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Dahoam Das Heimat-Magazin für das bayerische oberland 

Matze Brustmann Portrait eines Lebenskünstlers

Marionettenbau Ein Werkstattbesuch

Ausgabe 1/2013

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EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser, geht es Ihnen auch manchmal so? Man meint, das neue Jahr hätte gerade erst begonnen, und schon sind wieder drei Monate ins Land gezogen. Wir von Dahoam haben das erste Quartal genutzt, um uns mit Feuereifer in die Frühjahrsausgabe zu stürzen, die wir Ihnen mit besonderer Freude in einer höheren Auflage sowie in einem größeren Verteilungsgebiet präsentieren. Dahoam – das Heimatmagazin für Wolfratshausen & Umgebung – wird ab dieser Ausgabe zum Heimatmagazin für das bayerische Oberland! Neu ab April ist auch unser Online-Magazin (www.dahoam-magazin.de), das Sie künftig zusätzlich zu den Inhalten des Heftes mit weiteren Tipps, Fotos, Neuigkeiten und Berichten aus unserer Region unterhält. Bekannt als eines der beliebtesten deutschen Urlaubsziele (und Wohnorte) bietet unser Oberland solch eine Fülle an interessanten Ausflugszielen, Veranstaltungen, Persönlichkeiten und Produkten, dass es oftmals gar nicht leicht ist, eine Themenauswahl zu treffen. Dieses Heft widmet sich passend zum Frühling mit vielen Tipps für Freizeit und Natur dem Thema „Wohlfühlen im bayerischen Oberland“. Was Lebenskünstler Matze Brustmann benötigt, um sich wohl in seiner Haut zu fühlen, erfahren Sie in der Titelstory auf den Seiten 8 bis 13. Auch hat uns als regionales

FOTO: Heike Krestel, Titelfoto: Daniela Blöchinger / Archiv Tölzer Land Tourismus

Heimatmagazin interessiert, was eigentlich „Heimat“ für die bayerischen Prominenten ausmacht und warum sie sich gerade im Oberland und seiner näheren Umgebung heimisch fühlen. Lesen Sie dazu mehr auf Seite 30. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und einen guten Start in eine beschwingte Frühlingszeit! Ihre Dahoam-Redaktion

Sven Kretzer Sandra Johnson

Herausgeber Chefredakteurin

Dahoam 3


INHALT

22 14

8 Kunst & Handwerk

Leben & Genießen

Leidenschaft am Faden

Bei uns gmacht

Tradition & Brauchtum

Gestärkt in den Frühling

Wussten Sie schon, dass ...

Hau(p)tsache schön!

Dahoam zu Gast bei Marionettenbauerin Maxi Kiermaier.......22

Rückgang der Mundartkompetenz in Bayern..........................07

Region & Leute Karriere für die Seele

Die Geschichte des Lebenskünstlers Matze Brustmann........08

Wir fragen, Promis antworten

Produkte aus der Region.................................................................06

Löwenzahn, Bärlauch, Schachtelhalm & Co.............................14 Erholung im Tages-Spa.....................................................................21

Dolce Vita

Geschenke-Kleinod in Icking.........................................................21

Wissen & Gewinnen Verlosung

„Was bedeutet Heimat für Sie?“...................................................30

Kosmetik- und Saunagutscheine zu gewinnen..........................21

Natur & Freizeit

Veranstaltungskalender....................................................................25

Entdeckungsreise

Impressum........................................................................................05

Das Oberland zu Land, zu Wasser und aus der Luft..................16

Kulinarisches Kochen mit Dieter Maiwert

Zweierlei vom Saibling.....................................................................19

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Dahoam

Sehenswertes im Bayerischen Oberland


PASSIONS THEATER OBERAMMERGAU

IMPRESSUM

2013

Verlag: KRETZER DESIGN Isarstraße 16a 82515 Wolfratshausen Telefon: 0 81 71 - 2 38 53 20 E-Mail: mail@dahoam-magazin.de Internet: www.dahoam-magazin.de

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Postanschrift: Dahoam Magazin Postfach 01 82510 Wolfratshausen Herausgeber & Art Director: Sven Kretzer E-Mail: kretzer@dahoam-magazin.de Chefredaktion: Sandra Johnson Tel.: 0 81 78 - 86 77 09 E-Mail: johnson@dahoam-magazin.de Bildredaktion: Madita Borgs Autoren: Bettina Sewald, Sebastian Klug, Benjamin Krischke, Simone Rosner Verlagsmarketing/Anzeigen: Dieter Kapitz (verantwortlich) Mobil: 0172 - 9 19 16 08 kapitz@dahoam-magazin.de Stephanie Lackermeier Tel.: 08041 - 77 89 3 sl-advertising@gmx.de Litho: Manuela Bohner, Mediengestaltung Lektorat: Gabriele Ernst Leserbriefe: leserbrief@dahoam-magazin.de Druck: deVega Medien GmbH Anwaltinger Straße 10 86165 Augsburg Erscheinungsweise: 4 x pro Jahr Copyright: Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangt eingesandte Bilder, Manuskripte, Waren keine Haftung. Nachdruck, Aufnahmen in Online-Dienste und Internet, Vervielfältigung auf Datenträger wie z.B. CD oder DVD etc. nur nach schriftlicher Zustimmung von KRETZER DESIGN. www.facebook.com/dahoammagazin

URAUFFÜHRUNG

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INSZENIERUNG: CHRISTIAN STÜCKL BÜHNE & KOSTÜME: STEFAN HAGENEIER MUSIK: MARKUS ZWINK PREMIERE 5. JULI 2013 SOWIE 6. / 19. / 20. / 26. / 27. JULI UND 9. / 10. AUGUST 2013 / 20 UHR

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Heumilch trifft Kirsche Edles Kirschdestillat, dazu frische Vanille und als i-Tüpferl Heumilch von heimischen Kühen. So oder so ähnlich lautet die Rezeptur für den feinen Heumilch-Likör von Anna-Maria Liedschreiber, denn eigentlich sind die Zutaten streng geheim. Nicht nur im Tegernseer Tal ist der Likör, der es wahrlich „in sich hat“, der absolute Renner. Sogar im Hause Dallmayr wird der Milch-Likör mit der leichten Mandelnote seit Kurzem verkostet. Der Heumilch-Likör (0,2 Liter: 10 Euro) und viele andere hochprozentige Schmankerln sind erhältlich bei: Edelbrand Destillerie Liedschreiber,Tel.: 0 80 22/7 54 12, E-Mail: info@liedschreiber.com, www.liedschreiber.com

Praline im Glas „Wahre Liebe“, so nennt Konditormeister Andreas Eybel aus Waakirchen seine Melange aus frischen Himbeeren und Vanilletrüffel. Vom göttlichen Geschmack einer Praline inspiriert, hatte Eybel die verführerische Idee, einen Aufstrich zu kreieren, welchen es so noch nicht gab. Mit Erfolg. Seit über 20 Jahren entwickelt der Konditormeister originelle süße Köstlichkeiten, die in liebevoller Handarbeit in der Waakirchener Schokoladenmanufaktur gefertigt werden (200-Gramm-Glas: 4,95 Euro). Erhältlich über: Eybel Schokoladenquelle, Tel.: 0 80 21/10 36 E-Mail: info@trueffel.de, www.schokoladenquelle.de


Tradition & Brauchtum

FOTO: Max Schönwal

Wussten Sie schon, dass ... ... die UNESCO den Fortbestand der bairischen Sprache als gefährdet eingestuft hat? Der Rückgang der Mundartkompetenz in Bayern hat die UNESCO 2009 veranlasst, die bairische Sprache auf die „rote Liste“ zu setzen. Immer weniger bairischsprachige Eltern sprechen mit ihrem Nachwuchs Mundart, weil sie Beeinträchtigungen der Lernfähigkeit ihrer Schützlinge befürchten. Schon lange ist aber die förderliche Wirkung nachgewiesen, wenn jemand Schriftdeutsch und Dialekt beherrscht. Text: Horst Münzinger, 1. Vorstand Förderverein Bairische Sprache und Dialekte e. V.

