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Inhaltsverzeichnis Das wärmende Feuer der Freiheit 1. Das Akkordeon im Jazz Manouche

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1.1. Über die Dozentin Carmen Hey

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Stilistische Besonderheiten 2. Das Geheimnis der Sinti Musik 2.1. Hören und Entdecken - Authentisch Swing Manouche!

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2.2. Swing Bass Technik - Die 4 Basis Jazz Griffe für links

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2.3. Rhythmik - Typischer Swing Rhythmus

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2.4. Melodie - Improvisation im Gypsy Jazz

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2.5. Musiktheorie - Vorzeichentabelle & Tonleitern

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2.6. Betonung - Typische Grooves & Akzente

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2.7. Musiktheorie -Jazz Akkorde & Tabelle für Taste / Knopf

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2.8. Harmonie - Die 4 Basis Jazz Akkorde für rechts

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Swing Manouche Stücke 3. Beschwingte Feelings & spielerische Freiheit 6 3.1. Savoir Vivre

Martin Weiss

3.2. Savoir Vivre / Easy

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3.3. Sur les Chemins de la Bohème

La Rue Ketanou

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3.4. J´attendrai

Dino Olivieri

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Johnny Mercer

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3.5. Les Feuilles Mortes 3.6. Les Feuilles Mortes / Easy

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3.7. All of me

Simons & Marks

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3.8. Shuka Tschai

Martin Weiss (trad)

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3.9. Je Veux

Zaz

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3.10. Juste quelqu´un de bien

Enzo Enzo

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3.11. Juste quelqu´un de bien / Easy 3.12. Minor Swing

45 Django Reinhardt

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3.13. Minor Swing / Easy 3.14. Lulu Swing

49 Lulu Reinhardt

3.15. Lulu Swing / Easy 3.16. Djangology

53 Django Reinhardt

3.17. Djangology / Easy 3.18. Dui Dui

Schnuckenack Reinhardt (trad)

Sascha Distel

Django Reinhardt

Martin Weiss

Django Reinhardt

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Rachel Portman

3.29. Chocolat Fête / Easy 3.30. Chocolat Mayan

71 73

3.27. Manoire de mes Rêves / Easy 3.28. Chocolat Fête

67 69

3.25. Monsieur le Flic / Easy 3.26. Manoire de mes Rêves

63 65

3.23. Douce Ambiance / Easy 3.24. Monsieur le Flic

59 61

3.21. Ma Première Guitare / Easy 3.22. Douce Ambiance

55 57

3.19. Dui Dui / Easy 3.20. Ma Première Guitare

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79 81

Rachel Portman

3.31. Chocolat Mayan / Easy

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3.32. Djinee tu Kowa Ziro

Tito Winterstein (trad)

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3.33. Nuages

Django Reinhardt

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3.34. Joseph Joseph

Django Reinhardt

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3.35. Rendezvous

Martin Weiss

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3.36. Daphne

Django Reinhardt

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3.37. Daphne / Easy

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3.38. Claire de Lune

Django Reinhardt

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3.39. Little Twinkle Star

Martin Weiss

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3.40. New York Tempo

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3.41. New York Tempo / Easy

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3.42. Lied-Texte

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SWING

„Alles, was zählt, ist die Intuition. Der intuitive Geist ist ein Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“ Albert Einstein


Das wärmende Feuer der Freiheit Das Akkordeon im Jazz Manouche Text: Carmen Hey. Artikel mit Fotos zu lesen im aktuellen: akkordeon magazin #54:Das Akkordeon im Jazz Manouche

„Gypsy jazz (also known as gypsy swing or hot club jazz) is a style of jazz music often said to have been started by guitarist Jean ’Django‘ Reinhardt in the 1930s. Because its origins are in France it is often called by the French name, ’Jazz manouche‘, or alternatively, ’manouche jazz‘ […].“ (Wikipedia, „Gipsy jazz“) Mitreißend, feurig, pulsierend, frei, leidenschaftlich, rhythmisch, romantisch, ansteckend, aufregend: Der Jazz/ Swing Manouche geht ganz unmittelbar ins Blut. Und mit jedem Pulsschlag breitet er sich weiter im Körper aus, bringt das Blut in Wallung, entzündet das Feuer im Herzen, bis es schließlich kaum noch gelingt, diesen Schwung zurückzuhalten.

