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Filmmuseum August 2014 Kinoprogramm Ausstellungen 路 Projekte


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Information & Ticketreservierung ≥ Tel. 069 - 961 220 220

BEWUSSTE HALLUZINATIONEN Impressum Herausgeber: Deutsches Filminstitut – DIF e.V. Schaumainkai 41 60596 Frankfurt am Main Vorstand: Claudia Dillmann, Dr. Nikolaus Hensel Direktorin: Claudia Dillmann (V.i.S.d.P.) Presse und Redaktion: Frauke Haß (Ltg.), Marie Brüggemann Texte: Marie Brüggemann, Natascha Gikas, Caroline Goldstein, Sarah Günter, Winfried Günther, Monika Haas, Frauke Haß, Urs Spörri Gestaltung: Optik — Jens Müller www.optik-studios.de Druck: Fißler & Schröder – Die Produktionsagentur 63150 Heusenstamm Anzeigen (Preise auf Anfrage): Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 069 - 961 220 222 E-Mail: presse@deutsches-filminstitut.de Abbildungsverzeichnis: Alle Abbildungen stammen aus dem Bildarchiv des Deutschen Filminstituts – DIF e.V., sofern nicht anders verzeichnet. Titelmotiv: Aus dem Film VICKY CRISTINA BARCELONA (USA/ES 2008)

DUCK SOUP ≥ Seite 14


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INHALT

Aktuelles Gästebuch Blick ins Archiv Sonderausstellung: Bewusste Halluzinationen

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Filmprogramm Bewusste Halluzinationen: Die Filmreihe Carte Blanche: Jim Rakete Porträt: Penélope Cruz Klassiker & Raritäten Late Night Kultkino Kinderkino

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Specials Was tut sich – im deutschen Film? Dieter Hallervorden zu Gast Filme von Stan Brakhage Der Einzelkämpfer - Richter Heinz Düx

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Service Programmübersicht Eintrittspreise/Anfahrt Vorschau

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CARTE BLANCHE: JIM RAKETE DIE SIEGER ≥ Seite 23


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AKTUELLES

Museumsuferfest

stanleykubrick.de

Surreale Filmwelten entdecken, Mitmachen auf der Bühne des Internationalen Kinderfilmfestivals LUCAS, tolle Preise beim Filmquiz gewinnen oder doch lieber aus dem Kinosessel in die Welt der bewegten Bilder eintauchen? Während des Museumsuferfests vom Freitag, 29., bis Sonntag, 31. August erwartet unsere Besucher ein vielseitiges Programm (S. 37).

2004 wurde die erste Ausstellung zum Werk von US-Filmregisseur Stanley Kubrick (1928 - 1999) im Deutschen Filmmuseum eröffnet. Seither tourt sie um die Welt und begeisterte bisher mehr als 890.000 Besucher. Nach zehn Jahren wurde es Zeit, die Website einer Runderneuerung zu unterziehen. Sie präsentiert sich nun in komplett neuem Layout: www.stanleykubrick.de/


Gästebuch Vereint im Filmmuseum (von links): Ursula Vossen (HessenInvestFilm), die Künstler Tobias Rehberger, Udo Kier und Marcel Odenbach, Regisseur Hermann Vaske, Nikolaus Hirsch (ehemaliger Direktor der Städelschule), Günter Schmitteckert (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst).

Udo Kier und Hermann Vaske Es wimmelt von Künstlern – sowohl in Hermann Vaskes neuem Film ARTEHOLIC (DE 2014) als auch bei der Vorpremiere der Dokumentation im Deutschen Filmmuseum. Udo Kier, Protagonist des Films, begrüßte die ebenfalls Mitwirkenden Tobias Rehberger und Marcel Odenbach sowie den ehemaligen Leiter der Städelschule, Nikolaus Hirsch, zur Vorführung „seines“ Films.

Johannes Naber Schwarzarbeit und Schlepperbanden, der Profithunger von Unternehmensberatern und der internationale Terrorismus: Johannes Naber greift in seinen Filmen gekonnt gesellschaftspolitische Brennpunktthemen auf. Bei der Vorstellung seines Kammerspiels ZEIT DER KANNIBALEN (DE 2014) im Deutschen Filmmuseum kündigte er einen weiteren brisanten Stoff an: Sein nächster Film soll einen Vorfall aus dem Umfeld des BND zum Thema haben.


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BLICK INS ARCHIV: DAS BOOT REVISITED

Neue Exponate im Museum: Ken – ferngesteuert Kostümbildnerin Monika Bauert simulierte mit Ken-Puppen die Marinesoldaten bei den Trickaufnahmen für DAS BOOT. Zwei Jahre ihres Lebens verbrachte Monika Bauert als Mitglied des Produktionsteams für DAS BOOT (BRD 1981, R: Wolfang Petersen) in einem beengten (Unterwasser-) Kosmos, einen großen Teil dieser Zeit auf See. Für die Darsteller der Besatzung des deutschen U-Boots auf Feindfahrt beschaffte und bearbeitete die Kostümbildnerin mehr als 300 Kleidungsstücke. Da der Film nicht in chronologischer Szenenfolge gedreht wurde, benötigte Bauert jede Ausstattung in sechsfacher Ausführung und in unterschiedlichen Abnutzungsstadien. Ihr gelang es, die beklemmende, klaustrophobische Stimmung im Inneren des Bootes, in dem sich die etwa 40 Soldaten ein Jahr lang aufhielten, auch über deren Kostüme zum Ausdruck zu bringen. Als große Herausforderung erinnert Bauert die Umsetzung der Trickszenen im Film, die mit einer 1:1 verkleinerten Version der elf Meter

Kostümbildnerin Monika Bauert und ihre Ken-Puppen bei den Dreharbeiten zu DAS BOOT.

langen Bootskulisse gedreht wurden. Das perfekte Größenverhältnis erfüllten die Plastikuppen namens Ken der Firma Mattel. In erfolgreicher Pionierarbeit verpasste Bauert dem braungebrannten Barbie-Freund eine angemessene Gesichtsfarbe und ließ Leder- und Ölzeug-Päckchen in mehrfacher Ausführung maßschneidern. Auf dem Begleitschiff der Crew trug sie die Sachen in einem Puppenköfferchen stets bei sich. Mithilfe einer im Hosenbein versteckten Fernsteuerung konnten die Puppen sich auf dem U-BootTurm bewegen, Miniaturferngläser und Morselampen benutzen. Die Puppen sind Teil der Archivsammlung Monika Bauert des Deutschen Filminstituts. Erste Alterserscheinungen beseitigte jetzt die Restauratorin Kathrin Sündermann an fünf der Puppen. Die wiederhergestellten U-Boot-Kens sind derzeit im Foyer des Deutschen Filmmuseums ausgestellt.


Die von Kathrin Sündermann restaurierten Ken-Puppen aus dem Archiv des Deutschen Filminstituts sind jetzt im Foyer des Filmmuseums zu sehen.

Hintergrund Wolfgang Petersens DAS BOOT (BRD 1981) nach Lothar-Günther Buchheims gleichnamigem Roman erzählt von den Erlebnissen der Besatzung eines deutschen U-Boots im Zweiten Weltkrieg. Die bis dato teuerste und aufwendigste deutsche Filmproduktion erzielte weltweit einen Publikumserfolg, der DAS BOOT zum international erfolgreichsten deutschen Film seiner Zeit machte. Genau 25 Jahre nach seiner Uraufführung würdigte das Deutsche Filmmuseum den Film im Herbst 2006 mit der Sonderausstellung DAS BOOT Revisited.


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AusstellungSEröffnung

Oben: Auf Gaze projizierte Filmausschnitte empfangen die Besucher am Eingang der Sonderausstellung.

Rechts: Das Ausstellungsteam umringt Direktorin Claudia Dillmann (Mitte), von links: Eva Lenhardt, Stefanie Plappert (Kuratorin), Jessica Niebel und Svetlana Svyatskaya.

»Bewusste Halluzinationen – Der filmische Surrealismus« 400 Besucher kamen zur Eröffnung der Sonderausstellung, die noch bis 2. November 2014 den filmischen Surrealismus weltweit untersucht Horizontal aus der Wand ragende Beine und Arme von Schaufensterpuppen, Vitrinen, die auf einem Bein balancieren, und scheinbar im Raum schwebende Film-Leinwände: Bestimmt wären die Surrealisten genauso entzückt von der aktuellen Ausstellung „Bewusste Halluzinationen. Der filmische Surrealismus" im Deutschen Filmmuseum wie die rund 400 Besucher, die sich bei der Eröffnung am 24. Juni begeistert von den Installationen und Exponaten zeigten, darunter das Original-Manuskript des Surrealistischen Manifests. Kunst zu schaffen, vorbei an der

Kontrolle der Vernunft, das war das erklärte Ziel der Surrealisten, die sich Anfang der 1920er Jahre in Paris um André Breton scharten. Der Film mit seinen Möglichkeiten der Montage und von assoziativen Bildfolgen galt ihnen als explizit surrealistisches Medium, mit dem viele von ihnen in der Folge intensiv experimentierten. Die aktuelle Ausstellung untersucht die weltweite Ausbreitung des Surrealismus in den 20er und 30er Jahren und die Wechselwirkungen zwischen Bildender Kunst und Film.


Die Exponate sind bewusst surreal inszeniert..

Von der Decke hängende Bowler-Hats informieren über die Biografien herausragender Surrealisten. Im Mittelpunkt der Ausstellung dominiert eine Projektion von UN CHIEN ANDALOU (FR 1929, R: Luis Buñuel/Salvador Dalí) auf fünf hintereinander gehängten, durchscheinenden Leinwänden.


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Ausstellung

Surreal mutet auch so manches Exponat in der Ausstellung an, etwa das Objekt „Boris" des niederländischen Künstlers Emiel van Moerkerken.

Von Frankreich über Belgien, Polen und Serbien bis nach Japan und Lateinamerika: Auch die rasante weltweite Ausbreitung des filmischen Surrealismus untersucht die Ausstellung.


