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Im Dialog mit der Welt Der deutsche Auslandsrundfunk


»Deutschland muss auf den internationalen Meinungsmärkten gut aufgestellt sein.« Erik Bettermann, Intendant


Täglich Freunde für Deutschland gewinnen Deutschland braucht eine starke Stimme in der Welt. Unser Land muss seine Werte und Perspektiven als europäisch gewachsene Kulturnation vermitteln und seine Interessen als eines der führenden Industrieländer deutlich machen. Dies leistet die Deutsche Welle – seit sechs Jahrzehnten. Die Bedingungen für internationale Sender haben sich grundlegend verändert: Informationen und Meinungen sind heute in immenser Zahl überall verfügbar. Allein im Fernsehbereich gibt es mehr als zwei Dutzend Sender, die transnationale Programme verbreiten und an der Meinungsbildung der Weltöffentlichkeit mitwirken. Und die Nutzer entscheiden, welche Informationen sie wo, wann und wie empfangen wollen. Eines jedoch ist im Wettbewerb um die Gunst des Publikums unverändert wichtig – weltweit: die Qualität journalistischer Inhalte. Die Deutsche Welle steht für verlässliche Information, für Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit. Diese Erwartung zu erfüllen bleibt oberste Priorität für unser Multimedia-Angebot in 30 Sprachen. Daran arbeiten Tag für Tag Menschen aus 60 Nationen. Im Rahmen unserer Akademie geben wir dieses Know-how an Partner in der ganzen Welt weiter. So erfüllt die Deutsche Welle ihren gesetzlichen Auftrag: unseren freiheitlich verfassten demokratischen Rechtsstaat verständlich machen, deutsche und andere Sichtweisen darstellen und erläutern, das Verständnis der Kulturen und Völker fördern. Und nicht zuletzt: zur Verbreitung der deutschen Sprache beitragen. Wen müssen wir in erster Linie ansprechen, um diese Ziele zu erreichen? Es sind jene, die Informationen aus unterschiedlichen

Quellen suchen und an Deutschland und Europa interessiert sind. Wichtig sind uns insbesondere Menschen, die durch ihre gesellschaftliche Stellung Einfluss auf die öffentliche Meinung ihres Landes haben. In autoritären Staaten richten wir unser Augenmerk auf diejenigen, die sich aktiv für Demokratie und Freiheitsrechte einsetzen. Hier sind wir auch als deutsche multimediale Stimme der Menschenrechte gefordert. Wie erreichen wir diese Zielgruppen am besten? Wir liefern den Menschen die Inhalte, die sie von uns erwarten, und zwar in ihrer Sprache. Und wir übermitteln ihnen diese Inhalte auf den Wegen, die sie bevorzugen. Derzeit heißt dies beispielsweise: In Lateinamerika und im arabischen Raum, auch in großen Teilen Asiens setzen wir vor allem auf Fernsehen und Internet. In Afrika nutzen wir weiterhin die Kurzwelle – und beobachten hier zugleich, dass sich die mobile Kommunikation etabliert. Auf allen Kontinenten bedeutend ist die Kooperation mit Partnern, die ihrem Publikum Inhalte der Deutschen Welle anbieten. Deutschland muss auf den internationalen Meinungsmärkten gut aufgestellt sein. Davon profitieren alle in unserem Land. Unsere Perspektive zählt in vielen Teilen der Welt. Das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können. Die Deutsche Welle ist weder ein Regierungssender noch die PR-Agentur der Bundesrepublik. Aber sie ist als deutsche Stimme aus der Mitte Europas, als verlässlicher Experte aus Deutschland erkennbar. Die Deutsche Welle ist die mediale Visitenkarte unseres Landes – weltweit. Damit gewinnen wir täglich Freunde für Deutschland.


