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12. Jahrgang 10/2019

Bild: Kresings Architektur

Unverbindliche Visualisierung taktics. GmbH

GIEAG Immobilien AG: KWARTIER KARLSRUHE Ein Ort der Vielfalt – Zukunft vorausgedacht

TOWER POWER

ARCHITEKTUR

Man baut wieder aufwärts

Weiterentwicklung der europäischen Stadt

PROJEKTENTWICKLUNG

Stadtplaner und Architekten müssen umdenken

Student Housing Hospitality


EDITORIAL 3

WER KRISE SÄT, WIRD KRISE ERNTEN … WIR REDEN UNS MAL NICHTS EIN. Szenario: Morgens acht Uhr, a leckers Kaffee‘tscherl und dazu die obligatorische Nachrichtenbeobachtung auf dem Tablet … Oh Schreck! Innerhalb einer Zusammenfassung der aktuellen Meldungen auf Google News gleich dreimal die Immobilienbranche: „Branche knickt ein“, „Ende des Booms“, „Abschwung hat begonnen“. So wird getitelt und um Leser gefightet. Jetzt aber mal Tacheles. Auf der Jagd nach der ultimativen Anzahl von Klicks sind manchen Blattmachern wieder nur die schwärzesten Headlines zum Thema Immobilien und Investments eingefallen. Früher, in den Zeiten vor Online sagte man immer: „Wenn Lieschen Müller von der Krise erfährt, dann ist sie auch da!“. Ganz unrecht hatte diese Generation damit nicht. Denn es ging sozusagen von oben nach unten immer weiter durch. Erst hat‘s der Landrat gesagt, dann der Bürgermeister, dann der Gastwirt und der Pfarrer, und dann war‘s beim Lieschen. Und heute? Der Weg zum Lieschen ist nur einen Klick entfernt. Sie weiß sofort, was die Kanzlerin vor fünf Minuten gesagt hat oder was die EZB mit dem Zins macht. Und dann kommen ruckzuck diese Schlagzeilen der Journalistenkollegen. Man kann also auch etwas schnell herbeireden. Aber lassen wir das doch und stellen die recherchierten Zahlen einfach ins Verhältnis der letzten zehn Jahre. Jedes Jahr ein weiterer Boom, neue Rekorde. Und wenn es jetzt das erste Mal wieder den Anschein hat, dass man nicht zweistellig zulegt, dann bedeutet das noch lange keine Krise. Reden wir lieber von Marktkorrekturen, von Normalisierungen und Entschleunigungen und machen unsere Arbeit so optimal wie möglich weiter. Das zahlt sich am Ende immer aus und bewahrt auch vor den größten Überraschungen. So werden wir’s auf jeden Fall machen. Damit wir Sie weiterhin täglich mit guten und wichtigen Informationen versorgen können … Natürlich werden wir die Augen nicht verschließen, aber „das Schlechtreden“ überlassen wir anderen. Beste Grüße

Bernd Eger Geschäftsführer und Chefredakteur


4 INHALT

06 TITELSTORY 06

KWARTIER KARLSRUHE – Wohnen & Arbeiten GIEAG Immobilien

DATENMANAGEMENT 12

Der Mehrwert der digitalen Portfolio-Optimierung im Asset Management Alexandre Grellier, Drooms

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TOWER POWER 14 16 17 18 19 20 21

Man baut wieder aufwärts MAIN GATE EAST, Offenbach Westendturm, Kassel A-Town High, Augsburg PaketPost-Areal, München GRANDAIRE, Berlin ONE, Frankfurt

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ARCHITEKTUR 22 26

Weiterentwicklung der europäischen Stadt caspar.schmitzmorkramer Stadtplaner und Architekten müssen umdenken Prof. Ludwig Wappner

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PROJEKTENTWICKLUNG 30

34 38

Nachhaltige Projektentwicklung für BREEAM-Zertifizierung Outstanding EDGE übergibt innovatives Bürogebäude Weil Berlin nicht Barcelona und Dubai nicht Dublin ist Student Housing der GSA SKYLOUNGE MONDSEE Neuer Maßstab für Luxusimmobilien in Österreich

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PROPTECH 40

Series-A-Finanzierungsrunde Fünf Millionen Euro für PropTech-Startup Building Radar

HOSPITALITY 42 44 45

Travel Charme Hotels & Resorts und Hirmer Immobilien stellen erstmals Neuprojekte vor Radisson und Value One positionieren drei neue Radisson RED Hotels in Europa Plaza Hotelgroup launcht neue Premiummarke PLAZA Premium

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DEAL-MAGAZIN 03 04 46

Editorial Inhalt Impressum

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6 TITELSORY

KWARTIER KARLSRUHE

Bild: Kresings Architektur

WOHNEN & ARBEITEN EIN ORT DER VIELFALT – ZUKUNFT VORAUSGEDACHT

Erfahrung, Mut und Weitblick sind die wichtigen Bausteine einer erfolg-

Studie Wohnungsbau

reichen Projektentwicklung. Das Potential, welches die Karlsruher Südstadt und insbe-

8.059 m2 Grundstück gesamt

sondere der Standort Philipp-Reis-Straße 2, 76137

36.146 m2 Bruttogrundfläche gesamt

Karlsruhe bietet, hatte das Management der GIEAG

18.642 m2 Nutzfläche gesamt

Immobilien AG bereits vor dem Erwerb des Gesamtareals

1-7 Geschosse

im Jahr 2016 erkannt und dieses konsequent entwickelt.


TITELSORY 7

Die Konzeption des Architekturbüros Kresings aus Düsseldorf/Münster zeigt die geplante Projektentwicklung KWARTIER in Karlsruhe und hat den von der GIEAG ausgelobten Wettbewerb gewonnen. Bild: Kresings Architektur

Das mehr als 19.000 m2 große Grundstück ist mit einem fünfgeschossigen Technikgebäude und einem siebengeschossigen Verwaltungsgebäude bebaut. Darüber hinaus weist es auf der nicht bebauten Fläche derzeit Parkmöglichkeiten für 300 PKWs aus. Die komplette Quartiersentwicklung umfasst insgesamt eine Bruttogeschossfläche von annähernd 52.000 m2. Die GIEAG Immobilien AG investiert hier ca. 150 Millionen Euro. Im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs, an dem sechs namhafte Architekturbüros teilgenommen hatten, wurden für die Bebauung der Freifläche verschiedene Nutzungsvarianten vorgestellt. Überzeugt hat letztlich der Entwurf des in Düsseldorf und Münster ansässigen Architekturbüros Kresings.

STRASSENMÖBEL Ladestation und Container

Durchdacht! Funktionale Lösungen bis ins Detail

Architektur Der geliehene Fußabdruck der historischen Nachbarschaft wird in seiner Architektur, seiner Adressbildung sowie in seinem Auftreten behutsam weiterentwickelt. Der abstrakte Umgang mit den Karlsruher Proportionen knüpft damit an die Geschichte und dessen Gestaltungsart an und gliedert Volumen und Flächen in einer vertrauten und selbstverständlichen Art und Weise. Die Ablesbarkeit der einzelnen Häuser und deren Eingänge sowie eine Unterteilung von Vorgärten, Häusern und Innenhöfen sind elementare Bestandteile des Entwurfsansatzes. Orientierung und Maßstäblichkeit sind die logische Konsequenz aus der Analyse und Fortsetzung der ortstypischen Qualitäten. In Addition sind die vertikal aneinandergereihten Häuser auch als Großform stark genug, um selbstbewusst neben den Gebäuden der Telekom sowie des Bürohauses zu bestehen. Im Zwischenraum dieser städtebaulichen Großformate entstehen neue und spannende Wege und Blickachsen. Davon profitiert nicht nur das frisch platzierte Wohnquartier, sondern auch der Bestand als revitalisiertes Büro mit neuer Adresse im Süden.

Ansicht West

STRASSENMÖBEL Sitzbank und Container

Außenraum Das landschaftsarchitektonische Konzept unterstützt die klassische Hierarchie zwischen öffentlichen, halböffentlichen und privaten Räumen. So kann mit der umlaufenden Grünzone auf dem Sockel hochqualitatives Wohnen im EG gewährleistet werden, was sich bei durchgesteckten Wohneinheiten im Hof weiter fortführt. Der Innenhof ist geschützter Rückzugsbereich mit privaten und allgemeinen Flächen. Eine Reduzierung der Gebäudehöhen im Westen garantiert eine ausgewogene Belichtung. Bereiche für Müll und Fahrräder sind voll in dieses Konzept integriert und strukturieren den Hof genauso wie die Übergänge zum Bürgersteig.


8 TITELSORY

DIE DIEQUARTIERS-/PROJEKENTWICKLUNG QUARTIERS-/PROJEKENTWICKLUNG BASIERT BASIERTAUF AUFDREI DREITEILBEREICHEN: TEILBEREICHEN: 1.

Sanierung/Revitalisierung und Vermietung Technikgebäude (bereits in 2018 abgeschlossen)

2.

Sanierung und Vermietung Verwaltungsgebäude (Abschluss laufender Sanierungsmaßnahmen in 2020)

3.

Wohnbebauung auf bestehender Freifläche (Geplanter Baubeginn Frühjahr 2020, Fertigstellung in 2023)

Philipp-Reis-Straße

2. 1.

TG Zufahrt

3. Wohnhof

Hauptzollamt

Verwaltung

Elisab eth-G roßw endtSstraß e

Spielen

Wohnen

Park Wohnen KiTa Wielandstraße

Wohnen Veranstaltungen

Das Wettbewerbs-Grundstück liegt zwischen dem gerade fertiggestellten Neubaugebiet, der auslaufenden Altstadt der Jahrhundertwende und den großmaßstäblichen Büro- und Gewerbestrukturen der 70er und 80er Jahre.


Thomas Männel Vorstand GIEAG Immobilien AG

Bild: Kussmann Sacher und Frank Stolle

Philipp Pferschy Vorstand GIEAG Immobilien AG

INTERVIEW MIT DEN VORSTÄNDEN DER GIEAG IMMOBILIEN AG, PHILIPP PFERSCHY UND THOMAS MÄNNEL: Herr Pferschy, vor einem Jahr stellten Sie an dieser Stelle das Neubauvorhaben MAYLIVING/MAYOFFICE in Stuttgart vor. Deshalb vorab die Frage: Wie sind Sie mit dem Verlauf dieser Projektentwicklung zufrieden? Philipp Pferschy: Wenn Sie bauen, ist der Begriff „zufrieden“ immer relativ. Natürlich sind wir zufrieden, schließlich befinden wir uns bei dem Projekt voll im Plan. Allerdings ist ein solches Vorhaben auch ein enormer administrativer Aufwand, der vorab gestemmt werden muss. Wir freuen uns, wenn es dann endlich losgehen kann. Thomas Männel: Unsere Zufriedenheit kann man auch in Zahlen ausdrücken. Bei den zum Verkauf stehenden Eigentumswohnungen aus dem Bauteil MAYLIVING konnten wir bereits mehr als 70 Prozent notariell beurkunden, und im Bauteil MAYOFFICE bewegen wir uns bei der Vermietung im Rahmen von 80 Prozent. Bild: taktics. GmbH / www.taktics.de

Die Projektentwicklung KWARTIER in Karlsruhe teilt sich in drei Teilbereiche auf. Welche Strategie verfolgen Sie? Philipp Pferschy: Als Familienunternehmen legt die GIEAG sehr viel Wert auf Kontinuität. Neben der Rentabilität achten wir auch stets auf eine gute Liquidität. Durch dieses Vorgehen können wir auf sich uns bietende Chancen schnell reagieren. Vor diesem Hintergrund haben wir die Projektentwicklung in Karlsruhe in drei Segmente aufgeteilt. Als Erstes haben wir das Technikgebäude umfangreich saniert und langfristig an ein Tochterunternehmen der TELEKOM vermietet. Die TELEKOM betreibt am Standort einen der sieben wichtigsten Glasfaser-Knotenpunkte in Süddeutschland, was die Bedeutung des Standorts in besonderer Weise belegt. Thomas Männel: Dass wir mit unserer Einschätzung zum Standort richtig lagen, belegt auch die Tatsache, dass wir für das Verwaltungsgebäude mit der BIMA einen langfristigen Mietvertrag abschließen konnten. Mit den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen am Verwaltungsgebäude haben wir vor einigen Wochen begonnen und sind uns sicher, dass wir die Mieträume vertragsgemäß zum 1. Juli 2020 an den Zoll als Mieter übergeben können. Im Rahmen der Sanierung wurde bereits ein Verbindungssteg zwischen dem Verwaltungsgebäude und dem Technikgebäude zurückgebaut, die Kantine abgerissen und mit der Entkernung des Gebäudes bzw. der Einbringung erster Einbauten begonnen. Mit der aufwändigen Sanierung der Fassade möchten wir nicht nur städtebaulich einen Akzent setzen, sondern flankierend auch schon für die geplante Wohnbebauung ein schönes Umfeld schaffen.

Ansicht vom neuen Theaterplatz auf das im Bau befindliche Projekt MAYLIVING/MAYOFFICE in Stuttgart am Höhenpark-Killesberg.


10 TITELSORY Studie zur Projektentwicklung eines modernen Bürokomplexes in der Neckartalstraße in Stuttgart mit einer Bruttogeschossfläche von ca. 8.500 m2.

