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Landesverband Berlin

Natur in Berlin

Naturerlebnis und Naturschutz in Berlin, Ausgabe 1/2018

Veranstaltungsprogramm von Februar bis April 2018


Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des NABU,

SCHWERPUNTKTHEMA Lichtverschmutzung

die Festbeleuchtung ist wieder abgebaut, die Feuerwerke sind erloschen. Wir nehmen die Jahreszeit zum Anlass, in dieser Ausgabe der NiB einmal die Dunklheit zu beleuchten, ihre Vorteile und die Auswirkungen des Verlusstes der Nacht. Lange wurde vernachlässigt, dass Licht sich auf Verhalten von Tieren und Pflanzen und damit letztlich auch auf die Artenvielfalt auswirken kann. Lichtquellen erzeugen zwar keinen Dreck im herkömmlichen Sinne, dennoch spricht man bei zu viel Licht von Lichtverschmutzung. Der Berliner Senat hat mit seinem Lichtkonzept eine Marke gesetzt. Und tatsächlich ist Berlin eine vergleichsweise dunkle Stadt. Doch Lichtsteuerung ist ein komplexes Thema: Neben dem Einfluss auf die Menschen, auf Flora und Fauna müssen auch Denkmalschutz und Verkehrssicherheit berücksichtigt werden. Im Koalitionsvertrag haben sich die Parteien für eine “ökologische Modernisierung der öffentlichen Beleuchtung“ ausgesprochen. Gleichzeitig spricht die rot-rot-grüne Koalition davon, dass die LEDStraßenbeleuchtung die Sicherheit der Fußwege erhöhe und Angsträume abbaue. Wir beleuchten die wichtigsten Fragen zum Thema: Welches Licht ist umweltfreundlich, atmosphärisch angenehm und zugleich sicher für Mensch und Tier? Unsere Autoren bringen mit ihren Argumenten und Beobachtungen besonders für die Insektenwelt etwas mehr Licht ins Dunkle. Trotz vieler offener Forschungsfragen ist klar: Nachtschutz ist Naturschutz.

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AKTUELLES

Einladung zur Mitgliederversammlung 19. Berliner Naturschutztag

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SCHWERPUNKT

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Macht endlich das Licht aus! Naturschutz nach Sonnenuntergang Spotlight: Insektensterben Über den Verlust der Nacht

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SPEKTRUM

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Berlins Starling Vogel-Immobilienmarkt

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VERANSTALTUNGEN

Pflegeeinsätze Exkursionen und Vorträge 

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Im Rampenlicht steht 2018 ein Gesangstalent: Der Star ist der Vogel des Jahres. Wir begleiten seinen Start in den Vorfrühling mit bunten Angeboten im Exkursionsprogramm. Einen ebenso bunten Frühling wünscht Ihnen, Ihre

Jutta Sandkühler Geschäftsführerin des NABU Berlin

Neu: Broschüren zu Wildtieren in Berlin

IMPRESSUM NABU Berlin e.V., Wollankstraße 4, 13187 Berlin; 1. Vorsitzender: Rainer Altenkamp, 2. Vorsitzende: Melanie von Orlow, Geschäftsführerin (V.i.S.d.P.): Jutta Sandkühler; www.nabu-berlin. de, www.facebook.com/NABU-Berlin Redaktion und Layout Carmen Baden (cb) Redaktionelle Beiträge Carmen Baden (cb), Nicole Walter (nw), Alexander Gürtler (ag) Jutta Sandkühler (jsa)Gastbeiträge und Interviews Dr. Werner Schulze, Jens Esser, Dr. Jörg Böhner, Dr. Sybille Schroer Anzeigendaten NABU Berlin e.V., Wollankstraße 4, 13187 Berlin, Tel.: (030) 986083718, cbaden@nabu-berlin.­de Mediadaten 2018 unter: www.nabu-berlin.de Erscheinungsweise vierteljährlich Nächster Redaktionsschluss 10.03.18 Nächster Veranstaltungszeitraum Mai-Juli Papier 100% Recycling Auflage 13.000 Druck Dierichs Druck + Media GmbH, Kassel Bildnachweis Titel: MilkyWay: were/photocase.de,S.2: Starenreihe: NABU/Zdenek Tunka, Mondfleck: Paul Harrison (auch S. 8), Star: Wolfgang Stürzbecher, Rauchschwalbe: NABU, S.3: Kranichpanorama in Montage: Dieter Damschen, Kind im Matsch: Suza/photocase.de, Spende Flughafensee: Frank Sieste, S.6: Nachtflug Insekten vor Scheinwerferlicht: Alchemist-hp via Wikimedia Commons (Lizenz Freie Kunst Vers. 1.3/CC-BY-SA 4.0) S.8: Hintergrund: Quang/ photocase.de, Mondfleck: Paul Harrison, Lichtfang: Bernd Krüger, S.9: Kleiner Frostspanner: Hans Dudler, AG westfälischer Entomologen, S. 10+11: links: Image courtesy of the Earth Science and Remote Sensing Unit/NASA Johnson Space Center, NASA Photo ID: ISS047-E-29989, mitte: Kuechly HU, Kyba CCM, Ruhtz T, Lindemann C, Wolter C, Fischer J, Hölker F (2012) "Aerial survey and spatial analysis of sources of light pollution in Berlin, Germany." Remote Sensing of Environment, 126:39-50 (2012), rechts: gedimmte Straße: Andreas Hänel, S.11: Japanische Kirsche/Dr. Sibylle Schroer, S.12: oben: umweltgerechter Beleuchtung. CC BY-SA 3.0, Projekt Sternenpark Schwäbische Alb, S.13: Berlin bei Nacht: #1250762/ig-fotografie/photocase. de, Grafik: Carmen Baden, S.14: Stare im Flug: Helmut Ladenthin, S.15: Star: chapmankj75/via Wikimedia Commons CC BY 2.0, S.16: Schwalben/regulus56/photocase.de Hinweise der Redaktion Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen und Bearbeitung von Beiträgen vor. Der NABU Berlin haftet nicht für unverlangt eingesandte Beiträge. Das Magazin und alle in ihm enthaltende Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Eine Verwertung bedarf der Genehmigung. Bankverbindung Spendenkonto: NABU Berlin, Bank für Sozialwirtschaft IBAN: DE 76 1002 05000 003 2932 00 BIC: BFSWDE33 BER NATUR IN BERLIN 1/18


AKTUELLES | 3

Stand der Spendenkampagne für Linum

Wildvogelstation zieht um

Neubau für die Storchenschmiede Linum auf gutem Wege

Zwischenlösung gefunden

Bauen Sie mit uns ein neues Haus...

... für die Storchenschmiede Linum

Bank für Sozialwirtschaft Spendenkonto: NABU Berlin IBAN: DE76 1002 0500 0003 2932 00 BIC: BFSWDE33 BER

In der letzten NiB-Ausgabe drehte sich alles um das Neubau-Projekt in Linum. Von verschiedenen Fördermittelgebern wurden uns bereits 250.000 Euro zugesagt. Ein herzliches Dankeschön dafür an die Vattenfall Umweltstiftung und den NABU Bundesverband! Ende September 2017 haben wir die Spendenkampagne „Ein neues Haus für die Storchenschmiede in Linum“ gestartet. Bisher haben wir Spenden in Höhe von

23.000 Euro erhalten. Auch an die Spender ein herzliches Dankeschön! Wir werden die Kampagne auch in 2018 mit weiteren Aktionen fortsetzen um die erforderliche Summe von 450.000 Euro zu erreichen. Über den Verlauf werden wir Sie natürlich auf dem Laufenden halten, zum Beispiel über unseren neuen Newsletter. Bestellen Sie den NABU-Berlin-Newsletter über presse@nabu-berlin.de. (ag)

In die Zukunft investieren

Spende für den Flughafensee

Kinder suchen Gruppe

Kleinvieh macht große Freude

Sie sammeln Eindrücke statt Punkte, schauen durch Becherlupen statt aufs Tablet, kennen Baum- und Vogelarten und wissen, wer in einem Insektenhotel übernachtet. Derzeit gibt es drei aktive Kindergruppen und eine mobile Umweltbildung beim NABU Berlin. "Doch leider übersteigt derzeit die Nachfrage unser ehrenamtliches Angebot", sagt Alexander Gürtler, Ehrenamtskoordinator und Fundraiser in der Landesgeschäftsstelle. Fühlen Sie sich kompetent im Umgang mit Kindern? Sind Sie mit der Natur vertraut? Haben Sie Lust eine Kindergruppe in Ihrem Kiez zu gründen? Dann informieren Sie sich und lassen Sie sich beraten bei Alexander Gürtler.

Einen Social Day mit Spaten, Schafen und Wildschweinen haben Mitarbeiter*innen der Berliner Sparkasse im September im Vogelschutzreservat am Flughafensee erlebt. In der Heidefläche des Reservats entfernten sie zusammen mit den Ehrenamtlichen des NABU Berlin den Adlerfarn den die dort weidenden Schafe leider nicht fressen. Nach getaner Arbeit überreichten die Mitarbeiter*innen noch einen großzügigen Spendenscheck in Höhe von 1.000 Euro an Frank Sieste, den Leiter der AG Flughafensee. Wir sagen Danke! Am Ende des Tages hatten alle Aktiven zusammen gut ein Drittel der Heide wieder hergestellt - und sich ein ordentliches Picknick und den Besuch bei den Schafen sehr verdient. Dass die ansässigen Wildschweine auch noch vorbeikamen, machte den Arbeitstag perfekt. (nw)

Kontakt: aguertler@nabu-berlin.de

Im Sommer wurde der NABU Berlin über eine gutachterliche Bewertung des bezirkseigenen Gebäudes im Wuhletal informiert. Ende November erreichte den NABU Berlin eine Räumungsverfügung aufgrund von Baumängeln. Die Suche nach einer ersten Zwischenlösung, um die NABU-Wildvogelstation weiter zu betreiben, war erfolgreich. Im Sommer 2017 war ein Gutachten in Auftrag gegeben worden, welches den schlechten baulichen Zustand des Gebäudes bestätigte. Durch eine Absenkung des Fundaments war es zu Rissen im Mauerwerk gekommen. Um die Arbeit der Wildvogelstation trotz des maroden Gebäudes aufrechtzuerhalten, sollen übergangsweise Container auf dem angrenzenden Gelände aufgestellt werden. Die Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf hatte sich frühzeitig fraktionsübergreifend für eine langfristige Lösung ausgesprochen und einem dringlichen Antrag der Linksfraktion zugestimmt. Hierin wurde das Bezirksamt aufgefordert sich beim Senat für die Finanzierung eines Neubaus einzusetzen. Sowohl der Bezirk als auch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz haben jetzt einen Antrag auf Mittel aus dem Sondervermögen "Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfond" gestellt. Er beinhaltet den Abriss und den Neubau des Gebäudes, welches den Stützpunkt des Straßen- und Grünflächenamtes und die Wildvogelstation beherbergen soll. Der NABU Berlin freut sich, dass der Bezirk und die Senatsverwaltung die gesamtstädtische Bedeutung der Wildvogelstation würdigen. Der Standort im Wuhletal ist aufgrund seiner guten Verkehrsanbindung und Abgeschiedenheit für die Wildvogelpflege ideal. (jsa)

