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CRUISER Edition Mai 2014

Dieses Magazin ist schwul

17. Pink Apple Filmfestival Eurovision Song Contest Warmer Mai Pink Cross Werner Catrina Peaches Geldof Hape Kerkeling Rainbow School of Englisch

ÂŤWie ich lernte, die Zahlen zu liebenÂť von Oliver Sechting & Max Taubert Pink Apple


Wo Persönlichkeiten Paare werden

Florian T. und Daniel K.

„Abenteuer finde ich woanders. Die wahre Liebe nur bei PARSHIP.“

Auch Frauen finden bei gayPARSHIP eine passende Partnerin.

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04.06.2013 8:16:14 Uhr


Inhalt

C RU I S E R E d it ion Ma i 2 014 

Editorial Im Wonnemonat Mai dominiert Kultur die Gay-Szene – wir berichten ausführlich darüber. Mit Pink Apple findet das beliebte schwullesbische Filmfestival in Zürich und Frauenfeld bereits zum 17. Mal statt. Unsere Fotostrecke widmet sich spannenden Filmszenen. Auch der Warme Mai lässt die Bühnen mit seinem Programm nicht kalt. Die Musik kommt mit dem Eurovision Song Contest nicht zu kurz – alles Wurst, oder was? Und wir stellen das neue Buch von Schriftsteller Werner Catrina vor: «Der späte Frühling». Weil auch Reisen ein Kultur-Trip sein kann, stellen wir die erste schwule Sprachschule in London vor. Wir wünschen eine spannenden Lektüre! Daniel Diriwächter, Stv. Chefredaktor

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Eurovision Song Contest 1014 Beim diesjährigen Musikwettbewerb geht’s um die Wurst

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Die wahre Erfindung Werner Catrina und sein neuer Roman «Der späte Frühling»

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Pink Cross Bastian Baumann ist neuer Geschäftsleiter von Pink Cross

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17. Pink Apple Filmfestival Die Fotostrecke mit Tipps und spannenden Filmszenen

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Warmer Mai 2014 Der schwullesbische Kulturmonat erlebt ein Comeback

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Rainbow School of Englisch Eine neue Londoner Sprachschule für schwule Männer

News 4 • Prominent 8 • News Schweiz 10 • Kolumne 15 Kultur 26 • Szene 28 • Hot4You 31 • Pia 32 • Dr. Gay 33 • Agenda 34



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News

Internationale News

C RU I S E R E d it ion Ma i 2 014

Berlin Unabhängigkeit des Verfassungsgerichts bedroht CDU und CSU wollen die Unabhängigkeit des deutschen Bundesverfassungsgerichts einschränken. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» werben CDUFraktionschef Volker Kauder sowie Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU) für eine Beschneidung der Zuständigkeiten der Richter. Die Abgeordneten werfen dem Bundesverfassungsgericht vor, mit seinen Urteilen die Liberalisierung der Gesellschaft voranzutreiben. Als besonders schwerwiegende Beispiele führten die Politiker die fortschrittlichen schwulen- und lesbenpolitischen Entscheidungen der Richter in Karlsruhe an. Empört sind die Politiker auch darüber, dass sich die Richter bei ihren Urteilen häufig nicht von der Politik ihrer Parteien leiten lassen. Das Bundesverfassungsgericht wird nach parteipolitischem Proporz besetzt.

Stuttgart Kompromiss bei «sexueller Vielfalt» Mit einem neuen Entwurf des Bildungsplans versucht Baden-Württembergs grün-rote Landesregierung den Streit über «sexuelle Vielfalt» als Unterpunkt bei allen Schwerpunkten des Plans zu entschärfen. Dies nachdem der

ursprünglische Vorschlag auf erbitterte Kritik der oppositionellen CDU, der Kirchen und konservativer Medien gestossen war. Im neuen Plan ist «sexuelle Vielfalt» kein Querschnittsthema mehr. «Statt eines Querschnittsthemas ‹sexuelle Vielfalt› gibt es die neue allgemeine Leitperspektive ‹Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt›», sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Kultusminister Andreas Stoch ergänzte, die sexuelle Vielfalt werde in dem «grösseren Kontext» des diskriminierungsfreien Umgangs mit Vielfalt in personaler, religiöser, kultureller, ethnischer und sozialer Hinsicht behandelt.

München Homophobe Eltern machen mobil In Deutschland rufen immer mehr konservative Eltern zu Demonstrationen gegen Schwule und Lesben auf. Für den 10. Mai hat in München die Initiative «Besorgte Eltern» zu einer Protestkundgebung «gegen Gender-Ideologie, Pädophilie und Frühsexualisierung unserer Kinder an Kitas und Grundschulen» angekündigt. Ähnliche Demonstrationen fanden bereits in Köln und Stuttgart statt. «Besorgte Eltern» in Deutschland fordern auf ihrer Webseite, Schwule und Lesben dürften in der Öffentlichkeit nicht als «Propagandist einer Lebensform oder sexuellen Ausrichtung» auftreten. Weitere Forderungen: «Verzicht auf jegliche scham- und persönlichkeitsverletzende Unterrichtsinhalte in Wort, Bild und Ton», sowie «Respektieren des christlichen Menschenbildes».

Paris Rechtsextremer Schwuler wird Bürgermeister

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann © pd 4

Bei den Kommunalwahlen in Frankreich ist der schwule und rechtsradikale Steeve Briois zum Bürgermeister gewählt worden. In der Kleinstadt Hénin-Beaumont erzielte der General­ sekretär der rechtsradikalen Partei Front National (FN) rund 50,3 Prozent der Stimmen. Der 41-Jährige war Ende letzten Jahres in einem Buch geoutet worden. Der Politiker scheiterte mit dem Versuch, das Buch verbieten zu lassen. Die FN will die Homo-Ehe wieder abschaffen und macht Stimmung gegen «Sozialschmarotzer», Roma und Muslime. Auf die Frage von Reportern, ob er als Bürgermeister gleichgeschlechtliche Paare trauen werde, antwortete Briois ausweichend. Die regierenden Sozialisten erlitten bei den Kommunalwahlen Ende März eine schwere Schlappe. Klarer Sieger war die konservative UMP. Die rechtsextreme FN gewann in elf Städten mit mehr als 9000 Einwohnern.


News

C RU I S E R E d it ion Ma i 2 014 

Budapest Homophobe Rechte gewinnt Wahl In Ungarn haben die homophoben Parteien die Parlamentswahlen gewonnen. Die nationalkonservative Regierungspartei Fidesz-MPSZ von Premierminister Viktor Orban konnte ihre Zwei-Drittel-Mehrheit knapp behaupten. Fidesz verlor zwar im Vergleich zu den Wahlen 2010 sieben Prozentpunkte und kam nur noch 44,4 Prozent der Stimmen. Aber dank des kurz vor die Wahlen geänderten Wahlrechts sicherte sich Fidesz die Mehrheit der Sitze. Fidesz hatte 2011 mit seiner Zweidrittelmehrheit das Verbot der Ehe für Schwule und Lesben in die Verfassung eingefügt. Die rechtextremistische Jobbik-Partei legte um vier Prozent zu und wurde mit 20,5 Prozent drittstärkste Kraft. Jobbik hetzt gegen Roma, Ausländer und Homosexuelle.

Athen Schwuler will Bürgermeister werden Gregoris Vallianatos, Schwulen-Aktivist und Parteichef der Liberalen, kandidiert bei den Kommunalwahlen im Mai für das Amt des Oberbürgermeisters von Athen. Der 58-Jährige will die Vorherrschaft der beiden Parteien Nea Demokratia und PASOK brechen. «Die Realitätsverweigerung in weiten Teilen von Politik und Gesellschaft ist ein grosses Problem. Sowohl der griechische Staat als auch die Stadt Athen müssen den Sprung ins 21. Jahrhundert schaffen», sagte der HIV-positive Politiker gegenüber der deutschen Friedrich-Naumann-Stiftung. «Sollte ich gewählt werden, muss ich...die gravierenden Probleme Athens – wie Obdachlosigkeit, Drogenmissbrauch, Prostitution, Homophobie, illegale Immigration und vor allem den Anstieg des Faschismus – mit Fingerspitzengefühl und Realismus angehen...!»

Tiflis Homopolitische Quadratur des Kreises Georgien strebt ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union (EU) an. Eine Vorrausetzung für ein solches Abkommen ist die Einführung eines Antidiskriminierungsgesetzes, das auch Homosexuelle einschliesst. Gleichzeitig aber will der georgische Premierminister Irakli Gharibaschwili durch eine Verfassungsänderung gleichgeschlechtliche Ehen verbieten. Gharibaschwili will damit verhindern, dass seinem Kaukasusstaat die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht



von aussen «aufgezwungen» wird. Nach EURecht ist das möglich. Die EU hat wiederholt erklärt, dass die Definition der Ehe in der Kompetenz der Nationalstaaten liege. Insgesamt sechs der 28 EU-Mitgliedstaaten – Bulgarien, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen und Ungarn – definieren die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau.

Europa EU liest Afrikanern die Leviten Der EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat in einer Rede vor afrikanischen Abgeordneten die zunehmende Verfolgung Homosexueller scharf kritisiert. «Die jüngsten Schritte, Homosexualität zu kriminalisieren und hohe Gefängnisstrafen gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle auszusprechen, sind eine nicht akzeptable Verletzung der Grundrechte des Einzelnen», sagte Schulz. «Das zeigt die Notwendigkeit, Entwicklungshilfe an die Zivilgesellschaft und andere Organisationen umzuleiten, die gegen die Ausgrenzung und die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Ausrichtung kämpfen.» Die afrikanischen Staaten reagierten auf die Kritik mit dem Vorwurf der «postkolonialen Einmischung» in ihre «inneren Angelegenheiten».

Washington Harvey-Milk-Briefmarke im Mai In den USA ist das Motiv der Harvey-Milk-Briefmarke bekannt geworden. Auf dem Postwertzeichen sind eine Schwarz-Weiss-Aufnahme von Milk sowie die Farben der Regenbogenfahne zu sehen. Die Marke wird am «Harvey Milk Day» am 22. Mai herauskommen. Milk ist der erste offen schwule Amerikaner, der auf einer Briefmarke geehrt wird. Harvey Milk war der erste offen schwule US-Politiker, der in ein Amt gewählt wurde. 1977 gewann Milk einen Sitz im Stadtrat von San Francisco. Nach nur elf Monaten im Amt wurde Milk von einem Stadtratskollegen erschossen. Die Veröffentlichung der Briefmarke war im vergangenen Jahr von der US-Post bekannt gegeben worden. Die Post reagierte damit auf eine Petition der Schwulenund Lesbenbewegung.

Washington Kontroverse um Rücktritt von Firefox-Chef In den USA hat der Rücktritt von Firefox-Chef Brendan Eich eine Debatte über Meinungsfreiheit ausgelöst. Eich war nach Bekanntwerden

seiner Unterstützung homofeindlicher Politiker auf Grund öffentlichen Drucks zurückgetreten. Konservative Medien und Politiker in den USA klagten, Eich sei wegen «seiner persönlichen Ansichten» Opfer einer linken «Gedankenpolizei» geworden. Auch aus der Szene kam Kritik. Der konservative Schwulenaktivist Andrew Sullivan fragte: «Wollt ihr die Fortschritte, die wir mit Argumenten...erreicht haben, gefährden und genauso intolerant gegenüber Andersdenkenden werden wie die Christianisten?» Bill Maher, Moderator der Talkshow «Politically Incorrect» und Streiter für die Rechte von Schwulen und Lesben, sprach von einer «schwulen Mafia». «Wenn du sie ärgerst, kriegst du eine Tracht Prügel.»

Jackson Religionen erhalten Lizenz zur Diskriminierung Mit Mississippi hat ein weiterer US-Bundesstaat die Diskriminierung Homosexueller aus religiösen Gründen legalisiert. Beide Kammern des von den konservativen Republikanern kontrollierten Parlaments haben das «Gesetz zur Wiederherstellung der Religionsfreiheit» beschlossen. In Arizona scheiterte ein ähnliches Gesetz am Veto von Gouverneurin Jan Brewer. Zwar gilt die Republikanerin als homophob und erzkonservativ, aber sie gab dem Druck grosser Unternehmen und Sportvereine nach. Apple und American Airlines als auch die Footballliga NFL und die Baseballliga MLB hatten gegen das Gesetz protestiert. Ob Phil Bryant, Gouverneur von Mississippi, dem Beispiel von Brewer folgen wird, ist offen. Bryant wird von der ultrarechten Tea Party unterstützt.

Kairo Acht Jahre Haft wegen Homosexualität Wegen Homosexualität sind in Ägypten vier Männer zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Drei der Beschuldigten müssen für acht Jahre ins Gefängnis, der vierte für drei Jahre. Den Männern war vorgeworfen worden, «abartige Parties» veranstaltet und Frauenkleider getragen zu haben. Homosexualität ist in Ägypten nicht straf bar. Polizei und Justiz instrumentalisieren jedoch vage definierte Paragrafen im Strafrecht über die «Gefährdung der öffentlichen Ordnung», «moralische Verderbtheit» oder «Verletzung der Lehren der Religion» gegen Schwule. Laut einer Umfrage des amerikanischen Instituts Pew Research aus dem Jahr 2013 lehnen 95 Prozent der Ägypter Homosexualität ab. Ägyptens Regierungen benutzen den Vorwurf der Homosexualität zur Verfolgung von Andersdenkenden. 5


ESC

C RU I S E R E d it ion Ma i 2 014

Beim Song Contest geht’s um die Wurst Travestie und homosexuelle Attribute gab es beim Song Contest immer wieder Von Thomas Borgmann

Š ORF/Thomas Ramstorfer


ESC

C RU I S E R E d it ion Ma i 2 014 

An Österreichs Beitrag mit der Diva Conchita Wurst zum diesjährigen Eurovision Song Contest scheiden sich die Geister. Das offenbart die politische Brisanz, die der Wettbewerb inzwischen hat. Eigentlich hat sie durchaus Chancen auf die vorderen Plätze. «Rise like a Phoenix» hat den Sound eines der besten James-Bond-Lieder. Die kraftvolle Ballade ist glamourös und elegant und wird so überzeugend interpretiert, wie einst Shirley Bassey ihren «Goldfinger» sang. Conchita Wurst, die diesjährige Vertreterin Österreichs für den Eurovision Song Contest, singt vom Aufstieg in himmlische Sphären, von Selbstbehauptung und von der Vergeltung für angetanes Leid – kurz gesagt: ein Lied mit dem Stoff, aus dem Siegertitel sind. Und trotzdem ist nicht ausgeschlossen, dass sie es nicht einmal ins Finale schafft. Denn die Diva aus Austria, die im Clip zum Lied perfekt ladylike in einer Wanne voll roter Rosen badet, ist biologisch ein Mann, trägt einen Bart und wirkt trotzdem weiblicher als Michelle Hunziker. Travestie und homosexuelle Attribute hat es in den letzten Jahren beim Song Contest oft gegeben. Das vermeintlich lesbische Duo t.A.T.u. aus Russland spielte damit, Andrij Danyiko aus der Ukraine sang sich als Verka Serduchka auf den zweiten Platz und die transsexuelle Dana International für Israel sogar an die Spitze. Auch Slowenien und Dänemark brachten Herren als Damen auf die Bühne, allerdings weniger erfolgreich. Doch der Shitstorm, der sich jetzt über Conchita Wurst ergiesst, ist in der Geschichte des ESC bislang ohnegleichen. Einen Mann mit auffallend körperlich-männlichen Zeichen in der Rolle einer Frau auftreten zu lassen, geht offensichtlich weit über die Toleranz hinaus, die man Travestie und Trash beim Songfestival entgegen bringt.

«Brutherd der Unzucht» Vor allem in Weissrussland regt sich Widerstand gegen Wurst. In einer von Andrej Kiraschow von der «Legion Alexander Lukaschenko» online verbreiteten Petition heisst es: «Der populäre internationale Wettbewerb, den unsere Kinder sehen werden, ist mit Hilfe der europäischen Liberalen zu einem Brutherd der Unzucht verkommen.» Mit diesem Aufruf zum Boykott des österreichischen Beitrags konnten in Weissrussland allerdings nur ein paar tausend Unterschriften gesammelt werden. In Österreich selbst hingegen kam eine Facebook-Gruppe mit dem Aufruf gegen eine Teilnahme der bärtigen Diva auf fast 40 000 Mitglieder. Neben klarer Homo- und Transphobie regte sich dabei aber auch Ärger über den österreichischen Sender ORF, der den Teilnehmer direkt nominierte und auf eine Vorentscheidung mit Publikums-Voting verzichtete. Die Aufregung im eigenen Land überrascht vor allem deshalb, weil Thomas Neuwirth – so der richtige Name von Frau Wurst – vor zwei Jahren bei der ESC-Vorrunde des ORF in einer knappen Entscheidung auf den zweiten Platz gewählt wurde. 49 Prozent der Publikumsstimmen holte der damals 24-jährige Neuwirth mit dem Lied «That’s what I am». Mit nur zwei fehlenden Prozentpunkten musste er sich seinen Kontrahenten Trackshittaz geschlagen geben, die mit ihrer von vielen als heterosexistisch bewerteten Nummer «Woki mit deim Popo» beim ESC in Baku scheiterten.



