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SOL LEWITT WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007 PRESSEMAPPE

07.03.12 > 29.07.13 centrepompidou-metz.fr


SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

INHALT 1. DAS PROJEKT IM ÜBERBLICK ...................................................................................................... 02 2. DIE AUSSTELLUNG SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007 .......................................... 03 LEWITTS KONZEPT DER WANDZEICHNUNG

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DIE ENTSCHEIDUNG FÜR SCHWARZ-WEISS

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ENGE ZUSAMMENARBEIT MIT DER SAMMLUNG LEWITT ............................................................................................................................ 03 AUSSTELLUNGSSZENOGRAFIE IM EINKLANG MIT DEN PRINZIPIEN DES KÜNSTLERS .......................................................... 04 DIE VORBEREITUNG DER WÄNDE ................................................................................................................................................................................ 04 REALISIERUNG DER AUSSTELLUNG IN ZUSAMMENARBEIT MIT FRANZÖSISCHEN KUNSTHOCHSCHULEN ............. 04 AUSGEWÄHLTE WERKE

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ZWEI TEXTE VON SOL LEWITT

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3. SOL LEWITT – BIOGRAFIE UND WERK .................................................................................. 11 4. DER AUSSTELLUNGSKATALOG ..................................................................................................... 12 5. RUND UM DIE AUSSTELLUNG ....................................................................................................... 13 WORKSHOPS FÜR KINDER UND JUGENDLICHE

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DAS KULTURPROGRAMM IM WENDEL-AUDITORIUM UND STUDIO

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SOL LEWITT. COLORS, 21. JUNI BIS 14. OKTOBER 2012, M-MUSEUM, LEUVEN (LÖWEN), BELGIEN ......................... 14 SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007 IM RAHMEN VON MONO ...................................................................... 15

6. LEIHGEBER ................................................................................................................................................. 16 7. PARTNER ............................................................................................................................... ....................... 17 8. MITARBEITER ............................................................................................................................... ............. 19 9. PRAKTISCHE INFORMATIONEN .................................................................................................... 22 10. BILDMATERIAL FÜR DIE PRESSE ............................................................................................ 23 1


SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

1. DAS PROJEKT IM ÜBERBLICK

2. DIE AUSSTELLUNG

AB DEM 7. MÄRZ 2012: EINE IN EUROPA EINZIGARTIGE RETROSPEKTIVE Im kommenden Jahr präsentiert das Centre PompidouMetz dann die Privatsammlung des amerikanischen Konzeptkünstlers und zeigt damit einen weitere Facette der außergewöhnlichen Laufbahn LeWitts, der nicht nur produktiver Künstler, sondern auch leidenschaftlicher Sammler war.

Das Centre Pompidou-Metz würdigt den amerikanischen Konzeptkünstler Sol LeWitt (1928–2007) mit einem einzigartigen Ausstellungsprojekt. Bei der Retrospektive seiner Wall Drawings werden in Galerie 2 auf einer Gesamtfläche von 1.200 m² insgesamt 33 Wandzeichnungen präsentiert. Damit ist diese Ausstellung, die die Tätigkeit des Künstlers von seinen Anfängen bis zu den letzten Arbeiten nachzeichnet, die bis dato bedeutendste Zusammenschau von Sol LeWitts Wall Drawings in Europa.

Im Centre Pompidou-Metz wird mit einer Auswahl von mehr als 250 Werken und Dokumenten die erste große Ausstellung der Sammlung LeWitts in Europa gezeigt.

Zwischen 1968 und 2007 konzipierte LeWitt insgesamt 1.200 Wall Drawings. Die für die Ausstellung ausgewählten Arbeiten zeigen die außergewöhnliche Kohärenz seiner Methoden zur Erforschung endlicher Systeme (durch logische Permutation und Kombination geometrischer Figuren) ebenso wie die bemerkenswerte Vielseitigkeit seiner Praxis, die sowohl in der kontinuierlichen Erweiterung des Formenrepertoires (von einfachen geometrischen Figuren hin zu seinen „complex“ oder „continuous forms“) als auch im Einsatz diverser Zeichenmedien (Bleistift, Pastellkreide, Tusche, Acrylfarbe, Grafitstift) offenbar werden.

SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

LEWITTS KONZEPT DER WANDZEICHNUNG

DIE ENTSCHEIDUNG FÜR SCHWARZ-WEISS

Obgleich sie an die Freskenmalerei der italienischen Renaissance erinnern, markierten die Wall Drawings Ende der 1960er-Jahre den Beginn eines tief greifenden Wandels in der zeitgenössischen Zeichnung im Besonderen und in der Kunst im Allgemeinen. Als physischer Ausdruck der Denkprozesse, die der Künstler bei ihrer Konzeption leistet, werden sie nach Abschluss der Planung unmittelbar auf die Wände des Ausstellungsortes gebracht, wobei ihr Maßstab meist abhängig ist von den örtlichen Gegebenheiten. Damit erfolgt die Realisierung der Wall Drawings konsequent in situ und ihre physische Existenz beschränkt sich auf den Zeitraum der Ausstellung. Nach deren Ende werden sie zerstört, wodurch das Werk in seiner konkreten Form eine flüchtige Dimension erhält. Das Konzept bleibt jedoch bei jeder Ausstellung unverändert.

Das Centre Pompidou-Metz hat sich entschieden, 33 ausschließlich schwarz-weiße Wandzeichnungen zu zeigen. „Schwarz und Weiß spielen eine zentrale Rolle für die Konzeption von LeWitts Wall Drawings, selbst für sehr farbenfrohe Werke“, erklärt die Kuratorin Béatrice Gross. „Die vorbereitenden Skizzen zeichnete LeWitt stets mit Bleistift auf Papier, und die Farben sind bei den betreffenden Werken einzig durch ihre Anfangsbuchstaben gekennzeichnet. Außerdem bilden Schwarz und Weiß definitiv einen Rahmen für das Œuvre des Künstlers: Seine ersten Zeichnungen sind mit Bleistift ausgeführt, die letzten mit Grafitstift“, so Gross weiter. Mit der Entscheidung für die schwarz-weißen Wandzeichnungen gewinnt die Ausstellung an visueller Kraft. Je nach den verwendeten Materialien und Techniken ruft der eindruckvolle Kontrast zwischen Schwarz und Weiß oder das nuancierte Spiel zwischen verschiedenen Grautönen optische Effekte hervor, die den ausgewählten Werken eine ganz besondere Wirkung verleihen – sei es das subtile Vibrieren der Bleistiftlinien, die zarten Nuancen der Tusche oder der akzentuierte Rhythmus der weißen und schwarzen Farbflächen in Acryl.

Für die Mehrzahl seiner Wandzeichnungen schuf LeWitt ausschließlich das Konzept, die Ausführung überließ er anderen. LeWitt betrachtete Idee und Konzept, wie er 1966 schrieb, als wichtigste Aspekte der künstlerischen Arbeit. So konnten etwa erfahrene Assistenten aus seinem Atelier oder auch mit dieser Aufgabe noch nicht vertraute Zeichner die detailgenaue Umsetzung der von ihm erarbeiteten Anweisungen und Diagramme übernehmen. Gleich Musikern, die das Werk eines Komponisten interpretieren, führten die Zeichner die von LeWitt bestimmten geometrischen Formeln auf ihre Weise aus, ohne dabei das vom Künstler erarbeitete Werk zu manipulieren.

Die Realisierung der Wall Drawings erfolgte in einer einzigartigen Kooperation zwischen dem Centre PompidouMetz und verschiedenen französischen Kunst- und Architekturhochschulen im französischen Nordosten und ist damit exemplarisch für die von LeWitt vertretenen Prinzipien der Zusammenarbeit.

ENGE ZUSAMMENARBEIT MIT DER SAMMLUNG LEWITT

LeWitts Wandzeichnungen basieren auf: — einem eingeschränkten visuellen Ausgangsvokabular aus elementaren geometrischen Formen: gerade oder nicht gerade Linie, durchbrochene Linie, Gitter, Bogen, Kreis, Quadrat usw. — einer Erweiterung des Vokabulars hin zu unregelmäßigeren und komplexen Formen wie Windungen und Schleifen sowie einer Weiterentwicklung der Zeichenmedien durch den Einsatz von Bleistift, Pastellkreide, Tusche, Acrylfarbe oder auch Grafitstift.

Das M-Museum im belgischen Löwen präsentiert in Kooperation mit dem Centre Pompidou-Metz ab 21. Juni 2012 die Ausstellung Sol LeWitt. Colors, die mit rund 20 Wandzeichnungen des Konzeptkünstlers ein farbiges Pendant zu der Schwarz-Weiß-Retrospektive in Metz bildet.

Die Ausstellung Sol LeWitt. Wandzeichnungen von 1968 bis 2007 in Galerie 2 des Centre Pompidou-Metz wurde in enger Zusammenarbeit mit der LeWitt Collection (Chester, Connecticut) konzipiert und realisiert. Im beständigen Austausch mit den Erben des Künstlers wurden die Modalitäten der Ausstellung, die Auswahl der Werke sowie die Art und Weise ihrer Ausführung bestimmt. Für die in Verbindung mit der Ausstellung erscheinende Publikationen waren umfangreiche Recherchen in den Archiven der LeWitt Collection möglich.

