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ACHTUNG BERLIN–NEW BERLIN FILM AWARD ALTENBURGER BARBAROSSA FESTSPIELE_AR CHÄOLOGISCHES LANDESMUSEUM BRANDENBU RG_ARCHITEKTURPREIS BERLIN E. V._BAR JEDER VERNUNFT_BAROCKENSEMBLE LAUTTE N COMPAGNEY BERLIN_BAYERISCHE THEATE RAKADEMIE AUGUST EVERDING_BEETHOVENHAUS BONN_BERLINER KINDER- & JUGENDT HEATER MURKELBÜHNE_BERLINER RESIDENZ KONZERTE IN DER GROSSEN ORANGERIE VO N SCHLOSS CHARLOTTENBURG_BRANDENBURG ER THEATER_BRANDENBURGISCHE SOMMERKO NZERTE_BREGENZER FESTSPIELE_CITY–DIE KULTBAND_DAS MUSICAL RATS_DRESDNER K REUZCHOR_FILMFESTIVAL MAX OPHÜLS PRE IS_FONDATION BEYELER_FONDS DARSTELLE NDE KÜNSTE E.V._FONTANE-FESTSPIELE N EURUPPIN_GEWANDHAUSORCHESTER & GEWAN DHAUS ZU LEIPZIG_GOETHE-INSTITUT E.V .HAVELLÄNDISCHE MUSIKFESTSPIELE_HIPH OP ACADEMY_HÖFISCHE FESTSPIELE POTSD AM_INSTITUTO CERVANTES_KISSINGER SOM MER_KULTURSTÄTTEN GÖRLITZ_KUNSTSAMML UNGEN NORDRHEIN-WESTFALEN_LEIPZIG 18 13–LEIPZIG IN DEN WIRREN DER VÖLKERS CHLACHT_MÄRCHENLAND_MORGENLAND FESTI VAL OSNABRÜCK_MUSIKTHEATER IM REVIER NEANDERTHAL MUSEUM_NIBELUNGEN-FESTSP IELE WORMS_NORDKOLLEG RENDSBURG_PANO RAMA MUSEUM_„PÈLERINAGES“KUNSTFEST W EIMAR_RUHRFESTSPIELE RECKLINGHAUSEN_ SCHAUSPIELBÜHNEN IN STUTTGART_STIFTU NG ZUKUNFT BERLIN_STIMMEN-FESTIVAL_T IPI AM KANZLERAMT… 2012 Jahrbuch

für

causales marken kulturmarken

Kulturmarketing

und

Kultursponsoring


JAHRBUCH KULTURMARKEN 2012


Liebe Leserinnen und Leser, ein Drittel der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen Sponsoring als Marketinginstrument und prognostizieren dieser Werbeform eine zunehmende Bedeutung. Trotz der Wirtschaftskrise hat das Kultursponsoring in Deutschland und Österreich keinen Einbruch erlitten. Im Gegenteil: Das Sponsoringvolumen steigt sogar im Vergleich zu anderen Werbeformen an und verzeichnet eine zunehmende Professionalisierung in der Planung und Umsetzung. Eine Studie zur unternehmerischen Kulturförderung in Deutschland belegt, dass Unternehmen unabhängig von ihrer Größe die verschiedensten Kulturbereiche auf vielfältige Art und Weise und mit durchschnittlich rund 306.000 Euro jährlich sponsern. Laut einer Causales-Studie unter den Kulturschaffenden arbeiten 86,6 % der Kultureinrichtungen mit Wirtschaftsunternehmen zusammen und haben zu ca. 59 % ein bis sechs Sponsoringpartner. Im Vergleich zu Studien aus den Jahren 2005 und 2007 nahm der Anteil des Sponsoringvolumens bei den teilnehmenden Kultureinrichtungen signifikant zu. In der 8. Ausgabe des Jahrbuchs Kulturmarken bieten wir Ihnen einen umfangreichen Einblick in die Kulturfinanzierung und den Kultursponsoringmarkt der drei europäischen Nachbarländer Deutschland, Österreich und der Schweiz. Außergewöhnliches Kulturengagement stellen wir Ihnen in den Best Practices u. a. von Bayer Kultur und dem MIGROS-KULTURPROZENT auf den Seiten 86 bis 101 vor. Die Stiftung Schloss Neuhardenberg zeigt auf den Seiten 32 bis 41 eindrücklich, dass Freiheit in der künstlerischen Programmatik durch Alleingesellschafter wie den Deutschen Sparkassen- und Giroverband nicht in Frage gestellt, sondern sogar gefördert wird. Diese Freiheit bedeutet für den Kulturschaffenden allerdings, dass er die Verantwortung, die er mit einer solchen Partnerschaft eingeht, lebt. Vielen Unternehmen, die Sponsoring-Engagements im Kulturbereich erwägen, sind die Möglichkeiten und konkreten Leistungen, die die Kulturschaffenden bieten können, häufig noch unbekannt. Aus diesem Grund präsentieren wir im Jahrbuch Kulturmarken auf den Seiten 106 bis 191 eine Angebotsübersicht ausgewählter Kulturanbieter, die Ihnen Neugier auf die Zusammenarbeit mit der Kultur machen soll. Gern stehen wir Ihnen beratend beim Aufbau einer langfristigen Kooperation mit Kulturanbietern zur Seite und vermitteln Ihnen den Kontakt.

Viel Vergnügen beim Lesen und der Auswahl Ihrer Kulturpartner wünschen Ihnen die Jahrbuchherausgeber Hans-Conrad Walter und Eva Nieuweboer.

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EINFÜHRUNG

BEST PRACTICE

Ab Seite 10:

Ab Seite 86:

FACHBEITRÄGE, INTERVIEWS UND SPECIALS

ERFOLGREICHE SPONSORINGENGAGEMENTS DER WIRTSCHAFT


WEGWEISER KULTURMARKEN 2012

DIE AGENTUR CAUSALES

Seite 106:

Seite 212:

ATTRAKTIVE SPONSORINGANGEBOTE

IHRE AGENTUR FÜR KULTURMARKETING & KULTURSPONSORING

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FACHBEITRÄGE, INTERVIEWS UND SPECIALS

RUHR.2010 Still-Leben Ruhrschnellweg Foto: Manfred Vollmer

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Seite:

_ 1 0 Ein Vergleich der (Kultur-)Sponsoringmärkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz Agentur Causales

_ 1 6 Unternehmerische Kulturförderung in Deutschland Friederike von Reden, Referentin Kultursponsoring und Kulturpolitik beim Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V.

_ 2 0 Kultursponsoring aus Sicht der Kulturanbieter Ergebnisse der Kultursponsoringmarktstudie 2010 Agentur Causales

_ 2 2 Tue Gutes und lasse andere darüber reden – Die Kommunikation kulturellen Engagements Dr. Thomas Girst, Leiter Kulturengagement BMW Group Dorothee von Posadowsky, Leiterin der Kulturkommunikation E.ON AG

_ 2 4 Sponsoring im Museum Kunstpalast Ein Konzept mit klarem Nutzen für Partner und Sponsoren

_ 2 5 Kunst zum Sehen, Hören und Anfassen Interview mit Barbara Wiench, Leiterin Marketing, Sponsoring und Mäzenat Museum Kunstpalast

_ 2 6 Die Kunst, Kultur zu managen Professionalisierung von Kulturinstitutionen Dr. Claudia Witzemann, Principalin bei A.T. Kearney, Wien

_ 2 8 Die Rolle von Kunst und Kultur im Steuerrecht Interview mit Ralf Schmidt, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei Verhülsdonk & Partner GmbH

_ 3 2 Special: STIFTUNG SCHLOSS NEUHARDENBERG mit einem Interview mit Bernd Kauffmann, Generalbevollmächtigter der Stiftung Schloss Neuhardenberg

_ 4 2 Marketing für eine verrückte Idee Wilhelm von Boddien, Geschäftsführer Förderverein Berliner Schloss e. V.

_ 4 4 Special: RUHR.2010 mit Beiträgen von Prof. Dr. Oliver Scheytt, Geschäftsführer Ruhr.2010 GmbH, Maria Baumeister, Referentin der Geschäftsführung und Projektmanagerin für Evaluation und Axel Biermann, Geschäftsführer Ruhr Tourismus GmbH

_ 5 4 Entwicklungen im Marktsegment Kulturtourismus Prof. Dr. Andrea Hausmann, Professorin für Kultur management und Leiterin des Masterstudiengangs Kulturmanagement und Kulturtourismus, Europa-Universität Viadrina, Laura Murzik, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Masterstudiengangs Kulturmanagement und Kulturtourismus, Europa-Universität Viadrina

_ 5 8 Special: DIE INTERNATIONALE BAUAUSSTELLUNG IBA HAMBURG mit Beiträgen von Constanze Klotz, Projektassistentin IBA Hamburg, Gerti Theis, Projektkoordinatorin IBA Hamburg, Claudia Wagner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Yvonne Fietz, conecco Geschäftsfüherin und einem Interview mit Uli Hellweg, Geschäftsführer IBA Hamburg und Ute Vorkoeper, künstlerische Leiterin der Kunstplattform der IBA Hamburg

_ 6 8 Kreativität in der Kommunikation von Kulturmarken Agentur Causales

_ 7 0 Vom Plakat zum Pixel – Kulturwerbung mit Außenwerbung Dr. Marc Bieling, Geschäftsführer DIE DRAUSSENWERBER GmbH

_ 7 2 Der virale Weg vom Fan zum Kunden Agentur Causales

_ 7 6 Der kleine Krieg im Kulturbetrieb Agentur Causales

_ 8 0 Im Mittelpunkt steht der Mensch – Der Aufbruch des Kulturbetriebs in ein professionelles Personalmanagement Dirk Heinze, Chefredakteur Kulturmanagement Network

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FACHBEITRAG

Ein Vergleich der (Kultur-) Sponsoringmärkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz Agentur Causales

Andere Länder, andere Sitten – trifft das auch auf die Kultursponsoringmärkte der drei europäischen Nachbarländer zu? Mehrere Studien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind im Folgenden trotz unterschiedlicher Erhebungsmethoden und verschiedener Schwerpunkte die Grundlage einer detaillierten Gegenüberstellung der Sponsoringmärkte mit besonderem Augenmerk auf den Bereich Kultur. Öffentliche Ausgaben versus Werbevolumen Will man die drei großen deutschsprachigen Kultursponsoringmärkte vergleichen, so hilft es, sich zunächst ein Bild davon zu machen, wie sich der Stellenwert von Kultur in der Politik in den Kulturausgaben1) der öffentlichen Hand niederschlägt. In Relation gesehen ergibt sich, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in der Bundesrepublik im Jahr 2007 um mehr als 25 % unter dem des Spitzenreiters Schweiz liegt. Im Vergleich zur Eidgenossenschaft gibt der deutsche Staat allerdings nur etwa die Hälfte für Kultur pro Einwohner aus. Österreich misst der öffentlichen Kulturförderung im gleichen Jahr mit 262,70 Euro pro Einwohner die höchste Bedeutung bei, im Gegensatz zur Schweiz mit 217,30 Euro und Deutschland mit 113,30 Euro. Eine Erklärung dafür, dass die Schweiz hier hinter Österreich zurückliegt, könnte das dort weiter verbreitete bürgerschaftliche Engagement sein. Kulturausgaben pro Kopf (in Euro)

250

Werbevolumen vor und nach der Wirtschaftskrise (in Mrd. Euro)

262,7 200

217,3

150 100

113,3

50 0

2007 2009

25 20

Schweiz

Deutschland

Werbe- und Sponsoringausgaben im Vergleich Das Werbevolumen, dem das Sponsoring zugerechnet wird, weist in den drei Ländern deutliche Unterschiede auf. Die deutschen Unternehmen gaben im Jahr 2007 mit 253,10 Euro pro Kopf 2) am wenigsten für Werbung aus. Ein Fünftel davon floss in Sponsoringengagements. Die Österreicher folgten an zweiter Stelle mit einem Budget von 385,40 Euro pro Kopf 3), wovon schätzungsweise etwa 17 % für Sponsoring ausgegeben wurden. Genaue Zahlen wurden nicht erhoben. Spitzenreiter in Sachen klassischer Werbung waren die schweizerischen Unternehmen mit 635,40 Euro pro Kopf 4). Lediglich 10 % davon standen dem Sponsoring zur Verfügung. Grund dafür könnte sein, dass es in der Schweiz ca. 12.000 gemeinnützige Stiftungen gibt. Der Staat gilt wegen seines liberal geprägten Stiftungsrechts und der politischen und wirtschaftlichen Stabilität als „Stiftungsparadies“5).

20,8

15

18,4

10 5 0

Österreich

10

Die Wirtschaftskrise im Jahr 2008 hatte auf das Sponsoring eine sehr viel geringere Auswirkung als auf die klassische Werbung. In Deutschland und Österreich lag das Sponsoringvolumen im Jahr 2009 sogar über dem von 2007, während die klassische Werbung ihren alten Umfang nicht wieder erreicht hat. In Deutschland verzeichnete das Sponsoring in vergangenen Finanzkrisen sogar Wachstumsraten. Die Firmen verfolgen anscheinend die Strategie des antizyklischen Markenaufbaus. Die guten Werte trotz Krise lassen sich aber auch auf die hohe Anzahl an mittelständischen Sponsoringgebern zurückführen, von denen man annimmt, dass sie deutlich weniger abhängig vom globalen Finanzmarkt seien. In Österreich wird die selbstverständliche Integration von Sponsoring in den Marketing-Mix als Grund für die stabilen Entwicklungen angesehen. In der Schweiz dagegen wurde der Vorkrisenwert im Jahr 2009 noch nicht wieder erreicht.

3,2

3,3

Österreich

4,8

4,2

Schweiz

Deutschland

Den schweizer Kultureinrichtungen, insbesondere den Musikbetrieben, sprangen zahlreiche Sponsoren ab. Das UBS Festival Orchestra etwa hat mit der UBS Ende 2008 seinen Titelsponsor verloren. Einem Musikfestival sind sogar alle Sponsoren abgesprungen. Begründet wird der Rückzug der Unternehmen mit der sich langsam entfaltenden Wirkung von Sponsoring, wo doch viele Unternehmen kurzfristig um ihr Überleben kämpfen müssen.

Deutschland und Österreich überstehen die Wirtschaftskrise 2008 ohne Einbrüche im Sponsoring. Das Sponsoringvolumen steigt sogar überproportional zur Werbung an. In der Schweiz springen zahlreiche Sponsoren, vor allem im Bereich Kultur, ab.


Kultursponsoring

Big Players

Kultursponsoring wird in allen drei Ländern von 60 bis 70 % der Besonders aktiv im Kultursponsoring sind deutschlandweit die befragten Unternehmen als Marketinginstrument genutzt. Unternehmen RWE, BMW, Audi, die Deutsche Bank, der Deutsche Sparkassen- und Giroverband und die regionalen Sparkassen, die Die Pro-Kopf-Ausgaben für Kultursponsoring liegen in den ver- BASF und die Lufthansa. Zu den Firmen, die sich in der Schweiz gangenen Jahren bei knapp 4 Euro in Deutschland (2010), etwa stark engagieren, gehören u. a. Migros, Coop, Novartis, Axa Win5 Euro in Österreich (2010) und über 9 Euro in der Schweiz (2009). terthur, Vaudoise Versicherungen, der Uhrenhersteller Oris, Darin ist lediglich das monetäre Kultursponsoring erfasst. Die Swisscom, die Schweizerische Post, die Schweizer Privatbank Juliösterreichische Initiative Wirtschaft für Kunst (IWK) geht davon us Bär, Crédit Suisse, HSBC und auch weiterhin die UBS. In Österaus, dass das Kultursponsoringvolumen, bezieht man das Sach- reich werden im Zuge mit Kultursponsoring die Namen Bank sponsoring mit ein, um ein Drittel höher ist. Austria, Erste Group Bank, der Fruchtsaft- und TeegetränkeproDer Anteil des Etats für Kultursponsoring ist im Jahr 2010 in duzent Rauch, der Baustoffanbieter CEMEX Austria, der StahlDeutschland mit 18,2 % am höchsten. In Österreich und der produzent voestalpine und das Versicherungsunternehmen Schweiz liegt er bei 15 % bzw. 13,7 % des Sponsoringbudgets. Im Ver- UNIQUA genannt. gleich dazu geben die Unternehmen aus den drei Ländern zwischen 43 % und 47,5 % des Budgets für Sportsponsoring aus6).

88 %

Von Unternehmen genutzte Sponsoring bereiche 2010

81 %

80 %

Quellen: ESB Europäische Sponsoring-Börse, Sport + Markt AG; Österreichischer Sponsoring barometer 2010/2011, ESB Europäische Sponsoring-Börse, Sport + Markt AG: Schweizer Sponsoringbarometer 2010/2011, BBDO Live GmbH, Hermanns, Arnold: Sponsoringtrends 2010

67 %

66 % 61 % 58 %

56 %

Österreich

Schweiz

20 %

Öko

Sozio/Bildung

Sport

Kultur

21 %

Öko

Sozio/Bildung

Sport

Kultur

19 %

Öko

Sozio/Bildung

Sport

Kultur

41 %

Deutschland

Stellt man die Anteile des Kultursponsorings dem Pro-Kopf-Budget gegenüber ist anzunehmen, dass in Deutschland hauptsächlich Unternehmen mit vergleichsweise niedrigem Sponsoringbudget in Kultur investieren. Denn in Deutschland engagieren sich die meisten Unternehmen für Kultur, während die Kultursponsoringausgaben pro Einwohner am geringsten sind. Eben diese Unternehmen haben 2008 auch dafür gesorgt, dass das Budget über die Wirtschaftskrise hinweg konstant geblieben ist.

AT CH DE

Kultursponsoring pro Kopf 5 Euro 9 Euro 4 Euro

Anteil des Kultursponsorings am gesamten Sponsoringetat (2010) 15 % 13,7 % 18,2 %

1) berücksichtigt werden die Sparten: Musik, Darstellende Kunst, Aus- und Weiterbildung, Erwachsenenbildung/ Volkshochschulen, Bibliotheken, Museen, Sammlungen, Ausstellungen, Film, Denkmalschutz, Bildende Kunst, Architektur, Design, Foto, Literatur, Kulturinitiativen und -zentren, Volkskultur, Großveranstaltungen, internationaler Kultur austausch, kulturelle Angelegenheiten im Ausland, Sonstiges 2) Bruttoumsätze nach Abzug von Mengenund Malrabatten sowie Mittlerprovisionen, Skonti, ohne Produktionskosten 3) Bruttowerbedaten auf Basis der öffentlichen Tarife exkl. Mwst. 4) Brutto-Umsätze minus Rabatte (für Mengen- oder Wiederholungsabschlüsse) 5) ZEV - Zeitschrift für Erbrecht und Vermögensnachfolge: http://rsw.beck.de 6) Deutschland: BBDO Live GmbH, Hermanns, Arnold: Sponsoringtrends 2010, Österreich: ESB Europäische Sponsoring-Börse, Sport + Markt AG: Österreichischer Sponsoringbarometer 2010/2011, Schweiz: ESB Europäische Sponsoring-Börse, Sport + Markt AG: Schweizer Sponsoringbarometer 2010/2011

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FACHBEITRAG Quellen: ESB Europäische Sponsoring-Börse, Sport + Markt AG; Österreichischer Sponsoring barometer 2010/2011, ESB Europäische Sponsoring-Börse, Sport + Markt AG: Schweizer Sponsoringbarometer 2010/2011, Pleon – Event + Sponsoring: Sponsoringtrends 2008

Die kulturellen Vorlieben der Unternehmen Im Durchschnitt gehören die Bildende Kunst, Klassische Musik und die Darstellende Kunst zu den am häufigsten gewählten Sparten. In Deutschland fließt nach einer Studie von 2008 mit Abstand am meisten Geld in die Bildende Kunst, während in der Schweiz 2010 die drei größten Nutznießer zu fast gleichen Teilen die Klassische Musik, die Darstellende Kunst und Rock/Pop-Musik sind. In Österreich kann die Bildende Kunst 2010 mit Abstand am meisten Partner für sich gewinnen. In welchen Kultursparten sind sie als Sponsor tätig?

73 %

Klass. Musik Darstell. Kunst Rock/Pop Bildende Kunst Film/Fotografie Architektur/Design Sonstiges

62 % 57 %

42 %

32 % 26 %

31 %

29 %

26 % 19 %

17 % 13 %

Österreich (2010)

11 %

11 %

Schweiz (2010)

Reaktion der Kunden Die Konsumenten, soweit befragt, nehmen Sponsoringaktivitäten sehr positiv wahr. Bei einer schweizerischen Umfrage war die überwiegende Mehrheit der Befragten der Meinung, dass Sponsoring durch Firmen sinnvoll sei. In einer weiteren Studie aus dem Jahr 2005 geben 46 % an, dass sie eher ein Produkt von einer Firma kaufen würden, die Kultur sponsert. Der Anteil derjenigen, die von einem Unternehmen kaufen würden, das sich im Sport engagiert, liegt bei 52 %. In Deutschland attestiert man Unternehmen, die sich im Bereich Sponsoring engagieren, eine sichtlich höhere Kundenbindung.

Auf die Kunden hat Kultursponsoring meist einen sehr positiven Einfluss.

12

21 %

19 %

10 %

15 %

Deutschland (2008)

Sponsoring und Compliance Der Begriff „Compliance“ beschreibt die Regeltreue von Unternehmen gegenüber Richtlinien und Gesetzen sowie selbst aufgestellten unternehmensinternen Übereinkommen. Gerade im Sponsoring ist dies eine wichtige Einrichtung, da sich Unternehmen und auch ihre Anspruchsgruppen sehr leicht Vorwürfen der Bestechung bzw. der Bestechlichkeit oder der Steuerhinterziehung ausgesetzt sehen. Das geschieht meist im Rahmen von Hospitality, der sogenannten Gastlichkeit, die hinter von Unternehmen oder Kultureinrichtungen ausgesprochenen Einladungen zu Events steht. Für die überwiegende Mehrheit der Unternehmen im deutschsprachigen Raum ist Hospitality ein wichtiger Grund für ihr Sponsoringengagement und damit ein fester Bestandteil des Sponsoringpakets. In der Schweiz nimmt die Bedeutung von Hospitality stetig zu. Für die meisten Unternehmen ist sie ein wichtiges Instrument zur Kundenbindung, Mitarbeitermotivation und Kundenakquise. Ihre Nutzung für politische Lobbyarbeit steht dabei meist hinten an. Der Rechtsunsicherheit in Bezug auf Vorteilsnahme durch den Sponsorgeber wurde in Österreich erst vor wenigen Jahren, zuletzt durch die Verabschiedung des Korruptionsstrafrechtsänderungsgesetzes im Jahr 2009, Abhilfe geschaffen. Bei dem Gesetz handelt es sich um eine differenzierte Darstellung, unter welchen Umständen es sich bei welchen Amtsträgern um eine kriminelle Vorteilsnahme handelt. Die Annahme einer Einladung, deren Wert


100 Euro nicht überschreitet, ist generell straffrei. Die Anzahl der Einladungen, die von Unternehmen ausgesprochen wurden, sind nach einer Studie von 2011 trotzdem bei fast 20 % der befragten Unternehmen gesunken und nur bei 5 % gestiegen. Auch in Deutschland wurde festgestellt, dass Firmen aufgrund dieser Problematik ihre Sponsoringengagements aus den Bereichen Kultur und Sport zurückziehen. Die ungeklärte rechtliche Situation und die unterschiedliche Auslegung vor Gericht in der Vergangenheit hat die Unsicherheit der Unternehmen noch verstärkt. Auch die Gäste der Unternehmen bleiben den Veranstaltungen immer häufiger fern, weil sie Angst vor steuer- oder strafrechtlicher Verfolgung haben8). Um den Gast vor solchen Unsicherheiten zu schützen, gehen Firmen mittlerweile dazu über, diesen von seiner Pflicht zu Versteuerung der Einnahmen zu befreien, indem sie eine 30-prozentige Pauschalbesteuerung vom Bruttowert der Sachzuwendung an den Fiskus abgeben. Bis zu einem Maximalbetrag von 10.000 Euro je Empfänger und Wirtschaftsjahr ist das möglich.9) In der Schweiz stellen Steueranwälte aufgrund der ebenfalls unsicheren Rechtslage einzelne Projekte im Bereich Spenden und Sponsoring im Vorhinein der Steuerbehörde vor und lassen sich eine schriftliche Bestätigung ausstellen, um auszuschließen, dass ihr Kunde später belangt wird. Das Delikt der Vorteilsnahme ist in der Eidgenossenschaft verhältnismäßig lose geregelt. So wird ein Fluss von Mitteln, der lediglich zur Beschleunigung einer Amtshandlung beiträgt, nicht steuerlich sanktioniert.

Compliance stellt Unternehmen in der Schweiz und in Deutschland weiterhin vor Schwierigkeiten. Eine eindeutige Rechtslage ist in Deutschland aufgrund des Rückzugs von Unternehmen aus dem Sponsoring dringend nötig. Die österreichische Regierung macht es Sponsoren und ihren Gästen mit einer neuen eindeutigen Gesetzgebung dagegen sehr leicht.

Planung und Umsetzung von Sponsoring Trotz der genannten Schwierigkeiten setzen sich immer mehr Unternehmen professionell mit dem Thema Sponsoring auseinander. In Deutschland beschäftigt sich in fast 50 % der befragten Unternehmen ein Mitarbeiter hauptsächlich mit Sponsoring. Ein Viertel beschäftigt zwei und über 15 % besetzen sogar mehr als zwei Stellen für diesen Bereich. Die Schweiz verzeichnet unter den befragten Firmen einen erheblichen Anstieg an Sponsoringabteilungen. Waren es im Jahr 2004 nur 25 % der Unternehmen, die eine eigene Abteilung hatten, so sind es 2010 knapp 70 % der befragten Firmen. Auch Österreich verzeichnet seit 2008 einen Anstieg um 13 % auf 35 % der befragten Unternehmen im Jahr 2010. Zwei Dritteln aller Sponsoringengagements in Deutschland liegt eine schriftliche Planung zugrunde. Bei der Wahl des budgetstärksten Sponsoringengagements entscheidet bei über einem Drittel der Unternehmen aus den Alpenstaaten die Kenntnis über die eigene Marktposition und die Marktsituation selbst. Bei einem knappen Drittel liegt die Entscheidung in der Chefetage und zwischen 15 und 20 % der Unternehmer verlassen sich auf ihr Bauchgefühl. Entgegen der Vermutungen, die sich daraus ergeben können, liegt die Verantwortlichkeit für Sponsoring in den drei Ländern immer häufiger in der Marketingabteilung oder sogar einer Sponsoringabteilung. Durch die Verknüpfung von Sponsoring mit anderen Kommunikationsmitteln lässt sich seine Wirkung vergrößern. Zwei Drittel der österreichischen Unternehmen folgen diesem Prinzip. Am häufigsten wird es dort mit der Öffentlichkeitsarbeit und der PR, Hospitality und auch der klassischen Werbung verknüpft. In der Bundesrepublik wird das Sponsoring von mehr als der Hälfte der Unternehmen in die klassische Werbung und von fast drei Vierteln in Events eingebunden. Auch die Mitarbeiterkommunikation spielt für mehr als zwei Drittel der Unternehmen eine große Rolle. In der Eidgenossenschaft wird Sponsoring von fast 90 % der Unternehmen mit Hospitality verbunden. Das mag mitunter am vergleichsweise lockeren Umgang mit Compliance in der Schweiz liegen. Weitere Verknüpfungen gibt es zu beinahe 80 % mit PR und zu fast 70 % mit der klassischen Werbung.

Die Professionalisierung im Sponsoring schreitet voran. Durch eine fundierte Marktkenntnis als Entscheidungsgrundlage und eine stärkere Verknüpfung der Engagements mit anderen Kommunikationsmitteln ließe sich die Wirkung von Sponsoring bei vielen Unternehmen noch weiter erhöhen. 7) Strahlendorf, Peter: Jahrbuch Sponsoring 2009, New Business Verlag, 2009 8) ZAW-Erklärung zu VIP-Einladungen: Rechtsunsicherheit kontra Kultur und Sport: www.zaw.de 9) Ecovis Deutschland: www.ecovis.com

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FACHBEITRAG

Erfolgskontrolle Eine Erfolgskontrolle der Sponsoringengagements im Rahmen der Professionalisierung findet in allen drei Ländern noch relativ unregelmäßig statt. In Österreich lassen zwei Drittel der Unternehmen die Wirkung bestimmter Engagements überprüfen. Unter den Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern führen 42 % eine regelmäßige Kontrolle durch. Bei den kleineren Unternehmen sind es sogar weniger als ein Drittel. In der Schweiz ist die Zahl der Unternehmen, die eine Erfolgskontrolle in Abhängigkeit bestimmter Aspekte, wie bspw. dem Budget durchführen, in den vergangenen zwei Jahren zurückgegangen. Angestiegen um 4 % auf 33 % von 2008 auf 2010 ist der Anteil der Firmen, die immer eine Erfolgskontrolle durchführen. Im Jahr 2004 lag der Wert mit 37 % allerdings über dem 2010 erhobenen. Die Anzahl der Unternehmen, die den Erfolg ihres Sponsorings nie überprüfen, ist laut Umfragen zum Jahr 2010 um 9 % auf 14 % angestiegen. Als Grund für den Rückgang der Erfolgskontrollen in der Schweiz kann man einerseits die wesentlich effektivere Planung von Sponsoring mithilfe der „Medienanalyse Sponsoring“ der Schweizer AG für Werbemedienforschung (WEMF) annehmen. Andererseits schenken manche Unternehmen der Erfolgskontrolle mit der Zeit möglicherweise weniger Beachtung, weil sich die von ihnen erhobenen Daten über einen längeren Zeitraum nicht ändern und sie daher nicht mit Umbrüchen rechnen. Drei Viertel der schweizerischen Unternehmen greifen bei der Kontrolle auf quantitative Mediadaten zurück. Imageanalysen und zielgruppenspezifische Befragungen werden von knapp 40 % durchgeführt. In Deutschland geben ein Drittel der Unternehmen an, nie eine Erfolgsanalyse durchzuführen. Über die Hälfte aller Unternehmen führt laut einer Studie eine Medienauswertung, 20 % eine empirische Untersuchung durch.

Trotz des Rückgangs der Erfolgskontrollen in der Schweiz kann festgehalten werden, dass sich das Verhältnis der Firmen zu Sponsoringkontrollen insgesamt verbessert hat. Meist handelt es sich aber nur zu einem relativ geringen Anteil um qualitativ hochwertige Analysen. Eine stetige und qualitative Erfolgskontrolle beispielsweise durch Befragungen könnte Potenziale für die zukünftige Zusammenarbeit freilegen.

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Prognosen Die Rolle von Sponsoring als Marketinginstrument wird für die Zukunft positiv eingeschätzt. Circa ein Drittel der Firmen in den drei Staaten gehen davon aus, dass seine Bedeutung (inkl. des Eventmarketings) ansteigen wird. Zwischen 50 und 60 % der befragten Unternehmen schätzen die Relevanz als gleich bleibend ein. Die Zukunft des Sponsorings wird somit positiver eingeschätzt als die der klassischen und der Außenwerbung. Innerhalb der Sponsoringsparten wird bei einem Blick auf Umfragen aus dem Jahr 2010 deutlich, dass die Firmen die Bedeutung der einzelnen Sparten unterschiedlich einschätzen.10) In Deutschland und Österreich gehen nur 17 bzw. 14 % von einem Wachstum im Kultursponsoring aus. In der Schweiz dagegen vertritt fast ein Drittel der Firmen diese Meinung. Wahrscheinlich liegt der Grund in den enormen Einbrüchen nach der Wirtschaftskrise in der Schweiz. Vielleicht haben die Unternehmen hier aber auch einen Trend vorweg genommen, der nun mit dem Kulturförderungsgesetz11) im Januar 2012 auch die Förderung durch die öffentliche Hand erreicht. Etwa zwei Drittel der österreichischen und fast ebenso viele deutsche Unternehmen gehen davon aus, dass die Bedeutung von Kultursponsoring gleich bleiben wird. Über 20 % der deutschen Unternehmen schätzen, Kultur werde als Sponsoringbereich an Relevanz verlieren. Im Vergleich zur Kultur wird in allen drei Ländern die Umwelt in Zukunft der größte Nutznießer sein. Darauf folgt laut Umfragen in Österreich und Deutschland das Sozio- bzw. Bildungssponsoring. Die Schweizer gehen von einem starken Wachstum des Mediensponsorings aus. In Kultur werden die Unternehmen laut dieser Studie weiterhin investieren. Von einem Rückgang gehen nur wenige aus.


Kurz & Knapp Die drei Länder weisen deutliche Unterschiede bezüglich der Wirtschaftskraft und des Stellenwerts der Kultur in der Politik auf, was auch Auswirkungen auf das Kultursponsoring hat. Von der öffentlichen Hand wird pro Kopf in Österreich bei Weitem am meisten ausgegeben. In Deutschland ist es weniger als halb so viel. Das Sponsoring hat die Wirtschaftskrise 2008 in Deutschland und Österreich ohne große Einbrüche überstanden. In der Eidgenossenschaft gab es möglicherweise aufgrund der hohen Banken- und Versicherungsdichte sehr hohe Einbußen, vor allem im Bereich Kultur. Kultursponsoring gilt in allen drei Ländern als eine sehr beliebte Sponsoringart, dennoch werden vergleichsweise geringe Beträge dafür eingesetzt. Im Jahr 2010 war der Kultursponsoringbetrag pro Kopf in der Schweiz drei Mal so hoch wie in Deutschland, was auf die Größe und Umsatzstärke der Unternehmen zurückzuführen ist. Die Verbindung von Kultursponsoring mit dem Corporate Social Responsibility (CSR)Programm ist in Deutschland ein beliebtes Mittel. In den Alpenstaaten verknüpft man Sponsoring und CSR nicht so häufig. Die Bedeutung von Sponsoring nimmt in den Unternehmen der drei Länder zu. Es ist sogar eine Professionalisierung zu verzeichnen. Immer mehr Unternehmen haben eigens für diesen Bereich Mitarbeiter engagiert. Auch wenn die Verantwortlichkeit mittlerweile meist bei Spezialisten in den entsprechenden Abteilungen liegt, ist es häufig die Chefetage und das Bauchgefühl der Entscheider, das über ein Sponsoringengagement bestimmt. Die Erfolgskontrolle von Sponsoringengagements nimmt in Österreich und Deutschland zu. Die Verknüpfung von Sponsoring mit anderen Kommunikationsinstrumenten ist gegeben, wobei sich hier länderspezifische Unterschiede auftun. In Sachen Compliance ist Österreich aufgrund der klaren Gesetzeslage Vorreiter. In der Schweiz sichert man sich mit behelfsmäßigen Mitteln ab oder geht davon aus, dass keine Verfolgung stattfindet. In Deutschland ziehen sich Firmen und ihre Gäste aufgrund der rechtlich ungeklärten Situation häufig zurück. Eine klare Rechtslage und eine eindeutige Rechtssprechung sind daher dringend notwendig.

Kultursponsoring hat sich in den vergangenen Jahren vor allem in Österreich und Deutschland als fester Bestandteil des Marketing-Mix etabliert. Ein Anstieg des Kultursponsoringbudgets ist nur in vereinzelten Fällen angedacht und aufgrund der, die Schweiz ausgeschlossen, besonders in Deutschland finanziell schwierigen Situation der Kommunen ist davon auszugehen, dass immer mehr Kulturinstitutionen um das gleich bleibende Sponsoringbudget konkurrieren. Aus Österreich heißt es von Seiten des Marketingdirektors der Raiffeisen Zentralbank Österreich, Leodegar Pruschak, aber: „Attraktive und impactstarke Projekte und Institutionen aus Kunst und Kultur hätten geringe Probleme, Unterstützung aus der Wirtschaft zu finden. Negativ betroffen seien vor allem diejenigen, die sich ‚in der Durchschnittlichkeit bewegen‘ “ 12). Der Kulturbeauftragte des Kantons Basel weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es sich nicht „nur um eine Finanzkrise, sondern auch um eine Sinn- und Qualitätskrise handelt. Der aufgeblähte, eventorientierte Betrieb wird sich merklich abkühlen. Es wird für uns wichtig sein, bei der Vergabe der Mittel unsere Qualitätskriterien noch präziser zu definieren.“13) Aus diesem Grund ist es überaus wichtig, dass das Sponsoring von Seiten der Kulturinstitutionen professionalisiert wird.

Ein klares Profil der Kultureinrichtung, ein Zielgruppenabgleich mit den Unternehmen und ein überzeugendes Konzept sind die besten Voraussetzungen dafür, einen Sponsor zu gewinnen und längerfristig zu binden.

10) Deutschland: BBDO Live GmbH, Hermanns, Arnold: Sponsoringtrends 2010 Österreich: ESB Europäische Sponsoring-Börse, Sport + Markt AG: Österreichischer Spon soringbarometer 2010/2011 Schweiz: ESB Europäische Spon soring-Börse, Sport + Markt AG: Schweizer Sponsoringbarometer 2010/2011 11) Das Kulturförderungsgesetz, welches am 1. Januar 2012 in Kraft tritt, sieht für die Finanzierung der kulturellen Aktivitäten des Bundes von 2012 bis 2015 einen Kredit von 638 Mio. Franken vor. 12) www.wirtschaftsblatt.at im Mai 2011 13) Stiftung + Sponsoring 07/2009 weitere Quellen: BBDO Live GmbH, Hermanns, Arnold: Sponsoringtrends 2010 Bundeszentrale für politische Bildung: www.bpb.de ESB Europäische Sponsoring Börse, Sport + Markt AG: Österreichischer Sponsoring barometer 2010/2011 ESB Europäische Sponsoring Börse, Sport + Markt AG: Schweizer Sponsoringbarometer 2010/2011 GFS-Zürich: Sponsoringpoten zial ist in der Schweiz noch nicht ausgeschöpft Initiative Wirtschaft für Kunst: www.iwk.at Institut für Marketing und Handel, Universität St.Gallen in Kooperation mit IG Sponsoring: Evaluation der Relevanz von Sponsoring Pleon – Event + Sponsoring: Sponsoringtrends 2008 Sport + Markt AG: www.sportundmarkt.de Statistik Austria: www.statistik.at Statistisches Bundesamt: www.destatis.de Statistik Schweiz: www.bfs.admin.ch Strahlendorf, Peter: Jahrbuch Sponsoring 2007, New Business Verlag, 2007 Strahlendorf, Peter: Jahrbuch Sponsoring 2009, New Business Verlag, 2009 Strahlendorf, Peter: Jahrbuch Sponsoring 2011, New Business Verlag, 2011 FASPO - Fachverband Sponsoring, pilot checkpoint GmbH: sponsor visions 2010 Vischer: Rechtliche Schranken der Verkaufsförderung, 2006 Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft: www.zaw.de

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FACHBEITRAG

Unternehmerische Kulturförderung in Deutschland Friederike von Reden, Referentin Kultursponsoring und Kulturpolitik beim Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V.

Warum und wie fördern Unternehmen Kultur? Dieser Frage stand bis dato eine unzureichende Datenlage gegenüber. Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft legte daher – gemeinsam mit dem Handelsblatt und dem Institut für Handelsforschung der Universität Köln – im Frühjahr 2010 eine neue Studie zur unternehmerischen Kulturförderung vor. Hierfür wurde das kulturelle Engagement von 265 Firmen in Hinblick auf Motivation, Förderbereiche und -formen, Umfang sowie Effekte des Engagements quantitativ und qualitativ untersucht. Die beteiligten Unternehmen bildeten im Hinblick auf ihre Größe, ihre Branchenzugehörigkeit und ihre geografische Verortung das Spektrum der deutschen Wirtschaft ab, so dass die Ergebnisse entsprechend als aussagekräftig gewertet werden können. Die Studie verdeutlicht, dass Unternehmen vor allem aus gesellschaftlicher Verantwortung heraus Kunst und Kultur fördern (92%) und dies zu einem wichtigen Bestandteil ihrer Unternehmenskultur machen.

Darüber hinaus spielt der Imagegewinn, der sich für Unternehmen aus dem kulturellen Engagement ergibt, eine große Rolle (79 %). Die Auswahlkriterien sind entsprechend gewichtet: Für die meisten Unternehmen ist entscheidend, dass die geförderte Kultur regional bedeutsam ist (78 %): Es ist naheliegend, mit der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung beim direkten Unternehmensumfeld zu beginnen und somit die eigene Identifikation mit dem Standort zum Ausdruck zu bringen. Inwieweit die geförderte Kultur zum Unternehmensimage passt, wird am zweithäufigsten als Auswahlmerkmal angegeben (64 %). Gefördert wird am häufigsten Musik/ Musiktheater (71 %), gefolgt von der Bildenden Kunst/Fotografie mit 59 %: Möglicherweise sind diese Kultursparten so beliebt, da sie wiederum viele verschiedene Stilund Darstellungsformen beinhalten (vom klassischen Konzert bis hin zum Rockfestival; von der Ausstellung Alter Meister bis hin zur Performance Kunst). Zudem wirken diese Kultursparten recht unmittelbar

Gründe für Kulturförderung Agenda Setting

2%

Kapitalanlage

2%

Sonstiges Verkaufsförderung/Werbung persönliches Interesse Aufbau neuer Kontakte/Netzwerkbildung Branding/Markenpflege

3% 8% 12 % 25 % 27 % 34 %

Kundenpflege

38 %

Steigerung des Bekanntheitsgrades

40 %

Mitarbeitermotivation/-identifikation

79 %

Imagepflege

92 %

Übernahme gesellschaftl. Verantwortung (Mehrfachnennungen möglich)

16

Anzahl der Unternehmen


auf das Publikum – wodurch ihre Förderung als Kommunikationsinstrument sehr geeignet ist – und bieten vielfältige Förderansätze (Spielzeitpartner, Ausstellungsförderer, eigener Nachwuchspreis etc.). Im Hinblick auf die Ausgestaltung der Förderung zeigt sich, dass auch die Förderformen vielfältig sind: Einzelevents (beispielsweise ein einzelnes Konzert) sind mit 72 % die am häufigsten angegebene Förderform, gefolgt von Projektförderung (beispielsweise ein kulturelles Bildungsprojekt des örtlichen Kunstvereins) mit 56 % und institutionellen Förderungen (beispielsweise Spielzeitpartner eines Konzerthauses) mit 51 %. Die Förderung bestehender Kultureinrichtungen und somit die Inves-

nehmen, gesellschaftliche Verantwortung übernehmen zu wollen. Zudem kann längerfristiges kulturelles Engagement eines Unternehmens von dessen Stakeholdern eher wahrgenommen werden als eine einmalige Unterstützung und kann sich daher eher positiv auf Image, Unternehmenskultur etc. auswirken. Hinsichtlich der Finanzierungsform treten Sponsoring (82 %) und Spenden (75 %) nahezu gleichberechtigt in Erscheinung und sind mit ähnlichen Durchschnittssummen verbunden: Im Untersuchungsjahr 2008 gab ein befragtes Unternehmen durchschnittlich rund 306.000 Euro für Kultursponsoring aus; rund 309.000 Euro spendete ein Unternehmen durchschnitt-

Unternehmensgröße der Anteil der Firmen, die positive Effekte auf die Unternehmenskultur und die Mitarbeiter beobachten, steigt. Entsprechend der offenbar erkennbaren positiven Auswirkungen der Kulturförderung wird ihre Bedeutung und Entwicklung beurteilt: Die deutliche Mehrheit der Unternehmen geht von einem Bedeutungserhalt (54 %) oder sogar von einem Bedeutungszuwachs (41 %) des Kulturengagements von Unternehmen aus. Die zukünftige monetäre Entwicklung der unternehmerischen Kulturförderung wird dementsprechend eingeschätzt: So geht die Mehrheit der Unternehmen von gleichbleibenden (41 %) oder steigenden Ausga-

Auswahlkriterien für die Kulturförderung Sonstiges entspricht Geschmack des Entscheiders passt zum Kunden passt zum Produkt/zur Marke

4% 10 % 16 % 23 % 27 %

passt zu interner Unternehmenskultur/Mitarbeitern

37 %

hat hohe kulturelle Relevanz

41 %

hat Tradition im Unternehmen

44 %

passt allg. zur Kommunikations-/Markenstrategie

64 %

passt zum Unternehmensimage

78 %

hat große regionale Bedeutung (Mehrfachnennungen möglich)

tition in vorhandene Strukturen ist also verbreitet und beliebt, umso mehr wenn man bedenkt, dass auch bei der Förderung von Events und Projekten oftmals die Gelder mittelbar den veranstaltenden Institutionen zufließen. Entsprechend sind die Empfänger unternehmerischer Kulturförderung laut Untersuchung vor allem Institutionen (71 %) – wie etwa Museen, Orchester oder Theater – und Vereine im Kunst- und Kulturbereich (62 %). Bei 73 % der befragten Firmen ist die Partnerschaft mit Kulturschaffenden von mehrjähriger Dauer. Im Hinblick auf die Planungssicherheit für die Kulturschaffenden und Konstanz des Kulturangebots ist dies sehr zu begrüßen und korrespondiert mit der Hauptmotivation von Unter-

Anzahl der Unternehmen

lich für kulturelle Zwecke. Eine Verdrängung des Mäzenatentums durch das Sponsoring ist also nicht zu beobachten. Insgesamt belaufen sich die durchschnittlichen Ausgaben eines Unternehmens für die Kulturförderung im Untersuchungsjahr 2008 auf rund 634.000 Euro, wobei in diese Summe neben den Ausgaben für Sponsoring und Spenden auch die für unternehmensnahe Stiftungsaktivitäten und für das Corporate Volunteering eingeflossen sind. Der am häufigsten beobachtete Effekt der Kulturförderung ist der Imagegewinn (77 %), wonach eine der Hauptmotivationen erfüllt ist. Als zweithäufigster Effekt werden positive Auswirkungen auf die Unternehmenskultur insgesamt attestiert (57 %). Auffällig dabei ist, dass mit zunehmender

ben (39 %) für die Kulturförderung aus. Nur 14 % der Firmen gehen von einem künftigen Rückgang der Kulturausgaben aus. Die Untersuchung hat verdeutlicht, dass Unternehmen sich in jeder Hinsicht vielseitig für die Kultur engagieren: Unabhängig von ihrer Größe fördern Firmen die verschiedensten Kulturbereiche auf vielfältige Art und Weise und dies mit teilweise hohen Summen. Dabei fördern sie vorrangig lokal und regional 85 % und leisten somit insgesamt einen wichtigen Beitrag für die Vielfalt der hiesigen Kulturlandschaft. Download der kompletten Studie mit zahlreichen weiteren Ergebnissen und Informationen unter: www.kulturkreis.eu

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FACHBEITRAG

Kultursponsoring aus Sicht der Kulturanbieter Ergebnisse der Kultursponsoringmarktstudie 2010 Agentur Causales Quelle: V.i.S.d.P.: Eva Nieuweboer & Hans-Conrad Walter, Causales – Gesellschaft für Kulturmarketing und Kultursponsoring mbH Redaktion: Kira Potowski Kultursponsoringmarkt Deutschland 2010, Berlin

Steigende Kosten, sinkende Zuschüsse, der Bedarf an Sponsoringpartnern seitens der Kultur nimmt weiter zu. Wie Kulturanbieter in Deutschland den Sponsoringmanagementprozess gestalten, zeigt die qualitative Studie über den Kultursponsoringmarkt 2010, an der sich 133 Kulturanbieter unterschiedlicher Bereiche und Größe aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligt haben und die die Berliner Agentur Causales bereits zum 3. Mal herausgibt.

Download unter: www.kulturmarken.de

Sponsoren kommen größtenteils aus der Region der Kulturanbieter Die Sponsoren der befragten Kultureinrichtungen stammen fast alle aus Deutschland und zu 72 % aus der Region rund um den Hauptsitz der Kultureinrichtungen. Dies belegt, dass eine wichtige Motivation der Sponsoren darin besteht, durch „Community Involvement“ Sympathie und Anerkennung in ihrer Region zu generieren. Die Hälfte der Sponsoringgeber sind nach Angaben der Kultureinrichtungen mittelständische Unternehmen, 35 % Groß- und 13 % Kleinunternehmen. Im Vergleich mit den Vorgängerstudien geht der Trend weiter in Richtung kleine und mittelständische Betriebe.

Sponsoringgeber

35 %

Geschätzte Unternehmensgröße der Sponsoringpartner: Kleinunternehmen: weniger als 50 Beschäftigte Mittelständler: 50 – 250 Beschäftigte Großunternehmen: mehr als 250 Beschäftigte

52 %

13%

Trotz des hohen Anteils an Mittelstandsunternehmen und der Wirtschaftskrise bleibt die Branche der Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister, die schon in den vorhergehenden Studien den obersten Platz einnahm, von ihrer Anzahl her betrachtet auch 2010 mit 60 % der am meisten vertretene Wirtschaftszweig unter den Sponsoren. Ein Grund hierfür kann in der besonders Marketing relevanten Zielgruppenüberschneidung von Bankund Versicherungskunden und den Nutzern von kulturellen Angeboten liegen. 20


Sponsoringmanagement wird immer professioneller Laut der Untersuchungsergebnisse werden die Partnerschaften mit der Wirtschaft immer häufiger strategisch geplant, indem die Kulturanbieter vor Beginn der Sponsoringpartnerschaft ihre eigenen Ziele und Strategien mit Grundsätzen der Gegenleistungs-, Unterstützungs- und Kommunikationspolitik festlegen und daraus ein Konzept mit dazugehörigen Sponsorenpaketen erstellen. Der Anteil an Sponsoringabteilungen, die sich in den Kulturbetrieben für das Sponsoringmanagement verantwortlich zeichnen, bleibt jedoch nach wie vor mit 8 % gering. Die Ursachen hierfür liegen vermutlich in fehlenden finanziellen Mitteln sowie fehlendem Personal mit entsprechenden Fachkenntnissen, die für eine Sponsoringabteilung notwendig sind. Eine Alternative zum internen Sponsoringmanagement stellt deshalb die Zusammenarbeit mit einer externen Sponsoringagentur dar. Insgesamt 61,6 % der befragten Kultureinrichtungen würden ein Outsourcing der Akquisition von Sponsoren begrüßen. Zu einem professionellen Management gehört nicht nur die Planung, sondern auch die Kontrolle. Jedoch gab die Hälfte der Befragten an, die Wirkung ihrer Kooperationen mit Sponsoren nicht zu kontrollieren. Immerhin führen 21 % der Kultureinrichtungen eine Bewertung von gesponserten Veranstaltungen durch und 23,3 % analysieren die Medien mit Hilfe von Presseclippings.

den teilnehmenden Kultureinrichtungen signifikant zu. Waren es 2007 noch 6,7 %, so konnten diese Kulturanbieter in 2010 bereits 13 % ihres Haushaltes über Sponsoringmittel abdecken. Dass die Bedeutung des Kultursponsorings weiter steigen wird, demonstriert auch das Umfrageergebnis, wonach über 85 % der befragten Kulturbetriebe angeben, in Zukunft verstärkt Sponsoren zu benötigen.

Anteil der Sponsoringeinnahmen am Gesamtetat steigt Aktuell arbeiten 86,6 % der Kultureinrichtungen mit Wirtschaftsunternehmen zusammen (2007: 85,7 %) und haben zu ca. 59 % ein bis sechs Sponsoringpartner. Im Vergleich zu Studien der Agentur Causales aus den Jahren 2005 und 2007 nahm der Anteil des Sponsoringvolumens bei

Die Bedeutung des Sponsorings für Kultureinrichtungen insgesamt wird in den nächsten Jahren …

Kulturanbieter sind mit Sponsoringpartnern zufrieden Die befragten Kultureinrichtungen waren mit den Sponsoringpartnerschaften zu 87,5 % überwiegend bis völlig zufrieden. So stehen nach abgeschlossener Zusammenarbeit 93 % der Befragten mit dem Sponsor weiterhin in Kontakt.

Was wird oder wurde in Ihrem Haus durch Sponsoring unterstützt? konkrete Veranstaltung

67,7 %

konkrete(s) Projekt(e)

58,7 %

Einrichtung gesamt

37,6 %

einzelne(r) Künstler

9,8 %

(Mehrfachnennungen möglich)

Wofür werden oder wurden die Sponsoringleistungen in Ihrem Haus in aller Regel eingesetzt? inhaltliche Projekte

28,1 %

Sachmittel

23,1 %

Werbung/Öffentlichkeitsarbeit

16,5 %

inhaltliche Gestaltung der Veranstaltungen

14,5 %

Personalkosten

9,9 %

Gemeinkosten

4,3 %

Investitionen

3,6 %

stark abnehmen

1,5 %

abnehmen

3,0 %

gleich bleiben

6,0 %

zunehmen

43,6 %

stark zunehmen

45,9 %

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FACHBEITRAG

Tue Gutes und lasse andere darüber reden Die Kommunikation kulturellen Engagements Dr. Thomas Girst, Leiter Kulturengagement, BMW Group Dorothee von Posadowsky, Leiterin der Kulturkommunikation E.ON AG

Preis der Nationalgalerie für junge Kunst, Hamburger Bahnhof, 2009 Plakat der Thomas DemandAusstellung in der Neuen Nationalgalerie Berlin, 2009/2010

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Botho Strauß hat das Wort „kommunizieren“ vor einigen Jahren als das „Unwort des Zeitalters“ bezeichnet. Er wolle seine Leser „verführen, amüsieren, provozieren, beleben“. Das „brutale Müllschluckerwort“ Kommunikation werde diesen Nuancierungen natürlich keinesfalls gerecht. Kulturelle Kommunikation von Unternehmensseite sollte sich dieses Einspruchs voll bewusst sein. Die Subtilität des Auftritts zeugt von der Souveränität des fördernden Unternehmens. Marktschreierische Leistungsschau oder narzisstische Selbstbeweihräucherung sind gerade hier mehr als fehl am Platz. Nichts sollte sich in der Wahrnehmung zwischen Publikum und Aufführung, zwischen Betrachter und Kunstwerk drängeln. Wenn ein Hersteller von Haarprodukten als Förderer einer Ausstellung in der Pressemitteilung postuliert, die Pinselführung des Malers entspreche der kreisenden Fingerbewegung beim Einshampoonieren, dann gibt es gleich drei Verlierer: das Museum, den Künstler und den Sponsor. Ein Unternehmen ist kein Mäzen, sein Kulturengagement kein Altruismus. Es geht um einen positiven Imagetransfer und um „Good Corporate Citizenship“. Natürlich spielt die Wahrnehmung dabei eine Rolle. So gilt grundsätzlich, dass eine vertraglich vereinbarte Summe im besten Fall in mindestens gleicher Höhe für die Kommunikation zur Verfügung steht. Partnerschaftliche Kooperationen „Tue Gutes und rede darüber“. Unter diesem Titel publizierte Georg Volkmar Graf Zedtwitz-Arnim 1978 ein Buch über Public Relations und die Wirtschaft. „Tu soviel Gutes, wie Du kannst und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber“ hatte dagegen Dickens mehr als hundert Jahre zuvor for-

muliert. In der goldenen Mitte liegt die Wahrheit: „Tue Gutes und lasse andere darüber reden“. Mit Partnern zusammen zu arbeiten, die noch gut über das Unternehmen sprechen, wenn dessen Vertreter nicht mehr am Tisch sitzt, die selber auf die Presse zugehen und dabei auch immer das Interesse des Förderers im Auge haben, die auf Pressekonferenzen wohlwollend von der Zusammenarbeit sprechen, ohne dass der Firmensprecher darauf eingehen muss, die einen Sponsor eben nicht nur als „cash cow“ ansehen, sondern in dessen Know-how und Netzwerk wichtiges Potenzial für die eigene Arbeit erkennen – all das definiert authentisches, langfristiges und nachhaltiges Kulturengagement. Es steht für partnerschaftliche Kooperationen, die selbstverständlich die komplette künstlerische Freiheit dem Partner überlassen und dessen kuratorische Integrität nie zur Diskussion stellen. Authentisches Sponsoring „Die Kunst: Ihr wirkliches Wesen ist die Industrie, ihr moralischer Zweck der Gelderwerb, ihr ästhetisches Vorgeben die Unterhaltung der Gelangweilten“, so Richard Wagner 1849. Damit das eben nicht so ist, dafür trägt auch der Sponsor die Verantwortung. Je besser dieser weiß, was er will, je mehr das Engagement auf unternehmensstrategischer Sinnhaftigkeit und weniger auf den Neigungen einzelner Führungskräfte beruht, umso glaubwürdiger ist das Sponsoring. Von Agenturen gekaufte Inhalte oder das Nichtwissen um die Sensibilitäten im Kulturbereich kann noch jeden wünschenswerten Kommunikationseffekt zunichte machen. Vom Förderer sollte man nicht erst dann erfahren, wenn er sich zurückzieht und der Aufschrei groß ist. Omnipräsente Logoplatzierung, das Herunterbeten von Betriebszahlen auf Pressekonferenzen kulturellen Inhalts oder schon die falsche Betonung


von Künstlernamen durch Unternehmensvertreter – so etwas entlarvt nicht ernst Gemeintes und aus diesem Grund nicht ernst zu nehmendes Sponsoring. Verprellt wird, wen man eigentlich erreichen will. Kulturförderung muss auch bedeuten, deren Beweggründe transparent zu machen. Die Medienvertreter achten darauf und honorieren Ehrlichkeit. Integration in die Corporate Identity des Kulturpartners „Tue Gutes und lasse andere darüber reden“: Selbstverständlich wollen Wahrnehmung und Sichtbarkeit des Förderers optimal und dem Anlass angemessen integriert sein. Die Bewerbung einer Veranstaltung, ob bei „Oper für alle“ durch BMW oder eines großen Ausstellungsprojekts seitens E.ON, sollte dabei ausschließlich im Rahmen der Corporate Identity des Kulturpartners erfolgen. Social Media-Kanäle müssen für die Kommunikation genauso genutzt werden wie gemeinsame Pressekonferenzen und einvernehmlich zwischen den Partnern abgestimmte Pressemitteilungen, die von den Medien gerne übernommene Zitate von Unternehmensvertretern und Repräsentanten der Kulturinstitution enthalten. Oft sind Radio, Infoscreens und Plakatwerbung eine kosteneffiziente Ergänzung oder gar Alternative zur klassischen Anzeigenschaltung. Gut gepflegte Presseverteiler, die Nutzung von Presseportalen und für diesen Zweck beauftragte PR-Agenturen helfen zudem, einem Engagement erhöhte Visibilität zu verschaffen. Die vertraglich stipulierte Nennung eines Förderers in

Broschüren, Programmen und auf Websites des Partners versteht sich ohnehin, ist aber nicht erstrebenswertes Ziel der Vertragsverhandlung, sondern deren Grundlage. Kurz & Knapp „Getretener Quark wird breit, nicht stark“ bemerkte Goethe bereits 1819. Alle Bekanntmachungen konkurrieren in der Wahrnehmung miteinander, die Konkurrenz ist groß. Es sind häufig Kleinigkeiten, die eine Stimmung ausmachen, die ein Erlebnis zum Ereignis werden lassen. Es muss beim Kultursponsoring auch um das Belebende, Verführerische, um das Außergewöhnliche gehen. Beim Inhalt wie bei der Kommunikation. Engagement wie sauer Bier feilzubieten und auf Interesse der Multiplikatoren zu hoffen, ist fahrlässig. Monetäre Disziplin fördert indes operative Intelligenz. Mit 100.000 Euro kann man in der Kultur sehr viel falsch, mit 10.000 Euro sehr viel richtig machen. „Engagement (…) jenseits kurzfristig werbewirksamer Strohfeuer“ umschrieb ein Journalist einmal die unternehmerische Zuwendung bei einem spezifischen Kulturprojekt. Ein Ritterschlag fürwahr. Glaubwürdigkeit lässt sich eben nicht kaufen.

Staatsoper Unter den Linden mit Daniel Barenboim, „Staatsoper für alle“, 2009

Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelreihe das Fachmagazins Stiftung&Sponsoring, in der das vielseitige Kultur spon soring- Engagement anhand von Best-Practice-Beispielen vorgestellt wird, und in der Ausgabe von Stiftung&Spon soring 6|2010 erschienen. Zum Thema im Internet: www.stiftung-sponsoring.de www.bmwgroup.com/kultur www.eon.com/kultur www.kulturkreis.eu/aks

Bonjour RusslandAusstellung im Museum Kunstpalast Düsseldorf, 2007/2008

23


FACHBEITRAG + INTERVIEW

Sponsoring im Museum Kunstpalast Ein Konzept mit klarem Nutzen für Partner und Sponsoren

Sammlung Museum Kunstpalast Foto: Stefan Arendt

Museum Kunstpalast Foto: Stefan Arendt

24

Ein facettenreicher Kunst- und Kulturgenuss: Das Museum Kunstpalast Das 2001 von Oswald Matthias Ungers neugestaltete Museum Kunstpalast liegt im Zentrum von Düsseldorf, direkt am Rhein. Seit der Neueröffnung hat sich das Haus mit hochkarätigen Ausstellungen wie Miró, Dalí, Warhol, Caravaggio, Bonjour Russland und Per Kirkeby einen internationalen Ruf erarbeitet. Auch die im Museum Kunstpalast beheimateten Sammlungen genießen ein weltweit hohes Ansehen. Zu nennen sind die Gemäldegalerie mit der vielbeachteten Rubens-Galerie, das Graphische Kabinett mit mehr als 80.000 Blättern, die Skulpturensammlung, die Abteilung Moderne Kunst sowie das Glasmuseum Hentrich. Mit über 10.000 Gläsern beherbergt es eine der umfangreichsten Glassammlungen Europas.

Das Museum Kunstpalast ist die erste Public-Private-Partnership im Kulturbereich Mit der Eröffnung am 1. September 2001 trat das Museum Kunstpalast die Nachfolge des Kunstmuseums am Ehrenhof an. Aus der städtischen Einrichtung wurde eine privatrechtliche Stiftung auf der Basis einer Public-Private-Partnership zwischen der Stadt Düsseldorf und dem Energieunternehmen E.ON. Auch METRO GROUP unterstützt das Haus als Stifter. Neben dem Engagement der Stifter ist das Museum darauf angewiesen, immer wieder neue Partner und Sponsoren zu gewinnen. Mit einem klaren Konzept.


Kunst zum Sehen, Hören und Anfassen

© Bernd Ahrens

Interview mit Barbara Wiench, Leiterin Marketing, Sponsoring und Mäzenat Museum Kunstpalast

Kunst und Kultur stehen heute mehr denn je im Wettbewerb um Sponsorengelder. Wie schaffen Sie es, in diesem Wettbewerb kontinuierlich zu bestehen und immer wieder neue Partner zu gewinnen? Gibt es so etwas wie ein Erfolgsrezept? Ja, um immer wieder neue Partner zu gewinnen und bestehende Partnerschaften auszubauen, setzen wir auf ein klares Konzept. Im Kern geht es darum, Partner und Sponsoren von Beginn an aktiv in die Projekte einzubinden. Wir schätzen Anregungen und sind offen für Ideen. So entsteht Vertrauen und eine starke Identifikation. Dadurch wird Vieles möglich. Und: Durch die Verzahnung von Marketing und Sponsoring in meiner Abteilung können wir sehr früh und effektiv Anknüpfpunkte für mögliche Sponsorships schaffen. Ein gutes Beispiel ist unsere aktuelle Kampagne zur Wiedereröffnung der Sammlung Museum Kunstpalast.

Aufstellern luden sie die Düsseldorfer und „Andreas Gursky“ – lohnt vor allem höchstpersönlich zum Besuch der der Besuch unserer Sammlung. Mit Werken Sammlung ein. aus mehreren Jahrhunderten gibt sie einen eindrucksvollen Überblick über die KunstInwiefern war die Kampagne ein geschichte. Und durch die hervorragende guter Anknüpfpunkt für Ihre Sponso- Arbeit unserer Abteilung Bildung und Pädaring-Aktivitäten? gogik dürfen Sie sich auf einen erlebnisreichen Kunstgenuss freuen. Hinzu kommt, Die Kunsthelden waren nicht nur in dass bei uns Kunst und Musik unter einem der ganzen Stadt unterwegs. Wir haben Dach vereint sind. Der in das Museum gezielt Unternehmen und Einzelhändler Kunstpalast integrierte Robert-Schumanngebeten, die Figuren in ihren Räumen zu Saal bietet ein anspruchsvolles Programm platzieren und damit selbst zum Teil der von Kammermusik bis Kabarett. Kurzum: Kampagne zu werden. Der Erfolg war außer- Ein ganzheitliches Kunst- und Kulturergewöhnlich. Mehr als 50 Einzelhändler, lebnis zum Sehen, Hören und Anfassen, das Hotels und Gastronomen unterstützten das es so kaum ein zweites Mal gibt. Museum Kunstpalast. Die Kampagne wur- Ich freue mich schon auf Ihren Besuch. de zum Talk of Town. Immer wieder entstanden neue Ideen und Partnerschaften. Beispielsweise zeigte der Zweitligist Fortuna Düsseldorf bei jedem Heimspiel einen Videospot. Die METRO GROUP und die Rheinbahn ermöglichten eine komplett beklebte Straßenbahn für die Wiedereröffnung der Sammlung. Ein Düsseldorfer Traditionskonditor kreierte sogar das KUNST BEFREIT Törtchen.

Sie meinen die Kampagne KUNST BEFREIT? Genau. Dieses Motto sollte die Befreiung der Sammlung aus unseren Depots feiern. Schließlich waren unsere bedeutendsten Werke durch Bauarbeiten mehr als zwei Jahre lang nicht zu sehen. Die Wiedereröffnung haben wir dann zum Anlass genommen, das Haus mit einer Imagekampagne weiter bekannt zu machen. Das Besondere: Neben Plakaten und Citylights haben wir die Helden unserer Kunstwerke sprichwörtlich befreit. In Form von lebensgroßen

Die Folge war eine starke mediale Präsenz, von der unsere Partner wiederum profitiert haben. Das hört sich spannend an. Können Sie einen Besuch in Ihrem Haus empfehlen? Auf jeden Fall. Neben zahlreichen Wechselausstellungen – geplant sind beispielsweise in 2012 die Großprojekte „El Greco“

oben: Dieter Castenow (Agenturchef von castenow. communications) und Barbara Wiench (Leiterin Marketing, Sponsoring, Mäzenat im Museum Kunstpalast) mit Jan Wellem, dem Leitmotiv der Kampagne KUNST BEFREIT Foto: Hans-Jürgen Bauer

links: KUNST BEFREIT Aufsteller im Medienhafen in Düsseldorf

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FACHBEITRAG

Die Kunst, Kultur zu managen Professionalisierung von Kulturinstitutionen Dr. Claudia Witzemann, Principalin bei A.T. Kearney, Wien

Kunst braucht Innovation, um auch in Zukunft überleben zu können. Der Handlungsdruck auf Kultureinrichtungen in Deutschland steigt. Bis zum Jahr 2020 sind rund 10 % der Kultureinrichtungen von der Schließung bedroht und dies, obwohl die Ausgaben für Freizeit und Kultur in Deutschland kontinuierlich steigen. Betroffen sind insbesondere kleinere Kultureinrichtungen und solche, die von Gemeinden gefördert werden. Gründe hierfür sind die immer weiter steigenden Kosten, die bis 2020 um rund ein

Viertel anwachsen werden sowie der Rückgang der öffentlichen Zuschüsse, die im selben Zeitraum um etwa acht bis zehn Prozent sinken werden. Dies zeigt eine Studie von A.T. Kearney. Abbildung 1 gibt einen Überblick über das Verhältnis von Eigenfinanzierung und Fördermitteln von ausgewählten Kulturinstitutionen aus Deutschland und Österreich im internationalen Vergleich. Während sich die Londoner Tate Modern und das New Yorker Metropolitan Museum of Art überwiegend selbst finanzieren ist bei deutschen Kulturinstitutionen klarer Aufholbedarf erkennbar.

Österreich Abbildung 1: Förderung und Eigenfinanzierung von Museen 2009 Um ihr Bestehen zu sichern, müssen die Kulturinstitutionen umdenken und neben den kulturellen Aspekten auch ein professionelles Management zur Erschließung zusätzlicher Einnahmequellen forcieren.

18,7

Gesamtetat 2009 (Mio. Euro)

37,9

15,6

12,2

Deutschland 12,0

166,5

65,1

18,5

International 200,2 3) 213,0 4)

225,1

13% 27% Förderung (öffentliche Mittel)

41%

44% 53%

57%

63% 71% 80%

81% 95% 87% 73%

59%

Eigenfinanzierung

56% 47%

2) Gemäß Haushaltsplanung 2009

29% 20%

19%

3) Mio. GBP

Kulturinteressierte Besucher als Konsumenten begreifen Ein wesentlicher Hebel zur Finanzierung von Kultureinrichtungen ist eine verstärkte Ausrichtung auf den kulturinteressierten Besucher, der auch als Konsument begriffen werden sollte. Aber auch eine stär26

Louvre

Metropolitan Museum of Art

Tate Modern

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Staatliche Museen zu Berlin

MAK

Museum Moderner Kunst Wien

Österr. Galerie Belvedere

Kunsthistorisches Museum 1)

Quellen: bm:ukk: Kulturbericht 2009; Albertina; KHM; Österreichische Galerie Belvedere; Stiftung Preussischer Kulturbesitz; Land Bayern; Land Sachsen; Tate Gallery; Metropolitan Museum of Art; Louvre; A.T. Kearney

5% Albertina

4) Mio. US $

43%

37%

Staatliche Museen & Sammlungen Bayern im Kunstbereich 2)

1) Inkl. Museum für Völkerkunde und Österreichisches Theatermuseum

kere Einbindung von Einzelhändlern und Gastronomen sowie das Anbieten eines eigenen Veranstaltungsservices tragen enormes Potenzial und Möglichkeiten zur Eigenfinanzierung in sich. Durch eine stärkere Verankerung des Kulturkonsumenten-Bereichs können die Budgets der


M. Services

Abbildung 2: Durchschnittlicher Shopumsatz pro Museumsbesucher 2009 (in Euro)

4,5

3,0

Gerstenberger

1) Betrieben von M.Services 1)

3,0

Cedon

Leopoldmuseum 1)

Institutionen um bis zu 30 % erhöht werden, aber auch hier sind innovative Konzepte notwendig, um vorhandene Potenziale zu nutzen. Durch publikumswirksame Sonderausstellungen können Museen ihre Besucherzahlen und damit auch ihre Bekanntheit deutlich steigern. Dies zeigt sich zum Beispiel bei der 2009 stattgefundenen Ausstellung „Der Blaue Reiter“ des Museums Frieder Burda in Baden-Baden, die zu einer Verdopplung der durchschnittlichen Besucherzahlen im Ausstellungszeitraum geführt hat. Neue Geschäftsfelder im Bereich Einzelhandel und Gastronomie Auch bei den Shops der Kulturinstitutionsbetreiber ist Verbesserungspotenzial erkennbar. So bedienen sich moderne Kulturinstitutionen für ihre Shops professioneller Einzelhändler, die die Umsätze pro Besucher von durchschnittlich zwei bis drei Euro auf bis zu zwölf Euro pro Besucher steigern können (Abbildung 2). Dazu gehört auch ein professioneller Internetshop, der bei einzelnen Best PracticeBeispielen, wie dem Metropolitan Museum of Art in New York oder der Tate Modern mehrere Millionen Euro einbringen kann. Betreiber von Museumsshops etablieren sich bereits im Markt. Beispiele sind Cedon mit bereits zehn Standorten in Deutschland und Österreich oder Gerstenberger mit derzeit sieben Standorten in Deutschland. Im Gastronomiebereich setzen Kultureinrichtungen ebenfalls vermehrt auf professionelle Dienstleister, so zum Beispiel auf Do&Co im BMW Museum in München und in der Albertina in Wien oder den Österreicher im Museum für angewandte Kunst in Wien. Teilweise wird sogar mit Star-Köchen zusammen gearbeitet wie beispielsweise mit Sarah Wiener im Museum für Gegenwart in Berlin. Dies erhöht nicht nur die Miet- bzw. Pachteinnahmen des Museums, sondern stärkt auch wesentlich das Image

Kunsthistorisches Museum

Quelle: M.Services; Gerstenberger; Cedon; Hoppenstedt; KHM; Leopoldmuseum; Louvre; Metropolitan Museum of Art; Tate Modern; A.T. Kearney

3,3

1,9

Metropolitan Museum of Art

11,8

6,6

Tate Modern

Louvre

2,4

und die Bekanntheit der Institution, was letztlich zu steigenden Besucherzahlen führt. In diesem Bereich ist die Entstehung von Kulturgastronomie-Betreibern festzustellen, wie Kaefer mit drei Standorten in Münchner Theatern oder Do&Co mit bereits drei Standorten in Wien, München und London. Das Metropolitan Museum of Art hat den The Trustees Dining Room und die The Patrons Lounge exklusiv für Mitglieder geschaffen, in der Londoner Tate Modern gibt es mit dem Members Room ebenfalls einen Raum mit einem Gastronomieangebot exklusiv für Mitglieder. Beide Einrichtungen erfreuen sich großer Beliebtheit und dienen zudem als Mittel einer langfristigen Kundenbindung an die Kultureinrichtung. Anbieten eigener Veranstaltungsservices Im Bereich Veranstaltungen haben Kultureinrichtungen in der Vergangenheit lediglich Räumlichkeiten vermietet und so Mieteinnahmen generiert. Potenzial bieten aber insbesondere neue, innovative Konzepte, bei denen die Kulturinstitutionen selbst zum Veranstalter werden. Best Practice hier ist ebenfalls das Metropolitan Museum of Art in New York, das sowohl eine weltberühmte Gala als auch Kunstreisen veranstaltet. Ein weiteres Beispiel ist das Belvedere in Österreich, das mit der Veran-

staltung Kunst und Kulinarik Besucher anzieht und im Kindermalen die nächste Generation für Kunst begeistern will. Vor allem bei kleineren Museen und Kulturinstitutionen bietet sich eine Marktpositionierung mit Tourismusveranstaltungen sowie mit Veranstaltungen für die lokale Bevölkerung an. Potenzial bietet hier zum Beispiel die Zusammenarbeit mit Tourismusbüros hinsichtlich der Organisation von Reiseveranstaltungen, die zum Beispiel Gastronomie und Kultur verbinden. Aber auch Literaturabende, Veranstaltungen für Kindermalen und die Ausrichtung von Bällen stellen eine vielversprechende Möglichkeit dar, die lokale Bevölkerung zu adressieren und sich somit breiter aufzustellen und den Eigenfinanzierungsanteil zu erhöhen. Die Beispiele zeigen, dass der Schaffung von neuen Finanzierungsformen für Kulturinstitutionen keine Grenzen gesetzt sind. Anstatt an alten Gewohnheiten festzuhalten ist die innovative Weiterentwicklung für Kulturinstitutionen überlebenswichtig. Hierbei wird der Fokus neben der inhaltlichen Gestaltung ganz klar auch auf der betriebswirtschaftlichen Ausrichtung liegen, damit die Gratwanderung zwischen kulturellem und wirtschaftlichem Interesse gelingt. 27


INTERVIEW

Die Rolle von Kunst und Kultur im Steuerrecht Interview mit Ralf Schmidt, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei Verhülsdonk & Partner GmbH

Verhülsdonk ist eine der führenden mittelgroßen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften mit Niederlassungen und Tochtergesellschaften in zehn deutschen Städten. Die Gesellschaft wird von 18 Partnern geführt und beschäftigt über 200 Mitarbeiter, darunter mehr als 80 Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Das Unternehmen stützt sich auf 75 Jahre erfolgreiche Praxiserfahrung und auf aktuelles fachliches und technologisches Knowhow. Verhülsdonk bietet Leistungen aus einer Hand für Unternehmer von Unternehmern an. Dabei stehen die Unternehmen der Mandanten, der jeweilige Markt mit seinen Perspektiven und die rechtlichen und vor allem steuerlichen Rahmenbedingungen immer im Mittelpunkt der Überlegungen von Verhülsdonk. Die interdisziplinäre Beratung aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Gesellschaftsrecht, Steuerrecht und Betriebswirtschaft verhelfen den globalen und langfristigen Unternehmensstrategien der Mandanten so zu nachhaltigem Erfolg. Ein Schwerpunkt der Tätigkeiten von Verhülsdonk ist die Prüfung und Beratung von Non-Profit-Unternehmen. 28

Tischer: Kunst- und Kultureinrichtungen gehören als fester Bestandteil zu unserer Gesellschaft. In welcher Form nimmt der Staat über steuerrechtliche Vorschriften aktiv Einfluss in diesem Bereich? Schmidt: In einer Vielzahl von Steuergesetzen sind steuerliche Sonderregelungen und Erleichterungen zur Förderung von Kunst und Kultur enthalten. Die Vergünstigungen und partiellen Steuerbefreiungen gelten unter bestimmten Voraussetzungen sowohl für Kunst- und Kultureinrichtungen, die zum Wohle der Allgemeinheit wirken, als auch für Spender und Förderer. Es werden durch bestimmte Regelungen aber auch Mitwirkende und Nutzer begünstigt. Der Grundgedanke hinter all den Regelungen ist es, den Menschen einen möglichst breiten Zugang zu allen Formen von Kunst und Kultur zu ermöglichen.

Schmidt: Die Inanspruchnahme von Vergünstigungen ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. In der Abgabenordnung, dem Rahmengesetz des Steuerrechts, befasst sich der dritte Abschnitt mit den sogenannten „steuerbegünstigten Zwecken“ zu denen auch die Förderung von Kunst und Kultur zählt. Einrichtungen, welche die Steuerbegünstigung in Anspruch nehmen wollen, müssen Aufgaben wahrnehmen, durch deren Erfüllung ausschließlich und unmittelbar die Allgemeinheit gefördert wird. Eine Förderung der Allgemeinheit ist dann anzunehmen, wenn die Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern. Ein weiteres wesentliches Merkmal der Gemeinnützigkeit ist der Verzicht auf eigennützige Gewinnverwendung. Diese Verpflichtung, durch die sich die gemeinnützigen Einrichtungen vor allem von kommerziellen gewinnorientierten Unternehmen unterscheiden, ist das wesentliche Kriterium für die Gewährung steuerlicher Privilegien. Tischer: Können Sie uns einige Beispiele solcher Sonderregelungen für Kultureinrichtungen nennen?

