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Filmmuseum Februar 2017 Kinoprogramm Ausstellungen ¡ Projekte


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Information & Ticketreservierung Tel. 069 - 961 220 220

Impressum Herausgeber: Deutsches Filminstitut – DIF e.V. Schaumainkai 41 60596 Frankfurt am Main Vorstand: Claudia Dillmann, Dr. Nikolaus Hensel Direktorin: Claudia Dillmann (V.i.S.d.P.) Presse und Redaktion: Frauke Haß (Ltg.), Manfred Riepe, Sarah Hujer Texte: Gaby Babić, Andreas Beilharz, Marie Brüggemann, Jonas Ebling, Julia Fleißig, Ulrich Gehring, Natascha Gikas, Winfried Günther, Michael Kinzer, Manfred Riepe, Daniel Ruh, Urs Spörri, Treppe 41 Vorführer/innen: Christian Appelt, Michael Besser, Pramila Chenchanna, Hans-Peter Marbach, Günther Volkmann Gestaltung: Optik — Jens Müller www.optik-studios.de Druck: Fißler & Schröder – Die Produktionsagentur 63150 Heusenstamm Anzeigen (Preise auf Anfrage): Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 069 - 961 220 222 E-Mail: presse@deutsches-filminstitut.de Abbildungsverzeichnis: Alle Abbildungen stammen aus dem Bildarchiv des Deutschen Filminstituts, sofern nicht anders verzeichnet. Titelmotiv: ARRIVAL (US 2016)

Klassiker & Raritäten

Es geschah am hellichten Tag ≥ Seite 37


INHALT

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ROT. Eine Filminstallation im Raum goEast: Vorschau auf Hommage Die lange Oscar®-Nacht SchulKinoWochen Hessen 2017 LUCAS: Crowdfunding

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Filmprogramm Africa Alive Das Spiel mit der Realität Kinohighlights 2016 Lecture & Film: Ernst Lubitsch Klassiker & Raritäten: 70 Jahre CCC Film Filmclub Treppe 41 Kinderkino

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Specials Was tut sich: WEISSE RITTER Unter Waffen. Fire & Forget 2

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Service Programmübersicht Eintrittspreise/Anfahrt Nachruf: Hans Strobel

44 48 50

Das Spiel mit der Realität I'M Still Here ≥ Seite 26


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AUSSTELLUNG

ROT. Eine Filminstallation im Raum 8. März bis 13. August 2017 im Deutschen Filmmuseum „The colours, stop the colours!”, fleht die verzweifelte Marnie (Tippi Hedren) im gleichnamigen Film von Alfred Hitchcock (US 1964). Ihre Wahnvorstellungen, die Folge eines nicht verarbeiteten Kindheitstraumas, lassen sie sprichwörtlich rot sehen. „Eine Frau, die neben einem Koffer voller Andenken verzweifelt wartet auf den Anruf des Mannes, den sie liebt“ – für Pedro Almodóvar ist das die Essenz seines Filmes FRAUEN AM RANDE DES NERVENZUSAMMENBRUCHS (Mujeres al borde

de un ataque de nervios, ES 1988). Dafür steht sinnbildlich ein rotes Telefon: Immer wieder in Großaufnahme zu sehen, wird sein Schweigen zum Symbol für das ins Leere laufende, leidenschaftliche Begehren und die Verzweiflung der abgewiesenen Liebenden, Pepa. Wenn die Marinesoldaten in Wolfgang Petersens DAS BOOT (BRD 1981) in rotes Licht getaucht sind, mag das zunächst einfach daran liegen, dass rote Beleuchtung in alten U-Boot-Modellen Standard war: Ro-


AUSSTELLUNG

tes Licht beansprucht das menschliche Auge weniger und begünstigt die Sicht in der Dunkelheit. Gleichzeitig unterstreicht das rot ausgeleuchtete Set die Stimmung, die sich im Film unter den Soldaten breit macht: Beklemmung, Einengung, Panik. Vivian (Julia Roberts) schafft es in PRETTY WOMAN (US 1990, R: Garry Marshall) von der Prostituierten zur Millionärsgattin. Ein Kostüm symbolisiert diesen Wandel: Das rote Kleid, in dem Edward (Richard Gere) Vivian in die Oper ausführen möchte, zieht

alle Blicke auf sich und verschafft ihr jene Achtung und Bewunderung, die ihr in ihrer schäbigen „Arbeitskleidung“ verwehrt blieb. Das Kleid wird zum Ausdruck ihres sozialen Aufstiegs. Rote Theaterkulissen, rotes Licht, eine rothaarige Kurtisane im roten Kleid gewerblich motivierter Verführung – Baz Luhrmanns MusicalFilmdrama MOULIN ROUGE (US/ GB/AU 2001) bedient sich der Farbe Rot in der ganzen Vielfalt ihrer Bedeutung: Rotes Licht kündet vom


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AUSSTELLUNG

Milieu, in dem die Handlung des Films angesiedelt ist; Rot steht für die Sünde und den Betrug, die dort allgegenwärtig sind; Rot verweist aber auch auf das Extravagante, das pure Leben, das ein Besuch im Moulin Rouge zu versprechen scheint. Schließlich aber ist es gerade das schwülstige Rot des Bordells, das die reine Liebe zwischen Satine (Nicole Kidman), dem Star des legendären Pariser Nachtclubs, und dem Dichter Christian (Ewan McGregor) so erhaben macht. Wohl kaum eine andere Farbe weckt so viele Assoziationen und Emotionen in uns wie Rot. Längst schon macht sich der Film die vielfältigen Wirkungsweisen von Farbe zunutze und verwendet sie als wichtiges,

meist sehr bewusst eingesetztes äthetisches und erzählerisches Mittel. Mit ihr werden nicht nur Bilder erzeugt, sondern auch unbewusste Eindrücke erzielt. Welche und wie – das untersucht ROT. Eine Film-installation im Raum vom 8. März bis 13. August 2017 im Deutschen Filmmuseum. Zahlreiche Filme machen entlang der Themenfelder Figuren, Objekte, Räume, Effekte und Regie den vielfältigen Einsatz der Farbe Rot im Film erfahrbar. In einem Rundgang entlang großflächiger Projektionen, die quer durch die Filmgeschichte führen, erleben Besucher/innen die Wirkung einer Farbe, die sie schließlich im Zentrum des Raumes, dem „Red Room“, vollkommen einnimmt.

In Rot getauchtes U-Boot – Szene aus DAS BOOT (BRD1981, R: Wolfgang Petersen).


Festivals

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Marta Meszaros

goEast 2017 Ihrer Zeit voraus: Die Regisseurin Márta Mészáros in der Hommage bei goEast (26. April bis 2. Mai 2017) in Wiesbaden goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films (26. April bis 2. Mai) würdigt mit seiner Hommage eine der großen europäischen Regisseurinnen: Márta Mészáros. Die 1931 in Budapest geborene Ungarin macht seit nun fast sieben Jahrzehnten Filme. Sie hatte bereits rund dreißig Kurzdokumentarfilme, Lehr- und Wissenschaftsfilme gedreht, als sie 1968 mit ELTÁVOZOTT NAP (Das Mädchen) ihr Spielfilmdebüt realisierte – in Ungarn der erste Spielfilm unter der Regie einer Frau: Mészáros wurde damit zur Pionierin. Im Zentrum ihrer Spielfilme stehen stets Frauenfiguren. Themen wie Geschlecht, Sexualität, Gesellschaft, Identität und Politik thematisiert sie sehr direkt und in kritischer Manier, oftmals in ihrer Radikalität dem gesellschaftspolitischen Klima ihrer Zeit voraus. So sind die stalinistisch-sozialistische Geschichte Ungarns und Mészáros' eigene Familiengeschichte – ihr Vater wurde 1938 Opfer des Großen Terrors – ein Leitmotiv ihrer Filme: Sie erzählt vom Verlust der Eltern, von Trauer, Überlebens-

und Anerkennungskämpfen sowie vom verordneten Schweigen über den stalinistischen Terror und seine Toten. All diese Themen werden in ihrer international bekanntesten Arbeit aufgegriffen, einer Tagebuch-Trilogie, bestehend aus den Teilen NAPLÓ GYERMEKEIMNEK (Tagebuch für meine Kinder, HU 1982), NAPLÓ SZERELMEIMNEK (Tagebuch für meine Lieben, HU 1987) und NAPLÓ APÁMNAK, ANYÁMNAK (Tagebuch für meine Eltern, HU 1990). Diese Trilogie, die goEast bei der Hommage zeigt, war in zweierlei Hinsicht bahnbrechend für Ungarn: zum einen in der Art und Weise, wie individuell-private und kollektiv-öffentliche Erinnerung zueinander in Bezug gesetzt wurden und zum anderen in der Offenheit, mit der die politische Unterdrückung im Land thematisiert wurde. goEast zeigt eine Auswahl der zentralen Filme aus Mészáros‘ Œuvre und freut sich besonders auf den Besuch der Altmeisterin!


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AKTUELLES

Die Lange Oscar®-Nacht im Deutschen Filmmuseum Sonntag, 26. Februar · 23 Uhr (Einlass 22:30 Uhr) Die Live-Übertragung der 89. Oscar®-Verleihung beginnt um 1:30 Uhr Bereits im fünften Jahr in Folge kann das Publikum am Sonntag, 26. Februar, im Deutschen Filmmuseum bei der Verleihung von Hollywoods wichtigstem Filmpreis mitfiebern. Wenn in Los Angeles zum 89. Mal die Academy Awards® vergeben werden, wird auch am Schaumainkai in Frankfurt der rote Teppich ausgerollt. Bevor die Verleihung von 1:30 Uhr an live auf mehreren Leinwänden im ganzen Haus übertragen wird, können sich die Besucher/innen mit einem bunten Programm auf das Filmevent des Jahres einstimmen: Einen spannenden Rückblick auf die Geschichte der Trophäe liefern Themenführungen durch die Dauerausstellung, deren neuer Filmraum eine ganze Reihe Oscar®-prämierter MeisUnterstützt durch

terwerke enthält. Michael Kinzer präsentiert als Oscar®-Orakel wieder seine unterhaltsame Experten-Prognose und moderiert erstmals auch ein Oscar®-Quiz, bei dem es attraktive Preise zu gewinnen gibt. Beim Tippspiel können die Besucher/innen ihre Einschätzung zu den möglichen Preisträger/innen abgeben, im Filmstudio werden sie mithilfe der Bluescreen-Technik zu den Stars auf den roten Teppich gebeamt. Den passenden Glamour-Look zum Red-Carpet-Outfit garantiert das professionelle Gratis-Styling in der Catwalk Lounge. Ein umfangreiches Frühstücksbuffet und weitere Snacks und Getränke halten bis zum Schluss wach, wenn in den frühen Morgenstunden das letzte Mal die berühmten Worte erklingen: „And the Oscar® goes to …“


Oscar®-Orakel Oscar®-Filmquiz Oscar®-Führungen durch die Dauerausstellung Glamour-Styling Fotos in der Bluebox Großes Oscar®-Tippspiel Durchhaltefrühstück

Tickets Kartenvorverkauf (18,- Euro / 15,- Euro ermäßigt)* im Deutschen Filmmuseum sowie zzgl. Gebühren online unter adticket.de *Der Eintritt umfasst das gesamte Programm inklusive Specials. Zur Live-Übertragung der Verleihung ist der Eintritt ins Haus von 2 Uhr an frei.

Weitere Informationen unter

oscar-nacht. deutsches-filmmuseum.de

Die Lange Oscar®-Nacht im Deutschen Filmmuseum ist keine offizielle Veranstaltung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences®.