Pressestimmen »Die ambitioniert gestaltete Schau wagt das Sinnliche.« (Eva-Maria Magel, Frankurter Allgemeine Zeitung Rhein-Main, 24.6.2014) »Tatsächlich versucht sich die Ausstellung (...) an einer Inventarisierung der surrealistischen Bewegung, die hier als gewaltige, rumorende, palavernde, flackernde Weltgemeinschaft im Dunkel einer Museumsetage dargestellt wird, und die Ausstellungsmöblierung ist (...) geradezu fantastisch geraten.« (Ulf Erdmann Ziegler, taz, 3.7.2014)

»Eine Ausstellung, die (...) keinen unberührt entlässt, der sich den inszenierten Bildern des Unbewussten aussetzt. Sie entfaltet jenen Sog und zugleich jenes Befremden, das die Surrealisten im Visier hatten.« (Jochanan Shelliem, deutschlandfunk.de, 24.6.2014) »Eine durchaus animierende und sehr schöne, traumhafte Atmosphäre, in die man da eintaucht.« (Rudolf Schmitz, Deutschlandradio Kultur, 25.6.2014)

»(...) der erste Versuch weltweit, Bretons Einfluss auf den Avantgardefilm der zwanziger und dreißiger Jahre in einer Ausstellung und einem Katalog zu untersuchen.« (Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau, 24.06.2014)

»In Frankfurt wird allerdings auch das Museum selbst zu einer surrealistischen Installation. Aus Säulen ragen Arme und Beine von Schaufensterpuppen in den Raum, (...) Hüte (hängen) an Spiralkabeln, die von der Decke heruntergezogen werden können.» (Kirsten Liese, WDR Mosaik, 26.6.2014)

»Es ist ein großer Rausch und Wirbel. (...) Man mag sich also dem Flirren der Ausstellung anvertrauen und bekommt im besten Fall ein Gefühl fürs Surreale.« (Stefan Benz, Darmstädter Echo, 24.6.2014)

»Plastisch, sinnlich und mit einer Prise Humor: Die Ausstellung des Frankfurter Filmmuseums durchweht selbst ein surrealistischer Hauch.« (Sabine Mahr, SWR2 Kultur, 24.6.2014)


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Ausstellung

Exponat des Monats Buch »Surrealism« von Julien Levy (1936) Julien Levy wollte hinaus in die Welt: Sein Kunstgeschichtsstudium in Harvard brach er 1927 ab, um nach Paris zu reisen. Hier – im Zentrum des Surrealismus – lernte er Marcel Duchamp und Man Ray kennen. Mit der Gründung einer Galerie in New York brachte Levy den Surrealismus in die USA. Im Januar 1932 eröffnete er die landesweit erste SurrealismusAusstellung: „Surrealism. Paintings, Drawings and Photographs“, mit Arbeiten unter anderem von Max Ernst, Salvador Dalí und Frida Kahlo. Seine Vorstellungen vom Surrealismus legte Julien Levy 1936 in einem Buch dar: Surrealism ist ein Standardwerk über das Denken und Schaffen der Surrealisten, in dem Definitionen des Surrealismus sowie zahlreiche Akteure und ihre Werke präsentiert werden. Neben Texten zu bildender Kunst, Poesie und Fotografie widmet er dem Kino ein eigenes Kapitel. Unter anderem enthält das Buch eine englische Übersetzung des Drehbuchs zu UN CHIEN ANDALOU – dessen US-amerikanische Uraufführung Levy am 17. November 1932 in seiner Galerie ermöglichte. Eine ganz ähnliche Reise unternimmt die Ausstellung Bewusste Halluzinationen: Ausgehend vom Ursprungsort Paris untersucht sie die Ausbreitung des Surrealismus nach Belgien, Spanien, Großbritannien, Polen, in die Tschechoslowakei und die UdSSR, nach Asien, Lateinamerika – und in die USA, auch dank Julien Levy und seinem Buch.

Klappentext und Cover des Buchs Surrealism Julien Levy, New York 1936.


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Bewusste Halluzinationen. Der filmische Surrealismus 25. Juni bis 2. November

Die Filme der Surrealisten wirken noch heute faszinierend, unterhaltsam, absurd-komisch oder auch verstörend. Das Kino des Deutschen Filmmuseums bringt sie anlässlich der aktuellen Sonderausstellung auf die große Leinwand. Hierzu gehören zahlreiche surrealistische Klassiker aus verschiedenen Ländern, die sonst sehr selten zu sehen sind, sowie Filme von zeitgenössischen Regisseuren, die sich auf die Surrealisten beziehen. Im Juli bestimmen neben Buñuels Spätwerk LE FANTÔME DE LA LIBERTÉ (FR 1974) und Man Rays Klassiker LES MYSTÈRES DU CHÂTEAU DU DÉ (FR 1929) surrealistische Kurz- und mittellange Filme das Programm. DUCK SOUP USA 1933. R: Leo McCarey. D: Groucho, Harpo, Chico & Zeppo Marx, Margaret Dumont. 70 Min. 16mm. OF

Vorfilm LE LOCATAIRE DIABOLIQUE Frankreich 1910 R: Georges Méliès. 7 Min. 16mm. OF

Samstag, 02.08. 18:00 Uhr

Die Surrealisten waren Bewunderer der großen USamerikanischen Filmkomiker, und keine US-Komödie der 1930er Jahre ist derart surreal und anarchisch wie DUCK SOUP. Groucho Marx spielt Rufus T. Firefly, den von einer reichen Witwe protegierten und ins Amt gehievten Premierminister des Zwergstaats Freedonia; er provoziert einen Konflikt mit dem Nachbarland Sylvania und erklärt diesem den Krieg. Alle Selbstverständlichkeiten des Alltags werden in diesem Film gewordenen Wahnsinn souverän und fröhlich aufgehoben.


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RIEN QUE LES HEURES FR 1926. R: A. Cavalcanti. 41 Min. 16mm. OF PETT AND POTT GB 1934. R: Cavalcanti. 30 Min. 35mm. OF COAL FACE GB 1936. R: Cavalcanti. 12 Min. 35mm. OF SPARE TIME GB 1939. R: Humphrey Jennings. 15 Min. 35 mm. OF

Eine wichtige Strömung im surrealistischen Film ist das Dokumentarische. Mit seinem ersten Film RIEN QUE LES HEURES realisierte der brasilianische Regisseur Cavalcanti eine „Stadtsinfonie“ mit deutlich surrealistischen Aspekten. Cavalcanti, der auch Spielfilme drehte, ging 1934 nach England und arbeitete als Produzent und Regisseur; dort entstanden die beiden folgenden Filme des Programms. Cavalcanti war auch Produzent von SPARE TIME, einem Film des vormaligen Set Designers und surrealistischen Dichters Humphrey Jennings, welcher zum bedeutendsten britischen Dokumentarfilmer überhaupt wurde.

Mittwoch, 06.08. 18:00 Uhr

À PROPOS DE NICE Frankreich 1930. R: Jean Vigo, Boris Kaufman. 45 Min. 16mm. OF TERRE SANS PAIN Las Hurdes Spanien/Frankreich 1933/36. R: Luis Buñuel. 30 Min. 16mm. OF HISTOIRE DU SOLDAT INCONNU Belgien 1932. R: Henri Storck. 11 Min. 16mm. OF

In À PROPOS DE NICE, Jean Vigos erstem Film, entwerfen polemische Kontrastmontagen ein satirisches Portrait der Stadt Nizza. Buñuels dritter Film TERRE SANS PAIN, gedreht im abgelegenen spanischen Las Hurdes, ist eine soziale Dokumentation und gleichwohl eine Satire auf dieses Genre. HISTOIRE DU SOLDAT INCONNU ist ein aus Wochenschaumaterial zusammengestellter pazifistisch-satirischer Montagefilm.

Samstag, 09.08. 18:00 Uhr Mittwoch, 13.08. 18:00 Uhr


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Bewusste Halluzinationen LA COQUILLE ET LE CLERGYMAN Frankreich 1928. R: Germaine Dulac. 39 Min. 35mm. OF LE SANG D’UN POÈTE Frankreich 1932. R: Jean Cocteau. 55 Min. 16mm. OF

Samstag, 16.08. 18:00 Uhr Klavierbegleitung: Uwe Oberg (nur LA COQUILLE ET LE CLERGYMAN)

Germaine Dulacs LA COQUILLE ET LE CLERGYMAN, entstanden nach einem Drehbuch von Antonin Artaud (welcher sich allerdings von dem fertigen Film distanzierte), war der erste genuin surrealistische Film und erzählt unter Verwendung von Zeitlupen- und Zerreffekten sowie Traumsymbolik eine ödipale Geschichte. Einen sehr persönlichen, poetischen, ins Mythische gewendeten Surrealismus vertrat Jean Cocteau in seinem ersten Film LE SANG D’UN POÈTE, einer Allegorie auf die Existenz des Dichters.

LES MYSTÈRES DU CHÂTEAU DU DÉ Frankreich 1929. R: Man Ray. 22 Min. 16mm. OF LA REPRISE Deutschland 1995. R: Klaus Telscher. 60 Min. 16mm

Mittwoch, 20.08. 18:00 Uhr

Man Rays letzter Film wurde weitgehend in der Villa des Vicomte de Noailles in Hyères gedreht und mixt dokumentarische mit surrealen und dadaistischen Passagen; insgesamt entsteht der Eindruck spontaner Improvisation. Mehr als 60 Jahre später drehte Klaus Telscher, bewusst an Man Ray anschließend, in derselben, inzwischen heruntergekommenen Villa. Er lässt einen Fotografen die Villa dokumentieren; während der Recherchen wird dieser jedoch in ein rätselhaftes Beziehungsgeflecht mit einer Reihe von Personen verwickelt.


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BURLESKA Burleske CZ 1932. R: Jan Kučera. 5 Min. 35mm. o.D. LISTOPAD November CZ 1935. R: Otakar Vávra. 18 Min. 35mm. OF PŘÍBĔH VOJÁKA Geschichte eines Soldaten CZ 1936. R: Čenĕk Zahradníček. 10 Min. 35mm. o.D. VALERIE A TÝDEN DIVŮ Valerie und die Woche der Wunder Tschechoslowakische Sozialistische Republik 1970. R: Jaromil Jireš. 73 Min. 35mm. OmeU Kopien zur Verfügung gestellt von Národní filmový archiv, Prag

In der Tschechoslowakei gab es in den 1930er Jahren eine bedeutende Avantgardefilmbewegung. Drei Beispiele sind in diesem Programm zu sehen: ein symbolistischer Montagefilm, ein lyrisch-impressionistischer Kurzspielfilm und ein surrealistischer Antikriegsfilm. In der finsteren Zeit nach der Niederschlagung des „Prager Frühlings“ gelang Jaromil Jireš mit VALERIE A TÝDEN DIVŮ ein außergewöhnlich phantasievoller surrealistischer Spielfilm, der Märchen- und Horrorelemente mischt. Er erzählt von einer jungen Frau, deren Ohrringe über Nacht gestohlen werden. Daraufhin verändert sich ihre Umwelt auf seltsame Weise.

Samstag, 23.08. 18:00 Uhr

LE FANTÔME DE LA LIBERTÉ Das Gespenst der Freiheit Frankreich 1974. R: Luis Buñuel. 103 Min. 35mm. OmU

Das Gespenst der Freiheit geht um. Das Diner einer Abendgesellschaft wird auf geöffneten Toiletten eingenommen. Mönche beteten gerade noch für einen Verstorbenen und verhökern nun ihre Devotionalien. Ein Mann schießt wahllos von einem Hochhaus auf Passanten. Er wird schuldig gesprochen und darf als freier Mann das Gericht verlassen. Buñuel greift in seinem vorletzten Film die Rituale des Bürgertums an, fabuliert und dekonstruiert die Weltordnung – ganz im Sinne des Surrealismus.