Schmidt: Gemeinnützige Kulturinstitutionen, wie Stiftungen, Vereine oder gemeinnützige Gesellschaften, sind von der Gewerbesteuer und der Körperschaftssteuer befreit, sofern sie keinen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhalten. Des Weiteren sind sie teilweise von der Umsatzsteuer befreit oder können den ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7 % für bestimmte Leistungen in Anspruch nehmen. KultureinTischer: Können Sie uns zunächst die richtungen können, soweit sie als gemeingrundlegenden steuerrechtlichen Son- nützig anerkannt sind, steuervergünstigte dervorschriften, welche für Kulturein- Spenden vereinnahmen. richtungen gelten, nennen? Tischer: Das Stichwort Spenden ist gefallen. Welche Regelungen sind hier


INTERVIEW

von steuerbegünstigten Kultureinrich- schaftlichen Geschäftsbetrieb entscheidet tungen zu beachten? auch über die Höhe des anzuwendenden Umsatzsteuersatzes. Im Falle des wirtSchmidt: Gemeinnützige Einrichtungen schaftlichen Geschäftsbetriebes gilt grundzur Förderung kultureller Zwecke sind zur sätzlich der Regelumsatzsteuersatz von Finanzierung ihrer Aufgaben auf die finan- 19 %, im Übrigen der ermäßigte Umsatzzielle Unterstützung durch ihre Mitglieder steuersatz von 7 %. und Förderer angewiesen. Vom Gesetzgeber wird dies unterstützt, indem er Spenden Tischer: Können Sie uns noch weitere Ausund Mitgliedsbeiträge von Privatpersonen führungen zu steuerlichen Vorschriften unter den in § 10b des Einkommensteuerge- im Bereich der Umsatzsteuer für kultusetzes genannten Voraussetzungen beim relle Einrichtungen machen? Spender steuerlich zum Abzug zulässt. Handelt es sich beim Spender um eine Körper- Schmidt: Auch im Umsatzsteuerrecht spieschaft, z. B. um eine Kapitalgesellschaft, geln sich kulturpolitische Zielsetzungen kann sich eine Absetzbarkeit der Zuwen- des Gesetzgebers in Form von Steuerbefreidung nach § 9 des Körperschaftsteuergeset- ungen und Steuerermäßigungen wider. zes ergeben. Die gemeinnützigen Einrich- Unter bestimmten Voraussetzungen sind tungen erfahren durch die steuerliche beispielsweise die Umsätze der Orchester, Absetzbarkeit dieser Zuwendungen eine Kammermusikensembles, Chöre, Theater, mittelbare Förderung. Die Kultureinrich- Museen, botanischen und zoologischen tung selbst muss natürlich diese finanziel- Gärten, Tierparks und Büchereien vollstänlen Zuwendungen ausschließlich für ihre dig von der Umsatzsteuer befreit. Der ermästeuerbegünstigten Zwecke und Aufgaben ßigte Steuersatz von 7 % gilt beispielsweise einsetzen. für Bücher, bestimmte Kunstgegenstände und Sammlungsstücke sowie für EintrittsTischer: Sponsoring spielt eine zentrale berechtigungen ins Theater, Museum, KonRolle bei der Finanzierung von Kunst- zert oder für Zirkusvorführungen. und Kultureinrichtungen. Was muss man hier beachten? Tischer: Gibt es auch steuerliche Begünstigungen für Personen, welche sich im BeSchmidt: Die steuerliche Behandlung von reich der Kunst und Kultur bürgerschaftLeistungen im Bereich des Kultursponso- lich engagieren? rings ist kompliziert, die Praxis der Finanzverwaltungen teilweise unterschiedlich. Schmidt: Einnahmen aus nebenberufliFür jede einzelne Sponsoringmaßnahme ist cher künstlerischer Tätigkeit im Dienst zu beurteilen, ob sie dem ertragsteuerfrei- oder Auftrag beispielsweise einer kulturelen gemeinnützigen Bereich der Kulturein- len Einrichtung, wie einem Museum oder richtung oder einem ertragsteuerpflichti- Theater, sind bis zur Höhe von 2.100 Euro gen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb der im Jahr einkommensteuerfrei. Weitere Institution zuzuordnen ist. Daraus ergibt einkommensteuerliche Privilegierungen sich für die gemeinnützigen kulturellen finden sich in § 3 des EinkommensteuerEinrichtungen nicht nur ein ertragsteuer- gesetzes. Dort werden beispielsweise Beliches, sondern auch ein umsatzsteuer- züge aus öffentlichen Mitteln, die als Beiliches Risiko, denn die zutreffende Zuord- hilfe zu dem Zweck bewilligt werden, die nung einer Sponsoringleistung zum wirt- Kunst unmittelbar zu fördern, unter den 30

dort genannten Voraussetzungen steuerfrei gestellt. Tischer: Wer kontrolliert die Kunst- und Kultureinrichtungen wegen ihrer Gemeinnützigkeit? Schmidt: Für die Kontrolle hinsichtlich der Einhaltung gemeinnützigkeitsrechtlicher Vorschriften ist die Finanzverwaltung, also die Finanzämter, zuständig. Bei steuerbegünstigten kulturellen Stiftungen überwacht die Stiftungsaufsicht die Tätigkeit der Vorstände, insbesondere um Missbrauch mit dem Stiftungsvermögen zu verhindern. Tischer: Welche Steuer- oder Abgabenrechtlichen Vorschriften haben Kultureinrichtungen noch zu beachten? Schmidt: Seit der Einführung der Künstlersozialversicherung ist die Inanspruchnahme einer künstlerischen oder publizistischen Leistung durch ein Unternehmen sozialabgabepflichtig. Für die Inanspruchnahme selbständiger künstlerischer oder publizistischer Leistungen ist die Künstlersozialabgabe von dem Bezieher einer künstlerischen oder publizistischen Leistung zu zahlen. Öffentlich-rechtliche Körperschaften, Anstalten und eingetragene Vereine können ebenso abgabepflichtig sein wie private Unternehmen. Auch die steuerrechtlich anerkannte Gemeinnützigkeit ändert daran nichts. Betroffen sind vor allem diejenigen Einrichtungen, die typischerweise als Verwerter künstlerischer oder publizistischer Werke oder Leistungen tätig werden. Dazu gehören auch Theater, Orchester, Chöre, Konzert- und Gastspieldirektionen, Galerien, Kunsthandel, Varieté- und Zirkusunternehmen sowie Museen. Das Interview führte Anne Tischer, Agentur Causales.


SPECIAL

Stiftung Schloss Neuhardenberg www.schlossneuhardenberg.de

Standort: Schloss Neuhardenberg Schinkelplatz 15320 Neuhardenberg Besucher pro Jahr: ca. 50.000 (mit Parkbesuchern über 100.000) alleiniger Förderer und Gesellschafter: Deutscher Sparkassenund Giroverband Medienpartner: rbb Fernsehen, Märkische Oderzeitung, tip Berlin, rbb Inforadio, rbb Kulturradio, rbb radioeins Rechtsform: GmbH

Konzert des Orquesta Buena Vista Social Club auf der SchlossparkBühne, 2009 Foto: Detlev Schilke

Mit der Wiedereröffnung begann nach über vierjähriger Sanierung und Restaurierung durch den Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) am 8. Mai 2002 eine neue Ära auf dem Schloss in Neuhardenberg. Zwei gleichrangige Ziele sind es, die von der Stiftung Schloss Neuhardenberg verfolgt werden. Das erste Ziel der Stiftung ist es, auf dem weitläufigen Areal des Schlossensembles samt Park künstlerische Produktionen in Theater, Musik, Literatur

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und Bildender Kunst zu realisieren sowie Debatten und zuweilen auch Denkzwischenfälle zu ermöglichen, die Staunen und nachdenklich machen. Zum anderen, den Vorständen, Verwaltungsräten, Gremien und Ausschüssen der Sparkassenorganisationen für ihre Konferenzen, ihr gemeinsames Nachdenken und Debattieren die besten Bedingungen zu schaffen und solche Voraussetzungen auch für Dritte, wie etwa Regierungsstellen, Unternehmen und Institutionen zu gewährleisten. Der DSGV und sein Präsident haben mit der


benjährigen Krieg bis heute, dem Gesicht des Ortes deutlich wahrnehmbare Spuren aufgeprägt. Vor dem Schloss steht ein sowjetisches Ehrenmal, das an die Toten der letzten großen Schlachten vor Berlin im Jahre 1945 gemahnt. Vor rund 30 Jahren wurde auf dem nahen Flughafen der Einmarsch der Truppen der DDR und mit ihm der des Warschauer Paktes in Polen vorbereitet. Neuhardenberg und die Region haben eine noch lange nicht vernarbte Vergangenheit. Geographisch liegt der Ort an der Schnittstelle zwischen der »alten« EU und den »neuen« Beitrittsländern, d. h. er liegt in einer Region, in der die neue politische Struktur Europas sehr konkret gelebt wird. Aus dieser topographischen Situation heraus definiert die Stiftung Schloss Neuhardenberg für sich eine kulturelle Scharnierfunktion zwischen Ost und West. Der Blick nach Osten ist von Beginn an ein wichtiger Programmaspekt.

Stiftung Schloss Neuhardenberg insofern einen neuen Weg beschritten, als sie die Sache der Kultur und Wissenschaft gewissermaßen selbst gestaltend in die Hand genommen haben und so eigenständig und aktiv kulturelle Setzungen und Markierungen vornehmen. Der Verband, der mit einem jährlichen Fördervolumen von rund 150 Millionen Euro seit Jahren der größte nicht-staatliche Kulturförderer in Deutschland ist, ist damit aus dem Schatten einer eher fördernden Haltung herausgetreten. Dass er statt Kultur zu subven-

tionieren diese nun selbst statuiert, mag auch ein Reflex auf ihre derzeitige Lage sein, um die es vom Inhalt bis zu den äußeren Bedingungen nicht gerade bestens bestellt ist. Für das Programm der Stiftung geben die historische wie die geographische Situation Neuhardenbergs klar konturierte Voraussetzungen: Neuhardenberg war nie wirklicher Brennpunkt der großen europäischen Geschichte, und doch haben die Ereignisse der Weltgeschichte, vom Sie-

Die Stiftung will Raum schaffen für Konzentriertes, will in Formen bleiben, ohne sich Formaten zuzuwenden, allein oder in Kooperation mit anderen in Ruhe etwas produzieren. Im Meer des Lauwarmen Heißes und Kaltes wieder zu trennen, in der Selbstgerechtigkeit eines bilderreichen anything goes Thesen zu formulieren, Stellung zu beziehen – das ist nicht zuletzt eine Herausforderung an die Phantasie – und die ist wichtiger als alle Informationen, von denen die Gesellschaft überflutet wird. Dieser Herausforderung hat sich die Stiftung Schloss Neuhardenberg in der Vergangenheit gestellt und will sich ihr weiterhin stellen.

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SPECIAL – STIFTUNG SCHLOSS NEUHARDENBERG

Architektur und Geschichte Schloss Neuhardenberg, inmitten eines von Peter Joseph Lenné und Hermann Fürst von Pückler-Muskau gestalteten Landschaftsparks gelegen, empfiehlt sich durch seine einzigartige Verbindung von ländlicher Stille und historischem Ambiente, von zeitgenössischem Design, Kunst und Kultur. Der berühmte Baumeister Karl Friedrich Schinkel verlieh dem zwischen 1785 und 1790 entstandenen, bis dahin barock geprägten Erscheinungsbild des Gebäudes eine völlig neue klassizistische Gliederung und Gestaltung. Karl August Fürst von Hardenberg erhielt das Schloss 1814 von König Friedrich Wilhelm III. für seine Verdienste als Reformkanzler Preußens. Gut einhundert Jahre später übernahm Carl-Hans Graf von Hardenberg das Anwesen. Er ermöglichte 1944 Claus Graf Schenk von Stauffenberg, Henning von Tresckow und anderen Offizieren, hier das Attentat auf Hitler zu planen. Enteignet 1944, erhielt seine Familie den Besitz 1996 zurück. Diese verkaufte ihn kurze Zeit später an den Deutschen Sparkassen- und Giroverband, der das Anwesen restaurierte und 2002 als Zentrum für Kunst und Kultur, Wissenschaft und Wirtschaftsethik mit einem Fünf-Sterne-Hotel und zwei Restaurants eröffnete. Verantwortlich für den Betrieb ist die Stiftung Schloss Neuhardenberg, eine hundertprozentige Tochter des DSGV. Zum Ensemble gehören das Schloss, die ehemalige Remise, in der heute das Hotel untergebracht ist, die ehemalige Brennerei, heute das gleichnamige Landgasthaus, die Orangerie, heute ebenfalls ein Restaurant, zwei Kavaliershäuser, eines davon heute als Ausstellungsgebäude genutzt, und die von Karl Friedrich Schinkel gestaltete Kirche des Ortes.

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Hotel und Restaurants Das Fünf-Sterne-Haus ist ebenso wie die Restaurants Teil der Stiftung. Es bietet Komfort, Ruhe und Stil. Alle 54 Zimmer zeichnen sich durch einen großzügigen Schnitt und eine individuelle, zurückhaltend elegante Ausstattung aus. Gemälde und Fotografien internationaler Künstler im Hotel und Schloss sind wertvolle künstlerische Begleiter während des Aufenthaltes. In der wiedereingerichteten Schlossbibliothek findet sich anspruchsvolle Lektüre für die Hotelgäste. Ein Erholungsbereich mit Sauna und Dampfbad steht zur freien Verfügung, ebenso Fahrräder für Fahrten in die reizvolle Umgebung. Ob reichhaltige Frühstücksbuffets, ausgewogene Lunches oder festliche Dinner: Die Küche von Hotel Schloss Neuhardenberg bietet Vielfalt auf hohem Niveau. In der »Kleinen Orangerie« wird mediterrane Kräuterküche serviert, im Landgasthaus Brennerei stehen Spezialitäten aus der Mark Brandenburg auf der Speisekarte. Tagen und Konferieren – und sich dabei wohl fühlen. Das Schloss Neuhardenberg lädt ein, einmal nicht in anonymen Hotelräumen zu arbeiten, sondern ein beeindruckendes historisches Ambiente zu genießen. Das Schloss als Zentrum der Hotel- und Tagungsanlage bietet auf zwei

Stockwerken mit insgesamt zehn unterschiedlich großen Räumen einen stil- und qualitätsvollen Rahmen für Seminare, Präsentationen und Konferenzen. Alle Räume verfügen über Tageslicht, lassen sich individuell bestuhlen und technisch ausstatten.

ganz oben: Hotel Schloss Neuhardenberg oben links: Hotelzimmer oben rechts: Blick ins Schloss links: Denkmal für Friedrich II. König von Preußen im Schlosspark Fotos: Toma Babovic


Kunst-und Kulturprogramm Der Mehrwert, den Kultur produziert, ist in Geld schwer auszudrücken, bestenfalls als »Imagegewinn«. Solange es Deutschland gut ging, wurde das Nötige relativ fraglos bereitgestellt. Heute bleibt häufig bloß noch die Mangelverwaltung. Was es die Gemeinschaft kostet, auf Kultur zu verzichten, zeigt sich oft erst auf Umwegen. Wertedebatten, das Klagen über gesellschaftliche Kälte und über die grassierende Sinnentleerung vieler Medien zeigen, dass der Zustand des Kulturbetriebs der inneren Verfasstheit der Gesellschaft Schaden zuzufügen beginnt. Um so mehr wächst die Notwendigkeit, die Spuren der deutschen Kulturnation zu sichern, notfalls – wo die öffentliche Hand leer ist – eben auf dem Wege des nicht-staatlichen Förderns. Institutionen wie die Stiftung Schloss Neuhardenberg sind es, die solche Zeichen setzen und im Strom der kulturellen Verflachung Inseln der Nachdenklichkeit und Qualität sein wollen. In Neuhardenberg wird nun schon im zehnten Jahr der Beweis erbracht, dass anspruchsvolle Kulturereignisse auf ein ebenso zahlreiches wie interessiertes Publikum stoßen. Dabei ist das Programm eine sich aus dem namensgebenden Sitz und dem Anliegen der Stiftung heraus begründende Hauptaufgabe, die dem gesamten Komplex zu deutlich größerer Akzeptanz verhilft. In einer wichtigen Kulturregion, die heute zugleich vor schwierigen Umstrukturierungsaufgaben steht, ein ambitioniertes Kulturprogramm zu entwickeln: Dies ist ein maßgeblicher Faktor für die Attraktivität des gesamten Ensembles. Dass dieses Programmanliegen nicht als bloßes EventMarketing postuliert und angeklebt, sondern bereits im Gründungsakt der Stiftung

Gidon Kremer und sein Kremereta Baltica Chamber Orchestra sind seit 2001 regelmäßig Artists in residence auf Schloss Neuhardenberg. Foto: Kronberg Academy/ Simon Annand

niedergelegt wurde, trägt viel zu seiner Glaubwürdigkeit bei. In sehr verschiedenen Formen gestaltet sich das Neuhardenberger Veranstaltungsprogramm. Es wendet sich immer wieder an unterschiedliche Zielgruppen, deckt dabei überraschende Überschneidungen auf. Traditionell wird alljährlich eine eigene Theaterproduktion herausgebracht. So hat Martin Wuttke viele Jahre auf dem nahegelegenen Flugplatzareal aufsehenerregende Inszenierungen realisiert. Zusammen mit Jonathan Meese war er in der theatralischen Exkursion »Zarathustra. Die Gestalten sind unterwegs« im Schlosspark Neuhardenberg zu erleben. Auch die Regisseure Christoph Schlingensief und B. K. Tragelehn haben in Neuhardenberg gearbeitet. Als eines der größten Vorhaben der Stiftung kann sicherlich die deutsch-russische Koproduktion von Leo Tolstois »Und das Licht scheint in der Finsternis« in der Regie von Volker Schlöndorff angesehen werden, die 2009 erst in Neuhardenberg und dann auf dem

Tolstoi-Gut in Jasnaja Poljana gezeigt worden ist. Dieses Jahr wurde im Gedenken an Hoffmann von Fallersleben, den Dichter der deutschen Nationalhymne, ein Blick auf die Befindlichkeit Deutschlands geworfen, das im Zuge der Wiedervereinigung ein anderes geworden zu sein scheint. Der Sänger Gunter Gabriel, die Schauspieler Thomas Thieme und Julia von Sell, ein Männerchor aus Fallersleben und der Kosmonaut Sigmund Jähn haben im Festzelt im Park von Schloss Neuhardenberg mit einem wirtshäusigen deutschen Theaterabend, mit Gedichten und Gesängen, Elogen und Schmähungen, in leisen und lauten Tönen, in Songs und romantischen Liedern dem »deutschen Wesen« nachgespürt. Auch Lesungen von Texten bedeutender, teilweise in Vergessenheit geratener Autoren durch bekannte Schauspieler gehören zum festen Bestandteil des Programms der Stiftung. Corinna Harfouch, Martina Gedeck, Sophie Rois, Angela Winkler und Ulrich Matthes sind mittlerweile »Stammgäste« oder besser Freunde der Stiftung. 35


SPECIAL – STIFTUNG SCHLOSS NEUHARDENBERG

Ensemble von Christoph Schlingensiefs Inszenierung »Der Animatograph. Odins Parsipark« auf dem Flughafen-Gelände, 2005 Foto: Aino Laberenz

Die Konferenzen und Gespräche der Stiftung widmen sich aktuellen Fragen der Zeit, verfolgen aber Themen auch über mehrere Jahre hinweg mit stets wechselnder Schwerpunktsetzung. So wurden in der Debattenreihe »Vertrauen – eine Chiffre im Zentrum der zeitgenössischen Verlegenheiten« nachhaltige Gespräche über »Wirtschaft und Vertrauen«, »Politik und Vertrauen« sowie »Religion und Vertrauen« geführt. In der gemeinsam mit Deutschlandradio Kultur veranstalteten Reihe »Deutsche Bilanzen« hielt u. a. der Sprach- und Literaturwissenschaftler Peter Wapnewski eine »Deutsche Rede zur Lage der Kultur«, Kurt Biedenkopf sprach »Zur Lage der Politik in Deutschland«. In Zusammenarbeit mit Lettre International fand die Vortragsreihe »Welterfahrungen« statt und unter dem Gesamtmotto »Babylon ist überall« eine Gesprächsreihe, in der sich Boutros Boutros-Ghali, Nadine Gordimer oder Amoz Oz über Themen wie »Weltpolitik und öffentliche Armut«, den »Intellektuellen in der Politik« oder »Glück und Glücksvorstellungen« unterhielten, Klaus Töpfer sich mit dem Süd-Süd-Konflikt befasste oder der kürzlich verstorbene Jorge Semprúngemeinsam mit Jean Christophe Ruffin, dem Gründer der »Ärzte ohne Grenzen«, öffentlich über die Möglichkeit moralischen Fortschritts nachdachte.

Seit 2008 dokumentiert die von Bernd Kauffmann im Verlag Theater der Zeit herausgegebene »Edition Stiftung Schloss Neuhardenberg«, in der mittlerweile 14 Bände erschienen sind, ausgewählte Konferenzen und Debatten der Stiftung, darunter die Konferenz »Staatsziel Kultur! Staatsziel Kultur?« (2008) und die Debatten »Die Deutsche Einheit: Irrtümer und Umwege« mit Lothar de Maizière und Richard Schröder (2010) oder »Diesseits von Afrika« mit Horst Köhler und AsfaWossen Asserate (2011). Auf unterschiedlichste Weise wird in Neuhardenberg der Musik die gebührende Reverenz erwiesen. Eröffnet wird die Saison alljährlich Anfang Mai mit der Neuhardenberg-Nacht, zu der tausende Besucher in den Schlosspark strömen, um sich bei Musik, Straßentheater und Illuminati-

Udo Lindenberg bei der Besichtigung der ihm gewidmeten Schau, 2011 Foto: Tine Acke

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on vielfältig zu erfreuen. Ebenfalls zur Tradition geworden ist der Besuch der Kremerata Balticaunter dem künstlerischen Leiter und Violinisten Gidon Kremer mit unvergesslichen Konzerten in der Neuhardenberger Schinkel-Kirche – auch 2011 wird er kommen. Mit Konzerten und Gesprächen hat die Stiftung bereits mehrfach große, international bekannte Komponisten geehrt, darunter György Kurtág, Karlheinz Stockhausen und Helmut Lachenmann. Im Herbst 2011 wird Arvo Pärt erneut zu Gast sein, um einem Konzert des international renommierten Cello8ctet Amsterdam mit seinen Werken die Ehre seiner Anwesenheit zu geben. Am darauffolgenden Tag findet eines der seltenen öffentlichen Gespräche mit dem Komponisten statt. Er wird sich mit dem Präsidenten des Deutschen Bundestages, Norbert Lammert, über »Kunst und Religion, Macht und Individualität« unterhalten. Die Konzerte in der Schinkel-Kirche sind eine besondere Spezies des Programms, die, immer etwas abseits des Erwartbaren, schon die erstaunlichsten Konstellationen zustande brachten: Ein genialer Mix aus World und Jazz mit »The World Quintett« oder klassische Musik der Dresdner Philharmoniker mit kubanischen Perkussionisten.


Zu Gast waren auch Marianne Faithfull mit der Weltpremiere ihrer Rezitation von Shakespeares Sonetten, begleitet vom Cellisten Vincent Ségal, oder die Teheran Sinfonietta, das Kammerensemble des Tehran Symphony Orchestra. Das sind einige Beispiele für ein Programm jenseits des Mainstream, das Künstlern wie Publikum gern Türen in unbekannte Räume aufstößt. Auch 2011 wird die Schinkel-Kirche Ort ungewöhnlicher Konzerterlebnisse sein. Unter anderen werden die jüngst mit dem ECHO Jazz ausgezeichnete deutschfranzösische Sängerin, Improvisatorin und Komponistin Céline Rudolph und die gefeierte Schweizer Sängerin, Songwriterin und Komponistin Sophie Hunger zu hören sein, Francesco Tristano – Grenzgänger zwischen Konzertsaal und Clubszene – kommt mit seinem Programm »bachCage« und der deutsche Pianist Walter Lang wird auf den japanischen Taiko-Trommler Takuya Taniguchi treffen. Aber auch die Open-Air-Konzerte im Sommer auf der Schlosspark-Bühne sind längst ein fester Termin in vielen Kalendern. Van Morrison bewies, dass er nach wie vor der Größte ist; Gianna Nannini machte ihrem Ruf als italienische Rockröhre mit balladesken, suggestiven Liedern auf unerwartet subtile Weise viel Ehre; das Esbjörn Svensson-Trio riss die Leute von den Stüh-

len, mit dem Saxophonisten Ornette Coleman war eine Legende auf der Bühne zu erleben und mit der Pat Metheny Group eine der bedeutendsten Jazz-Formationen der Welt. Dieses Jahr fand aus Anlass der großen Udo Lindenberg-Ausstellung ein dreitägiges Open-Air-Festival des deutschen Rock und Pop statt: Im Schlosspark standen mit Ulla Meinecke, Nina Hagen, Keimzeit, Erdmöbel, Nena, dem Deutschen Filmorchester Babelsberg, Klaus Doldinger’s Passport und Silly Freunde, Wegbegleiter und würdige Nachfolger Udo Lindenbergs auf der Bühne. Schließlich werden jedes Jahr wichtige Ausstellungsvorhaben realisiert. 2005 erfreuten die Nanas der Niki de Saint Phalle das Publikum, 2006 ging eine Exposition um das Thema »Drittes Reich und Musik« einem durchaus erkundungswürdigen Kapitel der deutschen Geschichte nach. 2011 Jahr stand das Ausstellungsprogramm ganz im Zeichen des Gesamtkunstwerks Udo Lindenberg. Unter dem Titel »UDO. Die Ausstellung« widmete die Stiftung dem Werk und Wirken des Musikers, Texters, Komponisten, Malers, Menschen und Zeitgenossen Udo Lindenberg eine umfassende Schau, die noch bis Ende November versucht, mit Gemälden und Likörellen, Songs und Interviewausschnitten, Texten, FotoOscar-Preisträger Volker Schlöndorff ins zenierte 2009 Leo Tolstois „Und ein Licht scheint in der Fin sternis“ mit Angela Win kler, Hans-Michael Rehberg, Naomi Krauss, Traute Hoess, Max Hopp, Willem Menne u. a. im Schlosspark Neuharden berg und auf dem Tolstoi-Gut Jasnaja Poljana / Rußland Foto: Marcus Lieberenz / bildbuehne.de

grafien und Sammlungsgegenständen den Unfassbaren zu fassen. Unter dem Titel »GULag. Spuren und Zeugnisse 1929–1956« wird die Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora sowie dem Menschenrechtszentrum Memorial Moskau erstmals in Deutschland eine große Ausstellung über die sowjetischen Zwangsarbeitslager realisieren. Das Programm des nächsten Jahres kann schon jetzt als überraschungsreich versprochen werden, und es wird manchen Weltstar in die Mark Brandenburg bringen. Jedenfalls lohnt es sich, in Neuhardenberg ein paar Tage zu verweilen, denn diese werden, wie auch immer wieder Presse- und Fernsehberichte belegen, nachher gern zu den unvergesslichen gezählt.

Ständige Ausstellung Schloss Neuhardenberg. Ein Ortstermin Ausstellungshalle, Kavaliershaus Ost, dienstags bis sonntags sowie feiertags, 11–19 Uhr (eingeschränkte Winteröffnungszeiten)

Schlossbesichtigung und -führungen Während der kalendarischen Sommerzeit sonntags 13–18 Uhr, Führungen um 13 Uhr, 14.30 Uhr & 16 Uhr.

Hotel Schloss Neuhardenberg ganzjährig geöffnet T. 03 34 76 / 600-0, F. 03 34 76 / 600-800 hotel@schlossneuhardenberg.de

Veranstaltungsservice T. 03 34 76 / 600- 630

Brennerei. Das Landgasthaus geöffnet täglich ab 11 Uhr

Kleine Orangerie geöffnet mittwochs bis samstags ab 18 Uhr (März bis Oktober, nur mit Reservierung) Das Kulturprogramm erscheint zweimal im Jahr und wird auf Wunsch unentgeltlich zugesandt. Hotel Schloss Neuhardenberg bietet zu allen Veranstaltungen Kulturarrangements an. Information und Eintrittskarten: T. 03 34 76 / 600-750, ticketservice@schlossneuhardenberg.de

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SPECIAL – STIFTUNG SCHLOSS NEUHARDENBERG

Kulturtourismus und Stadtmarketing Interview mit Bernd Kauffmann, Generalbevollmächtigter und Geschäftsführer der Stiftung Schloss Neuhardenberg GmbH

N.: Sehr geehrter Herr Kauffmann, in Zeiten angespannter öffentlicher Kassen bangen kulturelle Einrichtungen um ihre Finanzierung – besonders diejenigen aus den Haushalten der Länder und Kommunen. Gleichzeitig verharrt das Kultursponsoring bundesweit bei rund 400 Millionen Euro pro Jahr, während sich das Sportsponsoring ungebrochen und von Dopingskandalen unbeeindruckt gleichbleibender Beliebtheit erfreut. Die Stiftung, der Sie vorstehen, wird in Gänze vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) finanziert, der ja auch Eigentümer des Schlossensembles ist. Sie scheinen eher gelassen in die Zukunft zu sehen. Können Sie uns sagen, was die Grundpfeiler des Erfolgs der Stiftung Schloss Neuhardenberg sind?

form für Kulturanbieter. Ergeben sich aufgrund der finanziellen Rückzugstendenzen von Ländern und Gemeinden Ihrer Auffassung nach auch Chancen für Kulturanbieter, sich verstärkt nach anderen Einnahmemöglichkeiten umzusehen und wenn ja welche könnten dies sein?

Ich kenne kein einziges Jahr, in dem diese Gefahr nicht in schöner Regelmäßigkeit und mit gebührender Aufgeregtheit heraufbeschworen wird. Natürlich wird die Lage prekärer. Goethes »Faust« läßt grüßen: »Wir wollen alle Tage sparen und brauchen alle Tage mehr«. Ja, manchen kulturellen Institutionen geht es wirklich an den Kragen. Aber den Untergang des Abendlandes, das Menetekel der Katastrophe, sehe ich nun wirklich nicht an die Ja, man darf, glaube ich, durchaus von Wand geschrieben. Da macht mir die »Erfolg« sprechen. Die »Grundpfeiler« für mentale Verfaßtheit der deutschen »Erredie relativ große Akzeptanz liegen einzig gungsgesellschaft« schon mehr Sorgen. und allein darin, dass wir versuchen, ein Aber in manchen Städten wird die Lage Programm zu entwickeln, das die Men- wirklich ernst, wenn ich zum Beispiel an schen interessiert, das sie dazu bewegt, zu Bonn und an andere Kommunen im Ruhrentschleunigen, eine Stunde Fahrt in die gebiet denke. Also: Insgesamt betrachte »Entlegenheit« auf sich zu nehmen, um an ich die Lage als ernst, aber nicht als hoffetwas teilzunehmen, das neugierig macht nungslos, und ich drehe den Satz bewußt und das in seiner Qualität überzeugt. Ver- nicht um, und sage: »Hoffnungslos, aber mutlich liegt es auch daran, dass wir nicht ernst«. Andererseits: Wie heißt es bei immer wieder Produktionen anbieten, die Hölderlin: »Wo aber Gefahr ist, wächst das anderwärts nicht zu sehen, zu hören und Rettende auch!« Wenn Sie zu anderen nachzuempfinden sind. Und was meine Nationen schauen, dann geht es der Kultur Gelassenheit betrifft, so gründet diese in dieser Republik immer noch verdammt schlicht und einfach in einem ungebroche- gut. Und was die von Ihnen sogenannten nen Vertrauensverhältnis zum Deutschen »Chancen« betrifft, so würde ich diese eher Sparkassen- und Giroverband (DSGV) und als die unheiligen Brüder »Not und Zwang« seinem Präsidenten. Und Vertrauen bezeichnen. Denn die »Kulturanbieter« – begründet bekanntlich Gelassenheit, was für ein merkwürdiger Begriff – sind Unaufgeregtheit, verantwortete Freiheit doch vielfach nolens volens dazu gezwunund eine künstlerische Qualität, die nie gen, sich zum Überleben nach anderen Einden selbstgesetzten Maßstab unterläuft. nahmemöglichkeiten umzusehen und das ist schwer genug. Nicht nur im KulturbeN.: Die öffentliche Förderung in Deutsch- reich, sondern zuweilen auch im Wissenland ist nicht die einzige Finanzierungs- schaftsbereich ist ihr Tun ja zwanghaft 38

damit verbunden, den nicht ausreichenden Haushalt durch die Hilfe und Unterstützung Dritter so auszubauen, dass sie überhaupt etwas produzieren und etwas Neues in Gang setzen können. Es gibt doch zum Beispiel unendlich viele Museen, die nicht einen Cent mehr für eine Ausstellung haben, und es ist für einen Museumsdirektor äußerst schwierig, ständig aufs Neue mit einem »beihilfefähigen« Gesicht bei privaten Dritten um Geld zu bitten und in Konkurrenz zu 37 anderen »Bedürftigen« zu treten, die auch um dasselbe Geld bitten und vor denselben Unternehmensetagen antichambrieren. Insofern ist es ein Euphemismus zu sagen, das wäre eine »Chance«. Nein, das ist bittere Pflicht und die ist vielfach nicht sehr chancenreich, denn die antragsgesättigte »Sponsorensuchaktion« ist zuweilen mehr als mühselig und bedarf höchster Frustrationstoleranz. N.: Unternehmen geben jährlich 10 % ihres gesamten Sponsoringetats, d.h. 400 Mio. Euro, für Kultursponsoring in Deutschland aus. Besteht die Gefahr, dass sich der Staat aus seiner kulturellen Verantwortung zurückziehen wird, wenn Unternehmen verstärkt als Sponsoren auftreten, obwohl der Staat verglichen mit den Kultursponsoringausgaben der Wirtschaft immer noch den weitaus größeren Finanzierungsanteil beiträgt? Ich weiß nicht, wo diese Zahl herstammt. Fest steht, dass das Kultursponsoring in Deutschland im Verhältnis zu Sponsoringmaßnahmen in anderen Bereichen im Grunde marginal ist. Wenn ich nur an die unendlichen Mittel für den Sport denke. Vielleicht begründet sich dieser geringe Anteil jenseits der Massensuggestion »Sport«, die die Kultur nie aufzuweisen in der Lage ist, auch in der Tatsache, dass die Kultur wie in keinem anderen Land der


Bernd Kauffmann Foto: Peter Himsel

Welt durch den Bund, in der Hauptsache aber durch die Länder und Kommunen gefördert und finanziert wird und die Unternehmen meinen, da sei der Bedarf halt geringer, weil der »Staat« ja schließlich traditionsgemäß für die Kultur – freiwillige Leistung hin oder her – geradezustehen habe. Aber die Gefahr, dass sich die »öffentliche Hand« aus der kulturellen Verantwortung zurückziehen wird, sehe ich – von Einzelfällen abgesehen – nur sehr begrenzt. Der Gesellschaft, den Regierenden und vielen Unternehmen scheint aus meiner Sicht Schritt für Schritt immer bewußter zu werden, dass die Kultur für ein plurales Gemeinwesen, für das gegenseitige Verständnis der Menschen untereinander eine eminente Bedeutung hat, kurz gesagt, dass Kunst und Kultur für eine Gesellschaft quasi das »Haus des Seins« bilden und bedeuten und damit die mentale Verfasstheit einer Nation erst sicherstellen. N.: In Diskussionen mit Kulturschaffenden begegnet man leider immer noch der Befürchtung, dass sich der Sponsor in die künstlerischen Inhalte einmischen wollen könnte. Die öffentliche Hand gibt ihrem gesellschaftlichen Auftrag und mit entsprechenden Kriterien in Förderausschreibungen eine Linie vor. Welche Abhängigkeit ist größer – die vom Sponsor oder die von Förderprogrammen? Ach Gott, die Bürokratisierung alles Irdischen findet offensichtlich nie ein Ende. Sie geriert sich vielfach wie das »institutionalisierte Misstrauen« in reinster Form. Natürlich hat das Gründe, die im Mißbrauch öffentlicher Mittel liegen.

Aber gleichwohl: Ich empfinde die Gängelung künstlerischen bzw. kulturellen Tuns durch öffentlich-rechtliche Vorgaben zuweilen schon als sehr strangulierend. Wenn ich sehe, wie im Kulturbereich jedes gekaufte Buch und jede Premierenfeier en detail begründet und nachgewiesen werden muss, während auf der anderen Seite die Kosten öffentlicher Bauvorhaben stetig vor sich hin explodieren, ohne dass irgendeiner auch nur mit der Augenbraue zuckt, dann kann ich nur konstatieren, dass hier vielfach mit zweierlei Maß gemessen wird. Und, was Ihre Frage betrifft: Die Gängelung durch vornehmlich dienst- und haushaltsrechtliche Vorschriften scheint andererseits häufig sogar die schöpferische Kraft im Unterlaufen derselben oder in ihrer angemessen kreativen Interpretation erst richtig zu befördern oder zu initiieren. Wie heißt es so schön: Die Geschichte der Verbote ist die Geschichte ihres Unterlaufens. N.: Sehr geehrter Herr Kauffmann, nun konkret zur im Jahr 2001 gegründeten Stiftung Schloss Neuhardenberg GmbH, deren Generalbevollmächtigter und Geschäftsführer Sie sind. Eine Stiftung kann, je nach dem welcher Zweck damit verfolgt wird, als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts, als Treuhandstiftung, als Stiftungs-GmbH oder als Stiftungsverein gegründet werden. Aus welchen Gründen wurde die Rechtsform der Stiftungs-GmbH für die Stiftung Schloss Neuhardenberg gewählt? Die Stiftung Schloss Neuhardenberg ist eine GmbH, sie trägt als Zusatz den Namen »Stiftung«, denn der Begriff Stiftung ist nicht zwingend an das Stiftungsrecht gebunden. Der Begriff Stiftung wurde deshalb gewählt, weil ein Großteil unseres Tuns sich kulturell darstellt und das öffentliche Verständnis mit dem Begriff Stiftung

weitgehend auch Kulturelles verbindet. Um diese Verbindung öffentlich deutlich zu machen, wurde der Name »Stiftung Schloss Neuhardenberg« gewählt. N.: Die Stiftung Schloss Neuhardenberg GmbH ist sowohl für das Kulturprogramm, das Tagungsgeschehen und den Betrieb des Hotels Schloss Neuhardenberg zuständig. Das ist sicherlich eine herausfordernde Tätigkeit. Welche Vorteile sehen Sie in dieser großen Verantwortung? Nun lassen Sie mal die Kirche im Dorf, wenn Sie von »Herausforderung« und »großer Verantwortung« sprechen: Ja, wir arbeiten hart, und wir haben auch eine Verantwortung. Aber, die haben andere ja auch und viele viel mehr davon. Und wenn Sie nach Vorteilen fragen, so würde ich eher andersherum darauf hinweisen, dass ein Gesamtensemble von Hotel, Gastronomie, Landschaftsparkpflege, künstlerischem und wissenschaftlichen Tun nur in einer Einheit und Ganzheit stil- und profilbildend betrieben und verantwortet werden kann. Stellen Sie sich doch nur vor, in diesem Ensemble würde dem inflationären Begriff des »Outsourcing« gehorcht, also: Das Hotel und die Restaurants würden von Gruppe X betrieben, der Landschaftspark von dem Gartenbetrieb Y und die Kultur von einem Dramaturgen X und einem Impressario Y oder von einem wechselnden Team von Kuratoren und Wissenschaftlern – mit oder ohne Lehrstuhl. Geschähe dies, hätten Sie insgesamt einen Flickenteppich vor sich, aus dem nie ein erkennbares, in sich geschlossenes und konzises Mosaik mit einem erkennbaren Profil würde. Ich glaube, dass diese Stiftung Schloss Neuhardenberg in der Struktur nur so , d. h. in der gewählten Form der Ganzheit überzeugend verantwortet werden kann. Sie aufzusplittern oder zu por39


SPECIAL – STIFTUNG SCHLOSS NEUHARDENBERG

Schloss Neuhardenberg mit einer Lichtinstallation der französischen Künstler gruppe »Lola Muance«, Neuhardenberg-Nacht, 2003 ©Martin Stefke

tionieren, wäre kontraproduktiv und führte nur zu innerbetrieblichen »Glaubenskämpfen«. N.: Der alleinige Gesellschafter der Stiftung ist der Deutsche Sparkassen- und Giroverband, der nach Bund, Ländern und Kommunen mit einem jährlichen Fördervolumen von rund 150 Millionen Euro der größte öffentliche, nicht-staatliche Kulturförderer in Deutschland ist. Welche Erwartungen hat Ihr Gesellschafter an die Stiftung bzw. was bieten Sie Ihrem Gesellschafter im Gegenzug für sein finanzielles Engagement? Der DSGV bzw. die Sparkassen-Finanzgruppe sind in der Tat in der Summe ihres nationalen und regionalen Engagements aus der Kultur dieses Landes nicht mehr wegzudenken. Gäbe es die Sparkassen nicht, wäre in Deutschland vieles nicht entstanden und manches schon längst gestorben. Der DSGV als Alleingesellschafter dieser Stiftung erwartet, dass wir ein Kulturprogramm bieten, das nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, dass wir in künstlerischem Tun, in Hotel und Gastronomie eine Qualität bieten, die überzeugt. Und dass wir klar und unver40

kennbar, aber in nicht aufdringlicher Form deutlich machen, dass wir eine Gesellschaft des DSGV sind und ohne den DSGV hier noch waste land wäre und außer dem Oder-Hochwasser hier wenig geschehen würde. D.: Es gibt Stimmen, die behaupten, dass die private Kunst- und Kulturförderung die Kunst für ihre wirtschaftlichen Zielsetzungen benutzt und dass nur die öffentliche Finanzierung den Rahmen künstlerischer Gestaltungsfreiheit bietet. Kunst und Kommerz werden oft als Gegensatz begriffen. Beweist die Stiftung Neuhardenberg das Gegenteil? Ich gehöre schon lange nicht mehr zu denen, die darin einen Gegensatz sehen und im übrigen muss man nicht so tun, als ob der Staat keine interessengeleiteten Wünsche hätte. Der Bund zum Beispiel braucht Repräsentatives in der Hauptstadt und bestimmt hier unzweifelhaft mit, was er will und was er nicht will, z. B. in einigen Vorabanteilen beim Hauptstadtkulturfonds. Das ist doch verständlich. Davon abgesehen kann ich Ihnen schon einige Geschichten erzählen, in denen der Bund seinerzeit deutlich gemacht hat, dass

er »dies nicht möge« und lieber anderes wolle. Irgendwann im letzten Jahrtausend wurde mir zum Beispiel i. S. »Weimar – Europäische Kulturhauptstadt 1999« regierungsseitig vorgehalten, ich betriebe – zu Lasten Goethes und der deutschen Klassik – eine »Buchenwaldisierung« des Kulturhauptstadt-Programms. Also: Interessengeleitetes Verhalten gibt es doch überall auf der Welt. Es ist eine Frage an die jeweilige Persönlichkeit, wofür diese steht, was sie zum guten Ende überzeugend durchsetzt, und was sie sich in vorauseilender Anpassung wegglätten lässt oder eben nicht. Aber dass finanzierende oder fördernde Unternehmen hier Anlass zu Befürchtungen gäben, das habe ich einfach nicht erlebt. Diese Haltung ewiger Skepsis gegenüber Unternehmen, so wie Sie sie umschreiben und die mir eine Spätfolge der 68er Jahre zu sein scheint, habe ich nie teilen können. Mir ist in meinem Leben kein Sponsor begegnet, der sich in künstlerische Inhalte eingemischt hat. Andererseits habe ich auch keinen Sponsor mit »beihilfefähigem« Gesicht angesprochen, von dem ich meinte oder wusste, dass sein Kommunikationsziel mit der jeweiligen zu sponsernden Produktion – weil »inkompatibel« – nichts zu tun hatte. Und was die


Stiftung betrifft: An dieser Stiftung wird nur deutlich, dass die programmatische Freiheit im Verhältnis zum Alleingesellschafter DSGV sehr groß ist, sie aber immer – wie alles in der Welt – an eine Qualität des Produzierten gebunden ist. Und es ist doch immer so: Freiheit verpflichtet zu verantwortlichem Tun. D.: Am äußersten Rand der Republik, eineinhalb Stunden von Berlin entfernt, haben Sie regelmäßig ein volles Haus – und das mit Veranstaltungen, die deutlich näher an der Hochkultur stehen als an seichter Unterhaltung. Wie erklären Sie sich diesen Umstand in Ihrem Haus in Hinblick auf eine zunehmend beklagte allgemeine Verflachung der Kulturangebote? Das erkläre ich mir nur daraus, dass jenseits aller »Brot und Spiele« und diesseits aller öffentlichen Lustbarkeiten von Umzügen und Paraden aller Art über Stadtteilfeste und Freizeitparks und das ganze »Highlight- und Eventgewese« samt öffentlichem Wirkungstrinken bis zum verordneten medialen Frohsinn – es noch genügend Menschen gibt, die unter Kultur auch verstehen, nachzudenken, kritisch an den »Nägeln zu kauen«, sich streitigen Inhalten zu öffnen und vielleicht auch ein wenig konzentrierter hinzuschauen und hinzuhören. Ich meine damit vor allem die sogenannten »Schillerschen Selbstdenker«. D.: Von einer Lesung mit Gregor Gysi und Harry Rowohlt zum Thema »Schimpfkultur in Deutschland« in der SchinkelKirche über die Ausstellung »UDO« bis hin zu der wirtshäusigen Theaterrevue »Denk ich an Deutschland…« reicht das Spektrum im Programm dieses Jahr. Ein Programm, das wahrlich nicht mit der Tür ins Haus fällt! Ist das Ausdruck

Ihrer Freiheit als Generalbevollmächtigter einer privatwirtschaftlichen Stiftung? Nochmal, liebe Frau Dierking: Halten Sie den Ball flach. Diese Freiheit ist doch selbstverständlich. Und ich glaube nicht, dass Sie unser Programm als so »subversiv«, verfassungsgefährdend oder weiß Gott wie empfinden, dass sich daraus schon Fragen nach den »Grenzen der Freiheit« ergeben. Anders gesagt: Mich wundert, dass Sie sich über diese Freiheit zu wundern scheinen. Wären mit unserem Programm schon die Grenzen der Freiheit berührt, müßten Sie die Verfassung und mich selbst für erledigt erklären. N.: Kunst und Kultur sind für die gesellschaftliche Entwicklung entscheidend. Sie setzen Kreativität frei, setzen Trends und treiben wichtige Entwicklungsprozesse und Diskussionen in der Gesellschaft voran. Lässt sich daher für die künstlerische Entwicklung der Stiftung Schloss Neuhardenberg eine Zukunftsprognose abgeben? Wo sehen Sie Ihr Haus in fünf und in zehn Jahren? Welche künstlerischen und gesellschaftlichen Herausforderungen könnten auf Sie zukommen? Schauen Sie sich doch nur die Ereignisse des letzten Jahres an: Der Guttenbergsche »Einzug der Plagiatoren«, GriechenlandEuro-Desaster, freidemokratischer Überlebenskampf, Libyen-Konflikt, Revolutionen in Ägypten und Tunesien, Fukushima samt anschließender deutscher entkernter Doppelrolle rückwärts… An alledem sehen Sie doch, dass eine Prognose für die nächsten fünf oder zehn Jahre gänzlich absurd wäre. Wir leben doch in einer Welt der Wandlungsbeschleunigung par excellence. Was ich mir wünschen, erhoffen und erwarten würde: Dass diese Stiftung wei-

terhin ein gutes Programm macht, sich den Fragen der Zeit stellt, Gefühlsimpulse und Denkzwischenfälle produziert, paradoxe Eingriffe schafft, versucht, Fragen dieser Zeit auch präziser stellen zu lernen und dabei immer wieder ein wenig versucht, den Menschen auch »mit Lachen die Wahrheit zu sagen«, sie »kritisch an den Nägeln« kauen zu lassen und damit Spuren in die Zukunft legt. N.: In früheren Jahren waren Sie u. a. Leiter des Ministerbüros und Abteilungsleiter im Niedersächsischen Kulturministerium, später Präsident der Stiftung Weimarer Klassik. Erlauben Sie bitte zuletzt eine persönliche Frage, Herr Kauffmann. Was hat sie so daran gereizt, Ihre jetzige Aufgabe wahrzunehmen und Weimar zu verlassen? Wie Sie wissen, hätte ich in Weimar noch weitere acht Jahre arbeiten müssen. Nach einem Kulturhauptstadtjahr mit sieben Millionen Besuchern fühlen sie sich aber wie nach einer kleinen Olympiade, wie ein »gänzlich entleertes Gefäß«. Und irgendwann, nach knapp zehn Jahren weiterhin mit immer wiederkehrenden Themen der »Weimarer Identität« von Buchenwald bis Goethe, von Nietzsche bis Bauhaus, von Liszt bis Wieland und Herder, von deutscher Klassik bis zum deutschen Zivilisationsbruch umgehen zu müssen, macht im Denken erlahmen und schafft die Gefahr sich zu wiederholen. Der Reiz des Angebotes des DSGV lag darin, etwas auf der »grünen Wiese« gänzlich neu zu entwickeln, das es vorher nicht gab, also etwas Neues zu schaffen, das nicht den ausgetretenen, vorgedachten Wegweisungen eines Vorgängers zu folgen hat. Das Interview führten Eva Nieuweboer (N.) und Diane Dierking (D.) von der Agentur Causales. 41


FACHBEITRAG

Marketing für eine verrückte Idee Wilhelm von Boddien, Geschäftsführer Förderverein Berliner Schloss e.V.

© Stiftung Berliner Schloss-Humboldtforum

Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses als Humboldtforum steht unmittelbar bevor. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat mit den Stimmen aller Fraktionen, bis auf die Linke, im Juli 2011 seine Realisierung beschlossen. Die Grundsteinlegung ist für den März 2013 vorgesehen. Der Bau wird 2018 bezugsfertig sein und schließlich 2019 seiner Bestimmung als Humboldtforum im Zusammenhang mit den Museen der historischen Museumsinsel als Weltort der Künste und Kulturen der Öffentlichkeit übergeben. Eine zwanzigjährige Debatte ist damit abgeschlossen. Sie war zäh, kontrovers, voller Emotionen. Drei Gruppen waren ihre Träger: die Anhänger der Moderne, die Anhänger des Palastes der Republik und die Anhänger des Wiederaufbaus des von Ulbricht 1950 sinnlos gesprengten Berliner Schlosses, das einmal das Gravitationszentrum Berlins war. Die Debatte konnte nie objektiv geführt werden, sie war emotionsgeladen, weil jede Seite für sich in Anspruch nahm, die beste Lösung auf ihre Fahnen geschrieben zu haben. Da es rein sachliche Kriterien für keine der Parteien gab, ging es nur darum, eine Mehrheit in der Bevölkerung und der Politik für sich zu erringen, also in den Herzen der Menschen mit seinen Argumenten Eingang zu finden und diese für sich zu gewinnen. Der Kern der Diskussion ging um die 42

Rückgewinnung der Schönheit der Stadt mit dem Schloss, den Erhalt der Erinnerung an den Palast der Republik als einem Zentrum des gesellschaftlichen Lebens der DDR und um die Aussage der Architekten der Moderne, man habe alle alten Zeiten überwunden, nur zeitgenössische Architektur könne Ausdruck unseres demokratischen Gemeinwesens sein. In einem Schloss könne schließlich nur ein König wohnen: Diese Zeiten habe man aber nun wirklich endgültig überwunden. Wie gelang es uns nun, eine demokratische Mehrheit für den Wiederaufbau des Schlosses zu erreichen? Grundlagen schaffen Die Idee braucht einen Namen, der sofort verständlich ist. „Wir wollen das Berliner Schloss wieder aufbauen!“ Die Idee ist Provokation und der Weg. Bauen Sie dafür ein

© Förderverein Berliner Schloss / eldaco, Berlin

fest zusammenstehendes Team auf, binden Sie Multiplikatoren mit ein. Stellen Sie die Grundlagen der Idee zur Diskussion, auch um die Übereinstimmung der Meinungen im Team zu prüfen. Trennen Sie sich von Leuten im Team, die sich nur profilieren wollen. Seien Sie sich bewusst, dass Sie die Hauptarbeit selbst leisten müssen, in der Funktion einer Spinne im Netz. Sonst könnte die Idee eine falsche Richtung bekommen. Deswegen: Delegieren Sie zwar viel Verantwortung an Dritte, aber verringern Sie nie die eigene Verantwortung als Maxime für sich selbst! „Treppen werden von oben gefegt“. Dies heißt nichts anderes, als dass man schon früh die Meinung derjenigen sucht, die letztlich zum Kreis der Entscheider gehören. Finden diese Ihre Idee durchsetzbar – oder ist es doch nur eine schöne Fantasie? Setzen Sie prägnante, öffentlich stark beachtete, unkonventionelle Beispiele und gewinnen Sie Ihre Mehrheiten dadurch: Beim Schloss war es der ausschließlich privat finanzierte Bau der 1:1 Simulation 1993/94, die es aus 40-jähriger Vergessenheit zurückholte und Millionen überzeugte. Gehen Sie selbst ins Risiko, auch in das finanzielle. Die Glaubwürdigkeit Ihres Pro-


© Michael Haddenhorst

jekts wird größer, wenn man erkennt, wie weit Sie sich selbst dafür in die Pflicht nehmen! Weitere Grundregeln für eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit sind: Lassen Sie sich vor keinen Karren spannen, bleiben Sie politisch neutral, gesprächsoffen für jede politische Kraft! Bedenken Sie: Nur im Team sind Sie stark. Das Gründungsteam löst nach dem ersten Erfolg die Lawine aus, ermöglicht die Multiplikation im Schneeballsystem. Dies ist die Basis für ein weit gespanntes Netzwerk: Freunde erzeugen immer neue Freunde! Bleiben Sie bei Ihrer Arbeit immer offen für Ratschläge und Ideen Dritter. Diese erkennen meist weit bessere Lösungsansätze, als Sie selbst. Integrieren Sie diese in das Konzept, verfeinern und vertiefen Sie es so und Sie erweitern Ihre Basis. Und die ist die Voraussetzung dafür, um Mehrheiten zu gewinnen! Passen Sie Ihre Grundidee im Detail der Stimmung im Markt an, ohne sie zu verraten oder verwässern, nur darüber können Sie die Mehrheit gewinnen! Dafür brauchen Sie viel Geduld und einen langen Atem. Maximalforderungen sind unerfüllbar, der pragmatische Kompromiss bringt die Mehrheit.

Der Weg zum Ziel „Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“ Nur wenn Ihre Gedanken für eine Mehrheit verständlich sind und diese darüber gewonnen werden kann, schaffen Sie es. Reagieren Sie grundsätzlich flexibel auf die Zeichen des Markts, nehmen Sie Rückschläge gelassen hin! Lernen Sie daraus, ohne das Gesamtziel aus den Augen zu verlieren. Über Teilziele, die Sie kurzfristig realisieren können, schaffen Sie Achtungserfolge und bleiben im Gespräch, können darauf weiteraufbauen! Konsolidieren Sie diese Teilziele und legen Sie erst von dort aus den weiteren Weg fest. Führen Sie fest, aber nur über das Team, kanalisieren Sie die Meinungen, um einen einheitlichen Auftritt zu schaffen. Sie brauchen eine unverwechselbare Identität! Ihre Gegner sind nicht mehr und nicht stärker als Sie selbst. Sie sind auch nur eine Minderheit! Beobachten Sie sie, nehmen Sie deren Kritik an und verarbeiten Sie diese! Starten Sie eine umfassende Kommunikation, nutzen Sie dafür die Bereitschaft der Medien, neue Ideen zu verbreiten. Seien Sie bereit, auch Spott zu ertragen! Halten Sie das aus, haben Sie die

Möglichkeit, die schweigende Mehrheit zu gewinnen. Persönliche Einstellungen Ihre persönliche Glaubwürdigkeit ist vielleicht das wichtigste: Es darf nur um das Projekt gehen, deswegen seien Sie davon überzeugt, und weniger von sich selbst. Nehmen Sie sich zurück und bleiben Sie bescheiden. Seien Sie „primus inter pares“. Bleiben Sie aufrichtig. Respektieren Sie Ihre Gegner, wie sonst wollen Sie Respekt gewinnen? Bleiben Sie standfest, aber bewahren Sie sich ihre Demut! Zeigen Sie vollen Arbeitseinsatz, ohne Rücksicht auf sich selbst, seien Sie jedoch rücksichtsvoll mit anderen! Bleiben Sie fair, auch wenn andere bösartig sind. Lächeln Sie, bleiben Sie heiter, auch wenn Sie noch so wüten wollten! Euphorie schadet ebenso wie Selbstmitleid, Begeisterung steckt an! Hören Sie nie auf, zu lernen! Loben Sie öffentlich die Freunde für ihren Witz, ihren Mut und ihre Geistesgegenwart, nur so werden Sie als Team wahrgenommen! Und schließlich: Die Maxime, die Sie an sich selbst stellen müssen, lautet: Alles, was Du tust, tue es gleich, gern und ganz. An einer der drei Forderungen scheitern Sie immer wieder … 43


SPECIAL

RUHR.2010

ExtraSchicht Foto: Ruhr Tourismus/Christian Nielinger

44


kultur marke 速 des Jahres

2O10

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SPECIAL – RUHR.2010

Kulturmetropole Ruhr – Vitaler denn je Prof. Dr. Oliver Scheytt, Geschäftsführer RUHR.2010 GmbH

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blick auf nachwachsende Generationen, die durch Migration und kulturelle Vielfalt geprägt sind. In Theaterprojekten wie Next Generation, Pottfiction oder Odyssee Europa wurde thematisiert, wie die Menschen sich in der zunehmend globalisierten und medialisierten Gesellschaft zurechtfinden. Was kann uns in den realen und virtuellen Räumen Orientierung geben? All diese Fragen sind längst nicht beantwortet, sondern wirken fort und werden in Zukunft erneut aufgegriffen.

RUHR.2010 und Integration Mit den Erfolgen der Kulturhauptstadt Europas ist im Ruhrgebiet ein neues Bewusstsein entstanden für eine Gesamtheit der Metropole Ruhr. Uns kam es darauf an, dass die Menschen hier ihre Region als Kulturraum begreifen und sich selbst als Nutznießer und Akteure darin sehen. Wir sind sicherlich die Kulturhauptstadt Europas, die das kulturpolitische Leitbild einer „Kultur für alle und von allen“ in der Praxis auch umgesetzt hat. Tausende sind selbst zu Akteuren geworden, haben ihre Alltagskultur gelebt und eingebracht. Von den Feuilletons wurde das anfangs eher belächelt. Inzwischen haben selbst hartgesottene Vertreter der sogenannten Hochkultur eingestanden, dass vor allem die Großveranstaltungen einen wichtigen Beitrag zu einem neuen Kulturbewusstsein geleistet haben, das sich auch in Zukunft nicht nur in Nutzungszahlen niederschlägt, sondern auch in der politisch wirksamen Zustimmung der Bürger für mehr Kultur in der Metropole Ruhr. Die Menschen haben sich mehr mit ihrem Lebensraum identifiziert. Die Identität stiftenden Großveranstaltungen wie die Eröffnungsfeier, SchachtZeichen mit 311 großen Ballonen, die Ende Mai ehemalige Zechenstandorte markiert haben, der !SING DAY OF SONG am 5. Juni mit 600 Chorkonzerten und Still-Leben Ruhrschnellweg auf 60 Kilometern gesperrter Autobahn sind die bekanntesten Ereignisse. Sie haben sich in den Köpfen und Herzen, nicht nur der Ruhris, festgesetzt. Die Menschen innerhalb und außerhalb des Ruhrgebiets sehen diesen Ballungsraum mit neuen Augen. Unser Programm mit über 5.000 Veranstaltungen beinhaltete aber auch viele künstlerische Projekte, die aktuelle gesellschaftliche Fragen gestellt haben. Das Ruhr-Atoll hat die Frage nach dem Umgang mit unserer Umwelt, Klima und Energie aufgeworfen. In den Veranstaltungen unter dem Label MELEZ ging es darum, wie wir mit dem Bevölkerungswandel umgehen, insbesondere im Hin-

Budgetäre Situation Glücklicherweise hat es im Jahr 2010 nicht so viele finanzielle Einschnitte gegeben, wie dies angesichts der Finanzkrise zu erwarten gewesen wäre. RUHR.2010 hat als Schutzschirm gewirkt, aber auch neue Potenziale freigesetzt. Besonders hilfreich war die vom Land NRW im Herbst beschlossene Pauschale von 2 Euro pro Einwohner für die Beteiligung der Kommunen an der Kulturhauptstadt. Diese zusätzlichen 10,5 Millionen Euro waren außerordentlich wichtig. Nicht nur für die Beteiligung der Städte, sondern auch für die Finanzierung vieler einzelner Vorhaben. Auch Sponsorengelder in Höhe von rund 20 Millionen Euro wären ohne die Kulturhauptstadt nicht mobilisiert worden. Erfreulicherweise haben das Land NRW und der Regionalverband Ruhr zugesichert, ab 2012 jeweils 2,4 Millionen Euro für die Finanzierung der Nachhaltigkeitsstrategie von RUHR.2010 zur Verfügung zu stellen. Besonders erfreulich ist, dass das Großprojekt „Jedem Kind ein Instrument“ (JEKI), das ja ebenfalls durch die Kulturhauptstadt ausgelöst worden ist und viele Millionen Euro für die kulturelle Grundversorgung von jungen Menschen in Bewegung gebracht hat, auch in den nächsten Jahren von der Kulturstiftung des Bundes, dem Land und den Städten finanziert wird. Dieses Projekt ist übrigens auch ein Beispiel für eine Innovation: Kaum ein anderes

Still-Leben Ruhrschnellweg Foto: Manfred Vollmer

Ruhr-Atoll Foto: Manfred Vollmer


RuhrKunstMuseen Gestaltung: ENORM Agentur für Visuelle Kommunikation

Projekt hat die Musiklandschaft in den letzten Jahrzehnten so verändert wie JEKI. Die Evaluation dieses Programms ist im Übrigen dringend erforderlich, denn bei allem Enthusiasmus muss das in diesem Projekt Gelernte für die zukünftige Gestaltung der musikalischen Bildung ausgewertet und in Kurskorrekturen umgesetzt werden. Nachhaltigkeit und Nachfolgeträgerschaften Mit dem Gesamtprogramm von RUHR.2010ist sichtbar geworden, welche reichhaltige kulturelle Infrastruktur die Städte in der Metropole Ruhr aufgebaut haben und unterhalten, die mit rund 400 Millionen Euro jährlich gefördert wird. Nachhaltige Wirkung zeigen die neuen Bauten, wie das Museum Folkwang, das Ruhr Museum auf Zollverein, das Dortmunder U und eine kulturtouristische Infrastruktur. Wir haben das Ruhrgebiet auf der Landkarte Europas neu positioniert und konnten – das belegen auch Umfrageergebnisse – dem Imagewandel der Metropole Ruhr Schubkraft geben. Eines der wichtigsten neuen Netzwerke ist die Zusammenarbeit der 20 RuhrKunstMuseen. Diese Arbeit geht weiter. Hierfür stehen schon ab diesem Jahr zusätzliche Gelder aus dem Programm „Tourismus“ zur Verfügung. Die Museen setzen ihre gemeinsame Vermittlungsarbeit und die Ausstellungskooperationen fort. Das gleiche gilt für die Kunstvereine und Künstlerbünde sowie für das Netzwerk der 14 Städte entlang des Rhein-Herne-Kanals, die diesen als KulturKanal neu in Wert gesetzt haben. Im Bereich der Kulturwirtschaft haben wir Branchenkommissionen gebildet für Design, Computerspiele, Musikproduktionen etc. All diese Beispiele belegen, dass diese Netzwerke im Sinne einer Culture Governance die vorhandenen Potenziale aktivieren können. Dazu bedarf es eines Netzwerkmanagements, einer permanenten Anregung des Austausches und der Projektarbeit. RUHR.2010 konzipiert und realisiert zurzeit gemeinsam mit dem Regionalverband Ruhr und dem Land NRW den Transfer der nachhaltigen Programmbausteine. Unsere Vorstellung zielt darauf ab, die Kultur Ruhr GmbH, deren Gesellschafter das Land NRW und der Regionalverband Ruhr sind, mit dieser Aufgabenstellung zu betrauen. Die Gesellschaft hat mit der RuhrTriennale eine hochqualifizierte Aufgabe in den letzten zehn Jahren mit einer Reihe

herausragender Künstlerpersönlichkeiten erfüllt. Sie erscheint uns bestens in der Lage, die Netzwerkarbeit, die von unterschiedlichen Kuratoren wahrgenommen werden sollte, ebenfalls mit der Zielsetzung der Exzellenz wahrzunehmen. Wenn diese Netzwerke auch noch genreübergreifend zusammenarbeiten und in Bewegung gebracht werden, kann ein neuartiges Modell für Kulturproduktion und -vermittlung generiert werden, das modellhaft für Europa ist. Doch noch ist das Kirchturmdenken nicht nur bei einigen Oberbürgermeistern und Entscheidern, sondern auch bei vielen Kulturpolitikern sehr stark. Das Ruhrgebiet ist nun einmal von Konkurrenz geprägt. Im Fußball ist dies besonders deutlich. In der Kultur gibt es indes immer mehr ein Zusammenspiel. Mit dem Perspektivplan und dem Masterplan für die Kulturmetropole Ruhr hat es aber auch einen langen Prozess der Diskussion über gemeinsame Ziele und Profile gegeben. Das Jahr 2011 wird das entscheidende Jahr für die Nachhaltigkeit der Kulturhauptstadt sein. Erst in diesem Jahr wird sich die Lernfähigkeit aller Akteure beweisen. Doch es zeichnet sich jetzt schon ab: Das Kulturhauptstadtjahr ist zwar vorbei, doch die Kulturmetropole Ruhr ist vitaler denn je.

Dortmunder U Foto: Manfred Vollmer

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SPECIAL – RUHR.2010

Die Effekte des Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010 Maria Baumeister, Referentin der Geschäftsführung und Projektmanagerin für Evaluation

Metropole Ruhr Foto: Rupert Oberhäuser

Was kommt, was war, was bleibt? Diese Fragen haben RUHR. 2010 in den verschiedenen Lebensjahren der Kulturhauptstadtplanung und -durchführung begleitet. Nun, im Jahr 2011, befindet sich RUHR.2010 in der Phase der Bewertung und Evaluation, der Implementierung des Erreichten und des Transfers der Aufgaben auf andere Träger. Das Ausnahmejahr ist vorbei. Wie nachhaltig wirkt die Kulturhauptstadt in die Zukunft? Werfen wir einen Blick auf das bis dato Erreichte. Für die Programmgestaltung formulierte RUHR.2010 die folgenden drei Schwerpunkte: Nachhaltigkeit, europäische Dimension und Vernetzung. Diese Vorgaben wurden aus dem Kriterienkatalog der EU-Kommission abgeleitet, der den Kulturhauptstädten Richtlinien für ihre Arbeit mit auf den Weg gibt. Schon seit Beginn der Kulturhauptstadtvorbereitungen ist RUHR.2010 mit der Frage der Nachhaltigkeit befasst und wählte nach bestem Wissen und Gewissen ein Programm aus, das ein hohes Potenzial für die nachhaltige Entwicklung versprach. Die Anforderungen, die die Kulturhauptstadt sich stellte und die an sie gestellt wurden, waren hoch. Nachhaltigkeit ist mittlerweile eine allseits verwendete Forderung geworden, ja schon fast zu einer Art Phrase durch die permanente Präsenz verkommen. Es gibt erfolgreiche und weniger erfolgreiche Kulturhauptstädte, was dieses Thema betrifft. Liverpool und Glasgow, welche viele gemeinsame Erfahrungen mit dem 48

Ruhrgebiet teilen, haben viel erreicht. Die Frage, wie langfristig das Ruhrgebiet von der Kulturhauptstadt profitiert, lohnt sich zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu stellen. Welche Ergebnisse sind aus heutiger Sicht zu erkennen? RUHR.2010 hat verschiedene Umfragen in Auftrag gegeben, um anhand von empirischen Methoden die Wirkungen des Kulturhauptstadtjahres festzustellen. Zu nennen sind hier die drei Bevölkerungsbefragungen im Ruhrgebiet in den Jahren 2008, 2009 und 2010, die Teilnahme am Qualitätsmonitor DeutschlandTourismus in den Jahren 2009 und 2010, mittels welchem Übernachtungsgäste in der Metropole Ruhr zur Kulturhauptstadt befragt wurden sowie die Besucherbefragung bei ausgewählten Veranstaltungen im Jahr 2010 und die Befragung der Volunteers von RUHR.2010. Zudem hat RUHR.2010 das Zentrum für Kulturforschung mit der externen Abschlussevaluation beauftragt. In der Evaluation geht es nicht nur um die Feststellung des Grades der Zielerreichung, sondern auch um den Ausblick in die Zukunft und die damit verbundenen Empfehlungen für die zukünftige Kulturarbeit in der Metropole Ruhr. Es gibt zwei Arten von Wirkung, die von besonderer Bedeutung sind. Ein wichtiges Vermächtnis ist der Netzwerkgedanke, welcher bei vielen Kulturhauptstädten, wie beispielsweise Liverpool und Glasgow, festzustellen ist. Zahlreiche im Kulturhauptstadtjahr entstandene Netzwerke existieren über 2010 hinaus.


Die von RUHR.2010 beauftragte Evaluation durch das Zentrum für Kulturforschung unterscheidet zwischen den thematischen und strategischen Netzwerken. Thematische Netzwerke sind jene, die entstanden sind, um Kunst- und Kulturprojekte zu realisieren. Beispiele hierfür sind die Projekte GrenzGebietRuhr, Starke Orte, KulturKanal, Odyssee Europa und das Henze-Projekt. Einige dieser Netzwerke haben bereits konkrete Pläne für die zukünftige Arbeit entwickelt. Die Aufgabe strategischer Netzwerke bezieht sich auf Konzepte zum Ausbau institutioneller Rahmenbedingungen, die das Zusammenwachsen der Metropole Ruhr fördern. Zu nennen ist hier vor allem das Netzwerk der Kulturhauptstadtbeauftragten als Informations- und Austauschgremium der an der Kulturhauptstadt beteiligten 53 Städte des Ruhrgebiets (für RUHR.2010 als dezentrale Kulturhauptstadt, bestehend aus 53 Städten, waren in jeder dieser Städte Verantwortliche für die Belange des Kulturhauptstadtjahres benannt worden). Ein strategisches sowie thematisches Netzwerk zugleich sind die RuhrKunstMuseen, der Zusammenschluss von 20 Museen der modernen Kunst im Ruhrgebiet – eine kulturpolitische Kooperation, die gemeinsame Ausstellungen und Marketingaktivitäten planen. Das Projekt, welches sowohl die europäische Dimension als auch die Vernetzung und Nachhaltigkeit beispielhaft verkörpert, ist das Projekt TWINS, das internationale Städtepartnerschaftsprojekt von RUHR.2010 mit 1.700 Kunst- und Kulturpartnern aus 258 Städten, 39 Nationen und vier Kontinenten. Gut 50 % der Partner wollen weiterhin miteinander arbeiten, es liegen oftmals bereits detaillierte Planungen vor.

Das wahrscheinlich wichtigste Ergebnis könnte als „psychologische“ Nachhaltigkeit beschrieben werden. Die individuellen und kollektiven Erlebnisse im Kulturhauptstadtjahr, sei es die Teilnahme an einer Theateraufführung oder einer Großveranstaltung, die aktive Partizipation an Still-Leben Ruhrschnellweg oder der Besuch eines Konzertes, sind Schlüsselelemente, die in ein langfristiges Wirken der Kulturhauptstadt resultieren können, denn diese Erlebnisse befruchten Mentalitätswandel. Bei dem Konzept „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“, das die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 verfolgt hat, geht es nicht nur um den infrastrukturellen Wandel der Region, sondern auch um den Wandel in den Köpfen der Menschen. Die Ergebnisse aus der Bevölkerungsbefragung im Ruhrgebiet zeigen wichtige Erkenntnisse. Vor dem Jahr 2010 wurde erfragt, welche Erwartungen die Befragten an das Kulturhauptstadtjahr haben. Ende 2010 wurden die Erwartung mit den tatsächlich wahrgenommenen Veränderungen verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass fast alle Erwartungen erfüllt, ja sogar deutlich übertroffen wurden.

Frage: „Und was hat sich Ihrer Meinung nach bisher durch die Kulturhauptstadt verändert? Was hat sich verbessert, was hat sich verschlechtert, was ist gleich geblieben?“

Quelle: RUHR.2010 GmbH/ Academic Data (2011): Bevölkerungsbefragung 2010. Empirische Studie, Essen.

Mehr Angebote für Kinder und Jugendliche

46 % 59%

Positiveres Image des Ruhrgebiets

86 % 56 %

Wirtschaftlicher Aufschwung

33 % 47 %

Selbstbewusstsein der Bürger/innen stärken

64 % 39 %

Stadtverschönerungen

48 % 35 %

Mehr Austausch zwischen den Kulturen

58 % 31 %

Mehr berufl. Möglichkeiten für Kreative/Künstler

45 % 30 %

Kennenlernen anderer Menschen

50 % 27 %

Mehr Tourismus

79 % 27 %

Neue interessante Orte und Plätze

59 % 21 %

Alternative Kulturangebote im Stadtteil

29 % 21 %

Große Veranstaltungen

69 % 16 %

Mehr zu Europa gehören

31 % 13 %

Mehr hochkarätige künstlerische Angebote

40 % 13 %

wahrgenommene Veränderung Erwartung

49


SPECIAL – RUHR.2010 Frage: „In welchen der folgenden Städte bzw. Regionen haben Sie schon einmal eine Kulturveranstaltung besucht?“

2009 2010

46,9 % innerhalb der eigenen Stadt

28,7 %

35 %

46 %

in benachbarten Städten im Ruhrgebiet

6,8 %

13,2 %

weiter entfernte Städte im Ruhrgebiet

11,4 %

Quelle: RUHR.2010 GmbH/ Academic Data (2011): Bevölkerungsbefragung 2010. Empirische Studie, Essen.

12,1 %

außerhalb des Ruhrgebiets

4% 8% Frage: „Haben Sie aufgrund des Ereignisses Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 mehr kulturelle Veranstaltungen als sonst besucht?“ 43 % viel mehr als sonst mehr als sonst ungefähr gleich weniger als sonst

Image und Identität Das Image vom alten Ruhrgebiet als heruntergekommene Industrieregion ist vom Bild einer dynamischen und vielseitigen Kulturmetropole abgelöst worden. Im Rahmen der Bevölkerungsbefragung haben 56 % der Befragten ein positiveres Image für das Ruhrgebiet erwartet. 86 % gaben an, eine tatsächliche Verbesserung wahrgenommen zu haben. 39 % der Befragten erwarteten durch das Kulturhauptstadtjahr eine Stärkung des Selbstbewusstseins der Bürger – 64 % meinen, diese Entwicklung festgestellt zu haben. Resümierend lässt sich festhalten, dass durch die Kulturhauptstadt die Fremdwahrnehmung des Ruhrgebiets als auch die Selbstwahrnehmung seiner Bewohner verbessert werden konnte.

50

45 %

Quelle: RUHR.2010 GmbH/ Academic Data (2011): Bevölkerungsbefragung 2010. Empirische Studie, Essen.

Mobilisierung Die Evaluatoren vom Zentrum für Kulturforschung haben als einen wesentlichen Erfolgsfaktor von RUHR.2010 die Aktivierung der Bürger und Bürgerinnen zur Teilhabe herausgestellt. Die Mobilisierung der Bevölkerung war ein weiteres Ziel der Kulturhauptstadt. Haben die Menschen das gesamte Angebot in der Metropole Ruhr wahrgenommen? Die Bevölkerungsbefragung hat gezeigt, dass die Menschen im Kulturhauptstadtjahr mobiler waren als im Jahr zuvor. Im Kulturhauptstadtjahr fuhren knapp 60 % der Befragten in eine andere Stadt innerhalb des Ruhrgebiets, um Kulturveranstaltungen zu besuchen, eine Steigerung um mehr 20 % im Vergleich zum Vorjahr (41,8 %). Konkret nach dem Veranstaltungsbesuch im Rahmen von RUHR.2010 befragt, gaben 63,4 % der Befragten an, bereits in andere Orte gefahren zu sein, 7,5 % planten auch am Ende des Kulturhauptstadtjahres noch, in andere Städte zu fahren. Auch übte laut eigener Aussage der Befragten die Kulturhauptstadt eine positive Wirkung auf die Häufigkeit der Veranstaltungsbesuche aus. Insgesamt haben 61 % der Befragten, die RUHR.2010 kannten, Veranstaltungen der Kulturhauptstadt auch wirklich besucht. Davon besuchten 57 % mehr als zwei, ein Viertel sogar mehr als fünf Kulturveranstaltungen. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (53 %) gab an, damit „mehr“ oder „viel mehr“ Veranstaltungen als sonst zu besuchen.


Marketing und Presseresonanz Der gemeinschaftliche Auftritt der Städte, Kreise und Landschaftsverbände der Metropole Ruhr hat Wirkung nach außen sowie nach innen gezeigt. Mit RUHR.2010 ist eine Marke erzeugt worden, die sich eines hohen Wiedererkennungswertes erfreut. Dies ist nicht zuletzt auf die unverkennbare Wort-Bild-Marke zurückzuführen. Die Kulturmetropole Ruhr verfolgt das Bestreben, dieses Logo mit der neuen Marke „Kulturmetropole Ruhr“ weiterhin zu nutzen. Auch die Medienanalyse zeigt, dass die Kommunikationsstrategie von RUHR.2010 aufgegangen ist. Die mediale Präsenz war beeindruckend: Im Print- und OnlineBereich sind im Beobachtungszeitraum von September 2009 bis Januar 2011 insgesamt über 66.000 Presseberichte erschienen.

Quantitative Abschluss-Medienresonanzanalyse für RUHR.2010 Online- und Printartikel

Quelle: X-Ray (2011)

7.000

6.000

5.000

4.000

3.000

2.000

1.000 Online Print Sep. 2009

Okt. 2009

Nov. 2009

Dez. 2009

Jan. 2010

Feb. 2010

Mrz. 2010

Tourismus Auch was die touristischen Zahlen angeht, kann das Kulturhauptstadtjahr große Erfolge aufweisen. Die Zuwächse der Ankünfte und Übernachtungen in der Metropole Ruhr liegen deutlich über dem Landesdurchschnitt Nordrhein-Westfalens. Ebenso ist eine überproportional hohe Zuwachsrate an ausländischen Gästen zu verzeichnen. Dass das Ruhrgebiet viel zu bieten hat, ist seit dem Kulturhauptstadtjahr über die Grenzen der Region hinaus bekannt geworden. Auch weisen die Ankünfte und Übernachtungen in der Metropole Ruhr in den ersten Monaten im Jahr 2011 auf eine weitere positive Entwicklung.

Apr. 2010

Mai 2010

Jun. 2010

Jul. 2010

Aug. 2010

Sep. 2010

Okt. 2010

Vergleich zum Vorjahr

NRW

Übernachtungen

Vergleich zum Vorjahr

NRW

3.434.599

+ 13,4 %

+ 8,0 %

6.531.227

+ 13,0 %

+4,6 %

davon aus dem Ausland

554.996

+18,5 %

+12,2 %

1.083.100

+16,4 %

+ 10,3 %

Juli 2010

299.183

+31,9 %

+17,4 %

583.998

+23,8 %

+ 8,3 %

52.205

+ 27,3 %

+ 14,4 %

100.715

+15,4 %

+ 8,2 %

davon aus dem Ausland

Dez. 2010

Jan. 2011

Was kommt? Nachhaltig denken heisst in Prozessen denken. Wie können die Erfolge aus dem Kulturhauptstadtjahr verstetigt werden? Die Kulturhauptstadt ist als ein weiteres Projekt, nach der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA 1989 – 99), als wichtiger Meilenstein im Entwicklungsprozess des Ruhrgebiets, der Metropole Ruhr, zu verstehen. Nun sind andere Institutionen gefragt, etwas aus dem Erbe von RUHR.2010 zu machen.

Ankünfte

Jahr 2010

Nov. 2010

Quelle: Landratsamt für Datenverarbeitung und Statistik NordrheinWestfalen, Zusammen stellung durch die Ruhr Tourismus GmbH.