LA LA LAND (US 2016, R: Damien Chazelle)

Programm

Oscar®-nominierte Filme Freitag, 24. Februar bis Sonntag, 26. Februar Als Countdown zur Oscar®-Nacht zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums am Wochenende vor der Verleihung mehrere Werke, die als „Bester Film“ nominiert sind. Wer macht das Rennen in der Königskategorie, deren Gewinner erst ganz am Ende der Verleihung verkündet wird? Das beschwingte Musical LA LA LAND (US/AU 2016, R: Damien Chazelle)? Oder doch wieder ein Drama wie Mel Gibsons Regie-Comeback HACKSAW RIDGE (US/GB 2016)? Zum Zeitpunkt der Drucklegung standen die Nominierungen noch nicht fest. Die Filmtitel und genauen Spielzeiten sind zeitnah online zu finden unter kino.deutschesfilmmuseum.de


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in Kooperation mit

Ein Projekt von

11. SchulKinoWochen Hessen 6. bis 17. März 2017

Hessische Kinos werden zum Klassenzimmer! Schulvorstellungen im Kino des Deutschen Filmmuseums Eine verbindliche Anmeldung im SKW-Projektbüro ist erforderlich Auftakt Singin‘ in The Rain USA 1952 | 99 Min. | empf. ab 12 6.3.2017 | 9:00

Mullewapp – Eine schöne Schweinerei DE, LUX 2016 | 79 Min. | empf. ab 5 7.3.2017 | 8:30

Ghostland DE 2016 | 86 Min. | empf. ab 14 7.3.2017 | 11:00

Der Junge und die Welt BRA 2013 | 82 Min. | empf. ab 8 9.3.2017 | 8:30

Suffragette – Taten statt Worte GB 2015 | 107 Min. | empf. ab 14 9.3.2017 | 11:00

Kurzfilmprogramm Komposition und Vertonung ca. 100 Min. 10.3.2017 | 9:30

Tschick

Spiel mir das Lied vom Tod

DE 2016 | 93 Min. | empf. ab 12 8.3.2017 | 8:30

ITA, USA 1968 | 165 Min. | empf. ab 16 13.3.2017 | 9:00

Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel DE 2016 | 87 Min. | empf. ab 12 LUCAS PRÄSENTIERT 8.3.2017 | 11:00

Morris aus Amerika DE, USA 2016 | 91 Min. | empf. ab 13 15.3.2017 | 9:00

ANMELDUNG BIS 17. FEBRUAR!

81 hessische Kinos beteiligen sich an den 11. SchulKinoWochen Hessen. Tel. 069 961220-682 | hessen@schulkinowochen.de www.schulkinowochen-hessen.de


PROJEKTE

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SchulKinoWochen Hessen Das Kino wird zum Klassenzimmer! Ein vielfältiges Filmprogramm wartet vom 6. bis 17. März in hessenweit 81 Kinos auf Schüler/innen aller Jahrgangsstufen und Schultypen.Im Fokus der von Vision Kino und dem Deutschen Filminstitut veranstalteten SchulKinoWochen Hessen 2017 steht das Thema „Ton, Geräusch und Musik im Film“. Eine Reihe markanter Produktionen soll Schüler/ innen dafür sensibilisieren, wie die Tonspur das Erleben der filmischen Handlung beeinflusst. Zum Auftakt der SchulKinoWochen zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums am Montag, 6. März, um 9 Uhr das Hollywood-Musical SINGIN‘ IN THE RAIN (US 1952) mit anschließendem Filmgespräch. Darüber hinaus sind neben aktuellen Beispielen wie dem Animationsfilm SING (US 2016) auch Klassiker wie SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD (IT/US 1968) oder SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE (US 1937) zu sehen. In der Reihe „Zusammen leben – einander verstehen“ geht es um Leben in Vielfalt. Filme, die Sprachbarrieren gar nicht erst aufkommen lassen, weil sie ihre Geschichten nur mit Bildern und Musik erzählen, machen erlebbar, wie man Ausgrenzung überwindet. Exemplarisch gelingt dies in dem Animationsfilm DER JUNGE UND DIE WELT (BR 2013). Weitere Aspekte von Andersartigkeit beleuchten GAYBY BABY (AU 2015), ein Dokumentarfilm über Kinder gleichgeschlechtlicher Paare, und

AUF AUGENHÖHE (DE 2016), die Geschichte eines Jungen und seines kleinwüchsigen Vaters. Martin Luther, die Reformation und der prägende Einfluss des Protestantismus auf die westlichen Gesellschaften bilden 2017 einen weiteren Schwerpunkt. Zu sehen sind LUTHER (DE 2003), SELMA (US/GB 2014) und SOPHIE SCHOLL – DIE LETZTEN TAGE (DE 2005). Beiträge zum Thema des Wissenschaftsjahrs 2016/17, „Meere und Ozeane“, sind unter anderem der Dokumentarfilm THULETUVALU (CH 2014) und das animierte Märchen DIE MELODIE DES MEERES (IR/DK/BE/LU/FR 2014). Zahlreiche Filmgespräche bieten Schüler/innen Gelegenheit, das im Kino Erlebte mit Filmschaffenden oder Filmpädagog/innen aufzuarbeiten. In der Fortbildungsreihe FILMBILDUNG lernen Lehrkräfte Filmanalyse und neue Methoden der Filmvermittlung kennen, in der Workshopreihe FILMMOBIL können sie sich Referent/innen an ihre Schule holen. Alle Klassen sind zudem eingeladen, sich vorab am Trailervertonungs-Wettbewerb zu beteiligen. Der beste Beitrag wird bei den Vorführungen der SchulKinoWochen als Vorfilm gezeigt. Ausführliche Informationen unter www.schulkinowochenhessen.de


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PROJEKTE

Auftakt zum Fortbildungsprogramm für Lehrer/innen am Montag, 20. Februar, 15 Uhr Film ist für das Deutsche Filminstitut (DIF) ganz klar auch ein Bildungsthema, nicht nur bei den SchulKinoWochen Hessen (6. bis 17. März 2017), aber dort ganz besonders: Zum Auftakt des Fortbildungsprogramms für Lehrer/innen laden die SchulKinoWochen zu einem Austausch mit Mitarbeiter/innen des DIF ein, die in der Filmbildung und -vermittlung, Museumspädagogik und Festivalarbeit tätig sind. Neben einer kurzen Einführung in die Filmbildung steht auch eine Vorstellung des vielfältigen Angebots des Hauses auf dem Programm. Sie erfahren, welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit es bei Ihren eigenen praktischen Medienprojekten oder auch der Erstellung von Medienbildungskonzepten in Ihrer Schule gibt. Begrüßung und Einführung: Christine Kopf Leitung Filmbildung und -vermittlung Termin: Montag, 20. Februar 15 bis 18 Uhr Veranstaltungsort und Anmeldung:  Deutsches Filminstitut – DIF e.V. Schaumainkai 41 60596 Frankfurt am Main Miriam Reichert Tel. 069 961 220-688 reichert@deutsches-filminstitut.de

Die Fortbildung ist von der Hessischen Lehrkräfteakademie akkreditiert.

Mehr Informationen zum gesamten Fortbildungsangebot unter www.schulkinowochen-hessen.de


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Internationales Festival für junge Filmfans

Crowdfunding Vom 16. Januar bis zum 16. Februar 2017 LUCAS auf Startnext unterstützen, magische Kinomomente für junges Publikum ermöglichen und vom LUCASShirt bis zur Privatvorstellung im Kino des Deutschen Filmmuseums die besten Dankeschöns sichern: startnext.com/LUCAS lucas-filmfestival.de


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AFRICA ALIVE Mehr Informationen zum Festival unter africa-alivefestival.de Gefördert mit Mitteln der HessenFilm und Medien GmbH

Mit freundlicher Unterstützung von Institut français, Filmhaus Frankfurt und IzN Friedrichsdorf

Die Filme AYANDA, AJI-BI und COLD HARBOUR wurden von FilmInitiativ Köln e.V. für den Fokus „Sisters in African Cinema“ des 14. Afrika Film Festivals 2016 ausgewählt. Die deutsche Untertitelung wurde gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.

Mit einem breiten Spektrum an Dokumentar- und Spielfilmen präsentiert das Festival Africa Alive in seiner 23. Ausgabe das Filmschaffen des afrikanischen Kontinents. Neben aktuellen Filmen gibt es ein Begleitprogramm, bestehend aus Konzerten, Lesungen, Ausstellung, Podiumsdiskussion und Kinderprogramm. Ein Fokus ist in diesem Jahr auf das Thema Migration gerichtet. Zu sehen sind zwei Dokumentarfilme, die aus der Perspektive der Protagonisten berichten. In LIFE SAARABA ILLEGAL (DE 2016) begleitet Saliou Sarr gemeinsam mit Regisseur Peter Heller seine beiden Cousins aus dem Senegal in die Migration. In LES SAUTEURS (DK 2016) filmt Abou Bakar Sidibé sein Leben in Marokko an der Grenze zur spanischen Exklave Melilla und seine Versuche, den Sicherheitszaun zu überwinden. Der Länderschwerpunkt ist Südafrika gewidmet. Im Mittelpunkt steht die Frage, was aus der „Regenbogennation“ geworden ist: Der African National Congress (ANC) steckt in einer Krise, und immer mehr schwarze Südafrikaner/innen verweigern Präsident Zuma und seiner regierenden Partei die Gefolgschaft. Wie sich diese Situation in der Filmproduktion des wichtigen afrikanischen Filmlandes widerspiegelt und wie sich die Filmschaffenden positionieren, wird anhand einer kleinen Auswahl südafrikanischer Filme deutlich. Zu sehen sind unter anderem AYANDA (ZA 2015) in Anwesenheit der Regisseurin Sara Blecher, MINERS SHOT DOWN (ZA 2014) von Rehad Desai und der Thriller COLD HARBOUR (ZA/GB 2014) von Carey McKenzie. Regisseurin Amina Weira aus dem Niger stellt am Donnerstag, 2. Februar, ihren Film LA COLÈRE DANS LE VENT (NE 2016) vor, einen Dokumentarfilm über den Uranabbau in Arlit und über ihren Vater, der dort jahrelang gearbeitet hat.


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AYANDA Südafrika 2015. R: Sara Blecher D: Fulu Mugovhani, Oc Ukeje, Nthati Moshesh. 105 Min. DCP. OmU

Zu Gast: Sara Blecher

In einem pulsierenden und multiethnischen Stadtteil von Johannesburg restauriert die 21-jährige, energische Ayanda alte Möbel und macht daraus gefragte Kultgegenstände. Acht Jahre nach dem Tod ihres Vaters ist sie zudem fest entschlossen, seine Autowerkstatt wiederzubeleben, die allerdings tief verschuldet ist und vor dem Verkauf steht. Um das Erbe ihres Vaters zu retten, ersinnt Ayanda eine neue Geschäftsidee: Gemeinsam mit ihrem Freund David will sie Oldtimer restaurieren und weiterverkaufen. Der Film strotzt nur so vor Energie und Lebendigkeit, die so typisch sind für das urbane afropolitane Südafrika.

Mittwoch, 01.02. 20:15 Uhr Umtrunk: 19:00 Uhr

LA COLÈRE DANS LE VENT Niger 2016. R: Amina Weira Dokumentarfilm. 54 Min. DCP. OmeU

Zu Gast: Amina Weira

In Arlit, im Süden des Niger, wird seit 1976 in den Minen Uran abgebaut. Große Teile der Region sind kontaminiert, doch die Radioaktivität ist unsichtbar und die Bevölkerung nicht über die mit ihr verbundenen Risiken informiert. Der Vater der Regisseurin Amina Weira, einer der Protagonisten des Films, hat 35 Jahre in der Mine gearbeitet und ist nun pensioniert. Er erzählt aus seinen Erinnerungen und macht die Regisseurin mit anderen früheren und heutigen Minenarbeitern bekannt.

Donnerstag, 02.02. 18:00 Uhr


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AFRICA ALIVE NAKOM Ghana/USA 2016. R: Kelly Daniela Norris, TW Pittman D: Jacob Ayanaba, Grace Ayariga, Abdul Aziz. 90 Min. DCP. OmeU

Donnerstag, 02.02. 20:30 Uhr

Iddrisu liebt sein Leben als Medizinstudent in der Stadt. Der plötzliche Unfalltod seines Vaters führt ihn nach langer Zeit wieder in sein Heimatdorf zurück. Als ältester Sohn fühlt er sich verpflichtet, seine Familie zu unterstützen. Doch er muss sich erst einmal wieder einleben: Das dörfliche Leben ist von harter Feldarbeit und täglichem Überlebenskampf geprägt, birgt aber auch einen gewissen Rückhalt. Immer mehr fühlt er sich von den Strukturen und Traditionen seiner heimatlichen Gemeinschaft aufgefangen. Seine Zukunftspläne in der Stadt möchte Iddrisu aber nicht aufgeben.

MINERS SHOT DOWN Südafrika 2014. R: Rehad Desai Dokumentarfilm. 85 Min. DCP. OmU

Freitag, 03.02. 18:00 Uhr

Im August 2012 treten Arbeiter einer der größten PlatinMinen in Marikana im Nordosten Südafrikas in den Streik. Sechs Tage später schlägt die Polizei den Streik nieder. 34 Minenarbeiter werden erschossen und viele weitere verletzt. Erinnerungen an die Verbrechen des Apartheidregimes werden wach. Rehad Desais filmische Rekonstruktion der Ereignisse greift auf Material aus unterschiedlichen Quellen zurück, darunter auch Videoaufnahmen von Polizei und Militär. Ein schmerzhafter Einblick in die Machtverhältnisse der jungen, hoffnungsvollen Demokratie Südafrikas, zwanzig Jahre nach dem Ende der Apartheid.


