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HE F T 12 — S P IE L ZE I T 2016 /17

PROSPEKT DA S M AG A Z I N D E R DE U T S C H E N OP E R A M R H E I N


Hochspannung Mit freundlicher Unterstützung der Stadtwerke.

Die Region Düsseldorf ist nicht nur unser Versorgungsbereich – sie ist unsere Heimat. Und damit sie auch weiterhin so schön vielfältig bleibt, unterstützen wir die unterschiedlichsten Kulturprojekte. Schließlich muss man kreativer Energie freien Lauf lassen.

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„Für mich ist Wagner unmöglich; er ist gewiss ein geistreicher Mensch, aber er redet in einem fort.“ Das soll Robert Schumann über seinen Komponisten-Kollegen aus Sachsen gesagt haben. Wer Richard ­Wagner als Künstler und Mensch war, warum das „Rheingold“ musikalisch mit der Elbe mehr als mit dem Rhein zu tun hat und wie ­Regisseur Dietrich W. Hilsdorf den „Ring des Nibelungen“ angeht, berichtet Dramaturg Bernhard F. Loges. – Chefchoreograph Martin Schläpfer hat sich für sein neues Ballett eine der „Alterssünden“ von Rossini ausgesucht: Die „Petite Messe solennelle“ ist eine Art katholisch-italienisches Gegenstück zum „Deutschen Requiem“ des Protestanten Brahms, mit dem Schläpfer 2011 große Erfolge feierte. – Verdis „Don Carlo“ kommt in der Regie von Guy Joosten nach Duisburg, Weltstar ­Thomas Hampson steht im Mittelpunkt der Operngala mit Moderator Götz Alsmann, und kurz nach dem Start der Tour de France in Düsseldorf präsentieren wir die letzte Premiere der Saison: Bei „Young Moves“ ­stellen sich sechs Tänzerinnen und Tänzer des Balletts am Rhein als Choreographen vor. – Extra: Wir fragen nach den Lieblingsstücken der kommenden Saison. Machen Sie mit! ——

Sa 10.00 - 13.00 Uhr S P I E L S TÄT T E N OPERNHAUS DÜSSELDORF Heinrich-Heine-Allee 16a 40213 Düsseldorf

ZUM TITELBILD: BALLE T T AM RHEIN – b.29

T H E AT E R D U I S B U R G

„Großes Tanztheater. Balanchine, Schläpfer, Robbins. Sprachlos sitzt man da, gefangen ab der ersten Sekunde. Ein famos tanzendes Ensemble – angespannt bis in die letzten Fasern von Körper und Seele. Ein virtuos agierendes Orchester, eine beseelte Compagnie, ein Rausch aus unglaublichen Bildern. Am liebsten wäre man für ein ‚da capo‘ einfach sitzen geblieben“ (heinerfrost. de). Nach der gefeierten Duisburger Premiere kommt b.29 zum Saisonstart nach Düsseldorf.

Opernplatz 47051 Duisburg INTERNE T www.operamrhein.de www.ballettamrhein.de S O C I A L M E D I A : FA C E B O O K , T W I T T E R , YO U T U B E , I N S TA G R A M #operamrhein, #ballettamrhein

b.29: Sa 23.09. (Premiere) | So 01.10.| Di 03.10. | Fr 06.10. | Sa 07.10. | Do 19.10.2017 (zum letzten Mal) – Opernhaus Düsseldorf Foto: b.29 – Martin Schläpfer: Konzert für Orchester (Marcus Pei, Ensemble)

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Ausstellungen / Projekte 2017

»WEGEN UMBAU GEÖFFNET« Eine Kunstsammlung wird neu verhandelt bis August 2018 im LABOR

K20 Grabbeplatz Otto Dix – Der böse Blick verlängert bis 28.05.2017

Die exzentrische Moderne Herbst 2018

Art et Liberté: Umbruch, Krieg und Surrealismus in Ägypten (1938 – 1948) 15.07. – 15.10.2017 F3 Schmela Haus K21 Ständehaus K21 Künstlerräume bis 31.03.2018 Tomás Saraceno – in orbit ab 25.03.2017

Futur3: Annäherung an die ungekannte Zukunft. Ein Programm im Schmela Haus donnerstags 19.00 Uhr

Marcel Broodthaers– Eine Retrospektive bis 11.06.2017 Gefördert durch:

K20 K21 F3 Düsseldorf www.kunstsammlung.de


O P E R N G A L A MI T T H O M A S H A MP S O N

O P E R N S TA R , G R E NZG Ä N G E R U ND L E ID E N S C H A F T L I C HE R L IE D IN T E R P R E T Ein Gespräch mit Thomas Hampson

INTERVIEW Hella Bartnig FOTO Jiyang Chen

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Düsseldorfer Schauspielhaus — Junges Schauspiel — Bürgerbühne — Spielzeit 2017/18 — www.dhaus.de — Sichern Sie sich jetzt Ihre Karten für die ersten Premieren der neuen Saison — Der Vorverkauf läuft!

In der Stadt

Central — Große Bühne

Central — Kleine Bühne

Münsterstraße 446

The Queen’s Men Eine Shakespeare-Komödie von Peter Jordan Regie: Peter Jordan und Leonhard Koppelmann Uraufführung am 16. 9. 2017 — Im Theaterzelt an den Rheinterrassen

Die Orestie Tragödie von Aischylos Regie: Simon Solberg Premiere am 14. 9. 2017

Ellbogen von Fatma Aydemir Regie: Jan Gehler Uraufführung am 15. 9. 2017

Paradies von Lutz Hübner und Sarah Nemitz Für alle ab 14 Jahren Regie: Mina Salehpour Uraufführung am 23. 9. 2017

Der Sturm von William Shakespeare Für Erwachsene und Kinder ab 9 Jahren Regie: Liesbeth Coltof Premiere am 22. 9. 2017 — Im Theaterzelt an den Rheinterrassen Mit den Ensembles des Jungen Schauspiels und des Düsseldorfer Schauspielhauses Die Schneekönigin Kinder- und Familienstück nach Hans Christian Andersen Für alle ab 6 Jahren Regie: Kristo Šagor Premiere am 12. 11. 2017 — Im Capitol in der Erkrather Straße

Fabian oder Der Gang vor die Hunde von Erich Kästner Regie: Bernadette Sonnenbichler Premiere am 14. 10. 2017 Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht mit Musik von Kurt Weill Regie: Andreas Kriegenburg Premiere am 11. 11. 2017 Die Stützen der Gesellschaft von Henrik Ibsen Regie: Tilmann Köhler Premiere am 9. 12. 2017

Das kalte Herz nach Wilhelm Hauff Ein Spiel um Ansehen, Gier und Ego Regie: Christof Seeger-Zurmühlen Premiere am 1. 10. 2017 Nach der Probe von Ingmar Bergman Regie: Bernhard Mikeska Premiere am 20. 10. 2017 Die Tage, die ich mit Gott verbrachte von Axel Hacke Regie: Malte C. Lachmann Uraufführung am 19. 11. 2017 Frühlings Erwachen nach Frank Wedekind Ein Abend mit Jugendlichen und Eltern am Rande des Nervenzusammenbruchs Regie: Joanna Praml Premiere am 15. 12. 2017

Do you feel the same? Ein interkultureller Liebesreigen Regie: projekt.il Uraufführung am 23. 10. 2017 Die Mitte der Welt von Andreas Steinhöfel Für alle ab 12 Jahren Regie: Robert Gerloff Premiere am 17. 11. 2017


O P E R N G A L A MI T T H O M A S H A MP S O N

GAR ANTEN FÜR EINE GROSSARTIGE OPERNGAL A Götz Alsmann (Moderation), Stargast Thomas Hampson und Axel Kober (Musikalische Leitung)

Herr Hampson, Sie sind einer der meist gefeier- „leidenschaftlichen Grenzgänger“ bezeichnet. Woten Sänger der internationalen Musikszene und raus resultiert diese Lust, anderes Terrain zu an den besten Opern- und Konzerthäusern der betreten? Welt zu Hause. Ist Ihnen der Erfolg zugeflogen oder haben Sie hart dafür arbeiten müssen? Dies ist eine gute Frage. Ich vermute, dass Neugier und die Begeisterung für Neues sowie Dies ist eine eher ungewöhnliche Frage. Aber der damit verbundene Wille, dies auch auszuich habe apropos in Düsseldorf tatsächlich probieren und eine neue Dimension meiner meine Europa-Karriere gestartet. Sicherlich sängerischen und musikalischen Fähigkeiten baut sich keine Karriere nur auf Glück allein zu erlangen, in meinem Erbgut verankert sind. auf. Meine entwickelte sich tatsächlich ziemlich rasant, gerade in den Anfängen, jedoch 2003 haben Sie die Hampsong Foundation geimmer Schritt für Schritt und auch im Wesent- gründet und sind zu einem „Botschafter des lichen durch sehr harte Arbeit und proaktives amerikanischen Liedes“ geworden. Was ist das Lernen von jedem Coach und Gesangslehrer, Anliegen dieser Foundation und welche Bedeuden ich hinzuziehen konnte. tung hat der Liedgesang für einen Opernsänger? Die Opernbühne ist ein wichtiges Metier Ihres Schaffens. In einem BBC-Interview haben Sie gesagt: „Opera is about dilemma, not about plot.“ Was meinen Sie damit? Hier meine ich besonders, dass Oper als Kunstgattung in keiner Weise in ihrer Erzählkunst mit dem Fernsehen, dem Kino oder auch dem Sprechtheater in Konkurrenz treten muss. Die essenzielle „Erzählung“ oder Handlung eines jeden Opernabends ist die Erforschung der menschlichen Verfassung. Abhängig vom Opernstoff kann dies durchaus auch wie ein realistischer Theaterplot erscheinen. Eigentlich jedoch gibt der Komponist die Dramaturgie, die musikalischen Impulse und sogar jeden Atemzug des Sängers vor. Ergo ist die Oper eine musikalische Kunstform. Neben den großen Opernpartien haben Sie auch ein umfangreiches Repertoire, das Operette, Songs, Oratorien und Broadway Musicals einschließt. Sie haben sich selbst als einen

Meiner Foundation oder Stiftung geht es tatsächlich um das Lied und die Melodie. Das Lied ist eine wundervolle Kunstform und besteht aus zwei eigenständigen Künsten, nämlich der Musik, die ohne Worte auskommt, und Worten beziehungsweise Lyrik, die ohne Musik auskommt. Wenn diese nun in Verbindung treten, entsteht ein mächtiger Dialog im metaphorischen Sinne aus Intellekt und Emotionen – Herz und Geist, wie Pascal sagen würde. Das Lied wird zu einer Art Tagebuch von menschlicher Erfahrung mit dem Blick des Poeten und dem Gehör des Komponisten. Wir Sänger machen diesen Dialog und die Erfahrung hörbar. Für mich ist es selbstverständlich, dass die intimen Möglichkeiten des Liedes die theatralische Erfahrung der Bühnenaufführung verstärken. Ich liebe Musik und Stimmen so sehr wie andere auch, doch wenn ich Gesang höre, möchte ich gerne Gedanken und Sprache hören, die sich Musik nennt.

