich permanent Hinweise zu Wind, Wetter sowie Luftraum- und Landeplatzsperren gegeben. Auch die H&FFliegerei vom Dent de Crolles ist seit diesem Jahr von einer Registrierung abhängig und von der Pilotenzahl her begrenzt: Schon vor Testivalbeginn war das Limit erreicht, der starke Wind machte solche Starts an diesem Wochenende aber ohnehin fast unmöglich.

Die an Samstag und Sonntag schnell ansteigenden Windwerte, immer mehr seitliche Böen und Dusties zwangen die Veranstalter dazu, das Karnevalsfliegen an beiden Tagen deutlich vorzuziehen. Die Zuschauermengen waren dadurch gefühlt kaum

kleiner, aber wer sich nach dem gedruckten Programm gerichtet hatte, kam teilweise zu spät für die Show. Auch wenn die Kostüme seit Corona jedes Jahr ein wenig spärlicher werden: Rund 50 davon waren am Start und die üblichen Akrobaten, die erstaunlicherweise auf einem Skateboard oder gar einem Motorrad abheben, waren auch gut vertreten. Eine gut gelaunte Truppe mit der amtierenden PPG-Weltmeisterin Sandra Moreels brachte eine über 20 Meter lange Nachbildung des Wandteppichs von Bayeux zum Fliegen, und allerlei skurrile Konstruktionen und Gefährte bewiesen erneut, dass die Leistung eines Fluggeräts nur ein Aspekt von vielen und Kreativität schwer am Boden zu halten ist.

Obgleich die ganz besonderen Stunts – wer erinnert sich noch an den fliegenden 2CV oder den „Raketenmann“ Franky Zapata? –seltener geworden sind: Für Luftshows der besonderen Art ist der Coupe Icare immer

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noch gut. Die Militär-Kunstflugstaffel trat mit gleich drei Flugzeugen in Formation an, beim Segel-Kunstflug schien es keine Lastvielfachen zu geben und neben den Rodriguez-Brüdern zeigten Acropiloten wie Theo de Blic kleinste Schirme (9m²) und atemberaubende Synchronmanöver - ganz abgesehen vom Ballon-Gruppenstart, bei dem über 20 Ballone das Kunststück fertigbrachten, trotz starker Talwinde weitgehend zusammen zu bleiben. Keine Frage, in Frankreich kann man fliegen und die Fliegerei in all ihren Facetten genießen.

Nicht nur Gleitschirme: Flugshows für alle

Wie üblich waren beim Filmfest nicht nur Fliegervideos zu sehen. So dokumentierte zum Beispiel eine spanische Truppe den erfolgreichen Versuch, eine fast einen Kilometer lange Highline über einen Canyon zu spannen und eine ganze Reihe Überquerungen bei teils abenteuerlichem Wetter zu absolvieren. Der Publikumspreis ging an „K2, mon amour“ über den Tandemflug durch Liv Sansoz und Zeb Roche vom K2, andere Sieger waren u.a. „Esprits libres“, „The bird in my backyard“ und „The Leap“ von Altmeister Jean-Baptiste Chandelier. Insgesamt wurden 80.000 Besucher verzeichnet, davon allein 1985 als Zuschauer des Filmfests. Für das Testival hingegen hatten sich diesmal nur 168 Piloten eingetragen, was sicher auch mit den teils verheerenden Wettervorhersagen zusammenhing. Überhaupt fiel in diesem Jahr auf, dass besonders Burnair für einige Testivals (Zillertal, St.Hilaire) durchgehend tiefrote Bedingungen ausgewiesen hatte, obwohl dort einwandfrei und sicher geflogen werden konnte. Das kann auf ein ausgeprägtes Sicherheitsdenken oder auf generell immer unsicherere Prognosen hindeuten, in jedem Fall macht es aber den Veranstaltern zu schaffen und nach den Erfahrungen dieses Jahres kann man den Piloten nur raten, sich selbst möglichst breit gefächert zu informieren. Davon abgesehen: Der Coupe Icare lebt!

Stefan Ungemach berichtet seit vielen Jahren regelmäßig von internationalen Testivals und Events über Neuigkeiten in der Gleitschirmtechnik. Neben Instrumenten gilt sein besonderes Interesse Leichtausrüstungen, die er auch immer wieder ausgiebigen Tests unterzieht.

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Foto: Sidario Balzarini
Kurz nach dem Start: Freude, Erleichterung, Stolz

TEXT UND FOTOS: TIM FRITZ

Gleitschirmstart vom Gipfel

Das Matterhorn 4.478 Meter

Einer der markantesten Gipfel der Welt. Kein Berg wird so oft abgelichtet, so oft auf Postkarten oder Reklame gedruckt und an keinem Berg der Welt sind mehr Bergsteiger verunglückt.

Jedes Jahr versuchen knapp 3.000 Menschen den Gipfel zu erreichen. Aufgrund der Höhe, ausgesetzten Kletterschwierigkeiten, schwieriger Routenfindung und mangelnder Vorbereitung, stehen jedoch weniger als die Hälfte tatsächlich oben.

Im Auf - und Abstieg kommt es immer wieder zu Staus und gefährlichen Situationen, die die Geduld erfahrener Alpinisten auf die Probe stellen.

Darüber hinaus besteht der Gipfel aus einem sehr schmalen Gipfelgrat, der in alle Richtungen über 1.000 Meter abfällt. Kein geeigneter Gleitschirm Startplatz also, wie beispielsweise am Mont Blanc, um sich den langen Abstieg und die damit verbundenen Gefahren zu ersparen. Nicht viele motivierende Gründe, die für einen Climb and Fly an dieser sagenumwobenen Berggestalt sprechen.

Wäre da nicht der Traum, diesen einzigartigen Berg azyklisch, ganz in Ruhe, mit nur wenigen anderen Bergsteigern in der Route, allein zu besteigen und einen Startversuch am Gipfel in Betracht zu ziehen.

Die Idee

Vor mittlerweile sechs Jahren starte ich mit meinem ersten leichten Pi2 vom Gipfel des Breithorns. Schon im Aufstieg schweifte der Blick immer wieder hinüber zum Matterhorn, das ich mit 14 schon einmal bestiegen hatte; jedoch sind auf Grund der Anstrengung nur wenig Erinnerungen hängen geblieben.

Wäre es wohl möglich, bei optimalen Bedingungen vom Matterhorn Gipfel zu starten? Die heutige Leichtausrüstung und meine Erfahrungen von vielen anderen Starts auf Viertausendern der Alpen und kleinen ausgesetzten Startplätzen könnten diese Unternehmung eventuell möglich machen.

Doch welche Route sollte ich wählen, um allein aufzusteigen?

Welche Windrichtung und Windstärke wären optimal? Welche Wetterapp gibt mir die beste Vorhersage für den Gipfel? Was muss ich speziell trainieren und gibt es eventuell schon jemanden, der dort oben gestartet ist, den man um Rat fragen könnte?

Unzählige Fragen, die es vorab zu klären gibt und die ich im folgenden Bericht beantworten möchte.

Route

Es gibt sehr viele Wege, um das Matterhorn zu besteigen. Von allen Seiten und durch alle Wände gibt es Routen in allen Schwierigkeitsgraden. Mindestens im 4. Schwierigkeitsgrad muss man auf jeder klettern. Und das nicht in der Kletterhalle, sondern auf über 4.000 Metern Höhe und mit 1.000 Metern Luft unter den Füßen. Letzteres haben Gleitschirmflieger ja eigentlich ganz gerne. Jedoch lieber mit einem offenen Schirm über sich, statt gepackt im Kletterrucksack.

Die zwei einfachsten Routen auf den Gipfel führen zum einen über den Hörnligrat von Zermatt oder über den Leonegrat von Italien. Beide haben den Vorteil, dass man keine Gletscher überqueren muss, was wie in meinem Fall eine Alleinbesteigung überhaupt erst möglich macht. Warum allein? Dazu später mehr.

Ich habe mich für die Normalroute über den Hörnligrat entschieden und bin diese von Täsch im Alpinstil in einem Zug durchgegangen. In Zahlen bedeutete dies 3.000 Höhenmeter Aufstieg über 20 Kilometer.

Bis zur Hörnlihütte bewegt man sich auf normalen Wanderwegen. Direkt hinter der Hütte beginnt der Hörnligrat, der stets Klettern in kombiniertem Gelände erfordert. Am Gipfel angekommen, findet man sich auf einem circa 40 Meter langen, in alle Himmelsrichtungen mehr oder weniger senkrecht abfallenden, Gipfelgrat, wieder. Ein Gleitschirmstart von hier oben setzt optimale Windbedingungen und sehr gute Groundhandling-Skills voraus.

Vorbereitung

In Anbetracht dieser Faktoren war schnell klar, wie ich mich auf dieses Projekt vorbereiten muss. Neben vielen langen Ausdauereinheiten zuhause im Schwarzwald profitiere ich von mittlerweile über zwei Jahrzehnten Erfahrung und Training auf den höchsten Bergen der Alpen. In diesem Jahr stand ich vor dem Matterhorn auf 8 anderen Viertausendern und habe viel an meinen Groundhandling- und Startskills gearbeitet.

Genauer gesagt, habe ich oft in einem 2 auf 2 Meter Korridor das Schirmhandling trainiert und habe einige Klippenstarts an unseren Kletterfelsen daheim durchgeführt.

Darüber hinaus habe ich geübt, die Steigeisen im Flug auszuziehen und den Schirm so klein und exakt wie möglich zu packen, um oben am Gipfel keine Knoten oder ähnliches in den Leinen zu haben.

Auch die vielen Starts und Landungen als Tandempilot pro Jahr halfen sicher, um den Schirm in solchen alpinen Bedingungen im Griff zu haben.

Ob und wie schon mal ein Flug vom Matterhorn realisiert wurde, war dank Internet schnell herauszufinden. Natürlich kann es sein, dass dies auch schon andere Alpinisten versucht haben! Ausführliche Recherchen haben jedoch nur folgende Ergebnisse geliefert: 2021 startete Samuel Anthamatten, ein Zermatter Bergführer, unterhalb des Gipfels an der St. Bernhard Statue Richtung Norden. Ueli Kestenholz ließ sich vor ein paar Jahren mit dem Hubschrauber auf ein Schneefeld unterhalb des Gipfels fliegen, um von dort mit Skiern seinen Speedflyer zu starten. Einen Bericht eines Starts von ganz oben vom Gipfelgrat suchte ich jedoch vergebens. Trotzdem war ich froh, von Samuel ein paar Tipps zur passenden Windrichtung etc. zu bekommen. Er sagte mir aber bei einem zufälligen Treffen am Tag meiner Anreise auch, dass aufgrund des vielen Neuschnees die Matterhornsaison schon zu Ende sei. Warum dies am Ende ein Vorteil sein sollte, erfahrt ihr später.

Ausrüstung

Zuerst noch ein paar Worte zur Ausrüstung. Neben der gesamten Bergausrüstung (Steigeisen, Pickel, Gurt, 60 Meter Seil, Helm, Karabiner, Schlingen, Abseilgerät) und ausreichender Verpflegung (mir reichen für einen solchen Tag 1,5 Liter Wasser und 4 Riegel), war die Wahl der Gleitschirmausrüstung ein großes Thema der Vorbereitung. Die meisten alpinen Starts habe ich mit meinem Pi3 unternommen. Dieser ist zwar etwas schwerer als ein Singleskin, die Leinen bilden jedoch seltener Knoten und das Startverhalten ist deutlich angenehmer. Allerdings war der Schirm

länger im Check als gedacht und ich musste auf den Pace ausweichen. Natürlich war dieser zum Hochtragen und vom Packmaß optimal, für die Startvorbereitung und den Start hätte ich mir aber meinen Pi gewünscht. Als Gurtzeug hatte ich ein leichtes Strapless dabei. Alles in allem brachte der 28 Liter Rucksack circa sieben Kilo auf die Waage.

Los geht’s

Der Rucksack war also gepackt.

Nachdem ich die letzten Jahre immer den richtigen Zeitpunkt verpasst hatte, wollte ich diesen September zwei komplette Wochen in Zermatt verbringen. Zum einen um nochmals ohne Schirm aufs Matterhorn zu gehen, um die Bedingungen zu checken. Und zum anderen um den perfekten Tag für den Flug vom Gipfel zu erwischen.

Wie bereits erwähnt war jedoch am Anreisetag schon klar, dass die Matterhornsaison aufgrund starker Schneefälle eigentlich zu Ende war. Dazu kam, dass der Wetterbericht für die kommenden Tage weitere Schneefälle voraussagte. Somit blieben genau die zwei ersten Tage als Wetterfenster, die einen Versuch zuließen. Allerdings mit 40er Böen am Gipfel aus West. Optimal wäre ein konstanter Wind mit 10 km/h aus Nord.

Ich entschied mich trotzdem, einen Versuch zu starten. Die wenigen Leute am Berg und das stabile, sonnige Herbstwetter waren Grund genug, den Wecker auf 3.30 Uhr zu stellen und den Schirm einzupacken. Wenn der Wind zu stark ist, hatte ich wenigstens einen schönen Tag am Berg vor mir und auch ein Start von der Hörnlihütte nach dem Abstieg wäre ein schöner Abschluss der Tour gewesen.

Nach einem kurzen Frühstück saß ich also um vier Uhr auf dem Rad, um von Täsch zum Schwarzsee zu treten. Ab dort ging es zu

Der Start: 3 Schritte müssen reichen. Am Gipfel: kurz genießen und gleich wieder fokussieren.

Fuß weiter, um eine Stunde vor Sonnenaufgang an der Hörnlihütte zu sein. Auf dem Weg dorthin sah ich wenige Stirnlampen aus der Hütte Richtung Hörnligrat starten. Für mich ein gutes Zeichen. Es waren nur wenige Leute am Berg und ich konnte mit etwas Abstand mein eigenes Tempo laufen und im besten Fall am Solvay Biwak auf 4.000 Meter überholen.

Um 6 Uhr war ich an der Hütte und nach weiteren 400 Höhenmetern erreichte ich die ersten Schneefelder. Der Schnee war mit Steigeisen sehr gut zu begehen und es war fast besser als auf blankem Fels. Somit kam ich weiter gut voran, hatte die erste Seilschaft an der unteren Mosleyplatte vor mir und konnte dort gut überholen. Zwei weitere Seilschaften pausierten an der Solvayhütte, weshalb auch diese keinen Stau verursachten. Vor mir waren jetzt nur noch zwei Bergführer mit jeweils einem Gast und zwei starke Alpinisten, die in diesem Sommer alle 82 Viertausender der Alpen besteigen wollten.

Keine Spur also von den ganzen Gruselgeschichten um einen überfüllten Berg mit unvorbereiteten Bergsteigern. Dass dies an den meisten anderen Tagen in der Hochsaison anders aussieht, war mir klar, und ich war froh, dass die Bedingungen mir bis hier in die Karten spielten. Apropos Bedingungen - bisher war es komplett windstill, was die Hoffnung immer weiter keimen lies, den Schirm hier nicht umsonst hinaufzutragen.

Doch erst mussten die Schlüsselstellen konzentriert geklettert werden. Ohne Seil wäre ein Fehler schnell fatal, woran auch die wenigen Fixseile, die auf der Route angebracht sind, nichts ändern. Nach der oberen Mosleyplatte und viel Schnee im Bereich der Schulter folgte am sogenannten Dach die letzte klettertechnische Schlüsselstelle vor dem Schneefeld zum Gipfelgrat.

Weiterhin kein Wind und die letzten Meter bis zum Gipfel waren zwar anstrengend und sehr ausgesetzt, die Freude über die großartigen Bedingungen überwog jedoch.

Immer stärker verlagerte sich mein Fokus vom Aufstieg hin zur Suche potenzieller Startoptionen. Kurz vor dem Gipfelgrat erreicht man die St. Bernhard Statue, hier starte Samuel vor ein paar Jahren. Ohne Wind und durch den vielen Schnee war dies heute keine Option. Außerdem lag mein Ziel noch ein paar Meter weiter oben, denn der Plan war, ganz oben am Gipfelgrat zu starten. Oben angekommen war ich komplett allein am Gipfel und nahm mir ausreichend Zeit, diesen schönen Moment zu genießen, aber auch um die Windsituation vor Ort, wie auch im Tal am Landeplatz einzuschätzen. Hierzu war die Meteo-Fly Homepage sehr nützlich und ich hatte alle Infos schnell verfügbar.

Der Wind im Tal war noch schwach und ich wollte nicht zu spät unten landen, um mögliche, starke Talwinde auszuschließen. Nullwind hier oben am Gipfel war nicht ganz ideal, da ich lieber rückwärts den Schirm im Wind aufgezogen hätte und nach einer ausgiebigen Kontrolle der Leinen gestartet wäre. Doch wie oft kommt es vor, dass man am Matterhorn Gipfel Nullwind hat? Diese Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen und nach sorgfältigem «Auslegen»

Blick zurück zur Aufstiegsroute und zum Startplatz ganz oben am Gipfelgrat

des Schirms links und rechts über den Gipfelgrat war alles parat. Kurz vor dem Start kamen noch zwei junge Bergsteiger dazu, die den Start filmen wollten und mir alles Gute wünschten. Diese Wünsche nahm ich dankend an und fokussierte mich auf den Start. Die Aufziehphase bestand aus dem ersten Schritt, die Kontrollphase aus dem zweiten, die Beschleunigungsphase aus dem dritten und der vierte ging schon ins Leere.

Danach - Leere, Erleichterung, Stolz, Freude. Der Blick zurück zum Gipfel und hinunter über den Aufstieg bis ins Tal erzeugte eines der schönsten Gefühle, die ich bisher erleben durfte. Acht Minuten purer Genuss! Gefolgt von zwei Minuten voller Konzentration. Steigeisen ausziehen und auf die Landung vorbereiten. Nachts habe ich an einem Wegweiser an der Wiese neben meinem Fahrrad noch eine kleine Windfahne aufgehängt. Die war nun sehr hilfreich, da der Wind hier unten schon etwas stärker wurde. Nach einer sanften Landung auf 2.400 Metern gab es nur noch Freude. Ich lag circa 30 Minuten am Schirm eingehängt und mit Daunenjacke an im Gras, den Matterhorn Gipfel im Blick und die Sonne im Gesicht. Ein unbeschreibliches Gefühl, das für immer ein Teil von mir bleibt.

Warum allein?

Die Frage ist schnell beantwortet! Wärst du mitgekommen?

Etwas ausführlicher erklärt, ist es für einen Gleitschirmstart am Gipfel, logistisch tatsächlich am einfachsten allein zu gehen. Anders müsste man seinen Seilpartner oder seine Seilpartnerin allein absteigen lassen. Die andere Option wäre, dass beide fliegen. Zu dieser Idee konnte ich jedoch niemanden überzeugen. Die einzige verbleibende Alternative wäre ein Tandemstart gewesen. Dann hätte niemand allein absteigen müssen. Das dies jedoch auch keine Option ist versteht man spätestens, wenn man das Startvideo gesehen hat.

Fazit

Dieses Projekt war lange geplant und erforderte viel Erfahrung und Training. Eine Alleinbegehung solcher Berge, birgt immer Risiken. Jedoch trifft man seine Entscheidungen auch viel bewusster und ohne Einfluss von außen.

Ein Start vom Gipfel des Matterhorns bleibt ganz wenigen Gleitschirmfliegern vorbehalten und neben den eigenen Fähigkeiten müssen die Rahmenbedingungen optimal sein. Davon gibt es nur sehr wenige Tage im Jahr und man muss sich stets be-

www.instagram.com/p/ DOWOzZciC8u/

Sonnenaufgang nach drei Stunden Dunkelheit

Glückseligkeit zurück am Fuße des Matterhorns

Climb and Fly

Climb and Fly ist Extremsport. Die dafür nötigen Fertigkeiten gehen weit über reines Gleitschirmfliegen hinaus. Tim Fritz ist Ausbilder im Skilehrer- und Bergführerverband und bringt sie mit. Mit dieser Tour wollen wir zeigen, was im Gleitschirmsport möglich ist. Nur sehr wenige können und sollten sich in solche Bereiche wagen.

wusst sein, dass der Start nie die einzige Option sein darf. Ein Abstieg über die gesamte Route bis zur Hörnlihütte muss immer mit einkalkuliert werden. Sowohl beim mitgeführten Material (Seil für den Abstieg etc.) als auch beim Zeitmanagement. Der Abstieg ist klettertechnisch und natürlich auch aufgrund der langen Dauer am Berg schwieriger als der Aufstieg. Wer von der Hörnlihütte bis zur Solvay Hütte länger als 3 Stunden braucht und hier schon Müdigkeit verspürt, kehrt besser wieder um, trainiert und kommt ein anderes Mal wieder zurück! Der Berg läuft nicht davon…

DER AUTOR

Tim Fritz, 37 Jahre, Sportwissenschaftler, Ausbilder im deutschen Skilehrer- und Bergführerverband, Inhaber Bergschule Bergwärts

Teilnehmenden der Podiumsdiskussion samt

Jahrestagung 2025 in Schwangau

Konstruktive, intensive Tagung im malerischen Allgäu

TEXT: BENEDIKT LIEBERMEISTER | FOTOS: NINA KLEMISCH

Faszinierende Bilder vom Gleitschirm- und Drachenfliegen von Charlie Jöst eröffnen die Jahrestagung. Doch der Sport hat auch eine Seite, die allzu gern verdrängt wird. Er kann neben all seiner Faszination auch gefährlich sein.

Deshalb die Podiumsdiskussion mit dem Schwerpunkt: Flugsicherheit in Europa. DHV-Geschäftsführer Björn Klaassen als Moderator macht deutlich, wie sehr dem Verband das Thema Sicherheit am Herzen liegt. Außerdem bedankt er sich bei den alpinen Nationen für die Geduld mit dem Ansturm der Deutschen Piloten. „Wir wissen, dass das nicht immer lustig für Euch ist,“ stellt er augenzwinkernd fest.

Karl Slezak, DHV-Sicherheitsreferent und Unfallsachverständiger, stellt die Gäste vor. Kollegen, mit denen der DHV auch in der Europäischen Föderation (EHPU) zusammenarbeitet. Die Sicherheitsbeauftragten aus Frankreich, Großbritannien, der Schweiz und Österreich sowie der SIV-Trainer und Fluglehrer Jürgen Kraus.

Auf der Bühne sind:

Mark Shaw vom britischen Verband BHPA. Er ist leitender technischer Referent und ein versierter Experte für Unfalluntersuchungen. Als Generalsekretär des europäischen Verbandes EHPU hält er die europäischen Verbände zusammen.

Sebastian Hitz aus Österreich. Seit einigen Jahren steht für ihn die Sicherheit bei der Zivilluftfahrtbehörde (FAA) innerhalb der ÖAeC ganz oben auf der Agenda. Als Trainer für persönliche Kompetenzen und Kommunikation in der österreichischen Armee verfügt Sebastian über viel Erfahrungen mit dem menschlichen Faktor in Entscheidungsprozessen, der auch für Piloten von Bedeutung ist.

Jürgen Kraus, Fluglehrer und einer der erfahrensten und dienstältesten Sicherheitstrainer Europas. Jürgen hat ganze Generationen von Pilotinnen und Piloten fortgebildet.

Alle
Online-Teilnehmern Roger Oechslin, Schweiz und Thomas Senac, Frankreich

Online dabei sind:

Roger Oechslin, ist vom schweizer SHV, Meteorologe und Fluglehrerausbilder, beschäftigt sich intensiv mit Klimawandel und den Auswirkungen auf den Flugsport. Thomas Senac kommt vom französischen Verband FFVL, dem zweitgrößten Gleitschirm- und Drachenfliegerverband der Welt. Thomas ist Vizepräsident und beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit den wichtigen Themen Sicherheit und Ausbildung.

Karl Slezak eröffnet die Diskussion: „Als Sicherheitsexperten seid ihr mit der Situation hinsichtlich Unfälle und Zwischenfälle in euren Ländern und Verbänden bestens vertraut. Wie zufrieden seid ihr mit dem Sicherheitsniveau im Flugsport?“

Mark Shaw aus England zeigt sich vorsichtig optimistisch. Die Unfallzahlen haben sich in den letzten Jahren nicht dramatisch verändert. Die Gründe für die Unfälle liegen größtenteils in den Human Factors. Er beklagt, dass sie oftmals Piloten durch zu viel Risikobereitschaft verlieren. Das Mindset und das Risikobewusstsein muss verbessert werden. Der Franzose  Thomas Senac sieht die Lage kritisch. In Frankreich passieren zu viele Unfälle. Dabei unterscheiden die Franzosen professionelles Fliegen wie gewerbliche Tandemflieger und Ausbildung und das normale Fliegen der Solopiloten. Bei den Solopiloten sind Unfälle mit C-und D-Schirmen auffällig. Auch hier spielen vor allem Human Factors eine entscheidende Rolle. Für ihn steht die Frage im Raum, was Behörden und Verbände tun können, um Piloten in dieser Beziehung mehr zu schützen.  Sebastian Hitz verzeichnet in Österreich eine leichte Zunahme von Unfällen. Die Unfallberichte, die ihn erreichen, sind sehr ausführlich. Mindset, Vorbereitung und Culture sind entscheidend. Auch hier machen sich Behörden und Vereine Gedanken, wie mehr Schutz der Piloten umgesetzt werden kann. Es gibt nichts schöneres und leichteres als Gleitschirm- und Drachenfliegen. Doch in einem Augenblick kann die Situation äußerst komplex werden.

können. Ein Weg dahin ist Analyse und Aufklärung erläutert Thomas Senac.  Roger Oechslin, Mitglied in der schweizer Human Factors Arbeitsgruppe, möchte Human Factors bereits in der Ausbildung verankert sehen. Die Sicherheitskultur muss wachsen und die Eigenverantwortung stärker in den Fokus rücken. Dazu gehört auch, wieder den Verzicht zu lernen. Sebastian Hitz ist als durch seine Arbeit als Kommunikations-/Soft Skills-Trainer bei den österreichischen Streitkräften ebenfalls sehr vertraut mit diesem Thema. Er sieht die Disziplin der Soldaten als Vorbild sowie soldatische Werte und Tugenden als hilfreich. Dies fehlt in der Pilotenausbildung und soll jetzt in Österreich geändert werden. Ziel ist eine verbesserte Airmanship, wie sie in Segelflugvereinen gelebt wird. Der gefährlichste Teil der Ausrüstung ist das menschliche Hirn, meint scherzhaft  Mark Shaw Doch leider ist das kein Scherz. Emotionen sind ein entscheidender Faktor beim Fliegen. Begeisterung, Leistungsdruck, FOMO (Fear of Missing out – Angst etwas zu verpassen) panische Angst wirken sich signifikant auf die Selbsteinschätzung aus. Auch für Jürgen Kraus steht Eigenverantwortung weit oben. Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung sollten übereinstimmen. Von den Profis können Piloten lernen, in kleinen Schritten zu trainieren. Angst ist nicht negativ, sie zeigt dir, das etwas nicht stimmt. Nur wer mutig ist, kann sich der Angst stellen.

Auch der Klimawandel ist Thema. Unfälle aufgrund starker Windböen oder Dustsdevils treten immer häufiger auf und Thermiken werden generell aggressiver. Hier sind sich die Sicherheitsbeauftragten einig. Experten können zum Teil in diesen Bedingungen Rekorde erfliegen. Aber der Normalpilot sollte die starken Thermikzeiten meiden und sich an thermikstarken Tagen auf die Randzeiten beschränken. Auch die Wahl einfacherer Fluggebiete hilft, es kann nicht jeder zu jeder Zeit im Wallis fliegen.

„Es zeigt sich, dass Human Factors – Fehler und schlechte Entscheidungen – Unfallursache Nummer 1 sind“, stellt  Karl Slezak anschließend fest. Vor zwei Jahren hat die FFVL eine große öffentliche Online-Expertenrunde zum Thema menschliche Faktoren organisiert. Dabei hat sich gezeigt, dass Piloten auf ihre Fehler und Versäumnisse aufmerksam gemacht werden. Aber immer noch nicht geklärt ist, wie Verbände und Behörden sie mehr davor schützen

Zum Abschluss noch eine Botschaft an die Piloten.  Jürgen Kraus hält die Szene für „überpowered“. Piloten gleichen fehlende Skills mit Schirmleistung aus. „Unterpowered“ ist der Schlüssel für Freude und Erfolg beim Fliegen. Auch wichtig: aus jedem Zwischenfall lernen, verhindert vielleicht den nächsten Unfall.  Sebastian Hitz stimmt zu und rät: „Regelmäßig fliegen und Freude haben!“  Mark Shaw gibt mit auf den Weg: „Wenn einer ein Smartphone auf dich richtet, verstehe das nicht automatisch als Aufforderung für Wingover!“

Karl Slezak - DHV
Mark Shaw - England
Sebastian Hitz - Österreich
Jürgen Kraus, rechts - Deutschland

Eine DHV-Jahrestagung in Schwangau im Allgäu hat Tradition, zum vierten Mal kommen die Delegierten im Angesicht der Königsschlösser zusammen.

Übrigens ist es im Allgäu nicht so schön, weil die Königsschlösser hier sind, sondern die Schlösser sind hier, weil’s hier so schön ist, klärt Bürgermeister Stefan Rinke die Versammlung auf. „Einmal im Leben muss jeder Gleitschirm- oder Drachenflieger über Neuschwanstein geflogen sein“, äußert er tiefes Verständnis für die Fas-

zination des Sports. Zusammen mit Miriam Edelmann, Vorsitzende der Ostallgäuer Gleitschirmflieger, begrüßt er die Delegierten. Erfolgreich sind die Starrflügler, Markus Baisch holt Silber bei der WM ebenso das Team: Markus Baisch, Jochen Zehyer, Nobert Kirchner, Christoph Schöll und Alfred Mayer. Punktgenau landet Linus Schubert im Gesamt-Worldcup in der Disziplin Accuracy und erringt Platz 3. Deutschland liegt im World Ranking hier auf Platz 1. Die Delegierten feiern ihre Sportler und dankten ihnen ihren Einsatz.

Stefan Rinke, 1. Bürgermeister Schwangau
Miriam Edelmann, 1. Vorsitzende Ostallgäuer Gleitschirmflieger
Björn Klaassen, Geschäftsführer DHV
Markus Baisch, Vizeweltmeister Starrflügler
Regina Glas, Teamchefin Starrflügler
Voller Saal in Schwangau

Finanzvorstand

Berichte der Vorstände

Der Vorsitzende Bernd Böing stellt fest: „Wir werden immer weniger. Das ist nicht dramatisch. Wir sind auf wieder auf Vor-Coronaniveau.“ Die Gründe dafür sieht er in der demografischen Entwicklung und der wirtschaftlichen Lage. Es kommen weniger Junge nach und in wirtschaftlich schwierigen Zeiten setzen die Menschen andere Prioritäten. Der DHV will deshalb neue Zielgruppen erschließen und daran arbeiten, dass weniger Piloten mit dem Sport aufhören. Zum Thema Sicherheit möchte er folgendes anmerken: „Fliegen ist Freiheit, aber auch Verantwortung.“ Piloten müssten sich den Bedingungen anpassen, dazu gehöre, den richtigen Schirm zu wählen und so viel wie möglich zu trainieren.

Das erste Maiwochenende bot herausragende Flugbedingungen. Mit einer extrem hohen Basis haben Streckenjäger Rekorde geflogen. Doch viele Piloten haben den Flug einfach nur genossen. „Das Erlebnis muss vor dem Ergebnis stehen“, erinnert  DHVGeschäftsführer Björn Klaassen. Das sollte für alle gelten, Profis wie Freizeitpiloten. Das beinhaltet auch das DHV-Leitbild: Die Freude am Gleitschirm- und Drachenfliegen und die Freiheit des Flugsports. Der DHV muss die Finanzmittel sorgsam ein

setzten, um diese Freiheit des Flugsports zu sichern. Das Geschäftsstellen-Team ist mit Herzblut dabei, Dank dafür! Genauso an die Ehrenamtlichen: Vereine und Vorstände. Mit der Agenda 2030 stellt die DHV-Kommission in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle einzelne Themenfelder auf den Prüfstand, um sie den aktuellen Bedingungen anzupassen. Damit soll der DHV fit für die Zukunft gemacht werden.

Die Jugend stellt Aron Rodewald vor. Mit einer 21-köpfigen Kommission engagiert sie sich in der Nachwuchsförderung des Gleitschirm- und Drachensports. Herauskamen 22 Events für junge Pilotinnen und Piloten. Um ein breites Erfahrungsspektrum anzubieten auch außerhalb des Alpenraums wie im Bayerischen Wald, auf der Wasserkuppe und in Dänemark.

Fliegen im Flachland ist ihre Passion und deshalb setzt sich die stellvertretende Vorsitzende Dr. Nadine Gasda auch dafür ein. Dabei kommt es ihr nicht auf Rekordflüge an, sondern sie möchte dem Normalpiloten eine Stimme geben. Deshalb hat sie erneut im DHVmagazin einen Artikel veröffentlicht. Spaß am heimischen Berg, auch wenn es nur 30 Kilometer sind, ist für Nadine ausschlaggebend. Zu Förderung des Frauen-

fliegens hat sie immer wieder Pilotinnen befragt. Das Ergebnis: so unterschiedlich wie die Pilotinnen selbst. Nadine ist gern mit Männern zum Fliegen gegangen und will auch so weiter halten, getrennte Veranstaltungen sieht sich nicht als Lösung, um mehr Frauen für den Flugsport zu begeistern.

„Es ist nicht wichtig, wie weit und lange du fliegst. Auch nicht, mit was du fliegst. Sondern dass du Spaß hast, wenn du fliegst!“, möchte Technikvorstand Manfred Vaupel den Piloten ans Herz legen. Damit das möglich ist, appelliert er an die Piloten, Checks und sorgsamen Umgang mit den Fluggeräten ernst zu nehmen. Dazu gehört auch das fachgerechte Packungen der Rettungen. Keine Bastelstunden sind hier angesagt. Unfälle sind immer Fehlerketten, nicht schon den ersten Fehler mit in die Luft nehmen. Über Jahrzehnte hat Hannes Weininger mit Fachkompetenz die Musterprüfstelle geleitet. Jetzt ist er im Ruhestand, Manfred dankt ihm herzlich für seinen Einsatz! Sein Nachfolger Matthias Hartmann wird die erfolgreiche Arbeit fortsetzen und mit innovativen Ansätzen weiterentwickeln.

Zweimal Silber bei der Starrflügel WM errangen das Deutsche Team: Markus Baisch

Bernd Böing, 1. Vorsitzender Björn Klaassen, DHV-Geschäftsführer
Dr. Nadine Gasda, stellvertretende Vorsitzende
Aron Rodewald, DHV-Jugend
Manfred Vaupel, Technikvorstand Jonas Böttcher, Sportvorstand Roland Börschel, Vorstand Flugbetrieb & Schlepp
Dr. Dirk Aue

im Einzel und das Team in der Nationenwertung, berichtet  Sportvorstand Jonas Böttcher. Auch die Deutsche Meisterschaft in Lenggries der Starren war ein voller Erfolg, auch hier herausragend Markus Baisch als Deutscher Meister. Premiere hatte die Deutsche Hike + Fly Meisterschaft. Über zwei Wettbewerbe sicherten sich Karin Schugg und Peter Bergdold die Titel. Im Acrofliegen zeigte Daniela Freutsmiedl ihre Stärke und belegte den zweiten Platz bei der Acro World Tour.

Ausbildungsvorstand Simon Winkler ist leider beruflich verhindert. Aus beruflichen und familiären Gründen wird er auch nicht erneut kandidieren. Sein Tätigkeitsbericht steht im Geschäftsbericht.

Ohne ehrenamtlichen Einsatz könnte der Flugsport so nicht ausgeübt werden, betont der  Vorstand für Flugbetrieb und Schlepp Roland Börschel. Dank an alle, die sich bei

Wahlen

Im Amt bestätigt wird  Dr. Dirk Aue als Finanzvorstand, 1 Gegenstimme.

