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Labhards

Bodensee Wirtschaftsmagazin

2014

Business Magazine Lake Constance

Singen am Hohentwiel

Interview mit dem neuen OB Bernd H채usler ab S. 139 Aktive Wirtschaftsstadt in bester Lage auf S. 141 Einkaufsmagnet mit Wohlf체hlfaktor auf S. 142 Bildungszentrum des Hegau auf S. 143


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22.11.13 13:59

09.12.13 13:19


Labhards BODENSEE

Der Wirtschaftsraum in der Vierländerregion Bodensee mit Deutschland, Schweiz, Österreich und Liechtenstein ist stark, innovativ, vielfältig und als solcher auch international positioniert. Dass wir ebenso eine starke Tourismusregion sind, ist kein Mangel, sondern eine besondere Stärke.

W I R T S C H A F T S MAGAZIN

BODENSEE                               

Es mag ja sein, dass in einer Region mit vier Ländern das Thema Kooperation und Konkurrenz schwieriger auszugleichen ist, als an einem mehr oder weniger homogenen Wirtschaftsstandort. Die internationale Zusammenarbeit, der gemeinsame internationale Auftritt ist hin und wieder aufwändig zu gestalten. Dass es aber geht, beweist wieder einmal dieses Wirtschaftsmagazin Bodensee, das mit neuen internationalen Partnern und mit neuen Themen mehr denn je einen hervorragenden Einblick in die Vierländerregion Bodensee gibt. Es wird nicht besser, wenn wir immer wieder dieselben Geschichten erzählen, Mangelgeschichten. Mangel an Kooperation, Mangel an Fachkräften, Mangel an Gläubigen, Mangel an politisch Interessierten, Mangel an qualifizierten Bürgern, Mangel an Zeit, Mangel an Raum, Ruhe, Commitment, Sprachkenntnissen, Selbstbeschränkung. Undsoweiter. Man könnte sich verlaufen im Labyrinth der Mängel. In diesem kleinen befriedeten Fleckchen unserer Erde, in dem wir leben und arbeiten dürfen, in dem Milch und Honig fließen, werden massenhaft Mangelgeschichten erzählt. Jeder weiß, wie das mit den Märchen ist, irgendwann glauben wir dann an Dämonen, Hexen und Gespenster. Wir erzählen deshalb keine Mangelgeschichten. Wir sprechen von Dynamik, Innovation, erfolgreicher internationaler Zusammenarbeit. Der Standort (Bodensee) hat nichts mit Stillstand zu tun, ist er doch wahrlich kein „stehender Ort“. Auch Standpunkte haben nichts mit Stillstand zu tun. Im Gegenteil. Standpunkte, verstanden als qualifizierte und präzise formulierte, inhaltliche Positionen sind Fortschrittstreiber. Standpunkte zwingen uns zur Auseinandersetzung. Nichts ist „alternativlos“. Im Wirtschaftsmagazin Bodensee setzen wir auf Standpunkte, Positionen, Informationen und „verpacken“ dies so, dass am Ende die Vierländerregion Bodensee keinen Mangel an Aufmerksamkeit und Sympathie leidet. Wir wollen, dass die Bodenseeregion nicht nur Wirtschaftsregion, Tourismusregion und Bildungsregion ist, sondern eine Region geistiger Innovationen und dies auf allen Gebieten der Wissenschaft, der Naturwissenschaften ebenso wie der Sozial- und Geisteswissenschaften. Und wer, wie auf unserem Titelbild, ein Verständnis davon hat, dass einen Standpunkt haben auch immer wieder heißt, die Perspektive zu wechseln, der ist in der Vierländerregion Bodensee gut aufgehoben und kann hier boden.see.ständig das Standbein seiner beruflichen wie auch privaten Existenz aufbauen (siehe Titel). Thomas Willauer & Stephan Bickmann

2014

Best place to See

STANDOrt Aus anderer Sicht

STANDPunkt boden.see.ständig

STANDBein

NEUE PERSPEKTIVEN     

®

BODENSEE

Vom Besseren Mehr.

VIERLÄNDERREGION BODENSEE

STA N D ORTE U N D STA N D PU N K TE


Inhalt Editorial  Impressum 

1 88

Vierländerregion Bodensee 

8

Gemeinsam mehr erreichen  Daten & Fakten  10 Branchen prägen die Vierländerregion 

10 12 14

Menschen & Positionen  Ann Seger, Schindler Parent GmbH  Wolfgang K. Meyer-Hayoz, Meyer-Hayoz Design Engineering GmbH  Beate Willauer, Willauer+Partner GmbH  Rainer Mosbrugger, Rechtsanwalt  Pof. Dr.-Ing. Peter Jany, IHK Bodensee-Oberschwaben  Butz & Collegen Consulting und Coaching GmbH  Dr. Ursula Zeller, Zeppelin Museum Friedrichshafen  Thomas Willauer, Labhard Medien GmbH 

Unternehmen 

16 18 22 24 30 32 34 36 42

49

Thurgauer Kantonalbank  3 Meyer-Hayoz Design Engineering GmbH  5 Labhard Medien GmbH  7/48 Geberit Vertriebs GmbH 50 Convention Partner Vorarlberg  56 Eventschiff MS Sonnenkönigin  59 NEHER DIA GmbH & Co. KG  60 HESTA GmbH  62 OmniPC  64 Julius Blum GmbH  65 ITS Industrie- und Technozentrum Schaffhausen  66 Würth Haus Rorschach  67 Cassidian  68 SIMTECH Electronicservice Simanowski GmbH 70 Creditreform Konstanz Müller KG  72 ifm electronic 73 Kern AG  103 Businesspark Konstanz GmbH  113 Technologiezentrum Konstanz  124 PR2  127 Stadtwerke Konstanz  130 Ziegler GmbH  151 RAFI Eltec GmbH  164 Volksbanken Raiffeisenbanken Landkreis Sigmaringen  176

2 Standort Deutschland | Landkreis Ravensburg


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Das machen, was man schon immer mal machen wollte. Es fällt vieles leichter im Leben, wenn Sie auf Ihre Bank zählen können. Wir von der Thurgauer Kantonalbank kennen und verstehen Ihre Bedürfnisse genau. Weil wir wie Sie im Thurgau verwurzelt sind. Das macht uns zu der Bank für alle Thurgauerinnen und Thurgauer.


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179 179 179 192 192 193 201 210 215 216 218 224

Tourismuswirtschaft 

74

Internationale Bodensee Tourismus GmbH (IBT)  76 78 Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT)  Verband der Tourismuswirtschaft Bodensee e.V. (VTWB)  80 Regionalbahn Thurbo AG  83 Mainau GmbH  84 Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH  86 Comfort Hotel Friedrichshafen  87 Bodensee Residenz Lindau  88 Hotel Bayerischer Hof Lindau  89 Hotel Bad Schachen  89 Bodenseehotels  90 Konzilstadt Konstanz  120

Bildung & Institutionen 

91

Internationale Bodensee-Hochschule  92 Schule Schloss Salem  96 International Schools St.Gallen und Kreuzlingen Konstanz 98 Regionalbüro „Netzwerk für berufliche Fortbildung“  100 Hochschule Ravensburg-Weingarten  101 Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg  102 104 Internationale Bodensee Konferenz (IBK)  Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein  106 BioLAGO e.V. 122 cyberLAGO e.V. 123 Handwerkskammer Konstanz  128 IHK Bodensee-Oberschwaben  169


Eine ausgeprägte Identität und ein unverwechselbares Erscheinungsbild sind für den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens unentbehrlich. Dank unserer fünf Kompetenzbereiche Design Strategy, Industrial Design, User Interface Design, Temporary Architecture sowie Communication Design sind wir in der Lage, Unternehmen ganzheitlich und interdisziplinär im Entwicklungsprozess zu unterstützen. Besuchen Sie unsere Webseite für weitere Informationen und entdecken Sie Projekte aus verschiedensten Branchen. Mehr zu dem abgebildeten Projekt finden Sie unter: www.meyer-hayoz.com/projekte/vitaclinical

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Standort Deutschland 

108

Landkreis Konstanz  Bodensee Standort Marketing GmbH  Konstanz  Allensbach  Insel Reichenau  Radolfzell am Bodensee Singen am Hohentwiel Gottmadingen  Engen  Stockach 

110 114 116 131 132 134 138 145 146 148

Landkreis Bodenseekreis  Wirtschaftsförderung Bodenseekreis GmbH  Friedrichshafen  Meersburg  Überlingen 

150 150 152 160 162

Landkreis Ravensburg  Ravensburg 

166 170

Landkreis Sigmaringen  Wirtschaftsförderungs- und Standortmarketinggesellschaft Landkreis Sigmaringen mbH (WIS)  Sigmaringen  Bad Saulgau  Gammertingen  Mengen  Meßkirch / Industriepark Nördlicher Bodensee  Pfullendorf 

172

Österreich  Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO) 

Schweiz  Kanton Thurgau / Amt für Wirtschaft und Arbeit  Frauenfeld  Tägerwilen  Bischofszell  Neuhausen am Rheinfall  St.Gallen  Winterthur 

Liechtenstein  Amt für Volkswirtschaft 

Folgen Sie den farbigen Markierungen in der Navigation, dann wissen Sie in welcher Region Sie sich befinden.

172 177 178 180 182 183 184

186 188

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L ABHARDS

Eigen.Sinn 1/2013

.

Zeitschrift für Denkbar Mögliches

Ausgabe 01/2013 Deutschland 6,80 Euro Österreich 6,80 Euro Schweiz 8.00 CHF

*

! wir Eigensinn | Normalität

So sind

uns die Idee zu etwas * Wie Anderem in den Sinn kam

| Kommunikation | Wirtschaft | Loyalität | KulturODER | Tourismus Geschichte NEWSTICKER ODER SONST WAS +++ NEWSTICKER SONST WAS |+++ NEWSTICKER

Das Meinungsmagazin von Labhard Medien. Zu bestellen bei twillauer@labhard.de


8 Vierl채nderregion Bodensee

Foto: Blum

Foto: AFG

Foto: Achim Mende

Foto: Achim Mende


Vierländerregion Bodensee

Das Wirtschaftsmagazin Bodensee zeigt die Vierländerregion als Magnet für kreative Menschen, innovative Unternehmen, modernes Regionenmarketing und erfolgreiche Standort- und Wirtschaftsförderung. The Lake Constance Business Magazine presents the "Fourcountryregion Bodensee" as a magnet for creative minds, innovative companies, modern regional marketing and successful location and business promotion.

Vierländerregion Bodensee 9


❯ Gemeinsam mehr erreichen

Foto: Achim Mende

Einheit in der Vielfalt Der Bodensee kann mit einem überaus hohen Bekanntheitsgrad aufwarten. Dies liegt vor allem an den zahlreichen touristischen und kulturellen Highlights, wie die UNESCO-Weltkulturerbestätten St.Gallen, Reichenau und Pfahlbauten oder das Konstanzer Konzil, die Bregenzer Festspiele, die Blumeninsel Mainau oder die Nobelpreisträgertagung in Lindau. In der Vierländerregion Bodensee treffen sich unterschiedliche Kulturen, Traditionen, vor allem aber Fähigkeiten und Qualitäten und schaffen zusammen eine besondere, internationale Region.   Internationaler Wirtschaftsraum Vierländerregion Bodensee Kaum weniger beeindruckend ist die Performance des Internationalen Wirtschaftsraums Vierländerregion Bodensee mit leistungsfähigen KMU und international erfolgreichen Industrien. Gleich mehrere Regionen am Bodensee nehmen Spitzenplätze in internationalen Rankings ein (Vorarlberger Rheintal, Schussental, St.Gallen). Die Stärke der Vierländerregion Bodensee liegt auch hier in der Vielfalt und in der intensiven Verflechtung ihrer Zentren  untereinander und mit dem eigenen Umland wie auch mit den umliegenden Metropolräumen – allen voran mit dem nahen Zürich. Bedeutende Cluster bestehen in den Bereichen Life Sciences, Verpackung, Luft- und Raumfahrt, Tourismus und Nanotechnologie.   

Wissensregion Bodensee Die Vierländerregion Bodensee verfügt über ein ausgeprägtes Netzwerk wissenschaftlicher Einrichtungen. Insgesamt 29 Hochschul- und Forschungseinrichtungen haben sich auf Initiative der IBK zur Internationalen Bodensee-Hochschule (IBH) zusammengefunden, unter anderem die Exzellenzuniversität Konstanz, die Universitäten St.Gallen und Zürich sowie die private Zeppelin University. Zwischen den Forschungseinrichtungen, den Transferstellen der Kammern und der öffentlichen Hand und den wissensbasierten Unternehmen bestehen enge Verbindungen, die aktiv gepflegt werden.   Der Grenzraum als Kontaktzone Rund um den Bodensee und entlang des Alpenrheins und Hochrheins besteht ein einzigartiges Geflecht von Kooperationsbeziehungen. In sämtlichen Handlungsfeldern bestehen internationale Plattformen und Gremien. Den Bewohnern und Unternehmen in der Vierländerregion (D, A, CH, FL) bietet dieses Netzwerk der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und Förderprogramme tatkräftige Unterstützung für die alltägliche Grenzüberschreitung. (Quelle IBK)


Foto: Geberit

Foto: ITS

Foto: Zeppelin Universit채t FN


Daten & Fakten Die internationale Bodenseeregion besteht aus verschiedenen Teilgebieten der Bodensee-Anrainerstaaten: B313

❯ Österreich: Vorarlberg ❯ S chweiz: Kantone Zürich, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Thurgau ❯ D  eutschland: Bodenseekreis, die Landkreise Konstanz, Sigmaringen, Ravensburg, Lindau und Oberallgäu sowie die kreisfreie Stadt Kempten

B31

❯ Fürstentum Liechtenstein

A98

❯  Einwohner und Fläche Größe Fläche des Bodensees Uferlänge Einwohner ❯  Arbeitsmarkt Erwerbstätige Arbeitslosenquote

A81

A81

ca. 14.797 km² 536 km² 273 km ca. 3,8 Millionen

B33

Winterthur

ca. 2,0 Millionen durchschnittlich ca. 3,1 %

N7 N4

❯ Beschäftigte nach Sektoren Dienstleistungssektor Produzierendes Gewerbe Landwirtschaft

ca. 69 % ca. 28 % ca. 3 %

❯ Wirtschaftskraft Bruttoinlandsprodukt im Durchschnitt: BIP pro Kopf

186 Mrd. € 49.000 €

Facts & figures ❯ Inhabitants and surface area Size Surface area of Lake Constance Length of shoreline Inhabitants ❯ Labour market Employed persons Average unemployment rate ❯ Employed persons by sector Services sector Manufacturing industry Agriculture ❯ Economic strength Average gross domestic product BIP per capita

12 Vierländerregion Bodensee | Daten & Fakten

approx. 14,797 km² 536 km² 273 km approx. 3.8 million

approx. 2.0 million approx. 3.1 %

approx. 69 % approx. 28 % approx. 3 %

€ 186 bn. € 49,000

N1

N1


Gammertingen

B32

B33

A96

B31 B31 A96

A14 N13

Im Einzelnen zeigt sich für die Teilregionen folgendes Bild: In Vorarlberg ist der Industriesektor im Vergleich zu Österreich besonders stark. Innerhalb der Bodenseeregion zeigen sich das Baugewerbe und das Gastgewerbe als überdurchschnittlich bedeutend.

deutschen Teilregion stechen Kempten und der Landkreis Konstanz als dienstleistungsgeprägte Gebiete hervor. In den anderen Landkreisen spielt das verarbeitende Gewerbe eine zentrale Rolle, die weit über dem Durchschnitt in der Region liegt.

In der Schweizer Teilregion ist das Bild uneinheitlich. In den Ostschweizer Kantonen ist die Beschäftigungsstruktur der Bodenseeregion insgesamt ähnlich. Lediglich der hohe Beschäftigungsanteil im primären Sektor fällt auf. Im Kanton Zürich sind Dienstleistungen überproportional wichtig. Der Handel sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sind dabei besonders bedeutend. In der

Liechtenstein weist innerhalb der Region den höchsten Anteil an Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe auf, insbesondere im Maschinenbau und der Nahrungsherstellung. Auch Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und die Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sind stark ausgeprägt. (Quelle IBK) Daten & Fakten | Vierländerregion Bodensee 13


Foto: Michael Häfner

Aerospace

Envirotech

Der Bodensee gehört zu den fünf stärksten Luft- und Raumfahrtregionen in Deutschland. Zeppelin, Dornier, EADS, Diehl Aerospace, der Flug­hafen Friedrichshafen, die Fachmesse Aero und der Studiengang Luft- und Raumfahrttechnik kennzeichnen den Cluster „BodenseeAIRea“. Lake Constance is one of the five strongest aerospace regions in Germany. Zeppelin, Dornier, EADS, Diehl Aerospace, Friedrichshafen Airport, the Aero trade fair and the university degree course in aerospace technology are all part of the “bodenseeairea” cluster.

In der Bodenseeregion gibt es eine Vielzahl an produzierenden Betrieben, Handwerksbetrieben und Dienstleistern im Umweltsektor. Insgesamt sind  rund  280 Unternehmen und Institutionen dem Bereich Umwelttechnologie zuzuordnen. A large number of industrial firms, craftsmen’s enterprises and service providers in the environmental sector are based in the region of Lake Constance. Overall, around 280 companies and institutions around Lake Constance work in the field of environmental technology.

Architecture & design

Food

Die Architektur Vorarlbergs ist in Europas Fachkreisen längst ein Begriff. Kaum eine andere Region weist eine ähnliche Dichte an qualitätsvollen Bauten auf. Außerdem stammen bekannte Kleidungsmarken wie Strellson, Wolford, Schiesser und Vaude aus der Bodenseeregion. Vorarlberg has long been famous among experts in Europe for its excellent architecture. Not many other regions on the continent can boast such a high concentration of quality buildings. A number of wellknown design brands in the fashion industry are also based here, such as Strellson, Wolford, Schiesser and Vaude.

Ganz besonders ist der Bodensee für seinen Wein, seine Äpfel und das Gemüse von der Reichenau bekannt. Um die Landwirtschaft herum hat hier aber auch die Lebensmittelindustrie Tradition: Maggi, Gaggli, Hilcona, Rauch Fruchtsäfte, Knorr, Suchard und BINA sind nur einige Marken, die hier hergestellt werden. Lake Constance is particularly well known for its wine and apples, as well as vegetables from Reichenau Island. Not only agriculture has a long tradition here, but also the food industry: Maggi, Gaggli, Hilcona, Rauch Fruchtsäfte, Knorr, Suchard, and BINA are just a few of the brands made on Lake Constance.

Tourism

Life sciences

Der Tourismus ist ein bedeutsamer Wirtschaftsfaktor in der internationalen Bodenseeregion. Die Gäste schätzen die hochwertige Freizeitund Erholungsinfrastuktur. Für die Einheimischen ist die touristische Infrastruktur ein unbestreitbarer Bestandteil der Lebensqualität am Bodensee. Tourism is a significant economic factor in the international region of Lake Constance. Guests appreciate the high-quality leisure and recreational facilities, while locals know that the tourist infrastructure contributes to the quality of life they enjoy on Lake Constance.

Die Bodenseeregion bietet ein vielschichtiges lebenswissenschaftliches Umfeld mit Global Playern wie Nycomed / Takeda, Vetter, VIVIT-Institut oder GATC, Europas führendem DNA-Sequenzierdienstleister (Erbgutent­schlüsselung). Das Netzwerk BioLAGO e. V. fördert die Entwicklung dieses Clusters. The region of Lake Constance provides an ideal environment for companies in the life sciences industry with global players such as Takeda, Vetter, the VIVIT Institute and GATC, Europe’s leading provider of DNA sequencing services (deciphering genomes). The BioLago network promotes the cluster’s development.

14 Vierländerregion Bodensee | Branchen


Foto: Gaggli

Weltmarktführer auf dem Gebiet Verpackungstechnik wie SIG Holding, Amcor oder die Alpla Werke sind hier angesiedelt, hinzu kommen bedeutende abpackende Unternehmen wie Maggi oder Unilever. In Neuhausen hat das europaweit einzige Internationale Verpackungsinstitut (IPI) auf Hochschulniveau seinen Sitz. Global market leaders in the field of packaging technology such as SIG Holding, Amcor or Alpla have their headquarters in the region of Lake Constance as do important packing companies like Maggi and Unilever. The International Packaging Institute (IPI) with its universitylevel courses based in Neuhausen is the only one of its kind in Europe.

Automotive & engineering

Nanotech

In der Bodenseeregion entwickeln und produzieren starke Unternehmen der Automotive- und Maschinenbaubranche ihre Produkte. Namen wie Georg Fischer, ZF und MTU illustrieren das weite Spektrum. Major companies in the automotive and machine construction industries develop and manufacture their products in the region of Lake Constance. Firms such as Georg Fischer, ZF and MTU are just some examples.

Der Bodenseeraum verfügt über eine hervorragende Infrastruktur und bedeutende Kompetenzen im Bereich Mikro- und Nanotechnologie. Zur Förderung der Nanotechnologie tragen die Initiativen Nano-Cluster Bodensee, Nano-Zentrum Euregio Bodensee e. V. und Swiss Nano-Cube bei. The region of Lake Constance also boasts an outstanding infrastructure and expertise in the area of microtechnology and nanotechnology. The Nano Cluster Bodensee, Nano-Zentrum Euregio Bodensee e. V. and Swiss Nano-Cube initiatives actively promote nanotechnology.

Foto: Hymer

Insbesondere die Region um Tettnang hat sich zu einem Zentrum der Elektronik entwickelt. Zu den bekanntesten Unternehmen gehören Avira, ifm, wenglor und TechniData. Die Stadt Konstanz ist Sitz des Forums für anwendungsbezogene Satelliten-Navigation und mobile IT Baden-Württemberg e. V. Es steuert die landesweiten Aktivitäten bei der Entwicklung des Satelliten-Navigationssystems Galileo. The region around Tettnang has grown into a centre for electronics firms. Avira, ifm, wenglor and TechniData are among the best known. The city of Constance is home to the Forum for Applied Satellite Navigation and Mobile IT Baden-Württemberg e. V. It controls all state-wide activities in developing the Satellite Navigation system Galileo.

Branchen | Vierländerregion Bodensee 15

Foto: Hilti

Foto: Alcan

Foto: Blum

Packaging

Foto: Breyer

IT & electronics


auf Futter SUCHE? Dieses Foto von Achim Mende zeigt Wildschweinspuren im Schnee. Auch Gesellschaft, Wirtschaft und Politik benötigt neue Nahrung. Statt einfacher Antworten braucht’s mehr Lesefutter ...


BEMERKENS WERT Ü BER D EN UNTERSCHIED, DER DEN UNTERSCHIED AUSMACHT.


Ohne Norm keine Abweichung, also auch kein Unterschied. Um aus der Fülle an Angeboten – gleichgültig, ob es sich um Waren, Dienstleistungen oder auch Informationen handelt – herauszuragen, bedarf es einer besonderen Kommunikation oder Handlung: Sie muss den kleinen Unterschied ausmachen, der sie von den anderen unterscheidet. Dabei darf diesem einmaligen Effekt allerdings nicht die Integrität geopfert werden.

N

ormen und ihre Einhaltung sind uns wohl vertraut und lieb. Sie spielen sowohl im alltäglichen Leben als auch in der Welt des Business eine wichtige Rolle. Sie gewähren den reibungslosen Ablauf von Prozessen und machen damit das Leben leichter. Normbrüche dagegen können ärgerlich sein - wer jemals auf einer Reise in die USA den Adapter für das Notebook vergessen hat, weiß nur zu gut, wovon hier die Rede ist. Auf der anderen Seite stehen uns die Normen im Weg, wenn es darum geht, neue Kontakte zu knüpfen, zu kommunizieren und Beziehungen aufzubauen oder zu pflegen - „Normal sein“ kann in diesem Fall ebenfalls zum Problem werden. Hier heißt es auffallen, die Regeln überschreiten, damit uns die Aufmerksamkeit geschenkt wird, die wir im Sinn haben. Denn wer sich zu sehr auf die Regeln eines Spiels konzentriert, nimmt kaum wahr, wenn

sich etwas Ungewöhnliches ereignet, wie Daniel Simon und Christopher Chabris in einem berühmt gewordenen Experiment nachgewiesen haben. Die Aufgabe für den Betrachter lautete, fünf Basketballspielern zuzuschauen und die Anzahl der geworfenen Pässe zu zählen. Je ernsthafter dieses Ziel verfolgt wird, desto weniger nimmt der Betrachter wahr, dass sich ein als Gorilla verkleideter Mitspieler unter die Basketballer mischt. Das außergewöhnliche Ereignis, das den Unterschied zu einem herkömmlichen Spiel ausmacht, wird vom Gehirn aus Gründen der Effizienz ausgeblendet. Der eigentlich offensichtliche Normbruch - Gorillas spielen nicht Basketball - wird nur gesehen, wenn die Testnorm (Würfe zählen) gebrochen wird. Die Anzahl der Pässe wird dabei zwar nicht mehr korrekt erfasst. Dafür wird der Zuschauer mit einer neuen „Erkenntnis“ belohnt.


Eine Lehre aus dem Experiment lautet aber auch: Es gehört Mut dazu, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen zu wollen, und zwar sowohl für den Betrachter als auch für die Spieler. Übertragen auf die Welt der Kommunikation bedeutet das, für einen starken Auftritt bereits geschaffener Markenwerte zu sorgen, damit bestehende Kundenbeziehungen gewahrt, bestätigt und verstärkt werden, und erst recht, wenn neue Kunden angesprochen und gewonnen werden sollen. Marketing und Markenpflege müssen sich etwas zutrauen – und nicht zuletzt auch die Arbeitgebermarke.

Doch wie macht man das? Ein bisschen Nabelschau lässt sich hier nicht vermeiden. In einem ersten Schritt heißt es, die Werte zu klären, für die eine Marke einsteht. Das sagt sich leichter, als es getan ist. In Workshops ist immer wieder zu erleben, dass in der Geschäftsleitung jeder das Bild einer Marke mit unterschiedlichen Charakterzügen zeichnet, wobei kleinere Abweichungen nicht von Bedeutung sind. Die Tücke liegt oft im Markenbild selbst, wie etwa der Markenwert „Genuss“ veranschaulichen kann. „Reiner Genuss“ trifft hier auf „Genuss mit Verantwortung“, und schon sind Missverständnisse vorprogrammiert. Im letzteren Fall genügt es nämlich nicht, Kaviar als Bild zu wählen, so lange die Fischeier nicht, was leider die Norm ist, in Russland unter umweltverträglichen und artgerechten Bedingungen gewonnen werden. Die Umsetzung des Markenwerts will also wohl gewählt sein. Dem folgt in einem zweiten Schritt die Evaluation des Marktes, sprich der Zielgruppen und Branchentrends, die sich wiederum kontinuierlich in Bewegung befinden, und das in einem immer schneller werdenden Rhythmus. Im ständigen Meereswogen des Marktes muss die eigene Marke Orientierung bieten, schließlich ist genau das ihre Aufgabe. Sie fungiert quasi als Bezugspunkt für die Kunden, die sich ihrerseits dadurch eine Position innerhalb des

20 Menschen und Positionen | Ann Seger

Marktsystems einrichten. Die Marke hilft ihnen dabei – und zwar als Norm. Doch was, wenn sie nicht gesehen wird, etwa, weil sie zu unauffällig geworden oder zur unbeweglichen Norm erstarrt ist, die kein Überraschungspotenzial mehr bietet? Um ihre Funktion als Bezugspunkt innerhalb des Marktgeschehens auf Dauer tatsächlich erfüllen zu können, muss sich eine Marke regelmäßig für einen kalkulierten Normbruch entscheiden – mit knallgelben Socken getragen, gewinnt ein klassischer Businessanzug an Format, an Aufmerksamkeit, an Gewicht. Marken funktionieren nach demselben Muster. Wobei natürlich nicht immer gesagt ist, dass ein möglichst schriller Normbruch immer die beste Wahl ist, speziell im B2B Bereich. Hier genügt es oft, auf den (kleinen) Unterschied zur Konkurrenz hinzuweisen, etwa auf eine technische Innovation, die den (großen) Unterschied ausmacht. Die Differenz muss für den Kunden jedoch klar sichtbar gemacht werden, und genau an dieser Stelle kommt der Gorilla wieder ins Spiel. In der Kommunikation mit dem Kunden darf sich die Marke nicht den Fehler erlauben die Aufmerksamkeit allein auf die bereits bestehenden Spielregeln zu lenken. Sie muss den Kunden auch zum Normbruch animieren, zur Änderung seiner Position. Der Gorilla fällt ins Auge, wenn innerhalb der gewohnten Spielregeln die Verletzung der Norm als Sprungbrett genutzt werden kann, das Neue zu erkennen – im besten Fall sogar als Bereicherung des Spiels selbst. Eine Marke, die sich in dieser Weise als Normbruch inszeniert, darf sich mitunter sogar auf die Fahne schreiben, die Spielregeln neu definiert zu haben – was nichts anderes bedeutet als Marktführer zu sein.

Schnöde Pappkartons – nicht mit Iggesund! Ein kleines Beispiel mag das Gesagte kurz illustrieren. Für den schwedischen Weltmarktführer Iggesund haben wir darauf verzichtet, als Kommunikationsstrategie ein weiteres Look Book für


den Karton Invercote herzustellen. Stattdessen wurden Designer und Künstler aus aller Welt damit beauftragt, ihre Visionen umzusetzen, die deutlich machen sollten, welches Potenzial in einem schnöden Karton steckt. Als Rahmen wurde eine schwarze Box gewählt, innerhalb dieser gezeigt wurde, was sich aus und mit Karton alles machen lässt. Präsentationsorte der Box waren acht Städte, verteilt um den ganzen Globus von New York über Hamburg und Mailand bis nach Moskau. Die Ausstellungen, die zur Präsentation der jeweiligen neuen Box veranstaltet wurden, haben mittlerweile Kultstatus erreicht. Der Normbruch, also der Verzicht auf ein weiteres Look Book, hat die Marktführerposition von Iggesund nachhaltig gestärkt und gleichzeitig eine neue Spielregel der Produktpräsentation erfunden – und damit auch des Kartons selbst. Ann Seger Das Gorilla-Experiment gibt es übrigens zum Nachspielen als Video auf Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=vJG698U2Mvo.

„Der Gorilla fällt ins Auge, wenn innerhalb der gewohnten Spielregeln die Verletzung der Norm als Sprungbrett genutzt werden kann, das Neue zu erkennen ...“

KONTAKT: Michael Meier Geschäftsführender Gesellschafter michael.meier@schindlerparent.de Ann Seger Geschäftsleitung / Beratung ann.seger@schindlerparent.de www.schindlerparent.de

Ann Seger | Menschen und Positionen 21


Business Essentials

❯ „Nichts Großes ist je ohne Begeisterung

geschaffen worden.” Ralph Waldo Emerson

Fotos: Red Dot Design Award

Lassen wir uns nicht beirren Deutschland, als Exportweltmeister, sieht sich plötzlich massiver Kritik ausgesetzt. Kritisiert werden die hohen Exportüberschüsse. Den Reigen der Kritiker eröffneten die USA, danach folgte der internationale Währungsfonds (IWF) und nun stimmt auch noch die europäische Kommission in diese Kritik ein. Um das europäische Haus jedoch zielgerichtet weiterzuentwickeln ist es nach meiner Überzeugung vor allem notwendig, dass umliegende Länder, die schon lange diskutierten Strukturreformen realisieren. Es ist zentral, dass

❯ Wolfgang K. Meyer-Hayoz Wolfgang K. Meyer-Hayoz ist Gründer und Geschäftsführer von Meyer-Hayoz Design Engineering in Konstanz. Als Fachjuror beim Red Dot Design Award, als Gastdozent der Universität St.Gallen sowie als früherer, langjähriger Präsident des schweizerischen Designerverbandes engagiert er sich für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort und Competitiveness.

❯ K O NTA K T

Meyer-Hayoz Design Engineering (Deutschland) GmbH Zollernstraße 26 D-78462 Konstanz Phone: +49 7531 90930 info.de@meyer-hayoz.com www.meyer-hayoz.com

Europa in seiner Gesamtheit, in Wirtschaft und Gesellschaft, als starker Brand in der Weltwirtschaft wahrgenommen wird. Hierbei können Länder wie Deutschland und die Schweiz entscheidende Beiträge leisten, wenn wir an Erfahrungen hinsichtlich Infrastruktur, Ausbildung oder die direkte Demokratie denken. Dies ist sicher in der Konsequenz zielführender. Mit einem Wert von 7,2 Prozent bei den Exportüberschüssen zeigt sich in der Tat die starke Verfassung der deutschen Exportwirtschaft.1 Trotz großer Unterschiede in den Währungsparitäten und international betrachtet bei den Herstellkosten, sind die technologisch führenden und in der Regel sehr gut gestalteten Produkte und Systemlösungen der deutschen Industrie weltweit gesucht. Dementsprechend hat auch die deutsche Exportindustrie

22 Menschen und Positionen | Wolfgang K. Meyer-Hayoz

die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen mit dem Hinweis, „dass die Kunden nicht ordern, weil wir Deutsche sind“. „German Design“ hat heute, im Verbund mit neuester Technologie, weltweit einen ausgezeichneten Ruf und ist in vielen Branchen international gestalterisch prägender Benchmark. Die „Macht der Bilder“ und deren Wirkung wird hierbei deutlich erfahrbar. Wir haben sicher alle die Bilder erfolgreicher Fahrzeughersteller wie VW, BMW und Daimler vor Augen, genauso wie Beispiele technologisch hochstehender Lösungen der Maschinen-, Elektround Hightech-Industrie, seien es Bosch, Siemens, Festo oder Trumpf, um nur einige zu erwähnen. Deutschland und Schweiz an der Spitze Eine kürzlich durch die international renommierte Strategieberatung Booz & Company veröffentlichte Studie „Global Innovation 1.000“, welche das Innovationsverhalten der weltweit größten Unternehmen hinsichtlich ihrer Ausgaben für Innovation, Forschung und Entwicklung untersuchte, zeigt interessante Mechanismen und Zusammenhänge für den Markterfolg auf. Die Studie verdeutlicht, dass Unternehmen wie Volkswagen (F&E Budget 2013: 11,4 Mrd. US$) und Roche (F&E Budget 2013: 10,2 Mrd. US$) zu den Konzernen gehören, welche am meisten investierten. Interessant ist auch die Aussage, dass die Steigerungsrate der 44 deutschen Unternehmen, welche in der Studie berücksichtigt wurden, im vergangenen Jahr mit 11 Prozent doppelt so hoch war, wie die globale Rate. Einen hohen Anteil, nämlich fast die Hälfte des untersuchten deutschen Gesamtvolumens, wurde durch die Autoindustrie (Volkswagen, Daimler und BMW) geleistet. Weitere Innovationsschwergewichte in Deutschland waren Siemens, Bayer, SAP, Continental und BASF. Für die Schweiz erwähnt die Studie die Konzerne Roche, Novartis,


Nestlé, ABB und Syngenta. Die stärksten Erhöhungen bei den F&E Aufwendungen verzeichneten die Unternehmen Lonza und Sika, welche ihre Investitionen in diesem Bereich mehr als verdoppelten. Hochinteressant auch ein Teil-Fazit der Studie In einer Pressemitteilung macht Carlos Ammann, Geschäftsführer von Booz & Company in der Schweiz deutlich: „Einmal mehr ist eine der zentralen Erkenntnisse unserer Studie, dass ein höherer Aufwand für

F&E nicht automatisch bessere Ergebnisse garantiert. Die zehn Unternehmen, die als am innovativsten gelten, schneiden bei den Kennzahlen deutlich besser ab als die zehn Unternehmen mit dem höchsten F&E Aufwand.“ So liest sich nachfolgend die Reihenfolge der zehn weltweit innovativsten Unternehmen, wie sie sich in der Studie herauskristallisierten: Apple, Google, Samsung, Amazon, 3M, GE, Microsoft, IBM, Tesla Motors und auf Platz 10 Facebook. Was bedeutet dies für die erfolgreiche Ausgestaltung zukünftiger strategischer Geschäftsmodelle? Wenn wir das Beispiel Apple als seit Jahren innovativstes Unternehmen nehmen, dann bemerken wir, dass hier Technologiekompetenz (IT), Unternehmens- und Führungskultur, User- und Usability-Bewusstsein, höchste Designqualität, welche Begeisterung im Markt auslöst sowie die Entwicklung neuer Geschäfts- und Wertschöpfungsmodelle (Apps und iTunes) in einer idealen Synthese kombiniert wurden. Aus der Booz-Studie wird ebenso deutlich, dass gerade im Bereich Computing + Electronics mit einem Anteil von 27 Prozent an den weltweit investierten 638 Mrd. US$ eine Branche ein hohes Wachstumstempo verzeichnet, in welcher Deutschland leider nicht mehr zu den Global Playern zählt. Diese technologische Abhängigkeit sollte, speziell wenn man auch an die Erfahrungen mit NSA denkt, dringend mittel- und längerfristig korrigiert werden. Re-Industrialisierung in den USA? Neben den bereits bekannten Herausforderungen seitens der Wettbewerber aus Asien, werden wir uns als deutsche und schweizerische Hersteller zukünftig auch wieder auf mehr amerikanische Mitbewerber einstellen müssen, denn die Rahmenbedingungen im Energiebereich verändern sich derzeit dramatisch. Einerseits ist es den USA gelungen, die Währungsparität entsprechend „anzupassen“ und andererseits erlaubt das intensiv eingesetzte „Fracking“, eine neue Fördermethode für Öl und Gas aus Schiefergestein, den USA, laut Angaben der amerikanischen Behörde Energy Information Administration (EIA), in Kürze zum größten Erdöl- und Erdgas-Produzenten der Welt aufzusteigen (inkl. den Biokraftstoffen). Dies bedeutet, dass sich die amerikanische Wirt-

schaft über einen langen Zeitraum auf günstige Energiekosten einstellen kann. Bereits heute fertigt das Unternehmen Whirlpool Mixer nicht mehr in China, sondern in Ohio. Dow Chemical errichtet sein neues Chemiewerk in Texas und GE fertigt wieder Waschmaschinen „Made in USA“2. Soeben hört man auch vom Schweizer Chemiekonzern Clariant anlässlich eines Interviews mit dem CEO H. Kottmann: „Warum sollten wir in Deutschland noch einen Cent in neue Anlagen investieren? Wir investieren nun lieber in den USA.“ Dort seien die Energiepreise niedriger. Beklagt wird hierzulande die Umlage auf erneuerbare Energien. Clariant führt weiter aus: „Wir zahlen in Deutschland 13 Cent pro Kilowattstunde, in China und den USA nur rund die Hälfte.“3 Strategisches Design und Technologie-Innovation enger und rascher verbinden „Made in Germany“ genauso wie „Made in Switzerland“ genießen weltweit eine hohe Wertschätzung. Das strategisch ausgerichtete Design, wie es beispielsweise auch in unserem Hause bei umfassenden Beratungs- und Entwicklungsleistungen zum Einsatz kommt, berücksichtigt vollumfänglich gerade solche Kompetenzfelder, welche auch für das heutige, herausragende Image des Unternehmens Apple einen entscheidenden Beitrag geleistet haben. Apple-Produkte haben die Menschen zuerst einmal begeistert. Auf diesem Fundament konnte man aufbauen. Unsere fünf Kompetenzfelder Design Strategy, Industrial Design, User Interface Design, Temporary Architecture sowie Communication Design erzielen, aufgrund der engen Abstimmungen bei Entwicklungen, wertvolle Gestaltsynergien. Durch die frühe und enge Zusammenarbeit mit den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen unserer Kunden und durch innovative Research- und Konzeptstudien entstehen in einem zeitlich sehr komprimierten Workflow modulare Lösungen, welche den Vorstellungen und den Wünschen von Kunden weltweit entsprechen und hohe Variabilität ermöglichen. Was wir ebenfalls von Apple lernen, ist die Wichtigkeit, auch im Bereich der Unternehmens- und Führungskultur aktiv voranzuschreiten und eine dem Unternehmen und seinen Zielsetzungen entsprechende Kultur aufzubauen. Durch die enge, personelle Verbindung der Meyer-Hayoz Design Engineering Group mit dem Schweizer Institut für Führungskultur in Salenstein haben wir Zugang zu hochqualifizierten Spezialisten aus diesem Bereich4. Zusammenfassung Die Volkswirtschaften Deutschlands und der Schweiz sind derzeit gut aufgestellt. Die Betonung liegt jedoch auf dem Wort „derzeit“. Angesichts neuer Wettbewerber berichtete Frau Barbara Kux, Mitglied des Vorstands von Siemens, in einem kürzlichen Referat auf dem Swiss Leader Forum in Zürich: „In den nächsten Jahren ist mit 5.000 neuen Wettbewerbern mit über 1 Milliarde US$ Umsatz vorwiegend aus den asiatischen Schwellenländern zu rechnen, welche den Wettbewerb weiter verschärfen. Gleichzeitig, und hier liegen unsere Chancen, entsteht bis 2025 in den Schwellenländern durch die wachsende Mittelschicht ein neuer Markt, welcher doppelt so groß sein wird, wie heute die EU.” Durch die Integration von strategischem Design in Verbindung mit innovativen Technologie-Entwicklungen und Corporate Branding können wir die Grundlage für den Erfolg von Morgen schaffen. Halten wir uns an den amerikanischen Philosophen Ralph Waldo Emerson: „Nichts Großes ist je ohne Begeisterung geschaffen worden.“ Wolfgang K. Meyer-Hayoz

1) ZKB, Daily Market Opinion, 11.11.2013 2) Die stille Revolution, Tagesanzeiger, Blogs, 21.12.2012, www.tinyurl.com/nplanzc 3) Cash, Top News, 9.11.2013, www.tinyurl.com/q7mz37h 4) www.willauerpartner.ch

Wolfgang K. Meyer-Hayoz | Menschen und Positionen 23


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ÜBER 3 LOYALITÄTEN UND DARÜBER, WAS ES FÜR EINEN WERT HAT, SICH MIT LOYALITÄT ZU BESCHÄFTIGEN.

NACH DENKEN über Loyalität

W ERTVOLL ODER AUGENWISCHEREI? Werte sind zum Thema geworden, sei es als Klage über deren Wandel und Zerfall, sei es als Ruf nach ‘Mehr Wert!’. Nehmen wir an, Loyalität sei einer dieser Werte. Was ihn auszeichnet ist, dass er von nicht allzu vielen im Munde geführt wird, im professionellen Kontext vor allem auf Kundenloyalität reduziert ist, bei dem einen oder anderen Militäraffinen mit dem Geschmack von Gehorsam, mehr oder weniger blind, ausgestattet wird. Loyalität wird im Bauchladen der Werte nachgeordnet gehandelt.1 Allesamt gute Voraussetzungen, um nicht in einen mainstreamigen Jubel zu verfallen: Aber jetzt haben wir ein Allheilmittel gefunden! Im Gegenteil. Loyalität ist ein Gegengift. Gegen welche Vergiftungen? Zunächst einmal gegen zwei, die sich möglicherweise als Ingredientien einer einzigen herausstellen: Gegen die Überforderung durch Werte und den Trend zur Individualisierung von Risiken.

Beate Willauer | Menschen und Positionen 25


BEATE WILLAUER ist Gesellschafterin und geschäftsführende Partnerin des Willauer+Partner Instituts für Führungskultur. Sie begleitet Persönlichkeiten und Organisationen.


DIE ERSTE VERGIFTUNG IST RASCH ERKLÄRT: Werte bleiben in den meisten Fällen seltsam blutleer, obwohl sie gelegentlich blutige Auseinandersetzungen begründen und entscheiden. Wobei sich hinter der Fassade von Werten immer noch trefflich streiten und kämpfen lässt und Werte zur Durchsetzung wertfremder Interessen missbraucht werden. Die Beispiele sind Legion. Blutleer auch deshalb, weil Werte in Ahnengalerien gehalten und als Zeugen einer vermeintlich besseren Vergangenheit aufgerufen werden. Ich meine, wir sollten die Werte von unseren Wänden abhängen, diese lieber weiß streichen und als Leinwand für ein kollektives Brainstorming nutzen: Was will ich, was willst du, was wollen wir erleben, wie will ich, wie willst du, wie wollen wir handeln? Es werden Generalisierungen, Bilder, Begriffe von Erlebenssehnsüchten und Handlungsvielfalt entstehen. Eben: Werte. Nur wären diese dann mit Vorstellungen aus Verständigung durchblutet und sie hätten etwas zu tun mit Erleben und Handeln. Damit wären sie (arbeits-)lebensnah reflektierbar und würden Stoff liefern für wirkungsrelevante Diskurse. Wobei Handeln und Erleben, Erleben und Handeln in einem zirkulären, multidirektionalen und damit komplexen Verhältnis zu denken sind: Erleben lenkt Handeln, Handeln Erleben und Erleben wirkt auf Erleben wie auch Handeln Handeln einfärbt, jeweils für alter wie für ego, immer unberechenbar. DIE ZWEITE VERGIFTUNG BEZIEHT SICH AUF EINE G E S E L L S C H A F T L I C H E P R A X I S , die seit dem 18. Jahrhundert unvermindert anhält, nämlich den Transfer von Lebens- und Arbeitsrisiken auf die Individuen und die Erzeugung von Risiken vielgestaltiger Art mit vielgestaltigen Absichten. Eine Folge dieser Praxis ist, dass Loyalitäten dadurch gemindert, wenn nicht verhindert werden. Die Phänomene sind Legion, die im einzelnen einer sorgfältigen Einordnung bedürfen. Die weiße Leinwand ist nun zwar eine weiße und das, was darauf (nicht) geschrieben, (nicht) gemalt, (nicht) geklebt, (nicht) geworfen, (nicht) geschmiert, (nicht) wieder ausgelöscht wird, ist als Ausdruck eines Hier-und-Heutigen alles andere als unbeschrieben, vielmehr durchzogen mit Intarsien von Vergangenem, kenntlichen und unkenntlichen Ablagerungen. Das, was auf dieser Leinwand landen wird, braucht unsere gesamte Ausdruckskraft. Werte, sofern sie Ausdruck von Erlebnissehnsüchten und Handlungsvielfalt sind, ergreifen uns geradezu: Dieses ‘Ergriffen-Sein’, wie Hans Joas2 sagt, zeigt sich in einem ‘intensiven Gefühl äußersten ‘Bei-sich-Sein’’, einem ‘Gefühl, ganz besonders mit (...) (sich) identisch zu sein’. Werte sind, so weit sehen wir an dieser Stelle, ‘hochgradig emotional besetzt’ und emotional fundiert, tief verwoben mit existentiellen Fragen. Mir gefällt dieses Wort vom ‘Ergriffen sein’, weil es sich einer rationalistischen Vereinnahmung und deutungshoheitlichen Ansprüchen entzieht.

Beate Willauer | Menschen und Positionen 27


Loyalität auf diesen Hintergrundfolien betrachtet scheint mir das Potenzial zu haben, ein zentraler Wert in unseren professionellen Umfeldern zu werden. Warum?

ICH DEFINIERE LOYALITÄT IN DREIERLEI HINSICHT als Loyalität zum Selbst, als Loyalität zum Gegenüber, als Loyalität dem Werk gegenüber. Meine These ist: Wenn wir in unseren professionellen Kontexten, in Organisation und Netzwerken, diese dreifache Loyalität pflegen, wird dies Auswirkungen auf die Qualität der Produkte, der Dienstleistungen, der Leistungen und Zukunftsentwürfe, auf die Qualität der Interaktionen zwischen Peers sowie in hierarchischen Konstellationen und auf die Qualität des Selbstbezugs, der Selbstkompetenz haben. Oder nochmals anders: Wenn wir in professionelle Loyalitäten investieren, gewinnen wir Sicherheit und wir werden einen Klimawandel erleben, der allen überraschend gut tun wird. Nicht zuletzt wird dies auch auf der Kostenseite sichtbar, Kosten als Aufwände, als energetische Investitionen aller Art verstanden. Ich bemühe Josiah Royce3 und sein spätes Werk ‘Philosophy of Loyalty’, eines der wenigen Werke, das sich explizit mit Loyalität beschäftigt: Eine Ausgrabung aus einer ungefähr 100 Jahre alten Sedimentschicht, heute auf die Leinwand geworfen. Loyalität im Royce’schen Sinn auf den Punkt gebracht: Kenne deine Motive, Ziele und Aufgaben, bekenne dich dazu, schließe dich einer Gemeinschaft an und arbeite mit anderen Menschen an diesen Zielen. Die authentische Loyalität – was treibt mich an, was zieht mich an, wann bin ich ‘ganz bei mir’ – hat ihr Pendant in der ‘genuine community’, einer authentischen Gemeinschaft: ‘Mein Leben meint nichts, weder theoretisch noch praktisch, wenn ich mich nicht als Mitglied einer Gemeinschaft begreife.’ Loyalität heißt Selbst-Treue und Gemeinschaft, das Eigene als Gemeinsames, Gemeinsames als Eigenes bearbeiten. Die ‘genuine community’, wie sie Royce versteht, geht über die Ziele von einzelnen

28 Menschen und Positionen | Willauer+Partner GmbH

Menschen und einzelnen Gruppen hinaus. Mit heutigem Vokabular versehen, würde sich Royce vielleicht so anhören: Wir müssen bei unseren Communities darauf achten, dass sie ein großes Ganzes im Blick haben, auf die Eigenarten von Personen und Gemeinsamkeiten achtend Zugehörigkeit ermöglichen. Die Vagheit ist gewollt. Denn die Arbeit beginnt jetzt. Dies, in der schönen Sprache von Royce, als ‘practical devotion’.

SO SCHÖN, SO NOSTALGISCH? Weit gefehlt. Theorieinteressierte finden Anschlüsse an die wissenschaftlichen Diskurse der Zwischenzeit. Philosophisch vorweggenommen wird die neurobiologische Forschung, die – was Weisheitstraditionen quer über den Globus bereits wissen – die Trennung von Individuum und Gemeinschaft, von Individualität und Sozialität aufhebt. Die Adresse, so stellvertretend der Neurochirurg Detlef B. Linke, unter der das Ich auffindbar ist, scheint nicht so leicht identifizierbar: ‘Wir können uns der Sozialität gar nicht entziehen.’4 Die Zugehörigkeitsdimension zeigt sich als ein grundlegender strukturierender Prozess, innerhalb dessen all das stattfindet, was Einzelne für ihr Eigenes halten. Eine dritte Vergiftung wird an dieser Stelle sichtbar und könnte sich angesichts dieser Betrachtung vom Zwang zur Diskurs-Notwendigkeit wenden: Der Originalitätszwang, unter dem Personen stehen, der Innovationszwang, dem sich Organisationen unterwerfen. Auch hier: Die Arbeit beginnt jetzt mit der bescheidenen Frage: Was bedeutet neu für mich, für uns und was ist neu an meinem und unserem Neuen? Schärfer formuliert kann man sich mit Royce einem Diskurs nähern, der grob skizziert unter dem Stichwort ‘Dezentrierung des Subjekts’ geführt wird. Kurz und einfach geht es darum, dem fundamentalen und existentiellen Angewiesensein des einzelnen Menschen auf andere Rechnung zu tragen und die Allein-


stellung des Einzelnen zu relativieren. Positive und negative Heldenverehrungen – jemand ist der Retter, jemand ist der Schuldige, wenn wir den kriegen, wird alles gut, wenn der weg ist, wird alles wieder gut – sind damit obsolet. Und wofür sollten Organisationen aufhören Saläre zu bezahlen? Für die, die sich als Helden anbieten. Damit beginnt die Arbeit erst, die der Führungskräfte, derer, die sich einmischen, in der Auseinandersetzung mit Fragen wie: Wie sollen Leistungen, die Einzelnen zuschreibbar scheinen, gleichzeitig auf bewusst-unbewussten Böden Frucht getragen haben und sich im Bezug zu anderen und anderem entfalten konnten, wie sollen diese Leistungen belohnt werden, sollen ‘Erfinder’ belohnt werden? Belohnung auch verstanden als Bedienung der neuronalen Belohnungssysteme. Wie sollen individuelle Fähigkeiten und Eigenschaften in Differenz zu anderen zwar differenziert, aber nicht in einen Kanon von Aufwertung und Abwertung eingehen? Wenn man der Frage nachgeht, wodurch ein System Erfolge, Fehler, Fortschritte und Katastrophen ermöglicht, kommt die gleich hinterher, wie denn ein System zu instruieren sei, ohne dass man auf die Elemente dieses Systems direkt durchgreift? Die Fragen haben kein Ende. Als methodische Haltung hilft es, sich auf die drei Loyalitäten als Spiel der Differenzen zu besinnen, um die Komplexität der Fragen und der Antworten als never ending work in progress im Auge zu behalten.

Kontakt, gegenseitige Bezugnahme, Pflege von qualitativ hochwertigen Beziehungen, gemeinsame Sinnproduktion, gemeinsames Wirken ist Voraussetzung für eine ‘genuine community’.

UND DIE SACHE MIT DER FÜHRUNG? Führungspersonen sollten sich als CLO, als Chief Loyalty Officer begreifen, Hüterinnen und Hüter der genuine communities, der practical devotion, die ihr eigenes Ergriffensein offenlegen. Und mit Hans Joas: Wir brauchen die Zeugen, die für ihre Überzeugungen einstehen. Und damit hätten wir zu guter Letzt auch noch eine theologische oder besser, eine spirituelle Dimension an Bord. Wovon ich ergriffen bin, überfordert mich nicht, im Gegenteil. Wovon wir ergriffen sind, mindert Risiken. Und Originalität, Zukunftsschau stellt sich ein, weil Ergriffene eine Zukunft wollen. Wie lässt sich Loyalität entwickeln? Zufall, Absicht, Wertlos oder aus Ergriffenheit? Unsere Einladung: Gestalten wir den Loyalitäts-Raum als ‘practical devotion’, schreiten wir ihn ab, vermessen ihn und erhöhen so den Wirkungsgrad von Organisationen.

Wenn man Loyalität als heute noch unentdeckte und vernachlässigte Schönheit sehen möchte, wäre die Suche nach Bedingungen sinnvoll, die ein Klima von Loyalität erlauben, Loyalität individuell, sozial, praktisch-faktisch in einer und für eine ‘genuine community’.

DREI HINWEISE DAZU: Loyalität funktioniert nur als Prinzip der Gegenseitigkeit, quer zu Hierarchien und Gewohnheitsrechten.

1) Dies ist u.a. aufgearbeitet in Ulf Bernd Kassebaum (2004), Interpersonelles Vertrauen. Entwicklung eines Inventars zur Erfassung spezifischer Aspekte des Konstrukts. 2) Ich beziehe mich auf und zitiere aus Hans Joas (1999), Die Entstehung der Werte sowie Hans Joas (Vortrag 2006), Wie entstehen Werte? 3) Josiah Royce (1908), The Philosophy of Loyalty. 4) Detlef B. Linke (2004), Die Zeiten des Gehirns. Hörbuch.

KONTAKT: Willauer+Partner GmbH Institut für Führungskultur Ermatingerstrasse 17 CH-8268 Salenstein Phone +41 71 660 12 00 www.willauerpartner.ch

Beate Willauer | Menschen und Positionen 29


Testament richtig gestalten

❯ unter Berücksichtigung von Erbrecht und Erbschaftsteuer

Jeder Mensch hat eine natürliche Schwelder Behauptung, der Erblasser sei le, sich mit dem Tod und seinen Folgen zu bei Erstellung des Testamentes nicht ❯ Rainer Mosbrugger beschäftigen. Jedoch bringt eine vorzeitimehr testierfähig gewesen. Der Notar Rainer Mosbrugger ist Inhaber einer Steuerberatungs- ge Regelung für alle Beteiligten (Erblasmuss sich jeweils vor Beurkundung und Rechtsanwaltskanzlei mit Schwerpunkt Jahresab- ser wie Erben) nur Vorteile. Der Erblasser von der Testierfähigkeit des Erbschlüsse, Finanz- und Lohnbuchhaltung, Steuererklä- weiß hierdurch, dass sein Wille nach dem lassers persönlich überzeugen. rungen sowie die Beratung unter Berücksichtigung von Tod umgesetzt wird. Die Erben haben steuerrechtlichen und zivilrechtlichen Aspekten. klare Vorgaben der Verteilung des Erbes. c) Hinterlegung beim Notariat Vielen ist nicht bewusst, wie die gesetzliEin handschriftliches Testament kann che Erbfolge in Deutschland geregelt ist, wenn kein Testament vorhan- zu Hause aufbewahrt werden. Der Erblasser sollte jedoch Sorge traden ist – wüssten sie es, würden viele ein Testament aufsetzen. Hierbei gen, dass das Testament nach seinem Tod auch gefunden wird. Hierzu gibt es gesetzlich vorgeschriebene Normen, das gesetzliche Erbrecht kann der Erblasser sein handschriftliches Testament bei einem Nosowie das Erbschaftsteuergesetz zu beachten. tariat hinterlegen. Damit ist sichergestellt, dass das Testament nicht verloren geht, vernichtet wird oder gar in falsche Hände gerät. Formen der Testamentserrichtung a) Privatschriftlich Hierbei genügt es, wenn der Erblasser auf einem Papier handschrift- Beachtung der erbrechtlichen Regelungen des Bürgerlichen lich seinen sogenannten letzten Willen niederschreibt und mit Datum, Gesetzbuches Ort und voller Unterschrift versieht. Dieses Papier ist dann bereits ein Stirbt ein Erblasser, so regelt das Bürgerliche Gesetzbuch genau, formgültiges wirksames Testament. Eine notarielle Beurkundung, wer in welcher Höhe Erbe wird, sofern kein Testament vorhanden ist. wie vielfach vermutet wird, ist nicht notwendig. Der Normalfall ist ein Stirbt zum Beispiel ein Ehemann der eine Frau und zwei Kinder hat, Einzeltestament, in dem nur ein Erblasser seinen letzten Willen be- so erbt nicht wie die meisten vermuten die Ehefrau allein, sondern sie stimmt. Lediglich Ehegatten können auf einem Papier ein sogenanntes erbt gemäß gesetzlicher Erbfolge grundsätzlich nur die Hälfte. Die angemeinschaftliches Testament errichten. dere Hälfte erben die Kinder. So entsteht häufig eine nicht gewollte Erbengemeinschaft, im schlimmsten Fall noch mit minderjährigen b) Öffentlich errichtete Testamente Kindern. Dies ist sicher nicht im Sinne des Ehemannes gewesen. Der Erblasser begibt sich hierzu zu einem Notar seiner Wahl und lässt hier seinen letzten Willen notariell beurkunden. Hierbei entstehen Ein Erblasser ist in der Verteilung seines Nachlasses jedoch nicht ganz relativ hohe Kosten, die sich nach der Höhe des Vermögens des Erb- frei, sondern muss bestimmte gesetzliche Regelungen einhalten. Hierlassers richten. Eine notarielle Beurkundung ist insbesondere dann bei ist insbesondere das Pflichtteilsrecht zu nennen. zu empfehlen, wenn bereits bei der Erstellung des Testamentes die Verwandte in absteigender Linie (Kinder) bzw. in aufsteigender Linie Gefahr besteht, dass das Testament von manchen Erben nicht als (Eltern) haben grundsätzlich ein Pflichtteilsrecht. Dieses Pflichtteilsletzter Wille akzeptiert wird und eine Anfechtung droht, z. B. wegen recht ist bei der Testamentserstellung zu berücksichtigen. Nur in sehr 30 Menschen und Positionen | Rainer Mosbrugger


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Jeder sollte ein Testament machen, um seinen Nachlass denjenigen zukommen zu lassen, die er auch bedenken will.

seltenen und eng gefassten Fällen z. B. Drohung mit dem Tod usw. kann das Pflichtteilsrecht ausgeschlossen werden. Erbschaftsteuerrechtliche Regelungen Je nach Höhe des Nachlasses sollte bei Abfassung des Testamentes die Erbschaftsteuer nicht außer Acht gelassen werden. Zwar haben Ehegatten und Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft grundsätzlich einen Freibetrag in Höhe von je 500.000,00 € und Kinder in Höhe von 400.000,00 € je Elternteil. Jedoch kann dieser Freibetrag bei Immobilien relativ schnell aufgebraucht sein. Hier sollte man rechtzeitig Überlegungen anstellen, um eine möglichst positive sinnvolle steuerliche Regelung eventuell vorab per Schenkung zu treffen. Zu beachten ist auch, dass der erbschaftsteuerliche Freibetrag gegenüber Nicht-Verwandten wie auch gegenüber Neffen und Nichten nur 20.000,00 €

beträgt. Für jeden Euro der darüber vererbt wird, fällt in diesem Fall Erbschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15 % an, der bis 50 % steigen kann, je nach Höhe des anteiligen Erbes und des Verwandtschaftsgrades. Fazit Jeder sollte ein Testament machen, um seinen Nachlass denjenigen zukommen zu lassen, die er auch bedenken will. Ein solches Testament bietet viele Möglichkeiten, den Willen des Erblassers über seinen Tod hinaus durchzuführen, z. B. durch Einsetzen eines Testamentsvollstreckers zum Schutz von minderjährigen Erben oder um Streit zwischen den Erben bei der Verteilung zu vermeiden. Bei der Errichtung eines Testaments sind jedoch unbedingt sowohl die erbrechtlichen wie auch die erbschaftsteuerlichen Aspekte zu berücksichtigen.

❯ K O NTA K T Rainer Mosbrugger Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht Malvine-Schiesser-Weg 3 D-78315 Radolfzell Phone: +49 7732 982730 kanzlei.mosbrugger@datevnet.de www.mosbrugger.de

Rainer Mosbrugger | Menschen und Positionen 31


❯ Prof. Dr.-Ing. Peter Jany Prof. Dr.-Ing. Peter Jany ist seit 2008 Hauptgeschäftsführer der IHK Bodensee-Oberschwaben. Zuvor wirkte er 19 Jahre an der Hochschule RavensburgWeingarten – zunächst als Pro­fessor und ab 1998 als deren Rektor.

❯ K O NTA K T Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben Lindenstraße 2 D-88250 Weingarten Phone: +49 751 409 0 info@weingarten.ihk.de Neue Plattform zum Wissensund Technologietransfer: www.team-wissenstransfer.com

32 Tourismus | Convention Partner Vorarlberg


Team Wissenstransfer Zwischen Theorie und Praxis

Interview mit Prof. Dr.-Ing. Peter Jany, ❯ Hauptgeschäftsführer der IHK Bodensee-Oberschwaben „Wir sind eine der innovationsstärksten Regionen Europas – vielleicht sogar der Welt.”

Herr Professor Jany, Sie haben eine Offensive initiiert, die die Wissenschaft und Wirtschaft am Bodensee zusammenbringen soll. Warum? Weil es nutzt – und zwar allen Beteiligten. Bringt man theoretisches Wissen und Kow-how einerseits und die praktischen Erfahrungen und Anwendungsbereiche von Unternehmen andererseits zusammen, dann entsteht ein Mehrwert, der sehr häufig zu innovativen und im Markt erfolgreichen Lösungen führt. Und das in einer relativ kurzen Zeit. So kann zum Beispiel ein Professor in einer bestimmten Entwicklungsphase der ideale Partner für ein Unternehmen sein. Und um genau diese Partnervermittlung geht es uns. Deshalb haben wir zusammen mit anderen Partnern am und um den Bodensee das Team Wissenstransfer gegründet. Finden die Partner nicht alleine zusammen? Aus unserer Erfahrung im Bereich Innovationsförderung und Technologietransfer wissen wir, dass es gar nicht so einfach ist den richtigen Kooperationspartner zu finden. Es ist wie im richtigen Leben: wo findet man unter tausenden möglichen den passenden Partner und vor allem wie findet man ihn zum richtigen Zeitpunkt? Wir möchten mit der Dienstleistungsplattform eben dieses erleichtern. Wir können dabei auf ein Netzwerk von 30 Hochschulen rund um den See zurückgreifen und wir haben ein Verfahren geschaffen, das es erlaubt schnell den richtigen Ansprechpartner für eine konkrete Aufgabenstellung zu finden. Was genau macht das „Team Wissenstransfer“ und für wen ist das besonders interessant? Das Team Wissenstransfer hat die Aufgabe, das zusammenzubringen, was zusammen gehört – und zwar grenzüberschreitend, zielgerichtet und möglichst schnell. Der Weg ist denkbar einfach: So füllt das suchende Unternehmen einfach ein kurzes Kontaktformular auf der eigens eingerichteten Internetplattform (www.team-wissenstransfer. com) aus und schon beginnt bei unseren Partnern des Netzwerks der Internationalen Bodensee Hochschule die Suche. Da findet sich fast immer ein kompetenter Ansprechpartner. Auch kann auf diesem Weg eine kostenfreie Technologieberatung bei den beteiligten IHKs angefragt werden, bei der man sich über optimale Strategien zur Produktentwicklung – und zwar von der ersten Marktanalyse bis hin zur Zulassung – informieren kann. Wird das Angebot angenommen? Ja. Zwar steht die Initiative erst am Anfang, aber wir konnten im vergangenen Jahr schon rund 100 Beratungen durchführen – bei etwa der Hälfte der begleiteten Unternehmen kam es dann auch zu einem konkreten FuE-Projekt. Im Grunde ist die Zusammenarbeit ja auch nichts

Neues, neu ist lediglich der vereinfachte und systematische Weg des Zusammenfindens. So können auch kleinere und mittelständische Unternehmen, die vielleicht bis jetzt noch keinen Kontakt mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen hatten, leicht einen Zugang finden. Vor Ihrer Zeit als IHK-Hauptgeschäftsführer waren Sie Rektor an der Hochschule Ravensburg-Weingarten. Warum ist aus Ihrer Sicht die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft so wichtig? Weil hier wirklich beide Seiten einen Nutzen davon haben. Einerseits hat die Wissenschaft so Kontakt zur Praxis, bereichert dadurch ihre Lehre und kann den Studierenden mit konkreten Projekten in Unternehmen – zum Beispiel in Form von Seminar- und Abschlussarbeiten – ein attraktives Angebot bieten. Andererseits können Unternehmen auf ein Know-how vor Ort zurückgreifen, das es ihnen ermöglicht, auch ohne eigene Forschungsabteilung innovative Ideen voranzutreiben oder gar entwickeln zu lassen. Was bringt dieser Wissenstransfer dem Wirtschaftsraum Bodensee? Wir sind eine der innovationsstärksten Regionen Europas – vielleicht sogar der Welt. Aber das kommt nicht von ungefähr. Gerade am Bodensee gab und gibt es leistungsstarke Global Players, die sehr viel Geld für Forschung und Entwicklung in die Hand nehmen und sich deshalb am Markt hervorragend behaupten. Stärken und unterstützen wir den Austausch zwischen theoretischem Wissen und der Praxis in den Unternehmen – gerade auch kleineren – dann stärken wir die Innovationskraft der gesamten Region. Gute Hochschulen ziehen junge Menschen an und starke Unternehmen sind attraktive Arbeitgeber – letztlich profitiert also der ganze Wirtschaftsraum. Außerdem ist in Zeiten des steigenden Fachkräftemangels der frühe und intensive Kontakt zwischen Studenten und Unternehmen wichtiger denn je. Immer noch verlassen zu viele gut qualifizierte junge Menschen die Region, weil sie die Potenziale der Arbeitgeber zu wenig kennen. Wenn Sie sich im Bereich Wissens- und Technologietransfer etwas für die Raumschaft wünschen könnten, was wäre das? Was die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft angeht, sind wir gerade auch durch die Zusammenarbeit im Team Wissenstransfer auf einem guten Weg. Ich wünsche mir, dass noch mehr Unternehmen die Chancen nutzen und sich einen Wissensvorsprung durch den Austausch mit den Hochschulen sichern. Konkret setzen wir uns aktuell zum Beispiel für die Einrichtung einer überbetrieblichen Forschungseinrichtung im Bodenseekreis ein. Das wäre ein großer Gewinn und würde unseren Standort auch für die Zukunft weiter stärken. Prof. Dr.-Ing. Peter Jany | Menschen und Positionen 33


Die Bedeutung des Generationen- wechsels im Mittelstand

❯ als Chance für einen kulturellen Wandel

Wenn nach vielen Jahren der personenkonzentrierten Gesamtführung eines Unternehmens ein Führungswechsel an dessen Spitze ansteht, führt dies häufig zur Destabilisierung des gesamten Unternehmens. Zu viele Dinge stehen plötzlich in Frage und suchen nach Antworten. Schnell wird klar, was mit der Fokussierung auf eine zentrale Figur alles zusammenhing. Und nun verliert sich eine gewohnte Orientierung und eine neue Orientierung bildet sich nur langsam. Dies führt i.d.R. zum Produktivitätsverlust auf allen Ebenen des Unternehmens.

genüber dem Wettbewerb und der gewachsenen Kundenbeziehungen. Aber auch um Chancen, die möglicherweise in der Vergangenheit nicht erkannt oder genutzt werden wollten.

Umgekehrt stellen sich diese Fragen auch für den neuen Mann/ die neue Frau an der Spitze. Wie steht es um BUTZ & COLLEGEN Consulting und Coaching GmbH die Professionalität des ManagementMartin Wagner, Vorstand teams? Welche Ressourcen sind vorBROSA AG handen? Wie ist die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme? Worin müssen sich die Führungskräfte noch entwickeln? Wo Selbstverantwortung in Entscheidung und Handlung, Initialkraft sowie selbstbewusste Macher-Mentalitäten in der Vergangenheit nicht zur Unterneh"Übergänge lösen immer Angst und Unsicherheit aus, menskultur passten, wird der Nachfolger auch kaum Menschen mit weil "Altes" nicht mehr und "Neues" noch nicht existiert." solchen Eigenschaften antreffen. Die Organisation beschäftigt sich folglich mehr mit sich selbst, als mit dem Kunden. Wie kommt es dazu? In der Vergangenheit wurde das Unternehmensgeschehen – sehr häufig patriarchisch geprägt – von einer Person "Die Zeiten in denen ein Vordenker mit zahlreichen Helfern den bestimmt und gesteuert. Diese Ausprägung ist in der Tendenz noch Unternehmenserfolg bestimmt hat, sind vorbei. Wer erfolgreich sein will, muss Engagement, Leistungs- und Innovationspotenstärker, wenn, wie in kleinen und mittelständischen Unternehmen ziale auf allen Ebenen des Unternehmens erschließen." recht häufig anzutreffen, diese Person auch Eigen- oder Miteigentümer des Unternehmens ist. I.d.R. trifft nur einer die Entscheidungen. Das eigenverantwortliche Handeln der Führungskräfte war wenig ausge- Diese Instabilität in der Unternehmensspitze spüren die mittlere Fühprägt. Darüber hinaus gab es klare Regeln, an die sich jeder zu halten rungsebene und Mitarbeiter sehr schnell. Auch dort zeigen sich dann hatte. Tabu-Themen waren allen bekannt und daran wurde auch nicht Verunsicherung und Desorientierung. Die Instabilität breitet sich auf gerüttelt. Unternehmensführung hatte somit ihren eigenen Stil. Darü- verschiedenste Organisationsbereiche mehr oder weniger stark aus. ber hinaus wurde die Innovationsfähigkeit des Unternehmens ebenso Umso schneller ein Unternehmen in einer solchen Situation wieder weitestgehend von einer Person bestimmt. Ein stabiles Unternehmens- Orientierung bekommt und zur Stabilität zurückkehrt, desto schwächer system mit einer gewachsenen Kultur: Ein Vordenker und zahlreiche wird der damit einhergehende Produktivitätsverlust im Unternehmen Umsetzungshelfer. Es gibt dafür einige öffentlich bekannte Unter- sein und der Kunde rückt zurück in den Mittelpunkt des Unternehnehmensbeispiele. Geht irgendwann der Vordenker ohne die Weichen mensgeschehens. Aber dies gelingt nur dann, wenn die Führungsspitze für die Zeit nach ihm zu stellen, macht sich unter Umständen schnell die Chance erkennt und wahrnimmt, Engagement, Leistungs- und Innovationspotenziale auf allen Ebenen des Unternehmens zu erschlieOrientierungslosigkeit bei den Mitarbeitern bemerkbar. ßen und die hierfür erforderliche Verantwortung auch zu delegieren, Bei einem Generationenwechsel entstehen insbesondere bei den Füh- bzw. der Organisation mit ihren Führungskräften und Mitarbeitern rungskräften viele Fragen. Die ersten Fragen drehen sich i.d.R. um die einen "Handlungsrahmen" zur Verfügung zu stellen. neue Figur an der Spitze: Wird der Neue wieder ein Vordenker sein, der sich für alles zuständig und verantwortlich fühlt und dem alle anderen Die Grundlage hierfür ist die Schaffung einer gemeinsamen Wertebafolgen müssen? Wie wird er führen? Gibt es Änderungen in den Zustän- sis und die Entwicklung eines langfristigen Unternehmensziels bzw. digkeiten, der Handlungskompetenz, der Verantwortungsübernahme einer Vision für das Unternehmen durch die neue Geschäftsführung usw. Welche Bedeutung hat für ihn ein funktionierendes Miteinander und des obersten Führungskreises. Diese beiden Elemente (Werte im Team? Im Hinblick auf die zukünftige strategische Ausrichtung geht und Vision) werden dann zu den elementaren Bestandteilen in einem es dabei in erster Linie um den Erhalt der Alleinstellungsmerkmale ge- Leitbild für das Unternehmen. Es kann bei gleichzeitig sich ändern-

❯ Siegfried Butz, Geschäftsführer

34 Menschen und Positionen | BUTZ & COLLEGEN


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den Gesellschafterstrukturen auch durchaus sinnvoll erscheinen, die für die Zukunft entscheidenden Gesellschafter mit in diese Grundlagenentwicklung einzubeziehen. Insgesamt sollte darauf geachtet werden, dass die Menschen, welche eine Verantwortung für das Unternehmen in Zukunft tragen, auch dessen Kurs mitbestimmen. Erst wenn in diesem Kreis eine gemeinsame Überzeugung und Haltung bzgl. der langfristigen Unternehmensausrichtung und des Kulturbewusstsein entstanden ist, macht es Sinn, sich über eine Strategie zu unterhalten, mit der diese Vorstellungen erreicht werden können. Ohne diese gemeinsame Basis führen alle anderen Aktivitäten früher oder später zu Irritationen, Desorientierung oder gar Stillstand im Unternehmen. "Die Identität eines Unternehmens ist die Grundlage für erfolgreiches Handeln." Die folgende Strategieentwicklung sollte inhaltlich und methodisch gut vorbereitet und gesteuert werden, weil dieses Arbeitsthema in der Vergangenheit dem alten Vordenker-Gedanken zum Opfer fiel und für einige Führungskräfte im Unternehmen eine neue Arbeitsmethodik und Vorgehensweise darstellt. Hierfür bedarf es Zeit und Geduld sowie Offenheit und eine konstruktive Dialogfähigkeit unter allen an der Strategieformulierung beteiligten Menschen. Eine zu restriktive Vorgehensweise könnte hier die wichtige o.g. Potenzialerschließung bereits verhindern, bevor sie überhaupt erstmals ernsthaft angestoßen wäre. Die unbewusste und schleichende Adaption alter Verhaltensmuster in Richtung Vordenker-Mentalität wäre die Folge. Veränderungen im Management, welche sich für die neue Geschäftsleitung frühzeitig abzeichnen, müssen hierbei noch vor der Strategieentwicklung umgesetzt werden. Im weiteren Arbeitsverlauf lassen sich dann strategische Handlungsfelder und im nächsten Schritt konkrete Maßnahmen für die Organisation ableiten. Neu dabei ist, dass die Führungskräfte des Unternehmens hier oft zum ersten Mal im Vergleich zur Vergangenheit in eine besondere unternehmerische Verantwortung treten. Deshalb darf an dieser Stelle die Potenzialerschließung nun auch gefordert und

gefördert werden. In dem Sinne gefordert, dass die Verpflichtung der Führungskräfte zur Selbstverantwortung nicht nur in Prosa formuliert, sondern vielmehr in der Übernahme der Ausarbeitung und Umsetzung strategischer Handlungsfelder auch messbar wird. Und gefördert, indem der entstehende Handlungsrahmen gleichzeitig auch seitens der Geschäftsführung mit sinnvollen und wirtschaftlich vertretbaren Ressourcen unterstützt wird. Diese Übernahme von Verantwortung sowie die dafür notwendigen und freigegebenen Ressourcen werden in der Folge durch die Übernahme der Inhalte der strategischen Handlungsfelder in einer operativen Planung dokumentiert. "Kulturwandel ist bei einem Generationenwechsel kein Ereignis, sondern ein fortlaufender Prozess.". Damit vollzieht sich zeitgleich ein Kulturwandel im Unternehmen. Selbstverantwortung und Teamarbeit bekommen einen neuen Stellenwert. Diese neue Arbeitsform fordert auch alle Beteiligten zu einer neuen Art der Kommunikation. Offenheit im Dialog, dort wo sinnvoll und notwendig, sowie Transparenz auf allen Unternehmensebenen werden zu neuen Aspekten der Unternehmenskultur. Dafür braucht es jedoch Zeit. Was zuvor über Jahre oder gar Jahrzehnte unmöglich war, kann kaum über Bekundungen herbeigeführt werden. Ein solcher Kulturwandel vollzieht sich erfahrungsgemäß über einen längeren Zeitraum. Deshalb ist es empfehlenswert, sich auch über den gemeinsamen Umgang mit Rückschlägen und den Umgang mit Fehlern Gedanken zu machen bzw. einen Regelkreis zu schaffen, welcher es ermöglicht, Verbesserungsmöglichkeiten aufzugreifen und umzusetzen. Dieser Regelkreis kann z.B. in einer regelmäßigen Überprüfung des Strategieprozesses liegen. Vertrauen in die Menschen und das Gelingen der Sache sind hier die Schlüsselwörter. Die BROSA AG in Tettnang hat diesen Generationenwechsel und Kulturwandel zusammen mit der BUTZ & COLLEGEN Consulting und Coaching GmbH aus Pfullendorf erfolgreich in Gang gesetzt.

❯ K O NTA K T BUTZ & COLLEGEN Consulting und Coaching GmbH Roßmarktgasse 1 D-88630 Pfullendorf Phone: +49 7552 409804 www.butz-collegen.de kontakt@butz-collegen.de

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DIE VOGELPERSPEKTIVE IN DER KUNST 11.10.2013 1 1.10.201 13 – 1 12.01.2014 2.01.201 0 4

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INSTALLATIONSANSICHT: REMOTEWORDS 2013

DIE WELT VON OBEN


&

Von Dr. Ursula Zeller, Direktorin Zeppelin Museum Friedrichshafen

VIELFALT EINZIGARTIGKEIT

EINE TOURISMUSGETRIEBENE BETRACHTUNG DER KULTUR- UND KUNSTLANDSCHAFT AM BODENSEE

Der Tourismus am Bodensee ist ein Wachstumsmarkt. Selbst zu Zeiten, da andere Ur-

laubsregionen Deutschlands stagnieren, kann der Bodenseetourismus zulegen. Seine Abhängigkeit vom deutschsprachigen Markt ist offensichtlich,

denn der Anteil der ausländischen Gäste (ohne Österreich und Schweiz) beträgt nur 11 % – eine Umstandskonstante, die sich auch als Potential für die

Zukunft und nicht als Schwäche beurteilen lässt. Mit dem Zuwachs steigen auch jährlich die Vielfalt der Attraktionen und damit das Angebot für die Besucher. Keine Saison vergeht, in der nicht neue Erlebnisparks,

Museen und Ausstellungshäuser eröffnet werden. Auch die vorhandenen Attraktionen investieren und entwickeln sich zu Ganzjahres- und vor allem zu Allwetteranbietern. Es gibt großartige Highlights in allen vier Ländern um den See: Die Festspiele in Bregenz, die Insel Mainau, das Weltkulturerbe in St. Gallen, das der Reichenau und der Pfahlbauten – und nicht zu vergessen: die Schifffahrt mit ihren zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten. Kultur- und Technikinteressierte kommen also am Bodensee ebenso auf ihre Kosten wie Blumenfreunde, Badegäste, Wanderer und Fahrradfahrer. Also alles prima?