Stichwort geplanter Wohnungsbau. Wie ist hier der Stand der Dinge? Thomas Männel: Wir sind auf einem guten Weg und in sehr enger Abstimmung mit den am Entscheidungsprozess beteiligten Behörden. In Kürze werden wir das Baugesuch einreichen, und an unserem Stand A1.100 auf der EXPO REAL können wir allen Interessierten anhand eines aufwändigen Architekturmodells unsere Projektentwicklung erläutern. Mit dem Vertrieb der Wohnungen werden wir im Frühjahr 2020 beginnen, wobei wir uns schon zum jetzigen Zeitpunkt über ein reges Interesse freuen dürfen. Philipp Pferschy: Eine besondere Herausforderung bei dieser Projektentwicklung ist das Zusammenspiel der drei Teilbereiche. Ein verbindendes Element wird die gemeinsame Tiefgarage, welche im Zuge der Wohnbebauung entsteht. Im Rahmen von Realteilungen wird jeweils das Technik- und das Verwaltungsgebäude rechtlich selbständig abgetrennt, für die Wohnungen werden einzelne Wohnungsgrundbücher angelegt. Kurz möchte ich noch den Blick auf Ihre anderen Projekte lenken: Neben Stuttgart sind Sie auch in Gerlingen mit dem Bau einer Büroimmobilie mit einer Bruttogeschossfläche von etwa 30.000 Quadratmeter aktiv. Wie weit sind Sie dort mit der Projektentwicklung? Thomas Männel: Ende Juli 2019 konnten wir das Richtfest für den Gesamtkomplex feiern. Die Büroflächen aus unserem Bauteil 1 sind vollständig an die Firma BOSCH vermietet, und für die Gastronomiefläche, die im Erdgeschoss des Bauteils 1 untergebracht ist, konnten wir einen langfristigen Mietvertrag mit der Firma ARAMARK abschließen. Bezüglich der Mietflächen im zweiten Bauteil führen wir intensive Gespräche und sind zuversichtlich, auch dort in Kürze über neue Abschlüsse berichten zu können. Auch in der Neckartalstraße Stuttgart haben Sie eine Immobilie erworben. Welche Ziele verfolgen Sie am Standort?

Bild: PSK Architekten / www.psk-a.de

Illustration vom Bauvorhaben GERLINGEN WORK: Bürokomplex mit einer Bruttogeschossfläche von ca. 30.000 m2.

Bild: PSK Architekten / www.psk-a.de

Philipp Pferschy: In der Neckartalstraße hatten wir 2017 bereits eine Immobilie erworben und diese nach einer kurzen Sanierungsphase im Jahr 2018 an einen institutionellen Anleger verkauft. Insofern sind wir mit der Lage bestens vertraut und planen den Neubau einer Büroimmobilie mit insgesamt fünf Vollgeschossen, einem Tiefgaragengeschoss und einer Bruttogeschossfläche von etwa 8.500 Quadratmeter. Neben vielen anderen Standorten sind Sie auch im thüringischen Erfurt seit Jahren aktiv. Philipp Pferschy: Und das mit großem Erfolg. Aufgrund seiner zentralen Lage in Deutschland hat sich Erfurt zu einem Logistikzentrum in Erfurt mit einer Nutzfläche von ca. 23.500 m2.

Bild: taktics. GmbH / www.taktics.de Schlüsselübergabe am 26.9.2019 an Amazon, v. l.: Thomas Schenk, Standortleiter Amazon Erfurt; Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee; Thomas Männel, Vorstand GIEAG; Sven Häfner, Geschäftsführung GIEAG; Andreas Bausewein, Oberbürgermeister Erfurt; Bernd Gschaider, Country Director AMZL. Foto: taktics. GmbH/ www.taktics.de


Zentrum der Logistikbranche entwickelt. Im Juli 2018 haben wir eine von uns im Jahr 2010 erstellte Logistikimmobilie mit einer Nutzfläche von etwa 67.000 Quadratmeter an einen institutionellen Investor profitabel verkauft. Vor dem Verkauf konnten wir mit der LGI Logistics Group International GmbH einen langfristigen Mietvertrag abschließen. Wir werten dies als einen weiteren Beleg für unsere Expertise im Bereich der Erstellung und Entwicklung von Logistikimmobilien. Thomas Männel: In direkter Nachbarschaft haben wir im laufenden Jahr eine weitere moderne mit DGNB-Gold ausgezeichnete Logistikimmobilie mit einer Nutzfläche von etwa 23.500 Quadratmeter erstellt. Mit der Ausführung der Baumaßnahmen haben wir die Firma GOLDBECK beauftragt. Bereits in einer frühen Phase der Baumaßnahmen konnten wir mit Amazon einen langfristigen Mietvertrag abschließen und entsprechende Wünsche unseres Mieters beim Bau berücksichtigen. JLL war für uns als Eigentümer und CBRE als Vertreter der Mieterseite bei beiden Projekten in Erfurt beratend tätig. Die Übergabe an AMAZON erfolgte erst vor wenigen Tagen im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung. Wie beurteilen Sie denn die weitere Entwicklung auf dem Immobilienmarkt? Philipp Pferschy: Wir leben wahrlich in turbulenten Zeiten, können aber aufgrund unserer schlanken und effizienten Unternehmensorganisation schnell auf Veränderungen des Marktes reagieren. Zugute kommt uns dabei unser über Jahrzehnte entwickeltes Gespür für die Entwicklung von Märkten und Standorten. Das bedeutet: Kein Projekt um jeden Preis? Thomas Männel: Mein Vorstandskollege Philipp Pferschy und ich sind uns unserer Verantwortung, sowohl gegenüber unseren Mitarbeitern als auch unseren Aktionären, voll bewusst. Vor einer Investitionsentscheidung spielen wir immer verschiedene Szenarien durch und achten auf alle eventuell versteckte Risiken. Dabei werden wir in besonderen Maße von unseren sehr gut ausgebildeten und erfahrenen Mitarbeitern und unserem exzellenten Netzwerk unterstützt.

Bild: Kussmann Sacher und Frank Stolle

TITELSORY 11

„Als unabhängiges Familienunternehmen können wir unseren Anspruch erfüllen, generationsübergreifend kreativ zu agieren.“ Philipp Pferschy Vorstand GIEAG Immobilien AG

Die GIEAG ist eine familiengeführte Münchener Immobilienaktiengesellschaft. Die Aktien der GIEAG Immobilien AG werden an der Münchner Börse gehandelt. Durch die Verbindung der drei Assetklassen – Office, Wohnen, Logistik – und der zwei Leistungsbereiche – Entwicklung und Bestandshaltung – bietet das Unternehmen eine im Markt einzigartige Stabilität. Das GIEAG Experten-Team ist dabei ein Garant für innovative und zukunftsweisende Konzepte. So entwickelte und optimierte die GIEAG Immobilien AG in den vergangenen 20 Jahren eine Vielzahl von Immobilienprojekten mit Flächen von bis zu 145.000 m2 bei einer Einzelinvestitionssumme von 15 bis 150 Millionen Euro. Partnerschaftlichkeit, Transaktionssicherheit, Beharrlichkeit und Schnelligkeit sind für die GIEAG die Basis einer nachhaltigen Wertentwicklung.

Herzlichen Dank für dieses interessante Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

Das Interview führte Dieter Munk, Geschäftsführender Gesellschafter der Immobilienmarketing Agentur taktics. GmbH aus Stuttgart.

GIEAG Immobilien AG Oettingenstraße 35, 80538 München T +49 89 290 516 0, F +49 89 290 516 11 Mail: info@gieag.de, Website: www.gieag.de


IN WACHSTUM INVESTIEREN: DER MEHRWERT DER DIGITALEN PORTFOLIO-OPTIMIERUNG IM ASSET MANAGEMENT Angesichts des zunehmenden Branchendrucks und des harten Wettbewerbs sind die positiven Auswirkungen des Strukturwandels in der Technologie für Vermögensverwalter Anlass, die aktuellen Praktiken neu zu bewerten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein Gastbeitrag von Alexandre Grellier, CEO von Drooms. Dank einer Hausse verzeichneten die gesamten verwalteten Vermögen (Assets under Management) 2018 in Deutschland das stärkste Wachstum seit 10 Jahren. In den vergangenen 5 Jahren betrug der Zuwachs durchschnittlich nur 6 Prozent jährlich. Steigende Marktvolatilität, Margendruck und die Forderung nach mehr Transparenz zwischen den Interessengruppen stellen eine Bedrohung für Performance und Rentabilität dar. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sich Unternehmen schnell weiterentwickeln und modernisieren. Das Streben nach wirkungsvollen Innovationsmöglichkeiten zur Kostensenkung steht ganz oben auf der To-do-Liste. Datenlücken, Zeitbeschränkungen, unterschiedliche Dateiformate und Anlagekategorien sowie individuelle Buchhaltungssysteme sind nur einige der Hindernisse auf dem Weg zu Wachstum und Erfolg. Anhaltend schlechte Kapitalrenditen sowie mangelnde Freisetzung des vollen Anlagewertes aufgrund steigender Ausgaben, verminderter Ergebnisse oder verspäteter Leistungen sind sehr weit verbreitet.

Digitalisierung steigert die operative Effizienz Viele Vermögensverwalter sind bisher dem bedeutenden disruptiven Einfluss der Digitalisierung entgangen. Doch das Desinteresse von gestern verschwindet zunehmend, da die Unternehmen die Macht der digitalen Möglichkeiten nutzen, um Gewinner von Verlierern zu trennen. Langfristiger Erfolg hängt von mehreren Punkten ab: zum einen von der Fähigkeit sich anzupassen, um Kosten einzusparen. Zum anderen ist der Fokus auf den Kunden und dessen Bedürfnisse sowie der Aufbau und Gewinn von Vertrauen essenziell. Diejenigen, die erfolgreich sind, übernehmen schnellere und effektivere Arbeitsweisen als die heutigen isolierten Arbeitsprozesse. Ein konsolidierter Ansatz für das Portfoliomanagement mit Datenzentralisierung und Shared Services ist ein wichtiger Schritt zur Prozessoptimierung und -vereinfachung. Durch die Implementierung einer skalierbaren Automatisierung mit Tools der nächsten Generation wird die Klarheit erhöht und das Risiko minimiert, indem sie eine bessere Kontrolle der Projekte ermöglicht.


DATENMANAGEMENT 13

Portfolioverwaltung mit Drooms PORTFOLIO Digitale Portfolioverwaltung kann hier eine mögliche Antwort auf die Frage nach dem „Wie?“ der Effizienzsteigerung sein. Als unabhängige Digitalisierungsexperten blicken wir auf mehr als 20 Jahre Branchenwissen in der Immobilienwirtschaft zurück. Mit der weiterentwickelten Version unseres Datenraums Drooms PORTFOLIO erweitern wir das Produktangebot mit neuen Features. So kann küftig ein einfaches, intelligentes und sicheres Portfoliomanagement mehrerer Assets während der Haltephase stattfinden. Ihr Portfolio wird auf dem neusten Stand gehalten und ist jederzeit transaktionsbereit – auch bei mehreren tausend Dokumenten je Asset. Hierfür greifen wir auf Künstliche Intelligenz in unseren speziell entwickelten Virtuellen Datenräumen zurück. Wir stellen je Asset eine einzige Plattform zur Verfügung, Dokumente können durch Autoallokation gut sortiert werden. Der Stammdatenraum bietet einen klaren, einheitlichen und strukturellen Ansatz und ist in Ansichtskacheln je Asset konzipiert. Diese sind jeweils mit einer eigenen Beschreibung, Bildergalerie und Standortkarte ausgestattet, die eine erhöhte Skalierbarkeit ermöglichen. Dabei sind die asset-, seiten- oder volumenbasierte Abrechnung, die getrennte und sichere Zugriffsvergabe für jedes Asset auf Benutzergruppenebene und das schnelle und einfache Kopieren von granularen Indexberechtigungen auf andere Gruppen sowie zwischen Assets für eine noch einfachere Bedienung ausgelegt. Alexandre Grellier

Mit Standardfunktionen wie der automatischen Dokumentenallokation werden Dokumente und Daten automatisch in die richtigen Indexpunkte sortiert. Die erweiterte Suchfunktion der Plattform, die in allen Datenräumen verfügbar ist, gestattet eine weitere Automatisierung und reduziert den manuellen Arbeitsaufwand. Um das Risiko zu vermeiden, günstige Absatzchancen zu verpassen, ist die Fähigkeit gefragt, schnell auf kontinuierliche Veränderungen im Markt zu reagieren. Mit der Funktionalität „Transaction Flag“ können nun relevante Dokumente als transaktionsrelevant markiert und ein Drooms Transaktionsdatenraum geöffnet werden, wodurch sich die Zeit, um Assets auf den Markt zu bringen, deutlich verkürzt.

www.drooms.com


ONE Frankfurt, Europaviertel Fotocredit: CA Immo


TOWER POWER 15

TOWER POWER: MAN BAUT WIEDER AUFWÄRTS Hochhäuser liegen im Trend – Nicht nur die Bürotower sind gefragt, sondern immer mehr werden auch Wohntürme als begehrte Premiumobjekte entdeckt. Das größte Comeback aber gilt dem Mixed-Use-Tower. Die Idee des Hochhauses stammt ursprünglich aus den boomenden US-Metropolen. Mangel an Bauflächen, Bodenpreise, die kaum noch zu bezahlen waren und die gleichzeitige Bevölkerungsexplo-sion haben Städte wie Chicago oder New York dazu getrieben, weiter in die Höhe zu bauen. Immer hochwertigere Baumaterialien und bessere Konstruktionstechniken machten es möglich. Von USA schwappte der Trend dann nach Europa. Waren die ersten Hoch-häuser vorwiegend nur für Büros gedacht, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg auch immer mehr Wohnhochhäuser gebaut. Die gute Idee hielt nicht lange an: Hochhausviertel entwickelten sich schnell zu Trabanten- und Schlafstädten, mit denen man schlechte Lebensqualität und soziale Brennpunkte assoziiert. Insbesondere die deutschen A-Städte verzeichnen in den letzten Jahren wieder deutliche Einwohnerzuwächse. Man kann noch nicht direkt von einer Landflucht sprechen, aber es ist wieder „schick“, in der Stadt zu wohnen. Die Flächen für den gefragten zentral gelegenen Wohnungsbau werden zunehmend knapper, sodass Wohn-hochhäuser als Antwort auf das geringe Grundstücksangebot und die hohe Nachfrage wieder an Bedeutung gewinnen. Die Wohntower von heute entstehen vor allem in den Zentren der Städte, in sehr begehrten Lagen und verfügen meist über eine ge-hobene bis luxuriöse Ausstattung. Auch architektonisch haben sie nichts mehr mit den alten Betonklötzen gemeinsam. Moderne Hochhäuser wollen das Stadtbild bereichern und wachsen auch immer weiter in die Höhe. Internationale Vorbilder für diesen Trend finden sich in Städten wie New York, Dubai, London und Moskau oder in den asiatischen Metropolen. Dort gibt es bereits viele Luxuswohnhochhäuser, die ästhetisch und ansprechend in den Himmel ragen. In Deutschland sind Wolkenkratzer mit einer Höhe von über 150 Metern noch eher die Ausnahme. Doch das könnte sich bald ändern. In den deutschen A- und BStädten werden immer mehr Projekte vorgestellt. Das hohe