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SPECIAL – RUHR.2010

Das Reiseziel Kulturmetropole Ruhr Axel Biermann, Geschäftsführer Ruhr Tourismus GmbH

Die Metropole Ruhr gehört zu den ganz jungen Reisedestinationen in Deutschland. Noch vor rund 20 Jahren war ein Urlaub im Ruhrgebiet undenkbar. Erst die Internationale Bauausstellung Emscher Park in den 90er Jahren setzte den Grundstein für die Entwicklung zum Städtereiseziel. Alte Industriebrachen wurden in Wert gesetzt und zu spannenden und beeindruckenden Industriedenkmälern umgestaltet. Der oft beschriebene „Strukturwandel“ brachte neues Leben in längst aufgegebene Viertel. Noch immer dauert dieser Prozess an, und er wird auch in den kommenden Jahren viel Potenzial für neue, auch touristische Nutzungen offenbaren. Industrie und Tourismus passen auf den ersten Blick nicht wirklich zueinander. Doch gerade aus touristischer Sicht ist die industrielle Vergangenheit der Region ein wahrer Glücksfall. Keine andere Region in Deutschland und sogar in Europa kann mit dieser Fülle an industriekulturellen Sehenswürdigkeiten punkten. Die Metropole Ruhr besitzt damit ein äußerst interessantes Alleinstellungsmerkmal. Das Welterbe Zollverein in Essen, der Gasometer in Oberhausen, der Landschaftspark Duisburg-Nord, die Jahrhunderthalle in Bochum oder das Dortmunder U: Sie alle wurden in den letzten Jahren zu touristischen Besucherhighlights. Bei der ExtraSchicht – der Nacht der Industriekultur – werden viele dieser ehemaligen Industriestandorte zu ausgefallenen Spielorten der Kultur. Dabei zieht es jedes Jahr mehr kulturinteressierte Besucher ins Ruhrgebiet und der Name ExtraSchicht wurde zur wichtigen Kulturmarke. Die Route der Industriekultur bietet einen Überblick über alle Industriedenkmäler in der Region und gehört zu den erfolgreichsten Tourismusprojekten im Ruhrgebiet. Auf einem ca. 400 km langen ausgeschilderten Straßenkurs führt sie die Besucher zu den Highlights und den verborgenen Schätzen der Industriekultur. Auch per Rad lässt sich die Route aktiv und dennoch bequem auf dem 230 Kilometer langen Emscher Park Radweg und dem 350 Kilometer langen Rundkurs Ruhrgebiet entdecken. Häufig geht es dabei über ehemalige Bahntrassen, die in den letzten Jahren in hervorragende Radwege umgebaut wurden und durch die geringen Steigungen auch ideal für unerfahrene Radler oder Familien geeignet sind. Zu den sechs meistbefahrenen Radfernwegen in Deutschland gehört der RuhrtalRadweg, der auf 230 Kilometern von Winterberg bis Duisburg führt und dabei einen eindrucksvollen Spannungsbogen zwischen dem ländlichen Sauerland und der Kulturmetropole Ruhr bietet. Ausgezeichnet mit dem ADFC- Gütesiegel ermöglicht die 4-Sterne-Qualitätsroute einen aktiven und zugleich entspannten Radurlaub an der Ruhr, der mit dem 2010 errichteten Kunstpfad Ruhr auch kulturinteressierte Radler anspricht. 52

Gäste, die viel in der Metropole Ruhr erleben wollen, erhalten mit der RUHR.TOPCARD bei über 90 Freizeit- und Erlebniswelten im Ruhrgebiet und Umgebung für ein Jahr einmalig kostenfreien Eintritt. Eine der längsten Indoor-Skihallen der Welt, Klettergärten, Zoos, Freizeitparks, Industriedenkmäler, Museen, Schwimmbäder und die Fahrgastschifffahrt ermöglichen der Freizeitgestaltung freien Lauf. Damit Reisende in der vielschichtigen Metropole Ruhr nicht die Orientierung verlieren, wurde das gesamte Ruhrgebiet in fünf überschaubare Erlebnisareale aufgeteilt, jedes dabei mit einem eigenen Marketingthema und einem eigenen RUHR.VISITORCENTER in einer der fünf Portalstädte als erste Anlaufstelle für Touristen. Diese Areale heißen Kulturhafen RUHR (Portalstadt Duisburg), RUHR spektakulär und populär (Portalstadt Oberhausen), Kunst und Kreativität RUHR (Portalstadt Essen), Festspielplatz RUHR (Portalstadt Bochum) und RUHR kreativ (Portalstadt Dortmund). Um die Gäste dabei bestmöglich zu informieren, entstand ein in Europa einzigartiges Netz aus Informations- und Besucherzentren. RUHR.2010 war für die touristische Entwicklung des Ruhrgebiets ein ganz besonderer Meilenstein. Mit 53 Städten war die Metropole Ruhr die erste Region, die sich als Kulturhauptstadt präsentieren konnte. Besonders die Großevents !SING – Day of Song, Still-Leben Ruhrschnellweg, und SchachtZeichen sorgten für internationale Aufmerksamkeit. Aber auch die unglaublich dichte Museumslandschaft begeisterte Kulturinteressierte von nah und fern. Als touristisches Rekordjahr schloss das Jahr 2010 mit 13,0 Prozent mehr Übernachtungen ab. Die Stadt Essen als Bannerträgerin konnte sich sogar über 27,1 Prozent mehr Übernachtungen freuen. Der wichtigste Gewinn der Kulturhauptstadt liegt im Imagegewinn, der auch zukünftig Besucher in die Metropole Ruhr führen wird. Außerdem wird die Region noch lange von den umfangreichen Investitionen in die touristische Infrastruktur profitieren. Die neuen Kulturmarken RuhrKunstMuseen und Kulturkanal sowie zahlreiche weitere städteübergreifende Projekte gehören zum kulturellen Erbe von RUHR.2010. Die Kombination aus Kultur und Entertainment wird auch weiterhin für aufregende und einzigartige Urlaubserlebnisse im Ruhrgebiet sorgen und immer mehr Gäste in die Kulturmetropole Ruhr führen. 200 Museen, 100 Kulturzentren, 100 Konzertsäle, 120 Theater, 250 Festivals und Feste, 3.500 Industriedenkmäler, 2 große Musicaltheater, eine aufregende Mischung aus Moderne und Tradition! Kampagnenmotiv: RUHR.2010 © Jörg Kritzner Photography


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FACHBEITRAG

Entwicklungen im Marktsegment Kulturtourismus Prof. Dr. Andrea Hausmann | Laura Murzik Europa-Universität Viadrina

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Sightseeing gehört zum Urlaub

34,6 %

47,5 %

Ich bin allgemein kulturinteressiert

31,8 %

46,6 %

Führungen geben einen guten Einblick

16,5 %

41,3 %

Kultur spielt bei der Entscheidung eine große Rolle

18,8 %

21,8 %

Kultur ist Teil einer gut organisierten Reise

15,5 %

15,3 %

Sightseeing wird dem Zufall überlassen

8,6 %

20,0 %

Ich bin daran interessiert, mich weiterzubilden

3,9 %

7,7 %

ich stimme zu ich stimme teilweise zu

Sightseeing von kulturellen Stätten – Teil eines erfüllten Urlaubs

1. Der touristische Markt: Ein bedeutendes Standbein der deutschen Wirtschaft Der Tourismus gilt in Deutschland mittlerweile als wichtiger Wirtschaftszweig. Er verfügt über einen gesamtwirtschaftlichen Produktionswert von 185 Milliarden Euro und einer Wertschöpfung von 94 Milliarden Euro. Erfolge wurden in diesem Zusammenhang vor allem im Inlandstourismus erzielt: Das Statistische Bundesamt verzeichnet 2010 rund 320 Millionen Übernachtungen im Inlandstourismus. Nutznießer dieser Entwicklung sind neben den Erholungsregionen an den deutschen Küsten vor allem die Metropolen mit einem hohen Anteil an Städte- und Kulturreisen, wie sich aus jüngsten Erhebungen der Deutschen Zentrale für Tourismus ableiten lässt. Während Deutschland seine Position als beliebtestes Reise- und Urlaubsziel der Deutschen verstetigte, konnte es auch auf dem ausländischen Markt seine Stellung weiter ausbauen. Das Reiseland Deutschland erfährt weltweit einen Imagegewinn und landet im Nation Brands Index (NBI) unter den ersten zehn Ländern. Gute IndexWerte erhielt Deutschland aufgrund der Aspekte „Tourismus“, „Städtisches Leben“ und „Kulturelles Erbe“. Damit rückt Deutschland auch bei den internationalen Gästen als Kulturdestination stärker in den Fokus und steht mit dem Image „Kultur“ weltweit auf Rang 4.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Kulturtourismus ein Segment ist, der für zahlreiche Anbieter auf dem Tourismusmarkt interessant ist. Im Weiteren soll skizziert werden, durch welche Faktoren sich der kulturtouristische Markt auszeichnet und mit welchen Instrumenten das Marketing von kulturtouristischen Akteuren darauf reagieren kann.

Quelle: Universität Paderborn, Gebeco (Gesellschaft für Begegnung und Cooperation) und der Thomas Morus Akademie (2009)

2. Das kulturtouristische Angebot: Eine wichtige touristische Ressource Für die Betrachtung des kulturtouristischen Marktes muss zunächst eine Abgrenzung von anderen Tourismussegmenten erfolgen. Kulturtourismus stellt dabei die Gesamtheit sämtlicher Reisen und Aktivitäten von außerhalb einer bestimmten Destination lebenden Personen dar, die entweder ganz oder bis zu einem bestimmten Grad motiviert sind durch das kulturelle Angebot und Profil dieser Destination. Diese Definition geht von einem weiten Kulturbegriff im Kulturtourismus aus. Somit umfasst Kultur nicht nur Angebote von Theatern, Museen, Festspielen etc. (Hochkultur), sondern bezieht z.B. auch Riten, Traditionen, Gebräuche etc. (Alltagskultur) mit ein. Das kulturelle Angebot kann dabei bereits vorhanden („originäre/endogene Angebote“), das heisst natürlich gewachsen (z. B. Bauten, Relikte, Brauchtum) oder auch eigens für den Tourismus geschaffen worden

sein („derivative/exogene Angebote“), wie z. B. die verschiedenen Besucherzentren anlässlich RUHR.2010. Grundsätzlich sind kulturelle Angebote wie Bauwerke, Einrichtungen und Veranstaltungen längst zu wichtigen touristischen gewinnbringenden Ressourcen für Städte und Regionen geworden und werden intensiv im Rahmen des Tourismus- und Standortmarketings genutzt. Zeitgleich drängen immer mehr Akteure auf diesen profitablen Markt, womit sich der Wettbewerb um die Touristen weiter verstärkt. Daher muss der auf dem kulturtouristischen Markt agierende Kulturbetrieb die Nachfrageseite gut kennen, um entsprechendes Marketing anbieten und sich im Wettbewerb behaupten zu können. 3. Die kulturtouristische Nachfrage: vielfältig, anspruchsvoll, preisbewusst Eine besonders große Rolle spielt das Motivund Aktivitätsspektrum auf Seiten der Nachfrager. Die Motive von Kulturtouristen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein, was den kulturtouristischen Markt grob in zwei Gruppen teilt. Zum einen werden Kulturtouristen im engeren Sinne unterschieden, deren dominierendes Reisemotiv die Kultur ist. Die weitaus größere Gruppe stellen die sogenannten Besichtigungs- bzw. Auch-Kulturtouristen dar: Sie üben nicht nur kulturbezogene,


sondern auch zahlreiche andere Urlaubsaktivitäten aus und besitzen somit unterschiedliche Motive. Die Erwartungshaltung beinhaltet dabei ein breites Angebotsspektrum mit Auswahlmöglichkeiten, die flexibel und kurzfristig buchbar sind. Die Besichtigungs- bzw. Auch-Kulturtouristen stellen ca. 90 % der kulturtouristischen Nachfrage dar. Insgesamt muss für beide Anspruchsgruppen das Zeit- und Geldbudget bei der Angebotsgestaltung berücksichtigt werden. Insbesondere die Preissensibilität sowie das Anspruchsdenken sind gestiegen und die Urlaubsdauer hat sich im Durchschnitt verkürzt (z.B. Städtereisen für 1 – 3 Tage liegen derzeit im Trend). So ist der kulturell interessierte Tourist gezwungen, Orte und Sehenswürdigkeiten auszuwählen. Im Kulturtourismus steigt damit die Notwendigkeit, kulturelle Angebote mit anderen touristischen Attraktionen zu verknüpfen. Dies muss entsprechende Berücksichtigung in der Vermarktung finden. 4. Konsequenzen für das Marketing von Kulturbetrieben Die geschilderten Gegebenheiten auf dem kulturtouristischen Markt müssen vom Kulturbetrieb erkannt und in seiner strategischen Planung Beachtung finden. Wichtige Aspekte sind hierbei die steigenden Erwartungen der Besucher und die weitere Verschärfung der Konkurrenzsituation im Kulturtourismus. Konsequenzen hat dies auch für die Zielsetzungen einer Einrichtung insgesamt: Die Profilierung als klassischer Kulturbetrieb ist nicht ausreichend, wenn er sich auf dem kulturtouristischen Markt etablieren möchte. Vielmehr muss eine enge Zusammenarbeit mit weiteren kulturtouristischen (z.B. andere Kultureinrichtungen) und touristischen (z.B. Reiseveranstalter, lokale und regionale Unternehmen) Leistungsträgern erfolgen.

Gewandhaus zu Leipzig © Gert Mothes

Mittels der folgenden Instrumente kann jeder Kulturbetrieb den eigenen Handlungsspielraum bestimmen, um künftige Entwicklungen und daraus resultierende Erfordernisse realistisch abschätzen und strategisch planen zu können: _Situationsanalyse (Ressourcen-, Zielgruppen-, Wettbewerber-, Kooperationspartner-Analyse) _Zielsetzung und Positionierungsentscheidung _Strategieentscheidung (z.B. Marktsegmentierung, Branding, Besucherbindung, Kooperation) und Maßnahmenauswahl der Instrumente (Marketing-Mix) _Umsetzung der Maßnahmen im Marketing-Mix (zu Produktund Leistungs-, Preis-, Distributionsund Kommunikationspolitik) _Controlling Zusammenfassend gilt es für die kulturtouristische Leistungserstellung differenzierte Urlaubsmotive, höhere Qualitätsansprüche, kürzere Reisedauer und neue Zielgruppengewichtung zu berücksichtigen. An Bedeutung gewinnen vor allem kontinuierliches Qualitätsmanagement, regelmäßige Besucherforschung und die Kooperation mit touristischen Leistungsträgern.

Weiterführende Literatur Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) (2011): Jahresbericht 2010, verfügbar unter www.deutschland-tourismus.de Günter, B./ Hausmann, A. (2009): Kulturmarketing, Wiesbaden Hausmann, A. (2006): Mit Kulturtourismus aus der Krise? Implikationen des Marketing für Kulturstätten in den Neuen Bundesländern, in: Tourismus Journal – Zeitschrift für tourismuswissenschaftliche Forschung und Praxis, Heft 4, 2006, Bd. 8, S. 575 – 591 Hausmann, A. (2011): Kunst- und Kulturmanagement, Wiesbaden Hausmann, A./ Murzik, L. (Hrsg.) (2011): Neue Impulse im Kultur tourismus, Wiesbaden Steinecke, A. (2007): Kulturtourismus. Marktstrukturen, Fallstudien, Perspektiven, München Steinecke, A. (2011): „Was beabsichtigen wir morgen?“ – Trends und Herausforderungen im Kulturtourismus Hausmann, A./Murzik, L. (Hrsg.) (2011): Neue Impulse im Kulturtourismus, Wiesbaden

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SPECIAL

Die Internationale Bauausstellung IBA Hamburg Projekte für die Zukunft der Metropole Constanze Klotz, Projektassistentin IBA Hamburg, Gerti Theis, Projektkoordinatorin IBA Hamburg, Claudia Wagner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit IBA Hamburg Standort: Hamburg Besucher pro Jahr: ca. 85.000 Innennutzfläche IBA DOCK für Veranstaltungen: 545 m² Außennutzfläche IBA DOCK: tagsüber 200 m² abends 400 m² Vorstellungen/ Veranstaltungen pro Jahr: 25 aktuelle Förderer: Das Netzwerk der IBA-Partner umfasst Unternehmen, Einrichtungen und Ver bände aus den Bereichen Wohnungs bau, Infrastruktur, Bildung, Kultur und Wirtschaft. Medienpartner: Hamburg1, Harburger Nachrichten und Anzeigen Rechtsform: GmbH

Informationen rund um die Projekte, Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen der IBA Ham burg finden Sie unter: www.iba-hamburg.de Oder folgen Sie uns bei Twitter unter: www.twitter.com/ iba_hamburg Ein 14-tägig erscheinender Newsletter kann hier abonniert werden: www.iba-hamburg.de/ newsletter

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In der Mitte Hamburgs liegt die größte Flussinsel Europas: Die Elbinsel mit einem landschaftlich reizvollen Osten, dem von Menschen aus zahlreichen Nationen bewohnten Stadtteil Wilhelmsburg und dem Hafen im Norden und Westen. Zusammen mit der Veddel und dem Harburger Binnenhafen rückt die Elbinsel bis zum Jahr 2013 in den Fokus der Stadtentwicklung. Denn erstmalig in der Geschichte der Han-

sestadt findet hier eine Internationale Bauausstellung (IBA) statt, die mehr ist als eine Ausstellung: Mit baulichen, sozialen und kulturellen Projekten liefert die IBA Hamburg innovative, nachhaltige Beiträge zu aktuellen Fragen der Metropolenentwicklung: der Internationalisierung der Stadtgesellschaft (Kosmopolis), der Gestaltung innerer Stadtränder (Metrozonen) und der Rolle der Stadt im Klimawandel.


breit angelegten Beteiligungsprozess. Interkulturelle Einflüsse von über 100 verschiedenen Nationen, eine schwierige soziale Lage mit überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit sowie geografische Besonderheiten wirken auf die Stadtteile Wilhelmsburg und Veddel ein. So ist Europas größte Flussinsel reich an Gegensätzlichem. Umgeben von Industrie und Hafen, zerschnitten von Verkehrsachsen, befinden sich hier dörfliche Naturidyllen neben Großsiedlungen. Zentrale Themen der IBA Hamburg Die IBA Hamburg füllt seit 2007 den „Sprung über die Elbe“ mit Leben. Unter drei übergeordneten Fragestellungen entwickelt die IBA Projekte für die Zukunft der Metropolen.

© IBA Hamburg Gmbh/Florian Siek

Zum programmatischen Ansatz Seit über 100 Jahren stehen Internationale Bauausstellungen, kurz IBA, für visionäre Modelle von Planern und Architekten, die das Leben in der Stadt von morgen entwerfen und nachhaltige Impulse für die Baukultur setzen. In diese Tradition reiht sich die IBA Hamburg ein. Als kreatives Labor auf Zeit widmet sie sich Fragen nach der Zukunft der Metropole. Wachsen und Kli-

ma schonen, Chancengleichheit verbessern, neue Städte bauen und dabei Flächen sparen. Hamburg will mit dem „Sprung über die Elbe“ weiter wachsen. Gleichzeitig geht es um die nachhaltige Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen auf den Elbinseln. Die Forderungen hiernach resultieren unter anderem aus der „Zukunftskonferenz Wilhelmsburg“, einem bereits 2001/2002 durchgeführten,

Metrozonen – Neue Wege für die Stadt Mit dem Leitthema Metrozonen will die IBA Hamburg die oft versteckten Potenziale der „inneren Stadtränder“ freilegen. Zwischen Stadt und Hafen, Ruhe und Lärm, Grün und grauen Verkehrsbändern nehmen neue Gebäude- und Wohnungstypen, Materialien, Energiekonzepte und ästhetische Formen sowie lebensfrohe und zukunftsfähige Modelle des Zusammenlebens der Generationen und Kulturen Gestalt an. Hier in der Metrozone Elbinsel werden Zwischenräume zu lebenswerten und attraktiven urbanen Orten. Das Herzstück der IBA wird die Bauausstellung in der Bauausstellung: Im Zentrum des IBA-Gebiets, in Wilhelmsburg, entsteht – eingebettet in den Park der internationalen gartenschau hamburg igs – bis 2013 ein Schaufenster der visionären Architektur für das 21. Jahrhundert.

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SPECIAL – IBA HAMBURG Stadt im Klimawandel – Neue Energie für die Stadt Mit diesem Leitthema widmet sich die IBA Hamburg der Frage, wie städtisches Wachstum und Klimaschutz miteinander verbunden werden können. Geprägt durch die große Flut von 1962 ist Wilhelmsburg besonders sensibilisiert. Die IBA praktiziert das klimaschonende Bauen und die Erschließung lokaler erneuerbarer Energiequellen. So wird etwa auf dem Energieberg Georgswerder, einer ehemaligen Deponie, die Windenergieanlage durch eine große Photovoltaikanlage ergänzt und soll künftig 4.000 Haushalten regenerativen Strom liefern. Ein ehemaliger Flakbunker wird dank Sonnenkollektoren und eines riesigen Wasserspeichers zum „Energiebunker“. Und auch der Sitz der IBA Hamburg GmbH, das schwimmende IBA DOCK, versorgt sich selbst CO²-neutral mit Wärme. Kosmopolis – Neue Chancen für die Stadt In dem 35 Quadratkilometer großen IBAGebiet leben circa 55.000 Menschen aus

über 100 Nationen. Die stärkste Kraft für gesellschaftliche Innovation bieten Orte des Zusammenlebens und der Begegnung. Im Mittelpunkt von „Kosmopolis“ steht das Thema Bildung, das mit der Bildungsoffensive Elbinseln nach neuen pädagogischen und konzeptionellen Wegen zur Verbesserung der Bildungssituation sucht und richtungweisende Einrichtungen entstehen lässt. Hinzu kommen die Projekte des „Kreativen Quartiers Elbinsel“, in dem die IBA modellhaft Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Kultur, Kreativwirtschaft und Stadtentwicklung realisiert, die eine langfristige kulturelle Entwicklung auf den Hamburger Elbinseln sicherstellen sollen. (s. S. 62) Sicherung der Qualität der Projekte Jede IBA ist einmalig, unwiederholbar und wirkt, indem sie ein Handeln außerhalb der Routine möglich macht. Auf diesem Ausnahmecharakter beruht der Erfolg des Instruments IBA seit mehr als einhundert Jahren. Ziel jeder IBA ist es, nicht bloß das „Gewöhnliche“, „Etablierte“ in neuer Ver-

Aussicht auf Veränderungen 2010: Christian Hasucha, „Probewohnen in Wilhelmsburg“, Rauminstallation auf einem Parkdeck, ein Projekt der Akademie einer anderen Stadt – Kunstplattform der IBA Hamburg © Akademie einer anderen Stadt/Christian Hasucha

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packung zu präsentieren, sondern Impulse für innovative Lösungen zu geben und so die Standards von morgen zu setzen. Standards, die nicht nur als Wegweiser für künftige IBAs dienen, sondern auch Eingang in die Planungspraxis finden. Die Sicherung der Exzellenz ihrer Projekte ist oberstes Ziel der IBA Hamburg. Grundlage sind sieben Kriterien, mit deren Hilfe ambitionierte, zukunftsweisende Projekte identifiziert werden. Angesichts der großen thematischen Bandbreite und des offenen Prozesscharakters stellen die Exzellenzkriterien eine objektive Grundlage für die Anerkennung der IBA-Würdigkeit von Projektideen dar. Zu Diskurs und Prozessqualität Ein Kuratorium aus sieben international renommierten Wissenschaftlern zeichnet für die Entwicklung der Exzellenzkriterien verantwortlich und berät die IBA. Ein mit Bürgerinnen und Bürgern besetztes Gremium begleitet den Prozess bis 2013 aktiv und sorgt für die nötige Bodenhaftung. Als echtes Novum wurde die IBA-Kon-


10° Kunst: Wilhelmsburger Freitag: Asli Cavusoglu, 2007: Twin Peaks, Rauminstallation auf der ehemaligen Mülldeponie Georgswerder © IBA Hamburg Gmbh/Jost Vitt

HIGHLIGHTS 2011/12 _„Musik & Brunch“ _IBA KULTUR-CAFÉ _Diskussionsreihe „Räume für die Kunst“ _IBA LABOR „Verschiedene Ansichten teilen. Kunst in der Stadt“ _Wanderausstellung „Wilhelmsburger Kissen“ _Temporäre Ausstellungen Veringhöfe _Eröffnung Kunst- & Kreativzentrum Veringhöfe

ZIELGRUPPEN _Internationales und nationales Fachpublikum (Architekten, Stadtplaner) _deutschlandweit Bildungsreisende _Kunst- und Kulturinteressierte _Städtetouristen _breite Öffentlichkeit in Hamburg und seinem Umland _Bewohner der Elbinseln

Flusslicht 2007: Jens J. Meyer, „Bake“, Rauminstallation im Hamburger Hafen © Maik Freudenberg

vention eingeführt, eine Art Stadtvertrag, mit dessen Unterzeichnung sich eine Vielzahl privater und öffentlicher Unternehmen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und Branchen zur Unterstützung der IBA-Ziele verpflichtet hat. Im Jahr 2010 startete die IBA Hamburg ihre Zwischenpräsentation mit ersten fertiggestellten Projekten sowie LABOREN, Ausstellungen, Führungen und Kulturprojekten. Zum Abschluss fragte die IBA im Zeichen ihrer Halbzeitbilanz: Welche Themen bewegen die Menschen vor Ort heute? Beim IBA FORUM 2010 stellten engagierte Bürgerinnen und Bürger die Projekte der IBA und die allgemeine Entwicklung der Elbinseln auf den Prüfstand. Einig waren sich die Involvierten darüber, dass sich das Image des Stadtteils Wilhelmsburg zum Positiven gewandelt hat.

Gleichwohl bleibt der Ausblick auf die zweite Halbzeit und die Zeit danach spannend. Die Verwirklichung der langfristigen Konzepte und Ideen für die Zukunft der Elbinseln braucht starke Partner. Last but not least nimmt die IBA Hamburg wie jede IBA durch ihre besonderen Ansprüche an die Exzellenz von Planungskultur und Architektur, an kreative und innovative

Verfahren der Bürgerbeteiligung und an konkurrierende baukünstlerische Wettbewerbe eine besondere Stellung in der deutschen Baugeschichte ein. Zugleich trägt sie dazu bei, das international anerkannt hohe Niveau der Hamburger Baukultur weiter zu fördern und das Interesse auf die bisher vernachlässigten Elbinseln zu lenken.

Kultur | Natur, Kunstplattform der IBA Hamburg für das Jahr 2008: Ausflug des Denkens mit dem Philosophen Gernot Böhme © Nele Glück

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SPECIAL – IBA HAMBURG

Kreatives Quartier Elbinsel Der neue Kulturstandort im Hamburger Süden Constanze Klotz und Gerti Theis

Hafensafari 2007: Susanne Dettmann/Brigitte Kratschmayr, „Stubens Volksgarten“, Installation am Reiherstieg © IBA Hamburg GmbH / Jost Vitt

Die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur im Kontext von Internationalen Bauausstellungen ist keine Ausnahme, sondern vielmehr bestätigte Regel. Bereits ein Rückblick auf die Ursprünge von Bauausstellungen zeigt, dass schon die erste IBA in Deutschland – die Mathildenhöhe in Darmstadt 1901 – sich in besonderem Maße der Einheit von Kunst und Leben widmete. Die IBA Hamburg tritt nicht nur mehr als 100 Jahre später an, sie findet mit den Hamburger Elbinseln Wilhelmsburg, Veddel und dem Harburger Binnenhafen zudem an einem Ort statt, der in besonderem Maße von seiner Vielseitigkeit bestimmt ist. In der Auseinandersetzung mit der Heterogenität der Elbinsel-Stadtteile hat die IBA Hamburg ein Kunstverständnis entwickelt, das auf die Problemstellungen, aber auch die Potenziale des Ortes und seiner Bewohner deutlich Bezug nimmt. Kreatives Quartier Elbinsel – Programme und Projekte Die Voraussetzungen für ein Kreativlabor auf den Hamburger Elbinseln sind günstig. Mit ihrer interkulturellen Atmosphäre, ihren unentdeckten Freiräumen und ihrer stetig wachsenden Kreativszene bieten sie den idealen Ort für die Erprobung neuer, experimenteller Arbeits- und Lebensmo62

delle. Mithilfe von künstlerischen und kulturellen Projekten sowie auf den Ort zugeschnittenen Angeboten für die Kreativwirtschaft möchte die IBA Hamburg hier eine Entwicklung anstoßen, die die Elbinseln langfristig in der Hamburger Kulturszene verankert. Dabei setzt die IBA auf die Erprobung unkonventioneller, ergebnisoffener Formate, die lokale Potenziale mit externen Impulsen zusammenführen: Zu den Projekten gehören die Kunstplattform der IBA Hamburg, die Projektreihe „Kunst macht Arbeit“, die Infrastrukturförderung „Räume für die Kunst“ sowie die Förderung der „Projekte der kulturellen Vielfalt“. In allen Projekten versteht sich die IBA Hamburg als Katalysator, der Arbeitsprozesse initiiert, die weit über die Dauer der IBA Hamburg hinaus wirken sollen. Räume für die Kunst Die Infrastrukturförderung „Räume für die Kunst“ unterstützt kreative und künstlerische Strukturen und schafft Voraussetzungen für eine langfristige, lebendige Kulturszene auf den Elbinseln. Mit den Veringhöfen wird seit zwei Jahren das erste Projekt modellhaft entwickelt. Es zeichnet sich durch eine frühzeitige Einbeziehung der zukünftigen Nutzer in den gesamten Entstehungsprozess sowie eine

enge Rückkopplung an Belange und Interessen im Stadtteil aus. Mit einem energetisch hochwertigen Sanierungskonzept soll außerdem ein langfristig interessantes Mietniveau für die zukünftigen Nutzer garantiert werden. Der Einzug in die Veringhöfe soll 2012 stattfinden. (s. S. 64) Kunst macht Arbeit In der Projektreihe „Kunst macht Arbeit“ greift die IBA Hamburg vorhandene Strukturen und Projektideen im Feld der Kreativität und der lokalen Ökonomien auf, um sie im gemeinsamen Diskurs für Wilhelmsburg weiterzuentwickeln. Ziel ist es, arbeitsmarktpolitische und stadtentwicklungspolitische Ansätze zusammenzubringen und modellhafte Projekte zwischen Non-Profit-Organisationen, sozialen Trägern, Künstlern und Kreativen anzustoßen. Dabei sollen insbesondere jene Akteure durch Empowerment und Wertschätzung an der Kreativdebatte teilhaben, die normalerweise von dieser ausgeschlossen werden. Derzeit entstehen in vier Projekten neuartige Bündnisse. „Musik & Brunch“, eine monatlich stattfindende, musikalische Veranstaltungsreihe auf dem IBA DOCK ist eines davon. Das Kooperationsprojekt zwischen der IBA Hamburg und dem „Netzwerk für Musik von den Elbinseln“ bietet Musikern und Musikerinnen von den Elbinseln eine neue, verlässliche Bühne und erprobt zugleich neuartige Formen von Kreativwirtschaft für die Elbinseln. Initiiert durch das Bürgerhaus Wilhelmsburg betreibt das „Netzwerk für Musik von den Elbinseln“ seit 2008 musikalisches Community Building in den Stadtteilen Wilhelmsburg und Veddel. Die gemeinnützige Werkstatt „NähGut“ ist ein berufliches Integrationsprojekt für langzeitarbeitslose Menschen, das seit Feb-


Aussicht auf Veränderungen 2010: Andrea Knobloch, Rialto Pavillon © IBA Hamburg Gmbh/ Johannes Arlt

ruar 2010 geförderte, selbst finanzierte Ausbildungsplätze sowie Arbeitsgelegenheiten einrichten konnte. Das Angebot von NähGut umfasst eine eigene Kinderkollektion, die Ausstattung von Theaterstücken, das Angebot von Nähkursen in einer freien Werkstatt sowie Auftragsarbeiten für den kommerziellen Designbereich. Im Sommer 2011 führt der Hamburger Künstler Rupprecht Matthies gemeinsam mit NähGut das Projekt „Wilhelmsburger Kissen“ durch – ein SprachWortKissenProjekt, das gemeinsam mit den Teilnehmern der Einrichtung entsteht. Im Anschluss folgt eine Wanderausstellung. Kunstplattform Seit 2008 richtet die IBA Hamburg eine Kunstplattform mit wechselnden Kuratoren aus, die sich mit der Schnittstelle von Stadtentwicklung, Kunst und Alltagsleben auseinandersetzt. Ziel ist es, die Bevölkerung und ihre Lebensräume vor Ort zum Mittelpunkt künstlerischer Projekte zu machen und Kunst als wichtigen Bestandteil von nachhaltigen Stadtentwicklungsprozessen hervorzuheben. 2008 fand die Kunstplattform erstmals unter dem Motto „Kultur | Natur“ statt, durchgeführt von

dem Kuratorenteam Anke Haarmann und Harald Lemke (www.kultur-natur.net). 2009 und 2010 gestalteten die Kuratorinnen Ute Vorkoeper und Andrea Knobloch die Kunstplattform unter dem Motto „Akademie einer anderen Stadt“ (www.mitwisser.net). Ausgehend von den Bewohnern der Elbinseln, ihrem kulturellen Wissen und kulturellen Praktiken verknüpften sie zeitgenössische künstlerische Praxis und interkulturelle Arbeit. Es entstanden die Ausstellung „Zeichen von Respekt“ sowie der Kunstparcours „Aussicht auf Veränderungen“, der im September 2010 vier Wochen lang entlang der Hamburger S-Bahn Linie 3 künstlerische Projekte, u. a. zwischen Künstlern und Schulen zeigte. Im Jahr 2011 übernimmt die „Akademie einer anderen Stadt“ die Aufgabe, die bisherigen Kunstaktivitäten der IBA Hamburg zu reflektieren und in einen öffentlichen Dialog über die Frage „Kunst in der Stadt“ anzustoßen. Der gleichnamige Kongress „Verschiedene Ansichten teilen. Kunst in der Stadt“ findet am 11./12. November 2011 statt. Seit 2011 entwickeln die Kuratoren der vergangenen Jahre außerdem gemeinsam mit lokalen Kultur- und Bildungseinrichtungen ein Konzept für Das Sommercamp LÜTTVILLE findet seit 2008 eine Woche vor dem Musik- und Kunstfestival MS DOCKVILLE statt. © Stefan Malzkorn

internationale Kunst auf den Elbinseln, welches die künstlerischen Impulse der IBA Programme über 2013 hinaus führen soll. (s. S. 65) Projekte der kulturellen Vielfalt Mit den „Projekten der kulturellen Vielfalt“ setzt die IBA Hamburg auf temporäre Festivals und Aktionen und damit auf das Spannungsfeld zwischen Festivalisierung und kultureller Inszenierung. Unterstützt werden Veranstaltungen, die entweder besondere Orte der Elbinsel hervorheben, einen kulturellen Bezug zu den IBA-Themen oder aber im Sinne eines nachhaltigen Veranstaltungskonzepts einen Mehrwert für den Stadtteil herstellen. Vor dem Hintergrund einer langfristig orientierten Veranstaltungskultur fördert die IBA Hamburg bestehende Veranstaltungen wie das Spreehafenfestival (www.spreehafenfestival.de), aber auch neue Ideen, die aus dem Stadtteil kommen. Mit dem Sommercamp LÜTTVILLE, das aus dem eigenständigen Kunst- & Musikfestival MS DOCKVILLE (www.dockville.de) hervorgegangen ist, unterstützt die IBA seit 2008 ein jährlich wiederkehrendes, künstlerisches Ferienangebot für Kinder und Jugendliche, das sich insbesondere durch seine Vernetzung mit örtlichen Kinder- und Jugendkultureinrichtungen sowie der „Bildungsoffensive Elbinseln“ (BOE) auszeichnet. Vorankündigungen 2011 Monatliche Veranstaltungsreihe „Musik & Brunch“ auf dem IBA DOCK, Ausstellung „Wilhelmsburger Kissen“, Sommercamp „LÜTTVILLE“, IBA LABOR „Kunst einer anderen Stadt“: 11./12.11.2011, Diskussionsforum IBA KULTUR-CAFÉ mit wechselnden Referenten zur Schnittstelle Stadtentwicklung und Kultur- und Kreativwirtschaft, Kunst- & Kreativzentrum Veringhöfe: Einzug 2012

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SPECIAL – IBA HAMBURG

Das Kunst- & Kreativzentrum Veringhöfe Gute Rahmenbedingungen für Kunst und Kreativität Yvonne Fietz, Geschäftsführerin conecco UG und Constanze Klotz

Eine internationale Gemeinschaft von Künstlern und Kreativen wird im Sommer 2012 im Rahmen der IBA Hamburg in den Veringhöfen ein selbstorganisiertes Zentrum für Kunst und Kreativität eröffnen, das Verbindungen von Menschen und Disziplinen ermöglicht: Ein Schmelztiegel einer starken Gemeinschaft mit optimalen Bedingungen für interdisziplinären künstlerischen Austausch und Kooperationen. Die Veringhöfe befinden sich in attraktiver Lage direkt am Veringkanal. Die Nutzfläche von über 3.600 m² verteilt sich auf zwei Gebäude, die einen großzügigen offenen Hof mit älterem Baumbestand umschließen. Das angrenzende gründerzeitliche Reiherstiegviertel ist von Bewohnern aus aller Welt geprägt. Hier wohnen alteingesessene Wilhelmsburger und junge Hamburger Tür an Tür. Mit dem geplanten Kunst- & Kreativzentrum soll ein kulturelles Angebot für diese Nachbarschaft geschaffen werden. Ein neuer Kulturort mitten in der Stadt Initiiert von der IBA Hamburg soll mit dem neuen Kunst- und Kreativzentrum ein Ort entstehen, der in Wilhelmsburg – als Stadtteil mit Entwicklungsbedarf – ein langfristiges kulturelles Angebot schafft. Die Künstlerinitiative, die das Projekt heute umsetzt, entwickelte sich dabei im Prozess. Mithilfe der auf Beteiligungs- und Organisationsentwicklungsprozesse spezialisierten Projektentwickler conecco UG und STATTBAU HAMBURG wurde sie darin unterstützt, eine eigene Betreibergesellschaft zu gründen und nachhaltig angelegte Kooperations- und Kommunikationsstrukturen zu entwickeln. Das Konzept des Kunst- und Kreativzentrums Veringhöfe verbindet heute authentisch Kunst und Kreativwirtschaft, schafft Synergien und ist auf positive Entwicklungsimpulse für den Stadtteil ausgerichtet. 64

Die Veringhöfe sind direkt am Veringkanal gelegen © IBA Hamburg Gmbh/Axel Nordmeier

Nachhaltig sind auch die Mietbedingungen: Eine von der IBA Hamburg getragene energetische Sanierung hilft Betriebskosten zu sparen und ein 30-jähriger Mietvertrag sorgt für stabile Mietkonditionen. In den Veringhöfen sind Ausstellungen und Galerien, offene Ateliers und Werkstätten und eine Gastronomie geplant. Kurse, Workshops, Kunstprojekte, Veranstaltungen sowie Kooperationen mit Kindergärten, Schulen und sozialen Einrichtungen fördern den Kulturnachwuchs und bereichern das kulturelle Angebot des Stadtteils. Das Spektrum kreativer Angebote umfasst Bildende Kunst, Fotografie, Film, Grafik-

Ausstellung der künftigen Nutzer, 2010 © IBA Hamburg Gmbh/Heinz Wernicke

Die künftigen Nutzer stellen sich vor, 2010 © IBA Hamburg Gmbh/Jost Vitt

design, Performing Arts, Kunsthandwerk, Klangkunst und Architektur. Die Vielfalt qualifizierter Ateliers, Werkstätten, Studios und Probebühnen, deren Innenausbau die Nutzer mitgeplant haben, in Verbindung mit einer durch eine Projektentwicklung entstandenen selbstorganisierten neuen Künstlergemeinschaft ist in dieser Form europaweit einmalig. Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Zur Förderung des internationalen Austauschs sind in den Veringhöfen Residenzateliersgeplant. Durch die einmalige Übernahme der Innenausbaukosten für diese Arbeitsorte ermöglichen Sie dauerhaft Gastkünstlern aus aller Welt interdisziplinären Austausch und künstlerische Kooperation.


Internationale Kunst auf den Elbinseln Verstetigung der Kunstplattform der IBA Hamburg Gerti Theis und Constanze Klotz

Von der Kunstplattform der IBA zu einer nachhaltigen Verstetigung von Bildender Kunst auf den Hamburger Elbinseln Als Anfang 2009 die „Akademie einer anderen Stadt“ als temporäre Kunstplattform der IBA Hamburg ihre Arbeit aufnahm, hatte die IBA mit ihren Förderungen bereits die bildende Kunst fokussiert. Diese erscheint traditionell der Planungs- und Bautätigkeit verwandter als die ephemeren Künste, zugleich experimentiert sie seit Jahrzehnten mit den Medien und Formen ihrer Nachbardisziplinen Theater, Musik, Literatur und Film. Außerdem haben Künstler/innen – unter dem Stichwort „Kunst im öffentlichen Raum“ – eine Vielzahl von Kunstformen und Kunstprozessen in Stadträumen entwickelt. Seit 2007 konnten auf den Elbinseln viele Arbeits- und Werkformen verwirklicht werden, die das Vermögen von Kunst belegen, reflexiv und gestaltend auf Räume, Situationen und ihre Bewohner/innen einzugehen, Seh-, Bewegungs- und Handlungsgewohnheiten zu verschieben und Dialog- wie Erfahrungsräume zu eröffnen, die über den Alltag hinaus weisen. Die Internationalität der eingeladenen Kunst antwortete dabei auf die Internationalität des Stadtteils: Sie widersprach Vorstellun-

gen von Integration und setzte auf Differenz sowie den Austausch zwischen Kulturen. Diese Kunst betrifft und bewegt Menschen auf den Hamburger Elbinseln, die nicht nur durch Verkehrsschneisen, sondern auch durch vielfältige Grenzlinien zwischen Kulturen, Nationalitäten, Religionsgemeinschaften und sozialen Schichten zerteilt sind. Um Fortsetzungen des Engagements für und von Kunst vor Ort zu ermöglichen, hat sich auf Initiative der IBA eine Arbeitsgruppe aus Vertreter/inne/n verschiedener kultureller Bildungsinstitutionen, Schulen und freier Projekte gebildet, die die Idee einer Stadt-Kunst-Triennale entwickelt hat, mit dem Ziel, in weitem Umfang Kunstprojekte auf den Hamburger Elbinseln (und darüber hinaus) zu initiieren, welche sich in Stadträume begeben, auf heterogene städtische Öffentlichkeiten zugehen und diese in künstlerische Prozesse einbeziehen. Zentraler Gedanke ist eine sinnvolle Verknüpfung von kontinuierlicher künstlerischer Bildungs- wie Forschungsarbeit und künstlerischer Projektarbeit mit dauerhaften Kunstformen. Angestrebt wird, die Ergebnisse und Prozesse alle drei Jahre in einer großen Ausstellung quer durch den Stadtraum für Stadtbewohner/innen sowie die internaAussicht auf Veränderungen 2010: Sonja Vordermeier, Geelke Gaycken, „Karat Spill“. Schwimmende Skulptur im Müggenburger Zollhafen © Akademie einer anderen Stadt, tranquillium

tionale Fachöffentlichkeit zu präsentieren. Das Großereignis soll die Arbeit vor Ort rhythmisieren und katalysieren und einen Resonanzraum für die vielen verschiedenen Stimmen der Stadt schaffen. Mit der Unterstützung der IBA wird das Projekt weiter konkretisiert und in der Stadt diskutiert, mit dem Ziel, dass es sich in verschiedenen Zwischenschritten zeigen und 2013 als große Gesamtschau quer durch den Stadtraum stattfinden und zugleich Zukunftssignale für die Zeit danach aussenden kann.

Zeichen von Respekt 2009: Thomas Wiczak „Zaun“, Wandfarbbild am Freihafenzaun © Akademie einer anderen Stadt/Oliver Görnandt

ZIELGRUPPEN Generationen, soziale Schichten, Kulturen und nationale Zugehörigkeiten übergreifende, heterogene Öffentlichkeiten, internationales Fachpublikum aus Kunst und Kultur Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Haupt-Sponsor fördern Sie branchenexklusiv das Gesamtprojekt und werden zum Projektpartner, der auf allen Werbemitteln sowie auf der Website des Projekts hervorgehoben wird. Individuelle Kooperationen und kulturelle Gegenleistungen werden abgesprochen. Als Projekt-Sponsor fördern Sie ein konkretes Kunstprojekt oder einen Programmpunkt – auch gern mit Sachmitteln – und werden in allen Werbemitteln genannt. Weitere individuelle Kooperationen sind per Absprache möglich. 65


SPECIAL – IBA HAMBURG

Künstlerische Interventionen sind zentraler Bestandteil unserer Baukultur Interview mit Uli Hellweg (IBA Hamburg) & Ute Vorkoeper

chen Feld – gern außerhalb der Kunstinstitutionen. Kunstbegriffe oder Strategien interessieren mich weniger, sondern die Zusammenarbeit mit Künstler/innen, die sich offen einlassen auf andere Menschen und unbekannte Situationen und deren Arbeiten unvorhergesehen einzigartig ausfallen.

Ute Vorkoeper, künstlerische Leiterin der Kunstplattform der IBA Hamburg, und Uli Hellweg, Geschäftsführer IBA Hamburg Gmbh © IBA Hamburg GmbH / Rene Reckschwardt

Welcher Stellenwert kommt Kunst und Kultur im Rahmen der IBA Hamburg zu? Uli Hellweg: Kunst und Kultur sind wesentliche Bestandteile einer integrierten Stadtentwicklung. Sie haben die Kraft zur Gestaltung, aber auch zur Auseinandersetzung, ermöglichen Teilhabe sowie Toleranz und Offenheit im gesellschaftlichen Miteinander. Im Rahmen der IBA Hamburg interessiert mich zum einen die Frage, welchen Beitrag Kunst und Kultur tatsächlich zu einer neuen kosmopolitischen Qualität von Stadtgesellschaft beitragen können. Zum anderen ist mir der Dialog mit Künstlerinnen und Künstlern wichtig, um unsere professionellen Methoden und Verfahren im Licht anderer Interpretationen und Interventionen zu überprüfen und zu hinterfragen. Architekten und Planer neigen dazu, die Welt zu verändern bevor sie sie „interpretiert“ haben. Sie können da viel von Künstlern (und Philosophen) lernen. Ute Vorkoeper: Kunst und Kultur haben es schwer im IBA-Kosmos. Es ist ein kleiner, gegen Funktionslogik, Sparzwänge, die Vorwürfe der Geldverschwendung wie der Instrumentalisierung zu verteidigender Bereich. Die Kritiker übersehen die star66

ken Kunstprojekte, die auf den Elbinseln realisiert werden. Sie unterbrechen den Stadtalltag ebenso wie die perfekten Planungsoberflächen mit Ungewohntem, verdrängten Geschichten und einer Ahnung von Zukunft. Dieses Vermögen der Kunst sollte im Rahmen der Stadtentwicklung noch ernster genommen werden. Welches Kunst- und Kulturverständnis liegt den Projekten der IBA Hamburg zugrunde? Uli Hellweg: Künstlerische Interventionen sind ein zentraler Bestandteil unserer Baukultur. Architektur und Städtebau sind ihr zentraler, aber nicht ihr ausschließlicher Bestandteil. Unser Kunstverständnis bezieht daher die Alltagskultur der Menschen, ihre sozialen und kulturellen Lebensbedingungen mit ein. Die von der IBA initiierten Projekte setzen konkret am Leben der Bewohner vor Ort an, z.B. über das Thema der Bildung wie mit der „Akademie einer anderen Stadt“, aber auch über Orte wie z. B. den Veringhöfen am Reiherstiegkanal. Ute Vorkoeper: Leitmotiv ist für mich die verwickelte Frage nach Freiheit und Verantwortung von Kunst im gesellschaftli-

Herr Hellweg, wie geht die IBA Hamburg mit dem Spannungsfeld um, einerseits stadtentwicklungspolitische Planung zu betreiben und andererseits die Unplanbarkeit von Kunst- und Kulturprojekten zuzulassen? Uli Hellweg: Wir verfolgen nicht die Auffassung, künstlerische und kulturelle Entwicklungen vorgeben oder strategisch planen zu können. Mit dem Projekt „Kreatives Quartier Elbinsel“ geht es uns vielmehr darum, Möglichkeitsräume zu schaffen, die genügend Offenheit besitzen, sich selbst zu entwickeln und dadurch weiter fortbestehen können. Nichtsdestotrotz benötigen viele Projekte in ihrer Anfangsphase Unterstützung, bei der wir vielfach behilflich sind. Frau Vorkoeper, wie gehen künstlerische Projekte mit dem Spannungsfeld von Planung und Unplanbarkeit um? Ute Vorkoeper: Erst durch eine Öffnung auf Unvorhergesehenes kann etwas Einzigartiges in die Welt treten. Diese Unplanbarkeit und Ergebnisoffenheit meint aber keinesfalls Planlosigkeit, sondern ist verknüpft mit der Verantwortung der Künstler/innen, ihrer sorgfältigen Aufmerksamkeit und Arbeit. Von „gelingender Kunst“ kann man dort sprechen, wo beides so zusammentrifft, dass ein unerwartetes Werk entsteht, um das sich ein Resonanzraum bildet. Das Risiko des Scheiterns gehört dazu.


Aussicht auf Veränderungen 2010: Thomas Wiczak, „Wie fühlt sich zu Hause an?“, Plakataktion mit Schülern im Alten Elbtunnel © IBA Hamburg GmbH / Johannes Arlt

Herr Hellweg, wann hat Sie ein/e Künstler/in das letzte Mal überrascht? Uli Hellweg: Bob Dylan bei seinem Konzert im Mai 2011 in China – negativ! Weil er kein Wort über die Verschleppung von Ai Weiwei verloren hat! Frau Vorkoeper, wann hat Sie ein/e Stadtplaner/in das letzte Mal überrascht? Ute Vorkoeper: Mich überraschen alle Stadtplaner/innen, denn ich empfinde fast immer eine Diskrepanz zwischen ihrem verantwortungsbewussten Wollen

und den perfekt gestalteten Stadträumen. Muss alles fertig werden? Kann es auch Planungsprozesse geben, die Gestaltungsraum lassen, die etwas unfertig lassen? Kunst – als Freiraum für Unbestimmtes und Unvorhergesehenes – bietet sich hier als Vorbild an. Wie sieht Ihre kulturelle Vision für das Abschlussjahr der IBA Hamburg 2013 sowie die Post-IBA Zeit, das heißt nach 2013, aus? Uli Hellweg: Ich wünsche mir, dass möglichst alle Formate, die im Rahmen und mit

Unterstützung der IBA entstanden sind, so stark sind, dass sie auch nach der IBA nachhaltig weiterentwickelt werden können. Dazu würde ich mir sehr wünschen, dass neue Kooperationen zwischen den IBA Partnern und den künstlerischen und sozialen Initiativen entstehen. Ute Vorkoeper: Eine IBA sollte nicht enden. Ich plädiere für eine Verlängerung und dafür, dass Stadtentwicklung und Kunst auf Augenhöhe für eine andere Zukunft der Stadt zusammen arbeiten. Neben dieser Vision bemühen wir uns zusammen mit anderen kulturellen Institutionen und Initiativen um ein langfristiges Engagement für Kunst auf den Elbinseln, getragen von der Stadt sowie gemeinnützigen und privaten Förderern.

Aussicht auf Veränderungen 2010, Dorothea Carl „Passagen“, Video, Abb.: Filmstill. © Akademie einer anderen Stadt/Dorothea Carl

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FACHBEITRAG

Kreativität in der Kommunikation von Kulturmarken Agentur Causales

Wir sind das Land mit der höchsten Theaterdichte, den meisten Festivals und über 6000 Museen, die jährlich von knapp 112 Millionen Menschen besucht werden. „Schön, dass ich aus einem reichhaltigen Angebot wählen kann“, sagt sich der Kulturkonsument. Der Kulturanbieter fragt sich: „Wie kann ich mich im Kampf um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe gegen meine Wettbewerber durchsetzen?“ Hier liegt eine wesentliche Herausforderung für den modernen Kulturbetrieb. In einer Zeit der Informationsflut und der vielfältigen Kommunikationskanäle muss sich die Marke aus der Masse der Kulturanbieter abheben. Die Markenbotschaft soll das Interesse der Zielgruppe wecken und die Marke selbst stärken. Doch wie wird die Botschaft richtig kodiert? Welche Bildsprache, welches Wording (Form sowie die Art einen Sachverhalt auszudrücken und die Wahl der Wörter dabei) schließt die individuellen Zielgruppen auf und wie wird die Botschaft möglichst effizient transportiert? Die Frage nach der Effizienz kann relativ unproblematisch beantwortet werden: Werbung ist dann effizient, wenn sie ihre Ziele mit möglichst geringem Aufwand erreicht. Diese Formel ist ebenso richtig wie komplex. Denn nicht die Frage, wie viel Eintrittskarten eine Kampagne verkauft hat, ist zu untersuchen, sondern wie viel mehr eine Kampagne im Vergleich zu einer anderen verkauft hat und warum sie das getan hat. Was macht eine Kampagne erfolgreicher als andere? An dieser Stelle prallen zwei Grundannahmen werblicher Kommunikation aufeinander. Die eine versucht im Stil einer verständlichen, konventionellen Werbung die Verbraucher anzusprechen 68

© Sabrina Weniger

und so das Vertrauen in die Marke durch Kontinuität zu stärken. Die andere spielt mit Neuartigem, Überraschungsmomenten und Mehrdeutigkeit, indem sie gewohnte Stile, Bildsprachen und Designs aufbricht. Ein schier unerschöpflicher Fundus von Visualität und Sprache zwingt werbliche Kommunikation zur Außergewöhnlichkeit. Frei nach dem Motto „Be different – or die“ 1) spielt kreative Werbung mit Konnotationen, Andeutungen und Widersprüchlichem. Sie verletzt semiotische, gesellschaftliche und werbliche Normen und Darstellungsmuster. Einschränkend ist allerdings anzumerken, dass sich Kreativität in der Werbung auch dadurch auszeichnet, das kreative Potenzial einer Marke zu erkennen und nicht zu strapazieren.2) Aus den letzten Jahren finden sich viele Beispiele erfolgreicher Kampagnen, die den Grundsatz der Regelverletzung sehr kreativ umgesetzt haben. Die Dove-Kampagne „Schönheit kennt kein Alter“ warb entgegen der gängigen Erwartungshaltung mit Models zwischen 54 und 63 Jahren, die

unbekleidet und selbstbewusst dargestellt waren. Die Motive waren emotional stark aufgeladen und richteten sich mit einer klaren Aussage an die Zielgruppe. Gleiches galt für die Kampagne der Spielzeit 2010/ 2011 am Essener Grillo Theater. Hier wies eine fast brachial anmutende Tonality (Stil und Atmosphäre der Werbung) mit Wortwitz und der mahnenden Botschaft „Mit Essen spielt man nicht – für Essen schon“ auf die Bedeutung von Kultur als Lebensmittel hin. Kampagnen wie „Schönheit kennt kein Alter“ oder „Mit Essen spielt man nicht – für Essen schon“ durchbrechen die Erwartungshaltungen ihrer Zielgruppen nicht zufällig, sondern wenden das kreative Prinzip der Abweichung ganz bewusst an und werden zur Triebfeder.3) Auch die Imagekampagne der Sammlung Museum Kunstpalast setzte Impulse. Anlässlich der Wiedereröffnung wurden zwischen Mai und Juni 2011 fünfundvierzig Protagonisten der ausgestellten Werke unter dem Motto KUNST BEFREIT! wortwörtlich aus ihrer vertrauten Umgebung


erfahren Sie im Fachbeitrag „Der virale Weg vom Fan zum Kunden“). Auch der Einsatz der verschiedenen Medien und die Planung des zeitlichen Ablaufs einer Kampagne bergen ein hohes kreatives Potenzial. Nur wenn die verschiedenen Kommunikationskanäle optimal aufeinander abgestimmt Die Möglichkeit sich mit seinen Kunsthel- sind, gestaltet sich Werbung im Wettbeden abbilden zu lassen, war für die Ziel- werb um Aufmerksamkeit effizient. befreit und an verschiedenen Plätzen in das Stadtbild integriert. Den Düsseldorfern begegneten die schlafende Diana von Arnold Böcklin auf den Rheinwiesen und Rubens Venus & Adonis vor dem CarschHaus beim Einkaufen.

gruppe derart reizvoll, dass sie kurzerhand selbst zum Akteur wurde. Im Rahmen eines Gewinnspiels konnten Fotos auf die Museums-Website gestellt werden, die den Teilnehmern wiederum kostenfreie Führungen durch das Haus garantierten. Das Beispiel der Imagekampagne KUNST BEFREIT! zeigt, dass Kommunikation weit mehr beinhalten kann als den Einsatz klassischer Werbemittel. Die Sammlung und seine Kunsthelden in den Lebensraum der Zielgruppen zu tragen, ist in Zeiten wachsender Mobilität folgerichtig. 86 % der Deutschen sind durchschnittlich 7,44 Stunden am Tag mobil.4) Markenwerbung tritt dem Verbraucher nicht länger nur in Form von kommerziellen Anzeigen in Zeitschriften und auf Plakaten gegenüber, sondern nutzt unterschiedliche Touchpoints (Kundenkontaktpunkte, z. B. im Rahmen von Mobile oder Event Marketing), um die Marke emotional in den Köpfen der Zielgruppe zu verankern. Die Herausforderung besteht allerdings nicht nur in der Entwicklung kreativer Kampagnen, die eine hohe Recognition (Maß für die Werbewirkung, markengestützte Erinnerung) aufweisen. Auch die Akzeptanz der eingesetzten Werbeträger ist zu hinterfragen. Das betrifft speziell Werbung im Internet wie Pop-ups und EMails. Gerade die Nutzungsmöglichkeiten der neuen Medien sind derart vielfältig, dass Kulturanbieter Kreativität nicht nur im gestalterischen Bereich anwenden müssen (mehr über den Einsatz sozialer Medien

Anfang 2011 hat das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (MUMOK) Studierende aufgerufen, Kampagnen zu entwickeln, die speziell die hohe Medienkompetenz der jungen Wiener bis 40 Jahre ansprechen und den Besuch eines klassischen Museums wieder attraktiv machen. Traditionelle Werbemittel und PR-Maßnahmen wurden durch Below-the-line Maßnahmen wie virale Youtube-Spots und Flashmobinszenierungen ergänzt und zeigten dem Museumsmarketing neue Nutzungsdimensionen für die Vermarktung moderner Kunst auf, ohne die Marke MUMOK zu verwässern oder auf klassische Kommunikationsmittel zu verzichten.5) Gleichzeitig wurde auf die Medienaffinität der Zielgruppe Rücksicht genommen und damit ein wichtiges Bedürfnis der „Web 2.0 – Generation“ gestillt.

1) Gaede, Werner: Abweichen von der Norm. Enzyklopädie kreativer Werbung. München 2002, S. 112. 2) Dube, Nobert: Mehr Mut ist (meistens) besser. In: Financial Times Deutschland, 23.5.2011. (www.ftd.de) 3) Gaede, Werner: Abweichen von der Norm. Enzyklopädie kreativer Werbung. München 2002, S.24. 4) Studie: MID – Mobilität in Deutschland 2008 5) Institut für Kommuni kationsmanagement der FH Wien, www.kommunikations management.at

Kurz & Knapp Kreative Kampagnen durchbrechen Erwartungshaltungen und nutzen das Prinzip der Normabweichung, um im Dschungel der Markenbotschaften aufzufallen. Die Kunst besteht jedoch darin, die markendienende Funktion zu erfüllen und gleichzeitig einen kreativen, ungewöhnlichen Zugang zum Markt zu finden, ohne dass die Marke an Authentizität einbüßt. Denn ein Aspekt im Kampf um Aufmerksamkeit ist wesentlich: Kreative Kommunikation ist Mittel zum Zweck. Im Zentrum steht unverrückbar eine klare Markenbotschaft, die der Zielgruppe eine Nutzenargumentation bietet.

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FACHBEITRAG

Vom Plakat zum Pixel Kulturwerbung mit Außenwerbung Dr. Marc Bieling, Geschäftsführer DIE DRAUSSENWERBER GmbH

Plakate sind Hingucker, die aus keinem Stadtbild mehr wegzudenken sind. Die Klassiker der Außenwerbung haben den Werbemarkt in den letzten Jahren kräftig weiterentwickelt: Betrug der Marktanteil der Außenwerbung am gesamten Werbemarkt im Jahr 2000 noch 2,6 %, lag er 2010 mit knapp 800 Millionen Euro bereits bei 4 %. Auch das Krisenjahr 2009 konnte dem Plakat nichts anhaben: Während der Gesamtwerbemarkt rückläufig war, verzeichnete das Plakat 2009 im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von 14,7 % – und übertraf damit TV, Print, Radio und Online um Längen. Gerade in den lokalurbanen Werbemärkten konnten sich Plakate weiterhin als Basismedium zur Bewerbung kultureller Veranstaltungen durchsetzen.

Das Szenemedium Litfaßsäule hat in Berlin Tradition

Plakatwerbung in der U-Bahn gewinnt Dank zunehmender Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel an Beliebtheit

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Mit Plakaten punkten Plakatmedien punkten mit zahlreichen Vorteilen: Sie rücken die Werbebotschaften an exponierten Standorten im Stadtbild großflächig ins Blickfeld von Bürgern und Touristen. Das Erscheinungsbild ist dabei denkbar vielfältig: Der Klassiker der Außenwerbung ist die Litfaßsäule, die dank des Buchdruckers Ernst Litfaß seit 1855 einen festen Platz im Stadtbild hat. Ursprünglich für öffentliche Bekanntmachungen genutzt, fungiert sie heute als stehende „Kulturzeitung“ der Stadt, die lokal über Theater, Oper, Kino, Musik-, Sport- und Reiseveranstaltungen informiert. Sie verschafft mehreren Werbekunden in Form von Allgemeinstellen einen gemeinsamen Werbeauftritt auf einem Werbeträger. In Großstädten wie Berlin finden sich Allgemeinstellen auch in hochwertigen Vitrinen im exklusiven Bereich der Bahnhöfe des Öffentlichen Personen-

nahverkehrs oder in Bus- und Tramwartehallen. Den größten Anteil an den Plakatmedien haben neben den Großflächen im 18/1-Format die City Light Poster im 4/1Format. Als urbanes Massenmedium kommen sie in hinterleuchteten Vitrinen an hoch frequentierten Standorten zum Einsatz. Die exklusivere Variante der Großfläche, die City Light Boards oder Mega-Lights, folgt an dritter Stelle. Als hinterleuchtete Vitrine im 18/1-Format bietet sie durch Wechslersysteme mehreren Werbekunden eine Plattform für ihre Plakatmotive. Ganzsäulen bieten Werbekunden eine exklusive Belegung der Werbefläche. Mit kreativen Gestaltungen und Dekorationen lässt sich das Format so ideal für aufmerksamkeitsstarke Sonderumsetzungen nutzen. Kreative Spielwiese für Kulturmarken Mit Außenwerbung lassen sich Markenwelten legal, exklusiv und aufmerksamkeitsstark im öffentlichen Straßenland inszenieren. Gerade Kulturmarken finden in der Außenwerbung eine kreative Spielwiese, um die Sinne der Menschen anzusprechen und Emotionen zu wecken: Wartehallen lassen sich zum Beispiel komplett oder teilweise mit aufmerksamkeitsstarken Folien bekleben und können so standortindividuell Bezug auf ein Theater, eine Oper oder ein nahe gelegenes Kino nehmen. Plakatvitrinen und -säulen eignen sich hervorragend als Schaufenster: Für eine neue Ausstellung kann ein Museum beispielsweise ausgewählte Exponate direkt in den Werbeträgern präsentieren und den Passanten so einen ersten Einblick in die Veranstaltung geben. Auch Soundmodule lassen sich in Plakate integrieren und bieten Passanten die Gelegenheit, eine Hörprobe von einem neuen Album oder einer Show zu genießen.


U snap – Die Mehrwert-App

Die interaktive Wartehalle Avus

Plakate werden lebendig Trends in der Außenwerbung orientieren sich maßgeblich an aktuellen gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen. Untersuchungen zeigen: In Deutschland besitzt fast jeder dritte Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren ein eigenes Smartphone. Rund 60 % der Smartphone-Besitzer sind täglich im Internet und informieren sich dabei zu rund 40 % ihrer Nutzungszeit über Produkte. 900 Millionen Apps wurden allein im Jahr 2010 in Deutschland heruntergeladen. Für die Außenwerbung ist es wichtig, diesen Trend strategisch zu begleiten. Die zunehmende Nutzung von Smartphones, Apps und mobilem Internet macht den Weg frei für Umsetzungen an der Schnittstelle zwischen analoger und digitaler Außenwerbung. Eine zukunftsweisende Antwort auf das veränderte Mediennutzungsverhalten ist U snap, eine Mehrwert-App, die im Juni auf dem deutschen Markt eingeführt wurde. Mit U snap machen Passanten Plakate lebendig: Sie fotografieren ein Plakat mit ihrem Smartphone, die App erkennt das fotografierte Motiv und verbindet es mit hinterlegten Mehrwerten im Netz. Das kann eine Leseprobe eines neuen Bestsellers sein, ein exklusives Musikvideo, ein bisher unveröffentlichtes Interview oder aber ein Rabatt für den Onlinekauf von Konzerttickets. Mit U snap kombinieren Werbetreibende das Massenmedium Out-ofHome mit dem Wachstumsmedium

Online. Die App öffnet Plakaten die Tür in digitale Markenwelten und schafft so intensive Markenerlebnisse. Vom Plakat zum Pixel Digital boomt. Soziale Netzwerke, Interaktion und Mobilität spielen eine immer größere Rolle in unserem Alltag. Auch Werbetreibende setzen verstärkt auf Kampagnen, die ihre Zielgruppen aktiv in die Werbung einbinden. Vorreiter ist hier der Berliner U-Bahnhof Friedrichstraße, der seit Juli 2010 der erste und bisher einzige komplett mit digitalen Werbeträgern ausgestattete U-Bahnhof der Welt ist. Wo vorher Papierplakate hingen, stehen den Werbetreibenden heute 14 digitale City Light Poster, 12 digitale City Light Boards und zwei Bluespot-Terminals zur Verfügung. Die Vorteile: Alle Werbeflächen können miteinander interagieren und bieten so ein enormes Kreativpotenzial für die digitale Rauminszenierung. Die Werbeflächen lassen sich mit modernen Technologien wie

Twitter, SMS, Bluetooth, Facemapping und sozialen Netzwerken kombinieren – das schafft Nähe zu und Interaktion mit den Zielgruppen. Konzertveranstalter können Passanten zum Beispiel in ihren Werbespots zur Teilnahme an einem OnlineGewinnspiel aufrufen oder zu einem Konzert-Feedback auf Facebook animieren. Digitale Außenwerbung bietet Werbetreibenden eine hohe Flexibilität: Sie können nach Wunsch tagesaktuell ihre Werbung verändern oder sogar zu unterschiedlichen Tageszeiten mit unterschiedlichen Spots für ihre Produkte werben. Die Vorzüge der digitalen Werbeträger machen sie zu einer effizienten Ergänzung der analogen Außenwerbung. In Kombination von Plakat und Pixel ist die Außenwerbung für die Zukunft bestens gerüstet.

Quellen: Stadtraum und Werbung: Wem gehört die Stadt?, S. 12ff., Köln 1997 Werbung in Deutschland 2011, S. 17, Zentralverband der deutschen Werbiwrtschaft ZAW (Hrsg.), Berlin Verordnung und Bekanntmachung der Behörden der Stadt Berlin: Der öffentliche ZettelAnschlag in der Residenz Berlin, Faksimile 1983, S. 4ff., Berlin Schendel, U., Optimismus im deutschen OoH-Markt, Plakativ: Daten & Fakten 2011, S. 12, Hochheim Scharrer, J., Digitale Plakate: Die Rolle von Out-of-Home im Mediamix, Horizont, Nr. 23, 9.6.2011, S.2

Digitaler Bahnhof Friedrichstraße

Smartphone-App macht Werbeplakate lebendig, www.wuv.de, 9.6.11

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FACHBEITRAG

Der virale Weg vom Fan zum Kunden Agentur Causales

Ein herbstlicher Freitagabend in einer deutschen Großstadt: Vor der Philharmonie sitzen und stehen 2.500 Menschen größtenteils im Alter zwischen 16 und 25 Jahren in Grüppchen beisammen. Es wird gelacht, telefoniert und mit dem Smartphone fleißig fotografiert. Ein Passant bleibt bei dem Anblick verblüfft stehen. Eine junge Frau fragt ihn keck, ob er über das Internet die Einladung zum heutigen Konzert bekommen hat. Ist das eine Utopie oder bereits Realität? Social Media bzw. Sozialen Medien gelingt es aufgrund ihrer hohen Vernetzungsdichte in relativ kurzer Zeit eine große Zahl spontan aktiver Teilnehmer in Aufschaukelungsprozesse zu versetzen. Klassische Werbeformate wie Plakate, TV- und Radiospots sowie Printanzeigen werden dadurch nicht obsolet. Allerdings rückt die OnlineKommunikation mit der steigenden Verbreitung und Akzeptanz des Mediums auch immer mehr in den Vordergrund. Das Internet hatte 2010 in Deutschland eine Reichweite von 73,4 %, d.h. 51,78 Millionen Menschen. Da alle Generationen im Netz anzutreffen sind, kann somit eine sehr breite Zielgruppe erreicht werden. Die 14- bis 39-Jährigen sind mit Anteilen deutlich über der 90 %-Marke nahezu vollständig im Internet präsent, bei den 40- bis 49Jährigen sind es 86,3 %. Bei den 50- bis 59Jährigen sind es fast drei Viertel, die über 60-Jährigen kommen auf mehr als ein Drittel an Internetnutzern.1) Neben stationären Computern werden für die Internetnutzung in zunehmendem Maße auch Smartphones und Tablet-Computer (18 – 23 % der Bevölkerung in Deutschland) genutzt. Dadurch werden mobile Werbekampagnen auch interessanter für Kulturanbieter und Wirtschaftsunternehmen.2) 72

Wie können Kulturanbieter und Wirtschaftsunternehmen die Chancen und Potenziale von sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook, Google+, MySpace, XING, StudiVZ, SchülerVZ und Content Communities wie Youtube, Vimeo oder Flickr für sich nutzen? Welche Anreize müssen geschaffen werden, um einen Dialog im sogenannten Web 2.0 mit der Zielgruppe aufzubauen und die Zielgruppe in die Kommunikation um Marken und kulturelle Dienstleistungen einbinden zu können?

Planung Zwar bieten Social MediaKampagnen die Vorteile geringerer Kosten, unkomplizierter Produktionsprozesse und einer hohen Reichweite. Um jedoch einen nachweisbaren Nutzen zu erzielen, gilt für Social MediaKampagnen das gleiche Prinzip der strategischen Planung wie für klassische Marketingkampagnen. Bevor mit der Kampagnenplanung begonnen wird, muss die Social Media Strategie aus dem Selbstverständnis des Unternehmens abgeleitet werden. Darüber hinaus müssen die Motivatoren Information, Service, Preisvorteil und Spaß für den Nutzer im Fokus der Planung stehen. Weiter müssen auch für Social Media-Kampagnen ausreichend finanzielle bzw. personelle Mittel eingeplant werden.


Ziele und Funktionen Zur strategischen Planung von Social Media Kampagnen gehören quantifizierbare Zielvorgaben, wie z. B. die Gewinnung von Neukunden oder Fans in einem bestimmten geographischen Umfeld in einem definierten Zeitraum, bzw. Umsatzsteigerung. Gerade bei der Schaltung von Anzeigen und gesponserten Feeds (Post im News Strang eines Users) bei Facebook können Zielgruppen anhand ihrer Interessen ohne Streuverluste ausgewählt werden, da die auf der Netzwerkplattform hinterlegten Profile der einzelnen Nutzer und Vorlieben direkt zur Zielgruppendefinition zur Ver-

fügung stehen. Darüber hinaus können qualitative Ziele, wie die Verbesserung des Markenimages, des Kundenservices und der Kundenbindung verfolgt werden. Immer wichtiger wird Social Media insbesondere Facebook als Vertriebskanal. So lassen sich bspw. limitierte Ticketauflagen direkt an Fans vermarkten oder durch speziell aufgesetzte Landingpages (Marketing Website) exklusive Angebote für Fans einer Kulturmarke generieren. Ein in der Presselandschaft häufig zitiertes Beispiel für digitale Vermarktung stellt die kostenpflichti-

ge Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker dar.3) Internetplattformen wie Europeana und Google Art Project bieten Museen und Galerien die Möglichkeit, ihre Sammlungen in virtuellen Rundgängen sichtbar zu machen und damit neue Besucher in ihre Häuser zu locken.4)

Umsetzung von Kampagnenformaten Bei allen Social Media Aktivitäten geht es um die virale Verbreitung und Aktivierung von Netzwerken. So können z. B. kleine Anzeigen oder sponsored Feeds zum Bewerben eines Gewinnspiels auf dem Facebook Profil einer Unternehmung oder einer Marke geschaltet werden. Geht nun ein Nutzer auf diese Facebook-Seite und wird Fan oder interagiert, so verbreitet sich diese Aktion von selbst in seinem gesamten Netzwerk und führt dadurch zu einer viralen Weiterverbreitung. Besonders effektiv ist die Einbindung mehrerer Akteure in eine Kampagne. Sie veranstalten z. B. eine klassische Sommerkonzertreihe mit einigen bekannten Künstlern? Dann beziehen Sie die Netzwerke Ihrer Testimonials ein, um so die Fans einzelner Musiker direkt über die Künstlerprofile auf Facebookoder Myspaceanzusprechen und auf Ihre Kampagnenseite zu lenken. Das soziale Netzwerk Twitter bietet Unternehmen die Möglichkeit, bei einer ausreichenden Anzahl der Follower (Leser) schnell Informationen (Tweets) zu verbreiten, die sich bei entsprechender Relevanz durch Retweets (Wiederholung einer Kurznachricht) weiter verbreiten können. Zudem

dient Twitter der direkten Kommunikation, da es auch Dialogmöglichkeiten bietet. Zum Beispiel können über Twitter frühzeitig und direkt Krisen erkannt und Krisenkommunikation betrieben werden. Aber wie bei allen sozialen Kanälen müssen für Twitter eine oder mehrere verantwortliche Personen zuständig sein und aktiv über diesen Kanal kommunizieren. Ein Blog(online einsehbares Tagebuch oder Journal) bzw. Corporate Blog ist auch ein beliebtes Kommunikationswerkzeug. Mittels eines Blogs kann das Unternehmen auf einer kundennäheren Ebene kommunizieren als über eine Website. Außerdem unterstützt ein Blog das Ranking der Unternehmens Website durch vielfältigen und relevanten Content (Inhalt). Allerdings besteht beim Blog (genauso wie bei allen anderen Social Media Kanälen) das Risiko, dass dieser schnell veraltet und dadurch uninteressant erscheint, wenn er nicht regelmäßig aktualisiert wird. Zudem existieren für Blogs keine genauen Richtlinien und meist zu viele Autoren. Beim Erstellen eines Blogs ist demzufolge Personaleinsatz und Know-how ungemein wichtig. Für eine glaubwürdige und damit erfolgreiche Kampagne im Web 2.0 ist es ebenso wie in der Kommunikation über klassische Medien wichtig, dass man die Sprache der Zielgruppe spricht. Darüber hinaus ist die Relevanz einer Information ausschlaggebend für ihre Weiterverbreitung. Das kann in der Praxis bedeuten, in Newsgroups oder in Internet-Foren Beiträge im weiteren thematischen Umfeld zu posten, die im engeren Sinne direkt nichts mit der Marke zu tun haben. Verfügt man über einen Youtube- oder Vimeo-Kanal, veröffentlichen Sie als Konzertveranstalter lieber einen kleinen Beitrag mit einem Blick hinter die Kulissen oder kleine Interviews und Konzertmitschnitte anstatt nur einen Werbetrailer. Zu leicht durchschaubare Werbebotschaften sind im Internet verpönt, da sich Verbraucher verständlicherweise ungern instrumentalisieren lassen. Schwingt aber ein interessanter Mehrwert mit, profitiert der Nutzer indirekt über die Verbreitung durch Angabe von Favorisierungen und Kommentaren, indem er sein eigenes Auftreten im World Wide Web aufwertet oder an einem Ticketgewinnspiel teilnimmt. 73


FACHBEITRAG Über die Bilder-Plattform Flickr können Fotos von Veranstaltungen wie z. B. einer Ausstellungseröffnung verbreitet werden, indem die Fotos mit Tags für die einfache Wiederfindung versehen werden. Mit Hilfe der Gruppenfunktion können außerdem User mit vergleichbaren Interessen gesucht und diese kontaktiert werden. Zudem können mit dem Einsatz von Applikationen (kurz Apps genannt) Smartphone- als auch Tablet-Computer-Besitzer mit Informationen versorgt werden und so zur Kundenbindung und Interaktion beitragen und als Vertriebstool agieren. Wie auf der eigenen Website nutzenstiftende interaktive Angebote integriert werden können, lässt sich derzeit auf der Internetseite des Städel Museums ablesen. Dort können Internetnutzer nicht nur aktuelle Videos zur Ausstellung ansehen, sondern bspw. auch die Gemälde der Museumssammlung bewerten, kommentieren, zur persönlichen Online-Galerie hinzufügen und als E-Card versenden.5)

Evaluation Auch wenn Sie Social Media als Kommunikationskanal bspw. aus Personalmangel nicht aktiv einsetzen können, so sollte mindestens ein Monitoring des eigenen Unternehmensauftritts und branchenrelevanter Informationen in den sozialen Medien erfolgen. So können Erwähnungen der Marke im Internet über Tags (Suchbegriffe) bzw. Hashtags auf Diensten wie Twitter verfolgt als auch relevante Trends und Themen und deren Erwähnung in sozialen Netzwerken analysiert werden. Bei der Erfolgsmessung Ihrer Kampagne, die sich natürlich nach den zuvor definierten Erfolgsgrößen richtet, müssen die Wechselwirkungen von sich zeitlich überschneidenden Kampagnen im On- und/ oder Offline-Bereich berücksichtigt werden. Bei der Evaluation sollte außerdem die Aufwand-Nutzen-Relation immer im Blick behalten werden. Neben der klassischen Kontaktmessung über Klicks und Besuche und den Auswertungen des Nutzerverhaltens mittels Webtracking erhalten Sie mit einer begleitenden Online-Befragung Aussagen über die Wirkung in Bezug auf die Veränderung der Bekanntheit, der Kaufpräferenz und das Image Ihrer Marke.

