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Filmmuseum Dezember 2015 Kinoprogramm Ausstellungen 路 Projekte


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Information & Ticketreservierung ≥ Tel. 069 - 961 220 220

Impressum Herausgeber: Deutsches Filminstitut – DIF e.V. Schaumainkai 41 60596 Frankfurt am Main Vorstand: Claudia Dillmann, Dr. Nikolaus Hensel Direktorin: Claudia Dillmann (V.i.S.d.P.) Presse und Redaktion: Frauke Haß (Ltg.), Flemming Feß Texte: Isabelle Bastian, Marie Luise Brüggemann, Flemming Feß, Natascha Gikas, Winfried Günther, Monika Haas, Sarah Hujer, Urs Spörri, Treppe 41 Vorführer/innen: Christian Appelt, Michael Besser, Pramila Chenchanna, Hans-Peter Marbach, Günther Volkmann Gestaltung: Optik — Jens Müller www.optik-studios.de Druck: Fißler & Schröder – Die Produktionsagentur 63150 Heusenstamm Anzeigen (Preise auf Anfrage): Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 069 - 961 220 222 E-Mail: presse@deutsches-filminstitut.de Abbildungsverzeichnis: Alle Abbildungen stammen aus dem Bildarchiv des Deutschen Filminstituts, sofern nicht anders verzeichnet. Titelmotiv: Aus dem Film Belle De Jour (FR/IT 1976)

KLASSIKER & RARITÄTEN

Das Kaninchen bin ich ≥ Seite 34


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INHALT Sonderausstellung Film und Games Ausblick: Zusammen sammeln Curd Jürgens – Der Nachlass Kostüme von Barbara Baum im Filmmuseum Stanley Kubrick in Südkorea HEIDI kommt nach Frankfurt Nachruf auf Ulrich Rügner

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Filmprogramm Verso Sud 21 Hommage an Francesco Rosi Frank Sinatra – Zum 100. Geburtstag Junger Filmclub Treppe 41 Klassiker & Raritäten: DDR-Verbotsfilme Lecture & Film: Agnès Varda Kinderkino

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Specials Was tut sich: HIGHWAY TO HELLAS Film des Jahres: TAXI TEHERAN Films that work: Industriefilmtagung Kurzfilmtag Kino & Couch: ONLY LOVERS LEFT ALIVE Weihnachts-Special: DOCTOR ZHIVAGO hr-Premiere: Stadtporträt

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Service Programmübersicht Eintrittspreise/Anfahrt Rückblick und Vorschau

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SPECIALS

DOCTOR ZHIVAGO ≥ Seite 47


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AUSSTELLUNG: FILM UND GAMES

Die Ausstellung wird gefördert von: Stadt Frankfurt am Main, Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Gamescom/BIU, Hessische Kulturstiftung, Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung Medienpartner: Frankfurter Allgemeine Zeitung, TV Spielfilm, Journal Frankfurt, Intro, Retro Gamer, Gamers Global

Computerspiele als Kunst Die kreative Szene der Art Games Nicht nur zwischen „BlockbusterFilmen“ und millionenschweren Großprojekten der Computerspielindustrie gibt es zahlreiche Wechselbeziehungen und gegenseitige Beeinflussungen. Ganz ähnlich wie in der Filmindustrie hat sich auch in der Spielebranche in den vergangenen Jahren eine ambitionierte und vielseitige Independent-Szene herausgebildet, die mit individuell gestalteten Games punktet und dabei in ihrer künstlerischen Gestaltung teilweise Anlehnungen an Filmgenres jenseits des „Mainstream“ vornimmt. Mit den so genannten „Art Games“ hat sich eine Gattung von Computerspielen entwickelt, die eher formale Experimente, ästhetische Alternativen und emotionale Erfahrungen in den Fokus stellt und sich dabei auch an Elementen aus Experimentalfilmen oder sogar Dokumentarfilmen bedient. Das Potenzial dieser Spiele liegt in ihren neuartigen emotionalen und ästhetischen Möglichkeiten, im reflexiven

Spiel mit der Funktionsweise etablierter Genres und in der Aufbereitung komplexer gesellschaftlicher und politischer Themen. Die „Art Games“ mit ihren zahlreichen und vielseitigen filmischen Einflüssen bilden einen der Schwerpunkte der aktuellen Sonderausstellung Film und Games. Ein Wechselspiel (bis 31. Januar 2016) im Deutschen Filmmuseum. Beim Videospiel The Path (Tale of Tales 2009) handelt es sich um eine surreale Rotkäppchen-Variante, die in ihrer albtraumartigen Gestaltung auch von David Lynch inszeniert sein könnte. Das Spiel ignoriert wesentliche Elemente der in Games etablierten Spielführung zu Gunsten der künstlerisch ambitionierten, surrealen Umsetzung der Story. Dabei entsteht auf der ästhetischen Ebene eine Art von Traumlogik, die aber nicht wirklich mit dem Spielerlebnis korrespondiert. The Stanley Parable (Galactic Cafe 2011) dagegen spielt mit der Diskrepanz zwischen vorgesehener Narration eines „allwissen-


Im Videospiel The Stanley Parable wird der Spieler zu einem Büroangestellten, der sich gegen die scheinbar übermächtige, vorgegebene Spielhandlung auflehnen muss.

BegleitpROGRAMM den Erzählers“ und den individuellen Entscheidungen des Spielers. Und zwar, indem der Erzähler in einer Art Dialog auf die Entscheidungen des Spielers reagiert, was Parallelen zum Film STRANGER THAN FICTION (US 2006. R: Marc Forster) erkennen lässt. Das Spiel Papers, please! (Lucas Pope 2013) schließlich reduziert den Einfluss des Spielers auf ein Minimum und bedient sich stattdessen bei Elementen des Dokumentarfilms, um eine komplexe Geschichte zu erzählen, die zur Reflexion über ethische Fragen anregt. Diese Beispiele zeigen, dass das Computerspiel mittlerweile ein eigenständiges Medium ist, das zwar Einflüsse von außen aufnimmt und sich oft an filmischer Ästhetik orientiert, diese jedoch auf ihre eigene Art und durchaus selbstreferenziell einsetzt. Sie bieten Erfahrungen, die auf diese Art und Weise in keinem anderen Medium gemacht werden können.

Film und Games After Work Zu einem entspannten Feierabend in der Ausstellung Film und Games lädt das Deutsche Filmmuseum während der Laufzeit der Ausstellung ein. Immer am zweiten Mittwoch im Monat führen fachkundige Mitarbeiter durch die Film- und Videospielwelt und erzählen Hintergrundgeschichten zu den Exponaten. Bei einem Glas Wein gibt es im Anschluss die Gelegenheit zum Austausch mit den anderen Teilnehmern und Museumsmitarbeitern. Nächster Termin Mittwoch, 9. Dezember, 19 Uhr Mit freundlicher Unterstützung von


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Film und Games: LATE NIGHT THE BLAIR WITCH PROJECT USA 1999. R: Daniel Myrick, Eduardo Sanchez. D: Heather Donahue, Michael Williams, Joshua Leonard. 81 Min. 35mm. OmU

Samstag, 12.12. 22:30 Uhr Samstag, 19.12. 22:30 Uhr

Eine Regisseurin, ein Kamera- und ein Tonmann begeben sich in die Wälder von Maryland, um die lokale Legende der Blair Witch zu untersuchen. Bald verirren sie sich, und unerklärliche Erscheinungen zerren an ihren Nerven. Gedreht mit Video-Handkameras, handelt es sich bei dem FIlm vorgeblich um das Material, das seine drei studentischen Filmemacher drehten und das später gefunden wurde. Die Videoästhetik rechtfertigt sich somit aus der Geschichte des Films heraus. Ungewöhnlich ist, dass ein Film sich gänzlich als ein Stück Realität ausgibt und ohne Special Effects genuinen Schrecken erzeugt. [•REC] Spanien 2007. R: Jaume Balagueró, Paco Plaza. D: Manuela Velasco, Ferran Terraza, Jorge-Yamam Serrano. 78 Min. Blu-ray. OmU

Freitag, 18.12. 22:30 Uhr Samstag, 26.12. 22:45 Uhr

Ein Fernsehteam dokumentiert die nächtliche Arbeit eines Feuerwehrtrupps in Barcelona. Bei einem Einsatz in einem Apartmenthaus wird das Gebäude wegen einer dort wütenden gefährlichen Krankheit von den Behörden versiegelt und niemand, auch nicht das Fernsehteam, kann es verlassen. Die Kamera nimmt weiter die Ereignisse auf. Es stellt sich heraus, dass die Krankheit durch Bisse übertragen wird und dass alle Infizierten aggressiv werden und wie Zombies die Übrigen angreifen. [•REC] wird als Reality-TV-Reportage ausgegeben – inklusive wackeliger Einstellungen – „Kino in der ersten Person“ und als solches der Videospielästhetik verwandt.


Objekte und Geschichten, die an ein persönliches Filmerlebnis erinnern stehen im Zentrum der Ausstellung Zusammen sammeln.

Filmerinnerungen werden Exponate Die Ausstellung Zusammen sammeln lädt zum Mitmachen ein „Ins Kino gehen? Kommt nicht in Frage!“, beschloss Karin Vogts Mutter, als die Tochter 1953 den Wunsch äußerte, PÜNKTCHEN UND ANTON (BRD/AT 1953) anzusehen. Wie gut, dass die damals Zwölfjährige noch einen zweiten Versuch beim Vater wagte: Der zeigte Verständnis und zahlte sogar das Ticket. Karin Vogt ist heute 71. Sie erinnert sich an ihren ersten Kinobesuch noch ganz genau. Das Programmheft, das sie damals für zehn Pfennig kaufte, hat sie bis heute aufgehoben. In den Folgejahren wuchs Vogts Sammlung mit jedem Kinobesuch. Nun wird diese zum Ausstellungsobjekt: Kino- und Filmerinnerungen seiner Besucherinnen und Besucher stellt das Deutsche Filmmuseum ins Zentrum der partizipativen Ausstellung Zusammen sammeln. Wie wir uns an Filme erinnern (2. März bis 16. Mai 2016). Mit einer großen Bandbreite an persönlichen Erinnerungen und Geschichten veranschaulicht die Ausstellung, welchen Einfluss Filme auf unser Leben haben.

Ergänzt werden die persönlichen Beiträge durch Objekte aus den Archiven des Deutschen Filminstituts. So formen Exponate aus privater und institutioneller Hand gemeinsam eine Schau, in der sie einander nicht gegenüber stehen – sondern sich in ihren Aussagen über das Erinnern, Sammeln und Bewahren auf erstaunliche Weise bestätigen. Weitere Informationen und ein Formular zum Einreichen von Beiträgen gibt es auf www.zusammen-sammeln.de Hier können Beiträge persönlich eingereicht werden: Collection Day Gießen am Samstag, 5. Dezember, 11-13 Uhr: Jokus, Ostanlage 25a, 35390 Gießen Collection Day Darmstadt am Samstag, 23. Januar, 11-13 Uhr: Darmstädter Echo, Stephanstr. 8, 64295 Darmstadt Nach Terminvereinbarung in Frankfurt: 069/961 220 564


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VIRTUELLE AUSSTELLUNG

Curd Jürgens – Der Nachlass Von Sonntag, 13. Dezember, an unter curdjuergens.deutsches-filminstitut.de Theater-, Film- und Fernsehschauspieler, Regisseur, Autor, Sänger – und Lebemann: Am 13. Dezember 2015 wäre Curd Jürgens, der „normannische Schrank“ (Brigitte Bardot), 100 Jahre alt geworden. Das Deutsche Filminstitut ehrt den Weltstar mit einer virtuellen Ausstellung seines Nachlasses – den eigentlich niemand zu sehen bekommen sollte. Nach dem Tod, so hatte Curd Jürgens verfügt, sollte sein Vermächtnis im Becken des geleerten Swimmingpools in St. Paul-de-Vence, seinem Domizil in Südfrankreich, verbrannt werden. Margie Jürgens, seine Witwe, entschied sich dagegen und konnte so einzigartige Dokumente des kulturellen Erbes für die Nachwelt bewahren: Arbeitsdrehbücher, Fotografien, Manuskripte, Film- und Theaterprogramme, private und geschäftliche Korrespondenz, Tonbänder, Presseartikel und Fanpost

wurden dem Archiv des Deutschen Filmmuseums 1997 übergeben. Die Dokumente aus rund acht (!) Jahrzehnten zeugen vom schillernden Leben eines Mannes, der von sich selbst behauptete: „Ich hab‘ nichts ausgelassen.“ Curd Jürgens spielte neben Filmgrößen wie Ingrid Bergman, Brigitte Bardot, Orson Welles, Richard Burton oder Robert Mitchum, seine Filmografie umfasst mehr als 150 Film- und Fernsehproduktionen. Auch dem Theater fühlte er sich zeitlebens verbunden. Er war Mitglied des Wiener Burgtheaters, spielte unter Berthold Viertel und mit Oskar Werner, Helene Thimig oder Alma Seidler. Viele Male stand er in der Rolle des „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen auf der Bühne. Unter curdjuergens.deutschesfilminstitut.de wird der Nachlass Curd Jürgens' in drei Sprachen ≥ Fortsetzung auf Seite 10


Starpostkarte zu THE ENEMY BELOW (1957). Bei der Premiere von ME AND THE COLONEL (1958).

Mit seiner f端nften Ehefrau Margie Schmitz 1977.

oben: Mit Hildegard Knef 1951

rechts: Am Set von THE SPY WHO LOVED ME (1977).

unten: FERRY TO HONGKONG (1959).


