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Zeitschrift der überkonfessionellen Bewegung Campus für Christus Schweiz

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Beten und Arbeiten Topbanker Ken Costa

Drei Arten, im Job unser Licht zu verbergen

Familienfrau Ruth Kübler Zwiegespräche mit Gott für frische Ideen im Alltag

Hanspeter Lang

Ex-Kommunist, Sozialunternehmer, Beter


CZ 1_12 | Beten und Arbeiten | Inhalt

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Editorial

Editorial | Peter Höhn

Frohes Schaffen!

Im Hinblick auf die Früchte unserer Arbeit ist nicht das «Was» entscheidend, sondern das «Wie». Wir können durch die Art und Weise, wie wir unsere Arbeit tun, wirklich einen Unterschied machen!

Kennen Sie die Geschichte vom PikePlace-Fischmarkt in Seattle? Vor Jahren ist dort aus einem stinkigen, öden Arbeitsplatz ein quirliger, energiegeladener Ort geworden. Heute kommen in der Mittagspause Manager und Büroangestellte aus den umliegenden Geschäftsvierteln, um sich von der aufgestellten Atmosphäre aufbauen zu lassen. Besitzer John Yokoyama hat es geschafft, seine Mitarbeitenden zu einer gemeinsamen Vision und Arbeitskultur zusammenzuschweissen, die Freude und Engagement auslöst und sogar Kunden ansteckt, die nicht mal etwas kaufen.

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Die Story geht inzwischen in Videound Buchform rund um die Welt und fördert vier Prinzipien, die für die Atmosphäre am Arbeitsplatz den Unterschied machen. Erstens: Ich trage dazu bei, unsere Arbeit spielerischer und kreativer zu gestalten. Zweitens: Ich bereite anderen Freude. Drittens: Ich bin präsent, ich bin ungeteilt da. Viertens: Ich wähle schon am Morgen meine Einstellung – ungeachtet der äusseren Umstände. Natürlich kommt dies etwas amerikanisch daher. Trotzdem zeigen die Leute vom Pike-Place-Fischmarkt so anschaulich wie einleuchtend, dass im Hinblick auf die Früchte unserer Arbeit nicht das «Was» entscheidend ist, sondern das «Wie». Und da liegt gerade für uns als Nachfolgerinnen und Nachfolger Jesu eine grosse Chance. Wir können durch die Art und Weise, wie wir unsere Arbeit tun, wirklich einen Unterschied machen! Das ist denn auch die Absicht der vorliegenden Ausgabe, die aus Anlass der Initiative «Glaube am Montag» entstanden ist. Das Ziel ist es, einen Lebensstil zu fördern, der Gott nicht nur am Sonntag und in christlichen Treffen sucht, sondern ihn in der täglichen Arbeit erlebt. Genau dazu

wollen die porträtierten Männer und Frauen in diesem Heft anspornen: Vom Topbanker bis zur Hausfrau, von der Kindergärtnerin bis zum Bauarbeiter, vom IV-Bezüger bis zur Geschäftsfrau erzählen sie, wie sie den Berufsalltag mit dem Faktor «Gott» bewältigen. Sie berichten, wie sie im Gebet mit Gott in Verbindung bleiben und seine Hilfe vielfältig erfahren: bei Erfolgen und Rückschlägen, bei kniffligen Entscheidungen und persönlichen Lernplätzen. Sie verraten, wo es ihnen gelingt, das «Geheimnis des Christus» anderen Menschen zu erschliessen (Kolosser 4,2 ff.). Ich hoffe, Sie werden durch die Lektüre inspiriert, am Montag neu mit Gott zu rechnen. Möge Ihr Beten und Arbeiten, wie Boppi in seiner Kolumne schreibt, zu einer fruchtbaren Einheit wachsen! Mir hilft es übrigens beim Beten sehr, Gott täglich bewusst für meine Arbeit zu danken und ihn zu bitten, dass ich heute meinen Beitrag einbringen kann! Und dann halte ich mich gerne an das Beispiel des Pike-PlaceFischmarktes: alles noch ein bisschen lustvoller und präsenter zu tun.

Peter Höhn


CZ 1_12 | Beten und Arbeiten | «Ich bete oft für Frieden» | Kolumne

<<| RailPastor Ueli Berger im Gespräch mit SBBMitarbeitenden.

> | Als RailPastor und IRM-Präsident vernetzt Ueli Berger auch auf internationaler Ebene Christen bei Bahnen. Im Bild: Ueli Berger mit Chaplain Martin Lawrence (Eisenbahnseelsorger) im Londoner Bahnhof Paddington.

Beziehungsweise | Sabine Fürbringer Hören mit drei Ohren Psychologische Arbeit heisst im Wesentlichen zuhören. Was habe ich nicht schon alles gehört in den bald zwanzig Jahren, in denen Menschen durch mein Beratungszimmer gezogen sind und mir ein Stück ihrer Lebensgeschichte anvertraut haben. Sie erzählen von real Erlebtem, von Träumen und Ängsten, von ihren Gedanken und Gefühlen; sie interpretieren, versuchen zu verstehen, berichten oft von ihrem Schmerz und bleiben manchmal auch im Fragen stecken. Ich bin ganz Ohr, versuche inhaltlich zu folgen, beim Gegenüber zu sein, mich in seine Welt hineinzuversetzen, Rückschlüsse nachzuvollziehen. Ich höre auch, was sie nicht aussprechen, zwischen den Zeilen. Neben meinen Ohren sind die anderen Sinne ebenso aufmerksam, um wahrzunehmen, was das Gegenüber auszudrücken versucht. Beim Zuhören meldet sich meine eigene innere Stimme. Ich will sie ernst nehmen und einordnen. Nur wer sich selber kennt, kann sich ganz dem anderen widmen. Die Gefahr ist gross, eigene Interpretationen und Gefühlsregungen falsch zu deu17

ten und dem anderen aufzudrängen. Was er mir erzählt, erinnert mich so sehr an meine eigene Geschichte, dass sich meine Rückschlüsse und Gefühle mit denen des Gegenübers vermengen wollen. Da muss ich aufpassen, mein eigenes Innenleben für einen Moment zurückstellen. Oder ich gehe emotional so sehr mit, dass ich mich mit dem Gegenüber verbünde. Auch so bin ich keine Hilfe. An sich sind meine beiden Ohren mit diesen Aufgaben voll ausgelastet. Ich kenne aber noch eine dritte Dimension des Hörens: Innerlich bin ich mit dem Heiligen Geist im Gespräch. Er bringt mir die Dimension des Himmels nahe, Impulse ausserhalb meiner Möglichkeiten kommen dazu. Vielleicht lenkt er mich auf eine Feinheit in einer Äusserung, bei der ich nochmals nachhaken kann. Er wirft eine Frage in mir auf, die das Gespräch in eine gute Richtung lenkt. Er schenkt mir einen prophetischen Hinweis, der im richtigen Moment die dringend benötigte Ermutigung schenkt. Er hilft mir, das Gehörte zu ordnen und Prioritäten zu setzen. Er ermutigt mich, laut für die Person ein Gebet zu sprechen – oder eben gerade noch nicht. Er ist

es, der in verzweifelten Situationen die Hoffnung in mir belebt. Die Stimmen auseinanderzuhalten, braucht etwas Übung. Im beruflichen Rahmen konnte ich das Hören auf den Heiligen Geist trainieren. Es hat mich gelehrt, auch dann in einer betenden Haltung zu bleiben, wenn es um mich herum ganz säkular zuund hergeht. Im Zwiegespräch mit Gott stehe ich beim Wocheneinkauf in der Warteschlange an der Kasse und kann trotz Stress ein freundliches Wort mit der Kassiererin wechseln. Dank der Gegenwart des Heiligen Geistes packe ich an trüben Tagen die ungeliebte Putzerei im Haushalt trotzdem an – über die äusseren Ohren transportierte Worshipmusik hilft den inneren Ohren nach, auf die richtige Wellenlänge zu kommen. Meine mangelnde Weisheit in der Kindererziehung füllt der Heilige Geist mit seiner Erkenntnis über unsere Kinder, hilft mir, meine spontanen Emotionen zu zügeln, entkräftet meine Ängste und lehrt mich Geduld. Und beim Schreiben einer Kolumne streicht er, was ihm unnötig erscheint, und ermuntert mich zu betonen, was ihm gefällt.

