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Ausgabe 07 & 08 / 2019 12. Juli 2019

in Ostwürttemberg

Ausbildungsbündnis

Zukunft wird aus Beruf gemacht Gleichwertigkeit der Berufsbildung RÖHM GmbH

Inklusion statt Exklusion

04

GmbH-Geschäftsführer Haftungsrisiken kennen und vermeiden

digiZ 26

Neue Geschäftsmodelle 34


er

Zukunft wird aus Beruf gemacht. Infos z Ausbil u freien dungs & Berat plätzen ung T

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Ausbildungsinitiativen Die Bildungspartnerschaften Die Bildungspartnerschaften machen den Schulalltag praxisorientierter. Wie funktioniert eigentlich ein Unternehmen? Was stellen die für Produkte her? Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es dort? Was für Jobs sind dort möglich? Antworten auf diese Fragen und vieles mehr übernehmen die Bildungspartner deiner Schule.

der IHK Ostwürttemberg

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Die Ausbildungsbotschafter Live-Einblicke in die duale Ausbildung geben die Ausbildungsbotschafter bei ihren Vorträgen. Dabei sind sie kompetent, ehrlich, authentisch und interessant. Schülerinnen und Schüler sind begeistert nach dem Besuch und geben offen zu, vieles davon nicht gewusst zu haben. Gut, dass wir Auszubildende haben, denen es ein Anliegen ist, ihren Beruf und ihre Begeisterung für ihren Beruf weiterzugeben. Infos gibt‘s bei der IHK.

Ostwürttembergs Azubi-Blog (@azubi.owue)

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TITELTHEMA: Ausbildungsbündnis

Zukunft wird aus Beruf gemacht

08

In Ostwürttemberg ist die Zahl der neueingetragenen Ausbildungsverhältnisse in den IHK-Berufen erfreulicherweise in den letzten Jahren erneut steigend. Die duale Berufsausbildung erfährt wieder mehr die ihr zustehende Bedeutung. Ziel ist eine moderne und zukunftsfeste Ausbildung für Jugendliche. Denn nicht zuletzt ist eine duale Berufsausbildung eine gleichwertige Alternative zum Studium, die viele Möglichkeiten eröffnet.

Inhalt BERICHTE UND ANALYSEN RÖHM GMBH Inklusion statt Exklusion

04

TITELTHEMA AUSBILDUNGSBÜNDNIS Zukunft wird aus Beruf gemacht

08

GMBH-GESCHÄFTSFÜHRER Haftungsrisiken kennen und Haftungsfallen vermeiden

26

digiZ Neue Geschäftsmodelle

34

VORTRAGSTECHNIK Kontrolle ist gut – Überraschungen sind besser 42

04 RÖHM GmbH Inklusion statt Exklusion: Gemeinschaftlich erfolgreich zusammenarbeiten – das ist eines der gesteckten Ziele einer gelungenen Inklusion zwischen Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung.

26

34

GmbH-Geschäftsführer

Neue Geschäftsmodelle

Haftungsrisiken kennen und Haftungsfallen vermeiden: Rechtlichen Aufgaben und Pflichten, Risikofrüherkennung und Anzeigepflichten, persönliche Haftung und Möglichkeiten der Haftungsbegrenzung.

Die Digitalisierung der Unternehmen ist da und jeder versucht, mitzuspielen. Sind diese Technologien nur ein Hype oder vielleicht doch eine Bedrohung für etablierte Geschäftsmodelle?

Titelfoto:

von oben: 1) Umicore; 2 und 3) IHK/Kruppa

ZAHLEN UND FAKTEN

06

WIRTSCHAFT UND REGION Firmenberichte Persönliches

16 24

BILDUNG UND ZUKUNFT Prüfungsplan Abschlussprüfung Winter 2019/2020 Neue IHK-Gründungswerkstatt online Remstal Cup in Schwäbisch Gmünd

28 29 30

MÄRKTE UND TRENDS Logistik gestaltet Zukunft Digitalisierung – gelebte Realität Ostwürttemberg Beim Leichtbautag präsent

31 32

IT UND DIGITALES Praxisleitfaden Datensicherheit – kurz und knapp 37 digiZ Erster Cybersicherheits-Kongress der Region 37 BETRIEB UND PRAXIS Unternehmen und Klimawandel 2. Energiegipfel Ostwürttemberg Nudging am Arbeitsplatz

39 41

Veranstaltungen Kurz und knapp IHK aktuell IHK-Börsen HANDELSREGISTER Impressum Die letzte Seite

38 44 46 47 47 49 51

Beilagenhinweis: Wortmann


Berichte und Analysen

RÖHM GMBH

Inklusion statt Exklusion MENSCHEN MIT BEHINDERUNG UND MENSCHEN OHNE BEHINDERUNG ARBEITEN NEBEN- UND MITEINANDER.

Feierliche Einweihung der zwölf betrieblichen integrierten und dauerhaften Außenarbeitsplätzen bei Röhm.

Arbeitsplätze in der Bohrfuttermontage: Die Tätigkeit umfasst sowohl die Montage als auch Verpackung von Röhm Bohrfuttern.

Gemeinschaftlich erfolgreich zusammenarbeiten – das ist eines der gesteckten Ziele einer gelungenen Inklusion zwischen Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung. Der Spann- und Greiftechnikspezialist Röhm aus Sontheim an der Brenz unterstützt mit großer Überzeugung dieses Leitbild. Seit längerer Zeit sind die Werkstätten der Lebenshilfe in Heidenheim und Giengen (HWW GmbH) und das Unternehmen Röhm in engem Kontakt, um ein entsprechendes „Pionierprojekt“ umzusetzen. Ziel ist die Schaffung von zwölf betrieblich integrierten und dauerhaften Außenarbeitsplätzen bei Röhm für die Menschen mit Behinderung der Lebenshilfe Werkstätten in Heidenheim und Giengen (HWW GmbH).

Das Besondere an diesem Vorhaben: Röhm ist zumindest im Landkreis Heidenheim der erste Arbeitgeber, welcher eine größere Anzahl an Dauer-Arbeitsplätzen einrichtet, statt beispielsweise einzelne oder befristete Projektarbeitsplätze. Im Betrieb werden zukünftig Menschen mit Behinderung sowie Menschen ohne Behinderung neben- und miteinander tätig sein. Derzeit arbeiten schon die ersten Beteiligten im Rahmen eines Praktikums in drei Montagegruppen mit Röhm Mitarbeitern zusammen – und

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Neben- und miteinander tätig: Gemeinsame Arbeitsplätze von Menschen mit Behinderung und ohne Behinderung in der Bohrfuttermontage.

Feierliche Übergabe des VW Busses für die tägliche Fahrt. (Fotos: Röhm)

zwar vollständig inkludiert und nicht etwa in einem separaten Bereich. Die Tätigkeit umfasst sowohl die Montage als auch Verpackung von Röhm Bohrfuttern. Als Anlass für den erfolgreichen Projektstart fand Ende Mai 2019 in Sontheim mit über 50 Teilnehmern die feierliche Einweihung der Arbeitsplätze in der Bohrfuttermontage durch Vertreter der Lebenshilfe sowie Sontheims Bürgermeister Matthias Kraut einschließlich

der Vertragsunterzeichnung statt. Gleichzeitig erfolgte die Übergabe eines eigens angeschafften Kleinbusses, mit welchem die Menschen der Lebenshilfe künftig täglich zu ihrem Arbeitsplatz in Sontheim gefahren werden. „Für mich ist das Projekt eine Herzensangelegenheit, und ich möchte weitere Unternehmen dazu animieren, ebenfalls Menschen mit Behinderung in Unternehmen und die Gesellschaft zu inkludieren“, so Röhm Geschäftsführer Gerhard Glanz.


Berichte und Analysen

Die konkreten Gespräche mit der Lebenshilfe Giengen zu diesem Vorhaben starteten im Jahr 2018. Zwischen Februar und April 2019 folgten erste Praktika diverser Mitarbeiter der Lebenshilfe, um einzuschätzen, ob die Zusammenarbeit gut funktioniert. Dabei wurden die Arbeitsschritte auf die Bedürfnisse der LebenshilfeMitarbeiter angepasst. Beginnend ab Mai 2019 wurden nun acht Stellen eingerichtet, bis hin zum Juli mit dann abschließend insgesamt zwölf Arbeitsplätzen. AUSGLEICHSABGABE STATT BESCHÄFTIGUNG Firmen ab 20 Mitarbeitern sind dazu verpflichtet, auf mindestens 5 Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Unternehmen, die dieser Vorgabe nicht nachkommen, müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen. Dessen Höhe ist abhängig von der Beschäftigungsquote und der Arbeitsplatzzahl. Diese 5 Prozent-Quote erreichen viele Firmen in Deutschland nicht und nehmen stattdessen die Ausgleichszahlungen in Kauf. Für Gerhard Glanz hingegen ist das Thema Inklusion ein persönlich wichtiges Thema. Mit Stand vom 1. Mai 2019 sind bei Röhm 54 Personen mit Beeinträchtigung an den Standorten Sontheim, St. Georgen und Dillingen beschäftigt, ohne Berücksichtigung des neuen Projekts. Das entspricht einer Quote von 5,4 Prozent bei aktuell 994 Mitarbeitern in Deutschland. Weltweit sind rund 1.300 Personen beim Spann- und Greiftechnikspezialisten beschäftigt. Die Firma Röhm arbeitet neben der Lebenshilfe Giengen auch mit den Lebenshilfen in Asbach-Bäumenheim, Nördlingen, Dillingen und Augsburg zusammen. Rechnet man die Zusammenarbeit mit allen Lebenshilfen der aktuellen Quote von 5,4 Prozent hinzu, liegt die Beschäftigungsquote für Menschen mit Behinderung bei über 10 Prozent.

ein Hochbeet sowie eine Sitzbank für die Außenanlage an die Lebenshilfe Giengen zu liefern und aufzubauen. Der Rest des genannten Budgets wird anschließend als Geldspende übergeben. ZAHLEN UND FAKTEN In Deutschland gelten mehr als 7,5 Millionen Menschen als schwerbehindert, rund 24 Prozent von ihnen zu 100 Prozent (Stand 2015). Zwischen 2005 und 2015 stieg ihre Gesamtzahl um 12,6 Prozent. (Quelle: Behindertenhilfe in Deutschland: Zahlen – Daten – Fakten von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege BGW, Hamburg, 07/2017). Die Zahlen belegen, dass es jeden treffen kann und die Wahrscheinlichkeit nicht

gering ist, in eine leistungsgeminderte Position zu rücken. GEGENSEITIG VONEINANDER LERNEN Für Röhm ist das Engagement kein Mittel zur Selbstdarstellung, sondern überzeugtes Agieren mit Vorbildcharakter für andere Firmen sowohl in der Region als auch bundesweit. Die Beteiligten sammelten bisher beste Erfahrungen: Gemeinsame Projekte sorgen auf verschiedenen Ebenen für mehr Verständnis, zunehmenden Respekt sowie gegenseitige Lerneffekte, die ohne die enge Zusammenarbeit nicht entstanden wären. Diese positiven Erlebnisse geben die süddeutschen Spann- und GreiftechnikSpezialisten gerne weiter.

Über RÖHM GmbH

ENGERE KOOPERATION Zwischen den Werkstätten der Lebenshilfe in Heidenheim und Giengen und dem Unternehmen Röhm bestehen die Kontakte bereits seit langer Zeit. Eine der aktuellsten Aktionen startete im letzten Jahr mit Röhm Auszubildenden. Die Geschäftsleitung stellte hierfür ein Budget von 10.000 Euro zur Verfügung. Damit realisieren die Azubis gemeinsam mit der Lebenshilfe Giengen eigenständig organisierte Projekte. Ende 2018 wurde beispielsweise innerhalb eines Veranstaltungstages ein spezieller Lernbildschirm überreicht, um Menschen mit Behinderung den Zugang zur Technik und zu den digitalen Medien zu erleichtern. Für Anfang Juli 2019 ist geplant,

Die RÖHM GmbH mit Hauptsitz in Sontheim an der Brenz sowie Werken in Dillingen und St. Georgen wurde 1909 gegründet und gilt als einer der bedeutendsten Spannmittelhersteller der Welt mit einem umfangreichen Produktprogramm und eigener, leistungsfähiger Sonderfertigung. Rund 1.300 Mitarbeiter produzieren und vertreiben weltweit Spannzeuge vom Bohrfutter über effiziente Werkzeugspannungen und packende Greiftechnik bis zur Hightech-Kraftspanneinrichtung. Darüber hinaus werden kundenspezifische Produkte für nahezu jede Spannsituation

und Handhabungsaufgabe entwickelt und gefertigt. Der Exportanteil der deutschen Produktion liegt bei rund 50 Prozent. Das Unternehmen ist längst zum GlobalPlayer geworden, das seine Aktivitäten insbesondere in Lateinamerika, Osteuropa und Asien weiter ausbaut. Röhm ist weltweit mit 60 Vertretungen und 15 Niederlassungen präsent. Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Röhm GmbH sind Gerhard Glanz und Dr. Till Scharf.

www.roehm.biz

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Zahlen und Fakten 33 Millionen 33 Millionen der insgesamt 39,5 Millionen erwerbstätigen Internetnutzer ab 16 Jahren in Deutschland arbeiteten 2018 mit Computern oder computergesteuerten Geräten und Maschinen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand von Ergebnissen der Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in privaten Haushalten weiter mitteilt, schätzten 91 Prozent dieser Gruppe ihre IT-Kompetenzen mindestens als ausreichend für ihre berufliche Tätigkeit ein. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) 

3

MILLIONEN KILOGRAMM In Baden‑Württemberg lag die Produktion in Aquakulturanlagen im Jahr 2018 bei insgesamt mehr als 3 Millionen Kilogramm Fisch. Das ist eine Steigerung von etwa 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Erzeugung erfolgte nach Angaben des Statistischen Landesamtes in 97 Aquakulturbetrieben. Zur Produktionssteigerung hat vor allem die Regenbogenforelle (+5,6 Prozent) beigetragen, die zusammen mit der Lachsforelle (+14,7 Prozent) drei Viertel (entspricht ca. 2,2 Mio. kg) an der Gesamtmenge einnimmt.  Quelle: www.statistik-bw.de

12 PROZENT Um 12 Prozent sind die Lkw-Lieferungen in das Vereinigte Königreich in den ersten drei Monaten dieses Jahres gestiegen. Das zeigt das Transportbarometer der Frachtenbörse Timocom vom 13. Mai. Grund dafür ist die Steigerung der Produktion und der Lagerbestände durch die Unternehmen im Vorfeld des eigentlich für Ende März 2019 erwarteten Ausstiegs aus der EU. Unternehmen insbesondere aus der Automobilindustrie wollten mögliche Versorgungsengpässe nach einem harten Brexit vermeiden.  Quelle: Timocom

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73,9 Milliarden Euro Maßnahmen für den Umweltschutz sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors erwirtschafteten im Jahr 2017 in Deutschland 73,9 Milliarden Euro Umsatz mit Waren, Bau- und Dienstleistungen für den Umweltschutz. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

304,7

TONNEN

Im Jahr 2018 nahm der Güterumschlag der Seeschifffahrt um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden insgesamt 304,7 Millionen Tonnen Güter in deutschen Seehäfen verladen. 2017 waren es 299,5 Millionen Tonnen.  Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

8 Millionen Im Jahr 2017 lebten in Deutschland rund 8 Millionen Mütter mit mindestens einem minderjährigen Kind im gemeinsamen Haushalt. Darunter waren etwa 5 Millionen Mütter mit mindestens einem Kind unter 10 Jahren. Rund 740.000 Mütter lebten mit einem Kind im Säuglingsalter von unter 1 Jahr zusammen. Das heißt, diese Haushalte bestanden mindestens aus der Mutter und einem Kind. Dazu können weitere Personen kommen, etwa ein weiterer Elternteil und Geschwisterkinder.  Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

10,9

MILLIONEN PERSONEN

Ende 2018 waren rund 10,9 Millionen Personen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit im Ausländerzentralregister (AZR) erfasst. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren darunter rund 266.000 Ausländerinnen und Ausländer aus Staaten außerhalb der Europäischen Union (EU) mit einem Aufenthaltstitel zum Zwecke der Erwerbstätigkeit. Zum Jahresende 2017 waren es noch 217.000 gewesen. Damit erreichte die jährliche Wachstumsrate bereits das dritte Jahr in Folge einen Wert von über 20 Prozent. Zu den Hauptherkunftsländern dieses Personenkreises zählten Indien (12 Prozent), China (9 Prozent), Bosnien und Herzegowina (8 Prozent) sowie die Vereinigten Staaten (7 Prozent). Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)


% 30

PROZENT

Knapp 30 Prozent der Fläche Deutschlands sind Waldflächen. Der Wald prägt mit einer Fläche von 106.380 km² (29,7 Prozent) die Landschaft nach den Landwirtschaftsflächen (182.178 km² oder 50,9 Prozent) am stärksten. Im Vergleich dazu betragen die Flächen für Siedlung 32.986 km² (9,2 Prozent) und für Verkehr 18.046 km² (5,0 Prozent).  Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

Zahlen und Fakten

€€

7.100 Euro je Schülerin und Schüler

Die öffentlichen Haushalte gaben im Jahr 2016 für die Ausbildung einer Schülerin beziehungsweise eines Schülers an öffentlichen Schulen durchschnittlich 7.100 Euro aus. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entsprach dies einem Anstieg von rund 200 Euro gegenüber dem Vorjahr. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Titelthema – Ausbildungsbündnis

AUSBILDUNGSBÜNDNIS

Zukunft wird aus Beruf gemacht GLEICHWERTIGKEIT DER BERUFSBILDUNG In Ostwürttemberg ist die Zahl der neueingetragenen Ausbildungsverhältnisse in den IHK-Berufen erfreulicherweise in den letzten Jahren steigend. Die duale Berufsausbildung erfährt erneut mehr die ihr zustehende Bedeutung. Hier setzt auch das von der Landesregierung zusammen mit den Kammern und Verbänden in Baden-Württemberg geschlossene „Bündnis zur Stärkung der beruflichen Ausbildung und des Fachkräftenachwuchses 2019 bis 2022“ an. Ziel ist eine moderne und zukunftsfeste Ausbildung für Jugendliche. Denn nicht zuletzt ist eine duale Berufsausbildung eine gleichwertige Alternative zum Studium, die viele Möglichkeiten eröffnet.

(Foto: Umicore)

Im Ausbildungsjahr 2018 haben sich in den Berufen der IHK Ostwürttemberg trotz rückläufiger Schülerzahlen und dem steigenden Trend zur Akademisierung insgesamt 1.899 Jugendliche für eine gewerblich-technische oder eine kaufmännische Ausbildung entschieden. Das ist ein deutliches Plus von 4,9 Prozent im Vergleich zu 2017 und liegt damit deutlich über dem Landesdurchschnitt von plus 1,7 Prozent. Diese erfreuliche Ausbildungsbilanz 2018 ist ein Verdienst der engagierten Ausbildungsbetriebe, die den Jugendlichen attraktive Berufsbildungsangebote in rund hundert verschiedenen IHK-Berufen unterbreiten. Mit insgesamt 1.035 Ausbildungsbetrieben im vergangenen Jahr ist die Zahl auch hier angestiegen, denn zum gleichen Zeitpunkt 2017 waren es noch 1.020 Betriebe, die ausgebildet hatten. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass die Betriebe nach wie vor richtigerweise bei der Fachkräftesicherung auf die duale Ausbildung setzen.

einem Überangebot an Schulabsolventen ihre Auszubildenden auswählen konnten. Heute entwickelt es sich eher umgekehrt: Die Jugendlichen können sich vielfach das ausbildende Unternehmen aussuchen. Dabei setzt nun das neu abgeschlossene Bündnis an. Von 2019 bis 2022 wollen die Bündnispartner die Berufsausbildung zukunftsfest, integrativ und inklusiv gestalten, die hohe Attraktivität der beruflichen Ausbildung sichern sowie die Qualität der beruflichen Ausbildung weiter fördern.

(Foto: IHK/Kruppa)

HERAUSFORDERUNG: AUSBILDUNGSSTELLEN BESETZEN Dennoch wird es auch in den kommenden Jahren herausfordernd bleiben, interessierte Jugendliche überhaupt für eine duale Ausbildung zu gewinnen. Denn vorbei sind die Zeiten, in denen Betriebe aus

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Adrian Adler Zerspanungsmechaniker Kessler & Co, Abtsgmünd

DUALE BERUFSAUSBILDUNG BLEIBT ATTRAKTIV! Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat dies untersucht. Welchen Beruf und welchen Verlauf die Berufswahl nimmt, hängt sehr stark von sozialen aber auch wirtschaftlichen Faktoren ab. Auch die Bildungschancen hängen sehr stark vom Elternhaus ab. Dabei spielt beispielsweise das Geschlecht oder ob ein Jugendlicher einen Migrationshintergrund hat, aber auch der erreichte Schulabschluss, eine sehr große Rolle und beeinflusst die Bildungschancen und die Art und Weise der zukünftigen Lebensführung. Was die Attraktivität der dualen Berufsausbildung insgesamt sowie die Attraktivität bestimmter Berufsbilder betrifft, so gibt es eine sehr große Bereitschaft bei den Jugendlichen eine duale Berufsausbildung zu machen. Sie ist für einen Großteil der Schulabgänger einer der wichtigsten oder sogar die einzige Option einen Beruf zu erlernen. Jedoch ist der Schulabschluss ein gravierender Faktor. Einem Teil der Hauptschulabsolventen gelingt der direkte Übergang in die duale Ausbildung nicht, da sie möglicherweise an betrieblichen Zugangsbarrieren scheitern. Die Alternative ist der Umweg in schulische


Titelthema – Ausbildungsbündnis

(Foto: Umicore)

Roman Knau Oberflächenbeschichter , Schwäbisch Gmünd ORE UMIC und außerschulische Maßnahmen im Übergangssystem wie beispielsweise Berufsfachschulen, um einen höheren Bildungsabschluss zu erlangen und ihre Ausgangsbedingungen am Ausbildungsmarkt zu verbessern. Diese Art der Chancenoptimierung verbessert einem großen Teil der Jugendlichen die Möglichkeit, einen Ausbildungsplatz in ihrem Wunschberuf zu erlangen. Jedoch bleibt auch ein anderer Teil in diesem System und entfernt sich mehr und mehr der klassischen dualen Berufsausbildung. Bei Jugendlichen mit Studienberechtigung, für die eine duale Berufsausbildung zunächst eine

Option ist, entscheidet sich ein wesentlicher Anteil sehr oft am Ende doch für ein Studium, weil die vermeintlichen Vorteile bei den Jugendlichen oft überwiegen. So spielen bspw. der Status als späterer Akademiker, Berufsoptionen, vermeintlich bessere Einkommensmöglichkeiten und die Chancen auf Führungspositionen sowie das geringere Arbeitslosenrisiko eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, ob das Studium oder eine duale Berufsausbildung eingeschlagen wird. Die duale Berufsausbildung verliert also weniger durch die Einführung der Bachelor-Studiengänge oder die steigende Zahl der Studienberechtigten an Attraktivität, sondern vielmehr deshalb, weil den Jugendlichen oft nicht bewusst ist, dass eine duale Berufsausbildung ebenso vielseitige Berufsoptionen, gute Einkommenschancen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Chancen auf Führungspositionen bietet und natürlich, dass sogar noch geringer als bei Akademikern, heutzutage kaum ein Risiko auf Arbeitslosigkeit birgt.

DUALE AUSBILDUNG: GLEICHWERTIGE ALTERNATIVE ZUM STUDIUM Eine Ausbildung ist also eine gleichwertige Alternative zum Studium, die viele Möglichkeiten eröffnet. Eben mit Verdienstmöglichkeiten, die sich in vielen

Bündnis für die Zukunft der Jugend Das Bündnis hat drei zentrale wirtschafts- und gesellschaftspolitische Herausforderungen erkannt:  die digitale Transformation der Wirtschaft,  die Attraktivität der beruflichen Ausbildung  und deren Gleichwertigkeit mit der akademischen Bildung sowie eine bessere Passung von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt. Die Partner des neuen Ausbildungsbündnisses haben sich dabei auf sieben Themenschwerpunkte verständigt. Ihre Ziele sind:  die Berufsausbildung 4.0 in den kommenden Jahren weiter umsetzen,  die Qualität der Berufsausbildung weiterhin stärken,  mehr junge Menschen für die Berufsausbildung gewinnen,  die vielen Chancen und Möglichkeiten durch oder mit einer Berufsausbildung aufzeigen,  die berufliche Orientierung systematisch umsetzen,  die Neugestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf flächendeckend ausbauen  und die passgenaue Unterstützung zur Berufsausbildung anbieten.

Wir sollten mit Vorurteilen aufräumen und die Assets einer beruflichen Bildung noch viel stärker kommunizieren. Die Ausbildungsvergütungen sind in den letzten zehn Jahren um mehr als 30 Prozent gestiegen und liegen jetzt durchschnittlich bei rund 850 Euro. Im Vergleich: Die Tariflöhne sind im gleichen Zeitraum nur um rund 20 Prozent gestiegen. Und in den letzten zehn Jahren ist die Arbeitslosenquote beruflich Qualifizierter um etwa 50 Prozent gesunken – ein deutlich stärkerer Rückgang als bei Akademikern. Bei Absolventen einer Höheren Berufsbildung – also bei Meistern und Fachwirten – liegt die Arbeitslosenquote sogar schon unterhalb der von Akademikern. Eine Fortbildung zum Meister oder Fachwirt kann demnach sogar lohnender und spannender sein als ein Studium.

Fällen mit denen eines Akademikers messen können. Das System der beruflichen Bildung ist für Deutschland und Baden-Württemberg von großer Bedeutung. Es ist am Bedarf der Wirtschaft orientiert und stellt sicher, dass die Ausbildungsberufe laufend an den technologischen Fortschritt und den wirtschaftlichen Strukturwandel angepasst werden können. Check: Ein Absolvent einer dualen Berufsausbildung kann die gleichen Chancen eröffnet bekommen wie ein Akademiker. Es liegt immer in den fleißigen, lernwilligen und lernfähigen, motivierten, engagierten und leidenschaftlichen Händen eines jeden einzelnen. Die Gleichwertigkeit der beruflichen und akademischen Bildung für alle Jugendlichen und deren Eltern stellt deshalb eine Selbstverständlichkeit dar.

HÖHERE BERUFSBILDUNG MIT NEUER BEZEICHNUNG

(Foto: Pixabay)

Für die Fortbildungen beispielsweise zum Industriemeister oder zur Betriebswirtin sollen zukünftig die einheitlichen Bezeichnungen Berufsbachelor bzw. Berufsmaster verwendet werden. Die neuen Bezeichnungen unterstreichen die Praxisnähe und die besonderen Fähigkeiten von Menschen mit anerkannten Fortbildungsabschlüssen. Sie steigern die Markenbildung der beruflichen Bildung und tragen so dazu bei, noch mehr junge Menschen für den Weg der beruflichen Bildung zu begeistern.

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Titelthema – Ausbildungsbündnis

Lourans Albarawi Der 21-jährige Syrer flüchtete im Mai 2015 aus seiner Heimatstadt Damaskus nach Deutschland. Nach seiner Ankunft in München und einer Zwischenstation in Karlsruhe zog er nach Heidenheim. Nach einer nur zweimonatigen Vorbereitungsphase mit Deutschunterricht hat er seinen schulischen Werdegang im Schulverband im Heckental weitergeführt. Dort wurde er in die neunte Klasse eingestuft. Ein Jahr später absolvierte er erfolgreich seinen Werkrealschulabschluss. Durch den Kümmerer Alexander Breyer kam der Kontakt zur IHK Ostwürttemberg zustande. Im Februar 2017 absolvierte Albarawi ein einwöchiges Praktikum bei der IHK, um den Beruf Kaufmann für Büromanagement kennenzulernen. Daraus wurde zur Freude beider Seiten zum 1. September 2017 ein reguläres Ausbildungsverhältnis. Ende 2018 hat Albarawi seine Abschlussprüfung Teil 1 mit großem Erfolg bestanden. Parallel zu seiner dualen Ausbildung bringt er sich auch unterstützend als Übersetzer bei der Beratung von syrischen Existenzgründern ein. Zudem hat er den Facebook-Livestream der IHK für Azubis entwickelt und ist hier regelmäßig live zu sehen. Lourans Albarawi ist ein hervorragendes Beispiel wie Integration durch Ausbildung gelingen kann. Derzeit macht er seinen PKW-Führerschein, und in seiner Freizeit spielt er Fußball beim SV Mergelstetten.

(Foto: IHK/Grath)

INTEGRATION DURCH AUSBILDUNG

s t f n u k Zu

perspektiven

schaffen

KÜMMERER VERMITTELT ZUGEWANDERTE JUGENDLICHE IN AUSBILDUNG Nach mehr als drei Jahren Laufzeit des Förderprogrammes „Integration durch Ausbildung - Perspektiven für Flüchtlinge“ trägt die Arbeit des sogenannten Kümmerers der IHK Ostwürttemberg Früchte: 112 zugewanderte junge Menschen konnten durch den Kümmerer begleitet werden, 25 davon haben bereits eine duale Ausbildung in Industrie, Handel und Dienstleistungsberufen begonnen.