Stunde der Wintervögel Vogelinventur bei milder Witterung Berliner Vogelliebhaber*innen haben bei der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ im Schnitt 36 Vögel pro Garten beobachtet und damit ähnlich viel wie im vorigen Januar. Allerdings ist auch in Berlin – wie deutschlandweit – die Zahl der gemeldeten Wintervögel pro Garten im langjährigen Trend leicht rückläufig. Alle Ergebnisse unter nabu-berlin.de NATUR IN BERLIN 1/18


4 | AKTUELLES

Einladung zur Mitgliederversammlung und zu den Vorstandswahlen des NABU Berlin TAGESORDNUNG TOP 01

Begrüßung und Bericht des Vorstands für 2017 Rainer Altenkamp, 1. Vorsitzender NABU Berlin

TOP 02

Finanzen 2017 Wolfgang Steffenhagen, Schatzmeister NABU Berlin

Mittwoch, 30. Mai 2018

TOP 03

Bericht der Kassenprüfer Olaf Kick und Alexandra Matschke

von 18 bis 21 Uhr

NABUBundesgeschäftsstelle Charitéstr. 3, Großer Konferenzraum „Storch“, 10117 Berlin

TOP 04

Aussprache und Entlastung des Vorstands

TOP 05

Perspektiven 2018 Rainer Altenkamp

TOP 06

Wolfgang Steffenhagen

TOP 07

Im Anschluss laden wir Sie zu einem Beisammensein bei Getränken und kleinen Snacks ein. Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen!

Finanzplan 2018 Neuwahlen:

Geschäftsführender Vorstand

Vorsitzende, Stellvertreter*innen, Beisitzer*innen

Kassenprüfer

TOP 09

Wahl der Delegierten für die Bundesvertreterversammlung Hamburg, 17. bis 18. November 2018

TOP 10

Sonstiges

Einladung zur Mitgliederversammlung der NAJU Berlin TAGESORDNUNG

Donnerstag, 8. März 2018 um 20.00 Uhr

NABULandesgeschäftsstelle Berlin

Wollankstraße 4, 13187 Berlin

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TOP TOP TOP TOP TOP TOP TOP TOP TOP TOP TOP

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Begrüßung Feststellung der Beschlussfähigkeit und Beschluss der TO Wahl von Sitzungsleitung und Protokoll Protokollkontrolle und -beschluss Haushalt 2017 Entlastung des Vorstands Wahlen Haushalt 2018 Wahlen der Delegierten zur Bundesdelegiertenversammlung Anträge Sonstiges


AKTUELLES | 5

Urbane Gewässer

19. Berliner Naturschutztag Samstag, 24. Februar 2018

von 10 bis 16:15 Uhr

Tagungswerk Jerusalemkirche Lindenstraße 85 10969 Berlin

Anfahrt

U6 bis Kochstraße Bus M 29 bis Lindenstr. / Oranienstr. Bus 248 bis Jüdisches Museum

Vom kleinsten Pfuhl bis zum großen Fluss – die Gewässer in Berlin sind vielen Belastungen ausgesetzt. Ob Sauerstoff zehrende organische Einträge, Schwermetalle aus Reifenabrieb, Verbrennungs- oder Medikamentenrückstände, Querbauwerke mit Barrierewirkung oder Uferverbau oft kumulieren auch Schadstoffe und -wirkungen unterschiedlichster Quellen und machen aquatisch oder amphibisch lebenden Tieren und Pflanzen das Leben schwer. Wo steht Berlin bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und in welchem ökologischen Zustand befinden sich die Berliner Gewässer? Welche Maßnahmen helfen, Wasserqualitäten zu verbessern und gibt es Grenzen? Welchen Einfluss haben aquatische Neubürger auf die Gewässerzönosen und wie geht es Fischen, Biber, Amphibien und Wasservögeln in Berlin? Unsere Referent*innen geben einen Überblick über den Zustand der Berliner Gewässer und laden Sie zu angeregten Diskussionen ein.

PROGRAMM Eintritt

NABU-Mitglieder 4 EUR Nicht-Mitglieder 6 EUR

10:00

Begrüßung

10:20

Grußworte

Rainer Altenkamp, 1. Vorsitzender NABU Berlin Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (angefragt)

10:45

Der Weg der Berliner Gewässer zum guten ökologischen Zustand Antje Köhler, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

11:30

Dezentrale Regenwasserbewirtschaftungein Beitrag zum Gewässerschutz in Berlin Prof. Dr. Heiko Sieker, Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker / TU Berlin

12:15

Kaffeepause

12:45

Biber, Berliner, Investoren – wem gehören die Ufer der Stadt? Manfred Krauß

13:15

Berliner Gewässern - (k)eine Hoffnung für Amphibien Susanne Bengsch, Koordinierungsstelle Fauna, Stiftung Naturschutz Berlin

13:45

Mittagspause

14:45

Quallen und Co. im Wannsee - eingeschleppte wirbellose Tiere Dr. Reinhard Müller, Planungsbüro Hydrobiologie

15:15

Aktuelle Entwicklung der Berliner Fischfauna Dr. Christian Wolter, Institut für Gewässerforschung und Binnenfischerei

15:45

Bedeutung der Berliner Gewässer für rastende Wasservögel Dr. Regina Eidner, Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Dr. Johannes Wahl, Dachverband Deutscher Avifaunisten

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Umrüstung auf ene rgiesp ch die r u aren D Beleuchtung wird de im S D E chn L i tt me hr r z e e u t g t als Lich je zu v or !

Macht endlich das Licht aus! Mehr Schwarz bitte / von Carmen Baden Lichtemission ist ein weltweit wachsendes Problem. Die Umrüstung auf LED-Beleuchtung spart zwar Energie, führt aber oft zu steigender Lichtverschmutzung.

Kunstlicht ist für die Natur ein Stressfaktor, auf den sich viele Arten nicht einstellen können. Beispielsweise ging man bisher davon aus, dass Fledermäuse Straßenlaternen anfliegen, weil sie dort reichlich Nahrung finden. Eine aktuelle Untersuchung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung ergab in der Tat, dass migrierende Fledermäuse wie Rauhautfledermaus und Mückenfledermaus durch künstliches Licht von ihrer nächtlichen Flugroute abgelenkt werden. Bei diesen Arten aber nicht, weil sich an der Lichtquelle vermehrt Insekten tummeln, sondern weil das Licht selbst sie anzieht.

Dauertag durch Kunstlicht

In Gewässern wird Zooplankton durch Kunstlicht in seinem TagNacht-Rhythmus gestört. Die tägliche Wanderung aus tieferen Wasserschichten an die Oberfläche wird durch die nächtliche Beleuchtung verhindert. Zugvögel kommen zu Tausenden an Leuchttürmen um. Sie werden im Flug irritiert, können sich nicht mehr orientieren und fliegen direkt in das Licht hinein. Auch die natürliche Selektion gerät durcheinander, wenn VogelNATUR IN BERLIN 1/18

männchen aufgrund künstlichen Lichts früher anfangen zu singen und dadurch für Weibchen attraktiver werden. Amphibien werden durch Licht im Straßenverkehr bei ihrer Wanderung geblendet und erleiden im Extremfall eine Starre. Bis sich das Amphibienauge den Helligkeitssprüngen angepasst hat, können Minuten oder gar Stunden vergehen, besonders beim Wechsel vom Hellen ins Dunkle. Das kostet Energie, Zeit und Reproduktionschancen und erhöht das Risiko des Straßentods. Doch vor allem sind es die Insekten, die am Hitzeschild der Straßenbeleuchtung sterben und damit auch die Bestäubungsleistung von Wildpflanzen durch Nachtfalter oder Käfer deutlich verringern. Gegenwärtig wird der Nachthimmel immer heller. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Dr. Christopher Kyba vom Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam hat mit Hilfe von Satellitenmessungen nachgewiesen, dass die weltweite Lichtverschmutzung von 2012 bis 2016 im Mittel um 2,2 Prozent zugenommen hat. Verantwortlich dafür ist eine Vielzahl privater und öffentlicher Leuchtquellen.

Berliner Licht

In Berlin kommt ein Drittel des nach oben gerichteten Lichts von Straßen. Nur 16 Prozent stammen von Industrie- und Gewerbegebieten, sagt Prof. Franz Hölker vom Leibnitz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei. Dennoch, Berlin nimmt mit seinem selbst

erarbeiteten, aber rechtsunverbindlichen Lichtkonzept von 2011 im europäischen Vergleich eine Vorreiterrolle ein. Die Modernisierung von Gas- und Elektroleuchten auf LED-Leuchten wird seit 2015 stetig vorangetrieben. Dabei achtet der Senat darauf, dass neue Lichtinstallationen nicht unnötig in den Himmel oder an Bäumen hochstrahlen. Das verwendete Licht ist mit bis 3.000 Kelvin und einem möglichst geringen Ultraviolett- und Blauanteil überwiegend insektenfreundlich. Im Schnitt kauft die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) 10.000 LED-Leuchten für rund drei Millionen Euro im Jahr. Darüber hinaus sind schon 17.500 von 190.000 Leuchten auf LEDTechnik umgerüstet, berichtet Evelyn Hoffschröer, zuständig für die öffentliche Straßenbeleuchtung bei der SenUVK.

