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RUBRIK

EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser, die heißen Tage mit den lauen Sommerabenden scheinen dieses Jahr gezählt zu sein. Die Nächte werden wieder länger, immer öfter bläst uns ein kalter Wind die ersten Wintergrüße um die Ohren, und wenn man Pech hat, wird man nicht mehr von fröhlichem Vogelgezwitscher geweckt, sondern vom penetranten Dröhnen der Laubbläser. Aber er bringt auch etwas Gutes mit sich, der Herbst. Er lädt zum Kastaniensammeln, Drachensteigenlassen und Bergwandern ein und überzieht unser Voralpenland mit Purpur und Blattgold. In dieser Ausgabe verschonen wir Sie allerdings mit Bastelanleitungen für Kastanienmännchen und fordern Sie stattdessen mit trendigen Klettersteigtouren zu Bergabenteuern heraus. Genauso bunt wie der Herbst sind unsere Tipps für Feinschmecker: Sie reichen von der Sternegastronomie über bayerische Küche mit französischem Flair bis hin zur stilvollen Einkehrmöglichkeit in einer alten Bootswerft. Auch etwas Neues gibt es ab dieser Ausgabe im mei Dahoam: Unter der Rubrik „Innovationen“ stellen wir Ihnen Firmengründer vor, die den Schritt gewagt haben, sich mit einer neuen Idee selbstständig zu machen. Da passte es wunderbar, dass wir Judith Williams (TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“) für ein Porträt gewinnen konnten, denn sie unter-

TITELBILD: MAURITIUS IMAGES/WESTEND61/CHRISTIAN VORHOFER; FOTO: ARNDT PRÖHL

stützt als Investorin Start-up-Unternehmen. Ganz besonders freue ich mich, Ihnen meinen momentanen Lieblings-Singer-Songwriter vom Tegernsee vorstellen zu dürfen: Da Oimara alias Beni Hafner verdrängt schon seit geraumer Zeit nahezu alle anderen

• Parietale Osteopathie (Behandlung des Bewegungsapparates) • Viszerale Osteopathie (Behandlung der inneren Organe) • Kraniosakrale Osteopathie (Behandlung des Schädels, des Rückenmarks und Nervensystems) • Osteopathie für Schwangere • Kiefergelenksbehandlungen • Physiotherapie/Krankengymnastik • Manuelle Therapie nach Kaltenborn/ Evjenth • Schmerztherapie • Beckenbodenbehandlung und Rückbildung nach Tanzberger • Myofasziale Triggerpunkttherapie • Naturheilkundliche Therapien • Neuraltherapie • Vitamin-C-Infusionstherapie • Blutuntersuchung und Diagnostik

Musiker aus meiner Playlist – von ihm wird man sicher noch viel hören. Einen farbig-frohen Herbst wünscht Ihnen Ihr

ISABEL PÖHLMANN Naturheilkunde-Praxis für Osteopathie und Physiotherapie

Sven Kretzer, Herausgeber

MEI DAHOAM

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Hohenburg 7 • 83661 Lenggries Telefon 0 80 42 - 9DAHOAM 74 02 02 3 MEI info@osteopathie-poehlmann.de www.osteopathie-poehlmann.de


INHALT HERBST 2018

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INTERESSANTES OBERLAND Gut zu wissen: Aktuelles aus den vier Landkreisen

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FREIZEIT Immer dem Seil nach Klettersteige im Trend

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Alle Mann an Deck! Die Geschichte einer nautischen Entdeckungsfahrt

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PORTRÄT Königin der Löwen Im Gespräch mit Powerfrau Judith Williams

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INNOVATIONEN Der verrückte Gorilla aus Bad Tölz Die Erfolgsgeschichte von M.A.T. Craft Lemonade

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Zeitzeugen mit Kultfaktor Mark Linke und seine VW-Bullis

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GENIESSEN So bunt wie der Herbst Lieblingsplätze für Feinschmecker

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Kulinarische Adressen Tipps aus der mei Dahoam Redaktion

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Herbstgenuss pur Wildschweinkoteletts mit Mohnschupfnudeln 2 8

RATGEBER Redaktionstipps Wissenswertes zu den Themen Reise, Garten und Kulinarik

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KULTUR Da Oimara Singer-Songwriter Beni Hafner vom Tegernsee

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Veranstaltungen ab September Unbedingt vormerken

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STANDARDS Editorial Vorschau Impressum

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MEI DAHOAM

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DAS NEUE HOCHZEITSMAGAZIN FÃœR DAS BAYERISCHE OBERLAND

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I N T E RE S SANT E S AUS DEM L ANDKREIS

Bad Tölz-Wolfratshausen

Biologisch schlemmen  Historisches Ambiente mit modernen Akzenten und nachhaltigem Bewusstsein – dies zeigt sich im Biohotel Schlossgut Oberambach hoch über dem Starnberger See auch in der Kochkunst: Unter dem Motto „Köstlich und gesund“ serviert das Team im hoteleigenen Restaurant Roseninsel hochwertige Gerichte in Bio-Qualität. Gäste speisen im historischen Tonnengewölbe, im Wintergarten oder auf der Terrasse mit Seeblick, auf Wunsch basisch, glutenfrei oder vegan. Zutaten stammen, wo möglich, von bekannten Erzeugern aus der Region, seit Frühjahr 2017 kommen Gemüse und Salat sogar aus Eigenanbau nach Demeter. Bio-Weine, Bio-Biere sowie eine Auswahl an Spirituosen runden das kulinarische Erlebnis ab. Die feinen Leckerbissen ergänzt ein abwechslungsreiches Kulturprogramm. Weitere Infos: www.schlossgut.de

Bilder aus alten Zeiten – Erinnern als Therapie klepios Stadtklinik in Bad Tölz unterwegs ist, findet derzeit viele besondere Schätze – 15 historische Motive aus der Kurstadt und der Region sind dort ausgestellt, zum Beispiel die Bilder vom alten Isarkai von 1882 und vom alten Eisstadion aus dem Jahr 1952. Sie stammen aus dem historischen Archiv von Claus Eder. Ihm gehört der Laden „s’Buidleck“ in der Lenggrieser Marktstraße. Das üppige Archiv verdankt er der emsigen Arbeit seines Urgroßvaters Conrad Weiss und seines Großvaters Josef Weiss. Die ersten Fotos stammen nachweislich aus den Jahren um 1865. Die Asklepios Klinik freut sich über die Bereicherung, denn gerade für betagte Patienten können die Bilder ein Baustein auf dem Weg zur Genesung sein. Sie wecken Erinnerungen an die Vergangenheit und trainieren dadurch auch das Gedächtnis. Mit den 15 Motiven, die derzeit an den Wänden der Stationen 5, 6 und 7 hängen, soll die Ausstellung aber noch lange nicht beendet sein: Nach und nach sollen die geschätzten 40.000 Bilder aus Eders Schatzkammer über Vorträge und Wechselausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert werden.

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MEI DAHOAM

Neue Altstadt  Der historische Kern Wolfratshausens ist malerisch schön , jedoch zu wenig besucht. Die Stadt möchte dem entgegenwirken: Kulturelle Angebote im historischen Altstadtbereich sollen häufiger werden. Parkflächen in Altstadtnähe sollen Autos aus der Marktstraße herauslocken und die Situation für Fußgänger verbessern. Das Loisachufer und das BergwaldPanorama sollen Kinder zum Spielen und Kunden nach einer Einkaufstour zum Durchschnaufen einladen. Das Stadtentwicklungskonzept (ISEK) fasst die vielen erforderlichen Maßnahmen zusammen. Um die Wolfratshauser Bürgerinnen und Bürger in die Planung miteinzubeziehen, starten im 4. Quartal 2018 Beteiligungsveranstaltungen. Im Oktober erscheinen eine „Stadtkarte für Einkaufen und Erleben“ und ein Gutscheinbuch, um Besuchern die Angebote näherzubringen.

FOTOS: ASKLEPIOS STADTKLINIK BAD TÖLZ; SCHLOSSGUT OBERAMBACH; GESTALTUNG: CITY POINTS; MONTE MARE/DH STUDIO DIRK HOLST; BUSSI BABY/STEFAN BOGNER; PR

 Wer zwischen Neurologie und Akutgeriatrie in der As-


I N T E RE SSANT E S AUS DEM L ANDKREIS

Miesbach

Testen Sie Monte Mare!  Kombinieren Sie gerne Wellness mit Action und planen einen Wohlfühltag für die ganze Familie? Dann bewerben Sie sich doch bei uns als Monte-Mare-Tester-Familie! Egal ob im Schwimmbecken mit Massage- und Sprudelliegen, auf der 50-Meter-Großrutsche „Black Hole“ oder in der großzügigen Kinderlandschaft, in der Vitalwelt Schliersee erwarten Sie die besten Bedingungen. Was Sie tun müssen? Schicken Sie eine Postkarte an den Dahoam Verlag (Römergasse 1, 83646 Bad Tölz) und schreiben Sie uns, warum Sie und Ihre Familie die mei Dahoam Monte-Mare-Tester-Familie sein möchten. Werden Sie ausgewählt, verbringen Sie einen Tag (zwei Erwachsene plus bis zu drei Kindern) in der Vitalwelt Schliersee. Danach berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen, die wir in unserer Frühjahrsausgabe 2019 veröffentlichen.

Hotel Bussi Baby  Der Stil des Hauses in Bad Wiessee ist erfrischend unprätentiös: auf dem Niveau eines 3- bis 4-Sterne-Hotels in hoher Wohnqualität und mit einem lockeren Service. Das Hotel als Ganzes ist laut Korbinian Kohler „frech und polarisierend“. Gemeinsam mit Interior-Designerin Nora Witzigmann entwarf der Betreiber der Luxusherberge Bachmair Weissach am Tegernsee und nun auch des Budget-DesignHotels Bussi Baby die Einrichtung. Regionale Akzente setzen sie mit wohlriechendem Zirbenholz für Möbel und Wandverkleidungen. Echte Hingucker sind die mit original Dirndlstoff verkleideten Garderoben. Junge Touristen, die fürs Biken, Skifahren, Klettern, aber auch für die Waldfeste ins Tal kommen, sollen hier logieren. Gastronomisch bilden die Bussi Baby Bar und das Restaurant Thai Stüberl das Herzstück des Konzepts. Weitere Infos: www.bussibaby.com

Blues- und Jazztage  In diesem Herbst führt die Bürgerstiftung Holzkirchen vom 16. bis 21. Oktober ihre siebten Blues- und Jazztage durch. Neben den Konzerten in den Gaststätten, für die der Eintritt frei ist, finden alle drei Hauptkonzerte im FoolsTheater im „Kultur im Oberbräu“ statt. Musikfreunde können sich auf Alice Viola & The Shades, Yeni Toro mit ihrer Band Yeni Toro y su Afroson und die Tenor Steps freuen. Im Rahmenprogramm treten Gerti Raym & The Cats, die GProject Blues Band, die Hoki Youth Band und die Gruppe Drei d’Accord auf. Der Ticketpreis pro Hauptkonzert beträgt an der Abendkasse 19 Euro. Im Vorverkauf und mit Kulturkarte gibt es einen Nachlass. Online-Kartenvorverkauf unter www.kultur-im-oberbraeu.de, an der Theaterkasse im „Kultur im Oberbräu“ sind Tickets ab 10. September erhältlich. Die Erlöse der Veranstaltung fließen in ein Jugendprojekt des Vereins Bienenfreunde Oberland. Mehr Infos: www.h-jazz.de MEI DAHOAM

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I N T E RE S SANT E S AUS DEM L ANDKREIS

Garmisch-Partenkirchen

Wo die Lyrik laufen lernt  Warum nicht Poesie wanderbar machen, dachte

Vielen Dank für die Blumen  Expressionismus und die Künstlervereinigung „Der Blaue Reiter“ mit Wassily Kandinsky, Gabriele Münter und Franz Marc sind eng mit dem Schlossmuseum Murnau verbandelt. Und das seit der Gründung 1993. Zum 25. Geburtstag darf es jetzt auch einmal etwas anderes sein. „Unsere Partner, darunter Museen, Kunst-Institutionen und Privatsammlungen, haben uns mit ihren Leihgaben wunderschöne Geburtstagsüberraschungen bereitet“, sagt Museumsleiterin Dr. Sandra Uhrig. Der stil- und epochenübergreifende Exkurs in die Welt der Blumenbilder, Sträuße und Rosenbüsche kann noch bis 11. November in der Ausstellung „Eine Floriade zum 25-jährigen Jubiläum des Schlossmuseums Murnau. Mit Dank für die Blumen!“ bestaunt werden. Zu sehen gibt es Werke von Brücke-Maler Ernst Heckel, von Dora Hitz, Max Beckmann, Emil Nolde, Andy Warhol und zeitgenössischen Künstlern wie Markus Lüpertz oder Lars Breuer (www.schlossmuseum-murnau.de, www.murnau.de).

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FOTOS: SCHLOSSMUSEUM MURNAU, BILDARCHIV; AMMERGAUER ALPEN GMBH/ANTON BREY; MÄRCHENWALD (©KÖNIGSCARD); FLYING FOX/MICHAEL FEND

sich Drehbuchautor und Schriftsteller Markus Fenner, als er den neuen Themenweg im Naturpark Ammergauer Alpen konzipierte. Der Haiku-Weg schlängelt sich auf 7,8 Kilometern vom Soier See durchs Geizenmoos nach Bad Kohlgrub. Wo ist da die Lyrik? Unterwegs laden 17 Stelen mit Haikus zum Innehalten ein. Haikus haben ihren Ursprung in Japan und sind mit ihren drei Zeilen und insgesamt 17 Silben die kürzeste Gedichtform, die es gibt. Mit wenig ganz viel ausdrücken, sich auf Wesentliches konzentrieren, kein Platz für Überflüssiges. Das ist das Faszinierende an den Dreizeilern, die häufig Wahrnehmungen beschreiben. Wer also der Lyrik auf Schritt und Tritt durch die beeindruckende Landschaft folgt, der wird unter anderem diesem Moos-Haiku begegnen: „Gletscher schmelzen: Baaz – Pflanzen rücken vor: mehr Baaz – Baaz und Zeit gibt Moor.“ Mehr Informationen: www.ammergauer-alpen.de


I N T E R E SSANT E S AUS DEM L ANDKREIS

Weilheim-Schongau

Froschkönig oder Nervenkitzel

Links: Es war einmal … gestiefelter Kater & Co erzählen Märchen Unten: Auf den Spuren der großen Skispringer rasant ins Tal „fliegen“

 Die KönigsCard ist die All-inclusive-Karte für Action, Abenteuer und Adrenalin. Viele Erlebnisse sind für Besucher der rund 500 KönigsCard-Gastgeber in Oberbayern, Allgäu und sogar Tirol kostenlos. Wieso also nicht einmal die berühmtesten Figuren der Gebrüder Grimm im Schongauer Märchenwald besuchen. Idyllisch im Wald gelegen, zwischen Schongau und Peiting, warten Gestiefelter Kater, Dornröschen und natürlich der böse Wolf auf Groß und Klein, um ihre berühmten Geschichten zu erzählen. Jedem Märchen ist ein eigenes kleines Häuschen gewidmet. Wer es interaktiv mag, findet auf dem brandneuen Spielplatz Spielgeräte mit QR-Codes, anhand derer man sich mit dem Smartphone Aufgaben und Geschichten widmen kann, die in den Spielgeräten integriert sind. Mehr Infos: www.schongauer-maerchenwald.de. Mehr Mut braucht’s dann schon beim Flying Fox. Ausgestattet mit einem Klettergurt wandern Adrenalinfans den kurzen Weg bis zur Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen hinauf. Doch natürlich nicht zum Skispringen, sondern um mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde ins Tal zu rasen. Beim Flying Fox hängen Mutige an einem Stahlseil, und nach einem kurzen Moment des Skispringer-Olympiaglücks geht es direkt neben der Schanze 270 Meter hinab ins Tal. Mehr Infos: www.flyingfox-gap.de, www.koenigscard.com

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  TRACHTEN REDL  

om Trachtenstadl zum renommierten Familienunternehmen in 26 Jahren. im Jahre 1991 beschloss Walter Redl seine Leidenschaft zur Passion zu machen und wagte den Schritt aus der Festanstellung in die Selbständigkeit und eröffnete in

Aschheim bei München sein erstes Geschäft unter dem Namen „Trachtenstadl“. Die Liebe zu der bayerischen Lebensart, der bayerischen Kultur und der bayerischen Mode waren uns sind für Walter Redl bis heute der Motor und das Herz für stetiges Wachstum, Kontinuität und Qualität. Die Firma umfasst heute 4 Verkaufsstellen inkl. einem großen Lager in München. Das Besondere der Firmenmentalität liegt an der Mischung des Warenangebotes. Es werden nicht nur Waren von namhaften Trachtenherstellern angeboten, nein, mit viel Liebe zum Detail kreiert Frau Elke Reischl jährlich exklusiv für Trachten Redl eine fest limitierte Drindlauswahl. Diese Unikate sind nicht nur für „Jeder-Frau“ erschwinglich, sondern bringen die Vorzüge einer jeden Dame perfekt zur Geltung. Seit 2012 ist nun auch Walter Redl’s junior, Herr Christian Mainka für das heutige Familienunternehmen tätig. Dorfstr. 6 83607 Kleinhartpenning bei Holzkirchen Tel: +49 (0)80 24 / 47 34 33