Deutsches aus 60 Perspektiven Die Deutsche Welle ist ein Spiegelbild der Vielfalt, die die Welt ausmacht. Eine gute Voraussetzung dafür, dass wir in der Welt verstanden werden. Wir bieten Informationen in 30 Sprachen, setzen auf ein Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 60 Nationen. Aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten sie Ereignisse und Entwicklungen – ob in Deutschland, Europa oder auf anderen Kontinenten. Entsprechend vielfältig berichten, analysieren und kommentieren sie in unseren Medienangeboten. Auch das gehört zu einer selbstbewussten Außendarstellung Deutschlands. Das Attribut typisch deutsch erhält bei uns ein überraschend buntes Gesicht – nicht nur in der gleichnamigen Fernsehsendung. Peter Craven, Moderator der englischen Ausgabe Talking Germany, ist nach eigenem Bekunden „zur Hälfte Engländer, zur Hälfte Schotte und zur Hälfte Deutscher“. Typisch Deutsche Welle eben. Europäische Perspektiven eröffnet die Deutsche Welle auf vielfache Weise. Aus dem Studio Brüssel kommt das TVMagazin Europa aktuell – auf Deutsch, Englisch und Spanisch. Beiträge daraus adaptieren wir in weitere Sprachen für eine Reihe von neuen Magazinen, ausgestrahlt von Partnersendern in Mittel- und Südosteuropa. Hintergrundinformationen zu europäischen Themen – das ist auch ein

Plus der Webseite dw.de, auf Russisch und Kisuaheli, Indonesisch, Brasilianisch oder einer unserer weiteren Sprachen. Die DW ist mehr als ein Sender. Wir sind Dialogpartner. Redaktionen und Nutzer tauschen sich immer mehr in Sozialen Netzen aus: auf unseren Facebook-Seiten und YouTube-Kanälen beispielsweise kommentieren sie Sendungen, stellen Fragen, geben Hinweise. Moderierte Chats bringen DW-Experten und Nutzer miteinander ins Gespräch. „Ich wünsche mir mehr solcher Diskussionen“, schrieb ein Teilnehmer aus Tunesien nach einem zweistündigen Austausch über aktuelle Entwicklungen in der arabischen Welt. Für weltweite Vernetzung sorgen zum einen die DW-Studios in Washington und Moskau, Brüssel und Buenos Aires. Und natürlich die ARD-Korrespondenten in aller Welt. Darüber hinaus berichten über tausend freie Mitarbeiter aus ihrer Region für die vielsprachigen Programme des deutschen Auslandsrundfunks. An so manchem Schauplatz sind sie die einzige originäre Quelle, können aus eigener Anschauung authentisch berichten – ob aus Kenia oder Äthiopien, aus Iran oder Vietnam, Honduras oder Chile. Im Bild: Videojournalisten aus einem Kurs der DW Akademie


»Wir geben unterschiedlichen Stimmen eine Bühne.« Halimatu Abbas, Haussa-Redaktion


»Wir leben den Dialog der Kulturen täglich.« Mustafa Isaid, Arabisch-Redaktion


Dialog für Völkerverständigung und Toleranz Shababtalk – Jugend diskutiert ist eine Koproduktion mit Al Hayah TV, dem erfolgreichsten ägyptischen Sender. Junge Ägypter diskutieren mit gleichaltrigen Deutschen aus Jugendverbänden, Parteien oder anderen Organisationen. Seit 2008 produziert die DW mit arabischen Sendern im Wechsel in Berlin und vor Ort Talksendungen, die beide Partner ausstrahlen. Informationen aus deutscher und europäischer Perspektive für ein arabisches Publikum: Die DW hat ihr TV-Angebot in arabischer Sprache zum Februar 2012 noch einmal ausgeweitet – auf zehn Stunden täglich. Eine Brücke der Verständigung ist ebenso das Internetportal Qantara.de, das die DW gemeinsam mit Partnern betreibt. Informationen, Analysen und Diskussionen auf Arabisch, Englisch und Deutsch zu Themen, die Menschen aus der islamischen und westlichen Welt bewegen. Dialog der Kulturen – die Deutsche Welle füllt ihn auf vielfache Weise mit Leben. Stets geht es um Partnerschaft und Kooperation. Wie beispielsweise bei den Radionovelas der Reihe „Learning by ear“: Bildungsradio für junge Hörerinnen und Hörer in Afrika, Pakistan und Afghanistan, ohne erhobenen Zeigefinger und auf die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen zugeschnitten. Es geht um Zivilgesellschaft und Klimawandel, Gesundheit, Medien und Globalisierung. Die Autoren kommen aus dem Sendegebiet, produziert wird mit Partnern vor Ort.