Bewusstsein für die politische Brisanz des ESC

Viele Grand-Prix-Fans erwarten vom ESC nichts ausser Musik, originelle Performance und Party – schon gar nichts Politisches. Beim Eurovision Song Contest geht es ihrer Meinung nach nur um europäisches Liedgut, schrille Kostüme, schöne Kleider und um ein spannendes Voting. Wenn aber etwa der als homophob bekannte weissrussische Präsident Lukaschenko Einfluss auf die Beiträge anderer Länder nehmen will, weil sie seinem Bild von Geschlechterrollen nicht entsprechen, bekommt das durchaus eine politische Dimension. Legendär ist sein Ausspruch: «Lieber Diktator sein als schwul». Ähnlich homophobe Töne kommen auch aus anderen Ländern Osteuropas. Mit antihomosexuellen Gesetzen macht bekanntlich Russland Schwule und Lesben mundtot und verbietet unter anderem unter Strafe das «Aufdrängen von Informationen über nichttraditionelle sexuelle Beziehungen, die Interesse an solchen Beziehungen wecken können». Das Gesetz bedeutet ein absolutes Verbot über homosexuelle Menschen und über Trans- und Intersexualität zu Sprechen. Öffentlich gesprochen und natürlich auch gesungen werden darf nur über Liebe und Sexualität zwischen Mann und Frau. Schwule und lesbische Besucher des ESC 2009 in Moskau bekamen die Auswirkungen dieses Gesetzes durch Schikanen und Einschüchterungen durch Polizei und Miliz deutlich zu spüren. Jüngst hat der bereits erwähnte ukrainische Entertainer Andrij Danylko alias Verka Serduchka einen hochdotierten Vertrag beim russischen Fernsehen verloren. In einer Stellungnahme wies der Fernsehsender die Vorwürfe zurück, Serduchkas Vertrag wäre wegen des Gesetzes gegen «Homo-Propaganda» gekündigt worden. Man habe den Vertrag lediglich im Rahmen üblicher Überlegungen nicht verlängert, heisst die fragwürdige offizielle Erklärung des Senders.

Die Reference Group will homophoben Ländern ausweichen Kein Wunder, dass die europäische Rundfunkunion (EBU), der Produzent des Wettbewerbs, einen Sieg Russlands oder Weissrusslands regelrecht fürchtet. Bekanntlich darf das Siegerland das nächste Festival ausrichten, was bei diesen Ländern problematisch würde. Die intolerante und homophobe Haltung einiger Länder haben jetzt die Reference Group des Eurovision Song Contest auf den Plan gerufen. Seit 1998 ist das achtköpfige Gremium der exekutive Sachverständigenausschuss für alle Mitglieder und begleitet und kontrolliert den Wettbewerb. In dem Gremium sitzt unter anderem der Contest-Supervisor Jon Ola Sand, der wie der schwedische Vertreter Christer Björkman schwul ist. Laut einem Bericht des «Stern» soll Björkman damit gedroht haben, dass sein Land nicht an einem Wettbewerb in Russland teilnehmen werde, wenn die homophoben Gesetze nicht zurückgenommen werden. Das Gesetz gegen «Homo-Propaganda» werte man als Widerspruch zum Wertekatalog der Rundfunkunion. Um dieser prekären Situation nicht ausgeliefert zu sein, sollen die Regeln aufgeweicht werden, dass das gewinnende Land zwangsläufig auch den nächsten Wettbewerb veranstalten darf. Bleibt zu wünschen, dass Conchita Wurst zwischen den Mühlen dieser Polarisierung nicht zerrieben wird und ihr am Ende nur die Karriere im Dschungelcamp bleibt. Für eine Überraschung taugt sie allemal, schliesslich kann gerade ein kontroverser Beitrag auch Punkte bringen. Verka Serduchka ist ein Beispiel dafür, Dana International ebenso und selbst die schräge Nummer von Guildo Horn brachte Deutschland 1998 immerhin auf den siebten Platz. Es wäre Frau Wurst zu wünschen, dass sie in Kopenhagen nicht falsch verstanden wird. Schliesslich ist der Song Contest immer noch ein Komponisten- und Texter-Wettbewerb, und da sollte es eigentlich wirklich wurst sein, ob das Lied mit oder ohne Bart gesungen wird. Der Eurovision Song Contest findet am 6./8./10. Mai in Kopenhagen statt. Für die Schweiz geht der Tessiner Sänger Sebalter mit «Hunter of Stars» ins Rennen. 7


Prominent

C RU I S E R E d it ion Ma i 2 014

Richard Chamberlain

Hape Kerkeling Der schwule Entertainer hat sich seinen langgehegten Traum erfüllt und im April ein SchlagerAlbum veröffentlicht. «Ich lasse mir das Singen nicht verbieten», so der Titel des Silberlings –

Ein schwuler Frauentraum wurde 80 Jahre alt: Richard Chamberlain. Ohne Zweifel war seine grösste Rolle die des Pater Ralph in dem 1980erStrassenfeger «Die Dornenvögel». Hausfrauen und dramatische Schwule legten jeweils die Taschentücher bereit, um das Epos einer verbotenen Liebe zwischen einem Priester und einer Bauerntochter in der Hitze Australiens mitzuerleben. Richard Chamberlain spielte die Rolle des Paters, der hin- und hergerissen wurde zwischen göttlicher und weltlicher Liebe, so überzeugend, dass sich viele TV-Zuschauer/ innen in ihn verliebten. Dabei war «Die Dornenvögel» ein durchaus ambitioniertes Projekt mit Staraufgebot, das die Geschichte einer Frau erzählte, die mit der Liebe und dem Leben an sich konfrontiert wurde. Obwohl Chamberlain eine Nebenrolle inne hatte, gewann er einen Golden Globe als bester Hauptdarsteller, wie auch zuvor für seine Rollen in «Shogun» und «Dr. Kildare». Trotz des Erfolgs hatte er zu Beginn der 1990er-Jahre genug vom Image des Frauenschwarms. Einer französischen Frauenzeitung beichtete er 1991, dass er schwul sei: «Ich habe

Charlie Hide Wenn Madonna und Lady Gaga sich bis aufs Blut bekämpfen und Cher dabei höhnisch zusieht, dann ist das nicht ein Celebrity-Big-BrotherTraum von John de Mol, sondern ein Sketch von Charlie Hide, der alle erwähnten Damen gleich im Alleingang darstellt. Mittlerweile wurde Charlie Hide, ähnlich wie Perez Hilton, zum Internetphänomen. Er kann auf seinem eigenen YouTube-Kanal Millionen von Zuschauer begrüssen. Der in England lebende Komiker und Selbstdarsteller konnte sich bereits als vulgäre Drag-Queen Kandy Kane einen Namen ma-

© pd und so ganz ernst kann man das Vorhaben bei allem Respekt nicht nehmen. Bereits das Cover zeigt den Komiker mit schwarzer Krawatte und roter Rose im Mund. Dass die Musik darauf trotzdem Spass macht, ist einer professionellen Produktion zu verdanken, von der sämtliche Mallorca-Schlager-Sternchen nur träumen. Die Reihe der Cover-Versionen – meist von Sängerinnen – klingen niemals peinlich, eher verspielt und süss, auch wenn Hape definitiv kein Sänger ist. Wenn seine Duettpartnerin Michelle Hunziker auf «Komm ein bisschen mit nach Italien» den Kerkeling in allen Tonlagen übertrifft, so will das etwas heissen. Am Ende geht es halt um die Erfüllung eines Traumes, den Kerkeling aber ruhig seiner zweiten Persona Uschi Blum hätte überlassen dürfen. Die gescheiterte Schlagersängerin wurde zum Liebling der Internet- und LGBT-Gemeinde und auch Hape alias Uschi hatte so schon zwei Hits in der deutschen Hitparade. Zum heutigen Zeitpunkt erweist sich das neuste Schlager-Projekt aber als mässig erfolgreich. Die iTunes-Chart-Position 47 lässt noch viel Luft nach oben. Vielleicht hätte Hape Kerkeling doch eher ein Schlager-Musical aufnehmen sollen, sozusagen die musikalische Aufarbeitung seines Buches «Ich bin dann mal weg». Das Buch gilt mit mehr als vier Millionen verkauften Exemplaren als erfolgreichstes deutschsprachiges Sachbuch überhaupt. Und ein neues wird folgen, wie Kerkeling in der letzten Folge von «Wetten, dass..?» bekanntgab. Eine Autobiographie soll es sein: Die ersten acht Jahre seines Lebens. (dd) 8

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© pd das Versteckspiel satt», so Chamberlain. In seiner 2003 erschienenen Autobiographie gestand er weiter, dass er ohne diese Lebenslüge nie die Rolle des Pater Ralph hätte spielen dürfen. Was natürlich ein Jammer gewesen wäre. «Die Dornenvögel» ohne Chamberlain? Unvorstellbar. In jüngster Zeit ist der Darsteller immer noch in kleinen Rollen am TV zu sehen. In den «Desperate Housewives» oder «Brothers and Sisters» glänzte er in feinen Nebenrollen. Am 31. März wurde der einstige Frauenschwarm nun 80 Jahre alt – wir gratulieren nachträglich und gestehen, dass auch wir von Pater Ralph tief berührt wurden. (dd)

chen, doch sein Stern schoss in den Himmel dank Madonna und Lady Gaga. Das sogenannte «Nightmare»-Video mit den beiden Sängerinnen, jeweils verkörpert von Charlie Hide, wurde 2012 ein enormer Hit. Also produzierte er jede Woche einen neuen Clip und die FanGemeinschaft wuchs. Dabei beweist er sich als Allround-Talent. Nicht nur, dass er die Rollen der grossen Diven ohne Probleme ausfüllen kann, die Produktion selbst steht anderen Sketches von etablierten TV-Shows in Nichts nach. Charlie Hide ist dabei für alles selbst verantwortlich und macht mittlerweile auch gutes Geld damit. Seine liebste Rolle ist übrigens die der Cher – und die Legende selbst ist ein grosser Fan von Charlie Hide. Sie soll ihn Presseberichten zufolge öfters mal anrufen und ihn «inspirieren». Es ist daher eine Frage der Zeit, bis Charlie Hide dem Internet entflieht und eine grosse Comedy-Show sein eigen nennen kann. Bis dahin können wir uns an den herrlich-absurden Cat-Fights erfreuen. Und was immer die genannten Ladies in ihrem Leben anstellen – Charlie Hide macht daraus sein schwarzhumoriges Ding. (dd)


Prominent

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Peaches Geldof Marcus Urban Homosexuelle Profisportler und ihr Comingout bleiben ein brandheisses Thema, sind auch in unserer Promi-Rubrik fast monatlich vertreten. Aktuell hat sich in den USA der erste College-Basketballer geoutet, nach NBA-Star Jason Collins und Footballer Michael Sam nicht mehr die ganz grosse Sensation. Der britische Turmspringer Tom Daley gar zum zweiten Mal, nun nicht mehr als bi, sondern als definitiv schwul, was allein wegen des Bildes natürlich einen eigenen Beitrag wert wäre. Besonders interessant war aber das Gespräch mit Marcus Urban in der SRF-Sportlounge. Vor drei Jahren hatte die Sendung das Thema schwule Fussballer zum ersten Mal aufgegriffen, damals als grossen Tabubruch inszeniert wie einen zweitklassigen Krimi mit dramatischer Musik und verdeckten (ergebnislosen) Ermittlungen. 2014 gibt’s ein Interview in einem Sternstunde-trifft-Kulturplatz-Setting, das mit der Bemerkung eröffnet wird, es sei eigentlich seltsam, dieses Gespräch noch führen zu müssen. Offenbar hat sich einiges verändert. Wenn auch nicht auf dem Rasen, dann doch immerhin in manchen Köpfen. Spätestens nach Hitzlsperger ist aus dem Mythos

Jonny Fischer Ausverkaufte Veranstaltungen im Zürcher Hallenstadion sind rar geworden, selbst angesagte internationale Popstars wie Gaga, Miley oder Kylie werden wohl kaum vor ausverkauften Rän-

Die Familiengeschichte der Geldofs liest sich wie eine modernisierte griechische Tragödie. Bob, geboren 1951 in der Nähe von Dublin, wurde nach dem frühen Tod der Mutter von seiner älteren Schwester grossgezogen. Er versuchte sich als Lastwagenfahrer, als Strassenmusiker, als Journalist. Zunehmend erfolgreich, raubte ihm ein TV-Bericht über die Hungersnot in Äthiopien den Schlaf, spontan entstand die Idee zum Projekt «Band Aid». Unermüdlich kämpfte er, aus «Live Aid» gegen den Hunger wurde «Live 8» gegen die Klimaerwärmung. Glamour-Girl Paula Yates, Bobs grosse Liebe, verliess ihn für INXSSänger Hutchence, bevor sich dieser, drogensüchtig und depressiv, in einem Luxushotel das Leben nahm. Bald darauf starb auch Yates an einer Überdosis, zusehen musste Tochter Tiger Lily. Geldof adoptierte die Kleine, versuchte, sie zu seinen eigenen Töchtern mit Yates, Fifi Trixibelle, Little Pixie und Peaches in eine möglichst normale Familie zu integrieren. Mal mehr, mal weniger gewollt standen die Geldof-Töchter im Rampenlicht, allen voran Peaches. Als 16-Jäh-

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© pd eine Tatsache geworden, die manchen gefällt und vielen nicht. Vorreiter und Vorbild bleibt Marcus Urban, früher Spieler der DDR-Nationaljugendmannschaft. Seinen Traum vom Profifussball gab er auf, um privat glücklich zu werden. 2007 folgte das öffentliche Coming-out. Nicht weil er reif dafür war, sondern die Medien und die Gesellschaft, wie er sagt. Sie hätten sich quasi bei ihm geoutet als endlich bereit. Eine weise Bemerkung kurz vor der WM in Brasilien, wo dann doch wieder unter den Rasen gekehrt wird, was nicht sein darf. Wir sind gespannt, wie die Sportlounge in weiteren drei Jahren über das Thema berichtet… (rg)



gen spielen. Immerhin gelang es Justin Timberlake, das Stadion zu füllen, auch Robbie Willams‘ Tickets gingen weg wie warme Weggli und überraschend grosse Brötchen bäckt neuerdings das Schweizer Cabaret-Duo DivertiMento: Nach gerade mal 30 Minuten waren alle 7500 Eintritte für die Dernière ihres Programms «Gate 10» verkauft. Im Jahr 2000 lernten sich die beiden angehenden Lehrer Manuel Burkart und Jonny Fischer kennen, begannen gemeinsam zu musizieren. Bald schon konnten sie den Lehrerberuf an den Nagel hängen, setzten ganz auf ihre einzigartige Mischung aus StandupComedy, Sketches und Gesang, über die vom Pausenplatz bis ins Altersheim bald das ganze Land lachte. Rapper JK aus Spreitenbach, die streitenden Freejazz-Strassenmusiker, Teddybär Knut und Infodesk-Lady Ursula werden also locker auch ein ganzes Hallenstadion zum Johlen bringen. Viel ruhiger und ebenso locker ging Jonny Fischers Coming-out über die Bühne der Boulevardpresse. Da war einfach plötzlich ein Mann an seiner Seite, Jonny erzählte Glanz&Gloria, wie verliebt er sei, berichtete der Schweizer Illustrierten, er esse dank seinem Schatz nun viel gesünder. Schon war er geboren, der neue schwule Traum-Schwiegersohn der Nation. Überaus erfolgreich, allseits beliebt, immer sympathisch lächelnd und immer frisch frisiert. Kurz: Sven Epiney, nur viel lustiger. Schade nur, dass beide bereits glücklich vergeben sind. Beide an einen Michael übrigens, der in beiden Fällen gelernter Koch ist und heute im Büro arbeitet. Lustig, nicht?! (rg)

© pd rige schrieb und produzierte sie ihre eigene Reality-Show, wurde als Fashion-Ikone bewundert und als Journalistin gelobt. Für «The Independent» schrieb sie 2012 ein so intelligentes wie herzergreifendes Plädoyer für die HomoEhe. Peaches lebte auf der Überholspur, war ein wildes Enfant Terrible, ein glamouröses It-Girl, aber immer mit Herz und Köpfchen. Gerade als Gerüchte die Runde machten, sie kaufe ihr Heroin beim selben Dealer wie Amy Winehouse, kriegte sie die Kurve, zog sich zurück in ein ruhiges Leben als Mutter. Am 7. April starb sie völlig überraschend im Alter von 25 Jahren, keine Spur von Gewalt und Drogen. Einziger Zeuge: Ihr kleiner Sohn Phaedra. Ein Name aus der griechischen Mythologie. (rg) 9


News Schweiz

HIV-Disclosure «Checkpoint im Gespräch»: Wie handhabe ich eine HIV-Infektion im Alltag? Was sind Vor- und Nachteile der sogenannten Disclosure? Gegenüber dem medizinischen Personal oder an einem «geschlossenen Anlass» wie Queer+ ist es nicht sehr schwierig, seine HIV-Diagnose mitzuteilen. Wie handhabe ich das aber im Alltag, gegenüber Freunden, Arbeitskollegen, Sexbuddies usw.? Was sind Vor- und Nachteile der Disclosure? Queer+-Teilnehmer und solche, die künftig einmal an dem Workshop-Weekend teilnehmen möchten, diskutieren, wie sie mit der HIV-Disclosure (z. Dt. HIV-Bekanntgabe) umgehen. Die Veranstaltungen der Reihe «Checkpoint im Gespräch» finden am letzten Freitag im Monat im Restaurant Bubbles, Werdstrasse 54, 8004 Zürich statt. Ab 18 Uhr Apéro mit Essen, um 19 Uhr Infos und anschliessend weiteres Zusammensein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Simon Froehling erhält NetworkKulturpreis Der Autor von «Lange Nächte Tag» entschied das Rennen beim sechsten Network-Kulturpreis für sich. Julien Burri und Christoph Geiser werden ebenfalls ausgezeichnet. Der Verein «Network für schwule Führungskräfte» vergibt jedes zweite Jahr einen Kulturpreis. Die Kulturkommission hat im Sommer 2013 den sechsten Kulturpreis ausgeschrieben. Gesucht wurde «ein herausragender, publizierter oder kurz vor der Publikation stehender literarischer Text eines Schweizer oder eng mit der Schweiz verbundenen Autors». Die Jury, bestehend aus Klara Obermüller, Stefan Zweifel, Daniel Diriwächter, René Ammann, Hans Schelling, Stefan Westermann und mit David Streiff als Präsident, hatte über zehn deutschsprachige und fünf französischsprachige Bucherscheinungen – alle zwischen 2010 und 2013 publiziert – zu befinden.