Für den Vorstand für Flugbetrieb/Windenschlepp und Naturschutz kandidieren Roland Börschel und Markus Baisch.  Markus Baisch wird als neuer Vorstand gewählt.

Simon Winkler steht nicht mehr zur Wahl. Paul Seren und Jennifer Söder stellen sich zur Wahl. Neugewählter Vorstand für Ausbildung ist Jennifer Söder.

Die Kasse 2026 prüft Wibke Ziegler unterstützt von Helena Pinger.

Anträge

Viel zu tun gibt es diesmal für die Delegierten, eine Reihe von Anträgen sind zu beraten und dann zu entscheiden.

Der DHV-Vorstand stellt folgende Anträge:

• Antrag: Fachverantwortliche Vorstände – zur Festlegung der Fachverantwortlichkeiten der Vorstandsmitglieder (Sicherheit wird der 2. Vorsitzenden zugeordnet): mehrheitlich angenommen, offene Abstimmung

• Antrag zu § 24 Wahl Vorstände, abgelehnt

• Antrag auf Satzungsänderung wird angenommen

der Erschließung, Erweiterung, Pflege und beim Unterhalt der Fluggelände verdient gemacht haben. Aber auch den Piloten, die diese Arbeit respektieren und sich an die Vorgaben halten sei gedankt. Leider bewegt sich die Erschließung und Zulassung aufgrund verschärfter Rahmenbedingungen auf niedrigem Niveau. Bestimmte Flächen sind für Wind- und Sonnenenergie vorgesehen, das Geländereferat ist im intensiven Austausch mit den Planungsbüros. Wichtig ist die Beobachtung vor Ort. Geländehalter sollten lokale Entwicklungen im Blick haben und finden bei Konflikten Hilfe im Geländereferat. Auch der Windenschlepp ist nun fest im Referat verankert. Michael Bender ist für diesen Bereich zuständig.

Das Geschäftsjahr 2024 bewegt sich im Rahmen der Wirtschaftsplanung und schließt mit einem aus-gewiesenen Gewinn von 3.200 € ab, erläutert  Finanzvorstand

Dr. Dirk Aue. Ergänzend hat der DHV 40.100 € in eine zweckgebundene Rücklage (Großteil für IT in 2025) und 20.000 € in eine freie Rücklage eingestellt. Somit erzielte der Verband (vor Rücklagen) ein positives Gesamtergebnis von 63.300 €. Doch dieses Gesamtergebnis ist stark beeinflusst durch hohe Zinsgewinne bei den Geldanlagen. Die Hochrechnung für das laufende Geschäftsjahr 2025 ergibt ein Defizit von 157.500 €. Das sind 49.000 € weniger als für den Wirtschaftsplan 2025 von den Delegierten 2024 genehmigt wurde. Doch es zeigt, dass es unabdingbar war, die Beiträge ab 2026 zu erhöhen. Dies wird auch im Wirtschaftsplan 2026 deutlich werden.

Die Kassenprüfer Wibke Ziegler und Jürgen Karpf geben einen ausführlichen Prüfbericht ab. Uneingeschränkt empfehlen sie die Entlastung des Vorstands. Die Delegierten folgen einstimmig.

Bernhard Tochtermann stellt zwei Anträge

• Antrag auf Satzungsänderung Fristen und Transparenz: zurückgezogen

• Antrag für digitale Regionalversammlung: abgelehnt

Jutta Reiser stellt einen Antrag Transparenz und Kommunikation der Kommission: abgelehnt

Esther Schäfer und Ines Zießau stellen einen Antrag zur Anpassung der „Förderungsrichtlinie überregionale Veranstaltungen“: abgelehnt

Die Remstäler stellen den Antrag Digitalisierung – Suchen und Finden einer Softwarelösung für Vereinsverwaltung und Kassenführung. Vorschlag Bernd Böing: Antrag an DHV-Kommission verweisen: angenommen Ralf Heuber stellt einen Antrag auf eine de-

taillierte Mitgliederumfrage im Frühjahr 2026. Vorschlag Bernd Böing, auf Kommission verweisen und Umfrage ohne Fixierung auf Frühjahr: angenommen

Finanzvorstand Dr. Dirk Aue erläutert den Wirtschaftsplan 2026 mit einem Gewinn von 2.000 €. Leider sind keine Rücklagen möglich.

Einstimmig genehmigen die Delegierten den Wirtschaftsplan 2026.

Die Jahrestagung 2026 wird in Leipzig stattfinden. Bewerbungsfrist für 2027 ist bis Mitte Februar offen.

Neuwahl Vorständin Ausbildung - Jennifer Söder
Neuwahl Kassenprüferin 2026 - Helena Pinger
Neuwahl Vorstand Flugbetrieb/Schlepp und Naturschutz - Markus Baisch

Thermik- und Technik-Training

Deutschlands beliebteste* Flugschule:

g hauptberufliche Fluglehrer innen

g riesige Übungshänge für alle Windrichtungen in der Rhön und im Sauerland

Startfrei in Lüsen (Südtirol)

g perfekte Höhenfluggebiete für die Alpin-Ausbildung in Lüsen (Südtirol) und im Stubai (Tirol)

g Übernachten direkt auf dem Berg (Wasserkuppe und Lüsen) oder an den Landeplätzen (Stubai und Sauerland)

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g Groundhandlingtrainings

g Thermik- und Technik-Trainings und weitere Fortbildungen nach dem Skyperformance-Standard

g Ganzjährig fluglehrerbegleitete Gleitschirmreisen in rund 50 ausgewählte Fluggebiete

Alle Infos, Termine & Buchung:

an der Wasserkuppe

Hochsauerland

Wirtschaftsplan 2026

(Plan 2026 im Vergleich mit dem Jahresergebnis 2024 und der Hochrechnung 2025)

Hompage +

Kostenerstattung Versicherung

Zinsen und ähnliche

Wettkampfsport

Flugbetrieb/Gelände

Erträge aus der Auflösung v. Rückstellungen/Rücklagen

Anlagenverkäufe, Auflösung Wertberichtigungen

Vereins- und Geländezuschüsse, sonst. Förderungen

Zuschüsse "Moderne-Winden-Projekte"

+ Sitzungen

Uneinbringliche Forderungen Beiträge

Uneinbringliche Forderungen Technik

Flugbetrieb, Gelände, Naturschutzgutachten

Gebühren und Beiträge

Prüfungs- und Beratungskosten

Vertretung Projekt Luftsport

Messen

Projekt Wetternetz

Einstellung in die Wertberichtig. auf Forderungen

Einstellung in Zweckrücklagen

Einstellung in die freie Rücklage

Summe Aufwendungen

Gewinn/Verlust

*Die Sportkosten sind unter anderem abhängig von der Anzahl und dem Ort der Nationalmannschaftseinsätze. **Incl. ca 23% Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, zusätzlich Berufsgenossenschaft + Reisekosten & sonstige Lohnkosten

DHVmagazin/Öffentlichkeitsarbeit 22% (20%)

Flugbetrieb/Gelände 6% (5%)

Sicherheit/Technik 4% (4%)

Musterprüfstelle 15% (14%)

Mitgliederservice 61% (64%)

Ertragsstruktur 2024

Aufwandsanteile der Referate in % (Aufwand 2023: Klammerwerte)

Sport 1% (0,5%)

Ausbildung 12% (12%)

Musterprüfstelle 9% (8%)

0,5% (0,5%)

DHVmagazin-Inserate 2,5% (3%)

Internetdienste 1% (1%)

Erstattung für Versicherungsbearbeitung 5% (6%)

Zinsen/Sonstige 5% (2%)

Warenverkauf 3% (3%)

Sicherheit und Technik 0% (0%)

Aufwandsstruktur 2024 Aufwandsanteile der Referate in % (Aufwand 2023: Klammerwerte)

Mitgliederservice 28% (29%)

Ausbildung 14% (15%)

Ergebnisstruktur 2024

Aufwandsanteile der Referate in % (Aufwand 2023: Klammerwerte)

 Ertrag  Aufwand  Ergebnis positiv  Ergebnis negativ

Mitgliederservice

Musterprüfstelle

Bernd Böing Vorsitzender

Dr. Nadine Gasda Stellvertr. Vorsitzende

Dr. Dirk Aue Finanzvorstand

Markus Baisch Vorstand Flugbetrieb/ Schlepp und Naturschutz

Söder Vorständin Ausbildung

Böttcher Vorstand Sport

Vaupel Vorstand Technik

Protokoll der 46. DHV-Jahrestagung am 22.11.2025 in Schwangau

Beginn: 13:00 Uhr - Ende: 19:37 Uhr

Die Jahrestagung wird durch einen Videobeitrag eröffnet, der von unserem Ehrenmitglied Charlie Jöst erstellt wurde, und viele Facetten des Fliegens zeigt.

1. Begrüßung durch den Vorsitzenden

Der DHV-Vorsitzende Bernd Böing eröffnet als Versammlungsleiter den offiziellen Teil der 46. Jahrestagung des Deutschen Hängegleiterverbandes e.V. Er begrüßt die Anwesenden herzlich und bedankt sich für die Teilnahme.

Unter den Gästen befinden sich unter anderem Peter Janssen (Justiziar), Mark Shaw, Dr. Hirz sowie Delegierte und Mitglieder des Teams.

Es folgen Grußworte von Stefan Rinke, 1. Bürgermeister von Schwangau. Er berichtet über die ersten Flüge mit dem Drachen von Mike Harker vom Tegelberg. Drachen und Gleitschirme prägen das Landschaftsbild, und die Leute freuen sich über die Flieger. Er sagt: „Schloss Neuschwanstein ist die Heimat der Könige und ihr seid die Könige der Lüfte.“

Miriam Edelmann (1. Vorsitzende Ostallgäuer Gleitschirmflieger) begrüßt ebenfalls die Versammlung. Sie übermittelt Grüße von Frank Seyfried (Seilbahn Tegelbahn), der verhindert ist und dankt ihm für die fortlaufende Instandhaltung der Startplätze. Sie dankt den Helfern und spricht sich für eine konstruktive und respektvolle Diskussion aus, um die Weiterentwicklung des Verbandes zu fördern.

2. Regularien

2.1 Genehmigung des Protokolls der Jahrestagung 2024

Das Protokoll der Jahrestagung 2024 wurde im DHVmagazin 251 (Ausgabe Januar/Februar 2025 ab Seite 14) sowie im Serviceportal veröffentlicht.

Ein Antrag von Esther Schäfer zur Ergänzung des Protokolls, um die Jahreszahl 2025 im letztjährigen Antrag B, wurde von der antragstellenden Person zurückgezogen. Weitere Änderungswünsche werden nicht geäußert.

Beschluss: Das Protokoll der Jahrestagung 2024 wird genehmigt (offene Abstimmung, einstimmig).

2.2 Wahl des Protokollführers

Beschluss: Brigitta Hack wird zur Protokollführerin gewählt (offene Abstimmung, einstimmig).

2.3 Wahl der Stimmenzähler

Beschluss: Als Stimmenzähler werden die DHV-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewählt, die nicht Delegierte sind (offene Abstimmung, einstimmig).

2.4 Feststellung der Einladung

Beschluss: Die ordnungsgemäße Einladung zur Versammlung 2025 wird festgestellt. Die Einladung erfolgte über das DHVmagazin 254, Seite 75 vom Juli/August 2025 und per Mail am 21.10.2025 an alle gewählten Delegierten.

2.5 Beschlussfähigkeit

Anwesend sind 173 stimmberechtigte Delegierte.

Beschluss: Die Beschlussfähigkeit der Versammlung wird festgestellt.

2.6 Festlegung der Tagesordnung

Die vorliegende Tagesordnung wird vorgestellt. Es werden keine Änderungswünsche geäußert.

Beschluss: Aus der vorläufigen wird eine endgültige Tagesordnung (offene Abstimmung, einstimmig).

Ehrung

Im Anschluss erfolgt eine Ehrung unserer Sportler. Bei der Drachenflug-Weltmeisterschaft 2025 im spanischen Àger sicherte sich Markus Baisch die Silbermedaille in der Einzelwertung der Starrflügelklasse. Auch in der Teamwertung der Starrflügler konnte sich Deutschland durchsetzen und ebenfalls den zweiten Platz erreichen.

In der Gleitschirm-Disziplin Accuracy (Präzisionsflieger) holte sich Linus Schubert die WM-Bronzemedaille bei den Junioren, und derzeit belegt er einen Podestplatz in der FAI-Weltrangliste.

3. Podiumsdiskussion „Sicherheitskultur im Verein und auf den Fluggeländen“

Björn Klaassen moderiert die Diskussion an. Karl Slezak, DHV-Sicherheitsreferent und Unfallsachverständiger, stellt die Teilnehmer vor. Diese sind die Sicherheitsbeauftragten aus europäischen Verbänden.

Auf der Bühne sind:

• Mark Shaw (BHPA, Großbritannien): Leitender technischer Referent, Experte für Unfalluntersuchungen. Zudem Generalsekretär des europäischen Verbandes EHPU.

• Dr. Sebastian Hitz (ÖAeC, Österreich): Zuständig für Sicherheit in der Zivilluftfahrtbehörde (FAA). Trainer für persönliche Kompetenzen und Kommunikation.

• Jürgen Kraus (Deutschland): Fluglehrer der ersten Stunde und erfahrener Sicherheitstrainer Online dabei sind:

• Roger Oechslin (SHV, Schweiz): Meteorologe, Fluglehrerausbilder und Experte für klimatische Einflüsse und deren Auswirkungen auf den Flugsport.

• Thomas Senac (FFVL, Frankreich): Vizepräsident des zweitgrößten Gleitschirm- und Drachenfliegerverbandes der Welt, mit über 30 Jahren Erfahrung in den Bereichen Sicherheit und Ausbildung.

Inhalt der Diskussion

Die Fachleute heben hervor, dass menschliche Faktoren (Human Factors) – insbesondere Fehlentscheidungen, Risikobereitschaft und unzureichende mentale Vorbereitung – die wesentliche Ursache für Unfälle im Gleitschirm- und Drachenflugsport darstellen. Während sich in Großbritannien die Unfallzahlen nicht dramatisch verändert haben, verzeichnen Frankreich, Österreich, Deutschland und die Schweiz steigende oder konstant hohe Unfallzahlen, insbesondere bei leistungsstarken Schirmen. Einigkeit besteht darüber, dass Ausbildung, Sicherheitskultur, Eigenverantwortung und Airmanship weiter gestärkt werden müssen. Zusätzlich führt der Klimawandel zu anspruchsvolleren und teilweise aggressiven Flugbedingungen. Die Experten betonen abschließend, dass einfachere

Jennifer
Jonas
Manfred

Schirme, regelmäßiges Training, realistische Selbsteinschätzung sowie das Lernen aus Zwischenfällen wesentliche Faktoren zur Erhöhung der Flugsicherheit sind. Für Normalpiloten wird die Empfehlung ausgesprochen an thermikschwachen Tagen oder an den Randzeiten (morgens oder abends) fliegen zu gehen.

4. Berichte des Vorstandes, des Geschäftsführers und der Jugend

Die Delegierten haben im Vorfeld der Tagung Tätigkeitsberichte in Textform erhalten. Die mündlichen Berichte der ehrenamtlichen Vorstände dienen der Ergänzung.

Vorsitzender

Bernd Böing berichtet, dass die Mitgliederzahlen auf das Niveau vor der Corona-Pandemie zurückgegangen sind. Er bewertet dies nicht als kritisch, sondern als Folge demografischer Entwicklungen und der allgemeinen Wirtschaftslage. Der Vorstand werde diese Entwicklung aufmerksam beobachten und die Verbandsarbeit langfristig stabil und zukunftsfähig ausrichten. Zur Sicherheit betont er, dass Fliegen Freiheit und zugleich Verantwortung bedeutet und jeder Einzelne zur sicheren Ausübung des Sportes beitragen müsse.

Geschäftsführer

Björn Klaassen berichtet über den Kurs der Geschäftsstelle. Als Orientierung dient das DHV-Leitbild: „Der DHV steht für Freude am Drachen- und Gleitschirmfliegen – und für die Freiheit unseres Sportes“. Er erläutert anstehende Veränderungsprozesse. Trotz eines knappen Haushalts sollen weiterhin gezielt Mittel in wichtige Entwicklungsbereiche investiert werden. Er stellt heraus, dass der DHV aus 39.000 Pilotinnen und Piloten mit unterschiedlichen Erwartungen bestehe. Vorstand und Kommission sind ehrenamtlich tätig sowie die Mitarbeiter der Geschäftsstelle arbeiten mit Herzblut für die Zukunft unseres Verbandes. Er bittet die Delegierten, Entscheidungen im Sinne einer erfolgreichen Zukunft des DHV zu treffen.

Stellvertretende Vorsitzende

Dr. Nadine Gasda berücksichtigt verstärkt die Perspektive aus dem Flachland sowie von Normalpilotinnen und -piloten und will diese in den Vordergrund rücken. Sie fliegt seit 30 Jahren und auch als Frau setzt sich für das gemeinsame Fliegen ein.

Bericht DHV-Jugend

Aron Rodewald stellt die DHV-Jugend vor, die seit 25 Jahren Jugendliche zwischen 15 und 26 Jahren fördert. Auch Interessierte ohne Flugerfahrung sind willkommen. 21 Ehrenamtliche organisieren Veranstaltungen zur Nachwuchsförderung und zum Kennenlernen neuer Fluggebiete. Das Programm der kommenden Saison wird am 24. Dezember veröffentlicht. Er ruft dazu auf, junge Menschen auf das Angebot aufmerksam zu machen.

Vorstand Technik

Manfred Vaupel betont, dass nicht die Distanz oder Dauer des Fluges wichtig ist, sondern die empfundene Freude des Piloten nach dem Flug. Er erinnert daran, das Landebier erst nach dem Einpacken des Gerätes zu genießen und appelliert an die Wichtigkeit von Checks und den sorgfältigen Umgang mit Fluggeräten. Er informiert über den Ruhestand von Musterprüfstellenleiter Hannes Weininger zum 01. November 2025 und begrüßt Matthias Hartmann als seinen Nachfolger.

Vorstand Sport

Jonas Böttcher berichtet über sportliche Erfolge in verschiedenen Disziplinen, darunter die Weltmeisterschaften im Drachenfliegen in Àger und die WM-Bronzemedaille von Linus Schubert in der Accuracy-Juniorenwertung. Premiere hatte die Deutsche Hike&Fly Meisterschaft, bei der Karin Schugg und Peter Bergdold die Titel gewannen. Im Acrofliegen erreichte Daniela Freutsmiedl den zweiten Platz bei der Acro World Tour. Für das kommende Jahr ist geplant, Hike&Fly in den DHV-XC zu integrieren. Im Rahmen der DHV-Agenda 2030 sollen im Sport die Disziplinen Hike&Fly, Accuracy und Acro im DHV weiter verankert werden sowie Verhaltenskodex in die Wettbewerbsordnung aufgenommen werden.

Vorstand Flugbetrieb, Schlepp und Naturschutz

Roland Börschel bedankt sich ausdrücklich bei allen Geländehaltern für den Betrieb und den Unterhalt der 1.000 Fluggelände in Deutschland sowie allen Fliegerinnen und Fliegern, die sich an die lokalen Regeln halten. Herausforderungen ergeben sich insbesondere durch Ausbauvorhaben im Bereich Windenergie, unter anderem im Sauerland. Bettina Mensing, Verwaltungsleitung Flugbetrieb, hat für die Vereine einen Praxisleitfaden erstellt. Börschel appelliert an die Vereine, sich über lokale Planungen zu informieren, da Geländehalter nicht automatisch bei Beteiligungsverfahren eingebunden werden. Es ist dem DHV gelungen, die Start- und Landeplätze von Drachen- und Gleitschirmfliegern in das Planungstool DIPUL aufzunehmen. Helmut Bach ist unser Experte für Drohnen (unbemannte Luftfahrt). Ganz aktuell werden neue Tieffluggebiete der Bundeswehr wieder aktiviert. Es gibt die Möglichkeit, Fluggebiete-Schutzräume einzuplanen. Zum Windenschlepp berichtet er über verbesserte Bedienbarkeit durch E-Winden, Windenschlepp-Seminare und die Überarbeitung der Lehrunterlagen sowie geplante Video-Tutorials.

Vorstand Ausbildung und Sicherheit

Simon Winkler ist entschuldigt wegen beruflicher Verpflichtungen. Es wird auf den Geschäftsbericht verwiesen.

Vorstand Finanzen

Dr. Dirk Aue erläutert das Geschäftsergebnis 2024 entsprechend dem Geschäftsbericht. Das Geschäftsjahr 2024 schließt positiv ab. Die Jahre 2023/24 markieren die prognostizierte Wende in den Mitgliederzahlen. Mitgliedsbeiträge bleiben die zentrale Einnahmequelle des Verbandes. Die aktuelle Hochrechnung für 2025 weist eine reduzierte Unterdeckung von minus 157.500 € aus. Die beschlossene Beitragserhöhung ab 2026 wird als notwendig bestätigt.

5. Bericht der Kassenprüfer

Die Kassenprüfer Jürgen Karpf und Wibke Ziegler stellen ihren Prüfbericht vor, den die Delegierten vorab erhalten haben. Sie geben zwei Empfehlungen ab:

• Eine automatische Anpassung der Mitgliedsbeiträge soll geprüft werden.

• Zudem sollte geprüft werden, ob die Anzahl der Ausgaben des DHVmagazins auf vier pro Jahr (eine je Quartal) reduziert werden kann.

6. Aussprache zu den Berichten

Es findet die Aussprache zu den Berichten der Vorstände, dem Finanzbericht und dem Kassenprüfbericht statt. Es werden folgende Themen diskutiert und durch Vorstand und Geschäftsführung beantwortet:

a) Frauenfliegen

Mehrere Beiträge befassen sich mit verschiedenen Sichtweisen und Erfahrungen zum Thema Frauenfliegen. Es wird darüber diskutiert, dass Frauen eine andere Kultur leben mit positiven Auswirkungen auf Risiko und Sicherheit.

b) Nachweis fliegerischer Übung

Ab 2026 muss jeder Pilot den Nachweis seiner fliegerischen Übung führen (digital oder schriftlich).

Ein Delegierter fragt nach den Hintergründen. Karl Slezak erläutert, dass bisher die Regelung galt, dass die ausreichende fliegerische Übung vorhanden ist, wenn dem DHV nichts Gegenteiliges bekannt ist. Dies wird von der Aufsichtsbehörde (Luftfahrt-Bundesamt, LBA) nicht mehr akzeptiert, weil der betreffende § 45 der LuftPersV einen Nachweis dieser fliegerischen Übung verlangt.

Als Nachweis gilt:

- Die Ausführung von 10 Flügen mit dem Luftsporgerät innerhalb der letzten 24 Monate.

- Die Bestätigung des ausreichenden fliegerischen Könnens durch einen Prüfer, Fluglehrer oder Fluglehrer-Anwärter.

Die Dokumentation erfolgt eigenverantwortlich, eine Einsendung an den DHV ist nicht erforderlich.

c) Sicherheit und Human Factors

Mehrere Delegierte äußern sich positiv zur Podiumsdiskussion. Das Thema Sicherheit wird als zentral erachtet. Es wird angeregt, einen eigenen Sicherheitsvorstand einzurichten. Human Factors soll künftig stärkere Beachtung finden und das Thema Sicherheit noch intensiver in die Vereine getragen werden.

d) Frage zum Geschäftsbericht und der Aufteilung der Zahlen

Ein Delegierter fragt nach der Aufteilung der Kosten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und dem DHVmagazin. Gabi Königbauer (DHV-Controlling) erläutert die Aufteilung in direkt zuordenbare Personalkosten und referatsübergreifende Personalkosten, so wird z.B. auch die Geschäftsführung auf alle Bereiche in der Geschäftsstelle aufgeteilt.

Nach Klärung der Wortbeiträge übergeben die Vorstände die Sitzungsleitung an die Kassenprüfer.

7. Entlastung des Vorstandes

Die Kassenprüfer beantragen die Entlastung des Vorstandes.

Beschluss: Die Vorstandschaft wird entlastet. Die Vorstände haben sich enthalten (offene Abstimmung, einstimmig).

Im Anschluss übernimmt Bernd Böing wieder die Versammlungsleitung.

8. Antrag zur Änderung der Tätigkeitsbereiche der Vorstände Bernd Böing erläutert die Struktur der Vorstandschaft. Der DHV hat gemäß Satzung sieben Vorstandsmitglieder: Vorsitzende, stell. Vorsitzender und Finanzvorstand (die gerichtlich vertretungsberechtigt sind) sowie vier weitere Vorstände. Die Vorstandschaft ist ein Aufsichtsgremium, alle arbeiten ehrenamtlich und sind nicht im operativen Geschäft tätig.

Im Jahr 2024 wurde berichtet, dass die Zuständigkeiten innerhalb des DHV-Vorstandes aufgrund eines Vorstandsbeschlusses neu strukturiert wurden. Ziel dieses Antrages ist die formelle Umsetzung der Maßnahme. Wie bei der vorhergehenden Aussprache aufgenommen, wurde festgehalten, dass die Verantwortung für Sicherheit und Ausbildung nicht ausschließlich bei einer Person liegen soll. Die Vorstandschaft unterstützt diesen Ansatz, weist jedoch darauf hin, dass gemäß DHV-Satzung keine zusätzlichen Vorstandsposten geschaffen werden können. Organisatorisch besteht die Möglichkeit, den stellvertretenden Vorsitzenden mit dieser Aufgabe zu betrauen.

Aussprache

Über zehn Redner bringen ihre Standpunkte ein. Zusammenfassend:

Windenschlepp: Die Beschreibung soll auf Schlepp

reduziert werden, um alle Schlepparten abzudecken. Die Vorstandschaft bedankt sich für den Hinweis und bestätigt dies als sinnvoll.

Sicherheitsvorstand: Es wird ein eigener Sicherheitsvorstand gewünscht und eine personelle Evaluation in der Geschäftsstelle angeregt. Die Vorstandschaft bestätigt, dass der Sicherheitsvorstand die Richtung vorgeben kann, die Umsetzung jedoch in der Geschäftsstelle erfolgt.

Es wird klargestellt, dass es sich bei der Neuordnung um eine organisatorische Maßnahme handelt und es bei diesem Tagesordnungspunkt nicht um die Personen geht. Der Vorstand hat bereits darüber beraten und eine Zuordnung der Aufgabe Sicherheit an die Funktion des stv. Vorsitzenden beschlossen.

Beschlussvorschlag und Abstimmung

Die Vorstandschaft formuliert den Antrag um und liest den Beschlussvorschlag vor:

Die Mitgliederversammlung weist gemäß § 24 der DHVSatzung den vier weiteren Vorständen die folgenden Fachverantwortlichkeiten als Tätigkeitsschwerpunkt zu:

• Flugbetrieb / Schlepp / Naturschutz

• Ausbildung

• Gerätetechnik / Musterprüfstelle

• Sport

Die Querschnittsaufgabe Sicherheit wird an die Funktion des stv. Vorsitzenden gebunden.

Beschluss: Mit Mehrheit angenommen (offene Abstimmung, 86 Ja und 55 Gegenstimmen)

9. Wahlen

Der Vorsitzende Bernd Böing erläutert die Wahlmodalitäten und verweist auf die Geschäftsordnung für DHV-Versammlungen.

9. a) Vorstand Finanzen

Kandidat: Dirk Aue

Beschluss: Dirk Aue wird zum Finanzvorstand gewählt. Er nimmt die Wahl an (offene Abstimmung, mehrheitliche Annahme, 1 Gegenstimme).

9. b) Vorstand für Flugbetrieb / Schlepp / Naturschutz

Kandidaten: Roland Börschel und Markus Baisch

Beschluss: Markus Baisch wird zum Vorstand gewählt. Er nimmt die Wahl an (geheime Abstimmung, insgesamt 170 Stimmen abgegeben: 94 für Markus / 74 für Roland / 2 Enthaltungen).

9. c) Vorstand für Ausbildung

Simon Winkler tritt nicht mehr zur Wahl an. Kandidaten: Paul Seren und Jennifer Söder

Beschluss: Zum Vorstand Ausbildung wird Jennifer Söder gewählt. Sie nimmt die Wahl an (geheime Abstimmung, insgesamt 170 Stimmen abgegeben: 103 Jennifer / 66 Paul / 1 Enthaltung).

9. d) Kassenprüfer

Kassenprüfer 1 Kandidat: Wibke Ziegler

Beschluss: Zum 1. Kassenprüfer wird Wibke Ziegler gewählt. Sie nimmt die Wahl an (offene Abstimmung, einstimmig).

Kassenprüfer 2 Kandidat: Helena Pinger

Beschluss: Zum 2. Kassenprüfer wird Helena Pinger wird gewählt. Sie nimmt die Wahl an. (offene Abstimmung, einstimmig)

10. Antrag zur Änderung der DHV-Satzung

A) Antrag DHV-Vorstand

Der Vorstand beantragt die Änderung der Satzung gemäß der beiliegenden Synopse der Satzungsänderungen. Die vorgeschlagenen Änderungen dienen der:

• rechtlichen Anpassung an das neue Vereinsrecht (§§ 126 ff. BGB),

• Klarstellung und Vereinheitlichung von Begriffen und Abläufen,

• Erhöhung der Lesbarkeit und Verständlichkeit der Satzung, Flexibilisierung bei Einladungen und Abstimmungen, Kandidatur der Vorstände

• sowie der Vermeidung rechtlicher Unsicherheiten (z. B. bei Delegiertenwahlen oder Fristberechnungen).

Die Änderungen beeinflussen weder den Zweck noch die Grundstruktur des Verbandes, sondern modernisieren und präzisieren die bestehenden Regelungen.

Die Satzungsänderungen wurden in der Einladung zur Jahrestagung (DHVmagazin 254, auf Seite 75) angekündigt, auf der Homepage veröffentlicht und in weiterer Folge auf den Regionalversammlungen Punkt für Punkt vorgestellt. Dort sind weitere Anpassungen aufgefallen:

• Anpassungen an das aktuelle Vereinsrecht durch Ersetzung des Begriffs „schriftlich“ durch „in Textform“ (§§ 9, 10, 17, 18, 19, 21, 22, 28 u. a.), § 24 Zusammensetzung – Kandidatur Wenn keine Bewerbung nach Satz 1 eingegangen ist oder keiner dieser Bewerber zur Wahl antritt, steht die Bewerbung auf der Jahrestagung offen. Und die Erklärung wurde erweitert um: Die gewählten Fristen – 3 Wochen bzw. 2 Wochen - richten sich nach der Ladungsfrist für die Jahrestagung. Es besteht vorab noch die Möglichkeit, auf den Regionalversammlungen auf die Wahlen zum Vorstand hinzuweisen. Die Delegierten erhalten dann mit der Einladung die Bewerbungen der Kandidaten.

Aussprache

Die Diskussion fokussiert sich auf die Vor- und Nachteile von Vorab- versus spontane Bewerbungen. Es beteiligten sich rund ein dutzend Delegierte. Einige bevorzugen die spontane Bewerbung auf der Tagung. Der Rechtsanwalt und Justiziar des DHVs Peter Janssen begrüßt die Änderungsvorschläge und zieht Vergleiche zu mittelständischen Unternehmen.

Durch die Aussprache Es wurde klar, dass es bei der § 24 einer eigenen Abstimmung bedarf. Es wird auf die Formalitäten hingewiesen, wie die Satzungsänderung erwirkt werden kann:

Abstimmungen:

a) § 24 Zusammensetzung – Kandidatur

Beschluss: Die Änderung des § 24 wurde abgelehnt (offene Abstimmung, mehrheitlich).

b) Alle anderen Änderungsvorschläge

• redaktionelle Anpassungen zur besseren Lesbarkeit,

• Präzisierungen der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten (§ 5), Ergänzungen zur Leitung der Geschäftsstelle (§ 5 IV), Beiträge (§ 15)

• Anpassungen an das aktuelle Vereinsrecht durch Ersetzung des Begriffs „schriftlich“ durch „in Textform“ (§§ 9, 10, 17, 18, 19, 21, 22, 28 u. a.),

• Klarstellungen zur Fristenregelung (z. B. §10 Mitgliedschaft, § 21 Delegiertenwahl, § 22 Einladungsfristen), redaktionelle und strukturelle Vereinheitlichungen (Nummerierung, Formatierung, Hervorhebungen).

Beschluss: Da die erforderliche Mehrheit für satzungsändernde Beschlüsse deutlich erreicht ist, stimmt die Mitgliederversammlung der geänderten Satzung – mit Ausnahme § 24, siehe a) - in der vorliegenden Fassung zu. (offene Abstimmung, 3 Enthaltungen, einstimmige Annahme).

B) Antrag B. Tochtermann: Fristen und Transparenz für die Wahl der Vorstände (§ 27) Der Antrag wird zurückgezogen.

Ein Antrag auf Sitzungsunterbrechung wird gestellt:

Beschluss: Eine Unterbrechung wird abgelehnt. (offene Abstimmung, mehrheitlich)

11. Weitere Anträge

11. a) Antrag B. Tochtermann: Digitale und/oder hybride Durchführung der Regionalversammlungen und Auftrag zur technischen Implementierung

Beschluss: Mehrheitlich abgelehnt (offene Abstimmung: 2 Stimmen dafür)

Es folgen zwei Anträge (11. b und 11. c) auf Satzungsänderung, die gemäß DHV-Satzung nicht zulässig sind (6 Monatsfrist).

11. b) Antrag B. Tochtermann: Reduzierung der Zahl der Delegierten (§ 21 I)

Der Antrag zielt auf eine Änderung der Satzung § 21 I auf den Wortlaut: Für je 400 persönliche Mitglieder in der Region wird ein Delegierter gewählt; es wir aufgerundet.

Hinweis: Der Antrag darf nicht behandelt werden und der nächste bezieht sich auch auf die Delegiertenzahl, deshalb wird gleich auf diesen übergegangen.

11. c) Antrag R. Thieringer: Reduzierung der Zahl der Delegierten

Hier wird eine Änderung auf je 300 Mitglieder je Region gewünscht.

Der Antrag darf nicht behandelt werden und für 11 b und 11 c wird ein Stimmungsbild abgefragt: Die Delegierten sprechen sich mehrheitlich dafür aus, keine Änderung bei den Delegiertenzahlen vornehmen zu wollen.

11. d) Antrag J. Reiser: Transparenz und Kommunikation

Der Antrag hat zur Zielsetzung die Transparenz und Kommunikation zu Beschlüssen der Kommission zu verändern. Es soll der Bescheid über eine Ablehnung oder einer Annahme der Anträge zeitnah in Textform informiert werden. Die Vorstände stellen sich Fragen und Antworten aus dem Plenum. Sie wiesen darauf hin, dass in den Sitzungen regelmäßig kontrovers diskutiert wird. Sie verweisen darauf, dass für jede Sitzung ein Ergebnisprotokoll erstellt wird, das im Serviceportal veröffentlicht und per E-Mail an alle Vorstände der DHV-Vereine versendet wird. Mitglieder können sich somit umfassend über alle Inhalte der Kommissionssitzungen informieren.

Beschluss: Der Antrag wurde abgelehnt (offene Abstimmung, mehrheitlich).

11. e) Antrag E. Schäfer und I. Zießau: Anpassung der Förderrichtinien

Zur Debatte steht die Förderrichtlinie für überregionale Veranstaltungen, die von der DHV-Kommission erarbeitet wurde. Gefordert wird eine Änderung zugunsten unterrepräsentierter Gruppen.

Mehrere Redner erläutern ihre Standpunkte. Einige vertreten die Auffassung, dass der DHV nicht für die Förderung des Regelbetriebes einzelner Vereine zuständig sei.