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KATI KATI Her End is Just the Beginning Kenia/Deutschland 2015. R: Mbithi Masya D: Nyokabi Gethaigam, Elsaphan Njora. 75 Min. DCP. OmeU

Der Film beginnt mit einer Totalen. Zu sehen ist eine junge Frau, weit entfernt, in einer Savannenlandschaft. Die Kamera bewegt sich auf die Frau, Kaleche, zu. Sie wirkt verunsichert und desorientiert. Sie beginnt zu laufen und gelangt schließlich in eine Feriensiedung, in der sie junge Leute trifft, die sich mit Spielen und Freizeitaktivitäten die Zeit vertreiben. Es herrscht eine scheinbar fröhliche, gelöste Stimmung. Allerdings kann niemand die Siedlung verlassen, eine unsichtbare elastische Wand umschließt das Gelände. Kaleche hat ihr Gedächtnis verloren, weiß nicht, wo sie herkommt und was mit ihr geschehen ist. Bis sie nach ihrem Todesdatum gefragt wird …

Freitag, 03.02. 20:30 Uhr

MALI BLUES Deutschland 2016. R: Lutz Gregor Dokumentarfilm. 93 Min. DCP. OmU

Verschleppte Sklaven sangen auf den Baumwollfeldern der USA einst den Blues, den sie aus ihrer westafrikanischen Heimat mitbrachten. Das heutige Mali gilt als Wiege dieser Musik, die seit Jahrhunderten die Gesellschaft zusammenhält. Nun ist die Kultur des Landes in Gefahr. Islamisten führen im Norden Malis die Scharia ein und verbieten Musik, bedrohen Musiker. Viele von ihnen fliehen aus der Region um Timbuktu und Kidal. Doch der Terror hat sich mittlerweile auch auf andere Teile Malis ausgeweitet. MALI BLUES erzählt von vier Musiker/innen, die eine radikale Auslegung des Islam nicht akzeptieren. Weder in Mali noch irgendwo sonst.

Freitag, 03.02. 22:30 Uhr Samstag, 04.02. 22:30 Uhr


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AFRICA ALIVE LES SAUTEURS Those Who Jump Dänemark 2016. R: Moritz Siebert, Estephan Wagner, Abou Bakar Sidibé. Dokumentarfilm. 79 Min. DCP. Frz./bambara OmU

Samstag, 04.02. 18:00 Uhr

Vom marokkanischen Berg Gurugu blickt man hinunter in die spanische Exklave Melilla an der nordafrikanischen Küste. Afrika und die Europäische Union werden hier durch eine Grenzanlage voneinander getrennt. In den Wäldern des Bergausläufers leben Geflüchtete, die versuchen, die gesicherten Zäune zu überwinden. So auch Abou Bakar Sidibé aus Mali, Co-Regisseur dieses Films, der zugleich seine Flucht dokumentiert. Nach 14 Monaten im informellen Camp und mehreren gescheiterten Versuchen, den Zaun zu überwinden, beginnt Abou zu filmen – seinen Alltag, die Umgebung und das zermürbende Warten auf den nächsten „Sprung“. Wùlu Mali/Frankreich/Senegal 2016. R: Daouda Coulibaly. D: Ibrahim Koma, Inna Modja, Ismaël N’Diaye, Jean-Marie Traoré. 95 Min. DCP. OmeU

Samstag, 04.02. 20:30 Uhr

Ladji arbeitet hart als Minibusfahrer in Malis Hauptstadt Bamako. Mit dem Geld versucht der 20-Jährige seine ältere Schwester aus der Prostitution zu holen. Als sich seine Hoffnung auf einen Aufstieg zerschlägt, steigt er in das lukrativere Drogengeschäft ein. Die ersten Kurierfahrten zur Küste funktionieren bestens, und mit dem leicht verdienten Geld kann er sich und seine Schwester Ami finanziell absichern. Schnell erhält er größere Aufträge. Die Drahtzieher dieses internationalen Drogenhandels sind Militärs, Politiker und Geschäftsleute, die selbst vor einer Zusammenarbeit mit Al-Qaida nicht zurückschrecken. Ladji begibt sich zunehmend in Lebensgefahr.


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THE REVOLUTION WON'T BE TELEVISED Senegal 2016. R: Rama Thiaw, Mamadou Khouma Dokumentarfilm. 110 Min. DCP. OmeU

Senegal 2012. In den Straßen von Dakar formiert sich Widerstand gegen die erneute Kandidatur des 86-jährigen Präsidenten Abdoulaye Wade. Tausende junger Senegalesen schließen sich der Bewegung „Y'en a marre“ („Wir haben es satt“) an, die zum Protest aufruft. Mitbegründet wurde die Bewegung von den Rappern Thiat, Kili Feu und Gadiaga, Schulfreunde der Filmemacherin Rama Thiaw. Ihre Songs über korrupte Politiker und ihr Aufruf zu einem neuen senegalesischen Selbstbewusstsein liefern den Soundtrack zur Revolution. Ein politischer Film über ein anderes, junges Afrika, das nicht mehr Opfer sein will, sondern zum Handeln aufruft.

Sonntag, 05.02. 12:00 Uhr

LIFE SAARABA ILLEGAL Deutschland 2016. R: Peter Heller, Saliou Waa Guendoum Sarr, Bernhard Rübe. Dokumentarfilm. 90 Min. DCP. OmU

Zu Gast: Peter Heller und Saliou Sarr

Der Begriff „Saaraba“ steht für das verheißene Land – Europa. Davon träumen die beiden Brüder Aladji und Souley, zwei senegalesische Fischer, deren Schicksal diese Langzeitbeobachtung über acht Jahre hinweg verfolgt. Der ältere, Aladji, gelangt nach langer Odyssee als Bootsflüchtling bis in die Gemüseplantagen Spaniens, bleibt dort aber illegal. Dennoch macht der jüngere, Souley, sich auf den Weg zu seinem Bruder. Eine weitere Perspektive eröffnet der Film durch Saliou Sarr, den CoRegisseur. Der Cousin der beiden Brüder lebt als Musiker in der Hauptstadt Dakar. Mit Liedern und persönlichen Kommentaren öffnet er den europäischen Kinobesuchern als Begleiter, Interpret und Mittler den Blick.

Sonntag, 05.02. 18:00 Uhr


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AFRICA ALIVE COLD HARBOUR Südafrika/Großbritannien 2014. R: Carey McKenzie D: Tony Kgoroge, Deon Lotz, Fana Mokoena. 76 Min. DCP. OmU

Sonntag, 05.02. 20:30 Uhr

Am Strand von Kapstadt wird die Leiche eines Chinesen angeschwemmt. Der Mord hängt offenbar mit dem verbotenen Fang wertvoller Abalone-Seeschnecken zusammen, die Chinesen als „weißes Gold“ bezeichnen. Der Thriller problematisiert das von mafiösen Gangs organisierte Millionen-Geschäft an der Küste Südafrikas. AJI-BI, LES FEMMES DE L'HORLOGE Under the Clock-Tower Marokko 2015. R: Raja Saddiki Dokumentarfilm. 67 Min. DCP. OmU

Montag, 06.02. 18:00 Uhr

Adji ist ein im Senegal verbreiteter Mädchenname. So werden auch Frauen genannt, die besonders geschäftstüchtig und erfolgreich sind. Die AJI-BI im Dokumentarfilm sind Frauen und Männer, die das Überleben ihrer Familien im Senegal durch ihre Arbeit im fremdenfeindlichen Transitland Marokko sichern. INHEBBEK HEDI Hedis Hochzeit Tunesien/Belgien/Frankreich/Katar/Vereinigte Arabische Emirate 2016 R: M. Attia. D: M. Mastoura, R. B. Messaoud. 88 Min. DCP. OmU

Montag, 06.02. 20:30 Uhr

Tunesien wandelt sich, doch Hedi, ein ruhiger, junger Mann, erwartet nichts von der Zukunft. Andere treffen Entscheidungen für ihn. Während seine Mutter seine Hochzeit arrangiert, soll er im Auftrag seines Bosses Kunden akquirieren. Als er dabei Rim trifft, eine Frau, die viel herumgekommen ist, stürzt Hedi sich in eine Affäre. Zu Hause läuten aber schon die Hochzeitsglocken. Hedi muss endlich eine eigen Entscheidung treffen.


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LOVE THE ONE YOU LOVE  Südafrika 2014. R: Jenna Cato Bass. D: Chiedza Mhende, Andile Nebulane, Louw Venter. 105 Min. DCP. engl. OF

Terri arbeitet als Telefonistin bei einer Erotik-Hotline. Lieber würde sie in Südkorea als Englischlehrerin arbeiten. Als der von Liebeskummer geplagte Eugene nachts in ihrer Telefon-Hotline landet, wendet sich das Blatt. Jenna Cato Bass' Langfilmdebüt erzählt die Utopie einer multiethnischen Gesellschaft in Südafrika als romantische Komödie.

Dienstag, 07.02. 18.00 Uhr

Run Elfenbeinküste/Frankreich 2014. R: Philippe Lacôte. D: Abdoul Karim Konaté, Isaach De Bankolé, Rasmane Ouedraogo. 90 Min. DCP. OmeU

Run hat gerade den Ministerpräsidenten seines Landes getötet. Auf der Flucht verfolgen ihn wirre Träume und Erinnerungen an sein wechselvolles Leben. Die sich wandelnde Identität des Titelhelden spiegelt die jüngere Geschichte der Elfenbeinküste wider.

Dienstag, 07.02. 20:30 Uhr

HISSÈNE HABRÉ – UNE TRAGÉDIE TCHADIENNE Frankreich/Tschad 2016 R: Mahamat-Saleh Haroun. Dokumentarfilm. 82 Min. DCP. OmeU

Für die Opfer der Diktatur im Tschad bedeutete die Festnahme des Diktators Hissène Habré im Jahr 2015 das Ende eines langen Kampfes um Gerechtigkeit. 40.000 Menschen fielen seiner Gewaltherrschaft zum Opfer. Vor der Kamera legen Überlebende nun Zeugnis ab. Regisseur Mahamat-Saleh Haroun hat sich schon mehrfach mit der der Diktatur im Tschad auseinandergesetzt.

Mittwoch, 08.02. 18:00 Uhr


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AFRICA ALIVE ESHTEBAK Clash Ägypten/Deutschland/Frankreich 2016. R: Mohamed Diab D: Nelly Karim, Hany Adel, Tarek Abdel Aziz. 95 Min. DCP. OmeU

Mittwoch, 08.02. 20:30 Uhr

Nach KAIRO 678 spielt Mohammed Diabs neuer Film CLASH fast ausschließlich in einem Gefangenentransporter. Einen Tag nach dem 3. Juli 2013, dem Sturz von Ägyptens Präsident Mohammed Mursi, befinden sich im Polizeiwagen Festgenommene aus allen Lagern. Über die politischen Differenzen hinweg entwickelt sich jedoch eine überraschende Solidarität unter den Gefangenen, die zeigt, was allen gemeinsam ist: ihre Menschlichkeit.

Kurzfilmprogramm AYA WAL BAHR Aya Goes to the Beach Marokko 2015. R: Maryam Touzani. 17 Min. Digital. OmU Donnerstag, 09.02. 18.00 Uhr

Die einzige Unterhaltung des zehnjährigen Hausmädchens Aya in Casablanca besteht darin, fernzusehen und von Balkon zu Balkon mit der an einen Rollstuhl gefesselten Nachbarin zu plaudern. Beide träumen davon, das Meer zu sehen ... SHEILA Südafrika 2015. R: Vicky Kisner. 17 Min. DCP. OmU

Sheila ist schwarz und arbeitet als Hausmädchen in einem Reichenviertel von Johannesburg für ihre weiße Chefin Angela. Eine Notlüge stellt das Verhältnis der beiden auf die Probe. MAMAN(S) Senegal/Frankreich 2015. R: Maïimouna Doucouré. 21 Min. DCP. OmU

Die kleine Aida lebt mit ihrer Familie in einem Pariser Vorort. Als ihr Vater von einer Reise aus dem Senegal zurückkehrt und eine zweite Frau samt Baby mitbringt, muss das Mädchen plötzlich mit zwei Mamas zurechtkommen. DER LANGSTRECKENLÄUFER Deutschland 2015. R: Zuniel Kim. 18 Min. DCP. OmU

Ein afrikanischer Marathonläufer in Hessen. Die fehlende Unterstützung der Familie und der korrupte Sportverband seines Heimatlandes zwangen ihn, nach Europa zu gehen. Die Erfüllung seines Traums bezahlt er mit Einsamkeit.