Dynamik und Drive, Improvisation und Rhythmus pur! Ein Genuss ist diese Musik. Nicht nur für heißblütige Manouches (= Sinti/Gypsies – ursprünglich aus Frankreich) selbst, wenn sie zu ihren Instrumenten greifen. Nein, wer auch immer durch diese Musik und ihren geheimnisvollen Stil berührt wird, verliebt sich augenblicklich in sie und bleibt ihr treu. Herz, Körper und Kopf werden in dieser Musik vereint. Ursprünglich kam der Swing Manouche aus Frankreich, mitgebracht und weiterentwickelt durch die französischen Sinti auf ihrem langen Reiseweg aus Indien vor 5000 Jahren. Einige der ursprünglichen Sippen reisten über verschiedene Länder in Richtung Osten (Roma). Die anderen Gruppen suchten sich Reiserouten in Richtung Westen, nach Europa (Sinti). In Frankreich hießen sie später Manouches. Der legendäre Gitarrist, Komponist und Bandleader Django Reinhardt (1910–1958) ist weltweit ein Begriff. Sinti haben mit ihrem Stil den europäischen Jazz begründet, entwickelt und verbreitet. Die akustischen Gitarren mit ihrem warmen Klang, gepaart mit dem Improvisationstalent der Manouches, ergaben den ganz besonderen Stil des Jazz Manouche. Das Akkordeon, in Frankreich beinahe Hauptinstrument, gesellte sich bald hinzu. Die beiden Instrumente verbinden sich aufs Innigste: die feurige Gitarre der Manouches und das „Instrument des Windes“ mit seiner atmenden Seele. Es entstand eine sich inspirierende, bis heute andauernde musikalische Liaison, ein treues „amour fou“.

Der Virus-Effekt „Swing Manouche“ Seit den 1930er-Jahren haben sich viele Gruppen und Interpreten dieser Musikrichtung einen Namen gemacht. Insbesondere die Freiheit, die ihrer Musik zugrunde liegt, wirkt anziehend und herausfordernd. All das, was man als Notist oder Interpret nicht darf oder kann, findet Raum und Möglichkeit im Jazz Manouche. Es ist sogar so, dass die meisten Vertreter dieser Richtung kaum eine Note lesen können! Diese Musik vertraut ihrem eigenen Timbre, welches direkt aus dem Herzen kommt. Swing/Jazz Manouche kann man nicht kopflastig oder reglementiert spielen. Diese Musik der Gypsies ist ihre Freiheit, ihr Timing im philosophisch gemeinten Sinne der Zeitgeschichte. In ihr konnte bewahrt werden und behütet bleiben, wonach sich so viele Menschen sehnen. Musik ist eben doch essenziell. Und wenn sie uns nur davor behütet, nicht gänzlich zu versteifen in den Digitalismen der heutigen Moderne und uns ab und an so richtig in Schwung (Swing) bringt.

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Hörenswertes Akkordeon „Le Swing à Bretelles“ Mit Gus Viseur, Tony Murena und Django Reinhardt, Jo Privat und dem Gitarristen Matelot Ferset als Hauptbegründer für das Akkordeon im Jazz Manouche, breitete sich dieser Musikstil vielerorts rasant aus. Die heißen (Hot) Clubs sind voll. Die Musiker ihrerseits begeistert von der technischen Möglichkeit und den Improvisationsfreiheiten. Die Zuhörerschaft jubelnd, ergriffen, vergötternd und tanzend. Eine kleine Auswahl von interessanten Akkordeonisten quer durch die Jahrzehnte: ( siehe Liste unten). Und viele, viele mehr, die das Lauffeuer „Jazz Manouche“ mit einer großen Hingabe und Liebe in die Welt brachten und nach wie vor bringen. Immer mit dabei: das Akkordeon mit seiner Kraft und seinen fantastischen, vielseitigen Spielmöglichkeiten – geradezu prädestiniert für diesen pulsierenden Musikstil. Unbedingt anhören und: auch mal selbst, so richtig nach Herzenslust, losswingen!