Planungsvolumen sowie eine gut gefüllte Projektpipeline lassen auch langfristig eine Fortsetzung der Dynamik erwarten – der Trend zum Wohnturm setzt sich also fort. Auf den Bürotower wollen wir hier nicht gesondert eingehen, da er ja auch in Deutschland schon lange „angesagt“ ist und vielfach weiter projektiert wird. Aber auch dort wird architektonisch mehr und mehr in die Trickkiste gegriffen, um die Giganten in puncto Style, Effizienz und Nachhaltigkeit zu optimieren. Eindeutiger Megatrend aber sind die Mixed-Use-Towers. Die Mixed-Use-Form in der Stadtentwicklung ist gefragter denn je. In Zeiten, in denen die Grenze zwischen Beruflichem und Privatem immer mehr verschwimmt und ein urbaner Lebensstil zunehmend bei vielen Menschen gefragt ist, wird in der jüngsten Vergangenheit diese Art der Mischung deutlich positiver bewertet. Unter anderem können Stadtquartiere hierdurch wieder mehr belebt, und auch der Weg zur Arbeit kann eventuell deutlich verkürzt werden. Mixed-Use ist ein Begriff, der aus dem angelsächsischen Sprachraum Einzug in die hiesige Immobilienwelt gefunden hat. Im deutschen Sprachgebrauch differenziert man die Bedeutung des englischen Begriffes in zwei Teile: die Nutzungsmischung und die Misch-nutzung. Unter Nutzungsmischung versteht man verschiedene Nutzungen, verteilt auf mehrere Gebäude auf einem Grundstück. Sind in einer Immobilie verschiedene Nutzungen kombiniert, spricht man von einer Mischnutzung. Wir dürfen also gespannt sein, wohin dieser Trend geht, sind uns aber sicher, dass es sich so weiter entwickelt. Denn sogar in München, wo ja einst eine 100-Meter-Grenze für Hochhäuser festgesetzt wurde, ist vor Kurzem wieder ein höheres Projekt vorgestellt worden. Auf den nächsten Seiten erhalten Sie einen Überblick über einige neu geplante High-Rise-Projekte in Deutschland.


MAIN GATE EAST

Architektenwettbewerb für Tower MAIN GATE EAST in Offenbach entschieden

Main Gate East, Offenbach. Fotocredit: Meixner Schlüter Wendt Architekten (MSW)

Die Eyemaxx Real Estate AG hat einen weiteren Planungsfortschritt für die Errichtung des Bürohochhauses MAIN GATE EAST am Offenbacher Hafen erreicht. Gemeinsam mit der OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH, einem Unternehmen aus der Stadtwerke-Gruppe, das den Hafen Offenbach entwickelt und vermarktet, wurde ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Den ersten Preis haben die Meixner Schlüter Wendt Architekten (MSW) aus Frankfurt am Main gewonnen. Das Büro hat in Offenbach bereits das preisgekrönte Besucherzentrum des örtlichen Wetterparks entworfen. Eyemaxx plant nun für die weitere Umsetzung des Projekts Gespräche mit den MSW-Architekten. Der Baubeginn ist für Mitte 2020 und die Fertigstellung bis zum Jahresende 2022 vorgesehen. www.eyemaxx.com


Der Westendturm, Kassel Visualisierung von PROFORMA; Entwurf von roller Architekten GmbH

WESTENDTURM

Westendturm: DÄLKEN realisiert exklusive Wohnadresse in Kassel Am 9. September ist das Richtfest für den Westendturm in Kassel gefeiert worden. Der Neubau des 13-geschossigen Hochhauses mit 21 Einheiten auf 11 Wohngeschossen wird mit seiner Architektur, dem Design und seiner Lage eine herausragende Adresse in Kassel bilden. Die DÄLKEN Ingenieurgesellschaft mbH übernahm im Auftrag der GWH Bauprojekte GmbH die Ausführungsplanung für die Architektur. Der Entwurf stammt von roller architekten aus Kassel. Auf Basis eines abgerundeten Trapezgrundrisses entsteht ein transparenter, geschwungener und leicht wirkender Baukörper. In seiner Anmutung erinnert das Wohnprojekt an die für Kassel typische Baukultur der 50er-Jahre, die durch Leichtigkeit, Dynamik und Transparenz in unterschiedlichen Ausprägungen charakterisiert ist. Die großzügige Verglasung sorgt für Penthouse-Atmosphäre in jeder Etage, umlaufend überdachte Loggien bieten erweiterten Wohnraum mit Panoramablick. Nach dem Baubeginn im August 2018 soll der Westendturm in Kassel im Sommer 2020 zum Bezug fertiggestellt werden. www.daelken.de


18 PROJEKTENTWICKLUNG

A-TOWN HIGH

A-Town-High, Augsburg. Fotocredit: weissmanngroup. / Eike Becker_Architekten

Landmark: A-Town High im Innovationspark Augsburg Die weissmanngroup. aus München und die Audax aus Augsburg hatten für ihr Projekt, A-Town High, eine internationale Mehrfachbeauftragung mit fünf namhaften Architekturbüros ausgelobt, nachdem das Baufeld 29 im Innovationspark Augsburg von der Stadt Augsburg erworben wurde. Die beauftragten Büros waren Allmann Sattler Wappner Architekten aus München, Eike Becker Architekten aus Berlin, Henning Larsen aus Kopenhagen, Kupferschmidt Architekten aus München und Studio Libeskind aus New York, die alle exzellente Entwürfe einreichten. Der Entwurf von Eike Becker_Architekten wurde als die beste Umsetzung des gewünschten Hochpunktes ausgewählt. Der Entwurf sieht eine 70 Meter hohe Scheibe vor. Das Hauptgebäude inkl. Parkhaus ergeben ca. 19.000 – 20.000 m² oberirdische Bruttogeschossfläche. Als Nutzung ist ein Boardinghouse sowie gewerbliche Mixed-Use-Nutzungen mit Büro- und Serviceflächen vorgesehen. Die Bauvoranfrage wurde bereits eingereicht und mit der Realisierung des Projektes soll zügig gestartet werden, sobald alle weiteren Genehmigungsverfahren abgeschlossen sind. Die Aufbaufinanzierung für A-Town High steht bereits. Finanzierende Bank ist die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft. Strukturiert wurde die Finanzierung durch die Münchener Meurer + Woskowiak Unternehmensberatung unter der Federführung von Jessika Meurer und Timo Woskowiak. Vertragsrechtlich begleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Frank Stellmann und Kollegen aus der Kanzlei Görg Rechtsanwälte München. www.weissmanngroup.com


PROJEKTENTWICKLUNG 19

PaketPost-Areal, München. Visualisierung von Herzog & de Meuron

PAKETPOST-AREAL

155 Meter hoch in München, doch: PaketPost-Areal erreicht durchweg positives Feedback Direkt neben der denkmalgeschützten Paketposthalle im Münchner Stadtteil Neuhausen planen die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron zwei Hochhäuser mit je rund 155 Meter Höhe. Das neue Stadtteilzentrum, das auf einer Gesamtfläche von rund 87.000 m2 entsteht, wird von der Münchner Büschl Gruppe entwickelt und bietet Raum für Wohnen, Arbeiten, Einkauf und Gastronomie, aber auch soziale Einrichtungen, eine Kita und ein Seniorenheim. Die weithin sichtbare, geschwungene Hallenform ist der architektonische Referenzpunkt für die zwei Hochhäuser. Das Bebauungsplanverfahren für das PaketPost-Areal startet im Herbst 2019. Vorgesehen ist, dass die Baumaßnahme nach dem Auszug der Post ab 2024 realisiert wird. Eine erste Bürgerinformationsveranstaltung fand Ende Juli statt. Bei der Öffentlichkeit gab es überwiegend positives Feedback zu den Plänen. Ralf Büschl, Vorsitzender der Geschäftsführung der Büschl Gruppe: „Ich bin stolz auf mein München, wenn wir diesen mutigen Weg gemeinsam gehen. Das ist moderne, zukunftsweisende Stadtplanung, mit der wir an dieser zentralen Stelle viele Herausforderungen des urbanen Lebens lösen.“ www.bueschl-gruppe.de


GRANDAIRE in Berlin: Das erste neue Wohnhochhaus am Alexanderplatz.

Der Tower ragt 65 Meter in die Höhe. Mit heller Natursteinfassade und raumhohen Panoramafenstern zitiert das GRANDAIRE auf 20 Geschossen die Architekturklassiker der Chicago School als eindrucksvoller Auftakt für das neue Stadtquartier. Auf einer Grundstücksfläche von 3.700 m2 entstehen insgesamt 269 Wohnungen als Eigentum und zur Miete. Die 164 Eigentumswohnungen haben zwei bis sechs Zimmer mit Größen zwischen 54 und 280 m2 Wohnfläche. Die 105 Mietwohnungen verfügen über ein bis vier Zimmer mit 37 bis 146 m2. Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2020 geplant. www.reggeborgh.nl

Bildrechte: Reggeborgh/Giorgio Gullotta

GRANDAIRE

GRANDAIRE ist das erste neue Wohnhochhaus am Berliner Alexanderplatz seit mehr als 30 Jahren. Bauherren sind die Reggeborgh Vastgoed B.V. und die Bouwinvest REIM B.V. Die Bauausführung übernimmt die Kondor Wessels Wohnen Berlin GmbH.


ONE

ONE Frankfurt, Europaviertel Fotocredit: CA Immo

Mixed-Use-Tower ONE in Frankfurt Die CA Immo hat als Konzept des insgesamt 66.300 m2 Mietfläche großen Hochhausprojektes ONE in Frankfurt eine Nutzungsmischung aus Hotel, Büro, Coworking und öffentlichen Nutzungen wie einem Café und einer Skybar vorgesehen. Herzstück des Gebäudes ist die gemeinschaftlich genutzte Lobby, die sich über den gesamten Erdgeschossbereich erstreckt. Ziel dieser Entwicklung ist, die Urbanität und Lebendigkeit der Stadt in das Gebäude hineinzuführen. Entworfen vom Frankfurter Architekturbüro Meurer Generalplaner, verfügt ONE über 49 Geschosse. Das Baumanagement für den ONE liegt bei der CA ImmoTochter omniCon. Sie verantwortet die gesamte Projektsteuerung sowie Vergabe und Führung aller Gewerke. NH Hotel hat für ein Vier-Sterne-Superior-Hotel der Marke nhow die unteren 14 Geschosse angemietet. Der Coworking-Anbieter Spaces wird 6.880 m2 Bürofläche auf fünf Etagen nutzen. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Anfang 2022 geplant. Als erstes Hochhaus in Deutschland hat ONE bereits Anfang 2018 eine WiredScore-Zertifizierung in Platin erhalten. www.caimmo.com


WEITERENTWICKLUNG DER EUROPÄISCHEN STADT Neuer Trend-Report zum Thema „retail in transition – welche Potentiale ergeben sich für unsere Städte?“

Revitalisierung der Treptowers in Berlin: Direkt am Ufer der Spree gelegen, ist der 140.000 Quadratmeter große Bürokomplex neben der Monumental-Skulptur „Molecule Man“ schon von Weitem sichtbar. Vernetzung als Stichwort der Zukunft sollte für den New-Work-Campus „CULE“ eine große Rolle spielen. Foto: CULE, caspar.schmitzmorkramer

Was können Architekten tun, um neue, spannende Orte in der Stadt zu schaffen? Die Frage nach der Weiterentwicklung der Europäischen Stadt steht bei Caspar Schmitz-Morkramer im Fokus. Seine Bauprojekte wurden mit internationalen Awards ausgezeichnet. Das neueste Projekt: ein umfassender Lab.report zum Thema „retail in transition – welche Potentiale ergeben sich für die Städte?“ Mit seiner eigenen research unit und internationalen Wissenschaftlern arbeitete der Architekt rund zwei Jahre an dem Thema. Caspar Schmitz-Morkramer fordert die Abkehr von der funktionsgetrennten Stadt zu einem vielfältigen Aktions-

raum. Wie kann man heute die Stadt weiterbauen, ohne dass es zu sozialer Entmischung und Gentrifizierung kommt? Wie kann gebaut werden, um das Wohnen, Leben und Arbeiten in einer sozial gemischten Stadt attraktiv zu machen? Das Büro caspar.schmitzmorkramer stellte sich diese Fragen auch bei der Revitalisierung der Treptowers für Officefirst, der deutschen Asset Management-Plattform der Blackstone Gruppe, in Berlin. Direkt am Ufer der Spree gelegen, ist der rund 140.000 Quadratmeter große Bürokomplex neben der Monumental-Skulptur „Molecule Man“ schon von Weitem sichtbar. Vernetzung als


Stichwort der Zukunft sollte für den New-Work-Campus „CULE“ eine große Rolle spielen. So startete die Konzeptphase schon mit einem ungewöhnlichen Schritt: einer Tour nach Kalifornien ins Silicon Valley mit einem anschließenden Workshop der Architekturbüros Rios Clementi Hale Studios aus Los Angeles, den Landschaftsarchitekten Topotek 1 aus Berlin und dem Team von caspar.schmitzmorkramer. Bestimmend wurde für die Teams das Thema „Break the fortress“. Die einst geschlossenen, schachtartigen Höfe werden geöffnet und durch den Rückbau des Erdgeschosses und des ersten Obergeschosses in einen

öffentlichen Raum verwandelt. Ein 10.000 Quadratmeter großer Campus wird etabliert, der mit Gastronomie, Einzelhandel und außergewöhnlicher Gebäudegestaltung eine deutliche Einladung ausspricht. Darüber hinaus fungiert er als Verbindung zwischen Stadt und Ufer der Spree. Bei der Ausarbeitung dieser zunächst radikal erscheinenden Idee zeigte sich, wie wandelbar das Haus ist, das früher wie eine Festung wirkte. Die Architektur macht die Veränderung mit und erweist sich zudem als hoch flexibel. „Faszinierend war, das geschlossene Haus zu einem geöffneten, vernetzten


Seine größte Öffnung erfährt „CULE“ auf der Flussseite. Der jahrelang mit einer Mauer verschlossene Zugang zur Spree wird durch eine 170 Meter breite Freitreppe inszeniert. Sitzgelegenheiten auf der Treppe laden zum Bleiben ein. Foto: CULE, caspar.schmitzmorkramer

Element umzudenken“, sagt Caspar Schmitz-Morkramer rückblickend.

gleichbares Gebäude in Deutschland gibt“, so SchmitzMorkramer.

