



![]()





Der neue TEAG Mobil
Ladepark an der Autobahn A9 bei Schleiz kombiniert leistungsstarkes
Schnellladen mit nachhaltigem Design.
Mit der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Ladeparks an der A9 bei Schleiz setzt die TEAG Mobil GmbH ein starkes Zeichen für die Zukunft der Elektromobilität in Thüringen – und darüber hinaus. Nach zwei Jahren Bauzeit ist aus einer kleinen Ladestation ein moderner Hochleistungsladepark mit 20 neuen Schnellladepunkten entstanden. Dabei ist die maximale Ausbaustufe auf 40 Ladepunkte bereits vorbereitet, sodass eine Erweiterung jederzeit schnell und flexibel erfolgen kann. Für dieses zukunftsweisende
Projekt hat TEAG Mobil rund drei Millionen Euro investiert.
„Wir können dank der neuen Infrastruktur für die Ladepunkte jetzt High-Power-Laden bis 400 Kilowatt anbieten“, so TEAG-MobilGeschäftsführer Denis Schuldig. „Erstmals wurde zudem eine großflächige Überdachung für E-Ladestationen umgesetzt, damit die Ladevorgänge wettergeschützt ablaufen können. Bei der Überdachung haben wir uns für eine sehr nachhaltige Holzbinderlösung entschieden – ergänzt um eine extensive Begrünung mit 30 unterschiedlichen Kräuterarten. Eine grüneren Ladepark findet man mit Sicherheit thüringenweit nicht“.

Die Überdachung erstreckt sich über 35 Meter und bietet auf rund 400 Quadratmetern Schutz. Eine intelligente Beleuchtungsanlage mit Dämmerungsschalter sorgt auch bei Dunkelheit für optimale Sichtverhältnisse.
Doch nicht nur die Technik überzeugt:
Auch die Umgebung des Ladeparks wurde umfassend aufgewertet. Die vormals versiegelten Flächen des Gewerbegrundstücks wurden durch zwölf neu gepflanzte Bäume, 1700 bodendeckende Pflanzen, 60 Sträucher und eine 500 Quadratmeter große Wiesenfläche ökologisch aufgewertet.
Technisch bietet der Ladepark alles, was das Herz moderner E-Autofahrer höherschlagen lässt: 20 Ladepunkte mit Ladeleistungen von bis zu 400 kW ermöglichen ultraschnelles Laden. Zehn Minuten an diesen Ladesäulen reichen aus, um genug Energie für eine Strecke von 300 Kilometern zu laden. An dem neuen Ladepark werden aktuell pro Woche 500 Ladevorgänge umgesetzt. Zwei barrierefreie Ladeplätze mit bodengleichen Säulen und tiefer angebrachten Displays machen zudem das Laden auch für mobilitätseingeschränkte Personen einfach und selbstständig möglich.
Auch beim Bezahlen zeigt sich der Ladepark benutzerfreundlich: Ob per EC-Karte, Roaming-App oder mit der kostenlosen TEAG Mobil Ladeapp – alle gängigen Zahlungsmethoden werden unterstützt. Besonders günstig lädt man mit der TEAG App oder per Kreditkartenterminal für nur 49 Cent pro Kilowattstunde.
Eine Erweiterung des Ladeparks ist darüber hinaus bereits in Planung. Auf einem benachbarten Grundstück sollen acht Ladepunkte für E-Lkw mit bis zu einem Megawatt Ladeleistung entstehen. Damit wird Schleiz zu einem strategisch wichtigen Knotenpunkt für den emissionsfreien Schwerlastverkehr.
Mit Projekten wie diesem übernimmt die TEAG Mobil eine Vorreiterrolle beim Ausbau der Ladeinfrastruktur. Bis 2025 sollen rund 1000 Ladepunkte entstehen, mit einem Investitionsvolumen von 35 Millionen Euro. Ziel ist es, jedem E-Autofahrer das Laden dort zu ermöglichen, wo er wohnt, arbeitet oder unterwegs ist – für eine echte Mobilitätswende, die alle mitnimmt.

Die TEAG Mobil GmbH treibt den Wandel in der Verkehrsbranche nachhaltig voran – mit einem starken Fokus auf Elektromobilität in Thüringen. Das Unternehmen baut kontinuierlich die öffentliche Ladeinfrastruktur aus und bringt intelligente Ladelösungen direkt zu Privatpersonen, Unternehmen und Wohnanlagen. Ob Ladeinfrastruktur am Supermarkt, Quartierslösungen für Mietwohnungen oder die Elektrifizierung von Fahrzeugflotten – die Mobilitätsexperten der TEAG beraten, planen und realisieren Mobil-Konzepte. Ergänzt wird das Angebot durch die TEAG Mobil Ladeapp, die Zugang zu einem umfassenden Ladenetz in Thüringen und sechs weiteren Bundesländern bietet.
Text: Armin Grasmuck
Die Geschäftsführer Denis Schuldig und Benjamin Constantin erläutern das ambitionierte wie nachhaltige Konzept der TEAG Mobil – öffentliche Ladeinfrastruktur in Thüringen und den angrenzenden Bundesländern.


Sie haben in Schleiz an der Autobahn A9 einen modernen Schnellladepark eröffnet. Wie ist die erste Resonanz?
Denis Schuldig: Super, das spüren wir schon. Wir sind ein digitalisiertes Unternehmen, können also jeden Ladepunkt genau beobachten. Sind sie aktiv, vielleicht defekt? Wie ist das Ladeverhalten? Wird diese Station akzeptiert? Direkt an der Autobahn, da ist natürlich jeder über zusätzliche Ladepunkte dankbar. Speziell, wenn sie wie in Schleiz angenehm und komfortabel arrangiert sind. Es gibt ein Dach, das im Sommer Schatten spendet und generell vor Regen schützt. Dazu gibt es Systemgastronomen um die Ecke und direkt nebenan noch freie Grundstücke, die Interessenten anziehen. Der Start ist also gelungen – und der Ausblick ist positiv.
Benjamin Constantin: Der Ladepark in Schleiz ist im Mai auf Anhieb in den Top Ten unserer absatzstärksten Standorte platziert. Das finden wir extrem spannend.
Die meisten Ladestromanbieter in Deutschland bemängeln die Schwierigkeiten, mit denen sie sich bei der Umsetzung solcher Projekte zu plagen haben. Stichwort Lage. Behörden. Netzanschluss. Wie herausfordern war es für Sie in Schleiz?
Constantin: Es ist immer eine Herausforderung. Gerade für einen Ladepark, an dem mehrere Ladepunkte entstehen sollen, möchte man sich zukunftsfähig, also skalierungsfähig halten. Das heißt, wir steigen bei unseren Anfragen hoch ein. In diesem Fall konnten wir mit unserer Schwester Thüringer Energienetze GmbH und Co. KG, die dort Netzbetreiber ist, eine gute Lösung finden – wenngleich auch hier ein Kompromiss gefunden werden musste. Das ist an vielen Stellen so. Wir haben aber, etwa über das Lastmanagement, trotzdem

die Möglichkeit, diese Stationen performant dastehen zu lassen. Wir schauen natürlich, dass uns jeder Standort irgendwann Freude macht, also in die Gewinnzone bringt.
Schuldig: Wir hatten mit der Stadt Schleiz in diesem Fall einen guten Partner, was die Genehmigungen angeht. Es war entspannt, sie haben uns bei der Akquise der Grundstücke unterstützt. Das ist in anderen Städten oft viel schwieriger. Da gibt es so viele Ämter, Behörden, Verantwortliche für Grünstreifen, Bäume, Blumen und Wurzelwerk. Trotzdem hat es auch in Schleiz vier Jahre von der Projektidee, Kauf des Grundstücks bis zu der Inbetriebnahme gedauert. Eine Zeit, in der du manchmal nicht weißt, wann etwas wie passiert – speziell aufgrund von Corona, dem Krieg in der Ukraine und wechselnden Bundesregierungen. Da braucht es Geduld und den klaren Blick nach vorn. Eine lustige Anekdote: Der Vertriebsleiter von Renault war bei der Eröffnung zu Gast. Er meinte, wir bräuchten viel mehr solcher Stationen – sonst werde es nichts mit den E-Lkw. Ich sah ihn an und sagte: Als wir vor vier Jahren anfingen, hat noch keiner an E-Lkw gedacht. (lacht)
EINFACH UND KOMFORTABEL
Die neuen Schnellladesäulen der TEAG Mobil liefern den Strom mit Leistungen von bis zu 400 Kilowatt.