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Dahoam

FOTOS: Nick Troutman; Jens Klatt; Michael Neumann; JObst Hahn

Der Agua Azul („Blaues Wasser“) in Mexiko gilt als einer der schönsten Wildwasserfälle der Welt. Der kleine grüne Punkt im kleinen gelben Boot ist der Ammerlander Matze Brustmann.


Region & Leute

Karriere fĂźr die

Seele

Matthias Brustmann lebt in Ammerland ein Leben fernab aller Erwartungen – statt es den Menschen um sich herum recht zu machen, hat er entschieden, vor allem einem Menschen gerecht zu werden: sich selbst. Die Geschichte eines echten Lebenskßnstlers. Dahoam 9


Die pure Gewalt des Wassers. Die Angst davor bekommt man nur mit einem sorgfältigen und langjährigen Training der eigenen Psyche in den Griff.

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m mit einem Geständnis zu beginnen: Am Anfang habe ich den Matze überhaupt nicht gemocht. Damals, im Zeltlager der katholischen Jugend Waldram im Leitzachtal, Ende der 80er-Jahre, war ich ein etwas schüchterner, schmächtiger und bebrillter, vielleicht neunjähriger Grundschüler, wohingegen der Matze sowie sein Cousin und bester Freund Günther zwei selbstbewusste und in meinen Augen fast erwachsene Elfjährige waren. Ihren Altersvorsprung nutzten sie hemmungslos aus, indem sie sich noch spät nachts um neun Uhr Zitronentee kochten, uns aber gleichzeitig mit gespielt strengem Blick zurück in die Zelte schickten. „So ein Aff“, habe ich mir damals gedacht. Gesagt habe ich aber selbstredend nichts. Hätte mir damals aber auch nichts gebracht: Der Matze hätte es wahrscheinlich eh mit seinem zufriedenen, breiten Lächeln quittiert – und ich wäre nur noch frustrierter gewesen. Fast 25 Jahre später ist dieses Lächeln immer noch ein zentraler Bestandteil von Matzes Auftreten, mit dem Unterschied, dass ich es heute richtig zu deuten weiß: Es ist Ausdruck einer Haltung, die Dinge, die das eigene Leben ausmachen, selbst in

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Dahoam

die Hand zu nehmen anstatt unter ihrer Fremdbestimmtheit zu leiden. Die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und zu befriedigen, statt sich den Erwartungen der Menschen um einen herum zu beugen. Kurz: Ein äußeres Zeichen der Fähigkeit, sich sein Lebensglück stetig und vor allem selbständig zu erarbeiten. Prinzip Patchworkkarriere Wie das geht? Im Grunde ganz einfach: Matze folgt seit Jahren konsequent seinen Leidenschaften und vertraut bis zu einem

gewissen Maß auch darauf, dass diese sein Leben sowohl seelisch als auch wirtschaftlich unterhalten. Dieses Leben verbringt er vornehmlich auf Skiern, im Kajak und auf der Bühne – und für die wirtschaftliche Grundsicherung in einem Geschäft für Outdoorbekleidung in München. Eine Patchworkkarriere, die von konventionellen Vorstellungen deutlich abweicht: „Karriere im klassischen Sinn hat für mich irgendwie noch nie eine Rolle gespielt. Ich habe einen starken Drang, meinen Sport und meine Musik zu verwirklichen und mich da weiterzuentwickeln. Und wenn wir dann in den Bergen oder auf Flüssen und Wasserfällen sind und gute Bilder oder Videos machen, ist das natürlich auch etwas, was mich antreibt, einfach, weil ich die Bilder danach auch gerne sehe. Aber Karriere zu machen und mein Glück allein von meinen beruflichen Erfolgen abhängig zu machen, das funktioniert für mich nicht“, erzählt Matze, und in seiner Stimme schwingt eine Überzeugung mit, die erahnen lässt, dass dieses Thema ihn schon einige Male umgetrieben hat. Die Grundlage dafür, dass dieses Leben funktioniert, liefert ihm seine Familie: „Meine Eltern haben mich glücklicherweise beide in meinem Weg immer unterstützt und alles, was ich mache, gefördert. Andere Leute hatten da schon immer wieder Fragen und Zweifel,


Region & Leute wie ich zum Beispiel mal meine Familie ernähren will und solche Sachen, aber nie meine Eltern.“ Seine Leidenschaft für das Kajakfahren entdeckte Matze schon früh. Im Alter von acht Jahren begann er mit einigen Freunden, das Kajakfahren bei den Naturfreunden Wolfratshausen zu lernen. Die meisten der Freunde warfen nach kurzer Zeit das sprichwörtliche Handtuch, doch Matze und sein Cousin Günther blieben dran und entwickelten einen unglaublichen Ehrgeiz. Ergebnis: Die Teilnahme der beiden Cousins bei der Kajak-WM 1999 in Neuseeland. Bei einem an den Wettbewerb anschließenden Trip in Neuseeland kam es dann jedoch zu einem folgenschweren Unfall: Günther ertrank in den Stromschnellen, sein Cousin konnte ihn nicht mehr retten. Ein traumatisches Erlebnis, das Matze nachhaltig verändert hat – seinen Drang, weiterhin Kajak zu fahren, allerdings nicht gemindert hat: „Wir haben vorher schon einige Male darüber geredet, wie es wäre, wenn einer von uns ertrinken würde, einfach weil das bei so einem Sport ja irgendwie immer im Raum steht, aber die Realität ist einem in

Wenn das fließende Wasser zu kalt ist, wird das gefrorene Wasser beackert.

dem Moment, in dem es passiert, dann trotzdem wahnsinnig fremd. Für mich war aber trotzdem irgendwie vollkommen klar, dass ich weitermachen will, Kajakfahren war zu dem Zeitpunkt einfach das Allerwichtigste, was ich in meinem Leben

hatte. ‚Wie’, wusste ich damals nicht wirklich, nur ‚dass’. Ich war in der Zeit nach dem Unfall vollkommen orientierungslos und hatte großes Glück, dass ich Leute um mich herum hatte, die mich aufgefangen haben.“


Fernab der Klischees Matzes Umgang mit seinem Sport ist anders, als man es erwarten könnte – vielleicht auch wegen des Unfalls. Das Extremsportklischee, bei dem sich alles nur um den Adrenalinkick dreht, liegt ihm fern – ihm geht es vielmehr um den nachhaltigen Effekt, den seine sportliche Leidenschaft mit sich bringt. „Klar ist der Kick was sehr Schönes, aber das weitaus Wertvollere sind die Erfahrungen, die Kämpfe mit sich selbst, sich eben jedes Mal aufs Neue zu überwinden, weiterzumachen. Das bringt mich weiter, formt den Charakter. Das ist für mich das eigentlich Zentrale bei Extremsportarten.“ Auch der Umgang mit Angst ist für Matze ein großes Thema: „Die Angst, dass was passieren könnte, ist immer da, aber eigentlich eher dann, wenn ich gerade nicht beim Paddeln bin. Beim Kajakfahren selbst ist gar kein Raum dafür. Das ist eine Trainingssache: Genauso, wie man den Körper oder seine Kondition trainiert, muss man bei so einem Sport die Psyche trainieren. Wenn ich der Anspannung nicht standhalten kann, geht es nicht.“