Seine größte Öffnung erfährt „CULE“ auf der Flussseite. Der jahrelang mit einer Mauer verschlossene Zugang zur Spree wird durch eine 170 Meter breite Freitreppe inszeniert. Kleine Sitzgelegenheiten auf der Treppe laden zum Bleiben ein. So wird Offenheit und Lebensqualität inmitten der Stadt geschaffen und den Menschen Freiraum zurückgegeben. Auch für den nahegelegenen Treptower Park, der als Erholungsfläche an den Wochenenden Bedeutung gewinnt, schaffen die Treptowers durch ihr kulinarisches Angebot Mehrwerte.

Die Stadt zu öffnen und weiterzubauen stand auch bei den Sedelhöfen in Ulm im Fokus. Gemeinsam mit den Bauherren DC Developments/DC Values entstand ein attraktives Eingangstor in die Ulmer City, das der Stadt mit einer Gesamtfläche von 80.000 Quadratmetern neue Identität und städtebauliche Bedeutung verleiht. Die Besonderheit ist, dass es hier keiner neuen Erfindung bedurfte.

„CULE“ hat einen besonderen Nerv getroffen, weil es im Bereich der Revitalisierung und Öffnung derzeit kein ver-

Denn statt der ursprünglich geplanten Citypassage interpretiert caspar.schmitzmorkramer die klassische, Europäische Stadt neu. Vier Geschäftshäuser mit Handel, Büro und Wohnen gruppieren sich um einen urbanen Platz, der

CULE fungiert als Verbindung zwischen Stadt und Ufer der Spree. Bei der Ausarbeitung dieser zunächst radikal erscheinenden Idee zeigte sich, wie wandelbar das Haus ist, das früher wie eine Festung wirkte. Die Architektur macht die Veränderung mit und erweist sich zudem als hoch flexibel. Foto: CULE, caspar.schmitzmorkramer


Die Besonderheit dieser gelungenen Stadtreparatur ist der Raum zwischen den vier neu erstellten Gebäuden. Er wurde als atmosphärischer Platz geplant und stellt eine gelungene Verbindung zwischen Bahnhof und Ulmer Innenstadt dar. Foto: Sedelhöfe, caspar.schmitzmorkramer

zugleich als Gelenk zwischen Bahnhof und Innenstadt fungiert. Da an diesem Ort auch Albert Einsteins Geburtshaus stand, lag die Namensfindung auf der Hand. Das Herzstück der Sedelhöfe ist jetzt der Albert-Einstein-Platz.

Vor allem die Digitalisierung setzt die City als klassischen Mittelpunkt der europäischen Stadt weiter unter Druck. Wie schaffen wir neue Urbanität und erhalten das Leben in unseren Innenstädten?

Ein weiteres Statement für eine moderne, vernetzte Stadtentwicklung sind auch die Deiker Höfe in Düsseldorf. Ein neues Quartier, das die Black Horse Properties GmbH mit 350 Wohnungen, Büros, Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie entwickelt. caspar.schmitzmorkramer setzt auch hier auf Vielfalt. Ein lebendiges Viertel, in dem Städtebau als Disziplin und Kunst begriffen wird, Plätze entstehen, die menschliches Maß besitzen. „Wir möchten Orte schaffen, an denen sich die Menschen wohlfühlen, entwickeln und mit denen sie sich identifizieren können," lautet das Credo.

Mit dem umfassenden Lab.report zum Thema „retail in transition – welche Potentiale ergeben sich für die Städte?“ zeichnet das Büro Trends, Lösungswege und Zukunftsvisionen auf. Zwei Jahre arbeitete caspar.schmitzmorkramer mit internationalen Wissenschaftlern in einer eigens gegründeten research unit an diesem Thema. Die Ergebnisse des Lab.report werden in diesem Herbst veröffentlicht. www.caspar.archi

Ein Statement für moderne, vernetzte Stadtentwicklung: die Deiker Höfe in Düsseldorf. Ein neues Quartier, das die Black Horse Properties GmbH mit 350 Wohnungen, Büros, Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie entwickelt. Foto: Deiker Höfe, caspar.schmitzmorkramer


TRENDTHEMA STADTQUARTIER: STADTPLANER UND ARCHITEKTEN MÜSSEN UMDENKEN

kupa setzt Architektur-Trends in der Quartiersentwicklung. Fotocredit: Bauwerk Capital GmbH & Co. KG

Beim Münchner Quartier kupa – Quartier Kuvertfabrik Pasing setzen Allmann Sattler Wappner Architekten, Bauwerk Capital GmbH & Co. KG und die Stadtplanung auf gesellschaftliche Megatrends. Architekt Ludwig Wappner erläutert, was urbane Quartiere lebenswert und nachhaltig macht. Ob in Berlin, Frankfurt oder München: Immer häufiger planen Entwickler und Architekten urbane Immobilienprojekte so, dass über eine Verschmelzung von Wohn-, Arbeits- und Gemeinschaftsflächen Quartiere entstehen. Sie sollen den Lebensbedürfnissen heutiger Wohnungssuchender gerecht werden – und oft auch architektonische Statements setzen. Ludwig Wappner, einer der drei Gründungspartner der Allmann Sattler Wappner Architekten GmbH, Mitglied mehrerer Stadtgestaltungsbeiräte und federführender Architekt des aktuell entstehenden Stadtquartiers „kupa – Quartier Kuvertfabrik Pasing“ in München, erläutert, warum der Trend aus städtebaulicher Sicht en vogue ist. Herr Wappner, überall scheinen aktuell Wohn- und Arbeitsquartiere zu entstehen. Woher kommt dieser Trend, und was macht ihn aus? Politische Entscheidungsträger, Stadtplaner und die Stadtgesellschaften erinnern sich heute wieder daran, was in den 1920er und 1930er Jahren bereits bekannt war: Eine vitale

und lebenswerte Metropole wird durch das fruchtbare Zusammenwirken von Wohnen und Arbeiten geschaffen. Um dafür im 21. Jahrhundert stadtplanerische Grundlagen zu erarbeiten, bedarf es jedoch nicht nur politischer Weitsicht und planungsrechtlich belastbarer Steuerungsinstrumente wie beispielsweise das vor wenigen Jahren neugeschaffene „Urbane Quartier“. Es bedarf auch der Bereitschaft der Bürger, solche Mischquartiere zu akzeptieren und zu beleben. Begünstigt durch die völlig veränderten Voraussetzungen der neuen Arbeitswelten, ermöglichen sie, dass die jahrzehntelang propagierte strikte Trennung von Wohn- und Arbeitsquartieren aufgeweicht wird. So ist es überhaupt erst möglich, neue kreative Mischquartiere zu entwickeln, die das Potential bieten, Stadt neu zu denken, lebenswert zu machen und nicht zuletzt auch ein Zeichen gegen die stark wachsenden Pendlerströme zu setzen. Früher nannte man sie Siedlungen, heute Quartiere: Worin liegt der Unterschied?


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Ursprünglich ist unter dem Begriff Siedlung die dauerhafte Ansiedlung von Menschen zu verstehen, die dort wohnen oder arbeiten. Siedlungen der jüngeren Baugeschichte bezeichnen im städtebaulichen Kontext eher neue Stadtteile und Trabantenstädte, die in unterschiedlichsten Typologien und Strukturen angelegt waren. In den Nachkriegsjahren wurden in Deutschland aufgrund der gewachsenen Stadtstrukturen und der enormen Nachfrage nach Wohnraum völlig neue Siedlungsstrukturen realisiert. Sie waren meist nur dem Wohnen gewidmet, da Wohnen und Arbeiten in den Industrieregionen immer strikt voneinander getrennt wurden.

Münchner Stadtteil Pasing entstehenden Projekt kupa auf gesellschaftliche Megatrends wie Digitalisierung, Flexibilisierung, Vernetzung, Mobilität und Sharing. Es wurden zahlreiche Features konzipiert, die das Leben moderner Singles, Paare und Familien erleichtern und ein umfassendes Mehr an Lebensqualität bieten sollen. Allmann Sattler Wappner Architekten zeichnen für die Generalplanung verantwortlich. Wie übersetzen Sie das Konzept in die Architektur?

In der Gegenwart haben Globalisierung und Digitalisierung das Arbeiten, Wohnen und Leben stark verändert. Das führt auch bei den Stadtplanern und Architekten zu einem Umdenken. Statt Wohnen und Arbeiten voneinander zu trennen, setzen sie zunehmend auf vitale Stadtquartiere, die an die Tradition guter Quartiere der Stadtbaugeschichte aus der Gründerzeit und den 20er und 30er Jahren anknüpfen und gleichzeitig neue Herausforderungen annehmen sowie Impulse integrieren und auch setzen. Damit diese Quartiere funktionieren, ist eine gelebte Offenheit der Bewohner gefragt. Die neuen Misch-Quartiere – gerne auch Kreativquartiere genannt – überlagern Wohnen, Arbeiten und Infrastruktur wie selbstverständlich. Ob sich dort besondere Milieus etablieren, liegt jedoch immer am städtebaulichen, freiraumplanerischen und bauplastischen Potential – und schließlich an den Bewohnern selbst. In vielen Quartieren geht es den Entwicklern darum, Wohnen und Arbeiten zu verbinden und so auf die Bedürfnisse der Menschen nach Flexibilität in ihrem Leben sowie bezahlbaren, aber trotzdem lebenswerten Wohnraum einzugehen. Welche Herausforderungen bedeutet dies für die Architektur? Die Architektur muss von den sichtbaren Qualitäten bestehender Stadtquartiere lernen. Der Schlüssel zu einem lebenswerten urbanen Viertel liegt – neben zukunftsweisenden Wohn- und Gewerbetypologien – in seiner baulichen Struktur. Gut gestaltete Räume haben das Potential, auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Gesellschaft einzugehen. Sie geben Antworten auf die Flexibilisierung und die steigende Mobilität. Die Architektur muss leicht änderbare Wohnraumstrukturen anbieten, die sich der stetig wandelnden Gesellschaft und den demografischen Veränderungen anpassen. Der Projektentwickler Bauwerk setzt mit seinem aktuell im

Prof. Ludwig Wappner. Fotocredit: Myrzik und Jarisch

Unter anderem orientieren wir uns an den in der Gründerzeit sehr klug entwickelten Grundrisstypologien sowie den handwerklich hervorragend verarbeiteten Fassaden und Interieurs. Denn sie zeigen, wie angenehm und flexibel Wohnen und Arbeiten gelebt werden können. In kupa realisieren wir unterschiedlichste Grundrisstypologien, großzügige Freisitze, Gemeinschaftsterrassen auf den Dachflächen und viele andere gemeinschaftlich nutzbare Features. Dazu gehören ein umfangreiches Mobilitätskonzept, eine Fahrradwerkstatt für alle sowie Angebote für Kinderbetreuung und zum Einkaufen. Obendrein schaffen wir mit der Sanierung der 1906 errichteten, denkmalgeschützten Kuvertfabrik auf vier Ebenen variantenreiche Arbeitsräume. Im ehemailgen Kesselhaus des Fabrikgebäudes ist zudem Gastronomie vorgesehen. Durch das identitätsstiftende Gebäude der alten Kuvertfabrik mit


So wird es aussehen: Das neue Wohn- und Gewerbequartier kupa. Fotocredit: Bauwerk Capital GmbH & Co. KG

seiner zentralen Lage im Quartier und der Anbindung an die benachbarten städtebaulichen Strukturen ist in enger Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten ein Quartier entstanden, das den Charakter eines gewachsenen Stadtteils aufweist. Die Verbindung von Wohnen und Arbeiten im Kontext mit weiteren Infrastrukturen bietet in kupa beste Voraussetzungen, das Leben der aktuellen und der künftigen Generationen nachhaltig mitzugestalten und eine besondere Lebensqualität für sie zu schaffen. Wie verändert sich Architektur im Digitalzeitalter? Diese Frage beschäftigt derzeit alle Architekten/-innen intensiv und wird in der Fachliteratur oder in umfangreichen Symposien diskutiert – ohne belastbare und verbindliche Antworten auf diese gewaltige Herausforderung für das Bauen und die Gesellschaft zu finden. Wir arbeiten daher eng mit Auftraggebern, Planern, Trendforschern wie auch Soziologen zusammen und verschaffen uns über Umfragen Meinungsbilder künftiger Bewohner. Mit den Ergebnissen dieser umfassenden Prozesse versuchen wir, bestmögliche städtebauliche und architektonische Antworten auf die gesellschaftliche Dynamisierung anzubieten. Dazu gehören neben flexiblen Wohngrundrissen auch

