Page 1

Cave Gladium Furth im Wald

2003 - 2012


Cave Gladium 2003-2012

Inhalt 10 Jahre Cave Gladium in Furth im Wald Zurück ins Jahr A.D. 1431 Franto Husum Peregrinatore Der Zuber: weitgereist... 2003 - eine kleine Grillfeier für Freunde... Hopfen und Malz - Gott erhalt‘s Gladiumnisten Warum keine Ehrentafel? Im Cave-Lager-Topf Die Goolischen 2004 - Letztes Jahr war schön, machen wir wieder Wir sind Cave Gladium Custodes Biburgiensis 2005 - Cave Gladium geht eigene Wege Melodie, Motzerei und Mummenschanz 2006 - Feiern und Explosionen Cave Gladium - Statistik Concordia Cubilis In Memoriam: Zuberturm 2007 - Vom Geheimtipp zum Programmpunkt Cave Gladium unterwegs...

3 4 6 7 7 8 10 10 12 12 13 14 16 18 20 22 26 28 30 31 32 34

Narrenfrei 2008 - Holzhäuschen und finsterer Mond Die Reisenden Cave Gladium und Drachenstich Ubo‘s Söldner Steinmetzarbeiten Bogenturnier auf dem Cave Gladium 2009 - die Grenzen sind erreicht Belohnung muss auch sein! Arma Georgii Miklagards Erben 2010 - Weicher Boden und harte Lagernde Hinter den Kulissen Amiras Geschichte... 2011 - die Gerüchteküche brodelt... Die Schwarzen Wölfe Schindelherstellung oder wie die Vogtey zu einem Dach kam Bildnachweis Cave Gladium - Gruppenbild 2012

Impressum Diese Schrift ist vom Verein Cave Gladium e.V. aus Furth im Wald aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums der Veranstaltung „Cave Gladium” erstellt worden. Die Rechte an allen Texten und Bildern sind Eigentum des Vereins, bzw. wurden für die Verwendung in dieser Ausgabe bei den Urhebern eingeholt. Im Einzelnen sind die Urheber genannt. Die kostenlose Verbreitung der Ausgabe als Gesamtheit ist für alle Medien freigegeben. Für die Verwendung einzelner Bilder und Texte in Auszügen behalten wir uns die vorherige Genehmigung ausdrücklich vor. Mitarbeit Michael Grundl (verantwortlich, Satz und Layout), Jürgen Friedl, Daniel Reitmeier und Martin Maier (Lektoren), Alexander Heitzer (Web- und elektronische Umsetzung) Anschrift des Vereins: Cave Gladium e.V. c/o Daniel Reitmeier, 1. Vorsitzender Nariskerstraße 10 93413 Chammünster www.cave-gladium.de © 2012 Cave Gladium e.V.

Titel Verwendung der Fotos mit freundlicher Genehmigung von Barbara Atienza (Ubo‘s Söldner) und David Baumgartner (Wölfe zu Dunkelstein).

2

www.cave-gladium.de

35 36 38 40 42 44 45 46 48 51 52 54 56 62 66 68 69 70 71


Cave Gladium 2003-2012 10 Jahre Cave Gladium in Furth im Wald Vorwort Zehn Jahre sind natürlich auch Anlass, Worte des Dankes zu verfassen. Die Schar derer, denen das Cave Gladium viel zu verdanken hat, ist groß und wir möchten der Leserschaft nicht eine endlose Liste von Namen zumuten. Eine Auflistung dieser Art birgt auch die Gefahr jemanden zu vergessen, und so richten wir die Dankesworte gesammelt. Wir möchten Danke sagen an unsere Mitglieder, die viel Zeit opfern, um die Veranstaltung zu ermöglichen, und den Angehörigen, die viel auf ihre Lieben verzichten müssen. Ein Dankeschön an unsere Verpächter, Pächter und Nachbarn, ohne deren Wohlwollen das Cave Gladium schlicht und einfach keinen Platz hätte. Natürlich auch ein Dank an die Stadt Furth im Wald und den Landkreis Cham mit alle Behörden und Ämtern. Wir fanden immer ein offenes Ohr, wenn es um Genehmigungen oder die entsprechenden Anträge ging. Ein „Vergelt‘s Gott” auch an das Wasserwirtschaftsamt Regensburg und die Straßenbaubehörde für das große Entgegenkommen und die Unterstützung während der Baumaßnahme der Umgehung Furth im Wald. Vielen Dank an alle Unternehmen und Firmen aus Nah und Fern die das Cave Gladium mit Spenden und Sachlieferungen unterstützen. Natürlich auch herzlichen Dank an alle Vereine und Gruppierungen aus der Umgebung, die uns bei Werbung, Auf- und Abbau sowie während der Veranstaltung unterstützen. Unser Dank gilt allen darstellenden Gruppen sowie deren Mitgliedern und Aktiven, die durch ihre Anwesenheit im Lager und ihre Darstellung das besondere Ambiente des Cave Gladium mit ausmachen. Die gleichen Dankesworte gehen natürlich auch an alle Besucher, Freunde und Gönner, alle Künstler, Gaukler, Artisten und Musiker, alle Fieranten und Marktleute, Wirts- und Schankleute - kurz alle, die das Cave Gladium vor oder hinter der Bühne unterstützen und erst ermöglichen. Ein besonderer Dank geht noch an alle, die seit der ersten Minute an die Idee „Cave Gladium” geglaubt haben - zu einem Zeitpunkt, als sich eine Veranstaltung dieser Art in Furth im Wald noch niemand vorstellen konnte. Und nun wünschen wir viel Freude beim Lesen dieser Jubiläumsschrift. Wir haben versucht, den Eindruck einer reinen Chronik zu vermeiden. So ist die Auflistung aufgelockert durch Beiträge rund um das Cave Gladium. Zum Jahreswechsel 2011/2012 haben wir alle unsere lagernden Gruppen aufgefordert, ohne Vorgabe einen Beitrag zum Cave Gladium zu verfassen. Auch diese Artikel sind bunt eingestreut. Die Vorstandschaft des Cave Gladium e.V.

www.cave-gladium.de

3


Cave Gladium 2003-2012 Zurück ins Jahr A.D. 1431 Ein Beitrag über den geschichtlichen Hintergrund. Welche Ereignisse zur Schlacht bei Taus geführt haben erzählt uns ein Zeitzeuge. „Erlaubt, dass ich mich Euch vorstelle: Mein Name ist Veit Winkler. Ich bin Soldknecht oder Reisiger. Reisiger? Ihr kennt den Ausdruck nicht – obwohl Eure Wörter Reise oder Reisender davon abstammen. In meiner Zeit war eine Reise jedoch nicht unbedingt etwas Friedliches und Erholsames. Ich gebe mir nun jedoch Mühe, meine Sprache Euren Gepflogenheiten anzupassen. Mein augenblicklicher Dienstherr ist seine Hochwohlgeboren Wilhelm von Bayern und München, unser Herzog. Das heißt, eigentlich mehr Euer Herzog, aber naja... In Furth bin ich schon seit Martini 1429, also schon fast zwei Jahre. Der Herzog hat uns an die Grenze gelegt wegen der Überfälle der Ketzerischen aus Böhmen. Hussen oder Kelchler werden sie genannt. Unser Feldhauptmann war damals Erasmus Sattelpogner von Arnschwang und Lichteneck. Der ist Euch doch sicherlich bekannt? Natürlich – ich muss Euch sagen: ein sehr geschickter Taktierer, oder wie die Leut hier meinen würden: „a grissna Hund“. Jedenfalls würden sie dies, wenn sie sicher gehen könnten, dass er es nicht zu hören bekommt. Denn – einfachem Volk steht keine Meinung zu, schon gar nicht über hohe Herren. Die Böhmen haben schon mehrfach die Höfe, Dörfer und Märkte im Aigen überfallen. Und der Herzog hat daraufhin uns Kriegsknechte angeworben und den Sattelpogner mit der Wacht an der Grenze beauftragt. Ihr denkt jetzt um das Volk zu beschützen? Nein, einfach um Schaden von seinem Eigentum abzuhalten, das Volk inbegriffen. Schaden am Eigentum bedeutet keine Steuern, kein Einkommen. Schlecht für den hohen Herrn... Aber seit dem wir hier sind, haben wir fast keinen Hussen gesehen. Der tägliche Krieg geht ruhig und so verbringen wir unsere Zeit damit, in den Kirchhöfen zu sitzen oder die Grenze abzugehen. Seit letztem Sommer ist Herr Heinrich Nothaft von Runding unser Hauptmann. Der Sattelpogner hat irgendetwas getan, was dem Herzog nicht gepasst hat. Was, weiß keiner von uns – jedenfalls war der Erasmus auf einmal nicht mehr der Hauptmann vorm Wald. Man sagt auch, der Nothaft hat seine Stellung direkt von König Sigismund bekommen. Aber das ist Politik... Da wir gerade von Politik sprechen: Ich könnte Euch berichten, wie es eigentlich zu dem Zwist mit den Böhmischen kam. Mir wurde diese Geschichte von Bruder Andreas erzählt. Er ist ein Mönch aus Neukirchen und, unter uns gesagt, er hat manche Ansichten, die den Oberen seines Ordens sicherlich nicht gefallen würden. Ich habe mich mit Bruder Andreas angefreundet und ihn oft auf seinen Versehgängen durchs Aigen begleitet. Während des Weges unterhält man sich über dies und das. Und so erzählte mir Bruder Andreas auch, wie das damals begann mit den böhmischen Ketzern. Angefangen hat alles in der Stadt Prag. Dort lehrte der Magister Johann Hus. Er war Theologe und Prediger. Hus hatte regen Briefkontakt mit England, besonders mit der Stadt Oxford und einem der dortigen Gelehrten namens John Wycliffe. Und von dem hatte er anscheinend die ketzerischen Grundgedanken für seine Lehren. Hus forderte die Freiheit der Predigt in böhmischer Sprache, den Abendmahlkelch für Laien und die Armut der Geistlichen. Natürlich kam er mit solchen Gedanken in Konflikt mit der Amtskirche. Besonders mit der Armut der Geistlichen hatten natürlich manche Fürstbischöfe so ihre Probleme. Prag ist eine Stadt des Reiches – und damit deutsch. Aber gerade deshalb hatten Hus und seine Anhänger großen Zulauf unter dem böhmischen oder tschechischen Volk in der Stadt. Die Lehren von Hus wurden vor den Karren des böhmischen Kampfes gegen die deutsche Vorherrschaft gespannt. Und diese Ideen verbreiteten sich rasant unter den böhmischen Bürgern, Handwerkern und dem niederen böhmischen Adel. Der Papst in Rom war über diese Entwicklung natürlich nicht gerade erfreut. Hus wurde mehrfach zum Widerruf aufgefordert – ohne Erfolg. Im Jahre 1415 wurde Johann Hus nun befohlen, auf dem Konzil in Konstanz zu erscheinen und vor dem Papst und den versammelten Kardinälen seine Lehren zu erläutern und die ketzerischen Aussagen zu widerrufen. Die Berater und Anhänger von Hus in Böhmen waren natürlich gegen eine Reise von Hus und drängten ihn, im sicheren Prag zu bleiben. Unser König Sigismund ließ sich schließlich dazu herab, Hus sicheres Geleit durch das Reichsgebiet bis nach Konstanz zu gewähren und für eine heile Rückkehr zu bürgen. Mit dem Wort des Königs und einem entsprechenden Geleitbrief machte sich Johann Hus mit wenigen Getreuen auf zum Konzil. Dort angekommen schlug ihm gleich eine feindliche Stimmung entgegen und seine Lehren wurden allesamt als ketzerisch verurteilt. Hus verteidigte seine Ideen vehement und war nicht bereit, sie zu widerrufen. Es kam, wie es kommen musste: Johann Hus wurde als Ketzer zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Seine Getreuen machten sich natürlich sofort daran, den König an sein gegebenes Wort zu erinnern. Sigismund antwortete jedoch ausweichend, dass man sich nicht sicher sein könne, ob man an das Wort gebunden sei, welches man einem verurteilten Ketzer gegeben habe. Am 6. Juli 1415 loderten die Flammen in Konstanz und Johann Hus wurde mitsamt seinen Schriften zu Asche verbrannt. In Böhmen war die Sache damit jedoch nicht so einfach erledigt, wie es sich seine Heiligkeit der Papst wohl vorgestellt hatte. Die Lehren von Hus wurden durch seine Anhänger weiter verbreitet und Johann Hus war jetzt ein Märtyrer. Empörung machte sich breit und der