Sol LeWitt widmete sich während seiner Laufbahn der Erforschung von Kombinationsmöglichkeiten innerhalb endlicher Systeme (während der Begriff des Unendlichen in seiner Arbeit keine Rolle spielte), in denen sich Formen und Module in ihrer Wiederholung zu einer lückenlosen Dokumentation zusammenfügen.

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SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

AUSSTELLUNGSSZENOGRAFIE IM EINKLANG MIT DEN PRINZIPIEN DES KÜNSTLERS

REALISIERUNG DER AUSSTELLUNG IN ZUSAMMENARBEIT MIT FRANZÖSISCHEN KUNSTHOCHSCHULEN

Die Ausstellungsszenografie wurde von Cecile Degos entlang der strengen Arbeitsprinzipien Sol LeWitts konzipiert. Dies bedeutet: — strenge Planung auf Basis einer Grundeinheit (exakte Bestimmung von Maßen und Anordnung der Elemente) und deren systematische Anwendung in der gesamten Galerie 2; — Bestimmung des grundsätzlichen Wandformats entsprechend der Beschaffenheit der Zeichnungen (die in der Mehrzahl rechteckig und wandfüllend sind); der Maßstab der Zeichnungen wiederum wird (bis auf wenige Ausnahmen) von der Höhe der Wände bestimmt; — große Aufmerksamkeit für die Proportionen und deren Wahrnehmung; — fließende Gestaltung des Ausstellungsrundgangs mit regelmäßig angeordneten offenen Bereichen und nach Süden und Norden ausgerichteten, in sich eher geschlossenen Räumen unterschiedlicher Art.

Die Ausführung der Wandzeichnungen im Centre Pompidou-Metz erfolgte im Rahmen eines besonderen pädagogischen Projekts, bei dem junge Künstler und Studenten aus dem Nordosten Frankreichs die Gelegenheit hatten, Seite an Seite mit erfahrenen Zeichnern aus dem Atelier LeWitt zusammenzuarbeiten.

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AUSGEWÄHLTE WERKE

Wall Drawing #340A

Ein besonderes Merkmal der Legenden zu Sol LeWitts Werken besteht darin, dass sowohl die Namen der ersten Zeichner als auch der Ort ihrer erstmaligen Ausführung genannt werden, nach der sie im Übrigen auch datiert sind (und nicht nach dem Zeitpunkt ihrer Konzeption). So wie die Idee zur Realisierung führt, so ist die Ausführung Teil der Idee. Es würde also dem Konzept des Werkes widersprechen, es nicht auszuführen.

LeWitts visuelles Vokabular bestand zunächst aus in die vier Grundrichtungen weisenden Linien. Eine Erweiterung erfolgte durch eine Reihe geometrischer Formen, die er in „Primärfiguren“ (Quadrat, Kreis, Dreieck) und „Sekundärfiguren“ (Rechteck, Trapez, Parallelogramm) unterteilte, wie sich auch an den beiden Reihen schraffierter Figuren von Wall Drawing #340A (1993) ablesen lässt.

An der Ausführung der Wandzeichnungen waren beteiligt: — 65 Studenten der folgenden vier Kunsthochschulen: l’École supérieure d’art de Lorraine, Metz-Épinal, l'ENSarchitecture de Nancy, l’École nationale supérieure d’art de Nancy, l'ESAD de Reims/École supérieure d’Art et de Design; — 13 junge diplomierte Künstler; — 7 professionelle Assistenten. Für jede Wandzeichnung war jeweils ein aus Künstlern und Studenten bestehendes Team zuständig, das von einem professionellen Assistenten betreut und angeleitet wurde. Dieser unterstützte sein Team über die gesamte Zeit der Ausführung hinweg und ermöglichte ihm, sofern der Schwierigkeitsgrad der Zeichnung es erlaubte, ein selbstständiges Arbeiten. Die Studenten ihrerseits zeichneten verantwortlich für die Vorbereitung des Arbeitsmaterials sowie für die konkrete Ausführung der Zeichnungen nach den Anweisungen des Künstlers.

DIE VORBEREITUNG DER WÄNDE Da LeWitts Wandzeichnungen unmittelbar auf die Wände aufgetragen werden, bedürfen sie entsprechend der Anweisungen des Künstlers einer besonderen Vorbereitung. Diese besteht im Auftrag zahlreicher Primer- und Farbschichten. Dabei variieren die Verfahren je nach der für die konkrete Wandzeichnung verwendeten Technik (Bleistift, Pastellkreide, Tusche, Acrylfarbe und Grafit).

Begleitend und ergänzend zu der praktischen Arbeit der jungen Künstler und Studenten in den Ausstellungsräumen organisiert das Centre Pompidou-Metz im Februar und Mai 2012 ein Begegnungsprogramm in Metz und Löwen.

Im Centre Pompidou-Metz etwa wurden die für BleistiftWandzeichnungen vorgesehenen Wände wie folgt behandelt: Nach dem Auftrag einer dünnen Gipsschicht wurden die Wände geschliffen und dann abgewischt, um eventuelle (Staub-)Rückstände zu entfernten. Es folgten zwei Lagen Primer und drei Schichten weiße Farbe, aufgetragen mit einer Rolle. Im Anschluss wurden die Wände ein weiteres Mal geschliffen, um eine vollkommen glatte Oberfläche zu erhalten.

Das pädagogische Projekt bietet den jungen Künstlern und Studenten die einmalige Gelegenheit, am Schaffensprozess eines der bedeutendsten amerikanischen Konzeptkünstler teilzuhaben. Patric Chiha hat die Realisierung der Wandzeichnungen im Centre Pompidou-Metz filmisch dokumentiert. Dieses „Making of“ wird im Rahmen der Ausstellung in einem gesonderten Bereich in Galerie 2 gezeigt.

Wall Drawing #879 Loopy Doopy (black and white) (detail) Loopy Doopy (schwarz-weiß) (Ausschnitt) Acrylfarbe Erste Ausführung: Anders Felix, Paux Hedberg, Choichi Nishikawa, Jim Prez, Emily Ripley, Mio Takashima Ort der ersten Ausführung: PaceWildenstein, New York September 1998 LeWitt Collection, Chester, Connecticut © Adagp, Paris 2012 © Foto: Centre Pompidou-Metz/Rémi Villaggi Ausführung der Wandzeichnung im Centre Pompidou-Metz, Februar 2012

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Wall Drawing #340A Six-part drawing. The wall is divided horizontally and vertically into six equal squares, bordered and separated by 6-inch (15 cm) white bands. Within each square a geometric figure outside of which are black horizontal parallel lines, and within which are black vertical parallel lines. All lines are 1 inch (2.5 cm) apart. The horizontal lines do not enter the figures. 6-teilige Zeichnung. Die Wand ist horizontal und vertikal in sechs gleich große Quadrate unterteilt, deren äußerer Rand jeweils von einer Umrisslinie umgeben ist und die durch weiße, 6 Inches (ca. 15 cm) breite Streifen getrennt sind. Innerhalb jedes Quadrats befindet sich eine geometrische Figur, die von horizontalen, parallel verlaufenden schwarzen Linien umgeben ist. Die Figuren sind jeweils mit vertikalen, parallel verlaufenden schwarzen Linien ausgefüllt. Der Abstand zwischen den schwarzen Linien beträgt überall 1 Inch (2,5 cm). Die horizontalen Linien reichen nicht bis in die Figuren hinein. 6-teilige Zeichnung. Schwarze Pastellkreide Erste Ausführung: Brian Coleman, Shawn Perry Ort der ersten Ausführung: Addison Gallery of American Art, Phillips Academy, Andover, Massachusetts, April 1993

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SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

Wall Drawing #2 Drawing Series II (A) (24 drawings) Zeichenserie II (A) (24 Zeichnungen)

Wall Drawing #414 Drawing Series IV (A) with India ink washes (24 drawings) Zeichenserie IV (A) mit lavierter Tusche (24 Zeichnungen)

Bei der in einer Gitterstruktur organisierten Wandzeichnung Wall Drawing #2. Drawing Series II (A) (1968) handelt es sich um einen von insgesamt vier Abschnitten eines endlichen, nach dem Prinzip der Permutation (Reihung) aufgebauten Systems. 24 jeweils aus sechzehn Quadraten bestehende Ensembles zeigen wie ein Spiegel die Kombinationsmöglichkeiten von geraden, in den vier geometrischen Grundrichtungen (Vertikale, Horizontale, Diagonale mit 45°-Neigung von links nach rechts bzw. rechts nach links) positionierten Linien auf.

Wall Drawing #414. Drawing Series IV A (1984) ist ein weiterer Abschnitt des in Wall Drawing #2 (1984) im ersten Ausstellungssaal bereits behandelten seriellen Systems. Das Verfahren der Permutation besteht hier in der „umgekehrten Verkreuzung“. Für die sechzehn Quadrate wird hier Tusche mit einem Tuch auf die Wand aufgetragen, wobei jeder Grauton einer der Richtungen der geraden Linie entspricht.