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Titelthema – Ausbildungsbündnis

ARON ABELE IndustrieKaufmann Umicore, Schwäbisch Gmünd

(Foto: Umicore)

Doch zum Start des Projektes galt es vor allem die bestehenden Sprachbarrieren bei den jungen Geflüchteten zu überwinden. In der IHKOrganisation hat man sich von Anfang an für ein Sprachniveau von mindestens B2 ausgesprochen, darunter ist eine Berufsausbildung kaum zu schaffen. Diese Hürde war für viele Geflüchtete erstmal ein Hindernis, denn ein Großteil musste mittels Sprachkurse die deutsche Sprache erst erlernen. Mit B2-Sprachkenntnissen ist es möglich, sich spontan und fließend verständigen zu können, so dass ein normales Gespräch mit Muttersprachlern ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich ist. Dieses Ausbildungshemmnis Sprache haben viele der Geflüchteten zum Anlass genommen, um gleich ihren Haupt- oder sogar ihren Werkrealschulabschluss zu machen.

ten seit April 2016 insgesamt 112 geflüchtete Jugendliche durch Alexander Breyer begleitet und intensiv betreut werden. Von diesen Jugendlichen konnten 25 in eine Ausbildung vermittelt werden, 24 in ein Praktikum und weitere 14 in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. 35 Jugendliche gehen derzeit noch auf weiterführende Schulen oder in ein freiwilliges soziales Jahr. Vor dem Hintergrund der genannten Startschwierigkeiten ist die IHK Ostwürttemberg mit dieser Bilanz sehr zufrieden. „Die Jugendlichen werden in der Sprache immer besser und somit wird es für uns auch deutlich

Alexander Breyer hilft den Jugendlichen ganz konkret, z. B. begleitet er sie bei Behördengängen. Gleichzeitig berät er die Betriebe, auf was sie achten müssen, wenn sie Zugewanderte einstellen wollen. Die Stelle des Kümmerers ist daher ein Begleiter für beide Seiten der dualen Berufsausbildung, der sich ganz konkret um die Belange und Bedürfnisse der Zugewanderten, aber auch um die der Betriebe. Seine Hauptaufgaben sind jedoch nach wie vor, die für das Projekt in Frage kommenden Flüchtlinge zunächst zu identifizieren. Danach gilt es, sie auf eine Ausbildung vorzubereiten und mit Betrieben in Kontakt zu bringen. Bis zum Beginn einer Ausbildung werden sie vom Kümmerer begleitet und bei der Berufsorientierung, im Bewerbungsprozess sowie bei der Ausbildungsplatz- und Praktikumssuche unterstützt. Auch eine Einstiegsqualifizierung ist eine gute Möglichkeit, um die jungen Geflüchteten auf eine Ausbildung vorzubereiten. So bestehe die Chance, das duale Ausbildungssystem sowie den Betrieb kennen zu lernen.

(Foto: IHK)

Durch das landesweite Förderprogramm „Integration durch Ausbildung - Perspektiven für Flüchtlinge“ ist Alexander Breyer mittlerweile seit drei Jahren als „Kümmerer“ bei der IHK Ostwürttemberg im Einsatz. Er verschafft jungen Zugewanderten mit Bleibeperspektive und entsprechendem Sprachniveau passende Praktikums- und Ausbildungsplätze. Dabei betreut Breyer die jungen Menschen und ist gleichzeitig Ansprechpartner für die Betriebe. Seine Stelle wird gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau BadenWürttemberg. Bei der IHK ist man sehr dankbar für dieses Landesprojekt und hofft, dass es weitergeführt wird. Denn wie die Zahlen zeigen, sind viele junge Menschen derzeit noch in Schulen oder Übergangssystemen, die in den nächsten Jahren bei der Integration in Ausbildungsverhältnisse sehr von der Arbeit des Kümmerers profitieren werden.

einfacher sein, diese in eine Ausbildung zu vermitteln“, so Alexander Breyer. Angesichts des unverändert guten Ausbildungsmarkts sind die Jugendlichen in einer sehr günstigen Lage. Die Unternehmen suchen Nachwuchs für die duale Ausbildung. Dabei spielt es keine Rolle, welche Nationalität diese Jugendlichen haben, sondern welchen Ehrgeiz sie mitbringen.

„Kümmerer“ Alexander Breyer Alexander Breyer hat sein Büro im Integrationszentrum im Haintal in Heidenheim, weil er da das Netzwerk aller Akteure, von den ehrenamtlichen Organisationen bis hin zum Jobcenter und Ausländeramt, perfekt nutzen kann. Weitere Informationen unter www.ostwuerttemberg.ihk.de oder bei der IHK Ostwürttemberg, Alexander Breyer, Ludwig-Erhard-Str. 1, 89520 Heidenheim, Mobil: 0176 564 439 36, breyer@ostwuerttemberg.ihk.de

Nach einer Anlaufphase ist das Projekt inzwischen sehr erfolgreich. In Ostwürttemberg konn-

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Titelthema – Ausbildungsbündnis

KAUFMANN/-FRAU IM E-COMMERCE

Ellwangen ist Schulstandort Das Kreisberufsschulzentrum Ellwangen ist ab September 2019 Schulstandort für den neuen Ausbildungsberuf „Kaufmann/frau im E-Commerce“. Dies wurde vom Regierungspräsidium Stuttgart nun bekannt gegeben. Vorausgegangen dafür war ein engagierter regionaler Einsatz mit einem Konsens für einen Standort und einem von Wirtschaft und Politik gemeinsam getragenen Antrag. Diese Entscheidung ist für die Region von sehr großer Bedeutung, da um das Kreisberufsschulzentrum in Ellwangen wichtige Unternehmen angesiedelt sind, die den neuen Ausbildungsberuf ausbilden werden. Schulleiter Peter Lehle: „Durch die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft ergeben sich für viele Unternehmen aus Handel und Dienstleistung neue Tätigkeitsbereiche. Genau an dieser Stelle setzen wir mit dem neuen Ausbildungsberuf an. Deshalb freuen wir uns sehr, dass unsere Bewerbung Erfolg hatte. Die IHK Ostwürttemberg war Mitstreiter, dass die Region nun einen Schulstandort für diesen zukunftweisenden Beruf bekommen hat. Durch den neuen Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce steht jungen Menschen aus Ostwürttemberg ein komplett neues Berufsbild offen. Denkbare Tätigkeitsfelder sind während und nach der Ausbildung die Branchen Großund Einzelhandel, Tourismuswirtschaft sowie Finanz- und Dienstleistung – eben überall dort, wo Dienstleistungen oder Waren online angeboten und vertrieben werden. Auch die ersten Betriebe haben bereits im Jahr 2018 ihr Interesse signalisiert und in diesem Beruf die Ausbildung begonnen. Die Einzelhändler in der Region haben jetzt die Möglichkeit, sich ein zweites Standbein zu schaffen. Dass die Branche boomt, wird immer mehr deutlich. Der neue Ausbildungsberuf ist ein weiterer Schritt in die digitale Welt. Weil das Tätigkeitsfeld des neuen Berufs sehr dynamisch ist, will das Kreisberufsschulzentrum in Ellwangen von Beginn an praxisorientiert agieren und enge Kontakte

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zu Online-Unternehmen aufbauen. Schulleiter Lehle: „In dem neuen Ausbildungsberuf sollen Absolventen lernen, ein Online-Warenund Dienstleistungssortiment zu entwickeln, anzubieten, zu verkaufen und die nachgelagerten Prozesse zu steuern. Es ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, der Ausbildungsberuf kann grundsätzlich für Absolventen aller Schulformen geeignet sein.“ Wichtige Grundlagen sind vor allem gute Noten in Mathematik, Deutsch und Englisch. Die duale Ausbildung zum/zur Kaufmann/ -frau im E-Commerce dauert drei Jahre und beinhaltet Anteile im Betrieb und in der Berufsschule.

Kreisberufsschulzentrum Ellwangen Das Kreisberufsschulzentrum Ellwangen ist ab September 2019 Schulstandort für den neuen Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau im E-Commerce“. (Foto: Landratsamt Ostalb)

(Foto: IHK/Kruppa)

Pius Brenner Industriemechaniker

Kessler & Co, Abtsgmünd


Titelthema – Ausbildungsbündnis

VON DER SCHULE IN DEN BERUF

Mit DEM Azubi-Pass auf Entdeckungsreise d Handels Industrie- unberg Ostwürttem

PROJEKT FÜR EINEN MÖGLICHST SICHEREN EINSTIEG INS BERUFSLEBEN

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Der Azubi-Pass der IHK Ostwürttemberg ist ein neues Instrument für Unternehmen, um den eigenen Fachkräftenachwuchs zu sichern. vom Eine Woche lang können Jugendliche damit als Azubi auf Probe das Unternehmen und den Wunschberuf präsentiertkostenlos kennenlernen. Über 50 Unternehmen sind auf den jüngsten Ausbildungsplatzmessen in der Region bereits mit diesem neuen Angebot aufgetreten.

Das neue Marketing-Produkt der IHK Ostwürttemberg „Azubi-Pass – Eine Woche als Azubi im Unternehmen“ wurde erfolgreich auf den Ausbildungs- und Studienplatzmessen in der Region im ersten Halbjahr 2019 eingeführt. Die bislang teilnehmenden Betriebe und Aussteller hatten auf der Messe vielmals die Möglichkeit, den Pass an interessierte und engagierte Schüler zu vergeben. Mittlerweile nehmen über 50 Unternehmen aus Ostwürttemberg am Projekt teil. André Louis Leiter Ausbildung bei der IHK Ostwürttemberg: „Wir freuen uns über die große Akzeptanz, die unser neues Angebot erfährt. Mit dem AzubiPass können sich beide Seiten – Jugendliche und Unternehmen bei der Berufs- bzw. Personalauswahl frühzeitig kennen und schätzen lernen.“

ben. Gleichzeitig ergänzt der Azubi-Pass das Berufsorientierungsangebot für die Schüler. Eine Win-Win-Situation also. Wer sich bereits im Vorfeld einer Messe über die teilnehmenden Unternehmen informieren möchte, findet eine entsprechende Liste auf dem Azubi-Blog der IHK (azubi.ihk.de). Für interessierte Unternehmen steht die IHK Ostwürttemberg mit weiteren Informationen zum Projekt zur Seite. Ansprechpartnerin: Lea Schmitt, Koordinatorin Bildungsprojekte, Tel. 07321 324-138 oder schmitt@ostwuerttemberg.ihk.de.

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Für Jugendlich

Um den Ausbildungsalltag möglichst authentisch zu erleben, begleiten die Schüler einen aktuellen Azubi, so werden auch Hemmschwellen abgebaut, da der Altersunterschied nicht so groß ist zwischen den Mentoren und Schülern und sie sich dadurch leichter austauschen. An Meetings teilnehmen, bei der Erledigung von Arbeitsaufträgen mithelfen, Dokumente erstellen, Zeichnungen oder Musterstücke anfertigen, Berichtsheft schreiben – der Azubi-Pass ermöglicht den Blick hinter die Kulissen und stellt die eigenen Ansprüche und Wünsche auf die Probe. Das Ziel besteht neben der Berufsorientierung auch darin, eventuell direkt einen Ausbildungsplatz in Aussicht gestellt zu bekommen. Möglichkeit dazu bietet sich im abschließenden Feedback-Gespräch. Letztlich haben die Unternehmen mit diesem Projekt die Chance, potentielle Azubis direkt kennenzulernen, um frühzeitig Ausbildungsplätze zu verge-

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Titelthema – Ausbildungsbündnis

IHK-AUSBILDUNGSBROSCHÜRE FÜR SCHULABGÄNGER 2020

g e W in e D . t f u ä L in den Beruf DIE VIELFALT UND ATTRAKTIVITÄT DER DUALEN BERUFSAUSBILDUNG IM MITTELPUNKT „läuft.“ heißt die IHK-Ausbildungsbroschüre im Magazincharakter der IHK Ostwürttemberg mit allen Informationen rund um den Start in die Berufswelt. Jetzt ist die Ausgabe für die Schulabgänger 2020 brandneu erschienen.

Im Mittelpunkt der neuen „läuft. – Dein Weg in den Beruf“ steht die duale Berufsausbildung. Die IHK Ostwürttemberg stellt dabei deren vielfältigen Möglichkeiten vor, um so die zukünftigen Fachkräfte für ihren Wunschberuf zu begeistern. Welche Ausbildung einer der momentan angesagtesten Comedians, Faisal Kawusi, absolviert hat und wie ihm seine Erfahrungen, die er während der Zeit als Azubi gesammelt hat, heute auf der Bühne helfen, das erfahren die Leserinnen und Leser im exklusiven Interview. Ebenso wird der neue Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce vorgestellt. Die ersten Auszubildenden in diesem Beruf erzählen in der „läuft.“ von ihren Eindrücken und was ihnen an dieser zukunftsorientierten Tätigkeit besonders gefällt und sie überzeugt hat. Zudem öffnet die Firma Betzold ihre Türen für die Redaktion und gibt Einblick, wie das Arbeitsumfeld im E-Commerce überhaupt aussieht und was die Ausbildung bei Betzold besonders gestaltet. In der „läuft.“ porträtiert die IHK Ostwürttemberg viele verschiedene IHK-Ausbildungsberufe und informiert so die jungen Leser über deren Karrieremöglichkeiten mit einer dualen Ausbildung. Auch kommen dazu Ausbildungsbotschafter zu Wort. Auch gibt es eine Vielzahl von Bewerbungstipps: Wie gestaltet man Bewerbungsunterlagen? Was erwartet einen in einem Vorstellungsgespräch? Das IHK-Ausbildungsmagazin gibt hierzu umfassende Antworten und nennt die konkreten Ansprechpartner für die Ausbildungsberatung. Besonders hilfreich ist der IHK-Lehrstellenatlas mit rund 940 Angeboten für Ausbildungs- und Studienplätze von Unternehmen der Region. Diese Angebote umfassen

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102 verschiedene Ausbildungsberufe oder Bachelor-Studiengänge, wobei letztere zum größten Teil in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heidenheim stattfinden.

Dein Weg in den Beruf

Partner in der Umsetzung der beliebten Broschüre ist die Medienwerkstatt Ostalb aus Aalen, ein Tochterunternehmen der Mediengruppe SDZ. Druck und Medien. Realisiert wurde die kostenlose Broschüre „läuft.“ durch Anzeigen der regionalen Wirtschaft. Die „läuft.“ Wird über die Schulen verteilt und kann auch im Internet unter www.ostwuerttemberg.ihk. de/laeuft kostenlos heruntergeladen werden.

Comedian Faisal Kawusi Von der Lehre auf die große Showbühne

Allesfürdie perfekte Bewerbung

Der Ausbildungsatlas Ausbildungsbetriebe in Ostwürttemberg

Magazin 2019

Für die Berufswahl der Schülerinnen und Schül er der Abgangsklasse 2020

(Foto: Umicore)

TIMO Mönch OBERFLÄCHENBESCHICHTER UMicore, SChwäbisch Gmünd


Titelthema – Ausbildungsbündnis

EMELY BEimdieke Hotelfachfra u Schlosshotel, Heidenheim (Foto: IHK/Kruppa)

(Foto: IHK/Kruppa)

JONATHAN BARTH KAUFMANN IM EINZELHANDEL Nubert, Schwäbisch Gmünd

IHK OSTWÜRTTEMBERG

Ausbildungsberater helfen weiter

Die Ausbildungsberater der IHK Ostwürttemberg sind die Ansprechpartner für alle Ausbildungsbetriebe und Auszubildenden aus Industrie, Handel und der Dienstleistungsbranche, oder solche, die es werden wollen. Die Ausbildungsberater übernehmen laut Berufsbildungsgesetz (BBiG) die Beratung aller Beteiligten sowie die Überwachung der Ausbildung, selbstverständlich immer vertraulich. Damit ein Betrieb überhaupt ausbilden darf, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden.

Die Ausbildungsberater besuchen hierfür den jeweiligen Betrieb und machen sich ein Bild vor Ort. Es werden wichtige Fragen geklärt, wie zum Beispiel „Decken die betrieblichen Abläufe und Prozesse im Unternehmen die erforderlichen Inhalte des Ausbildungsberufes ab?“, „Wer ist für den Ausbildungsberuf als verantwortlicher Ausbilder geeignet?“, „Welche Rechte und Pflichten haben der Betrieb und die Auszubildenden?“, „Wie ist der Ausbildungsnachweis zu führen?“ usw. Erst wenn alle Punkte geklärt sind,

erhält der Betrieb die Berechtigung auszubilden. Sollten während der Ausbildung Probleme auftreten, stehen die IHK-Ausbildungsberater bei Bedarf ebenfalls zur Seite. Denn das oberste Ziel heißt: Eine begonnene Ausbildung soll auch erfolgreich abgeschlossen werden. Auf dem Weg zu einem erfolgreichen Abschluss finden alle Ausbildungsbeteiligten Unterstützung bei den Ausbildungsberatern der IHK Ostwürttemberg: (Fotos: IHK)

Kaufmännische- und Dienstleistungsberufe gen, (Industrie, Banken/Versicherun Lager, Gastronomie, Sport)

Cornelia Kuhn-Funke Tel. 07321 324-158 kuhn-funke@ostwuerttemberg.ihk.de

Kaufmännische- und Dienstleistungsberufe (Büroberufe, Handel, IT, Verkehr)

Manfred Weigl Tel. 07321 324-157 weigl@ostwuerttemberg.ihk.de

Gewerblich technische Berufe

Carmen Bassler Tel. 07321 324-166 bassler@ostwuerttemberg.ihk.de

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WIRTSCHAFT UND REGION

WELEDA

Nachhaltig erfolgreich www.weleda.de

Weleda, die weilweite Marktführerin für zertifizierte Naturkosmetik und anthroposophische Arzneimittel, hat Anfang Juni 2019 ihren Geschäftsund Nachhaltigkeitsbericht 2018 vorgelegt. Weleda zeigt darin mit der Selbstverpflichtung im global angesetzten Nachhaltigkeitsprogramm 2022 auf sieben Handlungsfeldern, dass wirtschaftlicher Erfolg und Nachhaltigkeit zusammengehören. Eine wesentliche Säule dabei ist die Förderung der regenerativen Landwirtschaft als Beitrag zum Klimaschutz und zum Erhalt der Biodiversität. Aktuell beträgt der Bioanteil der natürlichen Rohstoffe über 80 Prozent, bis 2022 soll der Anteil davon aus biologisch-dynamischem Anbau von ca. 10 Prozent auf 30 Prozent wachsen. Als erstes europäisches Unternehmen hat Weleda zusammen mit der Union for Ethical Biotrade (UEBT) ein Managementsystem für die komplette Lieferkette aller Rohstoffe im Bereich der Naturkosmetik zertifizieren lassen. Weleda wird noch größere Transparenz bezüglich der „Wahren Kosten“ herstellen. In dieser Form der Kostenrechnung werden negative und positive externe Effekte der Rohstoffbeschaffung berücksichtigt. Für ihre Verpackungen sucht Weleda auf allen Ebenen nach ökologisch nachhaltigen Lösungen. Bis 2022 soll sich der Anteil an Recycling-Material in den Verpackungen mehr als verdoppeln. Zusammen mit seinen Marktpartnern entwickelt das Unternehmen neue Möglichkeiten, um Verpackungen

Die Geschäftsleitung der Weleda AG (v.l.): Dr. Aldo Ammendola, CRDO Forschung und Entwicklung; Andreas Sommer, CCO Markt; Michael Brenner, CFO Finanzen und Services; und Alois Mayer, COO Operations. (Foto: Weleda)

zu reduzieren, Recyclingmöglichkeiten zu verbessern sowie neue Designs und Verpackungssysteme zu entwerfen. Weleda hat sich das Ziel gesetzt, bis 2022 weltweit die gesamte Gruppe als B-Corp zertifizieren zu lassen. Die internationale Nachhaltigkeits-Bewegung B-Corp (B = Benefit) fordert eine konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an Sinnhaftigkeit und einer nachweisbar positiven Wirkung für Mensch und Natur. Nachhaltige Innovationen werden für Weleda auch in Zukunft ein wichtiger Treiber des Wachstums sein. Mit sorgfältiger Marktforschung und der Einrichtung einer Ideenwerkstatt möchte Weleda dafür sorgen, dass langfristig wirksame Ideen gefunden werden. Durch Fokussierung sol-

len weniger, aber für die Verbraucher relevantere Neuheiten entwickelt werden. Das Geschäftsjahr 2018: Umsatz +2,8 Prozent, Ergebnis +10.4 Prozent. Der Nettoumsatz ist um 2,8 Prozent von 400,9 Mio. Euro auf 412,3 Mio. Euro gewachsen (wechselkursbereinigt 4,4 Prozent). Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte um 12,6 Prozent auf 21,1 Mio. Euro gesteigert werden. Das konsolidierte Jahresergebnis lag mit 14,3 Mio. Euro 10,4 Prozent über Vorjahr. Die Nettofinanzposition lag zum Bilanzstichtag mit 35,8 Mio. Euro leicht unter Vorjahr (37,4 Mio. Euro). Die Finanzschulden konnten im Jahr 2018 vollständig abgebaut werden. Die Eigenkapitalquote hat sich auf 51,1 Prozent erhöht (Vorjahr: 46,7 Prozent).

CHOCOLATE IN A BOTTLE

Immer aktiv voran www.chocolate-in-a-bottle.de

Esther Pfaff aus Heidenheim startete ihren beruflichen Werdegang nach ihrem Studium Asienmanagement, zu dem auch das Erlernen der chinesischen Hochsprache Mandarin zählte. Im Anschluss daran schloss sich ein Traineeprogramm im Einkauf bei der Carl Zeiss AG in Oberkochen an. Die dabei gewonnen Kenntnisse und Fähigkeiten setzte sie geschickt im Einkauf von Accessoires aus China und deren Vertrieb in Deutschland sowie der Schweiz um, bevor sie endgültig ganz in den Vertrieb wechselte. Sehr erfolgreich übernahm Esther Pfaff für ein Schweizer Schmuck-Label den Vertrieb von Schmuck in Süddeutschland. Schon immer war es das Ziel der umtriebigen jungen Frau, sich selbstständig zu machen und ein eigenes Unternehmen aufzubauen. 2010 wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete eine Vertriebsund Coaching-Agentur mit Sitz in Heidenheim hat. Dieser Schritt war nur möglich durch den gemeinsam mit der IHK Ostwürttemberg erstell-

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ten Businessplan und einem Gründungszuschuss, der ihr von der Agentur für Arbeit in Heidenheim gewährt wurde. Noch heute erinnert sie sich, wie schwierig es alleine war, nur ein einziges Auto auf die neue Firma zu leasen, ohne über entsprechende Sicherheiten zu verfügen. Heute besteht ihr Fuhrpark aus sechs Fahrzeugen. Ihr Unternehmen ist in ganz Deutschland tätig. Sieben Mitarbeiter schulen das Verkaufspersonal der größten Parfümeriekette in Deutschland. Doch damit nicht genug: Bei einer Urlaubsreise lernte sie einen Belgier kennen, der mit einem französischen Winzer eine einzigartige Kreation geschaffen hatte: Chocolate-in-a-bottle. „Ein französischer Chardonnay-Sekt, der von belgischer Schokolade geküsst wird“, lacht Esther Pfaff. Im klassischen Champagner Verfahren wird dieser Genuss hergestellt. Zusätzlich zur Champagnerhefe wird dem Wein eine Essenz aus Kakaobohnen und Haselnuss hinzugefügt, so dass ein völlig neues und sinnliches Geschmackserlebnis

Für Esther Pfaff ist ganz klar: man kann nur erfolgreich sein, wenn man zu 100 Prozent hinter seinem Produkt und seinen Ideen steht. (Foto: Pfaff)

entsteht. Derzeit bereist Esther Pfaff damit ganz Deutschland, um Endkunden zu erreichen und B2B neue Märkte zu erschließen. Für Esther Pfaff ist klar: man kann nur erfolgreich sein, wenn man zu 100 Prozent hinter seinem Produkt und seinen Ideen steht. „Egal, was man im Portfolio hat, man muss die Begeisterung dafür wecken, um erfolgreich zu sein“, sagt Esther Pfaff und wieder blitzen ihre Augen unternehmungslustig.


Wirtschaft und Region

ELKE TECHNIK WÄRME- UND VERBINDUNGSSYSTEME GMBH

Außergewöhnliches Betriebsjubiläum www.elke-technik.de

Roswitha Schmidt kann auf eine 40-jährige Betriebszugehörigkeit bei der Firma elke TECHNIK GmbH in Ellwangen zurückblicken. Im Rahmen einer Feier bedankten sich Gesellschafter und Geschäftsführung der elke TECHNIK bei Roswitha Schmidt für die langjährige, zuverlässige und engagierte Mitarbeit im Unternehmen

und überreichten eine Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg, eine Urkunde der IHK Ostwürttemberg sowie eine Geldprämie. Die Jubilarin Roswitha Schmidt (Mitte) mit Geschäftsführer Michael Fuchs und die Geschäftsführende Gesellschafterin Marianne Barlian. (Foto: elke)

GTA – GESELLSCHAFT FÜR TEXTILE AUSRÜSTUNG

Nachhaltigkeit und Kompetenz in der Textilindustrie www.gta-textil.com

MAPAL DR. KRESS KG

Vereinbarung zur betrieblichen Kinderbetreuung www.mapal.com

Im Bild die neue Produktionslinie 2 kurz vor der Inbetriebnahme. (Grafik: GTA)

Die 2015 gegründete GtA – Gesellschaft für textile Ausrüstung mbH in Neresheim investiert aktuell in eine Redundanz für deren Produktionslinie 1 sowie in einen weiteren Fertigungsschritt in der textilen Kette. „Als inhabergeführtes Unternehmen verbinden wir erfolgreich traditionelles Handwerk mit Hightech und achten dabei auf ein ökologisches Gleichgewicht“, erklärt Geschäftsführer Andreas Niess. Dabei geht das Unternehmen in eine ganz neue Dimension der zu bearbeitenden Warenbreite. Die neuen Linien 2 und 3 werden in einer Arbeitsbreite von 560 cm geplant. Niess: „Davon gibt es in Europa erst drei vergleichbare Anlagen.“ Diese Investition ermöglicht GtA weiter effizientere Fertigungsbedingungen und auch den Zugang zu neuen Märkten und Produktlinien; hier vor allem textile Flächen in Gebäuden als Decken- und Wandbespannungen oder im Außenbereich bei Objektbauten. „Mit unseren Produkten beliefern wir unterschiedliche Marktsegmente, die miteinander verflochten sind und sich ideal ergänzen. Dadurch profitieren wir und vor allem jedoch unsere Kunden von Wissenstransfer und Synergien in Bezug auf Qualität, Flexibilität, Lieferzeiten und Kosten“ erläutert Niess. Bei der Neuinvestition der Linie 2 und 3 fließen 50 Prozent der Kosten in Maschinentechnik und Infrastruktur und 50 Prozent in Wärmerückgewinnungssysteme, Abluftreinigung, Prozesssteuerung

und Umweltschutz. Die Auswahl hierfür erfolge immer nach dem Best-Practice-Prinzip. Nachhaltigkeit in der Produktion definiert sich für Niess über die Regenerationsfähigkeit der eingesetzten Ressourcen. Niess: „Da denkt man zunächst mal an Umweltschutz. Dies gilt aber keineswegs nur für die Erhaltung von Umwelt und Natur. Wir leben Nachhaltigkeit auch in Bezug auf die Menschen, also unsere Kunden, Partner und Mitarbeiter. Dazu gehören Ehrlichkeit, gute Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung. Wer Menschen vertrauensvoll und wertschätzend behandelt, investiert in nachhaltigen, gegenseitigen Nutzen. Auch unsere Maschinen behandeln wir nachhaltig und investieren jede Woche sechs bis acht Stunden in Wartung und Reinigung.“ Die GtA will einerseits ressourcenschonend produzieren und andererseits Schadstoffe vermeiden. Das beginnt bereits beim Ausgangsmaterial. „Als Rohgarn setzen wir teilweise recyceltes PES ein. Das ist in der Branche keineswegs selbstverständlich“, betont Niess. Um Wasser zu sparen, wird mit modernen Finishingverfahren gearbeitet. Dabei wird der gesamte Wasserkreislauf betrachtet. Das Oberflächenwasser der Gebäude fließt nicht in den Abwasserkanal. Für das Dachflächenwasser wurde Versickerungsbecken angelegt, um ein Feuchtbiotop zu schaffen. Das Wasser vom Bürodach führt in einen kleinen Teich. Niess: „Auf unserem Betriebsgelände sind nur die erforderlichen Fahrflächen asphaltiert. Der Rest ist begrünt oder geschottert, damit das Regenwasser auch hier versickern kann.“ In Zeiten globaler Märkte seien Qualität und Beständigkeit die Basis guter Partnerschaften. „Wir von der GTA fertigen technische Textilien in höchster Wertigkeit und Ausführung. Eine der modernsten, textilen Produktionen Europas ermöglicht uns zusammen mit unseren Kunden neue Wege zu gehen. Unsere Kunden sind kreativ, haben Ideen und Visionen. Die Entwicklung zukunftweisender Materialien, abgestimmt auf deren Bedürfnisse in der Anwendung, bildet die Basis neuer Konzepte. Über Innovation wird viel gesprochen. Wir leben sie“ erklärt Niess abschließend.

Die Betreuung von Kleinkindern nimmt einen wachsenden Stellenwert in der Gesellschaft ein. Ab September 2019 bietet MAPAL in Aalen deshalb in Kooperation mit der Stadtverwaltung für Kinder der MAPAL-Mitarbeiter fünf Plätze in der städtischen Kindertagesstätte im KWA Albstift Aalen an. Ende Mai 2019 unterzeichneten Dr. Jochen Kress, Geschäftsführender Gesellschafter von MAPAL, und Thilo Rentschler, Oberbürgermeister der Stadt Aalen, eine Kooperationsvereinbarung über die Belegungsrechte in der KiTa. Im Juli 2019 eröffnet die neue KiTa im Albstift mit verlängerten Öffnungszeiten und einer Ganztagesbetreuung. Sie ist in wenigen Minuten vom MAPAL-Betriebsgelände zu erreichen. „Die Nachfrage nach KiTa-Plätzen steigt“, sagt Claudia Wettemann, Personalreferentin bei MAPAL. Für die fünf Plätze seien schon viele Anfragen eingegangen. Die Kooperation zwischen dem Unternehmen und der Stadt in Hinblick auf die Betreuung von Kindern unter sechs Jahren soll zukünftig weiter ausgebaut werden.