Die wichtigsten Interpreten • • • • • • • • • • • •

Marcel Azzola, Frankreich Johnny Meier, Niederlande Anders Larsson, Schweden Marcel Loeffler mit Mandino Reinhardt, Elsass / Frankreich Ludovic Beier mit Angelo Debarre (Git), Frankreich Jean-Claude Laudat mit Alma Sinti (Band), Frankreich Richard Galliano mit Bireli Lagréne (Git),  Frankreich/Elsass Julien Labro mit Hot Club Detroit, USA Dominique Paats mit Paulus Schäfer Gypsy Band, Niederlande Frank Marocco,USA Lionel Suarez mit Sanseverino (Band), Frankreich Carmen Hey mit Martin Weiss Ensemble (Violine/Git), Deutschland

Die Entwicklung des Swing Manouche Die Anfänge des Gypsy-Jazz können auf die Aktivitäten der Brüder Pierre Joseph „Baro“, Sarane und Jean „Matelo“ Ferret in Frankreich zurückgeführt werden, die Ende der 1920er Jahre die Valse Musette mit Swingartikulation spielten und dabei in erster Linie mit dem Stilmittel der Akkordzerlegung (Arpeggio) improvisierten. Eine Verbreiterung fand dieser Ansatz im Spiel des in Belgien geborenen Gitarristen Django Reinhardt, insbesondere im Quintette du Hot Club de France mit dem Geiger Stéphane Grappelli, der populärsten europäischen Jazzformation der 1930er Jahre. Die Kompositionen Reinhardts und die von ihm verwendeten erweiterten Akkorde bauen auf den gleichen Skalen auf. Andere Sinti-Gitarristen arbeiteten in Paris in den damals ebenfalls sehr beliebten Musetteensembles. Bis heute ist die Swing Musette – neben Stücken von Django Reinhardt – ein wichtiger Bestandteil des Gypsy-Jazz-Repertoires. Gypsy-Jazz ist der erste in Europa entstandene Jazzstil. Er hat längst weltweit Anerkennung (z. B. jährliches Festival „DjangoFest“ in den USA) gefunden, aber immer noch in Europa die meisten praktizierenden Musiker und die größte Zuhörerschaft. Django Reinhardt war der erste Vertreter dieser Jazzrichtung, der Weltruhm erlangte. Auf das Schlagzeug kann wegen der typisch perkussiven Gitarrenbegleitung (la pompe) mit ihrem Swing-Drive verzichtet werden. Teilweise werden auch Klarinette und Akkordeon eingesetzt.


Typisch für die traditionellere Form des Gypsy-Jazz ist, dass sie stark familiär gebunden tradiert wird. In der Regel wird sie vom Vater an den Sohn, vom Onkel an den Neffen usw. weitergegeben, ohne dass sie schriftlich notiert ist. Es ist üblich, dass Anfänger stundenlang zuhören, die einzelnen Songs auswendig lernen und den älteren Spielern ihre Spieltechniken abschauen. Innerhalb der Sippe bestehen die Bands mehr oder weniger als Familienunternehmen, in denen Söhne mit ihrem Vater und ihren Cousins auf Tournee gehen und mittels der intensiven Musiziererfahrungen ihre Spielweise perfektionieren.

Der Gypsy-Jazz im deutschsprachigen Raum Der Begriff „Zigeunerjazz“ bzw. der von den Musikern nicht zuletzt mit Blick auf ihr Publikum gewählte ähnliche, ebenfalls ältere Terminus „Musik deutscher Zigeuner“, kam in den 1960er Jahren auf, weil diese Musik eng mit Sinti-Musikern im Umkreis des Violinisten Schnuckenack Reinhardt und des Gitarristen Häns’che Weiss verbunden war und sich stilistisch am Vorbild des Manouche-Musikers Django Reinhardt mit seiner „Hot Club“-Besetzung orientierte.[ Eine abweichende Besetzung präsentierte Alfred Lora mit La Romanderie. Die Musik deutscher „Zigeuner“ erreichte Ende der 70er Jahre und zu Anfang der 80er Jahre einen Höhepunkt an Popularität, der in der Folgezeit nicht mehr erreicht werden konnte. Aus dieser traditionsgeleiteten Fraktion von Sinti-Musikern löste sich während der 1980er eine Gruppe jüngerer Musiker. Diese tendieren teilweise stärker in Richtung Modern Jazz. Zigeunerjazz, begründet durch Django Reinhardt 1934 mit seinem legendären „Quinten de Hot Club de France“ erlebt eine ständige Weiterentwicklung, die bis heute anhält. Es lassen sich mehrere Strömungen dieser (damals) neuen Stilistik „Swing Manouche“ erkennen. Man nähert sich einerseits mit den Improvisations- Strukturen dem modernen Jazz an (Bireli Lagerte) und hält andererseits an den traditionellen Strukturen der Rhythmusgruppe und Instrumentierung fest (z.b. Martin Weiss). Die dritte Strömung bildet die, die eigentlich das Idiom Zigeuner Jazz repräsentiert. Vor allem in Deutschland, Frankreich aber auch in den Niederlanden und Belgien, halten die Zigeunermusiker an dem musikalischen erbe Django Reinhardts fest. (Schnuckenack Reinhardt, Rosenberg Trio, Tito Winterstein u.a.).