Im April dieses Jahres haben Sie im Wiener Konzerthaus mit dem Bassbariton Luca Pisaroni ein Konzert mit dem Titel „No Tenors allowed“ gestaltet. Verbirgt sich dahinter ein wenig Neid auf die Tenöre, die musikalischen Herzensbrecher der Opernwelt? Die Konzerte mit meinem Schwiegersohn Luca Pisaroni sind pures Vergnügen. Sie sind wundervolle Abende mit etwas ungewöhnlichem Programm, das sich auf die tieferen Stimmen der Opernwelt konzentriert. Sie wären überrascht, wie interessant dieses Repertoire ist. Ich versichere Ihnen, dass der Titel unseres Programmes lediglich ein Augenzwinkern ist und keinen Bezug auf die guten Verhältnisse mit unseren Kollegen aus dem Tenorfach nimmt. Neben Ihren eigenen künstlerischen Aufgaben kümmern Sie sich seit längerem auch um den sängerischen Nachwuchs, geben Meisterkurse oder leiten die Lied-Akademie beim Heidelberger Frühling. Welchen generellen Rat können Sie jungen Sängerinnen und Sängern mit auf den Weg geben? Ich versuche, alle meine jungen Kollegen darin zu bestärken, sich selbstständig zu entfalten – als Sänger und Künstler einerseits, aber zunächst auch als Menschen. Das Studium des Singens sollte meiner Meinung nach nicht das Anstreben einer Stimme für die Theater- oder Entertainmentindustrie sein. Ich danke Ihnen herzlich für dieses Gespräch. ——

O P E R N G A L A M I T S TA R G A S T T H O M A S H A M P S O N Sa 08.07.2017, 19.00 Uhr – Opernhaus Düsseldorf M L Axel Kober M O D Götz Alsmann // Mit: Lavinia Dames, Luiza Fatyol, Maria Kataeva & Thomas Hampson // Duisburger Philharmoniker K A R T E N 49,00 | 69,00 | 98,00 | 129,00 | 152,00 | 175,00 € Im Eintrittspreis ist ein Begrüßungsgetränk vor Konzertbeginn inbegriffen. V I P - K A R T E N (inkl. Galadinner mit Künstlern und Ehrengästen im Anschluss) 300,00 € + Spendenmöglichkeit Verkauf direkt über den Freundeskreis: Tel. +49 (0) 211.827 1038, nadine.streer@commerzbank.com

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D E R R IN G D E S NIB E L U N G E N

DA S B ÜR GERL ICHE NEU ZU S A MMENSE T ZEN Gedanken zur Vorbereitung des „Rheingolds“ TEX T Bernhard F. Loges FOTOS Susanne Diesner

„VAT E R R H E I N U N D S E I N E T Ö C H T E R “ Brunnenplastik vor dem Ständehaus Düsseldorf von Karl Janssen und Josef Tüshaus, 1897

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DA S R HE IN G O L D

B E I M KO N Z E P T I O N S G E S P R Ä C H Dietrich W. Hilsdorf

Komponierte Richard Wagner das berühmte Es-Dur zu Beginn seines wohl noch viel mehr widersprüchliche Publikationen und Stand„Rheingolds“, weil die Zweizylinder-Zwillingsdampfmaschine der Elb- punkte. Der Kapellmeister, der bei der 1848er-Revolution die Glodampfer in seiner sächsischen Heimat in genau dieser Tonart erklang? cken in Dresden Sturm läutete und in „Kunst und Revolution“ eine Ist Wagners Rhein nicht ohnehin eher die Elbe? Schließlich hatte der neue Gesellschaftsordnung forderte, steht dem Antisemiten Wagner Komponist den deutschen Schicksalsstrom, wie der Rhein häufig ge- gegenüber, der gegen alle giftete, die ihm und seiner Weltsicht wider­nannt wurde, noch nie gesehen, als er von 1848 bis 1853 die Dichtung sprachen. Schon seine eigenen Schriften sind unüberschaubar. Das zu seinem „Ring des Nibelungen“ verfasste. Erst 1860 berichtete er enorme Mitteilungsbedürfnis des Sachsen stieß bereits dem Düsselvon seiner ersten Rheinfahrt. Die Elbe lag ihm geographisch näher, dorfer ­Kapellmeister Robert Schumann auf: „Für mich ist Wagner uner war die Flussfahrten von Dresden nach Böhmen gewohnt und so möglich; er ist gewiss ein geistreicher Mensch, aber er redet in einem manche Naturbeschreibung im „Rheingold“ weist sogar auf einzel- fort. Man kann doch nicht immer reden.“ Die Äußerungen anderer ne Uferabschnitte hin. Andererseits fließt der Rhein bei Wagner von Künstler über Wagner füllen zahlreiche Bücher. Friedrich Nietzsches rechts nach links. Betrachtete er ihn also aus französischer Perspektive? Abkehr von seinem verehrten Meister in „Der Fall Wagner“ ist legendär: „Wagner’s Kunst ist krank. Die Probleme, die er auf die Bühne bringt – lauter Hysteriker-Probleme –, das Convulsivische seines Affekts, seine überreizte Sensibilität, sein Geschmack, der nach immer schärfern Wagner ist ein Verführer, der mit seinen Würzen verlangte, seine Instabilität, die er zu Principien verkleidete, Erinnerungsmotiven den Zuhörer lenkt, nicht am wenigsten die Wahl seiner Helden und Heldinnen, diese ihn bevormundet, dessen Orchester immer als physiologische Typen betrachtet (– eine Kranken-Galerie! –): Alles zusammen stellt ein Krankheitsbild dar, das keinen Zweifel lässt. Wagschon mehr weiß als seine Figuren und ner est une névrose.“

das Ende schon ahnt, als es für diese noch nicht absehbar ist.

Und dann ist da vor allem Richard Wagners Musik, der man sich nicht entziehen kann. Wagner ist ein Verführer, der mit seinen Erinnerungsmotiven – der Begriff „Leitmotiv“ stammt nicht vom Komponisten selbst – den Zuhörer lenkt, ihn bevormundet, dessen Orchester immer schon mehr weiß als seine Figuren und das Ende schon ahnt, als es für diese noch nicht absehbar ist.

Zahlreiche Theorien und Fragen begegnen einem, wenn man sich dem „Ring des Nibelungen“ nähert. Unmengen an Büchern wurden über ihn verfasst, jede einzelne Figur scheint von allen Seiten beleuchtet und durchanalysiert. Und doch faszinieren der Vorabend und die drei Tage – wie Wagner die vier Werke untertitelte – immer wieder aufs Neue. Bei der Auseinandersetzung mit der Person Richard Wagner gibt es

Der Geist der Romantik, aus dem heraus Richard Wagner seine Tetralogie schrieb, war geprägt von der ununterbrochenen Auseinander-

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D E R R IN G D E S NIB E L U N G E N

Regisseur Dietrich W. Hilsdorf, Dramaturg Bernhard F. Loges und Bühnenbildner Dieter Richter

setzung mit den Umwälzungen seiner Zeit, der beginnenden Industrialisierung und dem Erstarken des Bürgertums, das seinen eigenen Platz behauptete – zunächst gegen die Fürsten, dann gegen die Arbeiter, auf deren Kosten es sein Kapital anhäufte. Wagner, der gerade noch als Revolutionär Manifeste geschrieben hatte, musste nach Zürich fliehen und plante ein Werk um einen charismatischen Sozialrevolutionär, der ein neues, menschlicheres Zeitalter begründen soll. Nachdem er Pläne zu einem Barbarossa-Drama und einer Jesus von Nazareth-Oper verworfen hatte, verfasste er 1848 die Dichtung der Heldenoper „Siegfrieds Tod“, aus der schließlich die „Götterdämmerung“ werden sollte. Sein Weg führte ihn in den folgenden fünf Jahren vom Endspiel „Götterdämmerung“ über das Heldenmärchen „Siegfried“ und das Beziehungsdrama „Walküre“ hin zum Satyrspiel „Rheingold“, mit dessen Komposition er 1853 die musikalische Konzeption seines „Ring des Nibelungen“ eröffnete.

Wagners eigene politische Gegenwart blieb stets der Motor seines größten Werkes. Alle dramaturgische Recherche im Vorfeld eines „Ring“-Projektes bedeutet eine Auseinandersetzung mit Widersprüchen. Zunächst einmal muss dieser Berg an Büchern – wie er sich im wörtlichen Sinne auf dem Vorbereitungstisch stapelt – zur Kenntnis genommen werden, um sich dann von diesem Ballast zu befreien und den Stücken „rein“ zu begegnen. Bei einem Werk, dessen Rezeptionsgeschichte so überladen ist – da sind sich Regisseur Dietrich W. Hilsdorf und Bühnen-

bildner Dieter Richter einig – ist es entscheidend, „dem Stück nicht hinterherzulaufen, sondern es in die Zange zu nehmen“. Dietrich W. Hilsdorf beginnt seine Arbeit an allen Stücken, die er inszeniert, mit einer intensiven Lektüre des Textes dieser Werke. Mit verteilten Rollen wird laut gelesen, jeder Satz beleuchtet, nach seiner Bedeutung für die Charaktere und für den Gesamtkontext befragt. Dann stellt sich die Frage nach der Herangehensweise: Wollen wir einen Bogen, der alles zusammen erklärt? Wollen wir überhaupt erklären oder nicht vielmehr erzählen? Es kristalliert sich heraus, dass es uns interessiert, jedes Stück für sich zu denken und dann daraus die Verknüpfungen entspringen zu lassen. Wagners eigene politische Gegenwart blieb stets der Motor seines größten Werkes und nicht zuletzt seit Patrice Chéreaus Bayreuther „Jahrhundert-Ring“ (1976–1980) ist eine Rezeption des Werkes aus seiner Zeit heraus auf der Opernbühne angekommen. „Das Rheingold“, in dem alle Konflikte der Tetralogie bereits vorprogrammiert sind, kann wie eine Collage aus Bildern des Bürgertums im 19. Jahrhundert gesehen werden, in dessen Idylle die wirtschaftlichen und sozialen Krisen seiner Zeit einbrechen. Für George Bernard Shaw war „Der Ring des Nibelungen“ 1898 in seinem „WagnerBrevier“ ein Drama der Gegenwart und keine Geschichte aus grauer Vorzeit, als es noch Götter und Riesen gab. Die ganze Welt, die dem Kapital verfallen scheint, ist hier in einen gesellschaftlichen Kontext des Niedergangs eingebunden. Neben dem „Ring des Nibelungen“ gab es Ende des 19. Jahrhunderts nur ein künstlerisches Großprojekt, das sich mit ihm vergleichen lässt: Émile Zolas Rougon-Macquart-Zyklus. Zwanzig Romane, in denen der französische Naturalist seine Zeit in allen Facetten porträtierte. Der Literaturwissenschaftler Adrian Daub

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DA S R HE IN G O L D

bezeichnete Wagner und Zola in seinem Artikel „Verdorbenes Fleisch und im Hintergrund Gebrüll“ in der FAZ (24. Juni 2015) als „die beiden großen Familien-Apokalyptiker des neunzehnten Jahrhunderts. Bei ihnen ist die bürgerliche Familie Schicksal, aber ebenso geheimes Triebwerk der Geschichte“. Die naturalistischen Schilderungen Zolas, der die Industrialisierung durch drastische Bilder von Kohlengruben, Aufständen und Katastrophen evoziert, trifft auf Wagners schuftende Nibelungen unter Herrschaft ihres neureichen Herrschers Alberich. Beim Anblick der Londoner Hafenanlagen merkte Wagner bereits an: „Der Traum Alberichs ist hier erfüllt. Nibelheim, Weltherrschaft, Tätigkeit, Arbeit, überall der Druck des Dampfes und Nebel.“ Diese wenigen Parallelen, die der Umfang eines Magazinartikels ermög-

licht, ließen sich beliebig fortsetzen. Natürlich wäre eine Gleichsetzung von Wagners Musikdrama und Zolas Romanzyklus zu kurz gegriffen, aber eine Lektüre des „Rheingolds“ mit Zola im Hinterkopf führt zu zahlreichen schlüssigen Bildern, die seine Aktualität und seine politische Sprengkraft zu Wagners Zeit verstehen und nachempfinden lassen. ——

R I C H A R D WA G N E R – D A S R H E I N G O L D In deutscher Sprache mit Übertiteln // Dauer: ca. 2 ½ Stunden, keine Pause M L Axel Kober I Dietrich W. Hilsdorf B Dieter Richter K Renate Schmitzer L Volker Weinhart D Bernhard F. Loges // W O TA N Simon Neal D O N N E R Torben Jürgens F R O H Ovidiu Purcel L O G E Norbert Ernst F R I C K A Reneé Morloc F R E I A Sylvia Hamvasi E R D A Susan Maclean A L B E R I C H Michael Kraus M I M E Cornel Frey FA S O LT Bogdan Taloş FA F N E R Thorsten Grümbel W O G L I N D E Anke Krabbe W E L L G U N D E Maria Kataeva F L O S S H I L D E Ramona Zaharia // Düsseldorfer Symphoniker O P E R N W E R K S TAT T Mo 19.06.2017, 17.00 Uhr – Opernhaus Düsseldorf (Eintritt frei) P R E M I E R E Fr 23.06.2017, 19.30 Uhr – Opernhaus Düsseldorf (ausverkauft) O P E R N H A U S D Ü S S E L D O R F So 25.06. | Do 29.06. | So 02.07. | Mi 12.07. | Fr 14.07. | So 16.07.2017 O P E R N W E R K S TAT T Do 26.10.2017, 18.00 Uhr – Theater Duisburg (Eintritt frei) P R E M I E R E Sa 04.11.2017, 19.30 Uhr – Theater Duisburg T H E AT E R D U I S B U R G Do 09.11. | Fr 24.11. | So 03.12. | Sa 16.12. | Do 21.12.2017

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B A L L E T T A M R HE IN – b . 32

ODE A N DA S PR A L L E L EBEN Martin Schläpfer choreographiert Gioacchino Rossinis „Petite Messe solennelle“

UND TA NZ MI T DEM T OD TEX T Anne do Paço FOTO Gert Weigelt

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P E T I T E ME S S E S O L E NNE L L E

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B A L L E T T A M R HE IN – b . 32

Sie erwacht aus unruhigen Träumen, auf dem kalten Boden unter einer Reihe von Stühlen. Mit einem Gebet auf den Lippen muss sie dort eingeschlafen sein, den Rosenkranz fest um die rechte Hand geschlungen. Doch es hat nichts geholfen, niemand hat geholfen. Voller Schrecken spürt sie, wie das Leben in die eisigen Glieder zurückkehrt. „Kyrie eleison“ – „Herr, erbarme Dich“ singt der Chor. Sie ist nicht alleine. Vier Männer – auch sie auf der Erde kauernd – beginnen sich ebenfalls zu regen. Einer klopft auf den Boden und hört in diesen hinein, als wäre dort jemand eingeschlossen. Doch niemand gibt Antwort. Die Frau wird hin- und hergeworfen im Raum, durchrennt diesen mit zum Himmel geöffneten Armen, gerät aber immer wieder ins Stolpern, stürzt zu Boden, faltet die Hände, richtet sich wieder auf, hinkt. Ihre Augen sind die einer Verzweifelten auf der Grenze zum Wahnsinn. Schließlich schwinden ihr die Kräfte, leblos fällt ihr Körper in sich zusammen, gerade noch aufgefangen von einem der Männer. „Christe eleison“ – „Christus, erbarme Dich“! Aus dem Hintergrund schaut jemand all dem zu, ein Mütterchen, vielleicht eine Heilige, eine Muttergottes.