Einöd 2 83623 Dietramszell OT Einöd Tel: +49 (0)80 27 / 90 85 975

Die Liebe zur bayerischen Tracht wurde ihm sozusagen schon in die Wiege gelegt und war sein ganz persönlicher Antrieb, um als einer der Besten seines Berufsausbildungsjahres seine Lehre abzuschließen. Mit seiner Jugend, seinem Engagement und seinem Wissen schaffte er es spielend leicht in kurzer Zeit als 2. Geschäftsführer für das Unternehmen zu agieren. Eines seiner Steckenpferde ist die Ausstattung der Burschen und Mädl’s der umliegenden Vereine. Besonders zu erwähnen gilt ebenfalls, dass der Großteil des Stammpersonals bereits seit Eröffnung der jeweiligen Filialen für „Redl“ tätig sind. Individuelle Beratung, Spaß an der Arbeit und Fachwissen macht den Einkauf bei Trachten Redl unvergesslich. Kommen Sie einfach in eine unserer Verkaufsstellen und überzeugen Sie sich selbst mit welcher Leidenschaft und stilsicher das Trachten-Redl-Team auch für Sie das perfekte Trachtengewand auswählt. ♦

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IMMER DEM SEIL NACH Klettersteige liegen im Trend: Sich an Drahtseilen an glatten Felsen entlang zu hangeln und auf Eisenleitern senkrechte Bergwände zu bezwingen, sorgt für reichlich Adrenalinausstoß und macht Lust auf mehr. In den Alpen entstehen immer mehr solcher Routen, die trittsicheren Bergfans Nervenkitzel und grandiose Bergerlebnisse bescheren. Auch im Oberland finden sich einige tolle Klettersteige mit hohem Suchtfaktor T E XT RUD I STA L L EI N

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FOTOS: LOOKPHOTOS/ANDREAS STRAUSS

Die Felswand ist aalglatt. Hier und da ragen solide Eisenstifte aus dem grauen Gestein. Der Puls rast. Der Blick nach unten ist plötzlich entsetzlich tief. Warum ist da so viel Luft unter den Füßen? Schweißperlen rinnen von der Stirn. Obschon kaum Gefahr besteht für den Kletterer, der sich langsam von Stift zu Stift an der Wand vortastet. Denn die Eisenstifte markieren ein Teilstück eines Klettersteigs mit einem fest gespannten Drahtseil, in das die Karabiner des Klettersteigsets eingeklinkt werden. Es kann nichts passieren, signalisiert das Seil. Es dauert ein wenig, bis das unter der Kopfhaut angekommen ist. Berge intensiv erleben, direkt am nackten Felsen, majestätische Wände erobern und – spätestens, wenn man oben angekommen ist – grandiose Ausblicke genießen. Im Entdecken von Regionen, die „normalen“ Wanderern verwehrt bleiben, besteht die wesentliche Faszination des Klettersteiggehens. Draußen sein, die Landschaft genießen und einen besonderen sportlichen Kick spüren sind weitere Gründe, warum immer mehr Menschen auf Klettersteigen durch die Bergwelt kraxeln. „Es ist breitensportlicher ausgerichtet als Bergsteigen“, sagt

FREIZEIT

Winni Kurzeder von der Sektion Oberland des Deutschen Alpenvereins (DAV). „Man kann damit vielen Leuten auch eine etwas extremere Bergwelt sehr nahe bringen.“ Das sei mit ein Grund dafür, weshalb immer mehr Klettersteige entstehen. Das klingt nach purem Vergnügen Schritt für Schritt. Aber der staatlich geprüfte Bergführer warnt: „Es ist ein Fehler, zu glauben, einfach losgehen zu können. Die Anstrengung und die Gefahr werden oft verharmlost, die Psyche des Menschen unterschätzt.“ Wie beim Klettern und Bergsteigen sollte man sich auch ans Klettersteiggehen langsam herantasten. Wer nicht schwindelfrei sei oder sich womöglich trotz Höhenangst in einen Klettersteig wage, provoziere „Blockierungen“, so Kurzeder. „Wer unsicher ist, riskiert, dass er sich irgendwann nicht mehr vor und nicht zurück traut.“ Aber man kann sich peu à peu an den Tiefblick gewöhnen. Hier sind vier Tipps für Klettersteige, die auch Anfänger, sofern sie trittsicher und schwindelfrei sind (was für jeden Steig Voraussetzung ist), relativ gut meistern können.

Brünnstein: Ideale Anfängertour mit Aussicht Er ragt imposant aus dem Mangfallgebirge heraus und präsentiert famose Ausblicke auf das Tiroler Kaisergebirge und in die Chiem-

Herrliche Ausblicke, die einem auf den üblichen Wanderwegen oft verwehrt bleiben, machen einen besonderen Reiz beim Klettersteiggehen aus

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Start: Wanderparkplatz bei Mühlau; Beginn des Klettersteigs: nahe des Brünnsteinhauses Schwierigkeit: A (eine kurze Passage A/B) Dauer: ab Mühlau knapp fünf Stunden Info: www.oberaudorf.de; www.chiemsee-alpenland.de

Auch wenn man gut gesichert ist: Wer sich in einen Klettersteig begibt, sollte trittsicher und schwindelfrei sein, über eine gute Kondition verfügen und auf eine passende Ausrüstung Wert legen

Ettaler Manndl: Schnuppersteig für Erstkletterer Eine schöne Kombination aus Wanderung und Klettersteigerlebnis bietet die Tour vom Kloster Ettal hinauf zum 1.633 Meter hohen Ettaler Manndl. Vom Kloster führt der Weg zunächst vorbei an der Schaukäserei (eine Besichtigung nach der Wanderung lohnt sich) und auf einem Forstweg zu einer kleinen Kneippanlage am Waldrand. Ab dort weist die Beschilderung „Ettaler Manndl“ den Weg, der trotz steiler Serpentinen mit ordentlicher Fitness relativ gut zu bewältigen ist. Für den Weg zum Gipfel ist ein Klettersteigset dringend zu empfehlen, auch wenn die Strecke vergleichsweise kurz ist. Die warnenden Schilder am Anfang des

Steigs sollte man unbedingt ernst nehmen. Der Klettersteig führt steil nach oben, ist aber mit Stahlketten gut gesichert. Allerdings ist der Fels vom Besucherstrom extrem poliert und stellenweise arg rutschig. Deshalb sollte man bei feuchter Witterung auf die Tour besser verzichten. Am oberen Ende des Steigs passiert der Kletterer zunächst das Ettaler Weibl (einen kleineren Vorgipfel), steigt durch eine Scharte ein Stück ab, bevor er die letzten Meter zum Gipfel des Ettaler Manndls hinauf kraxelt. Der Lohn ist ein eindrucksvoller Rundumblick übers Wettersteingebirge, das seenreiche Voralpenland und das nahe liegende Zugspitzmassiv. Wer noch einigermaßen bei Kondition ist, für den lohnt sich ein Abstecher zum Laber (1.686 m), wo ein Bergres-

Dieser Weg lohnt sich!

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FOTOS: LOOKPHOTOS/KONRAD WOTHE; ALPENWELT KARWENDEL/WOLFGANG EHN

gauer Alpen: Der Brünnstein (1.634 m) bei Oberaudorf gilt nicht umsonst als einer der schönsten Aussichtsberge der Region. Hinauf gelangt man zunächst bei einer gemütlichen Bergwanderung über einen breiten Forstweg bis zum Brünnsteinhaus (1.360 m). Von dort führt der Dr.-JuliusMayr-Weg, ein relativ leichter Klettersteig ohne höhere technische Ansprüche, zum aussichtsreichen Ostgipfel. Zwar gibt es auf dem Weg ein paar etwas steilere Stellen, echte Kletterfähigkeiten sind jedoch während der gesamten Tour nicht notwendig. „Klein, aber sehr nett“ ist eine gängige Wertung für den kurzen Klettersteig, der als Höhepunkt einen engen, dunklen Felsspalt aufweist, durch den man sich – je nach Leibesfülle – regelrecht hindurchzwängen muss. Was der Weg an sportlichem Reiz für geübte Klettersteiggeher vermissen lässt, macht er durch landschaftliche Reize und die Einkehr im Brünnsteinhaus locker wett. An schönen Sommer- und Herbsttagen genießt man dort von der Sonnenterrasse den Blick auf den Wilden Kaiser und den Alpenhauptkamm. Mächtige Laubbäume sorgen im Biergarten für angenehmen Schatten, während die Terrasse noch am Abend von der Sonne erwärmt wird.


FREIZEIT Freizeitspaß mit Suchtfaktor: Auf dem Mittenwalder Höhenweg liegt dem Klettersteiggeher die Alpenwelt zu Füßen

AUSRÜSTUNG MUSS SEIN Neben Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und genügend Kondition erfordert das Klettersteiggehen eine passende Ausrüstung. Dazu gehören ein Helm, geeignete Schuhe, ein Hüftsitzgurt sowie ein Klettersteigset bestehend aus Karabinern und Bremse (sogenannte Bandfalldämpfer). Zudem sollte man ein Erste-Hilfe-Set, einen Biwaksack, Sonnenschutzcreme, Proviant und Getränke in den Rucksack packen. Und daran denken, dass es am Berg schnell mal kalt werden kann. Es empfiehlt sich deshalb auch, den Wetterbricht abzuhören. Grundsätzlich sollte man sich vor dem Start Informationen zur beabsichtigten Tour einholen und sein eigenes Können und seine Konstitution kritisch hinterfragen. Je nach Steig sollte man mindestens einen halben Tag für das Bergerlebnis der besonderen Art einplanen.

taurant zur Stärkung einlädt. Von dort geht es nach einer kleinen Runde um den Berg zu Fuß zurück nach Ettal. Alternativ bietet sich die bequeme Abfahrt in einer Gondel der nostalgischen Laber-Bergbahn hinab nach Oberammergau an. Von dort sind es knapp sechs Kilometer bis zum Ausgangspunkt am Kloster Ettal. Start: Parkplatz am Kloster Ettal Schwierigkeit: A/B Dauer: Auf- und Abstieg ca 3,5 Stunden Info: www.ammergauer-alpen.de

Mittenwalder Höhenweg: Genusstour mit alpinistischem Kick Er ist einer der bekanntesten Klettersteige im Oberland. Und das hat einen einfachen Grund. Der Mittenwalder Höhenweg (auch bekannt als Mittenwalder Klettersteig) ist ein idealer Weg für alle, die den schnellen alpinistischen „Kick“ suchen. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine Klettersteigausrüstung sind wegen vieler ausgesetzter, nicht durchge-

hend gesicherter Passagen unabdingbar. Darüber hinaus weist der sehr gut gesicherte Steig keine größeren klettertechnischen Schwierigkeiten auf. Einen langen Anstieg kann man sich hier ebenfalls sparen, denn mit der Karwendelbahn geht es bequem und konditionssparend (was sich am Ende noch als äußerst vorteilhaft erweisen wird) hinauf zum ersten Gipfel. Von der Bergstation sind es bis zum Einstieg in den Klettersteig noch einmal rund 15 Minuten Gehzeit. Ab dem Startpunkt auf 2.385 Metern hangelt man sich über


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… von Freunden empfohlen

Trittleitern, Eisenstifte und ein paar Holzstege von Höhepunkt zu Höhepunkt (alternativ bietet sich zu Beginn das erste Teilstück des einfacher und bequemer zu gehenden Heinrich-Noe-Wegs an). Über weite Strecken verläuft der Steig als „normaler“, an schönen Aussichten reicher Höhenwanderweg über einige „Gipfelchen“ wie die nördliche und südliche Linderspitze weiter Richtung Tiroler Hütte am Brunnsteinanger. Teils auf dem Grat, stellenweise auch etwas unterhalb führt der mit Drahtseilen, Leitern, Stufen, Brettern oder Eisenklammern gesicherte Steig über mehrere Gipfel bis zur Kirchlspitze. Kurz danach hören die Schwierigkeiten auf – und der anstrengendste Teil der Tour beginnt. Denn für den Weg zurück ins Tal gibt es keine Seilbahn. Stattdessen wartet ein etwas unbequemer, bei schönem Wetter mitunter sehr heißer Weg, der in Serpentinen durch Latschen hinabführt zur auf halbem Weg gelegenen Brunnsteinhütte (1.560 m). Dort lohnt eine letzte Einkehr, denn der Abstieg ins Isartal zieht sich alles in allem sehr – und 1.200 Höhenmeter gehen ordentlich auf die Knie. Wohl dem, der Wanderstöcke mitgenommen hat. Trotz der Strapazen am Schluss: Der Weg hoch über den Dächern des Geigenbauer-Dorfes zählt zu den schönsten Touren im deutschen Voralpenraum und ist bei guten Wetterbedingungen eine echte Genusstour. Start: Bergstation Karwendelbahn Schwierigkeit: B Dauer: sechs bis sieben Stunden Tipp: Im Sommer früh aufbrechen, um Gewittern zu entgehen. Info: www.mittenwald.de

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FOTOS: ZUGSPITZ ARENA BAYERN-TIROL/MATTHIAS ALETSEE

Bad Wiessee

Am Lindenplatz 10


FREIZEIT

Wer die AlpspitzFerrata ohne Trubel genießen will, sollte die erste Seilbahn nehmen

Alpspitze: Appetitanreger Grandiose Ausblicke und eine bestens abgesicherte Kletterroute machen den Klettersteig auf der Alpspitze im Wettersteingebirge bei Garmisch-Partenkirchen zu einer Lieblingsroute für Kletter-Neulinge. Mit der Alpspitzbahn geht es bequem hinauf. Nahe der Bergstation befindet sich die Aussichtsplattform AlpspiX: Dort können vor allem Anfänger schon einmal auf dem Doppelsteg mit Tiefblicken testen, ob sie Probleme mit der Höhenangst haben. Von der Bergstation am Osterfelderkopf erreicht man den Einstieg der Ferrata in gut 15 Minuten. Ab dort geht es üppig gesichert knapp 600 Hö-

henmeter hinauf zur Alpspitze. Mit jedem Schritt, den man höher steigt, von Eisenbügel zu Eisenbügel, wird der Ausblick ins Tal und hinunter auf die Bergstation ergreifender. Oben genießt der Kletterer großartige Blicke ins Höllental, nach Garmisch-Partenkirchen und in die Alpen, auf das Karwendelgebirge, das Wettersteingebirge und hinüber zu den Ammergauer Alpen. Einkehrmöglichkeiten bieten die Bergstation der Alpspitzbahn und die Hochalm am Ende der Tour. Start: Bergstation der Alpspitzbahn Schwierigkeit: B; Dauer: vier Stunden Infos: www.zugspitzbahn.de; www.gapa.de

ALLGEMEINE INFOS Anfänger sollten in jedem Fall vor ihrer ersten Klettersteigtour einen entsprechenden Kurs absolvieren, wie er von Kletterschulen vor Ort oder dem Deutschen Alpenverein in München (www.davmo.de) angeboten wird. Dort können auch komplette Ausrüstungen geliehen werden. Umfangreiche Infos zu den Klettersteigen in den Alpen finden sich bei verschiedenen speziellen Internetportalen wie www.bergsteigen.com, www.klettersteige.de, www.klettersteig.com, www.outdooractive.com, www.bergwelten.de, www.hoehenrausch.de.


KÖNIGIN DER LÖWEN

Die in München geborene US-Amerikanerin Judith Williams hat den Traum vom Tellerwäscher zum Millionär quasi neu inszeniert. Als Tochter eines Opernsängers strebte sie eine klassische Gesangskarriere an. Ein gutartiger Tumor machte den Plan zunichte. Doch sie kämpfte wie eine „Löwin“ – und ist nicht nur als solche sehr erfolgreich ...