Weltweit zählt die Deutsche Welle rund 5.000 Partner. Sie übernehmen Programme und Online-Angebote, entsenden Gastredakteure nach Bonn und Berlin und nutzen Beratungsund Fortbildungsangebote der DW Akademie. Im Dialog Grenzen überwinden – das ist auch das Leitmotiv der Talksendung Claves mit Partnern in Lateinamerika. Beispielsweise mit dem chilenischen Kultursender ARTV und dem mexikanischen SJRTV. Mit Blick auf die engen kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Lateinamerika hat die DW ihr Angebot für den Kontinent erheblich ausgeweitet. Seit Februar 2012 sind wir mit täglich 20 Stunden Fernsehen auf Spanisch zwischen Feuerland und Mexiko präsent. Themen und Positionen vielsprachig zur Diskussion stellen und Menschen miteinander ins Gespräch bringen – so stoßen wir den Dialog an und führen ihn auf Augenhöhe. Wir müssen voneinander wissen, um uns zu verstehen. Im Bild: Jungredakteurin Naomie Conrad mit Teilnehmern am IMS-Studiengang der DW Akademie – Moderator Jafaar Abdul-Karim


Unzensierte Informationen und freiheitliche Werte Der Zugriff auf das chinesische Angebot im Internet ist beachtlich – trotz der rigorosen Eingriffe der chinesischen Cyber-Polizei. Die Machthaber in Teheran und Addis Abeba unterbrechen immer wieder den Empfang von DW-Programmen. Doch die Menschen in Iran, Äthiopien und anderen Ländern finden Mittel und Wege zu unzensierten Informationen. Sie suchen verlässliche Quellen, um ein umfassendes Bild vom Weltgeschehen zu erhalten – und von den Vorgängen im eigenen Land. Noch immer leben zwei Drittel der Menschheit in Staaten ohne Medien- und Meinungsfreiheit. Als „Stimme der Freiheit“ hat die Deutsche Welle über Jahrzehnte weltweit hohe Reputation erworben. Und vor allem Glaubwürdigkeit. Das prägt auch das Deutschlandbild. Die Deutsche Welle bezieht Position. Unsere Berichterstattung spiegelt die freiheitlich-demokratischen Grundsätze wider, denen wir von Auftrag und Selbstverständnis her verpflichtet sind. In selbstbewusstem, auch selbstkritischem Dialog vertreten wir den deutschen und europäischen Wertekanon und setzen uns für die Stärkung der Zivilgesellschaft ein. Über gesellschaftliche Aspekte in Deutschland, Gleichberechtigung,

demografische Entwicklung und Integration, berichten wir differenziert. So regen wir unser Publikum zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Alltag an. Die Deutsche Welle ist nicht Partei. Ob die Veränderungsprozesse in der arabischen Welt, das wirtschaftliche Wachstum in Asien und Lateinamerika, Europas Krisen und Afrikas Streben nach eigenständiger Entwicklung: Wir begleiten die Ereignisse umfassend, kritisch und fair. Dabei lassen wir auch solche Stimmen zu Wort kommen, denen dies im eigenen Land verwehrt wird, und ordnen diese Meinungen ein. Das ist auch Ziel des internationalen Wettbewerbs The Bobs – Best of Online Activism. Die Deutsche Welle setzt mit dieser Auszeichnung ein weltweit beachtetes Zeichen für die Meinungsvielfalt und Medienfreiheit. Zu den Preisträgern gehören der iranische Blogger Arash Sigarchi, die tunesische Bloggerin Lina Ben Mhenni, die Macher der ägyptischen Facebook-Seite „We are all Khaled“ und die kubanische Bloggerin Yoanni Sanchez. Im Bild: Journal arabisch mit Ahmed Abida und Ezdehar Sheashaa – Lina Ben Mhenni


