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Nr. 1 | Januar 2013 | 48. Jahrg.

Das Ideenmagazin für den Buchhandel

„In zweifelhaften Fällen entscheide man sich für das Richtige.“

Scott Bradfield ist ein Teufelskerl! Independent Scott Bradfield hat nicht einfach nur literarisches Neuland betreten … er vermisst und besiedelt einen vollständig neuen Planeten. Michael Chabon

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Heft 1 | 2013 ISSN 0524-8426

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Karl Kraus


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Die Monuments Men waren eine Sondereinheit der Alliierten, deren Auftrag es war, die von den Nationalsozialisten geraubten Kunstwerke aufzuspüren und vor der Zerstörung zu retten.

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544 Seiten, zahlreiche Abbildungen

… ambitioniert, wundervoll geschrieben und eine fesselnde Geschichte … Edsel zeichnet ein lebendiges Bild von dem Mut, dem Können und der Tatkraft der Monuments Men, als sie ihre Mission mitten im Krieg starteten. Jerusalem Post „Monuments Men“ von Robert M. Edsel und Bret Witter ist eine bemerkenswerte Geschichte über den Krieg in Europa … höchst lesenswert. The Washington Times

… hinreißend und aufregend zugleich. Publishers Weekly

Die Vorlage zum Film von Auslieferung und mit George Clooney, 29.01.2013 Kate Blanchett, Matt Damon und Daniel Craig.

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Nr. 1 | Januar 2013 | 48. Jahrg.

Das Ideenmagazin für den Buchhandel

„In zweifelhaften Fällen entscheide man sich für das Richtige.“

Geschenke-Trend: Buch wird wichtiger

Seite

38

Interview: Der Buchhandel kann mehr als Amazon & Co. 36 Seite

Handel: Buchparadiese weltweit

Seite

42

Ladenbau: So schön können auch Sie präsentieren Special Ratgeber: Ja sagen und selbermachen – so geht’s! Special Lernhilfen: Neue Zielgruppe im Visier 92 Special Hörbuch: Ein kranker Patient? 106 Seite

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D Sch ie n Bi ell la ku nz r s: Se ite 62

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Heft 1 | 2013

ISSN 0524-8426

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Freude an Sprachen


Redaktionsnotiz

A

usnahmsweise melde ich mich hier mal zum neuen Jahr nicht mit unserem BuchMarkt-Wein, sondern mit dieser Flasche LEOs, die mir Leo P. Schmitz zum Jahreswechsel „in Gedanken an unsere gute Gemeinsamkeit mit dem BuchMarkt in den Jahren meiner buchhändlerischen Tätigkeit“ geschickt hat. Das ist lange her, aber der langjährige Geschäftsführer der Akademischen Buchhandlung Interbook in Trier ist nicht nur für mich ein unvergessener Buchhändler alter Schule. Vieles hat sich seither verändert – er bringt es auf den Punkt: „Den Buchhandel, wie ich ihn damals verstanden habe, gibt es nicht mehr.“

Eine Flasche LEOs von Leo P. Schmitz: Viel hat sich verändert.

Aber was bedeutet das für uns im neuen Jahr? Wo geht es hin, welche Chancen können wir nutzen? René Kohl, der Inhaber der Firma KOHLIBRI Buchund Medienversand, hat in seinem Blog den Beitrag „Fünf Punkte für einen Neuen Buchhandel“ geschrieben, von dem er hofft, dass er die Diskussion um die Zukunft des Buchhandels befördern hilft. Mehr auf www.kohlibri-blog.de. Kohl findet: „Es wird Zeit, dass mal was angepackt wird.“

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D

as sehen offensichtlich die Branchen-Kollegen/Kolleginnen, die auf unseren „anderen Fragebogen“ („Wie war Ihr Jahr?“ auf buchmarkt.de) geantwortet haben, ähnlich. So plädiert Verleger Jochen Jung dafür, das „Selbstbewusstsein all jener zu stärken“, die im Buchhandel arbeiten und „sie dann machen zu lassen“. Das könnte dann ungefähr so aussehen, wie der Berliner Buchhändler Thomas Gralla es beschreibt: „Konzentriert und geschmeidig bleiben bei dem Versuch, die Dinge und Veränderungen in der Branche in den Griff zu bekommen, oder sie zumindest im Blick zu behalten, klug und energisch eigene Entwicklungen vorantreiben.“

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So kann es tatsächlich auch im nächsten Jahr weitergehen. Wir wollen mit BuchMarkt unseren Teil dazu beitragen. In diesem Sinne: Frohes Neues!! Ihr

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Ihr Draht zu BuchMarkt: E-Mail: redaktion@buchmarkt.de / www.buchmarkt.de Tel.: 02150/9191-0 (Abo: -37) / Fax: 02150/919191

BuchMarkt Januar 2013

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Inhalt |1/2013

So schön kann man Bücher präsentieren: Buchhandlung R² in Siegburg

Markt & Meinung Trends, Pläne, Programme Jubiläum: Der Lübbe Verlag wird 60 ...8

Kolumne I: Holger Ehling über die Buchmesse in Guadalajara ................. 22 Kolumne II: Matthias Mayers Almanach ........................................... 24

Verkaufshilfe: Alle Karl May-Bände auf einen Blick ..................................... 8 Crowdfunding: „édition bibliophile“ bei Salis ................................................ 9 Ü: Bettina Lemke Deutsche Erstausgabe 176 Seiten € 7,90 ISBN 978-3-423-34761-7 Auch als erhältlich

Die meisten Diäten funktionieren nicht, denn sie gehen von einem Verbot aus. Und Sie wissen ja: Wer nicht an einen rosa Elefanten (Schokolade) denken soll, hat ihn hundertprozentig vor Augen. Hier ist eine Orientierungshilfe voller praktischer Tipps, die auf der Einstellung zum Essen basieren und nicht auf Verboten oder Kalorienzählen.

Geschenkbuch: „Rosalie & Trüffel” jetzt bei Coppenrath ............................. 9 Lyrik: Luxbooks erweitert Programm ..12 Studenten: Dummies für Prüfungen .. 12 Frisch auf den Tisch: Novitäten im Januar ................................................. 14 Rückblick: Der Dezember auf buchmarkt.de .................................... 16 Leute mit Ideen: Ein Berliner Grafiker zeigt Blinden Kunst ............. 20

Magazin Das aktuelle Interview: Simone Jäger und Stephan Brübach – was Amazon & Co. können, kann der Buchhandel auch – nur besser ................................ 36 Marktforschung: Das Buch als Geschenk wird immer wichtiger, lautet eine Erkenntnis aus der Studie Buchkaufverhalten 2012 von Innofact und BuchMarkt .................................. 38 Buchhandel: Konzepte aus aller Welt, die dem Buchliebhaber ein kleines Paradies schaffen wollen ......................42

Special | Lernhilfen, Lexika

Special | Ratgeber

Schluss mit dem Jojo-Effekt!

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Seite

74

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BuchMarkt Januar 2013

Seite

92


MISSTR AUE DEINEM NÄCHSTEN, DENN ER KÖNNTE DA S BÖSE SEIN

Alexis Bookshop & Café in Bratislava: Hat es geschafft, sich deutlich abzuheben Ladenbau: Drei Neueröffnungen und ein Umbau zeigen, wie schön man Bücher präsentieren kann – R² in Siegburg, Taube in Marbach, die Seebuchhandlung in Überlingen sowie Uslar & Rai in Berlin ............... 48

Erholung der Bücherpreise 2012 ....... 65

Zielgruppen: Campus will seinen Lesern auf die Spur kommen. Der Verlag hat für eine Novität vier Cover-Entwürfe testen lassen ............. 57

Whisper

Charts: Die aktuellen Bestsellerlisten ...68 Verkaufstipps: Buchhändler beraten Buchhändler ....................................... 70

Buchhandel: Vor 30 Jahren eröffnete Renate Meyer die Bücherstube am Fleth in Glückstadt ........................... 132

Praxis

Reisen: Helmut Benzes Bücherfinca auf Lanzarote ............... 133

Monatsplanung: Fit für den Februar ..60 Kennzahlen: Unternehmensberater Bernhard Meiners erklärt die Bilanz ....62

Verlage: Astrid Schmeda und Gerd Stange engagiert in der Edition Contra-Bass ...................................... 134

Führung: Ideenpool der w8verlage und Aktionsideen von Helmut Benze ..64

Heinolds Kopfnuss: Wen oder was suchen wir? ...................................... 135

Markt: Boris Langendorf über die

Serie Film zum Buch: How To Make A Book With Steidl? .............. 139 Buchmesse-Schwerpunkt: Leipzig hört ....................................... 140

Special | Hörbuch

Rubriken

Seite

106

Die 11-Bücher-Frage .................144 Ideenmarkt ..................................66 Impressum .................................134 Inserentenverzeichnis ...............135 Klatsch & Tratsch .....................136 Lesetipps ....................................138 Pomis Auslese ...............................72 Profile .........................................141 Spot(t)light .................................130

BuchMarkt Januar 2013

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OOriginalausgabe riginalausgabe 432 SSeiten eiten € 14,90 ISBN 978-3-423-24940-9 Auch als erhältlich

Bretagne, 1440. Der Tod geht um in Saint Mourelles: Menschen verschwinden und werden ermordet im Wald aufgefunden. Angst und Misstrauen schleichen sich in die einst harmonische Dorfgemeinschaft – die Taten eines Wahnsinnigen oder Teufelswerk?

Der neue Roman von Liv Winterberg, der Autorin des Bestsellers ›Vom anderen Ende der Welt‹.

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Markt & Meinung | Trends, Pläne, Programme Zukunft

Lübbe setzt auf Erlebnis-App uns nicht anmaßen, besser zu wissen, wie man Bücher heute und im Wettbewerb zum Internethandel richtig präsentiert. Wir möchten nur zukunftsgewandt Modelle und Ideen ausprobieren, frei vom unmittelbaren Zwang, ad hoc Geld verdienen zu müssen.“ Dazu soll dann auch eine neue „Buchhandels-Erlebnis-App“ getestet werden, die Handelskunden das Angebot von Buchtrailern und anderen Buchinfos nutzbar machen soll. Der potentielle Käufer soll auch mobil über Geräte wie iPad, iPhone oder Tablet die Möglichkeit haben, Informationen direkt am einzelnen Buchtitel aufzurufen, die ihn in die Welt des Buches einführen. Kluge: „Was Museen können, sollte auch der Buchhandel können.“ Buchhandels-Erlebnis-App: Eine von vielen innovativen Ideen bei Lübbe

Lübbe. Sechzig Jahre alt wird sein „Familienverlag“ in diesem Jahr. Und Stefan Lübbe, der in der zweiten Generation die Verlagsgruppe Bastei Lübbe führt, teilt mit seinem Führungsteam eine Vision: „Das Motto für dieses Jahr heißt bewusst: 60 Jahre große Geschichten. Aber wir müssen mit diesen unseren Inhalten noch digitaler werden.“ Schon heute macht die Gruppe zehn Prozent der Umsätze mit digitalen Produkten; Tendenz aber ebenso steigend wie der Gesamtumsatz des Unternehmen, der in diesem Jahr die 100 Mio. Umsatzgrenze überspringen soll. Große Erwartungen setzt man im Haus auf die neuentwickelte digitale Serie „Coffeshop“, die man auch international ebenso zu vermarkten hofft, genau wie die 2010 gestartete Idee „Apocalypsis“. Dazu soll auch in den (nicht nur eigenen) AutorenNachwuchs investiert werden: Unter der Leitung von Jan F. Wielpütz und AnnKathrin Schwarz (beide selbst als Autoren und als Lektoren im Haus tätig) geht man im kommenden Jahr mit der Bastei Lübbe Academy an den Start, „Deutschlands erster verlagseigenen Autorenschule“ (bastei-luebbe-academy.de).  Bei aller Konsequenz, mit der die Gruppe die Möglichkeiten der digitalen Welt nutzen will, glaubt man im Unternehmen fest an die Kraft eines lebendigen, gutgemachten Buchhandels, der dem Kunden Erlebniswel-

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ten vermitteln könne. Um hier auch „selber sachkundig mitreden zu können“, wie Marketing-Geschäftsführer Klaus Kluge beteuert, soll im April im Kölner Szeneviertel um die Brüsseler Straße ein Lübbe-eigener „Concept-Store“ eröffnet werden.  Das Projekt soll keine Konkurrenz zum bestehenden Buchhandel sein – das Unternehmen will ein eigenes Verkaufskonzept testen, das ein ausgewähltes Buchangebot mit dem hauseigenen Sortiment an RäderArtikeln verknüpfen soll. Noch existiert das Konzept nur in den Köpfen der Kölner, die Marschrichtung aber („Die Buchhandlung der Zukunft braucht Empowerment und Zusatzdienstleistungen gegenüber Amazon“) hat Kluge der Presse kurz vor Jahreswende ins Notizbuch diktiert.  Der Verlag will mit dem Concept-Store ausprobieren, ob und wie es auf neue Weise gelingen kann, die inzwischen mit dem Verlag verschmolzene Räder-Welt (die es übrigens ausdrücklich nur im Fachhandel, nicht bei Ketten wie „Butlers“ oder „Depot“ gibt) in ein aktuelles Buchangebot zu integrieren.  Kluge macht deutlich: „Hier sollen Erlebniswelten entstehen, die, themenorientiert, das Buch emotional inszenieren und damit Orientierung, Anker bieten sollen in der Novitätenflut. Aber wir wollen

BuchMarkt Januar 2013

Verkaufshilfe

Karl May komplett Karl May-Verlag. Buchhändlern, die das Karl May-Programm gern anbieten würden, aber im Regal keinen Platz für alle 92 Bände haben, bietet Verleger Bernhard Schmid nun die Lösung: Ein Streifenplakat mit einer Übersicht der kompletten Reihe. So kann der Kunde sich über das Angebot informieren und schnell das gewünschte Exemplar finden – und bestellen. Schmid: „Nie war es einfacher, für Karl May gleichzeitig zu werben und zusätzlichen Umsatz zu erzielen.“

Karl May-Poster: Alle Bände auf einen Blick


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Crowdfunding

Bibliophiles von Salis

So lassen sich individuelle Wohnträume ganz einfach verwirklichen

Nachbarin, der Künstler, Salis. Ab sofort erscheinen die Blumen und der Realle belletristischen Bücher volutionär“ von Martin bei Salis in einer zusätzliFelder, „Meine Mutter chen, edel aufgemachten weinte, als Stalin starb“, „édition bibliophile“. Jeder Erzählungen von Mario Titel ist auf einmalige 250 Gmür, sowie „Wir verExemplare limitiert, siglieren hoch“ von Beat niert und nummeriert vom Gloor. Die Bücher könAutor, in Leinen gebunden Salis-Sonderedition: nen jetzt im Sinne eiund ausschließlich über Da werden ner Subskription über wemakeit.ch erhältlich. Buchhändler zum wemakeit.ch geordert Über diese CrowdfunKunden werden, Verleger André ding-Plattform können Gstettenhofer: „Wir Künstler finanzielle Unterstützung für ihre Projekte finden. versenden im ganzen deutschspraDafür gibt es exklusive Gegenleis- chigen Raum portofrei.“ Die „Nortungen wie die „édition bibliophile“. malversion“ kommt im März in den Sie beginnt mit dem Debüt „Meine Buchhandel.

n in en rbe erb we Wiirr w W

Geschenkbuch

Neue Heimat für Rosalie & Trüffel Coppenrath. Kurze Zeit war es ruhiger geworden um Rosalie & Trüffel. Der Grund: Das Schweine-Paar ist von München nach Münster umgezogen. Jetzt starten die Dauerverliebten wieder voll durch, ab März erscheinen die Bücher im Coppenrath Verlag. Es war ein Überraschungserfolg für Jutta Rosalie & Trüffel-Erfinderinnen: Jutta Bücker und Bücker und Katja Reider, Katja Reider (l.) als „Rosalie & Trüffel“ vor acht Jahren im Sanssouci Verlag erschien und bis heute über 400.000 Mal allein in Deutsch- Täschchen und Leckereien. Verlagsleiter land verkauft und außerdem in über 20 Spra- Wolfgang Foerster: „Unsere Stärke, die chen übersetzt wurde. Bis 2011 kamen noch Kombination eines attraktiven Buch- und drei weitere Titel hinzu. Non-Book-Programms, können wir hier Für den neuen Auftritt haben Rosalie optimal nutzen.“ & Trüffel einen gestalterischen Relaunch Bücher und Nonbooks werden Anfang erfahren und die Nonbook-Tochter „Die März ausgeliefert. Und ein neues BuchSpiegelburg“ liefert passende Eintrag- Abenteuer der Schweine ist bereits in Bücher, Geschenkboxen, Zettelkästen, Planung.

BuchMarkt Januar 2013

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DK wünscht Ihnen ein gutes und gesundes Jahr 2013!

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Die berühmtesten Fr Freunde eunde

Die Sommerferien stehen vor der Tür, die Taschen sind gepackt – George, Julian, Dick, Anne und Timmy brechen auf zu einer Fahrradtour ins sagenumwobene Katzenmoor. Und sie wären nicht die Fünf Freunde, wenn sie nicht gleich ein Abenteuer wittern würden. Und das tritt auch prompt ein, als sie den gleichaltrigen Hardy treffen. Auf einer Probefahrt mit dessen Quad, wird Dick mit Hardy verwechselt – und von zwei Gangstern entführt. Ein abenteuerlicher Wettlauf in die mystischen Höhlen am Gaffensteinfelsen beginnt …

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Markt & Meinung | Trends, Pläne, Programme

Lyrik

Luxbooks etwas größer

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Luxbooks: v.l. Christian Lux, Annette Kühn und Sam Woodworth

Luxbooks. Luxbooks, 2008 von Annette Kühn und Christian Lux in Wiesbaden gegründet, hat einen „mäzenatischen Investor“ gefunden. Das heißt: Der Verlag, der sich in den letzten Jahren zu einer der ersten Adressen für zeitgenössische

Lyrik entwickelt hat, kann „größer denken“. Der Verlag, ab diesem Jahr als GmbH geführt, hat sich von Chris Steurer vom Logo über Coverdesign und Typografie bis zur Reihen-Segmentierung ein neues CI

verpassen lassen. Und, das Mäzenatentum macht’s möglich: Das Programm erweitert sich schon ab diesem Frühjahr um Prosa und essayistisches Sachbuch. Die Belletristik-Reihe „Ohrensessel“ startet mit „Der Spender“ des US-Autors Sam Lipsyte und einem ersten Erzählungsband von Amy Hempel. Eine weitere Reihe heißt „Luftraum“ und bringt Essays zu aktuellen Themen. Luxbooks hat mit Sam Woodworth aus Baltimore für ein paar Monate Verstärkung erhalten, um die anstehende Arbeit zu bewältigen: Er hat u.a. bei der renommierten Graywolf Press gearbeitet und schreibt in den USA für „Publisher‘s Weekly“. Die Lyrik bleibt natürlich: Im Frühjahr kommt John Ashberys „Flow Chart“ - ein Langgedicht von 500 Seiten, das bisher nie auf Deutsch erschienen ist. Auch im Vetrieb des Verlags tut sich was: Friederike Rother, Raphael Pfaff, Edwin Gantert, Raimund Thomas und Jürgen Perl ist die Vertretercrew; in der Schweiz reist Markus Wieser für Luxbooks.

Studenten

Dummies für Prüfungen Wiley VCH. Die gelb-schwarzen Einsteiger-„Dummies“ sind bei Schülern und Studenten beliebt, weil sie leicht verständlich Wissen vermitteln. Dem erklärten Ziel, dem Leser die Information zu bieten, die er in seiner Situation auch wirklich benötigt, wollen auch die Prüfungstrainer-Dummies gerecht werden, die seit Jahresbeginn im Handel sind. „Wir denken damit vor allem an die Prüflinge, die kurz vor knapp hektisch beginnen, sich vorzubereiten“, sagt Marcel Ferner. Er ist bei Wiley-VCH für die Inhalte zuständig, die sich an Schüler und Studenten richten. „Für Kandidaten im extremen Prüfungsstress“ konzentrieren sich die Prüfungstrainer-Dummies auf die letzten sieben Tage vor dem KlausurTermin und bieten zweierlei: Einerseits bringen sie das Prüfungswissen kurz

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und anschaulich auf den Punkt, so dass man damit gezielt das nötige Wissen pauken kann, und andererseits bieten sie Übungsaufgaben, um das Gelernte zu trainieren. Einsteigertests am Anfang der Themengebiete helfen dem Leser zu erkennen, was er schon weiß und wo er noch Defizite hat. Marcel Ferner: „So kann er fokussierter lernen und in der bis zur Prüfung verbleibenden Zeit ganz gezielt seine Wissenslücken eliminieren.“ Zum Jahresbeginn werden zunächst Prüfungstrainer über Technische Mechanik, Chemie und Statistik erscheinen, weitere Bücher zu Handels- und Gesellschaftsrecht, VWL und BWL seien geplant. Und für unterwegs soll es, ergänzend zu den Prüfungstrainern , in Kürze kostenlose Apps mit Multiple Choice Fragen und Karteikarten geben.

BuchMarkt Januar 2013

Prüfungstrainer: Bei Redaktionsschluss konnte Marcel Ferner immerhin schon Coverausdrucke zeigen


Markt & Meinung | Novitäten

Frisch auf den Tisch ... ... im Januar. Wir fragten Lektoren und Programmleiter nach ihren wichtigsten Novitäten des Monats. Hier eine Auswahl Blanvalet Sandra Brown | Blinder Stolz Lektorin Wiebke Rossa: „Die junge Berry Malone wird von einem Stalker verfolgt. Er hat sich Zugang zu ihrem Haus verschafft, einen Mann niedergeschossen und droht, auch Berry zu töten. Doch die Polizei zweifelt an Berrys Glaubwürdigkeit. Eine rasante Jagd auf den hochintelligenten Stalker beginnt. Ein mitreißender Thriller mit einem sensationellen Twist am Schluss!“

Aufbau Yoram Kaniuk | 1948 Gunnar Cynybulk, Stellvertretender Programmleiter: „Yoram Kaniuk beschreibt in seinem autobiografischen Roman in unwiderstehlich schönen Bildern und schockierenden Momentaufnahmen den Kampf, der zur Entstehung des Staates Israel führte. ‚1948‘ ist aktueller denn je.“

Suhrkamp Samuel Beckett | Weitermachen ist mehr, als ich tun kann. Briefe 1929-1940 Die Briefe zeigen den Jahrhundertautor von einer neuen Seite. Anhand der Briefe seiner Reise 1936/37 durch Nazideutschland kann man verfolgen, wie es ihm dort mit Zufallsbekanntschaften ergeht, während er gleichzeitig, inständig mit böse blitzendem Witz, um die Annahme seines Romans durch einen Verlag kämpft.

Insel Rose Tremain | Adieu, Sir Merivel Susanne Gretter, Lektorin: „Ein historischer Roman über einen englischen Lebemann und Günstling von Charles II. Ein Buch voller Menschlichkeit, Weisheit und Witz. Sein Protagonist könnte einer von uns sein. Denn stellen nicht auch wir uns immer wieder aufs Neue die Frage: Wie ist es, das Leben, und was können wir tun, um ihm einen Sinn zu geben?“

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dtv Mikko Rimminen | Der Tag der roten Nase

Lübbe Tamara McKinley | Der Zauber von Savannah Winds

Hella Resse, Lektorin: „Irma, Anfang 50, ohne Job, möchte ihren Kaffee nicht mehr allein trinken und wählt einen ungewöhnlichen Weg, dies zu ändern: Sie gibt sich als Marktforscherin aus. Wohnungstüren und Herzen öffnen sich, dramatische Verwicklungen sind inbegriffen. Der Roman des finnischen Autors Mikko Rimminen ist eine wunderbar warmherzige Hommage an die Freundschaft.“

Friederike Achilles, Lektorin: „Selbst im Outback aufgewachsen, erzählt Tamara McKinley immer wieder packend von dem faszinierenden fünften Kontinent. In ihrem neuen Roman erbt Fleur unerwartet ein malerisches Haus im Regenwald, dessen magische Atmosphäre sie sofort in ihren Bann zieht. Als Fleur dort alte Tagebücher findet, taucht sie in vergangene Zeiten ein … Ein Roman über Familiengeheimnisse, über die wilde Schönheit Australiens und darüber, dass manche Orte eine Seele haben.“

Berlin Hanna Rosin | Das Ende der Männer und der Aufstieg der Frauen Birgit Schmitz, verlegerische Leitung: „Was es nicht ist: eine radikalfeministische Streitschrift. Es ist eine fundierte, ökonomisch untermauerte Kulturanalyse, die zum Ergebnis gelangt, dass Frauen in der Arbeitswelt und im Bildungssystem der Zukunft Männer überflügeln werden. Diese Entwicklung ist bereits in vollem Gange und an vielfältigen Indikatoren abzulesen. Damit bestreitet Hanna Rosin einen Weg, der jenseits von Quotendebatte und Betreuungsgeld-Streit liegt. Erhellend, streitbar und das zentrale Buch zum neuen Feminismus.“

Diogenes Paulo Coelho | Die Schriften von Accra Anna von Planta, Lektorin : „Coelho hat das Talent, weltweit die unterschiedlichsten Menschen unterschiedlichster Herkunft, Kultur und Religion anzusprechen, die sich alle in seinen Büchern ‚wiederfinden‘. Um eine Gemeinschaft von Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, geht es auch in seinem neuen Roman. Ihre innere Stärke scheint wenig ausrichten zu können gegen ein übermächtiges Heer, das plötzlich ihre Gemeinschaft bedroht. Da hilft ihnen ein geheimnisvoller Fremder mit Antworten auf ihre im wahrsten Sinne existentiellen Fragen, die sie alle verbindet – und die uns heute noch genauso beschäftigen wie Coelhos Helden vor 1.000 Jahren.“

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Residenz Scott Bradfield | Die Leute, die sie vorübergehen sahen Verlagsleiterin Claudia Romeder: „Ich habe selten ein atmosphärisch so dichtes Buch gelesen. Die dreijährige Sal Jensen wird entführt. Doch das Leben bei ihrem neuen Daddy ist erst der Beginn einer seltsamen Reise. Selbständig beginnt Sal, von Haushalt zu Haushalt zu wandern und begegnet dabei den absonderlichsten Individuen. Durch den unsentimentalen und philosophisch heiteren Blick Sals auf die narzisstische Erwachsenenwelt entsteht das Panoptikum einer Gesellschaft, die jenseits von Bürokratie und Political Correctness agiert. Ein großer Wurf!“

Schirmer/Mosel Pohlmann/Siegert | Zwischen Biedermeier und Gründerzeit So märchenhaft hat man das 19. Jahrhundert in deutschen Landen noch nicht gesehen: von Helgoland bis zum Königssee, von der Riesenlilie bis hin zur bunten Schar eines Märchenballs – die frühen Photographen aus der Privatsammlung Dietmar Siegert sind nicht nur historisch höchst interessant, sondern verzaubern durch ihre erstaunliche Ungezwungenheit. Der Band präsentiert mit dieser einzigartigen Photosammlung eine imaginäre Deutschlandkarte, auf der es noch viel Ungesehenes zu entdecken gibt.