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung über Belegungsplätze in der Kindertagesstätte Albstift (v.l.): Katja Stark, Leiterin des Amts für Soziales, Jugend und Familie; Thilo Rentschler, Oberbürgermeister; Ramona Sorg, Amt für Soziales, Jugend und Familie; alle Stadt Aalen, Claudia Wettemann, Personalreferentin; und Dr. Jochen Kress, Geschäftsführender Gesellschafter; beide MAPAL Dr. Kress KG. (Foto: MAPAL)

07 & 08 / 2019 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · Seite 17


Wirtschaft und Region

BSH HAUSGERÄTE GMBH

Zweistelliger Millionenbetrag für Giengen www.bshg.com

Bei einem Pressegespräch der BSH Hausgeräte GmbH am Standort Giengen am 27. Mai 2019 wurden die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres präsentiert und die Strategie und Ausrichtung des Standorts Giengen skizziert. Neben Investitionen im zweistelligen Millionenbereich wird der Fokus klar auf dem Einbaugerätemarkt liegen. Zudem baut der Standort seine Vorreiterrolle im Bereich vernetzter Produktionsanlagen innerhalb des weltweiten I4.0@BSH-Programms weiter aus und stellt die Weichen für die volle Vernetzung. In einem herausfordernden Umfeld, geprägt von Wechselkursschwankungen und volatilen Märkten weltweit, konnte die BSH Hausgeräte GmbH im Geschäftsjahr 2018 mit 13,4 Milliarden Euro den zweithöchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte verzeichnen. Wechselkursbereinigt entspricht das einem Plus von knapp einem Prozent, auf Euro-Basis einem Rückgang von 3,2 Prozent. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stie-

gen 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Prozent auf 673 Mio. Euro. Sie liegen mit 5,0 Prozent des Umsatzes auf Rekordniveau. Der Standort Giengen: Die Veränderungen der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben lokale Auswirkungen. Um die Produktionsmenge von 1,55 Millionen Hausgeräten aus dem Kühlsegment im Geschäftsjahr 2018 und einer leicht rückläufigen Prognose für das Jahr 2019 entgegenzusteuern, richtet der Standort Giengen seinen Fokus klar auf den Einbaugerätemarkt aus – im Zentrum stehen dabei neue PremiumEinbaugeräte für weltweite Märkte. Zudem wird die Vorreiterrolle im Bereich vernetzter Produktionsanlagen weiter ausgebaut. Investitionen im zweistelligen Millionenbereich sollen dies nachhaltig unterstreichen. Neben dem Investment in bestehende Gebäudestrukturen, ist u. a. eine neue vernetzte Einbau-Montagelinie in Planung, die Ende 2020 in Betrieb genommen werden soll.

Das 2018 eröffnete Innovation Laboratory, kurz InnoLab, hat das Ziel, die digitale Transformation innerhalb des weltweiten I4.0-Programms der BSH voranzutreiben, Innovationen zu beschleunigen und Mitarbeiter untereinander zu vernetzen. Die BSH verfolgt in diesem Rahmen mit Projekten wie dem „Digital Twin“ oder „Cognitive Computing“ zukunftsweisende Themen, die am Standort produktionsspezifisch zum Einsatz kommen. Der Standort Giengen, als ältester Produktionsstandort der BSH Hausgeräte GmbH, hat sich in seiner 70-jährigen Standortgeschichte zu einem Hightech-Standort mit derzeit 2.900 Mitarbeiter entwickelt, an dem Kühlschränke, Gefriergeräte und Kühl-Gefrier-Kombinationen nach neuesten Anforderungen und Energiekriterien entwickelt und produziert werden. Das hier ansässige Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Kühlgeräten koordiniert die Entwicklungs- und Forschungsaktivitäten für die Kältegeräte der BSH weltweit.

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Am BSH-Standort Giengen ist neben der Investition in bestehende Gebäudestrukturen u. a. eine neue vernetzte Einbau-Montagelinie in Planung, die Ende 2020 in Betrieb genommen werden soll. (Fotos: BSH)

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Seite 18 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · 07 & 08 / 2019


Wirtschaft und Region

VARTA AG

VARTA Consumer Batteries übernommen www.varta-ag.com

Der Batteriehersteller VARTA AG hat Ende Mai 2019 einen Vertrag zum Erwerb des in Europa angesiedelten VARTA Consumer Batteries Geschäfts („VARTA Consumer“) von der USamerikanischen Energizer Holdings, Inc. („Energizer“) unterzeichnet. Zu VARTA Consumer Batteries gehört eine Vielzahl von Ländergesellschaften mit dem Hauptproduktionsstandort in Dischingen. VARTA Consumer Batteries ist einer der europaweit führenden Hersteller von Consumer Gerätebatterien und konnte sich in zahlreichen europäischen Ländern als Marktführer positionieren. Zum Produktportfolio zählen Batterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power und Leuchten. VARTA Consumer hat Vertriebsgesellschaften in über 20 Ländern. Für das Geschäftsjahr 2019 wird ein Umsatz von rund 300 Mio. Euro erwartet. Mit der Akquisition erweitert die VARTA AG ihr Produktportfolio um Gerätebatterien für End-Konsumenten. Der Konzern erhält damit noch besseren Zugang zum attraktiven, derzeit noch wenig durchdrungenen Vertriebskanälen im Handel. Mit dem Kauf werden die weltweiten VARTA-Markenrechte für Geräte- und Mikrobatterien sowie Energiespeichersysteme wieder unter dem Dach der VARTA AG vereint. Dies stärkt den Markenauftritt der VARTA-Produkte

in allen Segmenten. „Mit dieser Transaktion nutzen wir die einmalige Chance, zusammen zu führen, was zusammen gehört. Mit dem Kauf können wir wieder unseren PremiumMarkennamen, der außerdem für Technologieund Innovationsführerschaft steht, umfangreich nutzen“, sagt der Vorstandsvorsitzende Herbert Schein. Finanzvorstand Steffen Munz ergänzt: „Wir schaffen einen weltweit führenden Hersteller von Batterien mit einem Gesamtumsatz von mehr als 600 Mio. Euro und einem operativen Ergebnis (EBITDA) von mehr als 100 Mio. Euro. Der erwartete Kaufpreis liegt deutlich unter dem Wert, der im Rahmen von Transaktionen vergleichbarer Unternehmen gezahlt wird.“ Schein: „Außerdem wird das attraktive Cashflow-Profil der VARTA Consumer einen wesentlichen Beitrag zum weiteren Ausbau unserer stark wachsenden, hochprofitablen LithiumIonen-Produktion leisten. Unsere Wachstumsstrategie bleibt damit kompromisslos bestehen; das Expansionstempo bei Lithium-Ionen bleibt unverändert.“ So sei geplant, die Produktionskapazitäten auf über 80 Millionen Zellen im Jahr 2020 auszuweiten und einen weiteren Ausbau auf deutlich über 100 Millionen Zellen jährlich im darauffolgenden Jahr. Hintergrund sei die

Hauptproduktionsstandort von VARTA Consumer Batteries in Dischingen soll deutlich über 100 Millionen Zellen pro Jahr ab 2020 ausgebaut werden. (Foto: VARTA Consumer)

ungebrochen hohe Kundennachfrage, in einem Markt, der jährlich über 30 Prozent wächst. Die ursprüngliche VARTA AG war im Jahr 2002 in drei Geschäftsbereiche geteilt worden, die an unterschiedliche Käufer übergingen. Der neue Eigentümer der VARTA Consumer Batteries, Spectrum Brands, verkaufte das Unternehmen zu Beginn des Jahres 2019 an die Energizer Holdings. Nach Auflagen der EU-Kommission für diesen Kauf gibt Energizer nun VARTA Consumer Batteries an die VARTA AG ab, wird aber die VARTA Marken im Retail-Vertriebskanal in Amerika und Asien über Lizenzverträge weiterhin nutzen.

BANSBACH EASYLIFT

Firmenjubiläum: 100 Jahre in Bewegung www.bansbach.com

Unternehmen mit heute rund 400 Mitarbeitern und vier weltweiten Standorten. Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum wurde am Standort in Lorch nochmals kräftig investiert. Mehr als 8 Mio. Euro haben die Lorcher in ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude samt Maschinen und Anlagen investiert. Der Neubau Großinvestition zum großen Jubiläum: Das Gebäude mit rund 6.000 Quadratmetern war notwendig geworden, weil Grundfläche ist für den Gasdruckfederhersteller ein weiterer wichtiger Meilenstein. Bansbach in den vergangenen (Grafik: Bansbach) Jahren stark gewachsen war. Das Gebäude mit rund 6.000 Die Geschichte der Firma Bansbach begann Quadratmetern Grundfläche ist für den Gasvor 100 Jahren in einer kleinen Werkstatt in druckfederhersteller ein weiterer, wichtiger MeiBad Cannstatt. Hermann Bansbach sen. und lenstein. sein Schwiegervater Gottlieb Schramm gründeDie größte Investition der Geschichte und die ten 1919 das Familienunternehmen. Nach dem 100-Jahr-Feier sind wichtige Meilensteine – Umzug nach Lorch und der Fertigung der ersten jedoch kein Grund, um sich zurückzulehnen, wie Gasfeder 1966 entwickelte man sich recht schnell Geschäftsführer Hahn-Bansbach betonte. „Wir zu einem international tätigen mittelständischen haben in den vergangenen Jahren einiges richtig

gemacht, sonst wären wir nicht da, wo wir sind“, sagt er. „Unser Blick geht voraus. Wir müssen weiter hart arbeiten, um erfolgreich zu sein“, so Anna Bansbach, in der 4. Generation zusammen mit ihrem Vater ebenfalls in der Geschäftsführung. Gesetzt ist dabei der Produktionsstandort Deutschland. „Dazu stehen wir ohne Wenn und Aber.“ Die drei ausländischen Niederlassungen, etwa in Singapur und den USA, sind reine Vertriebsgesellschaften. Es war und ist natürlich vor allem die Eigentümerfamilie Bansbach, die das Unternehmen in den letzten 100 Jahren entscheidend prägte und zu dem werden ließ, was es heute ist. Doch selbstverständlich kann eine solche Erfolgsgeschichte nicht ohne die entsprechenden Mitarbeiter und Partner geschrieben werden, die alle einen maßgeblichen Beitrag dazu geleistet haben. Deshalb wurde dieses besondere Ereignis auch gebührend gefeiert. Alle Mitarbeiter sowie Partner aus über 50 Nationen waren geladen und feierten mit der Unternehmerfamilie Bansbach das 100-jährigen Firmenjubiläum sowie die Einweihung des neuen Gebäudes.

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Wirtschaft und Region

SPEDITION HIRSCH GMBH

Einweihung der neuen Halle zum 125-jährigen Firmenjubiläum www.spedition-hirsch.de

Seit nun 125 Jahren bewegt sich das Familienunternehmen Spedition Hirsch im Transportsektor und das bereits in der 4. Generation. Mit über 200 Gästen, darunter Vertreter aus

Politik, Verbänden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Kunden, wurde dieser besondere Anlass in der vor kurzem fertiggestellten 1. Halle gefeiert. Im August 2018 begann mit dem

Mit über 200 Gästen wurde die Einweihung der ersten von zwei neuen Hallen gebührend gefeiert.

Auf dem Gelände entstehen zwei Hallen mit insgesamt 16.000 m² Lagerfläche. (Fotos: Hirsch)

Spatenstich und der größten Investition der Firmengeschichte das Projekt Logistikhallen. Mit dem Kauf des 33.000 m² Baugrundstücks legte das Ellwanger Unternehmen den Grundstein für sein Vorhaben. Auf dem Gelände entstehen zwei Hallen mit insgesamt 16.000 m² Lagerfläche. In den letzten Jahren spezialisierte sich Hirsch erfolgreich in der Neumöbellogistik, möchte sich aber mit den jetzt geschaffenen Logistikflächen neuen Herausforderungen stellen. „Jetzt haben wir die Chance, in andere Marktsegmente einzusteigen“, sagte Geschäftsführer Eugen Markus Hirsch. Mit dem Segment Kontraktlogistik möchte Hirsch sein Dienstleistungsportfolio erweitern. Derzeit beschäftigt die Spedition Hirsch Gruppe ca. 80 Mitarbeiter an den Standorten Ellwangen, Crailsheim und Stuttgart. Ca. 20 neue Arbeitsplätze werden durch den Neubau am Standort Ellwangen entstehen.

VOITH GROUP

Zufriedenstellendes erstes Halbjahr www.voith.com

Der Voith-Konzern zeigt sich nach Abschluss der ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres 2018/19 weiterhin in robuster Verfassung. Im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr hat sich das operative Ergebnis deutlich verbessert. Nach einem schwierigen Vorjahr konnte Voith Hydro seinen Auftragseingang verdoppeln, Voith Turbo verzeichnete einen Nachfragezuwachs um 7,5 Prozent. Im Bereich Papier normalisierte sich der Auftragseingang nach einem außergewöhnlichen Rekordjahr wieder. Insgesamt hat der Voith-Konzern in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres, also vom 1. Oktober 2018 bis zum 31. März 2019, Aufträge im Gesamtvolumen von 2,29 Mrd. Euro verbucht; der Auftragseingang entsprach damit dem Vorjahresniveau (2,29 Mrd. Euro). Der Auftragsbestand lag zum Stichtag

31. März 2019 bei 5,54 Mrd. Euro und damit über dem Stand zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres (5,17 Mrd. Euro). Der Umsatz des Voith-Konzerns ist im ersten Halbjahr leicht gestiegen: Er summierte sich auf 2,07 Mrd. Euro, ein Plus von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei 76 Mio. Euro (Vorjahr: 70 Mio. Euro). Beeinflusst wurde das operative Ergebnis erneut durch die Anlauf-Investitionen für Voith Digital Ventures, die jedoch wie geplant niedriger ausfielen als im Vorjahr. Die EBIT-Marge im Kerngeschäft lag mit 4,6 Prozent geringfügig unter dem guten Niveau des Vorjahres (5,1 Prozent). „Der Voith-Konzern präsentiert sich im operativen Geschäft weiterhin in robuster Verfassung. Auf dieser Basis werden wir uns in den kommenden

JUST JOBS GMBH

So einfach kann die Lösung sein! www.justjobs24.de

Die Just Jobs GmbH in Schwäbisch Gmünd ist sowohl in der klassischen als auch in der vermittlungsorientierte Zeitarbeit sowie im OnSiteManagement und der Personalvermittlung tätig. Geschäftsführerin Constanze Betz-Tarhan: „Unser kreatives und engagiertes Team will eine nachhaltige Dienstleistung für Unternehmen und Bewerber erzielen und leben. Ehrlichkeit, Offenheit und Kommunikation bestimmen unser Handeln – und das nach den Regeln der Corporate Social Responsibility. Soziale, wirtschaftliche und öko-

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logische Verantwortung zeichnen uns aus.“ Die Mitarbeiter verfügen über Logo Just Jobs (Foto: Just Jobs) langjährige Erfahrung in der Arbeitnehmerüberlassung und der Personalvermittlung. Betz-Tarhan: „Mit viel Leidenschaft und einem hohen Anspruch bieten wir unsere Dienstleitungen in den Bereichen Just Technical/ Gewerblich, Just Office, Just Engineering und Just Medical an.“ Um die Kunden optimal bedienen zu können, sieht sich Just Jobs als Experte im Bereich

Der Konzernbereich Voith Hydro verzeichnete mit 553 Mio. Euro einen Umsatz auf Niveau des Vorjahres (555 Mio. Euro). Der Auftragseingang konnte mit 761 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (380 Mio. Euro) verdoppelt werden.

Monaten darauf fokussieren, unsere Maßnahmen für künftiges profitables Wachstum wie geplant fortzuführen. Dabei kommt uns zugute, dass wir nach wie vor über solide finanzielle Handlungsspielräume für organisches und anorganisches Wachstum verfügen, die wir in den kommenden Jahren nutzen werden“, erklärte der Vorsitzende der Konzerngeschäftsführung, Dr. Toralf Haag.

Active Sourcing, wo alle sinnvollen Kanäle genutzt werden. „Durch unsere CV-Datenbank und Networking Events sprechen wir ständig attraktive Bewerber an. Darüber hinaus nutzen wir die von uns selbst entwickelte Activity Map, in welcher die kundenseitig vorgegebenen Muss- und KannQualifikationen graphisch in ihrer jeweiligen Gewichtung dargestellt werden“, erklärt BetzTarhan. Die externen Mitarbeiter erhalten einen Kompetenzpass, der sie während ihrer Einsätze begleitet und ihre erworbenen Kompetenzen und Tätigkeiten dokumentiert. Eine Win-Win-Situation für Mitarbeiter und Kunde. „Aller Technik zum Trotz, muss die Entscheidung über Kandidaten immer von einem Menschen getroffen werden. Und das macht unsere Dienstleistung aus“, so Constanze Betz-Tarhan abschließend.


Wirtschaft und Region

BAUMEISTERVALUE GMBH

Rückkehr in die Heimat www.baumeistervalue.com

Mit der Verlagerung des Stammsitzes ihres Unternehmens baumeistervalue GmbH von Oberbayern nach Ostwürttemberg sind Karin und Josef X. Baumeister nach 15 Jahren in ihre Heimatstadt zurückgekehrt. Vor über sieben Jahren hat sich Josef X. Baumeister nach einer intensiven Managementkarriere bei Banken und der Automobilzulieferindustrie gemeinsam mit seiner Frau selbständig gemacht. Seither hat sich die Management-Beratung zu einer der führenden Consultants für inhabergeführte Unternehmen im deutschsprachigen Raum entwickelt. Zur Eröffnung ihres neuen Büros direkt am historischen Marktplatz von Schwäbisch

Gmünd haben sie aufs Neue ihr gesellschaftliches Engagement in Verbindung mit ihrer nachhaltigen Ausrichtung zum Ausdruck gebracht. Im Verbund mit einigen ihrer langjährigen Partner kamen im Rahmen der kürzlich stattgefunden Einweihungsfeier 2.000 Euro an Spenden zusammen. Für die Manufaktur für Management ist es regelmäßige Praxis, einen Teil des Erfolgs zu teilen und soziale bzw. gesellschaftliche Projekte zu unterstützen. Bei der Spendenübergabe an die Bürgerstiftung der Stadt Schwäbisch Gmünd, vertreten durch Inge Pfeifer, betonte Karin Baumeister die bewusste Entscheidung für die Unterstützung der Bürger-

Karin Baumeister (l.), Geschäftsführerin baumeistervalue GmbH, überreicht den Spendenscheck über 2.000 Euro an Inge Pfeifer von der Bürgerstiftung der Stadt Schwäbisch Gmünd. (Foto: privat)

stiftung als Zeichen der Verbundenheit an die Heimatstadt und die persönliche Freude über die Rückkehr. Mit der Zuwendung wird die Restaurierung des Gmünder Löwenbrunnens unterstützt.

WERZ NATURKORNMÜHLE

DLG-Preis für langjährige Produktqualität www.werz.bio

Die Naturkornmühle Werz aus Heidenheim steht für eine vollwertige genussvolle Ernährung und feiert in diesem Jahr seine 60-jährige Unternehmensgeschichte. Denn vor 60 Jahren legte Karl-Otto Werz den Grundstein mit der Übernahme der Bäckerei seines Vaters. Von Beginn an verfolgte der Familienbetrieb das Ziel, Menschen für Vollwertkost aus Bio-Anbau zu begeistern, und ist seit über 30 Jahren Pionier für glutenfreie Bio-Produkte. Das Sortiment umfasst heute etwa 200 Bio-Artikel aus 100 Prozent Vollkorn – von Gebäck, Brot und Brötchen über Müsli, Getreide und Flocken bis hin zu Mehl und Backzutaten. Seit 24 Jahren lässt Werz die Produkte freiwillig durch Sachverständige der DLG, Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft, testen. Für dieses nach-

haltige Qualitätsstreben erhielt das Familienunternehmen im März 2019 den „Preis für langjährige Produktqualität“. Diese Sonderauszeichnung steht für die kontinuierliche Teilnahme an den internationalen Qualitätsprüfungen des DLG-Testzentrums Lebensmittel. Voraussetzung ist eine Teilnahme in fünf Jahren in Folge, wobei pro Prämierungsjahr mindestens drei Prämierungen erzielt werden müssen. Werz hat im Laufe der Jahre weit über 100 Produkte zur DLG-Prüfung angemeldet. In der Produktgruppe „Feine Backwaren“ erhielt Werz allein 2019 insgesamt 39 Gold-Auszeichnungen. Spitzenreiter der Goldauszeichnungen sind seit vielen Jahren unter anderem die Produkte ReisKokos-Leckerli, Buchweizen-Mandel-Zungen und Reis-Zwerge. „Für uns als glutenfreier Bio-Pionier

In der Produktgruppe „Feine Backwaren“ erhielt Werz allein 2019 insgesamt 39 Gold-Auszeichnungen der DLG. (Foto: Werz)

sind die unabhängigen Prüfungen wichtig, um die Qualität unserer Produkte für alle Zielgruppen zu überprüfen und ein Zeichen für nachhaltige Qualität zu setzen. Denn schließlich ist es toll, wenn die glutenfreien Backwaren sowohl Betroffenen, die darauf angewiesen sind, als auch Nicht-Betroffenen schmecken, und damit zum gemeinsamen Genießen einladen“, erklärt Andreas Plietker, Geschäftsführer von Werz. ANZEIGE

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Wirtschaft und Region

HOLZER GMBH

Mit Top Job-Siegel ausgezeichnet www.holzer-gmbh.com

Die Holzer GmbH wurde im Februar 2019 von Wirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement in Berlin mit dem Top Job-Siegel für herausragende Arbeitgeberqualitäten ausgezeichnet. Die vom Zentrum für Arbeitgeberattraktivität, zeag GmbH, und der Universität St. Gallen vergebene Auszeichnung erhalten ausschließlich Unternehmen, die ihre Qualitäten als Arbeitgeber haben überprüfen lassen. Beweggrund für die Teilnahme der Unternehmen ist das Wissen darum, dass Mitarbeiterzufriedenheit und Arbeitgeberattraktivität mehr denn je entscheidend sind für den Erfolg. Die Holzer GmbH in Herbrechtingen hat sich vom kleinen Ingenieurbüro zu einem Maschinenbau- und Dienstleistungsunternehmen mit breitem Leistungsspektrum entwickelt, das von manuellen Montagedienstleistungen bis zu komplexen Automationssystemen reicht. Schlüssel zum Erfolg des Familienbetriebs, der namhafte Unternehmen der Region zu seinen Kunden zählt, ist das Engagement und die Kreativität der rund 130 Mitarbeiter, denen die HighTech-Schmiede attraktive Arbeitsbedingungen bietet. Dafür wurde den schwäbischen Tüftlern gleich bei der ersten Wettbewerbsteilnahme das Top-Job-Siegel verliehen. Die Auszeichnung als einer der besten Arbeitgeber im deutschen

Mittelstand basiert auf einer wissenschaftlich fundierten Mitarbeiterbefragung, die eine große Arbeitszufriedenheit ermittelte. Teamgeist spielt im Personalkonzept des Mittelständlers eine große Rolle. „Wir tauschen uns aus, kommunizieren und diskutieren auf Augenhöhe – persönlich, menschlich, respektvoll“, beschreibt Geschäftsführer Olaf Holzer die Arbeitskultur. Statt auf hierarchische Strukturen setzt man

auf selbstständiges Arbeiten, die Übernahme von Verantwortung ist gewünscht. Auch wird die Kommunikation deshalb groß geschrieben. Zur Verbesserung von Prozessen organisiert man Workshops, bei denen das Know-how von Mitarbeitern verschiedener Bereiche zusammengeführt wird. Beteiligte erhalten, je nach Erfahrung, die Verantwortung für Teilaufgaben oder das Projekt.

Die Geschäftsführer Olaf Holzer (l.) und Thomas Bassmann (r.) mit Wirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement.

(Foto: Holzer)

PIZZERIA ITALIA

„40 Jahre italienische Gastfreundschaft“ de-de.facebook.com/pizzeriabeimaria

Mit einem Festwochenende Anfang Juni 2019 feierte in Niederstotzingen Maria Taranto das 40-jährige Bestehen ihrer „Pizzeria Italia“. Manche Lebensgeschichten lesen sich wie ein Filmdrehbuch – nur dass die Schicksale dahinter real sind. Maria Taranto ist hierfür ein beeindruckendes Beispiel. Im März 1979 eröffnete das aus Fabrizio Grande in Kalabrien stammende Ehepaar Alfonso und Maria Taranto seine Pizzeria in Niederstotzingen. Im Mai 1979 verstarb Alfonso Taranto bei einem Autounfall und hinterließ seine schwangere

Frau und zwei kleine Kinder – und das gerade eröffnete Lokal. Mit Unterstützung ihrer Familie und treuer Stammgäste hat es die junge Witwe geschafft, das Restaurant zu halten und zu einer beliebten Adresse für Freunde der italienischen Küche zu machen. Mittlerweile sind die beiden Töchter Patricia und Alfonsina und ihr Sohn Franco mit seiner Frau Nicole Taranto längst voll in den Familienbetrieb integriert. Auch die Enkel helfen bereits fleißig mit. Marias Lebensgefährte Karl Freyhardt unterstützt sie seit 20 Jahren.

Großes Aufgebot: alle Helfer, Mitarbeiter und Familienmitglieder an den Festtagen

Seite 22 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · 07 & 08 / 2019

Drei Tage wurde gefeiert. Hierfür wurde auf dem Parkplatz der Pizzeria ein Festzelt aufgebaut und ein attraktives Unterhaltungsprogramm geboten. Am Freitag sorgte ein Eros Ramazotti-Double für musikalische Unterhaltung.

Bei der Eröffnung (v.l.): Sohn Franco Taranto, Maria Taranto, ihr Lebensgefährte Karl Freyhardt und Marcus Bremer, Bürgermeister der Stadt Niederstotzingen. (Fotos: Familie Taranto privat)

Am Samstag war Aldo Celentano mit seiner „Celentano Live-Show“ zu Gast. Am Sonntag erlebten Familien ein buntes Kinderprogramm mit Zauberer-Duo und eine italienische Sommernacht mit Livemusik. Im 40. Jahr ihres Bestehens erstrahlt die „Pizzeria Italia“ in frischem Glanz: Erst vor zwei Jahren wurde das gesamte Lokal einer GeneralRenovierung unterzogen. Die Gaststube und das Nebenzimmer bieten Platz für rund 70 Gäste. Der vor 20 Jahren angebaute Wintergarten fasst rund 50 Personen, auf der Terrasse können sich 40 Gäste zum gemütlichen Genießen niederlassen.


Wirtschaft und Region

BODYFIT SQUASH & FITNESS CENTER

30 Jahre Bodyfit www.bodyfit-hdh.de

Kein Fitnesscenter im Kreis sei so lange am Markt wie das Bodyfit Squash und Fitness Center; am 1. Mai 2019 feierte das Familienunternehmen sein 30-jähriges Jubiläum und gab zudem einige Veränderungen bekannt. Das Unternehmen in der Schmelzofenvorstadt hat in den vergangenen Jahren einiges erlebt. Denn es gab sowohl Hochs als auch Tiefs in der über 30-jährigen Geschichte. Nach der Zeit des Squash-Booms und den „Internationalen Heidenheimer Squash Open“, das acht Mal ausgerichtet wurde, folgten teilweise existenzbedrohende Situationen. Die schlimmsten Momente waren in 2003 mit dem Gebäudebrand der angebundenen Sporthalle, dem ehemaligen WCM-Maschinenhaus. Hinzu kommt die finanziell bedrohliche Lage in 2012, verursacht durch große Konkurrenz und einem Konzept, welches dafür nicht einzigartig genug war. Daraufhin wurde die Lange umfangreich analysiert und ein komplett neues Konzept sowie eine neue Philosophie erarbeitet. Nachdem auch der Vertrag mit dem damaligen Betreiber aufgelöst wurde, begann die Neuausrich-

tung. Diese sieht das Bodyfit im Premium-Segment mit modernen Trainingsmöglichkeiten (Gerätepark der Marke Precor, elektronischer Zirkel eGYM, Beweglichkeitszirkel fle-xx) und einer fachlichen Betreuung durch staatl. geprüfte Sportlehrende und lizensiertes Trainerpersonal vor. Weiter wird neben dem seit 2015 eingeführten Rehabilitationssport auch das Präventionstraining in Zusammenarbeit mit allen gesetzlichen Krankenkassen fokussiert. Bereits 2018 führte das Bodyfit als erste Einrichtung in Ostwürttemberg das neue balori eCoordination Balance- und Koordinationssystem ein und wurde somit zur Referenzanlage. Sowohl das direkte Feedback der Kunden als auch die Mitgliederzahlen zeigen, dass das Unternehmen auf dem besten Weg und das neue Konzept erfolgreich ist. Für dieses neue, zielgerichtete Betreuungskonzept und das vielfältige Angebot, bspw. auch an In- und Outdoorkursen, ist Thomas Dürr (Leitung Sport, Sporttherapeut) verantwortlich, welcher durch die langjährige Tätigkeit in der Branche über große Erfahrung verfügt und das Team dahingehend ausbildet. Seit

Marcel und Klaus Kopp wollen das bestehende Netzwerk ausbauen und nachhaltige Konzepte in der betrieblichen Gesundheitsförderung mit Unternehmen erarbeiten. (Foto: privat)

Jahresbeginn wird die komplett überarbeitete und auf die neue Ausrichtung (Gesundheit und Prävention) angepasste Corporate Identity, publiziert. Einen großen Anteil an dieser Veränderung hatte Marcel Kopp (Leitung Verwaltung, BWL-Sportmanagement i. A.), welcher seit Beginn des Jahres Inhaber ist und weitere, neue Ideen einbringt. So wurden erarbeitete Konzepte durch Projektarbeiten nach und nach auf ihre Umsetzbarkeit geprüft und Analysen ausgewertet. Danach soll vor allem Firmenfitness noch stärker in den Fokus rücken.