Bei Judith Williams steht das Wort „Aufgeben“ auf der Seite der unbekannten Fremdwörter. Doch auch ihr ist der Erfolg nicht einfach in den Schoß gefallen. Ihrer Traumkarriere als Teleshopping-Moderatorin bei HSE24 ging eine niederschmetternde Diagnose voraus: Tumor an der Gebärmutter. Die Folge? Eine Operation mit anschließender Hormonbehandlung, verbunden mit dem Risiko, die Gesangsstimme zu verlieren. Dafür behielt die damals 25-Jährige die Chance, Kinder zu bekommen. Trotzdem war die inzwischen zweifache Mutter erst mal am Boden zerstört. Doch ihr Vater Daniel Lewis Williams, selbst ein international bekannter Opernsänger, habe sie zwei Dinge gelehrt: die Liebe zum Beruf und Selbstdisziplin. Sie lächelt versonnen und ergänzt: „Und, dass man aus Stolpersteinen Stufen bauen kann. Er hat gesagt: ‚Du hast noch zwei Arme und zwei Beine. Der liebe

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Gott hat Dir außerdem Verstand und ein gutes Aussehen geschenkt – tue etwas Sinnvolles und sitze nicht rum und bemitleide Dich ...‘ Das hat mich wachgerüttelt.“ Da hat sie begonnen, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen. Anfangs mit einem Aushilfsjob an der Bar in einem Fitness-Studio. Dann bewarb sie sich beim Shoppingsender QVC: „Ich wurde eingeladen und fiel prompt durch. Im zweiten Anlauf hat es dann geklappt.“

Man darf alles haben, nur kein schlechtes Gewissen Mit ihrer erfrischenden und durch und durch positiven Art eroberte sie das Herz der Zuschauerinnen und Zuschauer im Sturm. Die Stimme kam zurück. Der Weg zurück zur Opernbühne war also durchaus möglich. Doch das Angebot von ProSieben-Chef Georg Kofler war zu verlockend: „Er hatte gerade in München einen Shoppingsender gestartet und wollte mich unbedingt als Moderatorin. Meine Bedingung war, dass ich nach einer Startphase auch eigene Produkte verkaufen darf.“ Im Jahr 2007, kurz nachdem sie ihren Mann Alexander-Klaus Stecher kennengelernt hatte, investierte sie ihr gesamtes Erspartes in die erste eigene Kosmetiklinie. Sie freut sich aufrichtig: „Gott sei Dank mit Erfolg. Judith Williams Cosmetics wurde der erfolgreichste Marken-Launch in der Geschichte von HSE24 und ist heute der größte Brand im europäischen Homeshop-

ping.“ Weitere Stufen: Seit 2014 gibt sie in der Fernseh-Show „Die Höhle der Löwen“ als Investorin Start-ups eine Chance. Bei „Let’s dance“ kam sie in diesem Sommer bis ins Finale und hat sich damit wieder einen Traum erfüllt. Und Träume sind gerade absolut ihr Ding. Mit Unterstützung der Ickinger Drehbuchautorin Antje Bähr schrieb sie das Buch „Wie Träume fliegen lernen“. Es erscheint im Oktober. Damit möchte sie ihren Fans Mut machen. Williams: „Mein neues Buch ist nach ‚Stolpersteine ins Glück‘ keine zweite Biografie. Es ist mein Appell für Women Empowerment. Ich möchte anhand meiner eigenen Biografie andere Frauen stark machen, ihnen Tipps geben, wie sie trotz Beruf und Familie sehr erfolgreich und glücklich sein können.“ Ihr Credo: „Man darf alles haben, nur kein schlechtes Gewissen.“ Ihr Vorbild? Williams antwortet schnell und mit dem für sie typischen, entwaffnenden Lächeln: „Natürlich Oprah Winfrey! Sie steht neben ihrer gigantischen TV-Karriere weltweit für ‚Life enrichment‘. Die sympathische Powerfrau ist maximal inspiriert. Die Frage ‚Wie machen wir unser Leben lebenswerter?‘ ist ihr sehr wichtig.“ Williams weiter: „In diesem Thema will auch ich mich verstärkt einbringen. Die ersten Weichen dafür habe ich schon gestellt ...“ Nach allem, was sie bereits auf den Weg gebracht hat, wird sicher auch das ein voller Erfolg und eine weitere, wertvolle Stufe ...

FOTO: JULIA SALLER

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PORTRÄT Judith Williams wohnt mit ihrer Familie im Münchner Süden. Sie ist in München geboren, aber Heimat ist für sie ein weiter Begriff: „Heimat ist immer dort, wo meine geliebten Menschen sind, und das kann überall sein.“

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Aissatou Dramé und Michael Stadler wollen von Bad Tölz aus mit ihren M.A.T. Craft Lemonades die Welt begeistern

DER VERRÜCKTE GORILLA AUS BAD TÖLZ Mit nur vier Zutaten, purer Leidenschaft, fundiertem Wissen, jahrelanger Erfahrung, jeder Menge Esprit und einer Prise Spinnerei wollen die M.A.T.s von Bad Tölz aus mit ihren fünf spannenden „Craft Lemonades“ die Bars und Clubs der Welt erobern TEXT: MARION BÜRKNER FOTO: ARNDT PRÖHL

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.A.T. steht für Michael Stadler, Aissatou Dramé und Team. Aissatou Dramé ist in der Schweiz geboren, als Tochter einer Eidgenossin und eines senegalesischen Vaters. Von 2002 bis 2018 führte sie zusammen mit Florian Lechner den „Moarwirt“ in Hechenberg. Dort lernte sie Michael Stadler kennen. Der innovative Fruchtspezialist aus dem Berchtesgadener Land entwickelte die „Moarwirt-Limo“. Schon damals kam Dramé der Gedanke: „Wenn ich jemals mit der Gastro aufhöre, möchte ich meine eigene Limo machen.“ Im Oktober 2017 war es dann so weit. Aissatou Dramé traf sich mit Michael Stadler, und in nur zwei Stunden standen Name, Logo, Konzept und Geschmacksrichtungen von M.A.T. Craft Lemonade. Warum Englisch? „Unsere Limonaden wollen wir weltweit als innovative Filler-Alternativen zu Schweppes verkaufen“, erklärt Aissatou, die sich bei M.A.T. vor allem um das Marketing kümmert. „Gin boomt. Aber immer nur Gin-Tonic ist doch langweilig. Hier kommt M.A.T. ins Spiel.“ „Craft“ heißt übersetzt „Handwerk“. Anders als bei vielen Brauereien, die auf der „Crafted-BeerWelle“ mitschwimmen, ist bei M.A.T. wirklich jede Flasche Handarbeit. „Beim Logo wollten wir etwas Markantes mit einem hohen Wiedererkennungswert, wie der Hirsch bei Hirschkuss“, erzählt Aissatou. „Die erste Idee war eine Wild-


INNOVATIONEN

Überzeugend in Geschmack und Qualität Die M.A.T.-Limonaden überzeugen nicht nur mit ihrem Geschmack, sondern vor allem durch die Qualität. Natur pur. Hergestellt aus nur vier Zutaten, ohne künstliche Aromen, Farb- oder Zusatzstoffe. Nicht so süß. Michael Stadler kümmert sich persönlich um die Zutaten. Auch beim Verarbeitungsprozess legt der Meister selbst Hand an. Es muss schnell gehen, sonst verlieren die Rohstoffe an Qualität und Farbe, und so dauert es nur eine Stunde von der Gurke bis zur fertigen Limo. Dann wird verkostet. „Da es sich um ein reines Naturprodukt handelt, variiert jede Abfüllung leicht in Farbe und Geschmack. Qualität ist mir wichtig. Für mich zählt nicht der Hektoliter, sondern das Trinkerlebnis beim Kunden. Unsere Limonaden entsprechen der Fruchtsaftverordnung. Die Gurken-Limonade süßen wir nur mit Ap-

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felsaft. Die Preiselbeer-Limo hat einen Fruchtgehalt von 18%.“ Auch beim Vertriebskonzept setzt M.A.T. auf Klasse statt Masse. Feinkost Käfer war einer der Ersten, welcher die innovativen Filler in sein Sortiment mit aufgenommen hat. Pachmayr beliefert die Münchner Gastro-Szene und bringt M.A.T. bis nach Zürich. Die Limonaden gibt es in Bad Tölz bei „Violas’ Gewürze & Delikatessen“ oder online über spritshop.net und meine-genusskiste.de. Wer probieren möchte, geht in Tölz ins Café Love, ins Café im Süden oder in die „Einbachmühle“ in Wackersberg.

HIPPE DRINKS AUS BAYERN 4 cl Gin + Eiswürfel + M.A.T.-Gurke und ein Stück Gurke oder M.A.T.-Rosmarin und ein frischer Zweig Rosmarin oder M.A.T.-Salbei und ein Blatt Salbei oder Minze oder M.A.T.-Preiselbeer und ein paar Johannisbeeren – fertig sind die neuen und peppigen Drinks. Für Kenner empfiehlt sich eine Mischung aus M.A.T.-Enzian, dem sogenannten „Alpen-Tonic“, und THE DUKE Gin aus München – erfrischend herb, einzigartig im Geschmack und 100% regional! Das gleiche Spiel funktioniert auch mit dem Dauerbrenner „Spritz“. Dieser bekommt durch die M.A.T.-Limonaden einen neuen Kick: „Rosmarin-Spritz“, „Salbei-Spritz“ oder „Preiselbeer-Spritz“ – liest sich lecker, schmeckt gut und ist eine willkommene Abwechslung zu Aperol oder Holundersirup.

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hotel klostermaier

Design: Claudia Lenhard claudia@lenhards.de

sau. Die war uns dann doch zu regional. Da kam die Idee mit dem Gorilla – stark und ein wenig verrückt, so wie wir und unsere Limo.“ Den Gorilla klebt Michael Stadler selbst per Hand auf jede Flasche. Das habe etwas Meditatives, meint der umtriebige Geschäftsmann, Produktentwickler, Hersteller und Abfüller. Stadler ist Spezialist und Neudenker, was Limonaden angeht. Schon seit Jahren revolutioniert der Brauer, Mälzer und Industriemeister für Fruchtsaft und Getränke still und heimlich den Markt, zum Beispiel mit seiner patentierten Heulimonade „Wuide Wiesn“, die europaweit der Renner ist. Bei den Kreationen für M.A.T. war Stadler also voll und ganz in seinem Element. Heraus kamen fünf einzigartige Geschmackserlebnisse: Salbei, Rosmarin, Gurke, Preiselbeere und Enzian.

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SO BUNT WIE DER HERBST Sterneküche mit regionalen Produkten, bayerisch mit französischem Flair, Biergarten und Genussküche oder junger Charme in der alten Bootswerft – so schmeckt Oberbayern heute TEXT HEIKE HOFFMANN

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GENIESSEN

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FOTOS: LENAS AM SEE/CORDULA DE BLOEME, DAS MARKTRESTAURANT, SEERESTAURANT ALPENBLICK, KOCHELER STUBEN

Kulinarische „Lieblingsplätze“, 88 an der Zahl, durfte ich für mein Buch „So schmeckt Oberbayern“ auswählen. Aber anstatt regionale und saisonale Frischeküche auf gutem Niveau wie die Nadel im Heuhaufen suchen zu müssen, hatte ich eher die Qual der Wahl. Da verfeinert ein Franzose bayerische Klassiker und lässt kulinarisches Flair aus Frankreich einfließen, einer vom Niederrhein verfeinert Werdenfelser Produkte so sehr, dass ein Michelin-Stern nach Mittenwald wandert, am Staffelsee gelingt der Spagat zwischen Biergartenschmankerl und Genussküche, und am Ammersee weht eine frische Brise, die nicht nur die Segler auf den See, sondern Genießer nach Utting lockt.

Lenas frischer Wind „Unsre Lena, die macht das gut“, schwärmt eine Uttingerin. „Dieses Eis“, pflichtet eine andere bei, „ist sensationell“. Sie baue ja

noch um, aber der Kiosk habe schon auf, höre ich bei meinem ersten Besuch im „Lenas am See“ im Juli 2017. Und da gibt es eben dieses sagenhafte Eis. Ich frage nach und erfahre: Lena ist die Urenkelin jener Frau, die in Utting direkt am Ammersee in den 50er-Jahren ein Café neben der alten Bootswerft eröffnet hat. Das Haus war später lange verpachtet, doch Lena hatte wohl als Kind schon den Traum, aus den herrlich gelegenen Räumlichkeiten direkt am Ammersee etwas zu machen. Nach dem Abitur studierte sie das Metier von der Pike auf, ging hinaus in die Welt, sich in besten Küchen umzusehen. Sie ist Gastronomin mit Herz und Seele, kreativ und mutig. Die junge Frau gab dem historischen Gebäude ein neues Konzept, etwas, was man hier am Ammersee sonst nicht findet. Regional und saisonal, dabei pfiffig und jung. So steht heute ein wirklich köstlicher Spanferkel-

Noch keine 30 Jahre alt und schon Chefin des eigenen Betriebs. Lena Mielke hat sich am Ammersee einen Traum erfüllt. Oma und Opa helfen tatkräftig mit

Der SpanferkelBurger mit Süßkartoffelpommes gehört zu den Rennern bei „Lenas am See“. Auch das weitere Angebot ist frisch, jung, vielfältig und gekonnt zubereitet

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Ein Stern leuchtet über Mittenwald – ein echter Michelin-Stern. Ausgezeichnet wurde damit Andreas Hillejan, der mit Nancy Paul zusammen ein Pilgerziel für Genießer geschaffen hat. Das „Marktrestaurant“ bietet köstlichste „Wirtshausküche“ und Werdenfelser Gourmetmenüs im Garten oder auch im urigen Gewölbekeller

Burger mit Süßkartoffelpommes genauso auf der Karte wie gebratene Dorade, „Crispy Steinbutt mit Erbsen-Minze-Püree“ oder eine perfekt abgeschmeckte Kokos-CurrySuppe. Traditionalisten bekommen Ammerseerenke mit gartenfrischen Salaten oder auch Wiener Schnitzel. Dessertliebhaber genießen Kokos-Crème-brûlée oder eben das legendäre Eis. Warum das Eis so gut ist, erklärt die stolze Chefin Lena Mielke: „Wir verwenden echte, reife Früchte, der Zuckeranteil ist geringer als woanders, und wir haben zahlreiche Eis-Schulungen bei Italienern absolviert.“ Wir, das sind Lena und ihr professionelles Team, das gemeinsam an der Karte tüftelt, die alle vier bis sechs Wochen neu gemacht wird. Nach Highlights gefragt, berichtet Lena von der großen Grillfeier zum einjährigen Bestehen, die so gut ankam, dass Barbecues künftig häufiger veranstaltet werden sollen, im Herbst warten Weinabende auf Liebhaber des Rebensafts, und am großen Silvestermenü wird schon gearbeitet, denn das Restaurant hat – erstmals in seiner Geschichte – ganzjährig geöffnet.

Ein Stern leuchtet in Mittenwald Auch in Mittenwald ist ganzjährig was los, freut sich Andreas Hillejan. In der warmen Jahreszeit locken die Berge, das Tal ist weit genug, dass auch im Winter die Sonne hin22

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ein scheint. Eine Sonderausstellung im Geigenbaumuseum führte mich das erste Mal dorthin; allerdings war ich voller Vorurteile, muss ich zu meiner Schande gestehen. Ich dachte an viele Bustouristen, schloss deshalb auf anspruchsloses Essen und viel Kitsch an den Wänden der Häuser und in den Läden. Doch weit gefehlt – Mittenwald ist echt, die Lüftlmalereien im historischen Teil um das Geigenbaumuseum sehenswertes Zeugnis früherer Zeiten, das Museum modern, spannend und interessant. „Echt“ passt auch auf die Küche des Patrons vom „Marktrestaurant“, in dem wir anschließend aufgrund der „Jeunes Restaurateurs d’Europe“ landeten. Das europaweite Genussnetzwerk stellt hohe Ansprüche an die Köche, die es aufnimmt. Andreas Hillejan ist einer davon, und er bietet seinen Gästen hier in den Bergen einen kulinarischen Höhenflug der besonderen Art, verbunden

mit einem Brückenschlag, den viele scheuen. Denn er verbindet einerseits (freilich gehobene, perfekt zubereitete) bodenständige Wirtshausküche mit anspruchsvollen Gourmetmenüs. Die Gäste können sich an duftend-aromatischer Griesnockerlsuppe genauso laben wie an Wiener Schnitzel (das hier beinahe zu schweben scheint, so locker und duftig kommt es daher) oder sich das Werdenfelser Gourmetmenü gönnen, was wir unbedingt empfehlen. Schon deshalb, weil Andreas Hillejan auch für seine Sterneküche regionale Produkte verwendet und hier etwas vorführt, worüber wir uns freuen. Der Koch vom Niederrhein, der sich in Mittenwald den Traum vom eigenen Restaurant erfüllt hat, schätzt die Erzeugnisse seiner neuen Heimat, pflegt engen Kontakt mit Bauern und Jägern. Manchmal, so zeigt er mit viel Gespür, besteht die absolute Perfektion in einem eigentlich einfachen Produkt


GENIESSEN wie etwa Quark, den er gekonnt veredelt als Gruß aus der Küche auf den Tisch stellt, mit Holzofenbrot, das seinesgleichen sucht. Als Vorspeise kamen dann Rehravioli, die man zwar, so fanden wir, vielleicht anders zubereiten könnte, besser allerdings nicht. Das Werdenfelser Lamm für die Hauptspeise hat hier gelebt und Wildkräuter der Berghänge genossen, der Sternekoch verwandelt es in ein butterzartes Gedicht. Vielleicht sollten wir an dieser Stelle auch noch die charmante Lässigkeit des Kochs erwähnen, der dem Gast sein Menü selbst präsentiert mit dem Hinweis, man dürfe auch Gerichte austauschen oder Gänge überspringen. „Wir sind“, meint Hillejan, „da ganz flexibel“. Keine steife Etikette, sondern kulinarische Wohlfühlatmosphäre, wofür auch der freundliche Service durch Partnerin Nancy Paul verantwortlich ist. Wir freuen uns also mit dem Gastronomenpaar und seinem Team über den Stern. Zur Erinnerung: Der „Guide Michelin“ ist ein altehrwürdiger Genuss-Reiseführer aus Frankreich, Sterne sind die höchste Auszeichnung, die er vergibt, maximal drei an der Zahl. Nur wenige Küchen hierzulande zieren Sterne. Dass Andreas Hillejan es obendrein geschafft hat, diese Auszeichnung mit Regionalmenüs zu erhalten, ist ein Ritterschlag. Wer wissen will, wie‘s geht, besucht einen seiner Kochkurse.