Eine Frage der Mischung Den Gegenpol zum Sport stellt in Matzes Leben seit jeher die Musik dar – ein Teil der DNA der im Landkreis weit verzweigten Familie Brustmann. Nachdem er sich gemeinsam mit seinem Cousin Benny Schäfer (b), den Brüdern Tobi (key, voc) und Andi Haberl (dr) sowie dem Gitarris-

ten Christian „Radi“ Radojewksi über fast ein Jahrzehnt als Los Burritos Kultstatus im Tölzer Land und weit darüber hinaus erspielt hatte, stand vor etwas mehr als zwei Jahren eine Umfirmierung ins Haus: Zu sehr hatte sich die Musik der Freunde von lockerem Ska, Funk und Rock wegentwickelt zu sphärischen, tiefen und ruhigen Songs. Im letzten Jahr erschien auf dem Münchner Label Millaphon das selbstbetitelte Debütalbum von Balloon Pilot. Ein ruhiges, verträumtes und trotzdem energetisches Album, das auf den ersten Blick so gar nicht zum Extremsportgefühl passt, auf den zweiten jedoch umso mehr. „Beim

„ich brauch einfach

Abwechslung. Sonst raste ich aus!“

zwischen stein und wolke ERNST NEUKAMP 1937 - 2006

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Ski- oder Kajakfahren bin ich ab dem Moment, wenn’s losgeht, sofort total fokussiert. Auf einem Fluss wird das Leben für mich in dem Moment unfassbar einfach. Es gibt in dem Moment nichts anderes, als diesen Fluss zu bewältigen. Beim Songs Schreiben ist es dagegen eher das Gegenteil: Statt mich zu fokussieren, geht’s da eher ums Abschweifen und darum, mich zu zerstreuen. Ein vollkommen anderes Gefühl, dass ich aber eben hin und wieder genauso dringend brauche.“ Die Kombination von Sport und Musik ist es, was Matzes Leben erfüllt: „Ich merke immer wieder, wie dringend ich die


Region & Leute

Abwechslung brauche: Ich kann nicht nur Musik machen, ich muss dazwischen Paddeln, Ski fahren oder auch einfach hier in München im Laden arbeiten. Sonst raste ich aus.“ Abwechslung, die ihn bisweilen auch mal in die Bredouille bringt: „Oft führt das dazu, dass ich ziemliche Kompromisse machen muss: Da spüre ich: ‚Ich muss jetzt Skifahren gehen!‘, sollte mich aber eigentlich grad mit anderen Dingen beschäftigen, zum Beispiel mit unserer nächsten Platte. In solchen Momenten bin ich dann mit nichts von dem, was ich mache, zufrieden.“ Während er das sagt, blickt er für einen Moment fast melancholisch vor sich hin, atmet tief durch und erklärt mit genau der weichen Stimme, die auch seinen Songs ihren unvergleichlichen Charme verleihen: „All das machen zu können, das Skifahren, die Kajakreisen, die Musik, erfüllt einfach mein Leben. Das prägt mich und meine Persönlichkeit, viel mehr, als dass sie von außen geprägt worden wäre – und das ist ein sehr gutes Gefühl.“ Die eigene Persönlichkeit durch das eigene Handeln entwickeln: In einer Zeit, in der in jedem Haushalt minde-stens ein Glücksratgeber im Regal steht, ist das vielleicht der beste Ratschlag, den man sich holen kann. Kurz, klar, gratis – und wie man am Beispiel von Matze Brustmann und seinem breiten Lächeln sehen kann: Durchaus erfolgreich. Sebastian Klug

Ruhig, sphärisch, eindringlich: Die Musik von Balloon Pilot bildet einen radikalen Gegenpol zu Matzes Lust am Extremsport.

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Gestärkt in den

Frühling Löwenzahn, Bärlauch, Schachtelhalm & Co. – alles heimische Kräuter, die beim Reinigen und Entschlacken helfen. Das wussten bereits unsere Vorfahren. Sie kannten die besonderen Heilkräfte der Natur und nutzten natürliche Hausmittel, um fit ins Frühjahr zu kommen.

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iele bekannte Haus- und Heilmittel basieren auf uraltem Wissen und Erfahrungen. So zehrten die Menschen noch bis ins vorletzte Jahrhundert hinein zum Ende der Winterzeit von ihren letzten Ressourcen. Nach Monaten dürftiger Ernährung suchten sie spezielle Pflanzen, die in der Lage waren, den entstandenen Mangel auszugleichen. Genau diese Pflanzen lässt die Natur im Frühling in einer Vielfalt erblühen. Sie sorgen für neue Energie und besitzen jede Menge Entgiftungspotential. Auch noch heutzutage neigt der Mensch in unseren Breiten dazu, im Winter

den Stoffwechsel zu drosseln. Doch im Gegensatz zu früher muss man in der kalten Jahreszeit auf nichts mehr verzichten. Im Frühjahr quält einen dann schnell das Unbehagen – man zählt ein paar Kilos mehr auf der Waage, zu wenig Sonnenschein und mangelnde Bewegung drücken auf die Psyche vieler Menschen. Man fühlt sich müde und schlapp. Klassische Symptome für die „Verschlackung“ des Körpers – im Volksmund auch als „Frühjahrsmüdigkeit“ bekannt. Unerwünschte Stoffe lagern sich im Körper ab. Der Transport von notwendigem Sauerstoff sowie Nährstoffen ist eingeschränkt. Durch eine sogenannte „Frühjahrskur“ kann man den Organismus auf ganz natürliche Weise wieder in Schwung bringen. Zunächst einmal empfiehlt es sich, einen Zeitraum festzulegen, den man seinem „inneren Frühjahrsputz“ widmen möchte, beispielsweise vierzig Tage. Eine ausgewogene Ernährung ist die Basis, damit sich Schlacken lösen und ausgeschieden werden können. Hier empfiehlt es sich, insgesamt weniger zu essen und frische, saisonale Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Mit Heilkräutern, entsprechenden Tees oder frisch gepressten Säften kann man den inneren Reinigungsprozess bewusst fördern und die Leber als zentrales Entgiftungsorgan in ihrer Funktion unterstützen.

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frischen Luft ) Hautbürstungen ) Basische Fußbäder

) Wechselduschen ) Anwendungen nach Kneipp ) Tautreten oder mit Schnee ab-

reiben, wenn noch vorhanden

) Raffinierten Zucker vermei-

) Aktives Schwitzen

den, besser Agaven- oder Ahornsirup zum Süßen ) Viel Wasser trinken

) Ausreichend Schlaf ) Fleischgenuss reduzieren ) Sonnenbäder (in Maßen)

FOTOS: Simone Rosner

Mittenwald

) Ausreichend Bewegung an der


Zu gleichen Teilen gemischt mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Wirkt blutbildend, harntreibend und ausleitend, stärkt die Leber und Verdauung und regt die Nierentätigkeit an. Eine sanfte Unterstützung zur Entgiftung. Ausreichend Wasser dazu trinken.