Mittwoch, 27.08. 18:00 Uhr Samstag, 30.08. 18:00 Uhr


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LECTURE & FILM Vorsicht vor dem spanischen Hund! Buñuel und die „Generation 27“ Vortrag mit Filmbeispielen von Thomas Tode

Donnerstag, 07.08. 20:15 Uhr

Surrealistische Filme sind aus wilder Poesie geformt, mit unvergesslichen Bildern. Das Durchschneiden des Augapfels in Luis Buñuels und Salvador Dalís UN CHIEN ANDALOU (FR 1929) lässt niemanden unberührt und signalisiert: Dieser Film erfordert einen neuen Blick. Die Jungregisseure führen auch inhaltlich eine scharfe Klinge. Motive wie Ehegefängnis und gelähmte Triebe, Voyeurismus und Vergewaltigung führen uns in eine Welt, in der ununterbrochen unterjocht wird. Wegbereiter des surrealistischen Gedankengutes sind die Künstler der „Generation 27“. Der Film ist aus dem gleichen Stoff, aus dem die Träume und das Unterbewusste gemacht sind. Vorsicht vor dem spanischen Hund, er beißt! Thomas Tode lebt als Publizist, Filmemacher und Kurator in Hamburg. Er forscht zu Sowjet-, Essay- und Avantgardefilm. Filmbeispiele: Luis Buñuels MENJANT GAROTES (Beim Essen von Seeigeln, FR 1930) ist ein Homemovie über Salvador Dalís Vater und den stacheligen Seeigel. In Feliciano Vitores’ EL ORADOR BLUFF (Der Redner Bluff, ES 1928) hält der Dichter Ramón Gómez de la Serna einen ironischen Vortrag über die Aufgaben des Redners. Ernesto Giménez Caballeros ESENCIA DE VERBENA (Die Essenz der Verbene-Kirmes, ES 1930) ist ein Poem über Madrid während des Festes der Virgen del Carmine und eine Hommage an die Populärkultur der Kirmes. NOTICIARIO DEL CINE-CLUB (Kinoklub-Wochenschau, ES 1930) ist der programmatische Eröffnungsfilm der Filmklubbewegung: Personen albern auf Hausdächern herum, unter anderem mit Dalí und seiner Geliebten Gala, Rafael Alberti, Vicente Escudero und Buñuel.


LebensLanges

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Aus- und Weiterbildung

Kunst und Kultur

Lesen und Hören

Gesellschaft und Umwelt

Gesundheit und Fitness

Reisen und Erleben Aktuelle Beiträge zu diesen Themen finden Sie unter

www.lebenslangeslernen.net Hermannstraße 54-56, 63263 Neu-Isenburg, Telefon 0 61 02 / 883 6020


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CARTE BLANCHE: JIM RAKETE Mit einer Carte Blanche ehrt das Deutsche Filmmuseum im August Jim Rakete. Das Kino zeigt neun Wunschfilme des außergewöhnlichen Fotografen – Filme, die ihn geprägt und beeinflusst haben. Zu Jean-Luc Godards À BOUT DE SOUFFLE (FR 1960) am Sonntag, 3. August, ist Rakete zu Gast und berichtet, warum der Film seine „first choice“ (O-Ton Rakete) und zugleich ein Werk ist, das ihn aktuell zu eigenen Dreharbeiten inspirierte. Jeder weitere Film wird mit einer Videobotschaft von Rakete eingeleitet, in der er seine Auswahl begründet. Über Jim Rakete Jim Raketes fotografisches Interesse gilt den Menschen. Schlicht und einfach sollen seine Bilder sein, möglichst wenig inszeniert. Dieses Bestreben nach dem Authentischen macht seine Bilder einzigartig. Jim Rakete wurde 1951 in Berlin geboren. Bereits während der Schulzeit fotografierte er für Tageszeitungen und Agenturen. Anfänglich porträtierte er Stars der Musikszene wie Jimi Hendrix, Mick Jagger und David Bowie. Von 1977 bis 1986 leitete er in Berlin das Kreativlabor „Fabrik“. Dort entstanden Plattencover für viele Bands der Neuen Deutschen Welle. Parallel übernahm Jim Rakete das Management von Musikern wie der Nina Hagen Band, Spliff, Nena, Die Ärzte und Interzone. Als Fotograf widmete er sich seit 1986 zahlreichen Größen der deutschen und internationalen Musik- und Filmbranche, in den 90er Jahren war er als Director of Photography häufig auch für Produktionen von Musikvideos und Werbespots tätig. Für die Ausstellungen „1/8 sec. – Vertraute Fremde“, eine Hommage an die klassische analoge Porträtfotografie, sowie „Stand der Dinge“ arbeitete Jim Rakete bereits mehrfach mit dem Deutschen Filmmuseum Frankfurt zusammen.


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TIREZ SUR LE PIANISTE Schießen Sie auf den Pianisten Frankreich 1960. R: François Truffaut. D: Charles Aznavour, Marie Dubois, Nicole Berger. 82 Min. 35mm. OmU

Charlie Kohler, Pianist in einer Tanzbar, verliebt sich in die Kellnerin Léna. Er offenbart ihr seine traurige Vergangenheit: Einst berühmt für sein Klavierspiel, fand er bald heraus, dass er seinen Erfolg einer Affäre seiner Frau zu verdanken hatte. Léna und Charlie verstricken sich schließlich in kriminelle Machenschaften, was ein tragisches Ende nimmt. Mit seinem zweiten Film nach LES QUATRE CENTS COUPS (Sie küssten und sie schlugen ihn, FR 1959) schuf François Truffaut einen stilbildenden Vertreter der französischen Nouvelle Vague und eine Hommage an den US-amerikanischen Gangster-Film.

Freitag, 01.08. 20:30 Uhr Sonntag, 10.08. 18:00 Uhr

À BOUT DE SOUFFLE Außer Atem Frankreich 1960. R: Jean-Luc Godard D: Jean Seberg, Jean-Paul Belmondo. 90 Min. DCP. OmU

Zu Gast: Jim Rakete

Michel genießt das Leben, nimmt sich, was er will, und schreckt selbst vor einem Mord nicht zurück. Verfolgt von der Polizei, findet er Unterschlupf bei der amerikanischen Zeitungsverkäuferin Patricia, in die er sich verliebt. Die Ermittler kommen ihm schließlich auf die Spur und verhören Patricia. Sie muss sich entscheiden, ob sie Michel an die Polizei verraten oder ihn mit Lügen decken soll. Jean-Luc Godard spielt in À BOUT DE SOUFFLE mit den in den 1950er Jahren gültigen Konventionen des Filmemachens. Er selbst befand, sein Werk sei „ein Film ohne Regeln oder dessen einzige Regel hieß: Die Regeln sind falsch oder werden falsch angewendet“.

Sonntag, 03.08. 20:15 Uhr Filmbeginn: ca. 21:00 Uhr


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CARTE BLANCHE: JIM RAKETE WINTERSCHLÄFER DE 1997. R: Tom Tykwer. D: Ulrich Matthes, Heino Ferch, Floriane Daniel, Josef Bierbichler. 122 Min. 35mm

Dienstag, 05.08. 20:30 Uhr Sonntag, 24.08. 18:00 Uhr

WINTERSCHLÄFER verwebt die Geschichten von fünf Menschen in den Bergen Berchtesgadens zu einem komplexen Geflecht: René, der Probleme mit seinem Kurzzeitgedächtnis hat, verliebt sich in die Krankenschwester Laura. Deren Freundin Rebecca ist mit dem Skilehrer Marco liiert. Bauer Theo sorgt sich um seine Tochter, die nach einem rätselhaften Unfall im Koma liegt. Ihre Schicksale sind eng miteinander verbunden. Tom Tykwer konnte in seinem zweiten Langfilm eine hochkarätige Schauspieler-Riege verpflichten, die das anspruchsvolle Rollengefüge beeindruckend ausführt. UN CŒUR EN HIVER Ein Herz im Winter Frankreich 1992. R: Claude Sautet. D: Daniel Auteuil, Emmanuelle Béart, André Dussollier. 105 Min. 35mm. OmU

Donnerstag, 07.08. 18:00 Uhr Freitag, 08.08. 20:30 Uhr

Maxime und Stéphane sind alte Freunde und führen zusammen eine Geigenwerkstatt. Eines Tages stellt Maxime Stéphane seine Geliebte, die talentierte Geigerin Camille, vor. Der verschlossene Eigenbrötler beginnt, ihr Avancen zu machen. In dem Moment, als er sein Ziel erreicht und Camille für sich gewinnt, wendet er sich von ihr ab. Claude Sautet entwarf für UN CŒUR EN HIVER eine Choreografie aus flüchtige Blicken und Gesten, getragen von der Musik Maurice Ravels. Nicht dessen viel zitierter Klassiker „Boléro", sondern sein Trio für Klavier, Violine und Cello prägt den Film maßgeblich.


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DIE SIEGER Deutschland 1994. R: Dominik Graf. D: Herbert Knaup, Katja Flint, Hannes Jaenicke, Meret Becker. 137 Min. 35mm

Karl Simon, Leiter einer Elite-Truppe der Polizei, erkennt während eines Einsatzes seinen Kollegen Heinz Schaefer wieder, der vier Jahre zuvor angeblich Selbstmord begangen hat. Er stellt auf eigene Faust Ermittlungen an und stößt auf einen Bestechungsskandal, in den hochrangige Politiker verstrickt sind. Die immensen Produktionskosten von 12 Millionen Mark konnte DIE SIEGER an den Kinokassen zwar nicht wieder einspielen. Einige Jahre später jedoch wurde der Film als erstklassiger Action-Thriller im Stil amerikanischer Genre-Filme angemessen gewürdigt.

Dienstag, 12.08. 20:30 Uhr Donnerstag, 14.08. 18:00 Uhr

12 ANGRY MEN Die zwölf Geschworenen USA 1957. R: Sidney Lumet D: Henry Fonda, Lee J. Cobb, Martin Balsam. 96 Min. Blu-ray. OmU

Ein 18-jähriger Puerto-Ricaner wird des Mordes an seinem Vater beschuldigt und vor Gericht gestellt. Am Ende des Prozesses ziehen sich die zwölf Geschworenen zurück, um das Urteil zu fällen. Die erforderliche Einstimmigkeit scheitert am Geschworenen Nr. 8, der die Schuld des Jungen als nicht erwiesen ansieht. Nach und nach kann er die anderen Urteilenden auf seine Seite ziehen, bis nur noch der Geschworene Nr. 3 an einem Schuldspruch festhält. Sidney Lumet seziert in seinem Kinodebüt gekonnt gruppendynamische Prozesse und treibt dem Zuschauer mit seinem spannungsreichen Thriller Schweißperlen auf die Stirn.

Freitag, 15.08. 20:30 Uhr Sonntag, 31.08. 18:00 Uhr


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CARTE BLANCHE: JIM RAKETE THE SHINING Shining Großbritannien/USA 1980. R: Stanley Kubrick D: Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Lloyd. 146 Min. DCP. OmU

Sonntag, 17.08. 20:30 Uhr Dienstag, 19.08. 20:30 Uhr

Der Schriftsteller Jack Torrance zieht mit seiner Familie für den Winter ins Overlook-Hotel in den Bergen von Colorado, um dort, während der Betrieb geschlossen ist, als Hausmeister nach dem Rechten zu sehen. Jack kennt die Geschichten über den ehemaligen Hausmeister, der angeblich seine Frau und seine zwei Töchter im Hotel ermordete. Das einsame Haus wird mehr und mehr zum Spukschloss, und Jack entwickelt Aggressionen gegenüber seiner Familie, bis er die Nerven verliert. Ein Klassiker des Horrorkinos nach dem Roman von Stephen King, der erst durch die Verfilmung Bekanntheit erlangte. SYLVIE BRD 1973. R: Klaus Lemke D: Sylvie Winter, Paul Lys, Ivan Desny. 86 Min. DigiBeta

Donnerstag, 21.08. 18:00 Uhr Freitag, 22.08. 20:30 Uhr

Sylvie ist Fotomodell, Paul ist eigentlich Seemann, verdient sein Geld aber vorübergehend als Taxifahrer. Zwischen Deutschland und Amerika, zwischen Fotoshootings, Zug- und Taxifahrten entspinnt sich langsam eine Beziehung zwischen den beiden: zart, zurückhaltend, rätselhaft und brüchig. Die Aufnahmen von New York haben dokumentarischen Charakter, die Dialoge dagegen sind kühl konstruiert. Unfreiwillig ist SYLVIE inzwischen zum historischen Dokument geworden: In der aus heutiger Sicht markantesten Szene schraubt sich die Kamera an den Türmen des gerade fertiggestellten World Trade Center hinauf, wo auf dem Dach ein Fotoshooting stattfindet.