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VIRTUELLE AUSSTELLUNG

oben: Mit Fotografen 1958. rechts: Vorschau der virtuellen Ausstellung

(Deutsch, Englisch und Franzö­sisch) öffent­lich verfügbar ge­macht. Im Gesamtbestand von etwa 7.500 Objekten lässt sich ebenso recherchieren wie in kuratierten Themen, die vertiefende Texte von Wissenschaftlern, Historikern, Freunden und Kollegen mit Materialien des Nachlasses zusammenbringen. Die Präsentation im virtuellen Raum bietet die einzigartige Möglichkeit, Objekte aus dem Nachlass Curd Jürgens' zu jeder Zeit, an jedem Ort zu erleben und auf neue, interaktive Weise miteinander in Beziehung zu setzen. Bislang unveröffentlichte persönliche Tagebucheinträge und andere Schriften Curd Jürgens’ sind

als Digitalisate, als Transkripte und von einem Schauspieler eingesprochen verfügbar. Filmausschnitte lassen sich mit Dokumenten zu ihrer Entstehung abgleichen, Werkfotos illustrieren dazu die Dreharbeiten. Das Projekt wurde finanziert und unterstützt durch die Familie Jürgens. Mit besonderem Dank an Jürgens' Stieftochter Miriam Duncan und Rechtsanwalt Gunter Fette. Sonntag, 13. Dezember, 18 Uhr: Ein Abend für und mit Curd Jürgens. Präsentation der virtuellen Ausstellung, in Anwesenheit von Miriam Duncan.


AUSSTELLUNG

Die Kleider von Fassbinders Frauen Neu in der Dauerausstellung: Kostüme von Hanna Schygulla und Barbara Sukowa, entworfen von Barbara Baum Kleider machen Leute – und sie verändern sich mit den Leuten. Kostümbildnerin Barbara Baum verfolgt die Entwicklung einer Person während einer Filmhandlung bereits im Drehbuch sehr genau und passt ihre Kostümentwürfe diesem Verlauf an. Dabei spielen nicht nur ein gesellschaftlicher Auf- oder Abstieg, sondern auch emotionale Fort- oder Rückschritte und wie selbstbewusst oder zurückhaltend eine Person agiert, eine Rolle. Einen solchen Verlauf hat sie in Rainer Werner Fassbinders LILI MARLEEN (BRD 1981) meisterhaft in Szene gesetzt. Tritt die Protagonistin Willie Bunterberg (Hanna Schygulla) zu Anfang noch im kindlichen Blümchenkleid und mit weißen Turnschuhen auf, bildet sich ihr Aufstieg zum Star des Dritten Reichs auch in ihrer Garderobe ab. Und das nicht nur in den glamourösen Roben, die sie auf der Bühne trägt – zwei davon sind als Entwürfe bereits in der Dauerausstellung des Deutschen Filmmuseums zu sehen – sondern auch in den Alltagskleidern. Ein Kostüm, das das elitäre Leben Willies abseits der Bühne dokumentiert, ergänzt nun die Baum’schen Kostümentwürfe in der Ausstellung: Im Film schreitet Willie darin an der Seite ihres Förderers, des NS-Funktionärs Henkel, eine Treppe hinauf, hinter ihnen ein Hakenkreuz-Banner. Sie trägt einen weißen Pelzhut und ein schlichtes weißes Kostüm, das durch eine auffällig gemusterte Bluse und eine raumgreifende schwarze Blüte am Revers in Szene gesetzt wird. Daneben ist in der Ausstellung das Kostüm einer weiteren berühmten Fassbinder-Figur zu sehen: das rote, eng anliegende Bühnenoutfit der LOLA (BRD 1981). Die „schärfste Hure der Stadt", gespielt von Barbara Sukowa, singt darin in der Villa Fink „Am Tag als

Kostüme aus LILI MARLEEN (BRD 1981) und LOLA (BRD 1981) in der Dauerausstellung im Deutschen Filmmuseum.

der Regen kam". Sie singt von der Liebe und ist dabei verstrickt in ein Netz aus Intrigen und Korruption. Das berühmteste Kostüm des Films steht in der Dauerausstellung des Deutschen Filmmuseums für die Bedeutung von Kostümbild und Maske im Film – und für die fruchtbare Zusammenarbeit von Barbara Baum und Rainer Werner Fassbinder. Der Ankauf des Arbeitsarchivs von Barbara Baum wurde ermöglicht durch die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung. Zum Gesamtwerk von Barbara Baum erschien das Buch "Film/ Stoffe – Kostüme: Barbara Baum" (≥ Seite 16).


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AKTUELLES

Stanley Kubrick in Südkorea Die Wanderausstellung erreicht ihre 14. Station Bereits seit 2004 ist die Ausstellung des Deutschen Filmmuseums Stanley Kubrick auf Tour um die ganze Welt und wurde in renommierten Ausstellungshäusern, unter anderem in Berlin, Melbourne, Rom, Paris, Amsterdam, Los Angeles, São Paulo und Toronto, präsentiert. Insgesamt zählt sie dabei bisher mehr als eine Million Besucher. Nach der jüngsten Station im mexikanischen

Monterrey öffnet sie am 29. November im Seoul Museum of Art ihre Tore. Das Ausstellungshaus in der südkoreanischen Hauptstadt ist die 14. Station der Ausstellung. Dort wird sie bis zum 13. März 2016 zu sehen sein, bevor sie im Sommer in das Contemporary Jewish Museum in San Francisco weiterzieht.

HEIDI kommt nach Frankfurt Exklusive Preview im Kino des Deutschen Filmmuseums Heidi hüpft über endlose Almwiesen und erobert mit ihrer Lebensfreude das Herz des knorrigen Alm-Öhi. Als sie in die Schule nach Frankfurt geschickt wird, fühlt sie sich schnell eingeengt, dennoch freundet sie sich bald mit der gelähmten Klara an und nimmt sie schließlich mit in die Berge. Der Bestseller Heidi von Johanna Spyri kommt im Dezember in einer Neuverfilmung von Alain Gsponer auf die große Leinwand. Das Deutsche Filmmuseum und LUCAS – Internationales Kinderfilmfestival richten gemeinsam mit der Peter Ustinov Stiftung und Studiocanal am Dienstag, 8. Dezember, um 15 Uhr eine exkulusive Frankfurt-Preview des Films aus. Im Januar kann sich

dann das Publikum des Kinderkinos im Deutschen Filmmuseum von Heidi verzaubern lassen. Restkarten sind im Deutschen Filmmuseum erhältlich.


JUBILÄUMSAUSGABE! 10. SchulKinoWochen Hessen 7. bis 18. März 2016

80 hessische Kinos werden zum Klassenzimmer! Unterrichtsrelevante Filme und ein vielfältiges Programm Filmgespräche mit Filmschaffenden und Expert/innen c Fokus Kamera & Licht c Buntes Jubiläumsfilmpaket c Sonderprogramm „Flucht, Vertreibung, Asyl“ c Themenschwerpunkt „Gemeinschaft schaffen“ – Filme ’ohne Worte’, inklusiv, verbindend c Fortbildungen für Lehrkräfte & Workshops im Klassenzimmer

NME JETZT A

L D E N!

Information und Anmeldung: Deutsches Filminstitut | Projektbüro SchulKinoWochen Hessen Schaumainkai 41 | 60596 Frankfurt am Main Tel. 069 961220-681 | hessen@schulkinowochen.de Eine Veranstaltung von VISION KINO in Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut. Mehr unter

www.schulkinowochen-hessen.de


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AKTUELLES

Nachruf auf Ulrich Rügner Der Stummfilmpianist ist im Alter von 67 Jahren gestorben Mit großer Bestürzung haben wir vom Tod Ulrich Rügners erfahren. Regelmäßige Gäste von Stummfilmvorführungen kennen ihn seit Jahrzehnten als Stammpianisten des Kinos im Deutschen Filmmuseum. Seine Kenntnisse der Filmgeschichte, seine musikalische Bandbreite und seine langjährige Erfahrung machen ihn unersetzlich. Geboren am 1. April 1948 in Stuttgart, lernte Rügner schon als Schüler das Klavier- und Orgelspiel. Er studierte zunächst evangelische Theologie, um dann zusätzlich ein Studium der Musikwissenschaft und der Ethnologie aufzunehmen, erst in Mainz, dann in Marburg. 1984 promovierte er dort mit einer Arbeit über „Filmmusik in Deutschland zwischen 1924 und 1934“. Diese Dissertation gibt nicht nur einen Gesamtüberblick über das Thema, sondern zeichnet sich auch durch detaillierte musikalische Einzelanalysen aus. Insbesondere seine Beschäftigung mit dem Filmkomponisten Giuseppe Becce führte ihn1989 auch ins Deutsche Filmmuseum und dessen Musikarchiv. Seitdem war er dem Haus als Stummfilmpianist und -organist bei ungezählten Vorstellungen verbunden; wenn irgend möglich, sah

er sich die Filme vorher an, und er bereitete sich intensiv auf jede Vorführung vor. Zu Höchstform lief er insbesondere bei den Klassikern des deutschen Films der 1920er Jahre und bei sowjetischen Stummfilmen auf, und mit den Jahren entwickelte er verschiedene Modelle der Begleitung für ein und denselben Film. Ulrich Rügner hat nicht nur Hunderte von Stummfilmen und Laterna-magica-Aufführungen in Deutschland und etlichen Ländern der Welt musikalisch untermalt, sondern auch selbst Musiken zu Filmen und Bühnenaufführungen komponiert. Das Theater war seine zweite große Liebe; hier war er als Pianist tätig, trat darüber hinaus aber auch gern als Schauspieler auf. In den vergangenen Jahren gehörte er zum Ensemble des Frankfurter Autoren Theaters. Ulrich Rügners Tod ist ein großer Verlust, nicht nur für das Deutsche Filmmuseum. Wir werden Ulli schmerzlich vermissen.


Kino lesen! Unser Taschenkalender bietet mehr als nur ein reines Kalendarium: Spannende Texte erinnern an Ereignisse aus Jahren mit einer „6“ und an Filmschaffende, die in 2016 einen runden Geburts- oder Todestag haben. „Der perfekte Filmfreund!“ Sächsische Zeitung 208 S. | Pb. | zahlr. Abb. in Farbe | € 9,90 Mit Lesebändchen | ISBN 978-3-89472-918-9 Heimat - eine deutscHe cHronik 1984 erstmals in Fernsehen gezeigt, gehört zu den Meilensteinen deutscher Filmgeschichte. Da die alten Filmrollen zu zerfallen drohten, wurde das komplette Werk digital restauriert. Dieses Buch enthält den nacherzählten Filmtext der neuen Fassung sowie viele weitere Informationen zum Werk. 544 S. | zahlr. tw farbige Abb.| geb. | € 38,00 ISBN 978-3-89472-999-8 Gunter Groll war von 1945 bis 1959 Filmkritiker bei der Süddeutschen Zeitung. Warum jetzt eine Anthologie mit seinen Texten zum Film? Gunter Groll setzte sich mit Film auseinander, als die „siebte Kunst“ in Deutschland noch um Anerkennung rang. Seine Kritiken sind auch heute, ein halbes Jahrhundert nach ihrer Erstveröffentlichung, nicht überholt. 244 S. | Klappbr. | € 19,90 ISBN 978-3-89472-927-1 In diesem Buch erinnern sich 56 Schauspieler, Regisseure, Autoren, Journalisten, Musiker, Künstler (u.a. Bully Herbig oder heute-show Mann Oliver Welke) und Fans an ihre erste Begegnung mit Star Wars, dem vielleicht größten Popkultur-Phänomen der Filmgeschichte. Ein Fanbuch zum Einstimmen auf den Film das erwacHen der macHt. 128 S. | Pb. | zahlr. farb Abb.€| € 12,90 ISBN 978-3-89472-713-0 www.schueren-verlag.de


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SHOP

Sie haben noch keine Idee für ein Weihnachtsgeschenk? Der Museumsshop des Deutschen Filmmuseums kann helfen:

Katalog »FILM UND GAMES Ein Wechselspiel«

Spiel-Film Quartett »FILM UND GAMES«

Deutsches Filminstitut – DIF (Hg.); Eva Lenhardt / Andreas Rauscher (Red.); 256 Seiten; 281 Abbildungen; ISBN: 9783865052414 34,90 Euro

Gestaltet von Andreas Garbe 12,90 Euro

Der Kulturpolitiker. Hilmar Hoffmann, Leben und Werk

FILM/STOFFE Kostüme: Barbara Baum

Deutsches Filminstitut – DIF (Hg.); Autor: Claus-Jürgen Göpfert 464 Seiten; 240 Abbildungen; ISBN: 9783887990886 24,80 Euro

Deutsches Filminstitut - DIF und Rainer Werner Fassbinder Foundation, Berlin (Hg.); 206 Seiten; zahlreiche Abbildungen; ISBN: 9783887990879 19,80 Euro


Wärmeeffekt-Tasse „Pixel Heart“ Farbveränderung bei Einfüllen heißer Getränke 9,90 Euro

Star Wars Beanie-Figuren Verschiedene Figuren: Chewbakka, Darth Vader, R2D2, Yoda je 7,90 Euro

NEUE SORTEN IN UNSEREM WEINSHOP

Auszeichnung:

US Wine Producer of the Year 2001, International Wine & Spirits Competition

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Wein Special im Dezember: Francis Ford Coppola Winery 1 Rosso & BIANCO Shiraz 2013 Rebsorte: 88% Syrah, 11% Petite Siraz, 1% Viognier. Restzucker: trocken. Auszeichnung: GOLD OUTSTANDING International Wine & Spirits Competition 2013 (Jhg. 2013). 16,90 Euro 2 Diamond Collection Gold Label Chardonnay 2013 Rebsorte: 100% Chardonnay. Restzucker: trocken. Auszeichnung: OUTSTANDING SILBER Int. Wine & Spirits Competition 2013 (Jhg. 2011). 22,90 Euro 3 Director’s Cut Zinfandel 2012 Rebsorte: 80% Zinfandel, 20% Petite Sirah. Restzucker: trocken. Auszeichnung: GOLD International Wine & Spirits Competition 2013 (Jhg. 2012). 31,90 Euro


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VERSO SUD 21 In Zusammenarbeit mit Made in Italy Gefördert von Ministero dei Beni e delle Attività Culturali e del Turismo, Direzione Generale per il Cinema, Rom Mit freundlicher Unterstützung durch Consolato Generale d’Italia, Frankfurt, Istituto Italiano di Cultura, Köln, Camera di Commercio Italiana per la Germania, Italian Quality Experience, Casa di Cultura e.V., Weltlesebühne e.V.