Neuerscheinungen | Anzeige

Im Gespräch mit Taiye Selasi ›Diese Dinge geschehen nicht einfach so‹ – Ein großer kosmopolitischer Familienroman

Sie haben den Begriff »Afropolitan« erfunden. Was genau bedeutet das? Das Schöne am Schreiben ist, dass das Geschriebene für den Autor eine bestimmte Bedeutung hat, aber wenn dann andere Leute lesen, was du geschrieben hast, hat es plötzlich ganz andere Bedeutungen. Als ich ›Bye Bye Babar‹ schrieb, hatte ich gerade meinen Abschluss im Studiengang »Internationale Beziehungen« gemacht. Ich beschäftigte mich also sehr mit Fragen der nationalen oder kulturellen Identität, und mir war schmerzhaft bewusst, dass ich keine einfache oder zufriedenstellende Antwort auf die Frage »Woher kommst du?« hatte. Das ist eine ganz simple Frage, die jeder stellt, aber den Großteil meines Lebens konnte ich sie nicht beantworten, zumindest nicht mit wenigen Worten. Es ging immer so: Ich bin in London geboren, aber in den Staaten aufgewachsen, deshalb habe ich diesen leichten amerikanischen Akzent. Aber meine Mama ist nigerianisch und ein bisschen schottisch, mein Vater kommt aus Ghana. Spätestens dann sagt der andere: »So genau wollte ich‘s gar nicht wissen.« Und ich muss zugeben, dass ich keine kürzere Antwort darauf habe. Deshalb nahm ich mir vor, eine Antwort zu entwickeln, und schrieb diesen Essay über die afropolitische Identität. Ich beschrieb damit

Foto: Gaby Gerster

Taiye, haben Sie je darüber nachgedacht, warum Sie Geschichten erzählen wollen? (lacht) Meine Mutter würde sagen, weil ich als Kind so viel gelogen habe. Ein Lehrer hat mal gesagt: »Taiye erzählt gerne Geschichten.« Mir war damals nicht klar, dass das ein Euphemismus war. Die nächsten fünf Jahre sagte ich jedem, dass ich eine gute Geschichtenerzählerin bin. Nein, ich denke man wird damit geboren. Der Instinkt Geschichten zu erzählen ist derselbe, der mich dazu bringt, Bilder mit der Kamera festzuhalten. Man sieht etwas Schönes, dem man seine Ehrerbietung erweisen möchte, ob in Text- oder in Bildform.

Taiye Selasi ist Schriftstellerin und Fotografin. Zur Zeit lebt sie in Rom. meine Erfahrung, die meiner Zwillingsschwester, meiner Cousins. Und dann geschah etwas Magisches. Der Text wurde von Menschen in so weit voneinander entfernten Orten wie Südafrika, Zimbabwe und Berlin gelesen, und viele Menschen sprachen mich darauf an. Sie sagten mir, für sie bedeute es eine neue Art über Identität zu sprechen, über Bevölkerungsveränderungen,Staatsangehörigkeit und Kultur, die es vorher nicht gegeben hatte. Ich denke – und hoffe – , dass der Begriff »Afropolitan« bedeutet, dass wir die Diskussion über afrikanische

Aus dem Englischen von Adelheid Zöfel ca. 400 Seiten, gebunden ISBN 978-3-10-072525-7 ca. € (D) 21,99 / ca. € (A) 22,70 Lieferbar ab 7. März 2013

Identitäten erweitern müssen, um die Vorstellungen vom afrikanischen Kontinent und den Identitäten, die dieser Ort hervorbringt. Mir gefällt der Gedanke, dass dieses Wort dazu beigetragen hat. Können Sie in wenigenWorten das Herz Ihres Romans beschreiben? Das Herz meines Romans ist die Liebe. Mit allen Dornen, die diese besondere Rose hervorbringt. Im Buch gibt es Menschen, die einander heftig und überwältigend lieben, mit ihrem ganzen Selbst, aber sie schaffen es nicht immer, die den geliebten Menschen zu vermitteln. Oder sie fügen ihnen beim Versuch, diese Liebe zu zeigen, Schmerzen zu. Wenn es ein pochendes Zentrum des Buchs gibt, dann ist es dieses beständige, mutige und edle Bemühen der Figuren, einander zu lieben – komme, was wolle. Taiye Selasi wurde in London geboren und wuchs in Massachusetts auf. Ihre Eltern, beide Ärzte und Bürgerrechtler, leben in Ghana. Toni Morrison, die Selasi während ihres Studiums kennenlernte, inspirierte sie zum Schreiben. ›Diese Dinge geschehen nicht einfach so‹ ist ihr erster Roman.


Rückblick | Die Ereignisse der Branche im Monat Dezember

28.11. – Der Kurt-Wolff-Preis 2013 geht an den Wallstein Verlag, der Kurt-Wolff-Förderpreis an den Berliner Verlag binooki. 30.11. – Mal wieder ein Plagiatsfall? Der Superbestseller des deutschen KindleStores gerät ins Zwielicht: Martina Gerckes „Holunderküsschen“ weist frappante Ähnlichkeiten mit Sophie Kinsellas „Sag’s nicht weiter, Liebling“ (Goldmann) auf. Der mvgverlag nimmt die Printversion des Buches sofort vom Markt, Amazon löscht „Holunderküsschen“ und den Nachfolgeband, gegen den es ebenfalls Plagiatsvorwürfe gibt. 3.12. – Zum 1. Adventswochenende ruft die Gewerkschaft ver.di die Arbeitnehmer von Weltbild (Augsburg) und Hugendubel (München) zu Warnstreiks auf. 4.12. – Die Übernahme von Douglas durch den Finanzinvestor Advent (BuchMarkt berichtete) ist nun besiegelt. Die Advent-Gesellschaft Beauty Holding Three teilt mit, dass schon vorzeitig die nötige Mehrheit der Douglas-Aktien gesichert werden konnte. Der Finanzinvestor will die Parfümeriekette nun ausbauen – und die Sanierung von Thalia vorantreiben. 5.12. – Das Angebot des auf pädagogische Titel spezialisierten Verlags an der Ruhr erweitert sich um Unterrichtsmaterialien und Lehrerhandreichungen zu Kinder- und Jugendbüchern aus dem Gesamtprogramm des Thienemann Verlags. 6.12. – Gesellschafter und Geschäftsführung von De Gruyter haben einstimmig beschlossen, den Mitarbeitern eine Beteiligung am Unternehmen einzuräumen. Ab Januar haben die Beschäftigten die Möglichkeit, Genussrechte des Berliner Wissenschaftsverlages zu zeichnen. Damit sollen Mitarbeiter am Erfolg beteiligt werden. 6.12. – Zum Jahreswechsel übernimmt Valora Retail die drei Bahnhofsbuchhandlungen in Bensheim, Zwickau und Zeitz von Christoph Münch, der in den Ruhestand geht. Der Marktführer im deutschen Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel wird damit sein Filialnetz auf insgesamt 179 Standorte erweitern. 11.12. – Ein seltenes Jubiläum: Heute wird die älteste aktive Buchhändlerin Deutschlands 90 Jahre alt. Seit 1945 ist Helga Weyhe Buchhändlerin und auch jetzt steht sie immer noch jeden Tag – außer Sonntag – in ihrer Buchhandlung H. Weyhe in Salzwedel. 11.12. – Seit Anfang Dezember gehört der Umschau Verlag aus Neustadt/Weinstraße zur artfolio Vertriebskooperation. 13.12. – Der Streit zog sich jetzt schon über Jahre hin: Nun hat sich Google mit belgischen Zeitungsverlagen verständigt. 13.12. – Die EU-Kommission hat die von der Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG angebotenen freiwilligen Verpflichtungszusagen für verbindlich erklärt und das Untersuchungsverfahren über angebliche Abstimmungen zwischen vier Verlagen und Apple bei Einführung des Kommissionsagentenmodells für E-Books eingestellt.

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MVB: Mehr Brutto vom Netto? 28. November – Aufreger des Monats: Die Börsenvereinstochter MVB kooperiert also mit der Warenhandelskette Netto. Seither reißt die Kritik in der Branche nicht ab. Die Sortimenter im Verband reagierten mit Unverständnis und verlangen eine „grundsätzliche Klärung“ der MVB-Strategie. In einer Stellungnahme des Sortimenter-Ausschusses heißt es, man werde „keine weitere Konkurrenz zum eigenen Vertriebsweg von der MVB dulden“. Zwar ist das „MVB-Netto“ nicht EDEKA, sondern nur ein kleiner Namensvetter aus MecklenburgVorpommern. Doch das Vorgehen hat Symbolkraft. Pikant insgesamt: Noch auf dem letzten Branchenparlament hatte es genau wegen aggressiven Marktverhaltens in Sachen E-Book heftig gekracht: „Libri hat den Weg der Partnerschaft mit dem Sortiment verlassen“, lautete ein (inzwischen in Teilen zurückgenommener) Appell des Sortimenter-Ausschusses. Die MVB hingegen begründete ihre Kooperation mit Netto, indem sie auf den „Auftrag der Verlage“ verwies, „ihre Titel an möglichst viele Handelspartner zu vertreiben“. Auch in Zukunft sollen neu entstehende Märkte für das E-Book-Geschäft erschlossen werden. Die Diskussionen um das Thema zeigen allerdings, dass das in der Branche keineswegs so verstanden wird. Der Verband mache den Mitgliedern Konkurrenz, auch von Austritten ist schon die Rede. Die Facebook-Erklärung der MVB, es gebe am Markt „leider die traurige Wahrheit: ,Wenn nicht wir, dann ein anderer’“ hat bislang wenig überzeugt.

Am 4. Dezember antwortet die MVB in einem Offenen Brief und verwahrt sich gegen „eine ganze Reihe von Falschinformationen“, so z.B.: • Weder in die MVB-Shops noch in libreka! sei bisher auch nur ein einziger Cent Beitragsgelder geflossen. • libreka! sei schon heute profitabel, alle Kosten werden durch Einnahmen der MVB gedeckt. Bisher wurden insgesamt mehr als 5 Mio. Euro in libreka! investiert, allesamt refinanziert durch die libreka!Titelmeldegebühren und Verkaufsprovisionen. • Alle libreka!-Angebote für das Sortiment seien absolut kostenfrei. Am 6. Dezember erklärt die MVB, schnell aus dem Vertrag aussteigen zu wollen. Am 19. Dezember wird bekannt, dass die eBuch – wie eigentlich geplant – mit der MVB einen E-Book-Shop startet.

Osiander in Überlingen

BOOKSTORE in Dortmund

1. Dezember – Am Samstag, dem 1. Dezember, feierte Osiander die Eröffnung der neuen Filiale am Nordufer des Bodensees in Überlingen. Die mittlerweile 27. Buchhandlung hat eine Verkaufsfläche von ca. 500 qm (verteilt auf zwei Stockwerke), auf der sich ein breit gefächertes Büchersortiment sowie weitere Extras befinden. Teilweise sind Mitarbeiter aus der Buchhandlung in Konstanz, Rosgartenstraße, übernommen worden, es sind aber auch rund sieben neue Arbeitsplätze entstanden. Nach der Übernahme der Buchhandlung Gess in Konstanz im Jahr 2003 besetzt Osiander damit einen zweiten Standort am Bodensee. Ab 1. Januar wird Osiander auch in Stuttgart zu finden sein, denn dann wird aus der Buchhandlung Lindemanns eine Osiander-Filiale.

11. Dezember – Es gibt eine neue Buchhandlung in Dortmund: Am 2. November bereits haben die beiden Gründer Sylvia Nürnberg und Martin Konrad die Buchhandlung THE BOOKSTORE eröffnet. Eine Mischung aus englischsprachiger Literatur sowie Bildbänden und Fachbüchern aus den Bereichen Design, Fotografie, Kunst und Architektur erwartet die Buchliebhaber in dem rund 90 Quadratmeter großen Laden. „Wir lieben gute Geschichten und schöne Bücher – Because we love to read – das ist unser Credo“, erklärt Sylvia Nürnberg ihre Motivation. „Gerade in Zeiten von E-Books und zunehmenden Schließungen im Buchhandel, scheint eine Neueröffnung gewagt, aber wir glauben an das Medium“, so Martin Konrad.

© Christian Breevaart

News

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www.buchmarkt.de

Wird Suhrkamp wirklich aufgelöst?

Bestseller des Monats

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Donna Leon Auff T Treu u nd Glaub en und Glauben

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Martin Suter Die Zeit, die Zeit

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John Irving In einer Person

Martin Walker Schatten an der Wand

Commissario Brunettis neunzehnter Fall

Roman · Diogenes

Roman · Diogenes

Roman · Diogenes

304 S., Leinen, € (D) 21.90

736 S., Leinen, € (D) 24.90

496 S., Leinen, € (D) 22.90

Roman · Diogenes

320 S., detebe, € (D) 10.90

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Ulla Unseld-Berkéwicz

5. Dezember – Der Streit um Suhrkamp geht in eine neue Runde: Wie dpa meldet, könnte dem Verlag sogar die Auflösung in seiner jetzigen Form drohen. Am 5. Dezember trafen sich die seit langem in Fehde liegenden Gesellschafter vor dem LG Frankfurt: Der Minderheitsgellschafter Hans Barlach und Suhrkamp-Chefin Ulla Unseld-Berkéwicz. Die Unseld-Familienstiftung von Ulla UnseldBerkéwicz sowie Barlach verlangten in Frankfurt, sich gegenseitig auszuschließen. Barlach beantragte darüber hinaus die Auflösung der gesamten Gesellschaft, falls der Klage seiner Medienholding Winterthur (39% Anteil) nicht stattgegeben werden sollte. Die Kammer will am 13. Februar kommenden Jahres eine Entscheidung verkünden. Wie ernst die Situation ist, fasste der Vorsitzende Richter Norbert Höhne zusammen: „Einer der namhaftesten Teilnehmer am Literaturbetrieb der Nachkriegszeit droht zu verschwinden“, sagte er. Die Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung sei fest davon überzeugt, dass der Ausschlussklage der Medienholding AG Winterthur der Erfolg vor dem Landgericht Frankfurt versagt bleibt, heißt es in einer Erklärung des Verlags einen Tag später. Barlach fordert knapp 282.500 Euro Schadenersatz; er wirft der Geschäftsführung vor, durch die Anmietung von Event-Räumen im Haus der Verlegerin Privates und Geschäftliches unzulässig vermischt und dem Verlag geschadet zu haben: damit bringt er die Lawine ins Rollen. Familienstiftung und Geschäftsführung des Suhrkamp Verlags unterbreiten den Vorschlag, den ehemaligen Kulturstaatsminister Michael Naumann als Mediator hinzuzuziehen. Die Aussicht auf diese Vermittlung zerplatzt allerdings in weniger als 24 Stunden. „Mit Ihren einseitigen Krawall-Stellungnahmen in der Öffentlichkeit nehmen Sie offen für die Familienstiftung und die Geschäftsführung der Suhrkamp Verlagsgruppe Stellung. Damit machen Sie sich selbst als Mediator ungeeignet.“ Mit diesen Worten zitiert die FAZ Hans Barlachs Ablehnung Naumanns: Das spielt u.a. auf Naumanns „Cicero“-Artikel an, in dem Barlach u.a. „null verlegerische Erfahrung“ attestiert wird. Neben Peter Handke melden sich prominente Suhrkamp-Autoren zu Wort, die sich den Verlag unter bisheriger (Geschäfts-)Führung wünschen: Friederike Mayröcker, Volker Braun, Thomas Meinecke und Thomas Rosenlöcher.

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Martin Suter Abschalten Die Business Class macht Ferien

Moment!

Die allerschnellsten Geschichten der Welt

Donna Leon Himmlische Juwelen

Anna Stothard Pink Hotel

Diogenes

Roman · Diogenes

Diogenes

Roman · Diogenes

192 S., Paperback, € (D) 14.90

304 S., Leinen, € (D) 22.90

240 S., detebe, € (D) 5.–

368 S., Paperback, € (D) 14.90

Umsatz bei schlechtem Wetter: ein Buch für alle, die in Ihrer Buchhandlung nur warten, bis Regen und Schnee aufhören.

L Lesewetteresewet terGe schichten Geschichten

Diogenes

368 S., detebe € (D) 9.90

Beim Blättern in Büchern Handschuhe und Fäustlinge (auch nasse) anbehalten, um Verschmutzung der teils wertvollen Werke durch die bloße Hand zu vermeiden.

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783257 242195

Dank Loriot wissen wir: »Plötzliche Regenfälle können zum Betreten einer Buchhandlung führen.« Machen Sie aus Wetterflüchtlingen Buchkäufer und verkaufen Sie allen, die in Ihrer Buchhandlung nur Schutz vor dem nasskalten Wetter suchen das Buch LesewetterGeschichten, die literarische Wärmeflasche für wohlige Lesestunden.

2013 beginnt gut: Mit einem Bestseller Paulo Coelho ist so erfolgreich, dass seine Verkaufszahlen schneller steigen, als wir sie melden können. Im Folder, in dem der neue Coelho kurz nach der Buchmesse vorgestellt wurde, stand: »Paulo Coelhos Bücher wurden in 73 Sprachen übersetzt und haben eine Gesamtauflage von 135 Millionen.« Längst passé: Jetzt sind es eine Sprache mehr und zehn Millionen weitere Exemplare. Und mit Die Schriften von Accra werden es noch mehr.

Erscheint am 7. Januar 2013 Startauflage: 200 000 Bestsellermarketing mit über 11 Millionen Leserkontakten

Paulo Coelho Die Schriften if von von Accra Accra Roman · Diogenes

192 S., Leinen, € (D) 17.90

Anzeigenkampagne in FAS, WamS, SZ, Lesen, Bücher, Buchjournal, Buch aktuell etc.


Markt & Meinung | Leute mit Ideen Wie ein Grafiker in Schwerin Blinden holländische Meister zeigt

Kunst zum Begreifen

Gregor Strutz und „Das goldene Zeitalter“: Brailleschrift, Relieffolien und Audio-CD erklären Bilder des Staatlichen Museums Schwerin

Das Thema der barrierefreien Kommunikation beschäftigt ihn seit Jahren: Schon in seiner Diplomarbeit hatte der Grafikdesigner und Fotograf Gregor Strutz sich damit auseinandergesetzt. Das Ergebnis präsentierte er 2009 auf der Leipziger Buchmesse (s.a. BuchMarkt 4/2009, S. 16): „Andere Augen – ein Fotolesetasthörbuch“ ist ein Fotoband mit Blindenschrift und Audio-CD, das den Alltag eines blinden und eines sehbehinderten Mannes in Norwegen zeigt – und inzwischen auch als Ausstellung durch Deutschland tourt, zuletzt im Haus der Diakonie Berlin. Nun gibt es ein neues inklusives Buchprojekt, an dem Gregor Strutz federführend mitgearbeitet hat: „Das Goldene Zeitalter“ (ISBN 978-3-00-038395-3, 45 Euro) ist ein Museumsführer für Sehende, Sehbehinderte und Blinde, ein Lesetasthörbuch mit ausgewählten Werken der

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holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts aus der Sammlung des Staatlichen Museums Schwerin. Dafür wurden acht Originale digital bearbeitet: Verstärkte Kontraste machen die Gemälde besser sichtbar, darüber liegende Reliefs lassen die Malerei der Alten Meister ertasten. Zu jedem der Motive gibt es ein zweites Tastbild zu einem Bilddetail. Die Erklärungen wurden vom Kurator vorbereitet und von einer Museumspädagogin gemeinsam mit einer Spezialistin für Beschreibungstexte für Blinde erarbeitet – über die klassischen Buchstaben ist Brailleschrift gelegt. Auf der beiliegenden Audio-CD wird das Wissen mit weiterführenden Worten und Musik vertieft. Ein komplexer Prozess, der Menschen mit unterschiedlichen Graden von Sehbehinderungen Zugang zu den gezeigten Kunstwerken verschaffen möchte, schließlich können rund 85 Prozent der

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Blinden keine Blindenschrift lesen. Aber auch Sehende erleben Kunst mit Hilfe des „Goldenen Zeitalters“ ganz neu: „Im Museum ist ja immer alles verboten“, so Strutz, „in diesem Buch darf und soll man aber alles anfassen und buchstäblich begreifen.“ Produziert wird „Das Goldene Zeitalter“ in Kleinstauflagen, und der in Berlin arbeitende Grafiker freut sich über die gute Resonanz. Bestellungen kommen aus ganz Deutschland, denn das Buch lässt sich auch ohne einen Besuch im Schweriner Museum nutzen, beispielsweise für den Kunstunterricht in inklusiven Schulen. Und das führt zum nächsten Projekt, das Gregor Strutz vorbereitet: ein inklusives Buch, das sich an junge Leser richtet. Susanna Wengeler Kontakt: www.andereaugen.de, www.museum-fuer-alle.de


Bereiten Sie sich vor... Max Bronski: der Tod bin ich erscheint am 15. Januar 2013!

Max Bronski Der tod bin ich Thriller

400 Seiten, Klappenbroschur Euro 16,95 (D) | 17,40 (A) ISBN 978-3-88897-778-7 Warengruppe: 1112

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Holger Ehling kommentiert Über Arbeitsbedingungen von Autoren und die Buchmesse in Guadalajara

Blindbände des Zorns

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Holger Ehling © Jeannette Faure

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as neue Jahr hat begonnen und ich möchte Ihnen als Erstes von Herzen alles Gute wünschen – privat und geschäftlich. Und ich möchte uns alle ermuntern, auch weiterhin nicht allen Säuen hinterher zu laufen, die irgendwelche Leute durch die Dörfer treiben. Unsere Branche ist zu klein, um sich an Eitelkeiten aufzureiben und sich womöglich dazu verleiten zu lassen, um des kurzfristigen Vorteils willen die gute Zusammenarbeit, die eigentlich kennzeichnend ist für Bücherleute, in den Wind zu schießen. Und wo ich schon einmal dabei bin, ein wenig herumzupoltern, auch noch dieses: Ich fühle mich als Autor in meiner Berufsehre tief gekränkt, wenn ich sehe, dass Blindbände im Buchhandel teurer verkauft werden als Bücher mit Inhalt. Mir schwillt der Kamm, wenn aus dem Hause Hugendubel zu hören ist, dass die Verlage zu viele „unverkäufliche“ Bücher produzieren. Und ich wende mich resigniert ab, wenn ich unsere Branche immer wieder von hohen Idealen wie Bildung und Kunst reden höre und gleichzeitig sehe, dass die Arbeitsbedingungen für die Autoren immer miserabler werden. Was soll das alles? Damit sei es aber genug des Zorns zum Jahresbeginn. Das Jahresende – treue Leser dieser Kolumne wissen das – steht für mich seit langem im Zeichen der Buchmesse in Guadalajara (FIL). Auch im Dezember habe ich mir diese größte Bücherschau der spanischsprachigen Welt nicht entgehen lassen, auch dieses Mal war ich begeistert von der Energie, die von den Kolleginnen und Kollegen aus Lateinamerika ausgestrahlt wird – und dies, obwohl die Schwierigkeiten, mit denen sie zu kämpfen haben, um ein Vielfaches heftiger sind als die Probleme, vor denen wir hierzulande stehen. Nehmen wir Mexiko als Beispiel, das Land, in dem die FIL jetzt zum 26. Mal veranstaltet wurde. Das Land mit seinen rund 110 Millionen Einwohnern verfügt gerade einmal über 600 Buchhandlungen, dazu kommen noch einmal rund 1.500 andere Buchverkaufsstellen. Die meisten dieser

Der Medienexperte und PR-Berater betreibt in Frankfurt die Agentur ehlingmedia

Buch-Anbieter sind in den Metropolen Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey zu finden, dazu noch in Touristikzentren wie Cancún oder Acapulco. Was das bedeutet, hat der Logistik-Dienstleister Omniprom während der Messe berichtet: In nur sechs Prozent der Ortschaften in Mexiko kann man überhaupt Bücher kaufen. Und selbst dort, wo es Buchhandlungen gibt, sind Bücher Luxusartikel, denn die Buchpreise bewegen sich etwa auf dem Niveau, dass wir auch aus Deutschland kennen. Konkret heißt das: Ein durchschnittliches Taschenbuch geht für 90 bis 150 Pesos über den Ladentisch, das

produziert der Staat den Löwenanteil der Bücher und gibt sie zu geringem Preis oder ganz kostenlos an Bibliotheken und Schulen weiter – mehr als 70 Prozent der Bücher werden in Mexiko entweder direkt vom Staat oder in dessen Auftrag gedruckt. Zum anderen gibt es – und dies ist kein Tippfehler – im ganzen Land rund 1.100 „Buchmessen“: Meist sieht das so aus, dass für ein paar Tage eine Nebenstraße im Ortszentrum abgesperrt wird, dort Tische aufgestellt und neue und alte Bücher zu günstigen Preisen angeboten werden. In MexikoStadt gibt es seit Jahren zur Weihnachtszeit am Paseo de la Reforma, zwischen dem Denkmal für den Azteken-Herrscher Cuauhtémoc und dem Bosque de Chapultepec, eine große Bücherverkaufsmeile nach Bouquinistenart, wo selbst Schwergewichte wie Santillana, Planeta oder Random House Mondadori ihre Bücher verkaufen. Das funktioniert

Mexiko mit rund 110 Millionen Einwohnern verfügt gerade einmal über 600 Buchhandlungen entspricht etwa 5 bis 8,50 Euro. Ein ordentlich ausgestattetes Kinderbuch kostet umgerechnet etwa 14 Euro, ein Roman oder Sachbuch im Hardcover etwa 20 Euro. Das hört sich noch nicht übermäßig teuer an – allerdings verdienen die Mexikaner mit Glück etwa 400 bis 500 Euro im Monat, die meisten müssen mit weniger über die Runden kommen. Auf unsere Verhältnisse übertragen würde das bedeuten, dass ein billiges Taschenbuch mindestens 25 Euro, ein Hardcover-Roman 100 Euro kosten würde. Auch bei uns würden die Buchverkäufe bei einem solchen Preisgefüge radikal in den Keller gehen.