D

a der Erfolg immer recht hat, darf man die Frage ruhig mit Ja beantworten. Andererseits: Die Angebotsvielfalt birgt nicht nur viele Chancen für den Tourismus am See; sie ist gleichzeitig auch Ursache für Mittelmaß und unterbleibende Profilierung, auch wenn dies gewiss nicht für alle Angebotssparten gleichermaßen gilt. Nicht jeder Freizeitpark muss die Größe von Rust haben, um erfolgreich so viele Besucher anziehen zu können, dass sein Geschäftsmodell aufgeht; schiere Größe kann auch abschrecken. Bei Museen und Ausstellungsinstitutionen verhält sich die Sache ein wenig anders, zumal, wenn sie sich die Bildende Kunst auf die Fahne geschrieben haben. Fast jede Stadt am See hat inzwischen ihr Museum und veranstaltet Kunstausstellungen – ein Zug eher zur Breite als zur Stärke. Die IBK, der Zusammenschluss der um den Bodensee liegenden Länder und Kantone Deutschlands, der Schweiz, Österreichs und Liechtensteins, könnte auf diese Entwicklung beratend und regulierend Einfluss nehmen; sie sieht ihre Aufgabe jedoch eher in der Überwindung der Grenzen und der Erhaltung von Kunst und Kultur, sodass sie mehr in die Breite als in die Spitze arbeitet und versucht, die Teilhabe aller an Kulturereignissen zu ermöglichen. Eine Folge davon ist aber, dass die Fülle der Aktivitäten so groß wird, dass diese leicht unter die Wahrnehmungsschwelle fallen und meist nur auf die nähere Umgebung ausstrahlen. Kaum ein Haus wirkt mit seinen Veranstaltungen über den eigenen Standort hinaus. Genauso geht es den –

ohnehin wenigen – privaten Galerien und auch den hier ansässigen Künstlerateliers. Würde man eine Umfrage bei den Kunstinteressierten Deutschlands machen, so würde die Bodenseeregion sicher nicht als bedeutende Kunstlandschaft bewertet werden – trotz ihrer herausragenden Ausnahmen: Das KUB in Bregenz hat einen exzellenten nationalen und internationalen Ruf und genießt Bekanntheit – nur, kaum einer besucht es. Ganz ähnlich ergeht es den Museen in Winterthur, St. Gallen und Vaduz. Der deutsche Bodensee hat schon überhaupt kein vergleichbar international oder auch nur national bekanntes Haus zu bieten – mit Ausnahme des Zeppelin Museums in Friedrichshafen, das aber kein reines Kunstmuseum ist, sondern seinen Schwerpunkt auf die Verbindung von Technik und Kunst legt und dadurch seinen Alleinstellungs-Rang gewinnt. Infolgedessen rangieren seine Besucherzahlen um ein Vielfaches höher als bei den genannten Schweizer, Österreichischen und Liechtensteinischen Institutionen. Bezeichnenderweise liegt der Anteil ausländischer Besucher ohne Schweizer und Österreicher im Zeppelin Museum mit knapp 20 % ums Doppelte über dem Bodenseetouristendurchschnitt. Gewiss, die Museen leisten ihren Beitrag für die touristische Gesamtperformance und helfen, den Gästen den Aufenthalt vielfältig und abwechslungsreich zu machen. Gemeinsames Werbemotiv ist dabei die Bildung, die Museen und Tourismus verbindet. Als zentrale Aufgabe der Museen markiert das Bildungserlebnis Dr. Ursula Zeller |? Menschen | Menschenund undPositionen Positionen 37


Katrin Wegemann, ATMEN, 2010. Galerie artplosiv, Freiburg. Foto: Annette Jonak. © Katrin Wegemann

LUFTKUNST 4.2. – 1.5.2011

Seestraße 22 · 88045 Friedrichshafen · Telefon: +49 / 75 41 / 38 01- 0 · www.zeppelin-museum.de Öffnungszeiten: Di – So von 10:00 – 17:00 Uhr

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gleichzeitig den Punkt, an dem Tourismus einmal seinen Anfang nahm: Reisen galt als Bildungsinstrument seit der Renaissance – und „Reisen bildet“ gilt bis heute. Museen verrichten hierbei wichtige Aufgaben und haben sich dazu über die Jahrzehnte stetig gewandelt. Der alte Typ von Museen wurde im Wesentlichen repräsentiert von Institutionen aus der Tradition der fürstlichen Residenzen und aus den Museen, die sich die großen Bürgerstädte zulegen konnten. Vom neuen Museumstyp geht die Zahl in die Tausende; als Träger traten neben die öffentlichen Körperschaften Vereine, Stiftungen oder auch Privatleute. In die Museen neuer Konzeption strömten mehr und mehr Menschen – gern wird der Vergleich mit den Fußballstadien bemüht, die sie quantitativ weit hinter sich lassen. Dieser Entwicklung sah die Politik aufmerksam zu und förderte aus ökonomischen Gründen besonders solche Museen, die große Besucherzahlen vorweisen konnten. Das waren neben den Technikmuseen die Kunstmuseen. Der Kunstboom der letzten 40 Jahre brachte fast jeder Stadt über 20.000 Einwohnern ein eigenes Museum oder Ausstellungshaus, auch wenn einige inzwischen wieder geschlossen sind. Diese Entwicklung sehen wir auch am Bodensee, wo aus demselben Grund eine vielfältige Museums- und Ausstellungslandschaft aufblühte. Eine Frage, die mich seit 2008 beschäftigt, ist, wie man diesen reichen, aber kleingemusterten Teppich zu einer wirklichen Stärke ausbauen kann; wie sich erreichen lässt, über die Vielfalt des Angebots hinaus ein nationales, wenn nicht gar internationales Profil in der Kunstwelt für die Bodenseeregion aufzubauen. Denn Bildende Kunst ist wie wenig anderes geeignet, die Bodenseeregion an der Spitze zu verorten. In der Schweiz sind die Museen als Angebotsform von Kunst und Kultur innerhalb des Tourismus gut untersucht. Es wird klar gesehen, dass die 1.000 Museen der Schweiz 1. einen Beitrag zur kulturellen Vielfalt des Landes leisten, 2. das Interesse bildungswilliger Einheimischer genießen und 3. eine motivsetzende Attraktion für Reisende darstellen. In Basel entfallen 93% des Kulturtourismus auf den Museumstourismus, in Bern sind es 81%. Und auch in Deutschland nahm der Kulturtourismus deutlich zu. Insofern ist es folgerichtig, dass auch viele Tourismusverantwortliche am Bodensee auf den Faktor Kunst und Kultur setzen. Dies umso mehr, als uns ein Blick in die Geschichte hilft: Die große Epoche des Bodenseeraumes als Europäische Zentralregion in Mittelalter und früher Neuzeit war politisch-kulturell geprägt; zwischen Konstanz, St.Gallen, Ravensburg und der Reichenau entstanden geistige Höchstleistungen, bis das Gebiet in den politischen Windschatten geriet. Durch Hochtechnologie ist die Region wirtschaftlich wieder ins Zentrum gerückt, aber auch durch Tourismus und Kultur können ihr neue Kräfte zuwachsen, wenn sie gefördert und beworben werden. Ein beliebtes Modell kulturellen Engagements ist das Herausstellen großer Namen. Es nahm 1978 seinen Ausgangspunkt in Tübingen. Dort konnten Politiker lernen, dass sich mit Kunst systematisch Besucherschlangen erzeugen und Busunternehmen anlocken lassen. Das vermittelte ihnen den Eindruck, als ob sich mit Kunst Geld verdienen ließe – was zumindest bezogen auf die Sekundärnutzenrechnungen auch zutrifft. Museumsverantwortliche, die nicht nach dem Tübinger Modell arbeiten, müssen sich seither für kommerzielle Erfolglosigkeit rechtfertigen. Selbstverständlich sind nicht alle Projekte, die ein Massenpublikum anziehen und sich rechnen, per se qualitativ minderwertig. Dafür gibt es genügend Gegenbeispiele – nicht zuletzt in Tübingen. Aber es gab und

gibt, auch am Bodensee, genügend Ausstellungen, die Qualität nur noch vortäuschen – was sich der Urteilsfähigkeit des Massenpublikums jedoch entzieht. Sie präsentieren nur noch den ruhmreichen Künstlernamen, verzichten aber fast ganz auf dessen wichtige Werke. Wegen ihrer Massenattraktivität sind solche Veranstaltungen bei Stadtvätern und Touristikern beliebt. Die Fachwelt weiß aber, dass sie sich in einer Grauzone der fachlichen Kompetenz bewegen und langfristig eine Adresse diskreditieren. Deshalb eignen sie sich nicht wirklich für die nachhaltige Profilierung einer Kunstregion. Es gibt in den vielen kleinen und großen Städten rund um den See viele Initiativen und Ausstellungshäuser, die gute Arbeit am Thema der Bildenden Kunst leisten. Um allerdings diesen Bereich zu einem überregionalen Attraktionspunkt auch für den Tourismus zu entwickeln, müsste einiges zum Besseren verändert werden. Eine Voraussetzung wäre z.B. die Überwindung der „Kleinstaaterei“. Jeder Teilnehmer müsste, statt nur auf sich, auf seine Ortschaft, sein Land oder seinen Kanton zu schauen, das Ganze in den Blick fassen. Notwendig wäre zudem, die seeübergreifende Kooperation zwischen den betreffenden Institutionen und Museen auszubauen; der gemeinsame Willen wäre herzustellen, überregionale Wirkung anzustreben, statt sich mit Erreichtem zu begnügen. Dazu gibt es von Themenabsprachen bis zu Werbekonzepten vielfältige synergetische Möglichkeiten. Die „Erlebnismuseen Rhein Ruhr“ böten dafür ein gutes Modell. Vor allem aber bedarf es eines kulturellen Highlights als Zentralmotiv, das über die Region hinaus ausstrahlt und ihren Namen trägt. Die Welterbe-Kulturstätten am See erfüllen diese Funktion mittelfristig nicht, auch wenn sie sich gewaltig anstrengen. Bis sie eine Strahlkraft entwickeln wie z.B. Dresden mit seinen einzigartigen Sammlungen, Rothenburg mit seinem Stadtambiente oder Kassel mit seiner documenta fließt noch einiges Wasser durch den Bodensee. Nein, die Möglichkeit für ein in greifbarer Nähe liegendes Highlight wäre vielmehr mit der Zeitgenössischen Kunst verbunden. Warum machen wir vom See es nicht einfach so wie alle Städte und Regionen in der Welt, wenn sie einen touristischen Anziehungspunkt schaffen wollen? Gründen wir eine Biennale, eine internationale Bodensee-Biennale, die wie die „manifesta“ zwar institutionalisiert wäre, aber keinen festen Austragungsort hätte und stattdessen um den Bodensee wandern könnte. Eine absurde Idee? Nicht wirklich. Wenn wir das Phänomen Biennale ein wenig näher betrachten, sehen wir, dass schon die Gründung der ersten Biennale der Welt, der Venedig Biennale von 1896 als Hauptargument die Förderung des Tourismus zum Ziel hatte. Und das Beispiel der Bergen Assembly, eine der jüngsten Biennalen, die erstmals 2013 stattfand, zeigt, dass Stadtprofil bis heute ein beliebtes, wenn nicht das einzige Argument bei pragmatischen Kommunalpolitikern ist, eine Biennale ins Leben zu rufen. Also könnte auch dem Bodenseetourismus eine Biennale gut zu Gesicht stehen. Biennalen haben aber auch positive Effekte, die weit über die Tourismusförderung hinausgehen. Sie waren von ihrer Entstehung her übernationale Wettbewerbe. Davon übrig geblieben ist heute der Wunsch, mit der Gründung einer Biennale das jeweilige Land und die jeweilige Stadt auf der Weltkarte der Kunst konkurrent zu positionieren. Eine Biennale kann sich daher ganz schnell zu einem international beachteten Ereignis entwickeln, wenn dazu nicht nur die Künstler der Region eingeladen sind, Dr. Ursula Zeller |? Menschen | Menschenund undPositionen Positionen 39


ANDREAS FEININGER INDUSTRIEFOTOGRAFIE IN AMERIKA

A ndreas Feininger - A llison, Indianapolis, Indiana, 1941 © A ndreas Feininger Archive c /o Zeppelin Museum Friedrichshafen

3. FEBRUAR BIS 6. MAI 2012

WIR SIND ALLE ASTRONAUTEN UNIVERSUM BUCKMINSTER FULLER IM SPIEGEL ZEITGENÖSSISCHER KUNST

ZEPPELIN MUSEUM FRIEDRICHSHAFEN T E C H N I K U N D K U N S T

ZEPPELIN MUSEUM FRIEDRICHSHAFEN T E C H N I K U N D K U N S T

Öffnungszeiten: November – April: Di – So von 10:00 bis 17:00 Uhr

Öffnungszeiten: Ö ffnungszeiten: D Dii – S So o von 10:00 bis 17:00 U Uhr hr

Seestraße 22 · 88045 Friedrichshafen Info-Telefon: +49 / 75 41 / 3801-0 · www.zeppelin-museum.de

S Seestraße eestraße 22 · 88045 Friedrichshafen IInfo-Telefon: nfo-Telefon: +4 9 / 75 41 41 / 3801-0 · www.zeppelin-museum.de www.zeppelin-museum.de +49

ANDREAS FEININGER THAT’S PHOTOGRAPHY

5. OKTOBER 2012 BIS 27. JANUAR 2013

24. SEPTEMBER 2010 BIS 9. JANUAR 2011

ZEPPELIN MUSEUM FRIEDRICHSHAFEN T E C H N I K U N D K U N S T Öffnungszeiten: Mai – Oktober: täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr November – April: Di – So von 10:00 bis 17:00 Uhr Seestraße 22 · 88045 Friedrichshafen Info-Telefon: Info-Telefon: +49 +49 / 75 4 41 1 / 3801-0 · www www.zeppelin-museum.de .zeppelin-museum.de

40 Menschen und Positionen | ?

Anton Stankowski · Zeitprotokoll im Auto · Zürich, 1929 © Stankowski-Stiftung

Selbstportrait, 1946, Photo von A ndreas Feininger © A ndreasFeiningerArchive.com

23. NOVEMBER 2012 BIS 24. FEBRUAR 2013

FOTOGRAFIE A NTON STANKOWSKI ANTON S TANKO W SKI ZEPPELIN MUSEUM FRIEDRICHSHAFEN T E C H N I K U N D K U N S T

In Kooperation mit:

Bernd-Blindow-Schule Ber nd-Blindow-Schule Friedrichshafen

Mai – Oktober: täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr · November – April: Di – So von 10:00 bis 17:00 Uhr Seestraße 22 · 88045 Friedrichshafen Info-Telefon: Info-Telefon: +49 / 75 41 / 3801-0 www.zeppelin-museum.de www .zeppelin-museum.de

In Zusammenarbeit mit der Stankowski Stiftung, Stuttgar t

Rahmenprogramm zur Ausstellung in Kooperation mit der Ber nd Blindow Schule Bernd Friedrichshafen


CRASH CLAUDIO HILS – ABSEITS

© Claudio Hils

7.10.2011 BIS 8.01.2012

ohne Titel, Foto: Studio Michael Sailstorfer

MICHAEL SAILSTORFER

16. AUGUST BIS 6. OKTOBER 2013 ZEPPELIN MUSEUM FRIEDRICHSHAFEN T E C H N I K U N D K U N S T Di – S So o von 10:00 bis 17:00 Uhr (im O Oktober ktober ab 9:00 Uhr, Uhr, auch montags) Seestraße Friedrichshafen +49 41 Seestraße 22 · 88045 F riedrichshafen · +4 9 / 75 4 1 / 3801-0 · www.zeppelin-museum.de www.zeppelin-museum.de

ZEPPELIN MUSEUM FRIEDRICHSHAFEN T E C H N I K U N D K U N S T Di – So So von 11:00 – 17:00 Uhr Buchhornplatz 6 · 88045 Friedrichshafen +49 41 Friedrichshafen · +4 9 / 75 4 1 / 21950 · www.kunstverein-friedrichshafen.de www.kunstverein-friedrichshafen.de

täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr Regierungspräsidium TTübingen übingen

sondern auch internationale Künstler. 2008 wollten die weitsichtigen Kuratoren der Triennale Oberschwaben, die in Friedrichshafen stattfand, genau dies erreichen: Sie versuchten, die regional verortete Triennale zu einem internationalen Ereignis zu machen. Dies ist ihnen auch gelungen – sehr zum Missfallen der ursprünglichen Initiatoren, die eine regionale Leistungsschau einem internationalen Kunstereignis vorzogen. Dabei muss Regionalität und Internationalität noch nicht einmal einen Gegensatz darstellen. Denn Biennalen sind in der Lage, die jeweils heimische Kunstszene in Wettbewerb mit der globalen Kunstöffentlichkeit zu bringen sowie Bindungen zwischen der regionalen Kunstszene und der „Welt“ herzustellen – einzige Bedingung, für die ein unabhängiges Kuratorium zu sorgen hätte, wäre, Provinzialität auszuschließen. Davon würden auch die Künstler und Kunstinstitutionen um den See profitieren. Denn unbestreitbar kann die Wirkung von Biennalen vor allem an solchen Orten nachhaltig sein, wo Ambitionen und Artikulationsmöglichkeiten der zeitgenössischen Bildenden Kunst noch nicht deutlich ausgeprägt sind. Dort lässt sich ihr positiver Effekt in der Schaffung von Netzwerken und Infrastrukturen für die Teilhabe am künstlerischen Austausch feststellen – ein Effekt, der den von Einzelvorhaben durch die periodische Verlässlichkeit und die institutionelle Unabhängigkeit – eine Biennale MUSS kommen, eine Ausstellung lässt sich aus welchen Gründen auch immer leichter absagen – übertrifft. Zudem fordern das globale Renommee, die institutionelle Stärke und der zukunftsgerichtete Vektor von Biennalen oft zur „fruchtbaren Reibung“ an regionaler und nationaler Politik heraus.

Seestraße Seestraße 22 · 88045 F Friedrichshafen riedrichshafen Info-Telefon: Info-T InfoTelefon: +4 +49 9 / 75 41 41 / 3801-0 · www www.zeppelin-museum.de .zeppelin-museum.de

Und es gibt noch weitere wichtige Nebeneffekte von Biennalen zur Gegenwartskunst. Sie erreichen auf jeden Fall, eine breitere Öffentlichkeit für die zeitgenössische Kunst zu erschließen – und zwar regionales ebenso wie internationales Publikum, zumal die Sprachbarriere hier entfällt. Und das Label „Biennale“ erweist sich auch als besonders nützlich, um Aufmerksamkeit bei örtlichen Behörden sowie bei lokalen und überregionalen Sponsoren zu wecken, indem es auf die Autorität und den Erfolg des Modells rekurriert. Eine Biennale bietet so den idealen Aufhänger für die Finanzierung großer internationaler Ausstellungsprojekte, da allein schon der markenzeichenhafte, positiv besetzte Name vermag, viel Geld für die Präsentation zeitgenössischer Kunst zu bewegen. Jede einzelne Biennale trug bisher auf ihre Weise zur Stärkung von lokaler und globaler Kunstszene bei, indem sie einen Fluchtpunkt für künstlerisch Interessierte aus allen Teilen der Erde konstituierte. Darüber hinaus gibt es aber noch eine andere, durch die Biennalisierung der Kunst beförderte Konsequenz: die Entstehung neuer Berufsfelder, ein neuer Arbeitsmarkt und ein neu strukturierter Kunstmarkt. Das war in Asien der Fall, wo in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wirtschaftlicher Wohlstand entstand und eine verlässliche Infrastruktur aufgebaut wurde, um kulturelle Bedürfnisse zu wecken und zu befriedigen. Warum sollte das nicht auch am Bodensee gelingen, wenn man für die Region einen großen, gemeinsamen, in die Zukunft reichenden Entwurf wagen wollte? Er würde dem Bodenseeraum wieder kulturelles Gewicht im Herzen Europas geben. Dr. Ursula Zeller Dr. Ursula Zeller |? Menschen | Menschenund undPositionen Positionen 41


neu Denken! Printmedien als Informations- und Werbeträger. Schwarz auf Weiß. Im Jahr 2014 erscheint im 30. Jahr das Bodensee Magazin, das wichtigste touristische Medium für die internationale Bodenseeregion. Das Bodensee Magazin ist Ausgangspunkt einer ganzen Produktfamilie im Printbereich. Nicht ganz so lange, aber immerhin auch schon über 20 Jahre, ist Labhard Medien in Sachsen verlegerisch unterwegs. Unsere Kernkompetenz ist Kommunikation in Print. Und dabei bleiben wir auch. Tierfutterverkauf ist für uns keine Alternative. Doch dazu später. Die Debatte über aktuelle Kommunikationsstrategien jedenfalls ist in Gang gekommen und alle diejenigen, die einseitig das Internet als die wahre Lust der Kommunikation predigen, geraten aus verschiedenen Gründen mächtig unter Druck – Print wirkt eben.

POSITIONSBESTIMMUNG Um es vorneweg deutlich zu machen: Im Bereich der Kommunikation gibt es für uns keine Verabsolutierungen und keine Trennungen zwischen Print, Internet und dem persönlichen Gespräch. Ein Titel ist eine Marke, die sich aus verschiedenen Kanälen zusammensetzt, wobei gerade das persönliche Gespräch die Kür in der Kommunikation darstellt. Hier sprechen wir miteinander und schauen uns dabei an. Ein gutes Beispiel dafür sind unsere Bodensee Salongespräche. In den folgenden Aussagen beziehen wir unsere Positionen, nennen Erkenntnisse und Erfahrungen zu Printmedien als Informations- und Werbeträger. n Trotz Internet sind im vergangenen Jahr wieder über 500 Printtitel neu auf den deutschen Markt gekommen. Vor allem auch Internetplattformen ergänzen sich mit Printtiteln. n Die intelligenten, die anspruchsvollen Konsumenten wollen Medien haben, für die sie sich Zeit nehmen dürfen. In dem Moment, in dem bedrucktes Papier nicht mehr allein unseren Informationsalltag bestimmt, wird Papier noch viel interessanter. Es entwickelt sich zum Luxusgegenstand. Luxus verstanden als Zeit und Muße. Für Leute, die das suchen, ist eine gedruckte Zeitschrift etwas Besonderes, was Sinnlichkeit hat, eben das, was das Internet nicht hat. Wir bieten dem Leser ein sinnliches Vergnügen mit hochwertigen Inhalten und gutem Design. n Man braucht nur Autoren, Illustratoren und Fotografen zu fragen – in Print veröffentlicht zu werden bedeutet ihnen nach wie vor mehr als in digitalen Medien. n Auch die Glaubwürdigkeit ist in Print wesentlich höher als im Internet, denn was gedruckt ist, ist gedruckt, da müssen sich die Autoren dafür dann auch verantworten und können nicht einfach den Löschen-Knopf drücken. Was gedruckt wurde, kann immer wieder nachgelesen werden. Zeitschriften sind das Vertrauensmedium Nr. 1. n Voraussetzung dafür ist aber die Qualität des Inhalts. Diese stellt den Werbetreibenden ein redaktionelles Umfeld zur Verfügung, das ein Höchstmaß an Werbewirkung garantiert. Werbung in Zeitschriften wirkt intensiv, präzise und nachhaltig. Das bietet Planungssicherheit für die Werbewirtschaft.

42 Menschen und Positionen | Thomas Willauer


Denk im Großen. Kleinen.

»Wir wollen unsere Produkte nicht „veräppeln“, sondern mit Qualität echten Nutzen stiften«


Denk im Ganzen.

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n Interessant ist der Versuch einiger Verlage, durch Bezahlmodalitäten journalistischen Inhalt im Internet zu verkaufen. Wie ernst das gemeint ist, wird sich erst noch herausstellen müssen. Der Springer-Verlag hat schon aufgegeben und den größten Teil seiner Zeitungen verkauft. Springer positioniert sich als InternetGemischtwarenladen für einsame Herzen, Immobilien und Gebrauchtwagen und Hubert Burda verdient offensichtlich mehr Geld mit Tierfutter als mit seinem Nachrichtenmagazin Fokus. Heißt sein Fernsehpreis deshalb Bambi?

verkauft sind, zumindest auf dem internationalen Datenmarkt angeboten werden. Von daher ist es ziemlich heuchlerisch, wenn sich Internetfirmen darüber beschweren, man habe sie ausgespäht. Ihr Tagesgeschäft ist nichts anderes, als das Ausspähen von Internetnutzern. Nicht jeder „Facebookschuss“ aus der Kundendatenbank vor den Bug eines „Freundes“ kommt dort auch als Freundschaftsgeste an, sondern eher als Belästigung. Auch Touristiker müssen aufpassen, dass sie nicht auch in diesen Topf geworfen werden.

n Der Ursprung erfolgreicher Online-Medien liegt in den Printprodukten.

n Google und Facebook, wie auch andere Plattformanbieter im Netz, verdienen ihr Geld konventionell mit Anzeigenschaltungen, meist mit der Anmutung aus der Anfangszeit primitiver Grafikprogramme. Und ihr unternehmerisches Auftreten ist das aggressiver, multinationaler Konzerne, die, nehmen wir die Ölmultis, rücksichtslos Mensch und Natur ausbeuten. Bei Google, Facebook und Co. sind es soziale Bedürfnisse und geistiges Eigentum, die man ausbeutet. Diese Unternehmen versuchen kulturelle Normen rücksichtslos im eigenen Geschäftsinteresse zu dominieren.

n Während Kommunikationsstrategen es als neue Errungenschaft feiern, dass TV und Internet immer mehr parallel genutzt werden, ist dies für die Werbewirksamkeit dieser Medien ein Problem der stetig abgelenkten Aufmerksamkeit. n Zeitschriftennutzung ist exklusiv, ohne Ablenkung und von beachtlicher Dauer. Die durchschnittliche Lesezeit von Magazinen beträgt gut 90 Minuten. Vom Bodensee Magazin wissen wir, dass 80 Prozent der Leserinnen und Leser mehr als eine Stunde das Magazin lesen. n „Die Frage der Zukunft wird nicht die nach dem Trägermedium sein, sondern die nach dem Rezipienten. Im Klartext: In welchem Zustand, in welchem Operationsmodus befindet sich das Hirn, das ich erreichen will? Es befindet sich biophysikalisch in einem anderen Zustand, wenn es online ist, als wenn es auf Papier liest. Das ist auch für Werbung hoch bedeutend. Will ich das a priori überforderte, abgelenkte Hirn erreichen oder das, das im Modus der Konzentration operiert?“ (Frank Schirrmacher) n „Ich habe ja nichts zu verbergen“, mit diesem Satz reagieren Internetuser und vor allem die Internetbranche auf die jüngsten Machenschaften der internationalen Geheimdienste, insbesondere der USA. Dabei klingt das eher so, wie wenn sich jemand im dunklen Wald verlaufen hat und nicht mehr heimfindet, sich aber selbst Mut zu spricht. n Print hat den Vorteil, dass niemand mitliest. Die Texte gehören dem Leser. Magazine, Zeitungen und Zeitschriften haben den Vorteil, dass der Leser auf Themen stößt, die er gar nicht gesucht hat, die ihn überraschen, die ihn bilden. Wer immer nur nach dem sucht, was er selbst sich ausdenkt mal zu suchen, verlernt es mit der Zeit, über den eigenen Tellerrand zu schauen, verpasst neue Entwicklungen und neue Erkenntnisse, nach dem Motto: Ich entdecke nichts Neues, sehe nichts Neues, lese nichts Neues, die Maschine weiß, was ich will, und nimmt mir die Entscheidung ab. n Fakt ist, dass die Verunsicherung groß ist, was mit den Datenspuren geschieht, die man im Internet hinterlässt. Dabei geht es um das demokratische Bürgerrecht auf Privatsphäre und es geht um eine Legitimationskrise der Internetwerbung. Denn jeder zielgerichtete „Kauf-Mich-Tipp“ von Amazon, Zalando, Google, Facebook usw. zeigt dem Internetnutzer täglich, dass er überwacht, katalogisiert, als Persönlichkeit eingeordnet, also erfasst ist. Und nicht nur dies. Man darf davon ausgehen, dass seine Daten auch

n „Das Schlimme ist, schaut man beispielsweise auf die Sparmaßnahmen in Regionalzeitungen, dass Selbstausbeutung jetzt überall institutionalisiert zu werden beginnt. Von Apple lernen heißt siegen lernen! Wenn das magische iPhone von chinesischen Arbeitern in einer Charles-Dickens-Welt produziert wird, kann das auch mit Gedanken geschehen. Wer glaubt denn im Ernst, dass gerade ausschließlich auf Profite und Reflexe dressierte Verlagsunternehmen nicht begeistert von der Internetökonomie lernen könnten (…).“ (Frank Schirrmacher). Wir von Labhard Medien wollen unsere Produkte nicht „veräppeln“, sondern mit Qualität echten Kundennutzen stiften. n Das Argument für Internetwerbung – die ungleich höhere Treffergenauigkeit an Glanz verliert, wenn man genau hinschaut. Da sind zum einen die gesellschaftlichen und politischen Verwerfungen einer unkontrollierten Überwachung. Zum anderen aber funktioniert das von Agenturen als Wundermittel gefeierte Targeting in der Praxis bei weitem nicht so erfolgreich wie versprochen. Aus digitalen Datenmassen qualifizierte Kundenprofile zu erstellen, die zu Kundenzufriedenheit führen, ist alles andere als trivial. Zum anderen stellt sich die Frage, auch für uns am Bodensee, ob eine atomisierte und individualisierte Werbung effizient ist. All die kleinen Banner und Videos auf Smartphones, all die Werbemails und Angebote zum Dialog. Soll so die Werbung der Zukunft aussehen? n Werbung ist und bleibt eine große Sache. Starke Marken brauchen auch in Zukunft massenmediale Inszenierungen, die eben in erster Linie unbewusst wirken. n Wenn das mit der Marke Bodensee ernst gemeint ist, dann brauchen wir vor allem eine qualifizierte Imagewerbung, gerade weil das Internet im Tourismus eine große Rolle spielt. Die Tourismuswirtschaft würde einen Fehler machen, wenn sie glaubt, nur noch buchbare Produkte anbieten zu müssen, um erfolgreich zu sein. Reiseentscheidungen, zumindest einer anspruchsvollen Klientel, hängen stark vom Image einer Region ab. Und Image wird vor allem von guten Printmedien geschaffen. „In bunten

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Broschüren schmökern, im Internet buchen“, schreibt Tobias Jüngert, Bereichsleiter Unternehmenskommunikation bei der Rewe Touristik GmbH: „Denn selbst Online-Bucher greifen gerne in Ruhe zur Broschüre, bevor sie buchen. Es sind die Kunden, die nach wie vor Papier wünschen. Eine Reisebuchung geschieht selten ad hoc. Man schmökert auf dem Sofa, träumt von Sonne und Meer, tauscht sich mit der Familie aus“. Hierfür sind Printtitel, so Jüngert, „nach wie vor ein fantastisches Medium“. n Wir werden erleben, dass offline leben als Mittel der Abgrenzung vom Mainstream des Netzzeitalters ein zunehmender Trend wird. Die Generation, die mit Internet und Smartphone aufgewachsen ist, nimmt diese als Normalität wahr. Sie erklären die medialen Hilfsmittel weder zum Non-Plus-Ultra noch verteufeln sie diese. In der Diskussion um Kommunikation werden immer mehr beide Extreme als störend empfunden. Ein altes Klapphandy, ganz reale Face-to-Face-Treffen mit Freunden, stationärer Handel oder der Konsum eines analogen Printmediums gehören zum Alltag der jüngeren Generation. n Es geht weder um eine Internetstrategie, noch um eine SocialMedia-Strategie. Es geht immer um eine integrative und synergetisch organisierte Kommunikationsstrategie. Und diese braucht qualifizierte Leute und Qualität. Es geht nicht billiger. Und sollte es entgegen all dem hier aufgeschriebenen jemals so weit kommen, dass es keine Magazine mehr gibt, die auf Papier gedruckt sind, dann wird das auf Papier gedruckte Magazin eine Marktlücke sein. Deshalb wird uns für die Zukunft nicht Bange.

LABHARD MEDIEN: DAS TUN WIR Labhard Medien ist spezialisiert auf Medien für Tourismus- und Standortmarketing. Standort- und Tourismusmarketing sind die zwei Seiten einer Medaille: Präsentation einer Region, einer Destination, eines Wirtschaftsstandortes. Labhard Medien hat zwei Standorte. Der Hauptsitz ist in Konstanz und in Dresden befindet sich unser Verlagsbüro für unsere sächsischen Publikationen SachsenMagazin, Wirtschaftsmagazin Sachsen, Sachsen Magazin spezial „Winter“, Meine SachsenZeit, SIGHTGEIST. Auch die GartenTour Deutschland wird vom Verlagsbüro in Dresden betreut. Unsere Medien präsentieren sich unter der Dachmarke Labhard, denen die einzelnen Produkte in Produktfamilien zugeordnet sind. Hinter dem Konzept der Produktfamilie Bodensee Magazin steht ein ineinander greifendes Kommunikationskonzept. Mit den einzelnen Magazinen entwickeln wir individuell abgestimmte Werbemöglichkeiten, so dass jedes Medium spezifischen Kommunikationsaufgaben gerecht wird. Tourismusstrategie Mit unserer Produktfamilie Bodensee Magazin haben wir alle im Positionierungsprojekt „Positionierung der Tourismusregion Internationaler Bodensee zur Optimierung des Destinationsmanagements“ definierten touristischen Zielgruppen im Blick (dies allerdings schon seit Jahren). Insofern hat uns das Positionierungsprojekt in unserer Medienarbeit bestätigt.

46 Menschen Menschen und undPositionen Positionen | ?| Thomas Willauer

Alle Tourismusarten im Blick Mit dem touristischen Bodensee Magazin sind wir Gästebringer und prägen das Image der Region, indem wir ihre Vielfalt als Einheit (als einheitlich erlebbarer touristischer Raum) darstellen. Wir zeigen den bekanntlich sehr mobilen Gästen das ganze Füllhorn des touristischen Angebots rund um den See. Das Bodensee Magazin wird von Übernachtungsgästen, Tagestouristen und freizeitaktiven Einheimischen (und sogar bei der Fachkräfteakquise) als touristisches Premiummagazin geschätzt. Das Bodensee Magazin ist das touristische Leadmagazin der Region und als überregionales Kaufmagazin erfolgreich am Markt. Information für Tagesgäste und freizeitaktive Einheimische Mit dem Zeitungsformat Bodensee Magazin aktuell informieren wir in den touristischen Kernzeiten die bereits angereisten Gäste (Vertrieb als Hotelzeitung), Tagestouristen wie auch die freizeitaktiven Einheimischen. Themenmarketing Mit unseren Spezialmagazinen zu verschiedenen Themen (Vital, Wein, Geschichte, Schifffahrt) vertiefen wir touristisch relevante Themen. Variable Geometrie Mit dem Oberschwaben Magazin tragen wir der differenzierten Betrachtung der Tourismusräume am Bodensee Rechnung. Das Oberschwaben Magazin war und ist von Anfang an ein eigenständiges Verlagsprodukt der Labhard Medien GmbH und gleichzeitig eines der zentralen Werbemedien für die Tourismusregion Oberschwaben in Zusammenarbeit mit der offiziellen touristischen Dachorganisation (OTG). Ganzjahresdestination Impulse aus der Arbeit im Positionierungsprojekt haben wir im Bodensee Magazin konkret umgesetzt. Es geht dabei um die Aufgabe, die Bodenseeregion als touristische Ganzjahresdestination zu präsentieren. In Wort wie auch in unserer Bildauswahl machen wir deutlich: Der Bodensee hat 365 Tage im Jahr geöffnet. Medien für internationale Märkte Mit den fremdsprachigen Bodensee Magazinen (englisch, italienisch, französisch) geben wir dem Bodensee Tourismus attraktive Medien zur Bearbeitung entsprechender internationaler Quellmärkte an die Hand. Tourismus als Standortfaktor Mit dem Wirtschaftsmagazin Bodensee betreiben wir Standortwerbung für die internationale Bodenseeregion und verknüpfen dabei die touristische Infrastruktur als nachhaltig positiven Standortfaktor für den gesamten Wirtschaftsraum. Auf der Plattform „Bodensee Magazin“ kann jeder Anbieter unter einem medialen Dach seine Botschaften und seine Angebote entsprechend seinen Möglichkeiten, Intentionen und Zielen kommunizieren. Wir präsentieren die Vielfalt des Bodensees als Einheit, bzw. machen unter einem gemeinsamen Dach die Vielfalt der Region sichtbar. Gemeinsamkeit und Individualität im Auftritt gehören für uns zusammen. Und dies seit 30 Jahren.


Zugang zum KOPSWERK II – das größte Pumpspeicherkraftwerk der Vorarlberger Illwerke AG

Foto: Matthias Rhomberg

Denk anders!

Friedrichshafen | Standort Deutschland 47


Medien für Tourismus und Standortmarketing

Labhard Medien

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Foto: Matthias Rhomberg

Unternehmen

? | Unternehmen 49


50 Unternehmen | Geberit


GEBERIT Wasser bewegt unser Leben

Geberit | Unternehmen 51


Ein Klassiker vom Bodensee

❯ Vor 50 Jahren erfand Geberit den Unterputz-Spülkasten

Mit dem Unterputz-Spülkasten begann ein Paradigmenwechsel in den europäischen Bädern: Durch den Einbau der Technik hinter der Wand wandelte sich das Bad vom Zweckraum zur Wohlfühloase.

❯ KONTAKT Geberit Vertriebs GmbH Theuerbachstraße 1 D-88630 Pfullendorf www.geberit.de

Als Geberit 1964 den ersten Unterputz-Spülkasten auf den Markt brachte, war dieser eine echte Innovation. Seither wurden über 60 Millionen Exemplare verkauft, damit avancierte der WC-Spülkasten, der unsichtbar in die Wand eingebaut wird, zum Erfolgsmodell. Was auf den ersten Blick wie der Geistesblitz eines inspirierten Tüftlers wirken mag, erweist sich auf den zweiten Blick als ein weitsichtiger strategischer Schritt auf dem Weg von der Nasszelle zum Badezimmer, wie wir es heute kennen. Denn die Geburtsstunde des Unterputz-(UP)Spülkastens war auch die Initialzündung für die Entwicklung der Vorwandinstallation, die eine bis dahin nicht gekannte Gestaltungsfreiheit im Badezimmer möglich machen sollte. In den 50 Jahren seit seiner Markteinführung hat sich der Spülkasten ständig weiterentwickelt und ist bereit für die Zukunft des Bads mit mehr Komfort, individuelleren und neuartigen Funktionen. Mehr als 60 Millionen verkaufte Einheiten: Damit überrundete der Geberit UP-Spülkasten glatt den VW Golf, der es als meistverkauftes Auto der Welt bis heute auf 30 Millionen Stück gebracht hat. Mit dem Golf verbindet das Erfolgsmodell von Geberit, dass die heutigen Produkte mit dem Kasten der ersten Generation wenig mehr als die Grundfunktionen gemeinsam haben. Sparsamer, komfortabler und individueller ist seine Ausstattung geworden. Während Golfs der ersten Serie fast nur noch von Liebhabern gehegt und gepflegt werden, stoßen Handwerker im Bad immer wieder auf Geberit UP-Spülkästen aus den Anfangsjahren, die noch heute im täglichen Einsatz

52 Unternehmen | Geberit

sind. Ganz ohne H-Kennzeichen, dafür aber mit der Geberit Ersatzteilgarantie von 25 Jahren, ein weiteres typisches Merkmal des Originals von Geberit. Für die UP-Spülkästen der allerersten Baureihe stehen nicht nur Ersatzteile, sondern auch ein Umrüstset für die Spül-Stopp-Auslösung zur Verfügung, für alle Modelle ab 1977 sogar für die Zwei-Mengen-Spülung. Ein 1er Golf mit BlueMotion-Technik sozusagen. Paradigmenwechsel: Vom UP-Spülkasten zum Komfort-Bad Mit der Unterputz-Variante begann ganz unspektakulär ein Paradigmenwechsel in den europäischen Bädern. Durch den nahezu unsichtbaren Einbau der Technik hinter der Wand fing das Badezimmer an, sich von seiner Bestimmung als reiner Zweckraum zur Reinigung des Körpers zu emanzipieren, denn eine bewusst gestaltete Inneneinrichtung war jetzt einfacher umzusetzen. In der Folge wurde nicht nur die Spültechnik, sondern auch der Rest der Sanitärinstallation hinter die Wand verlegt. Sichtbare Wasserzu- und -ableitungen galten jetzt als unschick. Und die von Geberit entwickelten Vorwandsysteme ermöglichten es, individuelle Wunschbäder vergleichsweise schnell und einfach einzubauen. Mit verschiedenen UP-Spülkastenvarianten gibt es heute für jede Bausituation eine Lösung, beispielsweise auch für Über-Eck-Installationen oder Einbauten unter Dachschrägen. Eine Idee, deren Zeit reif war Die Idee zum UP-Spülkasten entstand unter der Ägide des Unternehmenslenkers Heinrich Gebert. Er war noch selbst „mit dem Spülkasten unterm Arm“ in


Europa unterwegs, um das Unternehmen Geberit, das er in dritter Generation führte, erfolgreicher zu machen. Den ersten Spülkasten hatte man bereits 1907 gefertigt, als Aufputzmodell und aus Holz. Doch schon bald setzte Geberit auf den modernen Werkstoff Kunststoff, der sich auch im Firmennamen wiederfindet: Er setzt sich zusammen aus dem Namen der Unternehmensgründer Gebert und aus Bakelit, dem ersten rein synthetischen Kunststoff. Erfahrung mit dem formbaren und vielseitigen Material hatte man daher schon reichlich gesammelt, bevor der aus modernen Kunststoffen gefertigte UP-Spülkasten hinter die Wand ging. Entsprechend ausgereift war die Technik. Mit der Kombination aus Schweizer Ingenieurskunst und Qualität „Made in Germany“ setzt der Qualitätsstandard seit Jahrzehnten die Maßstäbe in deutschen Badezimmern. Der Handwerker: Vom Schwerarbeiter zum Badeinrichter Schwere Rohre aus Blei, Kupfer oder Stahl, schrauben, schweißen oder löten: Der Handwerksberuf war vor 50 Jahren ein schweißtreibender Job. Nachdem UP-Spülkästen und Sanitärinstallationen aus Kunststoff ihre Stabilität bewiesen hatten, nahmen die Handwerker die Arbeitserleichterungen durch standardisierte Systeme, leichtgewichtige Produkte und einfache Verbindungstechniken gerne in Anspruch. Nicht zuletzt die intensive Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Hersteller ist es, die den Siegeszug der Unterputz-Technik möglich gemacht hat. Erfahrene Geberit Vertriebsberater stehen den Handwerkern, Planern und Architekten deutschlandweit zur Seite. Die Berater besitzen eine sanitärtechnische Ausbildung zum Meister und können den Fachleuten vor Ort daher auf Augenhöhe begegnen. Probleme aus der Baustellenpraxis, Anregungen und Ideen der Handwerker und Planer werden so aufgenommen und in die Entwicklungsabteilung von Geberit weitergegeben. Die Fachleute der Sanitärbranche leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Geberit Produkte und machen sie anwenderfreundlicher, praxistauglicher und wirtschaftlicher im Einbau und Einsatz.

signern wie Christoph Behling zusammen. Der Londoner Designer, der auch Luxusuhren für das Schweizer Unternehmen Tag Heuer entwickelt, ist Schöpfer der WC-Betätigungsplatten-Kollektion Geberit Sigma, die heute bereits so manches Badezimmer zieren.

Die Zukunft der Unterputz-Technik hat schon begonnen Dass die UP-Spültechnik noch viel Zukunftspotenzial besitzt, zeigen die aktuellen Entwicklungen. Geruchsabsaugungen hinter der Betätigungsplatte könnten nach Ansicht von Experten schon bald zur Grundausstattung des modernen Bads gehören. Dusch-WCs mit nicht sichtbarem Wasseranschluss läuten eine neue Ära der Frische und Hygiene ein. Berührungslose Design-Betätigungsplatten schaffen mehr Komfort und Hygiene. Andere Modelle bieten größtmögliche Gestaltungsfreiheit, denn ihre Oberfläche kann der Nutzer ganz nach seinem Geschmack frei gestalten. Mit dem Spülkasten Omega stellt Geberit im Jubiläumsjahr ein neues Unterputz-Modell in drei verschiedenen Bauhöhen sowie mit Betätigung von vorne und oben vor, das zudem den Einsatz neuer, deutlich kleine❯ Thomas Brückle rer Betätigungsplatten möglich macht. Im Wandablauf für bodenebene Duschen ist Bereichsleiter Marketing die Idee der Installation unter Putz konseGeberit Vertriebs GmbH quent fortgeführt. Das Spülkasten-Monta„Die Entwicklung des Unterputz-Spülgeelement DuoFresh macht es ganz einkastens zog eine enorme Aufwertung fach, einen Stromanschluss direkt am WC des Badezimmers nach sich. Diese umzusetzen – Voraussetzung dafür, dass Idee, die Technik für den Nutzer unGeruchsabsaugungen, Dusch-WCs und ansichtbar in der Wand zu verbergen, dere Komfortfunktionen Anschluss finden. führte in den folgenden Jahren zu Nach Prognosen einer Trendstudie zum einem Paradigmenwechsel in der Rolle Thema „Körperbewusstsein und Hygiene im des Badezimmers. Mit der WeiterentWandel“, die das Zukunftsinstitut im Auftrag wicklung der Vorwandtechnik, deren von Geberit durchgeführt hat, könnten zum erste Ausprägung der Spülkasten war, Beispiel interaktive Kommunikationsfunktiverschwanden auch die Anschlüsse onen oder Applikationen zur Überwachung für Waschtische, Wannen, Duschen von Gesundheit und Fitness schon in naher und sogar die Abflusstechnik aus dem Zukunft direkt mit dem WC und dem „täglisichtbaren Bereich des Raumes. Das chen Geschäft“ verbunden werden. Bad wandelte sich vom reinen Funktionsraum zum bewusst gestalteten Wohlfühlort, wie wir ihn heute kennen.“

Die Evolution einer bahnbrechenden Idee Die Ausstattung der UP-Spülkästen, die heute ausschließlich aus umweltfreundlichem Polyethylen hergestellt werden, hat sich in 50 Jahren stark verändert. Hydraulische, pneumatische, elektrische oder Kabelzug-Betätigungen haben die Spülauslösung vereinfacht. Der wachsende Umweltschutzgedanke führte zur Entwicklung wassersparender SpülStopp-Auslösungen, der Zwei-Mengen-Spülung und der bedarfsgerecht einstellbaren Spülmenge. Mit deutlich reduziertem Wasserverbrauch schont die UP-Spültechnik die Umwelt und Haushaltskasse der Nutzer. Der erste Spülkasten mit Montagerahmen läutete die Entwicklung der Vorwand-Installationssysteme ein, die das Bad von den Fesseln der sichtbaren Trinkwasser- und Abwasserinstallation befreiten. Heute ist es selbstverständlich, Anschlüsse nahezu unsichtbar und frei an den Wänden oder frei im Raum zu platzieren. Der einzige für den Badnutzer sichtbare Berührungspunkt ist die WC-Betätigungsplatte, für die es heute eine Vielfalt von Designvarianten gibt. Auch beim Design will Geberit Maßstäbe setzen und arbeitet deshalb mit renommierten Produktde-

❯ ENGLISH SUMMARY When Geberit introduced the first concealed cistern on the market 50 years ago, it was a real innovation. With over 60 million sold units to date, the Geberit concealed cistern has outperformed the VW Golf, the biggestselling car in the world with 30 million units sold. “The development of the concealed cistern brought about an enormous improvement in the bathroom. The idea of hiding technology in the wall, where it was invisible for the user, resulted in a paradigm shift in the bathroom’s role in the following years. Along with the development of prewall technology starting with the concealed cistern, the connections for the washbasin, bath, shower and even drainage also disappeared out of sight. Bathrooms were transformed from a purely functional space into the oasis of wellbeing that we know today,” says Thomas Brückle, Head of Marketing at Geberit Vertriebs GmbH. Geberit | Unternehmen 53


❯ So perfekt wie eine Luxusuhr

Längst sind WC-Betätigungen kein Stiefkind des Baddesigns mehr. Doch gibt es kaum einen Hersteller, der bei der Gestaltung der Spülauslöser mehr Sorgfalt anwendet als Geberit. Mit Christoph Behling hat sich der Spültechnikspezialist einen Produktdesigner ins Boot geholt, der das Design der Betätigungsplatten mit großer Präzision neu definiert hat. Seit 2008 hat Behling acht Designlinien unter dem Label Geberit Sigma geschaffen. Stilistisch rangieren die Designkollektionen zwischen „natürlich schön“ und „klassisch klar“. Die Grundformen Kreis und Rechteck hat Behling in immer neue Spannungsverhältnisse gesetzt. Was jede Platte einzigartig macht, ist die Form ihrer Spültasten und das Oberflächenmaterial, das bei jeder Platte vielfältig kombiniert werden kann. Neben hochwertigem Kunststoff stehen Glas, Edelstahl und viele andere Werkstoffe zur Wahl. Die Platten sind auf eine lange Lebensdauer ausgerichtet, sowohl in ihrer optischen als auch in ihrer physischen Qualität. Designer und Hersteller legen Wert auf Perfektion bis ins kleinste Detail: Bei der Krümmung der Spültasten oder dem Schliff der Kanten finden sich Anleihen aus dem Design von Luxusuhren wieder. Den Materialien wird dafür im Produktionsprozess das Die WC-Betätigung Sigma70 ist völlig plan und basiert auf einer neuartigen Hubtechnik. Äußerste abgerungen. 54 Unternehmen | Geberit

Eine der erfolgreichsten Betätigungen des Sortiments ist die Sigma50, deren plane Grundplatte mit sacht vorgewölbten Tasten kontrastiert. Die rahmenlose Platte wirkt leicht und scheint vor der Wand zu schweben – ein Designmerkmal, das auch das jüngste Mitglied der Sigma Reihe charakterisiert. Die neue Betätigung Sigma70 aus Glas oder Edelstahl ist völlig plan und mit einem Fingertippen bedienbar. Für ihr außergewöhnliches Design wurde die Platte mit dem Design Plus Award powerd by ISH ausgezeichnet.

❯ ENGLISH SUMMARY WC actuator plates are no longer the “poor relation” of bathroom design. But very few manufacturers devote as much care and attention to designing flush controls than Geberit. The specialist in the area of flushing technology has brought in Christoph Behling, a product designer, who has redefined actuator plate design. Since 2008, Behling has created eight product lines under the Geberit Sigma brand. What makes each plate unique is the shape of the flush actuators and the surface material that can be combined in different ways. In addition to high-quality plastic, there is a choice between glass, stainless steel and many other materials. The plates are designed for a long service life, both in terms of their design and physical qualities. Designers and manufacturers place importance on perfection down to the last detail: The curvature of the flush actuators and the cut of the edges are borrowed from the design of luxury watches. The material is pushed to its limits in the production process.


❯ Wandel in der Hygiene-Kultur Geberit und damit auch ein Stück weit die Bodenseeregion stehen heute nicht nur für Spül-, Rohr- und Vorwandtechnik, sondern auch für eine völlig neue Toilettenkultur. Rund um den Spülkasten haben sich zusätzliche Funktionen entwickelt, die für mehr Komfort und Hygiene sorgen. Am Einschneidensten verändert derzeit das Dusch-WC die Toilettengewohnheiten der Deutschen. Was in vielen Ländern Asiens längst Standard ist, wird auch hierzulande immer beliebter: die Reinigung des Pos mit Wasser. Dusch-WCs reinigen den Po und den Intimbereich sanft und gründlich mit warmem Wasser. Es handelt sich also um eine Kombination aus WC und Bidet, ist jedoch platzsparender und komfortabler. Die Reinigung mit Wasser ist gründlicher als die herkömmliche Trockenreinigung und schont die Haut. Der Nutzer bleibt einfach auf der Toilette sitzen, drückt auf einen Knopf am WC oder auf einer Fernbedienung und der Duscharm, der in der Toilette integriert ist, wird ausgefahren. Die Zeit ist reif für neue Hygienestandards Seit 2009 rührt Geberit in Deutschland und anderen europäischen Ländern massiv die Werbetrommel für das Reinigen mit Wasser und für seine Dusch-WC-Linie Geberit AquaClean. Das Unternehmen setzt dabei auf aufwändig gestaltete Kampagnen und TV-Werbung mit Prominenten wie Barbara Becker oder der Schweizer Schauspielerin Melanie Winiger. „Der Kulturwandel auf deutschen Toiletten hat bereits begonnen“, sagt Dr. Christian Buhl, Geschäftsführer der Geberit Vertriebs GmbH, „wir stellen nur die passenden Hilfsmittel dafür zur Verfügung“. Nach Ansicht des Qualitätsherstellers Geberit ist die Zeit reif für neue Hygienestandards. „Vor hundert Jahren fuhr man noch mit der Kutsche, heute mit dem Auto – am besten mit Hybridmotor. Nur auf der Toilette reinigt man sich noch wie vor hundert Jahren. Und das, obwohl sich viele Menschen nach der Reinigung mit Papier nicht richtig sauber fühlen (Studie GfK 2008 und tns emnid 2011).“

Dusch-WC von Stardesigner Matteo Thun: Das Dusch-WC soll mit schlichtem Design den Kulturwandel vom Wischen zum Waschen beschleunigen.

Dusch-WC in Deutschland immer beliebter In vielen Ländern Asiens gehört das Dusch-WC schon lange zur Standardausstattung und hat beispielsweise in Japan einen Marktanteil von rund 80 Prozent. In Europa ist die Schweiz das Land mit den meisten Dusch-WCs. In Deutschland war die Po-Dusche bis vor einigen Jahren noch ein Nischenprodukt, das seinen Einsatz eher im Care-Bereich fand. Heute haben immerhin ein Prozent aller verkauften WCs bereits eine Dusch-Funktion, Tendenz jedes Jahr steigend. Christian Buhl: „Wir rechnen damit, dass das Dusch-WC in den deutschen Toiletten – ähnlich wie in Asien – zum Standard wird.“ Schlicht wie eine normale Toilette Um diesen Prozess zu beschleunigen, setzt Geberit wie schon bei den Betätigungsplatten auf die Kombination von ausgereifter Technik und anspruchsvollem Design. Im Jahr 2013 stellte der Sanitärspezialist ein neues Modell vor, das von dem italienischen Architekten und Designer Matteo Thun entworfen wurde. Das betont schlichte Design lässt das Dusch-WC wie eine normale, moderne Toilette wirken. „Der Nutzer soll das Dusch-WC als normal empfinden und es ganz intuitiv bedienen. Durch seine kompakte und ästhetisch ansprechende Form passt das neue Modell Geberit AquaClean Sela in jedes Badambiente“, so der Geschäftsführer der Geberit Vertriebs GmbH.

❯ ENGLISH SUMMARY Geberit nowadays is not only synonymous with flushing, pipe and prewall technology, but also a completely new toilet culture. The toilet cistern now features additional functions for more comfort and hygiene. The shower toilet is currently having a radical impact on toilet habits in Germany. In many Asian countries it has long been standard practice, but now cleaning with water is becoming increasingly popular in Europe.

Dusch-WCs reinigen den Po sanft und gründlich mit warmem Wasser. Per Knopfdruck wird der Duscharm, der in der Toilette integriert ist, ausgefahren. Geberit | Unternehmen 55


Convention Partner Vorarlberg

Vorarlberg ist ein fruchtbarer Boden. Das österreichische Bundesland ist weit über die Landesgrenzen hinaus für seine Naturvielfalt bekannt. Zwischen Bodensee und Piz Buin bietet es damit auch Urlaubern zahlreiche Möglichkeiten auf kleinstem Raum. Ob für den genussvollen Wanderer oder Skifahrer, den abenteuerlustigen Gipfelstürmer oder Freerider. Auch Kulturfestivals gedeihen bestens. Die Bregenzer Festspiele, das Tanzfestival Bregenzer Frühling oder die Schubertiade ziehen jedes Jahr Tausende internationale Gäste an.

❯ KONTAKT Beratung und Prospekte Convention Partner Vorarlberg c/o Bodensee-Vorarlberg Tourismus GmbH Römerstraße 2 A-6901 Bregenz Phone: +43 5574 43443-23 service@convention.cc www.convention.cc

Dort, wo andere Urlaub machen, herrscht auch eine inspirierende Lern- und Arbeitsatmosphäre. In den letzten Jahren hat sich das Urlaubsland Vorarlberg zu einer angesehenen und beliebten Kongressund Tagungsregion entwickelt. Es punktet mit seiner attraktiven Lage im Vierländereck Österreich, Deutschland, Schweiz und Liechtenstein. Mit kurzen Anfahrtszeiten, modernsten Locations und einem außergewöhnlich breiten Freizeitangebot erwarten Veranstalter von Kongressen, Tagungen oder Incentives sowie Teilnehmer ideale Voraussetzungen. Einer für alles Sich voll und ganz dem Veranstaltungsthema widmen können, in Ruhe einen Vortrag vorbereiten, andere Fachleute einladen. Um alles weitere kümmert sich ein Partner vor Ort – für Kongressveranstalter vermutlich der perfekte Plan. Das Team von Convention Partner Vorarlberg (CPV) übernimmt je nach

56 Unternehmen | Convention Partner Vorarlberg

Foto: Four Points by Sheraton Panoramahaus, Dornbirn

Foto: Festspielhaus Bregenz Foto Bruno Klomfar

❯ Tagen, wo andere Urlaub machen

Wunsch die teilweise oder komplette Organisation einer Tagung. Mit 47 Partnern in ganz Vorarlberg bietet das Convention Bureau Veranstaltern Rundum-Pakete aus einer Hand. Das Team berät bei der Auswahl von Veranstaltungszentren und Hotels sowie bei der Zusammenstellung von Rahmenprogrammen. Um Teilnehmerregistrierung, Transfers, Bereitstellung von Infomaterial und Betreuung vor Ort kümmern sich die Vorarlberger Veranstaltungsprofis ebenso wie um die Angebotseinholung und das Inkasso. Klassisch oder ungewöhnlich Austauschen, diskutieren und in sich gehen – und das mit Weitblick über den Bodensee. Das Festspielhaus Bregenz ist dafür der ideale Ort. Unter den größeren Kongresszentren stehen zusätzlich das Kulturhaus Dornbirn sowie das Montforthaus Feldkirch zur Wahl, das derzeit neu gebaut und im Herbst 2014 eröffnet wird. Abseits klassischer Locations bieten das Eventschiff MS Sonnenkönigin oder der 100-jährige Raddampfer Hohentwiel einen besonderen Rahmen für Incentives oder gesellschaftliche Veranstaltungen auf dem See. Konzertsäle wie der Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg, Schauplatz der alljährlichen Konzertreihe „Schubertiade“ und diverse Theaterbühnen gehören ebenfalls zum CPV-Sortiment. Umweltschonend veranstalten Wer bei Veranstaltungen auch die Umwelt im Auge hat, ist bei CPV an der richtigen Adresse. Seit März diesen


Dort, wo andere Urlaub machen, herrscht auch eine inspirierende Lern- und Arbeitsatmosphäre. In den letzten Jahren hat sich das Urlaubsland Vorarlberg zu einer angesehenen und beliebten Kongress- und Tagungsregion entwickelt. Vorarlberg is not only a great holiday destination, but also an inspiring place to learn and work. In recent years, the state of Vorarlberg has gained an excellent reputation as a popular venue for conferences and meetings.

Freizeit genießen Für das kleine Bundesland hat der Tagungstourismus somit auch eine große wirtschaftliche Bedeutung. Besonders mehrtägige Kongresse schlagen sich spürbar in allen Tourismussparten nieder. Für die freien Stunden außerhalb von Hotelzimmer und Kongressraum hat Vorarlberg viel zu bieten. Von Kulturveranstaltungen über Ausflüge zu

herausragenden Beispielen der Vorarlberger Architektur bis zur „Kässpätzle-Partie“ auf einer Berghütte – Möglichkeiten gibt’s für jede Jahreszeit und jeden Geschmack. Bei der Vielzahl an urigen Gasthäusern, erstklassigen Restaurants und Haubenlokalen haben Genießer immer ein Ziel. Kongressteilnehmer, die den sportlichen Ausgleich brauchen, finden ihn zwischen den Ebenen des Rheintals und den Gipfeln des Piz Buins. Etwa beim Radeln, Biken, Skifahren, Canyoning, Rafting oder Wandern. Im Winter können selbst ganze Skigebiete gemietet werden, beispielsweise für spezielle Teamworkshops: So bietet die Region Silvretta Montafon ab der zweiten Februarwoche jeweils für sechs Wochen die „Montafon Totale“ an. Vor dem Start des offiziellen Liftbetriebs und eines Seminartages können geübte Fahrer 36 exklusive, frischpräparierte Pistenkilometer mit anschließendem Bergfrühstück genießen. Vielfältige Aufgaben Das Convention Bureau ist eine Idee aus der Branche für die Branche. Auf Initiative von Bodensee-Vorarlberg Tourismus und den Vorarlberger Kongresshäusern wurde CPV mit Unterstützung des Landes Vorarlberg und Vorarlberg Tourismus vor zehn Jahren gegründet. Neben der Organisation von Veranstaltungen ist eine weitere Hauptaufgabe von CPV die Vermarktung der Veranstaltungsregion.

Foto: Canyoning Team Vorarlberg

Jahres ist CPV Lizenznehmer des Umweltzeichens für Green Meetings und Green Events. Seither ist das Convention Bureau berechtigt, nachhaltige Veranstaltungen zu begleiten und zu zertifizieren. Im auf zwei Jahre angelegten Nachhaltigkeitsprozess ziehen die CPV-Partner sowie viele branchenverwandte Unternehmen – wie etwa Locations, Hotels und Cateringunternehmen – nach. Begleitet vom Österreichischen Ökologie Institut richten sie ihre Betriebe nach den strengen Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens aus. Sie verpflichten sich etwa, energiesparende Geräte einzusetzen, Abfall zu trennen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder regionale bzw. fair-trade Produkte im Catering zu verwenden. Ein zukunftsweisendes Ziel, das sich angesichts der steigenden Nachfrage nach Veranstaltungen in Vorarlberg bewähren wird. Allein im vergangenen Jahr wurden in Vorarlberg fast 400 Firmentagungen und 150 Kongresse abgehalten. Durchschnittlich haben rund 260 Teilnehmer pro Tag übernachtet.

Convention Partner Vorarlberg | Unternehmen 57


Foto: Seehotel Am Kaiserstrand Lochau, Badehaus

❯ ENGLISH SUMMARY Vorarlberg is not only a great holiday destination, but also an inspiring place to learn and work. In recent years, the state of Vorarlberg has gained an excellent reputation as a popular venue for conferences and meetings. It is beautifully situated on the border between Austria, Germany, Switzerland and Liechtenstein. Easy to get to, with ultra-modern locations and an exceptionally wide range of leisure opportunities, Vorarlberg offers ideal conditions for both organisers and participants of congresses, meetings or incentives. They can devote themselves com-

pletely to the theme of the event, prepare lectures in peace or meet with other specialists, and the rest is taken care of by a local partner – a perfect solution for congress managers. The team of Convention Partner Vorarlberg (CPV) looks after all or part of the organisation, as required. With 47 partners throughout Vorarlberg, the Convention Bureau offers a one-stop service with all-round packages. The team will advise you on the choice of venue and hotels as well as on compiling a cultural programme. The professional organisers from Vorarlberg also take care of registration for participants, transfers, providing information material and support on site as well as calling for tenders and collecting payments.

SEMINARE und TAGUNGEN i n ruhiger, entspannter Atmosphäre … Neue Ideen entstehen am allerbesten in einer neuen Umgebung. Dort, wo der Kopf frei ist von Alltagsgedanken und der täglichen Routine. Damit ist das Aktivhotel Kanisfluh in Mellau/ Bregenzerwald - direkt am Fuße der Kanisfluh, und inmitten eines atemberaubenden Bergpanoramas gelegen - der ideale Ort für geistige Höhenflüge. Für eine Abwechslung oder auch um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken, bieten Outdooraktivitäten eine ausgezeichnete Ergänzung, welche wir gerne für Sie organisieren.

www.aktivhotel-kanisfluh.at

58 Unternehmen | Convention Partner Vorarlberg


Eventschiff MS Sonnenkönigin

Willkommen an Bord! ❯

Das Charterschiff MS Sonnenkönigin ist das größte Charter- und Eventschiff auf dem Bodensee und zieht seit September 2008 seinen majestätischen Kurs über das schwäbische Meer. Die Sonnenkönigin bietet mit ihrer hochwertigen, perfekten Bühnentechnik und Ausstattung, TopGastronomie und -Service sowie dem Know-how der Betreiber eine ideale Veranstaltungsplattform. Die verspiegelte Glasfläche des vom Bug bis zum Heck durchgängigen Veranstaltungssaales auf drei Decks bricht bewusst mit Traditionen. Das Innendeck ist ein völlig offener Raum, der mit den beiden oberen Decks als Galerie einen großen Konzert- oder Kongresssaal bildet. Auf dem Hauptdeck stehen die höhenverstellbare Tribüne und die Bühne. Neben der bestausgestatteten Bordküche, die als Produktions- sowie Satellitenküche fungiert, stehen vier Bars zur Verfügung. Modernste Licht- und Tontechnik kommen für Galadinners, Seminare, Kongresse, Modeschauen, Konzerte, Produktpräsentationen etc. zum Einsatz. Das Sonnendeck wird wahlweise umfunktioniert – ob Lounge, Präsentationsplattform oder Chill-outArea. Das 13 Millionen-Euro-Schiff ist rollstuhlgerecht konzipiert. Neben zahlreichen Charterbuchungen für Unternehmen und Institutionen haben sich auf der Sonnenkönigin öffentliche Events wie die „White Night“, das „Oktoberfest auf der Sonnenkönigin“ oder „Weihnachten auf dem Bodensee“ etabliert. Die Motorengeräusche sind so gedämpft, dass sich das Schiff sogar als Konzertsaal für klassische Konzerte eignet. Bereits regelmäßig findet hier das Festival Kammermusik Bodensee, für Tanzfreunde ein ra-

santes Boogie-Woogie-Festival oder im Jahr 2014 erstmalig soulige Töne von SoulKitchen – Live Entertainment á la Carte statt.

❯ Majestätischer Genuss Das österreichische Unternehmen MO Catering (Geschäftsführer Mario Marte und Harald Otti) steht seit über einem Jahrzehnt für vollendeten Genuss und Top-Service. Von Hohenems/Vorarlberg aus wird mit einem entsprechenden Servicestab neben hunderten anderen Caterings jährlich auch die Sonnenkönigin kulinarisch bespielt. Effiziente Logistik, perfekter Service, exquisite kulinarische Kreationen und der Fullservice für Veranstaltungen machen MO Catering zu einer der ersten Adressen im Land. www.mo-catering.com

❯ ENGLISH SUMMARY MS Sonnenkönigin (Sun Queen), the largest charter and event ship on Lake Constance, has been making its way majestically across the “Swabian Sea,” as Lake Constance is often called, since September 2008. The mirrored glass windows of the function room spanning three decks from bow to stern deliberately break with tradition. The inner deck is a completely open space forming a vast concert or congress hall with the two upper decks as galleries. As well as being chartered by companies and institutions, the MS Sonnenkönigin has become an established venue for public events and classical concerts, such as the Lake Constance Chamber Music Festival.

❯ KONTAKT Eventschiff MS Sonnenkönigin komitee eventservice marberger gmbh Schwefelbadstraße 2 A-6845 Hohenems www.sonnenkoenigin.cc Lukas Marberger CEO / Sales & Marketing / Eventmanagement Phone: +43 5576 74909108

Eventschiff MS Sonnenkönigin | Unternehmen 59


Neher DIA GmbH & Co. KG

❯ Ein Diamant und viel Erfindergeist in Oberschwaben Seit Generationen beweist der Name Neher im oberschwäbischen Ostrach-Einhart, dass ländliche Idylle und Hightech bestens zusammenpassen.

❯ KONTAKT Neher DIA GmbH & Co. KG Am Sägebach 6 D-88356 Ostrach-Einhart Phone: +49 (0) 7585 9320624 info@neher-group.com www.neher-group.com

Von der Mühle zum Diamant Ostrach-Einhart ist die Heimat der Familie Neher. Seit Generationen leben sie hier und gehören ebenso lange zum mittelständischen Gewerbe. Die Wurzeln für das heute so erfolgreiche Unternehmen für Präzisionswerkzeuge reichen zurück ins letzte Jahrtausend und zum typisch schwäbischen Erfindergeist des 1904 geborenen Fritz Neher. Dieser war von Haus aus gelernter Müller-Meister und daneben Tüftler im besten Wortsinn. Schon in jungen Jahren, kurz nach dem ersten Weltkrieg, konstruierte er ein Flugzeug und diverse eigene Autos. Weil die Ostrach und der Sägebach zu wenig Wasser führten, baute er 1926 kurzerhand in seiner Mühle eine Turbine mit Dieselmotor ein und wurde damit nebenbei über Jahrzehnte Stromlieferant für die Gemeinde Einhart mit der Maßgabe, dass die Kirche „seinen“ Strom gratis bekomme. Daneben profitierte natürlich auch die Mühle von Fritz Neher von seinem Erfindergeist. So wurde das in der Mühle gemahlene Mehl mit dem zukunftsträchtigen Namen „Zoller Diamant“ dank einem im Jahr 1948 patentierten Abfüllhelfer namens „Müllerstolz“ verarbeitet. Die Mühle betrieb er noch bis zu seinem 65. Geburtstag, der schwäbische Erfindergeist und Firmengründer Fritz Neher ist jedoch bis heute im Unternehmen präsent. Erfolgreich in die Zukunft 1990 legte Fritz Neher jun., der 1950 geborene Sohn,

Tüftler und Firmengründer Fritz Neher Creative mind and company founder Fritz Neher

60 Unternehmen | Neher DIA GmbH & Co. KG

Erodierung eines PKD-Werkzeugs Eroding a PCD tool

den Grundstein für das heute erfolgreiche Unternehmen Neher Dia GmbH & Co. KG mit dem stilisierten Diamant als Markenzeichen für hochwertige Diamantwerkzeuge, die in der Automobil-, Flugzeugund Möbelindustrie als Fräswerkzeuge für Präzisionsarbeiten verwendet werden. 2006 übergibt Fritz Neher die Geschäfte an seinen Sohn Gerd Neher, der den „Diamant“ weiter trägt und die Neher Group zukunftsorientiert auf drei Säulen stellt: Präzisionswerkzeuge, Automation und Future Tools. Und so geht die Erfolgsgeschichte weiter… Brilliante Lösungen Bohren, Fräsen, Reiben in allen nur erdenklichen Variationen – der geschliffene Diamant neben dem Neher-Logo versinnbildlicht, was der Unternehmensname Neher Präzisionswerkzeuge GmbH aussagt. Die fast ausschließliche Beschäftigung mit diesem härtesten aller Grundstoffe und seine Verarbeitung zu Zerspannwerkzeugen hat dem Unternehmen seine Bedeutung eingebracht: Profi auf diesem Spezialgebiet. Weil aber manche Kundenprojekte objektiv besser bzw. wirtschaftlicher mit herkömmlichen Hartmetallwerkzeugen bearbeitet werden, gehören auch Werkzeuge auf VHM-Basis zum NeherAngebot. Kunden wissen es zu schätzen, wenn der Lieferpartner kreativ mitdenkt und innovative Lösungen anbieten kann. Von der Professionalität und der hohen Qualität der Neher-Produkte überzeugte sich während unseres Unternehmensbesuches auch eine Delegation aus den USA. Schnell ist uns klar, die Firma Neher ist lokal verwurzelt und international erfolgreich.

Chef und Enkel von Fritz Neher Gerd Neher, company boss and grandson of Fritz Neher


Innovativ und präzise – der Toplessbohrer Die Neher-Konstrukteure setzen auf Innovation und höchste Präzision. Dies beginnt bereits bei der 3-D-Zeichung für die Werkzeugentwicklung. Ein Beispiel hierfür ist der neuentwickelte Toplessbohrer, ein sogenannter PKD-Bohrer. Er ist bis ins Zentrum mit polykristallinem Diamant bestückt und besitzt eine polierte Spanfläche. Der Einsatz dieses Bohrers führt zu einer höheren Standzeit und somit zu weniger Werkzeugwechseln und deutlich schnelleren Taktzeiten. Ein weiterer Vorteil ist die optimale Spanabfuhr durch polierte Spanflächen. Außerdem ermöglichen die höheren Schnittdaten kürzere Bearbeitungszeiten und die geringeren Schnittkräfte sind schonender für das Bauteil und die Maschine. Einsetzbar ist der Toplessbohrer insbesondere für stark abrasive Werkstoffe, also Werkzeuge zur Bearbeitung von mineralischen Werkstoffen oder Verbundwerkstoffen für die Bearbeitungsvorgänge und Maschinen (Sägen).

❯ ENGLISH SUMMARY Ostrach-Einhart is where the Neher family live. They have been here for generations, and have been a part of the manufacturing trade for just as long. The successful producer of precision tools owes its existence to the typically Swabian inventive genius of Fritz Neher, born in 1904. In 1990, the founder’s son Fritz Neher jun., born in 1950, laid the foundation for the present company, Neher Dia GmbH & Co. KG, which is highly successful today. Its trademark is a stylised diamond standing for highquality diamond tools that are used as milling tools for precision work in the automotive, aircraft and furniture industries.

In 2006, Fritz Neher handed over the business to his son Gerd Neher, who still continues to enhance the “diamond’s” success and has placed the Neher Group on three innovative pillars: Precision Tools, Automation, and Future Tools. Neher’s engineers are committed to innovation and the highest precision, starting with the 3-D drawings used for Einklang von Natur und Unternehmen tool development. One example of this is a newly developed Für die Ostracher ist Urlaubsidylle und technischwirtschafttopless drill, a so-called PCD tool. It has a polycrystalline licher Fortschritt kein Widerspruch, sondern eine gute Badiamond core and a polished cutting face. Ostrach blends lance. Und wie selbstverständlich richtet man sich danach: holiday charm in natural surroundings with technical and Naturverbundenheit in Form von praktischem Umweltbeeconomic progress. For the people who live here, this is not wusstsein führt dann eben auch zu einem Firmenneubau à a contradiction in terms, but an ideal balance. And they reala Neher: vorbildlich energieeffizient auf 1.800 Quadratmedily abide by this maxim: Neher’s new building is the result tern Fläche. Gerd Neher weiß, wie wichtig es ist, sich in seiof a love of nature in the form of practical environmental resner Umgebung wohlzufühlen. Daraus schöpft er ein Gutteil ponsibility: Covering 1,800 square metres, it sets standards seiner Energie und Motivation. Deshalb sorgt er auch dafür, Der Toplessbohrer in terms of energy efficiency. Neher’s staff are rooted in the dass sich seine 68 Mitarbeiter, davon 8 Auszubildende, wohltopless drill region and in some cases have worked at Neher for generafühlen. Die Mitarbeiter sind lokal verwurzelt und zum Teil bereits seit Generationen bei Neher tätig. Die Ideen und die Leiden- tions. The family dynasty owes a large part of its success to its employees' schaft der Mitarbeiter tragen wesentlich zum Unternehmenserfolg der ideas and passion. Familiendynastie bei.

Bohrer Rohlinge Drill blanks

Techniker Christoph Fischer Engineer Christoph Fischer

Mehr Arbeit, mehr Raum - der Neher- Neubau More work, more space – Neher’s new premises

Neher DIA GmbH & Co. KG | Unternehmen 61


HESTA aktiv für Radolfzell

❯ Ergebnisse überzeugen

seemeile

In Radolfzell lässt es sich richtig gut leben, arbeiten, shoppen und verweilen. Denn es ist viel passiert in den letzten Jahren, was die Attraktivität der Stadt deutlich gesteigert hat. Für Bürger und Besucher gleichermaßen. Zu dieser Attraktivität hat die HESTA GmbH, gemeinsam mit Stadtverwaltung, Stadtmarketing, Gemeinderat, Aktionsgemeinschaft und Handel, einen wichtigen Teil beigetragen.

❯ KONTAKT HESTA GmbH Schützenstraße 24 D-78315 Radolfzell Phone: +49 7732 940 9990 info@hesta-immobilien.de www.hesta-immobilien.de

62 Unternehmen | HESTA GmbH

Mit Strategie und Tatkraft hat die HESTA GmbH 2001 die Neubelebung des brachliegenden SchiesserAreals geplant und inzwischen erfolgreich umgesetzt. Um nur einige der Highlights zu nennen: Sanierung des Jahr100Bau, Bau des seemaxx Factory Outlet Center, Markthallenbebauung, Sanierung des Kesselhauses und auch die neue Straßenführung. Auf dem Areal sind inzwischen über 1.200 Arbeitsplätze angesiedelt und rund 300 Bürger haben hier neuen, innerstädtischen Wohnraum gefunden. Das ist positive, zeitgemäße Stadtentwicklung. Das Kesselhaus, die ehemalige Energiezentrale der Schiesser AG, hat sich 2012 unter HESTA-Projektleitung in ein viergeschossiges Büro- und Dienstleis-

tungsgebäude mit imposanter Architektur verwandelt. Auf 4.700 m2 sind hier stadtnah hochwertige, absolut zeitgemäße Räumlichkeiten für Mieter unterschiedlichster Branchen entstanden. Das Interesse an den modernen Mietflächen ist groß – es sind nur noch wenige Flächen im Obergeschoss frei. Die Planer der HESTA GmbH legten von Anfang an großen Wert darauf, nicht nur einzelne Bauprojekte zu realisieren, sondern durch die Umsetzung der geplanten Maßnahmen auch eine gut funktionierende Verbindung zwischen dem Schiesser-Areal und der Radolfzeller Altstadt zu schaffen. Das ist gelungen. Die sogenannte „seemeile“ entlang der Sankt Johannisstraße und dem Jahr100Bau bildet seit einigen Jahren das lebendige Herzstück dieser Verbindung zwischen seemaxx und Altstadt. Auf der „seemeile“ sind Gewerbe, Dienstleistung, Gastronomie und urbanes Wohnen angesiedelt. Viele Kunden des seemaxx Factory Outlet Center schlendern entlang der „seemeile“ zum genussvollen Verweilen in die Radolfzeller Altstadt oder an den See – und umgekehrt.


Mit Strategie und Tatkraft hat die HESTA GmbH 2001 die Neubelebung des brachliegenden Schiesser-Areals geplant und inzwischen erfolgreich umgesetzt. With drive and a clear strategy, HESTA GmbH developed a concept to renovate the unused Schiesser premises in 2001, which has since been successfully implemented.

A propos See: Radolfzell hat die längste Uferpromenade am Bodensee. Und mit der Seetorquerung und der Entwicklung des Seeareals am südlichen Ende der Stadt sind weitere Projekte in Planung, die nochmals für eine deutliche Aufwertung sorgen werden. Durch Kooperationen der HESTA GmbH mit der Helio Fähre und den Bodensee-Schiffsbetrieben konnte auch die Schifffahrt gestärkt werden. Ein weiterer Grund dafür, dass immer mehr Besucher den Weg vom seemaxx zum See finden, um dort eine entspannte Bootsfahrt zu genießen. Auch die geplante Erweiterung des 2006 eröffneten seemaxx Factory Outlet Centers würde sich auf die Anziehungskraft der Stadt mit Sicherheit sehr positiv auswirken. Die Erweiterung ist seit geraumer Zeit beantragt und das Oberzentrum Konstanz hat bereits grünes Licht für die Erweiterung gegeben. Nun wartet die HESTA GmbH nur noch auf Genehmigung durch das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur. Das seemaxx Factory Outlet Center hat sich in den letzten Jahren zu einer attraktiven Shopping-Adresse am Bodensee entwickelt. Die hochwertige Markenmode mit einem ganzjährigen Preisvorteil zwischen 30 und 70 % gegenüber der bisherigen unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers lockt jährlich tausende von Schnäppchenjägern und Touristen nach Radolfzell. Durch eine Erweiterung könnte die Auswahl an Top-Marken noch interessanter gestaltet und so zusätzliche Besucherfrequenz und weitere Arbeitsplätze generiert werden.

and retail has played a significant part in boosting the town’s appeal. With drive and a clear strategy, HESTA GmbH developed a concept to renovate the unused Schiesser premises in 2001, which has since been successfully implemented. Highlights include the renovated Jahr100Bau, the construction of the seemaxx Factory Outlet Center, the development of the indoor market, the renovation of the Kesselhaus (boiler house) and the new road layout. HESTA, together with its partners from politics and industry, will continue to do all it can to make Radolfzell even more attractive as a location in future. Its objectives are to promote tourism, strengthen the position of the town vis-à-vis Switzerland and other towns, maintain the competitiveness of the seemaxx Factory Outlet Center, safeguard Schiesser AG's company headquarters in Radolfzell, protect existing jobs and housing and create new ones.

Besonders sichtbar wird die Anziehungskraft Radolfzells auch bei Veranstaltungen und Events, wie z.B. den Verkaufsoffenen Sonntagen, die von den Vertretern des Stadtmarketings und den Mitgliedern der Aktionsgemeinschaft gemeinsam geplant und durchgeführt werden. An diesen Tagen herrscht stets besonders reges Treiben in der gesamten Stadt, und alle Beteiligten können erfreulich positive Bilanz ziehen. Die HESTA wird sich auch in Zukunft, gemeinsam mit den Partnern aus Politik und Wirtschaft, für die weitere Steigerung der Attraktivität des Standorts Radolfzell stark machen. Die Ziele dabei lauten: Förderung des Tourismus, Stärkung der Stadt im grenznahen Wettbewerb mit der Schweiz und anderen Städten, Konkurrenzfähigkeit des seemaxx Factory Outlet Centers erhalten, Sicherung des Firmenstandortes der Schiesser AG, Sicherung bestehender und Schaffung neuer Wohn- und Arbeitsplätze.

❯ ENGLISH SUMMARY Radolfzell is a great place to live, work, shop and spend time. A lot has been done in recent years to make the town considerably more attractive, both for its citizens and visitors. HESTA GmbH together with the town’s administration, urban marketing, local council, action group

Kesselhaus by night HESTA GmbH | Unternehmen 63


Alles finden – auf den ersten Klick.