Sabine Fürbringer ist Psychologin sowie Familienfrau und arbeitet bei Campus für Christus als Referentin, Autorin und Beraterin.


CZ 1_12 | Beten und Arbeiten | Wie im Himmel, so auf Erden

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Kolumnen

Medien | Markus Baumgartner Beten ist wie aufräumen Mein geistliches Leben gleicht oft einer Achterbahnfahrt. Mal habe ich Hunger oder Durst und erlebe kleine heilige Momente. Oft aber empfinde ich gar nichts, will auch gerade nichts – bin satt, taub, zu beschäftigt oder abgelenkt. Mein geistlicher Akku ist dann oft leer. Bei Gottes Rufen reagiere ich dann wie ein Handy, das ausgeschaltet ist. Es kommt die Nachricht: «Der Gesprächspartner ist vorübergehend nicht erreichbar.» Das ist wie die Stand-by-Funktion bei Elektrogeräten: Sie sind noch an den Stromkreis angeschlossen – noch nicht richtig aus, aber das Programm läuft nicht.

Wie kann ich neu aufladen und im Alltag bereit sein? Eine gute Sache ist das Aufräumen: «Der Blick auf den Schreibtisch ist ein Blick in die Seele», sagte einmal eine alte Lehrerin. So unrecht hatte sie nicht. Aufräumen fällt mir persönlich schwer, weil ich dann die Dinge oft nicht mehr finde. Dabei wäre Ordnung so wichtig. Wenn es drunter und drüber geht, sind nicht nur die wesentlichsten Dinge meist verlegt, sondern man verliert den Blick für das Wesentliche. Ein weiser Mann hatte für die Verbesserung seiner Ordnung einen

grossen Merkzettel auf seiner Pinnwand über dem Schreibtisch haften: «Täglich eine halbe Stunde inner­lich und äusserlich aufräumen!» Damit war nicht nur sein Bürotisch gemeint, sondern auch seine Seele. Beten ist wie aufräumen. Unser Reden mit Gott reinigt und erneuert unsere Innenwelt. Und es verändert auch unsere Aussenwelt. Und interessanterweise gehört manchmal beides zusammen. Wenn ich innerlich mit mir «im Reinen» bin, fällt es mir leichter, auch Äusserlichkeiten in den Griff zu kriegen. Aufgeräumt lässt es sich auch viel schöner Seele baumeln.

Markus Baumgartner, PR-Profi und Präsident von www.cnm.ch.

Filmtipp | Andy Schindler-Walch Oh, Gott ... Jerry Landers (John Denver), ein junger Mann in Kalifornien, ist glücklich verheiratet und hat zwei Kinder. Er fährt jeden Tag mit dem Auto zu einem Supermarkt, wo er als stellvertretender Leiter arbeitet. Jerry macht seine Arbeit gewissenhaft, er ist freundlich zu seinen Mitmenschen und hat Chancen auf ei­ne erfolgreiche berufliche Karriere. Doch dann ändert sich sein Leben von einem Tag auf den anderen. Plötzlich und unerwartet erhält er eine Nachricht auf einem Stück Papier: Gott wolle mit ihm reden. Jerry macht sich nichts aus dem Glauben, und seine Frau Bobbie (Teri Garr) hält die Nachricht für einen Werbetrick. Doch die Nachricht taucht immer wieder auf, bis Jerry sich darauf einlässt. Und so erlebt er eine grosse Überraschung, denn Gott (George Burns) stellt sich ihm als liebenswer11

ten alten Mann mit Brille vor, der dieses Aussehen für Jerry ausgewählt hat. Und Gott hat einen Auftrag für ihn: Wie Moses soll Jerry den Menschen Gottes Gegenwart in Erinnerung rufen. Für einen Mann, der bis jetzt wenig Interesse an Gott gezeigt hat, eine schwierige Aufgabe. Doch Jerry ist damit nicht allein, denn Gott ist mit ihm. So wird Jerry trotz anfänglicher Skepsis langsam durch diese missionarische Aufgabe verändert. Sie bringt ihn dazu, dass er trotz aller Schwierigkeiten, die seine neue Aufgabe mit sich bringt, Gott erkennt. «Oh, Gott ...» ist ein humorvoller und berührender Film nach dem gleichnamigen Buch von Avery Corman mit John Denver und George Burns in den Hauptrollen. Er zeigt einen Mann, der mitten im Familien- und Arbeitsleben be­ rufen wird und dabei lernt, was es

bedeutet, in einer solchen Situation auf Gott zu vertrauen. Der Film macht Mut und regt an, über das eigene Familien- und Arbeitsleben nachzudenken und sich zu fragen, wo Gott darin vorkommt.

Andy SchindlerWalch, Filmspezialist und Redaktor bei einer Lokalzeitung.

«Oh, God!» (USA/1977, 98 Minuten) ist als DVD in englischer Sprache via Internet bei amazon.com erhältlich. Der Film wurde auch schon in deutscher Sprache unter dem Titel «Oh, Gott ...» im Fernsehen gezeigt.


Mit Gott auf der Baustelle Vorarbeiter Raphael Spitznagel packt gerne an. Er liebt es, mit Bauherren nach Lösungen zu suchen, aber auch Baumaterial eigenhändig zu verarbeiten – und in allem mit Gottes Wirken zu rechnen.

Raphael Spitznagel erwartet mich zum Gespräch in seinem kleinen Büro beim Materialmagazin in Unterengstringen bei Zürich. Das ist sein zweitliebster Arbeitsplatz, er bevorzugt es, draussen auf den Baustellen zu arbeiten.

für besondere Aufgaben, Spontanbesuch einer Baustelle mit Kellersanierung, bevor dann endlich nach dem Mittag die geplante Hauptarbeit an einer Treppensanierung in Angriff genommen werden kann. Zu guter Letzt hat vor diesem Gesprächstermin noch das Firmenfahrzeug Probleme bereitet.