Antrag zur Geschäftsordnung „Schluss der Rednerliste“:

Beschluss: mehrheitlich angenommen (offene Abstimmung, 2 Gegenstimmen)

Antrag zur Geschäftsordnung: „Schluss der Debatte“

Beschluss: einstimmig angenommen (offene Abstimmung).

Die Debatte wird beendet. Es folgte ein weiter Antrag. Antrag auf geheime Abstimmung über die Änderung der Förderrichtlinien

Beschluss: Die geheime Wahl wird abgelehnt (offene Abstimmung, mehrheitlich).

Abstimmung über den Antrag 11 e) auf Änderung der Förderrichtlinien

Beschluss: Der Antrag wird abgelehnt (offene Abstimmung, mehrheitlich).

11. f) Antrag Remstäler

Dieser Antrag bezieht sich auf die Verwaltung in den Vereinen. Der DHV möge sich bitte bei der Digitalisierung der Vereine beteiligen und bei Suchen und Finden einer Software für Vereinsverwaltung und Kassenführung beteiligen.

Der Antrag ist in drei Abschnitte aufgeteilt:

A) DHV-Verwaltungsprogramm für Vereine

B) Kassenführungs- /Buchhaltungsprogramm

C) Arbeitsgruppe für interessierte Vereine

Im Einvernehmen mit den Antragstellern wird vorgeschlagen, diesen Antrag zur weiteren Behandlung an die DHV-Kommission weiterzuleiten.

Beschluss: Der Antrag wird zur weiteren Beratung an die DHV-Kommission weitergeleitet (offene Abstimmung, mehrheitlich angenommen).

11. g) Antrag Ralf Heuber: Detaillierte

Mitgliederumfrage im Frühjahr 2026

Im Einvernehmen mit dem Antragsteller wird der Beschlussvorschlag umformuliert.

WIR DANKEN

Roland Börschel Vorstand Flugbetrieb/ Schlepp und Naturschutz

Simon Winkler Vorstand Ausbildung/ Sicherheit

Beschluss: Die DHV-Kommission soll die Durchführung und Auswertung einer detaillierten Mitgliederumfrage im Jahr 2026 vorbereiten (offene Abstimmung, mehrheitlich angenommen).

12. Wirtschaftsplan 2026

Dr. Dirk Aue stellt den Wirtschaftsplan 2026 laut veröffentlichtem Plan im vorliegenden Geschäftsbericht vor. Beschluss: Der Wirtschaftsplan 2026 wird angenommen. (offene Abstimmung, einstimmig)

13. Sonstiges

Termine:

Im Vorjahr wurde beschlossen, die Jahrestagung in Sondershausen durchzuführen. Diese konnte aufgrund unzureichender Kapazität nicht umgesetzt werden. Die nächste Jahrestagung findet daher in Leipzig am 21. November 2026 statt. Der Luftsportverein Neuseenland Leipzig e.V. wird die DHV-Jahrestagung ausrichten.

Für 2027 sucht der DHV einen Gastgeber für die Jahrestagung, Bewerbungen können bis Mitte Februar 2026 eingehen. Mail an geschaeftsfuehrung@dhvmail.de. Diese werden dann in der Kommissionsitzung behandelt.

Delegiertenunterlagen:

Die Unterlagen wurden in der Vergangenheit immer auf Papier gedruckt und verschickt. Dieses Jahr war die Sendung sehr umfangreich, zugleich wurden die Unterlagen digital zur Verfügung gestellt. Vorschlag von Bernd Boeing im kommenden Jahr die Unterlagen digital an alle Delegierten zu schicken und den gedruckten Geschäftsbericht auf der Jahrestagung zu verteilen. Es wird ein Stimmungsbild eingeholt. Ergebnis: Die Delegierten stimmen für die digitale Verteilung der Unterlagen. (offene Abstimmung, mehrheitlich angenommen)

Der Vorsitzende schließt die Sitzung um 19:37 Uhr mit einem Dank an die Delegierten für die sachlichen Beiträge, die konstruktiven Debatten und an alle die zum Gelingen der Jahrestagung beigetragen haben.

Endfassung erstellt am 27.11.2025

Brigitta Hack Bernd Böing Protokollführung DHV-Vorsitzender

Protokoll der DHV Regionalversammlungen 2025

Datum und Orte der Regionalversammlungen:

Regio Ost: 05. Oktober 2025 in Ohrdruf (Luftsportverein Crawinkel e.V.)

Regio Nord: 11. Oktober 2025 in Bremen (GSC Weser und DFC Weser e.V.)

Regio Mitte: 12. Oktober 2025 in Bestwig (Sauerlandair e.V.)

Regio Südwest: 18. Oktober 2025 in Bad Peterstal (Oppenauer Gleitschirmflieger e.V.)

Regio Südost: 19. Oktober 2025 in Oberstdorf (Oberstdorfer Drachen- und Gleitschirmflieger e.V.)

Tagesordnung:

1. Begrüßung

2. Regularien

3. Wahl der Delegierten für die Jahrestagung am 22. November 2025

4. Vorträge

5. Vorstellung Satzungsänderungsantrag

6. Regionale Themen

7. Wahl des Regionalbeirats in den Regionen Südost, Südwest und Nord

8. Orte der nächsten Regionalversammlungen 2026

Begrüßung:

Die Regionalbeiräte und die veranstaltenden Vereine begrüßen zusammen mit dem DHV Vorsitzenden Bernd Böing die Teilnehmenden der jeweiligen Regionalversammlungen.

Regularien:

Lena Cröniger wurde in allen Regionen zur Protokollführerin benannt. Hinsichtlich des Protokolls der Regionalversammlung 2024 wurden keine Einwände vorgebracht. Die jeweilige Tagesordnung wird von den Teilnehmenden angenommen.

Wahl der Delegierten für die Jahrestagung in Schwangau am 22. Nov. 2025:

Die Delegierten wurden durch die Teilnehmenden der Regionalversammlungen schriftlich gewählt. Die Auszählung der Stimmen erfolgte durch anwesende Mitarbeiter der DHV-Geschäftsstelle, welche nicht zur Wahl standen.

Region Ost: (35 Anwesende, 89 Stimmen, 15 Delegierte zu wählen): Altmann René, Schmidt Jörg, Aderhold Frank, Brauer Wolfgang, Heuchert Axel, Dressel Katharina, Lüders

Konrad, Fuhrmann Steffen, Rolapp Georg, Schäfer Esther, Mocker Natalie Yeza, Raimbekova Yevgeniya, Kirsch Ingo, Wachowski Bernd

Region Nord:

(55 Anwesende, 89 Stimmen, 12 Delegierte zu wählen): Aue Dirk, Buchholz Frank, Rüscher Utz, Apel Uwe, Rodrigo Alario Ana, Mett Ralf, Capellaro Marcus, Steincke Joachim, Bauer Paul, Schwiegershausen Corinna, Einhellinger Malcolm, Rodewald Aron

Region Mitte:

(81 Anwesende, 209 Stimmen, 50 Delegierte zu wählen):

Preukschat Romy, Gasda Nadine, Vaupel Manfred, Preukschat Uwe, Böhnisch Markus, Böing Bernd, Moreno Manuel, Adams Peter, Zießau Ines, Jeskulke Erika, Soboll Dirk Michael, Hanses Markus, Oswald Winfried, Niemierza Sven, Fankhauser Josef, Sylla Karl-Heinz, Sonnleitner Christian, Speckenheuer Rebekka, Schöpe Stephan, Zimmer Susanne, Sperling Björn, Strack Klaus, Reiser Jutta, Rivera Anja, Hilbich Peter, Jeskulke Peter, Merz Friedhelm, Weber Reinhold, Malecki Andreas, Klinger Susanne, Kurz Birgit, Monscheuer Ingeborg, Lauth Marco, Nitsche Peter, Kleineberg Alina, Opitz Hans-Peter, Zimmer Dirk, Schneider Beate, Christmann Luise, Güdde Moritz, Brening Florian,

REGIONALBEIRÄTE

Aron Rodewald Region Nord

René Altmann Region Ost

Speckenheuer Klaus, Vonwirth Patrick, Beckmann Hubert, Kern Theo, Mohr Jürgen, Kroß Friedrich-Wilhelm, Latzel Thomas, Holz Jürgen, Dröge Damian, Keller Peter Region Südwest:

(65 Anwesende, 123 Stimmen, 49 Delegierte zu wählen):

Brodbeck Jochen, Azimabadi Peyman, Ziegler Wibke, Vogel Ferdinand, Berle Björn, Schaal Sina, Klein Hans-Peter, Mayer Alfred, Grau Michael, Wöhrle Roland, Buck Michael, Stierle Michael, Hausmann Nicole, Baisch Markus, Strohecker Regine, Scheib Petra, Valet Rüdiger, Steggemann Bernd, Thieringer Rainer, Burri Rafael, Obst Hans-Wolfram, Geis Detlef, Hüneke Holger, Czarnetzki Michael, Müller Neithard, Semmler Bodo, Pinger Helena, Landmann Michael, de Beyer Hans Peter, Lang Frank Michael, Braun Lorenz, Fritz Lothar, Limbächer Michael, Kaupp-Jung

Andrea, Baisch Karl-Heinz, Koppenhöfer Andreas, Hagdorn Manfred, Duschek Kai, Merl Franz, Weist Bernd, Vogel Dietmar, Krieger Torsten, Santostasi Tommaso, Zschau Maximilian, Lange Robert, Kern Bernhard, Schöll Christoph, Mader Ulrich, Vöhringer Moritz

Region Südost:

(48 Anwesende,162 Stimmen, 67 Delegierte zu wählen): Edelmann Miriam, Karpf Jürgen, Kohler Engelbert, Cröniger Peter, Glas Regina, Roser Tim, Straßer Uli, Bube Georg, Edelmann Tobias, Heuber Ralf, Teubert Oliver, Drechsler Robert, Schaeper Wilhelm, Zeyher Jochen, Söder Jennifer, Zimmer Liza, Tochtermann Bernhard, Osowski Benno, Hartmann Matthias, Winkler Heiko, Büscher Hildegard, Schmidtler Andreas, Herold Bastian, Lische Dieter, Speidel Reinhold, Buntz Harald, Maurer Friedrich, Schweier Georg, Küchler Julia, Schröder Eric, Wolf Marcus, Böttcher Jonas, Vedder Markus, Gresser Patrice, Liebermeister Benedikt, Lau Joachim, Balduin Kurt, Matthes Sina, Bauer Michael, Gebhart Adrian, Huberth Wolfgang, Mader Antje, Nedele Matthis, Schachtner Ludwig, Baier Sandra, Müller Philip, Bürger Rudolf, Dobrovsky Aline, Hörmann Alexander, Müller Ursel, Albert Stephan, Börschel Roland, Lanz Johanna, Herterich Xaver, Lukard Felix, Weber Dorothee, Lohr Johann, Seren Paul, Deutschmann Elisa, Schwägele Jonas, Dambach Uwe, Graminsky Maximilian, Schulze Frank, Stahl Bernd, Bleier Marcus, Rust Christian, Huber Manuel

Vorträge:

DHV- Geschäftsführer Björn Klaassen berichtet über die aktuelle Arbeit der Geschäftsstelle. Er berichtet insbesondere über personelle Veränderungen in der Geschäftsstelle, den geplanten digitalen DHV-Mitgliedsausweis, Windkraft und Drohnen. Die Ausgaben des DHVmagazins wurden 2025 auf 5 reduziert und dafür die online PR-Arbeit verstärkt, im Herbst starten die beliebten Online-Seminare. Die Förderung von Windenschlepp ist ein Schwerpunktthema, mit Fokus auf Förderung von E-Winden, neue Windenschleppseminaren mit Groundhandling und Verbesserungen bei der Versicherung für den Windenschlepp. Im Rahmen des Antrags „Frauenfliegen“ von der Jahrestagung 2024 wurden Maßnahmen zur Förderung des Frauenflugsports erarbeitet. Nina Klemisch führte hierzu eine Umfrage unter weiblichen Mitgliedern durch. Die Ergebnisse präsentierte Nina in den Regionen Nord, Mitte, Südwest und Südost, in der Region Ost übernahm dies Björn Klaassen. Zudem wurde ein neues Förderprogramm für Vereinsveranstaltungen mit überregionaler Wirkung sowie eine Anti-Diskriminierungsstelle vorgestellt. In allen Regionen findet zudem ein ausführlicher Austausch zu diesen Themen statt.

Karl Slezak berichtet über aktuelle Erkenntnisse aus der Unfallforschung sowie Änderungen in der Ausbildung. Schwerpunkte sind Risikomanagement, die Überarbeitung der Regeln für fliegerische Übung, Anpassungen beim Landeanflug und die neuen Videos zur Erläuterung der Ausweichregeln.

Regionale Themen:

Region Ost: Windenschlepp, Wettbewerbe, Förderung von Flugschulen und Vereinen in der Region, Siegerehrung RegioOst Cup durch Regionalbeirat René Altmann.

Region Nord: Windenschlepp und Gelände, Vereinsverwaltung, Siegerehrung NordCup.

Region Mitte: Fluggelände, Windkraft und Drohnen, Windenschlepp, Kommunikation mit dem DHV.

Region Südwest: Vereinsarbeit und -verwaltung, Flugsaison 2025 und Mentoring, Siegerehrung SüdWest Cup durch Regionalbeirat Björn Berle.

Region Südost: Groundhandling, Drohnen, Windenschlepp, Vereinsverwaltung.

WIR DANKEN

Björn

Antrag auf Änderung der Satzung:

Seitens des DHV Vorstandes wurde ein Vorschlag zur Aktualisierung der DHV-Satzung vorgestellt. Die Änderungen dienen der rechtlichen Anpassung an das neue Vereinsrecht, Klarstellung und Vereinheitlichung von Begriffen und Abläufen, Erhöhung der Lesbarkeit und Verständlichkeit der Satzung, Flexibilisierung bei Einladungen und Abstimmungen, Kandidatur der Vorstände sowie der Vermeidung rechtlicher Unsicherheiten. Der Entwurf einer neuen und aktualisierten Satzung wurde auf den Versammlungen vorgestellt und den DHV Mitgliedern auch auf der DHV Homepage zur Verfügung gestellt.

Wahl Regionalbeirat:

Region Nord: Prof. Uwe Apel tritt aus persönlichen Gründen nicht mehr erneut an. Vielen Dank an Uwe für 10 Jahre Arbeit als Regionalbeirat. Aron Rodewald stellt sich zur Wahl. Er wird in offener Abstimmung für 3 Jahre einstimmig gewählt.

Region Südwest: Björn Berle stellt sich erneut zur Wahl. Peyman Azimabadi stellt sich ebenfalls zur Wahl. Peyman Azimabadi wird im zweiten Wahlgang für 3 Jahre gewählt. Vielen Dank an Björn für seine Arbeit als Regionalbeirat.

Region Südost: Dieter Lische stellt sich erneut zur Wahl. Er wird in offener Abstimmung für weitere 3 Jahre einstimmig gewählt.

In den übrigen Regionen standen keine Wahlen an. Regionalversammlungen 2026:

Die Teilnehmenden der Regionalversammlungen wählen die nächsten Orte wie folgt:

Region Ost: Sondershausen (Wippertaler Drachenflugverein e.V.)

Region Nord: Bremen (GSC Weser e.V.)

Region Mitte: Dernau im Ahrtal (DGC Siebengebirge e.V.)

Region Südwest: Esslingen am Neckar (1. Parafly-Club Schwaben e.V.)

Region Südost: Augsburg (Para-Air Augsburg West e.V.)

Gmund, 19. November 2025

Bernd Böing, DHV-Vorsitzender

Lena Cröniger, Protokollführung

Uwe Preukschat Region Mitte
Peyman Azimabadi Region Südwest
Dieter Lische Region Südost
Berle Region Südwest Prof. Dr. Uwe Apel Region Nord

&safety training

Kreislaufbeschwerden Erste Hilfe Training

In dieser Serie versorgen wir euch mit Informationen zur Ersten Hilfe in Notfallsituationen. Die Beiträge richten sich an Ersthelfer ohne professionellen medizinischen Background.

TEXT UND FOTOS: RICO KUHNKE

Hike and Fly in Loffenau

Nach einer Stunde sportlichem Aufstieg vom Landeplatz in Loffenau kommt die kleine Gruppe von Gleitschirmpiloten unterhalb der Teufelsmühle, am Startplatz West an. Die Teufelsmühle ist ein Aussichtsturm des Schwarzwaldvereins mit einem wundervollen Blick über das Murgtal und die Rheinebene bis hin ins Elsass. Der Drachen- und Gleitschirmclub Loffenau betreibt hier zwei Startplätze (West 900 m und Nord-West 846 m). In der Saison, Anfang April bis Ende Oktober, verkehrt an den Wochenenden und Feiertagen zwischen Landeplatz und den beiden Startplätzen ein Fahrdienst. Unsere kleine Gruppe hat heute auf den Fahrdienst verzichtet und den steinigen Aufstieg gewählt. Nun genießen sie den Ausblick. Der Wind kommt moderat von West und es herrschen optimale Startbedingungen. Einige Piloten soaren bereits an der Hangkante und gewinnen etwas an Höhe. Die Gruppe entschließt sich noch etwas zu warten und möchte im nur wenige Schritte entfernten Höhengasthaus Teufelsmühle eine Kleinigkeit zu essen. Auf der Terrasse ist noch ein Platz frei. Alle sind sich einig – heute soll es Bortsch mit Fleisch sein. Am Nachbartisch sitzt ein Ehepaar im mittleren Alter. Die Frau redet auf ihren Ehemann ein. Dieser wirkt sichtlich erschöpft, atmet schwer und fasst sich mit der Hand an die Brust. Kurz bespricht man sich in der Gruppe. Erst in der Winterpause haben die Gleitschirmpiloten gemeinsam ein ErsteHilfe-Training in der Flugschule Sky-Team besucht. Einer der Piloten aus der Gruppe spricht das Paar an und bietet seine Hilfe an. Die Ehefrau schildert, dass ihr Mann nach dem Aufstieg über Brustenge und Schmerzen im linken Arm klagen würde. Der Mann ist blass und kaltschweißig. Die anderen aus der Gruppe kommen hinzu.

Herz-Kreislauf

Das Herz des Menschen schlägt in Ruhe 60 bis 80 Mal pro Minute und das ein Leben lang. Die lebenswichtige Pumpe versorgt

Abb. 1: Sitzende bzw. halbsitzendeLagerungbei Atemnot

Abb. 1: Sitzende bzw. halbsitzende Lagerung bei Atemnot

Abb. 2: Liegend Positionmitleicht erhöhtem Oberkörperbei Brustschmerzen Abb. 3: FlachlagerungbeiHerzkreislaufschock

Abb. 2: Liegende Position mit leicht erhöhtem Oberkörper bei Brustschmerzen

über das Gefäßsystem den ganzen Körper mit Nährstoffen und Sauerstoff.

Merke: Den Herzschlag könnt ihr als pulsierende Welle an den Arterien tasten. Am einfachsten tastet ihr den Puls, indem ihr die Fingerkuppen des Zeige-, Mittel- und Ringfingers auf die Innenseite des Handgelenks unterhalb des Daumens legt. Nicht gleich aufgeben, wenn es nicht auf Anhieb funktioniert. Bewegt eure Fingerkuppen vorsichtig, langsam und mit wenig Druck über den beschriebenen Bereich. Wenn ihr den Puls tasten könnt, zählt ihr diesen über eine Minute aus. Achtet dabei, ob der Puls regelmäßig und rhythmisch ist. In Ruhe liegt die Pulsfrequenz bei Erwachsenen bei 60-80 Schlägen pro Minute. Unter körperlicher Anstrengung kann die Pulsfrequenz auf 160-200 Schläge pro Minute ansteigen. In Notfallsituationen sind Pulsfrequenzen von mehr als 100-120 Schlägen pro Minute immer ein Hinweis darauf, dass es den Betroffenen nicht gut geht.

Akute Notfallsituationen des Herz-Kreislaufsystems sind häufig lebensbedrohlich und machen, je nach Ursache, sehr unterschiedliche Erst Hilfe Maßnahmen notwendig. Nachfolgend haben wir für euch die häufigsten Herz-Kreislaufnotfälle zusammengefasst.

Herzinfarkt

Nach dem Herzbericht 2024 sterben jährlich etwas über 200.000 Menschen an den Folgen einer Herz- Kreislauferkrankung. Der akute Herzinfarkt und die chronischen Herzkrankheiten sind zusammengenommen die häufigste Todesursache in Deutschland. Bei einem Herzinfarkt kommt es aufgrund einer Verengung oder einer Verlegung der Herzkranzgefäße zu einem Sauerstoffmangel in der Herzmuskulatur. Die Unterversorgung des Muskels mit Sauerstoff führt zu einer Schädigung der Herzmuskelzellen mit eingeschränkter Funktion und weitreichenden Kreislaufstörungen. Leitsymptom eines akuten Herzinfarktes ist ein Engegefühl in der Brust, das häu-

Abb. 3: Flachlagerung bei Herzkreislaufschock

fig von Schmerzen begleitet wird. Die Schmerzen können in den linken Arm ausstrahlen. Seltener ist ein Ausstrahlen der Schmerzen in den Rücken oder Hals. Insbesondere bei Frauen äußern sich die Beschwerden mitunter atypisch. Hellhörig solltet ihr bei akuten Schmerzen im Oberbauch, Völlegefühl und Übelkeit werden. Auch wenn diese Beschwerden bei ungefährlichen Magen-Darm-Erkrankungen vorkommen, können die Betroffenen sehr deutlich benennen, dass sich die Symptome irgendwie anders anfühlen und bedrohlich wirken. Im Zweifel sollte man lieber einmal zu viel den Rettungsdienst hinzuziehen. Klagen die Betroffenen zudem über Atemnot, sind blass und kaltschweißig, sind dies Alarmzeichen und deuten auf einen drohenden Schock hin. Nun gilt es Ruhe zu bewahren und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sinnvoll zu überbrücken.

Wenn irgendwie möglich sollte der Betroffene sich keinesfalls körperlich anstrengen und ruhig sitzen bleiben. Jede Betätigung bedeutet für das angeschlagene Herz eine zusätzliche Belastung. Überwiegt die Atemnot, ist eine sitzende oder halbsitzende Position ideal. Überwiegen die Schmerzen, ist eine liegende Position mit leicht erhöhtem Oberkörper zu empfehlen. Klagt der Betroffene hingegen über Unwohlsein, Schwindel und ist blass ist dies ein erstes Zeichen eines drohenden Herzkreislaufschocks. Jetzt wäre eine Flachlagerung optimal.

Merke: Grundsätzlich gilt für alle Empfehlungen, dass der Betroffene entscheidet, wie er gelagert werden möchte. Diese wissen intuitiv am besten, welche Lagerungsart ihnen im Notfall gut tut. Erste Hilfe ist bei bewusstseinsklaren Betroffenen immer nur ein Angebot und benötigt deren Zustimmung. In den allermeisten Fällen wird das Angebot dankend angenommen.

Auch wenn sich der Sauerstoffgehalt in der Umgebungsluft zur Raumluft nicht wesentlich unterscheidet, könnt ihr anbieten, das Fenster zu öffnen. Die meisten Menschen empfinden die kühlende

Frischluft als angenehm. Die Symptome eines Herzinfarktes wirken auf die Betroffenen sehr bedrohlich und umso wichtiger ist es, dass die Ersthelfer ruhig bleiben und Sicherheit vermitteln. Ihr könnt die Betroffenen auch nach möglichen Vorerkrankungen fragen und ob er gegebenenfalls vom Hausarzt ein Notfallspray oder eine -kapsel verordnet bekommen hat. Bei Patienten mit einer bekannten Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit) ist dies häufig der Fall. Gerne könnt ihr in diesem Fall die Tasche mit dem Notfallmedikament zubringen und eure Hilfe bei der Einnahme der Medikamente anbieten.

Merke: Als Ersthelfer könnt ihr den Betroffenen bei der Einnahme seiner Notfallmedikamenten unterstützen. Lasst euch genau erklären, wie ihr am besten helfen könnt. In keinem Fall dürft ihr eigene oder Medikamente von Dritten zur Therapie anbieten. Letztlich ist es immer die Entscheidung des Betroffenen, ob und welches Medikament er einnehmen möchte. Mitunter kommt es vor, dass sich die Symptome in Ruhe bessern oder sogar vollständig verschwinden. Unabhängig davon muss nach einem solchen Vorfall zeitnah eine ärztliche Abklärung erfolgen. Im Rahmen eines Herzinfarktes kann es auch zu einem HerzKreislaufstillstand kommen. Aus diesem Grund macht es Sinn, sich mental auf diesen „worst case“ einzustellen und zu überlegen, was man in diesem Fall unternehmen müsste.

Tipp: Zum Thema Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) hatten wir in der Serie bereits zwei Beiträge veröffentlicht. Ihr findet die Beiträge auch auf unserer Homepage https://www.dhv.de/fliegen/ sicherheit/artikel zum Herunterladen.

Kreislaufkollaps (Synkope)

Die Ursachen für einen Kreislaufkollaps (Synkope) sind vielfältig und reichen von Anpassungsstörungen des Kreislaufes bei schnellem Aufstehen aus einer liegenden Position oder Aufrichten aus einer gebückten Haltung, über Herzrhythmusstörungen bis hin zu Wasser-Elektrolytstörungen bei Durchfallerkrankungen. Allen gemein ist eine Minderdurchblutung des Gehirns mit kurzzeitigem Bewusstseinsverlust. Häufig kündigt sich ein Kreislaufkollaps bei den Betroffenen an. Im Vorfeld werden neben Schwindelgefühl, plötzlichem Schwitzen, Seh- und Hörstörungen und Unwohlsein auch Herzstolpern sowie Kurzatmigkeit angegeben. Mitunter beschreiben die Betroffenen ein seltsames, körperfernes Gefühl das in der Medizin als Aura beschrieben wird. Menschen, die über derartige Symptome klagen, sollten aufgefordert werden, sich zu setzen oder alternativ hinzulegen. Da die Bewusstlosigkeit oft binnen weniger Sekunden auftritt, muss schnell reagiert werden. Am besten ihr tretet bereits beim Aufkommen erster Symptome direkt hinter den Betroffenen und stützt diesen. Wird dieser noch im Stehen bewusstlos, kann man in dieser Position unter dessen Achseln greifen und ihn danach sanft auf den Boden ablegen. Grundsätzlich hilft es bei einem Kreislaufkollaps, wenn ihr die Beine des Betroffenen für kurze Zeit anhebt (Schocklage). Dadurch steht dem Kreislauf wieder mehr Blut zur Verfügung und das Gehirn wird wieder durchblu-

Abb. 4: Beinhochlagerung(Schocklage)bei Kreislaufkollaps oder Schock bei Abb. 4: Beinhochlagerung (Schocklage) bei Kreislaufkollaps oder Schock bei Blutverlust und Allergie.

tet. Wird der Patient daraufhin wach, könnt ihr die Beine wieder langsam flach auf den Boden legen.

Achtung: Liegt die Ursache für einen Kreislaufkollaps an einer Störung am Herzen (z.B. Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen), dürfen die Beine nicht hochgelagert werden. Das zusätzliche Blutvolumen würde das Herz zusätzlich belasten. Seid ihr euch unsicher, belasst den Betroffenen einfach in einer flach liegenden Position.

Die größte Gefahr bei einem Kreislaufkollaps ist die Verletzung, wenn der Betroffene im Stehen bewusstlos wird und ohne Schutzreflexe zu Boden stürzt. Normal für einen Kreislaufkollaps ist, dass die Betroffenen nach dem Sturz innerhalb weniger Sekunden wieder zu Bewusstsein kommen. Geschieht dies wider Erwarten nicht, muss der Betroffene in die stabile Seitenlage gelegt werden.

Tipp: Zum Thema Seitenlage hatten wir in der Serie bereits einen Beitrag veröffentlicht. Ihr findet den Beitrag auf unserer Homepage https://www.dhv.de/fliegen/sicherheit/artikel zum Herunterladen.

Viele möchten, direkt nachdem sie wieder bei Bewusstsein sind, aufstehen. Als Ersthelfer solltet ihr darauf hinwirken, dass sie noch eine Zeitlang liegen bleiben, um den Kreislauf zu stabilisieren. Das Aufstehen sollte dann schrittweise und nicht überhastet geschehen. Aus der liegenden Position erst aufrichten, kurz warten, Beine anwinkeln, kurz warten, mit Hilfestellung aufstehen, kurz warten und bei Bedarf setzen und ausruhen.

Bluthochdruck Krise (Hypertensiver Notfall)

In Deutschland leiden knapp 30 % der Bevölkerung an chronischem Bluthochdruck. In den meisten Fällen wird dieser bei einer Routineuntersuchung beim Hausarzt festgestellt. Langfristig steigert ein unbehandelter Bluthochdruck das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Aus diesem Grund sollte dieser frühzeitig mit einer Kombination von Lebensstiländerung (z.B. Gewichtsreduktion, Ernährungsumstellung, Stressabbau) und gegebenenfalls der Einnahme von Medikamenten behandelt werden.

Merke: Der Blutdruck ist der Druck, mit dem das Blut auf die Blutgefäße drückt. Bei der Messung wird ein oberer (systolischer) und ein unterer (diastolischer) Wert ermittelt. Ein normaler Wert in Ruhe liegt bei 120/80 mmHg. Nach der Definition der WHO spricht man bei dauerhaften Werten von mehr als 140/90 mmHg von Bluthochdruck.

Zum Notfall kann es kommen, wenn der Blutdruck plötzlich krisenhaft auf hohe Werte von über 200/100 mmHg ansteigt. Grund hierfür kann akuter Stress oder das Absetzen von Blutdruckmedikamenten sein. Kommt es neben dem Blutdruckanstieg zu unspezifischen Symptomen wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Nasenbluten, Schwindelgefühl, Übelkeit, Seh- oder Sprechstörungen, muss umgehend der Rettungsdienst allarmiert werden. Leider wissen wir als Ersthelfer in der Regel nicht, wie hoch der aktuelle Blutdruck ist und ob dieser krisenhaft angestiegen ist. Aus diesem Grund solltet ihr bei der Schilderung von oben genannten Symptomen immer nach einem bekannten Bluthochdruck fragen. Ist dieser vorhanden, müsst ihr im Zweifel den Rettungsdienst hinzuziehen. Bis zu dessen Eintreffen könnt ihr den Betroffenen mit erhöhtem Oberkörper lagern und weiteren Stress vermeiden. Ideal ist eine ruhige und abgeschirmte Umgebung.

Hike and Fly in Loffenau (Fortsetzung)

Die Helfer reagieren sofort, während ein Kollege die 112 wählt und sich um den Notruf kümmert, begibt sich ein anderer auf den Parkplatz, um den Rettungsdienst einzuweisen. Die Verbliebenen leisten Ersten Hilfe. Einer der Gleitschirmpiloten tastet am Handgelenk den Puls. Der Puls ist schnell und unregelmäßig. Er fordert den Mann auf, langsam und ruhig zu atmen, „Machen Sie sich bitte keine Sorgen, wir haben den Rettungsdienst verständigt und dieser ist sicherlich bald zur Stelle. Bis dahin kümmern wir uns um Sie.“ Zunehmend wirkt der Mann geschwächter und man entscheidet sich, den Mann in sitzender Position auf dem Boden zu lagern. Die Bedienung wird gebeten, eine Decke als Unterlage zu besorgen. Zu zweit wird der Mann gestützt und auf die Decke gesetzt. Der Mann äußert nun ein zunehmendes Schwindelgefühl. Die Ersthelfer bieten an, den Mann in eine liegende Position mit leicht erhöhtem Oberkörper zu bringen. In dieser Position gibt der Mann an, dass sich die Beschwerden etwas bessern. Mittlerweile ist der Rettungsdienst eingetroffen und übernimmt die weitere Versorgung.

DER AUTOR

Rico Kuhnke ist Notfallsanitäter und war lange Zeit im Rettungsdienst tätig. Er ist Mitherausgeber der notfallmedizinischen Fachzeitschrift retten! und hat als Autor eine Reihe von medizinischen Fachartikeln veröffentlicht.

Gemeinsam den Flugtag im Sonnenuntergang ausklingen lassen.

Abheben im Harz – Gleitschirm, Grillen und gute Laune

TEXT: PHILIPP STALINSKI

Das Nordevent beginnt am Landeplatz des Rammelsbergs im schönen Harz. Fast hätte ich ihn für den Startplatz gehalten. Das Gelände ist zwar sehr großräumig, liegt aber immer noch am Berg und ist somit sehr abschüssig. Es überrascht mich daher auch nicht als ich erfuhr, dass ein paar Piloten es schon geschafft hatten, von hier zu starten. Ich fackelte nicht lange und probierte das nach anfänglichem Groundhandeln gleich selbst. Ein kleiner Hüpfer mit geschätzt vier Metern Höhe gelang mir auch. Blöd nur, dass ich dabei rückwärts flog.

Der erste Tag unseres Events war zwar sehr sonnig, aber auch durchsetzt mit starkem Wind. Lukas, unser Eventorganisator, nutzte die Zeit, um uns das Fluggebiet Harz näher zu erklären:

Landen in den Tälern – nicht gut, weil schmal und bewaldet. Landen auf den großen Wiesen auf den Bergen – nicht gut, weil keine Wiesen, sondern Gestrüpp. Landen auf den großen Flächen zwischen den Bergen – nicht gut, weil Moor. Zum Brocken fliegen –nicht gut, weil keine Landemöglichkeit auf dem Weg. Landen auf den Wegen auf den Bergen – gut. Landen auf den Wegen auf den

Bergen im Inneren des Harzes – nicht gut, weil stundenlanges Wandern von jeglicher Zivilisation entfernt.

Ein kleiner Lichtblick war das potenziell innerhalb eines Streckenflugs erreichbare Clausthal. Allen Flugplänen entgegen stand jedoch der nach wie vor starke Wind, der einfach nicht weniger werden wollte. Erst am späten Abend passierte etwas, womit selbst lokale Piloten nicht gerechnet hatten: Die Luft am Berg wurde extrem laminar, was ein ruhiges Soaren bis Sonnenuntergang ermöglichte – trotz anhaltender Windstärke.

Am folgenden Morgen beruhigte sich das Wetter und es begann ein heißer wolkenloser Sommertag. Am Startplatz stellten wir fest, dass es selbst bei guten Bedingungen nicht überlaufen war. Es war Freitag und das Shuttle des lokalen Vereins fuhr zuverlässig vom Landeplatz aus hoch. So war ich einer der ersten in der Luft und konnte zusammen mit Lukas den ersten Bart des Tages ausdrehen. Die Höhe offenbarte uns einen traumhaften Blick auf den Harz. In der Ferne sah man gut erkennbar den Brocken. Vor uns lag das wunderschöne Goslar.

Bald schon war der Himmel voll mit Gleitschirmen. Ich staunte

Der gemeinsame

Blick auf Goslar

Der Sonne entgegen

Die nächsten Events im Überblick

Vergiss nicht, dich für die Events 2026 anzumelden. Schau am 24.12.2025 ab 12 Uhr bei uns vorbei!

www.dhv-jugend.de/events

nicht schlecht über die sehr großräumige Thermik an einer Nordseite. Es stieg an so vielen Orten, dass das Landen zur Geduldsprobe wurde, schließlich aber doch gelang. Da der Landeplatz direkt neben der historischen Altstadt von Goslar liegt, war sogar noch Zeit, um zu Fuß dort Eis essen zu gehen, nur um später noch einen Flug dranzuhängen. In der Luft entdeckten wir schließlich einen Badesee. Nach der Landung konnten wir es kaum noch erwarten, dort hinzufahren, um schwimmen zu gehen. Das perfekte Ende fand der Tag dann bei unserem abendlichen Grillen. Dies wurde langsam zur Gewohnheit. Wie sich herausstellen sollte, grillten wir an jedem Abend des Events – zur Freude aller Beteiligten. Am nächsten Tag war es wieder heiß und sonnig. Die Thermik ging noch höher als am Tag zuvor, kam dafür aber eher phasenweise. Die meisten, aber nicht alle, schafften es hoch. Ich gehörte zu den wenigen, die vom Boden magisch angezogen wurden. Trotzdem freute ich mich für alle, die oben waren. Der Sadist in mir freute sich aber auch über eine Partie Mensch ärgere dich nicht am See, die ich zwar nicht gewann, bei der ich dafür aber Zeuge der weltweit längsten Pechsträhne werden durfte. Mit dutzenden Würfen ohne eine einzige sechs schrieb unsere Freundin an diesem Tag definitiv Würfelgeschichte!