Die "billigen" LEDs

Die technische Weiterentwicklung durch die Leuchtmittelhersteller hilft der öffentlichen Hand. Kostete eine LED-Leuchte für eine Straßenlaterne früher rund 1.500 Euro, liegt der Preis heute bei 200 bis 250


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Euro. So gibt es zwar eine enorme Energieeinsparung, aber auch den von Biologen und Lichtplanern lange vermuteten Effekt, dass es in Berlin nachts heller wird. Die günstigeren Preise ermöglichen mehr Flächen zu beleuchten. Christopher Kyba nennt das den „Reboundeffekt“. In den Bereichen, die bereits in der Vergangenheit gut beleuchtet waren, ist seit der LED-Technologie heute tendenziell und mit regionalen Unterschieden ein Rückgang der Lichtverschmutzung zu beobachten. Dagegen hat das internationale Forscherteam in bisher dunklen Zonen mehr Licht gemessen. Die Forscher vermuten sogar, dass die Lichtverschmutzung noch stärker zugenommen hat, denn die Satellitenkameras des Strahlenmessgeräts können den Blaulichtanteil der LEDs nur eingeschränkt erfassen.

die Natur leer d r i er w g u pe ist oft ein m sa a L b zur au t g e S t! e W k c i n r T ei yDe a . t W ug e

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Die Intensität des Lichts und die Größe der beleuchteten Fläche nehmen weiter zu

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Lichtforscher sehen eine Lösung in den True-Amber-LED. Sie erzeugen ein warm-gelbes Licht und emittieren kein Blaulicht. Alternativen wären auch das Dimmen oder das zeitweilige Ausschalten der Lampen. Was im Privathaushalt ohne Weiteres möglich ist, ist auch bei LEDLeuchten der öffentlichen Straßenbeleuchtung machbar und wird an einigen Stellen in Berlin bereits praktiziert, zum Beispiel am Bundesplatz. Bevor solche Systeme für alle LEDStraßenleuchten eingesetzt werden, möchte die Senatsverwaltung jedoch die eingesparte Energie berechnen können. Die Straßenleuchten brauchen dazu einen vom Stromnetzbetreiber zugelassenen Stromzähler. “Keines der bisher vorhandenen Systeme zur Steuerung der Straßenbeleuchtung verfügt bisher darüber“, argumentiert Evelyn Hoffschröer. Noch Fragen? NATUR IN BERLIN 1/18


8 | SCHWERPUNKT

Naturschutz nach Sonnenuntergang denken Ein Interview mit Jens Esser / von Carmen Baden Viele kennen es und Entomologen machen es sich zu Nutze: manche Insekten fühlen sich in der Dämmerung und Dunkelheit von Licht angezogen. Dabei hängt die Attraktivität von Licht für Insekten von verschiedenen Faktoren ab und es stellt sich die Frage, wie viel Licht naturschutzfachlich überhaupt verträglich ist.

Was bedeutet Licht für Insekten?

Nahezu jede Lichtquelle ist attraktiv für Insekten. Allgemein ist Licht mit UV-Anteilen attraktiver, doch kann in Abhängigkeit von Ort und Zeit auch ein einfaches Teelicht viele Insekten anlocken. Die Konkurrenz durch andere Lichtquellen oder den Mond spielt ebenso wie die Intensität der Beleuchtung eine Rolle.

Welche Gefahren ergeben sich durch künstliches Licht?

Es gibt Lichtkonstruktionen, die zwangsläufig den Tod der anfliegenden Tiere nach sich ziehen, weil sie in fallenartige Lampenabdeckungen geraten oder auf heißen Lampen den Hitzetod erleiden. Ein großes Lockpotenzial haben auch spiegelnde Oberflächen, die angeleuchtet werden und Wasser bewohnenden Insekten Wasseroberflächen vortäuschen, in die sie vergeblich einzutauchen versuchen. Foto: Paul Harrison

Sind nur nachtaktive Insekten davon betroffen?

Viele Nachtfalter sind grundsätzlich in der Nacht unterwegs und dies bei geeigneter Witterung während der gesamten Aktivitätsperiode. Andere Arten, wie etliche Käfer, sind nur in einer kurzen Phase, womöglich nur einzelnen Nächten, nachts fliegend aktiv, um neue Lebensräume zu erobern. Aber auch flugunfähige Arten finden sich an Lichtquellen ein. Der Typus, dem die Nachtfalter angehören, kann durch die dauerhafte Ablenkung von Tieren zum Licht in der Fortpflanzung empfindlich gestört werden. Es kommt zum Beispiel zu Eiablagen an den Lichtquellen, die aber für die Ernährung der Raupen selten geeignet sind. Foto: Bernd Krüger

Mondfleck (Phalera bucephala) (o.), Lichtfänge im Botanischen Garten mit blauem bis ultraviolettem Licht (u.)

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Dennoch gibt es Profiteure, die an Lichtquellen reichlich Nahrung finden.

Auch die natürlichen Feinde wie Rotfuchs, Fledermaus oder Spinnen finden

sich zum Teil dauerhaft an Lichtquellen ein und fangen bequem ihre Mahlzeiten zusammen – mittelfristig nicht unbedingt zu ihrem eigenen Vorteil. Insektenarten, die nur in einer kurzen Phase aktiv sind, werden in einer der wenigen Nächte mit Ausbreitungsflügen durch Licht womöglich in Größenordnungen davon abgehalten, neue Lebensräume zu finden und kommen stattdessen an den Lichtquellen um.

Beleuchtungen rund um Naturschutzgebiete sind tabu. Reichen diese Maßnahmen aus?

Ergebnisse mit Lichtfallen in Berlin zeigen, dass hoch spezialisierte Insekten fern ab bekannter Vorkommen und geeigneter Biotope auftauchen und auf ihrem Weg vom Ursprungsbiotop hin zu neuen Lebensräumen durch das Licht abgelenkt werden. Das bedeutet, dass Lichtverschmutzung nicht nur in räumlicher Nähe zu Schutzgebieten und schützenswerten Flächen ein Problem für Insekten ist. Auch fern ihrer Reproduktionsstätten werden sie von Lichtquellen angelockt und finden den Tod oder werden zumindest in ihrem Lebensrhythmus gestört.

Wäre eine insektenfreundliche oder ökologische Stadtbeleuchtung dann überhaupt möglich?

Die erste Maßnahme ist die Wahl von möglichst unattraktiven Leuchtmitteln und Konstruktionen ohne Fallencharakter. Doch trotz der Schaffung von Trittsteinbiotopen und dem Biotopverbund stellen sich selbst (oder gerade) für migrationsfreudige, nachts wandernde Insekten mit der Lichtverschmutzung ganz neue Hindernisse in den Weg. Und diese Hindernisse können für einzelne Arten beträchtliche Ausmaße erreichen. Der Biotopverbund braucht Verbindungswege, die auch in der Dunkelheit erreichbar sind. Das wäre für eine ökologische Stadtbeleuchtung der richtige Schritt.


SCHWERPUNKT | 9

Kleiner Frostspanner: Männchen (l.) und Weibchen (r.), Fotos: Hans Dudler, AG westfälischer Entomologen e.V.

Spotlight: Insektensterben

Bedeutung der aktuellen Lichtverschmutzung für den Rückgang der Insektenfauna / von Werner Schulze Licht ist ein wesentlicher Faktor in der Umwelt aller Lebewesen. Der tägliche Wechsel von hell und dunkel, die Intensität und Dauer der Beleuchtung und selbst der Rhythmus der Jahreszeiten beeinflussen und steuern Stoffwechsel und Hormonhaushalt, Verhalten und Entwicklung von Organismen. Manche Krankheiten und psychische Störungen des Menschen werden mit veränderten und übermäßigen Lichteinflüssen in Verbindung gebracht.

Seit Jahren gibt es vor allem unter dem Aspekt der Energieeinsparung, aber auch im Sinne der Verträglichkeit für Organismen vielfältige Anstrengungen zur Steuerung und Reduzierung der Intensität künstlicher Beleuchtung. Trotzdem nimmt die Lichtintensität seit Jahren weltweit kontinuierlich zu. Die Mehrheit der Insektenarten ist nachtaktiv, am Tage leben sie versteckt. Sie spielen eine große Rolle als Bestäuber von Wild- und Kulturpflanzen und sind selber verbindende Glieder in den Nahrungsnetzen zwischen Pflanzen und Prädatoren wie Vögeln und Fledermäusen. Aktuelle

Forschungen aus Großbritannien belegen die negativen Auswirkungen künstlicher Beleuchtung auf Nachtfalter.

Fortpflanzung gefährdet

Weibchen des Kleinen Frostspanners (Operophtera brumata), die mit Licht unterschiedlicher Wellenlänge bestrahlt worden waren, wurden auf das Vorhandensein eines Samenpaketes (Spermatophore bei Tieren mit innerer Besamung) untersucht. Das Ergebnis: Die mit Licht behandelten Tiere waren nur zu ca. 25 bis 50 Prozent gegenüber der unbestrahlten Kontrollgruppe begattet. Parallel wurden Männchen derselben Art mit einem Hormonlockstoff (Pheromonköder) angelockt und gleichzeitig beleuchtet. In allen Fällen war die Anzahl angelockter Falter gegenüber der Kontrolle reduziert.

wendeten Spektralbereichen wurde nachgewiesen, dass die künstliche Belichtung die Produktion des weiblichen Sexualpheromons reduziert und seine Zusammensetzung verändert. Das dürfte, so vermutet die Forschungsgruppe, die Anlockwirkung auf Männchen derselben Art erheblich einschränken und zu deutlicher Reduktion der Anzahl von Nachkommen sorgen. Insektenkundler kennen das Phänomen, dass das Licht eines neu errichteten Gebäudes in zuvor lichtarmer und einsamer Gegend im ersten Jahr oft Massen von Insekten anlockt, die in den Folgejahren bei Weitem nicht mehr erreicht werden. Die hier geschilderten Untersuchungsergebnisse können diese Beobachtungen überzeugend erklären. Quellen: Proceedings of the Royal Society London Ser. B; 10.1098/ rspb.2015.1745 (2015) – Insect Conservation & Diversity (2015); DOI: 10.1111/icad.12116 – Ecological Entomology (2015);

Sexualduftstoffe weggeleuchtet

In einem weiteren Experiment wurden Weibchen der Kohleule (Mamestra brassicae) bei Nacht schwachem künstlichem Licht ausgesetzt bzw. zur Kontrolle dunkel gehalten. Unabhängig von den ver-

DOI: 10.1111/een.12202 – Ecological Entomology (2014); DOI: 10.1111/een.12174 – Science Advances (2017); e1701528 DOI: 10.1126/sciadv.1701528

Werner Schulze (Bielefeld), Bundesfachausschuss Entomologie im NABU

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Über den Schutz der Nacht

NASA Photo ID: ISS047-E-29989

10 | SCHWERPUNKT

Nachtschutz durch Beleuchtungstechnik / von Dr. Sibylle Schroer Seit gerade einmal 100 Jahre gibt es elektrisches Licht für den Außenraum. Seither steigt die Erhellung der Nacht rasant an, in den letzten Jahren mit durchschnittlich 2 Prozent weltweit pro Jahr.