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DAS SPIEL MIT DER REALITÄT Zwischen glaubwürdiger Fiktion und illusorischem Dokument Die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion, Realitätsabbild und Inszenierung sind längst nicht mehr trennscharf zu ziehen. Während angesichts der gegenwärtigen politischgesellschaftlichen Entwicklungen über die Problematik von „Fake News“ und „postfaktischer Tatsachenverzerrung“ diskutiert wird, sind auch im Kino die Übergänge dank immer wieder neuer filmischer Ausdrucksmöglichkeiten zunehmend fließender. Diesem Problemfeld stellt sich die Programmreihe „Das Spiel mit der Realität“, die im März fortgesetzt wird. Ausgelotet wird das Spannungsverhältnis zweier Gattungen, deren Zugang zur Wahrheit sich grundsätzlich unterscheidet: Der Dokumentarfilm ist verbunden mit dem Anspruch, Wirklichkeit abzubilden. Er wird an Originalschauplätzen gedreht und zeigt real existierende Menschen, die über ihr Leben, ihre Arbeit oder ihr Projekt sprechen. Seine ganz eigene Geschichte erzählt dagegen der Spielfilm, der eine Fiktion erzeugt und dabei auf eine dem Sujet gemäße Bildsprache und Dramaturgie zurückgreift. Fiktionalität sollte dabei aber nicht automatisch mit einem Verlust an dokumentarischer Glaubwürdigkeit gleichgesetzt werden. Andererseits kann auch der Dokumentarfilm als Spielart inszenierter Wirklichkeit verstanden werden. Diese wechselseitige Durchdringung führen ausgewählte Filme vor Augen. Gezeigt werden sogenannte Mockumentaries, gestellte Dokumentationen, die den fiktiven Erzählungen den Anstrich faktischer Glaubwürdigkeit geben, und Dokumentationen, die sich erst auf den zweiten Blick als Spielfilm entpuppen. Stilistisch unterschiedliche Beispiele verdeutlichen, dass das Verhältnis zwischen Fakt und Fiktion nicht so einfach ist, wie es zunächst scheint.


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Das SPIEL MIT DER REALITÄT F FOR FAKE  F wie Fälschung Frankreich/Iran/Deutschland 1973. R: Orson Welles. D: Oja Kodar, François Reichenbach, Elmyr de Hory. 89 Min. Blu-ray. OF

Freitag, 10.02. 18:00 Uhr Samstag, 11.02. 20:30 Uhr

In Orson Welles' Filmessay, der seinem Meisterwerk CITIZEN KANE bezüglich seiner Innovationskraft in nichts nachsteht, dreht sich alles um die Frage, was authentisch, was gefälscht und was der Unterschied zwischen beidem ist. Wahrheit und Lüge, Kunst und Fälschung – Welles' geniales Gedankenspiel eröffnet dem Betrachter völlig neue Blickwinkel auf scheinbar fest definierte Begriffe. Durch die geschickte Montage von Filmausschnitten und Scheindokumentationen beschreibt er dabei die Möglichkeit der Medien, Individuen und Massen zu manipulieren, und die Unmöglichkeit, zwischen Realität und Illusion zu unterscheiden. THE THIN BLUE LINE  Der Fall Randall Adams USA 1988. R: Errol Morris. D: Randall Adams, David Harris. 103 Min. 35mm. OF

Sonntag, 12.02. 20:30 Uhr

1976 wird in den USA der Polizist Robert Wood erschossen. Es gibt zwei Verdächtige: einen vorbestraften 16-Jährigen und den 28-jährigen Randall Adams, der schließlich wegen Mordes verurteilt wird. Dank eigener Recherchen findet Regisseur Errol Morris heraus, dass fünf Zeugen vor Gericht falsch aussagten und die Polizei Beweise fälschte. An ebenjener Erkenntnissuche zwischen Fakt und Hypothese lässt er den Zuschauer in seiner Pionierarbeit des non-fiktionalen Films teilhaben. Er strukturiert das Faktische zu einem „epistemologischen Thriller“, der investigativen Journalismus mit multiperspektivischen Ansätzen paart. Daraus entsteht ein Netz aus Ambiguität und Halbwahrheiten.


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ZELIG USA 1983. R: Woody Allen. D: Woody Allen, Mia Farrow, John Buckwalter, Paul Nevens. 79 Min. 35mm. OF

In den 1920er Jahren verwirrt ein rätselhaftes Chamäleon die US-amerikanische Öffentlichkeit: Leonhard Zelig, ein Mann ohne eigenes Ich, der beim Zusammentreffen mit anderen Menschen deren Identität annimmt. Im Stile einer Mockumentary konstruiert Woody Allen eine fiktive Persönlichkeit. Mit gestellten Tonband- und Archivaufnahmen lässt er den Zuschauer in ein authentisch erscheinendes Leben eintauchen, das es so nie gab. Während er die Manipulationskraft des Mediums thematisiert, macht Allen süffisant darauf aufmerksam, wie schnell ein entstandener Personenkult sich wieder auflösen oder gar zum Feindbild verkehren kann.

Mittwoch, 15.02. 20:30 Uhr Freitag, 17.02. 18:00 Uhr

THIS AIN’T CALIFORNIA Deutschland 2012. R: Marten Persiel D: David Nathan. 99 Min. DCP

Marten Persiel porträtiert eine Teenager-Clique, die auf dem bröckelnden Asphalt der DDR ihre Liebe zu einem Sport entdeckte, der so gar nicht ins Programm des Arbeiter- und Bauernstaates passte: Rollbrettfahren als Ausdruck subversiver Kraft und purer Lebensfreude. Die Verwendung privater Archivfilme suggeriert dokumentarische Authentizität. Erst nachträglich stellte sich heraus, dass das Punk-Märchen gar kein echter Dokumentarfilm ist. Doch dass der Film einer real existenten Grundlage entbehrt, schmälert keineswegs die Wirkung.

Donnerstag, 16.02. 20:30 Uhr


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Das SPIEL MIT DER REALITÄT THE IMPOSTER  Der Blender – The Imposter Großbritannien 2012. R: Bart Layton. D: Frédéric Bourdin, Nancy Fisher, Carey Gibson, Beverly Dollarhide. 99 Min. Blu-ray. OmU

Samstag, 18.02. 20:30 Uhr

USA, 1994: Ein 13-jähriger Junge aus San Antonio, Texas, verschwindet spurlos. Dreieinhalb Jahre später taucht er in Spanien auf: Er hat zwar die gleichen Tattoos, sieht aber irgendwie anders aus und spricht mit einem merkwürdigen Akzent. Bart Laytons Doku-Drama basiert auf der realen Geschichte des französischen Hochstaplers Frédéric Bourdin. I’M STILL HERE USA 2010. R: Casey Affleck. D: Joaquin Phoenix, Antony Langdon, Carey Perloff. 108 Min. DCP. OmU

Sonntag, 19.02. 20:30 Uhr

Im Jahr 2008 verkündet Joaquín Phoenix überraschend seinen Rückzug aus dem Filmgeschäft. Er wolle sich als Hiphop-Musiker neu erfinden. Dass er mit diesem Experiment seinem Filmrepertoire ein weiteres Kapitel hinzufügte, blieb lange im Dunklen. Ein nachdenkliches, sehr schräges Stück gefälschter Dokumentation. PUNISHMENT PARK Strafpark USA 1971. R: Peter Watkins. D: Patrick Boland, Kent Foreman, Carmen Argenziano. 88 Min. 35mm. OF

Dienstag, 21.02. 20:30 Uhr

In den USA beginnt es zu brodeln. Um eine Revolution zu vermeiden, werden politisch Andersdenkende in Straflagern interniert. Den Häftlingen steht die Möglichkeit offen, den „Strafpark“ zu durchqueren: einen unwirtlichen Wüstenstreifen, an dessen Ende dem Delinquenten die Amnestie versprochen wird.


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KINOHIGHLIGHTS 2016 Mit einer Auswahl herausragender Filme aus dem Kinojahr 2016 startet das Kino des Deutschen Filmmuseums ins Programm des neuen Jahres. Die beliebte Reihe bietet im Januar und Februar Gelegenheit, verpasste Kino-Erlebnisse nachzuholen oder einen neugewonnenen Lieblingsfilm erneut auf der großen Leinwand zu genießen – natürlich in der Originalfassung mit Untertiteln.

ROOM  Raum Irland/Kanada 2015. R: Lenny Abrahamson. D: Brie Larson, Jacob Tremblay, William H. Macy, Joan Allen. 114 Min. DCP. OmU

Eine Mutter lebt mit ihrem kleinen Sohn in einem verschlossenen Raum. Allein durch das unerreichbar hohe Deckenlicht erhaschen beide einen Abglanz der Außenwelt. Ab und zu entriegelt ein Mann die Tür, bringt Essen oder sucht sexuelle Befriedigung. Doch Mutter Joy hat einen Fluchtplan ... Die vom Fall Fritzl inspirierte Romanadaption schildert den Überlebenskampf einer entführten Frau, für die neue Qualen beginnen, als sie nach Jahren der Gefangenschaft endlich freikommt. Selten gelingt es einem Film, die Welt derart gekonnt auf den Kopf zu stellen und dabei sogar den Wert der Freiheit zu hinterfragen. Für ihren beklemmenden Auftritt erhielt Brie Larson 2016 den Oscar® als beste Hauptdarstellerin.

Mittwoch, 01.02. 18:00 Uhr Freitag, 10.02. 20:30 Uhr


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KINOHIGHLIGHTS 2016 EL ABRAZO DE LA SERPIENTE  Der Schamane und die Schlange Kolumbien/Venezuela/Argentinien 2015. R: Ciro Guerra. D: Nilbio Torres, Antonio Bolívar, Jan Bijvoet, Brionne Davis. 124 Min. DCP. OmU

Sonntag, 12.02. 18:00 Uhr Dienstag, 14.02. 20:30 Uhr

Der Schamane Karamakate, letzter Überlebender eines indigenen Volkes, trifft im Abstand mehrerer Jahrzehnte auf zwei Forscher, die in den Tiefen des AmazonasDschungels nach einer heilenden, halluzinogene Kräfte bergenden Pflanze suchen. Basierend auf den historischen Tagebüchern der beiden Forscher Theodor Koch-Grünberg und Richard Evans Schultes, erzählt der Abenteuerfilm von den Expeditionen zweier Wissenschaftler, die Anfang und Mitte des 20. Jahrhunderts unabhängig voneinander ins Herz der Finsternis reisen. Ein bildgewaltiger, psychedelischer Trip, dem man sich nur schwer entziehen kann. JI-GEUM-EUN-MAT-GO-GEU-DDAE-NEUN-TEUL-LI-DA Right Now, Wrong Then Südkorea 2015. R: Hong Sang-soo D: Jung Jae-young, Kim Min-hee, Ko Ah-sung. 121 Min. DCP. OmU

Donnerstag, 16.02. 18:00 Uhr Freitag, 17.02. 20:15 Uhr

Während einer Kinotour zur Präsentation seines neuen Films lernt der Arthouse-Regisseur Ham Cheon-soo eine junge Malerin kennen. Der Funke springt über – bis die Künstlerin erfährt, dass er verheiratet ist und außerdem ein Schürzenjäger sein soll. Sie bricht den Kontakt ab. Doch dann erzählt der Film die Geschichte noch einmal: Dank kleiner Variationen im Tonfall und minimalen Veränderungen der Perspektive entwickelt sich dasselbe Treffen zwischen beiden ganz anders. Mit seinem leichtfüßig inszenierten Kinoexperiment über den Zufall und verpasste Chancen folgt Hong Sang-soo den Pfaden von Eric Rohmer und Alain Resnais.