Da der Wind morgen aus dem Süden kommen sollte, beschlossen wir in Börry fliegen zu gehen – einem kleinen ländlichen Ort mit einer schön ausgerichteten Ridge zum Soaren. Weil angesagt war, dass der Wind schon ab elf Uhr zu stark zum Fliegen sein könnte, mussten wir früh da sein. Da ergab es sich, dass einer von uns aus der Region kam. Sein Vater war so freundlich, uns in seinem Garten campen zu lassen. So würden wir morgens länger schlafen können und mussten erst um acht aufbrechen. Als wir abends ankamen, staunten wir nicht schlecht. Wie sich herausstellte, war der Vater unseres Freundes ebenfalls Pilot und hatte eine eigene Start- und Landewiese! Diese wurde sogleich auch genutzt. Unser Freund war so nett und nahm zwei von uns noch zu Rundflügen auf seinem Ultraleicht-Trike mit, bevor die Sonne unterging.

Am nächsten Morgen brachen wir früh auf und kamen zeitig in Börry an. Es war genau die richtige Entscheidung gewesen. Wir konnten mehrere Hundert Meter über dem Hang soaren und hatten dabei einen unverstellten Blick in alle Richtungen. Als der Wind zu stark wurde, gingen wir ein letztes Mal in einem See schwimmen. Wir aßen vor Ort Pizza und verabschiedeten uns voneinander –glücklich über dieses überaus gelungene Event.

Unfallzahlen und Unfallentwicklung

Für das Jahr 2024 wurden dem DHV insgesamt

385 Unfälle und Störungen von deutschen Pilotinnen und Piloten bei Flügen im Inland (180) und Ausland (205) gemeldet. 167 davon mit schweren Verletzungen* sowie 10 tödliche Unfälle. Die Zahl der gemeldeten Vorfälle beim Passagierfliegen lag bei 18, davon 9 mit schwer verletzten Passagieren. Von der Flugausbildung wurden

50 Vorfälle und Unfälle gemeldet, davon 24 mit schweren Verletzungen. Beim Fluglehrer-betreuten Fliegen von Lizenzinhabern gab es 18 Schwerverletzte, hier wurde auch ein tödlicher Unfall gemeldet.

Gleitschirm-Unfallstatistik 2024

TEXT: KARL SLEZAK

Unfallanalyse heißt, aus Fehlern zu lernen. Und man muss nicht jeden Fehler selbst machen, um daraus zu lernen. Allen Pilotinnen und Piloten, Zeugen, Fluglehrern, Vereins-Verantwortlichen und Polizeibeamten, die uns mit ihren Berichten die Möglichkeit dieser Unfallanalyse geben, sei herzlich gedankt.

Unfallzahlen von 2001 bis 2024

Meldungengesamt schwereVerletztungen* tödliche Unf älle

*Schwere Verletzungen umfassen eine große Bandbreite. Sie reichen von Bänder- oder Muskelrissen bis zum Polytrauma (mehrfache, lebensbedrohliche Verletzungen).

Einordnung der Unfallzahlen

Der sichtbare Anstieg der Unfallzahlen seit 2022 hat seine überwiegende Ursache in einer aktiven Recherche des DHV. Das heißt Unfällen, die bekannt werden (z.B. durch Polizeimeldungen, Medien, Hinweise von Clubs, Piloten), die aber nicht dem DHV gemeldet wurden, wird aktiv nachgegangen. Wegen des Versicherungsschutzes werden Unfälle in Flugschulen (Ausbildung und betreutes Fliegen) praktisch lückenlos gemeldet. Gar keine Dunkelziffer gibt es bei den tödlichen Unfällen, diese sind vollständig erfasst. Unfälle mit Verletzten werden leider nicht immer gemeldet, deshalb die aktive Recherche. Die Pilotinnen und Piloten haben dem DHV gegenüber eine Unfall-Meldepflicht nach § 7 LuftVO (Online Unfallmeldung: https://www.dhv.de/fliegen/sicherheit/unfallmeldung/). Die Meldungen werden grundsätzlich vertraulich behandelt. Sie sind Grundlage für die Unfallforschung und Verbesserungen bezüglich der Sicherheit.

Der DHV hat zudem eine Verpflichtung als Beauftragter. Im Rahmen des „European Plan for Aviation Safety“ muss der Verband seine Bestrebungen verstärken, Vorfälle und Unfälle zu erfassen und die gewonnenen Erkenntnisse zu verbreiten.

Tödliche

Unfälle 2024

Für mehrere der hier in Kurzform beschriebenen tödlichen Unfälle gibt es ausführliche Untersuchungsberichte mit Sicherheitshinweisen auf der Website des DHV.

www.dhv.de/fliegen/sicherheit/unfaelle/

17. März: Hohe Salve, Tirol

Eine 61-jährige Gleitschirmfliegerin kollidierte nach dem Start durch Seitenwind und ungenügende Richtungskorrektur mit den Seilen der Gondelbahn. Dabei verhängte sich der Schirm. Eine bergwärts fahrende Gondel traf die Frau mit großer Wucht, anschließend durchtrennten die Lauf-Rollen der Gondel die Leinen des Gleitschirms. Die Pilotin stürzte ca. 7 Meter auf den harten Boden und verletzte sich dabei tödlich. Der große Süd-Startplatz an der Hohen Salve liegt unmittelbar neben der Trasse der Gondelbahn. Die Pilotin hatte ihren Schirm mit einem Abstand von circa 20 Metern sehr nah an der Trasse der Seilbahn und war erst wenige Monate im Besitz ihrer Fluglizenz.  Ursachen: Unerfahrenheit, räumliche Fehleinschätzung, Steuerfehler Ausführlicher Unfallbericht vorhanden

14. April: Matalascañas, Spanien Hier kam es zu einer Kollision zweier deutscher Gleitschirmflieger an der kilometerlangen Dünen-Soaring-Kante. Die Kollision wurde verursacht, weil ein Pilot, in dem Glauben, weit und breit der einzige Flieger zu sein, eine schnelle Richtungskorrektur machte. Dabei übersah er den anderen Piloten. Die Schirme verhängten sich und gingen im Spiralsturz zu Boden. Beim Aufprall erlitt einer der Piloten unmittelbar tödliche Verletzungen, der andere blieb unverletzt.

Ursachen: mangelhafte Luftraumbeobachtung, Unaufmerksamkeit

Ausführlicher Unfallbericht vorhanden

26. Juli: Neidlingen, BaWü

Ein 47-jähriger A-Scheinpilot (Scheinerwerb im Vorjahr) startete aus der Schneise und stützte sich laut Zeugenaussagen im Abflug auf einer Bremse ab. Es kam zum einseitigen Strömungsabriss, der Gleitschirm machte eine schnelle 180°-Drehung und schlug frontal in den Steilhang ein. Der Pilot erlitt schwere Beckenverletzungen und wurde ins Krankenhaus transportiert. Dort starb er 2 Wochen später an einer Lungenembolie.

Ursachen: Unerfahrenheit, Steuerfehler, situative Überforderung

Ausführlicher Unfallbericht vorhanden

5. August: Nebelhorn, Bayern

Ein erfahrener einheimischer Vielflieger (als risikobereit bekannt) flog im Talwind-Aufwindband des Schattenberges sehr nah am Gelände. Ein massiver seitlicher Einklapper ließ den Schirm in den Spiralsturz geraten. Wahrscheinlich hatte der überregionale SW-Wind auf die Nordseite des Schattenberges übergegriffen. Es kam zu einem Aufprall auf dem steilen, felsdurchsetzten Gelände nach ca. 50 m Höhenverlust in der Spirale ohne Retterauslösung. Schirm: Ozone Photon EN C

Ursachen: Fehleinschätzung Wind/Gelände, risikofreudig

Ausführlicher Unfallbericht vorhanden

6. August: Nebelhorn, Bayern Nur einen Tag später ereignete sich ein weiterer tödlicher Unfall am Nebelhorn. Der Pilot war ein Anfänger und seit 6 Monate in Besitz seiner Lizenz. Er flog bei Talwind (15 Uhr, stärkste Talwind-Uhrzeit), auf der Südseite, im Lee des Talwindes. Zeugen haben einen seitlichen Einklapper und dann einen längeren

Spiralsturz mit noch eingeklappter Fläche beobachtet. Der Pilot war den lokalen Piloten schon aufgefallen, weil er mehrfach bei diesem Flug in Leebereiche einflog, die als gefährlich bekannt sind. Der Retter wurde nicht oder erst unmittelbar vor dem Aufprall ausgelöst.

Ungewöhnlich: Beim Gerät handelte es sich um einen EN A-Schirm mit geringer Streckung (Advance Pi 3). Verhänger nach Klappern mit Spiralsturz sind bei A-Schirmen sehr selten.

Ursachen: Unerfahrenheit, Fehleinschätzung Wind/Wetter, situative Überforderung

Ausführlicher Unfallbericht vorhanden

11. August: oberhalb Sillian/ Osttirol

Auf einem Streckenflug bei turbulenten Flugbedingungen kam es, ca. 200 m GND, zu einer Störung mit anschließendem Verhänger und Spiralsturz. Die Pilotin konnte die Spirale nicht stoppen. Es ist unklar, ob das Rettungsgerät zu spät ausgelöst wurde oder sich beim Aufprall aus dem Gurtzeug löste. Die erfahrene, 55-jährige Pilotin erlitt beim Aufprall unmittelbar tödliche Verletzungen. Schirm: Ozone Photon EN C

Ursachen: Fehleinschätzung Wind/Gelände, Steuerfehler, situative Überforderung

13. August: Stol, Slowenien

Der sehr erfahrene Streckenflieger hatte sich angewöhnt, beim Start sehr wenig zu laufen. Grund dafür war eine Beeinträchtigung beim Gehen aufgrund einer vor Jahren erlittenen Beinverletzung sowie sein schweres und sperriges BeinsackGurtzeug (Liegegurtzeug), das ihn beim Startlauf behinderte. Er wurde beim Rückwärts-Aufziehen ausgehebelt, drehte sich

aus, hatte - nicht laufbereit – noch einmal Bodenkontakt, erhielt dadurch einen Drehimpuls, vertwistete sich und flog eingedreht ab. Der Schirm ging in eine dynamische Drehbewegung zum Hang. Vermutlich hat der Pilot versehentlich aktiv die falsche Bremse gezogen (wegen der Vertwistung). Es kam zum Einschlag in den Steilhang unterhalb des Startplatzes. Der Pilot erlitt unmittelbar tödliche Verletzungen. Schirm: Flow Fusion L, EN C Ursachen: Körperliche Einschränkung, Steuerfehler Ausführlicher Unfallbericht vorhanden

21. August: Greifenburg, Kärnten

Ein 56-jähriger deutscher Pilot hatte wahrscheinlich einen Klapper in ca. 60-80 m Höhe. Es kam zum Absturz, der Retter wurde ausgelöst, aber zu spät. Zu dem Unfall liegen sehr wenige Informationen vor. Ursachen: unbekannt

25. August: Sevan, Armenien

Ein 81-jähriger deutscher Pilot war auf einer Flugschul-betreuten Reise. Beim ersten Flug in thermischen Bedingungen flog er in einen Aufwind beim Landeanflug. Er bremste reflexartig stark an und riss den Schirm einseitig ab. Der Absturz ereignete sich aus 5 m Höhe. Zunächst sahen die Verletzungen nicht lebensbedrohlich aus, im Krankenhaus wurde jedoch ein Aorta-Teilabriss festgestellt. Trotz Hinzuziehung eines Gefäß-Chirurgen konnte die innere Blutung nicht gestoppt werden und der Pilot verstarb.

Ursachen: Steuerfehler, beeinflusst (Gesundheit)

28. Dezember: Fortaleza, Portugal

Dort kam es zu einer Wasserlandung beim Gleitschirmfliegen. Der Pilot hatte kurzzeitig das Aufwindband verloren und sank unter die Höhe der Klippe, der einzigen Landemöglichkeit. Nach der Wasserung wurde der Pilot durch die starke Brandung vielfach an die Felsen der Klippe geschleudert. Er ertrank, bevor Hilfe eintraf, trotz Rettungsweste.

Ursachen: ungeeigneter Start- und Landeplatz, risikofreudig

Ausführlicher Unfallbericht vorhanden

Unfälle nach Flugphasen (langjähriges Mittel)

Bereich Start und Abflug

(112 Meldungen)

Vorflug- oder Startcheck (14 Meldungen)

Am häufigsten treten hier Fehler beim Checken der Leinen oder des Freilaufs der Bremsleinen auf (4 Schwerverletzte). Ein unentdeckt gebliebener Leineknoten oder eine verdrehte Bremse können jeden treffen, deshalb sollte man dafür einen Plan haben. Oft ist ein überhastetes Agieren unmittelbar nach dem Start mit-ursächlich für einen Unfall. „Verdrehte Bremsleine übersehen. Nach Start die Bremsleine mit geringer Sicherheitshöhe ausgedreht, obwohl Fluggerät problemlos steuerbar war. Beim kurzzeitigen Loslassen der Bremse 60% Klapper. Entscheidung für Baumlandung“. Aber auch das Gegenteil, nämlich zu passives Pilotenverhalten, ist nicht untypisch in diesen Situationen: „Leinen-Verhänger rechts. Nach dem Abheben ging der Schirm dann stark nach rechts weg. Es erfolgte kein erkennbares Gegenlenken des Piloten“

LEARNING: Das Wichtigste ist, in dieser Situation ruhig und besonnen zu agieren. Drehung durch Kombi Gewichtsverlagerung-Steuerleinenzug stoppen, Blick in Flugrichtung, den stabilisierten Schirm in den freien Luftraum fliegen. Dort erst Lösungsversuche unternehmen. Gleiches gilt für das Lösen verdrehter Bremsleinen oder Steuergriffe.

Umgang mit Leinenknoten www.youtube.com/watch?v=zlYZDHppoGs

2024 ist ein schwerer Unfall wegen offener Beingurte bekannt geworden. Die Pilotin war im Abflug stark zur Seite abgekippt und flog in einer Kurve in die Liftseile der Bergbahn. Sie zog sich schwere Verletzung beim Sturz auf den Boden zu. Es bestand zunächst der Verdacht, dass die GurtzeugSchließe defekt war, dies hat sich aber nach einer technischen Untersuchung nicht bestätigt.

Es ist und bleibt das Fehlen des Startchecks, das lebensgefährliche Folgen haben kann. Auch der Partner-Check sollte zum Standard werden. Zwei „Partner-Checker“ entdeckten gravierende Fehler vor dem Start (Beingurt offen, Tragegurt am Beschleuniger eingehängt), die zu kritischen Situationen hätten führen können.

Unfälle beim Startvorgang

Viele Startunfälle sind in einem Zusammentreffen von zu geringen Piloten-Skills, nicht idealen Windbedingungen und/oder schwierigem Startgelände begründet. Die größte Gefahr dabei ist, dass der Schirm im Startlauf einklappt und es in der Folge zu einem folgenschweren Aufprall kommt. Oft hebt der Schirm mit dem Klapper ab und dreht unmittelbar danach zurück in den Hang mit hoher Aufprallenergie und den entsprechenden Verletzungsfolgen. Es wird aus den Berichten sehr deutlich, dass dieses Unfall-Szenario vor allem Anfänger und weniger routinierte Piloten betrifft. Meist wird der Schirm im Startlauf nicht genügend stabilisiert oder überschießt, weil das Aufziehen zu dynamisch war oder ins Steile gelaufen wird.

Die Koordination von Lauftechnik und Stabilisieren (Anbremsen) der Schirmkappe beim Beschleunigen ist anspruchsvoll. Das sichere Gespür, um die Kappe im Startlauf so anzubremsen, dass sie sicher über dem Piloten steht, bedarf viel Training. Unfallschwerpunkt sind hier steile Startgelände und wenig oder Null-Wind.

LEARNING: Den Trainingsanspruch für sichere Starts unbedingt ernst nehmen. Starts in steilen und flachen Geländen üben (Übungshang), auch bei wenig Wind, NullWind, Seitenwind. Dabei vor allem auch das harmonische Beschleunigen von Pilot und Kappe und den Startabbruch trainieren. Groundhandling ist die Mutter aller soliden Starttechnik-Skills!

Es gibt ein Werkzeug für sichere Starts, das vielen Piloten teilweise nur aus dem Theorieunterricht bekannt ist. Das Werkzeug heißt Startabbruch und es kann gefährliche Starts tatsächlich verhindern. Das setzt aber voraus, dass die Piloten sich bewusst machen, wann ein Startversuch besser abgebrochen werden sollte. Hier kam die Entscheidung etwas zu spät: „etwas zu später Abbruch … Abgrund kam. 2 m Schritt ins Nichts … mit Gurtzeug und dem ganzen Gewicht auf einen Fuß, Fuß zerstört, Gurtzeug zerstört“.

LEARNING:

Nach dem Aufziehen und Stabilisieren eine aktive Startentscheidung treffen und nicht einfach loslaufen. Nur wenn der Schirm sauber, symmetrisch und störungsfrei über dem Piloten in Startrichtung ausgerichtet steht und die Bremsen nicht in einer Extremstellung sind, soll die Entscheidung für den Startlauf fallen. Andernfalls ist ein Startabbruch angezeigt!

Startabbruch

Startabbruch

www.youtube.com/watch?v=2sKyBibrE_o

Viele der mehr als 50 Startunfälle sind auf ein Stolpern, Ausrutschen, Stürzen oder Umknicken des Piloten zurückzuführen. Ungünstige Bedingungen, z.B. schwierige Windbedingungen, unsauberes Auslegen des Schirmes, schlecht gewählte Auslegestelle, seitlich abfallendes Startgelände oder Verflachungen in der Startstrecke sind fast immer ein wesentlicher Faktor für diese Art von Unfällen. Es ist zwar cool, den Schirm einfach irgendwo hinzuwerfen und ohne große Vorbereitung zu starten. Allerdings ist es viel klüger den Auslegeplatz so zu wählen, dass Aufziehen, Startlauf und Abflug möglichst sicher durchgeführt werden können.

Fast noch häufiger als starker Wind sind Nullwind-Bedingungen bei den Startunfällen zu verzeichnen. Der Klassiker dabei: „Nach dem Startlauf beim Reinsetzen ins Gurtzeug Durchsacken mit Bodenberührung des Gurtzeuges“. Hier war die erforderliche

Abhebe-Geschwindigkeit nicht erreicht, dadurch kam es zum Durchsacken und zur Bodenberührung. Bei Nullwind im vollen Startlauf das Laufen aufzuhören kann gutgehen, hat aber manchmal schwerwiegende Folgen. Wegen der hohen Energie sind diese Unfälle sehr verletzungsträchtig.

LEARNING: Stelle ich fest, dass der Wind von vorne sehr schwach ist, gilt als wichtigstes Mantra: „Ich beschleunige aktiv, bis mich der Schirm voll trägt und mache die letzten Schritte in der Luft“.

In zwei Fällen führte das nicht laufbereite Touchieren des Bodens nach dem Abheben zu einem Eindrehen der Tragegurte und so dem Verlust der kontrollierten Steuerbarkeit. Einer der Unfälle endete tödlich (siehe tödliche Unfälle). Auch der zweite hatte das Potenzial dazu, weil hier die Pilotin in einer dynamischen Schleuderbewegung in den Starthang flog. Dies ist einer der Nachteile (schwerer) Beinsack-Gurtzeuge: Sie können den Start sehr behindern und verleiten zu einem zu frühen Beenden des Startlaufs. Etliche Meldungen betrafen StarkwindStarts. Piloten wurden ausgehebelt und gegen Hindernisse oder Personen (2 Meldungen) geschleudert oder geschleift. Nach eingedrehtem (vertwistetem) Starten kam es in einem Fall durch Steuerfehler zu einem einseitigen Strömungsabriss und Absturz.

Falsches Ausdrehen nach dem Schirmzugwandten Aufziehen war der Grund für 2 weitere schwere Unfälle. Beide ereigneten sich im steilen Startgelände. Hier ist es besser, sich erst in Startrichtung auszudrehen und dann die Kappe zu stabilisieren. Anderenfalls wird man schnell ausgehebelt und fliegt eingedreht (vertwistet) ab. Nicht ganz souveräne Rückwärts-Starter sollten am steilen Startplatz zur eigenen Sicherheit das Vorwärts-Aufziehen nutzen.

LEARNING: Grundsätzlich vor jedem Rückwärts- Start, aber besonders nach einem Startabbruch, sollte vor dem Aufziehen gecheckt werden, in welche Richtung das Ausdrehen erfolgen muss. Als Grundsatz gilt: immer in die Richtung, wo der obenliegende Tragegurt zum Gurtzeug verläuft.

Abflugphase (58 Meldungen)

58 Unfälle (23 Schwerverletzte, 3 tödliche Unfälle) waren in der Abflugphase gemeldet worden.

Warum ist diese Flugphase so unfallträchtig? Bei nicht ganz eindeutigen Bedingungen ist die Einschätzung der Flugbedingungen nicht einfach und verlangt Erfahrung. Piloten entscheiden sich manchmal falsch, weil die Lust aufs Fliegen stärker ist als die erkennbaren Warnsignale (Human Factors, mangelndes Situationsbewusstsein). Im Abflug ist man sehr bodennah, im Falle einer Störung hat man wenig Zeit und Höhe zur Fehlerkorrektur. Wegen dieser unmittelbaren Bodennähe verlangt diese Flugphase besonders kritische Beurteilung. Riecht es nach Lee oder Abwind, sollte die persönliche Risiko-Analyse in Richtung „Ich muss heute nicht bei zweifelhaften Bedingungen fliegen, es wird noch viele bessere Flugtage geben“ gehen.

WICHTIG: Man sollte immer wirklich überzeugt sein, dass die Bedingungen für das persönliche Können in Ordnung sind. Deshalb: sich am Startplatz etwas abseits allein hinsetzen und alles genau beobachtenden Wind, die Wolken, die Thermik, Piloten, die schon gestartet sind. Sich fragen, ob man bei diesen Bedingungen mit Freude und ausreichendem Sicherheitspolster in der Luft sein wird. Erst dann die Entscheidung für oder gegen einen Flug treffen.

Nach dem Start wird meist schnell klar, wenn man eine Fehleinschätzung getroffen hat: „Starkes Sinken im Abflug, direkt unter dem Startplatz in den Wald reingesunken. Wipfel abgebrochen, Sturz auf den Boden, Bruch des linken Arms und eines Wirbels.“

Klapper sind eine häufige Ursache für Unfälle in der Abflugphase (14 Fälle), ebenso Abflüge, die durch ungünstige Windsituation in Bäumen oder an Hindernissen endeten (24 Fälle). Besonders kritisch sind Schneisen-Startplätze. Hier muss bei der Beurteilung vor allem auf eine mögliche Lee-Situation durch Seitenwind geachtet werden. Oft nicht leicht erkennbar, weil in der Schneise auch bei Seitenwind durch den kanalisierenden Effekt Aufwind herrschen kann. „Kurz nach dem Start ist der

Schirm über die Hälfte weggeklappt, 90° weggedreht und dann nach vorne genickt. Dann war der Schirm vor mir und ich bin nur noch gefallen. Der Grund war sicherlich, dass sich durch Seitenwind Rotoren hinter den Bäumen am Startplatz gebildet haben“. Manchmal versteckt sich das Lee gar nicht, es wird einfach ignoriert. „Wind teils 10-15 km/h von hinten, nach einer Flugstrecke von etwa 50 bis 70 Metern hatte der Schirm einen etwa 60-70%igen linksseitigen Klapper und ging sofort in den Spiralsturz über die geklappte Seite, bis der Einschlag erfolgte“. Aus dem Bericht des fachkundigen Alpin-Polizisten war das Kopfschütteln über so viel Leichtsinn gut herauszulesen: „Direkt in die starken Ablösungen der LeeThermik startete eine Pilotin am Jenner, obwohl der Höhenwind aus der entgegengesetzten Richtung kam. Der Schirm wurde nach kurzer Flugstrecke von einer starken Leethermik erfasst, emporgerissen, klappte massiv ein und die Pilotin crashte in einer Drehbewegung in eine Felswand“.

LEARNING: Typische Lee-Anzeichen sind: in Stärke und Richtung auffällig wechselnder Wind, Windstille am Start, obwohl es im freien Luftraum sichtbar weht, erkennbare Thermik in der Luft, aber keine Ablösungen am Startplatz, stark ungleichmäßiges Rauschen in den Bäumen, andere Flieger saufen am Hang ab, steigen aber weiter draußen, thermische Ablösungen von vorne wechseln mit Schüben von Rückenwind.

Die Positionierung des Piloten im Liegegurtzeug kann ein längerer Akt sein. Unmittelbar nach dem Abheben sollte zunächst der Fokus auf einem sicheren Abflug liegen und nicht auf den Einstieg ins Gurtzeug. 3 Piloten haben einen Unfall gemeldet, weil sie genau das nicht gemacht haben. Ein OTon: „Kurz nach dem Start die Steuerleinen losgelassen, um den Beinsack zu greifen, Schirm hat leicht zum Hang gedreht, ich konnte nicht rechtzeitig wieder die Steuergriffe erreichen, um gegenzusteuern, mit den Füßen voraus in den Hang“.

Windenschleppstart versus Hangstart

Auf 98 Unfälle bei Start und Abflug mit Hangstart kamen 2024 10 Unfälle bei Start und Abflug an der Winde.

Unfälle beim Flug

Seitliche und frontale Einklapper (63 Meldungen)

Hier gab es 63 Meldungen mit 31 Schwerverletzten und 4 tödlichen Unfällen. Bei der großen Mehrzahl der Meldungen von Einklapper-Unfällen wurden die Flugbedingungen als anspruchsvoll bis kritisch angegeben: Lee, Starkwind, Windscherungen, starke und turbulente Thermik. Hierzu einige O-Töne: „Nicht erkannt, dass der Osthang im Lee des südl. Bergrückens lag. Starke Leeturbulenz. Massiver Klapper (50 %) links“, „Mein Schirm kollabierte durch ein vermutlich hochreichendes Talwindlee. Der Klapper umfasste fast die ganze Spannweite und resultierte in einem Verhänger. Der Schirm drehte sofort weg in einer Spirale oder SAT“, „Der Leerotor hatte bodennah einen 30 % Klapper zur Folge, den ich noch recovern konnte, jedoch mich direkt auf den Berg zufliegen ließ. Anschließend 100 % Klapper, der dann zu dem Unfall führte“, „Eine Böe zog mich ca. 50 m nach oben und ließ mich rückwärts fliegen. Ich hatte dann einen Frontklapper in ca. 10 m Höhe, woraufhin ich abstürzte“, „Beim Queranflug bei starkem Wind 20+ den verlängerten Leebereich eines Gebäudes unterschätzt und einen einseitigen Klapper rechts kassiert, Absturz aus ca. 5 m +“.

Reflektiert analysiert ein Vielflieger seinen Unfall (Total-Zerstörer in Lee): „In 600 h Zweileinerfliegen hatte ich keinerlei nennenswerte Störungen. Das hat vermutlich zu einem zunehmend trügerischen Selbstbewusstsein gesorgt. Ich habe die Windsituation daher zwar als schlecht erkannt, aber für mich leider als handelbar erachtet. Das hätte locker auch tödlich enden können und ich kann mein Glück nicht fassen, dass ich relativ unverletzt davongekommen bin. Ich werde diese Chance nutzen und meine Konsequenzen daraus ziehen.“

Der Boom der EN C-Zweileiner macht sich auch bei den Unfallzahlen bemerkbar. Eine Analyse der EUPU-Unfalldatenbank zeigt dies deutlich. Innerhalb eines Jahres

hat sich die Zahl der Vorkommnisse nach kritischem Flugverhalten (Klapper mit Verhänger und Spiralsturz) bei der Klasse EN-C fast verdoppelt. Sehr heftige Reaktionen auf Frontklapper im beschleunigten Flug wurden mehrfach vom Modell Artik R (Hersteller Niviuk) berichtet. Verhänger-Spiralen nach Klappern (darunter zwei tödliche Unfälle) waren beim Ozone Photon zu verzeichnen. Auch der Gin EN-C Zweileiner Bonanza 3 war mit Verhängerspiralen mehrfach in der Statistik vertreten. Ein Hauptproblem dabei ist, dass die Piloten oft auch in sehr turbulenter Luft voll beschleunigt fliegen, weil die Stabilität dieser Schirme sehr hoch ist. Die ultrastabilen Leistungsflügel klappen selten, aber wenn, dann kann es richtig abgehen, auch mit Klapper-Verhänger-Spiralsturz-Kaskaden. Es zeigt sich, dass die EN-Testvorgaben für Einklapper mit Faltleinen (EN C und D) das tatsächliche Verhalten der Schirme in der Praxis nur bedingt wiedergeben. Das ist bedenklich, denn es besteht hier die Gefahr, dass die Piloten sich in falscher Sicherheit wiegen.

LEARNING: Ob beim Start, im Flug oder beim Landeanflug: die Analyse „Bin ich safe im Luv und wo sind Lee-Gebiete, die ich meiden muss?“ zählt zu den wichtigsten ständigen Checkpunkten für Gleitschirmflieger. Anfänger sollten an ihrer Einschätzung zu dieser Frage ständig arbeiten. Und einen großen Bogen um alle Bereiche machen, die nicht zweifelsfrei aus dem Luv vom Wind angeströmt werden.

Fast schon wie eine Beschwerde war der Bericht eines Piloten formuliert, der in einer 9 m/s-Leethermik einen großen Einklapper mit nachfolgendem Absturz mit seinem ASchirm hatte. „Ich bin auch schon bei stärkerer Thermik geflogen, ohne dass mein Schirm dabei eingeklappt ist“. 9 m/s, bedeutet, es geht mit 32 km/h senkrecht nach oben. Nicht lustig, weil der Mann sich schwer verletzt hat - aber schon sehr bedenklich, was das persönliche Risikomanagement betrifft.

Bewusste Lee-Fliegerei ist mit großen Risiken verbunden: „Es war klar, dass wir wegen der Nordföhn-Lage an den Südhängen ständig im Lee fliegen würden, aber das Risiko schien vertretbar“. Eine Fehleinschätzung, wie sich zeigte. Großer Klapper, Verhänger, Spiralsturz, kein Retter, Aufprall mit

Todesfolge (2025). Tragisch, aber auch das gehört zur Realität: Das Recht auf Risiko ist jedem unbenommen und jeder muss dies mit sich selbst und seinem Verantwortungsbewusstsein ausmachen.

Seitenklapper mit Pilotenreaktion www.youtube.com/watch?v=sF3iriB5FPs

LEARNING: Klapper - und zwar die von der heftigen Sorte - stehen auch in der diesjährigen Jahresstatistik ganz oben auf der Liste der Ursachen für schwere und tödliche Unfälle. Wer in thermischen Bedingungen fliegt, egal ob Einsteiger oder Crack, sollte die Frage „Habe ich die fliegerischen Skills, um mit sicherheitsrelevanten Klappern bei meinem Gleitschirm klarzukommen?“ eindeutig mit „Ja“ beantworten können. Ein intensives (und erfolgreiches) Klapper-Training in einem guten Sicherheitstraining ist zwar nicht vorgeschrieben, aber trotzdem empfohlenes Pflichtprogramm.

Ein luvseitig mehrere hundert Meter entfernter, auf etwa gleicher Höhe fliegender Helikopter, verursachte eine mit dem Wind wandernde Turbulenzzone, die einem Gleitschirmflieger zum Verhängnis wurdemehrere Minuten nach dem Vorbeiflug des Helikopters. Bei ansonsten ruhigen Bedingungen klappte sein Gleitschirm ansatzlos massiv ein und stürzte ab. Zu dieser Problematik gibt es eine Video-Doku der französischen Luftsicherheitsbehörde auf der DHVWebsite.

Bei einem Start an der Winde bei stark thermischen Bedingungen war es zu einem massiven Einklapper im Steigflug gekommen. Beim anschließenden Absturz verletzte sich der Pilot schwer. Klapper (= Deformation wegen zu geringem Anstellwinkel) sind beim Steigflug am Seil selten - aber sie passieren eben doch. Starke Turbulenz, Durchflug durch ein starkes, aber kurzes Steigen oder impulsives Anbremsen (Klapper wegen Druckpunktverschiebung) können Auslöser hierfür sein. Es gab bis dato keine klare Handlungsanweisung für den Windenführer, wie im Falle eines massiven Klappers am Seil zu reagieren ist. Diese wurde jetzt gefunden:

LEARNING: Bei einem starken seitlichen oder frontalen Einklapper im Schlepp, mit Abdrehen des Gleitschirms, soll der Windenführer sofort kappen, um dem Piloten den vollen Handlungsspielraum zur Behebung der Störung zu geben.

17 Unfälle nach Frontklappern mit 11 Schwerverletzten wurden gemeldet. Dazu zählen auch die heftigen „Totalzerstörer“, die in sehr starken Turbulenzen, oft im beschleunigten Flug, auftreten können. Bodennah im Landeanflug oder bei hangnahem Fliegen ist es das starke Pendeln bei Frontklappern, das die schweren Verletzungen verursacht, wenn der Boden zu früh kommt. Analysiert man diese Unfälle, so sind oft Lee-Turbulenzen von Gebäuden oder Bäumen, aber auch von leeseitig angeflogenen Bergen unterhalb Grathöhe auslösend für die Störung. Die Wirkgröße dieser Lee-Gebiet wird oft unterschätzt - etwa das Zehnfache der Hindernishöhe gilt als Faustregel. Es ist besser, sich für eine Außenlandung auf frei angeströmter Fläche zu entscheiden, als im Lee von Hindernissen am regulären Landeplatz. Ganz grundsätzlich gilt für Außenlandungen bei turbulenten Bedingungen, dass die möglichst freie Anströmung des Landeplatzes das Hauptkriterium ist - alles andere ist nachrangig.

Helikopter Wake Turbulenzen www.dhv.de/verband/pressecorner/alle-dhvnews/detail/luvseitige-wake-turbulenzen

Das Training von Frontklappern ist ein besonders wichtiger Teil der Sicherheitstrainings. Denn intuitiv reagieren viele Piloten auf den schlagartigen Abfall des Steuerdrucks mit einem tiefen Anbremsen und reißen dadurch die Strömung ab. Die Hände gehören in dieser Situation zunächst nach oben an die Leinenschlösser. Front-

klappern bei stärker gestreckten Schirmen knicken gern im Mittelteil ab, die Flügelende schlagen nach vorne um. Dann muss über einen kurzen, kräftigen Bremsimpuls das Abknicken verhindert werden, weil daraus häufig Verhänger entstehen. Auch das sollten Piloten, besonders beim Umstieg auf einen stärker gestreckten Schirm, im Sicherheitstraining üben.

Verhänger nach Klappern, die sich teilweise in den Leinen verfangen, sind ein großes Thema. Vier der tödlichen Unfälle 2024 sind so verursacht worden. Verhängt sich der Außenflügel in den Leinen, folgt der Übergang in den Spiralsturz meist sehr schnell: „Massiver einseitiger Klapper 50 % mit Einschlaufung des geklappten Flügels in die Leinen. Trotz Stabilisierungsversuche war der Schirm zu dynamisch und unkontrollierbar. Auslösung Retter“ Ein anderer Pilot: „Frontklapper, Verhänger, Rotation, Retterauslösung“ 2024 wurden 13 Verhänger-Vorfälle gemeldet, die meisten mit stärker gestreckten Gleitschirmen ab High-B aufwärts. Aber es gab auch 2 Verhänger-Unfälle mit EN-ASchirmen, davon ein tödlicher.