Wenn Pläne über den Haufen geworfen werden «Gewisse Planungsarbeiten und das Schreiben der Rapporte erledige ich hier im Büro – ausgestattet mit Telefon und Faxgerät, aber ohne Com­ puter.» Er schmunzelt und meint, ich dächte wohl, die Firma sei nicht ganz auf dem neuesten technischen Stand. Nein, entgegne ich, ich hätte die gute Qualität seiner Arbeit ja schon bei verschiedenen Gelegenheiten kennengelernt. Das nimmt er mit seinem typischen Strahlen zur Kenntnis, um gleich zu erzählen, er erlebe es oft als Gnade Gottes, dass die Kunden meist zufrieden seien. «Denn oft läuft der Arbeitstag nicht so ab, wie wir ihn geplant haben.» Gerade dieser Tag ist ein Beispiel dafür: Am Morgen zuerst eine Flut von Telefonaten zur Organisation mehrerer Baustellen, dann Begutachten von Bohrlöchern an einem Bauobjekt, Abholen und Testen von Spezialbohrern, Anleiten der Bauarbeiter

In die Wiege gelegt «Erde und Steine waren schon in der Kindheit das, was ich am meisten liebte», erzählt Raphael. Und so war es für ihn folgerichtig, den Beruf des Maurers zu lernen. «Da spürt man das Wetter in all seinen Varianten», strahlt er. Nach Abschluss der Lehre liebäugelte er mit der Polierschule, der Kaderschmiede für die Baustellenleitung. «Aber da geht es fast nur noch um Organisation und Büroarbeit. Und das wollte ich nicht.» Als Kompromiss besuchte Raphael die Vorarbeiterschule. Nun ist er bereits seit siebzehn Jahren in der gleichen Firma angestellt. «Ja, es ist meine Leidenschaft, die Gegebenheiten auf einem Bauplatz zu erkunden, die Atmosphäre zu spüren und mit dem Bauherrn kreative, gute und kostengünstige Lösungen für sein Anliegen zu entwickeln. Und bei alledem weiss ich, dass ich meist auch selber einen Teil der Arbeit praktisch ausführen kann.» Immer wieder die Werkzeuge

Tom Sommer

Raphael Spitznagel: ««Erde und Steine waren schon in der Kindheit das, was ich am meisten liebte.»

und verschiedenen Materialien zu fühlen und zu führen, das mache Spass, und Plättli zum Verlegen seien eben nicht einfach Plättli! Raphael vergleicht diese Arbeiten gern mit kleinen Kunstwerken, so gewöhnlich sie auch aussehen. «Es ist ein kleiner Ausgleich dafür, dass ich zu Hause kaum zum Malen komme. Aber die Familie mit den vier Kindern hat nun mal Vorrang», erklärt er ganz ohne Wehmut. «Wir wollen zuhören!» Es gehört zur Firmenphilosophie, dass der Mensch im Zentrum steht. «Warum soll das beim Bau nicht gelten», fragt Raphael? «Klar, der Bauherr äussert ein konkretes Anliegen, das wir als Baufachleute erledigen sollen.» Aber oft kommuniziere diese Person darüber hinaus etwas über sich selbst und erlaube zuweilen einen Blick hinter die Fassade. So würden ab und zu aktuelle private Probleme angesprochen, oder es gebe Gelegenheit, Menschen mit einer Handreichung, einem Ratschlag oder gar mit einem Gebet zu dienen. Gerade letzthin habe er eine Kundin getroffen, die einen starken Ausschlag im Gesicht gehabt habe. Sein spontanes Angebot, ob er sie segnen dürfe, damit die Sache schnell heile, habe sie verwundert, aber gerne angenommen. «Im Vergleich mit anderen Baufirmen 20


CZ 1_12 | Beten und Arbeiten | Mit Gott auf der Baustelle

arbeiten wir eher menschenorientierter und verweilen auch mal länger mit dem Kunden im Gespräch», erklärt Raphael. Im Baugewerbe gelte sonst eher die Devise, schnell vorwärtszumachen, aber er – und auch sein Firmenchef – wollten bewusst auf göttliche Impulse achten, wenn es darum gehe, dem Nächsten noch persönlicher zu dienen. «Allerdings fühle ich mich ab und zu auch unsicher, so gerne ich Menschen persönlich anspreche», verrät Raphael Spitznagel. So hat er kürzlich bei einem Kunden einen Bodenüberzug gegossen. Im Haus fiel ihm die nostalgische Einrichtung auf, und er nahm sich vor, dem Kunden bei nächster Gelegenheit den Einladungsflyer zum «nostalgisch gestalteten Weihnachtsmusical» in seiner Gemeinde mitzubringen. «Prompt habe ich es vergessen und fragte mich, ob es doch nicht der richtige Moment gewesen sei oder ob ich wieder einmal Angst

Raphael Spitznagel mit einem Mitarbeiter. 21

gehabt habe, dass das Gespräch über Gott nicht gelingen werde.» Antwort aus dem Gebet So sehr Raphael und der Firmeninhaber dem Kunden auch persönlich begegnen wollen – die qualitativ gute Arbeit am Objekt hat Priorität. «Oft rotiert es bei mir schon nachts, sei es wegen fachlicher Probleme oder wenn der Kunde nicht weiss, was er will», sinniert der begeisterte Baufachmann. Und meist kommen tatsächlich Gedankenblitze, die sich dann auf der Baustelle als Lösung entpuppen. «Gute Lösungen zu finden, ist immer wieder eine Herausforderung, aber das Gespräch mit Gott ist ja zu jedem Zeitpunkt im Arbeitsprozess möglich», schmunzelt Raphael. Diesen Segen will er auf jeder Ebene fördern. Das beweist er auch gegenüber dem neuen Lernenden, als er ihn darauf aufmerksam macht, sein Fluchen sei ein sehr

negatives Gebet. Diese Überlegung sei für den Lernenden völlig neu gewesen und habe ihm Eindruck gemacht. «So machen wir einen Unterschied!», sagt Raphael und freut sich, dass der Lernende schon einmal mit in die Gemeinde gekommen ist. Raphael Spitznagels Vision ist es, sich später einmal noch stärker in Hilfsprojekten engagieren zu kön­ nen, so wie er es in Indien bei ei­nem Schulhausbau erlebt hat. «Da schlummert noch etwas in mir, was noch verwirklicht werden möchte», meint er. Was immer es sein wird, man spürt ihm an, dass es immer damit zu tun haben wird, selber Hand anzulegen – bei aller Fähigkeit, Mitarbeitende anzuleiten und zu führen. Seine Hingabe an den Beruf und seine Gelassenheit bringen zum Ausdruck, dass er auch in dieser persönlichen Frage auf Gottes weitere Führung vertraut.

Auf der Baustelle.


CZ 1_12 | Beten und Arbeiten | Damit Verantwortungsträger Gott finden

Familie und Firma Seit zwölf Jahren führen Enderlis ein eigenes Familienunternehmen, an dem alle Kinder beteiligt sind. Die grundsätzlichen Firmenangelegenheiten sind ein integrierter Bestandteil der regelmässigen Familientreffen und der jährlichen Klausur. Berufliche und familiäre Anliegen sind gleich wichtig. Einen grossen Stellenwert hat das zweimonatliche Familiengebet, zu dem

sich nach Möglichkeit alle treffen. Franziska ist die Zentrale in diesem Netzwerk, sammelt alle Daten. «Zu Beginn der Vision einer Familienfirma dachte ich, dass das doch alles zu hochgestochen sei, eine zu grosse Herausforderung für die Kinder und etwas zu fromm. Heute finde ich aber, es sollte viel mehr so sein in der Geschäftswelt.» Familie, Beziehungen, Arbeitswelt,

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Kolumne

Verantwortung und Glaube gehören zusammen. Die Nähe zu Gott im Gebet verbindet die unterschiedlichen Dimensionen und macht das Leben zu einer Einheit. Franziska bringt alle diese Aspekte durch ihre Abhängigkeit von Gott zusammen und erlebt dabei viel Segen. Insbesondere Verantwortungsträger in Wirtschaft und Gesellschaft will sie ermutigen, sich ebenso auf diesen geistlichen Weg einzulassen.