Zum 21. Mal bringt Verso Sud (28. November bis 11. Dezember) eine Auswahl aktueller italienischer Spielund Dokumentarfilme nach Frankfurt. Die Hommage ist in diesem Jahr Francesco Rosi gewidmet, den Martin Scorsese den „Meister des zeitgenössischen Kinos“ nannte und der im Januar im Alter von 92 Jahren gestorben ist. Ehrengäste sind Fernando Muraca, Gianni Di Gregorio und Gabriele Del Grande, drei Regisseure, die zu den interessantesten Vertretern des zeitgenössischen italienischen Kinos gehören. Zur Eröffnung am Samstag, 28. November, zeigt Verso Sud den Debütfilm des aus Kalabrien stammenden Regisseurs Fernando Muraca, LA TERRA DEI SANTI (Das Land der Heiligen, IT 2015).

Termine im November 2015 Samstag, 28.11. 16:00 Uhr – Hommage Francesco Rosi LA TREGUA Die Atempause Italien/Frankreich/Deutschland/Schweiz 1997. R: Francesco Rosi Samstag, 28.11., 19:00 Uhr – Eröffnung Verso Sud 21 Samstag, 28.11., 22:30 Uhr LA TERRA DEI SANTI Das Land der Heiligen Italien 2015. R: Fernando Muraca. Zu Gast: Fernando Muraca Sonntag, 29.11., 11:30 Uhr – Hommage Francesco Rosi CRISTO SI È FERMATO A EBOLI Christus kam nur bis Eboli Italien/Frankreich 1979. R. Francesco Rosi Sonntag, 29.11., 17:00 Uhr CHE STRANO CHIAMARSI FEDERICO Federico Italien 2013. R: Ettore Scola

Consolato Generale d’Italia Francoforte

I T KAM I T CAN Improve your business

Sonntag, 29.11., 19:00 Uhr BUONI A NULLA Pechvögel Italien 2014. R: Gianni Di Gregorio. Zu Gast: Gianni Di Gregorio Montag, 30.11., 18:00 Uhr TRE FRATELLI Drei Brüder Italien/Frankreich 1981. R. Francesco Rosi Montag, 30.11., 20:30 Uhr I NOSTRI RAGAZZI Unsere Kinder Italien 2014. R: Ivano De Matteo


Termine im DEZEMBER 2015

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SMETTO QUANDO VOGLIO Ich kann jederzeit aussteigen Italien 2014. R: Sydney Sibilia. D: Edoardo Leo, Valeria Solarino, Valerio Aprea, Paolo Calabresi. 100 Min. DCP. OmU

Pietro Zinni, 37 Jahre alt und ein genialer Neurobiologe, verliert seine Stelle an der Universität. Weil er keine Perspektive mehr sieht, gründet er eine kriminelle Vereinigung. Sydney Sibilias Debütfilm, eine Satire auf das Schicksal der Mittelklasse in der Wirtschaftskrise, überzeugt mit rasantem Tempo und witzigen Dialogen.

Dienstag, 01.12. 20:30 Uhr Freitag, 04.12. 22:30 Uhr

ITALY IN A DAY Italien 2014. R: Gabriele Salvatores Dokumentarfilm. 75 Min. DCP. OmeU

Jeder, der Lust hatte, konnte für ITALY IN A DAY ein Video einschicken, das am 26. Oktober 2013 in Italien gedreht wurde. Der fertige Film ist das Ergebnis von mehr als 2.200 Stunden Material, eingeschickt von mehr als 40.000 Italienern. ITALY IN A DAY ist ein faszinierender Episodenfilm, der den Alltag der Menschen in Italien zeigt.

Donnerstag, 03.12. 18:00 Uhr

I NOSTRI RAGAZZI Unsere Kinder Italien 2014. R: Ivano De Matteo. D: Alessandro Gassman, Giovanna Mezzogiorno, Luigi Lo Cascio, Barbora Bobulova. 92 Min. DCP. OmU

Die Brüder Paolo und Massimo haben einander eigentlich nichts zu sagen. Als eine Obdachlose von Jugendlichen misshandelt wird und die Aufnahmen einer Überwachungskamera im Fernsehen gezeigt werden, vermuten die Brüder und ihre Ehefrauen, dass es sich bei den Tätern um ihre eigenen Kinder handeln könnte. Ein erbittertes Ringen um die Wahrheit und die daraus resultierenden Konsequenzen beginnt.

Freitag, 04.12. 20:30 Uhr


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VERSO SUD BUONI A NULLA Pechvögel Italien 2014. R: Gianni Di Gregorio. D: Gianni Di Gregorio, Marco Mazzocca, Valentina Lodovini. 87 Min. DCP. OmU

Samstag, 05.12. 20:00 Uhr

Gianni Basani ist vom Pech verfolgt: Er kann erst zwei Jahre später als geplant in Rente gehen und wird zudem in ein neues Büro außerhalb Roms versetzt. Auch seine Ex-Frau, seine Kinder und die neuen Kollegen scheinen sich gegen ihn verschworen zu haben. Doch irgendwann entscheidet er, sich nicht mehr alles gefallen zu lassen. NOI E LA GIULIA Wir und die Giulia Italien 2015. R: Edoardo Leo. D: Luca Argentero, Edoardo Leo, Stefano Fresi, Claudio Amendola. 115 Min. Blu-Ray. OmeU

Samstag, 05.12. 22:00 Uhr

Die unzufriedenen Mittvierziger Diego, Fausto und Claudio, der aus der Zeit gefallene Sergio und die schwangere, leicht durchgeknallte Eliza finden zufällig durch das Vorhaben zueinander, ein Hotel auf dem Land zu eröffnen. Als Vito, der für die Camorra Schutzgeld eintreiben soll, droht, das Hotel in Brand zu setzen, entschließt sich die Gruppe zum Widerstand. CHE STRANO CHIAMARSI FEDERICO Federico Italien 2013. R: Ettore Scola. D: Tommaso Lazotti, Maurizio De Santis, Giulio Forges Davanzati, Ernesto D’Argenio. 93 Min. DCP. OmU

Sonntag, 06.12. 19:00 Uhr

Ettore Scola, selbst einer der einflussreichsten Regisseure Italiens, drehte 20 Jahre nach Federico Fellinis Tod ein sehr persönliches Porträt seines Freundes. Im Zentrum steht der Beginn von Fellinis Karriere, zunächst als Karikaturist bei der einflussreichen Satirezeitschrift Marc'Aurelio, später dann als Drehbuchautor und Regieassistent.


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BIAGIO Italien 2015. R: Pasquale Scimeca. D: Marcello Mazzarella, Vincenzo Albanese, Renato Lenzi, Omar Noto. 90 Min. DCP. OmeU

Beeindruckt vom Wirken des Heiligen Franz von Assisi, entscheidet sich Biagio Conte dafür, sein Leben den Hilfsbedürftigen zu widmen, und gründet eine Mission. In den nächsten 20 Jahren zieht diese mehr als 15.000 Männer und Frauen an, die dort helfen und wirken wollen, wo andere Menschen ausgegrenzt werden.

Sonntag, 06.12. 21:00 Uhr

TORNERANNO I PRATI Die Wiesen werden blühen Italien 2014. R: Ermanno Olmi. D: Claudio Santamaria, Alessandro Sperduti, Francesco Formichetti. 80 Min. DCP. OmU

An der Frontlinie in den Alpen während des Ersten Weltkriegs: Es herrscht Waffenruhe und die Soldaten verharren in der eisigen Kälte und der Stille der Natur, verschanzt in ihren Schützengräben. In dem ihm eigenen religiös-antimilitärischen Stil erzählt der 83-jährige Regisseur Ermanno Olmi von einer Nacht während des harten und blutigen Kriegswinters 1917.

Montag, 07.12. 20:30 Uhr Donnerstag, 10.12. 18:00 Uhr

FINO A QUI TUTTO BENE So weit, so gut Italien 2015. R: Roan Johnson. D: Alessio Vassallo, Paolo Cioni, Silvia D’Amico, Guglielmo Favilla. 80 Min. DCP. OmeU

Fünf Freunde haben in Pisa zusammen in einer Wohnung gelebt, studiert und alles miteinander geteilt. Das alles endet nun, denn jeder der fünf trifft Entscheidungen, die alles verändern. Es sind die letzten drei gemeinsamen Tage der Freunde, die die vielleicht schönste Zeit ihres Lebens gemeinsam verbracht haben – eine Zeit, die sie nie wieder vergessen werden.

Dienstag, 08.12. 20:30 Uhr


VERSO SUD

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BELLUSCONE. UNA STORIA SICILIANA Belluscone – Warum die Italiener Berlusconi lieben Italien 2014. R: Franco Maresco. Dokumentarfilm. 95 Min. Blu-ray. OmU

Mittwoch, 09.12. 20:30 Uhr

Der Filmkritiker Tatti Sanguinetti kommt nach Palermo, um die Geschichte des nie fertig gestellten Filmes BELLUSCONE von Franco Maresco zu rekonstruieren, der von der besonderen Beziehung zwischen Silvio Berlusconi und Sizilien erzählen sollte. Doch der Film wurde nicht fertig, da Schwierigkeiten aller Art auftraten. Das, was einmal der Film von Maresco sein sollte, verwandelt sich nun in eine skurrile Nachforschung über ein unmögliches Vorhaben. In Deutschland noch recht unbekannt, ist Maresco in Italien längst Kult. In seinem Dokumentarfilm BELLUSCONE zeigt er, wie stark die Mafia mit dem Leben der Italiener verwoben ist. IO STO CON LA SPOSA Auf der Seite der Braut Italien 2014. R: Antonio Augugliaro, Gabriele Del Grande, Khaled Soliman Al Nassiry. Dokumentarfilm. 98 Min. DCP. OmU

Zu Gast: Gabriele Del Grande

Freitag, 11.12. 20:00 Uhr

Ein palästinensischer Lyriker und ein italienischer Journalist begegnen in Mailand fünf Flüchtlingen aus Palästina und Syrien. Die beiden wollen die Flüchtlinge auf ihrer illegalen Weiterreise nach Schweden unterstützen und beschließen, eine Hochzeit zu inszenieren. Mit einer als Braut verkleideten Freundin sowie zehn italienischen und syrischen Freunden durchqueren sie, getarnt als Hochzeitsgesellschaft, in vier Tagen halb Europa und legen eine Strecke von 3.000 Kilometern zurück – eine Reise voller Emotionen und Hoffnungen, die am 18. November 2013 in Stockholm endete.


SPECIAL

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SLOW FOOD STORY Italien 2013. R: Stefano Sardo Dokumentarfilm. 73 Min. DCP. OmU

1986 gründete Carlo Petrini, genannt Carlin, in Italien den gastronomischen Verband ArciGola, drei Jahre später lancierte er „Slow Food“, eine internationale Bewegung, die aus dem Widerstand gegen Fast Food entstanden ist. Ohne jemals seine 27.000 Einwohner zählende Heimatstadt Bra verlassen zu haben, schuf Petrini eine Bewegung, die heute in 150 Ländern aktiv ist und sich für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln einsetzt.

„Der Gläserne Untertitler” mit Florian Wolf (im Erdgeschoss) Vor dem Film vermittelt der auf Filmübersetzung und Untertitelung spezialisierte Florian Wolf als „Gläserner Untertitler“ einen Eindruck von seiner anspruchsvollen Arbeit, beantwortet Fragen zum Thema und diskutiert mit dem Publikum, das zudem aktiv mitarbeiten kann.

Mittwoch, 02.12. 18:00 Uhr

Mittwoch, 02.12. 16:30 Uhr

Die Weltlesebühne e.V. ist ein Zusammenschluss von Übersetzerinnen und Übersetzern aus dem deutschsprachigen Raum, die der Öffentlichkeit auf unterhaltsame Weise etwas von ihrem Beruf, ihrer Berufung vermitteln wollen. Bei Verso Sud widmet sich die Weltlesebühne dem Thema der Untertitelung, einem interessanten Sonderfall des Brückenschlags zwischen den Kulturen.


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VERSO SUD: SPECIAL CAINÀ – L'ISOLA E IL CONTINENTE Cainà – Die Insel und der Kontinent Italien1922. R: Gennaro Righelli. D: Maria Jacobini, Carlo Benedetti, Ida Carloni Talli, Eugenio Duse. 65 Min. 35mm. OmU

Klavierbegleitung von Uwe Oberg

Sonntag, 06.12. 17:00 Uhr

Die Schäferin Cainà, eine unabhängige junge Frau, träumt davon, Sardinien zu verlassen. Eines Tages landet ein Schiff aus Korsika an der Küste und bleibt für eine Nacht, ehe die Besatzung ihre Reise fortsetzt. Bei einem Fest zu Ehren der Schiffsmannschaft gelingt es Cainà, sich im Schiffsladeraum zu verstecken. Bei Morgengrauen legt das Schiff mit seiner blinden Passagierin Richtung Kontinent ab. Das Inseldrama CAINÀ ist der erste Versuch, die Realität auf Sardinien unverfälscht filmisch zu erfassen – mit archaischen Dorfgesellschaften und großartigen Landschaften. 1992 wurde in Prag die letzte Kopie dieses ersten in Sardinien gedrehten, bis dahin verschollen geglaubten Spielfilms gefunden und restauriert.