4

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012 Zorn entlud sich gegen die Ländereien des wortbrüchigen Sigismund. So kam es 1418 zu den ersten Überfällen und Plünderungen in unserer Gegend. Im Jahre 1420 verstarb der böhmische König Wenzel ohne Erben. Der Erste in der Thronfolger war sein Bruder – unser König Sigismund. Jetzt kannte die Bewegung natürlich kein Halten mehr: der Wortbrecher auf dem böhmischen Thron! Die gemäßigten Anhänger von Hus aus dem Adel und der Bürgerschaft, sie nannten sich Kalixtiner (d. h. Kelchler) oder Utraquisten (von sub utraque – unter beiderlei Gestalt – gemeint ist die Eucharistie), machten Sigismund ein Angebot: Er solle seine Zustimmung zu den „Prager Artikeln“ geben, in denen die Freiheit der Predigt, die Armut der Geistlichkeit und der Laienkelch festgeschrieben waren. Im Gegenzug wäre der böhmische Adel dann bereit, ihn als König anzuerkennen. Sigismund lehnte natürlich ab und zog ein Heer gegen die ketzerischen Aufrührer zusammen. Leicht waren die Hussen jedoch nicht zu besiegen. Das deutsche Heer erlitt eine Niederlage nach der anderen: 1420 beim Vitkowberg und beim Vysehrad bei Prag, 1421 bei Saaz und 1422 bei Deutsch-Brod. Damit waren die Vorstöße des Königs nach Böhmen erstmal erledigt. Die Jahre, die folgten, waren eine harte Zeit für die Gegend rund um Furth. Immer wieder drangen die Hussiten in das Aigen ein und raubten, mordeten und plünderten. Die Dörfer und Märkte rund um Neukirchen, Eschlkam, Kötzting und Furth hatten große Not zu erleiden, denn durch die Further Senke lagen sie mitten im Einfallstor. Die Herzöge legten immer wieder Reisige in die Märkte und Städte. Jedoch konnten die Überfälle nie verhindert werden. Im Gegenzug wurden immer wieder hussitische Dörfer in Böhmen angegriffen und ähnlich behandelt. 1426 wird das Heer des Königs bei Aussig geschlagen. Im Jahr darauf erneut eine Niederlage des Königs bei Mies und Tachau. In beiden Fällen hat sich die deutsche Ritterschaft nicht mit Ruhm bekleckert – eine heillose Flucht vor den Horden der Ketzer war erfolgt. Danach und dazwischen immer wieder Einfälle der Hussiten und Bruder Andreas erzählte, „dass viele Dörfer in Ödung gewesen sind“. Die Raubzüge der Böhmen weiteten sich aus – bis nach Cham, Schorndorf, Neunburg, Neumarkt... Daraufhin wurden wieder Kriegsknechte angeworben und seitdem sind wir hier im Aigen. In Cham haben sie eine zweite Mauer mit Türmen um die Stadt gezogen. Und die Schanzen im Aigen, Neukirchen, Eschlkam, Kötzting und Furth wurden ausgebessert und besetzt. Wie gesagt – wir haben jetzt seit fast zwei Jahren keine größeren Überfälle der Hussen mehr verzeichnet. Im heurigen Jahre 1431 kam seine Eminenz Kardinal Julian nach Regensburg. Er ist Botschafter des Heiligen Stuhls und vom Papst mit allen Vollmachten ausgezeichnet. Kardinal Julian will die Ketzerei nun ein für alle Mal tilgen. Er ruft im ganzen Reich mit einer Bulle zum Kampf gegen die Hussiten auf und fordert die Ritterschaft auf, ein Heer zu versammeln – hier bei uns in Furth. Hans von Degenberg erhält von den bayrischen Herzögen den Auftrag, jeden 20. Mann zu sammeln und das bayerische Aufgebot zum Treffen zu führen. Nun, Ende Juli hat sich das riesige Heerlager gefüllt: Allerlei hohe Herren haben sich versammelt: Dietrich, der Erzbischof von Köln; Friedrich, Markgraf von Brandenburg und Burggraf von Nürnberg als oberster Feldhauptmann; Friedrich, Fürst von Sachsen und Markgraf von Meißen als Fahnenträger des Papstes; Johann, Herzog von Bayern, Fahnenträger des Königs Sigismund; Johannes, Bischof von Polen, als Fahnenträger des böhmischen Königs und der Sohn des Markgrafen von Brandenburg, ausersehen als Träger des St. Georgsbanners und viele mehr. Truppen aller deutschen Lande und der Reichsstädte lagern jetzt hier. Auch unseren alten Hauptmann Erasmus Sattelpogner habe ich wieder gesehen – er führt jetzt das Aufgebot der Reichsstadt Augsburg. Und jetzt wartet das ganze Heer auf den Befehl zum Aufbruch nach Böhmen. Die Hussen sollen die Stadt Taus befestigt haben. Dort werden wir vielleicht auf die Ketzer treffen. Und diesmal wird St. Georg mit uns sein und der Sieg unser!” Soweit der Bericht unseres fiktiven Zeitzeugen Veit Winkler. Seine Prognose über den Ausgang des Feldzuges traf nicht ein. Wie geplant rückte das deutsche Heer nach Böhmen vor. Nahe Taus stieß es am 14. August 1431 auf erste hussitische Kräfte. Die Befehlshaber versuchten, die Schlachtordnung den Gegebenheiten anzupassen. Von anderen Truppenteilen wurde die Umstellung als Rückzug oder Flucht gedeutet und so brach beim Vorrücken der Hussiten mit Schlachtgesang Panik und Chaos im deutschen Heer aus. Die zurückdrängenden Soldaten trafen auf den verstopften Kardinal Cesarini verliert auf der Flucht seinen Hut Wegen auf den nachrückenden Tross. Eine eigentliche Schlacht hat es im August 1431 nicht gegeben. Vielmehr war es für die hussitischen Kämpfer ein Leichtes, die aufgelösten Truppen während der Flucht anzugreifen. So waren es zahlreiche kleinere Scharmützel und Angriffe auf die Flüchtenden, in denen unzählige Kämpfer auf der Flucht erschlagen wurden, da ein organisierter Widerstand nicht möglich war. Die Verfolgung wurde nicht über die Grenze fortgesetzt und so sammelten sich die traurigen Reste des einst stolzen Kreuzfahrerheeres nahe der ersten Stadt auf bayerischem Gebiet: Furth im Wald. Michael Grundl

www.cave-gladium.de

5


Cave Gladium 2003-2012 Franto Husum Bereits am ersten Cave entschlossen wir uns einen kleinen Motorradausflug zu machen und das Fest zu erkunden. Da uns die Atmosphäre und der Platz (damals erschien uns der Lagerplatz wie eine unendliche Weite) zusagten entschlossen wir uns, im nächsten Jahr am Fest teilzunehmen. Gesagt , getan - im Sommer des Jahres 2004 besuchten wir mit einer kleinen Abordnung das Fest, hatten viel Spaß und konnten ein paar nette Leute (Hub der Bogner) kennenlernen, die ihre Lagerpremiere feierten. Seitdem besuchen wir das Fest beinah jährlich. Anzumerken wäre hier noch ein kleiner Zwischenfall : Als wir mal nur zu zweit das Cave besuchten und etwas unachtsam waren, bemächtigte sich ein gar arglistiger Haufen (Custodes Biburgensis) unserer Fahne. Da die Gruppe mit ca. 25 Lagernden nicht zu überrumpeln war, versprachen wir ihnen, sie zu umzingeln. Das Gelächter der Vilsbiburger war beinah im ganzen Lager zu hören, also mussten wir reagieren um unsere Ehre zu verteidigen. Wir gingen also zu mehreren befreundeten Gruppen, diese rüsteten sich und mit einem ansehnlichen Tross marschierten wir zu den Dieben. Doch auch sie hatten reagiert und sich Verstärkung geholt. Um ein grausames Gemetzel zu vermeiden, haben wir uns aber dann doch darauf geeinigt, die Fahne mit einer größeren Portion Kaltgetränk auszulösen. Anzumerken wäre noch die Begebenheit, dass wir nur ein Jahr später ihre Fahne, trotz größter Vorsichtsmaßnahmen der Custodes, ergattern konnten (Quid malus Draco). Zum Abschluss möchten wir noch einige lobende Worte an die Organisatoren richten, welche trotz der immensen Größe des Festes jedes Jahr hervorragende Arbeit leisten und ein Fest mit einer einzigartigen Stimmung schaffen. Ein riesiges Dankeschön aus Frontenhausen Alfred, Springer vom Hainberg und der heinzigartige Landsknecht Heinrich Ritterschaft Frantohusum (Ein Beitrag der Lagergruppe Franto Husum, Frontenhausen)

6

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012 Peregrinatore

(Ein Beitrag der Lagergruppe Peregrinatore, Rottenburg)

Der Zuber: weitgereist...

Wusstet Ihr schon, dass ein großer Ausgabeposten des Cave Gladium „Aufbaubrotzeiten” ist?

www.cave-gladium.de

7


Cave Gladium 2003-2012 2003 - eine kleine Grillfeier f端r Freunde...