Hochwirksame Kräuter Gerade im Frühjahr sprießt in der heimischen Natur eine Vielzahl an saisonalen Kräutern wie beispielsweise Löwenzahn, Brennnessel oder Mariendistel – Pflanzen, die einerseits sämtliche Organe der Verdauung aktivieren, andererseits durch ihre harntreibende Wirkung entgiften. Weshalb der Löwenzahn im Volksmund auch unmissverständlich „Bettsoacher“ genannt wird. Gleichzeitig wirkt er aktivierend auf Leber und Galle und unterstützt das Bindegewebe beim Abtransport von Schlacken – erfüllt also alle Anforderungen an eine „entschlackende“ Heilpflanze. Auch die Brennnessel gehört in jede Frühjahrskur. Früher auch zum Ausräuchern von Haus und Hof verwendet, regt das Kraut den Stoffwechsel an und wirkt reinigend auf Blut und Nieren. Die Mariendistel wirkt schützend und regenerierend auf die Leber. Auch Schachtelhalm, Birke, Bärlauch und Benediktenkraut zählen zu den

Leben & Geniessen Zusätzlich kann man den Entschlackungsprozess auch von außen, zum Beispiel durch Bürstungen, unterstützen. Dadurch wird die Hautfunktion angeregt.

heimischen Wildpflanzen, die uns im Frühling Kraft spenden und für neue Vitalität sorgen. Ganzheitlicher „Frühjahrsputz“ Angewendet als Tee-Kur, sollte man täglich zwei bis drei Tassen entgiftenden Kräutertee zu sich nehmen, selbst geerntet oder in der Apotheke als getrocknete Blätter gekauft. Zusätzlich viel Wasser trinken. Die Kräuter können alternativ auch frisch als Salat oder als Suppe gegessen werden. Heimische Gemüsesorten wie Rettich oder Spargel wirken im Frühjahr ebenfalls wahre Wunder. Rettich zum Beispiel, in Bayern der Brotzeitkönig unter den Gemüsearten, ist ein seit Jahrhunderten bekanntes Volksheilmittel. Seine anregende Wirkung auf die Leber- und Gallentätigkeit sorgt gleichzeitig für eine gesunde Darmflora und reguliert den Cholesterinhaushalt. Nicht umsonst ist die gehaltvolle Wurzel als Biergarten-Schmankerl so beliebt. Als Frühjahrskur angewendet, kann man den Rettich, oder zum Beispiel auch das Radieserl, einfach regelmäßig in den Speiseplan einbauen. Zusätzlich zur Pflanzen-Kur sollte man den Organismus unbedingt durch ausreichend Bewegung an der frischen Luft unterstützen und genügend Wasser trinken. Dann hat man die beste Voraussetzung, den winterlichen Staub von Leib und Seele zu blasen. Wie man die Kur letztendlich durchführt, bleibt jedem selbst überlassen. Ob mit Tees, Frischpflanzensäften, Kräutersuppen oder Frühlingssalaten – auch Varianten sind erlaubt. Und: Sie ist auch für jene Menschen geeignet, die nicht so viel Zeit haben und ihrer Gesundheit trotzdem etwas Gutes tun wollen. Simone Rosner DANKE: Stefan Frühbeis, Heilpraktiker Mitterfeldstrasse 28, 82054 Sauerlach, Tel.: 0173/ 370 70 06

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ein Geheimnis: Für Wintersportler gilt das Bayerische Oberland als wunderbare Destination, um sich am Rodeln, Skifahren oder an Winterwanderungen zu erfreuen. Doch langsam aber sicher hat diese Freude ihre Grenzen. Nach dem dunkelsten Winter seit Jahren freut sich auch die Redaktion des Dahoam-Magazins, allen voran unser Autor – auch, weil er zu seiner Schande kein aktiver Wintersportler ist – auf mehr Sonne und vor allem Wärme. Zeit wird’s, dass sich die geradezu arktische Brise, die in den letzten Wochen immer wieder gnadenlos durchs schöne Bayern wehte, endlich schleicht. Wir wollen Frühling! So viel vorweg. Und weil das so ist, zeigen wir Ihnen auf den folgenden Seiten, wie Sie sich in den kommenden Monaten sportlich betätigen und dabei gleichzeitig das schöne Oberland erkunden und genießen können: zu Land, zu Wasser und aus der Luft.

Wandern und Canyoning Bergauf, bergab oder entlang der Höhenrundwege – mit seinen Seen, Bergen und Wäldern ist das Oberland ein wahres Mekka für Wanderer jeden Alters. Gerade der Blomberg gilt Amateuren wie Profis als Anlaufpunkt Nummer eins, um Wanderungen der beson-

FOTOS: Fotolia/ARochau; Pixelio/J. AMacker, Uli Stoll, Uwe Schwarz

Wenn es hierzulande wieder wärmer wird, steigt im Bayerischen Oberland das Angebot an Outdoor-Aktivitäten. Wie Sie die Region aus den verschiedensten Freizeit-Perspektiven entdecken können, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.


Natur & Freizeit Canyoning deren Art zu erleben: Traumhafte Aussichten bieten einen Blick auf den Starnberger See, den Ammersee und das Isartal bis München sowie ein Alpenpanorama vom Karwendel bis zum Wettersteingebirge. Hier gibt es über 20 Kilometer gut beschilderte Wanderwege. Und wer möchte, kann sich obendrein noch im Sommerrodeln versuchen. Wandern ist ohne Zweifel der Klassiker, wenn der Berg ruft. Wer es allerdings etwas ungewöhnlicher möchte, der kann das Wandern auch variieren, setzt noch etwas Bergsteiger-Flair und Adrenalin obendrauf und landet schließlich beim Canyoning. Dabei begeht man eine Schlucht von oben nach unten oder von unten nach oben. Inklusive: Sprünge ins Bergwasser, Rutschen in Gumpen, Wandern in Bächen oder Klettern am Berg. Und gerade am Sylvensteinsee liegt eines der besten Canyoning-Gebiete Deutschlands. „Action & Funtours“ mit Sitz in Gauting bietet ab Mai wieder geführte Canyoning-Touren an. Die Halbtagestour schlägt mit 69 Euro zu Buche, Canyoning für Fortgeschrittene kostet 85 Euro. Nähere Informationen unter www. action-funtours.de. Mountainbiking und Radeln Schussfahrt durch die Wälder, im Stehen bergauf oder entspannt den Waldweg entlang. Gemütlich durchs Isar- und Loisachtal oder mit dem Mountainbike auf die höchsten Gipfel der Region – und wieder runter. Als Profi, Halbprofi, Amateur oder gleich mit der ganzen Familie. Für Mountainbike- und Radl-Fans gilt im Bayerischen Oberland: Hier sind Sie richtig. Wenn Sie wissen möchten, welche Touren besonders schön sind, dann helfen Ihnen lokale Touristenin-

formationen oder Radl-Vereine gerne weiter. So haben etwa die „Isarwinkler Radsportfreunde“ aus Lenggries unter www.lenggries.de/de/ radeln-mountainbiking-2 die besten lokalen Touren zusammengefasst. Ein Blick lohnt sich. Lieber nicht auf eigene Faust? Auch kein Problem. Geführte Radund Mountainbiketouren bekommt man bei zahlreichen Anbietern aus der Region. So etwa beim bereits erwähnten „Action & Funtours“, aber auch bei „Montevia“ (s. Rafting und Kajak) oder „Stadt