Wall Drawing #2 Drawing Series II (A) (24 drawings) (detail) Zeichenserie II (A) (24 Zeichnungen) (Ausschnitt)

Wall Drawing #414 Drawing Series IV (A) with India ink washes (24 drawings) (detail) Zeichenserie IV (A) mit lavierter Tusche (24 Zeichnungen) (Ausschnitt)

Schwarzer Buntstift

Lavierte Tusche

Erste Ausführung: Tony Day, Guy Dill, Jim Ganzer, Michael Maglich, Jerry Kamitaki, Sol LeWitt Ort der ersten Ausführung: Ace Gallery, Los Angeles November 1968 CAPC musée d’art contemporain de Bordeaux

Erste Ausführung: David Higginbotham, Jo Watanabe Ort der ersten Ausführung: Moderna Museet, Stockholm März 1984 LeWitt Collection, Chester, Connecticut © Adagp, Paris 2012 © Foto: Centre Pompidou-Metz/Rémi Villaggi Ansicht der Zeichnung im Centre Pompidou-Metz, Februar 2012

© Adagp, Paris 2012 © Foto: Centre Pompidou-Metz/Rémi Villaggi Ansicht der Zeichnung im Centre Pompidou-Metz, Februar 2012

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Wall Drawing #879 Loopy Doopy (black and white) Loopy Doopy (schwarz-weiß)

SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

Wall Drawing #1171 Wall Drawing #1171 (2005) gehört zur letzten von LeWitt konzipierten Werkserie mit dem Titel Scribbles. Mit diesen zwischen 2005 und 2007 entstandenen, mit Grafitstift auszuführenden Zeichnungen greift LeWitt eine Technik auf, die er bereits Anfang der 1970er-Jahre, damals allerdings für Buntstift, entwickelt hat und unterzieht sie einer methodischen Vertiefung. Das Verfahren, dessen Ergebnisse zufällig anmuten, ermöglicht einen fein nuancierten, präzisen Auftrag in verschiedenen Tonstärken. So überziehen fünf oder sechs unterschiedliche Graunuancen (je nach Zeichnung) in regelmäßigem Auftrag die Wand und füllen gleichmäßig einfache Quadrate oder isometrische Würfel. Das Scribble-Verfahren ermöglicht die Produktion paradoxer Werke, in denen sich eine der primitivsten Zeichentechniken mit der Perfektion konzeptueller Serialität vereint.

Wall Drawing #879 (1998) gehört zu einem Werkensemble mit dem Titel Loopy Doopy und besteht aus einem komplexen Motiv verschlungener Bänder. Die Serie markiert eine Abkehr vom systematischen, modularen Ansatz früherer Arbeiten und damit einen radikalen Bruch in LeWitts Praxis. Die für das vertraute Repertoire vollkommen untypischen unregelmäßigen Verschlingungen lassen sich nicht anhand simpler Anleitungen oder Diagramme auf eine Wand übertragen. Daher wird eine Kopie der Originalzeichnung auf Transparentfolie gedruckt und auf die vorgesehene Wand projiziert, damit die Zeichner den willkürlichen Mäandern dieses fließenden, organischen Werkes exakt folgen können.

Wall Drawing #879 Loopy Doopy (black and white) Loopy Doopy (schwarz-weiß)

Wall Drawing #1171 Five degrees of scribbles: A cube without a cube; a cube without a corner Kritzeleien in fünf Abstufungen: ein Würfel ohne Würfel; ein Würfel ohne Ecke

Acrylfarbe

Grafitstift

Erste Ausführung: Elizabeth Alderman, Sachiko Cho, Edy Ferguson, Anders Felix, Paux Hedberg, Choichi Nishikawa, Jim Prez, Emily Ripley, Mio Takashima Ort der ersten Ausführung: PaceWildenstein, New York September 1998

Erste Ausführung: Roland Lusk, Anthony Sansotta Ort der ersten Ausführung: Wohnhaus der Familie Glimcher, East Hampton, New York August 2005 Collection Arne and Milly Glimcher, New York © Adagp, Paris 2012 © Foto: Centre Pompidou-Metz/Rémi Villaggi Ansicht der Zeichnung im Centre Pompidou-Metz, Februar 2012

LeWitt Collection, Chester, Connecticut © Adagp, Paris 2012 © Foto: Centre Pompidou-Metz/Rémi Villaggi Ansicht der Zeichnung im Centre Pompidou-Metz, Februar 2012

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ZWEI TEXTE VON SOL LEWITT „WALL DRAWINGS“, 1970

„DOING WALL DRAWINGS“, 1971

I wanted to do a work of art that was as two-dimensional as possible. It seems more natural to work directly on walls than to make a construction, to work on that, and then put the construction on the wall. The physical properties of the wall, height, length, color, material, architectural conditions and intrusions, are a necessary part of the wall drawings. Different kinds of walls make for different kinds of drawings. Imperfections of the wall surface are occasionally apparent after the drawing is completed. These should be considered a part of the wall drawing. The best surface to draw on is plaster, the worst is brick, but both have been used. Most walls have holes, cracks, bumps, grease marks, are not level or square and have various architectural eccentricities. The handicap in using walls is that the artist is at the mercy of the architect. The drawing is done rather lightly, using hard graphite so that the lines become, as much as possible, a part of the wall surface, visually. Either the entire wall or a portion is used, but he dimensions of the wall and its surface have a considerable effect on the outcome. When large walls are used the viewer would see the drawings in sections sequentially, and not the wall as a whole. Different draftsmen produce lines darker or lighter and closer or farther apart. As long as they are consistent there is no preference. Various combinations of black lines produce different tonalities; combinations of colored lines produce different colors. The four basic kinds of straight lines used are vertical, horizontal, 45° diagonal left to right and 45° diagonal right to left. When color drawings are done, a flat white wall is preferable. The colors used are yellow, red, blue and black; the colors used in printing. When a drawing is done using only black lines, the same tonality should be maintained throughout the plane in order to maintain the integrity of the wall surface. An ink drawing on paper accompanies the wall drawing. It is rendered by the artist while the wall drawing is rendered by assistants. The ink drawing is a plan for but not a reproduction of the wall drawing; the wall drawing is not a reproduction of the ink drawing. Each is equally important. It is possible to think of the sides of simple threedimensional objects as walls and draw on them. The wall drawing is a permanent installation, until destroyed.

The artists conceives and plans the wall drawing. It is realized by draftsmen, (the artist can act as his own draftsman.) The plan (written, spoken or a drawing) is interpreted by the draftsman. There are decisions which the draftsman makes, within the plan, as part of the plan. Each individual being unique, given the same instructions would carry them out differently. He would understand them differently. The artist must allow various interpretations of his plan. The draftsman perceives the artist’s plan, then reorders it to his own experience and understanding. The draftsman’s contributions are unforeseen by the artist, even if he, the artist, is the draftsman. Even if the same draftsman followed the same plan twice, there would be two different works of art. No one can do the same thing twice. The artist and the draftsman become collaborators in making the art. Each person draws a line differently and each person understands words differently. Neither lines nor words are ideas, they are the means by which ideas are conveyed. The wall drawing is the artists’s art, as long as the plan is not violated. If it is, then the draftsman becomes the artist and the drawing would be his work of art. But art that is a parody of the original concept. The draftsman may make errors in following the plan without compromising the plan. All wall drawings contain errors, they are part of the work. The plan exists as an idea but needs to be put into its optimum form. Ideas of wall drawings alone are contradictions of the idea of wall drawings. The explicit plan should accompany the finished wall drawing. They are of equal importance. Erstveröffentlichung in englischer Sprache unter dem Titel „Doing Wall Drawings“ in: Art Now, Bd. 3, Nr. 2, New York, Juni 1971, o. S. Erstveröffentlichung in Französisch in Mise en pièces, mise en place, mise au point, Ausst.-Kat., Chalon-sur-Saône, Maison de la culture/Dijon, Le Coin du miroir, 1981, S. 54.

Übersetzungen auf Seite 24 © LeWitt Collection, Chester, Connecticut

SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

3. SOL LEWITT BIOGRAFIE UND WERK Sol LeWitt (1928–2007) wurde in Hartford im USamerikanischen Bundesstaat Connecticut geboren. Er studierte Kunst an der Universität Syracuse im USBundesstaat New York und an der Cartoonist and Illustrator School (heute School of Visual Arts) in New York City. Er arbeitete als Grafiker im Architekturbüro von I. M. Pei sowie als Nachtportier im Museum of Modern Art, wo Künstler wie Robert Ryman, Dan Flavin und Robert Mangold und die Kunstkritikerin Lucy R. Lippard zu seinen Kollegen gehörten. LeWitt wurde zunächst der MinimalArt-Szene zugerechnet, von der er sich jedoch distanzierte, um sich voll und ganz einem konzeptuellen Ansatz zu widmen. Der Künstler definierte die theoretischen Grundlagen seiner Kunst in zahlreichen Schriften, darunter auch die berühmten Aufsätze „Paragraphs on Conceptual Art“ (1967) sowie „Sentences on Conceptual Art“ (1969).