Lernen Sie kennen – besuchen Sie uns am 30.01.2014: ELO ECM Fachkongress in Stuttgart/Fellbach

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Systemhausbetreuung


Julius Blum gmbh

International tätig und regional tief verwurzelt ❯

Die Julius Blum GmbH ist weltweit tätig – und doch regional tief in der Bodenseeregion verwurzelt Julius Blum GmbH is an international company that is deeply entrenched in the Lake Constance region

Der Beschlägehersteller Blum aus Höchst zählt zu den weltweit führenden Unternehmen der Möbelbeschlagsbranche. Das Familienunternehmen unterhält sieben Werke in Vorarlberg und weitere Produktionsstandorte in Polen, Brasilien sowie in den USA, und beliefert über 100 Märkte auf der ganzen Welt. Dennoch bekennt sich das Unternehmen klar zu seinen Wurzeln – und damit zum Standort Vorarlberg. International sind 5.900 Mitarbeiter in der BlumGruppe beschäftigt, rund 4.500 davon in Vorarlberg. Weltweit unterhält das Unternehmen 27 Tochtergesellschaften und Repräsentanzen. Gemeinsam ist ihnen allen das Streben nach der perfekten Bewegung bei Blum-Beschlagsystemen. Zu den Hauptgeschäftsfeldern zählen Klappen-, Scharnier- und Führungssysteme, die in Küche, Bad, Diele, Wohn- und Schlafzimmern für hohen Bewegungskomfort sorgen und Möbel innen so schön wie außen machen. Innovationen als strategische Pfeiler zur Unternehmenssicherung Produktinnovationen sind einer der strategischen Pfeiler der Unternehmensausrichtung und sichern langfristig den Erfolg des Unternehmens. Vier Prozent des Jahresumsatzes fließen daher in die Abteilung für Forschung und Entwicklung. Durch konsequente Investitionen gelingt es dem Familienunternehmen so seit vielen Jahren, sich als verlässlicher Zulieferer der Möbelhersteller und als innovativer Branchenführer zu behaupten. Mittels Patenten werden die innovativen Ideen geschützt: Weltweit hält Blum rund 1.200 Schutzrechte, allein 2012 wurden dem Unternehmen durch das österreichische Patentamt (ÖPA) 57 Patente und Gebrauchsmuster erteilt. Im Erfindungs-Ranking liegt Blum damit österreichweit an zweiter Stelle. Belohnt wird dieses Engagement mit hoher Kundenzufriedenheit – und zahlreichen internationalen Auszeichnungen. So wurde im Mai 2013 die Blumotion-Dämpfung für

Scharniere, der Produkt-Meilenstein von Blum für sanftes und leises Schließen, in der Kategorie „Industrie“ mit dem europäischen Erfinderpreis des europäischen Patentamtes (EPO) ausgezeichnet. Umfangreiches Ausbildungsangebot vor Ort Hinter den innovativen Produkten und komfortablen Serviceleistungen stecken viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit, hohe Investitionen in Hightech-Fertigungsanlagen sowie großes Know-how engagierter Mitarbeiter. Um den unternehmerischen Erfolg zu gewährleisten, setzt Blum auf gut ausgebildete Mitarbeiter aus der Region und dem angrenzenden Ausland. Bereits seit mehreren Jahrzehnten bildet der Beschlägehersteller hoch spezialisierte Fachkräfte aus und bietet Jugendlichen in einem eigens dafür geschaffenen Ausbildungszentrum ein breites Angebot an Lehrberufen. So schafft Blum optimale Bedingungen für die Ausbildung künftiger Fachkräfte in Höchst und Fußach sowie seit September 2013 zusätzlich auch in Dornbirn.

❯ ENGLISH SUMMARY Blum is a leading global manufacturer of furniture fittings based in Höchst in Austria. The familyowned company maintains seven production facilities in Vorarlberg as well as production plants in Poland, Brazil and the USA, and delivers its products to 100 markets around the world. Nevertheless, the company is committed to its roots, and to Vorarlberg as a business location. The Blum Group employs 5,900 members of staff around the world, including some 4,500 in Vorarlberg. Worldwide, the company maintains 27 subsidiaries and branches. They all work together to realise the company's goal of creating perfect motion with Blum furniture fittings. Its main business areas are lift, hinge and runner systems that offer greater convenience in the kitchen, bathroom, hallway, living room and bedroom and make furniture beautiful both inside and out.

❯ KONTAKT Julius Blum GmbH Industriestraße 1 A-6973 Höchst www.blum.com Yvonne Greussing Pressesprecherin / Press officer Phone: +43 5578705 2654 Yvonne.Greussing@blum.com

Julius Blum GmbH | Unternehmen 65


ITS vermittelt Technologie

❯ ITS Industrie- und Technozentrum Schaffhausen

Seit über zehn Jahren vernetzt der Verein ITS Industrie- und Technozentrum Schaffhausen die Technologieunternehmen der Region und bietet Unterstützung beim Technologietransfer sowie bei der Lancierung neuer Projekte. Mit seinen Dienstleistungen wirkt das ITS als Anlaufstelle für die regionale Industrie. Neben der Vernetzung und dem Wissens- und Technologietransfer ist das ITS auch im Clustermanagement aktiv.

❯ KONTAKT ITS Industrie- und Technozentrum Schaffhausen Haus der Wirtschaft Herrenacker 15 CH-8200 Schaffhausen www.its.sh.ch Roger Roth Geschäftsführer / CEO Phone: +41 52 6747771 roger.roth@its.sh.ch

VERMITTELT TECHNOLOGIE.

VERMITTLUNG von Projektpartnern Die meisten Projektideen werden nie realisiert. Damit Ihre Idee nicht das gleiche Schicksal erleidet, unterstützt und begleitet Sie das ITS gemeinsam mit weiteren Experten von der ersten Projektidee über die Partnersuche bis zur Finanzierung und Umsetzung.

NETZWERK für neue Kontakte Netzwerke spielen eine immer wichtigere Rolle, um neue Aufträge zu generieren oder Technologien und Partner zu finden. Als Verein umfasst das ITS über 60 Mitglieder- und Gönnerfirmen. Die Kontaktpflege wird unter anderem mit regelmässigen Mitgliederanlässen gefördert.

INNOVATION, der Schlüssel zum Erfolg Innovation ist für KMU der Schlüssel zum Erfolg. Doch meist fehlt es an Wissen und Handwerk für einen erfolgreichen Innovationsprozess. Das ITS und seine Partner unterstützen die Unternehmen bei der Implementierung von Innovationsprozessen und erfolgreichen Innovationen in den Markt.

VERANSTALTUNGEN zu Technologiethemen Das ITS führt jährlich mehrere Veranstaltungen durch – von themenspezifischen Workshops in Kleingruppen über Mitgliederanlässe bis hin zu Grossanlässen mit rund 200 Besuchern. Die regelmässig stattfindenden ITS Techno-Apéros sind mittlerweile fixe Termine für die Schaffhauser Industrie.

TRANSFER zwischen Industrie und Hochschule Um den regionalen Technologietransfer zu fördern, vermittelt das ITS innerhalb von Unternehmen sowie zwischen Unternehmen und Hochschulen. Das ITS dient zudem als zentrale Anlaufstelle für die regionale Industrie und hilft, Projekte möglich zu machen.

CLUSTER zur Förderung der Region Cluster fördern die Vernetzung von Unternehmen und stärken die Innovationsfähigkeit in der Region. Das ITS fördert die Clusterentwicklung sowie die Vernetzung der Industrie mit bestehenden Clusterinitiativen und ist involviert in die Konzeption und Realisierung eigener Clusterinitiativen.

66 Unternehmen | ITS Industrie- und Technozentrum Schaffhausen


würth haus rorschach Einblick und Überblick

EINBLIcK INs würth haus rorschach

Ernst Ludwig Kirchner, Negertänzerin, 1909–11 (Detail), Öl auf Leinwand, 168x93 cm, Sammlung Würth, Inv. 7986

Ort der Begegnungen Veranstaltungen jeglicher Art können im Carmen Würth Saal, in den 16 Meeting- und Seminarräumen oder auf den öffentlichen Flächen stattfinden. Ort der Dienstleistungen Sechs Würth-Gesellschaften haben Ihren Sitz in Rorschach: Würth Finance International B.V., Würth Financial Services AG, Würth ITensis AG, Würth Logistics AG, Würth Management AG, Handwerker-Shop der Würth AG, marbet

Ort der Kultur Die 15. museale Spielstätte der Sammlung Würth ist das Forum Würth Rorschach. Direkt am Bodensee-Radweg entstand hier der dritte Schweizer „Standort“. Basis aller Aktivitäten ist die rund 15‘000 Werke umfassende, international ausgerichtete Sammlung Würth. Öffnungszeiten Forum Würth Rorschach: Montag–Sonntag, April–Oktober: 10.00–18.00 Uhr / November–März: 11.00–17.00 Uhr T + 41 71 225 1070 Ort des Genusses Das Restaurant Weitblick und das KunstCafé befinden sich im ersten Obergeschoss vom Würth Haus Rorschach. Beide Lokalitäten laden, bei einem herrlichen Ausblick auf den Bodensee, zum Geniessen und Verweilen ein.

Würth Haus Rorschach · Churerstrasse 10 · CH – 9400 Rorschach · T +41 71 225 10 00 · wuerth-haus-rorschach.ch

Bilder: © by Thies Wachter / Damian Imhof

Würth Haus Rorschach Das Würth Haus Rorschach ist ein visionärer Ort der Begegnung, der Kultur, des Genusses und der Dienstleistungen. Das Gebäude bietet Besuchern und Gästen eine einzigartige Erlebniswelt in der Ostschweiz.


CASSIDIAN

❯ Unternehmensfortschritt beginnt bei den Mitarbeitern

❯ KONTAKT Cassidian Claude-Dornier-Straße D-88090 Immenstaad Phone: +49 7545 8-00 www.cassidian.com

68 Unternehmen | Cassidian

Cassidian: ein Hightech-Unternehmen direkt am Bodenseeufer in Immenstaad bei Friedrichshafen. Rund 1.300 Mitarbeiter arbeiten dort für die Sicherheits- und Verteidigungssparte des EADS-Konzerns. Zu den Geschäftsbereichen am Standort zählen unter anderem Aufklärungs- und Überwachungssysteme, Avioniksysteme, Unbemannte Flugsysteme, Hinderniswarnsysteme für Hubschrauber, Führungs- und Kommunikationssysteme, Mobile Lazarett- und Schutzsysteme sowie Sensoren für Luftaufklärung und Raumfahrt. Cassidian bietet qualifizierten Ingenieuren interessante Arbeitsgebiete eines Unternehmens der Spitzentechnologie. Zukunftsweisend ist jedoch nicht nur die Produktion bei Cassidian: Die Firma setzt auch ganz bewusst auf eine familienfreundliche Personalpolitik und wurde dafür mit dem Zertifikat zum Audit „berufundfamilie“ ausgezeichnet. Schirmherren sind das Bundesfamilien- und das Bundeswirtschaftsministerium. Ziel des Audits ist es, einen nachhaltigen Maßnahmenplan zu erstellen und umzusetzen, der das Familienbewusstsein bei Mitarbeitern und Führungskräften stärkt und damit zu einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit und –bindung beiträgt. Die

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist gleichzeitig eine wichtige Voraussetzung für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern am Berufsleben. So ist es ein erklärtes Ziel, den Anteil von Frauen im Unternehmen, insbesondere in technischen Berufen und Führungspositionen zu erhöhen. Gleitende Arbeitszeiten, Teilzeitjobs und Telearbeit sind konkrete Angebote, die Cassidian seinen Arbeitnehmern macht, ebenso Erziehungszeiten, Einstellungszusagen für Mütter oder die Freistellung für Erziehungsaufgaben. Während der Schulferien können Eltern eine Betreuung durch Fachkräfte für ihre Kinder in Anspruch nehmen. Ein „Vater-KindTag“ lädt Väter aus dem Unternehmen mit ihren Kindern zu gemeinsamen Aktivitäten ein. Ganz neu ist die unternehmenseigene Kindertagesstätte auf dem Betriebsgelände. Dieses Angebot soll insbesondere den Wiedereinstieg von Mitarbeiterinnen in das Berufsleben nach Mutterschutz oder Elternzeit erleichtern. In der „Mole-Kita“ werden 40 Mitarbeiterkinder ganztägig betreut. Es gibt dort einen speziellen Forscher- und Werkstattraum, in der naturwissenschaftliche Phänomene entdeckt und erlebt werden können. Hinzu kommen ein Malatelier und ein Spielgarten mit Obstanlagen.


Zukunftsweisend ist jedoch nicht nur die Produktion bei Cassidian: Die Firma setzt auch ganz bewusst auf eine familienfreundliche Personalpolitik und wurde dafür mit dem Zertifikat zum Audit „berufundfamilie“ ausgezeichnet. But not only Cassidian’s production processes are innovative: The company is also committed to fostering a family-friendly personnel policy and has been awarded the "audit berufundfamilie" certificate for its efforts.

Familienfreundlichkeit bei Cassidian hat aber nicht nur die Kinder von Familien im Fokus: Pflegebedürftige Angehörige können im Rahmen der betrieblich geregelten Pflegezeit betreut werden – die Familienzeit bietet auch die Möglichkeit der Freistellung oder der Arbeitszeitreduzierung zur Pflege von Angehörigen. Als innovatives Unternehmen muss Cassidian auch den demografischen Wandel der Gesellschaft in die Unternehmensplanung miteinbeziehen: Frauen stellen einen zunehmenden Anteil an hochqualifizierten Arbeitskräften. Nur durch attraktive Angebote zu ihrer Entlastung von familiären Aufgaben können Frauen ihr Potenzial in Unternehmen auch umsetzen.

❯ ENGLISH SUMMARY Cassidian is a high-tech company in Immenstaad near Friedrichshafen, directly on the shores of Lake Constance. Around 1,300 employees work for the security and defence branch of the EADS Group. The site is specialized in reconnaissance and surveillance systems, avionics,

unmanned aircraft systems, obstacle warning systems for helicopters, command and control systems, mobile hospital and protection systems, as well as sensors for aerial reconnaissance and space travel, among others. Cassidian offers qualified engineers an interesting working environment in a high-tech company. But not only Cassidian’s production processes are innovative: The company is also committed to fostering a family-friendly personnel policy and has been awarded the "audit berufundfamilie" certificate for its efforts. One goal, for example, is to raise the share of female employees, in particular in technical professions and management positions. It offers them flexible working hours, part-time jobs and teleworking. During the school holidays, parents can take advantage of childcare with professional child minders. The company has also just opened a new day nursery on its premises. As an innovative company, Cassidian also takes demographic changes in society into consideration in its long-term planning: Women account for a growing share of highly qualified employees. They can only fully realize their potential in the company if they are offered attractive terms that allow them to combine a family with their professional life.

Schlüsselrolle für den vierjährigen Amar; er erhält symbolisch den Schlüssel zur neuen Kita von Cassidian-Standortleiter Jens Nielsen und Astrium-Standortleiter Eckard Settelmeyer (Mitte). Kita-Leiterin Vera Niedermann schaut begeistert zu. / Four-year-old Amar is all keyed up as Cassidian site manager Jens Nielsen and Astrium site manager Eckard Settelmeyer (middle) hand over the keys to the new daycare facility to him in a symbolic gesture. Day care manager Vera Niedermann looks on enthusiastically.

Cassidian | Unternehmen 69


SIMTECH Electronicservice Simanowski GmbH

❯ Qualität im Detail

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❯ KONTAKT SIMTECH Electronicservice Simanowski GmbH Alte Nußdorfer Straße 27 D-88662 Überlingen Phone: +49 7551 94953 – 0 info@simtech.de www.simtech.de

Die in Überlingen ansässige SIMTECH Electronicservice Simanowski GmbH ist seit ihrem Gründungsjahr 1995 stetig gewachsen. Als Familienunternehmen ist die SIMTECH-Gruppe erfolgreich in der Elektronikentwicklung und -fertigung tätig. Gemeinsam mit der Tochterfirma in Taicang (China) werden nationale wie internationale Kunden, beispielsweise aus der Automobil-, der Verkehrsleitund Computerindustrie, beliefert.

und dabei die Umwelt nicht zu vergessen, ist fester Bestandteil der Unternehmenspolitik. Zu den marktorientierten SIMTECH-Produkten gehören hocheffiziente Speichermedien und der Allwetter-PC EPITAPH. Diese Produkte zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie selbst extremen Temperaturund Witterungsverhältnissen ohne aufwändige Heizoder Kühlsysteme standhalten und dadurch konkurrenzlos für Outdoor-Anwendungen geeignet sind.

Kundenspezifische Baugruppen & Geräte Neben innovativen Eigenprodukten werden kundenspezifische Baugruppen und Geräte entwickelt und gefertigt. Dabei deckt SIMTECH das gesamte Leistungsspektrum von der Konzeption über die Entwicklung, die Beschaffung aller Komponenten bis hin zur Produktion und Endprüfung von Prototypen, Klein- und Großserien ab. Da der Einkauf bewährte, krisenfeste Quellen rund um den Globus nützt, entsteht eine große Beschaffungssicherheit, von der die SIMTECH-Kunden profitieren.

Allwetter-PC EPITAPH Zudem findet der EPITAPH-Touch-Computer besonders dort Einsatz, wo Informationen jederzeit abrufbar sein müssen. Ein benutzerfreundliches Menü, das von SIMTECH auf die individuellen Kundenbedürfnisse zugeschnitten worden ist, ermöglicht es, alle hilfreichen Informationen zur Auswahl anzubieten, die dann durch Touchen auf das jeweilige Auswahlsymbol abrufbar sind. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist, dass sich aufgrund der Datenübertragungstechnik die Inhalte ortsunabhängig und schnell aktualisieren lassen. Ob in einer alleinstehenden Stele oder beispielsweise direkt ins Mauerwerk eines Gebäudes integriert, lässt sich der EPITAPH elegant an die Landschaft und in die örtlichen Gegebenheiten anpassen. Die große Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten der SIMTECH zeigt, dass die eingeschlagene Unternehmensphilosophie der absoluten Kundennähe richtig ist.

Hightech höchster Qualität Mit hochqualifiziertem Personal und modernster Technik ist die leistungsstarke Fertigung auf Flexibilität mit hohem Qualitätsanspruch ausgerichtet. Dies ermöglicht, Hightech sowohl in Klein- als auch in Großserien schnell und zuverlässig zu liefern. Technische Herausforderungen umzusetzen 70 Unternehmen | SIMTECH Electronicservice Simanowski GmbH


❯ ENGLISH SUMMARY SIMTECH Electronicservice Simanowski GmbH with headquarters in Überlingen has been growing steadily since it was founded in 1995. The SIMTECH Group is a successful family-run company in the field of electronics development and production. Together with its subsidiary in Taicang (China), it supplies national and international customers, for example in the automotive, traffic control and computer industries. SIMTECH’s market-oriented products include highly efficient storage media and the all-weather PC EPITAPH. These products are characterised by their ability to withstand even extreme temperatures and weather conditions without sophisticated heating or cooling systems, making them ideally suited to outdoor applications. In addition, the EPITAPH Touch computer is used in particular in situations where information needs to be available at any time. With its user-friendly menu tailored to customers’ needs, all useful information is available and can be selected just by touching the required icon. SIMTECH’s efficient manufacturing process is geared to flexibility and a high standard of quality thanks to highly-qualified staff and state-of-the-art technology. As a result, SIMTECH can supply its technology quickly and reliably both in small and large batches. As an integral part of its corporate policy, SIMTECH meets technical challenges while keeping the environment in mind. SIMTECH’s services and projects are in high demand, proving that the company is on the right track with its philosophy of being in tune with its customers’ needs.

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Allwetter-PC EPITAPH EPITAPH all-weather PC

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CF-Karte ATHENA ATHENA CF card

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Entwicklung bei SIMTECH R&D at SIMTECH

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Computerindustrie Computer industry

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SIMTECH Electronicservice Simanowski GmbH | Unternehmen 71


Insolvenzen in Deutschland 2013 Der Premium-TV-Hersteller Loewe und die Baumarktkette Praktiker waren 2013 wohl die prominentesten Unternehmen, welche ihre Zahlungsfähigkeit einbüßen mussten. Jedoch haben im ersten Halbjahr 2013 deutschlandweit 15.430 Unternehmen (1. Halbjahr 2012: 14.920) Insolvenz angemeldet. Der Anstieg ist der langsamen konjunkturellen Entwicklung in Deutschland zuzuschreiben.

worden. Das ist eine etwas geringere Zahl an Betroffenen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, als 150.000 Beschäftigte um ihren Arbeitsplatz fürchteten.

Insbesondere bei sehr kleinen Betrieben sowie im Mittelstand war der Anstieg der Insolvenzen zu beobachten. Deutlich wird dies u.a. beim Umsatz. Die Zahl der Insolvenzfälle stieg im Umsatzsegment bis 100.000 Euro um 8,4 ❯ Matthias Müller Prozent, im Segment bis 250.000 Creditreform Konstanz Euro Jahresumsatz um 6,9 ProMüller KG Überdurchschnittlich stark zent. Klare Zuwächse sind auch in erhöhte sich die Zahl der der Umsatzklasse von fünf bis 25 Insolvenzen im verarbeitenden Gewerbe. Nach Mio. Euro festzustellen (plus 22,4 Prozent). Die Enteinem Anstieg von 10,2 Prozent gegenüber dem wicklung in den verschiedenen Rechtsformen liefert Vorjahr waren in diesem Wirtschaftsbereich einen ähnlichen Befund: Kleingewerbetreibende 1.300 Unternehmen betroffen. Hier machte sich machten 47,8 Prozent aller Insolvenzen aus (Vorjahr: die Schwäche im Exportgeschäft bemerkbar. Im 44,2 Prozent). Baugewerbe blieb die Zahl der Insolvenzen dagegen mit 2.130 nahezu unverändert (1. Halbjahr 2012: Unterteilt nach Unternehmensalter zeigt sich ein 2.120 Unternehmen). Deutlich mehr Insolvenzen Anstieg der Insolvenzen insbesondere bei älteren als vor Jahresfrist waren im Handel zu verzeich- Unternehmen. Bei den mehr als zehnjährigen nen. Für 3.250 Handelsunternehmen kam im ersten Unternehmen war ein Plus von 16,1 Prozent zu Halbjahr 2013 das Aus (plus 5,2 Prozent). Mit allein verzeichnen. Junge Firmen, deren Gründung erst 8.750 Insolvenzen hat das Dienstleistungsgewerbe wenige Jahre zurückliegt, waren dagegen nicht so den größten Anteil am Insolvenzgeschehen. Aller- stark betroffen wie in den ersten sechs Monaten dings war der Anstieg mit 2,6 Prozent gegenüber des Vorjahres. So sank in der Gruppe der bis zweidem Vorjahreszeitraum vergleichsweise moderat. jährigen Unternehmen die Zahl der Insolvenzen beispielsweise deutlich um 9,6 Prozent. Die Insolvenzschäden für die Gläubiger haben sich auf insgesamt 16,5 Mrd. Euro erhöht (1. Halbjahr Sollten Anzeichen einer drohenden Zahlungsun2012: 16,2 Mrd. Euro). Vor allem die privaten In- fähigkeit beim Kunden erkennbar sein, sollten solvenzgläubiger wie Lieferanten und Kreditgeber diese unbedingt ernst genommen werden. Durch mussten höhere Ausfälle verkraften. Weitere Leid- die Beauftragung einer Wirtschaftsauskunftei mit tragende einer Insolvenz sind die Arbeitnehmer. aktuell recherchierten Daten können ForderungsBundesweit sind 148.000 Arbeitsplätze infolge von ausfälle zum größten Teil vor Geschäftsabschluss Insolvenz des Arbeitgebers gefährdet bzw. abgebaut verhindert werden. ❯ KONTAKT

Matthias Müller Phone: +49 7531 89500 info@konstanz.creditreform.de

72 Unternehmen | Creditreform Konstanz Müller KG

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Creditreform Konstanz Müller KG Mainaustraße 48 D-78464 Konstanz www.creditreform-konstanz.de


Projekt1 28.10.13 15:40 Seite 1


Foto: Michael H채fner

Tourismuswirtschaft


Internationale Tourismusregion Bodensee

❯ Mit Strategie und Tatkraft zum langfristigen Erfolg Mit dem Abschluss des Interreg IV-Projekts „Positionierung Bodensee“ lagen erstmals konkrete Ergebnisse und eine gemeinsame Strategie vor, wie die Vierländerregion Bodensee ihre herausragende Stellung als beliebtes Reiseziel auch in Zukunft behaupten und sogar ausbauen kann. Diese im Rahmen des Projektes gewonnenen Erkenntnisse galt es nun umzusetzen. Für die Internationale Bodensee Tourismus GmbH (IBT GmbH) hieß das, die eigene Ausrichtung und Aufgaben neu zu definieren es bedeutet aber auch, diese Neuorientierung in praktische Maßnahmen zu übertragen. Aktuell ist der strukturelle Wandel nahezu abgeschlossen und eine Vielzahl an Projekten trägt bereits dazu bei, das qualitative Wachstum des Tourismussektors in der Vierländerregion Bodensee nachhaltig zu stärken.

❯ Jürgen Ammann Geschäftsführer der IBT GmbH

Jürgen Ammann ist seit Frühjahr 2013 Geschäftsführer der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH (IBT GmbH). Dank seiner bisherigen Arbeitserfahrung ist er nicht nur bestens mit der Region rund um den Bodensee vertraut, sondern auch mit den Bereichen Unternehmenskommunikation sowie Marketing und Vertrieb. Dadurch ist er prädestiniert für seine neue Tätigkeit, bei der ganz unterschiedliche Akteure zusammengebracht werden müssen, damit gemeinsam ein optimales Ergebnis erreicht werden kann.

❯ KONTAKT Internationale Bodensee Tourismus GmbH Hafenstraße 6 D-78462 Konstanz Phone: +49 7531 909490 info@bodensee.eu www.bodensee.eu

Die Neuausrichtung der IBT GmbH Eine zentrale Erkenntnis aus dem Positionierungsprojekt liegt darin, dass die spezifische Heterogenität bzw. variable Geometrie der internationalen Tourismusregion Bodensee (die in nationaler, infrastruktureller und institutioneller Hinsicht eine große Vielfalt vereint) unbedingt anerkannt werden muss. Dieser besonderen Ausgangssituation wird durch ein verändertes, sozusagen hybrides Finanzierungskonzept Rechnung getragen, bei dem ein fester, proportional zu den Anteilen berechneter Grundbetrag der einzelnen Gesellschafter mit variablen und vor allem projektbezogenen Zusatzfinanzierungen kombiniert wird. Dadurch entsteht nicht nur eine stärkere Transparenz als bisher, sondern eine größere Flexibilität. Sie bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: So gibt sie Gelegenheit, auf die veränderten Ansprüche der Gäste von heute besser eingehen zu können. Darüber hinaus können sich an einzelnen Projekten auch externe Partner beteiligen, wodurch regionales Expertenwissen voll ausgeschöpft werden kann. Und nicht zuletzt erlaubt größere Flexibilität, dass die Gesamtausrichtung durch die Stakeholder bzw. ihre Wünsche, die sich in der Auswahl der zu finanzierenden Projekte widerspiegelt, mitbestimmt wird. Ziel darf dabei allerdings auf keinen Fall sein, lediglich einen Minimalkonsens unter den beteiligten Gesellschaftern zu finden – das Potenzial dieses neuen Konzeptes kann nur ausgeschöpft werden, wenn es mit der Bereitschaft zu Innovation, offenem Umgang und konstruktiver Mitarbeit einhergeht. Dachorganisation „auf Seehöhe“ Insgesamt übernimmt die IBT GmbH die Funktion einer disziplinarisch zwar nicht übergeordneten,

76 Tourismuswirtschaft | Internationale Bodensee Tourismus GmbH

aber virtuellen Dachorganisation, die „auf Seehöhe“ agiert und alle Tourismusakteure der gesamten Vierländerregion Bodensee miteinander verbindet. Sie ist also der internationale Träger rund um den See und als Vollanwender der Marke Bodensee entscheidend beteiligt an Markenführung und -ausbau der touristischen Vierländerregion Bodensee. Zu dieser Mitwirkung – mit besonderem Schwerpunkt auf der Imagepräsentation und -kommunikation der Tourismusregion – trägt innerhalb der IBT GmbH nicht zuletzt der Marketingbeirat bei. In einer aktiveren Rolle als bisher ist er dafür verantwortlich, eine operative Strategie in Form von Konzepten, Mittelfristplänen und Leitfäden zu entwickeln, mit der die durch die Gesellschafter definierten Richtlinien umgesetzt werden. Das Augenmerk liegt dabei insbesondere darauf, Angebote und Produkte zu entwickeln, die den im Rahmen des Positionierungsprojektes herausgearbeiteten Markenthemen und -leitprodukten (Stichwort „Markenmuschel“) entsprechen, also die spannende Vielfalt und Einzigartigkeit der Tourismusregion Bodensee vermitteln können. Starker Bodenseetourismus Gäste von heute sind anspruchsvoll, informiert und kritisch, und damit verbunden ist ein stark gewandeltes Informationsverhalten, das unbedingt einer wohlüberlegten, homogenen Imagepräsentation bedarf. Ein gemeinsamer Auftritt der touristischen Vierländerregion Bodensee ist also nach wie vor notwendig und bei der Neuausrichtung der IBT GmbH ebenso berücksichtigt wie die individuellen Voraussetzungen und Ansprüche der einzelnen Gesellschafter und Partner. Beide Aspekte sind entscheidend, damit die Erfolgsgeschichte Bodenseetourismus auch in Zukunft weitergeschrieben werden kann. Schließlich handelt es sich bei dem internationalen Bodenseetourismus um einen bedeutenden Wirtschafts- bzw. Standortfaktor, was die durch das Tourismusmonitoring gewonnen Zahlen eindrucksvoll belegen. Seine große Bedeutung sollte gerade vor Ort – bei Bewohnern, in politischen Gremien ebenso wie in anderen Wirtschaftsbranchen – stärker ins Bewusstsein gerufen werden. Nur so können gemeinsam die Stärken der internationalen Vierländerregion Bodensee erhalten bzw. ausgebaut werden, vor allem durch die gezielte Förderung qualitativen Wachstums. Netzwerk touristische Vierländerregion Bodensee Von der Organisation des gemeinsamen Messeauftritts über Veranstaltungen wie dem Tourismusforum bis hin zur Produktion gemeinsamer Pressematerialien und der Distribution an die Touristin-


Foto: Achim Mende

formationen vor Ort – die IBT GmbH spielt eine zentrale Rolle dabei, das Know-how der gesamten Tourismusregion zu bündeln und die einzelnen Akteure miteinander zu vernetzen. Die Informationsvermittlung direkt an den Gast ist bei dieser Arbeit nur ein kleiner Teil. Auf regionaler Ebene fungiert die IBT GmbH als Wissens- und Informationsplattform für die Tourismusakteure; und über grenzübergreifende Marktforschung und Tourismusmonitoring wird (auch in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Studierenden) die Grundlage für weitere Entwicklungen geschaffen, die dann in Zusammenarbeit mit überregionalen und internationalen Partnern realisiert werden. Wie das in der Praxis aussehen kann, hat bereits der zweite Incoming Workshop Bodensee gezeigt, der im Juni 2013 Reisemittler und -veranstalter aus verschiedenen ausgewählten Zielmärkten in die Region brachte und – wie umfassende Befragungen im Anschluss eindrucksvoll belegen – bei Teilnehmern und Trägern auf äußerst positives Feedback stieß. Mehr als ein Sommerparadies Um qualitatives Wachstum nachhaltig zu fördern, liegt der Fokus der IBT GmbH vorrangig auf zwei Themen: Saisonverlängerung und Internationalisierung. Bereits im Jahr 2013 wurde eine Reihe an Maßnahmen auf den Weg gebracht, die dazu beitragen, dass der Bodensee verstärkt auch außerhalb der Hochsaison als attraktive Destination wahrgenommen wird. Dazu zählt beispielsweise die Saisonverlängerung der erfolgreichen All-Inklusive-Card BodenseeErlebniskarte (BEK), für die erstmals über die an die Schifffahrt gebundene Hauptsaison hinaus zumindest ein eingeschränktes Leistungsangebot geboten werden konnte. Zudem richten sich Marketingmaßnahmen insgesamt zunehmend entweder auf Markenthemen, die jahreszeitenunabhängig sind, oder auf ein gezieltes Wintermarketing. Zu letzterem gehören unter anderem das zweisprachige Image-Printmedium Bodensee Magazin Spezial „hitzefrei“, der Weihnachtsmarktflyer sowie die Online-Winterkampagne www.bodensee-winter.eu – alle drei machen deutlich, welches Potenzial ungenutzt bleibt, solange die Vierländerregion Bodensee vor allem als Sommerreiseziel wahrgenommen wird. Neue Märkte erobern Im Hinblick auf Internationalisierung wird die internationale Marktbearbeitung langfristig aufgebaut. Das bedeutet, dass zuerst eine umfassende Analyse der in Frage kommenden Auslandsmärkte erfolgen muss, um dann eine entsprechende Marktpriorisierung vornehmen und spezifische Strategien entwickeln zu können. Diese Strategie wird dann für den Ausbau neuer Kontakte und Netzwerke Anwendung finden und auch die Maßnahmen beeinflussen, die die IBT GmbH bereits in der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern durchführt. Dazu gehören – wie bereits erwähnt – Organisation und Realisierung

von B2B-Workshops und Präsentationen auf Messen, aber auch die Planung, Durchführung und Begleitung von Image- bzw. Pressereisen. So fanden allein im Jahr 2013 mehr als zehn solcher Reisen mit Vertretern nationaler und internationaler Medien sowie der Fernsehsender ZDF, WDR und ORF statt. Ein weiterer Schritt in Richtung Internationalisierung liegt darin, gezielt Angebote und Produkte zu bestimmten Themen zu entwickeln, die für neue (nicht nur internationale) Märkte besonders attraktiv sind. Genau diese Aufgabe übernehmen die Interreg IV-geförderten Projekte „Der Bodensee – Die Wiege der europäischen Gartenbaukultur“ und „Internationaler Weintourismus am Bodensee“, die sich beide bereits in der Umsetzungsphase befinden. Darüber hinaus steht mit dem Projekt „Kirchen, Klöster und Konzil“ ein weiteres Vorhaben in den Startlöchern. Was die Herausforderung betrifft, die Ergebnisse des Positionierungsprojektes zum Wohle der Vierländerregion Bodensee umzusetzen, ist die IBT GmbH also bereits mittendrin, diese spannende Aufgabe gemeinsam mit ihren Gesellschaftern und Partnern zu bewältigen.

❯ ENGLISH SUMMARY IBT GmbH (International Lake Constance Tourism Company) is an international organisation that represents the players around the lake responsible for marketing Lake Constance as a tourist destination. These contribute the interests and ideas of their tourist information offices, companies and members to IBT GmbH in a bundled and coordinated form by introducing measures to make and consolidate decisions in their respective environment (district, destination, association). As a tourist organisation geared to its stakeholders, IBT GmbH’s key tasks include implementing and further developing a tourism strategy, brand values and themes based on the work already done in the Interreg IV project “Positioning the International Lake Constance Region as a Tourist Destination“. IBT GmbH is responsible for the content management of this project as well as managing the “Fourcountryregion Bodensee” brand for the tourist industry. Its work entails coordinating market research and competitor analysis activities as well as marketing tasks such as cultivating the market and promoting the image of the international Lake Constance region in its existing core markets as well as in new and international markets. In addition, IBT GmbH generates synergies by organising alliances and the exchange of knowledge between various players in the tourism industry. According to the guidelines developed in the positioning project, IBT GmbH focuses its work on two areas: expanding existing core markets by tapping new, in particular international ones, and developing a strategy for year-round tourism. Internationale Bodensee Tourismus GmbH | Tourismuswirtschaft 77


Deutsche Bodensee Tourismus GmbH

❯ Interview mit Geschäftsführer Christoph Kunz

❯ KONTAKT Deutsche Bodensee Tourismus GmbH Albrechtstraße 77 D-88045 Friedrichshafen Phone: +49 7541 4028999 info@deutscher-bodensee.de

Der Bodenseekreis, der Landbringen können und so davon kreis Sigmaringen, der Landprofitieren. Zusammen mit kreis Lindau und die Städte dem Fachbeirat, der der Bodman-Ludwigshafen und DBT beigestellt ist, haben Stockach haben 2013 die Deutwir verschiedene Leitthemen sche Bodensee Tourismus definiert. Innerhalb dieser GmbH (DBT) gegründet. Es gab Leitthemen (z. B. Radfahren, zuvor keine vergleichbare OrFamilien, Wassersport) kön❯ Christoph Kunz ganisation. Welches sind die nen sich unsere Partner dann Geschäftsführer / CEO Eckpfeiler für die Arbeit der frei entscheiden, bei welchen DBT? Themen sie zusammen mit Ziel und Aufgabe der neu gegründeten Organisation der DBT arbeiten möchten. Grundsätzlich ist es erist es, das touristische Profil der Region nicht nur forderlich, dass sich alle Beteiligten aktiv einbringen zu schärfen, sondern auch in den definierten Märk- und ihre Themen über die Kanäle der DBT spielen. ten zusammen mit den Partnern Aktivitäten umzu- Um den Kommunikationsfluss zu gewährleisten setzen, um damit vor allen Dingen neue Gäste für kommuniziert die DBT vor allen Dingen mit den TI's unsere Region zu gewinnen. Wir möchten in einem und TO's, die wiederum die relevanten Informatioersten Schritt zusammenführen, Angebote bündeln nen an die entsprechenden Leistungsträger weiterund diese damit für den Gast ersichtlich machen. reichen. Hier nehmen wir also die Rolle eines Kommunikators und ein bisschen die des Moderators ein. In Die Bodenseeregion besticht ja durch ihre Vielfältigweiteren Schritten wollen wir Aktivitäten definieren keit, ihre "spannende Vielfalt" wie es in der Marund uns auch der Produktentwicklung widmen. Die kendefinition für die Vierländerregion Bodensee DBT sieht sich in erster Linie als Vermarktungsorga- heißt. Wie sieht diese spannende Vielfalt in Ihrem nisation, die vor allen Dingen dort ansetzen möchte, touristischen Gebiet aus, was prägt diese Seite des wohin der Arm der lokalen Organisationen vielleicht Bodensees im Besonderen? nicht reichen kann. Die Systematik soll sein, dass die Ich denke, die große Herausforderung – aber auch DBT die Gäste aus den Märkten in die Region holt die große Chance – der Zukunft wird es sein, das und diese dann vor Ort von den Touristinformationen Profil der touristischen Bodenseeregion zu schärfen und Leistungsträgern gebunden werden. und so für eine "Einheit durch Vielfalt" zu sorgen. Dabei kann und soll jede Region auf ihre BesonIm Tourismus ist es ja angesichts der Vielzahl der derheiten hinweisen, ohne aber aus den Augen zu Akteure wichtig, diese Akteure möglichst alle mit verlieren, dass unser größtes USP die vier Länder einzubeziehen. Wie sieht Ihr internes Kommunika- sind – ein einmaliger Wettbewerbsvorteil, der in tionskonzept aus, wie organisieren Sie die Zusam- meinen Augen noch zu wenig gespielt wird. Es ist menarbeit? daher selbstverständlich für uns, die Highlights der Die DBT hat eine sehr schlanke Personalstruktur Region mit zu vermarkten, da diese einen Mehrwert mit drei Personalstellen. Allein schon deshalb ist die für alle darstellen. Die Besonderheiten in unserer Basis eines jeden Arbeitens die Kooperation. Neben Region sind neben des überall vorhandenen Alpendem Marketing wird der Fokus im Moment auf tou- panoramas, die Verbindung und enge Vernetzung ristische Projekte, also Produktgestaltung gelegt. von Natur – Kultur – Genuss – Wellness. So ist es Die DBT ist auf die aktive Unterstützung der Part- ohne großen Fahraufwand möglich, morgens z. B. ner angewiesen, was gleichzeitig wiederum einen die Pioniertaten von Zeppelin und Dornier in den MuMehrwert für die lokalen Organisationen bedeutet, seen zu bewundern, um anschließend durch die blüdie ihre Produkte in die Marketing-Aktivitäten ein- henden Obstplantagen zu spazieren, die oft genug

78 Tourismuswirtschaft | Deutsche Bodensee Tourismus GmbH


„Die Systematik soll sein, dass die DBT die Gäste aus den Märkten in die Region holt und diese dann vor Ort von den Touristinformationen und Leistungsträgern gebunden werden.”

Foto: Achim Mende

”The idea is for DBT to attract guests from the different markets to the region, where they can be referred to the local tourist offices and agencies.”

von (barocken) kulturellen Schätzen gesäumt sind. Nach der Einkehr in einer der Besenwirtschaften mit herausragenden regionalen Produkten laden dann am Abend zum Beispiel die Thermen ein, um die Seele baumeln zu lassen. Eine Melange der Extraklasse!

enger wird und auch durch weitere gemeinsame Produkte zum Ausdruck gebracht wird.

Damit wir die Bodenseeregion gemeinsam präsentieren können ist zu allererst der Wille zur Gemeinsamkeit die Voraussetzung dafür. Sie kommen nun von außen. Wie stellt sich für Sie die Situation des "Willens zur Gemeinsamkeit" dar? In einem ersten Schritt haben wir kurz nach der Gründung der DBT unsere Partner in einer klassischen Bestandsaufnahme nach Themen, Aktivitäten etc. gefragt. Sofort wurde deutlich, dass die Bereitschaft sich aktiv einzubringen und zusammenzuarbeiten sehr groß ist. Nach wie vor nehmen wir diese sehr hohe Bereitschaft zur Kooperation unter unseren Partnern wahr. Es ist an vielen Stellen deutlich, dass sehr viele verinnerlicht haben, dass wir gemeinsam am stärksten sind. Die Touristiker der Region zeichnen sich nicht nur durch eine besondere Verbundenheit mit der Region, sondern auch untereinander aus. Es ist sicherlich nicht übertrieben von einer "großen Familie" zu sprechen. Natürlich aber gibt es beim Thema Zusammenarbeit auch immer wieder Punkte, bei denen man noch nachbessern kann. So würde ich mir wünschen, wenn die Vernetzung der internationalen Partner noch

❯ ENGLISH SUMMARY Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT) was established in 2013 by the Bodenseekreis district, the district of Sigmaringen, the district of Lindau and the towns of Bodman-Ludwigshafen and Stockach. The aim and objective of the newly formed organisation is not only to raise the region’s profile as a tourist destination, but also to implement activities together with partners in defined markets to attract new visitors to the region. In a first step, Managing Director Christoph Kunz aims to consolidate and bundle offers and present these to guests. In doing so, DBT assumes the role of a communicator and also to a certain extent a facilitator. In further steps, DBT intends to define activities and devote itself to product development. DBT sees itself above all as a marketing organisation that aims to start where local organisations maybe cannot reach. The idea is for DBT to attract guests from the different markets to the region, where they can be referred to the local tourist offices and agencies. Deutsche Bodensee Tourismus GmbH | Tourismuswirtschaft 79


Im Interesse der Tourismuswirtschaft

❯ International.Gemeinsam.Erfolgreich

❯ KONTAKT Geschäftsstelle des VTWB e.V. Lindenstraße 2 D-88250 Weingarten www.vtwb.net Bernd Nattermann c/o IHK BodenseeOberschwaben Phone: +49 751 409-299

Der Verband der Tourismuswirtschaft Bodensee (VTWB e.V.) hat sich im Jahr 2013 aus dem Internationalen Bodensee Verkehrsverein heraus neu konstituiert. Ganz im Sinne der Tradition des IBV, als Kern der internationalen Kooperation am Bodensee, sieht sich der VTWB als internationaler Zusammenschluss wichtiger touristischer Unternehmen und Einrichtungen (siehe Mitgliederverzeichnis) als Schrittmacher und konsequenter Akteur für eine international ausgerichtete Zukunft des Bodenseetourismus. „Die touristischen Unternehmen und Einrichtungen bilden einen wichtigen Wirtschaftsfaktor in der internationalen Region Bodensee. Sie stellen eine große Anzahl zukunftsfähiger Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung, die nicht exportierbar sind. Sie leisten einen erheblichen Beitrag zur regionalen Wirtschaftsleistung in Form von Steuern und Abgaben. Die unternehmerischen Aktivitäten der touristischen Unternehmen und Einrichtungen im Bereich Werbung und Marketing steigern darüber hinaus den Bekanntheitsgrad der internationalen Region Bodensee. Vor dem Hintergrund der ständig wachsenden Bedeutung der sehr heterogen strukturierten Tourismus- und Freizeitwirtschaft bündeln die Unternehmen und Einrichtungen ihre Interessen im VTWB. Damit soll einerseits die Bedeutung der Freizeit- und Tourismuswirtschaft in und für die Region Bodensee stärker hervorgehoben werden und andererseits soll die Interessenvertretung der Mitglieder des Verbandes verbessert werden. Die VTWB-Mitglieder vereinigt ein hohes Maß an Erfahrung und Kompetenz sowie Innovationskraft

80 Tourismuswirtschaft | VTWB e.V. Bodensee

in allen Bereichen der Freizeit- und Tourismuswirtschaft. Die VTWB-Mitglieder sehen die Notwendigkeit, ihre Unternehmen und Einrichtungen ständig weiter zu entwickeln und den sich ändernden Marktgegebenheiten anzupassen und/oder neue Wege zu suchen. Die Ausschöpfung der Potenziale der bestehenden Märkte sowie die Orientierung auf neue (internationale) Märkte, Ganzjahrestourismus und qualitative Wachstumsorientierung sind u.a. die Ziele des VTWB. Gemeinsam soll die Außenwahrnehmung der Tourismusregion Bodensee als internationaler touristischer Raum gestärkt werden.“ (Auszug Präambel der Satzung des VTWB) Die im VTWB zusammengeschlossenen Unternehmen haben (ohne die Hotellerie*) im Jahr durchschnittlich 20 Millionen Besucher und Gäste. Sie generieren einen Umsatz von 300 Millionen Euro, stellen über 5.000 Arbeitsplätze und geben als einzelne Unternehmen in Summe über 12 Millionen Euro an Marketinggeldern aus. Diese Unternehmen und Einrichtungen leisten somit den größten finanziellen Beitrag für das Marketing für die internationale Tourismusdestination Bodensee. Die Summe der jährlichen Investitionen für neue Projekte bzw. für den Erhalt der Einrichtungen schwankt jährlich zwischen 20 Millionen bis hin zu 40 Millionen Euro. Gleichzeitig ist der VTWB auch Mitgesellschafter der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH. Das Jahresbudget des VTWB beträgt ca. 100.000 Euro an Mitgliedsbeiträgen im Jahr, die, da die Arbeit von einem ehrenamtlich tätigen Vorstand geleistet wird, vollständig für die Verbandstätigkeit


Tourismusunternehmen und Politik – ein schwieriges Verhältnis Der VTWB hat sich seit seiner Gründung stets mit der Rolle der Tourismuswirtschaft in der Bodenseeregion auseinandergesetzt. Dabei ist nicht nur bedeutsam, dass der VTWB als internationaler Verband eine für seine Arbeit größere Reichweite besitzt als die regionalen Tourismusorganisationen. Der VTWB agiert von daher auf gleicher Augenhöhe wie die touristische Dachorganisation IBT. Gleichzeitig müssen sich (nicht nur) die im VTWB zusammengeschlossenen Unternehmen und Einrichtungen mit strukturell bedingten Rahmenbedingungen auseinandersetzen, die vielfach bisher weder beachtet noch hinterfragt wurden. So sind touristische Unternehmen und Einrichtungen in besonderem Maße in ein Netzwerk politischer, staatlicher, jedenfalls von der öffentlichen Hand finanzierten touristischen Organisationen eingebunden. Touristische Unternehmen haben, da standortgebunden, weniger eigenständige Entwicklungsoptionen als Unternehmen, die immer auch die Option der Standortverlagerung (auch in der Region) haben. Das Eingebundensein in tourismuspolitische Entscheidungen staatlicher Gremien verschärft die Situation zusätzlich dadurch, dass touristische Unternehmen, gerne tituliert als „Leistungsträger“, meist erst am Ende der touristischen Angebotsentwicklung von Tourismusorganisa-

tionen stehen und dann vor allem zur Finanzierung dieser Angebote gebraucht werden. Diesem politischen Druck im Rahmen sogenannter „Kooperationen“ können sich touristische Unternehmen nur schwer entziehen. Dabei ist festzuhalten, dass sich die im Tourismus agierende „Politik“ in die Belange keiner anderen Wirtschaftsbranche derartig einmischt, wie bei der Tourismuswirtschaft. Dies kann sich nur dann ändern, wenn die Politik akzeptiert, dass sie auch im Bereich der Tourismuswirtschaft dafür da ist, die finanziellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu schaffen bzw. zu verbessern und sich aus der operativen Arbeit definitiv heraushält. Der VTWB hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, sich aus diesen Zwängen zu befreien und durch eine klare Definition der Rollen (siehe Wirtschaftsmagazin Bodensee 2013) der unterschiedlichen Akteure im internationalen Bodenseetourismus als Tourismusakteur zumindest auf Augenhöhe wahrgenommen und akzeptiert zu werden. Christian Laesser und Pietro Beritelli von der Universität St.Gallen gehen sogar noch einen Schritt weiter: „Es bleibt deshalb der Ruf, dass touristische Unternehmen (…) wieder vermehrt die koordinierende Arbeit der Institutionen treiben (und nicht umgekehrt) und damit den Lead bzgl. Inhalt der Arbeit und der damit verbundenen Prozesse übernehmen sollen (…). Wenn schon eine hohe Staatsquote im Tourismus besteht, dann sollte sich der Einsatz der öffentlichen Mittel an den privaten Geldgebern orientieren, welche die Allokation ihrer eigenen Mittel umso effektiver und effizienter gestalten, damit der Tourismus das wird, was er sein sollte: Eine unternehmerische Branche mit Eigenheiten wie andere Branchen auch“ (Impacts Ausgabe 4/2013, S. 7).  Thomas Willauer

Fotos: Achim Mende

zur Verfügung stehen, ob für Marketingaktivitäten, Studien oder auch interne Veranstaltungen zu aktuellen Tourismusthemen.

VTWB e.V. Bodensee | Tourismuswirtschaft 81


❯ VTWB e.V. Bodensee

Verband der Tourismuswirtschaft Bodensee e.V.

Vorstandsmitglieder: Thomas Willauer, Vorsitzender Dr. Ursula Zeller, stellvertretende Vorsitzende Dominik Gügel, stellvertretender Vorsitzender Stefan Ballier, Vorstandsmitglied Dr. Birgit Rückert, Vorstandsmitglied Franz Petzold, Vorstandsmitglied Mitglieder (40): Affenberg Salem GmbH; Salem Aquapark Management GmbH Bodensee-Therme Überlingen; Überlingen Bädergesellschaft Konstanz; Konstanz Bodensee-Airport Friedrichshafen; Friedrichshafen Bodensee Medienzentrum Gmbh & Co. KG; Tettnang Bodensee-Portal GmbH & Co. KG Bodensee-Radweg Service GmbH; Konstanz Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH; Konstanz Bodensee-Tourismus Service GmbH; Konstanz Bregenzer Festspiele; Bregenz Burg Meersburg GmbH; Meersburg Camping Wirthshof GmbH; Markdorf Dornier Event GmbH; Friedrichshafen Fährebetrieb/Stadtwerke Konstanz; Konstanz Ferienwohnpark Immenstaad Verwaltungs GmbH; Immenstaad Festspielhaus Bregenz; Bregenz Freizeitpark Ravensburger Spieleland; Meckenbeuren Hotel- und Gaststättenverband Schwarzwald-Bodensee e.V.; Freiburg Hotelkooperation Bodenseehotels Euregio e.V.; Lindau IHK Bodensee-Oberschwaben; Weingarten Inatura – Erlebnis Naturschau GmbH; Dornbirn Institut für Führungskultur; Salenstein Labhard Medien GmbH; Konstanz Landesverband der Campingplatzunternehmer in Baden-Württemberg e.V.; Bad Rippoldsau-Schapbach Mainau GmbH; Konstanz Napoleonmuseum Schloss Arenenberg; Salenstein Pfahlbaumuseum Unteruhldingen; Unteruhldingen Pfänderbahn AG; Bregenz PR2; Konstanz

Foto: Benno Hagleitner

Regionalbahn Thurbo (Tageskarte Euregio Bodensee)

82 Tourismuswirtschaft | VTWB e.V. Bodensee

SBS Schifffahrt AG; Romanshorn Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein; Schaffhausen SeaLife Centre; Konstanz Seemaxx; Radolfzell Seepark-Golf, Werkstättle GmbH; Pfullendorf Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Salem Südkurier Medienhaus GmbH; Konstanz Walter Klaus Bodenseeschifffahrt GmbH & Co Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH; Friedrichshafen


Thurbo

Die Ostschweizer Regionalbahn ❯

Die Regionalbahn Thurbo AG ist ein Bahnunternehmen in der Ostschweiz mit Sitz in Kreuzlingen. Es gehört den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und dem Kanton Thurgau, ist aber selbständig und eigenverantwortlich. Der Betriebsstart erfolgte vor über zehn Jahren im Dezember 2002. Thurbo positionierte sich in dieser Zeit erfolgreich als dynamische, kundenund marktorientierte Regionalbahn. Von Waldshut im Westen bis St.Margrethen im Osten und von Singen im Norden bis Chur im Süden ist Thurbo erlebbar. Im Dienst der Ostschweiz Mehr als zwölf Millionen Zugkilometer für rund 33 Millionen Fahrgäste legt Thurbo jährlich zurück. Ein moderner Fahrzeugpark leistet Gewähr für ein angenehmes Reisen am Tag wie auch in der Nacht. Thurbo fährt nicht nur für den Berufs- und Schülerverkehr. Auf den meisten Linien verkehrt Thurbo heute im Halbstundentakt. Speziell für Nachtschwärmer entwickelte die Regionalbahn ein fast flächendeckendes Nachtnetz an den Wochenenden. Mit Thurbo wird Reisen zum Erlebnis. Thurbo – ein junges, innovatives Unternehmen. Nah am Kunden und nah am Markt. Und damit auch ganz im Dienst der Region. Thurbo – die Freizeitbahn Mit der Positionierung als Freizeitbahn in der Ostschweiz und der breiten Kommunikation des vielfältigen mit der Bahn erreichbaren Angebotes, ist Thurbo ein touristisches Aushängeschild geworden. Speziell die Seelinie von Schaffhausen bis Rorschach mit den vielfältigen Ausflugszielen eignet sich besonders für Freizeitaktivitäten. Thurgau Tourismus hat das Engagement von Thurbo mit dem Thurgauer Tourismuspreis 2012 gewürdigt. Qualität ist wichtig. Wirtschaftlichkeit auch. Thurbo sucht den Ansprüchen der Kundschaft durch Leistung, Qualität und einen optimalen Service gerecht zu werden. In Sachen Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit kann Thurbo mit Spitzenwerten aufwarten. Es ist aber nicht die maximale Qualität, welche im Fokus steht, sondern eine bezahlbare Qualität. Insbesondere muss der Regionalverkehr auch für die Besteller – das sind der Bund und die Kantone – bezahlbar bleiben.

Das hat Thurbo in den letzten Jahren mit immer wirtschaftlicheren Angeboten bewiesen. Vorbild dazu ist die M-Budget-Linie des Schweizer Detailhändlers Migros: Gute, nicht maximale, bezahlbare Qualität und auch ein bisschen kultig. Genauso wie das Thurbo-Leitbild: Einfach ein bisschen anders. Die S-Bahn am Bodensee-Südufer Seit Dezember 2013 ist die neue S-Bahn St.Gallen in Betrieb. Ein deutlicher Ausbau ist insbesondere im Korridor St.Gallen–Rorschach–St.Margrethen erfolgt. Demnächst beginnen die Bauarbeiten für einen neuen Regional-Express Konstanz–Romanshorn–St.Gallen, der die beiden Städte ab Dezember 2015 in nur 35 Minuten miteinander verbindet. Die Zukunft hat begonnen – Thurbo ist ein Teil davon.

❯ ENGLISH SUMMARY The regional railway Thurbo AG is a railway company based in Kreuzlingen in Eastern Switzerland. It belongs to the Swiss Federal Railway (SBB) and the Canton of Thurgau, but is independent and autonomous. The railway went into operation over 10 years ago in December 2002. At the time, Thurbo successfully positioned itself as a dynamic, customer and market-oriented regional railway. Thurbo runs from Waldshut in the west to St.Margrethen in the east and from Singen in the north to Sargans in the south. The Tourism Board of the Canton of Thurgau honoured Thurbo’s commitment with the 2012 Thurgau Tourism Prize.  ❯ Netzlänge1 ❯ Bahnhöfe und Haltepunkte1  ❯ Fahrzeuge  ❯ Zugkilometer pro Jahr  ❯ Fahrgäste pro Jahr  ❯ Mitarbeitende 

580 km 173 105 12,1 Mio. 32,5 Mio. 440

❯ KONTAKT Regionalbahn Thurbo AG Bahnhofstrasse 31 CH-8280 Kreuzlingen Phone: +41 51 223 49 00 hallo@thurbo.ch www.thurbo.ch www.facebook.com/ thurbo.ch

1 Die Infrastruktur gehört mehrheitlich der SBB und wird von Thurbo gegen Entgelt mitbenutzt.

Regionalbahn Thurbo AG | Tourismuswirtschaft 83


Tagen und Feiern auf der Mainau ❯ Bettina Gräfin und Björn Graf Bernadotte im Interview

Bettina Gräfin (39) und Björn Graf Bernadotte (38) lenken gemeinsam die Geschicke der Mainau GmbH

Im Frühjahr 2014 eröffnet die Insel Mainau das neu gestaltete Restaurant „Comturey“ im Ufergarten nahe dem Hafen. Bettina Gräfin Bernadotte (39) und Björn Graf Bernadotte (38) lenken gemeinsam die Geschicke der Mainau GmbH und möchten mit dem neuen Angebot die Bereiche Bankett und Tagungen ausbauen und somit unabhängiger von Witterung und saisonalen Blütehöhepunkten werden.  

❯ KONTAKT Mainau GmbH D-78465 Insel Mainau Phone: +49 7531 3030 info@mainau.de www.mainau.de www.erlebniswald-mainau.de

84 Tourismuswirtschaft | Mainau GmbH

Welchen Mehrwert bieten Sie den Besuchern mit dem neuen Restaurant? Bettina Gräfin Bernadotte: Zunächst natürlich einen gastronomischen Mehrwert. Nach der Neugestaltung umfasst das Angebot nicht nur das A-la-Carte-Restaurant „Comturey“ mit Showküchenelementen, sondern auch einen Biergarten am Hafen und eine Bäckerei „Täglich Brot“ als SB-Bereich. Geräumige Bankettmöglichkeiten bieten Platz für Hochzeiten und andere Familienfeiern. Auch für Tagungen sind die Räume ausgestattet und haben allesamt Blick auf den See. Beim Neubau haben wir darauf geachtet, ein lichtdurchflutetes Interieur zu schaffen, in dem Naturmaterialien wie Holz und Stein dominieren und der Ausblick auf die Bodenseelandschaft und die fernen Alpengipfel durch große Glasflächen einmalig in Szene gesetzt wird. Verglaste Lichthöfe mit Be-

pflanzung schaffen zusätzlich beim Essen eine Naturnähe, die auf der Mainau überall zu spüren sein soll. Wie wollen Sie es schaffen, einen Gastronomiebetrieb dieser Größe in den Ufergarten der Mainau einzupassen? Björn Graf Bernadotte: Es war schon von Beginn der Planungen an das Ziel, das neu entstehende Restaurant visuell und energetisch optimal in die Umgebung einzubinden. So kann man sagen, dass wir nicht nur den ehemaligen Comturey-Keller umgebaut, sondern dass wir im Zuge dessen einen ganzen Parkteil neu gestaltet haben. Das Gebäude wird sich dezent ins Gelände einfügen, da drei Seiten im Erdreich des Hangs zum Schloss hin verschwinden und so optimale energetische Eigenschaften erreichen. Auf der Oberseite entsteht ein Dachgarten, der vom Uferbereich sowie vom weiter oben liegenden Restaurant Schwedenschenke aus stufenlos erreichbar ist und mit einer Bepflanzung in Mainau-Art neue Akzente setzt, zum Beispiel mit einem umfangreichen Hortensiensortiment. Auf der Insel Mainau gibt es mehrere Gastronomiebetriebe. Wie fügt sich das Angebot des Restaurants ein? Bettina Gräfin Bernadotte: Einige Markenzeichen


der Mainau-Gastronomie möchten wir zweifellos auch in der „Comturey“ beibehalten. Wir versuchen generell möglichst viele Speisen frisch zuzubereiten und vermehrt regionale und saisonale Zutaten zu verwenden, wo immer möglich in Bio-Qualität. Natürlich möchten wir in der Gastronomie am Hafen auch neue Akzente einer jungen Küche setzen. Im Restaurant „Comturey“ wird zum Beispiel ein rosa gebratenes Lamm-Entrecôte in Kräutern gebraten auf saisonalem Gemüse mit feinen Bandnudeln auf der Karte stehen. Im Biergarten können die Besucher einen Gartensalat mit frischen Kräutern oder geräuchertem Fisch genießen, während Gäste mit weniger Zeit ein belegtes Holzofenbrot mit schwarz geräuchertem Schinkenspeck oder Rote-BeeteAufstrich von „Täglich Brot“ auf der Hand mitnehmen. ❯ Vielfältige Bodenseeinsel Die Insel Mainau bietet weit mehr als einen den Jahreszeiten folgenden Blütenreigen. Lennart Graf Bernadotte (†2004) baute den einstigen Sommersitz seines Urgroßvaters Großherzog Friedrich I. von Baden zur Blumeninsel und zum größten Tourismusunternehmen am Bodensee aus. Neben Park und Gärten locken eines der größten Schmetterlingshäuser Deutschlands, das Palmenhaus und spannende Abenteuerspielplätze jährlich rund 1,2 Millionen Besucher auf das Eiland. Darüber hinaus bietet die ganzjährig geöffnete Insel Veranstaltungen, Ausstellungen und einen einzigartigen Rahmen für Feiern und Tagungen.

❯ ENGLISH SUMMARY Mainau Island offers much more than seasonal flower arrays. Count Lennart Bernadotte (†2004) turned the former summer residence belonging to his great-grandfather Grand Duke Frederick I of Baden into a flower island and the largest tourist company on Lake Constance. In addition to the park and gardens, it boasts one of Germany’s largest butterfly houses, a palm house and exciting adventure playgrounds that draw some 1.2 million visitors to the island every year. In addition, the island is open all year round with events and exhibitions and provides a unique setting for celebrations and meetings. In spring 2014, Mainau Island is opening its newly designed “Comturey” restaurant in the gardens on the shoreline near the harbour. Countess Bettina Bernadotte (39) and Count Björn Bernadotte (38), joint Managing Directors of Mainau GmbH, aim to expand the company’s business with banquets and conferences to enable it to be less reliant on the weather and seasonal blooms. This new addition to Mainau’s gastronomy encompasses the “Comturey” à-la-carte restaurant with an open kitchen as well as a beer garden on the harbour and the selfservice bakery “Täglich Brot”. Spacious banquet facilities are ideal for weddings and other family functions. The rooms are also equipped for conferences and all have lake views. According to Björn Bernadotte, the aim from the very beginning in planning the new restaurant was to integrate it as far as possible in its environment both visually and in terms of energy efficiency.

Mainau GmbH | Tourismuswirtschaft 85


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Comfort Hotel Friedrichshafen Das neue Businesshotel in der Vierländerregion

Spezialisiert und ausgerichtet auf Geschäftsreisende hat das neu eröffnete 3-Sterne Superior Comfort Hotel Friedrichshafen nicht nur mit seinem Standort in der Industrie- und Messestadt die perfekte Ausgangslage, sondern bietet durch sein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis, den komfortablen Zimmern, vier flexiblen Tagungsräumen und der kompakten und hoch technisierten Ausstattung des Hotels höchste Standards. Bereits beim Betreten des Hotels wird der Gast im Lobbybereich vom freundlichen Personal, aktuellen Nachrichten via Flachbildübertragung und einer ausgesprochenen Wohlfühl- und Businessatmosphäre empfangen. Geschäftsleute schätzen den hervorragenden Service, die moderne Ausstattung, die kostenlosen Parkmöglichkeiten sowie die ausgezeichnete Lage des Hotels zu den umliegenden Weltfirmen wie z.B. EADS, MTU, Zeppelin GmbH sowie zur Messe und zum Flughafen. In Laufnähe des Comfort Hotels befindet sich das Bodensee Center mit guten Einkaufsmöglichkeiten und ein Cineplex Kino. Möchte man sich von einem anstrengenden Geschäftstag erholen, punktet die Zeppelin-Stadt Friedrichshafen mit reichlich Sehenswürdigkeiten, Freizeiteinrichtungen und direkter Uferlage. Sportlich Aktive nutzen die 2,5 Kilometer entfernte Seepromenade oder den hinter dem Haus gelegenen Wanderweg zum Joggen, Fahrradfahren oder für ausgedehnte Spaziergänge in herrlicher Kulisse. Kultur- und Geschichtsinteressierten bietet das Zeppelin-, das Dornier Museum oder das Graf Zeppelin Haus mit Kulturveranstaltungen und Konzerten reichlich Unterhaltung. Wer sich auch am Abend noch seinen Geschäftstätigkeiten widmen möchte, kann sich bequem in den eingerichteten Arbeitsplätzen mit Druckerstation in der

Lobby oder im Hotelzimmer zurückziehen. Jedes Zimmer verfügt über Schreibtisch, Telefon, kostenfreies W-LAN, Sky Movie und Sport. Besonders nach einem anstrengenden Tagungsmarathon ist die hoteleigene Bar ein beliebter Treffpunkt für ein Get-Together mit den Arbeitskollegen. Das Hotelkonzept schließt mit seiner internationalen Ausrichtung auf Businessgäste und den bezahlbaren und klar strukturierten Comfortzimmern eine Marktlücke in der Vierländerregion Bodensee. Als Mitglied der Choice Privileges, die weltweit mit über 5.500 Hotels vertreten sind, wird das Punkte- und Prämiensammeln zum lukrativen „Nebengeschäft“, um Stammgästen dauerhaft kostengünstige Übernachtungen in den Choicehotels weltweit und Flüge mit den Airline Partnern zu gewährleisten. Mehr Informationen zum Choice Privileges Konzept bekommt man unter www.choiceHotels.eu

❯ ENGLISH SUMMARY With its focus on business travellers, the newly opened 3-star superior Comfort Hotel Friedrichshafen not only benefits from its location in the town of industry and trade fairs, but also sets high standards with outstanding value for money, comfortable bedrooms, four flexible meeting rooms and compact and state-of-the-art equipment. Businesspeople value the hotel’s excellent service, modern furnishings, free parking and proximity to global firms such as EADS, MTU, Zeppelin GmbH etc. as well as the exhibition centre and the airport. The hotel is a member of the Choice Privileges group that guarantees regular customers low-cost overnight stays in Choice hotels worldwide and flights with its airline partners. For more information, see www.choiceHotels.eu

❯ KONTAKT Comfort Hotel Friedrichshafen Ailinger Straße 128 D-88045 Friedrichshafen Phone: +49 7547 36000 www.comfort-hotelfriedrichshafen.de

Comfort Hotel Friedrichshafen | Tourismuswirtschaft 87


Bodenseeresidenz Lindau

Ein Idyll am Bodensee

Die Lage der Residenz ist einzigartig: an einem der schönsten Golfplätze am Bodensee gelegen, umrahmt vom Blau des Bodensees, den hohen Bergen der Alpen und sattgrüner Natur.

❯ KONTAKT Bodenseeresidenz Lindau Am Schönbühl 3 D-88131 Lindau Phone: +49 8382 701-0 info@bodenseeresidenz-lindau.de www.bodenseeresidenz-lindau.de

Darin eingebettet liegt die Bodenseeresidenz Lindau, deren Architektur sich großzügig zum See und zum Wald hin öffnet und viel Sonne ins Haus lässt, deren Licht das Restaurant und das hauseigene Terrassen-Café erfüllt. Die Residenz hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bedürfnisse älterer Menschen nach unterschiedlich intensiver Betreuung bestmöglich zu erfüllen. Der Schwerpunkt des Hauses liegt mit seinen stilvoll und komfortabel ausgestatteten Appartements auf Betreutem Wohnen. Viele Serviceleistungen wie z.B. die Benutzung von Sauna und Dampfbad, Kegelbahnen, Shuttleservice, Arztpraxis,

IMPRESSUM ISBN 978-3-939142-96-6 Titel_WIMA_2014:Layout 1 02.12.13 16:36 Seite 2

Physiotherapie und ein Friseur im Haus sowie ein ausgesuchtes Veranstaltungsprogramm sorgen für Sicherheit und Wohlfühlatmosphäre. Zusätzlich bietet sich im Drei-Länder-Eck Deutschland, Österreich und der Schweiz eine ideale Ausgangslage für passionierte Golfer. Innerhalb einer Stunde sind von der Bodenseeresidenz aus ca. 20 Golfplätze erreichbar. Für Interessierte stehen deshalb ausgewählte und großzügige Appartements als Feriendomizil oder auch zur Dauernutzung als Zweitwohnsitz zur Verfügung. Mit der neuen hauseigenen Indoor-Golfanlage lässt sich übrigens auch bei schlechtem Wetter und im Winter das Handicap noch verbessern. "Leben wo andere Urlaub machen" - damit verspricht die Bodenseeresidenz Lindau nicht zu viel.

Vertrieb Katharina Schlude (kschlude@labhard.de)

Wirtschaftsmagazin BODENSEE

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W I R T S C H A F T S MAGAZIN

BODENSEE B u s i n e s s M a g a z i n e L a k e C o n s ta n C e

2014

Best place to See

STANDOrt Aus anderer Sicht

STANDPunkt boden.see.ständig

STANDBein

NEUE PERSPEKTIVEN

Das Wirtschaftsmagazin Bodensee 2014 ist eine Publikation der Labhard Medien GmbH. Das Wirtschaftsmagazin Bodensee ist ein Magazin zur Standortwerbung und Öffentlichkeitsarbeit und dient der Selbstdarstellung des internationalen Wirtschaftsraumes der Vierländerregion Bodensee sowie der Präsentation von Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen dieser Region. Das Wirtschaftsmagazin erscheint jährlich.

Nr. 11 (31) 6,– € / 8.– CHF

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BODENSEE

Vom Besseren Mehr.

Labhard Medien GmbH Max-Stromeyer-Straße 116 D-78467 Konstanz Phone: +49 7531 90710 verlag@labhard.de; www.labhard.de Geschäftsführung Thomas Willauer (twillauer@labhard.de) Gabriele Schindler (gschindler@labhard.de) Produktmanagement Stephan Bickmann (sbickmann@labhard.de) Projektteam Beate Laub (blaub@labhard.de) Carola Buchwald-Rühl (cbuchwald-ruehl@labhard.de) Jasmin Hummel (jhummel@labhard.de) Nathalie Peter (npeter@labhard.de) Stephan Bickmann (sbickmann@labhard.de) Thomas Willauer (twillauer@labhard.de) Projektassistenz Johanna Maus, Larissa Löffler

88 Tourismuswirtschaft | Bodenseeresidenz Lindau | Impressum

Übersetzungen Claire Gordon-Kühl info@gordon-kuehl.de Layout Helga Stützenberger stuetzenberger@angrik.de Gestaltung/Satz Anja Ruh Fuchs Druck & Medien Rankstrasse 9 CH-8280 Kreuzlingen mail@superfuchs.ch; www.superfuchs.ch Druck Westermann Druck, Braunschweig Fotos Wenn nicht anders vermerkt, wurden uns die Fotos von den betreffenden Kommunen, Organisationen und Unternehmen zur Verfügung gestellt. Titelbild Jan-Manuel Jakobi Sondertitel Businesspark Konstanz (Foto: Frieder Schindele), Landkreis Sigmaringen (Foto: Ina Reinecke/Barkow Leibinger), Stadt Friedrichshafen (Tobias Knoch), Stadt Konstanz (Foto: Hajo Dietz), Stadt Singen (Foto: Michael Häfner), Stadt Winterthur (Foto: Bruno Bächtold) Alle Rechte vorbehalten: Labhard Medien GmbH. Namentlich gekennzeichnete Beiträge können, müssen aber nicht die Meinung der Herausgeber wiedergeben.


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Bildung und Institutionen

Foto: Zeppelin Universit채t Friedrichshafen


Die Internationale Bodensee-Hochschule ❯ Regionales Innovationssystem Bodensee

Wissen und Innovation sind wesentliche Faktoren für eine erfolgreiche regionale Entwicklung. Die Wettbewerbsfähigkeit von Regionen – wie auch von Nationalstaaten – hängt mehr denn je von ihrer Fähigkeit ab, einerseits Wissen und Innovationen zu generieren und andererseits neues Wissen innerhalb der Region umzusetzen und anzuwenden. Hierzu bedarf es einer permanenten Lernfähigkeit, um sich wechselnden Rahmenbedingungen und Herausforderungen anzupassen.

❯ KONTAKT Internationale BodenseeHochschule Hauptstrasse 90 CH-8280 Kreuzlingen info@bodenseehochschule.org www.bodenseehochschule.org

Die Innovationsfähigkeit einer Region hängt dabei nicht nur von ihrer Technologiekompetenz ab. Ein Innovationskonzept, wie es von der Europäischen Union definiert wird, beinhaltet sowohl Forschungs- wie auch Prozess-, Dienstleistungs- und Geschäftsmodellinnovationen. Diesem Verständnis von Innovation liegt ein systemischer Innovationsbegriff zugrunde, der Innovation als einen komplexen, gesamtgesellschaftlichen Prozess versteht. Er umfasst neben technologischen z.B. auch organisatorische, soziale, logistische, finanz- und personalwirtschaftliche, vermarktungsrelevante und designorientierte Neuerungen. Innovation ist hierbei als ein offener interaktiver Prozess zu sehen, der auf dem Austausch und der Umwandlung von implizitem und explizitem Wissen basiert. Eine intensive regionale Wissenszirkulation ist demnach eine wichtige Voraussetzung zur Förderung von Innovationen und regionaler Innovationsfähigkeit. Regionale Innovationssysteme In regionalen Innovationsprozessen ist das Zusammenspiel zwischen wissensgenerierenden Einrichtungen (z.B. Hochschulen und Forschungseinrichtungen) und den Einrichtungen, die Wissen nutzen

92 Bildung und Institutionen | Internationale Bodensee-Hochschule

und anwenden (z.B. Unternehmen) der Schlüssel zum Erfolg. Beide Seiten sind im Idealfall auf vielfältige Weise miteinander verbunden und tragen so zur Interaktion und zur Zirkulation von Wissen und Ressourcen bei.

Grundstrukturen von regionalen Innovationssystemen

Oftmals wird auf die Bedeutung von Nähe (räumlicher und sozialer) für den Innovationsprozess hingewiesen, da insbesondere die Verbreitung von implizitem Wissen durch vertrauensbasierte Beziehungen und räumliche Nähe begünstigt wird. Hochschulen als Bildungseinrichtungen sind Teil eines regionalen Innovationssystems, da sie entscheidend zur Generierung und zur Diffusion von Wissen beitragen. Von Hochschulen gehen jedoch nicht nur wissensbasierte Impulse aus, sie können diese umgekehrt auch empfangen und für die Generierung von neuem Wissen nutzen.


Wechselwirkungen zwischen Hochschulen und Region In die wissensbasierte Interaktion von Hochschulen mit ihrer Standortregion ist eine Vielzahl von Akteuren involviert. Im Folgenden werden die Wechselwirkungen zwischen Hochschulen und Region anhand von Wirkungsfeldern dargestellt: ❯ Bildung / Ausbildung: Hochschulen haben primär einen Bildungsauftrag zu erfüllen. Sie bieten Aus- und Weiterbildung sowohl für die regionale wie überregionale Bevölkerung an. In Regionen mit Hochschulen können diese dazu beitragen, die Bildungsneigung und das Bildungsniveau der Bevölkerung zu erhöhen.

Fotos: HSR Hochschule für Technik Rapperswil

❯ Qualifizierte Fachkräfte: Mit gut ausgebildeten Absolvierenden stehen dem regionalen Arbeitsmarkt hoch qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung. Insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels können Hochschulen dazu beitragen, einen Brain Drain zu verhindern und – in Kooperation mit regionalen Unternehmen – Absolvierende in der Region zu halten und ggf. auch aus anderen Regionen anzuziehen. Viele Hochschulen bieten Unterstützung für den Übergang zwischen Studium und Berufsleben an. Über Mentoringprogramme oder Career Service Center werden Studierenden Serviceleistungen von Seiten der Hochschulen angeboten, die erste Kontakte zu Unternehmen vermitteln. Regionale Unternehmen können sich hier durch ihr Engagement und Kontakt zu den Servicestellen einbringen und bereits selber Fachkräfte rekrutieren. Oftmals entstehen schon erste Kontakte über studentische Erwerbstätigkeit bei regionalen Unternehmen.

❯ Hochschulen als Arbeitgeber: Hochschulen zählen insbesondere außerhalb der Metropolräume nicht selten zu den größten Arbeitgebern ihrer Region. Sie sind wirtschaftlich von Bedeutung und bieten Beschäftigungsmöglichkeiten für unterschiedliche Berufsgruppen und Qualifikationen. Das Image und die Qualität einer Hochschule, aber auch der Region, tragen dazu bei, qualifizierte Mitarbeitende anzuziehen und auch so einen Beitrag zum Brain Gain für eine Region zu leisten. ❯ Kooperation mit regionalen Unternehmen: Kooperationen mit regionalen Unternehmen sind auf unterschiedlichen Ebenen möglich: In Bezug auf Innovation und Wissens- und Technologietransfer spielen gemeinsame Forschungsprojekte eine wichtige Rolle. Hierbei können im Rahmen von angewandter Forschung unternehmensspezifische Fragen beantwortet werden, die zur Innovationsfähigkeit der Unternehmen beitragen und den Hochschulen ermöglichen, sich durch praxisrelevante Forschung weiterzuentwickeln und zu positionieren. Im Bereich Wissens- und Technologietransfer können Technologietransferzentren oder Beratungseinrichtungen einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung von Hochschulen und Unternehmen innerhalb einer Region leisten. Einige Hochschulen treten auch selber unternehmerisch auf, indem sie Forschungsergebnisse kommerzialisieren, Patente anmelden und Start-Ups oder Spillover fördern. Weitere Kooperationsmöglichkeiten bestehen beispielsweise im Angebot von Praktikumsplätzen für Studierende oder in der Unterstützung bei Abschlussarbeiten. Darüber hinaus besteht bei Weiterbildungsangeboten die Möglichkeit, kundenspezifische Angebote zu gestalten, die den Bedürfnissen regionaler Unternehmen entgegenkommen. ❯ Vernetzungen und Transfer: Hochschulen können an regionalen Problemlösungsprozessen mitwirken, indem sie in regionale Netzwerke und Strukturen eingebunden werden. Kreative Milieus entstehen durch Vernetzung von wissensbasierten Aktivitäten. Hochschulen als regionale Akteure für die Vermittlung von Wissen wahrzunehmen und einzubeziehen kann regionale Entwicklungsprozesse positiv beeinflussen. Auch außerhalb von etablierten Strukturen findet ein Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Region statt. Hochschulen übernehmen Vermittlerfunktionen für Wissen und Netzwerke beispielsweise auch über Tagungen und Konferenzen. Zur Vernetzung mit der Region tragen auch öffentliche Angebote der Hochschulen bei. Viele Hochschulen bieten öffentliche Vorlesungen und Vorträge an, die überwiegend von regionalem Publikum besucht werden. Auch Angebote für Kinder (Kinderunis) strahlen in die Region aus. Ebenso über persönliche Kontakte der Mitarbeitenden der Hochschulen und ihre teilweise ehrenamtliche Tätigkeit in Einrichtungen und Gremien des politischen, sozialen und kulturellen Lebens in der Region, finden Vernetzungen mit anderen Internationale Bodensee-Hochschule | Bildung und Institutionen 93


Foto: FH Vorarlberg

regionalen Akteuren statt. Ein Großteil der Mitarbeitenden von Hochschulen engagiert sich ausserhalb ihrer beruflichen Tätigkeit in ihrer Region und leistet so einen Beitrag zur Erhöhung der Lebensqualität und zur gesellschaftlichen Entwicklung. ❯ Image und Identität: Das Image einer Hochschule kann sich positiv für die gesamte Region auswirken. Das Bild einer Region wird u.a. davon geprägt, wie innovativ und dynamisch sie wahrgenommen wird. Hochschulen unterstützen dieses Image, indem sie junge Menschen in die Region bringen und aufgrund ihrer Qualität in Bildung und Forschung ihr positives Image auf die Region übertragen. Einen wichtigen Beitrag hierzu leisten Medien, die in ihrer Berichterstattung oftmals nicht nur die Hochschulen, sondern auch die Region erwähnen. Hochschulen können auch nach innen positiv wirken und die Identität einer Region beeinflussen, indem sie als fester Bestandteil und Identifikationspunkt wahrgenommen werden. Ob und inwieweit die Potenziale von Hochschulen für regionale Innovationsprozesse genutzt werden, hängt sowohl vom Selbstverständnis und dem regionalen Verantwortungsbewusstsein der Hochschulen als auch von der Wahrnehmung der Hochschulen als Wissens- und Innovationsquelle durch die regionalen Akteure und Unternehmen ab. Die Internationale Bodensee-Hochschule (IBH) Die Regio Bodensee verfügt mit über 30 Hochschulen über ein großes Potenzial zur Wissensgenerierung und Wissensdiffusion in der Region. Mit über 100.000 Studierenden, rund 20.000 Mitarbeitenden und 3.000 Professorinnen und Professoren ihrer Mitgliedshochschulen vernetzt die Internationale Bodensee-Hochschule die Aktivitäten von Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen in der Regio Bodensee. Damit ist die Internationale Bodensee-Hochschule der größte hochschulartenübergreifende Verbund Europas. Durch die regionale Verankerung und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit trägt sie dazu bei, die Wissens- und Bildungsregion Bodensee zu stärken und Innovationsprozesse zu fördern. Innerhalb des regionalen Innovationssystems Bodensee spielen sowohl die einzelnen Hochschulen, aber auch der Hochschulverbund eine wichtige Rolle. Beispielsweise über hochschulübergreifende Lehrangebote, die Förderung anwendungsorientierter Forschung oder die Vernetzung von Forschenden und Mitarbeitenden wird Wissen in der Regio Bodensee generiert und Innovation gefördert. Die Internationale Bodensee-Hochschule bietet einen Mehrwert sowohl für die einzelnen Mitgliedshochschulen wie auch für die Regio Bodensee.