Diese Erhellung der Nachtlandschaften macht auch vor Naturschutzgebieten keinen Halt. In über einem Drittel der Schutzgebiete weltweit ist eine Erhellung des Nachthimmels nachweisbar. Einzelne, schlecht abgeschirmte Leuchten tragen direkt zur Erhellung der Naturschutzgebiete bei, vor allem aber die wachsenden Lichtdome über Städten und Siedlungsgebieten erhellen Nachtlandschaften weit über ihre Grenzen. Der steigende Faktor Licht kann Organismen beeinträchtigen, welche sich in den Nischen der Dämmerung und der Nacht entwickelt haben und ihre Lebensräume und Lebensgemeinschaften verändern. Diese Veränderungen können ganze Ökosysteme beeinträchtigen und damit nicht nur die Bedingungen für nachtaktive, lichtsensible Arten, sondern auch für tagaktive Arten. Trotzdem wird Licht als Faktor für Umweltbeeinträchtigungen und für Biodiversitätsverluste heute noch oft ver-

nachlässigt. Wie beispielsweise in einer aktuellen Studie, in der das Wachstum ländlicher und städtischer Bäume über 150 Jahre weltweit verglichen wurde. Die Autoren diskutieren, dass die Bäume wegen der Klimaerwärmung in den Metropolen schneller wachsen und altern. Der Faktor künstliches Licht wird in der Studie gar nicht diskutiert. Dabei zeigen vor allem früh blühende Bäume unter Straßenbeleuchtung abnorme Blütezeiten, wie beispielsweise die Japanische Kirsche in Berlin (S. 11, r.). Selbst als Ursache für Insektensterben wird künstliches Licht oft übersehen. Dabei können an einer Straßenlaterne alleine bis zu tausend Insekten jede Nacht orientierungslos ihrem Ökosystem entzogen werden. Möglichkeiten, die Lichtverschmutzung einzudämmen, gibt es viele, sie sind leicht umzusetzen und sparen noch dazu Geld (S. 11, l.). Solche Maßnahmen sind für den Artenschutz dringend erforderlich, denn die Grundlagen unserer Ökosysteme und Nahrungsnetze – Insekten, Pflanzen, wie auch Primärproduzenten im Wasser (zum Beispiel Kiesel-, Grün-, und Blaualgen) – werden durch künstliches Licht in der Nacht beeinträchtigt.

Lichtschutzgebiete können lichtsensiblen, nachtaktiven Arten Refugien bieten. Die Lichtschutz-Refugien sollten die Bemühungen des Bundesamtes für Naturschutz zur Bildung zusammenhängende Lebensraumkorridore und Grünbrücken in der Nacht unterstützen und artenreiche Landschaften, wie zum Beispiel Flussauen, schützen. Beleuchtungskriterien für Sternenparks (Von IUCN klassifizierte Lichtschutzgebiete) bieten für Siedlungen innerhalb der Schutzgebiete ausreichend Handlungsspielraum. Weiterhin können regional verbindliche Lichtplanungskonzepte oder Masterpläne helfen, das Gesamtbeleuchtungsniveau in Städten und Gemeinden zu senken.

Umweltfreundliche Leuchtmittel

Die geringste Umweltbelastung bieten Natriumniederdrucklampen, denn sie strahlen ausschließlich im langwelligen rot-orangen Spektralbereich und sie sind hoch effizient. Leider haben immer weniger Hersteller dieses umweltfreundliche Leuchtmittel im Sortiment. Natriumhochdrucklampen haben ein breiteres Spektrum, das bedeutet, man kann Farben besser erkennen als bei Niederdrucklampen, sie emittieren aber Weiter Seite 12

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SCHWERPUNKT | 11

Links: Die Satellitenaufnahmevon 2016 (Image courtesy of the Earth Science and Remote Sensing Unit, NASA Johnson Space Center), zeigt bis heute die Trennung von Ost- und Westberlin hinsichtlich der Lampentechnik. Im Osten wurden überwiegend Natriumdampflampen eingesetzt, die ein oranges Licht ausstrahlen. Im Westen gibt es heute noch Gaslampen und es dominieren weiße Elektroleuchten. Mitte: Karte der Lichtverschmutzung in Berlin (Ausschnitt Berlin Mitte, Großer Tiergarten und Brandenburger Tor). Die Karte entstand am 11. September 2010 zwischen 20:40 and 23:20 Uhr. Sie wurde aus 2600 Einzelaufnahmen zusammengesetzt. Quelle: Kuechly HU, Kyba CCM, Ruhtz T, Lindemann C, Wolter C, Fischer J, Hölker F (2012) "Aerial survey and spatial analysis of sources of light pollution in Berlin, Germany." Remote Sensing of Environment, 126:39-50 (2012). Rechts: Beispiel einer voll abgeschirmten Leuchte nach Lichtstärke G6. Foto zur Verfügung gestellt mit freundlicher Genehmigung von Andreas Hänel.

Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung •

Überall, auch in den Städten, kann die Beleuchtungsstärke reguliert werden. Eine Anpassung der Beleuchtungsstärke an die zeitliche Nutzung der Infrastruktur ist für moderne LED-Beleuchtung, aber auch für alle anderen Leuchtentypen durch Dimmungstechnologie zu ermöglichen. Städte und Gemeinden profitieren sogar durch die Stromersparnis. Das Licht sollte möglichst nur auf die zu beleuchtende Fläche scheinen. Voll abgeschirmte Leuchten, die nur Licht unterhalb der Horizontalen abstrahlen und möglichst wenig blenden (zum Beispiel entsprechend einer Lichtstärkeklasse G6), bieten bisher die nachhaltigste Form für Außenraumbeleuchtungen. Es sollte vorzugsweise ambientes bzw. warmweißes Licht ohne Blaulichtanteil für die Außenraumbeleuchtung verwendet werden, denn die relevantesten Wirkungen auf Insekten und höhere Wirbeltiere hat kurzwelliges, blaues Licht.

Japanische Kirsche (Prunus serrulata) am Mauerweg in Berlin, in beginnender Blüte am 15.11.2017. Die natürliche Blütezeit ist von April bis Mai. Foto: Sibylle Schroer.

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Möglichkeiten umweltgerechter Beleuchtung. CC BY-SA 3.0 Projekt Sternenpark Schwäbische Alb. Fortsetzung Seite 10

trotzdem fast kein blaues Licht und können daher ebenfalls als ambientes Licht empfohlen werden, wenn sie gut abgeschirmt und mit möglichst geringer Beleuchtungsstärke genutzt werden. LED-Beleuchtung wird wegen ihrer sehr hohen Farbwiedergabe und Effizienz empfohlen. Dabei ist aber Vorsicht geboten, denn der Blaulichtanteil ist bei LEDs mit Farbtemperaturen über 3.000 Kelvin besonders hoch. Wenn die Beleuchtungsstärke nicht geregelt wird und LEDs in ungeeigneten Beleuchtungskörpern installiert werden, kann es zu einer immensen Aufhellung und Blendung und damit zu Beschwerden von Bürger*innen kommen. Auch sind die Stromeinsparungen von Natriumdampfbeleuchtung vergleichbar mit LED-Neuinstallationen ohne Vorschaltgeräte, wenn die Gasentladungslampen außerhalb der Hauptverkehrszeiten stufenweise gedimmt bzw. für einige Stunden komplett abgeschaltet werden. Städte und Gemeinden, die in LED-Beleuchtung investieren, sollten die passenden Beleuchtungskörper und

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Vorschaltgeräte für eine Regulierbarkeit der Leuchten in der Planung berücksichtigen, um alle Vorteile der LED-Beleuchtung auskosten zu können. Für ambientes Licht werden warmweiße LED empfohlen mit einer Farbtemperatur unter 3.000 Kelvin, bernsteinfarbene (pc amber) oder schmalbandige LED.

Himmelshelligkeit messen

Quellen: Kyba, C. C. M. et al. Artificially lit surface of Earth at night increasing in radiance and extent. Sci. Adv. 3, 1–9 (2017). Gaston, K. J., Duffy, J. P. & Bennie, J. Quantifying the erosion of natural darkness in the global protected area system. Conserv. Biol. 29, 1132–1141 (2015). Labuda, M., Koch, R. & Nagyová, A. Sternenparks zur Unterstützung des Naturtourismus. Naturschutz und Landschaftsplan. 47, 380–388 (2015). Bennie, J., Davies, T. W., Cruse, D., Inger, R. & Gaston, K. J. Cascading effects of artificial light at night : resource-mediated control of herbivores in a grassland ecosystem. Philos. Trans. R. Soc. London B Biol. Sci. 370, 20140131 (2015). Knop, E. et al. Artificial light at night as a new threat to pollination. Nature 548, 206–209 (2017). Pretzsch, H. et al. Climate change accelerates growth of urban trees in metropolises worldwide. Sci. Rep. 7, 15403 (2017). Hallmann, C. A. et al. More than 75 percent decline over 27 years in total flying insect biomass in protected areas. PLoS One 12, e0185809 (2017). Eisenbeis, G. & Hassel, F. Zur Anziehung nachtaktiver Insekten durch

Weiterhin ist es wichtig, die Veränderungen der Himmelshelligkeit global zu messen. Diese Messungen sind überregional nur eingeschränkt möglich und die Kameras der Satelliten sind für den Blaulichtanteil der LED-Beleuchtung „blind". Auf der Plattform „STARS4ALL“ werden daher viele Mitmachaktionen und Initiativen für Bürger*innen angeboten. Mehr Informationen darüber gibt es im Web @ http://stars4all.eu/.

Straßenlaternen–eine Studie kommunaler Beleuchtungseinrichtungen in der Agrarlandschaft Rheinhessens. Natur und Landschaft 4, 145–156 (2000). Hölker, F. et al. Microbial diversity and community respiration in freshwater sediments influenced by artificial light at night. Philos. Trans. R. Soc. Lond. B. Biol. Sci. 370, 20140130 (2015). Grubisic, M. et al. Artificial light at night decreases biomass and alters community composition of benthic primary producers in a subalpine stream. Limnol. Oceanogr. 62, 2799–2810 (2017). Reck, H. et al. in BfN Skript 465 (ed. Bundesamt für Naturschutz) 50 (2017). Kyba, C. C. M. et al. High-resolution imagery of earth at night: new sources, opportunities and challenges. Remote Sens. 7, 1–23 (2015).


SPEKTRUM | 13

Wie hell muss die Nacht sein?

Unfälle geschehen eher am Tag / von Carmen Baden Mehr Licht bedeutet nicht mehr Sicherheit, das ist mittlerweile belegt. Nachts geschehen im Straßenverkehr weniger Unfälle als tagsüber.

Für das Berliner Lichtkonzept hat die Forschungs- und Planungsgruppe Stadt und Verkehr den Zusammenhang zwischen Beleuchtung und Sicherheit untersucht. Dabei wurden die amtlichen Unfalldaten von 2006 bis 2008 des Berliner Straßennetzes analysiert. Das Ergebnis: 75 Prozent aller Unfälle ereigneten sich bei Tageslicht, sechs Prozent bei Dämmerung und 19 Prozent bei Dunkelheit. Die unfallbegünstigenden Faktoren zwischen 22:00 und 6:00 Uhr liegen in höherer Fahrgeschwindigkeit, Alkohol- und Drogeneinfluss oder Müdigkeit. Die Unfälle in der Nacht betref-

fen überwiegend Fußgänger. Wenn Straßenkreuzungen besonders hell ausgeleuchtet werden, Autofahrer aus einer dunklen Nebenstraße kommen und von einem entgegenkommenden Auto geblendet werden, sehen sie den Fußgänger oftmals nicht. Das menschliche Auge kann sich nicht so schnell an die veränderten Lichtbedingungen anpassen, wie es im Verkehr nötig ist. Die Blendeffekte und die starken Kontraste sind die eigentlichen Gründe für Unfälle in der Nacht, weil Objekte schlecht erkennbar sind.