Ein begnadeter Platz am See Zum „Alpenblick“ in Uffing führte mich ein Geschäftstermin, Besprechung vor allem. Es war Januar und für die Jahreszeit unglaublich sonnig und warm, weshalb ich vorschlug, die Besprechung doch mit einem

Restaurant und Biergarten Regionale und französische Küche In der Heimatbühne Kochel am See Genießen Sie bayerischfranzösische Spitzenküche in gepflegtem Ambiente mit Bergpanorama und lassen Sie sich von Laurent Pigault verwöhnen.

Ob der Staffelsee der schönste oder nur einer der malerischsten Alpenseen ist, mag jeder selber entscheiden. Genießer allerdings finden mit dem „Alpenblick“ in Uffing genügend Gründe, immer wieder dorthin zu fahren. Zur herrlichen Aussicht wird hier eine wunderbare Frischeküche serviert – regional, kreativ und einfach fein

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Mittenwalder Straße 14 82431 Kochel am See Tel. 08851.5193 | Fax 08851.1728 info@kochler-stuben.de WWW.KOCHLER-STUBEN.DE


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Seerestaurant Alpenblick Kirchtalstraße 30 82449 Uffing am Staffelsee Reservierung: Tel. 08846 9300

Spaziergang am Staffelsee zu verbinden. Welch wunderbare Idee, denn wenn zur Badesaison hier schon einiges geboten ist, so umrundet man den Staffelsee im Herbst und Winter zwar nicht alleine, aber überlaufen ist er nicht. Zu unserer großen Freude stellten wir fest, dass beim „Alpenblick“ in Uffing der Biergarten, direkt am See gelegen, auch im Winter geöffnet hat. Wir genossen die Sonne, aber auch das ausgezeichnete Essen, in diesem Fall perfekt gebratenes Gemüse, Salate, würzigen Ziegenkäse. Dazu dieser Blick auf den See und in die Berge – herrlich. Durch die Fenster der verglasten Veranda hat das Panorama ebenso seinen Reiz, dazu kommt die kreative Frischeküche von Küchenmeister Michael Bott, der gerne Fisch aus dem Staffelsee mit Kräutern aus dem eigenen Garten verfeinert. Wild findet man ebenfalls auf der Speisekarte, liegt das Restaurant doch inmitten von Wäldern und Bergen, aus denen im Herbst auch die Pilze stammen, die hausgemachte Tagliatelle begleiten. Ein unvergessliches Kürbiskern-Eis schloss den genießerischen Aufenthalt ab, was den Wunsch, bald wiederzukommen, nochmals unterstrich. Aromatisch, frisch und leicht, dabei gekonnt und kreativ könnte man Michael Botts Küche beschreiben. Die sonst ja oftmals vernachlässigten Gemüse und Salate spielen gerne auch mal die Hauptrolle in der Küche des Euro-Toques-Chefkochs. Die Aufnahme in diese Vereinigung verantwortungsvoller Verbraucher und Köche ist eine große Ehre, man muss empfohlen werden – im Fall Bott unter anderem vom Murnauer Thilo Bischoff, dessen Küche ebenfalls schon Auszeichnungen des französischen „Guide Michelin“ trug.

Frankreich grüßt Bayern Frankreich gilt ja doch als die Heimat der feinen Küche, der gekonnt zubereiteten Soßen, der Wertschätzung auch, die gutem Essen entgegengebracht wird. Mag der Spagat von Werdenfelser Regional- zu feiner Küche schon gewagt sein, muss man vor dem Mut des Franzosen Laurent Pigault wirklich den Hut ziehen. In Kochel am See wurde vor noch nicht allzu langer Zeit das Lokal der Heimatbühne renoviert und modernisiert. Angenehme Wohlfühlatmosphäre finden die Gäste der „Kochler Stuben“ drinnen und auf der schönen Terrasse draußen. Ein Blick in die Speisekarte zaubert ein Lächeln auf die Gesichter jener, die in Urlaubserin24

seerestaurant-alpenblick.de

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GENIESSEN

nerungen an unbeschwerte Tage in Frankreich schwelgen möchten. Klassiker der französischen Küche wie Bouillabaisse oder Kalbsnierchen in Champagnersoße findet man einträchtig beisammen auf der Karte mit Leberknödelsuppe, Zwiebelrostbraten (der seinesgleichen sucht!), Rahmschwammerl mit Brezenknödel und gebratenen Kochelseefischen. Doch Laurent Pigault hat fünf Jahre die Kochschule in Guerande in der Bretagne besucht, und so genießen wir Loup de Mer und freuen uns vor allem ab Ende September wieder auf die Meeresfrüchte-Menüs oder auf die kreolische Küche vom 9. bis 14. Oktober. Auch

Laurent, der eigentlich nur ein halbes Jahr in Bayern bleiben wollte, als er 1989 hier landete, pflegt engen Kontakt mit seinen Lieferanten, seien es hiesige Betriebe wie die Kochelseefischerei Kneidl oder die ortsansässige Landmetzgerei Pfleger oder auch seine französischen Quellen, von denen er frischesten Fisch und ausgesuchte Weine, darunter viele Bio-Weine, bezieht. Am Ende dieser Genusstour, wieder zu Hause, beschleicht uns das schöne Gefühl, noch einmal hinaus zu müssen – denn viele wirklich nennenswerte kulinarische Überraschungen warten noch darauf, entdeckt und geschätzt zu werden.

Französisch-deutsche Küchenfreundschaft in den „Kochler Stuben“. Da weht der Duft des Atlantiks an Meeresfrüchte-Abenden nach Kochel, aber auf bayerische Traditionen versteht sich der Wahlbayer Laurent Pigault ganz genauso

Wir verlosen drei Exemplare „So schmeckt Oberbayern“ (Gmeiner Verlag). Senden Sie uns für die Teilnahme eine Postkarte mit dem Stichwort „Feinschmecker“ an den Dahoam Verlag, Römergasse 1, 83646 Bad Tölz

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GENIE SSEN

Restaurant-Tipps

KULINARISCHE ADRESSEN

Die mei Dahoam Redaktion hat ein paar Restaurants im Oberland ausgewählt, die Sie unbedingt einmal besuchen sollten. Genießen Sie die außergewöhnlichen Gaumenfreuden!

Landhotel Klostermaier

Hotel & Gaststätte Alte Post Marktplatz 10a 83607 Holzkirchen Telefon: 0 80 24 / 30 05-0 Telefax: 0 80 24 / 30 05-555 E-Mail: info@alte-post-holzkirchen.de www.alte-post-holzkirchen.de

Mittenwalder Straße 9 82057 Icking Telefon: 0 81 78 / 8 67 87-0 Telefax: 0 81 78 / 8 67 87-77 E-Mail: info@landhotel-klostermaier.de www.landhotel-klostermaier.de

Kochler Stuben Mittenwalder Straße 14 82431 Kochel am See Telefon: 0 88 51 / 51 93 E-Mail: info@kochler-stuben.de www.kochler-stuben.de

Forellenhof Walgerfranz Bairawieser Str. 43 83646 Bad Tölz Telefon: 0 80 41 / 96 65 E-Mail: info@walgerfranz.de www.forellenhof-walgerfranz.de

Landgasthof Osterseen

Klosterbräustüberl Reutberg Am Reutberg 2 83679 Sachsenkam Telefon: 0 80 21 / 86 86 Telefax: 0 80 21 / 50 78 81 E-Mail: mail@klosterbraeustueberl.de www.klosterbraeustueberl.de

Hofmark 9 82393 Iffeldorf Telefon: 0 88 56 / 92 86-0 Telefax: 0 88 56 / 92 86-45 E-Mail: landgasthof@osterseen.de www.landgasthof-osterseen.de

Lenas am See Seestraße 10 86919 Utting Telefon: 0 88 06 / 9 57 09 57 E-Mail: info@lenasamsee.de www.lenasamsee.de

al lago Am Strandbad 9 82418 Seehausen am Staffelsee Telefon: 0 88 41 / 6 78 63 63 www.al-lago-seehausen.de

Bischoffs Haus am See St.-Heinricher-Straße 113 82402 Seeshaupt Telefon: 0 88 01 / 5 33 E-Mail: info@hausamsee-seeshaupt.de www.hausamsee-seeshaupt.de

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Seerestaurant Alpenblick

Das Marktrestaurant

Kirchtalstraße 30 82449 Uffing am Staffelsee Telefon: 0 88 46 / 93 00 Telefax: 0 88 46 / 93 56 E-Mail: info@seerestaurant-alpenblick.de www.seerestaurant-alpenblick.de

Dekan-Karl-Platz 21 82481 Mittenwald Telefon: 0 88 23 / 9 26 95 95 Telefax: 0 88 23 / 9 26 96 07 E-Mail: info@das-marktrestaurant.de www.das-marktrestaurant.de


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GENIESSEN

HERBSTGENUSS PUR

Die Natur ist jetzt freigiebig. Wild aus heimischen Wäldern umrahmt von zartem Gemüse, der Duft von Maroni – dazu ein Glas Wein, und der Herbst kann kommen

Wir empfehlen einen „wilden“ und herzhaften Lagrein Villa Schmid vom Familienweingut Schmid Oberrautner aus Gries bei Bozen. Mit seinen weichen Tanninen und seiner tollen Beerenfrucht harmoniert der Wein hervorragend zu diesem Wildschweingericht. Zu beziehen bei der Südtiroler Bauernkost in Benediktbeuern und Bad Wiessee oder online unter www.weine-suedtirol.de

WILDSCHWEINKOTELETTS MIT MOHNSCHUPFNUDELN, MARONI UND SÜSSKARTOFFELPÜREE

Zubereitung Wildschweinrücken salzen und pfeffern, in einer Pfanne mit Butter von allen Seiten anbraten, mit Rosmarinzweigen belegen und im Ofen bei etwa 100 °C in ca. 30 Min. auf 56 °C Kerntemperatur braten (mit einem 28

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Fleischthermometer messen!). Das Fleisch sollte zart rosa sein. Für die Soße die Kirschen in Butter anschwitzen, mit Cassis ablöschen, mit Wildjus auffüllen und sämig einkochen, gegebenenfalls etwas binden. Die Brokkoliröschen 2 Min. dämpfen, dann in Eiswasser abkühlen. Kurz vor dem Servieren in Butter erwärmen und mit Salz, Pfeffer, etwas Zucker und Muskatnuss würzen. Für die Mandelbutter die Butter leicht bräunen und mit gerösteten Mandelblättchen vermengen. Für das Püree die geschälten Süßkartoffeln dämpfen, bis sie gut weich sind, dann mit etwas Butter, Salz, Pfeffer, etwas Zucker und

Chili abschmecken, pürieren und in einen Spritzbeutel füllen, warm stellen. Die Maronen werden nur in Butter geschwenkt, ebenso die Schupfnudeln. Anrichten: Soße in die Mitte geben, Brokkoliröschen ringsum mit Mandelbutter nappieren, dann Süßkartoffelpüree aufspritzen, Schupfnudeln und Maroni dazwischen setzen, den Rücken zwischen den Rippen durchschneiden und auf die Soße setzen. Rezept aus: Heike Hoffmann, Ammerseerenke bis Zwetschgendatschi. Rezepte von unterwegs, Wißner-Verlag 2017

FOTO: HEIKE HOFFMANN

Zutaten • 800 g Jungwildschweinrücken mit Rippenknochen • ¼ l Wildjus • 16 Brokkoliröschen • 24 Mohnschupfnudeln (oder Schupfnudeln, in Mohnbutter geschwenkt) • 100 g gekochte und geschälte Maroni • Rosmarinzweige • 400 g Süßkartoffeln • etwas Butter • 100 g Sauerkirschen • Cassis-Likör • 80 g Mandelbutter


RATGEBER Wissenswertes zu Kulinarik, Garten und Reise

Anna Stumpf (Inhaberin des italienischen Feinkostgeschäftes ToscAnna in Bad Tölz) stellt uns ein schmackhaftes Rezept mit Pecorino vor

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or allem sardische Familien ließen sich in der Toskana nieder und zogen mit ihren Schafherden über die malerischen Hügel. Die Tiere ernähren sich ausschließlich von Wildkräutern und Gras. Ihre Milch wird mit großem Können zu Pecorino verarbeitet. Pecora bedeutet „Schaf“ auf Italienisch.

ZUTATEN • 2 Eier • 2200 g gemischte Blattsalate mindestens 4 Sorten, z.  B. Romana, Rucola, Radicchio und Löwenzahn • 100 g mittelalter Pecorino • 2 El Rosinen • 4 El Pinienkerne od. Walnusskerne • 8 Sardellenfilets (in Öl) • 2 El Weissweinessig, Salz, Pfeffer aus der Mühle • 5 EL Olivenöl

ZUBEREITUNG 1. Eier ca. 10 Minuten hart kochen, abschrecken, schälen und achteln. Die Salate waschen, trockenschleudern und in mundgerechte Stücke zupfen. 2. Pecorino entrinden und in kleine Stücke brechen. Rosinen mit heißem Wasser überbrühen, kurz ziehen lassen, danach im Sieb abtropfen lassen. Pinien- oder Walnusskerne in der Pfanne rösten. Sardellenfilets in kleine Stückchen schneiden. 3. Essig mit Käse, Sardellen, Salz, Pfeffer und Olivenöl zu einer cremigen Soße verrühren. 4. Blattsalate, Käse, Rosinen, Nüsse mit der Soße mischen, abschmecken und mit den Eiern garnieren.

FOTOS: BETTINA KRINNER; SHUTTERSTOCK

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RATGEBER

Garten

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er Herbst steht schon in den Startlöchern und damit die Gartensaison vor dem Ende? Auf keinen Fall! Wer gut plant und überlegt pflanzt, kann seinen Garten zu einem Ganzjahreswohlfühlraum machen und ihn auch im Herbst und Winter in voller Pracht genießen. Gartenarchitekt Ludwig Fuchs aus Lenggries wählt deshalb Blühpflanzen auch nach ihrem Blühzeitpunkt aus: „Es gibt viele Arten und Sorten, die bis weit in den Herbst hinein und sogar über den ersten Frost hinaus blühen. Mit einer geschickten Sortenwahl kann man einen Garten quasi ganzjährig zum Blühen bringen.“ Zu den Spätzündern im Beet gehören zum Beispiel Astern: „Die gibt es in so reicher Sortenvielfalt, dass man mit ihnen

Ludwig Fuchs („Gärtner von Eden“ aus Lenggries) erklärt, wie man den Garten mit guter Planung zu einem Ganzjahreswohlfühlraum machen kann

ganz vielfältige Akzente setzen kann“, schwärmt Ludwig Fuchs. „Gerade in Kombination mit Gräsern ergeben sie tolle Herbstbilder.“ Apropos Gräser: Die meisten starten erst mit Beginn des Sommers richtig durch, bleiben dann aber bis weit in den Winter hinein interessant. Auch Hortensien, die schon im Hochsommer ein Blütenmeer in den Garten gebracht haben, liefern tolle Herbstakzente. Und tatsächlich gibt es sogar Pflanzen, die ausschließlich im Winter blühen: „Die bekannteste ist die Zaubernuss, die ihre gelben Blüten nur entfaltet, wenn das Thermometer knapp über null Grad zeigt“, nennt Fuchs ein Beispiel. „Aber auch der Winterschneeball sorgt für Blütenpracht noch vor den ersten Zwiebelblühern.“ Doch es sind nicht nur Blüten, die einen Garten zwischen Oktober und März attraktiv machen können. So empfiehlt der Gartengestalter bei der Auswahl von Gehölzen, sich immer auch über deren Herbstfärbung zu informieren, denn bevor sie ihr Laub endgültig verlieren, können sie mit einem Farbfeuerwerk noch für wochenlange optische Gartenfreude sorgen. Als Beispiele für attraktive Herbstfärber nennt Ludwig Fuchs die Felsenbirne, natürlich Ahorne oder auch den Lebkuchenbaum. Und was lässt sich jenseits der Pflanzenauswahl für die Verlängerung der Gartensaison tun? „Wie wäre es zum Beispiel mit einem zusätzlichen überdachten Sitzplatz – am besten da, wo die Abendsonne den Garten noch lange wärmt“, schlägt der Gartenarchitekt vor. Eine eingebaute Feuerstelle sorgt für eine heimelige Atmosphäre und dafür, dass man auch an kalten Abenden noch lange gemütlich draußen sitzen kann.