Das Swing Manouche Gefühl Jede Form von Musik, gewinnt erst durch das „Gefühl“ an künstlerischer Qualität! Er ist eine Mischung aus vielen Kulturen, die im Swing zum Ausdruck kommt. Afrikanische Wurzeln, Karibische, Europäische: Irische, Italienische (Tarantella Rhythmik ist ähnlich dem Swing!) und viele weitere kulturelle Einflüsse mehr, die die Ein/ oder Auswanderer mitbrachten und weitergaben. Auch beeinflusst von den Einwanderern mit spanischen, französischen oder italienischen Wurzeln, die sicherlich kulturell prägender waren als die Nachkommen von verschleppten Sklaven, denen man ihre kulturelle Identität weitestgehend geraubt hatte. Es sind die .Betonungen auf den europäisch unbetonten Taktzeiten , wofür etwa die Afrikaner mit ihrer Kultur verantwortlich sind. Sie sind die Hierarchie, die in der europäischen Musik zum Konstruktionsprinzip gehört, nicht gewohnt. Afrikanische Musik setzt sich aus den kleinsten Teilen zusammen, Struktur entsteht bei ihnen, in dem einzelne Schläge aus einem kontinuierlich geschlagenen Beat weglassen werden. Sie unterteilen nicht den ganzen Takt in Halbe, Viertel und Achtel wie wir. Ihr Rhythmus entsteht durch Pausen in der Perlenkette aus Trommelschlägen oder

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durch das Spielen verschieden großer Trommeln. Zu diesen Rhythmen kommt die europäische Harmonielehre hinzu. Eine besondere Hauptgruppe jedoch, die sich in diesen kulturellen MusikReigen mit ihrer Lebensfreude und feurigem Temperament hinzugesellt, waren immer schon die sog.Zigeuner (das `fahrende´ oder ´umherziehende´ Volk), die Träger und Bewahrer ihrer eigenen Jahrtausende alten Traditionen waren, aber auch immer Landes typische Kulturen in ihrer Musik integrierten, verarbeiteten und weiterentwickelten. Heute ist Jazz / Swing Jazz zu einem weltweiten, stilübergreifend-eklektischen Phänomen geworden, das die Kunst des individuellen Ausdrucks in spontaner Kreativität beinhaltet. Man kann dem Jazz (oder auch speziell dem Swing-Rhythmus) etwas von seiner "Fremdheit" nehmen, wenn man sich klar macht, dass er nach wie vor zu einem nicht geringen Teil eben auch europäische Wurzeln hat!

Die Rhythmik & Spielweise Binär und Ternär Triolische Musik ist und war in Europa weit verbreitet und so kann man durchaus sagen, daß der "Swing-Rhythmus" von südeuropäischen Tänzen wie der Tarantella stammen. Wenn über das Probleme bei der Swingphrasierung gesprochen wird ist oft zu hören: „Das muss man fühlen…“. Das mit dem „Fühlen“ ist im Swing essentiell. Allerdings bezieht sich das auf den ternären oder auch triolischen Grundrhythmus, das sich hinter jeder Zählzeit verbirgt. Dieses Grundgefühl muss so verinnerlicht werden, dass darüber nicht mehr nachgedacht wird und „aus dem Bauch heraus“ automatisch mitläuft. Swing, wenn er nicht von Ohr zu Ohr weitergegeben wird (wie bei vielen Volksgruppen so üblich!) wird sehr einfach in Achteln notiert, damit ein Übersichtliches Notenbild gewährleistet bleibt., wirdjedoch in punktierten bzw. triolisch gespielt.`Swing-Feeling` In Europa konnte man übrigens immer schon problemlos zwischen binär und ternär unterscheiden und switchen. Und man hatte auch eine Variante der Notation dafür definiert. Da ist wohl den Auswanderern (erzählt man) die Überfahrt nicht gut bekommen, so dass man bald überwiegend in ternären Achtel gespielt hat. Interessant ist jedoch, dass die Ausprägung der ternären Spielweise im Jazz schon immer vom Tempo abhing: Mittelschnell (Marschtempo) = deutliche Triolisierung Schnell (Two Beat) = eher gerade Achtel, wie bei der französisch geprägten Cajun-Musik Dem Begriff „Ternär“ wird der Begriff „Binär“ gegenübergestellt. Diese Begriffe bezeichnen jeweils eine Form von rhythmischer Ausgestaltung, auch „Phrasierung“ genannt. Das Geheimnis des so fröhlichen und schwingen Musikstil: `Swing Manouche`