Sharing-Angebote. Deren Qualität muss allerdings so gut gestaltet und robust nutzbar sein, dass sie alle noch zu erwartenden dynamischen Veränderungen einer digitalen Gesellschaft meistern kann. Der Claim zum Projekt kupa lautet: „Hier wohnt die Zukunft“. Wie spiegelt sich dieser in der Architektur wider? Eine lebenswerte Immobilie mit zeitlos guter Architektur und attraktiven Raumqualitäten muss auf künftige Veränderungen und Trends im Wohnen und Arbeiten Antworten geben. In kupa bilden wir diese Antworten architektonisch mit offenen und funktional durchdachten Grundrisstypologien, raumhohen Öffnungen, innovativen Fassaden und verschiedenen Gemeinschaftsflächen. Ergänzend hinzu kommen kreative Details wie beispielsweise die vom Jugendstil beeinflussten Metallgeländer oder die noch vorhandenen Art déco-Keramikfliesen in der Kuvertfabrik. Neben digitalen Angeboten wie einer Quartiers-App oder Smart Home-Vorrüstungen setzt kupa auf ein ausgefeiltes Mobilitätskonzept mit Autos, E-Bikes, Lastenfahrrädern und E-Scootern zum Ausleihen. Zudem können die


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Bewohner eine großzügige Gemeinschaftsküche ebenso buchen wie Zeiten in der kupa-Fahrradwerkstatt. Welche Voraussetzungen muss die Architektur leisten, damit solche Angebote im Alltag funktionieren? Die Architektur muss klug gedacht und vorausschauend geplant sein. Nur so kann sie auf Innovationen und die sich stetig ändernden Anforderungen einer vitalen Stadt wie München antworten. Sie darf nicht bereits nach wenigen Jahren überholt wirken, sondern muss tauglich sein für die sich fortwährend wandelnde Infrastruktur. Nur so kann Architektur die Herausforderungen der Zukunft unserer Städte meistern. Ist für Sie abzusehen, inwiefern sich der Trend hin zu urbanen Stadtquartieren in den kommenden Jahren fortsetzen oder sogar verstärken wird? Dort, wo attraktive Arbeitsplätze entstehen, ist der Zuwachs weiterhin enorm. Das betrifft nicht nur die TopMetropolen wie Frankfurt, Berlin oder München. Auch kleinere Städte werden zunehmend interessant für Unternehmen und damit für Wohnungssuchende. Dieser Zuwachs zwingt Stadtpolitik und Stadtplaner dazu, auf die hohe Nachfrage nach Wohn- und Arbeitsquartieren bestmögliche und möglichst langfristige Antworten zu geben. Hierzu bedarf es einer gewissen Risikobereitschaft, Stadt neu zu denken, aus Erkenntnissen zu lernen und gemachte Erfahrungen bei jedem neuen Projekt fortzuschreiben.

Asymmetrische Erker erzeugen Spannung und besondere Ausblicke. Fotocredit: Bauwerk Capital GmbH & Co. KG

Über Bauwerk

Über Allmann Sattler Wappner Architekten

Bauwerk ist ein führender Projektentwickler sowie Berater und Vermarkter hochwertiger und designorientierter Neubauprojekte in München, Berlin und Frankfurt. Das Leistungsportfolio der beiden Geschäftsfelder Bauwerk Development und Bauwerk Capital erstreckt sich über die verzahnten Bereiche Projektentwicklung, Produktmanagement-Architektur, Marketing-Kommunikation und Vertrieb. In der Vermarktung hat Bauwerk Capital seit 2010 knapp 1.000 Neubauwohnungen mit rund einer Milliarde Euro Verkaufsvolumen erfolgreich platziert. Mit dem 2018 gegründeten Geschäftsbereich Bauwerk Development stärkt das Unternehmen seine Positionierung als Projektentwickler. Es steht zudem als Joint Venture-Partner oder Dienstleister für Grundstückseigentümer, Investoren und Immobilienentwickler zur Verfügung. Das Unternehmen mit Hauptsitz in München wurde 2002 gegründet und ist mit Niederlassungen in Berlin und Frankfurt vertreten.

Allmann Sattler Wappner Architekten sind ein international tätiges Unternehmen mit Firmensitz in München. Das Architekturbüro hat mehr als 30 Jahre Erfahrung im Gestalten von Gebäuden und Räumen der unterschiedlichsten Dimension.

www.bauwerk.de / www.kupa-quartier.de

www.allmannsattlerwappner.de

Mit mehr als 100 Mitarbeitern und Spezialisten aus allen relevanten Fachdisziplinen sorgt es für das Gelingen ausgezeichneter Architektur, um in jedem Entstehungsschritt – im vereinbarten Projektrahmen – mit der besten aller guten Möglichkeiten, eine unverwechselbare Lösung zu entwickeln. Das Werk der Architekten wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, wie zum Beispiel mit dem Deutschen Architekturpreis, dem LEAF-Award, dem ECOLA-Award, dem Hugo-Häring-Preis, dem Preis des Deutschen Stahlbaus und dem Licht-Architekturpreis.


NACHHALTIGE PROJEKTENTWICKLUNG FÜR BREEAM-ZERTIFIZIERUNG O U T S TA N D I N G EDGE übergibt innovatives Bürogebäude als internationales Vorbild im Bereich Nachhaltigkeit.

Bildrechte: EDGE Technologies

Die Triodos Bank und EDGE Technologies haben die erfolgreiche Übergabe des neuen Bürogebäudes für die Triodos Bank in Driebergen-Zeist in den Niederlanden bekanntgegeben. Die Konstruktion der Innen- und Außenbereiche dieses bahnbrechenden Projekts sind nicht allein nachhaltig gestaltet, sondern berücksichtigen auch Prinzipien des zirkulären Bauens. Das Konzept des Bürohauses will das Gebäude über die rein bauliche Ebene hinaus mit der umgebenden Fauna und Flora in Einklang bringen. Das Projekt soll mit der BREEAM-Zertifizierung Outstanding ausgezeichnet werden und wird sich vorteilhaft auf die ganze Umgebung auswirken, die zum Natuurnetwerk Nederland gehört.

Neues Triodos-Büro in De Reehorst Das nachhaltig entwickelte Gebäude bietet etwa 12.500 m2 Bürofläche inmitten des grünen De-Reehorst-Anwesens. Das Projekt und der Umzug der Triodos Bank werden dem Standort einen neuen ökonomischen Impuls verleihen, der sich durch das Gleichgewicht von Natur, Kultur und Wirtschaft auszeichnet. „Die Triodos Bank auf dem De-Reehorst-Anwesen ist ein idealer Arbeits- und Treffpunkt für alle, die Geld als Mittel ansehen, mit dem eine positive Wirkung erzielt werden kann. Wir freuen uns darauf, an diesem besonderen Ort zu


arbeiten und unsere Kunden hier zu begrüßen“, so Matthijs Bierman, Managing Director der Triodos Bank. „Mit der Übergabe dieses herausragenden Projekts wird ein internationales Vorbild im Bereich Nachhaltigkeit vollendet. Bei EDGE sind wir besonders stolz darauf und wünschen der Triodos Bank viel Freude bei der Eröffnung ihres Büros. Das Projekt ist außergewöhnlich, nicht nur weil es bei Nachhaltigkeit und zirkulärem Bauen Grenzen überschreitet, sondern auch weil es im Rahmen einer integrierten Entwicklung der Umgebung einen wichtigen, nachhaltigen Impuls für das gesamte Bahnhofsgebiet gesetzt hat“, sagt Constantijn Berning, Executive Development Director bei EDGE.

In Anpassung an die Natur entwickelt und gebaut Bei der Entwicklung des neuen Bürogebäudes wurde die natürliche Umgebung des Anwesens berücksichtigt. Das Design und die Konstruktion beruhen auf den Prinzipien der Natur und der Biomimikry. Die biomimetische Architektur sucht in der Natur nach nachhaltigen Lösungen. Dazu folgt sie natürlichen Prinzipien und verwendet sie als Modell. Ihre Inspiration sind natürliche Designs und Prozesse. Die Gebäudehöhen wurden daher so angepasst, dass sie unter der Baumhöhe bleiben. Die Flugrouten der Fledermäuse werden nicht gestört, und ein spezielles Lichtkonzept


Bildrechte: EDGE Technologies

wurde entwickelt, damit ihre Orientierung nicht beeinträchtigt und die Fauna insgesamt geschützt wird. Das energieneutrale Gebäude besteht aus nachhaltigen Materialien und einer zerlegbaren Holz-Hybrid-Konstruktion, die von Rau Architecten entworfen und von JP van Eesteren errichtet wurde. Dadurch besteht die Möglichkeit, das Bürogebäude vollständig ab- und es an einem anderen Ort wieder auf- oder umzubauen. Das Projekt besitzt auch einen BIM-basierten Materialpass, in dem alle im Gebäude verwendeten Materialien dokumentiert sind. So können sie am Ende ihrer „ersten“ Lebensdauer leicht wiederverwendet werden. Die umfangreiche Nutzung erneuerbarer Energien, über 3.000 m2 Solarmodule und die weltweit erste und größte bidirektioBildrechte: EDGE Technologies

nale Solarladestation für 120 Elektroautos, ebenso wie die Wärme- und Kältespeicher, tragen dazu bei, dass das Gebäude energieneutral ist. Die Innenräume spiegeln die Schönheit der umgebenden Landschaft wider. Beim Betreten des Gebäudes sorgen organische Formen, erlesene Materialien und sanft eingesetzte Farben für eine natürliche Ruhe und stärken die Verbindung mit der Umgebung. Die Strukturen und Decken aus Holz sind von der Form von Pilzen inspiriert, betonen die außenliegende Natur und nehmen sie im Gebäude auf. Der minimale Einsatz von Material sorgt für das maximale Erleben des größeren Ganzen. Der Wert des neuen Triodos-Bürogebäudes besteht nicht nur in seiner herausragenden Konstruktion und Gestaltung,


Bildrechte: EDGE Technologies

sondern auch in dem neuen Impuls, den es seiner natürlichen Umgebung gibt. Somit ist es ein echtes Spiegelbild der Werte von Triodos, einer der nachhaltigsten Banken der Welt. Das Unternehmen wird im November das Gebäude beziehen.

Dieses Gebäude wurde in einem Joint Venture zwischen EDGE und der Triodos Bank entwickelt und von JP van Eesteren in Zusammenarbeit mit den Partnern Bosman Bedrijven, Copijn, Rau Architecten, Arcadis, Ex Interiors, Aronsohn, DGMR, Deerns en BBN gebaut. www.edge.tech

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HAMBURG: BEHNISCH GEWINNT WETTBEWERB FÜR EDGE ELBSIDE Der Gebäudeentwickler EDGE, der Energieversorger Vattenfall, die HafenCity Hamburg GmbH sowie die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg haben kürzlich den Architekturentwurf für den künftigen Hamburger Hauptsitz von Vattenfall vorgestellt. Der Siegerentwurf von Behnisch Architekten wurde in einem Workshopverfahren ermittelt und überzeugt durch seine überraschende architektonische Konzeption. Dabei wird das Gebäude von innen nach außen entwickelt und harmonisch mit seiner Umgebung verbunden. EDGE ElbSide Hamburg entsteht vis-à-vis des EDGE HafenCity Hamburg in der östlichen HafenCity. Das Gebäude erweitert die EDGE-Produktfamilie in Hamburg und wird sowohl erneuerbare Energiequellen nutzen als auch eine E-Mobilitätsinfrastruktur bieten. Im Gebäude kommt eine Vielzahl effizienter digitaler Lösungen zum Einsatz, die den ökologischen Fußabdruck minimiert und das Wohlbefinden seiner Nutzer maximiert. Die Fertigstellung von EDGE ElbSide ist zum Jahresanfang 2023 vorgesehen.

EDGE ElbSide. Quelle/Urheber: EDGE/Behnisch Architekten


Cluster Wohnform, Gemeinschaftsbereich, London

WEIL BERLIN NICHT BARCELONA UND DUBAI NICHT DUBLIN IST Die Wohnformen bei GSA sind so flexibel wie das studentische Leben: ein internationaler Vergleich. Konstant steigende Studierendenzahlen, Wohnraumknappheit in den Ballungsräumen und junge Menschen, für die Auslandssemester, Mobilität und internationale Erfahrungen fest zum Studium gehören – die Anforderungen an das studentische Wohnumfeld sind heute sehr unterschiedlich. Dementsprechend gibt es inzwischen weit mehr Lösungsansätze als das klassische Wohnheim- oder WG-Zimmer. Als weltweit führender Anbieter von Studentischem Wohnen macht sich die Global Student Accommodation(GSA)-Familie deshalb zwar mit global einheitlichen Standards, aber auch mit national variierenden, kreativen Wohnlösungen auf den Weg in die Zukunft. Wie sieht das konkret aus, welche Rolle spielt dabei der Trend hin zu kleinteiligen Wohneinheiten, und warum wohnen Studierende in Berlin so ganz anders als z. B. in Sydney oder Japan? Die Zusage für den Studienplatz ist da, nun stellt sich die Frage: Wie und wo soll ich wohnen? Eine wichtige Entscheidung, denn laut der aktuellen, internationalen GSA-Studie Student Wellbeing Matters prägt das Wohnen die individuelle Universitätserfahrung wesentlich mit. Wer sich wohlfühlt im studentischen Zuhause, kann sich deutlich besser auf das Studium konzentrieren. Das individuelle Wohnumfeld trägt aber nicht nur zum Studienerfolg bei, sondern vermittelt auch einen Einblick in die Kultur des jeweiligen Landes. Die Wohnerfahrung entspricht häufig dem Land, der Stadt und der unmittelbaren Nachbarschaft. Das ist bei Studierenden durchaus erwünscht: Wer im eigenen Land studiert, fühlt sich wohl und heimisch; wer ein Auslandssemester macht, ist dankbar für neue Erfahrungen und einen Einblick in die Kultur des Studienlandes.