SPEDITION HÄBERLE UND SPEDITION LAKNER

Partner der Remstal Gartenschau 2019 www.lakner-spedition.de , www.haeberle-logistik.de

Die Speditionen Lakner und Logistik und Häberle Logistik sind Bronze-Partner der Remstal Gartenschau. Am 23. April bedankte sich Oberbürgermeister Richard Arnold und Projektleiterin der Remstal Gartenschau, Karoline Hirner, bei Arthur Abt und Jochen Abt, Geschäftsführer der Lakner Spedition, sowie bei Anna-Maria Häberle und

Aileen Häberle von Häberle Logistik für die Unterstützung. Bereits im Jahr 2014 fuhren einige Speditionsfahrzeuge Werbung für die Landesgartenschau. Ab sofort fahren zwei Fahrzeuge der Spedition Lakner und ein Fahrzeug der Spedition Häberle im ganzen Remstal Werbung für die Gartenschau. Die Rückseite der Fahrzeuge erinnert an

Spedition Lakner und Häberle sind Partner bei der Remstal Gartenschau (Foto: Stadt Schwäbisch Gmünd)

den längsten Garten entlang der Rems. In dem es für die ganze Familie viel zu entdecken gibt. ANZEIGE

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Persönliches 80. GEBURTSTAG

HASSO KAISER Ulrich Geßler (rechts), langjähriger Redaktionsleiter

Am 26. Juni 2019 feierte Hasso Kaiser seinen 80. Geburtstag. Nach 40 Jahren Betriebszugehörigkeit, davon 23 Jahre als Leiter der Degussa Galvanotechnik GmbH in Schwäbisch Gmünd, war er maßgeblich am Auf- und Ausbau des Unternehmens beteiligt. Die heutige Umicore Galvanotechnik GmbH zählt weltweit zu den führenden Anbietern von galvanischen Edelmetallelektrolyten und Spezialverfahren für die Galvanotechnik. Kaiser hat sich auch in verschiedenen Hasso Kaiser. Fachgremien und Ehrenämtern (Foto: Privat) eingebracht, unter anderem als Mitbegründer und Vorstand des Zentrums für Oberflächentechnik und der Europäischen Akademie für Oberflächentechnik sowie im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Galvano- u. Oberflächentechnik. Außerdem, war Kaiser von 1997 bis 2012 Vorsitzender des Trägervereins des Forschungsinstituts für Edelmetalle und Metallchemie (FEM). Von 1989 bis 2000 war er Mitglied der IHK-Vollversammlung. Für sein ehrenamtliches Engagement in Archäologie und Denkmalpflege sowie für seine Leistungen im beruflichen Umfeld wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. IN DAS BDI-PRÄSIDIUM GEWÄHLT

der „Ipf- und Jagst-Zeitung“ und der „Aalener Nachrichten“, geht in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist Thorsten Vaas (Mitte), der „unsere Produkte – gedruckt und digital – weiter nach vorne bringen“, sagt Geschäftsführer German Bader (links). (Foto: Anja Lutz)

NEUER REDAKTIONSLEITER AALENER NACHRICHTEN / IPF- UND JAGST-ZEITUNG

THORSTEN VAAS

Thorsten Vaas ist neuer Redaktionsleiter der „Ipf- und Jagst-Zeitung“ und der „Aalener Nachrichten“. Er folgt auf Ulrich Geßler, der nach vielen Jahren an der Spitze beider Redaktionen in den Ruhestand geht. Geßler stieg 1985 in den Journalismus ein und führte seit 2011 das 15-köpfige Redaktionsteam in Aalen und Ellwangen. In dieser Zeit baute er das digitale Team beider Ausgaben auf und aus, womit er den Grundstein für ein stark digital geprägtes Nachrichtenteam auf der Ostalb legte, ohne dabei die gedruckte Tageszeitung aus den Augen zu verlieren. An erster Stelle stand für ihn immer der unabhängige, seriöse Journalismus, „der auch in Zukunft, in Zeiten von Fake News und fragwürdigen Quellen, unser Anspruch ist“, sagt Geßlers Nachfolger Vaas, dessen journalistische Karriere vor gut 13 Jahren bei der „Schwäbischen Zeitung“ begann. Verschiedene Stationen führten ihn in seinem Volontariat und als Redakteur von Leutkirch über Bad Wurzach, Biberach bis Ravensburg und wieder zurück in seine Heimat, den Ostalbkreis, wo er seither als Newsdeskmanager zunächst in Ellwangen, später dann in Aalen tätig war. German Bader, der seit fünf Jahren beim Verlag und seit einem knappen Jahr Geschäftsführer der „Aalener Nachrichten“ und der „Ipf- und Jagst-Zeitung“ ist, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Mit Thorsten Vaas schaffen wir einen reibungslosen Übergang und gewinnen einen Redaktionsleiter, der unsere Denkprinzipien verinnerlicht hat. Er kennt die Region, das Unternehmen, unsere Mitarbeiter und wird unsere Produkte – gedruckt und digital – weiter nach vorne bringen.“

DR. TORALF HAAG Das Präsidium des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) hat Dr. Toralf Haag Anfang Juni 2019 als Präsidialmitglied hinzugewählt. Er folgt auf KukaCEO Till Reuter, der im Dezember 2018 sein Vorstandsamt niederlegte und auch aus dem BDIPräsidium ausschied. „Die Wahl in das Präsidium des BDI ist für mich eine große Ehre“, erklärte Dr. Haag. „Ich freue mich darauf im wichtigsten Wirtschaftsverband unseres Landes im digitalen Industriezeitalter mitzuwirken Dr. Toralf Haag. und mich gemeinsam mit mei(Foto: Voith) nen Kolleginnen und Kollegen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie einzusetzen.“ Neben Voith-CEO Toralf Haag wurden unter anderem auch der Zetsche-Nachfolger, Ola Källenius und Dirk Hoke, CEO des Geschäftsbereichs Defence and Space bei Airbus für den Rest der Amtszeit 2019/2020 in das Gremium gewählt. Der BDI transportiert die Interessen der deutschen Industrie an die Politik. Damit unterstützt er die Unternehmen im globalen Wettbewerb. Er verfügt über ein weit verzweigtes Netzwerk in Deutschland und Europa, auf allen wichtigen Märkten und in internationalen Organisationen. Der BDI sorgt für die politische Flankierung internationaler Markterschließung. Er spricht für 39 Branchenverbände und mehr als 100.000 Unternehmen mit rund acht Millionen Beschäftigten im Inland.

Seite 24 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · 07 & 08 / 2019

95. GEBURTSTAG

JOSEF RETTENMAIER Am 4. Juli 2019 feierte „Senior-Holzmüller“ Josef Rettenmaier, Mitbegründer und langjähriger Geschäftsführer der heutigen JRS J. Rettenmaier & Söhne GmbH+Co.KG, Rosenberg, seinen 95. Geburtstag. 1924 in der elterlichen Holzmühle geboren, hat er sich weit über die Region hinaus einen besonderen Ruf als innovationsfreudige, mutige und weitsichtige Unternehmer-Persönlichkeit geschaffen. In ihm verbinden sich beispielhaft die schwäbischen Charaktereigenschaften Fleiß, Ideenreichtum und Beharrungsvermögen. Zu seinem Lebenswerk zählt der Ausbau der 1878 gegründeten Getreide- und Ölmühle zu einem der weltweit leistungsfähigsten Industrieunternehmen im Bereich innovativer funktionaler Cellulose- und Pflanzenfaserstoff-Produkte für den Einsatz in nahezu allen Industriebranchen. Rettenmaier startete seine berufliche Laufbahn mit einer grundsoliden Müller-Ausbildung, der eine kaufmännische Weiterbildung folgte. Mit viel Weitsicht ist ihm als versiertem Kaufmann ein erfolgreicher Wachstumsprozess in einem Josef Rettenmaier zukunftsweisenden, nachhaltigen Innovationsfeld gelungen. Josef Rettenmai- (Foto: Rettenmaier) er wirkte darüber hinaus ehrenamtlich engagiert und verantwortungsbewusst in vielen sozialen, kulturellen, kirchlichen und politischen Organisationen, Einrichtungen und Initiativen. Neben vielen Ehrungen wurde er dafür unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz, der Stauferund der Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg oder dem päpstlichen Silvesterorden ausgezeichnet. Heute beschäftigt die JRS-Gruppe an weltweit über 90 Produktions- und Vertriebsstandorten mehr als 3.500 Mitarbeiter. Mit dem global aktiven JRS Produktions- und Service-Netzwerk engagiert sich der Solution Provider in Sachen „grüner“ JRS Pflanzenfaser-Technologie für eine gesunde Welternährung, überall verfügbare Medizinversorgung sowie umweltfreundliche, ressourcenschonende Produktionsprozesse in allen Feldern der modernen Industrie. Die unabhängige, inhabergeführte JRS Familienunternehmens-Gruppe ist dabei mit ihrer Zentrale fest in der Region verwurzelt.


Persönliches

MANAGER DES JAHRES BEI „MARKT & TECHNIK“

ERNEUT ZUM AIF-VIZEPRÄSIDENTEN GEWÄHLT

DR. ANDREAS ZIELONKA

RAINER HALD

Die Zeitschrift Markt & Technik hat den Chief Technology Officer (CTO) der VARTA AG in Ellwangen Rainer Hald als Manager des Jahres in der Kategorie Batterien und Batteriekonfektionierung ausgezeichnet. Rund 6.000 Markt & Technik-Leser haben sich an der OnlineAbstimmung zur Wahl der »Manager des Jahres 2019« beteiligt und jeweils drei Gewinner in neun Kategorien bestimmt. Hald arbeitet seit knapp 20 Jahren für die Rainer Hald VARTA AG Gruppe. Seit 2013 ist er CTO der VARTA Microbattery und seit 2016 zudem CTO der VARTA (Foto: VARTA) Storage. Hald hat die Leitung sämtlicher technischer Bereiche in der VARTA AG Gruppe inne. Dazu zählen die Forschung und Entwicklung, Maschinen- und Werkzeugkonstruktion sowie Maschinen- und Werkzeugbau, Qualitätssicherung, Patentabteilung und Förderprojekte. Der 50-Jährige hat zu Beginn seiner VARTA-Karriere den Aufbau und die Leitung eines Forschungs- und Entwicklung-Testlabors für Lithium-Polymer-Zellen verantwortet, anschließend leitete er einen Teil-Bereich der Lithium-Polymer-Zellproduktion und hatte dann die Führung des Applikationsabteilung übernommen. Unter seiner Federführung wurde die Fertigung der LithiumIonen-Batterien für Wearables an den Standorten Ellwangen und Nördlingen deutlich ausgebaut. In den vergangenen Jahren wurde unter seiner Leitung die Energiedichte bei Lithium-Ionen-Zellen drastisch erhöht. Rainer Hald ist Gründungsmitglied des IHK-Forschungs- und Innovationsausschusses, der im Jahr 2013 eingerichtet wurde und Mitglied im IHK-Industrieausschuss.

VERLAGS-GESCHÄFTSFÜHRUNG DER SDZ-MEDIENGRUPPE ÜBERNOMMEN

DR. CONSTANZE VAN OVERDAM Der Beirat der Unternehmensgruppe SDZ.Druck und Medien hat Dr. Constanze van Overdam mit Wirkung zum 1. September 2019 zur neuen Geschäftsführerin des Verlages berufen. Sie tritt die Nachfolge von Christian Kaufeisen an und führt das Unternehmen zusammen mit dem kaufmännischen Geschäftsführer Dr. Alexander Weinstock. Nach langjährigen Stationen bei der Mediengruppe Rheinische Post und der Funke Mediengruppe, zuletzt in der Verlagsgeschäftsführung für die Geschäfte der Funke Mediengruppe in NRW verantwortlich, verfügt Frau Dr. van Overdam über umfangreiche Erfahrungen in der Zeitungs- und in der Digitalwirtschaft. Nach ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit an der Universität von Amsterdam startete sie 2004 ihre Verlagskarriere bei der Rheinischen Post Mediengruppe, wo sie zuletzt Forschung und Entwicklung, Marketing und strategische Projekte verantwortete. 2009 folgte der Wechsel zur damaligen WAZ-Mediengruppe, wo sie bis zur Übernahme der Verlagsgeschäftsführung in NRW verschiedene Positionen, unter anderem die Marketingleitung für die Zeitungstitel in NRW und die Verlagsleitung der Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung innehatte. Frau Dr. van Overdam soll mit ihren Erfahrungen aus einem umfangreichen Prozess zur digitalen Weiterentwicklung und Transformation der Funke-PrintTitel den Prozess der digitalen Transformation bei SDZ fortsetzen und die Organisation der Gruppe in die Zukunft entwickeln.

Dr. Constanze van Overdam. (Foto: SDZ)

Auf der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V., kurz AiF, wurde im Mai 2019 in Berlin das Präsidium neu gewählt: Dr. Andreas Zielonka, Institutsleiter des fem Forschungsinstitut Edelmetalle + Metallchemie in Schwäbisch Gmünd, wurde in seinem Amt des Vizepräsidenten bestätigt. Zielonka, der sich seit vielen Jahren in der Arbeitsgemeinschaft Dr. Andreas Zielonka. engagiert und 2018 erstmals (Foto: AiF e. V.) ins Präsidium gewählt wurde, unterstützt in seiner zweiten Amtszeit bis 2022 den Präsidenten Prof. Sebastian Bauer und vertritt insbesondere die Interessen der AiFMitglieder. Das sind rund einhundert Forschungsvereinigungen aus allen wichtigen Technologiebereichen, die sich aus Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und Forschungsinstituten zusammensetzen und die anwendungsorientierte Forschung organisieren. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie verwaltet die AiF die Förderprogramme Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) und ist damit der wichtigste Träger für wirtschaftsnahe Forschung in Deutschland.

NEUER VERTRIEBSLEITER BEI GRINBOLD-JODAG

CHRISTIAN FELDMANN Das Modulbau-Unternehmen Grinbold-Jodag verabschiedete Gerhard Neff nach mehr als zwei Jahrzehnten in den wohlverdienten Ruhestand. Als sein direkter Nachfolger übernahm Christian Feldmann zum 1. Juni 2019 den Geschäftsbereich Vertrieb des traditionsreichen Unternehmens aus Dischingen. Das über 100-jährige mittelständische Unternehmen ist Spezialist für mobile Raumsysteme und modulare Gebäude und beschäftigt Christian Feldmann mehr als 180 Mitarbeiter. übernahm zum 1. Juni Als langjähriger Partner der den Geschäftsbereich Industrie, öffentlichen Ver- Vertrieb. waltung und Bauwirtschaft produziert und verwaltet Grinbold-Jodag jährlich mehr als 100.000 Quadratmeter an modernen Wohn- und Arbeitsflächen. Das Produktportfolio reicht dabei von mobilen Standardcontainern über dauerhafte Büroanlagen bis hin zu komplexen Sonderlösungen. Christian Feldmann ist bereits seit 2018 in Leitungsfunktion bei Grinbold-Jodag tätig. Zuvor war der 42-Jährige über zehn Jahre für den internationalen Vertriebsaufbau bei einem renommierten Systemgeber der Fensterbranche verantwortlich.

07 & 08 / 2019 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · Seite 25


Berichte und Analysen

GMBH-GESCHÄFTSFÜHRER

Haftungsrisiken kennen und Haftungsfallen vermeiden

RECHTLICHEN AUFGABEN UND PFLICHTEN, RISIKOFRÜHERKENNUNG UND ANZEIGEPFLICHTEN, PERSÖNLICHE HAFTUNG UND MÖGLICHKEITEN DER HAFTUNGSBEGRENZUNG. GmbH-Geschäftsführer sind grundsätzlich für alle Geschäfte ihres Unternehmens verantwortlich. Im Haftungsfall müssen sie darlegen können, dass sie ihren auferlegten Pflichten auch nachgekommen sind. Dabei unterscheiden sich die Verhaltenspflichten in der mittelständischen Familien-GmbH kaum von denjenigen im internationalen Großkonzern. Insbesondere im Falle einer Unternehmensinsolvenz ergeben sich für den Geschäftsführer wichtige Anzeigepflichten und gravierende Haftungsrisiken. Besonders in rechtlichen Belangen ist es daher unerlässlich, den Überblick zu bewahren und sich gut beraten zu lassen.

Der Geschäftsführer vertritt das Unternehmen nach außen. Dabei trägt er ein hohes Maß an Verantwortung. Er hat ein qualitatives und quantitatives Wachstum des Unternehmens zu sichern. Ferner muss er Überwachen, Leiten und Delegieren. In der Krise eines Unternehmens zeigt sich eine weitere Anforderung an die Inhaber und Geschäftsführer: Sie müssen die Insolvenzantragspflichten gewissenhaft beobachten und entsprechend reagieren. Denn, wenn etwas „aus dem Ruder läuft“, haften sie – zumindest dann, wenn ein schuldhaftes Versäumnis vorliegt. Im Falle der Insolvenz einer GmbH besteht für deren Geschäftsführer das Risiko einer Haftungsinanspruchnahme durch den Insolvenzverwalter

Seite 26 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · 07 & 08 / 2019

aus § 64 Abs.1 GmbHG (oder einer gleichgerichteten Haftungsnorm z. B. §130a HGB z. B. für die KG). Grundsätzlich haften Geschäftsleiter einer GmbH – gleiches gilt für eine GmbH & Co. KG, Aktiengesellschaft, Unternehmergesellschaft aber auch für eine Limited nach englischem Recht – ab dem Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung (Insolvenzreife) für jede geleistete Zahlung. Dies gilt selbst dann, wenn sie die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung lediglich fahrlässig verkannt haben. Vor Gericht wird den Betroffenen dann oft aufgezeigt, dass sie die Insolvenzreife wesentlich früher hätten erkennen müssen. Die Ansprüche gegen die Geschäftsführer erreichen dabei schnell existenzgefährdende Summen.

ANZEIGEPFLICHTEN ERNST NEHMEN Die Gefahren, die ein Unterlassen des rechtzeitig gestellten Insolvenzantrags für den Geschäftsführer einer Gesellschaft bedeutet, sollte der Geschäftsführer kennen. Die Regeln sind eindeutig: Bei objektivem Vorliegen von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung muss spätestens nach drei Wochen einen Insolvenzantrag über das Vermögen der Gesellschaft gestellt werden. Die Insolvenzordnung unterscheidet dabei zwischen drei Eröffnungsgründen: die Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO), die drohende Zahlungsunfähigkeit (§ 18 InsO) und die Überschuldung (§ 19 InsO). Bei der Zahlungsunfähigkeit ist der Schuldner nicht mehr in der Lage, die fälligen Zahlungs-


Berichte und Analysen

wenig beachtet werden. Nur wer rechtzeitig an den Fall der Fälle denkt, kann vorbauen, zeitnah reagieren und so das Schlimmste vermeiden.

Insgesamt also düstere Aussichten für Geschäftsführer, die ihre Insolvenzantragspflichten in der Krise der Gesellschaft nicht laufend überprüfen.

INNENHAFTUNG VS. AUSSENHAFTUNG

(Foto: Gajus - AdobeStock)

pflichten zu erfüllen. Dies wird schnell unterschätzt: Eine Deckungslücke von zehn Prozent genügt hierbei als Kriterium. Von der Zahlungsunfähigkeit abzugrenzen ist, laut BGH, die bloße Zahlungsstockung, d. h. der kurzfristig behebbare Mangel an flüssigen Mitteln. Dieser muss in einem Zeitraum von maximal drei Wochen zu beseitigen sein. Während die drohende Zahlungsunfähigkeit lediglich ein Antragsrecht begründet, führen sowohl die Zahlungsunfähigkeit als auch die Überschuldung bei Kapital- und Personengesellschaften ohne „natürliche Vollhafter“ zu einer insolvenzrechtlichen Antragspflicht. Dass es sich bei der Insolvenzverschleppung – die verspätete Stellung des Insolvenzantrages – um eine Straftat handelt, ist weithin bekannt. Dennoch liegt sie in Deutschland in der Regel bei einem Jahr. Zudem können in diesen Fällen noch die entsprechenden Bankrottdelikte (§§ 283 ff. StGB) einschlägig werden. Abschließend besteht die Gefahr für Bestellungen bei eingetretener Zahlungsunfähigkeit wegen Betrugs (§ 263 StGB) belangt zu werden. Vor den strafrechtlichen Folgen werden gerne die Augen verschlossen. Tatsächlich weitaus erheblicher sind die zivilrechtlichen Haftungsfolgen für den Geschäftsführer, die leider immer noch viel zu

Das GmbH-Gesetz (GmbHG) selbst regelt – mit Ausnahme von § 40 Abs. 3 GmbHG – die Innenhaftung. Dies betrifft die Haftung des Geschäftsführers nur gegenüber der Gesellschaft selbst. Grundsätzlich schuldet der Geschäftsführer in Angelegenheiten der Gesellschaft gemäß § 43 Abs. 1 GmbHG die Sorgfalt eines „ordentlichen Geschäftsmannes“. Verletzt er diese Pflicht, muss er der Gesellschaft den dadurch entstandenen Schaden ersetzen. Mehrere Geschäftsführer haften – von eng gefassten Ausnahmen abgesehen – solidarisch. Gerade die Innenhaftung wird bei den KMUs oft unterschätzt, wenn sich die Gesellschaftsanteile und Geschäftsführung in einer Hand bzw. im Familienkreis befinden. Dabei ist wichtig: Die Trennung der Vermögensmassen von Gesellschaft und Gesellschafter gilt es zu beachten. Lässt sich bei einem Verkauf der Gesellschaft noch Vieles offengelegt und in den Kaufverträgen als Haftungsgrundlage abbedingen, entfällt diese Möglichkeit in der Insolvenz der Gesellschaft ersatzlos. Hier wird der Insolvenzverwalter die Innenhaftung gegenüber der Gesellschaft geltend machen. Die Vorschriften für die Außenhaftung sind im Gesetz schwerer zu finden. Außenhaftungsansprüche der Gläubiger können auf unterschiedlichen Grundlagen basieren – und treffen den Geschäftsführer persönlich. Der wichtigste Tatbestand ist die deliktische Haftung für die Insolvenzverschleppung aus § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 15a InsO, soweit es um Interessen von Gläubigern geht, die erst nach Insolvenzreife der GmbH in geschäftlichen Kontakt zu dieser getreten sind. Das gleiche gilt für Gläubiger, deren dann bestellte Ware bei der GmbH letztlich wegen der eingetretenen Zahlungsunfähigkeit unbezahlt blieb. Ihnen haftet der Geschäftsführer wegen des zugrundeliegenden (Eingehungs-) Betrugs persönlich, § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 263 StGB. Wichtig zu beachten ist hierbei: Titulierte deliktische Forderungen unterliegen der 30-jährigen Verjährungsfrist. Deliktische Forderungen sind nach § 302 Abs. 1 Var. 1 InsO von einer späteren Restschuldbefreiung in einem persönlichen Insolvenzverfahren des Geschäftsführers ausgenommen.

HAFTUNG DURCH DIE D&OVERSICHERUNG ABGEDECKT? In der Vergangenheit konnte die Unternehmensleitung davon ausgehen, dass eine D&OVersicherung für die monetären Haftungsfolgen aufkam, solange kein Vorsatz vorlag. Das hat sich aufgrund einer geänderten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs aus 2017 verändert. Eine Einstandspflicht lehnen die Versicherungen seither verstärkt ab. Für haftungsbegründende Pflichtverletzungen bietet eine D&O-Versicherung allein – insbesondere eine reine Unternehmens-D&O – keinen sicheren Schutz mehr. Jeder Geschäftsführer sollte deshalb von seinem D&O-Versicherer die klarstellende schriftliche Bestätigung einholen, dass die Haftung aus § 64 GmbHG mitversichert ist. Bei spezialisierten Maklern ist dies schon lange Teil der mit den Versicherungen ausgehandelten Versicherungsbedingungen.

AUTOR

DIRK EICHELBAUM (Foto: BBR)

Haftungstatbestände können grundlegend unterteilt werden in: a) Innenhaftungen gegenüber der Gesellschaft / den Gesellschaftern und b) Außenhaftungen gegenüber außenstehenden Gläubigern.

Dirk Eichelbaum Buchalik Brömmekamp Rechtsanwaltsgesellschaft mbH Industriestraße 4 70565 Stuttgart-Vaihingen Tel. +49 (0) 711 252 960 0 Fax +49 (0) 711 252 960 10 dirk.eichelbaum@buchalik-broemmekamp.de

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BILDUNG UND ZUKUNFT

PRÜFUNGSPLAN

Abschlussprüfung Winter 2019/2020 in gewerblichen Ausbildungsberufen und IT-Berufen Schriftliche Prüfungen

Prüfungstermine

alle mit Ausnahme der nachstehend aufgeführten Berufe

12. bis 14. November 2019

Druck- und Medienberufe

12. Nov. und 4. Dezember 2019

Fachinformatiker/-in

12. und 13. November 2019

Fachkraft für Metalltechnik (alle Fachrichtungen)

12. Nov. und 3. Dezember 2019

Industrieelektriker/-in

12. Nov. und 3. Dezember 2019

Informatikkaufmann/-frau

5. und 13. November 2019

IT-System-Elektroniker/-in

12. und 13. November 2019

IT-System-Kaufmann/-frau

5. und 13. November 2019

Maschinen- und Anlagenführer/-in – Metall- und Kunststofftechnik

12. Nov. und 3. Dez. 2019

Mechatroniker/-in

12. und 13. Nov. 2019

Produktionstechnologe/-in

wird noch bekannt gegeben

Technische/-r Produktdesigner/-in – Maschinen- und Anlagenkonstruktion

12. und 13. Nov. 2019

Textil- und Modenäher/-in

12. Nov. und 3. Dez. 2019

Praktische Prüfungen/Fachgespräche

Prüfungstermine

alle mit Ausnahme der nachstehend aufgeführten Berufe

von 2. Dez. 2019 bis 28. Febr. 2020

Bauzeichner/-in

14. Januar bis 16. Januar 2020

Industrieelektriker/-in

3. Dez. 2019 bis 28. Febr. 2020

Abgabetermine für Anträge der betrieblichen Aufträge

Prüfungstermine

Elektroberufe

1. Oktober 2019

IT-Berufe

wird noch bekannt gegeben

Mechatroniker/-in

1. Oktober 2019

Metallberufe

1. Oktober 2019

Technische/-r Modellbauer/-in

1. Oktober 2019

Technische/-r Produktdesigner/-in – Maschinen- und Anlagenkonstruktion

wird noch bekannt gegeben

Werkstoffprüfer/-in

1. Oktober 2019

Die Prüfungstermine sind ohne Gewähr. Bitte beachten Sie die Prüfungstermine auf Ihren Prüfungseinladungen. Die Bereitstellungslisten für die praktischen Prüfungen werden von der Prüfungsaufgabenund Lehrmittelentwicklungsstelle (PAL) größtenteils Mitte September 2019 und die restlichen Mitte Oktober 2019 auf der Homepage der PAL unter www.ihk-pal.de veröffentlicht. In Papierform erhalten die Ausbildungsbetriebe diese von der IHK zu einem späteren Zeitpunkt zugesandt.

IHK-MITGLIEDERSERVICE kostenlose Veranstaltungen Existenzgründung im Nebenerwerb 17. September 2019 in:it, Schwäbisch Gmünd Tel. 07321 324-182, grubauer@ostwuerttemberg.ihk.de Seitennr. 135114744 Sprechtag Finanzierung 17. September 2019 IHK Ostwürttemberg, Heidenheim Tel. 07321 324-182, grubauer@ostwuerttemberg.ihk.de Seitennr. 135112498 Sprechtag Unternehmensberatung 17. September 2019 IHK Ostwürttemberg, Heidenheim Tel. 07321 324-182, grubauer@ostwuerttemberg.ihk.de Seitennr. 135112492 IHK-Sprechtag Freiberufler 24. September 2019 IHK Ostwürttemberg, Heidenheim Tel. 0911 2356525, gruendung@ifb.uni-erlangen.de Seitennr. 135112475 Sprechtag Onlinemarketing 24. September 2019 IHK Ostwürttemberg, Heidenheim Tel. 07321 324-182, grubauer@ostwuerttemberg.ihk.de Seitennr. 135112488 1 x 1 des Gründens 26. September 2019 IHK Ostwürttemberg, Heidenheim Tel. 07321 324-182, grubauer@ostwuerttemberg.ihk.de Seitennr. 135114738

KFW-GRÜNDUNGSMONITOR 2019

Gründungstätigkeit in Deutschland stabilisiert sich Gestützt durch die gute Binnenkonjunktur hat sich die seit Jahren rückläufige Gründungstätigkeit in Deutschland 2018 stabilisiert. Die Zahl der Existenzgründer ist mit 547.000 im Vergleich zum Vorjahr nur noch leicht gesunken. Dabei ist die Zahl der Existenzgründungen durch Frauen gestiegen, während Existenzgründungen durch Männer weiter

Seite 28 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · 07 & 08 / 2019

rückläufig sind. Die Gründungstätigkeit wird von Neugründungen dominiert. Im Jahr 2018 waren es so viele wie nie: 8 von 10 Existenzgründern machten sich selbstständig, indem sie unternehmerische Strukturen erstmalig aufbauten. Aber auch bei Existenzgründungen durch Übernahmen bestehender Unternehmen ist eine positive Entwicklung zu erken-

nen. Der durchschnittliche Kapitaleinsatz von Gründern ist in der letzten Dekade merklich gestiegen. Insbesondere Vollerwerbsgründer setzen größere Summen ein. Insgesamt bleibt die Gründungsfinanzierung aber eine Herausforderung, an der bereits viele Gründungsplaner scheitern.


Bildung und Zukunft

IHK OSTWÜRTTEMBERG

Tag der Ausbildungschance mit Azubi-Speed-Dating Am 3. Juni fand im IHK Bildungszentrum in Aalen der bundesweite Aktionstag „Tag der Ausbildungschance 2019“ statt. Das Besondere bei der diesjährigen Veranstaltung war das angebotene Azubi-Speed-Dating, bei dem Schüler und Interessierte einen ersten Kontakt zu regionalen Ausbildungsbetrieben knüpfen konnten. Insgesamt beteiligten sich 29 Ausbildungsbetriebe beim Azubi-Speed-Dating und boten dabei über 50 verschiedene Ausbildungsberufe und duale Studiengänge an. Im Vorfeld wurden die Schülerinnen und Schüler von allgemeinbildenden Schulen in Ostwürttemberg über den Aktionstag informiert und auf ihre Chancen aufmerksam gemacht, beim Azubi-Speed-Dating vor Ort ihren womöglich zukünftigen Arbeitgeber kennenzulernen und dabei bereits mit Personalvertretern in Kontakt zu kommen.