8

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012 - Furth im Wald, A. D. 2003: Ein ortsansässiger Verein plant eine kleine Festivität. Man war schon in der großen, weiten Welt und besuchte dort einige Mittelaltermärkte. So was kann man doch in Furth sicher auch machen! Aber woran muss man alles denken? Egal - wir machen einfach. Zuerst hieß es Besuche machen: Behörden, Grundstückseigentümer, andere Vereine... Meistens war die Erklärung, was man denn da vorhat, länger als der Rest vom Gespräch. Vielmals erntete man ein verständiges Lächeln und ein „Fralle - mocht‘s no Boum!” Die Liste mit den bekannten Gruppen und Händlern war schnell durchtelefoniert und man erhielt sogar einige Zusagen. Und so war es im August 2003 soweit: Das erste Cave Gladium fand statt. - Eine besondere Attaktion für die Besucher und auch die Lagernden war von Beginn an das Schwertkampfturnier auf dem Cave. Natürlich müssen Sieger würdig geehrt werden, aber man musste auch den schmalen Kassenstand bedenken...Schließlich die geniale Idee:„Wir stiften einen Güldenen Schaller als Wanderpokal - den können wir jedes Jahr wieder verwenden.” Leider wurde beim Gratulationsreigen vergessen, dies auch dem Gewinner mitzuteilen und so ist der „Wanderpokal” bis zum heutigen Tag verschollen. Warum wir den Sieger nicht einfach angerufen oder geschrieben haben? Leider gingen im Abbautrubel auch die Aufzeichnungen über das Turnier verloren. Jeder kannte den Sieger:„Sicher - des is da....Dings gwen...” - „No, der wos vo de Andern mit dabei is...” - „Aaaah deeeer!” Gerüchte besagen, dass der „Güldene Schaller” einige Zeit als Dekorationsgegenstand in einer Mittelalterschenke gedient hat. Diese wurden, wie auch Hinweise auf das Bernsteinzimmer oder den Heiligen Gral, nicht bestätigt. - Für den Zugang von der Leonhardikapelle her wurde ein Steg errichtet. Das Technische Hilfswerk (THW) baute diese Behelfsbrücke im Rahmen einer Katastrophenschutzübung. - Obwohl die Eintrittspreise des Cave Gladium sehr moderat gehalten waren, hatten wir den Besuchern eine alternative Möglichkeit angeboten: Über den Schwabenweg konnte man kostenlos durch den Bach in den Markt waten. Zahlreiche Sparfüchse nutzten die Möglichkeit, mussten aber von anwesenden Marktleuten und Lagernden nicht ernstgemeinte„Beschimpfungen” wie„...vielleicht hatte er seine Füß‘ noch nicht gewaschen” über sich ergehen lassen.

www.cave-gladium.de

Fakten 2003: Marktstände:

20

lagernde Gruppen*:

9

Anzahl Teilnehmer**:

63

Zelte**:

12

Fläche:

ca. 0,6 ha

Strom:

125 kWh

Toilettenpapier: Musik:

18.400 Blatt Musica Vagantium

*) Als Gruppe zählen jeweils separate Anmeldungen. Es sind Gruppen von 2 bis über 80 Personen enthalten **) Wir machen keine Inventur oder Volkszählung. Hier sind die Zahlen angegeben, welche die Gruppen bei der Rückbestätigung angeben.

9


Cave Gladium 2003-2012

Hopfen und Malz - Gott erhalt‘s Cave Gladium in flüssiger Form - „unser” Bier. Seit Beginn des Cave Gladium besteht eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Further Brauerei Dimpfl Bräu. Auf dem ersten Fest 2003, das ja bekanntermaßen nur eine „kleine Grillfeier” war, wurde Festbier der Brauerei ausgeschenkt. Im Zuge der Überlegungen, das Spektakel wiederholt durchzuführen, wurde die Idee geboren, doch ein eigenes Bier für das Fest zu entwickeln. Brauereichef und Braumeister Matthias Strauß war sofort Feuer und Flamme für das Projekt. Der Grundgedanke war, ein gefälliges Bier mit historischen Charakter zu schaffen. Somit stand schon einmal fest, es wird ein „Dunkles”. Nach Tüftelei, Entwicklung und Lagerzeit war es dann im Frühsommer 2004 soweit: Das „Cave Gladium” wurde auf einer Bierprobe der gespannten Öffentlichkeit präsentiert. Seitdem kommt auf dem Fest „unser” Bier zum Ausschank. Nachstehend ein paar Details für Bierkenner: Das „Cave Gladium” ist ein sogenanntes dunkles Märzenbier, im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Festbier bekannt. Der Stammwürzegehalt beträgt 13,2 Prozent. Das Bier wird aus drei verschiedenen Sorten Braumalz (Helles und dunkles Braumalz, sowie Karamellmalz) eingebraut. Dies gibt dem Bier seinen charakteristischen Geschmack. Nach der offenen und kalten Hauptgärung wird es bei einer Temperatur von -2 Grad acht Wochen gelagert. Mit den Lagerräumen schließt sich der Kreis zum Mittelalter. Die Lagerkeller der Brauerei stammen aus dem Jahr 1610 und wurden damals für das kurfürstlich-bayerische Weißbräuhaus errichtet. Auf dem Cave Gladium kommt das Bier naturtrüb und unfiltriert zum Ausschank. Das Bier erfreut sich seitdem großer Beliebtheit und so wurde in der Folgezeit auch „Cave Gladium” für den Rest des Jahres produziert. Für die Abfüllung wird das dunkle Bier jedoch filtriert. Beim Ausschank auf dem Fest wurde eine neue Kreation geschaffen: das Cave-Radler. Seit 2008 ist auch das Mischgetränk aus Cave-Gladium-Bier und Zitronenlimonade in Flaschen erhältlich. Die Grafiken auf den Etiketten stammen von unserer Grafikerin Simone Reitmeier. Michael Grundl

Gladiumnisten Eine hominide Gattung, vermutlicher Ursprung in der Familie des Homo Sapiens, tritt verstärkt seit Ende des 20. Jahrhunderts in Mitteleuropa auf. Gegenmittel noch keine bekannt; Besonderheit: nicht ganzjährig die Vernunftbegabung des Homo Sapiens nutzend, jedoch erfolgen instinktive Handlungen immer zum Wohle und Nutzen der anderen seiner Art. (Ein Beitrag der Lagergruppe „Monaceres ad Draces” aus Heideck)

10

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012 W채rbung

www.cave-gladium.de

11


Cave Gladium 2003-2012 Warum keine Ehrentafel? In eine Jubiläumsschrift gehören sicherlich auch die Sieger und Platzierten der Turniere aus den vergangenen Jahren. Die Besten aus den Schwertkampfturnieren, den Bogenwettbewerben, dem Further Fischerstechen, den Bruchenballkämpfen und dem Kubbturnier sollten entsprechend gewürdigt werden. Faire Teilnehmer, hartes Ringen und großartige sportliche Leistungen, die wir auf dem Cave gesehen und erlebt haben, können nicht genug in den Liedern besungen werden. Doch leider müssen wir gestehen: Unsere Aufzeichnungen sind sehr lückenhaft und so können wir nicht alle Wettkampfergebnisse rekonstruieren. Manche Liste und Tabelle ist im Trubel des Abbaus verschollen. Nichts ist schlechter, als eine Liste, auf der jemand vergessen wird. Derjenige würde sich zu Recht zurückgesetzt fühlen. Dies wollen wir unter allen Umständen vermeiden. Wir bitten um Euer Verständnis. Und so starten wir folgenden Aufruf:

„Höret, höret, höret! Der Marktvogt gibt kund und zu wissen: Jeder, der einen Sieger oder Bestplatzierten aus den vergangenen Jahren benennen kann, soll dies in geeigneter Runde zum Besten geben. All umstehendes Volk soll daraufhyn seine Stimme mit Jubel erklingen lassen und den Becher auf das Wohl des Geehrten heben! Kann der Sprecher seine Behauptung nicht durch Zeuge oder Beleg beweisen und er sich so mit Ruhmestaten brüsten, die er nicht begangen hat oder er solche einem anderen fälschlich andichten, so soll er ausgelacht und ein Aufschneyder genannt werden. Seine lügnerische Zunge soll in seinem Schlund anschwellen, bis sie ihm aus dem Rachen quillt!” Nachtrag: Die gleichen Gründe müssen wir bei den Gruppen anführen. Es gibt erst ab 2005 verlässliche Listen über die Lagergruppen, so dass eine Statistik nicht möglich ist. Im ersten Jahr 2003 war es nicht notwendig, sie aufzuschreiben, man konnte schließlich alle Teilnehmer namentlich benennen und es ist ja eine einmalige Veranstaltung... 2004 galt dann die Devise:„Lageranmeldung? Brauchen wir nicht...hint‘ auf der Wies‘n is‘ no vuil Plotz...” Nichtsdestotrotz: Ein großes Lob und Dankeschön an die „Wiederholungstäter”, die mit uns gemeinsam auf 10 Jahre Cave Gladium zurückblicken können!

Im Cave-Lager-Topf Hier das Rezept unseres Lieblings-Lager-Gerichtes: Würziges Schmorfleisch in Wein Zutaten für 4 Personen: 1 kg Fleisch vom Rind (Gulaschfleisch) 100 g durchwachsenen Speck 1 Knoblauchzehe 2 große Zwiebeln 0,5 ltr. Rotwein 2 EL Zitronensaft 3 Gewürznelken 1 TL Zimt 1 TL Ingwer (gemahlen) 1 Prise Kardamom Salz und Pfeffer Speck in Würfel schneiden und auslassen. Knoblauch und Zwiebeln fein würfeln, zum Speck geben und glasig werden lassen. Anschließend das Fleisch dazugeben und gut anbraten. Dann Nelken und den Wein dazugeben und mit Pfeffer und Salz würzen. Bei leichter Hitze etwa eineinhalb Stunden schmoren lassen. Am Schluss mit Zitronensaft und den restlichen Gewürzen abschmecken. Dazu passen hervorragend Semmelknödel oder einfaches Pfannenbrot.

12

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012 Die Goolischen Hallo Euch! Es war im Jahre 2008, die Goolischen lagerten zum Ersten Mal am Cave Gladium. Anfangs ein kleiner Haufen von Mann, Weib und zwei Kindern. Bereits im Jahre 2009 fasste das Lager der Goolischen 3 Familien, der sich dann 2011 nochmals eine weitere anschloss. Insgesamt waren wir nun 20 begeisterte Cave-Anhänger! Unsere kleinsten Teilnehmer waren 2009 noch wohlbehütet in Mamas Bauch, 2010 dann schon das 1. Mal „live“ beim Cave Gladium dabei.