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PLANUNG FÜR DIE NACHSPIELZEIT


RATGEBER

Reise

DIE UNBESCHWERTE LEICHTIGKEIT DES SEINS Als Milan Kundera 1984 im Exil „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ veröffentlichte, war das Posthotel Achenkirch 64 Jahre alt und auf dem besten Weg, die Mutter aller Wellnesshotels zu werden. Jetzt feiert es seinen 100. Geburtstag und hat sich – divengleich – in einigen Teilen runderneuert

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igentlich reicht die Geschichte noch viel weiter zurück. Erste Einträge vermerkt die Poststelle Achenkirch vor etwa 500 Jahren. Karl und Hermine Reiter gründeten 1918 den Hotelbetrieb. Seit den 70er-Jahren haben deren Enkel Karl Reiter und seine Frau Karin das Erwachsenenhotel in eine absolute Wohlfühloase umgebaut. Schon damals setzte die Hotelierfamilie auf eine Mischung aus Erholung und fernöstlicher Gesundheitsausrichtung. Dieser Linie bleibt auch Juniorchef Karl Christian Reiter in der fünften Generation treu: „Neben unserem Wellnessangebot, inzwischen auf 7.000 Quadratmetern, bieten wir seit zwölf Jahren ergänzend mit unserem TCM-Fachärzte-

Team Behandlungen nach den Lehren der Traditionellen Chinesischen Medizin.“ Im Jubiläumsjahr im Sommer 2018 eröffnete er im neu errichteten Stammhaus das edle À-la-carte-Restaurant Tenzo, in dem man abends auf Wunsch nach TCM-Kriterien speisen kann. Reiter: „Hier werden regionale Speisen nach den Kriterien der TCM frisch zubereitet. Natürlich entscheidet der Gast, was ihn anspricht. Das ist nur ein Angebot – kein Muss!“ Darüber hinaus gibt es im Stammhaus ein Bistro mit Sonnenterrasse, in dem sich mittags auch im Bademantel köstlich jausen lässt, und neun erlesene SigNature Suiten. Außerdem inspirierende Tagungs- und Kreativräume sowie ein neues Indoor-und Outdoor-FitnessStudio. Dazu wurde das Stammhaus mit

aufwendigen Baumaßnahmen bis auf das Erdgeschoss abgetragen und in Holzbauweise wieder neu aufgebaut. Reiters erklärtes Ziel ist es, den Gästen die Möglichkeit zu geben, ihr „spielerisches Ich“ wiederzubeleben: „Wir müssen so oft funktionieren. Hier darf man einfach sein, sich ausprobieren. Der Kindheit nachspüren oder etwas Neues ausprobieren. Oder einfach die Seele baumeln lassen, jeder, wie er mag.“ Die „Leichtigkeit“ von Kundera ist von philosophischen Betrachtungen durchwoben. Die zentralen Gedanken kreisen dabei um Friedrich Nietzsches Idee der „ewigen Wiederkehr“. Das passt ganz wunderbar zum Posthotel. Denn wer einmal da war, der möchte immer gerne wiederkehren! Weitere Infos: www.posthotel.at

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INNOVATIONEN

ZEITZEUGEN MIT

KULTFAKTOR Wenn Mark Linke die Straßen um den Schliersee entlangkurvt, wird die Welt für einen kurzen Moment nicht nur ein bisschen bunter, sondern auch ein bisschen freundlicher. Denn seine kultigen Schätze zaubern ihrer Umwelt ein Lächeln auf die Lippen. Längst sind er und seine zu Bars umgebauten Bullis nicht mehr nur in der Region bekannt – auch international hat der geborene Tegernseer jede Menge zu tun TEXT & FOTOS: MELANIE BRÜGGEMANN

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ie sind mintgrün, sonnengelb oder cremeweiß. Man kann bei ihnen ein gepflegtes Bier zapfen, frischen Kaffee ausschenken oder sich an einem langen Sommerabend im Oberland den perfekten Sundowner mixen lassen. Mark Linke liebt VW-Bullis – jene Kultfahrzeuge aus den 60er- und 70er-Jahren, mit denen die Hippie-Generation zu ihren

ersten Italienurlauben mit den Kindern aufbrach. Und die jetzt – auch durch Menschen wie Mark – ein ungeahntes Revival erleben. Denn auch für ihn sind die Bullis unweigerlich mit bunten Kindheitserinnerungen verknüpft. Viele ratternde Stunden auf holprigen Straßen, ohne Klimaanlage. Mit seinen Eltern und seinem Zwillingsbruder Oliver ging es im taigagrünen VW T2 Westfalia Camper ab in den Süden. Natürlich ohne Komfort, dafür aber mit

ganz viel Freiheitsgefühl. Und genau dieses verbreiten die rollenden Zeitzeugen noch heute. Die Vintage-Karossen erinnern an vergangene Zeiten, an das „Einfach-Losfahren“ und „Einfach-Loslassen“, und machen glücklich. „Bullis haben eine Seele, ein eigenes Gesicht. Wenn man sie anschaut, lächeln sie einen an – und automatisch lächelt man zurück!“, schwärmt Mark Linke. Sie war also schon immer da, seine Leidenschaft für die kultigen Oldtimer. Aber

Sundowner mit Aussicht: Beim Schlierseer Mark Linke und seiner Bar in einem umgebauten T2-Bulli trifft Nostalgie auf Chill-out-Gefühl

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INNOVATIONEN

Mit viel Liebe zum Detail restauriert der 41-Jährige die kultigen Busse

Eine Floriade zum 25-jährigen Jubiläum Mit Dank für die Blumen! 28. Juli bis 11. November 2018

erst ein Thailandurlaub 2005 entfachte die Liebe zu ihnen von Neuem. Es war auf der Khao San Road in Bangkok – ein buntes Vergnügungsviertel mit jeder Menge Bars, Restaurants und Marktständen. Und dazwischen fünf alte, zu Bars umfunktionierte VW-Busse mit eingebauten Theken, Barhockern und lässigen Liegestühlen. Für den studierten Reiseverkehrskaufmann Mark bedeutete das nicht nur das ultimative Urlaubsgefühl, es war ein AhaMoment, der sich einprägte. Ein paar Jahre trug er diese Idee still mit sich herum. 2010 war es dann so weit. Er packte es an und kaufte mit seinem zusammengekratzten Ersparten seinen ersten, orangefarbenen VW T2, Baujahr 1974. Dazu Kühlschränke, Gläser, eine Bambusbar und Liegestühle. Und auch wenn viele ihn für verrückt hielten, er entwickelte ein Logo, absolvierte hartnäckig Behördengänge um Behördengänge und wurde schnell zum gefragten Geheimtipp für den mobilen Sektempfang auf Hochzeiten und Straßenfesten.

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och seinen großen Traum, einen aufklappbaren Bus, hatte er sich noch nicht erfüllt. Drei Jahre später fand er eine alte Rohkarosse mit wenig Rost, und das „Projekt KlappBulli“ konnte endlich starten. Es folgten sechs schweißtreibende Monate, in denen er zusammen mit einem befreundeten Schlosser das Dach aufschnitt, die Fenster heraustrennte und stundenlang schliff und flexte, bevor aus dem silbernen Rohdiamanten endlich ein mintfarbener Bar-Traum entstehen konnte. Mit ihm steht er heute auf Messen, Festen, Festivals oder bei Firmenevents. Mittlerweile hat der 41-Jährige einen Fuhrpark von sechs Fahrzeugen. Neben seinem orangefarbenen „Erstling“ für den Sektempfang zählt er mittlerweile einen Bier-Zapf-Bulli, zwei Bar-Bullis, einen Pritschenwagen und einen Kaffee- und Eis-Wagen zu seiner Sammlung. Dazu kommen einige mobile Theken, die aus Bulli-Ersatzteilen zusammengeschraubt sind. Und er hat noch viele Ideen, wie es weitergehen könnte. „Die

Markus Lüpertz, Ohne Titel, um 1997, Privatsammlung

SchloßmuseumMurnau Gabriele Münter / Der Blaue Reiter / Ödön von Horváth

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Für jeden Einsatz das richtige Gefährt: Mark Linke liebt seine VW-Bullis und hat für seinen Traum von der rollenden Bulli-Bar sogar seinen sicheren Job aufgegeben. Heute zählen sechs Busse zu seinem Fuhrpark – und jeder Wagen wurde von ihm liebevoll und mit viel Geduld restauriert

Leute halten mich vielleicht für verrückt, aber Bullis machen einfach süchtig!“, erklärt er begeistert.

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ie Suche nach passenden Oldies für seine Vorhaben ist spannend und gleicht oft der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen. Oft bemüht er sich monatelang. Länderübergreifend und auf allen Kanälen – in der Zeitung, online, bei Händlern, aber auch durch Mund-zuMund-Propaganda. „Oft stehen wahre Schätze in alten Verschlägen, und keiner denkt mehr an sie, dabei könnte man ihnen so schön neues Leben einhauchen.“ Mit der zunehmenden Nachfrage steigen weltweit auch die Preise für die rollenden Kultob-

jekte. Doch das hält Linke nicht davon ab, immer neue Pläne zu schmieden. Vor bald zweieinhalb Jahren hat er seinen sicheren Job als Vertriebsleiter in der Freizeitbranche an den Nagel gehängt und kümmert sich seitdem hauptberuflich um die Vermietung seiner Kult-Gefährte. Und das spricht sich herum. Mittlerweile ist er weit über seine Schlierseer Heimat hinaus bekannt. Österreich, Schweiz, Holland, Ungarn, Rumänien und Frankreich sind nur einige seiner Stationen. Sogar Sternekoch Tim Raue kochte bereits auf seinem Pritschenwagen, denn dieser Nostalgie kann man sich nur schwer entziehen. Doch wer jetzt denkt, Mark sei mit dem Schraubenschlüssel und der Ölkanne in der Hand geboren worden und ein passionierter Schrauber, der irrt.

Auftakt 07.10.

„Um ehrlich zu sein: Ich habe mich mit Autos nie so richtig ausgekannt. Man muss wahnsinnig viel recherchieren und auch am Objekt selbst ausprobieren. Da merkt man recht schnell, wenn man einen Fehler gemacht hat!“, lacht Mark. Zeitpläne beim Restaurieren kennt er. Doch die gehen bei der Arbeit mit Oldtimern nur selten auf. „Es sind einfach alte Autos. Die haben ihre Wehwehchen wie wir auch. Wir haben auch mal Kreuzschmerzen. Und bei meinen Oldies ist es dann der Ölverlust, oder das Gasseil reißt im unpassendsten Moment.“ Dann heißt es für Mark Linke: Ruhe bewahren und geduldig bleiben. Denn selbst wenn er gleich zu einem Event müsste – Oldtimer haben ihre ganz eigene Zeitrechnung. Und genau dafür liebt man sie.

07. Oktober – 04. November 2018 Für eine begrenzte Zeit auf tierische Lebensmittel verzichten, gemeinsam kochen, sporteln, kräuterwandern, in teilnehmenden Gasthäusern essen gehen – und staunen, was mit dem eigenen Körper passiert: Das ist der „Tölzer Veg“. Machen Sie mit!

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ALLE MANN AN DECK! Ganz ehrfürchtig und still werden die beiden Knirpse Nepomuk und Felix, als wir mit leise schnurrendem Motor durch das spiegelglatte Wasser des Schliersees kreuzen. Ein echtes kleines Schiff nur für uns allein. Mit Steuerrad, Ganghebel, Motor und Fahne. Über uns der frische Himmel eines Sommermorgens und unter uns das moosgrüne Wasser des gemütlichen, kleinen Voralpensees. Die Geschichte einer allerersten nautischen Entdeckungsfahrt auf eigene Faust T E XT S A B I N E S C H RE IB E R FOTOS PE TE R VON FE LB E RT

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FREIZEIT

Selber mal am Steuer stehen und ßber den See schippern? Aber nicht etwa mit einem quietschenden Plastiktretboot in Signalrot, sondern stilecht in einem eleganten Schiff mit Steuerrad, Ganghebel und Motor ‌

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FREIZEIT

Rund 53 Millionen Kubikmeter Wasser schwappen zwischen der Ortschaft Schliersee im Norden und Fischhausen im Süden. So gesehen ist auch ein kleiner See ein großes Wasser für kleine Kapitäne

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Mein Vierjähriger hat einen neuen Spleen. „Du willst wissen, wie man EISBECHER schreibt?“ Meine Frage lässt ihn genervt die Augen verdrehen. Schon gut. Ich weiß ja. Nepomuk will seit Neuestem die Dinge, die er sich dringend wünscht, aufschreiben. Ich notiere ihm dann die Wörter in Großbuchstaben auf ein Blatt Papier, und er – die Zungenspitze wild verrenkend und einen Stift kompromisslos zwischen die kleinen Finger geklemmt – malt sie anschließend energisch ab. Also fange ich an, laut buchstabierend, das gewünschte Wort seinem Schicksal preiszugeben: „E I S B E C H...“ „Mama.“ Nepomuk zieht mir den Zettel unter dem Stift weg und seufzt. Während er mir mit seinen blauen Kulleraugen ernst ins Gesicht blickt, sagt er mit gütig-nachsichtigem Tonfall: „Mama. EISB-RRRECHER. Die großen Schiffe, die durch die Antarktis fahren. EISBRRR-ECHER.“ Und ich hatte mich schon fast über einen einigermaßen normalen Wunsch meines Kindes gefreut.

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Als ich ihm eröffnen muss, dass ich am kommenden Wochenende weder mit ihm zum Packeis am Südpol fahren könne, noch einen Kapitän kenne, der uns auch mal ans Steuerrad ließe, schiebt sich die kleine Unterlippe dramatisch nach vorne, die Augenbrauen heben sich zu zwei mitleiderregenden Bögen empor und die Nasenflügel beben gefährlich. „Wo ich doch so gerne ein Schiff fahren würde ...“, schnieft er und trottet von dannen. Er macht das gut. Nahezu perfekt. Er ist ein absoluter Könner darin, in mir alle Wunscherfüllungsgeneratoren auf Maximum zu schalten. Würde er hysterisch heulen, sich trotzig auf den Boden werfen und brüllend irgendetwas einfordern – ich könnte hart bleiben. Aber so ... Am darauffolgenden Samstagmorgen sitzen zwei stolze, sonnenbebrillte und bestens präparierte Mütter in einem Auto gen Süden, während auf der Rückbank ihre beiden überglücklichen Söhne lauthals Seemannslieder krakeelen. Schon klar, der Schliersee ist jetzt nicht das Polarmeer. Und auch die Ausmaße der ihn befahrenden Schiffe sind entsprechend übersichtlich. Aber man muss sich nur zu verkaufen wissen: „Nepomuk, wie wär‘s. Wenn ich uns ein Schiff chartere, auf dem nur wir mit Susanne und Felix fahren. Und ihr Kinder dürft es steuern – über einen ganzen See …, der sogar an manchen Stellen 40 Meter tief ist …“ „Was heißt chartern?“ „Ein Schiff besorgen.“ „Wie viel sind 40 Meter?“ „Vier


mal unser Haus übereinander.“ Kritischer Blick. „Der See hat sogar eine Insel.“ „Und das Schiff ein Steuerrad?“ „Klar. Sogar einen Motor.“ „Echt jetzt?“ „Echt jetzt.“ Mama ist also doch die Beste. Wir parken unser Auto auf dem versteckten, kostenfreien, meist leeren Wanderparkplatz in Schliersee, den kaum jemand kennt, weil man hinter der Kirche St. Martin vorbei, unter der Bahn hindurch, an der Schlierach entlang und ein bisschen Schnitzeljagd mit Schildern spielen muss. Als wir am hölzernen Bootshaus des Bootsverleihs beim Milchhäusel ankommen, stürmen die Kinder erst einmal vorbei. „Wir müssen erst den See anschauen“, lautet der Befehl der Kapitäne zur hohen See in spe. Als die mütterlichen Sherpas schwer bepackt die hohen Herren eingeholt haben, steht der meinige wie Christoph Kolumbus an der Küste Andalusiens am Nordufer des Schliersees auf einem Findling und blickt über das Gewässer. „Vierzig Meter“, murmelt er ehrfürchtig. So früh am Morgen liegt der See noch unberührt und ruhig da. Nur ein paar wachsame Erpel paddeln nahe am Ufer herum. Ansonsten sind wir heute die Pioniere hier am See. Der Schliersee, gelegen auf magischen 777 Metern über Normalnull und phantastische 2,22 Quadratkilometer groß, gedrungen und geborgen zwischen bewaldeten Gipfeln. Im Gegensatz zu seinem mondänen Bruder Tegernsee strahlt er ein bisschen weniger Glamour, dafür aber sehr viel mehr Gelassen- und Geborgenheit aus. Heimat. Wenn man etwas wie Heimat sucht, dann findet man es hier – am Schliersee. Er sieht ein bisschen aus wie Spencer Tracy in „Der alte Mann und das Meer“. In einem weißen Trägerhemd und blauen Shorts steckt ein braungebrannter Körper mit beachtlichen Muskeln an Oberarmen und Waden. Ich bin beeindruckt und lächle schief. Er freut sich gelassen über seine erste Kundschaft des Tages und blinzelt belustigt zu unseren feuereifrigen Jungs hinüber. Jeder der Zwerge bekommt zur Beruhigung der Mütter eine neonorange Schwimmweste. Und dann: Los auf den Steg. Sie wissen sofort, welches Boot sie wollen. Das mit dem Blaulicht und dem großen

Die Kapitäne in spe sind stolz: „Wir haben euch über den ganzen See gesteuert!“ Die leichteren Manöver werden dann aber großzügig einem Mitglied der niederen Crew überlassen: „Einparken musst du dann aber, Mama.“

Außenbordmotor. Der Verleiher grinst. Nein. Das sei leider nur für Polizisten. Das dürfe er gar nicht ausleihen. Und so schnell wie es aussieht, fahre es auch gar nicht. „Dann tschata ich das da vorn.“ Nepomuk flitzt ans Ende des Stegs zu einem Elektroboot mit blaugelbem Wimpel. „Ausparken“ darf ich. Aber kaum sind wir außer Rufweite des Ufers, übernimmt der erste kleine Kapitän unter meiner Aufsicht

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FREIZEIT

Als das Boot wieder friedlich an seiner Anlegestelle schaukelt, fällt Nepomuk gleich das nächste Abenteuer ein: „Als Nächstes will ich fliegen, Mama.“ Aber – nichts leichter als das!

das Ruder. Bevor es Tränen gibt, teile ich den Drehknopf für die insgesamt vier Gänge (zweimal vorwärts, zweimal rückwärts) dem anderen Kapitän zu. Das Boot tuckert gemächlich über den See. Aber für die zwei Jungs ist es ein großes Abenteuer. „Wenn ich so drehe, dann geht es nach eins-zwei-drei nach da“, konstatiert mein Sohn und erkennt damit die Trägheit des Wassers. Als die beiden Freunde feststellen, dass das Boot eine enge Kreisbahn beschreibt, wenn man das Steuerrad auf Anschlag stellt, schallt minutenlang Kindergelächter über den See. „Mama, was heißt denn Schliersee?“ Die Frage trifft mich nicht unvorbereitet. Inzwischen wappne ich mich vor solchen Ausflügen und google die gängigsten Fragen vorab. Ich erkläre den Jungs, dass vor langer, langer Zeit ein paar Männer auf dem Kirchbichl, also dem Hügel zwischen Hausham und Schliersee, ein Kloster gegründet hätten. Und sie hätten es Slyrs (sprich: Schliers) getauft.