Freitag, 30. Mai, 18 Uhr www.myCheckpoint.ch

Hannes Rudolph neuer Geschäftsführer der HAZ

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Ivan Modoni: EP statt Album Der Zürcher Sänger hat den Release seines Albums verschoben und veröffentlicht vorerst eine EP. Wie das CR-Magazin im April berichtete, wollte der Sänger Ivan Modoni sein Album «Indigo» Ende April veröffentlichen. Doch gut Ding will Weile haben. Modoni hat sich entschieden, vorerst «nur» eine EP mit dem Titel «Gypsy Soul» zu veröffentlichen. Fünf Songs sind darauf zu finden, welche seine persönlichen Erlebnisse sowie seine bevorzugten Musikstile vereinen und die Hörer zu einer musikalischen, wie lyrischen Reise einladen. Wann das Album «Indigo» auf den Markt kommen wird, steht noch nicht fest. Ivan Modoni, Gypsy Soul, im Handel

Bereits im März übernahm Psychologe und Theaterregisseur Hannes Rudolph die Leitung sämtlicher Bereiche der HAZ-Geschäftsstelle und die Koordination der Arbeitsgruppen. Die HAZ-Geschäftsstelle als Herz wie auch als Dreh- und Angelpunkt des Vereins gewinnt mit dem Psychologen und Theaterregisseur Hannes Rudolph eine in der Community bekannte und sehr engagierte Persönlichkeit. Der 36-jährige Leipziger kam vor acht Jahren in die Schweiz und lebt mit seiner Familie in Zürich. Als Gründungsmitglied des Transgender Networks Switzerland (TGNS) und Leiter der Fachstelle für Transmenschen im Checkpoint Zürich ist er mit der LGBT-Community in der Schweiz bestens vertraut und vernetzt. Auch das Centro der HAZ kennt er bereits von innen: durch unzählige Sitzungen mit unterschiedlichsten Gruppen der aktivistischen LGBT-Szene. Der Vorstand der HAZ freut sich auf die Zusammenarbeit und die gemeinsame Umsetzung verschiedener Projekte wie z. B. das Regenbogenhaus.

Als Gewinner geht Simon Froehling hervor. Er erhält damit den Network-Kulturpreis 2014 und das Preisgeld von 15 000 Franken für «Lange Nächte Tag» von 2010. Julien Burri erhält einen zusätzlich geschaffenen zweiten Preis und ein Preisgeld von 4000 Franken für «Beau à vomir» von 2011. Christoph Geiser (1949*) erhält für sein Lebenswerk aus Anlass der Erscheinung des Buches «Schöne Bescherung» von 2013 einen Ehrenpreis. Am Samstag, dem 31. Mai um 18 Uhr findet die Preisverleihung im Rahmen der Solothurner Literaturtage statt. Alle drei Autoren werden anwesend sein.

Pink Cross: Neue Webseite Die Schweizerische Schwulenorganisation glänzt mit einer neuen Webseite. Nicht nur, dass Pink Cross mit Bastian Baumann einen neuen Geschäftsleiter am Start hat (siehe Seite 14), die 1993 gegründete Schweizerische Schwulenorganisation hat ihren Internet-Auftritt komplett überarbeitet und glänzt nun in einem ansprechenden Layout. Neu sind die verschiedenen Anliegen und Angebote der Organisation auf einen Blick erkennbar. Es werden weiter laufend aktuelle Beiträge sowie ein Pressespiegel hochgeladen. Eine Agenda mit schwullesbischen Anlässen wie dem «warmen mai» rundet das neue Portal ab. Für jeden interessant dürfte die Seite mit den Downloads sein – egal ob Informationen zum Partnerschaftsgesetz oder zum Thema «Pornographie im Internet» – alle Informationen sind dort abrufbar. Simon Froehling ©pd Michael Meier

www.pinkcross.ch


News Schweiz

C RU I S E R E d it ion Ma i 2 014 

696club wirft Altlasten ab Der Gay-Club an der Baden­er­ strasse ändert sein Programm und wird bis im Herbst nur noch sporadisch geöffnet sein. Laut den Organisatoren des 696clubs in ZürichAltstetten will man im grosszügigen Club künftig nur noch «geilen Sound» spielen. Daher wolle man das ganze Programm umstellen. Die einzige Eventreihe, die seit der Eröffnung diesen Ansprüchen gerecht werde, sei «BareBeatz». Bis zum Juni werden deshalb noch zwei dieser Parties stattfinden (am 31. Mai und 28. Juni), ansonsten bleibt der Club geschlossen. In der Sommerpause werden ein Fumoir eingebaut sowie weitere WohlfühlAnpassungen gemacht, so dass der Club mit einer neuen Ausgabe von «BareBeatz» am 30. August voll durchstarten kann, wie es auf der Webseite heisst.

Schwulem Nigerianer droht Ausschaffung Ein eigens gegründetes Unterstützungskomitee «Liberty for O» fordert die sofortige Anerkennung des schwulen Nigerianers O. als Flüchtling. Es ist hinreichend bekannt, dass in Nigeria Homosexuelle enormen Repressionen ausgesetzt sind. Im Regionalgefängnis Bern wird derweil der schwule Nigerianer O. auf seine Ausschaffung vorbereitet. Laut dem «Bund» arbeitete O. früher als Naturheilpraktiker und wurde wegen einer Beziehung zu einem Mann von gewaltsamen Übergriffen der Dorfbewohner nicht verschont. Das Paar flüchtete nach Lagos und später weiter über Marokko und Spanien bis in die

Schweiz. Mittlerweile hat der Vater von O., ein christlicher Pfarrer, zum Mord an seinem Sohn aufgerufen. Der Partner sei wieder im Dorf und müsse absurde Rituale über sich ergehen lassen. Vor einem Jahr stellte O. ein Wiedererwägungsgesuch, das vom Bundesamt für Migration (BFM) abgewiesen wurde. Auch ein Rekurs hatte keine Chance. Das BFM begründet den negativen Asyl­entscheid mit der mangelhaften Glaubwürdigkeit von O. Weiter könne dieser in Nigeria relativ frei leben, wenn er mit seiner sexuellen Orientierung «diskret» umgehe. Denise Graf von Amnesty Schweiz kritisiert diese Argumentation. «Die Empfehlung, die Homosexualität zu verstecken, widerspricht den Menschenrechten.» Nun hat sich das Unterstützungskomitee «Liberty for O» gebildet. «Wir fordern die sofortige Anerkennung von O. als Flüchtling», sagt Amanda Baghdassarians vom Komitee gegenüber der Presse. Nun sollen öffentliche Aktionen Druck auf die Behörden ausüben. Auch eine OnlineUnterschriftenaktion wurde ins Leben gerufen – zu finden unter www.avaaz.org.

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Nachgefragt

Eine wahre Erfindung

Werner Catrina, Journalist und Schriftsteller, legt seinen zweiten Roman «Der späte Frühling» vor Von Daniel Diriwächter

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Mit «Die Türhüter» veröffentlichte Werner Catrina 1994 die Geschichte eines jungen Bündners und dessen Comingout. Der Roman war autobiographisch geprägt und fesselte die Kritik. Nun schrieb er eine Art Fortsetzung. «Der späte Frühling» beschreibt, wie sich ein älterer Mann trotz seiner Beziehung neu verliebt.

dabei an frühere «magische» Momente. So könnte das Leben gemächlich weitergehen, bis der junge Léon in sein Leben tritt und ihn fortan nicht mehr loslässt. Léon wurde gerade von seiner Freundin verlassen und ist auf der Suche nach seinem Platz in der Welt, auch sexuell... Dies ist die Ausgangslage des neuen Buches von Werner Catrina. «Der späte Frühling» ist sein zweiter Roman – neben einer Vielzahl von Sachbüchern über gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen. Doch die Kunst des Erzählens lag ihm schon immer. In Chur geboren und aufgewachsen, zog es den angehenden Autor

Werner Catrina © pd Seit drei Jahrzehnten lebt Sebastian mit Freund Jürg in einer Beziehung. Die beiden wohnen zwar nicht zusammen, aber die Variante zweier Haushalte entpuppte sich als Geheimformel. Sebastian ist gerne alleine unterwegs, er mag etwa die Apéro-Zeit im Zürcher Niederdorf und denkt 12

bald nach Zürich in eine Zeit, in welcher der als Lesezirkel getarnte «Der Kreis» und der ursprüngliche «Barfüsser» das Zentrum schwulen Lebens darstellten. Neben seinem Studium in Geschichte, Germanistik und Publizistik schrieb Werner Catrina damals auch für den


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«Kreis» einige Kurzgeschichten. Dabei handelte es sich oft um Selbsterlebtes, dass er zugunsten der Dramatik gekonnt zu verpacken wusste. Lebensbericht vom anderen Ufer So entstand auch Werner Catrinas erster Roman «Die Türhüter – Lebensbericht vom anderen Ufer». Das 1995 von der Kritik hoch gelobte Debüt war stark autobiographisch geprägt und schildert die Geschichte des jungen Leonardo, der aus einem Bündner Bergdorf stammt und sein Coming-out wagt. «Ein Kritiker nannte mein Buch damals eine wahre Erfindung», so der Autor über die Symbiose von Fiktion und Realität. Leonardo wie Werner Catrina gingen ihren Weg und die Idee einer Art «Fortsetzung» des Erstlings blieb bestehen. Jahre später findet sich Leonardo in «Der späte Frühling» wieder. Nur heisst er heute Sebastian. Bewusst hat Werner Catrina für sein neues Werk den Namen geändert, damit nicht der Eindruck entsteht, es handle sich «nur» um eine Weiterführung. Sebastian, in die Jahre gekommen, lebt, wie eingangs erwähnt, mittlerweile in einer glücklichen wie jahrelangen Beziehung. Und wie das Debüt schöpft auch das neue Buch aus dem realen Leben des Autors. Werner Catrina propagiert in «Der späte Frühling» zudem die sogenannte «offene Partnerschaft». «Dass die sexuelle Anziehungskraft über viele Jahre hinweg bestehen bleibt, ist für die meisten langjährigen schwulen Partnerschaften eine Illusion», so Werner Catrina. «Die Beziehung wechselt irgendwann auf eine andere Ebene, auf der Eifersucht in den Hintergrund tritt , wenn die Partnerschaft auf Respekt und Achtung gegründet ist». Der Sex wird quasi «ausgelagert». Der Grenzgänger Aber neben Sex spielen auch Gefühle eine bedeutsame Rolle. «Ich wollte mit meinem zweiten Roman auch darlegen, dass man sich selbst im

Alter noch frisch verlieben kann», erzählt Werner Catrina. Und so lässt er den 30-jährigen Léon in das Leben des Protagonisten treten. Was sich nach einem gängigen Klischee anhört, erweist

sich aber als das Gegenteil – denn es ist Sebastian, der von dem jungen Mann angesprochen wird. Dieser Léon ist es, der den titelgebenden «späten Frühling» verursacht. Dabei ist er selbst auf der Suche, gerade erst getrennt und eigentlich heterosexuell. Durch Sebastian entdeckt er seine schwule Seite und einen neuen Halt im Leben. Ein unerwartet heftiger Sturm der Leidenschaft beginnt, dessen Sog sich auch Sebastians Lebensgefährte Jürg nicht entziehen kann. Werner Catrina beschreibt Léon liebevoll als «Grenzgänger», als in seiner sexuellen Ausrich-

tung schwankender aber beruflich erfolgreichen Mann. «Es gibt mehr Grenzgänger und Grenzgängerinnen, offene und versteckte, als manche glauben. Die Trennlinien zwischen den Geschlechtern können durchaus fliessend sein, auch das ist ein Thema meines Romans», so Werner Catrina weiter. Er schuf den Charakter von Léon nach drei Vorbildern im realen Leben und beinahe wurde dieser «dritte» Mann sogar zur Hauptfigur - «Der Grenzgänger» war der Arbeitstitel des Romans. Doch am Ende ist es die Geschichte von Sebastian. Es ist sein später Frühling sowie auch der von Werner Catrina. Ob der Protagonist mit seinem langjährigen Partner zusammen bleibt, wohin es Léon verschlägt, und ob das Leben ein HappyEnd schrieb, lässt sich behutsam und spannend auf 185 Seiten nachlesen. Werner Catrina, Der späte Frühling Xanthippe Verlag, Zürich

Der Autor Werner Catrina ist 1943 in Chur geboren und aufgewachsen. Nach dem Besuch des Lehrerseminars und zweijährigem Einsatz als Primarlehrer in Davos-Glaris, studierte er an der Universität Zürich Geschichte, Germanistik und Publizistik; Abschluss mit Doktorat phil. I. Anschliessend arbeitete er u.a. während fünf Jahren zusammen mit Fotografen als Journalist bei der Zürcher Presseagentur Comet. Seit 1979 ist er als freier Journalist und Buchautor tätig. Werner Catrina recherchierte und schrieb mehrere Bücher über gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen sowie eine Reihe Firmengeschichten. 1995 kam sein bisher persönlichstes Buch heraus: «Die Türhüter – Lebensbericht vom andern Ufer». Während mehreren Jahren war Werner Catrina zudem Präsident der Freien Journalisten Zürich und von 1995 bis 1997 Präsident des Zürcher Pressevereins. Catrina ist Träger des Zürcher Journalistenpreises und des Pressepreises der Schweizer Mustermesse.

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e d n u r l e f a T r e d r e t t i l G e i D dank glän zen erneu t 

... folg! rit terlichem E r

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Portrait

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Bastian Baumann heisst der neue Geschäftsleiter von Pink Cross. Der 29-jährige Kommunikations- und Bastian Baumann ist neuer Projekt­spezialist war zuvor Geschäftsleiter von Pink Cross Kampagnen­leiter für das MSM-Programm bei der AidsVon Martin Ender Hilfe Schweiz. CR sprach mit ihm über die Schwerpunkte, die er bei seiner Arbeit im Dachverband setzen will.

«Unser» Mann in Bern

Drei Jahre lang hatte Uwe Splittdorf Pink Cross geleitet. In dieser Zeit knüpfte der Dachverband viele gute Kontakte – auch bis in die Wandelhallen des Bundeshauses. Unter der Nachfolgerin Alicia Parel hatte man den Eindruck, dass es wieder ruhiger geworden sei bei Pink Cross. Das lag aber nicht so sehr an ihrer Person als an gesundheitlichen Problemen, aufgrund derer sie erst kürzer- und nun ganz zurücktreten musste. Seit April weht nun ein neuer Wind bei Pink Cross.