LEARNING: Geht der Gleitschirm nach einer massiven Störung auf die Nase und beginnt dynamisch zu rotieren, liegt fast sicher ein Verhänger vor. Hier gilt: Sofort den Retter auslösen - nicht noch rumbasteln. Sofort heißt < 3 Sekunden. Denn: Retter raus - überleben, Retter nicht raus - tot.

Manche Spiralstürze werden schon deshalb unkontrollierbar, weil die Tragegurte vertwistet und damit die Bremsen blockiert sind. Von solchen Twists sind Liege-Gurtzeuge stärker betroffen als Standard-Sitzgurtzeuge.

Kollisionen (17 Meldungen)

Gestiegen (Vorjahr 13 Meldungen) ist die Zahl der Kollisionen. 2024 gab es bei 17 Kollisionen (alle Gleitschirm-Gleitschirm) einen Toten und drei Schwerverletzte. Acht Vorfälle ereigneten sich beim Hangsoaren bzw. beim Thermikfliegen. Hier ist meist das Übersehen anderer, bzw. die Fehleinschätzung einer gefährlichen Annäherungs-Situation als Grund für den Zusam-

menstoß zu nennen. Ein Pilot: „Ich habe ihn nicht gesehen und er mich auch nicht, trotzdem ich nach vorne, und links und rechts nach unten geschaut habe“. Ein anderer: „Beim Fliegen in der Thermik berührte mein Fuß den Schirm des anderen Piloten, der von meiner Wahrnehmung von hinten unten kam und den ich nicht sehen konnte. Aufgrund eines ungünstigen Blickwinkels konnte ich das schnelle Aufsteigen des anderen Piloten nicht sehen und Platz machen“. Sechsmal wurde der Retter erfolgreich ausgelöst, in einem Fall zu spät. O-Ton: „Wir haben uns beide mit der rechten Seite der Schirme verfangen. Unmittelbar danach griff ich den Auslösegriff meines Retters und schleuderte diesen schwungvoll nach seitlich hinten weg! Nach 2-3 Sekunden etwa registrierte ich erleichtert ein Abbremsen meiner Sinkgeschwindigkeit und drehte langsam und kontinuierlich auf den unter mir liegenden Waldhang zu“ (unverletzt).“

Kollisionen im Landeanflug sind wegen der Bodennähe besonders kritisch. Viermal kam es zu solchen Vorfällen, ein Pilot wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Das Fokussieren der Piloten auf den Landeanflug nimmt oft die Kapazitäten zur Luftraumbeobachtung. Manchmal werden dabei im unmittelbaren Sichtbereich befindliche Fluggeräte nicht wahrgenommen, wie bei einem Vorfall (beide Pilotinnen unverletzt) am Strand-Landeplatz von Roquebrune (FRA). Voller Luftraum, Pulks im thermischen Aufwind, Karawanen am SoaringHang - bei 3 Vorfällen war viel los in der Luft. Einerseits steigt die Wahrscheinlichkeit gefährlicher Annäherungen, andererseits ist die Aufmerksamkeit (hoffentlich) aller Piloten höher. Bei zwei Zusammenstößen waren die Piloten weit und breit die einzigen im Luftraum und sich wohl zu sicher, dass niemand sonst unterwegs war.

Tipps zur Kollisionsvermeidung

• Immer einkalkulieren, dass andere Fehler machen und dafür genügend Abstand einplanen.

• Die anderen beobachten und ihre Flugwege antizipieren. Dadurch anbahnende Annäherungen frühzeitig wahrnehmen und Ausweichoptionen checken.

• „Einkesseln“ am Hang ist sehr kritisch. Immer darauf achten, dass der Weg

vom Hang weg offen bleibt und sehr darauf bedacht sein, anderen nicht den Weg vom Hang weg zu versperren.

• Nach Erkennen einer Ausweichsituationen frühzeitig durch beginnende Ausweichbewegung signalisieren, dass man regelkonform reagiert.

• Immer und grundsätzlich einen gründlichen Schulterblick vor dem Einleiten einer Kurve machen.

• Auf- und Abwinde sind schwer kalkulierbar. Deshalb beim Über- oder Unterfliegen anderer ein großes Sicherheitspolster einkalkulieren.

• Beim Luftraum-Scan systematisch vorgehen. Den Blick ca. 2 Sekunden auf einen Bereich richten und dann den nächsten scannen. Oben-links, obenMitte, oben-rechts, Mitte-rechts, Mitte-Mitte, Mitte-links, unten-links, unten-Mitte, unten-rechts.

• Wenn der Verkehr so dicht wird, dass man nicht mehr alle im Auge behalten kann: Wegfliegen. „3 + ich“ ist eine brauchbare Regel für normale Piloten.

• Planlos fliegenden Piloten großräumig ausweichen.

Rücksichtnahme beim Thermikfliegen www.youtube.com/watch?v=xT-m_ygx7JM

Ausweichregeln als Animation www.dhv.de/verband/pressecorner/alle-dhvnews/detail/sicher-in-der-luft-ausweichregelnkennen-und-anwenden/

Extremflug, Acro, Abstiegshilfen

Dreimal berichteten Piloten von Acromanövern (SAT, Spin to Heli, sehr hohe Wingover), die schiefgegangen waren und zum Absturz (Verhänger, Twist) geführt hatten. Zwei der Piloten haben ihre Entscheidung der viel zu späten Retterauslösung kritisiert. Die Erkenntnisse von einem Betroffenen:

1. Feste Mindesthöhen je nach Manöver und Trainingszustand.

2. Verzicht auf für mich schwierige Manöver, wenn ich erschöpft bin.

3. Mentale Vorbereitung und Briefing des Manövers vor der Ausführung, inklusive Verhalten in möglichen Fehlerfällen.

4. Unmittelbares Auslösen des Retters bei unkontrolliertem Flugzustand. Der Pilot war mehr als glücklich über seinen großen, aufblasbaren Protektor, der ihn, beim Aufprall auf Gesäß und Rücken (wegen Scherenstellung Retter-Gleitschirm), sehr gut schützte.

Aus Sicherheitstrainings wurden zwei Unfälle gemeldet, einer davon eine Kollision zweier Trainingsteilnehmer verschiedener Flugschulen über dem Lac d‘ Annecy.

Am Nebelhorn-Landeplatz war es zu einem sehr schweren Unfall beim Manöver Ohrenanlegen gekommen. Die Untersuchung ergab, dass ein Zusammenspiel von sehr großen Ohren, ausgeprägtem Windgradienten und möglichem Pilotenfehler beim Öffnen der Ohren zu einem Strömungsabriss in unmittelbarer Bodennähe geführt hatten. Zu diesem Unfall gibt es einen ausführlichen Bericht auf www.dhv.de/fliegen/sicherheit/unfaelle/.

Unfälle bei Landeeinteilung (101 Meldungen) und Landevorgang (45 Meldungen)

Mit 146 Meldungen war die Landephase der Unfallschwerpunkt. 74 Pilotinnen und Piloten wurden bei diesen Unfällen schwer verletzt, ein Pilot starb. Beim Landeanflug sind Hindernisberührungen die häufigste Unfallursache (40 Fälle), wobei Fahrzeuge (15) klar das Ranking anführen, vor Bäumen (10), Mauern/Zäune, Häuser, Masten (je 3),

Stromleitungen und Felsen (je 2), Baukräne und Heuballen sind eher exotische Gegner (je 1 Fall). Ein Mensch am Startplatz wurde bei einer verunglückten Toplandung schwer verletzt. Sehr häufig waren meteorologische Ursachen, wie starker Wind oder thermische Heber für die Fehleinschätzung beim Landeanflug ursächlich. Dreimal wurde Hindernisfixierung als Grund für die Kollision angegeben - ein bekanntes Phänomen, dem man bewusst entgegenwirken muss, indem man sich auf den Flugweg weg vom Hindernis konzentriert.

Sehr kritisch sind Strömungsabrisse im Landeanflug, weil das extreme Pendeln oft in sehr harten Aufschlägen endet. 13 Fälle wurden hierzu gemeldet, darunter 1 Todesfall. Besonders das einseitige Überziehen durch eine zu abrupt geflogene Kurve ist hier als Problem zu nennen. Augenzeuge: „Der Pilot entschied sich im letzten Moment eine Kurve mit dem starken Wind zu fliegen, um dann wieder umzudrehen und gegen den Wind einzulanden. Das Ganze erfolgte in niedriger Höhe über dem LP und bei der letzten Kurve in ca. 8-10 m Höhe hat er beim Eindrehen in den Endanflug den Gleitschirm einseitig abgerissen. In weiterer Folge ging der Schirm komplett in den Stall. Es endete mit einem Aufprall mit gestalltem Schirm in leicht seitlicher Rückenlage auf dem Landeplatz“.

LEARNING: Bei starkem Wind sollte kein Mitwind-Teil (Gegenanflug) geflogen werden, sondern aus der Position seitlich ins Landefeld gedriftet und dann in den Endanflug gesteuert werden. Bekannte Starkwind-Landeplätze (z.B. der in Malcesine am Gardasee) sind Hotspots für diese Art von Unfällen. Wer mit einer Starkwind-Landeeinteilung nicht vertraut ist, sollte sich mental darauf vorbereiten, z.B. mit diesem Fachartikel:

Starkwindlandeeinteilung

https://link.dhv.de/artikelstarkwindlandeeinteilung

Zu hoch im Landeanflug oder zu niedrig: Beide Situationen verleiten Piloten zu gefährlichen Fehlern. Da wird noch schnell eine zackige S-Kurve geflogen, um Höhe abzubauen. Oder hektisch in geringer Höhe in den Endanflug gedreht. Keine gute Idee, denn Steilkurven oder einseitige Strömungsabrisse in Bodennähe sind ein sicheres Ticket ins Krankenhaus. Zwei Beschreibungen: „Sie leitete in circa 10 Meter über Grund zum Höhenabbau eine sehr dynamische Linkskurve ein. Hierbei überzog sie die

linke Steuerleine derart, sodass ihr die Strömung am linken Flügel abriss, und der Schirm in eine dynamische Linkskurve überging. Kollision mit dem Landefeld. Sehr schwer verletzt“, „Beim Landeanflug erkannte ich, dass der Schirm stieg, anstatt zu sinken. Als eine Baumreihe näherkam, versuchte ich zu wenden. Doch in der Kurve klappte der rechte Flügel ein und ich fiel aus ca. 5-7 Meter senkrecht zu Boden“

Die zweite Beschreibung zeigt, dass der Pilot den von ihm verursachten einseitigen Strömungsabriss als Klapper wahrgenommen hat. Ein häufiger Irrtum und kontraproduktiv für die eigene Fehleranalyse, denn einem Strömungsabriss geht immer ein aktiver Pilotenfehler voraus.

LEARNING: Das Beschleunigen des Außenflügels durch Lösen der Außenbremse ist der Schlüssel zur Verhinderung von einseitigen Strömungsabrissen. Kurvenflug sollte dem Ablauf folgen: – Blick-GewichtAußenbremse lösen-Innenbremse weich dazu.

Piloten, die im Endanflug stark anbremsen, leben gefährlich. Viele sind sich des großen Risikos nicht bewusst, wenn sie stark anbremsen, um z.B. den Endanflug dadurch zu verkürzen. Kommt hier noch die Wirkung eines starken Windgradienten dazu, kann der Schirm abrupt in den Stall fallen. So wie in diesem Bericht: „Die Bedingungen bei der Außenlandung waren sehr turbulent. Das Sinken im Endanflug war deutlich geringer als erwartet, weshalb ich aufgerichtet und stark angebremst flog. Letzteres war wohl der entscheidende Fehler. Ein plötzlicher Strömungsabriss in schätzungsweise 3 m Höhe führte zum ungebremsten Sturz zu Boden“.

LEARNING: Der aktive Steuerweg geht von der Steuerleinen-Rolle (oben) bis zur Karabiner-Aufhängung (unten). Es ist im Normalflug niemals erforderlich, die Steuerleinen weiter herunterzuziehen. Auf diese Weise kann es nicht zu unabsichtlichen Strömungsabrissen kommen.

Strömungsabrisse im Landeanflug können aber auch andere Pilotenfehler als Ursache haben, z.B. das Abstützen auf den Steuergriffen beim Aufrichten zur Landung: „Zum Aufrichten im Gurtzeug die Hände mit den gehaltenen Bremsgriffen zur Hilfe genommen und dabei die Hände sehr tief genommen und auf 100 % gehalten. Stall und Absturz aus 5 m Höhe“. Auch hier fragt man sich, wie es zu einer so gravierenden Fehlreaktion kommen konnte: „Um die Landung in einer eine Obst-Plantage zu vermeiden, bremste er voll durch, die Arme waren vollkommen gestreckt. Höhe 10 bis 15 m. Der Pilot war mindestens 5 Sekunden in der „Durchbrems-Armposition“ bevor der Fullstall eintrat und der Schirm nach hinten kippte. Mir erschien der Pilot völlig ahnungslos im Hinblick auf die Gefahren.“

Insgesamt wurden 12 Unfälle bei Außenlandungen auf Streckenflügen gemeldet. Dabei erwies sich das aus der Luft günstig erscheinende Gelände als zu anspruchsvoll, weil Hindernisse bestanden oder lee-turbulent, was zu mehreren schweren Einklapper-Unfällen führte. O-Töne: „Erforderliche Außenlandung. Dies war in einer Leesituation, da es sich um eine Lichtung handelte. In etwa 10 Meter Höhe bekam ich einen Klapper, den ich nicht mehr auflösen konnte und der Schirm drehte ab“, „Ich geriet hinter einer Baumreihe in ein Leegebiet, was zum Kollabieren des Schirms führte“.

LEARNING: Eine kontrollierte Baumlandung kann die weniger riskante Alternative zu einer notwendigen Landung in einer eindeutig kritischen Lee-Situation sein.

LEARNING: Eines der wichtigsten Learnings für Streckenflug-Einsteiger ist: sich frühzeitig mit den Außenlandeoptionen vertraut zu machen. Sonst werden aus vielen Außenlandemöglichkeiten schnell wenige und schließlich nur noch eine ganz schlechte. Ganz besonders ist darauf zu achten, dass man dem Lee von Hindernissen (Bäume, Gebäude) weiträumig aus dem Weg geht. Bei einem Talwind mit 25 km/h können 100 m Abstand deutlich zu wenig sein.

Dass dies nicht nur theoretisch so ist, zeigt ein Unfall-Video, das dem DHV zur Analyse vorgelegt wurde. Heftiger Frontklapper 20 m GND, 120-150 m leeseitig hoher Gebäude, bei einem Wind mit 20 km/h +. Absturz durch Überbremsen mit Strömungsabriss und leider schwerwiegenden Verletzungen.

Die mannigfaltigen potenziellen Probleme beim Landeanflug verlangen einen konzentrierten und umsichtigen Piloten. Frühzeitig vom Flugmodus in den Landeanflugmodus umschalten, um Zeit und Ruhe zu haben und sich auf das konzentrieren, was wichtig ist: Die Windsituation, die richtige Flugtechnik, ruhig, mit dem Fokus auf Strömungsabriss-Prävention, dem Vermeiden von hektischer Steuerung und hohen Schräglagen, und dem ständigen Check des Luftraums und der Hindernis-Situation.

Landevorgang

(45 Meldungen)

Beim Landen selbst ist die größte Zahl der Unfälle auf harte oder schnelle Bodenberührung durch Flugfehler oder meteorologischen Einfluss zurückzuführen. Oft ist der letzte Teil des Endanfluges instabil und der Gleitschirm nickt, rollt, befindet sich in Schräglage oder wird nicht ausreichend zur Landung abgebremst.

Zu kurze Endanflüge lassen den Piloten zu wenig Zeit, sich auf die Landung vorzubereiten.

Denn eine fehlerhafte Landetechnik selbst ist der häufigste Grund für ein hartes Aufkommen mit Knöchelbrüchen, Bänderrissen, Unterschenkel-Frakturen und ähnlichen Verletzungen.

Wenn Piloten zur Landung zu spät durchbremsen (und deshalb mit hoher Geschwindigkeit landen), liegt der Grund oft bei schlechter Höhenabschätzung. Diese funktioniert besser, wenn man im letzten Teil des Endanfluges nicht zum Boden, sondern in Flugrichtung blickt. Bei Rückenwind-Landungen (drehender Wind im Endanflug) kommt es manchmal zu schweren Stürzen. Hier kann die Entscheidung zur Landung auf dem Protektor die bessere

Wahl sein. Aber Achtung: Bei sitzenden Landungen gerät nicht selten ein Unterschenkel unter das Sitzbrett und kann brechen.

Anspruchsvolle Spezial-Landetechniken müssen sehr gut trainiert sein, damit es nicht gefährlich wird. Beim „Flapping“ (Pumpen mit den Bremsen, um den Endanflug zu verkürzen) rissen 2 Piloten die Strömung im Endanflug ab und verletzten sich schwer: „Pilot stallte den Schirm im Endanflug durch Flapping - wechselndes tiefes Ziehen der Steuerleinen und Lösen, um Gleitleistung zu verschlechtern. Aufprall erfolgte im Backfly“.

Falsche Ausführung einer Trimm-FlapLandung verursachte 3 Unfälle, zwei davon mit Strömungsabrissen: Ein Pilot: „Habe die Höhe der Bremsen visuell nicht mit den Aufhängekarabinern abgeglichen und zu tief gezogen, sodass die Schirmkappe nach hinten wegkippte. Nach Freigabe der Steuerleinen schoss die Kappe vor und noch bevor ich den Schirm wieder abfangen konnte, schlug ich auf dem Boden auf“. Ein Augenzeuge: „Pilot hat bei der Trimm-Flap Landung den Schirm überbremst und die Strömung in etwa 2 m Höhe abgerissen“. Bei einem weiteren Vorfall gelang es dem Piloten nicht rechtzeitig, nach Beenden des Trim-Flap- Anfluges eine landebereite Haltung einzunehmen und er schlug heftig auf dem Landeplatz auf.

Wieder verlor ein Pilot bei einer Wasserlandung sein Leben (siehe tödliche Unfälle). Ein weiterer musste, um eine Landung in der Brandung zu vermeiden, direkt in die zerklüftete Felsklippe fliegen. Dort blieb er hängen und musste in einer aufwändigen Aktion (die durch die Medien ging) geborgen werden. Trotz alledem: richtige Entscheidung, Bein kaputt, aber überlebt.

Eher ungewöhnlich das Erlebnis eines Piloten bei einer Außenlandung im Schwäbischen: „Ich wurde von einem Reh angegriffen, das vermutlich seine Jungen verteidigen wollte. Dabei hat sich das Reh im Schirm vergangen. Mir ist es erst spät gelungen das Reh aus dem Schirm zu befreien. Das Reh leider tot. Der Schirm komplett zerrissen. Die Kitze kamen in eine Wild-Auffangstation.“

Rettungsgeräteauslösungen (28 Meldungen)

Ursachen: Leinenknoten (1), Kollisionen (5), unkontrollierte Flugzustände (Klapper, Stall, Trudeln, Verhänger, Twist, - 10), Acro, Sicherheitstraining (6), technisches Problem (Öffnung Paralock-Karabiner – 3), vorsorgliche Auslösung wegen extremer Turbulenzen (1)

26 absichtliche Retterauslösungen wurden gemeldet, in zwei weiteren Fällen war der Retter im Flug selbständig herausgefallen. Nach erfolgreicher Öffnung des Retters (22 Fälle) blieben 19 Piloten un- oder leichtverletzt, 3 erlitten schwere Verletzungen.

Sechsmal war die Höhe für eine erfolgreiche Öffnung zu gering, bzw. die Auslösung erfolgte zu spät. Zwei der 6 Pilotinnen und Piloten kamen dabei ums Leben, drei verletzen sich schwer.

Dreimal war die Öffnung eines Finsterwalder Paralock 3 im Flug die Ursache für unkontrollierte Flugzustände und Auslösung des Retters. Hier sind unbedingt die geltenden Sicherheitsmitteilungen zu beachten, die unter https://link.dhv.de/sicherheitsmitteilungfinsterwalder zu finden sind.

Die Fehleinschätzung der Gefährlichkeit einer unkontrollierten Flugsituation ist leider häufig. Statt sofort den Retter zu werfen, wird oft noch längere Zeit „herumgebastelt“, um den Schirm wieder zum Fliegen zu bringen. „Der Fehler war, dass ich nicht sofort den Rettungsschirm geworfen habe, sondern versuchte, die Lage zu analysieren“.

Fakt ist, dass 5 der 10 tödlichen Unfälle 2024 mit einer sofortigen Auslösung des Retters hätten verhindert werden können.

LEARNING: Für die Auslösung des Retters in unkontrollierten Flugsituationen gilt: Du hast höchstens 3 Sekunden - dann muss der Retter raus!

Doppelsitzer (18 Meldungen)

18 Unfälle wurden beim Tandemfliegen gemeldet. Dabei wurden 9 Passagiere und 4 Piloten schwer verletzt. 7 der Unfälle ereigneten sich am Start, 3 im Abflugbereich, einer beim Thermikkreisen und 8 bei der Landung. Nicht mitlaufende Passagiere am Start (6 Fälle) und Durchsacken vor der Landung (5 Fälle) sind die häufigsten Ursachen. In stark thermischer Luft ist ein Durchsacken in Bodennähe manchmal nicht zu verhindern. Dieser Fakt könnte zu Überlegungen führen, Tandemflüge besser nicht in der thermikstärksten Tageszeit durchzuführen. Ein typischer Bericht: „Stärkere Thermik, im Endanflug, in ca. 6 Meter Höhe kurz geringes Steigen, dann verstärktes Sinken mit grob geschätzt ca. 2,5- 3 m/s bis zum Bodenkontakt.“

Zwei schwerverletzte Passagiere forderten Seilrisse beim Windenschlepp unterhalb der Sicherheitshöhe. Sehr gefährlich, weil bei dieser Art von Unfällen der Passagier in der ersten Reihe die volle Wucht des Aufpralls abbekommt: „Beim Landeanflug zu stark gebremst, um Höhe abzubauen, weil noch etwas zu hoch. Schirm abgerissen und dann beim Vorschnellen des Schirmes hart auf Landeplatz eingeschlagen.“

Mehrfach lassen sich aus den Unfallberichten zu anspruchsvolle Flugbedingungen herauslesen. Wind > 40 km/h der zur Notlandung zwingt, 70%-Klapper am Felsgrat, der in den Latschen endet, nicht mehr beherrschbare Turbulenzen im Landeanflug mit dem Resultat eines schwerst-verletzten

Passagiers. Manche Tandempiloten gehen leider über die Grenzen verantwortungsvollen „Airmanship“ hinaus.

Der französische Verband FFVL ist sehr beunruhigt wegen der Anzahl der Tandem-Unfälle aufgrund offener Gurte oder nicht eingehängter T-Bar. Ablenkung und Nachlässigkeit durch „Über-Routine“ werden als Gründe genannt. So kam es auch zu einem Beinahe-Unfall am Hirzer in Südtirol. Der Pilot hatte vergessen seine Beingurte zu schließen. Nach dem Abheben rutschte er aus dem Gurtzeug und konnte gerade noch den Schirm mit den Bremsen stallen. Die Passagierin war eine Jugendliche aus Deutschland.

Polizeiliche Ermittlungen hatte ein Tandemunfall in Österreich zu Folge. Nach Zeugenaussagen war der Tandem nach einem missglückten Acro-Manöver in das Landefeld gecrasht, der Passagier wäre dabei beinahe gestorben.

Groundhandling

(6 Meldungen)

In 5 Fällen waren die Windbedingungen stark und böig und hebelten die Trainierenden unkontrolliert aus. Beim nachfolgenden Aufprall verletzten sich 2 Piloten schwer, eine Pilotin erlitt eine folgenschwere Wirbelverletzung.

LEARNING: Ist der Wind stark und böig, ist Groundhandling potenziell gefährlich. 8, 10, 12, max. 15 km/h laminarer Wind ist für die meisten Piloten die richtige Stärke.

DER AUTOR

Hike & Fly

(4 Meldungen)

Beim Hike & Fly ist der Start und der Abflug im alpinen Gelände die kritische Phase. Zudem mischen Human Factors stark mit. Körperliche Erschöpfung und eine erhöhte Risikobereitschaft, um einen langen Abstieg zu Fuß zu vermeiden, sind UnfallFaktoren in dieser Paragliding-Disziplin. Auch die Einschätzung des Abflug-Wegs kann Probleme bereiten, besonders, wenn statt des gewohnten Gleitschirms ein leistungsschwächerer Hike & Fly-Schirm geflogen wird. „Ich habe zwar relativ viel Erfahrung im Gleitschirmfliegen, allerdings nicht so viele bei alpinen Starts. Somit habe ich Gleitwinkel des neuen Schirmes in Verbindung mit der Höhe falsch eingeschätzt (Crash in die Felsen)“.

Alle Unfall-Untersuchungsberichte und Jahres-Unfallanalysen sowie weitere statistische Informationen zu Unfällen und Verletzungsfolgen sind unter diesem QRCode zu finden.

www.dhv.de/fliegen/sicherheit/unfaelle

Karl Slezak, DHV-Sicherheits- und Ausbildungsreferent

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Simulator für G-Force-Training, Steilspirale und Rettungsgeräteauslösung

Flugschule Hochries www.flugschule-hochries.de/ fortbildung/g-force-simulator

Das DHV-Lehrteam empfiehlt jedem Gleitschirmpiloten mit A- oder B-Schein die regelmäßige Teilnahme an einem DHV-anerkannten Sicherheitstraining.

Die Veranstalter von DHV-anerkannten Sicherheitstrainings haben sich in einem aufwändigem Verfahren qualifiziert. Sie sorgen für hohen Sicherheitsstandard, professionelle Durchführung und Betreuung durch kompetente Fluglehrer, gemäß den Anforderungen des DHV.

Hot Sport Sportschulen

Trainingsleiter Günter Gerkau

Lac d’Annecy/Frankreich www.hotsport.de - info@hotsport.de

Flugschule GlideZeit

Trainingsleiter Willy Grau Lac d’Annecy/Frankreich www.glidezeit.de - info@glidezeit.de

Paragliding Academy

Trainingsleiter Chris Geist Gardasee/Italien www.paragliding-academy.com - info@paragliding-academy.com

Flugschule Achensee

Trainingsleiter Eki Maute Achensee/Österreich Idrosee/Italien www.flugschule-achensee.at - office@flugschule-achensee.at

Flugschule Sky Club Austria

Trainingsleiter Walter Schrempf Hallstätter See/Österreich www.skyclub-austria.at - office@skyclub-austria.at

Flugschule Aufwind

Trainingsleiter Michael Grabmaier Idrosee/Italien www.aufwind.at - office@aufwind.at

Flugschule Grenzenlosby Airnomads

Trainingsleiterin Christina Siegl Lac d’Annecy/Frankreich www.fs-grenzenlos.com - info@fs-grenzenlos.com

Flugschule Freiflug GmbH

Trainingsleiter Stefan Asprion / Lucas Läubin Idrosee/Italien www.flugschule-freiflug.de - office@flugschule-freiflug.de

Weiterführende Informationen findet ihr unter: www.dhv.de/fliegen/sicherheitstraining

Sicherheitsmitteilungen/-hinweise

Alle Sicherheitsmitteilungen findet ihr unter www.dhv.de/ Sicherheitsmitteilungen. Tragt euch außerdem im ServicePortal in die Mailingliste ein, um immer aktuell informiert zu sein.

Sicherheitsmitteilung

Ozone Gurtzeug F*Race 2

Datum 17.09.2025

Der Hersteller Ozone hat eine Sicherheitsmitteilung zu dem Gleitschirm-Gurtzeug F*Race 2 veröffentlicht.

Alle Details Ozone Sicherheitsmitteilung. https://flyozone.com/paragliders/de/infozone/safety-notices/f-race-2-safety-notice

In mindestens einem Fall war es zu einer selbständigen Öffnung des Frontgurtes (Brustgurtes) im Flug gekommen. Das Problem konnte reproduziert werden. Der Metall-Knebel („Toggle“), der den Frontgurt verschließt, kann unter ungünstigen Umständen aus dem Loop des Frontgurtes herausrutschen. Das Problem muss durch eine Anpassung der Verbindung FrontgurtABS-Gurt behoben werden. Dadurch wird der Loop des Frontgurts verkleinert und der Metall-Knebel („Toggle“) kann nicht mehr herausrutschen. Die Nachbesserung ist in der Sicherheitsmitteilung beschrieben und kann von den Haltern auch selbst vorgenommen werden. Diese Nachbesserung muss vor dem nächsten Flug mit dem Gurtzeug erfolgen.

Neu im Team beim DHV

Wir freuen uns, Matthias Hartmann bei uns begrüßen zu können! Zum 01.11.25 übernahm er die Leitung der DHV-Musterprüfstelle.  Matthias ist Diplom-Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik sowie Diplom-Wirtschaftsingenieur. Als leidenschaftlicher Gleitschirmpilot und langjähriger Mitarbeiter bei einem Hersteller bringt er neben technischer Expertise auch ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Szene mit.

Herzlich willkommen im DHV-Team, Matthias!

DHV-Seminare online und Präsenz

Lerne von Experten zu Themen rund ums Fliegenegal ob Luftraum, Wetter oder Flugtechnik

Auch in diesem Winter bietet der DHV eine spannende Online-Seminarreihe an. Beginn der Vorträge ist jeweils um 19:00. Du kannst - auch spontan - ohne vorherige Anmeldung dabei sein und deine Fragen im Live-Chat stellen.  Von November bis März sind sechs Seminare geplant. Die genauen Termine und Seminarbeschreibungen werden rechtzeitig online veröffentlicht.

→ Online Seminare

20. Januar 2026: Erste Hilfe im Flugsport 03. Februar 2026: Luftraum - Basic 17. Februar 2026: How to fly a paraglider

→ Präsenz Seminare

11. Januar 2026: ab 10 Uhr sind alle Drachenflieger nach Sauerlach südlich von München eingeladen. Anmeldung bitte per EMail bis zum 8. Januar 2026 an musterpruefstelle@dhvmail.de Mehr Details folgen nach Anmeldung per Mail. Unkostenbeitrag 30 Euro. Für Snacks und Getränke ist gesorgt.

ACHTUNG: Bitte bringt eure eigenen Gurtzeuge mit!

DHV

Sicherer Luftraum

DHV-Gelände in DIPUL

Ein wichtiger Schritt für mehr Sicherheit und Transparenz im Luftraum ist geschafft: Ab sofort sind alle Drachen- und Gleitschirmfluggelände in Deutschland in der Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt (DIPUL) verzeichnet – der zentralen Datenbank für Drohnenbetreiber.

Interaktive Karte für Drohnenbetrieb

Mit dem Map Tool der DIPUL-Plattform können Drohnenbetreiber die Lage der Drachen- und Gleitschirmfluggelände einsehen, ihre Flüge sicher planen und notwendige Sicherheitsabstände einhalten.

Gemeinsam für Sicherheit und Sichtbarkeit

Die Aufnahme der Fluggelände in die DIPUL-Datenbank erfolgte auf Initiative des DHV in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr (Referat LF19 – Zukunft der Luftfahrt) und der DFS. Gerade mit Blick auf neue Gebiete für Drohnenbetrieb und der rasanten Entwicklung der Drohnentechnik ist diese Ergänzung entscheidend, um unsere Fluggelände zu sichern und die Sicherheit im Luftraum zu gewährleisten.

Weitere Informationen: : www.dipul.de/homepage/de

Adress- und Kontonummer-Änderungen mitteilen

Im Dezember wurden die DHV Mitglieds- und Versicherungsausweise inklusive der Rechnung für 2026 versendet. Hat sich deine Kontonummer geändert? Wir freuen uns über eine kurze Info per Mail an buchhaltung@dhvmail.de. Du bist umgezogen oder hast keine Post von uns erhalten? Dann aktualisiere bitte deine Daten im ServicePortal, unter info@dhvmail.de oder 0802296750

DHV Regionalbeiräte > Deine Ansprechpartner vor Ort!

Regionalbeirat Nord (Region Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein)

Aron Rodewald regionalbeirat-nord@dhv.de

Regionalbeirat Ost (Region Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen)

René Altmann regionalbeirat-ost@dhv.de

Regionalbeirat Mitte (Region Hessen, Saarland, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz)

Uwe Preukschat regionalbeirat-mitte@dhv.de

Regionalbeirat Südwest (Region Baden-Württemberg)

Peyman Azimabadi regionalbeirat-suedwest@dhv.de

Regionalbeirat Südost (Region Bayern)

Dieter Lische regionalbeirat-suedost@dhv.de

Die Regionalbeiräte werden von den Mitgliedern der jeweiligen Region auf der Regionalversammlung gewählt. Sie sind Ansprechpartner der Piloten und Vereine der jeweiligen Region und tragen die Themen in die DHV Kommission. In der Kommission sind sie zusammen mit den Vorständen, Fachbeiräten und leitenden Mitarbeitern beratend tätig. Die Regionalbeiräte arbeiten ehrenamtlich. Die Kommissionsprotokolle findet ihr im DHV Serviceportal https://service.dhv.de unter Verbandsinterna (nur für DHV Mitglieder).