Das junge Tochterunternehmen der TEAG Thüringer Energie AG hat sich auf den Ausbau und Betrieb von Ladeinfrastruktur für Elektromobilität in Thüringen und den angrenzenden Bundesländern spezialisiert. Das Unternehmen, das Anfang 2023 gegründet wurde, agiert als eigenständige GmbH innerhalb der TEAGGruppe. Zu den Kernaufgaben von TEAG Mobil zählen Planung, Bau und Betrieb von öffentlichen und privaten Ladepunkten für Elektrofahrzeuge – für Privatkunden sowie für Unternehmen und deren Fuhrparks.

NEUER STANDORT
ALS MASSSTAB
Seit Anfang Mai ist der Ladepark von TEAG Mobil in Schleiz nahe der Autobahn A9 in Betrieb – mit modernen Hyperchargern von Alpitronic.
Es gibt zahlreiche Fälle, in denen der Ladepark seit Monaten fertiggestellt ist, jedoch kein Strom fließt. Sind Sie als Tochter der Thüringer Energie AG diesbezüglich im Vorteil?
Constantin: Nein, das sind zwei unterschiedliche Gesellschaften. Wir müssen genauso unsere Netzanträge einreichen. Natürlich haben wir den Vorteil, dass wir den einen oder anderen Kollegen im Haus kennen, den wir direkt ansprechen können. Die Genehmigungsverfahren auf der Behörden- und auf der Netzseite sind für uns trotzdem genau die gleichen. Wir suchen nach Standorten in den urbanen Räumen, nehmen wir das Beispiel Erfurt: Das sind die Stadtwerke der Netzbetreiber und wir ein Bewerber wie jeder andere. Wir haben die gleichen Hürden zu überwinden. Es ist weniger das Netz, das uns Kopfzerbrechen bereitet, häufiger plagen uns behördliche Themen.
Das Laden gilt als relevanter Faktor der Verkehrswende. Was bietet TEAG Mobil, um den Ladevorgang einfacher, komfortabler und transparenter zu machen?
NATÜRLICH KONZIPIERT
Um den Ladepark haben die Betreiber zahlreiche Bäume und Sträucher gepflanzt, die den grünen Charakter erhalten sollen.

Constantin: Unsere Devise lautet: schnell und einfach. Wir setzen, wie auch Mitbewerber am Markt, die inzwischen fünfte Generation an Schnellladetechnik ein. Die Leistungen steigen rasant an, der nächste Schritt wird zum 600- und 1000-kWLader führen – das Megawatt Charging System, kurz MCS, speziell für die E-Lkw konzipiert. Im Moment sind wir bei 400 Kilowatt Ladeleistung im Peak. Viele Fahrzeuge kommen inzwischen über die 200 kW, zuletzt hat der Smart #5 bewiesen, dass er mit 400 kW laden kann. Das bieten wir an, die Performance ist da. Unsere Ladepunkte sind zudem allesamt vernetzt, unsere Kunden können über die Ladekarte, die App und natürlich auch ad hoc, also per EC- oder Kreditkarte, den Ladevorgang starten.

IM DIREKTEN KONTAKT MIT POTENZIELLEN PARTNERN
Auf der Erfurter Automesse präsentierte sich TEAG Mobil als innovativer Vorreiter der E-Mobilität.
Schuldig: Wir haben einen klaren Fokus. Neben den Standorten an der Autobahn für die durchreisende Dienstwagenfahrer oder Urlauber schauen wir gezielt auch in die Städte. Dort liegt Elektromobilität voll im Trend. An den Punkten, die wir im Alltag gerne ansteuern, etwa der Supermarkt, werden Sie uns finden. Idealerweise möchten wir auch vor den Küchenfenstern aktiv werden, also in den großen Wohnquartieren – hin zum Bürger. Mit einfacher Tarifstruktur: Bei uns kostet der Strom, egal ob am schnellen DC-Lader oder AC, 49 Cent. Ohne wilde Tarifvarianten mit Abo oder Grundpreis. Einfach 49 Cent. Punkt.
Was unterscheidet den Ladepark in Schleiz, der bewusst unter ökologischen Aspekten geplant wurde, von anderen?
Schuldig: Als wir ankamen, war dort eine schöne, wilde Wiese – mit vielen Insekten und allem, was dazugehört. Wir haben gebaut, die Fläche entsprechend versiegelt – und wollten dann unbedingt etwas zurückgeben. Also haben wir uns für das Gründach entschieden. Wir hätten
auch ein Solardach bauen können, das effektiv im besten Fall jedoch nur 1,5 bis zwei Prozent des Strombedarfs an einer Ladestation wie dieser gedeckt hätte. Auch um den Park herum sind Bäume und Sträucher angepflanzt. Es wird eines Tages eine kleine, grüne Oase werden, das war uns wichtig. Dazu der Holzbau, es soll einfach natürlich wirken.
Planen Sie weitere Schnellladeparks dieser Kategorie?
Schuldig: Wir beschäftigen uns gerade konkret mit vier weiteren Standorten. Ob jedes Mal ein Dach dabei sein wird, das müssen wir sehen. Es hängt auch von den Genehmigungsverfahren ab.
Constantin: Es lässt sich heute auch gut so vorbereiten, dass das Dach später nachgerüstet werden kann. Auch was die Lkw betrifft: Die Hersteller wünschen sich neue Ladepunkte, und wir prüfen, was sich schnell und effizient umsetzen lässt.
Welche Projekte schieben Sie an den benachbarten Bundesländern an?
Constantin: Viele! Wir sind speziell in Hessen stark vertreten – auch an der A5 für Pkw auf der Durchreise.
Schuldig: Und wir sprechen mit Edeka in Hessen und Thüringen über 150 Schnellladepunkte vor den Supermärkten. Das möchten wir möglichst schnell umsetzen und bei Bedarf entsprechend ausbauen.
TEAG Mobil bietet eine breite Palette an Leistungen und Angeboten rund um das Laden von Elektroautos. Geschäftsreisende und Privatkunden bekommen Zugang zu einem der größten Schnellladenetze in Thüringen sowie Ladepunkten in sechs weiteren Bundesländern – Bayern, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt – zum Einheitstarif von 49 Cent pro Kilowattstunde. Über die App des Anbieters können Standorte gesucht, Ladevorgänge gestartet und gestoppt sowie die Kosten überblickt und die Rechnungen verwaltet werden. Das Erfurter Unternehmen bietet auch Ladeboxen für den Heimgebrauch: verschiedene Modelle – vom günstigen Einsteigermodell bis zu der über App steuerbaren Wallbox, auch mit Lastmanagement oder Ladevorgänge via Photovoltaik. Auch individuelle Lösungen für Mehrfamilienhäuser, die den Mietern mit eigenem Stellplatz komfortable Ladevorgänge ermöglichen sollen, offeriert TEAG Mobil. Dazu kommen die Bereiche Firmenflotten und Kundenparkplätze sowie die professionelle Vermarktung von Ladekarten. Der Umsatz des Mutterunternehmens TEAG Thüringer Energie AG lag im Geschäftsjahr 2024 bei 3,1 Milliarden Euro – der Anteil des Stromumsatzes betrug 2,37 Milliarden Euro.