New Generation | Andreas Boppart «Beten und arbeiten» Was für eine geballte Ladung Power doch in diesen beiden Worten steckt: Beten und arbeiten! Etwas im Gebet Gott vor die Füsse schmeissen und gleichzeitig die Beine in die Hand nehmen und handeln, eine Sache anpacken! Stark. Gefällt mir ausserordentlich gut, diese Kombination. Das war nicht immer so: Früher klangen beide Begriffe für mich langweilig und ziemlich unangenehm. Bei «Gebet» kommen mir die Frühgebete in den Sinn, zu denen ich mich wöchentlich aus dem Bett quälte, um dann doch die meiste Zeit alleine in einem Gebetsraum zu sitzen. «Handeln» wiederum klang nach Anstrengung und Pflicht – man muss doch. Man muss doch jetzt evangelistisch auf die Strasse gehen und muss doch bei der Nachbarin Nächstenliebe üben. Es dauerte Jahre, bis ich realisierte, dass Jesus beide Seiten völlig auslebte – und doch sah es bei ihm nicht nach Krampf aus. Er musste sich nicht noch «mit diesen nervigen 33

Kindern herumschlagen», und er musste nicht noch «schnell ein paar Pflichtgebete erledigen» – er war getrieben, getrieben von der Liebe seines Vaters. Wer von ihr erfüllt ist, kann offenbar nicht anders! Es betet aus ihm heraus. Seine Hände helfen, seine Füsse laufen. Jesus selbst hat gehandelt, wo er auf Not traf, und sich auch immer wieder in die Stille zurückgezogen. Irgendwie hat es bei ihm einfach zusammengepasst – nur wir Christen kriegen das Gleichgewicht zwischen dem Beten und Arbeiten nicht so ganz hin. Weil uns oft nicht die Liebe Gottes treibt, sondern ein Programm oder ein ungesundes Pflichtgefühl (ein Pflichtgefühl kann auch ganz gesund sein – das gilt vor allem für freiheitsverliebte jüngere Generationen!). Einerseits stürzen wir uns kopflos in die Aktivität und versuchen Berge zu versetzen, ohne zu realisieren, dass ein unscheinbares Gebet viel mehr bewirken könnte. Andererseits knien wir uns die Kniescheiben wund, um von Gott die Veränderung einer Situation einzufordern – statt auf die Idee zu kom-

men, dass sich das Problem vielleicht durch unser einfaches Handeln lösen würde. Da gefällt mir David unglaublich, der wie Jesus das Gleichgewicht von Beten und Arbeiten immer wieder hinkriegte: Auf der einen Seite schrieb er sich in seinen Gebeten in Lied- und Gedichtform seinen ganzen Frust von der Seele und bestürmte Gott um Veränderung. Andererseits packte er auch einfach an – selbst wenn‘s ein Löwe oder ein Bär war. David wusste, wann Beten und wann Handeln angesagt war. Statt Goliath wegzubeten, nahm er seine Steinschleuder und beseitigte das Problem. Vielleicht wird er sich auch gedacht haben: «Gott sei Dank ist der Typ so riesig! Den kann man gar nicht verfehlen.» David hatte eine mutige und positive Einstellung – und ein gesundes Verhältnis zwischen seinen Erwartungen an Gott und den Erwartungen an sich selbst. Zwischen Beten und Handeln. Welchen der beiden Bereiche hast du in letzter Zeit vernachlässigt?

Andreas «Boppi» Boppart ist Eventprediger sowie Autor und leitet den Arbeitszweig Campus Generation Ministry von Campus für Christus.


Das Wort des Missionsleiters | Hanspeter Nüesch

«Ab Montag gilt es ernst» Am Montag muss sich bewähren, was wir am Sonntag gelernt haben. Zeiten der Besinnung, der Ruhe, der Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist befähigen uns, im Alltag den Menschen mit göttlichem Charme zu begegnen.

Hanspeter Nüesch, Missions­leiter von Campus für Christus Schweiz.

Das Volk Israel legte bei der Wanderung durch die Wüste regelmässige Campzeiten ein, in denen es sich ausrichtete und für die nächste Wegstrecke bereit machte. Zeiten der Erholung, Zurüstung und des Kampfes lösten sich ab. Dasselbe gilt auch für uns. Es braucht den Sonntag, um für den Montag gerüstet zu sein, für den alltäglichen Kampf, in dem sich unser Glaube bewähren muss. Gott hat das Gebot der Sonntagsheilung eingerichtet, weil wir regelmässige Zeiten des ZurRuhe-Kommens, der Zurüstung und der Vertiefung im Glauben benötigen. Am Sonntag lernen wir die Waffenrüstung kennen, die wir am Montag benötigen. Wir müssen uns im Trubel des Alltags unseres Heils in Christus bewusst bleiben und dürfen als Kinder Gottes nie unsere hohe Posi­ tion in Christus verlassen. Darum gilt für Christen ab Montag eine absolute Helmpflicht. Der Helm des Heils dient dazu, dass unsere Gedanken geschützt werden und die Pfeile der Einflüsterung Satans – «Du kannst das nicht», «Zahle es ihm zurück» usw. – am Helm abprallen. Auf Beleidigungen und Lieblosigkeiten antworten wir in gegenteiliger Art, mit Wertschätzung und Liebe, und nehmen so unsere Gedanken unter den Gehorsam Christi gefangen (2. Korinther 10,5). Wir segnen die Menschen, statt zurückzuschiessen. So können wir unfreundlichen Arbeits-

kollegen mit Freundlichkeit begegnen und auf lieblose E- Mails liebevoll reagieren. Liebe ist das Kennzeichen eines Christen. Uns Christen ist es möglich, jederzeit liebevoll zu bleiben und Angriffe mit Liebe zu kontern, weil wir ja mit der Vaterliebe Gottes erfüllt sind – oder zumindest sein sollten. Die wichtigsten Auswirkungen der Gegenwart Gottes sind Liebe und Freude. Diese Gesinnung ist unab­ hän­gig von den Umständen und kommt nicht automatisch. Wir müssen uns zur Liebe und Freude entscheiden. Das tun wir, indem wir unser Augenmerk auf Jesus Christus und die biblischen Verheissungen richten und nicht auf Umstände und Probleme. Mir persönlich hilft es, bewusst für Probleme und Schwierigkeiten zu danken, weil Probleme oft versteckte Segenspakete sind. Hat Christus nicht versprochen, dass alle Dinge denen zum Besten gereichen, die Gott lieben? Doch obwohl ich eigentlich wüsste, wie ich auf Probleme und An­feindungen reagieren sollte, vergesse ich es oft. Wenn ich dann endlich zur Ruhe gekommen bin, höre ich die feine Stimme des Heiligen Geistes. Sie erinnert mich daran, dass ich nicht problemorientiert den­ken und reagieren sollte, sondern glaubensvoll und verheissungsorien­tiert die Lösung Gott überlassen kann, der ja alles

unter seiner liebenden Kontrolle hat. Wie beim Klavierspielen gilt auch hier: üben, üben, üben. Mir hilft es auch, vor einem Telefongespräch oder beim Schreiben ein Stossgebet zum Himmel zu schicken. Wenn ich in der freien Natur bin und niemanden störe, singe ich gerne Chorusse, manchmal ein ganzes Dutzend hintereinander. Oder ich schliesse die Tür zu meinem Büro und lege eine kurze Zeit des Stilleseins vor Gott ein. Manchmal sage ich einfach «Halleluja, praise the Lord!», und schon fühle ich mich viel besser, weil ich meine Gedanken auf Gott und nicht auf die Probleme richte. Meine Frau Vreni hat in der Küche den Spruch aufgehängt, den sie bei einem Besuch bei Billy Graham über dem Spültrog in der Küche entdeckt hat: «Divine service will be conducted here – three times daily.» (Zu Deutsch: «Hier wird dreimal täglich Gottesdienst gefeiert.») Ruth Graham wollte damit zum Ausdruck bringen, dass Küchenarbeit, in der richtigen Weise getan, auch eine Art Gottesdienst ist. Für Christen gibt es nicht geistliche und weniger geistliche Ak­ tivitäten. Alles soll zur Ehre Gottes dienen und ein Zeugnis für ihn sein. Wie oft hat mich ein freundliches Wort oder ein liebevoller Blick ermutigt. «Lasset eure Freundlichkeit 36