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Das sei ein keltischer Name. Womöglich seien damit die Schlieren gemeint, die sich im Gestein rund um den Schliersee grün-gelblich zeigen. Die Jungs schweigen und lenken. Das Wasser ist moosgrün und spiegelglatt. Das Elektroboot brummt leise, und die morgendliche Sommerluft streicht angenehm erfrischend über die Haut. „Jetzt fahren wir um die Insel“, flüstert Felix, der vorsichtigere Freund von Abenteurer Nepomuk. „Wie heißt die Insel, Mama? Gibt‘s da einen Schatz?“, fragt mein Sohn prompt. Sie heiße Wörth und nein, einen Schatz gäbe es da nicht. Samstags feierten dort reiche Leute Feste, sonntags könne man dort im Gasthaus essen gehen und früher, ja früher, hätte es kaum Bäume, aber dafür Schafe und Kühe auf der Insel gegeben. Und vor noch längerer Zeit hätte dort der Ritter von Hohenwaldeck, dessen Burgruine dort oben über dem Schliersee gestanden hätte, seine untreue Ehefrau und ihren Liebhaber verhungern lassen. Seither geisterten angeblich deren Gespenster über die Insel. Mit dem Leihboot irgendwo anlegen ist verboten. Aber die Frage stellt sich nun auch nicht mehr. Gern fahren die Knirpse in weitem Bogen um das Eiland herum und unterhalten sich über mögliche Manöver mit einem größeren Schiff. Die Stunde auf dem See geht schneller vorbei als gedacht. Zweimal haben wir die Insel umrundet, die hellen Sandbänke gemieden, das Glitzern der Sommersonne auf der Wasseroberfläche bewundert, über die Größe von Fischen in oberbayerischen Seen spekuliert, die Wassertemperatur geschätzt, das Himmelsblau mit dem Seegrün verglichen und Pläne geschmiedet für den folgenden Mittag. Schwimmen lernen müssten sie jetzt bald, beschließen die beiden Jungs. Aber baden, ja baden, das könnten sie jetzt schon und müssten das heute dann auch noch tun. „Oder, Mama?“ Logisch! Wir können sie gerade noch davon abhalten, direkt vom Boot ins Wasser zu springen. Es wird Zeit, unseren Kahn zurückzubringen. Nachdem ich besser als jeder Kreuzfahrtschiffskapitän das Boot zurück an die Anlegestelle manövriert habe, stolz auf den Steg zu Spencer Tracy geklettert bin und mir ein sonnengebräuntes Lächeln abgeholt habe, stehen wir noch eine ganze Weile am Steg, weil die Jungs nicht fertig werden, über die angezurrten Schiffe zu fachsimpeln. Amüsiert beobachten wir die zwei. Schließlich marschiert Nepomuk mit gewichtiger Miene zum Verleiher und fragt ihn, wo denn die Eisbrecher den Sommer über parken würden. Der Mann runzelt die Stirn. Muk schaut ihm kurz fragend ins Gesicht, aber bevor Spencer Tracy seine Irritation in Worte fassen kann, rennt mein Knirps zu mir. „Ach Mama, der kennt sich auch nicht aus. Leider.“ Resigniertes Kinderschulterzucken. Aber die Enttäuschung ist rasch vergessen, als es zur Krönung des Tages am Kiosk neben dem Dampfersteg einen Eisbecher gibt. Ohne R. Dafür aber mit Keks und Schokolade.

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KULTUR

Gstanzl, Fuikl, Buttermilli? Weit gefehlt. Eher: Soul, Tattoos und bisweilen ein „Bierle in da Sun“. Da Oimara ist weder ein weiterer SchlagerkonservenKasperl noch ein knorriger Stubenmusi-Veteran. Er ist der Hafner Beni von der Hafner Alm, Mitte Zwanzig, mit einem wachen Geist, einer legendären Stimme und unendlich vielen Liedern auf dem Herzen T EXT SA B INE SCHR E IB E R

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Da hockt er, da Oimara, zupft auf seiner Klampfe, sinniert und entlockt seiner jugendlichen Kehle puren Soul, leise Jodler und rauchige Seufzer – 15 ohrfeste Beweise dafür gibt es auf seinem ersten Album „Bierle in da Sun“

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Die Musik ist der Hammer. Aufgekratzt und mit voll aufgedrehten Boxen presche ich mit meinem Kleinwagen die Suttenstraße hinter Rottach-Egern hinauf. „La-, Lago, Lago-di-, Lago-di-Bo-, Lago-di-Bonzo … huataufhockade und ummananda bockade Bavarias, des is bei uns koa Seltenheit ned ...“, tönt es aus meinen weit geöffneten Autofenstern. Das ist Recherche, wie ich sie mag. Laut Navi bin ich nur noch ein paar Serpentinen von der Hafner Alm, Keimzelle und Homebase des Oimara, entfernt. Sogar mein Blinker klickt im Takt. Ganz schön steil und holprig hier. Egal. Auf den Flügeln dieser Mukke komme ich überall hin. Da Oimara singt: „Da Karr‘n is hi, und do steh i, mitten im Dunggän, in da Prärie ...“ Zähneknirschend lasse ich den Wagen rückwärts die viel zu steile Schotterpiste hinunterhoppeln. Das Navi wollte auf dem schnellsten Weg zum Oimara. Zur Not auf der Direttissima. Onkel Google rettet uns und zeigt mir und meinem Kia Picanto den fahrtauglicheren Weg. „Und der Heli macht schraubi-schraubi-rotation, schraub-mischraub-mi weg vom Bod‘n und ganz schnai war‘ma scho drob’m ...“ Und da hockt er mir dann gegenüber, in einer klassischen Almstube. Mit verstrubbel-

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tem Schopf, einem milchkaffeebeigen Kakteenshirt und Schuhen, die so tun, als wären sie Cowboy-Stiefel. Unter meinem Sitzplatz hat es sich sein riesiger Wolfshund Barney bequem gemacht, neben mir etwas Kleines, Lockiges mit Namen Fips. „Das sind quasi meine Brüder“, grinst der Hafner Beni und deutet auf die gutmütigen Vierbeiner. Seine Kindheit habe er hier oben verbracht, vor allem draußen und mit Tieren. Er scheint ein lieber Kerl zu sein, der leise spricht und sich – zumindest heute – sehr sanft, fast zurückhaltend gibt. Kaum zu glauben, dass dieser dezente junge Mann derjenige sein soll, der mich seit gut einer Woche mit ironisch-sarkastischen Lyrics, dem zündenden Groove seines filigranen Gitarrenspiels, dem lässigen Bairisch und vor allem seiner unikat-kehligen Gesangsstimme dermaßen in Bann schlägt. Vor allem ist er so jung, quasi ein Lausbub. Aber klingen tut er doch wie ein süffisant-belustigter Soul-Altmeister, der schon so einiges gesehen hat von der Welt und den auf ihr umher strauchelnden Menschen. Das kommt natürlich nicht von ungefähr. Er ist ein Wirtskind, aufgewachsen in diversen Gaststuben. An seiner Erziehung war der Stammtisch quasi nicht ganz unbeteiligt. Da wuchs also ein hellwacher Strizzi mit eigenem Kopf heran, der einige Haken in seiner Schullaufbahn schlug – weniger mangels Intellekt als vielmehr aufgrund übermäßigen Eigensinns. Und so hat er das Gymnasium einfach mal bleiben lassen, um spontan für ein halbes Jahr auf Mallorca ein Praktikum in der Küche eines Sternekochs zu machen. Der Chef de Cuisine war von seinem kulinarischen Talent derart begeis-

tert, dass er ihn kurzerhand – obwohl am Haus unüblich – zu einem gefragten Koch ausbildete. Und ganz nebenher, quasi zum Runterkommen nach den teils schweißtreibenden 16-Stunden-Schichten in der Gastronomie, sang der junge Gourmetkoch en privée, heimlich und nur für sich, zur Gitarre. Heimweh, (enttäuschte) Liebe, Stress, Euphorie, Schalk, philosophische Grübeleien verwandelte er in Musik – ohne jemals wirklich Instrumentalunterricht genommen zu haben, geschweige denn Gesangsstunden, oder aber es irgendeiner Öffentlichkeit zu Gehör kommen zu lassen. Eines Tages aber, da war er schon wieder daheim am Tegernsee, da überredete ihn sein Vater, bei einer geschlossenen Gesellschaft auf der Hafner Alm etwas aufzuspielen. Nach dem Gig gab es erst mal erstauntes Schweigen und dann: regnete es Folgeangebote. Sobald er irgendwo öffentlich spielte, wollte man ihn auch woanders haben: Dieter Nuhr, LaBrassBanda, Lustspielhaus, Vereinsheim, private Feierlichkeiten, Hoteleröffnungen, what ever. So schnell konnte er gar nicht schauen, da hatte er einen Plattenvertrag und wurde von südpolmusic vertreten. „Ehrlich gesagt, ich check’ es selber noch nicht wirklich, aber inzwischen lebe ich von meiner Musik ...“, sagt er und zwinkert perplex. Dabei mache er das Ganze ja erst seit zwei Jahren. „Inzwischen spiele ich gefühlt jeden Tag irgendwo ...“ Neben seinen präzis komponierten Songs performt er überdies als Impro-Künstler. Im weitesten Sinne führt er damit die bayerische GstanzlKultur fort: Im Lauf einer Veranstaltung sammelt er Hintergrundinformationen zu den Anwesenden und über den Anlass, um


KULTUR

„EHRLICH GESAGT,

ICH CHECK’ ES SELBER NOCH NICHT WIRKLICH, ABER INZWISCHEN LEBE ICH VON MEINER MUSIK“

© Tomi Ungerer; Photo : Musées de la Ville de Strasbourg / Mathieu Bertola

zu später Stunde schließlich ein kongeniales, musikalisches Stand-up-Impro aufzutischen. Niemals profan und immer musikalisch von höchster Güte. Bayerisch daran ist meist allein die Sprache – seine Musik speist sich vor allem aus Soul, Blues und Rock. Als der Beni in der Hafner Alm endlich seine Gitarre in die Hand nimmt (er sei immer „brutal nervös“ vor jedem Auftritt, egal wer zuhöre) und live loslegt, fühle ich mich wie ein Girlie mit VIP-Pass. Innerhalb von Augenblicken wird aus dem schüchternen Hafner Beni der souverän-begnadete Oimara, der sich in seinem Können treiben und aufgehen lässt, die Finger wie selbstverständlich virtuos über die Saiten fliegen lassend, und der seine Stimme dazu bringt, mehr als nur zu singen … Als ich schließlich wieder in meinem Kia sitze und ins Tal hinuntergondle, vibrieren noch alle meine Zellen. Die Boxen schweigen erst mal. Meine Trommelfelle schwingen schließlich noch vom 1:1-Liveact. Lange halte ich aber nicht durch. Schon am folgenden Tag drehe ich seine Musik wieder voll auf. Ein Leben ohne OimaraSongs? Unvorstellbar.

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Wir verlosen drei Oimara-Alben „Bierle in da Sun". Bitte senden Sie uns für die Teilnahme eine Postkarte unter dem Motto „Oimara" an den Dahoam Verlag, Römergasse 1, 83646 Bad Tölz. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2018.

DER KLEINE UNTERSCHIED MEI DAHOAM

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14. OKTOBER 2018 BIS 27. JANUAR 2019


KAL ENDER

Redaktionstipps

KULTUR

Neues aus der Welt der Bühne, Musik und Kunst

9.11.11.11. FLUSSFILMFESTIVAL

Erstmals findet in Wolfratshausen ein Flussfilmfestival mit Dokumentarfilmen über Flüsse statt. Veranstalter ist der Wolfratshauser Verein Flößerstraße e.V. Wir haben uns mit der Vorsitzenden Gabriele Rüth unterhalten. Warum findet das Festival in Wolfratshausen statt? Welcher Ort könnte besser geeignet sein als Wolfratshausen, das idyllisch zwischen den beiden Flüssen Isar und Loisach liegt! Wandelt der Verein Flößerstraße mit einem Filmfestival nicht „auf fremden Pfaden“? Ganz und gar nicht. Wir sehen es als eine schöne Weiterführung unserer ehrenamtlichen Vereinsarbeit. Mit Walter Steffen haben wir bei dem Flößerfilm „Fahr ma obi am Wasser“ kooperiert. Und weil er so erfolgreich war, wollten wir noch mehr Flüsse filmisch vorstellen: Die Idee eines Flussfilmfestivals war geboren. Wo sehen Sie den Zusammenhang zwischen Flößerei und Flüssen? 46

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Zum einen: kein Floß ohne Fluss. Zum anderen haben die Flüsse und die Floßfahrt seit jeher Regionen und Länder verbunden. Ein Filmfestival ist eine Herausforderung, wie haben Sie die vielfältigen Aufgaben verteilt? Mit im Boot haben wir einige Fachleute. Zum Beispiel Sigi Menzel, der als ehemaliger BR-Redakteur maßgeblich am Bergfilm-Festival in Tegernsee beteiligt war. Er hat die Filme ausgewählt, die wir vorstellen werden. Dann haben wir natürlich auch einige Sponsoren mit an Bord. Welche Filme sind denn im Programm? Gezeigt werden preisgekrönte Flussfilme von den besten Natur- und Aktionsfilmern aus dem deutschsprachigen Raum. Themenschwerpunkte sind Tradition und Heimat, wertvolle Auenlandschaften, Abenteuer Fluss und Flüsse der Welt. Übrigens: Besitzer des Festivalpasses können die Filme bewerten. Die abgegebenen Wertungs-

karten nehmen an einer Verlosung teil, die ersten drei Gewinner erhalten attraktive Preise wie eine Floßfahrt für zwei Personen. Gibt es auch ein Begleitprogramm? Wir haben zur Einstimmung für Kinder einen Geschichten- und Malwettbewerb unter dem Motto „Lebensader Fluss“ durchgeführt. Die besten Beiträge werden prämiert und veröffentlicht. Am 30. September stimmen wir im Wirtshaus Flößerei mit Filmen und Geschichten auf das Festival ein. Es gibt eine Fotoausstellung über die Isar im Rathaus Geretsried, und einige Filmautoren berichten über ihre Filme. FlussFILMFestival, Loisachhalle und Kinocenter Wolfratshausen, weitere Infos: www.flussfilmfestival.de Wir verlosen 2 x 2 Karten für das Programm am Samstag, den 10. November 2018. Bitte senden Sie eine Postkarte mit dem Stichwort „Flussfilmfestival“ an den Dahoam Verlag, Römergasse 1, 83646 Bad Tölz.