Uwe Oberg ist Pianist und Komponist, er begleitet und vertont seit vielen Jahren Stummfilme. Seine Musik ist sowohl komponiert als auch improvisiert und basiert auf Jazz und anderen Musikrichtungen des 20. Jahrhunderts, mit Einflüssen von Kurt Weill über Thelonious Monk bis zu John Cage. Er ist Träger des Hessischen Jazzpreises 2007.


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Hommage Francesco Rosi Francesco Rosi (*1922 in Neapel, † 2015 in Rom) begann in den späten 1940er Jahren als Regieassistent bei Luchino Visconti und Michelangelo Antonioni. Mit SALVATORE GIULIANO (IT 1962) gelang Rosi der internationale Durchbruch. Mit Filmen wie LE MANI SULLA CITTÀ (IT/FR 1963), IL CASO MATTEI (IT 1972) und LUCKY LUCIANO (IT 1973) festigte er seinen Ruf als politisch engagierter Regisseur, der die Verflechtungen zwischen Politik, Wirtschaft und Verbrechen in seinem Land dokumentiert und analysiert. Ende der 1970er Jahre wandte er sich jedoch auch neuen Stoffen und Verfahren zu und drehte hauptsächlich Literaturverfilmungen. 2008 verlieh ihm die Berlinale den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk, 2012 wurde er bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk ausgezeichnet. IL CASO MATTEI Der Fall Mattei Italien 1972. R. Francesco Rosi. D: Gian Maria Volentè, Luigi Squarzina, Gianfranco Ombuen. 116 Min. 35mm. OmeU

Am 27. Oktober 1962 kam Enrico Mattei, der Präsident der staatlichen Erdölgesellschaft ENI, bei einem Flugzeugabsturz in Norditalien ums Leben. Acht Jahre später begann Rosi mit der Arbeit an seinem Porträt des umstrittenen Erdölmagnaten, der aus ärmlichen Verhältnissen stammte und zu einem der mächtigsten Männer Italiens aufstieg. Das Leben und Wirken Matteis ist nicht chronologisch, sondern thematisch montiert. Es entsteht das Bild eines Mannes, der aus der Rolle des „Staatsdieners“ in die des Staatschefs hineinwuchs. Rosis Film wirft Fragen nach den Grenzen zwischen Machtgebrauch und Machtmissbrauch auf.

Dienstag, 01.12. 18:00 Uhr Freitag, 18.12. 20:30 Uhr


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FRANCESCO ROSI C’ERA UNA VOLTA Schöne Isabella Italien/Frankreich 1967. R: Francesco Rosi. D: Sophia Loren, Omar Sharif, Georges Wilson. 103 Min. 35mm. OmeU

Mittwoch, 02.12. 20:30 Uhr Sonntag, 20.12. 20:30 Uhr

Ein spanischer Prinz soll sich unter sieben italienischen Prinzessinen eine Gemahlin aussuchen, verliebt sich aber in die einfache Landmagd Isabella. Nach allerlei Abenteuern, Hexereien und Intrigen findet das ungleiche Paar schließlich zueinander. Als Hommage an neapolitanische Volksmärchen gedacht, wurde dem aufwändigen Kostümfilm von einigen Kritikern vorgeworfen, einen zu großen Kompromiss mit der Industrie eingegangen zu sein. Was den Film dennoch als Werk Rosis ausweist, ist die Präsenz des bäuerlichen Volks in vielen Szenen, das die beiden Stars Sophia Loren und Omar Sharif bisweilen an die Wand spielt. UOMINI CONTRO Bataillon der Verlorenen Italien/Jugoslawien 1970. R. Francesco Rosi. D: Mark Frechette, Alain Cuny, Gian Maria Volentè. 101 Min. Blu-ray. OmeU

Freitag, 04.12. 18:00 Uhr Dienstag, 29.12. 20:30 Uhr

Italien im Kriegsjahr 1916: Der italienische General Leone will um jeden Preis eine an die Österreicher verlorengegangene Stellung von den Soldaten seiner Division zurückerobern lassen. Täglich werden die Truppen zum Angriff hinausgetrieben und verbluten massenhaft im sinnlosen Stellungskrieg. Mittendrin liegt das Bataillon von Leutnant Sassù, der sich im Angesicht des Grauens mehr und mehr mit den Soldaten solidarisiert und schlussendlich zum Widerstand gegen die militärische Führung aufruft. Rosis einzige Großproduktion zeigt seine konsequente moralische Haltung und reiht sich ein in die pazifistische Tradition von Lewis Milestones ALL QUIET ON THE WESTERN FRONT (US 1930).


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FRANCESCO ROSI – MOMENTE DER WAHRHEIT Deutschland 2002. R: Eckhart Schmidt Dokumentarfilm. 90 Min. DigiBeta. OmU

MOMENTE DER WAHRHEIT ist ein filmisches Porträt Francesco Rosis, der sein Handwerk in den 1950er-Jahren bei Eriprando Visconti und Michelangelo Antonioni erlernte und sich seit seinem ersten Film LA SFIDA (IT 1958) immer wieder mit den mafiösen Strukturen auseinandersetzte und die korrupte Verfilzung von Macht und Kapital anprangerte. Regisseur Eckhart Schmidt lässt Rosi selbst zu Wort kommen und belegt seine Aussagen über Kunst und italienische Zeitgeschichte anhand zahlreicher Filmausschnitte. Dabei verdichtet sich das Porträt zum Bild einer der außergewöhnlichsten Erscheinungen in der europäischen Filmszene.

Samstag, 05.12. 16:00 Uhr

LE MANI SULLA CITTÀ Hände über der Stadt Italien/Frankreich 1963. R. Francesco Rosi. D: Rod Steiger, Salvo Randone. 100 Min. 35mm (am 05.12.) / Blu-ray (am 25.12.). OmeU

Baulöwe Nottola plant den großen Coup: Billiges Ackerland am Rande von Neapel soll durch einen Beschluss des Bürgermeisters zu teurem Bauland werden. Doch als ein maroder Altbau neben der Baustelle einstürzt und mehrere Bewohner unter sich begräbt, gerät das skandalöse Geflecht aus Korruption und Vetternwirtschaft ins Wanken. Die ZEIT schrieb anlässlich der Verleihung des Goldenen Ehrenbären der Berlinale für Francesco Rosis Lebenswerk: „LE MANI SULLA CITTÀ ist das epische Gemälde einer Stadt im Würgegriff einer zerstrittenen politischen Klasse und alteingesessener krimineller Clans.“

Samstag, 05.12. 18:00 Uhr Freitag, 25.12. 18:00 Uhr


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FRANCESCO ROSI SALVATORE GIULIANO Wer erschoss Salvatore G.? Italien 1962. R. Francesco Rosi. D: Frank Wolff, Salvo Randone, Pietro Cammarata, Sennuccio Benelli. 123 Min. Blu-ray. OmeU

Sonntag, 06.12. 11:30 Uhr

Francesco Rosi rekonstruiert in SALVATORE GIULIANO mittels dokumentarisch wirkender Elemente den Mord an einem als Volkshelden verehrten sizilianischen Banditenkönig am 5. Juli 1950 und macht sich zwölf Jahre nach dem Verbrechen auf die Suche nach den Tätern. Als Darsteller wirkten fast ausschließlich Laien aus den Drehorten mit, ehemalige Ganoven spielten sich selbst. Während der Dreharbeiten erhielt Regisseur Rosi mehrfach Morddrohungen.

IL MAGLIARI Auf St. Pauli ist der Teufel los Italien/Frankreich 1959. R. Francesco Rosi. D: Alberto Sordi, Belinda Lee, Renato Salvatori, Linda Vandal. 107 Min. 35mm. OmeU

Montag, 07.12. 18:00 Uhr

Der italienische Gastarbeiter Mario verliert seinen Job in Hannover und überlegt, wieder in seine Heimat zurückzukehren. In dieser hoffnungslosen Lage lernt er Totonno kennen, einen Trickbetrüger, der als Teil einer neapolitanischen Gaunerbande minderwertige Stoffe und Teppiche für viel Geld an die Profiteure des deutschen Wirtschaftswunders verkauft. Mario schließt sich Totonno an und geht mit ihm nach Hamburg, wo das große Geld in Gestalt des Teppichgrossisten Mayer lockt. Doch auf St. Pauli tobt ein harter Verteilungskampf zwischen Deutschen, Polen und Italienern, und als sich Mario auch noch in Paula, die Frau des Teppichhändlers, verliebt, häufen sich die Probleme.


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TRE FRATELLI Drei Brüder Italien/Frankreich 1981. R: Francesco Rosi. D: Charles Vanel, Michele Placido, Philippe Noiret. 111 Min. 35mm. OmeU

Nach dem Tod der Mutter treffen sich drei Brüder erstmals seit Jahren wieder. Raffaele ist Richter in Rom, Rocco leitet in Neapel ein Heim für kriminelle Jugendliche, Nicola ist Arbeiter in Turin. In der Nacht vor der Beerdigung geraten sie aufgrund ihrer unterschiedlichen politischen Meinungen in Streit, finden aber am Grab ihrer Mutter wieder zueinander. In stillen Bildern, ganz bewusst auf laute Töne verzichtend, erzählt Francesco Rosi in seiner freien Adaption einer Erzählung von Andrej Platonov von drei Menschen, in deren Leben und Weltanschauungen sich die Existenzfragen Italiens zu Beginn der 1980er Jahre widerspiegeln.

Donnerstag, 17.12. 20:30 Uhr

LA TREGUA Die Atempause Italien/Frankreich/Deutschland/Schweiz 1997. R: Francesco Rosi D: John Turturro, Rade Serbedzija, Massimo Ghini. 118 Min. 35mm. OmU

Am 27. Januar 1945 befreit die Rote Armee Auschwitz und die letzten Überlebenden des von den Nationalsozialisten fluchtartig verlassenen Vernichtungslagers. Einer der Befreiten ist Primo Levi, ein junger italienischer Chemiker. Für ihn und für einige seiner Kameraden beginnt ein langer Weg zurück ins Leben, eine Monate dauernde Odyssee durch das vom Krieg gezeichnete Europa. Francesco Rosis letzter, mehrfach preisgekrönter Film entstand nach einem autobiografischen Roman von Primo Levi, der 1987, gezeichnet von seinen Erlebnissen im Konzentrationslager, Selbstmord beging.

Dienstag, 22.12. 20:30 Uhr


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FRANK SINATRA ZUM 100. GEBURTSTAG Frank Sinatra war der bedeutendste Entertainer seiner Generation. Mit seinem verführerischen Bariton vermochte er auch banalem Songmaterial eine sehnsuchtsvolle Aura zu verleihen. Für zwei Generationen wurde er so zu „The Voice“. Am 12. Dezember wäre Sinatra 100 Jahre alt geworden. Das Deutsche Filmmuseum ehrt sein Lebenswerk mit vier Filmen, die Sinatras Ausdrucksmöglichkeiten besonders markant zeigen: Er war eben nicht nur ein außergewöhnlicher Sänger, sondern auch ein begnadeter Filmschauspieler. Sinatra kam 1942 zum Kino aufgrund seines Erfolgs als Sänger bei der Tommy Dorsey Band und trat zunächst vor allem in Musicalfilmen auf. Als er für die Rolle des Angelo Maggio in FROM HERE TO ETERNITY (US 1953, R: Fred Zinnemann) den Oscar als Bester männlicher Nebendarsteller erhielt und seinen neu erworbenen Ruf als Charakterdarsteller mit der Rolle eines Drogensüchtigen in THE MAN WITH THE GOLDEN ARM (US 1955, R: Otto Preminger) festigte, war seine weitere Filmkarriere jenseits des Musicals gesichert, auch wenn er später nicht immer eine glückliche Hand bei der Auswahl seiner Rollen bewies. In den 70er Jahren zog er sich weitgehend vom Filmgeschäft zurück und konzentrierte sich auf seine Karriere als Sänger und Entertainer. Er starb am 14. Mai 1998.


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KINGS GO FORTH Rivalen USA 1958. R: Delmer Daves D: Frank Sinatra, Tony Curtis, Natalie Wood. 109 Min. 35mm. OF

Sam Loggins (Frank Sinatra) ist Kommandeur einer Aufklärungseinheit der US-Truppen in den südfranzösischen Alpen im August 1944. Bei einem Urlaub in Nizza werden er und sein neuer Funker Britt Harris (Tony Curtis) zu Rivalen um die Gunst der schönen Monique Blair. Kompliziert wird die Situation, als sich herausstellt, dass diese einen schwarzen Vater hatte. KINGS GO FORTH ist ein dicht konstruiertes Melodrama, das – ungewöhnlich für die 50er Jahre – den Rassismus weißer Amerikaner thematisiert. Sowohl Sinatra als auch Curtis verleihen ihren Rollen Tiefe und Ausdrucksstärke; überzeugend vermittelt Sinatra die innere Zerrissenheit seiner Figur.

Freitag, 11.12. 18:00 Uhr Sonntag, 13.12. 20:30 Uhr

TAKE ME OUT TO THE BALL GAME Spiel zu dritt USA 1949. R: Busby Berkeley D: Frank Sinatra, Esther Williams, Gene Kelly. 93 Min. 16mm. OF

Vorfilm LITTLE TINKER USA 1948 R: Tex Avery 7 Min. 16mm. OF

TAKE ME OUT TO THE BALL GAME ist in mehrfacher Hinsicht ein bemerkenswertes Musical: Es handelt sich um die letzte Regiearbeit des großen Choreographen Busby Berkeley, und die Zusammenarbeit zwischen Gene Kelly und Stanley Donen bei der Entwicklung von Story und Choreographie des Films wurde vom Studio als so erfolgreich angesehen, dass sie zusammen den Regieauftrag für ON THE TOWN erhielten. Die Geschichte spielt im Jahr 1906 und handelt von zwei Baseballspielern, deren Team eines Tages von einem neuen Besitzer übernommen wird – einer Frau, wie sich herausstellt. Ein besonderer Höhepunkt: Frank Sinatra wird von Betty Garrett in einem vollbesetzten Stadion verfolgt.