94 Bildung und Institutionen | Internationale Bodensee-Hochschule

Mehrwert für die Hochschulen: ❯ Interdisziplinäre Forschung und Lehre ❯ Internationale Forschung und Lehre ❯ Bessere Positionierung durch Austausch zu Querschnittsthemen Einbindung in internationale Netzwerke Anwendungsorientierte Forschung ❯ Erhöhung der Attraktivität des Angebots für Studierende für (potenzielle) Mitarbeitende ❯ Qualitätssteigerung in Forschung und Lehre ❯ Qualifizierte Absolventen und Mitarbeitende ❯ Mehrwert für Studierende durch innovative, internationale Masterstudiengänge ❯ Summer Schools für ausländische Studierende ❯ Mensen und Bibliotheken aller IBH-Mitgliedshochschulen für Studierende offen ❯ Ermöglichungsstruktur Mehrwert für die Regio Bodensee ❯ Am Bedarf der Regio Bodensee ausgerichtete Projekte und Angebote (Relevanz) ❯ Bearbeitung gesellschaftlich relevanter Themen durch an- wendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte ❯ Positionierung als Wissens- und Bildungsraum Verbesserung des Bildungsangebots (Aus- und Weiterbildung) ❯ Stärkung der Regio Bodensee durch Wissens- und Techno- logietransfer und Innovationsförderung Know-How und Wissenstransfer zwischen Hochschulen und regionalen Unternehmen, Einrichtungen und Institutionen (z.B. Team Wissenstransfer) Wissens-Spillover ❯ Brain Gain statt Brain Drain ❯ Beitrag zur Verbesserung des Images der Regio Bodensee ❯ Hochschulen als Multiplikator ❯ Identitätsfördernd Innerhalb der IBH-Mitgliedshochschulen Innerhalb der Regio Bodensee ❯ Kulturelle Konvergenz Die Regio Bodensee verfügt über das Potenzial für eine hohe Innovations- und Lernfähigkeit. Gemeinsame Studiengänge und Forschungsprojekte, der hochschulübergreifende Austausch und die Vernetzung der Forschenden und Mitarbeitenden innerhalb der Internationalen Bodensee-Hochschule aber auch die Förderung des Wissens- und


Technologietransfers mit Unternehmen und Einrichtungen tragen zur Generierung von Wissen und Innovation in der Regio Bodensee bei. Die Internationale Bodensee-Hochschule übernimmt Verantwortung und fördert die Entwicklung eines attraktiven und wettbewerbsfähigen Bildungs-, Wissens- und Forschungsraumes Bodensee.

❯ Qualified graduates and employees ❯ Added value for students with innovative and international masters courses ❯ Summer schools for foreign students ❯ Refectories and libraries at all IBH member universities open to all students ❯ Enabling structure

❯ ENGLISH SUMMARY

Added value for the Lake Constance region ❯ Projects and activities geared to the needs of the region ❯ Socially relevant issues tackled in applied research and development projects ❯ Raising profile of the region as a knowledge and education hub ❯ Improving education (further training and higher education) ❯ Consolidating the Lake Constance region through know- ledge and technology transfer and promoting innovation  Transferring expertise and knowledge between universities and regional companies, institutes and institutions (e.g. knowledge transfer in the team) Knowledge spillover ❯ Brain gain instead of brain drain ❯ Improving the region’s image Universities as multipliers ❯ Fostering a sense of identity within the member institutions of the IBH within the Lake Constance region ❯ Cultural convergence

Added value for institutions of higher education: ❯ Interdisciplinary research and teaching ❯ International research and teaching ❯ Exchange on cross-disciplinary topics Involvement in international networks Applied research ❯ Boosting the appeal of member institutions for students for (potential) employees ❯ Improving quality in research and teaching

The Lake Constance region offers great potential for innovation and learning. Joint courses and research projects, exchanging of ideas between different institutions of higher education and a platform for researchers and employees to network within the International University of Lake Constance as well as efforts to promote a knowledge and technology transfer with companies and institutions in the region all help to generate knowledge and innovation in the Lake Constance region. The International University of Lake Constance assumes responsibility and promotes the development of the Lake Constance region as an attractive and competitive centre for education, knowledge and research.

Foto: HSR Hochschule für Technik Rapperswil

The International University of Lake Constance With more than 30 higher education institutions, the Lake Constance region offers considerable potential for generating and disseminating knowledge in the region. The International University of Lake Constance (IBH) coordinates the activities of its member universities, universities of applied science and teaching colleges in the Lake Constance region with more than 100,000 students, some 20,000 employees and 3,000 professors. The International University of Lake Constance is the largest network of higher education institutions in Europe. Thanks to its regional focus and cross-border cooperation, it contributes towards consolidating the Lake Constance region as a centre for education and knowledge and promoting innovation processes. The members of the IBH play an important role within the regional innovation system of Lake Constance both as individual institutions and as a network. They generate knowledge and foster innovation, for example through teaching programmes spanning different institutions of higher education, by promoting applied research or providing a platform for researchers and employees to interact. The International University of Lake Constance offers added value both for its member institutions and for the Lake Constance region as a whole.

Internationale Bodensee-Hochschule | Bildung und Institutionen 95


Schule Schloss Salem

Vom Siegeszug grenzüberschreitenden Lernens Am Anfang war es eine mutige Pioniertat des renommierten Internatsgymnasiums am Bodensee: Als erstes deutsches Internat entschloss es sich Anfang der 90er Jahre, dem Abitur eine übernationale Alternative an die Seite zu stellen: das International Baccalaureate, kurz: „IB“ genannt. Mit einer Handvoll Schülern ging es an den Start, und es bedurfte des unternehmerischen Elans einer Privatschule, um in Deutschland mit wirtschaftlichem Risiko und gegen die anfängliche Skepsis der Schulbehörden einen schulischen Abschluss zu etablieren, der heute weltweites Renommee genießt und bewirkte, dass Salem längst als ‚das‘ internationale Internat Deutschlands gilt. Rund ein Drittel der 650 Salemer Schülerinnen und Schüler sind ausländischer Herkunft, mehr als 40 Länder sind vertreten. Neben Deutsch ist Englisch nicht nur die Unterrichts-, sondern auch die Alltagssprache in Salem.

❯ KONTAKT Schule Schloss Salem gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH Schlossbezirk D-88682 Salem Phone: +49 7553 919-352 info@salem-net.de www.salem-net.de

Schon bei der Gründung des IB Ende der 60er Jahre hatte ein Salemer Pate gestanden: der Schulgründer Kurt Hahn. In der globalen Schulgründer-Szene bestens vernetzt, beeinflusste er in Zusammenarbeit mit internationalen Schulen und der UNESCO 1968 die Gründung des IB und sorgte dafür, dass spezifisch Salemerische Elemente in das IB-Konzept einflossen: die Idee der sozialen Dienste sowie die Betonung der erlebnispädagogischen und handlungsorientierten Lernfelder neben dem akademischen Unterricht. „CAS“ – Creativity, Activity, Service: So heißt dieses Standbein des IB, das sich perfekt in den seit 1920 durch Hahn vorgeprägten ganzheitlichen Salemer Bildungsansatz einfügt. Heute gibt es in rund 140 Ländern mehr als 3.000 IB-Schulen mit ca. 900.000 Schülern. Das Abschlussexamen zum Diploma of the International Baccalaureate wird weltweit unter exakt den gleichen Bedingungen abgelegt, zentral bewertet und als Hochschulzugang anerkannt. Der Unterricht nach einem speziellen, auf die globale Perspektive gerichteten Lehrplan wird in sämtlichen Fächern entweder auf Englisch, auf Französisch oder

96 Bildung und Institutionen | Schule Schloss Salem

Foto: Ilja Mess

Foto: Achim Mende

❯ 20 Jahre Internationales Abitur – „IB“

auf Spanisch erteilt; in Salem folgt man der englischsprachigen Variante. Das IB-Diploma genießt aufgrund seiner akademischen Anforderung hohes Ansehen besonders an englischen und amerikanischen Universitäten. Bei guten Ergebnissen werden an den Cambridges und Harvards der Welt Studienplätze bevorzugt angeboten. Auch wenn das IB in Salem vorwiegend von Schülern angestrebt wird, die ein Auslandsstudium planen, ist das Curriculum so gestaltet, dass der Abschluss auch von deutschen Universitäten als Hochschulzugangsqualifikation anerkannt wird. Das IB ist für Studiengänge in Deutschland, die in englischer Sprache angeboten werden und zum Bachelor- oder Master-Abschluss führen, eine ideale schulische Basis. Der Lehrplan des IB besteht aus sechs Fächergruppen, aus denen jeweils ein Fach gewählt wird: zwei Sprachen (davon eine Muttersprache), GeschichteWirtschaft, Naturwissenschaften-Informatik, Mathematik, Künste-Sport. Drei Fächer müssen auf dem höheren, drei Fächer auf dem niedrigeren Niveau belegt werden. In jedem Fall setzt man in Salem beim Eintritt in den IB-Studiengang sehr gute Englischkenntnisse voraus; im Zweifel wird getestet. Bundesweit einmalig sind in Salem die International Classes (IC) der Mittelstufenklassen 8 bis 10. Auch hier werden alle Fächer auf Englisch unterrichtet, aber man folgt hier konsequent dem Lehrplan des baden-württembergischen Gymnasiums, sodass nach der Klasse 10 noch einmal entschieden werden kann, ob man lieber das Abitur ablegen oder in das zweijährige IB-Diploma Programme einsteigen will. Das IB, damit bereits in der Mittelstufe solide unterfüttert, sorgt dafür, dass die Schule Schloss Salem für den schärfer werdenden Wettbewerb auf einem internationalen Bildungsmarkt bestens gerüstet ist. Mittlerweile hat sich auch in den deutschen ChefEtagen von Wirtschaft und Bildungspolitik herumgesprochen, dass das IB ein Standortfaktor erster Güte ist. Die Salemer haben zu diesem Erkenntnisgewinn viel beigetragen.


At the beginning of the 1990s, Schule Schloss Salem became the first German boarding school to offer an international alternative to the German school-leaving qualification “Abitur”: the International Baccalaureate, or “IB” for short. Starting with a handful of students, it took the entrepreneurial drive of a private school to take the economic risk and overcome the initial scepticism of the school authorities in Germany to establish an educational qualification that today enjoys a global reputation and has made Salem “the” international boarding school in Germany. Around one third of the 650 students in Salem are of foreign origin, representing more than 40 countries. In addition to German, the language of instruction and the everyday language in Salem is English. The IB ensures that Schule Schloss Salem is well equipped to face the growing competition in the international education market. Word has since reached the top management level of German companies and educational politics that the IB is a top location factor. Salem has made a significant contribution towards this.

Foto: Ilja Mess

❯ ENGLISH SUMMARY

Profil Schule Schloss Salem ❯ staatlich anerkanntes Gymnasium, Klassen 5 bis 12 ❯ Abschlüsse: Abitur und International Baccalaureate (IB) ❯  mit 650 Internatsplätzen für Mädchen und Jungen Deutschlands größtes Internat ❯  „das” internationale Internat in Deutschland: Rund 30 % der Schüler kommen aus dem Ausland; über 40 Nationen sind vertreten; neben Deutsch ist Englisch die Alltagssprache ❯  einzigartig in Deutschland die Internationalen Klassen ab Stufe 8: Englisch als Unterrichtssprache in allen Fächern nach dem Lehrplan von Baden-Württemberg; Wahlentscheidung zwischen Abitur und IB nach Klasse 10 möglich ❯ Sprachenfolge: ab Klasse 5 Englisch (auch für Muttersprachler) oder – für begabte Kinder – Latein und Englisch; ab Klasse 6 Latein oder Französisch als 2. Fremdsprache; ab Klasse 8 Spanisch, Französisch oder Altgriechisch als 3. Fremdsprache oder naturwissenschaftliches Profil. Differenzierte sprachliche Einstiegshilfen für Deutsch in Klasse 5 und 6 ❯ altersgemäße Bildung an den drei Standorten Burg Hohenfels (Unterstufe, Klassen 5-7), Schloss Salem (Mittelstufe, Klassen 8-10) und Schloss Spetzgart / Campus Härlen (Oberstufe, Klassen 11-12 und IB-Years I und II) ❯ intensive Studien- und Berufswahlvorbereitung ❯ Pädagogen-Schüler-Verhältnis 1:6 ❯  19 soziale Dienste; 20 Sportarten; 22 Lehrer für Instrumentalunterricht; 11 handwerklich-kreative Innungen, breites OutdoorProgramm ❯ 50 Partnerschulen weltweit mit entsprechendem Austauschprogramm ❯ ausgeprägte Schülermitverantwortung in Schule und Internat ❯ Leistungsstipendien; ca. 25 % der Schüler sind Stipendiaten ❯  eigener Bodenseehafen mit Segelbooten und Seekajaks; eigenes Hallenbad ❯  Gründungsmitglied von Round Square, einem Verbund aus annähernd 100 Schulen aller Kontinente, die sich an der Pädagogik Kurt Hahns orientieren

Schule Schloss Salem | Bildung und Institutionen 97


International Schools St.Gallen und Kreuzlingen Konstanz ❯ Die „Leidenschaft des Lernens“

Die International Schools St.Gallen und Kreuzlingen Konstanz sind keine Schulen wie andere, sie sind Lernhäuser. „Mit Leidenschaft lernen und erfolgreich sein!“ ist ihr Motto und sie wollen Schüler, die hier Lernpartner heißen, intellektuell, emotional und gesellschaftlich auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereiten. Gemütlich eingerichtete Klassenzimmer schaffen eine familiäre Atmosphäre, die dadurch unterstützt wird, dass sich Schüler und Lehrer mit Vornamen ansprechen, denn ein emotionales Wohlbefinden maximiert das Lernpotenzial. Durch mitfühlende Mentoren, die mit Leidenschaft bei der Sache sind, wird den Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Gleichwertigkeit vermittelt und der Spaß am Lernen gefördert. Um bestmöglich auf die Kinder und Jugendlichen eingehen zu können, wird in kleinen Lerngruppen von durchschnittlich zwölf Lernenden unterrichtet. So werden nicht nur die individuellen Stärken optimal gefördert, sondern man kann auch besser auf die persönlichen Bedürfnisse und Neigungen der Lernpartner eingehen. ❯ KONTAKT International School St.Gallen Höhenweg 1 CH-9000 St.Gallen Phone: +41 71 220 84 11 www.issg.ch International School Kreuzlingen Konstanz Hauptstrasse 27 CH-8280 Kreuzlingen Phone: +41 71 672 27 27 www.iskk.ch

Die Unterrichtssprache ist Englisch, der international ausgerichtete Lehrplan sieht daneben Fächer wie Deutsch, Französisch, Mathematik, Combined Science (Chemie, Physik, Biologie), Informatik, Wirtschaft, Musik sowie Sport und Gesundheit vor. Nach dem regulären Unterricht gibt es „After-SchoolActivities” im musischen Bereich und Hausaufgabenbetreuung. Das Fraktal Trotz der unterschiedlichen Lebensalter der Kinder und Jugendlichen sowie der kulturellen Vielfalt ist beiden Häusern eine Grundstruktur – das sogenannte Fundament – gemeinsam. Es besteht aus dem humanistischen Menschenbild und dem Fraktal, einer Grundstruktur, die sich in sich selbst wiederholt und auf den vier Grundpfeilern respektvoller Umgang, autonome Lernformen, gestaltete Umgebung und ins Gelingen vertrauen steht. Diese vier Elemente durchdringen alle Bereiche der International Schools St.Gallen und Kreuzlingen Konstanz. Der Lernende steht im Zentrum und soll eigenständig wachsen. Die Schulen begleiten die Jugendlichen und Kinder auf ihrem individuellen Weg und legen Wert auf eine persönliche Entwicklung wie auch auf das Erreichen der geforderten externen sowie selbstgesetzten Ziele. Philosophie des Lernens „Autonomes“ Lernen heißt in den International

98 Bildung und Institutionen | International Schools St.Gallen und Kreuzlingen Konstanz

❯ Sanjay Teeluck Master Executive Leadership (Cornell), Leiter der ISKK „Die ISKK bietet eine familiäre Atmosphäre für individuelles Lernen. Wir halten es für notwendig, aktiv Eigenschaften und Werte zu fördern, die Kinder und Jugendliche befähigen, sich zu international denkenden Menschen zu entwickeln. Um sicherzustellen, dass sich die Lernpartner zu glücklichen, verantwortungsbewussten, kreativen und toleranten Individuen entwickeln, die in der Lage sind, positive Veränderungen für sich und andere herbeizuführen, kombiniert die ISKK akademische Strenge mit einer Kultur des Zusammenarbeitens und aktivem, kritischem Denken.“

Schools jedoch nicht, dass die Lernenden sich selbst überlassen werden. Im Gegenteil, das Lernen wird intensiv begleitet. Durch gezieltes und häufiges Feedback lernen die Lernpartner, sich innerhalb der Regeln selbstverantwortlich zu organisieren. Wer das schafft, hat Freiheiten, wer sich nicht an die Regeln hält, wird verstärkt betreut. So lernen die Kinder und Jugendlichen wie man richtig plant und lernt. Es geht nicht um reinen Informationserwerb, der allein auf das Bestehen einer Prüfung abzielt, sondern es wird Wert auf die Vermittlung von nachhaltigen,


dungsanbieter SBW Haus des Lernens, das seit 1980 auf den Betrieb von kleinen und mittelgroßen internationalen Schulen spezialisiert ist und darin eine langjährige Erfahrung hat. Es ermöglicht qualitativ hochwertiges und innovatives Lernen durch das ganze pädagogische Spektrum von Kindern und Jugendlichen. Das SBW Haus des Lernens unterstützt die Werte und führt die pädagogischen Standards und Methoden der hochanerkannten Programme für die Primarschulstufe (Primary Years) und die Hochschulreife (Diploma Programmes) der International Baccalaureate Organization. Diese Programme werden in über 3.645 Schulen in 146 verschiedenen Ländern gelehrt. Das andere Bildungskonzept, mit dem beim SBW Haus des Lernens gearbeitet wird, sind die internationalen Prüfungen der Cambridge Universität, welche die weltweit größte Anbieterin von internationalen Qualifikationen für 14 bis 16 Jährige ist.

❯ Hamid Chowdery Leiter der ISSG „Die ISSG unterstützt die „Leidenschaft des Lernens“. Unsere Lernpartnerinnen und Lernpartner entwickeln diese Passion, indem sie Spaß haben und dadurch motiviert werden. Die natürliche Neugier und der Wissendurst wird aktiv begleitet und gefördert. Das „IB Primary Years Programme“ (PYP) ist ein Curriculum, das auf selbst gemachten Erfahrungen basiert. Die Lernenden werden ermutigt und befähigt, auf eigene Fragen „inquiry-based“ selbständig Antworten und Lösungsansätze zu entwickeln und zu präsentieren. Dabei werden transdisziplinäre Verbindungen, Bedeutungen und Interpretationen erkannt.“

ISSG Die ISSG ist eine internationale Ganztagsschule für Kinder von 3 bis 12 Jahren mit angeschlossenem Kindergarten (pre-school), die im Jahr 2009 von Sponsoren und Institutionen gegründet wurde. Die ISSG ist seit 2013 offiziell von International Baccalaureate (IB) anerkannt und zugelassen, das Primary Years Programme (Grundschule für Schüler von 3 bis 12) durchzuführen. Eine Erweiterung auf die Sekundarstufe und schließlich die Diplomstufe (Matura oder Abitur) ist geplant. Sie ist vom Kanton St.Gallen als Privatschule anerkannt und genehmigt. ISKK Die ISKK ist eine internationale Ganztagsschule für Kinder von 3 bis 16 Jahren mit angeschlossenem Kindergarten (pre-school) und Sekundarstufe, die im Jahr 2004 von diversen Sponsoren und Institutionen gegründet wurde. Ab 2014 kann hier auch das Internationale Abitur (IB Diploma) erworben werden. Die ISKK ist seit 2007 offiziell von International Baccalaureate (IB) anerkannt und zugelassen, das Primary Years Programme (Grundschule für Schüler von 3 bis 12) durchzuführen. Sie ist ebenfalls ein offizielles Prüfungszentrum für Cambridge International Examinations (CIE), und bietet die ganze Palette an Englischprüfungen sowie das IGCSE (International General Certificate of Secondary Education, Internationale Mittlere Reife, 12 bis 16 Jahre) an.

❯ ENGLISH SUMMARY The International Schools St.Gallen and Konstanz Kreuzlingen are English-medium day schools and offer internationally recognised programmes and qualifications for students aged 3 years and above. Their aim is to allow children to become autonomous, lifelong learners and respectful citizens of the world. The educational concept was inspired by the Swiss SBW Haus des Lernens, which has been providing high quality, innovative learning since 1980 and at present runs 18 schools, including five international schools in Switzerland and Germany.

sinnvollen Fähigkeiten gelegt, um möglichst gut auf das Berufsleben vorbereitet zu sein. Die Internationalen Schulen unterstützen ihre Lernenden dabei, sich folgende zehn Verhaltensgrundsätze anzueignen: hinterfragen, gut unterrichtet sein, durchdacht agieren, kommunikativ sein, Grundsätzen treu bleiben, offen sein, sozial agieren, risikofreudig sein, ausgeglichen sein, reflektieren. SBW Haus des Lernens Betrieben werden die Schulen vom Schweizer BilInternational Schools St.Gallen und Kreuzlingen Konstanz | Bildung und Institutionen 99


Netzwerk & Regionalbüro berufliche Fortbildung

❯ Ein starker Service für die Menschen in unserer Region Wenn man sich mit seiner beruflichen Entwicklung beschäftigt, hat man in der Vierländerregion gute Chancen, sein Ziel erfolgreich zu erreichen. Alles was man für das berufliche Vorankommen braucht, sind eine berufliche Vision, ein klarer Blick auf sein Können und eine gute Strategie.

weiligen Regionalbüros, Expertinnen & Experten aus der beruflichen Bildungswirtschaft. Die Regionalbüros berufliche Fortbildung sind Servicestelle in Fragestellungen zur beruflichen Fortbildung. Diese leisten praxisbezogen individuell, neutral und kostenfrei Orientierungsberatung im Bereich der beruflichen Entwicklung für alle Bürgerinnen und Bürger im Land.

❯ KONTAKT

Sensibilisiert durch die stetige Wahrnehmung von Krisen agieren wir mit neuem Blick auf die Regionalbüro „Netzwerk für Berufsbiographie. Wissen erhält einen neuen berufliche Fortbildung“ Boden- Stellenwert, entwickelt sich zum Schwergesee-Oberschwaben-Konstanz wicht des Humankapital-Portfolios und gaFranz-Xaver-Heilig-Straße 7 rantiert bei kontinuierlichem Gebrauch eine D-88630 Pfullendorf lange Lebensdauer. Phone: +49 7552 4075230 Die Netzwerke für berufliche Fortbildung Rita Hafner-Degen repräsentieren seit über 40 Jahren einzigarRita.Hafner-Degen@Stadttig in Baden-Württemberg, flächendeckend Pfullendorf.de die Anbieter beruflicher Bildung. Koordiniert www.fortbildung-bw.de werden diese von regionalen Vorsitzenden IS_Wirtschaftsmag_Bodensee_182x130_2013_10 29.10.13 Seite www.lernen-bedeutet-leben.de (Bildungsspezialisten vor 10:27 Ort) und den1 je-

Die Impulse und das Expertenwissen aus dem Netzwerk Fortbildung bilden die Grundlage für Ihre erfolgreiche berufliche Weiterentwicklung. Immer dran bleiben – Fortbildung wirkt!

International Schools St.Gallen & Kreuzlingen Konstanz Englischsprachige Ganztagesschule: Kindergarten, Primarstufe und Sekundarstufe

Kontaktieren Sie uns bitte für weitere Informationen:

International anerkannte Programme und Abschlüsse

IS St.Gallen +41 71 220 84 11 | info@issg.ch | www.issg.ch

Fragenorientiertes, eigenmotiviertes Lernen mit individueller Betreuung und Förderung

IS Kreuzlingen Konstanz +41 71 672 27 27 | info@iskk.ch | www.iskk.ch

Passion for learning and success

100 Bildung und Institutionen | Regionalbüro


Hochschule Ravensburg-Weingarten

Berufsbegleitendes Masterprogramm „Management im Sozial- und Gesundheitswesen“ ❯

Situation Soziale Einrichtungen sind – was manchmal vergessen wird – Unternehmen. Um sie zweckgerichtet und erfolgreich zu führen, sind Managementkompetenzen nötig. Zusätzlich zur Optimierung innerbetrieblicher Prozesse sind Kundenorientierung und soziales Marketing unverzichtbar. Für Führungskräfte bedeutet dies, eine Organisations- und Führungskultur zu entwickeln, die Motivation und Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördert. Ziel Der weiterbildende Masterstudiengang „Management im Sozial- und Gesundheitswesen“ vermittelt Management- und Wirtschaftskompetenz auf neuestem Stand. Das Programm qualifiziert Absolventinnen und Absolventen für die Übernahme von Führungsverantwortung und Leitungsfunktionen in den Einrichtungen und Diensten des Sozial- und Gesundheitswesens. Besonderheit Die Studierenden erwerben betriebswirtschaftliche Tools und Management Skills, um unternehmerische Problemstellungen in sozialen Einrichtungen und Krankenhäusern zu lösen. Das besondere Augenmerk liegt auf der Betriebs- und Personalführung sowie der Kundenorientierung. Weiter lernen die Studierenden, wie weit Managementhandeln in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft eine ethische Perspektive haben muss. Das Studium hat einen praktischen und einen wissenschaftlichen Bezug. In Projekten verbinden die Studierenden ihre praktischen Erfahrungen und Problemstellungen mit den theoretischen Studieninhalten.

Zielgruppe Der Masterstudiengang richtet sich an Hochschulabsolventinnen und -absolventen, insbesondere der Fachrichtungen Soziale Arbeit, Heilpädagogik, Pflege, Medizin, Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Theologie, Recht, Physiotherapie, Ergotherapie, Verwaltung und an Fachkräfte aus kaufmännischen Berufen, die in einem sozialen oder gesundheitsbezogenen Tätigkeitsfeld engagiert sind. Präsenz- und Fernstudienphasen Das Studium erfolgt berufsbegleitend über vier Semester. Das fünfte Semester ist der Master-Thesis vorbehalten. Die Präsenzphasen sind in sechs Wochenendblöcke (Donnerstagabend bis Samstag) pro Vorlesungssemester aufgeteilt. ❯ Auf einen Blick: Studienbeginn: Wintersemester Studiendauer: 4 Semester Lehrveranstaltungen, 1 Semester Masterthesis

❯ KONTAKT Hochschule Ravensburg-Weingarten Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Bodensee-Oberschwaben (AWW) Doggenriedstraße D-88250 Weingarten www.hs-weingarten.de Bernd Platzek Dipl.-Volkswirt, PhD (University of Pretoria) Phone: +49 751 501-9725 platzek@hs-weingarten.de

Studienabschluss: Master of Business Administration (MBA) Studienorte: Hochschule RavensburgWeingarten und Akademie Schloss Rauenstein in Überlingen Studienberatung: Prof. Dr. Axel Olaf Kern, Studiendekan, axel.kern@hs-weingarten.de

❯ Dr. Berthold Broll Vorstand Stiftung Liebenau "Mit dem Masterstudiengang Management im Sozial- und Gesundheitswesen (MBA) können sich qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine hervorragende Chance für ihre weitere persönliche und berufliche Entwicklung schaffen. Die Sozialwirtschaft braucht künftig noch mehr als schon bisher vertiefte Managementkenntnisse bei fachlichen Führungskräften."

Hochschule Ravensburg-Weingarten | Bildung und Institutionen 101


Wenn nicht jetzt, wann dann…?

❯ Fachkräfte sichern, Potenziale heben

Die Bodenseeregion ist ein herausragender Wirtschaftsraum in Deutschland. Ein vielfältiger Branchenmix aus Landwirtschaft, Handel, Dienstleistung und produzierendem Gewerbe prägt das Bild. Hinzu kommen moderne, innovative Unternehmen aller Größen, vom Einzelunternehmer bis hin zum Global Player. Vor diesem Hintergrund hat sich in den vergangenen Jahren ein Arbeitsmarkt entwickelt, der seinesgleichen sucht. Saisonale, branchenbedingte oder konjunkturelle Schwankungen werden dadurch ausgeglichen und sorgen für eine stabile Entwicklung.

❯ Jutta Driesch Geschäftsführung

„Wir bei der Bundesagentur für Arbeit haben die Möglichkeiten, aus Arbeitssuchenden die Fachkräfte von morgen zu entwickeln. Für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in der Region ziehen wir mit unseren Partnern an einem Strang.“

❯ KONTAKT Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg Stromeyersdorfstraße 1 D-78467 Konstanz www.arbeitsagentur.de

Das Gebiet der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg umfasst die Landkreise Konstanz und Ravensburg sowie den Bodenseekreis. Mit einer Arbeitslosenquote um die 3 Prozent ist die Region Spitzenreiter in Baden-Württemberg. Die florierende Wirtschaftsregion Bodensee hat einen enormen Bedarf an gut ausgebildeten, qualifizierten Fachkräften. Eine Analyse der Bundesagentur für Arbeit ergab für die kommenden Jahre sechs Megatrends, die das Arbeitsleben bestimmen werden, auch in dieser Region: ❯  Leben und Arbeiten werden mobiler, flexibler und volatiler ❯ Der demografische Wandel wird spürbar ❯ Die Märkte werden internationaler ❯  Die Informations- und Wissensgesellschaft entwickelt sich rasant ❯ Teilhabechancen sind zunehmend ungleich verteilt ❯ Öffentliche Finanzen bleiben knapp Die beschriebenen Trends und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt verändern sowohl das Aufgabenspektrum als auch die Art, wie Dienstleistungen erbracht werden. Transparenz wird in Zukunft mehr denn je zum Schlüsselfaktor für den Ausgleich am Arbeitsmarkt. Das Selbstverständnis der Bundesagentur für Arbeit geht dabei über den reinen Marktausgleich hinaus. Kundinnen und Kunden – und in der Grundsicherung auch deren Familien – wird man umfassend zur Seite stehen: beim Einstieg in den Beruf, bei der Beratung und der Vermittlung von Arbeitskräften beziehungsweise Arbeitsplätzen, bei der (Wieder-)Herstellung von Beschäftigungsfähigkeit, bei der Entwicklung und der Vertiefung von Qualifikationen sowie bei der Existenzsicherung während Übergangsphasen. Man ist sich sicher, dass Arbeit den Menschen ein Wertegefühl vermittelt und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Beratung und Vermittlung sind und bleiben Kerngeschäft der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg.

102 Standort Deutschland | Bundesagentur für Arbeit

Für 2014 und die Folgejahre sind folgende strategische Schwerpunkte gesetzt, um die Entwicklung am regionalen Arbeitsmarkt aktiv zu gestalten: ❯  Beitrag zur Fachkräftesicherung als aktives Mit- glied der Fachkräfteallianzen in Konstanz und Bodensee-Oberschwaben. Gemeinsam mit den Partnern soll die Wettbewerbsfähigkeit der Region verbessert und Wachstumschancen gewahrt werden. ❯ Jeder Jugendliche erhält ein Angebot: Eine abgeschlossene Lehre ist eine solide Basis für das spätere berufliche Fortkommen. Sie wirkt wie eine Versicherung gegen eine zukünftige Arbeitslosigkeit. Langfristig betrachtet ist eine abgeschlossene Ausbildung auch eine Vorsorge gegen Altersarmut. Das Institut für Arbeits- und Berufsforschung (IAB) hat errechnet, dass eine ausgebildete Fachkraft im Laufe des Berufslebens durchschnittlich 300.000 Euro mehr verdient als ein ungelernter Arbeiter. Die Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg unterbreitet jedem Jugendlichen ein Angebot für eine qualifizierte Ausbildung. ❯  Die Teilhabechancen für marktferne Kunden: Menschen mit geringen oder fehlenden Qualifikationen werden gezielt durch zahlreiche Fördermaßnahmen unterstützt. Sie werden schrittweise an den Arbeitsmarkt herangeführt und schließlich integriert. ❯ Alle Beschäftigungspotenziale nutzen Egal, ob Frauen oder Männer, Jüngere oder Ältere, Menschen mit Behinderung oder mit Migrationshintergrund – der Arbeitsmarkt ist so vielfältig wie das Leben. Bei der Deckung des Fachkräftebedarfs kann jeder mithelfen. Die Stille Reserve derjenigen Frauen und Männer, die nach der Erziehungs- oder Pflegezeit wieder ins Berufsleben einsteigen wollen, berät die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA).

❯ ENGLISH SUMMARY The area covered by the Employment Agency Constance-Ravensburg spans the districts of Constance and Ravensburg as well as the Bodenseekreis district. With an unemployment rate of around three percent, the region leads the field in Baden-Württemberg. There is huge demand for well-trained, qualified employees in the thriving Lake Constance business region. The mission of the Employment Agency is to turn today’s job hunters into tomorrow’s specialists by means of individual assessments, advice and job placement.


„In Friedrichshafen sind wir Partner für die lokale Wirtschaft in allen Fragen rund um internationale Kommunikation und beraten vor Ort umfassend und professionell.“ Dr. Thomas Kern, Mitglied des Vorstands der Kern AG

Übersetzen und Dolmetschen in allen Weltsprachen Die KERN AG, Sprachendienste mit Hauptsitz in Frankfurt am Main ist ein führender Sprachendienstleister im Bereich internationaler Kommunikation mit über 50 Geschäftsstellen in Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, den USA und China. Zu den Dienstleistungen der KERN AG gehören Übersetzen und Dolmetschen in allen Weltsprachen, Software- und Website-Lokalisierung, Terminologie- und Translation-Memory-Management, Desktop-Publishing sowie Sprachentraining.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1969 betreut die KERN AG einen stetig wachsenden internationalen Kundenstamm aus Industrie und Wirtschaft. Darüber hinaus vertrauen Regierungsstellen, international tätige Verbände und Anwaltssozietäten den professionellen Sprachendienstleistungen. Mehr als 250 gewichtete Wörter haben die rund 4.500 Fachübersetzer im Netzwerk der KERN AG allein im Jahr 2012 übersetzt. Die KERN AG, Sprachendienste befindet sich zu 100 % in Familienbesitz.

Fachübersetzungen

Dolmetschen konsekutiv unD simultan

lektorat unD korrekturlesen

terminologiemanagement

translation-memorymanagement

Website & soFtWare lokalisierung

Desktop-publishing unD Druck

sprachentraining

KERN AG, Sprachendienste · Wilhelmstraße 17 · 88045 Friedrichshafen Tel.: (0 75 41) 95 48 01-0 · Fax: (0 75 41) 95 48 01-9 · kern.friedrichshafen@e-kern.com Über 50 Filialen weltweit: Augsburg · Berlin · Dresden · Frankfurt / Main · Freiburg · Hamburg Ingolstadt · Köln · München · Nürnberg · Saarbrücken · Salzburg · Stuttgart · Weil a. Rhein · Wien

www.e-kern.com


Internationale Bodensee Konferenz

Foto: Markus Mauthe

❯ Eine Vernetzungskünstlerin im Bodenseeraum

❯ KONTAKT Geschäftsstelle der Internationalen Bodensee Konferenz Benediktinerplatz 1 D-78467 Konstanz Phone: +49 7531 52722 info@bodenseekonferenz.org www.bodenseekonferenz.org

Die Internationale Bodensee Konferenz (IBK) ist die gemeinsame Plattform der Länder und Kantone, die an den Bodensee angrenzen oder sich ihm besonders verbunden fühlen (s. Karte). In der IBK setzen sich die Regierungen und Verwaltungen gemeinschaftlich mit aktuellen Herausforderungen und der Verantwortung für die Zukunft der Bodenseeregion auseinander. Ziel ist es, die Bodenseeregion als attraktiven Lebens-, Natur-, Kultur und Wirtschaftsraum zu erhalten und zu fördern und sie als grenzüberschreitend vernetzte Region, mit einer dynamischen und wettbewerbsfähigen Wirtschaft im Herzen Europas zu positionieren. Dabei stellt die IBK ihre Aktivitäten unter den Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung, um auch künftigen Generationen eine hohe Lebensqualität und Freizeitattraktivität zu sichern. Ausgehend von der Sorge um die Wasserqualität des Bodensees und von der gemeinsamen Verantwortung für die Region wurde die IBK 1972 ins Leben gerufen. Seit damals hat sich ein breiter Fächer von Handlungsfeldern entwickelt. Heute arbeiten Fachleute grenzübergreifend in sieben IBK-Kommissionen zusammen: Bildung, Wissenschaft und Forschung, Kultur, Umwelt, Verkehr, Wirtschaft, Gesundheit und Soziales sowie Öffentlichkeitsarbeit. Dies schafft eine Grundlage für vertrauensvolle Beziehungen und für

104 Bildung und Institutionen | Internationale Bodensee Konferenz (IBK)

sichtbare und europaweit einzigartige Projekte, wie z.B. die Internationale Bodensee-Hochschule (IBH) oder die grenzüberschreitende Tageskarte Euregio Bodensee. Die Spannbreite der Aktivitäten reicht über Veranstaltungen zum Wissens- und Technologietransfer über den Lehrlingsaustausch „xchange“ bis zur Bodensee-Statistik, von der Klimaanpassung der Landwirtschaft über Gesundheitsvorsorge und Kulturförderung bis zu drängenden und schwierigen Fragestellungen wie den Fachkräftemangel und die Optimierung der grenzüberschreitenden Verkehrswege im Bodenseeraum. Mit Blick auf die Stärkung eines regionalen Zusammengehörigkeitsgefühls der Bevölkerung bietet der IBK-Kleinprojektefonds finanzielle Unterstützung für Vorhaben, die die Menschen zu Begegnung und Austausch mit ihren Nachbarn über die Grenze zusammenbringen. Seit Einführung des Fonds im Jahr 2010 konnten bereits an die 70 Projekte durch Mittel aus dem Interreg IV-Programm „Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein“ gefördert werden. Die IBK-Geschäftsstelle unterstützt von Konstanz aus nicht nur die regelmäßigen politischen Konferenzen und die Arbeit der IBK-Kommissionen, sondern dient zugleich der Öffentlichkeit als Kontaktstelle für alle Fragen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bodenseeraum.


❯ ENGLISH SUMMARY The International Lake Constance Conference (IBK) is a joint platform for the states and cantons that border onto Lake Constance or are particularly affiliated to the region (see map). In the IBK, governments and administrations discuss together current challenges and their responsibility for the future of the Lake Constance region. The aim is to preserve and cultivate the Lake Constance region as an attractive living, natural and cultural environment and position it as a region with cross-border networks and a dynamic and competitive economy in the heart of Europe. In doing so, the IBK acts according to the principle of sustainable development to ensure a high quality of life and attractive leisure opportunities for future generations. The IBK was established in 1972 driven by concerns for the quality of water in Lake Constance and its shared responsibility for the region. Since then, a wide spectrum of activities and projects has been added. Today, experts work together across borders in seven IBK Commissions: Education, science and research / culture / environment / transport / economy / health and social affairs / public relations. This creates a basis for trusting relations and for high-profile projects that are unique in Europe. With a view to strengthening a sense of regional identity among the population, the IBK Small Project Fund offers financial support for projects that aim to get people to meet and enter into dialogue with their neighbours across borders. Since the fund was introduced in 2010, some 70 projects have already been promoted with the help of the Interreg IV AlpenrheinBodensee-Hochrhein programme. The IBK’s head office in Constance not only supports the regular political conferences and the work of the IBK Commissions, but also acts as a point of contact for the public in all questions relating to cross-border cooperation in the Lake Constance region.

Die IBK-Geschäftsstelle ❯ Beantwortet Anfragen zu grenzübergreifenden Fragestellungen ❯ Transferiert Grenzprobleme in die Internationale Bodensee Konferenz (IBK) ❯ Informiert und berät über den IBK-Interreg-Kleinprojektefonds ❯ Schafft Verbindungen in die grenzüberschreitenden Netzwerke ❯ Vermittelt Verwaltungskontakte in die Mitgliedsländer ❯ Dokumentiert die Zusammenarbeit in der Bodenseeregion

Die Geschäftsstelle der IBK und der IBK-Kleinprojektefonds werden durch das Programm Interreg IV „Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein“ gefördert. Weitere Informationen unter: www.interreg.org

Internationale Bodensee Konferenz (IBK) | Bildung und Institutionen 105


Wir fördern Europa

❯ Mehr EU-Mittel für den Bodenseeraum

Mit Interreg V zu "Europa 2020" Um Europa dynamischer und wettbewerbsfähiger zu machen und alle Bürger in eine faire und ökologisch nachhaltige Zukunft zu führen, hat der Europäische Rat im Juni 2010 die "Europa 2020"-Strategie beschlossen und dabei fünf Ziele festgelegt, die 2020 eine Bewertung des Erfolgs ermöglichen sollen: ❯ 75 % der Bevölkerung von 20 bis 64 Jahren sollen in Arbeit stehen. ❯ 3 % des BIP der EU sollen für Forschung & Entwicklung aufgewendet werden. ❯ Die 20-20-20-Klimaschutz-/Energieziele sollen erreicht werden. ❯ Der Anteil der Schulabbrecher soll unter 10 % gesenkt werden, mindestens 40 % der jünge- ren Generation sollen einen Hochschulabschluss haben. ❯ Die Zahl der armutsgefährdeten Personen soll um 20 Millionen sinken.

❯ KONTAKT Gemeinsames Technisches Sekretariat Interreg-Programm „AlpenrheinBodensee-Hochrhein“ Regierungspräsidium Tübingen Konrad-Adenauer-Straße 20 D-72072 Tübingen www.interreg.org Gregor Cornelsen Phone: +49 7071 757 3240 interreg@rpt.bwl.de

Auch das Interreg-Programm „Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein“ wird für die Förderperiode 20142020 unter Berücksichtigung der spezifischen Situation in der Bodenseeregion an diesen Zielen ausgerichtet – in enger Abstimmung zwischen den Programmpartnern aus Vorarlberg, Bayern, BadenWürttemberg, neun Schweizer Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein. Die Gebietskulisse rund um den Bodensee und entlang des Alpen- und Hochrheins wird künftig um die Landkreise Lörrach und Ostallgäu mit der kreisfreien Stadt Kaufbeuren erweitert. Die Förderschwerpunkte im neuen Programm sind 1. Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, Beschäfti- gung & Bildung, 2. Umwelt, Energie und Verkehr sowie 3. Verwaltungszusammenarbeit & bürgerschaftli- ches Engagement. Eine gute Nachricht ist, dass für diese Schwerpunkte künftig erheblich mehr EU-Mittel zur Verfügung

106 Bildung & Institutionen | Interreg „Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein”

stehen werden, denn das Fördervolumen wird sich voraussichtlich um über 50% auf ca. 38 Millionen Euro erhöhen. Interreg IV-Programm auf der Zielgeraden Bereits seit 2007 werden in der aktuell noch laufenden vierten Förderperiode des Interreg-Programms „Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein“ Projekte gefördert, die zu einer ausgewogenen wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und ökologischen Entwicklung der internationalen Bodenseeregion beitragen. 23,9 Millionen Euro stellt die EU hierfür aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung, weitere 7,5 Millionen Euro steuern der Schweizer Bund und die Ostschweizer Kantone bei. Mit rund einer Million Euro aus dem Fürstentum Liechtenstein sowie Eigenmitteln der Projektträger fließen insgesamt über 65 Millionen Euro in die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und fördern so das Zusammenwachsen der Region um den Bodensee und entlang des Alpen- und Hochrheins. Großes Bedürfnis nach grenzüberschreitenden Kooperationen Der Bodenseeraum ist eine international vernetzte Region, viele Themen enden nicht an der Grenze. Daher will Interreg Partner aus allen beteiligten Ländern zusammenbringen – mit großem Erfolg! Rund 100 Projekte mit mehr als 650 internationalen Partnern konnten in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Infrastruktur, Bildung, Forschung, Arbeitsmarkt und Beschäftigung, Standortattraktivität, Raumentwicklung und -planung, Umwelt- und Naturschutz, Kultur sowie Gesundheit und Soziales gefördert werden. Und viele weitere Projektideen zeigen, dass auch in Zukunft ein großes Potential für die grenzübergreifende Kooperation in der Vierländerregion rund um den Bodensee besteht. Nähere Informationen zum Förderprogramm sowie Ansprechpartner finden Sie im Internet unter www.interreg.org.


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Beispielhafte Projekte aus dem aktuellen Interreg IV-Programm Gemeinsam gegen Feuerbrand 1 Vier Jahre lang haben Fachleute aus dem gesamten Bodenseeraum alle fachlichen Kräfte gebündelt, um eine zukunftsfähige Gesamtstrategie für den Obstbau am Bodensee zu erarbeiten und den Erwerbs- und Streuobstbau rund um den See nachhaltig zu sichern, nachdem der Feuerbrand mehrfach schwere Schäden in den Obstanbaugebieten am Bodensee angerichtet hatte. Dabei ist es gelungen, Methoden für den Obstbau zu entwickeln, die ökologisch und gesundheitlich unbedenklich und für den Konsumenten nachvollziehbar sind sowie eine gemeinsame Strategie zu Kulturmaßnahmen gegen Feuerbrand zu erarbeiten. So führte das Projekt zu einer Reihe überaus relevanter wissenschaftlich abgesicherter Empfehlungen für Forschung, Lehre, Beratung und Obstbaupraxis im Streu-/Feld- und Erwerbsobstbau. Weitere Informationen zum Projekt unter http://feuerbrand-bodensee.org.

Kostenrahmen Fördermittel der EU: 1.090.601 Euro Fördermittel der Schweiz: 269.597 Euro Beteiligung des Fürstentums Liechtenstein: 40.268 Euro Gesamtvolumen: 2.457.957 Euro

Zukunft der Raumentwicklung im Grenzraum Deutschland - Österreich - Schweiz - Liechtenstein (DACH+) 2 Die Raumplaner im Grenzraum von Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein wollen den übergeordneten Herausforderungen gemeinsam begegnen. Zu nennen sind hierbei insbesondere die Auswirkungen des demografischen Wandels, der Veränderungsprozesse in der Arbeitswelt, des Klimawandels. Das Projekt zielt vor dem Hintergrund dieser Zukunftsfragen auf gemeinsame Leitvorstellungen in der Raumplanung. Auf der Website www.dachplus.org finden Sie Näheres zum Projekt sowie Informationen zur Raumbeobachtung und das DACH+ GEOPORTAL mit raumrelevanten Themen.

Kostenrahmen Fördermittel der EU: 98.000 Euro Fördermittel der Schweiz: 85.909 Euro Beteiligung des Fürstentums Liechtenstein: 14.000 Euro Gesamtvolumen: 400.909 Euro

Nachhaltiger Hochwasserschutz 3 Im ehemaligen Überschwemmungsgebiet des Alpenrheins im Rheintal ist der Hochwasserschutz ein maßgeblicher Faktor: Erst durch einen ausreichenden Schutz vor Naturgefahren steht ein Lebensraum zur Verfügung, der von allen Bewohnern genutzt werden kann. Mithilfe eines numerischen Abfluss- und Sedimenttransportmodells und der weiterentwickelten Simulationssoftware BASEMENT ist es gelungen, die Sicherheit und Lebensgrundlage der über 500.000 hier lebenden Menschen deutlich zu verbessern. Neben dem Schutz von Infrastruktur, natürlichen Ressourcen und kulturellem Erbe der Region vor Naturgefahren gehen vom Projekt auch wichtige Impulse auf die ökologische Situation des Alpenrheins aus, die sich positiv auf Fischökologie, Limnologie, Ornithologie und Landschaftsentwicklung auswirken.

Kostenrahmen Fördermittel der EU: 338.567 Euro Fördermittel der Schweiz: 33.857 Euro Gesamtvolumen: 1.128.557 Euro

Nahversorgung Bodensee 4 Einkaufen „um die Ecke“ schafft menschliche Begegnungen, fördert das Leben im Ort und stärkt die Standortfunktionen gerade von ländlichen Gemeinden. Nahversorgung ist ein Teil der Daseinsvorsorge und gehört neben Faktoren wie Beschäftigung, Bildung oder Demografie zu den wichtigen Herausforderungen der Zukunft. Das Projekt hat in fünf Regionen die notwendigen Voraussetzungen und Strukturen für eine funktionierende Nahversorgung untersucht und anhand praxisnaher Erfolgsbeispiele wertvolle strategische Erkenntnisse darüber erarbeitet, wie die betroffenen Gemeinden ihre Nahversorgungssituation verbessern können. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis: Handeln, solange die Versorgungsstrukturen im Ort noch intakt sind – und nicht erst, wenn der letzte Laden geschlossen hat.

Kostenrahmen Fördermittel der EU: 160.918 Euro Fördermittel der Schweiz: 44.071 Euro Gesamtvolumen: 432.014 Euro

Interreg „Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein” | Bildung & Institutionen 107


Deutschland

Landkreis Konstanz | Standort Deutschland 108


Foto: Achim Mende


Landkreis Konstanz

Foto: Achim Mende

❯ Der Standort für Unternehmer und Investoren

❯ KONTAKT Landkreis Konstanz Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Tourismus und Europa c/o Businesspark Konstanz Max-Stromeyer-Straße 116 D-78467 Konstanz www.LRAKN.de/wirtschaft Thorsten Leupold Wirtschaftsförderer / Business Developer Phone: +49 7531 800 1140 wirtschaftsfoerderung@LRAKN.de

Zahlreiche Faktoren machen den Landkreis als Standort für Wirtschaftsunternehmen besonders attraktiv. Als Teil des multinationalen Wirtschaftsraums Bodensee bietet der Landkreis Konstanz Zugang zu international agierenden Absatzmärkten und erlaubt einen grenzüberschreitenden Austausch. Der Landkreis Konstanz ist besonders gut aufgestellt. Kurze Wege vor Ort und die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen, Immobilien und hochqualifizierten Arbeitskräften ermöglichen einen leichten und schnellen Auf- und Ausbau von Ideen.

Steigerung der Produktivität und der Verbesserung der Innovationskraft beitragen. Ein weiterer Nutzen ist die Stimulation von Unternehmensgründungen.

Die Anziehungskraft einer Region ist ein wichtiger Standortfaktor. Dies spiegelt sich im diesjährigen European Investment Monitor der Beratungsgesellschaft Ernst & Young zu ausländischen Direktinvestitionen wider. Im Bundesländervergleich gehört Baden-Württemberg zu den Spitzenreitern. Unter den 10 deutschen Städten mit den meisten Investitionsvorhaben 2012 sind drei aus Baden-Württemberg: Stuttgart, Konstanz und Mannheim.

Die Standortvorteile schätzen auch namhafte Unternehmen: Amcor, Aptar Pharma, Constellium, Maggi/Nestlé, Takeda Pharma, Schiesser, Eto Magnetic, TRW oder das Institut für Demoskopie in Allensbach haben den Landkreis Konstanz längst zu ihrem Standort gemacht. Darüber hinaus geht eine Vielzahl mittelständischer und kleiner Betriebe tagtäglich vom Gebiet des Landkreises aus ihren Geschäften nach.

Überzeugende Standortvorteile auf einen Blick Unternehmen und Investoren profitieren von den Synergien, die Netzwerke und Cluster in zukunftsweisenden Technologiebereichen, wie Umwelt-, Verpackungs-, Nano- und Biotechnologie hervorrufen. Zu den Schlüsselbranchen zählen aber auch die Nahrungs- und Lebensmittelindustrie, die Holzverarbeitung, die Gesundheitswirtschaft und der Tourismus. Regionale Cluster können insbesondere zur

Der Landkreis Konstanz präsentiert sich nicht nur in den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaft als eine vielfältige Region im westlichen Bodenseeraum, sondern auch im Bereich Tourismus.

110 Standort Deutschland | Landkreis Konstanz

Die enge Verbindung zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Lebensqualität ist ein weiterer wertvoller Aspekt. Der Landkreis Konstanz ist auch stark im Bildungssektor und wartet gleich mit zwei Hochschulen auf: die Exzellenz-Universität Konstanz und die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) Konstanz.

Nach der Entscheidung, sich nicht der neu gegründeten Deutschen Bodensee Tourismus GmbH anzuschließen, wurde zur Stärkung der regionalen Tourismusförderung u.a. die Arbeitsgruppe Touris-


mus Landkreis Konstanz (AG Tourismus) gegründet. Sie hat die Abstimmung und Koordination des regionalen Tourismus im Landkreis übernommen. In regelmäßigen Treffen wurden bereits zahlreiche Projekte erarbeitet, die nun in die Umsetzungsphase gehen. Ein großes Anliegen der Arbeitsgruppe ist es, sich nicht von den Nachbarregionen abzugrenzen, sondern die Projekte möglichst in Kooperation mit anderen touristischen Akteuren (z.B. Deutscher Bodensee Tourismus GmbH und Internationaler Bodensee Tourismus GmbH) auszurichten. Das Ziel einer einheitlichen Vermarktung der Bodenseeregion wird kontinuierlich in den Vordergrund gestellt. Als Projektbeispiel seien die „Premiumwanderwege Hegau und Überlinger Seebogen“ genannt. Sie sollen den Auftritt im Wandersegment durch hochwertige, mit dem Dt. Wandersiegel ausgezeichnete Premiumwege stärken. Die Umsetzung erfolgt unter Federführung der AG Tourismus und in enger Abstimmung mit den betroffenen Städten und Gemeinden, auch im Bodenseekreis.

❯ ENGLISH SUMMARY The district of Constance is a particularly attractive location for businesses for several reasons. As part of the multinational economic region of Lake Constance, the district of Constance offers access to international sales markets and promotes cross-border exchange. As everything is close by and there is plenty of available commercial property,

real estate and highly-qualified personnel, the district is an ideal place to implement and grow ideas. Companies and investors benefit from the synergies created by networks and clusters in innovative areas of technology such as environmental, packaging, nano and biotechnology. The district of Constance is also a strong educational hub with two universities: Constance University of Excellence and Constance University of Applied Sciences (HTWG). The district in the west of the Lake Constance region offers a wide range of advantages not only in the areas of business and science, but also tourism. In addition to a newly founded tourism company, Deutsche Bodensee Tourismus GmbH, the district is committed to promoting regional tourism development with a task force, Tourismus Landkreis Konstanz (AG Tourismus), among others. They all have their focus on consistently marketing the Lake Constance region. ❯ Über die AG Tourismus: In der Arbeitsgruppe Tourismus Landkreis Konstanz engagieren sich die Tourismusorganisationen sowie zwei Leistungsträger des Landkreises (Tourismus Untersee e.V., Hegau Tourismus e.V., Tourist-Information Konstanz GmbH, Tourismus Westlicher Bodensee (Stockach/Bodman-Ludwigshafen), Mainau GmbH und Bädergesellschaft Konstanz mbH). Geschäftsstelle und Organisation liegen bei der Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Tourismus beim Landratsamt. Der Kreistag des Landkreises Konstanz stellt im Sinne einer stärkeren Förderung des Tourismus 200.000 Euro für Projekte zur Verfügung.

Der Landkreis Konstanz

Landkreis Konstanz | Standort Deutschland 111


❯ Facts & Figures ❯ Gemarkungsfläche ❯ Gesamtzahl der Bevölkerung (Stand Dezember 2012) ❯ Versicherungspflichtige Beschäftigte (Stand 2012) Produzierendes Gewerbe Handel, Gastgewerbe u. Verkehr Sonstige Dienstleistungen Land-und Forstwirtschaft, Fischerei & Sonstige Arbeitslosenquote (Ø 2012) ❯ Haushalt im Jahr 2012 Gesamtergebnishaushalt

81.800 ha

270.568 88.918

31,4 % 24,8 % 42,9 % 0,9 % 4,2 %

rd. 226,6 Mio.€

❯ Surface area ❯ Total population (December 2012)

81,800 ha

270,568

❯ Employees subject to social insurance contributions (2012) Manufacturing industry Trade, transport, hotels and restaurants Other services Agriculture and forestry, fishing Unemployment rate (2012 average) ❯ Budget volume in 2012 Overall budget

88,918

31.4 % 24.8 % 42.9 % 0.9 % 4.2 %

approx. € 226.6 million €

❯ Verkehrsverbindungen Überregionale Straßen Autobahn A 81 Singen-Stuttgart | E 41 / E 54 | Bundesstraßen B 31 / B 313 / B33 / B 34 / B 14 / B 491 | Anbindung an Autobahn N 7 / N 1 Richtung Zürich Überregionale Bahnverbindungen Zürich-Singen-Stuttgart (Gäubahn) | Konstanz-Offenburg (Schwarzwaldbahn) | Basel-Singen-Lindau (Bodensee-Gürtelbahn) | Konstanz-Zürich Nahverkehr (Schiene) Flächendeckende innerregionale Busverbindungen | Städtische Buslinien in Konstanz, Radolfzell, Singen Schifffahrt Fährverbindung Konstanz-Meersburg | Katamaran Konstanz-Friedrichshafen | Kursschiffe sowie regionale Schiffsverbindungen

❯ Transport connections National roads Motorway A 81 Singen-Stuttgart | E 41 / E 54 |Federal roads B 31 / B 313 / B33 / B 34 / B 14 / B 491 | Direct link to motorway N 7 / N 1 towards Zurich National rail connections Zurich-Singen-Stuttgart (Gäubahn) | Constance-Offenburg (Schwarzwaldbahn) | Basel-Singen-Lindau (Bodensee-Gürtelbahn) | Constance-Zurich Local traffic (roads) Comprehensive bus network within the region | Municipal bus lines in Constance, Radolfzell, Singen Shipping lines Ferry service Constance-Meersburg | Catamaran service ConstanceFriedrichshafen | Passenger boats and regional shipping lines

❯ Tourismus (Stand Dezember 2012) Gästeankünfte Übernachtungen

❯ Tourism (December 2012) Tourists Overnight stays

682.731 1.987.822

❯ Allgemeinbildende Schulen 83 Grund- und Hauptschulen | 10 Realschulen | 9 Gymnasien | 4 Sonderschulen (Schulträger Landkreis) ❯ Hochschulen/öffentliche Einrichtungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung Universität Konstanz | HTWG-Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz mit technischer Akademie und Managementzentrum | Volkshochschule Konstanz-Singen | Volkshochschule Radolfzell | 8 berufliche Schulen (Konstanz, Radolfzell, Singen, Stockach) | Bildungsakademie der Handwerkskammer Konstanz ❯ Landrat Frank Hämmerle ❯ Zusammensetzung des Kreistages insgesamt 68 Mitglieder Davon 22 CDU | 15 Freie Wähler | 12 SPD | 10 Bündnis 90/Grüne | 7 FDP | 2 Neue Linie e.V.

112 Standort Deutschland | Landkreis Konstanz

682,731 1,987,822

❯ General education schools 83 primary schools with secondary-level Hauptschule | 10 secondarylevel Realschulen | 9 secondary-level Gymnasien | 4 special education schools (The district is responsible for maintaining schools) ❯ Universities/public institutions for vocational education and training University of Konstanz | Konstanz University of Applied Sciences (HTWG) with technical academy and management centre | Volkshochschule Constance-Singen adult education centre | Volkshochschule Radolfzell adult education centre | 8 vocational schools (Constance, Radolfzell, Singen, Stockach) | Trade Academy at the Chamber of Crafts in Constance ❯ District Administrator Frank Hämmerle ❯ Composition of the district council Total 68 members including 22 CDU | 15 Freie Wähler (Independents) | 12 SPD | 10 Bündnis 90/Grüne (Green Party) | 7 FDP | 2 Neue Linie e.V. 


Businesspark Konstanz

Die beste Adresse für Ihr Unternehmen ❯

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Einziehen und durchstarten ist unser Credo. Sie finden bei uns die Räume, die zu Ihnen passen. Eine perfekte Infrastruktur und ein gelebter Servicegedanke stehen bei uns im Mittelpunkt. Wir bieten faire, flexible Mietverträge zu attraktiven Konditionen die Gestaltungsraum für Ihre unternehmerische Entwicklung lassen. Profitieren Sie von einem kreativen Networking mit über 80 Betrieben im Park. Unser Park liegt zentral zur Altstadt und ist bestens durch öffentliche Verkehrsmittel erschlossen.

Move in and get started – that is our credo. Our offices will suit your company down to the ground. We place great importance on providing a perfect infrastructure with a focus on service. We offer fair and flexible rents with attractive conditions that give your business room to grow. With over 80 businesses in the park, there are plenty of opportunities for creative networking. Businesspark Konstanz is set in a central position close to Constance’s old town with ideal transport connections. Businesspark Konstanz is also actively involved in sport and culture with various events.

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Der Businesspark Konstanz, ein Standort mit interessanten Gebäudestrukturen und flexiblen Mietflächen. Moderne Infrastruktur wie z.B. ultra-schnelles Internet über Glasfaser für alle Mieter. / Businesspark Konstanz is a business venue with interesting structures and flexible office space. A state-of-the-art infrastructure with ultra-high-speed internet via optic fibre cables for all tenants.

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Wir engagieren uns für den Jugendsport und unterstützen die Rennmannschaft des Skiclub Konstanz. / We promote sport for young people and support the racing team of Constance’s ski club.

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Unser Park liegt zentral zur Altstadt und ist bestens durch öffentliche Verkehrsmittel angeschlossen. / Our park is ideally situated close to Constance town centre with excellent public transport connections.

Der Businesspark Konstanz engagiert sich darüber hinaus in den Bereichen Sport und Kultur mit verschiedenen Events.

❯ ENGLISH

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In der großzügigen Lobby empfangen Sie Ihre Kunden und Gäste. Hier finden regionale Künstler Ausstellungsflächen. Ein Ort der Begegnung. / Our generous lobby is the perfect place to welcome your customers and guests. Local artists are given the opportunity to exhibit their work here.

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Lassen Sie sich verwöhnen in unserem Restaurant und der Cafeteria. Ein Platz zum Entspannen. / Treat yourself and relax in the restaurant and cafeteria.

❯ KONTAKT Businesspark Konstanz GmbH Max-Stromeyer-Straße 116 D-78467 Konstanz info@businesspark-konstanz.de www.businesspark-konstanz.de

Businesspark Konstanz GmbH | Standort Deutschland 113


die Vierländerregion Bodensee

❯ Einer der attraktivsten & innovativsten

Hightech-Standorte Europas

Standortpartner der Bodensee Standort Marketing GmbH beim Investoren-Dialog Bodensee im Landkreis Konstanz

❯ KONTAKT Bodensee Standort Marketing GmbH Max-Stromeyer-Straße 116 D-78467 Konstanz www.b-sm.com Thorsten Leupold Geschäftsführer / CEO Phone: +49 7531 1141 Fax: +49 7531 1146 info@b-sm.com

Die Vierländerregion Bodensee zählt zu den dynamischsten Wirtschaftsräumen in Europa. Sie ist ein wirtschaftlicher Hotspot, der für Unternehmen und Investoren viele Chancen bietet: Ein breit gefächertes Branchenspektrum, Netzwerke und Cluster in zukunftsweisenden Technologiebereichen sowie Zugriff auf die Potenziale und Ressourcen vier hochentwickelter Länder – Deutschland, Schweiz, Österreich und Liechtenstein. Unter dem Motto „Spannende Vielfalt" bieten sich Investoren tausende Möglichkeiten!

dem man den Landkreis aus der Vogelperspektive betrachten konnte. Im Jahr 2013 fand ein Investoren-Dialog spezial zum Thema Konversion in Sigmaringen statt, dessen Ausklang exklusiv im Schloss Sigmaringen gefeiert wurde. Ziel der Veranstaltungsreihe ist, Investitionsobjekte aller vier Länder der internationalen Bodenseeregion Investoren zu präsentieren sowie das in Dialog treten und die Präsentation der Vierländerregion Bodensee – einem hochattraktiven Standort für Innovation, Investition und Ansiedlung.

Investoren Dialog Die Bodensee Standort Marketing GmbH (BSM) veranstaltet gemeinsam mit ihren teilregionalen Gesellschaftern die Investoren-Dialoge Bodensee. Einmal pro Jahr präsentiert sich eine Teilregion des internationalen Wirtschaftsstandorts Vierländerregion Bodensee potenziellen Investoren mit einem exklusiven Programm. Die Premiere des Investoren-Dialogs Bodensee im Juni 2011, im Landkreis Sigmaringen, war mit 130 Teilnehmern aus der Vierländerregion Bodensee und ganz Baden-Württemberg vollends ausgebucht. Eine exklusive Bus-Tour zu den Investitionsobjekten durch den Landkreis sowie eine Podiumsdiskussion rundeten die Veranstaltung ab. Im darauffolgenden Jahr präsentierte sich der Landkreis Konstanz mit dem Motto: „Hoch hinaus – Aufstiegschancen für Unternehmen und Fachkräfte“. Highlight der Veranstaltung war der anschließende Rundflug, bei

Investors Forum Mit dem Investors Forum positioniert sich die Vierländerregion Bodensee als attraktive Region für Start-ups und Innovation! Unter dem Motto „Innovatoren treffen Investoren“ erhalten erfolgsversprechende Start-ups aus unterschiedlichen Branchen die Möglichkeit, ihr Unternehmen hochkarätigen Investoren zu präsentieren. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, langfristige Finanzierungspartner zu finden. Die Bodensee Standort Marketing GmbH hat gemeinsam mit der WIS GmbH Landkreis Sigmaringen, dem Verein STARTFELD in St.Gallen, dem Verein LIM in Schaan sowie der führenden Schweizer Venture-Plattform CTI Invest das Projekt Investors Forum Bodensee ins Leben gerufen. Die Vierländerregion Bodensee verfügt damit über die erste seeumfassende Plattform, die innovative, kapitalsuchende Start-ups und Investoren zusammen bringt. Neben der Initiierung und Etablierung von In-

114 Standort Deutschland | Bodensee Standort Marketing GmbH


vestorenanlässen wurde parallel gezielt der Aufbau eines Kreises von Business Angels in der Vierländerregion Bodensee sowie der Ausbau des Partnernetzwerkes forciert. Die neugegründete Sektion Bodensee der Business Angels Switzerland bildet einen Teil des Investoren-Pools des Projektes, während die vielversprechenden Innovatoren von den renommierten Hochschulen kommen. Die grenzüberschreitende Veranstaltungsreihe findet an wechselnden Destinationen rund um den Bodensee statt und bietet nicht nur exklusiven Zugang zu Investoren. Gründer profitieren weiterhin von den Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern. Investoren verschafft das Investors Forum die Gelegenheit, innovative und vielversprechende Start-ups mit Markt- und Wachstumspotential kennenzulernen, zum Ausbau ihrer Geschäftsbeziehungen. Studenten wird die Möglichkeit eröffnet, ihre unternehmerischen Ideen zu realisieren und teilnehmende Hochschulen werben indirekt neue Studenten und verbessern gleichzeitig ihre Vernetzung mit anderen Hochschulen, Unternehmen und Investoren. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Die Bodensee Standort Marketing GmbH (BSM) ist als überregionale Wirtschaftsförderung Ansprechpartner für den Bereich Wirtschaft innerhalb der internationalen Vierländerregion Bodensee. Die BSM bietet Beratung rund um den Standort, Investorenservices, Ansiedlungsberatung und -werbung, Vermittlung von Gewerbeimmobilien und betreut die Clusterinitiative Bodensee (CLIB), das Netzwerk Umwelttechnologie, das Cluster Forst & Holz und den Vierländerregion Bodensee Botschafterclub e.V. Die BSM steht im engen Kontakt mit lokalen Institutionen und Organisationen und vermittelt bei Bedarf Kontakte vor Ort. Im Bereich Standortmarketing ist es Aufgabe der BSM, das Profil der Vierländerregion Bodensee als Wirtschaftsstandort zu stärken. Dies reicht von der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit und der Bereitstellung von Informationsmaterial zum Wirtschaftsstandort, bis hin zu Angeboten für die Besuche von internationalen Delegationsreisen. Durch gezieltes Standortmarketing und übergreifende Wirtschaftsförderungsprojekte wird die Vierländerregion Bodensee im Wettbewerb der Regionen international als Wirtschaftsstandort positioniert. Auf Europas größten internationalen Fachmessen für Gewerbeimmobilien und Investitionen EXPO REAL und MIPIM präsentiert die BSM jährlich gemeinsam mit Partnern den Wirtschaftsstandort mit einem Messestand. Als Lead-Partner ist die BSM am 2010 begonne-

nen seeumfassenden Marketing- und Kommunikationsprojekt „Internationaler Wirtschaftsraum Bodensee“ (IWB) beteiligt, aus dem die Regionenmarke „Vierländerregion Bodensee“ hervorgegangen ist. Als Markeninhaberin ist die BSM für das allgemeine Markenmanagement der Regionenmarke und deren Vermarktung zuständig.

❯ ENGLISH SUMMARY Bodensee Standort Marketing GmbH (Lake Constance Region Location Marketing - BSM) Lake Constance Region Location Marketing (Bodensee Standort Marketing GmbH – BSM) is a supraregional business promotion service and your contact partner for the international Fourcountryregion Bodensee. It provides advice on investor services, relocation and advertising, and the placement of commercial real estate. It also manages the Cluster Initiative Lake Constance (CLIB), the Environmental Technology Network and the Ambassadors’ Club of the Fourcountryregion Bodensee. BSM is in close contact with local institutions and organisations, and provides contacts on site. As a location marketing company, BSM’s task is to strengthen the profile of the Fourcountryregion Bodensee as an international business venue. BSM is a lead partner in a marketing and communication project around the lake with a total of 15 project partners from all 4 neighbouring countries (DE, CH, AT, LI). The regional brand “Fourcountryregion Bodensee” is the result of a project that unites business, tourism and further areas all around the lake. www.vierlaenderregion.info Our Investor related projects: Lake Constance Region Investor Dialogue An annual event with tours to industrial and commercial areas with the aim of winning investors for the Fourcountryregion Bodensee. www.investorendialog-bodensee.net Investors Forum The overarching vision of the Investors Forum is to position the Fourcountryregion Bodensee as one of the most attractive regions for startups and innovation. The aim is to set up a circle of business angels in the region. Investor events are organised to give start-ups the opportunity to present themselves to investors with the aim of finding longterm financing partners.

Expertenrunde auf dem Podium. (V.l.n.r: Herbert Bossinger (Baden-Württemberg International), Thorsten Leupold (BSM), Joachim Umbach (Schwäbischer Verlag), Dr. Karlheinz Steinmüller (Z_punkt GmbH), Prof. Dr.-Ing. Peter Jany (IHK Bodensee-Oberschwaben), Prof. Dr. Markus Lehmann (Hochschule Albstadt-Sigmaringen)).

Bodensee Standort Marketing GmbH | Standort Deutschland 115


Stadt Konstanz

Foto: Michael Häfner

❯ Wirtschaftliche Neujustierung der Stadt

Blick vom Zeppelin in die Konstanzer Bucht / View of the bay of Constance from the Zeppelin

Konstanz ist ein Standort mit ausgezeichneter Forschung und zukunftsweisenden Technologien. Dies verdankt die Stadt insbesondere der Exzellenz-Universität und der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG), welche ein optimales Umfeld für junge Innovatoren bilden. Mittelständische Unternehmen, die durch ihre Innovationsstärke wertschöpfende Produkte entwickeln, zeichnen den Wirtschaftsstandort heute aus.

❯ KONTAKT Stadt Konstanz Wirtschaftsförderung / Business Development Agency Untere Laube 24 D-78462 Konstanz Phone: +49 7531 900631 www.konstanz.de

116 Standort Deutschland | Konstanz

Aufbruchsstimmung Die Wirtschaftsnachrichten, die 2012 und 2013 aus Konstanz zu hören waren, waren dennoch eher bedrückend: So war das Lifescience-Unternehmen Nycomed – mit den Vorgängerunternehmen Byk Gulden und Altana einst Pharma-Flaggschiff am Bodensee – vom Takeda-Konzern aufgekauft worden; durch die Restrukturierung der Standorte des neuen japanischen Eigentümers fielen hunderte Stellen in Konstanz weg. Die Centrotherm AG, die am Seerhein gerade ihr neues Forschungszentrum – das Solar Innovation Center – fertiggestellt hatte, wurde wie viele andere einst renommierte Player der Solarbranche von der Krise in diesem Bereich mitgerissen – die angekündigten neuen Arbeitsplätze waren perdu, der Standort wurde nie vollständig bezogen. Der internationale Logistiker Transco hat für 2014 seinen Abschied aus Konstanz angekündigt, bleibt aber immerhin in der Region und baut seinen Standort in Singen aus. Diesen Negativschlagzeilen trotzt der Standort Konstanz wie bei vergangenen Schwierigkeiten mit einer Weiterentwicklung der wirtschaftlichen Strukturen. Denn jede Krise bietet auch Chancen für Neues: die Ansiedlung neuer Unternehmen, das Angebot neuer Flächenoptionen, die Schaffung neuen Wohnraums.

Ein Neuanfang – der Campus Konstanz Der Campus Konstanz am westlichen Eingang der Stadt bietet mit seiner hervorragenden Logistik sowie den modernen und hochwertigen Labor- und Büroräumen ideale Bedingungen für Forschung und Entwicklung im Life Sciences Bereich und anderen Hightech-Branchen. Der Campus Konstanz ist ein Zukunftsprojekt, welches sich über eine Fläche von 100.000 m² Bruttogeschossfläche, davon 30 % Laborflächenkapazität, erstreckt und sich sehr dynamisch entwickelt. Zwischen dem jetzigen Eigentümer und der Wirtschaftsförderung gibt es bei der Ansiedlung neuer Unternehmen eine enge Kooperation. Der einstige Eigentümer Takeda hat seine Flächen auf dem Campus konzentriert und ist nun mit noch 150 Mitarbeitern am Standort vertreten. Weitere Flächen angemietet haben Firmen wie HDC (Hit Discovery Constance, eine Ausgründung der Max-Planck-Gesellschaft Dortmund), PHAST GmbH, Trenzyme und weitere Firmen aus dem Life Science Bereich. Ebenso ist die Firma Bedifol eingezogen, die sich auf die Fertigung von Displayschutzfolien spezialisiert hat. Weitere Entwicklung am Seerhein: Competence Center und Seerhein-Office Das Competence Center Konstanz ist ein idealer Standort für innovative und technologiebezogene Unternehmen aus der Informations- und Telekommunikations- sowie der Kreativbranche und den unternehmensnahen Dienstleistungen. Das Multifunktionsgebäude weist durch individuell ausgearbeitete Nutzenkonzepte eine hohe Flächeneffizienz auf. Die repräsentative und integrierte urbane Lage unmittelbar am Seerhein prägen das Zentrum.


Seerhein Office, Hotel 47°, Restaurant & Biergarten Brigantinus, EDEKA Center, Competence Center Konstanz (v.l.n.r)

In unmittelbarer Nachbarschaft vermietet Bollinger Real Estate Büroflächen in direkter Seerheinlage. Das Seerhein-Office zeichnet sich durch moderne Architektur, hohe Flexibilität und einen anspruchsvollen Mietermix aus. Die Erstmieter profitieren von einem maßgeschneiderten Büro in absoluter Toplage in Konstanz. Das von einem regionalen Familienunternehmen geführte 4-Sterne-Superior Hotel 47° auf dem gleichen Grundstück eröffnet 2014 und wirbt als „das andere Hotel für Business, Entspannung und Genuss“. Auf dem ehemaligen Industriegelände am Seerhein ist heute Wohnen und Arbeiten, Freizeit und Beruf eng vereint. Neben den gewerblichen Flächen wurden in den letzten Jahren fünf Wohnblöcke für über 1.000 Menschen geschaffen, unmittelbar angrenzend an die neu gestaltete erweiterte Promenade direkt am Wasser. Zum Verweilen lädt auch ein modern eingerichteter Gastronomiebetrieb mit großem Biergarten ein. Neuordnung der Stadt So schmerzlich der Weggang des Speditionsunternehmens Transco ist, bietet jedoch auch diese Veränderung eine Chance: Denn das frei werdende Gelände wird künftig Sitz eines bedeutenden regionalen Mobilitätsdienstleisters eines Autokonzerns, der schon lange auf der Suche nach einem neuen, größeren Standort war. Und der alte Standort, zentral in Konstanz gelegen, wird frei für dringend erforderlichen Wohnbau. Auch ein anderer Logistiker siedelte 2013 um – allerdings innerhalb der Stadt: Das Logistikunternehmen Holenstein hat nun eine erweiterte Fläche im Industriegebiet Oberlohn. Auch hier wurde Platz für Wohnen geschaffen: In der zentral gelegenen Neuen Mitte von Petershausen, direkt am dortigen Bahnhof. Und der Solarstandort? Von der deutschen Solarkrise sind auch der Standort Konstanz und das ein oder andere Unternehmen vor Ort betroffen. Schwarz gesehen werden muss deshalb allerdings nicht: Zum einen haben sich die betroffenen Unternehmen trotz Einschnitten halten können, zum anderen gibt es auch hier kleine und innovative Hidden Champions, die intensiv an inte-

ressanten Entwicklungen arbeiten. Unterstützung für den Solarbereich bietet in Konstanz das Solar-Forschungsinstitut ISC, und auch das EUForschungsprojekt CoSSMic, das neue Anwendungen im PhotovoltaikBereich untersucht, gibt neuen Auftrieb.

❯ ENGLISH SUMMARY Constance is a business location with outstanding research and innovative technologies. In 2012 and 2013, however, news on the economic situation was somewhat gloomy. But Constance is confronting these negative headlines as it has in the past by enhancing its economic structures, attracting new companies, offering new land options, and creating new residential areas. “Campus Konstanz” at the western entrance to the town offers ideal conditions for research and development in the area of life sciences and other high-tech sectors thanks to its excellent logistics as well as state-of-the-art and high-quality laboratories and office space. The Competence Center Konstanz and the Seerhein Office, situated on a former industrial wasteland on the Seerhein, are ideal locations for innovative and technology-related companies in the information technology and telecommunications sectors as well as the creative industries and corporate service providers. The former site of Transco, a freight forwarding company, will soon be the main office of a major regional service provider for a car manufacturer that has been looking for a new and larger location for some time. Its former premises in a central position in Constance will then become available for housing, which is urgently needed. The town of Constance and one or two companies have been affected by the crisis in the German solar industry. But this does not mean that all the news is bad: On the one hand, the affected companies have been able to hold their ground despite cuts, and on the other this industry also has small and innovative hidden champions that are working hard on interesting developments. The solar industry in Constance is supported by the solar research institute ISC, while the EU research project CoSSMic, that investigates new applications in the area of photovoltaics, is giving the industry a fresh impetus. Konstanz | Standort Deutschland 117


❯ Zufriedenheit mit dem Wirtschaftsstandort Konstanz

Oberbürgermeister / Mayor Uli Burchardt

Wirtschaft, Wohnen und Verkehr – das sind die zentralen Schwerpunkte von Oberbürgermeister Uli Burchardt, bei denen das 2012 neu gewählte Stadtoberhaupt den größten Handlungsbedarf der kommenden Jahre sieht. Diesen Leitthemen folgend führte die Wirtschaftsförderung und das Team Statistik in Zusammenarbeit mit der Firma GEFAK Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung Anfang 2013 eine umfassende Unternehmensbefragung durch – nach zwei spezifischen Fachkräftemonitorings in den Jahren 2011 und 2012. ❯ KONTAKT Stadt Konstanz Wirtschaftsförderung / Business Development Agency Untere Laube 24 D-78462 Konstanz www.konstanz.de Christina Groll Phone: +49 7531 900 664 GrollCh@stadt.konstanz.de Eberhard Baier Hauptamt Team Statistik und Steuerungsunterstützung Phone: +49 7531 900 280 BaierE@stadt.konstanz.de

118 Standort Deutschland | Konstanz

Konstanzer Unternehmensbefragung 2013 Die Ergebnisse der über 500 antwortenden Unternehmen (Rücklaufquote 35 Prozent) dienen nun als Grundlage für die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Konstanz. Sie wurden im Sommer 2013 auf der Wirtschaftstagung „Unternehmen Zukunft“ öffentlich vorgestellt. Die gut besuchte Veranstaltung war Auftakt zu einer Wirtschafts- und Standortpolitik, mit der Konstanz die eigenen Stärken besser herauskehren soll, so der Oberbürgermeister in seinem Statement. Bei einer lebhaften Podiumsdiskussion kamen zudem Konstanzer Unternehmer zu Wort, die aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln und Bereichen über ihre jeweilige Unternehmenssituation berichteten. Die Geschäfte laufen gut, es fehlen aber zunehmend Fachkräfte Rund zwei Drittel der Firmen schätzen ihre Geschäftssituation aktuell als gut oder sogar sehr gut ein, womit der positive Trend der Vorjahre weiterhin

bestätigt wird. Mittelfristig ein Problem auf sich zukommen sieht allerdings fast die Hälfte der Firmen: Sie sind der Meinung, dass sie in den nächsten Jahren ernsthaft mit dem Thema Fachkräftemangel, insbesondere in der betrieblichen Ausbildung, konfrontiert werden. Am stärksten betroffen zeigen sich hier größere Firmen ab 25 Beschäftigten, schwerpunktmäßig auch die Branchen Erziehung und Unterricht, Handwerk, Gastgewerbe und Handel. Betroffene kleinere Betriebe äußern, dass sie in Folge mangelnden qualifizierten Personals Aufträge ablehnen müssen. Aktuell sieht sich über ein Drittel der teilnehmenden Firmen nicht vom Fachkräftemangel betroffen. 28 Prozent sehen das komplett anders: Bei 148 Betrieben ist die Problematik bereits heute klar angekommen. Befragt nach den wichtigsten Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel sehen ein Großteil der Firmen vor allem den Bereich der Aus- und Weiterbildung. Lebensqualität als Standortmerkmal Das auch im Vergleich mit anderen Städten herausragende Standortmerkmal ist die Lebensqualität. Sie wird von 96 Prozent der Befragten als gut oder sehr gut beurteilt. Die Nähe zu Hauptkunden und die Breitbandversorgung (je 66 Prozent Zustimmung) sind weitere wichtige und gut bewertete Standortfaktoren für die Betriebe. Positiv werden auch die Nähe zu Forschungseinrichtungen und die internationale Flughafenanbindung von den Firmen beurteilt. Auch mit der Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft und den Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind die Firmen überwiegend zufrieden.