Mehr Leistung, mehr Service, mehr Komfort? electricar prüft zehn Schnellladepunkte auf einer ausgedehnten Tour durch Deutschland.
Text: Armin Grasmuck
Mehr als 5000 Kilometer in zehn Tagen, kreuz und quer durch sechs Bundesländer – Dutzende von Ladesäulen.
Der große Praxistest, den die Redaktion von electricar an ausgewählten Schnellladepunkten in Deutschland durchgeführt hat, war abermals ein höchst ambitioniertes, umfangreiches und herausforderndes Projekt. Geprüft und begutachtet wurden neue, in diesem oder dem vergangenen Jahr eröffnete, HighPower-Charger, kurz HPC, von mehr als 150 Kilowatt Leistung der zehn bundesweit größten Anbieter. Frei nach dem Motto: einfach hinfahren, möglichst schnell und komfortabel Strom ziehen – und weiter geht‘s.
Um den zeitlichen Aufwand rund um den Ladevorgang bewusst auf ein Minimum zu reduzieren und den Ladetest auf eine vergleichbare Basis zu bringen, sollte ausschließlich mit EC- oder Kreditkarte bezahlt werden. Dieser Service, für neue Ladestationen eigentlich verpflichtend, hakt jedoch noch an der einen oder anderen Stelle. Klar ist auch: Das Bezahlen zum Adhoc-Tarif per Karte ist zumeist wesentlich preisintensiver als die günstigen Spezialkonditionen, welche die Ladestromanbieter offerieren. Tesla, einer der größten Netzbetreiber in Deutschland, bietet noch nicht durchgehend Ad-hoc-Zahlung und Laden für Fremdfabrikate an, wurde deshalb nicht für diesen Test berücksichtigt.
Auffällig im Vergleich zum Vorjahr: Die Leistungen der neuen Ladesäulen und die daraus resultierende Stromzufuhr in die Akkus der Elektrofahrzeuge haben sich stark verbessert. Ladepunkte, die mit Nennleistungen von 300, 350 oder 400 Kilowatt werben, bieten diese häufig auch in der Realität. Als Topwert wurden im Praxistest tatsächlich 400 Kilowatt erreicht – und im Durchschnitt an der selben Säule ebenso beeindruckende 363 Kilowatt. Da wird das Autoladen zum kurzen Intermezzo und die obligatorische Kaffeepause zum Koffeinquickie.
Klar festzustellen ist zudem, dass der Ladevorgang sich in vielen Fällen einfach, transparent und komfortabel gestaltet. Natürlich gibt es auch weiterhin Stromstellen, die bezogen auf Leistung, Lage, Komfort und Service stark abfallen.
Alle getesteten HPC-Lader lieferten klare Informationen zum aktuellen Ladestand der Batterie sowie zu der Ladezeit und der geladenen Strommenge. Zumeist war auch der Gesamtpreis der Ladung an der Säule einfach und klar zu erkennen. Doch bei der Rechnung, dem regulären Zahlungsbeleg, bleibt die Bandbreite groß: Offizielle Quittungen können teilweise mit dem Smartphone vom Bildschirm der Säulen abfotografiert oder per QR-Code angefordert werden. Bei einigen Anbietern dauert es mehr als 30 Stunden, bis der Beleg via E-Mail eintrudelt.


Die beiden von electricar eingesetzten Modelle bieten ideale Voraussetzungen, um die Ladeleistung an den Säulen zu testen. Der Xpeng G9, ein SUV der oberen Mittelklasse, zieht den Strom mit bis zu 525 Kilowatt in die Batterie, die in rund zwölf Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden kann. Der Porsche Taycan, ein Modell der Oberklasse, lädt mit maximal 320 Kilowatt, seine Akkus sind in etwa 18 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen.



Die rund 1200 Stromsäulen des Anbieters offerieren Ladeleistungen von bis zu 350 Kilowatt. Von electricar getestet wurden u. a. die Ionity-Ladestationen in Altdorf (Bayern, Foto), Bernau (Bayern) und Bruchsal (Baden-Württemberg).


Die rund 1750 Ladepunkte dieses Anbieters liegen vornehmlich im Westen und Südwesten der Republik. Von electricar getestet wurden u. a. die bayerischen Pfalzwerke-Ladestationen in Unterhaching (Foto), Ingolstadt und Würzburg.

Der Energiekonzern aus Baden-Württemberg betreibt aktuell das größte Schnellladenetz in Deutschland mit mehr als 7.000 Ladepunkten. Bis 2030 sind bundesweit mehr als 20.000 Schnellladepunkte geplant. Von electricar getestet wurden u. a. die EnBW-Ladestationen in Münchberg (Bayern, Foto links), Hengersberg (Bayern, unten) und Bensheim (Hessen).


Der Energiegigant arbeitet unter Hochdruck daran, sein gut 1350 Punkte umfassendes Schnellladenetz zu erweitern. Von electricar getestet wurden u. a. die bayerischen Eon-Stationen in Augsburg (Foto), Rothenburg ob der Tauber und Karlsfeld.


Die E-Tochter des global agierenden Konzerns Total Energies betreibt derzeit 260 Ladesäulen in Deutschland. Von electricar getestet wurden u. a. die Circle-K-Stationen in Schnaittach (Bayern, Foto), Dreieich (Hessen) und Nersingen (Bayern).
electricar Magazin


Die Säulen des niedersächsischen Anbieters bieten Ladeleistungen von bis zu 400 Kilowatt. Von electricar getestet wurden u. a. die EWE-Go-Stationen in Haßfurt (Bayern, Foto), Sinsheim (Baden-Württemberg) und Königswinter (NRW).


Aktuell rund 1700 HPC-Ladepunkte. Der Energieproduzent treibt den Ausbau des ultraschnellen Ladenetzes voran. Von electricar getestet wurden u. a. die bayerischen Shell-Recharge-Stationen in Jettingen-Scheppach (Foto), Nürnberg und Schweitenkirchen.

Aktuell betreibt die Tochterfirma des Energiekonzerns BP rund 3000 Schnellladepunkte in Deutschland. Von electricar getestet wurden u. a. die Aral-pulseLadestationen in Mönchengladbach (NRW, Foto rechts), Bad Hersfeld (Hessen, unten) und Rosenheim (Bayern).



Einer der größten Ladestromanbieter in Europa: Von electricar getestet wurden u. a. die Allego-Stationen in Ansbach (Bayern, Foto), Weimar (Thüringen) und Neuwied (Rheinland-Pfalz).


Der Anbieter plant den Betrieb von 700 Schnellladepunkten in Deutschland. Von electricar getestet wurden u. a. die Mer-Stationen in Bad Sobernheim (Rheinland-Pfalz, Foto), Künzelsau (Baden-Württemberg) und Wetzlar (Hessen).