Baumann ist in Thun geboren und aufgewachsen. Mit 17 Jahren zog er nach Bern, wo er das KV absolvierte und viele Jahre für die Stadt Bern als Projektleiter arbeitete. Anschliessend studierte er Corporate Communication, landete dadurch in der Marketingkommunikation und arbeitete in einer Werbeagentur als Berater, bevor er zur Aids-Hilfe Schweiz kam. Auf die Frage, was da sein Aufgabenbereich war, erklärt Baumann: «Einerseits erledigte ich klassische Projektarbeit, entwickelte Strategien und Kampagnen. Das beinhaltete auch immer viel Kommunikation und Marketing, Verhandlungsgeschick und Kompromissbereitschaft. So habe ich die FuckPositive-Kampagne verantwortet, das Dr. Gay Team geführt oder die Syphilis-Testkampagnen begleitet. Meine Tätigkeit war ein Mischung aus vielen Bereichen.» Zurück in Bern Nun ist Baumann Geschäftleiter bei Pink Cross. Bern ist sein neuer Arbeitsort. Er wohnt jedoch weiterhin in Zürich und pendelt täglich zu seinem 100%-Job. Was ihn dazu bewogen habe, sich für diese Stelle zu

Bastian Baumann (Bild: zvg) Ende März an der Pink-Cross-Mitgliederversammlung in Biel wurde ein neues Präsidium gewählt. Rolf Trechsel (Solothurn) und Mehdi Künzle (Fribourg) stehen Pink Cross als Co-Präsidenten vor. Zudem konnte bereits ein neuer Geschäftsleiter vorgestellt werden: Bastian Baumann. 14

bewerben, wollten wir von ihm wissen. Baumann: «Als ich für meine Ausbildung nach Bern gezogen bin, habe ich Pink Cross kennen gelernt und immer etwas verfolgt. Ich fand das eine tolle Sache und ich hätte mich schon gerne früher in dieser Organisation


Kolumne

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Vom Zerfall gesellschaftlicher Werte Von Michi Rüegg

Wer älter wird, beweint gern die gute alte Zeit. Unabhängig davon, wie gut sie war – objektiv gesehen darf man davon ausgehen, dass sie alt ist. Auch meine Wenigkeit nimmt wahr, wie sich die Welt verändert. Leider nicht in allen Punkten zum Besseren. So gehöre auch ich mittlerweile zur Generation, die den Zerfall der Werte lauthals zu beklagen weiss. Unter Aufklärung verstand meine Generation zum Beispiel noch etwas anderes als Plüschpimmel und Stoffvaginas. Nun sehe ich die gesellschaftliche Notwenigkeit von Sexualkundeunterricht durchaus ein, habe mich aber in meiner Jugend für praxisnahe Erfahrungen stark gemacht. Es ist geradezu erschreckend, wie junge Menschen heutzutage mit dem Thema Sex umgehen. So treffe ich insbesondere unter Schwulen regelmässig auf Paare, die dem Irrglauben erliegen, Monogamie sei das Mass aller Dinge. Die sinnfreie Verknüpfung von Liebe und Lust grassiert als gesellschaftliches Übel mittlerweile in allen Schichten. Das Ideal der freien Liebe wird derweil als Basis schmutziger Praktiken verschrien. Während wir früher wussten, dass die körperliche Liebe nicht nur universell ist, sondern auch die Umsetzung dieses Konzepts vorantrieben, meint die Jugend heute, Sex sei etwas Kostbares, das sie nur in einer Partnerschaft verschenken dürfe. Der eklatante Stumpfsinn dieses Denkens ist geradezu offensichtlich, erschliesst sich aber scheinbar nur noch denjenigen unter uns, die schon länger auf diesem Planeten weilen.

Schlimm genug, dass etwa «Grün Stadt Zürich» die Büsche in öffentlichen Anlagen so weit heruntergeschnitten hat, dass ein spontanes Ausleben natürlicher Triebe unter freiem Himmel undenkbar ist. Nein, auch im privaten Rahmen reduziert sich der Geschlechtsverkehr mitunter auf zwei Beteiligte. Dass dies weder gesund noch sonst wie förderlich ist, diese Tatsache gerät mehr und mehr in Vergessenheit. Diese gefährlichen Entwicklungen lassen erkennen, dass die Freiheit als oberstes Gut praktisch am Ende der Planke steht. Ihre Speerspitze, die freie Liebe, baumelt derweil bereits am Brett. Es ist geradezu erschreckend, in welch kurzer Zeit die junge Generation die Errungenschaften ihrer Vorväter mit einem Handstreich ausgelöscht hat. Das wilde Herumvögeln als sinnvolle Freizeitgestaltung ist aus den Tagesplänen der Jugend verschwunden. Stattdessen schicken sich deren Angehörige gegenseitig Kurzmitteilungen mit kleinen Herzchen. Die regelmässige Orgie unter Drogeneinfluss als Höhepunkt des Wochenendes ist gänzlich passé, an ihre Stelle sind Aktivitäten wie gemeinsames Kochen gerückt. Eklatant ist, dass der Staat in keiner Weise vor der Gefährlichkeit eines solchen Treibens warnt. Im Gegenteil, es muss sogar angenommen werden, dass neofaschistische Kreise und die Weltwirtschaft die Einschränkung der individuellen Freiheit vorantreiben, um das menschliche Geschöpf zum stumpfsinnigen, niederen Wesen ohne Bedürfnisse zu machen. Sich dagegen zur Wehr zu setzen, wäre hingegen eines jeden Pflicht!

wieder sichtbarer wird und meint: «Wir leben in einer Phase, in der gerade die jungen Menschen nicht mehr so das Bedürfnis haben nach einer Organisation wie Pink Cross. Darum muss sie sich wieder besser zeigen. Es geht dabei aber nicht um meine Person, sondern um die Sache, die ich transportieren will... Das sehe ich als eine der Aufgaben eines Geschäftsleiters. Der Vorstand und die Fachgruppen leisten viel Arbeit, sie muss nun einfach noch besser präsentiert werden – in der Politik, der breiten öffentlichkeit und auch innerhalb der Schwulenszene.» Dass eine Organisation wie Pink Cross als Dachorganisation der schwulen Männer in der Schweiz bald nicht mehr nötig sein könnte, wehrt Baumann ab. Es gebe noch viele

Anliegen. Konkret: «Das Recht auf Adoption für gleichgeschlechtliche Paare ist erst auf dem Weg. Das Anti-Diskriminierungsgesetz wurde noch nicht verabschiedet. Dann ist die CVP-Initiative hängig, welche die Ehe einzig zwischen Mann und Frau festschreiben will. Das ist ein Wolf im Schafspelz! Da müssen wir aktiv werden. Sonst ist uns der Zugang zur «Ehe» für lange verwehrt. Politisch sind noch etliche Aufgaben zu erledigen. Zudem müssen wir auf der Hut sein, dass bereits Erreichtes nicht wieder rückgängig gemacht wird. Strömungen in diese Richtung sind vorhanden.» Wenn Baumann das bereits festgelegte Tätigkeitsprogramm 2014 durchliest, hat er keine Angst, dass ihm die Arbeit bei Pink Cross eines Tages ausgehen sollte.

Fortsetzung «unser Mann in Bern»

eingesetzt. Zweimal wurde die Stelle frei, aber da war ich noch zu jung und unerfahren in diesem Bereich. Als in diesem Frühjahr die Stelle ausgeschrieben wurde, hat der Zeitpunkt für mich endlich gepasst. Es gibt nicht viele Stellen in der Schweiz, welche diese Vielfalt bieten. Es ist eine schöne Mischung aus Bereichen, die mir Spass machen. Es geht um Politik, Gesellschaftpolitik, Schwulenpolitik. Das interessiert mich – diese Mischung macht es aus. So eine Stelle fasziniert mich.» Sichtbarkeit Wo will Baumann die Prioriäten bei seiner Arbeit setzen? Ist er eher der stille Schaffer oder der Mann, der in die Öffentlichkeit drängt? Baumann findet es wichtig, dass Pink Cross



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Kino

17. Pink AppleFilmfestival

Grosses Thema sind 2014 unter dem Motto «Comics out!» schwullesbische Comics

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Pink Apple, das grösste und bedeutendste schwullesbische Filmfestival der Schweiz, findet dieses Jahr zum 17. Mal statt. Vom 30. April bis 8. Mai in Zürich und vom 9. bis 11. Mai in Frauenfeld werden Filme mit schwullesbischer Thematik gezeigt.

Eröffnungsfilm «The way he looks» Turnusgemäss eröffnet Pink Apple dieses Jahr mit einem schwulen Film: «The Way He Looks» dreht sich um den blinden Leo, um den sich seine beste Freundin Giovana liebevoll kümmert. Doch Leo schätzt die Gegenwart von Gabriel, dem Neuzugang in der Klasse, weitaus mehr. Nun muss Leo einerseits mit Giovanas Eifersucht, andererseits mit seinen Gefühlen Gabriel gegenüber klarkommen. Mit seinem Spielfilmerstling holte der brasilianische Regisseur Daniel Ribeiro anlässlich der diesjährigen Berlinale einen Teddy-Award. Akzente Wie jedes Jahr setzt Pink Apple auch besondere Akzente, sowohl bei den Filmen, als auch beim Rahmenprogramm. Grosses Thema sind 2014 unter dem Motto «Comics out!» schwullesbi16

sche Comics. Der Comic ist ein naher Verwandter des Films, schliesslich ähnelt er dem Storyboard, auf dem ein Film in der Regel basiert. Pink Apple nimmt sich des Comics in verschiedener Weise an: Mit Arial Schrag ist eine New Yorker Comiczeichnerin und Autorin vertreten, die schon als Jugendliche ihren Schulalltag und ihr Coming-out in Comics dokumentierte. Der Stuttgarter Markus Pfalzgraf ist Autor von «Stripped. A Story of Gay Comics», er wird über die Geschichte des schwullesbischen Comics referieren. Erwin In Het Panuis aus Köln befasste sich mit dem Thema Homosexualität bei den legendären «Simpsons». Zudem zeigt das Festival unter anderem einen Film über Tom of Finland und seine unverkennbar «männlichen» Schöpfungen. Schwerpunkte Weitere Schwerpunkte des Festivals sind unter anderem die «Schwurjungfrauen», ein Phänomen aus dem Norden Albaniens: Frauen, die in die Rolle des männlichen Familienoberhaupts schlüpfen. Sie bleiben ehelos und gelten fortan als Männer – mit der Zeit sind viele von ihnen erst auf den zweiten Blick als Frauen erkennbar. Dass Travestie schon vor dem 2. Weltkrieg ihren Weg ins Medium Film fand, beweist der Streifen «Peter», der im Filmpodium zu sehen sein wird. Die damals bekannte Komödiantin Franziska Gall steigt darin in die Hose und wird zum Mann. Der Film wurde vom jüdischstämmigen Regisseur Hermann Kosterlitz (Henry Koster) im ungarischen Exil gedreht, jedoch weder im Dritten Reich noch in der späteren Bundesrepublik je im Kino oder am TV gezeigt. Mit «Homophobie in Russland» und «Homosexualität und Suizid» nimmt sich das Festival auch zwei ernsten Problemkreisen an, die die schwullesbische Community derzeit beschäftigen. Auch hierzu zeigt Pink Apple bekannte und neue Filme. Ebenfalls zur Sprache kommt die «Männerprostitution». Wer neben dem Gang ins Kino den Kontakt mit den Macherinnen und Machern sucht, kann sich bequem ins Cabaret Voltaire setzen und den «Pink Talks» lauschen. Hier wird mit wechselnden Gastgebern aus dem Nähkästchen und über Gott und die Welt geplaudert. Am selben Ort finden übrigens auch Podiumsdiskussionen zu ausgewählten Themen statt. Details zum Programm und den Rahmenveranstaltungen: www.pinkapple.ch

Auf den folgenden Seiten lassen wir anstelle unserer Fotostrecke Bilder von Filmszenen sprechen.


«L›armée du salut» – Spielfilm von Abdellah Taïa (F/MAR/CH 2013)


«Feriado» – Spielfilm von Diego Araujo (Ecuador 2014) «Ich fühl mich Disco» – Spielfilm von Axel Ranisch (D 2013)


«Jongens» – Spielfilm von Mischa Kamp (NL 2014)


«Test» – Spielfilm von Chris Mason Johnson (USA 2013)


«Eastern Boys» – Spielfilm von Robin Campillo (F 2013)


«Monster Pies» – Spielfilm von Lee Galea (AUS 2013) «Some like it cold» – Spielfilm von Evgeniy Nevskiy (RUS 2014)


«The way he looks» – Spielfilm von Daniel Ribeiro (BRA 2014) «Wie ich lernte, die Zahlen zu lieben» – Dokumentarfilm von Oliver Sechting & Max Taubert (D 2014)


Kultur

«warmer mai» in Neuauflage

Nach der Auflösung erlebt «warmer mai» ein Comeback Von Martin Ender

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Ein gutes Jahrzehnt war «warmer mai» in Zürich eine Institution. Die alte Garde der Organisatoren trat ab und damit wurde es ruhig um den so genannten Kulturmonat. Der Verein wurde aufgelöst. Eine kleine «angewärmte» Version im Jahre 2012 bildete den Ausgangspunkt zu einer wiederum umfangreichen Neuauflage im Jahre 2014.

Kreis-Ausstellung im Landesmuseum. Der Erfolg spornte uns an und wir gründeten einen Verein, der fortan den Kulturmonat organisierte.» Ob damals die Lesben die Drahtzieherinnen bei dem Verein waren, wollte CR wissen. Von Marianne kommt ein entschiedenes Nein: «Nein, neben mir und Betty Manz waren ja auch Oliver Fritz und Philipp Jandl stark engagiert.» Dass der «warme mai» später auseinanderbrach, will Marianne auch nicht mit ihrem Weggang und demjenigen der alten Garde in Verbindung bringen: «Wir waren mehrere, die nach zehn Jahren fanden, jetzt sollen mal Jüngere nachkommen und organisieren. Irgendwie war aber

Mitra Devi porträtiert im Rahmen «warmer mai» im Film «Long Time Love» fünf lang­ jährige lesbische Paare. Foto © Bea Huwiler Mit dem «warmen mai» bekam das schwullesbische Kulturschaffen in Zürich erstmals im Jahre 2000 ein grosses «Schaufenster». Die schwullesbische Kultur wurde sichtbar und die Anlässe fanden weit über die Community hinaus Anklang. Der «warme mai» förderte somit die gesellschaftliche Entwicklung hin zur Toleranz gegenüber der homosexuellen Lebensart. Marianne Dahinden erzählt von den Anfängen: «Es begann alles mit den Eurogames. Ich war in deren Vorstand und für die Kultur zuständig. Wir wollten erreichen, dass die Zürcher und Zürcherinnen schon im Vorfeld dieser Sportspiele auf Schwule und Lesben aufmerksam werden und so präsentierten wir einen ganzen Monat lang schwullesbische Kultur. Dann fanden die Eurogames statt, und es gab die vielbeachtete 24

unser Konstrukt mit dem Verein wohl zu arbeitsintensiv. Auf freiwilliger Basis wurde viel Arbeit abverlangt, von der üblichen Vereinsarbeit über den Versand und die Organisation der Anlässe bis hin zur Sponsorensuche. Mit der Begründung, das Format sei überholt, wurde der Verein von unseren Nachfolgern aufgelöst.» Der Neuanfang 2012 stiess eine Zweiermannschaft, Michi Rüegg und Samuel Zinsli, den «warmen mai» unter dem Begriff «angewärmter Mai» wieder an. Samuel Zinsli erinnert sich: «Wir überlegten, was man zu zweit und ohne Geld auf die Beine stellen könnte. Wir gaben erst einmal bekannt, dass es ihn noch gibt, den ‹warmen mai›, und dass man sich melden könne mit


Kultur

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Beiträgen, Produktionen. Ausserdem war mir bekannt, dass Jürg Maier ein Zweipersonenstück mit schwulem Inhalt in Planung hatte. Ich wusste auch, dass ‹Auftritt bitte› auch ohne ‹warmer mai› etwas machen wollte und dann war natürlich immer noch diese Kamilla... Das war das Wiederbelebungsjahr. Jetzt im dritten Jahr der ‹Kein-Budget-Sammelstelle›Konstruktion sind Marianne, Betty und auch Oliver wieder eingestiegen und es gibt bereits eine ganze Reihe von Anlässen – jetzt auch über Zürich hinaus!» Marianne fügt an: «Ganz ohne Geld muss ich berichtigen. Einzelne Anlässe sind finanziert und die Marke ‹warmer mai› wird von den HAZ unterstützt mit der Produktion und der Verteilung der Flyer.» Tipps von Marianne Auf die Frage an welche Anlässe sie denn mit Gästen hingehen würde, überlegt Marianne: «Das kommt drauf an, welche Kultur-Richtung man vorzieht... Ich persönlich habe eine Präfe-

renz für die Musik. Ich bin selber auch in einem Chor dabei. Es gibt ein Doppelkonzert vom Luzerner Lesbenchor «Les Belles et les Femmes» und dem Bernerchor «Sweet&Power» – da singe ich mit. Zudem finde ich es toll, dass Nina Dimitri & Maja Büchel sich begeistern liessen, das offene Singen zu leiten. Genauso gerne würde ich mir auch noch den Film von Mitra Devi ansehen, «Long Time Love», in dem fünf langjährige lesbische Paare porträtiert sind...» Tipps von Samuel Auf die gleiche Frage meint Samuel: «Da meine Anlässe gegen Ende des Monats angesiedelt sind, stecke ich vorher noch in den eigenen Vorbereitungen. Trotzdem, ich würde das PétanqueTurnier auf dem Lindenhof in mein Besuchsprogramm aufnehmen, dann natürlich den Literaturclub, – weil er extra für den «warmen mai» auf die Beine gestellt wird. Und sicher auch «Auftritt bitte». Das ist eine offene Bühne mit Anna Maria Enk als Moderatorin und Oliver

Fritz am Klavier. Es gibt kein Programm, Leute im Publikum bringen das Programm mit.» Tipp vom CR-Magazin Und was empfiehlt das CR-Magazin? Natürlich unseren Kolumnisten Michael Rüegg auf der Bühne im Keller 62. Erst wollte man von ihm eine Lesung. Das fand er aber nicht spannend: «Man will mich kaum so auf der Bühne sehen, wie ich bin. Ich muss mich also interessanter machen – und das geht am besten mit einer Frauenrolle – sie ist von mir selbst extrem weit weg. Es ist jetzt 12 Jahre her, dass ich bei «Hummer flambiert» auf der Bühne stand. Also gibt es ein Comeback. Bei meinem eigens für diesen Anlass geschriebenen Stück geht es ebenfalls um ein Comeback. Nämlich um jenes der Figur, die ich spiele. Es soll ein Liederabend werden, aber ob dabei gesungen wird, ist unklar. Mehr will ich noch nicht verraten...» www.warmermai.ch

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COMEBACK

Ein Stück Geschichte von und mit Michi Rüegg Am Piano: Stanislas Nanchen

SA. 24.05.14 I 20 UHR THEATER KELLER 62 RÄMISTRASSE 62, 8001 ZÜRICH

MEDIENPARTNER



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Warmer Mai Der andere Kulturmonat

weitere Informationen unter www.warmermai.ch 25


Kultur

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Pique Dame Die Oper in drei Akten von Pjotr Tschaikowski wird auch im Mai am Opernhaus Zürich gespielt.