„Ich höre die ‚Petite Messe solennelle‘ schon seit sehr vielen Jahren und dachte immer wieder über ihre Vertanzung nach. Das Werk ist von einer solchen Schönheit, dass es einen einfach mitnimmt“, verriet Martin Schläpfer vor Beginn der Proben zu seinem neuesten abendfüllenden Ballett zu einer Komposition, die zu den bedeutendsten katholischen Messvertonungen des 19. Jahrhunderts zählt und dabei zugleich eine Sonderstellung einnimmt. Denn auf faszinierende Weise spiegelt diese Partitur wider, wie sich Rossini der verwirrenden Vielschichtigkeit von Glaubensfragen im 19. Jahrhundert stellte, indem er mit geradezu ironischer Distanz Opernhaftes ebenso integrierte wie mit einer großen Ehrlichkeit zutiefst Religiöses, aber auch mondäne Tanzmusikanklänge mit einer eigentümlichen Nachdenklichkeit verschränkte. Das „Christe eleison“, im streng-kontrapunktischen „stile antico“ gesetzt, ist in der berührend-ernsten Schlichtheit eines A-capella-Gesangs des Chores von geradezu überirdischer Eindringlichkeit – auch wenn Rossini sich hier einen Einfall eines französischen Komponisten-Kollegen „borgte“. Ein Prélude réligieux, aber auch andere kontrapunktische Abschnitte wie die raffinierte Chorfuge „Et vitam venturi“ zeigen, wie intensiv Rossini sich mit der Musik Johann Sebastian Bachs auseinandersetzte. Immer wieder kommt es aber auch zu plakativ auftrumpfenden Gesten wie zu Beginn des „Gloria in excelsis Deo“ oder geradezu frechen Aufmärschen wie in der Begleitung des opernhaften Tenorsolos „Domine Deus“. „Es ist geistliche Hausmusik, zu der man beten und gläubig sein, aber auch Kuchen, Brot oder wohlriechende Würste essen, flirten und sich unterhalten kann“, erläutert Martin Schläpfer – auch mit Blick auf die besonderen Entstehungsumstände der Komposition.

Es ist nicht nur eine einfache Bühne, auf der Martin Schläpfer sein 45-köpfiges Ballett am Rhein zu Gioacchino Rossinis „Petite Messe solennelle“ tanzen lässt. Sein Bühnen- und Kostümbildner Florian Etti hat ihm vielmehr einen Raum gebaut, der sakral und weltlich zugleich ist, ein modernes Gotteshaus sein kann, aber auch ein italienischer Marktplatz. Eine Architektur, die sich als Ineinander von Außen und Innen, Offenheit und Geschlossenheit zeigt, als Hülle für einen „heiligen“ Ort, zu dem jeder seine Nöte, Ängste und Sorgen, aber auch allen weltlichen „Dreck“ tragen kann, in dem Rituale zwischen allzu viel Menschlichem banalisiert erscheinen, in dem sich lustig gemacht Rossini war der einflussreichste, erfolgreichste und meistgespielte und gelacht, gegessen und getrunken wird und doch die „Petite Messe“ Opernkomponist seiner Generation – bis 1829. Denn in diesem Jahr – ihre Feierlichkeit, ja Heiligkeit bewahrt in all den Momenten, in de- er hatte gerade seine erste Grand Opéra „Guillaume Tell“ in Paris zur nen der Tanz als etwas höchst Kostbares und voller Schönheit zu sich Uraufführung gebracht – entschied er sich, dem europäischen „Opernund den Menschen findet. zirkus“ den Rücken zu kehren. Gerade erst 37 Jahre alt ging er quasi

BALLE T T AM RHEIN – b.32 Dauer: ca. 1 ¾ Stunden, eine Pause M „Petite Messe solennelle“ für Sopran, Alt, Tenor, Bass, zwei Klaviere, Harmonium und gemischten Chor sowie Klavierstücke aus den „Péchés de vieillesse“ von Gioacchino Rossini C H Martin Schläpfer M L Axel Kober / Gerhard Michalski C Gerhard Michalski B & K Florian Etti L Volker Weinhart S O P R A N Morenike Fadayomi / Sarah Ferede A LT Katarzyna Kuncio / Susan Maclean T E N O R Corby Welch / Ovidiu Purcel B A S S Günes Gürle / David Jerusalem / Torben Jürgens K L AV I E R Eduardo Boechat, Wolfgang Wiechert & Dagmar Thelen H A R M O N I U M Patrick Francis Chestnut Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg //Chor der Deutschen Oper am Rhein B A L L E T T W E R K S TAT T Di 30.05.2017, 18.00 Uhr – Opernhaus Düsseldorf (Eintritt frei) P R E M I E R E N Fr 02.06.2017, 19.30 Uhr – Opernhaus Düsseldorf Sa 14.10.2017, 19.30 Uhr – Theater Duisburg O P E R N H A U S D Ü S S E L D O R F So 04.06. | So 11.06. | Sa 24.06. | Do 06.07. | Fr 07.07. | Di 11.07. | Sa 15.07. | Mi 22.11. | Sa 02.12.2017 | Fr 16.03. | So 08.04.2018 T H E AT E R D U I S B U R G Sa 21.10. | So 12.11. | Do 16.11.2017 AUF GASTSPIEL Mi 21.06.2017, 18.00 Uhr – Ludwigsburger Schlossfestspiele (Forum am Schlosspark) / www.schlossfestspiele.de ZUM WEITERLESEN In unserem aktuellen Ballettmagazin b – No 7 schreibt der ZEIT-Musikkritiker Volker Hagedorn über einen „Sonntagnachmittag anno 1864 in der Rue Moncey 12“, an dem Gioacchino Rossini seine „Petite Messe solennelle“ in Paris zur Uraufführung brachte. Das Ballettmagazin ist für 6 Euro in unserem Opernshop Düsseldorf, an der Theaterkasse Duisburg, während der Vorstellungen in unseren Foyers und online (+ 3 Euro Versand) unter www.ballettamrhein.de erhältlich. IM FERNSEHEN In der Fernsehregie von Peter Schönhofer zeichnet das ZDF in Kooperation mit 3sat die Premiere von „Petite Messe solennelle“ auf. S E N D E T E R M I N Sa 22.07.2017, 20.15 Uhr – 3sat

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P E T I T E ME S S E S O L E NNE L L E

„Das zutiefst Menschliche, Fehlerbehaftete, leicht Geschwätzige interessiert mich, aber auch die Italianità, das Südliche, Sinnliche, die Lebensfreude, die Hitze – das poröse Gestein zwischen Leben und Gelebtem, Geistigem und Göttlichem, Niedrigem und Hohem, Tanz, Theater, Poesie und Commedia dell’arte.“ M A R T IN S C HL Ä P F E R

in „Rente“, unternahm zwar noch einige größere Reisen und leitete onen für sein Ballett, ohne aus diesem ein konkretes Stück über den noch für einige Jahre als Direktor das Konservatorium von Bologna, Komponisten Rossini zu machen. Erneut arbeitet er dabei unter der um sich dann aber endgültig in seiner Wahlheimat Paris niederzu- mu­sikalischen Leitung von Axel Kober – wie bereits in seiner Cholassen und sich vor allem einer anderen Kunst, die er genauso leiden- reographie zu Johannes Brahms’ „Ein Deutsches Requiem“ – mit schaftlich wie die Musik liebte, zu widmen: der Kunst des Kochens. Solisten und dem Chor der Deutschen Oper am Rhein zusammen. War man an einem Samstag Abend in Rossinis Villa in Passy oder in Zu dem „protestantischen“, auf zutiefst ernste Weise sich mit den seiner Pariser Stadtwohnung eingeladen, so durfte man sicher sein, menschlichen Grundfragen um Leben und Tod, Trauer und Hoffnung einem Diner mit den erlesensten Zutaten beizuwohnen und mehr: auseinandersetzenden „Deutschen Requiem“ verhält sich für Martin längst zählten die Feste des Komponisten zu den wichtigsten gesell- Schläpfer die „Petite Messe solennelle“ wie das katholisch-südliche schaftlichen Ereignissen im Paris Napoleons III. Immer wieder griff Gegenstück: „Mich interessiert das poröse Gestein zwischen Leder Komponist für diese Anlässe aber auch zum Notenpapier und ben und Gelebtem, Geistigem und Göttlichem, Niedrigem und Hoschuf mit der Zeit eine beachtliche Sammlung kleinerer Kammer- hem, Tanz, Theater, Poesie und Commedia dell’arte“. Premiere ist am musiken, Lieder und Duette, die er nicht mehr zu seinem gültigen 2. Juni 2017 im Opernhaus Düsseldorf. —— Œuvre zählte, sondern voller Understatement als „Péchés de vieillesse“ („Alterssünden“) bezeichnete – Werke, die uns Rossini von einer intimeren Seite zeigen: als Genießer, Schwärmer und einen Träumer, der auch in Frankreich seine Liebe zu seinem heißgeliebten Italien nie verlor. Zu einer besonderen „Alterssünde“ ließ er sich schließlich 1864 für einen privaten Anlass engagieren und komponierte seine so ganz und gar nicht kleine „Petite Messe solennelle“. Die Uraufführung fand am 14. März des Jahres nur vor geladenen Gästen zur Einweihung der Privatkapelle des Grafen Alexis Pillet-Will in Paris statt, was die kleine, in der französischen Musik aber durchaus nicht unübliche und klanglich äußerst reizvolle Besetzung mit zwei Klavieren und Harmonium anstelle eines Orchesters als Begleitung der vier Solisten und des Chores erklärt. „Lieber Gott – voilà, nun ist diese arme kleine Messe beendet. Ist es wirklich heilige Musik, die ich gemacht habe, oder ist es vermaledeite Musik? Ich wurde für die Opera buffa geboren, das weißt Du wohl! Wenig Wissen, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies“, schrieb Rossini im Vorwort zu seiner Partitur voller Humor und ergänzte in der Besetzungsangabe: „Es gibt unter deinen Jüngern solche, die falsche Töne anschlagen. Aber beruhige dich, Herr, ich versichere dir, dass die Meinen deinen Lobpreis richtig und ‚con amore‘ singen werden.“ Komponiert hatte er eine Ode an das pralle Leben, die aber auch ein übermütiges Trinklied auf den Tod und melancholisches Zwiegespräch mit Gott ist – und genau dies ist es, was Martin Schläpfer in seinem neuesten Tanzstück interessiert: „Das zutiefst Menschliche, Fehlerbehaftete, leicht Geschwätzige“ – so der Choreograph – „aber auch die Italianità, das Südliche, Sinnliche, die Hitze“. Viele Details aus Rossinis eigenem Leben – seine Lebensfreude, sein Genießertum, aber auch seine zahlreichen Depressionen und Krankheiten – liefern Martin Schläpfer ein fruchtbares Feld an Assoziati-

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Robert - Schumann - Saal | Kulturzentrum Ehrenhof | Düsseldorf

ROBERT-SCHUMANN-SAAL HIGHLIGHTS So, 5.11.2017, 17 Uhr

So, 15.10.2017, 17 Uhr

Hannelore Hoger Rezitation Siegfried Gerlich Klavier

Classica Cubana

Marialy Pacheco, © Markus Jans

M. Pacheco Klavier | A. Maiburg Flöte J. Clerch Gitarre | I. Scavuzzo Tanz Ein Ausflug ins Dreiländereck zwischen Folklore, Latin und Jazz

Briefe und andere Geschichten über die Liebe Mit Texten von Tucholsky, de Beauvoir u. a., Musik von Gershwin, Debussy u. a. © Weverinck-Management