»Freiheit beginnt im Kopf. Deshalb können wir etwas bewegen.« Vladimir Dorokhov, Osteuropa-Redaktion


Ich höre die Deutsche Welle täglich – das Haussa-Programm über Kurzwelle. Es ist sprachlich auf hohem Niveau und inhaltlich interessant. Der Empfang hier in Nigeria ist sehr klar. Ich habe über die Jahre durch das DW-Programm meine Kenntnisse in vielen Bereichen erweitert. Liman Mahdi Gashuwa, Damaturu, Nigeria

Ich schätze die dynamischen Trainingsmethoden der DW Akademie. Aus dem jüngsten Workshop habe ich vor allem zwei Dinge mitgenommen: wie ich die O-Töne besser in meine Berichte einbauen kann und wie ich meine Nachrichten besser in den Zusammenhang setze. Ramiro García, Moderator bei Radio Pío XII, Cochabamba, Bolivien

Ich habe das TV-Magazin Kultur 21 gesehen. Mich hat der Mut zur Vielfalt und die Offenheit gegenüber unterschiedlichsten Kultur- und Kunstrichtungen beeindruckt. In einer Sendung einen Bericht über das Berliner Label Sonar Kollektiv und einen Bericht über die Werke des Historikers Fritz Stern über die beiden Weltkriege zu vereinen – das ist großartiges Fernsehen. Ich freue mich auf die nächsten Ausgaben. Christoph Jung, São Paulo, Brasilien


Wir brauchen mehr Bildungsinhalte in Medienprogrammen. Projekte wie ‚Learning by Ear’ motivieren viele junge Menschen in Afghanistan, sich stärker am politischen und gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Die DW nimmt in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle ein. Zia Bomyan, Vorsitzender der „South Asia Free Media Association“, Kabul, Afghanistan

Ich finde es imponierend, dass die Deutsche Welle nicht nur bei ihren Nachrichten immer präzise und objektiv ist, sondern bei ihren Berichten und Kommentaren zugleich schonungslos ehrlich. Deshalb passt zur DW die Devise: Sage die Wahrheit, auch wenn sie sich gegen dich richtet. Mohamad Ahmad Hussain, Talman, Jemen

Das arabische TV-Programm der DW ist ein wichtiger Beitrag zur interkulturellen Verständigung zwischen der arabisch-islamischen Welt und dem Westen. So kann der Zuschauer einen Blick in die deutsche Kultur werfen. Schön, dass Sie die Sendezeit ausgedehnt haben und Diskussionsrunden zu aktuellen politischen Themen ausstrahlen. Marsuk Al-Schamri, Jordanien


ÂťWir zeichnen ein lebendiges Bild von Kultur aus Deutschland und Europa.ÂŤ Rainer Traube, Kultur-Redaktion