CZ 1_12 | Beten und Arbeiten | Das Wort des Missionsleiters: «Ab Montag gilt es ernst»

allen Menschen kund werden» (Philipper 4,5). Die Menschen sollen an unserer Freundlichkeit die Freundlichkeit Gottes erkennen. Als sich ein nordkoreanischer Botschafter nach einem gemütlichen Abend bei uns zu Hause verabschiedete, dankte er mir herzlich für die freundliche Aufnahme und sagte: «Sie haben eine wunderschöne Frau!» Nun, mit sechzig Jahren gewinnt auch meine Frau keine Miss-SchweizWahl mehr. Was der nordkoreanische Botschafter aber sagen wollte, war: «Sie haben eine Frau mit einer wunderbaren Ausstrahlung, voller Herzlichkeit und Charme.» Wir Christen sollten die Charmeure dieser Welt sein. Das Wort «Charme» kommt von «charis» («Gnade») bzw. «chara» («Freude»). Am Sonntag tanken wir uns mit der Vaterliebe Gottes auf, damit wir fähig sind, im Alltag den Menschen mit göttlichem Charme zu begegnen. «Wandelt in Weisheit gegenüber den Suchenden. Kauft die rechte Zeit aus. Euer Wort sei allezeit voll Charme (wörtliche Übersetzung), mit Salz gewürzt, damit ihr wisst, wie ihr jedem Einzelnen antworten sollt» (Kolosser 4,5 f.). Die ganze Woche online – Bill Bright Jemand, der die ganze Woche online mit Gott war, war der Gründer und langjährige internationale Leiter von Campus für Christus, Bill Bright. Er machte keine evangelistischen Einsätze – er war immer im Einsatz für seinen Herrn. Er betonte, dass wir eine Welt mit dem Evangelium zu erreichen hätten. Er hob aber in gleicher Weise hervor, dass wir dies am besten tun könnten, indem wir jenen Menschen, die Gott uns über den Weg schickt, von Jesus Christus erzählten. Wie wäre es, wenn wir unsere Begegnungen dazu nutzen würden, unser Lebenszeugnis zu erzählen oder zumindest ein Gottkennen.ch-Kärtchen 37

<<| Vreni Nüesch vor dem Spültrog mit dem erwähnten Vers im Heim von Ruth und Billy Graham in Montreat (USA).

< | Bill Bright und Hanspeter Nüesch in jüngeren Jahren. Hanspeter Nüesch bewunderte an Bill Bright zeitlebens dessen evangelistisches Feuer, das aus der täglichen Gemeinschaft mit Gott gespiesen wurde.

weiterzugeben? Bill Bright unterstrich aber auch, dass es letztlich der Heilige Geist sei, der den Menschen die Augen für ihre Sündhaftigkeit und den Erlöser öffnet. Bill Bright lebte eine tägliche Partnerschaft mit dem Heiligen Geist. Ein Abschnitt aus seinem Buch «In His Presence» (zu Deutsch: «In seiner Gegenwart») beschreibt, wie er das meinte: «Es gibt eine spezielle Person in meinem Leben, mein allerbester Freund, den ich Euch vorstellen möchte. Er macht mich froh. Er füllt mein Herz mit Freude. Er inspiriert mich mit wunderbaren Ideen. Er verleiht mir Energie. Er überrascht mich und segnet mich täglich. Er hört zu, wenn ich Hilfe brauche. Er hat unglaubliche Weisheit und Einsicht. Wenn er spricht, ist es, wie wenn ein Licht in meinem Kopf und Herzen angeht. Er ist mein stiller Teilhaber. Deshalb möchte ich alles tun, was ihm Freude bereitet. Tatsächlich habe ich ihn kennengelernt und Gemeinschaft mit ihm gepflegt, seit ich ihm 1945 begegnet bin. In mir ist die Überzeugung gewachsen, dass ich nichts tun will, ausser es ist seine Idee. Er ist so zärtlich,

liebenswürdig, barmherzig und voll Liebe, dass ich nie etwas tun möchte, das ihm Kummer bereitet oder ihn enttäuscht. Sogar wenn ich mich ein bisschen distanziert von ihm fühle, verliere ich nie das Bewusstsein, dass er immer noch bei mir ist. Er wird mich nie verlassen oder mir seinen Rücken zuwenden. Ich kann ihm jede Herausforderung meines Lebens bringen – persönliche, berufliche, grosse Träume und kleine Sorgen, meine Freuden, das was mir unangenehm ist ... Kürzlich war er bei mir, als mehrere Spitalaufenthalte und medizinische Behandlungen nötig waren; als ich von meiner unheilbaren Krankheit erfuhr. Ich will, dass Du ihn kennst, wie ich ihn kennengelernt habe, weil er mich nie im Stich gelassen hat, was auch immer meine Not war. Er gibt mir übernatürliche Kraft, um über diesen Schwierigkeiten zu stehen. Er verleiht mir Freude auf meinem Weg ... Mögest Du meinen Freund, den Heiligen Geist, den Geist unseres Herrn Jesus Christus, in einer persönlichen, intimen Art kennenlernen wie nie zuvor ... Ich bete, dass die wunderbare Kraft der Gegenwart des Heiligen Geistes in Dir zu einer Freudenquelle wird für jeden Moment des Restes deines Lebens.»


«Beten und Spielen» Der Berner Flötist und Musikprofessor Christian Studler übt sich weniger darin, keine Fehler zu machen, als vielmehr, mutig den Impulsen des Heiligen Geistes zu folgen.

Interview: Beat Rink

Christian Studler, seit Jahrzehnten mit Crescendo verbunden, wirkt regelmässig als Dozent im internationalen Sommerinstitut und gibt in Zusammenarbeit mit Crescendo auch Meisterkurse im asiatischen Raum.

Christian, was machst du beruflich? Christian Studler: Ich bin Querflötist. Seit über dreissig Jahren arbeite ich in Bern im Symphonieorchester und als Dozent an der Hochschule der Künste, woran man ungefähr mein Alter ablesen kann: Ich bin Jahrgang 1956. Ich spiele auch sonst mit grosser Freude Querflöte, und zwar im Worshipteam unserer Vineyard-Gemeinde. Ich liebe es, dort «spielend zu beten und betend zu spielen». Wie schaffst du die Verbindung zwischen den beiden Welten Orchester bzw. Worshipteam? Ich habe das Flötenspiel natürlich zunächst von seiner klassisch-technischtheoretischen Seite her kennengelernt. Die geistliche Dimension der Musik entdeckte ich erst mit der Zeit durch meinen Glaubensbezug. Dies wiederum wirkt sich auf meinen Beruf im Orchester aus. Das Verbindende liegt darin, dass man in beiden Bereichen Menschen beschenken kann: sowohl dort, wo der Heilige Geist in einem Gottesdienst durch Klänge wirken will, als auch in einem Konzert.