1
2
Welche Anbieter im Bereich der Hochleistungsladenetze – im Fachjargon: High Power Charging, kurz HPC – bieten die besten Konditionen in Deutschland? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit und der Leistung der einzelnen Ladepunkte aus? Und welcher Ladestromanbieter kann durch attraktive Tarife sowie hohe Ladegeschwindigkeit überzeugen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unseres großen Vergleichstests „HPC Ladenetz Deutschland.“ Geprüft und begutachtet wurden
mindestens drei Ladepunkte der zehn größten Anbieter für Schnellladesäulen in Deutschland.
Anbieter und Ladepunkte
Die Supercharger von Tesla wurden nicht getestet, im Ergebnis folglich nicht berücksichtigt, weil sie nicht durchgehend Zahlung per EC- und Kreditkarte anbieten. Mit den Testfahrzeugen, Xpeng G9 und Porsche Taycan, wurden mindestens drei Ladepunkte pro Anbieter angefahren und bewertet. Die Ladevorgänge wurden von einem niedrigen Ladestand aus gestartet und bei

maximal 75 Prozent beendet. Die Analyse basiert zudem auf Informationen des Ladesäulenregisters der Bundesnetzagentur (bundesnetzagentur. de), das als Datengrundlage zur Verfügbarkeit und Leistungsbewertung diente. Testzeitraum: 26. September bis 20. Oktober 2025.
Kategorien und Bewertungskriterien
Um umfassende und verlässliche Bewertungen gewährleisten zu können, wurden Kategorien festgelegt. Neben „Durchschnittliche Nennleistung in Kilowatt (kW)“ und „Durchschnittlich





gemessene maximale Ladeleistung (kW)“ wurde auch der „Abfall der Ladeleistung in Prozent (%)“ während des Ladevorgangs gemessen. Die „Anzahl der Ladepunkte“ pro Anbieter und deren Verteilung auf die Bundesländer waren relevant, genauso wie die Ad-hoc-Preise pro Kilowattstunde (kWh), die vorhandenen Bezahlmöglichkeiten sowie Komfort und Lage der Ladestationen.
Gewichtung und Bewertung
Die Beurteilungen der Kategorien erfolgten prozentual im Vergleich zum besten Anbieter, der als


Referenz die Höchstnote von 100 % erhielt. Die weiteren Anbieter wurden entsprechend abgestuft. Die Mindestbewertung liegt bei 40 %. Zwischenwerte wurden im Verhältnis zum besten Anbieter entsprechend angepasst. Dieser Ansatz garantiert, dass die Bewertung vergleichbar bleibt und Unterschiede zwischen den Anbietern klar hervortreten.
Besonderheiten und Transparenz
Die Kategorien wie „Bewertung Durchschnittliche Nennleistung (kW)“ und „Bewertung Anzahl der Ladepunkte in Deutschland“ spiegeln spezifische


Aspekte der Ladeverfügbarkeit und Leistungsstabilität wider, welche aus dem Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur entnommen worden sind. Die Testtabellen präsentieren die Gesamtnoten sowie detaillierte Bewertungen in allen Kategorien, somit ist eine transparente und verständliche Übersicht der besten HPC-Ladenetzanbieter in Deutschland gewährleistet. Der Test ist exklusiv und in jeder Sequenz unabhängig von der Redaktion von electricar konzipiert, durchgeführt und abgeschlossen worden. Die Werte, die den Testtabellen zu entnehmen sind, bieten somit verlässliche Kennzahlen.





Text: Armin Grasmuck
Jeroen van Tilburg, CEO von Ionity, über die neue Strategie des Ladenetzbetreibers, mehr
Annehmlichkeiten und Transparenz für die Kunden.
Wir treffen Sie hier beim Fat Ice Race. Sind Sie bei diesem Autorennen auf der Eisbahn in Zell am See selbst am Start?
Jeroen van Tilburg: (lacht) Ich bin nur ein Zuschauer! Naja, wenn mich einer der professionellen Fahrer einlädt, werde ich vielleicht als Beifahrer einsteigen. Wir sind stolz darauf, dass wir als Ladestromanbieter dazu beitragen können, die Elektroautos wie diese hier mit voller Energie auf den Rundkurs zu schicken.
Wie elektrisierend wirkt dieses winterliche Motorsportspektakel für Sie als Betreiber der Schnellladesäulen?
Für uns als Ladenetzwerk ist es aufregend zu beobachten, wie sich diese Thematik entwickelt. Vor nicht allzu langer Zeit stellten die Leute noch Fragen wie: Ist es möglich, mit einem E-Auto eine Reise auf der Langstrecke anzutreten? Oder: Kann man mit einem batteriegetriebenen Modell auf der Autobahn schneller als Tempo 100 fahren? All diese Ängste und Mythen haben sich inzwischen als falsch erwiesen und sind verpufft. Jetzt erreichen wir sogar die nächste Stufe: Hier in Zell am See sind die Stromer von Audi, Mercedes, Polestar und Porsche am Start. Sie beweisen eindrucksvoll, dass sie sogar an Rennen unter extremen Bedingungen teilnehmen können.
Seit vergangenem Mai stehen Sie als CEO in Diensten von Ionity. Wie fällt Ihre erste Zwischenbilanz aus?
In den vergangenen 25 Jahren habe ich für US-Unternehmen gearbeitet. Es war also interessant und eine große Unbekannte für mich, bei einer deutschen Firma einzusteigen. Diese Ansicht konnte ich allerdings sehr schnell revidieren, denn wir sind ein -
deutig ein internationales Unternehmen. Wir repräsentieren ein Ladenetzwerk für 24 Länder mit etwa 250 Mitarbeitern aus rund 30 Nationen. Es ist ein junger, sehr dynamischer Betrieb mit wahrhaftig motivierten und zielfixierten Leuten. Ich bin glücklich, dass ich die Chance bekommen habe, diese Rolle zu übernehmen – auch weil es ein starkes Fundament gab. Das Netzwerk ist großartig aufgebaut worden, mit Ladestationen alle 150 Kilometer entlang der europäischen Hauptverkehrsrouten. Jetzt beginnt eine neue, aufregende Phase des Wachstums, in der es zu prüfen gilt, wie wir unser Angebot optimieren und neue Erlösquellen generieren können.
An welche neuen Geschäftsfelder denken Sie konkret?
Natürlich sind wir an Fuhrparks und Flotten interessiert. Wir gehen näher an die Städte heran. Wir denken an neue Lösungen für die letzte Meile. Können wir vielleicht Taxis unterstützen? Können wir mithelfen, die Städte noch besser zu elektrifizieren?
Deshalb sind wir auch bei Events wie hier in Zell am See. Können wir die Fahrer von E-Autos vielleicht auch an ihren Urlaubsorten nachhaltig unterstützen? Es geht um Wachstum und neue Wege, es zu erreichen. Wir sind bereit für die nächste Phase. Ich versuche, meine sehr pragmatische und schwungvolle Art sowie die Erfahrung aus 25 Jahren in Amerika mit der deutschen Ingenieurskunst von Ionity zu kombinieren und entsprechend effizient umzusetzen.
Das ursprüngliche Ziel von 1000 Ladestationen mit insgesamt 7000 Ladepunkten bis Ende 2025 haben Sie korrigiert. Wie kommen Sie mit dem Ausbau voran? Wir fahren eine nachfrageorientierte Strategie, haben inzwischen rund 750 Ladeparks in Betrieb. Die genaue Zahl gibt es tages -
GESPRÄCH IN DER NEUEN G-KLASSE VON MERCEDES
electricar-Chefredakteur
Armin Grasmuck (links) trifft Ionity-Chef Jeroen van Tilburg in Zell am See zum Interview.