Die Schülerinnen und Schüler konnten sich damit auf interessante zehnminütige Gesprächstermine bei den regionalen Betrieben und Einrichtungen freuen. Die anwesenden Firmen zogen ein insgesamt positives Resümee: sie lernten vielversprechende und gut vorbereitete Bewerber kennen. Auch die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler waren begeistert davon, so viele verschiedene Ausbildungsbetriebe kennenlernen zu können und unverhofft spontane Termine bei vielgefragten Unternehmen wahrnehmen zu können. Die IHK Ostwürttemberg plant einen weiteren Aktionstag mit Azubi-Speed-Dating, an dem Firmen ihre Ausbildungsmöglichkeiten präsentieren und mit Jugendlichen als potentielle Auszubildende ins Gespräch kommen können. Zudem steht aktuell das Thema Ausbildung im Online-Fokus auf wwww.ostwuerttemberg.ihk.de.

Beim Azubi-Speed-Dating im IHK-Bildungszentrum in Aalen kamen zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit Unternehmensvertretern ins Gespräch. (Foto: IHK / Peter Kruppa)

Alle Informationen zu den zahlreichen Aktionen und Projekten gibt es bei der IHK Ostwürttemberg, Lea Schmitt, Koordinatorin Bildungsprojekte, schmitt@ostwuerttemberg.ihk.de.

NEUE IHK-GRÜNDUNGSWERKSTATT ONLINE

Kostenlose Unterstützung für Existenzgründer Mit der Gründungswerkstatt Ostwürttemberg (www.gruendungswerkstatt-ostwuerttemberg.de) bietet die IHK Ostwürttemberg Existenzgründern eine digitale Plattform zur Umsetzung der eigenen Geschäftsidee. Für dieses Informations-, Lern- und Beratungsangebot können sich Gründer kostenlos registrieren, um sich dann während des gesamten Gründungsprozesses von einem Experten der IHK sicher und persönlich begleiten zu lassen. „Mit der neuen Version der Gründungswerkstatt schaffen wir ideale Voraussetzungen, Jungunternehmer aus der Region zu unterstützen“, sagt Markus Schmid, Leiter des IHK-Geschäftsfeldes Existenzgründung und Unternehmensförderung. „Die Vorteile der digitalen Welt und der persönlichen Beratung werden hier ideal kombiniert. Das ist zukunftsweisend“, so Schmid. Mit dem kostenlosen Online-Tool können nicht nur Canvas, Business- und Finanzpläne erstellt, sondern direkt mit externen Beratern, Wirtschaftsprüfern oder der Bank beziehungsweise einem Investor geteilt werden, ohne dass dieser sich als Nutzer registrieren muss. Der gesamte Gründungsprozess findet digital an einem Ort statt. Zusätzlich können Gründer bundesweit im Team

mit anderen Gründern und Unternehmern an ihrer Idee arbeiten und kommunizieren. Dabei werden sie auf Wunsch kompetent und persönlich durch einen Experten der IHK unterstützt. Die neue Gründungswerkstatt bietet gerade für Teamgründer viele Vorteile, denn hier können alle gleichzeitig an

einem Businessplan arbeiten, über das integrierte Projektmanagement Aufgaben definieren und sich zuweisen. Kein anderes Tool bietet diese Möglichkeit zum kollaborativen Arbeiten. Teamgründungen sind jederzeit und allerorts sehr einfach umzusetzen“, so Schmid abschließend.

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START-UP BW ELEVATOR PITCH

Remstal Cup in Schwäbisch Gmünd Der Gründungswettbewerb Start-up BW Elevator Pitch sucht derzeit wieder in ganz BadenWürttemberg nach einfallsreichen Geschäftsideen und den besten Gründern und Start-ups im Land. Der Remstal Cup fand am 28. Mai auf der Remstal Gartenschau in Schwäbisch Gmünd statt. Zehn Teams präsentierten ihre Geschäftsideen vor einer Fachjury und rund 80 Zuschauern. Den ersten Preis und 500 Euro Preisgeld hat die Geschäftsidee „tak“ aus Schwäbisch Gmünd gewonnen, die sich damit für das Landesfinale im Sommer 2019 qualifiziert hat. Das Team wurde zudem als Publikumsliebling ausgezeichnet. Hinter tak, dem innovativen Geldbeutel, stehen zwei Produktdesigner, die Behältnisse aus alten Werbebannern und Planen entwickeln. Auf Nähen oder Kleben wird dabei durch einen neuen Öffnungsmechanismus verzichtet. Allgemein stehen die Produkte für einfache und kostengünstige Herstellbarkeit. Es werden nur Reststücke und recycelte Materialien zur Herstellung verwendet. Gewinner des zweiten

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Die Siegerteams mit der Jury beim Remstal Cup.  (Foto: WiMi)

Platzes ist die Geschäftsidee „H1P – Das Original“ aus Schwäbisch Gmünd. Den dritten Platz belegt die Geschäftsidee „1-2-3 parkplatzfrei“ aus Reutlingen. Der „Remstal Cup“ wurde vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg in Kooperation mit der IHK Ostwürttemberg und der IHK Regi-

on Stuttgart Bezirkskammer Rems-Murr im Rahmen des Treffpunkts Baden-Württemberg auf der Remstal Gartenschau veranstaltet. Das Preisgeld der Elevator Pitch Wettbewerbsreihe wird von der L-Bank gesponsert. Die Gründer und Start-up-Teams hatten drei Minuten Zeit, um die Jury und das Publikum von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen.


MÄRKTE UND TRENDS

HANDBUCH INTERNATIONALES ARBEITSRECHT

Mitarbeitereinsätze im Ausland Das internationale Arbeitsrecht spielt für jedes Unternehmen, das international tätig ist, eine wichtige Rolle. Eine grundlegende Kenntnis der Unterschiede beim Umgang mit Personalthemen an ausländischen Standorten und bei Mitarbeitereinsätzen im Ausland ist essentiell, um unvorhergesehene Kostenrisiken zu vermeiden. Die vollständig aktualisierte 2. Auflage des „Handbuchs zum internationalen Arbeitsrecht“ stellt detailliert die Besonderheiten des ausländischen Arbeitsrechts auf den Gebieten Personalgewinnung, Mitarbeiterbindung, Übernahme von Mitarbeitern durch Betriebsübergang bis hin zum Trennungs-

management/Restrukturierung im Ausland dar. Das Werk zeigt dabei praxisorientiert die rechtlichen und steuerlichen Aspekte, die über Erfolg und Misserfolg des internationalen Personalmanagements entscheiden. Zugleich bietet das Handbuch einen Überblick über die rechtlichen Vorgaben beim Arbeitnehmereinsatz auf den Weltmärkten Asiens, Lateinamerikas, Europas, im Nahen Osten, in Russland oder in den USA. Handbuch internationales Arbeitsrecht ISBN: 9783-8462-0807-6 2., vollständig überarbeitete Auflage 2019, 592 Seiten, 79 Euro. Bestellung unter https://shop.bundesanzeiger-verlag.de.

LOGISTIK GESTALTET ZUKUNFT:

Digitalisierung – gelebte Realität In Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Heidenheim, der IHK Ostwürttemberg, dem Regionalverband Ostwürttemberg sowie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO) veranstaltete der Landkreis Heidenheim Ende Mai 2019 an der DHBW Heidenheim einen Logistikkongress unter dem Titel „Logistik gestaltet Zukunft: Digitalisierung – gelebte Realität“. Das Nachmittagsprogramm war gefüllt mit Vorträgen und Kurzreferaten, in denen die Teilnehmer aus verschiedenen Blickwinkeln von Experten erfuhren, wie sich die Logistikbranche zukunftsfähig aufstellt, warum Logistikansiedlungen für einen Wirtschaftsstandort sinnvoll und notwendig sind und welcher Mehrwert für alle Beteiligten daraus entsteht. Zum Einstieg gab Prof. Dr. Wolfgang Stölzle, Professor für Logistikmanagement und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Supply Chain Management an der Universität St. Gallen, anhand der Studie „Digitalisierungswerkzeuge in der Logistik: Einsatzpotenziale, Reifegrad und Wertbeitrag“ einen umfassenden Überblick zum Digitalisierungsgeschehen in der Logistik sowie aktuelle Einblicke für Logistikdienstleister. Anschließend veranschaulichten Praktiker aus den Unternehmen BSH Hausgeräte GmbH, GROUP7 AG, MAN und Seifert Logistics Group anhand von vielfältigen Beispielen, wie innovative Digitalisierungsprojekte im Bereich Logistik bereits jetzt erfolgreich umgesetzt werden und dadurch neben Effizienzsteigerungen gleichzeitig ein Beitrag im Bereich Ressourcen- und Umweltschutz geleistet wird. Prof. Dr. Tobias Bernecker, Professor für Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik an der Hochschule Heilbronn und Leiter des Kompetenzzentrums LOGWERT, zeigte außerdem auf, wie Gewerbeflächen für Logistik in Zeiten der Digitalisierung sinnvoll genutzt werden können. Auch

sein Vortrag verdeutlichte, dass produktionsnahe Logistikflächen von volkswirtschaftlichem und umweltpolitischem Nutzen sind. Logistik werde zwar immer Flächen benötigen, durch Digitalisierung könne deren Nutzung jedoch effizienter gestaltet werden. Die Sorge, Digitalisierung führe zu Arbeitsplatzverlusten, relativierte Bernecker, da mit der neuen Entwicklung die Nachfrage nach Fachkräften sogar weiter steige. In einem abschließenden Podiumsgespräch wurde nochmal deutlich, dass noch einiges an Aufklärungsarbeit in Bezug auf die Logistikbranche zu leisten ist, an der sich auch insbesondere die Logistikunternehmen beteiligen müssten. So kämpfe die Branche nach wie vor mit einem „Rechtfertigungsproblem“ was das Verhältnis der

Zahl an Arbeitsplätzen pro Flächenverbrauch beträfe. Dabei dürfe Logistik nicht als unabhängige Branche betrachtet werden, sondern als elementarer Teil der Produktion, von der zahlreiche Arbeitsplätze der Region abhingen. Größere Entfernungen zu Infrastrukturknoten würden den Verkehr in den Ortschaften bzw. auf den Straßen erhöhen und die Umwelt mit nachweislich höheren CO2-Werten unnötig belasten sowie die Wirtschafskraft mindern. Zusammenfassend waren sich Veranstalter, Referenten und Teilnehmer einig, dass ein Produktionsstandort mit hoher Exportquote wie Ostwürttemberg zweifelsfrei auf die Ausweisung sinnvoller Logistikflächen angewiesen ist, um die Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft zu sichern und die Infrastruktur optimal und auch umweltschonend zu nutzen.

Knapp 200 Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie Vertreter aus dem Bereich Transport und Logistik nahmen an der Veranstaltung teil. (Foto: WiRO)

07 & 08 / 2019 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · Seite 31


Märkte und Trends

OSTWÜRTTEMBERG

Beim Technologietag „Hybrider Leichtbau“ präsent

Ostwürttemberg-Präsenz beim 6. Technologietag Hybrider Leichtbau: Bernd Schrimpf, Leiter des IHK-Bildungszentrums (l.) und Dominic Lutz, Mitglied der Geschäftsleitung der Gaugler & Lutz oHG. (Foto: IHK)

Leichtbau spielt für die Region eine wichtige Rolle. Starke Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und auch die IHK Ostwürttemberg treiben dieses Thema voran. Deutlich wurde dies beim 6. landesweiten Technologietag „Hybrider Leichtbau“ am 20. und 21. Mai 2019 in Leinfelden-Echterdingen. Bei der Veranstaltung der Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg - Leichtbau BW präsentierte sich Ostwürttemberg als starker Leichtbau-Standort. Leichtbau steht für Innovationen, Ressourceneffizienz und Klimaschutz. Dank Gewichtsreduktion und intelligentem Design können Energie und Rohstoffe in großem Umfang eingespart werden. Aktuelle Trends und Entwicklungen im Leichtbau kommen z. B. aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Sensorik, Digitalisierung, neue Werkstoffe und Additive Manufacturing, wie der Technologietag „Hybrider Leichtbau“ den rund

250 Teilnehmern in Expertengesprächen, TechnikSessions und Branchenforen zeigte. Der Leichtbau ermöglicht einer Vielzahl an Unternehmen bspw. aus der Automotive-Branche, dem Maschinenund Werkzeugbau oder auch der Bauindustrie und Architektur spürbare Wettbewerbsvorteile. Dies gilt insbesondere für Ostwürttemberg, wo zahlreiche Unternehmen führend im Leichtbau und damit Innovationstreiber dieser Querschnittstechnologie sind. Dazu gehört auch die Gaugler & Lutz oHG. Das Unternehmen in Aalen-Ebnat hat sich auf die Verarbeitung und Konfektion von Kernmaterialien für den Leicht- und Sandwichbau spezialisiert. Mit dieser Kompetenz ist Gaugler & Lutz in der Automobilbranche ebenso wie bei Windkraftanlagen, im Schienenverkehr oder in der Luft- und Raumfahrt vertreten. Auch deshalb war beim Technologietag die Expertise von Dominic Lutz, Mitglied der Geschäftsleitung von Gaugler

& Lutz und Vorsitzender des IHK-Forschungs- und Innovationsausschusses, gefragt. Beim Thema Leichtbau erhalten die Unternehmen in der Region auch Unterstützung von der IHK. Diese hat z. B. gemeinsam mit Leichtbau BW einen Leichtbau-Kurs für Azubis konzipiert, der im IHK-Bildungszentrum (BIZ) in Aalen durchgeführt wird. „Mit unserem Leichtbau-Kurs machen wir die gewerblich-technischen Auszubildenden fit für dieses Zukunftsthema“, erklärte BIZ-Leiter Bernd Schrimpf auf dem Kongress. Eine wichtige Rolle spielt der Leichtbau auch beim IHK-Wissens- und Technologietransfer. Mit diesem Angebot unterstützt die IHK ihre Mitgliedsbetriebe bei der Steigerung ihrer Innovationsfähigkeit. Dies geschieht insbesondere durch die Anbahnung von Kooperationen von Unternehmen mit Partnern aus der Wirtschaft und Wissenschaft. Und gerade beim Leichtbau gibt es umfassende Kompetenzen auch an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Region. Dazu gehören zum Beispiel das Kooperationsnetzwerk SmartPro der Hochschule Aalen und das Technologiezentrum für Leichtbau (TZL). Was auf Landesebene mit dem Technologietag „Hybrider Leichtbau“ gut funktioniert, findet im Übrigen auch regional seine Fortsetzung, wie IHKTechnologietransfermanager Markus Hofmann ankündigt: „Am 24. Oktober 2019 wird bereits zum dritten Mal unser Technologietag „Leichtbau Regional“ stattfinden. Schon heute können sich alle Interessierten auf ein spannendes Programm rund um die Schlüsseltechnologie Leichtbau freuen“. Weitere Informationen zum Leichtbau-Kurs für Azubis und zum IHK-Wissens- und Technologietransfer unter www.ostwuerttemberg.ihk.de Seitennummer 135120052 und 4319692.

GESUNDHEITSWIRTSCHAFT IM LAND

Überdurchschnittliches Wachstum in 2018 Die Bruttowertschöpfung in der baden-württembergischen Gesundheitswirtschaft hat sich im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 2,6 Prozent (Gesamtwirtschaft: +1,5  Prozent) auf rund 42,5 Milliarden Euro erhöht. Dies entsprach einem Anteil an der Gesamtwirtschaft des Landes von 9,2  Prozent. Während des Zeitraums 2010 bis 2018 erhöhte sich die Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft preisbereinigt hierzulande um beachtliche 15,9  Prozent. 2018 zählte die Gesundheitswirtschaft in Baden-Württemberg rund 821.300 Erwerbstätige. Dies waren rund 15.100 Personen bzw. 1,9  Prozent mehr als im Jahr 2017. Damit fiel der

Seite 32 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · 07 & 08 / 2019

Zuwachs deutlich höher aus als für die gesamtwirtschaftliche Erwerbstätigkeit (+1,3  Prozent). Die Gesundheitswirtschaft wies auch in den Jahren zuvor eine dynamische Beschäftigungsentwicklung auf. So stieg die Erwerbstätigkeit dort im Zeitraum 2010 bis 2018 um 16,7  Prozent an, während die Gesamtwirtschaft BadenWürttembergs lediglich ein Plus der Erwerbstätigenzahl von 11,0  Prozent verzeichnen konnte. Die Bruttowertschöpfung (in jeweiligen Preisen) je Erwerbstätigen, also die Arbeitsproduktivität, lag in der Gesundheitswirtschaft Baden-Württembergs 2018 mit 51.752 Euro auf einem – im Vergleich zu anderen Ländern – hohen Niveau (Durchschnitt der Länder: 49.065 Euro).

In Ostwürttemberg sind rund 1.100 Unternehmen in der Gesundheitswirtschaft aktiv, darunter fast 600 IHK-Mitgliedsunternehmen. Die Branche ist auch in Ostwürttemberg sehr beschäftigungsintensiv, über 20.000 Beschäftigten sind hier tätig. Der IHK-Arbeitskreis Gesundheitswirtschaft ist Treffpunkt der Branche. Hier vernetzen sich Unternehmen, Hochschulen sowie Krankenkassen und Institutionen. Der Arbeitskreis trifft sich wieder am 24. Oktober 2019 u. a. zum Thema Gesundheitsforum Baden-Württemberg - Ansatzpunkte für die Region. Interessierte Unternehmen sind herzlich eingeladen. Ansprechpartner: Markus Schmid, schmid@ostwuerttemberg.ihk.de oder Tel. 07321 324-183.


Märkte und Trends

PARTNER FÜR PILOTPROJEKT GESUCHT

Klimasensitive Risikoanalyse für Industriebetriebe Starkregen, Hitzewelle, Trockenheit oder Versorgungsausfälle in der Lieferkette. Der Klimawandel hat Auswirkungen auf die Wirtschaft. Die Folgen sind vielfältig. Momentan stehen für viele Wirtschaftstreibende die Auswirkungen von internationalen Klimaschutzbestrebungen, wie etwa CO2-Abgaben oder Energieeffizienzmaßnahmen, noch im Vordergrund. Dabei werden die Folgen des Klimawandels auf die Wirtschaft zu oft vernachlässigt: Ohne sorgfältige Analyse der mit dem Klimawandel einhergehenden Risiken und entsprechende Anpassungsmaßnahmen wird in Zukunft erfolgreiches Wirtschaften immer schwieriger. Im „Global Risk Report 2019“ des World Economic Forum stehen alle Top-Drei der wahrscheinlichsten Risiken in direktem Zusammenhang mit dem Klimawandel. Ein Umdenken ist nötig, vorausschauendes Handeln nicht nur gefragt, sondern unabdingbar. Aber wie können v. a. Industriebetriebe systematisch und umfassend auf die Auswirkungen des Klimawandels vorbereitet werden? „Agieren statt reagieren“ ist ein zentraler Leitspruch im Risikomanagement. Auf dieser Basis hat die Beratungs- und Ingenieurunternehmen alpS GmbH, die seit mehr als 15 Jahren als Forschungs-

und Beratungszentrum zu den Themen Risikomanagement und Klimawandel wissenschaftliches Know How in die Praxis bringt, ein Analysetool entwickelt, welches aufzeigt, wie Unternehmen und Wirtschaftssektoren auf klimasensitive Risiken vorbereitet sind. Mithilfe dieses Tools sollen bei diesem Projekt Unternehmen die Möglichkeit bekommen, sich gezielt auf die multiplen Risiken, die durch den Klimawandel noch verstärkt werden können, vorzubereiten und entsprechende Maßnahmen zur Minderung dieser Risiken treffen. Neben einer Risikoanalyse wird bei diesem Projekt auch der aktuelle Status in der Risikosteuerung mitberücksichtigt, um den Unternehmen ein qualitatives Feedback über ihre aktuellen Arbeiten in diesem Themenbereich geben zu können. Auf Basis eines Risikokataloges (inkl. Szenarienbeispiele) wird eine Bewertungsmethode angewendet. Diese Auswirkungsparameter (u. a. finanzielle Auswirkungen, Folgen für das Personalmanagement, Imageverlust, etc.) wurden von der alpS GmbH mit mehr als 20 Industrieunternehmen erarbeitet. Diese digitale Lösung kommt bei individuellen Workshops mit interessierten Unternehmen zum Einsatz. Die Auswertungen und Detailinformatio-

Risikoanalyse Tool

(Foto: alpS GmbH)

nen werden digital aufbereitet und den Unternehmen für ihre interne Nutzung übergeben. Als Ergebnis des Bearbeitungsprozesses stehen den einzelnen Unternehmen eine Analyse ihres aktuellen Status in der Bearbeitung von klimasensitiven Risiken zur Verfügung. Unternehmen, die Interesse an der kostenpflichtigen Teilnahme am Projekt haben, wenden sich direkt an Erhard Zwettler, Leitung Geschäftsfeld Innovation und Umwelt, Branchenkoordinator Industrie, Tel. 07321 324-127, zwettler@ost­ wuerttem­berg.ihk.de. ANZEIGE

„Für neue Perspektiven in der Zahnheilkunde.“

Fabian & Klaus-Jürgen Janik l JADENT GmbH Preis des Handwerks VR-InnovationsPreis Mittelstand 2019

& Euro 0 0 r 0 . 50 äts fü r t r o Filmp isträger! re die P

Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt. Wir machen den Weg frei.

Innovative Unternehmen aus Baden-Württemberg mit beispielhaften Projekten und Leistungen gesucht! Sie haben eine technische Innovation, kreative Marketing-, Vertriebs- oder Dienstleistungskonzepte realisiert? Dann bewerben Sie sich! Ausschreibungsunterlagen erhalten Sie bei Ihrer Volksbank Raiffeisenbank oder im Internet unter vr-innovationspreis.de. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2019. Der VR-InnovationsPreis Mittelstand 2020 ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert. Die Volksbanken Raiffeisenbanken arbeiten in Kooperation mit:

Bausparkasse Schwäbisch Hall

Union Investment

R+V Versicherung

Ein Produkt der TeamBank

Deutsche ZentralGenossenschaftsbank

DZ Privatbank

DZ HYP

VR Smart Finanz

Münchener Hyp

Fiducia & GAD

Gewinnsparen

Süddeutsche Krankenversicherung


Berichte und Analysen

DIGIZ

Neue Geschäftsmodelle CHANCEN DER DIGITALEN TRANSFORMATION ERKENNEN UND UMSETZEN

Industrie 4.0, digitale Zwillinge und künstliche Intelligenz. Ein Besuch auf der Hannover Messe erschlägt mit Schlagwörtern zu den neusten Technologien. Die Digitalisierung der Unternehmen ist da und jeder versucht, mitzuspielen. Sind diese Technologien nur ein Hype oder vielleicht doch eine Bedrohung für etablierte Geschäftsmodelle?

Um digitale Geschäftsmodelle zu erkennen, muss zuerst die Digitalisierung verstanden werden. Neue Technologien wie Cloud, Apps oder KI verbessern oder ermöglichen verschiedene Anwendungsfälle. Technologie alleine ist wertlos. Der Programmcode für eine Blockchain ist schnell geschrieben, wird aber erst dann wertvoll, wenn damit z. B. neue Zahlungsmittel und Bankdienstleistungen umgesetzt werden.

Seite 34 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · 07 & 08 / 2019

Das war schon in früheren Zeiten so: Dampfmaschinen (Technologie) haben neue industrielle Fertigungsmethoden (Anwendungsfälle) ermöglicht. Heute ist die Technologie komplexer, vielseitiger und leichter verfügbar. Sensoren werden beispielsweise billiger und können gigantische Datenmengen günstig in der Cloud speichern. Dadurch sinken Einstiegskosten — neue Technologien sind schneller am Markt verfügbar.

Die Technologien sind bereit: Die Frage lautet, welche Anwendungsfälle möglich oder besser werden. Starten Sie Ihr neues Geschäftsmodell folglich beim Business-Case. INNOVATIONEN ERKENNEN Innovationen und neue Geschäftsmodelle sind kein Zufall. Die „Jobs to be Done“-Methode,


Berichte und Analysen

Im Kern stellt man sich die Frage, für welchen „Job“ Ihre Kunden Sie engagieren („to hire“). Der Job ist dabei abhängig von der Situation und weiteren Parametern. Ihre Aufgabe ist es, diesen Job zu erfüllen und zusätzlich die passenden Dienstleistungen anzubieten. Mobilität, also von A nach B kommen, ist ein Job, den viele Anbieter erfüllen können. Egal ob Auto, ÖPNV oder Car-Sharing: Alle können je nach Situation diese Aufgabe erfüllen. Daher investieren Autohersteller in Taxi-Apps und Navigationsdienste und sehen UBER als Konkurrenz. Wenn Verbraucher bestimmte Waren schnell und günstig erhalten wollen, gewinnt wahrscheinlich der Onlinehändler mit großem Warenlager; wenn der „Bummel“ mit Einkaufserlebnis im Vordergrund steht, hat der lokale Einzelhandel gute Chancen. Ein Anlagenbetreiber kauft von einem Maschinenbauer nicht ein bestimmtes Bauteil, sondern Komponenten, die helfen, die Anlagen ohne Probleme mit dem gewünschten Ziel zu betreiben. Die schnelle Bereitstellung von Ersatzteilen ist ein wichtiger Service, der diesen Job unterstützt. Der „Job“ ist kein Produkt oder eine Branche, sondern ein spezifischer Anwendungsfall. Gerade amerikanische Start-ups wie AirBnB analysieren den Markt auf diese Weise und sind damit sehr erfolgreich. Diese Methode offenbart Möglichkeiten für Disruption und Innovation, da die Wertschöpfung für den Kunden im Vordergrund steht.

erfüllen. Eine mobile App kann z. B. die korrekten Parameter für Werkzeuge liefern oder das neue Auto mit Augmented Reality in allen Farben simulieren.

reduziert das Risiko und erhöht den späteren Mehrwert. Meist ist hier nicht die Technologie selbst ein Problem, sondern der Zugang durch die richtigen Fachkräfte und Dienstleister.

Mit mehr Daten und Algorithmen können neue Produkte und Dienste erschaffen werden, die Ihre Kunden unterstützen. Sensoren sammeln z. B. Daten und erkennen Ausfälle, bevor diese entstehen. Gerade als Hersteller kann der große Zugang zu Daten und Situationen solche Produktive sehr attraktiv machen und eine Hebelwirkung erzeugen.

Beim Aufbau der digitalen Geschäftsmodelle sollten alle Bereiche des Unternehmens eingebunden werden. Die Unterstützung durch die Geschäftsführung ist elementar. Es müssen Ressourcen verfügbar sein, Zeit für Iterationen und die Bereitschaft, ein Risiko einzugehen.

Die höchste Stufe digitaler Geschäftsmodelle ist die wertbasierte Abrechnung. Ähnlich wie beim Fahrzeugleasing bezahlt der Kunde nur die tatsächliche Nutzung, also die Erfüllung des Jobs. Diese Geschäftsmodelle rechnen z. B. nach Anzahl Pressvorgänge oder Einsatzstunden genau ab. Nur wenige Unternehmen erfüllen heute die Voraussetzungen für ein solches Geschäftsmodell. NEUE GESCHÄFTSMODELLE AUFBAUEN Digitale Geschäftsmodelle erfordern ein gutes Verständnis der Wertschöpfung für Ihre Kunden. Methoden wie „Jobs to be done“ oder das „Value Proposition Canvas“ helfen dabei, die richtigen Fragen zu stellen. Erkennen Sie alte Probleme und neue Chancen. Die Methoden arbeiten losgelöst von der Technologie und sind gute Vorgehensweisen zur Strategiefindung. Technologien müssen verstanden und iterativ angewendet werden. Kombinieren Sie z. B. eine Technologie wie Live-Videos mit Ihren Serviceabläufen. Wie in einem Start-up sollten Sie Annahmen treffen und diese schnell mit Prototypen und über Feedback validieren. Dies

Der Weg zum digitalen Geschäftsmodell ist nicht einfach – er verspricht aber neue Innovationen, Einnahmenquellen und am wichtigsten: Nachhaltige Unternehmensstrategien.

AUTOR

PHILIPP REINER (Foto: Conclurer)

basierend auf der Arbeit von Anthony W. Ulwick und Harvard-Professor Hayden M. Christensen, ist ein sicherer Weg, Innovationen durch einen starken Kundenfokus zu erkennen. Diese Methode kommt aus dem Bereich des Innovationsmanagement, d. h. dem systematischen Weg, bessere oder neue Produkte zu finden.

Geschäftsführender Gesellschafter Conclurer GmbH, Heidenheim

PHASEN DER DIGITALEN WERTSCHÖPFUNG Technologien helfen, die Wertschöpfung bzw. den Job zu verbessern. Im ersten Schritt ermöglichen Technologien wie ERP- und CRM-Systeme effizientere Prozesse wie z. B. schnelle Angebote für Ersatzteile. Die meisten Unternehmen nutzen diese bereits zur Optimierung interner Prozesse und folglich für zufriedenere Kunden. Als weiteren Schritt können Technologien wie Webseiten, Onlineshops und Konfiguratoren Kunden Informationen schneller verfügbar machen und damit den Job schneller

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IT UND DIGITALES

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Netzwerkabend gab Einblicke und Impulse Die Kontaktstelle Frau und Beruf Ostwürttemberg - Ostalbkreis, die Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH (MFG), die Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO) und die Stadt Aalen veranstalteten im Mai 2019 im AAccelerator Aalen einen Vortrags- und Netzwerkabend zum Thema „Künstliche Intelligenz“. Mehr als 80 Akteure der Kreativbranche sowie Vertreter aus Unternehmen von Industrie und Handwerk waren gekommen, um sich beim KreativForum Ostwürttemberg aktiv mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) auseinanderzusetzen. Impulse und Diskussionsgrundlage hierfür lieferten drei Vorträge zu Beginn des Abends. Die Medienkünstler Timo Dufner und Jens Schindel boten einen umfassenden Einblick in die Funktionsweise, die Potenziale wie auch die Risiken von KI und zeigten anhand von Praxisbeispielen und aktuellen Tendenzen aus der Wissenschaft die Bedeutung von KI auf. Einen Vorgeschmack,

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wie KI die Textilbranche revolutionieren könnte, gab Dieter Stellmach, vom Deutschen Institut für Textil- und Faserforschung (DITF) in Denkendorf. Dortige Forschungsarbeiten analysieren die Formenvielfalt menschlicher Körper mit KI-Methoden und unterMehr als 80 Akteure der Kreativbranche sowie Vertreter aus Unternehmen von Industrie und stützen Hersteller Handwerk trafen sich zum Kreativ-Forum Ostwürttemberg AAccelerator Aalen, dem früheren (Foto: WiRO) bei der Entwicklung IHK-Bildungszentrum. passender Bekleidung. erfolgreich angewendet wird und Unternehmen Weitere praktische Eindrücke gab Patrick Lischden Ausbau von Geschäftsfeldern und Wettbeka, Head of Digital Division der Agentur Grauwerbsvorteilen, wie auch skalierbaren Mehrwert stich in Heidenheim. Er verdeutlichte, wie KI für Mitarbeiter und Kunden ermöglicht. schon heute gemeinsam mit Augmented Reality


IT und Digitales

PRAXISLEITFADEN

Datensicherheit – kurz und knapp Die Broschüre soll einerseits Geschäftsführer für das Thema Daten- und Informationssicherheit sensibilisieren, gibt aber auch konkrete Anregungen und Tipps für die betreffenden Mitarbeiter, wie die gröbsten Fallen vermieden werden können. Dabei kommt es nicht nur auf technische Sicherheitsvorkehrungen an – mindestens genauso wichtig sind organisatorische Maßnahmen und ein

angemessenes Verhalten der Mitarbeiter. Die Broschüre enthält auch ein Muster für einen Notfallplan, wenn dann doch ein Schaden eingetreten ist, sowie Links zu weiterführenden Informationen. Die DIHK-Publikation „Datensicherheit – kurz und knapp“ (32 Seiten) ist zum Preis von 5,10 Euro beim DIHK-Verlag bestellbar: www.dihk-verlag.de.