FOTOS: SAMBESI MAKING OF; SABRINA SCHWENGER; MUNICHTIME/TIMEPROJECTS

Filmemacher Dr. Michael Schlamberger am donnernden Sambesi


KA L E N D E R

Redaktionstipps

Sept. -Dez. 18

Heye´s Society

Samstag

Finest New Orleans Jazz-Stomp Foyer Loisachhalle Wolfratshausen, Eintritt: 21,00 € erm. 17,00 €; inkl. Gebühren, Abendkasse zzgl. 4,00 €, Stadt Wolfratshausen, Karten über München Ticket

Doch bin ich nirgend, ach! Zu Haus; Franui Musicbanda & Puppenspieler Nikolaus Habjan, Musik, Wort und Puppe, Loisachhalle Wolfratshausen, Eintritt: 32,00 €, 28,00 €, 25,00 € erm. 21,00 €; inkl. Gebühren, Abendkasse zzgl. 4 €, Stadt Wolfratshausen, Karten über München Ticket

Neue Philharmonie München

Konzerte der Reihe R.Strauss, Brahms, F. Strauss Loisachhalle Wolfratshausen, Eintritt: 25,00 zzgl. Gebühren, Abendkasse 30,00 €, Schüler/Studenten Abendkasse freier Eintritt, Veranstalter: Philharmonie München, Karten über München Ticket

Klassik Pur !

26.-28.10.

Antiquitätentage

19:30 Uhr Einlass: 18:30 Uhr Freitag

28.09.

20:00 Uhr Einlass: 19:00 Uhr

06.10.

19:30 Uhr Einlass: 18:30 Uhr

20.10. 21.10.

10:30 Uhr bis 18:00 Uhr

nd ür

Donnerstag

Jubiläums-Wunschkonzert Sternschnuppe 25.10.

Mit Margit Sarholz & Werner Meier, Kinderaufführung im Rahmenprogramm der Kinderkulturtage, Loisachhalle Wolfratshausen, Eintritt: 12,00 € erm. 8,00 €; inkl. Gebühren, Tageskasse zzgl. 4,00 €, Stadt Wolfratshausen, Karten über München Ticket Margit WernerMeier Meier Margit Sarholz Sarholz & Werner

fotolia

Donnerstag 25.Oktober

Familienfest in der Loisachhalle

Loisachhalle Wolfratshausen

Einlass 15 Uhr | Beginn 16 Uhr | Preis: € 12,- / erm. € 8,- | www.sternschnuppe.de Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen-Stellen, Rathaus Wolfratshausen Bürgerbüro Marienplatz 1 · 82515 Wolfratshausen Tel (08171) 2140 Öffnungszeiten: Mo/Di/ Mi / Fr 8 – 12.30 Uhr, Do 8 – 18 Uhr, Sa 10 – 12 Uhr

Der Handyladen Tressl Bahnhofstr. 31, 82515 Wolfratshausen Tel (08171) 9694100

Happy Holiday Reisen Johannisgasse 5, 82515 Wolfratshausen Tel (08171) 481544

Reisebüro Hecher Egerlandstr. 58, 82538 Geretsried Tel (08171) 98120

München Ticket Tel (089) 54818181 www.muenchenticket.de

www.sternschnuppe.de

Sternschnuppe JUB-Plakat A1.indd 1

04.09.2017 16:43:28

Traditionell die Abschlussveranstaltung der Kinderkulturtage für große und kleine Gäste mit buntem Programm, Loisachhalle Wolfratshausen, Eintritt frei, Stadt Wolfratshausen

Dimitrigenerations

16:00 Uhr Einlass: 15:00 Uhr Sonntag

04.11.

14:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Donnerstag

Burleskes und circensisches Familienprogramm Loisachhalle Wolfratshausen, Eintritt: 32,00 €, 28,00 €, 25,00 € erm. 21,00 €; inkl. Gebühren, Abendkasse zzgl. 4,00 €, Stadt Wolfratshausen, Karten über München Ticket

FlussFILMFestival „Lebensader Fluss“ Dokumentarische Flussfilme der besten Natur- und Actionfilmer & Filmgespräche. Veranstalter: Verein Flößerstraße e.V, www.flussfilmfestival.de, Eintritt: Ew.: 9 €, erm. 5 €, Festivalpass: 30 €, erm. 20 €, VVK: VHS, WOR: Wunschtraum Johannisg. 8, Raritätenstube, Obermarkt 26; info@flussfilmfestival.de, MT(inkl. Gebühren), AK

Lass die Sau raus!

MEI DAHOAM

27.09.

Ki

G u te M u si k f

GEWINNSPIEL

08.11.

19:30 Uhr Einlass: 18:30 Uhr Fr. - So.

09.11.

bis

11.11.

Samstag

oder…jetzt sind wir tierisch vegetarisch, Bayer. Komödie von A. Wening. Action, Gags und scharfe Sprüche, Eintritt 15 €, VVK: 08171-92 60 31; info@loisachtaler-bb.de; Genussvoll, Johannisgasse 7, WOR und Abendkasse, Veranstalter: Loisachtaler Bauernbühne e.V.,

Wir verlosen die Teilnahme an einer exklusiven Führung durch die Ausstellung mit dem Chefredakteur von Chronos am Donnerstagabend, 25.10.2018, vor der offiziellen Eröffnung, sowie am anschließenden VIP-Eröffnungsabend inkl. Champagnercocktail und 3-Gänge-Menü für eine Person. Bitte senden Sie uns eine Postkarte unter dem Stichwort „Munichtime“ an den Dahoam Verlag, Römergasse 1, 83646 Bad Tölz.

Donnerstag

er

Singen ♥ Tanzen ♥ Feiern

Einlass: 18:30 Uhr

Sa. und So.

Zahlreiche Aussteller mit einem interessanten und umfangreichen Angebot an Antiquitäten, Raritäten und Sammlerstücken, Loisachhalle Wolfratshausen, Eintritt: 4,00 €, Kinder in Begleitung der Eltern frei, Veranstalter Rainer Dohn

Foto: Matthias Vogel / Illustration: Stefan Berchtold

Seit elf Jahren informiert die MUNICHTIME die Liebhaber hochwertiger, mechanischer Armbanduhren über die aktuellsten Modelle. Für viele Besucher bedeutet Deutschlands beliebteste Uhrenausstellung den absoluten Höhepunkt im Uhrenjahr. Auch dieses Mal werden wieder sensationelle internationale Neuheiten gezeigt, darunter auch viele Exponate deutscher Uhrmacherkunst, die Sie sich unverbindlich anschauen und anlegen können. Viele repräsentative Aussteller, aber auch weniger bekannte Uhrenerzeuger garantieren wieder einen hohen Erlebnisfaktor auf der MUNICHTIME, dem Parkett für feine, mechanische Uhren. Alljährlich stoßen neue interessante Manufakturen dazu, die auf dem Gebiet der feinen Uhrmacherei einiges zu bieten haben. Kaum verwunderlich, dass der Zuspruch und das Interesse der Besucher an der Messe und den dort präsentierten Uhrenneuheiten nach wie vor groß ist. Im glanzvollen Rahmen des Luxushotels Bayerischer Hof in München zeigen interessante Uhrenmarken ihre mechanischen Kunstwerke und die neuesten Trends. MUNICHTIME 2018, Hotel Bayerischer Hof, München (Eintritt frei); www.munichtime.de

19:30 Uhr

Samstag

Goldmund-Quartett Loisachhalle Wolfratshausen, Eintritt: 29,00 € erm. 15,00 €; zzgl. Gebühren, Veranstalter: Konzertverein Isartal e.V. , Karten über München Ticket

UHRENMESSE

22.09.

24.11.

20:00 Uhr Einlass: 19:00 Uhr

Gestaltung: www.hahn-littlefair.de

47

Kartenverkauf: www.muenchenticket.de, Tel. 089 / 54 81 81 81* Bürgerbüro/Touristinfo, Wolfratshausen, Tel. 08171 / 2140, www.wolfratshausen.de, geöffnet: Mo-Mi, Fr 8-12.30 Uhr, Do 8-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr, Alle Karten für Veranstaltungen der Stadt Wolfratshausen an der Abendkasse zzgl. E 4,00 (*E 0,14 aus dt. Festnetz, ggf. abweichende Preise aus Mobilfunk – Preisänderungen vorbehalten), Irrtum + Änderungen vorbehalten

Kultur.Tourismus.Wolfratshausen #wirsindwor

www.wolfratshausen.de

www.loisachhalle.de


KAL ENDER

2. Arabella Open House Party

17.-21.10.

AUS DEM FILM „EN VOL VERS LE 8000“ VON ANTOINE GIRARD, FRANKREICH

Redaktionstipps

Samstag, 20. Oktober | 18-23 Uhr

Die Arabella Open House Party geht in die 2. Runde... Schlemmen Sie sich mit unserer Arabella-Crew quer durch unsere Veranstaltungsräume im Creaktivum. Für ausgelassene Partystimmung sorgen u.a. die Liveband Punkt 4, S’Elysion, ein Gitarren-Duo, die Veichtweni Musi und DJ Joe. Lassen Sie sich von vielen verschiedenen kulinarischen Sensationen begeistern und Ihren Gaumen davon kitzeln: Sushi & Austern, Kaspress-Burger, Flammkuchen, Zuckerfabrik, BBQ, Köstlichkeiten aus den 70er Jahren uvm. … Mit Aperitif, Alpenspritz- und Gin Tonic-Bar, Zwickl-Theke und Wein-Bar. Tolle Preise & Gutscheine zu gewinnen!

Schon 90.000 Menschen hat das Internationale Bergfilm-Festival in Tegernsee seit seiner Gründung im Jahr 2003 begeistert. Filmemacher aus aller Welt zeigen inspirierende Perspektiven, einzigartige Panoramen, kritische Trends und spannende Dokumentationen. Ab Anfang September findet man das Programm des diesjährigen Festivals im Internet unter www.bergfilm-tegernsee.de.

58 € pro Person inklusive aller angebotenen Speisen und Getränke

Wir freuen uns auf Sie! Arabella Brauneck Hotel Münchner Straße 25 · D-83661 Lenggries Telefon: +49 (0)8042 502-0 brauneckhotel@arabella-hotel.com · www.arabella-brauneckhotel.com Ein Hotel der Arabella Hotel Betriebs GmbH · Denninger Straße 165 · 81925 München

22.-23.9. TEXTILMARKT

Individuelle und handgemachte Kleidung, Teppiche, Schmuck, Spielzeug und Lederwaren: Im Maierhof des Klosters Benediktbeuern stellen über 140 Werkstätten ihre schönsten Produkte aus. Besucher können bummeln und einkaufen, Künstlern bei der Arbeit zuschauen und an Workshops teilnehmen, z. B. beim PflanzendruckKurs, wo mit Gräsern, Blättern und Textilfarben gearbeitet wird. www.textilmarkt-benediktbeuern.de

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MEI DAHOAM

FOTOS: MOERPEL; TOMI UNGERER. FOTO: MUSÉES DE LA VILLE DE STRASBOURG / MATHIEU BERTOLA; CHRISTIAN SIMMERL@ENGELSTAEDTER.ME; ZUM MEER@BAUERWERNER.COM

BERGFILM-FESTIVAL


KAL ENDER

Redaktionstipps

4.10.

ALPENKLEZMER

14.10.1827.1.19 AUSSTELLUNG Das Olaf Gulbransson Museum Tegernsee zeigt in Zusammenarbeit mit dem Musée Tomi Ungerer – Centre International de l'Illustration die Ausstellung „Tomi Ungerer. Der kleine Unterschied“. Die Ausstellung versammelt etwa 79 Werke, die eindringlich und provokativ von der anhaltenden Debatte um die Gleichberechtigung der Geschlechter zeugen, und zugleich dazu einladen, einen wahren Meister der zeitgenössischen Zeichen- und Illustrationskunst kennenzulernen. www.olaf-gulbransson-museum.de

4.-14.10.

GERETSRIEDER KULTURHERBST

Den deutschen Weltmusikpreis hat Andrea Pancur im Gepäck, genauso wie eine mal ganz raue, mal sanft beseelte Show. Pancur, die als wichtigste Vertreterin jüdischer Kultur in Deutschland gilt, entwickelt aus bayerischer und jiddischer Musik ein ganz eigenes Genre. Sie lässt Jodler und Nigunim, italienisch-jüdische PeysakhLieder und das Rauschen bayerischer Flüsse erklingen. Hotel Tannerhof, Bayrischzell; www.tannerhof.de/kultur

Acht Veranstaltungsorte, darunter ein riesiges Zirkuszelt, und 28 Konzerte, Workshops, Ausstellungen und Auftritte bietet der inzwischen vierte Geretsrieder Kulturherbst. Ob beim Kabarett mit Claus von Wagner, Willy Astor oder Helmut Schleich, bei Klassikern der Musikgeschichte mit Musical Moments oder The Magic of Queen, beim Kindertheater mit der Dummen Augustine oder beim Jazz-Frühschoppen: An kulturellen Höhepunkten kommt in Geretsried im Oktober niemand vorbei. www.kulturherbst-geretsried.de

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46. Tegernseer Woche

16. INT. FESTIVAL

für Kultur und Brauchtum

20. bis 30. September 2018 Tegernseer Tal Tourismus GmbH Tourist-Information Tegernsee Hauptstr. 2, 83684 Tegernsee Telefon +49(0) 8022-92738-60 E-Mail: tegernsee@tegernsee.com

17. bis 21. Oktober 2018

Online-Tickets unter www.tegernsee.com

Online Tickets ab 14. September unter www.bergfilm-tegernsee.de


KAL ENDER

Herbst 2018 SEPTEMBER MUSIK

22.9.

 ARIS QUARTETT Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium Icking Das junge Ensemble ist hochkarätig: Beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2016 gewann es gleich fünf Preise. Das Quartett, zwei Musiker an der Viola, eine Violine und ein Violoncello, spielt in der Reihe „Meistersolisten im Isartal“ Werke von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und Antonin Dvořák.

22.9.

 WISÀWIS – HARFE TRIFFT SAXOPHON Konzertsaal Fischbachau Musik aus aller Welt – ge-

spielt mit bayerischer Seele. Diese Kombination macht die Kombo WisÀWis so erfolgreich. Barbara Gasteiger und Franz Jetzinger treten schon seit einigen Jahren als Duo auf, das sich fröhlich durch alle Genres spielt: Jazz, Pop, Singer-Songwriter, Mundart. Es gibt keine Disziplin, vor der die Spielfreude der Harfenistin und des Saxophonisten haltmacht. Neben Arrangements bekannter Stücke singen sie auch eigene Songs, einige davon in bayerischer Mundart.

27.9.

Andreas Martin Hofmeir und Andreas Mildner, dass gerade die Aussparung von Gesangstexten den Stücken wahren Glanz verleiht. Damit das Publikum

ihrer Instrumente moderieren ihre Konzerte mit viel Witz und Gespür für das Publikum. Ihr Repertoire reicht von Kompositionen, die ihnen auf den Leib

Textilmarkt Benediktbeuern 22./23. 9. 2018

10-18 h

Kunst und Handwerk aus 140 Werkstätten im Maierhof des Klosters Benediktbeuern

www.textilmarkt-benediktbeuern.de

 TUBA UND HARFE Allianzsaal, Kloster Benediktbeuern Mit einer einzigartigen Instrumentenkombination bringt das Duo Arien und Lieder zu Gehör. An Tuba und Harfe zeigen

trotzdem weiß, was denn genau in den Liedern eigentlich passiert, skizzieren die Künstler die Texte vorab – Lacher sind garantiert. Die beiden Pioniere

Mit künstlerischem

Gespür

geschrieben wurden, über originelle Interpretationen bis hin zu Solowerken, in denen beide Instrumente einzeln vorgestellt werden.

Natur und Kultur

als Inspiration 4 . 5 . — 4 . 11 . 2018

Inspiration Ammertal Inspiration Isartal Geigenbaumuseum Ballenhausgasse 3 D-82481 Mittenwald Tel.: +49 (0)8823 - 25 11 Di - So, 10 - 17 Uhr

www.geigenbaumuseum-mittenwald.de

Oberammergau Museum Dorfstraße 8 D-82487 Oberammergau Tel.: +49(0)8822 - 94 136 Di - So, 10 - 17 Uhr

w w w. o b e r a m m e r g a u m u s e u m . d e

Werdenfels Museum Ludwigstraße 47 D-82467 Garmisch-Partenkirchen Tel.: +49(0)8821 - 751 710 Di - So, 10 - 17 Uhr

w w w. w e r d e n f e l s - m u s e u m . d e

Fritz Müller-Landeck, Blick ins Graswangtal (Ausschnitt) , o.D.

Inspiration Loisachtal: Prof. Carl Reiser


KAL ENDER

Herbst 2018 29.9.

 FIESTA LATINA Stadttheater Weilheim An der Harfe, dem Akkordeon und der Violine spielen drei Musiker Lieder und Stücke aus Lateinamerika. Den unterhaltsamen Abend hat der Weilheimer Chorkreis organisiert.

DIVERSES

4.5.-4.11.