HPC-SÄULEN IN BESTFORM
Die Schnelllader des Anbieters liefern den Strom mit Leistungen von bis zu 350 Kilowatt in die Batterien der Elektroautos.
„Zehn Minuten, 20 oder 30. Entspanne dich, lade dich selbst wieder auf.“
aktuell auf unserer Webseite ionity.eu. Es sind etwa 4800 einzelne Ladepunkte, also durchschnittlich sechs pro Station. Erst ging es darum, das Netzwerk europaweit auszudehnen. Jetzt prüfen wir, wo genau der Übergang hin zur EMobilität passiert. Unser Fokus liegt auf Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Schweden. Wir möchten schnell vorankommen, über unsere Shareholder sind wir gut finanziert. Natürlich haben wir uns mit den Begebenheiten vor Ort auseinanderzusetzen: Gibt es genug Fläche? Gibt es ausreichend Netzkapazität? Zu einem akzeptablen Preis?
Hängt es weiterhin an dem schwierigen Prozess des Netzanschlusses, dass sich die Eröffnung neuer Ladeparks mitunter stark verzögert?
Es gibt zwei große Herausforderungen. Den Netzanschluss – entweder nicht möglich oder kostenintensiv. Oder es dauert sehr lange, da sprechen wir von Jahren. Bei uns kommt dazu: Wir sind nicht opportunistisch. Es gibt viele Anbieter, die kleine Stationen mit zwei Ladepunkten bauen. Wir glauben, dass
SCHNELL UND EINFACH ANSTECKEN
Der Ladevorgang kann beispielsweise über die Ionity-App auf dem Smartphone gestartet, überprüft und beendet werden.

das auf Dauer keine Zufriedenheit bei den Kunden bringt. Denn das Schlimmste ist doch, wenn du siehst, dass der Ladepunkt, den du gewählt hast, belegt ist – und du eine Stunde warten musst, weil das Auto bis 100 Prozent geladen wird. Deshalb möchten wir große Ladeparks für größere Zufriedenheit bauen. Wir benötigen also größere Flächen und größere Stromanschlüsse. Ein Dauerbrenner sind die Genehmigungsverfahren, die sich ebenfalls lange hinziehen können.
Sind es rein technische Probleme? Oder hat es auch politische Hintergründe? Es ist von Markt zu Markt unterschiedlich. Nehmen wir meine Heimat, die Niederlande, als Beispiel: 2018 und 2019 war es sehr einfach, sich dort die nötige Ener-

UNTERSCHIEDLICHE
PREISMODELLE -
Ionity bietet die Ladepässe Passport Power und Motion mit monatlichen Grundgebühren und ab 0,39 Euro pro Kilowattstunde an. Das Ad-hoc-Laden ohne Grundgebühr kostet 0,69 Euro.
gie zu sichern. Es dauerte nur Monate, manchmal sogar nur Wochen. Heute, sechs Jahre später – keine Chance. Es gibt rote Zonen, da wird es Jahre dauern, bis Sie den passenden Netzanschluss bekommen. Deutschland hat seine Eigenheiten. In England muss manchmal sogar mit jedem Anlieger verhandelt werden, wenn es um das Verlegen der Kabel geht.
Welche Faktoren sind bei der Wahl des Standorts entscheidend?
Unsere ursprüngliche Mission lautete, elektrische Freiheit in ganz Europa zu ermöglichen. Wir möchten so nahe an den Autobahnen sein, dass der kleine Umweg sinnvoll ist. Und zwar so, dass möglichst auch keine Mautschranke wie in Italien oder Frankreich passiert werden muss. Das kostet Zeit: bezahlen, Rückgeld, wieder bezahlen, in der Schlange anstellen. Wir möchten den Ladevorgang und das Drumherum angenehm gestalten. Das heißt: kurze Pause, vielleicht etwas trinken, ausruhen. Zehn Minuten, 20 oder 30. Entspanne dich, lade dich selbst wieder auf. Wir wollen, dass das Laden ein
Vergnügen wird. Ein guter Kaffee, eine attraktive Szenerie, ein schönes Umfeld. Ich denke, wir als neue Industrie haben die einzigartige Gelegenheit, es komplett anders zu gestalten als die traditionellen Tankstellen. Und wenn die E-Autofahrer es künftig schaffen, das Laden mit einer anderen Aktivität wie Einkaufen, Essen oder Trinken zu kombinieren, kostet das Laden praktisch gar keine Zeit mehr.
Zahlreiche Kunden bemängeln die fehlende Transparenz an den Ladestationen. Was tut Ionity, um das Stromziehen übersichtlicher zu gestalten? Da stimme ich zu 100 Prozent zu. In diesem Bereich haben wir als Industrie noch Raum, uns zu verbessern. Alles ist neu. Die Art, wie du das Auto fährst. Die Art, wie du es auflädst. Es wird komplex und nicht sehr transparent. Es ist wichtig, dass wir speziell in dieser Phase des Übergangs als Ladestromanbieter klar sind. Doch auch die Anbieter von Mobilität und die Automobilhersteller, jeder kann seinen Teil beitragen. Im Idealfall kann der Kunde bereits auf dem Bildschirm im Auto erkennen, welche Leistungen der jeweilige Ladepark bietet, wie lange es dauert und was der Strom dort kostet. In den Modellen unserer Partner wie Mercedes und Porsche werden Sie über die Navigation automatisch zu Ihrem bevorzugten Ladestromanbieter geleitet. Das lässt den gesamten Prozess angenehm und zuverlässig erscheinen.

Die strategische Partnerschaft mit dem Gastronomieunternehmen L`Osteria hat Ionity besiegelt. Bis Mitte dieses Jahres sollen an 15 Standorten in Deutschland und Österreich der auf authentisch italienische Kulinarik spezialisierten Restaurants High-Power-Charging-Stationen installiert werden. Laut Ionity ist dies ein weiterer Aspekt der Strategie, das Laden noch nahtloser in den Alltag der Elektroautofahrer zu integrieren. Den Auftakt macht die Station mit sechs Schnellladepunkten auf dem Parkplatz der L`Osteria in Rosbach vor der Höhe, gut 30 Kilometer nördlich von Frankfurt, direkt an der Autobahn A5. „Mit dieser Partnerschaft laden unsere Gäste gleich doppelt auf“, sagt Wolfgang Göbel, als Franchisenehmer verantwortlich für die Restaurants Rosbach, Limburg und Wetzlar. „Während das E-Auto an der Ladesäule Strom tankt, können die Fahrerinnen und Fahrer die entspannte Auszeit in einem einzigartigen Ambiente genießen – so fühlt sich die Ladepause fast wie ein Kurzurlaub in Italien an.“ Weitere Stromsäulen gibt es an den Restaurants in Bernau am Chiemsee, Bornheim, Bruchsal, Castrop-Rauxel und Marl. Es folgen Ladeparks entlang der Autobahnen A5 und A8 in Bayern, BadenWürttemberg und Nordrhein-Westfalen.

Text: Armin Grasmuck
Markus Tatzer, CEO von Moon Power, erklärt das Spektrum des Anbieters für Energielösungen rund um die Elektromobilität und die Strategie, mit der die nachhaltige Mobilität vorangetrieben werden soll.
Herzlichen Glückwunsch zu dem Triumph beim Ladetest von electricar! Waren Sie überrascht, dass Sie österreichweit vorn liegen?
Markus Tatzer: Vielen Dank, es hat uns sehr gefreut. Ja, wir waren überrascht. Wir tun Vieles, damit wir Bekanntheit, Größe und Qualität schaffen. Doch es gab einige namhafte Mitbewerber. Da konnten wir nicht unbedingt davon ausgehen, das wir diesen Ladetest gewinnen werden.
Ihr Erfolg basiert auf starken Ladeleistungen und günstigen Tarifen. Wie schaffen Sie es, den Autostrom zu derart attraktiven Raten anbieten zu können?
Unser Ansatz ist: Das Laden muss einfach sein. Wir wollen es so einfach wie möglich machen. Wenn wir uns überlegen, wie viele Fakten und Mythen es gab, die gegen die E-Mobilität sprachen: zehn und mehr. Jetzt haben wir fast alle ausgeräumt. Die letzten zwei Themen sind: Die Restwertstabilität der Autos, die wird jedoch besser, weil die Modelle günstiger werden. Und der Wilde Westen des Ladens – weil ich nicht weiß, mit welcher Karte ich wo und wie viel bezahle. Es fehlt die Transparenz. Wir möchten dem Kunden das Laden erleichtern. Der Großteil der E-Fahrzeuge sind Dienstwagen. Da liegt der Schwerpunkt in der Finanzierung. Unser Ziel lautet also: einheitliche Ladetarife, so transparent wie möglich und eventuell sogar in die Leasingrate hineingerechnet. Damit der Fuhrparkmanager im besten Fall schon vorher weiß, was ihn das Fahrzeug kosten wird. Wir möchten Klarheit und Einfachheit schaffen. Speziell dort, wo es möglich ist, zum Beispiel mit Grünstrom, versuchen wir, preislich attraktiv zu sein.
Im Ladetest war der Audi Charging Hub in Mooncity, die schnellste Stadtladestation im Land, herausragend. Was steckt hinter dem Konzept an Ihrem Stammsitz ? Mooncity ist das Headquarter der Moon Power GmbH, die in einem großen Spek-