Die Goolischen

Jedes Jahr ist das Thema Verpflegung ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitungen. Wie kann das ganze Lager optimal versorgt werden? Angefangen mit ein paar Hähnchen an unserem selbstgebauten Mittelaltergrill. Letztes Jahr mussten wir dann schon auf ein kleines Spanferkel zurückgreifen, da nun so viele Mäuler zu stopfen waren. Da die männlichen Goolischen nicht sehr kampferprobt sind, haben sie das mittelalterliche Holzwurfspiel Kubb für sich entdeckt. 2011 gingen sie als Sieger aus dem Turnier hervor. Ein besonderer Höhepunkt war für uns Goolischen letztes Jahr der Drachenstichumzug, an dem wir teilnehmen durften. Die Kubbmannschaft im Wettkampffieber Wir freuen uns schon wieder auf 2012! Denn: Nach dem Cave ist vor dem Cave... Gott zum Gruße Die Goolischen (Ein Beitrag der Lagergruppe „Die Goolischen” aus Bad Kötzting) Unser Bürgermeister

Unsere Jüngsten im Alter von 5 Monaten

Wusstet Ihr schon, dass das Cave Gladium eine eigene Hausnummer hat?

www.cave-gladium.de

13


Cave Gladium 2003-2012

2004 - Letztes Jahr war schön, machen wir wieder - Das zweite Cave Gladium wurde etwas größer und intensiver geplant. Wir hatten aus einigen Fehlern und Verfehlungen des Vorjahres gelernt. Die Rückmeldungen von den Besuchern waren Ansporn, mehr auf die Bedürfnisse der „normalen” Bevölkerung einzugehen. Das Cave Gladium wandelte sich von der „Grillfeier für Freunde” zum „richtigen” Mittelalterfest. Spätestens nach dem 2. Cave Gladium wurde uns klar:„Keiner von uns weiß warum, aber vielen Leuten gefällt es...” - 2004 hatten wir erstmals eine bekannte Musikgruppe aus der Szene engagiert. Und wir ahnten vorher nicht, welchen Glücksgriff wir gemacht hatten. Schelmish kam, sah und eroberte Furth im Sturm. Durch ihre freche, ungezwungene Art ohne Starallüren auf und hinter der Bühne waren die Schelme schnell bei jedermann beliebt. Noch heute ziehen eingesessene Festbesucher Vergleiche zu Schelmish. Böse Zungen behaupten, dass aber bei Ausschankende am Samstag nicht mehr Viele Unterschiede erkennen könnten... - Natürlich wurde auf dem 2. Cave „unser” Bier ausgeschenkt: das gute, dunkle Cave-Gladium-Bier. Obwohl der Braumeister großzügig kalkuliert hatte, mussten wir am späten Samstagabend zugeben:„Tut uns leid,‚Cave‘ ist aus - darf‘s auch ein anderes Dunkles sein?”

Fakten 2004: Marktstände:

38

lagernde Gruppen*:

11

Anzahl Teilnehmer**:

76

Zelte**:

14

Fläche:

ca. 1,5 ha

Strom:

268 kWh

Toilettenpapier:

Wusstet Ihr schon, dass das Gelände vor Jahren von einem professionellen Marktveranstalter als ungeeignet abgelehnt worden ist?

Musik:

33.800 Blatt Rhiannon Schelmish Circulus in Taberna

*) Als Gruppe zählen jeweils separate Anmeldungen. Es sind Gruppen von 2 bis über 80 Personen enthalten **) Wir machen keine Inventur oder Volkszählung. Hier sind die Zahlen angegeben, welche die Gruppen bei der Rückbestätigung angeben.

14

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012

www.cave-gladium.de

15


Cave Gladium 2003-2012 Wir sind Cave Gladium Das Organisationsteam des Cave Gladium umfasst leider nicht viele Leute. So verteilt sich die Arbeit auf wenige Schultern - darum sei es erlaubt, den engeren Kreis der Helfer kurz vorzustellen.

16

Daniel Reitmeier

Michael Grundl

Martin Maier

J端rgen Friedl

* A.D. 1971 Kanzleischreiber 1. Vorstand

* A.D. 1972 Kanzleischreiber 2. Vorstand

* A.D. 1970 Magister ludi Schriftf端hrer

* A.D. 1972 Kaufmann Schatzmeister

Dagmar Hastreiter

Alexander Heitzer

Karl Malczewski

* A.D. 1964 Kr辰merin Beisitzer

* A.D. 1970 Mechanicus Beisitzer

* A.D. 1973 Wagenbauer Beisitzer

J端rgen Altmann

Andreas Decker

Daniel Dirnberger

Christian Eiban

* A.D. 1968 Kaufmann

* A.D. 1976 Mechanicus

* A.D. 1993 Zimmermann

* A.D. 1973 Anstreicher

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012

Hans-Jürgen Fryzel

Sonja Grundl

Georg Hastreiter

Tobias Hastreiter

* A.D. 1976 Mechanicus

* A.D. 1973 Krämersgehilfin

* A.D. 1954 Kontorschreiber

* A.D. 1991 Büttel

Thomas Heitzer

Andreas Hinder

Ilana Hinder

Katharina Hutterer

* A.D. 1971 Mechanicus

* A.D. 1981 Mechanicus

* A.D. 1984 Magistra

* A.D. 1983 Barbiersgehilfin

Tony Jeter

Tina Kolbeck

Simone Reitmeier

Wolfgang Seidl

* A.D. 1958 Mechanicus

* A.D. 1980 Baumeisterin

* A.D. 1981 Illustratorin

* A.D. 1972 Alchemist

www.cave-gladium.de

17


Cave Gladium 2003-2012 Custodes Biburgiensis De Custodes und des Cave Z’Furth im Woid im Chambn-Doi, glabds es uns es war amoi, do ham edle Recken g’haust, dene hods vor goanix graust! S’losd se ned wegredn, dass de Gschicht vom Cave Gladium und unsa eigne gans, gans narrisch eng zamhengd. Wei, wia de damois ogfangd ham, is mid uns a sche langsam oganga. Wemma nein Jor zruckschaun, war s’Cave no gans gloa und mia a! Wia ma do s`erschde Moi do warn, hods uns glei so sackrisch guad gfoin, das ma a glei an jedn Grampf midgmacht ham. S’zwoate Moi, wia ma do warn, samma zwar fast dasuffa, aba schee wars deanaschd. Scho glei beim driddn Bsuach, zwoadausndfünfe, hamma s’erschde Moi g’lagad. Drei Zelta und a Loch füas Feia, glei am Bauzaun hint am Parkblodz. Beim Bognschiaßn und beim Schweadkempfa hamma glei de erschdn Freind gfundn. S’Jor drauf hamma mid unsam Heaführa a richdigs Hendl zum rupfa ghabt. An Brozess wega Hochvarads hoda valoan und mia hamman a glei voi obazd und in de Fedan gwoizd. Rechd is eam gscheng! Im gleichn Jor hod unsa Schweadbrinzessin, da Max, an zwoatn Blodz beim Schweadkampftuania gwunga. Scheeee! Zwoadausndsime warn ma scho richdig eigwaxn in de Cave Gmoa. As Cave is gressa worn, mia aba a! Mid üba viazg Leid samma do gwesn. Hindn am Bognblodz hamma a Schiaßvoaführung gmachd und unsa Max hods des moi doch glad gschafft, dass ea beim Schweadkempfa gwunna hod. De schensde Sach in dem Jor, war aba de Schweadleidn vo unsam Knabbn Sam. Z’easchd hod er sei Gschick beweisn soin und uns an Zahn vom Drachn, mid am bissal vo dem sein Bluad bringa miassn. Dannada hod a sein Riddaschlog a griagd. Seit dem hoasdn a jeda „Ridda Sam, da Bluadbringa“. Wia jeds Jor wars a wieda recht zimpfdig im Badezuba. Gsuffa hamma, gsunga hamma – ned Sche – aba laud! “Ja in Furth, do gibds an Zuba, dea muas gans wos Bsundas sei, do gengan soiche Leit wia de Custodes gerne nei, in Badezuba! Zub – Zub – Zub – Zub – Zub – Badezuba!” Zwoadausndachde is da Griag ausbrocha – aba nua fasd... Am Samsdog auf d’Nachd san drei vo unsane gresdn Bazen ins lare Laga vo de „Frontnhausna Ridda“ nei und ham dene eana Fahna gschdoin. Wias eanan Sure am Sunda ausgschlaffa ghabd ham, woidns eana Fahndal freile wieda hom. Doch an unsane stramma Madln sans ja ned voabei kemma. Drei moi ham ses brobiad und doch ned gschaffd. Drum sans aus lautam Grant s’ganze Cave obglaffa und hamm bei de andan Grubn bedld, dass eana hoifa soidadn. Mid fasd fuchzg Leit hans gega uns aufmaschiad und wenn uns d’Ubos und a bor andana Freind ned ghoifa hädn, häds füa uns bäs ausgschaugd. Lang is vahandld woan, aba wias uns na doch a Bradl und a Bia vaschbrocha ham, hamms eana farbigs Handdiache wieda griagd. S’Jor drauf hamma mia unsan fünfdn Geburtsdog ghabt. Es hod uns gans narrisch gfreid, dass so vui Freind im Juni zu uns nach Biburg kemma san. De ganze Zubamannschaft aus Furth war do und mia hamma a moads Gaudi ghabt. Im August warn ma z’Furth wieda „beim Tädl oans“. Do gfoids uns und do bleim ma a. Voia Freid san unsane feschasdn und wuidasdn Buaschn beim Bruchnboi odredn. Wia imma hods a wos guads zum Essn gem und wenn d’Custodes kochan, gibds füa de Besucher a imma wos zum seng. Voa zwoa Jor wamma fast obgsuffa. Wisds es no? Ois is gschwumma und im Batz vasunga. Aus eanana Brugga ham d’Ubos glei an „Cat-Walk“ gmachd. Freile hamm unsane Mana do mid do und gwunna. Drei Mana in Weiba-Undawasch. Naja! So wias ledzds Jor war: Egal ob Drachenstich-Umzug, Bruchenboi, oda Kubb-Turnier, Feidschlachd und Schweadkampf – mia san dabei! In de lezdn nei Jor war s’Cave Gladium oiwei oans vo de schensdn Fesdln. Mia ham gans vui guade Freind gfundn und gfrein uns jäds moi wieda, das ma kemma deafan.

Mia dang ma Eich olle rechd schee dafia!

Auf’s Cave ein dreifaches: Vivant - Custodes! Vivant - Custodes! Vivant - Custodes!

18

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012

2003

2006

2004

2005

2007

2008

2009

2010

2011

2011

(Ein Beitrag der Lagergruppe „Custodes Biburgiensis� aus Vilsbiburg)

www.cave-gladium.de

19


Cave Gladium 2003-2012 2005 - Cave Gladium geht eigene Wege

Wusstet Ihr schon, dass schon jemand versucht hat, CaveEssensgutscheine zu f채lschen?