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em Vertriebs- und Kostendilemma versucht man in Mexiko auf zweierlei Art zu Leibe zu rücken: Zum einen

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anscheinend ganz wunderbar – sonst würde man die großen Jungs dort wohl nicht antreffen. Was ich am Beispiel Mexiko beschreibe, gilt in ähnlicher oder verschärfter Form für sämtliche anderen lateinamerikanischen Märkte ebenfalls. Auch dort gibt es absurd hohe Bücherpreise, auch dort gibt es nur wenige Buchhandlungen, auch dort ist der Staat der dominierende Marktteilnehmer. In dieser staatlichen Aktivität liegt allerdings für ausländische Verlage eine große Chance: In vielen Ländern gibt es großzügig ausgestattete Buchankaufsprogramme, besonders für Lehrbücher sowie für Kinder- und Jugendliteratur. Allein das mexikanische Kultusministerium kauft pro Jahr 600 Titel in ho-


Foto: Helga Paris

her Auflage an, um sie an Schulen zu verteilen. Eine solche Masse kann aus dem spanischsprachigen Markt nicht hervorgebracht werden – besonders bei der Kinder- und Jugendliteratur ist deshalb ein schwunghafter Lizenzhandel entstanden. Allerdings tun sich deutsche und andere internationale Verlage weiterhin schwerer als nötig: Sie verkaufen ihre Lizenzen zumeist an spanische Verlage, die gleich die weltweiten Rechte erwerben. Dabei ist der physische Vertrieb von Büchern aus Spanien in Richtung Lateinamerika prohibitiv teuer, was bedeutet, dass die allermeisten an spanische Verlage lizenzierte Titel niemals die Gestade jenseits des Atlantiks erreichen.

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usätzlich kommt die Sprachbarriere hinzu – ja, Sie haben richtig gelesen. Zwar sprechen weltweit mehr als 400 Millionen Menschen Spanisch als Muttersprache, es ist damit nach Chinesisch, Hindi und Englisch die viertgrößte Sprachgemeinschaft der Welt. Aber das Spanisch Lateinamerikas und das Spanisch der iberischen Halbinsel haben sich inzwischen recht deutlich voneinander entfernt. Bei Romanen mag es hinzunehmen sein, wenn „Brille“ einmal als „gafas“ und ein anders mal als „lentes“ übersetzt wird – bei Kinder- und Jugendbüchern, zumal, wenn diese im Schulunterricht eingesetzt werden, werden solche lexikalischen Unterschiede allerdings nur ungern hingenommen. Solche Hürden sind nur im direkten Kontakt mit den Verlagen Lateinamerikas zu überwinden; die FIL in Guadalajara bietet dafür den idealen Ort. Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenige Verlage sich an dem deutschen Gemeinschaftsstand beteiligen, obwohl die FIL jedem Aussteller vier Hotelübernachtungen spendiert. Zur Vermeidung von Missverständnissen: Ich bin noch nie zur FIL eingeladen worden, und ich werde auch nicht für mein Werben um die Teilnahme dort bezahlt. Und damit noch einmal: Viel Glück im neuen Jahr. Und: ¡Nos vemos en Guadalajara!

BuchMarkt Januar 2013

Etwa 150 Seiten. Geb. ca. € 17,95 (D)/ € 18,50 (A)/Fr. 25.90 (978-3-518-42360-8) Auslieferung: 6. März 2013

»Ein Riß im Gewebe der Zeit.« Eine persönliche Chronik und gleichzeitig ein einzigartiges Dokument der Zeitgenossenschaft: Christa Wolf führt mit der ihr eigenen präzisen Reflexion und mutigen Offenheit die Aufzeichnungen ihres großartigen Tage-Buchs Ein Tag im Jahr fort.

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Suhrkamp www.suhrkamp.de


Mayers Almanach

Out of Feuilleton: Timur Vermes Bestenliste des Monats: J.R.R. Tolkien Erstens läuft nun der Hobbitfilm mit großem Erfolg, zweitens hat Tolkien diesen Monat Geburtstag. 121. Nicht rund, aber symmetrisch. Hier eine Liste aktueller Bestseller, die problemlos von Tolkiens Personal hätten übernommen werden können. 10. Sauron: Winter der Welt 9. Aragorn der Streicher: Der Bro Code 8. Boromir: Ein plötzlicher Todesfall 7. Grima Schlangenzunge: BLUFF! Die Fälschung der Welt 6. Gandalf: Er ist wieder da 5. Sméagol: Die Kunst des klugen Handelns 4. Gollum: Die Kunst des klaren Denkens

Matthias Mayer kommentiert alles Mögliche

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s ist sehr schwierig, sich über den Eichborn-Erfolg „Er ist wieder da“ ein Bild zu machen, denn Timur Vermes’ gelungene Satire wird in den Medien und Feuilletons weitgehend ignoriert. Man muss sie schon selber lesen. Credits hierfür gehen an Peter Hetzel vom Frühstücksfernsehen auf SAT.1, an eine naserümpfende Anerkennungsbemitleidung von der FAZ und an vereinzelte Meldungen in kleinen Blättern à la Solinger Morgenpost. Aber der Paukenschlag, den man eigentlich erwarten konnte, blieb aus. Keine Welt, keine Zeit, keine Süddeutsche. Das schlecht geschriebene „Shades of Grey“ wurde im Kulturbetrieb weitaus öfter und süffisanter behandelt als diese mutige, bizarre, diskutable, lustige Satire. Aber das ist okay. Für Eichborn, Rudloff, Vermes kommt der Erfolg nun eben erst mal aus der Bestenliste und aus dem Wissen um die eigene Brillanz. Letzteres ist tatsächlich sehr eichborn.

Schau genau: Buchcover auf den Punkt

3. Der Balrog: MUH! 2. Der weiße Rat: Lembas, Legolas, lecker! 1. J.R.R. Tolkien: Hundert Namen

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Woran liegt das? Das Buch wird als Comedy wahrgenommen. Die FAZ fand’s zu pointenlastig, zu schenkelklopfend, zu angestrengt (man muss sich ja den Herbst nicht unbedingt anhören); während die kleinen Blätter fast durchweg begeistert waren. (Für die Hessische Allgemeine hört der Spaß bei Ausländern auf, was allerdings in einer Satire, die sich der Figur Hitlers bedient, wenig Sinn ergibt.) Jedenfalls: Wenn Michael Kessler oder Christoph Maria Herbst oder Helge, Moers, Schmidt, Ceylan und Somuncu den Hitler machen, dann ist das ja auch kein Fall mehr fürs Feuilleton, und wenn bei Bastei Lübbe eine Hitler-Comedy-Steilvorlage erscheint, die direkt neben Tommy Jaud einschlägt, dann erst recht nicht. Wie zu erwarten war, schließe ich mich den Befürwortern und Belobigern dieser grandiosen Satire an. Die Betriebsblindheit der Welt durch die Brille eines Außenstehenden zu betrachten, ist ein altes Mittel der Satire. Sei er nun vom Mars, aus der Vergangenheit, ein Haustier, Jesus oder Hitler. „Animal Farm“ handelt aber nicht von Schweinen, „Gulliver“ nicht von Riesen, und „Tristram Shandy“ handelt nicht von Tristram Shandy. Doch genug der Theorie. Ich kann hier zwar einiges behaupten, ich kann aber auch statt des hohlen Kopfes schlicht meinen kleinen, stahlharten Buch-

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Drillinge des Monats:

Trend des Monats: Vereinfachte Inventur durch mobile Datenerfassungsgeräte

Wissen Sie, was echt total gruselig ist? Dass die Backlist ihr Mumienproblem nicht in den Griff bekommt. Weder Lilli (Hexe) noch Baumhaus (magisch) noch Kokosnuss (Drache) konnten das angebliche Geheimnis der Mumie so nachhaltig bearbeiten, dass es für immer gelöst bleibt. Was ist das für eine Schlamperei? Und warum kommt diese Mumie immer wieder, anstatt mit ihrem Geheimnis einfach wegzubleiben?

händlerbauch ins Feld führen: Ich habe das ganze Buch hindurch sehr, sehr gelacht. Als Buchhändler warne ich jedoch: Bei der alten Generation, die diese Zeiten noch als Kinder miterlebt hat, stoße ich nicht immer auf einhellige Begeisterung. Ich kenne sehr liberale, humorvolle Senioren, die bedauert haben, dass sie keinen Zugang zu diesem Buch fanden, weil ihnen die Erinnerungen zu sehr im Weg standen. Zugegeben, die NPD fand „Er ist wieder da“ ebenfalls sehr gut (bis auf die

Stelle, wo Hitler die NPD in ihrer eigenen Parteizentrale zusammenfaltet, weil sie solche Waschlappen sind). Die echte NPD freute sich also aus den falschen Gründen, dass der echte Hitler in dieser unechten Geschichte so viele echte Dinge sagt. Zum Beispiel das Tempolimit an Schulwegen zu befürworten. Oder den Wald zu schützen. Wenn Herr Vermes, Herr Rudloff und Eichborn es schaffen, dass Tempolimits und Naturschutz in Verruf kommen, weil Hitler sie befürwortet hätte, dann hat Satire etwas erreicht.

Dieses Jahr leihen wir uns zwei Funkscanner von unseren lieben Quartiermeistern der eBuchgenossenschaft Anabel, dann geht die blöde Inventur ruckzuck. Und das wäre in der Tat: faszinierend.

Ob sie das aber auch darf? Mit dieser Frage zerrt man ja immer wieder den vielgequälten Tucholsky aus dem Grabe. Dass er jetzt ausgerechnet wegen Hitler dauernd geweckt wird, findet er sicher lustig.

GROSSER

MALWETTBEWERB

Illustration: Jens Rassmus, aus Christine Nöstlinger,

ISBN 978-3-7017-2112-2

EUR 14,90

FÜR DIE KLEINEN KUNDEN


BÜCHER, ÜBER DIE MAN SPRICHT …

Die bekannte Schauspielerin Janine Kunze erzählt von ihrer glücklichen Kindheit: als Baby von ihrer leiblichen Mutter weggegeben, wächst sie bei einer Pflegefamilie auf. 288 Seiten. Gebunden. € 16.99 (D) ISBN 978-3-86612-358-8 Erscheinungstermin: 12. März

Für immer und niemals – eine herzzerreißende Geschichte über eine unmögliche Liebe. 320 Seiten. Gebunden. € 16.99 (D) ISBN 978-3-86612-357-1 Erscheinungstermin: 14. Mai

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… WEIL SIE DIE HERZEN DER LESERINNEN BEWEGEN.

Nach über fünf Jahren des Wartens – die »erfolgreichste italienische Schriftstellerin der Gegenwart« (Der Spiegel) ist zurück.

Die Meisterin der Spannung und ihr bewegender Familienroman mit »Charakteren von beklemmender Authentizität«. Hamburger Abendblatt

224 Seiten. Gebunden. € 17.99 (D) ISBN 978-3-492-05509-3 Erscheinungstermin: 12. März

480 Seiten. Gebunden. € 19.99 (D) ISBN 978-3-86612-324-3 Erscheinungstermin: 26. Februar

Auch als Hörbuch erhältlich.

Erhältlich als

Fax: 089 / 38 18 01-68 • E-Mail: sales@piper.de

E-Books


BÜCHER, ÜBER DIE MAN SPRICHT …

Das beeindruckende Romandebüt der Schauspielerin Andrea Sawatzki – Kriminalroman und abgründiges psychologisches Porträt zugleich.

Ein herausragender Spionage- und Kriminalroman: »Spannend und elegant. Unglaublich, dass es sich um ein Debüt handelt.« Dagens Nyheter

176 Seiten. Gebunden. € 16.99 (D) ISBN 978-3-492-05566-6 Erscheinungstermin: 12. März

400 Seiten. Gebunden. € 19.99 (D) ISBN 978-3-492-05560-4 Erscheinungstermin: 14. Mai

Auch als Hörbuch erhältlich.

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… WEIL SIE FÜR GÄNSEHAUT PUR SORGEN.

Der fünfte Fall für das ErmittlerinnenDuo Irmi Mangold und Kathi Reindl: »Mit Witz und Charme bereitet Nicola Förg vergnügliche Lesestunden.« Münchner Merkur 320 Seiten. Klappenbroschur. € 14.99 (D) ISBN 978-3-86612-343-4 Erscheinungstermin: 26. Februar

Nach dem Spiegel-Bestseller Gier der neue »brillante Thriller von Arne Dahl«. Svenska Dagbladet 496 Seiten. Klappenbroschur. € 16.99 (D) ISBN 978-3-492-05306-8 Erscheinungstermin: 26. Februar Auch als Hörbuch erhältlich.

Auch als Hörbuch erhältlich.

Erhältlich als

Fax: 089 / 38 18 01-68 • E-Mail: sales@piper.de

E-Books


BÜCHER, ÜBER DIE MAN SPRICHT …

Wenn Richter irren – schockierende Fallgeschichten über die Mängel unseres Justizsystems.

Der aufsehenerregende New-YorkTimes-Bestseller: »Ein brillantes Buch … wie man gesund bleibt.« Walter Isaacson

320 Seiten. Gebunden. € 19.99 (D) ISBN 978-3-492-05558-1 Erscheinungstermin: 16. April

400 Seiten. Gebunden. € 24.99 (D) ISBN 978-3-492-05576-5 Erscheinungstermin: 26. Februar

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… WEIL SIE THEMEN SETZEN.

Wunderbar humorvoll und warmherzig erzählt: eine einzigartige Familienexpedition mit Hindernissen. Vom Autor des Bestsellers »Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt«. 288 Seiten mit 24 Seiten Farbbildteil. Gebunden. € 22.99 (D) ISBN 978-3-89029-432-2 Erscheinungstermin: 16. April

Hautnah und exklusiv: Der Mann, der schneller war als der Schall, erzählt seine Geschichte. 272 Seiten mit 32 Seiten Farbbildteil. Gebunden. € 19.99 (D) ISBN 978-3-89029-428-5 Erscheinungstermin: 14. Mai

Auch als Hörbuch erhältlich.

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AUS GE ZEICH NET Inger-Maria Mahlke Rechnung offen Roman Etwa 288 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen Ca. € 19,99 [D] / € 20,60 [A] ISBN 978-3-8270-1130-5 Erscheint am 12. Februar 2013

SCH RECK LICH GUT

FRÜHJAH Shalom Auslander Hoffnung: eine Tragödie Roman Aus dem Englischen von Eike Schönfeld Etwa 336 Seiten Gebunden mit Schutzumschlag Ca. € 19,99 [D] / € 20,60 [A] ISBN 978-3-8270-1078-0 Erscheint am 26. Februar 2013


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DE BATT EN BUCH Hanna Rosin Das Ende der Männer und der Aufstieg der Frauen Aus dem Englischen von Heike Schlatterer und Helmut Dierlamm 400 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag Ca. € 19,99 [D] / € 20,60 [A] ISBN 978-3-8270-1132-9 Erscheint am 15. Januar 2013

KLEI NES WUN DER

HR 2013 Mario Giordano 1000 Gefühle – für die es keinen Namen gibt Etwa 240 Seiten Gebunden mit Prägung und Lesebändchen Ca. € 14,99 [D] / € 15,50 [A] ISBN 978-3-8270-1124-4 Erscheint am 26. Februar 2013

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OR I GI NELL Matthew Dicks Der beste Freund, den man sich denken kann Roman Aus dem Englischen von Cornelia C. Walter Etwa 448 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen Ca. € 19,99 [D] / € 20,60 [A] ISBN 978-3-8270-1140-4 Erscheint am 26. Februar 2013

STR AND LEK TÜRE

FRÜHJAH Elin Hilderbrand Ein Tag im Sommer Roman Aus dem Englischen von Almuth Carstens Etwa 416 Seiten. Klappenbroschur mit besonderer Ausstattung Ca. € 14,99 [D] / € 15,50 [A] ISBN 978-3-8270-1128-2 Erscheint am 14. Mai 2013


William Boyd Eine große Zeit Roman 448 Seiten Ca. € 9,99 [D] / € 10,30 [A] ISBN 978-3-8333-0901-4 Erscheint im September 2013

SOM MER STO RY Elin Hilderbrand Inselglück Roman 480 Seiten Ca. € 9,99 [D] / € 10,30 [A] ISBN 978-3-8333-0891-8 Erscheint im Juli 2013

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NIE SPAN NEN DER

BE DEU TEN D Zeruya Shalev Für den Rest des Lebens Roman 528 Seiten Ca. € 9,99 [D] / € 10,30 [A] ISBN 978-3-8333-0895-6 Erscheint im Mai 2013

FE R IEN Anna Fredriksson Das Ferienhaus Roman Etwa 304 Seiten Ca. € 9,99 [D] / € 10,30 [A] ISBN 978-3-8333-0885-7 Erscheint im Juni 2013

HR 2013 Ann Patchett Fluss der Wunder Roman 384 Seiten Ca. € 9,99 [D] / € 10,30 [A] ISBN 978-3-8333-0893-2 Erscheint im August 2013

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Das aktuelle Interview

Die Slow Books-Idee Was Amazon & Co. können, kann der Buchhandel auch – nur besser: Simone Jäger begründet, wie ihre Idee „slow books“ dabei helfen kann Überall klagt der Einzelhandel über das Internet und den übermächtigen Wettbewerber Amazon... Simone Jäger: Dabei kann das Internet im Grunde nur das, was der Einzelhandel auch kann. Und was den Buchhandel angeht, dann kann der sogar viel mehr: Er ist schneller und es ist schöner, am Ort einzukaufen, weil die Buchhandlung in der Regel ein Ort ist, zu dem man gern geht. Woran liegt das? Kennen Sie die These vom dritten Ort? Der erste Ort ist der, wo wir wohnen; der zweite ist da, wo wir arbeiten. Und der dritte Ort ist der, wohin wir gern gehen. Das ist in vielen Fällen die Buchhandlung am Ort. Viele Menschen fühlen sich da wohl, wo Bücher sind. Das hat aber auch damit zu tun, dass man den Buchhändler kennt und einen Bezug zum Raum und zum Produkt aufbaut. Was meinen Sie damit? Ich würde das mit einem Restaurant vergleichen, in dem der Wirt weiß, woher seine Speisen kommen oder welcher Wein am besten passt. So ein direkter Bezug zu Inhalten ist nur in einem Geschäft möglich, das sich lokal orientiert. Im FoodSektor ist man da generell sehr viel weiter - denken Sie an den gehobenen Lebensmittelhandel, der nicht nur mit Frische sondern auch mit Beratung punktet. Kommt daher Ihre Idee, die Sie vorsichtig mit dem Slogan „Slow Books“ umschreiben? Ja. Auf der Suche nach einem Begriff, der unsere Arbeit beschreibt, Gestaltungskonzepte für den Buchhandel zu erstellen, stießen wir auf die Slow-Food Bewegung, die versucht, den Qualitätsbegriff für sich neu zu definieren. Je mehr die Zahl der Leute, die im Internet ein-

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kaufen, steigt, führt das zwangsläufig zu einer Art Gegenbewegung, für die wir den Begriff Slow-Books definiert haben. Und wie wollen Sie den Begriff mit Inhalten füllen? Natürlich ist das mit dem Internet erst mal alles toll: Alles ist immer und überall sofort erhältlich, man muss nicht mal aufstehen oder gar das Haus dafür verlassen. Es wird deshalb immer einen Onlinemarkt geben. Wir wollen jetzt bewusst machen, dass der Onlinehandel nicht das Zusammenspiel von Empfindungen bieten kann. Ihm fehlt das Herz, die Emotion, die Seele, das Gegenüber, die Atmosphäre, die Authentizität. Das sollten Sie weiter ausführen: Womit wollen Sie dem Handel vor Ort Mut machen? Gern: Virtuelle Bücher kann man nicht anfassen, an ihnen schnuppern, in ihnen stöbern, virtuelle Buchhändler grüßen einen nicht auf der Straße mit Namen und erkundigen sich nach den Kindern oder Enkeln, sie veranstalten auch keine Lesung oder führen Kinder ans Lesen heran. Wir brauchen Gesichter, etwas Echtes, etwas Eigenes – das ist meine Straße, mein Kiez, meine Stadt. Auf dem Wochenmarkt kaufe ich Slow Food. Und meine Slow-Books kaufe ich bei meinem Buchhändler. In einer Welt, in der sich alles beliebig reproduzieren lässt, bekommt das Echte und Unverfälschte einen entsprechend hohen Stellenwert. Das setzen Sie mit Ihrem Planungsbüro um. Für wen und wie? Wir wollen gemeinsam mit dem örtlichen Händler Räume schaffen, die sich mit den Menschen auseinandersetzen und in denen sie sich angesprochen fühlen. Wenn diese Räume authentisch sind, dann kom-

BuchMarkt Januar 2013

Simone Jäger / Stephan Brübach Die Innenarchitektin Simone Jäger ist die Ehefrau des bekannten Ladenbauers Stephan Brübach, der bis zum Jahresende Geschäftsführungsmitglied eines großen norwegischen Ladenbau-Konzerns war. Sie arbeiten zwar seit Jahren nicht mehr in einer Firma zusammen, haben trotzdem aber zu Hause immer das eine gemeinsame Thema. Das ist auch der Grund dafür, dass beide hier im Foto zu sehen sind, obwohl Simone Jäger auch


Das heißt also für den Buchhändler? Der Händler muss seine Kunden da abholen, wo er sie findet, nämlich direkt vor seiner Ladentür. Und er muss den Kunden durch lokales Marketing immer wieder Anlass geben, zu ihm zu kommen. Der richtige Ort ist ein Teil davon. Das heißt aber immer wieder auch: Zurück zu den Wurzeln, zurück zu buchhändlerischer Kompetenz und Konzentration auf das Wesentliche - das schafft Authentizität.

künftig allein ihr vor 15 Jahren gegründetes Planungsbüro „by brübach GmbH“ führt. Der Zusatz im Firmennamen „Architektur & Umsetzung“ verdeutlicht, worum es ihr geht: Bislang sorgte sie mit ihrem siebenköpfigen Planungsteam eher dafür, dass neue Ladenplanungen auch inhaltlich in die „richtige Richtung“ laufen. Jetzt ist ihr neuer Schwerpunkt die Entwicklung von Konzepten, die auf den jeweiligen Standort zugeschnitten sind. Ihr Ziel ist es, Ladenkonzepte zu entwickeln, die sich nicht unbedingt von einer Buchhandlung auf die andere übertragen lassen.

W ein e dition

men die Leute gerne dorthin. In einer Welt, die überall immer alles bietet und damit komplett austausch- und verwechselbar wird, suchen wir nach Orientierung, nach festen Größen, nach Identität – und die finden wir neben Büchern auch im Laden unseres Vertrauens.

Und was können Sie dabei leisten? Bei der Gründung unseres Planungsbüros ging es vor 15 Jahren vor allem darum, Mietern vor Beginn der Umbau- oder Einrichtungsmaßnahmen Kostentransparenz zu bieten und Koordinierungsaufgaben zu übernehmen. Heute geht es darum, ausgehend von den Möglichkeiten und Ressourcen vor Ort und dem Umfeld, Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, die sich an den Bedingungen und Möglichkeiten dort orientieren und genau dorthin passen.

BuchMarkt-Leser haben jetzt wieder die Chance, einen ganz besonderen Wein, in limitierter Stückzahl, zum supergünstigen Preis bei uns zu bestellen. Wir haben für Sie den 2011‘er Marzemino von Letrari aus dem Trentino ausgewählt – hierzulande im Buchhandel schon bekannt geworden, aber immer noch ein Geheimtipp. Diese WeinEdition gibt es exklusiv und jedes Jahr mit neuem Etikett nur bei BuchMarkt. Sonja Danowski hat das exklusive Sammleretikett gestaltet. Je Besteller können wir max.10 Kartons abgeben. Mindestbestellmenge: 24 Flaschen (2 Kartons).

Wer kann sich heute solche Konzeptentwicklung leisten? Es wird auch weiterhin Buchhandlungen geben, die den Low-Budget-Weg gehen, vielleicht sogar mit einer Ikea-Einrichtung. Ich will das gar nicht werten - als Kiez-Buchhandlung, übrigens einTrend, den ich auch sehe, mag das sogar super passen. Aber es wird mehr denn je - und vor allem je nach Standort - immer und immer mehr Buchhandlungen geben, die sich auch von den Ketten absetzen und gegen das Internet bestehen wollen.

(Alle Preise inkl. Mwst., Porto und Verpackung)

Wie können wir uns ein solches Konzept konkret vorstellen? Im Idealfall soll nachher die eine Lösung rauskommen, die nur an dem jeweiligen Umfeld funktioniert (wie z. B. in Hamburg STORIES ! - übrigens nicht von uns entwickelt), die aber genau auf ein solches Umfeld wie dort zugeschnitten ist und dort funktioniert.

W ein e dition Ja, ich möchte das Exklusivangebot von BuchMarkt wahrnehmen und bestelle den 2011‘er Marzemino von Letrari aus dem Trentino per Fax (02150/919191) oder Mail (vertrieb@buchmarkt.de).  24

Flaschen

(2 Kartons)

eur 186,47

 36

Flaschen

(3 Kartons)

eur 259,25

 48

Flaschen

(4 Kartons)

eur 345,67

 60

Flaschen

(5 Kartons)

eur 432,09

 72

Flaschen

(6 Kartons)

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 120

Flaschen

(10 Kartons)

eur 748,26

(Solange der Vorrat reicht) Firma Nachname, Vorname Straße, Hausnummer PLZ, Ort

Die Fragen stellte Christian von Zittwitz Telefon

BuchMarkt Januar 2013

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e-Mail

Datum, Unterschrift


Magazin | Marktforschung

Ein Buch ist ein Geschenk Das Buch als Geschenk wird immer wichtiger, lautet eine Erkenntnis aus der Studie Buchkaufverhalten 2012 von Innofact und BuchMarkt. Was bedeutet das, wenn die Nachfrage nach E-Books weiter steigen sollte?