trum aus der Erzeugung von Grünstrom, AC- und DC-Laden, Stromspeicher, Energiesysteme und Lastmanagement agiert, auch mit innovativen Themen der Zukunft wie dem bidirektionalem Laden, TruckCharging, dynamischem Preismanagement und Stromaggregationen, um die Energie auch handelbar zu machen. Was die Mooncity, passenderweise an der Sterneckstraße in Salzburg gelegen (lacht), betrifft, da hatten wir folgenden Gedanken: Der Kunde hat während des Ladens eine gewisse Wartezeit zu überbrücken – ähnlich wie am Flughafen, wo die Passagiere nach dem Einchecken auf den Abflug warten. So kamen wir auf die Idee der Mooncity. Wir wollten den Ort des Wartens in einen Ort des Erlebens verwandeln. Wir überlegten: Welchen Mehrwert können wir dem Kunden während des Wartens bieten? Zuerst natürlich ein Lade-Highlight – schnell, überdacht, barrierefrei und 15 Minuten vorher reservierbar. Während des Ladens hat er in der Mooncity einen Lounge-Bereich in guter Atmosphäre, wo er seinen Kaffee oder ein Wasser kriegt. Er kann seine E-Mails checken oder telefonieren – unabhängig davon, mit welchem Auto er vorfährt.
Stimmt es, dass Ladekunden in Mooncity auch Elektroautos testen können?
Markus Tatzer (rechts) im Interview mit electricar-Chefredateur Armin Grasmuck.

STROM ZIEHEN IN BESTFORM
Moon Power überzeugte beim electricar-Ladetest mit starken Ladeleistungen und attraktiven Preismodellen – Platz eins.

„Basierend auf den Bedürfnissen des Kunden, konzipieren wir ein Ökosystem für seinen Standort.“
Stimmt, wir wollen den Kunden auch mit unseren Produkten aufladen. Da stehen Fahrzeuge, auch unsere gesamte Ladeinfrastruktur. Hier bieten wir Beratung rund um das Thema E-Mobilität. Und ja, jedes der Autos, die dort zu sehen sind, kann sofort und ohne Reservierung zur Probe gefahren werden. Wir brauchen nur den Führerschein, einen unterschriebenen Leihvertrag – los geht‘s. In der Mooncity gibt es auch ein Restaurant, das bewusst nachhaltig konzipierte Gerichte serviert.
Welche Dienste können Sie Betrieben und Unternehmen generell auf dem Weg in die Mobilität von morgen anbieten? Über die Porsche Holding, unseren Muttergesellschaft, erfahren wir es meist sehr schnell, wenn ein Kunde bereit ist, die Transformation voranzutreiben – weil er ein entsprechendes Interesse am Auto hat. Dann kommen wir ins Spiel: Im ersten Schritt betrachten wir den jeweiligen Standort. Welche Infrastruktur ist vorhanden? Wie hoch ist die Leistung des Netzes? Wie ist das Gebäude ausgestattet? Gleichzeitig schauen wir uns den
Charging Hub
Foto: Audi
ULTRASCHNELL IN DER STADT
Der Audi Charging Hub in der Mooncity Salzburg bietet vier Schnellladepunkte mit bis zu 320 kW Leistung – auch für die Fahrer anderer Fabrikate.
Bedarf an: Wie viele Fahrzeuge sind im Einsatz? Und wann müssen sie geladen werden? Basierend auf den Bedürfnissen des Kunden, konzipieren ein Ökosystem für seinen Standort. Es beginnt mit der Erzeugung von Grünstrom, Photovoltaik und dem Speicher. Gerade sind wir in die Thematik Second-Life-Speicher eingedrungen. Da geht es um Batteriemodule, die schon ein Fahrzeugleben lang im Einsatz waren, technisch noch in Ordnung sind und nun als stationärer Speicher verwendet werden können. Dazu kommt das breite Feld der Ladeinfrastruktur, das Energiemanagement, virtuell auch über mehrere Standorte steuerbar. Gern betreiben wir für den Kunden zudem Ladestationen, die gesamte Abrechnung inklusive. Natürlich stehen wir mit eigenen Technikern auch für die Wartung und zur Behebung von Störungen bereit.
In welchen Bereichen hakt die große Transformation noch gewaltig? Wir können es in Wellen betrachten. Die erste Welle waren die Pioniere, Tesla kam auf den Markt, es war cool. Die zweite


Welle waren die Dienstwagennutzer, auch aufgrund der steuerlichen Vorteile. Die dritte Welle rollt gerade: Aufgrund der Energiekrise, die wir hatten, setzten viele auf PV-Anlagen. Jetzt haben sie den Strom und denken plötzlich darüber nach, sich zumindest einen gebrauchten als Zweitwagen anzuschaffen. Das hat dem Gebrauchtwagenmarkt spürbar einen Kick gegeben. In der vierten Welle, die gerade beginnt, werden die Fahrzeuge neu positioniert. Sie sind deutlich günstiger, und es kommen endlich erschwingliche Kleinwagen auf den Markt. Das größte Problem war, das zu Beginn viel Druck mit Verboten aufgebaut wurden. Gleichzeitig hatten wir zuletzt Wahljahre, in denen mit dem Thema E-Mobilität keine Stimmen zu gewinnen waren.
Ihre Zentrale ist in Salzburg, Sie sind auch in Deutschland aktiv. Welche Ambitionen haben Sie im Ausland? Wir haben zwei Rechtsformen, eine in Salzburg und eine in Eching bei München. In Deutschland beschäftigen wir uns nur mit dem deutschen Markt. Von Öster -
MOBILE LADEEINHEIT IN KOOPERATION
Moon Power hat die flexible Wallbox NRGkick von Hersteller Dinitech in das Produktsortiment aufgenommen. Die mobile Ladeeinheit wird im Komplettset als Moon2Go vertrieben.
reich aus konzentrieren wir uns auf das internationale Geschäft. Wir haben dort über die Porsche Holding den jeweiligen Groß- oder Einzelhandel sitzen und siedeln je nach Bedarf und Bereitschaft für E-Mobilität unsere Teams an. Aktuell haben wir rund 20 Märkte angebunden. In Schweden rollen wir etwa das volle Portfolio aus. Dagegen ist unser Angebot in Mazedonien, wo der Markt noch in den Kinderschuhen steckt, geringer.
Was sind die nächsten Projekte, die Moon Power zeitnah vorantreiben wird? Der Markteintritt in Italien ist international gesehen das größte Projekt. Wenn es um das Produktportfolio geht, da arbeiten wir gerade intensiv am Thema Megawatt-Charging. In Rumänien bauen wir eine entsprechende Station. Was die Zukunft betrifft: Stichwort Paketzusteller. Da kriegen die Fahrzeuge einen zusätzlichen Nutzen als hocheffiziente Energiespeicher und -lieferanten. Den Namen dieses Kunden darf ich an dieser Stelle leider noch nicht nennen. (lacht)

Mooncity ist ein innovatives Kompetenzund Erlebniszentrum für Elektromobilität, das am Stammsitz von Moon Power –einer Tochtergesellschaft der Porsche Holding – in Salzburg betrieben wird. Modern und multifunktional mit einer Eventfläche von 700 Quadratmetern für bis zu 200 Personen. Das Design der Mooncity basiert symbolisch auf den zwei Seiten des Monds: Die helle Seite ist laut Betreiber als einladender Loungebereich gestaltet, ideal zum Entspannen und Verweilen während des Ladens. Dagegen dient die dunkle Seite, ausgestattet mit moderner Eventtechnik, als Ort für Präsentationen, Seminare und Veranstaltungen. In der Mooncity sind darüber hinaus aktuelle Elektromodelle der VolkswagenGruppe zur Probefahrt verfügbar. Nachhaltigkeit hat hier hohen Stellenwert, zertifiziert unter anderem durch das Umweltzeichen „Green Location“.