Traumhochzeit Erich Vock und Hubert Spiess präsentieren eine neue Komödie im Zürcher Bernhard-Theater. Alex erwacht am Morgen seiner Hochzeit mit einem unglaublichen Hangover und einer schönen Unbekannten neben sich. Das Girl erklärt

ihm, sie hätten sich am Vorabend in der Bar getroffen, seien nach oben gegangen und hätten eine wunderbare Nacht zusammen verbracht. Da verliert Alex fast den Verstand, denn gleich wird Vicky, seine Braut, eintreffen, und er steht da – untreu und verkatert – was für eine Katastrophe. Die Braut kommt und Alex bekniet seinen besten Freund und Trauzeugen, ihm aus der Patsche zu helfen. Diesem gefällt es gar nicht, die Rolle des Gigolos zu übernehmen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
 Erich Vock und Hubert Spiess verlassen sich bei «Traumhochzeit» auf die Darstellerinnen Viola Tami, Fabienne Louves und Kiki Maeder. Sie werden als «junge, ambitionierte und vor allem talentierte Schauspielerinnen» beschrieben, die in Mundartkomödien auftreten wollen und können. Wer behauptet da noch Volksschauspieler gehören einer vom Aussterben bedrohten Spezies an? Neben dem Damen-Trio stehen weiter Gabor Nemeth, Peter Zgraggen, Maja Brunner sowie Erich Vock auf der Bühne. (dd) Traumhochzeit Bernhard-Theater, jeweils Mittwoch bis Samstag, noch bis am 25. Mai www.bernhard-theater.ch 26

In der Petersburger Gesellschaft, die sich vorwiegend für Maskenbälle und ähnliche Äusserlichkeiten interessiert, ist der Offizier Hermann ein Aussenseiter: Er hat nämlich kein Geld. Deshalb ist auch Lisa, in die er sich aus der Ferne unsterblich verliebt hat, für ihn unerreichbar; Lisa ist die Enkelin einer steinreichen Gräfin und mit dem Fürsten Jelezki verlobt. Zufällig erfährt Hermann, dass die alte Gräfin ein Geheimnis hütet: Sie weiss, mit welchen drei Karten sich im Spiel ein Gewinn erzielen lässt, der Hermann ein neues Leben ermöglichen würde. Von nun an wird das Glücksspiel für Hermann zur Obsession, über der er nicht nur seine Liebesfähigkeit, sondern auch seine Identität und schliesslich sein Leben verliert.

I am Divine Die Geschichte von DIVINE, aka Harris Glenn Milstead, und wie er John Waters’› Muse, internationaler Pop-

Star und Drag-Ikone wurde.

In der Neuproduktion des Opernhauses Zürich gibt Tatiana Monogarova als Lisa ihr Hausdebüt in Zürich. Der lettische Tenor Aleksandrs Antonenko ist als Hermann zu hören und Doris Soffel übernimmt die Partie der Gräfin. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des international gefragten tschechischen Dirigenten Jiˇrí Bˇelohlávek. Für die Inszenierung zeichnet Robert Carsen verantwortlich. (dd)

Vor 25 Jahren starb einer der exzentrischsten Film- und Musik-Stars, den die USA je hervorgebracht haben: Harris Glenn Milstead, besser bekannt unter dem Namen Divine. Regisseur, Produzent und Emmy-Preisträger Jeffrey Schwarz («Vito») gelingt mit Hilfe von Interviews, vielen Ausschnitten aus Filmen und Live-Auftritten eine berührende Würdigung eines flamboyanten Selbstdarstellers, dessen Tabubrüche ein grösseres Ziel verfolgten: Mit Humor gegen die Engstirnigkeit der amerikanischen Gesellschaft und für das Recht auf Selbstbestimmung für jeden zu kämpfen. Der Dokumentarfilm wurde vom Berliner Magazin «Siegessäule» als «absolut sehenswertes Por­ trät der 1988 verstorbenen Göttin» beschrieben. In der Tat ist das Leben von Divine aufregend und spannend, aber nicht unbedingt göttlich. Noch immer denken viele an die ungewöhnliche Wuchtbrumme, die einst vor laufender Kamera Hundekot verspeiste. (dd)

Pique Dame Opernhaus Zürich, 3., 6., 11. und 18. Mai www.opernhaus.ch

DVD: I am Divine Pro-Fun Media Im Handel ab 30 Mai

Pique Dame: © Monika Rittershaus


Kultur

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Barrakuda Auch der beste Schwimmer kann in der Leistungsgesellschaft untergehen, wie der australische Autor Tsiolkas in seinem Roman eindrücklich beschreibt. Danny ist ein Barrakuda, ein australischer Pfeilhecht. Im Wasser fühlt er sich in seinem Element, ist schneller und stärker als alle andern, unbesiegbar. Hart hat er gekämpft, hart trainiert, um sich als 17-Jähriger aus der Arbeiterschicht zu emanzipieren und als Schwim-

Swiss Press Foto 14 Das Jahr 2013 aus der Sicht der Schweizer Fotografen im Landesmuseum in Zürich.

X-Men Marvel ist mit seinen Comics längst in der Gegenwart angekommen, Ellen Page reist in die Vergangenheit: Die Zukunft beginnt im Kino. Marvels fantastische X-Men-Welt war in der GayCommunity bereits sehr beliebt, bevor Northstar 2012 seinem Freund Kyle Jinadu einen Heiratsantrag machte und ihn im folgenden Comic-Band tatsächlich heiratete. «Es geht um eine starke Verbindung von zwei Menschen, die allen Widrigkeiten zum Trotz für ihre Liebe kämpfen», erklärte die Marvel-Kreativchefin damals, «eine Zusammenführung der Realität mit der Welt der Comic-Superhelden.» Zur HomoHochzeit kommt es zwar im neusten X-Men-Kino-Blockbuster noch nicht, dafür aber sonst zu allerlei sehenswerter Action. Mutantin Kitty Pride kehrt in «Days of Future Past» aus einer düsteren Zukunft in die Vergangenheit der 1960er zurück, um den Kampf der Gestaltwandlerin

«Swiss Press Photo 14» versammelt die besten Schweizer Pressebilder des Jahres 2013 im Landesmuseum Zürich. Die Ausstellung resümiert bildhaft prägende Ereignisse des vergangenen Jahres und erlaubt einen individuellen Blick

aufs Geschehene. Die internationale Jury erkürt in sechs Kategorien die besten Fotografien und die Gewinnerbilder. Gezeigt werden rund 90 Fotografien zu den Themen Aktualität, Sport, Porträt, Ausland, Alltag und Umwelt sowie Kunst und Kultur. Die Nominationen waren bis Redaktionsschluss noch nicht bekannt. (dd) Swiss Press Foto Landesmuseum Zürich, 1. Mai bis 6. Juli



mer ein Stipendium zu angeln. Er hat es weit gebracht, doch dann kommt alles anders. Ein kleiner Wendefehler bringt ihn bei der panpazifischen Meisterschaft aus der Bahn, im doppelten Sinn. Nur eine Spritze kann den wild um sich Schlagenden nach dieser Niederlage beruhigen, und nur für kurze Zeit. Verhöhnt und bemitleidet wird Danny aus der Mannschaft ausgeschlossen, schafft den Schulabschluss nicht, wird zum wütenden Rebell. Das Schicksal hat zugeschlagen und Dan, wie er nun genannt werden will, schlägt zurück, hinterlässt einen blutbespritzten Scherbenhaufen. Im Gefängnis verliebt er sich in Carlo, doch das Begehren kann nur über Taschentücher ausgetauscht werden. Wieder in Freiheit bleibt die Isolation, die Suche nach dem Platz in der Gesellschaft hat gerade erst angefangen und auch seine neue Liebe zu Clyde bietet nicht immer einen sicheren Anker. Obwohl sich Tsiolkas («Nur eine Ohrfeige») in seinem neuen Coming-of-Age-Roman oft gefährlich nah an die Grenzen des Sozialkitsches und der schlüpfrigen Homoerotik wagt, verliert das Buch über fast 500 Seiten nie seine kritische Vielschichtigkeit und bietet ein durchgängig packendes Lese-Erlebnis. (rg)

Mystique (Jennifer Lawrence) zu unterstützen und die Geschichte neu zu schreiben. Lawrence, Michael Fassbender, Halle Berry, Hugh Jackman und Sir Ian McKellen in einem SciFi-Spektakel der Extraklasse, was will man mehr? Da kann die Männerliebe auch noch bis zum übernächsten Film warten, wir wissen ja heute schon, dass sie die zukünftige Vergangenheit sein wird. Die zeitreisende Kitty Pride, verköpert von der lesbischen Ellen Page, verkürzt die Wartezeit. Neulich outete sich diese im Rahmen einer «Human Rights Campaign»-Gala charmant und engagiert, nicht als Mutantin aus der Zukunft, sondern als Botschafterin der Gegenwart. (rg)

Christos Tsiolkas, Barrakuda, Klett-Cotta

X-Men: Days of Future Past, ab 22.05. im Kino 27


Szene

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Parties und Events 20 Jahre Angels

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Angels White Party

Homosexuell, heterofreundlich

Tatsächlich! Es stimmt und es ist bald soweit. Angels feiern 20 Jahre White Party. Das ist natürlich Grund für einen Geburtstagsevent ganz nach Angels-Art - an zwei Tagen. Zwei Topshots der internationalen DJ-Szene stehen zum White-Party-Jubiläum am Mischpult.

Die Gay-Party im Kapitel Bollwerk frönt diesmal ganz der Tanzwut. Progressive Klänge kommen von Casa Show, einem Live-Act aus dem Label Sinsonic Records. Es ist ein Elektro-, Minimal-, Tech-House-Projekt, das durch ausgefallene Samples und ungewohnte Klänge besticht. Der Sound ist geprägt durch die Liebe zu instrumentaler Musik und ein Gehör für die Schönheit von Alltagsgeräuschen. Zudem wird Thalamus eines seiner heissen Progressive-Sets gestalten. Der DJ ist bereits zum dritten Mal bei Seite 69 und feuert die Tänzer durch eine verspielte und scharfe Mischung aus Rhythmen und Melodien weiter an. Den Beginn gestaltet Discoknabe, dessen Rezept aus treibenden Beats und flächigen Synthies jeweils das Publikum zur Ekstase führt. Seite 69 Kapitel, Bollwerk 41, 3011 Bern Freitag, 2. Mai, 22 bis 5 Uhr www.facebook.com/seite69

Come together Lesbians&friends Come together heisst die 30+ Partyreihe für Lesben und Schwule in Zürich und will Kultur und Party verbinden. Die Party richtet sich an all jene, welche sich zu alt fühlen für den Electro Club, aber noch viel zu jung für den Walzer auf dem Tanzschiff und findet immer am zweiten Samstag im Monat statt.

DJ Saeed Ali und Danny Verde brachten schon bei den grössten Partylabels die Hallen zum Kochen; egal ob Matinee, SuperMartXe, WE Party, Salvation oder Rapido. Versprochen wird ein musikalisches Geburtstagsfeuerwerk erster Güte - drei Floors, sechs DJs! Auf dem Upper Floor sorgen die Lokalmatadoren DJ Angel O. und DJ Juiceppe mit breitem Stilrepertoire aus Pop und Dance für Stimmung. DJ RW und DJ ajaxx übernehmen das Zepter auf dem White-Floor. Auf dem Main-Floor zaubern die Angels-Artisten visuelle Highlights. Der Eintritt zur Party am Freitag ist frei. Anmeldung für die Guestlist über die Website. Opening-Party: Freitag, 2. Mai, 22 Uhr White Party: Samstag, 3. Mai, 22 Uhr Volkshaus,Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich www.angels.ch 28

Come together Samstag, 10. Mai, 21 Uhr Marquee Club, Weinbergstrasse 68 8006 Zürich www.party4lesandgay.ch

queerPlanet Mit Miss Delicious Für die letzte Party vor der Sommerpause holt queerPlanet wieder einmal Verstärkung aus Köln: Miss Delicious heisst der Headliner an der Mai-Party - natürlich wieder im Singerhaus im Herzen von Basel direkt am Marktplatz... Neben dem Gast aus Köln wird zudem auch diesmal wieder queerPlanet-Resident Taylor Cruz an den Decks stehen. queerPlanet Samstag, 10. Mai, 23 Uhr Singerhaus, Marktplatz 34, 4051 Basel www.queerplanet.ch


Szene

C RU I S E R E d it ion Ma i 2 014 

Aviator Istanbul Layover Diesmal geht’s mit Aviator ab nach Istanbul, in die türkische Metropole. In Zusammenarbeit mit dem Hip Sultan Istanball Pride Festival steht einer heissen, temperamentvollen Nacht nichts mehr im Wege... An den Decks stehen in dieser Nacht Star-DJ Flamefly aus Spanien, Unterstützung erhält er von Jose Jones, welcher das Opening bestreiten wird. Natürlich sind auch wieder Gogo-Boys & Girls vor Ort. Aviator, Samstag, 17. Mai, 23 Uhr Moods, Schiffbaustrasse 6, 8005 Zürich www.moods.ch

1 Jahr Kiki Happy Birthday Kiki Seit dem Launch in der inzwischen abgerissenen Pfingstweide ist das Label ein Garant für anspruchsvolle Electronica im schwulen Zür-

cher Nachtleben geworden. Nicht zu vergessen, auch dank der neuen und passenden Location im Revier. Pablo Einzig & Nici Faerber sorgen für eines der musikalischen Highlights in dieser Nacht. Zusammen bilden die beiden das Künstlergespann Einzig&Faerber, das seit einiger Zeit die Zürcher Clubs unsicher macht. Flankiert werden die beiden von Kiki-Residents Juen, Nicolike und Marco De Rosa.

696club will mit bekannten Gesichtern an den Turntables an die besten Laby-Zeiten anknüpfen und diese Tradition aufleben lassen und weiterführen. Diesmal konkret mit Basil Sue (Laby/ Loop38), Frisk (Local Underground/Shaft) und Artemis (fierjahreszeiten)

Kiki Samstag, 17. Mai, 23 Uhr Revier, Hohlstrasse 18, 8004 Zürich facebook.com/kikitonight

BareBeatz # 5 Im 696club Seit Anfang Jahr gibt es im 696club in Zürich die Partyreihe BareBeatz. Im Mai nun zum fünften Mal. Progressiver Sound und dezent erotische Atmosphäre machen die BareBeatz-Party aus. Der

BareBeatz # 5 Samstag, 31. Mai, 23 Uhr 696club, Badenerstrasse 696, 8048 Zürich www.696club.ch

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Bildung

Rainbow School of English

Eine neue Londoner EnglischSprachschule für schwule Männer Von Daniel Diriwächter

C RU I S E R E d it ion Ma i 2 014

Wer seine nächste Reise nach London plant, aber immer noch mehr schlecht als recht Englisch spricht, sollte sich überlegen, ob er den Trip in einen spannenden Sprachaufenthalt umwandeln will. Die «Rainbow School of English» bietet Sprachlektionen ausschliesslich für schwule Männer und liegt mitten in London.