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ARRIVAL USA 2016. R: Denis Villeneuve. D: Amy Adams, Jeremy Renner, Forest Whitaker, Michael Stuhlbarg. 117 Min. DCP. OmU

Die Landung außerirdischer Raumschiffe versetzt alle Welt in große Angst: Sind die Aliens böse? Wollen sie die Menschheit vernichten? Das versucht Louise Banks herauszufinden, eine Linguistin, die im Auftrag des Militärs Kontakt zu den fremden Wesen knüpfen soll. Statt auf lärmendes Special-Effect-Gewitter zu setzen, inszenierte Denis Villeneuve ein subtiles Science-FictionDrama, dessen Spannung sich ganz allmählich aufbaut. Erst wenn alle Puzzleteile zusammengefügt sind, ergeben sich überraschende Antworten.

Sonntag, 19.02. 18:00 Uhr Donnerstag, 23.02. 18:00 Uhr

TONI ERDMANN Deutschland/Österreich/Schweiz 2016. R: Maren Ade. D: Peter Simonischek, Sandra Hüller, Michael Wittenborn, Thomas Loibl. 162 Min. DCP

Komödie, Gesellschaftssatire, Frauendrama: Maren Ades dritte Regiearbeit hat von allem etwas – und ist doch einzigartig: Winfried, 65 Jahre alt, Musiklehrer und skurriler Spaßvogel mit Sinn für schräge Maskeraden, folgt seiner Tochter Ines, die sich auf Geschäftsreise in Rumänien befindet. Die gestresste Unternehmensberaterin nimmt ihn nur als Störfaktor wahr. Der lebenslustige Mann will aber sicherstellen, dass seine ehrgeizige Tochter das Lachen nicht verlernt. So ersinnt er ein schillerndes Alter Ego namens Toni Erdmann, das sie aus der Reserve locken soll. Einen derart erfindungsreichen deutschen Film hat es lange nicht gegeben.

Dienstag 28.02. 20:00 Uhr


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LECTURE & FILM Schnell wie der Witz. Die Filme von Ernst Lubitsch

„[A]ußerdem waren ihm in seinen Filmen die Türen immer wichtiger als die Menschen“ Aus dem Essay Was Lubitsch berührt (Schnell wie der Witz) von Frieda Grafe (1990)

Alle VeranstaltungsMitschnitte sind zu finden unter filmportal.de und ernst-lubitsch.de

Die Filme von Ernst Lubitsch reißen das Publikum im Nu in ihren Bann. Das fängt schon mit den ungewöhnlichen Titeln an: DER BLUSENKÖNIG (DE 1917), KÄSEKÖNIG HOLLÄNDER (DE 1917) oder DER G.M.B.H.-TENOR (DE 1916) – und das sind nur drei seiner mehr als 70 Werke; alle drei Filme sind leider verschollen. Lubitsch arbeitete schnell. Allein 1915 in Berlin drehte er elf Filme, 1932 in Hollywood fünf, darunter TROUBLE IN PARADISE. Als Asta Nielsen sich beklagt, sie habe in seinem Film gar nicht richtig weinen können, antwortet Lubitsch 1920 in einem Brief an die Schauspielerin: „Sie können es mir immer noch nicht verzeihen, dass ich Sie bei einer Großaufnahme statt 5 nur 2 Meter habe weinen lassen. Aber glauben Sie mir, Ihre Tränen kullerten so echt aus den Augen über die Backen auf die Bluse, dass das Publikum nach 2 Metern vollauf ergriffen war.“ Lubitsch ist gewitzt, und das meint nicht einfach nur, dass es etwas zu lachen gibt. Gewitzt ist jemand, der wach ist, der scharf beobachten kann, jemand, der Einfälle hat und einen präzisen Humor. In der Militärzuckerbäckergarnison der BERGKATZE (DE 1920) isst der Trompeter im ovalen Rähmchen gerade eine Wurst, als er zum Morgenappell bläst. In vier Hochbetten nebeneinander räkeln sich Soldaten im Nachthemd. Der Zuckerbäckerkommandant kommt in den Schlafsaal, zwirbelt an seinem Schnurrbart und brüllt irgendetwas, das keiner versteht. Das Tempo zieht an, die Soldaten beeilen sich mit der Katzenwäsche. Der Kommandant geht wieder – die Soldaten springen zurück ins Bett. Bis Juli 2017 widmet sich die Reihe Lecture & Film mit Vorträgen von Expert/innen und einem thematischen Begleitprogramm Ernst Lubitsch und seinen Filmen. Im Februar sind die Begleitfilme neben einer Matinée zu Lubitschs Orientfilm DIE AUGEN DER MUMIE MÂ frühen Berliner Tonfilm-Lustspielen gewidmet, die in Art und Erzählhaltung Lubitsch nahestanden.

Nennung der an der Veranstaltung beteiligten Institutionen auf Seite 49.


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Champagnerlaune mit Sicherheitsabstand – Lubitschs Filmoperetten Lecture von René Michaelsen „Verfilmte Operetten gehören zum Grundstock des frühen Kinos – und gerade Ernst Lubitsch greift sowohl in seinen Stumm- als auch in seinen Tonfilmen immer wieder auf Operetten als Vorlage zurück. Die Operette folgt jedoch als Bühnengenre einem durchaus spezifischen performativen Rahmen, der sich den Bedürfnissen des Mediums Film nicht automatisch fügt: Sie realisiert sich szenisch und musikalisch unter Einbezug einer Sphäre ironischer Distanz und Selbstanzeige, über die Oper und Musical nicht notwendigerweise verfügen. Der Vortrag wird den Fokus auf Lubitschs Verfilmung von Franz Lehárs ‚Die lustige Witwe‘ legen, um von dort aus der Frage nachzugehen, wie Lubitsch die spezifische Illusionsvereinbarung der Operette in seinen Filmen adaptiert und inwiefern sich womöglich gerade die Operette als Blaupause des berühmten Lubitsch Touch qualifiziert.“ René Michaelsen promovierte zur Selbstreflexivität der Musik Robert Schumanns. Seit 2016 ist er Dramaturg am Theater im Bauturm in Köln. In seinen Publikationen widmete er sich Jacques Offenbach, Richard Wagner, Siegfried Kracauer und „Tim und Struppi“.

THE MERRY WIDOW USA 1934. R: Ernst Lubitsch. D: Maurice Chevalier, Jeanette MacDonald, Edward Everett Horton. 99 Min. 35mm. OF

Der fiktive Zwergstaat Marshovia steht kurz vor dem Ruin. Einzig die reiche Witwe Sonia wäre in der Lage, die leeren Staatskassen aufzufüllen. Doch die bislang größte Steuerzahlerin des Landes ist nach Paris ausgewandert. In seiner Verzweiflung beauftragt der König den Frauenhelden Graf Danilo, nach Paris zu reisen: Er soll Sonias Herz erobern, sie heiraten und in ihre Heimat zurückbringen. Der Plan scheint zu gelingen. Unglücklicherweise bekommt die junge Frau jedoch Wind von dem königlichen Plan – mit verheerenden Folgen für Danilo. THE MERRY WIDOW wurde 1935 mit dem Oscar® für das Beste Szenenbild ausgezeichnet.

Donnerstag, 09.02. 20:15 Uhr Filmbeginn: ca. 21:15 Uhr Eintritt frei! Eine Reservierung wird empfohlen.


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Lecture & Film DIE DREI VON DER TANKSTELLE Deutschland 1930. R: Wilhelm Thiele D: Lilian Harvey, Willy Fritsch, Heinz Rühmann. 99 Min. 35mm

Samstag, 11.02. 18:00 Uhr Mittwoch, 15.02. 18:00 Uhr

Weltwirtschaftskrise 1930: Die drei Freunde Willy, Kurt und Hans kehren von einer dreimonatigen Reise zurück. Zuhause angekommen, stellen sie überrascht fest, dass sie fast pleite sind. Das restliche Geld reicht gerade noch zur Gründung einer gemeinsamen Tankstelle. Doch dann verlieben sich alle drei in ihre beste Kundin, die reiche und junge Lilian Coßmann. Singend und tanzend flirten sie um die Wette. DIE DREI VON DER TANKSTELLE war ein Publikumsmagnet, der Schlager „Ein Freund, ein guter Freund“ wurde zum Hit. Der Film ebnete dem Traumpaar Willy Fritsch/Lilian Harvey die Karriere. DAS KABINETT DES DR. LARIFARI Deutschland 1930. R: Robert Wohlmuth D: Max Hansen, Paul Morgan, Erik Ode. 78 Min. 35mm

Samstag, 18.02. 18:00 Uhr

Die Hauptdarsteller Max Hansen und Paul Morgan galten 1930 als Stars der Berliner Kabarettszene, die in den 1920er Jahren im selbstgegründeten „Kabarett der Komiker“ sowie einem eigenen Berliner Theater auftraten. Mit DAS KABINETT DES DR. LARIFARI schufen sie eine anarchisch-selbstironische Parodie auf das Filmemachen zu Zeiten der Weimarer Republik. Im Film sind die beiden pleite und gründen deshalb eine Produktionsgesellschaft. Sogleich beginnen sie mit der Arbeit an ihrem ersten Film, ohne jedoch ein geeignetes Drehbuch zu haben. Als die Dreharbeiten beginnen, sorgen die unbekümmerten Produzenten für völliges Chaos im Atelier.


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MORITZ MACHT SEIN GLÜCK Deutschland 1931. R: Jaap Speyer D: Viktor Schwanneke, Willy Prager, Siegfried Arno. 85 Min. 35mm

Moritz Meier, Protagonist von MORITZ SUCHT SEIN GLÜCK, ist Lehrling in einem Berliner Modegeschäft und bis über beide Ohren in das Mannequin Lisa verliebt, das ihn keines Blickes würdigt. Als das Gerücht aufkommt, er sei ein Millionenerbe, ändert sich die Lage. Die Parallelen zu Ernst Lubitsch sind unübersehbar: Jaap Speyer lieferte eine entfesselte Verwechslungskomödie mit schrägem Humor und flotten Schlagern, in der Siegfried Arno mit einem auf den Rücken geschnallten Grammophon Al Jolson parodiert, den Hautdarsteller des ersten Tonfilms THE JAZZ SINGER (US 1927, R: Alan Crosland).

Mittwoch, 22.02. 18:00 Uhr

Stummfilm-Matinée DIE AUGEN DER MUMIE MÂ Deutschland 1918. R: Ernst Lubitsch D: Pola Negri, Emil Jannings, Harry Liedtke. 58 Min. 35mm. Dt. ZT

Vorfilm EBERT BEI ANNA BOLEYN (Wochenschau-Ausschnitt) DE 1920. 2 Min. 35mm

Klavierbegleitung: Uwe Oberg

Auf einer Reise durch den Orient möchte sich der Maler Alfred Wendland das Grab der Mumie Mâ ansehen. Er sucht vergeblich einen Ortskundigen, der ihn dorthin bringt, macht sich schließlich alleine auf den Weg und trifft in der Grabkammer auf den Wächter Radu, der dort eine schöne Ägypterin versteckt hält. Die junge Frau sieht Mâ täuschend ähnlich. Wendland gelingt es, die junge Frau zu retten und nach Europa zu bringen, wo sie als Tänzerin auftritt. Doch die Rache der Pharaonen lässt nicht lange auf sich warten.

Sonntag, 19.02. 12:00 Uhr


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KLASSIKER & RARITÄTEN 70 Jahre CCC Film Mit mehr als 250 Kino- und unzähligen Fernsehfilmen hat die CCC Filmkunst des Produzenten Artur Brauner eine in der deutschen Filmgeschichte beispiellose Erfolgsstory geschrieben. Brauner machte das Unternehmen in den 1950ern nicht nur zur erfolgreichsten unabhängigen Filmproduktion Europas, er schaffte es auch, dass seine CCC alle Kinokrisen überdauerte. Über Jahrzehnte hinweg vermochte die 1946 in Berlin als „Central Cinema Company Film Gesellschaft mbH“ gegründete Firma das Publikum zu begeistern, zu beglücken, zu brüskieren und herauszufordern. Im vergangenen Herbst feierte Gründer Brauner mit Familie, Freunden und Mitarbeiter/innen das 70. Firmenjubiläum. Seither tourt eine Filmreihe durch die Republik, die das vielfältige Werk der CCC auf ausgewählten Leinwänden präsentiert. Auch das Kino des Deutschen Filmmuseums zeigt daraus sechs Filme. Die Reihe knüpft mit ihrem Schwerpunkt auf den 1950er und frühen 1960er Jahren auch an die Retrospektive zum deutschen Nachkriegskino, „Geliebt und verdrängt“, im Herbst 2016 an. Die Filme der CCC entstanden oft als europäische Koproduktionen mit international renommierten Regisseuren. Insgesamt ist die Bandbreite des filmischen Schaffens der CCC enorm, sie reicht von Schlagerfilmen bis zu Karl-MayVerfilmungen, von Spionagethrillern und Krimis bis zu Literaturverfilmungen; ein wichtiger Schwerpunkt für Artur Brauner war immer die Auseinandersetzung mit der deutschen NS-Vergangenheit. Die Reihe basiert auf einem Jubiläumsfilmprogramm, das die Deutsche Kinemathek und das Deutsche Filminstitut gemeinsam präsentieren. Beide Institutionen sind der CCC eng verbunden: Die Deutsche Kinemathek archiviert und verleiht die Filme der Firma, das Deutsche Filminstitut bewahrt und erschließt die umfangreichen Produktionsunterlagen der CCC.