„Bereits heute ist die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal ein bedeutender Standortfaktor. Das stellt nicht nur die Wirtschaft, sondern die gesamte Gesellschaft vor große Herausforderungen.“ OB Uli Burchardt "The availability of qualified staff is already a significant factor for business locations today. This presents a major challenge, not only for the economy, but for society as a whole." Mayor Uli Burchardt

Handlungsbedarf gibt es beim Thema Wohnen – hier schneiden Preisniveau und Verfügbarkeit schlecht ab. Dieses Ergebnis kommt nicht unerwartet. „Die Situation auf dem Wohnungsmarkt hat wesentliche Auswirkung auf Konstanz als Wirtschaftsstandort und verschlechtert auch unsere Verkehrssituation zunehmend. Daher haben wir ein „Handlungsprogramm Wohnen“ aufgelegt, um schon innerhalb der nächsten Jahre für eine spürbare Entlastung zu sorgen und unseren Standort weiter voranzubringen,“ so OB Uli Burchardt. Fast ein Viertel der Betriebe sind mit der Familien- und Kinderbetreuung unzufrieden. Das verwundert zunächst, da Konstanz seit Jahren in den Ausbau der Kleinkind- und Ganztagesbetreuung investiert, dies auch weiterhin tut und landesweit ein Vorreiter auf diesem Gebiet ist. Gleichzeitig steigt jedoch die Nachfrage schneller als das Angebot. Zusammen mit dem mittlerweile gesetzlich verankerten Rechtsanspruch für KitaPlätze hat zudem die mediale Präsenz der Thematik zugenommen. Innovative Betriebe wollen wachsen Über 50 Prozent der teilnehmenden Firmen gaben an, in den nächsten drei Jahren neue Produkte oder Dienstleistungen einzuführen. Fast ein Viertel plant eine Standorterweiterung. Rund 30 Prozent der Firmen haben Bedarf an zusätzlichen Flächen angegeben (156 Firmen). Mit 58 Nennungen suchen die meisten Betriebe Büroflächen, überwiegend jedoch in kleineren Stückelungen.

Unternehmen ab drei Mitarbeiter wurden angeschrieben Um ein möglichst breit gestreutes Ergebnis zu erreichen, wurden für die Umfrage 2013 knapp 1.600 Unternehmen ab drei Beschäftigten einbezogen. Die Befragung wurde in personalisierter Form durchgeführt, damit von Seiten der Stadt unmittelbar und individuell auf Anliegen der Unternehmen eingegangen werden kann. Wie bei den Fachkräftemonitorings in den Vorjahren waren auch dieses Mal die IHK Hochrhein-Bodensee, die Handwerkskammer Konstanz und die Agentur für Arbeit KonstanzRavensburg als Projektpartner beteiligt. Die komplette Auswertung der Konstanzer Unternehmensbefragung 2013 sowie die Tagungsdokumentation „Unternehmen Zukunft“ stehen zum Download bereit unter www.konstanz.de/fkm

❯ ENGLISH SUMMARY Constance’s business development office and statistics team together with GEFAK, an institute for applied consumer research, conducted a comprehensive survey of companies at the beginning of 2013 – following two specific studies of qualified employees in 2011 and 2012. The data from the more than 500 companies that answered the questionnaire (35 percent response rate) will now be used as a basis for enhancing Constance as a business location. The complete evaluation report of the Constance business survey 2013 can be downloaded at www.konstanz.de/fkm

Konstanz | Standort Deutschland 119


EUROPA ZU GAST

Foto: Franz-Josef Stiehle-Werdermann

❯ 600 Jahre Konstanzer Konzil 2014 bis 2018

Schwerpunktthema 2014: König Sigismund / The theme in 2014: King Sigismund.

❯ KONTAKT Konzilstadt Konstanz Marktstätte 1 D-78462 Konstanz Phone: +49 7531 363 270 Montag bis Donnerstag 09.00 bis 12.30 Uhr, 14.00 bis 17.00 Uhr www.konstanzer-konzil.de www.facebook.com/konzilstadt Um den Newsletter „Konzil im Blick“ kostenfrei zu abonnieren, schicken Sie eine Mail an info@konstanzer-konzil.de

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Die Herkunftsorte der Teilnehmer des Konstanzer Konzils 1414 bis 1418 / Where participants at the Council of Constance from 1414 to 1418 came from

Ein Jubiläum für ein einzigartiges Konzil 2014 bis 2018 erinnert die Stadt Konstanz zusammen mit vielen Partnern aus der Region und Europa an das Konstanzer Konzil 1414 bis 1418. Teilnehmer aus aller Herren Länder machten Konstanz vor 600 Jahren zu einem Ort der Begegnungen und Impulse und rückten die alte Bischofsstadt über mehrere Jahre ins Zentrum der abendländischen Welt. Größter Erfolg der Versammlung war 1417 die Wiederherstellung der kirchlichen Einheit durch die Papstwahl Martin V. im heutigen Konzilgebäude. Doch das Konstanzer Konzil war weitaus mehr als eine Kirchenversammlung: Mit zwei Reichstagen, zahlreichen Belehnungen und anderen politischen Akten prägt es die europäische Geschichte bis heute nachhaltig. Zugleich war das Konzil Treffpunkt für die Universitäten, Büchermarkt und Kopierzentrum für Schriften. Es hatte eine kulturelle Katalysatorfunktion, vor allem in den Bereichen Literatur und Musik, und war Wegbereiter für neue Strömungen wie den Humanismus. Das Konstanzer Konzil steht aber auch für die Verurteilungen und Hinrichtungen von Jan Hus und Hieronymus von Prag als Ketzer – und damit sinnbildlich für die Unfähigkeit der Kirchenversammlung mit Reformansätzen umzugehen, die sie nicht aufhalten konnte. Begegnung – Dialog – Impulse Das Konziljubiläum knüpft an den Kern des Konstanzer Konzils an: Begegnung, Dialog und Impulse kennzeichneten die Zusammenkunft vor 600 Jahren. 2014 bis 2018 präsentiert sich Konstanz erneut als Stadt der Begegnungen, lädt ausgehend von den historischen Ereignissen zum europäischen Austausch ein, um Impulse für die Zukunft zu setzen. Als eine Art europäische Initialzündung bieten sich das Konstanzer Konzil und das Jubiläum zur Vermittlung der europäischen Idee an. In der Auseinandersetzung mit der gemeinsamen grenzüberschreitenden Geschichte steckt die große Chance, Europa nicht nur auf die

Wirtschafts- und Eurokrise zu reduzieren, sondern die Idee des Friedens und die seit Jahrhunderten verbindenden Werte zu vermitteln. Hierfür hat Konstanz viele Partner rund um den Bodensee, in der Schweiz, aber auch in Tschechien und Italien gefunden. Der Kanton Thurgau und einzelne Gemeinden greifen das Thema der Papstflucht und die Auswirkungen auf die eidgenössiche Geschichte in kulturellen sowie touristischen Aktivitäten auf. Das tschechische Kulturministerium, das Hussitische Museum in Tabor oder die Tschechoslovakische Hussitische Kirche laden zur Auseinandersetzung mit der Persönlichkeit und den Lehren von Jan Hus ein. Vom norditalienischen Lodi ergeht wie vor 600 Jahren die Einladung nach Konstanz. 5 Jahre, 5 Köpfe, 5 Themen Fünf Köpfe, die das Konstanzer Konzil geprägt haben, sowie fünf zeitlos aktuelle Themen prägen die fünf Jubiläumsjahre. 2014, das Eröffnungsjahr, ist König Sigismund gewidmet, dem eigentlichen Initiator des Konzils. Das »Jahr der europäischen Begegnungen« möchte an die Vielfalt der Gäste vor 600 Jahren erinnern und aus Konstanz erneut einen Ort des europäischen Austausches machen. Den Auftakt bildet die Große Landesausstellung im Konzilgebäude. „Das Konstanzer Konzil. Weltereignis des Mittelalters 1414 bis 1418“ zeigt europäische Spitzenwerke um 1400 im historischen Kontext. Die musikalische Avantgarde um 1400 lässt im Juni 2014 Konstanz erklingen, während das Theater Konstanz eine Uraufführung von Theresia Walser und Karlheinz Ott auf dem Münsterplatz als Konzilfestspiele inszeniert. Diskursreihen zu Europa heute und künstlerische Experimente setzen Akzente im Auftaktjahr. 2015 würdigt den böhmischen Theologen und Reformator Jan Hus, der am 6. Juli 1415 als Ketzer verurteilt und verbrannt wurde. Internationale und ökumenische Gedenkveranstaltungen sowie Angebote aus


Foto: Achim Mende Konstanzer Hafen mit Konzilgebäude / Constance's harbour with the Council Building

Kultur und Wissenschaft regen zur Auseinandersetzung mit Themen wie Toleranz, Umgang mit Andersgläubigen sowie Werten und ihrem Wandel an. Die schöne Imperia – ursprünglich eine literarische Figur – stellt 2016 Themen aus dem mittelalterlichen Alltag in den Mittelpunkt. Die erlebnisorientierten Angebote bieten nicht nur Kindern und Jugendlichen einen lebendigen Zugang zum Konstanzer Konzil. 1417 wurde mit Martin V. in Konstanz ein neuer Papst gewählt. Das Jahr 2017, in dem sich auch die Reformation zum 500. Mal jährt, ist Anlass, den interreligiösen Dialog innerhalb Europas zu suchen und in der Bodenseeregion zu intensivieren. 2018 ist dem Ritter und Minnesänger Oswald von Wolkenstein gewidmet und stellt den europäischen Kulturaustausch ins Zentrum des Abschlussjahres mit Veranstaltungen wie „Minne meets Poetry Slam“. Das Konziljubiläum als Investition in die Zukunft Die einzelnen Jubiläumsangebote erfüllen die unterschiedlichen Bedürfnisse nach Bildung oder Unterhaltung, nach Entspannung oder Abenteuer, nach Identität und Orientierung oder nach neuen Erfahrungen und Erlebniswelten. Das Konziljubiläum setzt mit diesem Ansatz Maßstäbe für eine zukunftsweisende Vermittlung von Geschichte durch Teilhabe für alle. Das Konstanzer Konzil bedeutete einen massiven Konjunkturschub für die Region, der erst 1460 zum Erliegen kam. Für das Jubiläum 2014 bis 2018 stellt Konstanz knapp 6 Millionen Euro bereit, um die Jahrhundertchance zu nutzen: Konstanz möchte sich in den kommenden Jubiläumsjahren als Stadt der Impulse und Konsensfindung etablieren, sich als Wissensstandort präsentieren und erneut ins Zentrum Europas rücken.

❯ ENGLISH SUMMARY One of the biggest events in the Middle Ages took place 600 years ago in Constance. Sigismund, King of Germany and later Holy Roman Emperor, called the Council on Lake Constance together with Pope John XXIII. To celebrate “600 Years Council of Constance”, the town of Constance is forging a link between the historic event and the future of Europe with a varied programme of events. The anniversary builds on the essence of the Council of Constance: Interaction and dialogue between participants and the inspiration resulting from this for each individual and society as a whole. At the anniversary celebrations, Constance presents itself

again as a town of encounters, dialogue and inspiration and as a platform for European exchange. The Council of Constance and the anniversary act as a kind of springboard to communicate the European idea. Over a period of five years, a modern and varied programme of events is being organised with a cultural, scientific and religious focus.

Highlights aus dem Jubiläumsprogramm 2014 27.04.–21.09.2014 Das Konstanzer Konzil Weltereignis des Mittelalters 1414 – 1418 Große Landesausstellung des Badischen Landesmuseums Karlsruhe im Konzilgebäude ab 27.04.2014 Konstanz um 1414 – Städtischer Alltag zur Zeit des Konzils Ausstellung im Rosgartenmuseum 19.–22.06.2014 Europäische Avantgarde um 1400 Musikfestival in Kooperation mit SWR 27.06.-25.07.2014 Konzilfestspiele auf dem Münsterplatz Inszenierung des Theater Konstanz 29.08.–03.10.2014 Your Eyes on Me Europäische Videoinstallation ganzjährig Auf den Spuren des Konzils vielfältiges Führungsangebot in Stadt und Region: Fahrradführungen, inszenierte Stadtführungen, Geocaching

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BioLAGO

Foto: VIVIT

Foto: Uni Konstanz

❯ Motor für die Lebenswissenschaften am Bodensee

Ob Grippeimpfung, Waschmittel oder Käse – Produkte der Lebenswissenschaften (Life Sciences) begegnen uns fast überall im Alltag. Auch rund um den Bodensee finden sich zahlreiche, hochspezialisierte Firmen und Institutionen in den Feldern der Life Sciences wie Pharma, Biotechnologie, Medizintechnik und Diagnostik. Die Lebenswissenschaften stellen eine wichtige Säule der Gesundheitswirtschaft dar, in der 15 % der Arbeitsplätze in der Region Hochrhein-Bodensee liegen.

❯ Peter Pohl CEO der GATC Biotech AG

„Auf einer Veranstaltung des BioLAGO e.V. entstand der Kontakt zum VIVIT aus Dornbirn. Daraus entwickelte sich ein gemeinsames Projekt zur verbesserten Brustkrebstherapie, gefördert durch Interreg IV.“ Kernbereiche des BioLAGONetzwerks: Pharma, Medizin(technik), Diagnostik, Biotechnologie, Analytik, Medizin- & Bioinformatik, Ernährung, Umweltschutz, Bioenergie, Biomaterialien

Das bodenseeweite Branchen-Netzwerk BioLAGO e.V. agiert seit über fünf Jahren erfolgreich als wirtschaftsfördernde regionale Institution mit dem Ziel, Unternehmen und Forscher aus den Lebenswissenschaften zusammenzubringen und die Umsetzung von Ideen in Produkte voranzutreiben. Mittlerweile vereint der Verbund über 80 Mitglieder aus Wissenschaft (u.a. Universität Konstanz, BITG, Hochschule Albstadt-Sigmaringen) und Wirtschaft (u.a. Vetter Pharma in Ravensburg, Med Cell Europe in Münchwilen im Thurgau) und damit zirka 6.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze in Deutschland, Schweiz, Österreich und Liechtenstein. Unternehmen profitieren von lebendiger Plattform Mehr als 80 Kooperationsprojekte zwischen den Mitgliedern wurden auf der bodenseeweiten Plattform bereits erfasst, darunter zahlreiche durch den BioLAGO e.V. begleitet und initiiert. So hatte man beispielsweise mit der Konstanzer GATC Biotech AG und dem Vorarlberger Institut für vaskuläre Forschung (VIVIT) zwei Labors vom Bodensee zusammengebracht, wodurch eine länderübergreifende Kooperation entstand. „Auf einer Veranstaltung des BioLAGO e.V. entstand der Kontakt zum VIVIT aus Dornbirn. Daraus entwickelte sich ein gemeinsames Projekt zur verbesserten Brustkrebstherapie, gefördert durch Die Förderer:

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Interreg IV“, schildert Peter Pohl, CEO der GATC Biotech AG. Neue Wirbelsäulen-Implantate: BioLAGO ebnete den Weg zur Marktreife Durch Vernetzung von KMUs mit Wissenschaftlern förderte der BioLAGO e.V. in der Vergangenheit immer wieder die Entwicklung neuer Produkte. „Schnell und unkompliziert vermittelte uns BioLAGO den Kontakt zur Universität Konstanz und zum Steinbeis Transferzentrum. Gemeinsam konnten wir so unsere Idee eines neuen „Titan-Kunststoffes“ auf ihre Anwendbarkeit überprüfen: Inzwischen haben Implantate aus diesem Kunststoff die Marktzulassung erhalten“, erklärt Dietmar Schaffarczyk, Geschäftsführer der Orthobion GmbH. In den kommenden Jahren sollen viele weitere Vermittlungserfolge hinzukommen. BioLAGO unterstützt seine Mitglieder auch bei Ihrer Präsentation nach außen. „Ob durch Interviews, Presseartikel oder Präsenz auf Messen – der BioLAGO e.V. agiert als verlängerter Arm der Öffentlichkeitsarbeit für uns“ schildert Dr. Reinhold Horlacher, Gründer und Geschäftsführer der Trenzyme GmbH in Konstanz. Mehr Infos unter: www.biolago.org

❯ ENGLISH SUMMARY BioLAGO e.V., an industry-wide network of companies around Lake Constance, has worked successfully for more than five years as a regional institution for economic development with the goal of bringing together companies and researchers from life sciences and promoting the translation of ideas into products. The network now boasts more than 80 members from the fields of science and industry with some 6,000 highly qualified jobs in Germany, Switzerland, Austria and Liechtenstein.


cyberLAGO

Junges IT Kompetenz-Netzwerk in der Bodenseeregion ❯

Vereinsgründung des cyberLAGO e.V. im Herbst 2013 / cyberLAGO e.V. is founded in autumn 2013

Die Branche der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) am Bodensee boomt. Rund um den See sind 11.800 Beschäftigte in 2.400 Unternehmen tätig und generieren dabei etwa 1,5 Mrd. € Umsatz (Basisjahr 2009). Hinsichtlich der Wertschöpfung wird erwartet, dass die IKT bis 2020 traditionelle Branchen wie Maschinenbau und Automobil überflügeln wird. Ob neue Hardware wie Smartphones, oder neue Software mit Internet-Applikationen oder der Bereich Social Media: IT gewinnt im privaten und wirtschaftlichen Umfeld zunehmend rasant an Bedeutung. cyberLAGO stellt hierbei ein neues Kompetenz-Netzwerk von Unternehmen und Hochschulen in der Bodenseeregion für IT, digitale Medien und Webtechnologie dar. Dabei werden folgende Ziele verfolgt: ❯  Stärkung der IT-Region Bodensee durch Veranstaltungen und PR ❯  Förderung von Austausch und Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Unternehmen ❯ Förderung des Innovations- und Wissenstransfers zwischen Hoch- schulen und Firmen ❯ Förderung von Forschungsprojekten und Abschlussarbeiten ❯ IT-Nachwuchsförderung und Fachkräftesicherung ❯ Unterstützung von Start-ups in den Bereichen digitale Medien und IT ❯  Lokale und überregionale Kooperationen mit anderen Netzwerken und Institutionen Verzahnung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft Seit Gründung der Initiative Anfang 2012 wurden diese Ziele in über 30 Veranstaltungen mit Vorträgen, Workshops, Messebeteiligungen und Firmenbesuche intensiv gelebt. Dadurch hat sich auch die Anzahl der Mitglieder von damalig 15 auf nunmehr 36 Mitglieder bei der Vereinsgründung im Herbst 2013 mehr als verdoppelt. Konstanz ist als Hochschulstandort mit 1.000 Studierenden in den Informatikdisziplinen und zahlreichen IT-Unternehmen das führende IT-Zentrum der Bodenseeregion und gleichzeitig Hauptknotenpunkt des regionalen Netzwerks. cyberLAGO ist hier hervorragend positioniert. IT-Unternehmen aus der Bodenseeregion finden über das Netzwerk erstmals konkrete Ansprechpartner aus anderen Unternehmen und der

Wissenschaft für betriebliche Fragestellungen. Auch überregional gibt es intensive Kontakte zu weiteren IT-Unternehmensnetzwerken. Im Vergleich zu den klassischen IT-Regionen Süddeutschlands wie Karlsruhe, Stuttgart oder München ist die Bodenseeregion hinsichtlich der Innovationskraft und IT-Kompetenz hervorragend positioniert.

❯ ENGLISH SUMMARY cyberLAGO is the new competence cluster incorporating companies and universities in the Lake Constance region in the areas of IT, digital media and web technologies. The objectives are to strengthen the Lake Constance region as a location for IT, promote exchange and cooperation among companies and with the universities, and encourage local and national alliances with other clusters and institutions.

Gründungsmitglieder & Kooperationspartner ❯  Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft GmbH ❯ Align Team GmbH ❯  Betriebswirtschaftliche Beratung - André Schulze ❯ carpe.com communicate! ❯ combit Software GmbH ❯ comsolit AG ❯ Dreher Business Consultants ❯ ESTEAM Software GmbH ❯ exorbyte GmbH ❯  Goldbach Interactive AG ❯ HTWG Konstanz ❯  IN - Integrierte Informations- systeme GmbH ❯ it.x informationssysteme gmbH ❯  itl Institut für technische Literatur AG ❯ KH Klaus Hübner ❯  Köllisch Gesellschaft für Prozessmanagement

❯ mdbw - IT sicher vernetzten ❯ MediaFavoriten GmbH ❯  mindUp Web + Intelligence GmbH ❯ Nissen & Velten Software GmbH ❯  Optimal Systems GmbH ❯ PHK-webservice ❯ pingworks ❯ sancofa AG ❯ Seesys GmbH ❯ Seitenbau GmbH ❯ siobra GbR ❯ Skillworks AG ❯ Stadtwerke Konstanz GmbH ❯ SysKon Systemlösungen GmbH ❯ Technologiezentrum Konstanz ❯ Tojio GmbH ❯  Uni Konstanz - FB Informatik und Informationswissenschaft ❯ Vogel & Partner Rechtsanwälte ❯ web-am-see ❯ Zeppelin-Gewerbeschule KN

Weitere Informationen unter: www.cyberlago.net

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Technologiezentrum Konstanz

Foto: apops - Fotolia.com

❯ Auf zu neuen Ufern

Das Technologiezentrum Konstanz (TZK) fördert Existenzgründer, junge Unternehmen und gründungsinteressierte Personen: mit einem passgenauen und preislich attraktiven Raumangebot, mit Informations- und Beratungsangeboten und Synergien zu Gleichgesinnten. Seit 1985 haben über 160 Unternehmen die Startphase ihrer Selbständigkeit im TZK verbracht. Aktuell haben 35 Unternehmen im TZK ihren Sitz. Sie beschäftigen rund 120 Mitarbeiter.

❯ KONTAKT Technologiezentrum Konstanz Blarerstraße 56 D-78462 Konstanz www.tz-konstanz.de Stefan Stieglat Geschäftsführer / CEO Phone: +49 7531 20050 tzk@tz-konstanz.de

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Zielgruppe des TZK sind technologieorientierte Gründer und Dienstleister mit unternehmensnahen und zukunftsfähigen Geschäftsideen. „Unternehmen, die sich im TZK niederlassen, sollten zudem einen gewissen Wachstumswillen bekunden“, sagt Stefan Stieglat, Geschäftsführer des Technologiezentrums. „Denn das TZK will mit seinen Unternehmen zur Wirtschaftsstruktur und den Arbeitsplätzen von morgen in Konstanz und der Region beitragen.“ Dem TZK stehen hierfür 4.000 m2 Fläche zur Verfügung. Die Unternehmen profitieren davon, in einem Umfeld angesiedelt zu sein, in dem es Unternehmen ähnlicher Altersklasse gibt und ein gewinnbringender Austausch jederzeit möglich ist. Zum Informations- und Beratungsangebot zählt die Vortragsreihe IMPULSE, in deren Rahmen den Interessierten monatlich praxisnah Know-how rund um Existenzgründung und Jungunternehmertum vermittelt wird – zu Themen wie Marketing und Kommunikation, Finanzen und Recht. Die Referenten sind ausgewiesene Fachexperten. Bei der Infoveranstaltung Existenzgründung gibt es seitens der Wirtschaftskammern IHK und HWK sowie der Agentur für Arbeit Basisinformationen rund um den Schritt in die Selbständigkeit. Beide Angebote stehen insbesondere auch externen Interessenten zur

Verfügung. Genauso wie der Finanz-Sprechtag und der Businessplan-Check, bei denen Beratung zu Finanzierungsmöglichkeiten oder weitgehend fertiggestellten Geschäftskonzepten angeboten wird. „Die Firma zebotec ist 2004 als zweijähriges Unternehmen von Darmstadt nach Konstanz gezogen, um am Bodensee die Entwicklung von Brennstoffzellen-Sportbooten voran zu bringen. Das Technologiezentrum Konstanz bot für uns die optimalen Rahmenbedingungen für unsere Entwicklungen. Seit 2010 sind wir nun dem TZK entwachsen - es hat maßgeblich am Aufbau unserer drei Geschäftsbereiche beigetragen. In der Zwischenzeit bieten wir Kraftwerksregelungen und Monitoringsysteme für PV-Großkraftwerke an, arbeiten intensiv im Bereich Brennstoffzellen und Wasserstofftechnologie und bieten elektrische Antriebe für Sportboote an - alles unter dem Rahmen der "Zero Emission Technology".” Franz Reichenbach, Geschäftsführer und Gründer der zebotec GmbH

❯ ENGLISH SUMMARY The Technologiezentrum Konstanz (TZK) is increasingly becoming a magnet for start-ups in the region of Constance. It not only rents out offices at an attractive price to founders and young companies with a focus on innovative technology and industryrelated services, but also offers advice, information and opportunities for networking. Office space in the TZK can be adapted to individual requirements and companies only rent as much space as they currently need.


❯ Die Firmen im Technologiezentrum ❯ audity GbR Rainer Hirt, Michael Hoppe, Markus Reiner Phone: +49 7531 3638524 | www.audity-agentur.de

❯ Management Performance Systems m. p. s. Meinrad Arnold Phone: +49 7531 455627 | www.mps-edu.com

❯ BaseX GmbH Dr. Alexander Holupirek, Michael Seiferle Phone: +49 7531 2828676 | www.basex.org

❯ Meidert, Moritz - Unternehmensbegleitung & Gründungscoaching Moritz Meidert Phone: +49 7531 813542 | www.moritz.meidert.net

❯ BioLAGO e. V. Prof. Klaus P. Schäfer, Andreas Baur Phone: +49 7531 2842722 | www.biolago.org

❯ Meidert, Dr. Nadine - Research Consulting & Wissensevents Dr. Nadine Meidert Phone: +49 7531 8045177 | www.nadine.meidert.net

❯ Ceresana Research Oliver Kutsch Phone: +49 7531 942930 | www.ceresana.com

❯ naturblau +++ Ralph J. Schiel Phone: +49 7531 2824890 | www.naturblau.de

❯ Co-Invent Maike Franzen Phone: +49 7531 9026430 | www.co-invent.de

❯ NBS Network Business Solutions GmbH Steffen Lindner Phone: +49 7531 915277 | www.nbs.vdb.net

❯ creatisto GmbH Marc Wimmer Phone: +49 7531 9226177 | www.creatisto.com

❯ neonsee GmbH Martin Maier, Hannes Deuser Phone: +49 7531 2843543 | www.neonsee.com

❯ Edvart Philipp Kuhlmann-Schaefer Phone: +49 7531 3615144 | www.edvart.de

❯ ontrix GmbH Werner Katz, Lothar Kruttschnitt Phone: +49 7531 691320 | www.ontrix.de

❯ FlightSim Konstanz - Flugsimulator Dr. Michael Kalff | Phone: +49 175 5671594

❯ papierprintit GmbH Gerd W. Dunkelberg, Jens Dunkelberg Phone: +49 7531 363200 | www.papierprintit.de

❯ IBE Ingenieurbüro Ebner Markus Ebner Phone: +49 7531 916555 | www.ebner-konstanz.de ❯ IFN Ingenieurbüro für Nachrichtentechnik Helmut Brandl Phone: +49 7531 91250 | www.ifn-brandl.de ❯ inDSP Audio Technologies Pvt. Ltd. Frank Hund Phone: +49 152 33609590 | www.indsp.com ❯ Jens Junge Informatik und Kommunikation Jens Junge Phone: +49 7531 2842210 | www.jensjunge.com ❯ KOCHUNDSIMON GbR Tina Koch, Robert Simon Phone: +49 7531 2845440 | www.kochundsimon.de ❯ Lenartz, Dr. Norbert - working well: gesunde Arbeit! Dr. Norbert Lenartz Phone: +49 7531 9544873 | www.workingwell.de ❯ LimCo International GmbH Dr. Almut Gerhardt Phone: +41 76 7123059 | www.limco-int.com ❯ LimSa Gewässerbüro GbR Dr. Sabine Schmidt-Halewicz Phone: +49 7531 8027370 | www.limsa.de ❯ Lurz, Cornelia Architektur/Energieberatung Cornelia Lurz Phone: +49 7531 2099716 | www.cornelialurz.de

❯ Prüfungscoaching & Kompetenzerkennung Gabriele Zawadzky Phone: +49 163 9050352 | www.pruefungskompetenz.de ❯ SENplates Irmtraut Faller, Fritz Senn Phone: +49 7531 282890 | www.senplates.de ❯ Steinbeis-Transfer-Institut Dynamic Systems Prof. Dr. Dr. Florin Ionescu Phone: +49 172 6282318 | www.steinbeis.de ❯ Stertzik, Alexander Fotografie Alexander Stertzik Phone: +49 1512 2659171 | www.alexanderstertzik.de ❯ Tojio GmbH Kai Gertz, Gunnar Neef Phone: +49 7531 2829058 | www.tojio.com ❯ Torero Film GbR Teresa Renn Phone: +49 7531 8918178 | www.torerofilm.de ❯ Urban SkillZ Olivia Maciejowski Phone: +49 172 7911772 | www.urbanskillz.de ❯ VIDA Eat Different GmbH Torben Götz Phone: +49 7531 2824680 | www.eatdifferent.de ❯ Zwisler Laboratorium GmbH Dr. Walter Zwisler Phone: +49 7531 991100 | www.zwisler-laboratorium.com (Stand 12/2013) Konstanz | Standort Deutschland 125


❯ Facts & Figures ❯ Gemarkungsfläche

5.410 ha

❯ Surface area

5,410 ha

❯ Gesamtzahl der Bevölkerung

81.139

❯ Total population

81,139

❯ Arbeitsmarkt Unternehmen (2010) Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (2011) Arbeitslosenquote (Jahresdurchschnitt 2012)

4.127 28.114 3,8 %

❯ Labour market Companies (2010) Employees subject to social insurance contributions (2011) Unemployment rate (annual average 2012) 

4,127 28,114 3.8 %

❯ Steuersätze Grundsteuer (A/B) 410 % / 410 % | Gewerbesteuer 390 %

❯ Tax rates Property tax agriculture/construction 410 % / 410 % | Business tax 390 %

❯ Verkehrsanbindung Straße: (D) B 33 – A 81 Richtung Stuttgart | (CH) A 7– A 1 Richtung Zürich Schiene (Direktverbindungen nach): (D) Offenburg – Karlsruhe/Singen – Stuttgart | (CH) Zürich/Kloten – Zürich – Biel/Rorschach (St.Gallen) Schiff: Friedrichshafen – Lindau – Bregenz (A)/Überlingen Luft: Flughafen Zürich/Kloten (CH) | Bodensee Airport Friedrichshafen | Flughafen Stuttgart

❯ Child care and schools Nursery schools/day care centres, crèches, various child and youth centres as well as numerous special institutions and private initiatives, primary schools, special education school, secondary-level Hauptschulen, secondary-level Realschulen, secondary-level Gymnasien, vocational schools, adult education centre and many other general and continued educational institu­tions and facilities

❯ Kinderbetreuung und Schulen Kindergärten/Kindertagesstätten, Spielgruppen, verschiedene Kinderund Jugendzentren sowie zahlreiche Sondereinrichtungen und private Initiativen, Grundschulen, Sonderschule, Hauptschule, Werkrealschulen Realschulen, Gymnasien, Gewerbeschulen, Volkshochschule und viele weitere Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen

❯ Universities (2012/13) Konstanz University of Excellence 11,336 students Konstanz University of Applied Sciences (HTWG) 4,500 students ❯ Hospitals and rehabilitation facilities Constance Clinic | Vincentius hospital | Kliniken Schmieder neurological centre | Lake Constance Heart Centre

❯ Hochschulen (Stand 2012/13) Exzellenzuniversität Konstanz 11.336 Studierende HTWG Konstanz 4.500 Studierende ❯ Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen Klinikum Konstanz | Vincentius Krankenhaus | Kliniken Schmieder | Herzzentrum Bodensee ❯ Sport- /Freizeitmöglichkeiten U. a. Bodensee-Therme und zahlreiche Bäder | SealifeCentre | Bodenseestadion (30.000 Plätze) | Tennisplätze | Über 30 Sport- und Mehrzweckhallen | Über 30 Sportplätze | Fitnessstudios | Golfplatz | Bootshäfen | Mehrere Reitsport- und Skateanlagen ❯ Kultur Vielfältiges Angebot mit Stadttheater | Südwestdeutscher Philharmonie | Rosgartenmuseum | Archäologischem Landesmuseum | Stadt- und Hochschulbibliotheken | Mehrere Kulturzentren ❯ Freie Gewerbeflächen Wirtschaftspark Stromeyersdorf | Seerhein | Businesspark | Technologiezentrum | Genehmigungsdauer für Bauanträge 1-3 Monate ❯ Bürgermeister Oberbürgermeister Uli Burchardt | 1. Beigeordneter Dr. Andreas Osner | 2. Beigeordneter Kurt Werner (bis 01/2014, danach: Karl LangensteinerSchönborn) ❯ Gemeinderat 10 Freie Grüne Liste | 8 CDU | 7 SPD | 6 Freie Wähler Gemeinschaft | 4 FDP | 3 UFG | 2 Linke Liste Konstanz

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❯ Sports/recreational opportunities Bodensee-Therme spa and numerous public swimming pools | SealifeCentre | Lake Constance stadium (seats 30,000) | Tennis courts| More than 30 sports and multipurpose halls | More than 30 sports grounds | Fitness centres | Golf course | Marinas | Many horse-riding centres and skateboarding parks ❯ Culture Varied program with town theatre | South-West Philharmonic Orchestra | Rosgartenmuseum | Archaeological State Museum | City and university libraries | Several cultural centres ❯ Available commercial lots Stromeyersdorf commercial estate | Seerhein | Businesspark | Technology centre ❯ Mayors Mayor Uli Burchardt | 1st Deputy Mayor Dr. Andreas Osner | 2nd Deputy Mayor Kurt Werner (until 2014/1, then: Karl Langensteiner-Schönborn)

❯ KONTAKT Stadt Konstanz Kanzleistraße 15 D-78462 Konstanz www.konstanz.de Uli Burchardt Oberbürgermeister / Mayor Phone: +49 7531 900211 OB@stadt.konstanz.de


„Der Fund eines Schiffswracks im Bodensee – im kompletten deutschsprachigen Raum in den Medien. Das Konstanzer Konziljubiläum – Anlass für Recherchen der besten Journalisten. Gärten im Thurgau – die Süddeutsche Zeitung berichtet. Dahinter steht PR2. Erfolgreiche Medienarbeit geht heute weit über das Schreiben von Pressemitteilungen hinaus. Am Ende sind es Geschichten, Persönlichkeiten und Erlebnisse, die die Medien zur Berichterstattung inspirieren. Wir haben das verstanden und unterstützen unsere Kunden dabei, spannende Themen zu identifizieren und publik zu machen. Wofür stehen Sie? Wie wollen Sie wahrgenommen werden und was sind ihre Botschaften? Wir helfen Ihnen, druckreife Antworten auf diese Fragen zu finden.“ Petra Reinmöller

Das Team von PR2 Petra Reinmöller Public Relations bietet lebendige und werttreibende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Tourismus, Freizeit, Kultur und Öffentlichen Verkehr. Schauen Sie rein unter www.pr2.de oder sprechen Sie uns an: +49 (0)7531 369 37-10.

Konstanz | Standort Deutschland 127


Handwerkskammer Konstanz

❯ Das Handwerk als attraktiver Arbeitgeber bis zur Rente

Rückenschmerzen? Keine vorhanden. Weiterbildung? So oft wie möglich. Flexible Arbeitszeiten? Auf Wunsch. Verhältnis zum Chef? Bestens. Kann ein Mitarbeiter so auf diese Fragen antworten, muss sich der Chef wohl kaum Sorgen um Nachwuchsund Fachkräftemangel in seinem Handwerksbetrieb machen. Viele Unternehmer setzen von sich aus darauf, dass ihre Mitarbeiter möglichst gesund bleiben, zufrieden mit ihren Aufgaben sind und dadurch lange, im Idealfall bis zur Rente, erfolgreich in einem Betrieb arbeiten. Sie wissen sehr wohl, dass ihre Mitarbeiter das höchste Gut im Unternehmen sind.

❯ Gotthard Reiner (links) Präsident der Handwerkskammer Konstanz

„Eigentlich leisten viele Betriebe schon sehr viel für ihre Mitarbeiter, sei es im Gesundheitsmanagement oder bei der flexiblen Arbeitszeitgestaltung. Die einzige Sache ist nur: Kaum einer weiß es.“

❯ Georg Hiltner (rechts) Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz

„Der Arbeitgeber muss zur Marke werden – Employer Branding wird immer wichtiger. Dann bleiben nicht nur die Fachkräfte gerne im Unternehmen, sondern auch Schulabgänger wissen sofort: Der Name steht für Qualität, für gute Arbeitsbedingungen, fairen Umgang und Wertschätzung gegenüber dem Mitarbeiter.“

❯ KONTAKT Handwerkskammer Konstanz Webersteig 3 D-78462 Konstanz Phone: +49 7531 205-0

info@hwk-konstanz.de www.hwk-konstanz.de

128 Standort Deutschland | Handwerkskammer Konstanz

Was viele Handwerksbetriebe dabei aber übersehen, ist auch über ihr Engagement zu sprechen. „Eigentlich leisten viele Betriebe schon sehr viel für ihre Mitarbeiter, sei es im Gesundheitsmanagement oder bei der flexiblen Arbeitszeitgestaltung. Diese Unternehmen haben den richtigen Weg eingeschlagen, ihre Fachkräfte im Unternehmen zu halten. Die einzige Sache ist nur: Kaum einer weiß es“, sagt Gotthard Reiner, Präsident der Handwerkskammer Konstanz und Georg Hiltner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, empfiehlt: „Der Arbeitgeber muss zur Marke werden – Employer Branding wird immer wichtiger. Dann bleiben nicht nur die Fachkräfte gerne im Unternehmen, sondern auch Schulabgänger wissen sofort: Der Name steht für Qualität, für gute Arbeitsbedingungen, fairen Umgang und Wertschätzung gegenüber dem Mitarbeiter.“ Da die Suche nach qualifizierten Fachkräften wegen des demografischen Wandels in Zukunft immer schwieriger wird, ist nachhaltiges Personalmanagement eine wichtige Zukunftsstrategie. Damit sich dieses Denken mehr und mehr im Handwerk etabliert, unterstützt die Handwerkskammer Konstanz ihre Mitglieder durch unterschiedliche Maßnahmen. Insgesamt arbeiten derzeit knapp 70.000 Beschäftigte im Bezirk der Handwerkskammer Konstanz, die auch in der Region gehalten werden wollen und sollen. Neben der Fachberatung für Fachkräftesicherung, bietet die Handwerkskammer auch Projekte für Führungskräfte und Personalverantwortliche. Unter dem Titel „Personaloffensive Handwerk“ werden beispielsweise Themen behandelt wie Personalrekrutierung im In- und Ausland, Unternehmenskultur, Mitarbeiterführung, Vergütungssysteme und Arbeitszeitmodelle. Zum Schluss hat jedes teilnehmende Unternehmen einen ausgearbeiteten, umsetzbaren Plan, wo die nächsten Schritte in Richtung Fachkräftesicherung konkret beschrieben sind. Wer direkt vor Ort Hilfe im Unternehmen benötigt, kann auf die Fachberatung zur Fachkräftesicherung zurückgreifen. Die Beraterin der Handwerkskammer analysiert gemeinsam mit den Betriebsinhabern dessen Zukunftsfähigkeit im Personalsektor. Konkret wird zum Beispiel gemeinsam am betrieblichen Gesundheitsmanagement gearbeitet, denn Prävention hilft dabei, die Arbeitnehmer gesund zu halten. Um Auszubildende für das Handwerk zu gewinnen, setzt die Handwerkskammer auf ein


Das Handwerk ist mit seinen vielen kleinen und mittleren Betrieben das Herz der deutschen Wirtschaft. Rund 5.000 Lehrlinge werden derzeit im Kammerbezirk der Handwerkskammer Konstanz ausgebildet. Insgesamt arbeiten in den Landkreisen Konstanz, Schwarzwald-Baar, Tuttlingen, Rottweil und Waldshut etwa 70.000 Fachkräfte. Die Handwerkskammer vertritt nicht nur die Interessen ihrer Mitglieder in rund 12.500 Handwerksunternehmen, sondern bietet auch eine umfassende Beratung an. Dazu gehört unter anderem die Beratung der Betriebe hinsichtlich der Sicherung von Fachkräften sowie in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Betriebswirtschaft, Unternehmensführung, Recht, Umweltschutz und Technologie.

Stellt sich für die Betriebe die Frage, wann überhaupt Handlungsbedarf in Sachen Fachkräftesicherung angesagt ist. Zukünftig soll bei der Analyse ein Onlinetest für Handwerksunternehmen angeboten werden. Damit kann der Unternehmer analysieren, welche Werkzeuge zum attraktiven Arbeitgeber bereits in der eigenen Werkzeugkiste vorhanden sind. „Der Test soll spielerisch dazu beitragen, die Betriebe für das Thema zu sensibilisieren“, sagt Georg Hiltner. „Nach rund zehn Minuten hat der Betrieb eine erste Einschätzung, wie es um die eigene Arbeitgebermarke bestellt ist und ob das Unternehmen für die Zukunft gerüstet ist“.

❯ ENGLISH SUMMARY The crafts industry forms the backbone of the German economy with its many small and mid-sized businesses. Some 5,000 apprentices are currently being trained in the regional chamber of the Chamber of Crafts in Constance. Around 70,000 specialists are employed in the districts of Constance, Schwarzwald-Baar, Tuttlingen, Rottweil and Waldshut. The Chamber of Crafts not only represents the interests of its members in some 12,500 craftsmen’s enterprises, but also offers an all-round advisory service. This includes advising businesses on the subject of attracting qualified employees as well as on training and further education, business economics, management, law, environmental protection and technology.

Foto: Kzenon_fotolia.com

breites Spektrum an Projekten und Maßnahmen: „Mit der Imagekampagne des Handwerks, Messeauftritten und Berufsorientierungstagen, Bildungspartnerschaften und Schnupperpraktika wirbt das Handwerk um die immer weniger werdenden Schüler“, sagt Gotthard Reiner, Präsident der Handwerkskammer Konstanz. Ressourcen, die dagegen noch eher selten genutzt werden, sind Fachkräfte über 50, sowie Berufsrückkehrer. Frauen, die nach einer Familienauszeit wieder in ihren Beruf zurückkehren, haben ihre Qualifikation schließlich nicht verloren. Oft ist lediglich eine kurze Auffrischung notwendig, um die Rückkehrer auf den neusten Stand zu bringen. EDV, Buchhaltung, Business English – gerade für Frauen bieten die drei Bildungsakademien der Handwerkskammer in Singen, Rottweil und Waldshut immer wieder Weiterbildungen und Kurse an.

Handwerkskammer Konstanz | Standort Deutschland 129


STADTWERKE KONSTANZ

❯ Blitzschnell in die Zukunft

Die Datenautobahnen in Konstanz wachsen stetig: Das Industriegebiet ist mittlerweile komplett mit Glasfaser-Leitungen und sogenannten Röhrchensystemen erschlossen. Die Unternehmen profitieren nicht nur von schnellem Internet und Telefonie, sondern können auch umfangreiche RechenzentrumsDienstleistungen bei den Stadtwerken beziehen. Eine schnelle Datenanbindung gehört mittlerweile zum entscheidenden Standortfaktor. Die Stadtwerke haben ihre Verantwortung als Versorger wahrgenommen. Das Industriegebiet, wo Breitband bislang nicht verfügbar war, ist nun komplett erschlossen. Schon über 100 Kunden sind dort an die neue Datenautobahn angeschlossen. Die Kunden in den anderen Stadtteilen werden in den nächsten Jahren nach und nach in den Genuss der schnellen Glasfaser-Verbindungen kommen. Die Stadtwerke gehen dabei strukturiert vor: Wenn ohnehin Arbeiten an Versorgungsleitungen anstehen, verlegen die Stadtwerke auch gleich die Leerrohre für eine spätere Glasfaser-Erschließung mit. Neubaugebiete, wie der Schmidtenbühl in Dettingen oder der Linzgaublick in Wallhausen, werden von Beginn an angeschlossen.

❯ KONTAKT Stadtwerke Konstanz GmbH Max-Stromeyer-Straße 21-29 D-78467 Constance Phone: +49 7531 803-0 info@stadtwerke.konstanz.de www.sw.konstanz.de

Internet, Telefonie und Fernsehen aus einer Hand Blitzschnelles Internet ist nur einer der Vorteile der Glasfaser-Verbindungen: Die Stadtwerke sind als vollwertiger Telekommunikations-Anbieter tätig. „SeeConnect“ nennt sich die Kommunikations- und Medienproduktsparte. Für Privatkunden wird die Produktlinie „SeeConnect familie kabel“ angeboten. Dabei haben die Kunden die Wahl, einzelne Produkte zu buchen oder auch Komplettpakete mit Internet, Telefon und Fernsehen – und das Ganze mit monatlich kündbarer Vertragslaufzeit. Für Gewerbekunden stehen die Linien „SeeConnect business“ und „SeeConnect company“ zur Wahl. Das besondere Plus der Stadtwerke: Die Produktpalette ist aus einer Hand und die Kunden haben einen kompetenten Ansprechpartner vor Ort in Konstanz, der Wert auf individuelle Beratung legt. Schneller als das Licht Die Vorteile des Glasfaser-Netzes liegen auf der Hand: Die Daten, die mit Lichtgeschwindigkeit durch das Netz bis in die Wohnungen geleitet werden, ermöglichen Übertragungsbandbreiten bis in

130 Standort Deutschland | Stadtwerke Konstanz

den Gigabit-Bereich. Da sich die einzelnen Dienste nicht gegenseitig beeinflussen, können sie in bester Qualität garantiert werden. Längenprobleme wie bei kupferbasierten DSL-Leitungen oder eine Herabsetzung der Bandbreite, wenn die Nachbarn in der gleichen Straße alle im Internet surfen, spielen beim Glasfaseranschluss keine Rolle mehr. Die Kunden haben schnellstes Internet und einen Telefonanschluss; unzählige HD-TV-Programme können gestochen scharf empfangen werden. Die Daten bleiben vor Ort Der Nutzen sowohl für den einzelnen Kunden als auch für den Standort Konstanz ist groß. Die ersten Erfolge haben sich schon eingestellt, so ist beispielsweise der Businesspark komplett erschlossen. Die Daten werden zentral in zwei Rechenzentren der Stadtwerke Konstanz gesammelt. Die ersten Firmen haben bereits ihre Infrastruktur komplett zu den Stadtwerken verlagert. Im Prinzip müssen in den Unternehmen nur noch die Bildschirmarbeitsplätze und ein Glasfaseranschluss vorhanden sein – die zentralen Server können sicher im Rechenzentrum stehen. Entscheidend ist, dass die Kunden sich darauf verlassen können, dass sich ihre Infrastruktur und Daten vor Ort in Konstanz befinden und nicht irgendwo auf der Welt.

❯ ENGLISH SUMMARY Fast data connections are now a key factor for business locations. Stadtwerke Konstanz, the town’s public utility, is committed to its responsibility as a provider. The industrial zone that did not previously have access to broadband is now connected to the network. More than 100 customers there are already linked to the new data highway. Customers in other parts of town will gradually be able to enjoy the benefits of fast fibre optic connections in the next few years. In expanding the network, Stadtwerke Konstanz is taking a pragmatic approach: Whenever work has to be done on supply lines anyway, the empty conduits for installing the fibre optic cables at a later date are laid too. The data highway in Constance is growing steadily: Fibre optic cables and so-called tube systems have now been installed throughout the town’s industrial area.


ALLENSBACH Zuverlässige Plattform für Handwerk und mittelständische Unternehmen der Dienstleistungs- und Technologiebranche. Schnelle und kurze Verbindungen zu den Märkten über Schiene, Fern­straßennetz und „Datenautobahn“. Reibungslose Unterstützung und verlässlicher Partner in allen Ansiedlungs- und Wirtschaftsförderfragen. ❯ Gesamtzahl der Bevölkerung ❯ Arbeitsstätten/Beschäftigte

7.000 440/1.426

❯ Total population ❯ Workplaces/employees

7,000 440/1,426

❯ Steuersätze 2014 Gewerbesteuer 350 % | Grundsteuer A 320 % | Grundsteuer B 320 %

❯ Tax rates in 2014 Business tax 350 % | Property tax agriculture 320 % | Property tax construction 320 %

❯ Verkehrsverbindungen Nahe liegende Flugplätze Zürich-Kloten (70 km) und Friedrichshafen | Anschluss an A 7 nach Zürich | Zugang zur Hauptstraße 13 RorschachSchaffhausen.

❯ Transport connections Nearby airports Zurich-Kloten (70 km) and Friedrichshafen | Connection to motorway A 7 to Zurich | Access to main road 13 Rorschach-Schaffhausen.

❯ Schulen/Kindergärten Grund- und Hauptschule Allensbach | Grundschule Hegne | 4 Kindergärten | Sozialpädagogische Fachschule Marianum Hegne mit privater Realschule und sozialwissenschaftlichem Gymnasium

❯ Schools/nursery schools Allensbach primary school and secondary-level Hauptschule | Hegne primary school | 4 nursery schools | Marianum Hegne professional school for special needs education | Private secondarylevel Realschule in Hegne and secondary school with a focus on social sciences

❯ Verschiedene Einrichtungen Kliniken Schmieder | Kurhaus Hildegard mit Hildegard-Naturheilpraxis | Institut für Demoskopie | Kloster Hegne ❯ Sport-/Freizeitmöglichkeiten 2 Campingplätze | 2 Seefreibäder | Wild- und Freizeitpark Bodanrück | Konzertterrasse im Seegarten | Bootsverleih | Bocciabahn | Tennisplätze | Volleyball- und Streetballfelder | 2 Sporthallen | Rad- und Wanderwegenetz | Skateranlage ❯ Kunst/Kultur Interessantes kulturelles Angebot an Kleinkunst, Klassik- und Jazz­musik | Aktive örtliche Vereine | Zahlreiche traditionelle Feste ❯ Freie Fläche Gewerbegebiet Reihetal Gewerbe und Handel ❯ Besondere Förderung Die Gemeinde unterhält zusammen mit der Sparkasse Reichenau ein Technologiezentrum, das besonders Existenzgründer und junge innovative Unternehmen des Dienstleistungs- und Technologiesektors unterstützt. ❯ Zusammensetzung des Gemeinderates 11 CDU | 6 Freie Wählervereinigung | 3 SPD | 3 Bunte Liste

❯ Miscellaneous institutions Kliniken Schmieder neurological centre | Kurhaus Hildegard spa with Hildegard naturopathic treatments | Allensbach Institute, market research institute | Hegne Convent ❯ Sports/recreational opportunities 2 campsites | 2 public lidos on the lake | Wildlife and leisure park Bodanrück | Concert terrace in the lakeside park | Boat rentals | Boccia lane | Tennis courts | Volleyball and street ball courts | 2 sports halls | Bike lanes and hiking trails | Skateboard park ❯ Art/culture Attractive and varied cultural programme for performing arts, classical and jazz music | Active local clubs | Numerous traditional festivals ❯ Available lots Reihetal commercial zone Commerce and industry ❯ Special support Together with the Sparkasse Reichenau savings bank, the municipality operates a technology centre which supports in particular business founders as well as young, innovative enterprises from the service and technology sectors.

❯ KONTAKT Gemeinde Allensbach Rathausplatz 1 D-78476 Allensbach www.allensbach.de Helmut Kennerknecht Bürgermeister / Mayor Phone: +49 7533 8010 gemeinde@allensbach.de

❯ Members of the municipal council 11 CDU | 6 Independents | 3 SPD | 3 Bunte Liste Allensbach | Standort Deutschland 131


Gemeinde Reichenau

Foto: Rolf Nachbar

❯ Erschließung des neuen Gewerbegebiets in Göldern-Ost

Da das Gewerbegebiet im Osten unmittelbar an das Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried grenzt, gibt es Nutzungsbegrenzungen, über die man sich bei der Gemeindeverwaltung Reichenau informieren kann. Von der planerischen Gestaltung her genügt das Gewerbegebiet höchsten Ansprüchen, indem

The Göldern-Ost industrial zone borders directly onto the nature reserve Wollmatinger Ried. In 2014, the municipality of Reichenau will fulfil a long-cherished dream: For the first time in many years, the municipality will be given a new industrial zone. Ideally situated, it covers an area of around 4.5 ha.

132 Standort Deutschland | Insel Reichenau

Foto: Th. Keller

Foto: Achim Mende

Gemeindeverwaltung Reichenau Phone: +49 7534 201-21 elsaesser@reichenau.de

❯ ENGLISH SUMMARY

z.B. ausreichend Grünflächen vorgesehen sind, die den umliegenden Naturraum aufgreifen. Von daher empfiehlt sich das Gebiet auch für Gewerbeansiedlungen, die mit Blick auf ihren Kundenkreis einen gewissen Anspruch demonstrieren möchten. Dies gilt umso mehr, als durch die Postanschrift deutlich wird, dass die künftig dort angesiedelten Betriebe ihre Heimat in der Gemeinde Reichenau, die seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe zählt, gefunden haben.

Foto: Reichenau Gemüse

❯ KONTAKT

Im Jahr 2014 wird ein lang gehegter Wunsch der Gemeinde Reichenau in Erfüllung gehen: Zum ersten Mal seit vielen Jahren wird ein neues Gewerbegebiet für die Gemeinde erschlossen. Es handelt sich um ca. 4,5 ha, die sich in einer ausgezeichneten Lage befinden. Dazu gehört eine verkehrsgünstige Erschließung, da das Gewerbegebiet im Norden von der Bahnlinie Radolfzell-Konstanz mit dem Reichenauer Bahnhof und im Süden von der neu ausgebauten B 33 begrenzt wird. Außerdem führt der Bodenseerundradweg nördlich am Gewerbegebiet vorbei. Einzelhandelsflächen erhöhen die Attraktivität ebenso wie das Naturschutzzentrum des NABU, das ebenfalls seinen Platz in Göldern-Ost finden soll.


❯ Facts & Figures ❯ Gemarkungsfläche ❯ Höhe

1.272 ha 398 m ü. M.

❯ Gesamtzahl der Bevölkerung (31.03.2013)

5.086

❯ Surface area ❯ Altitude 

1,272 ha 398 m above sea level

❯ Total population (March 31, 2013)

5,086

❯ Arbeitsstätten/Beschäftigte Produzierendes Gewerbe 17/325 Dienstleistungsbereich 59/1.255 Landwirtschaft  100 Vollerwerbsbetriebe / *140 * nur sozialversicherungspflichtige Beschäftigte

❯ Workplaces/employees Manufacturing industry 17/325 Service sector 59/1,255 Agriculture  100 full-time farms / *140 * only employees subject to social insurance contributions

❯ Haushaltsvolumen 2013

❯ Budget volume in 2013

❯ Freie Fläche (Bebauungsplan befindet sich im Verfahren)

17.937.000 Gewerbe 4,5 ha

❯ Verkehrsverbindungen Bundesstraße B 33 Singen–Konstanz | Landesstraße 221 Konstanz–Insel Reichenau | Eisenbahnlinie Konstanz–Offenburg und Seehas-Haltepunkt am Bahnhof Reichenau | Buslinien der SBG | Bodensee-Schiffsbetriebe: Konstanz–Insel Reichenau–Radolfzell | Schifffahrtsgesellschaft Untersee u. Rhein: Kreuzlingen–Insel Reichenau–Schaffhausen | Personenfähre: Insel Reichenau–Allensbach | Solarfähre: Insel Reichenau–Mannenbach ❯ Schulen/Hochschulen Walahfrid-Strabo-Grundschule | Grundschule Waldsiedlung | Schule für Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie ❯ Soziale Einrichtungen Dorfhelferinnenstation | DRK-Ortsverein | Seniorenzentrum | Zentrum für Psychiatrie ❯ Sport-/Freizeitmöglichkeiten Sportvereine | Strandbad Baurenhorn | Hallenbad Schloss Königsegg | Sportboothafen Herrenbrücke mit 210 Liegeplätzen | Campingplatz Sandseele mit 210 Stellplätzen | Uferwanderweg | Segel-, Surf- und Tauchschulen | Fahrradverleih | Bootsverleih | Tennisplatz und -halle | Skaterplatz | Radrundwanderweg | Inselbusrundfahrten ❯ Kunst/Kultur MUSEUM REICHENAU mit 3 Museumseinheiten | Reichenauer Hobbykünstler | Konzert „Insel Klassik“ | Konzertreihe „Augia Konzerte“ | Theater auf der Insel | 3 romanische Kirchen: St. Georg, Münster mit Schatzkammer, St. Peter und Paul ❯ Sonstiges seit 30.11.2000 UNESCO Welterbe Klosterinsel Reichenau ❯ Zusammensetzung des Gemeinderates 5 Freie Wähler, 5 CDU, 3 Freie Liste Natur, 1 SPD

17,937,300

❯ Available lots Commercial zone 4.5 ha (Development plan is currently undergoing approval procedure) ❯ Transport connections Federal road B 33 Singen–Constance | State road 221 ConstanceReichenau Island | Rail line Constance–Offenburg and Seehas stop at Reichenau station | Bus lines of the Südbaden Bus GmbH corporation (SBG) | Lake Constance shipping company: Constance–Reichenau Island–Radolfzell | Untersee and Rhine shipping company: Kreuzlingen–Reichenau Island–Schaffhausen| Passenger ferry: Reichenau Island–Allensbach | Solar-powered ferry: Reichenau Island– Mannenbach ❯ Schools/colleges Walahfrid-Strabo primary school | Waldsiedlung primary school | School for Logopedics, Physiotherapy, and Ergotherapy ❯ Social institutions Church-supported household and farm assistance | German Red Cross, local chapter | Senior citizen centre | Centre for psychiatry ❯ Sport/recreational opportunities Sports clubs | Baurenhorn lido | Schloss Königs­egg indoor public pool | Herrenbrücke marina with 210 berths | Sandseele campsite with 210 pitches | Shore trail | Sailing, surfing, and diving schools | Bike rentals | Boat rentals | Outdoor and indoor tennis courts | Skateboard park | Loop trail for bikes | Round trips with island bus. ❯ Art/culture REICHENAU MUSEUM with 3 museum units | Hobby artists from Reichenau | “Insel Klassik” classical concert | “Augia Konzerte” concerts | “Theater auf der Insel” summer theatre | 3 Romanesque churches: St. George, Reichenau Minster with treasure chamber, St. Peter and Paul ❯ Miscellaneous Since Nov. 30, 2000 Reichenau Monastery Island has been a UNESCO World Heritage Site ❯ Members of the municipal council 5 Independents, 5 CDU, 3 Freie Liste Natur (Greens), 1 SPD

Insel Reichenau | Standort Deutschland 133


Radolfzell am Bodensee

❯ Wohlfühlstadt zum Leben und Arbeiten

Verlässt man mit dem Auto die B 33 und fährt in Richtung Radolfzell am Bodensee, so präsentiert sich die größte Stadt am Untersee schon nach wenigen hundert Metern in ihrer ganzen Pracht. In einmalig schöner Lage am westlichen Bodensee gelegen, umringt von den Anhöhen Höri, Bodanrück und den Vulkanbergen des Hegaus, ist Radolfzell heute eine echte Wohlfühlstadt zum Leben und Arbeiten und ein beliebtes Ferien-, Erholungs- und Erlebnisziel. Die außergewöhnliche Lage hat schon Bischof Radolf von Verona erkannt. 826 n. Chr. errichtete er eine kleine Gemeinschaft, „Radolfs Zelle“ und legte damit den Grundstein für die Stadt Radolfzell. Traditionelle Altstadt Heute erhebt sich an dieser Stelle das gotische Münster mit dem höchsten Kirchturm am Bodensee. Jeden Mittwoch und Samstag gibt es im Herzen der Stadt Nahversorgung in Reinkultur: Auf dem Marktplatz findet an diesen Tagen der überregional beliebte Radolfzeller Wochenmarkt statt, der besonders durch sein regionales Angebot überzeugt. Die autofreie Altstadt lädt zum Bummeln in attraktiven Fachgeschäften oder zum Verweilen und Genießen in Cafés, Weinstuben und Restaurants ein. Im Norden der Stadt in direkter Verbindung zur Innenstadt findet man im Herstellerverkaufszentrum „seemaxx“ renommierte Textilmarken zu erschwinglichen Preisen. Einen besonderen Ruf hat sich das vitale Radolfzell durch die international anerkannten Kureinrichtungen auf der Halbinsel Mettnau gemacht. Unter dem Motto „Bewegung ist Leben“ bietet die Mettnau mit ihren vier Kliniken eine Vielzahl an Sport- und Regenerationsmöglichkeiten, die den Gästen Gesundheit und neue Vitalität verleihen. Hohe Lebensqualität Nicht nur Urlauber und Kurgäste fühlen sich in Radolfzell wohl. Die hohe Lebensqualität und die zukunftsgerichtete Wohnbaupolitik in 134 Standort Deutschland | Radolfzell am Bodensee

Radolfzell, verbunden mit qualifizierten Arbeitsplätzen, sind wesentliche Gründe, sich für Radolfzell zu entscheiden. Breites Kulturangebot Auch in Sachen Sport, Kunst und Kultur ist in Radolfzell einiges los. Ob Stadtmuseum, Villa Bosch, Sommerakademie, Kabarettwinter oder oder oder – Radolfzell hat für jede Jahreszeit, jedes Alter und jeden Geschmack etwas zu bieten.

❯ ENGLISH SUMMARY Beautifully situated at the western end of Lake Constance, surrounded by the hills of the Höri peninsula, the Bodanrück ridge, and the volcanic mountains of Hegau, Radolfzell, the largest town on the Untersee, is a wonderful place to live and work in and a popular holiday destination for those looking for leisure and relaxation. The Gothic cathedral has the highest steeple on Lake Constance. In the historic town centre, which is closed to traffic, visitors can browse through the attractive shops or relax and enjoy a drink in one of the many cafés, wine taverns, and restaurants. North of the town, directly adjoined to the town centre, the “seemaxx” factory outlet centre sells well-known textile brands at affordable prices. Radolfzell has gained a special reputation thanks to the internationally renowned medical spa treatments available on Mettnau peninsula. Under the motto “movement is life”, the Mettnau with its four clinics provides a wide range of opportunities for sports and regeneration to help guests on the path to recovery and give them a new lease of life. The town’s high quality of life and progressive housing policy combined with qualified jobs are the main reasons why people choose to live in Radolfzell. But there is also a lot happening in Radolfzell’s sports, arts, and cultural scene. From the town museum to Villa Bosch arts centre, the “Sommerakademie” cultural events and the “Kabarettwinter” cabaret programme, Radolfzell has something for all seasons, ages and tastes.


Attraktive Entwicklungsflächen in Radolfzell ❯

Für Unternehmen und Investoren stehen neben interessanten Gewerbeflächen am Rande der Stadt auch attraktive Entwicklungsflächen in der Innenstadt zur Verfügung. In Radolfzell am Bodensee können sich kreative und innovative Köpfe in beste Gesellschaft begeben und in eine Stadt mit Format, Bevölkerungszuwachs und Kaufkraft investieren.

den nächsten Jahren auf rund 10.000 Quadratmetern am Rande der Altstadt ein weiterer Anziehungspunkt in idealer Reichweite zur idyllischen Innenstadt, zum Stadtgarten, zum Bahnhof und zum See entstehen. Zum neuen Quartier „Kapuzinerweg“ zählen die frühere Postpakethalle, das Veterinäramt und das sogenannte Mayer-Areal.

 Entwicklungsflächen in Gewerbegebieten ❯ Gewerbegebiet Nr. 1 und Nr. 2 In dem Gewerbegebiet Nord (Nr. 1) ist das städtische startUp Center beheimatet und bietet Gründerinnen und Gründern beste Bedingungen. Im Gewerbegebiet Reichenauer Wiesen (Nr. 2) haben Unternehmen die Möglichkeit sich auf circa 20.000 Quadratmetern Fläche praktisch mitten im Grünen, umgeben von satten Wiesen und Feldern mit Blick auf Radolfzell-Böhringen, Rickelshausen und die Höri niederzulassen und sich dort erfolgreich zu entwickeln.

❯ Die Güterhalle mit Bahnkantine (Nr. 6) Mit dem Charme vergangener Zeiten bietet die Fläche ein hohes Entwicklungspotential. So zum Beispiel als Gebiet mit einer attraktiven Mischung aus Einzelhandel, Kultur, Gastronomie und touristischen Angeboten. Und das auf einer bebaubaren Fläche von circa 5.500 Quadratmetern. In unmittelbarer Nähe soll ein neuer Bahnsteg geschaffen werden, der die Innenstadt und den See verbindet.

❯  Das Gewerbegebiet Seelenhof (Nr. 3) liegt im Norden des Stadtteils Markelfingen und ist ideal für kleinere Unternehmen. Innerstädtische Entwicklungsflächen ❯  Das Gleisdreieck (Nr. 4) Ein neues Gebiet für Gewerbe, mitten im Leben. Es liegt zentral an der Konstanzer Straße, über die der Anschluss an die B 33 in nördlicher Richtung und nach Konstanz schnell erreichbar ist. ❯ Quartier Kapuzinerweg (Mayer-Areal und Postpakethalle, Nr. 5) Dort wo heute Parkplätze angelegt sind, soll in

❯ Der Güterbahnhof (Nr. 7) Mit stolzen 10.000 Quadratmetern bietet das Areal des Güterbahnhofs das größte Potential für ein Dienstleistungszentrum in unmittelbarer Nähe der Radolfzeller Innenstadt. Mit der Sicht auf den See ist das der perfekte Platz für kreative Köpfe, die einen freien Blick und ein inspirierendes Umfeld brauchen.

❯ ENGLISH SUMMARY Radolfzell offers companies and investors interesting business premises on the edge of town as well as attractive development areas in the town centre. Creative and innovative minds can join the best and invest in a town with prestige, a growing population and considerable purchasing power.

❯ KONTAKT Stadtverwaltung Radolfzell Wirtschaftsförderung Marktplatz 2 D-78315 Radolfzell www.radolfzell.de Daniel Seefelder Wirtschaftsförderer / Business Developer Phone: +49 7732 81-107 wirtschaftsfoerderung@radolfzell.de

Radolfzell am Bodensee | Standort Deutschland 135


❯ Hotel aquaTurm Weltweit einmalig Die Fakten hinter dem Projekt sind so innovativ wie sein Anblick und weltweit einmalig: Erdwärmenutzung über einen Tiefwasserbrunnen, Stromerzeugung durch Photovoltaik, Solarmodule für die Warmwasseraufbereitung und eine 5KW Windkraftanlage auf dem Dach. Das Hotel aquaTurm wird das 1. Nullenergiehochaus der Welt und liegt in einem ökonomisch hochattraktiven und wachsenden Umfeld ca. 50 Meter neben dem Tagungs- und Kulturzentrum Milchwerk – mitten im Herzen der Stadt Radolfzell. In der zweiten Jahreshälfte 2014 werden die Pforten für die Gäste eröffnet. Geschäftsreisende, Kurzurlauber sowie Tagesgäste genießen beim Frühstück in dem 4 Sterne-Garni-Hotel im 11. Obergeschoss einen einzigartigen Ausblick auf die idyllische Altstadt, den wunderschönen See bis hin nach Konstanz und die malerischen Hegauberge. Der Frühstücksraum wird auch als Eventraum vermietet, ebenso ist die Suite im 12. OG als Meetingraum nutzbar. ❯ KONTAKT Jürgen Räffle Kabisländer 9 D-78315 Radolfzell Phone: +49 7732 52338 info@aquaTurm.de www.aquaturm.de

❯ ENGLISH SUMMARY Hotel aquaTurm will be the first zero energy high-rise building in the world and is situated in a highly attractive and growing business environment close to the Milchwerk conference and culture centre at the heart of Radolfzell. The breakfast room on the 11th floor will be available to rent for events, and the suite on the 12th floor can be booked as a meeting room.

❯ Milchwerk Radolfzell Tagen am Untersee Stimmige Rahmenbedingungen sind der Grundstein für erfolgreiche Tagungen. Exklusiv für Tagungsgäste ist der markante Anbau des Milchwerks reserviert. Weithin sichtbar signalisiert der rote Kubus die Individualität und Moderne des Tagungsortes. Insgesamt stehen im Milchwerk neun teilweise auch kombinierbare Tagungsräume zur Verfügung, die Platz für bis zu 170 Personen bieten. Auch für Kongresse und große Veranstaltungen bietet das Haus mit zwei Sälen den richtigen Rahmen. Mit einer Ausstellungsfläche von über 2.000 qm bietet das Haus die ideale Plattform für Messen und Produktpräsentationen. Das neu angelegte Freigelände ist als Ergänzung sowohl für Präsentationen als auch für Open-Air-Events geradezu ideal. ❯ KONTAKT Milchwerk Radolfzell Werner-Messmer-Straße 14 D-78315 Radolfzell Phone: +49 77732 81-362 www.milchwerk-radolfzell.de milchwerk@radolfzell.de

Neben dem professionellen Umfeld für Ihre Tagung in verkehrsgünstiger Anbindung profitieren Sie in Radolfzell vom Freizeitangebot einer exklusiven Urlaubsregion. Gerne ist das Team des Milchwerks bei der Planung und Zusammenstellung eines attraktiven Rahmenprogramms behilflich.

136 Standort Deutschland | Radolfzell am Bodensee

❯ ENGLISH SUMMARY Milchwerk has nine conference rooms, some of which can be combined, with space for up to 170 people. Its two function halls also offer ideal conditions for congresses and major events. With more than 2,000 qm2 of exhibition space, the conference centre is a perfect venue for trade fairs and product presentations. The new outdoor area provides additional space and is just the location for presentations and open-air events.


❯ Facts & Figures ❯ Gemarkungsfläche ❯ Höhe  ❯ Gesamtzahl Bevölkerung  (Stand 31.12.2012)

5.857 ha 395-675 m ü. M. 30.109 Einwohner

❯ Arbeitsstätten

1.612

❯ Beschäftigte  Davon produzierendes Gewerbe Davon Handel/Verkehr/Gastronmie Davon sonstige Dienstleistungen ❯ Haushaltsvolumen 2013 Ergebnishaushalt Finanzhaushalt

11.779 5.042 1.975 4.743

69,4 Mio.€ 67,5 Mio €

❯ Steuersätze 2013 Grundsteuer A 330 % | Grundsteuer B 330 % | Gewerbesteuer 350 % ❯ Verkehrsverbindungen Radolfzell liegt an der Bundesstraße B 33 und B 34 mit Anschluss an die Bundesautobahn Singen-Stuttgart. Die Bahnstrecken OffenburgKonstanz und Basel-Lindau führen durch Radolfzell. Die Flughäfen Friedrichshafen, Zürich und Stuttgart sind ca. 58 km, 80 km bzw. 150 km entfernt. Der ÖPNV wird durch Stadtbus, Bahn und Schiffsverbindungen bewerkstelligt. ❯ Schulen/Hochschulen/sonstige Bildungseinrichtungen Grund- und Hauptschulen | Real- und Förderschule | Gymnasium | Grundschulförderklasse | Gewerbliche Schulen/Berufskolleg für Mode und Design | Haus- und Landwirtschaftliche Schulen | Kaufmännische Schulen | Mettnau-Schule | Carl Duisberg Centrum (Deutschkurse für ausländische Fach- und Führungskräfte) | Volkshochschule | Musikschule Radolfzell ❯ Medizinische Einrichtungen Krankenhaus Radolfzell der Hegau-Bodensee-Hochrhein-Kliniken GmbH mit 148 Betten | METTNAU, Medizinische Rehabilitationseinrichtungen der Stadt Radolfzell ❯ Sport- und Freizeitmöglichkeiten Große Vielfalt an (Wasser-)Sportmöglichkeiten | Über 130 Vereine ❯ Kunst/Kultur Museum in der Alten Stadtapotheke | Stadtbibliothek mit Lesestube | Kunstausstellungen in der Villa Bosch | Im 2-jährigen Turnus Bundeskunstpreis für Menschen mit einer Behinderung, Kunstverein Radolfzell e. V. | Doppelgänger Theaterforum | Musikschule Radolfzell mit Jugendblasorchester und Stadtkapelle ❯ Freie Fläche Gewerbe ca. 

❯ Surface area

5,857 ha

❯ Altitude 

395-675 m above sea level

❯ Total population (Dec. 31, 2012)

30,109 inhabitants

❯ Places of employment

1,612

❯ Employees Manufacturing trade Retail trade/transport/catering Other services ❯ Budget volume in 2013  Profit and loss budget cash-flow budget

11,779 5,042 1,975 4,743

€ 69.4 million € 67.5 million

❯ Tax rates in 2013 Property tax agriculture 330 % | Property tax construction 330 % | Business tax 350 % ❯ Transport connections Radolfzell is located on the federal roads B 33 and B 34 with a direct link to the Singen-Stuttgart motorway. The rail lines OffenburgConstance and Basel-Lindau go through Radolfzell. The airports of Friedrichshafen, Zurich, and Stuttgart are just 58 km, 80 km, and 150 km away. Public transportation is provided by numerous bus lines as well as rail and ship connections. ❯ Schools/universities/other educational facilities Primary and secondary-level schools | Special education school | Secondary-level Gymnasium | Remedial class for primary schools | Vocational schools and a vocational college for fashion and design | Home economics and agricultural schools | Commercial schools | Mettnau School | Carl Duisberg Centrum (German classes for foreign professionals and executives) | Adult education centre | Music school ❯ Medical facilities Radolfzell Hospital as a part of the Hegau-Bodensee-HochrheinKliniken GmbH with 148 beds | Mettnau, Radolfzell’s medical rehab facilities ❯ Sports and recreational opportunities A wide variety of sports and water sports | More than 130 clubs. ❯ Art/culture Museum in the Alte Stadtapotheke | Public library with reading room | Art exhibits in Villa Bosch | Every 2 years the Federal Art Prize for people with a disability, Kunstverein Radolfzell e. V. art club | Doppelgänger theater forum | Music School Radolfzell with youth brass band and municipal orchestra.

22.000 m²

❯ Zusammensetzung des Gemeinderates 9 CDU | 5 Freie Grüne Liste | 5 Freie Wähler | 4 SPD | 3 FDP

❯ Available lots Commercial zone approx.

22,000 m²

❯ Members of the municipal council 9 CDU | 5 Freie Grüne Liste (Greens) | 5 Independents | 4 SPD | 3 FDP Radolfzell | Standort Deutschland 137


Foto: Thomas Wรถhrstein

Singen am Hohentwiel

138 Standort Deutschland | Landkreis Ravensburg


Interview mit OB Bernd Häusler ❯

Konstanz, Radolfzell und Singen, das sind die drei großen Städte im Landkreis Konstanz. Singen, nicht direkt am See gelegen und seit altersher als „Arbeiterstadt“ tituliert – man fragt sich, was daran schlecht sein soll – hat es dabei nicht leicht, sich als sympathische und attraktive Stadt, zumindest auf den ersten Blick zu behaupten. Was passiert, wenn man genauer hinschaut? Singen, die Industriestadt, das „graue Entlein“, ja, so sieht man uns manchmal. Wir sind vor allem eine Stadt, in der gearbeitet wird. Doch gerade in den letzten 20 Jahren hat sich Singen deutlich verändert. Die Landesgartenschau im Jahr 2000 hat einen großen Beitrag geleistet und das Stadtbild deutlich verschönert. Singen hat natürlich keine historische Altstadt wie Konstanz, aber als moderne Stadt haben wir die große Chance uns als wirklich moderne Einkaufsstadt zu positionieren und dies weit über die Region hinaus. Unser Verständnis von Modernität umfasst jedoch alle Bereiche, die eine gute Lebensqualität ausmachen. Wir sind eine offene Stadt, auch für andere Kulturen. Integration wird bei uns wirklich gelebt. Wir haben über 100 Nationen in der Stadt und das Zusammenleben funktioniert gut. Singen ist eine junge und dynamische Stadt, die sich – und das ist ein Vorteil – zu ihrer Industrie bekennt, die aber gleichzeitig auch einen breiten Mix an Branchen und insbesondere junge Unternehmen aufzuweisen hat. Bei fast 24.000 Arbeitsplätzen haben wir über 15.000 Einpendler. Singen ist also ein Jobmotor für die Region.

❯ Bernd Häusler Oberbürgermeister Stadt Singen Seit dem 2. Oktober 2013 ist Bernd Häusler Oberbürgermeister der Stadt Singen. Der Verwaltungswissenschaftler ist in Radolfzell geboren und in der Singener Südstadt aufgewachsen. Nach Beendigung seines Studiums war er fortan in der Singener Verwaltung tätig. Seine Karriere begann als Wirtschaftsförderer. Danach war er Geschäftsführer des „Singener Stadtmarketing e.V.“, Fachbereichsleiter „Zentrale Aufgaben/Finanzen/Betriebe“ sowie Betriebsleiter der Stadtwerke Singen. Außerdem betreut Häusler zahlreiche Ehrenämter. Unter anderem ist er Vorsitzender des Hegau-Tourismus e.V. und 2. Vorsitzender des Kunstvereins Singen e.V. sowie Beisitzer des Vereins „Kinderchancen Singen e.V.“.

❯ KONTAKT Singen Hohgarten 2 D-78224 Singen www.singen.de Bernd Häusler Oberbürgermeister / Mayor Phone: +49 7731 85-0 ob@singen.de

Wie stabil sind denn gerade die industriellen Arbeitsplätze? Inwieweit ist auch Singen von einem Strukturwandel im Bereich der Arbeitsplätze in der Stadt betroffen? Natürlich hat es bei aller Stabilität auch in der Stadt Singen – und ich verfolge das ja nun schon seit 19 Jahren – einen Abschmelzungsprozess im Bereich der industriellen Arbeitsplätze gegeben. Die Wirtschaftskrise hat natürlich auch bei uns ihre Spuren hinterlassen. Aber wir haben eine hohe Qualität an Produkten und Arbeitsplätzen. Viele Unternehmen in Singen produzieren Produkte, die auf dem Weltmarkt bestehen. Diese Qualität und die Standortsicherheit in Singen überzeugt auch unsere Industrieunternehmen, die heute ja fast alle zu internationalen Konzernen gehören und nicht ihren ursprünglichen Sitz in Singen haben. Die Innovationsfähigkeiten der Unternehmen am Standort Singen sichert hier die Arbeitsplätze. Versuche mit Produktionsverlagerungen hatten oft das Resultat mangelnder Qualität. Wie sieht es mit Neugründungen von Unternehmen aus? In der Vergangenheit gab es viele Ausgründungen aus dem Aluminiumbereich. Aufgrund der guten Wirtschaftslage müssen wir heute eine gewisse Stagnation bei der Neugründung von Unternehmen stemmen. Auf der anderen Seite haben wir zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen, deren Eigentümer tatsächlich einen Bezug zur Region haben, hier ihren Lebensmittelpunkt und auch eine gesellschaftliche Verantwortung sehen. Sie sind zu ihren Unternehmen gestanden und haben auch in den schwierigeren Phasen nur äußerst selten Personal reduziert. Sie sind heute auch ein Garant für stabile Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt. Am Bodensee klagen viele Städte über Infrastrukturprobleme... Verkehrliche Infrastrukturprobleme haben wir so gut wie keine, weder im Bereich des Individualverkehrs noch im Bereich von Bahn und Bus. Wo es auch für uns schwierig ist, ist im Bereich des Wohnungsmarktes. Es fehlt an bezahlbarem Wohnraum, gerade auch für qualifizierte Fachkräfte. Hier sind wir dabei mit städtischen Bauträgern aber auch mit anderen Bauträgern rasch Lösungen zu finden, denn wir haben Flächen, die bebaut werden können. Singen am Hohentwiel | Standort Deutschland 139


Singen ist eine Stadt der Kultur, hat es aber noch nicht geschafft, dies wirklich flächendeckend zu kommunizieren. Da ist wieder, das „graue Entlein“. Doch was wir an Kultur anbieten, ist phänomenal. Wir haben die Stadthalle mit ihrem vielfältigen Kulturprogramm, das Hohentwielfestival, dann unsere kulturellen Nischen, die hervorragend funktionieren, wie die Färbe, die GEMS, ein alternatives Kino, der Jazzclub, die städtische Bücherei, unser Kunstmuseum, das neue Museum Art und Cars, das Hegaumuseum mit seinem Schwerpunkt auf die Stadtgeschichte, Museumsnächte und und und. Im Sommer wollen wir einen literarischen Krimisommer starten. Dabei haben wir eine hohe Wirtschaftlichkeit in unseren Angeboten. Kultur ist für uns ein nicht wegzudenkender Standortfaktor. Vorsichtig formuliert. Im Landkreis Konstanz sind wir mit unserer Vielfältigkeit die Nr. 1. Die Tätigkeit des Oberbürgermeisters kann man ohne Übertreibung als mulithematisch bezeichnen. Hinzu kommen viele Anforderungen und Erwartungen von einzelnen Bürgerinnen und Bürgern und Bürgergruppen. Dazu ein sehr straffer Terminplan. Außerdem braucht es Ziele und Leitplanken. Wie ist das so zu bewältigen, dass man seine eigenen Ziele, seine Authentizität bewahrt. Das ist sicher sehr sehr schwierig, zumal ich, wie gesagt schon seit 19 Jahren hier kommunalpolitisch aktiv und verankert, keine Schonfrist habe. Gleichzeitig ist das aber auch ein Vorteil. Ich bin in diesem Haus und in dieser Stadt groß geworden. Ich weiß, was wie funktioniert und die Menschen wissen, wie ich arbeite. Ich möchte, dass meine Handschrift deutlich wird. So möchte ich z.B., dass Singen zu einer wirklichen Radfahrer-Stadt wird. Ich will was bewegen ohne meinen eigenen roten Faden zu verlieren. Das setzt Beteiligungsprozesse und Transparenz voraus. Ich möchte die Bürgerinnen und Bürger wirklich mitnehmen. Dialogfähigkeit aber muss sich auch mit Mut zur Entscheidung verbinden. Beides gehört für mich zusammen. Ich muss dabei immer das Gesamtinteresse der Stadt im Auge haben. Das Wirtschaftsmagazin Bodensee ist ein Beispiel dafür, dass Zusammenarbeit und Konkurrenz, gemeinsamer Auftritt der Städte und eigene Profilierung hier in der Bodenseeregion zusammengehören. Wie gehen Sie damit um? Ich halte den Wettbewerb der Städte für notwendig und produktiv. Nur so kommen wir voran. Das tut uns gut. Und dann gibt es natürlich viele Bereiche, wo wir zusammenarbeiten können und müssen und das funktioniert dann gut, wenn alle mit offenen Karten spielen. Der Tourismus ist dafür ein gutes Beispiel und ein weites Betätigungsfeld, auch und gerade, wenn es um die internationale Zusammenarbeit geht. Konkurrenz im Bereich der Wirtschaftsförderung tut uns allen gut, weil wir uns gegenseitig fordern.