So, 3.12.2017, 17 Uhr

So, 26.11.2017, 17 Uhr

Christian Tetzlaff Violine Lars Vogt Klavier

Rufus Beck Rezitation Klavierduo Anna & Ines Walachowski

Sonaten für Klavier und Violine Nr. 1 – 3 von Johannes Brahms © Giorgia Bertazzi

Die Reise nach Petuschki – der Kultroman von Wenedikt Jerofejew mit Musik von Chopin, Rachmaninow, Tschaikowsky und Brahms © Christian Kaufmann

So, 10.12.2017, 17 Uhr

So, 17.12.2017, 17 Uhr

Nikolai Tokarev Klavier

Miroslav Nemec Rezitation Udo Wachtveitl Rezitation

Tokarev gehört zu den herausragendsten Musikern seiner Generation. Werke von Mussorgsky und Tschaikowsky

Streichquintett des Radio-Sinfonieorchesters des SWR „Eine Weihnachtsgeschichte“ nach Dickens © Stefan Nimmesgern

© Privat

2. Weihnachtstag 2017, 17 Uhr

So, 14.1.2018, 17 Uhr

Schumann Quartett Alexander Zemtsov Viola Maximilian Hornung Violoncello

Fritz Karl Rezitation Tango de Salón „Du hörst mir ja doch nie zu ...“ Kurzgeschichten von Luis Fernando Verissimo mit Tangomusik aus aller Welt

Brahms Streichsextette u. a. © Laurent Ziegler

Schumann Quartett, © Kaupo Kikkas

So, 28.1.2018, 17 Uhr

So, 21.1.2018, 17 Uhr

Elbtonal Percussion

Joachim Król Rezitation L'Orchestre du Soeil

Un-Schlagbar! – Das Beste von den Anfängen bis heute. Atemberaubend präzisvirtuose Trommelkunst zwischen Klassik, Minimal und Weltmusik

„Der erste Mensch“ nach Albert Camus Mit Musik aus Elementen des arabischen Rai und der französischen Musette © Emanuela Danielewicz

© 2VISTA, Hamburg

So, 4.3.2018, 17 Uhr

So, 18.2.2018, 17 Uhr

Elke Heidenreich Rezitation Trio Vivente

Sabine Meyer Klarinette Alliage Quintett Saxophon u. Klavier

Ein Abend für Robert Schumann Mit Musik von Johannes Brahms, Clara Schumann und Marc-Aurel Floros

Werke von Bernstein, Schostakowitsch, Borodin, Saint-Saëns, Strawinsky u. a. © Bettina Flittner

© Ira Weinrauch - Weinrauch Fotografie

So, 25.3.2018, 17 Uhr

Schumann Quartett Herbert Schuch Klavier

Junge, hoch talentierte Gewinner internationaler Klavierwettbewerbe im Konzert Do, 19.10.2017, 20 Uhr Shuan Hern Lee Mo, 27.11.2017, 20 Uhr Lukáš Vondráček Mi, 24.1.2018, 20 Uhr Filippo Gorini Do, 15.3.2018, 20 Uhr Julian Trevelyan

Schostakowitsch Klavierquintett und Werke von Beethoven Herbert Schuch, © Felix Broede

Lukáš Vondráček, © Irene Kim

So, 15.4.2018, 17 Uhr

Quatuor Ebène

Streichquartette von Beethoven, Fauré und Bartók © Julien Mignot

Mit

o l - Ab8 h a W 17/1

Sa, 11.11.2017, 21 Uhr Klassik & Soul

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% u 20 b is z b a t t Ra

Mikis Takeover ! Ensemble feat. Joy Denalane

Joy Denalane, © Eva Baales

Anschließend Party im Foyer

Karten an vielen VVK-Stellen, unter T 0211 274000 oder www.robert-schumann-saal.de


J U N G E O P E R A M R HE IN

K L E INE R M A NN GANZ GROSS

Zur Premiere von „Gullivers Reise“

MAUS-TÜRÖFFNER-TAG Mit Malte Arkona im Theater Duisburg

Die neue Kinderoper „Gullivers Reise“ Mit Gerald Reschs Familienoper „Gullivers Reise“ feiert die vierte Auftragskomposition im Rahmen der Kooperation „Junge Opern Rhein-Ruhr“ nach ihrer Uraufführung in Dortmund pünktlich zum „Maus-Türöffner-Tag“ am 3. Oktober 2017 Premiere im Theater Duisburg. ­Basierend auf einem Kapitel von Jonathan Swifts Roman „Gullivers Reisen“ hat der Theaterautor John von Düffel ein Schauspiel geschrieben, das er nun in ein Opernlibretto umgearbeitet hat. Der für seine sensiblen Klänge bekannte österreichische Komponist Gerald Resch hat es als Familienoper vertont, die den Umgang mit der Verschiedenheit von Menschen und ihren Sichtweisen ins Zentrum stellt. „Gullivers Reise“ berichtet mit Witz und Emotion, wie Freundschaft über Äußerlichkeiten hinweg möglich ist, und dass es bei wahrer Größe nicht um die körper­ liche Statur geht, sondern um die Fähigkeit, Vorurteile überwinden zu können. Der Schiffsjunge Gulliver geht bei einem Sturm über Bord und wacht am Strand der Insel ­Liliput wieder auf. Hier sind alle Bewohner winzig klein und sie binden den vermeintlichen Riesen fest, damit er ihnen nichts tun kann. Manche würden ihn am liebsten sogar direkt umbringen. Nur das Mädchen Vaniliput kann ihre feindseligen Untertanen davon abbringen. Als Gulliver schließlich die Insel vor der feindlichen Flotte schützt, scheint er gerettet. Doch noch ist Gullivers Reise nicht beendet … ——

Am 3. Oktober 2017 heißt es: „Türen auf für die Maus“. Diesmal sind auch wir an dem bundesweiten Aktionstag der beliebten „Sendung mit der Maus“ beteiligt und öffnen am Tag der deutschen Einheit um 14.00 Uhr die Türen des Theaters Duisburg für Lach- und Sachgeschichten rund um die Theaterbühne. Mit dabei ist Malte Arkona, der beliebte Fernsehmoderator und Pate der Jungen Oper am Rhein, der neugierig ist, was auf der Bühne passiert, bevor sich um 18.00 Uhr der Vorhang zur Premiere der neuen Familienoper „Gullivers Reise“ hebt. Neben dieser aufschlussreichen Bühnenbild-Show, die um 14.30 Uhr beginnt, gibt es an dem Maus-Türöffner-Tag noch viel mehr zu entdecken und auszuprobieren! ——

Familienoper für Kinder ab 8 Jahren Libretto von John von Düffel //In deutscher Sprache mit Übertiteln // Dauer: ca. 1 ½ Stunden, keine Pause M L Lukas Beikircher I Marcelo Diaz B & K Tatjana Ivschina L Volker Weinhart D Georg Holzer G U L L I V E R Ibrahim Yesilay K A P I TÄ N / KÖ N I G Bruno Balmelli S T E U E R M A N N / S K Y R E S C H Richard Šveda M A AT/ B E S U F F L I P U T Peter Nikolaus Kante VA N I L I P U T Kimberley Boettger-Soller R O S A L I L A Lavinia Dames S M U TJ E / K A M M E R H E R R Peter Aisher // Chor der Deutschen Oper am Rhein // Duisburger Philharmoniker

M A U S -T Ü R Ö F F N E R -TA G Di 03.10.2017, 14.00 bis 18.00 Uhr – Theater Duisburg Eintritt frei Im Anschluss: GULLIVERS REISE (PREMIERE )

FA M I L I E N O P E R N W E R K S TAT T Do 28.09.2017, 18.00 Uhr – Theater Duisburg

Infos & weitere Aufführungen siehe links

P R E M I E R E Di 03.10.2017, 18.00 Uhr – Theater Duisburg

Karten 18,00 / erm. 10,00 €

T H E AT E R D U I S B U R G Sa 25.11., 18.00 Uhr | Di 28.11., 11.00 Uhr Di 12.06., 11.00 Uhr | Mi 04.07., 11.00 Uhr | Mi 11.07., 11.00 Uhr Eine Kooperation der Deutschen Oper am Rhein mit dem Theater Dortmund und dem Theater Bonn im Rahmen von „Junge Opern Rhein-Ruhr“ Gefördert im Rahmen des Fonds Neues Musiktheater

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S ONNTAGS UM EL F Im Zeitalter des Barock erblühten zahlreiche Orte Europas zu Musikmetropolen mit ganz

A R IA DNE AU F NA XO S Zu einem festlichen Anlass ist die Oper „Ariadne auf Naxos“ komponiert worden, die in Kürze beginnen soll. Dass jedoch nach ihrer Aufführung ein komödiantisches Singspiel gegeben werden soll, ist eine Neuigkeit, die den Komponisten und die Opernsänger erzürnt. Zwischen ihnen und der Schauspieltruppe mit der koketten Zerbinetta an der Spitze entflammt ein Streit. Als in letzter Minute der Auftrag ergeht, dass beide Stücke gleichzeitig aufzuführen sind, droht der Konflikt zu eskalieren. Zerbinetta rettet die Situation letztlich, indem sie den Komponisten charmant umgarnt und beschließt, sich mit ihren Kollegen improvisierend in die Handlung zu mischen … Zum vorerst letzten Mal am 17. Juni im Opernhaus Düsseldorf!

17.00 „La Cenerentola“ à la carte 18.30 La Cenerentola 19.30 Ballett am Rhein – b.29 18.30 La Cenerentola 19.30 La Cenerentola

↗ OPERNHAUS DÜSSELDORF

11.00 Liedermatinee Foyer 18.30 Das Rheingold 19.30 Young Moves 19.30 Tosca 19.30 Ballett am Rhein – b.32 19.30 Ballett am Rhein – b.32 19.00 Operngala 15.00 Young Moves 19.30 Ballett am Rhein – b.32 19.30 Das Rheingold 19.30 Young Moves 19.30 Das Rheingold 19.30 Ballett am Rhein – b.32 15.00 Das Rheingold

↗ OPERNHAUS DÜSSELDORF

19.30 Ariadne auf Naxos 11.00 Symphoniker im Foyer Foyer 18.30 Die Zauberflöte 17.00 Opernwerkstatt: Das Rheingold 19.30 Tosca 19.30 Das Rheingold 19.30 Ballett am Rhein – b.32 18.30 Das Rheingold 19.30 Das Rheingold

15.00 Ballett am Rhein – b.32

19.30 Ballett am Rhein – b.32 19.30 Don Pasquale 18.30 Ballett am Rhein – b.32

↗ OPERNHAUS DÜSSELDORF

↗ THEATER DUISBURG

↗ THEATER DUISBURG

↗ THEATER DUISBURG

SA 30

SO 24

* S SO 17 * WA * P SA 23 19.30 Turandot

FR 08 20.00 3. Haniel Klassik Open Air

September 2017

SO 16

SA 15

FR 14

DO 13

MI 12

DI 11

SO 09 15.00 Lucia di Lammermoor

* G SA 08

FR 07

DO 06

MI 05 11.00 Wo die wilden Kerle wohnen

* P DI 04

SO 02

SA 01 19.30 Don Carlo

Juli 2017

* FP SO 25 15.00 Der Opernbaukasten – Folge 2 DO 29 19.30 Don Carlo FR 30 18.00 Sing together

SA 24

* P FR 23 19.30 Don Carlo

DO 22

MO 19

SO 18

SA 17 19.30 Don Carlo

FR 16 19.30 Der Graf von Luxemburg

DO 15 18.30 Don Carlo

MI 14 19.30 Tosca

DI 13 11.00 Wo die wilden Kerle wohnen

SO 11 15.00 Wo die wilden Kerle wohnen

SA 10 19.30 Don Carlo

FR 09 19.30 Ballett am Rhein – b.31

DI 06 17.00 Opernwerkstatt: Don Carlo

MO 05 18.30 Carmen

*F P SO 04

SA 03 19.30 Madama Butterfly

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Juni 2017

Oper und Ballett von Juni bis November

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WO D IE WILD EN K ER LE WO H NEN Regisseur Philipp Westerbarkei und Bühnenund Kostümbildnerin Tatjana Ivschina lassen die Figuren aus Maurice Sendaks BilderbuchKlassiker in ihrer Inszenierung zu lebendi-

R E P E RTO IR E- K LASSIK ER In den Repertoireklassikern „Carmen“ (bis 5. Juni im Theater Duisburg), „Madama Butterfly“ (bis 3. Juni im Theater Duisburg) und „Tosca“ (bis 14. Juni im Theater Duisburg und 5. Juli im Opernhaus Düsseldorf) verschreiben sich drei ganz unterschiedliche Protagonist­innen voll und ganz ihrem Verständnis von Liebe: mit unbändigem Willen zur Selbstbestimmung, absoluter Hingabe gegen jede Vernunft oder bis zur Selbstaufopferung für den Geliebten. Jede geht ihren Weg ohne Kompromisse – und jede wird das in den Tod führen.