Neue Geräte mit DHV-Musterprüfung

Alle Testberichte und Gerätedaten auf www.dhv.de unter DHV Prüfstelle

www.dhv.de/dhv-musterpruefstelle/geraetepruefung

ZOOM XB LT

Der Gleitschirm ZOOM XB LT des Herstellers Papesh GmbH hat die Musterprüfung des DHV mit Klassifizierung B, nach den LTF NFL HG/GS 2-56520, EN 926-2:2013+A1:2021, LTF NfL 2024-2-785, EN 926-1:2015 in den Größen 75, 85, 95, 105, 115 und 125 erfolgreich abgeschlossen. Produktinformationen des Herstellers unter https://phi-air.com

ZOOM XA

Der Gleitschirm ZOOM XA des Herstellers Papesh GmbH hat die Musterprüfung des DHV mit Klassifizierung A nach LTF NFL HG/GS 2-565-20, EN 926-2:2013+A1:2021, LTF NfL 2024-2-785, EN 9261:2015 in der Größe 75 erfolgreich abgeschlossen. Produktinformationen des Herstellers unter https://phi-air.com

PHI Sola UL

Der Gleitschirm PHI Sola UL des Herstellers Papesh GmbH hat die Musterprüfung des DHV mit Klassifizierung C in der Größe 16a und 19a, sowie mit Klassifizierung A in der Größe 19, nach LTF NFL HG/GS 2-565-20, EN 926-2:2013+A1:2021, LTF NfL 2024-2-785, EN 926-1:2015 erfolgreich abgeschlossen. Produktinformationen des Herstellers unter https://phi-air.com

PHI MAESTRO 3

Der Gleitschirm PHI MAESTRO 3 des Herstellers Papesh GmbH hat die Musterprüfung des DHV mit Klassifizierung B nach LTF NFL HG/GS 2-565-20, EN 926-2:2013+A1:2021, LTF NfL 2024-2-785, EN 926-1:2015 in den Größen 19, 21, 22 und 23 erfolgreich abgeschlossen. Produktinformationen des Herstellers unter https://phi-air.com

PHI MAESTRO 3 light

Der Gleitschirm PHI MAESTRO 3 light des Herstellers Papesh GmbH hat die Musterprüfung des DHV mit Klassifizierung B nach LTF NFL HG/ GS 2-565-20, EN 926-2:2013+A1:2021, LTF NfL 20242-785, EN 926-1:2015 in den Größen 19, 21 und 23 erfolgreich abgeschlossen. Produktinformationen des Herstellers unter https://phi-air.com

Skywalk XAlps6

Der Gleitschirm Skywalk XAlps6 des Herstellers Skywalk GmbH & Co. KG hat die Musterprüfung des DHV mit Klassifizierung D in der Größe 105+ nach LTF NFL HG/GS 2-565-20, EN 926-2:2013+A1:2021, LTF NfL 2024-2-785, EN 926-1:2015 erfolgreich abgeschlossen. Produktinformationen des Herstellers unter www.skywalk.orge

DesignProducts Combat C AC

Der Hängegleiter Combat C AC des Herstellers DesignProducts Markus Eggimann hat die Musterprüfung des DHV mit Klassifizierung 3, nach den Lufttüchtigkeitsforderungen für HG und GS in der Größe 13 erfolgreich abgeschlossen. Produktinformationen des Herstellers unter http:// www.cloudbase.ch

Vinci Paragliding Winch

Die Schleppwinde Vinci Paragliding Winch des Herstellers Vinci Paragliding sp z o.o. hat die Musterprüfung des DHV nach den Lufttüchtigkeitsforderungen für HG und GS erfolgreich abgeschlossen. Produktinformationen des Herstellers unter https://vinci-paragliding.com

Nachweis der fliegerischen Übung (§ 45 LuftPersV)

Gleitschirm- und Drachenflieger müssen ab 2026 ihre fliegerische Übung nachweisen. Für den Nachweis sind 10 Flüge mit dem jeweiligen Luftsportgerät in den letzten 24 Monaten zu dokumentieren. Ersatzweise gilt die Bestätigung eines Prüfers, Fluglehrers oder Fluglehrer-Anwärters über das ausreichende fliegerische Können. Der Nachweis wird vom Piloten selbst schriftlich oder digital geführt. Es ist nicht erforderlich, diesen Nachweis beim DHV einzureichen.

https://www.dhv.de/media/seiten/02_fliegen/APOundLehrpl%C3%A4ne/Nachweis_der_ausreichenden_ fliegerischen_%C3%9Cbung_f%C3%BCr_HG_und_GS-Piloten.pdf

GARANTIERT DRACHENFLIEGEN

Fly Magic M

Grenadierstraße 15 | 13597 Berlin

Tel. 0171-4881800 | www.flymagic.de

Drachenflugzentrum Millau

Alter Kirchdeich 4 | 21037 Hamburg

Tel. 040-22859142 | www.cabrieres.net

Linkingwings Dirk Soboll

Winnertzhof 20 | 47799 Krefeld

Tel. 02151-6444456 | www.linkingwings.de

Flugschule Rotmilan

Mozartstraße 15 | 53757 Sankt Augustin Tel. 0170-3842280 | www.flugschule-rotmilan.de

Drachenflugschule „echtfliegen“ Haldenäcker 28 | 74423 Obersontheim

Tel: 07973-16074 | www.echtfliegen.de

Flugschule Althofdrachen

Postweg 35 | 76187 Karlsruhe

Tel. 0721-9713370 | www.fs-althof.de

Drachenfliegerverein Spaichingen e.V. Silcherstraße 20 | 78549 Spaichingen

Tel. 07424-6172 | www.drachenflieger-spaichingen.de

Drachenflugschule ZODN-AIR

Zugspitzstraße 49 | 82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 0174-9206011 | www.zodn-air.com

Drachenfliegen Tegernsee Grünboden 1 | 83727 Schliersee Tel. 0170-5401144 | www.drachenfliegen-tegernsee.de

Flugschule Tegelberg | Tim Grabowski Tegelbergstraße 33 | 87645 Schwangau +49-157-80634369 | www.flugschule-tegelberg.de

Westallgäuer Flugschule - Gerlinde Hörburger Allmannsried 61 | 88175 Scheidegg Tel: 08381-6265 | www.ich-will-fliegen.de/drachenfliegen

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Michael Bender Seli Müller

Andreas Schöpke

DHV-Schleppauskünfte

Fragen und Anliegen rund um das Thema Windenschlepp können jederzeit gerne an Michael Bender und Seli Müller über schleppbuero@dhvmail.de gerichtet werden. Musterprüfungen werden weiterhin von Andreas Schöpke durchgeführt.

DHV-Rechtsberatung

Für die Rechtsberatung rund um den Flugsport steht DHV-Mitgliedern der Gleitschirmflieger und Rechtsanwalt Dr. Ditmar Schulze zur Verfügung. DHV-Mitglieder erreichen ihn unter dhv@ra-schulze.de

Hinweis: Personenbezeichnungen werden aus Gründen der besseren Lesbarkeit lediglich in der männlichen oder weiblichen Form verwendet. Diese Form schließt jedoch als nomen generale alle Geschlechter ausdrücklich mit ein.

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Über die ausgezeichnete Rettungskette in Mitteleuropa können wir uns glücklich schätzen, die schnelle Bergung hat schon vielen Piloten das Leben oder die Gesundheit erhalten. Ausländische, grenzüberschreitende und vor allem alpine Rettungshubschraubereinsätze sind aufwendig, die dadurch entstehenden Bergungskosten sind sehr kostspielig und – wie die Vergangenheit zeigt – stark steigend.

Mit dem Versicherungsantrag kannst du als DHV-Mitglied die Halter-Haftpflichtversicherung abschließen oder deine bestehende Versicherung updaten.

Mehr Infos auf www.dhv.de, unter 08022-9675-0 oder unter info@dhvmail.de

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Erfahrungen mit dem Kampenwand-Mentoring

&safety training

Der Drachen- und Gleitschirm-Club Aschau Kampenwand führte 2025 zum zweiten Mal ein „Mentoring“ durch. Die Veranstaltung bekam seitens der Teilnehmer so viel positives Feedback, dass wir hier zusammenfassen, um was es geht und wie es geht.

TEXT: TILL GOTTBRATH | FOTOS: TILL GOTTBRATH, TOM FEY

Warum machen wir das überhaupt?

Irgendwann hing mal wieder ein Pilot an der Kampenwand in den Bäumen… Oder es gab Ärger, weil ein anderer bei einem besonders empfindlichen Bauern irgendwo im Tal landete. Und fast immer waren es Gastpiloten. Natürlich weist unsere Webseite www.kampenwand-flieger.de auf alles Wichtige hin. Aber mal ganz ehrlich: Schaust Du Dir wirklich IMMER alles an, bevor Du in ein neues Fluggebiet fährst?

Was können wir als Verein tun, um das Fliegen an der Kampenwand sicherer zu machen und zugleich dafür zu sorgen, dass der Flugbetrieb möglichst reibungslos läuft? Eine Veranstaltung, bei der wir unseren Hausberg anderen erklären! Da uns kein passenderer Begriff einfiel, nannten wir das ganze neudeutsch „Mentoring“.

Natürlich gab es im Verein auch mahnende Stimmen, die befürchteten, dass die Kampenwand dadurch von Gastpiloten überflutet würde. Andererseits war aber auch klar, dass die drei großen Minuspunkte der „Kampen“ sich nicht ändern würden: 1. Man läuft rund eine halbe Stunde zu Fuß vom Landeplatz zur Bahn. 2. Man muss Thermik fliegen können, um oben zu bleiben. Lässiges Soaring à la Kössen oder Hochries gibt es nicht. 3. Für Streckenflieger ist sie wenig attraktiv, weil nach Nordwesten ausgerichtet: „Die Kampen geht erst spät.“

Also beschlossen wir, einfach mal zu schauen, wie so ein Mentoring angenommen wird und was danach passiert. Mittlerweile haben wir zwei Veranstaltungen hinter uns gebracht – und das Feedback war umwerfend positiv! Dieses Jahr hörten wir beim Feedback

am Abend reihenweise den Wunsch, dass es so etwas doch auch in anderen Fluggebieten gebe. Vielleicht kann dieser Artikel ja dazu animieren.

Welche Manpower braucht man?

Wir hatten 2024 30 Teilnehmer, 2025 waren es 35. Von unserem Verein waren wir beide Mal zu viert, drei hätten aber auch genügt.

Wie haben wir eingeladen und alles organisiert?

Zuallererst haben wir ausführliche Informationen auf unsere Webseite gestellt. Parallel dazu erstellten wir einen Facebook-Event und auch auf Instagram haben wir das Mentoring gepostet. Das DHVmagazin kündigte die Veranstaltung an (Achtung für alle potenziellen Nachahmer: die Vorlaufzeiten sind sehr lang!) und auch im DHVNewsletter erschien zwei Wochen vor dem Termin eine Meldung. Die Teilnehmer konnten sich über ein Anmeldeformular, das unsere spezielle Vereins-Software anbietet, anmelden. Da bekamen sie sofort eine automatisierte Anmeldebestätigung. Ein Woche vor dem Termin bekam jeder ein PDF, auf dem wir das Fliegen an der Kampenwand genauestens erklären – einschließlich diverser 3DKarten mit eingezeichneten Thermikbärten. Zwei Tage zuvor fiel die Entscheidung, ob wir durchführen oder nicht und wir legten den finalen Ablauf fest. Darüber wurden alle Interessenten per Mail informiert. Gute Kommunikation im Vorfeld ist superwichtig!

Wie lief der Event ab?

Es ist logisch, sich am Landeplatz zu treffen und diesen zu erklären. Bei dieser Gelegenheit gab es natürlich auch eine Vorstellungsrunde und jeder unterschrieb eine Haftungsausschlusserklärung. Wir vier „Macher“ sind zwar alle erfahrene Piloten und kennen die Kampenwand gut, aber wir sind keine Fluglehrer. Danach fuhren wir mit der Kampenwand-Bahn zum Startplatz. Dort informierten wir über die geeigneten Wetterlagen,

• die beiden Startplätze mit ihren Gefahren,

• die Hausbärte,

• die allgemeinen Don’ts und potenzielle Probleme,

• Naturschutz (Adlerschutzzone),

• die XC-Möglichkeiten,

• sowie das Après-Flying.

Da die meisten Teilnehmer eher weniger erfahren waren, richteten wir die inhaltlichen Schwerpunkte entsprechend aus. Beim Fliegen machte dann einer von uns Locals den Dummy und einer blieb bis als letzter oben am Startplatz, um zu schauen, dass jeder sicher in die Luft kam.

Was ist unser Fazit?

Eine Pilotenüberflutung blieb bislang aus. Wir haben nette Leute kennengelernt und ein paar sind auch in den Verein eingetreten. Die Gastpiloten hatten einerseits einen schönen Tag und andererseits auch eine Menge gelernt. Wir als Veranstalter freuten uns über die vielen lachenden Gesichter. Und wir glauben auch, dass wir damit zu mehr Sicherheit und einem reibungsloseren Flugbetrieb beitragen.

Falls ein Verein ein ähnliches Mentoring durchführen will, geben wir gerne Tipps. Ihr erreicht uns unter pr@kampenwand.de

Wer die Kampenwand besser kennt, bleibt leichter oben. Veranstaltungen wie das Mentoring helfen dabei.

Ein einheimischer Pilot startet immer als Erster und macht den Dummy für alle.

Die Kampenwand ist nicht nur ein schöner Berg, sondern bietet auch tolle Ausblicke auf den Chiemsee.

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DGFC Südschwarzwald

„Kandelmädels“ feiern gemeinsamen Flugtag

Wer zu einem gut besuchten Gleitschirmstartplatz kommt, dem ist vielleicht schon aufgefallen: Häufig sind dort mehr Männer als Frauen anzutreffen. Dabei ist das Gleitschirmfliegen ja gerade deshalb so besonders, weil es – anders als viele andere Sportarten – weder außergewöhnliche Kraft noch besondere Ausdauer erfordert.

Um Frauen im Flugsport sichtbarer zu machen und zu fördern, fand im September das „Kandelmädels“- Event statt. Organisiert wurde das Event von Pilotinnen aus dem Gastgeberverein, des DGFC Südschwarzwald. Eingeladen waren alle flugbegeisterten Pilotinnen. Trotz ungünstiger Wetterprognosen erfreute sich das Event, das im Rahmen des 50-jährigen Vereinsjubiläums stattfand, großer Resonanz.

Im Vordergrund stand daher der Austausch zwischen den Teilnehmerinnen. Der Tag begann am Landeplatz mit einer gemeinsamen Wanderung hinauf zum Startplatz, bei der sich die „Kandelmädels“ kennenlernen konnten – und sofort super verstanden. Für zusätzliche Unterhaltung sorgte ein Quiz: Über den Tag verteilt stellten Schätzfragen – etwa zum bisher weitesten Flug einer Frau – die Teilnehmerinnen vor spannende Herausforderungen. Natürlich gab es auch ein Präsent für die Gewinnerin. Diese freute sich unter anderem über eine Liberpee, eine Urinierhilfe für Frauen, dank derer sie „nie wieder hinter die Büsche“ an einem abgelegenen Startplatz- oder Landeplatz müsse.

Therese Hartenbach www.dgfc-suedschwarzwald.de

Von links: Die Pioniere und Gründer des Vereins Alfred Kafka, Uli Kroll und Eddy Derenoncourt sowie der aktuelle Vorstand Martin Neuland, Klaus Staubach und Johannes Reinhard. ANZEIGEN

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Drachenflugclub Wasserkuppe/Poppenhausen

50-jähriges Jubiläum

Im August konnte der 1. Drachenflugclub Wasserkuppe/Poppenhausen sein 50-jähriges Bestehen feiern. Während des Festaktes im Vereinsheim Radom auf der Wasserkuppe ließ der 1. Vorsitzende Johannes Reinhard die Geschichte des Vereins in einer kurzweiligen Rede Revue passieren. Vertreter aus Politik und Sport ehrten den ältesten Drachenflugclub Hessens und verdiente Mitglieder. Die zahlreichen Besucher konnten sich über die Geschichte des Drachenflugs und des Vereins anhand einer Ausstellung informieren. Ein Highlight für viele war ein virtueller Flug im Simulator über die Wasserkuppe. Bei bestem Wetter, Grillgut und kühlen Getränken fand vor dem Radom an beiden Tagen ein reger Gedankenaustausch statt.

Johannes Reinhard www.drachenflug-wasserkuppe.de

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DC Hohenneuffen

Kaiserschmarrn statt Wolken kratzen

Dunkle Wolken, Blitz und Donner in der Vorhersage trübten schon daheim die Freude auf den jährlichen Ausflug der Neuffener Drachenflieger nach Kärnten – und dann auch dort. Trotzdem machten sich so viele auf den Weg. Nur mäßige Thermik, starke Winde und bedeckter Himmel verhinderten dann tatsächlich

richtig tolle Flüge; einige Übungsflüge waren allerdings trotzdem möglich. Lange Radtouren auf die umliegenden Almen sorgten für die Auslastung und die nötige Bettschwere. So bereute niemand sein Kommen, auch ohne Rekordflüge, die in der Zwischenzeit allerdings vom heimischen Gelände gemeldet wurden. Matthias Stiefelmaier flog am 5.Juli in 7 Stunden vom Hohenneuffen nach Wörth an der Donau, knapp hinter Regensburg, und knackte den Streckenrekord aus dem Jahr 2023. Auch die Wettkampfpiloten des DC Hohenneuffen warfen sich wieder ins Getümmel. Zu den Pfalz-Elsaß-Open fuhr mit Reiner Braun, Heinrich Bretz, Peter Nägele und Lorenz Ziegler eine starke Equipe in die Vogesen an den Le Treh, um sich mit insgesamt 96 Piloten und Pilotinnen aus 6 Ländern zu messen. Nägele belegte gegen starke internationale Konkurrenz einen guten Platz 12, Braun und Ziegler landeten nach 4 Durchgängen auf den Plätzen 23 und 39. Es gab also genug zu feiern am Sommerfest des Vereins. Über 100 Mitglieder und ihre Familien freuten sich über die aufwendigen und gelungenen Vorbereitungen zahlreicher freiwilliger Helfer.

Dieter Rebstock www.dc-hohenneuffen.de

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Drachen- und Gleitschirmflieger Hohenlohe 45. Hohenlohepokalfliegen

Traditionell im August fand auch dieses Jahr das Pokalfliegen der Drachen- und Gleitschirmflieger Hohenlohe statt. Am Samstag traf man sich zunächst am Hangstart- und Festplatz in Mulfingen. Neben den Vereinspiloten fanden sich auch Gastpiloten aus den Nachbarvereinen von Hardheim ein. Das Wetterbriefing versprach gute Bedingungen bei nördlichem Wind. Der Tag war gut und machte Flugzeiten von über 3 Stunden in der angenehmen Flachlandthermik möglich. Die Aufgabe bestand darin, möglichst viele XC-Punkte zu erzielen. Einzige Bedingung war die Landung im 1 km Radius um den Startpunkt. Es konnte mehrmals gestartet werden und die beiden besten Flüge kamen in die getrennten Wertungen von Schirmen und Drachen. Auch am zweiten Wettbewerbstag waren lange Flüge in der Hohenloher Thermik möglich und Lothar Braun, der erst am Sonntag teilnahm, gelang mit einem 52 km Dreieck der punktbeste Flug. Vorstand Walter Hofmann konnte zur Siegerehrung auf ein faires, kameradschaftliches und unfallfreies Pokalfliegen zurückblicken. Sein Dank galt den 26 Teilnehmern sowie allen Helferinnen und Helfern, besonders dem Nachbarverein aus Markelsheim, der mit einer zweiten Winde unterstützte.

Ergebnisse Drachen: 1. Peter Friedemann; 2.Thomas Goll; 3. Lothar Braun

Ergebnisse Gleitschirm: 1. Matthias Etzl; 2. Florian Sperling; 3. Werner Ockert

Thomas Goll

https://sites.google.com/site/dgfhohenlohe/home

Kampenwand-Flieger

Stefan Ungemach gewinnt Priental-Cup 2025

In der XC-Saison 2024/25 konnte Stefan Ungemach (Advance Sigma 11 und Niviuk Artik 7P) mit 266,86 Punkten zum dritten Mal hintereinander den Priental-Cup deutlich für sich entscheiden.

Der Priental-Cup ist ein vereinsinterner Streckenflugwettbewerb von uns Kampenwand-Fliegern. Er wird über die gesamte Streckenflugsaison ausgetragen (jeweils von 16. September bis zum 15. September des Folgejahres). In die Wertung gehen die drei punktbesten Flüge jedes Teilnehmers mit Start an der Kampenwand ein. Die Flüge führten bis nach Bad Reichenhall, um den Chiemsee oder ins Gasteiner Tal. Rang 2 belegte Till Gottbrath (NOVA Mentor 7 Light; 193,41 Punkte), Dritter wurde Thomas Fey (Gin Explorer 2; 184,4 Punkte).

Till Gottbrath

www.kampenwand-flieger.de ANZEIGE

Drachen- und Gleitschirmclub Siebengebirge Entspannte Atmosphäre am Küppchen

Für das Fliegerfest in Lasserg waren heftige Böen und Regen angesagt. Doch die Lasserger Dorfgemeinschaft war froh, dass das Fest auf dem Plateau über der Mosel doch stattfand. Denn die umtriebigen Männer und Frauen unterstützen die Piloten nun schon seit Jahren unter anderem durch die Verpflegung der Festbesucher. In diesem Jahr sollte der Erlös dazu dienen, dem Förderverein dabei zu helfen, das ehemalige Sportlerheim für das Dorf zu erhalten. Das große Engagement der Dorfgemeinschaft beim Fliegerfest zeigte sich auch wieder auf der Schleppstrecke. Denn diese hatte der ortsansässige Bauer eigens für die Piloten hergerichtet.

Die ersten Teilnehmer reisten bereits am Vorabend an, viele weitere Piloten fanden dann am Samstagvormittag den Weg nach Lasserg. Die Organisatoren hatten sich eigens ein Programm ausgedacht, das nichts mit Fliegen zu tun hatte. Aber es konnte sogar bei Sonnenschein geflogen werden. Per Windenschlepp ging es in die Luft. Aufgrund der Wetterprognose war der Andrang allerdings geringer als üblich. So hatten auch die Tandempiloten reichlich Gelegenheit, interessierte Gäste in die Luft zu bringen. Am frühen Nachmittag legte der Wind dann noch einen Zahn zu und wurde zu stark. Der Schleppbetrieb wurde eingestellt und die Piloten blieben mit ihren Schirmen am Boden. Bei einem Groundhandling-Wettkampf konnten die Teilnehmer ihre Fähigkeiten mit dem Schirm am Boden beweisen. Am späten Nachmittag, als sich die starken Windböen gelegt hatten, wurden dann nochmals die Winden in Betrieb genommen. Am Lagerfeuer gab es danach reichlich Gelegenheit, alte Freundschaften zu vertiefen und neue Bekanntschaften zu schließen.

Markus Scheid www.dgc-siebengebirge.de

Wanderbird Strategy

Paul Guschlbauer hat ein Buch über Hike-and-Fly geschrieben. Es geht weit über ein klassisches Lehrbuch hinaus.

TEXT: LUCIAN HAAS

Hike-and-Fly, das Wandern auf Berge, um dann mit dem Gleitschirm abzuheben, hat in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen. Es verkörpert Freiheit und Naturerlebnis, für manche auch Wettbewerb. Doch was genau ist Hike-and-Fly, was braucht man dafür, und wie kann man diese Sportart besonders erfüllend betreiben?

In „Wanderbird Strategy“ teilt Paul Guschlbauer, siebenfacher Teilnehmer der Red Bull X-Alps, seine Einsichten. Wer ein technisches Handbuch erwartet, wird überrascht sein. Trotz des strategisch klingenden Titels stellt Guschlbauer das Mindset des Hikeand-Fly in den Mittelpunkt. Er behandelt zwar auch Technik, Training, Planung, Ernährung und Wettbewerb, gestützt auf seine X-Alps-Erfahrungen. Doch die Kernbotschaft ist eine andere: Es geht eben nicht nur darum, die Disziplin technisch zu beherrschen oder etwas zu gewinnen.

Guschlbauer beschreibt Hike-and-Fly als Philosophie, eine Symbiose von Mensch, Natur und Equipment. Der Erfolg hängt davon ab, mentale Ziele mit Körper und Natur in Einklang zu bringen. Manchmal bedeutet das auch, nicht zu fliegen.

„Das Schöne am Hike & Fly ist, dass man auch am Boden bleiben kann und den Sport trotzdem ausübt. “ Es zählt die Achtsamkeit für den Moment. Die Entscheidung, am Gipfel nicht zu starten, kann ebenso erfolgreich sein.

Für Guschlbauer ist Hike-and-Fly ein Weg zur Selbstfindung und Zufriedenheit. „Hinterfrage deine Motive: Ich möchte heute Hike & Fly machen, weil ich (…) erleben möchte. “ Wer mit sich und der Natur eins wird, erreicht den „Wanderbird Flow“. Es ist ein Idealzustand des Fließens mit den inneren und äußeren Rhythmen. Dieser Spirit kann auch als Lebensschule dienen.

Wanderbird Strategy: Das etwas andere Lehrbuch zu Hike and Fly in edler Aufmachung.

„Wanderbird Strategy“ ist damit mehr als ein klassisches Lehrbuch. Es bietet eine Chance und Hilfestellung, um als (Flieger-)Persönlichkeit zu wachsen. Passend dazu enthält es Anleitungen für mentale Übungen und Meditationen, um persönliche Erlebniswelten zu definieren.

Wer sich darauf einlässt, kann in "Wanderbird Strategy" viele wertvolle Impulse für sich finden. Dazu passt, dass das Buch auch von seiner Aufmachung her sehr wertig daherkommt. Viento Publishing, ein auf den Segel- und Gleitschirmflug fokussierter, junger Verlag aus Österreich, hat es geradezu liebevoll gestaltet und den Text mit so schlichten wie eindrücklichen Grafiken, Illustrationen und Bildern ergänzt.

Paul Guschlbauer:

Wanderbird Strategy – Mindset, Grundlagen und Technik von Hike & Fly

Viento Publishing, 2025. 354 Seiten. ISBN 978-3-9505510-0-6. 54,90 Euro

DHV-Shop: https://shop.dhv.de/products/wanderbird-strategy-paul-guschlbauer

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Flugtag in Greifenburg. Die Prognosen hatten fast wolkenfreien Himmel versprochen. In den Ensemble-Prognosen waren aber auch Lösungen mit einer relativ dichten Wolkendecke enthalten. Sie sollten am Ende Recht behalten.

Die Unsicherheit im Blick

Wettermodelle liegen des Öfteren etwas daneben. Um Vorhersagen besser einschätzen zu können, lohnt der Blick in Ensemble-Prognosen.

TEXT UND GRAFIKEN: LUCIAN HAAS

Wer als Gleitschirmpilot das perfekte Flugwetter sucht, weiß: Wetterprognosen sind nie absolut sicher. Gerade bei längeren Vorhersagen oder wechselhaften Wetterlagen stoßen klassische, sogenannte deterministische Wettermodelle des Öfteren an ihre Grenzen.

Laut Prognose sollen gut fliegbare Bedingungen vorherrschen, aber am Startplatz trifft man dann doch auch viel stärkeren Wind als gemäß den Modelldaten. Oder statt zwei Achtel gibt es in der Realität sieben Achtel Bewölkung, was die Thermikentwicklung zunichtemacht? Gerne schimpfen wir dann auf die fehlerhaften Prognosen. Doch letzten Endes ist das etwas zu kurz gedacht. Denn die Wetter-

entwicklung ist ein chaotischer Prozess, bei dem man akzeptieren muss, dass manche Entwicklungen anders verlaufen als gedacht.

Das liegt auch daran, dass die Grunddaten, die als Ist-Zustand der Atmosphäre in die Wettermodelle eingespeist werden, in der räumlichen Auflösung so grob sind, dass die Modelle schon vom Prinzip her das Wetter nur näherungsweise erfassen können. Es steht ja nicht alle zwei Kilometer eine Wetterstation, mit deren Daten sich zum Beispiel das Grundraster eines ICON-D2 Modells füllen ließe.

Aus diesem Grund nutzen Profi-Meteorologen gerne noch einen ganz anderen Typus von Vorhersagen, sogenannte Ensemble-Prognosen. Es sind mächtige Werkzeuge, die Unsicherheiten sichtbar machen. Sie lassen erkennen, welche Bandbreite eine mögliche Wetterentwicklung haben könnte.

Was sind Ensemble-Prognosen?

Im Gegensatz zur klassischen Wettervorhersage, die nur ein einziges Szenario berechnet, erstellt ein Ensemble-Modell viele verschiedene Wetterprognosen für denselben Zeitraum. Jedes dieser sogenannten Ensemble-Mitglieder (Members) startet mit leicht veränderten Anfangsbedingungen oder Modellparametern und liefert deshalb etwas abweichende Ergebnisse.

Die Atmosphäre ist ein chaotisches System. Bei labileren Wetterlagen können schon kleine Unterschiede im Anfangszustand große Auswirkungen auf die spätere Wetterentwicklung haben. Bei einer stabileren Wetterlage, z.B. im Bereich großer Hochdruckgebiete, gibt es in der Regel weniger Überraschungen.

Liegen die Ergebnisse der Ensemble-Mitglieder eng beieinander, ist das Wetter relativ sicher vorhersagbar. Streuen sie weit, steigt die Prognose-Unsicherheit. Das hilft zu erkennen, an welchen Tagen man sich auf eine spezifische Prognose weitgehend verlassen kann, und wann man Vorsicht walten lassen sollte.

Wichtig zu wissen: Ensemble-Prognosen können deterministische Wettermodelle nicht ersetzen. Sie helfen uns nur dabei, eine bessere Einschätzung der Unsicherheit in der Prognose zu gewinnen.

Was bringen Ensembles?

Für Gleitschirm- und Drachenpiloten bieten Ensemble-Prognosen gleich mehrere Vorteile:

• Bessere Einschätzung der Vorhersageunsicherheit: Man erkennt, ob die Wetterlage prognostisch stabil ist oder ob größere Unsicherheiten bestehen – etwa im Umfeld von Frontdurchgängen, Gewitterlagen oder starken Windänderungen.

• Wahrscheinlichkeitsaussagen: Anstatt sich auf eine einzelne Prognose zu verlassen, kann man Wahrscheinlichkeiten für gutes Flugwetter, Regen, Wind oder Wolkenbedeckung ablesen.

• Langfristige Planung: Gerade bei mehrtägigen Flugunternehmungen helfen Ensembles, Risiken zu erkennen und mögliche Alternativen einzuplanen.

• Früherkennung von Extremen: Ensembles zeigen, wie wahrscheinlich störende Wetterereignisse wie Regen, stärkerer Wind oder eine starke Bewölkung sind.

Die Ensemble-Prognosen versprechen für Freitag, 4. Juli (rot umrandet), einen guten Flugtag in Dernau: Nicht zu heiß, ein schwacher Grundwind unter 15 km/h in allen Members, kein Niederschlag. Nur bei der Bewölkung (Total Cloud Cover) bleibt es uneindeutig. Der Hauptlauf (blaue Linie) verspricht zwar weniger als zwei Achtel. Doch laut Ensemble könnte es ab Mittag deutlich mehr werden. Quelle: ECMWF

Ensemble-Meteogramme

Ensemble-Prognosen werden von verschiedenen Wetterdiensten bzw. Modellen berechnet (ECWMF, GFS, ICON, etc.). Die Ergebnisse sind aber nicht so breit verfügbar wie die von klassischen Wettermodellen. In Apps wie zum Beispiel Windy sucht man danach vergebens. Finden kann man sie hingegen bei spezielleren Anbietern wie Kachelmannwetter.com oder auch Wetterzentrale.de.

Die beste bzw. für Gleitschirmflieger hilfreichste Aufbereitung gibt es vom Europäischen Wettermodell ECMWF. Dessen Ensemble-Prognosen liefern mit 51 „Members“ auch die statistisch aussagekräftigste Datengrundlage. Zudem werden die Ensembles für einen Zeitraum von bis zu 15 Tagen berechnet.

ECWMF bietet direkt auf seiner Website (charts.ecmwf.int) Dutzende verschiedener Grafiken an, in denen die Ergebnisse der Ensembles aufbereitet sind. Dafür wählt man unter „Product Type“ die Untergruppe „Ensemble Forecasts (ENS)“. Besonders nützlich für Flieger sind die Ensemble-Meteogramme („ENS Meteograms“). Hierbei handelt es sich um Punktprognosen. Empfehlenswert sind die Darstellungen „10day ENSgrams“ oder

„15days ENSgrams“. Aus ihnen lässt sich für vier Variablen (Bewölkung, Niederschlag, Temperatur, Wind) die statistische Variabilität in den Ergebnissen der Ensemble-Members ablesen. Dazu dienen spezielle Kerzendiagramme, auch Boxplots genannt. Wie man diese interpretiert, steht weiter unten.

Den jeweiligen Bezugspunkt der Meteogramme, d.h. den Ort der Prognose, kann man über eine Suchfunktion unter „City“ auswählen.

Praxistipp: Wer viel mit Burnair arbeitet und darüber regelmäßig aktuelle Startplatzprognosen abruft, findet im Datenfenster zu jedem Startplatz auch einen weiterführen „ECMWF Direktlink“, der zum zugehörigen ENS Meteogramm führt.

Wie liest man Boxplots?

Die Ensemble-Meteogramme des ECMWF nutzen sogenannte Boxplots, um die Unsicherheit und Bandbreite von Wetterprognosen für einen bestimmten Ort und Zeitraum anschaulich darzustellen. Die Boxplots sehen aus wie eine Kerze, die sich in Stufen (Boxen) verjüngt und an beiden Enden jeweils noch einen dünnen Docht aufweist (s. Grafik 1).

Im Meteogramm gibt es für jede Variable und Zeitstufe (6 Stunden beim 10day ENSgram bzw. 24 Stunden beim 15day ENSgram) jeweils einen Boxplot. Dieser gibt statistische Werte grafisch wieder:

• Median (Linie in der Box): Die Hälfte aller Ensemble-Läufe liegt über, die andere Hälfte unter diesem Wert. Eine Wetterentwicklung in diesem Bereich ist am wahrscheinlichsten.

• breite Box (25%- bis 75%-Quartil): Im Bereich der breiteren Box liegen die Ergebnisse der mittleren 50% aller Modellläufe. Je weniger langgestreckt diese Box ist, desto ähnlicher sind sich die Members – und desto sicherer ist die Prognose.

• schmalere Box (10% bis 90% Perzentil): Sie zeigen die Spannweite, in der fast alle Ensemble-Mitglieder liegen. Nur jeweils 10 Prozent weisen noch höhere oder tiefere Werte auf.

• Docht: Die Länge der Linie gibt die jeweiligen Extreme in den Ergebnissen wieder.

Tipps zur Auswertung

Beim Auswerten der Meteogramme ist erst einmal der Gesamteindruck entscheidend, d.h. die Form und die Ausdehnung des Boxplots sowie die Lage des Medians (s. Grafik 2).

Bleiben die Boxen flach und die Dochte kurz, dann sind sich die Modelle über das Ensemble hinweg relativ einig. In so einem Fall ist die Prognose stabil und zuverlässig. Ein Beispiel: Alle Members zeigen keinen Niederschlag und schwachen Wind von unter 15 km/h. Man kann damit rechnen, dass sichere Bedingungen für einen Flug herrschen (in der Praxis immer auch Höhenwind checken).

Ziehen sich die Boxen und Dochte hingegen in die Länge, dann

Eine 15-Tage Ensemble-Prognose für Greifenburg. Vom 9. bis 13. Juli (rot umrandet) deutet sich eine fürs Fliegen gut nutzbare Phase an. Die Niederschlagssignale sind sehr gering, der Wind bleibt schwach, und die Bewölkung zeigt in allen Boxplots weniger als vier Achtel im 75%-Quartil. Vielleicht lohnt sich ja ein Ausflug nach Kärnten?

Quelle: ECMWF

streuen die Ergebnisse stark und in der Prognose herrscht größere Unsicherheit. Hier ist Vorsicht geboten, vor allem mit Blick auf die Flugsicherheit besonders entscheidenden Parametern Windstärke und Niederschlag.

Bei den 10day ENSgrams von ECMWF sind auch die Ergebnisse des deterministischen Hauptlaufs des ECMWF-Modells als Linie mit eingezeichnet. Hier gilt eine einfache Regel: Weicht diese Prognose stark vom Median des Ensembles ab, sollte man skeptisch sein und die Unsicherheit mit einplanen.

Ensembles in der Praxis

Im Alltag ist es nicht nötig, bei jeder Flugwettervorbereitung nach den klassischen Modellen auch die Ensembles zu checken. Allerdings geben diese einem zusätzliche Sicherheit bei der Einschätzung von Wetterlagen. Vor allem wenn man größere Streckenflüge oder mehrtägige Ausflüge plant, können die Ensembles einen zuweilen vor Enttäuschungen oder zu großen Hoffnungen bewahren – wenn man vorab schon sieht, dass man bei den realen Wetterverhältnissen mit einer größeren Bandbreite rechnen sollte. Bewährt hat sich hier auch ein umgekehrtes Vorgehen: Man schaut

Grundaufbau eines Boxplots

Beispiele Prognosesicherheit

90% Perzentil

75%Quartil

Median

25%Quartil

10% Perzentil

oberer Docht unterer Docht

GRAFIK 1: Die Boxplots der Ensemble-Meteogramme zeigen die statistische Verteilung der Ergebnisse der Ensemble-Member. Das 75% Quartil bedeutet zum Beispiel, dass drei Viertel aller Modellläufe Ergebnisse unter der oberen Grenze der breiten Box liefern. Der Docht zeigt Extremwerte in dem Ensemble an. Lange Dochte deuten auf Ausreißer hin.

(Weitere Erläuterungen im Text).

als Erstes in die Ensemble-Prognosen für einen bestimmten Standort (Startplatz). Zeichnet sich dort in den nächsten Tagen ein guter Flugtag (kein Niederschlag, schwacher Wind, Bewölkung bei 2-4 Achtel) mit flachen Boxplots ab, dann lohnt es sich, für diesen Tag auch die deterministischen Prognosen samt Thermikmodellen genauer in Augenschein zu nehmen. Die Wahrscheinlichkeit, so die wirklich guten Tage zu erwischen, ist dann sehr hoch.