Wie beeinflusst der Glaube deinen Alltag als Berufsmusiker? Zum Beispiel beim Umgang mit Fehlern. Man muss wissen: Orchestermusiker bzw. -musikerinnen sind enormen nervlichen Belastungen ausgesetzt. In Deutschland hat man im Rahmen neurologischer Untersuchungen festgestellt, dass der Stressfaktor für Musiker während eines Konzerts grösser ist als für Piloten beim Starten und Landen eines Verkehrsjets. Dabei geht es ja nicht um Leben und Tod, sondern um schöne Musik! Musiker und Musikerinnen fürchten übrigens weniger das Urteil des Publikums als jenes ihrer Kolleginnen und Kollegen. Schon meine Studierenden sind extrem fehlerorientiert. Wenn ich jetzt aber das in den Beruf hineinnehme, was mir von Gott entgegenkommt: das «Jesusmässige» und sein Menschenbild, geschieht eine wahre Revolution. Diese prägt dann sowohl meinen Unterrichtsstil als auch mein Spiel im Orchester. Ein Beispiel? Es kann vorkommen, dass ich im Orchester einen Fehler mache – und einfach nur lache. Das wird dann nicht verstanden. Schliesslich habe ich einen Fehler gemacht, was schrecklich ist! Natürlich gehe ich nicht mit der Absicht ins Orchester, möglichst viele Fehler zu machen. Aber das kommt eben vor, weil ich fehlerhaft bin. In der Hochschule ist dieses Thema, wie schon gesagt, ebenfalls allgegenwärtig:

Gerade letzte Woche hat eine Studentin geweint, weil sie schlecht gespielt hat. In solchen Fällen muss man sich Zeit nehmen und grundsätzlich über den Umgang mit Schwächen und Fehlern sprechen. Wenn dann ein solcher Mensch nach sechzig Minuten weitergeht und wieder tief durchatmen kann, merke ich, dass ich etwas von der Liebe Gottes weitergeben konnte. Erlebst du viele solche «gottgewirkte» Momente? Oft frage ich in meinen Gebetszeiten auf dem Weg zur Arbeit (ich bete meist laut auf dem Fahrrad), in einer Orchesterpause oder in einer Unterrichtsstunde: «Jesus, ich bin dein Assistent, wo bist du jetzt dran?» Da kann es vorkommen, dass ich einem Studenten Gebet anbiete – und er freudig einwilligt. Oder dass ich im Treppenhaus zum Orchester die Eingebung habe: «Nimm dir jetzt Zeit für jemanden, dem du hier begegnest!» Tatsächlich treffe ich da eine Kollegin. Ich grüsse sie und frage sie ganz bewusst nicht oberflächlich: «Sag mal, wie geht es dir eigentlich?» Sie bleibt stehen und erzählt, während die anderen Musikerinnen und Musiker an uns vorbeigehen, von ihren Eheproblemen, die mit Alkohol und häuslicher Gewalt zu tun haben. Schliesslich kann ich für sie beten, obwohl sie Buddhistin ist. Nach einem Jahr kommt es zu einem weiteren Gespräch, in dem sie sagt: «Es hat sich bei uns alles zum 40


CZ 1_12 | Beten und Arbeiten | Beten und Spielen

Guten gewendet. Sag mal, was hast du damals eigentlich gemacht?» Ich antworte: «Du hast es ja gesehen: Ich habe gebetet!» Oder ich bekomme beim Shoppen einen spontanen Impuls und bezahle an der Kasse dem Kunden hinter mir auch noch seinen Sack Äpfel. Daraus ergeben sich manchmal schöne, vielleicht auch nur ganz kurze Begegnungen. Du erlebtest ja auch eine Krisenzeit im Orchester. Half dir da der Glaube? Ja, ich geriet als Gewerkschaftspräsident des Orchesters einmal in eine sehr massive Mobbingsituation. Der Chefdirigent wollte mich rausschmeissen. Vom Land, aus dem der Dirigent stammte, war er das wohl so gewohnt. Ich unternahm verschiedene Anläufe und suchte immer wieder das Gespräch, aber vergeblich. Eines Tages kam dann der Anruf mit der Mitteilung, ich brauche nicht mehr ins Orchester zu kommen, der Dirigent wolle mich nicht mehr sehen. Da ich eingeteilt war, ging ich trotzdem hin, betete aber: «Jesus, jetzt gilt es ernst!» Die einzige Möglichkeit für einen Chefdirigenten, einen Musiker zu feuern, besteht darin, ihn dermassen zu schikanieren, dass er vor lauter Nervosität nicht mehr spielen kann. Genau das passierte: Er liess mich ein schwieriges Flötensolo spielen und winkte ohne Erklärung und Korrekturvorgaben ab. Er schüttelte nur stumm den Kopf und liess mich noch einmal einsetzen. Das wiederholte sich mehrere Male. Es war eine schreckliche Situation. Innerlich schrie ich in all meinen Sprachen zu Jesus – und spürte so etwas wie Gelassenheit. Erst als das Orchester mir applaudierte – wohl weil es ahnte, was da los war, liess mich der Dirigent in Ruhe. Das Mobbing ging dann jahre­ lang weiter. Damals betete ich wie David auch Worte, die nicht sehr schön waren, Worte der Verzweiflung und sogar der Rache aus meinen tiefsten emotionalen Abgründen. 41

Veränderte sich etwas? Zunächst ergaben sich viele gute Glaubensgespräche mit Kolleginnen und Kollegen, die wissen wollten, mit welcher Kraft ich das alles schaffte. Und schliesslich, nach sehr langer Zeit, löste sich auch der Konflikt, als ich eines Tages, einem Impuls folgend, vor den Augen des ganzen Orchesters auf den Dirigenten zuging und ihm die Hand bot. Er schlug ein und bat mich sogar um Verzeihung, was vor seinem kulturellen Hintergrund schier undenkbar war. Nachdem er das Orchester verlassen hatte, begannen wir, einander zu Weihnachten Karten zu schicken – und das tun wir bis heute.

den Kindern) für andere Menschen auf eindrückliche Weise öffnest. Aber dies wäre ein anderes Thema. Eine letzte Frage: Du kommst gerade von einem Gespräch mit einem hochbetagten berühmten Musiker und ehemaligen Lehrer von dir. Du hast das Gespräch mit ihm gesucht, weil du ihm vom Glauben erzählen wolltest. Dies scheint mir typisch für dich zu sein: Du fährst 150 Kilometer, um jemandem Jesus nahezubringen.

Was motiviert dich, am Morgen aufzustehen? Oft bete ich beim Aufstehen: «Jesus, hast du heute eine bestimmte Aufgabe für mich?» Das macht mich einerseits gelassen, weil ich nicht selber überall zu hundert Prozent die Dinge bewegen muss, und andererseits macht es mich neugierig auf das Kommende. Wo werde ich wohl etwas vom Glauben säen können? Und wo ernten, was andere schon gesät haben? So erlebe ich immer wieder spannende Dinge. Früher konnte ich das nicht so gut, entspannt sein. Aber heute freue ich mich meist auf den neuen Tag mit all den Begegnungen, die er bringt – sei es nun im Beruf oder in der Wohngemeinschaft ...

Ich denke, das Geheimnis besteht nicht darin, dass ich mich frage, wo es überall etwas zu machen und ein christliches Zeugnis anzubringen gibt. Daran würden wir zugrunde gehen. Ich möchte vielmehr spüren, was jetzt an der Reihe ist. Ich hatte meine allerschönste Studienzeit bei diesem sehr, sehr lieben Lehrer, und er bedeutet mir enorm viel. Bei unserer letzten Begegnung sagte er mir, er habe noch sehr viel mit mir zu besprechen. Da war es für mich klar, dass ich nicht zu lange warten durfte. So kam es zu dieser Herzensbegegnung und diesem guten Gespräch. Ich kann nicht sagen, was davon hängen bleibt. Aber ich vertraue darauf, dass Jesus mich gebraucht hat. Wenn es vorbei ist, gehe ich nach Hause – und gehe fröhlich weiter.