LA CENER ENTO LA Jahrzehntelang wurde Jean-Pierre Ponnelle als einer der Großmeister der Opernregie rund um die Welt gefeiert. Seine legendäre Inszenierung von Rossinis „La Cenerentola“, die er u. a. 1969 in San Francisco, 1971 in Florenz, 1973 an der Mailänder Scala und wenig später an der Deutschen Oper am Rhein inszenierte, ist ein berührender Auftakt für die Saison 2017/18: Zur Wiederaufnahme des Klassikers am 17. September (Karten zum Sonderpreis: 25  /  20 Euro) erwartet Sie ein besonderes Rahmenprogramm rund um Rossini – und auch die Foyer-Gastronomie ist auf diesen italienischen Abend eingestellt!

eigenen Traditionen und Klangkulturen. Zu ihnen zählten Venedig und Hamburg, deren Musik der renommierte ungarische Cembalist Gábor Antalffy zusammen mit Sängern der Deutschen Oper am Rhein und Düsseldorfer Symphonikern im „Symphoniker im Foyer“Konzert am 18. Juni im Foyer des Opernhauses Düsseldorf in den Fokus rückt. – An gleicher Stelle interpretiert die spanische Sopranistin Elena Sancho Pereg im Konzert der neuen Reihe „Liedermatineen“ am 25. Juni Werke von Komponisten ihrer Heimat wie Manuel de Falla, Fernando Obradors, Eduard Toldrà, Enrique Granados und Jesús Guridi. Begleitet wird sie am Klavier von Operndirektor Stephen Harrison.

19.30 Lucia di Lammermoor 19.30 Madama Butterfly 11.00 Symphoniker im Foyer Foyer 18.30 Wozzeck 10.30 Die Zauberflöte 19.30 Ballett am Rhein – b.32 19.30 Wozzeck 19.30 Madama Butterfly 18.00 Hänsel und Gretel 15.00 Wozzeck

19.30 Lucia di Lammermoor 19.30 Die Zauberflöte

18.30 Les Contes d’Hoffmann 15.00 Wozzeck

18.30 Les Contes d’Hoffmann 19.30 Wozzeck

↗ OPERNHAUS DÜSSELDORF

19.30 Wozzeck 18.30 Les Contes d’Hoffmann 18.30 Die Zauberflöte 18.30 Lucia di Lammermoor

19.30 Die Zauberflöte 19.30 La Cenerentola 19.30 Ballett am Rhein – b.29 19.30 Ballett am Rhein – b.29 15.00 La Cenerentola 19.30 Die Entführung aus dem Serail 15.00 La Cenerentola 19.30 Meisterklasse maxhaus 17.00 Opernwerktstatt: Wozzeck 19.30 Ballett am Rhein – b.29 19.30 Wozzeck 19.30 Die Entführung aus dem Serail 11.00 Symphoniker im Foyer Foyer 18.30 Wozzeck 19.30 Wozzeck

18.30 Ballett am Rhein – b.29 18.30 Ballett am Rhein – b.29

↗ OPERNHAUS DÜSSELDORF

↗ THEATER DUISBURG

FR 27

DO 26 18.00 Opernwerkstatt: Das Rheingold

MI 25

SO 22

↗ THEATER DUISBURG

DO 23

MI 22

DI 28 11.00 Gullivers Reise

SO 26

* FP FR 24 19.30 Das Rheingold * WA SA 25 18.00 Gullivers Reise

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SO 19

* P SA 18 19.00 DRK-Gala 2017

FR 17

DO 16 19.30 Ballett am Rhein – b.32

MI 15 11.00 Die Opernmacher

DI 14 18.00 Die Opernmacher

SO 12 15.00 Ballett am Rhein – b.32

SA 11

FR 10

DO 09 19.30 Das Rheingold

MI 08 19.00 Il trittico

SO 05

SA 04 19.30 Das Rheingold

FR 03 19.30 Le nozze di Figaro

DO 02

MI 01

November 2017

* WA DI 31

SO 29 18.30 Le nozze di Figaro

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SA 21 19.30 Ballett am Rhein – b.32

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DO 19

MO 16

SO 15

SO 08 18.30 Il trittico * WA SA 14 19.30 Ballett am Rhein – b.32

SA 07

FR 06

DO 05 19.00 Il trittico

* WA MI 04

18.00 Gullivers Reise

DI 03 14.00 Maus-Türöffner-Tag

SO 01 18.30 Turandot

Oktober 2017

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LEGENDE P Premiere FP Freundeskreispremiere WA Wiederaufnahme G Gala JO Junge Oper S Sonderveranstaltung

3 . H A NIE L K LASSIK O P EN A IR Musikalischer Sommernachtstraum zum Beginn der neuen Spielzeit auf dem Opernplatz: Gemeinsam mit der Duisburger Franz Haniel & Cie. GmbH laden die Deutsche Oper am Rhein und die Duisburger Philharmoniker am 8. September zum 3. Haniel Klassik Open Air, dem großen Konzert direkt vor dem Theater Duisburg. Axel Kober, seit 2009 Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein und ab 2017 zugleich Chefdirigent der Duisburger Philharmoniker, gibt den Takt an, Entertainer Götz Alsmann übernimmt mit kenntnisreich-humorvoller Elganz die Moderation – „Special Guests“: Victor Smolski und Peter Bursch’s All Star Band. Der Eintritt ist frei!

gen Wesen werden und die Verwandlung der Erwachsenenwelt in die der wilden ­Kerle live auf der Bühne geschehen: Zu Oliver Knussens leuchtend-dramatischer Musik verwandeln sich die Mutter und die restliche Familie in die wilden Kerle, die Spielkameraden, die Max gerne in ihnen sehen würde – am 11. Juni für Familien sowie 13. Juni und 5. Juli für Schulklassen im Theater Duisburg.


DON CARLO

VON S CHIL L ER ZU V ERDI „Don Carlo“ feiert Premiere in Duisburg Giuseppe Verdi liebte die Werke Friedrich Schillers und fühlte sich von Posa: Er bringt in der Oper die gleiche Ambivalenz mit wie in ihm geistesverwandt. Der revolutionäre Freiheitssinn des deutschen Schillers Drama. In seinen „Briefen zu ‚Don Carlos‘“ schrieb Schiller Dichters war ihm im von den Habsburgern besetzten Italien sehr 1788: „Carlos selbst war in meiner Gunst gefallen, vielleicht aus keinahe, und nicht zuletzt daher vertonte er viermal Stoffe Schillers, zu- nem andern Grunde, als weil ich ihm in Jahren zu weit vorausgesprunletzt „Don Carlos“. Im Spanien Phillipps II. ist für menschliche Be- gen war, und aus der entgegengesetzten Ursache hatte Marquis Posa ziehungen, ob Freundschaft oder Liebe, kein Platz. Der König muss seinen Platz eingenommen. So kam es denn, dass ich zu dem vierten mit Marquis Posa einen Geistesverwandten töten lassen, sein Sohn und fünften Akte ein ganz anderes Herz mitbrachte.“ Posa wird für Carlo muss Elisabetta aufgeben, die einst ihm versprochen war und ihn die eigentliche Hauptfigur, doch auch er kann die Welt nicht nachnun seinen Vater heiraten muss, und verliert schlussendlich eben- haltig verändern. Der Pakt, den Carlos und Posa schließen und den falls sein Leben. Allein die Macht des Großinquisitors ist ungebrochen der Prinz mit den berühmten Worten „Ich fürchte nichts mehr – Arm und stärker denn je. in Arm mit dir / So ford’re ich mein Jahrhundert in die Schranken“ bekräftigt, ist reine Selbstüberschätzung. Die Wahnvorstellung, gemeinVerdi hat sich bei der Charakterisierung seiner Figuren in „Don Carlo“ sam die Weltordnung umkrempeln zu können, ist Auslöser der alles eng an Schillers Vorlage orientiert. Das betrifft vor allem Marquis verschlingenden Ereignisse.

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DON CARLO

V IE R R O L L E ND E B Ü T S

Für jeden Bariton ist es ein Traum und eine Herausforderung, Posa musikalisch wie szenisch zu verkörpern. In der Duisburger Premiere wird Ensemblemitglied Bogdan Baciu ihn zum ersten Mal darstellen und seinem Repertoire damit eine wichtige Partie hinzufügen. Neben Gianluca Terranova, der bereits in der Düsseldorfer Premiere bejubelt wurde, wird Najmiddin Mavlyanov als Don Carlo debütieren. Der russische Tenor, der gern gesehener Gast an Opernhäusern wie der Royal Opera Covent Garden, dem Bolschoi Theater in Moskau oder der Opera Vlaanderen in Antwerpen ist, war in der vergangenen Spielzeit bereits als Cavaradossi in Puccinis „Tosca“ an der Deutschen Oper am Rhein zu erleben. Nach ihrer gefeierten Interpretation der Liù in Puccinis „Turandot“ ist die irische Sopranistin Celine Byrne als Elisabetta di Valois erneut zu Gast und freut sich auf ihr Rollendebüt in dieser anspruchsvollen Partie. Ihre starke Gegenspielerin Prinzessin Eboli, die vergebens auf die Liebe Carlos hofft, verkörpert Sarah Ferede. Die Mezzosopranistin gehört seit 2012/13 dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein an und war in Duisburg bereits als Charlotte in Massenets „Werther“ zu erleben.

B R E NNE ND E ME N S C HE N

In Verdis „Don Carlo“ stehen sich Privatheit und Öffentlichkeit gegenüber: das private Drama Carlos und Elisabettas sowie Philipps unerwiderte Liebe zu letzterer auf der einen, die allwissende Inquisition und damit omnipräsente Macht auf der anderen Seite. Niemand kann ihr entfliehen. Auch Posa, der glaubt, das Spiel der Macht beherrschen zu können, wird schon längst überwacht. Das vernichtende Autodafé, bei dem die Feinde der Inquisition verbrannt werden, ist hier gleichbedeutend mit der Zerstörung jeglicher Privatsphäre und Menschlichkeit. Es ist bei Schiller nicht szenisch dargestellt, in der Oper jedoch ein zentrales Ereignis. Regisseur Guy Joosten sieht „Don Carlo“ als permanentes Autodafé, auch im übertragenen Sinne: Hier sterben für ihre Ideale brennende Menschen, die alle Opfer der Macht eines Vaters sind – Macht eines Mannes, der „von oben“ kommt, mit dem von der Kirche instrumentalisierten Gott an der Spitze. Ein packendes und emotional mitreißendes Drama, von dessen Inszenierung Lars Wallerang in der Westdeutschen Zeitung nach der Düsseldorfer Premiere schrieb: „Das zum Sujet bestens passende Bühnenbild ist der Trumpf der Inszenierung. Regisseur Guy Joosten und sein Bühnenbildner Alfons Flores schufen eine Palastkulisse, die einerseits die Macht des Herrschers Filippo II. zum Ausdruck bringt, aber gleichzeitig die Unsicherheit aufgrund ständiger Kontrolle durch die Inquisition erfahrbar werden lässt.“ ——

TEX T Bernhard F. Loges FOTO Hans Jörg Michel

GIUSEPPE VERDI – DON CARLO In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln // Dauer: ca. 3 ¼ Stunden, eine Pause M L Lukas Beikircher I Guy Joosten B Alfons Flores K Eva Krämer L Manfred Voss C Gerhard Michalski D Bernhard F. Loges // F I L I P P O I I . Liang Li D O N C A R L O Gianluca Terranova / Najmiddin Mavlyanov R O D R I G O D I P O S A Bogdan Baciu IL G R A ND E IN Q U I S I T O R E Sami Luttinen U N F R AT E Günes Gürle E L I S A B E T TA D I VA L O I S Celine Byrne E B O L I Sarah Ferede T E B A L D O Dimitra Kotidou u.a. // Chor und Extrachor der Deutschen Oper am Rhein // Duisburger Philharmoniker O P E R N W E R K S TAT T Di 06.06.2017, 17.00 Uhr – Theater Duisburg (Eintritt frei) P R E M I E R E Sa 10.06.2017, 19.30 Uhr – Theater Duisburg T H E AT E R D U I S B U R G Do 15.06. | Sa 17.06. | Fr 23.06. | Do 29.06. | Sa 01.07.2017

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B A L L E T T A M R HE IN

Y O U N G M O V E S

DIE ENTDECKUNG NEUER WELTEN 22


YO U N G M OV E S

Erneut arbeiten sechs Tänzerinnen und Tänzer des Balletts am Rhein als Choreographen in den Studios des Balletthauses am Steinberg in Düsseldorf-Bilk. Sie erarbeiten mit ihren Kollegen eigene, kurze Stücke, die sie im Programm „Young Moves“, das am 4. Juli 2017 im Opernhaus Düsseldorf Premiere feiert, präsentieren. Für das Publikum, das Ensemble des Balletts am Rhein sowie die jungen Choreographen birgt dieses Projekt die spannende Gelegenheit der Entdeckung neuer Erfahrungsräume und Tanzwelten.