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KLUTE USA 1971. R: Alan J. Pakula. D: Jane Fonda, Donald Sutherland, Charles Cioffi. 114 Min. 35mm. DF

2007 widmete die Viennale Jane Fonda eine Hommage, und zur Eröffnung lief KLUTE aus dem Jahr 1971. Jane Fonda hatte den Film nahezu vierzig Jahre lang nicht mehr gesehen, und ihr standen Tränen in den Augen, als sie ihr jüngeres Ich auf der Leinwand sah – in der Rolle, die Fonda ihren ersten Oscar beschert hatte. In KLUTE spielt sie das Callgirl Bree Daniels, das von Privatdetektiv John Klute kontaktiert wird, der auf der Suche nach einem verschollenen Freund ist. Daniels und Klute tun sich zusammen und durchstreifen gemeinsam die Unterwelt New Yorks.

Donnerstag, 28.08. 18:00 Uhr Freitag, 29.08. 20:30 Uhr

IHR EVENT IM FILMMUSEUM Repräsentative Räume und ein außergewöhnliches Ambiente für Veranstaltungen bietet das Deutsche Filmmuseum. Erleben Sie unvergessliche filmreife Momente mit guten Freunden oder Kollegen zu privaten und geschäftlichen Anlässen in unserem Haus am Frankfurter Museumsufer. Ob für ein Firmenjubiläum, eine Tagung, Galaveranstaltung, ein gemütliches Get Together fernab des Büros oder eine ganz private Veranstaltung – das Filmmuseum bietet für jede Veranstaltungsform ein exklusives und individuelles Konzept in einer besonderen Umgebung. Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne:

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PORTRÄT: Penélope Cruz Sie ist eine der wenigen europäischen Schauspielerinnen, die nicht nur in ihrem Heimatland, sondern auch jenseits des Atlantiks zum Star geworden sind. Scheinbar mühelos gelingt Penélope Cruz dabei der Spagat zwischen Autorenkino und großen Hollywood-Produktionen. Sie hat mit Regisseuren wie Woody Allen, Ridley Scott, Mathieu Kassovitz, Billy Bob Thornton, Stephen Frears, Cameron Crowe, Fernando Trueba, Rob Marshall oder Sergio Castellitto gedreht – doch mit keinem gibt es eine so enge und fast schon symbiotische Verbindung wie mit ihrem Landsmann Pedro Almodóvar, der sie seine Muse nennt. Fünf großartige Filme sind die Früchte dieser filmischen Seelenverwandtschaft, und es bleibt zu hoffen, dass weitere folgen werden. Im Alter von 15 Jahren nahm Penélope Cruz an einem Talentwettbewerb teil und bekam als Preis einige Rollen in spanischen TV-Shows, die den Beginn ihrer Erfolgsgeschichte markieren. Bereits damals träumte sie jedoch davon, Filmschauspielerin zu werden – inspiriert vom Kinobesuch eines Almodóvar-Films. Mit 18 Jahren bot Fernando Trueba ihr eine Hauptrolle in BELLE ÉPOQUE an. Dass dieser Film 1994 mit einem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde, machte Penélope Cruz mit einem Schlag bekannt. Hier fiel der Startschuss für eine Karriere, die mittlerweile mehr als 50 Filme zählt.


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TO ROME WITH LOVE USA/Italien 2012. R: Woody Allen. D: Woody Allen, Alec Baldwin, Roberto Benigni, Penélope Cruz. 110 Min. 35mm. OmU

Nach London, Barcelona und Paris wählte Woody Allen die „Ewige Stadt“ Rom zum Schauplatz seines 43. Films. In vier parallelen Handlungssträngen erzählt er von den Erlebnissen ganz unterschiedlicher Menschen: Eine US-amerikanische Touristin, die einen Italiener kennenlernt und sich kurzerhand mit ihm verlobt, deren Eltern, eine Psychiaterin und ein – von Woody Allen gespielter – gescheiterter Opernregisseur, ein Paar in den Flitterwochen, eine Prostituierte (Penélope Cruz), die den Ehemann in eine kompromittierende Situation bringt, sowie ein einfacher Angestellter, der ohne Grund über Nacht berühmt wird.

Freitag, 01.08. 18:00 Uhr Samstag, 02.08. 20:30 Uhr

ELEGY Elegy oder die Kunst zu lieben USA 2008. R: Isabel Coixet. D: Penélope Cruz, Ben Kingsley, Dennis Hopper, Peter Sarsgaard. 111 Min. 35mm. OmU

Die katalanische Regisseurin Isabel Coixet adaptierte mit ELEGY den Roman „Das sterbende Tier“ von Philip Roth – dank eines überzeugenden Schauspielerensembles mit großem Erfolg. Der alternde und charismatische Literaturprofessor David Kepesh lässt sich zwar gerne auf erotische Abenteuer mit seinen jungen Studentinnen ein, will sich aber unter keinen Umständen binden. Das ändert sich, als er der verführerischen und temperamentvollen Exilkubanerin Consuela (Penélope Cruz) begegnet und sich Hals über Kopf in sie verliebt. Immer mehr entwickelt sich seine Zuneigung zu einer regelrechten Obsession – bis ihn Consuela schließlich verlässt und Kepesh am Boden zerstört ist.

Sonntag, 03.08. 18:00 Uhr Mittwoch, 06.08. 20:30 Uhr


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PORTRÄT: Penélope Cruz LOS ABRAZOS ROTOS Zerrissene Umarmungen Spanien 2008. R: Pedro Almodóvar. D: Penélope Cruz, Blanca Portillo, Lola Duenas, Lluis Homar. 129 Min. 35mm. OmU

Freitag, 08.08. 18:00 Uhr Samstag, 09.08. 20:00 Uhr

In einer Mischung aus Film Noir und Melodram erzählt Pedro Almodóvar vom tragischen Schicksal zweier Liebender: Für ein neues Filmprojekt benötigt der Drehbuchautor und Regisseur Harry Caine eine Hauptdarstellerin – und Geld. Da taucht unvermittelt der ebenso geheimnisvolle wie reiche Ernesto auf. Er will das Projekt unter der Bedingung finanzieren, dass seine deutlich jüngere Geliebte Lena die Hauptrolle kriegt. Harry stimmt zunächst widerwillig zu, entdeckt jedoch bald Lenas Talent – und seine Liebe zu ihr. Penélope Cruz glänzt hier in einer Doppelrolle. VICKY CRISTINA BARCELONA USA/Spanien 2008. R. Woody Allen. D: Scarlett Johansson, Rebecca Hall, Javier Bardem, Penélope Cruz. 96 Min. 35mm. OmU

Sonntag, 10.08. 20:30 Uhr Mittwoch, 13.08. 20:30 Uhr

Die US-Amerikanerinnen Vicky und Cristina verbringen den Sommer in Barcelona. Cristina erhofft sich neue Erkenntnisse über Liebe und Leben, während es Vicky auf ihrer letzten Reise als Junggesellin schwerfällt loszulassen. Sie treffen den charismatischen Maler Juan Antonio, der die Gefühle beider Frauen auf unterschiedliche Weise in Wallungen bringt. Da taucht Juans stürmische und rasend eifersüchtige Exfrau Maria Elena auf, genial verkörpert von Penélope Cruz, die für ihre Rolle – als erste spanische Schauspielerin – einen Oscar erhielt.


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VOLVER Volver – Zurückkehren Spanien 2006. R: Pedro Almodóvar. D: Penélope Cruz, Carmen Maura, Lola Duenas, Blanca Portillo. 120 Min. 35mm. OmU

Nach einem harten Arbeitstag findet Raimunda in ihrem Haus in Madrid eine Leiche: In Notwehr hat ihre 15-jährige Tochter den sexuell zudringlichen Vater erstochen. Sie verfrachtet den Korpus in die Tiefkühltruhe eines Restaurants und kann auf die Solidarität ihrer Nachbarinnen bauen. Die Rolle der bodenständigen Raimunda wurde Penélope Cruz auf den Leib geschrieben.

Donnerstag, 14.08. 20:30 Uhr Freitag, 15.08. 18:00 Uhr

WOMAN ON TOP USA 2000. R: Fina Torres. D: Penélope Cruz, Murilo Benicio, Harold Perrineau, Jr. 85 Min. 35mm. OmU

Mit ihrer ersten Hauptrolle in diesem US-amerikanischen Film etablierte Penélope Cruz sich schließlich auch in Hollywood. Sie spielt die bildschöne Brasilianerin Isabella, die mit ihrem Mann Toninho ein gutgehendes Restaurant betreibt. Als sie den notorisch untreuen Toninho in flagranti erwischt, flieht sie mit ihrer Freundin nach San Franciso. Hier wird Isabella zum Star einer Koch-Show.

Samstag, 16.08. 20:30 Uhr Sonntag, 17.08. 18:00 Uhr

TODO SOBRE MI MADRE Alles über meine Mutter Spanien 1999. R: Pedro Almodóvar. D: Cecilia Roth, Marisa Parades, Penélope Cruz. 97 Min. 35mm. OmU

Die Suche einer jungen Frau nach dem Vater ihres verstorbenen Sohnes vereint verschiedene Menschen am Rande der Gesellschaft in Barcelona. Almodóvars liebevolles Porträt dieser Gemeinschaft erhielt den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Cruz setzt mit der Rolle einer schwangeren, HIV-infizierten Nonne einen Kontrapunkt zu ihrem Image der glamourösen Diva.

Mittwoch, 20.08. 20:30 Uhr


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PORTRÄT: Penélope Cruz VANILLA SKY USA 2001. R: Cameron Crowe. D: Tom Cruise, Penélope Cruz, Kurt Russell, Cameron Diaz, Jason Lee. 135 Min. 35mm. OF

Freitag, 22.08. 18:00 Uhr

Das amerikanische Remake von ABRE LOS OJOS (ES/ FR 1997) – produziert von Tom Cruise, der von Alejandro Amenábars Film ebenso wie von Penélope Cruz höchst angetan war und an ihrer Seite die Hauptrolle übernahm – hält sich bis in Details an das Original, verlegt die Handlung aber nach New York und löst das abgründige Spiel um Schein und Sein am Ende eindeutiger auf. Unter Cameron Crowes Regie entfaltet VANILLA SKY zwar nicht ganz die Virtuosität seines Vorläufers, weiß aber mit visuellen Einfällen und einer schillernden Besetzung bis in Nebenrollen zu faszinieren. ABRE LOS OJOS Open your eyes – Virtual Nightmare Spanien/Frankreich 1997. R: Alejandro Amenábar. D: Penélope Cruz, Eduardo Noriega, Chete Lera, Fele Martinez. 117 Min. 35mm. OmeU

Samstag, 23.08. 20:30 Uhr

Alejandro Amenábars zweiter Spielfilm ist ein ebenso komplexer wie schlüssiger Psychothriller, ein Vexierspiel um Masken, Identität und Realität. Der Playboy César verliert sich darin nach einem One-Night-Stand mit der schönen Sofia (Penélope Cruz) und einem schweren Unfall an der Seite seiner Ex-Freundin, der sein Gesicht entstellt, in einem Niemandsland zwischen Traum und Realität. Er wird eines Mordes beschuldigt, kann sich aber an nichts erinnern, und die Gespräche mit einem Psychiater führen ihn zunächst immer weiter ins Zwielicht der Paranoia.