Binär = Bi = Zwei

Ternär = Ter = Drei

Eine Viertel Note in zwei gleich lange Achtel Noten unterteilt.

Bei der ternären Spielweise wir die Viertelnote in Achteltriolen unterteilt. Wir zählen also ganz gleichmäßig drei Silben


Eine Improvisations-Stilistik Der Gypsy Swing lebt durch seine improvisatorische Freiheit, der ganz speziellen Umgangs mit Rhythmus und Melodie. Der Interpret ist dabei aufgerufen, die eigene Vielfalt und individuelle Farben seiner Persönlichkeit in das musizieren hineinzunehmen und damit zu experimentieren.. Das genau macht diesen Stil so besonders, reizvoll, bunt und lebendig. Also: Ohren auf, Herz auf, Seele auf und rhythmisch pulsierend, beschwingt mit der Musik fließen. Mit folgenden Tricks und Tipps gelingt dies auch schon im sofort auf Anfänger Level. Dazu lernen geht immer, vor allem wenn man sein Instrument und die Musik liebt!! Dem Erfindungsreichtum ist dabei keine Grenze gesetzt :)

Zusammenfassung der stilprägenden Elemente • Rhythmik - Binär / Ternär swingende Achtelketten, Pausen und Einwürfe, synkopische Akkord/ Melodie-Einwürfe. Melodie spielt ein sog. Shuffle. Die Gitarristen sprechen im Begleitrhythmus von „La Pumpe" • Melodie - Moll/Dur Tonleitern oder 5 Tonschnitte der Tonart, Arpeggien, Chromatische Tonleiter `chromatic approach´Figuren, lange Melodielinien/ Läufe, Achteltriolen-Ketten erzeugen dabei ein lineares Spiel. • Betonung - sind auf den ´und´Zeiten, genannt: Off Beat oder Back Beat, also 2 und 4 • Harmonie - Akkordbezogenes Spiel mit Zieltönen der Akkordetöne, Sequenzen mit verminderten Akkorden, chromatische Durchgänge, Akkordeinwürfe, `Chord-Melodien´, die streng an der Grundharmonie orientiert sind. • Technik & Effekte - Einsatz von Oktaven, Tremoli in Verbindung mit Akkordeinwürfen, ein diagonal angelegtes Spiel, insgesamt sehr virtuos. • Artikulation - Legato punktierte Linien, harte Abschläge (attack), Stakkato, Vibrato, HalbtonBendings, Sechzehntel Vorhalte, Verzierung durch Triller (entweder als Achtel Triole oder schneller Triole innerhalb von Achtelketten).

Viel Spaß beim entdecken und experimentieren, wünscht dir Carmen Hey

LATCHO DIWES - HERZLICH WILLKOMMEN - BONJOUR - WELCOME

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Musikerin & Autorin Carmen Hey Expertin für Ausdruck, Stilistik und Gefühl Carmen Hey, Akkordeonistin, Creative Coach, Dipl. Psych. Berater, Pädagogin, Muse für Musik und Lebenskunst. Mehr als 25 Jahre Erfahrungswissen unterstreichen meinen Erfolg als Trainerin für Ausdruck, Stilistik und Gefühl. Ich bin Inhaberin von Creative Atelier Berlin, schreibe Essays, komponiere, spiele Konzerte, coache Führungskräfte in Beruf und Alltag. Leidenschaftlich gerne entwickle ich LernProgramme zum Thema Kreativität und Inspiration! Mein Motto: „…sich spielend entfalten!“

Beruf und Berufung Seit vielen Jahren begleite ich Menschen dabei, ihrenFähigkeiten zu vertrauen und dem inneren Ruf des Herzens zu folgen. Für mich ist es wesentlich und ganz selbstverständlich, zu wachsen und flexibel zu sein. Den ersten Blick auf den Kontakt zum Eigenen gerichtet und eine regelmäßige Erneuerung gehört zum Besten, was man für sich und andere tun kann.