1989: Wall Drawings 1984–1989, Kunsthalle Bern 1992–1995: Sol LeWitt: Drawings 1958–1992, Haags Gemeentemuseum, Den Haag (Wanderausstellung, weitere Stationen u.a. Centre Georges Pompidou, Paris, und Musée de Picardie, Amiens, Frankreich) 2000–2001: Sol LeWitt: A Retrospective, San Francisco Museum of Modern Art (Wanderausstellung, weitere Stationen: Museum of Contemporary Art, Chicago; Whitney Museum of American Art, New York) Seit 2006: Sol LeWitt Drawing Series, Dia: Beacon, New York 2008–2033: Sol LeWitt: A Wall Drawing Retrospective, Massachusetts Museum of Contemporary Art (MassMoCA), North Adams, Massachusetts

Die Wall Drawings, mit denen Sol LeWitt 1968 im Alter von 40 Jahren begann, sind wohl seine berühmtesten Arbeiten. Sein Œuvre umfasst außerdem dreidimensionale Werke (bekannt als „structures“ – Strukturen), Zeichnungen auf Papier, Fotoserien, Drucke und Künstlerbücher. So arbeitete der Künstler mit verschiedenen Medien, die er jedoch allesamt als Werkzeuge zur Erforschung seiner Denkprozesse einsetzte. Dieses fließende Zusammenspiel der unterschiedlichen Medien führte auch zur Realisierung von LeWitts ersten Wandzeichnungen: Für das Xerox Book, eine Sammelpublikation verschiedener Künstler, schuf er ein System aus 24 Papierzeichnungen, die er im Anschluss direkt auf die Wände der Paula Cooper Gallery in New York brachte. Dieses Werk mit dem Titel Wall Drawing #2, Drawing Series II (A) (24 drawings) ist im Centre Pompidou-Metz erneut zu sehen.

[GRUPPENAUSSTELLUNGEN] 1968: Documenta, Kassel (auch 1972, 1977 und 1982) 1971: Guggenheim International Exhibition, New York 1976: Biennale in Venedig (auch 1980, 1988 und 1997) 1979: Whitney Biennial (auch 1987) 1981: Mise en pièces / mise en place / mise au point, Maison de la Culture, Chalon-sur-Saône, Frankreich, und Le Coin de Miroir, Dijon, Frankreich 1982: Murs, Centre Pompidou, Musée national d’art moderne, Paris 1995: 1965–1975: Reconsidering the Object of Art, The Museum of Contemporary Art, Los Angeles

Seine erste Einzelausstellung hatte Sol LeWitt 1965 in der John Daniels Gallery in New York. Von da an wurde sein Werk in zahlreichen Ausstellungen in Galerien und Museen und bei internationalen Kunstereignissen gezeigt, darunter:

1999–2000: Global Conceptualism: Points of Origin, 1950er-1980er, The Queens Museum of Art, Queens; MIT List Visual Arts Center, Cambridge, Massachusetts 2004: Singular Forms (Sometimes Repeated): Art from 1951 to the Present, Solomon R. Guggenheim Museum, New York

[EINZELAUSSTELLUNGEN]

2007: Le Mouvement des images, Centre Pompidou, Musée national d’art moderne, Paris

1970: Sol LeWitt, Gemeentemuseum, Den Haag 1975: Prints, Stedelijk Museum, Amsterdam

2009: In and Out of Amsterdam, The Museum of Modern Art, New York

1978–1979: Sol LeWitt, The Museum of Modern Art, New York (Wanderausstellung, weitere Stationen: Museum of Contemporary Art, Montreal; Krannert Museum of Art, University of Illinois, Champaign; Museum of Contemporary Art, Chicago; La Jolla Museum of Contemporary Art, California)

Erstveröffentlichung in englischer Sprache in: Gregory Battock (Hrg.), „Documentation on Conceptual Art“, Arts Magazine, Bd. 44, Nr. 6, New York, April 1970, S. 45. Erstveröffentlichung in Französisch in Mise en pièces, mise en place, mise au point, Ausst.-Kat., Chalon-sur-Saône, Maison de la culture/Dijon, Le Coin du miroir, 1981, S. 53.

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2011: On Line: Drawing Through the Twentieth Century, The Museum of Modern Art, New York

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SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

4. DER AUSSTELLUNGSKATALOG

5. RUND UM DIE AUSSTELLUNG

Anlässlich der Ausstellung gibt das Centre Pompidou-Metz einen 480 Seiten umfassenden Katalog heraus, der in französischer und englischer Sprache erscheinen wird. Da zahlreiche frühere Werke über den Künstler inzwischen weitgehend vergriffen sind, soll dieser Katalog in Zukunft als Referenzwerk Sol LeWitts dienen. Das Werk ist in drei Teile gegliedert: — Der erste Teil ist dem Gesamtwerk LeWitts gewidmet, das im Kontext der Wall Drawings beleuchtet wird; — im zweiten Teil finden sich alle Schriften des Künstlers, die erstmals auf Französisch erscheinen, Pläne und Anweisungen zu den Werken sowie Gespräche mit dem Künstler; — Gegenstand des dritten Teils ist die ebenso umfangreiche wie vielseitige Privatsammlung LeWitts. Dank ihrer 430 Abbildungen, darunter auch in-situ-Ansichten der Wall Drawings, zahlreichen bis dato unveröffentlichten Dokumenten und Beiträgen von international bekannten Autoren, darunter Lucy R. Lippard, Rosalind Krauss und Anne Rorimer, bietet die Monografie einen umfassenden Überblick über das Werk eines der bedeutendsten Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der in Zusammenarbeit mit dem M-Museum in Löwen konzipierte Katalog wird voraussichtlich im September 2012 erscheinen. Sol LeWitt Ausstellungskatalog, herausgegeben von Béatrice Gross Verlag des Centre Pompidou-Metz In Zusammenarbeit mit dem M-Museum in Löwen, Belgien Erscheinungsdatum: September 2012 480 S., gebunden, 49,90 Euro Französische Ausgabe: ISBN 978-2-35983-017-0 Englische Ausgabe: ISBN 978-2-35983-018-7

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WORKSHOPS FÜR KINDER UND JUGENDLICHE

DAS KULTURPROGRAMM IM WENDEL-AUDITORIUM UND STUDIO

Unser Workshop „On the Walls Again“ für Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren läuft noch bis zum 19. März. In den Kinder- und Jugendateliers des Centre Pompidou-Metz können sie sich selbst an der Ausführung der Wall Drawings #84 (1971); #869C (1998); #960 (2001) und #1054 (2002) versuchen. Die Betreuung und Vermittlung übernehmen Mitarbeiter, die von den professionellen Zeichnern der Sammlung LeWitt geschult wurden.

Mit einem interdisziplinären Ansatz eröffnet das Centre Pompidou-Metz seinem Publikum vielfältige und innovative Zugänge zur modernen und zeitgenössischen Kunst. Das Kunstzentrum schafft mit seinem Rahmenprogramm Bezüge zwischen den verschiedenen künstlerischen Disziplinen und bietet mit Performances, Konzerten, Tanzund Theateraufführungen zahlreiche Möglichkeiten der Annäherung an die Thematik der aktuellen Ausstellungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Austausch zwischen Künstlern und Publikum.

PRAKTISCHE INFORMATIONEN

Den Auftakt der Kultursaison 2012/2013 bilden Veranstaltungen rund um die LeWitt-Retrospektive im Centre Pompidou-Metz. Unter dem Motto „Sol LeWitt hier et aujourd’hui“ (Sol LeWitt gestern und heute) geht es insbesondere um den wechselseitigen Einfluss zwischen LeWitts Kunst und der seriellen und minimalistischen Musik der 1960er- und 1970er-Jahre. Weiterhin nehmen die Veranstaltungen die bis heute fortdauernde Bedeutung Sol LeWitts für jüngere Künstlergenerationen in den Blick.

Im Rahmen von Schul- und Vereinsveranstaltungen während der Woche können je 15 Kinder und Jugendliche an den Workshops teilnehmen, an den Wochenenden beschränkt sich die Teilnehmerzahl auf zwölf pro Workshop. Die Workshops für Schulen und Vereine finden werktags zwischen 9 und 11 Uhr statt (bei Anmeldung über die Website des Centre Pompidou-Metz kostenlos). Samstags und sonntags werden folgende Termine angeboten: 11–12.30 Uhr, 14–15.30 Uhr und 16–17.30 Uhr (Eintritt: 3 Euro, Vergabe der Plätze nach Verfügbarkeit).

Das Veranstaltungsprogramm von März bis Juni 2012 finden Sie auf der Website des Centre Pompidou-Metz.

DAUER: 90 Min. VERANSTALTUNGSORT: Kinder- und Jugendateliers im 1. Stock

Die Jugend-Workshops werden von der Sparkasse Champagne-Ardenne gefördert.