DIGITALISIERUNGSZENTRUM OSTWÜRTTEMBERG

Erster Cybersicherheits-Kongress der Region In Kooperation mit der Allianz Industrie 4.0, der Transferplattform BW Industrie 4.0 und dem Digitalen Innovationszentrum veranstaltete das Digitalisierungszentrum (digiZ) Ostwürttemberg am Standort Aalen am 5. Juni 2019 den 1. Cybersecurity-Kongress Ostwürttemberg. In Vorträgen, Workshops und einer Podiumsdiskussion wurde sich des Themas Cybersicherheit angenommen. Den Kongress eröffneten Ulrich Betzold, Geschäftsführer der Arnulf Betzold GmbH und Vizepräsident der IHK Ostwürttemberg sowie IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle. Zahlreiche Vertreter der regionalen Wirtschaft waren vor Ort. In ihrer Begrüßung unterstrichen Betzold und Eberle die Bedeutung und Chancen der Digitalisierung für den Produktionsstandort Deutschland. Eine erfolgreiche Digitalisierungsstrategie könne jedoch ohne das Thema Datensicherheit nicht gelingen. Heiko Winkler, Vice President Corporate Security der Carl Zeiss AG, informierte über den Auf-

bau der betrieblichen Maßnahmen zum Schutz von Daten und Systeme gegen Diebstahl und Fremdbeeinflussung. Über die verstärkte Nutzung der Cloud-Technik, Gespannte Zuschauer beim Cybersecurity-Kongress Ostwürttemberg am 5. Juni 2019 am bei der Daten auf digiZ-Standort Aalen. (Foto: IHK / Kopp) Rechenzentren privater Anbieter in einer sog. Cloud ausgelagert Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe. In werden, referierten Thomas Strähle, IT Security einem weiteren Workshop berichtete Prof. Dr. Officer und Manuel Novak von der FNT GmbH Axel Zimmermann von der Hochschule Aalen in Ellwangen. Dr. Erwin Schuster, CIO der Mapal über die Anwendungsmöglichkeiten von DatenDr. Kress KG, unterstrich in seinem Vortrag, sensoren für die Cybersecurity. dass man das Dauerthema Datensicherheit allumfassend sehen und organisieren müsse. Ein detaillierter Nachbericht mit zahlreichen Wie das Land Baden-Württemberg Firmen beim Impressionen von der Veranstaltung steht auf Thema Datensicherheit unterstützt, erläuterten www.digiz-ow.de. Dr. Dirk Achenbach und Timon Hackenjos vom

ZUSCHUSS FÜR BETRIEBE

Digitalisierungsprämie wieder aufgelegt Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten haben die Chance auf die Digitalisierungsprämie. Damit wird die Einführung neuer digitaler Lösungen sowie die Verbesserung der IT-Sicherheit in Unternehmen unterstützt. Gefördert werden Investitionen zwischen 10.000 Euro und 100.000 Euro. Die L-Bank

vergibt hierzu zinsverbilligte Darlehen und darüber hinaus gibt es Tilgungszuschüsse. Bei Projekten bis 50.000 Euro erhalten die Unternehmen einen Tilgungszuschuss von 5.000 Euro. Bei höheren Darlehen beträgt der Tilgungszuschuss 10 Prozent der Darlehenssumme.

Wie bei allen Förderprogrammen gibt es bestimmte Details zu beachten. Peter Schmidt, Innovationsberater der IHK informiert Sie gerne: Tel: 07321 324-126 oder schmidt@ ostwuerttemberg.ihk.de. Die wichtigsten Infos gibt es auch online unter www.ostwuerttemberg.ihk.de, Seitennummer 3291658.

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VERANSTALTUNGEN

IHK Die Weiterbildung DVS-SCHWEISSKURSSTÄTTE

FACHAUSBILDUNG

Gasschweißen Teil 1 Lichtbogenhandschweißen Teil 1 Metallschutzgasschweißen Teil 1 WIG-Schweißen Teil 1 in versch. Verfahren individueller Beginn jeder Zeit möglich (Tagesseminar) Entgelt: nach DVS Gebührenliste

CNC Grundstufe 9. - 20. September 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 580 Euro

Vorbereitung auf die Schweißprüfung 9. – 12. September 2019 (Tagesseminar) Entgelt: nach DVS Gebührenliste

Leichtbau für Azubis 7. – 11. Oktober 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 290 Euro

Durchführung der Schweißprüfung 13. September 2019 (Tagesseminar) Entgelt: nach DVS Gebührenliste

Schütztechnik Grundstufe 16. bis 20. September 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 290 Euro

TECHNISCHE WEITERBILDUNG CNC Grundstufe 9. – 20. September 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 815 Euro CNC Bohren/Fräsen Aufbaustufe 23. – 27. September 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 450 Euro Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten 18. – 29. November 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 1.150 Euro Metaller 4.0 7. – 18. Oktober 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 1.150 Euro Korrosionsschutz richtig umsetzen 16. Oktober 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 300 Euro Patentrecherche leicht gemacht für Fortgeschrittene 18. Oktober 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 105 Euro Technik für Kaufleute 5. November – 5. Dezember 2019 (Abendseminar) Entgelt: 525 Euro AutoCAD Grundstufe 3. – 6. September 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 520 Euro Inventor Grundstufe 16. – 19. September 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 560 Euro PowerPoint 18. + 19. November 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 250 Euro Word anspruchsvoll einsetzen 4. + 5. November 2019 (Tageseminar) Entgelt: 250 Euro Excel 6. + 7. November 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 250 Euro Excel Funktionen 8. November 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 130 Euro

Seite 38 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · 07 & 08 / 2019 (Foto: MR - Fotolia.com)

SPS STEP 7 Grundstufe 21. – 25. Oktober 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 290 Euro

Energiescout Grundlagen 21. Oktober 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 75 Euro Energiescout Workshop Druckluftleckagen 22. Oktober 2019 (Tagesseminar) 23. Oktober 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 75 Euro

ÜBERBETRIEBLICHE AUSBILDUNG Grundausbildung Metall ab 2. September 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 595 Euro Grundausbildung Elektro ab 2. September 2019 (Tagesseminar) Entgelt: 595 Euro Veranstaltungsort ist Aalen Weitere Informationen bei: IHK-Bildungszentrum Aalen 07361 5692-0 biz@ostwuerttemberg.ihk.de

ANGEBOTE FÜR AUSBILDER Ausbildung der Ausbilder für Fachwirte* 28. September – 26. Oktober 2019 Heidenheim Entgelt: 195 Euro Ausbildung der Ausbilder* 9. September – Oktober 2019 Heidenheim Entgelt: 525 Euro Ausbildung der Ausbilder* 17. September – Oktober 2019 Aalen Entgelt: 525 Euro Ausbildung der Ausbilder* 11. – 22. November 2019 in Vollzeit Heidenheim Entgelt: 525 Euro

Gepr. Wirtschaftsfachwirt/-in* Kompakt 23. September 2019 – Oktober 2020 Aalen Entgelt: 3.195 Euro Gepr. Wirtschaftsfachwirt/-in* 4. November 2019 – April 2020 in Vollzeit Aalen Entgelt: 3.195 Euro Gepr. Industriefachwirt/-in* Kompakt 23. September 2019 – Oktober 2020 Aalen Entgelt: 3.195 Euro Kombilehrgang Geprüfte Wirtschaftsfachwirte / Geprüfte Betriebswirt/e Kompakt* 23. September 2019 – Oktober 2021 Aalen Entgelt: 5.805 Euro Kombilehrgang Gepr. Wirtschaftsfachwirt/-in & Gepr. Betriebswirt/-in* 4. November 2019 – November 2020 in Vollzeit Aalen Entgelt: 5.805 Euro Kombilehrgang Geprüfte Wirtschaftsfachwirte / Geprüfte Betriebswirt/e* 12. November 2019 – Februar 2022 Heidenheim Entgelt: 5.805 Euro Fachwirt/-in für Logistiksysteme* 16. September 2019 – Oktober 2020 Heidenheim Entgelt: 2.805 Euro

TECHNISCHE LEHRGÄNGE Gepr. Technischer Betriebswirt/-in* 14. Oktober 2019 – März 2020 Heidenheim Entgelt: 3.040 Euro Gepr. Technischer Betriebswirt/-in* 30. September 2019 – Februar 2020 in Vollzeit Aalen Entgelt: 3.040 Euro Kombilehrgang Gepr. Technischer Fachwirt/-in & Gepr. Technische/-r Betriebswirt/-in* 8. Oktober 2019 – Februar 2022 Aalen Entgelt: 6.365 Euro Gepr. Industriemeister/-in Metall* 23. September 2019 – April 2022 Aalen Entgelt: 5.940 Euro

KAUFMÄNNISCHE LEHRGÄNGE Gepr. Bilanzbuchhalter/-in* 4. November 2019 – September 2021 Aalen Entgelt: 3.705 Euro

* Weitere Anbieter finden Sie auf der Homepage der IHK unter www.ostwuerttemberg.ihk.de, Rubrik Weiterbildung Weitere Informationen bei: Bianca Göhringer 07321 324-174, goehringer@ostwuerttemberg.ihk.de


BUNDESWEITE WOCHE DER INDUSTRIE Das Bündnis „Zukunft der Industrie“ ruft u. a. Industrieunternehmen sowie regionale und lokale Industrieinitiativen auf, mit eigenen Aktionen an der bundesweiten Woche der Industrie 2019, die vom 9. bis 24. September 2019 stattfindet, teilzunehmen. Ziel ist es, dass möglichst viele Menschen darüber ins Gespräch kommen, wie sie sich die Zukunft der Industrie und die Entwicklung des Wohlstands in Deutschland vorstellen und wie gemeinsam Arbeitsplätze der Zukunft in Deutschland und Europa gesichert und ausgestaltet werden können. Damit haben alle die Möglichkeit, sich aktiv an der Diskussion über die Nationale Industriestrategie 2030 zu beteiligen. Für Aktivitäten, die unter www.ihre-industrie.de angemeldet und als Teil der Woche der Industrie gekennzeichnet sind, stehen Plakat-Vorlagen, Muster-Pressemitteilungen sowie Hintergrundinformationen und Dokumente des Bündnisses zum Download bereit. Auch können Veranstaltungsmaterialien geordert werden. Als Schlusspunkt wird das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie am 24. September 2019 eine Industriekonferenz in Kooperation mit dem Bündnis „Zukunft der Industrie“ ausrichten. Weitere Informationen bei der IHK, Erhard Zwettler, Branchenkoordinator Industrie, Tel. 07321 324-127 oder zwettler@ostwuerttemberg.ihk.de.

UNTERNEHMEN UND KLIMAWANDEL

2. ENERGIEGIPFEL OSTWÜRTTEMBERG Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Unternehmen werden im Mittelpunkt des 2. Energiegipfels stehen. Für die Betriebe ergeben sich aus den Klimaveränderungen große Risiken. Beispiele sind die Folgen von Hitzeperioden, Schäden an Betriebsgebäuden und an der Infrastruktur insgesamt, verursacht durch starke Stürme, durch Hochwasser und Starkregen. Neue Chancen eröffnen sich den Firmen aber auch durch neue Märkte und Produkte. Diese Fragen sollen bei der Veranstaltung diskutiert werden. Termin: Montag, 23. September 2019 Uhrzeit: 17:00 Uhr Ort: IHK Ostwürttemberg Ludwig-Erhard-Straße 1 89520 Heidenheim

Podiumsdiskussion Moderation Stefan Sagmeister Chefredakteur Energie & Management Verlagsgesellschaft mbH Herrsching

Podiumsteilnehmer

· Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Mini-

PROGRAMM Impulsvorträge

sterium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Stuttgart Dr. Karsten Hurrelmann, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Christoph Trautmann, Geschäftsführer, Stadtwerke Aalen GmbH Frank Ratter, BSH Hausgeräte GmbH, Giengen Dominic Lutz, Gaugler & Lutz oHG, AalenEbnat

Klimaschutz: notwendig, machbar und ökonomisch sinnvoll Staatssekretär Dr. Andre Baumann Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Stuttgart

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Unternehmen in Zeiten des Klimawandels – Chancen und Herausforderungen Dr. Karsten Hurrelmann Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.ostwuerttemberg.ihk.de Seitennummer 135124836.

GRUNDLAGEN UND PRAKTISCHE ANWENDUNGEN

Statistik für Wirtschaftswissenschaftler Das Verstehen und Anwenden statistischer Methoden gehören mittlerweile zum Alltag der Akteure der ökonomischen Welt. Dieses Buch bietet insbesondere in den praxisorientierten wirtschaftswissenschaftlichen Fächern einen leichteren Zugang zu diesem Fach. Mathematische Formeln werden durch Beschreibungen und Kommentare in einer klaren, einfachen Sprache ergänzt. Die Mathematik-Kenntnisse aus der Schule reichen vollkommen aus. Sollte die Schule jedoch weit in der Vergangenheit zurückliegen, so gibt ein Überblick im Anhang die Möglichkeit, diese Kenntnisse aufzufrischen. Zahlreiche Beispiele und Abbildungen unter-

stützen den Lernprozess. Dabei werden die Beispiele in zwei Kategorien aufgeteilt: Beispiele, welche die (Rechen-)Technik betreffen, und solche aus der Praxis, inkl. zahlreicher Übungsaufgaben mit Lösungen Ira Frost, Statistik für Wirtschaftswissenschaftler, 3. Überarbeitete Auflage, 306 Seiten, expert verlag GmbH; ISBN: 978-3-8169-3451-6; 39,80 Euro.

Foto: expert verlag

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BETRIEB UND PRAXIS

AUFRUF ZUR TEILNAHME


Betrieb und Praxis

IHK-SPRECHTAGE UMWELTFORUM AM 25. SEPTEMBER 2019

Finanzierungsberatung jetzt auch digital

DIE NEUE ARBEITSUND GESUNDHEITSSCHUTZNORM Im März 2018 wurde die neue Internationale Norm DIN ISO 45001:2017 veröffentlicht. Sie führt Arbeitsschutz und betriebliches Gesundheitsschutzmanagement zusammen und löst damit die britische Norm OHSAS 18001 ab, auf deren Grundlage bisher Arbeitsschutzmanagementsysteme zertifiziert wurden. Die bisherige Norm soll nach dreijähriger Übergangsfrist zurückgezogen werden. Die DIN ISO 45001:2017 sieht einige Neuerungen für das betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement vor und wirkt sich auch auf die Ermittlung und Bewertung von bindenden Rechtsvorschriften sowie die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen aus. Das UmweltForum „Die neue Arbeits- und Gesundheitsschutznorm DIN ISO 45001:2017 – Änderungen, Neuerungen, Rechtskonformität“ am Mittwoch, 25. September 2019 von 14:00 bis 16:00 Uhr in der IHK Ostwürttemberg, Ludwig-Erhard-Straße 1, 89520 Heidenheim, informiert zu den neuen Pflichten und zeigt Wege für die praktische Umsetzung auf.

Unternehmer und Gründer, die bereits gut vorbereitet sind und möglichst schnell weiterführende Finanzierungsinformationen bekommen möchten, können auf das digitale Angebot der IHK Ostwürttemberg zurückgreifen. Die Beratung kann ab sofort durch kurzfristig terminierbare Videoberatungen mit der L-Bank sowie der Bürgschaftsbank bzw. der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft BadenWürttemberg als digitaler Service erfolgen. Per Videokonferenz werden in der IHK Ostwürttemberg die Experten der Bürgschaftsbank und L-Bank zugeschaltet. So lassen sich Fragen zur Unternehmensfinanzierung umgehend beantworten. Ansprechpartner bei der IHK Ostwürttemberg für Terminvereinbarungen ist Elke App, Telefon 07321 324-186, app@ostwuerttemberg.ihk.de.

Die Teilnahme kostet pro Person 145 Euro inkl. Tagungsunterlagen. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.ostwuerttemberg.ihk.de Seitennummer 135122580.

PAUSCHALREISERECHT AKTUELL

Wiederholung der Grundlagen, erste Erfahrungen, geklärte Zweifelsfragen, Praxistipps Das Seminar vermittelt nochmals in konzentrierter Form die Grundlagen des neuen Pauschalreiserechts, das seit 01.07.2018 gilt. Es zeigt die wichtigsten Problemstellungen in der Praxis auf und vermittelt Lösungsansätze sowie die bisherigen Erfahrungen in der Praxis. Es richtet sich an Inhaber, Geschäftsführer und Mitarbeiter von Reiseveranstaltern, Reisevermittlern und gewerbliche Beherbergungsbetrieben.

Seniorpartner der Kanzlei Noll, Hütten und Dukic Rechtsanwälte GbR. Seit 38 Jahren Spezialisierung auf die Beratung von Reiseunternehmen und Inlandstourismusstellen. Vormaliges Mitglied des Rechtsausschusses des DRV und Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Reiserecht.

Wie bei den früheren Workshops erfolgt die Behandlung der Themen ohne die Möglichkeit zu Zwischenfragen. Es schließt sich jedoch eine ausführliche zeitlich theoretisch unbefristete Fragerunde an.

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Die Teilnehmer erhalten, ausschließlich in Papierform, die PowerPoint-Präsentation des Referenten sowie verschiedene Checklisten. Überlassung dieser Unterlagen ist ausschließlich an Personen möglich, die tatsächlich an der Veranstaltung teilnehmen.

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TERMINE:

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Das Anbieten verbundener Reiseleistungen: Kam alles in der Praxis besser oder schlimmer? Probleme und Lösungen Die Gastgeber: Alles easy oder alles verpasst? nochmals: Auswirkungen, Abgrenzungen zur Gastaufnahme und Lösungen

THEMEN:

DER REFERENT: Rechtsanwalt Rainer Noll, Stuttgart. Vormals

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Umsetzungs-Checks: Alle Vorgaben richtig umgesetzt? Anpassungen vergessen? Reparaturen und Notmaßnahmen! Abmahnungen: Droht die Abmahnwelle? Umgang mit Abmahnungen Definition der Pauschalreise: Wiederholung und Klärungen zum Pauschalreisebegriff Vorvertraglichen Informationspflichten: Wie funktioniert es in der Praxis? Lösungsansätze, vor allem bei telefonischen Buchungen Die Handhabung der gesetzlichen Informationsblätter in der Praxis Geklärte Rechtsfragen und Lösungsansätze in der Reisevermittlung

15.10. 17.10. 23.10.

IHK Ulm IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg IHK Karlsruhe

Uhrzeit: 14:00 – 17:30 Uhr Die Teilnahme an den Workshops ist kostenfrei. Anmeldung per Email: paluch@ostwuerttemberg.ihk.de.


Betrieb und Praxis

NUDGING AM ARBEITSPLATZ:

Gesunde Entscheidungen in Unternehmen fördern Etwas für die eigene Gesundheit am Arbeitsplatz zu tun, kann so einfach sein. Vorausgesetzt man trifft die richtige Entscheidung: „Genau daran scheitert es aber häufig. In der Kantine wird die Currywurst dem Salat vorgezogen. Statt ein paar Schritte die Treppe zu nehmen, wird der bequemere Weg mit dem Lift gewählt. Denn die gesunde Entscheidung kostet etwas Überwindung", wissen Diana Eichhorn und Ida Ott, die Autorinnen des iga.Reports 38. Dieser widmet sich dem Einsatz des sogenannten „Nudging“ in der Betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention. Nudging heißt so viel wie „anstupsen“ und ist ein Weg, gesundheitsbewusstes Verhalten zu fördern. Der aktuelle Report zeigt auf, wie Unternehmen ihre Belegschaft bei Entscheidungen im Sinne der eigenen Gesundheit unterstützen können. „Viele Firmen bieten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schon heute zahlreiche Angebote im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung an. Diese erfreuen sich auch großer Beliebtheit, allerdings verändern sie nicht automatisch das alltägliche Entscheidungsverhalten der Teilnehmenden“, erklären die Autorinnen. Hier setzt Nudging an. Ziel sei es, den Menschen

VERANSTALTUNGEN FÜR UNTERNEHMEN

an ihrem Arbeitsplatz die gesunden Alternativen aufzuzeigen und diese attraktiv und einfach zu machen. Wichtig ist, dass der Moment der Entscheidung selbst verändert wird. Der iga.Report 38 veranschaulicht dies anhand verschiedener Praxisbeispiele. „Statt sich wie üblich für ein Gesundheitsangebot anmelden zu müssen, könnten Unternehmen beispielsweise die Teilnahme einer gesamten Abteilung voraussetzen, indem für alle Beschäftigten Termine vergeben werden. Jeder, der nicht teilnehmen möchte, müsste sich demnach erst einmal aktiv mit dem Gedanken auseinandersetzen und sich dann auch bewusst dagegen aussprechen“, nennen die Verfasserinnen einen von vielen Ansätzen des Nudging. Wichtig dabei sei, dass nur die „Vorzeichen“ der Entscheidung verändert werden. Die eigentliche Entscheidung zur Teilnahme bleibt den Beschäftigten überlassen. Für Betriebe, die mit Nudging arbeiten wollen, bietet sich ein entsprechender Prozess an. Dieser setzt ein systematisches Vorgehen voraus. Er besteht aus einer Ziel-, Analyse-, Entwicklungsund Evaluationsphase. Der iga.Report hält hier-

Foto: iga

zu einen entsprechenden Handlungsleitfaden inklusive Checklisten für die Anwendung in Unternehmen bereit. Der iga.Report ist ab sofort online abrufbar unter www.iga-info.de/veroeffentlichungen/ igareporte/igareport-38/.

SCHULUNG AM 17. UND 18. SEPTEMBER 2019 IN AALEN

Gut informiert im Vergaberecht

MATERIALFLUSSKOSTENRECHNUNG MIT BW!MFCA

Die Auftragsberatungsstelle Baden-Württemberg bietet neben Informationen zu den vergaberechtlichen Grundlagen, Informationen über Ausschreibungsmedien sowie Beratungen bei öffentlichen Ausschreibungen auch Veranstaltungen für Unternehmen zum Vergaberecht an.

Materialflusskostenrechnung (MFCA) ist eine Methode, die hilft geldwerte Einsparpotenziale im Unternehmen aufzuspüren. Mit MFCA werden Wertstoffströme, die im Unternehmen "fließen" und ggf. unproduktiv verloren gehen, monetär bewertet. So lassen sich interessante Ansatzpunkte aufdecken, um Produktionsprozesse zu optimieren, die Ressourceneffizienz zu erhöhen und die CO2Bilanz zu verbessern.

Die nächste Veranstaltung, die in der IHK Region Stuttgart stattfindet: IT-Ausschreibung – die 20 Aspekte, die Sie als Bieterunternehmen kennen müssen am 10. Oktober 2019. Die Veranstaltungsübersicht und weitere Informationen unter www.ostwuerttemberg.ihk.de, Seitennummer 4314516.

Die IHK Ostwürttemberg führt die 2-tägige Schulung in Kooperation mit der Umwelttechnik BW und der Kompetenzstelle Energieeffizienz (KEFF) der Hochschule Aalen durch. Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Mitzubringen ist ein Laptop mit installierter bw!MFCA-

Software, die Sie bei Ihrer Anmeldung erhalten. Die 2-tägige Schulung Energie- und Materialströme monetär bewerten findet statt am Dienstag, 17. September 2019 und am Mittwoch, 18. September 2019 jeweils von 10:00 – 17:00 Uhr, im IHK-Bildungszentrum, Raum 204, Blezingerstr. 3, 73430 Aalen. Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.ostwuerttemberg.ihk.de, Seitennummer 135124265.

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(Foto: freshidea - AdobeStock)

Berichte und Analysen

VORTRAGSTECHNIK

Kontrolle ist gut – Überraschungen sind besser WIE SIE ALS REFERENT IN IHRER NÄCHSTEN PRÄSENTATION DIE LUST AN NEUEM WECKEN Unser Profilbild in den Sozialen Medien wechseln wir häufiger – warum gilt das kaum für unsere Präsentationsunterlagen? Der Anblick von etwas Neuem sorgt im menschlichen Gehirn unmittelbar für Aufmerksamkeit. Wird dem Betrachter beispielsweise das Bild eines Handys, von Schuhen, einer Uhr oder einem Auto gezeigt, wird Dopamin ausgeschüttet und das so genannte Belohnungszentrum springt an. Brain likes novelty – das Gehirn liebt Neuheiten und Überraschungen, sagt die Wissenschaft. Doch wie gelingt es, diesen Faktor für eine erfolgreich gestaltete Präsentation zu nutzen?

Sie lieben Überraschungen? Dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft, denn die meisten Menschen freuen sich über unvorhergesehene Aufmerksamkeiten mehr als über erwartete Geschenke oder gute Gaben. Teilnehmern einer Präsentation geht es nicht anders. Leider werden sie noch immer viel zu oft enttäuscht und sehen sich in Vorträgen und Seminaren, Meetings und Schulungen regelrechten Horrorfolien ausgesetzt, drögen Zahlenreihen und langweiligen Textwüsten. Von Überraschung keine Spur. Unser Gehirn reagiert stark auf überraschende Momente, berichtet ein Forscherteam um Gregory Berns und Read Montague von der Emory University. Unerwartete Glücksmomente aktivieren das Belohnungszentrum im Gehirn und lassen uns wohlige Schauer über den Rücken laufen. Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler die Gehirnaktivität von Freiwilligen während eines Geschmackstests gemessen. Ein computergesteuerter Apparat spritzte dabei den Probanden Wasser und Orangensaft in

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einer bestimmten Reihenfolge in den Mund. Die Reaktion des Gehirns auf den Gaumenschmaus konnte das Forscherteam mit Hilfe der Magnetresonanz sichtbar machen. Als Antwort auf die erfreulichen Stimuli änderte sich die Aktivität im Belohnungszentrum. Bislang waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass das Gehirn am stärksten auf den Geschmack reagiert, der dem Menschen am besten gefällt. Daher überraschen die neuen Ergebnisse auch die Wissenschaftler. Bei dem Experiment zeigte das Lustzentrum des Gehirns (Nucleus accumbens) gerade bei einer unerwarteten Reihenfolge der Fruchtsaft- und Wasserspritzer die höchste Aktivität. Der Nucleus accumbens ist ein Teil des körpereigenen Belohnungssystems. Bei einem guten Essen beispielsweise oder beim Sex wird in dieser Gehirnregion der Botenstoff Dopamin freigesetzt, der ein Glücksgefühl hervorruft. Diese Wirkung erzeugen auch die meisten Genussmittel wie Koffein, Alkohol und Nikotin – genau wie die illegalen Drogen Heroin und Kokain.

MENSCHLICHE VORLIEBE FÜR ROUTINE UND VERTRAUTES Das Gehirn belohnt unerwartete Genüsse eher als erwartete. Das ist unabhängig davon, welchen Geschmack die Leute am meisten mögen. Das Belohnungszentrum im Gehirn antwortet also nicht ebenbürtig auf jede erfreuliche Substanz, sondern reagiert stattdessen viel stärker, wenn ein Vergnügen unerwartet ist. Bisher dachte man, Menschen lieben Routine und das Vertraute. Sehen wir plötzlich etwas Neues oder Unbekanntes, schrillen im menschlichen Körper die Alarmsirenen. Die Prognose „Alles sicher!“ ist jetzt nicht mehr unbedingt richtig, denn vereinfacht ausgedrückt: Das Neue könnte gefährlich sein – sogar lebensgefährlich. Alle Systeme werden sofort scharf geschaltet. Die Natur hat das so eingerichtet, um Leben zu retten. Diese evolutionäre Maßnahme sorgt heute für Nervenkitzel und macht glücklich. Denn das Neue schenkt uns Dopamin, ein über-


Berichte und Analysen

wiegend erregend wirkender Neurotransmitter des zentralen Nervensystems. Er steckt hinter unseren geheimsten Wünschen: Liebe, Lust, Begierde und Leidenschaft. Wissenschaftler von der Universität Bonn haben Anfang des Jahrtausends herausgefunden, dass bereits Fotos von Sportwagen gewisse Belohnungsregionen des Gehirns aktivieren, in denen typischerweise Dopamin ausgeschüttet wird. ÜBERRASCHENDE PRÄSENTATIONEN GESTALTEN Und in einer Präsentation? Wie bemerken Ihre Teilnehmer überhaupt das Neue? Machen Sie sich als Referent klar: Intelligente Inhalte brauchen eine emotionale Umsetzung. Kommunizieren Sie rationale Fakten emotional. Daten führen zu Beurteilungen, nicht zu Entscheidungen. Wenn Logik auf Emotion trifft, werden Botschaften nicht nur gehört, sondern auch verstanden. Hier kommen die besten drei Strategien:

1. ARBEITEN SIE MIT BILDERN Je emotionaler und bunter die Bilder auf Ihren Slides sind, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Teilnehmer es wahrnehmen. Wenn Sie Motive wählen, die die Sinne und die Gefühle ansprechen, können Sie das an den Gesichtern der Teilnehmer ablesen. Mehr noch: Sie werden Ihre Teilnehmer beeindrucken und die werden mit Sicherheit über Sie reden, es begeistert weitererzählen.