...die du ja zusammen mit deiner Frau Lilian (und früher noch mit

Christian Studler, danke für dieses Gespräch.

Christian Studler studierte an der Musikhochschule Winterthur Zürich, setzte seine Studien mit 19 Jahren in Paris und Freiburg im Breisgau bei Aurèle Nicolet fort und war Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Nach Meisterkursen bei Marcel Moyse und James Galway wurde er mit 22 Jahren als Soloflötist in das Sinfonieorchester St. Gallen berufen, und seit 1979 ist er in derselben Funktion im Berner Symphonieorchester tätig. Während vieler Jahre war er Soloflötist im Festspielorchester Luzern. Seit 1980 ist er Dozent an der Hochschule der Künste Bern. Als Solist arbeitete er zusammen mit Dirigenten wie Marcello Viotti, Okko Kamu, Gustav Kuhn, Peter Maag, Peter Gülke, Ivan Anguélov und Edmond de Stoutz. Seit 2006 regelmässige Konzerte und Meisterkurse in Ungarn und Ostasien.


CZ 1_12 | CfC international

eigenen noch nicht erreichten Bevölkerungsteile im In- und Ausland nährt die Hoffnung, dass Griechenland möglicherweise bald mehr Missionare aussenden wird, als es zurzeit der Fall ist. Seine geopolitische Nähe zur arabischen Welt, der Türkei, dem Balkan und der slawischen Welt ist dafür ein strategischer Vorteil. Der Schrei nach der Wiederevangelisation Griechenlands kommt nicht nur aus den kleinen, nicht orthodoxen christlichen Denominationen, sondern auch tief aus der orthodoxen Kirche selbst. Eine Erweckung innerhalb der orthodoxen Kirche scheint vielen wahrscheinlicher, als dass Griechen ihren orthodoxen Hintergrund verlassen

und sich einer anderen christlichen Denomination oder einer der leider etwas zersplitterten evangelischen Bewegungen anschliessen. Ausblick Griechenlands eigene leidvolle Vergangenheit als Auswanderungsland ist heute Geschichte. Mit einem ausländischen Bevölkerungsanteil von über zehn Prozent ist Griechenland zu einem Einwanderungsland geworden. «Wir Griechen müssen lernen, nicht nur unseren eigenen Vorteil im Auge zu haben, sondern das Wohl unseres Landes und unserer Mitbürger», sagt Toufexis. «Wenn Bevölkerung und Behörden für das Gemeinwohl denken und arbeiten, bin ich zuversichtlich.»

Verwendete Literatur: Mandryk, Jason: Operation World. The Definitive Prayer Guide to Every Nation, 7th Edition.

Ein Blick auf Athen: im Hintergrund die Akropolis auf einem flachen 156 Meter hohen Felsen, im Vordergrund Häuserfronten.

www.agape.gr

Blickpunkt Welt | Kurt Burgherr Wo der Glaube beginnt In einer christlichen Organisation zu arbeiten, ist wie Himmel auf Erden – dies mag die Vorstellung sein von Menschen, die einen «normalen» Beruf haben. Nun sind wir Missionare aber auch ganz normale Menschen mit einem normalen Beruf und normalen alltäglichen Herausforderungen. Auch unsere Computer machen nicht immer das, was der Benutzer erwartet. Auch unsere Autos haben Pannen. Auch unsere Kinder sind nicht immer die besten in der Schule. Auch wir sind im Winter erkältet. Die Liste könnte noch lange weitergeführt werden. Aber genau dort, wo etwas nicht funktio­ niert, wo ich etwas nicht mit eigenen Mitteln verändern oder reparieren kann, wo ich eine Situation nicht im Griff habe, beginnt der Glaube.

Bolivien, wieso man vor einer Autofahrt um Schutz und Bewahrung betet. Die Strassen haben Schlaglöcher und sind gefährlich. Wenn das Auto eine Panne hat, kann man nicht einfach den TCS anrufen. Zudem ist es nicht selbstverständlich, wenn es überhaupt Ersatzteile im Land zu kaufen gibt. Genau dies ist neulich unseren Mitarbeitenden in Kuba passiert. Das Auto streikt. Eine Reparatur bei diesem Kilometerstand ist schwierig. Es ist aber noch nicht klar, ob und wann ein Auto gekauft werden kann, obwohl unsere Leute schon lange auf einer Warteliste stehen. Selbst mit Geld liesse sich das Problem nicht lösen. So ist Geduld etwas, was unsere Mitarbeitenden immer wieder von Gott erbitten müssen. Gleichzeitig wird offenbar, dass nur Gott eine Veränderung der Situation schenken kann.

Besonders erlebbar wird der Glaube im Alltag in weniger entwickelten Ländern. So weiss man in Kuba oder

In einem Land im Nahen Osten wird regelmässig (aber nicht immer zur selben Tageszeit) der Strom für

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vier Stunden abgeschaltet. Das tägliche Leben wird von diesen Stromunterbrüchen geprägt und behindert. Die für uns normale Kommunikation per E-Mail funktioniert so nur sehr eingeschränkt. Einerseits kann man sich daran gewöhnen, andererseits kann es einen auch zermürben. Umso wichtiger ist es, in solchen Lebenssi­ tuationen zu wissen, dass dies der Platz ist, an den Gott mich gestellt hat. Er gibt dann auch die Motivation und die Freude im Alltag. Es heisst in 1. Korinther 13,13: «Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe.» Wenn mein Leben von diesen Eigenschaften geprägt ist, bin ich auch für schwierigere Umstände gerüstet. Es spielt dabei keine Rolle, ob ich mich in der Schweiz aufhalte, wo scheinbar alles gut geordnet und geregelt ist, oder in einem Land, in dem das Organisieren des täglichen Lebens bereits viel Zeit und Energie braucht.

Kurt Burgherr leitet Agape international, die Auslandtätigkeit von Campus für Christus Schweiz, mit Schwerpunkt in Gemeinde- und Leiterentwicklung sowie Entwicklungszusammenarbeit.


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Impressum Helfen Sie mit, Gottes Liebe ganz praktisch in unser Land hineinzutragen!

wir helfen mitmenschen gratis - bedingungslos - unkompliziert

Wir suchen per spätestens September 2012 oder nach Vereinbarung

Aktion Gratishilfe, Josefstrasse 206, 8005 Zürich, +41 (0)44 274 84 94 info@aktiongratishilfe.ch, www.aktiongratishilfe.ch Eine Initiative von Campus für Christus Schweiz.

eine/n Mitarbeiter/in (50 – 100%).

Die Idee: Aktion Gratishilfe ist eine schweizweite, überkonfessionelle Initiative, bei der Christen resp. Kirchen/Allianzen Gottes Liebe in ihre Stadt oder Region hineintragen, indem sie ihren Mitmenschen kostenlose Hilfe anbieten. Die Vision: Aktion Gratishilfe-Projekte werden in der ganzen Schweiz durchgeführt. Viele Christen können sich beteiligen und viele Menschen kommen durch sie mit Gottes Liebe in Berührung. Auch bald in Ihrer Stadt, Region oder Nachbarschaft? Wir helfen Ihnen gerne, eine Aktion zu planen und durchzuführen.