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SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

SOL LEWITT. COLORS 21. JUNI BIS 14. OKTOBER 2012, M-MUSEUM LEUVEN (LÖWEN), BELGIEN

SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007 IM RAHMEN VON MONO

Das M-Museum in Löwen präsentiert in Kooperation mit dem Centre Pompidou-Metz ein farbiges Pendant zu der Schwarz-Weiß-Retrospektive in Lothringen. Über 20 in diesem Fall farbige Wandzeichnungen veranschaulichen LeWitts künstlerischen Werdegang von den ersten Buntstiftzeichnungen bis zu seinen späten Werken mit Acrylfarbe. Damit handelt es sich um das größte je in Belgien gezeigte Ensemble von Wandzeichnungen LeWitts.

Der vierte Ausstellungssaal mit einer Deckenhöhe von sieben Meter ist einem einzigen Werk vorbehalten, das sich über zwei Wände hinweg entwickelt. Mit Wall Drawing #867 (1998) halten mit kräftigen Acrylfarben, gewundenen Bändern und glänzender Firnis weitere Variablen Einzug in das System des Künstlers. So heißt es in seinen Anweisungen: „Senkrecht in sechs gleich große Teile in den Farben Gelb, Lila, Blau, Orange, Rot und Grün geteilte Wand. In der Waagrechten wird die Wand durch eine Wellenlinie geteilt. Der obere Teil ist matt, der untere glänzend.“

Die Ausführung der Zeichnungen im M-Museum nach den Instruktionen des Künstlers übernehmen erfahrene Zeichner aus dem Atelier LeWitt gemeinsam mit jungen Künstlern und Studenten der folgenden belgischen Kunsthochschulen: Hogeschool Sint-Lukas, Brüssel; La Cambre/École Nationale Supérieure des Arts Visuels, Brüssel; Koninklijke Academie voor Schone Kunsten | KASK, Gent; Sint-Lucas Beeldende Kunst, Gent; Koninklijke Academie voor Schone Kunsten, Antwerpen und Sint-Lucas, Antwerpen.

Kuratorinnen von Sol LeWitt. Colors Eva Wittocx (Chefkuratorin, M-Museum, Löwen) und Béatrice Gross (freie Kuratorin und Kritikerin, New York)

PRAKTISCHE INFORMATIONEN M-Museum Leuven (Löwen) L. Vanderkelenstraat 28 B-3000 Leuven Tel. +33 (0) 16 27 29 29 bezoekm@leuven.be www.mleuven.be

In den vier aufeinanderfolgenden Ausstellungssälen werden in chronologischer Reihenfolge die vier Techniken vorgestellt, die LeWitt für seine farbigen Wandzeichnungen verwendete: Buntstift, Pastellkreide, Tusche und Acrylfarbe. Ebenso wie die diversen Techniken und Formen, mit denen LeWitt experimentierte, betrachtete der Künstler auch die Farbe als weitere Variable in seinen geometrischen Systemen.

ÖFFNUNGSZEITEN Montags und dienstags sowie freitags bis sonntags 11–18 Uhr, donnerstags 11–22 Uhr, mittwochs Ruhetag.

Im ersten Ausstellungssaal sind zwischen Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre entstandene Wandzeichnungen mit farbigem Buntstift zu sehen. Die feinen Linien in den Grundfarben werden entweder getrennt voneinander wiederholt oder überlagern sich, sodass sich daraus Sekundärfarben ergeben. Während sich einige Werke innerhalb großer Quadrate entwickeln, erstrecken sich andere gleichmäßig über die gesamte Wandfläche.

EINTRITTSPREISE Einzelkarte: 9 € Ermäßigte Eintrittskarte: 7 € Unter 26 Jahren: 5 € 13–18 Jahre: 3 € Unter 13 Jahren: Eintritt frei Familienkarte: 22 €

Der zweite Ausstellungssaal ist in Pastellkreiden ausgeführten Wandzeichnungen aus den späten 1970erund frühen 1980er-Jahren vorbehalten, die aufzeigen, wie LeWitt sein visuelles Vokabular weiterentwickelte und erstmals mit großen Farbflächen (weiterhin in den Grundfarben Rot, Blau und Gelb) experimentierte, in die er einfache geometrische Formen platzierte. Bei anderen Werken in Pastellkreide vertiefte er sein kollaboratives Prinzip: Hier ist es den Zeichnern überlassen, die genaue Position der Elemente zu bestimmen.

PRESSESTELLE Ilke Christiaens Relations Presse M-Museum Leuven Tel. +32 16 27 29 38 Ilke.christiaens@leuven.be

BILDMATERIAL FÜR DIE PRESSE Download unter: ftp://ftp1.leuven.be/ (im Internetexplorer öffnen) Log-in: persm Passwort: museum

Der dritte Saal ist LeWitts Zeichnungen mit lavierter Tusche gewidmet. Mit dieser Technik, die an die Freskenmalerei der italienischen Renaissance erinnert, lässt LeWitt durch den mehrschichtigen Auftrag von roter, gelber, blauer oder grauer Tusche komplexe Tonnuancen entstehen (die Primärfarben ergeben sich durch den direkten, mehrmaligen Auftrag auf die Wand und werden nicht angemischt).

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Folgende Ausstellungen werden im Rahmen von MONO zu sehen sein:

Ab 1. Juni 2012 präsentieren Kulturinstitutionen aus Lothringen, dem Saarland und Luxemburg im Rahmen des Projekts MONO:

Wesley Meuris - Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain, Luxemburg Erick Beltrán - Centre d’art contemporain - Synagogue de Delme, Delme Raphaël Dallaporta - Centre national de l’audiovisuel, Düdelingen, Luxemburg Sol LeWitt - Centre Pompidou-Metz, Metz Ben Vautier - Château de Malbrouck, Mandern John Giorno - Faux Mouvement, Metz Doug Wheeler - 49 Nord 6 Est – Frac Lorraine, Metz Carine et Elisabeth Krecké – Centre d’art Nei Licht, Düdelingen Sanja Ivekovic, Emily Bates, Filipa César, Sarah Sze Mudam Luxembourg - Musée d’Art Moderne GrandDuc Jean, Luxemburg Roland Fisher - Saarlandmuseum, Saarbrücken Nicolas Dhervillers - Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Völklingen Gregor Hildebrandt – Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken August Sander - Museum Schloss Fellenberg, Merzig Otto Steinert - Galerie der Hochschule der Bildenden Künste Saar, Merzig Peter Schlör - Städtische Galerie Neunkirchen

18 monografische Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst 19 Künstler 15 Veranstaltungsorte 3 Länder 3-tägiges Auftaktprogramm 3 Monate Ausstellungsdauer Die Initiative MONO ist in der Folge früherer gemeinsamer Initiativen von Kultureinrichtungen der Großregion (Lothringen, Luxemburg, Saarland, Rheinland-Pfalz, Wallonie) entstanden. 2007 wurde das Projekt „Luxemburg, Kulturhauptstadt Europas“ auf die Großregion ausgedehnt und markierte damit eine neue Etappe für den grenzüberschreitenden Kulturaustausch. MONO präsentiert sich in einem anderen, vollkommen neuen Format: Kulturinstitutionen aus Frankreich, Deutschland und Luxemburg bündeln ihr Know-how und ihre Energien für ein gemeinsames Ausstellungsprogramm, das in der Präsentation zahlreicher monografischer Ausstellungen zeitgenössischer Künstler besteht. Über die von den verschiedenen Institutionen gewählten Formen will MONO deutlich machen, wie unterschiedlich die Annäherungen an ein monografisches Ausstellungsprojekt sein können. So eröffnen sich einzigartige und einander ergänzende Sichtweisen auf diesen ganz besonderen Ausstellungstyp.

ARTS FLANDERS, PARTNER VON MONO 2012 finden in Belgien fünf bedeutende Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in verschiedenen flämischen Provinzen statt. Visual Arts Flanders 2012 präsentiert Beaufort04 (belgische Küste), TRACK (Gent), Middelheim (Antwerpen), die Manifesta 9 (Genk) und Newtopia (Mecheln). Dank der geografischen Lage der fünf Veranstaltungsorte und des gemeinsamen Fokus auf die Gegenwartskunst konnte eine internationale Kommunikationsplattform entwickelt werden, auf der sich diese Ausnahmeveranstaltungen gemeinschaftlich präsentieren. www.visualartsflanders.be

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SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

6. LEIHGEBER

7. PARTNER

FRANKREICH

SPANIEN

DIE PARTNER DES CENTRE POMPIDOU-METZ

BORDEAUX

MADRID

CAPC musée d’art contemporain de Bordeaux

Privatsammlung. Courtesy Fundación Almine y Bernard Ruiz-Picasso para el Arte

Als Schwesterinstitution des Centre Pompidou in Paris ist das Centre Pompidou-Metz Ergebnis der ersten Dezentralisierung einer staatlichen Kultureinrichtung in Kooperation mit einer Gebietskörperschaft, dem Gemeindeverbund Communauté d’Agglomération de Metz Métropole.