Kultur und Sprache vermitteln „Die Geschichte von dem Fischer und dem Dschinn“ ist ein arabisches Märchen. „Die braune Ziege“ kommt aus Afghanistan, „Der Flötenspieler“ aus China. Märchen aus aller Welt, auch aus Deutschland – im Original vorgetragen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DW, ergänzt um Zeichentrickfilme in deutscher Sprache. Ein Beispiel, wie die Deutsche Welle multimedial Verbindungen schafft zwischen den Kulturen der Welt, zugleich Kultur aus Deutschland vermittelt und die deutsche Sprache fördert. Kultur trägt in hohem Maße zur Imagebildung bei und fördert zugleich die Völkerverständigung. Die Deutsche Welle ist deshalb Partner wichtiger Kulturereignisse – ob Filmfestspiele Berlin, documenta in Kassel oder Beethovenfest Bonn – und beteiligt sich bei Veranstaltungen wie re:publica und Expolingua. Der Orchestercampus, eine Initiative der DW im Rahmen des Beethovenfests, wurde von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ als „Ausgewählter Ort 2012“ ausgezeichnet. Seit 2001 lädt die DW Nachwuchsmusiker zum Festival nach Bonn ein, unter anderem aus China, Südafrika und Ägypten, aus Russland, Vietnam, Brasilien, der Türkei und Irak. Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (DSO) organisiert die Deutsche Welle Auslandskonzerte – in Belgrad, Skopje, Prishtina und Warschau, in Abu Dhabi und Peking.

Für die HDTV-Musikdokumentationen „Der Klang der Hoffnung“ und „Das Beethoven-Projekt“ erhielt die DW international renommierte Auszeichnungen. 2013 stehen zwei Projekte im Fokus: das Multimediaprojekt Wagner200 und „BIG CITY NIGHTS“, der Film der Deutschen Welle über die deutsche Rockband Scorpions. Der Dokumentarfilm feiert 2013 Kino-Premiere. Dass nicht nur die Weltsprache Musik, sondern Sprache allgemein verbindet, erfahren wir täglich durch Rückmeldungen unserer Nutzer. Sie berichten von ihrer Freude an der Sprache Goethes und davon, wie ihnen die Lehr- und Lernangebote der Deutschen Welle weitergeholfen haben. Die Verbreitung der deutschen Sprache zu fördern ist Teil unseres gesetzlichen Auftrags. Das Sprachkursangebot ist vielseitig: Interessierte finden hier kostenlose Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene in 30 Sprachen. Langsam gesprochene Nachrichten, das Top-Thema mit Vokabeln, eine Telenovela, eine Sprachbar, ein Dialektatlas – mit diesen Angeboten schaffen wir multimedial einen Zugang zur deutschen Sprache. Und zugleich zum Leben in Deutschland, zum Alltag und zur Mentalität der Menschen hierzulande. Im Bild: Sprachkurs als Telenovela – Orchestercampus mit jungen Musikern aus Irak


Nachhaltige Medienförderung als Leitmotiv Wir bringen Journalisten aus Armenien, Aserbaidschan und Georgien miteinander ins Gespräch. In der Republik Moldau unterstützen wir den Umbau des ehemaligen Staatssenders zu einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk. In Lateinamerika helfen wir unter anderem Lokalradio-Dachverbänden, einen Jugendsender aufzubauen. Journalisten erzählen Geschichten von ihrem Kontinent aus einer afrikanischen Perspektive – das ist das Konzept des Projekts „African Stories“, an dem Sender aus 30 afrikanischen Ländern teilnehmen. In Vietnam, Nepal und Sri Lanka unterstützen wir Sender beim Aufbau digitaler Archivsysteme. So werden historisch wertvolle Tondokumente erhalten. Momentaufnahmen aus dem Wirken der DW Akademie. Wichtigster Geldgeber für ihre Projekte ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die DW Akademie ist Deutschlands führende Organisation für internationale Medienentwicklung. Sie fördert die Entwicklung freier, transparenter Mediensysteme, journalistische Qualität und Medienkompetenz. Sie hilft beim Wiederaufbau von Medien nach Krisen und Konflikten und trägt international zur professionellen Ausbildung Medienschaffender bei. Wir setzen auf langfristige Kooperationen mit lokalen Partnern. Zahlreiche der bisher rund 35.000 Teilnehmer sind zu Entscheidungsträgern in ihren Ländern geworden und zu Multiplikatoren für Deutschland. Ziel der Medienentwicklung ist die Stärkung von unabhängigen und freien Medien, insbesondere in Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländern. Experten der DW Akademie beraten Intendanten, bilden Nachwuchsjournalisten aus, professionalisieren Medientechniker. In Afrika, Asien,