Die Online-Dating-Sprache Da der Altersdurchschnitt laut James Keen bei den Studenten bei ungefähr 30 Jahren liegt, will man(n) bei der «Rainbow School of English» auch mit der Zeit gehen. Sie bietet deshalb eine freiwillige Extra-Klasse an, die helfen soll, das Beste in Englisch aus Dating-Websites wie Gaydar, Grindr und Gayromeo zu machen. Die Dating-Klasse wird von einem schwulen Lehrer unterrichtet und behandelt die unbekannten Abkürzungen und Begriffe, denen viele begegnen, wenn sie online nach einem Date suchen. Die Klasse ergänzt den Standard-Englischunterricht der Schule, der für Anfänger als auch Fortgeschrittene angeboten wird.

Die «Rainbow School of English» startete im Januar 2014 im Stadtteil Covent Garden und ist Londons einzig wirkliche Sprachschule für schwule Männer. Die Schule ist explizit auf schwule Teilnehmer ausgerichtet, die Mehrheit der Lehrer ist schwul, und es gibt ein Freizeitprogramm, das organisierte Besuche zu Londons besten Schwulen-Bars und Nightclubs beinhaltet. «Tausende von schwulen Männern reisen jedes Jahr nach London, um Englisch zu lernen», so der Direktor Jamie Elliott. «Aber bisher hatten sie noch nicht die Möglichkeit, eine Sprachschule auszuwählen, bei der sie sich sicher sein konnten, dass die anderen Schüler auch schwul sein würden.» Mit dem neuen Angebot wird dieses Bedürfnis nun gestillt. Doch hinter den Lektionen zum besseren Sprachverständnis steckt mehr, so der Studiendirektor James Keen: «Unsere Studenten sollen auch die schwule Kultur Londons kennenlernen.» Weiter will die «Rainbow School of English» auch Freundschaften und den internationalen Zusammenhalt fördern. Aber auch lokale Kontakte sollen nicht zu kurz kommen, denn diese seien wichtig für das Erlernen einer Sprache, so «Selbst für englische Männer können einige James Keen. Das sind Botschaften, die ankom- der Ausdrucksweisen ziemlich rätselhaft sein», men. «Wir haben im letzten Jahr viel Zeit ver- sagt der Rainbow-School-Direktor Jamie Elliott. wendet, um die Schule international bekannt «Aber wenn Englisch nicht Ihre Muttersprache zu machen», erklärt James Keen. ist, ist das Problem noch schlimmer. Und wenn Bereits jetzt häufen sich an der Schule die Anfra- Sie nicht wissen, was NSA, GSOH, Discreet oder gen für einen Sprachaufenthalt. Der Studiendi- VWE bedeuten, dann könnten Sie ein heisses rektor freut sich auf die kommenden Wochen: Date verpassen.» «Die Studenten sind das Beste an der ganzen Interessierte können jede Woche in einen Kurs Schule!», sagt er begeistert. Das Feedback war einsteigen. Im Vorfeld wird ein Test angeboten, bislang wohlwollend und die Unterstützung aus der eine zum passenden Kurs führt. Der kürzesder Gay-Szene ein Plus. Leider wurde die Schule te Aufenthalt liegt bei einer Woche. Die Preise auch schon Opfer von homophoben Attacken, sind je nach Level und Dauer unterschiedlich meist im Internet und auf deren Facebook-Seite. und starten bei 90 Pfund pro Woche. «Unsere Studenten sind aber sicher bei uns – so wie jeder andere Gast in unserem Land», hält Weitere Informationen unter der Studiendirektor fest. www.rainbowenglish.co.uk 30


Lifestyle

HOT 4 YOU!

C RU I S E R E d it ion Ma i 2 014 

Sanfte Rasur

 ine gründliche Rasur ohne Widerstände lässt das Gesicht gut aussehen und toleriert keine IrritaE tionen. Nivea Men hat nun die optimale Rasur-Lösung. Dank der verbesserten Formulierung des Sensitive Rasierschaums und Rasiergels mit 0 Prozent Alkohol wird die empfindliche Haut sanft gepflegt und geschützt. Ausserdem beugen pflegende Kamille und beruhigende Hamamelis Hautirritationen vor und sorgen für ein entspanntes Hautgefühl. Für den perfekten Rasur-Abschluss ohne Brennen sorgt das neu formulierte Nivea Men Sensitive After Shave Balsam: Es pflegt nicht nur die Haut, sondern erhöht schrittweise ihre Widerstandsfähigkeit. Im Handel: Nivea Men Sensitive Rasiergel, Rasierschaum und After Shave Balsam

Polo für jede Eventualität

 it perfektionierten Polos stellt das junge Zürcher Modelabel AD.M sicher, dass Mann sich in M allen Lebenslagen stilvoll und locker bewegt: Sieben unterschiedliche Styles und 42 verschiedene Farbkombinationen stellen den Mann von Welt in diesem Sommer vor die Qual der Wahl. Die Styles unterteilt AD.M in eine Classic sowie eine Vintage Collection. Der innovative Materialmix besteht aus 50 Prozent edelster Pima Baumwolle und 50 Prozent Modal-Fasern. Kontrastfarbene Nähte, das auf der Schulterpartie angebrachte Kautschuk-Logo, dezente Stickereien oder aufwändige Ellbogen-Patches bei den Longsleeves zeugen weiter von der raffinierten Verarbeitung. Die bewährten AD.M Features wie der moderne Slim-Fit oder der verstärkte Kragen kommen auch in dieser Kollektion wieder zum Zug. Erhältlich online auf www.the-polo.com sowie im AD.M Store in Zürich.

Comeback der Feinripp-Unterhose

 an kann von ihr halten, was man will. Eines ist aber sicher: die FeinrippM Herrenunterhose aus den 70er Jahren ist Kult! Warum also nicht ein Revival feiern und den Liebestöter wieder aufleben lassen, dachten sich die Kreativköpfe von t&m. Nun erlebt der «kleine Weisse» eine Renaissance, jedoch als Kulturbeutel, Stiftetui, Federmäppchen, praktischer Reisebegleiter oder Aufbewahrungstasche. Farbe kommt mit den Reisverschlüssen ins Spiel, die es in rot, gelb, hellblau, schwarz oder orange geben wird. Diese sorgen dafür, dass Bücher, Stifte oder sonstige Kleinigkeiten da bleiben, wo sie sein sollen: wohl bewahrt im Inneren des ‚Herrensackerls‘. Erhältlich im Online-Shop unter www.tm-products.com

Weisse Zähne trotz Rotwein

« Hast du Rotwein getrunken?», vor dieser Frage muss sich dank der Wine Wipes niemand mehr fürchten, denn mit diesen kleinen Tüchlein lassen sich die unschönen Verfärbungen mühelos, dezent und schnell entfernen, sei es beim Geschäftsessen oder beim romantischen Dinner. Die natürlichen Inhaltsstoffe greifen den Zahnschmelz nicht an und schützen die Zähne vor der Weinsäure. Der angenehme Geschmack der Wine Wipes verfälscht dabei in keinster Weise den Geschmack des Lieblingsweins, sodass dem weiteren Genuss nichts mehr im Wege steht, und diesmal sogar mit strahlendem Lächeln. Erhältlich im Online-Shop unter www.enjoymedia.ch



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Gesundheit

Pia Das sanfte Ruhekissen

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Die Frage ist ja vor allem: Ab wann ist es ok, Spargeln zu kaufen? Weil, man will natürlich nicht schon mit der Nahrungsaufnahme auf der Welt den ökologischen Fussabdruck eines Godzillas hinterlassen. Spargeln aus Peru? Haben eine Ökobilanz wie ein Kühlschrank aus den 70er Jahren. Also Finger weg, solange das Männchen mit dem AndenPoncho auf dem Umschlag ist! Die Spanischen? Sind die nicht Schuld am Tod der spanischen Naturschutzgebiete, weil sie ihnen das ganze Wasser wegtrinken? Oder waren das die Erdbeeren? Lieber doch auf die Deutschen warten, mit dem Fussabdruck eines Murmeltiers, aber stramm und obszön dick. Obszön ist auch der Preis, weshalb man etwas flachatmig wird, wenn man sich im Supermarkt so ein Bündel «gutes Gewissen» ins Körbli legt. Aber eben: Ein reines Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen. Auf dieses Kissen können sich im Mai natürlich auch all jene betten, die im April bei Break The Chains mitgemacht haben! Der Mai ist nämlich HIV-Testmonat und mit dem Break-The-ChainsGutschein gibt’s den HIV-Test im Checkpoint und auch in der Szene für 10 Franken (statt 50 Franken – da kannst du grad noch 2 x Schwätzinger Spargeln…). Mobil testen wir an der White Party, der Rage Prollboyz, im Moustache, Helden, Aviator etc. Das Motto im Mai heisst darum nicht «alles neu…» sondern «Kenne deinen Status»! Deinen Status, lieber Männer! Nämlich nicht den von WhatsApp oder Facebook. Wie man mit neuen Statusmeldungen umgeht, darüber reden wir übrigens am Freitag, 30. Mai im Bubbles an der Werdstrasse 54, 8004 Zürich ab 18 Uhr. Checkpoint im Gespräch, diesmal geht’s um HIV-Disclosure: Wie und wann sage ich meinen Freunden, meiner Familie, meinen Sex Buddies, dass ich HIV+ bin? Das Offenlegen einer Diagnose kann sich anfühlen wie ein zweites Coming Out. Nach einer HIV-Diagnose

ist oft die grösste Angst, dass irgendjemand davon erfahren und es weitersagen könnte. Diese Angst hängt wie ein Damoklesschwert über den Betroffenen und beeinträchtigt das Leben in jedem Bereich. Man denkt, zu wissen, wie die anderen auf diese Neuigkeit reagieren werden und schiebt das Ganze vor sich her. Nicht selten dauert es Jahre, um den Mut zu finden, der Angst in die Augen zu schauen und die Wahrheit auszusprechen. Darüber wollen wir diskutieren, dazu etwas trinken und wer will kann danach noch zum Essen bleiben. Wer‘s weniger mit dem Essen, aber dafür oft mit dem Rauchen hat, für den gibt’s im Mai wieder eine neue Gelegenheit, doch noch den Absprung zu schaffen, bevor man im Gesicht aussieht wie Keith Richards. Eine neue Runde Queer-quit startet am Mittwoch, 7. Mai 20.15, bei der Zürcher Aidshilfe an der Kanzlei­strasse 80. Wenn ihr also immer noch am Stummellutschen seid, obwohl ihr genau wisst, dass es dafür Geileres gibt, dann würde ich jetzt nicht zögern. In einer Gruppe von schwulen Männern macht es zwar auch nicht mehr Spass, den Schweinehund zu überwinden, aber zusammen schaffen wir es leichter, das ist bewiesen. Also lass stecken! Anmeldungen unter www.queer-quit.ch.

Und jetzt noch ein paar Worte, die ich lieber niemals sagen wollte: Lieber Matthew, in der Nacht vom 28. auf den 29. März hast du die Bühne verlassen, obwohl die Scheinwerfer noch brannten. Wir sind verwirrt und traurig. Du fehlst. Das Theater geht weiter, Matthew – aber es ist nicht mehr das gleiche Stück, weisst du. Wir wünschen Dir eine gute Reise.

Eure Pia

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Kapitel Titel

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WIR KÖNNEN STOLZ AUF UNS ALLE SEIN: ÜBER 3000 BREAKERS IM APRIL!

Mein Schwanz wird nicht hart! Hallo Dr. Gay Ich bin 22 und habe seit kurzem einen Freund. Wir sind beide eigentlich aktiv, aber wollen trotzdem mal den jeweils anderen ranlassen. Wenn ich passiv bin, klappt das auch halbwegs gut, aber andersrum geht es nicht, weil ich Probleme habe, meine Erektion zu halten. Anfangs bin ich erregt und mein Schwanz ist steif. Die Erektion lässt dann aber bald nach, so dass ich nicht eindringen kann. Wenn ich nicht eindringen kann, wird er gleich noch schlaffer und es geht gar nicht mehr. Danach wird er auch durch Wichsen nur noch halbsteif. Gibt es Möglichkeiten, eine härtere Erektion zu bekommen oder die am Anfang vorhandene Erektion zu halten? Mein Freund hat diese Probleme nicht. Sein Schwanz ist immer steinhart. Er ist schon ganz irritiert, dass meiner manchmal hart ist und dann wieder nicht. Benjamin (22)

E L L A T Z JET

PARTNERN X E S N E D IT M M GEMEINSA

! T S E T V I H ZUM

.0 1 R U N T S E T JEDER

Lieber Benjamin Erektionsprobleme können unterschiedliche Ursachen haben. So ist zum Beispiel Stress ein wesentlicher Faktor. Versuche, dich nicht zu sehr auf deine Erektion oder das Ficken zu fixieren. Eine Erwartungshaltung (dir selber gegenüber oder vom Partner) kann Druck erzeugen und das Gegenteil bewirken. Erkläre deinem Freund, dass deine Erektion nichts mit ihm oder deinen Gefühlen ihm gegenüber zu tun hat. Wie du sicherlich weisst, gibt es auch Medikamente, die eine Erektion begünstigen können. Wenn du so was in Betracht ziehst, solltest du vorher mit deinem Arzt reden, denn solche Medikamente sind verschreibungspflichtig und können Nebenwirkungen haben. Besser wäre es, beim Sex für eine entspannte Atmosphäre zu sorgen und dich vom Alltagsstress zu befreien. Dies kannst du tun, indem du für genügend Zeit sorgst, möglichst unbefangen bist und Vertrauen zu deinem Partner hast. Kerzen oder romantische Musik können ebenfalls dazu beitragen. Auch ein sogenannter Cockring kann helfen, die Erektion zu halten. Cockringe findest du in allen möglichen Farben, Formen, Grössen und Materialien im Internethandel oder in Sex-Shops.

Übelkeit wegen Hepatitis B? Hallo Dr. Gay Seit zwei Tagen leide ich unter Übelkeit. Nun frage ich mich, ob ich mich mit Hepatitis B angesteckt haben könnte. Ich war vor circa einem Monat in einer Schwulensauna und habe mit einem anderen Mann gegenseitig gewichst. Kann man sich dabei anstecken? Danke für die Antwort. Hans Peter (46) Lieber Hans Peter Gegenseitiges Wichsen gehört zu den sichersten Sexpraktiken überhaupt. Obwohl sich Hepatitis B leichter überträgt als HIV, ist eine Ansteckung durch gegenseitiges Wichsen kaum möglich. Eine Übertragung erfolgt in der Regel durch Kontakt der Schleimhäute mit Blut oder Sperma. Symptome können Fieber, Verdauungsstörungen oder grosse Müdigkeit sein. Deine Übelkeit muss also andere Ursachen haben. Wenn sie anhält, solltest du der Sache durch einen Arztbesuch auf den Grund gehen. Des Weiteren empfehle ich dir, dich präventiv gegen Hepatitis B impfen zu lassen. Dann brauchst du dir zukünftig keine Sorgen mehr über Hepatitis B zu machen. Weitere Informationen zur Impfung erhältst du beim Checkpoint Zürich unter der Telefonnummer 044 455 59 10. 