Stärken Inspiration und Kreativität. Die Basis meiner Arbeit steht seit mehr als 25 Jahren auf dem Fundament einer essentiellen Entdeckung: der eigenen Einzigartigkeit. In den individuell konzipierten Workshops, Creative Coachings und Unterrichtsstunden steht die Kunst des schönen Lebensgefühls, Befähigung und Kenntnis der eigenen Stärken (Empowerment) im Hauptfokus.


Hintergrund Ich bin in vielen Welten zuhause. Kunst. Kultur. Musik. Management. Psychologie. Philosophie. Pädagogik. Spiritualität. Kommunikation. So kann ich auch viele verschiedene Perspektiven einnehmen. Um Situationen einschätzen und Wirkungen sicher beurteilen zu können. Mit gesundem Menschenverstand, Intuition, Kreativität und breiter Erfahrung.

Profession Es bereitet mir Freude entdeckte Fähigkeiten auf immer neue Stufen zu bringen und den eigenen Impulsen zu folgen. Ich liebe es Lernprogramme zu entwickeln und Menschen zu befähigen. Und das alles bin ich: • Musikerin – Hochschulstudium Solistenklasse & Musiktheorie • Interpretin – Internationale Konzerte & Projekte • Künstlerin – Akkordeonistin, Komponistin, Mitglied GEDOK (Künstlerin) • Pädagogin –  Dipl. Studium & freie Unterrichtstätigkeiten • Psychologin – Dipl. Studium Psychologischer Berater • Creative Coach – Mindset & Befähigung, Innenschau • Inhaberin – Gründerin von Creative Atelier für Musik & Lebenskunst • Solopreneur – Goldkind fresh mind Education, Mitglied Lions Club (Albert Einstein ) • Autorin – Essays zum Thema Kreativität & Inspiration • Entwicklerin – von Lern- / Online-Programmen

Herkunft In meiner Herkunftsfamilie spielen musische, kreative, künstlerische, lehrende aber auch handwerkliche Berufsbilder eine tragende  Rolle. In väterlicher Linie gibt es die Musiker und Wissensvermittler. In der  mütterlichen die Kreativen, Kunstfertigen und praktisch Begabten.

Gabe Begeisterung, Leichtigkeit und die Fähigkeit Komplexität einfach zu vermitteln.

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Die 4 Basis Jazz-Bass Griffe

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Die Vorzeichentabelle Quintenzirkel & Tonleitern

Akkordeon-Bass-Seite / C abwärts

Akkordeon-Bass-Seite / C aufwärts


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Jazz Akkorde mit Septime FĂźr Tastenakkordeon


Jazz Akkorde mit Septime FĂźr Knopfakkordeon C-Griff

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Joseph Joseph ! A certain maid I know, is so afraid her beau Will never ask her, will she name the day He calls on her each night, and when she dims the light It's ten to one that you would hear her say

Oh Joseph, Joseph, won't you make your mind up It's time I knew just how I stand with you My heart's no clock that I can stop and wind up Each time we make up after being through

So listen Joseph, Joseph time is fleeting And here and there my hair is turning grey My mother has a fear, wedding bells I'll never hear Joseph, Joseph, won't you name the day


Sur les Chemins de la Bohème La Rue Ketanou

Sur les chemins de la bohème J'ai croisé le bout du monde Des p'tits matins au café crème Où je taxais ma première blonde Avant de partir le pouce en l'air A l'autre bout du bout du monde Avant de partir le cœur en l'air A l'autre bout du bout du monde Sur les chemins de la bohème J'ai croisé la neige et le soleil Une fille qui m'a dit je t'aime Un soir où elle n'avait pas sommeil Avant de partir le cœur en l'air A l'autre bout du bout du monde Avant de partir le cœur en l'air A l'autre bout du bout du monde Sur les chemins de la bohème J'ai parlé des langues étrangères Mes pas poursuivaient un poème Je me suis lavé à l'eau de mer Avant de chanter des mots en l'air Sur des musiques vagabondes Avant de chanter des mots en l'air Sur des musiques vagabondes Sur les chemins de la bohème On m'a chouravé ma guitare Un vieil homme m'a donné la sienne En me racontant son histoire Et je lui dédierai cet air A l'autre bout du bout du monde Et je lui dédierai cet air A l'autre bout du bout du monde