Lateinamerika, Nah-/Mittelost sowie Europa und Zentralasien setzt die DW Akademie auf langfristige Kooperationen mit lokalen Partnern. In Bonn und Berlin bietet die DW Akademie ihren Kunden aus Unternehmen, Organisationen und Institutionen, darunter beispielsweise die Vereinten Nationen, das Auswärtige Amt und die Welthungerhilfe, ein Medientraining an. In modernen Hörfunk- und TV-Studios werden Interviewsituationen simuliert und ein professioneller Umgang mit Medienvertretern geübt. Die Journalistische Ausbildung in der DW Akademie betreut die Nachwuchsjournalisten, darunter die internationalen Volontäre, die in der Regel speziell für den Einsatz in einer der Sprachredaktionen der DW geschult werden. Die Ausbildung dauert 18 Monate. Der bilinguale, zweijährige Masterstudiengang „International Media Studies“ in Bonn verknüpft auf einzigartige Weise die Disziplinen Medien und Entwicklung, Journalismus, Kommunikationswissenschaften und Medienmanagement. Partner sind die Universität Bonn und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Danh Quy Nguyen aus Vietnam, einer der ersten Absolventen, sagte: „Ich habe hier viel für meine Karriere mitgenommen. Und ich habe viele neue Freundschaften geschlossen“. Oscar Rafael Schlenker aus Venezuela hat unmittelbar nach Studienabschluss eine Perspektive in seiner Heimat gefunden. „Ich will dazu beitragen, dass die Medien in Venezuela eines Tages unabhängig sind.“ Im Bild: Ehemalige IMS-Studierende – Videoschulung mit afrikanischen Journalisten


ÂťWir trainieren, beraten und begleiten unsere Partner vor Ort.ÂŤ Petra Berner, DW Akademie


ÂťJede Zielgruppe bekommt das auf sie zugeschnittene Produkt.ÂŤ Sevan Ibrahim-Sauer, Vertrieb Afrika


Moderne Angebote und Übertragungswege Hörer des Haussa-Programms melden sich per Mobiltelefon aus Westafrika, per SMS beteiligen sie sich an einer laufenden Radiodiskussion. Ein zeitgemäßes Szenario: Von den über drei Milliarden Mobilfunknutzern weltweit leben zwei Drittel in Entwicklungsländern. In Afrika telefoniert heute jeder Zweite mobil. Zu den dynamischsten Internetmärkten zählt die VR China, wo nach aktuellen Studien 300 Millionen Menschen online sind, Tendenz: weiter rasant steigend. Audio und Video als Podcast, Streaming oder On-Demand, am heimischen PC oder mobil: Digitale Medien und Übertragungswege verdrängen traditionelle Angebote und Verbreitungsformen. Die Deutsche Welle ist in vielen Bereichen der technischen Entwicklung Vorreiter. 1996 war sie als erster öffentlich-rechtlicher Sender in Deutschland im Netz. Als erster hat sie Podcasts und Vodcasts zum Herunterladen angeboten – heute ist sie zudem auf populären Partnerplattformen wie YouTube oder Sevenload präsent. Zug um Zug hat sie Produktion und Verbreitung von Radio- und Fernsehprogrammen digitalisiert. Crossmediales Arbeiten und multimediale Präsentation sind Alltag.