„GSAs Mission ist es, infrastrukturell und kulturell angepasste Lösungen für das studentische Wohnen in den jeweiligen Ländern zu entwickeln und damit einen herausragenden Beitrag zur positiven Entwicklung des studentischen Wohnraums zu leisten“, erklärt Aaron Bailey, Head of Real Estate Projects bei GSA. „Bis 2025 wollen wir 250.000 Betten weltweit betreiben. Um das zu erreichen, müssen wir kreative Wohnraum-Lösungen finden, die die meist begrenzte Fläche optimal nutzen.“ Mikro und ausgesprochen sozial. Wie können derartige Lösungen aussehen? Um bezahlbaren und zukunftsfähigen Wohnraum zu schaffen, müssen vor allem Bauweise und Design der Studentenunterkünfte konsequent weiterentwickelt werden. Hierbei sind nicht nur die Akteure im Bereich Studentisches Wohnen, sondern die gesamte Immobilienwirtschaft gefordert. Das heißt, es dreht sich künftig alles um die Bedürfnisse der Bewohner und den sozialen und kulturellen Austausch sowie um die gegenseitige Unterstützung. Der persönliche Rückzugsort bleibt zentrales Element auch in der Studentenunterkunft von morgen. Daneben rückt die gemeinschaftliche Nutzung von Freizeit- und Arbeitsräumen stärker in den Fokus. Außer der Raumaufteilung steht u. a. die Gestaltung ganz oben auf der Agenda. Um auf wenig Raum Lebensqualität zu schaffen, sind innovative Stauraumkonzepte und ein durchdachtes gestalterisches Spiel mit Licht und Farben gefragt. Auch die verwendeten Materialien tragen wesentlich zum Wohlfühlgefühl im studentischen Apartment bei.


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Dass die Gestaltung der optimalen Studentenunterkunft trotz der übergeordneten Zukunftstrends immer auch von den jeweiligen Bewohnern, ihrem kulturellen Hintergrund und den Gegebenheiten des Standorts abhängt, zeigt ein Blick auf die globalen GSA-Standorte und die Vielfalt an Wohnraumformen innerhalb der GSA-Welt. 1. Klein, aber mein: Das Standard-Studio In Deutschland bewerben sich nach wie vor die meisten Studierenden auf einen Platz in einem Wohnheim des Studierendenwerks oder für ein WG-Zimmer. Durch die steigende Nachfrage nach citynahen Apartments hat aber auch die Anzahl privater Anbieter stark zugenommen. So ist beispielsweise die GSA-Marke Uninest Student Residences 2016 mit vier Standorten gestartet und betreut heute knapp 1.500 Studierende in sechs Unterkünften in fünf Städten.

Beliebtheit und bringt eine Platzersparnis, die auch in teuren Großstadtmärkten wie London den wirtschaftlichen Betrieb der Einheiten ermöglicht. Wohnen im Cluster ist fast wie Wohnen in der klassischen WG, aber mit eigenem Bad, das einen sehr hohen Stellenwert hat. Somit wird die Gemeinschaftsküche am Ende des Cluster-Flurs zu Küche und Wohnzimmer in einem und damit zum Herzstück der Wohngemeinschaft. Das bringt natürlich ganz alltägliche Herausforderungen mit sich, zum Beispiel die Frage: Wer putzt die Küche? Wie erstelle ich einen funktionierenden Putzplan? Auch wenn gerade Erstsemester bei diesen Fragen in den Student Residences erfahrungsgemäß öfter die Unterstützung des Service Teams vor Ort benötigen, stärkt die Cluster-Wohnform das Miteinander und die Sozialkompetenz.

Die Entwicklung der privaten „Student Residences“ in Deutschland ist stark geprägt vom jeweiligen Baurecht und den Zwängen der Entwicklungsvorschriften. Aus diesem Grund ist der Markt von Ein-Zimmer-Studios dominiert. Dieser Zimmertyp ist häufig die einfachste und in vielen Fällen aus Investor-Perspektive auch die finanziell attraktivste Lösung. Es herrscht ein wahrer Mikro-Wohnen-Boom – nicht nur im Studentischen Wohnen. Das deutsche Standard-Studio für Studierende ist typischerweise 18 bis 21 Quadratmeter groß, effizient, einheitlich und relativ einfach zu bauen. Das Studio-Apartment fühlt sich mit dem eigenen Bad und der eigenen Küchenzeile an wie die erste eigene kleine Wohnung. Ein weiterer, von deutschen Studierenden geschätzter Vorteil: Man kann auch mal die Tür schließen und ungestört lernen oder entspannen. Wenn wir nach Dublin schauen, finden wir auch dort überwiegend das Einzelstudio, hier allerdings ist es teilweise noch kleiner als der deutsche Standard. In der irischen Hauptstadt liegt der Fokus deshalb umso stärker auf dem kompakten Design: Alles ist bis ins kleinste Detail durchgeplant, damit die Studierenden trotz des Mikroformats ihres Zuhauses ausreichend Stauraum und das Gefühl von Großzügigkeit haben. Dies wird beispielsweise durch Staukästen unter dem Bett und extrahohe Kleiderschränke erreicht. Auch das durchdachte Beleuchtungskonzept und der gezielte Einsatz von Farben und Materialien gleicht gefühlt die fehlenden Quadratmeter gegenüber deutschen Apartments aus. 2. Bad allein, Küche für alle: Wohnen im Cluster Die Cluster-Wohnform ist zwar keine neue Erfindung, erfreut sich aber in ihrer heutigen, modernen Form großer

Standardzimmer, Frankfurt

Um die Community-bildenden Qualitäten des ClusterWohnens bestmöglich zu nutzen und einer möglichen Vereinsamung im Studium von Anfang an vorzubeugen, gibt es in England bei einigen Projekten sogar Vorschriften bezüglich der Anzahl an Cluster-Betten. „Dieses Vorgehen entspricht der ‚Wellbeing‘-Strategie von GSA“, bestätigt Julia Harnischfeger, Operations Director der Global Student Accommodation Germany GmbH. „Uns ist es wichtig, dass unsere Studierenden nicht nur eine Bewohnerschaft, sondern eine Gemeinschaft bilden. Das Stichwort ‚self-regulating communities‘, also dass die Studierenden sich gegenseitig umeinander kümmern, bildet die Basis des GSA-Konzepts. Wir sind immer wieder stolz und glücklich zu sehen, wie gut diese Dynamik in unseren Unterkünften funktioniert und wie sehr das Leben in den GSA Residences den Studienalltag erleichtert.“


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oder anderen vermutlich ein zusätzlicher ,Coolness‘-Faktor. Oft hören wir unsere Studierenden außerdem sagen, dass man sich ja sowieso nur zum Schlafen im Zimmer aufhält. Wenn also die Gemeinschaftseinrichtungen in der Student Residence und an der Uni top sind, dann findet das Leben, Lernen und Freundetreffen ohnehin außerhalb der eigenen beziehungsweise der durch zwei geteilten vier Wände statt. Last but not least ist man zu zweit einfach weniger allein!“

Doppelzimmer, Madrid

3. Zusammen und doch für sich: Das Twin-Studio Im Grunde handelt es sich beim Twin-Studio um die altbewährte Zweier-WG. Jeder hat sein eigenes Zimmer, aber man teilt sich Küche, Wohnzimmer und Bad. Die optimale Wohnform für befreundete Studierende, Paare oder Personen, die gerne teilen und etwas mehr Platz nutzen wollen als im eigenen Studio. Besonders beliebt ist diese Wohnform bei Freunden, die gemeinsam an den neuen Studienstandort ziehen. Sowohl Freunde, die aus derselben Stadt in China kamen, wie auch Bekanntschaften, die sich bei der Besichtigung am Tag der offenen Tür zum ersten Mal kennengelernt haben, sind ins Twin-Studio gezogen. 4. Geteilte Freude …: Das Doppelzimmer Dieser Wohnform-Klassiker mag gerade bei uns in Deutschland zunächst ein wenig an das Kinderzimmer erinnern, das man sich mit Bruder oder Schwester teilen musste. Tatsächlich aber wissen viele Studierende diese Art des Wohnens sehr zu schätzen: „Viele Studierende kommen aus Ländern, in denen das Doppelzimmer als studentische Wohnform bekannt und beliebt ist“, berichtet José Carlos Poveda, Residence Manager der Residencia Universitaria Galdós in Madrid. „Beliebt auch deshalb, weil ein geteiltes Zimmer günstiger ist, als alleine zu wohnen. Vor dem Hintergrund der horrenden Mietpreise in Metropolen wie New York oder Sydney nehmen die Studierenden an diesen Standorten das Doppelzimmer gerne in Kauf. Außerdem entspricht das Doppelzimmer dem klassischen ‚On Campus Living‘ an amerikanischen Universitäten. Wir alle kennen ja die ,Roommate-Kultur‘ aus Film und Fernsehen. Für den ein

Tatsächlich ist das studentische Doppelzimmer häufig der ideale Ort für den Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Das bestätigt auch Lola Baro, Marketing Manager bei GSA in Spanien: „Wir kennen viele Fälle, in denen Studierende bei uns im Doppelzimmer gewohnt haben und uns später berichteten, dass aus der gemeinsamen Zeit eine langjährige Freundschaft entstanden ist. Das hören wir natürlich gern, denn die Bildung einer Community, in der die Studierenden sich aufgehoben fühlen und nach Möglichkeit auch neue Freunde finden, ist ja das erklärte Ziel von GSA.“ Voraussetzung dafür, dass das Wohnen im Doppelzimmer als positiv empfunden wird, ist ohne Zweifel die richtige Gestaltung. Nur mit einem ausgeklügelten Konzept aus Einrichtung, Design und Farbe behalten beide Bewohner trotz der räumlichen Nähe das Gefühl von Privatsphäre. „Als ich Studentin war, haben mein Freund und ich uns wenige Quadratmeter geteilt. Das Zimmer war allerdings nicht dafür angelegt, was das enge Zusammenleben eindeutig erschwert hat“, erzählt die Interior Designerin und GSA-Kooperationspartnerin Denise Boxler. „Die WohlfühlAtmosphäre hängt im Wesentlichen vom Design ab. Das schließt die Aufteilung der Möbel ebenso ein wie individuelle Stauräume und natürlich auch Farben und Materialien. Wohnräume genau auf die Bedürfnisse seiner Bewohner maßzuschneidern, darin sehe ich meine Aufgabe in der Zusammenarbeit mit GSA.“

6-Personen-Nest, Tokio


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37 Quadratmeter für sechs Personen? Auf den ersten Blick nicht möglich, auf den zweiten schon. Oft treibt die Notwendigkeit, mit dem Platz sparsam umzugehen, die Entwicklung besonders kreativer Lösungen voran. So beispielsweise in Tokio. Hier gibt es praktisch keine freie Fläche, aber mehr als eine Million Studierende. Das sind dreimal so viele wie in London. Um auch in einer Stadt wie Tokio den Bedürfnissen der Studierenden gerecht zu werden, hat GSA die Wohnform des „6-Personen-Nestes“ entwickelt. Die Nester befinden sich im Hakusan House, das 2018 eröffnet wurde und 364 Betten bietet. „Die Betten in den ‚6-Personen-Nestern‘ sind allerdings nicht wie normale Stockbetten einfach übereinandergestapelt, sondern im verschachtelten Yin/Yang-Stil angebaut“, erklärt Jessica Howard, Community Manager bei GSA in Japan. „Durch dieses innovative Raumkonzept entstehen kleine Kojen beziehungsweise Mini-Wohn-Nischen. Die übereinander liegenden Betten sind von je drei Seiten verkleidet, das untere Bett ist zu der einen und das obere Bett zu der anderen Seite hin geöffnet. Das ermöglicht jedem Studierenden trotz der fünf Zimmergenossen Privatsphäre. In den so entstehenden Nischen kann man am Schreibtisch arbeiten oder im Bett liegen, ohne das Gefühl zu haben, sich auf dem Präsentierteller zu befinden. In einer Stadt wie Tokio ein absolutes Qualitätsmerkmal.“ Wohlfühlfaktor Wohnumfeld – egal wie, Hauptsache glücklich Ob eigenes Apartment, Doppelzimmer oder Nest-Koje – entscheidend ist letzlich, dass Studierende sich in der Unterkunft wohlfühlen und sie als eine Art Zuhause empfinden. Nur so kann sich das Wohnumfeld positiv auf die individuelle Studienerfahrung auswirken. Insbesondere die Wohnform selbst, also die Aufteilung und die Gestaltung der Räume, spielt an dieser Stelle eine wesentliche Rolle. Bereits bei der Planung der Immobilie beziehungsweise des Umbaus eines Bestandsobjekts müssen heute die optimale Raumnutzung und eine klare Vorstellung des späteren Wohngefühls berücksichtigt werden. Dafür sind neben der Wahl der Wohnform auch standortbezogene Eigenheiten sowie kulturelle oder auch religiöse Anforderungen bei der Projektentwicklung zu berücksichtigen. Ein Beispiel: In muslimischen Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten werden nach Geschlechtern getrennte Räumlichkeiten sowie Gebetsräume erwartet.