20

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012

- Im Jahr 2005 hatten wir auch für die schlechte Witterung geplant. In unzähligen Arbeitsstunden wurde die Halle, in der wir die Ausrüstung das ganze Jahr einlagern, rundherum mit Holz verschlagen. So wollten wir aus der ehemaligen Turnhalle der französischen Garnison eine Festhalle mit historischem Ambiente zaubern. Am späten Samstagabend war es dann leider soweit: Unsere Halle kam zum Einsatz, da dicke Regentropfen herniederfielen und Besucher, Musiker und die empfindlichen Instrumente von Schelmish drohten, nass zu werden. Das große Konzert wurde kurzfristig in die vorbereitete Halle verlegt und es wurde ein unvergessliches Erlebnis. Die Halle war bis zum letzten Platz gefüllt und die Schelme gaben auf der Bühne einfach alles - und das war nicht wenig! - Neu auf dem Cave 2005: Das „Café Gladium”. Die Mädels bieten seitdem Kaffee, Gebäck und selbstgebackene Crepes an. Gerne wird auch das Angebot zum Frühstücken von einigen Lagernden angenommen. - Einen neuen Programmpunkt gab es auf dem Cave Gladium auch: das „Further Fischerstechen”. Im Vorfeld gab es einige Unklarheiten wegen des Namens, den wir gewählt hatten. So war viel Aufklärungsarbeit vonnöten, um Leute davon abzuhalten, mit Fischerzillen oder Booten anzureisen. Auch mussten ein paar Tierfreunde beruhigt werden, die befürchteten, wir würden planen, Forellen oder Karpfen zum Gaudium der Besucher im „Further Fisch-erstechen” töten... Nachdem sich doch einige „freiwillige” Teilnehmer gefunden hatten, wurde der Wettbewerb für die Nicht-Schwertkämpfer unter großem Gelächter durchgeführt. - Eine Änderung organisatorischer Natur gab es noch: Seit 2005 wird das Cave Gladium vom neu gegründeten, gleichnamigen Verein veranstaltet.

Fakten 2005: Marktstände:

56

lagernde Gruppen*:

45

Anzahl Teilnehmer**:

467

Zelte**:

142

Fläche:

ca. 3,0 ha

Strom:

377 kWh

Toilettenpapier: Musik:

69.300 Blatt Schelmish Furunkulus Musica Vagantium

*) Als Gruppe zählen jeweils separate Anmeldungen. Es sind Gruppen von 2 bis über 80 Personen enthalten **) Wir machen keine Inventur oder Volkszählung. Hier sind die Zahlen angegeben, welche die Gruppen bei der Rückbestätigung angeben.

www.cave-gladium.de

21


Cave Gladium 2003-2012 Melodie, Motzerei und Mummenschanz Von Beginn an war mittelalterliche Musik auf dem Cave Gladium ein Hauptprogrammpunkt. Wir möchten den Platz hier nützen, um auch die Gruppen und Bands noch einmal zu präsentieren, die bereits auf dem Cave Gladium zu Gast waren.

Musica Vagantium Die Gruppe aus der böhmischen Nachbarschaft brachte auf dem ersten Cave Gladium und bei zwei weiteren Engagements das Publikum in Stimmung. Das Quartett widmet sich der Interpretation gotischer und Renaissancemusik die von umherziehenden Studenten, eben den Vaganten, gespielt und gesungen wurde. Wirkungsvoll wird die Musik nicht nur durch die zeitgemäßen Kostüme, sondern auch durch die historischen Instrumente. Musica Vagantium versteht es, mit Charme auf das Publikum einzugehen und entsprechend der Stimmung das Repertoire zu wählen: von leise und lyrisch bis zu rythmisch und zotig. Musica Vagantium

Rhiannon ...ist ein Duo aus Österreich, welches 2004 bei uns zu Gast war. Mit Pfeife, Dudelsack, Drehleier und Gesang unterhielten die Zwei ihr Publikum auf verschiedenen Plätzen des Cave Gladiums. Sie gaben Spielmannsmusik mit einer Portion Humor zum Besten. Mittlerweile auf vier Bandmitglieder angewachsen hat die Gruppe auch schon die ersten Tonträger mit Eigenkompositionen veröffentlicht.

2004: Rhiannon

Schelmish Wohl keine andere Gruppe hat so einen bleibenden Eindruck beim Further Publikum hinterlassen. Durch die drei Engagements auf dem Cave Gladium sind die Schelme in Erinnerung geblieben. Rhythmische Percussion gepaart mit eingängigen Dudelsackmelodien zeichnen die Musik von Schelmish aus. Aber auch Witz und Schabernack kommen bei den Auftritten nicht zu kurz. Die Geschichten und Zoten von Dextro, seine Dialoge mit dem Publikum, hart an der Grenze, sind fast schon legendär. Viele erinnern sich sicherlich noch an den Live-Strip auf der Cave-Gladium-Bühne. Mittlerweile hat die Gruppe ihre 13. CD veröffentlicht und tourt alljährlich mit großem Erfolg durch Europa.Bei allen Veranstaltern ist das Tourtagebuch der Gruppe gefürchtet, in dem kurz nach den Auftritten ein Resümee gezogen wird, bei dem kein Blatt vor den Mund genommen wird.

2004: Schelmish

Circulus in Taberna Mit der im Mittelalter-Markt-Genre weit verbreiteten Instrumentierung Trommeln,Flöte, Drehleier und Dudelsack trat Circulus in Taberna 2005 auf dem Cave Gladium auf. Bekannt von einigen anderen Veranstaltungen in der Umgebung war der „Weg” zu dieser Gruppe nicht weit. Wusstet Ihr schon, dass die Toilettenanlage auf einem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz steht?

22

2004: Circulus in Taberna

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012 Furunkulus Die niederbayerische Formation war 2005 auf dem Cave Gladium zu hören. Neben diversen Blasinstrumenten ist die große Menge an verschiedensten percussiven Klangelementen maßgebend für die Musik von Furunkulus. Von Anfang an spielen sie überwiegend Eigenkompositionen, durch die sie sich schon immer von der Masse absetzten. Sie fesseln Ihr Publikum durch rhythmusbetonte, eingängige Melodien, unterstützt von ihrer kraftvollen Bühnenshow. Die Furunkeln geben auf der Bühne immer mehr als einhundert Prozent und legen höchsten Wert auf Perfektion beim Spielen ihrer Instrumente. Diese Darbietung, gepaart mit dem ekstatischen Feuer der Musiker und den einzelnen Charakteren macht es dem Publikum unmöglich, sich ihrem Bann zu widersetzen.

2005: Furunkulus

Joculatores Primae Noctis Die „Spielleute der ersten Nacht” aus Österreich waren 2006 und 2007 bei uns. Das Quintett spielt eingängige Musik der eher ruhigen Art. Das große Repertoire umfasst Tanz- und Trinklieder vom Mittelalter bis zur Renaissance, sowohl mit Gesang als auch rein instrumental. Das Instrumentarium besteht aus Drehleier, Dudelsack, Flöte, Krummhorn, Harfe, Geige und Percussion. Mittlerweile auf sechs Gruppenmitglieder angewachsen, sind die Österreicher auch auf CD zu hören. 2007: Joculatores Primae Noctis

Vivus Temporis Mit Vivus Temporis hatten wir 2006 eine weitere „Größe” der Mittelaltermusikszene zu Gast. Das Quartett aus Leipzig war damals sehr erfolgreich und hat 3 CDs veröffentlicht. Die mitreissende Musik und die tolle Bühnenshow begeisterten auch das Further Publikum. Die einzelnen Stücke wurden mit einer gehörigen Portion Humor angekündigt. Das Repertoir umfasst überwiegend instrumentale Stücke, welche mit Trommeln, Dudelsäcken, Flöte und teilweise auch mit Violine und Schalmei dargebracht wurden. Einige Stücke muteten fast orientalisch an und brachten ein besonderes Flair auf die Veranstaltung. Leider hat sich die Band im Jahr 2006 aufgelöst, so dass eine Wiederverpflichtung nicht mehr möglich war. 2006: Vivus Temporis

Fatzwerk Mit einigem Stolz kann das Cave Gladium behaupten, eine Band der Szene mit hervorgebracht zu haben. 2006 wurden wir von ein paar Jungs der gleichnamigen Lagergruppe angesprochen, ob es denn möglich wäre, einen kleinen Gig auf unserer großen Bühne zu spielen. Ohne Ankündigung im Programm lief der Auftritt mit großer positiver Resonanz ab, so dass für 2007 gleich ein Engagement vereinbart wurde. Seit dieser Zeit sind Fatzwerk immer wieder in wechselnder Besetzung zu Gast auf dem Cave. Auch auf CDs ist die Mittelaltermarktmusik von Fatzwerk mittlerweile käuflich zu erwerben. 2008: Fatzwerk

Heidenlärm Die Spielleute waren 2008 und 2009 auf dem Cave und vielen klingt noch ihr Schlachtruf „Wir machen einen....Heidenlärm!” in den Ohren. Mit teilweise brachialen Dudelsackstücken gefolgt von eingängigen Balladen brachten sie das Publikum in Stimmung. Die Berliner bezeichnen ihr Programm selbst wie folgt: „Alte Melodien, ausgegraben, geklaut, zerstückelt, mißbraucht und neu zusammengesetzt.” Die Band spielte schon im Vorprogramm von Cultus Ferox, Saltatio Mortis oder Schelmish. Mehrere CD-Veröffentlichungen sind auf dem Markt.

2008: Heidenlärm

www.cave-gladium.de

23


Cave Gladium 2003-2012 Adas 2008 machte das Cave Gladium mit Adas eine Ausflug in Welt des Mittelalterfolk. Die fünf „Feen” von Adas verzaubern das Publikum mit ihrer Mischung aus keltischen, nordischen und spanischen Musikelementen. Wahrhaft elfengleich singen sie von fernen Zeiten und der Gesang wird von Harfe, Geige, Flöten, Lauten, Waldzither und Percussion umrahmt. Adas trat eindrucksvoll den Beweis an, dass auch leise Töne das Publikum auf dem Cave fesseln können. Die beiden Adas-Alben sind natürlich auf CD erhältlich.

Capella Alta Furtensis

2008: Adas

2009 hatte auch die authentische Gruppierung des Further Spielmannszuges Grenzfähnlein einen Auftritt beim Cave Gladium. Mit original nachgebauten Instrumenten brachte die Capella Alta überlieferte Musik aus der Renaissance zu Gehör. Begleitet wurde der Auftritt von erklärenden Worten über die Instrumente und die einzelnen Stücke. 2009 konnte die Gruppierung schon auf 25 Jahre Mittelaltermusik zurückblicken und gehört auch mit den CD-Veröffentlichungen zum „Urgestein” der authentischen Mittelaltermusik.