Natur & Freizeit Land Luft“ mit Sitz in Bad Tölz. „Stadt Land Luft“ bietet unter anderem gemütliche Touren von 25 bis 30 Kilometern an. Hier werden die schönsten Gaststätten und Biergärten der Region erkundet und die ein oder andere Sehenswürdigkeit angesteuert. Preise gibt es auf Anfrage, nähere Informationen unter www.stadt-land-luft.de. Rafting und Kajak Seit Mitte der Achtziger erfreut sich in Europa auch das Rafting wachsender Beliebtheit. Seit 1997 werden sogar Weltmeisterschaften im Rafting ausgetragen. Aber wir wollen ja nicht gleich übertreiben. Fakt ist: Mit anderen Aktivsportlern oder solchen, die es werden wollen, den Fluss hinab zu raften oder ihn alternativ im Kajak zu befahren, stärkt Ausdauer, Muskelkraft und die Teambildung. Regionale Anbieter im Oberland wissen längst: Für Rafting- und Kajak-Touren ist die Isar bestens geeignet. Und weil es bei solchen Events, die vor allem bei Firmen und Vereinen sehr beliebt sind, nicht nur um die Extraportion Adrenalin, sondern auch um das Genießen geht, gibt es häufig das RundumWohlfühl-Programm obendrauf. So etwa bei „Montevia“ mit Sitz in Lenggries. Zunächst geht es mit Startpunkt in Lenggries auf zumeist ruhigem, aber mit einigen spritzigen Wellen durchsetzten Wasser gut elf Kilometer nach Bad Tölz. An der Isarburg wartet dann ordentlich Wildwasser. Das Gute: Die Befahrung ist freiwillig. Bei „Montevia“ kostet die Rafting-Tour 62 Euro pro Person – inklusive Weißwurstfrühstück und Barbecue. Nähere Informationen unter www.montevia.de.

Ballonfahrt

Kajaking

Gleitschirmfliegen und Ballooning „Wer nicht vom Fliegen träumt, dem wachsen keine Flügel“, lautet ein Sprichwort. Jeder, der die Region zu Land oder zu Wasser erkundet, weiß: Er befindet sich gerade inmitten einer der schönsten Gegenden Deutschlands und Bayerns sowieso – also warum nicht mal abheben und Isar- und Loisachtal aus der Vogelperspektive erkunden? Etwa beim Gleitschirmfliegen. Beim Gleitschirmfliegen, auch Gleitsegeln oder Paragliding genannt, sitzt der Pilot in einem Gurtzeug, über das er durch Leinen mit dem Gleitschirm verbunden ist. In den Siebzigern begann sich die Sportart in Deutschland und Österreich zu etablieren. Dass der Ikarus-Effekt inklusive Absturz ausbleibt, dafür trägt etwa die Flugschule „Adventure Sports“ mit Sitz in Lenggries Sorge. Für 75 Euro bietet „Adventure Sports“ einen fünf- bis sechsstündigen Schnupperkurs an, bei dem die Teilnehmer erste Geh- und Flugversuche unternehmen können. Nach einer theoretischen Einweisung und ein paar Startübungen probiert sich der Anfänger bereits an sanft abfallenden Wiesen aus. Wer Gefallen an der Sportart findet, der kann sich in weiteren Kursen zunächst zum Amateur und schließlich zum Profi ausbilden lassen. Das gesamte Kursprogramm auf Anfrage oder im Internet unter www.adventure-sports.de. Etwas entspannter, aber mit einer ganzen Menge Panorama-Romantik, kann man das Bayerische Oberland auch via Ballonfahrt genießen. So etwa beim Anbieter „Ballooning Reichart“ aus Greiling (www.ballooning-reichart.de). Die Alpenpanoramafahrt kostet 215 Euro pro Person und startet je nach Wetterlage am Tegernsee oder im Isarwinkel. Nach zwei Stunden Schwerelosigkeit folgt eine standesgemäße Ballontaufe mit Champagner. Na dann, guten Flug – und Prost Frühling!  Benjamin Krischke

Badstr. 2 • 82515 Wolfratshausen Tel.: +49 (0 )8171 − 78795 E-Mail: anno-72@gmx.de www.anno-72.de

Geschmack verbindet...

Öffnungszeiten: Mai - September: Mo - Sa ab 17 Uhr So u. Feiertag ab 10.00 Uhr Oktober bis April: Montag / Dienstag Ruhetag


Zweierlei vom Saibling

Kulinarisches & Gastronomie

Sternekoch Dieter Maiwert (Inhaber von Maiwerts Restaurant und Vinothek im Elbacher Gütel) stellt zwei Vorspeisen für den Frühling vor.

Carpaccio Zutaten für 2 Personen 1 Saiblingsfilet, ohne Haut und Gräten (100 g) • Petersilie • Dill

Zubereitung Das Saiblingsfilet auf eine Klarsichtfolie legen, mit einer zweiten Folie bedecken und mit einem Plattiereisen vorsichtig auf 3–4 mm Stärke klopfen. Die obere Folie abziehen und den Fisch mit den gehackten Kräutern gleichmäßig bestreuen. Das Ganze mithilfe der unteren Folie zu einer Roulade eindrehen. Die beiden überstehenden Folienenden in Gegenrichtung straff drehen und verknoten, dann das Filet so eingepackt tiefkühlen.

smousse

Räuchersaibling

Weint ipp

160 g flüssige Sahne • (100 g) • 5 g Meerrettich • geräuchertes Saiblingsfilet Schlagsahne • Salz • Pfeffer g 80 • geweichte Gelatine ein tt Bla 1,5 • sser Wa ml 30 Zubereitung und der flüssigen Sahpürieren, mit Meerrettich let gsfi blin Sai te her äuc Das ger Salz und Pfeffer würzen. feines Sieb streichen. Mit ein ch dur und ren rüh ver ne passierten Saibling rühsser auflösen und unter den Die Gelatine im heißen Wa eine passende Terrinenform erheben und die Masse in ren. Die Schlagsahne unt . füllen, ca. 2 Std. kalt stellen

FOTOS: istock

Zutaten für 2 Personen

: Jacques´ Wein-De pot in Wolfr atshause n empfiehlt einen Riesling Hölle vo m Weingut Pfaffman n.

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Leben & GenieSSen Jetzt chen & m mit a en!!! n gewin

Hau(p)tsache schĂśn Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Dahoam-Autorin Bettina Sewald testet die Vorteile von Wellness vor Ort ...

D

ie Wintermonate mit trockener Heizungsluft drinnen und frostigen Temperaturen drauĂ&#x;en stehen mir ins Gesicht geschrieben. Zeit fĂźr einen Abstecher ins Wellnesshotel ... Ach, ich hab ja gar keine Zeit. Dann ab in den Day-Spa vor der eigenen HaustĂźr – da kann ich es mir wenigstens fĂźr eine Gesichtsbehandlung gut gehen lassen. Die staatlich geprĂźfte Kosmetikerin und Permanent-Makeup-Expertin Katrin Findler bietet im Sauna- und Wellnessbereich des Landhotel Klostermaier erholsame Pflegeeinheiten fĂźr Haut und Seele. Ihr Credo: „Das Ziel meiner Behandlung ist es, bei jedem Kunden das bestmĂśgliche Hautbild zu erreichen. Deshalb lege ich groĂ&#x;en Wert auf gesunde Produkte und Inhaltsstoffe, die verträglich und gleichzeitig hochwirksam sind.“ Klingt gut – aber probieren geht Ăźber studieren. Meine Haut ist gereizt und reagiert schnell mit hektischen Flecken. Ob sie das Experiment mit der Pfle-

ge aus dem Hause Dr. Baumann Ăźbersteht? Nicht nur das. Die Behandlung ist – genau wie die hochwertige Pflege – eine Wohltat! Zur Grundbehandlung gehĂśren neben BegrĂźĂ&#x;ungskompressen und einem sanften Peeling auch das Pflichtprogramm mit Ausreinigung und Brauenzupfen. Brrr – aber was sein muss, muss sein. Während der Gesichtspackung Unter dem Stichwort „Wellness“ verlosen wir eine 90-minĂźtige Kosmetik-„VerwĂśhnbehandlung“ von Katrin Findler sowie drei Saunagutscheine vom Landhotel Klostermaier. Schicken Sie eine Postkarte an das Dahoam Magazin, Postfach 01, 82510 Wolfratshausen, oder eine Mail an gewinnspiel@dahoammagazin.de. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2013.