❯ ENGLISH SUMMARY On 2 October 2013, Bernd Häusler was elected Mayor of the town of Singen. He was born in Radolfzell and grew up in the southern part of Singen. After completing his studies in politics and management, he worked in Singen’s administration. Singen has always been an industrial town in which people come to work. But over the last 20 years, the townscape has changed. Not only that: Singen has become a modern shopping town with a wide choice of culture. Häusler intends to enhance the town’s image even more in future, for example by making it more bicycle-friendly. He intends to put the focus on participation and transparency. The willingness to enter into dialogue with citizens has to go hand in hand with the courage to make decisions. His aim is to always keep the public interests of the town in mind. 140 Standort Deutschland | Singen am Hohentwiel


Aktive Wirtschaftsstadt in bester Lage ❯

Singen ist der Standort für Industrie und Gewerbe im westlichen Bodenseeraum. Die Stadt bietet mit ihren rund 45.000 Einwohnern etwa 24.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Arbeitsplatz. Dieser außergewöhnlich hohe Wert zeugt von der hohen Zentralität Singens. Über 15.000 Menschen pendeln täglich aus der Umgebung nach Singen ein, nicht nur aus dem Hegau, sondern auch aus benachbarten Landkreisen. International agierende Industrieunternehmen, ein starker Mittelstand sowie innovative Newcomer prägen die Singener Wirtschaftswelt. Constellium GmbH, Amcor Flexibles GmbH, 3AComposites GmbH, Takeda GmbH, Georg Fischer Automobilguss GmbH, Nestlé Deutschland AG mit dem Maggi-Werk Singen oder die Breyer GmbH sind nicht nur wichtige Industriepartner vor Ort, sondern auch Weltmarktführer in vielen ihrer Produktsparten. Der Strukturwandel hat in Singen längst begonnen. Die einstige Industriestadt hat neben einer weiterhin starken Industrie einen zunehmenden Schwerpunkt bei den Dienstleistungen. Dies wird etwa sichtbar bei der Zahl der Arbeitsplätze. Mittlerweile arbeiten mehr Menschen in Dienstleistungsberufen als im produzierenden Sektor. Auch am stetig wachsenden Dienstleistungsareal (DAS) mit dem weithin sichtbaren Hegautower wird der Wandel deutlich. Im Hegautower und dem umliegenden Areal mit seinen hochwertigen Büroräumen haben sich bereits zahlreiche namhafte Firmen niedergelassen. Die dynamische Stadt wächst und wandelt sich stetig. Eine hervorragende Infrastruktur, schnelle Verkehrsverbindungen sowie ein Potenzial an bestens qualifizierten Arbeitskräften sorgen dafür, dass die Nachfrage nach gewerblichen Flächen seit Jahren hoch ist. Auch dank einer vorausschauenden Planung stehen ausreichend Flächen in städtischem

und privatem Eigentum zur Verfügung. Singen ist übrigens auch ein lebenswerter Wohnort mit einem reichhaltigen Kulturangebot, eingebettet in die reizvolle Hegaulandschaft. Die städtische Wirtschaftsförderung, Singen aktiv Standortmarketing sowie die GVV Städtische Wohnbaugesellschaft mbH sind die kundenorientierten Ansprechpartner für die Singener Betriebe und solche, die es werden wollen.

❯ ENGLISH SUMMARY Singen is home to industrial and commercial companies in the western part of Lake Constance. It offers jobs for some 24,000 employees subject to social insurance in this town of approx. 45,000 inhabitants. Singen’s economy is dominated by industrial corporations with global operations, a large number of SMEs and innovative newcomers. Constellium GmbH, Amcor Flexibles GmbH, 3AComposites GmbH, Takeda GmbH, Georg Fischer Automobilguss GmbH, Nestlé Deutschland AG with the Maggi plant in Singen or Breyer GmbH are not only important partners in the region, but also global leaders in many of their markets. This dynamic town is constantly growing and changing. Thanks to its excellent infrastructure, fast transport connections and a pool of highly qualified employees, demand for commercial space has been high for some years. As a result of farsighted planning, sufficient publicly and privately owned land is available. Singen is also an attractive place to live with a varied cultural programme, embedded in the stunning landscape of the Hegau region. The town’s business development office, Singen aktiv location marketing as well as GVV Städtische Wohnbaugesellschaft mbH are points of contact for firms in Singen, and those that want to relocate here.

❯ KONTAKT Singen Hohgarten 2 D-78224 Singen www.singen.de Oliver Rahn Wirtschaftsförderer / Business Developer Phone: +49 7731 85-106 wirtschaftsfoerderung@ singen.de

Singen am Hohentwiel | Standort Deutschland 141


❯ Einkaufsmagnet mit Wohlfühlfaktor

Einkaufsstadt mit Großstadtangebot… Was sich bezogen auf ein Mittelzentrum mit rund 45.000 Einwohnern im ersten Moment etwas übertrieben anhört, ist bei einer genaueren Betrachtung gar nicht so abwegig. Die Stadt Singen hat sich in den letzten Jahren zu einem erstklassigen Einkaufsstandort entwickelt, der eine Ausstrahlung ausübt, die weit in die Region und in die benachbarte Schweiz hinein reicht. Insbesondere in Sortimenten wie Oberbekleidung, Schuhe, Sportartikel, Möbel und Baubedarf kann sich die Hegaumetropole mit so mancher deutlich größeren Stadt messen. Demzufolge liegt die Zentralitätskennziffer seit einigen Jahren bei rund 200. Diese Zahl, die die Umsatzleistung des Einzelhandels im Verhältnis zur Kaufkraft der Wohnbevölkerung darstellt, ist ein Spitzenwert für vergleichbare Städte und reicht in Baden-Württemberg für einen Platz unter den „Top Five“. Auch die Verkaufsfläche von fast 195.000 m2 ist für vergleichbare Städte ein herausragender Wert. Das Singener Rezept für diese beachtliche Entwicklung ist einfach und beruht in erster Linie auf dem Miteinander der beiden Schwerpunkte Innenstadt und Singener Süden. Damit diese Bereiche in einem gesunden Verhältnis stehen, wird seit einiger Zeit ein Einzelhandelskonzept mit Sortimentsleitbild zur Steuerung eingesetzt. Heute präsentiert sich die Innenstadt dynamisch, attraktiv und mit einem zunehmenden Wohlfühlfaktor. Eine gute und staufreie Erreichbarkeit sowie ein großes Parkplatzangebot sorgen dafür, dass die Innenstadt sich bei Gästen nicht nur aus dem Hegau sondern auch aus der weiteren Umgebung sowie der benachbarten Schweiz zunehmender Beliebtheit erfreut. Als Magneten sind vor allem die Modehäuser Heikorn und Zinser, aber 142 Standort Deutschland | Singen am Hohentwiel

auch Karstadt und H&M zu nennen. Das Angebot wird abgerundet durch eine Vielzahl inhabergeführter und filialisierter Betriebe aus den verschiedensten Branchen sowie eine vielfältige Gastronomie. Das Innenstadtentwicklungsprogramm 2020 sorgt für die städtebaulichen Weichenstellungen und wird sukzessive umgesetzt. Die große Dynamik des Handelsplatzes Singen wird auch an den zahlreichen Baumaßnahmen und Modernisierungen bei vielen Betrieben deutlich, die in letzter Zeit zu sehen sind. Neben der Innenstadt ist als zweiter Einkaufsschwerpunkt das Fachmarktzentrum im Singener Süden, v.a. entlang der Georg-FischerStraße zu nennen. Nicht zuletzt große Magnete wie Möbel Braun, das neue Bauhaus, OBI, Real oder die „Automeile“ mit ihrer einzigartigen Markenvielfalt sorgen dafür, dass dieses Gebiet eine weit überregionale Strahlkraft entfaltet.

❯ ENGLISH SUMMARY In recent years, the town of Singen has grown into a shopper’s paradise, attracting people from all over the region as well as neighbouring Switzerland. The town at the heart of the Hegau region can compete with much larger cities, especially when it comes to clothing, shoes, sporting items, furniture and building supplies. Accordingly, the town’s retail centrality index has been at around 200 for several years. This figure, which represents retail performance compared to the purchasing power of the population, is well above that of comparable towns and is even high enough to rank Singen among the top five in Baden-Württemberg. In addition, the town’s overall sales area of almost 195,000 m2 is outstanding for a town of its size.


Bildungszentrum des Hegau ❯

Das Mittelzentrum Singen strahlt nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht weit in die Region aus, sondern nimmt auch als Bildungsstandort seine Zentralität wahr. So weisen die beiden Realschulen, die Ekkehard- und Zeppelin-Realschule, und die beiden allgemeinbildenden Gymnasien, das Friedrich-Wöhler-Gymnasium und das Hegau-Gymnasium, eine große Zahl von Einpendlern auf. Zudem nehmen die beiden beruflichen Schulen, die Robert-GerwigSchule im kaufmännischen und die Hohentwiel-Gewerbeschule im gewerblichen Bereich, eine herausragende Position im Landkreis ein. Auch mit einem differenzierten Angebot an sonderpädagogischen Einrichtungen steht die Stadt Singen auf einem Spitzenplatz unter Städten vergleichbarer Größe in Baden-Württemberg. Natürlich kann die schulische Ausbildung an einem ausgewiesenen Wirtschaftsstandort nicht losgelöst von der gewerblichen Wirtschaft gesehen werden. Die Stadt hat früh erkannt, dass beide Bereiche eng miteinander verzahnt werden müssen. „Schulen – Stärken – Wirtschaft“ ist ein Projekt der Stadt Singen, bei dem es im Wesentlichen darum geht, Schülerinnen und Schülern eine Brücke in die Berufswelt zu bauen, auf der sie eine optimierte Berufswahl treffen können. Auch soll das Projekt den Singener Betrieben ermöglichen, optimale Bewerber für Lehr- und Ausbildungsplätze zu finden. Das Projekt ist in das Gesamtprojekt „Kooperation Schule – Wirtschaft“ der Stadt Singen eingebunden. Die Stadt Singen hat sich zum Ziel gesetzt, Betrieben, Schulen und Bildungsträgern eine Unterstützung zu bieten. Denn nach wie vor ist ein erfolgreicher Abschluss einer Ausbildung von großer Bedeutung, nicht nur für den Betrieb, sondern auch für die Sicherung des Wirtschaftstandortes Singen.

Seit 2012 steht mit der Bildungsakademie der Handwerkskammer Konstanz eine weitere hochmoderne Bildungseinrichtung zur Verfügung. Als Haus des Handwerks gewährleistet sie eine überbetriebliche Ausbildung innerhalb des dualen Bildungssystems auf hohem Niveau, bietet aber auch ein umfangreiches Weiterbildungsangebot. In 14 erstklassig ausgestatteten Werkstätten und fünf Theorieräumen machen acht Lehrmeister und mehr als 100 Dozenten Lust auf Aus- und Weiterbildung. Seit Oktober 2013 bietet die Bildungsakademie mit dem Bachelor of Art in Business Engineering, Schwerpunkt Product Engineering, sogar einen Hochschulabschluss an.

❯ ENGLISH SUMMARY The town of Singen is not only a magnet for businesses in the region; it is also an education hub that draws people from the surrounding region. Of course, in a renowned business location, school education and industry go hand in hand. The town of Singen recognized this early on. It is currently implementing its project “Schulen – Stärken – Wirtschaft” (Schools – Strengths – Economy) that aims to help students bridge the gap between school and work and enable them to make an ideal career choice. The project is part of a major project to encourage cooperation between schools and business. The town of Singen has set itself the goal of offering support for businesses, schools and educational institutions. After all, a successful professional qualification is still very important, not only for companies but also for Singen as a business location. Singen am Hohentwiel | Standort Deutschland 143


❯ Facts & Figures ❯ Gemarkungsfläche (gesamt) davon Wald davon Weinbau ❯ Ortskern

6.177 ha 1.681 ha 8 ha 428 m ü. M.

❯ Surface area (total) Forests Vineyards ❯ Altitude

6,177 ha 1,681 ha 8 ha 428 m above sea level

❯ Gesamtzahl der Bevölkerung (Stand 31.12.2012) 45.355 Einwohner

❯ Total population (December 31, 2012)

❯ Beschäftigte (Stand 30.06.2012) Produzierendes Gewerbe Handel, Gastgewerbe und Verkehr Sonstige Dienstleistungen

❯ Employees (June 30, 2012) Manufacturing industry Trade, hotels and restaurants, transport  Other services

23.804 9.017 5.410 9.347€

❯ Steuersätze Grundsteuer A: 360 % | Grundsteuer B: 360 % | Gewerbesteuer: 360 % ❯ Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach Wohnort nach Arbeitsort Einpendler Auspendler Pendlerüberschuss

15.491 EW 23.804 EW 15.229 6.916 8.313

❯ Handelskennziffern (jeweils normiert auf Bundesdurchschnitt = 100,0) (Quelle: GfK 2012) Kaufkraft-Index 96,3 Zentralitätskennziffer ca. 200 ❯ Verkehrs- und Bahnverbindungen Regionale Bahnverbindungen Regionalzug „seehas“ Konstanz–Engen, Halbstunden-Takt Nationale und internationale Bahnverbindungen Stuttgart-Singen-Zürich | Konstanz-Singen-Frankfurt-Kassel | Lindau-Singen-Basel | Konstanz-Singen-Offenburg ❯ Verkehrsverbindungen (Straße) A81 Stuttgart–Singen; ab Hegauer Kreuz Richtung Schaffhausen, Stein am Rhein (CH), Stockach, Lindau, Konstanz (D) Autobahnen A81 Würzburg-Stuttgart-Singen | A98 Singen-Stockach/Ludwigshafen Entfernungen Singen-Stuttgart 155 km | Singen-Konstanz 32 km | Singen-Offenburg 129 km | Singen-Freiburg 110 km | Singen-Zürich 70 km | Singen-Ulm 150 km | Singen-München 263 km ❯ Schulen 4 Grundschulen (teilweise mit Ganztagesbetrieb) | 6 Grund- und Hauptschulen (teilweise mit Ganztagesbetrieb) | 2 Realschulen | 2 Gymnasien (Ganztagesbetrieb mit Mensen) | 2 Förderschulen | 3 Grundschulförderklassen | 1 Schulkindergarten für geistig Behinderte | 1 Sprachheilkindergarten | 2 berufliche Gymnasien (Technisches Gymnasium und Wirtschaftsgymnasium in der Schulträgerschaft des Landkreises Konstanz) | Volkshochschule | Abendschule ❯ Kunst / Kultur Veranstaltungs- und Kongresszentrum „Stadthalle Singen“ | Kunstmuseum | Archäologisches Hegau-Museum | Städtische Musikschule | Kulturzentrum GEMS | Theater „Die Färbe“

144 Standort Deutschland | Singen am Hohentwiel

45,355 inhabitants approx. 23,804 9,017 5,410 9,347

❯ Tax rates Property tax agriculture: 360 % | Property tax construction: 360 % | Business tax: 360 % ❯ Employees subject to social insurance contributions By place of residence By place of work Inbound commuters Outbound commuters Commuter flow ❯ Trade index (adapted to the national average = 100.0) (source: GfK 2012) Buying power index: Centrality index:

15,491 23,804 15,229 6,916 8,313

96.3 approx. 200

❯ Transport and rail connections Regional rail connections “seehas” regional train Constance–Engen, every half hour National and international rail connections Stuttgart-Singen-Zurich | Constance-Singen-Frankfurt-Kassel | Lindau-Singen-Basel | Constance-Singen-Offenburg ❯ Road connections A81 Stuttgart–Singen; motorway divides at Hegau to Schaffhausen, Stein am Rhein (CH), Stockach, Lindau, Constance (D) Motorways A81 Würzburg-Stuttgart-Singen | A98 Singen-Stockach/Ludwigshafen Distances Singen-Stuttgart 155 km | Singen-Constance 32 km | SingenOffenburg 129 km | Singen-Freiburg 110 km | Singen-Zurich 70 km | Singen-Ulm 150 km | Singen-Munich 263 km ❯ Schools 4 primary schools (partly with all-day care) | 6 combined primary and lower secondary schools (partly with all-day care) | 2 secondarylevel Realschulen | 2 secondary-level Gymnasien (all-day schools with cafeteria) | 2 special needs schools | 3 remedial classes for primary schools | 1 school and kindergarten for children with mental disabilities | 1 kindergarten for children with speech impediments | 2 vocational secondary schools | Adult education college | Evening school ❯ Art / culture “Stadthalle Singen” event and cultural centre | Art Museum | Archaeological Museum | Music school | GEMS cultural centre | Theatre “Die Färbe”


Gottmadingen

Hegau in Höchstform

Das Unterzentrum Gottmadingen liegt umgeben von der reizvollen Hegau-Landschaft direkt an der Schweizer Grenze. Durch die verkehrstechnisch günstige Lage ist Gottmadingen für Unternehmen eine attraktive Adresse. Der Standort ermöglicht nahezu alle unternehmerischen Aktivitäten und ist optimal erreichbar. Industrie und Gewerbe finden in Gottmadingen hervorragende Rahmenbedingungen. Viele Unternehmen nutzen diese für eine gewinnbringende Ansiedlung und Expansion. Die zentrale Lage mit erstklassigen Verbindungen in die Schweiz und die optimale Verkehrsinfrastruktur sind klare Standortvorteile. Außerdem bietet die Gemeinde Planungssicherheit und verfügbare Grundstücke für unternehmerische Entscheidungen. In den voll erschlossenen Gewerbegebieten können Gewerbeobjekte sofort realisiert werden. Im Industriepark Gottmadingen stehen für große wie auch für kleine Unternehmen Lager-, Produktionssowie Büroflächen mit flexiblen Raumgrößen in TopLage zur Verfügung. Das Miteinander von wirtschaftlichen Interessen und einem ruhigen Wohnumfeld basiert auf einer gelungenen städtebaulichen Entwicklung. Ein breites Dienstleistungs- und Warenangebot und vielfältige Einkaufsmöglichkeiten in nächster Nähe sorgen für kurze Wege und sind optimale Bedingungen für ein buntes und geschäftiges Leben. Die Qualitäten als Wirtschaftsstandort, die kulturelle Vielfalt und die optimalen Freizeitmöglichkeiten sowie die gut entwickelte Infrastruktur machen Gottmadingen zu einem exzellenten Wohn,- Industrie- und Gewerbestandort.

❯ ENGLISH SUMMARY The town of Gottmadingen is set in the beautiful countryside of the Hegau region directly on the border to Switzerland. Thanks to its convenient position with first-rate connections to Switzerland and an ideal transport infrastructure, Gottmadingen is an attractive location for companies. In addition, with sufficient available land, the town enables companies to make long-term planning decisions. It offers a wide choice of fully developed industrial real estate for implementing business building projects in the short term. In Gottmadingen business interests thrive side by side with with a peaceful residential environment thanks to the town´s successful urban planning concept. Gottmadingen is a lively and bustling town with a wide range of services and products and a good choice of shops nearby. In addition to being a business venue, it boasts a wide cultural diversity, excellent leisure opportunities and a well-developed infrastructure, making it an excellent place to live and an ideal location for industry and trade.

❯ Gemarkungsfläche ❯ Gesamtzahl der Bevölkerung (Stand Juni 2013) ❯ Arbeitsmarkt Beschäftigte insgesamt

2.359 ha 10.221

3.221

❯ Kindergärten und Schulen Kindergärten mit Regelbetreuung und verlängerte Öffnungszeiten | Ganztagsbetreuung | Aufnahme von Kindern in Kleinkindgruppen ab 1 Jahr | Grundschule | Realschule und Werkrealschule im Schulverbund ❯ Freizeitmöglichkeiten/Kultur/ Veranstaltungen Höhenfreibad | Tennis- und Sportplätze | Skateanlage | Eisweiher | Naturlehrpfad Hardseen | ausgeprägte Fastnacht | Kunstausstellung Experimentelle | Autofreier Rundkurs „Slow-up“ | Frühjahrs- und Herbstmarkt | Weihnachtsmarkt | Tischmesse „Meetingpoint-Hegau“ ❯ Verkehrsanbindungen Direkter Anschluss an Autobahn A 81 | Bundesstraße B 34 | S-Bahn-Anschluss nach Singen und Schaffhausen (CH) im Halbstundentakt | Internationale Flughäfen in Zürich, Friedrichshafen und Stuttgart in 60 Minuten erreichbar

❯ KONTAKT Gemeinde Gottmadingen Johann-Georg-Fahr-Straße 10 D-78244 Gottmadingen www.gottmadingen.de Thomas Schleicher Wirtschaftsförderung / Business Development Phone: +49 7731 908 134 wirtschaftsfoerderung@ gottmadingen.de

Gottmadingen | Standort Deutschland 145


ENGEN im hegau

Foto: Stefan Arendt

❯ Starke Wirtschaft. Starke Stadt.

Engen zählt in Süddeutschland zu den attraktivsten Standorten für die Zukunft von Familien und Unternehmen. Am Tor zu der einzigartigen Vulkanlandschaft des Hegaus stimmen Lebensqualität und Wirtschaftskraft ganz besonders überein. Die wachsende Stadt mit ihren rund 10.000 Einwohnern erfüllt in vielerlei Hinsicht geradezu idealtypische Bedingungen: unmittelbarer Autobahnanschluss an die A 81 Richtung Stuttgart und Schweiz, direkte Anbindung an die Bahnstrecke Stuttgart-Mailand, S-Bahn-Verbindung nach Singen/Konstanz/ Schweiz, nur wenige Minuten zum Bodensee – besser geht’s nicht! In nur einer Stunde erreicht man sogar die internationalen Flughäfen in Stuttgart, Zürich oder Friedrichshafen.

❯ KONTAKT Stadt Engen Hauptstraße 11 D-78234 Engen www.engen.de Johannes Moser Bürgermeister / Mayor Phone: +49 7733 502210 rathaus@engen.de Peter Freisleben Wirtschaftsförderer / Business Developer Phone: +49 7733 502212 pfreisleben@engen.de

146 Standort Deutschland | Engen

Die Stadt mit besonderem Flair Die Stadt selbst verfügt über ein südländisches, romantisches Flair in ihrem spätmittelalterlichen Stadtkern. Er gilt als eines der besterhaltenen Altstadt-Ensembles in Süddeutschland. Eine lebendige und offene Stadtgesellschaft prägt das kulturelle Leben. Hier weiß man zu feiern und ausgefallene Märkte abzuhalten. Engen steht für nachhaltiges Wirtschaften und zukunftsorientiertes Denken. Insbesondere jungen Familien bieten sich hier erstklassige Bedingungen. Von der Kleinkindbetreuung bis zum eigenen Gymnasium verfügt die Stadt über ein breit gefächertes Bildungsangebot. Die örtliche Gesundheitsversorgung mit eigenem Krankenhaus gilt als vorbildlich. Natur- und Freizeitangebote, Kunst und Kultur, das Zusammenspiel der Generationen – hier lässt es sich noch zu vernünftigen Preisen im Bodenseeraum gut leben! Der Standort für innovative Unternehmen Geschwindigkeit ist für Unternehmen häufig ein entscheidender Faktor. Deshalb unterstützt die Stadt Engen mit einer aktiven Wirtschaftsförderung ansässige und ansiedlungswillige Betriebe schnell und unkompliziert. Dabei haben die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze höchste Priorität. Die Stadt Engen verfügt über rund 850 Gewerbebetriebe aus Industrie, Dienstleis­tung,

Handwerk und Handel. Drei voll erschlossene Gewerbegebiete in Engen und dem Stadtteil Welschingen sind bereits von zukunftsorientierten Unternehmen als Standorte ausgewählt worden. Weitere Flächen von 1.000 bis 60.000 Quadratmetern stehen dort zum Preis von 44 bis 46 Euro/Quadratmeter zur Verfügung. In Welschingen ist zudem das Innovationszentrum Engen (IZE) für junge und innovative Unternehmen entstanden. Hier bietet die Stadt Engen besonders kostengünstige Büro-, Labor- und Werkstatträume zur Miete an. Engen ist bekannt für sein unternehmerfreundliches Klima und seine unkomplizierte Verwaltung. Der GewerbesteuerHebesatz mit 330 Prozent ist einer der günstigsten in der Region.

❯ ENGLISH SUMMARY Engen is one of the most attractive locations in South Germany with excellent prospects for families and businesses. At the gateway to the unique volcanic landscape of the Hegau, quality of life and a healthy economy go hand in hand. The town offers ideal conditions in many ways, with direct access to the A 81 motorway to Stuttgart and Switzerland, direct railway connections to Stuttgart and Milan and the commuter train to Singen/Constance/Switzerland, and only a few minutes drive to Lake Constance. The international airports in Stuttgart, Zurich or Friedrichshafen are also just one hour away. The town supports local businesses and companies wishing to set up their business in Engen fast and unbureaucratically. Engen is home to more than 850 commercial businesses in industry, services, crafts and commerce. Three fully developed business parks in Engen and the district of Welschingen have already attracted innovative companies. The Innovationszentrum Engen (IZE), an incubator for young and innovative companies, has also been set up in Welschingen. Businesses can rent space here for offices, laboratories and workshops at very reasonable rates. The business tax rate of 330 percent is one of the lowest in the region.


❯ Facts & Figures ❯ Gemarkungsfläche ❯ Gesamtzahl der Bevölkerung ❯ Steuersätze 2013 Gewerbesteuer Grundsteuer A  Grundsteuer B 

7.000 ha ca. 10.000

330 % 330 % 330 %

❯ Surface area

7,000 ha

❯ Total population ❯ Tax rates in 2013 Business tax  Property tax agriculture  Property tax construction 

approx. 10,000

330 % 330 % 330 %

❯ Verkehrsverbindungen Autobahn A 81, direkter Anschluss Nr. 39 | Bundesstraße B 31 | S-Bahn-Anschluss nach Singen/Konstanz/Schweiz im Halbstundentakt (Seehas) | Regional-Express | Internationale Flughäfen Zürich und Stuttgart in 60 Minuten erreichbar

❯ Transport connections Motorway A 81, direct link to exit 39 | Federal road B 31 | Commuter train connection to Singen/Constance/Switzerland every 30 minutes (seehas railway) | Regional express train | International airports in Zurich and Stuttgart just 60 minutes way

❯ Schulen 2 Grundschulen | 1 Werkrealschule | 1 Realschule | 1 Gymnasium | 1 Förderschule

❯ Schools 2 primary schools | 1 secondary-level Werkrealschule | 1 secondarylevel Realschule | 1 secondary-level Gymnasium | 1 special education school

❯ Sport-/Freizeitmöglichkeiten Über 130 Vereine | Erlebnisbad | Tennisplätze | Reithalle u. Reitplatz | Skateanlage | Beachsoccer | Beachvolleyball | Stadion | 2 Sportplätze | 4 Mehrzweckhallen/Sporthallen | Loipe | Nordic-Walking-Rundweg | Trimm-Dich-Pfad | 6 Bürgerhäuser ❯ Kunst/Kultur Städtisches Museum Engen + Galerie | Kulturelle Veranstaltungen der Stadt und der „Stubengesellschaft“ | Historische Altstadt | Altstadtfest | Eiszeitpark | Petersfelstage | Ostermarkt | Ökomarkt | Weihnachtsmarkt | Vereinsfeste ❯ Freie Flächen Büro- und Gewerbeflächen zur Miete im Innovationszentrum EngenWelschingen (IZE) und im Gewerbepark Welschingen | Industrie- und Gewerbebauland; u. a. in den Gewerbegebieten Grub und Welschingen (44-46 €/m² voll erschlossen) | Einzelhandelsflächen in exponierter Innenstadtlage auf Anfrage | Bauland für Einfamilien- und Doppelhäuser ❯ Sonstiges Aktive Wirtschaftsförderung | Innovationszentrum für Existenzgründer | Städtepartnerschaften mit Pannonhalma (Ungarn) | Trilport (Frankreich) und Moneglia (Italien)

❯ Sport/recreational opportunities More than 130 clubs | Adventure pool | Tennis courts | Riding school | Skateboard park | Beach soccer | Beach volleyball | Stadium | 2 sports grounds | 4 multi-purpose/sports halls | Cross-country ski trail | Nordic walking trail | Fitness trail | 6 community centres ❯ Art/culture Engen Municipal Museum and Gallery | Cultural events organized by the town and the “Stubengesellschaft” art association | Historic old town | Festival in the old town | Ice Age Park | Petersfelstage festival | Easter market | Ecological market | Christmas market | Club festivities ❯ Available lots Office and commercial premises for rent in the Innovationszentrum Engen-Welschingen (IZE) and in Welschingen business park | Land for industrial and commercial use, e.g. in the Grub and Welschingen business parks (€ 44-46 per m², fully developed) | Retail space in prime locations in town centre available on request | Premises for building detached and semi-detached houses ❯ Other Committed to business development | Incubator for start-ups | Twinned with Pannonhalma (Hungary), Trilport (France) and Moneglia (Italy)

Engen | Standort Deutschland 147


Interkommunales Gewerbegebiet Blumhof

❯ Verkehrsgünstig in Seenähe

Vor wenigen Jahren entstand am Wirtschaftsstandort Stockach, in Zusammenarbeit mit der benachbarten Seegemeinde Bodman-Ludwigshafen, das Interkommunale Gewerbegebiet Blumhof als wichtiger Teil des Gewerbe-Parks Bodensee. Das hochwertige Gewerbegebiet bietet insbesondere für Hightech-Betriebe hervorragende Rahmenbedingungen für ambitionierte Unternehmensziele. Darüber hinaus sind Dienstleistungsunternehmen und das Handwerk herzlich willkommen.

❯ KONTAKT Stadt Stockach Adenauerstraße 4 D-78333 Stockach www.stockach.de Rainer Stolz Bürgermeister / Mayor Phone: +49 7771 802195 r.stolz@stockach.de Amt für Wirtschaftsförderung www.gewerbepark-bodensee.de Bernhard Keßler Wirtschaftsförderer / Business Developer Phone: +49 7771 802155 wifoe@stockach.de

148 Standort Deutschland | Stockach

Seit der Erschließung vor sieben Jahren wurden bereits über 60 Prozent der Gewerbeflächen verkauft. Angesiedelt haben sich seither neun Unternehmen, zwei weitere stehen kurz vor dem Einzug. Die Betriebe bauen architektonisch hochwertig, modern und nachhaltig. Entwickelt hat sich ein bunter Branchenmix mit einem Schwerpunkt auf Hightech-Produktion, Dienstleistung und (Groß-) Handel. Trotz dieser erfreulichen Verkäufe stehen ausreichend Flächen zur Verfügung. Die Grundstücke werden entsprechend dem individuellen Bedarf gebildet und nicht nach starren und vorgegebenen Parzellen. Das Gewerbegebiet liegt verkehrsgünstig in Seenähe, direkt an der Autobahnauffahrt Stockach Ost. Dadurch ist es direkt angeschlossen an die A 81 nach Norden, an die A 98 in die Schweiz sowie an die benachbarten Wirtschaftszentren Friedrichshafen, Konstanz, Singen, Schaffhausen und Tuttlingen. Das Gewerbegebiet ist durch zahlreiche Busverbindungen gut mit der Bodenseegürtelbahn in Ludwigshafen und dem „Seehas“ in Stockach verbunden. Durch die unmittelbare Nähe des Interkommunalen Gewerbegebietes zur Seegemeinde Bodman-Ludwigshafen erhält das Gebiet einen ganz besonderen Reiz. Die hohe Lebensqualität und der attraktive Freizeitwert der Region bieten gute Voraussetzun-

gen für Betriebe, wichtige Fachkräfte zu gewinnen und diese auch zu binden. Die Stärke des Gewerbe-Parks Bodensee besteht darüber hinaus in einem vielfältigen und umfassenden Flächenangebot für verschiedenartige Bedürfnisse. Neben dem Interkommunalen Gewerbegebiet Blumhof runden das reine Industriegebiet Hardt am Autobahnanschluss Stockach West, das in Richtung Tuttlingen liegende Gewerbegebiet Himmelreich und seenahe Flächen in Bodman-Ludwigshafen das Angebot ab.

❯ ENGLISH SUMMARY Stockach offers high-quality industrial land for businesses in Blumhof intermunicipal industrial estate. It is conveniently located close to Lake Constance at the motorway exit Stockach Ost with direct connections to the motorways heading north and towards Switzerland as well as to neighbouring economic centres. In addition, the estate is linked to the regional and national railway network via an excellent bus service. A particular appeal of Blumhof intermunicipal industrial estate is its immediate proximity to the lake shore. Thanks to the region’s exceptional recreational value, companies based here can attract highly-qualified personnel and make sure they stay. Even though the estate was only developed seven years ago, more than 60 % of lots have already been sold. Several high-tech companies can be found here. Nevertheless, there is still sufficient land for firms looking to relocate. Stockach also offers industrial estate for businesses in other commercial estates including the Hardt zone at the motorway exit Stockach West.


❯ Facts & Figures ❯ Gesamtzahl der Bevölkerung ❯ Beschäftigte insgesamt 

15.982 Einwohner 5.964

❯ Total population  ❯ Employed persons total

15,982 inhabitants 5,964

❯ Verkehrsverbindungen Verkehrsgünstig im Schnittpunkt der B 313, B 14 und B 31 mit Anschluss an A 98 und A 81 sowie an das regionale (Seehas) und überregionale Schienennetz (Bodensee–Gürtelbahn). Flughafen Friedrichshafen nur ca. 45 km entfernt; ebenfalls in Nähe sind die Flughäfen Zürich und Stuttgart.

❯ Transport connections Conveniently located at the interface of federal roads B 313, B 14, and B 31 with a direct link to motorways A 98 and A 81 as well as to the regional rail line (seehas) and the interregional rail network (Bodensee-Gürtelbahn). Friedrichshafen Airport is only approx. 45 km away; the airports in Zurich and Stuttgart are also close by.

❯ Bildung/Weiterbildung/Soziales Die Stadt verfügt über ein umfassendes Bildungsangebot in vielfältigen Kindergärten und Schulen. Stockach ist zudem Standort der Steinbeis-Hochschule mit berufsbegleitenden Studiengängen zum Bachelor of Arts (BA). Weiter stehen eine Volkshochschule, eine Musikschule, ein Akutkrankenhaus und mehrere soziale Einrichtungen zur Verfügung.

❯ Education/continued education/social facilities The town has excellent educational facilities with a wide choice of kindergartens and schools. Stockach is also home to the Steinbeis University offering part-time courses leading to a Bachelor degree (B.A.). An adult education centre, a music school, an acute care hospital as well as several social facilities are also located here.

❯ Kunst/ Kultur/Freizeitangebote Inmitten der liebevoll sanierten historischen Altstadt befindet sich das Kulturzentrum „Altes Forstamt“. Ausgeschilderte Rad- und Wanderwege, ein Kulturangebot mit Konzerten und Kleinkunst und nicht zuletzt über 100 Vereine in Stadt und Ortsteilen bieten vielfältige Freizeitmöglichkeiten für die ganze Familie. ❯ Freie Flächen Als eine von wenigen Bodenseekommunen verfügt Stockach über ein reines Industriegebiet. Das IG Hardt liegt nur ca. 1 km von der Autobahnauffahrt Stockach-West entfernt. Es stehen ca. 10 ha zur sofortigen Bebauung zur Verfügung. Für Gewerbetreibende stehen freie Flächen im Gewerbegebiet Himmelreich und im Interkommunalen Gewerbegebiet Blumhof zur Verfügung. ❯ Besondere Stärken/ Vorzüge der Gemeinde Verkehrsgünstige Lage am nordwestlichen Ende des Bodensees – Ausgangspunkt für Unternehmungen rund um den Bodensee. Stockach bietet somit neben einer hohen Lebensqualität auch die idealen Rahmenbedingungen als Wirtschaftsstandort.

❯ Art/culture/recreational opportunities Right in the heart of the lovingly renovated historic old town is the cultural centre “Altes Forstamt”. Designated bike paths and hiking trails as well as a wide range of cultural events with concerts and various performing arts provide a wide range of recreational opportunities for the entire family. ❯ Available lots Stockach is one of the few communities on Lake Constance with a commercial zone set aside exclusively for industrial use: IG Hardt is located only about 1 km from the motorway exit Stockach West. Approx. 10 ha are available for immediate construction. There are also free lots available for trade professionals in the Himmelreich industrial estate and in Blumhof intermunicipal industrial estate. ❯ Specific strong points/advantages of the municipality Conveniently located at the northwestern corner of Lake Constance, it is a starting point for excursions around the lake. In addition to a high quality of life, Stockach provides ideal prerequisites as a business venue.

Stockach | Standort Deutschland 149


Der Bodenseekreis

Mehr Infos im Bodensee Magazin Spezial Wirtschaftsstandort Bodenseekreis

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W I R T S C H A F T S S TA N D O R T BODENSEEKREIS Ganz oben im Süden

T H E B O D E N S E E K R E I S D I S T R I CT A S A B U S I N E S S LO CAT I O N To p i n t h e S o u t h

n.

STANDORTE | UNTERNEHMEN | LEBENSQUALITÄT LOCATIONS | COMPANIES | QUALITY OF LIFE 22.06.12 09:58

❯ KONTAKT Wirtschaftsförderung Bodenseekreis GmbH Leutholdstraße 30 D-88045 Friedrichshafen info@wf-bodenseekreis.de www.wf-bodenseekreis.de Benedikt Otte Geschäftsführer / CEO Phone: +49 7541 385880 Bernhard Grieb Geschäftstellenleiter / Site Manager Phone: +49 7551 9471937 grieb@wf-bodenseekreis.de

Den Grundstein für die heutigen Erfolge, die dem Bodenseekreis sein Gesicht und seine Statur geben, legte Anfang des 20. Jahrhunderts Ferdinand Graf von Zeppelin mit seinem eisernen Willen und seiner visionären Kraft. Zusammen mit seinem genialen Mitarbeiter Claude Dornier sowie dem Grafen von Soden und Karl Maybach ist es ihm zu verdanken, dass sich viele weitere kluge Köpfe ansiedelten. In der Region wurde eine Tradition von Innovation, Wissenschaft und Forschung gelegt. Deshalb ist der Bodenseekreis heute wirtschaftsstärkster Landkreis in Baden-Württemberg (Focus Money 2011). Neben den silbernen Luftschiffen und der DO X von Dornier schufen die Maybachs nicht weniger eindrucksvolle Zeugnisse der Ingenieurskunst vom Bodensee. In den heutigen Motoren (Tognum - MTU), Hochleistungsgetrieben (ZF Friedrichshafen) und Satelliten (EADS Astrium) spürt man bis heute die Gene der Gründerväter. Geschichte und Tradition verbinden sich mit dem Engagement und der Leistungsbereitschaft tausender Menschen, die in den weltweit agierenden Unternehmen des Bodenseekreises arbeiten. Das ist entscheidend dafür, dass die Region zusätzlich zu den Großkonzernen auch über einen breiten Mittelstand mit einer zukunftsfähigen Branchenstruktur verfügt. Neben BodenseeAIRea, dem Cluster für Luft- und Raumfahrt, sind Maschinenbau, Automobilzulieferindustrie, IT & Elektronik, Freizeit & Gesundheit sowie Bildung, Forschung und Entwicklung weitere Branchenschwerpunkte. Hohe Kaufkraft, niedrige Arbeitslosigkeit und eine innovative Wirtschaft prägen die gesamte Region des Bodenseekreises. In Friedrichshafen befindet sich mit dem Bodensee-Airport Friedrichshafen ein internationaler Flughafen. Neben zahlreichen Linienflügen sind die regelmäßigen Verbindungen zu den internationalen Drehscheiben Flughafen Frankfurt und Istanbul von besonderer Bedeutung. Das Ambiente des Sees, seine herrliche Bergkulisse und der Reiz historischer Städte bieten einen attraktiven Lebens-, Erholungs- und Freizeitraum im Bodenseekreis. Kurz gesagt: Im Bodenseekreis lebt man mit

150 Standort Deutschland | Wirtschaftsförderung Bodenseekreis GmbH

Foto: ZLT

Foto: Achim Mende

❯ Tradition und Innovation

höchster Arbeitsqualität, mit besten Arbeitsplätzen und arbeitet umgeben von bester Lebensqualität. Die Wirtschaftsförderung Bodenseekreis GmbH (WFB) Die WFB stärkt die Wirtschaftskraft des Landkreises, indem sie die Potenziale bündelt, die Region stärker vernetzt und nach außen die Lebensqualität vermarktet. Mit dem Ziel auch zukünftig die besten Fachkräfte für die Bodenseeregion zu gewinnen, werden unter dem Namen „Karriere im Süden®“ zusammen mit den Wirtschaftsförderungen des deutschen Bodenseeufers und des Landes Vorarlberg freie Arbeitsplätze angeboten und potentielle Fachkräfte auf die Region aufmerksam gemacht. Die Internetplattform www.karriere-im-sueden.de ist regionaler Marktplatz für Stellenangebote, Praktika und Abschlussarbeiten. Eine Übersicht an aktuellen Angeboten von Gewerbeflächen und -immobilien in der Bodenseeregion bietet die WFB durch das Onlineportal www.immoportalbodensee.net. Unternehmen und Investoren können anhand verschiedener Suchkriterien das passende Gewerbegrundstück, Gewerbe-, Produktions- und Lagerräume sowie Büro- oder Einzelhandelsflächen in bester Lage finden.

❯ ENGLISH SUMMARY At the beginning of the 20th century, Count Ferdinand von Zeppelin laid the cornerstone for the success enjoyed by the Bodenseekreis district today thanks to his iron will and vision. A tradition of innovation, science and research evolved in the region, and the Bodenseekreis district is now the strongest business location in Baden-Württemberg (Focus Money 2011). The key sectors are aerospace, machine construction, automotive, IT and electronics and leisure and health. Wirtschaftsförderung Bodenseekreis GmbH (WFB), the business development office of the Bodenseekreis district, boosts the district's economy by bundling potential, forging links within the region and promoting its high quality of life externally.


Friedrichshafen

152 Standort Deutschland | Friedrichshafen

Foto: Tobias Knoch

Foto: Achim Mende

Wirtschaftsstandort mit Perspektiven


Foto: Jan-Manuel Jakobi

Friedrichshafen, größter Wirtschaftsstandort am Bodensee, ist charakterisiert durch eindrucksvolle Innovationen und zukunftsweisende Technologien. Mit dem Bau der Zeppeline und dem ersten Start der Luftschiffe begann ab 1900 Friedrichshafens Aufstieg. Das zentral in der Vierländerregion Bodensee gelegene Oberzentrum bietet vielen Fachkräften aus der Region berufliche Perspektiven. Nicht nur die Weltkonzerne wie ZF, MTU/Tognum, Zeppelin und EADS, sondern auch die zahlreichen kleineren und mittelständischen Unternehmen locken Arbeitnehmer in die Zeppelinstadt. Friedrichshafen kann als

zweitgrößter Messestandort in Baden-Württemberg mit weltweit bedeutenden Messen wie Eurobike, Fakuma, Aero oder Outdoor und als Tagungsort für Fachkongresse punkten. Pro Jahr kommen etwa 600.000 Besucher zu den rund 60 Messen und Veranstaltungen. Aber auch als Tourismusdestination mit über 2,5 Millionen Tagesgästen, als Bildungsstandort und als attraktiver Wohnort ist Friedrichshafen gefragter denn je. Der Bodensee-Airport positioniert die Stadt als internationales Drehkreuz. Die neue Flugverbindung von Turkish Airlines erweitert das Angebot.

Friedrichshafen | Standort Deutschland 153


❯ Interview mit Oberbürgermeister Andreas Brand

❯ Andreas Brand

Herr Brand, in diesem Jahr wurde in Friedrichshafen 175 Jahre Graf Zeppelin gefeiert. Wie spürt man den Pioniergeist des Grafen noch heute am Wirtschaftsstandort Friedrichshafen? Das Wirken des Grafen ist eng mit unserer Geschichte und der Identität der Stadt Friedrichshafen und vieler ansässiger Unternehmen verbunden. Bis heute prägt sie den Wirtschaftsstandort entscheidend und das Luftschiff ist ein Botschafter Friedrichshafens, ein Symbol für den Glauben an Visionen und deren Machbarkeit durch handfeste Ingenieursleistung. Der Erfindergeist jener Zeit legte den Grundstock für den heute überdurchschnittlich erfolgreichen Wirtschaftsstandort Friedrichshafen. Die Erben Zeppelins, damit meine ich alle Unternehmen, deren Gründung auf den Pioniergeist des Grafen zurückgeht, stehen für Zukunftsorientierung und den Glauben an Innovationen, welchen die Bürger täglich leben und erleben. Dazu gehört die Luftschiffbau Zeppelin GmbH, die Tognum AG, die Sauerstoffwerk Friedrichshafen GmbH, die ZF Friedrichshafen AG, EADS Astrium / Cassidian, die MWS Friedrichshafen GmbH sowie die ZEPPELIN GmbH. Besonders wichtig für die Stadt und die Bürger ist die Zeppelin Stiftung. Sie wurde von Ferdinand Graf von Zeppelin 1908 ins Leben gerufen. Diese Stiftung, die einmalig in Deutschland ist, ist ein Segen für die Stadt und die Menschen, die hier leben. Die Arbeit der Stiftung trägt entscheidend zu unserem Wohlstand bei. Ohne sie wären viele Einrichtungen wie das Medienhaus am See, das Graf-Zeppelin-Haus oder die Kindergärten nicht in dieser Form finanzierbar. Deshalb haben wir in diesem Jahr sehr gerne den 175. Geburtstag des Grafen zusammen mit den Bürgern gefeiert.

Oberbürgermeister / Mayor

Friedrichshafen liegt im Süden der Republik, der nächste Autobahnanschluss ist zwar nur ein paar Kilometer entfernt, doch zu Messezeiten benötigt man von Stockach nach Friedrichshafen über 1,5 Stunden – wie beurteilen Sie die aktuelle Verkehrssituation am Bodensee, speziell am Nordufer? ❯ KONTAKT Stadt Friedrichshafen Adenauerplatz 1 D-88045 Friedrichshafen www.friedrichshafen.de Manfred Häberlein Leiter Stabsstelle Wirtschaftsförderung / Head of the business development unit Phone: +49 7541 203-4020 m.haeberlein@friedrichshafen.de Tobias Wedi Stv. Leiter Stabsstelle Wirtschaftsförderung / Deputy head of the business development unit Phone: +49 7541 203-4021 t.wedi@friedrichshafen.de

Die aktuelle Verbindung zwischen Friedrichshafen und Stockach ist katastrophal. Gerade in Messezeiten oder auch in der Tourismussaison kommt es zu kilometerlangen Staus. Die Verkehrssituation ist für die Menschen, die hier leben für die gesamte Region, in der innovative Wirtschaftsunternehmen weltweit tätig sind und auch der Tourismus eine bedeutende Rolle spielt, unzumutbar. Deshalb kämpfen wir schon seit Jahren für einen vierspurigen Ausbau der B 31. Wir, und damit meine ich das Regierungspräsidium Tübingen und die Stadt, haben unsere Hausaufgaben gemacht. Erst vor wenigen Wochen genehmigte das Regierungspräsidium die Verlängerung des Tunnels bei Waggershausen. Dafür stellt Friedrichshafen rund 22,8 Millionen Euro zur Verfügung. Jetzt ist Berlin am Zuge und ich erwarte, dass auch Frau Bundeskanzlerin Merkel ihr Wort hält. Alle erforderlichen Vorbereitungen sind seitens der Stadt und des Regierungspräsidiums getroffen. Es ist jetzt ausschließlich eine Frage der Bereitstellung der Mittel durch den Bund und die Ausführung durch das Land. Ich hoffe, dass der Bund im Zuge der Koalitionsverhandlungen mehr Geld für die Infrastruktur und damit den Ausbau der B 31 bereitstellt. Nur mit mehr Geld für Straße und Schiene lassen sich die zentralen Infrastrukturvorhaben in unserer Stadt verwirklichen. Ich erwarte deshalb ein klares Bekenntnis durch Bund und Land. Welche Rolle spielt die Stadt Friedrichshafen in der Internationalen Bodenseeregion – welche Bedeutung messen Sie der Zusammenarbeit rund um den See bei? Der Tourismus und damit auch die Zusammenarbeit rund um den See haben eine große Bedeutung. In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Tourismus sehr positiv entwickelt. Unser Ziel ist es, den

154 Standort Deutschland | Friedrichshafen


Tourismus in Friedrichshafen qualitativ weiter auszubauen. Hier sehe ich es für wichtig an, mit den Tourismusstädten rund um den See zusammenzuarbeiten. Der See ist für uns alle wichtigster Anziehungspunkt für Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland. Unser Augenmerk ist auch darauf gerichtet, die Urlaubssaison zu verlängern und neue Zielgruppen zu erreichen. Natürlich ist der Sommertourismus am stärksten ausgeprägt, durch die Messe- und Kongressgäste weitet sich der Tourismus zunehmend auf das ganze Jahr aus. Seit Juli diesen Jahres bin ich Vorsitzender des Internationalen Städtebundes Bodensee (ISB), dem 26 Städte und Gemeinden rund um den Bodensee angehören. Hier arbeiten wir eng in den Bereichen Wirtschaft, Ökologie, Tourismus, Verkehr, Bildung und Kultur zusammen. Aktuell investiert die Stadt Friedrichshafen in neue Projekte: die Gewerbegebiete am Flughafen und der Fallenbrunnen sind nur zwei Zukunftsprojekte der Stadt. Welche Bedeutung haben die klein- und mittelständischen Unternehmen und wie will sich Friedrichshafen als (Weiter-)Bildungsstandort zukünftig aufstellen? Friedrichshafen ist heute ein breit aufgestellter und stabiler Wirtschaftsstandort. Gerade in den vergangenen Jahren haben wir es geschafft, um die historisch gewachsene Großindustrie herum einen gesunden und innovationsfreudigen Mittelstand anzusiedeln und zu pflegen. Um diesen Weg konsequent gehen zu können, wurde im vergangenen Jahr die städtische Stabsstelle für Wirtschaftsförderung gegründet, die sich konsequent dafür einsetzt, gute Bedingungen für kleine und mittelständische Unternehmen zu schaffen. Besonders attraktiv ist das Gewerbegebiet „Am Flughafen“, das wir seit einigen Jahren entwickeln. Dort können sich innovative und technologisch orientierte Firmen ansiedeln. Schon vor einigen Jahren ist es uns gelungen, das österreichische Unternehmen PRISMA dafür zu gewinnen, ein Kompetenzzentrum mit Büroflächen, Seminar- und Konferenzräumen, Restaurant und weiteren Infrastruktureinrichtungen für Unternehmen aus den Bereichen Technologie und Engineering, Forschung und Entwicklung, Ausund Weiterbildung sowie Wirtschaftsdienstleistungen zu schaffen. Im Gebiet Fallenbrunnen investierten wir rund 900.000 Euro, um das Gelände von Altlasten zu befreien. Wir haben dort die alten Gebäude abgerissen und konnten so ein Stück Zukunft für den Bildungsstandort Friedrichshafen gewinnen. Derzeit entstehen in Fallenbrunnen zusätzliche Lehrgebäude für die DHBW und die Zeppelin Universität. So wollen wir in Fallenbrunnen unseren Bildungsstandort weiter ausbauen. Bildung ist heute für eine Stadt der Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit, sowohl für den Einzelnen als auch für Wirtschaft und Gesellschaft. Bildungspolitisch bedeutend für unsere Stadt sind die Zeppelin Universität und die Duale Hochschule. Mit der Volkshochschule haben wir ein qualifiziertes Weiterbildungszentrum. Mit Blick auf die hier international agierenden Firmen kommt auch der SIS, Swiss International School, eine besondere Bedeutung zu. Neue Wege in Sachen Bildung gehen wir aber auch mit der Wissenswerkstatt. Zusammen mit der ZF Friedrichshafen AG eröffnet sie jungen Menschen die Möglichkeit, sich für Technik zu interessieren. Wenn ich den Facettenreichtum der Anbieter betrachte, bin ich mir sicher, dass wir auf dem rechten Weg in die Zukunft sind. Was sagen Sie unseren Lesern, warum Sie nach Friedrichshafen kommen sollten? Wer als Gast nach Friedrichshafen kommt, den erwartet eine interessante, moderne und vielseitige Stadt mit aufgeschlossenen und freundlichen Menschen, herrlich gelegen am schönen Bodensee, attraktive

Einkaufsmöglichkeiten und ein buntes Kulturprogramm. Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Friedrichshafen bietet den Menschen, die hier leben, viele Möglichkeiten, die üblicherweise in einer Stadt mit 58.000 Einwohnern so nicht zu finden sind. Die Zeppelin-Stiftung ermöglicht es dem Gemeinderat viele Projekte auf den Weg zu bringen. So stehen in den kommenden Jahren Investitionen in Millionenhöhe für ein neues Freibad in Fischbach, ein neues Hallenbad in Friedrichshafen und den neuen Karl-Olga-Park an. Nicht zuletzt durch die Großbetriebe und die vielen kleinen und mittleren Betriebe kann Friedrichshafen Arbeitsplätze in modernen zukunftsorientierten Unternehmen anbieten.

❯ Manfred Häberlein & Tobias Wedi Wirtschaftsförderer / Business Developer

❯ Stabsstelle Wirtschafsförderung Die Stabsstelle Wirtschaftsförderung dient Unternehmen und Investoren als direkter Ansprechpartner bei der Neuansied lung oder Erweiterung von gewerblichen Vorhaben in der Stadt Friedrichshafen. Gemeinsam können, auf die jeweiligen Bedarfe angepasste, passgenaue Lösungen erarbeitet werden.

❯ Einwohner Beschäftigte Einpendler Auspendler

59.269 32.552 18.359 8.143

❯ Internationaler Messeplatz 12 Messehallen mit ca. 85.000 m² Ausstellerfläche ❯ Infrastruktur Bodensee-Airport Friedrichshafen | regionaler Knotenpunkt der Bahn | Schnittpunkt B 30 / B 31 mit Anbindung an A 98 – A 81 und A 96 | Katamaran | direkte Fährverbindung in die Schweiz Gewerbeflächen: ❯ Freie Fläche in Alt-Allmannsweiler ca. 44.600 m2 ❯ Freie Fläche Gewerbepark am Flughafen ca. 37.800 m2

Friedrichshafen | Standort Deutschland 155


Das Erbe des Grafen

❯ Ein Luftfahrtpionier schreibt Industriegeschichte Eiserner Wille und die visionäre Kraft eines einzelnen Unternehmergeistes hatten einst den Grundstein einer Unternehmensgeschichte gelegt, die ihres gleichen sucht und weltweit Anerkennung und Bekanntheit findet. Der Gründervater Ferdinand Graf von Zeppelin und auch sein genialer Mitarbeiter Claude Dornier und seine DO X sind weltweit ein Begriff und bis heute bedeutende Pioniere der Luft- und Raumfahrtbranche. Für den Wirtschaftsstandort Bodensee insgesamt und für Friedrichshafen im Besonderen ist diese Erfolgsgeschichte von tragender Bedeutung, denn Zeppelin und Dornier sind der Motor einer Industrie- und Technikgeschichte, die die Bodenseeregion als bedeutsamen geografischen Knotenpunkt und Marktplatz der Ideen für erfolgreiche Unternehmer und Unternehmenskonzepte etabliert hat. Hier werden Ideen Wirklichkeit. Zahlreiche bis heute bestehende Industriebereiche und Firmengründungen haben in dieser wegweisenden Industrie- und Technikgeschichte ihren Ursprung; Unternehmen, die sich auf dem Weltmarkt erfolgreich behaupten und das Image der Region wesentlich prägen. Aus den Zeppelin Aktivitäten und der Luftschiffbau Zeppelin GmbH sind im Laufe der Jahre mehr als 50 direkte Firmengründungen hervorgegangen. Firmen wie ZF Friedrichshafen AG, die Zeppelin GmbH, die MTU/Tognum (Motoren- und Turbinenunion Friedrichshafen), EADS Astrium und viele mehr sind auf dem Weltmarkt führend und erzielen Milliardengewinne. Allein der Zeppelin Konzern erwirtschaftet heute an 190 Standorten weltweit einen Umsatz von rund 2,4 Milliarden Euro. Die Vorstellungen und Werte Zeppelins, die von visionären Ideen, unternehmerischem Freigeist, Fortschrittsdenken, wegweisenden Innovationen und strategischer Zielsetzung, gepaart mit leiden-

156 Standort Deutschland | Friedrichshafen

schaftlicher Hingabe, Geduld und einem hohen Maß an gesellschaftlicher Verantwortung geprägt waren, sind auch innerhalb der Strukturen des heutigen Zeppelin-Konzerns präsent. Heute ist der Konzern weltweit führender Anbieter von Baumaschinen und entwickelt wegweisende Innovationen in der Baumaschinen- und Motorentechnologie. Der Motorenbau, der sich 1945 vom ZeppelinKonzern trennte, agiert heute erfolgreich als MTU/Tognum (Motoren- und Turbinenunion Friedrichshafen) mit der Zugehörigkeit zum Daimler-Konzern. Die Zahnradfabrik Friedrichshafen AG – ZF ist heute Spezialist für Antriebs- und Fahrwerkstechnik und einer der größten Hersteller von Getrieben. Zudem ist die ZF einer der größten und wichtigsten Automobilzulieferer der Welt. Weitere bedeutende Firmen sind die Zeppelin-Baumaschinen GmbH, die durch die Kooperation mit Caterpillar (CAT) eine der größten Händler- und Serviceorganisationen für Baumaschinen ist. Weitere sind die Zeppelin Silos & Systems GmbH, führender Anbieter von Aluminiumund Edelstahlbehältern für die chemische und Kunststoff verarbeitende Industrie und die ZEPPELIN MOBILE SYSTEME GmbH mit Sitz in Meckenbeuren, einer der weltbesten Shelter-Systemhersteller. Trotz der Stratifikation und des Vordringens in neue Märkte, der Baumaschinen, Motoren und Siloindustrie, bekannte man sich auch zu den traditionellen und ideellen Werten des Luftschiffbaus. Die Zeppelin Luftschifftechnik GmbH taufte am 2. Juli 2000 das Luftschiff der neuen Generation. Damit begann eine neue Zeit für Passagierfahrten mit Luftschiffen nach der Idee des Grafen von Zeppelin. Das Unternehmen sieht sich selbst in der Tradition der 1908 entstandenen Luftschiffbau Zeppelin GmbH. Es gibt weltweit 15 Piloten, die den Zeppelin fliegen können. Der Zeppelin NT wird für Rund- und Werbeflüge sowie für die Klimaforschung eingesetzt.


Foto: MTU

â?Ż ENGLISH SUMMARY given rise to numerous industrial sectors and firms that are successful on the global market and help to shape the image of the region substantially. More than 50 companies have emerged directly from Zeppelin and Luftschiffbau Zeppelin GmbH. Companies like ZF Friedrichshafen AG, Zeppelin Mobile Systeme GmbH, MTU (Motoren- und Turbinenunion Friedrichshafen), EADS Astrium and many more are global market leaders, generating billions in profits. The Zeppelin Group alone earns some 1.8 billion euros in revenues today in its 190 locations around the world. Zeppelin and Dornier wrote history. Even today, entrepreneurship, creativity and foresight are key drivers for scientific and economic progress in the region.

Foto: Achim Mende

The iron will and vision of one enterprising man laid the foundation for a company with a history unlike any other that has achieved worldwide recognition and renown. The company's founder Count Ferdinand von Zeppelin and his brilliant colleague Claude Dornier with his Do X are known the world over as pioneers of the aerospace industry to this day. For the economic region of Lake Constance, this success story is of central importance. Zeppelin and Dornier are the driving forces behind an industrial and technological development that has put the region of Lake Constance on the map as a significant hub and marketplace of ideas for successful entrepreneurs and business concepts. Here, ideas become reality. This pioneering industrial and technological history has

Friedrichshafen | Standort Deutschland 157


Bildung ist Zukunft

❯ Campus Fallenbrunnen steigert Standortattraktivität

In die Zukunft gerichtet profiliert sich die Zeppelinstadt zunehmend als Bildungsstandort am See. Bildung ist der Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit, sowohl für den Einzelnen als auch für die Wirtschaft und Gesellschaft. Das größte und effizienteste Projekt der Bildungsinitiative wird der Campus Fallenbrunnen sein. In den vergangenen Jahren hat sich auch die Schullandschaft in Friedrichshafen in vielerlei Hinsicht geändert. Deshalb investiert die Stadt in Betreuungsangebote an Schulen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken. Zudem wurden zu Beginn des Schuljahres 2010/2011 die Hauptschulen zu Werkrealschulen weiterentwickelt. Darüber hinaus gibt es in Friedrichshafen zahlreiche Privatschulen, die das Bildungsangebot ergänzen. Und schließlich runden mit Unterstützung der Stadt die Wissenswerkstatt und die Kinderuni das Angebot für Schülerinnen und Schüler ab. Schon in den Friedrichshafener Kindergärten gilt das Motto fördern und fordern. Individuelles Lernen kann gar nicht früh genug beginnen. Um das lebensbegleitende Lernen möglichst spannend und attraktiv zu gestalten, bietet die Stadt jede Menge Möglichkeiten. Mit dem Medienhaus am See k42 steht im Herzen der Stadt ein riesiges Wissensreservoir zur Verfügung. Friedrichshafen macht sich als Bildungsstadt in der Region immer mehr einen Namen. Rund 1.390 Studenten studieren an der Dualen Hochschule, Außenstelle Friedrichshafen und 1.175 an der Zeppelin Universität, einer privaten, staatlich anerkannten Hochschule. Die Zeppelin Universität (ZU) am Bodensee hat als erste private Universität das Promotionsrecht durch das Land Baden-Württemberg erhalten. Damit reiht sich Friedrichshafen nun auch in den Reigen der Universitätsstädte in Baden-Württemberg ein. Im Fallenbrunnen, einer ehemaligen Flakkaserne, entsteht derzeit ein Gewerbepark und Hochschulcampus, in dem die Zeppelin Universität und die Duale Hochschule ihren Sitz haben. Ziel ist es, zukünftig diesen Standort zu einem Wissens-standort auszubauen, indem sich hochschulaffine Unternehmen ansiedeln und der direkte Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft gewährleistet ist. Der direkte Wissenstransfer zwischen Unternehmen und Hochschulen soll dadurch optimiert, Innovationen gefördert, neue Technologien entwickelt und die Brücke zur eigenen Existenzgründung schneller geschlagen werden. Um auch im Alter die „grauen Zellen“ auf Trab zu halten, bietet die vhs Friedrichshafen ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm. 158 Standort Deutschland | Friedrichshafen

❯ ENGLISH SUMMARY The town of the Zeppelins is setting its sights on the future and increasingly making a name for itself as an educational hub on Lake Constance. Some 1390 students study at the Baden-Württemberg Cooperative State University in Friedrichshafen and 1175 at Zeppelin University, a private state-approved university. Zeppelin University was the first private university to receive the right to award doctorates from the state of Baden-Württemberg. This means that Friedrichshafen has now joined the ranks of university towns in Baden-Württemberg. In Fallenbrunnen, former army barracks, an industrial park and a university campus for Zeppelin University and the Cooperative State University are currently being built. The town’s vision is to expand this location in future into a knowledge hub by attracting university-friendly companies and encouraging a direct exchange between industry and science.


erfolgreicher Mittelstand

Drei Unternehmen im Fokus ❯

Neben der historisch gewachsenen Großindustrie mit den Erben Zeppelins konnte im Rahmen einer aktiven Wirtschaftsförderung der Standort Friedrichshafen auch für kleine und mittelgroße Unternehmen als attraktiver Standort für unternehmerisches Wachstum, innovative Konzepte und zukunftsfähige Perspektiven erfolgreich positioniert werden.

❯ Gramm GmbH & Co. KG GRAMM Dach und Fassade steht für neue moderne, innovative Fassaden- und Dachlösungen aus Metall. Die Schwerpunkte sind Metallfassaden- und dächer, Industriebau und Bauflaschnerei. Von der Planung, über die Realisierung, bis zur Endmontage werden am Firmenstandort in Friedrichshafen kundenorientierte Lösungen erarbeitet. Das eigene Planungs- und Architekturbüro, ein moderner Maschinenpark sowie die stetige Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter, bilden die Grundlage für eine effiziente und qualitativ hochwertige Projektabwicklung. Auf der Homepage www.gramm-fn.com kann man sich jederzeit über Projekte informieren oder sich von Gestaltungsbeispielen inspirieren lassen.

❯ CarboFibretec – der Innovationsführer für Carbonprodukte und Leichtbau 2001 ging das Unternehmen CarboFibretec mit Pionieren aus der ehemaligen Dornier-Luft- und Raumfahrttechnik an den Start. Heute, 13 Jahre später, ist das Unternehmen Innovationsführer für Carbonprodukte und Leichtbau. Ein 60 Mann starkes Team – bestehend aus Leichtbauexperten mit internationalen Renommee, Werkstoff- und Prozessspezialisten – produziert in Friedrichshafen, an der Wiege der Luftfahrttechnik, kundenindividuelle Carbonlösungen. Ausgestattet mit einer der begehrten Zertifizierungen für die Produktion von Luft- und Raumfahrtkomponenten, ist z.B. die innovative Wickeltechnik mit hochsteifen Carbonfasern eine der CarboFibretec Spezialgebiete. Neben Individuallösungen für Kunden aus dem Maschinenbau, der Medizintechnik und der Agrarwirtschaft, werden auch Serienprodukte zum Beispiel für die Premium-Carbon-Laufradmarke Lightweight entwickelt und produziert. Kurzum: CarboFibretec ist der Kompetenzpartner von der Berechnung eines Bauteils bis hin zur Serienfertigung. Das Unternehmenscredo „Wir machen das Unmögliche möglich!“ wird jeden Tag unter Beweis gestellt. Zum Beispiel für Projekte wie das BMW Guggenheim Lab und das Rietberg Museum.

❯ KTW K. Weißhaupt GmbH Seit der Gründung von Kurt Weißhaupt im Jahr 1987 hat sich das Friedrichshafener Unternehmen als Komplettanbieter in der Fertigungstechnik und Automatisierung im Sondermaschinenbau einen Namen gemacht. Die Leistungsschwerpunkte der Firma sind die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von Vorrichtungen, Lastaufnahmen sowie halb- und vollautomatischen Produktions-Systemen. In diesen Bereichen verfügt KTW über viel Erfahrung und Know-how. Ein großer Schritt in der Unternehmensentwicklung waren 2003 der Umzug in das neue Firmengelände in Friedrichshafen sowie 2008 die Modernisierung und Erweiterung. 2007 kam Nadine Weißhaupt zu KTW und ist seit 2010 in der Geschäftsführung von KTW tätig. Als mittelständische Häfler-Firma fühlt sich KTW sehr stark mit Friedrichshafen und der Bodenseeregion verbunden.

❯ KONTAKT Gramm GmbH & Co. KG Gutenbergstrasse 3/1 D-88046 Friedrichshafen Phone: +49 7541-603390-0 mail@gramm-fn.com www.gramm-fn.com

❯ KONTAKT CarboFibretec GmbH Otto-Lilienthal-Straße 15 D-88046 Friedrichshafen Phone: +49 7541 3889-0 Interesse@carbofibretec.de www.carbofibretec.com

❯ KONTAKT KTW K. Weißhaupt GmbH Lindauer Str. 118 D-88046 Friedrichshafen Phone: +49 7541 9501-0 info@ktw-friedrichshafen.de www.ktw-friedrichshafen.de

Friedrichshafen | Standort Deutschland 159


Meersburg

❯ Tourismus als Standortfaktor

Meersburg gehört zu den charmantesten Städten am Bodensee. Die Alte Burg, das Neues Schloss, die mittelalterlichen Gassen und Winkel mit Türmen, Toren und Fachwerkhäusern sowie viele andere architektonische Kostbarkeiten sind Zeugen einer reichen historischen Vergangenheit. Durch die exponierte Lage am See gewinnt der Standort Meersburg zusätzlich an Attraktivität.

❯ KONTAKT Stadt Meersburg Marktplatz 1 D-88709 Meersburg www.meersburg.de rathaus@meersburg.de Dr. Martin Brütsch Bürgermeister / Mayor Phone: +49 7532 440101

Kulturelle Akzente werden in der Veranstaltungsvielfalt Meersburgs sichtbar. Überregional beachtete Ereignisse wie die Internationalen Schlosskonzerte Meersburg, die Open-Air-Konzerte auf dem Schlossplatz, Kunstausstellungen und die der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff gewidmeten Literaturtage sind feste Bestandteile im jährlichen Programm. Besondere Beachtung finden die Konzerte der Knabenmusik Meersburg. In ihren schmucken Uniformen begeistern die jugendlichen Musiker Jung und Alt gleichermaßen. Vorträge und Kleinkunstveranstaltungen sowie Weinproben oder Wander- und Führungsangebote finden regelmäßig statt. Das beheizte Frei- und Strandbad gehört zu den schönsten am See und die Meersburg Therme bietet Wellness und Wohlbefinden der besonderen Art. Die zentrale Lage Meersburgs ermöglicht auf kurzen Wegen Ausflüge in die Nachbarländer Schweiz und Österreich. Zahlreiche Cafés, Restaurants und Weinstuben sowie kleine Boutiquen und Einzelhandelsgeschäfte machen Meersburg

160 Standort Deutschland | Meersburg

zu einer sehenswerten und gern besuchten Stadt. Tourismus und Weinbau sind die bedeutendsten Wirtschaftszweige Meersburgs. Dazu kommen Handwerk, Dienstleistung und mittelständische Betriebe. Im Rahmen der weiteren Stadtentwicklung stehen mittelfristig neue Gewerbeflächen zur Verfügung. Das lebenswerte Meersburg begeistert mit seinem historischen Stadtbild und seiner Vielfältigkeit.

❯ ENGLISH SUMMARY Meersburg is one of the most charming towns on Lake Constance. The Old Castle, the New Castle, the medieval alleyways and corners with towers, gates and half-timbered houses as well as wealth of other architectural gems are witnesses of a rich past. The town’s prominent position on the lake makes it even more attractive. Meersburg’s central location means that the neighbouring countries of Switzerland and Austria are just a stone’s throw away. With its countless cafés, restaurants and inns as well as small boutiques and shops, Meersburg attracts visitors from all over the world. Meersburg’s economy is dominated by tourism and viticulture, as well as crafts, services and medium-sized businesses. The town has sufficient industrial real estate in the medium term as defined in its urban development plan. As a town with a high quality of life, Meersburg’s historic centre and diversity are captivating.


❯ Facts & Figures ❯ Gemarkungsfläche ❯ Höhe

1.208 ha 400–533 m ü. M.

❯ Gesamtzahl der Bevölkerung (Stand Sept. 2013)

5.637

❯ Arbeitsstätten Produzierendes Gewerbe Handwerk Handel, Gastgewerbe u. Verkehr Sonstige (Stand 2012) ❯ Haushaltsvolumen Verwaltungshaushalt Vermögenshaushalt ❯ Steuersätze Grundsteuer A / B Gewerbesteuer

10 121 257 281

14,0 Mio. € 2,9 Mio. €

320 % / 300 % 340 %

❯ Einrichtungen für Kinder und Familien Kindergarten im „Sommertal“ am Waldrand mit großzügig angelegter Außenanlage. Ganztagesgruppe von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr, gemeinsames Mittagessen, U-3-Betreuung, Familientreff Meersburg e.V. ❯ Schulen Gemeinschaftsschule im Sommertal (mit Werkrealschule) | Droste- Hülshoff-Gymnasium, Staatl. Gymnasium in Aufbauform mit Internat | Jugendkunstschule | Jugendmusikschule ❯ Soziale Einrichtungen Seniorenheim Dr. Zimmermann-Stift | Tagespflege | Essen auf Rädern ❯ Sport-/Freizeitmöglichkeiten Meersburg-Therme, Bade- u. Saunawelt/Freibad mit 50m-Becken, Kinderbecken u. Beachvolleyballplatz | Ca. 30 Vereine | Mehrteilige Sporthalle | Skateranlage | Wassersport | 2 Sportplätze | Tennis ❯ Kunst/Kultur Meersburg, die Museumsstadt, lädt ins Mittelalter, zur Droste, ins Barockschloss mit Schlosskonzerten und wechselnden Kunstausstellungen, zum Erleben der Stadtgeschichte und des Weinbaus, in die Bibelgalerie, zu Konzerten der Knabenmusik und der Stadtkapelle ein. ❯ Freie Flächen

Gewerbegebiet „Toren“

❯ Städtepartnerschaften Hohenstein/Sachsen | Louveciennes/Frankreich | San Gimignano/ Italien ❯ Zusammensetzung des Gemeinderates 8 CDU | 4 FWV | 3 Unabhängige Meersburger Bürgerorganisation | 2 SPD | 1 Grüne | 2 Umweltgruppe | 1 FDP

❯ Surface area

1,208 ha

❯ Altitude

400–533 m above sea level

❯ Total population (September 2013)

5,637

❯ Places of employment Industry Crafts Commerce, hotel and restaurant industry, transport Other (as at 2012)

10 121 257 281

❯ Budget volume Administrative budget Capital budget

€ 14.0 million € 2.9 million

❯ Tax rates Property tax agriculture / construction Business tax

320 % / 300 % 340 %

❯ Childcare and family institutions Sommertal kindergarten on the edge of the woods with spacious grounds. Children are looked after from 7.30 a.m. to 4.30 p.m. and eat lunch together, childcare for under 3-year-olds, Familientreff Meersburg e.V. ❯ Schools Sommertal comprehensive school (with secondary-level Werkrealschule) | Droste-Hülshoff-Gymnasium, state grammar school with advanced secondary school leading to Abitur and boarding facilities | Youth Art School | Youth Music School ❯ Social institutions. Dr. Zimmermann Foundation nursing home | Meals on wheels | Daycare ❯ Sport/recreational opportunities Meersburg Therme, spa and sauna/50 m open-air pool, children’s pool with slide, baby pool and beach volleyball pitch | Approx. 30 clubs | Sports hall with several areas | Skateboard park | Water sports | 2 sports grounds | Tennis ❯ Art/culture Meersburg offers a wealth of culture: The medieval Old Castle, the baroque New Castle with temporary art exhibitions and castle concerts, the Wine Museum and Bible Gallery, concerts by the boys' orchestra and the town band. ❯ Available lots

“Toren” industrial park

❯ Twin towns Hohenstein/Saxony | Louveciennes/France | San Gimignano/Italy ❯ Members of the municipal council 8 CDU | 4 FWV | 3 independent Meersburg citizens’ organization | 2 SPD | 1 Greens | 2 Environmental Group | 1 FDP Meersburg | Standort Schweiz 161


Überlingen

❯ Interview mit Sabine Becker, Oberbürgermeisterin und

Frank Federer, Geschäftsführer von RAFI Eltec

Das Unternehmen RAFI Eltec GmbH benötigte eine langfristige Gewerbeflächenentwicklung am Standort Überlingen, im Sommer dieses Jahres erfolgte der Umzug in die neuen Firmengebäude im Gewerbegebiet Langäcker in Überlingen. Vorausgegangen sind zahlreiche Planungsschritte, kurzfristig standen dabei auch Überlegungen zur Standortverlegung näher an den Stammsitz Berg bei Ravensburg zur Debatte. Die Stadt Überlingen unter der Führung von Frau Oberbürgermeisterin Becker hat sich für den Erhalt des Unternehmens vor Ort eingesetzt und gemeinsam nach einer Erweiterungslösung gesucht. Das Wirtschaftsmagazin Bodensee führte ein Gespräch mit dem Geschäftsführer Herrn Federer und der Oberbürgermeisterin Becker am neuen Firmensitz in Überlingen zu den Themen: Gewerbeansiedlungen, Wirtschaftsförderung, politische Prozesse und Herausforderungen an die Stadtentwicklung.