Eine Dienstleistung der Aids-Hilfe Schweiz

PROFITIERE JETZT! Gehe zum nächsten Checkpoint oder zur nächsten Teststelle. Da bezahlst du mit der App nur 10 Franken! Liste der teilnehmenden Teststellen auf der App oder im Internet. Mit freundlicher Unterstützung von:

BREAK THE

CHAINS 33


Agenda

FR 25. April Bern

20.00 M  änner: Tanzstück mit Junges Theater Basel unter der Choreographie von Ives Thuwis aus Belgien. Es geht um Fragen, was es heute bedeutet, ein Mann zu sein. Dampfzentrale Bern, Turbinensaal, Marzilistrasse 47. Auch am 26.4. gleiche Zeit. Infos über www.dampfzentrale.ch, Tickets über www.starticket.ch. Preise ab Fr. 15.– bis Fr. 25.–

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ LeMec 18.00 C  heckpoint im Gespräch@Bubbles: Werdstrasse 54. Anmeldung nicht erforderlich. Sie machen uns schön - von Aminos bis Anabolika. Information & Diskussion mit Michael Krattiger, Leiter Prävention/Information von Antidoping Schweiz. Ab 18h Apéro, ab 19h Infos und ca. ab 20h Essen & Trinken 19.00 G  ayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. Mega Stutenmarkt 20.00 Q  ueertango: QueerTango Milonga für Schwule, Lesben und ihre Freunde. Cafetin Buenos Aires/El Artesano, Alfred-Escherstr. 23 22.00 L  ollipop Party auf 4 Ebenen!: Lollipop Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca, Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor: 80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor: Die grössten Pistenheuler und Hitparaden Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr. 118. Infos www.lollipopparty.ch 22.00 R  age: Wagistrasse 13, Schlieren Suck & Fuck Friday 23.00 H  eaven Club: Spitalgasse 5. Scream & Shout. DJ Louis de Fumer 23.00 S ector c; Fetish Club: Wagistrasse 13, Schlieren. Strikter Dresscode Open Sector diesmal kein Dresscode

SA 26. April Basel

22.00 J  Adore: Das Gay-Revival im Borderline Club, Hagenaustrasse 29. Party für Schwule, Lesben & Friends. DJs Peeza, Mary, Skilly, Tonträger & Special Guests. Infos www.housefashion.ch

Bern

21.00 B  elmondo Club Partytime: 100% Pure Mad House. DJ Mad House 22.00 T  olerdance: für Schwule, Lesben und FreundInnen Im ISC Club Neubrückstr. 10. Elektro Tolerdance mit DJ PCB & Guest

Luzern

20.00 G  endr – back to life – back to reality: DJ Dynam!ke & Friend. Scusi Bar, Kauffmannweg 20

Zürich

12.15 L  unchkino: Spezial zu Pink Apple «Matterhorn», NL 2013, NL/d, 87 Min. Im Kino Le Paris, Bahnhof Stadelhofen. Infos www.pinkapple.ch 12.30 T  rans*: ohne Tabus Workshops, Abendessen und Live Musik mit anschliessendem Besuch der Offstream Party. Türöffnung 12.30h an der Mattengasse 27 und im HAZ-Centro, Sihlquai 67, 13h Begrüssung ab 13.30h Workshops. WS 1 13.30h: LibiDo it Yourself «Potenz und Empowerment» für Transmännlichkeiten aller Couleur, egal ob mit oder ohne Testo. WS 2 13.30h: «Komplikationen und andere Herausforderungen» für Trans*Menschen aller Couleur. Beide WS im HAZ-Centro, Sihlquai 67. 13.30h WS 5 «Dreamking» für all gender and no gender. Fr. 45.– inkl. Material. Wiederholung 34

C RU I S E R E d it ion Ma i 2 014 um 16.30h im Babachinchin, Mattengasse 27. 16.30h WS 3 «Transphobie – ganz unter uns» für Trans*Menschen aller Couleur. 16.30h WS 4 «Open Space» – das Thema wird selbst bestimmt. Beide WS im HAZCentro, Sihlquai 67. Ab 20h Abendessen und Livemusik mit Lila im Babachinchin, Mattengasse 27. Infos und Anmeldung http://transtag.genderwonderland.com 17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Marc S 19.00 G  ayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. U30-Sauna 22.00 R  age: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising unlimited 22.00 6  96club: BareBeatz 4 – DIN C5. DJs Midimal & Thomi B. Wenn dein Outfit (ohne Schuhe) in ein Briefumschlag der Grösse C5 (229 x 162 mm) passt, erhältst du eine Ermässigung von Fr. 5.– auf den Eintrittspreis von Fr. 25.–. Infos über www.696club.ch 23.00 O  ffstream – The alternative Gay Party: für Schwule, Lesben, Bi, Transgender and Friends. Offstream Resident DJs. Alte Kaserne, Zeughaus 5. Infos www.offstream.ch 23.00 H  eaven Club: Spitalgasse 5. Dudecute! DJ Loyce 23.00 S ector c; Fetish Club: Wagistrasse 13, Schlieren. Strikter Dresscode Schweinebucht, Full Fetish (Yellow). Bierpass 3 für 2

SO 27. April Basel

21.00 U  ntragbar!: Die heterofreundliche Homobar am Sonntag im Keller des Restaurants Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Deufeli - 80s & 90s

Zürich

07.25 H  AZ Outdoor: Blütenwanderung Baselland / Aargau. Zürich ab 07.30h (IR nach Olten), Olten an 08h, ab 08.12h (IR Richtung Basel), Gelterkinden an 08.21h. Von dort über Ruine Farnsburg, Schlegel nach Buus. Dort Mittagsverpflegung. Weiter über Egg und Sunnenberg nach Rheinfelden. Genaue Infos und Anmeldung bis 24.4. unter www.haz.ch/Outdoor.htm 17.00 R  age: Wagistrasse 13, Schlieren. i-cruise@ sunday. Fr. 8.- & Mindestkonsumation Fr. 5.(ohne 20.4.) SportsCODE - sportswear 18.15 P  eter – Das Mädchen von der Tankstelle: A/H 1934, D, 83 Min. Im Filmpodium, Nüschelerstrasse 11. Infos www.pinkapple.ch & www.filmpodium.ch 19.00 G  ayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. XL Schwanz Nacht 23.00 H  eaven Club: Spitalgasse 5. Sexxy Lüte Sunday Night Club. DJ Violet Green aka Galax

DI 29. April Zürich

19.00 S pot25: Jugendgruppe Zürich Ob du lesbisch, schwul, bisexuell oder anderartig orientiert bist, alle sind herzlich willkommen. Treff im HAZ-Centro, Sihlquai 67 19.00 Lesbentreff Zürich-Wiedikon: Trinken, essen, kennenlernen. Im Huusmaa, Badenerstr. 138 (Sommerpause im Juli)

MI 30. April Bern

18.30 3  gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse 11. Essen und Kultur. Treffpunkt für das translesbischwule Bern. Apéro-Bar ab 18.30h, Abendessen ab 19.30h mit Beat und Mathias Schertenleib. Zudem Lesbenstammtisch & Bibliothek

Zürich

11.30 M  oustache Sauna: Engelstrasse 4. Nachtsauna bis 07h 17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJs Glitzerhaus 19.00 G  ayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. Masked Party – naked 20.00 P  ink Apple: schwullesbisches Filmfestival Eröffnungsabend im Arthouse Kino Le Paris mit dem Film «The way he looks», Brasilien, Teddy-Arward-Gewinner 2014. Infos und genaues Programm www.pinkapple.ch 20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ Discarga - Ghetto-tech, Vogue-house, Kuduro, NYC LGBT rap 20.15 P  ink Apple: schwullesbisches Filmfestival Eröffnungsfilm «The Way He Looks», BRA 2014, Port/d, 96 Min. In Anwesenheit von Regisseur Daniel Ribeiro. Artehouse Le Paris, Gottfried-Keller-Strasse 7 (beim Bahnhof Stadelhofen). Infos www.pinkapple.ch 23.00 H  eaven Club: Spitalgasse 5. Tanz in den Mai. DJs Jose Jones & Forty Seven

Mai 2014 DO 01. Mai Ganze Schweiz

19.00 W  armer Mai: Der andere Kulturmonat bis 31.5. Verschiedene Städte, Orte. Diverse kulturelle und informative Veranstaltungen. Infos www.warmermai.ch

Luzern

19.00 S ag‘s in 6‘40»: In Anlehnung an Die offiziellen Pecha Kucha Nights Women only. Tür 19h, Beginn 20h. Loge Luzern, Moosstr. 26. Reservation mail@kulturkopf.ch, 041 210 06 02

Winterthur

19.30 B  adgasse 8: LesBiGay & Friends Treff im Lokal Badgasse 8

Zürich

10.30 P  ink Apple: schwullesbisches Filmfestival Movie 1: 12.30h Tru Love, 14.30h Ukraine is not a brothel - The Femen Story, 16.30h 2 Men and a Wedding, 18.30h Who s afraid of Vagina Wolf, 20.30h 52 Tuesdays, 23h Some like it cold. Movie 2: 11.30h Er Moretto, 14h Wie ich lernte, die Zahlen zu lieben, 16.15h Kein Zickenfox, 18.45h Mia, 21h Kill your darlings, 23.30h Test. Piccadilly 1: 10.30h The Color Purple, 13.15h Monster Pies. Piccadilly 2: 11h Les amitiés particulières. Cabaret Voltaire: 19h Pink Talk zu Männer kaufen. 20.30h Männer kaufen, Lesung. Infos www.pinkapple.ch 17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Madhouse 19.00 B  i-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle Männer und Frauen 19h Treff im Café Rathaus, Limmatquai 61 zum Apéro, dann ab 20.15h im HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität und Polyamory 20.00 S ector c; Fetish Club: Wagistrasse 13, Schlieren. Mega Nackt-Party

FR 02. Mai Basel

22.00 o  k sébastien gay is ok: Party with friends from Basel and Berlin. Electro, 80ies, 90ies & Pop. Balz Klub, Steienbachgässlein 34. Infos www.facebook.com/oksebastien

Bern

22.00 S eite 69 - homosexuell, heterofreundlich: DJs Casa Show (Live-Act), Thalamus & Discoknabe. Im Kapitel Bollwerk, Bollwerk 41. Infos www.seite69.ch


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HERR GRÜN Blumen & Gestaltung Badenerstrasse 131 www.herrgruen.ch

MOUSTACHE Die Sauna für Männer Engelstrasse 4 www.moustache.ch (Nachtsauna jede n Fr / Sa)

HUUSMAA Kafi – Reschti – Bar Badenerstrasse 138 044 241 11 18 www.huusmaa.ch Sa & So Brunch 10:00 – 15:00

ZAHNARZT AM HELVETIAPLATZ Langstrasse 20 www.zahn-arzt.ch 043 243 80 00

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LES GARÇONS Bar/Tanzbar Kernstrasse 60 www.garcons.ch Täglich geöffnet ab 17 Uhr

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BEAUTY LOUNGE FOR MEN Haarentfernung, Massagen und Kosmetik Kalkbreitestrasse 42 www.marciomf.ch 079 533 41 01

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CENTRALL CENTRA

KASERNENAREAL


Agenda Zürich

16.15 P  ink Apple: schwullesbisches Filmfestival Movie 1: 16.45h Von Mädchen und Pferden, 18.30h Pariah, 20.45h She, 23.15h Bananot. Movie 2: 16.15h Aladin - Weg ins Paradies, 18.45h Feriado, 20.30h Elias, 23h Kill your darlings. Cabaret Voltaire: 19h Homophobie in Russland, 20.30h Vernissage ComicsAusstellung 17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Nick Harvey 19.30 z &h: Schwule Studis an Uni & ETH Szenentour. Treffpunkt vor dem Platzhirsch, Spitalgasse 3. Es werden dann auch noch Les Garçons & Crusoe besucht. Anmeldung unter mail@zund.ch 20.00 S pamalot – Die Ritter der Kokosnuss: Musical im Theater am Hechtplatz. Wegen Grosserfolg nochmals bis 14.6. Do - Sa 20h und So 17h. Reservation www.theateramhechtplatz.ch 22.00 W  hite Party – Opening Event: DJs Angel O & Chris Bekker. Volkshaus Zürich, Stauffacherstr. 60. Freier Eintritt bei Registration unter www.angels.ch 22.00 R  age: Wagistrasse 13, Schlieren Kick-off! Sportswear & Sneakers – Teamsports 23.00 H  eaven Club: Spitalgasse 5. Pink Apple Party. DJs Louis de Fumer & Zör Gollin. Fr. 15.-. Mit Pink-Apple-Kinoticket Fr. 8.-. 23.00 S ector c; Fetish Club: Wagistrasse 13, Schlieren. Strikter Dresscode Kick-off! Sportswear & Sneakers - Teamsports. Sportswear only!

SA 03. Mai Biel/Bienne

23.00 S itges Summer Night: Gay, Lesbian & Friends Party presented by Fiore Galati. DJ Mr. Chi from Barcelona & Sitges & DJ Rocca. Animation by Tekemaya & Dancers from Roma. Duo Club, Zentralstrasse 54. Fr. 20.-. Infos www.fioregalatievents.ch

Thurgau

19.30 H  OT: Spezialanlass im HOT, Wilerstrasse 5, 9545 Wängi Goldies Show mit Spaghettiplausch. Fr. 25.- für Menue & Show von Diva International. Anmeldung über anmeldung@hot-tg.ch

Zürich

10.00 P  ink Apple: schwullesbisches Filmfestival Movie 1: 11h She, 13h Ninas heavenly delights, 15h Ariel Schrag (Film/Vortrag), 17h Tom of Finland, 19h Pussy Riot, 21h Flores raras, 23.30h Gerontopilia. Movie 2: 10h Il mondo fino in fondo, 12h Eastern Boys, 14.30h Coming-Out (Kurzfilme), 16.45h Long time love, 18.45h La Dune, 21.15h

C RU I S E R E d it ion Ma i 2 014

DI 06. Mai

Bananot, 23.15h Elias. Piccadilly 1: 11h L armèe du salut, 13.15h Jongens. Piccadilly 2: 11h Mon beau petit cul. Cabaret Voltaire: 19h Made in Switzerland. Erfahrungen von Filippo Demarchi, Luise Hüsler & Remo Kaufmann

Bern

21.00 U  ncut: warme Filme im Kino Kunstmuseum Bern Hodlerstrasse 8. Die Frau meiner Träume - Acht lesbische Kurzfilme

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Jesse Jey 22.00 20 Years: White Party Drei Floors, 6 DJs. Main Floor; DJs Saeed Ali & Danny Verde. Upper Floor; DJs Angel O & Juiceppe. White Floor; DJs RW & Ajaxx. Volkshaus Zürich, Stauffacherstr. 60. Vorverkauf Fr. 45.15 bzw Fr. 64.50 inkl. Afterhour über www.angels. ch sowie Cranberry, Rathaus, ES Collection, Les Garçons, Moustache, Männerzone & über Ticketino 22.00 R  age: Wagistrasse 13, Schlieren Guys suck & fuck guys 23.00 S ector c; Fetish Club: Wagistrasse 13, Schlieren. Strikter Dresscode X-treme Leather & Rubber

SO 04. Mai

Zürich

16.30 P  ink Apple: schwullesbisches Filmfestival Movie 1: 17.15h Vilolette Leduc, 18.45h Who s afraid of Vagina Wolf, 21h Schwurjungfrauen. Movie 2: 16.30h Azul y no tan rosa, 19h Ich fühl mich Disco, 21.15h Eastern Boys. Cabaret Voltaire: 19h Pink Talk, Berlin - Caracas mit Kerstin Polte und Miguel Ferrari. Infos www.pinkapple.ch

MI 07. Mai

Basel

Bern

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar am Sonntag im Keller des Restaurants Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Elliott – House & seine Freunde

19.00 W  armer Mai – Der andere Kulturmonat: Lesung der Krimiautorin Brigitte Bialojah aus ihrem Buch «Kommt Zeit, kommt Tod...». Buchhandlung queerbooks.ch, Herrengasse 30. Reservation www.queerbooks.ch

Zürich

05.00 White Party: Afterhour presented by Flexx. DJs RW, Mel Nagelbei, Nick Harvey & Stelzenbach im Bagatelle93, Langstr. 93. Infos www.angels.ch 11.00 P  ink Apple: schwullesbisches Filmfestival Movie 1: 11.30h Pussy Riot, 13.30h Flores raras, 16h Stripped: Comic-Geschichte(n) (Vortrag von Markus Pfalzgraf), 17.30h I m here, 19h Camp Beaverton, 21h Pariah. Movie 2: 11h 2 Men and a wedding, 13h La Dune, 15.15h L armée du salut, 17.15h Von Mädchen und Pferden, 19.15h Boven is het stil, 21.15h Jongens. Piccadelly 1: 11h Feriado, 13h Hawaii. Piccadelly 2: 11h The Chrildrens Hour 20.00 T  anzleila@Exil: Hardstrasse 245. Party von Frauen für Frauen

MO 05. Mai

Zürich

17.00 P  ink Apple: schwullesbisches Filmfestival Movie 1: 17.30h Warrior Marks, 19.15h Violette Leduc, 21.15h Tru Love. Movie 2: 17h Boven is het stil, Il mondo fino in fondo, 21h Kurzfilmwettbewerb. Cabaret Voltaire: 19h Pink Talk zu Kurzfilmwettbewerb mit RegisseurInnen 20.00 H  eldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ Garçon Sauvage

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. Mens Club

Zürich

Biel/Bienne

18.30 L  ebbin – Lesbentreff in Biel: Ort auf www.lesbin.ch. Eine Veranstaltung Warmer Mai. Infos www.warmermai.ch

20.15 Q  ueer-quit: Info-Abend zu queer-quit, dem Gratis-Rauchentwöhnungskurs für Schwule. Schwule rauchen häufiger, laut Studien. Wer mit Rauchen stoppt, spart gut und gerne 3000 Franken jedes Jahr, Geld, das bestens reicht für ein paar zusätzliche Städtereisen mit viel Spass. Zürcher Aids-Hilfe, Kanzeleistrasse 80. 1. Kursabend ist dann der 14.5. um 19h. Infos www.queer-quit.ch