Z

um Weihnachtsgeschäft war es wieder einmal unübersehbar: Wer nicht weiß, was er schenken soll, dem fällt zuverlässig ein: Bücher werden immer gern gesehen. In der alljährlichen Studie „Buchkaufverhalten 2012“, die BuchMarkt in Zusammenarbeit mit Innofact nun zum zehnten Mal vorlegt, ist die Geschenkfreudigkeit der regelmäßigen Buchkäufer in Deutschland einer der wenigen Lichtblicke im veränderten Kaufverhalten auf dem Buchmarkt. Für die Studie wurden 3.151 regelmäßige Buchkäufer zu ihrem Kaufverhalten befragt. Schon die erste Frage, „Wie viele Bücher haben Sie insgesamt in den letzten zwölf Monaten gekauft?“, macht deutlich, dass es mit dem Weihnachtsboom nicht so richtig weiter gehen wird. Etwas mehr als elf Bücher kauft der durchschnittliche, regelmäßige Buchkäufer pro Jahr. Das war 2012 so und das war auch in den Jahren zuvor nicht viel anders. Wenn man aber genauer hinschaut: Vor ein paar Jahren waren es zwölf Bücher, 2005 waren es sogar 12,6 Bücher. Der Rückgang an sich ist mit etwas mehr als zehn Prozent vielleicht gar nicht so dramatisch, was mehr erschreckt, ist die Stringenz. Jahr für Jahr etwas weniger, so dass sich leicht ausrechnen lässt, wann es nicht einmal mehr zehn Bücher pro Jahr pro Buchliebhaber sein werden. (siehe Chart 1)

Von den 11,2 gekauften Büchern werden durchschnittlich 2,2 als Geschenk ausgesucht. Da die Grundgesamtheit kleiner geworden ist, bilden die 2,2 Bücher einen immer größer werdenden Anteil am Gesamtmarkt. Sprich: Bücher als Geschenk werden immer wichtiger. Machten die Geschenke im Jahr 2005 lediglich rund 17 Prozent der durchschnittlich gekauften Bücher aus, sind es 2012 schon 20 Prozent – Tendenz steigend. Und rund eines dieser etwas mehr als elf gekauften Bücher ist im

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Jahr 2012 in digitalisierter Form – also als E-Book – gekauft worden (siehe Chart 2/4) Ein wesentlicher Teil der Studie bestand darin, die Kriterien der Kaufentscheidungen bei Büchern zu untersuchen. Wodurch lassen sich die potenziellen Buchkäufer am ehesten beeinflussen?

Nach wie vor sind es am häufigsten die persönlichen Empfehlungen von Freunden und Bekannten, die den größten Einfluss auf die Kaufentscheidung haben, allerdings mit eindeutig rückläufiger Tendenz. Der Klappentext der Bücher wird dagegen immer wichtiger und liegt nur noch ganz knapp hinter den persönlichen Tipps.

Tendenz steigend: 2012 wurden 20 Prozent der gekauften Bücher verschenkt

1

2

(Mittelwerte; Wellenvergleich)

(Mittelwerte; Wellenvergleich)

„Wie viele Bücher (inkl. Fachbücher) haben Sie insgesamt in den letzten zwölf Monaten gekauft?“

„Wie viele Bücher haben Sie in den letzten zwölf Monaten als Geschenk gekauft?“

2012

11,2

2012

2,2

2011

11,4

2011

2,2 2,2

2010

12,0

2010

2009

12,2

2009

2,3

2008

12,4

2008

2,3

2007

12,3

2007

2006

12,6

2006

2005

12,6

2005

BuchMarkt Januar 2013

2,1 2,3 2,2


Schlank im B端ro

Erscheint im Januar 128 Seiten, ca. 60 Rezepte, ca. 60 Fotos, 12,00 EUR [D] ISBN: 978-3-7670-0855-7

www.oetker-verlag.de


Magazin | Marktforschung

So wie die Leser-Rezensionen bei OnlineHändlern immer wichtiger werden, nimmt die Beratung durch die Buchhändler immer weiter ab. Hierin spiegelt sich zum einen das veränderte Einkaufsverhalten und zum anderen wohl die Tatsache, dass in vielen Buchhandlungen immer seltener Buchhändler oder Buchhändlerin die Kompetenz haben bzw. Zeit finden, ein wirklich zielführendes Verkaufsgespräch zu führen. (siehe Chart 3) Die Veränderung des Buchkaufverhaltens ist derzeit sicherlich noch nicht so stark durch E-Books geprägt, dazu ist der Anteil an der gesamten Anzahl von Büchern mit weniger als zehn Prozent noch zu klein. Die Studie „Buchkaufverhalten 2012“ hat die Einstellungen der regelmäßigen Buchkäufern zu E-Books mit zahlreichen Fra-

gen untersucht. Besonders hervorzuheben ist, dass insbesondere diejenigen mit höherem Durchschnittseinkommen bis zum Herbst 2012 schon knapp zwei Bücher als E-Books gekauft haben. (siehe Chart 4) Noch ist es also so, dass die relativ hohen Preise der E-Books auf dem deutschen Markt eine Hemmschwelle darstellen. Aber wenn man bedenkt, dass schon heute mehr als 50 Prozent der regelmäßigen Buchkäufer ein E-Book-Abspielgerät (Reader, Tablet oder Smartphone) zu Hause haben, wenn man dann weiterhin einbezieht, welche Entwicklung die E-Books in den USA genommen haben, lässt sich wohl prognostizieren, dass der Siegeszug des E-Books auch in Deutschland nicht aufzuhalten sein wird.

Zwar sagen heute noch zwei Drittel der regelmäßigen Buchkäufer, dass ihnen die „die guten alten Bücher besser gefallen“ – aber im Umkehrschluss lässt sich daraus ableiten, dass schon jetzt mehr als 30 Prozent der Buchkäufer prinzipiell beim gedruckten Buch keinen Vorteil mehr sehen. Und die Hälfte der Befragten sieht den Vorteil der digitalisierten Bücher darin, dass sie auf Reisen praktischer sind. (siehe Chart 5) Bedenklich vor diesem Hintergrund ist aber vor allem, dass der Trend zum Buch als Geschenk zwar immer größer geworden ist – dass E-Books sich als Geschenk aber grundsätzlich weniger eignen und dann in Zukunft eben doch seltener den Gabentisch bereichern werden. Detlef Wolters

3

„Welche Bedeutung haben diese Maßnahmen auf Ihre Kaufentscheidungen bei Büchern?“

(Mittelwerte; Wellenvergleich, Skala: Von -3 = „gar keine Bedeutung“ bis +3 = „sehr starke Bedeutung“) Empfehlung von Freunden / Bekannten

1,52 1,58 1,6

Verändertes Buchkaufverhalten: Eins von elf Büchern wurde 2012 als E-Book erworben

1,64 1,74 1,76

1,38 1,40 1,38

(Aufriss nach Einkommen, Mittelwerte)

1,38 1,33

unter 1.000 €

0,62

Der Leser-Rezensionen bei Online-Buchhändlerndes Buches

1.000 bis 1.500 €

0,57 0,60

0,21

0,37

2011

1,01

0,40

2010

0,61

64%

1,24 1,83

Die angebotenen E-Books sind viel zu teuer

51%

26%

2007

Studie „Kaufverhalten im Buchhandel“: Für die Studie wurden 3.151 repräsentativ ausgewählte regelmäßige Buchkäufer zu ihrem Buchkaufverhalten befragt. Die Befragung fand im Sommer 2012 statt. Der Berichtsband der Studie ist für 100 Euro bei der Innofact AG zu beziehen:

2005

Kontakt: d.wolters@innofact.com

2009

0,54

3.800 € und mehr

„Unabhängig davon, ob Sie schon einmal ein E-Book gekauft haben oder nicht – was halten Sie generell von E-Books?“

E-Books sind für unterwegs / im Urlaub praktisch, da die Reader bzw. Tablets so leicht sind und viele Bücher speichern können

1,06

2.500 bis 3.800 € 2012

0,25

0,29

40

0,94

0,44 2.000 bis 2.500 €

5

Mir gefallen die guten alten Bücher einfach besser.

0,62

1.500 bis 2.000 €

0,15

Beratung durch Buchhändler

4

„Wie viele Bücher haben Sie in den letzten zwölf Monaten als E-Book für einen E-BookReader/ein Tablet gekauft?“

1,40

Der Klappentext des Buches

BuchMarkt Januar 2013


Das Vertreterteam von h.f.ullmann publishing! Im Zuge der Abspaltung der h.f.ullmann publishing GmbH von der Tandem Verlag GmbH betreut Sie ab dem 1.1.2013 In Deutschland

eine neue Vertretermannschaft:

Jürgen vom Hoff – c/o Freys Bücherdienste in Niedersachsen und Bremen Martin Goldberg – c/o Freys Bücherdienste in Schleswig-Holstein und Hamburg Benedikt Geulen und Gerd Wagner – Büro für Bücher in Nordrhein-Westfalen Raphael Pfaff in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Luxemburg Anna Maria Heller – Berliner Verlagsvertretungen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Thomas C. Kilian – Buchbüro SaSaThü in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Susanne Sieger und Wolfgang Willmann – c/o Vertreterbüro Würzburg Jens Müller in Baden-Württemberg Hartmut Gindler in Bayern

In Österreich

Ulla Harms und Christiane Eblinger – Buchkontor

In der Schweiz

Annelies Hohl

Alle Kontaktdaten finden Sie auf unseren Vorschauen und auf www.ullmann-publishing.com h.f.ullmann publishing GmbH Birkenstraße 10 14469 Potsdam


Magazin | Buchhandlungen

Lust auf Bücher Gerade im Zeitalter von E-Book und Online-Handel gewinnt die Gestaltung der Verkaufsflächen immer mehr an Bedeutung. Wir stellen Ihnen einige innovative Konzepte aus aller Welt vor, die eins gemeinsam haben: Sie wollen jedem Buchliebhaber ein kleines Paradies schaffen 42

Funktionalität und Ästhetik: Alexis Bookshop & Café, Bratislava/Slowakei

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as 2010 in der slowakischen Hauptstadt Bratislava eröffnete kleine, unabhängige Sortiment Alexis Bookshop & Café hat es geschafft, sich in einem dichten Netz fest etablierter Buchläden mit einfachsten Mitteln (u.a. Sperrholz) von der Masse abzusetzen: Der genial konzipierte Innenraum ist perfekt für Lesungen, Workshops, kleinere Konzerte und vieles mehr. Die beiden Ebenen des 170 qm-Buchladens sind durch eine Treppenkaskade miteinander verbunden, die Platz zum Sitzen, Lesen, Entspannen oder einfach zum Reden bietet. Auf dem Podest am oberen Ende des langen Raums befindet sich die Kaffee-Bar mit Bistro-Tischen und Stühlen, Neuerscheinungen und Bestseller werden auf mobilen Tischen präsentiert.

BuchMarkt Januar 2013


Bücher verbinden: Lesetische in Tokio und Los Angeles

W

ie sich Bücher wirkungsvoll in Szene setzen lassen, zeigen diese zwei Beispiele. Der Tresen in „The Last Bookstore“ in Los Angeles (o.) ist Teil des im Steampunk gestalteten Ladens, der Materialien des viktorianischen Zeitalters mit futuristischer Technik verbindet. Die Lesetische links stehen in der modernen Tokioter Buchhandlung „T-Site Daikanyama“, in der auch Filme, CDs und ein sehr großes Sortiment an Schreibgeräten angeboten werden.

Fünf Elemente: Kubricks Bookshop & Café, Peking/China

U

m eine Brücke zwischen Tradition und Moderne der pulsierenden Metropole Peking zu schlagen, haben sich die Architekten von Kubricks Bookshop & Café am alten chinesischen Konzept der „Fünf Elemente“ orientiert – an Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Das neutrale Grau des 350 qm großen Raums wird hier durch auffällige, grüne Bausteine unterbrochen, die als Bücherregale oder Kassentresen dienen und das Element Holz repräsentieren sollen. Die Kästen unter der Decke erinnern an die hängenden Straßen von Peking, während andere Holzelemente wie Bücherstapel designed wurden. Und die stehen für das gesammelte Wissen, das die Einwohner der Stadt über Generationen gesammelt haben.

BuchMarkt Januar 2013

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Ihr nächster Sommer in der Bretagne: der zweite Fall für Kommissar Dupin Zehn Seemeilen vor der Bretagne: Die sagenumwobenen Glénan-Inseln wirken mit ihrem feinen weißen Sand und kristallklaren Wasser wie ein karibisches Paradies – bis eines schönen Maitages drei Leichen angespült werden … Der zweite Fall für Kommissar Dupin – raffiniert, verblüffend, mit feinsinnigem Humor und unvergesslicher Atmosphäre.

Jean-Luc Bannalec

BRETONISCHE VERHALTNISSE Ein Fall für Kommissar Dupin

Bestseller

© Birgit Pittelkow

300.000

• Über verkaufte Exemplare • Monatelang auf Platz 2 der SPIEGELBestsellerliste

ISBN 978-3-462-04406-5 € (D) 14,99


Gebunden ca. 350 Seiten € (D) 16,99 € (A) 17,50 Warengruppe 1-121 ISBN 978-3-462-04496-6

Erscheint am 18. April 2013

Spitzentitel-Marketing • Deko-Plakat (ISBN 978-3-462-84496-2) • Umfangreiche Anzeigenkampagne in überregionalen Printmedien • Deutschlandweite Werbung auf Infoscreen • Große Banner-Kampagne • Krimi-Couch.de www.kiwi-verlag.de


Magazin | Ladenbau

Blickfang Buch: Uslar & Rai hat vor knapp zwei Monaten eröffnet, die Buchhandlung stories! in Hamburg war für die Gestaltung in mancherlei Hinsicht ein Vorbild

Der Luxus der Frontalpräsentation:

Uslar & Rai, Berlin

I

ndividuell, modern und persönlich – so wünschten sich Katharina von Uslar und Edgar Rai die Einrichtung ihrer vor knapp zwei Monaten eröffneten Buchhandlung Uslar & Rai in Berlin-Prenzlauer Berg. Blickfang im Eingangsbereich ist ein wandhohes Regal, in dem die Bücher einzeln wie in einem Bilderrahmen präsentiert werden. Befreundete Tischler, die sonst Filmkulissen bauen, fertigten das Objekt nach den Vorstellungen der Inhaber. „Wir gönnen uns den Luxus der Frontalpräsentation, und es scheint sich zu bewähren“, betont Katharina von Uslar. „Dank an die Buchhandlung stories! in Hamburg, die ist uns in mancherlei Hinsicht ein Vorbild gewesen.“ Die übrigen schlichten, weißen Bücherregale vor den grauen Wänden der 120 Quadratmeter großen Verkaufsfläche wurden individuell zusammengestellt, die rollbaren Büchertische aus Einzelstücken zusammengeschraubt. „Ein ausge52

tüfteltes Ladenbausystem hätte nicht zu uns gepasst“, so Katharina von Uslar. Als Tresen dient ein Gesindetisch, ein Ledersofa vom Antiquitätenhändler lädt zum Verweilen und alte Industrielampen rücken die Büchertische ins rechte Licht. Zusätzlich stecken Klemmleuchten an den Regalen.

BuchMarkt Januar 2013

Das Improvisierte gehört bei Uslar & Rai zum Konzept: „Die Beleuchtung soll noch optimiert werden und auch die Regalbeschriftung ist provisorisch, aber bekanntlich hält so manches Provisorium oft länger als ursprünglich gedacht“, so Katharina von Uslar. Margit Lesemann


Zitat aus dem Interview mit Prof. Dr. Fredmund Malik in Handelsblatt online vom 9. Oktober 2012

»WIR ERLEBEN DEN ÜBERGANG VON EINER ALTEN WELT ZU EINER NEUEN WELT. DIE KRISEN SIND DIE GEBURTSWEHEN DER NEUEN WELT.«

Bestellungen bitte an: Deutschland: Brockhaus E-Mail : b.hiermann@ brocom.de

Österreich : Dr. Franz Hain E-Mail: bestell@hain.at

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Schweiz: Buchzentrum AG E-Mail: losiggio@buchzentrum.ch


NUR EIN NACHHALTIGES GELDSYSTEM KANN IN EINE NACHHALTIGE ZUKUNFT FÜHREN ■ In der Nachfolge von Die Grenzen des Wachstums ■ »Ein notwendiger Weckruf für alternatives Denken und innovative Strategien« Ian Johnson, Generalsekretär des Club of Rome

Unser derzeitiges Geldsystem ist überholt, marode und völlig ungeeignet für die Bewältigung der Krise in der Eurozone. Wie jede andere Monokultur ist es zunächst profitabel, auf längere Sicht führt es jedoch zu einem ökonomischen und ökologischen Desaster. Die Alternative ist ein »monetäres Ökosystem« mit Komplementärwährungen, die sich bereits vielfach als flexibel, fair und nachhaltig bewährt haben. Aus dem Englischen von Michael Schmidt broschiert ■ ca. 330 Seiten ■ 19,99 € ISBN 978-3-944305-06-6

auch als E-Book erhältlich erscheint im April 2013

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EUROPA DARF NICHT AM EURO SCHEITERN ■ Pressekonferenz zum Erscheinungstermin in Berlin und München ■ Einführung mit einem exklusiven 40-Fragen-Quiz von Hans Magnus Enzensberger ■ Hochkompetenter Autor: Joachim Starbatty ist renommierter Wirtschaftsfachmann, engagierter Eurokritiker der ersten Stunde und gefragter Talkshow-Experte Täglich erreichen uns Schreckensmeldungen über Schuldenhöchststände, verschleppte Staatspleiten und Rettungsschirme. Immer verzweifelter versucht die Politik Probleme zu lösen, die es ohne den Euro gar nicht gäbe. Joachim Starbatty rechnet mit einer Idee ab, die von vorneherein zum Scheitern verurteilt war. Er fordert: Die Bürger müssen sich dagegen wehren, dass die Politik ihr Vermögen verspielt. gebunden mit Schutzumschlag ■ ca. 250 Seiten 19,99 € ■ ISBN 978-3-944305-03-5

auch als E-Book erhältlich erscheint im Februar 2013

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DER GOTTESSTAAT UND DIE BOMBE ■ »Patrikarakos punktet vor allem mit seiner Langzeitbeobachtung. Sie erhellt die Ursprünge und die Motivation des Programms.« The Independent ■ Autor David Patrikarakos hatte exklusiven Zugang zum »Vater« des iranischen Atomprogramms, Akbar Etemad, sowie zu weiteren politischen Schlüsselfiguren Teherans Atomprogramm birgt das Potenzial für massive militärische Konflikte im Nahen Osten. David Patrikarakos sprach mit Politikern, Zeitzeugen und den Hauptentwicklern des Nuklearprogramms, entwirft ein facettenreiches Bild von Historie und Hintergründen der Atompolitik und sucht Antworten auf die zentralen Fragen – ob das Atomprogramm eine militärische Dimension besitzt und wie wahrscheinlich ein kompletter Rückzug wäre. Aus dem Englischen von Ursel Schäfer gebunden mit Schutzumschlag ■ ca. 400 Seiten 19,99 ■ € ISBN 978-3-944305-09-7

auch als E-Book erhältlich erscheint im April 2013

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Magazin | Zielgruppen

Wovon träumen Leser? Campus will seinen Lesern auf die Spur kommen. Welche Sachbücher interessieren sie? Wie reagieren Käufer auf ein Cover? Der Verlag hat für eine Novität im Frühjahr vier Cover-Entwürfe testen lassen. Stephan Grünewald, Judith Behmer, Dr. Olaf Meier, Joachim Bischofs, Steve Mancini (v.l.): Jedes Cover muss sich zwischen den Bestsellern behaupten

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mmerhin passiert, worauf alle gehofft haben. Acht Test-Leser betreten den Raum und sollen sich aus 15 ausliegenden Büchern einen Titel aussuchen, den sie gern kaufen würden. Hinter einer getönten Scheibe, durch die sie weder gehört noch gesehen werden können, beobachten drei Mitarbeiter des Campus Verlages und der Autor die Szene. Da greift eine Frau nach dem Testtitel, der zwischen die Reihe der aktuellen Bestseller gestreut wurde. Sie würde das Buch kaufen. Ein weiterer nimmt es in die Hand, findet aber keinen Klappentext und legt den Dummie

wieder zurück. Hinter der Scheibe hellen sich die Gesichter auf. Für Stephan Grünewald gehört es zum Alltag, Testpersonen hinter schalldichten Scheiben beim Diskutieren zuzusehen. Er ist Mitbegründer und Geschäftsführer des Kölner Rheingold-Instituts. Täglich testen er und seine Mitarbeiter für große Firmen die Einführung neuer Produkte, finden heraus, ob teure Werbekampagnen ihre Wirkung erzielen und ob Markenstrategien aufgehen oder eher für Abkehr sorgen. In diesem Fall ist Grünewald selbst Autor des ausgewählten Buches. Sein „Deutsch-

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land auf der Couch“ war bereits vor acht Jahren zum Bestseller im Sachbuch-Markt avanciert. Auch damals hat er zwei Umschlag-Entwürfe in seinem Institut testen lassen. Im Frühjahr soll nun sein neues Buch erscheinen. „Die erschöpfte Gesellschaft. Warum Deutschland neu träumen muss“, heißt sein Titel. Allerdings noch nicht lange. Nach zwei Testläufen ist eine erste Titelformulierung bereits verworfen worden. Zwar konnten sich potenzielle Käufer in den ersten beiden Runden auf einen CoverFavoriten einigen. Doch die anschließende Diskussion von Autor und Vertreterkonferenz hatte alles zum Kippen gebracht. Inklusive Titel. „Beim letzten Mal fielen die Cover in einer Runde völlig durch“, resümiert Grünewald. Das brachte auch eine gewisse Zeitnot mit sich. Die Vorschauen mussten fertig werden. Darin wurde einer der vier neuen Entwürfe abgedruckt. Und so viel kann vorweg bereits gesagt werden: Er wurde es am Ende nicht. Nach einer Vorstellungsrunde fragt Diskussionsleiterin Judith Behmer, worin ein gutes Sachbuch besteht. „Ich möchte Hintergründe erfahren, wie bestimmte Entscheidungen zustande kommen“, sagt ein angestellter Betriebswirt im Controlling. Eine Hausfrau mit abgeschlossenem Studium und vier Kindern ergänzt: „Ich möchte wissen, was Menschen, die in der Öffentlichkeit leben, erfahren haben.“ „Ich möchte im Nachhinein die Wahrheit zu aktuellen Nachrichten erfahren“, so ein Betriebswirt aus einer Rechtsabteilung. „Ich möchte neue Ideen und Perspektiven gewinnen, Hintergründe erfahren, Anregungen bekommen, etwas zu überdenken und zu einem neuen Bild kommen“, sagt eine Diplompädagogin in leitender Stellung. Auch Ansprüche an die Form kommen schnell auf den Tisch: „Das Ganze soll sprachlich verständlich, möglichst mit wenig Fachbegriffen und an Laien orientiert geschrieben sein.“ Gefragt nach Leseerfahrung sagt einer: „Mich hat das Buch von Samuel Koch beeindruckt, das hat mich demütig gemacht.“ Bei diesen Aussagen kommt bei Marketing- und Vertriebsgeschäftsführer Joachim Bischofs, Werbeleiter Steve Mancini und Programmleiter Dr. Olaf Meier hinter der Scheibe Freude auf. „Das sind bis in

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Magazin | Zielgruppen

Aussagen der Erstbetrachter zu den Cover-Entwürfen »Das kräftige Gelb sticht in die Augen.« »Der Hirsch weiß nicht, was mit ihm passiert.«

»Das Buch mit diesem Cover dürfte die über 30-Jährigen interessieren.« »Zeigt der Schatten, dass das Innere des Hirschs auf der Flucht ist?« »Symbolisiert der stehende Hirsch die schöpferische Ruhe?«

»Erschöpft und Gartenzwerg passt nicht.« »Ich würde ein satirisches Buch erwarten, das uns den Spiegel vorhält.« »Einen Gartenzwerg habe ich schon einmal auf einem Buch-Cover gesehen.« »So kommt für mich das Buch wie ein echtes Sachbuch rüber.« »Das erinnert mich an das SZ-Magazin.«

Stephan Grünewald: „Der Hirsch ist ein Symbol für waidwunde Erschöpfung, aber auch für einen Neubeginn. Die geäußerten Gedanken sind Fragen, die offenbar neugierig machen und im Buch auch aufgegriffen werden.“

Stephan Grünewald: „In solchen Runden entscheiden sich die Leute meistens für Entwürfe, die am wenigsten stören. Doch auch hier gehen die Vermutungen am Inhalt vorbei, es geht nicht um eine ironische Darstellung und die Lösung ist nicht Müßiggang.“

»Warm und freundlich.«

»Das sieht alarmistisch aus.« »Das sieht nach einem Ratgeber aus, finde ich völlig uninteressant!« »Sieht so aus, als wäre das Kind schon in den Brunnen gefallen.« »Muss mir nichts bei denken.« »Der dynamische Kreis passt nicht zu erschöpft.«

»Die Fahne sieht aus wie eine Träne unter einem Auge.« »Die Fahne erinnert an Fußball und Spießbürgertum.« »Sind das Fenster zu zwei verschiedenen Wohnungen, geht es hier um Deutsche und Ausländer?