Dunkle Orte weisen nicht mehr Zwischenfälle auf als hell beleuchtete, obwohl das Gefühl etwas anderes sagt Menschenleere Straßen müssen in der Nacht nicht hell beleuchtet werden. Oft-

mals sind die Fußwege viel dunkler als die Fahrbahnen. Sicherheit entsteht erst durch die Ausrichtung, die Farbe und die Intensität des Lichts. Viele Leuchten erhellen Bäume, Brücken, Denkmäler und Hausfassaden. Reklameleuchten streuen das Licht nach oben. Innerhalb der „Lichtsoße“ ist dann nichts mehr zu erkennen. Unbestritten ist die Notwendigkeit der Beleuchtung von Straßen zur besseren Orientierung, aber sie muss nicht intensiv sein.

Mehr Licht führt nicht zu mehr Sicherheit Vielleicht hilft es auch, sich an den Anfängen der künstlichen Straßenbeleuchtung um 1880 zu orientieren. Bei Vollmond war das gewünschte Helligkeitsniveau erreicht und die Straßenbeleuchtung wurde einfach ausgeknipst.

Be polite, dim the light - Berliner Lichtbarrieren sind für viele Arten nicht zu überwinden. NATUR IN BERLIN 1/18


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Revierabgrenzung? Das werden diese jungen Stare in Zukunft nicht nötig haben. Für die Männchen sind immer wieder neue, abwechslungsreiche Melodien wichtig,

Berlins Starling

Ein Interview mit Dr. Jörg Böhner / von Nicole Walter Stare sind großartige Spötter und singen auch mal mit vollem Körpereinsatz. Wie sie das lernen und warum sie das tun, hat Jörg Böhner erforscht. Er ist Biologe und Sprecher der Berliner Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft (BOA).

Begnadeter Imitator, Gesangskünstler, Multitalent – der Star wird für seine Gesangskunst hoch gelobt. Was zeichnet seinen Gesang eigentlich genau aus? Der Gesang des Staren ist besonders lang und komplex: Ein erwachsener Star hat im Durchschnitt 70 verschiedene Motive in seinem Repertoire, manche sogar bis zu 90. Und sowohl die Struktur als auch die Abfolge der Motive ist komplex, es gib viele Variationen in der Tonhöhe und im Rhythmus. Stare lieben es, Abwechslung in ihren Gesang zu bringen – und damit den Weibchen zu imponieren. Sie singen zwar nach einem klaren Muster mit vier Phasen, doch innerhalb dieser Phasen passiert ganz viel: Sie beginnen mit tiefen Pfiffen, gefolgt von komplexen Motiven mit viel Abwechslung. In der dritten Phase sind dann vor allem

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Klickmotive zu hören, oft begleitet von einem Zucken mit den Flügeln. Sie enden mit hohen Pfiffen und Trillern, dazu rudern die Männchen gern heftig mit den Flügeln. Vor allem dieser Part ist es, mit dem sie die Weibchen direkt anlocken: kommt eines in ihre Nähe, beginnen die Männchen kraftvoll zu rudern und werden mit ihren Pfiffen und Trillern nochmal deutlich lauter. Wie erlernen die Jungtiere den arttypischen Gesang? Was davon ist ihnen angeboren? Eine sehr spannende Frage, zu der wir viel geforscht haben. Nimmt man junge Stare aus dem Nest, zieht sie mit der Hand auf und isoliert sie von ihren Artgenossen, so dass sie den arttypischen Gesang nicht zu hören bekommen, dann hört man später im Erwachsenenalter deutliche Unterschiede zu den normal aufwachsenden Starenjungen. Auch die isoliert aufwachsenden Jungvögel entwickeln das arttypische Muster mit der Abfolge unterschiedlicher Motive, die aber sehr viel einfacher aufgebaut sind. Zudem fehlt es an der typischen Rhyth-

mik und das Gesangsrepertoire ist mit durchschnittlich 16 Motiven viel kleiner. Ein gewisses Talent ist ihnen also angeboren, doch sie lernen von ihren Artgenossen viel hinzu. Ob der Vater dabei eine besondere Rolle spielt und wie der Gesang von Generation zu Generation weitergegeben wird, darüber wissen wir leider zu wenig. Und verändert sich der Gesang mit dem Alter? Auch hier ist der Star etwas Besonderes. Denn er lernt noch als Erwachsener dazu, das können nur wenige andere Vögel. Bei den meisten Vogelarten ist der Lernprozess nach den ersten acht bis zehn Monaten abgeschlossen. Wir haben in Experimenten gezeigt, dass Stare sogar bis weit ins Erwachsenenalter neue Motive erlernen und sie in ihren Gesang einbauen. Dafür lassen sie früher Gelerntes dann weg – aber auch im späteren Alter können sie wieder auf ganz früh erlernte Motive zurückgreifen. Sie haben also auch ein sehr gutes Gedächtnis.


SPEKTRUM | 15

Ich habe mich spontan gefreut, weil ich den Star ja so gut kenne. Es ist die klassische Wahl eines „Allerweltsvogels“ und viele werden sich fragen, warum stehen nicht stärker gefährdete Arten im Fokus? Aber es ist gerade wichtig, Arten, die im Bestand zurückgehen, zu wählen und so rechtzeitig darauf aufmerksam zu machen. Ähnlich wie beim Haussperling: Es war sehr gut, ihn 2002 zum Vogel des Jahres zu wählen. Es hat selten so viele Diskussionen darüber gegeben – und seitdem tut man etwas für den Haussperling, man achtet auf ihn. Sie haben Niststätten vom Star in Berlin gesehen? Damit der NABU Berlin sich besser für den Schutz des Stares einsetzten kann, brauchen wir Ihre Hilfe. Wir wollen wissen, inwieweit Gärten, Straßenbäume und Gebäude als Niststätten genutzt werden. Werden künstliche Nisthilfen oder natürliche Bruthöhlen genutzt? Melden Sie uns Ihre Beobachtungen, gerne mit Foto und Bildnachweis über das Formular auf https://berlin.nabu.de/ tiere-und-pflanzen/vdj um Eindruck zu hinterlassen.

a) Rotschwanzbussard, b) Kardinal, c) nordamerik. Weidenmeise. Orinal oben, Imitation jeweils unten.

Was hat der Star eigentlich von seinem kunstvollen Gesang, welche Vorteile bringen sie ihm? Je komplexer ein Männchen singt, umso attraktiver wird es für die Weibchen. Seine Gesangskünste dienen also vor allem der Weitergabe seiner Gene. Je mehr Motive ein Star beherrscht, je mehr rhythmische Variationen er in den Gesang einbringt, umso öfter kann

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Imitationen von Lautäußerungen durch den Star im Klangspektogramm

Ist der „Allerweltsvogel“ nach so viel Forschungsarbeit überhaupt noch spannend für Sie? Aber ja! Wenn ich Stare singen höre, bleibe ich nach wie vor oft stehen und höre ihnen zu. Der Star ist ein Alleskönner und deshalb so faszinierend. Er kommt in so vielen verschiedenen Lebensräumen zurecht und sucht sich die adäquate Nahrung und geeignete Nistplätze. Es gibt eigentlich nichts, was der Star nicht meistern kann!

er sich paaren und mehr Nachkommen zeugen. Was hingegen beim Star keine Rolle spielt, ist die Revierabgrenzung. Starenpaare können ohne Probleme eng beieinander brüten, so dass die Männchen keinen Bedarf sehen, ein Revier zu markieren. Stare sind auch talentierte Spötter, also große Imitationstalente. Von der Stockente bis zum Smartphone ist kein Laut vor ihnen sicher. Warum? Die Männchen sind immer auf der Suche nach neuen Motiven, um ihren Gesang noch variantenreicher zu gestalten und so attraktiver für die Weibchen zu sein. Sie können natürlich selbst Motive erfinden – aber irgendwann haben sie ihre Phantasie auch mal ausgeschöpft und greifen gern die Inspirationen aus ihrer Umwelt auf. Und dabei sind sie oft sehr kreativ und nutzen ihre Fähigkeit voll aus, die rechte und linke Membran ihres Stimmapparates, der sogenannten Syrinx, separat einsetzen zu können, so dass sie sogar zweistimmige Variationen trällern. Sie haben sich ja intensiv mit dem Star beschäftigt: Was ist Ihnen spontan durch den Kopf geschossen, als Sie hörten, dass der Star der Vogel des Jahres 2018 wird?

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Eine

macht noch keinen Sommer

Jetzt Vorbereitungen für den Frühling treffen

Ohne Frage: Mit einem naturnahen Garten ohne Pestizide helfen Sie vielen Vogelarten am besten. Die Vielfalt an Pflanzen lockt Insekten an und bietet genügend Futter für den hungrigen Vogelnachwuchs. Künstliche Nisthilfen sind ebenso hilfreich. Sie müssen aber rechtzeitig bezugsfertig sein. Spätestens dann, wenn im März die Tage wieder länger werden, sollte die Wohnungssuche für die Vogelwelt abgeschlossen sein. Je früher eine Niststätte gefunden wird, desto besser.

Dem Verlust an natürlichen Brut-, Nistund Lebensstätten durch Haussanierungen und Baumfällungen kann mit geeigneten Nistkästen ein wenig entgegengewirkt werden. Mit einem Nistkasten kann Meise, Sperling, Haus- und Gartenrotschwanz oder auch dem Star ein passendes Quartier verschafft werden. Aber der Zeitpunkt ist wichtig. Nistkästen erfüllen auch im Winter wichtige Aufgaben. Auch kleine Säugetiere und Insekten wie zum Beispiel Schmetterlinge nutzen ein schützendes

Heim. Ob Meisen, Kleiber oder Eichhörnchen, selbst die wetterbeständigsten Outdoorprofis schätzten eine warme Schlafstube. Wer noch einen Nistkasten im Keller hat, sollte ihn jetzt schon aufhängen. Er dient nicht nur als wärmender Unterschlupf, sondern bietet auch die Möglichkeit, sich bereits mit einem geeigneten Nistplatz für die nächste Brutzeit vertraut zu machen. Los geht's! Sollten Sie noch Nistkästen benötigen, beraten wir Sie gerne auf unserem VogelImmobilienmarkt am 3. März.

Wie Sie Schwalben in der Stadt helfen können!

Vogel-Immobilienmarkt Besuchen Sie uns! von 11.00 bis 15.00 Uhr

3

März 2018 ab 11 Uhr

Beratung und Verkauf von Nistkästen und Bausätzen! Wir beraten Sie bei der Auswahl des richtigen Vogelkastens und des geeigneten Standortes.

Nord oder Südeingang? Wo schläft die Meise am Liebsten? Wer könnte auf meinem Balkon brüten? Wer passt wo rein?