ENSMeteograms: https://charts.ecmwf.int/products/opencharts_meteogram

GRAFIK 2: Die Lage des Medians und die Ausdehnung der Boxen geben Hinweise auf die Prognosesicherheit:

1 | Sicher: Eine flache Box steht für eine geringe Streuung im Ensemble. Die Prognosen sind ziemlich sicher.

2 | Hohes Risiko: Der Median sitzt hier eher unten in der breiten Box. Niedrige Werte sind den Prognosen nach wahrscheinlich, man muss aber mit extremeren Abweichungen rechnen.

3 | Mittleres Risiko: Ein Median hoch in der Box lässt eher wenig Abweichung nach oben erwarten. Sind auch die höheren Werte (z.B. Wind) in einem „sicheren“ Bereich, muss man wenig fürchten.

DER AUTOR

Lucian Haas ist freier Wissenschaftsjournalist. In der Gleitschirm-Szene hat er sich mit seinem Blog Lu-Glidz und dem zugehörigen Podcast Podz-Glidz einen Namen gemacht. Sein Meteo-Wissen gibt er auch in Seminaren weiter.

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DEUTSCHE STRECKENFLUGMEISTERSCHAFT 2024/2025

In der Saison 2024/2025 haben 5.614 Piloten 137.125 Flüge im DHV-XC hochgeladen (Stand 15.10.2025).

Davon befinden sich etwa 11.500 Flüge in der Kategorie „Privat“, das heißt, diese Flüge sind nur für den einreichenden Piloten sichtbar.

TEXT: RICHARD BRANDL

Private Flüge

In der abgelaufenen Saison 2024/2025 gab es im DHV-XC auf vielfachen Wunsch zum ersten Mal die neue Kategorie „Privat“ oder „Private Flüge“. Flüge, die in diese Kategorie hochgeladen werden, finden sich in keiner Wertung und sind ausschließlich für den einreichenden Piloten sichtbar. Dies entspricht damit praktisch einem privaten Flugbuch. Damit können also alle Piloten, die z.B. ein Flugbuch wegen Nachweispflicht von Flügen führen müssen oder eine Ausbildung zum unbeschränkten Luftfahrerschein machen, Flüge dokumentieren, ohne diese zu veröffentlichen. Auch wer einfach ein privates Flugbuch führen möchte, kann diese neue Funktion zukünftig im DHV-XC nutzen. Dabei kann man problemlos und einfach entscheiden, welche Flüge öffentlich sein sollen oder nicht. Der wichtigste Grundsatz einer öffentlichen Flugplattform bleibt allerdings weiterhin, dass Flüge für alle sichtbar sind, egal ob Rekordflug oder Soaringsession am Hausberg.

Etwas Statistik

Die Zugriffszahlen auf den DHV-XC sind bemerkenswert. In der Saison 2024/2025 wurden mit 872.000 Besuchen 3.920.000 Seiten aufgerufen. Zu den 27 Wertungen mit 10 Deutschen Meistertiteln werden derzeit 74 Regional- und Vereinswertungen und einige internationale Wertungen mit teilweise eigenen Aufgabenfaktoren im DHV-XC veranstaltet. Das Einrichten einer solchen Wertung ist für DHV-Mitgliedsvereine weiterhin kostenlos und kann einfach per Mail (wichtig ist dabei die Nennung einer Kontakt-E-Mail-Adresse sowie eine veröffentlichte Ausschreibung) beantragt werden: auswerter@xc.dhv.de. Wichtig, der DHV stellt mit dem DHV-XC nur eine technische Plattform zur Verfügung. Verantwortlich als Ausrichter ist der jeweilige Verein, der als Ansprechpartner für alle interessierten Piloten zur Verfügung steht, die (selbst verfasste) Ausschreibung auf einem aktuellen Stand hält und Änderungen, Ergänzungen oder nötige technische Korrekturen dem DHV meldet.

Nach der sehr durchwachsenen Saison 2023/2024 wurden in 2024/2025 wieder deutlich mehr Flüge über 100 Kilometer eingereicht. Mit dem Gleitschirm waren es 2.153 Flüge über 100 km, 269 über 200 km, 16 über 300 km und 2 über 400 km. Bei den Drachen gingen 312 Flüge über 100 km, 56 über 200 km und 7 über 300 km.

Der Flug mit den meisten Punkten in der Deutschen Streckenflugmeisterschaft ist bei den Gleitschirmen ein FAI-Dreieck, geflogen am 30.04.25 von Kilian Hallweger vom Hochfelln mit 304,5 km und 609,10 Punkten. Bei den Drachen fliegt wie schon letztes Jahr am weitesten nach Punkten Markus Baisch, er kann von Kössen aus am 01.05.25 ein FAI-Dreieck mit 312,5 km und 625,01 Punkten schließen. Der punktbeste HG-Flug im DHV-XC ist von dem Österreicher Christopher Friedl mit 698,63 Punkten und 349,3 FAI-Kilometern am 01.05.25 gestartet an der Emberger Alm. Der punktstärkste im DHV-XC eingereichte Flug mit dem Gleitschirm ist ein Freie Strecke am 22.10.24 von Konrad Görg in Brasilien mit 488,9 XC-Kilometern und 733,42 Punkten.

Deutsche Streckenflugmeisterschaft

Zu diesem Artikel findet ihr die Ergebnislisten der Saison 2024/2025 mit den Plätzen 1-10. Wer genauere Details sucht: https://de.dhvxc.de/flights - über den Filter die Saison 2024/2025 auswählen und die Detailansicht von interessanten Flügen aufrufen (einfach in der Zeile des gesuchten Fluges auf eine freie Stelle klicken oder im Smartphone auf der Kurzinfoseite zu einem Flug auf „Flugdetails anzeigen“). Die neue Saison 2025/2026 hat am 16. September 2025 schon wieder begonnen.

In der Saison 2024/2025 haben 4.487 Piloten 111.656 Flüge zur Deutschen Streckenflugmeisterschaft eingereicht (Stand 30.09.2025). Insgesamt werden derzeit 27 Wertungen mit 10 Deutschen Meistertiteln veranstaltet. In den Gleitschirmwertungen werden in der Standardklasse mit 1.509,67 Punkten und in der Sportklasse mit 1.672,46 Punkten die höchsten Punktestände seit

Bestehen des DHV-XC erzielt. Auch in der Deutschen Flachlandwertung GS wird mit 1.381,51 Punkten und in der Vereinswertung GS mit 4.851,42 Punkten der bisherige Rekord deutlich überboten.

Deutsche Meister

Markus Anders steht unter 3.478 Teilnehmern in der Gesamtwertung Gleitschirm auf dem 1. Platz und sichert sich damit den Titel Deutscher Meister GS-Gesamt. Dietmar Siglbauer siegt in der Standardklasse (2.625 Teilnehmer) und Oliver Teubert in der Sportklasse (817 Teilnehmer). Die GS-Damenwertung kann Brigitte Kurbel unter 320 Teilnehmerinnen gewinnen und Stefan Lauth hat ein Abonnement als Seriensieger in der Tandemwertung (203 Teilnehmer) gebucht. Deutscher Meister in der Flachlandmeisterschaft der Gleitschirme (2.197 Teilnehmer) ist Mariusz Kucharski. Bei den Drachenfliegern wird Marco Gröbner Deutscher Meister im Streckenfliegen in der Flexiblen Klasse (183 Teilnehmer). Markus Baisch sichert sich bei den Starrflüglern (92 Teilnehmer) den Titel. Bei den HG-Damen (18 Teilnehmerinnen) holt sich Corinna Schwiegershausen den Titel Deutsche Meisterin und der Sieg in der Deutschen Flachlandmeisterschaft HG (183 Teilnehmer) geht an Reinhard Pöppl.

Weitere Wertungen

Zu den Wertungen mit dem Titel Deutscher Meister/Deutsche Meisterin gibt es noch viele ohne offiziellen Titel. Sich in diesen Wertungen vorne zu platzieren, ist aber nicht weniger schwierig. In der Newcomerwertung vergleichen sich die Piloten, die zum ersten Mal in der laufenden und in der vorherigen Saison an einem Online-XC-Wettbewerb teilnahmen. Sieger bei den Gleitschirmen (522 Teilnehmer) ist Karin Schugg, bei den Drachen (8 Teilnehmer) Muhamed Zupic. In der Juniorwertung findet man die Piloten, die bis zum Ende des Wettbewerbes maximal 28 Jahre alt sind. Es gewinnt bei den Gleitschirmen unter 183 Teilnehmern Bastian Herold. Bester Junior bei den Drachen ist unter 5 Teilnehmern wie schon in den vergangenen Jahren David Baumgartner.

In der Gleitschirm-Performanceklasse (458 Teilnehmer) ganz vorne ist Markus Anders, der in der GS-Gesamtwertung damit auch Deutscher Meister wird. Es gibt einen Deutschlandpokal für Gleitschirme, in diesem werden, ein Unterschied zur Flachlandwertung, die 6 besten Flüge eines Piloten gewertet, die in Deutschland gestartet sein müssen. Wie schon in der Flachlandmeisterschaft steht unter 2.958 Teilnehmern Mariusz Kucharski auf dem 1. Platz. Der Fun Cup ist ein Wettbewerb, der auch für Piloten mit Einsteigerschirmen (LTF 1/A) und Turmdrachen gedacht ist, die nicht auf Strecke gehen wollen. Die Flugstunden aller Flüge eines Piloten werden zusammengezählt. Sieger bei den Schirmen (190 Teilnehmer) wird Bernd Krafft und bei den Drachen (116 Teilnehmer) Timo Andree, der auch in der Klasse der Turmdrachen (116 Teilnehmer) ganz vorne steht. In der Klasse der Einfachsegler sichert sich unter

24

Teilnehmern Joachim Waibel den 1. Platz, in der HG-Sprintwertung unter 258 Teilnehmern Markus Baisch.

Dann gibt es einige Wertungen, in denen die Teamleistung eines Vereins zählt. Das ist einmal traditionell die Deutsche Vereinswertung, hier punkten die drei besten Piloten eines Vereines mit ihren drei punktstärksten Flügen der Saison. Die Gleitschirmwertung mit 203 teilnehmenden Vereinen gewinnt nicht zum ersten Mal der Hochfelln-Flieger Bergen e.V. mit den Piloten Oliver Teubert, Tim Huber und Dietmar Siglbauer. In der Drachenwertung mit 61 Vereinen sichert sich der Wolkenkratzer e.V. mit den Piloten Markus Baisch, Karl-Heinz Baisch und Christoph Schöll den 1. Platz. In der Vereinswertung finden sich regelmäßig wiederkehrend die Piloten, die in ihren Vereinen auch die Leistungsträger sind.

Im Gegensatz dazu können in der Bundesliga, unterteilt in die 1. und die 2. Liga, Piloten für ihren Verein punkten, die sonst nicht auf den vorderen Plätzen der Ranglisten zu finden sind. Gewertet werden vom 01. März bis zum 15. September die zusammen gerechneten Streckenkilometer, nicht die Punkte, der 3 weitesten Flüge eines Vereins, geflogen an den Wochenenden von unterschiedlichen Piloten. Die 5 letztplatzierten Vereine in der 1. Liga steigen ab, die 5 bestplatzierten Vereine der 2. Liga steigen auf. Die 1. Bundesliga gewinnt bei den Schirmen mit bemerkenswerter Konstanz zum 5. Mal in Folge wieder der Verein bodenlos e.V., bei den Drachen der Drachen-Gleitschirmfliegerclub Südschwarzwald e.V.. Die 2. Bundesliga entscheidet bei den Schirmen der DGCW Neidlingen e.V. für sich, bei den Drachen platziert sich der Drachenflieger-Club Trier e.V. ganz vorne. 173 Vereine waren in der Gleitschirmwertung und 47

Vereine in der Drachenwertung in beiden Ligen zusammen vertreten. Die Aufsteiger von der 2. in die 1. Liga sind in den Ergebnislisten der 2. Bundesliga auf den Plätzen 1-5 unter https://de.dhv-xc.de/ competition/bundesliga-gs/2025#/tab/zweite-liga-gesamt und https://de.dhv-xc.de/competition/bundesliga-hg/2025#/tab/ zweite-liga-gesamt zu finden.

DHV-XC Bedienung

Um die vielen Einstellungs- und Darstellungsmöglichkeiten und die genaue Bedienung des DHV-XC nachlesen zu können, hier der unvermeidliche Hinweis auf die entsprechende Artikelserie im DHVmagazin. Es geht los mit dem DHV-Info Nr. 237, Seite 68 - 71Personalisierung. Dann kommt DHV-Info Nr. 238, Seite 50 - 54Flüge einreichen. Es geht weiter mit dem DHV-Info 239, Seite 5053 - Login und Mein XC. Im DHV-Magazin Nr. 240 wird ab Seite 74 der Umgang mit dem Filter beschrieben. Und im DHV-Magazin Nr. 241 werden ab Seite 70 die Wertungen erklärt. Im DHV-Magazin Nr. 242 geht es ab Seite 64 um Statistik. Im DHV-Magazin Nr. 243 werden die häufigsten Probleme und deren Lösungen erläutert. Im DHV-Magazin 247 sind ab Seite 78 neue Anpassungen im DHV-XC zu finden.

In diesen Artikeln nicht beschrieben sind einige aktuelle Neuerungen. Neben dem neu eingeführten privaten Flugbuch gibt es seit einiger Zeit das sog. „Notifcation Center“. Dort werden neben dem persönlichen Login (Vorname’s XC oben rechts auf der XC-Seite) in einer Statuszeile Informationen symbolhaft und farblich unter-

DEUTSCHE MEISTERSCHAFT

Gleitschirm Gesamtwertung | 3.478 Teilnehmer

1 Markus Anders Ozone Enzo 3 1744,00

2 Bastian Herold Ozone Zeno 2 1678,14

3 Oliver Teubert Niviuk Artik 7 P 1672,46

4 Tim Huber Swing Sphera RS 1659,39

5 Dietmar Siglbauer Swing Stellar RS 1509,67

6 Michael Grünebach Ozone Zeolite 2 GT 1505,49

7 Markus von Mallinckrodt Ozone Rush 6 1495,38

8 Georg Bube Ozone Enzo 3 1484,11

9 Christian Barthelmann Ozone Zeno 2 1473,95

10 Philipp Reiser Ozone Zeno 2 1460,79

Gleitschirm Sport Klasse | 817 Teilnehmer

8

1 Oliver Teubert Niviuk Artik 7 P 1672,46

2 Uli Straßer Skywalk SAGE 95 1413,10

6 Karin Schugg Ozone Lyght 1275,10

7 Thomas Borgmann Ozone Photon 1145,59

Gleitschirm Tandemwertung | 203 Teilnehmer

Deutscher Meister

Stefan Lauth

9

8

7

2

1 Stefan Lauth

3 Johann Rottmann

4 Dominik Binner

5 Dietmar Schapp

6 Michael Fichtner

Drachen Flexibel | 183 Teilnehmer

Deutscher Meister Marco Gröbner

1 Marco Gröbner Moyes Litespeed RX Techn 1313,05

2 Roland Wöhrle Moyes RX 3.5 817,39

3 David Baumgartner Moyes Litespeed RX4 PRO 791,76

4 Markus Baisch Aeros Combat C 12,7 768,95

5 Kajo Clauß Aeros Combat 09 GT 12,8 747,52

6 Klaus Willmann Moyes Litespeed RX4 PRO 735,31

7 Robert Widler Moyes Litespeed RX Techn 699,17

8 Bernd Otterpohl Aeros Combat C 12,7 693,74

9 Paul Raggl jun. Aeros Combat C 13,5 692,25

10 Johannes Frank Wills Wing T3 144 664,29

Drachen Starr | 92 Teilnehmer

6

3

1

2

4 Bertold

5

Deutscher Meister Markus Baisch

Gleitschirm Standard Klasse | 2.625 Teilnehmer

1 Dietmar Siglbauer

6 Jörn Niehuesbernd Advance Iota DLS 1162,39

7 Horst Friedrich Kiem Swing Stellar RS 1068,30

8 Helmut Blaim Skywalk Cumeo 2 992,64

9 Torsten Hahne Skywalk Cumeo 2 965,91

Gleitschirm Damenwertung | 320 Teilnehmerinnen 1 Brigitte Kurbel Ozone Zeolite 2 GT 1390,21 2 Karin Schugg Ozone Lyght 1275,10 3 Ramona Eckert Ozone Zeno 2 1044,97 4 Esther Dielissen Ozone Photon 843,86 5 Elisabeth Seibt

Deutsche Flachland Wertung GS | 2.197 Teilnehmer

Drachen Damen | 18 Teilnehmerinnen

Deutsche Flachland Wertung HG | 183 Teilnehmer 1

Deutscher Meister Reinhard Pöppl

Deutsche Meisterin
Corinna
Deutscher Meister
Oliver Teubert
Deutscher Meister
Markus Anders
Deutsche Meisterin
Brigitte Kurbel
Deutscher Meister
Mariusz Kucharski
Deutscher Meister
Dietmar Siglbauer

Gleitschirm Junioren | 183 Teilnehmer

1 Bastian Herold Ozone Zeno 2 1678,14

2 Falko Staps Ozone Enzo 3 1378,39

3 Christian Schugg PHI Scala light 2 1364,31

4 Karin Schugg Ozone Lyght 1275,10

5 Felix von Mallinckrodt Skywalk X-Alps 5 1207,47

6 Daniel Eichmüller Ozone Zeno 2 1115,59

7 Philip Bigalke Niviuk Icepeak X-One 1079,93

8 Jonathan Kalmbach Nova Vortex 1004,39

9 Matthis Nedele Ozone Enzo 3 976,74

10 Julius Wellhausen Niviuk Ikuma 2 894,13

Gleitschirm Newcomer | 522 Teilnehmer

1 Karin Schugg Ozone Lyght 1275,10

2 Felix Sattelberger Ozone Alpina 4 841,24

3 Michael Heberlein Niviuk Artik R 25 762,51

4 Karl Finkbeiner Ozone Delta 4 693,62

5 Perri Perivoitos Ozone Alpina 4 625,24

6 Markus Schröer Ozone Swift 6 590,81

7 Leon Lettinger Ozone Rush 6 569,01

8 Daniel Hilbich PHI Beat 555,31

9 Ralf Seeland Niviuk Ikuma 3P 547,74

10 Christian Schott Niviuk Ikuma 2 533,64

Gleitschirm Performance Klasse | 458 Teilnehmer

1

2

5

Bube

6 Christian Barthelmann

7 Philipp Reiser

Enzo 3 1484,11

Zeno 2 1473,95

Zeno 2 1460,79

8 Brigitte Kurbel Ozone Zeolite 2 GT 1390,21

9 Mariusz Kucharski

Deutschlandpokal GS |2.958 Teilnehmer

1 Mariusz Kucharski Ozone Zeno 2 2539,36

2 David Hermann Niviuk Peak 6 2411,46

3 Michael Schmidt Ozone Zeno 2 2272,02

4 Kevin Fischer Nova Codex 2120,85

5 Georg Rauscher Ozone Zeno 1723,30

6 Daniel Reiß Nova Codex 1691,73

7 Herbert Porst Niviuk Klimber 2 P 1691,66

8 Manuel Moreno Ozone Enzo 3 1623,80

9 Michael Boos Ozone Enzo 3 1604,01 10 Tosten Seelig

Drachen Junioren | 5 Teilnehmer

Drachen Newcomer | 9 Teilnehmer

Turmdrachen | 116 Teilnehmer

schieden angezeigt, die eine Aktion des Piloten erforderlich machen. Das kann z.B. die Benachrichtigung zu neuen Kommentaren sein, aber auch die Info, dass mit einem hochgeladenen Flug etwas nicht stimmt (z.B. ein Luftraumkommentar erforderlich ist) oder dass noch ein Flug in „Meine Fluguploads“ liegt. Mit einem Klick auf das entsprechende Icon öffnet sich dann eine Seite mit weiteren Detailinformationen und Links.

Dann gibt es als weitere Neuerung unter dem persönlichen Login den Bereich „Mein Papierkorb“. Da der „Flug Upload Bereich“ nicht dazu gedacht ist, ein persönliches Flugbuch zu führen, werden unveröffentlichte Flüge nach Ablauf der 14tägigen Einreichungsfrist regelmäßig und automatisch von dort in den Papierkorb verschoben (mit einer entsprechenden Mitteilung per Mail und im Notification Center). Alle Daten sind dort dann noch einige Monate zu finden, igc-Dateien und Fotos können heruntergeladen werden, bevor diese dann ohne weitere Mitteilung automatisch und unwiederbringlich gelöscht werden.

Ausführliche Anleitungen und Antworten auf häufig gestellte Fragen sind auf den FAQ-Seiten des DHV-XC zu finden https://de.dhvxc.de/info/faq. Diese Seiten werden laufend aktualisiert.

Unser Dank geht an dieser Stelle wieder an alle unsere Piloten, die sorgfältig auf die Einhaltung aller luftrechtlicher Bestimmungen achten. Was wir Auswerter uns allerdings manchmal wünschen würden, wäre ein einigermaßen genaues Ausfüllen des sog. Luftraumkommentares. Da es praktisch unmöglich ist, alle Sonderregelungen von Fluggeländen, Sonderabkommen mit örtlichen Behörden, Ausnahmeregelungen oder temporär aktiven Lufträume zu kennen, gibt es diesen Luftraumkommentar, den man nicht mit dem normalen Flugkommentar verwechseln darf. Im Luftraum-

kommentar hat der einreichende Pilot die Möglichkeit zu erklären, warum eine angezeigte Luftraumverletzung keine ist. Der Flug wird dann nach einer Plausibilitätsprüfung durch einen Auswerter in der gewünschten Wertungsklasse belassen. Ein solcher Kommentar kann eine aktivierte Segelflugzone oder eine inaktive ED-R beschreiben, aber auch eine Sondervereinbarung zur Nutzung eine Küstensoaringgeländes in einem Schutzgebiet. Was natürlich nicht wirklich hilfreich ist, sind Kommentare wie „is den Behörden wurscht, das passt schon“ oder „die paar hundert Meter in einer CTR interessieren doch keine Sau“. Auch die Angabe „mein Fluginstrument hat mir keine Luftraumverletzung angezeigt“ erklärt keine Luftraumverletzung – wir prüfen anhand der aufgezeichneten Trackpunkte und der im DHV-XC hinterlegten ICAO-Lufträume. Flüge mit solchen Kommentaren schieben wir wieder in den Uploadbereich des einreichenden Piloten oder löschen bei massiven Luftraumverstößen einfach kommentarlos.

Wir gratulieren allen Siegern und Platzierten und wünschen euch eine neue Saison mit vielen unvergesslichen und vor allem unfallfreien Flügen - kommt immer gesund wieder heim!

Euer DHV-XC-Team

Axel Stuckenberger, Jursa Consulting, Richard Brandl

PASSION WITH EXPERIENCE

+ Partnerwerkstatt der AXA Versicherung

+ Check- und Servicecenter vieler Hersteller

+ anerkannter Instandhaltungsbetrieb DHV & AeroClub

+ Reparaturen aller Art

+ Inzahlungnahme von Gebrauchtmaterial

+ großer Erfahrungswert an Freiflug und Motorschirmen

+ kostenloses Parashop T Shirt bei jedem Check

Fun Cup GS | 190 Teilnehmer

1 Bernd Krafft Nova 117:51 h

2 Werner Röhrmann Niviuk 93:41 h

3 Andreas Maciolek PHI 73:15 h

4 Udo Laudes Papillon 70:47 h

5 Matthias Styrsky Ozone 69:15 h

6 Felix Thomas PHI 66:55 h

7 Pia von Pigage Nova 63:54 h

8 Julian Rosenberger Gin 38:54 h

9 Rafael Grüninger Skywalk 36:31 h

10 Arndt Becker Advance 35:43 h

1. Bundesliga GS | 18 teilnehmende Vereine

1 bodenlos e.V. 299,00

2 Drachenfliegerclub Ingolstadt e.V. 266,00

3 Bergdohlen Brannenburg e.V. 259,00

4 Sauerlandair e.V. 249,00

5 Drachenfliegerclub Hohenneuffen e.V. 237,00

6 Drachen- und Gleitschirmclub Bayerwald e.V. 229,00

7 Oppenauer Gleitschirmflieger e.V. 228,00

8 Drachen- und Gleitschirmverein Baiersbronn e.V. 228,00

9 Gleitschirmclub Hochries-Samerberg e.V. 201,00

10 Ostallgäuer Gleitschirmflieger e.V. 199,00

2. Bundesliga GS | 155 teilnehmende Vereine

1 DGCW Neidlingen e.V. 922,00 Aufsteiger

2 Hochfelln-Flieger Bergen e.V. 723,00 Aufsteiger

3 DGFC-Südschwarzwald e.V. 641,00 Aufsteiger

4 Drachen- und Gleitschirmfliegerclub Tegernseer Tal e.V. 601,00 Aufsteiger

5 DGC Albatros Landshut e.V. 596,00 Aufsteiger

6 Kurpfälzer Gleitschirmflieger Heidelberg e.V. 591,00

7 Gleitschirmclub Colibri Freiburg e.V. 567,00

8 GSC "Albatros" Bad Reichenhall e.V. 548,00

9 Schrattenbach Flieger e.V. 499,00

10 DGF Rhein-Mosel-Lahn e.V. 465,00

Vereinswertung Gleitschirm | 203 teilnehmende Vereine

1 Hochfelln-Flieger Bergen e.V. 4841,52

2 bodenlos e.V. 4261,61

3 Bergdohlen Brannenburg e.V. 3894,27

4 Gleitschirmclub Inntal e.V. 3709,76

5 Drachenfliegerclub Ingolstadt e.V. 3702,65

6 Ostrachtaler Gleitschirmflieger e.V. 3667,25

7 Lenggrieser Gleitschirmflieger e.V. 3559,71

8 Gleitschirmclub Hochries-Samerberg e.V. 3475,44

9 DGCW Neidlingen e.V. 3475,38

10 Drachenfliegerclub Hohenneuffen e.V. 3266,55

Fun Cup HG | 116 Teilnehmer

1 Timo Andree Bautek 213:05 h

2 Winfried Oswald Finsterwalder, Bautek 187:15 h

3 Toru Onuki Icaro 2000 99:02 h

4 Midori Onuki Icaro 2000 84:57 h

5 Konrad Lüders WillsWing 77:15 h

6 Thomas Kuhlmann Bautek 74:32 h

7 Aline Dobrovsky Wills Wing 65:01 h

8 Werner Huber Ikarus 64:10 h

9 Muhamed Zupic Bautek 49:53 h

10 Michael Eitrich Bautek 48:05 h

1.

Bundesliga

HG

| 18 teilnehmende Vereine

1 DGFC-Südschwarzwald e.V. 118,00

2 Wolkenkratzer e.V. 115,00

3 Ortenauer Drachen- und Gleitschirmflieger e.V. 114,00

4 Drachenfliegerverein Bösingen e.V. 97,00

5 TSV Seissen Drachenflieger e.V. 70,00

6 Drachenfliegerclub Hochries-Samerberg e.V. 66,00

7 Luftsportvereinigung Greiling e.V. 65,00

8 Drachenfliegerverein Spaichingen e.V. 62,00

9 Drachenfliegerclub Vulkaneifel e.V. 47,00

10 Delta Club Bavaria Ruhpolding e.V. 44,00

2. Bundesliga HG | 29 teilnehmende Vereine

1 Drachenflieger-Club Trier e.V. 64,00 Aufsteiger

2 Ammergauer Drachen- und Gleitschirmflieger e.V. 50,00 Aufsteiger

3 Berchtesgadener Drachenflieger e.V. 39,00 Aufsteiger

4 Airbus-Sportgemeinschaft Ottobrunn e.V. 38,00 Aufsteiger

5 Drachenflieger Pohlheim e.V. 34,00 Aufsteiger

6 1. Drachenfliegerclub Sachsen e.V. 31,00

7 Club für Drachenflugsport e.V. Hardheim 27,00

8 Drachenfliegerclub Hohenneufffen e.V. 25,00

9 Hängegleiter Schleppverein "Nix wie Nuff" Offenbach e.V. 23,00

10 Drachen- und Gleitsegelclub Nahetal e.V. 23,00

Vereinswertung Drachen | 61 teilnehmende Vereine

1 Wolkenkratzer e.V. 2694,57

2 Ammergauer Drachen- und Gleitschirmflieger e.V. 2417,16

3 Drachenfliegerverein Bösingen e.V. 2394,35

4 DGFC-Südschwarzwald e.V. 2005,14

5 Delta Club Bavaria Ruhpolding e.V. 1998,99

6 Drachenfliegerverein Spaichingen e.V. 1877,52

7 Drachenfliegerclub Hochries-Samerberg e.V. 1863,52

8 Luftsportvereinigung Greiling e.V. 1860,95

9 Ortenauer Drachen- und Gleitschirmflieger e.V. 1832,44

10 TSV Seissen Drachenflieger e.V. 1553,32

Richard Brandl ist beim DHV verantwortlich für den XC.

DER AUTOR

DRACHEN-WELTMEISTER-

SCHAFT IN AGER/SPANIEN DRACHEN-WELTMEISTERSCHAFT IN AGER/SPANIEN

Einzel- und Team-Silber für die deutschen Starrflügelpiloten

Dank an die Sponsoren

Ager, das kleine Städtchen im Wahrzeichen der Burg und der Flieger-Hotspot am südlichen Rand der Pyrenäen, hatte geladen zu den Weltmeisterschaften im Drachenfliegen. Und viele, viele kamen, fast schon zu viele. 113 Piloten der flexiblen Drachen und 36 Starrflügelpiloten wollten sich messen in dieser bekannt rauhen, fordernden, aber auch unglaublich schönen, faszinierenden Landschaft. Man hatte sich eingestellt auf sengende Hitze, starke Thermik und anspruchsvolle Flug- und Landebedingungen. Letztere waren dann auch reichlich vorzufinden, sogar die Starts hatten es in sich, zumindest an dem manchmal etwas ungünstig angeströmten oberen Startplatz der Starrflügelklasse. Die Temperaturen waren hingegen moderat, des Nachts musste zum Leinenbetttuch oft noch die Decke ausgerollt werden. Das war bei der Vor-WM das Jahr zuvor noch ganz anders, auch die Thermik zeigte sich diesmal eher von ihrer gemäßigten Seite.

Das

deutsche Team

Der Wettbewerb beginnt, wie immer, mit einem Safety-Briefing, und da wird schon erkennbar, dass noch die eine oder andere Unklarheit zu beseitigen ist. Juaki, der Meetdirector und Mann für alles, will es gerne jedem recht machen, was bekanntlich nicht immer so richtig funktionieren kann.

Wir Deutschen sind mit einem 6-köpfigen Flexiteam und 5 Starrflügelpiloten angereist. Die Hoffnungen liegen bei Primoz für eine Einzelmedaille und vielleicht eine fürs Flexiteam, die Starren wollen mehr, nämlich nach vielfach Silber endlich mal Gold mit der Mannschaft. Eine Einzelmedaille wäre schön. Für den Titel gilt der Österreicher Chris Friedl als klarer Favorit.

Guter Auftakt der Deutschen

Nach der Generalprobe, dem Trainingstask, geht's endlich los. Und wie! Primoz gewinnt den ersten Task, bei den Starren ist wie erwartet Chris Friedl vorn, aber gleich knapp dahinter Markus Baisch.  Norbert Kirchner ist als 5. auch nicht weit weg, Alfred Mayer kommt als 9. ins Ziel und bringt so das Team D in Führung. Pech hat Jochen Zeyher, der nach einem furiosen Start lange in Führung lag, mit seiner Routenwahl nördlich des Tremper Sees, die am Vortag noch funktionierte, jetzt aber mit falschem Timing vorzeitig am Landeplatz landen musste. Aus der Traum für ihn. Das Flexiteam ist dank guter Platzierungen von Roland und Marco auf einem tollen 2. Rang. Doch das sollte nicht lange währen, denn der nächste Tag war das Waterloo für unsere Flexis: Primoz musste nach halber Strecke die Segel streichen, als einziger Deutscher sah Roland das Ziel im 70 km entfernten Calaf. Von Platz 2 auf 9 mit einem Rückstand von 700 Punkten auf einen Medaillenrang, oje. Bei den Starren schaffte es niemand ins Ziel, zu widrig waren die Windverhältnisse. Am weitesten kam der Japaner Naoki Itagaki, der damit auch die Gesamtführung übernahm. Naoki, als harter Kämpfer bekannt, der erst aufgibt, wenn er am Boden steht, gehört nicht unbedingt zum engsten Favoritenkreis. Sein Siegeswille ist aber unbändig, unvergessen sein Ausspruch bei der vorletzten WM in Mazedonien in einem Interview mit Charlie. Auf die Frage, was seine Ambitionen seien, kam im holpri-

Markus Baisch auf dem Weg zu WM-Silber in Ager/Spanien.

Bester deutscher

Flexipilot Primoz Gricar am Start

Team Germany Flex, Starr und Betreuer, v.l. hinten: Herbert Kirchner, Alfred Mayer, Christoph Schöll, Jochen Zeyher, Marco Gröbner, Gerd Dönhuber, Primoz Gricar, Rudl Bürger, Hans Trisl. V.l. vorne: Corinna Schwiegershausen, Roland Wöhrle, Kajo Clauß, Markus Baisch, Regina Glas, Carlo Baisch, Luise Christmann, Ulla Bürger.
Alfred Mayer punktet gleich im 1. Durchgang. Hier mit dem HandschuhTeamsponsor Chiba
Jochen Zeyher auf Thermiksuche mit seinem Atos VR

Alle Piloten sind gut gestartet. DHV-Pressefrau Nina Klemisch und Starrflügel-Teamchefin Regina Glas unterwegs zum Auto.

Flexi-Teamchef Rudl Bürger beim Teambriefing mit seinen Jungs

Deutscher Flexipilot Marco Gröbner im Zielanflug in Tremp

Tagessieg für Starrflügelpilot Christoph Schöll im 3. Durchgang

Ein riesiger Aufbauplatz und viele Drachen auf dem Berg Montsec

gen Englisch, aber im Brustton der Überzeugung: I want to be first, FIRST, mit beiden Daumen nach oben.

Comeback eines Weltmeisters und deutscher Tagessieg

Eine WM zu gewinnen, ist schon etwas ganz Besonderes, weil eben nicht kalkulierbar. Einzige Ausnahme scheint der amtierende und vielfache Weltmeister der Flexwings zu sein, der Südtirol er Alex Ploner. Seine Siegesserie wurde letztmals vom Tschechen Petr Benes unterbrochen, der ihm im letzten Durchgang in Brasilia noch den Titel wegschnappte. Eben dieser Petr Benes ist nach 5-jähriger Abstinenz, wo er sich dem Segelfliegen widmete, wieder mit von der Partie. Ein Joker neben den bekannten Titelaspiranten.

Tag 3 beginnt gleich mit einer Überraschung: Chris Friedl verabschiedet sich von seinen Titelträumen mit einem Absaufer direkt nach dem Start. Der Task wird nach ca. 90 km gestoppt, wegen eines naheliegenden Waldbrands und so gewinnt unser Youngster Christoph Schöll den Tag und rückt auf Rang 5 im Zwischenklassement vor. Vorne unbeeindruckt Naoki vor Markus und dem überraschend starken Günter Porath, der für Spanien startet.