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Je Veux Zaz Donnez-moi une suite au Ritz, je n'en veux pas! Des bijoux de chez Chanel, je n'en veux pas! Donnez-moi une limousine, j'en ferais quoi, papalapapapala Offrez-moi du personnel, j'en ferais quoi? Un manoir à Neufchatel, ce n'est pas pour moi Offrez-moi la Tour Eiffel, j'en ferais quoi, papalapapapala Je veux d'l'amour, d'la joie, de la bonne humeur Ce n'est pas votre argent qui f'ra mon bonheur Moi j'veux crever la main sur le cœur, papalapapapala Allons ensemble, découvrir ma liberté Oubliez donc tous vos clichés, bienvenue dans ma réalité J'en ai marre de vos bonnes manières, c'est trop pour moi! Moi je mange avec les mains et j'suis comme ça! J'parle fort et je suis franche, excusez-moi! Finie l'hypocrisie moi j'me casse de là! J'en ai marre des langues de bois! Regardez-moi, toute manière j'vous en veux pas Et j'suis comme ça (j'suis comme ça) papalapapapala Je veux d'l'amour, d'la joie, de la bonne humeur Ce n'est pas votre argent qui f'ra mon bonheur Moi j'veux crever la main sur le cœur, papalapapapala Allons ensemble, découvrir ma liberté Oubliez donc tous vos clichés, bienvenue dans ma réalité Je veux d'l'amour, d'la joie, de la bonne humeur Ce n'est pas votre argent qui f'ra mon bonheur Moi j'veux crever la main sur le cœur, papalapapapala Allons ensemble, découvrir ma liberté Oubliez donc tous vos clichés, bienvenue dans ma réalité Je veux d'l'amour, d'la joie, de la bonne humeur Ce n'est pas votre argent qui f'ra mon bonheur Moi j'veux crever la main sur le cœur, papalapapapala Allons ensemble, découvrir ma liberté Oubliez donc tous vos clichés, bienvenue dans ma réalité Oubliez donc tous vos clichés, bienvenue dans ma réalité


Juste quelqu´un de bien Enzo Enzo

Debout devant ses illusions Une femme que plus rien ne dérange Détenue de son abandon Son ennui lui donne le change

Il m'arrive aussi de ces heures Où ma vie se penche sur le vide Coupés tous les bruits du moteur Au-dessus de terres arides

Que retient elle de sa vie Qu'elle pourrait revoir en peinture Dans un joli cadre verni En évidence sur un mur

Je plane à l'aube d'un malaise Comme un soleil qui veut du mal Aucune réponse n'apaise Mes questions à la verticale

Un mariage en Technicolor Un couple dans les tons pastels Assez d'argent sans trop d'efforts Pour deux trois folies mensuelles

J'dis bonjour à la boulangère Je tiens la porte à la vieille dame Des fleurs pour la fête des mères Et ce week-end à Amsterdam

Elle a rêvé comme tout le monde Qu'elle tutoierait quelques vedettes Mais ses rêves en elle se fondent Maint’nant son espoir serait d'être

Pour que tu m'aimes encore un peu Quand je n'attends que du mépris A l'heure où s'enfuit le Bon Dieu Qui pourrait me dire si je suis

REFRAIN: Juste quelqu'un de bien Quelqu'un de bien Le cœur à portée de main Juste quelqu'un de bien Sans grand destin Une amie à qui l'on tient Juste quelqu'un de bien Quelqu'un de bien

REFRAIN J'aime à penser que tous les hommes S'arrêtent parfois de poursuivre L'ambition de marcher sur Rome Et connaissent la peur de vivre Sur le bas-côté de la route Sur la bande d'arrêt d'urgence Comme des gens qui parlent et qui doutent D'être au-delà des apparences REFRAIN

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All of me

All of me, why not take all of me? Can't you see I'm no good without you? Take my lips, I'll never use them
 Take my arms, I want to lose them

Your goodbye left me with eyes that cry Tell me how can I go on without you? You took the part that once was my heart So why not take all of me?