TEX T

FOTOS

Caecilia Brenninkmeyer

Gert Weigelt

Nach dem Erfolg von „Young Moves“ in der vergangenen Spielzeit 2015/16 geht diese Reihe nun in eine vielversprechende zweite Runde. Mit dabei sind einerseits schon vom letzten Jahr bekannte Jungchoreographen, die nun auf ihre ersten Erfahrungen aufbauen können und mit neuen Ideen das Publikum begeistern wollen. Andererseits möchten aber auch zwei „Neue“ die Gelegenheit nutzen, sich als Ballettschaffende erstmals vorzustellen. Neben Wun Sze Chan, So-Yeon Kim, Michael Foster und Boris Randzio, die bereits 2016 für ihre Choreographien gefeiert wurden, beteiligen sich nun erstmals auch die Ensemblemitglieder Chidozie Nzerem und Sonny Locsin an diesem Abend.

anzuschließen, die ebenso erfüllend sein kann wie das Tanzen selbst. Das gemeinsame Arbeiten mit verschiedenen Choreographen aus aller Welt, das Erlernen der vielfältigen Stile und Tanzsprachen der jahrhundertealten Balletttradition führt für einige zwangsläufig zu der Frage, wie man selbst als Choreograph Kunst schaffen, wie man seinen eigenen Stil finden oder in welcher Weise man einen Beitrag zu einer zeitgenössisch wertvollen Kunst erarbeiten würde. So ist „Young Moves“ aus Sicht der Tänzer die Erfüllung eines langgehegten Traums und eine Möglichkeit, die eigene Kreativität auszutesten, sich selbst dadurch als Künstler kennenzulernen und der Öffentlichkeit zu zeigen.

Begeistert waren die Pressereaktionen auf die erste Premiere der Die Entwicklung einer neuen Choreographie vom ersten Einfall bis „Young Moves“-Reihe im Juni 2016 im Theater Duisburg: „Großer Ju- zur Premiere birgt zahlreiche Herausforderungen für die Nachwuchsbel für einen spielerisch extrem vielseitigen Abend“, schrieb Regine talente. Allein die theoretischen Entscheidungen, die zu Beginn der Müller in der Rheinischen Post, und Michael-Georg Müller konsta- Arbeit getroffen werden müssen, sind wesentlich und richtungstierte in der Neuen Rhein Zeitung: „Insgesamt zeugen die Arbeiten weisend: Welche Musik wähle ich als akustische Basis meines Wervon geballter Talent-Ladung, die in Martin Schläpfers Individualisten- kes aus? Mit welchen Tänzern möchte ich arbeiten? Wie sollen die Kompanie schlummert.“ Bühne und die Kostüme aussehen? In welchem visuellen Stil, mit welcher Ausdruckssprache kann ich meine Ideen realisieren? AbgeMartin Schläpfer, dem Chefchoreographen und künstlerischen Leiter sehen von einer vorgesehenen Dauer der entstehenden Werke von des Balletts am Rhein, und Remus Şucheană, der ihn seit dieser Sai- jeweils etwa 15 Minuten gibt es keine Vorgaben oder Beschränkunson als Ballettdirektor in der Führung der 45-köpfigen Compagnie gen für die Künstler. Thematische Ausgangspunkte sind meist sehr unterstützt, ist es ein gemeinsames Anliegen, mit der Reihe „Young private Themen der eigenen Lebensgeschichte, und analog dazu fällt Moves“ nicht nur jungen Talenten eine Chance zu geben, ihre cho- die Wahl der musikalischen Basis auf ein Stück, mit dem die Choreographischen Ideen innerhalb eines großen Theaterbetriebes zu reographen diese Erfahrungen verknüpfen. realisieren und zu präsentieren, sondern ihnen mit diesem Perspektivwechsel auch ein tiefergehendes Verständnis des Künstlerseins „Young Moves“ ist nicht nur ein Abend, der jungen Talenten eine Bühnäherzubringen. ne gibt, sondern er ermöglicht auch die Förderung eines kreativen Austauschs der Tänzer mit Musikern, bildenden Künstlern, KostümFür die Künstler selbst ist diese Plattform aber zugleich auch ein und Bühnenbildnern und das Knüpfen neuer fruchtbringender wertvoller und prägender Schritt auf dem Weg in eine Karriere nach Verbindungen. Ein vielversprechendes Format, das nur durch die dem aktiven Tanzen. Für viele ist das Choreographieren eine Möglich- großzügige Unterstützung der Ballettfreunde der Deutschen Oper keit, an ihr Können und ihre langjährige Erfahrung als Tänzer am Rhein e. V. realisiert werden kann. ——

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YO U N G M OV E S

Die Hongkong-Chinesin Wun Sze Chan erarbeitet für ihren z weiten Beitrag für „Young Moves“ mit dem Titel „No Destination“ ein ganz-heitliches Konzept für Musik, Bühne, Kostüme und Tanz. Die verschiedenen Elemente greifen ineinander und bedingen sich gegenseitig. Alle üblicherweise eher gegenständlichen und passiven Bestandteile eines Balletts nutzt die Choreographin als lebendige und aktiv sich bewegende Elemente. Dafür arbeitet sie mit dem Künstler Walter Padao zusammen, mit dessen live auf die Bühne projizierten Zeichnungen die Tänzer wie in einem Dialog interagieren. Das Anund Ablegen von Kostümen wird zudem in die Bewegungen integriert, die Geräusch- und Musikkulisse besteht teilweise aus Atemge­ räuschen der Tänzer.

Als Inspiration für sein Ballett „Fourmis“ zu Ausschnitten aus dem Streichquartett Nr. 3 des berühmtesten Vertreters des Minimalismus Philip Glass, mit dem sich Sonny Locsin erstmals als Choreograph präsentiert, wählte der von den Philippinen stammende Tänzer Ameisen und ihre faszinierende organisierte Welt. In Gemeinschaft können die so winzigen Insekten Großes vollbringen. Vor allem aber ihre geheimnisvolle Kommunikation in perfekt funktionierenden Informationsnetzwerken fasziniert den Choreographen, der darin auch eine Parallele zu seiner eigenen Verbindung zur weit entfernt lebenden Familie sieht.

Ein Ballett für drei Paare kreiert Boris Randzio mit „Andante Sostenuto“ zum zweiten Satz der Klaviersonate Nr. 21 von Franz Schubert, einem der letzten Werke des Komponisten. „Obwohl in diese Komposition sicherlich schon eine Todesahnung Schuberts mit eingeflossen ist, ist diese Musik für mich vor allem ein Schrei nach Leben“, so der junge Choreograph. Die Kostüme entwirft ihm Louise Flanagan, deren Kreationen man in Düsseldorf bereits von ihrer Zusammenarbeit mit Terence Kohler für „ONE“ in b.26 kennt.

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YO U N G M OV E S

Chidozie Nzerem greift ebenso bestehende Kontakte des Balletts am Rhein auf, indem er sein Ballett „Edge of Reason“ zu Schlagzeugklängen des Duos Raphael Sars und Kevin Anderwaldt kreiert, die im Rahmen des Ballettprogramms b.25 für Hans van Manens „Two Gold Variations“ erstmals mit der Compagnie zusammengearbeitet haben. Eine Gruppe von Tänzern, die sich gegenseitig zu Höchstleistung drängen und das gemeinschaftliche Zusammenleben und Zusammenagieren erforschen, steht im Zentrum der Choreographie. Ihre Lust und Leidenschaft für den Tanz und das Opfer, das sie bringen, um für die Kunst zu leben, die sie lieben, wird zum Thema. Damit schafft Chidozie Nzerem ein sehr reales und persönliches Portrait der Tänzerwelt.

Um die 49-tägige Trauerzeit in ihrer koreanischen Heimat nach dem Tod eines geliebten Menschen geht es So-Yeon Kim in ihrem neuen Werk „49“, für das sie berührende Ausschnitte aus „Lamentate“ von Ar vo Pärt und „Ich ruf‘ zu dir, Herr Jesu Christ“ von Johann Sebastian Bach in einer Bearbeitung von Ferruccio Busoni ausgewählt hat. Die Hinterbliebenen beten in dieser Zeit für den Verstorbenen und kommen zu feierlichen Zeremonien zusammen, um ihn in eine bessere Welt zu begleiten. In unserer heutigen, schnelllebigen Zeit, in der die Auseinandersetzung mit dem Sterben mehr und mehr vermieden wird und der Tod keine große Konsequenz mehr im sozialen Umfeld zu haben scheint, möchte So-Yeon Kim zeigen, dass durch die bewusste Beschäftigung mit dem Tod das Leben lebenswert wird.

Ganz im Look der 1950er Jahre wird das neue Stück von Michael Foster „East Coasting“ gehalten sein, mit dem das abwechslungsreiche Ballettprogramm enden wird. In langen Abendkleidern und eleganten Anzügen treffen sich die Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne zu Jazz-Musik von Charles Mingus wie zu einer abendlichen Cock tailPar t y. Gefühle, die mit der Vergangenheit zu tun haben wie Nostalgie, Sehnsucht, Verlust und Reue, macht Michael Foster zum Thema seiner Choreographie für zehn Tänzerinnen und Tänzer. YO U N G M O V E S – P L AT T F O R M C H O R E O G R A P H I E B A L L E T T A M R H E I N Dauer: ca. 2 Stunden, eine Pause N O D E S T I N AT I O N ( U A ) C H Wun Sze Chan V Walter Padao K Hélène Vergnes F O U R M I S ( U A ) C H Sonny Locsin A N D A N T E S O S T E N U T O ( U A ) C H Boris Randzio K Louise Flanagan E D G E O F R E A S O N ( U A ) C H Chidozie Nzerem 4 9 ( U A ) C H So-Yeon Kim K Irene Vaqueiro E A S T C O A S T I N G ( U A ) C H Michael Foster K Hélène Vergnes P R E M I E R E Di 04.07.2017, 19.30 Uhr – Opernhaus Düsseldorf O P E R N H A U S D Ü S S E L D O R F So 09.07. | Do 13.07.2017 Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und der Ballettfreunde der Deutschen Oper am Rhein e.V.

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BALLETTFREUNDE DER DEUTSCHEN OPER AM RHEIN


D O N PA S Q UA L E

Ein älterer, konser vativer Mann heiratet eine deutlich jüngere, scheinbar brave Frau, um nach der Hochzeit zu merken, dass er sich mit ihr einen Wirbelsturm der Veränderung ins Haus geholt hat: Norina stellt Don Pasquales Leben völlig auf den Kopf! „Grundsätzlich glaube ich, dass man in Donizettis komischen Opern wie ‚Don Pasquale‘ weiter gehen muss als nur die Komik darzustellen, wir müssen Tiefe suchen und finden.“ Mit dieser Überzeugung entwickelte Rolando Villazón sein Regiekonzept für Donizettis Oper. Der aus Mexiko stammende Star tenor ist seit vielen Jahren ein Publikumsliebling der Opernszene und hat inzwischen auch als Talk-Master, Car toonist, Romanautor und Opernregisseur von sich reden gemacht. „Don Pasquale“ ist seine sechste Operninszenierung.

„Hier schnurrt der Schwank als famo Er gibt dem leicht Angestaubten Slap Der zweite Frühling als arthritische C nie billig frivol, unter der Lupe der Le L A R S VON DER GÖNN A , WES TDEU T S CHE A LLGEMEINE ZEIT UNG

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D O N PA S Q UA L E G A E TA N O D O N I Z E T T I – D O N PA S Q U A L E In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln // Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause // Eine Koproduktion mit der Volksoper Wien M L Nicholas Carter I Rolando Villazón B Johannes Leiacker K Thibault Vancraenenbroeck L Davy Cunningham C Gerhard Michalski D Hella Bartnig D O N PA S Q U A L E Lucio Gallo / Thorsten Grümbel D O T T O R E M A L AT E S TA Dmitri Vargin E R N E S T O Ioan Hotea N O R I N A Elena Sancho Pereg E I N N O TA R Daniel Djambazian Chor der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorfer Symphoniker / Duisburger Philharmoniker OPERNHAUS DÜSSELDORF Sa 03.06.2017 | Mi 03.01. | Sa 06.01 | Sa 20.01. | Sa 27.01. | Sa 03.02. | Do 05.04 | Sa 14.04. | So 13.05. | So 01.07.2018 T H E AT E R D U I S B U R G Do 22.02. (Premiere) | Di 27.02. | So 27.05 | Sa 02.06.2018

os geöltes Ulkwerk ab. stick-Format. lownsnummer – bensnähe pausenlos.“

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Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der Deutschen Oper am Rhein e.V.