werden dafĂźr liebevoll und nach den Kriterien der Akupressur die FĂźĂ&#x;e geknetet. Auf’s Wimpernfärben kann ich verzichten, aber nicht auf die abschlieĂ&#x;ende Gesichtsmassage. Getreu dem Motto „Das Beste kommt zum Schluss“ tauche ich unter den warmen Händen von Katrin Findler ab und erlebe perfekte Entspannung. In Kombination mit einem Sauna-Tagespass ist das auch mal was fĂźr einen Mädels-Tag, denke ich. Auf der StraĂ&#x;e treffe ich eine Freundin – und mir fällt ein, dass ich ja noch ungeschminkt bin. Egal, ich fĂźhl mich so relaxed, dass ich sie einfach anlächle. „Wo warst du denn? Du siehst so erholt aus“, fragt sie. „Alles richtig gemacht“, denke ich und antworte: „Im Urlaub ...“ Bettina Sewald

FFB-105-148-2013.FH11 Wed Feb 27 11:20:32 2013

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Dolce Vita

FOTOS: Juliane Hofmann

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er denkt, dass „Dolce Vita“ – das sĂźĂ&#x;e Leben – viele Kalorien bedeutet, der hat von Shopping keine Ahnung! Seit fast zehn Jahren bringt Marion Seibert mit ihrem GeschenkeKleinod in Icking Lifestyle und Einkaufsflair ins schĂśne Isartal. FĂźr Ortsansässige ist das Dolce Vita eine feste GrĂśĂ&#x;e, fĂźr Kunden von auĂ&#x;erhalb ist es noch immer ein Geheimtipp. Es gibt u. a. Wechsel- und Sammelohrringe von Heide Heinzendorff, DĂźfte und Pflege von L’OCCITANE en Provence, Shirts und Accessoires von rosemunde und Cotton Garden sowie Kerzen von Engels. Einfach himmlisch ... Bettina Sewald

                  

            

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Leidenschaft

Auf einem ehemaligen Bauernhof bei Dietramszell fertigt Maximiliane Kiermeier mit viel Liebe und Fantasie Marionetten der besonderen Art: Ihre schelmischen Gesichter wirken unheimlich lebendig. Fantastische Figuren, die ihre Liebhaber auf der ganzen Welt finden ‌ 22

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FOTOS: Simone Rosner

am Faden


Kunst & Handwerk

Ihre Puppen bemalt die Ausnahme-Künstlerin in Feinstarbeit von Hand. Mit jedem Pinselstrich wird das Gesicht des Kobolds lebendiger.

fast 25 Jahren begleiten die Fantasiewesen das Leben der Marionettenbauerin.

Als Marionettenbauerin kann sich Maxi Kiermeier verwirklichen. Wie jeder Mensch, so ist jede ihrer Figuren ein Unikat.

B

etritt man das Haus von Maxi Kiermeier, fühlt man sich irgendwie beobachtet. Überall starre Augenpaare, die einen neugierig fixieren: hier ein Marionettenkopf, der zum Trocknen aufgestellt ist, da ein bizarres Gesicht, das aus einem Wandbild ragt, dort ein „schräger Vogel“, der an Fäden von der Decke hängt. „Hölzerne“ Persönlichkeiten, die so echt wirken, dass einem fast mulmig zumute wird. Trolle, Hexen, Zauberer, Waldfeen und Kobolde haben hier ihr Reich. Mittendrin – die Schöpferin der fabelhaften Figuren. Seit

Alleskönnerin aus Leidenschaft Zirka 40 Puppen beherbergt Maxi derzeit unter ihrem Dach. Jedoch nur vorübergehend. Es ist ein Kommen und Gehen – das ganze Jahr. Mit dem Zählen hat die Künstlerin längst aufgehört. Viel wichtiger für sie ist, dass keine Marionette der anderen gleicht. Rund 25 Stunden Arbeit stecken mindestens in jeder. Doch es vergehen Wochen von der Idee bis zur fertigen Figur. Die entsteht erst in Maxis Fantasie, dann geht es ans Modellieren – Maxis größte Leidenschaft. Köpfe, Hände und Gesichter, jedes kleinste Detail formt die Künstlerin frei Hand aus Keramikmasse. Ihr Werkzeug sind ihre Finger und ihre Fingernägel, ein Zahnstocher und ein Plastikspatel. Viel mehr braucht Maxi nicht, um ihren Charakteren Leben einzuhauchen. Jede Feinheit ist wichtig, jedes Fältchen, jeder Wimpernschlag. Wesenszüge, die ihre Puppen lebendig machen. Ist ein Kopf fertig, muss er vor dem Bemalen erst zwei Wochen trocknen. Der eigentliche Charakter entsteht jedoch schon beim Modellierprozess. Auch das Ankleiden ihrer Figuren übernimmt die gelernte Modezeichnerin. Maxis Marionetten tragen nur feinste Stoffe und ausgefallene Accessoires, schnittgenau auf den jeweiligen Charakter abgestimmt. Maxi färbt sich jeden Farbton, wie sie ihn für die Gesamtkomposition braucht, stickt winzige Perlen oder filigrane Federn auf. Als Letztes werden

alle Einzelteile zusammengesetzt. Den hölzernen Geschöpfen ein Gesicht zu geben, bereitet der Marionettenbauerin jedoch am meisten Freude. Hier kann sie sich künstlerisch ausleben. Gestalterisch zu arbeiten und vor allem selbst etwas zu schaffen, war schon immer Maxis Traum. Alles begann mit einem Studium an der Münchner Meisterschule für Mode. Danach arbeitete Maximiliane einige Jahre als Stylistin. Auf die Marionette ist die gebürtige Dachauerin durch Zufall gekommen. Sie wollte ihrem Mann Wolfgang zum Geburtstag etwas ganz Besonderes schenken. Weil der ein gebürtiger Tölzer ist und dazu noch neben dem Marionettentheater aufgewachsen, lag nichts näher, als ihm eine Marionette zu basteln. Die spielerische Idee wurde zur großen Passion. Ihr Mann witterte schnell ein Geschäft und ergänzte das Werk seiner Frau um die perfekte Technik: das hölzerne Innenleben – eine sogenannte Ringschraubenmarionette –, anatomisch richtig und voll spielbar. Seither gibt es kein Halten mehr. Tausend einmalige Gesichter An die 1.200 verschiedene Charaktere hat Maximiliane bisher geschaffen. Jede Figur hat ein anderes Gesicht, eine eigene Persönlichkeit. Nur eines haben alle Puppen gemeinsam: ein sympathisches Lächeln. Es ist eine humorvolle Welt, die Maxi erschaffen will, finster blickende Figuren wie grimmige Räuber oder gallige Zwerge mag die Künstlerin aus Dietramszell nicht. Und sie wollen ihr auch absolut nicht

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Die Fantasie von Maxi Kiermeier kennt so gut wie keine Grenzen. Nur reale Tiere baut sie nicht. Bei Vierbeinern ist die Technik eine andere.

gelingen. Fragt man sie nach dem Grund warum, zuckt Maxi nur mit den Schultern. Ihr Mann erinnert sich an den einen oder anderen misslungenen Versuch. Damals ging es um einen richtig großen Auftrag: einen griesgrämigen Medizinmann für eine bekannte Arzneimittelfirma. Maxi modellierte Entwurf um Entwurf. Doch trotz all ihrer Bemühungen hatte der zornige Schamane bei jedem Anlauf ein Lachen im Gesicht. Die Mundwinkel wollten einfach nicht runter. Also ließ es Maxi sein. Ernst liegt ihr einfach nicht.