Social-Bereich

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Campus Generation Ministry ist ein Teil der Jugendarbeit von Campus für Christus Schweiz. Wir investieren in junge Menschen, damit sie die Liebe Gottes erleben und von der freimachenden Botschaft von Jesus Christus hören. Wir möchten eine junge Generation dazu begeistern, in ihrem Alltag nach christlichen Werten und Überzeugungen zu leben. Zentral ist uns dabei das Ausleben eines ganzheitlichen Evangeliums. Als Ausgleich zu unserem starken evangelistischen Bereich haben wir deshalb den SocialBereich ins Leben gerufen. Wir integrieren soziale Aktionen in unsere evangelistischen Events und helfen gleichzeitig mit Aktion Gratishilfe Gemeinden, Gottes Liebe ganz praktisch in ihr Umfeld hineinzutragen. Hast du eine Leidenschaft für Menschen und den Wunsch, diese nicht nur selber auszuleben, sondern Gruppen, Gemeinden und Allianzen zu helfen, sozial aktiv zu werden? Dann solltest du unbedingt weiterlesen! Aufgabenschwerpunkte • Koordination und Unterstützung laufender Aktion Gratishilfe-Projekte im Inland und in Zukunft auch im Ausland • Kontakt und Zusammenarbeit mit Leiterpersönlichkeiten • Kreative und innovative Wege finden und nutzen, um Aktion Gratishilfe bekanntzumachen und an neuen Orten zu lancieren • Gestaltung und Durchführung von Informations- und Motivationsveranstaltungen • Weiterentwicklung von Hilfsmitteln und Werbematerial • Ausbau des Social-Bereichs (Ergänzung durch weitere Projekte, die von Gemeinden adaptiert werden) Wichtig ist uns • Eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus • Kreativität, Flexibilität und Lernbereitschaft • Bereitschaft zur Integration in ein Team und doch hohe Eigenständigkeit • Da sich der Social-Bereich trotz der generationenübergreifender Projekte in der Jugendarbeit von Campus angliedert, suchen wir nach einer reifen Person zwischen 20 und 35 Jahren. Wir erwarten • Da es ein unterstützender Dienst für Gruppen und Gemeinden ist, die sozial aktiv werden möchten, muss die Person einen sozialen Herzschlag haben, aber bereit sein, ihren Dienst grossteils vom Büro aus zu tätigen. • Freies und gewinnendes Reden und Präsentieren vor Menschen (Leitern) • Fähigkeiten in den Bereichen Administration und Koordination (strukturiertes Arbeiten, sauberes Dokumentieren, Unterhalt der Webpage ...) • Englischkenntnisse und innovatives Denken von Vorteil Wir bieten • Mitarbeit bei interessanten Projekten auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene • Ein motiviertes und kreatives Team • Viel Freiraum, um Ideen und Visionen einzubringen und umzusetzen • Eine Arbeitsstelle, die viel mehr ist, als einfach ein Job • Arbeitsort: Zürich (oder «on the road» bei der Betreuung von Projekten) Spezielles • Beim Aufbau eines persönlichen Missionspartnerkreises für Finanzen und Gebet wirst du nach einem Einführungstraining durch einen Coach unterstützt. Hast du Interesse an diesem Challenge? Dann sende deine Bewerbung (inkl. Motivationsschreiben, aktuelles Foto, tabellarischer Lebenslauf und Zeugnisse) mit einem persönlichen Bericht über deinen geistlichen Werdegang an Andreas Boppart, Campus Generation, Campus für Christus, Josefstrasse 206, 8005 Zürich, 044 274 84 73, aboppart@cfc.ch oder info@campusgeneration.ch

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Herausgeber Campus für Christus Josefstrasse 206, 8005 Zürich Tel. 044 274 84 84, www.cfc.ch Campus für Christus ist eine überkonfessionelle Organisation mit rund zwanzig in der Erwachsenenbildung, Diakonie und Mission tätigen Dienstzweigen. Darunter fallen u. a. Beratung und Schulung in lokalen Landesund Freikirchen, Studentenarbeit/Dozentenforum, Agape-Mission/ Entwicklungshilfe, Athletes in Action, Crescendo-Berufsmu­ siker, Christen im Dienst an Kranken, FamilyLife, campus generation ministry und EXPLO-Schulungskonferenzen. Verlag Christliches Zeugnis Josefstrasse 206, 8005 Zürich Tel. 044 274 84 34, Fax. 044 274 84 83 E-Mail: christlicheszeugnis@cfc.ch www.christlicheszeugnis.ch ISBN 978-3-905789-35-5 ISSN 1662-243X Auflage 5231 Gemeinnützige Organisation, WEMF-bestätigt Redaktion Verantwortlicher Redaktor: Peter Höhn (ph) Brigitte Eggmann (be); Sabine Fürbringer (sb); Tom Sommer (ts) Mitarbeiter an dieser Nummer: Christian Bachmann, Renate Blum, Köbi Julen, Beat Rink (Crescendo) Copyright Wiedergabe von Artikeln und Bildern nur mit schriftlicher Genehmgung der Redaktion. Grafik und Satz 720.ch, Schaffhausen Druck und Versand Jordi AG, Belp, klimaneutral gedruckt Erscheinungsweise Vierteljährlich Abonnement Schweiz: SFr. 28.–, Ausland: SFr. 36.–/€ 22.– inkl. Versandkosten Inserate Das Christliche Zeugnis publiziert grundsätzlich nur Inserate von Campus für Christus bzw. von CfC-Partnerschaftsprojekten sowie von Veranstaltungen, die das landesweite Miteinander des Leibes Christi im Fokus haben. Kündigungsbedingungen Im Dezember auf Ende Jahr, telefonisch/ schriftlich Bildnachweis Titelseite: Raphael Spitznagel und Tom Sommer; S. 3, 36, S. 42-45, 49 Campus für Christus; S. 4, 6, 8-10, 11, 12, 13, 17 Mitte, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 28, 29, 30, 31, 34, 40, 41 Privat; S. 14-17 oben Foto und © Daniel Saarbourg und Ueli Berger; S. 24 Benedikt: Quelle days. pravoslavie.ru; S. 26, 27 P. Bruno Greis – © Kloster Einsiedeln; S. 29 oben istockphoto.com; S. 33, 46 oben Campus Generation Ministry; S. 35 Fabrice Coffrini, Keystone; S. 37 li Vreni Nüesch; S. 37 re Hanspeter Nüesch; S. 38, 39 Kantonspolizei Zürich; S. 46 unten fotolia.com – © Campus für Christus; S. 47 oben Karin Unger, FamilyLife; S. 47 unten Armin Unger, FamilyLife; S. 49 Hansjörg Forster, FamilyLife.


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eartbeatTallinn

In Estland wird im Sommer 2012 erneut Geschichte geschrieben: Nach der «Singenden Revolution» von 1991 haben Sie die Gelegenheit, zusammen mit 2000 Christen aus ganz Europa eine geistliche Initialzündung mitzutragen!

Ein Missionseinsatz im Sommer 2012, den Sie nicht vergessen werden! Informieren und registrieren Sie sich unter www.2012.ee (Website; Anmeldebestätigung und Rechnungsstellung via Campus für Christus Schweiz). Auskunft von Campus für Christus durch Felix Rechsteiner: 0041 (0) 44 274 84 43; frechsteiner@cfc.ch Infotreffen für alle Mitreisenden aus der Schweiz: Eine Einladung dazu erfolgt nach der Registration und Anmeldung.


Beten und Arbeiten. Auszug aus «Christliches Zeugnis»