Z U R NE U E N S A I S O N

S P IE L Z E I T 2017/18 L IE B L IN G S S T Ü C K E 35 unterschiedliche Opern- und Ballettabende stehen in der kommenden Saison auf dem Programm: Suchen Sie jetzt Ihre Lieblingsstücke aus und stellen Sie Ihren persönlichen Spielplan zusammen. Der Vorverkauf für alle Aufführungen von September 2017 bis Juli 2018 läuft bereits – mit einer 8er- oder 6er-Karte oder einem Abo profitieren Sie von attraktiven Ermäßigungen! Einige unserer Kolleginnen und Kollegen verraten Ihnen hier ihre Lieblingsstücke.

Morenike Fadayomi Opernsolistin

Lukas Beikircher Kapellmeister

Günes Gürle Opernsolist

LIEBLINGSSTÜCK: TURANDOT

LIEBLINGSSTÜCK: UN BALLO IN MASCHERA

LIEBLINGSSTÜCK: LA CENERENTOLA

Wenn es in der Oper so richtig dramatisch Diese Musik ist einfach der Wahnsinn! Eine seiner meistgespielten und erfolgreichswird, mag ich es am liebsten. Leidenschaft, Verdis „Maskenball“ – original „Un ballo in ten Opern – neben „L’ Italiana in Algeri“ (1813) Lust und Liebe, Intrigen, Machtspiele, tragi- maschera“ – ist wie ein D-Zug, man steigt und „Il barbiere di Siviglia“ (1816) – hat Giosche Geschichten voller Emotionen, beglei- ein, es geht los und dann gefühlt in einem acchino Rossini in nur 24 Tagen komponiert: tet von der genialen Musik großer Kompo- Stück durch! Für diese Oper habe ich zum „La Cenerentola“. Ich freue mich auf eine munisten, so dass uns ein Schauer den Rücken ersten Mal in meinem Leben vor der Wiener sikalische Herausforderung mit unglaubliherunterläuft oder wir gerührt in Tränen Staatsoper übernachtet: Ich war erst 16, aber chem Humor, einer tollen Instrumentierung, ausbrechen. In den ganz großen Dramen ein Schulkollege hatte schon einen Führer- rasanten Geschwindigkeiten und vielleicht mitzuspielen und z­ usammen mit den wun- schein, so dass wir am Abend vorher von einigen der besten Ensemble-Nummern der dervollen Kolleginnen und Kollegen des En- München nach Wien fahren konnten. Um italienischen Oper: das kolossale Finale I mit sembles, des Chors, des Orchesters sowie sechs Uhr früh begann die Ausgabe der allen Solisten und Chor („Mi par d’essere den vielen unerlässlichen Spezialisten von Wartenummern für die Stehplatzkarten. Wir ­sognando“) und das Sextett im zweiten Akt, Technik, Licht, Ton, Requisite, Kostüm, haben unsere Isomatten ausgerollt und eine wenn klar wird, dass die Auserwählte des Maske usw. unsere Zuschauer zu fesseln, ist harte Nacht vor der Oper verbracht, um Prinzen ausgerechnet das arme Aschenputtel ein faszinierender Beruf. Besonders freue ­Pavarotti und Cappuccilli zu erleben, Abba- ist („Questo è un nodo avviluppato“). In­ ich mich auf „Turandot“: Unsere Inszenie- do stand am Pult. Das werde ich nie verges- szenierung, Bühne und (!) Kostüme unserer rung gibt mir die Freiheit, viele Facetten die- sen! Seitdem ist „Ballo“ für mich immer ein Produktion stammen von dem legendären ser Figur zu zeigen. Puccinis Musik ist bom- absoluter Höhepunkt. Ich freue mich schon Jean-Pierre Ponnelle – einem der größten Rebastisch, und die Kostüme, besonders die riesig darauf, das Meisterwerk selbst dirigie- gisseure des 20. Jahrhunderts, der mit feinem der Turandot, sind einfach fantastisch, so ren zu dürfen. —— Witz, Kreativität und traumhafter Eleganz dass man sich wirklich wie eine chinesische dieses Stück inszeniert hat! —— Prinzessin fühlen kann.——

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ME IN L IE B L IN G S S T Ü C K

Stefanie Bertram Souf fleuse LIEBLINGSSTÜCK: WOZZECK

Bo Skovhus als Wozzeck – das wird bestimmt superklasse! Ich habe mit ihm bei den Salzburger Festspielen in „Die Eroberung von Mexiko“ zusammengearbeitet, und hier, als er als Graf in „Le nozze di Figaro“ gastiert hat. Ein wunderbarer Sänger, Darsteller und Kollege! Ich freue mich darauf, mich mit der komplexen und großartigen Musik von Alban Berg intensiv zu beschäftigen. „Wozzeck“ ist ein ganz modernes Stück, auf das ich sehr neugierig bin, vor allem auch auf die Interpretation von Regisseur Stefan Herheim. Das Schauspiel, Büchners „Woyzeck“, kenne ich gut, die Oper bisher kaum. Ich bin gespannt, wie die Figuren durch die Musik noch tiefer und krasser werden – vermutlich treffen die Emotionen dann mitten ins Herz. Der Stoff ist für die Oper eher ungewöhnlich: ein Sozial­ drama, das mit Wozzeck und Marie einfache, geschundene Kreaturen in den Mittelpunkt stellt. ——

Bernd Staatz Chefmaskenbildner LIEBLINGSSTÜCK: DER ROSENK AVALIER

Wenn ich mich für ein Lieblingsstück der kommenden Saison entscheiden soll, ist es

„Der Rosenkavalier“. Diese „Komödie für Mu- ihr Brünnhilde-Debüt gab. Ich war von ihrem sik“ hat viele psychologische Ebenen, sie zeigt Gesang und ihrer Bühnenpräsenz begeistert. verschiedene Charaktere in u ­ nterschiedlichen Übrigens habe ich mich auch diesmal wieder Lebenssituationen. Die unschuldige Jugend für eine Statistenrolle beworben, erstmal für und das abgeklärte Alter sind gleichzeitig „Rheingold“. Mal sehen, ob es klappt … —— auf der Szene. Strauss’ Musik und Hoffmanns­ thals Libretto sind genial verschmolzen. Mit der aufwendigen, gebildeten Sprache und dem „Rosenritual“ (was ja ursprünglich ein sakrales Ritual war) passt „Der Rosenkavalier“ perfekt ins Rokoko – jene Stilepoche, die für die Maske frisurentechnisch eine Herausforderung mit besonders hohem Aufwand darstellt, was sie zugleich besonders reizvoll macht. Um der Marschallin höchst selbst im ersten Akt auf der Bühne eine Frisur zu gestalten, darf ich mich in ­Hippolyte verwandeln. Jedes Mal ein großes Vergnügen! ——

Rashaen Arts Tänzer LIEBLINGSSTÜCK: SCHWANENSEE (b.36)

Santiago Mendez Abo-Ser vice Duisburg LIEBLINGSSTÜCK: DIE WALKÜRE

Mit dem „Ring des Nibelungen“ hat meine Leidenschaft für die Deutsche Oper am Rhein begonnen: Vor vielen Jahren suchte man Statisten für die Tetralogie – ich bewarb mich und war bei einer Wiederaufnahme der alten Inszenierung von Georg Reinhardt als Statist dabei. Eine intensive Zeit: Neben der Uni war ich Tag und Nacht bei den Proben und allen Aufführungen, ich habe quasi im Theater gelebt, und die Oper hat mich seitdem nicht mehr losgelassen! In den 1990er Jahren kam der „Ring“ von Kurt Horres, und jetzt bin ich sehr ­gespannt auf Dietrich W. Hilsdorfs Interpretation. „Die Walküre“ mag ich besonders: Bei der Horres-Inszenierung habe ich Gabriele Schnaut kennen gelernt, die damals

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Es bedeutet mir sehr viel, mich mit großen Choreographen wie George Balanchine und Hans van Manen in Kombination mit der wunderschönen Musik von Strawinsky und Górecki auseinanderzusetzen, wie es für b.33 geplant ist. Außerdem kehrt für dieses Programm – nach „Deep Field“ – die Komponistin Adriana Hölszky für eine neue Kreation mit Martin Schläpfer zu uns zurück. Ich bin überzeugt, dass unser Ensemble diese drei Stücke mit Souveränität, Eleganz und Freude präsentieren wird! Besonders freue ich mich auf das legendäre Ballett „Schwanensee“ in der neuen Version von Martin Schläpfer (b.36). Mit meiner Erfahrung der letzten vier Jahre als Tänzer beim Ballett am Rhein hoffe ich, für diese große Herausforderung unter der Leitung meines Direktors Martin Schläpfer bereit zu sein. Für einen Tänzer ist es ein Muss, wenigstens einmal in der Karriere in diesem Ballett zu tanzen. Es ist schon immer zeitlos und ich bin sehr dankbar, dass wir es in unser Repertoire aufnehmen dürfen. ——


Sichern Sie sich Ihren Lieblingsplatz! Erleben Sie die ganze Bandbreite von Oper und Ballett – als Abonnent/-in sind Sie ein besonderer Gast und sparen sogar bis zu 50 %! Alle Abo-Vorteile und Infos zu unseren 32 verschiedenen Abo-Serien – vom Premieren-Abo über feste Wochentage-Abos, kleine Abos mit vier Vorstellungen für den engen Terminkalender bis zum Ballett-Abo für Tanzfans ist sicher auch für Sie das Richtige dabei: www.operamrhein.de


ME IN L IE B L IN G S S T Ü C K

Karolin Zeinert Chorsängerin LIEBLINGSSTÜCK: DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

Richard Wagner ist einer meiner Lieblingskomponisten. Deshalb bin ich natürlich gespannt auf den neuen „Ring“ – auch wenn die ersten drei Teile ohne Chor sind. „Trotzdem“ hat der Opernchor in der neuen Saison gut zu tun: Wir wirken an 25 Pro­duktionen mit. Die Deutsche Oper am Rhein hat ein außergewöhnlich breites Repertoire, so dass wir unterschiedliche Theaterepochen und Regiestile auf der Bühne zeigen können. „Der ­fliegende Holländer“ ist einer der wundervollen Klassiker: Mit den beiden riesigen Schiffen, schnellen Bühnenverwandlungen, dem Wechsel zwischen düsteren und hellen Momenten wird eine unglaubliche Stimmung erzeugt. Man wird in die geheimnisvolle und unheimliche Atmosphäre des Stücks förmlich hineingezogen. Für die Bühnentechnik ist jeder „Holländer“-Abend eine aufregende und anstrengende Herausforderung. So viele große Umbauten in kurzer Zeit! Obendrein ist die Musik einfach grandios. Richard Wagner eben.——

Claudine Schoch Tänzerin LIEBLINGSSTÜCK: DECADANCE (b.35)

In der neuen Spielzeit stehen uns so viele ­tolle Stücke bevor, auf die wir uns freuen dürfen, dass es mir alles andere als leicht fällt, hier nur eines zu nennen. Besonders ­gespannt

bin ich auf Ohad Naharins „Decadance“ (b.35), zumal es das erste Mal ist, dass das Ballett am Rhein eine Arbeit des israelischen Choreographen zeigt. Es fasziniert mich, dass „Decadance“, welches verschiedene Elemente aus früheren Werken Naharins beinhaltet, bislang in unterschiedlichster Zusammenstellung einstudiert und getanzt wurde, was es für jedes Ballettensemble und jeden Ort einzigartig machte. Ich bin sehr gespannt, wie die Konstellation für unsere Compagnie aussehen wird und neugierig darauf, die von Ohad Naharin ins Leben gerufene und hinter seiner Bewegungssprache stehende „GAGA“Philosophie kennenzulernen! ——

Gewinnspiel: Ihr Lieblingsstück DEUTSC HE   OPER AM  RHEIN O P E R  &  B A L L E T T SPIELZEIT 2 017 / 18

Mitmachen und gewinnen: Verraten Sie uns Ihr Lieblingsstück der kommenden Saison! Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften – bitte nennen Sie den Stücktitel, erklären Sie kurz, warum dieser Abend Ihr Lieblingsstück ist, und teilen Sie uns Ihre vollständige Adresse mit. Unter allen Einsendungen verlosen wir attrak­ tive Preise, u. a. je ein Kleines Abo (4 Vor­ stellungen) in Düsseldorf oder Duisburg, Karten für Ihre Lieblingsstücke und Tickets für Theaterführungen. ——

Stefanie C. Salm Kostümleitung LIEBLINGSSTÜCK: PETER GRIMES

Ich freue mich besonders darauf, „Peter ­Grimes“ von Benjamin Britten wieder zu erleben, diese Geschichte eines Fischers, der nicht in die Dorfgesellschaft passt und aufgrund von Verdächtigungen in eine vollkommen ausweglose Lage gerät. Einzig Ellen ­Orford, selbst eine Außenseiterin und träumerische Idealistin, versucht ihm zu helfen. Der Chor erscheint als bedrohlicher Mob, als gefährlicher Schwarm – ein packender, beklemmender Abend mit einer außergewöhnlichen Einheit von Musik, Inszenierung, Bühnenbild, Maske und Kostümen. Auf der offenen Bühne erhebt sich eine Flutwelle, die sich immer weiter auftürmt, bis sie gleichsam alles überrollt. Die Kostüme, die wir in unseren Werkstätten gefertigt haben, wieder­ holen das Material-Patchwork des Bühnenbodens. Jedes Kostümteil wurde individuell gefärbt und bearbeitet. Zusammen ergeben sie eindrucksvolle, ästhetische, düstere Bilder. ——