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Kurz & Knapp

Content Communities Die fortschreitende Digitalisierung hat Youtube/ Videoplattform _Gründer: Chad Hurley, Steve Chen, Jawed Karim, sowohl technologische als auch kommuni- gegründet 2005 kative und wirtschaftliche Auswirkungen _Inhaber: Google auf Kulturanbieter und Wirtschaftsbetrie- _Gesamtspielzeit der Videos, die 2010 hochgeladen wurden: 13 Mio. Stunden aus 25 Ländern be. In den Public Relations führt sie dazu, _Nutzung ist kostenfrei, aber auf 10 Min. beschränkt dass die Kommunikationswege und die _20,6 Mio. Besucher in Deutschland, Dialogmöglichkeiten von Kulturanbietern Schweiz: k.A., Österreich 1,5 Mio. und Wirtschaftsunternehmen zu Kunden Flickr/ Bilder-Plattform vielfältiger und unmittelbarer geworden _Inhaber: Yahoo, gegründet 2002 durch Ludicorp _40 Mio. registrierte Benutzer sind. Darüber hinaus bietet das World _Die Bilder können unter einer frei wählbaren Lizenz Wide Web zahlreiche Möglichkeiten der veröffentlicht werden, auch unter denen digitalen Auswertung und damit auch neue der Creative Commons _Es können auch Videos hochgeladen werden Vertriebskanäle und Umsatzpotenziale. Zu Beginn der Planung von Social Media Soziale Plattformen Kampagnen müssen die Konsequenzen mit- Facebook _Gründer u. Inhaber: Marc Zuckerberg, gegründet 2004 bedacht werden, die mit dem Aufkommen _15 Mio. Nutzer in Deutschland, 2,5 Mio. Nutzer der neuen digitalen Werkzeuge einherge- in Österreich, 2,6 Mio. Nutzer in der Schweiz, hen, insbesondere die Beschleunigung der monatlicher Zuwachs in Deutschland von etwa 1 Mio. Kommunikationsprozesse und die Erwar- MySpace tung der Kunden an eine kompetente und _Inhaber: Specific Media _Gründer: Tom Anderson, Chris DeWolfe, gegründet 2003 rasche Versorgung mit relevanten Informa- _220 Mio. Nutzer weltweit, Schweiz 220.000, Deutschland tionen. Um den entstehenden Mehrauf- 3,8 Mio., Österreich 520.000 (abnehmende Nutzerzahlen) wand gewährleisten zu können, müssen _überwiegend jüngere Zielgruppe mit Musikinteresse die finanziellen bzw. personellen Ressour- Xing _Inhaber: Cinco Capital GmbH cen realistisch eingeschätzt werden. _gegründet 2003 unter dem Namen openBC Da noch wenige Erfahrungen in dem durch Lars Hinrichs Bereich vorliegen, ist die Analyse der Vor- _10,8 Mio. User, davon 4,69 Mio. aus Deutschland, und Nachteile der neuen Medien und die 360.000 aus Österreich und 200.000 aus der Schweiz _Wirtschafts- und Berufsplattform Beachtung ihrer Wechselwirkungen mit den klassischen Kommunikationsmaßnah- studiVZ, meinVZ, schülerVZ _Tochterunternehmen der Verlagsgruppe men wichtig. Georg von Holtzbrinck Social Media bietet eine Reihe von Kampa- _Eigentümer: VZnet Netzwerke Ltd. gnenformaten, die passend zum Wirt- _gegründet 2005 von Ehssan Dariani und Dennis Bemmann schaftsunternehmen bzw. zum Kulturbe- _Junge Akademiker trieb und ihren Zielen eingesetzt werden _17 Mio. Mitglieder (studiVZ: 5 Mio., können. Dabei ist es essentiell, immer wie- schülerVZ: 5,8 Mio., meinVZ 5 Mio.) der alle Aktivitäten zu hinterfragen und Web Blog in Deutschland lesen hinsichtlich ihres Interaktionspotenzials _1/3 der zwischen 14- 64-Jährigen regelmäßig in Web Blogs 6) zu optimieren. Öffentliche Kulturanbieter haben ebenso Alle hier aufgeführten Informationen sind aus den Angaben wie privatwirtschaftlich agierende Unter- der Sozialen Plattformen und Content Communities im Juli 2011 entnommen. nehmen die Aufgabe, das Internet kreativ mitzugestalten. Dabei ist es nicht relevant, welche Vorlieben und Kommunikations- 1) internet facts 2010 – II und III verhalten einzelne Mitarbeiter aufweisen, 2) (N)Onliner Atlas, Initiative D21 sondern welche Medien die Zielgruppe und Forschungsinstitut TNS und Ipsos Studie und ComScore nutzt. Ist der Gestaltungswille da, aber das Know- 3) www.digitalconcerthall.com how im Betrieb nicht ausreichend vorhan- 4) http://version1.europeana.eu, den, berät die Agentur Causales Sie gern in www.googleartproject.com der Konzeption und Umsetzung Ihrer Maß- 5) www.staedelmuseum.de nahmen. 6) Acta 2009 Studie – zentrale Trends der Internetnutzung in den Bereichen Information, Kommuni kation und E-Commerce


FACHBEITRAG

Der kleine Krieg im Kulturbetrieb Agentur Causales

Wir alle werden täglich mit mehreren tausend Werbebotschaften konfrontiert. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn diese oft, wenn überhaupt noch, als störend wahrgenommen werden. Um im übersättigten Werbemarkt noch sichtbar zu werden, müssen Kulturinstitutionen wie Unternehmen ständig kreative neue Formen der Kommunikation finden. Bereits 2 bis 5 % des Werbebudgets fließen daher heute in alternative Werbeformen. In diesem Zusammenhang hat der Begriff des Guerilla-Marketings in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Für viele scheint hier die Zukunft der Kommunikation zu liegen. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff Guerilla-Marketing, wie können Kulturinstitutionen dieses Instrument sinnvoll einsetzen und hält es wirklich alles, was es verspricht?

Was ist GuerillaMarketing? Der Begriff Guerilla stammt ursprünglich aus dem Spanischen und bedeutete so viel wie „kleiner Krieg“. Damit wurde und wird der Kampf kleiner, irregulärer Verbände gegen eine meist übermächtige Streitkraft bezeichnet. Gekennzeichnet ist diese Form der Kampfführung durch schnelle, geschickte und flexible Überraschungsangriffe. Erste Guerilla-Taktiken tauchten bereits in Antike und Frühzeit auf. Der Begriff ist dagegen auf den Unabhängigkeitskrieg in Spanien und Portugal zwischen 1808 und 1814 zurückzuführen. Dank Ernesto „Che“ Guevara’s „Guerilla Warfare“ aus dem Jahr 1961 erlangten Guerilla-Strategien eine immer höhere Aufmerksamkeit. Ungefähr zur gleichen Zeit begann in den USA erstmals die Übertragung dieser Ideen auf den Marketingbereich. Wirkliche Popularität erlangte das Thema hier nach der Veröffentlichung des ersten Fachbuches von Jay Conrad Levinson im Jahr 1984. 76

Während das Guerilla-Marketing anfänglich von kleineren und mittelständischen Unternehmen genutzt wurde, um sich gegenüber den übermächtig erscheinenden Großunternehmen auf dem Werbemarkt durchzusetzen, ist es inzwischen auch im Kommunikationsmix vieler Global Player zu finden.

rebellisch

überraschend

Guerilla-Marketing findet primär „Out-ofHome“ statt. Die Aktion spielt sich im direkten Umfeld der Zielgruppe ab und ist oft mit der Möglichkeit zur Interaktion verbunden. Damit ist die direkte Reichweite automatisch stark begrenzt. Um trotzdem Verbreitung zu finden ist es das Ziel, dass Medien und Publikum selbst als Multipli-

ansteckend

GuerilliaMarketing

unkonventionell

Guerilla-Marketing bezeichnet nun keine besonders aggressive oder „kriegerische“ Form des Marketings. Vielmehr wurden die Idee des Überraschungseffekts sowie das Ziel, mit möglichst kleinen Mitteln möglichst viel zu erreichen, übernommen. Für Kulturinstitutionen und -projekte, denen meist nur verhältnismäßig kleine Marketingetats zur Verfügung stehen und deren Grundkapital ihre Kreativität ist, scheint sich eine Verwendung von Guerilla-Methoden daher anzubieten.

spektakulär

besonders effizient

katoren tätig werden und die Idee eigenständig und freiwillig weiter verbreiten. Hier werden die engen Parallelen zum bzw. die häufigen Verknüpfungen mit dem Viral Marketing deutlich. Damit wirklich eine Verbreitung stattfindet, muss ein gewisser Aufmerksamkeits- oder Erlebnisfaktor geboten werden, der die gewünschte, einfache Botschaft transportiert. Hier gibt es verschiedenste Möglichkeiten: Man kann provozieren oder schockieren oder auch über humorvolle Aktionen versuchen, von der


Zielgruppe nicht als lästige Werbemaßnahme sondern als originelle Idee wahrgenommen zu werden. Marketer suchen im Bereich des Guerilla-Marketings daher ganz bewusst nach neuen, unkonventionellen, vielleicht sogar bisher verpönten Möglichkeiten der Kommunikation. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch das Prinzip der Regelverletzung, das hier sogar eine noch größere Rolle spielt als in anderen Bereichen des Marketings. Die bewusste Übertretung formaler oder manchmal sogar gesetzlicher Richtlinien hilft, den Raum des Gewohnten zu sprengen und damit eine besonders effiziente Wirkung zu erzielen. So benutzte beispielsweise der Schweizer Uhrenhersteller Swatch Beamer, um an der Berliner Siegessäule und dem Fernsehturm, zwei weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt, für seine Uhren zu werben, ohne die Aktion vorher genehmigen zu lassen. Die dafür fällige Geldstrafe in fünfstelliger Höhe wurde von Beginn an mit eingerechnet. Es wird sich gelohnt haben, denn gerade durch die Illegalität erlangte die Aktion eine besondere mediale Aufmerksamkeit.

Guerilla-Marketing in der Kultur Wenn sich ein Kulturbetrieb entschließt, Guerilla-Marketing als Instrument einzusetzen, ist vor allem eines wichtig: Die Entwicklung einer außergewöhnlichen Idee, die zur eigenen Marke passt. Was hier möglich ist, hat zum Beispiel das Staatsballett Berlin bewiesen. Am 3. März 2011 setzte plötzlich während der Hauptverkehrszeit am Berliner Hauptbahnhof klassische Musik ein und eine junge Frau begann zu tanzen. Nach und nach stießen 200 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, auf den ersten Blick gewöhnliche Reisende, dazu und verwandelten den Bahnhof kurzzeitig in eine Bühne. Kurz darauf gingen sie auseinander, als wäre nichts geschehen, während eine Bahnhofsdurchsage auf das Stück „OZ – The Wonderful Wizard“ aufmerksam machte, das kurz darauf uraufgeführt wurde. Die Aktion fand nicht nur in den Medien große Resonanz. Das dabei entstandene Video wurde allein auf youtube inzwischen fast 600.000 mal aufgerufen (Stand: Juli 2011).

Besonders spannend ist auch, dass das Guerilla-Marketing den Kultureinrichtungen die Möglichkeit der Interaktion bietet. Sei es, dass man die historischen Persönlichkeiten aus der nächsten Inszenierung mit neuem Leben erfüllt und in der Stadt mit den Menschen in Berührung kommen lässt, oder die Zielgruppe selbst zum Musik machen animiert: Hier bietet sich die Chance, das Publikum wieder ganz anders an das „Produkt“ Kultur heranzuführen und die eigene Marke zu emotionalisieren. Besonders jüngere, eher eventorientierte Zielgruppen können an Angebote herangeführt werden, die sie sonst als nicht interessant betrachtet hätten und werden in ihrem eigenen Umfeld „abgeholt“. Allerdings kann Guerilla-Marketing nur seine vollständige, positive Wirkung entfalten, wenn es sparsam eingesetzt wird. Was wir kennen, überrascht uns nicht mehr und wenn das Überraschungsprinzip innerhalb der Kommunikation zur Regel wird, verliert es schnell seinen Reiz. Selbst die erfolgreichsten Guerilla-Maßnahmen können sinnvollerweise meist nur einmal eingesetzt werden. Auch kann es passieren, dass eine groß angelegte Aktion nicht die gewünschte Aufmerksamkeit erhält, da zum Beispiel trotz guter Idee Zeitpunkt und Ort nicht passend waren. Wenn die Idee nicht sofort anschlägt, hat man bei dieser Sonderwerbeform kaum die Möglichkeit etwas zu verbessern. Vielmehr fängt die Suche nach der neuen kreativen Idee wieder von vorn an. In diesem Zusammenhang darf man daher trotz allem nicht den Aufwand unterschätzen. Rein finanziell betrachtet mag Guerilla-Marketing ein verhältnismäßig preiswertes Instrument darstellen. Der zeitliche Aufwand kann jedoch enorm sein, so dass Kulturunternehmen mit oft dünnen Personaldecken nie die Kosten-Nutzen-Relation aus dem Blick verlieren sollten. Ein weiteres Problem, das sich auftut, ist mit der gewünschten freiwilligen Verbreitung verbunden, die in so vieler Hinsicht einen Vorteil darstellen kann. Schätzt man seine Zielgruppe falsch ein, kann die Regelverletzung oder der Tabubruch, der eigentlich Aufmerksamkeit erregen oder positive Emotionen wecken sollte, jedoch auch schnell irritieren. Vielleicht wird die Bot-

schaft auch einfach anders aufgefasst als gewünscht. In diesem Fall kann die Verbreitung, die wenn einmal angestoßen, kaum noch aufzuhalten ist, zu unzähligen negativen Effekten führen und den gesetzten Kommunikationszielen zuwiderlaufen.

Kurz & Knapp Marketing und Werbung verändern sich und müssen sich verändern, wenn sie weiterhin ihren Zweck erfüllen sollen. In diesem Zusammenhang kann das GuerillaMarketing dabei helfen, Kommunikationsziele zu erreichen, die für die klassischen Werbemedien inzwischen in weite Ferne rücken. Der Einsatz von Guerilla-Strategien in der Kommunikation als emotionaler Baustein im Marketing-Mix kann für Kulturanbieter durchaus Sinn ergeben, darf aber die klassischen Instrumentarien nicht einfach ersetzen. Guerilla-Marketing ist kein preiswertes Allheilmittel. Vielmehr kann es, wenn eine gute Idee vorhanden ist, eine wichtige unterstützende Funktion einnehmen und in diesem Zusammenhang den Einsatz verschiedener Kommunikationsinstrumente prägen. Wichtig ist der strategische Einsatz, damit der kleine Krieg um die Aufmerksamkeit der Besucher am Ende von Erfolg gekrönt ist. Quellen: Universität St. Gallen: Kulturschuppen Klosters – Marketing für eine NonProfit Kulturorganisation, Abschlussbericht (2011) Schule, Thorsten (Guerilla Marketing Portal): Alles Guerilla oder was? Alternative Werbeformen im Überblick Keuchel, Susanne/ WeberWitzel, Markus (Zentrum für Kulturforschung): Culture to be – Das Düsseldorfer JugendKulturkonzept. Anregungen einer Generation für sich selbst, Bonn (2009) Lahdo, Rania: Guerilla Marketing, myKoWi.net (2009) Mandel, Birgit: PR für Kunst und Kultur, transcript Verlag, Bielefeld (2009)

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FACHBEITRAG

Im Mittelpunkt steht der Mensch Der Aufbruch des Kulturbetriebs in ein professionelles Personalmanagement Dirk Heinze, Chefredakteur Kulturmanagement Network

Das Personal gehört zum Wichtigsten, was wir in der Kultur haben. Umso überraschender, wie wenig dieser Managementaspekt Eingang in den öffentlichen Diskurs, aber auch in Ausbildung und Literatur gefunden hat. Die Tagungsreihe KM Konkret von Kulturmanagement Network hat es sich zur Aufgabe gemacht, für Aufklärung zu sorgen. Die erste Veranstaltung im November 2010 vermittelte einen Eindruck darüber, welche Chancen in einem professionellen Personalmanagement liegen. Diese Erkenntnisse sollen 2012 in der zweiten Tagung vertieft werden. In Kürze erscheint das erste Buch zu diesem Thema.

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Der Kampf um die besten Köpfe Der demographische Wandel wird seit längerem im Kultursektor diskutiert. Meist jedoch beschränkt sich der Fokus auf das zu gewinnende Publikum oder die Zukunft der kulturellen Infrastruktur. Nicht weniger berechtigt ist die Sorge um die eigenen Fachund Führungskräfte. Die noch steigende Zahl an Studiengängen – sowohl im künstlerischen Bereich als auch im Kulturmanagement – täuschen darüber hinweg, dass der Kulturbetrieb bald ein Personalproblem hat. Für viele Absolventen ist eine Karriere im herkömmlichen Kulturbetrieb längst nicht mehr so interessant wie früher, gerade wenn es sich dabei um befristete Stellen mit wenig Aufstiegschancen und einer überfrachteten Aufgabenfülle handelt. Viele junge Menschen möchten sich vielmehr selbst verwirklichen und ziehen die Selbstständigkeit in der Kreativwirtschaft vor.


Motivation ist alles Auf die Persönlichkeit und die Motivation von Mitarbeitern kommt es an. Im Alltag eines Museums oder Theaters sieht das leider häufig anders aus. Da wird von den Mitarbeitern eher verlangt, dass sie funktionieren – »sie werden ja bezahlt«. Dabei ist die Bezahlung nur eines von vielen Motiven für die Arbeit. Selbstverwirklichung, Umgang mit Menschen, Bewahrung von Traditionen, Beteiligung an kreativen oder innovativen Projekten – all dies können Triebkräfte sein, warum man sich für den (Kultur-)Betrieb entschieden hat. Angesichts der vergleichsweise geringen Einkommen in der gesamten Branche müssen sich Kultureinrichtungen und Zuwendungsgeber Gedanken darüber machen, wie sie diesen Nachteil ausgleichen. Kanada gilt hier als Vorreiter. Dort hat man bereits vor 25 Jahren mit dem Cultural Human Resource Council (www.culturalhrc.ca) eine Organisation gegründet, die sich mit solchen Fragen beschäftigt. Seither finden sich in den Arbeitsverträgen kanadischer Kulturschaffender Passagen, die diesen strukturellen Nachteil zu kompensieren versuchen. Die Palette reicht hierbei von Kinderbetreuung über Kartenkontingente bis hin zum ÖPNV. Das drohende Personalproblem im deutschen Kulturbetrieb beschränkt sich im Übrigen nicht allein auf Einstiegspositionen oder das mittlere Management. Es dürfte sich bald als Herausforderung erweisen, die Spitzen deutscher Museen und Theater zu besetzen. Eine solche Entwicklung hat bereits in den USA eingesetzt, wie James Abruzzo in einem Aufsatz (www.kulturmanagement.net/downloads/magazin/km08 04.pdf) darstellte. Er spricht dabei von einem »Leadership Gap«. Dabei sind in den Vereinigten Staaten die Gehälter von Spitzenpositionen selbst im Kultursektor alles andere als niedrig.

Der Arbeitsmarkt Wie finden Kultureinrichtungen gezielt ihr passendes Personal? Eine Studie des Instituts für Journalismus und Kommunikationsforschung (IJK) Hannover zeigte jüngst auf, dass im Vergleich z. B. zur Medienbranche die Stellenanzeigen im Kulturmanagement nicht professionell genug genutzt werden. Zu unklar bleibt häufig, WER WEN WOFÜR sucht. Die empirische Analyse von Anzeigen im Stellenmarkt von Kulturmanagement Network im Zeitraum 2004 – 2010 zeigte insbesondere bei den Angaben zu Umfang, Anstellungsverhältnis und Entlohnung große Defizite. Ausbildung und Kompetenzen Werden die auf dem Kultur-Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen überhaupt im Studium vermittelt? Um hierüber Klarheit zu erlangen, hat die Kulturpolitische Gesellschaft das Projekt »Studium – Ar-

beitsmarkt – Kultur« (www.studium-kultur.de) durchgeführt. Ziel ist es, einen qualifizierten Überblick über die Profile der Studiengänge zu geben und die Erwartungen des Arbeitsmarktes zu ermitteln. Ein Ergebnis der Befragung ist, dass insbesondere Universitäten der Vermittlung ausgewählter methodischer Kompetenzen, z. B. in den Bereichen EDV, Fremdsprachen und empirische Sozialforschung eine geringe Bedeutung zumessen. Wie es gehen kann, Bedarfe zwischen Ausbildung und Arbeitsmarkt besser zusammenzuführen, zeigt das Beispiel Utrecht (NL). An der dortigen Kunsthochschule werden Praktika unmittelbar aus den Studieninhalten heraus gemeinsam mit Kultureinrichtungen entwickelt. Ein nützlicher Nebeneffekt: Die Hochschule ist bestens mit dem Arbeitsmarkt vertraut und verfügt über direkte Kontakte zum Kulturbetrieb.

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FACHBEITRAG

Stellenmarkt 2.0 Der Arbeitsmarkt verändert sich. Aber auch dessen Vermittlungsplattformen. Mit Einführung von Online-Stellenmärkten war es möglich geworden, zeitnah, preisgünstig, überregional und zielgruppenspezifisch auszuschreiben. Das Internet bietet vielfältige Möglichkeiten, Bewerber gezielt anzusprechen, sich als Arbeitgeber zu positionieren oder den Personalmarketingprozess effizient zu gestalten. Inzwischen gibt es Plattformen, die sich auf bestimmte Tätigkeiten oder Sparten konzentrieren. Eine immer größere Bedeutung haben soziale Netzwerke wie Facebook oder XING.

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Wissen und Kontakte In Zeiten enormer Umbrüche ist es wichtiger denn je, Mitarbeiter zu haben, die bereit sind, diesen Wandel zu gestalten und so die Organisation zukunftsfähig zu machen. Umso mehr käme es auf Möglichkeiten der Fortbildung an. Doch selten erhalten hier Mitarbeiter die nötigen zeitlichen wie finanziellen Spielräume. Berufliche Weiterbildung auf Gebieten wie Marketing oder Technologien, die sich rasant weiterentwickeln, ist unabdingbar. Eine strategische Personalentwicklung, die den einzelnen Mitarbeiter im Blick hat, tut im Kulturbetrieb Not. Die Besetzung von Stellen im Zwei-Jahres-Zyklus, erst recht deren Ersetzung durch Praktikanten, führt zu einem unglaublichen Verlust an Know-how und bindet zudem bestehendes Personal, die Neulinge einzuarbeiten. Was viele vergessen: Jeder Mitarbeiter nimmt bei seinem Weggang auch seine Kontakte mit.

Wenn man berücksichtigt, dass gerade öffentliche Kulturbetriebe stark vom Zuspruch ihrer Stakeholder abhängen, ist diese Personalpolitik existenzbedrohend. Personalmanagement steht im Kulturbetrieb noch am Anfang. Die Chancen, sich durch eine kluge Personalrekrutierung, -entwicklung und -führung Vorteile zu verschaffen, sind groß. Es lohnt sich insofern, hier von den Erfahrungen aus der Wirtschaft zu lernen und sie auf die spezifischen Verhältnisse des Kulturbetriebs zu übertragen. Ausgehend vom etablierten Stellenmarkt, arbeitet Kulturmanagement Network an Dienstleistungen, die sich dem Thema Personalmanagement im Kulturbetrieb widmen. Weitere Informationen: www.km-konkret.de und www.kulturmanagement.net


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ERFOLGREICHE SPONSORING-ENGAGEMENTS DER WIRTSCHAFT

BEST PRACTICE Seite:

_86 BAYER KULTUR _88 DEUTSCHE POST DHL _92 FRITZ-KOLA _94 MIGROS-KULTURPROZENT M4MUSIC _96 PILSNER URQUELL _98 ŠKODA 100 TAGESSPIEGEL

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BEST PRACTICE DEUTSCHLAND

Bayer Kultur – Die Selbstverständlichkeit der kulturellen Verantwortung www.kultur.bayer.de

„Bayer Kultur ist in der Spielzeit 2009/10 mit einem zeitgemäßen und frischeren Look sowie vielen neuen Ideen ins zweite Jahrhundert seiner langen und traditionsreichen Geschichte gestartet. Eine aktuelle Besucherbefragung erteilt Bayer Kultur Bestnoten und die Presse jubelt. Dies alles macht deutlich, dass die Arbeit von Bayer Kultur im Kontext der Corporate Social Responsibility ein unverzichtbarer Bestandteil der gesellschaftlichen Verantwortung des Unternehmens war und ist.“ Dr. Volker Mattern, Leiter Bayer Kultur

Seit über 100 Jahren, genauer seit 1907, engagiert sich die Bayer AG Leverkusen im Rahmen ihrer Corporate Social Responsibility – der sozialen Verantwortung des Unternehmens für die Gesellschaft – für Kultur. Die Kulturarbeit der Bayer AG ist einzigartig in Deutschland. Denn es handelt sich nicht um Sponsoring, Stiftungsarbeit oder Eventmarketing, sondern vielmehr konzipiert Bayer Kultur in den Sparten Musik, Tanz, Schauspiel und Kunst jedes Jahr für das unternehmenseigene Kulturhaus – einem veritablen Theater mit bis zu 800 Plätzen – ein hochkarätiges Programm mit rund 150 Veranstaltungen.

Internationale Ausstrahlung 2008 hat Volker Mattern die Leitung dieser traditionsreichen Einrichtung übernommen. Seitdem wurden neben Gastspielen auch verstärkt Koproduktionen mit renommierten Schauspielhäusern und Eigenproduktionen etabliert. Mit l’arte del mondo unter der Leitung von Werner Ehrhardt gibt es zudem seit 2010 ein dauerhaftes orchestra in residence, mit dem ebenfalls außergewöhnliche Projekte mit internationaler Ausstrahlung realisiert werden. So wurde eine auf fünf Jahre angelegte Reihe mit Opern-Ausgrabungen der Mozartzeit initiiert. Alle Spielzeiten stehen unter bestimmten Themen, etwa „Kunst und Macht“, „Mythos und Gegenwart“ oder 2011/12 „Glauben und Wissen“. Dazu werden in der kommenden Saison so renommierte Künstler wie Viktoria Mullova, Sharon Kam, Lars Vogt, Ute Lemper, Dominique Horwitz, sowie das Berliner Ensemble, das Staatstheater Stuttgart, die Münchner Kammerspiele und das Hamburg Ballett oder die italienische Fotografin Giorgia Fiorio in Leverkusen zu Gast sein.

l’arte del mondo

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Giorgia Fiorio: Voodoo-Fest. Aguas Blancas-Fälle, Haiti 2000.

stART – Ein Sprungbrett für den Nachwuchs Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung des hochtalentierten künstlerischen Nachwuchses, in dessen Zentrum das stARTProgramm steht. Zentral ist dabei die Tatsache, dass Bayer Kultur seine stART-Künstler im Bereich Musik ganze drei Jahre lang fördert, um wirklich nachhaltige Ergebnisse erzielen zu können. Für diese Zeitspanne

bietet Bayer Kultur den jungen Musikern – zu denen das Benjamin Schaefer Trio, das Signum Quartett und der bereits zweimal mit dem ECHO Klassik ausgezeichnete Pianist Hardy Rittner gehören – im Bayer Kulturhaus ein zweites künstlerisches Zuhause. Bayer Kultur tritt mit den Künstlern in einen intensiven, persönlichen Dialog. So werden gemeinsame Ideen und Konzepte Realität.

Darüber hinaus gibt es kontinuierliche Kooperationen mit der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, deren Studierende jedes Jahr eine Premiere im Bayer Kulturhaus auf die Bühne bringen. Und eine der vier jährlichen Ausstellungen wird von Studierenden verschiedener deutscher Kunsthochschulen konzipiert. Weitere enge Zusammenarbeiten verbindet Bayer Kultur mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Folkwang Universität der Künste Essen. Zusammenarbeit mit Berlin Mit Beginn der Spielzeit 2009/10 wurde außerdem eine Kulturachse Leverkusen-Berlin etabliert. Konkret bedeutet dies die kontinuierliche Zusammenarbeit mit wichtigen Berliner Kulturinstitutionen wie dem Haus der Kulturen der Welt, dem Martin-Gropius-Bau, der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH oder der Ernst-Busch-Hochschule. Gemeinsam werden regelmäßig künstlerische Projekte entwickelt, die in beiden Städten zur Aufführung kommen. Das Erdbeben in Chili, Maxim Gorki Theater Berlin.

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BEST PRACTICE DEUTSCHLAND

Deutsche Post DHL – Konzernzentrale und Kulturtreffpunkt „Eine Konzernzentrale ist mehr als ein Arbeitsplatz. Sie ist Teil der Stadt, in der sie steht.“ Dr. Christof Ehrhart, Leiter Konzernkommunikation Deutsche Post DHL Der Post Tower, im Bonner Süden gelegen, ist zum Symbol für die Neuausrichtung der einstigen Bundeshauptstadt geworden. Das frühere politische Zentrum wird nicht mehr vom ehemaligen Abgeordnetenhaus – liebevoll „Langer Eugen“ genannt – geprägt, sondern von dem filigranen Glasturm des Stararchitekten Helmut Jahn.

Mitarbeiter aus über 40 Nationen ein und aus. Der Konzern ist in mehr als 220 Ländern vertreten und damit wohl das internationalste Unternehmen der Welt. Gleichzeitig aber ist die Deutsche Post DHL fest in Bonn verwurzelt. Das Unternehmen fördert jährlich mit einem siebenstelligen Betrag gesellschaftliche Projekte am Standort seiner Zentrale. Von hier aus steuert der Logistikriese Deut- „Eine Konzernzentrale ist mehr als ein sche Post DHL sein weltweites Geschäft. Arbeitsplatz. Sie ist Teil der Stadt, in der sie Allein im Post Tower gehen täglich 2.000 steht“, sagt Christof Ehrhart, Leiter der Konzernkommunikation von Deutsche Post DHL. Und dies ist beim Post Tower durchaus wörtlich zu verstehen. Wo tagsüber an Geschäftsstrategien gefeilt wird, werden abends immer häufiger kulturelle Veranstaltungen präsentiert.

Jazzfest Bonn – Roberta Gambarini im Post Tower

Beethovenfest in der Post Tower Lounge

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Das internationale Beethovenfest Bonn fühlt sich bereits seit 2004 rundum wohl in den Räumen des globalen Postund Logistikkonzerns. Die Konzerte in der Post Tower Lounge sind inzwischen fester Bestandteil des Rahmenprogramms. Hier präsentiert das Festival seine Nachwuchsstars und findet Raum, auch neue musikalische Wege zu gehen. Das Besondere: Der Eintritt ist frei. „Wir wollen allen Menschen die Möglichkeit geben, am kulturellen Leben teilzunehmen, unabhängig von den jeweiligen sozialen Verhältnissen“, erläutert Ehrhart die Zielsetzung des Konzernengagements. Die Lounge am Fuße des Glasturms ist jedenfalls stets voll besetzt. 2010 fanden dort 24 Veranstaltungen statt.


Siegerbands beim „Xpress Yourself“-Finale in der Post Tower Lounge

Die knapp 3.000 kostenlosen Tickets waren binnen kürzester Zeit vergeben. In Szene gesetzt wurden Post Tower Lounge und die Lobby des Gebäudes durch beleuchtete Glasarbeiten zum Thema „Beethoven“, erarbeitet von Studenten der renommierten Glasfachschule im benachbarten Rheinbach. Aber Bonn ist mehr als Beethoven und so gastierte 2011 erstmals das Jazzfest Bonn im Post Tower. Höhepunkt war der Auftritt der überragenden Jazzsängerin Roberta Gambarini und ihres Quartetts. Die Lounge war dafür schon zu klein – das hauseigene Konferenzzentrum wurde in eine Jazzlocation umgebaut und der größte Raum im Tower war gerade ausreichend, 350 Zuhörer waren begeistert. Neben diesen Festivals professioneller Musik hat die Deutsche Post DHL mit „Xpress Yourself“ den Nachwuchs im Blick. Gemeinsam mit der Popakademie BadenWürttemberg hat sie den Wettbewerb selbst ins Leben gerufen, um die kreative und künstlerische Seite von Jugendlichen

zu fördern. Schüler aller Schulformen bereiten sich über Monate vor und wetteifern auf der Bühne um den besten Song. Stilistisch reichen die Beiträge von klassischen Songwriter-Stücken über Rock und Pop bis hin zu Hip-Hop – und entsprechend wild geht es beim Abschlusskonzert in der Lounge zu. Die moderne und reduzierte Glas-StahlArchitektur des Post Towers bietet aber auch für Ausstellungen einen reizvollen Hintergrund. Entsprechend weitgefächert ist das Angebot. Neben einer Dauerausstellung zu historischen und internationalen Briefkästen werden Wechselausstellungen gezeigt, die von informativen Sachthemen bis zur freien künstlerischen Auseinandersetzung mit der Farbe Gelb reichen. „Wir wollen unsere Mitarbeiter auch auf das breite Spektrum der Bonner Kulturszene aufmerksam machen, das nicht im Tower stattfindet. Daher haben wir das Programm BONN ENTDECKEN | DISCOVER BONN ins Leben gerufen“, so Ehrhart. Bei

diesem Programm können Mitarbeiter alle zwei Wochen Karten für Aktivitäten in Bonn gewinnen. Das Spektrum reicht von Museums- und Opernbesuchen, Konzerten und Theateraufführungen bis hin zu Kleinkunst und historischen Stadtführungen. „Wichtig ist, dass auch unsere internationalen Kollegen Angebote finden, für die sie nicht Deutsch können müssen.“, erläutert Ehrhart. Und die scheint es zu geben. Die Resonanz ist so groß, dass regelmäßig dreistellige Bewerberzahlen auf das Losglück hoffen. „Ein breites kulturelles Angebot ist ein wichtiger Standortfaktor und wir freuen uns, einen Beitrag hierzu leisten zu können. Es versteht sich von selbst, dass wir die Kunst inhaltlich nicht beeinflussen, ihr aber gerne einen Raum zur Entfaltung zur Verfügung stellen“, fasst Ehrhart zusammen. Die Kunstschaffenden nehmen es an. Ab Herbst gastieren die renommierten Kabarettisten der Springmaus mit ihrem Nachwuchsprogramm regelmäßig in der Lounge.

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BEST PRACTICE DEUTSCHLAND

fritz-kola GmbH www.fritz-kola.de

„Das Ziel einer nachhaltigen Unterstützung der Kultur liegt für fritz-kola nicht in der Unterstützung möglichst bekannter Institutionen. Wir wollen Projekte, die uns am Herzen liegen und mit den dahinterstehenden Personen über das jeweilige Projekt hinaus zusammenarbeiten.“ Patrick Keller, werbung & markenpflege bei fritz-kola

fritz-kola hat seine Wurzeln im urbanen Hamburg, mit junger Gastronomie, einer breiten, kreativen Szene, einem toleranten Miteinander und engagierten Menschen. 2002 wurde fritz-kola von Mirco Wolf Wiegert und Lorenz Hampl aus dem Wunsch heraus gegründet, sich unbedingt selbstständig zu machen und eine bessere kola als der Marktführer anzubieten. Mit 6.000 Euro aus Bausparverträgen wurde fritzkola gegründet. Erster Unternehmenssitz war das Studentenwohnheim in HamburgOthmarschen. Entgegen vieler Widerstän-

wirkt auf ihre Umwelt und das gemeinschaftliche Zusammenleben und prägt die Gesellschaft. fritz-kola versteht sich als aktiver Teil der Gesellschaft und versucht durch die Unterstützung der Kultur zu einem nachhaltigen, zukunftsfähigen Gemeinwesen beizutragen.

de hat sich fritz-kola am Getränkemarkt mit einem breiten Sortiment hochwertiger Limonaden etabliert. Seit der Gründung unterstützt fritz-kola kulturelle und gesellschaftliche Projekte.

wenn Kulturmarke und fritz-kola vom Selbstverständnis zueinander passen. Dies liegt vor allem in der Authentizität, der klaren Qualitätsorientierung und dem Willen, sich von der Masse abzuheben. Ein schönes Beispiel, in dem mit dem Image einer Kulturmarke und fritz-kola „gespielt“ wurde, ist das Titelblatt des KampnagelProgrammheftes im November/Dezember 2010.

Kunst und Kultur sind elementar für ein funktionierendes Gemeinwesen. Die Kunst verzaubert, inspiriert, spiegelt, kritisiert und verändert. Sie ist Grundlage für die Herausbildung einer Identität. Kunst 92

Abgesehen vom Gastronomischen sieht fritz-kola seinen Beitrag in der Verbindung eines kulturellen Projekts mit der Marke und dem Unternehmen fritz-kola. Ein positiver Imagetransfer kommt zustande,


Ziel einer jeden Kooperation ist außerdem eine langfristig orientierte, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Partnern, die über das jeweilige Projekt hinausgeht. fritzkola arbeitet mit Veranstaltungen und Künstlern zusammen, die in zeitgenössischer Kunst, Musik, Film und Theater zu Hause sind. Dabei unterstützt fritz-kola das weniger massenwirksame Projekt mit dem gleichen Engagement wie das große Festi-

Woche im November mit unabhängig produzierten, neuen Filmen zu bespielen. Eigentlich eine eher lokale Angelegenheit, das „international“ im Titel vielleicht sogar etwas großspurig. Dachten Ale Dumbsky und Boris Castro. Das so genannte Tor zur Welt, es führt nicht nur hinaus, bei ihnen führt es auch hinein. Seitdem hat sich das Festival zu einem beachteten Wettbewerb entwickelt. „Uns ist es gelungen, ein einwöchiges, nicht subventioniertes Film-Festival zu etablieren und es macht immer noch Spass, das auszubauen.“ Seit 2009 unterstützt fritzkola das RADAR Hamburg International Independent Film Festival und bietet mehr als nur eine kola.

val. Es haben sich dabei eine Reihe toller Kooperationen entwickelt, etwa im Bereich Film mit dem „achtung berlin! Festival“ oder in dem Hamburger „RADAR Festival“, für die jeweils eine Sonderedition der fritzkola gestaltet wurde. Das RADAR Hamburg International Independent Film Festival wurde von Ale Dumbsky und Boris Castro 2008 ins Leben gerufen. Idee war es, die Kinos auf St. Pauli eine 93


BEST PRACTICE SCHWEIZ

m4music: Treffpunkt der Schweizer Popmusik www.migros-kulturprozent.ch

„Die Förderung der Popkultur bildet einen Schwerpunkt unserer Aktivitäten. Als privater Kulturförderer setzen wir seit Jahren auf innovative Fördermodelle in diesem Bereich. Das nationale Popmusikfestival m4music ist das Kernstück dieses Schwerpunkts. Popkultur als wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft verdient eine nachhaltige Unterstützung.“ Hedy Graber, Leiterin der Direktion Kultur und Soziales des Migros-Genossenschafts-Bundes

Das Popmusikfestival des Migros-Kulturprozent ermöglicht Networking und Entdeckungen für Publikum und Profis m4music, das Popmusikfestival des Migros-Kulturprozent, ist der wichtigste Schweizer Treffpunkt der Independent-Szene und ein Muss für jeden Musikfan. Das Festival ist der ideale Ort, um neue Talente zu entdecken, Profis aus dem Musikbusiness kennen zu lernen und mitreissende Konzerte von in- und ausländischen Bands zu erleben. m4music wird jährlich von über 6.000 Musikfans besucht und besteht aus drei Teilen: Demotape Clinic, Conference und Musikfestival. Das Musikfestival präsentiert drei Nächte lang angesagte Acts aus dem In- und Ausland von Apparat über Franz Ferdinand bis zu Züri-West. Nachmittags treffen sich rund 700 Branchenvertreter auf der Conference und beleuchten Trends und Tendenzen der Popmusikwelt in Workshops und Podiumsdiskussionen. Beim Newcomer-Wettbewerb Demotape-Clinic mit jährlich rund 800 Teilnehmern können die neusten Musik-Talente aus erster

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Hand entdeckt werden. Der musikalische Nachwuchs erhält hier von Branchenprofis ein Feedback. m4music zeichnet die besten Demos aus und sorgt für erste mediale Beachtung.

Obwohl m4music primär die nationale Musikszene zusammenführt, wissen auch ausländische Gäste das Festival zu schätzen. Stephan Thanscheidt aus Hamburg, der für FKP Scorpio grosse Festivals programmiert,


kultur investor des Jahres

2O10

fasst zusammen: „m4music gefällt mir sehr gut: Ausgezeichnetes Programm, tolle Location, alles sehr kompakt und gut organisiert. Ich bin gerne hier und habe auch schon einige gute Bands gesehen … Es gibt viele gute Acts in der Schweiz. Das Problem ist, dass man in Deutschland nicht so viel davon mitbekommt. Das ist genau der Grund, weshalb diese Veranstaltung Sinn macht – so kommen die Bands auf andere Festivals.“ Gegründet wurde das Festival 1998 auf Initiative der Musikmanager

Vin Gadher und Philipp Schnyder von Wartensee, der bis heute das Festival im Auftrag des Migros-Kulturprozent leitet. Schnyder zur Motivation, einen solch komplexen Event aufzubauen: „Als aufstrebende Band-

Manager haben wir ausländische Festivals und Messen besucht und intensiv Networking betrieben. Mit der Zeit hatten wir im Ausland fast bessere Kontakte als in der Schweiz, weil hier ein solches Festival und damit der Zugang zum inneren Kreis der Musikszene fehlte.“ Nachdem m4music in den folgenden Jahren kontinuierlich wuchs, wurde es 2010 erstmals in der französischsprachigen Schweiz eröffnet. Das Überbrücken von Grenzen gehört zu den erklärten Zielen von m4music. Schnyder: „Wir wollen nicht nur Leute aus verschiedenen Regionen zusammenbringen, sondern auch aus verschiedenen stilistischen Richtungen und vor allem auch neue Talente mit etablierten Musikprofis.“ Zudem gelingt es dem Migros-Kulturprozent, mit m4music eine tiefgründige Diskussion über Popmusik in die Medien zu bringen. Ergänzt wird die bei m4music betriebene Förderung der Schweizer Popmusikszene seit 2006 durch ein wegweisendes Programm zur Förderung von Independent-Labels und Künstlermanagement-Agenturen. Mit jährlich rund 90.000 Euro stärkt das Migros-Kulturprozent Indie-Labels wie Two Gentlemen aus Lausanne in ihrer Professionalität und Autonomie. Obwohl die Schweizer Popmusikszene einen Aufschwung erlebt hat, sind diese Labels und Agenturen unsicheren wirtschaftlichen Verhältnissen ausgesetzt. Bei der Verteilung von staatlichen und privaten Fördergeldern gingen sie vorher meist leer aus.

Mehr Infos zu m4music finden sich auf www.m4music.ch und auf www.youtube.com (m4music Festival-Videos); weitere Informationen zum Förderprogramm für Labels und Agenturen auf www.migros-kulturprozent.ch.

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BEST PRACTICE DEUTSCHLAND

Pilsner Urquell: Kultur- und Kunstförderung als langfristiges Bekenntnis zu kreativer Vielfalt Begeisterung für Zeitgeist – Bekenntnis zu Authentizität – Leidenschaft für Qualität

Kunst und Kultur haben viele unterschiedliche Facetten und bereichern unsere Gesellschaft stets aufs Neue. Authentizität, Hingabe und Qualität sind in der Kunst elementar und verkörpern Werte, die auch die Pilsner Urquell Deutschland GmbH im Umgang mit ihren Kunden und Mitarbeitern seit jeher pflegt und lebt – Tag für Tag. Das Unternehmen mit Sitz in Köln möchte mit seinem Engagement dazu beitragen, Kultur

nehmens ist die Positionierung und der erfolgreiche Ausbau internationaler Premiummarken aus dem Konzernportfolio im deutschen Markt. Insbesondere ihre tschechische Biermarke Pilsner Urquell engagiert sich beständig innerhalb einer marketing- und vertriebsorientierten Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden in unterschiedlichen Bereichen. Deutschland ist nicht mehr nur das Land der Dichter und Denker, es ist viel mehr. Stets entwickeln sich neue kulturelle Nischen oder wandeln sich etablierte Kunst-Konzepte. Große und kleinere regionale Partnerschaften fördern die kulturelle Vielfalt in unserer Gesellschaft. Als einer der größten Importeure für Premiumbiermarken kooperiert die Marke Pilsner Urquell besonders mit Kulturpartnern der Kategorien zeitgenössische Kunst, Fotografie und Kurzfilm.

Leidenschaft, Authen tizität und Tradition: International Master Bartender im historischen Braukeller von Pilsen

nachhaltig zu fördern und das Unternehmen in der Bierindustrie sein, das Kunst und Kultur erlebbar macht und Menschen unterstützt, ihre Visionen real werden zu lassen, um sie mit anderen zu teilen. Die Pilsner Urquell Deutschland GmbH, ist die deutsche Marketing- und Vertriebsgesellschaft der SABMiller plc., einer der weltweit größten Brauereigruppen. Die Aufgabe des Tochterunter-

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Pilsner Urquell trägt mit seinem Know-how einen erheblichen Beitrag zur Realisierung und insbesondere zum gastronomischen Service sowie schlussendlich zum Gesamtauftritt von Kunst- und Kulturveranstaltungen bei. Authentizität, Tradition und Qualität gepaart mit Zeitgeist sind die elementaren Werte, für die die Marke steht. Pilsner Urquell lebt diese Werte, um stets die höchstmögliche Qualität zu gewährleisten. Erstmalig 1842 im tschechischen Pilsen gebraut, sichern ein aufwendiger Brauprozess und beste Zutaten bis heute die hohen Qualitätsstandards der Marke. Infolgedes-


sen ist die Marke bis heute Namensvater der Gattung „Pils“ und unterhält als Vorbild aller Biere das weltweit größte Qualitätsprogramm in der Gastronomie. Pilsner Urquell setzt im Hinblick auf die Optimierung von kulturellen Events auf einen gemeinschaftlichen Dialog. Ziel ist es, stets eine Partnerschaft aufzubauen, die monetäre und immaterielle Aspekte optimal mit einander verzahnt und beiden Partnern einen maximalen Mehrwert bietet. Egal ob Filmfestival oder FotografieAusstellung – jede kulturelle Veranstaltung und jede Kulturinstitution steht heute der Herausforderung gegenüber,

Mit einem eigenen Fotografie-Wettbewerb, dem 1/AWARD BY PILSNER URQUELL, geht die Marke noch einen Schritt weiter: Der Wettbewerb bietet Nachwuchsfotografen die Möglichkeit, sich erstmals professionell in der Kunstszene zu präsentieren. Hier haben junge Fotografen und Amateure, Kunst- und Fotografie-Studenten die Chance, ihre Arbeit zum Thema Street Photography einzureichen. Mit Sonderausstellungen auf nationaler Ebene und einer lokalen sowie regionalen Unterstützung hilft das Unternehmen jungen Künstlen auf ihrem Weg zur individuellen Kunstkarriere.

Besuchern ein ganzheitliches (Marken-) Erlebnis anzubieten. So arbeitet das Unternehmen seit Jahren erfolgreich mit unterschiedlichen Institutionen und der Kulturszene zusammen, wie beispielsweise der Triennale der Photographie, dem internationalen Festival für Fotografie in den Deichtorhallen Hamburg, die Pilsner Urquell als Hauptsponsor unterstützt, und dem Internationalen Kurzfilmfestival (IKFF), ebenfalls in Hamburg, den Kurzfilmtagen Oberhausen, der STROKE.ART. FAIR – weltweit erste Messe für Urban Art aus München oder der Langen Nacht der Kölner Museen.

Durch die substanzielle Verbindung der hohen Qualitätsansprüche sowohl der Premiummarke als auch der Kulturschaffenden wird so ein anspruchsvolles, authentisches Gesamterlebnis geschaffen.

1/AWARD Preisverleihung im Rahmen der Triennale der Photographie 2011

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BEST PRACTICE DEUTSCHLAND

ŠKODA erschließt seinen Kunden eine faszinierende Welt www.skoda-kultur.de

„Unternehmertum bedeutet für ŠKODA auch, soziale Verantwortung zu übernehmen – gegenüber unseren Beschäftigten und gegenüber der Gesellschaft. Deshalb engagieren wir uns zum Beispiel mit großer Leidenschaft auf dem Gebiet der Kultur und erschließen unseren Kunden den Zugang in eine Welt voller Kreativität und Faszination.“ Nikolaus Reichert, Leiter Unternehmenskommunikation, ŠKODA AUTO Deutschland GmbH Kultur ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt. So definiert Wikipedia den Begriff Kultur. Auf dieser Basis haben das Automobil und die Kunst einen gemeinsam Ursprung: Sie sind das erlebbare Ergebnis einfallsreicher und kluger Zeitgenossen. Mobilität und Innovationsfähigkeit sind Kernthemen der Arbeit von ŠKODA. Auch die Künste sind permanent in Bewegung und innovativ. Technische Möglichkeiten wandeln sich, neue Arbeitsformen entstehen, viele Gesetze verEugen Schönebeck Gesamtwerkschau in der SCHIRN Kunsthalle Frankfurt 2011

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lieren ihre Gültigkeit. Seit mehr als 100 Jahren sind ŠKODA und die Kunst eng miteinander verbunden. Als Traditionsmarke, die in der Tschechischen Republik ihre Wurzeln hat, sind wir in einem europäischen Hochkulturland groß geworden. ŠKODA trägt aktiv dazu bei, Kultur auch in Deutschland zu fördern und seinen Kunden zu erschließen. Deshalb unterstützen wir gezielt Initiativen in den Bereichen Jazz, Film, Kunst, Literatur und Theater.


Wir suchen aktive Partnerschaften mit kreativen Kulturköpfen und arbeiten langfristig mit ihnen zusammen. Vor allem legen wir Wert darauf, junge Menschen und unsere Kunden in Kontakt mit etablierten Künstlern und Kulturereignissen zu bringen.

zent Nachlass gibt es auf die Tickets im TIPI – dem Veranstaltungszelt am Kanzleramt in Berlin. Zurzeit erhalten ŠKODA Fahrer auch in der Schirn Kunsthalle Frankfurt freien Eintritt zur Schönebeck-Ausstellung, da sie speziell von ŠKODA gefördert wird. Auch ausgewählte Vorstellungen der Nibelungen-Festspiele in Worms können Unser Kulturschlüssel ist ein erfolgreiches ŠKODA Fahrer kostenfrei besuchen. Freien Instrument unseres Kulturengagements. Eintritt gibt es zudem beim InternationaWas verbirgt sich dahinter? len Kurzfilmfestival in Hamburg. Einen Nachlass gewähren die Macher und ŠKODA ŠKODA Fahrer erhalten gegen Vorlage ihres Kulturpartner von Palatia Jazz, dem interAutoschlüssels bei ausgewählten Kultur- nationalen Jazzfestival in der Pfalz. projekten, die von ŠKODA AUTO Deutschland unterstützt werden, ermäßigten oder Dies sind nur einige ausgesuchte Beispiele sogar freien Eintritt. Die Schlüsselaktion der vielen Möglichkeiten, die sich ŠKODA ist Bestandteil zahlreicher Kooperationen Fahrern damit erschließen. Kommuniziert mit unseren Kulturpartnern. werden die Schlüsselaktionen über die KunDas kulturelle Schlüsselerlebnis haben denzeitschrift „extratour“ und auf der KulŠKODA Fahrer das ganze Jahr über etwa in turseite www.skoda-kultur.de. den Deichtorhallen Hamburg. Hier ist der Ziel dieser Maßnahme ist es, ŠKODA Fahrer Eintritt für eine Person frei. Zwanzig Pro- für das Kulturengagement ihrer Fahrzeug-

marke zu interessieren und sie mit erstklassigen Kulturprojekten in Verbindung zu bringen. Und das nicht über einmalige, sondern über nachhaltige Angebote. Wir wissen, dass wir nur so die Etablierung unserer Marke als Kulturmarke auf Dauer erreichen werden. Steigende Besucherzahlen zeigen, dass sich unsere Kulturschlüsselangebote tatsächlich wachsender Beliebtheit erfreuen. Unsere Kunden schätzen den direkten Vorteil, den wir ihnen mit unserer Schlüsselaktion bieten. So wird Kultur zum Allgemeingut – einfach und unkompliziert.

Dieter Wedel mit den Hauptdarstellern der Nibelungen-Festspiele 2011

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BEST PRACTICE DEUTSCHLAND

Der Tagesspiegel www.tagesspiegel.de

„Die Teilnahme am KulturInvest-Kongress 2011 liegt für den Tagesspiegel auf der Hand. Berlin ist eine der aufregendsten Kulturmetropolen der Welt. Der Tagesspiegel ist Forum und Partner für die Kulturträger in Berlin und darüber hinaus. Somit bietet der KulturInvest-Kongress dem Tagesspiegel die Chance, Fragen der Kulturbranche zu diskutieren und aktiv neue Trends mit zu gestalten. Dies spiegelt das langjährige Engagement des Verlages wider, den Bühnen, Konzerthäusern sowie der Filmbranche über die Stadtgrenzen hinaus besondere Bedeutung zu verleihen.“ Joachim Liebler, Geschäftsführer

„Der Tagesspiegel ist eine Idee. Und weil das so ist, erfindet er sich immer wieder neu, auf der Grundlage des Bewährten. Und so wie Berlin eine Werkstatt der Einheit ist, so ist diese Zeitung eine Ideenwerkstatt. Das verbindet beide. Auf Dauer. Untrennbar. Einige der Ideen lassen sich sehen.“ Stephan-Andreas Casdorff und Lorenz Maroldt, Chefredakteure

Harald Martenstein signiert

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Die Leute sollen nicht sagen, wir hätten keine Kultur. Kultur ist das, was uns stark macht: Zeitungskultur. Kultur des Umgangs. Kultur des Diskurses. Aber das wissen Sie ja. Oder nicht? Lesen Sie den Tagesspiegel noch nicht? Haben Sie unsere Tagesspiegel-Akademie noch nicht besucht? Ihre Kinder haben noch nicht am Erzählwettbewerb teilgenommen? Apropos, man kommt ja schnell ins Erzählen: Pascale Hugues oder Harald Martenstein, wenn nur schon diese beiden bei uns im Tagesspiegel-Haus aus ihren Büchern lesen, dann fördert das die Kultur, eindeutig. Denn sage keiner, Schmunzeln gehöre nicht dazu. Aber im Ernst: Im Jahrbuch Kulturmarken 2011 haben wir Ihnen vom Tagesspiegel erzählt, haben Beispiele gegeben für redaktionelle Serien, preisgekrönte, haben über unsere

vielfältigen redaktionellen Magazine berichtet und belegt, dass der Tagesspiegel eine Idee sei, mit vielen Ideen jeden Tag. Gut, hier sind nun einige neue, über den Tag hinaus. Im Mittelpunkt stehen zusätzliche Angebote, die den Debattencharakter der Zeitung weiter hervorheben sollen, ihre Offenheit für Neues. Wenn das keine Kultur hat! Im Politikteil betrifft das vor allem die Sonntagsausgabe. Hier erscheinen die Seiten 4 und 5 nun unter dem Titel „Die Sonntagsfrage“, und die Beiträge sollen substanziell werden, dürfen aber auch mal subjektiv sein und ein wenig subversiv. Worüber könnte man besser reden oder rechten? So viele Fragen hält das tägliche Leben bereit, und irgendwie sind alle politisch, das wissen wir seit den alten Griechen. Wie krank sind unsere Kinder? Wie hart sind unsere Richter? Was ist ein guter Vater?


Zeitungsprojekt Klasse 2011 – Preis trägerklassen mit ihren siegreichen Zeitungen

Wie moralisch sind die Deutschen? Mal schauen, ob wir die Antworten finden. Zum jeweiligen Thema kann es einen Essay geben, eine Recherche, ein Interview, einen Gastbeitrag oder eine Reportage. Außerdem erscheinen am Sonntag zwei Seiten „Meinung“, weil wir, Sie, ja zunehmend zu allem eine Meinung haben sollen, das geht bis hinein in Rateshows. Damit wir sie uns bilden können, gibt es mehr Beiträge, die Einordnung bieten und Orientierung. Weil wir aber in Berlin sind, der

Metropole, in der Sie das finden können, was viele andernorts vermissen, das wahre Leben nämlich, bieten wir zum Wochenende was? Ja, genau: vier Seiten „mehr Berlin“. Unser Ziel ist es, wichtige Debatten in der Stadt klug und witzig und spritzig aufzugreifen – oder sie auch mal anzuzetteln. Das kann alle Themen beinhalten, bunt wie das Leben, ob Stadtentwicklung oder die Oper. Der Ton ist, ähnlich der „Sonntagsfrage“, subjektiv, nur halt eben am Sonnabend. Dazu wird vor allem eine Doppelseite dienen, die als sogenanntes Panorama gestaltet wird. Auf der ersten Seite können aktuelle Berliner Themen kommentiert werden, die vierte Seite geht im Geist eines Stadtfeuilletons auf gesellschaftlich Relevantes spielerisch ein.

Illustriert werden diese Seiten mit bisher unbekannten oder wenig bekannten Werken von Malern, Grafikern, Architekten und Fotografen – wobei es immer um Berlin gehen soll. Die Künstler werden auf der vierten Seite porträtiert. Damit sind wir aber noch nicht am Ende! Wir bieten eine neue, deutschlandweit bisher nicht gekannte Seite rund ums Ehrenamt und soziales Engagement („Wer hilft wem“), eine Seite übers digitale Leben mit allen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Aspekten der Auswirkungen des Internets („Netzspiegel“) – und noch mehr, viel mehr. Wir laden Sie ein: Schauen Sie doch mal selbst! Es sollte doch wohl eine Idee dabei sein, die Ihnen gefällt.

Kinderakademie 2010 – Schauspielerin Andrea Kurmann in Zeitungen gehüllt

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KULTURMARKEN 2012

Hanoi Parzival Foto: Goethe-Institut Privat

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ATTRAKTIVE SPONSORINGANGEBOTE Seite:

106 BUNDESWEIT/ INTERNATIONAL Barockensemble LAUTTEN COMPAGNEY Berlin CITY – Die Kultband Fonds Darstellende Künste e. V. Goethe-Institut e. V. Instituto Cervantes

116 BADEN-WÜRTTEMBERG Schauspielbühnen in Stuttgart STIMMEN-Festival

156 NORDRHEIN-WESTFALEN Beethoven-Haus Bonn Kunstsammlungen Nordrhein-Westfalen Morgenland Festival Osnabrück Musiktheater im Revier Neanderthal Museum Ruhrfestspiele Recklinghausen

168 RHEINLAND-PFALZ Nibelungen-Festspiele Worms

170 SAARLAND 120 BAYERN Bayerische Theaterakademie August Everding Kissinger Sommer

124 BERLIN achtung berlin – new berlin film award Architekturpreis Berlin e. V. Bar Jeder Vernunft Berliner Kinder- & Jugendtheater Murkelbühne Berliner Residenz Konzerte in der Großen Orangerie von Schloss Charlottenburg Märchenland Stiftung Zukunft Berlin TIPI am Kanzleramt

140 BRANDENBURG Archäologisches Landesmuseum Brandenburg Brandenburger Theater Brandenburgische Sommerkonzerte Fontane-Festspiele Neuruppin Havelländische Musikfestspiele Höfische Festspiele Potsdam

152 HAMBURG HipHop Academy

154 NIEDERSACHSEN Das Musical RATS

Filmfestival Max Ophüls Preis

172 SACHSEN Dresdner Kreuzchor Gewandhausorchester und Gewandhaus zu Leipzig Kulturstätten in Görlitz LEIPZIG 1813 – Leipzig in den Wirren der Völkerschlacht

180 SCHLESWIG-HOLSTEIN Nordkolleg Rendsburg

182 THÜRINGEN Altenburger Barbarossa Festspiele Panorama Museum „pèlerinages“ Kunstfest Weimar

188 ÖSTERREICH Bregenzer Festspiele

190 SCHWEIZ Fondation Beyeler

192 WERBEMITTEL & PREISE Überblick

200 KULTURMANAGER Die Macher hinter den Kulissen

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Standorte der Kulturmarken 2012 S C H L E S W I G - H O L S T E I N Nordkolleg Rendsburg

H A M B U R G HipHop Academy

N I E D E R S A C H S E N Das Musical RATS

N O R D R H E I N - W E S T F A L E N Beethoven-Haus Bonn Kunstsammlungen Nordrhein-Westfalen Morgenland Festival Osnabrück Musiktheater im Revier Neanderthal Museum Ruhrfestspiele Recklinghausen

T H Ü R I N G E N Altenburger Barbarossa Festspiele Panorama Museum „pèlerinages“ Kunstfest Weimar

R H E I N L A N D - P F A L Z Nibelungen-Festspiele Worms

S A A R L A N D Filmfestival Max Ophüls Preis

B A D E N – W Ü R T T E M B E R G Schauspielbühnen in Stuttgart STIMMEN-Festival

S C H W E I Z Fondation Beyeler

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Die geografischen Angaben beziehen sich auf die Standorte bzw. Aufführungsorte der Kulturanbieter und nicht auf deren Strahlkraft und Werbereichweite

B R A N D E N B U R G Archäologisches Landesmuseum Brandenburg Brandenburger Theater N Brandenburgische Sommerkonzerte Fontane-Festspiele Neuruppin achtung berlin – new berlin film award Havelländische Musikfestspiele Architekturpreis Berlin e. V. Höfische Festspiele Potsdam Bar Jeder Vernunft Berliner Kinder- & Jugendtheater Murkelbühne Berliner Residenz Konzerte in der Großen Orangerie von Schloss Charlottenburg Märchenland Stiftung Zukunft Berlin TIPI am Kanzleramt

B E R L I

S A C H S E N Dresdner Kreuzchor Gewandhausorchester und Gewandhaus zu Leipzig Kulturstätten in Görlitz LEIPZIG 1813 – Leipzig in den Wirren der Völkerschlacht

B A Y E R N Bayerische Theaterakademie August Everding Kissinger Sommer

Ö S T E R R E I C H Bregenzer Festspiele

B U N D E S W E I T Barockensemble LAUTTEN COMPAGNEY Berlin CITY – Die Kultband Fonds Darstellende Künste e. V. Goethe-Institut e. V. Instituto Cervantes 105


BUNDESWEIT/INTERNATIONAL

Barockensemble LAUTTEN COMPAGNEY Berlin www.lauttencompagney.de

Standort: Berlin-Mitte Besucher pro Jahr: ca. 30.000 Besucher, davon 5.000 – 8.000 in Berlin 12.000 – 15.000 im übrigen deutschsprachigen Raum 10.000 international Vorstellungen pro Jahr: ca. 75 Konzerte/Aufführungen im deutschsprachigen Raum und Ausland, ca.10 zum Teil selbstver anstaltete Konzerte in Berlin Tourneen: Konzerte in Deutschland, Schweiz, Österreich, Nieder lande, Belgien, Polen, Neu see land, Singapur, China u. v. m. Anzahl der Mitarbeiter: Ensemblegröße: 8 – 50 MusikerInnen (je nach Projekt) Strategische Partner: Händel-Festspiele in Halle, Goethe-Theater Bad Lauchstädt, Sing-Akademie zu Berlin, Sony Music Entertainment Germany GmbH (Deutsche Harmonia Mundi), Carus-Verlag, Bayerischer Rundfunk, Westdeutscher Rundfunk, rbb Kulturradio, Deutschland radio Berlin & Köln, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar Jahresumsatz: ca. 900.000 Euro Rechtsform: GbR Auszeichnung: Echo Klassik 2010, Bestes Ensemble – Alte Musik für die CD-Einspielung „Timeless – Musik von Tarquino Merula und Philip Glass“

Zeitlos! Barock! Die LAUTTEN COMPAGNEY zählt heute zu den renommiertesten deutschen Barockensembles. Sie zeichnet sich durch ihren überzeugenden und spannenden Umgang mit einem breiten Repertoire an Werken des 16. – 18. Jahrhunderts bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen aus. Dabei besitzt das Ensemble die wunderbare Fähigkeit, seine Zuhörer in einen musikalisch-zeitlosen Raum zu entführen und die augenscheinliche Begeisterung am Klang der Musik auf den Einzelnen zu übertragen. Wolfgang Katschner, der musikalische Leiter des Ensembles und ein virtuoser Lautenspieler, geht mit großer Leidenschaft seiner Neugier und Entdeckungsfreude nach, mit der er sowohl vergessene und vergrabene Partituren der Vergangenheit als auch Verwandtes in der Neuen Musik auf© Stefan Schweiger spürt und mit ungeahnten Musikerlebnissen überrascht. Bei diesen Sprüngen durch die Musikgeschichte gelingt ihm die stilsichere und präzise Führung seines Orchesters durch die Partitur. Nur selten sind Ensemble und Orchester so aufeinander eingeschworen, wie im Fall von Wolfgang Katschner und der LAUTTEN COMPAGNEY. Das formidable Originalklangensemble aus Berlin gastiert mit Konzerten und Opernaufführungen in namhaften Konzertorten und bei Festivals in Deutschland und Europa sowie in zunehmendem Maße auch weltweit. 2011 tourte die LAUTTEN COMPAGNEY durch Neuseeland, Singapur und China. Bei ihren vielfältigen Projekten kennt die LAUTTEN COMPAGNEY keinerlei Berührungsängste, wenn es darum geht, »Alte Musik« mit neuen Klängen und anderen künstlerischen Ausdrucksformen zu verbinden. Hier seien insbesondere genannt: Die Begegnung zwischen Tarquinio Merula und Philip Glass im Programm Timeless, das Tanzoratorium Maria XXX sowie die Tanzoper Rituale mit der Tanzcompagnie Heike Hennig & Co. und der Soundkünstlerin Cornelia Friederike Müller (DJ cfm), und schließlich Landscape – Kritik der Liebe, eine Performance in der Dessauer Parklandschaft mit ShakespeareSonetten, Barockmusik und Tanz (Anhaltisches Theater Dessau, 2011). Seit 2010 ist die LAUTTEN COMPAGNEY Ensemble in Residence beim Festival Aequinox im brandenburgischen Neuruppin, als dessen künstlerischer Leiter Wolfgang Katschner fungiert. Dieser Mix aus Tradition und zeitgenössischen Einflüssen durchdringt das gesamte Schaffen der LAUTTEN COMPAGNEY und spiegelt sich nicht nur in ihrem breiten Musikrepertoire, sondern auch in der Wahl ungewöhnlicher Spielstätten, spannender Kooperationen und dem stetigen Aufspüren musikalischer Schätze wider. „Traditionen und Werte – Innovation und Bildung sind die Fundamente, auf denen unsere künstlerische Arbeit ruht. Wir bewahren das kulturelle Gedächtnis unserer Gesellschaft und finden Wege, es mit den Farben der heutigen Zeit angereichert in die Zukunft zu tragen. Mit Ihrem Engagement unterstützen Sie uns bei dieser großen Aufgabe.“ Wolfgang Katschner

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SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Die Projekte der LAUTTEN COMPAGNEY richten sich nicht an ein Spezialpublikum, vielmehr wird ein allgemein kulturund musikinteressiertes Publikum ohne © Ida Zenna Altersbeschränkung angesprochen. Dabei setzt sich unsere Zielgruppe aus verschie„Musik, die wie handgeschöpfte Schokolade auf der Zunge zergeht.“ Die Welt denen Milieus zusammen: Konservativetabliertes Milieu, Liberal-intellektuelles „Die LAUTTEN COMPAGNEY Berlin verbreitet einen ganz seltsamen, durch nichts und Milieu, Sozialökologisches Milieu, Tradiniemanden zu verscheuchenden Zauber im Raum, und wenn dann jemand die Tür auftionelles Milieu, Bürgerliche Mitte. stößt, kann es sein, dass der Besucher bewusst auf Zehenspitzen wieder von dannen zieht.“ Die Zeit Gegenleistungen „Faszinierende Klangalchemie, Barocker Swing, cooler Saxophonklang und das ätherische Marimbaphon mischen sich zur fabelhaften Collage.“ Süddeutsche Zeitung

HIGHLIGHTS 2012 Aequinox Festival 23.– 25.3.2012, Musiktage zur Tag- und Nachtgleiche Aequinox – die Tag- und Nachtgleiche – ist Namenspatronin des Klassik-Festivals, das als Marke in Neuruppin etabliert wurde. Die LAUTTEN COMPAGNEY gastiert hier als Ensemble in Residence. G.F. Händel „ La Resurezzione – The visual Handel“ – Festival im Radialsystem IV Berlin weitere Aufführungen bei den Händel Festspielen Halle und dem Musikfest Stuttgart. Mit Videoprojektionen nähert man sich der Musikwelt Georg Friedrich Händels auf einer visuellen Ebene. Berliner Konzertreihe mit fünf Veranstaltungen verschiedener Genres an unterschiedlichen Spielstätten. Opernproduktion in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Franz-Liszt in Weimar und dem Goethe-Theater in Bad Lauchstädt Christoph Willibald Gluck „Telemaco“. Europatournee mit Bachs Weihnachtsoratorium durch Deutschland, Österreich, Holland und Belgien Die LAUTTEN COMPAGNEY gastiert zusammen mit ihrem Vokalensemble Capella Angelica.

Werbereichweite: bis zu 2,35 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Anzeigen, Sponsorentafel, A1-Plakate, Eintrittstickets, Newsletter, Aufsteller, Veranstal tungs banner, Website, Programmhefte, Konzertbro schüre, Veranstaltungsflyer, (Promo-) CDs Sonderleistungen: Einladung und Freikarten zu Premieren, Aufblende in Imagefilmen/Mitschnitten, Besuche geschlossener Proben, gemeinsamer Workshop mit MusikerInnen der LAUTTEN COMPAGNEY, Instru mentalkonzert bei Ihrer Veranstaltung zu Sonderpreisen Tausenderkontaktpreis: 0,85 – 21,28 Euro Wert der Partnerschaft: 2.000 – 50.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Partner unterstützen Sie die LAUTTEN COMPAGNEY dabei, neue Ideen in anspruchsvolle Projekte umzusetzen. Entwickeln Sie Ihr Unternehmen mit unseren kreativen Möglichkeiten weiter. Schöpfen Sie Synergien aus der großen Wandlungsfähigkeit des Ensembles. Als Premiumpartner unterstützen Sie das gesamte Veranstaltungsprogramm 50.000 Euro pro Jahr Projekt-/Tourpartner: 5.000 – 15.000 Euro pro Jahr Konzertpartner: ab 2.000 Euro pro Jahr Lieferant/Ausstatter: ab 6.000 Euro in Sach- und Dienstleistungen pro Jahr

© Ida Zenna

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BUNDESWEIT

CITY – Die Kultband www.city-internet.de

Tourstart: erstes Quartal 2012 in Berlin

2012 ist das Jubiläumsjahr der Ost-Kultband: 40 Jahre CITY!

Besucher pro Jahr: ca. 250.000

Die Kultband CITY ist nicht mehr aus der deutschen Musikszene wegzudenken. Sie steht für kompromisslosen Rock‘n Roll und das seit mittlerweile knapp 40 Jahren. Neben den treuen Ostrock-Fans aus den Anfangsjahren begeistert sich zunehmend auch ein junges Publikum für ihre Musik. Die Band genießt heute einen einmaligen Kultstatus. Ihre Texte sind alltagsbezogen und provokant. Auch nach dem Mauerfall blieb CITY eine Konstante in der deutschen Rockmusik und genießt heute einen hohen Bekanntheitsgrad innerhalb der Gesellschaft. Heute gehören zu der Band neben den Gründungsmitgliedern Fritz Puppel, Gitarre und Klaus Selmke, Schlagzeug folgende Musiker mit dazu: Georgi Gogow, Bass; Toni Krahl, Gesang; Manfred Hennig, Keyboard. Den größten auch internationalen Erfolg feierten die fünf Bandmitglieder 1977/1978 mit dem Lied Am Fenster. Die Single wurde weltweit mehr als zehn Millionen Mal verkauft. Bei ihrer 1980 produzierten CD Dreamer bzw. Dreamland arbeiteten sie mit namhaften Künstlern wie den Beach Boys und Jack Rieley zusammen. Dreamland war die erste DDRSchallplatte, die für den englischsprachigen Markt produziert wurde. 1987 erschien das Album „Casablanca“: Messerscharfe Texte, bei der jede zweite Zeile an der Obrigkeit vorbeigetrixt werden musste! Aber das konnten sie schon immer und können es noch heute! Nur die Obrigkeit ist heute eine andere als 1987. Damals konnte keiner wissen, dass zwei Jahre später der Spuk vorbei war. Hört man das Album, könnte man meinen, City wusste damals mehr als der Rest der Welt … Auch nach der Wende blieb CITY erfolgreich. Bis heute veröffentlichten sie 18 Alben. Die LP „Yeah! Yeah! Yeah!“ ist das bislang letzte veröffentlichte Studioalbum. 1997, im 25. CITYJahr, wurde CITY für ihr Debütalbum mit Platin ausgezeichnet.

Besondere Veranstaltungen: Jubiläums-, Elektro-, Akustik-, Open Air-, Klub-, Tour- und Autohaus-Konzerte Bisherige und aktuelle Partner: Koch Gruppe Automobile AG, E.ON Edis AG, E.ON | avacon AG, ABC Brücke e. V., E.ON Vertrieb Deutschland GmbH

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SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen CITY spricht Musikliebhaber aus allen Altersgruppen an, die Wert auf gute und glaubwürdige Texte legen. Eine hohe Identifikation mit der Band findet sich bei den Ostrock-Fans der Altersgruppe 40+. Neben dem festen CITY Fankreis werden durch die zahlreichen Open Air-Veranstaltungen speziell auch Familien angesprochen. Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 37 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: A1-Plakate, Veranstaltungsflyer, Programmhefte, Autogrammkarten, Eintrittskarten, Website, Online-Veranstaltungskalender, Big Banner, Promotionstände, Aufsteller, Merchandising-Produkte, Autos, TV- und Hörfunkbeiträge Tausenderkontaktpreis: 3,83 – 10,85 Euro Wert der Partnerschaft: 30.000 – 400.000 Euro

HIGHLIGHTS 2012 Im ersten Quartal 2012 startet in Berlin die Jubiläumstour mit 11 Konzerten. Parallel wird ihr neues Studio-Album veröffentlicht. Des Weiteren macht die Band mit einer Elektro-Akustik Tour, einer Open Air Tour und zahlreichen Klub Konzerten weiter auf sich aufmerksam und begeistert Fans im gesamten Bundesgebiet. Ein weiteres Album „CITY Unplugged“ wird im Herbst erscheinen.

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als exklusiver Jahrespartner sind Sie auf allen Werbemitteln präsent und werden in die Online-Kommunikation und die Pressearbeit eingebunden. Die Tournee umfasst 81 Konzerte. Als Titelpatron der CITY- Jubiläums Tour präsentieren Sie die Band exklusiv auf der Tour. Auf allen Werbemitteln präsent werden Sie außerdem in die Online-Kommunikation und die Pressearbeit eingebunden. Die Tournee umfasst elf Konzerte und startet am 01.01.2012 in Berlin. Konzerte finden u. a. in Dresden, Erfurt und Magdeburg statt. Kommunizieren Sie Ihre Markenbotschaft als Konzertpartner bei 20 Konzerten auf der Elektro-Akustik Tour 2012 oder bei je 25 Open Air bzw. Klub Konzerten. Sie können sich und Ihre Produkte dort branchenexklusiv präsentieren und sind auf Werbemitteln der Konzertreihen vertreten. Es gibt auch die Möglichkeit einzelne Konzerte zu präsentieren oder ein Konzert in den Räumlichkeiten Ihres Unternehmens zu veranstalten.

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BUNDESWEIT

Fonds Darstellende Künste e.V. www.fonds-daku.de

Formen der Förderung: ca. 90 Einzelprojekte und 4 Projektkonzeptionen pro Jahr Förderer: Kulturstiftung des Bundes mit Mitteln des Bundes Besucher pro Veranstaltung: zwischen 100 und ca. 2.500 Veranstaltungsorte: in Deutschland und international; zum Teil auf allen Kontinenten Bisherige und aktuelle Partner: Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages, Auswärtiges Amt (AA), Kulturausschuss des Deutschen Städtetages, Kultusministerkonferenz der Länder (KMK), Kulturpolitische Gesellschaft, Zentrum der Bundesrepublik Deutschland des Internationalen Theaterinstituts (ITI), Akademie der Künste, Haus der Kulturen der Welt Preisverleihung George-Tabori-Preis: Berliner Ensemble (2010), Radialsystem V (2011), Maxim Gorki Theater (2012)

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Fonds Darstellende Künste e.V. Der 1985 gegründete Fonds Darstellende Künste e.V. fördert seit 1988 bundesweit herausragende professionelle freie Projekte aller Sparten der darstellenden Künste, die sich durch ihre besondere Qualität auszeichnen, von nationaler Bedeutung sind und zur Weiterentwicklung der Künste in Deutschland beitragen. Seine jährlichen Fördermittel in Höhe von einer Million Euro erhält der Fonds seit 2004 von der Kulturstiftung des Bundes. In seiner 23-jährigen Förderpraxis vergab der Fonds 11 Millionen Euro für 2.300 Projekte in über 300 Kommunen, die zum Teil auf allen Kontinenten gezeigt wurden. Zum Fonds gehören 14 Mitgliedsvereine, Verbände und Organisationen auf Bundes- und internationaler Ebene, die ca. 40.000 Theater- und Tanzschaffende Deutschlands, 2.200 Theatervereine, bundesweite Besucherorganisationen und internationale Netzwerke vertreten. Das ehrenamtlich arbeitende Kuratorium besteht aus 21 Fachleuten und entscheidet zweimal im Jahr über die Projektförderungen. Der Fonds fördert Einzelprojekte und Projektkonzeptionen, die sich vor allem mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzen und aufgrund ihrer spezifischen Ästhetik, exemplarischen Versuchsanordnung sowie besonderen Interaktion mit dem Publikum modellhaft für das Freie Theater und den Freien Tanz sind. Die Einzelprojektförderung richtet sich vor allem an zeitlich befristete Inszenierungsvorhaben oder an andere Projekte, die ebenfalls zur Weiterentwicklung der darstellenden Künste beitragen. Ziel der Konzeptionsförderung ist die nachhaltige Stärkung qualitativ herausragender professioneller freier Gruppen und ihrer innovativen und kontinuierlichen Ensemblearbeit. Sie verschafft diesen Gruppen für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren Planungssicherheit und bessere Rahmenbedingungen zur Weiterentwicklung ihrer künstlerischen Profile sowie größere öffentliche Wahrnehmung über die Landesgrenzen hinaus. Die Konzeptionsförderung ist ein besonderes Gütesiegel.


SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen _Theater- und Tanzinteressierte aller Sparten und Altersgruppen, die großen Wert auf professionelle, innovative, kommunikative und anspruchsvolle Theater- und Tanzinszenierungen legen _40.000 professionelle Theaterund Tanzakteure in Deutschland und internationale Netzwerke weltweit George-Tabori-Preis _gebildetes Publikum mit mittlerem Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens verlieh der Fonds Darstellende Künste e.V. 2010 bis gehobenem Einkommen erstmalig den „George-Tabori-Preis“. Dieser Preis wird jährlich in zwei Kategorien an _Kunstschaffende aller Genres herausragende Ensembles der freien Theater- und Tanzszene verliehen. Der Hauptpreis _internationales Publikum ist mit 20.000 Euro und einer Skulptur des Bildhauers Christian Peschke dotiert. Die Gegenleistungen Skulptur stiftet die Berliner Ärztin Dr. Gunhild Kühn. Werbereichweite: richtet sich nach der Höhe Mit dem Förderpreis in Höhe von 10.000 Euro ist zusätzlich eine mehrwöchige Residenz im Wert von 10.000 Euro in der Region um das Ostseebad Kühlungsborn verbunden, vergeben vom Kulturverein „Mecklenburg inspiriert“. Neben der Auszeichnung herausragender und kontinuierlicher Ensemblearbeit mit möglichst internationaler Ausstrahlung stärkt der „George-Tabori-Preis“ die professionelle freie Theater- und Tanzlandschaft insgesamt in Deutschland. Zugleich erinnert der bereits jetzt international bekannte Preis an die außergewöhnliche und wegweisende Arbeit des Regisseurs, Autors und Weltbürgers George Tabori, der 2004 mit 87 Jahren in Berlin verstarb. Geplant ist die Gründung einer „George-Tabori-Preisstiftung“, um die Preise künftig unabhängig vom Fördervolumen des Fonds vergeben und möglichst die Preissummen erhöhen sowie eine weitere Preiskategorie für professionelle, herausragende Vermittlungsarbeit darstellender Künste für Kinder und Jugendliche etablieren zu können.

des Sponsoring-Engagements Werbemittel: A1-Plakate, Anzeigen, Sonderbeilagen, Programmhefte, Eintrittskarten, Postkarten, Direktmailings, Facebook, Internetseite, Newsletter, Crosspromotion über alle geförderten Künstler und die beteiligten Partner, Big Banner, Aufsteller, Promotionsstände, U-Bahn-Fernsehen „Berliner Fenster“, Printmedien, TV- und Hörfunkbeiträge Tausenderkontaktpreis: auf Anfrage Wert der Partnerschaft: 5.000 – 250.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Unterstützen Sie den Fonds Darstellende Künste e.V. als Exklusivpartner, Konzeptpartner oder Projektpartner. Sie werden über einen Abbinder, der sich auf sämtlichen Kommunikationsmitteln des Fonds und der geförderten Projekte/Konzepte befindet, über ein Jahr mit Ihrem Logo kommuniziert. Werden Sie Exklusivpartner der geplanten „George-Tabori-Preisstiftung“, Sponsor des Hauptpreises, Sponsor des Förderpreises, Sponsor des geplanten Vermittlungspreises oder Veranstaltungspartner der jährlich stattfindenden „George-Tabori-Preisverleihung“. Sie haben die Möglichkeit, eine Preiskategorie exklusiv zu präsentieren. Des Weiteren sind Sie auf sämtlichen Werbemitteln präsent, werden in die Online-Kommunikation und die Pressearbeit mit eingebunden. 111


BUNDESWEIT/INTERNATIONAL

Goethe-Institut e.V. www.goethe.de

Standorte: 136 Institute und 10 Verbindungsbüros im Ausland in 92 Ländern, 13 Institute in Deutschland

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland Wir fördern die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland und pflegen die internationale kulturelle Zusammenarbeit. Darüber hinaus vermitteln wir ein umfassendes Deutschlandbild durch Informationen über das kulturelle, gesellschaftliche und politische Leben. Mit unserem Netzwerk aus Goethe-Instituten, Goethe-Zentren, Kulturgesellschaften, Lesesälen sowie Prüfungs- und Sprachlernzentren nehmen wir seit über fünfzig Jahren weltweit zentrale Aufgaben der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik wahr. Die Auslandsinstitute organisieren gemeinsam mit ihren Partnern folgende Kulturprogramme: Konferenzen, Kolloquien, Symposien, Vorträge, Lesungen, Workshops, Konzerte klassischer und neuer Musik, Jazz, Pop, Rock und Hip-Hop, musikalische Meisterkurse, Ausstellungen, Filmveranstaltungen, Fernseh- und Hörfunkseminare, Ballett- und Tanzaufführungen, Theaterproduktionen. Der finanzielle und organisatorische Aufwand und die Größe dieser Veranstaltungen unterscheiden sich je nach Thema und Standort. Kleine Seminare für Experten mit multiplikatorischer Zielsetzung stehen dabei gleichwertig neben repräsentativen Großveranstaltungen.