Narrenschwamm

2009: Capella Alta Furtensis

2010 war Narrenschwamm bei uns. Das Duo bezeichnet sein Programm als „Histofolk” und unterhält sein Publikum in der Tradition der Spielleute mit Gaukelei, zotiger Musik oder Moritaten. Sie interpretieren aber auch traditionelle Gedichte oder unterhalten das Publikum mit flotten Sprüchen. Wie die Spielleute und Gaukler des Mittelalters sind die beiden nicht an eine Bühne gebunden und so waren sie auch auf dem Cave Gladium viel unterwegs. Der Gesang wird u. a. von Drehleier, Dudelsack, Flöte oder Maultrommel begleitet.

Feuerschwanz

2010: Narrenschwamm

„Des Hauptmanns geiler Haufen” war ebenfalls 2010 auf dem Cave Gladium. Wohl kein anderer Auftritt hat die Meinungen des Publikums so weit auseinandergehen lassen. Die sehenswerte Bühnenshow der Band, die ihren Stil selbst als „Mittelalter-Folk-Comedy” bezeichnet, sucht ihresgleichen. Eingebunden in eine abstrus komische Geschichte zieht der Hauptmann mit seiner durch die „Miezen” verstärkten Truppe schon seit Jahrhunderten quer durch die Lande. Die teils ulkigen, teils sinnfreien Texte werden von voluminöser, bassbetonter Instrumentalmusik begleitet. Das Spektrum reicht von betont rockig bis zu Tavernenmusik. Die Erlanger erheben keinen Anspruch auf Authentizität und es sind auch keine lyrischen Texte zu erwarten. 2010: Feuerschwanz

24

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012 Zwielicht Die Oberpfälzer Gruppe Zwielicht ist wieder ein Beispiel, dass man nicht immer in die Ferne schweifen muss. Von beiden Seiten war schon längere Zeit eine Zusammenarbeit geplant und 2011 war es so weit. Mit der Musik der siebenköpfigen Band aus dem Raum Regensburg machte das Cave Gladium einen Ausflug in das Genre des Mittelalterrocks. Untermalt von einer kombinierten Instrumentierung mit Harfe, Flöte, Geige und Fagott auf der einen und Gitarre und Schlagzeug auf der anderen Seite werden die deutschen Texte aus eigener Feder zum Gehör gebracht. Zwielicht war 2008 Gewinner des Medieval-Festival-Awards. 2011 kam die zweite CD der Band auf den Markt. 2011: Zwielicht

Mundräuber Mit den Mundräubern waren 2011 auch wieder Vertreter der Sparte Minne- und Bänkelsang beim Cave Gladium. Gewürzt mit akrobatischen Einlagen werden teils sehr bekannte Melodien mit überraschend neuen Texten vorgetragen. Auch das Publikum ist nicht immer sicher vor dem Trio und wird manchmal spontan mit ins Programm mit einbezogen. Die Instrumentenliste umfasst Drehleier, Dudelsack, Flöten, Gitarre, Mandoline, Wandercister und Schlagwerk. Wenn gerade kein Instrument zur Hand ist, singen die drei auch A-Capella auf z.B. Hochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Altfranzösisch oder anderen Sprachen, die keiner mehr kennt.

2011: Mundräuber

Padda Musa Die Mädels von Padda Musa traten 2011 auf dem Cave Gladium auf. Mittelaltermarktmusik im Stil der Irrlichter oder Streuner wird ohne technischen Aufwand zum Vortrag gebracht. Die neckischen Lieder, lyrischen Weisen, romantischen Liebesballaden oder auch verruchten Geschichten aus dem Mittelalter werden puristisch begleitet von Tamborin und Gitarre und laden zum Verweilen und Zuhören ein. Internetlinks http://www.musicavagantium.cz/ http://www.furunkulus.eu/ http://www.adas-music.de/ http://www.feuerschwanz.de/ http://de-de.facebook.com/PaddaMusa

http://www.rhiannon.at/ http://www.joculatores.at/ http://www.heidenlaerm.org/ http://www.zwielicht-band.de/

http://www.schelmish.de/ http://www.fatzwerk.de/ http://www.k-l-klotz.de/ http://www.mundraeuber.de/

2011: Padda Musa

Wärbung

Wusstet Ihr schon, dass für das Zuberwasser ein Doktor der Chemie mit verantworlich ist?

www.cave-gladium.de

25


Cave Gladium 2003-2012 2006 - Feiern und Explosionen

Wusstet Ihr schon, dass auf den Cave-Plakaten der Schriftf端hrer zu sehen ist?

26

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012 - 2006 wurde ein Programmpunkt eingeführt, der uns sehr am Herzen liegt: Der erste Abend mit den Lagernden am Tag vor der Markteröffnung. Als kleines Dankeschön an die Lagergemeinde laden wir seitdem zu einem kleinen Umtrunk und einer Brotzeit unter den Sonnensegeln ein. Der Abend findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Wir stellen einen Grundstock an Speisen und Getränken und freuen uns, alte Freunde und Bekannte wiederzusehen. - Sonntagmorgen, ein Teil des Teams sitzt im Zuberzelt beim Frühstück. Das Wetter ist schön und man hat den Zelteingang aufgeschlagen. Plötzlich: ein lauter Knall! Über dem Lager sieht man einen perfekten Rauchpilz aufsteigen. Schnell dorthin gehastet, um eventuell Erste Hilfe leisten zu können. Schreckliche Bilder von Verletzten spuken durch den Kopf... Gottseidank bewahrheiten sich diese Vermutungen nicht. Was war passiert? Ein Festbesucher, oder anders gesagt ein Freinachtüberbleibsel, wollte mittels eines selbstgebastelten Knallfrosches einen Weckruf für das Lager loslassen. Die Zündschnur brannte ab, ohne den Kracher zu zünden. Kurzerhand wurde der Blindgänger in eine heruntergebrannte Lagerfeuerstelle geworfen. Wenig später wollte ein Frühaufsteher aus diesem Lager mittels Stroh und kleinem Holz das Feuer wieder neu anfachen, was jedoch nicht sofort funktionierte. Gerade unterwegs ins Küchenzelt um weiteres Anzündmaterial zu holen, zündete draußen der Sprengkörper und verteilte glimmende Stroh- und Holzreste auf die umstehenden Zelte und Sonnensegel. Der entstandene Schaden wurde vom verursachenden Spaßvogel ohne Widerstand wieder gut gemacht. - Mittlerweile haben ja bereits einige Paare aus der Mittelaltergemeinde das Cave Gladium als Rahmen für ihre Hochzeit genutzt. 2006 hatten wir ein weiteres besonderes Ereignis: Ein Ehepaar verlegte die Feier der Silberhochzeit auf das Cave. - Der Sitzbereich wurde 2006 von unserer neuen Konstruktion aus 3 Sonnensegeln mit einem Verbindungselement überdacht. Leider haben wir nicht mit der großen Fläche gerechnet, welche die Überdachung dem Wind als Angriffsfläche bietet. In der Nacht am Freitag war es soweit, ein Gewitter mit starkem Wind brachte das Sonnensegel fast zum Abheben. Cave-Mitglieder unterstützt von beherzten Besuchern hinderten das Dach durch Festhalten der Stangen am Fortfliegen.

Fakten 2006: Marktstände:

79

lagernde Gruppen*:

76

Anzahl Teilnehmer**:

784

Zelte**:

230

Fläche:

ca. 3,5 ha

Strom:

695 kWh

Toilettenpapier: Musik:

112.000 Blatt Joculatores Primae Noctis Musica Vagantium Vivus Temporis

*) Als Gruppe zählen jeweils separate Anmeldungen. Es sind Gruppen von 2 bis über 80 Personen enthalten **) Wir machen keine Inventur oder Volkszählung. Hier sind die Zahlen angegeben, welche die Gruppen bei der Rückbestätigung angeben.

www.cave-gladium.de

27


Cave Gladium 2003-2012 Cave Gladium - Statistik Im Vorfeld der Jubiläumsveranstaltung haben wir eine Umfrage unter den lagernden Gruppen gestartet. Vielen Dank an alle, die sich daran beteiligt haben! Nicht alle Fragen waren ganz ernst gemeint und viele Gruppen haben dies auch so verstanden - so erlaubt uns bitte auch, die Antworten mit einem Augenzwinkern aufzuarbeiten. Bei der Erhebung der Daten wurde zugesichert, dass die Antworten anonym bleiben. Auch auf Nachfrage und Androhung der „peinlichen Befragung” werden wir nichts herausrücken! Befragt wurden alle Gruppen, welche letztes Jahr auf dem Cave Gladium zu Gast waren. Die Antworten beziehen sich also auf das Jahr 2010.

Hier die Fragen und die Auswertung der Antworten: 1) Wie alt war der jüngste Teilnehmer eurer Gruppe? Uns erreichten mehrere Antworten von Gruppen, welche mit Kleinkindern unter 2 Jahren auf dem Cave waren. Langfristig scheint der Nachwuchs also gesichert. Wir hatten aber auch schon Anfragen von Hochschwangeren, ob auf dem Gelände eine Hebamme verfügbar sei...

2) Wie alt war der älteste Teilnehmer eurer Gruppe? Hier ist ein rüstiger Teilnehmer mit 82 Jahren genannt worden. Als Einschränkung wurde angegeben, dass er nur als Tagesgast anwesend war - fraglich ist, ob er seine Originalrüstung dabei hatte...

3) Sind auf dem Cave Gladium Ehen entstanden? Bei dieser Frage gingen die Meinungen etwas auseinander. In manchen dargestellten Zeiten und Kulturen wird die Institution der Ehe anscheinend nicht „so eng” gesehen. Das Cave Gladium ist zeitlich im christlichen Mittelalter angesiedelt. Darum bemühen wir uns, diese sündhaften Zustände zu beheben. Wir sind in Verhandlungen, dass bei zukünftigen Veranstaltungen bei Bedarf Taufe, Erstkommunion und Trauung in einem Zug durchgeführt werden können.

4) ...oder gar Kinder? Die häufigste Antwort war schlicht und einfach „0”, was uns etwas traurig stimmt. Bietet das Cave zu wenig Rückzugsmöglichkeiten für Paare? Sollte die Bühne frühmorgens besser abgeschirmt werden? Oder ist es Zeit für das schallgedämmte A-Zelt? Wir möchten euch aber ein paar Schmankerl aus der Vielzahl der Antworten nicht vorenthalten: „ist noch nichts bekannt” - „Vor lauter Bruchenball und Feldschlacht haben wir für sowas keine Zeit…” - „hat sich noch keine gemeldet”

5) Wie weit war die weiteste Anreise eines eurer Mitglieder? Bei dieser Kategorie waren wir froh, dass unsere Veranstaltung nicht wirklich im Mittelalter stattfindet. Die Werte, welche uns teils genannt wurden, sind halt erst in der Neuzeit möglich geworden. Früher hätte niemand seine Scholle ohne Grund verlassen und weit entfernt nette neue Leute kennengelernt. Gut, es gab die Kreuzzüge - aber richtig ins Gespräch kam man mit dem anderen da nie. Außerdem war der Service im Zielland meist schlecht. Wenn man von einem Gewinner sprechen kann, dann liegt der Siegerwert bei stolzen 380km. Mann oh Mann, mag dich zu Hause keiner? Nein, im Ernst: Es macht uns stolz, dass Gruppen jedes Jahr die Strapazen auf sich nehmen um das Cave Gladium zu besuchen.