2.

ZEIGEN SIE GROSSE BUCHSTABEN

Boulevardmedien wie etwa die BILD-Zeitung nutzen für ihre Schlagzeilen große Buchstaben. Auch bei der Plakatwerbung zählt Größe. Der Grund ist ganz einfach: Wenn Wörter in höherer Schriftgröße präsentiert werden, reagieren Leser schneller, länger und emotionaler. Bisher hatten Forscher diesen Effekt nur bei Bildern oder gefühlsbetonten Gesichtern beobachtet. Forscher der Humboldt-Universität Berlin und der Uni Göttingen haben nun wissenschaftlich bewiesen: Große Buchstaben wecken große Gefühle. Gedruckte Wörter erzielen mit steigender Schriftgröße eine höhere Aufmerksamkeit. Dabei machte es keinen Unterschied, ob die emotionalen Begriffe positiv oder negativ waren.

3. KOMMUNIZIEREN SIE KLARTEXT Je punktgenauer die Botschaften auf Ihren Präsentationsfolien sind, desto besser. Auf der Suche nach der Botschaft ist schon mancher Zuhörer verloren gegangen. Vermeiden Sie deswegen endlose Wortwüsten. Statt ganzer Dokumente oder ellenlanger Stichpunktlisten nutzen Sie besser Schlagworte. Je weniger auf einer Folie auftauchen, desto größer ist die Wirkung. Das hat gleichzeitig einen positiven Effekt auf

die Lesbarkeit. Denn weniger Worte lassen deutlich größere Buchstaben zu. Damit ist Ihre Botschaft auch in der letzten Reihe unverkennbar.

4. SORGEN SIE FÜR EINEN ANSPRECHENDEN EINSTIEG

Jeder Schauspieler, jeder Redner, jeder gute Referent weiß, wie entscheidend das erste Wort, der erste Satz ist. Der Anfang setzt Zeichen und Maßstäbe. Am Anfang ist die Aufmerksamkeit am größten. Enttäuschen Sie deswegen Ihre Teilnehmer nicht mit einer langweiligen Einleitung. Es könnte sonst der Eindruck entstehen, dass es so weiter geht. Oft genug laufen die fast immer gleichen Präsentationen gleich ab. Dabei eignet sich der Einstieg besonders für eine Überraschung. Machen Sie es spürbar anders als Ihr Publikum es erwartet. Versetzen Sie Ihr Publikum in Erstaunen – zum Beispiel mit einem Warmup, das zunächst einmal nichts mit Ihrem Thema zu tun hat. Oder drehen Sie einmal die übliche Reihenfolge um: Beginnen Sie mit einer rhetorischen Frage zum Thema, stellen Sie sich dann vor und begrüßen Sie anschließend das Publikum. Möglich ist auch, mit Musik zu beginnen. Der Text oder die Melodie sollte einen Bezug zu Ihrem Präsentationsziel haben. Oder bringen Sie etwas mit, das man berühren kann: Reichen Sie etwas herum, das man riechen oder schmecken kann. Manchmal lässt sich auch eine Problematik szenisch darstellen. Oder Sie geben Ihrem Publikum eine praktische Aufgabe an die Hand, die es lösen muss.

5. ERZEUGEN SIE SPANNUNG Spannung lebt davon, dass das Publikum nicht nur beobachtet, sondern mitfiebert und vorausdenkt. Dazu muss es Dinge erahnen und die spätere Lösung aus mehreren Informationshappen konstruieren können. Mit der Auflösung wird der Zuschauer dann entweder in seiner Annahme bestätigt – was ihn freut – oder mit einer anderen Lösung überrascht. Diese muss für ihn jedoch logisch sein. Leider erlebt man bei Präsentationen oft genau das Gegenteil: Das Highlight wird oft schon auf der Startfolie oder Agendafolie vorweggenommen. Wie in einer Facharbeit ist der Rest nur noch die Auflistung aller Fakten, die dieses Highlight rechtfertigen. Das erzeugt in einer Präsentation nur eins: öde Langeweile. Sie erzeugen keine Spannung, wenn Sie das, was Sie mit Ihrer Präsentation darstellen wollen, als Aussage formulieren. Der Spannungsbogen entsteht dann, wenn Sie bis zum Schluss offenlassen, zu welchem Ergebnis Sie kommen werden. Ihr Publikum erwartet etwas Bestimmtes, aber weiß nicht genau, wann dies eintritt und was es ist.

6. WECKEN SIE NEUGIERDE „Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig“, schrieb

Albert Einstein. Neugierde machte er als größte Motivation für seine Erfolge verantwortlich. Neugierde ist einer der größten Triebe. Neugierde ist eine menschliche Grundeigenschaft. Aktiv neue Situationen aufzusuchen ist ein unbezähmbarer Drang. Neugierde ist der Hunger der Seele – darauf, dass etwas Besonderes passieren wird. Für Giacomo Casanova bestand die Liebe zu drei Viertel aus Neugier. Wir brauchen den Appetit der Neugier, um in den Genuss neuer Entdeckungen zu kommen. Die Neugier ist der Docht in der Kerze des Lernens und für Galileo steht die Neugier immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will. Neugier wecken Sie über die Möglichkeitsform (Konjunktiv) und nicht über die demonstrative Selbstsicherheit. „Was dieser Kugelschreiber mit Ihrem nächsten Urlaub zu tun hat“ ist ein eher simpler Einstiegssatz in eine Präsentation – und er wird sofort die Fantasie der Teilnehmer anregen. Ein ungewöhnlicher Einstieg allein hält nicht die Aufmerksamkeit für die gesamte Präsentation aufrecht. Bauen Sie deswegen mehrere Spannungsmomente in Ihre Präsentation ein. FAZIT Es ist gar nicht so schwer, unsere Teilnehmer und Zuhörer in einer Präsentationssituation glücklich zu machen. Ab und zu eine kleine Überraschung und schon springt das Belohnungszentrum im Gehirn an und schüttet Glücksbotenstoffe aus. Darin liegt auch das Erfolgsgeheimnis von SMS-Nachrichten oder das häufige Abrufen der Emails: Es könnte ja etwas (überraschend) Positives dabei sein. Bedenken Sie bei jeder Präsentation, dass wir in einer Entertainment-Welt leben, in der Internet und Medien, Smartphones und Fernsehen, Apps und Content unsere Sinne ständig auf Trab halten. Eine monotone Präsentation wird vom Körper deswegen gerne als Ruhepause oder Schlafgelegenheit genutzt. Hieven Sie die müden Geister daher mit Ihrer Präsentation aus dem Energieloch und sorgen Sie für spannungsgeladene Momente.

AUTOR 

UWE-JÜRGEN GÜNTER-VON PRITZBUER

Uwe-Jürgen Günter-von Pritzbuer ist Visualisierungsexperte und Vertriebsprofi für emotionale Kommunikation. Er kreiert maßgeschneiderte emotionale Präsentationen für Trainer, Speaker und Manager und überarbeitet bereits bestehende Präsentationen. Er hat sich seit mehr als 25 Jahren auf die Bereiche Verkauf und Führung spezialisiert. Günter-von Pritzbuer ist der Autor von „Nur vom Feinsten“, dem Fachbuch für den Premiumverkauf. www.folienmagie.de

07 & 08 / 2019 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · Seite 43


kurz und knapp WIRTSCHAFTSJUNIOREN OSTWÜRTTEMBERG

SAFE MOTODROM IN AALEN BESUCHT Mitglieder der Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg hatten am 23. Mai 2019 die Gelegenheit, das Safe Motodrom in Aalen zu besichtigen. Geschäftsführer und Gesellschafter Markus Ehinger führte die Wirtschaftsjunioren durch das 30.000 qm große Areal, das nahezu unbegrenzte Möglichkeiten der Raumgestaltung bietet. Interessant: bis vor einigen Jahrzehnten wurden in den Räumlichkeiten des Motodroms Panzerschränke von der Firma Ostertag hergestellt. Nach der Übernahme der Living Immotions GmbH bietet das Gebäude nun vielfältige und interessante Möglichkeiten. Neben der Gastronomie Ostertag entstand auch das Motodrom. Dort können Besucher sowohl leckeres Essen genießen, als auch exklusive und schöne Autos bestaunen, wie z. B. Oldtimer, sog. Custom Cars oder einen der neuesten Ferraris. Die weiteren Betriebe, ein Modegeschäft, ein Friseur, eine Tanzschule, ein Fitnessstudio sowie eine Werbeagentur, die allesamt im Safe Motodrom untergebracht sind, wurden ebenfalls besichtigt und gewährten den Wirtschaftsjunioren interessante Einblicke in den Renovierungs- und Umzugsprozess. Die oberen Teile des Safe Motodroms sind mit Büros ausgestattet, zusätzlich gibt es dort Veranstaltungs- und Meetingräume. Der Besuch endete mit einem gemeinsamen Abendessen im Ostertag. Geschäftsführer Joachim Klutz stellte den Wirtschaftsjunioren dabei sein Konzept und die weiteren Planungen vor.

Prof. Dr. Matthias Haag und Johannes Lutz, Professor und Almunus der Hochschule Aalen, mit ihrem kürzlich erschienen Buch „3D-Druck Profi-Wissen“. (Foto: Hochschule Aalen)

HOCHSCHULE AALEN

BUCH ÜBER 3D-DRUCK

Die Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg im Safe Motodrom (Foto: WJ)

Seite 44 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · 07 & 08 / 2019

Das Team des „Technologiezentrum Leichtbau“ um Leiter Dr. Wolfang Rimkus nahm kürzlich das berührungslos arbeitende optische 3D-Verformungsmesssystem „GOM ARAMIS 3D“ in Betrieb. Das System ist ideal für die Produktentwicklung, Materialforschung und Bauteilprüfung. Die dynamischen optischen Messergebnisse geben den Forschern Aufschluss über Materialeigenschaften sowie das Verhalten von Bauteilen unter Belastungen – beispielsweise Verformungen und Dehnungen. Der Bereich der messbaren Verformungen kann sich dabei von 0,05 Prozent bis zu mehreren 100 Prozent bewegen. Die Messergebnisse werden grafisch dargestellt und vermitteln somit ein optimales Verständnis des Messprobenverhaltens. Mit dem dreidimensionalen Bewegungs- und Verformungssensor von ARAMIS 3D können Objekte mit wenigen Millimetern bis hin zu Strukturbauteilen von mehreren Metern vermessen werden. ARAMIS 3D wurde im Rahmen des SmartPro-Forschungsprojekts TRICLA beschafft. „Das Messsystem ist aber durchaus für alle Themen der Materialprüfung von Interesse“, erklärt Rimkus.


kurz und knapp

FORSCHUNGS- UND LEHRPREIS DER HOCHSCHULE AALEN

KONFERENZ

„GRADUATE CAMPUS HOCHSCHULE AALEN“

PROF. DR. DAGMAR GROLL / PROF. DR. FLORIAN WEGMANN

Pünktlich zum zehnjährigen Bestehen benennt sich die Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen um. Die gesamten berufsbegleitenden Weiterbildungsangebote der Hochschule werden nun unter der neuen Marke „Graduate Campus Hochschule Aalen“ gebündelt. Der Graduate Campus ist daher so angelegt, dass er nach Anspruch und Inhalt den Qualitätsstandards einer staatlichen Hochschule entspricht. Der Schritt zur Namensänderung war notwendig, um sich im Weiterbildungssektor an zukünftige Entwicklungen anzupassen – gerade im Hinblick auf die zunehmende Internationalisierung. „Graduate Campus“ steht für einen Weiterbildungscampus für Studieninteressierte, die sich nach einem ersten Berufs- bzw. Studienabschluss akademisch weiterbilden möchten. Absolventen der beruflichen Bildung, wie etwa Techniker oder Meister, können ihre Qualifikationen anerkennen lassen und parallel zu ihrem Beruf am Graduate Campus Hochschule Aalen studieren. So können sie berufsbegleitend ihren Bachelorabschluss erwerben. Studieninteressierte mit Bachelorabschluss können neben dem Beruf ein Masterstudium draufsetzen. Wer kein ganzes Studium absolvieren möchte, kann sich auch mit Seminaren und Hochschulzertifikatskursen weiterbilden. Dazu gehören auch englische Zertifikatskurse, beispielsweise „International Project Management“. „Bisher bieten wir die meisten unserer Studienangebote auf Deutsch an, aber der Trend zu englischsprachigen Lehrveranstaltungen ist klar erkennbar“, betont Dr. Alexandra Jürgens, Geschäftsführerin des Graduate Campus Hochschule Aalen.

Den Preis für herausragendes Engagement in der Forschung geht dieses Jahr erstmals an eine Professorin: Prof. Dr. Dagmar Goll vom Institut für Materialforschung der Hochschule Aalen (IMFAA) lehrt seit 2010 an der Hochschule und wurde 2014 auf die Stiftungsprofessur „Physik der Magnetwerkstoffe“ berufen. Im Fokus der Forschungsaktivitäten von Goll stehen neue Materialien für Magnete. Neben herausragender Einwerbung von Drittmittelprojekten hat sie maßgeblichen Anteil an der Verbesserung der Forschungsinfrastruktur an der Hochschule Aalen geleistet. So war sie entscheidend an der Einwerbung des Forschungsneubaus ZiMATE beteiligt und ist mehrfach erfolgreiche Antragstellerin in Großgeräteprogrammen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Für sein besonderes Engagement in der Lehre wurde Prof. Dr. Florian Wegmann aus dem Studiengang Allgemeiner Maschinenbau ausgezeichnet. Prof. Dr. Florian Wegmann wird von seinen Studierenden sehr geschätzt für seine motivierende Art. Und dass er sie mit großer Freude und Elan in der Vorlesung auch bei schwierigen Fächern mitnimmt Wegmann lehrt seit 2011 an der Hochschule Aalen. Nach seinem Abitur studierte der gebürtige Ansbacher an der Technischen Universität München Maschinenbau. Im Anschluss an seine Promotion arbeitete er mehrere Jahre für Voith.

Prof. Dr. Dagmar Goll und Prof. Dr. Florian Wegmann (Foto: Hochschule Aalen)

NEUE KANZLERIN DER HOCHSCHULE AALEN

ULRIKE MESSERSCHMIDT

Hochschulrektor Prof. Dr. Gerhard Schneider (l.) und Hochschulratsvorsitzender Prof. Dr. Michael Kaschke gratulieren Ulrike Messerschmidt zur Kanzlerinnen-Wahl. (Foto: Hochschule Aalen / Saskia Burgbacher)

Ulrike Messerschmidt wird neue Kanzlerin der Hochschule Aalen: Der Hochschulrat und der Senat wählten Anfang Juni 2019 die Diplom-Verwaltungswirtin und Betriebswirtin mit klarer Mehrheit. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Ulrike Messerschmidt (47) eine herausragende Kandidatin gewinnen konnten. Ihr Profil passt hervorragend zur Hochschule Aalen“, sagt Prof. Dr. Michael Kaschke, Vorsitzender des Hochschulrats. Ulrike Messerschmidt verfügt über eine langjährige Berufserfahrung in verschiedenen leitenden Positionen. Seit fünf Jahren ist sie Kanzlerin der Hochschule für Technik Stuttgart. Der genaue Zeitpunkt des Wechsels nach Aalen wird auf Hochschulleitungsebene festgelegt; Rektor Schneider zeigt sich aber zuversichtlich, dass der Amtsantritt voraussichtlich zum Herbst erfolgen könne.

07 & 08 / 2019 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · Seite 45


IHK AKTUELL

STATUT FÜR DIE AUSSTELLUNG VON URSPRUNGSZEUGNISSEN UND ANDEREN DEM AUSSENWIRTSCHAFTSVERKEHR DIENENDEN BESCHEINIGUNGEN HOCHSCHULE AALEN Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg hat gemäß § 1 Abs. 3 in Verbindung mit § 4 Satz 1 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern vom 18. Dezember 1956 (BGBl. I S. 920), zuletzt geändert durch Art. 93 G zum Abbau verzichtbarer Anordnungen der Schriftform im Verwaltungsrecht des Bundes vom 29.03.2017 (BGBl. I S. 626) am 27. Juni 2019 folgendes Statut für die Ausstellung von Ursprungszeugnissen und anderen dem Außenwirtschaftsverkehr dienenden Bescheinigungen beschlossen:

Waren hervorgehen. Dabei können als Ursprungsland die Europäische Union, ihre Mitgliedstaaten mit dem Klammerzusatz „(Europäische Union)“ oder ein Nicht-EU-Staat angegeben werden. (3) Der Antrag darf zusätzlich Folgendes enthalten: - Angaben über Wert der Waren sowie Verweise auf zugehörige Handelsdokumente, - Angaben über das Akkreditiv, - Angaben über die Einfuhrlizenz, - Angaben aufgrund zwischenstaatlicher Vereinbarungen.

§ 1 Zuständigkeit (1) Die Industrie- und Handelskammer (IHK) stellt auf Antrag die für den Außenwirtschaftsverkehr erforderlichen Ursprungszeugnisse aus, soweit die Ausstellung nicht anderen Stellen zugewiesen wurde. (2) Ein Ursprungszeugnis wird nur ausgestellt, wenn der Antragsteller seinen Sitz, eine Betriebsstätte oder, falls er kein Gewerbe betreibt, seinen Wohnsitz im IHK-Bezirk hat oder wenn die örtlich und sachlich zuständige IHK der Ausstellung zustimmt.

§ 5 Nichtpräferenzieller Ursprung (1) Der nichtpräferenzielle Ursprung ist nach Artikel 60 der „Verordnung (EU) Nr. 952/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. Oktober 2013 zur Festlegung des Zollkodex der Union“ (UZK) und der ergänzenden „Delegierten Verordnung (EU) Nr. 2015/2446 vom 28. Juli 2015 der Kommission mit Einzelheiten zur Präzisierung von Bestimmungen des Zollkodex der Union“ (UZK-DA) in der jeweils gültigen Fassung zu bestimmen. (2) Die IHK bestimmt den nichtpräferenziellen Ursprung bei Beteiligung zweier oder mehrerer Länder am Herstellungsprozess gemäß Artikel 60 Absatz 2 UZK auf Grundlage des Prinzips der letzten wesentlichen Be- oder Verarbeitung. (3) Auf Antrag kann die IHK die gemäß Artikel 62 UZK erlassenen produktspezifischen Vorschriften der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 2015/2446 zum Zollkodex der Union in der jeweils gültigen Fassung oder gemäß Artikel 61 UZK die im Bestimmungsland oder -gebiet geltenden Ursprungsregeln heranziehen.

§ 2 Allgemeine Bestimmungen (1) Ein Ursprungszeugnis wird nur bezogen auf einen tatsächlichen Versand ausgestellt. Ist der Versand noch ungewiss, soll ein Ursprungszeugnis nicht ausgestellt werden. (2) In begründeten Ausnahmefällen kann eine Neuausfertigung eines Ursprungszeugnisses auch dann beantragt werden, wenn für die betreffenden Waren bereits ein Ursprungszeugnis ausgestellt wurde. § 3 Antragstellung (1) Der Antragsteller stellt den Antrag auf Ausstellung eines Ursprungszeugnisses mittels der von der IHK zur Verfügung gestellten elektronischen Anwendung. (2) Soweit der Antrag alternativ in Papierform gestellt wird, hat der Antragsteller den Vordrucksatz bestehend aus Antrag (auf Ausstellung eines Ursprungszeugnisses), Ursprungszeugnis und, soweit erforderlich, Durchschriften identisch auszufüllen und der IHK einzureichen. Der Antrag in Papierform ist vom Antragsteller mit Orts- und Datumsangabe zu versehen und zu unterzeichnen. Der Antragsteller hat die vom DIHK autorisierten Vordrucke zu verwenden, die den im Anhang zu diesem Statut abgebildeten Mustern und Spezifikationen entsprechen. Jeder Vordruck muss den Namen und die Anschrift oder das Kennzeichen der Druckerei enthalten. (3) Für die Angaben im Ursprungszeugnis ist eine Amtssprache der Europäischen Union zu verwenden. Bei der Verwendung einer anderen als der deutschen Sprache kann die IHK eine Übersetzung verlangen, die ein Übersetzer angefertigt hat, der für Sprachübertragungen der betreffenden Art nach den landesrechtlichen Vorschriften ermächtigt oder öffentlich bestellt wurde oder einem solchen Übersetzer jeweils gleichgestellt ist. § 4 Erforderliche Angaben (1) Der Antrag auf Ausstellung eines Ursprungszeugnisses muss vollständig ausgefüllt sein und die Angaben enthalten, die zur Feststellung der Nämlichkeit der darin aufgeführten Waren erforderlich sind, insbesondere - Anzahl, Art, Markierung (z. B. Zeichen und Nummern) der Packstücke, - allgemeinverständliche, handelsübliche Beschreibung der Ware, die eine hinreichende Konkretisierung ermöglicht, - Gewicht, alternativ Stückzahl oder eine andere für die Ware übliche Maßeinheit, - Name und Anschrift des in der Europäischen Union ansässigen Absenders, - Bestimmungsland der Waren. (2) Aus dem Antrag muss eindeutig das jeweilige nichtpräferenzielle Ursprungsland der einzelnen

§ 6 Befugnisse der IHK (1) Die IHK kann vom Antragsteller alle erforderlichen Auskünfte und Unterlagen zum Nachweis der Richtigkeit der im Antrag enthaltenen Angaben verlangen. Dies betrifft insbesondere Nachweise über den nichtpräferenziellen Ursprung, wie z. B. ein von einer dazu berechtigten Stelle ausgestelltes Ursprungszeugnis, sowie die gemäß § 5 Absatz 3 notwendigen Angaben. (2) Für die Erteilung der Auskünfte und Vorlage der verlangten Unterlagen kann die IHK dem Antragsteller eine angemessene Frist setzen. (3) Reichen die Angaben im Antrag oder die nach Absatz 1 verlangten Auskünfte oder Unterlagen nicht aus, lehnt die IHK die Ausstellung des Ursprungszeugnisses ab. (4) Stellt sich nachträglich heraus, dass die Angaben unrichtig sind, so hat die IHK das Ursprungszeugnis für ungültig zu erklären und, sofern möglich, aus dem Verkehr zu ziehen. § 7 Ausstellung (1) Die IHK stellt das Ursprungszeugnis in der dafür bestimmten elektronischen Anwendung aus und dem Antragsteller elektronisch zur Verfügung. (2) Verwendet der Antragsteller den Vordruck gemäß § 3 Absatz 2, versieht die IHK diesen mit ihrer Bezeichnung, Ortsangabe, Datum, Siegel und Unterschrift des mit der Ausstellung Beauftragten. (3) Die von der IHK ausgestellten Ursprungszeugnisse sind öffentliche Urkunden. § 8 Aufbewahrung und Löschung Antrag, zugehörige Unterlagen und Daten werden zwei Jahre aufbewahrt. Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem die IHK über den Antrag entschieden hat. Nach Ablauf der Frist werden bei elektronischer Verarbeitung die Daten gelöscht; analoge Dokumente werden einer rechtssicheren Vernichtung zugeführt. § 9 Sonstige Bescheinigungen (1) Stellt die IHK auf Antrag sonstige dem Außenwirtschaftsverkehr dienende Bescheinigungen, (Langzeit-) Erklärungen-IHK für den

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nichtpräferenziellen Ursprung aus, oder gibt sie auf anderen dem Außenwirtschaftsverkehr dienenden Dokumenten Erklärungen ab, so sind die Bestimmungen dieses Statuts sinngemäß anzuwenden. (2) Falls nicht elektronisch beantragt, stellt der Antragsteller der IHK eine zusätzliche Ausfertigung des von ihm unterschriebenen Dokumentes zur Verfügung. Diese verbleibt bei der IHK. (3) Bescheinigungen und Erklärungen werden in deutscher Sprache erteilt; bei nachgewiesenem Bedürfnis können sie auch in einer Fremdsprache erteilt werden. (4) Eine Bescheinigung kann nicht ausgestellt, eine Erklärung nicht abgegeben werden, wenn der mit ihr verfolgte Zweck oder der beantragte Inhalt gegen ein Gesetz oder Grundsätze der öffentlichen Ordnung verstößt. § 10 Durchführungsvorschriften Zur Durchführung dieser Bestimmungen können Richtlinien als Dienstanweisung erlassen werden. § 11 Gebühren Für die Ausstellung von Ursprungszeugnissen, Bescheinigungen und Erklärungen erhebt die IHK Gebühren nach Maßgabe ihrer Gebührenordnung. § 12 Inkrafttreten Dieses Statut tritt am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft. Zu diesem Zeitpunkt tritt das Statut vom 2. März 2016 außer Kraft. Heidenheim, den 4. Juli 2019 Markus Maier Präsident Michaela Eberle Hauptgeschäftsführerin Das vorstehende Statut wird hiermit ausgefertigt und im Magazin „Wirtschaft in Ostwürttemberg“ veröffentlicht: Heidenheim, den 8. Juli 2019 IHK Ostwürttemberg

Markus Maier Präsident Michaela Eberle Hauptgeschäftsführerin Anlage: Vordruck Antrag Ursprungszeugnis, Vordruck Ursprungszeugnis (Original, Durchschrift) Anlage: Beschaffenheit Vordrucksatz: Der Vordruck für das Ursprungszeugnis hat das Format 210 × 297 mm, wobei die Länge höchstens 5 mm weniger oder 8 mm mehr betragen darf. Es ist holzfreies, geleimtes Schreibpapier mit einem Gewicht von mindestens 64 Gramm je Quadratmeter oder zwischen 25 und 30 Gramm je Quadratmeter für Luftpostpapier zu verwenden. Die Vorderseite des Originals ist mit einem bräunlichen guillochierten Überdruck zu versehen, auf dem jede mechanisch oder chemisch vorgenommene Fälschung sichtbar wird. Vordruck Antrag Ursprungszeugnis Vordruck Ursprungszeugnis (Original, Durchschrift)


Handelsregister

TECHNOLOGIE SUCHT ABNEHMER Unternehmen,  Erfinder,  Forschungsinstitute  u.a.  verfügen  über  zahlreiche  Innovationen,  die  verwertet  werden  sollen.  Um  für  diese  Innovationen  Verwerter  zu  finden,  betreibt  die  IHK  Ostwürttemberg  die  Online-Plattform  „Technologie  sucht  Abnehmer“ unter www.innoforum.ihk.de.

ANGEBOTE 2019/02

PL-Profil

Verbindungsprofil und Verfahren zum dauerhaften  Fügen  zweier  Platten  sowie  System  mit  einem  Verbindungsprofil  –  das  PL-Profil  hilft  beim  Fertigen von Schaltschränken und Maschinenverkleidungen. Es wird mit Lochschweißungen befestigt,  sodass das herkömmliche Schweißen und Schleifen  der Kanten entfällt. 2019/01

Mobiles Anti Terror Absperrsystem

Das mobile System umfasst bereits bekannte Poller  aus  Beton  oder  Gummi.  Bei  dem  neuartigen  System sind die Poller lösbar durch Verbindungselemente  klettenartig  miteinander  verbunden.  Ferner haben einige der Poller an ihrer Unterseite  einen Dorn, mit dem diese in einem Kanalschacht  lösbar verankert werden können. 

IHK BÖRSEN

Durch  die  Verbindung  der  Poller  untereinander  und die Verankerung einiger der Poller im Boden  wird  ein  Wegschieben  bei  einem  Fahrzeugaufprall stark reduziert. 2018/05

Verbundmittel für Trockenestrichplatten

Trockenestrichplatten  werden  mit  einem  Gitterteil als Verbundmittel der einzelnen Platten verlegt.  Dadurch  spart  man  vier  bis  sechs  Wochen  Zeit auf der Baustelle, weil die Trockenphase des  normalen Zementestrichs entfällt.

Autonomes Elektroauto

Ein  Elektroauto  bzw.  auch  -Lkw  oder  -Bus,  welches  nur  durch  von  den  Rädern  erzeugten  Strom den Elektromotor versorgt bzw. speist und  den  nicht  benötigten  Strom  in  einen  Akku  lädt,  worüber  der sonst im Fahrzeug benötigte Strom  bezogen werden kann. Nie mehr Steckdosen zum  Laden brauchen, absolut autonomes Fahren. 2018/03

Sauerkraut und Schupfnudeln enthaltende Backwaren und Verfahren zu deren Herstellung

Angeboten  wird  die  patentierte  Erfindung  eines  Backgerichts aus Hefeteig und dem einzigartigen  Verfahren  zu  deren  Herstellung.  In  der  Komposition  Hefeteig,  Schupfnudeln,  Krautmischung  und  Guss  aus  Molkereierzeugnissen  in  einem  speziellen Verfahren fertig gebacken. Der Erfinder  nennt das Produkt „Buabaspitzlesblatz“.

ANGEBOTE HDH 03/810

Verkaufe Patent für die Baubranche

Verkauft wird ein Patent für einen aus Kunststoff gefertigten Ziegelbaustein, der sich gerade in der Entwicklungsphase befindet. Das Patent erstreckt sich für Deutschland und ist von mehreren Architekten schon begutachtet worden. Aus Zeitmangel wird dieses Projekt zu günstigen Konditionen verkauft.

Die  nachfolgend  aufgeführten  Angebote  und  Nachfragen  stellen  lediglich  Kurzauszüge  aus  unseren Datenbanken dar. 

HDH 04/811

Bei Inseraten aus IHK-Börsen gelten die Bedingungen der jeweiligen Börse. 