«

»Bei dem Cover bin ich am längsten hängen geblieben.« Stephan Grünewald: „Die Fahne hat viel ausgelöst, was das Buch überhaupt nicht behandelt. Es geht nicht um Fußball oder Patriotismus, sondern um eine umfassende Gesellschaftsanalyse.“

den Wortlaut Aussagen, wie wir unsere Leser sehen“, sagt Bischofs. Das Denken in Zielgruppen bedeutet auch für Campus eine Umstellung. „Wir müssen lernen, nicht unseren Geschmack, sondern die Zielgruppe in den Mittelpunkt zu stellen“, sagt Campus-Werbeleiter Steve Mancini. „Wenn ein Autor oder ein Mitarbeiter im Verlag zu mir kommt und sagt ‚Mir gefällt das nicht‘, kann ich das nicht als Argument akzeptieren“, so der Werbeleiter. Für ihn stellen sich andere Fragen: Wie sehen die Produkte aus, die die Leser der Zielgruppe sonst kaufen? Wie wirkt der Titel auf den Tischen neben den Konkurrenztiteln? Interessant wird es deshalb, als ein Leser über eines der Cover sagt, „das erinnert mich an das SZ-Magazin.“ „Er meint damit den Cover-Entwurf mit einem Gartenzwerg vorne drauf. Andere Entwürfe lösen Missverständnisse aus. Verspricht ein Cover die ironische Beschreibung ei-

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Stephan Grünewald: „Dieses Cover ist offensichtlich zu auswegslos. Es vermittelt eine Untergangsstimmung, aber motiviert nicht zur Auseinandersetzung.“

nes Ist-Zustandes? Geht es um Deutsche sagt eine Testerin: „Hintergrundwissen und und Ausländer? Mit dem Umschlag in der Perspektiven für ein besseres Handeln.“ Vorschau können die potenziellen Käufer Das ist exakt, was Grünewald mit seinem auf Anhieb nichts anfangen, sie erkennen Buch will. Doch die Test-Leser wählen, obzwar eine Energie, die sich im Kreis dreht, wohl es deutlich Klischee-behafteter und bleiben aber nicht daran hängen. blasser wirkt, am Ende das Cover mit dem Doch am meisten reiben sich die Test-Käu- Gartenzwerg zum Favoriten. „In solchen fer am ersten Umschlag, der ihnen gezeigt Runden entscheiden sich die Leute meiswird. Das Cover ist leuchtend gelb mit einem tens für Entwürfe, die am wenigsten stören“, Hirsch vorne drauf, dessen Schatten nach sagt Grünewald und: „Es geht nicht um ein links zurückblickt und der nach rechts aus Plebiszit. Vielmehr müssen wir von den dem Buch herausspringen will. Es löst Dis- Wirkungsqualitäten ausgehen.“ Für Mankussionen aus: „Die Farbe fällt in der Masse cini ist das einleuchtend: „Umschläge von auf“, „Zeigt der Schatten, dass das Innere des Büchern, die wenig stören, werden auch in Hirschs auf der Flucht ist?“, „Symbolisiert der Buchhandlung liegen gelassen.“ der stehende Hirsch schöpferische Ruhe?“ Am Ende ist es entschieden: Das Cover Einen erinnert das an Lucky Luke, der wird, anders als in der Vorschau, mit einem schneller seinen Revolver zieht als sein kräftigem Gelb und einem Hirsch auf das Schatten. Brennt eine Gesellschaft aus, die Buch aufmerksam machen. Er ist übrigens schneller zum Schuss kommen soll, als dass eine Anspielung. Auf dem Umschlag von sie sich über ihre Ziele bewusst werden „Deutschland auf der Couch“ hing über der kann? Auf die Frage, was man von dem Couch ein Hirschgeweih. Buch mit diesem Cover erwarten könne, Matthias Koeffler

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Praxis | Monatsplanung

Fit im Februar Buchpräsentation als Kaufsignal – Blickfang für die Kunden bilden

Ü

ber das Schaufenster wird der Kunde neugierig auf den Besuch des Sortiments gemacht; es kann den ersten Schritt zum Kaufentschluss herbeiführen. Auf Grund der hohen Wichtigkeit dieses Aushängeschilds müssen ständig neue Ideen kreiert werden. Die Aktualität und Attraktivität der Buchpräsentation ist ein unentbehrlicher Faktor für den Kaufentschluss. Jedes Jahr – noch stehen wir am Anfang des Jahres – sollte das Sortiment mit Veränderungen in der Angebotspräsentation und neuen Laufwegen präsentiert werden. Dies bedeutet eine jährliche Investition, die eine

Balance zwischen der Kundengewöhnung an die Präsentation und die Neuerung für das Sortiment darstellt. Nicht brachial verändern, sondern behutsam verbessern. Die „teuerste Tapete“ im Einzelhandel, die gefüllten Regale im Buchhandel, muss zum Leben erweckt, zum Blickfang ständig überarbeitet werden. Es geht um die Möglichkeiten der Mischung zwischen Rücken-Rücken-Präsentation nach Autorensortierung und dem Frontalangebot mit besonderen Kaufanreizen. „CoffeeTable-Books“, Kochbücher und andere Bildbände; auch gute Umschläge anderer Genres sind „Kaufanreize“ für den „suchenden“ Kunden. Hierzu gehören auch

gezielte Beleuchtung und Beschriftung des Angebotes. Regale müssen in Augenhöhe „unterbrochen“ werden, um Langeweile zu vermeiden. Dies gilt nicht für jede Abteilung; die Prioritäten der einzelnen Gebiete fordern auch unterschiedliche Vorgehensweisen. Weiter geht es um das ständige Hinterfragen der Präsentation von Auslagen, Tischen, Treppen-Auf – und Abgängen, die alle als „Selbstverkäufer“ gelten. Wichtig ist der ständige Wechsel in den Kauflandschaften, die den ersten Anstoß, vielleicht auch schon den entscheidenden Entschluss herbeiführen. Jetzt ist der Zeitpunkt, alle Platzierungen für 2013 zu überprüfen und notwendige Investitionen einzuleiten.

Kalender: Die wichtigsten Termine im Monat Jahres-/ Gedenktage

Daten und Fakten

02. Februar. 80. Geburtstag des Rechtswissenschaftlers und Autors Uwe Wesel.

Der Februar bringt 24 Verkaufstage, die sich auf drei volle Wochen und je eine Teilwoche am Anfang (2 Tage) und am Ende (vier Tage) verteilen. Zwischen den beiden vollen Wochen liegt in der dritten die Karnevalszeit von Weiberfastnacht über Rosenmontag bis Fasching und Aschermittwoch. Das bedeutet zwar Mehrumsatz und viel Auftrieb für die meisten Unternehmen – für Bücher eher am Rande. Sicher ist es sinnvoll, in den Hochburgen die Umzugswege genau zu kontrollieren und vorbeugend für die Schaufenster vor den „Jecken“ zu sorgen. Der Valentinstag am Donnerstag, 14. Februar ist Anlass, einen Teil des „Partnerverwöhnens“ auch in den Buchhandel zu ziehen. „Dem Partner eine Freude bereiten“, warum nicht mit einem Buch?

05. Februar. 20. Todestag des Philosophen Hans Jonas. 06. Februar. 95. Todestag des österreichischen Malers Gustav Klimt. 13. Februar. 70. Geburtstag des Schriftstellers Friedrich Christoph Delius. 15. Februar. 70. Geburtstag der Journalistin und Autorin Elke Heidenreich. 18. Februar. 80. Geburtstag der japanisch-amerikanischen Künstlerin Yoko Ono. 19. Februar. 75. Geburtstag des Verlegers Michael Klett. 25. Februar. 30. Todestag des amerikanischen Dramatikers Tennessee Williams.

Montag, 11. Februar 2013 Fälligkeitstag für:  Lohnsteuer  Kirchenlohnsteuer  Umsatzsteuer  Solidaritätszuschläge Letzter Tag der Schonfrist nach den bekannten Bedingungen: Donnerstag, 14. Februar 2013 Freitag, 15. Februar 2013 Fälligkeitstag für:  Gewerbesteuer  Grundsteuer Letzter Tag der Schonfrist nach den bekannten Bedingungen: Montag, 18. Februar 2013 Mittwoch, 26. Februar 2013  Abgabe der Sozialversicherungsbeiträge

28. Februar. 75. Geburtstag des Graphikers und Verlegers Klaus Staeck.

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Steuertermine und Aufbewahrungsfristen

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2013 bin ich konsequent

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Präsentation: Frühlingsstimmung

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rische Farbtupfer, Blüten, Ran- Streifen und grafische Muster sorgen für ken und Floral-Prints zaubern ein fröhliches Gesamtbild und gute Laune. Frühlingsstimmung in die Buch- Farbige Bänder, bunte Papierschirme oder handlung. Zarte Pastelltöne wie Lampions sind ein pfiffiger Blickfang. Hellblau, Rose und Mint lassen sich mit Ende Februar lässt sich das FrühlingstheEimern, Kannen und Töpfen aus Zink und ma mit Hase, Ei und Huhn in wenigen weiß lackierten Obstkisten zu einem roman- Handgriffen zu einem Ostertisch ergänzen. tischen Frühlingsbild ergänzen. Als ZusatzDie Frühlingsinszenierung lebt vor allem sortiment eignen sich Seidenblumen z.B. von Farben. Diese ergeben sich aus der von H. Andreas, Blütenservietten und Über- Ware, vor allem aber aus Stoffbahnen, die töpfe ebenso wie Tassen, Muffin-Förmchen auf dem Tisch oder als farbig abgehängte oder Kissen mit floralen Motiven. Zarte Bahn den Hintergrund der Inszenierung Farbtöne und grobe weiße Holzkisten bil- bilden. Wer mit Stoffen arbeitet und eiden einen spannenden Kontrast, und dienen nen gestalterischen Effekt erzielen möchte, gleichzeitig als Aufbau und Warenträger für sollte drei Basics beachten: Tisch und Schaufenster. Zu dieser Optik passen ideal auch Vintage-Möbel (immer Der Stoff muss: noch ein aktueller Gestaltungstrend) vom • faltenfrei sein, wenn nötig bügeln! Speicher oder vom Flohmarkt. Antike Stüh- • Eine verwendete Stoffbahn auf dem le, eine Kommode oder ein Tisch, in PastellTisch, sollte immer bis kurz über den farben lasiert, sind interessanter Blickfang Boden reichen keine „Tischdecken“ und ausgefallene Warenträger. verwenden Wer den Frühlingsbeginn in der Buch- • Die Materialstruktur des Stoffes sollte handlung lieber „peppiger“ gestalten das Thema der Gestaltung widerspiemöchte, ersetzt die romantische Pastellgeln – „Chiffonstoff“ passt nicht zu skala durch leuchtende Farbtöne in Türkis, allen Themen in der Buchhandlung Pink, Gelb und Grün. Vogelmotive, Punkte, Sabine Gauditz, Arte Perfectum

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Für Wortspieler Memory Spiele mit zwei gleichen Karten gibt es viele. Aber Christian Himmelspach, Experte für Wort und Memospiele, wollte mehr. „Aller guten Dinge sind drei“, sagte er sich. In seiner neuen Version des Spiels kommt es darauf an, Redewendungen zu bilden, die sich aus jeweils drei Begriffen – beziehungsweise Karten – zusammensetzen. Beispiele gefällig? Friede, Freude, Eierkuchen: Memory mal anders Glaube, Liebe Hoffnung. Friede, Freude, Eierkuchen oder Himmel, Arsch und Zwirn. Das Spiel ist nicht „Remmidemmi“ gebildet. Das macht nicht ganz leicht, dafür kann man sich dreimal nur Spaß, es ist auch noch lehrreich: Eine freuen. Für alle, die Wortspielereien lie- Erklärung aller Begriffe liegt dem Spiel ben, lohnt ein Blick auf die Homepage bei. von Himmelspach Publishing. Dort gibt Margit Lesemann es noch weitere ungewöhnliche Memorys, zum Beispiel „PillePalle“. Worum Kontakt: Himmelspach Publishing, Winsstraße 7, es dabei geht, ist ratzfatz erklärt. Aus 72 10405 Berlin, Tel.: 030/54597223, E-Mail: hallo-hallo@bitte-bitte.com, Worthälften werden verrückte Paare wie Website: www.bitte-bitte.com „Kuddelmuddel“, „wischiwaschi“ und

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Der masking tapes-Trend hält an. Mit den wieder ablösbaren Bändern aus japanischem Reispapier lassen sich nicht nur Geschenke stilvoll verpacken, sondern auch Wände, Gläser oder Lampen verschönern. Auch Kinder und Scrpabook-Fans mögen die Gestaltungsmöglichkeiten, zuSammelobjekte für Kreative: dem sind die masking tapes, Masking tapes von Marks z.B. von Marks, mit Verkaufspreisen zwischen 2,90 Euro (einfarbig) und 3,50 Euro (mit Muster schiedenen Farben, Größen und Mustern sowie in verschiedenen Größen in Standardbreite) ideale Sammel- und Mitnahmeprodukte – für den Kassen- (6mm/7mm/15mm/30mm x 10m) und untisch oder die Kreativbuch-Abteilung. terschiedlichen Verpackungseinheiten an. Marks bietet die Tapes in über 140 ver- Kontakt: www.marks-japan.eu

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Für fleißige Händler Bohn to be wild: Eine intelligente Variante von Bohnanza

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Jetzt hat ein neues Jahr begonnen, doch eigenen Erfolges. Auch werden jetzt nicht bedeutet dies natürlich nicht zwangsläufig, zwei, sondern drei Karten aufgedeckt, mit dass Spiele, die im eben abgelaufenen Jahr denen gehandelt werden soll. Eine Karte veröffentlicht worden sind, nun bereits mit darf der am Zug befindliche Spieler dabei Missachtung oder der Attitüde „alt“ einfach einfach auf den Ablagestapel legen, was abgestraft werden dürften. Dann würde dem eine deutliche Schutzmaßnahme davor ist, Spielinteressierten doch viel Spaß entgehen eigene Bohnenfelder ggf. mit großem Ver... Der Erfolgstitel „Bohnanza“ konnte 2012 lust einfach schließen zu müssen, wie es sein stolzes, fünfzehnjähriges Jubiläum fei- die ursprüngliche Version noch vorgesehen ern. Und natürlich haben Autor und Verlag hat. Die elf neuen Bohnensorten im Spiel tüchtig mitgefeiert, vor allem durch die entstammen übrigens nicht der Fantasie Veröffentlichung der wahrhaft intelligenten des Autors Uwe Rosenberg, es gibt sie Ausgabe von „Bohn To Be Wild!“ wirklich. Neben der Tatsache, das nach Überhaupt „Bohnanza“. Ein Kartenspiel, dem Spielzug eines Spielers nun nicht das heute zu den Klassikern zählt, galt es mehr dieser allein drei neue Karten vom doch das erste Mal im Kartenspiel, dass Nachziehstapel auf die Hand nimmt, sones plötzlich verboten war, sich die aufge- dern jeder der Spieler eine Karte erhält, nommenen Karten in der Hand nach Lust sind es in „Bohn To Be Wild“ vor allem und Laune zu sortieren, sei es nach Farben „die wilden Bohnen“, die für Überraschunoder Wertigkeiten. Nein, hier müssen die gen sorgen können. Diese Aktionen sind Karten so in der Hand gehalten werden, auf den normalen Bohnenkarten mit aufwie sie das Schicksal dem Spieler zuteilt. gedruckt, Bohnenkarte und Ereigniskarte Wo der Daumen ist, ist vorne, und diese also zusammengefügt. Wird eine solche Karte muss zuerst gespielt werden, um da- Karte aktiv ausgespielt, tritt das Ereignis mit ein neues Bohnenfeld zu eröffnen oder ein. Und schon können viele Planungen ein bereits bestehendes Feld mit weiteren über den Haufen geworfen sein. Bohnen derselben Sorte auszustaffieren. Der ganz besondere Reiz dieses HandelsViele Bohnen derselben Sorte bringen spiels, denn natürlich sollen die Bohnen im viele Bohnentaler, und darin besteht das Spiel fleißig gehandelt werden, ist bei der JuZiel des Spieles: ganz banal einfach der biläumsausgabe im Kern erhalten geblieben. Reichste zu werden. Die kleinen Veränderungen entschärfen die Nach einigen sehr guten Erweiterungen ursprüngliche Version ein wenig und geben und Varianten des Grundspiels – und leider etwas mehr Zufällen Raum. Eine schöne auch einigen höchst überflüssigen Veröf- Jubiläumsausgabe, an der alle Freude haben: fentlichungen im Bohnen-Universum –, die, für die „Bohnanza“ neu ist, und jene, ist mit „Bohn To Be Wild“ wieder eine die sich sicher gerne auf eine intelligente starke Variante der Grundidee entstanden. Bohnenanbauvariante einlassen wollen. Im Kern ist alles vertraut, doch jetzt gibt Rainer Scheer es, je nach Anzahl der Mitspieler, mehr Kontakt: Amigo Spiele, Dietzenbach; als zwei Bohnenfelder zum Anbauen des www.amigo-spiele.de


Praxis | Die Besten

Bestenliste

Bestseller Barsortiment

Erstellt von

Ermittelt von

Hörbücher

Belletristik

Sachbuch

John Katzenbach | Der Wolf | gel. v. Simon Jäger | Argon

1 Jonas Jonasson | Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand | carl‘s books

1 Heinz Buschkowsky | Neukölln ist überall | Ullstein

James Joyce | Ulysses | mit Dietmar Bär, Manfred Zapatka u.a. | Der Hörverlag Wiebke Lorenz | Alles muss versteckt sein | gel. v. Cathrin Bürger | Radioropa Andreas Stichmann | Das große Leuchten | gel. v. Johannes Raspe | Der Audio Verlag

2 Ursula Krechel | Landgericht | Jung und Jung 3 Nele Neuhaus | Böser Wolf | Ullstein 4 Rita Falk | Grießnockerlaffäre | DTV 5 Timur Vermes | Er ist wieder da | Eichborn

Sofi Oksanen | Stalins Kühe | gel. v. Anna und Katharina Thalbach | Hörbuch Hamburg

6 Ken Follett | Winter der Welt | Bastei Lübbe

Peter Prange | Der Kinderpapst | Gel. v. Tobias Kluckert | Osterwold audio Ursula Poznanski | Die Verratenen | gel. v. Julia Nachtmann | Goya libre

7 Carlos Ruiz Zafon | Der Gefangene des Himmels | S. Fischer

Peter Schössow / Harry Rowohlt | Ich, Kater Robinson | gel. v. Harry Rowohlt | Hörcompany v

8 Jussi Adler-Olsen | Verachtung | DTV

Die Bestenliste liegt auch – kommentiert – diesem Heft als Poster bei. Weitere Poster (für Abonnenten kostenlos) können über vertrieb@buchmarkt.de bestellt werden.

2 Günter Albrecht | 99 Sachen, die muss ... | L. Garnies

9 Fitzek/Tsokos | Abgeschnitten | Droemer Knaur 10 Tommy Jaud | Überman | Scherz

3 Manfred Lütz | BLUFF! | Droemer Knaur 4 Rolf Dobelli | Die Kunst des klugen Handelns | Carl Hanser 5 Manfred Spitzer | Digitale Demenz | Droemer Knaur

Kinder- und Jugendbuch 1 John Green | Das Schicksal ist ein mieser Verräter | Hanser 2 Jeff Kinney | Dumm gelaufen! | Baumhaus 3 Isabel Abedi | 5 Sterne für Lola | Loewe

4 Jeff Kinney | Geht‘s noch? | Baumhaus 5 Jeff Kinney | Von Idioten umzingelt! | Baumhaus

6 Rolf Dobelli | Die Kunst des klaren Denkens | Carl Hanser

6 Cornelia Funke | Hinter verzauberten Fenstern | S. Fischer

7 Kachelmann/ Kachelmann | Recht und Gerechtigkeit | Heyne

7 Suzanne Collins | Gefährliche Liebe | Oetinger

8 Guinness World Records 2013 | Guinness

8 Jeff Kinney | Keine Panik! | Baumhaus

9 Peter Scholl-Latour | Die Welt aus den Fugen | Ullstein

9 Suzanne Collins | Tödliche Spiele | Oetinger

10 Michael J. Sandel |Was man für Geld nicht kaufen kann | Ullstein

10 Jeff Kinney | Gibt‘s Probleme? | Baumhaus

Bestenliste

Bestseller nach Umsatz

Erstellt von

Ermittelt von

Businessbücher

Romane, Unterhaltung, Belletristik

1 Reinhard K. Sprenger | Radikal führen | Campus

1 Ken Follett | Winter der Welt | Lübbe | Umsatz: 1216,-

2 Daniel Kahneman | Schnelles Denken, langsames Denken | Siedler

2 Jonas Jonasson | Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand | carl‘s books | Umsatz: 887,-

3 David Graeber | Schulden | Klett-Cotta

3 E L James | Shades of Grey 01. Geheimes Verlangen | Goldmann | Umsatz: 704,-

4 Walter Isaacson | Steve Jobs | C. Bertelsmann

4 E L James | Shades of Grey 03. Befreite Lust | Goldmann | Umsatz: 675,-

5 Abhijit V. Banerjee, Esther Duflo | Poor Economics | Knaus

Die Bestenliste basiert auf der Bewertung durch die getAbstract-Redaktion, den DownloadZahlen der Zusammenfassungen und Abverkauf bei Amazon. BuchMarkt-Leser können sich exklusiv die Zusammenfassung eines Buches herunterladen. In diesem Monat: Die Zusammenfassung des Buches Schulden www.getabstract.com/buchmarkt

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in Verbindung mit

5 E L James | Shades of Grey 02. Gefährliche Liebe | Goldmann | Umsatz: 623,-

Umsätze anteilig errechnet und gerundet für ein Quartal in einer Buchhandlung mit 500.000 Jahresumsatz

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Sichere Renten und hohe Gewinne für

DVD-Tipp Ausgewählt von der BuchMarkt-Redaktion

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ie Revolution spricht bayerisch: Der 19-jährige Quirin, der sein Abitur gerade mit den besten Noten absolviert hat, will unbedingt Revolutionär werden. Gemeinsam mit seinen besten Freunden Joker und Wursti macht er sich mit einem gestohlenen Metzgereitransporter, einem Kasten Spezi und einer unbrauchbaren Landkarte auf den Weg nach Moskau, wo er sich vom ergrauten Trainingsanzug-Guerillero Fidel Castro berufliche Ratschläge holen will. Denn der ist dort gerade auf Staatsbesuch. Das amüsante Roadmovie „Trans Bavaria“ (Buch und Regie: Konstantin Ferstl), das Good!movies jetzt in der Reihe „Junges Deutsches Kino“ als DVD auf den Markt gebracht hat, wurde im vergangenen Jahr mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet. Good!movies verlost einmal die DVD (inkl. 40 Minuten Bonusmaterial) und den Soundtrack zum Film. Hier die Gewinnfrage: Welchen Spitznamen hat Quirins bester Freund, dessen Vater Metzger ist?

Lösung bitte bis zum 31. Januar 2013 per Mail an gewinnspiel@ buchmarkt.de Roadmovie: Good!movies verlost die DVD und den Soundtrack

Unser Buch-Tipp Empfohlen von der BuchMarkt-Redaktion

L Mathieu Lommen Das Buch der schönsten Bücher Dumont

iegt es an der Zeit, dass man sich der Schönheit des gebundenen Buches wieder bewusst wird? Dass immer mehr Bücher über schöne Bücher oder schöne Buchhandlungen erscheinen? Ist das Zeichen für einen Abgesang oder ein Neuaufbruch? Auch Dumont hat jetzt einen schönen Bildband vorgelegt: „Das Buch der schönsten Bücher“ von Mathieu Lommen. In dem Band, der an der Universität Amsterdam entstanden ist, wo es eine der größten und schönsten Büchersammlungen gibt, kann man schwelgen. Gestaltungs- und Typographiebeispiele zeigen jahrhundertlange Beschäftigung mit der Gestaltung eines Mediums und wie diese immer wieder seiner Zeit und seinen Sehgewohnheiten angepasst wurde. Dumont tat gut daran, dem Kaleidoskop der schönsten Buchgestaltungen aus über 1000 Jahren ein derart großes Format zu geben. Es macht Spaß, sich das Buch wie ein Coffetable-Buch geöffnet auf den Tisch zu legen und immer wieder drin zu blättern. Neben Einführungen in die Druckkunst ihrer Zeit werden die großen Gestalter ihrer Zeit vorgestellt. Das Buch vermittelt ganz nebenbei, dass die heutige Form des Mediums Buch ein weltweites Kulturerbe ist. Deshalb ist es schön, dass die Bibliothek des Buchwesens (Bibliotheek van het Boekenvak), aus der viele Beispiele gezeigt werden, nicht nur nach Inhalt, sondern auch nach Herstellung und Gestaltung sammelt. Denn es zeigt, der Inhalt sucht sich seine Form. Deshalb sind solche Bücher kein Abgesang: In Abgrenzung zu neuen elektronischen Textgestaltungen kann sich die Buchkultur weiter neu erfinden. Dazu ist es gut, in solchen Büchern betrachten zu können, wie man Inhalte zu einem echten Erlebnis macht. „Das Buch der schönsten Bücher“ ist Schokolade für die Seele: Druck, Gestaltung und Abbildungen sind so klar, die Beispiele so schön präsentiert, man möchte viele der abgebildeten Exemplare am liebsten aus dem Buch herausgreifen.

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Premium-Vorsorge für Medienmenschen

Besser Presse

In 2013

4,5 %


Praxis | Verkaufstipps

Auf den Punkt – Buchhändler beraten Buchhändler

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Welches Buch haben Sie mit welchem Argument zum „Bestseller“ gemacht?

2 3

Von welchem Erfolg wurden Sie überrascht?

Was war Ihre erfolgreichste Aktion in letzter Zeit?

Kollegentipps: An dieser Stelle verraten Buchhändler monatlich, welche Bücher sich zu Bestsellern machen lassen, auch abseits der bekannten Listen. Die Titel, mit deren Erfolg man nicht gerechnet hat, werden ebenfalls vorgestellt. Außerdem gibt es Ideen zu Aktionen, Präsentation und Dekoration zum Nachmachen. Haben auch Sie Tipps, die Ihren Kollegen im Verkauf helfen könnten? Schicken Sie uns Ihre persönlichen Erfolgstitel, Überraschungsverkäufe und Bilder von Aktionen an: joern.meyer@buchmarkt.de

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Jorge Bucay, Komm, ich erzähl dir eine Geschichte, Fischer Jedem! Allen Kunden, die nichts über den Beschenkten wissen! Allen Kunden, die ein Buch ans Krankenlager bringen müssen. Allen Kunden, die nur wenig lesen. Allen Kunden, die gerne kurze Geschichten lesen. Es passt für jedes Alter (ab 17) und jede Lebenslage. Gibt es als Taschenbuch oder als Geschenkband.

1Ready Player One von Ernest Cline (Penhaligon)! In einer richtig spannenden Geschichte in der nahen Zukunft, sind auf ganz raffinierte Weise Querverbindungen in das mediale Lebensgefühl der 80er eingebaut. Wer also die Ritter der Kokosnuss kennt, weiß was Duran Duran ist und Frogger gespielt hat, wird hier bestens und konsequent unterhalten!