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LA NIŇA DE TUS OJOS Das Mädchen deiner Träume Spanien 1998. R: Fernando Trueba. D: Penélope Cruz, Antonio Resines, Neus Asensi. 121 Min. 35mm. OmeU

Dass in den 1930er Jahren im Auftrag des faschistischen Franco-Regimes in Babelsberg spanische Filme gedreht wurden, ist heute weitgehend vergessen. Fernando Trueba schaffte aus diesem Stoff eine überzeugende Tragikomödie. Eine spanische Schauspielertruppe reist 1938 nach Deutschland, um in den Ufa-Studios das Musical LA NIŇA DE TUS OJOS zu drehen. Doch der Propagandaminister rückt Hauptdarstellerin Macarena Granada auf den Leib und verlangt, dass zwei verschiedene Versionen des Films gedreht werden. Für ihre Rolle erhielt Penélope Cruz einen Goya als beste Schauspielerin.

Mittwoch, 27.08. 20:30 Uhr Freitag, 29.08. 18:00 Uhr

BELLE ÉPOQUE Spanien/Frankreich 1992. R: Fernando Trueba. D: Jorge Sanz, Penélope Cruz, Ariadna Gil, Miriam Díaz Aroca. 108 Min. 35mm. OmU

Im Frühjahr 1931 herrscht in Spanien politische Umbruchstimmung: Die Monarchie bröckelt, und der Beginn der Zweiten Republik steht kurz bevor. In diesen turbulenten Tagen verschlägt es den aus der königlichen Armee desertierten Fernando in das Landhaus des Malers Manolo. Der erwartet den Besuch seiner vier in Madrid lebenden Töchter Clara, Violeta, Rocio und Luz (Penélope Cruz), die dem ehemaligen Theologiestudenten Fernando gehörig den Kopf verdrehen. Ausgezeichnet mit neun Goyas und dem Oscar für den besten nichtenglischsprachigen Film war BELLE ÉPOQUE der internationale Druchbruch für Penélope Cruz.

Samstag, 30.08. 20:30 Uhr Sonntag, 31.08. 20:30 Uhr


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KLASSIKER & RARITÄTEN Ein klarer Standpunkt und ein Ziel im Kopf, ein politischer Feind, präzise Planung und Berechnung, und schließlich ... der Angriff. Genese und Folgen politischer Attentate thematisiert die Reihe Klassiker und Raritäten im August. THE TALL TARGET Verschwörung um Mitternacht USA 1951. R: Anthony Mann. D: Dick Powell, Paula Raymond, Adolphe Menjou. 78 Min. 35mm. OmspU

Dienstag 05.08. 18:00 Uhr

Als der zum Präsidenten gewählte Abraham Lincoln 1861 mit dem Zug zur Amtsübernahme nach Washington fährt, soll ein Anschlag auf ihn verübt werden. Das jedenfalls glaubt ein Polizeisergeant namens John Kennedy. Als er seinen Vorgesetzten seinen Verdacht nicht plausibel machen kann, versucht er auf eigene Faust, den Mord zu verhindern, und besteigt den Zug. Es beginnt eine abenteuerliche Fahrt, auf der in einer Atmosphäre allgemeinen Misstrauens jeder verdächtig ist. Anthony Mann machte aus dem Stoff einen ausgezeichneten kleinen Thriller. ATENTÁT 10 Uhr 30: Attentat Tschechoslowakische Sozialistische Republik 1964. R: Jiří Sequens D: Radoslav Brzobohatý, Ladislav Mrkvička. 104 Min. 35mm. DF

Dienstag 12.08. 18:00 Uhr

Das Attentat auf SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich am 27. Mai 1942 in Prag wurde noch während des Zweiten Weltkriegs von Douglas Sirk und Fritz Lang in den USA verfilmt. Sequens’ Film zeigt den Anschlag auf den Reichsprotektor von Böhmen und Mähren aus tschechischer Sicht. Die Art und Weise, wie der Film in allen Einzelheiten die Vorbereitungen des Attentats und dessen Ausführung schildert, von der Auswahl und dem Training der Agenten in England über die Planung in Prag bis zum Verrat der Gruppe nach dem gelungenen Anschlag, erzeugt besondere Spannung.


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THE DAY OF THE JACKAL Der Schakal Großbritannien/Frankreich 1973. R: Fred Zinnemann D: Edward Fox, Michel Lonsdale, Alan Badel. 142 Min. 35mm. OF

Nach einem vergeblichen Versuch der „Organisation der geheimen Armee“, General de Gaulle im August 1962 zu ermorden, beschließt ihr Chef, einen professionellen Killer ohne Verbindungen zur französischen Untergrundbewegung anzuheuern. Ein Engländer mit dem Codenamen „Schakal“ übernimmt den Job für 500.000 US-Dollar und beginnt, den Anschlag sorgfältig vorzubereiten. THE DAY OF THE JACKAL entstand nach dem gleichnamigen Roman von Frederick Forsyth und zählt aufgrund seines präzise gezeichneten zeitgeschichtlichen Hintergrunds und der kühl fortschreitenden Mechanik seines Ablaufs zu den spannendsten Thrillern der Filmgeschichte.

Dienstag, 19.08. 18:00 Uhr

THE CONSPIRATOR Die Lincoln Verschwörung USA 2011. R: Robert Redford D: James McAvoy, Robin Wright, Kevin Kline. 123 Min. 35mm. OmU

Nach der Ermordung Abraham Lincolns versucht die Regierung aus Gründen der Staatsraison, alle in die Verschwörung Verwickelten – gegen geltendes Recht – vor ein Militärtribunal zu bringen. Ein Anwalt, früherer Hauptmann der Union-Armee, übernimmt die undankbare Aufgabe, die Inhaberin der Pension zu verteidigen, in der John Wilkes Booth wohnte und in der sich Verschwörer trafen. Robert Redford machte aus dem Stoff ein linksliberales Gerichtsdrama, das die politischen Hintergründe genauestens erforscht und die Frage stellt, ob das Recht nicht auch für die Gegner der Rechtsordnung zu gelten hat.

Dienstag 26.08. 18:00 Uhr


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Late NIGHT KULTKINO Wenn Außerirdische die Erde erobern und Bruce Willis einmal als Psychologe mit Geistererscheinungen und dann als Super-Cop gegen den Cyberterrorismus kämpft, kann es sich nur um das LATE NIGHT KULTKINO handeln – nächtlicher Nervenkitzel an den Wochenenden im August. THE SIXTH SENSE USA 1999. R: M. Night Shyamalan D: Bruce Willis, Toni Collette. 107 Min. Blu-ray. OF

Freitag, 01.08. 22:30 Uhr Samstag, 09.08. 22:30 Uhr

Nach vielen Kurz- und zwei langen Spielfilmen bedeutete THE SIXTH SENSE M. Night Shyamalans kommerziellen Durchbruch. Er erzählt von einem Psychologen, dessen größte Herausforderung der Fall des neunjährigen, ängstlichen Schuljungen Cole wird. Der Psychologe erfährt allmählich, dass Cole von Toten aufgesucht wird, die nur er sehen kann und die ihn um Hilfe bitten. Trotz vieler Rationalisierungen will der Film letztlich nichts erklären, schafft aber mit subtil eingesetzten visuellen Mitteln eine beklemmende Atmosphäre des Übersinnlichen. WAR OF THE WORLDS Krieg der Welten USA 2005. R: Steven Spielberg D: Tom Cruise, Dakota Fanning. 116 Min. Blu-ray. OmU

Samstag, 02.08. 22:30 Uhr Freitag, 08.08. 22:30 Uhr

Bereits Orson Welles adaptierte H.G. Wells’ Roman „War of the Worlds” 1938 als Hörspiel. Steven Spielbergs Version war erst die zweite Verfilmung des Buches. Er verlegt die Geschichte in die Gegenwart und erzählt von einem New Yorker Kranführer, der sich und seine Kinder zu retten versucht, als Außerirdische eine Invasion der USA starten. In einer Folge grandioser Special Effects und im Angesicht einer Gesellschaft in Auflösung gilt es, das Haus der Ex-Schwiegereltern in Boston zu erreichen.


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THE UNINVITED Der unheimliche Gast USA 1944. R: Lewis Allen D: Ray Milland, Ruth Hussey, Gail Russell. 98 Min. 35mm. OmspU

Lewis Allens Klassiker des Geisterfilms ist den besten Val-Lewton-Produktionen (CAT PEOPLE, USA 1942, I WALKED WITH A ZOMBIE, USA 1943) mindestens ebenbürtig, wenn nicht überlegen. Während eines Urlaubs in Cornwall entdecken eine junge Frau und ihr Bruder ein leerstehendes Haus direkt an den Klippen und kaufen es. Aber im Haus geht der ruhelose Geist der Tochter des vorherigen Besitzers um, die Jahre zuvor die Klippen hinabgestürzt war ... Allens Regiedebut THE UNINVITED hat, nicht zuletzt durch seine suggestive Fotografie, bis heute nichts von seiner atmosphärischen Dichte verloren.

Freitag, 15.08. 22:30 Uhr Samstag, 23.08. 22:30 Uhr

LIVE FREE OR DIE HARD Stirb langsam 4.0 USA/Großbritannien 2007. R: Len Wiseman D: Bruce Willis, Justin Long. 129 Min. 35mm. OF

Die drei DIE HARD-Filme der 1980er und 90er Jahre von John McTiernan und Renny Harlin gehören zu den spannendsten US-amerikanischen Actionfilmen überhaupt. Mit LIVE FREE OR DIE HARD gelang Len Wiseman mehr als zehn Jahre später eine beeindruckende Wiederbelebung der Serie, adaptiert für die Zeit nach 9/11. Bruce Willis als New Yorker Cop alter Schule muss nun einen Verschlüsselungsspezialisten beschützen, der wegen wiederholter Cyberangriffe auf US-Sicherheitssysteme vom FBI befragt werden soll und dessen Leben in Gefahr ist; Ziel seines Gegners ist die Übernahme der gesamten staatlichen Computersysteme der USA.