Besucher pro Jahr: 29.971.212 Kulturprogramme pro Jahr: 5.355 Anzahl der Mitarbeiter: 2.871 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Audi AG, BMW, Deutsche Bank, Deutsche Lufthansa, Merck, Siemens, Telekom u. a. Medienpartner: arte, ZDF, Deutsche Welle, u. a. Rechtsform: eingetragener Verein Präsident: Prof. Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann

HIGHLIGHTS 2011/12 Deutschlandjahr in Indien: „Infinite Opportunities – Germany and India 2011 – 2012“. In Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt, dem Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und dem Ministerium für Forschung und Bildung sowie weiteren deutschen Mittlerorganisationen und Partnern präsentiert das Goethe-Institut neun Monate lang Veranstaltungen mit thematischer Fokussierung auf „StadtRäume – CitySpaces“ und schließt damit an relevante Transformationsprozesse in Indien an. „StadtRäume – CitySpaces“ bietet eine Plattform zur Vermittlung deutscher Kultur, Forschung und Wissenschaft und zur Vorstellung von Know-how und High-End-Erzeugnissen. Die Grundlage dafür bilden die Erfahrungen Indiens mit Deutschland als verlässlichem Partner für Zusammenarbeit und Entwicklung.

Vorstand: Dr. Hans-Georg Knopp Generalsekretär Dr. Bruno Gross Kaufmännischer Direktor

Montreal-Tanz-Choreografie Christoph Winkler Produktion: TAKINGSTEPS Fotos: Marquard Frische, Heiko / Rechte: JBOK

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SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Jugendliche, Schüler, Studenten, Künstler, Fachexperten, Akademiker, allgemeine Öffentlichkeit Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Für Unternehmen mit internationalen Niederlassungen bieten wir Veranstaltungen in den Sparten Kultur, Gesellschaft, Wissen und Umwelt an in Zusammenarbeit mit anerkannten Institutionen und Partnern unserer jeweiligen Gastländer. Unsere Institute im Ausland bilden mit Deutschkursen, Bibliotheken und den zahlreichen Kulturveranstaltungen eine Brücke zwischen den Völkern. Wir bieten die intensive Begegnung mit kulturell und gesellschaftlich anerkannten Repräsentanten des Gastlandes, aber auch mit jugendlichen Zielgruppen oder mit der breiten Öffentlichkeit.

oben: Hanoi Parzival Foto: GI Privat

unten: Singapur-Musik-Veranstaltung berlincrossover Foto: Darren Francis / Rechte NURJB

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BUNDESWEIT/INTERNATIONAL

Instituto Cervantes http://berlin.cervantes.es (Berlin) http://bremen.cervantes.es (Bremen) http://frankfurt.cervantes.es (Frankfurt) http://hamburgo.cervantes.es (Hamburg) http://munich.cervantes.es (München) Standorte: weltweit 78 Standorte in 44 Ländern Standorte in Deutschland: Berlin, Bremen, Frankfurt/Main, Hamburg und München Besucher pro Jahr: ca. 35.000 (insgesamt in den fünf Zentren) Innennutzfläche der Gebäude: Berlin: 2.700 m² Bremen: 568 m² Frankfurt: 2.637 m² Hamburg: 1.500 m² München: 1.153 m² Außennutzfläche der Gebäude: Frankfurt: 1.942 m² Veranstaltungen pro Jahr: ca. 450 – 500 (insgesamt in den fünf Zentren) Anzahl der Mitarbeiter: ca. 70 feste Mitarbeiter (insgesamt in den fünf Zentren) Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: das Königreich Spanien als Träger des Instituto Cervantes; daneben diverse Botschaften und Konsulate, Bibliotheken, Universitäten sowie Kulturstiftungen und veranstalter, Forschungszentren, Museen, Galerien, die Kulturbehörden in den jeweiligen Städten, Hotelketten, Spanair u. v. a. Medienpartner: Stadtmagazine, Tageszeitungen in den jeweiligen Städten, Kulturmagazine, Rundfunkanstalten (z. B. Bayerischer Rundfunk) Rechtsform: gemeinnützige, öffentliche Einrichtung

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Das Instituto Cervantes ist eine gemeinnützige, öffentliche Einrichtung, die 1991 vom spanischen Staat gegründet wurde. Ihr Ziel ist die Förderung der spanischen Sprache und die Verbreitung der spanischen und hispanoamerikanischen Kultur. Die Aufgaben des Instituto Cervantes bestehen zum einen in der Organisation von allgemeinen Sprachkursen, Fach- und Spezialkursen, verbunden mit der Möglichkeit, offiziell und international anerkannte Sprachdiplome (D.E.L.E.) zu erlangen. Zum anderen fühlt sich das Instituto Cervantes verpflichtet, die Kulturen der spanischsprachigen Länder zu vermitteln. Dies geschieht durch breit gefächerte Aktivitäten wie Kino- und Theateraufführungen, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte u. v. m. Oft wird die Organisation von Kulturveranstaltungen in Zusammenarbeit mit spanischen und lateinamerikanischen Einrichtungen sowie mit Institutionen der Gastländer realisiert. Die international vernetzten Bibliotheken der einzelnen Institute bieten allen an der spanischen Sprache und Kultur Interessierten ein breites Spektrum an Medien und verfügen über modernste technische Ausstattungen. Gemeinsamer Höhepunkt nicht nur der deutschen, sondern sämtlicher 78 Standorte des Instituts ist der stets im Juni stattfindende „Dia E“, der Tag der spanischen Sprache. Zu diesem Anlass öffnet das Instituto Cervantes weltweit seine Pforten, um allen an der spanischen Sprache und Kultur Interessierten die Möglichkeit zu geben, sein breitgefächertes Angebot kennen zu lernen.


SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen _Alle, die an der spanischen Kultur und Sprache interessiert sind _Lehrkräfte und Studenten der Romanistik, Hispanistik und verwandter Fachrichtungen _Menschen, die die spanische, katalanische, galicische oder baskische Sprache erlernen möchten _in Deutschland lebende spanischsprachige Muttersprachler Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Das Instituto Cervantes hat viele Freunde und Partner, die ihren Namen gerne in Verbindung mit dem spanischen Kulturinstitut, seinen Aktivitäten und seiner Arbeitsqualität sehen. Mit dem Instituto Cervantes zusammen zu arbeiten bedeutet, einen wertvollen Beitrag für die Kenntnis verschiedener Kulturen und Sprachen, aber auch für gegenseitige Toleranz und Offenheit zu leisten.

HIGHLIGHTS 2011/12 Berlin: 6. Latinale, Traspasar Fronteras – Ein Jahrhundert deutsch-spanische Wissenschaftsbeziehungen (Ausstellung), Sketches of Spain – Jazzreihe. Bremen: Festival Prime time – crime time, Hommage an Ernesto Sábato, Literaturzyklus Translingüismos. Frankfurt: Eduardo Mendoza in Projekt Metropolitam, Cine y Música mexicanos, Monatliche Konzerte mit der Frankfurter Neuen Gesellschaft für Musik. Hamburg: Mexikanisches Jahr, Harbour Front Festival, Krimifestival. München: Guitarrísimo – Flamencokonzert Pepe Habichuela, Música Antigua, Viaje Poético – Forum für junge spanischsprachige Kunst. Das komplette Angebot finden Sie auf den Websites des jeweiligen Zentrums.

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BADEN-WÜRTTEMBERG

Schauspielbühnen in Stuttgart www.schauspielbuehnen.de

Standort: Stuttgart Veranstaltungen pro Jahr: 640 Besucher pro Jahr: 205.000 Abonnenten pro Spielzeit: 13.000 Mitarbeiter: 100 Sponsoren: SSB, Kur- und Bäderbetriebe Stuttgart Förderer: Freundeskreis des Alten Schauspielhauses und der Komödie im Marquardt e.V., Ingrid-Ritter-Stiftung, Landesstiftung BadenWürttemberg Rechtsform: eingetragener Verein

„Unterhaltung auf höchstem Niveau.“ (Esslinger Zeitung)

Die Schauspielbühnen in Stuttgart das Alte Schauspielhaus, die Komödie im Marquardt, das International Theatre Stuttgart, das Theater über den Wolken, das Theater unterm Dach und das Theater U18 – stehen seit August 2009 unter der Intendanz Manfred Langners. Sie sind das Sprechtheater mit der höchsten Besucherzahl Baden-Württembergs. Das Angebot reicht von klassischen Stücken mit aktuellem Bezug über zeitgenössisches Theater und fremdsprachige Inszenierungen bis hin zu musikalischen Produktionen und anspruchsvollen Komödien. DAS ALTE SCHAUSPIELHAUS Das Alte Schauspielhaus ist eines der führenden Sprechtheater Baden-Württembergs. Es liegt mitten im Herzen Stuttgarts in der kleinen Königstraße. Erbaut im Jahr 1909, feierte das Haus im Herbst 2009 sein hundertjähriges Jubiläum. Das Gebäude ist eine architektonische Perle des Jugendstils. Es sind sowohl klassische Stücke als auch zeitgenössische Inszenierungen und musikalische Produktionen im Alten Schauspielhaus zu sehen. Ein breit gefächertes, anspruchsvolles Schauspielprogramm, das auch zunehmend junges Publikum ins Theater lockt. Produktionen im Theater unterm Dach und fremdsprachige Produktionen im Rahmen des „International Theatre“ haben sich mittlerweile als feste Bestandteile des Spielplanes etabliert. DIE KOMÖDIE IM MARQUARDT Seit 1951 ist die Komödie im Marquardt eine feste Institution in der Stuttgarter Theaterszene. Mit einer Dramaturgie aus charmant-witzigen Inszenierungen mit nachdenklichen Zwischentönen garantiert sie ihren Besuchern amüsante und generationsübergreifende Unterhaltung. Der Komödien-Spielplan zeichnet sich durch Produktionen aus, die geistreiches Niveau versprechen. Es soll herzhaft gelacht und nachdenklich geschmunzelt werden, wobei das Publikum seine Stuttgarter Ensemblelieblinge und andere bekannte und beliebte Gesichter auf der Marquardt-Bühne erleben kann. In der Vorweihnachtszeit wird ein Theaterstück für Kinder gespielt, das alljährlich mit großer Begeisterung aufgenommen wird. DAS THEATER UNTERM DACH Im Oktober 2003 wurde die Studiobühne unterm Dach des Alten Schauspielhauses eröffnet, auf der in intimem Rahmen zu bestimmten Terminen Ein-bis-Zwei-Personen-Stücke präsentiert werden. Vom ersten Tag an eroberte sie ihren Platz in den Herzen der Zuschauer. DAS THEATER ÜBER DEN WOLKEN Eine weitere attraktive Spielstätte ist das 2006 eröffnete Theater über den Wolken auf dem Stuttgarter Fernsehturm, wo in fast 150 Meter Höhe beste Unterhaltung mit faszinierendem Blick über die Dächer von Stuttgart geboten wird.

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THEATER U18 SPONSORINGANGEBOT Die Reihe Theater U18 präsentiert Stücke für Kinder und Jugendliche und bietet die Zielgruppen Möglichkeit zur Teilnahme an Theaterstücken, die unter der professionellen Betreuung Ein alle Altersstufen umfassendes, qualiunserer Theaterpädagogen von den Kindern selbst erarbeitet werden. tätsbewusstes und kulturinteressiertes Publikum aus Stuttgart und der gesamten INTERNATIONAL THEATRE Metropolregion, nebst überregionalen Im Rahmen des International Theatre werden ausschließlich fremdsprachige Theater- und internationalen Kulturtouristen. produktionen für alle Altersstufen präsentiert. Gespielt wird im Alten Schauspielhaus, Der Altersschwerpunkt liegt bei 25 plus im Theater unterm Dach und in der Komödie im Marquardt. bzw. Kindern ab 5 Jahren und Jugendlichen, die das Theater U18 besuchen.

HIGHLIGHTS 2011/12 Altes Schauspielhaus OTHELLO Tragödie von William Shakespeare · KOHLHAAS 21-Uraufführung Schauspiel nach Heinrich von Kleist von Volkmar Kamm · BLUE JEANS Unterhaltungsstück mit Musik von Jürg Burth und Ulf Dietrich · NORA ODER EIN PUPPENHEIM Schauspiel von Henrik Ibsen · HEXENJAGD Drama von Arthur Miller · FEELGOOD – DER STRESSTEST Schauspiel von Alistair Beaton · LA STRADA – DAS LIED DER STRASSE Schauspiel nach Federico Fellini von Gerold Theobalt Komödie im Marquardt DAS ANDALUSISCHE MIRAKEL Komödie von Lars Albaum und Dietmar Jacobs · DOPPELT G’MOPPELT Komödie von Ray Cooney, Schwäbische Fassung von Stefanie Stroebele · DIE PERLE ANNA Lustspiel von Marc Camoletti · S‘ KONFIRMANDEFESCHT Volksstück von Fitzgerald Kusz, Schwäbische Fassung · EIN GÄRTNER KOMMT Komödie von Alan Ayckbourn · GUT GEGEN NORDWIND nach dem Roman von Daniel Glattauer, Bühnenfassung von Ulrike Zemme und Daniel Glattauer · DER SATANARCHÄOLÜGENIALKOHÖLLISCHE WUNSCHPUNSCH Kindertheaterstück von Michael Ende

Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 20 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Spielzeitheft (1 x pro Jahr), Spielzeitleporello (1 x pro Jahr), Theaterzeitung (5 x pro Jahr), Monatsspielplan (5 x pro Jahr), Postkarten, Eintrittskarten, Produktionsplakate, Jahresspielplanplakat, Programmhefte, Außenbanner zu den Produktionen, Schaukästen, Anzeigen in Printmedien, Newsletter, Website Tausenderkontaktpreis: 0,20 – 12,40 Euro Wert der Partnerschaft: 4.000 – 250.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Hauptsponsor: Öffentlichkeitswirksame Präsenz als offizieller Partner auf allen Werbemitteln, unserer Website und dem Newsletter für die gesamte Spielzeit. Des Weiteren erhalten Sie die Möglichkeit zur Werbepräsentation in unseren Foyers, ein eigenes Kartenkontingent und Einladungen zu Künstlergesprächen und Premierenfeiern. Nach Absprache sind Einzelcoachings für Führungskräfte und Weiterbildungsworkshops für Mitarbeiter möglich. Produktionssponsor: Als Produktionssponsor präsentieren Sie ein von Ihnen ausgewähltes Theaterstück aus unserem aktuellen Spielplan. Für die Dauer dieser Produktion sind Sie werbewirksam auf den entsprechenden Werbemitteln, der Website und unserem Newsletter präsent. Sie erhalten ein eigenes Kartenkontingent sowie Einladungen zu Künstlergesprächen und Premierenfeiern.

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BADEN-WÜRTTEMBERG

STIMMEN-Festival www.stimmen.com

Standort: Lörrach (D) sowie das angrenzende französische und schweizerische Ausland Besucher pro Jahr: 30.000 Nutzfläche: verschiedene Open-Air und Indoor-Spielstätten Anzahl der Konzerte bei STIMMEN: 40 Anzahl der Mitarbeiter: 40 (inklusive Teilzeitkräfte) Bisherige Sponsoren und Förderer STIMMEN-Festival: Sparkasse Lörrach-Rhein felden, badenova, coop (Schweiz), Endress + Hauser, ASAG GmbH, Schiffmann Außen werbung, Lasser, Lieler, Hornberger Druck, Stadt Lörrach, Ministerium für Wissen schaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Lotteriefonds Basel-Land schaft, Gemeinde Riehen, SWISSLOS-Fonds Basel-Stadt, Les Dominicains de HauteAlsace, Kunst- und Kultur förderkreis e.V. (KKF), Kunstfonds Stiftung, Edith Maryon, Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung u.a.m.

Leidenschaft, die klingt! Ob Pop, Rock, Weltmusik, Jazz oder Klassik, ob Weltstars oder regionale Gesangsensembles – STIMMEN ist eine entdeckungsfreudige, Stile und Kulturen verbindende und überschreitende Hommage an die Kraft und Schönheit der menschlichen Stimme. Seit 19 Jahren präsentiert das Festival Künstler aus aller Welt am Oberrhein im Dreiländereck zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz. In seiner Art und Konzeption einzigartig, ist STIMMEN zur internationalen Marke mit großem Renommee geworden. Der ganze Reichtum des Gesangs erklingt alljährlich in den vier Festivalwochen für ein internationales Publikum aller Altersgruppen und verwandelt die Region Basel (CH), Lörrach (D) und Mulhouse (F) einen Monat lang in ein Zentrum der Gesangskunst und des Singens. Mit alljährlich rund 30.000 Besuchern ist STIMMEN eines der größten Musik-Festivals im Süden Deutschlands, in der deutschsprachigen Schweiz und im Osten Frankreichs. Eine starke Medienpräsenz in Presse, Rundfunk, Internet und TV ist mit diesem trinationalen Auftritt verbunden. Ein großer Teil des Programms wird alljährlich einer besonderen Gesangskultur gewidmet, oder einem Land, das mit besonderen Interpreten, eigenen Projekten und Produktionen vorgestellt wird. Das Festival ermöglicht so die Begegnung unterschiedlicher Gesangskulturen, fördert Entdeckungen und schafft nicht selten überraschende und unkonventionelle Programme. Mit der „STIMMENWerkstatt“, Workshops für Sängerinnen und Sänger aller Altersgruppen und Professionalitätsgrad sowie „Voicelab“, einer 2-jährigen Ausbildung in Popgesang für junge Menschen, bietet das STIMMEN-Festival ganzjährig Programme und Anknüpfungspunkte zum Thema Gesang. Beide Programme werden von namhaften Dozenten begleitet. In seiner nahezu zwanzigjährigen Historie setzt STIMMEN immer den Schwerpunkt ganz gezielt auf die Faszination der menschlichen Stimme in all ihrer Vielfalt und Kraft und vor Allem auf ihre verbindende Wirkung.

Medienpartner: Badische Zeitung, Die Oberbadische, DRS 1, 2 und 3, SWR 3, Basler Zeitung, Deutschlandfunk, Radio X, Basilisk, telebasel, RailAway-Kombi, u.a.m. Eine Veranstaltung der Burghof Lörrach GmbH Rechtsform: GmbH und gemeinnützige Stiftung Jahresumsatz: ca. 3,0 Mio. Euro

© Juri Junkov

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SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Das Publikum bildet einen Querschnitt der 16- bis 65-jährigen kulturinteressierten Bevölkerung zwischen der Nordwestschweiz um Basel und des gesamten Oberrheingebietes, Offenburg sowie dem Bodenseegebiet und dem angrenzenden Elsaß. Laut einer Besucherumfrage wird STIMMEN von einem besonders gebildeten, kosmopolitischen, neugierigen und an Lebensqualität orientierten Publikum besucht. Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 23,3 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Großflächenplakate, A0-, A1-, A2- und A3-Plakate, Eintrittskarten, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Einladungen, Internetseite, Newsletter, Pressemitteilungen, Anzeigen, Banner, Bühnengaze, Give-Aways, T-Shirts, Zelte, Merchandise Tausenderkontaktpreis: 0,04 – 5,15 Euro Wert der Partnerschaft: 1.000 – 120.000 Euro

BISHERIGE HIGHLIGHTS Leonard Cohen, Bob Dylan, Bobby McFerrin, Die Fantastischen Vier, Paul Simon, Joe Cocker, Johnny Cash, Melody Gardot, Cassandra Wilson, Joan Baez, Neil Young, Patti Smith, Tracy Chapman, Randy Newman, Blind Boys of Alabama

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als STIMMEN Premium- oder Hauptsponsor profitieren Sie vom gesamten grenzüberschreitenden Auftritt des Festivals, d. h. z. B. von allen Werbeleistungen. Young-Voice-Ticket ist ein Sponsoringangebot, das Kindern, Jugendlichen, Schülern und Studenten verbilligte Eintritte beim STIMMEN-Festival und im Haus der Stimmen ermöglicht. Es bietet Partnerunternehmen eine flexible Möglichkeit, jungen Menschen den Zugang zum kulturellen und musikalischen Erleben zu ermöglichen. Ob sie 50 oder 500 Jugendlichen einen Konzertbesuch ermöglichen möchten – jeder Beitrag ist willkommen. Als Zustifter und Spender der STIMMEN-Stiftung fördern Sie insbesondere die konzeptionelle und organisatorische Entwicklung der STIMMEN-Werkstatt, eines neuartigen Laboratoriums zur Entwicklung von gesangspädagogischen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. 119


BAYERN

Bayerische Theaterakademie August Everding www.theaterakademie.de

Standort: Prinzregententheater, München Bühnen: Prinzregententheater Akademietheater Akademiestudio Vorstellungen pro Jahr: ca. 100 Studierende: ca. 220 Mitarbeiter: ca. 110 Besucher pro Jahr: ca. 30.000

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Nachwuchsschmiede im Prinzregententheater Für viele sind es Traumberufe: Schauspieler, Sänger, Musicaldarsteller, Regisseur, Maskenbildner, Bühnenbildner, Kostümbildner, Kulturjournalist und Dramaturg. Eines der in Europa führenden Ausbildungsinstitute für diese künstlerischen Berufe ist die Bayerische Theaterakademie August Everding im Prinzregententheater München. Die Theaterakademie wurde 1993 auf Initiative ihres Namenspatrons vom Freistaat Bayern gegründet und wird seit Oktober 2006 von Prof. Klaus Zehelein geleitet. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater München, der Akademie der Bildenden Künste, der Ludwig-MaximiliansUniversität und der Hochschule für Fernsehen und Film bietet sie acht Studiengänge an. Darüber hinaus gibt es Produktionspartnerschaften mit den drei Münchner Staatstheatern, dem Metropoltheater, dem Bayerischen Rundfunk, dem Münchner Rundfunkorchester, dem Münchener Kammerorchester, der Hofkapelle München sowie bayerischen, überregionalen und internationalen Theatern und Festspielen. Die Bayerische Theaterakademie ist Gründungsmitglied von ENOA – European Network of Opera Academies, einem Netzwerk europäischer Opernakademien, deren zentrales Ziel es ist, jungen Künstlerinnen und Künstlern an der Schwelle zwischen Ausbildung und Beruf im Rahmen von Workshops und Ko-Produktionen eine europäische Perspektive zu ermöglichen. Insgesamt 220 junge Menschen im Alter zwischen 16 und 29 Jahren lernen und arbeiten an der Bayerischen Theaterakademie je nach Studiengang zwischen zwei und vier Jahren zusammen mit erfahrenen Künstlern und Lehrenden. Mehr als 40 Theaterproduktionen (Schauspiel, Musical und Musiktheater) werden von ihnen pro Jahr erarbeitet, 20 davon öffentlich gezeigt. Über 100 Vorstellungen spielen die Studierenden jedes Jahr auf den drei eigenen, professionell ausgestatteten Bühnen (Prinzregententheater, Akademietheater, Akademiestudio) sowie im Deutschen Theater München und im Metropoltheater. „Das Besondere an der Theaterakademie ist die Vielfalt der Studiengänge und deren räumliche und inhaltliche Verbindung“, schrieb jüngst DIE ZEIT. Die Neue Zürcher Zeitung stellte fest: „Für Akademiepräsident Prof. Klaus Zehelein steht das ganzheitliche Denken, das den Gesamtorganismus Theater interdisziplinär begreift als schöpferisches Zusammenwirken der Künste und Künstler im Hinblick auf eine kollektive Ästhetik im Zentrum der Ausbildung.“ Im Selbstverständnis begreift sich die Theaterakademie August Everding als „Ort der Zukunft“, an dem die Leidenschaft für Theaterarbeit gelebt wird – als Lust am Forschen, Suchen und Entdecken: Theater ist hier Raum der Zukunft in der Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart. Es ist Raum der Innenschau ebenso wie des mutigen Agierens, der Konzentration und der Verausgabung. Die Bühne wird zum Raum einer Begegnung möglicher Welten, der Unterhaltung zwischen Alltagserfahrung und Wunschdenken – sie ist ein Raum des Notwendigen. Bei den Bayerischen Theatertagen 2011 wurde die Produktion „Woyzeck“ mit den Studierenden des 3. Jahrgangs Schauspiel in der Regie von Jochen Schölch (Koproduktion mit dem Metropoltheater München) mit dem Preis der Fachjury für die „Beste künstlerische Gesamtleistung“ und mit dem Preis der Jugendjury als „Beste Produktion im Großen Haus“ ausgezeichnet. Till Wyler von Ballmoos, Diplomand im Studiengang Regie (Leitung: Prof. Cornel Franz) erhielt den Preis für die „Beste Regie“ für seine Inszenierung von Ariel Dorfmanns „Der Tod und das Mädchen“.


BAYERISCHE THEATERAKADEMIE AU G U ST EVE R D I N G

PRINZREGENTENTHEATER

SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Alle, die Lust auf Theater haben und hochprofessionelle Aufführungen in Schauspiel, Musical und Oper lieben, mit renommierten künstlerischen Produktionsteams, hochbegabten, jungen Nachwuchskünstlern und exquiHIGHLIGHTS 2011/12 siten Orchestern. Alle, die beim Kauf La finta giardiniera, Oper von W.A. Mozart, Premiere: 10. November 2011, 19:30 Uhr, einer Eintrittskarte nicht gleich einen Prinzregententheater, Musikalische Leitung: Alexander Liebreich, Inszenierung: Lydia Kleinkredit aufnehmen wollen. Steier, Münchener Kammerorchester Alle, die bereit sind, sich überraschen zu lassen. Alle, die nicht immer Werkstatt Musiktheater: das Gleiche sehen wollen. L’amfiparnaso, Commedia von Orazio Vecchi, Premiere: 16. März 2012, 20:00 Uhr, Prinzregententheater, Musikalische Leitung: Joachim Tschiedel, Inszenierung: Renate Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 15,7 Mio. Bruttowerbekontakte Ackermann Das schlaue Füchslein, Oper von Leos Janaˇcek in Kooperation mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz, Premiere: 19. Juni 2012, 19.30 Uhr, Prinzregententheater, Musikalische Leitung: Andreas Kowalewitz, Inszenierung: Rosamund Gilmore, Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Werbemittel: Monatsprogrammübersicht, Pro gramm hefte, Plakate, Postkarten, In ternetseite, Bildschirm präsentation im Foyer des Prinzregententheaters, Merchandising-Artikel, Facebook Tausenderkontaktpreis: 0,10 – 6,38 Euro Wert der Partnerschaft: 1.500 – 100.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Engagieren Sie sich über das gestaffelte Partnerschaftsangebot für die Theaterakademie August Everding und unterstützen Sie einzelne Studierende, ausgewählte Produktionen oder das Haus in seiner Ausbildungsarbeit und anderen Aktivitäten! Ob Stipendien-, Galerie- oder Produktionspartner, Logen- oder Präsidiumspartner, in jedem Fall profitieren Sie von den exklusiven Möglichkeiten und individuell abgestimmten Leistungen, die Ihnen die Theaterakademie August Everding bietet. Eine DVD (ca. 50 Minuten) zur Ausbildung an der Bayerischen Theaterakademie kann bestellt werden bei: thomas.koch@theaterakademie.de

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BAYERN

Kissinger Sommer www.kissingersommer.de

Standort: Bad Kissingen Veranstaltungen pro Festival: ca. 60 Besucher pro Festival: ca. 30.000 Spielorte: Max-Littmann-Saal Weißer Saal Rossini-Saal Salon am Schmuckhof Schmuckhof Kurtheater Schlosshof Tattersall Erlöserkirche König-Ludwig-I.-Saal, Bad Brückenau Hammelburg Castell Stadtpfarrkirche Münnerstadt Maria Bildhausen Gesamtzahl der Plätze: 5.040 Anzahl der Mitarbeiter: 6 Bisherige und aktuelle Sponsoren: Sparkasse Bad Kissingen, Volkswagen AG, Stadtwerke Bad Kissingen GmbH, Bayerische Spielbank, Main-Post GmbH + Co. KG, Klaviermanufaktur-Stein graeber & Söhne, Land Bayern, Bezirk Unterfranken, Landkreis Bad Kissingen, Ernst von Siemens Musikstiftung, Förderverein Kissinger Sommer u. a. Medienpartner: BR Klassik, BR-Musikzauber Franken Veranstalter: Stadt Bad Kissingen in Zusammenwirken mit der Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH

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Die Veranstaltungsreihe Kissinger Sommer wurde 1986 aus der Taufe gehoben. Unter der Intendanz von Dr. Kari Kahl-Wolfsjäger, die ein beispielhaftes Konzept entwickelte, das bis heute Bestand hat, findet das internationale Klassik-Festival im Zentrum Europas jährlich von Mitte Juni bis Mitte Juli statt. Überraschend schnell hat der KISSINGER SOMMER ein eigenes Profil entwickelt und zählt heute zu den besten Festspieladressen Europas. Präsentiert werden Klassik, Jazz, Lesungen und Diskussionsrunden. Die bedeutendsten Orchester Europas, wie das BBC Symphony Orchestra London, das Royal Philharmonic Orchestra London, die Wiener Symphoniker, Orchestre National de Lyon, Orchestre Philharmonique de Monte Carlo, Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI Torino, Tschechische Philharmonie, Bamberger Symphoniker, Deutsches Sinfonieorchester Berlin u. a. spielten bereits in der unterfränkischen Saalestadt auf. Zu Gast waren auch Solisten und Dirigenten von Weltruf wie Cecilia Bartoli, Diana Damrau, Waltraud Meier, Lang Lang, Rudolf Buchbinder, Rolando Villazon, Thomas Quasthoff, Sir Andrew Davis, Kent Nagano, Daniel Barenboim, Lorin Maazel, Sir Simon Rattle u. a. Die Voraussetzung zur Durchführung klassischer Konzerte bieten in erster Linie die eleganten Räume des Regentenbaues und das Staatliche Kurtheater. Es finden aber auch Veranstaltungen in der reizvollen Umgebung Bad Kissingens statt, so in Münnerstadt, Kloster Maria Bildhausen, Hammelburg, Bad Brückenau u. a. Von Anfang an wurden drei inhaltliche Schwerpunkte definiert. Die damals ungünstige Lage der Stadt im sogenannten „Zonenrandgebiet“ war in das Konzept des Festivals einbezogen. Unter dem Motto „Begegnung von Künstlern aus Ost und West“ sollte der KISSINGER SOMMER Künstlern von beiden Seiten des eisernen Vorhangs ein Podium für die Entwicklung normaler menschlicher und künstlerischer Kontakte bieten. Finanziell unterstützt von Bund und Land stellte man alljährlich ein anderes osteuropäisches Land in den Mittelpunkt der Veranstaltungen. Mit den politischen Veränderungen weitete sich das Konzept auf ganz Europa aus. Auch die finanzielle Basis des KISSINGER SOMMERS, die staatlichen Zuschüsse, verringerten sich. Es galt, Sponsoren und private Förderer zu finden, deren finanzielle Unterstützung es ermöglicht, das Festival auf dem bisherigen Niveau fortzuführen. Ein weiteres Anliegen des Festivals ist die Förderung junger Nachwuchskünstler, die neben Dirigenten, Solisten und Orchestern von Weltrang einen wichtigen Platz im Programm einnehmen. Zahlreiche junge Interpreten traten in Bad Kissingen auf, ehe sie international Aufsehen erregten. Der dritte inhaltliche Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Musik. Konzerte, Uraufführungen, Podiumsdiskussionen mit Komponisten aus verschiedenen Ländern finden inzwischen ein überraschend zahlreiches, interessiertes Publikum.


1739 wurde das königliche Kurhaus nach Plänen Balthasar Neumanns gebaut, seit 1778 S P O N S O R I N G A N G E B O T wird hier Theater gespielt, seit 1838 im Rossini-Saal musiziert. Wer nach Bad Kissingen Zielgruppen kommt, lässt die Hektik hinter sich. Der Regentenbau mit den Arkaden und den pracht- zwischen 10 und 80 Jahren vollen Konzertsälen, die einzigartige Wandelhalle, das historische Spielcasino, alles ist Gegenleistungen zu Fuß erreichbar. Lassen Sie sich vom Internationalen Musikfestival begeistern. Werbereichweite: bis zu 6,8 Mio. Brutto-Werbekontakte

HIGHLIGHTS 2011/12 Internationales Musikfestival vom 21. Juni – 22. Juli 2012 Gemäß dem motto „Europa in Kultur“ erwarten Klassikfans zum 27. KISSINGER SOMMER mehr als 50 Konzerte mit dem Schwerpunkt „Welcome England! Welcome Amerika!“.

Werbemittel: Programmbuch, Programmvorschau, A1-, A2- und A3-Plakate, Schmuckplakate für Werbemaßnahmen, Verkaufsheft, Flyer, Tafeln, Promotionstände und Fahnen vor Ort, Internetseite, Pressegespräche Tausenderkontaktpreis: 0,44 – 7,37 Euro Wert der Partnerschaft: 3.000 – 50.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Unterstützen Sie als Premium-, Festivaloder Klassik-Partner den KISSINGER SOMMER und profitieren Sie von den vielfältigen Werbemöglichkeiten für Ihr Unternehmen. Neben Ihrer Markenpräsenz auf sämtlichen Print-Produkten, auf der Website und vor Ort werden Sie in die Pressearbeit mit eingebunden und können (als Premium- oder Festival-Partner) eigene Empfänge vor Ort veranstalten. Des Weiteren haben Sie die Möglichkeit, als Projekt-Partner einzelne Konzerte des Festivals zu unterstützen. Sämtliche Partner erhalten Freikartenkontingente. Die Gegenleistungen erfolgen nach dem Prinzip der abgestuften Wertigkeit.

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BERLIN

8. achtung berlin – new berlin film award www.achtungberlin.de

Termin: 18. bis 25. April 2012 Bisherige Locations: Babylon Mitte, Filmtheater am Friedrichshain, Hackesche Höfe Filmtheater, Passage Kinos, Volksbühne, Münz salon, HomeBase Lounge Anzahl Festivalkinos: 7 (1.500 Plätze) Veranstaltungen: 100 (Filmvorführungen, Projektpräsentationen, Branchengespräche) Besucher: Über 80.000 (2005 bis 2011) Mitarbeiter: ca. 16 Rechtsform: gemeinnütziger eingetragener Verein Jahresetat: ca. 180.000 Euro Schirmherrschaft: Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin Medienpartner: RBB-radioeins, RBB-Kulturradio, RBBFernsehen, „Der Filmvor führer“/ „Abendschau“, S-Bahn Berlin, DB Bahn-TV, Der Tages spiegel, zitty – Das Hauptstadt magazin, Brand Eins, Monopol, Exberliner, Blickpunkt Film, Die Zeit – Reisen, Berliner Fenster Bisherige Sponsoren und Förderer: Medienboard Berlin-Brandenburg, Hauptstadtkulturfonds, DEFAStiftung, Berlin Tourismus Marketing, DAAD, Landesarchiv Berlin, Deutsche Kinemathek, Kodak, Berliner Flughäfen, Jägermeister, fritz-kola, Škoda Deutschland, Caninenberg & Schouten, Joroni Film, Avid, Bionade, Berliner Bürgerbräu Bisherige Preisstifter: Studio Babelsberg, 25p cine support, ARRI Rental, MME Moviement, Ziegler Film, DOK Film, PICTORION das werk, metakraft, ALEX, Discovery Campus, berlin location

Achtung Berlin Vom 18. bis 25. April 2012 findet zum achten Mal das Filmfestival „achtung berlin – new berlin film award“ statt. Mit seiner Fokussierung auf das Filmschaffen in der Hauptstadtregion ist „achtung berlin“ in kürzester Zeit zu einer unverwechselbaren Marke am Medienstandort Berlin-Brandenburg und zum drittgrößten Berliner Filmfestival geworden. Der einzigartige Programmschwerpunkt mit brandaktuellen Filmproduktionen aus der deutschen Filmhauptstadt Berlin macht den „new berlin film award“ zu einer außergewöhnlichen Veranstaltung mit hohem Wiederkennungswert für Kinopublikum und Fachbesucher. Das Filmfestival „achtung berlin – new berlin film award“ präsentiert die Film- und Fernsehproduktion der Hauptstadtregion als starken Partner für internationale KoproFilmpremiere duktionen, fördert die Filmarbeit von Nachwuchsregisseumit Gästen im Babylon ren und -produzenten und verleiht alljährlich den „new berlin film award“ in verschiedenen Kategorien, gestiftet von Preisstiftern aus Wirtschaft und Medien. Die Berlin-Brandenburger Filmbranche als Teil der „Creative Industries“ birgt ein enormes Zukunftspotential für die Region und verschafft dem deutschen Film neues internationales Ansehen. Das Festival „liefert das Programm zum Boom der jungen, vielseitigen Filmszene der Hauptstadtregion“ (tip) und zeigt den Facettenreichtum sowie die Frische der neuen Generation von Filmemachern aus Berlin-Brandenburg. Beim „new berlin film award“ begegnen sich Zuschauer, Fachbesucher und Schauspielerprominenz auf gleicher Augenhöhe: Die Stars der diesjährigen Ausgabe wie Nora Tschirner, Jenny Schily, Heike Makatsch, Wim Wenders, Lavinia Wilson, Katharina Wackernagel, Daniel Brühl, Andreas Schmidt, Hannes Jaenicke, Edgar Selge sowie Nachwuchsstars wie Aylin Tezel, Jacob Matschenz, Alice Dwyer, Sebastian Urzendowsky, Anna Brüggemann und Rosalie Thomass genießen die angenehm lockere und dennoch feierliche Stimmung beim Filmfestival „achtung berlin – new berlin film award“. Fachbesucher und das stetig wachsende Kinopublikum sind gleichermaßen begeistert von der Festivalatmosphäre und der Qualität des Neuen Deutschen Kinos aus Berlin-Brandenburg – vom Drama bis zum Feel-GoodMovie.

Eröffnungsfeier im Kino International

Fotos: © Yvonne Szallies-Dicks, © Christine Kisorsy

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SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Internationale Berlinbesucher, Einheimische und Neu-Berliner sowie ein hochqualifiziertes Fachpublikum aus der FilmFernsehbranche, der Games- und Musikindustrie, Freiberufler und Festangestellte mit mittlerem bis höherem Einkommen sowie Studenten der verschiedensten Fachrichtungen. Die Besucher des Festivals sind zwischen 18 und 60 Jahre alt, aufgeschlossen für neue Trends, weltoffen und experimentierfreudig. Gegenleistungen

HIGHLIGHTS 2012 Im Mittelpunkt des „new berlin film award“ steht der bereits renommierte Wettbewerb „Made in Berlin-Brandenburg“ mit neuen Spiel- und Dokumentarfilmen aus Berlin und Brandenburg. Dotierte Preise im Wert von über 25.000 Euro, die „Oscars des BerlinFilms“ (Klaus Wowereit), werden jedes Jahr von einer Fachjury und dem Kinopublikum vergeben und öffnen insbesondere dem filmischen Nachwuchs in der Hauptstadtregion die Türen zu neuen Filmprojekten. Eröffnung und Preisverleihung des Festivals werden begleitet von exklusiven VIP-Empfängen mit Filmstars und Entscheidern aus Film, Kultur, Politik und Wirtschaft. Schon legendär sind der alljährlich am Festivalsamstag stattfindende Filmbrunch, bei dem Branchenprofis auf Newcomer treffen sowie die große Festivalparty, die jedes Jahr an einem anderen Hot Spot der Berliner Clubszene stattfindet. Abgerundet wird der „new berlin film award“ durch eine Retrospektive und jährlich wechselnde, thematische Programmreihen. Im „filmpolitischen Forum“ und in diversen Workshops diskutieren Experten aus verschiedenen Bereichen der Berlin-Brandenburger Filmbranche über aktuelle Entwicklungen am Medienstandort.

Jurymitglied und Schauspielerin Aylin Tezel

Eröffnungsempfang im Foyer des Kino International

Werbereichweite: 5,2 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Print, Hörfunk, Film, TV, Internet, Postkarten, City Light Boards, Programmheft, Festivalkatalog, Info-Flyer, Gewinnspielkarten, Einladungen, Kino-Trailer, A1-Plakate, Sponsorentafel vor Ort, Spots im Berliner Fenster, Banner, Newsletter, Direktmailing, Website, Geschäftspapiere Tausenderkontaktpreis: 0,96 – 1,91 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000–10.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als exklusiver Premiumpartner unterstützen Sie „achtung berlin“ langfristig und nachhaltig und fördern die gesamte Veranstaltung und alle damit verbundenen Aktivitäten. Als Eventpartner unterstützen Sie einzelne Projektbereiche wie z.B. den „media showcase berlin brandenburg“. Als Programmpartner präsentieren Sie ein ausgewähltes Filmprogramm wie z.B. „Made in Berlin-Brandenburg“. Als Ausstatter helfen Sie mit, die Veranstaltung speziell durch Sach- und Materialspenden zu ermöglichen. Als Stifter von Geld- oder Sachpreisen fördern Sie junge Filmemacher aus der Hauptstadtregion bei ihrem Einstieg ins Film- und Fernsehgeschäft. Durch Ihr Engagement als Partner oder Preisstifter erreichen Sie auf dem direkten Weg eine film- und medienbegeisterte Zielgruppe sowie die erfolgreiche und zahlungskräftige Berufsgruppe der Medienschaffenden! 125


BERLIN

Architekturpreis Berlin e.V. www.architekturpreis-berlin.de

Standort: Berlin Besucher pro Jahr: 5.000 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Caparol, Deutsche Wohnen, DOM-Publisher, GSW, Groth Gruppe, Internationale Bauakademie Berlin, Investitionsbank Berlin, Lahr EDV Systeme, Penning Sanitär, Radialsystem, Reproplan Gruppe, Schüco, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Siematic, Siteco, Verseidag, Wilde & Spieth Rechtsform: eingetragener Verein

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Architektur von heute und morgen … Sie trägt Entscheidendes zu der kulturellen Kraft bei, von der Berlin lebt und die so viele anzieht, als Besucher oder um hier auf Dauer zu arbeiten und zu wohnen. Der gemeinnützige Verein Architekturpreis Berlin (VAB) ist Plattform, Multiplikator und Netzwerk für kundige, engagierte Bürger, die die Architektur der Gegenwart zu ihrer Sache machen. Er wendet sich über Berlin und die Fachwelt hinaus an alle Interessierten. Hauptaufgabe des Vereins ist es, alle drei Jahre den Architekturpreis Berlin auszuloben. Der Architekturpreis der Hauptstadt ehrt und ermutigt kulturell engagierte, kreative Bauherren und ihre Architekten. Die Mitglieder der internationalen Jurys bestellt der Vorstand des VAB stets von außerhalb Berlins. Neben Architekten gehören dazu jeweils auch zwei Vertreter anderer Kulturberufe. Die Preisverleihung 2009 unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin zog mehr als tausend Besucher an. Veranstaltungsort und Geschäftsstelle des VAB ist das „Kutscherhaus“ am Kurfürstendamm 48 – 49. Zu fachlich anspruchsvollen Veranstaltungen treffen sich die am Baugeschehen Beteiligten – Architekten und ihre Bauherren, Ingenieure, Unternehmer und Verbände – mit Interessierten aus anderen Bereichen der Gesellschaft. Begegnungen, wie sie in Berlin nur der VAB bietet. Die gesellschaftliche Wirkung des Architekturpreises Berlin und des VAB beruht auf der Breite und Vielfalt seiner Mitgliederbasis und seiner Netzwerke. Als zivilgesellschaftliche, nur ihren Mitgliedern verantwortliche Initiative kann der VAB freier und flexibler agieren als öffentliche oder berufsständische Institutionen es können. Neben namhaften Architekten und Bauherren gehören auch Journalisten, Unternehmer, Wissenschaftler, Literaten, Firmen und Verbände dem VAB an. Der VAB versteht sich als Sammelbecken bürgerschaftlichen und fachlichen Engagements für die Architektur der Gegenwart in der Hauptstadt. Über Berufsfelder und gesellschaftliche Gruppen hinweg und über Berlin hinaus steht er jedem offen, der dieses Engagement teilt.Die Mitglieder helfen dem VAB, die Architektur Berlins zur Sache seiner Bürger zu machen und die kulturelle Lebensgrundlage der Stadt weiter zu stärken. Die Veranstaltungen des VAB im Kutscherhaus eröffnen den Mitgliedern vielfältige fachübergreifende Kontakte. Auch begegnen sie vor Ort Architekten, Bauherren und Nutzern prämierter Bauten. Und natürlich sind sie bei der festlichen Verleihung des Architekturpreises Berlin dabei. Mehr über den VAB, die Geschichte des Architekturpreises Berlin und die Preisträger seit 1992 finden Sie in unserer Zeitung „Architekturpreis Berlin 2009“ (erhältlich in der Geschäftsstelle) und auf unserer Website.


SPONSORINGANGEBOT unten links: Neues Museum: Ägyptischer Hof © Foto: Christian Richters

oben links: Tankstelle Bülowstraße © Foto: Annette Kisling

oben rechts: Wohnhaus Sammlung Boros © Foto: Falk

unten: Wohnen am Mauerpark, Fassade Auskragung, Luftraum © Foto: Jan Bitter

HIGHLIGHTS 2011 / 12 Gespräch am Langen Tisch: Schinkels Bauakademie Museum des II. Weltkriegs in Danzig Elbphilharmonie Hamburg Veranstaltungsreihe: Berlin hebt ab, die Bauten des Internationalen Flughafens BER Nächster Architekturpreis Berlin: 2013

Zielgruppen Architekten, Ingenieure, Bauherren, Projektentwickler; Immobilien- und Bauwirtschaft; Kultur- und Architekturinteressierte; Berliner und BerlinBesucher; nationale und internationale Kulturtouristen Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 1,6 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Zeitschriften/ Printdokumentationen, A0-Plakate, Programmhefte, Direktmailings, Einladungen, Internetseite, Newsletter, Aufsteller und Banner vor Ort, Anzeige beim Medienpartner Tausenderkontaktpreis: 3,01 – 60,18 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 100.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Exklusivpartner des Architekturpreis Berlin fördern Sie alle Aktivitäten des Vereins langfristig und nachhaltig und sind bei allen Veranstaltungen dominant vor Ort vertreten. Ihr Logo wird auf allen Werbemitteln übergeordnet und hervorgehoben platziert. Das Angebot für Sie als Preis-, Ausstellungs- oder Symposiumspartner umfasst die Präsentation Ihres Unternehmens im gesamten kommunikativen Auftritt des „Architekturpreis Berlin e.V.“, der im Zusammenhang mit der gesponserten Veranstaltung steht. Sie haben die Möglichkeit, sich mit Ihren Produkten vor Ort zu präsentieren. Des Weiteren können sie den Architekturpreis Berlin als Hauptpartner oder Partner unterstützen. Alle Sponsoren haben die Möglichkeit, an einer exklusiven Stadtrundfahrt mit den Bauherren und Architekten zu den prämierten Bauwerken des Architekturpreises Berlin teilzunehmen. Mit einer Spende unterstützen Sie als Förderer die zukünftige Arbeit des Vereins und den Diskurs um die weitere ästhetische Entwicklung Berlins.

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BERLIN

Bar jeder Vernunft www.bar-jeder-vernunft.de

Standort: Bar jeder Vernunft Schaperstraße 24 10719 Berlin

Wir haben Kultur Nicht an der Friedrichstraße, nicht am Potsdamer Platz oder Ku’damm, sondern ein klein wenig versteckt in der Schaperstraße in Wilmersdorf gibt es einen Ort, an dem seit fast zwanzig Jahren der Glamour weiterlebt, der an das nachtverliebte Berlin der 20er Jahre erinnert. Bohème Sauvage in der Bar jeder Vernunft, einem holländischen Jugendstilzelt – von außen unscheinbar, von innen glitzernder Festsaal – wo in den unzähligen kleinen und großen Spiegeln der intime Ort zu einer grenzenlosen, zauberhaften Welt anwächst, in der alles möglich scheint! Champagnerflöten neben Biertulpen, Herren im Anzug neben Jungs in Jeans, Damen in Abendrobe oder T-Shirt, Paradiesvögel und Mauerblümchen, varietéerfahrener Stammgast und jungfräulicher Erstbesucher, Alt und Jung, verliebte Turteltauben neben gebrochenen Herzen – in die Bar gehört jeder, der seinem Weg durch das purpurrote Vorzelt gefunden hat.

© Dirk Plambök

Das Spiegelzelt ist die Bühne für die Crème de la Crème der intelligenten Kleinkunst zwischen Chanson und Comedy. Die Geschwister Pfister sind zusammen mit dem Spiegelzelt groß geworden, hier debütierte Meret Beckers Gesangsstimme, Michael Mittermeier feierte in der Bar seine ersten Erfolge außerhalb Bayerns und Georgette Dee ist sozusagen Stammdiva. Otto Sander liest Ringelnatz und Désirée Nick zitiert Nick, Malediva zankt und verträgt sich, Eckart von Hirschhausen und Hellmuth Karasek geben ihre Witze zum Besten, Rainald Grebe singt von Brandenburg und René Marik lässt die Puppen tanzen! Die Künstlerischen Leiter der Bar jeder Vernunft haben von Beginn an ein untrügliches Auge und Ohr für Talente bewiesen, deren erste Bühne das Spiegelzelt war und die inzwischen deutschland- oder sogar weltweit funkeln. Auch die Eigenproduktionen der Bar jeder Vernunft machen noch weit hinter der Zeltwand von sich reden: Evelyn Künneke, Brigitte Mira und Helen Vita, die großen alten Damen der deutschen Unterhaltung, schrieben hier mit viel Witz und Selbstironie mit „Drei alte Schachteln in der Bar“ noch einmal Showgeschichte. Die Aufführungen der Operette „Das weiße Rößl am Wolfgangssee“ mit Walter Schmidinger, Max Raabe und den Geschwistern Pfister, sind schon fast legendär. Und für „Cabaret – Das Musical“, verwandelte sich die Bar jeder Vernunft Abend für Abend in den Kit-KatKlub der zwanziger Jahre. Neben dem ausgezeichneten Showprogramm ist die Bar jeder Vernunft auch wegen ihrer schmackhaften Küche beliebt. Bevor die Show beginnt, nimmt wer möchte an den elegant und liebevoll gedeckten Tischen in der Manege oder in den Logen Platz – bei schönem Wetter trifft man sich unter den bunten Lichtern im Biergarten. Auch wenn die BAR nach 20 Jahren längst kein Geheimtipp mehr ist, was noch kaum einer weiß: Sie können sich das Spiegelzelt zu eigen machen und für Ihre eigenen Feste mieten. Ob als Gast oder als Gastgeber: Willkommen. Bienvenue. Welcome. Gut zu wissen: 2012 lassen wir es krachen! Die Bar jeder Vernunft feiert 20-Jähriges Jubiläum.

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© PopEye

HIGHLIGHTS 2011/12 Carrington-Brown – Mit Schirm, Charme und Cellone Cellos stimmen Sie sentimental, gar melancholisch? Dann haben Sie noch nie Joe gehört! Mit seinen knapp 230 Jahren wird Sie der alte Knabe eines besseren belehren. Und zwar von seiner komischsten Saite! Im aktuellen Programm von Carrington-Brown kommt wieder alles zusammen, was diese einmalige musikalische Comedyshow ausmacht: Eine brüllend komische Ausnahme-Cellistin, die zudem fantastisch singen kann, ein international gefeierter Gesangsvirtuose, der schon mit Robbie Williams auf der Bühne stand und ein eifersüchtiges Cello. Diese Mischung lässt Ihre Ohren jubilieren und Ihre Augen weinen. Und zwar vor Lachen. Kurz und knapp: British Comedy – in deutscher Sprache – at its best! Pigor singt. Benedikt Eichhorn muss begleiten – Volumen 7 Was ist für Sie Kleinkunst und was Chanson? Bloß zweite Wahl? Wie Küssen ohne Zunge? Vergessen Sie’s! Willkommen zum allerneuesten Programm von Pigor & Eichhorn! Pigor zetert, schluchzt, jammert und regt sich herrlich auf über den DFB und lügnerische Piloten. Er schleudert den native speakers ein Englisch ins Gesicht, dass ihnen angst und bange wird. Er führt das angestaubte Chanson-Genre in Gefilde, wo bisher niemand auch nur im entferntesten Material für deutschsprachiges Liedgut vermutete. Die Träger des Deutschen Kleinkunstpreises spielen mit ihrer ganz eigenen und immer wieder überraschenden Musiksprache. Pigor & Eichhorn sind wahrscheinlich die musikalischsten unten den Kabarettisten und die kabarettischsten unter den Chansonniers. Sie gehören mit Sicherheit zum Sehenswertesten, was zur Zeit über die deutschen Bühnen zieht.

© Jonny Soares

Ursli & Toni Pfister – Servus Peter – O là là Mireille mit dem Jo Roloff Trio Sie sind hinreißend komisch, mitreißend perfekt und Entertainer von feinstem Format: Ursli und Toni Pfister. In ihrer aktuellen Show nehmen die Brüder zwei ganz Große des Schlagerhimmels ins Visier: Peter Alexander und Mireille Mathieu. Ursli und Toni Pfister sind lässig und frech. Sie stehen für aufputschenden Schlager, aufheulenden Schmalz und augenzwinkernden Charme. Es war also bloß eine Frage der Zeit, bis die beiden Showbiz-Profis dem Tausendsassa aus Wien und der Nachtigall von Avignon einen ganzen Abend widmen. Schließlich gehörten die jahrzehntelang fast zur Familie – Ein Fernseh-Samstagabend ohne sie war schlicht nicht denkbar! Hits wie „Die kleine Kneipe“ oder „Akropolis Adieu“ schenkten einer ganzen Generation Momente reinsten Glücks und schönster Zufriedenheit. Dies gilt es nun zurück zu geben! Und so schenken Ursli und Toni Pfister Ihnen und uns einen Blick hinter die Kulissen, nehmen uns mit nach Wien und © Thomas Nitz Paris und werden sicher auch den einen oder anderen Überraschungsgast begrüßen „Virtuos. Groß. Kollektive Gänsehaut.“ dürfen. Der Tagesspiegel

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BERLIN

Berliner Kinder& Jugend-Theater Murkelbühne

kultur marke ® des Jahres

2OO6 & 2OO7

www.murkelbuehne.de

Standort: Berlin (Prenzlauer Berg) Veranstaltungen pro Spielzeit: 60 – 100, 10 – 15 Kurse Besucher pro Spielzeit: 18 000 Besucher (inkl. Kooperations veranstaltungen 35.000) Sitzplätze: bis zu 99 Auslastung: 90% Nutzfläche: Innen: etwa 310 m² Mitarbeiter: 12 und 10–15 Honorarkräfte Rechtsform: eingetragener, gemeinnütziger Verein Prominente Theaterpaten & Unterstützer: Christa Wolf, Artur Brauner, André Schmitz, Inka Bause, Florian Martens, Harald Schrott, Sybille Waury, Walfriede Schmitt, André Brie, Wolfgang Thierse, Christoph Schneider (RAMMSTEIN), Klaus Kordon, Gottfried Pilz, Gerhard Schöne, Dr. Christine Wedler, Prof. Martin Schneider, Aurora Lacasa, Frank Schöbel, Renate Richter & Prof. Manfred Wekwerth (alle Berlin), Tankred Dorst (München), Dr. Hans-Joachim Vogel (München), u. v. a. Bisherige Sponsoren: Bahlsen GmbH & CoKG (Hannover), ASCA GmbH, BerlinCosmetics GmbH, Berliner Sparkasse/LBB, Brillen in Berlin, Schlosshotel Groß-Ziethen, Schlosshotel Teupitz (beide Brandenburg), ProColor Pulverbeschichtungs GmbH (Altlandsberg, Brandenburg), Dipl.-Ing. Gerd Seele (Architekturbüro, Leer, Ostfriesland), Restaurant KULM-ECK (Ostseebad Heringsdorf, Usedom) u. v. a. Bisherige Förderer: Axel-Springer-Stiftung (Berlin), VEOLIAStiftung (Berlin), KÖRBER-STIFTUNG (Hamburg), Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin, Stiftung demokratische Jugend (Berlin), Aktion Mensch (Bonn), Senatsverwaltung für Schule, Jugend, Sport, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Volksbühne am RosaLuxemburg-Platz (alle Berlin), u. v. a.

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„Wenn Kinder und Jugendliche mit der MURKELBÜHNE einen Ort haben, den sie gerne besuchen, weil sie dort Freunde und Gleichgesinnte treffen, an dem sie sich ausprobieren und lernen können, den sie vor allem aktiv selbst gestalten, verändern und zum Leben erwecken können, dann findet dort wohl im besten Sinne die Kulturelle Bildung statt, von der ständig die Rede ist und die man dennoch zu selten antrifft.“ Florian Martens, Schauspieler Spiel doch selber! Seit 18 Jahren ist das der Ausgangspunkt für spielbegeisterte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 4 und Anfang 20. Und jedes Jahr führt es zu ungewöhnlichem, aufregendem, unterhaltsamen Theater für Jung und Alt. Ob Shakespeare, Hebbel, Büchner, ob Romanvorlage, Comic-Strip oder Gedicht, ob Zeitungsente, Businessplan oder Telefonbuch. Alles wird von der Murkelbühne „verspielt“. Mal klassisch und vom Blatt, mal gegen den Strich gebürstet oder radikal gekürzt. Aber nie ohne Grund! Der große Erfolg der letzten Jahre spricht für sich: Volles Haus, zahlreiche Presseartikel, Auszeichnungen, Gastspiele… Zuletzt spielte das Theater im 3. Stock der Volksbühne sehr erfolgreich „Loveley Rita/Mercedes“ von Thomas Brasch. Pro Spielzeit arbeiten ca. 180 Kinder und Jugendliche wie in einer Schauspielschule in verschiedenen Kursen, Workshops und Einzelunterricht. Darüber hinaus arbeitet das Theater mit zahlreichen Kooperationspartnern in Berlin, in Deutschland und europaweit zusammen. Ziel der weiteren Arbeit ist es, ein „JUNGES VOLKSTHEATER“ in Berlin zu etablieren, berlinweit Probenräume und Spielmöglichkeiten anzubieten, in denen Kinder und Jugendliche mit professioneller Unterstützung selbständig Theater machen können, eigene Spielpläne entwickeln, Bühnenbilder und Kostüme entwerfen, Stücke schreiben und inszenieren, Musik machen oder auch Filme drehen. Sozusagen die „kulturelle Arche für junge Berliner“.

HIGHLIGHTS 2011/12 Die neue Spielzeit dreht sich rund um den Titel „Heimweh nach Neuland!“. Zu den 10 Premieren gehören u. a. „Gotthelm und der Mythos Claus“ von Michael Lentz, die Integrationsoper „Mein Niemandsland“, ein Kooperationsprojekt. Weitere Höhepunkte werden der traditionelle Neujahrsempfang mit Freunden, Förderern, Sponsoren und Künstlern sein. Die 4. Theaterwoche „Heimweh nach Neuland“ und das Sommertheater „Die Königskinder“ runden die Topveranstaltungen der Spielzeit ab.


SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Kurse, Workshops und Unterricht richten sich an Kinder und Jugendliche von 4 bis 24 Jahren. In unseren Projekten und Kooperationen finden sich Schüler, Pädagogen, Künstler, Schulen und andere Kultureinrichtungen zusammen. Unser Publikum kommt aus allen sozialen Schichten des gesamten Berliner Raums und deckt ein breites Altersspektrum ab: 30 % der Besucher sind Kinder im Alter bis zu 12 Jahren, ein weiteres Drittel ist bis zu 18 Jahre alt, die Eltern und Großeltern haben einen Anteil von 40 %. Ein Drittel der erwachsenen Teilnehmer und des Publikums verdient sehr gut, hat einen gehobenen Bildungsabschluss und ist weitestgehend liberal bis konservativ geprägt. Weitere 45 – 50 % verfügen über ein mittleres Einkommen und haben eine liberale Einstellung. Jeder fünfte erwachsene Besucher verfügt über ein geringes Einkommen. Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 2,3 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Plakate, Postkarten, Programmhefte, Flyer, Imagebroschüre, Lesezeichen, Internetseite, Newsletter, Direktmailing, Anzeigen, Banner, Sponsorentafel im Theater, T-Shirts (Beteiligte, Mitwirkende, Einlass, Verkauf), Dokumentationen (Video, CD, Foto), Inszenierte Werbung im Theater Tausenderkontaktpreis: 0,06 – 8,54 Euro Wert der Partnerschaft: ab 100 Euro für Bühnenfreunde bis 20.000 Euro für Premiumpartner

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Für Unternehmen besteht die Möglichkeit Theaterpate (ab 250 ¤), Ausstatter (ab 500 ¤), Projektpartner (ab 1.500 ¤), Premierenpartner (ab 2.500 ¤), Eventpartner (ab 5.000 ¤), Spielzeitpartner (ab 10.000 ¤) oder Premiumpartner (20.000 ¤) zu werden. Darüber hinaus werden Koproduktionen und Veranstaltungsreihen angeboten, deren anfallende Kosten die Partner gemeinsam tragen. Es besteht Interesse an Medienpatenschaften.

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BERLIN

Berliner Residenz Konzerte in der Großen Orangerie von Schloss Charlottenburg www.concerts-berlin.com

Standort: Große Orangerie von Schloss Charlottenburg Besucher pro Jahr: 30.000 Innennutzfläche des Gebäudes: 1.150 m² Außennutzfläche: 2.000 m² Vorstellungen pro Jahr: 160 Mitarbeiter: 16 Medienpartner: Tagesspiegel, Berliner Zeitung Rechtsform: GmbH

Der Tradition verpflichtet Die Berliner Residenz Konzerte wurden in Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) von der Wiener Konzertveranstaltungs GmbH IMaGE im Jahre 2006 gegründet, um die große musikalische Tradition des preußischen Musenhofes wieder aufleben zu lassen. An drei Abenden in der Woche verwandelt sich die Große Orangerie von Schloss Charlottenburg zu einem Ort festlichen Kulturgenusses, an dem der Gast zu einer Zeitreise in die Vergangenheit eingeladen wird. In Verbindung mit einem historischen Dinner, dass den Speisekreationen der preußischen Hofküche nachempfunden ist, werden in diesem glanzvollen Rahmen klassische Konzerte aufgeführt, deren vielschichtige Programme vom Barock bis zur Frühklassik reichen. Wobei die Werke Friedrich II. und seiner Hofkompositeure eine zentrale Rolle spielen. Entsprechend der kulinarischen und musikalischen Kompositionen präsentieren sich die Künstler, die Mitglieder des Orchesters, die Gesangssolisten und Schauspieler in historisch authentischer Kostümierung, so dass die Abende in der Großen Orangerie ein künstlerisches Gesamterlebnis für alle Sinne und beste Unterhaltung versprechen. Nicht nur mit hauseigenen Veranstaltungen sondern gleichermaßen als elegante Location für Exklusivevents hat sich die Große Orangerie etabliert. Die stilvollen Räumlichkeiten eignen sich ideal für Galadinner, Hochzeiten, Jubiläumsfeiern, Tagungen oder Ausstellungen und können mit einem Full-Service, also verschiedenen individuell zugeschnittenen Zusatzleistungen wie Technik, Dekoration, Catering, Entertainment und Personal gebucht werden.

HIGHLIGHTS 2011/12 Das Highlight des Jahres 2011 wird ein neues Veranstaltungsformat darstellen, das unsere Gäste immer mittwochs einlädt, Preußens Lustbarkeiten zu entdecken. Das „Preußische Amusement“ verbindet Musik, Spiel, Tanz und kulinarische Köstlichkeiten von des Königs Tafel zu einer überaus vergnüglichen Abendunterhaltung. Im Friedrichjahr 2012 werden unsere Samstagskonzerte dann ganz im Zeichen des königlichen Ehrentages stehen.

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SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Insbesondere musikbegeisterte Menschen allen Alters und aller Nationalitäten, die Freude an Geschichte und Kultur haben. Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 6,4 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Plakate, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Postkarten u.v.m. Tausenderkontaktpreis: 23,63 Euro Wert der Partnerschaft: 150.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Individuelle Sponsoring-Modelle mit attraktiven Leistungspackages richten sich nach der Höhe des SponsoringEngagements. Neben vielfältigen Werbemöglichkeiten und Kartenkontingenten bestehen Optionen auf eigene Veranstaltungen im stilvollen Ambiente der Großen Orangerie jeglicher Art – ob Empfang, Ausstellung oder Galadinner – mit dem entsprechenden musikalischen Beitrag.

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BERLIN

Märchenland

kultur manager des Jahres

2O10

www.märchenland.de

Standort: Berlin

Deutsches Zentrum für Märchenkultur

Besucher pro Jahr: 153.000

Im Jahr 2004 gründeten Silke Fischer und Monika Panse MÄRCHENLAND – Deutsches Zentrum für Märchenkultur, um das Kulturgut Märchen in das Bewusstsein unserer Gesellschaft einzuprägen. Es ist das einzige Zentrum seiner Art in Deutschland und versteht sich als eine Institution für das traditionsgebundene und literarische Genre der Märchen, Sagen und Geschichten.

Veranstaltungen pro Jahr: ca. 1.500 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, Stadt Berlin, Stiftung Brandenburger Tor, Auswärtiges Amt, Berliner Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, Hugendubel, Berliner öffentliche Bibliotheken, Vattenfall, Siemens, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Volkswagen Stiftung, Fritz Thyssen Stiftung, Pro Geisteswissenschaften Medienpartner: dietageszeitung, tip Berlin, TwoTickets.de, Berlin Magazin, Deutschlandradio Kakadu Rechtsform: Märchenland e.V., Märchenland – Deutsches Zentrum für Märchenkultur gGmbH

Märchenfiguren beim Schweriner Gartensommer 2010 © Cathrin Bach

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Die Goldene Erbse © Cathrin Bach

MÄRCHENLAND organisiert jedes Jahr europaweit mehr als 1.500 Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene. MÄRCHENLAND bewahrt das Märchen als Weltkulturerbe und bringt universelle Märchenbotschaften in aktuelle Diskussionen ein. MÄRCHENLAND bewegt Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Medien, sich gemeinsam für die Kinder- und Jugendkultur in Deutschland zu engagieren.


Preisträgerinnen der Goldenen Erbse © Cathrin Bach

HIGHLIGHTS 2011/12

SPONSORINGANGEBOT

Die 22. Berliner Märchentage präsentieren vom 10. bis 27. November 2011 Märchen und Geschichten aus den USA unter dem Motto „Das Land der unbegrenzten Märchen“. In rund 800 Veranstaltungen in Bibliotheken, Theatern, Familien- und Kultureinrichtungen folgt MÄRCHENLAND den Spuren der Ureinwohner und Einwanderer und hebt die Schätze der US-amerikanischen Erzählkultur.

Zielgruppen Familien mit Kindern zwischen drei und zwölf Jahren, akademisch Gebildete bzw. kulturell Interessierte, wertkonservatives sowie alternatives Milieu gleichermaßen, nahezu alle Die Verleihung der Goldenen Erbse bildet die feierliche Eröffnung der Berliner einschlägigen Multiplikatoren (Kitas, Märchentage. Mit dem Preis, der für Ethik, Tatkraft und Sensibilität steht, ehrt Schulen), exponierte Vertreter aus MÄRCHENLAND Menschen, die sich wie die Märchenhelden für das Gute einsetzen. PreisPolitik, Wirtschaft und Gesellschaft träger des Jahres 2010 waren Iris Berben, Marion Horn, Stephanie zu Guttenberg (s. oben, v. l. n. r. ). Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 18,8 Mio. Brutto-Werbekontakte

In der alle zwei Monate erscheinenden Märchenpost sind aktuelle Märchenveranstal- Werbemittel: Anzeigenwerbung im Katalog der Berliner tungen ausgeschrieben. Das ganze Jahr über lädt MÄRCHENLAND in Kooperation mit der Märchentage, A1- und A2-Plakate, Flyer, Märchenpost, Jahreskalender, weitere projektspezifische Senatskanzlei Berlin und der Stiftung Brandenburger Tor zu Märchenstunden in den Publikationen, Online-Marketing, Merchandising Wappensaal des Roten Rathauses und ins Max-Liebermann-Haus ein. In Märchenkissen Tausenderkontaktpreis: 0,27 – 13,27 Euro gekuschelt, können Schülerinnen und Schüler dort im Rahmen des Deutschunterrichts Wert der Partnerschaft: 5.000 – 250.000 Euro professionellen ErzählerInnen lauschen. Möglichkeiten für Ihr Die 23. Berliner Märchentage widmen sich vom 8. bis 25. November 2012 den Kinder- Sponsoring-Engagement und Hausmärchen der Brüder Grimm. Unter dem Titel „Rotkäppchen kommt aus Berlin“ Als Jahrespartner der Dachmarke erhalfeiert die Hauptstadt das 200-jährige Jubiläum der weltweit bekanntesten Märchen- ten Sie Präsenz auf sämtlichen Werbemitteln der Dachmarke Märchenland sammlung. und aller Submarken und Veranstaltungen. Als Presentingpartner oder im Rahmen eines Titelpatronats können Sie die Submarken, wie z.B. die Berliner Märchentage, die Goldene Erbse oder das Berliner Märchenschiff finanziell unterstützen. Wir bieten Ihnen ebenfalls die Möglichkeit, sich als Veranstaltungsoder Werbepartner zu engagieren.

Märchenreise mit Prominenten – Bettina Wulff © Cathrin Bach

Sächsisches Märchenfestival oben: Stanislaw Tillich © Ronald Bonss darunter: Iris Berben © Peter Schubert

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BERLIN

Stiftung Zukunft Berlin www.stiftungzukunftberlin.eu

Standort: Berlin-Tiergarten Rechtsform: Stiftung des bürgerlichen Rechts Stifter: Dieter Rosenkranz Anzahl der Mitarbeiter: 9 Förderkreis: ALBA Berlin GmbH, Anschutz Entertainment Group Development GmbH, AOK Berlin, Bayer Health Care, Borchardt, Buse Heberer Fromm, Commerz bank AG, Consultum Com munications GmbH & Co. KG, Dexia Kommunalbank Deutschland AG, Duss mann Stiftung & Co. KGaA, EADS Astrium Deutschland GmbH, Gegenbauer Hol ding SA & Co.KG, Groth Development GmbH & Co. KG, Ingeborg & Dr. H. Jürgen Tiemann, Inter Continental Hotel Berlin GmbH, Investitionsbank Berlin, Jutta Rubach & Partner Marketing-Kommunikation, KPMG AG Wirtschafts prüfungs ge sellschaft, KPM Königliche PorzellanManufaktur, lekker Energie GmbH, mediapool Veranstal tungsservice GmbH, Sanofi Pasteur MSD GmbH, SNPC GmbH, Streletzki gruppe Hotel Estrel, Studio Hamburg GmbH, TIMES Consulting & Commerce GmbH, Verhülsdonk & Partner GmbH Wirtschafts prüfungsgesellschaft, Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU), WINDROSE AIR Jetcharter GmbH, WISTA-MANAGE MENT GmbH

Die 2006 gegründete Stiftung Zukunft Berlinist eine Andockstelle für diejenigen, die inhaltlich und strategisch Themen für die Stadt voranbringen und sich dafür auch engagieren wollen. Die Stiftung Zukunft Berlin ist eine gemeinnützige, politisch unabhängige und operativ arbeitende Stiftung und sieht sich als Forum für eine neue Art und Weise bürgerschaftlicher Arbeit: Sie aktiviert Persönlichkeiten und Partnerinstitutionen der Stadt mit dem Ziel, gemeinsame Positionen zu entwickeln und zu kommunizieren und so Mitverantwortung für Berlin zu übernehmen. Damit sollen die öffentlichen Angelegenheiten Berlins nicht allein der Politik überlassen und strategisch die Qualität von Entscheidungen für die Stadt verbessert werden. Berlin ist Stadt durch Kultur: Berlin hat keine kräftigere Ressource für seine Zukunftsentwicklung. Die Stadt, ihre Stadtentwicklungspolitik muss sich von ihrer Beliebigkeit befreien, indem sie sich auf die Grundstärke des kulturellen Berlin bezieht. Die Kunstszene der Stadt, die Museen und Galerien, die Opernlandschaft und die zahlreichen Freundeskreise, aber auch die unabhängige Szene prägen das Image Berlins als eine kreative und dynamische internationale Metropole. Wir wollen Kultur als einen Grundpfeiler für die Zukunftsentwicklung Berlins stärken. Kunst in der Mitte der Stadt: Die von uns auf der Basis der finanziellen Unterstützung unseres Stifters Dieter Rosenkranz bewerkstelligte Temporäre Kunsthalle Berlin hatte mehr als einen temporären Ausstellungsort zum Ziel: Erfolgreich haben wir mit diesem Projekt auf die Bedeutung Berlins als gegenwärtig wichtigsten Produktionsort für bildende Kunst in der Welt aufmerksam gemacht. Unsere Erfahrungen aus zwei Jahren Temporäre Kunsthalle und die Ergebnisse unserer öffentlichen Diskussionsreihe „StreitOrt – eine Kunsthalle für Berlin“ bringen wir ein in die Diskussion um eine permanente Kunsthalle für Berlin. „A Soul for Europe“ ist eine zivilgesellschaftliche Initiative, die auf die Kooperation zwischen Zivilgesellschaft und politischen Entscheidungsträgern setzt. Ausgehend von ihren Basispunkten in Amsterdam, Belgrad, Berlin, Brüssel, Porto und Tiflis bildet die Initiative ein internationales Netzwerk aus europäischen Städten und Regionen, dem Kultur- und Wirtschaftssektor als auch europäischen politischen Entscheidungsträgern. Sie trägt mit mehreren Projekten dazu bei, die kulturellen Potenziale Europas stärker für die Entwicklung der Europäischen Union, des gemeinsamen Europas, zu nutzen. www.asoulforeurope.eu. Humboldt-Forum: Es geht uns darum, dass aus diesem Projekt wirklich mehr wird als ein Museum. Im Geiste der Brüder Humboldt muss dieses Haus in der absoluten Mitte Berlins zu einem Ort werden, an dem sich die Kulturen der Welt zeigen und miteinander in Verbindung treten können. Wo es um die Themen, Herausforderungen und Konflikte geht, die die Kulturen und ihr Verhältnis untereinander heute in einer globalisierten Welt beschäftigen.

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„Modell Neukölln“: Gemeinsam mit dem Bezirk und der Freudenberg-Stiftung, betreut durch Christina Rau, wollen wir die sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen dieses Bezirks zu einer modellhaften Entwicklung führen. Der „Campus Rütli“ entwickelt sich zu einem integrierten Bildungs- und Sozialraum für ein ganzes Stadtviertel und bietet Kindern und Jugendlichen die Chance auf gemeinsames Lernen von der Kita bis zum Schulabschluss einschließlich des Abiturs. Dieses Modell soll nicht nur für Berlin, sondern auch für andere Städte vorbildlich werden: Wer besondere Probleme hat, muss besondere Lösungen entwickeln. „Bürgerschaftliche Mitverantwortung“ ist für uns zu einem neuen Schwerpunkt geworden. Gemeinsam mit anderen Stiftungen und Wissenschaftlern versuchen wir zu definieren, wie in unserer Demokratie die konstruktive Mitwirkung von Bürgern organisiert werden muss, damit diese mehr Möglichkeiten haben, als nur Wutbürger zu werden oder sich auf ihre Rolle als Wahlbürger zu beschränken. Wir erarbeiten einen konkreten Vorschlag, wie die Grundsätze ernst genommener Mitwirkung von Bürgern im Vorfeld der Entscheidungen von Verwaltung und Politik aussehen müssen.

SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Entscheidungsträger aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft; qualifizierte Bürger, die Verantwortung für die Themen Berlins übernehmen wollen Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Es besteht die Möglichkeit, Förderkreismitglied der Stiftung Zukunft Berlin zu werden. Als Mitglied unseres Förderkreises tragen Sie zur finanziellen Basis unserer Arbeit bei. Zugleich bieten wir Ihnen mit dem Förderkreis eine Plattform für ein gemeinsames Engagement für Berlin. Für ausgewählte Projekte gehen wir gern Projektpartnerschaften ein.

Forum Freundeskreise: Das Forum möchte mit seiner AG aus Vertretern von Förder- und Freundeskreisen der Berliner Kultur ein gemeinsames „Sprachrohr“ bieten zur Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements in der Kultur. Mit seinen Symposien wirbt das Forum Freundeskreise für die Stärkung der Positionierung von Kulturförderung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und will Themen zur Verbesserung der Arbeit von Förderkreisen voranbringen. Dabei sollen auch vielfältige Möglichkeiten zur Kommunikation und zum Erfahrungsaustausch von Freundeskreisen sowie zur Vermittlung von praktischer Hilfe angeboten werden. www.freundeskreise-kultur.de. Stiftungsstadt Berlin: In der vom Bundesverband Deutscher Stiftungen und der Stiftung Zukunft Berlin initiierten Berliner Stiftungsrunde haben sich 26 in Berlin vertretene Stiftungen und Organisationen zusammen gefunden. Ihr größtes Projekt ist die Berliner Stiftungswoche, mit der die Stiftungsrunde die Vielfalt und die Möglichkeiten von Stiftungsarbeit sichtbar machen will. Damit Berlin wieder wird, was es einmal war: Eine Hauptstadt auch der Stifter und der Stiftungen. Im Jahr 2011 beteiligten sich an der zweiten Berliner Stiftungswoche mehr als 100 Stiftungen und präsentierten ein facettenreiches Programm mit rund 200 Veranstaltungen und Projekten. www.berlinerstiftungswoche.eu. „Hauptstadt-Reden“: Zur Klärung des Verhältnisses der Deutschen zu ihrer Hauptstadt Berlin lädt die Stiftung Zukunft Berlin neben den Ministerpräsidenten der Bundesländer weitere Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein zu einer konstruktiven und kritischen Befassung mit Berlin. Wir befragen die Botschafter bedeutender Länder zur deutschen Hauptstadt, wir fragen Repräsentanten aus den polnischen Nachbarregionen nach ihrem Verhältnis zu der so östlich gelegenen Hauptstadt. Und wir bitten Persönlichkeiten aus der deutschen Gesellschaft um Hinweise und Kritik, fragen sie nach ihrer persönlichen Haltung zu Berlin. 137


BERLIN

TIPI am Kanzleramt www.tipi-am-kanzleramt.de

Standort: Große Querallee 10557 Berlin

Entertainment im Großstadtformat Gleich neben dem Kanzleramt, nur einen Steinwurf vom Berliner Politzirkus entfernt, steht ein Zelt, in welchem man sich zur Aufgabe gemacht hat, sein Publikum mit voller Absicht zu amüsieren, zu erstaunen und ab und zu auch hinters Licht zu führen. Das TIPI am Kanzleramt, die Zeltbühne im markanten Viermaster, bietet unabhängig von Koalitionskonstellation und Wahlkampfdebatte rund ums Jahr Unterhaltung vom Allerfeinsten. Ob Chanson, Cabaret, Varieté, Tanz, waghalsige Artistik, Musical-Comedy oder Magie – hier werden Auge, Ohr und Gaumen gleichermaßen verzaubert, denn für das leibliche Wohl sorgt die hauseigene anspruchsvolle und frische Küche. In der Sprache der Dakota heißt „Ti“ wohnen, und „Pi“ benutzen. Diese beiden Funktionen haben wir uns zu Herzen genommen: Wer unser Gast ist – sei es Künstler oder Publikum – soll sich zu Hause fühlen, willkommen alle Facetten und Möglichkeiten des TIPI für sich zu nutzen.