Sie mag Figuren schaffen, die den Menschen Freude bereiten. Neben ihren eigenen Projekten baut Maximiliane Kiermeier auch Portraitfiguren anhand von Fotos. Derzeit modelliert sie an einer ganzen Auftragsserie – ihr wohl anspruchsvollster Auftrag in den letzten zehn Jahren. Ein Beatles-Fan hat ein lebensechtes Abbild der Band in Form von Marionetten bestellt: John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr, samt Yoko Ono. Und das in drei verschiedenen Altersstufen. Nur die Yoko Ono, die soll Maxi nur

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einmal machen. Portraits von männlichen Zeitgenossen sind ihr eh die lieberen, da Frauen hinsichtlich ihrer eigenen Schönheit schlichtweg kritischer sind. 40 bis 60 Zentimeter groß sind die kleinen Berühmtheiten von Maxi Kiermeier – von den Füßen bis zu dem Punkt, an dem man sie aufhängt, 120 Zentimeter. Am Ende der Fäden sitzt ein hölzernes Spielkreuz. Mit etwas Talent kann man es in 15 Minuten bedienen. Doch eigentlich sind Maxis Figuren nicht für die Bühne bestimmt. Dafür sind die Meisterstücke mit gut einem Kilogramm Gewicht einfach zu schwer. Für Liebhaber auf der ganzen Welt spielen sie dennoch die Hauptrolle. Kunstwerke, für die Sammler bis zu 700 Euro bezahlen. Sie kommen aus ganz Europa, aber auch aus den USA, aus China oder Australien. Die Hauptkundschaft sitzt jedoch in Oberbayern, rund um München. Dass ihre fröhlichen Botschafter Menschen auf der ganzen Welt verzaubern, ist für Maxi Kiermeier zwar schmeichelhaft, jedoch eher Nebensache. Für sie steht die Kunst vor Ruhm und Ehre. Etwas Schönes entstehen zu lassen und davon noch gut leben zu können, ist für Maxi das größere Glück. Und das hält hoffentlich noch lange an.  Simone Rosner

Schöner Biergarten ÜBerdachte SonnenterraSSe Berg-PanoramaBlick VeranStaltung jeglicher art Party SerVice


Veranstaltungskalender

SEHENSWERTES IM BAYERISCHEN OBERLAND Ausstellung im Schloßmuseum Murnau Die Faszination der Bergwelt zieht sich seit jeher durch die Zeiten und Kulturen. Diese Sonderausstellung (21. März bis 23. Juni 2013) zeigt, wie sich das Bild der Berge in den vergangenen zwei Jahrhunderten gewandelt hat. Die Besucher können das sich verändernde Naturverständnis ebenso nachvollziehen wie das ganz persönliche Verhältnis einzelner Künstler zu „ihrem“ Berg. Werke mit naturalistischer Wiedergabe der Natur führen in das Thema ein. Bei den Expressionisten steht dann nicht mehr das zu malende Objekt im Vordergrund, sondern der Künstler selbst und seine Wahrnehmung, z. B. beim Gemälde „Blaue Berge“ von Alexej Jawlensky (s. Foto). Weitere Infos: www.schlossmuseum-murnau.de

FOTO: Haberkorn

FOTO: Museum Wiesbaden

Alpenglühen

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Bauerntheater Eine bayerische Komödie

Die Theatergruppe Ascholding zeigt das Stück „Theater“ von Peter Landstorfer. Bei dieser Komödie bekommt das Publikum die Gelegenheit, einmal einen Blick hinter die Kulissen des Theatermachens zu werfen: „Theater ist ein Handwerk, ein Regisseur arbeitet und hört hin, er hilft den Schauspielern dabei, zu arbeiten und hinzuhören, das ist das Leitprinzip. Darin liegt der Schlüssel, dies ist das Geheimnis“, so beschreibt die Theatergruppe selbst das Stück. Spieltermine: 5. und 6. April, 11., 12. und 13. April sowie 19. und 20. April 2013 im Gasthaus Neuwirt in Ascholding. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

Karten gibt es im Vorverkauf bei der Raiffeisenbank Ascholding. Zwei Euro vom Eintrittspreis gehen an die Aktion „Hilfe für Sabine Müller“ im Rahmen der Stiftung „Aktion Knochenmarkspende Bayern“.

Quadro Nuevo Lieder einer großen Reise Quadro Nuevo spielt Musik, die vom Vagabundenleben der vier Musiker erzählt. Vier Koffer voller Melodien, Eindrücke, Erfahrenem, Erlebtem, voller Beglückendem und Freude an der Musizierkunst. Ausgehend von einem europäisch geprägten Tango bereichert die Gruppe Quadro Nuevo ihre Tonpoesie mit Arabesken, Balkan-Swing und waghalsigen Improvisationen. Das Instrumental-Quartett (Saxophon, Klarinette, Akkordeon, Bandoneon, Kontrabass, Harfe, Salterio) gab seit 1996 über 2.000 Konzerte auf allen Kontinenten. Mulo Francel, Andreas Hinterseher, D. D. Lowka und Evelyn Huber treten in Jazz-Clubs und bei internationalen Festivals auf, spielen als Straßenmusiker auf den Plätzen des Südens, als Tango-Kapelle zum Tanz und als Konzert-Ensemble in großen Sälen wie der New Yorker Carnegie Hall. Vereineheim Dorfen, Attenhauser Str. 1, 82057 Icking/ Dorfen, 27. und 28. April 2013, 20 Uhr Karten: www.wolfgang-ramadan.de

Gesundheitstag in Münsing verein Münsing organisiert gemeinsam mit dem Tourismusverband Starnberger Fünf-SeenLand ein Fest rund um das Thema Gesundheit, Prävention, Fitness, Wellness und Nordic Walking. Hier können die Besucher das ganze Spektrum an Gesundheitsprodukten aus der Region probieren und sich Anregungen sowie gesunde, alltagstaugliche Tipps holen. Ein Highlight der Veranstaltung ist die Saison-Eröffnung des „Nordic Walking Parks“. Mit 23 Routen und 280 Kilometern Gesamtlänge hat das Starnberger Fünf-Seen-Land den wohl größten zusammenhängenden Nordic Walking Park Deutschlands. Auch in Münsing konnten attraktive Routen eingerichtet werden. Diese können Sie an diesem Tag zusammen mit Nordic Walking Experten aus der Region auf Schnuppertouren testen. Vorträge, ein Gewinnspiel und verschiedene Attraktionen gehören ebenfalls zum Programm. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt (10 bis 17 Uhr), der Eintritt ist frei. 26

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FOTO: Tourismusverband Starnberger Fünf-Seen-Land

Eröffnung des Nordic Walking Parks Am Samstag, den 11. Mai 2013, trifft sich auf dem Außengelände des Biohotels Schlossgut Oberambach die Gesundheits- und Fitness-Branche. Der Fremdenverkehrs-