LYON Musée d’art contemporain de Lyon

USA

PARIS

CHESTER, CT

Centre Pompidou, Musée national d’art moderne Collection M. et Mme Buren Collection MJS

LeWitt Collection

Das Centre Pompidou-Metz ist eine aus einer Kulturpartnerschaft entstandene öffentliche Institution, deren Gründungsmitglieder der Staat, das Centre Pompidou, die Region Lothringen, der Gemeindeverbund Metz Métropole und die Stadt Metz sind. Das Centre Pompidou-Metz dankt all seinen Partnern, die es bei der Umsetzung seiner Ausstellungen unterstützen.

CHICAGO The Art Institute of Chicago

KAIMANINSELN UND ISREAL

LOS ANGELES

Art Partners

Los Angeles County Museum of Art

NEUSEELAND

NEW HAVEN, CT

Collection Alan Gibbs

Yale University Art Gallery

NEW YORK

SCHWEIZ

Collection Arne and Milly Glimcher The Museum of Modern Art Whitney Museum of American Art

LUGANO Collection Panza

SAN FRANCISCO San Francisco Museum of Modern Art

PARTNER DER AUSSTELLUNG Collection LeWitt, Chester, Connecticut (USA) M-Museum in Leuven (Löwen), Belgien

BEI DER AUSFÜHRUNG DER WANDZEICHNUNGEN École supérieure d’art de Lorraine, Metz – Épinal ENSarchitecture de Nancy École nationale supérieure d’art de Nancy ESAD de Reims/École Supérieure d’Art et de Design

MIT UNTERSTÜTZUNG DER französischen Botschaft in Belgien US-amerikanischen Botschaft in Belgien

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SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

8. MITARBEITER

Gründungsmäzen

DIE AUSSTELLUNG SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007 IST EINE PRODUKTION DES CENTRE POMPIDOU-METZ. KONZEPT UND ENTWURF ENTSTANDEN IN ZUSAMMENARBEIT MIT DER COLLECTION LEWITT, CHESTER, CONNECTICUT, USA

Wendel, Gründungsmäzen des Centre Pompidou-Metz „Die Wendel-Gruppe ist stolz, das Centre Pompidou-Metz seit 2010 über einen Zeitraum von fünf Jahren als Gründungsmäzen zu fördern und so ein wichtiges Projekt für das Departement Lothringen zu unterstützen, das traditionell die Heimat der Gruppe und ihrer Gründerfamilien ist. Es war unser Wunsch, dass sich diese Partnerschaft auf die Wertvorstellungen unseres Unternehmens stützt: Nachhaltigkeit, die für Treue und Engagement steht, Innovation, die für uns Grundlage der wirtschaftlichen Wertschöpfung, aber auch jeder menschlichen und künstlerischen Aktivität bedeutet, sowie die Ambition, in einer französischen Region im Herzen Europas internationale Anerkennung zu erlangen“, so Frédéric Lemoine, Vorstandsvoritzender von Wendel, und Ernest Antoine Seillière, Vorsitzender des Vereins der Freunde der Wendel-Stiftung, die ebenfalls zu den Förderern des Centre Pompidou-Metz gehört. Wendel ist eine der größten börsennotierten Investmentgesellschaften in Europa. Sie übt ihre Tätigkeit als Investor und professioneller Aktionär zur Förderung der langfristigen Entwicklung führender Unternehmen des Sektors aus: Bureau Veritas, Legrand, Saint-Gobain, Materis, Deutsch, Stahl und Mecatherm. Die im Jahr 1704 in Lothringen gegründete Wendel-Gruppe konzentrierte ihre Aktivitäten lange Zeit auf die französische Stahlindustrie, um sich Ende der 1970erJahre zu einer Investmentgesellschaft zu wandeln. Mit dem Unternehmen Wendel-Participations, in dem die über 1000 Aktionäre der Familie versammelt sind, hält die Gründerfamilie 35 % der Anteile der WendelGruppe. Pressekontakt: Christèle Lion + 33 (0)1 42 85 91 27 c.lion@wendelgroup.com Website: www.wendelgroup.com

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AUSSTELLUNGSMITARBEITER

Technischer Betrieb Stéphane Leroy

Kuratorin Béatrice Gross Collection LeWitt, Chester, Connecticut Carol LeWitt, Sofia LeWitt, Anthony Sansotta, Janet Passehl und John Lavertu Sol LeWitt Catalogue Raisonné Artifex, New York Susanna Singer und Veronica Roberts The Pace Gallery, New York Cay Rose Zeichner Nicolai Angelov Takeshi Arita Manon Auroux-Daix Nadège Avril Guillaume Barborini Thomas Bellot Salomé Bernhard Hélène Bleys Caroline Bluche Julian David Bolivar Cuellar Charles Bontout Sébastien Bour Alma Bucciali Hajaratou Camara Léa Candat Estelle Chrétien Andrew Colbert Aude Couvercelle Arthur Debert Christelle Debono Aurore Derolez Charlotte Doireau Sofia Espinosa Marine Fechtig Elise Franck Julie Freichel Matthieu Frenot Shqipe Gashi Damien Gete Romain Goetz Elodie-Rose Gouet Maëlle Greffier Geoffrey Grimal Jing-Fang Hao Guilaine Harnist Caroline Hatte John Hogan Pierre-Alexandre Hugron Gabriel Hurier François Hussenot Princia Chinese Itoua Dickelet Sarah Knobloch Benjamin Lallement Ludovic Landolt Min-Woo Lee Brann Le Garrec

Technische Regie und Beleuchtung Jean-Philippe Currivant Filmische Dokumentation Patric Chiha und Team

Maximilian Le Roux Cyrielle Lévêque Lucie Linder Roland Lusk Loïc Lusnia Sarra Narimane Mami Amandine Mantrant Valérie Martens Baptiste Mathieu Alice Mescolini Laura Monpeurt Tiphaine Moreau Aliénor Morvan Laura Murias Pauline Nicoli Hee-Jung Noh Paul Oudin Emil Polette Ilaria Positano Antoine Py Lou Reichling Hélène Ricou Agathe Rosnet Vivien Roussel Emilien Sarot Matthieu Schmidlin Margaux Simonetti Baptiste Sorin Wim Starkenburg Yee-Hsien Tan Simon Thiebaut Angéline Thivant Jo-Ana Tracjceski Alessandra Venner Agathe Vial Sara Viviani Marion Wolff

Fotomontagen Studio Rémi Villaggi und Citizen Films Grafische Gestaltung von Ausstellungsbeschilderung, Einladungskarten und Plakaten Pierre Peronnet und Wijntje van Rooijen Koordination der Ausstellungsbeschilderung Claire Bonnevie Herstellung und Montage der Ausstellungsbeschilderung Boscher und Expocom Lichtkonzept Thomas Klug und Guy Pilet Schreinerarbeiten und Trockenbau Volume International: Christophe Des Dorides, Yves Lafarie, Patrick Fossey, Guy Haueter und Team Malerarbeiten Duval und Mauler: Julien Facon, Stéphane Delesges und Team Beleuchtung MPM Equipement: Michel Mazzarini, Laurent Capron und Team Prüfingenieur Bureau Veritas: Michel Lecuyer und Lug Soulier Versicherung der Werke Blackwall Green: Robert Graham und Camilla Stephens Corporate Design Centre Pompidou-Metz Donuts Pressekommunikation Agence Claudine Colin Communication: Claudine Colin, Valentine Dolla und Léa Levkovetz

Projektleitung Charline Becker

PraktikantInnen Yaëlle Audureau, Morgan Labar und Éliane de Larminat

Szenografie Cécile Degos Recherchen Anais Lellouche Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen Anne Oster Programmgestaltung junges Publikum und Wissensvermittlung Anne-Marine Guiberteau

KATALOG Herausgeberin Béatrice Gross Redaktion Claire Bonnevie Grafische Gestaltung Pierre Peronnet und Wijntje van Rooijen

Ausstellungsregie Irene Pomar

Herstellung Dominique Oukkal

Raumregie Alexandre Chevalier

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SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

CENTRE POMPIDOU-METZ VERWALTUNGSRAT

Direktion

Verwaltung und Finanzen

Kommunikation und Entwicklung

Programmgestaltung

Vorsitzender Alain Seban, Präsident des Centre Pompidou

Laurent Le Bon Direktor Claire Garnier Referentin des Direktors

Jean-Eudes Bour Buchhaltung, Verwaltungs- und Finanzmanagement Jérémy Fleur Assistenz Finanzmanagement Aurdey Jeanront Assistenz Personalwesen Ludivine Morat Assistenz Verwaltungsmanagement Alexandra Morizet Öffentliche Vergabeverfahren Véronique Muller Assistenz Finanzmanagement

Annabelle Türkis Leiterin des Bereichs Kommunikation und Entwicklung Erika Ferrand-Cooper Kommunikation und Veranstaltungsmanagement Marie-Christine Haas Multimedia-Kommunikation Louise Moreau Kommunikation und Pressearbeit Marine Van Schoonbeek Kommunikation und Public Relations Amélie Watiez Kommunikation und Veranstaltungsmanagement Pauline Fournier Assistenz Öffentlichkeitsarbeit (in der Ausbildung)