© Josef Haddenhorst

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Wenn im Tiergarten die Schatten der Bäume länger werden und nebenan im Reichstagsgebäude die letzten Besucher aus der Kuppel klettern, dann schlägt die Stunde des TIPI. Immer an Sommerabenden trifft man sich erst unter den schattigen Bäumen im Biergarten, in den kälteren Monaten geht man direkt ins mit Kronleuchtern festlich beleuchtete Zelt, in dem kleine runde, große eckige und Bistro-Tische mit gestärkten weißen Tischdecken auf ihre Gäste warten. Ein Apéritif, ein Gericht von der Abendkarte und Sie sind bestens ausgerüstet für das, was nun kommt: Im TIPI am Kanzleramt geben renommierte deutsche und internationale Künstlerinnen und Künstler allabendlich ein Programm zum besten, das das intelligente Varieté der wilden 20er Jahre wieder aufleben lässt – natürlich ganz im Heute angekommen: Künstler wie Tim Fischer, Gayle Tufts, Georgette Dee, Rainald Grebe und René Marik zeigen ihre neuesten Produktionen. Unterhaltungsgrößen wie Dieter Hildebrandt, Götz Alsmann und Georg Kreisler sorgen für intelligentes Entertainment und auch internationale Formationen wie das schräge „Ukulele Orchestra of Great Britain“, die Tom Tom Crew – Hip-Hop-Artisten aus Australien, die stimmgewaltigen schottischen Tenöre Caledon oder der venezianische Verwandlungsstar Ennio sind regelmäßig im TIPI zu Gast. Seien Sie unser Gast oder werden Sie im TIPI am Kanzleramt selbst zum Gastgeber: Das festliche Zelt steht auch für Exklusivveranstaltungen zur Verfügung und ist durch seine variable Raumaufteilung für große und kleinere Gesellschaften gleichermaßen attraktiv. So oder so – wir freuen uns auf Sie!


HIGHLIGHTS 2011 Malediva Pyjama Party! – Im Bett mit Malediva Wo lassen sich Eigenarten zwischenmenschlicher Beziehungen besser unter die Lupe nehmen als unter dem Plümo des Ehebetts. Im Bett mit Malediva – so nah sind Sie Ihren Bühnenlieblingen noch nie gekommen! Wie soll man sich auf den vier Quadratmetern der ehelichen Schlafstätte noch aus dem Weg gehen? Und so geschieht, was nicht mehr abzuwenden ist: Es kracht! Sie sind die Großmeister des gehobenen Ehestreits. Niemand kann so herrlich schimpfen, lästern und lieben wie die Herren Malenke & Müller, das amüsanteste Ehepaar der Showbranche. Worauf warten Sie? Gehen Sie mit Malediva ins Bett! Wer sie kennt, der weiß: An Schlaf wird nicht zu denken sein! © Robert Becker

Ursus & Nadeschkin Zugabe Sie wirken wie zwei schräge Vögel, schrill, farbig und etwas verrückt. Sie lieben die Provokation, fallen gern aus dem Rahmen, hassen Langeweile, und lassen sich ungern auf etwas Bestimmtes reduzieren.Theater, Kabarett, Artistik, Clownerie – Ursus & Nadeschkin sind vieles, vor allem aber: Neu. Seit über 20 Jahren! In ihrem neuesten Programm „Zugabe“ versammelt sich der schönste Nonsens aus 22 Jahren Ursus & Nadeschkin. Lauter Lieblingsnummern, jahrelang gereift. Wenn die „German Marx Brothers“ aus der Schweiz in Endlosschleifen tanzen, sich in Details zerpflücken oder unerwartet öffentlich Pause machen, dann sind sie näher bei Godot als bei dem Klamauk, der heute als Comedy durchgeht.Für diejenigen, die ihre vorangegangenen sieben Produktionen liebten, ist diese achte ein Muss. Und für alle anderen: Auch! © Geri Born

Tim Fischer Tim Fischer singt ein Knef-Konzert: „Sie ist die außergewöhnlichste Diva der Deutschen: Der erste Filmstar der Nachkriegsjahre, die erste deutsche Chansonsängerin, die Bestseller-Autorin des ‚Geschenkten Gauls‘ – kurzum, die Knef kennt jeder.“ Süddeutsche Zeitung. „Ihre Texte, und es sind ausschließlich ihre eigenen, die Fischer für diese Hommage gewählt hat, stehen nackt da. So lakonisch, so prächtig.“ Hannoversche Allgemeine Zeitung. Begleitet von Rüdiger Mühleisen am Flügel, Ralf Templin an der Gitarre und Sebastian Selke am Cello taucht Tim Fischer voller Energie, Liebe und Freude in den Kosmos der Knefschen Lyrik ein, die mit Wärme und tiefer menschlicher Einsicht vom Überleben, von Ängsten, vom Alltag, vom Glück und vom Unglück erzählt.

© Lutz Müller-Bohlen

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BRANDENBURG

Archäologisches Landesmuseum Brandenburg www.paulikloster.de | www.bldam-brandenburg.de

Standort: Brandenburg an der Havel Im Paulikloster (mittelalterliche Klosteranlage der Backsteingotik) Besucher pro Jahr: 32.000 Innennutzfläche: 6.500 m² Außennutzfläche: 3.000 m² Veranstaltungen pro Jahr: neben der Dauerausstellung Veranstaltungsreihen ARCHÄOMUSICA, ARCHÄOTECHNICA, ARCHÄOVENT, FOCUS – Fachmesse für Archäologie und Museums technik, Kultur im Kloster und 30 weitere Veranstal tungen, eine Sonderaus stellung pro Jahr Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: EWE-Stiftung, WINGAS, OPAL NEL TRANSPORT GmbH, Vattenfall, Mittelbranden burgische Sparkasse in Potsdam, Industrie und Handelskammer Potsdam, Stiftung Lausitzer Braun kohle, Stadtwerke Brandenburg, Oderland Brauerei Rechtsform: Einrichtung des Landes Brandenburg

Faszination Archäologie Seit der Eröffnung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg im Jahr 2008 hat das Bundesland Brandenburg einen neuen kulturellen Leuchtturm. Gemeinsam mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege nimmt das Archäologische Landesmuseum Brandenburg den öffentlichen Auftrag zur Bewahrung und Vermittlung des archäologischen und historischen Erbes für heutige und künftige Generationen wahr und fördert damit die Zukunftsfähigkeit der gesamten Region. Die Bedeutendsten der über 5 Mio. Artefakte Brandenburgischer Landesarchäologie werden von den historischen Mauern des mittelalterlichen Pauliklosters in Brandenburg an der Havel beherbergt. Auf einer Fläche von rund 2.000 m² gibt die Dauerausstellung einen faszinierenden Blick auf über 50.000 Jahre Regionalgeschichte frei. Von den frühesten Spuren menschlichen Wirkens aus der Altsteinzeit führt eine Zeitreise über das älteste Tragenetz der Welt, chirurgische Operationen in der Jungsteinzeit und Opfer der Bronzezeit, über die Germanen und Slawen zu den ersten Städten der Mark und endet mit ausgewählten Funden des 20. Jahrhunderts. Multimediale Präsentationen, kunstvolle Lebensbilder, anschauliche Computer-Stationen und Modelle regen dazu an, die Geschichte(n) der Menschen und ihre Wechselwirkungen mit der Umwelt eigenständig zu erforschen. Deutschlandweit einzigartige Veranstaltungsformate ergänzen das museumspädagogische Angebotund bieten den Besuchern anspruchsvolle und attraktive Freizeit- und Bildungsmöglichkeiten. Die Sonderveranstaltungsreihen ARCHÄOMUSICA und ARCHÄOTECHNICA beschäftigen sich in jährlich wechselnden Epochenschwerpunkten mit musischen und technischen Aspekten von Geschichte und präsentieren den neuesten Kenntnisstand der Archäologie. In authentischen Vorführungen historischer Lebensweisen und Techniken wird Archäologie fernab von Vitrinen begreifbar.

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Wie die Bodenfunde ihren Weg von der Ausgrabung in ein Museum finden und welche Technologien und Naturwissenschaften der Archäologie dabei behilflich sind, soll künftig für Brandenburger Schüler aller Alters- und Bildungsstufen in dem Forscherlabor ARCHÄOVERSUM im ehemaligen Pfarrhaus des Pauliklosters näher gebracht werden. Der interdisziplinäre Ansatz des Archäologischen Landesmuseums spiegelt sich auch in den Kooperationspartnerschaften wieder. An der Planung und Präsentation der internationalen Wanderausstellung „1636 – ihre letzte Schlacht“ im Jahr 2012 sind gleich mehrere europäische Militär- und Kulturhistorische Museen beteiligt.

HIGHLIGHTS 2012 Von April bis September 2012 zeigt das Archäologische Landesmuseum Brandenburg in der spannenden Sonderausstellung „1636 – ihre letzte Schlacht“ erstmals einen europaweit einzigartigen archäologischen Fund: Im Jahr 2007 wurde ein Massengrab mit 120 bestatteten Söldnern bei Wittstock entdeckt – es ist das Größte und Bestuntersuchte aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. In einer der wichtigsten Entscheidungsschlachten standen sich vor 375 Jahren über 42.000 Soldaten aus zahlreichen europäischen Ländern gegenüber. Die zweisprachige Ausstellung (deutsch und englisch) entwickelt ein konkretes und lebendiges Bild vom Lebensalltag im frühen 17. Jahrhundert. Sie enthüllt verblüffende Details zum Leben der Söldner, ihrer letzten Schlacht und ihrem Tod. Nach ihrem ersten Standort in Brandenburg a. d. Havel wandert die Präsentation ab Oktober 2012 in die Heimatländer der Söldner nach Schweden, Schottland, Österreich. An einem Wochenende im August 2012 geben Handwerker und Künstler auf der ARCHÄOTECHNICA Wissen über die Waffen- und Kriegstechnik des 17. Jahrhunderts an die Besucher weiter und verbildlichen in sinnlich-ästhetischen Vorführungen das Lagerleben während des Dreißigjährigen Krieges. Diese Form der „Living History“ erfreut sich vor allem bei interessierten Laien wachsender Beliebtheit.

SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Archäologie- und Geschichtsinteressierte aller Altersstufen, nationales und internationales Fachpublikum, Schulkassen aller Bildungsstufen, Familien mit Kindern und Jugendlichen, Touristen und Unternehmen, die die Themen Archäologie, Architektur und Geschichte in ihre Incentives und Tagungen einbinden. Gegenleistungen Werbereichweite: auf Anfrage Werbemittel: Großflächenplakate, City-Light-Poster, Big Banner, A1-Plakate, Flyer, Broschüren, Fahrgast-TV der DB Regio, Seitenscheibenplakate, Aufsteller, Eintrittskarten, Internetseite, Anzeigenschaltung in Printmedien, Pressearbeit, Promotion, Roll Ups Tausenderkontaktpreis: auf Anfrage Wert der Partnerschaft: 2.000 – 250.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Die vielfältigen Aktivitäten der Dachmarke Archäologisches Landesmuseum Brandenburg ermöglichen Unternehmen verschiedene Prädikate und Angebotspakete zu erwerben. Als Dachmarkenpartner begleiten Sie sämtliche Aktivitäten für ein Kalenderjahr und sind in eine überregionale Imagekampagne eingebunden. Die Sonderveranstaltungsreihen ARCHÄOMUSICA und ARCHÄOTECHNICA garantieren den jeweiligen Partnern differenzierte Kommunikationsleistungen. Als Förderer des ARCHÄOVERSUMs unterstützen Sie außerschulische Bildung und laden Ihre Marke mit Sympathie auf. Engagieren Sie sich für das junge Archäologische Landesmuseum Brandenburg und sprechen Sie unterschiedliche Zielgruppen in der gesamten Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg an!

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BRANDENBURG

Brandenburger Theater www.brandenburgertheater.de

Standort: Brandenburg an der Havel Veranstalter: Brandenburger Theater Besucher pro Jahr: 80.000 Bisherige Sponsoren und Partner: Förderverein Brandenburger Symphoniker e. V., Freunde des Brandenburger Theaters e. V., Brandenburger Bank Mitarbeiter: 95 Platzkapazität: Großer Saal 420 Plätze Studiobühne 250 Plätze

1817 errichtete sich Brandenburg an der Havel ein eigenes Theatergebäude und engagierte feste Ensembles. Seitdem besteht in der alten Hauptstadt der Mark ein regelmäßiges Theater- und Konzertangebot. So wechselvoll die vergangenen 185 Jahre gewesen sein mögen, Brandenburg entwickelte sich zielstrebig zum kulturellen Zentrum des Havellandes. Es verfügt heute über ein Orchester, das zu einem hervorragenden Botschafter für Kunst „made in Brandenburg“ geworden ist und dem Ruf und der Attraktivität Brandenburgs kontinuierlich neuen Glanz verleiht. Ein lebendiges, kulturelles und künstlerisches Klima, die Möglichkeit zur öffentlichen Kommunikation und zum gemeinsamen Kunstgenuss gehören zu den Reichtümern, über die die Stadt Brandenburg verfügt. Das Brandenburger Theater steht mit seinem vielfältigen Veranstaltungsangebot in der Tradition der Stadttheater. Es ist ein lebendiger Teil städtischer Lebensqualität.

Die Brandenburger Symphoniker Die Brandenburger Symphoniker, das Orchester des Brandenburger Theaters, sind mit ihren Veranstaltungen ein wichtiger Bestandteil des Theaterspielplans und entfalten eine ganze Reihe von Aktivitäten. In Brandenburg an der Havel sind die regelmäßig ausverkauften Sinfoniekonzerte und beliebten Sonderkonzerte im Industriemuseum, Brandenburger Dom, St. Pauli-Kloster oder das Open-Air am Beetzsee feste Programmpunkte im Kulturleben der Stadt. Das Orchester wirkt nicht nur bei Musiktheateraufführungen für Kinder in Brandenburg an der Havel mit, sondern spielt seit Jahren bei den Opernproduktionen der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Regelmäßig treten die Brandenburger Symphoniker in Berlin (Konzerthaus, Philharmonie), Potsdam (Nikolaisaal), Frankfurt/Oder (Kleistforum) sowie in anderen Städten des Landes Brandenburg auf, gastieren aber auch im ganzen Bundesgebiet und im Ausland. So führten Gastspiele das Orchester nach Japan, Südafrika, Spanien und China. Seit 2008 sind die Brandenburger Symphoniker alljährlich Gast beim Festival MÚSICAMALLORCA in Palma de Mallorca. 2007 wurden die Brandenburger Symphoniker unter GMD Michael Helmrath für das Benefizkonzert des Bundespräsidenten engagiert und spielten zur Einweihung der Siegfried Matthus-Arena durch Ministerpräsident Matthias Platzeck in Rheinsberg. Die Uraufführung der Oper „Kleist“ von Rainer Rubbert im März 2008 und der internationale Komponistenwettbewerb Brandenburger Biennale für zeitgenössische Musik zeugen vom besonderen Stellenwert der neuen Musik im Spielplan des Orchesters. Weitere Schwerpunkte der Arbeit sind Crossover-Projekte und die musikalische Nachwuchsförderung. 142


SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Theatererstgänger (4 – 5 Jahre) bis zu Konzertbesuchern im hohen Rentenalter, Schüler Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 13,4 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: A3-Plakate, Megaposter, Spielzeitheft, Programmheft, Monatsprogramm, Veranstaltungsflyer, Eintrittskarten, Anzeigen, Internetseite, Webvideo, Fassadenbanner, Informationsstand, Roll-Ups, Sponsorentafel, Pressemitteilung, Pressemappen, Fotowand Tausenderkontaktpreis: 0,37 – 8,96 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 120.000 Euro

HIGHLIGHTS 2011/12 _Manfred Krug im Brandenburger Theater, 26. November 2011 _Argentinische Nacht – Rund um den Tango Konzert, Lesung, Tanz mit den Brandenburger Symphonikern und dem Ensemble cantango, Berlin 9. März 2012 _Brandenburger Theatersommer im August mit 3.000 Besuchern; größte und wichtigste Kultureinrichtung im Westen des Bundeslandes Brandenburg _Neuinszenierung von „Kiss me Kate“ von Cole Porter in Koproduktion mit dem Theater der Altmark, Stendal _Ballettgala des Staatsballetts Berlin mit den Brandenburger Symphonikern, März 2012

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Die Dachmarke Brandenburger Theater, die Spartenangebote (Brandenburger Symphoniker, Jugendtheater, Puppentheater, Veranstaltungen im Haus) sowie temporäre Veranstaltungen wie der Brandenburger Theatersommer, die Puppentheatertage oder der Komponistenwettbewerb Brandenburger Biennale etc. bieten Ihrem Unternehmen im Rahmen einer Partnerschaft interessante Kommunikations- und Veranstaltungsplattformen.

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BRANDENBURG

Brandenburgische Sommerkonzerte www.brandenburgische-sommerkonzerte.de

Standort: Berlin-Brandenburg, an historischen Spielstätten, flächendeckend Besucher pro Jahr: ca. 25.000 – 30.000 Veranstaltungen pro Jahr: ca. 35 Anzahl der Mitarbeiter: 4 feste Mitarbeiter, 30 Saisonkräfte Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Sparkassen für Brandenburg gemeinsam mit der Ostdeutschen Sparkassen stiftung, BEX Bayer Express & P. Kühn Berlin GmbH, Bayer HealthCare AG, Piepenbrock Dienstleistungs gruppe, Autohaus König, ArcelorMittal Eisenhütten stadt GmbH, RÖVERBRÖNNER Wirtschaftsprüfungsgesell schaft, Lucia Loeser Kultur fonds, Karl Weiss Stiftung, Ticketmaster GmbH, C. Bechstein Pianofortefabrik Medienpartner: Kulturradio vom RBB, Antenne Brandenburg, Deutschland radio Kultur, Deutschlandfunk, Tagesspiegel, concerti – das Berliner Musikleben Rechtsform: gGmbH

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Klassiker auf Landpartie Die Brandenburgischen Sommerkonzerte locken zu musikalischen Ausflügen aufs Land. Seit mehr als zwanzig Jahren ist die erfolgreiche Konzertreihe das bedeutendste flächendeckende Sommerereignis der klassischen Musik in der Hauptstadtregion. Das anerkannt hohe Niveau des Musikfestivals wird durch den Auftritt weltbekannter Künstler und die unverwechselbare Programmfarbe bestimmt. Über die Konzerterlebnisse hinaus werden den Besuchern vielfältige Rahmenprogramme geboten wie Lesungen bekannter Autoren, Werkeinführungen oder thematische Führungen zur Architektur, durch Museen und Naturparks. Wildschweinbraten und Spargel gehören ebenso zu den kulinarischen Raffinessen wie die zu großen Türmen aufgebauten Kuchen, die von den Kirchengemeinden als Gastgeber gebacken werden. Bei Stadtführungen und Exkursionen wandeln die Gäste auf Fontanes Spuren, ob unterm Birnbaum des Herrn Ribbeck, beim Konzert im Schlosspark Stechau mit anschließendem Feuerwerk oder auf den Fließen des beschaulichen Spreewaldes. So erschließen sich dem Konzertbesucher Landschaft und Musik als Gesamtkunstwerk. Neben der inhaltlichen Exzellenz haben die Brandenburgischen Sommerkonzerte es sich zur Aufgabe gemacht, die historischen Spielstätten ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken und so zu ihrer Erhaltung beizutragen. In zahlreichen Projekten engagiert sich das Festival nachhaltig für den Denkmalschutz und setzt auf diesem Gebiet immer wieder wichtige Akzente. Getragen wird die Initiative durch ein breites bürgerschaftliches Engagement einer Vielzahl von ehrenamtlichen Mitarbeitern. Von Anfang an wurde mit dem Verzicht auf jegliche öffentliche Mittel ein hoher Anspruch formuliert, der angesichts der heutigen Situation der öffentlichen Haushalte geradezu visionär erscheint. Das Festival wird einerseits durch Kartenverkäufe, andererseits durch langjährige Partner aus der Wirtschaft und private Unterstützer finanziert. Dieses Konzept ist deutschlandweit einmalig.


SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Publikum mit hoher Affinität zur Hochkultur, Bewohner der Region Berlin-Brandenburg, die ein kulturelles Highlight mit Reiselust und Naturgenuss verbinden, mittleres bis gehobenes Einkommen

HIGHLIGHTS 2012 28 Konzerte vom 9. Juni – 9. September 2012, u. a. mit dem Brentano String Quartett New York, dem RIAS Kammerchor, dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin (DSO) und dem Dresdner Kreuzchor, German Brass

Gegenleistungen Werbemittelreichweite: 5,3 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Großflächenplakate, A3-Plakate, Print dokumentationen, Programmhefte, Flyer, postalische Direktmailings, Banner/Skyscraper auf der Website, Facebook, Anzeigen, Veranstaltungsbanner, Roll-Ups Tausenderkontaktpreis: 2,85 – 18,98 Euro Wert der Partnerschaft: 15.000 – 100.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement ab 2.000 Euro Konzertpartner: Logo im Abendprogramm, Website, Verlinkung, Sponsorenempfang, Freikarten u. a. ab 15.000 Euro Festivalpartner: zusätzlich Anzeige im Programmheft, Logo auf Roll-Ups, Eintrittskarten, Sonderbeilage, Erwähnung in Pressemitteilungen, Vorkaufsrecht, u. a. ab 75.000 Euro Premiumpartner: dominante Logopräsenz auf Print- und Onlineveröffentlichungen, VIP-Programme vor Ort, mediale Sonderpräsenz, Vertretung auf Jahrespressekonferenz, 20 % Rabatt auf alle Kartenkäufe, u. a.

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BRANDENBURG

Fontane-Festspiele Neuruppin www.fontane-festspiele.com | www.neuruppin.de

Künstlerische Leitung: Uta Bartsch, Frank Matthus, Otto Wynen, Dr. Peter Böthig Veranstaltungsorte: ca. 20 in Neuruppin und Umgebung, darunter u. a. das Open-Air-Gelände an der Klosterkirche, die KulturKirche, das Museum Neuruppin, der Tempelgarten, Cafés und die Fontane Buchhandlung Besucher pro Jahr: ca. 7.500 – 10.000 Schirmherrin: Kulturministerin Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst des Landes Brandenburg (angefragt) Medienberichterstattung: Märkische Allgemeine, Ruppiner Anzeiger, rbb Radio und Fernsehen Bisherige und aktuelle Partner: Stadtwerke Neuruppin GmbH, Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft mbH, Kulturstiftung des Bundes, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Kulturland Brandenburg, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, Berliner Fahrservice GbR, Neuruppin Projekt GmbH

Fontane ist der welt be rühmte Namenspatron des neuen Kulturfestivals Fotos: Henry Mundt

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Am Pfingstwochenende 2012 (24. bis 28. Mai) bietet die Fontanestadt Neuruppin erneut ein herausragendes Kulturerlebnis: Nach der Premiere im Jahr 2010 finden in der Geburtsstadt des weltberühmten „märkischen Dichters“ zum zweiten Mal die Fontane-Festspiele statt. Mit einem Programm, dass nicht nur Fontane-Enthusiasten bezaubert, sondern auch all jene Kulturtouristen in den Bann zieht, die Bewährtes genießen, Fremdes bestaunen und Experimente nicht scheuen. Die Fontane-Festspiele fühlen sich dem Geist ihres Namenspatrons verpflichtet, seinem aufgeklärten Traditionssinn und seiner tiefen Menschlichkeit, seiner skeptischen Offenheit für alles Neue und seiner liebevollen, zuweilen wehmütigen Ironie; in diesem Sinne ist das Werk Fontanes Leitstern eines facettenreichen Programms mit vielen Höhepunkten. Die Besucher erleben unter anderem „Grete Minde“, inszeniert als musikalisches Open-Air-Spektakel mit aufwändigen Lichtinstallationen oder lauschen Fontane-Gedichten, untermalt von zeitgenössischer Musik und vorgetragen von berühmten Stimmen. Oder sie tauchen ein in die fremden Welten, die ihnen die vielstimmigen Reisebeschreibungen europäischer Autoren präsentieren. Und natürlich fehlen im Programm auch nicht die Wanderungen durch die Mark Brandenburg: Zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem Schiff können die Besucher auf Fontanes Spuren wandeln. Den Auftakt dieses fünftägigen Festivals bildet die Verleihung des Fontane-Preises für Literatur. Mit diesem bedeutenden Literaturpreis lenken die Veranstalter die Aufmerksamkeit der kulturellen Öffentlichkeit auf die Fontanestadt Neuruppin und die Fontane-Festspiele. Theodor Fontane prägt heute das Selbstbewusstsein und die Identität einer ganzen Region. Die Fontane-Festspiele in Neuruppin nutzen den Ruf und die Bedeutung des großen Realisten des 19. Jahrhunderts, um ein neues, kulturelles Markenzeichen zu setzen. Mit der bewussten und selbstbewussten „Versöhnung“ von Tradition und Moderne, von hochklassiger Kultur und idyllischer Natur. Der Reiz der zauberhaften Landschaft zwischen den Metropolen Hamburg und Berlin und das schon heute breitgefächerte kulturelle Angebot ziehen seit Jahren Tausende von Touristen in den Sommermonaten an. Das Programm der Fontane-Festspiele setzt nun darauf, diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und die deutsche Kulturlandschaft durch ein exzellentes Kulturfestival zu bereichern.


SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen _Publikum mit Affinität zur Hochkultur und Tendenzen zur Modernisierung _Tagestouristen aus Berlin/Potsdam _Bewohner der Region Berlin-Brandenburg und den angrenzenden Bundesländern, die einen Ausflug oder Kurzurlaub mit Kultur- und Naturgenuss verbinden möchten _Gebildetes Publikum mit mittlerem bis gehobenem Einkommen Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 3,9 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: A1-/ A2-Plakate, Leporellos, Eintrittskarten, Programmhefte, Website, OnlineVeranstaltungskalender, Direktmailings, Aufsteller, Give-Aways, Promotionstände, Sonderbeilage Tausenderkontaktpreis: 0,31 – 12,87 Euro Wert der Partnerschaft: 500 – 50.000 Euro

HIGHLIGHTS 2012 24. Mai: Verleihung des Fontane-Literaturpreises Preisverleihung an einen namhaften Autor 25. Mai: Fontane-Lyrik-Projekt markante Stimmen, zauberhafte Musik, unvergessliche Gedichte 26./27. Mai: Grete Minde ein szenisch-musikalisches Spektakel, Open-Air an der Klosterkirche 24.–28. Mai: Neben der Spur Europäisches Festival der Reiseliteratur

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Exklusivsponsor fördern Sie branchenexklusiv die Fontane-Festspiele Neuruppin und erwerben das Prädikat für Ihre Kommunikationsmaßnahmen. Zudem sind Sie auf sämtlichen Kommunikationsmitteln dominant präsent. Darüber hinaus erhalten Sie zu Ihrem Leistungspaket exklusive Sonderleistungen. Auch als Premiumsponsor fördern Sie branchenexklusiv die Fontane-Festspiele Neuruppin. Zudem sind Sie auf sämtlichen Kommunikationsmitteln präsent. Ihr Engagement als Festspielsponsor wird mit der Logopräsenz in einer Zeitungssonderbeilage, im Programmheft, auf den Plakaten und auf der Internetseite gewürdigt. Als Förderer/Werbepartner sind Sie namentlich auf dem Programmheft, dem Leporello und auf der Internetseite der Fontane-Festspiele Neuruppin präsent und erwerben das Prädikat „Förderer/ Werbepartner“.

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BRANDENBURG

Havelländische Musikfestspiele www.havellaendische-musikfestspiele.de

Standort: Schloss Ribbeck, Schloss Nennhausen, Schloss Klessen, Schloss Paretz, Schloss Kartzow und weitere Orte westlich von Berlin Besucher pro Jahr: 7.000 Veranstaltungen pro Jahr: 35 bis 40 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Jugend-, Kultur-, Sportund Sozialstiftung der Mittelbrandenburgischen Sparkasse Potsdam, Havelland Kliniken Unternehmensgruppe, Landkreise Havelland und Potsdam Mittelmark, Pianohaus Klatt / Bösendorfer, BSH Hausgerätewerk Nauen GmbH, Schloss Ribbeck GmbH, Dr. Thiedig + Co. Medienpartner: kulturradio rbb Konzertpartner: zahlreiche Firmen und Institutionen der Region Rechtsform: gemeinnützige GmbH

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Klassik in märkischer Idylle, der Geheimtipp vor den Toren Berlins – die Havelländischen Musikfestspiele locken jährlich tausende Besucher zu ihren mehr als 35 Veranstaltungen mit internationalen Künstlern. Von Februar bis Dezember präsentiert sich das Festival mit einer Vielfalt an Klavier- und Kammermusik, Liederabenden, Lesungen und Orchesterkonzerten auf höchstem Niveau. Die Havelländischen Musikfestspiele haben sich zu einem festen Bestandteil des Kulturlebens im Tourismusgebiet Berlin-Brandenburg entwickelt. Charakteristisch für das Festspiel sind die Konzerte in den Salons der verschiedenen Schlösser und Herrenhäuser der Region: Nennhausen, Klessen, Paretz, Kartzow, Reckahn. Einige Schlösser befinden sich in Privatbesitz und öffnen exklusiv für die Havelländischen Musikfestspiele ihre Türen. Um talentierte Nachwuchskünstler zu fördern, hat der Festspielleiter Frank Wasser einen internationalen Klavierwettbewerb ins Leben gerufen. Der Sitz der Musikfestspiele ist im Schloss Ribbeck, das durch Theodor Fontanes Ballade „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, ein Birnbaum in seinem Garten stand“ weltweit bekannt ist. Seit Sommer 2009 erstrahlt das Schloss mit seiner imposanten Kulisse in neuem Glanz und vereint Genuss und Kultur. In Fachkreisen, Wirtschaft und Politik genießen die Havelländischen Musikfestspiele ein hohes Renommée. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg hat die Havelländischen Musikfestspiele als offiziellen Kulturpartner der Bundesgartenschau 2015 angefragt. Die umfangreichen Werbemaßnahmen der BUGA garantieren dem Havelland und ihren Kulturbotschaftern in den nächsten Jahren hunderttausende Besucher.


SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Kultur- und Musikinteressierte, Tagestouristen aus Berlin, Bewohner der Region Berlin-Brandenburg und den angrenzenden Bundesländern Gegenleistungen Werbereichweite: 3,9 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: A0-, A1-, A2- und A3-Plakate, Programmheft, Programmflyer, Internet seite, Newsletter, Fahrgast-TV der Berliner U-Bahn, Eintrittskarten, Programmum schlag, Pressearbeit, Promotion, Roll-Ups Tausenderkontaktpreis: 0,26 – 12,81 Euro Wert der Partnerschaft: 1.000 – 50.000 Euro

HIGHLIGHTS 2012 Internationaler Klavierwettbewerb, Open Air Orchesterkonzerte, Jubiläumskonzerte zum 300. Geburtstag von Friedrich II, Weihnachtsgala

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Mit Ihrem Engagement für die Havelländischen Musikfestspiele geben Sie Ihrem Unternehmen ein kulturaffines Image und stärken den Kulturtourismus der attraktiven Region Havelland. Ein Exklusivpartner unterstützt die Havelländischen Musikfestspiele langfristig und ist auf sämtlichen Kommunikationsmitteln dominant präsent. Als Medien- und Festspielpartner begleiten Sie die Aktivitäten der Havelländischen Musikfestspiele und präsentieren darüber hinaus sämtliche Konzerte eines Veranstaltungsortes. Individuelle Kommunikationsleistungen sind verhandelbar.

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BRANDENBURG

Höfische Festspiele Potsdam www.hoefische-festspiele.de

Standort: Potsdam

Wahrhaft königliche Unterhaltung Was man heute vor allem mit den Schlössern in Versailles, Schönbrunn oder Dresden verbindet, hat es in einer spezifisch preußischen Variante auch in Berlin und Potsdam gegeben: Rauschende Feste mit Musik, Tanz, Gesang, extravaganten Kostümen und prächtiger Ausstattung in Verbindung mit erlesenen kulinarischen Genüssen. Diese heute nahezu vergessenen Werke der höfischen Festkultur sind feinsinnige, oft verspielte, stets unterhaltsame Zeugnisse eines Hoflebens, das dem tradierten militärisch-ernsten Bild Preußens deutlich widerspricht. Der Einfluss dieser Festlichkeiten auf das kulturelle Leben des Landes ist dabei kaum zu unterschätzen. Die HÖFISCHEN FESTSPIELE POTSDAM erforschen historisch überlieferte höfische Festlichkeiten am preußischen Hofe im 18. und 19. Jahrhundert, rekonstruieren sie möglichst originalgetreu, passen sie behutsam heutigen Sehgewohnheiten an und führen sie an jenen Schauplätzen neu auf, für die sie einstmals erdacht wurden: im einzigartigen Weltkulturerbe-Areal der Preußischen Schlösser und Gärten. Viele unserer Veranstaltungen entstehen in Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg SPSG.

Besucher pro Jahr: 7.000 Veranstaltungen pro Jahr: 30 Anzahl der Mitarbeiter: 2 Bisherige Sponsoren: KPM, Lufthansa, Lotto Land Brandenburg GmbH Kooperations-Partner: SPSG, Stiftung Paretz, Förderverein Pfingstberg Medienpartner: RBB, Kulturradio, ZDF, 3sat, Potsdamer Neueste Nachrichten Rechtsform: GmbH

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SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Die Höfischen Festspiele Potsdam sprechen vor allem ein akademisch gebildetes Publikum ab 35 mit gehobenem Einkommen, aber auch Familien, Senioren und Pferdefreunde an. _Event-begeisterte Festspielbesucher _Historisch interessierte „Preußenfans“ _Kulturaffine, musisch Interessierte _Pferdefreunde, Reiter _Schwärmer, Barockfreunde © HFP

HIGHLIGHT 2012 „Le Caroussell de Sanssouci“ Barockes Pferdespektakel zum dreihundertsten Geburtstag von Friedrich dem Großen. Im Sommer 1750 veranstaltete Friedrich der Große eine Reihe von Festlichkeiten zu Ehren seiner Schwester Wilhelmine von Bayreuth. Höhepunkt der damaligen Feierlichkeiten war das ‚Caroussell de Berlin‘, ein ‚Rossballett‘ mit Hunderten kostümierter Pferde und den besten Reitern des Landes. Reiten verstand sich damals als eigene Kunstgattung neben dem Tanz oder der Musik. Das ‚Caroussell de Berlin‘ gilt als „das größte Spektakel, das es in Berlin zu Zeiten Friedrichs des Großes zu bewundern gab.“ (R. Koser) Die Höfischen Festspiele Potsdam führen in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und der Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg Auszüge aus diesem epochalen Pferdespektakel von 1750 zum dreihundertsten Geburtstag Friedrichs des Großen vor dem Neuen Palais im Park Sanssouci in Potsdam neu auf! Vom 19. bis 22. Juli 2012 wird jeden Abend etwa 1.200 Zuschauern die Möglichkeit geboten, sich von der Hohen Kunst der klassischen Reitkunst nach dem originalen historischen Vorbild von damals verzaubern zu lassen. Kostüme und Dekorationen orientieren sich an den Originalen von 1750. „Le Caroussell de Sanssouci“ verbindet die Hohe Schule der klassischen Reitkunst mit Tanz, Gesang und Barockmusik, ein höchst sinnlicher, dabei historisch authentischer Einblick in die barocke Festkultur aus der Zeit von Friedrich dem Großen.

Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 2,6 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: A1-, A2- und A4-Plakate, Flyer, Programmhefte, Postkarten, Website (Bannerschaltung, Verlinkung), Mailings, Eintrittskarten, Newsletter, Merchandising, Anzeigen, Hörfunk- und TV-Beiträge Tausenderkontaktpreis: 2,98 – 9,64 Euro Wert der Partnerschaft: 1.500 – 25.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Das Königspaket: Als Premiumpartner unterstützen Sie das Highlight 2012: „Le Caroussell de Sanssouci“. Neben dem Besuch exklusiver Veranstaltungen erscheint Ihr Firmenlogo ganzjährig auf allen Werbemitteln und Sie sind mit dem Hinweis: „Mit freundlicher Unterstützung des Premiumpartners…“ Teil der umfangreichen PR-Kampagne. Das Kronprinzenpaket: Neben Logenplätzen auf der VIP-Tribüne und dem Besuch der Generalprobe wird Ihr Logo auf den Druck- und Werbeerzeugnissen der Veranstaltung exponiert abgebildet. Das Gräfliche Paket: Das Paket beinhaltet den Druck Ihres Firmenlogos auf den Druck- und Werbeerzeugnissen der Veranstaltung sowie Sonderleistungen. Das Hofmeisterpaket: Sie unterstützen die Veranstaltung mit Sachmitteln. Dafür erscheint Ihr Logo auf allen Werbemitteln der Veranstaltung. Nach Absprache erhalten Sie Freikarten.

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HAMBURG

Die HipHop Academy Hamburg

trend marke ® des Jahres

2O10

Ein Projekt des Kultur Palast Hamburg KPH www.hiphopacademy-hamburg.de

Standort: Hamburg-Billstedt, 88 Außenstellen des Kultur Palast in ganz Hamburg, davon 40 der HipHop Academy Hamburg Besucher pro Jahr: 216.000 Innennutzfläche: 1.750 m² Vorstellungen pro Jahr: 305 Anzahl der Mitarbeiter: 31 Veranstaltungen der Academy: 80 Veranstaltungen mit über 52.000 Besuchern pro Jahr Students: 520 Students in 79 Kursen Bisherige und aktuelle Förderer: Freie und Hansestadt Hamburg, Hamburgische Kulturstiftung, Otto Wulff Bauunternehmung GmbH und Co. KG, Buhck-Stiftung, Oscar und Vera RitterStiftung, Stiftung „Jovita“, propellerhead, steinberg, edel AG, optimal media production, underpressure Auszeichnungen: Inventio für innovative musikpädagogische Projekte (2007), Hamburger Stadt teilkulturpreis (2008), Ausgewählter Ort 2010 im Rahmen der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“, Förderpreis und Hauptpreis der Jugendjury des Theaterfestivals FAVORITEN 2010 in Dortmund für „Welle: Asphaltkultur“, Trendmarke des Jahres 2010 im Rahmen des Kulturmarken-Award Medienpartner: Backspin Rechtsform: Eingetragener Verein

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Die HipHop Academy ist ein deutschlandweit einzigartiges Non-Profit Projekt für Jugendliche zwischen 13 und 25 Jahren. Seit 2007 bietet sie ein kostenloses Trainingsprogramm in allen relevanten Sparten der HipHop Kultur: Breakdance, Graffiti, DJing, Rap, Beatbox, Producing und Newstyle-Dance. Jugendliche können jederzeit in die Kurse einsteigen und erhalten eine individuelle Förderung. Das vierstufige Ausbildungsprogramm der HipHop Academy umfasst eine Spannbreite von der Straße bis hin zum Kultur- und Musikmarkt und verfolgt eine systematische, langfristige und nachhaltige Talent- und Potenzialförderung. Gemäß ihres Leistungsstands können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kontinuierlich von Level 1 über Level 2 bis hin zur Masterclass (Level 3) entwickeln. Herausragende Absolventen der Masterclass werden darüber hinaus als Mitglied in das neu gegründete Ensemble der HipHop Academy (Level 4) aufgenommen. Ziel der Zusammenarbeit mit den Jugendlichen ist, Rap-Stücke, Tanz-Choreografien und Beatbox-Shows zu entwickeln und für Theater, Bühnen und Events zu produzieren. Dabei wird von Beginn an ein hohes professionelles Engagement von den Jugendlichen erwartet. Für die Academy ist es von substanzieller Bedeutung, die HipHop Kultur und ihre Disziplinen in authentischer Form zu vermitteln. Daher arbeiten im Rahmen des Projektes ausschließlich Trainer mit den Jugendlichen, die hohes Ansehen in der HipHop Szene genießen und als Virtuosen in ihrer Disziplin gelten. So bilden Mirko Machine, Storm, Spax, Sleepwalker, Stok La Rock, L.O.S., Beatboy Delles, Tasek, Davis, Micha Crazystylz, Robozee und viele andere eines der besten Trainerteams in ganz Deutschland. „HipHop ist die weltgrößte Jugendkultur aller Zeiten, sie ist Heimat und Orientierung für Jugendliche aller Nationalitäten. Die HipHop Academy Hamburg bietet jungen HipHop Künstlern die Möglichkeit, ihr Talent mit Unterstützung von hochkarätigen Trainern auszubauen und auf eine professionelle Ebene zu bringen. Ich freue mich über jede Förderung, denn sie ermöglicht Hilfe für Jugendliche mit schlechten Startchancen, die ansonsten bedroht sind, aus der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!“ Dörte Inselmann, Intendantin und Geschäftsführerin der HipHop Academy Hamburg

Der Kultur Palast Hamburg – KPH Seit der Gründung im April 1980 hat sich der Kulturpalast sehr dynamisch entwickelt. Lagen die Anfänge noch in einem kleinen 70 m² Laden ohne Heizung und Strom, so bespielt der Kultur Palast mittlerweile ganz Hamburg. Über 216.000 Besucher erreicht er jährlich mit seinen 305 Veranstaltungen und 430 Angeboten der kulturellen Bildung im Kulturzentrum Wasserwerk und mit den Projekten HipHop Academy und Klangstrolche. Der KPH will ungesehene kulturelle Potenziale für ganz Hamburg erschließen, um Qualifizierungsmöglichkeiten zu entwickeln. Seit 2007 haben sich die deutschlandweit einzigartigen Leuchtturmprojekte HipHop Academy Hamburg und Klangstrolche beispiellos entwickelt: In insgesamt 88 Außenstellen werden derzeit 1.261 Klangstrolche und 520 Teilnehmer der HipHop Academy Hamburg gefördert – Jugendliche und Kinder, die häufig aus gefährdeten und sozial schwachen Milieus stammen.


HIGHLIGHTS 2011/12

SPONSORINGANGEBOT

Im Herbst 2011 feiert die HipHop Academy Premiere einer neuen Tanztheaterproduktion der Masterclass, die in diesem Jahr unter der künstlerischen Leitung des französischen Choreografen und Tänzers Lorca Renoux steht. Im Anschluss wird die Produktion deutschlandweit gezeigt. Der Rapper A-Jay veröffentlicht mit „Ego Trip“ sein erstes Soloalbum, das von dem bekannten Produzenten und Academy-Trainer Sleepwalker produziert wird. Außerdem erscheint mit „Ass im Ärmel“ ein weiteres Album der HipHop Academy. Im Januar 2012 gastiert die Tanzproduktion des Ensembles der HipHop Academy „Schöner Wohnen“ in Diepholz und Hameln. Im Frühjahr 2012 realisiert die HipHop Academy gemeinsam mit dem Ensemble Resonanz, dem Ensemble in Residence der Laeiszhalle – Musikhalle Hamburg, die Crossoverproduktion „Sampled Identity“, die Klassische Musik, Tanztheater und HipHop verbindet. Auch 2012 finden in den Sommermonaten wieder verschiedene Intensiv-Workshops und Ateliers für junge HipHop-Talente statt. Außerdem erarbeiten Students der Academy mit Kooperationspartnern aus Marseille eine gemeinsame Performance, die auf einer Hamburger Bühne aufgeführt wird.

Zielgruppen Jugendliche zwischen 13 und 25 Jahren, Familien mit Kindern und Jugendlichen, Interessierte an Jugendkultur/HipHop, Tanz- und Kunstinteressierte

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel besuchte 2010 die HipHop Academy.

Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 11,8 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Plakate, Trainingskalender, Programm hefte, Flyer, Postkarten, CDs, DVDs, Internetseite, Newsletter, T-Shirts Tausenderkontaktpreis: 0,04 – 8,50 Euro Wert der Partnerschaft: 500 – 100.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Sie haben die Möglichkeit, einen der verschiedenen Förderfonds der HipHop Academy Hamburg zu unterstützen. Zur Auswahl stehen beispielsweise Stipendienfonds, Ensemble- oder Produktionsfonds ab einer Fördersumme von 5.000 Euro. Die Gegenleistungen der HipHop Academy Hamburg reichen von Kartenkontingenten für Ihre Mitarbeiter bis zu Corporate Events für Ihr Unternehmen. Ein detailliert abgestimmter Leistungskatalog sorgt für ausgewogene, nachhaltig wirksame und individuelle Gegenleistungen.

Die Tanztheater produktion „Egocentrix“ der Masterclass 2010 entstand unter der künstlerischen Leitung des Choreografen Johnny Lloyd. Foto: Jan-Rasmus Lippels

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NIEDERSACHSEN

Das Musical RATS

stadt marke ® des Jahres

2O10

www.musical-rats.de | www.hameln.de

Standort: Hochzeitshaus-Terrasse auf dem historischen Pferdemarkt in Hamelns Zentrum Bühnengröße: 8 x 11 Meter Vorstellungen pro Jahr: 18 Gastauftritte pro Jahr: 2–5 Besucher pro Jahr: 50.000 Ensemblegröße: 20 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Hauptpartner: Stadtwerke Hameln und die E.ON Westfalen Weser Vertrieb GmbH sowie zwölf Partner aus Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie in Hameln Veranstalter: Hameln Marketing und Tourismus GmbH Künstlerische Gesamtkonzeption und Produktionsleitung: Anke Rettkowski

Der Rattenfänger – rätselhaft und legendär

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Eine Veranstaltung der Hameln Marketing und Tourismus GmbH Wer Hameln kennt, der kennt den Rattenfänger. Und wer Hameln einmal in den Sommermonaten besucht hat, der kennt das mittlerweile legendär gewordene Musical RATS: Ein musikalisches Hör- und Seh-Erlebnis unter freiem Himmel, das seit mehr als einem Jahrzehnt in jeder Saison über 50.000 Besucher an die historische Hochzeitshaus-Terrasse in Hameln zieht. Vor allem Kinder, für die immer die besten Plätze direkt am Bühnenrand reserviert sind, fasziniert die peppige Version der Rattenfängersage. Auf unterhaltsame Art wird ihnen gezeigt, dass es Probleme wie Streit und Ungerechtigkeit schon zu Zeiten der Brüder Grimm gab und dass Rache nur noch mehr Unheil nach sich zieht. Trotz allem hebt das Musical nicht den Zeigefinger, sondern erzählt auf humorvolle Art die lehrreiche Geschichte, die auch viele Erwachsene bereits aus ihrer Kindheit kennen. Und spätestens, wenn dutzende Handpuppen als Ratten am imaginären Weserufer tanzen und den Ohrwurm „Jetzt gehen wir über die Weser“ singen, sieht man auch die „Großen“ mitklatschen und fröhlich mitsingen. Die glänzenden Augen bei Jung und Alt zeigen immer wieder aufs Neue, wie groß die Faszination der Rattenfängersage, die vor kurzem ihr 725-jähriges Jubiläum feierte, immer noch ist. Die Märchen und Sagen der Brüder Grimm sind wertvolles deutsches kulturelles Erbe und ihre Erzählungen längst nicht aus der Mode. Das beweisen Jahr für Jahr hunderttausende Touristen aus der ganzen Welt, die genau wegen der Rattenfängersage die Stadt Hameln besuchen. Der Rattenfänger, die dunkelste und geheimnisvollste Gestalt der Deutschen Märchenstraße, ist weit über die deutschen Grenzen hinaus bekannt. Die Sage um Betrug und Rache gehört in Japan und den USA sogar zum Schulstoff. Im Dezember 1999 griff der damalige Hamelner Theaterintendant Rainer Steinkamp die Idee auf, ein Musical zur Rattenfängersage in Hameln aufzuführen. Pünktlich zum Beginn der Expo 2000 in Hannover entstand ein Stück, das bereits damals sensationell einschlug. Die außergewöhnliche Inszenierung gefiel Hamelnern und Touristen gleichermaßen und wird jedes Jahr auf der historischen Hochzeitshaus-Terrasse aufgeführt. Die Begeisterung, mit der die Schauspieler das Stück auf die Bühne bringen, überträgt sich auch auf Förderer, die die Kosten der Aufführungen tragen. Aus diesem Grund zahlen die Besucher für dieses Erlebnis keinen Eintritt – übrigens ist RATS hier Vorreiter, als erste kostenfreie Musicalaufführung in Deutschland. Das Kult-Musical startete 2011 mit einer Neuinszenierung in die Saison. Viel Schwung, ein komplett neues Bühnenbild und klare szenische Bilder schaffen noch mehr Professionalität. Während die Hauptrollen häufig von erfahrenen Darstellern besetzt sind, spielen, oft über viele Jahre hinweg, in den Nebenrollen jungendliche Hamelner. Angeleitet von einer Produzentin und einem Regisseur mit Bühnenerfahrung profitieren sie auch in ihrer persönlichen Entwicklung. Ganze zwanzig Wochen lang stehen die jungen Darsteller in ihrer Freizeit jeden Mittwochnachmittag um halb fünf auf der Bühne und begeistern Hamelner und Touristen mit der Rattenfängersage.


Musical RATS: Der Rattenkönig mit seinem Gefolge

Das Musical RATS, basierend auf einer Version der Rattenfängersage von Robert Browning, weicht sicher dann und wann von der Originalversion der Brüder Grimm ab, was aber nur zeigt, dass auch uralte Sagenerzählungen mit der Zeit gehen können. Überhaupt ist der Rattenfänger und seine Geschichte auch in der Moderne noch sehr in Hameln verankert – und das so erfolgreich, dass Hameln als Stadtmarke 2010 geehrt wurde. Die kulturelle Auseinandersetzung mit der Rattenfängersage findet in Hameln jedoch weit über das Musical RATS hinaus statt. Schließlich ist die Sage der Kern für Hamelns Entwicklung in den vergangenen Jahrhunderten. Die historische Verbundenheit zeigt sich zum Beispiel beim originalgetreuen Rattenfänger-Freilichtspiel oder einer außergewöhnlichen Stadtführung als Ein-Mann-Theaterstück – zwei kreative Konzepte, die begeistern und ebenfalls von Sponsoren unterstützt werden können. Vor allem wenn das Jubiläum „200 Jahre Hausmärchen der Brüder Grimm“ 2013 für internationales Interesse sorgt und dann wieder ein besonderes Licht auf die sagenumwobene Rattenfängerstadt fallen wird.

HIGHLIGHT 2013 200 Jahre Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm

SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen kultur- und unterhaltungsorientierte Touristen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene mit und ohne Familien, Schulklassen, Reisegruppen) aus dem In- und Ausland; heimatverbundene Hamelner sowie einheimische Familien; aufgrund der zentralen Lage unter freiem Himmel und der kostenfreien Darbietung wird auch Laufpublikum in der Hamelner Innenstadt erreicht Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 1,4 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: A1- und A3-Plakate, Programmhefte, Postkarten, Einladungen, Internetseite, Newsletter, Pressemitteilungen, Promotionstände, Aufsteller, Veranstaltungsbanner Tausenderkontaktpreis: 10,60 Euro Wert der Partnerschaft: 15.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Partner des Musical RATS sind Sie auf allen Werbemitteln präsent, werden in die Pressearbeit mit eingebunden und können vor Ort direkt mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt treten. Sie erhalten Einladungen für die Premieren- und Saisonabschlussfeier. Weitere Gegenleistungen sowie Sonderaufführungen für Sponsoren sind nach Absprache möglich.

Musical RATS: Der Bürgermeister mit seinen Ratsherren

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NORDRHEIN-WESTFALEN

Beethoven-Haus Bonn www.beethoven-haus-bonn.de

Ein Magnet für Fans und stille Bewunderer – Das Beethoven-Haus in Bonn Als ein „Gesamtkunstwerk“ rühmte die FAZ unlängst das Beethoven-Haus in Bonn, das sich heute als Ensemble mit Museum, Digitalem Beethoven-Haus, Forschungsstätte Beethoven-Archiv, Bibliothek, Konzertsaal, Verlag und Shop darstellt. Die Keimzelle dieses einzigartigen Ensembles bildet das Geburtshaus Ludwig van Beethovens. Träger ist der 1889 gegründete Verein Beethoven-Haus mit heute rund 1000 Mitgliedern im In- und Ausland. Renommierte Künstler wie Alfred Brendel, Kurt Masur oder Anne-Sophie Mutter sind Ehrenmitglieder. 2020 wird weltweit ein großes Beethoven-Jahr zu feiern sein – Beethovens 250. Geburtstag. Das Beethoven-Haus hat begonnen, sich darauf vorzubereiten. Das Museum in Beethovens Geburtshaus wurde bereits 1893 eröffnet. Mit jährlich rund 100.000 Besuchern aus aller Welt zählt das Beethoven-Haus heute zu den meistbesuchten Musikermuseen in Deutschland. Über 150 Ausstellungsstücke aus der größten und vielfältigsten Beethoven-Sammlung der Welt – Bilder, Handschriften, Instrumente, persönliche Erinnerungsstücke – laden zu einer Reise in die Welt des großen Komponisten ein. Mit zwei Besucherbereichen vor Ort und einer umfassenden Online-Präsenz bietet das Digitale Beethoven-Haus allen Beethovenfreunden weltweit Zugang zur Sammlung des Beethoven-Hauses und ermöglicht es, sich Beethovens Leben und Werk interaktiv zu erschließen. Das Beethoven-Archiv, 1927 gegründet, ist ein wissenschaftliches Dokumentations- und Forschungsinstitut mit internationalen Verbindungen. Seine wichtigste Aufgabe ist die Erstellung der Neuen Gesamtausgabe der Werke Beethovens. Ergebnisse aus der Arbeit des Beethoven-Archivs, aber auch die externer in- und ausländischer Wissenschaftler, werden im Verlag des Beethoven-Hauses veröffentlicht. Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum wurde 1989 ein neues Gebäude eingeweiht, dessen Schmuckstück der moderne Kammermusiksaal ist. Mit seiner erlesenen Ausstattung und der hervorragenden Akustik gilt er als einer der gelungensten seiner Art in Europa. Er lässt eine besondere Intensität und Nähe zwischen Künstlern und Publikum entstehen und gilt als „das Forum für Kammermusik“ in der Region. Das Konzertangebot mit rund 40 eigenen Veranstaltungen ist vielfältig und richtet sich an ein Publikum mit unterschiedlichen musikalischen Interessen: Klassische Kammermusik auf höchstem Niveau ist 156


hier ebenso zu erleben wie junge Künstler am Beginn ihrer Karriere. Konzerte auf historischen Instrumenten versetzen in die BeethovenZeit, zeitgenössischer Jazz bietet Raum für Improvisation und Inspiration, Kinderkonzerte laden zum „Erlebnis Klassik“ ein und besondere Konzertformate ermöglichen eine intensive Begegnung mit unterschiedlichsten kulturellen Phänomenen. Ein Schwerpunkt des BeethovenHauses liegt auf einer lebendigen Bildungsarbeit, die auch diejenigen erreichen will, die noch keinen Zugang zu kulturellen Ereignissen haben. Pädagogische Programme inner- und außerhalb des Hauses umfassen verschiedene Angebote für Kinder und Familien. Zahlreiche Schulklassen aus dem In- und Ausland besuchen jedes Jahr das Beethoven-Haus, zu vielen Lehrern und Schulen bestehen intensive Kontakte. Weitere Projekte bieten Menschen mit Migrationshintergrund die Gelegenheit, über Beethoven mit der klassischen Kultur Europas in Berührung zu kommen. So ist das Beethoven-Haus in Bonn ein Haus mit vielen Türen – offen für alle und auf verschiedenen Wegen erreichbar (real & virtuell).

HIGHLIGHTS 2011/12 Museum: Sonderausstellungen Januar bis Mai 2012: Franz von Stuck und Beethoven Kammermusiksaal: Konzertsaison 2011/12: Motto „Tradition und Aufbruch“ – 31 Konzerte verteilt auf 7 Konzertreihen mit verschiedenen Schwerpunkten (bis Juni 2012) Internationaler Beethoven Meisterkurs Bonn 2012 – Kurs für Kammermusik mit dem Pianisten und Ehrenmitglied des Beethoven-Hauses András Schiff im Juli 2012, öffentliche Proben und Konzerte Bildung/Vermittlung: Beethoven mobil … – das Grundschulprojekt des BeethovenHauses: Mitarbeiterinnen des Beethoven-Hauses gehen in die Grundschulen und geben dort regelmäßig eine „Beethoven-Stunde“. So kommen auch Kinder mit klassischer Musik und Kultur in Berührung, die dazu sonst keinen Zugang bekämen.

SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Alle Altersgruppen: Schwerpunkt: 50+, Kinder & Jugendliche jeglicher Herkunft sowie deren Familien; mittleres bis hohes Einkommen; hoher Bildungsgrad; Musikund Kulturinteressierte; Touristen, insbesondere Kulturtouristen der Stadt Bonn (zahlreiche asiatische Gäste); internationale Journalisten; Fachpublikum (Wissenschaftler; Musiker) sowie Partner aus kulturverwandten Branchen Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 7,7 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: A1- und A3-Plakate, Eintrittstickets, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Postkarten, Newsletter, Website, Promotionstände, Aufsteller Tausenderkontaktpreis: 0,13 – 12,91 Euro Wert der Partnerschaft: 1.000 – 100.000 Euro

Eine Chance zu Ihrer Profilierung: Mäzen oder Sponsor sein Firmen und Privatpersonen können das Beethoven-Haus in seiner Gesamtheit fördern oder einzelne Projekte wie z. B. Ausstellungen, Meisterkurse, Konzertreihen, einzelne Konzerte, Neuerwerbungen für die Sammlung oder pädagogische Programme. Als Sponsor können Sie offizieller „Donator, Stifter oder Förderer“ des Beethoven-Hauses werden und sich entsprechend mit dem Beethoven-Haus präsentieren. Sie profitieren dabei von dem positiven und seriösen Image des Beethoven-Hauses als Kultureinrichtung von lokaler, nationaler und internationaler Bedeutung. Sie erhalten Nutzungsrechte und diverse Möglichkeiten zur Präsentation Ihres Unternehmens auf Print- und Online-Werbemitteln und können die Räumlichkeiten des Beethoven-Hauses für exklusive Veranstaltungen in besonderer Atmosphäre nutzen. Gerne beraten wir Sie bei der Auswahl von Künstlern und der Gestaltung von durchaus auch ungewöhnlichen Veranstaltungen.

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NORDRHEIN-WESTFALEN

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen www.kunstsammlung.de

Standort: Düsseldorf

Das 20. und 21. Jahrhundert in der Kunst

Besucher pro Jahr: 210.000 bis 350.000 in Sammlung und Ausstellungen

Partner der Kunst Vor 50 Jahren ist in Düsseldorf ein Museum gegründet worden, das heute eine einzigartige Auswahl an Werken des 20. und 21. Jahrhunderts besitzt. Werke des deutschen Expressionismus, Gemälde von Pablo Picasso, Wassily Kandinsky oder von Jackson Pollock gehören wie die Installationen von Joseph Beuys und Nam June Paik zu den absoluten Höhepunkten. Neben diesen Arbeiten, die längst zu Ikonen der Kunst geworden sind, stehen viele weitere herausragende Beispiele aus der Klassischen Moderne, der amerikanischen Kunst nach 1945 sowie bedeutende Rauminstallationen, Fotografien und Film- und Videoarbeiten von zeitgenössischen Künstlern. Als „heimliche Nationalgalerie“ bezeichnen Kritiker die Kunstsammlung wegen der außergewöhnlichen Qualität der Bestände. Dem Museum ist es während seiner 50-jährigen Geschichte gelungen, seinen Rang unter den großen deutschen Sammlungen und auch im internationalen Vergleich zu behaupten. Die Kunstsammlung des Landes Nordrhein-Westfalen zeigt ihre einzigartige Auswahl von Werken an drei verschiedenen Standorten: Die Kunstsammlung am Grabbeplatz mit ihrer charakteristischen schwarzen Granitfassade ist 1986 eröffnet worden. Der noble und zurückhaltende Bau mit zeittypischen architektonischen Details lässt der herausragenden Qualität der Kunstwerke den Vortritt. Als zweites Standbein der Kunstsammlung wurde im Frühjahr 2002 das Ständehaus eröffnet, der schönste Ort für Kunst und Events in Düsseldorf. Der Repräsentationsbau im historistischen Stil wurde zu einem modernen musealen Ort mit einem eindrucksvollen gläsernen Kuppeldach, das die Ästhetik des Gebäudes bestimmt. Das denkmalgeschützte Schmela Haus, ein ehemaliges Galeriegebäude, entworfen vom niederländischen Architekten Aldo van Eyck (1918 – 1999), bereichert seit 2009 als jüngste Dependance die Landessammlung. Das Architekturdenkmal ist vor allem die experimentelle Probebühne der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.

Innennutzfläche: K20 – 5100 m² K21 – 5300 m² Schmela Haus – 250 m² Ausstellungen pro Jahr: 10 – 12 neben der Sammlungspräsentation in K20 Grabbeplatz und K21 Ständehaus Führungen, Seminare, Kurse, Workshops, Zielgruppen angebote der Vermittlung pro Jahr : ca. 3500 Anzahl der Mitarbeiter: 95 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, KPMG, Mercedes-Benz, NATIONAL-BANK AG Essen, NRW.BANK, Provinzial Versicherung AG, SpardaBank West, Stadtsparkasse Düsseldorf, Verlagsgruppe Handelsblatt, WestLB AG, u. A. Rechtsform: Stiftung Jahresumsatz: 8,5 Mio. Euro (2009)

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, K21 Ständehaus, Düsseldorf © Florian Monheim, Meerbusch

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Innenansicht/Event K20 © Sebastian Drüen


Kunstsammlung Nordhrein-Westfalen, K20 Grabbeplatz, Düsseldorf © Foto: Walter Klein, Düsseldorf

SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Regionale, nationale und internationale Kunstinteressierte, Schüler, Studenten, Familien, Busreisegruppen, Businessreisende in Düsseldorf, Mitarbeiter von Unternehmen in Düsseldorf und aus der Region. Gegenleistungen Werbereichweite: mehr als 38,4 Mio. Brutto-Werbekontakte bei einzelnen Ausstellungsprojekten Werbemittel: Fassadenbanner, Ausstellungsplakate A0, A1, A3, Einladungen, Flyer, Begleitprogramm, Magazin, Postkarten, Eintrittskarten, Katalog, Quartalsprogramm, Homepage, Newsletter, Screens, Promotionsstände, diverse Anzeigen, Pressearbeit, Out-of-Home Werbemedien, Fahnen, Aufsteller, Banner vor Ort Tausenderkontaktpreis: 0,65 – 13,02 Euro Wert der Partnerschaft: 25.000 - 500.000 Euro

HIGHLIGHTS 2011/12 „Die andere Seite des Mondes“ – Künstlerinnen der Avantgarde 22.10.2011 – 15.1.2012 Im Mittelpunkt der Ausstellung „Die andere Seite des Mondes“ in K20 Grabbeplatz stehen acht Künstlerinnen, die in den 1920er und 1930er Jahren maßgeblich an den ästhetischen Neuerungen in Europa beteiligt waren. Durch ihr hohes künstlerisches Niveau, ihre zielstrebige Kontaktsuche und unbedingtes Engagement vernetzten sie sich stets im Zentrum der Avantgarde. Es sind Claude Cahun, Dora Maar, Sonia Delaunay, Florence Henri, Hannah Höch, Sophie Taeuber-Arp und die weniger bekannten Katarzyna Kobro und Germaine Dulac, deren Leben und Werke in der Ausstellung erstmals in dieser Zusammenstellung entdeckt werden können. Fresh Widow – Fensterbilder seit Matisse und Duchamp 31.3. – 19.8.2012 Die Ausstellung „Fresh Widow“ in K20 Grabbeplatz widmet sich der überbordenden Zahl von Fensterbildern unterschiedlichster Art von der Klassischen Moderne bis heute: Etwa 160 Werke, darunter Gemälde, Zeichnungen, Objekte, Fotografien und installative Arbeiten von Robert Delaunay, Henri Matisse, Josef Albers, Marcel Duchamp, René Magritte, Ellsworth Kelly, Eva Hesse, Gerhard Richter, Isa Genzken, Günther Förg, Jeff Wall werden zu sehen sein. Paul Klee 23.6.2011 – 9.9.2012 Die Kunstsammlung bietet in K21 Ständehaus einen umfassenden Überblick über die Arbeiten von Paul Klee (1879 – 1940). 88 Werke bildeten im Gründungsjahr 1961 den Grundstock der Sammlung. Weitere wichtige Gemälde wurden in den folgenden Jahren erworben. Die heute einhundert Werke umfassende Klee-Sammlung vermittelt einen einzigartigen Einblick in die nahezu unerschöpfliche Kreativität dieses Künstlers.

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Projektpartner unterstützen Sie die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen für einen definierten Zeitraum und profitieren in hohem Maße von der Anziehungskraft der Kunstwerke. Ein positiver Imagetransfer und Synergieeffekte entstehen durch integrative Konzepte, gemeinsame Kommunikation und die Nutzung der vielfältigen Veranstaltungsmöglichkeiten. Als Sponsor einer Sonderausstellung oder einer Sammlungspräsentation sind Sie Partner in unserer Außendarstellung und den vielfältigen Werbemedien sowie den umfassenden redaktionellen Berichterstattungen zu unseren Projekten. Auch Sie können unsere attraktiven und exklusiven Veranstaltungsmöglichkeiten nutzen. Als Partner der kulturellen Bildungsarbeit und der Vermittlungsaktivitäten unserer Fachkollegen verdeutlichen Sie Ihre gesellschaftliche Verantwortung, die auch das Museum als Bildungsinstitution übernimmt. Mit Ihnen gemeinsam vermitteln wir die Inhalte und die Bedeutung von Kunst an genau definierte Zielgruppen.

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NIEDERSACHSEN

Morgenland Festival Osnabrück www.morgenland-festival.com

Standort: Osnabrück sowie wechselnde Gastspielorte wie Berlin, Teheran/Iran, Nazareth/Israel, Damaskus/Syrien, Amman/Jordanien, Izmir/Türkei, etc. Besucher pro Jahr: 3.000 – 8.000 Veranstaltungen pro Jahr: 10 – 25 Anzahl der Mitarbeiter: 3 – 10 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Auswärtiges Amt, Bundesbeauftragter für Kultur und Medien, Kulturstiftung des Bundes, Baku – Kulturhauptstadt der Islamischen Welt 2009, Damaskus – Kulturhauptstadt der Arabischen Welt 2008, Deutsche Telekom, Hinrichs FotoFactory, Stiftung Niedersachsen, NDR – Musikförderung in Niedersachsen, Niedersächsische Lottostiftung, Niedersächsische Sparkassenstiftung, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Sievert Baustoffgruppe, Sparkasse Osnabrück, Stadtwerke Osnabrück, u. a. Medienpartner: Deutsche Welle, Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, Die Zeit, Neue Osnabrücker Zeitung, NDR 1 Niedersachsen, Qantara – Dialog mit der Islamischen Welt Rechtsform: Zusammenschluss der Stadt Osnabrück – Kommunale Gebietskörperschaft – mit dem gemeinnützigen Kultur- und Kommunikationszentrum Lagerhalle Osnabrück e.V.

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„Das Morgenland Festival Osnabrück setzt neue Standards in der Begegnung zwischen West und Ost.“ Stefan Buchen, Qantara.de Das Morgenland Festival Osnabrück fand erstmalig 2005 statt und erspielte sich innerhalb kürzester Zeit einen herausragenden Ruf unter den internationalen Musikfestivals. Vernetzt mit Musikinstitutionen weltweit, ist das jährliche Festivalprogramm repräsentativ für die gegenwärtige Musikkultur des Nahen und Mittleren Ostens, von traditioneller Musik bis Avantgarde, von klassischer bis Rockmusik. Die Musikprojekte werden von Ausstellungen, Lesungen, Vorträgen und Workshops begleitet. Das Morgenland Festival Osnabrück bietet keinen reinen Kulturimport, vielmehr einen Coworking Space, einen Ort, an dem Musiker verschiedener (Musik)Kulturen experimentieren, sich gegenseitig austauschen und inspirieren können. So entstand 2009 das Morgenland Chamber Orchestra mit Musikern aus dem Iran, Aserbaidschan, Syrien und Deutschland, ging die Syrian Bigband mit Solisten aus aller Welt nach der Aufführung in Osnabrück zu Spielorten wie Berlin, Damaskus, Amman auf Tournee, spielte die uigurische Rockband „Qetiq“ mit einem syrischen Klarinettisten und deutschen Drummer in Osnabrück, traf mit dem Projekt „Qasida“ spanischer Flamenco auf arabische und persische Musik. Auch langjährige Kooperationsprojekte, wie der jährliche Schüleraustausch zwischen dem Barenboim-Said Conservatory Nazareth und der Musik & Kunstschule Osnabrück oder die Orchesterpartnerschaft zwischen dem Tehran Philharmonic Orchestra und dem Osnabrücker Symphonieorchester sind dem einzigartigen Konzept dieses Festivals zu verdanken. Nicht zuletzt durch die Gastspiele des Tehran Symphony Orchestra in Deutschland – mit Werken persischer Komponisten, aber auch von Beethoven, Tschaikowsky und Frank Zappa – und des Osnabrücker Symphonieorchesters in Teheran erlebte das Festival eine außergewöhnliche Publikums- und Presseresonanz. Von New York Times bis Hindu Post, von Australian News bis Syria Times widmeten viele der großen Medien in Ost und West dem Morgenland Festival Osnabrück ihr Gehör. Mehrere Dokumentarfilmproduktionen entstanden im Umfeld des Festivals sowie eine Vielzahl deutscher und internationaler TV-Beiträge. „Eastern Voices“, eine 60-minütige Dokumentation über das Morgenland Festival Osnabrück ist auf BlueRay und DVD bei der renommierten Musikfilmproduktionsfirma EuroArts International erschienen. Regie führten die Filmemacher Frank Scheffer und Günter Wallbrecht. Michael Dreyer, künstlerischer Leiter des Morgenland Festival Osnabrück, erhielt den Praetorius Musikpreis 2009 des Landes Niedersachsen in der Kategorie „Internationaler Friedensmusikpreis“.

HIGHLIGHTS Morgenland Chamber Orchestra mit Musikern aus Iran, Syrien, Aserbaidschan, Deutschland, Kooperationen des Osnabrücker Symphonieorchesters mit dem Tehran Philharmonic Orchestra, zahlreiche Europa-Premieren (Syrian Bigband, Tehran Philharmonic Orchestra, Tehran Underground Rock, Uigurische Rockmusik) und Auslandspremieren (Iran-Premiere der Johannes-Passion)


SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Kultur-, reise- und politikinteressiertes Publikum aller Altersstufen (Durchschnittsalter ca. 40 Jahre), überwiegend höheres Bildungs- und Einkommensniveau, teilweise mit Migrationshintergrund sowie einkommensstarke Kulturund Städtetouristen. Gegenleistungen Werbereichweite:bis zu 1,6 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Großflächenplakate, A0-, A1-, A2und A3-Plakate, Eintrittskarten, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Postkarten, Anzeigen, Einladungen, Internetseite, Newsletter, Pressearbeit, inhaltliche Einbindung, Aufsteller, Banner oder Promotionstände vor Ort Tausenderkontaktpreis: 1,25 – 31,19 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 100.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Premiumpartner unterstützen Sie das gesamte Veranstaltungsprogramm. Als Projektpartner unterstützen Sie eine Auswahl an Veranstaltungen und als Eventpartner entscheiden Sie sich für die Unterstützung einer einzelnen Veranstaltung des Gesamtprogramms. Entsprechend Ihrer gewählten Partnerschaft erhalten Sie umfangreiche Möglichkeiten der Darstellung für Ihr Unternehmen bei den Veranstaltungen, in den Printmedien des Morgenland Festival Osnabrück sowie auf dessen Homepage. Des Weiteren erhalten Sie Freikartenkontingente und können eigene Veranstaltungen im Rahmen des Festivals durchführen. Es besteht ein Interesse an weiteren Medienpartnerschaften. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

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NORDRHEIN-WESTFALEN

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen www.musiktheater-im-revier.de

Standort: Gelsenkirchen Besucher pro Jahr: 130.000 Vorstellungen/ Veranstaltungen pro Jahr: ca. 200 Anzahl der Mitarbeiter: 250 bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Stadt Gelsenkirchen, Sparkasse Gelsenkirchen, BOGESTRA, ELE, Volksbank Ruhr Mitte, Förderverein Musiktheater (fmt), Stiftung Musiktheater im Revier, GELSEN-NET, Privatbrauerei Jacob Stauder, RUHR.2010, Maritim Hotels, Stiftung Mercator Medienpartner: WDR3, WAZ, coolibri Rechtsform: GmbH

Das schönste Opernhaus im Revier „… es lebe das Theater in Gelsenkirchen!“ – Was Yves Klein Ende der fünfziger Jahre in seinen Briefen an den federführenden Architekten des neuen Theaters, Werner Ruhnau, emphatisch zum Ausdruck brachte, liest sich heute wie ein Manifest. Und es ist auch eines, denn die mutige Entscheidung der Politiker und Kulturverantwortlichen in Gelsenkirchen für ein Theater avantgardistischen Zuschnitts erregte internationales Aufsehen. Das Musiktheater im Revier zieht nicht nur Opernliebhaber und Musicalfans in seinen Bann. Als eine der architektonisch spektakulärsten Spielstätten der Nachkriegszeit übernimmt das 1959 eröffnete Haus eine führende Rolle in der Kulturlandschaft des Ruhrgebiets. Seit 1997 steht der Theaterbau unter Denkmalschutz. Das Musiktheater im Revier gehörte schon in den 1950er Jahren, zu den wesentlichen Bühnen seines Genres im deutschen Sprachraum. Heute ist das Musiktheater im Revier ein renommiertes Dreispartenhaus. Es verfügt neben einem eigenen Opernensemble und einem Chor auch über ein Ballettensemble, das 30 Jahre lang bis zur Spielzeit 2010/2011 unter der Leitung des Choreografen Bernd Schindowski stand. Das Hausorchester ist die Neue Philharmonie Westfalen. Mit 128 Musikern ist sie das größte der drei Landesorchester in Nordrhein-Westfalen. Geleitet wird das Orchester seit 2007 von Generalmusikdirektor Heiko Mathias Förster, ehemals Chefdirigent der Münchner Symphoniker. Generalintendant des Hauses ist seit der Spielzeit 2008/2009 Michael Schulz, der von 2002/03 als Operndirektor am Deutschen Nationaltheater Weimar tätig war und unter anderem am Aalto Musiktheater und an der Komischen Oper Berlin Regie geführt hat. Chefdirigent des MiR ist Rasmus Baumann, der 2009 im Rahmen des Deutschen Dirigentenpreises im Konzerthaus Berlin als Ausnahme-Talent mit einem Sonderpreis bedacht wurde. Im vergangenen Jahr begrüßte das MiR 130.000 Besucher. Damit gewinnt das Theater für den Standort Gelsenkirchen wirtschaftlich zunehmend an Bedeutung. Denn als Touristenmagnet holt es nicht nur zusätzliche Kaufkraft in die Stadt, sondern wertet das Image der Kommune als Kunst und Kulturplatz deutlich auf. Das MiR erhält regelmäßig exzellente Kritiken. In der Umfrage zur Saison 2009/2010 konnte sich das Musiktheater im Revier beispielsweise als drittbeste Opernbühne des Landes weit oben im Ranking platzieren. Neben Aufsehen erregenden Premieren und erquickenden Konzer-

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ten finden auch Chansonabende mit Götz Alsmann und Kabarettvorstellungen mit Wilfried Schmickler Eingang in das Programm. Das breite Rahmenprogramm mit Baukunstführungen, Liederabenden, dem monatlichen Musik-Brunch oder dem Adventssingen mit Mitglieden des Opernensembles erfreuen sich großer Beliebtheit. Theaterpädagogen sorgen im Musiktheater im Revier dafür, dass das Interesse von Kindern und Jugendlichen an Musik und Tanz nach dem Motto „Mitmachen und Miterleben“ gefördert wird. Schultheatertage und Angebote für Lehrer runden das Programm ab. In jeder Saison werden im Rahmen des MJO Mir-JugendOrchesters aus jungen Musikern im Alter zwischen 12 und 25 Jahren die Spieler eines echten Opernorchesters. Wie bei den Profis muss jeder Instrumentalist ein Vorspiel absolvieren und kann in diesem Projekt Einblicke in den Alltag eines Theater-Orchesters gewinnen. Nach mehreren Probenwochenenden wird in einer Intensivprobenzeit von zwei Wochen unter der Leitung des Kapellmeisters die Partitur eines Stückes erarbeitet und mit dem MiR-Ensemble auf die Bühne gebracht. Dank der Stiftung Musiktheater im Revier ist es zudem möglich, neue und innovative Projekte durchzuführen, die für Kinder von nachhaltiger Bedeutung sind und den kulturellen Bezug stärken.

HIGHLIGHTS 2011/12 MERLIN (DE) Oper von Isaac Albéniz, Premiere 8.10.2011, Großes Haus, Musikalische Leitung: Heiko Mathias Förster, Inszenierung: Roland Schwab Die Sage um das legendäre Schwert Excalibur, den Zauberer Merlin und den jungen Artus begeisterte Menschen und inspirierte Künstler zu allen Zeiten. Ein solch gewaltiger Mythos kann und muss im Gesamtkunstwerk der Oper aus Bühne, Spiel und Musik seine Vollendung finden. LA GRANDE MAGIA von Manfred Trojahn, Premiere 24.3.2012, Großes Haus, Musikalische Leitung: Lutz Rademacher, Inszenierung: Gabriele Rech David Lynch hätte seine Freude an der morbiden Fassade der einst ehrenwerten Familie di Spelta: Auf der Suche nach Glück und Erfüllung verlieren sich die Figuren des Dramas in surrealistische Labyrinthe. Danach werden sie nicht mehr dieselben sein.

SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen musik- und ballettinteressiertes Publikum, Kinder ab 5 Jahren, musikinteressierte und musizierende Jugendliche Gegenleistungen Werbereichweite: auf Anfrage Werbemittel: Spielzeitheft (25.000 Exemplare),Theaterzeitung (10 x 200.000 p.a.), Programmhefte (15.000 Exemplare), Internetauftritt, Ansprache auf Premierenfeiern Tausenderkontaktpreis: auf Anfrage Wert der Partnerschaft: auf Anfrage

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement MiR-Premieren-Partner: Ihr Unternehmen steht im Scheinwerferlicht einer überregional bedeutenden Premiere. Als Schirmherr einer aufwändigen Produktion sind sie am MiR-Geschehen beteiligt und stehen im Fokus des medialen Interesses. MiR-Individual-Partner: Das MiR entwickelt für Sie eine maßgeschneiderte, exklusive Form des Engagements nach Ihren Wünschen. MiR-Künstler-Pate: Ob Sänger, Ballerina, Dramaturg oder Dirigent, Sie unterstützen ein EnsembleMitglied Ihrer Wahl. So steigern Sie die schon heute bemerkenswert hohe Qualität des MiR. MiR-Donator: So zeigen Sie soziale und kulturelle Verantwortung, während der Erfolg des Hauses auf Sie abstrahlt. Weitere Möglichkeiten: MiR-Kostüm-Pate, MiR-Event-Partner, MiR-Technik-Pate, MiR-Werbepartner.