Samstag, 16.08. 22:30 Uhr Freitag, 22.08. 22:45 Uhr


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LATE NIGHT KULTKINO SPECIAL: Aki Kaurismäki LENINGRAD COWBOYS GO AMERICA Finnland/Schweden 1999 R: Aki Kaurismäki. D: Matti Pellonpää, Kari Väänänen, Leningrad Cowboys. 76 Min. 35mm. OmU

Freitag 29.08. 22:30 Uhr Samstag 30.08. 22:30 Uhr

Irgendwo in der finnischen Tundra, im Niemandsland, haust die schlechteste Rock‘n’Roll-Band der Welt, perfekt gestylt – doch ohne Publikum: Die Rockgruppe Leningrad Cowboys zeichnet sich eher durch schräges Aussehen als durch musikalische Fähigkeiten aus. Trotzdem beschließt ihr Manager, eine Tournee durch die USA zu organisieren. Mit einem Cadillac erleben sie eine Reise durch verrufene Kneipen und die Hinterhöfe der Burger-Nation. Sie erleben eine Enttäuschung nach der anderen – und erhalten schließlich an der mexikanischen Grenze doch noch die Chance auf ein Engagement. Vorher bereits in einigen Kurzfilmen zu sehen, wurden die Leningrad Cowboys durch Kaurismäkis Langspielfilm erst berühmt. Im September zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums das Werk des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki in einer Filmreihe (≥ S. 50).


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Museumsuferfest 2014 Samstag, 30. August und Sonntag, 31. August

Mit außergewöhnlichen Exponaten und interaktiven Lernstationen macht die Dauerausstellung des Deutsche Filmmuseums die Faszination des Films erfahrbar. Die aktuelle Sonderausstellung „Bewusste Halluzinationen. Der filmische Surrealismus“ (25. Juni bis 2. November) präsentiert die verschiedenen Facetten des filmischen Surrealismus weltweit sowie seine Wirkung auf andere künstlerische Ausdrucksformen. 10.00 – 18.00 Uhr Das Internationale Kinderfilmfestival LUCAS (21. bis 28.09.2014) präsentiert sein Programm und lädt ein zum Mitmachen auf der LUCAS-Bühne 11.00 – 22.00 Uhr Surrealismus-Filmquiz 14.00 –19.00 Uhr Filmstudio: „Traumwelten“: Fotos in surrealen Settings 15 & 17 Uhr Sonderausstellung „Bewusste Halluzinationen. Der filmische Surrealismus“: Führung für Erwachsene 10.00 –20.00 Uhr Modernes Antiquariat: Filmbücher, Plakate und mehr Kino 14 –16 Uhr LUCAS-Kurzfilmprogramm für Kinder 16  Uhr DAS GRÜNE WUNDER – UNSER WALD DE 2006 –2012. R: Jan Haft. Dokumentarfilm. 93 Min. Empfohlen ab 6 J.

Zusätzliches Programm im Kino Freitag, 29. August und Samstag, 30. August · 22:30 Uhr LENINGRAD COWBOYS GO AMERICA* FI/SE 1989. R: Aki Kaurismäki. 76 Min. 35mm. OmU

Samstag, 30. August · 18:00 Uhr LE FANTÔME DE LA LIBERTÉ Das Gespenst der Freiheit* FR 1974. R: Luis Buñuel. 103 Min. OmU * Eintritt zu diesen Veranstaltungen mit Museumsuferfest-Button: zusätzlich 4 €


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KINDERKINO Rein in den Kinosessel und los geht's: Auf eine Reise über die Schweizer Berge, auf niederrheinische Spielplätze und durch deutsche Wälder schickt das Kinderkino im August alle, die die Ferien zu Hause verbringen. BELLE & SEBASTIAN Frankreich 2013. R: Nicolas Vanier. D: Tcheky Karyo, Félix Bossuet, Margaux Chatelier, Dimitri Storoge. 92 Min. DCP. Empfohlen ab 8 Jahren

Freitag, 01.08. 14:30 Uhr Sonntag, 03.08. 15:00 Uhr Freitag, 08.08. 14:30 Uhr Sonntag, 10.08. 15:00 Uhr

Sommer 1943 in den Savoyer Alpen: Die Bewohner eines Schweizer Bergdorfs stehen unter Verdacht, jüdische Flüchtlinge zu verstecken, während der siebenjährige Sebastian vom Schäfer César vor einem wilden Tier gewarnt wird. Doch er entdeckt in der Bestie eine liebenswerte Hündin, die er Belle tauft und vor der Erwachsenenwelt versteckt. Als eine Treibjagd die Hündin in Gefahr bringt, beschützt Sebastian seine geheime Freundin. DER ZEHNTE SOMMER Deutschland 2003. R: Jörg Grünler D: Katharina Böhm, Kai Wiesinger, Erika Marozs, Martin Stührk. 96 Min. 35mm. Empfohlen ab 8 Jahren

Freitag, 15.08. 14:30 Uhr Sonntag, 17.08. 15:00 Uhr Freitag, 22.08. 14:30 Uhr Sonntag, 24.08. 15:00 Uhr

Sommer am Niederrhein im Jahr 1960. Der neunjährige Kalli Spielplatz, ein König in seinem Kinderreich, hat große Pläne: Er will einen geheimen Ferienzoo gründen und Franzis Herz gewinnen. Ausgerechnet die verrufenen drei Nachbarinnen werden zu seinen Helferinnen: Der König und seine „drei Hexen" bewältigen alle Hindernisse, und nach diesem Sommer wird nichts mehr sein wie zuvor.


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DAS GRÜNE WUNDER – UNSER WALD Deutschland 2006-2012. R: Jan Haft. Dokumentarfilm. 93 Min. DCP. Empfohlen ab 6 Jahren

Diese Geschichten zu drehen hat ganze sechs Jahre gedauert! 250 Stunden Filmmaterial fangen die enorme und überraschende Artenvielfalt in den deutschen Wäldern ein, folgen Fuchs, Wildschwein und Rothirsch durch die Jahreszeiten in ihrem Revier. Auch eher skurrile Waldbewohner wie Blattläuse, Lebermoose und Rote Knotenameisen nehmen ihren Platz auf der Leinwand ein.

Freitag, 29.08. 14:30 Uhr Samstag, 30.08. 16:00 Uhr Sonntag, 31.08. 16:00 Uhr

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SPECIALS

WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM? In der Reihe WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM? präsentiert das Kino des Deutschen Filmmuseums einmal im Monat ein aktuelles Werk mit anschließendem Filmgespräch. Die kontrovers diskutierte Satire MÄNNER ZEIGEN FILME & FRAUEN IHRE BRÜSTE war Eröffnungsfilm des „Achtung Berlin!“-Festivals und zweifacher Gewinner beim diesjährigen Max Ophüls Preis in Saarbrücken. Dort wurde der Film als gesellschaftlich relevantester Film des Festivals ausgezeichnet.

Isabell Šuba (Jahrgang 1981) schloss 2011 mit ihrem Diplomfilm JETZT ABER BALLETT ihr Regiestudium an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf" (HFF) in Potsdam-Babelsberg ab. Ihr Kurzdokumentarfilm CHICA XX MUJER über den Schönheitswahn venezolanischer Mädchen lief im offiziellen Programm der Internationalen Filmfestspiele Cannes, wo die Dreharbeiten zum aktuellen Film stattfanden. Dieser wurde hingegen nicht nach Cannes eingeladen.

MÄNNER ZEIGEN FILME & FRAUEN IHRE BRÜSTE Deutschland 2013. R: Isabell Šuba D: Anne Haug, Matthias Weidenhöfer, Eva Bay. 83 Min. DCP

Vorfilm MEINUNGSVERSCHIEDENHEITEN Deutschland 2014. R: Jannick Seeber. 5 Min. Digital

Sonntag, 24.08. 20:15 Uhr Im Anschluss spricht Ulrich Sonnenschein (epd film) mit Isabell Šuba über den Film.

Nachwuchsregisseurin Isabell Šuba hat es geschafft: Einer ihrer Kurzfilme läuft auf dem größten Filmfest der Welt. Doch die anfängliche Freude wird schnell getrübt. In Cannes erwarten sie statt rotem Teppich und Kaviar nur ihr chauvinistischer Produzent David und ein überbuchtes Hotel. Enttäuscht stellt sie außerdem fest, dass im Wettbewerb kein einziger von einer Frau gedrehter Film läuft. Doch Isabell gibt nicht auf und kämpft auf pointierte Weise weiter – gegen Machos und für Chancengleichheit im männerdominierten Filmbusiness.

© Beauty Killed The Beast, Lenke & Weidenhöfer Film

In Kooperation mit


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DIETER HALLERVORDEN ZU GAST Mit Dieter Hallervorden gibt uns im August der Schauspieler die Ehre, der in diesem Jahr mit dem Deutschen Filmpreis als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Der vielseitige Darsteller, der als skrupelloser Killer in Wolfgang Menges DAS MILLIONENSPIEL (DE 1970) ebenso überzeugte wie als tollpatschiger Protagonist der „Didi“-Komödien in den 80ern, spielte seit 2012 gleich mehrere Charakterrollen. Im Thriller DAS KIND (DE/US 2012) verkörperte Hallervorden einen wohlhabenden Päderasten und Kindermörder, in dem Historiendrama DAS MÄDCHEN UND DER TOD (DE/ND/RU 2012) hatte er eine entscheidende Nebenrolle als mächtiger Graf. In Kilian Riedhofs Drama SEIN LETZTES RENNEN (DE 2013) spielt er einen ehemaligen Marathon-Champion in der Rentenkrise. Den Film präsentiert der 78-jährige Hallervorden persönlich im Kino des Deutschen Filmmuseums, danach spricht Urs Spörri (Deutsches Filminstitut) mit ihm über sein filmisches Schaffen. Bis heute leitet Dieter Hallervorden das von ihm gegründete Kabarett „Die Wühlmäuse“, seine Sketche in TV-Shows wie „Nonstop Nonsens“ und „Hallervordens Spott-Light“ haben längst Kultstatus und gelten als Comedy-Klassiker. Aktuell hat Hallervorden die Dreharbeiten zu Til Schweigers HONIG IM KOPF abgeschlossen, an dessen Seite er darin die Hauptrolle spielt. Kinostart des Films ist voraussichtlich am 25. Dezember 2014. SEIN LETZTES RENNEN Deutschland 2013. R: Kilian Riedhof D: Dieter Hallervorden, Tatja Seibt, Heike Makatsch. 110 Min. DCP

Zu Gast: Dieter Hallervorden

Viele Jahre sind vergangen, seitdem Paul Averhoff (Dieter Hallervorden) den Triumph seines Lebens feierte: die Marathon-Goldmedaille bei den Olympischen Spielen von Sydney 1956. Nun mit fast 80 sitzen Paul und seine Frau Margot in der Tristesse des Altersheims fest. Da reift im einstigen Champion ein Gedanke: Er schnürt die Laufschuhe und beginnt zu trainieren. Die anderen Bewohner halten ihn für verrückt, aber Paul ist sich sicher: Er wird den Berlin-Marathon laufen. Und gewinnen.