Hélène Guenin Leiterin des Programmbereichs Camille Aguignier Publikationen Claire Bonnevie Redakteurin Géraldine Celli Programm Wendel-Auditorium und Studio Anaïs Lellouche Recherchen, Referentin der Direktion Alexandra Müller Recherche und Ausstellungen Dominique Oukkal Herstellung Élodie Stroecken Koordination des Bereichs Programmgestaltung

Produktion

Besuchermanagement Aurélie Dablanc Leiterin des Bereichs Besuchermanagement Fedoua Bayoudh Besuchergewinnung und Tourismus Djamila Clary Assistentin Jules Coly Besucherbetreuung, Informationsvermittlung, Barrierefreiheit Anne-Marine Guiberteau Programmgestaltung junges Publikum und Wissensvermittlung Benjamin Milazzo Besuchergewinnung und -bindung Anne Oster Bildungseinrichtungen

Ehrenvorsitzender Jean-Marie Rausch Stellvertretender Vorsitzender Jean-Luc Bohl, Präsident des Gemeindeverbunds Metz Métropole Vertreter des Centre Pompidou Alain Seban, Präsident, Agnès Saal, Generaldirektorin, Jean-Marc Auvray, Rechts- und Finanzdirektor, Bernard Blistène, Direktor für kulturelle Entwicklung, Frank Madlener, Direktor des Instituts für akustische/ musikalische Forschung und Koordination (IRCAM), Alfred Pacquement, Direktor des Musée national d’art moderne Vertreter des Gemeindeverbunds Metz Métropole Jena-Luc Bohl, Präsident, Antoine Fonte, Vizepräsident, Pierre Gandar, Gemeinderat, Patrick Grivel, Gemeinderat, Henri Hasser, Vizepräsident, Thierry Hory, Vizepräsident, William Schuman, Gemeinderat

Geschäftsführung Emmanuel Martinez Geschäftsführer Pascal Keller Stellvertretender Geschäftsführer Julie Béret Referentin der Direktion und der Geschäftsführung Hélène de Bisschop Justiziarin Émilie Engler Assistentin der Geschäftsführung

Vertreter des Regionalrats Lothringen Jean-Pierre Masseret, Präsident, Nathalie Colin-Osterlé, Regionalrätin, Josiane Madelaine, Vizepräsidentin, Roger Tirlicien, Regionalrat, Thibault Villemin, Vizepräsident Staatsvertreter Christian Galliard de Lavernée, Präfekt der Region Lothringen, Präfekt des Departements Moselle und der Verteidigungs- und Sicherheitszone Ost (Zone de Défense et de Sécurité Est) oder sein Stellvertreter Vertreter der Stadt Metz Dominique Gros, Bürgermeister von Metz, dem Standort des CPM Thierry Jean, stellvertretender Bürgermeister Sachkundige Mitglieder Frédéric Lemoine, Vorstandsvorsitzender der Wendel-Gruppe Patrick Weiten, Präsident des Generalsrats des Departement Moselle, oder sein Stellvertreter

Facility Management Philippe Hubert Technischer Direktor Christian Bertaux Gebäudemanagement Sébastien Bertaux Elektrotechnik Vivien Cassar Gebäudetechnik Jean-Pierre Del Vecchio System- und Netzwerkadministrator Pierre Hequet Gebäudetechnik Christian Heschung Digitale Informationssysteme Stéphane Leroy Technischer Betrieb André Martinez Sicherheitsbeauftragter jonathan.moro EDV-Management Jean-David Puttini Malerarbeiten

Anne-Sophie Royer Leiterin des Bereichs Produktion Charline Becker Projektleitung Alexandre Chevalier Raumregie Jean-Philippe Currivant Technische Regie Olivia Davidson Ausstellungsregie Jennifer Gies Projektleitung Thibault Leblanc Aufführungsregie Éléonore Mialonier Ausstellungsregie Fanny Moinel Projektleitung Irène Pomar Projektleitung Jeanne Simoni Produktionsassistentin

Das Centre Pompidou-Metz dankt all seinen Dienstleistern und deren Mitarbeitern: Clean Alliance, Cofely, Buchhandlung Flammarion, Phone Régie, Restaurant La Voile Blanche und SGP.

Personalvertretung des Centre Pompidou-Metz Philippe Hubert, technischer Direktor Benjamin Milazzo, Öffentlichkeitsarbeit und Besucherbindung

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FÖRDERVEREIN LES AMIS DU CENTRE POMPIDOU-METZ Die Amis du Centre Pompidou-Metz sind ein gemeinnütziger Verein, der das Kunstzentrum bei der Realisierung seines Kulturprogramms sowie bei der Herstellung von Kontakten zur Unternehmenswelt und zu Privatpersonen, die das Centre Pompidou-Metz fördern wollen, unterstützt. Jean-Jacques Aillagon, ehemaliger Minister Präsident Ernest-Antoine Seillière, Aufsichtsratvorsitzender des Wendel-Konzerns Vizepräsident Lotus Mahé, Kunsthistoriker Generalsekretär Philippe Bard, Präsident von Demathieu & Bard Schatzmeister Charline Guille, Assistentin der Geschäftsführerin


SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

9. PRAKTISCHE INFORMATIONEN

10. BILDMATERIAL FÜR DIE PRESSE

SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007 Die Ausstellung ist der Öffentlichkeit vom 7. März 2012 bis 39. Juli 2013 zugänglich.

ÖFFNUNGSZEITEN ÖFFNUNGSZEITEN BIS 30. APRIL 2012 Montag .................... 11–18 Uhr Dienstag .................. Ruhetag Mittwoch ................. 11-18 Uhr Donnerstag ............. 11-20 Uhr Freitag ..................... 11-20 Uhr Samstag .................. 10-20 Uhr Sonntag ................... 10-18 Uhr ÖFFNUNGSZEITEN AB 1. MAI 2012 Montag .................... 11–18 Uhr Dienstag ................. Ruhetag Mittwoch ................. 11-18 Uhr Donnerstag ............. 11-18 Uhr Freitag ..................... 11-18 Uhr Samstag .................. 10-20 Uhr Sonntag ................... 10-18 Uhr Die Kassen sind bis 45 Minuten vor Schließung des Centre Pompidou-Metz besetzt.

EINTRITTSPREISE Einheitspreis: 7 € Die Eintrittskarte berechtigt zum Besuch aller Ausstellungen des Tages. Für die folgenden BesucherInnen ist der Eintritt unter Vorlage eines entsprechenden Nachweises frei: — BesucherInnen unter 26 Jahren — LehrerInnen mit dem „Pass éducation“ des französischen Bildungsministeriums — behinderte BesucherInnen und ihre Begleitperson — in Frankreich gemeldete Arbeitssuchende (Nachweis nicht älter als sechs Monate) — SozialhilfeempfängerInnen (Nachweis nicht älter als sechs Monate) — EmpfängerInnen einer Mindestrente („minimum vieillesse“) — Dolmetscher-FremdenführerInnen und FremdenführerInnen (aus Frankreich) — InhaberInnen der Karten Icom, Icomos oder Aica — InhaberInnen eines Presseausweises — KünstlerInnen, die Mitglied der Maison des Artistes sind Bevorzugten Einlass genießen: — InhaberInnen eines Jahresabonnements („Le Pass“) für das Centre Pompidou-Metz — behinderte BesucherInnen und ihre Begleitperson — BesucherInnen mit Anmeldung, Eintrittskarten oder einer Buchungsnummer — InhaberInnen der Karten Icom, Icomos oder Aica — InhaberInnen eines Presseausweises

Audioguides: 3 € Multimedia-Audioguides sind an den Kassenschaltern erhältlich. Sprachen: Französisch, Englisch, Deutsch, auch für hörgeschädigte BesucherInnen geeignet Weitere Informationen unter: centrepompidou-metz.fr

GRUPPENBESUCHE Führung unter Leitung eines Mitarbeiters/ einer Mitarbeiterin des Centre Pompidou-Metz: Preis: 170 € Sprachen: Französisch, Englisch, Deutsch Im Preis enthalten sind die Eintrittskarten zu den Ausstellungen, eine anderthalbstündige Führung sowie die Anmeldegebühr für die Gruppe. Die Teilnehmerzahl pro Gruppe ist auf 20 Personen begrenzt. Freier Gruppenbesuch oder unter fremder Leitung: Preis: 7 € pro Person + 20 € Anmeldegebühr, die einen bevorzugten Zugang ermöglicht. Die Teilnehmerzahl pro Gruppe ist auf 20 Personen begrenzt.

WO ERHÄLT MAN EINE EINTRITTSKARTE?

SO GELANGT MAN ZUM CENTRE POMPIDOU-METZ Zu Fuß: 2 Min. vom TGV-Bahnhof Metz Stadt, 10 Min. vom historischen Zentrum entfernt. Mit dem Auto: Über die Autobahnen A4 (Paris/ Straßburg) und A31 (Luxemburg/Lyon), Ausfahrt Metz Centre. Parkmöglichkeiten in der Tiefgarage Avenue François Mitterrand (700 Plätze, täglich rund um die Uhr geöffnet).