Punktverlust von Team D

Die erstgestarteten Flexis konnten ihren Task zu Ende fliegen, Christian Ciech gewinnt, gefolgt von Alex Ploner und Attila Bertok, alle schon mal Weltmeister. Der nächste Tag ist ein Restday, Zeit die Wunden zu lecken, war doch die Fliegerei bisher recht anspruchsvoll. Auch der folgende Tag wird erst zu spät fliegbar, um noch einen Task starten zu können. Bleiben maximal noch 4 Wettbewerbstage, die jetzt die Entscheidung bringen müssen. Es geht wieder nach Calaf, da der Westwind zunehmen soll. Die eben noch gelobten Taskwinner Alex und Attila bekämpfen sich solange, bis beide am Boden stehen, damit sind 2 weitere Kandidaten aus dem Titelrennen ausgeschieden. Dafür gewinnt Petr Benes und rückt auf Platz 2 vor, nur 20 Punkte hinter dem führenden Mar-

Schwere Unfälle überschatten den Wettbewerb

Eine Weltmeisterschaft mit Höhen und Tiefen. Zum einen ein reizvolles Gelände mit vielen Schluchten, Seen und bizarren Felsformationen. Zu anderen viele Unfälle, leider mit zwei schwerverletzten Piloten. Der Tscheche Lukas Vojcek, der lange mit schweren Kopfverletzungen im Koma lag und noch immer im Krankenhaus liegt und der Engländer Stephen Penfold, der nach mehreren Wochen im Koma verstorben ist.

Unser Team ist mit den Gedanken bei den Angehörigen. Kritik geht an den Weltverband FAI/CIVl, der seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Keine Kontrollen der Fluggeräte nach Zulassungen, keine Kontrolle von Pitchwerten, Helm oder Gurtzeugbalast. Zu viele Piloten in Class 1 mit teilweise fehlenden WM-Qualifikationen, zum anderen eine künstlich beschnittene Class 5, selbst bei der German Open der Starrflügler am Brauneck 2025 nahmen mehr Piloten teil.

co Laurenzi aus Italien. Primoz zeigt auch, dass er es kann und ist als Viertschnellster in Calaf.  Ein mittleres Waterloo bei den Starren: Markus und Alfred müssen gut positioniert kurz vor dem Ziel landen, die Spanier kommen hinter Tagessieger Richard Herzog (Aut) stark ins Ziel und übernehmen die Führung vor GER und AUT.

Österreich holt auf – der Samurai enteilt

Markus kann immerhin den 3. Rang halten, aber der Japaner Naoki ist jetzt weit enteilt. Die Nervosität steigt, der 5. Task ist gesetzt und heute schlagen die Österreicher mit einem fulminanten Doppelsieg zu. Chris Friedl beweist sein Können mit einem Sieg vor dem immer stärker werdenden Richi Herzog. Nur der italienische Kugelblitz Guido Perrone kann folgen, endlich mal ein Erfolgserlebnis für die starren Azzuri. Die Deutschen mit Christoph und Jochen auf 4 und 8 sind zwar gut dabei, aber jetzt wird es richtig eng. Gerade mal 20 Punkte liegen wir vor den Österreichern, die wiederum trennen 5 Punkte von Spanien. Spannender geht es nicht. Markus musste leider vor dem Ziel landen und ist jetzt auf Rang 4, aber noch in Schlagdistanz wie auch Christoph knapp dahinter auf Platz 5.

Auch die Flexis werden nervöser. Piloten, die durch vorangegangene Patzer keine Chance aufs Podium mehr haben, sind jetzt vorn.

Resümee

Das deutsche Team war gut aufgestellt. Der frühere DHV-Sportvorstand und Ex-Teamchef Rudl Bürger sprang auf meine Anfrage ein und übernahm die Leitung der Flexiblen Drachen, ich betreute das Starrflügelteam und kümmerte mich um die gesamte WM-Organisation. Mit Luise Christmann, Hans Trisl und Carlo Baisch war die Rückholmannschaft bestens besetzt. Luise hat mit Nina und Ulla, der Lebensgefährtin von Rudl, sogar jeden Tag lecker Gemüse und Reis für das gesamte Team am Startplatz vorbereitet. Nina Klemisch vom DHV stemmte die umfangreiche Pressearbeit, DHV-Webseite inklusiv Instagram und Facebook, Fotos, Filme, etc. und Charlie Jöst schnitt von zuhause die Videoclips. Die Stimmung war bestens.

Auf die Silbermedaille von Markus Baisch in der Einzelwertung und der Silber für das Team können wir sehr stolz sein, denn geschenkt wurde uns nichts. Leider fehlte uns am Ende Norbert Kirchner, der wegen einer Schulterverletzung nach 3 Durchgängen abbrechen musste. Wer weiß, vielleicht wäre mit ihm Gold drin gewesen. Die Fleximannschaft hat sich gut geschlagen, auch wenn es diesmal nicht für eine Medaille gereicht hat. Primoz hat den ersten Durchgang gewonnen, bei zwei Tasks war er vorne dabei. Roland war immer konstant, Marco ebenso. Alle sechs - Gerd, Kajo und Corinna - haben Punkte beigetragen. Am Ende lag das Team auf Rang 6, von insgesamt 26 Nationen. Nächstes Jahr findet die EM in Gemona in Italien statt, die Erwartungen an die Organisatoren und an unsere Piloten sind hoch.

Regina Glas

Heute gewinnt der stets bescheidene Scott Barrett aus Australien, die Titelverdächtigen kommen ab Rang 7 ins Ziel. Laurenzi, Benes, Crossingham, Ujhelyi und Neuenschwander sind nur wenige Punkte auseinander. Jeder kann Weltmeister werden. Was die Teams anbelangt, so steht Italien als Weltmeister schon fest. Um Silber und Bronze balgen sich Australien, Tschechien und die Engländer.

Hexenschuss und Fehlstart

Glück im Unglück für Markus am vorletzten Wettbewerbstag: Beim Hochtragen seines Drachens fährt ihm die Hexe dermaßen ein, dass

Sieger Teams Class 5 Starrflügel, v.l.: GER, AUT, ESP

Markus Baisch mit Einzelund Teamsilber bei den Starren

er nicht starten kann. Die Verhältnisse am Start sind marginal, schließlich gibt es einen Fehlstart durch Guido und der Durchgang wird abgebrochen. Guido ist zum Glück nichts passiert. Markus bleibt weiter im Rennen, dank einer befreundeten italienischen Physiotherapeutin, die ihn bis zum nächsten Tag wieder flugfähig bekam.

Showdown

Der 6. und letzte Task ist die größte Aufgabe des Wettbewerbs mit etwa 160 km. Große Abschattungen machen die Anfangsphase des Rennens für die Starren schwierig. Der fast-schon-Weltmeister Naoki grundelt in atemberaubenden Tiefen über eine Stunde. Zu gerne wüssten wir, was ihm da so durch den Kopf ging. Aber er beißt sich durch, fliegt gar als Vierter über die Ziellinie und ist damit der erste japanische Weltmeister im Drachenfliegen. Konstanz und Kampfgeist haben dem sympathischen Piloten diesen Erfolg ermöglicht.  Den Tag gewinnen schon wieder die Österreicher, diesmal Richi vor Chris, und unser Markus auf Platz 3.  Damit kommt er aufs Podest, und holt Silber vor Günter Porath, der spät ins Ziel kommt.

Noch später kommt Christoph, der sich damit einen famosen 4. Platz sichert und der Mannschaft die Silbermedaille vor den Spaniern. Wieder nichts mit dem ersehnten Gold, aber umso größer die Motivation für die nächste WM. Im Rennen der Flexiblen hat lange Zeit der Brite Grant Crossingham die Nase vorn. Nach der Wende auf halber Strecke hat er einen komfortablen Vorsprung auf seine Mitkonkurrenten um die Medaillen herausgezogen, der ihm zum Titel gereicht hätte. Aber mit Konjunktiven gewinnt man bekanntlich nichts, Grant hat seine Baustelle, tankt zu viel Sicherheitshöhe für den Endanflug und schrammt damit knapp an einer Medaille vorbei, Blech. Besser macht es Peter Neuenschwander, mit einem couragierten Endanflug kommt er als 3. ins Ziel, im Sog von Daniel Velez und Alex Ploner, und sichert sich damit die Bronzemedaille. Marco Laurenzi, der Führende, hinkt das ganze Rennen ein bisschen hinterher und verliert schließlich 6 Minuten auf Petr Benes, der damit seinen 2. WM-Titel feiern kann. Ein packendes Finale mit unglaublich guten Piloten.

Die nächtliche Siegerehrung in mittelalterlichem Ambiente beschließt eine denkwürdige Weltmeisterschaft.  Mehr Infos unter www.dhv.de/wettbewerb/drachen/live-berichte/ und https:// civlcomps.org/event/hg-worlds-2025/results

Sieger Einzelwertung Class 5 Starrflügel, v. l.: Markus Baisch GER, Naoki Itagaki JPN, Günter Porath ESP

Wertung

Ergebnis Class 1 Flex

1. Petr Benes CZE AEROS Combat 5.630 Punkte

2. Marco Laurenzi ITA ICARO Laminar 5.613 Punkte

3. Peter Neuenschwander CHE AEROS Combat AC 5.536 Punkte

4. Grant Crossingham GBR MOYES Litespeed RX PRO 5.502 Punkte

5. Balazs Ujhelyi HUN MOYES Litespeed RX PRO 5.492 Punkte

19. Primoz Gricar GER AEROS Combat GT 4.563 Punkte

25. Roland Wöhrle GER MOYES Litespeed RX PRO 4.307 Punkte

31. Marco Gröbner GER MOYES Litespeed RX PRO 4.173 Punkte

42. Gerd Dönhuber GER AEROS Combat C 3.521 Punkte

56. Kajo Clauß GER AEROS Combat GT 3.032 Punkte

77. Corinna Schwiegershausen GER MOYES Litespeed RX 2.200 Punkte

Team

1. ITA, 2. AUS, 3. GBR, 6. GER

Ergebnisse Class 5 Starrflügel

1. Naoki Itagaki JPN Atos VR 4.950 Punkte

2. Markus Baisch GER Atos VRS 4.290 Punkte

3. Günter Porath ESP Atos VR 5.266 Punkte

4. Christoph Schöll GER Atos VR 3.958 Punkte

5. Anton Raumauf AUT Atos VR 3.900 Punkte

17. Jochen Zeyher GER Atos VR 2.622 Punkte

19. Alfred Mayer GER Atos VR 2.431 Punkte

23. Norbert Kirchner GER Atos VR 1.836 Punkte

Team:

1. AUT, 2. GER, 3. ESP

DER AUTOR

Jochen Zeyher, mehrfacher Deutscher Meister und Deutscher Streckenflugmeister, Weltrekordinhaber. Mitglied im Starrflügel-Nationalteam

IM SCHATTEN DER GRANITDOME

Gleitschirmweltmeisterschaft 2025 in Castelo, Brasilien

TEXT: DANIEL TYRKAS | FOTOS: LUCAS FRANKE

Im Racemodus über Brasilien, am Horizont ist das Meer zu sehen

Vom 31. August bis zum 13. September 2025 verwandelte sich das beschauliche Städtchen Castelo im brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erneut in das Zentrum der internationalen Gleitschirmsportszene. 130 Pilotinnen und Piloten aus 53 Nationen kämpften bei der 19. FAI-Gleitschirm-Weltmeisterschaft nicht nur um den begehrten Titel, sondern erlebten auch ein Fluggebiet, das durch seine komplexe Aerologie, faszinierende Landschaft und die Begeisterung der Menschen beeindruckte. Ein Wettbewerb, geprägt von meist anspruchsvollen windigen Bedingungen, der sowohl für die Piloten als auch die Organisation einige Herausforderungen bereithielt. Ein Bericht über Licht und Schatten.

Ein Fluggebiet wie aus dem Bilderbuch?

Castelo, im Bundestaat Espírito Santo, ist umgeben von imposanten Granitdomen und Bergen mit Wasserfällen, vielen Kaffeeplantagen, atlantischem Regenwald und grasigem Farmland. Optisch ein sehr beeindruckendes und schönes Fluggebiet. Allerdings ist das Ubá-Tal und seine Umgebung auch ein technisch anspruchsvolles Fluggelände, das selbst Weltklassepiloten vor große Herausforderungen stellt. Wir bekamen eine komplexe Aerologie, eine im Tagesverlauf einsetzende doch recht starke Meeresbrise, starke überregionale Winde, Konvergenzen, große Sinkgebiete und pulsierende zyklische Thermiken geboten. Eine zusätzliche Herausforderung sind zahlreiche Kabel, die recht „wild“ kreuz und quer gespannt sind und auf die es beim Landen besonders aufzupassen gilt.

Entgegen der vermeintlichen Annahme sind die Granitdome meist nicht die stärksten Thermikquellen. Die senkrecht stehende Sonne trifft in ungünstigen Winkel auf die Granitflächen der Dome. So kommt die Thermik vor allem aus den flacheren, wärmeabsorbierenden windgeschützten Mulden, gerne auch aus dem Lee der zahlreichen Hügel, die auch für entsprechende Turbulenzen sorgen.

Das Fluggebiet ist optisch wunderschön, aber technisch anspruchsvoll. Das forderte volle Konzentration und Schirmbeherrschung.“

Franks Vater, ein Drachenflugpionier, überzeugte die Familie vor Jahrzehnten, ihre Kaffeepflanzen einem Startplatz weichen zu lassen. Es gab eine Kaffeebar der Familie, ein großes Zelt für die Briefings und ausreichend Starthelfer, allerdings nicht immer ausreichend Winddummies. Das Team um Frank Brown gab sich größte Mühe. Über den Beitrag zur Organisation und den Mehrwert der anwesenden Funktionäre und Beobachter der FAI, wie bei CAT1 Wettbewerben üblich, kann man und wird man wohl noch diskutieren.

Begeisterung der lokalen Bevölkerung

Organisation auf höchstem Niveau?

Die Veranstaltung wurde mit Unterstützung der nationalen und regionalen Gleitschirmverbände durchgeführt, der Regierung des Bundesstaates Espírito Santo sowie der Stadt Castelo. Als Hauptorganisatoren fungierten ein lokales brasilianisches Team um Frank Brown - letzterer eine Legende der brasilianischen Wettkampfszene. Frank Browns lokales Netzwerk, seine Expertise und die Erfahrung seines Teams in der Organisation von Wettbewerben in Castelo waren sicherlich von großem Wert. Der Startplatz, der einer lokalen Familie gehört, die Kaffee anbaut, war hervorragend hergerichtet.

Die Menschen in und um Castelo zeigten großes Interesse und verfolgten die Wettkämpfe mit Begeisterung. Besonders erwähnenswert sind die Kinderscharen, die fast jeden Tag als ganze Schulklassen zum Startplatz kamen. Mit strahlenden Gesichtern und einfachem Englisch wie „Hello, where are you from?“ näherten sich die Kinder den Piloten und bejubelten jeden Start mit lauten Anfeuerungsrufen. Abends durften wir unsere rudimentären brasilianisch Kenntnisse in diversen Restaurants zum Einsatz bringen und brasilianische Kulinarik und die allgemein herzliche Gastfreundschaft genießen.

Team Germany

Das deutsche Nationalteam um Teamchef Harry Buntz zeigte sich motiviert und gut vorbereitet. Medial unterstützt von Lucas Franke und Julia Buntz, die für den DHV täglich Videos, Instagram Stories, Fotos und Eindrücke direkt von der WM lieferten, konnten die deutschen Gleitschirmfans zuhause verfolgen, wie das Geschehen vor Ort verlief. Komplettiert hat das Team Gerard Steinberg, Arzt und Mitglied der Bergwacht.

Das Deutsche Team 2025, im Hintergrund Teamarzt Gerhard Steinberg, Instareporterin/und Helferin Julia und unser neuer Videoproducer Lucas Franke

Harry:

Harry Buntz, Teamchef, Testpilot, Organisator und ehemaliger Wettkampfpilot vertrat das deutsche Team bei den Teamleader Briefings und brachte seine langjährige Erfahrung und Unterstützung ein.

„Ich hätte dem Team mehr Erfolg gewünscht, aber bei der Teamwertung gibt es eben keine Streichresultate, da zählt jeder Tag der besten 2 Piloten vom Task oder besser im Ziel. Unsere Jugend ist motiviert und begeistert bei der Sache, wir sind auf einem guten Weg, müssen aber trotzdem die Piloten mehr finanziell fördern, um den großen zeitlichen Aufwand abzufangen. Diese Kombination aus jungen und erfahrenen Beteiligten hat mir sehr gut gefallen. Ich möchte mich herzlich für das Engagement des gesamten Teams bedanken.“

Daniel:

Daniel Tyrkas, brachte seine langjährige Expertise in den Wettbewerb ein. Vor der WM sicherte er sich Siege bei internationalen Wettbewerben und wurde als 5. der Weltrangliste als einer der Kandidaten für eine top Platzierung gehandelt.

„Auf dieser WM habe ich mir immer wieder mein Credo, „better safe than sorry!“, bewusst gemacht. Kein Punkt ist es wert, eine Verletzung zu riskieren. Man musste besonders wachsam sein und die richtigen Entscheidungen treffen.“

Celine:

Celine Lorenz, die 2-fache X-Alps Teilnehmerin startete nach dem kurz zuvor gewonnenen dritten Deutschen Meistertitel top motiviert in den Wettbewerb. Sie erreichte mit klugen Entscheidungen und großem Sicherheitsbewusstsein unter anderem einen Task Sieg in der Damenwertung.

„Mein erster Einsatz in der Nationalmannschaft war eine sehr wertvolle Erfahrung. Von insgesamt acht Tasks waren zwei wunderschön zu fliegen, die anderen stark vom Wind geprägt. Ich bin dankbar für alles, was ich dabei lernen durfte, und hoch motiviert, in Zukunft noch mehr aus mir herauszuholen.“

Samuel Tanner, Vizemeister Deutschlands 2025, glänzte durch seinen Kampfgeist und die Fähigkeit, sich auch von schwierigen Verhältnissen nicht unter kriegen zu lassen.

Samuel:

„Die brasilianische Luft und ich sind in den zwei Wochen leider keine Freunde geworden, die kurzlebigen Linien und zyklischen Thermiken machten es mir schwer. Deshalb stand ich leider zu oft vor dem Ziel am Boden. Dennoch war es eine tolle Erfahrung mit dem Deutschen Team diese Gleitschirm Weltmeisterschaft bestreiten zu dürfen.“

Pepe:

Andreas „Pepe“ Malecki: der Veteran, mit mehreren Jahrzehnten Wettkamperfahrung, beendete nach vielen Jahren (20 Einsätze) seine Nationalmannschaftskarriere.

„Ein tolles Team, gute Atmosphäre unter den Piloten, aber sehr windige Bedingungen. Entspanntes Fliegen war hier selten angesagt. Die Gewinner machten einen tollen Job und überzeugten jeden Tag. Würdige Sieger, die mit sehr starken Bedingungen zurechtkamen.“

Dank an die Sponsoren

Heli Eichholzer beim Start
Celine Lorenz startfertig

Wettkampfverlauf: Licht und Schatten

Die acht Wertungstage forderten die Piloten und Teams auf allen Ebenen. Task 1 war bereits ein Vorbote von dem, was uns im Verlauf der WM erwarten sollte: von zyklischen Thermiken über oft kräftigen Wind bis hin zu anspruchsvollen Passagen in turbulenten Hügeln und nicht ganz einfachen Startbedingungen, die unglücklicherweise auch dem Knöchel einer Pilotin zum Verhängnis wurden. Dank des französischen und deutschen Teamarztes hat sie heute noch ihren Fuß. Wäre es nicht besser, wenn die FAI lieber Ärzte statt Funktionäre zur CAT1 Wettbewerben entsenden würde?

Der 2. Task war noch windiger und trotz mehreren Level 3 Meldungen (Level 1: alles OK, Level 2: anspruchsvoll, Level 3: nicht sicher), der Piloten wurde der Task erst 45 Minuten später gestoppt. Zum Glück landeten alle Piloten sicher, aber es gab erhöhten Diskussionsbedarf mit der Organisation bzw. den Funktionären der FAI.

Zur Versöhnung gab es für Task 3 fantastische Bedingungen, kaum Wind, super hohe Basis, schöne Thermik und Fernsicht bis zum Atlantik. Celine gewann die Damenwertung und Daniel flog auch mit den ersten im Ziel ein. Ein Traum.

Task 4-7 waren wieder von anspruchsvollen windigen und zum Teil gefährlichen Bedingungen geprägt. Dies führte leider zu einigen Unfällen. Den schwersten erlitt der Belgier Bram Declercq, der im Lee eines Hügels, den er mit wenig Höhe überflogen hatte, nach Kappenstörung abstürzte. Glücklicherweise konnte der französische Teamarzt vor Ort Bram bis zum Eintreffen des Helikopters versorgen.

Task 8: das dramatische Finale. Mit gemischten Gefühlen und Er-

wartungen machten wir uns auf zum letzten Tag. Der Himmel war bedeckt, der Task wurde spät gestartet. Es lief gut für das deutsche Team und wir konnten den ganzen Tag taktisch klug ganz vorne mitfliegen und gingen mit den Ersten in den Endanflug. Wir kamen zu tief, aber es kreisten ein paar Vögel im Schatten! Wir flogen hin, die Vögel weg und kurze Zeit später standen wir mit der Führungsgruppe knapp vorm Goal am Boden. Man konnte den einen oder anderen laut fluchen hören. Der Kommentar eines Top-Piloten: „Heute waren wir 10 Minuten zu schnell“. Denn die Sonne kam wieder und 28 Piloten, die zuvor langsamer waren, schafften es ins Goal, mit spürbaren Auswirkungen auf die finale Rangliste.

Gesamtsieger und Podestplätze

Weltmeister wurde Baptiste Lambert aus Frankreich, der mit hoher Konstanz und Dominanz den Titel bereits vor Task 8 sicherte und sich damit einen Traum erfüllte. Honorin Hamard machte als 2. das französische Double komplett. 3. wurde der junge Spanier Marcelo Sanchez Vilchez, der amtierende Juniorenweltmeister. Bei den Damen dominierte Constance Mettetal (Frankreich) vor Alexia Fischer (USA) und Veteranin Keiko Hiraki (Japan). Frankreich sicherte sich die Nationenwertung vor Spanien und Italien. Deutschland erreichte Rang 13 unter 53 Nationen. Bester Deutscher Athlet war Daniel Tyrkas mit Platz 27. Celine erreichte in der Damenwertung Rang 10.

Aktuelle und zukünftige Standards - Diskussionen

Für das Livetracking kamen nicht die neuesten FANET fähigen Flymaster Tracker wie beim PWC zum Einsatz, sondern die vorherige

Parawaiting
Zielankunft
Pepe Malecki am Startplatz
Daniel Tyrkas

Wertung

Gesamt

1. Baptiste Lambert (FRA)

2. Honorin Harmad (FRA)

3. Marcelo Sanchez Vilchez (ESP)

Damen

1. Constance Mettetal (FRA)

2. Alexia Fischer (USA)

3. Keiko Hiraki (JAP)

Teamwertung

1. Frankreich

2. Spanien

3. Italien

Generation. Obwohl die FANET Geräte der neuesten Generation gerade in einem Gebiet mit schlechter Mobilfunknetz Abdeckung einen deutlichen Mehrwert bringen und auch Level Meldungen direkt vom Gerät möglich sind. Gemeinsam mit den verpflichtenden Satellitentrackern, die von den Teilnehmern selbst organisiert werden mussten, wäre dies ein Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit gewesen. Auch in Bezug auf Auswertungssoftware bzw. aktuellen Möglichkeiten zum Thema Livescoring hinkt die FAI hinterher. Insbesondere muss noch mehr Augenmerk auf die Sicherheit der teilnehmenden Piloten gelegt werden. Dies betrifft verschiedenste Faktoren, unter anderem die Auswahl der Fluggebiete, das Tasksetting, den Umgang mit Level Meldungen, die Überprüfung der Qualifikation und Auswahl der Piloten als auch den sinnvolleren Einsatz des Personals/der Ressourcen der FAI. Man darf sich fragen, welchen Mehrwert Funktionäre und Beobachter der FAI im Vergleich zu qualifiziertem medizinischem Personal/Ärzten und funktionierenden Rettungsketten vor Ort bringen. Die Diskussion läuft derzeit auch bei uns intern auf Hochtouren.

Fazit

Die WM in Castelo war von schwierigen, anspruchsvollen Bedingungen geprägt, bei der nicht nur das Team Germany Sicherheit höher als Punkte priorisiert hat. Es hat sich gezeigt, dass es einiges an Verbesserungspotential seitens der FAI/CIVL, der Organisation und der Minimum Standards gibt.

Teamwertung

Von links: Celine Lorenz (GER), Katalin Juhász (HUN), Vanja Eggesvik (NOR), Elisabeth Egger (AUT), Alexia Fischer(USA), Constance Mettetal (FRA), Keiko Hiraki (JPA), Silvia Buzzi-F (ITA), Lynsey Hayne (CAN), Sarah Zimmermann (CHE)

Von links: 2. Honorin Harmad (FRA), 1. Baptiste Lambert (FRA), 3. Marcelo Sanchez Vilchez (ESP)

Tragischer Unfall

Leider erreichte uns nach der WM die Nachricht, dass der Belgier Bram Declercq im Krankenhaus von Vitoria am 16. September 2025 seinen Verletzungen erlegen ist. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und Teamkollegen. Wir möchten euch von Herzen unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme aussprechen. Bram war in der belgischen Gleitschirm-Community nicht nur ein geschätzter Pilot, sondern auch ein Mensch, der mit Leidenschaft, Engagement und Wärme viel bewirkt hat. Sein Verlust ist ein schmerzlicher Einschnitt. Zugleich verpflichtet er uns dazu, aus dieser Erfahrung zu lernen und gemeinsam noch stärker für die Sicherheit in unserem Sport einzutreten –damit wir solche Tragödien in Zukunft verhindern können.

Die Piloten, Teamleiter und Teamärzte der Weltmeisterschaft 2025

DER AUTOR

Daniel Tyrkas, langjähriger Streckenflug- und Wettkampfpilot und Mitglied der Nationalmannschaft. Fliegt seit 1997 unfallfrei und möchte, dass dies auch so bleibt.

Hanggliding Challenge 2025

Lernen

von den Besten

TEXT UND FOTOS: THOMAS KÄGI

Das Drachenfliegen hat sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr auf eine kleine, dafür feine Gruppe von Piloten konzentriert, die jedoch ganz und gar nicht gewillt sind, ganz vom Himmel zu verschwinden. So sind über 40 Frauen und Männer Reginas Ruf gefolgt und haben sich in Greifenburg zur Hanggliding Challenge 2025 zusammen gefunden, um die Freude und Kunst des Fliegens zu pflegen und zu verfeinern. Neben Regina Glas vom DHV betreuten uns die Nationalteampiloten Markus Baisch, Kajo Clauß, Primoz Gricar. Konrad Lüders, langjähriger Ligachef, kümmerte sich um die Auswertung, Ines Ziessau und Peter Cröniger sorgten für bessere Start- und Landetechniken.

Nach der Einschreibung am Sonntag und einem offiziellen Briefing mit Vorstellung aller Referenten ging es am Montag mit dem Drachenverladen auf den Hänger von Gerhard Dünhofen früh los. Rauffahren, abladen und aufbauen. Schon fand das effektive Briefing der ersten Aufgabe statt. Durch die aufkommende Labilisierung aus West und der einhergehenden Gefahr von Überentwicklungen und Gewitter wurde ein streckenmässig angepasster Task im näheren Bereich von Greifenburg angesetzt. Konrad Lüders erklärte das spezielle Handicap System, um den verschiedenen Geräteklassen gerecht zu werden. Im Nachhinein muss man sagen, dass dieser Ansatz sich wirklich recht gut bewährt hat, auch wenn so unterschiedliche Geräte vom Einfachsegler bis hin zum neuesten Starrflügler in derselben Wertung fliegen sollen – schwierige Aufgabe, aber gut gelöst! Es war interessant zu sehen, dass die Menge an Intermediates verhältnismässig stark zugenommen hat und Turmlose neben den Einfachseglern und Starren nicht mehr zwingend die Mehrheit bildeten.

Allgemein war die Wetterlage immer wieder durch drohende Gewitterneigungen geprägt, die auch zweimal zu einem Abbruch des Tasks führten. Jedoch konnte an jedem Tag geflogen werden. Die Aufgaben wurden entsprechend angepasst. Die hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit machten das Landen neben umlaufenden Winden sehr anspruchsvoll.

Das reine Fliegen von kleinen Strecken bzw. Wettbewerbsaufgaben ist das eine der Challenge, ein weiterer Fokus liegt bei der individuellen Förderung eines jeden Piloten. Z.B. Erklärungen aller möglichen Fragen rund um Sicherheit, Wetter, Außenlandungen, Flugtechnik, Pulkfliegen, Gerätetechnik, etc., so dass ein jeder für sich profitieren und seine Ziele erreichen konnte. An einigen Abenden wurde von Markus und Kajo eine offene Diskussion über die geflogenen Aufgaben geführt und die teils unterschiedlichen Routenwahlen und Taktiken kommentiert, und deren Potential erläutert, positives wie negatives. An anderen Abenden wurden die gefilmten Starts und Landungen von Ines und Peter kommentiert und individuell an Verfeinerungen der Technik gefeilt.

Eine bereits fortgeschrittene Gruppe mit Wettkampfambitionen wurde von Primoz betreut. Hier wurde zum Teil mit Funk geflogen. So gab es für die 6 Piloten (Starre wie Flex) nach dem allgemeinen Taskbriefing ein spezielles Briefing. Primoz ging gezielt auf die Routenwahl ein, auch im Hinblick der verschiedenen Radien, die für die Flexis und die Starren ausgeschrieben waren. Primoz flog voraus und die Teilnehmer folgten ihm. So lernten die Piloten in der Luft sehr viel über die ideale Geschwindigkeit und die Spurenwahl. Am Abend gab es dann ein spezifisches Debriefing, bei dem Primoz jeden bat, seinen Flug aus der eigenen Perspektive zu beschreiben

Glückliche Challenge-Teilnehmer bei der Siegerehrung am Fliegercamp Greifenburg

Sieger allgemein vl.: Quirin Marxer, Ulrich Mader, Wolfgang Seuling

Sieger Frauen vl.: Sandra Baier, Maja de Best, Susanne Schönecker

Start frei an der Emberger Alm in Greifenburg/Kärnten (AUT)

und seine Anmerkungen und Beobachtungen an die Piloten mitzuteilen. «Hochspannend, hochinteressant! Ich bin meinem Ziel, schneller zu fliegen, ein ganzes Stück nähergekommen,» so der Teilnehmer Klaus Renz! Ein weiterer Vortrag von Primoz über Mentale Vorbereitung vor dem Fliegen, kam sehr gut an.

Auch wenn das Lernen im Vordergrund stand, am Ende der Veranstaltung wurden die Sieger geehrt. Gesamtsieger wurde Ulrich Mader vor Wolfgang Seuling und Quirin Marxer. Bei den Frauen siegte Maya de Best vor Susanne Schönecker und Sandra Baier.

So endet nun ein weiters Kapitel in der Geschichte der Aeronauten… die Drachen wurden wieder auf die Autos verladen und die Teilnehmer verstreuten sich in alle Windrichtungen …. Sicherlich werden viele dem Ruf zur Challenge im kommenden Jahr folgen, um gemeinsam neue Bahnen an den Himmel zu zeichnen.

Mehr Infos: www.dhv.de/wettbewerb/drachen/hanggliding-challenge/

Montecucco - Italien

International Italianund British Championships 2025

Vom 9. – 17. August 2025 fanden am Montecucco in Italien die Internationalen Italian- & British Championships statt. Über 80 Teilnehmer aus 23 Nationen nahmen an diesem Wettbewerb teil. Unter ihnen auch 6 deutsche Piloten. Nach 5 geflogenen Durchgängen siegte bei den Flexiblen Drachen der Engländer Grant Crossingham vor den beiden Italienern Marco Laurenzi und Manuel Revelli. Roland Wöhrle belegte einen beachtlichen 6. Rang, nachdem er auch einen Tagessieg bei den Azzuris verbuchen konnte. Bei den Starren siegte der deutsche Nationalteampilot Jochen Zeyher vor den Briten Tim King und Mike Armstrong. Infos: https://civlcomps.org/event/trofeo-montecucco-open-italian-british-championship-2025/ results und www.dhv.de/wettbewerb/drachen/ live-berichte/

Der Südtiroler Karl Reichegger eröffnet mit seinem Start den Wettbewerb am Monte Cucco.

Roland Wöhrle landet am Ende auf einem beachtlichen 6. Platz in der Gesamtwertung der Flexis.

Jochen Zeyher gewinnt die Starrflügelwertung vor Tim King und Mike Armstrong (beide GBR).

SCHAUFENSTER

INFORMATIONEN DER ANBIETER

Kathoola

Sicherheit beim Hike zum Fly im Winter

Der erste Schnee fällt, taut an, gefriert – es bilden sich gefährliche Eisplatten. Im Frühwinter ereignen sich beim Hike & Fly regelmäßig Ausrutschunfälle. Für mehr Sicherheit sorgen moderne Grödel, auch Spikes oder Traction Aids genannt. Es gibt sie als No Name-Produkte (die oft das Geld nicht wert sind), als Me too-Modelle von diversen Outdoor-Marken sowie von Spezialisten wie Kathoola oder Snowline. Leicht, vielseitig und gut sitzend sind die Kathoola MICROspikes Ghost.

Basisrausch

Handschuhe Kristall & Citrin

Der Citrin TS ist als Sommerhandschuh konzipiert, wobei die Bedienung eines Touchscreens bei beiden Handschuhen möglich ist. Genau wie beim brandneuen Kristall Touch Gleitschirmhandschuh wird beim Citrin hochwertiges Ziegenleder verarbeitet. Auf der Handoberfläche kommt beim Citrin ein Spandex und beim Kristall ein gefüttertes Neopren zum Einsatz, was den Handschuhen eine leichte Dehnbarkeit verleiht. Die abschliessenden Lycrastulpen sind beim Citrin kürzer gehalten als beim Kristall und schmiegen sich elegant ans Handgelenk an. Infos: www.basisrausch.ch

Paraspotting Cards

Westalpen-Deck

Der erfolgreiche Fluggebietsführer Paraspotting Cards hat Zuwachs bekommen. Einen Sommer lang reiste der erfahrene Fluglehrer und Tour-Guide Clemens Lehner in die beliebtesten Fluggebiete der Westalpen. In liebevoller Detailarbeit hat er 32 Fluggebiete von Gourdon bis Ebenalp, von Laveno bis Annecy zum brandneuen Westalpen-Deck zusammengestellt. Die beiden Ostalpen-Decks gehen aktualisiert in die zweite Auflage. Infos: www.paraspotting.com

NUBLO Handschuhe

Die praktischen Handschuhe mit leichter Isolierung (3M Thinsulate) und den wind- und wasserabweisenden Eigenschaften von Softshell bieten zusätzlichen Komfort durch extra lange Strickbündchen, Verstärkungen an der Zeigefingerkante und abnehmbare Handgelenksschlaufen. Eine Touchscreen-leitfähige Handfläche und Fingerinnenseite (zum Wischen) sowie oben auf der Zeigefingerkuppe (zum Zahlen eintippen) runden die Funktionalität ab.

Infos: https://shop.up-paragliders.com/products/handschuhe-nublo

Viento Verlag

Wanderbird Strategy: Paul Guschlbauers Masterplan für Hike & Fly

Auf 354 Seiten zeigt der mehrmalige X-Alps Teilnehmer Paul Guschlbauer, warum beim Hike & Fly nicht nur Technik und Kondition zählen, sondern vor allem das richtige Mindset. Seine 20 Jahre Erfahrung verbindet er mit Stories von den X-Alps und aus seinem Flugleben. Tipps zu Training, Ernährung, Ausrüstung und XC-Fliegen sowie Beiträge von Aaron Durogati, Elisabeth Egger und Veronika Mayerhofer ergänzen das Werk. Erhältlich für 54,90 € im DHV-Shop Infos: https://shop.dhv.de/products/wanderbird-strategy-paul-guschlbauer

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Foto: Antoine Boisselier Pilot: Nicolas Cochet

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