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Die drei Frankfurt Krimis von Andrea Habeney: Mörderbrunnen; Mord ist der Liebe Tod; Mord mit grüner Soße die in exakt in dieser Reihenfolge gelesen werden müssen. Super spannend! (Moenus Verlag) Wir sind durch Zufall darauf gestoßen und empfehlen es weiter. Bei uns wird viel auf Empfehlung gekauft!

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Unsere Autorenlesung mit Morton Rhue zu Stille über uns

Tippgeber: Martina Bollinger, Buchhandlung Bollinger, Oberursel

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Mich wundert, dass die Kunden nicht aufhören Helmut SchmidtBücher kaufen!

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Die Aufnahme von E-BookReadern und E-books in das Kernsortiment, und die vielen Marketingaktionen zum Thema haben alle Erwartungen übertroffen. Auch die Resonanz der Kunden und die durch Kompetenz erreichte Bindung der Kunden an das Ladengeschäft sind sehr erfreulich.

Tippgeber: Robert Stöppel, Buchhandlung Stöppel, Weilheim


»Bemerkenswert!«

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Vea Kaisers Blasmusikpop hat uns alle von Anfang an schwer begeistert. Wobei es der Roman bei uns auch sehr leicht gehabt hat: Die österreichische Provinz kennt CoInhaberin Daniela Dobernigg nur zu gut aus eigener Erfahrung, und der FC St. Pauli, der im Roman zum furiosen Finale ins Dorf einfällt, steht unserem Laden nicht nur räumlich (ca. 200 m Luftlinie) sehr nahe. Unsere Begeisterung über diesen tollen Roman, der dann doch sehr viel vielseitiger ist, als man es sich von einer so jungen Autorin zu erhoffen wagt, haben wir unseren Kunden sehr gut vermitteln können.

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Bernhard Aichner, Die Schöne und der Tod, Haymon eit wir den wunderbaren österreichischen Krimi für uns entdeckt haben, hören wir nicht mehr auf, ihn zu verkaufen. Mit unserer ehrlichen Begeisterung ist das auch ganz leicht! Ein Buch, das (fast) jeder ausprobieren sollte! Auch über persönliche Begeisterung haben wir überdurchschnittlich viele Exemplare von Was ich koche, und wie das geht bei uns verkauft (Jane Hornby, Phaidon). Ein Kochbuch, das dank seiner Übersichtlichkeit einsteigerfreundlich ist aber auch zum Experimentieren einlädt.

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Uns hat Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand überrascht. Da wir bei uns im Laden die Spiegel-Bestseller nicht extra ausweisen und dieses Buch in der Belegschaft keine Fürsprecher gewinnen konnte, haben wir es nur aus dem Regal verkauft. Und selbst als wir uns endlich zu einem ganzen Stapel durchringen konnten, haben wir uns immer wieder dabei ertappt, diesen Titel zu zögerlich nachbestellt zu haben.

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Welche Ehre: Zu unserem 10. Jubiläum hat Sven Amtsberg die „wahre Geschichte“ über Cohen + Dobernigg aufgeschrieben. Das Buch haben wir dann unseren Kunden schenken können. Toll!

Tippgeber: Frederik Eikmeier, Buchhandlung Cohen + Dobernigg, Hamburg

Kathryn Stockett, Gute Geister, btb Naja, überrascht vom Erfolg nicht so sehr – schließlich waren wir hier durchweg angetan von dem Buch. Aber dass das so ein Knüller würde... Wahnsinn! Schon als gebundenes Buch einer der größten Renner unserer Geschichte; und als Taschenbuch nochmals sehr erfreulich.

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Zeichen lernen mit Greg! In Zusammenarbeit mit einer Kunst- und Zeichenschule aus unserem Ort, haben wir an einem Samstagnachmittag ein kleines Seminar für Greg-Fans veranstaltet. Ein voller Erfolg!

Joachim Merzbach, Unternehmensberater

Franz Hinze Gründung und Führung einer Buchhandlung Grundlegend überarbeitete 10. Auflage, Hardcover, 520 Seiten, ISBN 978-3-934054-57-8, 60,– EUR

BuchMarkt schließt sich dieser Einschätzung des erfahrenen Betriebsberaters an und schenkt den ersten fünf Bestellern ein kostenloses 3-Monats-Abo. Richten Sie Ihre Bestellung bitte an: vertrieb@buchmarkt.de

Tippgeber: Maxi von Zittwitz, Buchhandlung Mrs.Books, Meerbusch

BuchMarkt Januar 2013

»Ein Klassiker mit komplett neuem Auftritt, praxisnah und flott geschrieben. Alles Wissenswerte zum Betreiben einer Buchhandlung: Nicht nur für Einsteiger; dieses Buch gehört in jedes Chefbüro.«

BuchMarkt leitet Ihre Bestellung an den Verlag weiter, der portofrei liefert.

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Praxis | Verkaufsargumente

All die schönen Bücher ... gesichtet von Ellen Pomikalko Miller & Stentz „Der beste Tag meines Lebens“ | Droemer Das hat mir ausnehmend gefallen, ich habe es mit Vergnügen und Gewinn gelesen, obwohl es vielleicht für Jugendliche gedacht ist, aber wo es was zu erkennen gibt, noch dazu kurzweilig, ist es für alle interessant. Der 14-jährige Ich-Erzähler hat das Asperger-Syndrom, eine Art Autismus, von einer Betreuerin aber gelernt, die Normalos zu verstehen. Alles, was sich zuträgt, trägt er in sein Notizbuch ein, so kapieren wir es auch. Sein erster Tag in der Highschool beginnt mit dem Kopf in der Kloschüssel – die bekannte Methode von Unholden, mit Außenseitern umzugehen. Wie er, der überdurchschnittlich Begabte, seinem ärgsten Widersacher dann hilft und warum, das haben die beiden Drehbuchautoren ganz wunderbar und sehr knackig in Szene gesetzt. Nicht nur die menschliche Dimension, die hier zur Debatte steht, auch das Wissen, das nebenbei zur Sprache kommt, macht die Lektüre zum intellektuellen Genuss. (218 S, 14,99 Euro)

Sebastian Barry „Mein fernes, fremdes Land“ | Steidl Ein feiner Roman, ein großer Autor, der sich nach „Ein verborgenes Leben“ wieder in eine alte Frau einfühlt und an ihrem Schicksal indirekt die Tragödie Irlands und hier nun auch der Kriege Amerikas abhandelt. Die Poesie ihrer einfachen Sprache und der mäandernde Fluss ihrer Erinnerung sind einzigartige Literatur, die zwischen Kindheit und Tod das menschliche Drama einfängt, dem jeder auf seine Weise ausgesetzt wird, sie dem irischen Hass und dem amerikanischen Rassenwahn im Besonderen. Ob Gott dahinter steht? Lilly weiß es nicht. Sie hat alles angenommen, wie es sich fügte, hat zwei Ehemänner

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Ellen Pomikalko Kritikerin

und ihren geliebten Enkel verloren und war mit jedem bisschen Glück zufrieden, weil sie nicht gehadert hat – man könnte an ihrem Charakter philosophieren und analysieren, was Menschsein bedeutet, aber auch die stabilisierende Rolle der Frau erörtern. Wie schön, dass jemand sich nicht scheut, hektischer Neuerungssucht einen solchen zeitlosen Roman entgegenzusetzen. (314 S., 19,90 Euro) Francesca Melandri „Über Meereshöhe“ | Blessing Eine wunderschöne (Liebes-) Geschichte, ein Erzähltalent. Italiens „bleierne Jahre“ des RoteArmee-Terrors sind vorüber, aber Angehörige eines Inhaftierten müssen sich jahrelang mit seinen Taten auseinandersetzen. Wofür war die „Revolution“? Ein Vater will seinen Sohn, eine Bäuerin ihren Mann auf einer Insel besuchen, wo man für Extremfälle ein Hochsicherheitsgefängnis gebaut hat. Ihre lange Anreise und ein Sturm geben Gelegenheit, die Geschichte beider Familien zu erfahren und einem Vollzugsbeamten Aufmerksamkeit zu schenken, denn es geht um das Phänomen der Gewalt, politisch motivierter wie häuslicher und machtbedingter, aber alles so fein dosiert und so organisch in die Atmosphäre dieser Sommerreise eingefügt, dass man den Roman gewiss nicht so schnell wieder vergisst, nicht zuletzt auch wegen seiner beiden wunderbaren Protagonisten ganz gegensätzlicher Herkunft. Die Unbefangenheit, mit der sie Erzählen und Beschreiben mischt, ohne zu viel zu erklären, gefällt mir. (247 S., 16,95 Euro)

BuchMarkt Januar 2013

Matthew Quirk „Die 500“ | Blessing Der Ich-Erzähler hat sich von einer kriminellen Jugend bis nach Harvard emporgearbeitet und wird dort von einem Dozenten für dessen Firma angeheuert. Er spioniert nun wichtige Leute aus und erkennt langsam, für welchen Zweck: Sein Boss erpresst die und schreckt in seiner Gier nach Macht und Geld auch nicht vor Mord zurück. Nun muss er sich aus dem Netz befreien, in dem er als Mitschuldiger hängt. Es beginnt eine blutige Verfolgungsjagd, dank Mithilfe seiner Geliebten kommt er lädiert, aber lebend aus der Falle. Die Korruptheit bei den oberen Fünfhundert, so erschreckend sie war, als er sie erprobte, ebbt nach dem Endgemetzel erfreulicherweise ab. Na denn … Aber Fortsetzung folgt. (413 S., 19,95 Euro)

Gaito Gasdanow „Das Phantom des Alexander Wolf“ | Hanser 1947 in einem russischen Exiljournal in New York erschienen und später in Amerika sogar verfilmt, ist dieser Roman wie sein übriges Oevre erst nach dem Tod des Autors (1903-71) in Russland veröffentlicht worden. Mit 16 war er General Wrangels „Weißen“ beigetreten und vor den „Roten“ nach Bulgarien geflohen, wo er 1923 das Abi machte, um sich dann in Paris u.a. als Taxifahrer durchzuschlagen. Sein Roman beginnt mit einem Kriegserlebnis: Der Erzähler erschießt 16-jährig einen Feind und flieht auf dessen weißem Pferd. Den Folgen seiner zutiefst bereuten Tat kommt er Jahre später in Paris auf die Spur, gerade als er eine große Liebe erlebt. Doch „wir sind alle zum Tod verurteilt“, heißt es einmal, was hier zu beweisen war. (177 S., 17,90 Euro)


Jetzt .. ‚ schlagt s Anna Enquist „Die Betäubung“ | Luchterhand Was Medizin und Psychotherapie tun können, handelt die niederländische Autorin an den Mitgliedern einer Familie ab, die sowohl Fachleute sind als auch normalmenschliche Probleme haben. Selbst Psychoanalytikerin, hat sie in einem Amsterdamer Krankenhaus die Anästhesiologen bei ihrer Arbeit begleitet. Der Gegensatz zwischen Öffnung der Gefühle durch Analyse und Unterdrückung aller Empfindung durch Betäubung interessierte sie sehr, und um diese Pole herum ist ihr ein sehr schöner und trotz medizinischer Detailliertheit absolut eigenständiger Roman gelungen. Ein schwieriger junger Mann dient dabei als Katalysator, dass die Familie auseinander fliegt. Doch nach allen Abstürzen wird das Leben weitergehen, und das ist bei ihr nicht banal, sondern realitätsnah gestaltet. Wieder eine, die Problematisches so erzählt, dass man zuhört und bis zum Ende gefesselt ist. (316 S., 19,99 Euro)

Reginald Hill „Rache verjährt nicht“ | Suhrkamp nova Echt spannend und ziemlich rätselhaft, dabei von einer Psychiaterin ständig durchleuchtet, aber die Handelnden sind auch ausgebuffte Leute, sowohl Manager als Anwälte, Polizisten oder Richter. Wer in die Mühlen der Justiz gerät, kann alles verlieren wie der schwerreiche Sir Wilfred Hadda, dem man Kinderpornos auf den PC geschmuggelt hat, womit sein Countdown beginnt, dem ein Unfall folgt. Intelligente Dialoge versuchen Licht ins Dunkel zu bringen, er ist auch noch mit der Oberschicht verbandelt, die sich was Besseres dünkt, aber natürlich wird das Gegenteil bewiesen. Wem kann man trauen? Wer lügt aus „grimmiger Notwendigkeit“? Darum geht es auch, Sex spielt eine verhängnisvolle, der Charakter eines jeden die Hauptrolle. Der Schluss = irre. Da hat einer hinter die Kulissen geschaut, allerhand Unrat entdeckt und es in eine farbige, abwechslungsreiche Geschichte gepackt, deren Urahn der Graf von Monte Christo ist. (684 S., 19,95 Euro)

Antony Beevor „Berlin 1945. Das Ende“ | Pantheon Wie sein „D-Day“ grandios geschrieben – alle Quellen ausgeschöpft und jeder Fußbreit Bodengewinn der Roten Armee aufgezeichnet. Stalin wollte unbedingt als erster da sein und belog die Alliierten. Und Hitler, der seinen mörderischen Krieg angeblich wegen der bolschewistischen Gefahr führte, hat die erst ins Land geholt und ihre Weltherrschaft begründet. Es werden die grausamen Vergewaltigungen durch die Russen nicht verschwiegen, viele Augenzeugen berichten. Man ist wieder mitten drin in Vertreibung, Flucht, Bomben, Hunger und Tod. Und der Denunziation, dem Fanatismus der Nazis. Auch wenn man es im Prinzip ja weiß, ist die belegte Dokumentation (mit Landkarten und Schwarzweißfotos) noch mal eine Vergewisserung, dass die Deutschen so etwas verursacht haben. (544 S., 16,99 Euro)

Carl Hiaasen „Sternchenhimmel“ | Manhattan Ich bin sein Fan. Der Reporter zieht in deftigen Gesellschaftskrimis gnadenlos gegen die Verschandelung seiner Heimat Florida zu Felde und amüsiert mit seinen zugleich wilden wie komischen Plots. Allerdings finde ich, dass er früher leichter geschrieben hat und diesmal zuviel Information in die laufende Handlung hineinpackt, so dass man kaum zu Atem kommt, um am Ball zu bleiben. Dabei sind die Manipulationen um ein dummes Schlagersternchen ebenso haarsträubend wie die schmierigen Attacken eines Paparazzo und die Betrügereien eines Bauunternehmers und seiner Helfer. Die Gierigen und Bösewichter beherrschten anscheinend die Welt, wenn die paar Guten nicht eingreifen würden. In dem Zusammenhang taucht auch unser alter Bekannter Gouverneur Tyree wieder auf – der mit der Duschhaube auf der Glatze -, der uns vormacht, wie einfach man leben kann – könnte. Die Machenschaften der Schufte lassen jedoch kaum Hoffnung zu. (398 S., 14,99 Euro)

BuchMarkt Januar 2013

2013

Die mörderische Deutschlandreise geht weiter

März 2013 978-3-942446-76-1 9,90 Euro

März 2013 978-3-942446-77-8 9,90 Euro

Februar 2013 978-3-942446-78-5 9,90 Euro

März 2013 978-3-942446-79-2 9,90 Euro

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73 www.kbv-verlag.de


Special | Ratgeber Inhalt Social Media: Wie der Schirner Verlag im Internet auftritt | 76 Buchhandel: Bramann mit Neuauflage von „Gründung und Führung einer Buchhandlung“ | 77 Überblick: Bücher zur Hochzeit | 78 Interview: Dr. Bernhard Auge vom frechverlag über den anhaltenden Trend zum Selbermachen | 84 Highlights: Die wichtigsten Titel zur beruflichen und persönlichen Weiterbildung | 90

Editorial

A

uch im neuen Jahr wird guter Rat wieder teuer sein und begehrt. Die Frage ist, wo Menschen nach Rat suchen – und in welcher Form. Der Handel bleibt, trotz neuer Kommunikationswege und Formate, für die Verlage wichtigster Partner. In Konkurrenz zu Internetportalen, Blogs und Apps wird klar, dass Händler und Verlage noch enger zusammenarbeiten müssen und können – das Schöne ist: Ratgeber-Themen eignen sich hervorragend, sie „live“ vor Ort zu präsentieren. Sicher ist: Als Leser kommt prinzipiell jeder in Frage – es geht nur darum, die Menschen zu erreichen. Dazu fällt uns aber sicher einiges ein, wie die Geschichten und Beiträge in diesem Special beweisen. Auf ein Neues!

Jörn Meyer 74

Trend

Zum Mitschreiben Eine neuer Trend wird sichtbar: Viele Verlage gestalten Ihre Ratgeber „zum Mitmachen“. In

verschiedenen Bereichen bieten die Titel Raum für eigene Gedanken, Checklisten und Notizen. Mit der Reihe myBooks startet der Südwest Verlag eine „ganz neue Form des Ratgebers“, wie Herausgeberin Marion Grillparzer sagt. Unter dem Motto „Reinschreiben, Nachlesen, Mitmachen, Gut fühlen“ gibt es ab Januar die ersten drei Titel der Reihe „3 echte Kilo weg“, „Was mich bewegt“ und „Jetzt denk ich wirklich nur an mich“, in denen man die eigene Entwicklung dokumentieren, Beobachtungen festhalten und Listen erstellen kann. Auch Coppenrath bietet als Begleittitel zu „Handmade with Love“ von der Niederländerin Jill in der Reihe „My Life is sweet“ Mitmach-Bücher an mit LifestyleTipps aus den Bereichen Fashion, Deko und Beziehung und der Möglichkeit, Listen zu erstellen, Lückentexte zu vervollständigen und Notizen zu machen. Bei Thorbecke gibt es „Mein Garten – Eintragbuch“ mit liebevollen Illustrationen zum Thema. Viel Platz und ein schöner Rahmen für alle Gedanken, Ideen, Pläne zum eigenen Garten. BuchMarkt Januar 2013

Schreib dich rein: Viele neue Titel laden zum Ausfüllen ein

Drei trendige thematische Notizbücher (Reisen, Rezepte, Cafés und Restaurants) machen das Mitschreiben auch unterwegs zum Vergnügen. Zusätzlich bieten die Bücher von Mark‘s durch ihre verschließbare Plastikhülle Schutz vor Nässe und Platz für Stifte, Visitenkarten und Einkaufszettel (Kontakt: www. marks-japan.eu).


Ratgeber | Special

Rückblick

„Wir sind begeistert!“ 2012 war insgesamt für die Branche kein einfaches Jahr. Wie haben Sie es erlebt?

Ursula Rosengart: Wir hatten uns für das Jahr viel vorgenommen, das Beste gehofft, mit dem Schlimmsten gerechnet – nun sind wir begeistert! Innovative Themen, tolle Bestseller, ein wahrer Preisregen für unsere Autoren, spannende Messen – ein tolles Jahr! Woran liegt es, dass Sie so positiv Bilanz ziehen können?

Unsere Autoren haben mit ihren Themen immer wieder den Nerv der Zeit getroffen: Sylvia Löhken war mit ihrem Buch sogar Titelstory beim SPIEGEL. Und immer wieder: Neue Impulse, innovative Ideen und ein Team, das mit Leidenschaft für den Erfolg arbeitet. Inwieweit ist der Buchhandel an Ihrem erfolgreichen Jahr beteiligt?

Kann strahlen: GABALGeschäftsführerin Ursula Rosengart

Der Buchhandel ist für GABAL ein enger Partner. Nicht zuletzt sind es die engagierten Buchhändler, die unsere tollen Bücher erfolgreich verkaufen! Die Kooperationen und Veranstaltungen mit dem Buchhandel liegen mir immer besonders am Herzen... Und wie geht es 2013 weiter?

Das nächste Programm wird wieder sehr spannend! Besonders stolz sind wir, dass Philip Kotler – der Marketing-Experte – jetzt bei GABAL ist! Das neue Buch „Good Works“ ist hochaktuell und verbindet den Wunsch nach Umsatz mit dem Wunsch, Gutes zu tun …

• Das Geheimnis der erfolgreichen Partnerwahl • Von Erfolgsautor und Beziehungscoach Christian Thiel • Inklusive € 100,Gutschein von ElitePartner.de Christian Thiel

Gestaltung

Wer passt zu mir?

TRIAS mit neuem Markenauftritt

ISBN 978-3-86910-488-1 Z 12,95

Innenteil hinein. Dadurch soll ein ein ansprechender, harmonischer Gesamteindruck entstehen – über das gesamte Programm Bei den Covern wurden die Aufteilung der hinweg. „Die LeserInnen sollen TRIASElemente, die Typografie und die Bildspra- Bücher gerne in die Hand nehmen und schon che verändert. Gleichzeitig spielen die Co- beim Blättern das Gefühl haben: Das tut verfarben jetzt deutlicher als bisher in den mir gut“, erklärt TRIAS Marketingleiterin Birgit Carlsen den neuen, einheitlichen Auftritt. Das neue Gestaltungskonzept setzt sich im Marketingauftrifft fort: Auch Vorschau, Deko-Aktionen sowie Werbemittel bekommen ein neues Gesicht, das dem der Produkte folgt, um die Wertigkeit, Wahrnehmung und Wiedererkennbarkeit der Marke TRIAS im Markt zu Harmonischer Gesamteindruck: TRIAS will mit der einheitlichen Gestaltung die eigene Wiedererkennbarkeit steigern befördern. Zum Frühjahr hat TRIAS seine Cover, Innenlayout, Vorschau, Werbemittel und Deko-Materialien komplett überarbeitet.

BuchMarkt Januar 2013

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• Der aktuellste und umfassendste Hochzeitsratgeber • Inklusive TanzCrashkurs auf DVD Empfohlen vom

Friederike Mauritz · Nikola Stiegelhagen

Der große Hochzeitsratgeber ISBN 978-3-86910-022-7, ET: 27.02.2013 Z 29,95

• Das ultimative Quiz für Hochzeitsund Ehepaare • Amüsant, unterhaltsam und überraschend • Inklusive Ehelexikon und Eheführerschein Lena Blaudez

Das Ehe-Quiz ISBN 978-3-86910-492-8, ET: 27.02.2013 Z 12,95

www.humboldt.de


Special | Ratgeber

Social Media ernst genommen Psychologie & Modernes Leben

Gesund sein und bleiben

Die wichtigsten Stufen zum Gesundwerden im Überblick

Mit Extratipps für Frauen und Männer

€ 12,99 [D] ISBN 978-3-466-30970-2 ●

Erste Hilfe für die gekränkte Seele

Die besten Strategien der bekannten Kränkungs-Expertin

Wirksame Selbsthilfe: kompakt und übersichtlich

Facebook ist für uns eine Plattform, auf der wir direkt mit unseren Lesern in Kontakt treten können. Gleichzeitig bietet es unseren Lesern die Möglichkeit, sich mit Fragen und Anregungen jeglicher Art einfach und schnell an uns zu wenden. Wir wollen unsere Facebook-Seite nicht für unsere Leser gestalten, sondern mit ihnen. .

Sozial engagiert: Melanie Paetzold ist zuständig für PR und Marketing beim Schirner-Verlag

Interview

D

www.koesel.de Sachbücher & Ratgeber

Mental Healing für Einsteiger

Sie legen besonderes Augenmerk auf die Facebook-Seite. Wie sieht Ihr spezieller Ansatz aus?

Können Sie Beispiele für gelungene Aktionen nennen, die über Facebook initiiert wurden?

€ 14,99 [D] ISBN 978-3-466-34581-6 ●

Der Schirner-Verlag hatte sich mit seinem Facebook-Auftritt beim Virenschleuderpreis beworben. Gewonnen hat man nicht, ist von der eigenen Strategie aber trotzdem überzeugt

ie Erinnerung an die Zeit, als die ersten Twitter- und Facebook-Accounts von Verlagen auftauchten, ist bisweilen eher grausam. Glücklicherweise hat in vielen Fällen in den letzten Jahren ein Umdenken stattgefunden. Heute geht es um ansteckende Kommunikation im besten Sinne. Vor zwei Jahren haben Leander Wattig und Carsten Raimann den Virenschleuderpreis aus der Taufe hoben, um diese solche Bemühungen zu prämiieren. Für den Preis hat sich in diesem Jahr auch der Schirner-Verlag beworben, wurde aber von anderen Konzepten überflügelt. Melanie Paetzold, die die Social MediaAktivitäten im Verlag koordiniert, erklärt im Interview, wie ihre Strategie aussieht: BM: Wie viele Mitarbeiter kümmern sich bei Ihnen um das Thema SocialMedia?

Melanie Paetzold: Eine Mitarbeiterin ist bei uns hauptsächlich für das Thema „Social Media“ zuständig. Zwei weitere Mitarbeiter agieren unterstützend. Jede Plattform hat einen festen Ansprechpartner, der sich um redaktionelle Inhalte, Aktionen, den Kontakt zu Usern oder, im Fall von Youtube, um Videobeiträge kümmert. 76

Zur Neuerscheinung des Kochbuchs »einfach vegan – Genussvoll durch den Tag« haben wir auf Facebook Testköche mit eigenem Blog gesucht. Der Ansturm war enorm und die Rezepte aus unserem veganen Kochbuch kamen bei den Testköchen durchweg gut an. Unser Aufruf hat sich wie ein Virus auf den Blogger-Seiten verbreitet, so dass auch Wochen nach unserem Posting noch Bewerbungen bei uns eingegangen sind. Sind Rezensionen der Testleser online auf den jeweiligen Blogs veröffentlicht, posten wir die Links zu den Blogs auf unserer Seite. Neben Facebook: auf welchen weiteren SocialMedia-Kanälen ist Schirner aktiv?

Schirner hat natürlich auch einen eigenen Twitter-Account. Dort können die Leser unsere neuesten Verlagstweets verfolgen. Auch haben wir einen eigenen YoutubeKanal: Auf youtube findet man eine bunte Vielfalt an Clips. Zusätzlich wird ab Dezember 2012 im Rahmen des Relaunchs unserer Verlagswebseite der SchirnerBlog online gehen, auf dem die Besucher Hintergrundberichte aus dem Verlag, und vieles mehr erwarten. Wie „messen“ Sie den Erfolg Ihrer Aktivitäten?

Den Erfolg unserer Aktivitäten messen wir anhand der vielen positiven Kommentare und Feedbacks unserer Leser. Umso aktiver die User unsere Social Media-Kanäle mitgestalten, desto erfolgreicher sind wir.