Dienstag, 26.08. 20:15 Uhr


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SPECIALS

ein dank an Winfried Günther An kaum einem anderen Ort hat Winfried Günther mehr Zeit verbracht als im Kino. Sein Interesse für den Film gilt sämtlichen Genres, Regisseuren und Ländern, und so gibt es nur wenige Filme, zu denen er kein Urteil abgeben kann. Dieses fällt oft überraschend, immer aber unbestechlich und fachkundig aus. Als einer der ersten Mitarbeiter des Kinos, damals noch Kommunales Kino, plante Winfried Günther von 1971 an Programmreihen und sorgte dafür, dass Filme aus der ganzen Welt in unser Kino und an ein interessiertes Publikum gelangten. So gab er wichtige und unschätzbare Impulse für das Kinoprogramm und es entstanden jahrzehntelang währende Bekanntschaften mit Filmemachern, Kinomachern, Verleihern und Produzenten. Mit seinem Ausscheiden aus dem städtischen Dienst geht Winfried Günther nun offiziell in den Ruhestand. Für die Planung und Gestaltung einzelner Reihen bleibt er dem Kino des Deutschen Filmmuseums aber weiterhin erhalten. Zum Abschluss eines langen und wichtigen Lebensabschnitts schenkt das Deutsche Filmmuseum Winfried Günther ein Abendprogramm im Kino. Der Liebhaber des Experimental- und Avantgardefilms hat sich eine Zusammenstellung von Filmen des Experimentalfilmers Stan Brakhage gewünscht. FILME VON STAN BRAKHAGE USA 1962-2002. zusammen 84 Min. 16mm. OF Donnerstag, 21.08. 20:15 Uhr

Für Winfried Günther ist Stan Brakhage (1933-2003) der größte US-amerikanische Filmemacher der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Filme in diesem Programm waren allesamt noch nicht in Frankfurt zu sehen: BLACK VISION (1962), TRIP TO DOOR (1971), EYE MYTH EDUCATIONAL (1972), LAST HYMN TO THE NIGHT – NOVALIS (1997), WATER FOR MAYA (2000), MICRO GARDEN (2001), LOVESONG 3 (2001), LOVESONG 4 (2001), GARDEN PATH (2001) und RESURRECTUS EST (2002).


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DER EINZELKÄMPFER – RICHTER HEINZ DÜX Mit seinen gerichtlichen Voruntersuchungen zum ersten Frankfurter Auschwitzprozess vollbrachte Heinz Düx in den 1960er Jahren eine historische Leistung. In Wilhelm Rösings Dokumentarfilm berichtet der ehemalige Untersuchungsrichter von seinen Erinnerungen und Erfahrungen. DER EINZELKÄMPFER – RICHTER HEINZ DÜX Deutschland 2011 R: Wilhelm Rösing. Dokumentarfilm. 79 Min. DVD

Zu Gast: Heinz Düx (angefragt), Wilhelm Rösing

Die kenntnisreiche Befragung von Zeugen und Beschuldigten diente Heinz Düx als Vorbereitung des Auschwitzprozesses, der am 20. Dezember 1963 begann. Ein Prozess, der die Struktur eines Konzentrationslagers und den verbrecherischen Charakter der NS-Herrschaft ebenso offen legte wie die willige Beteiligung der deutschen Bevölkerung an den Verbrechen der Nazis.

Donnerstag, 28.08. 20:15 Uhr

Heinz Düx war ein Außenseiter in seinem Berufsstand, der sich in der Nazizeit mehrheitlich hatte vom Regime vereinnahmen lassen. Als Vorsitzender Richter an einem Zivilsenat des Frankfurter Oberlandesgerichts setzte Heinz Düx sich später für die Wiedergutmachungsansprüche derer ein, die im Dritten Reich verfolgt worden waren. Sein antifaschistisch orientierter politischer und publizistischer Einsatz brachte Heinz Düx viele Anfeindungen ein, bis zum Versuch der CDU, den unerschrockenen Einzelkämpfer aus dem Richteramt zu drängen.

In Kooperation mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. begleitend zur Ausstellung „Fritz Bauer – Der Staatsanwalt“ im Jüdischen Museum.


Im Kino 01.-15. August 2014

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tagsüber

18.00 Uhr

BELLE & SEBASTIAN ≥ S. 38 FR 2013. Nicolas Vanier 92 Min. DF 14:30 Uhr

TO ROME WITH LOVE ≥ S. 27 US/IT 2012. Woody Allen 110 Min. OmU

01

Fr

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Sa

03

So

BELLE & SEBASTIAN ≥ S. 38 FR 2013. Nicolas Vanier 92 Min. DF 15:00 Uhr

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Mo

KEINE VORSTELLUNGEN

05

Di

THE TALL TARGET ≥ S. 32 Verschwörung um Mitternacht US 1951. Anthony Mann. 78 Min. OmspU

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Mi

RIEN QUE LES HEURES/PETT AND POTT/COAL FACE/SPARE TIME ≥ S. 15 FR/GB 1926-1939. Alb. Cavalcanti, Humphrey Jennings. 98 Min. OF

07

Do

UN CŒUR EN HIVER ≥ S. 22 Ein Herz im Winter FR 1992. Claude Sautet. 105 Min. OmU

08

Fr

09

Sa

10

So

BELLE & SEBASTIAN ≥ S. 38 FR 2013. Nicolas Vanier 92 Min. DF 15:00 Uhr

11

Mo

KEINE VORSTELLUNGEN

12

Di

ATENTÁT 10 Uhr 30: Attentat ≥ S. 32 ČSSR 1964. Jiří Sequens 104 Min. DF

13

Mi

À PROPOS DE NICE/TERRE SANS PAIN/HISTOIRE DU SOLDAT INCONNU ≥ S. 15 FR/ES/BE 1929-1936 Div. 91 Min. OF

14

Do

DIE SIEGER ≥ S. 23 DE 1994. Dominik Graf. 137 Min.

15

Fr

DUCK SOUP ≥ S. 14 US 1933. Leo McCarey. 70 Min. OF. Vorfilm: LE LOCATAIRE DIABOLIQUE, 7 Min.

BELLE & SEBASTIAN ≥ S. 38 FR 2013. Nicolas Vanier 92 Min. DF 14:30 Uhr

ELEGY ≥ S. 27 Elegy oder die Kunst zu lieben US 2008. Isabel Coixet. 111 Min. OmU

LOS ABRAZOS ROTOS ≥ S. 28 Zerrissene Umarmungen ES 2008. Pedro Almodóvar. 129 Min. OmU À PROPOS DE NICE/TERRE SANS PAIN/HISTOIRE DU SOLDAT INCONNU ≥ S. 15 FR/ES/BE 1929-1936 Div. 91 Min. OF

DER ZEHNTE SOMMER ≥ S. 38 DE 2003. Jörg Grünler 96 Min. 14:30 Uhr Penélope Cruz DF Dt. Fassung

TIREZ SUR LE PIANISTE ≥ S. 21 Schießen Sie auf den Pianisten FR 1960. François Truffaut. 82 Min. OmU

VOLVER ≥ S. 29 Volver - Zurückkehren ES 2006. Pedro Almodóvar. 120 Min. OmU

Carte Blanche: Jim Rakete

OF Originalfassung

o.D. Ohne Dialog

Bewusste Halluzinationen OmU Original mit dt. Untertiteln


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20.30 Uhr

22.30 Uhr

TIREZ SUR LE PIANISTE ≥ S. 21 Schießen Sie auf den Pianisten FR 1960. François Truffaut. 82 Min. OmU

THE SIXTH SENSE ≥ S. 34 US 1999. M. Night Shyamalan 107 Min. OF

Fr

01

TO ROME WITH LOVE ≥ S. 27 US/IT 2012. Woody Allen 110 Min. OmU

WAR OF THE WORLDS ≥ S. 34 Krieg der Welten US 2005. Steven Spielberg. 116 Min. OmU

Sa

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So

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Mo

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WINTERSCHLÄFER ≥ S. 22 DE 1997. Tom Tykwer. 122 Min.

Di

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ELEGY ≥ S. 27 Elegy oder die Kunst zu lieben US 2008. Isabel Coixet. 111 Min. OmU

Mi

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Buñuel und der spanische Surrealismus ≥ S. 18 Lecture: Thomas Tode 20:15 Uhr

Do

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À BOUT DE SOUFFLE ≥ S. 21 Außer Atem FR 1960 Jean-Luc Godard. 90 Min. OmU Gast: Jim Rakete 20:15 Uhr

UN CŒUR EN HIVER ≥ S. 22 Ein Herz im Winter FR 1992. Claude Sautet. 105 Min. OmU

WAR OF THE WORLDS ≥ S. 34 Krieg der Welten US 2005. Steven Spielberg. 116 Min. OmU

Fr

08

LOS ABRAZOS ROTOS ≥ S. 28 Zerrissene Umarmungen ES 2008. Pedro Almodóvar. 129 Min. OmU 20:00 Uhr

THE SIXTH SENSE ≥ S. 34 US 1999. M. Night Shyamalan 107 Min. OF

Sa

09

So

10

Mo

11

DIE SIEGER ≥ S. 23 DE 1994. Dominik Graf 137 Min.

Di

12

VICKY CRISTINA BARCELONA ≥ S. 28 US/ES 2008. Woody Allen 96 Min. OmU

Mi

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VOLVER ≥ S. 29 Volver - Zurückkehren ES 2006. Pedro Almodóvar. 120 Min. OmU

Do

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Fr

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VICKY CRISTINA BARCELONA ≥ S. 28 US/ES 2008. Woody Allen 96 Min. OmU

12 ANGRY MEN ≥ S. 23 Die zwölf Geschworenen US 1957. Sidney Lumet. 96 Min. OmU Klassiker & Raritäten

THE UNINVITED ≥ S. 35 Der unheimliche Gast US 1944. Lewis Allen. 98 Min. OmspU

Late Night Kultkino

OmeU Original mit engl. Untertiteln

Kinderkino

Specials

OmspU Original mit spanischen Untertiteln


Im Kino 16. - 31. August 2014

46

tagsüber

18.00 Uhr

16

Sa

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So

DER ZEHNTE SOMMER ≥ S. 38 DE 2003. Jörg Grünler 96 Min. 15:00 Uhr

18

Mo

KEINE VORSTELLUNGEN

19

Di

THE DAY OF THE JACKAL ≥ S. 33 Der Schakal GB/FR 1973. Fred Zinnemann 142 Min. OF

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Mi

LES MYSTÈRES DU CHÂTEAU DU DÉ/LA REPRISE ≥ S. 16 FR/DE 1929/1995. Man Ray, Klaus Telscher. 82 Min. OF

21

Do

SYLVIE ≥ S. 24 BRD 1973. Klaus Lemke 86 Min.

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Fr

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Sa

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So

DER ZEHNTE SOMMER ≥ S. 38 DE 2003. Jörg Grünler 96 Min. 15:00 Uhr

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KEINE VORSTELLUNGEN

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Di

THE CONSPIRATOR ≥ S. 33 Die Lincoln Verschwörung US 2011. Robert Redford. 123 Min. OmU

27

Mi

LE FANTÔME DE LA LIBERTÉ ≥ S. 17 Das Gespenst der Freiheit FR 1974. Luis Buñuel. 103 Min. OmU

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Do

KLUTE ≥ S. 25 US 1971. Alan J. Pakula 114 Min. DF

29

Fr

DAS GRÜNE WUNDER – UNSER WALD ≥ S. 39 DE 2006-2012 Jan Haft. 93 Min. 14:30 Uhr

LA NIÑA DE TUS OJOS ≥ S. 31 Das Mädchen deiner Träume ES 1998. Fernando Trueba 121 Min. OmeU

30

Sa

DAS GRÜNE WUNDER – UNSER WALD ≥ S. 39 DE 2006-2012 Jan Haft. 93 Min. 16:00 Uhr

LE FANTÔME DE LA LIBERTÉ ≥ S. 17 Das Gespenst der Freiheit FR 1974. Luis Buñuel. 103 Min. OmU

31

So

DAS GRÜNE WUNDER – UNSER WALD ≥ S. 39 DE 2006-2012 Jan Haft. 93 Min. 16:00 Uhr

12 ANGRY MEN ≥ S. 23 Die zwölf Geschworenen US 1957. Sidney Lumet. 96 Min. OmU

LA COQUILLE ET LE CLERGYMAN ≥ S. 16 FR 1928. G. Dulac. LE SANG D'UN POÈTE FR 1932. J. Cocteau. zus. 83 Min.