Neben dem architektonischen und designerischen Aspekt rundet der Service das Gesamtbild einer Studentenunterkunft ab. Wohlfühlen hängt eben auch mit der Unterstützung eines erfahrenen Teams, mit Rat und Tat im richtigen Moment und mit der ganz praktischen Unterstützung in scheinbar banalen Alltagsdingen wie beispielsweise der Paketannahme zusammen. Auch hier zeigen sich kulturell bedingt unterschiedliche Bedürfnisse. So wird zum Beispiel in Spanien neben einem breiten Angebot an Sozialflächen besonders die Vollversorgung der Studierenden mit drei Mahlzeiten am Tag nachgefragt. Auch die Organisation gemeinschaftsstiftender Events gehört zum Aufgabenbereich des Teams. „Das Leben in einer Studentenunterkunft ist bereits heute mehr denn je wie ein Full-ServicePaket“, zieht Valérie Bensiek, Managing Director der Global Student Accommodation Germany GmbH, einen Vergleich. „Das heißt: Die für Stadt, Land und Leute optimale Wohnform in Kombination mit einem den Bedürfnissen angepassten Service und dem guten Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Das verstehen wir unter einem global einheitlichen Standard.“ Über GSA GSA ist in Australien, China, Deutschland, Dubai, Irland, Japan, Spanien und dem Vereinigten Königreich präsent. Zu GSA gehören die Marken: Uninest Student Residences, The Student Housing Company und Nexo Residencias. Der Hauptsitz von GSA ist in Dubai. GSA ist der erste und einzige globale Anbieter von Studentenunterkünften, der die Entwicklung, Verwaltung und Investition in erstklassige Studentenunterkünfte an Standorten in der Nähe von Top-Universitäten ermöglicht. Das weltweite Portfolio von GSA umfasst rund 23.000 Betten. www.gsa-gp.com Über Uninest Germany GmbH Die Uninest Germany GmbH wurde 2014 gegründet, um der großen Nachfrage an Studentenunterkünften in Deutschland zu begegnen. Heute umfasst das Uninest Portfolio über 1.500 Betten in Dresden, Frankfurt, Hamburg, Münster und Darmstadt. Uninest Student Residences bietet mit komfortablen, möblierten Unterkünften Studierenden aus aller Welt eine rundum angenehme Wohnerfahrung. Der Fokus liegt auf exzellentem Service, hoher Sicherheit und bestens ausgestatteten Wohnräumen. www.unineststudents.de

Copyrights: Global Student Accommodation Group Limited

5. Maßgeschneidert für Tokio: Das „6-Personen-Nest“


SKYLOUNGE MONDSEE: NEUER MAßSTAB FÜR LUXUSIMMOBILIEN IN ÖSTERREICH

Hoch über dem Mondsee mit einem grandiosen Blick auf die umliegende Bergwelt und den See entsteht das vielleicht luxuriöseste Immobilienprojekt Österreichs, mit dem speziell im Salzkammergut neue Maßstäbe gesetzt werden. Bis Sommer 2020 errichtet die MBB Real Invest die elf exklusiven Penthouses und Lounges der SKYLOUNGE MONDSEE in drei spektakulär gestalteten Bauteilen. Die Luxusdomizile sind zwischen 160 m2 und 400 m2 groß und weisen neben privaten Grünflächen und Terrassen mit 80 m2 bis 230 m2 auch großzügige Private Spas mit eigenem Schwimmbad, Outdoor-Whirlpool und Panoramasauna auf. „Die SKYLOUNGE MONDSEE wird den höchsten Ansprüchen gerecht“, sagt Maria Lehrl, Entwicklerin und Bauherrin der SKYLOUNGE. „Wenn unsere Kunden zum ersten Mal die grandiose Aussicht genießen, verlieben sie sich oft geradezu in die SKYLOUNGE und entscheiden sich schon in diesem Moment. Die Kombination aus Gebirgspanorama und See, in dem sich die umliegenden Berge widerspiegeln, ist einzigartig und sicher eine der schönsten im gesamten Alpenraum. Diese Lage fasziniert Menschen aus aller Welt und ist der wichtigste Grund, warum wir bereits in der ersten Projektphase ein erstklassiges internationales Publikum aus Deutschland, der Schweiz und aus Monaco für die SKYLOUNGE gewinnen konnten. Für diese Käufer ist Mondsee nicht bloß ein weiterer Zweitwohnsitz, sondern wird zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt.“ Doch auf Lage und Ausblick allein verlässt sich Maria Lehrl keinesfalls: „Für mich war die SKYLOUNGE nie ein Bauträgerprojekt, sondern zuallererst die Verwirklichung einer Vision von einem einzigartigen Lebensraum an einem einzigartigen Platz. „Mein Ziel war es, für unsere internationa-

len Kunden all das und vielleicht noch ein wenig mehr zu realisieren, was diese auch von exklusiven privaten Villen in den gefragten Luxushotspots Europas gewohnt sind. Kompromisse bei der Bau- und Ausstattungsqualität kamen daher einfach nicht in Frage. Unser gesamtes Team hat praktisch alle gängigen Ansätze im Immobiliendevelopment über Bord geworfen und das Konzept Luxusresidenz in einer für Österreich wohl völlig neuartigen Weise realisiert. Wir haben all unsere Überlegungen am internationalen Luxusstandard privater Villen und der 5-Sterne-Hotellerie orientiert. Das betrifft insbesondere Raumgrößen, Ausstattung, Lichtkonzept und bauliche Umsetzung von ästhetischen Details, die gänzlich anders gelöst werden als sonst selbst bei Luxuswohnungen üblich. Das beginnt bei der Größe der Wohnungen – diese besitzen eine durchschnittliche Größe von 300 m2 mit bis zu 50 m2 großen Masterbädern – und setzt sich fort über Details wie raumhohe Türen und spektakuläre, flächenbündige Fixverglasungen bis hin zu ausgeklügelten, indirekten LED-Lichtkonzepten. Das Parkdeck der SKYLOUNGE hat mit bis zu fünf Metern Höhe, einem von Moltoluce gestalteten Lichtdesign und der Glasüberdachung die Anmutung einer Empfangshalle der Luxushotellerie.“ Die zentralen Themen der SKYLOUNGE MONDSEE gruppieren sich um die Themen Wohnkomfort, Ästhetik, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Ein vorrangiges Gestaltungsziel ist es, von nahezu jedem Punkt der Wohnung den großartigen Panoramablick genießen zu können. Der Ausstieg aus dem direkt in die Wohnungen führenden Lift, die raumhohen Glasflügeltüren in den Livingbereich, die großzügigen Glasfronten – alles ist


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Fotocredits: MBB Real Invest GmbH

darauf ausgerichtet, den unglaublichen Ausblick in das Wohnerlebnis der Appartements zu integrieren. Weitere, zentrale Elemente der SKYLOUNGE MONDSEE stellen die großzügigen Private Spas mit einer Sauna, freistehenden Designerbadewannen und SKYpools dar: „Jede Wohnung verfügt über eine private Wellnessoase – natürlich ebenfalls mit bestem Ausblick auf den See und die umliegende Bergwelt – egal ob man sich in der Panoramasauna, im Whirlpool in einer der gemütlichen Loggien oder in der freistehenden Badewanne im großzügigen Indoor-Spa befindet.“ Auch die Ausstattung besteht aus hochexklusiven, edelsten Materialien und Produkten, wie zum Beispiel Dielenböden von Admonter oder Armaturen von Dornbracht. Ein speziell auf jeden einzelnen Raum zugeschnittenes LED-Konzept rückt diese Besonderheiten ins optimale Licht. Sicherheit besitzt für die anspruchsvolle und exponierte Klientel einen hohen Stellenwert. Auch in dieser Hinsicht setzt die SKYLOUNGE MONDSEE neue Maßstäbe. Im gesamten Projekt wird gänzlich auf Schlüssel verzichtet, stattdessen regelt ein hochmodernes, völlig berührungsloses System den Zutritt. Neueste Alarm- und Sicherheitstechnologie sowie Remote Home Control zur Fernsteuerung von Licht, Heizung, Jalousien etc. runden die topmoderne technische Ausstattung ab. Großer Wert wird auch auf die Nachhaltigkeit des Objekts gelegt. So ist die SKYLOUNGE MONDSEE im Niedrigstenergiehaus-Standard (sehr hohe Energieeffizienz und ein um ein Drittel geringerer Energiebedarf als beim Niedrigenergiehaus) ausgeführt, zudem wird ausschließlich erneuerbare Energie verwendet. Südlage, hohe Materialqualität und umfassende technische Maßnahmen wie kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung ermöglichen die Minimierung des Energieverbrauchs ohne jegliche Einschränkungen des Wohnkomforts. E-Ladestationen im Parkdeck sind in der SKYLOUNGE MONDSEE ebenfalls eine Selbstverständlichkeit. Die Einzigartigkeit des Projekts wird auch durch die Auszeichnung als bestes Immobilienprojekt Österreichs in der Kategorie Real Estate Development bei den prestigeträchtigen European Property Awards unterstrichen. Die European Property Awards zählen seit 25 Jahren zu den renommiertesten Immobilien-Awards der Welt. Dabei wählt ein unabhängiges Panel aus 70 Branchenexperten unter dem Vorsitz von Mitgliedern des britischen House of Lords in Kooperation mit der Tageszeitung „The Telegraph“ jährlich die herausragendsten und innovativsten Immobilienprojekte weltweit. www.skylounge-mondsee.com


Die Gründer von Building Radar: Paul Indinger, Raoul Friedrich und Leopold Neuerburg (v. l.)

FÜNF MILLIONEN EURO FÜR DAS PROPTECH-STARTUP BUILDING RADAR Building Radar identifiziert weltweit neue Bauvorhaben mit Künstlicher Intelligenz (KI). Die Münchner Gründer haben nun erfolgreich die Series-A-Finanzierungsrunde über fünf Millionen Euro abgeschlossen. Die neuen Investoren an Bord sind unter anderem coparion, FO Holding, PropTech1 Ventures und SIGNA Innovations. Die Bauwirtschaft boomt: Im Vergleich zum Vorjahr wurden im ersten Halbjahr 2019 rund 36 Prozent mehr digitale Ausschreibungen und Veröffentlichungen zu Bauvorhaben in Deutschland erfasst. Frühzeitig von diesen zu erfahren ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für alle Zulieferer und Dienstleister der Baubranche, wenn es um die Akquise von neuen Projekten geht. Bisher war das ein sehr zeitaufwändiger Prozess. Das wollen Leopold Neuerburg, Paul Indinger und Raoul Friedrich, die Gründer des KI-Startups Building Radar, ändern und Firmen helfen, ihr Umsatzpotential zu steigern. Die Bauwirtschaft gehört zu den am wenigsten digitalisierten Industrien in Deutschland. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning findet Building Radar neue Bauvorhaben weltweit und wesentlich früher, als das mit manueller Recherche möglich ist. Ihre Idee kommt an: Die Gründer aus München haben im September 2019 die Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von fünf Millionen Euro geschlossen. Unter den Investoren

finden sich sowohl Bestands- als auch Neu-Investoren. Erneut investiert haben der Internetpionier Alexander Samwer mit Picus Capital und die renommierten VentureCapital-Gesellschaften ASTUTIA Ventures und Vito ONE. Die Lead-Investoren der neuen Runde sind PropTech1 Ventures und coparion. Zusätzlich neu hinzugewonnene Investoren sind Ferdinand Oetker durch die FO Holding und SIGNA Innovations, Tochter des österreichischen SIGNA-Konzerns. Die fünf Millionen Euro wird das PropTech-Startup einsetzen, um in neue Märkte zu expandieren, den Suchalgorithmus weiter zu verfeinern und die Suchergebnisse zu optimieren – mithilfe von Machine Learning. Mit Künstlicher Intelligenz die neuesten Bauvorhaben immer im Blick Dienstleister und Lieferanten der Bauwirtschaft sparen durch Building Radar nicht nur Zeit bei der Leadgenerierung, durch frühzeitige Informationen zu Bauvorhaben


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wird zudem die Abschlussrate von Projekten erhöht. Das sieht auch Jürgen Fenk, CEO der SIGNA Innovations und Mitglied im Executive Board der SIGNA Group so: „Building Radar bietet einen entscheidenden Vorteil für seine Kunden, denn potentielle Projekte frühzeitig gezielt zu erkennen ist immens wichtig für den vertrieblichen Erfolg. Wir sind überzeugt von der Vision hinter Building Radar und bringen deshalb unsere Expertise ein, um das Gründertrio beim Wachstum zu unterstützen.“ Täglich 5.000 neue Bauvorhaben aus 100.000 Quellen Die Software von Building Radar identifiziert täglich ca. 5.000 neue Bauprojekte aus über 100.000 verschiedenen Quellen und umfasst insgesamt über fünf Millionen Baustellen. Der Nutzer kann nach Standort, Bauphase oder Baugröße suchen. Wenn die Sucheinstellungen gespeichert werden, kann sich der User Push-Benachrichtigungen schicken lassen und verpasst so kein einziges potentielles Projekt mehr. „Die Baubranche hat enormes Wachstumspotential, wenn es um digitale Innovationen geht. Entsprechend freuen wir uns, mit Building Radar in ein PropTech zu investieren, welches auch mithilfe Künstlicher Intelligenz Zulieferer der

Baubranche auf Vertriebsebene von extrem müßigen manuellen Prozessen befreit“, so Anja Rath, Managing Partner bei PropTech1 Ventures, dem ersten deutschen auf PropTech-Startups spezialisierten Venture-Capital-Fonds. Namhafte Unternehmen setzen erfolgreich auf Building Radar Rund 120 Unternehmen aus der Baubranche nutzen die Technologie von Building Radar bereits und optimieren durch die digitale Lösung ihre Kundenakquise. Zu den bestehenden und sehr namhaften Kunden gehören neben Dax-Konzernen wie z. B. Linde auch der Wohn- und Büromöbelhersteller Vitra, der Fassadenhersteller Schüco und der Heiztechnik-Hersteller Viessmann. Insgesamt hat das PropTech-Startup aus München bislang rund 100 Millionen Euro Umsatz für seine Kunden initiiert. www.buildingradar.com


Hotel „Ostseebad Boltenhagen“

TRAVEL CHARME UND HIRMER IMMOBILIEN STELLEN ERSTMALS NEUPROJEKTE VOR Fulminanter Aufschlag: Erstmals seit Übernahme der Hirmer Gruppe im März 2018 präsentieren Hirmer Immobilien und Travel Charme Hotels & Resorts ihre geplanten Neuprojekte. Dabei stehen zwei Standorte in Österreich, einer an der deutschen Ostseeküste und einer am Gardasee im Fokus des auf die Ferienhotellerie spezialisierten Unternehmens. Die Eröffnung des ersten Neuprojektes ist für Frühjahr 2021 in Salò, der größten Stadt am Westufer des Gardasees, geplant. Insgesamt werden 97 Zimmer und Suiten am Fuß des Monte San Bartolomeo oberhalb der Bucht von Salò mit direktem Blick auf den See realisiert. Besonderes Merkmal des Hotels wird der auf 1.900 m2 geschaffene Spa-Bereich sein. Die vielfältige Wasserwelt wird über ein Entspannungsbecken, zwei beheizte Außenpools und einen großen Liegebereich verfügen. Zahlreiche Saunen und Dampfbäder, großzügige Ruhezonen, ein Fitnessbereich sowie mehrere Behandlungsräume für regional geprägte Spa-Anwendungen zeichnen die Wellnesslandschaft aus. Ein luxuriöser Rückzugsort für Treatments in privater Atmosphäre entsteht in Form von privaten Spa-Suiten. Für das Jahr 2022 plant Hirmer Immobilien die Eröffnung von zwei weiteren Neuprojekten. Das Ostseebad Boltenhagen, im Norden des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern, ist das drittälteste Seebad an der Ostsee und Teil der Metropolregion Hamburg. In direkter Lage zum Meer wird dort ein Ferienresort mit 115 Zimmern und Suiten sowie einem über 1.200 m2 grossen Wellnessbereich gebaut. Das Restaurant, ein in das Haus integriertes Strand-Bistro sowie eine moderne Vinothek sorgen für das leibliche Wohl der Gäste.