DIE HEXEN VON EASTWICK(DE) Musical von Dana P. Rowe & John Dempsey, Premiere 9.6.2012, Großes Haus, Musikalische Leitung: Jürgen Grimm, Inszenierung: Gil Mehmert Nicht um Tupperware oder Reizunterwäsche, sondern um nichts Geringeres als den Traumprinzen geht es den drei Hobby-Hexen in der Provinz … 163


NORDRHEIN-WESTFALEN

Neanderthal Museum www.neanderthal.de

Standort: Mettmann bei Düsseldorf

Zeitreise Erleben Multimediales Erlebnismuseum am legendären Fundort

Besucher pro Jahr: 180.000 Museum inkl. 25.000 in der Steinzeitwerkstatt

Seit dem Fund des weltweit bekanntesten Humanfossils im Jahre 1856 im Neandertal, steht die Gegend ganz im Zeichen des Neanderthalers. Im damals von Steilwänden eingerahmten Tal der Düssel fanden Arbeiter beim Kalkabbau die Knochen, die der Wuppertaler Lehrer und Naturforscher Fuhlrott als Skelettreste eines eiszeitlichen Menschen identifizierte – der Neanderthaler war geboren. Heute ist der Neanderthaler ein wahrer Weltstar. Jeder kennt ihn – jeder hat ein Bild von ihm.Grund genug, dass ihm und der Menschheitsgeschichte, in der er eine bedeutende Rolle spielt, im Jahre 1996 ein Museum gewidmet wurde, welches seither jährlich 180.000 Besucher in das Neandertal nahe Düsseldorf lockt. Das Museum und seine Ausstellung wurden national und international mehrfach preisgekrönt, nicht zuletzt auf Grund der multimedialen Präsentation, die jedem Besucher, ob groß oder klein, mit eindrucksvollen Inszenierungen, Hörtexten, Filmen und interaktiven PCs einen abwechslungsreichen und spannenden Museumsbesuch ermöglicht. Besonders beeindruckend sind hierbei die zahlreichen Rekonstruktionen, die mittels modernster gerichtsmedizinischer Verfahren naturgetreu nachgebildet werden konnten. Ein Besuch im Neanderthal Museum gleicht einer Zeitreise durch die Menschheitsgeschichte – von den Anfängen in den afrikanischen Savannen vor mehr als vier Millionen Jahren bis in die Gegenwart. Eindrucksvoll präsentiert sich auch die außergewöhnliche Architektur von Günter Zamp Kelp, Julius Kraus und Arno Brandlhuber. Das bläuliche Glas des spiralförmigen Gebäudes lässt das Museum fast unwirklich in der unter Naturschutz stehenden Tallandschaft erscheinen. Besonders Familien und Schulklassen präsentiert sich das Neanderthal Museum als attraktives Freizeit- und Bildungserlebnis mitten in Nordrhein-Westfalen. Neben dem reinen Museumsbesuch bieten sich der Besuch der Fundstelle sowie ein Workshop in der museumseigenen Steinzeitwerkstatt an, in der steinzeitliches Handwerk erlernt werden kann.

Innennutzfläche: 1.200 m² Außennutzfläche: 6.000 m² Ausstellungen pro Jahr: neben der Dauerausstellung 2 – 3 Sonderausstellungen Führungen, Workshops & Events pro Jahr: ca. 3000 Anzahl der Mitarbeiter: 30 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Kreissparkasse Düsseldorf, Kreis Mettmann, Landschaftsverband Rheinland, NRW-Stiftung, Natur-Heimat-Kultur, Stadt Mettmann & Stadt Erkrath, RWE AG Rechtsform: Stiftung Jahresumsatz: 1,6 Mio. Euro (2008)

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SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen _Schulklassen _Familien mit Kindern und Jugendlichen sowie Senioren _Touristen und Busreisegruppen _Unternehmen, die Architektur, HIGHLIGHTS 2011/12 Ausstellung, Natur und steinzeitliche LEGO Zeitreise 19. November 2011 bis 18. März 2012 Incentives in ihre Events und Tagungen Steinezeit im Neandertal: Der Sonderausstellungsbereich des Neanderthal Museums ver- einbinden. wandelt sich in diesem Winter in ein LEGO-Paradies. Geh auf Zeitreise mit LEGO. Von den Gegenleistungen Urmenschen und Mammuts zu den Pyramiden, zum griechischen Tempel, Römerlager, Werbereichweite: bis zu 17,5 Mio. Brutto-Werbekontakte zur mittelalterlichen Burg bis hin zu Fabrikanlagen und einem Ausblick in die Welt der Werbemittel: Großflächenplakate, Brückenbanner, A1-, A2- und A3- Plakate, Flyer & Broschüren, Zukunft. Es gibt viel zu entdecken und – na klar – auch einen Mitmachbereich. Mensch Affe 31. März bis 21. Oktober 2012 Die Ausstellung zeigt biologische und kulturelle Aspekte der Beziehung Mensch und Menschenaffe. Sie gibt einen Überblick über die stammesgeschichtliche Entwicklung der verschiedenen Menschenaffen, seit sich unsere Linien vor etwa sechs Millionen Jahren getrennt haben. Sie informiert darüber, wie die großen Menschenaffen leben, welche Sozialstrukturen sie ausgebildet haben, ob sie Werkzeuge nutzen und vieles mehr. Die Schau informiert auch über die aktuelle Bedrohung durch Ausrottung und Vernichtung der Lebensräume. Sie beleuchtet unter kulturgeschichtlichen Aspekten unsere Rezeption dieser nächsten Verwandten der Menschen.

Halbjahresprogramm, Eintrittstickets, Einladungen, Fassadenaufkleber, Give-Aways, Stundenpläne, Newsletter, Kundenbefragungskarten, Internetseite, Web 2.0, diverse Anzeigen, Pressearbeit, Promotionstände, Aufsteller und Banner vor Ort Tausenderkontaktpreis: 0,14 – 11,46 Euro Wert der Partnerschaft: 2.500 – 200.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Jahrespartner unterstützen Sie das Neanderthal Museum für ein Kalenderjahr und profitieren in großem Maße von der Einzigartigkeit dieses Museums. Dazu gehört neben einer Präsenz auf allen Kommunikationsmedien auch die Möglichkeit, die Räumlichkeiten des Museums für Veranstaltungen zu nutzen. Auch haben Sie die Option, als Presenter einer Sonderausstellung oder eines ausgewählten Events in Erscheinung zu treten. Darüber hinaus können Sie als Ausstatter und Lieferant das Neanderthal Museum durch Sachspenden unterstützen. Engagieren Sie sich für das Neanderthal Museum und profitieren Sie von der mit Sympathie aufgeladenen Figur des Neanderthalers.

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NORDRHEIN-WESTFALEN

Ruhrfestspiele Recklinghausen www.ruhrfestspiele.de

Standort: Recklinghausen Besucher pro Jahr: bis zu 100.000 zum Kulturvolksfest, über 80.000 in den Theateraufführungen (2011) Spielorte: Ruhrfestspielhaus: Großes Haus, Kleines Theater, Theaterzelt, Rathaussaal, Theater Marl, FRiNGEZELT, Stadtgarten Vorstellungen pro Jahr: mehr als 200 Aufführungen in 6 Wochen sowie zahlreiche Gastspiele in Deutschland und weit über die Grenzen hinaus Träger: DGB, Stadt Recklinghausen Förderer: Die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Hauptsponsor: Evonik Industries AG Festspielsponsoren: RAG AG, RWE Vertrieb AG, Volkswagen, Mannesmann Röhrenwerke, Sparkasse Vest Recklinghausen, Medienhaus Bauer, Ostermann Unterstützer: IG BCE, IG Metall, Hans-Böckler Stiftung, Verein der Freunde der Ruhrfestspiele Kooperationspartner: Stadt Marl Medienpartner: WDR 3, K.West Rechtsform: GmbH Jahresumsatz: ca. 6,5 Mio. Euro

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Während der Festspielzeit verwandelt sich Recklinghausen in eine wahrhaft internationale Kulturmetropole. Vom 1. Mai bis Mitte Juni stehen alljährlich internationale Theater- und Schauspielgrößen auf der Ruhrfestspielbühne und begeistern ihr Publikum. Fesselnde Inszenierungen namhafter Regisseure, Darbietungen preisgekrönter Schauspielgrößen, Aufführungen junger Talente der Theaterszene und Uraufführungen bisher unbekannter Werke und Autoren verbinden sich zu einem runden Gesamtkonzept. Im Jahr 2005 übernahm Dr. Frank Hoffmann die Leitung der Ruhrfestspiele. „Qualität für alle“ lautet sein konzeptioneller Leitgedanke, der den Theaterliebhaber ebenso ansprechen soll wie den erstmaligen Besucher. Alljährlich steht ein ausgewählter Autor bzw. eine thematische Klammer im Zentrum der Spielzeit. Unter dem jährlichen Festspielmotto wird das Programm aus Eigeninszenierungen, Koproduktionen und Gastspielen mit renommierten internationalen und deutschsprachigen Theatern zusammengestellt wie dem Old Vic Theatre, London, dem BAM, New York, den Vereinigten Bühnen Wien, dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, dem Deutschen Theater Berlin, dem Staatsschauspiel Dresden, dem Maxim Gorki Theater Berlin, dem Schauspiel Frankfurt und dem Théâtre National du Luxembourg. Dabei waren Hollywoodstars wie John Malkovich, Kevin Spacey, Jeff Goldblum, Cate Blanchett und Ethan Hawke in den vergangenen Jahren ebenso hautnah zu erleben wie Oscarpreisträger Maximilian Schell und internationale Stars wie Isabelle Huppert, David Bennent, Hanna Schygulla und Burghart Klaußner. Auch die Großen der deutschsprachigen Theaterszene wie Iris Berben, Hannelore Elsner, Dominique Horwitz, Nina Hoss, Heike Makatsch, Ulrich Matthes, Otto Sander, Edgar Selge, Katja Riemann, Angela Winkler und viele weitere standen auf den Brettern der Ruhrfestspiel-Bühnen. Renommierte internationale und deutschsprachige Regisseure wie Luc Bondy, Peter Brook, Jan Bosse, Andreas Kriegenburg, Thomas Ostermeier oder Michael Thalheimer zeigen ihre Inszenierungen bei dem Theaterfestival. Zu Gast in Recklinghausen sind viele Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Zur Eröffnungspremiere sowie zu verschiedenen weiteren Veranstaltungen der Ruhrfestspiele begrüßten die Ruhrfestspiele bereits den Alt-Bundespräsidenten Horst Köhler, die Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Ministerpräsidentin des Landes NRW, Hannelore Kraft, und den Bundestagspräsidenten Dr. Norbert Lammert. Auch außerhalb der sechswöchigen Festspielzeit sind die Ruhrfestspiele präsent: Viele FestspielProduktionen werden an renommierten Theatern in Deutschland und weltweit nach den Ruhrfestspielen weitergespielt. Bei der

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bei der Eröffnung der Ruhrfestspiele 2011 © Ruhrfestspiele Recklinghausen


SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Menschen der Region, Kulturinteressierte national/international, Medien, Gewerkschaftsmitglieder, Theater- und Kulturschaffende, Lobbyisten/Multiplikatoren Gegenleistungen

© Ruhrfestspiele Recklinghausen

programmatischen Ausrichtung des Festivals wird besonderer Wert auf die Implementierung neuer Stücke zeitgenössischer Autoren gelegt. So wird Recklinghausen alljährlich zu einem „kreativen Ort“, der sich stets neu erfindet. Im FRINGE Festival präsentieren internationale freie Künstler außergewöhnliche Darbietungen der Off-Szene. 2011 erhielt das FRiNGE Festival eine eigene Programmbroschüre und ein eigenes Logo. Ab 2012 besteht für Künstler aus aller Welt die Möglichkeit, sich erstmals initiativ für das FRiNGE Festival zu bewerben. Damit hat sich das FRiNGE Festival endgültig als eigenständiges Festival emanzipiert. Zum Auftakt der Festspiele findet am 1. Mai alljährlich das größte Kulturvolksfest Europas statt, das bis zu hunderttausend Besucher auf den grünen Hügel lockt. Neben dem Ruhrfestspielhaus werden viele weitere Schauplätze bespielt wie z. B. Zelte, Industriehallen, Aufführungsorte in der Stadt, die den Künstlern immer wieder neue szenische Räume eröffnen. Dass es dem ambitionierten Festival gelingt, Qualität zu präsentieren und zugleich ein möglichst breites Publikum zu erreichen, belegen die über 80.000 Besucher aus der Region, ganz Deutschland und der Welt im Jahr 2011.

Schlussapplaus Eröffnungspremiere „The Giacomo Variations“ © Ruhrfestspiele Recklinghausen

Besuchermassen bei dem Kulturvolksfest am 1. Mai 2011 © Ruhrfestspiele Recklinghausen

Werbereichweite: bis zu 12,9 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Großflächenplakate, Festivalkatalog, Programmhefte, Streifenplakate, Eintrittstickets, Besetzungshefte, Veranstaltungsflyer, Direktmailings, Einladungen, Internetauftritt, Newsletter, Printmedien, Aufsteller und Banner vor Ort, Bauzaunwerbung Tausenderkontaktpreis: 0,39 – 77,18 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 1.000.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Presentingsponsor präsentieren und unterstützen Sie die Ruhrfestspiele Recklinghausen exklusiv mit all Ihren Veranstaltungen. Sie genießen vor Ort u. a. individuelle Hospitality-Packages wie z. B. Meet & Greets mit Regisseuren und Künstlern oder einen Blick hinter die Kulissen. Auch eine eigene VIP-Veranstaltung des Sponsors ist möglich. Je nach Wunsch transportieren Werbeplakate, Fahnen, Banner und Promotionstände vor und in den Veranstaltungsorten Ihre Kommunikationsbotschaft. Als Hauptsponsor begleiten Sie je nach Wunsch alle wichtigen Großveranstaltungen, wie z. B. die Eröffnungs- und Abschlussfeier, das Volksfest am 1. Mai mit bis zu 100.000 Besuchern oder das FRiNGE Festival. Ihnen wird neben der Möglichkeit der Produktpräsenz vor Ort in allen definierten Kommunikationsmaßnahmen mit der Hervorhebung des Logos gedankt. Alternativ haben Sie die Möglichkeit, die Festspiele als Spielstätten-, Projekt- oder Eventsponsor zu begleiten. Neben einer Produktpräsenz vor Ort wird Ihnen durch die Hervorhebung Ihres Logos in allen wichtigen Werbe- und Kommunikationsmitteln, die die Spielstätte, das jeweilige Projekt oder Event betreffen, gedankt. 167


RHEINLAND-PFALZ

Nibelungen-Festspiele Worms www.nibelungenfestspiele.de

Standort: Worms am Rhein Besucher pro Spielzeit: ca. 18.000 – 25.000 Außennutzfläche: Parkanlage auf ca. 7.000 m², Open-Air-Bühne vor dem Wormser Kaiserdom mit 1.200 – 1.800 Sitzplätzen Vorstellungen und Veranstaltungen pro Jahr: ca. 16 Aufführungen der Hauptinszenierung, ca. 20 weitere Veranstaltungen im Rahmenprogramm Anzahl der Mitarbeiter: 3 Mitarbeiter + Geschäftsleitung sowie externe Dienstleister Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: AachenerMünchener AG, BASF SE, Daimler AG, Deutsche Bank AG, Eichbaum Brauereien AG, Engelhorn KGaA, Evonik Industries AG, EWR AG, Fiege IDC Worms, Hornbach AG, Kultursommer Rheinland-Pfalz, KulturStif tung der Deutschen Bank, Krombacher AG, Lotto Stiftung Rheinland-Pfalz, LSG Event Catering GmbH, Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes RheinlandPfalz, Neu’s Fruchtsäfte, Odenwald-Quelle, Pepsico Deutschland GmbH, Peters taler, PolymerLatex GmbH & Co. KG, Prinz-Carl Parkhotel, Renolit AG, Rheinhessenwein e.V., Rhenania Worms AG, Schott AG, Sektkellerei Schloss Wachenheim AG, S-Finanzgruppe RheinlandPfalz, Škoda Auto Deutschland GmbH, Sparkasse WormsAlzey-Ried, Südzucker AG, Trans Service Team, Volksbank Worms Wonnegau e.G., Winzersekt Medienpartner: 3Sat, SWR 1, ZDF, Verlagsgruppe Rhein-Main Rechtsform: gGmbH

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Das Wunder von Worms 2002 mit „Die Nibelungen“ von Autor Moritz Rinke fing alles an: Dieter Wedel führte bei den ersten NibelungenFestspielen Regie und stellte mit unermüdlichem Engagement die Weichen für die Erfolgsgeschichte der Festspiele. Seit Januar 2004 ist Dieter Wedel auch der Intendant der Festspiele: „Hätte mir vor zehn Jahren einer gesagt, dass ich heute immer noch in Worms bin, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Es ist offenbar zusammen gewachsen, was zusammen gehört. Es ist über die zehn Jahre eine große Liebe zu den Festspielen entstanden und eine große Verbundenheit zu der Stadt, wie ich das vor zehn Jahren nicht für möglich gehalten hätte. Dass sich der Freundeskreis der Festspiele gegründet hat, ist eine Bestätigung, dass meine Grandiose Kulisse mit Liebe zu den Festspielen auch von anderen geteilt wird. Es Blick auf der Nordseite © Rudolf Uhrig ist wunderbar zu sehen, wie sehr mittlerweile die Wormser Bürger zu uns stehen.“ Bei den verschiedenen Nibelungen-Inszenierungen setzte sich Dieter Wedel immer wieder mit den Fragen auseinander: „Was ist deutsch? Wo liegen die Wurzeln unserer Kultur? Wie sollen wir etwas über uns erfahren, ohne zu wissen, woher wir kommen?“ Von Anfang an stand den Nibelungen-Festspielen ein Schatz zur Verfügung: das faszinierendste Epos des Mittelalters – das Nibelungenlied. Hier, auf den Stufen des Wormser Kaiserdoms, sollen sich der Sage nach die Königinnen Kriemhild und Brunhild Die Westseite des Kaiserdoms um den Vortritt gestritten haben. © Rudolf Uhrig Hier soll in ihrer Hochzeitsnacht Brunhild ihren Ehemann aus dem Fenster gehängt haben. 800 Jahre später finden an diesem Originalschauplatz Festspiele statt. Seit der ersten Premiere im Jahr 2002 haben über 180.000 Zuschauer die Nibelungen-Festspiele in Worms besucht und die unterschiedlichsten Interpretationen der alten Geschichte mitverfolgt: Mal den düsteren, wortgewaltigen Klassiker Friedrich Hebbels, mal die verspielte, ganz und gar „undeutsche“, respektlose Neufassung von Moritz Rinke, mal die Komödie „Das Leben des Siegfried“ von John von Düffel. Intendant und Regisseur Dieter Wedel gelingt es immer wieder, die erste Garde deutscher Film- und Theaterschauspieler nach Worms zu


SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Kulturinteressiertes Publikum mit durchschnittlichem und höherem Bildungsgrad, Altersschwerpunkt 40 Jahre bis 65 Jahre, mittleres bis höheres Haushaltsnettoeinkommen, Herkunft: aus Worms (25 %), regional (25 %), überregional (50 %) Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 27,1 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Großflächenplakate, A1-, A2- und A3Plakate, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Website, Pressemitteilungen, Anzeigen, Promotionstände, Aufsteller, Veranstaltungsbanner Tausenderkontaktpreis: 0,18 Euro Wert der Partnerschaft: ab 5.000 Euro

holen. Die spektakulären Inszenierungen und das brillante Ensemble, um das so manches Staatstheater Worms beneiden dürfte, bescherten den Nibelungen-Festspielen innerhalb kürzester Zeit nationale und internationale Beachtung und ein enormes Medieninteresse. Der Nibelungen-Stoff erlebt seit der ersten Premiere der Festspiele im Jahr 2002 auf den großen Bühnen im deutschsprachigen Raum eine Renaissance; ein Stoff, der lange Zeit als kontaminiert galt, weil die Nationalsozialisten ihn bewusst fehlinterpretiert hatten. „Worms“ – so schrieb der Tagesspiegel – „Hauptstadt der Revision deutscher Legenden.“ 2010 bezeichnete die „Bunte“ die Festspiele als „Wunder von Worms“.

HIGHLIGHTS 2011/12 10 Jahre Nibelungen-Festspiele Worms 25.6. – 10.7.2011 Uraufführung „Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“ Im Jubiläumsjahr der Nibelungen-Festspiele in Worms wird „Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“ uraufgeführt. Es ist die Geschichte einer großen Freundschaft zwischen einem Herzog und seinem Berater Joseph Süß, einer bewegenden Liebe, ein Drama über Hass, Vorurteile, Verrat und einem beispiellosen Justizskandal, bei dem bis heute die wahren Umstände den meisten unbekannt sind. Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer ist ähnlich wie die Nibelungen ein von den Nazis kontaminierter Stoff. Für die diesjährige Uraufführung konnte Intendant und Regisseur Dieter Wedel erneut bekannte Schauspieler engagieren: Rufus Beck, Felicitas Woll, Jürgen Tarrach, Manfred Zapatka, Teresa Weißbach, Peter Striebeck, Walter Plathe, André Eisermann, Anouschka Renzi, Nadine Schori, und andere. Nibelungen-Festspiele Worms 2012 3.8. – 19.8.2012

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Verknüpfen Sie den Erfolg der Nibelungen-Festspiele mit dem Erfolg Ihres Unternehmens. Unser Motto lautet dabei: „Gemeinsam mehr erreichen!“. Ob als Master-, Haupt- oder Projektsponsor – wir bieten Ihnen die Möglichkeiten gemäß Ihrer Firmenausrichtung dieses einmalige Kulturereignis mitzugestalten und in Ihre Unternehmenskommunikation individuell mit einzubinden. Neben der medialen Einbindung Ihres Unternehmens bieten wir ausgesuchte und individuelle Hospitalityplattformen an – auch außerhalb des Eventzeitraumes.

Zauberhaftes Flair im Heylshofpark © Rudolf Uhrig

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SAARLAND

Filmfestival Max Ophüls Preis www.max-ophuels-preis.de

Standort: Saarbrücken Besucher pro Jahr: ca. 38.000 Anzahl der Mitarbeiter: ca. 35 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förder: Landeshauptstadt Saar brücken, CosmosDirekt, Sparkasse Saarbrücken, Cine Plus Media Service GmbH & Co. KG, Christie Digital Systems Inc., Saarland-Sporttoto GmbH, Saarland Medien, Der Beauftragte der Bundes regierung für Kultur und Medien, Der Ministerpräsident des Saarlandes, O. Häfele GdbR Visuelles Marketing, Saarbahn GmbH, Stadtwerke Saarbrücken AG, hb – Veranstaltungstechnik, DEFA-Stiftung, GIU – Gesell schaft für Innovation und Unter nehmensförderung mbH, AUDI & VW Zentrum Scherer Grossklos GmbH & Co. KG, Domicil Leidinger Saar brücken, Hotel am Triller, Saarbrücken, TNT Express GmbH, Landeszentrale für politische Bildung Medienpartner: Saarländischer Rundfunk, Zweites Deutsches Fernsehen, ZEITonline, Deutschlandradio Kultur Rechtsform: gemeinnützige GmbH Jahresumsatz: ca. 900.000 Euro

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Das Saarbrücker Filmfestival Max Ophüls Preis, das es vom 16.1.2012 bis 22.1.2012 in der 33. Ausgabe geben wird, engagiert sich seit seiner Gründung für den jungen deutschsprachigen Film. Es versteht sich als wichtigstes Forum für die Förderung neuer Talente aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und kann für sich beanspruchen, das einzige explizite Nachwuchsfilmfestival im deutschsprachigen Raum zu sein. Für junge Filmemacher stellt die Teilnahme am „Max Ophüls Preis“ einen bedeutenden Schritt in ihre professionelle Zukunft dar. So standen Filmschaffende, die heute deutsche Kinogeschichte schreiben, in Saarbrücken zum ersten Mal im Rampenlicht, wie z.B. Christian Petzold, Florian Henckel von Donnersmarck, Dani Levy oder die Schauspieler Til Schweiger, Christiane Paul und Maria Schrader. Preise und Auszeichnungen in den Kategorien Langfilm, Kurzfilm und mittellanger Film tragen das Profil des Festivals, auf junge Talente aufmerksam zu machen und sie durch gezielte Vernetzung mit Verleihern, Produzenten, Agenturen und Redaktionen fest in der Branche zu verankern. Auf die Trends und die Erfordernisse der Branche flexibel zu reagieren, stellt eine besondere Herausforderung dar. So hat der Dokumentarfilm seinen festen Platz im Wettbewerbsprogramm gefunden und die hoch auflösende digitale Filmprojektion trägt der Entwicklung der digitalen Produktion Rechnung. Neben seiner wichtigen Stellung als Branchentreffpunkt mit über 1.000 akkreditierten Fachbesuchern ist das Festival vor allem ein Publikumsmagnet: Allein in den letzten fünf Jahren wurde ein Besucherzuwachs von 30% auf fast 40.000 Gäste verzeichnet. Dabei schätzen Zuschauer und Fachbesucher gleichermaßen die familiäre und kommunikative Festivalatmosphäre rund um die beteiligten Festivalkinos. Einen besonderen Ruf genießt das Festival für seine hervorragenden Kontaktmöglichkeiten, was nicht zuletzt dem Festivaltreffpunkt „Lolas Bistro“ zu verdanken ist, wo Kinogänger, Jurymitglieder und Filmemacher jede Nacht den Festivaltag ausklingen lassen.


SPONSORINGANGEBOT

HIGHLIGHTS 2011 Das Filmfestival Max Ophüls Preis gilt für die Jungfilmer in der Branche als große Karriere-Chance. Sarah Horváth wurde für ihre Rolle der LILLI in SONGS OF LOVE AND HATE mit dem Max Ophüls Preis 2011 als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet und drehte im selben Jahr den Kinofilm LOLLIPOP MONSTER an der Seite von Nicolette Krebitz und Thomas Wodianka. Der Hauptdarsteller des Max Ophüls Preis Gewinnerfilms DER ALBANER Nik Xhelijaj wurde im Rahmen der Berlinale 2011 mit dem SHOOTING STAR Award ausgezeichnet.

Zielgruppen Das Festival richtet sich an Besucher aller Altersgruppen, die für innovative Kinokultur offen sind. Knapp 75 % des Festivalpublikums ist zwischen 20 und 50 Jahre alt. Die Besucher sind überdurchschnittlich gebildet und legen Wert auf eine gehobene Lebensqualität. Sie sind markenbewusst und offen für Innovationen. Zu den Festivalzuschauern zählen sowohl Besucher aus dem gesamten deutschsprachigen Raum als auch zahlreiche internationale Gäste. Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 16,8 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Großflächenplakate (City Lights), Festivalkatalog, A1-Plakate, Eintrittstickets, Festivalguide, Veranstaltungsflyer, Direktmailing, postalische Einladungen, Internetseite, Pressearbeit, Festivaltrailer, Banner vor Ort Tausenderkontaktpreis: 0,15 – 4,77 Euro Wert der Partnerschaft: 2.500 – 80.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Premiumsponsor unterstützen Sie das Filmfestival Max Ophüls Preis bei seiner Förderung des Filmnachwuchses nachhaltig und langfristig. Sie werden in Veranstaltungen wie z. B. Eröffnung, Preisverleihung, Sondervorführungen und Pressekonferenzen eingebunden und verfügen über Freikartenkontingente. Als Sponsor können Sie einzelne Veranstaltungen oder Projekte im Bereich des Filmnachwuchses fördern und Ihr Unternehmen dabei präsentieren. Als Partner geben wir Ihnen die Möglichkeit, sich in ausgewählte Programme und Projekte einzubinden. Als Stifter von Sachspenden unterstützen Sie die Filmschaffenden und ermöglichen ihnen damit einen Eintritt ins Film- und Fernsehgeschäft. Durch Ihr Engagement erreichen Sie die zahlungskräftige und erfolgreiche Zielgruppe in der heutigen Medienlandschaft.

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SACHSEN

Dresdner Kreuzchor www.kreuzchor.de

Standort: Dresden Veranstaltungen pro Jahr: ca. 100 Besucher pro Jahr: 150.000 Rundfunkanstalten: sämtliche ARD-Anstalten, ZDF, Deutschlandradio Kultur, Deutschlandfunk Bisherige Partner und Sponsoren: Allianz Versicherung AG, Ostsächsische Sparkasse Dresden, Dresdner Verkehrsbetriebe AG Rechtsform: Einrichtung der Landeshauptstadt Dresden Mitarbeiter: 32 Choristen: 150 Jungen und junge Männer im Alter von 9 bis 19 Jahren Umsatz: 2,6 Mio. Euro

Fotos: © Matthias Krüger

Der Dresdner Kreuzchor als einer der ältesten und berühmtesten Knabenchöre der Welt wurde erstmalig im Jahr 1300 erwähnt. Künstlerische Heimstatt des attraktiven Kunst- und Ausbildungsinstituts ist die Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt, das größte Gotteshaus Sachsens. Auch nach mehr als 700 Jahren besteht die wichtigste Aufgabe des Chores darin, hier mehr als die Hälfte der Vespern und Gottesdienste musikalisch zu gestalten. Gemeinsam mit dem Evangelischen Kreuzgymnasium eröffnet der Chor einen Bildungsweg, der den jungen Menschen im Mittelpunkt sieht und seine Neigungen und Interessen zu fördern weiß. Neben dem normalen Schulalltag erhalten die etwa 150 Sänger wöchentlich Gesangs- und Instrumentalunterricht. Ihre tägliche Probenarbeit und der spezifische Chorklang bilden die Grundlage für den Erfolg und die Berühmtheit des Dresdner Kreuzchores. Dabei verfügen nur wenige Chöre über ein gleichermaßen vielfältiges Repertoire. Im Mittelpunkt steht die Pflege der geistlichen und weltlichen A-cappella-Musik. Schwerpunkte bilden die Musik des 17./18. Jahrhunderts und die klassische Moderne. Aber auch Ur- und Erstaufführungen singt der Dresdner Kreuzchor regelmäßig bravourös. Die gemeinsamen Konzerte mit der Dresdner Philharmonie oder der Sächsischen Staatskapelle Dresden sind aus dem Musikleben der Stadt nicht wegzudenken. Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“, seine Passionen, Messen und Kantaten sowie das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms werden alljährlich in der Kreuzkirche aufgeführt. Mit diesen Werken begeistern die jungen Sänger auch auf Tourneen die Zuhörer. Mehrmals im Jahr begibt sich der Dresdner Kreuzchor über deutsche und europäische Grenzen hinaus bis nach Israel, Kanada, Japan, Südamerika und in die USA. Dazu kommen Auftritte bei internationalen Musikfestivals ebenso wie ungezählte Rundfunk- und Fernsehaufnahmen. Seit mehr als 80 Jahren hat der Chor über 800 Tonaufnahmen für so angesehene Plattenfirmen wie Deutsche Grammophon, Teldec, Capriccio und Berlin Classics eingesungen. Renommierte Opernhäuser verpflichten Chorsolisten regelmäßig für Solopartien wie die drei Knaben in der „Zauberflöte“.

HIGHLIGHTS 2012 Alleinstellungsmerkmal sind die regelmäßigen Konzerte und Kreuzchorvespern in der Kreuzkirche Dresden, hier singt der Chor nahezu 60 Mal pro Jahr. Regelmäßige Gastspiele und Tourneen erweitern den künstlerischen Wirkungsradius kontinuierlich: Die Kruzianer werden mit zahlreichen Konzerten in den wichtigsten Konzerthäusern und Kirchen Deutschlands gastieren. Eine weitere Tournee führt mit der Dresdner Philharmonie durch Asien. Aber auch in seiner Heimatstadt wird der Dresdner Kreuzchor deutlich häufiger außerhalb der Kreuzkirche zu hören sein und auf sein Publikum zugehen. 172


SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen 50 % Erwachsene im Alter von 30 bis 60 Jahren, Ruheständler ab 60 Jahre, Familien mit Kindern, Schüler, Studenten aus Dresden und Umgebung; Akademiker, höhere Angestellte und Selbständige; gehobenes Einkommensniveau; 50 % Touristen aus dem In- und Ausland; Bildung, Tradition und die gehobene gesellschaftliche Stellung prägen die Zielgruppe. Das Publikum ist materiell sehr gut ausgestattet und legt viel Wert auf Kunst- und Kulturgenuss. Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 13,3 Millionen BruttoWerbekontakte in Dresden und Umgebung Werbemittel: A1 und größerflächige Plakate, Spielzeitbücher und Programmkalender, Tickets, Programmhefte, Postkarten, Einladungen, Internetseite, Anzeigen, Banner Tausenderkontaktpreis: 0,38 – 7,55 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 100.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Musik entwickelt Kreativität und Kognition, sie fördert Konzentration, Lern- und Leistungsbereitschaft. Um diesen Anspruch dauerhaft zu erfüllen, gewinnt die Unterstützung des Dresdner Kreuzchores durch Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Als Jahrespartner sind sie ganzjährig während der Konzerte, der drei bis vier Deutschlandtourneen sowie der Auslandsgastspiele präsent. Ebenso besteht die Möglichkeit, ausgewählte Konzerte und Tourneen zu präsentieren und dies gezielt für die Einladung von Geschäftspartnern und Kunden zu nutzen. Darüber hinaus können Sie als Exklusivpartner von CD-Produktionen Ihr kulturelles Engagement kommunizieren. Die Unterstützung generiert für Unternehmen einen positiven Transfer der Imagemerkmale des Chores wie Ästhetik, Seriosität, Originalität, Prestige, Harmonie, Tradition, Verantwortung und Jugendlichkeit. 173


SACHSEN

Gewandhausorchester und Gewandhaus zu Leipzig www.gewandhaus.de

Standort: Gewandhaus zu Leipzig, Augustusplatz, Leipzig Besucher pro Jahr: 500.000 Vorstellungen/Veranstaltungen pro Jahr: 700 Anzahl der Mitarbeiter: 276 bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Sparkasse Leipzig, DHL, BMW Niederlassung Leipzig Alte Messe, EnBW Energie Baden Württemberg, Leipziger Volks zeitung, Stadtwerke Leipzig, Steigenberger Grandhotel Handelshof Leipzig, VNG Ver bundnetz Gas AG, BEV – Ihr Immobilien-Partner GmbH, Bosch Sicherheitssysteme GmbH, Dr. Michael Braune, Steuerberater und Kathleen Tauche, Steuerberaterin, E. Breuninger GmbH & Co., Fischer ANalysen Instrumente GmbH, CLIMATECH Firmengruppe, CMS Hasche Sigle Rechts anwälte und Steuer berater, DE VACTO Veränderungsakademie, Dr. med. Peter Dietel, Dow Olefinverbund GmbH, Hitschfeld, Büro für strategische Beratung GmbH, immoplus – Gebäude-Service GmbH, Konsumgenossenschaft Leipzig eG, KPMG, Krostitzer Brauerei, Leipziger Stadtbau AG, Leipziger Verlagsanstalt GmbH, Margon Brunnen GmbH, Martens & Prahl Versicherungskontor GmbH Leipzig, Messedruck Leipzig GmbH, Dr. Arend Oetker, Ostrei Dienstleistungen und Umwelttechnik GmbH, Pricewaterhouse Coopers AG, Reinwald Entsorgungs GmbH, Scharlemann Rechtsanwälte, Siemens AG, VOLPINA Haus- und Grundbesitz Verwaltungs GmbH Medienpartner: LVZ Rechtsform: Eigenbetrieb der Stadt Leipzig

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Marke des Jahrhunderts Das Gewandhausorchester ist das älteste bürgerliche Konzertorchester der Welt. Keimzelle des Orchesters war die 1743 von 16 Kaufleuten gegründete Konzertgesellschaft „Großes Concert“. Mit dem Umzug in das Messehaus der Tuchwarenhändler im Jahre 1781 erhielt das Ensemble den Namen „Gewandhausorchester“. Der Name dieses ersten Konzertsaales blieb dem Klangkörper und den danach folgenden Konzerthaus-Neubauten erhalten: dem 1884 bezogenen zweiten Gewandhaus, das 1944 von Luftangriffen zerstört wurde sowie dem 1981 am Augustusplatz eingeweihten „Neuen Gewandhaus“. Wenige andere Klangkörper waren an der Entwicklung der symphonischen Musiktradition so stark beteiligt wie das Gewandhausorchester. Es spielte beispielsweise noch zu Lebzeiten des Komponisten sämtliche Beethoven-Symphonien. Auch der weltweit erste Bruckner-Zyklus ist dem Orchester zu verdanken. Die wichtigsten Komponisten und Solisten ihrer Zeit sind im Gewandhaus ein- und ausgegangen. Vor allem Felix Mendelssohn Bartholdy hat mit seinem Wirken als Gewandhauskapellmeister das Konzertleben weltweit bis heute beeinflusst. Weitere bedeutende Gewandhauskapellmeister waren Arthur Nikisch, Wilhelm Furtwängler, Bruno Walter. Kurt Masur, Gewandhauskapellmeister von 1970 bis 1996, und Herbert Blomstedt (1998 – 2005) sind die Ehrendirigenten des Gewandhausorchesters. Im Jahr 2009 wurde das inzwischen von Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly geleitete Gewandhausorchester zur „Marke des Jahrhunderts“ gekürt. Zuvor erhielt es bereits eine Auszeichnung für das beste Konzertprogramm der Spielzeit 2008/09 und alle CD-Einspielungen der letzten fünf Jahre wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet, zuletzt die Matthäus-Passion mit dem „Prix Herbert Karajan“ der „Academie National du Disc Lyrique“ (Paris). Das Gewandhausorchester zeichnet sich durch ein selten großes Repertoire-Spektrum und eine ungewöhnlich hohe Aufführungsdichte aus, was auch an seinem großen Aufgabenfeld liegt: Konzertorchester, Opernorchester der Leipzi© Matthias Krüger ger Oper und Kammerorchester, das gemeinsam mit den weltberühmten Thomanern die Kantaten in der Thomaskirche gestaltet. Mit weit über 200 Aufführungen in diesen drei Spielstätten und weltweiten Tourneen ist das Gewandhausorchester das musikalische Zentrum der Stadt Leipzig und ihr wichtigster musikalischer Botschafter. Im Gewandhaus zu Leipzig finden jedes Jahr über 200 eigene Konzerte statt, nahezu 70 Konzerte mit dem Gewandhausorchester sowie Chor-, Orgel- und Kammerkonzerte.


Auch die Eröffnung der Leipziger Buchmesse und die Verleihung des Internationalen Mendelssohn Preises der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung werden vom Gewandhausorchester musikalisch © Matthias Krüger gestaltet. Die musikpädagogische Abteilung bietet darüber hinaus pro Spielzeit ca. 100 Workshops und Konzerte für Kinder und Jugendliche an, die von Schulbesuchen über Probenbesuche im Gewandhaus bis zu Events wie der jährlich stattfindenden „Audio Invasion“, bei der 2000 junge Erwachsene das Gewandhausorchester und elektronische Musik an einem Abend erleben können, reichen. Das Gewandhaus zu Leipzig beherbergt neben den eigenen Konzerten nahezu 400 weitere Veranstaltungen aller Gattungen. Für die Durchführung von Konzerten oder Tagungen ist das Haus technisch bestens gerüstet. Das Gewandhaus bietet mit einem eingespielten Team geschulter Mitarbeiter einen Full-Service, der dafür sorgt, dass jede Veranstaltung erfolgreich durchgeführt werden kann.

HIGHLIGHTS OKTOBER 2011

SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen _Klassikaffine Personen _Leipziger Publikum _Kulturtouristen Publikum _Durchschnittsalter: 57 Jahre _Überdurchschnittliches Bildungsniveau und Haushaltseinkommen _mehr als 12.000 Abonnenten Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 55,9 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Großflächenplakate, CLPs, A0-, A1-, A3-Plakate, Eintrittstickets, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Postkarten, Direktmailings, Newsletter, Pressemitteilungen, Pressekonferenz, Promotionstände, Aufsteller, Blow ups, Anzeigen in Printmedien Tausenderkontaktpreis: ab 0,09 Euro Wertumfang der Partnerschaft: ab 5.000 Euro

Die Highlights der kommenden Spielzeit 2011/12 sind neben den Konzerten von Künstlern Möglichkeiten für Ihr wie Riccardo Chailly, Hèléne Grimaud, Leonidas Kavakos, Christian Thielemann oder Sponsoring-Engagement Herbert Blomstedt vor allem der Beethoven Zyklus 2011. Partner können als Mitglieder des Gewandhaus Sponsor’s Club zwischen Der Beethoven Zyklus 2011 – von Leipzig nach Europa drei Modellen wählen, die sich in Bezug Ludwig van Beethovens sinfonisches Werk gehört zum Kernrepertoire des Gewandhaus- auf die maximale Mitgliederzahl, die orchesters. Bereits zu Beethovens Lebzeiten wurden in der Konzertsaison 1825/26 welt- Leistungsvorzüge und den Förderbeitrag weit erstmalig alle Sinfonien in einem Zyklus aufgeführt. Seither sind die Sinfonien aus unterscheiden. den Spielplänen des Gewandhausorchesters nicht mehr wegzudenken und jeder der bis- Gemeinsam ist ihnen die enge Bindung her amtierenden Gewandhauskapellmeister hat „seinen“ Zyklus im Gewandhaus erar- an eines der berühmtesten und besten beitet. In dieser Tradition präsentieren im Oktober 2011 auch Riccardo Chailly und das Sinfonieorchester weltweit sowie Gewandhausorchester diesen Zyklus aus ihrer Sicht. der exklusive Zugang zum wichtigsten Vor über 200 Jahren ging ein wesentlicher Impuls zur nachhaltigen Beethoven-Rezepti- Kulturzirkel Leipzigs. on in Europa von Leipzig aus: Die überregional einflussreichen Rezensionen der Gewand- Es existiert die Möglichkeit, spezielle haus-Konzerte in der Allgemeinen musikalischen Zeitung, die in Leipzig verlegt wurde, Veranstaltungen wie dem Beethoven begleiteten kontinuierlich die Karriere Beethovens, deren Entwicklung damit europa- Zyklus 2011, die Mendelssohn-Festtage weit Verbreitung fand. So ist es nur folgerichtig, dass der diesjährige Zyklus mit Riccardo Leipzig, die Tourneen des GewandhausChailly auch im Wiener Musikverein, dem Londoner Barbican Center und dem Salle Pley- orchesters oder musikpädagogische el in Paris zu hören sein wird. Angebote zu fördern. Das Besondere am Beethoven-Zyklus des Jahres 2011 ist die Kombination mit zeitgenössischen Werken. Die Aktualität Beethovens, der gleichsam formprägend und revolutionär war, veranlasste den Gewandhauskapellmeister, fünf neue Werke in Auftrag zu geben. Jedem der fünf Abende ist also ein Auftragswerk beigestellt. Mit Steffen Schleiermacher (Leipzig), Bruno Mantovani (Frankreich), Carlo Boccadoro (Italien), Friederich Cerha (Österreich) und Colin Matthews (Großbritannien) wurden Komponisten gewählt, die in Verbindung mit der Beethoven-Zyklus-Tournee durch Europa stehen.

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SACHSEN

Kulturstätten in Görlitz www.goerlitz.de | www.g-h-t.de | kulturstiftung.kkvsol.net | www.synagoge-goerlitz.de

Standorte: Görlitz Theater: Görlitz, Zittau Besucher pro Jahr Theater: 160.000 Ev. Kulturstiftung: 43.000 Synagoge: 8.000 Vorstellungen/ Veranstaltungen pro Jahr: Theater: ca. 600 Ev. Kulturstiftung: ca. 800 bis 900 Synagoge: 15 bis 20 Auswahl Förderer und Sponsoren: (für alle Einrichtungen) Kulturraum OberlausitzNiederschlesien, Land kreis Görlitz, Stadt Görlitz, Kulturstiftung des Bundes, Nieder schlesische Theater stiftung, Ernst von Siemens Musikstiftung, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Deutsche Stiftung Denkmalschutz/ Wobus Stiftung , Altstadtstiftung, Sparkasse OberlausitzNiederschlesien, Lands kron Brauerei Görlitz GmbH, Sächsische Zeitung

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Die Europastadt Görlitz/Zgorzelec ist ein städtebauliches Gesamtkunstwerk von europäischem Format. Fast 4.000 Baudenkmale und das einzigartige deutsch-polnische Umfeld bilden die Kulisse für ein reiches kulturelles Angebot, mit dem es die Stadt bis ins Finale zur Entscheidung der Kulturhauptstadt 2010 geschafft hat. Die Stadt verbucht jährlich steigende Besucherzahlen und plant aktuell die Bewerbung um den Titel des UNESCO-Weltkulturerbes. Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH Mit jährlich über 160.000 Besuchern ist das Gerhart Hauptmann-Theater in Görlitz und Zittau ein wesentlicher Bestandteil der regionalen Kulturlandschaft. Als leistungsfähiges Vierspartenhaus bereichert es den gesamten Kulturraum Oberlausitz/Niederschlesien mit einem vielfältigen Angebot aus Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Konzert. Zahlreiche Gastspiele ergänzen das Programm. Darüber hinaus engagieren sich beide Häuser mit mobilen Produktionen und theaterpädagogischen Angeboten u. a. für die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen sowie für den interkulturellen Austausch mit den Nachbarländern Polen und Tschechien. Evangelische Kulturstiftung Görlitz Aufgabe der kirchlichen Stiftung ist es, die Gesamtanlage „Heiliges Grab“, die Nikolaikirche und den Nikolaifriedhof zu erhalten und für Besucher zu erschließen. Dabei zieht vor allem das „Heilige Grab“ Besucher aus allen Teilen der Welt an. Das „Heilige Grab“, errichtet im Zeitraum zwischen 1481 und 1505, ist eine originalgetreue Kopie der mittelalterlichen Anlage von Jerusalem und ein kulturgeschichtliches Denkmal von europäischem Rang. Die gesamte Anlage mit Einfriedung und 4 Kapellen bildet einen großen allegorischen Landschaftsgarten, der als ältester seiner Art in Deutschland gilt. Die Kirche St. Nikolai ist die älteste Görlitzer Gemeindekirche. Äußerlich schlicht spätgotisch gehalten, besticht sie in ihrem Inneren durch eine expressionistische Ausgestaltung als Gedächtnisstätte für die Gefallenen des 1. Weltkrieges. Der Nikolaifriedhof erhält seine besondere Prägung durch mehr als 600 zumeist barocke Grabmale/Epitaphe und 16 Grufthäuser von bemerkenswerter Qualität. Neben regelmäßigen Führungen durch die Grufthäuser und über den Friedhof finden auch Theateraufführungen und Ausstellungen statt.


SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Das breite Angebot der drei Kulturstätten richtet sich an Kinder und Erwachsene aller Altersgruppen und Einkommensklassen. Dabei werden nicht nur die regionalen Zielgruppen erreicht, sondern auch Einwohner im angrenzenden Polen und Tschechien sowie eine wachsende Zahl an Kultur- und Städtetouristen. Gegenleistungen

Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V. Görlitz besitzt eine der bedeutendsten Synagogen in Deutschland. 1911 geweiht, hat sie als einzige Synagoge im Gebiet des heutigen Freistaates Sachsen die Pogromnacht 1938 nahezu unbeschadet überstanden. In dem imposanten Bauwerk fand das Selbstgefühl der Görlitzer jüdischen Gemeinde seinen Ausdruck. Heute gibt es in der Stadt keine jüdische Gemeinde mehr. Der Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V. setzt sich für eine Nutzung des Gebäudes ein. Themen der Veranstaltungen in der Synagoge sind das Judentum in Geschichte und Gegenwart, Toleranz und Zivilcourage, verfemte Musik, Literatur und Kunst, Traditionen und Perspektiven Mitteleuropas. Der Förderkreis arbeitet eng mit den jüdischen Gemeinden in Breslau und Dresden zusammen.

HIGHLIGHTS 2011/12 Gerhart Hauptmann-Theater _7. Sächsisches Theatertreffen im Gerhart-Hauptmann-Jahr (6. – 13. Mai 2012) _Deutsch-Polnische Theatertage 2012 (Juni 2012) _Internationales Straßentheaterfestival ViaThea, _Sommertheater im Hof der Landskron Brauerei Görlitz, auf der Waldbühne Jonsdorf und an wechselnden Orten als kulturelle Sommerhöhepunkte der Region

Gerhart Hauptmann-Theater Werbereichweite: 52,2 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: A1- und A2-Plakate, Eintrittstickets, Theaterzeitungen, Programmhefte, Veranstal tungs flyer/Spielpläne, Jahresterminheft, Spielzeitheft, Internetseite Tausenderkontaktpreis: 0,006 – 0,57 Euro Wert der Partnerschaft: 300 – 30.000 Euro Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V. Werbreichweite: 2,2 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: A2- und A3-Plakate, Eintrittstickets, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Postkarten, postalische Mailings, Internetseite, Newsletter Tausenderkontaktpreis: auf Anfrage Wert der Partnerschaf: auf Anfrage

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Die drei Kulturstätten bieten Sponsoren zahlreiche individuelle Möglichkeiten, diese langfristig zu begleiten und davon zu profitieren. Dabei sind unterschiedliche Formen des Engagements möglich wie Logopräsenzen und Anzeigen in allen Veröffentlichungen inkl. Internet, Flaggenpräsenz, Aufsteller etc. Gerne erarbeiten wir individuelle Lösungen, um Ihre Botschaft mit unseren Angeboten effektiv zu verbinden.

Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V. 9.11.2011 Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Pogromnacht 1938 mit dem Dresdner Kammerchor Fortsetzung bereits eingeführter Reihen: „Lehrkonzerte“ zu Themen der jüdischen Geschichte und Kultur, Konzerte mit moderner jüdischer Unterhaltungsmusik, Kammerkonzerte, Diskussionsveranstaltungen „Demokratie in der Synagoge“, Schülerprojekt „Jüdisches Görlitz“ 177


SACHSEN

LEIPZIG 1813 – Leipzig in den Wirren der Völkerschlacht www.asisi.de www.facebook.com/asisivc www.twitter.com/asisivc Standort: asisi Panometer Leipzig

Yadegar Asisis neues monumentales 360°-Panorama

Laufzeit: 1 Jahr

Im Jahr 2013, zum 200. Jahrestag der Völkerschlacht und zum 100. Jahrestag der Einweihung des Völkerschlachtdenkmals, wird die Stadt Leipzig unter dem Motto „Leipzig 1813 – 1913 – 2013. Eine europäische Geschichte“ ein prominentes Jubiläum mit europäischer Dimension begehen. Dieses Jubiläum, seine Verbundenheit mit der Stadt Leipzig, in der Yadegar Asisi seine Kindheit verbrachte, aber auch die Leidenschaft des Künstlers für Stadtpanoramen sind Anlass für Asisis nächstes monumentales 360°-Panorama im Jahr 2013 nach der erfolgreichen Projektrealisierung von „PERGAMON – Panorama der antiken Metropole“ auf der Berliner Museumsinsel in Kooperation mit der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin. So wie die Stadt Leipzig mit einem „Fest der Begegnung“ im Jubiläumsjahr 2013 nicht die Frage nach Siegern oder Besiegten der bis dahin größten Feldschlacht der Weltgeschichte mit unvorstellbar hohen Opferzahlen stellen will, wird Yadegar Asisi ebenfalls nicht die blutigen Auseinandersetzungen in diesen ereignisreichen Oktobertagen 1813 in den Vordergrund stellen und kein herkömmliches „Schlachten-Panorama“ wie „Waterloo“ oder „Raclawice“ anfertigen. Der militärhistorische Aspekt der Völkerschlacht bleibt nachgeordnet. Thema des Panoramas und der begleitenden Ausstellung sind vielmehr die Stadt selbst und ihre Bürger in einer bedrängten Zeit, die in diesen Oktobertagen 1813 alle unmittelbar betroffen waren. Der Ort und das Geschehen wird aus der Perspektive eines Augenzeugen gesehen, der die Ereignisse am Vormittag des 19. Oktober 1813 gegen 11 Uhr vom Dach der Thomaskirche beobachtet: Im Westen auf dem Fleischerplatz die fliehenden, sich in panischer Auflösung befindlichen Napoleonischen Truppen, die sich vor der gesprengten Elsterbrücke stauen, in den Straßen der Stadt die Rückzugsgeplänkel, auf dem Marktplatz die nachrückenden Alliierten, deren Führer von den Bürgern mit wehenden weißen Laken begrüßt werden. Im asisi Panometer Leipzig, einem historischen Gasspeicher, wird Yadegar Asisi für die Besucher diese Situation erlebbar machen. Von einer zwölf Meter hohen Plattform, umgeben von dem 360°-Panorama im Maßstab 1:1 mit 30 Metern Höhe und ca. 105 Meter Länge, umrahmt von einer Musik- und Geräuschkulisse, eigens angefertigt von dem Komponisten Eric Babak. Eine Lichtinstallation taucht das gesamte Panorama nach und nach in nächtliches Dunkel. Wie schon bei den früheren Asisi-Panoramen wird die Ausstellung durch ein „Making of“ begleitet, das den Besuchern in einem Film die spannende und arbeitsintensive Entstehung des Panoramas „LEIPZIG 1813“ veranschaulicht. Die Ausstellungseröffnung in der zweiten Jahreshälfte 2013 ist gleichzeitig als Eröffnungshighlight des Jubiläumsjahres der Stadt Leipzig geplant.

Besucher pro Jahr: 600.000 Besucher während der Ausstellungszeit Veranstaltungen pro Jahr: „LEIPZIG 1813 – Leipzig in den Wirren der Völkerschlacht“ wird täglich (außer montags) über den gesamten Ausstellungszeitraum geöffnet sein. Aktuelle Sponsoren und Partner: Stadtwerke Leipzig GmbH, GEO, WWF, MDR 1 Radio Sachsen, MDR Sachsenspiegel, Freistaat Sachsen Rechtsform: GmbH

Außenansicht des asisi Panometers Leipzig © asisi

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SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen _Etablierter Kundenstamm der asisi Panometer Leipzig und Dresden _Einwohner Leipzigs, nationale Panorama ‚1756 DRESDEN‘: Blick aus der und internationale Leipzig-Touristen Vogelperspektive _Multiplikatoren der Bildung © asisi (Schulen und Lehrer) _Tourismusbranche _Kulturpolitik Yadegar Asisi – Panoramakünstler _Medien _Firmen und Architekt der Illusionen: Schon als Student begeistert sich Asisi für die Möglichkeiten, zweidimensionale Bilder _Vereine, Verbände dreidimensional erscheinen zu lassen. Wie verhalten sich Architektur und Dekorations- _Evententscheider malerei zueinander? Wie entstehen mit Hilfe der Geometrie oder UntersichtdarstellunGegenleistungen gen räumliche Eindrücke, optische Täuschungen und Illusionen? Intensiv beschäftigt Werbereichweite: bis zu 8,1 Mio. Brutto-Werbekontakte er sich mit den großen Meistern des perspektivischen Faches – mit Leonardo da Vinci Werbemittel: Außenwerbung, Imageflyer, oder mit Andrea Mantegna. Auch als selbständiger Architekt widmet sich Yadegar Asisi Programmflyer, Legenden, Pressemappen, Eintrittskarten, Verkaufs- und Bildermappen, seit den 1980er Jahren vor allem Bühnenbildern und Architektursimulationen, die er – Gruppenbroschüren, Veranstaltungshandbücher, trotz computergestützter Berechnungen – nach wie vor auch auf dem Papier zeichnet. Einladungen, Internetseite, Newsletter, Viele öffentliche und private Auftraggeber wenden sich an ihn als den Spezialisten für Präsentationswand, Anzeigen, Postkarten, Ausstellungskataloge „Dreidimensionales“. Für Daniel Libeskind visualisierte Asisi 2003 mit seinem „Medium Tausenderkontaktpreis: 1,24 – 12,35 Euro Panorama“ den Entwurf zur Wiederbebauung des World-Trade-Center-Geländes in New Wert der Partnerschaft: 10.000 – 100.000 Euro York. Nach der vielbeachteten Panoramaausstellung „Berlin 2005 – CityVision“ im Jahre Möglichkeiten für Ihr 1995 in Zusammenarbeit mit dem Magazin „Stern“, ist Asisi seit 2003 künstlerisch mehrSponsoring-Engagement: heitlich für seine beiden Panoramahäuser in Leipzig und Dresden tätig. Als Gold-, Silber- und Bronzesponsor Im asisi Panometer Leipzig ist „AMAZONIEN – Yadegar Asisis Zauberbild der Natur“ werden Sie in alle relevanten Marketingzu sehen und im asisi Panometer Dresden die Ausstellung „1756 DRESDEN – Dem und PR-Maßnahmen einbezogen und sind Mythos auf der Spur“. Im Zentrum historischer Gasometer beherbergen beide monuauf allen Medien präsent. mentale Panoramen von Yadegar Asisi und seinen Mitarbeitern sowie Spezialisten aus Die Art und der Umfang der Präsentation den Bereichen Architektur, Malerei und Kunst. sind abhängig von der entsprechenden Ergänzt werden sie durch thematisch eingebundene Ausstellungen, Anamorphosen, Sponsorenkategorie. Exponate und Filme, begleitet von speziell angefertigten Geräusch- und MusikkomposiZudem haben Sie die Möglichkeit Ihr tionen von Eric Babak. Unternehmen am Standort auf verschieSeit Eröffnung der ersten Ausstellung im Jahre 2003 „8848EVEREST360°“ besuchten dene Weise zu integrieren. mehr als 2,7 Millionen Gäste die weltgrößten Panoramen von Yadegar Asisi in Dresden Als Förderer werden Sie auf einer Vielzahl und Leipzig. von Medien genannt und erhalten die Auf der Berliner Museumsinsel zeigt die Antikensammlung der staatlichen Museen zu Möglichkeit sich temporär mit Ihrem Berlin in Kooperation mit dem Panorama-Künstler Asisi und anderen Partnern vom 30. Unternehmen am Projektstandort September 2011 bis zum 30. September 2012 die Ausstellung „PERGAMON – Panorama der zu präsentieren. antiken Metropole“. Einzigartig an dem Projekt ist die Verbindung einer großen archäoGern können weitere Gegenleistungen logischen Ausstellung mit einem monumentalen 360°-Panorama von Yadegar Asisi. in individueller Absprache vereinbart werden.

HIGHLIGHT 2013

Eröffnungsfeier mit internationaler Ausstrahlung in der zweiten Jahreshälfte 2013 als ein Highlight des Jubiläumsjahres der Stadt Leipzig. 179


SCHLESWIG-HOLSTEIN

Nordkolleg Rendsburg www.nordkolleg.de

Standort: Rendsburg Teilnehmertage pro Jahr: 18.000 Innennutzfläche: 3 Hörsäle (50, 60, 200 Per sonen), 11 Seminar räume, 69 Zimmer mit 123 Betten, Restaurant mit 120 Plätzen Außennutzfläche: Parkähnliche Garten anlage auf 8.000 m² Veranstaltungen: 450 Seminare, Tagungen, Lesungen, Konzerte und andere Veranstaltungen Anzahl der Mitarbeiter: 34 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Land Schleswig-Holstein, Kreis Rendsburg-Eckern förde, Stadt Rendsburg, Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, Landeskulturverband Schleswig-Holstein, Arno Schmidt Stiftung, Medienstiftung Hamburg Schleswig-Holstein, Sparkasse Mittelholstein AG, Landesmusikrat Schleswig-Holstein, Stiftung SchleswigHolstein Musikfestival, Genossenschaftsverband, Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holstein, Förderverein Nordkolleg Rendsburg e.V., Stadt Büdelsdorf, UV Nord u.a. Medienpartner: NDR Kultur Rechtsform: gemeinnützige GmbH Jahresumsatz: 1,7 Million Euro

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Akademie für kulturelle Bildung Das Nordkolleg Rendsburg ist eine Akademie für kulturelle Bildung, ein Tagungshaus mit Hotelbetrieb und Sitz zahlreicher kultureller Verbände, Vereine und Institutionen. Damit zählt das Nordkolleg zu den maßgebenden kulturellen Einrichtungen in Schleswig-Holstein. Die Akademie-Fachbereiche bieten Seminare und Tagungen in den Sparten KulturWirtschaft, Literatur & Medien, Musik sowie Sprachen & Kommunikation. Das Tagungshaus steht für Gastveranstaltungen jeglicher Art zur Verfügung. Als erste Bildungseinrichtung in Schleswig-Holstein wurde das Nordkolleg Rendsburg mit dem Gütesiegel ServiceQualität Schleswig-Holstein geehrt. Als eines von fünf Häusern bundesweit ist das Nordkolleg Rendsburg mit fünf Sternen im Rahmen des Qualitätsmanagement Kinder- und Jugendreisen ausgezeichnet worden. Ein ganz besonderer Anziehungspunkt für die Gäste und Besucher der Akademie ist der parkähnliche Nordkolleg-Garten. Das ganze Jahr über sind hier auf 8.000 m² blühende Besonderheiten und verschiedenen Obstbäume zu bewundern. Die einladenden Sitzgruppen in den ruhigen Winkeln des weitläufigen Gartens machen diesen im Sommer zum schönsten Seminarraum. Im „Land zwischen den Meeren“ liegt das Nordkolleg idyllisch zwischen Nord-OstseeKanal und Eider im Herzen Schleswig-Holsteins. Die Akademie bietet ideale Rahmenbedingungen für die Kombination aus Lernen und Erholung. Das Nordkolleg ist weit über die Landesgrenzen hinaus als ein Ort der Vernetzungskompetenz, der Entwicklung und Verwirklichung sowie für seinen wunderschönen parkähnlichen Garten und die ausgezeichnete und viel gelobte Küche bekannt. Es greift kulturelle Impulse auf und beteiligt sich am aktuellen Diskurs zur kulturellen Bildung in Schleswig-Holstein.


SPONSORINGANGEBOT

HIGHLIGHTS 2011/12 Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musikfestivals, Chorakademie des Schleswig-Holstein Musikfestivals, Lesung mit Markus Kavka, Rendsburger Symposien für Akustische Medien, B-Kurs Popularmusik in der Kirche, Dialog: KulturWirtschaft – BarCamp, Faröisch Sprachkurs, Offener Garten 2012 mit Midsommar-Fest, Iron Slam V – Poetry Slam, Klanggarten

Zielgruppen Weiterbildungsbereite Erwachsene, Multiplikatoren der Bildung (Lehrer, Erzieher, Musikschullehrer), Senioren (Musikakademie für Senioren, Chöre etc.), Jugendliche (Jazz, Klassik, Technik), Skandinavien- und Baltikuminteressierte (Sprachkurse), Norweger, Schweden, Finnen (Wirtschaftsdeutsch), Kulturmanager, Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft, Kulturinteressierte, Garteninteressierte, Kultur- und Städtetouristen. Gegenleistungen Werbereichweite: bis zu 2 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Programmhefte, A3-Plakate, Veran staltungsflyer, Postkarten, Hausprospekt, Direkt mailings,Einladungen, Internetseite, Newsletter, Promotionsstände, Aufsteller und Banner vor Ort, Social Media (facebook, XING, twitter) Tausenderkontaktpreis: 2,49 – 14,92 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 30.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Sie haben die Möglichkeit, jeweils als Premium-, Haupt-, oder Projektsponsor einen der verschiedenen Bereiche des Nordkollegs zu unterstützen. Als Bildungspartner präsentieren Sie das qualitativ hochwertige Seminar- und Tagungsprogramm unserer vier Fachbereiche. Als Gartenpartner präsentieren Sie alle medienwirksamen Veranstaltungen, Aktionen und Publikationen rund um unseren parkähnlichen Garten – Ort der Inspiration und Erholung. Als Genusspartner präsentieren Sie die beliebte und viel gelobte Rundum-Verpflegung. Über unsere Küche wird gesprochen und geschrieben – immer positiv. Als Wohlfühlpartner präsentieren Sie den Aufenthalt unserer Gäste: Von der Ankunft bis zur Abreise. Die gemütlichen Zimmer, die Sauna und die Freizeitprogramme werden durch Ihr Engagement zu einem besonderen Bestandteil des Aufenthaltes. 181


THÜRINGEN

Altenburger Barbarossa Festspiele www.barbarossa-altenburg.de

Veranstalter: Stadt Altenburg

Erstmalig im deutschsprachigen Raum wird im Sommer 2013 in der traditionsreichen Pfalzstadt Altenburg die Geschichte des Kaisers Friedrich I. Barbarossa in einer aufwendigen Theaterproduktion erzählt. Jenes Mannes, der sich mit dem Papst auf eine Stufe stellte, das aufmüpfige Mailand niederbrannte, in Altenburg das Kloster St. Marien mit seinen „Roten Spitzen“ in Rekordzeit erbaute. Die Stadt sollte das kirchliche und weltliche Zentrum des Pleißenlandes werden, welches sich zwischen Leipzig und dem Erzgebirge sowie zwischen Naumburg und Meißen erstreckte.

Besucher der Festspiele pro Jahr: ca. 17.000 Schirmherr: Prof. Dr. Dieter Stolte Bisherige Partner (Auswahl): Käserei Altenburger Land GmbH & Co. KG, Altenburger Destillerie & Liqueurfabrik, Danone Waters, Altenburger Brauerei GmbH, envia Mittel deutsche Energie AG, Sparkasse Altenburger Land, Wellpappenwerk Lucka GmbH, Deutsche Skatbank, EWA Energieund Wasser versorgung Altenburg GmbH Medienpartner: mdr, LVDG, Osterländer Volkszeitung

© kath. Pfarramt Selm-Cappenberg

Deutsche Geschichte – modern erzählt – in einem großen Open-AirSpektakel – mit Chor und Orchester – mit über 200 Mitwirkenden um einen außergewöhnlichen Kaiser, der in den Osten wollte … Seit 2005 erzählen bereits die Altenburger Prinzenraub Festspiele eine Erfolgsgeschichte. Mehr als 90.000 Besucher sahen bisher die Inszenierung um die Entführung der Wettiner Prinzen Ernst und Albrecht, den späteren Begründern der Länder Sachsen und Thüringen. Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Kultur auf verschiedenen Ebenen sowie ein immenses bürgerschaftliches Engagement haben die Etablierung der Festspiele als eigenständige Marke, die sich auf dem mitteldeutschen Kulturund Eventmarkt behauptet, möglich gemacht. Die Geschichte, inszeniert am authentischen Ort der Tat, hat nichts von ihrer Spannung, Leidenschaft und Faszination verloren. Aufbauend auf dem Erfolg der Prinzenraub Festspiele werden daher ab Sommer 2013 die Altenburger Barbarossa Festspiele am Originalschauplatz Altenburg das Publikum in ihren Bann ziehen. Es ist dies auch die – in dieser Dimension – europaweit erstmalige theatralische Aufarbeitung dieses bemerkenswerten Kaisers. Insgesamt sieben Mal weilte Kaiser Friedrich I. zwischen 1165 und 1188 in der Kaiserpfalz Altenburg und seine Handschrift ist noch heute an vielen Orten zu finden. Ab dem Jahr 2012 wird er hier nun durch zahlreiche Veranstaltungen zu neuem Leben erweckt.

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SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Die Besucher der Festspiele in Altenburg kommen aus allen sozialen Schichten. Den Großteil bilden jedoch Familien, Rentner und Bildungsbürger. Das Durchschnittsalter liegt bei knapp über 50. Das geschichtlich interessante Thema und Altenburg als Originalschauplatz ziehen zusätzlich viele Kulturtouristen an. Gegenleistungen Werbemittel: City-Light-Poster, A1- und A3-Plakate, Sonderbeilage, Flyer, Eintrittskarten, Programmhefte, Infohefte, Stadteingangstafeln, Website, Imagefilme, Direktmailings, Social Media, Fotowand, Ausstellungsflächen, Merchandise-Artikel, Pressemitteilungen, Pressemappen Wert der Partnerschaft: 1.000 – 50.000 Euro

HIGHLIGHTS 2012 Einen Höhepunkt bilden die Festveranstaltungen zur 840. Wiederkehr der Weihe der „Roten Spitzen“, dem ersten und bedeutendsten Backsteingroßbau nördlich der Alpen. Die romanischen Türme sind der letzte erhalten gebliebene Teil der Marienkirche, des so genannten Bergerklosters. Stifter war Kaiser Barbarossa, der selbst 1172 zur Weihung der Marienkirche anwesend war. Des Weiteren feiert die Stadt das 820-jährige Bestehen des „Novum Forum“, einem der schönsten und größten Märkte Deutschlands, der ebenfalls auf Friedrich I. Barbarossa zurückzuführen ist.

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Mit Ihrem Engagement für die Altenburger Barbarossa Festspiele geben Sie Ihrem Unternehmen ein kulturaffines Image und stärken den Kulturtourismus im Altenburger Land und in Thüringen. Entscheiden Sie sich noch in diesem Jahr, die Altenburger Barbarossa Festspiele im Jahr 2013 als Presentingsponsor oder Premiumsponsor zu unterstützen, so werden Sie zusätzlich in sämtliche Kommunikationsleistungen und Veranstaltungen zu Barbarossa im Jahr 2012 mit eingebunden. Als Presentingsponsor wird Ihr Engagement zudem auf sämtlichen Werbemitteln mit dem Hinweis „…präsentiert von…“ kommuniziert. Außerdem erhalten Sie die Möglichkeit, sich und Ihre Produkte vor Ort zu präsentieren. Des Weiteren haben Sie die Möglichkeit, sich als Hauptsponsor, Sponsor oder Partner/Aussteller für die Barbarossa Festspiele zu engagieren. Sämtliche Gegenleistungen erfolgen nach dem Prinzip der abgestuften Wertigkeit.

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THÜRINGEN

Panorama Museum www.panorama-museum.de

Standort: Bad Frankenhausen

Die Sixtina des Nordens

Besucher pro Jahr: ca. 80.000 bis 90.000

Das Panorama Museum versteht sich als ein Kunstmuseum mit Schwerpunkt auf der zeitgenössischen figurativen Malerei metaphorischer Prägung, in dessen Zentrum das Werk von Werner Tübke und im Besonderen sein monumentales Panoramabild »Frühbürgerliche Revolution in Deutschland« (14 x 123 m, Öl auf Leinwand, 1983-87) steht. Der Ausgangspunkt für die Schaffung dieses Gemäldes war ein politisch überaus ambitionierter, auf historische Selbstverständigung angelegter und mit Ideologie durchsetzter Staatsauftrag der DDR, das Ergebnis indes ein ganz eigenes Kunstwerk der Superlative von unerhörter Individualität und Einzigartigkeit, das in der Gegenwart nicht seinesgleichen hat, ein unglaubliches Geniestück, das am ehesten noch mit den großartigen Monumentalwerken der Renaissance vergleichbar ist. Die künstlerische Dimension des Panoramagemäldes bestimmt somit auch die seit 1992 verfolgte Museumskonzeption, die das Werk Tübkes in den Kontext vergleichbarer Kunstauffassungen seiner Zeit wie der Kunstgeschichte überhaupt stellt, und zwar durch die Ausrichtung zusätzlich präsentierter temporärer Sonderausstellungen. Im Blick auf den sehr spezifischen, ja einzigartigen Charakter des Museums wird ein klar konturiertes und zumindest deutschlandweit einmaliges Ausstellungsprogramm präsentiert, das neben kunsthistorischen Themen vor allem zeitgenössischer figurativer Kunst von ausgewiesen internationalem Rang gewidmet ist. Neben Überblicksschauen zu ganzen Stilrichtungen, Themen und Kunstepochen gab es immer wieder auch groß angelegte Retrospektiven auf das Lebenswerk einzelner Künstler, deren Schaffen vielfach gar zum ersten Mal überhaupt in Deutschland vorgestellt wurde. Entdeckungen aus ganz Europa wie aus Übersee standen ebenso schon im Blickpunkt wie mehrfach das Gesamtwerk von Werner Tübke, über dessen Œuvre das Panorama Museum die weltweit größte Sammlung verfügt.

Veranstaltungen pro Jahr: 3 Sonderausstellungen 25 Kinoabende 9 Konzerte Anzahl der Mitarbeiter: 17 bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Freistaat Thüringen , Sparkassen-Museumsstiftung für den Kyffhäuserkreis, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Förster & Borries GmbH & Co.KG, ITT GmbH Rechtsform: eingetragener Verein

Die gelungene Symbiose zwischen der herausragenden Leistung eines zeitgenössischen Künstlers und dem singulären Ausstellungskonzept wurde im Jahr 2001 mit der Aufnahme des Panorama Museums in das sogenannte „Blaubuch“ der Bundesregierung honoriert. Diese Bestandsaufnahme national bedeutsamer Kultureinrichtungen der neuen Bundesländer listet 20 »Leuchttürme«, Museen des nationalen Kulturerbes, auf sowie 20 »kulturelle Gedächtnisorte« – Einrichtungen, die bedeutenden deutschen Persönlichkeiten gewidmet sind. Dem Werk Tübkes ist es auch zu verdanken, dass dem Museum im Frühjahr 2011 das Europäische Kulturerbe-Siegel verliehen wurde, eine Auszeichnung für Stätten, die symbolund beispielhaft für die europäische Einigung sowie für die Ideale und die Geschichte Europas und der Union stehen. Zudem gehört das Panorama Museum zu den 200 bedeutendsten Kulturreisezielen in Deutschland. Neben einer leistungsstarken Museumspädagogik, die die Vermittlung der Museumsinhalte in der ganzen Breite der praktischen Möglichkeiten übernimmt, bietet das Panorama vielfältigste Veranstaltungen an, darunter Konzerte, Lesungen, Theaterstücke, Film184


abende im eigenen Studiokino mit festem Jahresprogramm, und hat sich damit sowohl S P O N S O R I N G A N G E B O T regional als auch national zu einem einzigartigen Kunst- und Kulturzentrum entwickelt. Zielgruppen Kunst-, geschichts-, kultur- und reiseinteDas außergewöhnliche Ambiente des imposanten Panorama-Gemäldesaals von 40 Metern ressiertes Publikum aller Altersstufen Durchmesser, der gleich einem Bilddom eine faszinierende Kulisse für exklusive Abend- aus dem gesamten Bundesgebiet; Kunstveranstaltungen bietet, stellt in Verbindung mit den Cateringmöglichkeiten des Muse- liebhaber, internationale Besucher, besonumscafés einen ganz besonderen Ort für unterschiedliche Firmenevents dar. ders aber Gäste aus den nördlich angrenzenden Ländern; Erwachsene, Senioren, HIGHLIGHTS 2012 Familien mit Kindern, Multiplikatoren _Ballettabende des Nordhäuser Theaters im Gemäldesaal (Premiere am 18.5.2012) aus dem Bildungsbereich (Schulen und _MDR-Musiksommer am 17.8.2012 im Gemäldesaal Lehrer), Tourismusbranche und Medien _Sonderausstellung „Zeitgenössische metaphysische Malerei aus Italien“ Gegenleistungen von Juli bis Oktober 2012 (geplant) Werbereichweite: bis zu 6,4 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: A1-Plakate, Eintrittstickets, Printdokumentationen, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Postkarten, Direktmailings, Internetseite, Newsletter, Skyscraper, Facebook, Pressemitteilungen, Anzeigen, Promotionstände, Aufsteller, Veranstaltungsbanner Tausenderkontaktpreis: 0,31 – 38,83 Euro Wert der Partnerschaft: 2.000 – 250.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Premiumpartner haben Sie die Möglichkeit, das Panorama Museum für ein Kalenderjahr zu fördern und somit in großem Maße von der Einzigartigkeit dieses Museums zu profitieren. Als Ausstellungsoder Veranstaltungssponsor können Sie das Programm des Museums zeitbegrenzt begleiten. Darüber hinaus bieten wir Ihnen die Möglichkeit, einzelne Publikationen (Bücher zum Hauptsammlungsgegenstand oder Kataloge zu Sonderexpositionen) finanziell zu unterstützen. Entsprechend Ihrer gewählten Partnerschaft erhalten Sie die Möglichkeit der Darstellung Ihres Unternehmens bei den Veranstaltungen und in den jeweiligen Begleitpublikationen sowie deren Vermarktungsmedien. Des Weiteren erhalten Sie Freikartenkontingente für Ihre Mitarbeiter und Geschäftspartner. Gerne erarbeiten wir mit Ihnen gemeinsam individuelle Lösungen, um ihre Markenbotschaft mit den Angeboten des Museums auf eine effektive und publikumswirksame Weise zu verbinden. 185


THÜRINGEN

„pèlerinages“ Kunstfest Weimar www.kunstfest-weimar.de

Standort: Weimar Besucher pro Jahr: 23.000 Vorstellungen pro Jahr: 40 – 50 Anzahl der Mitarbeiter: 6 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: „pèlerinages“ Kunstfest Weimar wird finanziert vom Freistaat Thüringen, der Stadt Weimar und gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. ADAC, agenos GmbH, Apollinaris, Brauerei Weimar Ehringsdorf, Credit Suisse, Deutsche Bahn AG, Deutsche Bank AG, Deutsche Post AG, E.ON Thüringer Energie AG, GAZPROM Germania GmbH, Saller Gewerbebau, Schering GmbH, Škoda Auto Deutschland GmbH, Sixt, SRH Holding Medienpartner: ZeitReisen, Deutschland radio Kultur, Zeitungs gruppe Thüringen, MDR Figaro, Salve TV, Radio LOTTE Weimar, BR Klassik

Goethe, Liszt, Schiller, Kunstfest 2009 © Maik Schuck

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„pèlerinages“ Kunstfest Weimar Seit 2004 hat Weimar ein international attraktives Kunstfest. Nike Wagner hat es neu begründet und neu konzipiert. Alle Sparten der Künste bündeln sich hier alljährlich im Spätsommer zu einem kulturellen Gesamtereignis: Musik, Theater, Tanz, Ausstellungen, Literatur, neue Medien, Film. Mit diesem Kunstfest ist eine erfrischende Dynamik in das schöne alte Residenzstädtchen gekommen, das durch die Klassiker Goethe und Schiller zu einem Mythos geworden ist. Man könnte auch sagen: zu einer „Marke“, die jeder kennt. Jedes Jahr sind ranghöchste internationale Künstler beim Kunstfest in Weimar zu erleben. Das Kunstfest bringt jene Weltoffenheit nach Weimar, die der Stadt der Klassiker aufgrund ihrer unvergleichlichen Stellung in der europäischen Kultur- und Geistesgeschichte gebührt. Warum „pèlerinages“? „pèlerinages“ bedeutet Pilgerfahrten. Im übertragenen Sinn: „unterwegs sein“. „Années de pèlerinage“ heißt ein Klavier- Zyklus von Franz Liszt, der im 19. Jahrhundert das musikalische Leben in Weimar beherrscht und gestaltet hat. Nike Wagner, Ururenkelin von Franz Liszt, versteht den Beinamen „pèlerinages“ als Hommage an ihren nicht nur in Weimar hoch verehrten Ahnen. Kunst ist immer „unterwegs“, auf der Suche nach Neuem. Zugleich müssen unsere „Traditionen“ gepflegt und immer wieder neu erschlossen werden. Kunst ist ein großes Kontinuum aus Alt und Neu. Um die Anbindung an Franz Liszt zu verdeutlichen, bekommt jedes Jahr ein Motto, das einen Werktitel des großen romantischen Musikers zitiert: 2004: „Heimweh“, 2005: „Liebesträume“, 2006: „Schlaflos, Frage und Antwort“, 2007: „Souvenir“, 2008: „Unstern!“ 2009: „Die Ideale“, 2010: „Irrlichter“, 2011: „Vision“ 2012: „Invocation“ 2013: „R. W. Venezia“ Programmatisches „pèlerinages“ Kunstfest Weimar definiert sich in erster Linie als Musikfest. Musik gibt es in allen Formen und Farben: alte, klassische, romantische und zeitgenössische. Eine prominente Musikerpersönlichkeit ist jedes Jahr als artist in residence zu Gast. Regelmäßig begleiten Ausstellungen das Kunstfest. Dreimal gastierten die Staatlichen Museen zu Berlin, ein andres Mal kamen die Wiener Museen, triumphal zeigten zwei Ausstellungen des ZKM Karlsruhe, welche Fortsetzungen das Weimarer Bauhaus im „digitalen Bauhaus“ unserer Tage gefunden hat. In unregelmäßiger Folge zeigen wir prominentes europäisches Theater. Mehr und mehr hat aber der zeitgenössische Tanz das Kunstfest erobert. Repräsentative internationale Compagnies gehören in jedem Jahr zum Programm, ergänzt um die TanzMedienAkademie, ein interdisziplinäres Forum für junge Choreographen und Medienkünstler. Literatur gehört zu Weimar. Dichter und Literaten lassen hier alljährlich die Kunst des Wortes lebendig werden. Und es wird debattiert: In großen Diskussionen geht es immer auch um die Erörterung


TanzMedienAkademie 2010 © Maik Schuck

unserer Gegenwart und Zukunft – bis in Politik und Wirtschaft hinein. Populäre S P O N S O R I N G A N G E B O T Stadtfeste, ausgesuchte Filmreihen und produktive Verknüpfungen mit den jun- Zielgruppen gen Talenten aus der heimischen Musikhochschule und der Bauhaus-Universität _Interessierte an Musik, Tanz, Theater, aktivieren die Stadt und ergänzen ein Programm, das die großen Künstler nach Ausstellungen, Literatur, Film Weimar holt und zugleich dem Nachwuchs seine Chancen bietet. _alle Altersgruppen _kulturinteressiertes Reisepublikum, Artists in residence auch internationale Gäste Als artist in residence 2004 – 2007 begeisterte der ungarische Pianist András Schiff mit (60 % der Besucher kommen aus Weimar seinem Orchester Cappella Andrea Barca das Publikum. Ihm folgten, gleichermaßen und Thüringen, 35 % aus anderen Teilen erfolgreich, die berühmte Bratschistin Tabea Zimmermann und ihre musikalischen Deutschlands und etwa 5 % aus dem Freunde (2008). Die Pianisten Markus Hinterhäuser und Marino Formenti gaben dem Ausland) Kunstfest 2009 die Ehre, im darauf folgenden Jahr gestalteten die Geschwister Jörg und _Entscheidungsträger und MeinungsCarolin Widmann ein reiches Programm. Im Liszt-Jahr 2011 war der im klassischen wie macher aus Kultur, Politik, Wirtschaft im modernen Repertoire brillierende französische Pianist Pierre-Laurent Aimard einGegenleistungen geladen. Werbereichweite: bis zu 11,63 Mio. Brutto-Werbekontakte

HIGHLIGHTS 2012 Ausblick „pèlerinages“ Kunstfest Weimar 2012 artist in residence ist diesmal ein Quartett, das Quatuor Diotima, bekannt für sein vielseitiges Repertoire. Am Klavier sind die Pianisten Igor Levit, Tzimon Barto und Herbert Schuch zu hören und den Schwerpunkt Tanz bestreitet der erfolgreiche Choreograph Sidi Larbi Cherkaoui. Ein Höhepunkt des Jahres 2012 sind die 14 Installationen des amerikanischen Regisseurs, Lichtdesigners und Bühnenmagiers Robert Wilson zu Franz Liszts „Via Crucis“. Zusammen mit Robert Wilson erarbeiten Künstler und Studenten der Bauhaus Universität in semesterübergreifenden Workshops das künstlerische Erscheinungsbild jeder einzelnen der 14 Stationen.