Les Feuilles Mortes Jaques Prévert COUPLET / INTRO Oh! je voudrais tant que tu te souviennes Des jours heureux où nous étions amis En ce temps-là la vie était plus belle, Et le soleil plus brûlant qu'aujourd'hui Les feuilles mortes se ramassent à la pelle Tu vois, je n'ai pas oublié... Les feuilles mortes se ramassent à la pelle, Les souvenirs et les regrets aussi Et le vent du nord les emporte Dans la nuit froide de l'oubli. Tu vois, je n'ai pas oublié La chanson que tu me chantais. REFRAIN / HAUPTTEIL C'est une chanson qui nous ressemble Toi, tu m'aimais et je t'aimais Et nous vivions tous deux ensemble Toi qui m'aimais, moi qui t'aimais Mais la vie sépare ceux qui s'aiment Tout doucement, sans faire de bruit Et la mer efface sur le sable Les pas des amants désunis. Les feuilles mortes se ramassent à la pelle, Les souvenirs et les regrets aussi Mais mon amour silencieux et fidèle Sourit toujours et remercie la vie Je t'aimais tant, tu étais si jolie, Comment veux-tu que je t'oublie? En ce temps-là, la vie était plus belle Et le soleil plus brûlant qu'aujourd'hui Tu étais ma plus douce amie Mais je n'ai que faire des regrets Et la chanson que tu chantais Toujours, toujours je l'entendrai!

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Schuka Tschai Text in Romnes / Martin Weiss (trad)

Shuka shuka railie Tschai Hoski hal den tu nid gai Hissa i Donna i fuli Tschai Hosske dscha tu manza ga Hosske we tu manza ga Hissa i Donna i fuli Tschai

Me chab Raiso tu cha Mas Na na gowa tschalla ga Hissa i Donna i fuli Tschai Hosske dscha tu manza ga Hosske we tu manza ga Hissa i Donna i fuli Tschai

Loli Zocha hi ab latte gali Jaka ninna latte Hissa i Donna i fuli Tschai Hosske dscha tu manza ga Hosske we tu manza ga Hissa i Donna i fuli Tschai


Dui Dui Text in Romnes / Schnuckenack Reinhardt (trad)

Dui Dui Dui Dui Desch a Dui Hoske hi kan tut zhabo schuka Mui Miro Mui hi fullo tiro Mui hi schuka Dran gowa gamehman ga Miro Mui hi fullo tiro Mui hi schuka Dran gowa gamehman ga

Dui Dui Dui Dui Desch a Dui Hoske hi kan tut zhabo schuka railo Mui Miro Mui hi galo tiro Mui hi barno Dran gowa gamehman ga Miro Mui hi barno tiro Mui hi galo Dran gowa gamehman ga

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Djinee tu Kowa Ziro Text in Romnes / Titi Winterstein (trad)

Djinee tu noch Kowa Ziro gai mej dui di kamen Ab goi shuka Platza Gotte gai giwal tiri Gieli Basche jak gai hams alauta goi o heimeligo gowa his gowa Mej dscham anno Vago Mej lam mirie Geiga win Mej baschereim tiri Gilie Tu fangral an die Sanell Tiri Eltrie passarenna prej gowa heiwau doch meij Tu hal i schuka Tschai Iowa dschiena doch meij Ganna dikamen balej Erst Pape un i Jali Nana! Go dschalla ga gowa hi mange zu ra Titi gai dscha dann goij Mej dschau di bascherenn Mit miri Malenza Golla gai baschrenn mit manza

Titi gai dscha du goij Mej dschau di bascherenn Mit miri Malenza Golla gai baschrenn mit manza Du naschde weij doch mit du giwej tiri Gilie Nana! Go dschalla ga Meij darau miri Elterennda Schukaa Tschai gai dscha dann goi Meij dschau de mangen an go Gaap gai dikamen erschto Molo ab goi Platza Schuka Tschai gai dscha dann goi Meij dschau de mangen an go Gaap gai dikamen erschto Molo ab goi Platza


… sich spielend entfalten!

Copyright © Carmen Hey - Creative Coach & Akkordeonisten
 Creative Atelier für Musik und Lebenskunst
 www.creativeatelier.info

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