Eine Auswahl an Bildmaterial zur Ausstellung steht unter folgender Adresse zum Download bereit: centrepompidou-metz.fr/phototheque Benutzername: presse Passwort: Pomp1d57

Mit dem Bus: Über die Autobahnen A4 (Paris/ Straßburg) und A31 (Luxemburg/Lyon), Ausfahrt Metz Centre. An der Avenue François Mitterrand können Reisegruppen abgesetzt werden, außerdem stehen Parkmöglichkeiten für Busse an der Avenue Louis Débonnaire zur Verfügung. Mit dem Zug: TGV-Bahnhof Metz Stadt. Direkte Zugverbindungen: 1 h 20 nach Paris, 40 Min. nach Luxemburg Stadt. Bahnhof Lorraine TGV (29 km von Metz, Pendelverkehr mit Bussen). Direkte Zugverbindungen: 2 h nach Lille Europe, 4 h nach Rennes, 5 h nach Bordeaux, 2 h 40 nach Frankfurt a. M. Mit dem Flugzeug: Flughafen Metz-Nancy Lorraine (33 km/20 Min.), Flughafen Luxemburg (69 km/45 Min.), Flughafen Saarbrücken (79 km/ 1 h), Flughafen Zweibrücken (110 km/1 h 20 Min.).

VOR ORT Im Centre Pompidou-Metz erhalten Sie Ihre Eintrittskarten an den Kassenschaltern oder an den Kassenautomaten. ONLINE — auf der Website des Centre Pompidou-Metz: centrepompidou-metz.fr — bei unseren Partnern Digitick, Fnac, France Billet und TicketNet

Centre Pompidou-Metz 1, parvis des Droits de L’Homme CS 90490 F-57020 Metz Cedex 1 +33 (0)3 87 15 39 39 contact@centrepompidou-metz.fr centrepompidou-metz.fr

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SOL LEWITT. WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007

ÜBERSETZUNGEN DER ZWEI TEXTE VON SOL LEWITT „ÜBER WANDZEICHNUNGEN“, 1970 (WALL DRAWINGS) Die Wandzeichnung ist bis zu ihrer Zerstörung eine dauerhafte Installation.

Ich wollte ein Werk machen, das so zweidimensional wie irgend möglich ist. Es ist natürlicher, direkt auf die Wand zu arbeiten, als eine Konstruktion zu bauen, darauf zu arbeiten und diese dann an der Wand zu befestigen. Die physische Beschaffenheit der Wand – ihre Höhe, Länge, Farbe, das Material, architektonische Gegebenheiten, Unebenheiten – sind essenzieller Bestandteil der Wandzeichnung. Je nach Beschaffenheit der Wand ergeben sich Wandzeichnungen von unterschiedlicher Beschaffenheit. Nach Fertigstellung der Wandzeichnungen bleiben bisweilen Unregelmäßigkeiten in der Wandoberfläche sichtbar. Diese sind Bestandteil der Wandzeichnung. Am besten kann man auf Putz zeichnen, am schlechtesten auf Backstein. Beides wurde schon als Untergrund verwendet. Die meisten Wände haben Löcher, Risse, Unebenheiten und Fettflecken, sind nicht glatt oder rechtwinklig und weisen diverse Eigenheiten auf. Nachteil bei der Arbeit auf Wänden ist, dass der Künstler dem Architekten ausgeliefert ist. Die Zeichnung wird in leichten Strichen mit hartem Bleistift ausgeführt, sodass die Linien optisch möglichst Teil der Oberfläche werden. Es wird entweder auf die gesamte Wand oder nur auf einen Abschnitt gezeichnet, dabei haben jedoch die Maße der Wand und ihre Oberfläche einen beträchtlichen Einfluss auf das Ergebnis. Wird auf großen Wänden gezeichnet, wird der Betrachter die Zeichnung in Abschnitten und nicht als Ganzes wahrnehmen. Ob die Linien dunkler oder heller, enger beieinander oder weiter auseinander sind, hängt vom einzelnen Zeichner ab. Solange dieser in seiner Ausführung einheitlich bleibt, ist das in Ordnung. Verschiedene Kombinationen schwarzer Linien ergeben unterschiedliche Töne, verschiedene Kombinationen farbiger Linien erzeugen unterschiedliche Farben. Die vier Grundrichtungen der geraden Linien sind senkrecht, waagrecht, 45° rechtsdiagonal und 45° linksdiagonal. Für farbige Zeichnungen eignen sich glatte, weiße Wände am besten. Die verwendeten Farben sind Gelb, Rot, Blau und Schwarz wie beim Vierfarbendruck. Bei ausschließlich aus schwarzen Linien bestehenden Zeichnungen sollte über die gesamte Wand hinweg derselbe Ton durchgehalten werden, um die Einheit der Wandoberfläche zu wahren. Zu der Wandzeichnung gehört eine Federzeichnung auf Papier. Sie wird vom Künstler erstellt, während die Wandzeichnung Assistenten ausgeführen. Die Federzeichnung ist ein Plan für die Wandzeichnung, jedoch keine Reproduktion. Die Wandzeichnung ist keine Reproduktion der Federzeichnung. Beide sind gleichwertig. Man kann die Seiten einfacher dreidimensionaler Objekte als Wände betrachten und darauf zeichnen.

Erstveröffentlichung in englischer Sprache in: Gregory Battock (Hrg.), „Documentation on Conceptual Art“, Arts Magazine, Bd. 44, Nr. 6, New York, April 1970, S. 45. Erstveröffentlichung in Französisch in Mise en pièces, mise en place, mise au point, Ausst.-Kat., Chalon-sur-Saône, Maison de la culture/Dijon, Le Coin du miroir, 1981, S. 53.

„WANDZEICHNUNGEN SCHAFFEN“, 1971 (DOING WALL DRAWINGS) Der Künstler konzipiert und plant die Wandzeichnung. Ausgeführt wird sie von Zeichnern (der Künstler kann als sein eigener Zeichner fungieren). Der Plan (geschrieben, gesprochen oder als Zeichnung) wird durch den Zeichner interpretiert. Bei der Ausführung des Plans muss der Zeichner Entscheidungen treffen. Diese sind Teil des Plans. Jeder Zeichner ist einzigartig, und darum wird auch jeder dieselbe Anweisung auf seine eigene Art ausführen – und sie unterschiedlich verstehen. Der Künstler muss verschiedene Interpretationen seines Plans zulassen. Der Zeichner versucht, den Plan des Künstlers zu verstehen, und deutet ihn entsprechend seiner eigenen Erfahrungen. Der Beitrag des Zeichners ist für den Künstler nicht vorhersehbar, auch wenn der Künstler selbst die Ausführung der Zeichnung übernimmt. Selbst wenn ein und derselbe Zeichner denselben Entwurf zweimal ausführen würde, ergäbe dies zwei unterschiedliche Kunstwerke. Niemand kann dasselbe zweimal machen. Der Künstler und der Zeichner produzieren das Kunstwerk gemeinsam. Jeder Mensch zeichnet eine Linie anders. Und jeder versteht Worte anders. Weder Linien noch Worte sind Ideen. Sie dienen lediglich dazu, Ideen zu transportieren. Die Wandzeichnung ist die Kunst des Künstlers, solange der Plan nicht verletzt wird. Wenn dies geschieht, wird der Zeichner zum Künstler und die Zeichnung wäre sein Kunstwerk. Allerdings ein Kunstwerk, das das ursprüngliche Konzept parodiert. Dem Zeichner können bei der Ausführung des Plans Fehler unterlaufen. Damit macht er den Plan nicht zunichte. Alle Wandzeichnungen enthalten Fehler. Sie sind Teil des Werkes. Der Plan besteht als Idee, muss jedoch in seine optimale Form gebracht werden. Bloße Ideen zu Wandzeichnungen sind ein Widerspruch zur Idee der Wandzeichnung. Die fertige Wandzeichnung sollte immer zusammen mit dem detaillierten Plan gezeigt werden. Beide sind gleichwertig. Erstveröffentlichung in englischer Sprache unter dem Titel „Doing Wall Drawings“ in: Art Now, Bd. 3, Nr. 2, New York, Juni 1971, o. S. Erstveröffentlichung in Französisch in Mise en pièces, mise en place, mise au point, Ausst.-Kat., Chalon-sur-Saône, Maison de la culture/Dijon, Le Coin du miroir, 1981, S. 54.

Übersetzung aus dem Englischen von Catherine Vasseur © LeWitt Collection, Chester, Connecticut

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SOL LEWITT, DESSINS MURAUX DE 1968 À 2007

Pressekontakte EPCC Centre Pompidou-Metz Louise Moreau +33 (0)3 87 15 39 63 louise.moreau@centrepompidou-metz.fr Claudine Colin Communication Valentine Dolla +33 (0)1 42 72 60 01 centrepompidoumetz@claudinecolin.com

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Sol LeWitt. Wandzeichnungen von 1968 bis 2007  

WANDZEICHNUNGEN VON 1968 BIS 2007 07.03.12 > 29.07.13 PRESSEMAPPE centrepompidou-metz.fr

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