Unsere Antwort auf die Herausforderungen des digitalen Zeitalters: maßgeschneiderte Angebote für die Zielgruppen, verbreitet auf Übertragungswegen, die das jeweilige Publikum bevorzugt. Unsere Redaktionen arbeiten multimedial, passen ihre Produkte immer wieder an, berücksichtigen die Lebensumstände und Erfahrungen des Publikums. Denn unsere Nutzer entscheiden über Angebot und Verbreitungsweg. Und das Verhalten der Nutzer wandelt sich. Kontinuität indes gilt für Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit unserer Informationsangebote. Seit Jahrzehnten steht die Deutsche Welle für Professionalität und Qualität, Innovation und Effizienz in Programm, Technik und Verwaltung. Dieser Anspruch gilt auch in Zukunft. Im Bild: DW – via Satellit in alle Kontinente – zum Beispiel das Magazin Global 3000


Authentisch von der Welt erfahren Anruf aus München in der Türkisch-Redaktion: Eine überregionale Zeitung möchte eine authentische Stimme zur gerade mal wieder akuten Integrationsdebatte. Der Redaktionsleiter – türkischstämmig mit deutschem Pass – liefert eine Einschätzung. Einer von vielen Experten der Deutschen Welle. Sie bringen ihre Erfahrungen und ihr Wissen auf vielfältige Weise auch hierzulande ein, stehen mit ihren Sprach- und Regionalkenntnissen interessierten Partnern zur Verfügung. Zum Beispiel im Rahmen von Veranstaltungen. Wir geben Impulse zu internationalen Themen, bieten Diskussionsplattformen und beteiligen uns an medienpolitischen Debatten. Ob in der DW-Zentrale in Bonn oder am Standort Berlin, oft auch mit Partnerorganisationen. Umgekehrt tritt die Deutsche Welle als Mitveranstalter oder Medienpartner auf – bei Themen, die unser Profil spiegeln, wie Meinungs- und Medienfreiheit, Kulturaustausch oder Zuwanderung und Integration. Seit 2008 laden wir regelmäßig zum Deutsche Welle Global Media Forum nach Bonn ein. Dieser dreitägige Medienkongress bringt Medienvertreter aus aller Welt – darunter zahlreiche unserer Partnersender – mit Akteuren aus Politik,

Kultur, Wirtschaft, Entwicklungszusammenarbeit und Wissenschaft zusammen. Interdisziplinär erarbeiten sie Lösungsansätze für die Herausforderungen der Globalisierung, bei denen Medien eine zentrale Rolle spielen. Jeweils bis zu 2.000 Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern haben in den vergangenen Jahren unter anderem über Konfliktprävention, Klimawandel, die weltweite Achtung der Menschenrechte sowie Bildung und Kultur diskutiert. 2013 geht es um die Grenzen des Wachstums, um Wirtschaft und Werte – und wie immer um die Frage, welchen Beitrag die Medien dazu leisten können. Wir sprechen gern über das, was wir tun, auch darüber, welche Menschen in aller Welt unsere journalistischen Angebote nutzen. Kleine Besuchergruppen können hinter die Kulissen unseres Multimediaunternehmens schauen: Multiplikatoren aus Politik und Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur erfahren mehr über Krisenherde und Konfliktregionen, über Kulturaustausch und Mentalitäten. Authentisch und aus erfahrenem Munde. Im Bild: DW Global Media Forum im World Conference Center Bonn


»Wir bringen die Welt ein Stück näher.« Nilab Amir, Unternehmenskommunikation


DW – Die mediale Stimme Deutschlands

Unser Unternehmen

Die Deutsche Welle ist öffentlich-rechtlich organisiert und wird aus Steuermitteln des Bundes finanziert. Der Jahresetat beträgt rund 273 Millionen Euro. Intendant ist seit 2001 Erik Bettermann. Sie hat ihre Zentrale in Bonn, im Funkhaus am Rhein. Weiterer Standort ist die Voltastraße in Berlin. Sie stützt sich auf ein Team von rund 1.500 festen sowie Hunderten von freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 60 Ländern. Am 3. Mai 1953 ging sie erstmals auf Sendung.