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OLD SHATTERHAND BRD/Frankreich/Italien 1964. R: Hugo Fregonese D: Lex Barker, Pierre Brice, Daliah Lavi. 122 Min. 35mm

Nach einem blutigen Überfall auf eine Siedlerfarm findet man am Tatort die Leichen zweier Apachen. Offenbar haben die Indianer den Waffenstillstand gebrochen. Doch Old Shatterhand, nach langer Zeit endlich wieder in den Westen zurückgekehrt, macht sich an die Verfolgung einer Bande weißer Banditen ... Mit einem Budget von sechs Millionen Mark zählt der im bildgewaltigen 70-Milimeter-Format gedrehte OLD SHATTERHAND zu den aufwendigsten Karl-May-Filmen. Artur Brauner gelang es, für die Regie den Hollywood-Veteranen Hugo Fregonese und für die Filmmusik Riz Ortolani zu verpflichten, der die Musik zahlreicher Italo-Western komponiert hat.

Samstag, 11.02. 15:30 Uhr

DIE 1000 AUGEN DES DR. MABUSE BRD/Italien/Frankreich 1960. R: Fritz Lang D: Dawn Addams, Peter van Eyck, Wolfgang Preiss. 104 Min. 35mm

Der populäre Fernsehjournalist Peter Barter ist einer brisanten Story auf die Spur gekommen. Doch bevor er die Geschichte veröffentlichen kann, wird er auf dem Weg zu seinem TV-Sender ermordet. Da die Umstände des Mordes an die Vorgehensweise des legendären Dr. Mabuse erinnern, übernehmen Interpol und Kommissar Kras den Fall. Sollte der angeblich verstorbene Superverbrecher etwa noch am Leben sein und versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen? Jean-Luc Godard bezeichnete Fritz Langs letzte Regiearbeit als einen der zehn besten Filme des damaligen Kinojahres.

Samstag, 11.02. 22:30 Uhr


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KLASSIKER & RARITÄTEN DIE SPUR FÜHRT NACH BERLIN BRD 1952. R: František Čáp D: Gordon Howard, Irina Garden, Kurt Meisel. 89 Min. 35mm

Dienstag, 14.02. 18:00 Uhr

Berlin, kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein US-amerikanischer Rechtsanwalt soll in der zerbombten Stadt nach dem verschollenen Erben eines großen Vermögens suchen. Durch Zufall kommt er dabei einer skrupellosen Geldfälscherbande in die Quere und fürchtet schon bald um sein Leben. Mit Hilfe der Tochter des Gesuchten kommt er den Gangstern jedoch auf die Spur: Im rasanten Finale des Films jagen Westberliner, Alliierte und die Polizei gemeinsam durch die verstaubten und verlassenen Katakomben zwischen dem Reichstag und der Reichskanzlei, direkt an der Sektorengrenze. VAMPYROS LESBOS – ERBIN DES DRACULA BRD/Spanien 1971. R: Jess Franco. D: Soledad Miranda, Ewa Strömberg, Dennis Price, Paul Muller. 89 Min. 35mm

Samstag, 18.02. 22:30 Uhr

Die Anwältin Linda träumt von einer attraktiven Frau, der sie auf einer Mittelmeerinsel in Gestalt der geheimnisvollen Gräfin Nadine tatsächlich begegnet. Die Aristokratin erweist sich als Graf Draculas Erbin. Linda verfällt den Reizen des weiblichen Vampirs und lässt ihn ihr Blut trinken. Schon bald bereut Linda ihren Schritt. Der Trashfilmer Jess Franco gilt längst als Kultregisseur. In dieser eigenwilligen Hommage an Bram Stoker verarbeitet er ganz unterschiedliche Einflüsse, vom Surrealismus bis zum Free Jazz. Das Ergebnis ist ein erotisch-psychedelischer Trip, bei dem die Grenzen zwischen Realität und Illusion, Phantasie und Wahn verschwimmen.


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AM TAG, ALS DER REGEN KAM BRD 1959. R: Gerd Oswald. D: Mario Adorf, Christian Wolff, Gert Fröbe, Elke Sommer. 89 Min. 35mm

Westberlin, in der Nachkriegszeit. Werner Maurer, ein harter Bursche, ist Anführer der „Panther“, einer Bande, die in der Stadt ihr Unwesen treibt. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als Werner seinen nächsten Coup plant, ein Komplize jedoch eigene Pläne schmiedet: Robert will der Gang den Rücken kehren, um mit seiner Freundin Inge ein normales Leben zu beginnen. Als alle Bandenmitglieder gemeinsam ein Ding drehen, geht Robert zur Polizei ... Unterstrichen vom titelgebenden Welthit der französischen Sängerin Dalida, inszenierte Gerd Oswald ein packendes Milieuporträt.

Dienstag, 21.02. 18:00 Uhr

ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG BRD/Schweiz/Spanien 1958. R: Ladislao Vajda. D: Heinz Rühmann, Siegfried Lowitz, Michel Simon, Gert Fröbe. 99 Min. 35mm

Der atmosphärische Krimi zeigt Heinz Rühmann in seiner ersten ernsten Rolle. Als eigensinniger Kriminalkommissar fahndet er auf eigene Faust nach dem Mörder eines kleinen Mädchens, der von Gert Fröbe mit beklemmender Intensität verkörpert wird. ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG überzeugt durch die eindringliche Schilderung der Stimmung haltloser Lynchjustiz, der ein zu Unrecht Verdächtigter indirekt zum Opfer fällt. Der bemerkenswerte Kriminalfilm entstand nach einem Originaldrehbuch von Friedrich Dürrenmatt, das im Entstehungsprozess des Films allerdings stark verändert wurde.

Dienstag, 28.02. 18:00 Uhr


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Filmclub TREPPE 41 Treppe 41 ist Freiraum und Experimentierfeld für alle, die ihre Liebe zum Film teilen wollen. Jede/r ist eingeladen, persönliche Entdeckungen im Filmclub vorzustellen und so die eigene Begeisterung weiterzutragen. Bei Getränken auf Spendenbasis lassen wir die gemeinsame Kinoerfahrung auf den Treppenstufen des Filmmuseums nachklingen. THE LATE SHOW Die Katze kennt den Mörder USA 1977. R: Robert Benton. D: Art Carney, Lily Tomlin, Bill Macey. 93 Min. 35mm. OF

Vorgestellt von: Gregor Ries Nach dem Film: Austauschen und trinken

Freitag, 10.02. 22.30 Uhr

Auch die harten Jungs werden einmal alt: Ein Privatdetektiv-Veteran wird von einer exzentrischen Lady beauftragt, deren verschwundene Katze aufzutreiben. Dabei gerät er auf die Spur der Mörder seines ehemaligen Partners. Art Carney als schwerhöriger Schnüffler und Lily Tomlin in der Rolle einer plappernden Lebenskünstlerin sind eine Kombination, die sich maximal weit vom Bogart-und-Bacall-Mythos entfernt. Mit bissigem Humor und einer verwickelten „Murder Mystery“ ist THE LATE SHOW eine der besten Hommagen an das Noir-Genre. THE HOLY MOUNTAIN Montana Sacra – Der heilige Berg Mexiko/USA 1973. R: Alejandro Jodorowsky. D: Horacio Salinas, Alejandro Jodorowsky, Zamira Saunders. 114 Min. DCP. OmU

Vorgestellt von: Nils Bestehorn Nach dem Film: Austauschen und trinken

Freitag, 17.02. 22.30 Uhr

Vor Drehbeginn zu MONTANA SACRA verbrachte KultRegisseur Alejandro Jodorowsky, angeleitet von einem Zen-Meister, eine Woche ohne Schlaf. In der Folge entstand ein skurril-surreales Meisterwerk, das von seinen verstörenden Bildern sowie psychedelischen Farb- und Raumgestaltungen lebt. Reich an Metaphern und Anspielungen auf zeitgenössische Diskurse, wirkt Jodorowskys provokative Gesellschaftskritik erschrekkend aktuell.


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ROLLEN SIE DEN ROTEN TEPPICH AUS... … im Deutschen Filmmuseum Ob für ein Firmenjubiläum, eine Tagung, Galaveranstaltung, ein gemütliches Get Together fernab des Büros oder eine ganz private Veranstaltung – wir bieten für jeden Anlass ein exklusives und individuelles Konzept in einer besonderen Umgebung am Frankfurter Museumsufer.

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Tel. 069 - 961 220 540 events@deutsches-filminstitut.de


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KINDERKINO Ein semidokumentarischer Film über einen Jungen aus Mosambik sowie Geschichten aus dem Orient, aus Fernost und aus dem Weltraum: das Kinderkino im Februar. DER GROSSE MARKT Portugal/Mosambik 2006. R: Licinio Azevedo. Dokumentarischer Spielfilm. 56 Min. Digital. DF. Empfohlen ab 10 Jahren Begleitprogramm zur Ausstellung Über Geld spricht man nicht im Museum für Kommunikation

Freitag, 03.02. 14:30 Uhr Sonntag, 05.02. 15:00 Uhr

Der zwölf Jahre alte Paito lebt in Mosambik und verkauft Krapfen, um Geld für seine Familie zu verdienen. Eine verspätete Mehllieferung bringt ihn in Kontakt mit einer Diebesbande, die den arbeitenden Kindern auf dem Großen Markt das Leben schwer macht. Zusammen mit dem gleichaltrigen Xano stellt er sich der Gruppe. Der unbeschwerte, semidokumentarische Kinderfilm vermittelt Eindrücke vom Alltag in Mosambik und beeindruckt durch die erfrischende Ideenvielfalt und Kreativität der beiden optimistischen Jungen. EINMAL MOND UND ZURÜCK Spanien 2016. R: Enrique Gato Animationsfilm. 94 Min. DF. Empfohlen ab 8 Jahren

Freitag, 10.02. 14:30 Uhr Sonntag, 12.02. 15:00 Uhr

Mikes Großvater war Astronaut und sollte einst bei der ersten Mondlandung dabei sein. Weil sein Sohn, Mikes Vater Scott, krank wurde, musste er aber auf der Erde bleiben. Als ein böser Milliardär behauptet, die Mondlandung sei nicht echt gewesen, nur um selbst auf den Mond zu fliegen und dessen Rohstoffe auszubeuten, ist es an Mike und seinen Freunden, dies zu verhindern. Ein temporeiches, kurzweilig inszeniertes Weltraumabenteuer.


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DIE GESCHICHTE VOM KLEINEN MUCK DDR 1953. R: Wolfgang Staudte. D: Thomas Schmidt, Johannes Maus. 100 Min. 35mm. Empfohlen ab 6 Jahren

KLASSIKER Der alte bucklige Muck arbeitet in einer Töpferwerkstatt in einer orientalischen Stadt. Als er eines Tages von Mustafa und anderen Kindern drangsaliert und verfolgt wird, schließt er sich mit ihnen in die Werkstatt ein. Hier erzählt er die Geschichte seiner Kindheit und wie er sich auf die Suche nach dem Kaufmann, der das Glück verkauft, gemacht hat. Staudtes DEFA-Klassiker verknüpft visuelle Fantasie mit einer humanistischen Botschaft. Eine zeitlose Parabel über den Wert der Freundschaft.

Freitag, 17.02. 14:30 Uhr Sonntag, 19.02. 15:00 Uhr

KUBO – DER TAPFERE SAMURAI USA 2016. R: Travis Knight Animationsfilm. 101 Min. DCP. DF. Empfohlen ab 8 Jahren

Kubo lebt in einem ruhigen Dorf am Meer und verbringt die Tage damit, seiner Mutter und den Dorfleuten Geschichten zu erzählen und ihnen Lieder auf seiner Schamise vorzuspielen, einem magischen Musikinstrument. Doch dann erweckt er versehentlich einen uralten bösen Geist zum Leben, und alles wird anders: Kubo muss sein Dorf verlassen, um mit seinen Freunden Monkey und Bettle den bösen Mond-König und seine Schwester aufzuhalten und das Dorf zu retten. Das meditativ inszenierte Fernost-Märchen ist ein visuell herausragendes Animationsfilm-Abenteuer.