Werbemittel: Großflächenplakate, Zeitschriften/ Printdokumentationen, A1- und A2-Plakate, Eintritts tickets, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Ein ladungen, Internetseite, Newsletter, Promotion stände, Banner und Aufsteller vor Ort Tausenderkontaktpreis: 0,43 – 12,90 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 150.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Hauptsponsor (ab 100.000 Euro) Premiumpartner (50.000 – 100.000 Euro) Klassikpartner (15.000 – 50.000 Euro) Partner (bis 15.000 Euro) Ein detailliert abgestimmter Leistungskatalog sorgt für ausgewogene, nachhaltig wirksame und individualisierbare Gegenleistungen.

Eröffnungsfest © Maik Schuck

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ÖSTERREICH

Bregenzer Festspiele

kultur marke ® des Jahres

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www.bregenzerfestspiele.com

Standort: Bregenz am Bodensee Besucher pro Spielzeit: Ca. 200.000 Veranstaltungen pro Spielzeit: Rund 80 Bühnen: Seebühne, Festspielhaus, Werkstattbühne, Seefoyer, Seestudio, Parkstudio, Theater am Kornmarkt, Kunsthaus Bregenz, Theater Kosmos Platzangebot: Insgesamt 12.700 Sitze Hauptsponsoren: UBS, Casinos Austria Presenting-Sponsoren: Liebherr-Werk Biberach GmbH, Mercedes-Benz, Hilti Foundation, illwerke vkw, Vienna Insurance Group – Wiener Städtische Versicherung AG, Montfort Werbung, Ars Rhenia Co-Sponsoren: Mohrenbrauerei Dornbirn, Römerquelle, Sektkellerei Kattus, Herrmann Pfanner Getränke, Pfanner & Gutmann, Hypo Landesbank Vorarlberg, AGM, Jacobs, Diageo, Red Bull, Bauer land & Toni Kaiser, Kelly’s, FHE Franke Dornbirn, InterSky Rechtsform: GmbH

Jedes Jahr im Juli ist es wieder soweit: Für vier Wochen öffnen die Bregenzer Festspiele ihre Pforten für Opern- und Schauspielbegeisterte aus aller Welt. Inzwischen haben sich die Festspielwochen längst als international beachtetes Kulturfestival etabliert, das unter anderem mit hochkarätigen Operninszenierungen aufwarten kann. Ihren Anfang nahmen die Festspielwochen noch ganz bescheiden auf zwei Kieskähnen auf dem Bodensee 1946 mit Mozarts Jugendwerk Bastian & Bastienne. Und obgleich die Idee, Festspiele in einer Stadt ohne Theater abzuhalten, kühn bis irrwitzig erschien, entwickelte sich die Wahl des markantesten Ortes der Stadt, des Bodensees, als Bühne zum anhaltenden Erfolg. Besucher aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich ließen das Festival bereits im ersten Jahr zu dem internationalen Ereignis werden, das es bis heute ist. Durchschnittlich 200.000 Menschen kommen jährlich zu den Festspielwochen nach Bregenz. Im vergangenen Jahr verzeichneten die Festspiele einen neuen Rekord mit 259.084 Besuchern bei einer Gesamtauslastung von 98 Prozent. Die einzigartige Seebühne auf dem Bodensee hat die Bregenzer Festspiele weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt gemacht. Im Zusammenspiel der natürlichen Kulisse und einem gewohnte Dimensionen überschreitenden Bühnenbild werden hier spektakuläre Operninszenierungen in einer einmaligen Atmosphäre dargeboten. Als Gegenpol zum opulenten Spiel auf dem See zeigt das Festspielhaus zu Unrecht in Vergessenheit geratene, neu inszenierte Perlen der Opernliteratur. Musikalisch begeistern während der vier Festspielwochen die Wiener Symphoniker, das Hausorchester des Festivals, und das Symphonieorchester Vorarlberg mit zahlreichen Konzerten. Seit mehreren Jahren bieten die Festspiele mit Kunst aus der Zeit auch dem zeitgenössischen Kunstschaffen Raum. Starke programmatische Akzente setzt auch das an Jugendliche gerichtete crossculture. Beide Reihen finden starken Zuspruch seitens der Besucher, ebenso die durch den Intendanten David Pountney gesetzten Schwerpunkte, etwa die Werke Erich Kreneks oder Karol Szymanowskis. In diesem Jahr lag der Fokus auf Mieczyslaw Weinbergs Schaffen. Die Vielfalt der Produktionen, der Mut zur Auslotung des Repertoires und ein eigener Bregenzer Aufführungsstil bilden die charakteristischen Kennzeichen der Festspiele. Von Beginn an distanzierte man sich mit dem Spiel auf dem See von der klassischen „GuckKasten“-Bühne und setzte auf den Gedanken eines für alle zugänglichen Volkstheaters

© Achim Mende

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SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Interessierte an Musik, Oper und Theater; alle Altersgruppen; geografische Zielgebiete: Süddeutschland, Österreich, Schweiz Gegenleistungen Sponsorbetrag: 10.000 – 300.000 Euro © Anja Köhler

bei zugleich hohem künstlerischem Anspruch. Eine betonte Visualisierung der Opernthemen ist die bis heute erhaltene Essenz dieser Idee. Ein Beweis für die Praktikabilität dieses Anliegens ist die Inszenierung von Verdis monumentaler Oper Aida in den Spielzeiten 2009/2010. Regisseur Graham Vick und Bühnenbildner Paul Brown begriffen den Bodensee als integralen Bestandteil ihrer Inszenierung: Mittels Plattformen, aus dem Wasser ragenden Bühnenelementen und damit nicht nur am, sondern auch im Wasser liegenden Auftrittsräumen für die Sänger, Choristen und Statisten schufen sie beeindruckende Opernbilder. Die eigenwillige Interpretation vermochte Publikum wie Kritiker gleichermaßen zu begeistern. Aida erwies sich mit 201.258 Besuchern und einer Auslastung von 99 Prozent letztlich als die bestbesuchte Opernproduktion auf der Seebühne. Ihr scharfes Profil und ihre Stärke verdanken die Bregenzer Festspiele neben der Qualität ihrer Produktionen vor allem ihrem Bekenntnis zu Dynamik und Innovation. Auch deshalb wurde das Festival zur Kulturmarke des Jahres 2009 gekürt. Das Festival steht weltweit für beständiges und mutiges Vorwärtsdenken – künstlerisch wie technisch. Bezeichnend für dieses Streben ist die vom Fraunhofer Institut und der Lawo AG mitgetragene Entwicklung der Bregenz Open Acoustics. Dieses neuartige System der Raumsimulation garantiert als Weiterführung des in Bregenz so erfolgreich praktizierten Richtungshörens ein einmaliges Klangerlebnis unter freiem Himmel auf höchstmöglichem musikalischem Niveau. 2006 wurde es mit dem deutschen Bühnenpreis Opus in der Kategorie Sounddesign für kreative Leistungen im Einsatz von Technik bei der Bühnengestaltung ausgezeichnet. Eine entscheidende Weiterentwicklung des künstlerischen Konzepts der Festspiele ist für 2011 angesetzt: Nachdem das Publikum im Festspielhaus über Jahre hinweg an unbekannte und selten gespielte Werke und Komponisten herangeführt wurde, werden ab dem nächsten Jahr Auftragswerke gezeigt. Ein logischer Schritt in der Entwicklung: Die Bregenzer Festspiele begreifen sich als Kulturinstitution, die sich auch um die Zukunft ihrer Kunst kümmern will.

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Werden Sie Teil der einzigartigen Idee hinter den Bregenzer Festspielen und engagieren Sie sich als Hauptsponsor, Presenting Sponsor oder Co-Sponsor! Zentrales Element und Ziel einer Partnerschaft mit den Bregenzer Festspielen ist es, nachhaltig positive Impulse und Begeisterung bei gemeinsamen Zielgruppen auszulösen. Sie profitieren dabei von dem hohen Bekanntheitsgrad und der internationalen Medienpräsenz der Festspiele und nutzen diese Marketing- und Präsentationsplattform exklusiv. Neben der Präsenz Ihres Logos auf sämtlichen Print- und Online-Werbemitteln erhalten Sie diverse Möglichkeiten zur Präsentation Ihres Unternehmens auf dem Vorplatz und rund um das Festspielhaus. Das Haus kann zudem exklusiv für Sponsorendinner, Hospitality- und Kundenevents genutzt werden. Auch „nonbuy-able-experiences“ wie Probenbesuche, Künstlergespräche oder BackstageFührungen u.v.m. bieten wir Ihnen an. Individuelle Absprachen sind möglich.

HIGHLIGHTS 2011/12 Werkretrospektive des deutschen Komponisten Detlev Galnert | André Chénier von Umberto Giordano als Spiel auf dem See | Solaris von Detlev Glanert als eine Uraufführung als Oper im Festspielhaus | Nijinskys Tagebuch von Detlev Glanert als Oper am Kornmarkt | Orchesterkonzerte der Wiener Symphoniker unter der Leitung von Markus Stenz, Teodor Currentzis und HK Gruber 189


SCHWEIZ

Fondation Beyeler www.fondationbeyeler.ch

Standort: Riehen bei Basel im Dreiländer eck Schweiz, Deutschland und Frankreich Besucher pro Jahr: 350.000 bis 400.000 Ausstellungsfläche: 4.000 m² Mitarbeitende inklusive Facility Services: 160 Rechtsform: non-profit AG, die Aktien gehören zu 100 % der Beyeler-Stiftung

Aussenansicht Fondation Beyeler Foto: Mark Niedermann

Präsident der Beyeler-Stiftung: Hansjörg Wyss Jahresbudget: rund 20 Mio. Schweizer Franken (Vgl. Jahresbericht, www.fondation beyeler.ch/informationen) Aktuelle Partner und Förderer: Donatoren: Gemeinde Riehen, Kultur Basel-Stadt, kulturelles.bl (Lotterie fonds Basel-Landschaft) Hauptpartner: Bank Sarasin & Cie AG, Bayer Consumer Care AG, Basler Kantonalbank, Maybach, Nationale Suisse, UBS Partner: ISS Facility Services AG, Kuhn & Bülow Versicherungs makler GmbH, Fondation BNP Paribas Unterstützt von: Basler Versicherungen Medienpartner: Basler Zeitung Medien, Hatje Cantz, Das Magazin, Sonntagsblick Magazin, SWR2 Projektpartner: JTI Unterstützung Führungen und Workshops für Schulklassen: Sibylla M. und Dr. Christoph M. Müller sowie Stiftungen und Privatpersonen Corporate Member: Burckhardt & Partner AG, Cofely AG, HIAG AG, Manor AG, MCH Messe Schweiz AG, Musfeld AG, Syngenta International AG

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Seit 1997 begeistert die bedeutende Sammlung von Hildy und Ernst Beyeler die Öffentlichkeit in der Schweiz und der ganzen Welt. Von Monet, van Gogh und Cézanne über Picasso, Klee und Léger bis zu Warhol, Lichtenstein und Bacon vereint sie herausragende Meisterwerke der Kunst aus dem 20. Jahrhundert mit dem Schwerpunkt Klassische Moderne. Finanziert wurde Renzo Pianos preisgekrönter Museumsbau durch die Beyeler-Stiftung, die das Sammlerehepaar 1982 gegründet hat, und die gleichzeitig auch Trägerin des Museums Fondation Beyeler ist. Das Gelände wird von der Gemeinde Riehen zur Verfügung gestellt, der Kanton Basel-Stadt leistet seinerseits einen jährlichen Subventionsbeitrag. Die Fondation Beyeler erhält etwa 13 % staatliche Unterstützung. Weitgehend erwirtschaftet sie die Mittel durch Eintritte, Art Shop, Restaurant und Partnerschaften selbst. Ansicht Monetraum mit Werken von: Alberto Giacometti L’homme qui marche II, 1960 Bronze, 189 x 26 x110 cm Fondation Beyeler, Riehen / Basel © ProLitteris, Zürich

Claude Monet Le bassin aux nymphéas, um 1917 – 1920 Öl auf Leinwand, Triptychon, je 200,5 x 301 cm Fondation Beyeler, Riehen / Basel Foto: Mark Niedermann

Renzo Piano hat mit dem Bau ein ruhiges, zurückhaltendes Bauwerk schaffen wollen, das »der Kunst dienen soll und nicht umgekehrt«. Das über den Längsmauern schwebende Glasdach versorgt das Innere gänzlich mit dem für Kunst so wertvollen Tageslicht. Die Ausstattung der zweiundzwanzig Ausstellungsräume verzichtet bewusst auf jede Art von sichtbaren technischen oder gestalterischen Details. Die Fondation Beyeler verdankt


SPONSORINGANGEBOT Zielgruppen Nationale und internationale Kunst- und Kulturinteressierte, Familien mit Kindern, Schüler, Studierende. Ebenso Unternehmen und Institutionen und ihre Mitarbeiter, Share- und Stakeholder aus den verschiedensten Bereichen der Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien. Die Fondation Beyeler bietet ein umfangreiches Kunstvermittlungsprogramm insbesondere auch für Kinder und Jugendliche an. Felix Gonzalez -Torres „Untitled“ (Placebo), 1991 Bonbons, einzeln in silberfarbenem Zellophan eingeschlagen Candies, individually wrapped in silver cellophane, Ideal weight: 1,000 – 1,200 lbs. (454 – 544 kg) The Museum of Modern Art, New York. Gift of Elisa and Barry Stevens Foto: Serge Hasenböhler

ihre besondere Anziehungskraft der Verbindung der einzigartigen Sammlung mit einer faszinierenden Museumsarchitektur und Landschaft sowie den wechselnden Ausstellungen auf höchstem internationalen Niveau. Spitzenwerke der Klassischen Moderne Die Sammlung Beyeler, die rund 230 Bilder und Skulpturen umfasst, ist in mehr als fünfzig Jahren parallel zur erfolgreichen Galerietätigkeit von Hildy und Ernst Beyeler entstanden. Der Umfang und das Renommee der Sammlung wachsen durch Neuerwerbungen bedeutender Werke beständig weiter. Ausgewählte Arbeiten der Stammeskunst aus Afrika, Alaska und Ozeanien werden in einigen Sälen mit Werken der europäischen und amerikanischen Kunst konfrontiert, was immer wieder zu spannungsvollen und in dieser Form einzigartigen Dialogen führt.

Gegenleistungen Nennung als Partner auf der Homapage und in den Katalogen, Eintritte, Einladungen zu Previews und Vernissagen, Führungen, Kataloge, Hospitality-Anlässe sowie für jeden Partner und seine Zielgruppen individuell und gemeinsam erarbeitete Gegenleistungen. Positionierung der Partner hinsichtlich Corporate Cultural Responsibility und/oder Standortbekenntnis Raum Basel. Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Corporate Memberships, Sponsorships und Projektunterstützung

Zeitgenössische und internationale Projekte Gezeigt werden neben jeweils drei grossen Ausstellungen pro Jahr, die in engem Bezug zur Sammlung und ihrem ganz besonderen Charakter stehen, ein bis zwei Kunstprojekte mit zeitgenössischen Künstlern im Museum und im öffentlichen Raum. Zudem werden die Ausstellungen der Fondation Beyeler in Kooperation mit renommierten Museen in der ganzen Welt organisiert und dort dem weltweiten Publikum zugänglich gemacht. Ein abwechslungsreiches Kulturprogramm begleitet die Ausstellungen mit Tanz, Lesungen, Konzerten, Künstlertalks, …

HIGHLIGHTS 2011/12 Dalí, Magritte, Miró – Surrealismus in Paris 2. Oktober 2011 bis 29. Januar 2012 Bonnard 29. Januar bis 13. Mai 2012 Jeff Koons 13. Mai bis 2. September 2012 Degas. Das Spätwerk 30. September 2012 bis 27. Januar 2013 191


Kommunikation Ihres Sponsoring-Engagements

Anzahl der Besucher vor Ort Mind. Brutto-Werbekontakte Wert der Partnerschaft in Euro von bis Tausenderkontaktpreis (TKP) in Euro von bis

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Brandenburgische Sommerkonzerte

Brandenburger Theater

Berliner Kinder- & Jugendtheater Murkelbühne

Beethoven-Haus Bonn

Bayerische Theaterakademie August Everding

Architekturpreis Berlin e. V.

achtung berlin – new berlin film award Klassische Werbemittel pro Jahr Großflächen-, City-Light- oder 18/1-Plakate A0-Plakate A1-Plakate A2-Plakate A3-Plakate Eintrittstickets Zeitschriften-/Printdokumentationen Programmhefte Veranstaltungsflyer Postkarten Postalische Direktmailings (Einladung etc.) Online-Marketing Besucher auf Internetseite Newsletter-Verteiler Banner/Skyscraper auf der Website Einbindung des Sponsors auf der Facebook-Seite Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Pressemitteilungen (Anzahl x Empfänger) Pressekonferenzen Sonderleistungen für Sponsoren Lizenzerwerb für Kommunikationsmaßnahmen Logointegration in Anzeigen Logointegration in U-Bahn Fernsehspots Partnerintegration in Radiospots Sponsor-Promotionstände Inhaltl. Einbindung bei Veranstaltungen Freikartenkontingent Rabatt auf Kartenkontingent Sponsor-Incentives (z.B. Empfang) Sponsor-Roll-ups, Aufsteller Sponsor-Veranstaltungsbanner Sonstiges (z.B. Merchandisingprodukte)

Barockensemble Lautten Compagney Berlin

Kleine und Kleinstbeträge nutzen den Kultur marken selbstverständlich auch. Das Leistungspaket kann nach Absprache ver handelt werden. Wenn Sie ge nauere Angaben zu Formaten, Logoplatzierung und Distribution der Werbemittel wünschen, entwickeln wir für Sie gern ein individuelles Angebot.

Alle hier dargestellten Auflagen basieren auf einer Beteiligung von Sponsoren. Die Preise und Angaben zu Werbemitteln können daher von den Einzel dar stellungen abweichen. Sponsor-Promotions stände, Roll-Ups, Aufsteller werden vom Sponsoringgeber bei Bedarf gestellt.

100

1.000 4.000

1.000

10.000

1.000 5.000

15.000 80.000 30.000 250.000

32.500 4.000 6.000 7.000

70.000 250.000 ja ja

250.000 1.200

20.000 1

450 1

ja ca. 5 ja ja ja ja ja ja 3 1 ja 15.000 5.225.000 5.000 10.000 0,96 1,91

ja ja 3 2 ja 5.000 1.661.650 5.000 100.000 3,01 60,18

6.000 40.000 10.000 500

1.000

250.000 5.000 10.000 2.000

85.000 11.700 ja ja

ja ja

2.130 2

4.000 1

ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja

ja 20 8.250

1.200

1.000

500

6.000 100.000

1.000 15.000

200

1.000

5.000 30.000 3.000

15.000 20.000 20.000 20.000

575.000 89.300 200.000

6.000 45.000 10.000

3.000

ja ja ja ja 4 1 ja

30.000 30.000 2.349.330 15.683.000 2.000 1.500 50.000 100.000 0,85 0,10 21,28 6,38

3.000 5

1 ja ja 1 ja 100.000 7.747.000 1.000 100.000 0,13 12,91

13.000

25.000 24.000 ja ja

271.900 ja ja

ja ja

1.000 1

100 ja

4.400 1

ja 3–6 noch nicht

ja ja 264

ja 50

1 ja ja ja ja 2 1 ja

1 ja 250

1 ja ja ja nein 2 2 nein

ja 2 2

18.000 80.000 22.000 2.342.500 13.386.754 5.267.400 100 5.000 15.000 20.000 120.000 100.000 0,06 0,37 2,85 8,54 8,96 18,89


5

2.500

1.500 1.500

1.500

1.000 50.000 500 20.000 100.000 20.000 200.000

5

15.000

40.000 2.000 12.000 9.000 5.000 2.730

10.000 150.218 5.000 50.000

5 ja

1.200 178.000

2.000 500 1.000 20.000

20.000 500 96.000 2.200

22.500 900

200.000 5.000 ja ja

150.000

400.000 400.000

25.000 15.000 ja nein

60.000 2.000 ja ja

1.200 2

5.000 2

21.000 3

30 1

3.480 1

750

1.000

ja 15 80

ja

1 ja ja ja ja 10 3 ja

1 ja ja ja ja ja 1

ja ja

1 möglich

ja ja ja ja

möglich 1 ja

ja ja ja ja ja 1 ja

150.000 350.000 260.000 1.000

20.000 30.000 1.000

2.000 30.000 5.000 120

40 2 möglich

1 nein

ja 38

ja 9 ja

250.000 50.000 150.000 38.000 10.000 500.000 Anzahl der Besucher vor Ort Mind. Brutto-Werbekontakte 36.870.000 1.415.400 13.249.400 16.775.460 3.883.810 55.900.480 30.000 15.000 5.000 2.500 500 7.000 Wert der Partnerschaft 400.000 100.000 80.000 50.000 100.000 in Euro von bis 3,83 10,60 0,38 0,15 0,13 0,09 Tausenderkontaktpreis (TKP) 10,85 7,55 4,77 12,87 1,79 in Euro von bis

194

500 500 500 500 6.000

22.000 38.000 100.000 2.500

ja ja

ja

1.160 80 2.500

HipHop Academy

350

Havelländische Musikfestspiele

260

Gewandhaus zu Leipzig

Fontane-Festspiele Neuruppin

150

Filmfestival Max Ophüls Preis

35.000

Dresdner Kreuzchor

Klassische Werbemittel pro Jahr Großflächen-, City-Light- oder 18/1-Plakate A0-Plakate A1-Plakate A2-Plakate A3-Plakate Eintrittstickets Zeitschriften-/Printdokumentationen Programmhefte Veranstaltungsflyer Postkarten Postalische Direktmailings (Einladung etc.) Online-Marketing Besucher auf Internetseite Newsletter-Verteiler Banner/Skyscraper auf der Website Einbindung des Sponsors auf der Facebook-Seite Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Pressemitteilungen (Anzahl x Empfänger) Pressekonferenzen Sonderleistungen für Sponsoren Lizenzerwerb für Kommunikationsmaßnahmen Logointegration in Anzeigen Logointegration in U-Bahn Fernsehspots Partnerintegration in Radiospots Sponsor-Promotionstände Inhaltl. Einbindung bei Veranstaltungen Freikartenkontingent Rabatt auf Kartenkontingent Sponsor-Incentives (z.B. Empfang) Sponsor-Roll-ups, Aufsteller Sponsor-Veranstaltungsbanner Sonstiges (z.B. Merchandisingprodukte)

Das Musical RATS

CITY – Die Kultband

Kommunikation Ihres Sponsoring-Engagements

5

7.000 52.000 3.903.320 11.763.240 1.000 500 50.000 100.000 0,26 0,04 12,81 8,50


Anzahl der Besucher vor Ort Mind. Brutto-Werbekontakte Wert der Partnerschaft in Euro von bis Tausenderkontaktpreis (TKP) in Euro von bis

196

LEIPZIG 1813 – Leipzig in den Wirren der Völkerschlacht

500

ja

4.500 600

10.000 1.000 5.000 250.000

3.000 3.000

10.000

800.000 12.000 1.220.000 90.000 515.000 30.000 250.000 1.500.000 160.000 25.000 12.000 11.000

6.000 3.500 ja

56.000 2.330

160.000 75.000

135.000

1.500 4

1.500 3

500 3

ja 30

ja

2 ja ja ja ja

2 ja ja ja

3 400 400 1.050 6.000 75.000 30.000 20.000 2.500

2.500 1.600 1.500

5.000 10.000

150.000 65.000 14.000.000 5.000 85.000 30.000 220.000

100.000 5.000

500.000 nein nein

360 3

ja nein ja ja 3 ja

15

1 nein

7.000 30.000 160.000 2.576.360 6.785.000 52.231.500 1.500 3.000 300 25.000 50.000 30.000 2,98 0,44 0,006 9,64 7,37 0,57

20 2.000 1.600 4.000 18.000 2.500 3.500

3 3 ja

10.000 550.000 4.000 220.000

1 nein ja 2 1

Märchenland

Kunstsammlungen Nordrhein-Westfalen

Kulturstätten in Görlitz: Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V.

10

Kulturstätten in Görlitz: Gerhart Hauptmann-Theater

Kunstfest Weimar

Klassische Werbemittel pro Jahr Großflächen-, City-Light- oder 18/1-Plakate A0-Plakate A1-Plakate A2-Plakate A3-Plakate Eintrittstickets Zeitschriften-/Printdokumentationen Programmhefte Veranstaltungsflyer Postkarten Postalische Direktmailings (Einladung etc.) Online-Marketing Besucher auf Internetseite Newsletter-Verteiler Banner/Skyscraper auf der Website Einbindung des Sponsors auf der Facebook-Seite Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Pressemitteilungen (Anzahl x Empfänger) Pressekonferenzen Sonderleistungen für Sponsoren Lizenzerwerb für Kommunikationsmaßnahmen Logointegration in Anzeigen Logointegration in U-Bahn Fernsehspots Partnerintegration in Radiospots Sponsor-Promotionstände Inhaltl. Einbindung bei Veranstaltungen Freikartenkontingent Rabatt auf Kartenkontingent Sponsor-Incentives (z.B. Empfang) Sponsor-Roll-ups, Aufsteller Sponsor-Veranstaltungsbanner Sonstiges (z.B. Merchandisingprodukte)

Kissinger Sommer

Höfische Festspiele Potsdam

Kommunikation Ihres Sponsoring-Engagements

ja ja

ja ja

24.000 12

500

7.200 1

ja ja ja 1 ja ja ja ja 3 2 ja

ja 1 ja ja ja ja ja ja

ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja

8.000 23.000 250.000 600.000 153.000 2.173.400 11.625.830 38.408.000 8.095.500 18.834.200 k. A. 5.000 25.000 10.000 5.000 k. A. 150.000 500.000 100.000 250.000 k. A. 0,43 0,65 1,24 0,27 k. A. 12,90 13,02 12,35 13,27


3.000 3.000 3.000 150.000

1.000 1.000 1.500

800

100.000 1.500 100.000 10.000 10.000 400.000

3.000

182 1.600 3.500 550 2.500 35.000

85.000 110.000 10.000 20.000 5.000 80.000

205.000 240.000 32.500 25.000 ja

1.000

140.000 1.100.000 25.000 40.000 ja ja

93.879 18.636 nein ja

800.000 8.000 ja nein

7.500 3

8.000 3

ja 40

ja nein

ja 150

1 ja ja ja ja 4 3 nein

2 ja ja ja ja 1

230.000 25.000 120.000

3.000

30.000 1.000 ja ja

210.000 40.000 ja ja

50.000 800 ja ja

380.000

300 2

30.000 5

300 3

2.270 2

4.000 1

ja 20 ja

ja 6

ja ja

ja ja

3 ja ja ja ja 10 1 ja

2 ja ja ja ja 2 2 ja

3 ja ja ja ja 5 3 ja

ja ja ja ja ja ja ja ja

ja ja

350

4.000

20.000 84.000 8.000 20.000 32.000

40.000 300.000

200 2.000

STIMMEN-Festival

Panorama Museum

Nibelungen-Festspiele Worms 540

600.000 22

33.000 70.000

ja

3.000 205.000 Anzahl der Besucher vor Ort Mind. Brutto-Werbekontakte 1.602.900 17.446.000 2.000 2.500 Wert der Partnerschaft 50.000 200.000 in Euro von bis 1,25 0,14 Tausenderkontaktpreis (TKP) 31,19 11,46 in Euro von bis

198

Nordkolleg Rendsburg

150

Schauspielbühnen in Stuttgart

8 105 300 100 500 1.000 10 1.000 60.000 45.000 500

Ruhrfestspiele Recklinghausen

Klassische Werbemittel pro Jahr Großflächen-, City-Light- oder 18/1-Plakate A0-Plakate A1-Plakate A2-Plakate A3-Plakate Eintrittstickets Zeitschriften-/Printdokumentationen Programmhefte Veranstaltungsflyer Postkarten Postalische Direktmailings (Einladung etc.) Online-Marketing Besucher auf Internetseite Newsletter-Verteiler Banner/Skyscraper auf der Website Einbindung des Sponsors auf der Facebook-Seite Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Pressemitteilungen (Anzahl x Empfänger) Pressekonferenzen Sonderleistungen für Sponsoren Lizenzerwerb für Kommunikationsmaßnahmen Logointegration in Anzeigen Logointegration in U-Bahn Fernsehspots Partnerintegration in Radiospots Sponsor-Promotionstände Inhaltl. Einbindung bei Veranstaltungen Freikartenkontingent Rabatt auf Kartenkontingent Sponsor-Incentives (z.B. Empfang) Sponsor-Roll-ups, Aufsteller Sponsor-Veranstaltungsbanner Sonstiges (z.B. Merchandisingprodukte)

Neanderthal Museum

Morgenland Festival Osnabrück

Kommunikation Ihres Sponsoring-Engagements

ja ja möglich 24 40 ja

35.000 25.000 85.000 100.000 205.000 110.000 2.011.100 27.102.270 6.439.000 12.957.500 20.160.015 23.281.500 5.000 5.000 2.000 5.000 4.000 1.000 30.000 250.000 1.000.000 250.000 120.000 2,49 0,18 0,31 0,39 0,20 0,04 14,92 38,83 77,18 12,40 5,15


Kulturmanager im deutsch sprachigen Raum

WIR STELLEN IHNEN DIE MACHER HINTER DEN KULISSEN VOR.

© foto-irmler.de

Kulturmanager im deutschsprachigen Raum sind Generalisten und arbeiten in allen Betriebsbereichen wie Organisation, PR-Arbeit, Finanzierung bis hin zu administrativen Tätigkeiten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Konzeption und Finanzierung von Kulturvorhaben, etwa von Ausstellungen, Theaterfestivals, Kongressen, Fortbildungen und Publikationen.

Gabriella Bandel Künstlerische Leitung Filmfestival Max Ophüls Preis

Dr. Marc Bieling Geschäftsführer DIE DRAUSSENWERBER GmbH

Jahrgang: 1958

Jahrgang: 1974

Ausbildung: _1978–83: Studium der Sozialarbeit/-pädagogik _1989–92: Studium der Informationswissenschaft und Kunst in Saarbrücken

Ausbildung: _Dipl.-Kfm., Universität Münster _Diplôme, Sup de Co Montpellier _Dr. rer. pol., Universität Münster

Otmar Böhmer Geschäftsführer der ArtPartner Relations GmbH Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen Jahrgang: 1959 Ausbildung: Dipl. Verwaltungswirt

Berufsweg: _1981–95: Generalverwaltung der Berufsweg: Museen der Stadt Köln Berufsweg: _1985: Stadt Saarbrücken _2000–04: _1995–10: im sozialen Bereich Geschäftsführer der Universtität Münster, _1990–92: redaktionelle Stiftung Kunstsammlung Marketing Centrum Tätigkeit beim SR Nordrhein-Westfalen Münster, _1994–97: Leitung _seit 2011: Wissenschaftlicher der Städt. Galerie Geschäftsführer der Mitarbeiter im Filmhaus ArtPartner Relations _2005–07: _1997: Organisation, GmbH – Kunstsammlung Städtemarketing, Sponsoring, ÖffentlichNordrhein-Westfalen für Wall AG, Berlin keitsarbeit beim Filmden Bereich Sponsoring, _seit 2007: festival Max Ophüls Preis Geschäftsführer Veranstaltungen, _seit 2002: Leitung des DIE DRAUSSENWERBER werbliche Leistungen Bereiches Kurzfilm GmbH _seit 2008: Künstlerische Leitung

200

Philipp Bräuer Künstlerische Leitung Filmfestival Max Ophüls Preis Jahrgang: 1974

Sebastian Brose Programmleiter Filmfestival achtung berlin – new berlin film award

Jahrgang: 1971 Ausbildung: _1994–02: Studium Ausbildung: Theater-/Film-/Fernseh- Studium Germanistik u. wissenschaft, AllgemeiKunstwissenschaften, ne und Vergleichende Gießen/Bremen Literaturwissenschaft in Berufsweg: Berlin, Wien, Lausanne _meOme Online Services Berufsweg: _Lektorat „Urban Art _seit 2004: ProgrammStories“,„Open Mike“ leitung Filmfestival _Ausstellung „Digitale Max Ophüls Preis Poesie“ Berlin _seit 2007: Künstlerische _Theaterfestival Leitung No Limits _Literaturwerkstatt Berlin _poesiefestival berlin _ZEBRA Poetry Film Award _Film- und Medientage Havelland _achtung berlin – new berlin film award

Helmut Bürgel Künstlerischer Leiter STIMMEN-Festival Geschäftsführer Burghof Lörrach GmbH Jahrgang: 1951 Ausbildung: Studium Literatur- und Medienwissenschaften, Geschichte in Konstanz, Freiburg und Marburg Berufsweg: _1978–93: Gründer und künstlerischer Leiter des Kulturzentrums G.e.m.s in Singen _1982–94: Autor, Film- und Fernsehredakteur; Film-, Theater- , Konzert- und Festivalproduktionen im In- und Ausland. _seit 1994: Kulturreferent der Stadt Lörrach, Gründer und Leiter des Internationalen Gesangsfestivals STIMMEN _seit 1998: Geschäftsführer des Burghofs in Lörrach


Michael Dreyer Künstlerischer Leiter Morgenland Festival Osnabrück

Roland Ebbing Leiter Marketing & Betriebliches Management Neanderthal Museum

Gaspar Cano Peral Direktor Instituto Cervantes Berlin

Jahrgang: 1970

Jahrgang: 1966

Dr. Volker Hassemer Vorstandsvorsitzender Stiftung Zukunft Berlin

Ulrich A. Hauschild Geschäftsführer Kunstfest Weimar

Jahrgang: 1944

Ausbildung: Dipl.-Kfm. BWL Universität Passau

Ausbildung: Diplom-Musikpädagoge

Ausbildung: _Studium der Sozialpädagogik an der FH Dortmund (Dipl.)

Kaspar von Erffa Geschäftsführer Höfische Festspiele Jahrgang: 1964 Ausbildung: _Schauspiel- und Regieausbildung, Mozarteum Salzburg _Regieassistent, Burgtheater Wien

Guido Froese Akademieleiter und Geschäftsführer Nordkolleg Rendsburg – Akademie für kulturelle Bildung

Prof. Manfred Harnischfeger Kommissarischer Direktor Beethoven-Haus Bonn Jahrgang: 1944

Berufsweg: _Pressesprecher CDUBerufsweg: Fraktion im Hessischen Jahrgang: 1958 Ausbildung: Studium _1995–2001: Landtag Ausbildung: Rechtswissenschaften Konzertgitarrist Berufsweg: _1972–02: Leiter Studium der anglogerund Kulturmanagement Gesamtkommunikation _seit 1997: Produzent für _1990: Mitbegründer Berufsweg: manischen Philologie an klassische Musikproduk- der Kulturinitiative _seit 1995: Freier Regisseur, Berufsweg: und Unternehmensmarder Universität Valencia; tionen, seit 2001 unter _1991–96: ProduktionsIserlohn u. a. am Staatstheater keting, Bertelsmann AG Doktorand der Ästhetik assistenzen für Tourseinem eigenen Label _1992: Gründung der Wiesbaden, Theater _2003–09: Leiter Komund Kunst an der Autoneen, RSO Frankfurt Dreyer.Gaido MusikKünstler- und EventAachen munikation Deutsche nomen Universität von produktionen agentur FrontLINE _1998–00: Drehbuch & Co- (HR); Tätigkeiten im Post World Net Madrid Orchestermanagement _Professor am Institut _Gründet 2005 das Morgen- _1987–95: gastronomische Regie Kinofilm „Drei Berufsweg: land Festival Osnabrück Berufserfahrung Chinesen mit dem Kon- _1997–07: Leiter des für Kultur- und Medien_2000–04: Kulturbüros Münsterund ist seitdem sein _1995–98: Leiter Event & trabass“ management der HochTheaterdirektor Künstlerischer Leiter Gastronomie Kulturzen- _seit 2002: Drehbucharbeit land: Kulturförderung, schule für Musik in Thein München Regionenmarketing, _seit 2007: Co-Autor und trum WERK°STADT, und -beratung, u. a. für ater in Hamburg und als _2004–07: Projektmanagement, Produzent von MusikWitten BR, RBB, ZDF und ndF freier Publizist und KomGründungsdirektor Festivalmarketing filmproduktionen _1998–04: Geschäfts_seit 2008: Konzeption munikationsberater tätig des Instituto Cervantes _2009: Auszeichnung mit und -management führer Kulturzentrum & künstl. Leitung der _Mitinhaber von „DirigieStockholm für versch. Festivals dem Praetorius MusikWERK°STADT, Witten Höfischen Festspiele ren & Führen“, Journalist _seit 2007: _seit 2007: Akademieleiter _seit 2010: kommissaripreis, Kategorie „Inter- _seit 2004: stellv. Direktor Potsdam Direktor des Instituto nationaler Friedensder Stiftung Neander_seit 2011: Geschäftsführer und Geschäftsführer des scher Direktor des Cervantes Berlin musikpreis“. thal Museum Höfische Festspiele GmbH Nordkolleg Rendsburg Beethoven-Hauses Bonn

Ausbildung: Jura- und Soziologiestudium

Jahrgang: 1967

Jahrgang: 1969

Dr. Frank Hoffmann Intendant Ruhrfestspiele Recklinghausen

Dörte Inselmann Intendanz und Geschäftsführerin Kulturpalast Hamburg

Günter Jeschonnek Geschäftsführer Fonds Darstellende Künste e.V.

Jahrgang: 1954

Ausbildung: Diplom Sozialpädagogin, Kultur- und Bildungsmangement an der HWP Hamburg

Jahrgang: 1950

Ausbildung: Studium der Germanistik, Romanistik und Philosophie in Luxemburg und Heidelberg. 1983 Promotion an der Universität Heidelberg

Berufsweg: Berufsweg: _1996 Persönlicher _1981–83 sowie 1991–96: Assistent von Robert Senator für StadtentWilson: wicklung und Umwelt_1997–01: Referent des schutz in Berlin Intendanten der _1983–89: Senator für kul- Salzburger Festspiele Berufsweg: turelle Angelegenheiten _2001–04: Künstlerischer _seit 1988: Professur in Berlin Betriebsdirektor am für Regie am Konserva_1996–02: Vorsitzender Konzerthaus Dortmund torium in Luxemburg der Geschäftsleitung von _2005: Generalsekretär _1997: Gründung und „Partner für Berlin“ der Camerata Salzburg Leitung des Theatre _seit 2003: Vorstandsvor- _seit 2007: National Du Luxembourg sitzender des Forum Geschäftsführer des _2000: Gründung des Zukunft Berlin e.V. und Kunstfest Weimar ersten Luxemburger der 2006 gegründeten Theaterfestivals im Zelt Nachfolgerin Stiftung _seit 1984: über 80 natioZukunft Berlin; Mitininale und internationale tiator und Vorsitzender Inszenierungen der Geschäftsführung _seit 2004: Intendant der Initiative „A Soul for der Ruhrfestspiele Europe“ Recklinghausen

Berufsweg: _1980: Gründung, seit 1988 Vorsitzende und Intendantin des KPH _seit 1986: Vorstand von „Stadtkultur Hamburg“ _seit 2000: Vertreterin im Landesrat der Kulturbehörde Hamburg _seit 2001: Begründerin/ Geschäftsführerin der BilleVue GBR _2004: Gründerin des Musikclubs Bambi galore _2007: Gründerin/ Intendantin „HipHop Academy Hamburg“ und „Klangstrolche“

Ausbildung: Von 1978 – 1982 Studium der Schauspielregie in Berlin (Ost) Berufsweg: _1982–91: Regisseur, Hochschuldozent für Schauspiel und Autor _1991–99: Seniorproducer für TV-Spielfilme und TV-Serien bei SAT.1 _1999–04: Regisseur, Hochschuldozent für Schauspiel, Kulturmanager, Autor _seit 2004: Geschäftsführer des Fonds Darstellende Künste; Herausgeber von Standardbüchern und Studien zum freien Theater und Tanz in Deutschland

Sascha Kaiser Geschäftsführer Kultur- & Ver an stal tungs GmbH und der Nibelungen-Fest spiele gGmbH, Durchführung der jährlichen Fest spiele am Kaiserdom zu Worms Jahrgang: 1975 Ausbildung: Diplom Betriebswirt (FH) Weitere Tätigkeiten: Betrieb des Wormser Kultur- und Tagungszentrums und des Wormser Theaters, des Nibelungenmuseums, des Worms Verlags, des Kabarett Theaters „Lincoln“ sowie die Durchführung des Jazz & Joy Festivals Turnierdirektor der Deutschen Tennismeisterschaften der Jungsenioren Fachbeiratsmitglied der Fachhochschule Worms im Fachbereich „Touristik“

201


Bernd Kauffmann Generalbevollmächtigter Stiftung Schloss Neuhardenberg Jahrgang: 1944 Ausbildung: Volljurist

Thomas Koch Mitglied des Direktoriums Bayerische Theaterakademie August Everding

Berufsweg: _1976–84: Leiter Minister- Jahrgang: 1956 büro im Niedersächsischen Kulturministerium, Ausbildung: ab 1984: Abteilungsleiter _1976–82: Studium der _1989–92: Generalsekretär Anglistik, Biologie und Psychologie in Kassel Stiftung Niedersachsen und Berkeley (USA) _1992–01: Präsident Stif-

Dr. Rainer Kossian Wissenschaftliche Leitung Archäologisches Landesmuseum Brandenburg

Matthias Kubusch Geschäftsführer Kinder & JugendTheater Murkelbühne

Jahrgang: 1966

Jahrgang: 1967

Ausbildung: Studium Uru. Frühgeschichte, Kunstgeschichte, Anthropologie, Ethnologie, Kulturund Museumsmanagement, Promotion an der Universität Göttingen

Ausbildung: Tischlerlehre (Künstlerischer Dekorationsbau) am Theater der Stadt Cottbus, Studium der Theater-, Kultur-, Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin

Berufsweg: tung Weimarer Klassik, Intendant des Kunstfestes _1983–84: Redakteur, Das Beste aus Reader’s Digest Berufsweg: Weimar, zwischen 1996–00: Generalbeauf- _1984–95: Leiter der Presse _1999–00: Wiss. Assistent und Öffentlichkeitsam Hamburger Museum tragter »Weimar 1999 – arbeit, Amerika-Haus für Archäologie Kulturstadt Europas _2000–04: ForschungsGmbH« und Vorsitzender Stuttgart _1995–06: Sprecher projektleiter am Niederdes Kulturrates der der Intendanz, sächsischen LandesExpo 2000 Hannover museum Hannover _seit 2001: Generalbevoll- Staatsoper Stuttgart _seit 2004: Brandenburmächtigter und Geschäfts- _seit 2006: Direktor für Kommunikation und gisches Landesamt für führer der Stiftung Denkmalpflege u. ArchäSchloss Neuhardenberg, internationale Beziehungen, Bayerische ologisches Landesmuseim Nebenamt: KünstTheaterakademie, um, Dezernat Archäololerischer Leiter der München gisches Landesmuseum »movimentos«

Berufsweg: Tischler, Requisiteur, Bühnenhandwerker, Buchverkäufer, Abendspielleiter, Regieassistent, Dramaturg, Theaterpädagoge, Regisseur, Geschäftsführer, Standort- und Projektkoordinator in diversen Städten und Institutionen

Dr. Gabriele Landwehr Bereichsleitung Wirtschaft & Stiftungen Goethe-Institut

Manfred Langner Intendant Schauspielbühnen in Stuttgart

Robert A. Puppel Geschäftsführer V Event GmbH und Potential Allstars

Arno Reckers Geschäftsführer Brandenburgische Sommerkonzerte

Jahrgang: 1958

Jahrgang: 1969

Jahrgang: 1957

Jahrgang: 1952

Ausbildung: Steuerinspektor/ Betriebsprüfer, Jurastudium und Aufnahmeleiter bei Filmproduktionen

Ausbildung: Studium Geschichte, Germanistik in Stuttgart

Berufsweg: _Dozentenausbildung des Goethe-Instituts 1979 Berufsweg: _Filmgeschäftsführer _Dozentin in Rom Regieassistenz am Staatsund München theater Darmstadt, Dra_seit 1985: Führungsposimaturg und Regisseur am tionen in Los Angeles, Grenzlandtheater Aachen Mexiko-Stadt, New York _1994–09: Intendant des und Chennai, Indien Grenzlandtheaters _seit 2009: verantwortlich für Wirtschafts- und Aachen, Übersetzer / Stiftungskooperationen Autor von Theaterstücken, Gastregien des Goethe-Instituts im _seit 2009/2010: Intendant Hauptstadtbüro Berlin der Schauspielbühnen in Stuttgart

Ausbildung: _1990–95 BWL Studium an der FU Berlin _1997 weiterführende Studien in Brisbane Australien Berufsweg: _1997 m&s AG - Marketing _1998 Loginet / RBR Marketingleitung _1999 Multiport Marketing & Eventleitung _1999 Eintragung der Marke „Die Ich AG“ _1999 Gründung V Event (GmbH) _2003 Gründung Potential Allstars

Ausbildung: _kaufmännische Ausbildung, Studium von Politologie und Theaterwissenschaften in Berlin

Roderich Kreile Kreuzkantor, Intendant & künstlerischer Leiter Dresdner Kreuzchor Jahrgang: 1956 Ausbildung: Studium der Kirchenmusik und Chorleitung in München Berufsweg: _1989–96: Professor an der Musikhochschule München und Leitung zweier Hochschulchöre _1994: Einstudierung des Philharmonischen Chors München _1997: Berufung zum Kreuzkantor in Dresden, Produktion zahlreicher Rundfunkund CD-Aufnahmen

Dr. Andrea-Martina Reichel Operative Geschäftsführung Berliner Residenz Konzerte Jahrgang: 1960

Ausbildung: _Tanz und Tanzpädagogik, Studium und Promotion Kunst-, Kultur- und Berufsweg: _Gründung und Geschäfts- Kostümgeschichte führung der Mega-Film Berufsweg: GmbH zum Verleih von _choreografische Arbeit Kinofilmen und der ARF u.a. am Konzerthaus GmbH zur Produktion von Berlin Fernsehfilmen _Projektmanagement _Tätigkeit als Filmproduu.a. als Referentin zent und Schauspieler im Stiftungszentrum _2004: Branchenwechsel der Deutschen Stiftung zur klassischen Musik, Denkmalschutz Einstieg bei den _seit 2009 als operative Brandenburgischen Geschäftsführerin der Sommerkonzerten Berliner Residenz _seit 2007: Geschäftsführer Konzerte der Brandenburgischen Sommerkonzerte

205


Michael Schulz Generalintendant Musiktheater im Revier

Hajo Schäfer Festivalleiter Filmfestival achtung berlin – new berlin film award Jahrgang: 1969 Ausbildung: Studium Medienwissenschaften u. Geschichte, Bochum/Montpellier (F) Berufsweg: _Nederlands Filmmuseum Amsterdam _Stiftung Deutsche Kinemathek Berlin _Festival des Osteurop. Films Cottbus _Internationale Filmfestspiele Berlin _Internationales Filmfest München _Literaturwerkstatt Berlin _KurzFilmFestival Hamburg _achtung berlin – new berlin film award

Harald Wanger Geschäftsführer Hameln Marketing und Tourismus GmbH Jahrgang: 1961

Jahrgang: 1966 Katrin Schramm Geschäftsführerin Höfische Festspiele Jahrgang: 1959

Ausbildung: _Studium der Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg

Ausbildung: _Studium der Rechtswissenschaft, 1.u.2. Juristisches Staatsexamen _Studium der Deutschen Sprache/Literatur, Mediatorin (BAFM)

Berufsweg: _1998: Preis für Nachwuchsregisseure der Götz-FriedrichStiftung, Berlin _2002–07: Operndirektor am Deutschen Nationaltheater Weimar, Berufsweg: Regisseur u. a. an der _seit 1990: Rechtsanwältin Komischen Oper Berlin, _seit 2009: Vorstand dem Aalto-Musiktheater und Koordinatorin Essen und der Semperder Höfischen Festspiele oper Dresden Potsdam e. V. _seit 2008: _seit 2011: GeschäftsGeneralintendant am führerin der „Höfische Musiktheater im Revier Festspiele GmbH“ Gelsenkirchen

Frank Wasser Geschäftsführer, künstlerischer Leiter, Pianist Havelländische Musikfestspiele (HFM)

Jahrgang: 1959 Ausbildung: Studium BWL, Verkehrswesen und Ausbildung: Studium Touristik, FH Worms Klavier- und Klavierpädagogik Berufsweg:

Lutz Thielemann Geschäftsführer Europastadt Görlitz Zgorzelec GmbH für Wirtschaftsentwick lung, Stadtmarke ting und Tourismus Jahrgang: 1968 Ausbildung: _Diplom Kaufmann, MSc Integrated Marketing Communications Berufsweg: _1995–00: Nestlé Deutschland AG, Produktmanager _2000–01: Schöller Marken GmbH, Senior Product Manager _2001–06: Marketing Leipzig GmbH, Geschäftsführer _seit 2007: Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH, Geschäftsführer

Mario Zetzsche Kulturmanagement Fontanestadt Neuruppin und Geschäftsführer Fontane-Festspiele

Petra Zillich Geschäftsführerin Architekturpreis Berlin e.V.

Jahrgang: 1980

Ausbildung: Industriefachwirtin

Ausbildung: 2001–07 KulturmanagementStudium in Görlitz und Vilnius (B.A.), anschlie_1991–1996: stellv. GF Berufsweg: ßend Riga (M.A.) Hessischer Fremdenver- _international renomBerufsweg: kehrsverband, Wiesbaden mierter Pianist _seit 1997: GF Hameln _seit 1990: Kulturmanager _2005–08: Sammlungsmanagement für das Marketing und Tourismus _bis Ende 1999: Initiator Zeitgenössisches KunstGmbH u.a. der Südbrandenmuseum Lettlands, Riga _Vorstandsmitglied burgischen Klaviertage, _seit 2008: Kulturmanager Deutsche Märchendes Debussy-Festivals der Stadtverwaltung der strasse e.V. _2000: Gründer der Fontanestadt Neuruppin, _Strategische VermarkHavelländischen u.a. verantwortlich für tung des Rattenfängers Musikfestspiele (HFM) die städtischen Kulturvon Hameln durch ver_seit 2005: Veranstalter einrichtungen, Kulturstärkte Emotionalides internationalen entwicklungskonzeption sierung und Inszenierung Klavierwettbewerbs im sowie die Fontane_seit 2000: Musical RATS, Rahmen der HFM zur Festspiele szenische Stadtführungs- musikalischen Nach_seit 2011: Geschäftsführer und Erlebnisangebote etc. wuchsförderung der Tourismusforum _2006: Gründer der Neuruppin GmbH Märkischen Musikfestspiele

Nadine Waldmann-Kern Management, Projektund Büroleitung Barockensemble LAUTTEN COMPAGNEY Berlin Jahrgang: 1979 Ausbildung: _1998–05: M.A. Kulturwissenschaft, Schwerpunkt Kulturmanagement und -marketing Berufsweg: _MDR Musiksommer Konzertorganisation _die tageszeitung | taz Marketing/Werbung/ Veranstaltungsorganisation _Tanzcompagnie Constanza Macras | Dorky Park, Tourmanagement in Europa und Südamerika _Konzertdirektion Hörtnagel Berlin GmbH Operation Management

Jahrgang: 1957

Berufsweg: _1980–85: leitende Positionen in der Großindustrie Hannover/Hamburg/ Berlin _seit 1986: Vereinsgeschäftsführerin und Projektmanagerin im Bereich Architektur und Baukunst

207


IHRE AGENTUR FÜR KULTURMARKETING UND KULTURSPONSORING

DIE AGENTUR CAUSALES Seite:

212

DAS CAUSALES-PRINZIP

213

DIENSTLEISTUNGSPORTFOLIO

214

KULTURMARKEN-AWARD UND DIE KULTURMARKEN GALA 2011

215

RÜCKBLICK KULTURMARKEN-AWARD 2006–2010

218

KULTURINVEST-KONGRESS 2011

220

ONLINE-PORTAL WWW.KULTURMARKEN.DE

224

ANSPRECHPARTNER

226

DANKSAGUNG IMPRESSUM

211


DIE AGENTUR CAUSALES

Das Causales-Prinzip

212

Prinzip

Philosophie

Wertschöpfung

Causales ist die Agentur für Kulturmarketing und Kultursponsoring im deutschsprachigen Raum. Als erfahrene Agentur beraten wir Ihr Wirtschaftsunternehmen in der strategischen Planung von Sponsoringprozessen und finden die attraktivsten Kulturprojekte für Ihr gesellschaftliches Engagement. Ihr Kulturprojekt beraten wir in Markenbildungsprozessen und finden für Sie die geeigneten Sponsoren aus der Wirtschaft.

Der Name „Causales“ ist Programm: In der Philosophie versteht man unter „Causa“ (lat. für Grund, Ursache) einen Sachverhalt der objektiven Realität, der einen anderen Sachverhalt – die Wirkung – hervorbringt (vgl. Kausalität). Die Philosophie der Agentur Causales besteht darin, Wirtschaft und Kultur zum gegenseitigen Nutzen zu verbinden und eine langfristige Wertschöpfung zu garantieren. Wir legen Wert auf eine nachhaltige Wirkung unseres Handelns.

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Agentur Causales kann sowohl für Wirtschaftsunternehmen als auch für die von uns betreuten Kulturprojekte eine bessere Erfüllung der gesamtwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufgaben in Aussicht stellen. Seit Gründung hat die Agentur über 120 Sponsoringpartnerschaften zwischen Kultur und Wirtschaft im deutschsprachigen Raum in einem siebenstelligen Gesamtvolumen vermittelt.


Dienstleistungsportfolio

Analyse

Tagesworkshop

Konzeptentwicklung

SponsoringVermittlung

Analyse

Konzeptentwicklung

Marketing- und Sponsoringmaßnahmen müssen in regelmäßigen Abständen auf ihre wirtschaftliche Zielsetzung überprüft werden. Causales analysiert bestehende Partnerschaften mit Kulturprojekten oder Wirtschaftsunternehmen und spricht Empfehlungen aus, um diese effizienter zu gestalten oder neue Partnerschaften ins Leben zu rufen.

Causales erstellt für Sie komplexe Marketing- und Sponsoringkonzepte mit einer umfangreichen Bestandsaufnahme sowie der Entwicklung von Vision, Zielsetzung, Potenzialanalyse, Strategie und konkreten Maßnahmen. Darüber hinaus erstellen wir für Kulturanbieter Sponsoringkonzepte mit konkreten Angeboten für potenzielle Sponsoren.

Tagesworkshop Wir bieten Ihnen die Durchführung von Tagesworkshops zur Bewertung, Entwicklung und Evaluierung Ihrer Marketingund Sponsoringaktivitäten an. Spezifische Herausforderungen geben Sie vor. Fragestellungen, Handlungsempfehlungen und langfristige Strategien entwickeln wir für Sie.

Betreuung der Kooperation

Sponsoringvermittlung und Betreuung der Kooperation Als marktkundige Agentur bietet Ihnen Causales die Identifizierung von potenziellen Partnern und deren Kontaktaufnahme an. Unsere Vorschläge erbringen wir aus einem Pool von ca. 34.000 Profilen und Kontakten aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien. In moderierten Gesprächen vermitteln wir die Partnerschaften, die zum gegenseitigen Nutzen identische Zielgruppenmärkte bearbeiten, Marketingziele verfolgen und einen Imagetransfer garantieren.

213


DIE AGENTUR CAUSALES

Kulturmarken-Award und die Kulturmarken-Gala 2011 Der Wettbewerb um die Kulturmarken-Awards im deutschsprachigen Raum

Wettbewerb

Kategorien

Kulturmarken-Gala – Der Kulturmarken-Award fördert die Der Marketingpreis „Kulturmarke des Jah- Ihr Branchentreff Entwicklung des Kulturmarketings im deutschsprachigen Raum und zeigt auf, dass sich inhaltliche Qualität und wirtschaftliche Effizienz nicht ausschließen. Bewerben können sich Kulturinstitutionen und -projekte, im Kulturbereich engagierte Unternehmen, Städte und auch Fördervereine für die begehrten Auszeichnungen. Darüber hinaus können Kulturmanager empfohlen werden. Ausgeschrieben wird der Wettbewerb von der Agentur Causales, mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Post DHL und der Zeitschrift WELTKUNST.

res“ zeichnet seit mindestens drei Jahren am Markt bestehende Kulturinstitutionen für ihr professionelles Marketingmanagement aus. Mit der „Trendmarke des Jahres“ werden innovative Marketingstrategien von Kulturanbietern prämiert, die weniger als drei Jahre am Markt präsent sind. Der Preis „Stadtmarke des Jahres“ wird für das beste Citymarketing vergeben. Als „Kulturmanager des Jahres“ wird ein außerordentlich engagierter Kulturvermittler geehrt. Besonders kreative und nachhaltige Formen von Investition in Kultur werden mit dem Preis „Kulturinvestor des Jahres“ ausgezeichnet. Erstmalig ehrt im Jahr 2011 die Auszeichnung „Förderverein des Jahres“ das langfristige und innovative Engagement von Bürgern für Kultureinrichtungen.

Gala am 27. Oktober 2011 von 19 – 2 Uhr Kartenbestellung: www.kulturmarken.de/Kulturmarken-Gala Hotline: +49 (0) 30-53-214-391

Förderer:

Veranstaltungspartner:

VELVET BERLIN

214

Eine namhafte Jury nominiert in den sechs Kategorien jeweils die drei besten Wettbewerbseinreichungen. Die Nominierten werden während der Kulturmarken-Gala den Teilnehmern und Gästen präsentiert. Die Preisverleihung findet am 27. Oktober 2011 im Rahmen einer abendlichen Galaveranstaltung mit bis zu 600 Entscheidern aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien im TIPI am Kanzleramt statt. Darüber hinaus werden die Preisträger in einer ganzseitigen Anzeigensonderveröffentlichung der ZEIT vorgestellt und erhalten eine kostenfreie redaktionelle Anzeige im Jahrbuch Kulturmarken 2013 und auf dem Online-Portal www.kulturmarken.de.

Auch Sie können die führenden Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien treffen. Bestellen Sie Ihre Galakarte für 59,– Euro zzgl. Mwst. oder einen 6er-Tisch mit 6 Gala-Karten für 259,– Euro zzgl. Mwst. mit einem Sitzplatz für die Preisverleihung und genießen Sie das kulturelle Rahmen programm im TIPI am Kanzleramt inklusive Begrüßungssekt, 3-Gänge-Menü, kostenfreien Getränken und der After-Award-Party. Darüber hinaus erhalten Sie kostenfrei ein Jahrbuch Kulturmarken 2012.


Rückblick Kulturmarken-Award 2006 – 2010

Der von der Agentur Causales mit starken Partnern und namhaften Experten im Jahr 2006 ins Leben gerufene Wettbewerb fördert innovatives Kultur- und Stadtmarketing, ehrt engagierte Kulturmanager, prämiert Wirtschaftsunternehmen für herausragende

2006 Kulturmarke

2007

Kultursponsoringkonzepte sowie Fördervereine und Freundeskreise für ihr bürgerschaftliches Engagement in Kultureinrichtungen. Seit der Einführung der Marketingpreise wurden die Kategorien stetig erweitert.

2008

2009

2010

x

x

x

x

x

x



Trendmarke

x

x

Kulturmanager

x

x

Folkert Uhde Markus Rindt Leiter Dresdner Sinfoniker

Geschäftsführer Radialsystem V

Karl Janssen Geschäftsführer Duisburg Marketing

Silke Fischer Direktorin Märchenland

Stadtmarke

x

x

x

x

Kulturinvestor

x

x

x

x

Bewerber

46

42

96

85

105

Jury

14.411 Personen via Onlineumfrage

Expertenjury

Expertenjury

Expertenjury

Expertenjury

Ort

Verleihung bei den Preisträgern

KulturBrauerei Berlin

KulturBrauerei Berlin

Admiralspalast Berlin

TIPI am Kanzleramt Berlin

7.500 Euro

10.000 Euro

75.000 Euro

75.000 Euro

100.000 Euro

Wert der vergebenen Preise an die Gewinner

215


DIE AGENTUR CAUSALES

KulturInvestKongress 2011 Der Branchentreff für Kulturanbieter und Kulturinvestoren im deutschsprachigen Raum 27./28. Oktober 2011 Verlagsgebäude Der Tagesspiegel Berlin

Kongresstickets bestellen: www.kulturinvest.de Zweitagesticket: 550,– Euro zzgl. Mwst. Eintagesticket: 290,– Euro zzgl. Mwst.

Dass Kultur und Wirtschaft auf vielfältige Weise voneinander lernen und profitieren können, ist mittlerweile weithin anerkannt. Um diesen Austausch weiter zu fördern, findet in Berlin am 27. und 28. Oktober 2011 bereits zum dritten Mal der KulturInvest-Kongress, die Pflichtveranstaltung für Vertreter aus Kultur, Wirtschaft, Politik und Medien aus dem deutschsprachigen Raum, statt. Nutzen Sie diese einzigartige Möglichkeit zum Netzwerken, freuen Sie sich auf Größen aus Kultur, Wirtschaft und Politik, informieren Sie sich über die neuesten Entwicklungen und gewinnen Sie Einblicke in bisher unbekannte Themengebiete.

Namhafte Referenten reflektieren in insgesamt 16 Foren Perspektiven und Ideen für das Zusammenwirken von Kultur und Wirtschaft, diskutieren neueste Trends und Innovationen im Bereich der Kulturinvestments und analysieren Nutzendimensionen für Städte und Regionen.

Veranstalter:

causales Presentingartner:

218

Premiumpartner:


Schwerpunkte:

Top-Referenten:

_Kulturmanagement in Wirtschaftsunternehmen und Kulturbetrieben

_Michael Drautz

_erfolgreiche Beteiligungsund Fördermodelle von Wirtschaft und Kultur

_Brigitte Kössner-Skoff

_Kulturmarketing

_Dr. Stephan Muschick

_Kulturkommunikation _Kultursponsoring _Kulturtourismus _Stadtmarketing _Online und Social Media Marketing _Compliance und Hospitality _Wirtschafts- und Steuerrecht _Kulturförderprogramme der Europäischen Union

(Geschäftsführer Festspielhaus Baden-Baden) (Geschäftsführerin „Initiativen Wirtschaft für Kunst“) (Geschäftsführer RWE-Stiftung)

_Sabine Bornemann (Leiterin des Cultural Contact Point Germany)

_Prof. Dr. Andrea Hausmann (Studiengangsleiterin Kulturmanagement und Kulturtourismus an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder)

_Dr. Harald Jossé (Geschäftsführer Brand Control GmbH)

_Jürgen Bachmann (Kulturreferent Audi AG)

_Prof. Dr. Birgit Mandel (Leitung Studienbereich Kulturmanagement und Kulturvermittlung Universität Hildesheim)

_u.v.m. 219


DIE AGENTUR CAUSALES

www.kulturmarken.de Nutzen Sie das führende Branchenportal für Kulturmarketing und Kultursponsoring im deutschsprachigen Raum! 17.000 Newsletter-Abonnenten

35.000 Besucher im Monat

350.000 Seitenaufrufe im Monat 62 % Besucherdomains aus der Wirtschaft 38 % Andere Besucherdomains

Das Online-Portal www.kulturmarken.de dient Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Kultur, Medien und Politik seit 2004 als der Informationsdienst rund um die Themen Kulturmarketing, Kultursponsoring und Kulturinvestitionen.

WAS WIR BIETEN: Kultursponsoring-News

Sponsoringangebote

Fachwissen & Lexikon

Die Agentur Causales versendet einen monatlichen Newsletter und stellt 17.000 Abonnenten die Kulturmarke, den Kulturmanager, den Kulturinvestor, die Kulturkampagne und den Fachbeitrag des Monats vor. Neben Empfehlungen, Highlights und Hinweisen auf Veranstaltungen und Seminare im Marketing-Bereich, informiert Causales mit einem ständig aktualisierten Newsticker über erfolgreiche Marketingkooperationen zwischen Kultur und Wirtschaft.

Causales stellt auf dem Portal ca. 50 ausgewählte Kulturmarken aus dem deutschsprachigen Raum mit ihren Sponsoringangeboten an die Wirtschaft vor und berät Sie gern zu Ihrem zielgruppenorientierten Kulturengagement.

Fachbeiträge, Interviews, Studien und ein ausführliches Fachlexikon zu den Schwerpunkten Kulturinvestments und Kulturmarketing bieten Hintergrundinformationen und Know-how für Wirtschaftsunternehmen und Kulturanbieter.

Sponsoringbeispiele

Mediathek

Wirtschaftunternehmen stellen ihre erfolgreichen Sponsoring-Engagements mit Statements von Entscheidungsträgern vor. Erfahren Sie die Hintergrundinformationen zu den nutzbringenden Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Kultur.

Nach Veranstaltungen geordnet und interaktiv gestaltet, finden Sie alle Videos und Bilder des Kulturmarken-Awards, der Kulturmarken-Gala und des KulturInvestKongresses. Sämtliche Ausgaben des Newsletters und die Ausgaben des Jahrbuchs Kulturmarken 2009, 2010 und 2011 sind archiviert und online zum Blättern verfügbar.

Folgen Sie uns auf Twitter und abonnieren Sie Ihren Newsletter!

220


DIE AGENTUR CAUSALES

Ansprechpartner

Gern werden wir für Sie tätig und stehen Ihnen als Dienstleister zur Verfügung. Wir vermitteln Ihnen den Kontakt zu den in diesem Jahrbuch vorgestellten Kulturanbietern und -projekten und finden darüber hinaus für Ihr Wirtschaftsunternehmen geeignete Partner aus der Kultur. Gern senden wir Ihnen detaillierte Angebote zu, betreuen Ihre Sponsoringpartnerschaft, wickeln für Sie alle Kommunikationsdienstleistungen rund um die Kooperation ab und unterstützen Sie in Ihrer Sponsoring-Vertragsgestaltung.

Causales® Gesellschaft für Kulturmarketing und Kultursponsoring mbH Geschäftsführer: Hans-Conrad Walter, Eva Nieuweboer Sitz der Gesellschaft: Berlin Amtsgericht: Berlin-Charlottenburg HRB 127 153 B Steuernummer: 37/229/21270 UID: DE271456997 www.causales.de www.kulturmarken.de Bötzowstraße 25 10407 Berlin fon +49 30–53-214-391 fax +49 30–53-215-337 info@causales.de

Hans-Conrad Walter Dipl. Kommunikationswirt (dda) Agenturgründer und geschäftsführender Gesellschafter Marketing- und Sponsoringberatung Hans-Conrad Walter (geb. 1969) war nach seiner Facharbeiterausbildung von 1988 – 2003 in vielfältigen Kulturprojekten und Organisationen als Kulturmanager sowie als Marketing- und Sponsoringverantwortlicher aktiv. Nach einem berufsbegleitenden Studium zum Diplom-Kommunikationswirt an der Deutschen Akademie für Direktmarketing gründete Hans-Conrad Walter 2003 die Agentur Causales und ist seither als geschäftsführender Gesellschafter für Strategie, Marketing, Beratung und den Kulturmarken-Award verantwortlich. Hans-Conrad Walter ist darüber hinaus seit 2009 Vorstandsmitglied im FASPO – Fachverband für Sponsoring.

„Unsere wahre Absicht ist, sichtbar zu machen die Dinge, die sind, wie sie sind.“ Friedrich II. von Hohenstaufen

224


Eva Nieuweboer

Kristin Just

Anne Tischer

M.A. Kulturmanagement und Kulturtourismus, Dipl. Kommunikationswirtin (dab) geschäftsführende Gesellschafterin

Bachelor of Arts Germanistik und Geschichte

Bachelor of Arts Kulturwissenschaften

Büroleitung, Kommunikationsmanagement

Marketing- und Sponsoringberatung Eva Nieuweboer (geb. 1979) sammelte während und nach ihrem Kommunikationsmanagement-Studium in Marketingabteilungen von Wirtschafts- und Medienunternehmen, einer Werbeagentur sowie der Sponsoringabteilung eines soziokulturellen Zentrums Praxiserfahrungen. Seit der Gründung 2003 arbeitet sie bei der Agentur Causales und wurde 2004 geschäftsführende Gesellschafterin. Nebenberuflich studierte Eva Nieuweboer an der Europa-Universität Viadrina den Master-Studiengang Kulturmanagement und Kulturtourismus. Eva Nieuweboer ist für das Kommunikations- sowie das Sponsoringmanagement und das Jahrbuch Kulturmarken verantwortlich.

„Die Kräfte der Kultur zu stärken, heißt die Gesellschaft bessern.“

B. A. Kristin Just (geb. 1985) studierte an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Germanistik und Geschichte und setzte im Rahmen ihres dritten Hauptfachs General Studies Schwerpunkte in den Bereichen Schriftkompetenz und Kulturwissenschaft. Während des Studiums baute sie ihr theoretisches Wissen durch diverse Praktika im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aus. Seit März 2010 ist Kristin Just in der Agentur Causales für die Büroleitung und die Kulturmarken-Gala zuständig.

„Unsere Kultur ist gewachsen wie ein kräftiger und vielgestalteter Mischwald. Er leistet seinen Beitrag zur lebensnotwendigen Frischluft.“

Kommunikationsmanagement Anne Tischer (geb. 1984) studierte Kulturwissenschaften an der Europa-Universität Viadrina mit den Schwerpunkten Sozialwissenschaften und Literaturwissenschaft. Das dort erworbene theoretische Wissen baute sie durch diverse Praktika in den Bereichen Marketing und Veranstaltungsmanagement aus. Zurzeit studiert sie neben ihrer Tätigkeit bei Causales den berufsbegleitenden Master-Studiengang Kulturmanagement und Kulturtourismus an der Europa-Universität Viadrina. Seit Oktober 2009 ist sie für das Kommunikationsmanagement bei Causales und seit 2011 für den KulturInvest-Kongress zuständig.

„Kultur ist nichts Sichtbares, sondern das unsichtbare Band, das die Dinge zusammenhält.“ Joseph Joubert

Richard von Weizsäcker

Daniel Barenboim

225


Danksagung

Impressum

Partner: Deutsche Post DHL, ZEIT Verlag, WELTKUNST, Der Tagesspiegel, Europäische Sponsoring-Börse (ESB), Kulturmanagement Network, FASPO Fachverband für Sponsoring, Verhülsdonk & Partner GmbH

© Causales – Gesellschaft für Kulturmarketing und Kultursponsoring mbH, 2011 Bötzowstraße 25 10407 Berlin fon +49 30-53-214-391 fax +49 30-53-215-337

Medienpartner: Blachreport, Crescendo, Expodata, Fono Forum, Fundraiser, news aktuell, Stiftung & Sponsoring, TheaterManagement aktuell, Zitty Besonderer Dank an: Prof. Dr. Oliver Scheytt, Prof. Manfred Harnischfeger, StephanAndreas Casdorff, Silvie Rundel, Pedro Muñoz, Hans-Willy Brockes, Frank Smyrek, Mike Martin Robacki, Tomski Binsert, Diane Dierking Dank an die Juroren des Kulturmarken-Awards: Prof. Dr. Oliver Scheytt, Dr. Marc Bieling, Roland Bischof, Alexander Branczyk, Henry C. Brinker, Stephan-Andreas Casdorff, Holger Christmann, Bernd Fesel, Winfried Hanuschik, Prof. Manfred Harnischfeger, Prof. Dr. Andrea Hausmann, Dr. Gabriele Landwehr, Katharina Langsch, Pedro Muñoz, Dr. Stephan Muschik, Dorothee von Posadowsky, Jürgen Preiß, Dirk Schütz sowie: Rainer Achterberg, Kai Clement, Johannes Drastik, Tom Ernst, Gerhard Feigl, Tobias Fröhlich, Karin Geißler, Florian Haberstumpf, Heike Hachmeister, Volker Heinz, Dirk Heinze, Uwe Herber, Kristin Hoffmann, Eva Hübner, Kerstin Jorns, Mike Kairys, Patrick Keller, André Klemstein, Prof. Dr. Roland Kluge, Sibylle Kluge, Rainer Kossian, Klaus Lunow, Torsten Rene Marten, Ulrike Meier, Karel Müller, Peter Neumann, Felix Neumann, Petra Neumann, Tom Nieuweboer, Jens Paasche, Ulrike Plapp, Regina Richter, Sabine Röger, Prof. Franz Schopper, Charlotte Schreiber, Christina Schröder, Elisabeth Schwarz, Jan Smacka, Uwe Teuchert, Peter Volmer und viele andere mehr Wir bedanken uns für die Beteiligung als Sponsoren an den Veranstaltungen und Projekten unserer Kunden sowie am Kulturmarken-Award 2006 – 2011: ACE Auto Club Europa e. V., ADAC Berlin Brandenburg, Allianz, Althaus Tee, AOK – Die Gesundheitskasse, APA Werbemittel, Apollinaris, Arcotel Gruppe, Arla Foods GmbH, Audi, Autostadt Wolfsburg, Bauer Fruchtsaft GmbH, Beleduc Lernspielwaren GmbH, Berliner Bürgerbräu, Berliner Flughäfen, Berliner Pilsner, Berliner Sparkasse, Berliner Stadtreinigung, Berliner Verkehrsbetriebe, Berliner Wasserbetriebe, BIONADE, Blumencafé Schaarschmidt, Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, CANINENBERG & SCHOUTEN, Capri-Sonne, Chiquita, CITY BKK, Coca-Cola Erfrischungsgetränke, Daewoo Electronics Europe, DanCenter, Darier & Cleef S. A., Deutscher Gewerkschaftsbund, deutschesee, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), db deutsche Bahn, DIE DRAUSSENWERBER, Dirigieren & Führen, Dove, DUDEN, EA/Electronic Arts, EDNA International GmbH, Egmont Ehapa Verlag, ELIXIA, European Space Agency ESA/ESOC, EVENTLawyers, fritz-kola, GASAG Berliner Gaswerke, GESOBAU, Gläserne Molkerei, Gorenje, Gothaer Versicherungen, GRAMMER SOLAR, Häagen-Dasz, HanseMerkur Krankenversicherung aG, HASBRO DEUTSCHLAND GmbH, Herlitz PBS, HILTON Berlin, HOBA Baustoffhandel GmbH, KIA Motors Deutschland, Köstritzer Schwarzbierbrauerei GmbH, Krüger, Küche Aktiv, Landliebe Molkereiprodukte GmbH, LEGOLAND Deutschland, LEXUS Deutschland, Lichtenauer Mineralquellen, Lindner Hotel Am Ku'damm, MAGIX, Mast-Jägermeister AG, Mattel GmbH, McDonald’s Deutschland, McPaper, Nintendo®, NISSAN Deutschland, Nürnberger Versicherungsgruppe, OBI Bau- und Heimwerkermarkt GmbH & Co. KG, Ostsächsische Sparkasse Dresden, Park Inn, PiCK ME, PILSNER URQUELL, PlayStation®, Rieber GmbH und Co. KG, Rotkäppchen Sektkellerei, Sander Gourmet, Scandlines Deutschland GmbH, Kulturexperten Dr. Scheytt GmbH, Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schweden-Werbung für Reisen und Touristik, ŠKODA AUTO Deutschland, Spiele Max AG, Ströer Out-of-Home Media, Team Grüner Punkt, TOTAL Deutschland, Transrapid International GmbH & Co. KG, Vattenfall Europe, Verhülsdonk & Partner GmbH, Victor's Residenz-Hotels, VITA COLA, WALA Heilmittel GmbH, WALL AG, WEIHE Früchte & Salate, World for 2, XL Energy Drink

226

www.causales.de www.kulturmarken.de www.kulturinvest.de Konzept und Herausgeber: Hans-Conrad Walter und Eva Nieuweboer Redaktion: Anne Tischer, Christina Schröder, Kristin Just, Eva Nieuweboer, Hans-Conrad Walter Gestaltung: Florian Haberstumpf xplicit – Gesellschaft für visuelle Kommunikation mbH www.xplicit.de Textlektorat: Sabine Trümer Erscheinung: September 2011 Freiverteiler: Deutschland, Österreich, Schweiz, Entscheidungsträger in Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien Schutzgebühr: 44,95 Euro Direktvertrieb: www.kulturmarken.de ISBN: 978-3-00-035429-8 Alle Zahlen sind öffentlich zugänglichen Medien entnommen. Die Wortmarken Causales®, Kulturmarke® und Kulturmarken® sind eingetragene Marken im Register des Deutschen Patent- und Markenamtes und stehen unter Markenschutz. Mitarbeiterfotos, Kulturmarken-Gala und KulturInvest-Kongress der Agentur Causales: Peter Volmer, Volmervideo, DVD- & Videoproduktion www.volmervideo.de Die Fotos der Kulturprojekte, Wirtschaftsunternehmen und Kulturmanager wurden der Agentur von den Auftraggebern zur Verfügung gestellt. Die Auftraggeber haften für die Urheberrechte der Fotos. Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urhebergesetzes ist ohne Zustimmung der Herausgeber unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.


www.kulturmarken.de ISBN

978-3-00-035429-8

Jahrbuch Kulturmarken 2012  

Die im September 2011 erschienene 8. Ausgabe des Jahrbuchs Kulturmarken gibt einen umfangreichen Einblick in die Kulturfinanzierung und den...

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