 MIT KÜNSTLERISCHEM GESPÜR – NATUR UND KULTUR ALS INSPIRATION Werdenfels Museum, Garmisch-Partenkirchen Der in Partenkirchen geborene Maler Prof. Carl Reiser (1877–1950) setzte seine Beobachtungen in der Natur und Kultur seiner Heimat mit den unterschiedlichsten

Techniken in seiner Malerei um. Als „Werdenfelser Landschaftsmaler“ hatte er schon früh einen eigenen Stil entwickelt und wurde damit weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt. Farben mit großer Leuchtkraft steigern die Wirkung seiner Bilder beim Betrachter. Seine Ortsansichten von Garmisch und Partenkirchen sind heute nicht nur von großem künstlerischem, sondern gleichermaßen von historischem Wert. Unverkennbar auch seine Stillleben mit Pfingstrosen und Sonnenblumen. Reiser feierte seine ersten künstlerischen Erfolge 1906 im Münchner Glaspalast und in der Kunstzeitschrift „Jugend“. Die Retrospektive seiner Werke ist Teil einer gemeinsam konzipierten Ausstellung mit dem Geigenbaumuseum in Mittenwald und dem Oberammergaumuseum.

21.-23.9.

 CHARLY WALTER – ACRYL UND AQUARELL Ballenhaus, Schongau Die Vernissage der Gemäldeausstellung von Charly Walter wird von Hans Enzensperger musikalisch umrahmt. Besucher können die Acryle und Aquarelle am Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr betrachten.

der limitierten Auflage von 16 Stück hergestellt. Viele Menschen gehen mit diesem Rahmen in die Natur und dokumentieren ihre Wahrnehmung filmisch und fotografisch. Die Ergebnisse von über 70 Einsendungen werden in einer Rauminstallation zu sehen sein.

OKTOBER

27.09.-27.10.

BÜHNE

Naturfreundehaus, Weilheim

6.10.

 WERDSCHÄTZUNG

„wERDschätzung“ ist ein gemeinschaftliches Kunstprojekt des Multimedia-Künstlers Freifrank. Die Beziehung zwischen Mensch und Erde zu verbessern, ist der Ansatz des Weilheimers. Dazu hat Freifrank einen quadratischen Stoffrahmen entwickelt und in

 MARTIN FRANK Ludwig-Thoma-Saal, Tegernsee Martin Frank ist eine unbändige Rampensau, ein neues Gesicht des bayerischen Kabaretts und vor allem Single mit 25 – Tendenz zum Übrigbleiben. Er hat es aber immerhin in eine eigene Wohnung

Anz. Schl_Dahoam_215x148_08'18_rz.qxp_Layout 1 07.08.18 06:25 Seite 1

Ihre Nr.1 für Baden, Sauna &Wellness Von der attraktiv gestalteten Vitaltherme mit Sole-Außenbecken, Großrutsche und Whirlpool bis hin zur Saunawelt mit den unterschiedlich temperierten Schwitz-Angeboten im ansprechenden Ambiente: Im monte mare in der Vitalwelt Schliersee findet jeder seinen Platz.

monte mare Vitaltherme & Saunawelt, Perfallstr. 4, 83727 Schliersee, www.monte-mare.de/schliersee


KAL ENDER

Herbst 2018 geschafft, die jedoch etwas kleiner als der heimische Hühnerstall ist.

MUSIK

2.10.

 MONOBO SON Käsküche Bernbeuren Der Posaunist von La Brass Banda kommt mit seiner Band: Sie präsentieren eine freche, frische Mixtur aus Hip Hop, Blasmusik, Folkrock, Latin-Grooves und Pop. Das Ganze verbinden die Musiker mit einem Gespür für liebevolle Erzählungen.

5.10.

 KLAVIERABEND / ZHAO LING Kultur- und Tagungszentrum, Murnau Zhao Ling ist eine begeisternde, mit Meisterklassendiplom ausgestattete, international auftretende Musikerin. Die chinesische Pianistin ist nicht nur als Solistin, sondern auch als Ensemblemitglied bei Kammermusikabenden eine Ohrenweide. Sie spielt bei ihrem Auftritt in Murnau vier Balladen und 24 Préludes von Frédéric Chopin.

6.10.

 GOLDMUND-QUARTETT Loisachhalle Wolfratshausen

Dieses Streichquartett ist eines der gefragtesten in ganz Deutschland. Ob hierzulande oder in Dänemark, Frankreich, Norwegen, Spanien, Kanada, den USA oder China: Das Publikum ist begeistert von der Kunstfertigkeit und dem Spielwitz der Musiker. In Wolfratshausen präsentiert das GoldmundQuartett Streichquartette von Joseph Haydn, Dimitri Schostakowitsch und Johannes Brahms.

6.10.

 LANGE NACHT DER STIMMEN Stadtpfarrkirche, Weilheim Von 17.30 Uhr bis 22 Uhr treten Chöre aus Weilheim und der Umgebung auf, um den akustischen Raum der Kirche zu füllen. Sie singen a cappella – und das war es schon mit Vorgaben. Auf das Publikum warten also verschiedenste Chormusik-Erlebnisse.

6.10.

 DIE REBLAUSER Altenauer Dorfwirt, Saulgrub Fünf Herren im besten Alter haben sich dem Wiener Lied verschrieben. Doch sie geben nicht nur die weinselige Heurigenmusik zum Besten, sondern vor allem Kompositionen aus jüngerer

Zeit. Die Zuhörer können sich auf einiges gefasst machen beim Konzert des Schrammelquintetts, das seit Jahrzehnten auftritt. Es wird gesungen und erzählt: von Wien, seinen Marotten, seiner schwarzen Seele und seinen Originalen.

7.10.

 DANNY STREETE Fachklinik, Bad Heilbrunn Ein etwas anderer Konzertabend: ruhig, melancholisch-romantisch. Balladen und Geschichten von Danny Streete, die er mit seinem Gitarrenspiel erzählt, lassen das Publikum in Träumen schwelgen. Zu den Songs von bekannten Musikern wie Bob Dylan und Cat Stevens weiß Streete Anekdoten, Hintergrundgeschichten und Kurioses zu berichten.

7.10.

 MADAME PIAF – ENTTARNUNG EINER DIVA Das Lokal, Mittenwald Sängerin Marie Giroux macht mit der Pianistin Jenny Schäuffelen und der Cellistin Frederique Labbow einen außergewöhnlichen musikalischen Exkurs. Gemeinsam spielen sie sich durch das Leben der berüchtigten, gefeierten und gefürchteten Edith Piaf. Die Fran-

zösin, die vor allem mit „Non, je ne regriette rien“ internationale Erfolge feierte, und ihr Schaffen stehen im Fokus des Konzertabends.

12.10.

 CHARITY-KONZERT MIT DER MAFFAY-SHOW-BAND Stadthalle Weilheim Die Coverband tritt zugunsten von Gut Dietlhofen auf und spielt die größten Hits von Peter Maffay aus über 40 Jahren Bühnengeschichte. Wer im Publikum die Augen schließt, könnte meinen, dass der Meister selbst auf der Bühne der fulminanten Show steht. Als Gast tritt Chiara S. auf, eine CountryGröße, die durch die Fernsehshow „The winner is ...“ von Linda de Mol bekannt geworden ist und bereits mit Peter Maffay selbst auf der Bühne stand.

13.10.

 FIVE LIVE Culinaria im Waitzinger Keller Nur mit der Kraft ihrer Stimmen füllen die Musiker den Abend: Die fünfköpfige Kombo bietet beim A-cappella-Konzert ein musikalisches Spektrum, das von poppigen Hits über beschwingte Jazz-Stücke bis zu donnernden Rock-Beats reicht.


KALENDER

Herbst 2018

7.11.

nahrungsmittel – vom Reinheitsgebot zum Einkehrschwung, vom Wiesnlied zur Preißnmaß. Die zwei Kabarettisten ziehen sich gegenseitig durch den Kakao, stimmen Lieder an und sorgen für einen unterhaltsamen Abend.

Stadttheater Weilheim

MUSIK

Kinseher ist eine genaue Beobachterin, eine geniale Rollenspielerin und eine begnadete Humoristin: Die „Mama Bavaria“ vom Nockherberg zieht mit ihrer Vielseitigkeit das Publikum in ihren Bann, wickelt es charmant um den Finger und packt es inhaltlich immer wieder fest an der Nase. Sie präsentiert ihr neues Bühnenprogramm, höchstklassiges Kabarett, mit ihren beliebten maßgeschneiderten Rollen.

2.11.

NOVEMBER BÜHNE

 LUISE KINSEHER

14.11.

 WOLFGANG KREBS Ludwig-Thoma-Saal, Tegernsee Mit Perücken, zwanzig verschiedenen Zungen und geschliffenen Pointen im Gepäck kommt Wolfgang Krebs. Der aus dem Bayerischen Rundfunk bekannte Kabarettist nimmt jeden aufs Korn: Seehofer, Stoiber, Söder und Schorsch Scheberl.

15.11.

 STERBELIEDER FÜR’S LEBEN Kongresshaus, Garmisch-Part. Der Tod scheint oftmals nur für die Lebenden etwas Schlimmes zu sein. Viele Dichter, Autoren und Denker haben sich lyrisch mit dem Sterben befasst. Marianne Sägebrecht, Josef Brustmann und Andy Arnold lesen, singen und vertonen Gedichte und Lieder von Rilke, Heine, Trakl, Eichendorff, Brentano, Hesse, Maiwald und eigene Gedanken. Auch wenn es um das Thema Tod geht: ein lebendiger Abend.

22.11.

 „BIERIG!“ – MUSIKKABARETT Café Freiraum, Münsing Bayern – das ist Kultur, Geschichte, Tradition ... und Bier! Schauspieler und Kabarettist Harald Helfrich führt sein Publikum als gestandenes, bayerisches Mannsbild in seinem Programm „Bierig!“ durch die bayerische Braukunst. Mit der kongenialen Ozzy Thompson widmet er das Kabarett dem bayerischen Grund-

 BABY PALACE Hotel Staudacherhof, Garmisch-Part. Ein unterhaltsamer Piano-Abend: Das Baby Palace Acoustic Duo, alias Britta Wittenzellner und Uli Schwarz, bietet einen abwechslungsreichen musikalischen Ausflug.

3.11.

 DR. WILL & THE WIZARDS Village im Kulturtal Obermühle, Habach Eine gewaltige Schamanenstimme, großartigen Blues und erstklassiges Entertainment: Das alles vereint Dr. Will auf sich. Er präsentiert seinem Publikum Musik wie aus dem tiefsten New Orleans, eine Portion Roots und Rock – alles humorvoll verpackt in einer krachenden VoodooGroove-Show. Unterstützt wird er von der Wizards-Band, die Banjo, Double Bass und Gitarrensounds beisteuern.

15.11.

 DIE CUBABOARISCHEN Kurhaus, Bad Tölz Seit über zehn Jahren bereichert der ganz eigene Sound der Band mit bayerischen und kubanischen Elementen die Musikszene. Mit flotten Sons, Boleros und bayerisch-kubanischen Volksweisen vertreiben die sieben Musiker die Kälte. Einen schöneren und beschwingteren Start in den Winter gibt es, wenn überhaupt, höchstens in Havanna.

23.11.

 DIATONIKS KKK in der Kaminstub’n im Arabella Brauneck Hotel, Lenggries Volksmusik in einem neuen Gewand: Otto Göttlers Diatoniks präsentieren elektronisch-bayerische Klänge. Eine Kombination, die – mal schnell, mal stark – zum Tanzen einlädt oder zum Lockerlassen, aber immer unter Strom steht.

MEI DAHOAM

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Donnerstag, 04.10. 19.00 Uhr / Vitalwelt Schliersee Eröffnung Schlierseer Kulturherbst 2018 und Kunstausstellung: Cornelia Heinzel-Lichtwark Malerei, Illustration und Plastik, Bildhauer am See mit TOBEL, G. Brinkies, e.lin, O. Wesendonck, E. Schwentner Freitag, 05.10. 20.00 Uhr / Schlierseer Bauerntheater Drum-Stars – die Percussion Show der Extraklasse Samstag, 06.10. 19.00 Uhr / Schlierseer Heimatmuseum Ausstellungseröffnung: Historische Glaskunst 150 Jahre Glashütte Breitenbach; Moderne Glaskunst Louise Lang

Kulturherbst

Chefredaktion: Sandra Johnson (V. i. S. d. P.)

Dienstag, 09.10. 20.00 Uhr / Schlierseer Heimatmuseum

Museum musikalisch mit Saitenklang und Nachtigalleng'sang durch d'Schlierseer G'schicht

Editor at Large: Bettina Sewald

Freitag, 12.10. 20.00 Uhr / Festzelt am See SLEARS Hard Rock vom Schliersee mit supporting act

Kulturherbst

Schliersee 20186

IMPRESSUM

Sonntag, 07.10. 19.00 Uhr / St.-Sixtus-Kirche Kirchenkonzert Innphilharmonie Rosenheim, Leitung: Thomas J. Mandl, Ludwig van Beethoven: 2. Sinfonie, und Giacomo Puccini: Messa di Gloria

Samstag, 13.10. 20.00 Uhr / Festzelt am See Bayerischer Festabend Almbauerntag nur Abendkasse

Art Direction: Sven Kretzer

Sonntag, 14.10. 10.00-16.00 Uhr / Markus Wasmeier Freilichtmuseum d Kinder Kulturherbst: Historische Kinderspiele wie vor 100 Jahren

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Melanie Brüggemann, Marion Bürkner, Marion Gnadl, Heike Hoffmann, Sabine Schreiber, Bettina Sewald, Dominik Stallein, Rudi Stallein, Birgit Werner

Sonntag, 14.10. 19.00 Uhr / Christuskirche Schliersee Pura Crema Transglobaler Ethnomix Dienstag, 16.10. 20.00 Uhr / Schlierseer Bauerntheater Theater „Die Probenacht“ Komödie in drei Akten von Julius Pohl, Regie: Girgl Floßmann

Mittwoch, 17.10. 20.00 Uhr / Slyrs Destillerie HACKLINGER Groovig, jazzig, eigensinnig – Klavier, Tuba, Schlagzeug Freitag, 19.10. 20.00 Uhr / Schlierseer Heimatmuseum „Herbstln duads" Volksmusikabend im Heimatmuseum, Sprecher: Beni Eisenburg

Lektorat: Gabriele Ernst

Samstag, 20.10. 20.00 Uhr / Schlierseer Bauerntheater Erwin Pelzig Weg von hier

Verlag: DAHOAM VERLAG

Sonntag, 21.10. 11.00 Uhr / Pfarrzentrum Neuhaus Schlierseer Rede: Dr. Julian Klepatzki „Landwirtschaft - zurück in die Zukunft?“

Inhaber: Sven Kretzer

Sonntag, 21.10. 19.00 Uhr / Schlierseer Bauerntheater Ingolf Turban, Violine und Ernst Burger, Klavier: Brahms, Tartini, de Sarasate, de Falla Dienstag, 23.10. 20.00 Uhr / Schlierseer Bauerntheater Italia con amore Das Italo-Pop-Musical: „Shakespeare trifft Italo Hits"

Verlagsmarketing/Anzeigenleitung: Dieter Kapitz Tel.: 0 81 71 - 9 99 93 93 dk@medienundkommunikation.com

Mittwoch, 24.10. 17.00 Uhr / Im Atelier am Schliersee/Schnapperwirt Vernissage: Yasin Rezaie Junger Künstler aus Syrien Freitag, 26.10. 20.00 Uhr / Schlierseer Heimatmuseum Schloss Gripsholm – Tucholsky, Stefan Merki & Matthias Well - Musikalische Lesung

Schirmherr: Landrat Wolfgang Rzehak Kartenvorverkauf: Gäste-Information Schliersee in der Vitalwelt Telefon: 08026 60650, Waitzinger Keller – Miesbach und www.muenchenticket.de

Anzeigen: Sven Kretzer Tel.: 0 80 41 - 7 96 84 75 kretzer@dahoam-verlag.de

Samstag, 27.10. 20.00 Uhr / Schlierseer Bauerntheater Sinfonisches Festkonzert Leitung Timm Tzschaschel, Solist: Fabian Müller (Klavier) Robert Schumann: Klavierkonzert, und Franz Schubert: 9. Sinfonie „Die Große" Sonntag, 28.10. 11.00 Uhr / Pfarrzentrum Neuhaus Schlierseer Gespräch: Gerhard Polt und Markus Ederer (EU-Botschafter in Moskau) „Russland und Europa – nebeneinander, miteinander, gegeneinander"

Stephanie Lackermeier Tel.: 0 80 41 - 77 89 3 sl-advertising@gmx.de

Sonntag, 28.10. 19.00 Uhr / Schlierseer Bauerntheater Georg Ringsgwandl und Band: „Woanders"

Organisation gesamt: Schliersee Touristik Verein e. V. und Gäste-Information Schliersee Grafik: Design-Studio Renate Holzmeier

www.kulturherbst-schliersee.de

Vertrieb: Peter Aschauer Leserbriefe: leserbrief@dahoam-magazin.de

Das Magazin rund um die Energiezukunft im Oberland

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2/2 Ausgabe ühr 4 Euro Schutzgeb er Juli – Oktob

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2/2018

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