6) Welche Musikgruppe wollt ihr nochmal auf dem Cave Gladium sehen und hören? Schelmish (39 %) Zwielicht (28 %) Adas (16 %) Furunkulus (12 %) Feuerschwanz (5 %) Nicht verstanden haben wir die Antwort „Schandmaul” - denn diese Gruppe war leider noch nie auf dem Cave Gladium. Besonders gefreut hat uns das Statement „waren alle toll”. Entweder hat derjenige einen sehr umfangreichen Musikgeschmack oder wir sehen uns in dem Bemühen bestärkt, dass für jeden einmal was dabei ist. Eine Gruppe hat das Feld gar nicht ausgefüllt - anscheinend nicht die großen Musikfreunde oder ihnen hat einfach gar nix gefallen, was uns sehr leid tut.

28

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012 Woher kommen eigentlich die Gruppen, die alljährlich ihre Zelte beim Cave Gladium aufschlagen? In der nachstehenden Karte haben wir einmal die Herkunftsorte aller Gruppen eingezeichnet, die jemals beim Cave Gladium zu Gast waren. Manche Gruppe kam leider nur einmal zu uns, andere zählen zu den „Wiederholungstätern” - eingezeichnet sind sie alle. Auch die Größe des Lagers spielte bei der Aufnahme in die Karte keine Rolle.

Wusstet Ihr schon, dass der Cave Gladium e.V. nicht in Furth im Wald gegründet worden ist?

Böse Gerüchte: Es ist nicht wahr, dass auf dem Cave neben falschen Bärten auch Steine und Kiesel verkauft werden. Ebenso ist es ein Gerücht, dass nur Jan, Hein, Klaas und Pit mit von der Partie sind. Wir freuen uns auch über Bewerbungen von Weibern mit Bärten...

www.cave-gladium.de

29


Cave Gladium 2003-2012 Concordia Cubilis

10 Jahre Cave Gladium – WOW!!! Seit 2008 durften wir nun jedes Jahr dabei sein und sagen dazu DANKE!... …für die hervorragende Organisation, den hohen Anspruch, der von Euch umgesetzt wird und die rundum angenehme Zeit, die wir seither jedes Jahr erlebt haben. Wir durften mit Euch wachsen und bei Euch unseren Anspruch ausleben.

Concordia Cubilis Das Lager von Concordia Cubilis Wir haben bei Euch das ein oder andere Hobby für uns entdeckt...

Bogenschießen

Handarbeiten nach historischen Vorlagen

… und Freundschaften geschlossen und pflegen können.

Schwertkämpfe unter professioneller Leitung, bei denen man sich „messen und ausprobieren“ kann: Die schönsten Eindrücke sind die, die am Rande des Festes entstehen, wie z.B. der Wespenfriedhof, die Modenschau (beides von UBO´s Söldnern) oder der von Cave Gladium initiierte „Schönheitswettbewerb“:„Welcher Mann ist die schönste Frau?“

30

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012 Einfach klasse, dass es jedes Jahr neue Einfälle gab und weiterhin geben wird.

Das geschieht nur, wenn Teilnehmer sich richtig wohl fühlen. Dazu gratulieren wir Euch! Wir freuen uns auf die nächsten 10 Jahre und noch viele weitere! Eure Concordia Cubilis (Ein Beitrag der Lagergruppe „Concordia Cubilis” aus Bad Aibling)

In Memoriam: Zuberturm Einer, der von Beginn an mit beim Cave Gladium dabei war, ist beim Jubiläum nicht mehr da: der Zuberturm. Für das Cave 2003 als zerlegbarer Turm konstruiert, wurde sein Verwendungszweck mehrfach geändert. Erster Einsatz als Sitz des Schiedsgerichtes, im Folgejahr dann einmal als Bar verwendet, fand er schließlich seine Bestimmung bei der Zubermannschaft. Zuerst war der Badezuber selbst, später dann die gern genutzte Kaltwasserdusche in ihm untergebracht. In den ersten Jahren wurde der Turm nach jedem Cave zerlegt und eingelagert. Bei den nächsten Veranstaltungen wurde er immer wieder aufgestellt. Der Standplatz wechselte mehrmals, so dass der Turm auf nicht weniger als vier verschiedenen Plätzen auf dem Gelände eingesetzt wurde. Der Zahn der Zeit machte mehrere Instandsetzungen, vor allem am Dach, notwendig. Durch die Verbretterung der Seitenwände wurden ein Auf- und Abbau unmöglich, so dass der letzte Standplatz „In der Froschau 1” mehrere Jahre blieb. Bis zur Errichtung des Mummenschanz-Turms war der Zuberturm das höchste Gebäude auf dem Cave-Gladium-Gelände. 2011 schließlich stand der Zuberturm den Hochwasserberechnungen im Wege und wurde ein Opfer der Kettensäge.

www.cave-gladium.de

31


Cave Gladium 2003-2012

2007 - Vom Geheimtipp zum Programmpunkt

32

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012 - Im Jahre 2007 machte sich das Cave „auf zu neuen Ufern”. Nicht was ihr jetzt denkt...Durch einen Brückenschlag über den Mühlbach wurde die Wiese auf dem anderen Ufer für die Lagernden zugänglich gemacht. Wie würden die Gruppen dies annehmen? Wie würde man reagieren, wenn man hört, dass die Gruppe scheinbar „abgeschoben” wird? Nachdem die „Umsiedlung” auf freiwilliger Basis bei der Anreise erfolgte, erhielten wir durchweg positive Resonanz. Manche Gruppen gaben bei der nächsten Anmeldung mit an:„...wir wollen aber wieder auf die andere Wiese!” - In der Freinacht von Samstag auf Sonntag kam eine höchstwahrscheinlich angetrunkene Besuchergruppe auf die Idee, einige Fahnen in den Lagern einzusammeln und an der Vogtey wieder abzustellen. So erwartete das Vogtey-Team am Sonntagmorgen eine umfangreiche Sammlung von Ehrenzeichen. Nicht alle Wappen und Farben waren unserem Herold bekannt und so wurde eine Rundruf gestartet:„Wer vermisst seine Fahne?” Einige wurde nach kurzer Zeit abgeholt, manche verblieben länger in Obhut der Vogteybesatzung, bis schließlich jemand kleinlaut seine Fahne wieder holte - man musste als Fähnrich ja eingestehen, nicht ausreichend auf das Ehrenzeichen geachtet gehabt zu haben... Seit diesem Vorfall werden bei den Gruppen, wenn möglich, Vermerke über Wappen und Vereinsfarben gemacht. - Weiterhin wurde einem Wunsch von Seiten der Lagernden entsprochen. Ein stiller Rückzugsort, wo man in Ruhe ein Bier ohne „Touris” genießen kann. In Zusammenarbeit mit einer Further Gastwirtin öffnete „Zum Hurenweybl” seine Pforte und wurde sehr gut angenommen. - Eine bauliche Neuerung auf dem Cave 2007: Unsere große Bühne wurde befestigt und mittels mächtigen Granitbrocken als Naturbühne gestaltet. Als Überdachung wurde ein Sonnensegel gespannt. - Im Jahre 2007 wurde auf dem Cave auch eine Hochzeit gefeiert. Nach dem Ja-Wort im Standesamt wurde die Hochzeitsfeierlichkeit von Uschi und Sebastian im Lager auf dem Cave-Gelände fortgesetzt.

Fakten 2007: Marktstände:

97

lagernde Gruppen*:

94

Anzahl Teilnehmer**:

906

Zelte**:

324

Fläche:

ca. 3,8 ha

Strom:

1.495 kWh

Toilettenpapier: Musik:

121.600 Blatt Schelmish Joculatores Primae Noctis Fatzwerk Capella Alta

*) Als Gruppe zählen jeweils separate Anmeldungen. Es sind Gruppen von 2 bis über 80 Personen enthalten **) Wir machen keine Inventur oder Volkszählung. Hier sind die Zahlen angegeben, welche die Gruppen bei der Rückbestätigung angeben.

Wusstet Ihr schon, dass das Gelände früher ein Bleichplatz, dann ein Militärsportplatz und schließlich ein Fußballplatz war?

www.cave-gladium.de

33


Cave Gladium 2003-2012 Cave Gladium unterwegs... Vielen vielleicht unbekannt ist die Tatsache, dass der Verein Cave Gladium neben der Veranstaltung des gleichnamigen Mittelalterfestes auch selbst als darstellende Gruppe unterwegs ist. Ein Teil der Mitglieder hat sich der Darstellung des späten 15. Jahrhunderts verschrieben. Gezeigt wird das Lagerleben von Kriegsknechten und dem zugehörigen Tross. Wir waren schon auf zahlreichen Mittelalterfesten und Veranstaltungen präsent. Der Verein zeigt eine Waffenschau mit einem Einblick in Waffentechnik, Rüstung und Bekleidung der Zeit, eine Knappenschule für die kleinen Besucher und eine Vorführung von mittelalterlichen Tänzen, bei der auch das Publikum zum Mitmachen eingeladen wird. Wenn sich die Gelegenheit bietet, sind einige Mitglieder auch aktiv bei den sog. Feldschlachten mit dabei. Bei diesen Veranstaltungen werden mittelalterliche Gefechte durchgeführt. Im Gegensatz zu den Schaukämpfen ist bei den Feldschlachten nichts eingeübt oder vorher vereinbart. Auf geeigneten Märkten wird auch der vom Cave Gladium bekannte Badezuber betrieben. Wir stellen den Zuber als Attraktion für die Marktbesucher, welche teils lustige Fragen stellen („Ist das Wasser echt?”) und als Treffpunkt für die privaten Badegäste zur Verfügung. Der Genuss der ausgeschenkten Getränke ist selbstverständlich essentieller Bestandteil des „Gesamterlebnisses Zuber”. Zur Einhaltung hygienischer Standards müssen Abstriche in der Authentizität gemacht werden. Hier eine kleine Auswahl von Veranstaltungen der Vergangenheit: Braunfels 2007: Altstadtbesichtigung

34

- Further Messe - Schlossfest Fronberg - Spektakulum Braunfels - Mittelalterfest Burg Rabenstein - Ritterspektakel Weißenstein - Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt Saldenburg - Burgsturm auf die Hohenegg - Mittelaltermarkt auf Wasserschloss Loifling - Museumsnacht Neukirchen b. Hl. Blut - Historische Pilgerfahrt auf den Bogenberg - Besuchertag auf der Schwarzenburg - Jubiläum Marktrechte Frontenhausen Bogenberg 2011: Historische Pilgerfahrt

Fronberg 2008: Handwerk oder Freizeit?