❯ Sabine Becker & Frank Federer Oberbürgermeisterin / Mayor & Geschäftsführer Rafi Eltec / CEO Rafi Eltec

❯ KONTAKT Stadt Überlingen Münsterstraße 15-17 D-88662 Überlingen www.ueberlingen.de RAFI Eltec GmbH Im Langäcker 1 D-88662 Überlingen Phone: +49 7551 8000-0 vertrieb@rafi-eltec.de

www.rafi-eltec.de

162 Standort Deutschland | Überlingen

Herr Federer, die Firma RAFI Eltec hat am Standort Überlingen mit einer Millioneninvestition ein deutliches Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Überlingen abgegeben. Was waren die unternehmerischen Entscheidungen die Produktion am Standort Überlingen weiter auszubauen? Die RAFI Eltec GmbH ist im Sommer diesen Jahres in die neuen eigenen Firmengebäude im Gewerbegebiet Langäcker in Überlingen umgezogen. Als Tochterunternehmen der RAFI GmbH & Co. KG aus Berg bei Ravensburg konnte die eigenständige RAFI Eltec GmbH in Überlingen in den letzten Jahren ihren eigenen Kundenstamm nachhaltig erweitern und ist inzwischen eine feste Größe der Elektronikbranche in Europa. Die überwiegend in Deutschland, der Schweiz und Österreich angesiedelten Kunden lassen bei RAFI Eltec ihre bestückten Elektronikbaugruppen und auch komplette Produkte sowohl als Prototypen als auch in Serienstückzahlen produzieren. Die neuen Firmengebäude sind eine Großinvestition der RAFI Eltec, welche durch konstantes, wirtschaftlich stabiles Wachstum der vergangenen Jahre möglich und notwendig geworden ist. Bisher produzierte die RAFI Eltec GmbH in den gemieteten Gebäuden des Firmengründers der Stephan Elektronik in Überlingen. Durch das stetige Wachstum der letzten fünf Jahre mussten die Produktionskapazitäten daher angepasst und erweitert werden. Die fehlende Expansionsmöglichkeit am alten Standort, die nachhaltig erfolgreiche Geschäftsentwicklung und das Ziel am Standort in Überlingen weitere Arbeitsplätze zu schaffen, führte maßgeblich zur Entscheidung für den Neubau. Aktuell beschäftigen wir am Standort Überlingen 280 Mitarbeiter. Die Elektrobranche wird dominiert durch schnelle Innovationen, kurze Produktlebenszyklen und einem harten Preiskampf durch billige Massenproduktion beispielsweise durch Produktionen in China oder Indien. Wie schaffen Sie es an einem relativ hochpreisigen Produktionsstandort erfolgreich zu sein? Wir haben einen relativ großen Kundenstamm in der Bodenseeregion, der präzise Qualität, schnellen Service und kurzfristige Lieferzeiten fordert. Als Anbieter von elektronischen Bauteilen können wir am Markt schnell und hochflexibel reagieren. Unsere Kunden wollen Qualität, Änderungen müssen kurzfristig und schnell eingebaut werden. In China kann zwar Massenware kostengünstiger produziert werden, aber oftmals passt das Verhältnis des Gesamtangebotes aus Logistik, Service, Reaktionszeit auf spontane Produktänderungen nicht mehr. Hinzu können lange Lieferzeiten von über 6 Wochen beispielsweise aus China zusätzlich dazu führen, dass die Lieferung nach dieser Transportzeit nicht mehr dem aktuellen


Stand der Kundenerwartung entspricht. Und gerade hier sind wir erfolgreich. Anders verhält es sich noch bei Massenprodukten wie beispielsweise der Playstation oder Apple iPhones. Frau Oberbürgermeisterin Becker, es gilt ja das geflügelte Wort „Wirtschaftsförderung ist Chefsache“ – also Chefinnen-Sache: Nichts desto trotz kann die Politik nicht immer alles mit gestalten, wenn es um unternehmerische Entscheidungen geht. Was war im Falle RAFI Eltec anders? Unternehmen benötigen bei Ansiedlungen im öffentlichen Raum Planungssicherheit und Verlässlichkeit, da sie viel Engagement, Geld und Zeit in eine langfristige Unternehmensentwicklung investieren. Daher ist Wirtschaftsförderung selbstverständlich Chefsache im Sinne der Verlässlichkeit. Die Stadt Überlingen konnte RAFI Eltec darstellen, welche Gewerbeflächen kurzfristig, mittelfristig und langfristig am Standort Überlingen zur Verfügung stehen. Gewerbegebiete unterliegen der Flächennutzungsplanung, welche durch komplexe raumplanerische Prozesse gesteuert werden. Hier wirken Regionalverbände mit, weitere Träger öffentlicher Belange sind mit einzubeziehen. In solchen Prozessen ist es daher unerlässlich und auch von Vorteil, dass das Stadtoberhaupt als verlässlicher Partner vorne mitwirkt. Eine Firma in der Größe von RAFI Eltec hat eine große Bedeutung für die Stadt Überlingen. Optionsflächen für Gewerbeerweiterungen bereitzustellen oder die Sicherung von Arbeitsplätzen hat die Stadt als originäre Aufgaben. Darüber hinaus muss sie sich aber auch um genügend Wohnraum oder beispielsweise aktuell um eine ausreichende Kinderbetreuung kümmern, wenn es um annähernd 300 Mitarbeiter mit deren Familien geht. Bei einer Unternehmensansiedlung insbesondere in der Größenordnung von RAFI Eltec, ist die inhaltliche Einbindung der Oberbürgermeister nicht nur sinnvoll, sondern auch gelebte Praxis. Zusammenfassend kann ich sagen, Flächennutzungsplanungen und

Unternehmensansiedlungen sind Kernaufgaben der Wirtschaftsförderung einer Stadt. Herr Federer, wie haben Sie den Ansiedlungsprozess erlebt? Genaugenommen war es ja keine Neuansiedlung, da wir schon seit vielen Jahren am Standort Überlingen produzieren. Der Stammsitz unserer Firma ist in Berg bei Ravensburg und es gab ernsthafte strategische Überlegungen, den Produktionsstandort Überlingen näher an den Stammsitz Ravensburg zu verlagern. Das hätte für viele Mitarbeiter, die in Überlingen verwurzelt sind, bedeutet, täglich Richtung Ravensburg pendeln zu müssen. Wir haben frühzeitig das Gespräch mit der Stadt gesucht und sind bei Frau Oberbürgermeisterin Becker mit offenen Türen empfangen worden. Der gesamte Prozess wurde durch das Team des Stadtplanungsamtes der Stadt Überlingen auf allen Ebenen sehr professionell begleitet. Durch schnelle und pragmatische Entscheidungswege konnte der Neubau hier im Industriegebiet erfolgreich realisiert werden. Gemeinsame Vorteile waren beispielsweise die gemeinsame Nutzung von Retentionsflächen, die die Ansiedlung weiter beschleunigen konnte. Alle gemachten Zusagen seitens der Stadt wurden eingehalten und so konnten wir letztlich eine klare unternehmerische Entscheidung treffen, uns hier am Standort weiterzuentwickeln. OB Becker: Die Angebote seitens der Stadt beziehen sich ja nicht ausschließlich nur auf die räumlichen Entwicklungsmöglichkeiten auf vorhandenen Gewerbeflächen. Wichtig für die Unternehmen ist auch das Umfeld, wie beispielsweise die Themen Wohnungsbau oder Kinderbetreuung, die Firmen in Bezug auf die Anwerbung von Fachkräften benötigen, neben der Attraktivität des Unternehmens selber. Hier punkten wir natürlich auch mit dem See – der Freizeitwert ist an diesem Standort sehr hoch. Dies alles habe ich versucht in die Waagschale der strategischen Unternehmensentwicklung zu legen, um die Geschäftsführung von RAFI Eltec vom Standort Überlingen zu überzeugen und zu halten. Überlingen | Standort Deutschland 163


Fertigungsdienstleister aus Leidenschaft Geballte EMS-Kompetenz in neuen und eigenen Gebäuden Die Baumaßnahmen sind abgeschlossen und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Wir von RAFI Eltec freuen uns sehr über unsere neuen eigenen Firmengebäude, über das angenehme Arbeitsumfeld und den zusätzlichen Platz für weiteres Wachstum in Überlingen! RAFI Eltec ist Spezialist für die Produktion elektronischer Baugruppen und Systeme im Auftrag seiner Kunden. Die Bestückung elektronischer Bauteile, verschiedenste Löttechnologien, Chip on Board-Produktion im Reinraum, elektrische Tests und die Endmontage kompletter Baugruppen gehören zu unserer Kernkompetenz als Produktionsdienstleister. Mit über 280 Mitarbeitern setzen wir Kundenideen und -entwicklungen in hochwertige Produkte um. Von der Entwicklung über die Materialbeschaffung, Prototypenfertigung, Testerstellung bis zur Serienfertigung erhalten unsere Kunden von uns Qualität aus einer Hand. Mit hochautomatisierten SMD- und Chip-On-Board-Linien, integrierten Prüfprozessen und motivierten Mitarbeitern garantieren wir unseren Kunden Innovation, Flexibilität und Qualität.

RAFI Eltec GmbH Im Langäcker 1 D-88662 Überlingen Tel. 07551/8000-0 vertrieb@rafi-eltec.de


Foto: Achim Mende

In der Bodenseeregion hören wir immer wieder davon, dass es kaum noch freie Entwicklungsflächen gibt, egal ob für Gewerbeansiedlungen oder Wohnraumbebauungen. Offensichtlich gibt es hier ein Problem in der Bodenseeregion. Wie ist die Situation in Überlingen? Grundsätzlich ist es schon so, dass Kommunen am See wenig Flächen zur Verfügung haben. Immerhin hatten wir das Glück, dass wir im Falle von RAFI Eltec noch eine Fläche anbieten und auch Erweiterungsmöglichkeiten aufzeigen konnten. In Überlingen haben wir das Problem, dass wir keine weiteren Gewerbeflächen mehr anbieten können, da die noch freien Flächen für die Entwicklung der vorhandenen Firmen reserviert und keine neuen Flächen der Flächennutzungsplanung festgelegt sind. Was das Thema Wohnungsbau anbelangt, so hat die Stadt Überlingen aktuell sieben neue Gebiete für Wohnraumentwicklung ins Auge gefasst. Junge Familien müssen die Chance bekommen, ihren Wohnungswunsch zu erfüllen, daher bin ich der Meinung, dass wir die Wohngebietsentwicklung weiter voranbringen und auch den Mut aufbringen müssen in finanzielle Vorleistung zu gehen. Im Zuge der Planungen für die Landesgartenschau Überlingen 2020 haben Sie einen Bürgerentscheid initiiert. Frau Becker, wie nimmt man die Bürger bei solchen Großprojekten, die das Stadtbild nachhaltig prägen, mit? Wie steuern Sie das Thema Landesgartenschau (LGS)? Sie müssen ein Gespür dafür entwickeln, wann eine breitere Bürgerbeteiligung notwendig oder erforderlich ist. In Überlingen gibt es eine sehr engagierte Bürgerschaft. Die LGS hat einen langen Vorlauf hinter sich, geplant war früher im Zuge der Planungen des „Stadtumbau West“ ein Hotelareal anzusiedeln, welches nicht oder nur begrenzt für die Bürger zugänglich gewesen wäre. Da ist es verständlich, dass es

hier Einwände seitens der Bürgerschaft gab. Bisher wurden stadtplanerische Entscheidungen im gewählten Stadtrat diskutiert und entschieden. Wenn Sie diese in einer breiten Öffentlichkeit diskutieren würden, kämen die Städte nicht voran. Bei gängigen Prozessen ist dies die Aufgabe der öffentlichen Verwaltung und des gewählten Gremiums. Sie spüren aber, wann ein Thema so wichtig wird, dass es eine breitere Entscheidungsvorbereitung und einer Bürgerbeteiligung bedarf, in dem alle Bürgerinitiativen gehört werden und eine Empfehlung an die entscheidenden Gremien geben können. So wurden im Verkehrsprozess alle Initiativgruppen angehört und haben eine Empfehlung an den Stadtrat erarbeitet. Der durchgeführte Bürgerentscheid war übrigens der Erste bei einer Landesgartenschau überhaupt. Das Projekt der Landesgartenschau 2020 wird der Stadt ermöglichen, sich nachhaltig positiv zu entwickeln. Allein durch die Austragung der LGS wird die Stadt Überlingen bei zahlreichen Projekten im Land priorisiert werden. Frau OB Becker, welche Themen sind darüber hinaus auf Ihrer Prioritätenliste? Im Bereich „Südlich Härlen“ könnte ein Wohnquartier für Jung und Alt entwickelt werden. Auch junge Familien sollen eine Perspektive bekommen in Überlingen Grundstücke zu erwerben und ihren Wohntraum umzusetzen. Darum würde ich gern Firmen stärker ins Boot holen, um die Kleinkindbetreuung weiter auszubauen. Hier stehen wir in Gesprächen mit den Firmen, die ihren Mitarbeitern Kindergartenplätze selber anbieten möchten. Die Förderung des Kulturangebotes liegt mir ebenso am Herzen wie beispielsweise die Etablierung einer Kleinkunstszene. Weitere wichtige Investionen müssen wir daher in die Renovierung und technische Modernisierung des Kursaals und der Kapuzinerkirche tätigen. Überlingen | Standort Deutschland 165


Landkreis Ravensburg

❯ Mit Strategie gegen den Fachkräftemangel

❯ KONTAKT WiR - Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft Landkreis Ravensburg mbH Kuppelnaustraße 8 D-88212 Ravensburg info@wir-rv.de www.wir-rv.de www.Nr.1-Region.de Hans-Joachim Hölz Geschäftsführer  /  CEO Phone: +49 751 3590660 Landratsamt Ravensburg Friedenstraße 6 D-88212 Ravensburg www.landkreis-ravensburg.de Peter Brecht Wirtschaftsbeauftragter / Business Developer Phone: +49 751 855200 peter.brecht@landkreisravensburg.de

Bis zum Jahr 2030 werden nach aktuellen Prognosen des IHK-Fachkräftemonitors in Baden-Württemberg jedes Jahr durchschnittlich 220.000 Fachkräfte fehlen: 112.000 Techniker, Fach- und Betriebswirte, Meister und Fachkaufleute sowie 94.000 Fachkräfte mit dualer Berufsausbildung und rund 15.000 Akademiker. Trotz auch zukünftig zu erwartender konjunktureller Schwankungen wird diese Fachkräftenachfrage zukünftig nicht mehr, wie in der Vergangenheit, von merklichen Fachkräfteüberschüssen in konjunkturell schwächeren Zeiten kompensiert werden können. Werden also nicht alsbald die Weichen für die Erschließung zusätzlicher Fachkräftepotenziale gestellt, wird die demografische Keule unerbittlich zuschlagen: Der Fachkräfteengpass wird bis 2030 auf bis zu 509.000 Personen ansteigen. Insbesondere das Angebot an nichtakademisch ausgebildeten Fachkräften mit hoher Qualifikation wird deutlich hinter der Nachfrage zurückbleiben. Auch der Landkreis Ravensburg, mit seiner mittelständisch geprägten Wirtschaft, musste sich mit diesem prognostizierten Szenario auseinandersetzen, und nach möglichen Handlungsalternativen suchen. Eine der möglichen Antworten lautet, da sind sich die Experten einig, die bereits vorhandenen und noch ungenutzten Potenziale zu heben. Frauen als großes Potenzial Aktuell nicht berufstätige und dabei gleichzeitig gut qualifizierte Frauen, die wieder in den Beruf einsteigen wollen, stellen ein solches Potenzial dar. Diese weiblichen Fach- und Führungskräfte haben häufig nach der Elternzeit oder mehreren Erziehungsjah-

166 Standort Deutschland | Landkreis Ravensburg

ren, noch zwanzig oder mehr Erwerbsjahre vor sich und sind damit ein wichtiger Faktor für die Personalentwicklung in Unternehmen. Als motivierte, zuverlässige und belastbare Mitarbeiterinnen bringen sie wichtige Eigenschaften für den heutigen Arbeitsmarkt mit. Die Förderung ihres beruflichen Wiedereinstiegs ist nicht nur eine Frage der Gleichstellung von Frauen und Männern sondern unter dem Aspekt der Demografischen Entwicklung – auch ein Gebot der volkswirtschaftlichen Vernunft. Vor diesem Hintergrund wurde im Landkreis Ravensburg bereits 1992 die Kontaktstelle "frauundberuf Ravensburg" als Pilotprojekt im Rahmen des baden-württembergischen Landesprogramms Frau und Beruf angesiedelt. Finanziell gefördert wird sie durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft sowie durch den Landkreis Ravensburg gemeinsam mit der Kreissparkasse Ravensburg und der IHK Bodensee-Oberschwaben. Angesiedelt ist sie unter dem Dach der WiR - Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft Landkreis Ravensburg mbH. Ziel der Kontaktstelle "frauundberuf Ravensburg" ist es, durch individuelle Beratung von Frauen aber auch von Unternehmen, über Veranstaltungen, Initiativen und Kooperationen die stärkere Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben voranzubringen, sowie Frauen bei der Verbesserung ihrer Erwerbs- und Weiterbildungssituation zu unterstützen. Das stärkt letztlich die regionale Wirtschaft und trägt mit dazu bei, den Fachkräftebedarf im Landkreis zu verringern. Durch ihre Ansiedlung bei der Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft ist sie mit ihren Beratungs-, Qualifizierungs- und Informationsangeboten ganz eng an den Bedürfnissen der regionalen


Unternehmen ausgerichtet und kann so als direkte Anlaufstelle sowohl von Frauen als auch von Unternehmen genutzt werden. Denn in neuen Ausbildungsformen, wie z.B. Teilzeitausbildung, der Qualifizierung von Personalverantwortlichen oder in Modellen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf steckt noch viel nicht gehobenes Potenzial. Karriere im Süden für Hochschulabsolventen und Young Professionals Doch nicht nur Frauen stellen ein großes Potenzial bei der Bewältigung der Fachkräftenachfrage dar. Auch die überregionale Akquise von jungen Hochschulabsolventen und Young Professionals ist aus Sicht des Kreises ein Aktionsfeld, um den demografisch bedingten Fachkräfteengpass abzumildern. Gemeinsam mit sechs weiteren Wirtschaftsförderungseinrichtungen auf deutscher und österreichischer Seite in der Vierländerregion Bodensee ist die kreiseigene Wirtschaftsförderung im Rahmen des Projekts „Karriere im Süden“ aktiv. Deutschlandweit wirbt der Landkreis gemeinsam mit den Partnern auf Hochschulabsolventenmessen für die Karriereregion im Südwesten Deutschlands. Informationen über Betriebe und Stellenangebote, Praktika oder Bachelorarbeiten finden Interessierte in der gleichnamigen Datenbank „www.karriere-im-sueden.de“. Durch die Wirtschaftsförderer organisierte Studentenexkursionen für Hochschulabsolventen, insbesondere aus den MINT-Fächern, bieten ergänzend dazu die Möglichkeit die Unternehmen der Region live zu erleben und dabei gleichzeitig die Lebens- und Freizeitqualität einer der schönsten Gegenden, ganz im Süden von Deutschland, kennenzulernen.

❯ ENGLISH SUMMARY According to the latest forecast by a survey of qualified employees conducted by the Chambers of Industry and Commerce in Baden-Württemberg, there will be a shortage of 220,000 specialists every year on average until 2030. The number of trained non-academic employees with high qualifications in particular will be considerably below demand. With an economy dominated by medium-sized businesses, the district of Ravensburg has had to face up to this future scenario and look for possible solutions. One answer is to leverage potential that is already available but untapped, for example women who are currently unemployed but have good qualifications and would like to get back to work. With this in mind, the district of Ravensburg set up a “frauundberuf” service centre back in 1992 as a pilot project within a state-wide programme in BadenWürttemberg “Frau und Beruf” (Women and Career). The purpose of Ravensburg’s “frauundberuf” service centre is to offer women as well as companies individual advice by organising events, initiatives and alliances with the aim of helping women to return to employment and supporting them in improving their career opportunities and training. But not only women offer great potential in satisfying demand for qualified employees. A further possible way to reduce the shortage of qualified staff resulting from demographic change is to attract more university graduates and young professionals from beyond the region’s borders. Together with six further business development offices in Germany and Austria in the region of Lake Constance, the district of Ravensburg’s own business development office is actively involved in the project “Career in the South”. Landkreis Ravensburg | Standort Deutschland 167


❯ Facts & Figures ❯ Fläche und Einwohner Größe des Kreises 163.200 ha Gemeinden 39 (davon 4 große Kreisstädte)  ❯ Einwohner (03/2012) 277.909 Bevölkerungsdichte 171 Einwohner pro km² Ausländeranteil (2011) 8,9 %  ❯ Landrat Kurt Widmaier  ❯ Kreistag 72 Mitglieder  ❯ Wohnbevölkerung (Altersklassen) Stand 2011 Unter 18 51.490  18,53 % 18-40 73.224 26,35 % 40-65 101.511 36,53 % 65 und älter 51.684 18,59 %  ❯ Verkehrserschließung Bundesautobahnen 64 km (A 96) Bundesstraßen 147 km Landesstraßen 469 km Kreisstraßen 645 km  ❯ Überregionale Flugverkehrsanbindung Friedrichshafen: Entfernung von Ravensburg 17 km Memmingen: Entfernung von Ravensburg 72 km  ❯ Schienenstrecken 751: Ulm-Aulendorf-Friedrichshafen (Südbahn) 753: Aulendorf-Kißlegg-Hergatz 766: Aulendorf-Sigmaringen-Tübingen 971: Augsburg-Memmingen-Kißlegg-Lindau  ❯ Wirtschaft Beschäftigte insgesamt (2012) 101.087 davon Land- und Forstwirtschaft 792 Produzierendes Gewerbe 38.467 Dienstleistungsbereiche 61.173 ❯ Handwerk (2013) Unternehmen 3.805 Beschäftigte 19.000 ❯ Arbeitslosenquote 2012 2,7 %  ❯ Hochschulen Hochschule für Technik, Wirtschaft und Sozialwesen in Ravens­ burg-Weingarten | Pädagogische Hochschule in Weingarten | Duale Hochschule Ravensburg | Naturwissenschaftlich-Technische Akademie in Isny

168 Standort Deutschland | Landkreis Ravensburg

❯ Surface area and population Surface area of the district 163,200 ha Municipalities 39 (of which 4 are district towns)  ❯ Inhabitants (March 2012) 277,909 Population density 171 inhabitants per km² Foreign residents (2011) 8.9 %  ❯ District Administrator Kurt Widmaier  ❯ District council 72 representatives  ❯ Population structure (age groups) in 2011 Under 18 51,490 18.53 % 18-40 73,224 26.35 % 40-65 101,511 36.53 % 65 and older 51,684 18.59 %  ❯ Transportation infrastructure Motorways 64 km (A 96) Federal roads 147 km State roads 469 km District roads 645 km  ❯ Interregional airports Friedrichshafen: Distance from Ravensburg 17 km Memmingen: Distance from Ravensburg 72 km  ❯ Rail lines 751: Ulm-Aulendorf-Friedrichshafen 753: Aulendorf-Kißlegg-Hergatz 766: Aulendorf-Sigmaringen-Tübingen 971: Augsburg-Memmingen-Kißlegg-Lindau  ❯ Economy Total employees (2012) 101,087 ❯ Industry (manufacturing trade) Agriculture and forestry Production industry Other service sectors ❯ Crafts (2013) Companies Employees ❯ Unemployment rate 2012

792 38,467 61,173

3,805 19,000 2.7%

❯ Universities University of Applied Sciences Ravensburg-Weingarten | University of Teacher Training – Pädagogische Hochschule in Weingarten | Ravensburg University of Cooperative Education | Natural Science and Technical Academy Isny


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Unser Ziel ist es, Zukunftsgeschichte zu schreiben. Zum Beispiel Ihre Zukunftsgeschichte. Unsere Spezialität sind Forschungskooperationen. Als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft bringen wir zusammen, was zusammen gehört. Frage und Antwort, Problem und Lösung, Vision und Mission. Oder ganz konkret: die richtigen Partner für Forschung, Entwicklung oder Produktgestaltung. Und wir beraten und begleiten sie in allen Phasen des Projekts. Sprechen Sie uns an.

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Stadt Ravensburg

❯ regional - global

Marienplatz mit Bachstraße bis zum Unteren Tor in der Unterstadt vom Blaserturm aus gesehen

Mit ihren historischen Gebäuden, Toren und Türmen sowie ihrem südländischen Flair verfügt Ravensburg über eine gewachsene Vielfalt von Handel, Handwerk, Dienstleistung und Industrie: Hier trifft Hightech auf Tradition. ❯ KONTAKT Wirtschaftsförderung Ravensburg Marienplatz 26 D-88212 Ravensburg Phone: +49 751 82-338 www.ravensburg.de/erlen erlen@ravensburg.de

Wirtschaftsstandort Mit ihren knapp 49.000 Einwohnern ist Ravensburg das wirtschaftliche Zentrum der Region BodenseeOberschwaben, in ihrem Einzugsgebiet, dem Dreiländereck Deutschland-Österreich-Schweiz, leben über 500.000 Menschen. Nahezu 4.000 Unternehmen haben hier ihre Heimat und bieten rund 38.000 Arbeitsplätze. Täglich pendeln fast 23.000 Personen aus der Region nach Ravensburg ein. Dabei gibt die Branchenvielfalt der Stadt einen individuellen Charakter. Vom Hightech-Gerät zum spannenden Gesellschaftsspiel, von Pharma-Produkten über Großturbinen und Druckmaschinen bis zum Feingebäck ist alles dabei. Viele Firmen exportieren weltweit, unter ihnen bekannte Marktführer. Eine gut ausgebaute Infrastruktur garantiert Unternehmen und Arbeitenden zuverlässige Verbindungen. Die Bahn verbindet Ravensburg stündlich mit Stutt-

170 Standort Deutschland | Ravensburg

gart, München und Zürich, die Flughäfen Friedrichshafen (15 km entfernt) und Memmingen (70 km entfernt) bieten zahlreiche Verbindungen an, beispielsweise zu den internationalen Drehkreuzen Frankfurt und Istanbul. Dank eines dichten Netzes aus allgemeinbildenden Schulen, beruflichen Schulen sowie der Dualen Hochschule Baden-Württemberg/Ravensburg und der Hochschule Ravensburg-Weingarten ist die Stadt außerdem ein überregional bedeutender Bildungsstandort. Attraktive Einkaufsstadt Früher schon Handelszentrum, ist die Stadt Ravensburg heute die Einkaufsstadt der Region. Die Verbindung aus historischer Altstadt mit gut sortierten Fachgeschäften aller Branchen, schicken Boutiquen und Läden machen das Einkaufen zum Vergnügen. Wer durch die Fußgängerzonen bummelt, kann nebenbei die historische Altstadt besichtigen, die Ravensburger Türme besteigen oder eines der vier Museen im Museumsviertel besuchen. Die pulsierende Innenstadt zieht sich von der Oberstadt die Marktstraße hinunter, dann über den Marienplatz die Bachstraße entlang bis zur Unterstadt.


Stadtentwicklung Ravensburg entwickelt sich mit einer enormen Dynamik weiter. Dies wird am Areal Bahnstadt besonders deutlich. Hier hat sich in den letzten Jahren eine enorme Bautätigkeit entfaltet, z.B. wurden der Neubau der Technischen Werke Schussental neben dem Bahnhofsgebäude, das Parkhaus Bahnstadt oder das Bürogebäude LOK-Center realisiert. In Kürze wird die Raiffeisenbank Ravensburg ihre neue Zentrale neben dem Parkhaus Bahnstadt bauen. Damit erhält eines der letzten innerstädtischen Filetgrundstücke an der Meersburger Straße ein neues Gesicht. Ein weiteres Projekt, das derzeit der Fertigstellung entgegensieht, ist die Neugestaltung des Postblocks. Das jahrelang leerstehende ehemalige Postgebäude gegenüber dem Bahnhof wurde als historischer Trittstein erhalten und durch zwei viergeschossige Neubauten im Norden und Osten ergänzt. In den Neubau werden die AOK-Bezirksdirektion, eine große Filiale eines Biosupermarktes sowie ein gastronomisches Angebot einziehen. Ferner gibt es Arztpraxen, Büroflächen und eine Tiefgarage mit knapp 80 Stellplätzen. Durch alle diese Projekte wurde das Areal Bahnstadt weiträumig städtebaulich aufgewertet und verkehrstechnisch entzerrt. Der architektonisch herausragende Neubau von Schwäbisch Media bereichert nicht nur die Ravensburger Stadtkulisse, sondern verbindet auch optisch das Areal Bahnstadt mit der zentralen Innenstadt. Gewerbegebiet Erlen Für heimische und neue Unternehmen, die nach Ravensburg kommen wollen, steht seit Juli 2009 das neue Gewerbegebiet "Erlen" mit insgesamt rund 24 Hektar Gewerbefläche zur Verfügung. Über die B 33 besteht eine gute Verbindung zur Innenstadt und zum überörtlichen Verkehrsnetz. Die Grundstückspreise liegen bei 97 Euro pro erschlossenem Quadratmeter. Die Abgrenzung mehrerer, eigenständig erschlossener Baufelder bietet die Möglichkeit einer stufenweisen Entwicklung und schafft im Gebiet unterschiedliche Adressen und Qualitäten. Insgesamt reicht das Spektrum von Kleingrundstücken (ca. 1.500 Quadratmeter) bis zu Großparzellen. Die einzelnen Grundstücke können individuell zugeschnitten werden.

Wirtschaftsförderung Die Wirtschaftsförderung Ravensburg ist Partner aller angesiedelten und ansiedlungsinteressierten Unternehmen. Als Bindeglied zwischen Wirtschaft und den zuständigen Stellen in Stadt und Region erbringt sie folgende Leistungen: Rundumbetreuung für Investoren, Vermittlung von Grundstücken und Immobilien, Unterstützung bei Genehmigungsverfahren, Informationen rund um den Standort, Existenzgründerberatung und Betreuung, Vermittlung von Kontakten zu potenziellen Partnern und Kunden.

❯ ENGLISH SUMMARY In Ravensburg, high-tech comes face to face with tradition. The town is both a business location and a shopping town and an important hub in the region of Lake Constance and Upper Swabia. It is known far and wide for its outstanding quality of life and economic clout. Thanks to its innovative strength and healthy infrastructure, Ravensburg is ideally positioned. The town also has a large choice of training institutions and is an important centre of education beyond the region’s borders. Ravensburg with its historic buildings, gates and towers is at the heart of the Upper Swabian cultural landscape. With its Mediterranean flair, it boasts a long tradition of trade, crafts, services and industry. ❯ Steckbrief Einwohner (Stand 31.12.2012) Arbeitsplätze (Stand 2012) Einpendler (Stand 2012) Beschäftigte nach Wirtschaftsbereichen (Stand 2012) ❯ Produzierendes Gewerbe Handel und Gastgewerbe Sonstige Dienstleistungen ❯ Infrastruktur Autobahn München – Bregenz Flughafen Friedrichshafen Flughafen Memmingen Flughafen Stuttgart Flughafen Zürich

48.915 38.000 22.797

31,2 % 16,0 % 50,9 %

17 km 15 km 70 km 140 km 110 km

❯ Unternehmen mit Weltruf Ravensburger AG Spiele- und Buchverlag EBZ Gruppe Engineering, Maschinen- bau, Produktionssysteme Andritz Hydro GmbH Hydraulische Energie versorgung, Pumpen und Turbogeneratoren VETTER Pharma Fertigung Pharmazeutische Industrie GmbH & Co. KG Griesson-de Beukelaer (Tekrum) Gebäck Hawera Probst GmbH Qualitätswerkzeuge Paccor Packaging Herstellung von Deutschland GmbH Verpackungen Gewerbegebiet Erlen Ravensburg | Standort Deutschland 171


Wirtschaftsraum Landkreis Sigmaringen

❯ Der starke Norden in der Vierländerregion Bodensee

Kloster Beuron inmitten von Kalksteinfelsen Beuron monastery surrounded by limestone cliffs

❯ KONTAKT Wirtschaftsförderungs- und Standortmarketinggesellschaft Landkreis Sigmaringen mbH Fürst-Wilhelm-Straße 7 D-72488 Sigmaringen www.wis-sigmaringen.de Dr. Bernhard Kräußlich Geschäftsführer / CEO Phone: +49 7571 728900 info@wis-sigmaringen.de

An der Schnittstelle zwischen der Metropolregion Stuttgart und der Vierländerregion Bodensee, zentral in Süddeutschland gelegen, befindet sich der Landkreis Sigmaringen. Mit seinen rund 130.000 Einwohnern, 25 Kommunen, einer Hochschule und über 66.000 Erwerbstätigen ist der Landkreis eine dynamisch wachsende Region im westlichen Oberschwaben. Der starke Anstieg der Beschäftigungszahlen, bei gleichzeitig unterdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit verdeutlicht, dass eine florierende Wirtschaft nicht im Widerspruch zu einer schönen Landschaft stehen muss. Durch die engen Verflechtungen mit dem Wirtschaftsraum Bodensee besteht für den Wirtschaftsraum Landkreis Sigmaringen ein enormes Potenzial an qualifizierten Fachkräften. Unternehmersiegel „made in SIG“ Mit der Auszeichnung „made in SIG“ wird im symbolischen Sinn eine Identifizierung mit den innovativen Produkten und Leistungen aus dem Landkreis Sigmaringen vollzogen. Somit sensibilisiert „made in SIG“ für die Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsraums und leistet seinen Beitrag zur Profilbildung des Landkreises Sigmaringen als attraktiven Wirtschaftsstandort. Das Handwerk, mittelständische Kleinbetriebe, Hightech-Firmen sowie zahlreiche Unternehmen, die in ihrem Segment zu den Weltmarktführern gehören, haben sich im Kreisgebiet angesiedelt oder sind sogar hier gegründet worden. Produkte von hier ansässigen Unternehmen finden sich in vielen Haushalten, Betrieben und Fahrzeugen in Deutschland, Europa und in weiteren Ländern. Die Unternehmen profitieren dabei von der engen Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft vor Ort. Gewerbeflächen für jeden Anspruch Der Landkreis Sigmaringen ist für Neuansiedlungen,

172 Standort Deutschland | Landkreis Sigmaringen (WIS)

Betriebserweiterungen und Expansionswünsche der geeignete Partner. Die Anforderungen der Unternehmen an einen leistungsfähigen Gewerbestandort werden dabei erfüllt. Bei mehr als 2,5 Millionen Quadratmetern Gewerbegebiet und über 100 Hektar sofort verfügbaren Gewerbe- und Industrieflächen (GI) sind Flächen von 2.000 bis 200.000 Quadratmetern Größe für die unterschiedlichsten Anforderungen und Wünsche zu attraktiven Preisen ab 15 Euro pro Quadratmeter vorhanden. Die Nähe zu international agierenden Unternehmen und dem gewachsenen Mittelstand bietet zusätzlich ein vielversprechendes Umfeld für Investoren. Fachkräfte für jeden Bedarf Motivierte und treue Mitarbeiter bringen Leistung auf höchstem Niveau. Das liegt an der guten Basisarbeit im Bereich der Schul- und Berufsausbildung und dem vielfältigen Weiterbildungsangebot. Allgemeinbildende Gymnasien in den Städten, zwei Berufsschulzentren mit bundesweit einmaligen Ausbildungsgängen, das Schülerforschungszentrum in Bad Saulgau, Gründer- und Innovationszentren sowie die Hochschule Albstadt-Sigmaringen mit den Schwerpunkten „Engineering“, „Business and Computer Science“ und „Life Sciences“ belegen die Stärke des Bildungsstandortes. Zudem bündelt das Institut für Angewandte Forschung (IAF) die Forschungsaktivitäten an der Hochschule und bildet ein unternehmernahes Forum für die fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft. Im Bereich Hochqualifizierte und qualifizierte Facharbeiter wird mit der Bildungsmesse für die Abiturienten und Absolventen der Berufsfachschulen „Visionen – Wege nach der Hochschulreife“ und mit den Berufsinformationstagen „work@SIG“ für Schüler der Haupt-, Real- und Werkrealschulen durch die


Fotos: Achim Mende

Produktionsstätte der Firma Steidle zwischen Krauchenwies und Sigmaringen Steidle's production site between Krauchenwies and Sigmaringen

Wirtschaftsförderung des Landkreises Sigmaringen (WIS) eine weitere Möglichkeit für Unternehmen geschaffen, um mit zukünftigen Fachkräften in Kontakt zu treten. Die Initiative „Karriere im Süden“ bietet zudem die Möglichkeit, Stellenanzeigen für Hochschulabsolventen auf dem Karriereportal zu verbreiten. So soll im Segment der Hochqualifizierten der Nachwuchs für die Unternehmen in der Vierländerregion Bodensee unterstützt werden. Hand in Hand für einen starken Wirtschaftsraum Im Landkreis Sigmaringen wird eine rege Wirtschaftsförderung betrieben. Dabei können sich Unternehmer bei der Neugründung und Ansiedlung ihrer Firmen auf äußerst schnelle Bearbeitung im Genehmigungsverfahren verlassen. Die Wirtschaftsförderer des Landkreises, der Städte und der Gemeinden kümmern sich mit hohem Engagement um die Anliegen der betroffenen Unternehmer.

❯ ENGLISH SUMMARY Situated at the heart of South Germany, the district of Sigmaringen is at the intersection of the metropolitan area of Stuttgart and the ‘Fourcountryregion Bodensee’. With more than 130,000 inhabitants, a university and over 66,000 employees, the district is growing fast. The sharp rise in the number of employed persons combined with a low unemployment rate shows that in the district of Sigmaringen, a flourishing economy and beautiful scenery go hand in hand. The close connection that the district maintains with the economic region of Lake Constance with its large pool of qualified staff is an added bonus. Landkreis Sigmaringen (WIS) | Standort Deutschland 173


❯ Standortstimmen aus dem Landkreis Sigmaringen

❯ Markus Kleiner Geschäftsführer der H.-D. Schunk GmbH & Co. Spanntechnik KG, Mengen

„Die wichtigsten Eckpfeiler unserer Unternehmensphilosophie sind für uns: Pioniergeist, Perfektion, Zuverlässigkeit und absolute Leistungsbereitschaft. Ich bin stolz, in einem international erfolgreichen Familienunternehmen mit Wurzeln in der Region mitarbeiten zu können. Unser Landkreis zeichnet sich mitunter durch leistungsstarke mittelständische Familienunternehmen aus.“

❯ Richard Skoberla Geschäftsführer, SYSTRONIK GmbH, Illmensee

„Nachhaltigkeit wird bei SYSTRONIK großgeschrieben. Das eigentliche Kapital des Unternehmens stellen nach wie vor die Mitarbeiter dar. Wir entwickeln nicht nur unsere Produkte kontinuierlich weiter, sondern auch unser gesamtes Unternehmen befindet sich stets im fortwährenden Prozess der nachhaltigen Entwicklung. Der Standort Illmensee ist mitunter ein wesentliches Kriterium hierfür.“

❯ Jürgen Fecht Geschäftsführer der Spedition Fecht GmbH, Meßkirch

„Unsere Spedition ist ein mittelständisches Familienunternehmen. Wir sind im Landkreis Sigmaringen der Ansprechpartner für europaweite Logistik und Transport. Wir möchten unsere Positionierung in dieser Region immer weiter ausbauen und sind daher Träger der Regionenmarke „Vierländerregion Bodensee“. Diese Marke festigt und kommuniziert unsere Standortzufriedenheit.“ 174 Standort Deutschland | Landkreis Sigmaringen (WIS)

Das Trumpf-Gelände in Hettingen ist kaum wiederzuerkennen: Alte Gebäude sind verschwunden, auf 23.000 Quadratmetern entstehen neue, einheitliche Hallen. Am 8. Juli 2013 wurde Bauabschnitt eins mit 3.100 Quadratmetern Fläche eingeweiht. Das etwa 124 mal 25 Meter große Hallenschiff beherbergt neben Technikräumen und den neuen Büros von Werkleitung und Betriebsrat vor allem einen großen Produktionsbereich. Hier kann die Just-in-


❯ Raik Flämig Leiter des Geschäftsfeldes Antriebstechnik der Zollern GmbH & Co.KG, Herbertingen

„In Herbertingen ist die zweitgrößte Produktionsstätte der Firma Zollern beherbergt. Das Geschäftsfeld der Antriebstechnik ist hier zuhause und beschäftigt rund 600 Mitarbeiter. Uns ist die lange Erfahrung unserer Mitarbeiter und ihre enge Verbundenheit mit dem Unternehmen sehr wichtig. Außerdem ist die Nähe zu unserem Stammwerk in Sigmaringendorf und die damit verbundene Einbindung in logistische und administrative Prozesse von besonderer Bedeutung.“

❯ Steffen Braun Werkleiter der Trumpf Werkzeugmaschinen GmbH & Co. KG, Hettingen „Unser Werk in Hettingen wurde bereits 1955 gegründet und zählt heute rund 460 Mitarbeiter, davon zehn Prozent Auszubildende. Es ist ein wichtiger Drehpunkt im Fertigungsverbund der TRUMPF Gruppe und das Kompetenzzentrum für leistungsstarke Stanz- und Laserrohrbearbeitungsmaschinen. Hergestellt werden außerdem Laserflachbettmaschinen und Teile/Baugruppen für Laser- und Stanzmaschinen. Wir wollen das Werk ausbauen und Platz schaffen für weiteres Wachstum und somit auch für zusätzliche Mitarbeiter. Der erste von vier Bauabschnitten wurde erst kürzlich eingeweiht“

❯ Robert Bayer Geschäftsführender Gesell- schafter der Robert Bayer GmbH, Ehingen

Die Firmengebäude der Firma Trumpf liegen eingebettet in die Stadt Hettingen The company premises of Trumpf are embedded in the town of Hettingen

Time-Montage der Maschinen nun unter deutlich verbesserten Bedingungen stattfinden. Die Wege sind kürzer und direkter als in der Vergangenheit, die logistischen Prozesse wurden bei der Konzeption des Gebäudes intensiv bedacht. Bis zu 40 Millionen Euro wird Trumpf in den nächsten Jahren in die Hettinger Neugestaltung investieren.

„Unser Unternehmen ist Gesellschafter der KVB Sigmaringen GmbH. Mit unserem modernen Omnibusfuhrpark machen wir die ländliche Region mobil und stellen uns den Herausforderungen des demografischen Wandels der Gesellschaft. Mit dem Freizeitbus Donau-Bodensee von Sigmaringen über Meßkirch, Pfullendorf nach Überlingen wollen wir zur stärkeren Vernetzung innerhalb der Vierländerregion Bodensee beitragen.“

Landkreis Sigmaringen (WIS) | Standort Deutschland 175


❯ Platz für Industrie im Norden des Bodensees Expertenmeinungen bestätigen: Die Vierländerregion Bodensee ist ein Hot Spot. Und der Landkreis Sigmaringen hat anderen vor allem eines voraus: Er kann attraktive Industrie- und Gewerbeflächen anbieten. In den verschiedenen Städten und Gemeinden verfügt der Landkreis über mehr als 100 Hektar Grundstücksflächen, auf die Industrie und Gewerbe sofort bauen können. Und man kann hier bauen, wie es einem passt – hoch und breit. Und wenn dann erst einmal produziert wird, dann darf auch Krach gemacht werden, wenn es nötig ist. Zu haben ist das alles für einen vergleichsweise günstigen Preis – und das mit allen Qualitäten, die die Vierländerregion Bodensee zu bieten hat. Zusätzlich dazu verfügt der Landkreis Sigmaringen über den Regio-Airport Mengen, der kurze Wege zu Geschäftspartnern schafft. Zu betonen sind auch die günstigen Rahmenbedingungen, die bei einer Unternehmensansiedlung wichtig sind. Mit der Hochschule Albstadt-Sigmaringen hat man einen hervorragenden Partner im Landkreis, der nicht nur junge Fachkräfte ausbildet, sondern Berufstätigen auch die Möglichkeit zum berufsbegleitenden Studi-

um gibt. Für Interessierte ist die WIS GmbH der zuverlässige Ansprechpartner. Sie begleitet und unterstützt unternehmerische Vorhaben von der Planungsphase bis zur Realisierung durch umfassende Beratung, Herstellung von Kontakten zu öffentlichen Stellen und Kooperationspartnern sowie mit Angeboten beziehungsweise Vermittlung geeigneter Standorte und Immobilien. Für Unternehmen, die im Norden der Vierländerregion Bodensee großzügige Industrieflächen brauchen, hat die WIS GmbH den Standort- und Gewerbeflächenatlas aufgelegt. Dort sind alle TOP-Standorte ausführlich dargestellt.

Ein Exemplar des neuen Standort- und Gewerbeflächenatlas kann kostenfrei unter www.wis-sigmaringen.de angefordert werden. Weitere Flächen in der Bodenseeregion sind auch zu finden unter www.immoportal-bodensee.net

„Mit Weitblick unsere Kunden unterstützen und voranbringen.“

Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt. Wir machen den Weg frei.

Raiffeisenbank Bad Saulgau eG Volksbank Bad Saulgau eG Volksbank Ebingen eG

Volksbank Hohenzollern eG Volksbank Meßkirch eG Raiffeisenbank Volksbank Pfullendorf eG

176 Standort Deutschland | Landkreis Sigmaringen (WIS)

Jetzt indlich rb unve ssen! a l n e berat

Volksbanken Raiffeisenbanken im Landkreis Sigmaringen


Sigmaringen

Fotos: Achim Mende

Standort mit Perspektiven ❯

Gelegen zwischen Schwäbischer Alb und Bodensee bietet Sigmaringen einen hervorragenden Wohnund Freizeitwert. Das Wahrzeichen der Stadt, das Schloss Sigmaringen, sorgt neben der idyllischen Lage an der Donau, jedes Jahr für zahlreiche Besucher in der Region. Neue Möglichkeiten können durch ein über 200 Hektar großes Konversionsgelände entstehen, das als Chance für die zukünftige Entwicklung der Hohenzollernstadt gesehen wird. Mit seiner Funktion als Kreisstadt und Mittelzentrum der Region Bodensee-Oberschwaben übernimmt Sigmaringen die Versorgungs- und Einkaufsfunktion für 75.000 Menschen. Ein hoher Kaufkraftindex sowie eine perfekt abgestimmte ÖPNVAnbindung bilden optimale Voraussetzungen für Investitionen. Der Wirtschaftsstandort Sigmaringen verfügt über eine Vielzahl an innovativen, mittelständischen Unternehmen, die weltweit erfolgreich agieren. Darüber hinaus bietet die Stadt eine leistungsfähige Infrastruktur in den Bereichen Bildung (allgemeinbildende, private und berufliche Schulen, Hochschule, Jugendmusikschule), Kultur (Stadtbibliothek und Museen), Gesundheit (Kreiskrankenhaus) und Soziales (Seniorenwohnanlagen und Jugendhilfeeinrichtungen) sowie mit den Stadtwerken Sigmaringen ein kompetentes Versorgungsunternehmen (Strom, Gas, Wasser) vor Ort. Sigmaringen zeichnet sich durch zahlreiche gut erschlossene Industrie- und Gewerbegrundstücke aus, insbesondere im Gewerbegebiet Wachtelhau. Die günstige Verkehrsanbindung und ein technisch modern ausgestatteter Geschäftsflugplatz in unmittelbarer Nähe (15 km) sprechen für sich. Im Gewerbegebiet Wachtelhau, mit einer Gesamtfläche von über 20 Hektar, stehen derzeit noch 5,5 Hektar an Industrie- und an Gewerbeflächen (Grundstückspreis: 28 Euro pro m², voll erschlossen) zum Verkauf.

Ehemaliges Kasernengelände – Gewerbeflächen ideal für Unternehmen und Selbständige Das Areal der ehemaligen Graf-StauffenbergKaserne liegt am Rande des östlichen Stadtgebietes in direkter Nachbarschaft zur Hochschule AlbstadtSigmaringen. Die Liegenschaft umfasst eine Fläche von rund 215 Hektar und wird spätestens ab Anfang 2016 verfügbar sein. Von Bürogebäuden, Hallen und KFZ-Hallen bis hin zu Sportanlagen findet man dort eine moderne leistungsfähige Infrastruktur. ❯ Steuersätze: Grundsteuer A 300 % / Grundsteuer B 320 % / Gewerbesteuer 340 %

❯ ENGLISH SUMMARY Sigmaringen offers companies attractive premises in an outstanding location! Situated between the Swabian Alb and Lake Constance, Sigmaringen is a great place to live with a high quality of life. The town’s landmark, Sigmaringen Castle, situated idyllically on the river Danube, attracts thousands of tourists to the region every year. The former Bundeswehr barracks, Graf-Stauffenberg-Kaserne, are located at the eastern edge of town right next to Albstadt-Sigmaringen University. Embedded in grounds covering some 215 hectares, the premises will probably be available from 2016. They include a modern and efficient infrastructure with offices, halls and garages as well as sport facilities.

❯ KONTAKT Stadt Sigmaringen Fürst-Wilhelm-Straße 15 D-72488 Sigmaringen Thomas Schärer Bürgermeister / Mayor Phone: +49 7571 106 111 post@sigmaringen.de www.sigmaringen.de Erwin Mittelberger Abt. Liegenschaften Phone: +49 7571 106 135 mittelberger@sigmaringen.de

❯ Tax rates: Property tax agriculture 300 % / Property tax construction 320 % / Business tax 340 % Stadt Sigmaringen | Standort Deutschland 177


Bad Saulgau

❯ Standort für Arbeit.Gesundheit.Lebensqualität.

Entwicklungschancen für Industrie und Gewerbe im 11 Hektar großen, neuen Industriegebiet „An der Hochberger Straße 4“ Direkt an der B 32 Richtung Ravensburg, erweitert die Stadt Bad Saulgau das bestehende Industriegebiet „An der Hochberger Straße 4“ um rund 110.000 Quadratmeter. Über die Kernstadtentlastungsstraße ist das Areal seit Kurzem zudem hervorragend an das überörtliche Verkehrsnetz Richtung Biberach/Ulm/ B 30 und B 311 angebunden. Die Erweiterung wird als reine Industriefläche ausgewiesen, individuelle Flächenzuschnitte und eine Erschließung speziell nach den Wünschen von Unternehmen sind möglich – beste Voraussetzungen für eine freie Entwicklung von Unternehmen aller Art.

❯ KONTAKT Stadt Bad Saulgau Oberamteistraße 11 D-88348 Bad Saulgau www.bad-saulgau.de Doris Schröter Bürgermeisterin / Mayor Phone: +49 7581 207-101 info@bad-saulgau.de Ilona Boos Wirtschaftsförderung / Business Development Phone: +49 7581 207-103 wirtschaftsfoerderung@ bad-saulgau.de Weitere Infos www.bad-saulgau.de

178 Standort Deutschland | Bad Saulgau

❯ Basisinformation Verfügbare Fläche Kaufpreis Hebesatz Grundsteuer B Lage Maximale Bauhöhe Untergrund

110.000 m2 28,50 – 32,00 EUR 340 % direkt an der B 32 Anbindung zur B 30/B 311 15 m tragfähig, Kiesuntergrund

Entwicklungschance Gesundheit– und Tourismus Mit der „Sonnenhof-Therme“ und seinen vier Fachkliniken ist Bad Saulgau DER Gesundheitsstandort im Landkreis Sigmaringen. Die Zahl der Übernachtungen liegt bei über 300.000. Hinzu kommen rund 300.000 Tagesgäste im Thermalbad. Mit 70.000 Quadratmetern Entwicklungsfläche im Kurgebiet sind die Weichen für ein weiteres Wachstum im Gesundheitssektor gestellt. Entwicklungschance Innenstadt Die Nachfrage nach Einzelhandelsimmobilien übersteigt das Angebot. Mehrere innerstädtische Areale bieten Entwicklungschancen für Investoren.


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Ein starkes Team In der Spanntechnik und bei Greifsystemen ist SCHUNK die Nr. 1. Wir wissen, wie man präzise greift und sicher hält – genau wie unser Markenbotschafter, die Torwartlegende Jens Lehmann. Seit Jahrzehnten setzen unsere Greifer und Präzisionsspannmittel rund um den Globus Maßstäbe. Weltweit engagieren sich die 2.000 Mitarbeiter Tag für Tag für den Erfolg unserer Kunden – mit Pioniergeist und Kompetenz, mit Zuverlässigkeit und Leidenschaft. www.schunk.com

Jens Lehmann, Markenbotschafter des Familienunternehmens SCHUNK

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28.08.13 12:18


Gammertingen

❯ Inmitten der Schwäbischen Alb Toskana

Ein schöner Sommerblick über die Schwäbische Alb Toskana / Wonderful summer views over the Tuscan Swabian Alb

Das Laucherttalstädtchen Gammertingen liegt als nördlichste Kommune im Landkreis Sigmaringen am südlichen Rand der schönen Schwäbischen Alb, quasi inmitten der „Schwäbischen Alb Toskana“ mit mäandernden Flüsschen in Tälern und Albhochflächen in schönen Hügellandschaften. Die reizvolle Umgebung und die Natur locken vor allem Wanderer und Radfahrer. Doch Gammertingen ist weitaus mehr als nur beliebtes Tourismus- und Erholungsgebiet. Die knapp 6.400 Einwohner schätzen die moderne Infrastruktur in der Stadt mindestens ebenso, wie die Alblandschaft der Umgebung. Mag Gammertingen auf der Landkarte auch im Randgebiet des oberschwäbischen Landkreises gelegen sein, so liegt es exakt in der Mitte zwischen Stuttgart und dem Bodensee und ist Teil der Vierländerregion-Bodensee.

❯ Holger Jerg

Bürgermeister/Mayor

❯ KONTAKT Stadtverwaltung Gammertingen Phone: +49 7574 406-1 10 info@gammertingen.de www.gammertingen.de Martin Fiedler Wirtschaftsförderer / Business developer

Vor Ort gibt es eine Vielzahl von marktführenden Unternehmen im Distributionsgewerbe, der mittelständischen Industrie, des Handwerks und vor allem auch der sozialen Dienstleistungen. Damit diese Firmen vor Ort expandieren können oder sich auch neue in gutem Umfeld ansiedeln können, stellt die Stadt aktuell rund 10 Hektar bebaubare Gewerbefläche für sämtliche Aktivitäten in Gewerbe, Dienstleistung und Industrie zur Verfügung und können sofort bebaut werden. Mit dem neuen interkommunalen Gewerbegebiet „Laucherttal Nord“, das am westlichen Stadtrand unmittelbar an der B 32 liegt, und mit der Erweiterung des Gewerbegebietes „Harthausen-Alb“ (liegt verkehrsgünstig an der als „Alb-Highway“ bekannten Kreisstraße K 8205) stehen in naher Zukunft weitere 17 Hektar Gewerbeflächen zur Verfügung. Familien finden im Kleinstädtchen ein mehr als umfassendes Bildungs- und Kulturangebot vor. Vier

180 Standort Deutschland | Gammertingen

Kindergärten betreuen bereits die Kleinsten von null bis sechs Jahren je nach Bedarf von 6:30 Uhr bis 17 Uhr, Mittagessen inbegriffen. Die wohnortnahen Grundschulen, Förderschule, Werkrealschule, Realschule und auch das städtische Gymnasium bieten den momentan knapp 1.800 Schülern ein sehr gutes Fundament mit Ganztagesangeboten für ihren weiteren Bildungsweg. Die weiteren Bildungseinrichtungen der Diakonie im Stadtteil Mariaberg ergänzen das umfassende Angebot. Seit vielen Jahren bilden u.a. die klassischen Schlosskonzerte, das Open-Air-JazzEvent vor dem Schloss, die Open-Air-Kino Wochen, die Akademie Laucherttal, Veranstaltungen in der Stadtbücherei und viele andere einen bunten Blumenstrauß an kulturellen Festivitäten, die für jeden Geschmack etwas Tolles anbieten. Mehr als 70 Vereine ergänzen die ehrenamtlichen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in Sport, Musik, Natur und Kultur. Die medizinische Versorgung übernehmen die wohnortnahen Allgemein-, Fach-, und Zahnärzte hervorragend. Im erst kürzlich mit der Traumnote 1,0 zertifizierten Altenpflegeheim St. Elisabeth finden bis zu 70 Menschen eine freundliche und fachkundige neue Heimat, ergänzt durch viele ambulante Angebote für Menschen im Alter. Ein Vollsortimenter, drei Discounter, einige Drogeriemärkte und viele Fachgeschäfte in der Stadt decken den täglichen Bedarf rund herum ab. Eigenheim Interessierte aufgepasst: Wer sich ein eigenes Häuschen bauen möchte, findet preisgünstige Bauplätze in Größen zwischen 500 und 1.100 Quadratmetern. Zusätzlich werden Familien beim Häuslebauen und beim Wiederbefüllen einer innerstädtischen Baulücke im Bestand mit einem Sonderzuschuss von der Stadt Gammertingen gefördert.


❯ ENGLISH SUMMARY The small town of Gammertingen in Laucherttal valley is the northernmost municipality in the district of Sigmaringen, situated on the southern edge of the beautiful Swabian Alb hills. But Gammertingen is much more than just a popular tourist and holiday area. Its 6,400 inhabitants appreciate the town’s modern infrastructure just as much as the surrounding landscape. Gammertingen may be on the fringes of the Upper Swabian district on the map, but it is also exactly in between Stuttgart and Lake Constance and is part of the “Fourcountryregion Bodensee”. The town boasts a large number of companies that are leaders in their markets in the areas of distribution trade, mid-sized industrial businesses, skilled crafts and trades and above all social services. To enable these firms to expand and to attract new businesses that are looking for a good environment, the town currently provides some 10 hectares of commercial land for all kinds of activities in the areas of trade, services ❯ Einwohner

❯ Beschäftigte insgesamt davon im produzierenden Gewerbe davon im Handel, Verkehr und Gastgewerbe davon in sonstigen Dienstleistungen

6312

and industry. In the new intermunicipal industrial estate “Laucherttal – North” situated on the western edge of town directly on the B 32, seventeen hectarees of land are available immediately for cultivation by commercial or industrial enterprises. More industrial land is available on the northern edge of the Harthausen district of town in the “Alb” industrial estate set on the district road K 8205, also known as the “Alb highway,” with excellent transport connections. The small town offers families a wide choice of educational institutions and a varied cultural programme. The primary schools, special needs schools, secondary schools and grammar schools in the residential neighbourhoods provide a good foundation with all-day schools for continued education. Potential homebuyers are in for a treat: Those who want to build their own home can find low-priced land in plots of 500 to 1,100 square metres. In addition, the town of Gammertingen offers special grants to families who want to build a house on new land or fill an empty site in the town centre. ❯ Population

6312

2.748 23,5 % 21,8 % 49,9 %

❯ Total employees Manufacturing trade Retail trade/traffic/catering Other services

2,748 23.5 % 21.8 % 49.9 %

❯ Grundsteuer B

320 %

❯ Property tax construction

320 %

❯ Grundsteuer

340 %

❯ Property tax

340 %

❯ Gewerbeflächen insgesamt im Gewerbegebiet „Herdleäcker II“, „Schelmengarten/ Mittelberg“, „Sigmaringer Straße Süd“ ❯ Weitere Gewerbeflächen in den kommenden Jahren Interkommunales Gewerbegebiet „Laucherttal Nord“, Erweiterung Gewerbegebiet „Harthausen – Alb“

10 ha

❯ Commercial land in the "Herdleäcker II", "Schelmengarten Mittelberg" and "Sigmaringer Straße Süd" industrial estates

10 ha

17 ha

❯ Further commercial land in the years to come  Intermunicipal industrial estate "Laucherttal North", extension of "Harthausen – Alb" industrial estate

17 ha

Gammertingen | Standort Deutschland 181


Stadt Mengen –

Landeerlaubnis erteilt!

Würzburg

A81

Karlsruhe

Die historische Fuhrmannsstadt Mengen, die schon immer ein wichtiger Knotenpunkt für den Handel war, liegt in der beliebten Region Bodensee-Oberschwaben und ist heute ein dynamischer und innovativer Wirtschaftsstandort.

Würzburg

Stuttgart A8 Tübingen

Reutlingen Ulm

B27 B313 B463

A81 VillingenSchwenningen

München

B32 B311

B30

A7

Balingen Biberach Tuttlingen

Freiburg

B311

B312

Mengen

A864

B32

B30

Memmingen

B313

München

B465

Ravensburg B33

Singen

A81

Industrie- und Gewerbegebietsflächen in verkehrsgünstiger Lage (direkt an B32/B311, Regio Airport, DB Bahnanschluss mit Güterverladung) – z. B. 17.000 qm im Gewerbegebiet Lohbachstraße im Ortsteil Rulfingen.

B33

B31

Bo Konstanz

de

Friedrichshafen

ns

A96 Kempten

ee Bregenz

Zürich Innsbruck

Verkauf von Grundstücken in der historischen, neu gestalteten Innenstadt: - Gesamtfläche ca. 1.008 qm, Sanierungsgebiet „Innenstadt“ - Vorgesehene Nutzung: „Wohnen“, möglicher Anteil an „Gewerbe“ und „Betreutem Wohnen“ - Abbruch der vorhandenen Bausubstanz durch die Stadt Mengen - Kaufpreis 130 €/qm Grundstücksfläche (inkl. öffentliche Erschließung)

t!

erhei h c i s s n o i t i nd Invest

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Entscheide

mu u t s h c a W r Sie sich fü

Telefonisch, per Mail oder am besten persönlich sind wir für Sie da. Mit der Kompetenz für die richtigen Antworten auf Ihre Fragen.

Bürgermeister der Stadt Mengen

Wirtschaftsförderin der Stadt Mengen

Stefan Bubeck Hauptstraße 90 88512 Mengen Telefon 07572 607-0 stefan.bubeck@mengen.de

Gabriela Lutz Hauptstraße 90 88512 Mengen Telefon 07572 607-530 gabriela.lutz@mengen.de


Industriepark Nördlicher Bodensee Investieren am richtigen Standort Der neue Industriepark Nördlicher Bodensee befindet sich im nahen Umland des Bodensees. Hier ist Raum für Investition auf bis zu 61 Hektar zusammenhängender Fläche. Starke Wirtschaftsunternehmen, die in ihrem Segment teilweise zu den Weltmarktführern gehören, haben sich im Norden der Vierländerregion angesiedelt oder sind sogar hier gegründet worden. Und mitten in der Ferienregion Bodensee und Donautal zu wohnen und zu arbeiten bewirkt eine respektable Fachkräftebindung. Hinzu kommt der nahegelegene Hochschulstandort Albstadt-Sigmaringen, welcher qualifizierten Nachwuchs garantiert. Warum sich dieser Standort besonders eignet? ❯ Highspeed-Internet über Glasfaserhausanschluss ❯ Maximale industrielle und gewerbliche Nutzung ❯ Kommunale Wirtschaftsförderung und Verfahrens- unterstützung ❯ Beste Infrastruktur in landschaftlich reizvoller Lage Noch mehr Vorteile? ❯ Attraktive Wohnbaugebiete & Freizeitangebote ❯ Bildungsqualität durch Angebot sämtlicher Schul- arten sowie nahegelegene Hector-Akademie und Hochschulstandorte

❯ Komplettes ärztliches Versorgungsnetz, Kreis- krankenhaus in Sigmaringen ❯ Kulturelle Highlights und Sehenswürdigkeiten Im Zentrum der Ballungsräume München, Stuttgart und Zürich bietet der Wirtschaftsstandort Industriepark Nördlicher Bodensee eine optimale Lage. Der internationale Flughafen Stuttgart sowie der Flughafen Friedrichshafen, kurze Wege zur Autobahn und die direkte Anbindung an der Schnittstelle der B 311 mit der B 313 bei Meßkirch sind ideale Voraussetzungen.

❯ ENGLISH SUMMARY The new industrial park "Nördlicher Bodensee" is located close to Lake Constance. It offers room for investments on 61 hectares of contiguous land. The industrial park is situated ideally between the conurbations of Munich, Stuttgart and Zurich with excellent transport connections. Major industrial firms, some of which are global market leaders in their field, have moved to the district or were even founded here. Qualified employees have the advantage of living and working at the heart of the holiday region of Lake Constance and the Danube valley. In addition, the university town of Albstadt-Sigmaringen is nearby, guaranteeing a supply of qualified future employees.

❯ KONTAKT Industriepark Nördlicher Bodensee Arne Zwick Bürgermeister / Mayor Stadt Meßkirch Conradin-Kreutzer-Straße 1 D-88605 Meßkirch Phone: +49 7575 206-21 Arne.Zwick@messkirch.de Wilhelm Stöcker Wirtschaftsförderung / Business Development Gründer- & Innovationszentrum Phone: +49 7575 206-28 stoecker@messkirch.de www.messkirch.de www.industriepark-noerdlicherbodensee.de

Meßkirch | Standort Deutschland 183


Pfullendorf

❯ Dynamischer Wirtschaftsstandort mit Zukunftspotenzial

Interview mit ❯ Felix Kretz

Wirtschaftsförderer der Stadt Pfullendorf

❯ KONTAKT Stadt Pfullendorf Kirchplatz 1 D-88630 Pfullendorf www.pfullendorf.de Thomas Kugler Bürgermeister / Mayor Phone: +49 7552 251002 info@stadt-pfullendorf.de Felix Kretz Wirtschaftsförderer / Business Developer Phone: +49 7552 251111 felix.kretz@stadt-pfullendorf.de

184 Standort Deutschland | Pfullendorf

Herr Kretz, wo sehen Sie persönlich die Schwerpunkte und Zukunftsprojekte bei Ihrer Arbeit als Wirtschaftsförderer? Schwerpunkte sind sicherlich die Bestandspflege, also die Betreuung und Motivation der Unternehmen, die Netzwerkarbeit und branchenspezifische Unterstützung von Betrieben. Fühlen sich die Unternehmen am Standort insgesamt wohl und sind mit den Informations- und Beratungsangeboten zufrieden, ist ein Basisziel der Wirtschaftsförderung erfüllt. Wichtige Projekte sind zudem der Breitbandausbau, denn eine gute Internetverbindung ist ein bedeutender Standortfaktor sowie die Gewinnung von neuen Betrieben für unser Industriegebiet. Im Bereich Fachkräftegewinnung spielt neben Karrieremessen der fachliche Austausch der Unternehmen untereinander über bestimmte Berufsfelder und Arbeitsmarktentwicklungen eine wichtige Rolle. Im Bereich Innenstadtentwicklung ist über das letzte Jahr hinweg ein positiver Trend erkennbar, der sich durch die Belebung von ehemals ungenutzten Gewerbeflächen sowie die Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen zur Wahrung der architektonischen Qualitäten der Altstadtbauten widerspiegelt. Wichtig ist, die vorhandenen Handelsangebote zu erhalten, denn Pfullendorf hat auch Qualitäten als Einkaufsstandort. Zudem ist eine Idee, das Kunsthandwerk in der Altstadt zu positionieren. An den gut besuchten Veranstaltungen wie den Wirtschaftsgesprächen möchte ich gerne festhalten und diese zu einer vielleicht auch überörtlich bekannten Institution entwickeln. Ein Zukunftsprojekt ist sicher das Bahnareal, wo eine gewerbliche Entwicklung eventuell in Kombination mit Wohnen anvisiert wird. Auch im Bereich des Standortmarketings ist die Zusammenarbeit mit den Unternehmen von Bedeutung. Wenn Unternehmen Fachkräfte gewinnen möchten, ist elementar, dass alle Standortqualitäten und Unterstützungsangebote der Stadt Pfullendorf von Beginn an an Bewerberinnen und Bewerber kommuniziert werden. Dies passiert zum Beispiel auch im Rahmen der Karrierebörse in Sigmaringen, wo der direkte Austausch von Absolventen und Wirtschaftsförderern gepflegt wird. Überzeugungsarbeit ist ein wichtiger Schwerpunkt jedes Wirtschaftsförderers, denn sie hilft, die positiven Argumente für den Standort in den Köpfen der potenziellen Interessenten und Investoren zu verankern. Was zeichnet Pfullendorf als Wirtschaftsstandort aus? Der Wirtschaftsstandort Pfullendorf zeichnet sich durch ein dynamisches unternehmerisches Umfeld aus, welches zum einen durch die vier international agierenden und größten Arbeitgeber Geberit, Kramer, Alno und Escad, zum anderen durch eine Vielzahl an mittelständischen und Kleinstbetrieben geprägt ist. Denn diese zeugen von der Vitalität des Standortes und tragen durch die Erhaltung von Arbeitsplätzen vor Ort zur Wirtschaftskraft von Pfullendorf bei. Die Stadt Pfullendorf hat in den letzten Jahren eine positive wirtschaftliche Entwicklung erfahren. Der Wirtschaftsstandort ist ein Juwel in der nördlichen Bodenseeregion, denn wo sonst finde ich in einer vergleichbaren Stadtgröße so viele Arbeitsplätze in einem attraktiven Natur- und Freizeitraum, der mit guter Schulinfrastruktur, Erholungsangeboten, einer malerischen Altstadt und einem regen sozialen Leben aufwartet? In Bezug auf die Wertschöpfung haben die zwei größten Arbeitgeber Geberit und Alno eine Gemeinsamkeit beim Thema Inneneinrichtung. Neben der Konzentration dieser Branche sind in Pfullendorf jedoch verschiedenste Segmente wie die Automobilzulieferer, Metallverarbeitung, Maschinenbau, Kunststoffverarbeitung wie bei Geberit, vertreten.


Wo sehen Sie die Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Pfullendorf für die nächsten Jahre, um eine positive wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben? Die Nachfrage von mittelständischen Handwerks- und Industriebetrieben ist derzeit recht ausgeprägt. Für unterschiedlichste Interessenten kann die Stadt Gewerbe- und Industrieflächen bereitstellen. Andere Marktsegmente müssen noch mehr erschlossen werden. Der Bereich Projektentwicklung in der Innenstadt stellt eine große Herausforderung dar. Hier muss Pfullendorf viel Vorarbeit leisten, um geeignete Partner zu finden. Deswegen sind wir auch sehr aktiv in der Kommunikation und im Marketing nach Außen. Die Vorteile und Stärken unserer Stadt möchte ich noch mehr herausarbeiten und verstärkt an potenzielle Interessenten, Kunden und ortsansässige Unternehmen kommunizieren. Pfullendorf hat seinen Bevölkerungsstand über die letzten Jahre stabilisiert, das ist bereits eine gute Leistung im ländlichen Raum. Ebenso konnten die etwa 6.300 Arbeitsplätze erhalten werden. Ein wichtiges Thema für mich persönlich ist die Erhaltung und der Ausbau des Abendangebots für die Jugend.

❯ Einwohnerzahl gesamt (Stand: 01.01.2012)

13.007

Wie sehen Sie den Wirtschaftsstandort Pfullendorf im Gesamtkonzept der Vierländerregion Bodensee, wie positionieren Sie sich oder welche Ziele verfolgen Sie konkret? Ein Ziel ist sicher, die emotionale Bindung der Unternehmen an den Standort zu steigern, Ansiedlungen zu schaffen, Vernetzung zu fördern, die Wertschöpfung vor Ort zu verbessern und die Bekanntheit unserer Stadt nach Außen zu erhöhen. Innerhalb der Vierländerregion Bodensee möchte ich Pfullendorf noch mehr als die Stadt positionieren, in der eine hohe Wertschöpfung von international agierenden Unternehmen, eine malerische Altstadt, eine besondere Freizeit- und Umweltqualität, sowie eine attraktive Wohn- und Bildungsinfrastruktur vereint sind. Es geht darum, ein positives Image in den Köpfen zu verankern. Wenn ich zum Beispiel auf Fachveranstaltungen oder Netzwerktreffen mit Unternehmern, Bewohnern oder sonstigen Interessensgruppen spreche, höre ich immer wieder, dass Pfullendorf mit einem attraktiven Arbeitsund Wirtschaftsstandort, mit einer hohen Freizeitqualität sowie einer schönen Altstadt verbunden wird. Dies gilt es noch stärker nach Außen zu kommunizieren.

❯ Total inhabitants (as at Jan. 1, 2012)

13,007

❯ Verkehrsanbindung Pfullendorf liegt ca. 24 km nördlich vom Bodensee und ist über die A 81/A 98, Ausfahrt Stockach-Ost, schnell erreichbar. Zwischen Pfullendorf und Altshausen verläuft eine öffentliche Bahnstrecke. In Mengen liegt ca. 15 km entfernt ein Verkehrslandeplatz; der Bodensee Airport Friedrichshafen ist in 50 Minuten erreichbar.

❯ Transport connections Pfullendorf is situated approx. 24 km north of Lake Constance and can be reached via the A 81/A 98, exit Stockach-Ost. A public railway line runs between Pfullendorf and Altshausen. The airfield in Mengen is around 15 km away, and Lake Constance Airport in Friedrichshafen is 50 minutes away.

❯ Angebote für Bürger Die Stadt Pfullendorf verfügt über alle Schulformen, ein Krankenhaus, ein Frei- und ein Hallenbad, mehrere Alten- und Pflegeheime sowie über eine Musikschule und eine Bücherei.

❯ Facilities for citizens The town of Pfullendorf offers all school types, a hospital, an openair and an indoor pool, several nursing homes and homes for the elderly as well as a music school and a library.

❯ Weiche Standortfaktoren Touristisches Highlight ist der Seepark Linzgau. Auch Gäste aus der Schweiz und Österreich machen von dem einzigartigen Angebot mit Wasserskianlage, Adventuregolf und Gastronomien Gebrauch.

❯ Soft location factors A tourist highlight is Seepark Linzgau. Guests come from as far away as Switzerland and Austria to enjoy this unique recreational area with water skiing, adventure golf and a restaurant.

❯ Besondere Stärken der Stadt 45 ha reine Industriefläche zu preisgünstigen Konditionen.

❯ The town’s specific strong points 45 ha of industrial real estate at favourable conditions.

Pfullendorf | Standort Deutschland 185


Ă–STERREICH

Landkreis Konstanz | Standort Deutschland 186


Foto: Jan-Manuel Jakobi


In Nischenmärkten zur Weltspitze

❯ Vorarlberger Produkte ziehen die

Fäden auf der ganzen Welt

Vorarlberger Unternehmen sind auf allen Kontinenten erfolgreich aktiv und vor Ort vertreten – das bestätigen die Niederlassungen von allein 15 ausgewählten Firmen aus Vorarlberg (Quelle: WISTO)

❯ KONTAKT WIRTSCHAFTS-STANDORT VORARLBERG GMBH (WISTO) CAMPUS Dornbirn Hintere Achmühlerstraße 1 A-6850 Dornbirn Phone: +43 5572 552 52 - 0 wisto@wisto.at www.wisto.at

Die Dichte an Innovations- und Technologieführern auf internationalen Märkten ist in Vorarlberg beeindruckend. Als hochspezialisierte Nischenplayer sind deren Komponenten und Technologien oftmals entscheidend, wenn es um die Optimierung von Prozessen und Qualitätserzeugnissen geht. Vorarlberger Produkte und Know-how halten also im wahrsten Sinne die Fäden in der Hand hinter der Kulisse internationaler Top-Marken und Konzerne. Vier Beispiele von Hidden Champions, die in ihren Metiers Welterfolge verbuchen. Die bessere Verbindung In fast jedem Auto steckt ein Stück Henn. Henn stellt Verbindungselemente für Ladeluft- und Kühlwassersysteme her. Im Gegensatz zu konventionellen Schraubverbindungen halten die Henn-Steckverbindungen absolut dicht und sind viel robuster und einfacher zu montieren. Das Henn-System setzt sich durch, wird in der Serienfertigung großer Automobilmarken immer mehr eingesetzt. BMW, Ford, Geely, Great Walls, GM, Mercedes Benz, Nissan, Opel, Porsche und VW zählen zu den Top-Kunden. Henn ist weltweit Qualitäts- und Kostenführer, bei Ladeluft-Verbindungen weltmarktführend. Zusätzlich zu den bestehenden Vertretungen in den USA, Japan und Frankreich wurden jüngst drei neue in China, Korea und Brasilien eröffnet. Um den Trends in der Autoindustrie zu begegnen, stehen Neuentwicklun-

188 Standort Österreich | Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO)

gen an der Tagesordnung. „Mit hochqualitativen Steckverbindungen für Turbolader etwa können wir genau das bieten, was derzeit am Markt gefragt ist“, so Firmenchef Martin Ohneberg. Dafür spricht auch die komplett neu entwickelte Steckverbindung für Wasserkühlungen. Allein im Jahr 2013 verkaufte Henn 29 Millionen Steckverbindungen. Tendenz steigend. Fantastische Verfahren Die Schoeller Spinning Group stellt innovative Garne in wegweisenden Verfahren her und nimmt eine Vorreiterrolle im besonders hart umkämpften Textilsektor ein. Airbus verwendet Schoeller-Garne im Superjumbo A380, ebenso US-Konkurrent Boeing, die Französische Bahn oder die Berliner Verkehrsbetriebe. Im Couture-Bereich sind es u.a. die Markenkonzerne Louis Vuitton, Givenchy, Kenzo oder Marc Jacobs. Mercedes-Benz, BMW oder Volvo setzen ebenso wie die Formel 1 auf Schoeller, wo die Hochleistungsgarne in den Anzügen des McLarenTeams für Hitze- und Schnittschutz sorgen. In den visionären Concept Cars der Schweizer Autoschmiede Rinspeed verbessern sie Sitzkomfort und Raumklima. Einen Meilenstein setzt Schoeller mit dem völlig neuen Woll-Veredelungs-Verfahren EXP, das kein umweltkritisches Chlor und viel weniger Wasser braucht. Trotzdem sind Pullover & Co. maschinenwaschbar, trocknergeeignet und angenehm zu tragen. Die weltweite Lizensierung des EXP-Verfah-


rens ist im Gange. Auf der Outdoor-Messe in Friedrichshafen erhielt Schoeller dafür den goldenen Outdoor Industry Award 2013. Reibungsloser Prozess Software-Lösungen von Dorner Electronic werden weltweit in der Bauindustrie eingesetzt. Die Systeme sorgen dafür, dass die benötigten Betonmengen in der geforderten Qualität und richtigen Zeit an die Baustelle geliefert werden. Dorner ist bereits der Branchenführer in Europa. Bei internationalen Großprojekten wie beim GotthardBasistunnel, dem Ausbau des Panamakanals oder dem Grand Ethiopian Renaissance Dam, dem größten Wasserkraftwerk in Afrika, optimieren die Systeme den gesamten Prozessablauf. Hauptkunden sind die führenden Baustoffhersteller wie Cemex, HeidelbergCement, Holcim oder CRH. Mit einer viel beachteten Neuentwicklung ist Dorner auf dem Weg, weltweit zum Branchenleader zu avancieren. Das neue System „DornerBatch“ ist radikal einfach zu bedienen, hochpräzise und steigert nochmals den reibungslosen Prozessablauf. „Die Präsentation auf der Messe bauma 2013 vor internationalem Fachpublikum verlief so erfolgreich, dass wir DornerBatch weltweit anbieten“, freut sich Geschäftsführer Andreas Dorner. Zuverlässiger Schutz 4.000 Systeme von Sommer schützen auf allen Kontinenten vor Lawinen und Hochwasser. Sommer Messtechnik stellt Wetterstationen, Radarsensoren für Flüsse und spezielle Schneemessgeräte her. Die Geräte sollen verlässlich und frühzeitig vor den weltweit steigenden Naturgefahren warnen. Das geschieht derart perfekt, dass das Unternehmen international den Maßstab bei Messgeräten definiert. Die Geräte funktionieren automatisch und fehlerfrei auch unter extremen hochalpinen Bedingungen. Sommer ist deshalb der Standard bei Wetter- und Warndiensten im gesamten Alpenraum und agiert in über 20 Staaten von Grönland bis Thailand und China. So tragen 20 berührungslose Abfluss-Messstellen in Bangkok wesentlich dazu bei, Schäden des Monsun-Hochwassers zu vermeiden. Weltweite Anerkennung findet Sommer mit dem Snow Pack Analyser (SPA), einer absoluten Neuerung auf dem Gebiet der Schneemessung. Der SPA kann erstmals kontinuierlich alle relevanten Schneemessgrößen erfassen, was zu einem entscheidenden Informationsgewinn führt. Die Lawinengefahr und der Beginn der Schneeschmelze können genauer vorhergesagt werden.

❯DI Andreas Dorner

Geschäftsführer der Dorner Electronic GmbH „Vorarlberg ist für uns ein guter Boden. Der Einzugsbereich für unsere Mitarbeiter ist günstig und die Ausbildungssituation für starke Fachkräfte hochwertig. Wir pflegen ein enges berufliches Beziehungsnetzwerk und wann immer möglich, holen wir unsere Kunden nach Vorarlberg. Diese sind von der dynamischen Wirtschaft in einer einzigartigen Umgebung beeindruckt.“

Concept Car “iChange” von Rinspeed: Garne der Schoeller Spinning Group sorgen für einen äußerst hohen Komfort und ein optimales Raumklima (Foto: Schoeller Spinning Group / Rinspeed)

❯ ENGLISH SUMMARY Many companies in Vorarlberg have achieved a breakthrough in certain niche markets and set new benchmarks globally. For example, Henn connectors which can now be found in almost all cars. Henn couplings for intercooler and coolant systems connect tightly and are easy to install. In 2013 alone, the company sold 29 million connecting pieces to BMW, Ford, GM Porsche and co. Schoeller Spinning Group has attained a leading position globally in textiles through revolutionizing technology. The yarn producer supplies global corporations like Airbus and Boeing, luxury brands like Louis Vuitton, Givenchy or Kenzo and premium car manufacturers like Mercedes-Benz and Volvo. Schoeller has set a milestone with a brand new wool finishing procedure that works without chlorine. Dorner Electronic, a software specialist, ensures that the right amount of concrete is delivered at the right time to construction sites for companies like Cemex, Heidelberg Cement or Holcim, for example during expansion of the Panama Canal or building the Gotthard Tunnel. Sommer Messtechnik has developed 4000 systems to protect against landslides and floods all over the world. The company's weatherstations, radar sensors and snow measurement equipment have attained international acclaim.

❯Dr. Joachim Heinzl

❯Dr. Helmut Steurer

Geschäftsführer der WISTO GmbH

Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg

„ Die Exportquoten der Vorarlberger Unternehmen liegen vielfach über 90 %. Bei den Patentanmeldungen pro Kopf liegt Vorarlberg weltweit an siebter Stelle. Das ist nur an einem sehr international ausgerichteten, innovativen Standort möglich. Dabei ist die Lage Vorarlbergs, die grenzüberschreitende Erfahrung der Region, die Ausbildung und Einstellung der Bevölkerung entscheidend.“

„Kooperationen und grenzüberschreitendes Wirtschaften im Bodenseeraum werden von der Landesregierung und der Wirtschaftskammer Vorarlberg gezielt forciert. Es ist besonders wichtig, dass die international tätigen Vorarlberger Unternehmen ihre Headquarters auch langfristig in der Region behalten. Deshalb ist es eine wesentliche Herausforderung, die Rahmen- und Standortbedingungen zukunftsfähig weiterzuentwickeln.“

Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO) | Standort Österreich 189


Starker Wirtschaftsstandort mit vielfältigen Chancen

Interview mit Landesstatthalter Mag. Karlheinz Rüdisser

Als stark exportorientiertes Land hat Vorarlberg die Wirtschafts- und Finanzkrise seit 2008 bis jetzt gut gemeistert. Was waren die Gründe dafür? Mit 8,3 Milliarden Euro Exportvolumen ist die Wirtschaftsregion Vorarlberg gemessen an den Erwerbstätigen österreich- und europaweit Exportchampion. Gleichzeitig macht uns das abhängig von der internationalen Konjunktur – auch von jener in Deutschland. In der Wirtschafts- und Finanzkrise hatten natürlich auch wir zunächst mit Exportrückgängen zu kämpfen, welche teilweise durch eine gezielte Stimulierung der Binnenwirtschaft im Bereich von Handwerk und Gewerbe kompensiert werden konnte. Die schnelle Erholung der heimischen Exportwirtschaft erklärt sich damit, dass die ansässige Wirtschaft hinsichtlich Branchen, Produkten und Zielmärkten sehr breit gefächert ist und somit einen gewissen Grad an Krisensicherheit für die Region erwirkt. Zudem spricht der internationale Erfolg gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten deutlich für die Qualität der Vorarlberger Produkte.