BuchMarkt Januar 2013

Text und Interview: Carsten Tergast


Guter rat ist Linde

Ratgeber | Special

Spielarten des Sortiments Bramann gibt eine Neuauflage von „Gründung und Führung einer Buchhandlung“ heraus. Verleger Klaus Bramann darüber, ob das angesichts der Entwicklungen überhaupt zeitgemäß ist

Interview Sie machen eine Neuauflage und damit ein Buch für das stationäre Sortiment. Ist das nicht anachronistisch?

Vordergründig vielleicht ja. Aber wer die Literaturlage zum Thema E-Commerce aufmerksam verfolgt, stellt fest, dass online und offline eine Einheit werden müssen, will man am Markt der Zukunft bestehen. Es geht um zwei Marktauftritte einer Firma, die miteinander verzahnt gedacht werden müssen. Das ist mehr als das, was MultiChanneling erreicht, wo es in erster Linie um Abstimmungen in vertriebstechnischer Hinsicht geht. Aber das Sortiment gibt es nicht. Die Unterschiede sind groß. Von welchen Unterschieden sprechen Sie?

Jeder, der ein Musikinstrument spielt, weiß um verschiedene Techniken zur Erzeugung von Tönen – Hauptsache es klingt. Diese unterschiedlichen Techniken machen die verschiedenen Spielarten des Buchhandels aus. Aber es muss klingen bzw. rund laufen. Und es läuft höchst unterschiedlich rund, wenn man eine Buchhandlung von ihrem Konzept, von ihrem Markenkern her denkt. Diese Buchhandlungen eint allein die Überzeugung, dass das gedruckte Buch das Leitmedium unseres Berufsstands ist. Wie sehen Sie das Verhältnis von Online und Offline?

2013, 160 seiten, kart. isBn 978-3-7093-0487-7 eur 9,90 erscheint im Februar 2013

Gründung und Führung einer Buchhandlung: Grundlegend überarbeitet von Klaus-W. Bramann (Foto) und Gudula Buzmann

eine andere Gewichtung: Rund ein Drittel der Ausführungen beschäftigt sich mit Marketingthemen. Das zweite Drittel geht zahlreichen betriebswirtschaftlichen Aspekten nach. Das dritte Drittel bietet Branchenwissen pur: von der Preisbindung bis zum ECommerce, von Non-Books bis zur Inventur, von Marktforschungsansätzen bis hin zur Diskussion um die Wahl der ›richtigen‹ Bezugsquelle. Das eigentlich Neue besteht darin, den Lebenszyklus einer Buchhandlung abzubilden. So bilden Ausführungen zur Orientierungsphase und zur Übergabe bzw. Liquidation die Klammer für ein erfolgreich zu führendes Unternehmen.

Online oder ambulant bezeichnet eine Technik, die der Buchhandel seit jeher praktiziert. Da ist vor allem das Besorgungsgeschäft zu nennen. Es geht um einen ganzheitlichen Ansatz, um ein sinnvolles Zusammenspiel aller Optionen. Das Thema Online wird also eigentlich erst dann brisant, wenn es Ausdruck eines grundlegend veränderten Käuferverhaltens ist.

Das Buch hat einen Umfang von 520 Seiten. Wie sieht es da mit einem E-Book aus?

Inwiefern ist es gerechtfertigt, von einer ‚grundlegend überarbeiteten Auflage‘ zu sprechen?

Sie blicken also positiv in die Zukunft?

Hinzes Werk orientierte sich in den Anfängen vorrangig an betriebswirtschaftlichen Kennziffern. Das jetzt vorliegende Buch hat

2., akt. aufl. 2013, 168 seiten, kart. isBn 978-3-7093-0503-4 eur 9,90 Bereits erschienen

2013, 160 seiten, kart. isBn 978-3-7093-0491-4 eur 19,90 erscheint e cheint im Februar Febr ar 2013

Denkbar ist es, einzelne Kapitel als EBook-Publikationen aus dem Werk herauszulösen. Dies ist ein Teil meiner Herausforderungen für 2013. Neben der neuen Bachelor-Reihe ‚CampusBasics‘ gibt es Überlegungen zu einer E-BookReihe ‚Bramanndigital‘. Ja, erwartungsvoll und zuversichtlich. Mit dieser Grundhaltung stecke ich auch meistens die Firmen an, denen ich beratend zur Seite stehe.

BuchMarkt Januar 2013

5., akt. aufl. 2013, 200 seiten, kart. isBn 978-3-7093-0505-8 eur 19,90 erscheint im Februar 2013

alle titel auch als e-Book erhältlich!

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www.lindeverlag.de


Special | Ratgeber

Die Laut-Sprecher Im Oktober hat sich der Sprecherkreis des AkR neu formiert. Wie geht es nach dem Ausscheiden von Dr. Nadja Kneissler und Annette Beetz weiter? Hier gibt der neue Sprecherkreis Antworten Wie kann der Ratgeberbereich einen anderen Kurs einschlagen, um zukünftig seine gute Position im Markt zu bestätigen?

 Ratgeber müssen wie bisher zielgruppenfokussiert sein und das Nutzerbedürfnis in den Mittelpunkt stellen. Das Buch als Medium bleibt attraktiv, wenn es mehr als nur Informationsträger ist. Haptik und Optik werden bei vielen Themen eine noch größere Rolle spielen als bisher. Auch Ratgeber eignen sich potentiell als Geschenk – diese Attraktivität gilt es zu steigern.  Denkbar sind in Zukunft auch vermehrt Hybrid-Produkte – Verlage müssen kreativ werden, um digitale Nutzungsmöglichkeiten so mit Print zu verbinden, dass das Buch die „notwendige Komponente“ im Medienmix bleibt.  Stichwort Erlebnisbuchhandlung: Hier ist Kreativität gefragt, um ein LiveErlebnis mit Autoren zu ermöglichen. Selbstverständlich muss eine Veranstaltung für den Händler bezahlbar bleiben, und es sollte sich für beide Seiten lohnen und allen Beteiligten Spaß machen!

© Kai Mühleck

Ziele/Schwerpunkte:

 Wir wollen Impulse geben für Strategien, wie Ratgeberverlage den Medienwandel bewältigen und wie sie die Chancen dieser neuen Medien nutzen können. Durch Referenten, die hiermit Erfahrung haben (technologisch wie von der Produktseite her), durch Best Practice-Beispiele unserer, aber auch aus anderen Branchen, durch Erfahrungsaustausch zwischen den Verlagen.  Austausch und engere Vernetzung mit dem Handel, stationär wie digital. Die übergreifende Frage ist, was können wir Verlage tun, um unseren Produkten den nötigen Auftrieb im Handel zu geben. Auch hier Best Practice-Beispiele, bei denen durch gezielte Maßnahmen Ratgeber gewinnen.  Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen der Zielgruppen unserer Produkte. Was müssen wir tun, dass Ratgeber ihren Stellenwert zwischen anderen Buchgenres (Sachbuch, Geschenkbuch), aber auch zwischen Internet, Apps und anderen Angeboten bis hin zu Kursen und Coachings, behaupten.

Der Sprecherkreis Julia Graff (l.), war selbständige Designerin und begann ihre berufliche Laufbahn bei BuchMarkt. Inzwischen ist sie im Familienbetrieb Hädecke verantwortlich für Design, Produktion, Web und Produktentwicklung. Die Schwerpunkte bei Hädecke sind Essen & Trinken und Gesundheit. Christof Klocker (m.), seit 2007 wieder bei Gräfe und Unzer (schon mal von 1992 bis 2001, danach knapp sechs Jahre Programmleitung Ratgeber bei Weltbild Sammler-Editionen). 2007 Programmleitung GU Haus & Garten, Leben & Lernen, 2010 Verlagsleitung GU Garten, Heimtier & Natur, seit 2012 Verlagsleitung GU Körper, Geist & Seele, Partnerschaft & Familie. Seit Oktober 2012 Gesamtverlagsleitung GU Monika Schlitzer (r.),war im Gründungsteam von DK Deutschland und verantwortet seit 2000 die Gesamtprogrammleitung. Schwerpunkt der Eigenentwicklungen des deutschen DK-Verlags ist der Bereich Kochen und Ratgeber.

Print on Demand

Motorbuch legt vergriffene Titel als POD neu auf

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ie Nachfrage nach Titeln zu ausgeliefert. Laut Vertriebsleiter Martin Youngtimern und automobilen Zeiser sind die Bestseller einerseits die Klassikern aus den Reihen „Jetzt helfe gängigen Fahrzeugtypen, andererseits ich mir selbst“ und „Reparaturanleitung“ viele exotische Modelle aus den 80er hat in den letzten Jahren stark zugenomund 90er Jahren. Zeiser hofft, dass der Buchhandel die men. Daher wird der Motorbuch Verlag Chance nutzt, sich vom Internethandel nun nach und nach alle verfügbaren und abzugrenzen und dem Kunden so seine vergriffenen Bände der beiden Reihen als Print on Demand-Titel anbieten. Kompetenz beweist: „Sie müssen sich Im ersten Schritt werden bis Ende nur vorstellen, wie das überraschende Januar ca. 280 Titel zu den wichtigsAngebot auf Kunden wirkt, die seit Jahten und gängigsten Marken und Typen ren vergriffene Reparaturhandbücher Alte Bekannte: Bestseller-Reihe „Jetzt helfe ich mir selbst“ in Deutschland, Österreich und der suchen.“ Ab Anfang des Jahres wird der Schweiz verfügbar gemacht. Alle PODMotorbuch Verlag dem Handel WerbeTitel werden im VLB und auf der Homepage des helfe ich mir selbst“) bzw. 39,90€ werden die materialien zur Verfügung stellen, unter anderem Verlags gelistet. Zum Preis von 29,90€ („Jetzt Bücher drei bis fünf Tage nach Bestelleingang einen Flyer mit allen lieferbaren Titeln.

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BuchMarkt Januar 2013


Ihre Kunden stehen auf Peace, Love und Makena.


Das ist


frech!

Der frechverlag bietet Kreativ-Ratgeber zu Basteln Handarbeiten Kreativ Wohnen & Leben Malen, Zeichnen KinderKreativ

Makena – Schmuck im Ethno-Style ... der neue Trend, der Frauen begeistert!

Elke Eder Makena. Gewebter Perlenschmuck Armbänder und Ketten im Bohemian-Style Kreativ-Paperback, 48 Seiten, 17 x 22 cm, Umschlagklappen

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TOPP 4032 ISBN 978-3-7724-4032-8

TOPP 4031 ISBN 978-3-7724-4031-1

E (D) 8,99 / E (A) 9,30

E (D) 8,99 / E (A) 9,30

Auslieferung: 21. Januar

WG: 1411

Auslieferung: 21. Januar

frechvverlag bei KNO-Verlagsauslieferung Tel: 07711 78992031, frechverlag@kno-va.de

So f au ort l mi ch osl er t Ma als S egen hä te e : lti ria t ch l !

WG: 1411


Special | Ratgeber

Wer traut sich? Damit der „schönste Tag im Leben“ wirklich so abläuft, wie man ihn sich wünscht, gibt es viel zu bedenken. Wir stellen die hilfreichsten Bücher und passende Geschenkideen vor, die sich gemeinsam auf einem Hochzeits-Aktionstisch präsentieren lassen

© frechverlag

locker geschrieben – eine ideale Starthilfe für das Projekt „Traumhochzeit“

Eine rauschende Nacht: Mit perfekter Vorbereitung wird das Fest zur „Traumhochzeit“

Alles was man wissen muss Der große Hochzeitsratgeber (Friederike Mauritz/Nikola Stiefelhagen, Humboldt): So gelingt der schönste Tag. Stressfreie Organisation durch Checklisten und Zeitpläne. Von der Planung bis zur Danksagung: Zwei erfolgreiche Hochzeitsplanerinnen führen mit diesem umfassenden Ratgeber Braut und Bräutigam sicher und sympathisch durch alle Phasen der Hochzeitsorganisation. Bewährte und neue Ideen, zahlreiche Checklisten und unbezahlbare Profi-Tipps sorgen dafür, dass am schönsten Tag des Lebens nichts schief geht. Mit Film: Der Hochzeitstanzkurs für zu Hause. Empfohlen vom Bund Deutscher Hochzeitsplaner. Einfach heiraten! Das BRIGITTE-Hochzeitsbuch (Stefanie Luxat, Diana): Wie lädt man ein und vor allem wen? Welches Kleid, wer sitzt wo und was macht eigentlich der Bräutigam? Wie sieht die Dekoration aus, was kann man selbst machen? Diese und viele weitere Fragen beantwortet Stefanie 82

Luxat in dem humorvollen Ratgeber „Einfach heiraten!“ Wer Ja sagt, darf auch Tante Inge ausladen (Thomas Sünder, blanvalet): Thomas Sünder ist ein erfahrener Hochzeits-DJ, der sowohl rauschende Feste als auch absolute Katastrophenfeiern erlebt hat. In seinem Buch zeigt er anhand von amüsanten Beispielen die häufigsten Fallen bei der Hochzeitsplanung auf und gibt zukünftigen Brautpaaren Tipps, wie sie eben diese Fehler vermeiden können. Das Little Black Book der perfekten Hochzeit (Karin Ulbrich-Dürport, Wiley): Das Buch gibt viele Tipps und Antworten auf Fragen, die jede Braut hat. Von Vorschlägen für ihren Wunsch-Heiratsantrag über Lösungsvorschläge, wie beispielsweise das Brautkleid bei einem Fleck gerettet werden kann oder was man am Besten unternimmt, wenn die Eheringe verschwunden sind. Genauso bekommt die angehende Braut Hilfe für die Organisation des „großen Tages“. Humorvoll und BuchMarkt Januar 2013

Pink Bride‘s Handbuch für unsere perfekte Hochzeit (Alexandra Dionisio, GU): Ihr persönlicher Weddingplanner für die Handtasche. Der amerikanischen Hochzeitsveranstalterin und PinkBride-LabelGründerin Alexandra Dionisio können Braut und Bräutigam den aufregendsten Tag ihres Lebens getrost in die erfahrenen Hände legen. Das aufwändig gestaltete und liebevoll fotografierte Handbuch überlässt nichts dem Zufall. Eine Fülle an Tipps, Tricks und Infos, Checklisten und Arbeitsblättern zum Selbstausfüllen helfen dem Paar, ihren Tag kreativ und organisiert vorzubereiten. Sogar an Klarsichthüllen für Materialproben oder Visitenkarten ist gedacht. Hochzeits-Kalender 2013 (Perfect Day): Planungs-Tagebuch mit allen persönlichen Infos rund um Ihre Hochzeit. Ein praktischer Hochzeits-Kalender im handlichen Format zum Mitnehmen und Reinschreiben. Mit Spiralheftung, Register-Einteilung und mit praktischer Sammeltasche für Visitenkarten. Traumhochzeiten für jedes Budget (Perfect Day): Dieses Buch unterstützt Sie mit 100 ganz konkreten Spartipps bei der Hochzeitsplanung. Es hilft, Geld für die richtigen Dinge auszugeben. Damit die Hochzeit zum schönsten Tag Ihres Lebens wird – und trotzdem bezahlbar bleibt. Zusammen feiern (Annette Diepolder, Christophorus Verlag): Zauberhaften Hochzeits-Ideen verschiedener Stilrichtungen zum Selbermachen. Individuelle Einladungskarten, liebevolle Dekoration, kleine Give-aways und hübsche Accessoires – alles aufeinander abgestimmt. Für die Traumhochzeit und einen unvergesslichen Tag, an den sich Brautpaar und Gäste immer gern erinnern werden!


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Erhältlich ab 04.02.2013

• Abkochen – abkühlen – abnehmen: Das einzigartige Diätkonzept für alle Kohlenhydrat-Liebhaber. • Das Geheimnis: Reichlich resistente Stärke macht jedes Gericht zum Schlankmacher. • Der große Rezeptteil bietet ausgeklügelte, schmackhafte Abnehmrezepte für drei Wochen.

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Special | Ratgeber

© frechverlag

Bis ins letzte Detail: Mit Ratgebern den Überblick bewahren

Zur Hochzeit (Mary Norden/Polly Wreford, frechverlag): Am Beispiel von fünf Hauptthemen – klassisch, modern, floral, romantisch und rustikal – zeigt das Buch eine Fülle von Anregungen, die den Hochzeitstag zu einem ganz persönlichen Fest werden lassen. Elegante Tischdekorationen, zauberhafte Blumenarrangements, Gastgeschenke und all die vielen Kleinigkeiten, die der Hochzeitsfeier den letzten Schliff geben. Nichts ist kompliziert oder schwierig, alles ist frisch und ansprechend und ohne viel Aufwand mühelos zu gestalten. Dieses Buch zeigt zauberhafte Anregungen für elegante und fantasievolle Dekorationen. Unsere Traumhochzeit (Susanne und Julia Krieger, frechverlag): Selbst gestaltete Einladungen, Dankeskarten, Platz- und Menükarten. Mit farblich abgestimmten Ideen für Tisch-Dekorationen und Gastgeschenke. Zahlreiche Vorlagen, Gedichte, Sprüche und Formulierungshilfen rund um die Traumhochzeit. Mit praktischem Blumenkalender für den perfekten Blumenschmuck.

standteil von Hochzeitsfeiern ist die Hochzeitszeitung, die von den besten Freunden oder der Familie zusammengestellt und präsentiert wird. Damit sie eine ganz bemerkenswerte wird, liefert dieses Buch eine Fülle von Ideen für die Gestaltung der Zeitung und einzelner Artikel und beantwortet alle Fragen, die bei der Herstellung auftauchen. Fotos, Zeichnungen und Texte oder Textbausteine, die als Kopiervorlagen bzw. auf der CD-ROM zu finden sind, können leicht eingesetzt oder umgestaltet werden. Das Little Black Book der klugen Worte (Roland Leonhardt, Wiley): Roland Leonhardt liefert passende Zitate für jede Situation und jedes Thema. Mit diesem kleinen Büchlein haben Sie immer schnell die richtigen Worte parat. Auch für den Vater der Braut geeignet, der eine Rede halten muss oder darf…

Der große Guide für Hochzeitsgäste (perfect day): Erst die kreative Beteiligung der Gäste macht eine Hochzeitsfeier einzigartig und unvergesslich. Wie Sie das Brautpaar mit den schönsten Ideen und Aktionen überraschen können, sagt Ihnen dieser Guide.

Schöne Reden zur Hochzeit (Juliane Keyserling, südwest): Keine Angst vor Hochzeitsreden! Dieser praktische Ratgeber packt das Thema Hochzeitsreden modern und pfiffig von allen Seiten an, so dass einer gelungenen Rede nichts mehr im Wege steht. Von der grünen bis zur goldenen, von der multikulturellen bis zur gleichgeschelchtlichen Hochzeit – für jeden Anlass und jeden Redner gibt es nützliche und originelle Tipps. Zusätzlich bietet die Autorin Formulierungshilfen, Textbausteine und Musterreden, die problemlos auf die individuelle Hochzeit umgeschrieben, erweitert oder ergänzt werden können.

Die perfekte Hochzeitszeitung (Juliane Keyserling, Bassermann): Ein fester Be-

Unsere Hochzeit (Nina Andres, Bassermann): Hochzeitsalbum mit passenden Zi-

Ideen für Brautpaar und Gäste

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BuchMarkt Januar 2013

taten für eines der wichtigsten Ereignisse im Leben. Vom ersten Kennenlernen, dem Beginn der Liebe, dem Entschluss zu heiraten bis zur Hochzeit selbst, den Gästen, den Geschenken, der Hochzeitsreise und den Tagen danach kann alles festgehalten werden, was dem Brautpaar wichtig ist. Die mit Blüten geschmückten Seiten bieten den Rahmen und genügend Platz für Kurztexte, Fotos, Hochzeitsanzeige, Menükarten, Gästelisten und noch viel mehr. Für Andenken an die erste gemeinsame Zeit gibt es eine Falttasche auf dem hinteren Buchdeckel. Und damit nichts verloren geht, lässt sich das schöne Album mit einem Band zubinden.

Geschenke zur Hochzeit Lob der Ehe (Rafik Schami, Manesse): Dies ist ein Buch, das gerade noch gefehlt hat – jenen nämlich, die sich ein Herz fassen möchten, und denen, die sich glücklich gefunden haben. Freimütig erzählt es von Geduld und Hingabe, Arglosigkeit und List, Leidenschaft und Verbundenheit über den Tag hinaus. Es ist ein Bekenntnis zum wunderbarsten Geschenk, das sich zwei liebende Menschen machen können: verbindlich zueinander zu stehen. Die schönsten Liebespaare in der Kunst (Bettina Schümann/Franziska Stegmann, Pressel): Kunst und Liebe, Liebe in der Kunst – das ist wohl eines der unerschöpflichsten Themen überhaupt. Liebe in ihrer zärtlichen, leidenschaftlichen und auch tragischen Form ist Gegenstand dieses Buches – ausgehend von dem ersten vorsichtigen Umwerben der Verliebten über hingebungsvolle und stürmische Begegnungen der Liebenden bis hin zur Partnerschaft im Spannungsfeld von Nähe und Distanz wird die Liebe durch Bildwerke aller Epochen in ihren unterschiedlichen Facetten präsentiert. Verdammt, wo ist der Bräutigam? (Nicola Holzapfel, dtv): Nicola Holzapfel erzählt so amüsante wie wahre Geschichten rund ums Hochzeitsfest, das selbst bei generalstabsmäßiger Planung immer wieder für eine Überraschung gut ist. Sie war auf genügend Hochzeitsfesten zu Gast, um zu wissen, was man dabei alles erleben kann. Ein heiter-amüsantes Buch für alle, die schon wieder zu einer Hochzeit eingeladen sind, sowie für Paare, die sich trotz allem trauen.


Guter Rat

ist nicht teuer 240 Seiten | Paperback € 16,99 • SFr 24.50 • €(A) 17,50 ISBN 978-3-451-61148-3 Erscheint im Januar

192 Seiten Gebunden mit Schutzumschlag € 17,99 • SFr 25.90 • € [A] 18,50 ISBN 978-3-451-61150-6 Erscheint im Januar

KREUZ

160 Seiten | Paperback € 14,99 SFr 21.90 • € [A] 15,40 ISBN 978-3-451-61204-6 Erscheint im Februar

180 Seiten Gebunden mit Schutzumschlag € 16,99 • SFr 24.50 • €(A) 17,50 ISBN 978-3-451-61190-2 Erscheint im Februar

www.kreuz-verlag.de

Was Menschen bewegt


Special | Ratgeber

Das ist fresh! Der frechverlag profitiert weiter vom anhaltenden Trend des Selbermachens. Verlagsleiter Programm/Marketing Dr. Bernhard Auge im Interview darüber, wie man Erfolge plant, Trends besetzt, und was 2013 von frech zu erwarten ist sich durch unseren engen Kontakt, den wir mit unseren Kunden haben. Das sind also durchaus Menschen, die sich ansonsten auf den mittlerweile gängigen Kanälen im Internet und in sozialen Netzwerken bewegen und informieren.

Herr Dr. Auge, 200.000 verkaufte Exemplare alleine von den myboshi-Titeln... Schon erstaunlich, oder?!

Allerdings. Mit so einem überwältigenden Erfolg konnten wir nicht rechnen. Natürlich hat man oft vorab ein gutes Gefühl, wenn man einen Titel macht... aber planen lässt sich das natürlich nicht.

Und dann trotzdem zu Ihren Büchern greifen?

Ja, genau, wenn man den ganzen Tag online sendet und empfängt, ist es in der Freizeit für sehr viele mittlerweile ein Bedürfnis, mal wieder etwas Echtes in den Händen zu halten – und auch etwas Eigenes mit den Händen selbst zu gestalten.

Wirklich nicht? Es scheint, der frechverlag hat zumindest einen guten Riecher, was kommende Trendthemen angeht.

Das stimmt – aber ein gutes Bauchgefühl und etwas Glück gehören schon dazu. Und hinter jedem Erfolgstitel wie myboshi stehen auch immer ein paar, die nicht so durch die Decke gehen. Aber genau das ist auch das Konzept: Wir erlauben uns in jedem Programm einige Experimente. Dazu gehört ein wenig Mut, aber es zeigt sich immer wieder, dass wir nur auf diesem Wege Vorreiter sein können – eben wie jetzt beim Häkeln von Mützen. Was ja generell erst mal keine Neuerfindung ist ...

Durchaus nicht. Im Gegenteil: Eine gehäkelte Mütze ist eine gehäkelte Mütze ist eine gehäkelte Mütze...Wir erfinden nicht das Häkeln neu, wir erzählen eine neue Geschichte und das kommt bei den Kunden sehr gut an – und spricht auch eine ganz neue Kundschaft an. Wie sieht denn so eine „Geschichte“ aus?

Bei den myboshis sind unsere Autoren zwei junge Männer aus Bayern, die ganz locker davon erzählen, wie sie zum Häkeln gekommen sind – nämlich in einer Schneesturmpause, die sie gemeinsam als Skilehrer erlebt haben. Aus Langweile griffen sie zu den Nadeln, aus Langeweile wurde Spaß und aus Spaß wurde ein Geschäftsmodel. Und zu jedem Thema gehört auch die passende Präsentation: Es geht weniger um strenge Vorgaben, wie man etwas zu machen hat, sondern wir zeigen spielerisch, welche vielfältigen Möglich86

Gesprächspartner: Dr. Bernhard Auge ist Verlagsleiter Programm/Marketing beim frechverlag

keiten es gibt, sich auf relativ einfache Art eine individuelle und stylische Mütze zu fertigen. Das macht ganz offensichtlich einfach Lust! Und das gilt für viele andere Titel aus unserem Programm genauso, wie zum Beispiel bei Arne & Carlos... ...die beiden Norweger, die Julekuler, also Christbaumkugeln, stricken...

Sehen Sie die selbstgemachten Produkte als den eigentlichen Aufhänger, oder geht es nicht vielmehr um den Weg als Ziel, sprich: das Kreativ-Sein und Basteln und die bewusste Auszeit als eigentlichen Antrieb.

Ich denke, hier stimmt beides. Es ist durchaus so, dass das Verlangen nach individuellen Dingen, sei es im dekorativen Bereich oder eben Kleidung, Accessoires, größer wird. Dabei geht es nicht nur darum, die eigene Individualität zu betonen. Es geht auch um den Wunsch, Produkte bewusst auszuwählen, nach ökonomischen und moralischen Gesichtspunkten. Also eben nicht die billigste Mütze im Discounter zu kaufen, bei der kaum nachzuvollziehen ist, wer die unter welchen Bedingungen zusammengenäht hat. Beim Thema Selbermachen treffen viele positive Faktoren aufeinander...