Vilsbiburg 2009: Abendliche Runde

Hohenegg 2009: Plausch am Burggraben

Saldenburg 2010: Tanzvorführung

alpha-day 2010 in Cham

Frontenhausen 2011: Auf dem Markt...

Hohenegg 2011: Schlachtvorbereitungen

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012 Wir präsentieren: Die Bauernmiliz zu Freisyng

Narrenfrei Gegründet im Jahre 2004 des Herren und 2005 das erste Mal in Furth im Wald ein(um)gefallen. Ein Gruppe aus 4 Kerlen, deren Fähigkeiten weit mehr im Bereich des kreativen Unfugs als im bierernsten Reenactment liegen, sehen wir es als unser oberstes Ziel immer eine Quelle von Frohmut und Gemütlichkeit zu sein (und Met). Unser Lager ist meist schlicht, aber erstaunlicherweise trotzdem immer ein Anlaufpunkt für gute Bekannte (neue und alte), neugierige Gäste und im letzten Jahr einer Menge Wespen. Unsere Daseinsberechtigung besteht darin, dass ein Heer immer auch das Landvolk miteinbezogen hat, meist unfreiwillig und wenn man eigentlich gerade entweder säen oder ernten will... nichtsdestotrotz glänzen wir in Schlachten durch heroische Abwesenheit oder akuten Anfällen von Fluchtinstinkt - alles bekannte Qualitäten von Milizeinheiten. Da wir dem Cave Gladium nun schon viele Jahre treu sind (bislang haben sie uns jedes Jahr reingelassen...wenn die wüssten..) möchten wir die uns besonders in Erinnerung gebliebenen Innovationen, Ideen und Ereignisse zum Besten geben:

Das Templerlied An einem Lagerfeuer entstanden, und wegen eine Kritikers mit einer großen scharfen Axt spontan umgedichtet, hat es sogar den Weg ins Repertoire eines Barden gefunden. Wer nun den Text hören möchte muss uns besuchen kommen, aber dann garantieren wir: Wir singen es gern, wir singen es laut und da wir den Text erfunden haben, singen wir es sogar richtig! Beweist erst mal das Gegenteil.

Braincracker Zu Ehren des Themenabends „Sich betrinken” wurde am nächsten Tag den Nachwirkungen geschuldet der „ Braincracker” erfunden...Aufzustehen um die Karaffe mit Wasser zu füllen iat unmöglich, also mischt man aus dem, was in Reichweite ist, einen Wasserersatz. Grundlage: Edelstoff... da ist noch ein Rest Lakritzmet... und um den Medizinischen Aspekt zu gewährleisten: auflösbares Aspirin - wirklich zu empfehlen und hat die im Namen verewigte Wirkung!

Der Nackerte aus‘m Badezuber Legendär und wahrscheinlich auch den unschuldigen Augenzeugen so schnell nicht aus der Erinnerung gewichen... Nach dem Genuss unserer Stunde im Badezuber mit dem guten dunklen Bier überkam ein Mitglied unseres lustigen Haufens ein natürliches und dringendes Bedürfnis... die Lösung lag nahe:„Ich geh jetzt aufs Klo flitzen! Wer kommt mit?” Es war der Freitagabend... dementsprechend viel Publikum war anwesend und der Ausruf „Der kommt aus dem Zuber!” machte uns bewusst... er war nicht unbemerkt nackert durch die Menge gelaufen.

O-Saftschorle gibt es nicht Ziemlich sicher entstand der Wunsch nach einer O-Saftschorle zum Frühstück, auch nach einer kurzen Nacht und Alkohol war im Spiel. Aber wie wir feststellen mussten: Es gibt auf dem ganzen Cave keine O-Saftschorle! Nirgends!... Wir haben wirklich gesucht.. und gefragt! Dieser Missstand wird von uns jedes Jahr betrauert, aber wir vergessen auch immer ihn selbst zu beheben.

Uhrzeit bestimmen like a Boss: Die Johanniteruhr Wie misst man die Zeit, wenn einem die Sonne zu hell, oder hinter Wolken verborgen ist? Richtig! Man nimmt die Zahl der Johanniter und Templer, die einem begegnen und zählt immer weiter: So kann es zwar passieren, dass es beim einen schon 12 Johanniter nach Aufstehen ist, und beim anderen grade erst 2 Johanniter nach erstem Kaffee.. Aber solche Unschärfen verlieren spätestens an Bedeutung, wenn die gesamte Gruppe Johanniter gefolgt vom Trupp der Templer beim Teehaus an einem vorbeimaschiert und es plötzlich 17 Johanniter und 18 Templer nach Mittagessen ist, und damit dringend Zeit zum Abendessen (und das um kurz nach halb 2 mittags)! Zu guter Letzt: Wir gratulieren dem Cave Gladium zu 10 tollen Jahren, die wir großteils miterlebt haben. Wir hoffen, es werden noch viele weitere und versprechen an jedem davon teilzunehmen! Danke an das Team, das sich jedes Jahr mit der Organisation und Umsetzung rumplagt, und den Einsatz und Nerven, die ihr dabei zeigt! Vielen, vielen Dank dafür! Euer Narrenfrei (Ein Beitrag der Lagergruppe „Narrenfrei” aus Freising)

www.cave-gladium.de

35


Cave Gladium 2003-2012

2008 - Holzhäuschen und ďŹ nsterer Mond

36

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012 - In den Vorjahren waren wir auf die Engpässe bei den Toiletten hingewiesen worden. Das Caveteam wollte nicht weiterhin Klocontainer anmieten und war auf der Suche nach einer kostengünstigen Alternative. Nach einem Gespräch mit einem befreundeten Zimmermann kam die Idee: Wir bauen Klos aus Holz! Und seit diesem Jahr stehen unsere transportablen hölzernen Häuschen auf dem Cave dienstbereit. Uns wurde zugetragen, dass manche Damen aus der Lagergemeinde beim ersten Anblick schockiert waren, an einen „Donnerbalken” dachten und völlig überrascht waren, hinter den Türchen Keramik und Wasserspülung vorzufinden. -Für Verwirrung sorgte bei den Toiletten ein aus Jux angefertigtes Schild, welche die Herren nach links und die Damen nach rechts verwies. Hinter der Holzpalisade trafen sich die Wege wieder bei den „Uni-Sex-Toiletten”. - 2008 war eine besondere Attraktion unter den Gauklern auf dem Cave zu bestaunen, eine Hochseilartistengtruppe aus Ungarn. Sie verzauberten das Publikum mit Artistik auf dem Trapez und dem Hochseil. - Während des Wochenendes kam es zu einem Fahnendiebstahl. Der anschließende „Krieg” konnte jedoch verhindert werden. Sicherlich wird hiervon noch an anderer Stelle berichtet. - Eine weitere Neuerung auf dem Cave: Der Lagerbereich erhielt Straßennamen. Oft war die Vogtey in Nöten, wenn Besucher nach dem Weg zu einer Gruppe gefragt haben: „Ah ja, do gengan‘s etza...”. Wenige wissen, dass die Straßennamen mit der bayerischen Tradition der Hausnamen zu tun haben... - Einen Programmpunkt der besonderen Art lieferte das „Hurenweybl”: Es wurde die Wahl zur „Miss Cave Gladium” ausgeschrieben. In einigen Prüfungen sollte sich die Weiberschar bewähren und beweisen. Mit viel Gaudi wurden die Platzierungen von der Jury bekannt gegeben. Verwunderlich war beim Ergebnis sicherlich, dass sich unter den Röcken der ersten drei Platzierten ganz „andere Geheimnisse” verbargen... - Schon jeher wurden unsere Schiedsrichter auch von Mitgliedern aus verschiedensten Gruppen unterstützt. Dies gebietet schon alleine die sportliche Fairness. Seit 2008 wird das Cave-Team jedoch von internationalen Gehilfen aus Niederösterreich unterstützt. Vielen Dank an die „Wölfe zu Dunkelstein”! Das erste Gespräch auf „neutralem Grund” in Passau wurde zur Grundlage einer super Zusammenarbeit. - Ein kosmisches Ereignis fand auch noch statt: In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es zu einer partiellen Mondfinsternis. Dies wurde wenig bis gar nicht bemerkt, denn das Cave macht die Nacht zum Tag... - Von den Wölfen zu Dunkelstein wurde der Mühlbach an der Brücke österreichisch-patriotisch mit „Donau” beschildert - der Beginn einer „Streich-Fehde” mit der Zubermannschaft... - Ein Vorfall wurde uns kurz vor Redaktionsschluss berichtet: In der Woche vorher wurde eines der weiß-blauen Häuschen des nachts besucht. Ein kleiner Rempler gegen den Palettenunterbau beim Betreten destabilisierte die ganze Konstruktion. Beim Platznehmen kam es dann zu einer Gewichtsverlagerung, welche das Häuschen mitsamt Insassen kippte. Glücklicherweise war es noch nicht lange aufgestellt, so dass sich „nur” der blaue Inhalt des Tankes über den Unglücklichen ergoss...

Fakten 2008: Marktstände:

99

lagernde Gruppen*:

102

Anzahl Teilnehmer**:

1141

Zelte**:

386

Fläche:

ca. 4,6 ha

Strom:

1.840 kWh

Toilettenpapier: Musik:

208.000 Blatt Adas Heidenlärm Fatzwerk

*) Als Gruppe zählen jeweils separate Anmeldungen. Es sind Gruppen von 2 bis über 80 Personen enthalten **) Wir machen keine Inventur oder Volkszählung. Hier sind die Zahlen angegeben, welche die Gruppen bei der Rückbestätigung angeben.

www.cave-gladium.de

37


Cave Gladium 2003-2012 Die Reisenden

38

www.cave-gladium.de


Cave Gladium 2003-2012

(Ein Beitrag der Lagergruppe „Die Reisenden”, Mannheim)

Wusstet Ihr schon, dass der Bach, der rund um das CaveGelände fließt, nicht der Chamb ist?

www.cave-gladium.de

39


Cave Gladium 2003-2012 Cave Gladium und Drachenstich Der Verein präsentiert sich beim Einzug des Festwirtes - die Veranstaltung zeigt seit 2011 auch Präsenz beim Drachenstich-Festumzug. Bereits bei der „Premiere” fanden sich 130 Freiwillige, die den Spass mit- und damit das Cave Gladium zur größten Gruppe beim Umzug gemacht haben. Hier ein paar Impressionen vom Umzug.

40

www.cave-gladium.de

10 Jahre Cave Gladium  

2012: Jubiläumsschrift zum 10jährigen Jubiläum des Mittelalterfestes in Furth im Wald, Bayern

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you