Freitag, 24.02. 14:30 Uhr Sonntag, 26.02. 15:00 Uhr


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SPECIALS

WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM?

Markus Mischkowski und Kai Maria Steinkühler stammen beide aus Köln. Ihre Westend-Philosophie lautet: „Die Idee des Zyklus ist, mit immer wiederkehrenden Figuren von Film zu Film einen eigenen filmischen Kosmos aufzubauen, der eigene Mythen erschafft. Der verwegene Wunsch dahinter ist, sich klammheimlich als Fußnote in die Filmgeschichte einzuschreiben, mit einem kleinen, aber feinen Œuvre, jenseits des gängigen Dienstleistungskinos: Film als Abenteuer, Ereignis und Verheißung …“ WEISSE Ritter Deutschland 2015. R: Markus Mischkowski, Kai Maria Steinkühler D: Markus Mischkowski, Kai Maria Steinkühler. 81 Min. DCP

Vorfilme DER WECHSEL DE 2016. 6 Min. & WELLENREITER DE 2009. 10 Min. R: M. Mischkowski, K. M. Steinkühler

Die beiden langzeitarbeitslosen Freunde Mike und Alfred werden von ihrem Kumpel Rasto als Mitarbeiter seines neuen Kurierdienstes rekrutiert. Sie sollen wichtige Unterlagen „diskret“ nach Luxemburg bringen. Nach dem Film Schon bald gerät das Pilotprojekt zu einem unwägbaspricht Rudolf Worschech (epd Film) ren Unterfangen. Der Filmkritiker Hans Schifferle lobte mit Markus Mischdie „grandiose Schwarz-Weiß-Fotografie von KaPe kowski und Kai Maria Schmidt, der [...] nächtliche Tankstellen so wunderbar Steinkühler. ablichtet, wie man das seit dem frühen Wenders nicht mehr gesehen hat.“ Mittwoch, 22.02. 20:15 Uhr

Foto: Anna C. Wagner

In Kooperation mit

WEISSE RITTER In der Reihe „Was tut sich – im deutschen Film?“ präsentiert das Kino des Deutschen Filmmuseums einmal im Monat ein aktuelles Werk. Im Februar stellen Markus Mischkowski und Kai Maria Steinkühler mit WEISSE RITTER eine satirische Komödie vor, die Ende 2016 ins Kino kam. Der in Schwarzweiß gedrehte Film ist die achte gemeinsame Regiearbeit der beiden, die zur Kölner Gruppe zählen, einem losen Zusammenschluss Kölner Filmemacher, die ihre Arbeit als Teil des „Westend-Zyklus“ verstehen – benannt nach ihrem ersten gemeinsamen Kurzfilm WESTEND (DE 1996).


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Unter Waffen. Fire & Forget 2 Zur Ausstellung „Unter Waffen. Fire & Forget 2“, die bis zum 26. März im Museum Angewandte Kunst zu sehen ist, findet im Deutschen Filmmuseum an zwei Abenden im Februar und März jeweils ein Vortrag mit Filmscreening statt. Zunächst widmet sich Vinzenz Hediger Anthony Manns WINCHESTER ´73. Der Film markiert einen Wendepunkt in der Historie Hollywoods, unter anderem wegen der ersten je für einen Schauspieler ausgehandelten Gewinnbeteiligung, die James Stewart 50 Prozent der Einnahmen sicherte. Anhand dieses „folgenreichsten Waffendeals der Hollywood-Geschichte“ stellt der Vortrag die Frage nach einer Ästhetik der Waffengewalt im Hollywood-Kino.

In Kooperation mit dem Museum Angewandte Kunst und mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

WINCHESTER ‘73 USA 1950. R: Anthony Mann D: James Stewart, Shelley Winters, Dan Duryea. 92 Min. 35mm. OF

Vortrag von Vinzenz Hediger (Professor für Filmwissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt): „Winchester ‘73“: The Gun That Changed Hollywood (1950, Anthony Mann)

Manns Western ist vielleicht der einzige Film mit einem Gewehr als einer der Hauptfiguren – der titelgebenden Winchester ’73, „the gun that won the West“, eine besonders wertvolle Waffe. Ein Mann gewinnt sie am 4. Juli bei einem Preisschießen in Dodge City, doch sie wird ihm gleich wieder gestohlen und macht fortan eine wahre Odyssee durch von einem Besitzer zum anderen. WINCHESTER ’73 wirkt wie eine Anthologie aller bekannten Westernmotive und war der erste von insgesamt acht Filmen, die Anthony Mann mit James Stewart drehte.

Donnerstag, 23.02. 20:15 Uhr


Im Kino 01.-14. Februar 2017

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tagsüber

18:00 Uhr

01

Mi

ROOM ≥ S. 27 Raum IE/CA 2015. Lenny Abrahamson 114 Min. OmU

02

Do

LA COLÈRE DANS LE VENT ≥ S. 15 Niger 2016. Amina Weira 54 Min. OmeU Zu Gast: Amina Weira

03

Fr

04

Sa

05

So

DER GROSSE MARKT ≥ S. 40 PT/MZ 2006. Licinio Azevedo 56 Min. DF 14:30 Uhr

MINERS SHOT DOWN ≥ S. 16 ZA 2014. Rehad Desai 85 Min. OmU LES SAUTEURS ≥ S. 18 Those Who Jump DK 2016. Moritz Siebert, Estephan Wagner, Abou Bakar Sidibé. 79 Min. OmU

THE REVOLUTION WON'T BE TELEVISED ≥ S. 19 SN 2016. Rama Thiaw, Mamadou Khouma 110 Min. OmeU 12:00 Uhr

LIFE SAARABA ILLEGAL ≥ S. 19 DE 2016. Peter Heller, Saliou Sarr, Bernhard Rübe. 90 Min. OmU Zu Gast: Peter Heller, Saliou Sarr

DER GROSSE MARKT ≥ S. 40 PT/MZ 2006. Licinio Azevedo 56 Min. DF 15:00 Uhr

06

Mo

AJI-BI, LES FEMMES DE L'HORLOGE ≥ S. 20 Under the Clock-Tower MA 2015. Raja Saddiki. 67 Min. OmU

07

Di

LOVE THE ONE YOU LOVE ≥ S. 21 ZA 2014. Jenna Catu Bass 105 Min. engl. OF

08

Mi

HISSÈNE HABRÉ - UNE TRAGÉDIE TCHADIENNE ≥ S. 21 FR/TD 2016. Mahamat-Saleh Haroun 82 Min. OmeU

09

Do

Africa Alive KURZFILME ≥ S. 22 AYA WAL BAHR (MA 2015), SHEILA (ZA 2015), MAMAN(S) (SE/FR 2015), DER LANGSTRECKENLÄUFER (DE 2015) Gesamtlänge: 73 Min.

10

Fr

EINMAL MOND UND ZURÜCK ≥ S. 40 ES 2016. Enrique Gato 94 Min. DF 14:30 Uhr

F FOR FAKE ≥ S. 24 F wie Fälschung FR/IR/DE 1973. Orson Welles 89 Min. OmU

11

Sa

OLD SHATTERHAND ≥ S. 35 BRD/FR/IT 1964. Hugo Fregonese 122 Min. 15:30 Uhr

DIE DREI VON DER TANKSTELLE ≥ S. 32 DE 1930. Wilhelm Thiele. 99 Min. EL ABRAZO DE LA SERPIENTE ≥ S. 28 Der Schamane und die Schlange CO/VE/AR 2015. Ciro Guerra 124 Min. OmU

12

So

EINMAL MOND UND ZURÜCK ≥ S. 40 ES 2016. Enrique Gato 94 Min. DF 15:00 Uhr

13 14

Mo

KEINE VORSTELLUNGEN DIE SPUR FÜHRT NACH BERLIN ≥ S. 36 BRD 1952. František Čáp 89 Min.

Di

Africa Alive

Kinohighlights 2016

Realität

Lecture & Film

OF Originalfassung DF Deutsche Fassung o.D. Ohne Dialog OmU Original mit deutschen UT


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20:30 Uhr

22:30 Uhr

AYANDA ≥ S. 15 ZA 2015. Sara Blecher. 105 Min. OmU Zu Gast: Sara Blecher 20:15 Uhr

Mi

01

NAKOM ≥ S. 16 GH/US 2016. Kelly Daniela Norris, TW Pittman. 90 Min. OmeU

Do

02

KATI KATI ≥ S. 17 Her End is Just the Beginning KE/DE 2015. Mbithi Masya. 75 Min. OmeU

MALI BLUES ≥ S. 17 DE 2016. Lutz Gregor. 93 Min. OmU

Fr

03

WÙLU ≥ S. 18 ML/FR/SN 2016. Daouda Coulibaly 95 Min. OmeU

MALI BLUES ≥ S. 17 DE 2016. Lutz Gregor. 93 Min. OmU

Sa

04

COLD HARBOUR ≥ S. 20 ZA/GB 2014. Carey McKenzie 76 Min. OmU

So

05

INHEBBEK HEDI ≥ S. 20 Hedis Hochzeit TN/BE/FR/QA/AE 2016 Mohamed Ben Attia. 88 Min. OmU

Mo

06

RUN ≥ S. 21 CI/FR 2014. Philippe Lacôte 90 Min. OmeU

Di

07

ESHTEBAK ≥ S. 22 Clash EG/DE/FR 2016. Mohamed Diab 95 Min. OmeU

Mi

08

THE MERRY WIDOW ≥ S. 31 US 1934. Ernst Lubitsch 99 Min. OF 20:15 Uhr Lecture: René Michaelsen

Do

09

ROOM ≥ S. 27 Raum IE/CA 2015. Lenny Abrahamson 114 Min. OmU

THE LATE SHOW ≥ S. 38 Die Katze kennt den Mörder US 1977. Robert Benton. 93 Min. OF Vorgestellt von: Gregor Ries

Fr

10

F FOR FAKE ≥ S. 24 F wie Fälschung FR/IR/DE 1973 Orson Welles. 89 Min. OmU

DIE 1000 AUGEN DES DR. MABUSE ≥ S. 35 BRD/IT/FR 1960. Fritz Lang. 104 Min.

Sa

11

So

12

Mo

13 14

THE THIN BLUE LINE ≥ S. 24 Der Fall Randall Adams US 1988. Errol Morris. 103 Min. OF

EL ABRAZO DE LA SERPIENTE ≥ S. 28 Der Schamane und die Schlange CO/VE/AR 2015. Ciro Guerra. 124 Min. OmU Klassiker & Raritäten OmeU Original mit engl. UT

Treppe 41

Di

Kinderkino

Specials

Omdt/frU Original mit deutschen und französischen Untertiteln


Im Kino 15. - 28. Februar 2017

46

tagsüber

18:00 Uhr

15

Mi

DIE DREI VON DER TANKSTELLE ≥ S. 32 DE 1930. Wilhelm Thiele. 99 Min.

16

Do

JI-GEUM-EUN-MAT-GO-GEUDDAE-NEUN-TEUL-LI-DA ≥ S. 28 Right Now, Wrong Then KR 2015. Hong Sang-soo. 121 Min. OmU

17

Fr

18

Sa

19

So

DIE GESCHICHTE VOM KLEINEN MUCK ≥ S. 41 DDR 1953. Wolfgang Staudte. 100 Min. 14:30 Uhr

ZELIG ≥ S. 25 US 1983. Woody Allen 79 Min. OmU

DAS KABINETT DES DR. LARIFARI ≥ S. 32 DE 1930. Robert Wohlmuth. 78 Min. DIE AUGEN DER MUMIE MÂ ≥ S. 33 DE 1818. Ernst Lubitsch 58 Min. 12:00 Uhr Mit Musikbegleitung

ARRIVAL ≥ S. 29 US 2016. Denis Villeneuve 117 Min. OmU

DIE GESCHICHTE VOM KLEINEN MUCK ≥ S. 41 DDR 1953. Wolfgang Staudte. 100 Min. 15:00 Uhr

20

Mo

21

Di

AM TAG, ALS DER REGEN KAM ≥ S. 37 BRD 1959. Gerd Oswald 89 Min.