Freitag, 18.12. 18:00 Uhr Samstag, 19.12. 20:30 Uhr


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FRANK SINATRA OCEAN’S ELEVEN Frankie und seine Spießgesellen USA 1960. R: Lewis Milestone. D: Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis Jr., Peter Lawford. 127 Min. Blu-ray. OF

Vorfilm THE SWOONER CROONER USA 1944. R: Frank Tashlin 8 Min. Blu-ray. OF

Mittwoch, 23.12. 20:30 Uhr Samstag, 26.12. 20:30 Uhr

Frank Sinatra spielt Danny Ocean, den Anführer einer elfköpfigen Bande, die versucht, am Neujahrstag die fünf größten Casinos von Las Vegas gleichzeitig auszurauben. Der eigentliche Plan gelingt; die Probleme treten erst in der Folgezeit auf. OCEAN’S ELEVEN ist der erste „Rat Pack“-Film und setzte als Kriminalkomödie nicht nur für die folgenden den Ton, sondern für eine ganze Fülle von „Caper Movies“ in den nächsten Jahrzehnten. Mehrere Stars sind in Cameoauftritten zu sehen, etwa Shirley MacLaine, die ebenfalls zum Rat Pack gehört. Was dem Film an Tempo fehlt, macht er durch eine genaue Milieuzeichnung und eine Fülle von Einfällen wett. THE DETECTIVE Der Detektiv USA 1968. R: Gordon Douglas. D: Frank Sinatra, Lee Remick, Jacqueline Bisset. 114 Min. 35mm. OmspU

Freitag, 25.12. 20:30 Uhr Mittwoch, 30.12. 20:30 Uhr

Nach dem Mord an dem homosexuellen Sohn eines einflussreichen Kaufhausbesitzers bringt der New Yorker Polizist Joe Leland nicht nur den Falschen auf den elektrischen Stuhl, sondern stößt auch auf ein dichtes Netz aus wirtschaftlicher und politischer Korruption, das bis in Polizeikreise reicht. In den Jahren 1967 und 1968 war Frank Sinatra in zwei bemerkenswerten Detektivfilmen (TONY ROME und LADY IN CEMENT) zu sehen, die versuchten, den Geist des Film noir noch einmal zu beschwören. Mit THE DETECTIVE wirkte er auch in einem ebenso bemerkenswerten Polizeifilm mit, der die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischt und die ganze Zwielichtigkeit des Milieus auffächert.


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Junger Filmclub TREPPE 41 Das Kino des Deutschen Filmmuseums gibt monatlich zwei Programmplätze in die Hände des jungen Filmclubs Treppe 41. Hier die Auswahl für Dezember. Stil und Gestaltung der Texte auf dieser Seite liegen ebenfalls in der Hand von Treppe 41. VAMOS A MATAR, COMPAÑEROS Lasst uns töten, Compañeros Italien/BRD/Spanien 1970. R: Sergio Corbucci D: Franco Nero, Tomas Milian, Iris Berben. 118 Min. 35mm. DF

Vorgestellt von: Julian Bodewig Nach dem Film: Treppengespräch mit Wein und Bier

Auch bei ihrer dritten Zusammenarbeit lässt es das Django-Dreamteam Corbucci/Nero gehörig knallen. Franco Nero begibt sich als schwedischer Waffenhändler Yodlaf Peterson in die Wirren der mexikanischen Revolution und muss sich mit einem unverschämt albernen Tomas Milian verbünden. Gemeinsam fürchten sie einen diabolischen Jack Palance, retten einen heillos überforderten Fernando Rey und Iris Berben mischt auch noch mit.

Freitag, 11.12. 22:30 Uhr

BLACK CHRISTMAS Jessy – Die Treppe in den Tod Kanada 1975. R: Bob Clark. D: Olivia Hussey, Keir Dullea, Margot Kidder. 98 Min. Blu-Ray. OmU

Vorgestellt von: Artemis Manouki Nach dem Film: Treppengespräch mit Wein und Bier

Weihnachten steht vor der Tür ... Doch pausenlose, bedrohliche Anrufe und eine Reihe von Morden in einer Studentinnenverbindung lassen das Fest zum blanken Alptraum werden! Bob Clarks Independent Hit wird oft als der ultimative Archetyp des Slasherfilms bezeichnet. Ein Meilenstein des Genres, der HALLOWEEN beeinflusste und längst einen Kultstatus unter Liebhabern des Retro-Horrors hat.

Freitag, 25.12. 22:30 Uhr


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KLASSIKER & RARITÄTEN

DDR-Verbotsfilme 1965-1990-2015 Die umfassendste kulturpolitische Zäsur der DDR-Geschichte jährt sich im Dezember 2015 zum 50. Mal: Nach dem 11. Plenum des Zentralkomitees der SED wurden 1965/66 zahlreiche Bücher, Theater- und Musikstücke sowie Filme verboten. Insgesamt fielen zwölf Filme durch ihre kritische Haltung gegenüber Staat und Gesellschaft sowie eine relativ freie künstlerische Gestaltung bei den kulturpolitischen Funktionären in Ungnade. Nahezu die gesamte Jahresproduktion der DEFA wurde gestoppt. Die betroffenen Filmemacher und Autoren fanden danach nur noch schwer oder gar keine Arbeit mehr, andere wiederum kehrten dem Spielfilm den Rücken. In den folgenden Jahren verhinderte diese Zäsur, dass brisante Themen im Spielfilm der DDR verarbeitet wurden; nur wenige mutige Filme entstanden. Bis zum Mauerfall 1989 wurden die Verbotsfilme nicht öffentlich vorgeführt. Das Kino des Deutschen Filmmuseums zeigt drei der verbotenen Werke in einer Filmreihe. DAS KANINCHEN BIN ICH DDR 1965. R: Kurt Maetzig. D: Angelika Waller, Alfred Müller, Ilse Voigt, Wolfgang Winkler. 113 Min. 35mm

Dienstag, 08.12. 18:00 Uhr

Maria verliert ihren Studienplatz, da ihr Bruder wegen „staatsgefährdender Hetze“ zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Als sie dem Richter ihres Bruders begegnet, beginnt sie eine Affäre mit ihm. Letztendlich hat diese Liebe jedoch keinen Bestand, und auch von ihrem Bruder wendet Maria sich ab. Sie geht nun ihren eigenen Weg. DAS KANINCHEN BIN ICH war einer der ersten und am schärfsten attackierten Filme, weswegen die zwölf verbotenen Werke auch „Kaninchen-Filme“ genannt wurden. Bereits die Romanvorlage des DDR-Schrifstellers Manfred Bieler war von den Funktionären abgelehnt worden.


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BERLIN UM DIE ECKE DDR 1965. Regie: Gerhard Klein. D: Dieter Mann, Monika Gabriel, Erwin Geschonneck. 86 Min. 35mm

Die Freunde Olaf und Horst sind verbittert über die Zustände und das Arbeitsklima in ihrem Betrieb, doch die älteren Arbeiter haben für ihre Forderungen kein Verständnis. Als die beiden in der Betriebszeitung ungerechtfertigt kritisiert werden, fühlen sie sich so gekränkt, dass die Situation eskaliert. Gerhard Klein und Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase nehmen in BERLIN UM DIE ECKE Elemente wieder auf, die sie bereits in den 50er Jahren, vor allem in BERLIN – ECKE SCHÖNHAUSER (DDR 1957) beschrieben haben.

Dienstag, 22.12. 18:00 Uhr

DENK BLOSS NICHT, ICH HEULE DDR 1965. R: Frank Vogel. D: Peter Reusse, Anne-Kathrein Kretzschmar, Jutta Hoffmann. 93 Min. 35mm

Kurz vor dem Abitur wird der Schüler Peter Naumann aufgrund seines kritischen Aufsatzes zum Thema „Die Republik braucht dich, du brauchst die Republik“ der Schule verwiesen. Seine Freundin Anne hält zu ihm, doch ihr Vater, ein unverbesserlicher Sozialist, kann Peters jugendlich-radikale Ansichten nicht nachvollziehen. Wie bereits in seinem vorherigen Film JULI LEBT (DDR 1963) widmet sich Frank Vogel den Problemen der Jugendlichen und deren Suche nach Werten. DENK BLOSS NICHT, ICH HEULE war mit seinem kontroversen Inhalt eine Herausforderung zur Diskussion, die die Funktionäre unbedingt unterbinden wollten.

Dienstag, 29.12. 18:00 Uhr


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LECTURE & FILM Selbstporträts von Anderen: Das Universum von Agnès Varda

„Es ist, als würde ich dein Selbst-Porträt filmen“, sagt Agnès Varda zu Jane Birkin in JANE B. PAR AGNÈS V. aus dem Jahr 1988. Varda, geboren 1928 in Brüssel, Spielfilmregisseurin, Dokumentaristin, Installationskünstlerin und Filmtheoretikerin, ist eine der großen Künstlerpersönlichkeiten der Filmgeschichte. Ihr Werk umspannt mittlerweile sechs Jahrzehnte. Varda bildete – zusammen mit Godard, und im Dialog und Widerstreit mit diesem – das intellektuelle Gravitationszentrum der Nouvelle Vague. Der Satz, den sie zu Birkin sagt, lässt sich als Poetik und Programm verstehen. Die entscheidende Frage ist für sie nicht, was Kino ist, sondern was es bedeutet, Kino zu machen. Vardas Kino ist entsprechend offen und erfinderisch, oft autobiografisch und zugleich universell, vielgestaltig und stets changierend zwischen Formen, Formaten und Gattungen. In der Reihe Lecture & Film entwerfen namhafte internationale Experten bis Juli 2016 eine Kartographie des vielschichtigen Werks von Varda. Die Vorträge werden ergänzt durch eine begleitende Filmreihe mit Werken, die in Verbindung mit der Arbeit Vardas stehen. Im Dezember sind dies Filme mit Michel Piccoli in der Hauptrolle, der am 27. Dezember seinen 90. Geburtstag feiert und durch LES CRÉATURES (FR 1966) sowie seine Rolle als Simon Cinéma in LES CENT ET UNE NUITS DE SIMON CINÉMA (FR 1995) nicht aus dem Werk von Agnès Varda wegzudenken ist.


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Der längste Tag. Zu Agnès Vardas CLÉO DE 5 À 7 (FR 1962) Lecture von Kathrin Peters (Berlin) Am Anfang von CLÉO steht eine Prophezeiung, am Ende eine Prognose. Dazwischen ist Warten, und der Film behandelt dieses Warten: Zeit vergeht, Cléo vertreibt sich die Zeit, lässt sich durch Paris treiben. Die Stadt ist dabei mehr als eine Kulisse, sie wird selbst zur Akteurin. Eine Transformation ereignet sich, in der sich das weibliche Subjekt anders zu seiner Umgebung in Beziehung setzt. Und außerhalb tobt der Algerienkrieg, von dem im Film zwar nichts zu sehen, aber immer wieder zu hören ist. Wie erzählt Agnès Varda von einem Feminismus, der 1961 noch kaum als solcher zu erkennen war? Wie zeigt sich das Ende des Kolonialismus, von dem noch nicht abzusehen war, wie lange er sich hinziehen würde? Kathrin Peters ist Professorin für Geschichte und Theorie der visuellen Kultur an der Universität der Künste Berlin. Sie forscht zu Formen des Fotografischen, zum Verhältnis von Gender und Medien und zur Geschichte der Gestaltung und leitet die Redaktion der Zeitschrift für Medienwissenschaft. CLÉO DE 5 À 7 Mittwoch zwischen 5 und 7 Frankreich/Italien 1962. R: Agnès Varda. D: Corinne Marchand, Antoine Bourseiller, Dominique Davray. 90 Min. 35mm. OmeU

CLÉO DE 5 À 7 war Agnès Vardas großer Durchbruch: Die junge Sängerin Cléo ist fest davon überzeugt, an Krebs erkrankt zu sein. Bis zu ihrem Arzttermin und der Diagnose sind es jedoch noch zwei Stunden des bangen Wartens, die sie überbrücken muss. Die Angst vor dem Tod treibt Cléo auf die Straßen von Paris, wo sie in quälend langen Momenten der Ungewissheit ihren Gedanken über das Leben nachhängt und einem jungen Soldaten begegnet, der kurz vor dem Kriegseinsatz in Algerien steht. Dabei entdeckt Cléo, dass die existenzielle Angst ihre persönliche Weltsicht nachhaltig verändert. Agnès Varda folgt ihrer Protagonistin ästhetisch außergewöhnlich in Echtzeit.