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Der Berliner Bestände von Rauch- und Mehlschwalbe sind in der Summe stark abnehmend. Das ist eindeutig mit der zunehmenden Baustätigkeit und dem Lebensraumverlust zu erklären. Rund 3.500 bis 4.500 Brutpaare der Mehlschwalbe (2002: 7.000 bis 9.000) und rund 700 bis 900 Brutpaare der Rauchschwalbe (2002: 480 bis 750) wurden in der Spreemetropole gezählt (Stand 2013). Die "Berliner Mehlschwalbe" bevorzugt Hochhausbereiche und Altbauten und nistet an Balkonen oder unter Dach- und Fenstervorsprüngen. Mit der Höhe der Gebäude steigt auch die durchschnittliche Höhe der Nestanlage. Das bisher höchste Nest wurde im 28. Stock gefunden. Die Mehlschwalbe reagiert auf Veränderungen des Lebensraums nicht so stark wie die Rauchschwalbe. Die Hauptverbreitung der Rauchschwalbe liegt in der Randzone der Stadt in den landwirtschaftlichen Betrieben. Beide Schwalbenarten lieben Baugruben! Hier finden sie günstigenfalls Lehm und damit das Material für den Wohnungsbau. Die Voraussetzungen, den Bestand der Mehlschwalbe zu stützen, sind also nicht ganz so schlecht. Mit kleinen Tricks können wir den akrobatischen Flugkünstlern helfen, selbst an Stahl-Glas-Beton-Bauten ein Plätzchen für die Brut zu finden.

nabu-berlin.de/ schwalbenfreundlicheshaus.de

Tipp 1: Nestgrundlage & Kunstnester An unseren modernen, glatten Hausfassaden können Schwalbennester oft nicht gut haften, sodass die Nester abfallen, wenn die Jungen größer und schwerer werden. Als Nestgrundlage können Sie an geeigneten Stellen Brettchen anbringen, die mit Kaninchendraht überzogen sind. Manchmal genügt auch schon ein zehn bis 15 Zentimeter breiter, weiß gestrichener Rauputzstreifen unter dem Dachvorsprung. Überall dort, wo Schwalben zu wenig Lehmboden für den Nestbau finden, freuen sie sich auch über Kunstnester.

Tipp 2: Kotbrettchen Vor allem in der Stadt stören sich viele Menschen daran, dass ihre Balkone oder Hauswände durch Schwalbenkot verschmutzt werden. Der Ärger lässt sich leicht beheben: Bringen Sie am besten 60 Zentimeter unter den Nestern Brettchen an, die den Kot auffangen. Der Kot ist übrigens hervorragend als Blumenoder Gartendünger geeignet.

Tipp 3: Lehmpfützen anlegen Legen Sie im April in Ihrem Garten, auf Ihrer Terrasse oder auf dem Schulhof eine freiliegende, künstliche Lehmpfütze an und halten Sie diese den ganzen Sommer lang feucht. Damit erleichtern Sie Ihren kleinen Untermietern den Nestbau. Aus dem feuchten Material formen sich die Vögel kleine Klümpchen zum Nestbau.


VERANSTALTUNGSPROGRAMM | FEBRUAR| MÄRZ | APRIL | 17

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Teilnahmebedingungen Alle Exkursionen werden von ortskundigen Fachkräften geleitet, so dass keine Störun­gen der Natur zu befürchten sind. Für Vogelbeobachtungen bitte Ferngläser, für bota­ni­s­che und entomologische Wanderungen Lupen mitbringen. Dieses Programm stellt lediglich ein Angebot von Veranstaltungen dar, für ihre Durchführung sind die jeweiligen Exkursionsleiter verantwortlich. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Kinder bitte nur in Begleitung der Eltern. Für Unfälle, Sachschäden usw. haftet der Verein nicht. Das Mitbringen von Hunden ist nicht gestattet. NABU-Exkursionen sind teilweise kostenpflichtig, das Entgelt kommt der Arbeit des NABU zugute. Änderungen vorbehalten. Bitte beachten Sie auch die unterschiedlichen Teilnahmebedingungen externer Veranstalter. Bei Busexkursionen gewähren wir eine Kinderermäßigung von 25 Prozent.

Pflegeeinsätze Bezirksgruppe Reinickendorf Samstag, 27.01.18 ab 10.00 Uhr Samstag, 10.02.18 ab 10.00 Uhr Pflegeeinsatz im Schutzgebiet „Kiesgrube am Dachsbau“, rund um den Mittelfeldteich. Christoph Bayer – NABU Berlin Treffpunkt: Am Dachsbau / Ecke Schulzendorferstr. in 13503 Berlin. Das Gelände ist von einem Zaun umgeben, das Tor ist zum Pflegeeinsatz offen. Verkehrsverb.: S-Bhf. Schulzendorf, S 25. Bitte mitbringen: festes Schuhwerk, Arbeitskleidung, wenn möglich auch Ast- und/oder Baumschere, Säge, Dauer: ca. 3 Std. Bezirksgruppe Lichtenberg - Hohenschönhausen Samstag, 10.03.18, 9.00 Uhr Arbeitseinsatz auf dem Biesenhorster Sand Trockenrasenpflege Treffpunkt: Am Werkzeugcontainer am östlichen Ende der Viechtacher Straße (Neue Wohngebietsstraße in Karlshorst, die am Hochbunker von der Zwieseler Straße abgeht). Um den Arbeitsgeräteaufwand einschätzen zu können, bitten wir um Anmeldung in der Landesgeschäftsstelle, Tel.: (030) 986 08 37-0, Dauer: ca. 3 Std. Bezirksgruppe Pankow Samstag, 24.03.18, 9.00 Uhr Samstag, 28.04.18, 9.00 Uhr Arbeitseinsatz im NSG Niedermoorwiesen am Tegeler Fließ (Köppchensee) Pflege der Offenlandschaft, Arbeiten in der Altobstplantage, Pflege der Neupflanzungen Katrin Koch – NABU Berlin Treffpunkt: Bauwagen an der Neupflanzung, Verkehrsverb.: Bus 107 Richtung Blankenfelde (Schildow), Haltestelle Lübarser Weg und 15 Min. Fußweg Richtung Lübars oder Bus 222 bis Alt Lübars und 15 Min. Fußweg Richtung Blankenfelde. Festes Schuhwerk und Arbeitskleidung mitbringen, Werkzeug wird gestellt, Dauer: ca. 3 Std. Bezirksgruppe Mitte, Tiergarten, Wedding Sonntag, 02.04.18, ab 14.00 Uhr Arbeitseinsatz auf der Düne Wedding Sascha Thiele – NABU Berlin Treffpunkt: Schul-Umwelt-Zentrum Mitte, Scharnweberstraße 159, 13405 Berlin, Verkehrsverb.: U6 Afrikanische Straße oder U6 KurtSchumacher-Platz, Bus 128, Dauer: ca. 3 Std. NAJU Berlin Samstag, 14.04.18, ab 12.00 Uhr Frühjahrsputz im NAJU-Garten mit anschließendem Angrillen. Arbeitsgeräte und Verpflegung stellt die NAJU Berlin. Ort: NAJU-Garten direkt am S-Bahnhof Bornholmer Straße. Sammelpunkt: Ausgang Bornholmer Straße oben auf der Böse-Brücke.

Exkursionen und Vorträge Sonntag, 04.02.18, 9.00 Uhr Vögel der Marienfelder Feldmark - Rundweg Gunter Bersdorff – NABU Berlin Treffpunkt: Motzener Straße / Ecke Nahmitzer Damm, Verkehrsverb.: S-Bhf. Buckower Chaussee, Bus: M11, 277, 183, Dauer: ca. 3 Std. Dienstag, 06.02.18, 19.00 Uhr Erfahrungen bei der Zauneidechsenumsiedlung und zur Beweidung im Landschaftspark Herzfelde Dr. Brigitte Bannert – Biologin Treffpunkt: NABU-Landesgeschäftsstelle Berlin, Wollankstraße 4, 13187 Berlin, Verkehrsverb.: S-Bhf. Wollankstraße (S 1 oder 25), dann Bus 255 bis Wilhelm-Kuhr-Str., Dauer: ca. 2 Std. Samstag, 10.02.18, 9.30 Uhr Wintervögel am Teltowkanal Lothar Gelbicke – NABU Berlin Treffpunkt: Lichterfelde, Wismarer Str. / EugenKleine-Brücke, Verkehrsverb.: Bus M85, 112, 117, 385, Dauer: ca. 3. Std. Sonntag, 11.02.18, 10.00 Uhr Winterlicher Sonntagsspaziergang zur Havel und durch die Konradshöhe Gabi Krebs – NABU Berlin Treffpunkt: Konradshöhe, Am Falkenplatz vor EDEKA, Parkplätze vorhanden, Verkehrsverb.: Bus 222 Richtung Tegelort, Haltestelle „Am Falkenplatz“, Dauer: ca. 2-3. Std. Sonntag, 18.02.18, 10.00 Uhr Winterliche Vogelwelt am Tegeler See Helmut Ladenthin – NABU Berlin Treffpunkt: Greenwichpromenade, rote Telefonzelle, Verkehrsverb.: U-Bahn Alt-Tegel, Bus 124, 125, 133, 220, 222, Dauer: ca. 2 Std. Dienstag, 20.02.18, 18.30 Uhr Amphibienschutz in Hellersdorf Vorstellung der Ergebnisse der Fangzaunaktion am Krepp- und Schleipfuhl aus 2017 und Planung der diesjährigen Betreuung der Amphibienschutzzäune. Steffen Gierth – Naturschutz Schleipfuhl Treffpunkt: Naturschutzzentrum Schleipfuhl, Hermsdorfer Str. 11 A, 11627 Berlin Kontakt: (030) 9989 184, schleipfuhl@ naturschutz-malchow.de, Dauer: 2 Std. Sonntag, 25.02.18, 11.00 Uhr Wenn Sie erzählen könnten – Älteste Bäume Berlins Gunter Martin – NABU Berlin Treffpunkt: Vor dem Friedrichstadtpalast, Verkehrsverb.: S – Bhf. Friedrichstraße, U6 Oranienburger Tor, Dauer: ca. 3 Std. Mittwoch, 28.02.18, 19.00 Uhr Aktuelles aus dem Amt für Umwelt und Natur Lichtenberg Aktuelles, Vorhaben und Jahresausblick 2018 Frank Schwabe – BA Lichtenberg Treffpunkt: Rathaus Lichtenberg, Möllendorf-

straße 6, Raum 223/224, Verkehrsverb.: S – und U-Bhf. Frankfurter Allee, Dauer: ca. 3 Std. Samstag, 03.03.18, 9.00 Uhr Wildnis am Stadtrand – Naturkundliche Wanderung über die Lichterfelder Weidelandschaft „Parkrange“ Lothar Gelbicke – NABU Berlin Treffpunkt: S-Bhf. Lichterfelde Süd, Ausgang Reaumurstr. / Buswendeschleife, Verkehrsverb.: S 25, Bus M85, 186, 284, Dauer: ca. 2 Std. Sonntag, 04.03.18, 8.00 Uhr Spechte im Charlottenburger Schlossgarten Frank Wissing – NABU Berlin Treffpunkt: Haupttor Schloss Charlottenburg (Spandauer Damm), Verkehrsverb.: Bus M45, 109, 309, Dauer: 2-3 Std. Sonntag, 04.03.18, 12.00 Uhr Vorfrühling im Museumsdorf und vogelkundlicher Spaziergang durch das Museumsdorf Düppel Derk Ehlert – NABU Berlin Treffpunkt: Eingang Museumsdorf, Clauerstr. 11, 14163 Berlin, Verkehrsverb.: Bus 115, 118, 622, Eintritt in das Museumsdorf: 4 €, Dauer: ca. 1,5 Std. Dienstag, 06.03.18, 19.00 Uhr Ergebnisse der Amphibienerfassung 2017 in Berlin Susanne Bengsch – Koordinierungsstelle Fauna Eine Veranstaltung der FG Feldherpetologie Veranstaltungsort: NABU Landesgeschäftsstelle, Wollankstr. 4, 13187 Berlin, Verkehrsverb.: S-Bhf. Wollankstraße (S 1 oder 25), dann Bus 255 bis Wilhelm-Kuhr-Str., Dauer: ca. 1,5 Std.