Text: Armin Grasmuck
Ilker Akkaya, Vorsitzender des Vorstands von EWE Go, erläutert das stetige Wachstum des renommierten Anbieters von Ladeinfrastruktur, attraktive Preismodelle und die spezielle Kraft der starken Partner.
Sie haben an dem Restaurant von Mc Donald‘s, in dem wir sprechen, zwei neue Ladepunkte eröffnet. Welchen Burger bevorzugen Sie im Rahmen eines Ladestopps?
Ilker Akkaya: (lacht) Ich esse schon länger bei Mc Donald‘s, aber seit ein, zwei Jahren ist es der McPlant, den ich sehr lecker finde. Genau wie die plant-based Nuggets. Ansonsten nehme ich auch gern eine Big Mäc. Und der Kaffee ist ebenfalls sehr zu empfehlen.
Fast Food und Schnellladen passt per Definition perfekt zusammen. Wie kam es zu der umfangreichen Kooperation von EWE Go und Mc Donald‘s?
Es reicht zurück in frühere Jahre des DCLadens, angefangen 2019. Wir kommen aus einer Ladeinfrastruktur, die vor zehn Jahren stark auf AC basierte. Das Schnellladen ist seit fünf, sechs Jahren stark im Kommen. Für uns stellte sich die Frage: Wie sieht das Geschäftsmodell dahinter aus? Beim AC-Laden lautete das Motto: Laden ist nicht gleich tanken. Wir wollten das Laden in den Alltag integrieren, das Auto dort laden, wo es länger steht. Beim DC-Laden geht es erheblich schneller. Da ist ein Partner wie Mc Donald‘s natürlich interessant für Ladeinfrastruktur. Denn hier haben wir genau die Kombination: Sie können schnell laden – 20, 30 oder 45 Minuten – währenddessen essen und trinken. Wir haben also die Gespräche initiiert, unsere Ansprechpartner bei Mc Donald‘s sahen auch den Mehrwert für ihre Kunden. Es ist ein Angebot, dass sie im Sinne der Nachhaltigkeit gerne in ihrem Programm haben.
Mc Donald‘s ist ein global agierender Konzern mit klaren Intentionen. Wie anspruchsvoll waren die Verhandlungen?
Natürlich hat ein Premiumkunde wie Mc Donald‘s konkrete Vorstellungen – was uns hilft. Wir konnten uns dementsprechend aufstellen, dass wir den Bedarf abdecken. Diesem Partner war es auch wichtig, dass wir es schnell umsetzen und die Wiedererkennbarkeit deutschlandweit garantiert ist. Deshalb haben wir bis zu 200 Standorte pro Jahr in Betrieb genommen, heute sind wir bei etwa 600. Wir schätzen die Zusammenarbeit, weil wir hier einen Partner haben, der genau versteht, wie man auf Kundenwünsche eingehen kann. Dem Kunden gerecht zu werden, ist auch unser höchster Anspruch.
Die Ladepunkte an den Schnellrestaurants sind häufig eng und schwer anzufahren. Wie können Sie den Komfort in diesem Bereich erhöhen?
Das bewerten wir gerade. Je größer der Bedarf ist, desto stärker wächst
dieses Anliegen. Auch hier sind wir im Austausch: Wo macht es wirklich Sinn? Wo können wir es in die jeweilige Infrastruktur einbetten? Denn die Kunden sollen sich wohlfühlen, wenn sie von der Ladesäule ins Restaurant gehen. Es ist unser Ziel, dies in den nächsten Monaten nachhaltig zu verbessern.
Wie kann verhindert werden, dass die Ladeplätze von Fahrzeugen belegt sind, die gar keinen Strom ziehen? Wir setzen da wirklich auf die Kunden und potenzielle Kunden, damit der Lernprozess hier ansetzt. Wir merken es auch, dass da mitunter Verbrenner parken. Diese Themen kennen wir. Die Mitarbeiter vor Ort sind informiert, wir weisen sie darauf hin. Wir gehen davon aus, dass dies eine Phase ist, die sich in den nächsten zwei, drei Jahren auf ein neues Normal entwickeln wird. Sanktionen halten wir für den falschen Weg. Wir

INTERVIEW IM SCHNELLRESTAURANT
Bei Mc Donald‘s in Berlin: Ilker Akkaya (rechts) im Gespräch mit electricar-Chefredakteur Armin Grasmuck.
denken, dieses Thema sollte positiv aufgeladen werden, setzen auf die Selbstdisziplin der Menschen. Damit fahren wir gut.
Das Geschäft rund um die Schnellladepunkte ist derzeit noch unübersichtlich, speziell was die Ladeleistung und die entsprechenden Tarife betrifft. Was tut EWE Go, um den Ladevorgang transparenter gegenüber dem Kunden zu gestalten?
Das ist uns wichtig. Wir haben neben der Ladeinfrastruktur auch die Ladekarte als Kundenschnittstelle, mit der sie nicht nur bei uns, sondern auch bei Partnern den Strom ziehen können. Europaweit, an mehr als 500.000 Ladepunkten. Hier ist uns wichtig: Die Kunden brauchen die Klarheit, was es eigentlich kostet. Um eine gewisse Stetigkeit anbieten zu können, haben wir nur zwei Preiselemente – eines für die eigene, eines für die fremde Ladeinfrastruktur. Bei uns zahlen Sie 52 Cent pro Kilowattstunde, bei den Partnern 62 Cent. So können Sie gut kalkulieren, wenn Sie beispielsweise von Berlin nach München fahren: Wie oft muss ich laden? Wie viel verbrauche ich? Und was kostet es mich? Wir haben keine versteckten Kosten, sind transparent. Keine Grundgebühr, keine Blockiergebühr. Wir berechnen nur den Preis für die Kilowattstunde.
Wie werden sich die Ladetarife kurz- und mittelfristig entwickeln? Da schauen wir in eine Glaskugel ... (lacht) Ich denke, wenn der Bedarf an Ladestrom größer wird, wenn die Nachfrage steigt, wird sich die Strommenge entsprechend nach oben entwickeln. Das sollte sich positiv auf den Preis auswirken. Es hängt natürlich immer von dem Börsenpreis des Stroms ab, an dem wir uns zu orientieren haben. Ich erwarte, dass die Preise tendenziell fallen werden. Was wir nicht beeinflussen können, sind Geschehnisse wie sie traurigerweise gerade in der Ukraine passieren, die auch unglaubliche Effekte für die Strompreise am Markt haben.