Mit dem für Strobl am Wolfgangsee geplanten Neuprojekt baut Travel Charme Hotels & Resorts seine Präsenz in Österreich aus. Neben den drei jetzigen Häusern dort ist Strobl der vierte Standort im Land. 119 Zimmer und Suiten erwarten ab 2022 die Gäste in dem direkt am Ostufer des Sees gelegenen Resort inklusive Rooftop-Bar und einem einmaligen Dach-Spa mit Outdoor-Pool sowie vielfältigem Saunabereich. Neben den drei Neubauten revitalisiert die Hirmer Gruppe auch ein ehemaliges Hotelensemble im österreichischen Bad Gastein. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen die drei altehrwürdigen Immobilien „Alte Post“, „Badeschloss“ und „Grandhotel Straubinger“ dem Land Salzburg mit dem Versprechen abgekauft, die geschichtsträchtigen Bauwerke als Hotelbetrieb wiederaufleben zu lassen. Im „Hotel Straubinger“ werden rund 50 hochwertig ausgestattete Zimmer entstehen sowie ein glanzvoller Saal im offen gehaltenen Erdgeschoss, in dem ganztägig ein hochwertiges Kulinarikangebot zur Verfügung stehen wird. Auch im kosmopolitisch ausgerichteten „Badeschloss“, das mit dem geplanten Zubau etwa 100 Zimmer umfassen wird, greifen die einzelnen Hotelbereiche harmonisch ineinander über – ob Restaurant, Bar oder Open Grill: Alles ist ausgerichtet auf ein anspruchsvolles urbanes Publikum. Ein erster Pop-up-Store eröffnete Anfang 2019 im ehemaligen „Badeschloss“, um den einst belebten Ortskern schon jetzt wieder mit Leben zu füllen. 2023 wird das Gebäude-Trio unter der Flagge der Travel Charme Hotels & Resorts eröffnen, um frischen Wind in das märchenhafte Bad Gastein zu bringen. Dr. Wilfried Haslauer, Landeshauptmann von Bad Gastein, begrüßt das neue Projekt: "Ich freue mich, dass es uns nach


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Hotel in Strobl am Wolfgangsee

Fotocredits:: Travel Charme Hotels & Resorts

der Bestandssicherung der drei denkmalgeschützten Gebäude gelungen ist, einen seriösen und bekannten Investor zu finden, der sich mit Überzeugung für die hochwertige touristische Nutzung engagieren wird. Mit der Sanierung und Revitalisierung des „Hotel Straubinger“, des „Badeschlosses“ und des Post-Gebäudes beginnt ein neues Kapitel für das Ortszentrum von Bad Gastein.“ Alle Neuprojekte werden im gehobenen Vier- bis FünfSterne-Segment platziert sein. Im Vordergrund der Ausrichtungen steht dabei das individuelle Storytelling der Häuser. „Mit den geplanten Neuprojekten brechen wir auf zu neuen Ufern und schaffen Orte, die jeder für sich einzigartig und besonders sind“, erklärt Daniel Eickworth, Geschäftsführer der Hirmer Immobilien. „Wir wollen Geschichten erzählen und kreieren dafür Konzepte, die in der Ferienhotellerie neue Maßstäbe setzen werden.“ Doch nicht nur die Neuprojekte beschäftigen das Unternehmen. Auch die derzeitigen Konzepte der neun Bestandhäuser werden kontinuierlich überarbeitet und sowohl inhaltlich als auch optisch neu ausgerichtet. Eine erste Repositionierung ist dabei für das „Ostseehotel“ in Kühlungsborn geplant, das 2021 in neuem Glanz erstrahlen soll. Matthias 43 & Brockmann, Geschäftsführer Travel Charme Hotels Resorts, ist überzeugt von einer erfolgreichen Neugestaltung: „Wir werden die Häuser individualisieren und ihre Profile schärfen. Dazu gehört die optische und inhaltliche Anpassung der Hotels, der wir uns in den kommenden Jahren annehmen werden.“ Seit der Übernahme 2018 sind sowohl die Auslastung der Hotels als auch der Gesamtumsatz der Travel Charme Gruppe um zehn Prozent gestiegen. Gründe hierfür liegen in der Erschließung neuer Vertriebskanäle, der Implementierung zentraler Funktionen in der Servicegesellschaft sowie bereits erster Veränderungen und Prozessoptimierungen in den einzelnen Hotels.

Hotel in Salò am Gardasee

„Badeschloss“ in Bad Gastein

„Ich bin stolz auf das, was wir in den letzten 18 Monaten erreicht haben“, freut sich Dr. Christian Hirmer, Sprecher der Hirmer Gruppe. „Es steckt viel Potential in der Entwicklung von Travel Charme Hotels & Resorts, und ich freue mich persönlich sehr auf den weiteren gemeinsamen Weg.“ Die vier Neuprojekte stellten Travel Charme Hotels & Resorts und Hirmer Immobilien der Presse am 17. September 2019 im „Bergresort Werfenweng“ vor. Hier konnten sich die Gäste anhand von Modellen und Präsentationen einen ersten Eindruck der zukünftigen Häuser machen und sich dazu mit den Geschäftsführern der Unternehmen sowie den Projektleitern individuell austauschen. www.travelcharme.com

TCHR Presseevent, v. l.: Matthias Brockmann, Dr. Christian Hirmer, Dr. Wilfried Haslauer, Gerhard Steinbauer, Daniel Eickworth.


Radisson RED Lisbon Olaias. Fotocredit: © Value One

RADISSON UND VALUE ONE POSITIONIEREN DREI NEUE RADISSON RED HOTELS IN EUROPA Radisson Hospitality AB, Teil der Radisson Hotel Group, hat kürzlich die Unterzeichnung von drei neuen Hotelimmobilien bekanntgegeben, die alle im Rahmen einer strategischen Franchise-Partnerschaft mit dem Entwickler und Betreiber Value One Hotel Operations unter der Marke Radisson RED geführt werden. Mit dem Radisson RED Lisbon Olaias und dem Radisson RED Porto feiert die Marke ihr Debüt in Portugal – nicht zu vergessen, dass in Wien ein zweites Radisson RED eröffnet wird. Elie Younes, Executive Vice President und Chief Development Officer der Radisson Hotel Group, sagt: „Wir freuen uns, unsere markant designgeprägte Marke Radisson RED in drei wichtigen europäischen Städten auszubauen – Lissabon, Porto und Wien. Wir sind dankbar für das Vertrauen, das unser Partner Value One Hotels unserer Marke und unseren Mitarbeitern entgegenbringt. Ein großer Erfolg liegt vor dieser Reise.“ Christoph Flügel, Vorstand von Arbireo Capital, erläutert: „Der Franchise-Vertrag bietet ein enormes Win-WinPotential – unsere Anleger schätzen die Markenstärke und Kundenbindung von Radisson RED. Wir freuen uns auf die Entwicklung, das Management und den Betrieb der neuen Assets, mit denen wir im Rahmen unserer langfristigen Partnerschaft auf diesen Stärken aufbauen wollen.“ „Radisson RED steht für höchste Qualität im HospitalitySegment, und wir sind hocherfreut, dass wir einen so renom-

mierten Partner wie die Radisson Hotel Group gewinnen konnten“, erläutert Karl Bier, Managing Partner von Value One Hotel Operations. „Portugals Bedeutung als Reiseziel wächst stetig, und wir freuen uns über den Ausbau unserer Aktivitäten mit diesen beiden fantastischen neuen Hotels in diesem attraktiven Markt. Das neue Hotel in Wien ist ebenfalls eine spannende Ergänzung“, so Bier weiter. Value One Hotel Operations, mit Sitz in Österreich, ist ein Joint Venture der Hospitality Division von Value One Holding und Arbireo Hospitality, der Tochtergesellschaft des deutschen institutionellen Immobilien Investment Managers Arbireo Capital. Das Unternehmen verbindet die Erfolgsgeschichte von Value One als innovativer Projektentwickler mit mehr als 20 Jahren Erfahrung und der Expertise von Arbireo Capital im Asset- und Transaktionsmanagement sowie im operativen Hotelmanagement. Die Vereinbarung mit Value One Hotel Operations, die drei Hotels und nahezu 800 Zimmer umfasst, erweitert das Radisson RED-Portfolio auf 23 Hotels und mehr als 4.500 Zimmer, die in Betrieb oder in Entwicklung sind. All dies ist Teil der Strategie, das Portfolio der Radisson Hotel Group in Europa auszuweiten und auf die führende Position von Radisson Blu als größte gehobene Hotelmarke auf dem gesamten Kontinent aufzubauen. www.radissonred.com


v. l.: Ihsan und Yonca Yalaz, Makler Iman Azizi und Projektentwickler Jürgen Paul. Fotocredit: ©Helmut Heigert.

PLAZA HOTELGROUP LAUNCHT NEUE PREMIUMMARKE Die Heilbronner Plaza Hotelgroup setzt mit der Einführung der PLAZA Premium Marke künftig auf die Entwicklung im 4-Sterne Superior-Segment. Geplant ist die Einweihung von über 2.000 Zimmern im deutschen Markt, insgesamt sieht der Plan 30 Hotels der Marke in den nächsten fünf Jahren vor. „In Zeiten von Airbnb & Co ist es absolut wichtig, dass wir als Hoteliers Zeichen setzen und unseren Gästen auch mehr Freiraum sowie attraktive Features in unseren Hotels anbieten. Unsere neue PLAZA Premium Marke wird sicherlich dazu beitragen“, so Yonca Yalaz, Geschäftsführerin der Plaza Hotelgroup, anlässlich der Vorstellung der PLAZA Premium Marke vor rund 200 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Immobilien- und Finanzwelt sowie Pressevertretern in Hamburg. Den aktuellen Hotelmarkt in der Hansestadt beleuchtete Gastredner Jürgen Paul, Geschäftsführer der Nordprojekt, einer der größten deutschen Immobilien-Entwicklungsgesellschaften. Die 4-Sterne Superior-Hotels der PLAZA Premium Marke zeichnen sich durch exklusive Business-Lounges, gemütliche Bars, Wellness- und Fitnessbereiche sowie große Zimmer (mindestens 23 Quadratmeter) mit luxuriöser Einrichtung, qualitativ hochwertigen Möbeln und einer Kitchenette aus. Das Designkonzept ist dabei klar strukturiert, das PreisLeistungs-Verhältnis attraktiv. Zielgruppe der Hotels sind sowohl Business- als auch Privatgäste. „Unsere Premium Marke steht für Exklusivität, modernes Design und viel Platz für den Gast. Wir haben für die neue

Marke ein eigenes Designkonzept erarbeitet und versprechen uns eine hohe Zustimmung unter den Gästen. Wir freuen uns schon sehr auf die Expansion unserer PLAZA Premium Marke“, ergänzt die Powerfrau, die die Plaza Hotelgroup seit 2002 gemeinsam mit ihrem Ehemann und Geschäftspartner Ihsan Yalaz schnellen Schrittes vorantreibt. Das erste Plaza Premium Hotel wird in Heidelberg in bester Stadtlage ab März 2020 über 167 modern ausgestattete Zimmer verfügen. Highlight des Hotels ist die spektakuläre Rooftop-Bar mit Restaurant in 24 Metern Höhe mit Blick auf das Heidelberger Schloss. Weitere Standorte werden Hamburg (vier Hotels), Berlin, Recklinghausen, Darmstadt, Heilbronn, Stuttgart und Linz in Österreich sein. Die Größe der Hotels variiert dabei zwischen 120 und 250 Zimmern. „Wir haben zahlreiche Gespräche für weitere und neue Expansionsprojekte geführt. Dabei legen wir viel Wert auf ein organisches Wachstum der Marke“, erläutert Iman Azizi, der als Partner der Immobilienberatung Nierobisch und Möller die Plaza Hotelgroup bei der Expansion berät. „Einige der Häuser an den vorwiegend urbanen Standorten werden wir nicht nur betreiben, sondern auch selbst Besitzer der Immobilie werden“, erläutert Ihsan Yalaz, CEO der Plaza Hotelgroup. So wurden in diesem Jahr bereits acht Hotels in Deutschland und Österreich gekauft. „Von unseren 42 Hotels gehören uns inzwischen 15.“ www.plazahotels.de


46 VORSCHAU / IMPRESSUM DEAL-Magazin erscheint im Verlag Happy Read Publishing Ltd. Promenadeplatz 12, 80333 München Herausgeber Peter Kerler Geschäftsführer und Chefredakteur Bernd Eger

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