Donnerstag, 03.12. 20:15 Uhr Filmbeginn: ca. 21:15 Uhr Eintritt frei am 03.12. Eine Reservierung wird empfohlen. Mittwoch, 09.12. 18:00 Uhr (nur Film)


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LECTURE & FILM LE MÉPRIS Die Verachtung Frankreich/Italien 1963. R: Jean-Luc Godard. D: Michel Piccoli, Brigitte Bardot, Jack Palance, Fritz Lang. 103 Min. 35mm. OmU

Samstag, 12.12. 18:00 Uhr

LE MÉPRIS war die erste große Hauptrolle für Michel Piccoli: Als Krimiautor Paul Javal soll er das Drehbuch zum stockenden „Odyssee“-Projekt für den Regisseur Fritz Lang (der sich selbst spielt) überarbeiten. Im römischen Filmstudio-Komplex Cinecittà feilt er mit dem Produzenten an den dramaturgischen Schwächen, bis Javals bildschöne Ehefrau Camille am Filmset erscheint. Es entwickelt sich ein zerstörerisches Spiel aus Liebe und Eifersucht. Jean-Luc Godard selbst bezeichnete seine Abrechnung mit dem Hollywoodkino als „Traktat über das klassische Filmmilieu“. BELLE DE JOUR Belle de Jour – Schöne des Tages Frankreich/Italien 1967. R: Luis Buñuel. D: Catherine Deneuve, Michel Piccoli, Jean Sorel. 101 Min. 35mm. OmeU

Samstag, 19.12. 18:00 Uhr Mittwoch, 23.12. 18:00 Uhr

Die schöne junge Sévérine ist frisch vermählt mit ihrem Ehemann, dem reichen Internisten Pierre. Doch im Bett läuft es nicht zwischen den beiden, Befriedigung findet Sévérine lediglich in ihren sadomasochistischen Tagträumen. Als die Fantasien ihr nicht mehr genügen, beginnt sie unter dem Namen „Belle de Jour“ ein Doppelleben als Prostituierte. Dort kann sie ihre erotischen Vorlieben nach Herzenslust ausleben. Alles geht gut, bis mit dem misstrauischen Bourgeois Henri Husson (Michel Piccoli) ein Freund ihres Mannes sie in dem Bordell entdeckt. BELLE DE JOUR wurde mit dem Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig ausgezeichnet.


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HABEMUS PAPAM Habemus papam – Ein Papst büxt aus Italien/Frankreich 2011. R: Nanni Moretti D: Michel Piccoli, Jerzy Stuhr, Nanni Moretti. 102 Min. 35mm. OmU

Der alte Papst ist tot, 108 Kardinäle haben sich zum Konklave versammelt. Jeder von ihnen hofft insgeheim, dass er von der Ernennung in das höchste katholische Amt verschont bleibt. Doch dann steigt weißer Rauch auf: Überraschend erhält der französische Kardinal Melville die Mehrheit der Stimmen und wird zum neuen Papst gewählt. Doch kurz bevor dieser auf dem Balkon der erwartungsvollen Menge entgegentritt, ergreift Melville eine Panikattacke, und er flieht aus dem Vatikan in die Stadt. Michel Piccoli spielte 2011 die Hauptrolle in HABEMUS PAPAM und erhielt im selben Jahr den Europäischen Filmpreis für sein Lebenswerk.

Samstag, 26.12. 18:00 Uhr Mittwoch, 30.12. 18:00 Uhr

ROLLEN SIE DEN ROTEN TEPPICH AUS... … im Deutschen Filmmuseum Ob für Firmenjubiläum, Tagung, Galaveranstaltung, gemütliches Get Together oder private Veranstaltung – wir bieten für jeden Anlass ein exklusives und individuelles Konzept am Frankfurter Museumsufer. Sprechen Sie uns an!

Tel. 069 - 961 220 540 events@deutsches-filminstitut.de


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KINDERKINO Zwei außergewöhnliche Reisen zeigt das Kinderkino im Dezember: Die beiden Wichtel Dreg und Blaurose machen sich auf, ein magisches Horn zu suchen, und im Kopf des Mädchens Riley begeben sich die Gefühlskobolde auf den Weg, um ihr emotionales Chaos zu ordnen. In EIN PFERD FÜR KLARA muss Klara ganz schnell reiten lernen. EIN PFERD FÜR KLARA Schweden 2009. R: Alexander Moberg. D: Rebecca Plymholt, Joel Lutzow. 84 Min. DCP. DF. Empfohlen ab 7 Jahren

Freitag, 04.12. 14:30 Uhr Sonntag, 06.12. 15:00 Uhr

Weil Klaras Eltern sich getrennt haben, zieht sie mit ihrer Mutter aufs Land. Dort dreht sich in der Schule alles nur ums Reiten. Um schnell neue Freunde zu gewinnen, behauptet Klara, dass sie eine gute Reiterin sei. Eine Lüge, denn sie kann weder reiten, noch hat sie ein Pferd. Gut, dass Klara den Nachbarsjungen Jonte kennenlernt. Zusammen mit Jonte und dem Pferd Star macht sich Klara daran, allen zu beweisen, was in ihr steckt. Dabei muss sie mehr als ein Hindernis überwinden, denn schon in vier Wochen steht das große Pferderennen der Schule an, und das will Klara unbedingt gewinnen. MAGIC SILVER 2 – DIE SUCHE NACH DEM MAGISCHEN HORN Norwegen 2011. R: Arne Lindtner Næss. D: Ane Viola Semb, Johan Tinus Lindgren. 87 Min. Blu-Ray. DF. Empfohlen ab 7 Jahren

Freitag, 11.12. 14:30 Uhr Sonntag, 13.12. 15:00 Uhr

Der Winter ist so kalt, dass die Menschen, bei denen die Rotwichtel normalerweise leben, fliehen. Allein haben die Wichtel nicht mehr genug Vorräte, um den Winter zu überstehen. Blaurose, die junge Königin der Blauwichtel, eilt ihrem Freund, dem Rotwichtelkönig Dreg, zu Hilfe. Sie begeben sich auf die abenteuerliche Suche nach dem Zauberhorn, mit dem man das Wetter beherrschen kann. Mit ihm wollen sie den unnatürlichen Winter beenden und so die Rotwichtel retten.


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ALLES STEHT KOPF USA 2015. R: Pete Docter. Animationsfilm 95 Min. DCP. 3D. DF. Empfohlen ab 7 Jahren

Riley lebt auf dem Land und fühlt sich dort sehr wohl. Eines Tages muss sie mit ihren Eltern jedoch nach San Francisco ziehen. Darüber ist Riley so unglücklich, dass alles außer Kontrolle gerät. Also machen sich die Gefühlskobolde Wut, Ekel, Angst, Traurigkeit und Freude in ihrem Kopf auf eine abenteuerliche Reise, um Rileys Leben wieder ins Gleichgewicht zu bringen, damit sie auch in ihrer neuen Heimat Freunde finden kann.

Freitag, 18.12. 14:30 Uhr Sonntag, 20.12. 15:00 Uhr Freitag, 25.12. 14:30 Uhr Sonntag, 27.12. 15:00 Uhr

Noch keine Pläne für die Weihnachtsferien? Das Deutsche Filmmuseum hat auch an den Feiertagen geöffnet.

Die geänderten Öffnungszeiten an den Feiertagen: Do, 24.12.2015 (Heiligabend): geschlossen Fr, 25.12.2015 (Weihnachten): 11 – 18 Uhr Sa, 26.12.2015 (Weihnachten): 10 – 18 Uhr Do, 31.12.2015 (Silvester): geschlossen Fr, 1.01.2016 (Neujahr): 11 – 18 Uhr


42

SPECIALS

WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM? In Kooperation mit

In der Reihe WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM? präsentiert das Kino des Deutschen Filmmuseums einmal im Monat ein aktuelles Werk. Im Dezember ist Aron Lehmann mit seiner gesellschaftskritischen Komödie HIGHWAY TO HELLAS zu Gast, die bei ihrer Premiere im südkoreanischen Busan mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Christoph Maria Herbst spielt darin einen deutschen Bankangestellten, der auf einer griechischen Insel die Sicherheiten seiner Kreditnehmer kontrollieren soll. Für Aron Lehmann ist dies die erste Produktion mit Pantaleon Films, der auch Matthias Schweighöfer als Produzent angehört.

Aron Lehmann, geboren 1981 in Wuppertal, absolvierte sein Regiestudium an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam. Nach einigen Kurzfilmen drehte Aron Lehmann seinen ersten abendfüllenden Spielfilm KOHLHAAS ODER DIE VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT DER MITTEL (DE 2012), der mit dem Publikumspreis des Saarbrücker Max-Ophüls-Preises und dem Ludwigshafener Filmkunstpreis ausgezeichnet wurde. Für 2016 ist bereits sein nächstes Werk mit dem Titel DIE LETZTE SAU angekündigt. HIGHWAY TO HELLAS Deutschland 2015. R: Aron Lehmann. D: Christoph Maria Herbst, Adam Bousdoukos, Akilas Karazisis. 89 Min. DCP

Vorfilm V FOR VAROUFAKIS Deutschland 2015 R: Jan Böhmermann 4 Min. Digital OmeU

Dienstag, 15.12. 20:15 Uhr Nach dem Film spricht Ulrich Sonnenschein (epd Film) mit Aron Lehmann und Daniel Sonnabend (Produzent).

Der entnervte Bankangestellte Jörg Geissner reist ins sonnige Griechenland. Allerdings ist er nicht gekommen, um Urlaub zu machen: Auf der idyllischen Insel Paladiki soll er herausfinden, ob für Kredite, die seine Bank vor vielen Jahren einigen Einwohnern gewährte, noch immer die nötigen Sicherheiten existieren. Mit dieser Mission macht der Deutsche sich unter den Insulanern nicht viele Freunde. Vor allem der Supermarktbesitzer Panos und seine Freunde setzen alles daran, Geissners Schnüffeleien mit immer neuen Tricks zu torpedieren. Aber nach einer Weile lernen sich die Kontrahenten etwas besser kennen – und merken, dass sie einander in Wahrheit gar nicht so unähnlich sind.


43

FILM DES JAHRES Seit mehr als 60 Jahren vergibt die Jury der Evangelischen Filmarbeit das Prädikat „Film des Monats“ an herausragende Filme. Aus den 2015 ausgezeichneten Filmen wählte sie TAXI TEHERAN von Jafar Panahi zum „Film des Jahres". TAXI Taxi Teheran Iran 2015. R: Jafar Panahi Dokumentarfilm. 82 Min. DCP. OmU

In Kooperation mit

Filmkulturelles Zentrum im

Jury der Evangelischen Filmarbeit

Der Film folgt unterschiedlichen Begegnungen in einem von Regisseur Jafar Panahi selbst gefahrenen Taxi in Teheran. Trotz eines von der iranischen Justiz verhängten Berufsverbots hat Panahi diesen Film gedreht, seine dritte Arbeit unter diesen Bedingungen. „Das Taxi wird zum Studio, manches wirkt wie zufällig und alltäglich, anderes kunstvoll inszeniert. So entstand ein einzigartiges Dokument über das Leben in der iranischen Gesellschaft, das aktuelle Gesellschaftskritik und existentielle Fragen nach dem Sinn des Lebens miteinander verbindet“, heißt es in der Begründung der Jury. „Taxi Teheran lebt aus der Menschlichkeit und künstlerischen Freiheit, die der Repression abgerungen wurden.“ Der Film erhielt den Goldenen Bären der Berlinale 2015.

Samstag, 12.12. 20:00 Uhr Programm: 20 Uhr Preisverleihung Die Laudatio hält Thomas Klingenmaier ca. 20.30 Uhr Filmvorführung Anschließend: Sektempfang


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SPECIALS

Films That Work – INDUSTRIEFILMTAGUNG Das vollständige Programm der Tagung findet sich auf films-that-work.de

Die Schönheit der Technik ist ein Schlüsselmotiv der Avantgarden des 20. Jahrhunderts. Aber was passiert, wenn Kunst selbst ein nützlicher Teil der Maschine wird? Die internationale Tagung „Films That Work” fragt nach dem Gebrauchswert von Ästhetik am Beispiel des Einsatzes von Film in industriellen Organisationen und in der Wirtschaftspolitik. Die Tagung bringt Spezialisten aus Europa, den USA und Asien zusammen und verbindet Ansätze aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, um einen Beitrag zu einem vertieften Verständnis der Verwendungen von Kunst in industriellen Organisationen und der Medienkultur industrialisierter und postindustrieller Gesellschaften zu leisten. Begleitet wird die Tagung von einem Sichtungsprogramm mit schwer zugänglichen Filmen aus Archiven in den USA, Großbritannien, Italien sowie Zentral- und Osteuropa. Antonioni, Ermanno Olmi, Bruno Bozzetto and others Präsentiert von Anna Maria Falchero

Die Auswahl gibt einen Überblick über die italienische Industriefilmproduktion seit den 1930er Jahren und umfasst Auftragsarbeiten bekannter Regisseure. Dienstag, 15.12. 18:00 Uhr

Fiat 522 – DSGS OF THE COALFIE (Fiat) IT 1932-33 SETTE CANNE, UN VESTITO (Snia BPD) IT 1949. R: Michelangelo Antonioni LA PATTUGLIA DEL PASSO SAN GIACOMO (Edison) IT 1954. R: Ermanno Olmi TRENI SULL’ ACQUA (FS) IT 1956. R: Gaetano Pontresemolo IO, LA VESPA (Piaggio) IT 1959. R: Luciano Emmer IL GRANDE PAESE DELL’ACCIAIO (Edison) IT 1960 OCCHIO ALL’ETICHETTA (Montecattini) IT 1966. R: Giovanni Cecchinato LOOKING FOR THE RIGHT WAYooking for the Right Way (Ilva) IT 1970. R: Bruno Bozzetto SERVIZIO NELLE STAZIONI DI RIFORNIMENTO (Agip – ENI) IT 1955


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Industrial image / industrial sound Präsentiert von Patrick Russell (BFI)

Dieses Programm zeigt eine Auswahl von Industriefilmen aus der Sammlung des British Film Institute in London. Zusammengestellt und präsentiert von Patrick Russell, Chefkurator für Gebrauchsfilme am BFI, stellt das Programm markante Verwendungen des Filmtons in Industriefilmen ins Zentrum. GUINNESS FOR YOU (Guinness) GB 1971. R: Anthony Short. 15 Min. THE BALANCE 1950 (ICI) GB 1951. 9 Min.