Veranstaltungskalender

Gartentage Süddeutschlands führende Gartenmesse präsentiert vom 17. bis 20. Mai 2013 im Kloster Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck die neuesten Ideen für den Garten und das stilvolle Wohnen. 240 Aussteller zeigen Gartenmöbel, kreative Accessoires und arbeitssparende Gartenutensilien. Der Pflanzenliebhaber findet Staudenraritäten, Biokräuter, mediterrane Kübelpflanzen und Anregungen für die eigene Gartengestaltung in 14 fantasievollen Schaugärten. Zahlreiche Vorträge spannen den Bogen von der klösterlichen Gartenkunst bis zu unserer modernen Gartenkultur. Ein Höhepunkt ist das Barockfeuerwerk in der italienischen Nacht am 18. Mai. Weitere Infos: www.fuerstenfelder-gartentage.de

Kunsthandwerk Ausstellung im Schloss Höhenried Bereits zum 15. Mal wird Schloss Höhenried in Bernried am Starnberger See vom 18. bis 20. Mai 2013 jeweils von 10 bis 18 Uhr wieder zur Kulisse für die Frühjahrsausstellung KreARTiv, Forum für zeitgenössisches KUNST HANDWERK. Im Schlosspark liegt der Schwerpunkt bei Kunsthandwerk in Natur und Garten, Objektkunst und Skulpturen. Ein Rundgang führt über verträumte Arkadengänge und durch romantische Turmzimmer zu den edlen Ausstellungsräumen im Schloss. 85 Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland und aus einigen Nachbarländern stellen Kunsthandwerk aus den Bereichen Holz-, Glas- Textilkunst, Keramik, Malerei, Papier-und Metallkunst, Skulpturen, Schmuck und Lederdesign aus. Jeder Künstler präsentiert seine Werke persönlich, einigen kann man bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Die Furien Ein musikalischer Theaterabend Die Furien“ von Jochen Schölch sind ein humorvoll-ernster Versuch, die Spezies Frau zu entdecken und zu entschlüsseln. Oft fehlen dabei die Worte. Doch wo die Sprache versagt, helfen Lieder, das Unaussprechliche auszudrücken. Die Furien sind acht Frauen, die eine kleine exquisite Auswahl aus dem Repertoire „Frau“ repräsentieren. Man kann sie ungestört in freier Wildbahn beobachten: auf einer Damentoilette. Diese ist Lounge, Beratungsstelle, Beautycenter und Informationszentrale zugleich. Und dabei erfährt der Zuschauer, warum Frauen so handeln, wie sie es tun, warum sie wirklich nicht anders können, warum Männer keine Chance haben, das jemals zu verstehen, und warum Frauen Männer auch nie verstehen werden. Die Veranstaltung findet am 3. Mai 2013 um 20 Uhr in der Loisachhalle in Wolfratshausen statt. Karten gibt es im Bürgerbüro im Rathaus der Stadt Wolfratshausen (Tel. 08171/2140) sowie bei allen Vorverkaufsstellen von München Ticket.

Weitere Infos: www.kunsthandwerk-kreartiv.com

FOTO: XAtelier Stidl

FOTO: Wolfgang Pulfer

Gärten im Wandel der Zeit

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Region & Leute

Was bedeutet Heimat für Sie? Wenn wir über Heimat sprechen, wird es meist persönlich: Denn oft geht es bei der Bedeutung des Begriffs nicht nur um Orte, sondern auch um Menschen und Gefühle. Wir von Dahoam wollten wissen, was Heimat für Prominente aus unserer Region bedeutet ...

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Naturheilkunde – richtig gelernt Als anerkannte Berufsfachschule für Heilpraktiker bieten wir eine umfassende Ausbildung auf hohem Niveau. Jederzeit kostenloser Probeunterricht möglich. Nächster Unterrichtsbeginn: September 2013 Infoabende: Montag 15.4. und Montag 13.5.2013 jeweils von 18.30 – 20.30 Uhr Baumkirchner Str. 20 / Rückgebäude, 81673 München Tel. 089/43 55 26-40

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nigen Garten. Hier lebe ich. Schreiben hingegen kann ich überall. Inspiration ist für mich nicht ortsgebunden. In der Heimat, fern der Heimat – Ideen hab ich immer. Hauptsache ich weiß, dass ich wieder hierher zurückkomme! Adrian Can, Schauspieler Heimat ist in erster Linie für mich, dort zu leben, wo man angenommen wird und es Spaß macht! Ich bin in Istanbul geboren. Aber da ich schon mit sechs Monaten von meinen Eltern mitgebracht wurde – nach München –, stellt sich mir nicht die Frage, welche Heimat ich habe. Ich habe nur eine – und das ist Bayern! Das geht sogar so weit, dass ich auch immer als Bayer wahrgenommen werde, wenn ich beruflich in der Republik unterwegs bin – was für mich auch eine Art Anerkennung ist. Natürlich liegen meine Wurzeln in der Türkei, aber eben nur die! Ansonsten fühle ich mich durchweg bayerisch. Das liegt wohl auch daran, dass ich die bayerische Küche liebe. Jawohl, ich liebe Schweinebraten und Bier! Sebastian Horn, Sänger (Bananafishbones) Beim Begriff „Heimat“ spinnt sich meine Wortspielseele gleich einen „Hai-Maat“. Ein armer Junge, der in den Fängen chinesischer Piraten in der Bordküche Haifischflossensuppe zubereiten muss. Weil ich um den eigentlichen Begriff „Heimat“ immer einen großen Bogen gemacht habe. Ich verband ihn immer mit pseudotrachtlerischem Dimpflmosertum und stiernackiger Dumpfbackigkeit. Aber wenn ich mir jetzt darüber Gedanken mache, hört sich das so an: Ist meine Heimat Deutschland? Nein. Bayern? Nein. Der Isarwinkel? Nein. Lenggries (Wohnort) oder Greiling (Geburtsort)? Nein. Meine Heimat ist kein Ort. Es sind die Augen meiner Frau, meiner Kinder, meiner Freunde. Eigentlich die wohlige Gegenwart freundlicher Menschen auf der ganzen Welt. Und wenn ich´s mir recht überlege, ist das der Weg, den ich gehe, und ich geh ihn an einem der schönsten Flecken Erde, die es gibt. Peter Kremer, Schauspieler Heimat ist für mich ein Gefühl von „angekommen“ sein, wo die liebe „Seele“ Ruh hat, wo ich mich wohl, geborgen und bestens aufgehoben fühle ...

Weitere Promi-Stimmen lesen Sie online unter www.dahoam-magazin.de

Fotos: Chris Hirschhäuser; Sabine Hermsdorf; Michael Kammeter

Julie Fellmann, Schriftstellerin Heimat ist ein ganz wunderbares Wort, denn es hat etwas Unbegrenztes, es geht darum, wo man sich heimisch fühlt. Im Gegensatz dazu kennen andere Sprachen nur Wörter und Wendungen wie „Vaterland“ oder „das Land, in dem man geboren wurde“. Ich wurde in Paris geboren, mein Vater stammt aus Regensburg. Was wäre dann meine Heimat? Aufgewachsen im Münchner Süden hat es mich mal bis zum Gärtnerplatz getrieben, weiter bin ich nicht gekommen. Dann hab ich mich schön langsam wieder Richtung Münchner Süden gehangelt, über Sendling und Solln bis nach Baierbrunn. Links der Isar bin ich sowieso immer geblieben. Vielleicht hat man im Leben nicht nur eine einzige Heimat. Vielleicht ist die Heimat der Ort, an dem man „angekommen“ ist, und vielleicht ruft irgendwann das Leben wieder zum Aufbruch. Ich kann in meiner jetzigen Lebensphase sagen: Baierbrunn ist definitiv meine Heimat. Meine Kinder wachsen hier glücklich auf, ich habe hier erstaunlich viele ganz wunderbare Freunde gefunden, ich liebe unser schönes Öko-Holzhaus, und ich pflege meinen großen son-


Kunst & Handwerk

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