Unser Auftrag

Die Deutsche Welle ist die mediale Stimme Deutschlands in der Welt. Sie vermittelt Deutschland als europäisch gewachsene Kulturnation und freiheitlich verfassten demokratischen Rechtsstaat. In journalistischer Unabhängigkeit stellt sie Ereignisse und Entwicklungen in Deutschland und der Welt dar und greift deutsche und andere Sichtweisen auf. So fördert sie den Austausch und das Verständnis zwischen den Kulturen und Völkern. Zugleich schafft sie einen Zugang zur deutschen Sprache – und damit zum Leben in Deutschland, zum Alltag und zur Mentalität der Menschen hierzulande. Das ist unser gesetzlicher Auftrag.

Unser Medienangebot

Wir erfüllen diesen Auftrag mit dem multimedialen Informationsangebot DW. Mit hochwertigen journalistischen Inhalten in Fernsehen, Hörfunk und Internet. In 30 Sprachen – auf Arabisch und Kisuaheli, Indonesisch und Urdu, Russisch und Spanisch, Deutsch und Englisch. Wir stehen für profunde, verlässliche Informationen – für Hintergrund und Analyse.


Unser Publikum

Die Deutsche Welle wendet sich an Menschen in aller Welt mit Interesse an Deutschland und Europa. Insbesondere an diejenigen, die in ihren Ländern maßgeblichen Einfluss auf wichtige Entwicklungen und Entscheidungen haben. In autoritären Staaten an diejenigen, die sich aktiv für Demokratie, Freiheitsrechte und Fortschritt einsetzen. Hier berichtet die DW nicht zuletzt über das Geschehen in den Zielländern selbst. Da sie in der Regel kein Deutsch sprechen, erreichen wir diese Menschen vorzugsweise in ihrer Landessprache und in der „Lingua franca“ Englisch. Die deutschsprachigen Angebote richten sich vor allem an Menschen mit guten Sprachkenntnissen, an Deutschlehrende und Deutschlernende. Woche für Woche erreichen wir rund 200 Millionen Menschen weltweit. Sie schätzen uns als glaubwürdige Informationsquelle.

Unsere Verbreitung

Der technische Fortschritt verändert die Medienwelt. Und die Menschen nutzen immer neue Wege, um sich zu informieren. Wir passen unsere Verbreitungswege an. Im Zeitalter von Satellitenfernsehen und IP-TV, von Apps und Sozialen Netzen spielt die analoge Kurzwelle nur noch in wenigen Regionen eine Rolle. Wir setzen auf ein weltweites Satellitennetz, auf mehrere Tausend Partnerstationen und auf das Internet, wo wir Audio- und Videoformate on-Demand, als Podcasts und mobil anbieten. Über Kurzwelle sind wir in Afrika und Teilen Asiens zu hören.

Unsere Akademie

Medienschaffende in aller Welt nutzen Projekte und Fortbildungsangebote der DW Akademie. Journalisten, Dokumentare, Techniker und Manager gleichermaßen. Die Akademie der Deutschen Welle trainiert, berät und begleitet unsere Partnersender umfassend, langfristig und vor Ort. Sie bietet Volontariate und einen Masterstudiengang. Nachhaltige Medienförderung – so das Leitmotiv der Akademie. Das umfasst auch Medientraining für Führungskräfte deutscher Unternehmen und Institutionen, die ins Ausland gehen.

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Impressum Konzept und Redaktion: Berthold Stevens, Dr. Johannes Hoffmann (verantwortlich) Gestaltung: Nilab Amir, Lisa Flanakin Fotos: Matthias Müller Druck: Brandt GmbH, Bonn Papier: BVS matt Gedruckt auf Papier aus vorbildlich bewirtschafteten Wäldern und anderen kontrollierten Herkünften. Titelfoto: Chi Viet Giang, Multimediadirektion Regionen, und Sevan Ibrahim-Sauer, Vertrieb Afrika Deutsche Welle Unternehmenskommunikation 53110 Bonn T 0228.429-2041 F 0228.429-2047 kommunikation@dw.de www.dw.de/unternehmen www.dw.de/presse facebook.com/dw.unternehmen blogs.dw.de/weltzeit

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