Sonntag, 11.03.18, 10.00 Uhr Der Star – Vogel des Jahres 2018 Gabi Krebs – NABU Berlin Treffpunkt: Heiligenseestraße, Am Dachsbau, Parkplätze vorhanden, Verkehrsverb.: Bus 133 Richtung Heiligensee, Dauer: ca. 2 Std.

Samstag, 17.03.18, 9.00 Uhr Wasservogelzählung am Tegeler See Frank Sieste – NABU Berlin Treffpunkt: C & A Alt Tegel, Verkehrsverb.: U 6 Endbahnhof, Alt-Tegel, Dauer: 3-4 Std. Sonntag, 18.03.18, 11.00 Uhr Balz und Blüten – Frühling im Großen Tiergarten Gunter Martin – NABU Berlin Treffpunkt: Vor dem Raum der Stille am Brandenburger Tor, Verkehrsverb.: Bus 100, 200, U 55 Brandenburger Tor, Dauer: ca. 3 Std. Samstag, 24.03.18, 8.10 Uhr Vogelstimmenführung Rund um die Neuen Wiesen Erich Hüselitz – NABU Berlin Treffpunkt: Bus-Haltestelle „Chausseehaus“ am Müggelheimer Damm, Nr. 101, Verkehrsverb.: S.-Bhf. Köpenick, S 3, Bus 169, Dauer: ca. 2-3 Std.

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18 | VERANSTALTUNGSPROGRAMM | FEBRUAR | MÄRZ | APRIL | 2018 Samstag, 24.03.18, Beginn jeweils um 10.00 Uhr, 13.00 Uhr und 16.00 Uhr Mariannes Naturgarten für alle Sinne Im Rahmen der "Initiative Offene Gärten Berlin Brandenburg" Marianne Gohlke – NABU Berlin Treffpunkt: Ludolfinger Weg 41 b, 13465 BerlinFrohnau, Verkehrsverb.: S 1 Frohnau, Bus 125 bis Alemannenstr./Maximiliankorso. Teilnehmerbegrenzung: max. 8 Personen, Eintritt und Broschüre: 3 € /Teilnehmer, bei Regen bitte keine Schirme mitbringen, Dauer: ca. 2 Std. Dienstag, 27.03.18, 18.30 Uhr Die Esskastanie (Castanea sativa) Baum des Jahres 2018 Eine Veranstaltung der FG Baumschutz Marion Scheich – NABU Berlin Veranstaltungsort: NABU Landesgeschäftsstelle, Wollankstr. 4, 13187 Berlin, Verkehrsverb.: S - Bhf. Wollankstraße (S 1 oder 25), dann Bus 255 bis Wilhelm-Kuhr-Str., Spende erbeten, Dauer: 2 Std.

Eröffnung am 30.03.2018

Freitag, 30.03.18, 12.00 Uhr Montag, 02.04.18, 12.00 Uhr Begrüßung der Weißstörche im Storchendorf Linum und Wanderung durchs Linumer Teichgebiet, Treffpunkt: Storchenschmiede Linum, Nauener Str. 54, 16833 Linum. Preis: 8 €, NABU-Mitglieder und Kinder bis 12 Jahre 5 €, Dauer: ca. 2,5 Std. Freitag, 30.03.18, 14.30 Uhr Osterbasteln mit Kindern Wir werden Eier mit Extrakten aus gewöhnlichen Lebensmitteln färben und mit Naturmaterialien basteln. Montag, 02.04.18, 14.30 Uhr Kinderprogramm mit kinderspezifischen Angeboten. Die Angebote richten sich nach den Witterungsverhältnissen. Treffpunkt: Storchenschmiede Linum, Nauener Str. 54, 16833 Linum.

Anmeldung für die Kinder-Feriencamps in der Storchenschmiede Linum am Mittwoch, 04.04.18 ab 8.00 Uhr nur telefonisch unter (03 39 22) 5 05 00 voraussichtlicher Termin: 1. Durchgang: 08. Juli bis 14. Juli 2018 für Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren. Sonntag, 08.04.18, 14.00 Uhr Begrüßung der Weißstörche und anderer Frühlingsboten Führung zum Thema Zugvögel durchs Storchendorf bis ins Linumer Teichland, Treffpunkt: Storchenschmiede Linum, Nauener Str. 54, 16833 Linum. Preis: 8 €, NABU-Mitglieder und Kinder bis 12 Jahre 5 €, Dauer: ca. 2,5 Std. Sonntag, 22.04.18, 14.00 Uhr Sind schon alle Störche da? Bei einer Wanderung durchs Storchendorf Linum besuchen wir die Horste von Meister Adebar. Anschließend wandern wir ins Linumer Teichgebiet.Treffpunkt: Storchenschmiede Linum, Nauener Str. 54, 16833 Linum. Preis: 8 €, NABUMitglieder und Kinder bis 12 Jahre 5 €, Dauer: ca. 2,5 Std.

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Mittwoch, 28.03.18, 18.30 Uhr Amphibiensuche im Landschaftspark Herzberge Jens Scharon – NABU Berlin Treffpunkt: Am Eingang zum Landschaftspark Herzberge (Königin-Elisabeth-Krankenhaus) an der Allee der Kosmonauten, Nähe Kleiner Herzbergteich, Verkehrsverb.: Tram M 8, Dauer: ca. 2 Std.

Veranstaltungen in der Storchenschmiede Linum

Ostermontag, 02.04.18, 11.00 Uhr Ostermontag, 02.04.18, 13.00 Uhr Die Vogelwelt des Museumsdorfes Vogelkundlicher Spaziergang durch das Museumsdorf Düppel Derk Ehlert – NABU Berlin Treffpunkt: Eingang Museumsdorf, Clauerstr. 11, 14163 Berlin, Verkehrsverb.: Bus 115, 118, 622, Eintritt in das Museumsdorf: 4 €, Dauer: ca. 1,5 Std. Sonntag, 08.04.18, 9.00 Uhr Vögel der Marienfelder Feldmark - Rundweg Gunter Bersdorff – NABU Berlin Treffpunkt: Motzener Straße / Ecke Nahmitzer Damm, Verkehrsverb.: S-Bhf. Buckower Chaussee, Bus: M11 277, 183, Dauer: ca. 3. Std. Sonntag, 08.04.18, 9.00 Uhr Welche Vögel sind schon da? Vogelkundlicher Frühlingsspaziergang durch den Großen Tiergarten Bezirksgruppe Mitte – NABU Berlin Treffpunkt: Parkeingang Tiergartenstr./ Ecke Stauffenbergstr., Verkehrsverb.: S+U-Bahn Potsdamer Platz, Bus 200 Tiergartenstr., M48 und M85 Kulturforum, bitte Ferngläser mitbringen, einige Leihgläser (gegen Personalausweis) sind vorhanden, Dauer: 2 Std. Sonntag, 08.04.18, 11.00 Uhr Osterhasen, Ostereier, Osterblüten Entdeckungen in der Falkenberger Feldmark Gunter Martin – NABU Berlin Treffpunkt: S-Bhf. Ahrensfelde, Verkehrsverb.: S 7, Dauer: ca. 4 Std. Sonntag, 15.04.18, 9.00 Uhr Vogelkundliche Führung auf den Friedhöfen der Bergmannstraße Ansgar Poloczek – NABU Berlin Treffpunkt: Am Gebäude der Friedhofsverwaltung, dierekt am Südstern, Verkehrsverb.: U7 Südstern, Dauer: ca. 2 Std. Samstag, 21.04.18, 9.00 Uhr Was fliegt denn da? Vogelbeobachtung im Landschaftspark Johannisthal Erich Hüselitz – NABU Berlin

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Treffpunkt: Tram-Haltestelle „Karl-Ziegler-Str.“, Verkehrsverb.: S.-Bhf. Adlershof, S 9, 45, 46, 85, Tram 60/63, Dauer: ca. 2-3 Std. Sonntag, 22.04.18, 7.00 Uhr Vogelzug in den Lübarser Wiesen und am Köppchensee Frank Sieste – NABU Berlin Treffpunkt: Alt Lübars / Laabsaal, Verkehrsverb.: U6 bis Tegel oder S 1 bis Waidmannslust, dann Bus 222 bis Endhaltestelle Alt-Lübars, Dauer: ca. 4 Std. Sonntag, 22.04.18, 9.00 Uhr Welche Vögel sind schon da? Vogelkundlicher Frühlingsspaziergang auf dem Friedhof St. Paul im Wedding Bezirksgruppe Mitte – NABU Berlin Treffpunkt: Friedhofseingang Seestraße 124, Verkehrsverb.: Tram M13 Seestr./Amrumer Str.

bitte Ferngläser mitbringen, einige Leihgläser (gegen Personalausweis) sind vorhanden, Dauer: 2 Std. Mittwoch, 25.04.18, 17.00 Uhr Wanderung durch die Falkenberger Feldflur zum NSG Falkenberger Rieselfelder Jens Scharon – NABU Berlin Treffpunkt: Tram –Wendeschleife Falkenberg, Verkehrsverb.: M 4, M 17 , Dauer: ca. 2 Std. Samstag, 28.04.18, 4.20 Uhr Frühmorgendliche Vogelstimmenwanderung an der grünen Stadtkante Bettina und Carsten Rasmus – KlaRas Verlag Treffpunkt: Wolziger Zeile, Ecke Rohrbachstraße (Stadtgrenze), Verkehrsverb.: S 2 bis Lichtenrade, 15 Min. Fußweg, bitte Fernglas, Vogelbestimmungsbuch, warme Kleidung und Imbiss mitbringen, Kosten: 3 €, Kinder kostenlos, Dauer: ca. 3 Std.