❯ Mag. Karlheinz Rüdisser Landesstatthalter „Sowohl die Leitbetriebe als auch die zahlreichen KMU in Vorarlberg zeichnen sich durch eine starke Marktpositionierung aus. Diese Wettbewerbsfähigkeit in zunehmend kompetitiven Märkten wollen wir weiterhin gezielt forcieren.“

❯ KONTAKT Amt der Vorarlberger Landesregierung Landhaus Römerstraße 15 A-6901 Bregenz Phone: +43 5574 511-0 land@vorarlberg.at www.vorarlberg.at

190 Standort Österreich | Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO)

Die Vielfalt der Region Vorarlberg und deren Wirtschaft sticht immer wieder hervor. Welches sind die wesentlichsten wirtschaftlichen Standbeine? Zum einen ist es ganz klar der produzierende Bereich, der international äußerst wettbewerbsfähig ist. Unsere Gewerbe- und Industriebetriebe erbringen fast ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung der Region. Das ist nicht nur österreichweit sondern auch im internationalen Vergleich sehr hoch. Daneben entwickeln sich unternehmensnahe und technologieorientierte Dienstleistungen sehr rasch, was im engen Zusammenhang mit der Sachgüterproduktion zu sehen ist. Viele Dienstleister fungieren als Zulieferer für unsere moderne Industrie, die ihre Produkte zunehmend als Systempaket mit hohem Serviceanteil verkauft. Viele dieser Servicebereiche sind aber auch überregional konkurrenzfähig. Der Tourismus ist ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftsbereich. Jährlich registrieren wir rund zwei Millionen Gästeankünfte und mehr als acht Millionen Nächtigungen. Der Tourismus ist Impulsgeber durch die hohe Investitionstätigkeit und sichert besonders in den Talschaften eine hohe Wertschöpfung. Auch das Gewerbe und Handwerk hat hier besonders leistungsstarke Strukturen aufgebaut. Die Entwicklung hin zu diesem Branchenmix ist auch deshalb beachtlich, da Vorarlberg seit Mitte des 18. Jahrhunderts bis ins späte 20. Jahrhundert hinein als „Textil-Ländle“ bekannt war. Wie sieht die Situation im Textilsektor heute aus? Im Zuge der Globalisierung und des massiven Konkurrenzdrucks aus dem ostasiatischen Raum kam es insbesondere im traditionellen Textilbereich und bei der Massenfertigung zu einem starken Rückgang der Produktion. Diese Einbußen wurden wesentlich von der damals aufstrebenden Metallund Elektronikindustrie aufgefangen. Heute beobachten wir allerdings, dass die Beschäftigungsrückgänge der letzten Jahre in der Textil- und Bekleidungsbranche beinahe zum Stillstand gekommen sind. Grund dafür ist, dass die Vorarlberger Textilbetriebe den Weg in Richtung Know-howintensiver und technisch hochwertiger Produkte erfolgreich gemeistert haben. Eine enorme Innovationsfähigkeit, hohe Wachstumspotenziale


insbesondere in Nischensegmenten und wettbewerbsfähige MarkenStrategien kennzeichnen die Unternehmen. In vielen Bereichen zählen sie zum internationalen Spitzenfeld. Vorarlberg ist Teil der Europaregion Bodenseeraum mit mehr als 3,6 Millionen Einwohnern. Welche Projekte sind in nächster Zukunft geplant, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter zu optimieren? Die Euregio Bodensee ist eine der stärksten Wirtschaftsregionen in Europa. Die grenzüberschreitende Kooperation mit unseren Nachbarn aus Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein ist für die wirtschaftliche Entwicklung von besonderer Bedeutung. Neben zahlreichen Kooperationen auf Unternehmensebene werden auch gezielt von der öffentlichen Hand grenzüberschreitende Netzwerke forciert. So ist beispielsweise in den vergangenen Jahren eine Reihe an Entwicklungsprojekten über das Interreg-Förderprogramm Bodensee-Hochrhein initiiert und umgesetzt worden. Dazu zählen grenzüberschreitende Projekte zur Stärkung der Gründungsdynamik, zur internationalen Gewinnung von Fachkräften oder auch zur Intensivierung des Technologietransfers. Auch in Zukunft werden solche grenzüberschreitenden Projekte weiter forciert – insbesondere jene im Bereich der Rekrutierung von technischen Fachkräften. Stichwort Fachkräftemangel. Wie zeigt sich dieses Phänomen in der Region Vorarlberg, welche Herausforderungen bestehen für Ihre Unternehmen und wie reagieren Sie darauf? Es gibt einen Mangel an qualifizierten Fachkräften vor allen in jenen Bereichen, in denen stark wachsende, zukunftsorientierte Unternehmen tätig sind. Das sind insbesondere der Maschinenbau, Elektro und Elektronik, Umwelt- und Energietechnik und Kunststofftechnik. Ursache des Mangels ist somit primär das dynamische Wirtschaftswachstum verbunden mit der Schaffung vieler chancenreicher Arbeitsplätze. Zum anderen sind das Vorboten des demografischen Wandels. Die Sicherstellung eines ausreichenden Angebots qualifizierter Arbeitskräfte wird somit zum strategischen Standortfaktor. Dafür setzen wir seit Jahren vielfältige Maßnahmen. Erstens wollen wir eigene Potenziale besser nutzen, in dem wir junge Menschen und insbesondere auch Mädchen für Technik und Wissenschaft begeistern. Hier ist die Wirtschaftskammer Vorarlberg mit sehr guten Initiativen zu nennen. Zweitens versuchen wir, überregional studierende Vorarlbergerinnen und Vorarlberger für den regionalen Arbeitsmarkt zurückzugewinnen. Diese beiden Maßnahmen greifen mittel- bis langfristig. Für die Deckung des aktuellen Bedarfs bieten wir – als dritte Maßnahme - qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland eine Karriere in Vorarlberg. Welche Maßnahmen setzen Sie noch, um Vorarlberg für Unternehmen zukunftsfit zu gestalten und die Innovationsdynamik voranzutreiben? Insbesondere für produzierende und exportorientierte Wirtschaftsstandorte ist es in einem globalisierten Umfeld enorm wichtig, durch Innovation und Pionierleistungen Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Auch ohne eigene Universität wird Forschung und Entwicklung (F&E) bei uns in vielfältiger Weise und auf höchstem Niveau betrieben.

Besonders bemerkenswert ist dabei, dass die Ausgaben für F&E zu fast 80 Prozent von unseren Unternehmen selbst getragen werden, nur ein Fünftel der Gelder kommt vom öffentlichen Sektor und der EU. Das ist österreichweit der höchste betriebliche Anteil und belegt eindrucksvoll den starken Fokus auf Forschung und Innovation. Hier gilt es, dran zu bleiben, um das technologische Upgrading der Unternehmen sicherzustellen. Deshalb investieren wir massiv in die Forschungsinfrastruktur. Wir haben eine starke Fachhochschule mit eigenen Forschungszentren und -bereichen und überbetriebliche Forschungseinrichtungen, deren Ergebnisse marktnah, zukunftsfähig und direkt von den Unternehmen umgesetzt werden können. Ein erfolgversprechender Ansatz ist darüber hinaus die Kooperation mit überregionalen und internationalen F&E-Zentren, die in ihrem Gebiet zur obersten Forschungsliga gehören. Hier unterstützen wir den direkten Zugang zu diesen Zentren und den Technologietransfer, um den Wissensfluss in die Region und die Unternehmen zu forcieren. Abschließend bitten wir um ein persönliches Statement von Ihnen. Wie beschreiben Sie die Vorzüge Vorarlbergs und warum leben Sie gerne hier? Wir haben eine beeindruckende Kombination aus attraktiven Karrierechancen und hoher Lebensqualität. Die Naherholungsgebiete liegen in unmittelbarer Reichweite, so dass man auch nach einem Arbeitstag den Ausgleich in der Natur finden kann. Uns Vorarlbergern wird nachgesagt, dass wir fleißig und ehrgeizig arbeiten, aber in der Freizeit unglaublich spontan darin sind, die Landschaft um uns herum zur Erholung zu nutzen. Für mich ist es natürlich auch die bemerkenswerte kulturelle Vielfalt, die ich in nächster Nähe vorfinde. Die zahlreichen etablierten Kunst- und Kulturinitiativen, wie beispielsweise die Bregenzer Festspiele, das Kunsthaus Bregenz, die Schubertiade und nicht zu vergessen die sehenswerten Kulturfestivals der verschiedenen Talschaften. Und das endet bei weitem nicht an der Landesgrenze – einen großen Vorteil ziehen wir aus einer wirtschaftlich sehr starken Großregion.

❯ ENGLISH SUMMARY With an export volume of € 8.3 billion, Vorarlberg is Europe's export leader in terms of its workforce. A diverse industrial sector is the foundation for its strong economy. The high quality of Vorarlberg's products has won them international success. Vorarlberg’s government is intent on optimizing logistics in support of Vorarlberg’s economy. On one hand there are numerous procedures in place to ensure the availability of the qualified personnel. On the other hand, regional R&D structures are being expanded and technology transfer from interregional research organizations to domestic corporations is being promoted to ensure the sustainability of local innovation. Additionally, cross-border initiatives have been introduced to promote economic cooperation in future. Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO) | Standort Österreich 191


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Schweiz

Landkreis Konstanz | Standort Deutschland 194


Foto: Achim Mende


Kanton Thurgau

❯ Erfrischend innovativer Schweizer Wirtschaftsstandort

❯ KONTAKT Kanton Thurgau Amt für Wirtschaft und Arbeit Verwaltungsgebäude Promenade CH-8510 Frauenfeld Phone: +41 583455424 www.wifoe.tg.ch www.awa.tg.ch

Wirtschaftliche Stabilität sowie Flexibilität im Denken und Handeln, gelebte Innovation und eine gesunde Portion Beständigkeit, hervorragende Infrastruktur und ländliche Idylle – der Kanton Thurgau ist ein Ort der Gegensätze. Hier, auf der Schweizer Seite des Bodensees, finden sich sämtliche Zutaten, die einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort ausmachen. Gleichzeitig überzeugt der sympathische Schweizer Kanton aber auch als Wohnort mit Lebensqualität. Die ideale Kombination für erfolgreiche Unternehmensgeschichten. Harmonisch eingebettet zwischen Bodensee und Voralpen, im Zentrum der Bodenseeregion und am nordöstlichen Rand der Schweiz befindet sich der Kanton Thurgau. Zahlreiche innovative und erfolgreiche Unternehmen wissen hier bereits die Vorteile des stabilen Wirtschaftsstandortes Schweiz zu schätzen und kommen gleichzeitig in den Genuss

196 Standort Schweiz | Kanton Thurgau

der internationalen Vernetzung im europäischen Hightech-Dreieck Stuttgart-München-Mailand. Die Grenzen zu Deutschland, Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein sind nah, die Zusammenarbeit mit den Nachbarkantonen St.Gallen, Schaffhausen und Zürich und den dort ansässigen Unternehmen freundschaftlich und zukunftsweisend. Ein dichtes Strassen- und Schienennetz durchzieht den Kanton, öffentliche Verkehrsmittel bieten hohe Frequenzen in alle wichtigen Schweizer Wirtschaftsräume und gleich drei Flughäfen in unmittelbarer Nähe schaffen Verbindungen in die ganze Welt. Vom Thurgau aus ist man nicht nur in 40 Minuten in Zürich, St.Gallen oder Konstanz, auch internationale Wirtschaftsmetropolen rund um die Welt sind in wenigen Stunden bequem erreichbar. Regionale Kleinunternehmen wie auch internationale Grosskonzerne machen sich diese ideale Infrastruktur zu Nutze und profitieren dabei von viel mehr als nur einer guten Lage.


Zusammenarbeit für den Erfolg Der Thurgau ist nicht nur gut erschlossen, auch bei politischen Entscheidungsprozessen und Kontakten mit Behörden profitieren Unternehmer und Investoren von kurzen Wegen. Mit rund 250.000 Einwohnern gehört der Thurgau zu den mittelgrossen Kantonen der Schweiz. Hier kennt man sich noch persönlich und unterstützt sich gegenseitig, und zwar in allen Bereichen. Ob in der Wirtschaft, Politik, Forschung oder bei den Behörden, die richtigen Ansprechpersonen sind rasch gefunden und Entscheide schnell getroffen. Anregungen können jederzeit einfach und unkompliziert an richtiger Stelle eingebracht und Diskussionen gleich persönlich geführt werden. So erstaunt es kaum, dass der Kanton Thurgau eine der effizientesten und kostengünstigsten Verwaltungsstrukturen der Schweiz aufweist. Wie eine solche Zusammenarbeit zwischen Wirt-

schaft, Behörden und Politik vorbildlich funktioniert, zeigt sich im Kanton Thurgau am Beispiel der Ansiedlungspolitik. Die Wirtschaftsförderung Thurgau unterstützt Unternehmen kompetent bei der Realisierung ihrer Vorstellungen und bietet die Möglichkeit, alle Fragen rund um die Ansiedlung direkt mit den zuständigen Entscheidungsträgern zu diskutieren. Die Wirtschaftsförderung vermittelt aber auch geeignete Immobilien, hilft bei Genehmigungen und knüpft für Unternehmer wichtige Kontakte zu Ämtern und Behörden – natürlich kostenlos. Raum für Technologie und Innovation Als lebendiger Wirtschaftsraum ohne schwerfällige Strukturen bietet der Kanton Thurgau die idealen Voraussetzungen für die verschiedensten Unternehmensformen. Eine Vielzahl kleiner und mittlerer Unternehmen bildet das Rückgrat der Thurgauer Wirtschaft, weltweit agierende Industriefirmen wie Kanton Thurgau | Standort Schweiz 197


Stadler oder Mowag ergänzen die Durchmischung. Unternehmen aus Produktion, Entwicklung und Konstruktion finden sich ebenso wie Dienstleistungs- und Technologiebetriebe. Sie alle profitieren gleichermassen von ausgezeichneten Rahmenbedingungen – auch in Form einer für alle Unternehmen gleich tiefen Steuerbelastung. Diese spannende Durchmischung führt zu einem regen und kreativen Austausch unter den Unternehmen. Das abwechslungsreiche Umfeld im Thurgau ist idealer Nährboden für innovative Entwicklungen und neue Technologien. Gefördert wird dies zusätzlich durch ein dichtes Netz von Universitäten und Hochschulen in unmittelbarer Nähe. Hierzu zählen gleich mehrere international renommierte Forschungs- und Ausbildungsbetriebe wie die Universität St.Gallen (HSG), die Universität Konstanz oder auch die ETH und die Universität Zürich. Ein Angebot, von dem nicht nur Unternehmen, sondern auch die ansässige Bevölkerung profitiert. Lebensmittelpunkt mit Herz Nebst den Vorzügen als Wirtschaftsstandort überzeugt der Schweizer Kanton am Bodensee auch mit Lebensqualität: freundliche Menschen und ein traumhafter Lebensraum mit attraktiven Wohnangeboten. Die vielseitige Landschaftsstruktur hält für jeden Geschmack etwas bereit. In der Freizeit locken über 1.000 Kilometer markierte Wege zum Radfahren oder Inlineskaten. Zahlreiche Museen und Schlösser laden zu einer kulturellen Spurensuche ein und eine hervorragende Gastronomie sorgt für den kulinarischen Genuss. Ein lebendiger und facettenreicher Kanton, der nicht nur mit ländlichen Gebieten aufzutrumpfen vermag, wie das Beispiel von Frauenfeld zeigt.

198 Standort Schweiz | Kanton Thurgau

❯ Kantonsfläche

991 km2

❯ Einwohner davon Ausländer davon Deutsche ❯ Hauptstadt

254.528 56.930 (22.4 %) 19.220 (33.8 %) Frauenfeld (23.948 Einwohner)

❯ Bezirke

5

❯ Wirtschaft Total Beschäftigte 115.075 Arbeitslose 2.855 (2.3 %) Beschäftigte Sektor 1 8% (Land- und Forstwirtschaft) Beschäftigte Sektor 2 35 % (Industrie, Gewerbe, Bau) Beschäftigte Sektor 3 57 % (Dienstleistungen) Starke Branchen Baubranche, Metallbe- und verarbeitung, Maschinenbau, Nahrungsmittel Quelle/Stand: Staatskanzlei / Thurgau in Zahlen 2013


❯ ENGLISH SUMMARY A stable economy and a flexible mindset, a commitment to innovation and a healthy dose of continuity, an excellent infrastructure and rural tranquility – the Canton of Thurgau is a place of contrasts. This region on the Swiss shores of Lake Constance has all the ingredients a successful business location needs. Nestled between Lake Constance and the Alpine foothills, the Canton of Thurgau is on the north-eastern fringe of Switzerland at the heart of the region of Lake Constance. A large number of innovative and successful companies appreciate the many advantages Switzerland has to offer as a stable business location while benefiting from the international connections in the European high-tech triangle between Stuttgart, Munich and Milan. The canton is traversed by a dense network of roads and rails, the public transport system ensures regular connections to all of Switzerland’s important economic regions, and as many as three airports nearby offer flights throughout the world.

Room for technology and innovation The Canton of Thurgau is a vibrant economic region without cumbersome structures, offering ideal prerequisites for all types of companies. A large number of small and medium-sized companies form the backbone of Thurgau’s economy, while firms with global operations like Stadler or Mowag add to the mix. Production, development and construction companies can be found side by side with service and technological businesses. They all benefit equally from the outstanding conditions – including a low tax burden that is the same for all companies. A fascinating place to live In addition to its advantages as a business location, the Canton of Thurgau boasts an impressively high quality of life. The diverse landscape offers something for every taste. In their free time, cyclists and inline skaters enjoy more than 1,000 kilometres of signposted routes. A large number of museums and castles offer visitors a glimpse of the region’s rich cultural past and an outstanding choice of bars and restaurants provide culinary delights. Thurgau is a vibrant and varied canton.

Kanton Thurgau / Frauenfeld | Standort Schweiz 199


FrauenfelD

❯ Überzeugt durch hohe Lebensqualität

Frauenfeld, die Hauptstadt des Kantons Thurgau, ist in eine wunderschöne Landschaft eingebettet und verkehrsmäßig optimal erschlossen. Die Stadt zeichnet sich durch eine hohe Wohn- und Lebensqualität aus, die ihre mittlerweile über 24.000 Einwohnerinnen und Einwohner sehr zu schätzen wissen. Mit zum hohen Stellenwert trägt auch die Position als starker Wirtschaftsstandort mit mehr als 18.000 Arbeitsplätzen vor Ort bei. Frauenfeld verbindet ländliches Umfeld mit städtischem Komfort. Die sanfte Hügellandschaft, welche die Stadt umgibt, mit ihren Weinbergen, Wäldern und Seen, ist ein einmaliges Naherholungsgebiet. In der Stadt werden die Angebote auf dem Wohnungsmarkt den meisten Bedürfnissen gerecht. Die verschiedenen Einkaufszentren, Warenhäuser, Spezialgeschäfte und Märkte bieten eine große Auswahl über den täglichen Bedarf hinaus und lassen keine Wünsche offen. Auch das Schulsystem ist sehr gut ausgebaut. Vom Kindergarten bis zum Gymnasium sind in Frauenfeld alle Schultypen vorhanden. Mit den Quartierschulhäusern sind die öffentlichen Schulen in allen Teilen der Stadt vertreten. Ergänzt werden diese durch private Schulen, welche auch den zweisprachigen Unterricht in Englisch und Deutsch anbieten.

❯ KONTAKT Stadt Frauenfeld Amt für Stadtentwicklung und Standortförderung Rathaus CH-8501 Frauenfeld Phone: +41 52 7245240 info@stadtfrauenfeld.ch www.frauenfeld.ch

In alle Richtungen angebunden Frauenfeld ist äußerst verkehrsgünstig gelegen und sehr gut erschlossen. Die Stadt liegt an der Bahnlinie Zürich-Kreuzlingen respektive Zürich-Romanshorn. Auf diesen Linien verkehren halbstündlich Schnellzüge in beide Richtungen. Dazwischen fahren regelmäßig S-Bahn-Züge, so dass man alle 15 Minuten eine Verbindung in beide Richtungen zur Verfügung hat. Die Feinverteilung innerhalb der Stadt übernimmt der Stadtbus mit seinem komfortablen und gut ausgebauten Angebot. Verschiedene Postautolinien bedienen die Region rund um Frauenfeld. Frauenfeld besitzt zwei Autobahnanschlüsse, einen zur A7 Zürich-Konstanz-Stuttgart sowie einen zur A1 Zürich-St.Gallen-München. Damit bestehen auch

200 Standort Schweiz | Kanton Thurgau

Anschlüsse ans internationale Autobahnnetz. Zum Flughafen Zürich gelangt man mit dem Auto in rund 25 Minuten. Die Stadt Zürich erreicht man in 40 Minuten und nach Winterthur sind es nur knapp 15 Minuten. Auch Konstanz und St.Gallen sind in weniger als einer halben Stunde erreichbar. Vielzählige Standortvorteile Frauenfeld bietet nicht nur seinen Einwohnerinnen und Einwohnern zahlreiche Vorzüge. Als steuergünstiger Standort von Industriebetrieben ist der Kantonshauptort auch weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Das starke Gewerbe und die leistungsfähigen Dienstleistungsunternehmen bürgen gleichzeitig für Qualität und Zuverlässigkeit und sind die Basis für ein gesundes Wachstum. Frauenfeld ist bekannt als Stadt der kurzen Wege. Der regelmäßige Kontakt zwischen Behörden, Verbänden und Unternehmen wird aktiv gepflegt. Daneben stehen die Dienstleistungen der lokalen Wirtschaftsförderung als willkommene Unterstützung zur Verfügung. Ein weiterer Standortvorteil ist das große Potenzial an gut ausgebildeten und einsatzbereiten Arbeitskräften auf allen Qualifikationsstufen. Das Angebot an Räumlichkeiten und Liegenschaften zur Miete oder zum Kauf ist in Frauenfeld, trotz der Nähe zum Flughafen und zu den Zentren, günstig und an interessanten Standorten vorhanden.

❯ ENGLISH SUMMARY Frauenfeld, the capital of the Swiss canton of Thurgau, is set in a wonderful landscape with outstanding transport connections. The town boasts a high quality of life that is greatly appreciated by its more than 24,000 inhabitants. Frauenfeld's position as a strong business venue with more than 18,000 jobs contributes towards this. The town is known beyond the regional borders as a low-tax venue for industrial enterprises. Everything is close at hand in Frauenfeld.


„Ihr macht keine gewöhnliche Organisationsentwicklung, sondern was ihr entstehen lasst, bezeichne ich als Spirit of Leadership.“

Unser Ziel: Ihre gepflegte Organisation® Unsere Profession: Organisationsberatung Unser Vorzeichen: Führungskultur

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TÄGERWILEN

❯ Gemeinde wächst weiter

❯ KONTAKT Gemeinde Tägerwilen Gemeindeverwaltung Bahnhofstrasse 3 CH-8274 Tägerwilen Phone: +41 71 6668020 gemeinde@taegerwilen.ch www.taegerwilen.ch Markus Thalmann Gemeindeammann / Mayor markus.thalmann@ taegerwilen.ch

202 Standort Schweiz | Tägerwilen

Migros eröffnet Filiale Ca. 1850 hatte Tägerwilen rund 1.000 Einwohner, 1967 wurde die 2.000-er, 1994 die 3.000-er und 2012 die 4.000-er Marke überschritten. In all diesen Jahren hat sich Tägerwilen von einem Bauerndorf mit wenigen Handwerksbetrieben zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsort mit rund 350 UnternehmerInnen und 2.500 Arbeitsplätzen entwickelt. Aufgrund der sich in Bau oder Planung befindenden Mehrfamilienhäuser mit Miet- und Eigentumswohnungen ist absehbar, dass Tägerwilen in den nächsten 3 bis 5 Jahren nochmals um rund 500 Einwohner wachsen wird. Anschließend soll das Ziel der Planungskommission, ein langsames kontinuierliches Wachstum von 1% so gut es geht umgesetzt werden. Sehr erfreulich ist auch das ebenso stete Wachstum im Gewerbebereich. Rechtzeitig auf die Weihnachtszeit hat die Migros in Tägerwilen eine SupermarktFiliale eröffnet. In bester Lage an der Hauptstrasse ist mit diesem neuen Laden das bereits gute Tägerwiler Angebot attraktiv erweitert worden. Die Versorgung für den alltäglichen Bedarf ist mit der seit vielen Jahren vorhandenen Coopfiliale und einigen kleineren Lebensmittelanbietern langfristig gesichert. Diese Grundinfrastruktur leistet zum großen Wachstum natürlich ebenfalls seinen Beitrag. Ortsplanung kommt gut voran Wie bereits erwähnt, zeichnet sich eine weitere große Bautätigkeit ab. Verschiedene Projekte sind in Planung, deren Umsetzung wir in den nächsten Jahren erwarten. Im Zentrum steht nun die Überarbeitung der Ortsplanungsinstrumente. Seit zwei Jahren befasst sich eine zwölfköpfige Planungskommission intensiv mit der Weiterentwicklung unseres Dorfes. Welche Gebiete eignen sich für welche Entwicklung? Wo soll die Grenze des überbauten Siedlungsraumes liegen? Soll mit geeigneten Mitteln eine Verdichtung in bestehenden Dorfteilen angestrebt werden? Usw. Die wichtigsten Planungsinstrumente sind der grundeigentümerverbindliche Zonenplan und das Baureg-

lement. Die überarbeiteten Entwürfe sind vor einigen Monaten beim Departement für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau zur Vorprüfung eingereicht worden. Es ist geplant, dass im Verlaufe dieses Jahres die neuen Planungsinstrumente zur Abstimmung gebracht werden. Neues Ärztezentrum Tägerwilen hat seit vielen Jahren drei Hausärzte, welche die medizinische Grundversorgung sicherstellen. Dieses Modell hat sich jahrzehntelang bewährt, ist aber bei jungen Ärztinnen und Ärzten nicht mehr gefragt. Alle Tägerwiler Hausärzte stehen ein paar Jahre vor Ihrer Pension. Ohne aktives Eingreifen hätte Tägerwilen in zehn Jahren unter Umständen keinen Arzt mehr. Mit dem Ziel, die ärztliche Grundversorgung für die Zukunft sicherzustellen, haben sich zwei Tägerwiler Ärzte zusammen mit einem Kollegen aus einem Nachbarort dazu entschlossen, ein Ärztezentrum aufzubauen. Nach zwei intensiven Planungs- und Baujahren ist die Vision im Jahr 2013 erfolgreich umgesetzt worden. Inzwischen arbeiten in diesem Gebäude sechs Ärzte und Ärztinnen, welche das ganze Angebot abdecken. Die Räumlichkeiten sind so konzipiert, dass noch weitere Allgemeinpraktiker und/oder Spezialisten dazustoßen können. Strom aus Photovoltaikanlagen wird auch 2014 gefördert Für all jene Anlagen, die nicht mit der vom Bund lancierten kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) finanziert werden, übernimmt die Gemeinde auch 2014 den ökologischen Mehrwert und verbessert damit den gemeindeeigenen Strommix zu Gunsten alternativer Energieproduktion. Mit unserer Vergütungspraxis liegen wir an der Spitze der 80 Politischen Gemeinden des Kantons Thurgau. Das ist ein Mosaikstein für das Ziel, den zukünftigen Generationen ein atomstromfreies Zeitalter zu bescheren. Markus Thalmann


❯ Gemeinde Tägerwilen, nahe am Seerhein gelegen, ist das westliche Nachbardorf von Kreuzlingen und Konstanz. Bei der Gründung des nordseits des Rheins gelegenen Klosters Petershausen durch den damaligen Konstanzer Bischof Gebhard II . ist die Schenkung eines Landgutes bei Tegirwilare durch eine Edelfrau, datiert im Jahre 990, erwähnt.

❯ Municipality Located close to the Seerhein, Tägerwilen lies west of Kreuzlingen and Constance. When the Monastery of Petershausen was founded north of the Rhine by Constance’s former Bishop Gebard II, mention was also made of a noblewoman donating a country estate near Tegirwilare in 990.

❯ Gemarkungsfläche davon Wald davon Gewässer davon Siedlungsfläche davon Landwirtschaftsflächen davon unproduktive Vegetationsflächen

❯ Surface area Forests Lakes and rivers Residential area Agricultural area Non-productive vegetation

1.158 ha 428 ha 4 ha 143 ha 574 ha 9 ha

❯ Höhe

Hauptstrasse 420 m ü. M.

❯ Altitude

❯ Gesamtzahl Bevölkerung (31.10.2013)

❯ Total population (Oct. 31, 2013)

4.234

❯ Arbeitsstätten und Beschäftigte ca. 350 Unternehmen mit ca. 2.500 Arbeitsplätzen. ❯ Haushaltsvolumen ❯ Steuersätze (Kanton, Gemeinde, Schule) 2014 Ohne Kirchensteuer Mit Kirchensteuer katholisch Mit Kirchensteuer evangelisch Juristische Personen

1,158 ha 428 ha 4 ha 143 ha 574 ha 9 ha

main road 420 m above sea level 4,234

❯ Places of employment and employed persons Approx. 350 companies with approx. 2,500 employees 14 Millionen CHF

254 % 271 % 274 % 272,9 %

❯ Budget volume ❯ Tax rates (canton, municipality, school) in 2014 Excluding church tax Including church tax, Roman Catholic Including church tax, Protestant Legal persons

CHF 14 million

254 % 271 % 274 % 272.9 %

❯ Verkehrsverbindungen (Richtung) Bus: Ortsbus nach Kreuzlingen | Zug-Linien: Schaffhausen – Rorschach – St. Gallen, Weinfelden – Kreuzlingen – Konstanz | Autobahnanschluss A7 Richtung Zürich |Zollübergang nach Konstanz

❯ Transport connections Local bus to Kreuzlingen | Rail lines: Schaffhausen – Rorschach – St. Gallen, Weinfelden – Kreuzlingen – Constance | Motorway A7 to Zurich | Border crossing to Constance

❯ Schulen/Hochschulen Kindergärten | Volksschule | In Kreuzlingen Kantonsschule und Pädagogische Hochschule | Sport- u. Internationale Schule | In Konstanz Fachhochschule und Universität

❯ Schools/universities Nursery schools | Primary school | Cantonal school and University of Teacher Training Kreuzlingen | Sports school and international school | Constance University of Applied Sciences and University of Constance

❯ Kunst/Kultur Alte Säge | Burgruine Castell | Müller-Thurgau-Haus | In Kreuzlingen: Puppen- und Seemuseum | Museum Rosenegg und Theater an der Grenze | In Konstanz: Stadttheater ❯ Genehmigung Bauanträge Baugesuche im einfachen Verfahren 2 Wochen | Andere Bauvorhaben 4–6 Wochen (ohne Einsprachen, nur kleinere Gewerbebauten) ❯ Besondere Stärken/Vorzüge der Gemeinde Übersichtliche Strukturen | Kurze Verbindungswege zu Verwaltung | Gute Schulen | Alles für tägl. Gebrauch | Sportclubs mit Anlagen | Aktives Vereinsleben | Soziale Einrichtungen: Heime und Spitex ❯ Zusammensetzung des Gemeinderates 2011–2015 Gemeindeammann Markus Thalmann (SP) | Gemeinderätin Brigitte Seger (CVP) | Gemeinderäte Kurt Frauenfelder (SVP) | Willi Sauter (FDP) | Jörg Sinniger (parteilos)

❯ Art/culture “Alte Säge” | Castell castle ruin | Müller Thurgau building | In Kreuzlingen: Puppet Museum | Lake Museum | Rosenegg Museum | “Theater an der Grenze” | In Constance: Town theatre. ❯ Approval of building applications Building applications with a simple procedure 2 weeks | other building projects 4–6 weeks (without objections, only smaller commercial buildings) ❯ Specific strong points/advantages of the municipality Transparent structures | Unbeaurocratic public authorities | Excellent schools | Has everything for daily consumer needs | Athletic clubs with requisite facilities | Active club life | Social institutions: Care centres and Spitex outpatient service ❯ Constitution of the municipal council 2011–2015 Mayor Markus Thalmann (SP) | Councillor Brigitte Seger (CVP) | Kurt Frauenfelder (SVP) | Willi Sauter (FDP) | Jörg Sinniger (independent Tägerwilen | Standort Schweiz 203


Bischofszell

❯ Fruchtbarer Boden für neue Unternehmen

Stadt und Landschaft Bischofszell liegen im Oberthurgau, eingebettet zwischen dem Säntis im Alpsteingebiet und dem Bodensee der Euregio. Die intakte Altstadt, die historische Industriekultur und die moderne Nahrungsmittelproduktion sind einzigartige Besonderheiten in der Vierländerregion Bodensee.

❯ KONTAKT Stadt Bischofszell Rathaus Marktgasse 11 CH-9220 Bischofszell Phone: +41 71 4242424 stadt@bischofszell.ch www.bischofszell.ch Josef Mattle Stadtammann / Bürgermeister Gesellschafter der Bodensee Standort Marketing GmbH (BSM) und Botschafter der Vierländerregion Bodensee / Mayor; member of the Bodensee Standort Marketing GmbH (BSM) and ambassador of the Fourcountryregion Bodensee

204 Standort Schweiz | Bischofszell

Bischofszell liegt am Zusammenfluss von Sitter und Thur. Rund 5.600 Einwohner leben auf einer Fläche von 1.200 Hektar städtischer und ländlicher Struktur. Bekannt – ja sogar berühmt – ist Bischofszell als Bundesgeschützte Altstadt wie auch als bedeutendstes Zentrum der Nahrungsmittelherstellung. Mittelpunkt wichtiger Verkehrsachsen Das Kleinzentrum Bischofszell liegt verkehrstechnisch sehr gut. So ist die Autobahn A 1 St.Gallen-Zürich mit ihren Anschlüssen Oberbüren und Gossau in rund zehn Autominuten zu erreichen; die Verkehrsachse Romanshorn-Frauenfeld-Zürich wie auch Konstanz (D) liegen ebenso nah. An den Bahnhöfen

Bischofszell-Stadt und Bischofszell-Nord verkehren die Züge im Halbstundentakt nach Weinfelden und St.Gallen. Autobusse fahren stündlich in alle Himmelsrichtungen. Ein Standort mit vielen Vorzügen Die Technischen Gemeindebetriebe Bischofszell garantieren für eine sichere Ver- und Entsorgung für die ganze Region. Die Energie- und Wasserpreise bewegen sich europaweit auf einem sehr tiefen Niveau! Die eigene Wasserversorgung ist ISO-zertifiziert und liefert Wasser in höchster Qualität und ohne Mengenbeschränkung. Wohnen und Arbeiten als Lebensgefühl Die Stadt Bischofszell sorgt mit schöner Wohnlage, breitem Freizeitangebot und reichhaltiger Kultur für ein optimales Umfeld der Betriebe und ihrer Mitarbeiter. Bischofszell bietet mit diesem hohen Standard und preiswertem Bauland ideale Rahmenbedingungen als Wirtschaftsstandort.


❯ Gemarkungsfläche ❯ Höhe  ❯ Gesamtzahl Bevölkerung 

Gesamtfläche: 1.158 ha Bischofszell Stadt 506 u.M. 5.629 (September 2013)

❯ Arbeitsstätten und Beschäftigte Arbeitsstätten Beschäftigte Total 318 3.187 Industrie, verarbeitendes Gewerbe, Bau (Sektor 2) 77 1.694 Dienstleistungen, Handel, Gastgewerbe (Sektor 3) 203 1.393 Landwirtschaft (Sektor 1) 38 100 ❯ Haushaltsvolumen Aufwand und Ertrag von rund 15.5 Mio. Schweizer Franken ❯ Steuersätze Steuerbelastung in Bischofszell TG selbst berechnen mit dem Steuerkalkulator unter www.steuerverwaltung.tg.ch > Steuerkalkulatoren ❯ Verkehrsanbindungen Flughafen Zürich-Kloten in ca. 45 Autominuten erreichbar | Flughafen Altenrhein in ca. 30 Autominuten | Flugfeld mit Rasenpiste und Helikopterbasis in Sitterdorf (5 Min.) | Autobahn A 1 (St.GallenZürich) mit 2 Anschlüssen in Oberbüren und Gossau | 2 Bahnstationen an der Bahnlinie Weinfelden-St.Gallen (im Halbstundentakt) | Autokurse in alle Richtungen mit Bussen der AOT und Postauto ❯ Schulen Volksschulgemeinde mit Primar- und Sekundarstufe (1.–9. Schuljahr) | Maturitätsschulen in Gossau, Romanshorn, Frauenfeld und Kreuzlingen ❯ Medizinische Versorgung, Soziale Einrichtungen Kantonsspital Münsterlingen und Frauenfeld | Helios Klinik Zihlschlacht, Spezialklinik für neurologische Rehabilitation | Ärztliche Allgemein-, Fach- und Spezialpraxen ❯ Sport / Freizeitmöglichkeiten 140 Vereine und Organisationen | Thurwanderweg, weitläufiges Spazier- und Wandergebiet | Nationale und kantonale Velo- und Skaterrouten | Einzigartige barocke Altstadt unter Denkmalschutz | Wunderschönes Schwimmbad und Badeplätze in einmaliger Flusslandschaft | Sportanlagen und Vitaparcours | Zentrum des Golfsports mit Waldkirch, Niederbüren und Eppishausen | Beachvolleyballanlage | Catwalk 9220 (Moderne Schnitzeljagd) ❯ Kunst / Kultur / Theater / Musik Historischer Industrielehrpfad | Ortsmuseum, Papiermaschinenmuseum PM1, Typorama, Textilmuseum, Rock- und Pop-Museum im Sorntal | Moderne Tagungsräumlichkeiten | Kulturbistro und originelle Theaterstätten | Mammut-Flossrennen auf Sitter und Thur | Größte Rosenschau der Schweiz | Nachtwächterrundgänge | Wochen-, Advents- und Jahrmärkte | Nationale Bau-, Kultur- und Innovationsauszeichnungen | ältestes Open Air der Schweiz | Osterbrunnen | Konzerte, Musicals und Theateraufführungen ❯ Freie Flächen Industrie, Gewerbe, Büro, Wohnen: spezielle Objekte in der Altstadt, schöne Landsitze | Industrie-Bauland (kommunal und privat) zu äusserst günstigen Konditionen ❯ Besondere Stärken / Vorzüge der Stadt Energie- und Wasserpreise (europaweit) auf sehr tiefem Niveau | Attraktive Lage zwischen Säntis-Alpen und Bodensee mit sehr guten Verkehrsanbindungen in alle Richtungen | Großes Sport-, Freizeitund Kulturangebot | Hohe Lebens- und Wohnqualität | Guter Bürgerservice | National Wakker-Preis-Auszeichnung 1987

❯ Surface area  ❯ Altitude ❯ Total population 

1,158 ha The town of Bischofszell is 506 m above sea level 5,629 (September 2013)

❯ Places of employment and employed persons Places of employment Employed persons Total 318 3,187 Industry, manufacturing industry, construction (secondary sector) 77 1,694 Services, trade, hotels and 1,393 restaurants (tertiary sector) 203 Agriculture 38 100 ❯ Budget volume Approx. CHF 15.5 million in revenues and expenses ❯ Tax rates Calculate your tax burden in Bischofszell TG yourself with the tax calculator www.steuerverwaltung.tg.ch > tax calculators ❯ Transport connections Zurich-Kloten Airport approx. 45 minutes away by car | Altenrhein Airport approx. 30 minutes | Airfield with grass runway and helicopter landing pad in Sitterdorf (5 min.) | Motorway A1 (St.Gallen– Zurich) with 2 exits in Oberbüren and Gossau | 2 railway stations on the Weinfelden–St.Gallen rail line (half-hourly connections) | Routes in all directions with AOT buses and postbus. ❯ Schools Primary and secondary-level state schools (1st–9th grade) | Grammar schools in Gossau, Romanshorn, Frauenfeld and Kreuzlingen ❯ Health care, social institutions Cantonal hospitals in Münsterlingen and Frauenfeld | Helios Klinik Zihlschlacht, speciality hospital for neurological rehabilitation | General physicians, medical experts and specialists ❯ Sport / recreational opportunities 140 clubs and organizations | Thur river hiking trail, extensive hiking area | National and cantonal cycling and skating routes | Unique baroque old town, designated historic landmark | Wonderful public swimming pool and bathing places in a unique river landscape | Sport facilities and fitness trail | Golf centre together with Waldkirch, Niederbüren and Eppishausen | Beach volleyball pitch | Catwalk9220 (modern treasure hunt) ❯ Art / culture / theatre / music Historic industrial educational trail | Local museum, paper machine museum PM1, Typorama, Textile museum, Rock and Pop Museum in Sorntal | Modern conference facilities | Culture bistro and original theatre venues | Giant raft race on the Sitter and Thur rivers | Switzerland’s largest rose show | Guided tours with night watchmen | Weekly markets, Christmas market and country fairs | National construction, culture and innovation awards | Oldest open-air event in Switzerland | Easter fountain | concerts, musicals and theatre performances ❯ Available lots Industry, commerce, offices, private residences: special properties in the old town, beautiful country estates | Industrial building lots (municipal and private) at exceptionally good conditions ❯ Specific strong points / advantages of the town Very low energy and water prices (Europe-wide) | Attractive position nestled between Säntis-Alps and Lake Constance with excellent transport connections in all directions | Wide range of sporting, leisure and cultural opportunities | High quality of life | Good citizens’ advice service | Awarded the national Wakker Prize in 1987 Bischofszell | Standort Schweiz 205


Neuhausen am Rheinfall

❯ RhyTech-Quartier – Vom Industrieareal

zum offenen Quartier

Die ersten Hürden sind genommen! Das Neuhauser Stimmvolk hat am 9. Juni 2013 grünes Licht für den Bau des RhyTech-Quartiers gegeben. Damit sind die ersten Hürden genommen für die Umnutzung eines großen, bis anhin geschlossenen Industrieareals zu einem offenen neuen Quartier mit regionaler Ausstrahlung.

❯ KONTAKT Gemeinde Neuhausen am Rheinfall Zentralstrasse 38 CH-8212 Neuhausen am Rheinfall www.neuhausen.ch www.rhytech-quartier.ch Dr. Stephan Rawyler Gemeindepräsident / Mayor Phone: +41 52 6742218 stephan.rawyler@neuhausen.ch

aus in wenigen Gehminuten erreichbar und wird so Neuhausen am Rheinfall noch näher an den Metropolitanraum Zürich anbinden.

❯ ENGLISH SUMMARY

The first hurdle has been Es werden rund 240 Wohnuncleared! The electorate of Neugen, verschiedene Geschäftshausen voted on 9 June 2013 lokalitäten und großzügige in favour of the RhyTech QuarGrünflächen sowie öffentlich ter. This opens the way for the zugängliche Plätze entstehen. conversion of a major, previNeuhausen am Rheinfall kann ously closed-off industrial zone mit diesem Vorhaben seine into an open new district with Zukunft mit hochwertiger Arregional appeal. Around 240 chitektur und zeitgerechtem apartments, diverse businesses Wohnraum neu gestalten. Zwei and spacious public places are Hochhäuser mit 17 und 23 planned. The project enables Stockwerken werden markanNeuhausen am Rheinfall to rete städtebauliche Akzente setshape its future with high-quality zen und eine Verdichtung nach ❯ Dr. Stephan Rawyler architecture and contemporary innen ermöglichen. Das neue Gemeindepräsident / Mayor housing. Two apartment blocks Raumplanungsgesetz, zu welwith 17 and 23 floors will make chem die Schweizer Bevölkea striking statement and allow rung und auch die Neuhauser Bevölkerung ja gesagt haben, nimmt Kantone, Städte for more compact living. The new Spatial Planning und Gemeinden in die Pflicht, noch sorgsamer mit Act (Raumplanungsgesetz) endorsed by the Swiss dem Bauland umzugehen. Die kantonale Richtpla- population and the people of Neuhausen commits the nung legt daher verstärkt den Fokus auf die "Verdich- cantons, towns and municipalities to use the availatung nach innen", also auf eine Siedlungsentwicklung ble land more carefully. The canton has therefore focused its structural planning on developing residort, wo bereits gebaut wurde. dential areas on land that has already been built on. Das RhyTech-Areal ist verkehrstechnisch bestens The RhyTech district is easily accessible with an extenerschlossen mit einem ausgebauten Busliniennetz sive bus network and a Deutsche Bahn train station. In wie auch mit einem Haltepunkt der Deutschen Bahn. 2015 the new SBB city train station Neuhausen RheinIm Jahre 2015 wird die neue SBB S-Bahn-Haltestelle fall will go into operation. This is just a few minutes’ Neuhausen Rheinfall beim Industrieplatz in Betrieb walk from the new RhyTech district, bringing Neuhaugenommen. Diese ist vom neuen RhyTech-Quartier sen even nearer to the metropolitan area of Zurich.

206 Standort Schweiz | Neuhausen am Rheinfall


Visualisierung RhyTech-Quartier mit Blick zum Rheinfall / Visualisation of RhyTech district with views to the Rhine Falls

❯ Facts & Figures ❯ Beschreibung Das Industrieareal wird zum freundlichen Ort der Begegnung. Es entstehen neue Freizeit-, Kultur- und Einkaufsangebote. Die historische Halle 22 wird erhalten und mit hochwertigen Neubauten ergänzt. Miet- und Eigentumswohnungen erwei- tern das Angebot. ❯ Nutzung Wohnen, Büro, Dienstleistung, Fitness, Gastronomie ❯ Besonderheiten Ausgewogene Mischnutzung, Grünanlage Belvédère als attraktiver Aufenthaltsort, neuer Quartierplatz, sehr gute Erschließung

❯ Description The industrial zone will become a friendly meeting place with leisure activities, culture and shops. The historic building “Halle 22” will be retained and extended with new high-quality buildings.There will also be apartments to let or buy. ❯ Use Living, working, services, fitness, restaurants ❯ Special features Attractive combination of living and working, Belvédère park as an attractive place to linger, a new district centre, excellent transport connections ❯ Area of land

❯ Grundstücksfläche

26.000 m2

❯ Investitionsvolumen

CHF 150 Mio.

❯ Fertigstellung

2017

❯ Architektur

Peter Märkli Architekt

❯ Ausführung

offen

❯ Projektentwickler

Halter AG Entwicklungen, Zürich

❯ Grundeigentümer

3A Technologie & Management AG

26,000 m2

❯ Investment volume

CHF 150 million

❯ Completion date

2017

❯ Architecture

Peter Märkli Architekt

❯ Implementation

open

❯ Project developer

Halter AG Entwicklungen, Zürich

❯ Landowner

3A Technologie & Management AG

Neuhausen am Rheinfall | Standort Schweiz 207


208 Standort Schweiz | T채gerwilen


St.Gallen

Stadt der Lieblingsplätze

Die Gallusstadt steht ebenso für Urbanität wie für Nähe zur Natur. In St.Gallen finden sich unzählige bekannte Orte und auch weniger bekannte Winkel mit Flair und Charme, die zu Lieblingsplätzen werden können. Die Kampagne der Standortförderung macht diese identitätsstiftenden Stellen zum Inhalt, indem unterschiedliche Menschen ihren persönlichen Lieblingsplatz vorstellen. Diese verschiedenen Blickwinkel zeichnen unter www.lieblingsplatz.ch ein authentisches Bild von St.Gallen. Mit rund 78.800 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie rund 66.200 Arbeitsplätzen ist die Stadt St.Gallen das Wirtschaftszentrum zwischen Bodensee und Säntis. Sie vereint Großstadt-Dynamik, LandIdylle und lebendige Stadtquartiere. St.Gallen punktet mit sehr hoher Lebensqualität und einem dynamischen Wirtschaftspotenzial. Rund 82 % der Unternehmen sind im Dienstleistungssektor angesiedelt. Auch die ICT-Branche ist mit einem Anteil von rund 10 % an der Gesamtbeschäftigung sehr stark präsent. Die Universität St.Gallen (HSG), die Fachhochschule St.Gallen (FHS) und weitere international ausgerichtete Institutionen begründen als Flaggschiffe den Ruf St.Gallens als erstklassige Bildungsstadt. Services und Informationen Innovation: www.innovation.stadt.sg.ch Jungunternehmerförderung: www.startfeld.ch Lieblingsplätze: www.lieblingsplatz.ch Standortförderung: www.standort.stadt.sg.ch St.GallenBodenseeArea: www.sgba.ch

❯ ENGLISH The town of St.Gallen is known for its urban flair as much as for its proximity to nature. There are countless charming corners with flair in St.Gallen, some better known, some less, that could become your favourite place. A campaign by the town’s location promotion focuses on these spots that create a special sense of identity by asking people to present their own personal favourite place. The different perspectives are posted at www.lieblingsplatz.ch, presenting an authentic picture of St.Gallen. With some 78,800 inhabitants and around 66,200 jobs, the town of St.Gallen is an economic hub between Lake Constance and Säntis Mountain. It combines the dynamism of a metropolis with idyllic countryside and lively districts. St.Gallen boasts an extremely high quality of life and a vibrant economy. Around 82% of companies here are in the services sector. The ICT sector is also strongly represented and accounts for around 10% of overall employment. The University of St.Gallen (HSG), St.Gallen University of Applied Science (FHS) and other international institutions are flagships that explain why St.Gallen has the reputation of being a first-rate town of education. Services and information Innovation: www.innovation.stadt.sg.ch Promotion for young businesses: www.startfeld.ch Favourite places: www.lieblingsplatz.ch Location promotion: www.standort.stadt.sg.ch St.GallenBodenseeArea: www.sgba.ch

❯ KONTAKT

❯ Pierin Vincenz

CEO Raiffeisen Gruppe, Roter Platz, St.Gallen

„Das grösste ‹Outdoor-Wohnzimmer› der Schweiz ist Treffpunkt, Ruheoase, Spielplatz und aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Hier spüre ich die Nähe zu den Menschen, zu unseren Kunden.”

❯ Kay Rauber & Christian Gschwend

Standortförderung Stadt St.Gallen Rathaus CH-9001 St.Gallen Phone: +41 71 224 57 79 www.standort.stadt.sg.ch

Bubble Beatz, Bermudadreieck, St.Gallen

„Im Schwarzen Engel spielten wir vor 13 Jahren unser erstes Konzert. Hier treffen wir gerne Freunde, trinken ein Bier und genießen die Sommerabende.”

St.Gallen | Standort Schweiz 209


Exzellente Brennstoffzellen-Technik

Galileo

Intelligente Wärme. Sauberer Strom.

Das kompakte Heizgerät der neusten Generation ist ein eigenes Kraftwerk für Ein- und kleine Mehrfamilienhäuser und erzeugt auf intelligente Weise Wärme und sauberen Strom. Galileo ist ein Brennstoffzellensystem der Spitzenklasse und überzeugt durch umweltschonende Effizienz. Möchten Sie mehr über Galileo und dessen Möglichkeiten erfahren? Dann kontaktieren Sie uns unter info@hexis.com, per Telefon +41 52 262 63 11 oder informieren Sie sich jederzeit ausführlich auf www.hexis.com.

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Winterthur

Foto: Karin Imhof

Zurückblicken, feiern, die Zukunft gestalten ❯

Zurückblicken, feiern, die Zukunft gestalten: Winterthurs Agenda 2014 ist vollgepackt mit Feierlichkeiten rund um das Stadtrecht-Jubiläum. Gleichzeitig freut sich die sechstgrößte Schweizer Stadt auf neue Unternehmen und Teilnehmende eines internationalen Berufsbildungskongresses. Zahlreiche Entwicklungsprojekte versprechen, dass die guten Nachrichten auch nach dem Jubiläumsjahr nicht abreissen werden. Das Winterthur der vergangenen beiden Jahrhunderten zu beschreiben, fällt nicht besonders schwer. Da war die weltbekannte Industriestadt, die Stadt der rauchenden Schlote, in welcher tausende von Arbeitern morgens in Scharen auf dem Sulzer-Areal in der Stadtmitte zur Arbeit erschienen und innovative Produkte für die ganze Welt herstellten. Heute ist es schwieriger geworden, den Charakter der Stadt Winterthur zu fassen. Und das ist keine negative Wertung der Entwicklung. Ihr Sortiment ist deutlich größer geworden, um es wirtschaftlichsprachlich auszudrücken. Vielfältigkeit ist heute das große Plus. Ansässige Unternehmen zeichnen sich durch einen attraktiven Branchenmix aus, die Wohnregion hat sich längst als echte Alternative zu Zürich etabliert und die bedeutenden Bildungsinstitutionen bilden tausende von Lernenden und Studierenden aus. Die Zahl, die den Aufschwung der letzten Jahre am besten dokumen-

tiert, ist jene der Bevölkerungsentwicklung: Dank dem Wachstum um 15.000 Einwohnende seit der Jahrtausendwende darf Winterthur seit fünf Jahren den „Titel“ Großstadt tragen. Die 105.000 Einwohnerinnen und Einwohner bedeuten Rang 6 in der Liste der größten Schweizer Städte. Stadt dankt den Habsburgern Zu einer Stadt wurde Winterthur aber – wie heute in der Schweiz üblich – nicht mit dem Erreichen der 10.000-Einwohner-Grenze. Dafür bedurfte es schon einer Urkunde, ausgestellt am 22. Juni 1264 durch Graf Rudolf von Habsburg. 750 Jahre ist es also her, seit Winterthur das Stadtrecht verliehen wurde. Dieses Jubiläum und der andauernde Wandel der Stadt bieten die Gelegenheit, das Jubiläumsjahr 2014 unter dem Motto „gestern heute morgen“ zu begehen und mit der Bevölkerung zu feiern. Diese und lokale Organisationen haben zahlreiche Projekte und Veranstaltungen vorgeschlagen und erarbeitet, und über 50 davon sind von den Organisatoren in das Programm aufgenommen worden. Aus historischer Sicht besonders interessant dürfte die Herausgabe der neuen Winterthurer Stadtgeschichte sein. Diese wird auch auf spielerische Weise im Freilichtspiel „Guete Bonjour“, welches die napoleonische Herrschaft ab 1798 beleuchtet, thematisiert und ebenso im Mittelalterspektakel „Der Kyburger in der Stadt“.

❯ KONTAKT

Standortförderung Region Winterthur Im Hauptbahnhof Postfach CH-8401 Winterthur Phone: +41 52 267 67 97 office@standort-winterthur.ch www.standort-winterthur.ch

Stadt Winterthur www.stadt.winterthur.ch Winterthur Tourismus www.winterthur-tourismus.ch Jubiläumsjahr 2014 www.winterthur750.ch Internationaler Berufsbildungskongress 2014 www.vpet-congress.ch Planungszone Neuhegi-Grüze www.neuhegi-grueze.winterthur.ch Winterthur | Standort Schweiz 211


Erlebbare Geschichte erfährt auch, wer die Industrieareale in der Stadtmitte und im Stadtteil Neuhegi besucht. Eine entsprechende Visite haben Vertreter des deutsch-japanischen Werkzeugmaschinenherstellers DMG MORI in Neuhegi vorgenommen. Ihr Eindruck: Das Areal und dieser Wirtschaftsstandort eignen sich hervorragend, hier die Europazentrale anzusiedeln. Und so werden im Herbst 2014 bis zu 200 Mitarbeitende in Winterthur ihre Arbeit für DMG MORI in den Bereichen Vertrieb, Service und Entwicklung aufnehmen. „Entscheidend waren Lage, die Nähe zur Fachhochschule ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, die Industrietradition und der moderate Landpreis“, begründete Europa-CEO Silvio Lehmann den Entscheid den Medien gegenüber. Für Winterthur bedeutet diese Ansiedlung eine erfreuliche Nachricht in einem bereits von Festakten geprägten Jahr. Ein neues urbanes Zentrum DMG MORI wird seine Zelte an einem Ort aufschlagen, wo sich längerfristig das zweite urbane Zentrum Winterthurs entwickeln soll. Die gewerblich-industrielle Arbeitsplatznutzung wird gesichert und dichte Mischnutzungen mit hochwertigen Freiräumen entstehen. Das Unternehmen passt ausgezeichnet in das planerische Konzept und der Entscheid für diesen Standort zeigt, wie attraktiv dieses ist. Ähnliche Pläne sieht die Stadt für Teile des Sulzer-Areals Stadtmitte, das sogenannte Werk 1, vor. Hier werden Voraussetzungen geschaffen, 5.000 Arbeitsplätze und Wohnraum für rund 1.000 Menschen zu realisieren. Wichtigste Nutzerin wird die ZHAW sein, welche auf dem Werk 1 ihren neuen Hauptstandort errichtet. Ein neues, bis zu 120 Meter hohes Hochhaus wird das Stadtbild ergänzen. Auch im Sulzer-Areal Stadtmitte wird bei Bauarbeiten der charmante industrielle Charakter des Gebietes geschützt. Zudem soll im Werk 1 das erste Winterthurer 2000-WattQuartier entstehen.

❯ ENGLISH SUMMARY Winterthur was granted its town charter 750 years ago. In 2014, the town is marking this anniversary with an agenda packed with events. Under the motto “yesterday today tomorrow,” the town is celebrating this jubilee and the ongoing changes in the town together with its citizens. At the same time, Switzerland’s sixth largest town is looking forward to welcoming new companies and participants to a congress for professional education. Variety is a major value proposition in Winterthur today: Companies based here comprise an attractive mix of trades and sectors, the region has become a real alternative to Zurich as a place to live, and the town’s main educational institutions train thousands of talented young people. Representatives of the GermanJapanese tool machine manufacturer DMG MORI are also convinced of the town’s benefits as a business location. The Neuhegi area offers ideal premises for the company’s European headquarters. Winterthur will continue to grow and change in the anniversary year 2014 and beyond. The fact that this is being done in moderation and with respect for history and traditions as well as to the advantage of the local people and organisations is typical of this city’s charm. It also enhances the existing benefits for residents, companies and educational institutions. Even if the festivities in 2014 are a one-off occasion, we are sure that there will be plenty more reasons for Winterthur to celebrate in future.

Foto: Stefan Kubli

So verändert sich Winterthur auch im Jubiläumsjahr 2014 und danach. Dass dies maßvoll und mit viel Rücksicht auf die Geschichte und Tradition sowie zum Vorteil der ansässigen Bevölkerung und Organisationen geschieht, zeichnet die charmant gebliebene Großstadt aus. Die bereits bestehenden Standortvorzüge für Bewohnende, Unternehmen und Bildungsinstitutionen werden ergänzt. Auch wenn die Feieraktivitäten im Jahr 2014 wohl einmalig sind: Die Voraussetzungen sind geschaffen, dass es in Winterthur immer wieder Grund zur Freude geben wird.

Standortqualitäten Winterthurs auf einen Blick ❯  Attraktive Lage, hervorragende Mobilität und verkehrstechnische Erschließung ❯ Ideale Infrastruktur ❯ Verfügbarkeit hochqualifizierter Arbeitskräfte dank zahlreicher Bildungsinstitutionen ❯ Großer Arbeitsmarkt dank Lage mitten im boomenden Wirtschaftsraum Greater Zurich Area, der Nähe zur Ostschweiz und zu den Grenzländern Deutschland und Österreich ❯ Moderate Steuerbelastung ❯ Internationale Ausrichtung ❯ Faire Miet- und Kaufpreise für Geschäftsräumlichkeiten, Liegenschaften und Land ❯ Industrielles Erbe und Innovationsreichtum ❯ Attraktive, grüne Wohnregion mit hoher Lebensqualität ❯ Professionelle Betreuung durch die Standortförderung Region Winterthur

212 Standort Schweiz | Winterthur

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INDUST DU DUS ST S T RIE CCha harm har rme me Maggi-Würze, Turbolader, Schiffsdieselmotoren, der «Rote Pfeil», das erste künstliche Hüftgelenk … Stadt und Region Winterthur sind seit je Heimat für Erfinder, Pioniere, Neudenker. In den charmanten Industriearealen findet man heute multinationale Konzerne, innovative Start-ups, renommierte Bildungsinstitutionen und attraktive Wohnräume. Und noch stehen freie Flächen bereit: für zukünftige Pioniere, denen urbane Lebensqualität, ein kurzer Weg zum Flughafen Zürich und ein Top-Naherholungsgebiet wichtig sind. Willkommen in Winterthur – www.standort-winterthur.ch


❯ Internationale Berufsbildungskongresse in Winterthur

Foto: ZHAW

400 Teilnehmende eines vom Schweizer Bund ausgeschriebenen internationalen Berufsbildungskongresses werden im September 2014 in Winterthur tagen. Sie werden von prominenten und fachkundigen Referentinnen und Referenten erfahren, wie es um die Berufsbildung in verschiedenen Regionen der Welt steht und das duale Berufsbildungssystem der Schweiz kennenlernen. Dies ist ein Erfolgsmodell, weil es von der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft gemeinschaftlich getragen wird. Ebenso werden die Teilnehmenden weltweit tätige Unternehmen aus den Kantonen Zürich, Schaffhausen und Thurgau kennenlernen, welche sich besonders für die Berufsbildung engagieren. Am dritten Tag steht ein Besuch der Schweizer Berufsmeisterschaften SwissSkills Bern 2014 auf dem Programm. Für Winterthur und die Organisatorin, die Standortförderung Region Winterthur, bedeutet die Standortwahl der Trägerschaft eine Bestätigung, attraktive Rahmenbedingungen für Großanlässe anbieten zu können. Besonders schätzen dürften die internationalen Teilnehmenden neben den geeigneten Infrastrukturen die Nähe zu Zürich (20 Bahnminuten) und seinem internationalen Flughafen (12 Bahnminuten). www.vpet-congress.ch

❯ Die ZHAW feiert mit Winterthur 750 Jahre alt wird die Stadt Winterthur. 750 Jahre sind vergangen, seit Rudolf I. von Habsburg der „Jubilarin“ das Stadtrecht zuerkannt hat, welches 2014 gefeiert wird. Im selben Jahr jubiliert auch das älteste Departement der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Dieses existiert in seiner ursprünglichen Form zwar noch nicht ganz so lange, aber immerhin 140 Jahre sind vergangen, seit 1874 das Technikum Winterthur als Ausbildungsstädte mit 72 Studierenden gegründet wurde. Längst sind weitere Departemente und damit eine Vielfalt von neuen Studienfächern dazu gestoßen. Wie sich die ZHAW seit ihrer Gründung 2007 entwickelt hat und mit Winterthur zusammengewachsen ist, macht sich auch optisch bemerkbar: An drei Standorten mit mehreren Gebäudekomplexen ist die ZHAW mit fünf ihrer insgesamt acht Departemente in Winterthur präsent. Darüber hinaus wird mit dem Bezug von Werk 1, der Halle 52 sowie der ehemaligen Cityhalle in den kommenden Jahren auf dem Sulzer-Areal das neue Herzstück der ZHAW entstehen. Doch Winterthur wurde nicht nur akademisch und architektonisch von der ZHAW und ihren Vorgängern mitgeprägt. Auch die Bevölkerung hat sich verändert. War Winterthur in vergangenen Tagen unter dem Einfluss von Sulzer, SLM und Rieter noch als Industrie- und „Büezer“-Stadt bekannt, so gilt die Stadt heute als Trendsetter und Wohnort tausender Studierender, welche Tür an Tür mit den alteingesessenen Winterthurern leben. Waren es vor zehn Jahren noch 2500 Studierende am Standort Winterthur, sind es heute rund 8500. Im Rahmen des Jubiläums wagt die ZHAW einen Blick in die Zukunft: Was ist eine Stadt heute? Was bedeutet Wohnen in einer Zeit nie gekannter Mobilität? Welche emotionale Bindung hat der Mensch heute zu „seiner“ Stadt? Diesen Fragen geht die ZHAW mit dem „Urban Forum“ vom 27. bis am 29. November 2014 nach. Im interdisziplinären Austausch mit Referaten und Workshops werden das Verständnis für die Stadt und die Zukunft Winterthurs erörtert. www.zhaw.ch

214 Standort Schweiz | Winterthur


Briner AG

Tradition und Innovation aus Winterthur ❯

Die Winterthurer Briner AG hat eine lange Tradition. Die Ursprünge gehen in das Jahr 1878 zurück, als die Firma als Eisen- und Kohlehandlung im Herzen der Winterthurer Altstadt gegründet wurde. Als Zeichen der Verbundenheit trägt das Unternehmen noch heute stolz die Stadtfarben Rot und Weiß in ihrem Logo. Das Familienunternehmen setzt sich seit je her für die gesunde Entwicklung der Region ein. So sitzt der heutige Geschäftsführer Christian Weber unter anderem im Vorstand der Standortförderung der Region Winterthur. „Nichts ist so beständig wie der stete Wandel. Dafür braucht es Weitsicht und Engagement. Wer dies tut, sorgt für nachhaltigen Erfolg, an dem alle partizipieren“, vertritt Weber die Firmenphilosophie. Auch das Unternehmen hat sich seit den Anfängen verändert und sich der Zeit und dem Markt angepasst. Aktuell sind es fünf Geschäftsfelder, in denen Briner tätig ist: Die klassischen Bereiche Stahl- und Bauservice sowie die Bereiche Versorgung und Haustechnik inklusive dem Unternehmen Sanvortec. Sie alle bilden das Fundament für den nachhaltigen Erfolg der Firma. Als neuester Bereich dazugekommen sind die Energie- und Heizsysteme unter dem Namen Briner Energie. Entwicklung zum Dienstleister Neben der Belieferung der regionalen Baubranche mit Armierungsstahl und -netzen sowie einem breiten Angebot an Bauzubehör sind es immer mehr auch Dienstleistungen und ganze Systemlösungen, die am Markt gefragt sind. So tritt Briner immer

häufiger als Generalunternehmer auf, bezieht ganze Logistiklösungen mit ein und unterstützt so den Bau und die Versorgung. „Wir machen alles rund um den Bau und gewisse Industriebereiche und auch alles rund ums Wasser“, bringt Weber die verschiedenen Wirkungsfelder des Unternehmens auf den Punkt. Wachstum über die Region hinaus Ein starkes Standbein aufgebaut hat sich das Unternehmen im Segment der Haustechnik. Dazu gehören auch ein Netz an Abhol-Shops und ein Online-Shop, womit Briner die rasche Bereitstellung und Zulieferung sämtlicher Artikel gewährleistet. Für Sanitär- und Haustechnik-Betriebe interessant ist auch das Tochterunternehmen Sanvortec mit Sitz im zürcherischen Dällikon. Sanvortec fertigt und vertreibt sogenannte Vorwandsysteme. Diese vorgefertigten Wandelemente bedeuten für die Baubranche hohe Effizienzgewinne. „Mit diesen Vorwandsystemen sind wir heute gesamtschweizerisch unterwegs und haben uns die Kompetenz für Großbauten erworben“, schwärmt Weber.

❯Christian Weber Geschäftsführer / CEO

„ Mit dem Wandel mithalten zu können hat nicht nur mit einem attraktiven Sortiment zu tun – Lösungen sind gefragt.“

❯ KONTAKT Jüngstes Kind der Briner-Familie ist der Bereich Energie- und Heizsysteme. Hierzu hat die Briner AG in den letzten Jahren ein eigenes Team von Fachleuten aufgebaut, die auf die Installation von Pelletsheizungen, thermischen Solaranlagen und Photovoltaik spezialisiert sind. Eine Vorbildfunktion wahrnehmen will der Traditionsbetrieb auch in diesem Bereich. Mit der Photovoltaikanlage auf den eigenen Hallendächern produziert Briner heute Strom für über 100 Haushalte.

Briner AG Winterthur Industriestrasse 7 + 18 Postfach 3288 CH-8404 Winterthur Phone: +41 52 234 21 21 info@brinerag.ch www.brinerag.ch

Winterthur | Standort Schweiz 215


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Kesselhaus Sulzerareal Stadtmitte. Quelle: Sulzer AG

Wussten Sie,

DASS...

Im kommenden Jahr jährt sich zum 750. Mal die Verleihung des Stadtrechts an die Bürger von Winterthur. Stifter war der junge Graf Rudolf von Habsburg, der spätere Begründer des habsburgischen Weltreichs. Mit der Verleihung des Stadtrechts genoss die Stadt schon früh ein hohes Maß an Selbstständigkeit, was die Entwicklung von Gewerbe und Handwerk begünstigte und einer frühen Industrialisierung Vorschub leistete. Von Christian Huggenberg

7 5 0 JA HRE STADTRECHT WINTERTHUR: EI N HA BSBU RGER WECKT DEN LIBERALEN GEIST

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interthur ist nicht nur eine sehr alte Stadt, deren Wurzeln bis in die Römerzeit zurückreichen. Winterthur hat auch einen weitgehend intakten idyllischen Altstadtkern, in dem heute in etwa immer noch so viele Menschen leben wie vor 400 Jahren. Es sind rund zweieinhalb Tausend Menschen. Nicht sehr viel wenn man bedenkt, dass sich Winterthur seit rund 2 Jahren offiziell Großstadt nennen darf. Das bedeutet über 100.000 Einwohner, was für Schweizer Verhältnisse eben schon groß ist. In China, wo es Städte gibt, die in einem einzigen Monat so viel Zuwanderung zu bewältigen haben, dürfte dies kaum jemanden bewegen. Für Winterthur indes bedeutet es viel. Denn große Träume träumte die Stadt immer wieder. Mit dem Aufschwung der Industrie kamen die Menschen zu Tausenden. Die Bevölkerung Winterthurs wuchs von

1850 bis 1970 um rund 80.000 Personen und die Stadt begann im großen Maßstab zu planen. Zum Beispiel die Wartstraße als acht Kilometer langes Quartier zur Unterbringung der ganzen Arbeiter. Gebaut wurden die ersten 200 Meter. Dabei blieb es, obwohl der Bedarf an Menschen damals sehr groß war. Winterthur entwickelte sich als Industriestandort wie kaum ein anderer Ort in der Schweiz. 1778 wird in Winterthur die erste chemische Fabrik der Schweiz gegründet. 1802 eröffnete die Spinnerei Hard als erste mechanische Großspinnerei des Kontinents. Winterthur ist damit die erste oder älteste Industriestadt der Schweiz. In Deutschland würde eine Stadt wie Winterthur heute wohl Werbung machen mit dem Slogan „Winterthur – die älteste Industriestadt der Schweiz“. Die Winterthurer selbst sind da etwas bescheidener. Auf dem Plakat an der Autobahn lesen Vorbeifahrende einfach winterthur … >>

Winterthur | Standort Schweiz 217


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Links: „Laboratorium“ (Hauptgebäude), gebaut 1778, abgebrochen 1960. Bildaufnahme 1960. Quelle: Winterthurer Bibliotheken, Studienbibliothek Mitte: Spinnerei Hard, Tuschzeichnung um 1820. Quelle: Winterthurer Bibliotheken, Studienbibliothek Rechts: Sulzerareal Stadtmitte um 1915. Quelle: Sulzer AG

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roßtaten und bescheidenes Auftreten sind zwei Attribute, die sehr gut zum Charakter der Menschen und zur Geschichte Winterthurs passen. Bereits sehr früh war es der Stadt vergönnt, sich aus feudalen Strukturen herauszulösen und sich als relativ selbstständiger Ort mit frühdemokratischen Spielregeln, eigener Rechts- und Steuerhoheit zu entwickeln. Zu verdanken hatten sie die frühe Reichsfreiheit ihrem Stadtherren Graf Rudolf von Habsburg. Der spätere König und Begründer des Habsburgischen Weltreichs hatte als Heranwachsender einige Zeit auf der nahegelegenen Kyburg verbracht und war der Stadt sehr wohlgesonnen. Als er 1264 sein Erbe antrat, verlieh er den Winterthurern das Stadtrecht, womit er den Bürgern erlaubte, einen der ihren zum Schultheiß oder Amtmann (Gerichtsvorsitzender und Steuereinzieher) zu wählen. Auch war es den Bürgern erlaubt, Güter zu besitzen, zu vererben und zu verkaufen, was die Entwicklung des Bürgertums begünstigte. Mit der Verleihung des Stadtrechts schuf Rudolf von Habsburg somit die Keimzelle, die Winterthur später zur Wiege der liberalen Bewegung in der Schweiz machte. So hatten die Winterthurer großen Einfluss auf die Ausarbeitung der ersten Bundesverfassung 1848 und stellten mit Jonas Furrer den ersten Bundesrat der Schweiz. Dabei schien die Geschichte erst einmal eine ganz andere Wendung vorzusehen. Mit der Anlehnung an das Habsburger Reich kam die Stadt im 15. Jahrhundert immer mehr in Konflikt mit der erstarkenden Eidgenossenschaft. Die ständige Auseinandersetzung mit den alten eidgenössischen Orten – allen voran Zürich – hatte Winterthur ruiniert, sodass die Stadt 1467 an Zürich verpfändet wurde. Ein Umstand, der offenbar aber auch Vorteile hatte. So musste sich Winterthur schon früh internationale Absatzmärkte suchen, da der Heimmarkt den Zürchern vorbehalten war. Die Dynamik dieser frühen Form der Globalisierung wurde in Zürich nicht erkannt. Während die Zürcher an ihrem Zunftwesen festhielten, befassten sich junge Winterthurer im ausgehenden 18. Jahrhundert intensiv mit dem Aufbau des Fernhandels und neuer Industrien, um sich der Zürcher Willkür zu entziehen. Umgekehrt zog der offene Geist der Stadt auch helle Köpfe aus dem Ausland an. Allen voran Johann Sebastian Clais, der aus dem Badischen stammte und als junger Mann die Chance hatte, nach England zu reisen, um sich mit dem technischen Fortschritt vertraut zu ma-

chen. Clais traf auf wichtige Persönlichkeiten seiner Zeit wie Benjamin Franklin, James Watt und Alexander von Humboldt und unterhielt weltumspannende Beziehungen und geschäftliche Kontakte. 1776 kam Clais nach Winterthur und gründet mit dem Winterthurer Unternehmer und Arzt Johann Heinrich Ziegler die erste chemische Fabrik der Schweiz. Umgekehrt waren es aber auch Winterthurer, die auszogen und Geschichte schrieben. So kümmerte sich der Winterthurer Jakob „Jacques“ Biedermann unter Georg Danton um die Finanzierung der französischen Revolution. Johann Georg Sulzer war am Hofe Friedrich des Großen tätig und als Professor der Philosophie ein wichtiger Wegbereiter der Aufklärung. Mit der frühen Industrialisierung und der engen Vernetzung der Stadt zu den Zentren des Fortschritts kamen immer wieder wichtige Persönlichkeiten in die Stadt, die den wirtschaftlichen Aufstieg beflügelten. Ab 1851 arbeitete der englische Ingenieur Charles Brown bei der Firma Gebrüder Sulzer. Mit der ersten Ventildampfmaschine, die der englische Dampfmaschinenfachmann entwickelte, erreichte Sulzer Weltruhm. 1871 verließ Brown die Firma Sulzer und gründete erst die Schweizerische Lokomotivund Maschinenfabrik in Winterthur und später die Firma Brown Boveri Corp., heute ABB. Neben der Industrie blühte das Handelsgeschäft in Winterthur. Allen voran die Familie Volkart und später Reinhart, die in kurzer Zeit ein sehr erfolgreiches Handelsunternehmen aufbauten. Winterthur erlebte eine wirtschaftliche Blütezeit. Die Unternehmerfamilien gründeten Wohlfahrtseinrichtungen, förderten den genossenschaftlichen Wohnungsbau und betätigten sich als Mäzene, was der Stadt viele Kunstschätze eintrug, die Winterthur den Namen einer bedeutenden Museumsstadt eintrugen. Dazu kam die Gründung von Berufsschulen, einer Unfallversicherung für die Werktätigen sowie die Bank von Winterthur, welche später in Schweizerische Bankgesellschaft SBG umbenannt wurde. Der Erfolg brachte allerdings auch Fehlentscheidungen mit sich, welche teils fatale Folgen hatten. Vor allem der Ruin der Schweizerischen Nationalbahn war ein Lehrstück, an dem Winterthur über Generationen zu beißen hatte. Auch der industrielle Niedergang gegen Ende des letzten Jahrhunderts setzte Winterthur arg zu. Inzwischen hat sich die Stadt doch weitgehend von diesen Rückschlägen erholt. Winterthur gilt heute dank einem breiten Bildungsangebot als junge, trendige Stadt mit guten wirtschaftlichen Aussichten und einer positiven Grundstimmung, die es im kommenden Jahr zu feiern gilt.

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Fast gleich viele Arbeitsplätze wie Einwohner und eine – bezogen auf die Bevölkerung – rekordverdächtige Unternehmensquote von 1:9 sagen viel über die kleine, sehr effiziente Volkswirtschaft zwischen der Schweiz und Österreich aus. Auch das Triple-A-Rating und andere Faktoren machen die Stabilitätsoase Liechtenstein zu einem bevorzugten Unternehmensstandort. Selbst während der Finanz- und Wirtschaftskrise, trotz Turbulenzen im Euroraum und der unter dem starken Franken leidenden Exportwirtschaft, erwies sich die liechtensteinische Wirtschaft in den vergangenen Jahren insgesamt als sehr robust. Die Banken kamen ohne staatliche Rettungspakete aus und vielen Unternehmen gelang es, währungsbedingte Einbrüche im Aussenhandel mit Innovationskraft und höchsten Qualitätsstandards abzufedern. Die Kombination macht es aus Neben einer sehr attraktiven, europarechtskompatiblen Flat Tax von 12,5 Prozent in der Unternehmensbesteuerung setzt Liechtenstein besonders stark auf Wissen und Innovation als Triebfedern für ein qualitatives Wachstum. In der Zugehörigkeit zum schweizerischen Wirtschaftsraum mit dem Schweizer Franken und der parallelen Mitgliedschaft im Europäischen Wirtschaftsraum steckt viel Potenzial für den Dienstleistungs- und Produktionsstandort Liechtenstein. Zu den Erfolgsfaktoren der liechtensteinischen Volkswirtschaft gehören unter anderem die liberale Wirtschaftspolitik, die rasche Anpassungsfähigkeit an neue Gegebenheiten und der Zugang zu internationalen Märkten. Von größter Bedeutung sind die Gewinnung von motivierten und qualifizierten Fachkräften auf dem regionalen Arbeitsmarkt, die kurzen Wege und der schnelle Zugang zu Forschung und Entwicklung. Diese Kombination macht Liechtenstein für Unternehmen zu einem interessanten und strategisch gut gelegenen Standort.

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Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister

❯ KONTAKT Amt für Volkswirtschaft Haus der Wirtschaft Poststrasse 1 FL-9494 Schaan Phone: +423 236 6871 info@avw.llv.li www.avw.llv.li

222 Standort Liechtenstein

Innovationsfreundliches Klima Liechtenstein ist wegen seiner vielen produzierenden Unternehmen und der starken Industrie ein klassisches Exportland, das weltweit zu den höchstindustrialisierten Staaten zählt. Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit auf internationalem Parkett hat sich das Land auch dank einer guten regionalen Zusammenarbeit erfolgreich als Innovationsstandort positioniert. Rund sieben Prozent des Bruttoinlandprodukts werden mit privaten und öffentlichen Mitteln in Forschung und Entwicklung investiert. Das liegt deutlich über der Empfehlung der OECD von 3 Prozent, was für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung als ideal angesehen wird. Wichtigster Pfeiler der kleinen Volkswirtschaft mit 36.000 Beschäftigten in 4.100 Unternehmen ist die Industrie und das warenproduzierende Gewerbe. Mit einem Wertschöpfungsanteil von knapp 40 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) von geschätzten 5,4 Milliarden Franken für das Jahr 2011 übertrifft dieser Bereich den Finanzdienstleistungssektor deutlich, der 27 Prozent des BIP ausmacht und damit auf gleicher Höhe liegt wie alle anderen, in Liechtenstein erbrachten Dienstleistungen zusammen.


Regionaler Denk- und Werkplatz Innovationskraft und hohe Wertschöpfung der in Liechtenstein beheimateten Betriebe tragen zur Stärke des Standorts bei. Manche von ihnen sind in ihren Bereichen und in bestimmten Nischen sogar Technologie- und Weltmarktführer. Ein Spiegelbild dieser wirtschaftlichen Entwicklung stellt die Arbeitsplatzbilanz der liechtensteinischen Wirtschaft dar: Mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze in Liechtenstein nehmen die knapp 19.000 Pendler aus der Region ein. Eine bemerkenswerte Besonderheit ist die verblüffende Tatsache, dass die Beschäftigtenzahl in den Auslandsniederlassungen der international tätigen Betriebe die Gesamtzahl der in Liechtenstein insgesamt vorhandenen Arbeitsplätze bei Weitem übersteigt. Jobmotor Liechtenstein Liechtensteinisches Unternehmertum ist damit nicht nur zu einem Jobmotor in der Region Bodensee geworden, sondern auch in anderen Regionen rund um den Globus. Von den rund 41.000 Auslandarbeitsplätzen der in Liechtenstein beheimateten Firmen entfällt rund ein Viertel auf die benachbarten Staaten Schweiz und Österreich sowie auf Deutschland, wo liechtensteinische Betriebe rund 6.000 Arbeitsplätze geschaffen haben. Die restlichen Auslandsarbeitsplätze mit über 30.000 Beschäftigten verteilen sich auf über 60 weitere Länder der Welt. Leistung und Vertrauen Die liberale Wirtschaftsordnung Liechtensteins orientiert sich traditionell daran, Anreize für die private Leistungserbringung zu schaffen, indem die regulatorischen und insbesondere steuerlichen Rahmenbedingungen unternehmerfreundlich gestaltet werden. In einem dynamischen Umfeld setzt Liechtenstein auf seine attraktiven Rahmenbedingungen und Standortfaktoren, die eng mit den liechtensteinischen Werten einer liberalen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung zusammenhängen. Diese Eigenheiten eines im Verhältnis zum Bürger und zur Wirtschaft zurückhaltenden Staates zu bewahren und gleichzeitig internationalen Entwicklungen innerhalb der Staatengemeinschaft gerecht zu werden, bleibt für Liechtenstein die grosse Herausforderung der kommenden Jahre.

❯ ENGLISH SUMMARY With almost as many jobs as inhabitants and a nearly record-breaking company to population ratio of 1:9, Liechtenstein’s small yet highly efficient national economy wedged between Switzerland and Austria is exceptional. Besides a very attractive flat tax rate of 12.5 percent in line with European law, Liechtenstein relies in particular on knowledge and innovation as a driving force for high-quality growth. As a member of the Swiss Economic Area with the Swiss franc as its currency as well as the European Economic Area (EEA), Liechtenstein offers great potential as a service and production location. Liechtenstein’s liberal economic policy, its ability to adapt quickly to new challenges, and access to international markets, among others, all contribute to the country’s economic success. Other important factors include attracting motivated and qualified specialists on the regional labour market, an unbureaucratic system, and a focus on research and development. This combination makes Liechtenstein an interesting and strategically situated location for companies. Companies based in Liechtenstein are highly innovative with high value creation, and therefore add to the country’s strengths as a business venue. Many are even technology and global market leaders in their field and certain niche markets. This means that Liechtenstein’s businesses are not only a job engine in the region of Lake Constance, but also in other regions around the globe. Of the 41,000 or so jobs in companies based in Liechtenstein, around a quarter are in neighbouring Switzerland and Austria as well as in Germany, where Liechtenstein companies have created some 6,000 jobs. In a dynamic market environment, Liechtenstein relies on its attractive conditions and location factors that tie in with its values of a liberal social and economic order. The greatest challenge for Liechtenstein in the coming years will be to preserve its special identity as a state that does not interfere in its citizens’ affairs and the economy while keeping up with developments within the international community.

Standort Liechtenstein 223


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