UNTERNEHMENSNACHFOLGE EXISTENZGRÜNDERBÖRSE Angebote für Existenzgründer finden Sie auch unter www.nexxt-change.org

Unternehmensbeteiligung mit Option auf Übernahme

Seit mehr als 20 Jahren gut etabliertes Unternehmen im Bereich Blisterverpackung, Displaykonfektionierung und sonstigen Dienstleistungen im Bereich Verpackung, mit festem Kundenstamm,

NACHFOLGE, EXISTENZ Ansprechpartnerin: Rita Grubauer Tel. 07321 324-182 Fax 07321 324-169 grubauer@ostwuerttemberg.ihk.de

HANDELSREGISTER NEUEINTRAGUNGEN HRA 726463 - 08.05.2019

HSW Windpark Wahlsdorf GmbH & Co. KG

Meeboldstraße 1, 89522 Heidenheim an der Brenz. Kommanditgesellschaft. Bisher: „Windpark Wahlsdorf GmbH & Co. KG“; nun: Geschäftsanschrift: Meeboldstraße 1, 89522 Heidenheim an der Brenz. Allgemeine Vertretungsregelung geändert; nun: Jeder persönlich haftende Gesellschafter vertritt einzeln. Jeder persönlich haftende Gesellschafter sowie dessen jeweilige Geschäftsführer sind von § 181 BGB befreit. Persönlich haftender Gesellschafter: SolarWind Verwaltungs-GmbH, Heidenheim an der Brenz (Amtsgericht Ulm HRB 730525).

2018/01

Vorrichtung zur Erzeugung einer Hebelwirkung für Verschlüsse

Innovatives Pulverbeschichtungsverfahren

Veränderung  von  herkömmlichen  Verschlüssen  für  Getränke  oder  auch  Konserven  dergestalt,  dass  sich  am  Verschluss  fest  angebracht  eine  individuell  deformierbare  und  rutschhemmende  Erweiterung befindet, welche die Öffnung leicht  und  einfach  für  jedermann  ohne  Hilfsmittel  ermöglicht.

Das Verfahren ist bis zu vier Mal schneller als die  bereits  bestehenden  Verfahren  im  Pulverbereich  und liefert höherwertigere Produkte im Vergleich  zu den Nasslackverfahren.

TECHNOLOGIETRANSFER

2018/04

IHK-Börsen  -  unter  diesem  Stichwort  bietet  die  IHK  ihren  Unternehmen  einen  breiten  und  kostenlosen Service zur Vermittlung von Angeboten und Nachfragen. Unternehmen, die mit eigenen  Angeboten  oder  Nachfragen  an  den  Börsen  teilnehmen  wollen,  steht  dieses  Serviceangebot  kostenlos zur Verfügung. 

Firmen, die an einer Kontaktaufnahme mit einem  Inserenten  interessiert  sind,  werden  gebeten,  sich schriftlich, unter Angabe der Börse und der  Chiffre-Kennziffer, an die IHK zu wenden. 

2018/02

HRA 726467 - 09.05.2019

HSW Windpark Breitenfelde II GmbH & Co. KG

Kooperationen für Innovationen, Förderprogramme, Technologiescouting Ansprechpartner: Markus Hofmann Tel. 07321 324-176 Fax 07321 324-169 hofmann@ostwuerttemberg.ihk.de Gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau BadenWürttemberg aus Mitteln des Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

großem Maschinenpark und guter Infrastruktur im Rahmen der Unternehmensnachfolge zu verkaufen. Denkbar ist eine Übernahme von zunächst 50 Prozent der Unternehmensanteile, optional zeitlich versetzt die Komplettübernahme. Alternativ wäre auch ein stiller Teilhaber (Investor) denkbar.

Diagnose Tools zur Wartung und Reparatur von Harley-Davidson-Motorrädern. Zubehör, Bekleidung und Accessoires sowie diverse Lagerware sind im Kauf enthalten. Der hervorragende Standort liegt zwischen Ulm und Aalen direkt an der Autobahnausfahrt.

HDH 05/812

Das Gebäude beinhaltet: Miethalle (Grundfläche 156 qm / mit Innenausbau auf 2 Ebenen insgesamt 255 qm), 2 große Schaufensterfronten, 10 Parkplätze, Ortseingang in bester Lage. Weitere Informationen unter www.nexxt-change.org, Inserat HDH 09/797.

Altershalber Nachfolge für Weinhandel gesucht

Seit mehr als 25 Jahren als Familienbetrieb tätiger Handel mit Wein, Spirituosen, Feinkost u.v.m. zu verkaufen. Mit festem Stamm von Privat-, Geschäfts- und Gastronomie-Kunden.

GESUCHE

HDH 09/797

Nachfolger für sehr gut frequentierten Harley-Davidson-Shop mit Werkstatt gesucht

Wir suchen Nachfolger für sehr gut ausgestatteten und sehr gut frequentierten Harley-Davidson-Shop mit Werkstatt (freie Werkstatt/Händler), optional mit der Übernahme des Online Shops. Zur Vermietung/Verkauf steht eine sehr gut ausgestattete und sehr gut frequentierte Motorradwerkstatt (freie Harley-Davidson Werkstatt) mit der Übernahme des laufenden Betriebes. Die Werkstatt wird an diesem Standort seit 10 Jahren von uns geführt und das Unternehmen besteht erfolgreich seit 18 Jahren. Die Werkstatt ist voll ausgestattet, mit 3 voll elektrischen Hebebühnen, Ständerbohrmaschinen, Drehbank sowie Sonderwerkzeuge und

trieb eines Hotels und Restaurants. Die Gesellschaft kann sich auf artverwandten Gebieten betätigen und überhaupt alle Geschäfte betreiben, die mit dem Gegenstand des Unternehmens im Zusammenhang stehen. Die Gesellschaft kann auch andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art pachten, vertreten, mit solchen Unternehmen eine Zusammenarbeit eingehen und sich an solchen Unternehmen in jeder Form beteiligen. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen errichten. Kommanditgesellschaft. Allgemeine Vertretungsregelung: Jeder persönlich haftende Gesellschafter vertritt einzeln. Persönlich haftender Gesellschafter: Groll Verwaltungs GmbH, Lauchheim (Amtsgericht Ulm HRB 738340), von § 181 BGB befreit.

Meeboldstraße 1, 89522 Heidenheim an der Brenz. Kommanditgesellschaft. Der Sitz ist von Bremen (Amtsgericht Bremen HRA 27667 HB) nach Heidenheim an der Brenz verlegt. Bisher: „Windpark Breitenfelde II GmbH & Co. KG“; nun: Neue Geschäftsanschrift: Meeboldstraße 1, 89522 Heidenheim an der Brenz. Allgemeine Vertretungsregelung geändert; nun: Allgemeine Vertretungsregelung: Jeder persönlich haftende Gesellschafter vertritt einzeln. Jeder persönlich haftende Gesellschafter sowie dessen jeweilige Geschäftsführer sind von § 181 BGB befreit. Persönlich haftender Gesellschafter: SolarWind Verwaltungs-GmbH, Heidenheim an der Brenz (Amtsgericht Ulm HRB 730525).

HRA 726471 - 13.05.2019

HRA 726468 - 10.05.2019

HSW Windpark Breitenfelde GmbH & Co. KG

Groll Hotel Restaurant GmbH & Co. KG

Hauptstraße 24, 73466 Lauchheim. Gegenstand: Be-

Meeboldstraße 1, 89522 Heidenheim an der Brenz. Gegenstand: Gegenstand der Gesellschaft ist a) die

HDH 01/808

Erfahrener, begeisterungsfähiger Bereichsleiter sucht Unternehmen als Nachfolger Nach meiner Ausbildung zum Industriemechaniker konnte ich bei verschiedenen Maschinenbauund metallverarbeitenden Unternehmen viele Erfahrungen sammeln. Nach meinem Studium zum Wirtschaftsingenieur und dem Wechsel in die IT-Beratung habe ich viele Jahre Erfahrung gesammelt. Mit der Haupt- und Personalverantwortung für einen Bereich mit mehr als 10 Mitarbeitern, bringe ich viel Erfahrung aus Vertrieb, Personalund Unternehmensführung mit und biete eine exzellente Basis für eine Unternehmensübernahme.

Errichtung und der Betrieb von Windenergieanlagen in Form eines Windparks mit bis zu 25 Windenergieanlagen zur Erzeugung von elektrischer Energie sowie der Verkauf der elektrischen Energie und der Verkauf von Windenergieanlagen, b) alle sonstigen, mit dem vorgenannten Geschäftszweck im Zusammenhang stehenden Handelsgeschäfte, Handlungen und Rechtsgeschäfte aller Art. Kommanditgesellschaft. Der Sitz ist von Bremen (Amtsgericht Bremen HRA 27480 HB) nach Heidenheim an der Brenz verlegt. Firma geändert; nun: Geschäftsanschrift: Meeboldstraße 1, 89522 Heidenheim an der Brenz. Allgemeine Vertretungsregelung geändert; nun: Allgemeine Vertretungsregelung: Jeder persönlich haftende Gesellschafter vertritt einzeln. Jeder persönlich haftende Gesellschafter sowie dessen jeweilige Geschäftsführer sind von § 181 BGB befreit. Persönlich haftender Gesellschafter: SolarWind Verwaltungs-GmbH, Heidenheim an der Brenz (Amtsgericht Ulm HRB 730525).

07 & 08 / 2019 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · Seite 47


Handelsregister

HRA 726473 - 14.05.2019

Uhl Windkraft GmbH & Co. Weissenmoor IV Kommanditgesellschaft

Max-Eyth-Straße 40, 73479 Ellwangen Jagst. Gegenstand: Der Betrieb einer Windkraftanlage sowie die Vornahme aller damit in Zusammenhang stehender Geschäfte. Kommanditgesellschaft. Der Sitz ist von Hemme (Amtsgericht Pinneberg HRA 1917 ME) nach Ellwangen Jagst verlegt. Geschäftsanschrift: MaxEyth-Straße 40, 73479 Ellwangen Jagst. Allgemeine Vertretungsregelung: Jeder persönlich haftende Gesellschafter vertritt einzeln. Eingetreten als Persönlich haftender Gesellschafter: Uhl Windkraft GmbH, Ellwangen Jagst (Amtsgericht Ulm HRB 510367), von § 181 BGB befreit. Personenbezogene Daten geändert und ausgeschieden als Persönlich haftender Gesellschafter: WKS Verwaltungs GmbH, Westhausen (Amtsgericht Ulm HRB 510551).

HRA 726476 - 15.05.2019

Rechberg Apotheke e.K. Dr. Beate Zeeb-Wälde

Einhornstraße 25, 73529 Schwäbisch Gmünd. Gegenstand: Der Betrieb einer Apotheke. Einzelkauffrau. Inhaber: Dr. Zeeb-Wälde, Beate Christine, Göppingen.

HRA 726481 - 16.05.2019

Fürst von Hohenstaufen EWIV

Röthardter Straße 7/1, 73433 Aalen. Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung. Gegenstand: Erschließung von europäischen Märkten für die Berater- und Dienstleistungen der Mitglieder. Insbesondere sind dies Berater- und Vermittlungsleistungen im Finanzbereich, alle Dienstleistungen der Von Hohenstaufen Holding Limited in London, sowie Unternehmensberaterleistungen mit dem Schwerpunkt auf europäischem Gesellschaftsrecht, Rentenoptimierung und Entgeltoptimierung von Arbeitnehmern. Allgemeine Vertretungsregelung: Jeder Geschäftsführer vertritt einzeln. Jeder Geschäftsfüh-

rer ist befugt, im Namen der Vereinigung mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Geschäftsführer: Korkmaz, Gazi, Aalen; Mokos, Maik, Aalen, jeweils einzelvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit. Mitglied: Korkmaz, Gazi, Aalen. Mitglied: Von Hohenstaufen Holding Limited, London / Vereinigtes Königreich (Companies House Cardiff 11609404).

HRA 726482 - 16.05.2019

Milos IV GmbH & Co. KG

Platanenweg 14, 73430 Aalen. Gegenstand: Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere der Erwerb, das Halten und das Verwalten sowie die Veräußerung von Beteiligungen sowie alle direkt oder indirekt damit zusammenhängenden Aktivitäten im In- und Ausland. Kommanditgesellschaft. Allgemeine Vertretungsregelung: Jeder persönlich haftende Gesellschafter vertritt einzeln. Jeder persönlich haftende Gesellschafter ist von § 181 BGB befreit. Persönlich haftender Gesellschafter: Milos Verwaltungs-GmbH, Aalen (Amtsgericht Ulm HRB 734082).

HRB 738367 - 10.05.2019

R-G Maschinenteile und Verleih UG (haftungsbeschränkt)

Auerhahnweg 4, 73434 Aalen. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 07.05.2019. Gegenstand: Die Fertigung und der Verleih von Maschinenteilen aller Art. Stammkapital: 300,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten sie gemeinsam. Geschäftsführer: Richter, Gabriele, Aalen, von § 181 BGB befreit.

HRB 738369 - 10.05.2019

Ketch May Beef Gastro GmbH

Ledergasse 44, 73525 Schwäbisch Gmünd. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 26.04.2019. Gegenstand: Der Betrieb von

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Gastronomie und Schnellimbiss, die Veranstaltung von Events sowie die Veranstaltung von sonstigen kulturellen Veranstaltungen, insbesondere Food Truck Festivals und Streetfoodfestivals sowie der Betrieb eines Indoorspielplatzes. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen. Geschäftsführer: Tasköprü, Nurgül, Remshalden, einzelvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit. Einzelprokura: Tasköprü, Eray, Remshalden.

HRB 738370 - 10.05.2019

TTN-Tateno GmbH

Hauptstraße 4, 73540 Heubach. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 08.04.2019. Gegenstand: Der Großhandel mit Hochleistungswerkzeugen für die Zerspanungsindustrie. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen. Geschäftsführer: Yöndem, Atila, Heubach, einzelvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit.

HRB 738388 - 14.05.2019

lemonadz UG (haftungsbeschränkt)

Hauffstraße 2, 73525 Schwäbisch Gmünd. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 15.04.2019. Gegenstand: Die digitale Werbung. Stammkapital: 4.500,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten sie gemeinsam. Geschäftsführer: Friesen, Waldemar, Schwäbisch Gmünd, von § 181 BGB befreit.

HRB 738392 - 15.05.2019

NOVILAB MED GmbH

Freigasse 17, 73479 Ellwangen Jagst. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 25.01.2019. Gegenstand: Der Unternehmensgegenstand der Gesellschaft ist: die Entwicklung innovativer Produkte und geeigneter Herstellungsverfahren in den Bereichen Nahrungsergänzung, Diätetika, Naturheilmittel, Tees, Fitnessgetränke, Körperpflege, Gesundheitswaren aller Art, Haushaltspflegemittel und Tierpflege und deren Vertrieb auch per Online Versand, sowie die Beratung und Schulung in diesen Bereichen sowie die Vermarktung von Lizenzrechten, Rezepturen, Gebrauchsmusterschutz und Patenten. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen. Geschäftsführer: Boving, Jens, Ellwangen Jagst; Schwab, André, München, jeweils einzelvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit.

HRB 738395 - 17.05.2019

Karwendelbahn Capital GmbH

Tannhäuserweg 44, 89518 Heidenheim an der Brenz. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 06.12.2018. Gegenstand: Die Eingehung von Kapitalbeteiligungen, insbesondere der Erwerb, die Gründung, die Verwaltung und die Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen jeder Rechtsform im Namen und für die Rechnung der Gesellschaft sowie an anderen Gesellschaften die Komplementärfunktion zu übernehmen sowie der Erwerb, die Errichtung, die Verwaltung und die Veräußerung von Immobilien. Es können auch Wertpapiere an- und verkauft werden, insbesondere auch Wertpapierfonds und Zertifikate. Des Weiteren können Edelmetalle und Technologiemetalle und andere Rohstoffe vor allem physisch erworben werden. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen. Geschäftsführer: Kenntner, Patrick, Steinheim am Albuch, einzelvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit.

Milanweg 63, 73434 Aalen. Sitz verlegt; nun: Ellwangen Jagst. Änderung der Geschäftsanschrift: Max-Eyth-Straße 40, 73479 Ellwangen Jagst. Eingetreten als Persönlich haftender Gesellschafter: Uhl Windkraft GmbH, Ellwangen Jagst (Amtsgericht Ulm HRB 510367), von § 181 BGB befreit. Ausgeschieden als Persönlich haftender Gesellschafter: Windenergie Verwaltungsgesellschaft Aalen mbH, Aalen (Amtsgericht Ulm HRB 725180).

HRB 501626 - 08.05.2019

Ahlstrom-Munksjö Germany Holding GmbH

Nördlicher Stadtgraben 4, 73430 Aalen. Nicht mehr Geschäftsführer: Aaltonen-Forsell, Pia-Alexandra, Bromma / Schweden. Prokura erloschen: Bausch, Gerold, Aalen. Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen: Albersmeier, Uwe, Aalen.

HRB 500736 - 09.05.2019

Nowinta Investmentservice GmbH

Ellwanger Straße 32, 73433 Aalen. Bestellt als Geschäftsführer: Baumeister, Gerhard, Winterbach, einzelvertretungsberechtigt. HRB 510042 - 09.05.2019

Utz u. Sohn Damen- und Herrenmoden Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Spitalstraße 7, 73479 Ellwangen Jagst. Neue Geschäftsanschrift: Weiße Steige 13, 73431 Aalen. Allgemeine Vertretungsregelung geändert; nun: Ist nur ein Liquidator bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Liquidatoren bestellt, vertreten sie gemeinsam. Nicht mehr Geschäftsführer; nun Liquidator: Utz, Thomas, Aalen. Die Gesellschaft ist aufgelöst.

HRB 660036 - 09.05.2019

Heidenheimer Treuhand GmbH

Karlstraße 3, 89518 Heidenheim an der Brenz. Bestellt als Geschäftsführer: Junginger, Iris, Giengen an der Brenz, einzelvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit. Nicht mehr Geschäftsführer: Dümcke, Mattias, Steinheim am Albuch.

HRB 700933 - 09.05.2019

Schleich GmbH

Am Limes 69, 73527 Schwäbisch Gmünd. Prokura erloschen: Kreibich, Barbara, Alfdorf.

HRB 702156 - 09.05.2019

Fein-Verwaltung GmbH

Hans-Fein-Straße 81, 73529 Schwäbisch Gmünd. Prokura erloschen: Wicks-Schmitz, Caroline, Schwäbisch Gmünd.

HRB 720708 - 09.05.2019

C. & E. Fein Service GmbH

Hans-Fein-Straße 81, 73529 Schwäbisch Gmünd. Bestellt als Geschäftsführer: Jaspaert, Janek, OudHeverlee / Belgien, von § 181 BGB befreit. Nicht mehr Geschäftsführer: Wicks-Schmitz, Caroline, Schwäbisch Gmünd.

HRB 730529 - 09.05.2019

DEING Technologie GmbH

Silcherstraße 57, 73430 Aalen. Nicht mehr Geschäftsführer: Dr. Chen, Lihe, Aalen.

HRB 733592 - 09.05.2019

HPC Solutions AG

Hohenstaufenstraße 49, 73547 Lorch. Nicht mehr Vorstand: Kälberer, Frank, Kirchheim unter Teck.

HRB 737191 - 09.05.2019

mechatronic factory GmbH

Anton-Huber-Straße 20, 73430 Aalen. Die Gesellschafterversammlung vom 30.04.2019 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages in § 2 (Gegenstand des Unternehmens) beschlossen. Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, Herstellung, Vertrieb von mechatronischen und aktiven DämpfungsSystemen.

HRB 510380 - 10.05.2019

Bleyer GmbH

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Seite 48 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · 07 & 08 / 2019

HANDELSREGISTER ÄNDERUNGEN HRA 722111 - 09.05.2019

Uhl Windkraft GmbH & Co. Weissenmoor XI Kommanditgesellschaft

Bahnhofweg 25, 73492 Rainau. Die Gesellschafterversammlung vom 08.05.2019 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages in § 7 (Jahresabschluss, Gewinnverwendung) beschlossen. Geburtsdatum von Amts wegen ergänzt bei Geschäftsführer: Bleyer, Angelika, Ellwangen; Bleyer, Joachim, Westhausen.

HRB 722559 - 10.05.2019

Schwäbische Hüttenwerke Automotive GmbH


Handelsregister

Wilhelmstraße 67, 73433 Aalen. Nicht mehr Geschäftsführer: Rydzewski, Andreas, Lauffen am Neckar.

schaft ist durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen (Amtsgericht Aalen, 5 IN 57/19) aufgelöst. Gemäß § 60 Abs. 1 GmbHG i.V. § 65 Abs. 1 GmbHG von Amts wegen eingetragen.

HRB 726621 - 10.05.2019

SHW AG

HRB 661090 - 15.05.2019

HRB 724846 - 13.05.2019

Paul-Hartmann-Straße 12, 89522 Heidenheim an der Brenz. Gesamtprokura gemeinsam mit einem Vorstandsmitglied oder einem anderen Prokuristen: López, Jorge Luis Salazar, Aalen; Sinn, Achim, Heidenheim an der Brenz.

Wilhelmstraße 67, 73433 Aalen. Nicht mehr Vorstand: Rydzewski, Andreas, Lauffen am Neckar.

Technical Tools Trading GmbH

Heisenbergstraße 11, 73447 Oberkochen. Allgemeine Vertretungsregelung geändert; nun: Ist nur ein Liquidator bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Liquidatoren bestellt, vertreten sie gemeinsam. Nicht mehr Geschäftsführer, nunmehr Liquidator: Schild, Christiane, Oberkochen, einzelvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit. Die Gesellschaft ist aufgelöst.

HRB 510202 - 14.05.2019

GEO DATA Gesellschaft für geographische Datenverarbeitung mbH

In der Waage 7, 73463 Westhausen. Personenbezogene Daten von Amts wegen ergänzt bei Geschäftsführer: Feil, Rudi, Aalen, einzelvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit. Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen: Brenner, Mario, Neresheim.

HRB 510613 - 14.05.2019

PAUL HARTMANN AG

HRB 701584 - 15.05.2019

EVO Informationssysteme GmbH

Ludwig-Bölkow-Straße 15, 73568 Durlangen. Die Gesellschafterversammlung vom 08.05.2019 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages in § 7 (Beschränkung der Geschäftsführer im Innenverhältnis)wurde aufgehoben- beschlossen. Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen: Betzler, Heiko, Ellwangen Jagst; Schmid, Thomas, Mutlangen; Widmann, Antje, Schwäbisch Gmünd.

HRB 737606 - 15.05.2019

Johannisstraße 9, 73488 Ellenberg. Allgemeine Vertretungsregelung geändert; nun: Ist nur ein Abwickler bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Abwickler bestellt, vertreten sie gemeinsam. Personenbezogene Daten (Wohnort) geändert, zudem nicht mehr Vorstand, nun bestellt als Abwickler: Kögler, Ralf, Zürich / Schweiz. Nicht mehr Vorstand: Walterspiel, Christoph, Bochum. Die Gesellschaft ist aufgelöst.

HRB 701775 - 14.05.2019

Hokema Verwaltungs GmbH

Schwerzerallee 61, 73525 Schwäbisch Gmünd. Bestellt als Geschäftsführer: Hokema-Schlüter, Gerhardina, Schwäbisch Gmünd, einzelvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit.

HRB 727316 - 14.05.2019

SHW Automotive Industries GmbH

Wilhelmstraße 67, 73433 Aalen. Bestellt als Geschäftsführer: Karazmann, Thomas, Wien / Österreich, von § 181 BGB befreit. Nicht mehr Geschäftsführer: Rydzewski, Andreas, Lauffen am Neckar.

HRB 501572 - 15.05.2019

Carl Zeiss Dritte Vorratsgesellschaft mbH

Carl-Zeiss-Straße 22, 73447 Oberkochen. Bestellt als Geschäftsführer: Müller, Stefan, Aalen; Dr. Peter, Jochen, Ulm, jeweils von § 181 BGB befreit. Nicht mehr Geschäftsführer: Leinmüller, Klaus, Aalen. Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen und von § 181 BGB befreit: Krause-Bonte, Margit, Aalen.

HRB 660810 - 15.05.2019

WIKORA GmbH SolarSpeicherSysteme Friedrichstraße 9, 89568 Hermaringen. Die Gesell-

KFG Verwaltungs GmbH

Buchenweg1, 73430 Aalen. Bestellt als Geschäftsführer: Schöll, Benjamin, Schwäbisch Gmünd, einzelvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit.

Silcherstraße 57, 73430 Aalen. Bestellt als Geschäftsführer: Cai, Keling, Tiexiequ Shenyang / China, einzelvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit.

Speed Mold Technologie GmbH

st, An der Jagst 38, 73479 Ellwangen Jagst. Neue Geschäftsanschrift: Ludwig-Lutz-Straße 29, 73479 Ellwangen Jagst.

HRB 727849 - 16.05.2019

EVB GmbH

Heidenheimer Straße 80-82, 89542 Herbrechtingen. Änderung der Geschäftsanschrift: Danziger Straße 19, 89542 Herbrechtingen.

PicksRaus Ellwangen GmbH

An der Jagst 32, 73479 Ellwangen Jagst. Einzelprokura und von § 181 BGB befreit: Zeller, Marc, Stuttgart.

HANDELSREGISTER LÖSCHUNGEN HRA 661192 - 08.05.2019

Barbara Ehrlinger Verwaltungs-GmbH & Co. KG

Magenaustraße 35, 89537 Giengen an der Brenz. Die Liquidation ist beendet. Die Firma ist erloschen. Das Registerblatt ist geschlossen.

Uhl Windkraft GmbH & Co. Objekt XLIX Kommanditgesellschaft Max-Eyth-Straße 40, 73479 Ellwangen Jagst. Sitz verlegt; nun: Neubiberg (Amtsgericht München HRA 110651). Das Registerblatt ist geschlossen.

HRA 725009 - 15.05.2019

Elektrotechnik Köder GmbH & Co. KG

Rindelbacher Straße 12, 73479 Ellwangen Jagst. Ausgeschieden als Persönlich haftender Gesellschafter: Elektrotechnik Köder Verwaltungs GmbH, Ellwangen Jagst (Amtsgericht Ulm HRB 733783). Die Gesellschaft ist aufgelöst. Die Firma ist erloschen. Eine Liquidation findet nicht statt. Das Registerblatt ist geschlossen.

HRB 701800 - 13.05.2019

HRB 660018 - 17.05.2019

VTeG GmbH

Röhm GmbH

Heinrich-Röhm-Straße 50, 89567 Sontheim an der Brenz. Bestellt als Geschäftsführer: Dr. Scharf, Till, Stuttgart, von § 181 BGB befreit: Laurent, JeanChristophe, Neu-Ulm.

Magnolienweg 7, 73547 Lorch. Die Liquidation ist beendet. Die Gesellschaft ist gelöscht. Das Registerblatt ist geschlossen.

HRB 722300 - 13.05.2019

Trenner GmbH

HRB 702155 - 17.05.2019

C. & E. Fein GmbH

Hans-Fein-Straße 81, 73529 Schwäbisch Gmünd. Personenbezogene Daten berichtigt bei Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen: Bach, Michael Rudolf, Schwaigern.

Bergstraße 25, 89567 Sontheim an der Brenz. Sitz verlegt; nun: Neuburg a. d. Kammel (Amtsgericht Memmingen HRB 18244). Das Registerblatt ist geschlossen.

HRB 500568 - 15.05.2019

Garber - Massivbau GmbH

Frankeneichstraße 13, 73434 Aalen. Die Liquidation ist beendet. Die Gesellschaft ist gelöscht. Das Registerblatt ist geschlossen.

HRB 726835 - 17.05.2019

P18 Capital GmbH

Tannhäuserweg 44, 89518 Heidenheim an der Brenz. Bestellt als Liquidator: Köpf, Aniko, Herbrechtingen. Nicht mehr Liquidator: Engels, Georg, Steinheim am Albuch.

HRB 723443 - 15.05.2019

HRB 728556 - 17.05.2019

Rosenstraße 6, 73466 Lauchheim. Die Liquidation ist beendet. Die Gesellschaft ist gelöscht. Das Registerblatt ist geschlossen.

Great Food Verwaltungs GmbH

Ulmer Straße 70, 73431 Aalen. Nicht mehr Geschäftsführer: Bojcic, Frane, Aalen.

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07 & 08 / 2019 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · Seite 49


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Seite 50 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · 07 & 08 / 2019

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„GMÜNDGUIDE“ MAGAZIN 2019 ERSCHIENEN Anfang Juni ist das gmündguide Magazin 2019 erschienen. Aus Anlass der Remstal Gartenschau, der deutschlandweit ersten Gartenschau über 80 km Länge unter Mitwirkung von 16 Städten und Kommunen und 3 Landkreisen, präsentiert der neue gmündguide dazu einen rund 50-seitigen Schwerpunkt. Aber unter dem Leitthema „Alles im Fluss“ finden sich weitere interessante Themen wie das Gießsimulations-Verfahren „Fluid-Dynamik“, die Schwanen-Saga, ein Porträt des Ausnahme-Schwimmers Henning Mühlleitner oder das Festival Europäische Kirchenmusik unter gleichlautendem Motto. Außerdem finden gmündguide-Leser Erlebnis-, Einkaufs- und Genießer-Tipps sowie kulturelle Highlights wie das Museum und die Galerie im Kulturzentrum Prediger, das Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik oder die Galerie im Kornhaus. Das neue gmündguide Magazin, herausgegeben von der Designagentur freitagundhäussermann in Kooperation mit der Stadt und Touristik & Marketing Schwäbisch Gmünd, lädt Gäste und Besucher ein, die Stauferstadt und das Remstal mit all seinen Facetten zu entdecken und zu genießen. Das 144 Seiten starke Magazin ist im Gmünder i-Punkt und in etlichen Kommunen entlang des Remstals bis zur Tourist-Information in Stuttgart erhältlich.

Aus Anlass der Remstal Gartenschau vom 10.5. bis 20.10. hat auch der gmündguide 2019 einen rund 50-seitigen Schwerpunkt zu dem Großereignis.

(Fotos: gmündguide Magazin / freitagundhäussermann)

07 & 08 / 2019 · Wirtschaft in Ostwürttemberg · Seite 51


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Wirtschaft in Ostwürttemberg Juli & August 2019  

Ausgabe 07&08/2019 - Magazin der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg

Wirtschaft in Ostwürttemberg Juli & August 2019  

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