IHR KONTAKT ZUM NABU | 19 Geschäftsstelle des NABU Berlin NABU Landesverband Berlin e.V. , Wollankstr. 4, 13187 Berlin Tel.: (030) 986 08 37-0 Fax: (030) 986 70 51 www.nabu-berlin.de lvberlin@nabu-berlin.de Öffnungszeiten: Mo-Do: 10.00-12.00 Uhr, 14.00-16.00 Uhr, Fr: 10.00-12.00 Uhr Wildtierberatung Tel.: (030) 54 71 28 91 Mo-Do: 9.00 - 17.00 Uhr, Fr: 9.00 - 15.00 Uhr wildtiere@nabu-berlin.de NABU Hochschulgruppe Kommissarische Leitung: Andreas Höhne Treffen jeden 3. Donnerstag im Montat. Kontakt und Anmeldung zum Treffen unter: hochschulgruppe@nabu-berlin.de NAJU Naturschutzjugend Leitung: Nico Holsten Termine und Infos unter www.naju-berlin.de, Kontakt: mail@naju-berlin.de

Stationen Wildvogelstation Leitung: André Hallau Zum Forsthaus 7 12683 Berlin Tel.: (030) 54 71 28 92 Fax: (030) 54 71 28 93 wildvogelstation@nabu-berlin.de Naturschutzzentrum Storchenschmiede Linum Leitung: Marion Szindlowski Tel.: (03 39 22) 5 05 00 Fax: (03 39 22) 9 08 38 Nauener Str. 54, 16833 Linum storchenschmiede@nabu-berlin.de Eintritt: 1,50 €, Familien mit Kind(ern) 2,00 €, NABU-Mitglieder und Kinder unter 12 Jahren kostenlos Öffnungszeiten: Eröffnung nach der Winterpause am 30. März 2018. Mi - Fr von 10.00 bis 16.00 Uhr, Sa, So und Feiertag von 12.00 bis 18.00 Uhr

Kindergruppen Kindergruppe Reinickendorf Leitung: Patricia Hohm und Christine Kuhnert Treffen 2 x pro Monat, in der Regel samstags. Teilnahme nur nach Anmeldung unter kindergruppe-reinickendorf@nabu-berlin.de Kindergruppe Pankow Leitung: Annette Prien Die Treffen sind jeden Dienstag (außer in den Ferien) in der Zeit von 16.00 bis 17.45 Uhr auf dem Schulhof der Arnold-Zweig-Grundschule, Wollankstr. 131 in 13187 Berlin Pankow. Anmeldung unter: kindergruppe-pankow@ nabu-berlin.de oder (030) 986 08 37-0 Kindergruppe Treptow-Köpenick Leitung: Karsten Matschei Treffen sind jeden Mittwoch von 15.00 bis 18.00 Uhr bei Wind und Wetter im Jugendclub Würfel, Alfred-Randt-Str. 54, 12559 Berlin, für Kinder ab 8 Jahre, Kontakt: (0171) 753 3873, kindergruppe-treptowkoepenick@nabu-berlin.de Umweltbildung für Kitas und Schulen Leitung: Wolfgang Steffenhagen Termine und Themen bitte erfragen unter: wsteffenhagen@nabu-berlin.de

Fachgruppen

Bezirksgruppen

Fachgruppe Baumschutz Ansprechpartnerin: Marion Scheich Wir treffen uns am letzten Dienstag im Monat um 18.00 Uhr, entweder in der NABU-Landesgeschäftsstelle oder draußen. Kontakt: Marion Scheich, (0151) 53508470, m.scheich@web.de

Bezirksgruppe Friedrichshain-Kreuzberg Leitung: Jan Heyen Es gibt zwei AGs, die sich jeweils ca. einmal im Monat in der Warschauer Str. 23 treffen. Aktuelle Termine auf www.nabu-berlin.de, Schwerpunkte: Rummelsburger Bucht und Spree, Vogelschutz und Ökologie in den Grünanlagen des Bezirks

Fachgruppe Botanik Leitung: Dr. Gunter Klemm Jeden 3. Montag im Monats jeweils um 19.00 Uhr in der Geschäftsstelle des NABU Berlin, Wollankstr. 4, 13187 Berlin Fachgruppe Entomologie Berlin Leitung: Thomas Ziska Gemeinsamer Treffpunkt mit der Entomologischen Gesellschaft ORION ist an jedem 2. Dienstag im Monat um 19.00 Uhr im Museum für Naturkunde, Invalidenstr. 43, rechter Seiteneingang, 2. Hinterhof, Hörsaal 8. Treffpunkt der FG in Lichtenberg ist an jedem 3. Dienstag im Monat um 19.00 Uhr im Krankenhaus Königin Elisabeth, Herzbergstraße 79, Klubraum in der 2. Etage über dem Haupteingang. www.entomologie-berlin.de, Thomas Ziska, ziska@entomologie-berlin.de oder Uwe Heinig, Tel.: (030) 640 933 75, uweheinig@t-online.de Fachgruppe Feldherpetologie Leitung: Jens Scharon Veranstaltungen erfolgen witterungsabhängig und werden kurzfristig per Mailverteiler mitgeteilt. Bei Interesse lassen Sie sich in den FG-Verteiler (jscharon@nabu-berlin) eintragen. Treffen sind jeden 1. Dienstag in geraden Monaten. Arbeitsgruppe Greifvogelschutz Berlin & Bernau Leitung: Rainer Altenkamp Jeden 2. Donnerstag im Monat um 19.00 Uhr im Museum für Naturkunde, Invalidenstr. 43, rechter Nebeneingang Fachgruppe Hymenopterenschutz Leitung: Dr. Melanie von Orlow Die AG Hymenopterenschutz berät bei der Aufnahme von Hummel- und Hornissennestern, Umsiedlungen und bietet Führungen und Vorträge (für Kitas, Schulen, Kleingartenvereine) an. Kontakt: (0163) 685 95 96 Fachgruppe Naturgarten Leitung: Karla Paliege Die Gruppe trifft sich jeden ersten Mittwoch im Monat. Treffpunkte unter: (0179) 403 69 30 Fachgruppe Fledermaus BatCity Berlin Sprecherin: Silke Voigt-Heucke Das offene Fledermausnetzwerk trifft sich an jedem dritten Dienstag in den ungeraden Monaten um 19:00 Uhr in der NABU Landesgeschäftsstelle, Kontakt: voigt.heucke@googlemail.com Fachgruppe Säugetierschutz Leitung: Dr. Dieter Köhler Die Gruppe trifft sich alle zwei Monate um 18.30 Uhr. Bitte den aktuellen Treffpunkt erfragen unter: neomys@t-online.de, (030) 543 970 19 Die Ornithologen des NABU Berlin sind in der BOA Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e. V. engagiert Leitung: Dr. Jörg Böhner Die Treffen finden 4-mal jährlich am dritten Mittwoch der Monate Januar, März, September und November jeweils um 19.00 Uhr statt. Treffpunkt ist der Seiteneingang an der rechten Gebäudeseite des Museum für Naturkunde Berlin, Invalidenstr. 43, Hörsaal 8 im Nordflügel

Bezirksgruppe Lichtenberg Leitung: Jens Scharon Treffen: Siehe Vorträge und Pflegeeinsätze in diesem Heft. Aktuelle Treffpunkte bitte erfragen unter jscharon@nabu-berlin.de Schwerpunkte: Biotoppflege, Biesenhorster Sand, Landschaftspark Herzberge Bezirksgruppe Marzahn-Hellersdorf Die Gruppen Marzahn und Hellersdorf treffen sich gemeinsam jeden 1. Montag eines Monats um 18.30 Uhr im Naturschutzzentrum Schleipfuhl, Hermsdorfer Str. 11a, 12627 Berlin Bezirksgruppe Mitte Leitung: Christopher Hartl Die Bezirksgruppe trifft sich jeden 3. Donnerstag um 19.00 Uhr. Themen: Sanddüne Wedding, Vogelschutz, Öffentlichkeitsarbeit, Stadtnatur. Treffpunkt: Offside Wedding (Hinterzimmer), Jülicher Str. 4, Kontakt: bgmitte@nabu-berlin.de Bezirksgruppe Pankow Leitung: Katrin Koch Treffen: siehe Biotoppflege, Vorträge und Exkursionen in diesem Heft. Kontakt: (030) 98 608 37- 28 oder 94 38 00 11 Bezirksgruppe Reinickendorf Leitung: Dr. Hans-Jürgen Stork Die Treffen sind von Mai bis September jeden 2. Montag des Monats um 19.00 Uhr im NABUHäuschen im Göschenpark, Oranienburger Straße 189, Eingang Volkspark Wittenau. Von Oktober bis April in der Jugendfreizeitstätte der Freien Scholle, Waidmannsluster Damm 80. Die Treffen dauern in der Regel bis 21.30 Uhr. Kontakt: (030) 404 90 00, bgreinickendorf@nabu-berlin.de Bezirksgruppe Steglitz-Tempelhof Leitung: Matthias Mundt Treffen finden jeden 1. Dienstag im Monat auf dem Südgelände Schöneberg um 19.00 Uhr statt. Schwerpunkte: Kartierung und Schutz von Gebäudebrütern, Brutvogelmonitoring im Stadtpark Steglitz und Anlage und Pflege einer Bienenweide am Lehrbienenstand Marienfelde, Kontakt: mmundt@nabu-berlin.de Bezirksgruppe Treptow-Köpenick Sprecherin: Antje Stavorinus Treffpunkt im Haus der Natur und Umwelt im FEZ in der Wuhlheide. Schwerpunkte: Krötenzaunaktionen, Naturdenkmäler. Aktuelle Termine bitte erfragen unter: (030) 64 09 58 96 AG Vogelschutzreservat Flughafensee Tegel Leitung: Frank Sieste Zusammenkünfte nach den monatlichen Biotoppflegeeinsätzen in der Blockhütte am Eingang zum Reservat, Kontakt: (0177) 3073007 Bezirksgruppe Zehlendorf Leitung: Walter Handwerk Jeden 1. Dienstag im Monat um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Dahlem, Thielallee 1-3, 14195 Berlin (U - Bhf. Dahlem - Dorf). Infos über Treffen bitte bei Walter Handwerk telefonisch erfragen, Kontakt: (030) 805 81 444

NATUR IN BERLIN 1/18


Natur in Berlin, Ausgabe 1/2018  

Lichtverschmutzung, Verlust der Nacht, Insektensterben, Insekten und Licht, NABU-Wildvogelstation, Dr. Christopher Kyba, Berlin bei Nacht, V...

Natur in Berlin, Ausgabe 1/2018  

Lichtverschmutzung, Verlust der Nacht, Insektensterben, Insekten und Licht, NABU-Wildvogelstation, Dr. Christopher Kyba, Berlin bei Nacht, V...

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