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BIT TE SCHREIBEN SIE AN Deutsche Oper am Rhein Marketing Heinrich-Heine-Allee 16a 40213 Düsseldorf oder senden Sie eine E-Mail an: kommunikation@operamrhein.de. Einsendeschluss ist am 8. September 2017


S P IE L P L A N 2017/18

DEUTSCHE OPER AM RHEIN DER RING DES NIBELUNGEN

RICHARD WAG NE R

DAS RHEINGOLD Sa 04.11.2017

↗  Theater Duisburg

RICHARD WAG NE R

DIE WALKÜRE

So 28.01.2018 ↗  Opernhaus Düsseldorf Do 31.05.2018 ↗  Theater Duisburg RICHARD WAG NE R

SIEGFRIED

Sa 07.04.2018 ↗  Opernhaus Düsseldorf So 26.01.2019 ↗  Theater Duisburg RICHARD WAG NE R

GÖTTERDÄMMERUNG Sa 27.10.2018 ↗  Opernhaus Düsseldorf So 05.05.2019 ↗  Theater Duisburg

I GOR S T R AWI N SKY / M A U R I C E R AV E L

PETRUSCHKA / L’ENFANT ET LES SORTILÈGES

Fr 09.03.2018 ↗  Opernhaus Düsseldorf GA ETA N O D ON I Z E T T I / B OHU S L AV M A RT I N Ů

PYGMALION / ARIADNE P L AT T F O R M R E G I E DEUTSCHE OPER AM RHEIN

So 22.04.2018

↗  Theater Duisburg

WIEDER AUFNAHMEN

GI OA C C H I N O R OSSI N I

LA CENERENTOLA So 17.09.2017

↗  Opernhaus Düsseldorf

TURANDOT

GER AL D RE SCH

Sa 23.09.2017 ↗  Theater Duisburg Do 12.04.2018 ↗  Opernhaus Düsseldorf

GULLIVERS REISE

W OLF GA N G A M A D E U S M OZ A RT

Di 03.10.2017 ↗  Theater Duisburg

Mi 04.10.2017 ↗  Opernhaus Düsseldorf Di 26.12.2017 ↗  Theater Duisburg

JUNGE OPER AM RHEIN FÜR ALLE AB 8 JAHREN

ALBAN B E RG

WOZZECK

Fr 20.10.2017 ↗  Opernhaus Düsseldorf GIACO M O P UCCINI

MADAMA BUTTERFLY Sa 18.11.2017 Sa 20.01.2018

↗  Opernhaus Düsseldorf ↗  Theater Duisburg (WA)

GAETA NO DO NIZ E T TI

MARIA STUARDA

Fr 15.12.2017 ↗  Theater Duisburg GAETA NO DO NIZ E T TI

DON PASQUALE

Mi 03.01.2018 ↗  Opernhaus Düsseldorf (WA) Do 22.02.2018 ↗  Theater Duisburg OLI VE R K NUSSE N

WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN JUNGE OPER AM RHEIN FÜR ALLE AB 6 JAHREN

So 04.02.2018

Sa 25.11.2017 ↗  Opernhaus Düsseldorf Di 19.12.2017 ↗  Theater Duisburg FR A N Z L E HÁ R

DER GRAF VON LUXEMBURG

Di 19.12.2017 ↗  Opernhaus Düsseldorf Mi 13.06.2018 ↗  Theater Duisburg G IAC OM O P U C C I N I

TOSCA

Sa 30.12.2017 ↗  Theater Duisburg Fr 19.01.2018 ↗  Opernhaus Düsseldorf

GI A C OM O PU C C I N I PREMIEREN

E NG E L B E RT H U M P E R DI NC K

HÄNSEL UND GRETEL

DIE ZAUBERFLÖTE GI A C OM O PU C C I N I

IL TRITTICO Do 05.10.2017

↗  Theater Duisburg

W OLF GA N G A M A D E U S M OZ A RT

DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL Sa 14.10.2017

↗  Opernhaus Düsseldorf

GI U SE PPE V E R D I

UN BALLO IN MASCHERA So 07.01.2018 Do 15.02.2018

↗  Theater Duisburg ↗  Opernhaus Düsseldorf

GI U SE PPE V E R D I

AIDA

Sa 17.02. 2018

↗  Theater Duisburg

GI U SE PPE V E R D I

RIGOLETTO

Fr 23.02.2018 ↗  Opernhaus Düsseldorf OT TO N I C OL A I

DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR Sa 10.03.2018 ↗  Opernhaus Düsseldorf

PI E T R O M A SC A GN I  / R U GGE R O L E ON C AVA LLO

CAVALLERIA RUSTICANA / PAGLIACCI Sa 07.04.2018 ↗  Theater Duisburg So 24.06.2018 ↗  Opernhaus Düsseldorf

W OLF GA N G A M A D E U S M OZ A RT

B E N JA M I N B R I T T E N

So 29.10.2017 ↗  Theater Duisburg Fr 15.06.2018 ↗  Opernhaus Düsseldorf

So 06.05.2018 ↗  Theater Duisburg Fr 29.06.2018 ↗  Opernhaus Düsseldorf

LE NOZZE DI FIGARO J A C QU E S OFFE N B A C H

LES CONTES D’HOFFMANN Sa 28.10.2017

↗  Opernhaus Düsseldorf

GA ETA N O D ON I Z E T T I

LUCIA DI LAMMERMOOR Di 31.10.2017 ↗  Opernhaus Düsseldorf

↗  Opernhaus Düsseldorf

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PETER GRIMES R I C HA R D ST R A U SS

DER ROSENKAVALIER Sa 19.05.2018 ↗  Opernhaus Düsseldorf R I C HA R D WA GN E R

DER FLIEGENDE HOLLÄNDER Do 14.06.2018

↗  Opernhaus Düsseldorf


S P IE L P L A N 2017/18

BALLETT AM RHEIN

b.34

YOUNG MOVES

b.29

MARTIN SCHLÄPFER APPENZELLERTÄNZE

PLATTFORM CHOREOGRAPHIE BALLETT AM RHEIN

GEORGE BALANCHINE MOZARTIANA

MARCO GOECKE LE SPECTRE DE LA ROSE

MARTIN SCHLÄPFER KONZERT FÜR ORCHESTER

FELINE VAN DIJKEN TEMET NOSCE URAUFFÜHRUNG

KURT JOOSS DER GRÜNE TISCH — Fr 02.02.2018 ↗  Theater Duisburg

PREMIEREN

JEROME ROBBINS THE CONCERT — Sa 23.09.2017 ↗  Opernhaus Düsseldorf

b.32 MARTIN SCHLÄPFER PETITE MESSE SOLENNELLE — Sa 14.10.2017 ↗  Theater Duisburg Mi 22.11.2017 ↗  Opernhaus Düsseldorf (Reprise)

b.33 GEORGE BALANCHINE STRAVINSKY VIOLIN CONCERTO ADRIANA HÖLSZKY & MARTIN SCHLÄPFER ROSES OF SHADOW URAUFFÜHRUNG/ AUFTRAGSKOMPOSITION HANS VAN MANEN POLISH PIECES — Sa 16.12.2017 ↗  Opernhaus Düsseldorf

SONIA DVOŘÁK OUR DISCONTENT URAUFFÜHRUNG VIRGINIA SEGARRA VIDAL POSIDONIA URAUFFÜHRUNG

b.35

ERIC WHITE RHAPSODY ON A THEME URAUFFÜHRUNG — Sa 30.06.2018 ↗  Theater Duisburg

OHAD NAHARIN DECADANCE BEN J. RIEPE ENVIRONMENT URAUFFÜHRUNG REMUS ŞUCHEANĂ ABENDLIED URAUFFÜHRUNG — Fr 27.04.2018 ↗  Opernhaus Düsseldorf

b.36 MARTIN SCHLÄPFER SCHWANENSEE URAUFFÜHRUNG — Fr 08.06.2018 ↗  Opernhaus Düsseldorf

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S O MME R- G A S T S P IE L

IMP R E S S U M

Andrew Lloyd Webbers & Tim Rice’ „Evita“

HER AUSGEBER Deutsche Oper am Rhein Theatergemeinschaft Düsseldorf Duisburg gGmbH GENER ALINTENDANT Prof. Christoph Meyer GESCHÄF TSFÜHRENDE DIREK TORIN Alexandra Stampler-Brown REDAK TION & TE X TE Dr. Hella Bartnig, Caecilia Brenninkmeyer, Heide Koch, Dr. Bernhard F. Loges, Anne do Paço, Katrin Schmidt ANZEIGENBE TREUUNG Stefani Schmoll & actori GmbH VER ANT WORTLICH Heide Koch FOTOS Jiyang Chen (Seite 5), Susanne Diesner (Seite 7 / Kober, 8, 9, 10, 28-31), Wilfried Hösl (Seite 18/19 / „La Cenerentola“), Thomas Jauk / Stage Picture (Seite 17), Sascha Kreklau (Seite 18/19 / Haniel Klassik Open Air), Hans Jörg Michel (Seite 18/19 / „Ariadne auf Naxos“, Foyer des Düsseldorfer Opernhauses, „Tosca“, „Madama Butterfly“, „Wo die wilden Kerle wohnen“; 20/21, 26/27), Pamela Raith (Seite 34), (Tomas Rodriguez (Seite 7 / Alsmann), Dan Taylor (Seite 7 / Hampson), Gert Weigelt (Titel, Seite 12/13, 22, 24/25)

Urheber, die nicht zu erreichen waren, werden zwecks nachträglicher Rechtsabgleich um Nachricht gebeten. C O R P O R AT E D E S I G N U N D G E S TA LT U N G Markwald Neusitzer Identity / www.mnidentity.de LITHOGR APHIE UND DRUCK Griebsch & Rochol Druck GmbH

Ein Mädchen vom Lande wird zur Ikone einer ganzen Nation: Der beispiellose Aufstieg der argentinischen Präsidenten-Gattin Eva Perón inspirierte Andrew Lloyd Webber und Tim Rice zu ihrem grandiosen Musical „Evita“. Bis heute begeistert ihr mehrfach prämierter Klassiker durch seine unglaubliche Geschichte und einen der größten Musical-Hits aller Zeiten, die herzergreifende Ballade „Don’t Cry for Me Argentina“. Nach überwältigenden Erfolgen in Großbritannien und Deutschland kehrt die gefeierte Produktion mit einer Starbesetzung aus dem Londoner Westend und opulenter Ausstattung nun zurück. Strahlende Schönheit, eine stilvolle Erscheinung und schillerndes Charisma: „Evita“, ausgezeichnet mit dem Olivier, dem Tony sowie dem Drama Desk Award als „Bestes Musical“, erzählt von einer Frau zwischen Liebe und Macht, bis über ihr tragisches Ende hinaus vom Volk geliebt und ihren politischen Gegnern gehasst. In monumentalen Bildern und mit packender Musik führt die prächtig ausgestattete Produktion das Publikum mitten in das Argentinien der 50er Jahre. Erleben Sie die berührende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau und eine der erfolgreichsten Musical-Kompositionen aller Zeiten. ——

Redaktionsschluss 22. Mai 2017, Änderungen vorbehalten!

Sponsor der Deutschen Oper am Rhein und des Balletts am Rhein

Weitere Informationen und Bilder: www.evita-musical.com // Veranstalter: BB Promotion GmbH Offizieller Fahrzeugsponsor

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln // Dauer: ca. 2 ½ Stunden Termine im Opernhaus Düsseldorf Di 18.07., 20.00 Uhr | Mi 19.07., 20.00 Uhr | Do 20.07., 20.00 Uhr | Fr 21.07., 20.00 Uhr | Sa 22.07., 15.00 & 20.00 Uhr | So 23.07., 14.00 & 19.00 Uhr

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Kulturpartner


Unsere Initiative f체r Kunst und Gesellschaft: Engagement als Unternehmenskultur.

Die Verbundenheit mit der Kunst ist f체r uns eine Initiative aus Tradition. Deshalb gratulieren wir der Deutschen Oper am Rhein herzlichst zu ihrem 60-j채hrigen Bestehen. Seit vielen Jahren unterst체tzt die DZ BANK die Deutsche Oper sowie das Ballett am Rhein. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre dieser erfolgreichen Zusammenarbeit.

Entdecken Sie unsere Initiativen unter www.initiativbank.de


Prospekt // Das Magazin der Deutschen Oper am Rhein // Heft 12  
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