„Speziell im B2B-Bereich wird es auch in Zukunft einen großen Bedarf an Ladekarten geben.“
Welche Strategie verfolgen Sie in dem hart umkämpften Wettbewerb um neue Standorte für Ladeparks? Es gibt gerade sehr viele Marktteilnehmer. Wir gehen davon aus, dass es in den kommenden Jahren eine Konsolidierung geben wird. Er wird dennoch ein großer Markt mit wesentlichen Mitstreitern sein, in dem ein Wettbewerb herrscht. Mit unserer Strategie, Standorte zu suchen, wo es auch Verweilmöglichkeiten gibt, zum Essen oder Einkaufen, fahren wir gut. Potenziellen Partnern können wir aufzeigen, dass wir in der Umsetzung eine gute Geschwindigkeit haben, schon jetzt eine gute Abdeckung und einen Wiederken -
nungswert für unsere Kunden. Neben Mc Donald‘s haben wir mit Lidl einen weiteren starken Partner, der von uns deutschlandweit ausgestattet wird.
Stichwort Lidl. Wie wird die Zusammenarbeit mit dem Lebensmittelkonzern in der Praxis aussehen?
Wir haben mit Lidl vereinbart, dass wir deutschlandweit Ladeinfrastruktur aufbauen und wir auch konsequent bewerten, wie viele Ladesäulen bereits heute benötigt werden. Hier werden wir von Beginn an etwas größer bauen, weil wir etwas später dran sind und auch der Bedarf höher ist. Die Kunden können also zum Einkaufen gehen und haben ein voll geladenes Auto, wenn sie nach 20 oder 25 Minuten zurückkehren.
Können Kunden von Lidl oder Mc Donald‘s von günstigeren Ladetarifen profitieren?

2


Die HPC-Charger des Anbieters haben Nennleistungen von bis zu 300 Kilowatt.
Wir überlegen, ob es eine Kopplung zwischen den Produkten geben kann – und wir diesen Mehrwert entsprechend anbieten können. Es wurde bereits der Wunsch an uns herangetragen, zum Beispiel die Möglichkeit von Coupons und Gewinnspielen zu integrieren. Das sind Elemente zur Kundenbindung, die wir gerade prüfen.
Haben Sie einen Tipp, der besonders günstiges Laden ermöglicht?
Die EWE-Go-Ladekarte kann ich nur empfehlen. Da können Sie transparent und komfortabel für 52 Cent die Kilowattstunde an unserer Ladeinfrastruktur den Strom ziehen. Faktisch ist es so, dass das Laden zuhause die günstigste Möglichkeit ist – und sie wird es immer bleiben. Das muss man einfach offen sagen. Es wird nie so sein, dass das öffentliche Laden die gleiche Preisstruktur wie das Laden
3 Bis 2026 werden 800 Schnellrestaurants mit Ladepunkten ausgestattet sein.
zuhause hat. Hier steckt eben ein gewisser Aufwand für Installation, Betrieb und Wartung dahinter. Und eine Investition, die wir gerne tätigen, die aber über den Strompreis gedeckt werden muss.
Was spricht dafür, dass 2025 ein elektrisierendes Jahr wird?
Wir kommen aus den schwierigen Rahmenbedingungen des vergangenen Jahres, doch mit den Perspektiven aller Mitstreiter aus der Wertschöpfungskette – von den Autoherstellern bis zur Ladeinfrastruktur, der Politik mit ihrer Rahmengesetzgebung – sind wir positiv gestimmt, dass dieses Jahr elektrisierend wird. Wir sehen auch neue, sehr interessante E-Automodelle, die bislang kritische Kunden überzeugen können, jetzt umzusteigen. Und wer einmal elektrisch fährt, geht nicht mehr zurück.
EWE Go ist mit mehr als 2.000 Ladepunkten einer der bundesweit größten Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur – und eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des renommierten Energieversorgungsunternehmens EWE AG mit Hauptsitz in Oldenburg, das 1943 aus der Stromversorgungs AG Oldenburg-Ostfriesland und der Energieversorgung Weser-Ems AG hervorging. Heute ist EWE in den Bereichen Strom, Erdgas, Telekommunikation und Informationstechnologie tätig. Speziell in den Stammgebieten im Nordwesten der Republik besitzt das Unternehmen sehr hohe Marktanteile. «Einfach. Entspannt. Ankommen.» So lautet das Motto von EWE Go. Freie Ladestationen können über die Applikation des Anbieters gefunden werden – 100.000 Ladepunkte in Deutschland und 500.000 europaweit. Es gelten feste Tarife an den eigenen und an den Stationen der Partner für AC- und DC-Laden. Kunden von EWE Go haben die Möglichkeit, den Ladevorgang über die App oder eine Ladekarte zu starten und abzurechnen. Der Anbieter setzt zunehmend auch auf HPC-Ladepunkte mit 150 Kilowatt Leistung und mehr. Alle Ladesäulen garantieren grünen Strom aus erneuerbaren Energien.




Die Ladesäulen von Aral pulse bieten komfortables Stromziehen rund um die Uhr – in der Stadt und entlang der großen Verkehrsrouten.
Die Mobilität für alle so einfach wie möglich zu machen – dieser Anspruch, für den Aral seit mehr als 100 Jahren steht, gilt heute mehr denn je. Auf dem Weg in die Mobilität von morgen bedeutet dies: je nach Fahrzeugtechnik in nur zehn Minuten bis zu 300 Kilometer Reichweite generieren. Die Schnellladestationen von Aral pulse bieten die ideale Infrastruktur für Elektrofahrzeuge. Ultraschnell, einfach und bequem.
Das renommierte Energieunternehmen arbeitet konsequent daran, seine Netzabdeckung zu erhöhen. Mehr als 3.500 Ladepunkte an mehr als 500 Standorten hat Aral pulse bereits in Betrieb. Es werden stetig mehr. Beispielsweise hat Aral pulse Ende letzten Jahres in Mönchengladbach Deutschlands größten Ladepark eröffnet, der mit 28 UltraschnellLadepunkten eine Ladeleistung von bis zu 400 kW bietet. Elektrofahrzeuge können dort, je nach technischer Ausstattung und Batteriezustand, in nur zehn Minuten eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern laden. Ein innovativer 24/7 REWE To Go Smart Store ergänzt das
Angebot und sorgt für zusätzlichen Komfort. Zudem wurde auf dem Dach der Anlage eine Photovoltaikanlage installiert, um den Bedarf an Ökostrom anteilig zu decken.
Strom laden per Knopfdruck
Die Aral pulse App wurde speziell für Fahrer von Elektroautos entwickelt und ermöglicht ein unkompliziertes und optimales Ladeerlebnis. Sie bietet Zugang zu einem der größten und schnellsten Ladenetzwerke Deutschlands. Mit der Live-Karte finden Nutzer verfügbare Ladestationen und können sich bequem zur nächsten Station navigieren lassen. Neben den Aral pulse Ladesäulen stehen auch Ladestationen anderer Betreiber zur Verfügung, sodass registrierte Mitglieder in Deutschland fast 170.000 Ladepunkte nutzen können. Individuelle Filteroptionen erleichtern die Suche nach passenden Ladepunkten, und häufig besuchte Stationen lassen sich speichern.
Für weitere Informationen besuchen Sie die Website aral.de/aralpulse


In dem aktuellen electricar-Test „HPCLadenetz Deutschland“ ist Aral pulse mit dem Qualitätssiegel „Sehr gut“ ausgezeichnet worden. Die Ladepunkte dieses Anbieters überzeugen speziell aufgrund des weit verzweigten Ladenetzes, ihrer konstant hohen Ladeleistungen, attraktiver Ad-hoc-Tarife und durchweg komfortabler Bezahlmöglichkeiten Der groß angelegte Test von electricar bezieht sich auf die Anbieter von High Power Charging (HPC), also Schnellladepunkte von mehr als 150 Kilowatt Leistung, der neun bundesweit größten Anbieter. Die Ladesäulen werden auch Stichproben vor Ort unterzogen.
VERGLEICHSTEST
PROMOTION