DER ZEHNTE SOMMER ≥ S. 38 DE 2003. Jörg Grünler 96 Min. 14:30 Uhr

WOMAN ON TOP ≥ S. 29 US 2000. Fina Torres 85 Min. OmU

VANILLA SKY ≥ S. 30 US 2001. Cameron Crowe 135 Min. OF BURLESKE/NOVEMBER/ GESCHICHTE EINES SOLDATEN/ VALERIE UND DIE WOCHE DER WUNDER ≥ S. 17 ČSR/ČSSR 1932-1970 Div. 106 Min. OmeU

Penélope Cruz DF Dt. Fassung

WINTERSCHLÄFER ≥ S. 22 DE 1997. Tom Tykwer 122 Min.

Carte Blanche: Jim Rakete

OF Originalfassung

o.D. Ohne Dialog

Bewusste Halluzinationen OmU Original mit dt. Untertiteln


47

20.30 Uhr

22.30 Uhr

WOMAN ON TOP ≥ S. 29 US 2000. Fina Torres 85 Min. OmU

LIVE FREE OR DIE HARD ≥ S. 35 Stirb langsam 4.0 US/GB 2007 Len Wiseman. 129 Min. OF

Sa

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So

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18

THE SHINING ≥ S. 24 Shining GB/US 1980 Stanley Kubrick. 146 Min. OmU

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TODO SOBRE MI MADRE ≥ S. 29 Alles über meine Mutter ES 1999. Pedro Almodóvar 97 Min. 35mm. OmU

Mi

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Filme von Stan Brakhage ≥ S. 42 US 1962-2002. Stan Brakhage 84 Min. OF 20:15 Uhr

Do

21

THE SHINING ≥ S. 24 Shining GB/US 1980 Stanley Kubrick. 146 Min. OmU

SYLVIE ≥ S. 24 BRD 1973. Klaus Lemke 86 Min.

LIVE FREE OR DIE HARD ≥ S. 35 Stirb langsam 4.0 US/GB 2007 Len Wiseman. 129 Min. OF

Fr

22

ABRE LOS OJOS ≥ S. 30 Open your eyes - Virtual Nightmare ES/FR 1997. Alejandro Amenábar 117 Min. OmeU

THE UNINVITED ≥ S. 35 Der unheimliche Gast US 1944. Lewis Allen. 98 Min. OmspU

Sa

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So

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SEIN LETZTES RENNEN ≥ S. 41 DE 2013. Kilian Riedhof. 110 Min. Gast: Dieter Hallervorden 20:15 Uhr

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LA NIÑA DE TUS OJOS ≥ S. 31 Das Mädchen deiner Träume ES 1998. Fernando Trueba. 121 Min. OmeU

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DER EINZELGÄNGER – RICHTER HEINZ DÜX ≥ S. 43 DE 2011. Wilhelm Rösing. 79 Min. Mit Gästen 20:15 Uhr

Do

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MÄNNER ZEIGEN FILME UND FRAUEN IHRE BRÜSTE ≥ S. 40 DE 2013 Isabel Šuba. 83 Min. 20:15 Uhr Gast: Isabel Šuba

KLUTE ≥ S. 25 US 1971. Alan J. Pakula 114 Min. DF

LENINGRAD COWBOYS GO AMERICA ≥ S. 36 FI/SE 1989. Aki Kaurismäki. 76 Min. OmU

Fr

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BELLE ÉPOQUE ≥ S. 31 ES/FR 1992. Fernando Trueba 108 Min. OmU

LENINGRAD COWBOYS GO AMERICA ≥ S. 36 FI/SE 1989. Aki Kaurismäki. 76 Min. OmU

Sa

30

So

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BELLE ÉPOQUE ≥ S. 31 ES/FR 1992. Fernando Trueba 108 Min. OmU Klassiker & Raritäten

Late Night Kultkino

OmeU Original mit engl. Untertiteln

Kinderkino

Specials

OmspU Original mit spanischen Untertiteln


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SERVICE Kino des Deutschen Filmmuseums Schaumainkai 41 · 60596 Frankfurt am Main Information & Ticketreservierung: Tel.: 069 - 961 220 220 Kino kino-des-deutschen-filmmuseums.de Eintrittspreise Regulär: 7,- Euro Ermäßigt (Schüler/Studenten): 5,- Euro, Schwerbehinderte: 3,50 Euro Filme mit Gästen, Musikbegleitung, Lecture, 3D: 2,- Euro Zuschlag Für Frankfurt-Pass-Inhaber ermäßigen sich die regulären Preise um die Hälfte. Kinderkino Für Kinder und begleitende Erwachsene: 3,50 Euro; 3D: 1,- Euro Zuschlag Kinocard Ermäßigter Eintritt zu allen Kinoveranstaltungen Jahresbeitrag: 30,- Euro · ermäßigt: 20,- Euro Ticket: je 4,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro Für Sonderveranstaltungen: 1,50 Euro Zuschlag Freundeskreis Freunde des Kinos erhalten die Kinocard, Vorzugskarten bei ausgewählten Filmveranstaltungen und bekommen das aktuelle Programm sowie den wöchentlichen Newsletter zugeschickt. Jahresbeitrag: 30,- Euro · unter 30-Jährige: 20,- Euro. Freunde des Museums erhalten freien Eintritt in alle Ausstellungen, Einladungen zu den Eröffnungen, den Newsletter und exklusive Informationen zu den Ausstellungen. Jahresbeitrag: 65,- Euro · unter 30-Jährige: 55,- Euro. Informationen: freunde-deutsches-filmmuseum.de freunde@deutsches-filminstitut.de Freunde von Kino und Museum erhalten zusätzlich: Einladungen zu exklusiven Veranstaltungen und zehn Prozent Ermäßigung auf Kataloge zu aktuellen Ausstellungen Jahresbeitrag: 95,- Euro · unter 30-Jährige: 80,- Euro Special für zwei Personen: 160,-Euro · unter 30-Jährige: 130,- Euro Förderkreis Die Mitglieder des Förderkreises tragen entscheidend dazu bei, dass das Deutsche Filminstitut neue attraktive Projekte initiieren kann. Bisher sind im Förderkreis rund 70 Persönlichkeiten engagiert, die die Vermittlung von Filmkultur im Haus am Schaumainkai besonders großzügig unterstützen. Kontakt: 069 - 961 220 226 oder foerderkreis@deutsches-filminstitut.de Newsletter Unser wöchentlicher Newsletter informiert per E-Mail mittwochs über Kino- und Ausstellungs-Programme. Anmeldung unter newsletter.deutsches-filmmuseum.de Programmheft Das monatlich erscheinende Programmheft liegt aus im Deutschen Filmmuseum sowie an ausgewählten Orten in Frankfurt und der Region.

Kulturpartner des Deutschen Filminstituts

Gegen Vorlage eines Škoda-Autoschlüssels erhält der Autobesitzer freien Eintritt in unsere Dauer- und Sonderausstellung.


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Museum deutsches-filmmuseum.de Di /Do-So 10:00 - 18:00 Uhr · Mi 10:00 - 20:00 Uhr · Mo geschlossen Dauerausstellung Eintrittspreise: 6,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro Sonderausstellung Bewusste Halluzinationen. Der filmische Surrealismus 25. Juni bis 2. November 2014 Empfohlen ab 16 Jahren Eintrittspreise: 7,- Euro · ermäßigt: 5,- Euro Für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt in die Ausstellungen frei. Kombitickets Dauerausstellung und Sonderausstellung: 10,- Euro · ermäßigt: 7,- Euro Offenes Filmstudio am Wochenende Samstags und sonntags von 14:00 -18:00 Uhr; in den Sommerferien (28. Juli bis 5. September) auch freitags von 14:00-18:00 Uhr Kostenfreies Angebot, Anmeldung nicht erforderlich Ort: 4. Stock Aktiv im Filmmuseum Nach Absprache: Führungen für Privatpersonen und Unternehmen (60,- Euro · ermäßigt: 35,- Euro), Filmanalyse (60,- Euro · ermäßigt: 35,- Euro), Seminare, Workshops (35,- bis 120,- Euro) und Kindergeburtstage (90,- Euro), jeweils plus ermäßigter Eintritt pro Person Nähere Informationen, Preise und Anmeldung unter: museumspaedagogik@deutsches-filminstitut.de Tel.: 069 - 961 220 223 mupaed.deutsches-filmmuseum.de Öffentliche, kostenfreie Führungen (Anmeldung nicht erforderlich; die Teilnehmer bezahlen lediglich den regulären Eintritt) Dauerausstellung: jeden Sonntag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: 1. Stock Sonderausstellung: jeden Samstag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: Erdgeschoss filmcafé Das filmcafé ist bis zum Beginn der letzten Kinovorstellung geöffnet. Flaschengetränke können mit ins Kino genommen werden. Anfahrt Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln U1, U2, U3, U8 (Schweizer Platz) · U4, U5 (Willy-Brandt-Platz) Straßenbahn 15/16 (Schweizer-/Gartenstraße) Buslinie 46 (Museumsuferlinie 46)

Mitglieder und Förderer


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VORSCHAU September 2014

Hyvää päivää, Finnland! Anlässlich der Frankfurter Buchmesse im Oktober wirft das Kino des Deutschen Filmmuseums einen filmischen Blick auf den Ehrengast Finnland. Los geht es bereits im September mit einer Retrospektive der Filme des Regisseurs Aki Kaurismäki, dessen Helden die „kleinen Leute” Finnlands, Arbeiter, Arbeitslose und Außenseiter, sind. Im Oktober ist Kaurismäki sogar zu Gast am Museumsufer. Hyvää päivää: Guten Tag, Aki!

INTERNATIONALES KINDERFILMFESTIVAL / INTERNATIONAL CHILDREN’S FILM FESTIVAL

BEGRÜSST EUCH BEIM MUSEUMSUFERFEST 29.08. – 31.08.2014

WWW.LUCASFILMFESTIVAL.DE


www.facebook.com/FrankfurterSparkasse

Unser Leben, unser Ideal, unsere Frankfurter Sparkasse „Genau so etwas schwebte uns immer vor: schöner Altbau und mitten in der Stadt. Ein Luftschloss? Nö, ganz solide – mit dem richtigen Finanzpartner.“ Die Sparkassen-BauFinanzierung der Frankfurter Sparkasse – damit Träume wahr werden.

Dr. Corinna Engel, Kulturschaffende und Jörg Engel, Leitender Angestellter Kunden seit 2012


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Deutsches Filmmuseum Deutsches Filminstitut Schaumainkai 41 60596 Frankfurt am Main www.deutsches-filmmuseum.de

Filmmuseum August 2014  
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