Mittwoch, 16.12. 18:00 Uhr

EVERY VALLEY (British Transport Films) GB 1957. R: Michael Clarke. 20 Min. SONGS OF THE COALFIELDS (National Coal Board) GB 1957/1964. 13 Min. THIS IS SHELL (Shell) R: Geoffrey Jones. GB 1970. 7 Min. DIVERTIMENTO (BP) GB 1968. 7 Min. STONE INTO STEEL (United Steel) GB 1960.R: Paul Dickson. 35 Min. La via del petrolio IT 1966. R: Bernardo Bertolucci

Kurz nach seinem zweiten Film Prima della rivoluzione (1964) realisierte Bernardo Bertolucci im Auftrag des staatlichen Energiekonzerns ENI einen dreiteiligen Film über die globale Erdölproduktion, der hier in einer neu restaurierten Fassung gezeigt wird.

Mittwoch, 16.12. 20:15 Uhr

Teil 1: Le origini (48 Min.) Teil 2: Il Viaggio (40 Min.) Teil 3: Attraverso l’Europa (45 Min.) Mobility and Communication. A program of US industrial films Präsentiert von Rick Prelinger

Der Archivar, Filmwissenschaftler und Filmemacher Rick Prelinger ist einer der Pioniere der Forschung zum Industriefilm. Aus seiner persönlichen Sammlung mit mehr als 20.000 Filmen, die vor einigen Jahren in den Besitz der Library of Congress überging, zeigt Prelinger eine Auswahl von technisch besonders raffinierten Filmen.

Donnerstag, 17.12. 18:00 Uhr

MASTER HANDS (Jam Handy Organization for Chevrolet Motor Company) USA 1936. 32 Min. 35mm AMERICAN LOOK (Jam Handy Organization for Chevrolet Motor Company) USA 1958. 28 Min. 35mm IN THE SUBURBS (On Film Inc. for Redbook Magazine) USA 1957. 22 Min. Digital LONG DISTANCE (Audio Productions Inc. for the Bell System) USA 1941. 14 Min. Digital Veranstaltet vom Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität und dem Institut für Medienwissenschaft der Philipps Universität Marburg als Teil der hessischen Film- und Medienakademie. Mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG, des Vereins der Freunde und Förderer der Goethe-Universität, der Speyer’schen Hochschulstiftung und der Nanyang Technological University in Singapur.


46

SPECIALS

Internationaler Kurzfilmtag Sonntag, 20.12. 18:00 Uhr

Pünktlich zum kürzesten Tag des Jahres zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums eine Auswahl der Preisträger und Nominierten des Deutschen Kurzfilmpreises 2015, der wichtigsten Auszeichnung für kurze Filme in Deutschland. Seit 1998 touren die nomierten Filme und Preisträger jedes Jahr durch die deutschen Kinos.

DIE NACHT DES ELEFANTEN DE 2012. R: Sandra Schießl. 8 Min. SIEBEN MAL AM TAG BEKLAGEN WIR UNSER LOS UND NACHTS STEHEN WIR AUF, UM NICHT ZU TRÄUMEN DE 2014. R: Susann Maria Hempel. 18 Min. EL CARRO AZUL DE 2013. R: Valerie Heine. 20 Min. NACH AUSCHWITZ DE 2014. R: Jan Sobotka. 20 Min. SECHSTER SINN, DRITTES AUGE, ZWEITES GESICHT DE 2012. R: Jan Riesenbeck. 15 Min. SO SCHÖN WIE DU DE 2014. R: Franziska Pflaum. 30 Min. In Kooperation mit

KINO & COUCH: Das BÖSE Die Faszination des Bösen ist in Film und Kino genauso präsent wie in der Literatur. In der Reihe Kino & Couch zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums zusammen mit dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut ausgewählte Filme, die sich mit der dunklen Seite des Lebens auseinandersetzen. ONLY LOVERS LEFT ALIVE GB/DE/FR/US/CY 2013. R: Jim Jarmusch. D: Tilda Swinton, Tom Hiddleston, John Hurt, Mia Wasikowska. 123 Min. DCP. OmU

Donnerstag, 10.12. 20:00 Uhr Filmkritischer Kommentar: Heike Kühn Psychoanalytischer Kommentar: Soheila Kiani-Dorff

Der Vampir Adam versteckt sich in Detroit vor den Zumutungen der modernen Welt, während seine große Liebe Eve tausende Kilometer entfernt Zuflucht in Tanger gefunden hat. Als sie spürt, dass ihr lebensmüder Gefährte seiner Unsterblichkeit ein Ende setzen will, macht sie sich auf den Weg zu ihm. Jarmusch beschreibt die Liebesgeschichte zweier Vampire, die seit Jahrhunderten ein Paar sind und deren Beziehung nun auf die Probe gestellt wird.


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Weihnachts-Special

50 Jahre „DOCTOR ZHIVAGO“ DOCTOR ZHIVAGO Doktor Schiwago USA 1965. R: David Lean. D: Omar Sharif, Julie Christie, Geraldine Chaplin, Tom Courtenay, Alec Guinness. 197 Min. DCP. OF

Am 22. Dezember 1965 fand in New York die Premiere von David Leans Film DOCTOR ZHIVAGO nach Boris Pasternaks gleichnamigem Roman statt. Darin wird von den Erlebnissen eines dichtenden Arztes in den Wirren der russischen Revolution erzählt. Von der seriösen Kritik zumeist als kitschiges kommerzielles Unterfangen abgetan, war der Film ein phänomenaler internationaler Kassenerfolg. In der Rückschau erscheint DOCTOR ZHIVAGO als einer von Leans besten Filmen, als ein Werk von großer visueller Schönheit, als bewegende Liebesgeschichte und als groß angelegtes Panorama einer wirren Umbruchzeit, welches tatsächlich auch politisch von einer erstaunlichen Differenziertheit ist.

Sonntag, 27.12. 18:00 Uhr

HR-PREMIERE: STADTPORTRÄT Vom Glück, ein Frankfurter zu sein Eine Zeitreise von Simone Jung Deutschland 2015. Dokumentarfilm. Digital. 2x45 Minuten

Zu Gast: Simone Jung

Frankfurt am Main macht an, haut um, stößt ab. Auf kleinstem Raum existieren Fachwerkhäuschen neben Wolkenkratzern, abgerissene Bettler neben beschlipsten Bankangestellten, Straßenkämpfer neben Spekulanten und 180 verschiedene Nationalitäten neben stoffelig knorzigen Frankfurtern. Simone Jung hat grandiose Bilder dieser Stadt versammelt. Sie mischt Heutiges mit überraschenden Funden aus Archiven und zeigt, wie die kleine Metropole über die Jahrzehnte unablässig ihr Gesicht wandelt.

Sonntag, 13.12. 11:00 Uhr

In Kooperation mit


Im Kino 01.-15. Dezember 2015

48

tagsüber

18.00 Uhr

01

Di

IL CASO MATTEI ≥ S. 25 Der Fall Mattei IT 1972. Francesco Rosi 116 Min. OmeU

02

Mi

SLOW FOOD STORY ≥ S. 23 IT 2013. Stefano Sardo. 73 Min. OmU „Der Gläserne Untertitler” mit Florian Wolf (im Erdgeschoss) 16:30 Uhr

03

Do

ITALY IN A DAY ≥ S. 19 IT 2014. Gabriele Salvatores 75 Min. OmeU

04

Fr

EIN PFERD FÜR KLARA ≥ S. 40 SE 2009. Alexander Moberg 84 Min. DF 14:30 Uhr

UOMiNI CONTRO ≥ S. 26 Bataillon der Verlorenen IT/YU 1970 Francesco Rosi. 101 Min. OmeU

05

Sa

FRANCESCO ROSI – MOMENTE DER WAHRHEIT ≥ S. 27 DE 2002 Eckhart Schmidt. 90 Min. 16:00 Uhr

LE MANI SULLA CITTÀ ≥ S. 27 Hände über der Stadt IT/FR 1963 Francesco Rosi. 100 Min. OmeU

06

So

SALVATORE GIULIANO Wer erschoss Salvatore G. ≥ S. 28 IT 1962. F. Rosi. 123 Min. OmeU 11:30

CAINÀ – L'ISOLA E IL CONTINENTE ≥ S. 24 Cainà – Die Insel und der Kontinent IT 1922. Gennaro Righelli. 65 Min. OmU Stummfilm. Musikbegleitung: Uwe Oberg. 17:00 Uhr

EIN PFERD FÜR KLARA ≥ S. 40 SE 2009. A. Moberg. 84 Min. DF 15:00

07

Mo

IL MAGLIARI ≥ S. 28 Auf St. Pauli ist der Teufel los IT/FR 1959 Francesco Rosi. 107 Min. OmeU

08

Di

DAS KANINCHEN BIN ICH ≥ S. 34 DDR 1965. Kurt Maetzig. 113 Min.

09

Mi

CLéO DE 5 à 7 ≥ S. 37 Mittwoch zwischen 5 und 7 FR/IT 1962. Agnès Varda. 90 Min. OmeU

10

Do

TORNERANNO I PRATI ≥ S. 21 Die Wiesen werden blühen IT 2014. Ermanno Olmi. 80 Min. OmU

11

Fr

12

Sa

13

So

MAGIC SILVER 2 – DIE SUCHE NACH DEM MAGISCHEN HORN ≥ S. 40 NO 2011. A. L. Næss. 87 Min. DF 14:30

LE MÉPRIS ≥ S. 38 Die Verachtung FR/IT 1963. Jean-Luc Godard. 103 Min. OmU VOM GLÜCK, EIN FRANKFURTER ZU SEIN ≥ S. 47 DE 2015. Simone Jung. 2 x 45 Min. 11:00 Uhr Mit Gast MAGIC SILVER 2 – DIE SUCHE NACH DEM MAGISCHEN HORN ≥ S. 40 NO 2011. A. L. Næss. 87 Min. DF 15:00

14 15

Mo

KINGS GO FORTH ≥ S. 31 Rivalen USA 1958 Delmer Daves. 109 Min. OF

EIN ABEND FÜR UND MIT CURD JÜRGENS: Vorstellung der virtuellen Ausstellung ≥ S. 8-10 Zu Gast: Miriam Duncan

KEINE VORSTELLUNGEN Films That Work: Filme von Antonioni, Ermanno Olmi, u.a. ≥ S. 44 vorgestellt von Anna Maria Falchero

Di

Verso Sud/Francesco Rosi

Frank Sinatra

Lecture & Film

Klassiker

OF Originalfassung DF Deutsche Fassung o.D. Ohne Dialog OmU Original mit deutschen UT


49

20.30 Uhr

22.30 Uhr

SMETTO QUANDO VOGLIO ≥ S. 19 Ich kann jederzeit aussteigen IT 2014. Sydney Sibilia. 100 Min. OmU

Di

01

C'ERA UNA VOLTA ≥ S. 26 Schöne Isabella IT/FR 1967 Francesco Rosi. 103 Min. OmeU

Mi

02

CLéO DE 5 à 7 ≥ S. 37 Mittwoch zwischen 5 und 7 FR/IT 1962. Agnès Varda. 90 Min. OmeU Lecture: Kathrin Peters 20:15 Uhr

Do

03

I NOSTRI RAGAZZI ≥ S. 19 Unsere Kinder IT 2014 Ivano De Matteo. 92 Min. OmU

SMETTO QUANDO VOGLIO ≥ S. 19 Ich kann jederzeit aussteigen IT 2014. Sydney Sibilia. 100 Min. OmU

Fr

04

BUONI A NULLA ≥ S. 20 Pechvögel IT 2014. Gianni Di Gregorio 87 Min. OmU 20:00 Uhr

NOI E LA GIULIA ≥ S. 20 Wir und die Giulia IT 2015. Edoardo Leo 115 Min. OmeU 22:00 Uhr

Sa

05

CHE STRANO CHIAMARSI FEDERICO ≥ S. 20 Federico IT 2013. Ettore Scola 93 Min. OmU 19:00 Uhr

BIAGIO ≥ S. 21 IT 2015. Pasquale Scimeca 90 Min. OmeU 21:00 Uhr

So

06

TORNERANNO I PRATI ≥ S. 21 Die Wiesen werden blühen IT 2014. Ermanno Olmi. 80 Min. OmU

Mo

07

FINO A QUI TUTTO BENE ≥ S. 21 So weit, so gut IT 2015 Roan Johnson. 80 Min. OmeU

Di

08

BELLUSCONE. UNA STORIA SICILIANA ≥ S. 22 Belluscone – Warum die Italiener Berlusconi lieben IT 2014. Franco Maresco. 95 Min. OmU

Mi

09

ONLY LOVERS LEFT ALIVE ≥ S. 46 GB/DE 2013. Jim Jarmusch. 123 Min. OmU 20:00 Uhr Mit Gästen

Do

10

IO STO CON LA SPOSA ≥ S. 22 Auf der Seite der Braut IT 2014. 98 Min. OmU 20:00 Uhr Zu Gast: Gabriele del Grande

VAMOS A MATAR, COMPAÑEROS ≥ S. 33 Lasst uns töten, Compañeros IT/BRD/ES 1970. S. Corbucci. 118 Min. DF Einführung: Julian Bodewig

Fr

11

TAXI Taxi Teheran ≥ S. 43 IR 2015. Jafar Panahi 82 Min. OmU 20:00 Uhr

THE BLAIR WITCH PROJECT ≥ S. 6 US 1999. Daniel Myrick, Eduardo Sanchez. 81 Min. OmU

Sa

12

So

13

Mo

14 15

KINGS GO FORTH ≥ S. 31 Rivalen US 1958 Delmer Daves. 109 Min. OF

Di

HIGHWAY TO HELLAS ≥ S. 42 DE 2015. Aron Lehmann. 89 Min. 20:15 Uhr Mit Gästen. Vorfilm: V FOR VAROUFAKIS Late Night Kultkino OmeU Original mit engl. UT

TREPPE 41

Kinderkino

Specials


Im Kino 16. - 31. Dezember 2015

50

tagsüber

18.00 Uhr

16

Mi

Films That Work: Industrial Image / industrial sound ≥ S. 45 vorgestellt von Patrick Russell (BFI)

17

Do

Films That Work: Mobility and Communication. A program of US industrial films ≥ S. 45 vorgestellt von Rick Prelinger

18

Fr

19

Sa

20

So

ALLES STEHT KOPF ≥ S. 41 US 2015. Pete Docter. 95 Min. DF 15:00 Uhr

21

Mo

KEINE VORSTELLUNGEN

22

Di

BERLIN UM DIE ECKE ≥ S. 35 DDR 1965. Gerhard Klein. 86 Min.