DO 08. Mai

16.30 P  ink Apple: schwullesbisches Filmfestival Movie 1: 17h Long time love, 18.45h Alice Walker, 21.15h Fores raras. Movie 2: 16.30h Ich fühl Disco, 18.30h Männerwelten, 21h Azul y no tan rosa. Cabaret Voltaire: Der letzte Ausweg, Podiumsgespräch zu Homosexuelle Jugendliche und Suizid

Lenzburg

19.30 A  argay: Stammtisch im Hotel Lenzburg, Aavorstadt 26, 5600 Lenzburg

Zürich

16.15 P  ink Apple: schwullesbisches Filmfestival Movie 1: 16.30h Alice Walker, 18.45h Camp Beaverton, 21h Gerontophilia. Movie 2: 16.15h Mia, 18.30h Test, 20.30h Violette

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Agenda

C RU I S E R E d it ion Ma i 2 014  17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. Flirtfaktor

FR 09. Mai Frauenfeld

19.30 P  ink Apple: schwullesbisches Filmfestival Cinema Luna, Lindenstrasse 10 (Unterführung im Bahnhof Frauenfeld). Luna 1: 19.30h The way he looks. Luna 2: 19.30h 52 Tuesdays

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Marc S 18.30 W  armer Mai: Der andere Kulturmonat Lesung der Krimiautorin Brigitte Bialojah aus ihrem Buch «Kommt Zeit, kommt Tod...». Kulturraum Zoberschtobe, Fliederstr. 21, 8006 Zürich. Reservation kultur@wybernet.ch 19.00 G  ay Bikers Zürich: Höck. Infos www.gaybikers.ch 19.30 H  AZ-Centro: Sihlquai 67. Freitags-Centro mit speziellem kulinarischem Angebot präsentiert von Franz & Markus 20.00 g  ay: my way: Schwule Männer im Coming-out Treff im HAZ-Centro, Sihlquai 67. Coming-out Gespräche in Kleingruppen 20.00 W  armer Mai: Der andere Kulturmonat Ruth Bieri - Solo. Flügelabend zwischen Improvisation und Komposition. Saal GZ Hottingen, Gemeindestr. 54. Infos www.warmermai.ch 20.00 L  MZ: der Schwule Schweizer Motorradclub Stamm im Restaurant Moléson, Grüngasse 7, 8004 Zürich 22.00 L  ollipop Party: auf 4 Ebenen! Lollipop Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca, Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor: 80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor:



Die grössten Pistenheuler und Hitparaden Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr. 118. Infos www.lollipopparty.ch 22.00 R  age: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising unlimited 23.00 S ector c; Fetish Club: Wagistrasse 13, Schlieren. Strikter Dresscode Yellow disaster – piss-off!

SA 10. Mai Basel

23.00 Q  ueerPlanet Party: The hot house & electro house party for gays, lesbians and friends. DJs Taylor Cruz & Miss Delicious. Im Singerhaus, Marktplatz 34. Infos www.queerplanet.ch. Letzte Party vor der Sommerpause!

Frauenfeld

14.00 P  ink Apple: schwullesbisches Filmfestival Cinema Luna, Lindenstrasse 10 (Unterführung im Bahnhof Frauenfeld). Luna 1: 14h Long time love, 16h Simpsons (Vortrag), 18h Bananot, 20h Flores raras. Luna 2: 14.30h God loves Uganda, 16.30h Coming-Out (Kurzfilme), 18.30h Who s afraid of Vagina Wolf, 20.30h Feriado

Winterthur

17.00 W  ILSCH: Winterthurer Lesben und Schwule We are family! Essen, Geniesserabend für die LesBiSchwule Community im Lokal Badgasse 8 Frühlingsgefühle im Bauch. Dani & Peter kreieren ein Frühlingsmenu. Infos und Anmeldung www.badgasse8.ch

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Christiano S 19.00 L  akritze: Treffpunkt für Lesben und Freunde in der Xenixbar, Kanzleistrasse 52

19.00 Coming Out: BeraterInnen der Rainbowline zeigen Kurzfilme zum Thema. Anschliessend Gesprächsrunde für interessierte Männer und Frauen. HAZ Centro, Sihlquai 67. www.warmermai.ch 21.00 C  ome together: Lesbian & Gay Party 30+. She DJ X-Child. Marquee Club, Weinbergstrasse 68 (Tram 7 & 15, N6, Sonneggstrasse). Infos www.party4lesandgay.ch 22.00 R  age: Wagistrasse 13, Schlieren Please take your shirt off! 23.00 S antav: Frauenparty für Lesbians, Queers & Friends im Rahme Warmer Mai. Club Zukunft, Dienerstrasse 33. Infos www.zukunft.cl 23.00 S ector c; Fetish Club: Wagistrasse 13, Schlieren. Strikter Dresscode Shirt-off! Heute kein Dresscode

SO 11. Mai Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar am Sonntag im Keller des Restaurants Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Diamond Dan - Douchebad - Jazz, Jock-Rock

Frauenfeld

13.00 P  ink Apple: schwullesbisches Filmfestival Cinema Luna, Lindenstrasse 10 (Unterführung im Bahnhof Frauenfeld). Luna 1: 13h Ich fühl mich Disco, 15h Tru Love, 16.35h Violette. 19h Schlussapéro. 20h Jongens. Luna 2: 13.30 Von Mädchen und Pferden, 15.15h Azul y no tan rosa, 17.30h Kill your darlings, 20h Pariah. Infos www.pinkapple.ch

Zürich

08.00 HAZ Outdoor: Frühlingswanderung. Thurgauer Rundwanderweg. Infos unter www.haz.ch/outdoor.htm

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Agenda 10.00 6  . Polychromes Pétanqueturnier: Treffpunkt 10h Lindenhof. Anmeldung bis 5.5. und weitere Infos unter petanque@gmx.ch. Eine Veranstaltung zu Warmer Mai 17.00 L  es Garçons: Kernstrasse 60. Mens Club

DI 13. Mai Zürich

18.15 A  fterwork-Apéro: mit Wybernet Zürich Apéro & Essen. Hotel Zürichberg, Orellistr. 21. Anmeldung zum Essen bis 12.5. bei hallo@kulturmotor.ch

MI 14. Mai Winterthur

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ La Venexiana & Aura Trauma – Italo disco, electro, techhouse

DO 15. Mai Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. Flirtfaktor 20.00 T  akes Two: mit Ruth Bieri & Helen Davey. Keller 62, Rämistr. 62. Infos www.keller62.ch & www.warmermai.ch

FR 16. Mai Luzern

22.00 F  rigay Night: happy sound for happy people@The Loft Haldenstr. 21

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Madhouse 22.00 R  age: Wagistrasse 13, Schlieren Ready to cum – cruising 23.00 S ector c; Fetish Club: Wagistrasse 13, Schlieren. Strikter Dresscode Friday naked - Nacktparty

SA 17. Mai Bern

14.00 I DAHOT: Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie Kundgebung unter dem Motto «Ehe für alle» auf dem Münsterplatz in Bern. Infos www.idahot.ch 22.00 Dragship: Draglactica – GendernautInnen unterwegs im Pluriversum Performance by Clea Cutthroat (Neo-Burlesque), Denda Vari (Drag & Boylesque-Schönheit) & Clausette La Trine & His Masters Voice (Parodie-Duo mit Live-Musik). DJs Mira, Grrrl in the Garage, Dr. Habakuk & Geplantes Nichtstun. Im Frauenraum der Reitschule Bern. Fr. 16.–, Soli-Preis Fr. 20.–. Strictly Dresscode: Drag, Tunte, Dyke, Fag, Butch, Diva, Sissy. Infos www.facebook.com/dragnightbern

Zürich

11.00 W  armer Mai: und heisse Texte Schreibworkshop fpr Einsteigerinnen & Fortgeschrittene. Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14. Fr. 120.-. Infos & Anmeldung kultur@wybernet.ch 17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Nick Harvey 19.30 B  ronko, meine Frau Mutter und ich: Karen-Susan Fessel liest aus ihrem soeben erschienenen Roman. Bar ab 19.30h, Lesung 20.30h. Quartierzentrum Aussersihl, Hohlstr. 67. Infos www.warmermai.ch 22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Sexxtasy 23.00 1  Jahr Kiki: DJs Einzig & Faerber, Nicolike, Juen, Marco de Rosa. Fr. 15.–. Im Revier, Hohlstrasse 18 23.00 A  viator Layover Party: Istanbul DJs Flamefly & Jose Jones. Im Moods im Schiffbau, Schiffbaustr. 6. Infos www.playerz.ch 38

C RU I S E R E d it ion Ma i 2 014 23.00 S ector c; Fetish Club: Wagistrasse 13, Schlieren. Strikter Dresscode Sexxtasy – Full fetish

SO 18. Mai Basel

21.00 U  ntragbar!: Die heterofreundliche Homobar am Sonntag im Keller des Restaurants Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Ginzen - Dupstep

Zürich

08.00 Gay Bikers Zürich: Eröffnungstour. Infos www.gaybikers.ch 17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. Mens Club

MO 19. Mai Zürich

19.15 O  ffene Probe beim Schmaz: Schulhaus Limmat A, Aula, Limmatstr. 90. Treffpunkt beim Eingang. Anmeldung via info@schmaz.ch 19.30 N  eville Tranter: «Mathilde» by Stuffed Puppet Theatre (in easy English). Miller s Studio, Studio 2, Seefeldstr. 225. Infos www.millersstudio.ch

DI 20. Mai Aarau

19.30 A  arglos: Lesbengruppe Treff Tapas Abend bei Krin. Jede bringt was zum Essen mit fürs Tappas-Buffet. Anmeldung bis 6.5. bei scirocco73@bluewin.ch

Zürich

19.30 z &h: Schwule Studis an Uni & ETH Filmabend. «Another Country» UK, 1984. Im ETH HG, Rämistr. 101, Raum F26.5 19.30 N  eville Tranter: «Punch and Judy in Afghanistan» by Stuffed Puppet Theatre (in easy English). Miller s Studio, Studio 2, Seefeldstr. 225. Infos www.millersstudio.ch

MI 21. Mai Bern

19.00 W  eiblich? Männlich?: Gemeinsame Veranstaltung von TGNS & HAB über den Umgang mit Weiblichkeit bei Transmännern und Schwulen. Villa Stucki, Sefigenstr. 11

Zürich

18.15 O  pernwerkstatt zu Britten: Peter Grimes Opernhaus Probebühne Escher Wyss 1. Fr. 10.-. Infos www.opernhaus.ch 20.00 Kamillas Literaturklub: im Keller 62, Rämistr. 62. Infos www.keller62.ch & www.warmermai.ch 20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ Heldin im Chaos – electroclash

DO 22. Mai Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. Flirtfaktor 19.30 T  essiner Lieder: Offenes Singen mit Nina Dimitri & Maja Büchel. Quartierhaus Kreis 5, Sihlquai 115. Bar ab 18.30h. Infos www.warmermai.ch 20.00 E  use Rainer chönnt das au!: Hommage an Margrit Rainer. Auch 23.5. Theater Rigiblick. www.theater-rigiblick.ch

FR 23. Mai Zürich

12.15 A  ss-Dur: Musikalisches Kabarett. Lunchkonzert Miller s Studio, Studio 1, Seefeldstr. 225. Infos www.millersstudio.ch & www.warmermai.ch

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ LeMec 20.00 A  ss-Dur: Musikalisches Kabarett. 1. Satz: Pesto - Lust & Lieder A. Miller s Studio, Studio 1, Seefeldstr. 225. www.millersstudio.ch & www.warmermai.ch 22.00 L  ollipop Party: Auf 4 Ebenen. Lollipop Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca, Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor: 80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor: Die grössten Pistenheuler und Hitparaden Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr. 118. Infos www.lollipopparty.ch 22.00 R  age: Wagistrasse 13, Schlieren Men fuck & cruise 23.00 S ector c; Fetish Club: Wagistrasse 13, Schlieren. Strikter Dresscode Bikergear, Leather & Rubber

SA 24. Mai Luzern

20.30 H  ugo in Concert: Treibhaus, Spelteriniweg 4. Infos www.kopfkino.ch & www.warmermai.ch

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Jesse Jay 19.00 B  enjamin Britten: Peter Grimes im Opernhaus. Infos www.opernhaus.ch 20.00 C  omeback: Ein Stück Geschichte von und mit Michi Rüegg und Piano. Keller 62, Rämistr. 62. Infos www.keller62.ch & www.warmermai.ch 20.00 A  ss-Dur: Musikalisches Kabarett. 2. Satz: Lago Maggiore - Lust & Lieder B. Miller s Studio, Studio 1, Seefeldstr. 225. Infos www.millersstudio.ch & www.warmermai.ch 20.00 E  quality Dance: Jubiläums-Party Gays & Friends. time2dance Tanzschule, Binzstr. 9. Infos www.time2dance.ch 22.00 R  age: Wagistrasse 13, Schlieren Prollboyz - Sneaks-Party 23.00 S ector c; Fetish Club: Wagistrasse 13, Schlieren. Strikter Dresscode Prollboyz Sneaks-Party

SO 25. Mai Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar am Sonntag im Keller des Restaurants Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ High Heels on Speed – so80s

Zürich

07.30 H  AZ Outdoor: Wanderung. Ofenloch. Infos unter www.haz.ch/outdoor.htm 17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. Mens Club 19.00 W  armer Mai: Der andere Kulturmonat Auftritt bitte! Die beliebte offene Bühne mit Anna Maria Enk & Oliver Fritz. Gemeindesaal Hottingen, Gemeindestr. 54. Infos www.warmermai.ch 19.30 U  to Kult zeigt: «I love you Phillip Morris» Fimvorführung mit Live-Acts. Uto Kino, Kalkbreite. Infos www.utokult.com & www.warmermai.ch

DI 27. Mai Bern

20.30 U  ncut: warme Filme im Kino Kunstmuseum Bern Hodelstrasse 8. «Test», USA 2013, 90 Min., E/d. Infos www.gaybern.ch/uncut

MI 28. Mai Zürich

11.30 M  oustache Sauna: Engelstrasse 4. Nachtsauna bis 07h


C RU I S E R E d it ion Ma i 2 014 

Kapitel Titel

20.00 Kamillas Seitenpfade: Eine Autorinnenlesung. Keller 62, Rämistr. 62. Infos www.keller62.ch & www.warmermai.ch 20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJane Ena Lind aus Berlin & DJ Wheel aus Zürich elektro, pop, indie, rock 21.00 R  age: Wagistrasse 13, Schlieren. Cruising before Auffahrt. Ab 22h auch Sector c mit Open Sector

DO 29. Mai Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ LeMec 19.30 z &h: Schwule Studis an Uni & ETH z&h Nachtessen im HAZ-Centro, Sihlquai 67

FR 30. Mai Luzern

22.00 Frigay Night: Special The Loft, Haldenstrasse 21. Entry Boys ab 18, Girls ab 20 Jahre

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJs Glitzerhaus 18.00 C  heckpoint im Gespräch@Bubbles: Werdstrasse 54. Anmeldung nicht erforderlich. HIV-Disclosure. Wie handhabe ich meine HIV-Diagnose im Alltag, gegenüber Freunden, ArbeitskollegInnen, Sexubuddies etc.? Ab 18h Apéro und Essen, 19h Infos und weiteres Zusammensein 20.00 M  ichel Tremblay: Hosanna Eine BeinaheInszenierung, Keller 62, Rämistrasse 62. Auch 31.5. gleiche Zeit. Infos www.keller62.ch & www.warmermai.ch 22.00 R  age: Wagistrasse 13, Schlieren Just cruise & amuse 23.00 S ector c; Fetish Club: Wagistrasse 13, Schlieren. Strikter Dresscode Sneakers. No sneakers – no entry!

SA 31. Mai Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Marc S 22.00 R  age: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising unlimted 22.00 6  96club: Badenerstrasse 696. BareBeatz 5. Infos www.696club.ch 23.00 N  o regrets: Harder, Deeper, Longer. Party in der Alten Kaserne, Zeughaus 5. Infos www.playerz.ch 23.00 S ector c; Fetish Club: Wagistrasse 13, Schlieren. Strikter Dresscode Ultrarubber - Rubber only!

Impressum Herausgeber, Verleger, Redaktion und Verlagsadresse:  AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch Redaktionelle Mitarbeit: Martin Ender (Chefredaktor), Daniel Diriwächter (Stv. Chefredaktor), Thomas Borgmann, Charly Büchi, Branko B. Gabriel, René Gerber, Michael Lenz Fotograf: Stefan Büchi, talk@stefanbuechi.ch Grafik / Layout: Deny Fousek, Bertastrasse 1, 8003 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch Druck: LZ Print, www.lzprint.ch, Auflage: 12 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich



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14. Juni 2014 13.–14. Juni 2014 8.–15. Juni 2014

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