22

Mi

MORITZ MACHT SEIN GLÜCK ≥ S. 33 DE 1931. Jaap Speyer. 85 Min.

23

Do

ARRIVAL ≥ S. 29 US 2016. Denis Villeneuve 117 Min. OmU

24

Fr

25

Sa

26

So

KUBO – DER TAPFERE SAMURAI ≥ S. 41 US 2016. Travis Knight 101 Min. DF 15:00 Uhr

27

Mo

KEINE VORSTELLUNGEN

28

Di

KEINE VORSTELLUNGEN

KUBO – DER TAPFERE SAMURAI ≥ S. 41 US 2016. Travis Knight 101 Min. DF 14:30 Uhr

Oscar®-nominierte Filme ≥ S. 9

Oscar®-nominierte Filme ≥ S. 9

Oscar®-nominierte Filme ≥ S. 9

ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG ≥ S. 37 BRD/CH/ES 1958. Ladislao Vajda 99 Min. Africa Alive

Kinohighlights 2016

Realität

Lecture & Film

OF Originalfassung DF Deutsche Fassung o.D. Ohne Dialog OmU Original mit deutschen UT


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20:30 Uhr

22:30 Uhr

ZELIG ≥ S. 25 US 1983. Woody Allen 79 Min. OmU

Mi

15

THIS AIN’T CALIFORNIA ≥ S. 25 DE 2012. Marten Persiel 99 Min.

Do

16

JI-GEUM-EUN-MAT-GO-GEUDDAE-NEUN-TEUL-LI-DA ≥ S. 28 Right Now, Wrong Then. KR 2015. Hong Sang-soo. 121 Min. OmU 20:15 Uhr

THE HOLY MOUNTAIN ≥ S. 38 Montana Sacra – Der heilige Berg MX/US 1973. Alejandro Jodorowsky. 114 Min. OmU Vorgestellt von: Nils Bestehorn

Fr

17

THE IMPOSTER ≥ S. 26 The Imposter – Der Blender GB 2012 Bart Layton. 99 Min. OF

VAMPYROS LESBOS – ERBIN DES DRACULA ≥ S. 36 BRD/ES 1971. Jess Franco. 89 Min.

Sa

18

So

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Mo

20

PUNISHMENT PARK ≥ S. 26 Strafpark US 1971. Peter Watkins 88 Min. OF

Di

21

WEISSE RITTER ≥ S. 42 DE 2015. Markus Mischkowski, Kai Maria Steinkühler. 81 Min. 20:15 Uhr Mit Vorfilm und Gästen

Mi

22

WINCHESTER '73 ≥ S. 43 US 1950. Anthony Mann. 92 Min. OF 20:15 Uhr Vortrag: Vinzenz Hediger

Do

23

I’M STILL HERE ≥ S. 26 US 2010. Casey Affleck 108 Min. OmU

Oscar®-nominierte Filme ≥ S. 9

Oscar®-nominierte Filme ≥ S. 9

Fr

24

Oscar®-nominierte Filme ≥ S. 9

Oscar®-nominierte Filme ≥ S. 9

Sa

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Oscar®-Nacht ≥ S. 8

So

26

Mo

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Di

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TONI ERDMANN ≥ S. 29 DE/AT/CH 2016. Maren Ade. 162 Min. 20:00 Uhr

Klassiker & Raritäten OmeU Original mit engl. UT

Treppe 41

Kinderkino

Specials

Omdt/frU Original mit deutschen und französischen Untertiteln


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SERVICE Kino des Deutschen Filmmuseums Schaumainkai 41 · 60596 Frankfurt am Main Information & Ticketreservierung: Tel.: 069 - 961 220 220 Kino kino-des-deutschen-filmmuseums.de Eintrittspreise Regulär: 7,- Euro Ermäßigt (Schüler/Studenten – gilt nicht für Studierende der Universität des 3. Lebensalters U3L): 5,- Euro, Schwerbehinderte: 3,50 Euro Filme mit Gästen, Musikbegleitung, Lecture, 3D: 2,- Euro Zuschlag Für Frankfurt-Pass-Inhaber/innen ermäßigen sich die Preise um die Hälfte. Kinderkino Für Kinder und begleitende Erwachsene: 3,50 Euro; 3D: 1,- Euro Zuschlag Kinocard Ermäßigter Eintritt zu allen Kinoveranstaltungen Jahresbeitrag: 30,- Euro · ermäßigt: 20,- Euro Ticket: je 4,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro Für Sonderveranstaltungen: 1,50 Euro Zuschlag Freundeskreis Freunde des Kinos erhalten die Kinocard, Vorzugskarten bei ausgewählten Filmveranstaltungen und bekommen das aktuelle Programm sowie den wöchentlichen Newsletter zugeschickt. · Jahresbeitrag: 30,- Euro · unter 30-Jährige: 20,- Euro. Freunde des Museums erhalten freien Eintritt in alle Ausstellungen, Einladungen zu den Eröffnungen, den Newsletter und exklusive Informationen zu den Ausstellungen. Jahresbeitrag: 65,- Euro · unter 30-Jährige: 55,- Euro. Informationen: freunde-deutsches-filmmuseum.de freunde@deutsches-filminstitut.de Freunde von Kino und Museum erhalten zusätzlich: Einladungen zu exklusiven Veranstaltungen und zehn Prozent Ermäßigung auf Kataloge zu aktuellen Ausstellungen Jahresbeitrag: 95,- Euro · unter 30-Jährige: 80,- Euro Special für zwei Personen: 160,-Euro · unter 30-Jährige: 130,- Euro Förderkreis Die Mitglieder des Förderkreises tragen entscheidend dazu bei, dass das Deutsche Filminstitut neue attraktive Projekte initiieren kann. Bisher sind im Förderkreis rund 70 Persönlichkeiten engagiert, die die Vermittlung von Filmkultur im Haus am Schaumainkai besonders großzügig unterstützen. Förderkreis-Mitglieder erhalten freien Eintritt in die Ausstellungen und ins Kino. Der Jahresbeitrag beträgt für Privatpersonen 500 Euro, für Unternehmen mindestens 1000 Euro. Kontakt: 069 - 961 220 226 oder foerderkreis@deutsches-filminstitut.de Newsletter Unser wöchentlicher Newsletter informiert per E-Mail über Kino- und Ausstellungs-Programme. Anmeldung unter newsletter.deutsches-filmmuseum.de Programmheft Das monatlich erscheinende Programmheft liegt aus im Deutschen Filmmuseum sowie an ausgewählten Orten in Frankfurt und der Region. Mobilitätspartner des Deutschen Filminstituts

Gegen Vorlage eines ŠKODA-Autoschlüssels erhält der Autobesitzer freien Eintritt in unsere Dauer- und Sonderausstellung.


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Museum · deutsches-filmmuseum.de Di /Do-So 10:00 - 18:00 Uhr · Mi 10:00 - 20:00 Uhr · Mo geschlossen Dauerausstellung Eintrittspreise: 6,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro Für Studierende der Goethe-Universität Frankfurt sowie für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt in die Ausstellungen frei Museumspädagogik und Filmvermittlung Offenes Filmstudio am Wochenende (Ort: 4. Stock) Samstags und sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr Kostenfreies Angebot, Anmeldung nicht erforderlich Aktiv im Filmmuseum Nach Absprache: Führungen für Privatpersonen und Unternehmen (60,- Euro · ermäßigt: 35,- Euro), Filmanalyse (60,- Euro · ermäßigt: 35,- Euro), Seminare, Workshops (35,- bis 120,- Euro) und Kindergeburtstage (90,- Euro), jeweils plus ermäßigter Eintritt pro Person Nähere Informationen, Preise und Anmeldung unter: museumspaedagogik@deutsches-filminstitut.de Tel.: 069 - 961 220 223 · mupaed.deutsches-filmmuseum.de Öffentliche, kostenfreie Führungen (Anmeldung nicht erforderlich; die Teilnehmer/innen bezahlen den reg. Eintritt) Dauerausstellung: jeden Sonntag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: 1. Stock Sonderausstellung: jeden Samstag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: 3. Stock Service filmcafé Das filmcafé ist bis zum Beginn der letzten Kinovorstellung geöffnet. Flaschengetränke können mit ins Kino genommen werden. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln U1, U2, U3, U8 (Schweizer Platz) · U4, U5 (Willy-Brandt-Platz) Straßenbahn 15/16 (Schweizer-/Gartenstraße) Buslinie 46 (Museumsuferlinie 46) Lecture & Film: Eine Veranstaltungsreihe des Deutschen Filmmuseums, des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ im Rahmen der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA), mit finanzieller Unterstützung der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe Universität und des Kulturamts der Stadt Frankfurt. Kontakt zu den Archiven Filmarchiv und Filmverleih: 0611 - 9700 010 filmarchiv@deutsches-filminstitut.de filmverleih@deutsches-filminstitut.de Bildarchiv: 069 - 961 220 454 bildarchiv@deutsches-filminstitut.de Sammlungen und Nachlässe / Plakat- und Musikarchiv: 069 - 961 220 451 sammlungen@deutsches-filminstitut.de plakatarchiv@deutsches-filminstitut.de Mitglieder und Förderer


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NACHRUF

Hans Strobels Enthusiasmus für den Kinder- und Jugendfilm war ansteckend.

Hans Strobel gestorben Die Mitarbeiter/innen des Deutschen Filminstituts trauern um einen Freund und Kollegen Der Filmkritiker, Herausgeber, Dozent, Programmmacher und Festivalleiter Hans Strobel gilt als Wegbereiter des modernen Kinderkinos. Gemeinsam mit seiner Frau Christel gründete er 1979 im Forum 2 des Münchner Olympiadorfs den „Kinderkino München e.V.“, Vorbild für eine Vielzahl späterer Initiativen und Programmkinos diser Art. Das Münchner Kinderkino machte ein Programm mit Filmen aus der ganzen Welt und zeigte, dass es im Ausland eine Kultur für den Kinderfilm gab. 1980 riefen Hans und Christel Strobel in München die Kinderund Jugendfilmkorrespondenz ins Leben, die bis zu ihrer Einstellung Ende 2016 einzige deutschsprachige Fachzeitschrift zum Kinder- und Jugendfilm. Als eigenständige Sektion des Filmfest München gründeten die Strobels 1983 das Kinderfilmfestival München, das sie bis 2014 leiteten. Es entstanden erfolgreiche internationale und aktuelle Festivalprogramme, oft begleitet von filmhistorischen Retrospektiven und Veranstaltungen. Darüber hinaus arbeitete Hans Strobel am Institut Jugend Film Fernsehen und als Dozent an der Katholischen Fachhochschule für Pädagogik. 2013 erhielt er zusammen mit seiner Frau Christa

den Ehrenpreis des Verbandes der Deutschen Filmkritik. Am 24. Dezember 2016 ist Hans Strobel in München kurz vor seinem 79. Geburtstag überraschend gestorben. Jahrelang hatte er an Parkinson gelitten, sein Tod kam viel zu früh. Mit Hans Strobel haben wir einen Weggefährten und Freund verloren. Er war ein langjähriger und geschätzter Besucher des vom Deutschen Filminstitut veranstalteten Frankfurter Kinder- und Jugendfilmfestivals LUCAS. Seine Passion für den qualitativen Kinderfilm und sein Enthusiasmus in der Vermittlungsarbeit ließen ihn zu einer der wichtigsten und meistbeachteten Stimmen im Kinder- und Jugendfilmdiskurs werden. Hans Strobel war ein leidenschaftlicher Kinogänger, der sich immer wieder für gut erzählte und gut dargestellte Filmgeschichten begeisterte. Seine Freundlichkeit und seinen Humor werden wir nicht vergessen. Seine filmhistorische Kompetenz und seine Fähigkeit, Zusammenhänge deutlich zu machen und Inhalte anschaulich darzustellen, werden empfindlich fehlen.


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Echt Echte Beratung statt Larifari. Die Gewerbekundenbetreuung der Frankfurter Sparkasse. Seit 1822. Wenn’s um Geld geht.

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„In der Kunst ist es wie im Leben: Auf das Echte kommt es an. Das ist unser Motto und so arbeiten wir, mit großer Liebe zur Kunst und Begeisterung für unsere Künstler und Sammler. Vertrauensvoll, mit viel Einsatz und immer gemeinsam. Eine gute Mischung – bei der Kunst wie bei den Finanzen.“


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Deutsches Filmmuseum Deutsches Filminstitut Schaumainkai 41 60596 Frankfurt am Main www.deutsches-filmmuseum.de


Filmmuseum Februar 2017