23

Mi

BELLE DE JOUR ≥ S. 38 Belle de Jour - Schöne des Tages FR/IT 1967. Luis Buñuel. 101 Min. OmeU

24

Do

KEINE VORSTELLUNGEN

25

Fr

ALLES STEHT KOPF ≥ S. 41 US 2015. Pete Docter. 95 Min. DF 14:30 Uhr

26

Sa

27

So

ALLES STEHT KOPF ≥ S. 41 US 2015. Pete Docter. 95 Min. DF 15:00 Uhr

28

Mo

KEINE VORSTELLUNGEN

29

Di

DENK BLOSS NICHT, ICH HEULE ≥ S. 35 DDR 1965. Frank Vogel 93 Min.

30

Mi

HABEMUS PAPAM ≥ S. 39 Habemus papam – Ein Papst büxt aus IT/FR 2011. Nanni Moretti. 102 Min. OmU

31

Do

ALLES STEHT KOPF ≥ S. 41 US 2015. Pete Docter. 95 Min. DF 14:30 Uhr

TAKE ME OUT TO THE BALL GAME ≥ S. 31 Spiel zu dritt USA 1949. Busby Berkeley. 93 Min. OF Mit Vorfilm BELLE DE JOUR ≥ S. 38 Belle de Jour – Schöne des Tages FR/IT 1967. Luis Buñuel. 101 Min. OmeU

Internationaler Kurzfilmtag ≥ S. 46 Deutscher Kurzfilmpreis 2015 DIE NACHT DES ELEFANTEN (DE 2012), EL CARRO AZUL (DE 2013) u.a.

LE MANI SULLA CITTÀ ≥ S. 27 Hände über der Stadt IT/FR 1963 Francesco Rosi. 100 Min. OmeU

HABEMUS PAPAM ≥ S. 39 Habemus papam – Ein Papst büxt aus IT/FR 2011. Nanni Moretti. 102 Min. OmU

DOCTOR ZHIVAGO ≥ S. 47 Doktor Schiwago USA 1965. David Lean. 197 Min. OF

KEINE VORSTELLUNGEN

Verso Sud/Francesco Rosi

Frank Sinatra

Lecture & Film

Klassiker

OF Originalfassung DF Deutsche Fassung o.D. Ohne Dialog OmU Original mit deutschen UT


51

20.30 Uhr

22.30 Uhr

Films That Work: LA VIA DEL PETROLIO ≥ S. 45 IT 1966 Bernardo Bertolucci. 133 Min. 20:15 Uhr

Mi

16

TRE FRATELLI ≥ S. 29 Drei Brüder IT/FR 1981 Francesco Rosi. 111 Min. OmeU

Do

17

IL CASO MATTEI ≥ S. 25 Der Fall Mattei IT 1972. Francesco Rosi 116 Min. OmeU

[•REC] ≥ S. 6 ES 2007. Jaume Balagueró, Paco Plaza. 78 Min. OmU

Fr

18

TAKE ME OUT TO THE BALL GAME ≥ S. 31 Spiel zu dritt US 1949. Busby Berkeley. 93 Min. OF Mit Vorfilm

THE BLAIR WITCH PROJECT ≥ S. 6 US 1999. Daniel Myrick, Eduardo Sanchez. 81 Min. OmU

Sa

19

So

20

Mo

21

LA TREGUA Die Atempause ≥ S. 29 IT/FR/DE/CH 1997. Francesco Rosi 118 Min. OmU

Di

22

OCEAN’S ELEVEN ≥ S. 32 Frankie und seine Spießgesellen USA 1960. Lewis Milestone 127 Min. OF. Mit Vorfilm

Mi

23

Do

24

C'ERA UNA VOLTA ≥ S. 26 Schöne Isabella IT/FR 1967 Francesco Rosi. 103 Min. OmeU

THE DETECTIVE ≥ S. 32 Der Detektiv USA 1968 Gordon Douglas. 114 Min. OmspU

BLACK CHRISTMAS ≥ S. 33 Jessy – Die Treppe in den Tod Kanada 1975. Bob Clark. 98 Min. OmU Einführung: Artemis Manouki

Fr

25

OCEAN’S ELEVEN ≥ S. 32 Frankie und seine Spießgesellen USA 1960. Lewis Milestone 127 Min. OF. Mit Vorfilm

[•REC] ≥ S. 6 ES 2007. Jaume Balagueró, Paco Plaza. 78 Min. OmU 22:45

Sa

26

So

27

Mo

28

UOMONI CONTRO ≥ S. 26 Bataillon der Verlorenen IT/YU 1970 Francesco Rosi. 101 Min. OmeU

Di

29

THE DETECTIVE ≥ S. 32 Der Detektiv USA 1968 Gordon Douglas. 114 Min. OmspU

Mi

30

Do

31

Kein Vorstellung wegen Überlänge des vorherigen Films

Late Night Kultkino OmeU Original mit engl. UT

TREPPE 41

Kinderkino

Specials


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SERVICE Kino des Deutschen Filmmuseums Schaumainkai 41 · 60596 Frankfurt am Main Information & Ticketreservierung: Tel.: 069 - 961 220 220 Kino kino-des-deutschen-filmmuseums.de Eintrittspreise Regulär: 7,- Euro Ermäßigt (Schüler/Studenten – gilt nicht für Studierende der Universität des 3. Lebensalters U3L): 5,- Euro, Schwerbehinderte: 3,50 Euro Filme mit Gästen, Musikbegleitung, Lecture, 3D: 2,- Euro Zuschlag Für Frankfurt-Pass-Inhaber ermäßigen sich die regulären Preise um die Hälfte. Kinderkino Für Kinder und begleitende Erwachsene: 3,50 Euro; 3D: 1,- Euro Zuschlag Kinocard Ermäßigter Eintritt zu allen Kinoveranstaltungen Jahresbeitrag: 30,- Euro · ermäßigt: 20,- Euro Ticket: je 4,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro Für Sonderveranstaltungen: 1,50 Euro Zuschlag Freundeskreis Freunde des Kinos erhalten die Kinocard, Vorzugskarten bei ausgewählten Filmveranstaltungen und bekommen das aktuelle Programm sowie den wöchentlichen Newsletter zugeschickt. · Jahresbeitrag: 30,- Euro · unter 30-Jährige: 20,- Euro. Freunde des Museums erhalten freien Eintritt in alle Ausstellungen, Einladungen zu den Eröffnungen, den Newsletter und exklusive Informationen zu den Ausstellungen. Jahresbeitrag: 65,- Euro · unter 30-Jährige: 55,- Euro. Informationen: freunde-deutsches-filmmuseum.de freunde@deutsches-filminstitut.de Freunde von Kino und Museum erhalten zusätzlich: Einladungen zu exklusiven Veranstaltungen und zehn Prozent Ermäßigung auf Kataloge zu aktuellen Ausstellungen Jahresbeitrag: 95,- Euro · unter 30-Jährige: 80,- Euro Special für zwei Personen: 160,-Euro · unter 30-Jährige: 130,- Euro Förderkreis Die Mitglieder des Förderkreises tragen entscheidend dazu bei, dass das Deutsche Filminstitut neue attraktive Projekte initiieren kann. Bisher sind im Förderkreis rund 70 Persönlichkeiten engagiert, die die Vermittlung von Filmkultur im Haus am Schaumainkai besonders großzügig unterstützen. Der Jahresbeitrag beträgt für Privatpersonen 500 Euro, für Unternehmen mindestens 1000 Euro. Kontakt: 069 - 961 220 226 oder foerderkreis@deutsches-filminstitut.de Newsletter Unser wöchentlicher Newsletter informiert per E-Mail über Kino- und Ausstellungs-Programme. Anmeldung unter newsletter.deutsches-filmmuseum.de Programmheft Das monatlich erscheinende Programmheft liegt aus im Deutschen Filmmuseum sowie an ausgewählten Orten in Frankfurt und der Region.

Mobilitätspartner des Deutschen Filminstituts

Gegen Vorlage eines ŠKODA-Autoschlüssels erhält der Autobesitzer freien Eintritt in unsere Dauer- und Sonderausstellung.


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Museum deutsches-filmmuseum.de Di /Do-So 10:00 - 18:00 Uhr · Mi 10:00 - 20:00 Uhr · Mo geschlossen Dauerausstellung Eintrittspreise: 6,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro Sonderausstellung Film und Games. Ein Wechselspiel (1. Juli 2015 bis 31. Januar 2016) Eintrittspreise: 8,- Euro · ermäßigt: 6,- Euro Kombiticket Dauerausstellung und Sonderausstellung: 11,- Euro · ermäßigt: 8,- Euro Für Studierende der Goethe-Universität Frankfurt sowie für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt in die Ausstellungen frei Offenes Filmstudio am Wochenende (Ort: 4. Stock) Samstags und sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr Kostenfreies Angebot, Anmeldung nicht erforderlich Aktiv im Filmmuseum Nach Absprache: Führungen für Privatpersonen und Unternehmen (60,- Euro · ermäßigt: 35,- Euro), Filmanalyse (60,- Euro · ermäßigt: 35,- Euro), Seminare, Workshops (35,- bis 120,- Euro) und Kindergeburtstage (90,- Euro), jeweils plus ermäßigter Eintritt pro Person Nähere Informationen, Preise und Anmeldung unter: museumspaedagogik@deutsches-filminstitut.de Tel.: 069 - 961 220 223 · mupaed.deutsches-filmmuseum.de Öffentliche, kostenfreie Führungen (Anmeldung nicht erforderlich; die Teilnehmer bezahlen lediglich den reg. Eintritt) Dauerausstellung: jeden Sonntag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: 1. Stock Sonderausstellung: jeden Samstag, 15:00 Uhr, Treffpunkt Erdgeschoss filmcafé Das filmcafé ist bis zum Beginn der letzten Kinovorstellung geöffnet. Flaschengetränke können mit ins Kino genommen werden. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln U1, U2, U3, U8 (Schweizer Platz) · U4, U5 (Willy-Brandt-Platz) Straßenbahn 15/16 (Schweizer-/Gartenstraße) Buslinie 46 (Museumsuferlinie 46) Lecture & Film Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft und des Exzellenzclusters „Normative Orders“ der Goethe-Universität mit dem Kino des Deutschen Filmmuseums und im Rahmen der hessischen Filmund Medienakademie (hFMA). In Kooperation mit dem Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales (IFRA), dem Masterstudiengang „Curatorial Studies“, der Städelschule und dem Institut für Filmwissenschaft der JohannesGutenberg-Universität Mainz.

Mitglieder und Förderer


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RÜCKBLICK

Israelisch-deutsches Jugendfilmprojekt 24 Jugendliche aus Deutschland und Israel haben sich im November zum gemeinsamen Jugend­film­pro­ jekt „Deutschland/Israel: Gestern, heute, morgen“ im Deutschen Filmmuseum getroffen, um eine Woche lang über die Geschichte und die Beziehungen ihrer beiden Heimat­ länder nachzudenken und ihre Ergebnisse dann in selbst produzierten Filmen zu verarbeiten. Iniitiert wurde das Projekt gemeinsam mit der Kinder- und Jugend-Aliyah. Die

Begegnungen mit Gleichalt­rigen aus dem anderen Land waren dabei mindestens eben­so wichtig wie die vier Filme, die dabei entstanden sind. Auf ganz unterschiedliche Weise haben sich die Jugendlichen dem Thema genähert, in allen Filmen spielt jedoch die Vergangenheit eine große Rolle. Die fertigen Kurzfilme sind online zu sehen unter: deutsches-filminstitut.de/ filmmuseum/videos/

VORSCHAU: Januar 2016

Fritz Lang Ich bin ein Augenmensch heißt die Biographie über Fritz Lang, in der Norbert Grob von der Universität Mainz nicht nur den Regisseur, sondern erstmals auch den Menschen Fritz Lang porträtiert. Dem Werk dieses Augenmenschen widmet sich im Januar eine Reihe im Kino des Deutschen Filmmuseums mit Filmen aus seiner fünf Jahrzehnte umfassenden Schaffenszeit. Zu sehen sind sowohl einige seiner deutschen Klassiker, wie DIE SPINNEN (1919), M (1931) sowie DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE (1933), als auch einigen Raritäten aus seiner Schaffenszeit in den USA, wie YOU ONLY LIVE ONCE (1937).


www.facebook.com/FrankfurterSparkasse

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Unser Leben, unser Schwung, unsere Frankfurter Sparkasse „Man muss nicht immer das Rad neu erfinden, um mit Innovationen Erfolg zu haben. Manchmal genügt eine gute Idee und der richtige Finanzpartner, der mit anschiebt.“ Die Frankfurter Sparkasse – Ihr Partner für individuelle Beratung.

Wolfgang Momberger, Helge von Fugler | Unternehmer Ebike Advanced Technologies GmbH | Kunde seit 2013


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Deutsches Filmmuseum Deutsches Filminstitut Schaumainkai 41 60596 Frankfurt am Main www.deutsches-filmmuseum.de


Filmmuseum Dezember 2015 57

Kinoprogramm Ausstellungen 路 Projekte

Filmmuseum Dezember 2015  

Kinoprogramm, Ausstellungen, Projekte des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt am Main. (c) Deutsches Filminstitut

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