Genau, und auch das ist ja nicht unbedingt eine neue Idee. Anleitungen dafür hatten wir schon vorher im Programm. Aber jetzt kommen da zwei nerdig und stylisch zugleich aussehende Norweger und verkau- … das omnipräsente Wort von der fen wieder eine ganz andere Geschichte. „Nachhaltigkeit“? Das ist schon klasse! Auch. Aber wir brauchen nicht so tun, als würden unsere Kunden nur aus GewisDas scheint der entscheidende Punkt zu sensgründen selber zur Nadel greifen. Ein sein: dass Häkeln, ebenso wie zuvor schon selbstgestrickter Pullover, eine gehäkelte Stricken, jetzt in einer ganz neuen Zielgruppe Mütze sorgen natürlich auch für mehr Aufstattfindet. Was zeichnet diese aus? merksamkeit und Anerkennung. Vor allem Zunächst einmal ist für uns sehr span- wenn es um Geschenke geht. nend, dass da sehr viele Leute dabei sind, die man allgemein nicht unbedingt als Wobei „Selbstgemachtes“ ja lange belächelt wurde ... buchaffin bezeichen würde. Das bestätigt BuchMarkt Januar 2013


Lust auf

Ratgeber | Special

Natur!

Mützenmacher: Myboshi-Erfinder bei der Arbeit

Da hat sich in den letzten 5 Jahren viel geändert. Die Anerkennung für die Leistung und Kreativität ist enorm groß! Und: Mit einem selbstgemachten Geschenk schenkt man ja viel mehr als nur eine neue Mütze. Dazu gehören die Gedanken, die man sich über die Person macht – und vor allem die Zeit, die man investiert. Da kann kein Einkauf beim Online-Händler mithalten. Wenn man sich diese Entwicklungen so anschaut wundert es schon, dass der frechverlag bisher so ziemlich alleine dasteht beim Besetzen dieser Trends. Haben Sie eine Erklärung dafür?

Wir haben in den letzten Jahren einige Kraft in Workshops und Zielgruppendefinitionen investiert – die Ergebnisse haben uns deutlich Konsequenzen aufgezeigt. So kam der große Umschwung, von dem wir jetzt profitieren. Zudem haben wir uns personell verstärkt und immer auf unser Know-How im Haus gesetzt. Was haben Sie damals erkannt bzw. geändert?

Wir haben stark an der Emotionalität der Titel gearbeitet. Kreativbücher sollten nicht wie eine Bedienungsanleitung zu entsprechenden Materialien daherkommen, sondern die Lust am Kreativsein wecken. Am offensichtlichsten ist das jetzt in der Aufmachung, Ausstattung und Präsentation zu erkennen. Früher lag der Fokus eben mehr auf der Abbildung praktischer Anleitungsfotos - Stimmung wurde dabei weniger vermittelt. Heute ist es beinahe umgekehrt ...

Nein, wir legen immer größten Wert darauf, dem Leser das Thema nahe zu bringen und Hilfestellung zu geben. Aber neben den dem reinen Verständnis dienenden Abbildungen findet man heute mehr StepBuchMarkt Januar 2013

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Special | Ratgeber

Ans Eingemachte: Kristin Günsel, Programmleiterin Nonbook, präsentiert die Eingemachten Nähideen für HandarbeitenEinsteiger Bastelrunde: Das TOPP-PromotionTeam im Einsatz bei Hugendubel

Fotos und Fotografien, die dem Leser den Eindruck von einer bestimmten Lebenswelt vermitteln. Das schaut man sich gerne an, man wird inspiriert und greift gerne zu. Was hat sich seit damals noch geändert?

Für uns vor allem, dass wir mit dem Buchhandel einen großen Ansprechpartner und Vertriebskanal zurückgewonnen haben – und das mit zunehmender Tendenz. Das Vertrauen in uns als Marktführer im Kreativbuch-Segment ist da. Das hat zu tun mit der gesellschaftlichen Trendwende und Nachfrage der Kunden, unserer langjährigen Kompetenz und nicht zuletzt mit der Qualität der Bücher. Mittlerweile eignen sich ja die meisten Titel aus dem Bereich, nicht nur aus unserem Hause, zur frontalen Präsentation und für Thementische. Wundert es Sie selbst manchmal, wie dominant Ihr Verlag dieses Segment prägt?

Aus unserer Sicht schon. Es liegt ja auf der Hand, dass der Kunde mit einem KreativBuch allein nicht vollends ausgestattet ist. Deswegen haben wir auch schon länger Kombi-Produkte im Programm, mit denen Einsteiger sofort loslegen können.

und Materialien in der Regel auch lieber vor Ort statt im Internet. Und: Der Austausch über heimische Erfolge – eine bessere Kundenbindung kann es doch gar nicht geben!

Und jetzt werden Sie selbst zum Stofflieferanten?

Da können wir gerne Abhilfe schaffen. Seit Jahren ist ein Team von TOPP-Promoterinnen deutschlandweit unterwegs, um in Buchhandlungen bei Workshops und Events Kunden, und eben gerne auch den Buchhändlern, unsere Kreativ-Themen nahe zu bringen. Das wird 2013 übrigens noch interessanter: Unsere Veranstaltungen lassen sich jetzt ganz individuell gestalten und sind nach wie vor kostengünstig buchbar. So können Sie mit ganz besonderen Events wie After-Work-Creativity oder einer Kreativ-Nacht für Aufsehen sorgen, Ihr Profil schärfen und sich noch stärker vom Internet absetzen.

Nicht ganz. Wir arbeiten bei unseren neuen Produkten eng mit anerkannten Herstellern zusammen. Die Designs und die Stoffe zu den „Eingemachten Nähideen“ kommen beispielsweise von tante ema, einem Designatelier aus dem Schwarzwald. Das dazugehörige Material liefert Rayher, ein in der Kreativbranche sehr bekannter Name. Von dieser Zusammenarbeit können wir alle profitieren. Auch der Buchhandel?

Aber sicher! Der Buchhändler kann hier Es freut mich! Wir können selbstbewusst gegenüber Kreativkunden eindeutig auftreten, denn es steckt wie schon gesagt Kompetenz zeigen und einen „Rund-umeine Menge Arbeit dahinter. Die Präsen- Service“ bieten. Bei gemeinsamer Präsentation ist die eine Sache, aber ohne gute tation mit Büchern aus unserem Programm Autoren geht natürlich gar nichts. kann man eine komplette Themenwelt inszenieren. Gerade Einsteiger finden so das Wo finden Sie die eigentlich? passende Material gleich an Ort und Stelle Wir haben über die Jahre ein richtig gutes – und die kleinen Geschenkideen im DIYNetzwerk aufgebaut und haben natürlich Bereich bereichern jede Buchhandlung. auch entsprechende Fachkompetenz im Haus. Es gibt bei unseren Themen glo- Der Buchhandel als Bastelladen? bal einfach sehr viele Unterschiede, so Überhaupt nicht, aber es ist doch für Buchwird in Amerika zum Beispiel mit ganz händler eine große Chance: Die Themen anderen Techniken gestrickt. Und natür- Handarbeit, Selbermachen und Basteln lich entsprechen auch viele Titel schlicht sind sehr emotional besetzt. Der Kunde nicht unseren Vorstellungen von unseren wird für ein entsprechendes Angebot und Produkten. Wir machen also das meiste den zusätzlichen Service dankbar sein. selbst und haben ständig unser Ohr am Machen Sie sich als Händler schon mal Markt und bei unserer Zielgruppe. darauf gefasst, die neuesten Strickerfolge präsentiert zu bekommen. Menschen, die Nun gehen Sie auch mit eigenen Nonbooks an sich mit Kreativthemen auseinandersetzen, den Start. Sogar eine gesonderte Vorschau gibt sind meist sehr begeisterungsfähig und mites dafür. Der konsequente nächste Schritt? teilsam. Insofern kaufen sie ihre Bücher 88

BuchMarkt Januar 2013

Und wenn der Buchhändler selbst so gar nicht „begabt“ ist in diesem Bereich?

Welche Möglichkeiten gibt es da?

Nahezu unbegrenzte... Ob für Kinder oder Erwachsene, ob Extrem Basteln oder klassische Häkelrunde. Bei uns ist fast alles möglich und wir freuen uns auch immer über Impulse aus dem Handel. Besonders häufig gebucht werden Aktionen zu saisonalen Themen und unseren Bestsellern, also Makena Freundschaftsbänder oder, natürlich, myboshi Mützen. Zum Abschluss – wie schauen Sie in das Geschäftsjahr 2013?

Die letzten Jahre haben bewiesen, dass das steigende Interesse an Kreativthemen nicht nur ein Boom von kurzer Dauer ist, sondern sich durchgesetzt hat, beim Kunden und im Buchhandel, und durchaus noch weiteres Potential hat. Es gibt also keinen Grund, warum wir nicht optimistisch in die Zukunft blicken dürfen.


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Special | Ratgeber

Der Ratgeber-Ratgeber Der Rote Reiter Chefredakteur Wolfgang Hanfstein mit einem Überblick über Titel, die der privaten und beruflichen Weiterbildung dienen Weiterbildung

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ir können und müssen heute ständig zwischen unterschiedlichsten Optionen wählen und entscheiden. Rat gibt es dabei zwar von allein Seiten. Aber der beste Rat ist noch immer, selber schlau zu werden. Und dabei sind gute Buch-Ratgeber erste Wahl. Einige besonders erfolgreiche und erfolgversprechende Ratgeber haben wir für Sie zusammen gestellt.

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176 SSeiten, eiten, br broschiert, oschiert, a 9,95 D ISBN 978-3-407-22937-3 Erscheint am 11.03.2013

Ein Genre, das durch die Amerikanerin Talane Miedaner mit dem Buch „Coach dich selbst, sonst coacht dich keiner“ (MVG Verlag) so richtig in Fahrt kam. Eine einfache Schritt für Schritt-Anleitung, das Leben in den Griff zu bekommen. Jetzt legt Miedaner nach. Mit „Coach dich selbst zu einer neuen Karriere“ (Redline 2012) richtet sie sich an alle, die in einem ungeliebten Job feststecken. Sie warnt vor übereilten Kündigungen und rät, erst mal alles ins Reine zu bringen und sich erst dann systematisch umzuschauen – ansonsten, so Miedaner, ist die Gefahr groß, die ganzen Probleme einfach zum nächsten Job mit zu schleppen. An Menschen, die auf der Suche nach ihrer eigentlichen Berufung sind, richtet sich ein anderer Klassiker. Als eine der ersten hat die Psychologin Angelika Gulder ein Selbstcoaching zur richtigen Berufswahl auf den Markt gebracht. „Finde den 90

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Job, der dich glücklich macht“, heißt der bei Campus erschienene Longseller. Die Diplompsychologin leitet ihre Leser mit pfiffigen Übungen dazu a n, verborgene Wünsche ans Tageslicht zu bringen. Und führt sie ein einem mehrstufigen Auswahlprozess auf ganz konkrete Berufsfelder. Eine der wesentlichen CoachingErkenntnisse ist, dass uns niemand so im Weg steht, wie wir selbst. Drastisch auf den Punkt gebracht hat das die Autorin Petra Bock mit „Mindfuck“ (Droemer 2011). So nennt sie die SelbstsabotageTechniken, mit denen wir uns selbst das Leben schwer machen. Das Buch wurde von Coaching heute als „Coachingbuch des Jahres“ ausgezeichnet.

Wohin mit dem Geld. Finanztipps für Laien. Eines der besten Bücher zum Thema Geldanlage hat eine Frau geschrieben, die sich wirklich auskennt. Die Autorin Christine Bortenlänger war bis vor kurzem Chefin der Bayerischen Börse und leitet heute das Deutsche Aktieninstitut in Frankfurt. Im 400 Seiten starken Buch „Börse für Dummies“ aus dem Wiley Verlag lässt sie keine Fragen offen. Und zeigt, dass Geldanlage kein Hexenwerk ist, sondern eine Materie, in der sich jeder halbwegs Begabte einarbeiten kann. Ein wichtiges und gut verständliches Buch, das seinen Erfolg auch den vielen großen und kleinen Krisen „verdankt“, in die vermeintlich professionelle Banker ihre Kunden gestürzt haben.

BuchMarkt Januar 2013


Für alle, die es wissen wollen.

Ratgeber | Special

So beschleunigt man berufliche Karrieren Muss man schleimen, um nach oben zu kommen? Um Gottes Willen, bloß das nicht. In „Karriere ohne Schleimspur“ (Linde Verlag) zeigt Christoph Burger, wie wichtig es ist, sich über die eigenen Vorstellungen vom Leben klar zu werden, bevor man zum Gipfelsturm ansetzt. Nichts schlimmer, sagt er, als Zielen hinterher zu hecheln, für die man innerlich nicht bereit ist, alles zu geben. Wer aber dann seine Spur gefunden hat, tut gut daran, sich an gewisse Regeln zu halten. Sonst macht man sich unnötig das Leben schwer. So gilt nach wie vor: „Der Chef hat immer Recht“. Aber es gilt auch, der Chef muss nicht immer der Chef bleiben. Ein sehr gutes Buch für Berufsein- und Umsteiger. Ein großes Manko auf dem Business-Ratgebermarkt war bis vor kurzem die Tatsache, dass es eher die extrovertierten Typen sind, die ihr Wissen auf Bühnen und als Coach und schließlich in Buchform an den Mann und an die Frau bringen. Wie man sich durchsetzt, wie man präsentiert, kurz, wie man im BusinessAlltag punktet. Aber, aber – diese Ratschläge zielen haarscharf an der Hälfte der Menschheit vorbei. Denn die ist nicht extrovertiert sondern introvertiert. Dieser Tatsache ist der große Erfolg von Sylvia Löhken zu verdanken. „Leise Menschen, starke Wirkung“ hat die introvertierte Beraterin ihr Buch genannt, das bei Gabal erscheint und nicht nur bei Introvertierten eine starke Wirkung hinterlassen hat, sondern auch im Buchhandel. Für praktisch umsetzbares Wissen in allen Berufs- und Lebenslagen steht der Haufe Verlag mit seinen weniger autoren- denn themenorientierten Ratgebern. Vorhandenes Wissen gut umsetzbar aufzubereiten ist dort die Maxime. Ein besonders gelungenes Exemplar ist dabei der Doppelband „Sich durchsetzen“. Für alle, denen erst auf dem Weg nach Hause einfällt, was sie

dem Chef oder den Kollegen auf seine Unverschämtheiten hätten antworten sollen. Die Autoren listen wortwörtlich die nur allzu bekannten Vor- und Anwürfe auf („ … ich brauche das sofort“, „… wenn man nicht alles selber macht“). Und sie üben mit den Lesern Satz für Satz passende Antworten ein. Nicht zur Eskalation, sondern zur psychischen Hygiene. Und weil „Networking“ in aller Munde ist, gehört in diese Aufstellung natürlich auch der Klassiker von Keith Ferrazzi. Der setzt in seinem Buch um, was so gut wie alle Studien beweisen: Karriere macht nicht der, der fachlich am besten ist, sondern der, der einem „einfällt“, der versteht, mit anderen umzugehen. Ferrazzi zeigt, wie man sich ins Gespräch bringt. Indem man zum Beispiel „nie alleine essen geht“. (Geh nie alleine essen, Börsenmedien)

Wo ist der Weg zum Erfolg?

Was gibt’s neues am Horizont Die Vorschauen für das Bücherfrühjahr waren noch nicht alle da. Einige Highlights ließen sich aber schon erkennen. Der Zeitmanagement-Experte Lothar Seiwert dreht mit seinem neuen Buch bei Ariston den Spieß um: „Zeit ist Leben“ heißt sein neues Werk. Ebenfalls ein Bestsellergarant ist Hermann Scherer. Nach seinem Erfolg mit „Glückskinder“ kommt bei Campus im Februar das ebenso schön aufgemachte „Schatzfinder“-Buch. . Und bei Droemer stellt Margit Schöneberger fest, dass sie mit „Don’t worry, be fifty“ nur die ersten angenehmen Überraschungen im Alter erlebt hat. Denn nach „Don’t worry, be sixty“ schlägt sie jetzt mit „Don’t worry, be oldie“ auf. Zumindest für Buchhändler bedeutet das, dass der demografische Wandel auch seine guten Seiten hat.

BuchMarkt Januar 2013

Wolfgang Hanfstein Wolfgang Hanfstein ist Chefredakteur des Rezensionsmagazins Roter Reiter.de. Dort finden Sie täglich neue Rezensionen interessanter Business-Literatur. Ein besonderer Service für Buchmarkt-Leser: Sie können alle Rezensionen des Magazins Roter-Reiter.de kostenlos nutzen und beispielsweise auf ihrer Homepage, oder in Ihren Newslettern integrieren oder auch ausdrucken und als Info bei den Büchern platzieren.

Hermann Scherer zeigt Ihnen, wie Sie sich aus festgefahrenen Strukturen lösen und mehr aus Ihrem Leben machen. Es ist ganz einfach: Seien Sie anders als der Durchschnitt. Werden Sie Regelbrecher und geben Sie Ihrem Leben wieder mehr Lebendigkeit. Machen Sie gute Deals und tauschen Sie dabei das Wertvollste, was Sie haben: Ihre Zeit. 2012. 256 Seiten, gebunden € 19,99 ISBN 978-3-593-39831-0 Auch als E-Book und Hörbuch erhältlich Erscheint am 14. Februar

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Special Special || Lernhilfen, Hörbuch Lernsoftware, Bildung

Inhalt Markt: Für die Verbesserung der Bildungschancen ihrer Kinder nehmen viele Eltern gern Geld in die Hand. Doch sie schauen genau hin: Beim Lernhilfenkauf zählt Qualität und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis | 96 Sprachen: Das Thema Sprachenlernen steht bei der Generation 50plus auf der Suche nach neuen Herausforderungen in der Skala ganz oben. Die Zielgruppe ist sensibel, aber kaufkräftig – hier ist die Beratungskompetenz der Händler gefragt | 102

Editorial

I

mmer wieder erleben wir Überraschungen, wenn der Kunde den Markt neu reguliert. Der Einzelhandel spürt diese sensiblen Veränderungen zuerst – und die Bildungs-Verlage reagieren zeitnah und qualifiziert. Wie das aussehen kann, zeigen wir Ihnen in diesem Special an zwei Beispielen: Ab Seite 96 lesen Sie, wie der „Nachmittagsmarkt“ von den Versäumnissen der Schulen profitiert. Und auch unsere Reportage über die Verschiebung der Zielgruppen im Segment „Sprachen lernen“ (s. 102) bietet eine schöne Perspektive für das neue Geschäftsjahr.

Barbara Meixner

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Deutschunterricht

Lektüre und mehr Reclam. Bedingt durch das Zentralabitur

und die damit verbundene Konzentration auf wenige Titel ist der Markt der Schullektüren schwieriger geworden. ReclamMarketingchef Dr. Karl-Heinz Fallbacher: „Dadurch wurde dieses Segment auch für Schulbuchverlage interessant, die sich früher um solches ‚Kleinvieh’ nicht gekümmert haben.“ Auch visuelle Aspekte spielen bei dem für manche trockenen Thema eine neue Rolle. Reclam als traditioneller Lektürelieferant für Schüler reagiert auf das Bedürfnis nach Abwechslung in der Textwüste jetzt mit einer neuen Lektüren-Reihe Reclam XL - Text und Kontext, die, so betont Pressefrau Claudia Feldtenzer, „in keiner Konkurrenz zu unseren gelben Heften der Universalbibliothek steht“. Im Gegenteil: Durch seiten- und sogar zeilenidentischen Textteil sollen sie nebeneinander verwendbar sein. Lektüreschlüssel, Interpretationen und Erläuterungen passen zu beiden Reihen. Der Unterschied zu den gelben Heften: Auf dem größeren XL-Format wird auch mehr geboten: Text- und Bilddokumente zu Quellen, Stoff und Autor sollen Impulse für den Unterricht liefern. BuchMarkt Januar 2013

Reclam XL: Klassikertext mit Kommentar

Gute Argumente für den kaufentscheidenden Lehrkörper, künftig auch mit Reclam XL zu arbeiten, zumal sich an der Konzeption der Hefte auch Deutschlehrer beteiligten, die darauf achteten, dass diese auf dem neuesten Stand der Didaktik sind. Die Preise sind wie gewohnt niedrig, und Schüler, die sich daran stören, dass der zellophanierte Umschlag nicht, wie bei den gelben Heften,bemalt werden kann, können sich damit trösten, dass jetzt im Heft mehr Platz für Randnotizen vorgesehen ist. Die erste Staffel von acht Titeln startet mit einer, von Print- und Online- Anzeigen begleiteten Kampagne im Februar auf der Didacta. Die zweite Staffel kommt zum Beginn des neuen Schuljahres. Und „damit sich der Handel selbst ein Bild machen kann“, so Fallbacher, „gibt es Musterexemplare und Prospekte für die Kundschaft“.


Lernhilfen, Lernsoftware, Bildung | Special

Markenpolitik

Der Name ist Programm

Brockhaus Scolaris. Der Name Brockhaus

verpflichtet. Als die Instanz in Sachen Bildung und Wissen steigen die Gütersloher jetzt in den Nachmittagsmarkt ein und bringen noch in diesem Monat 90 Titel auf einmal auf den Markt. Als Marke mit einer so hohen Glaubwürdigkeit in Sachen Bildung, Wissen und Lernen sei dieser Schritt „einfach ein Muss“, findet Verlagsleiter Detlef Wienecke-Janz. Nachdem die Markforschungsergebnisse bislang unausgeschöpftes Umsatz-Potenzial versprochen haben, setzte man in Gütersloh ein Team auf die Programmentwicklung an, das das oft überstrapazierte Stichwort Qualitätssicherung sehr ernst nimmt. Programmleiterin Monika Lobeck: „Wir haben Scolaris mit Unterstützung des Brockhaus Lehrerbeirates entwickelt. Die-

Brockhaus Scolaris: Mit über 90 Scolaris-Titeln verdoppelt Brockhaus mal eben die Zahl seiner lieferbaren Titel

ser hat zwei zentrale Aufgaben: Er berät uns bei der Entwicklung neuer Produkte und testet sie außerdem in der Praxis. Die Beiratsmitglieder sind allesamt Experten aus unterschiedlichen Schulformen und Bundesländern.“ Dieses Gremium garantiere, dass die Brockhaus Produkte „stets auf dem aktuellen Stand der schulischen Entwicklung und praxistauglich“ seien. Zehn unterschiedliche Reihen kommen auf den Handel zu. Die Bandbreite reicht von der Vorschulreihe Lernspaß über Lesespaß für Erstleser und Intensiv Lernen für alle Schulformen bis hin zum Bewerbungstrainer für Berufsschüler. Wobei ein Schwerpunkt des Programms auf Grundschule liegt. Allein für diese Stufe werden sieben unterschiedliche Produktreihen angeboten, die die Kernfächer Mathe, Deutsch und

Grundschule

Lernhilfen für Checker Tessloff. In der Wissenssendung „Checker Can – seit gut einem Jahr im Ersten und auf KIKA zu sehen – schaut Moderator Can Mansuroglu hinter die Kulissen von für Kinder spannenden Berufsgruppen (Bergwacht, Müllabfuhr) oder er interviewt Experten zu Fragen wie „Warum stinken Schuhe?“. Die Einschaltquoten zeigen: Grundschüler stehen auf unterhaltsame Wissensvermittlung. Jetzt soll die beliebte Frontfigur die Kinder motivieren, auch den Schulstoff

Checker Can: Bringt Kindern jetzt auch Mathe und Deutsch bei

besser in den Gehirnen zu verankern: Der Tessloff Verlag bringt im Februar die neue

BuchMarkt Januar 2013

Englisch mit stofflichem Überblick und unterschiedlichen Übungsmöglichkeiten komplett abdecken. Je ein Band Schulwissen kompakt pro Fach fasst dann noch einmal alles zusammen. Und wer den Code jeweils auf der letzten Seite der Reihe auf www. brockhaus-scolaris/schulwissen.de eingibt, bekommt noch jede Menge Übungsmaterial obendrauf. Nach demselben System verfährt Scolaris mit den Titeln für die Sekundarstufe I von der 5. bis zu 8., bzw. 10. Klasse, die ausdrücklich für alle Schulformen – Gymnasium, Realschule und Gesamtschule – und bundeslandübergreifend funktionieren sollen. Immerhin noch fünf Reihen – Profi in, Aktiv Üben, Intensiv Lernen, Schulwissen kompakt und Navi sind hier (in Englisch und Französisch unterstützt von AudioCDs) im Einsatz, bevor es dann mit nur noch einer Reihe Intensiv lernen in die Oberstufe geht. Da wird das Fach Englisch dann durch Biologie ersetzt. Eine Sonderstellung schließlich nimmt der Einzelband Trainer Erfolgreich bewerben ein. Er will Jugendliche der 9. und 10. Klasse beim Einstieg in Ausbildung und Beruf unterstützen. Vertrieben wird Scolaris, wie auch die anderen wissenmedia-Marken Brockhaus, Wahrig, Bertelsmann! Lexikon und Bertelsmann! Junior seit dem 1. Januar über die Ernst Klett Vertriebsgesellschaft. Vertriebsleiter Thomas Voigtländer verspricht sich durch die vertriebliche Spezialisierung „für den Verlag eine stärkere Präsenz und für den Handel einen verbesserten Service-Level“. Mex

Reihe Checker Can in den Handel. In vier spiralgebundenen Blöcken wird der Stoff für Mathe und Deutsch jeweils für eine Klassenstufe zusammengefasst und geübt. Für jede richtig gelöste Seite gibt es einen „Gecheckt“-Sticker, auch das mögen Kids. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren die vier Checker Can-Quiz-Blöcke. Unterteilt in vier Levels wird hier genau die Art Allgemeinwissen vermittelt, die die Kinder aus der Sendung kennen und reizvoll finden. Und welcher Viertklässler ist nicht neugierig darauf, zu erfahren, warum Schuhe stinken oder wie tief Pinguine tauchen können?

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Special | Lernhilfen, Lernsoftware, Bildung

Neuausrichtung

Das blaue L bleibt Langenscheidt. Diese Meldung sorgte im November für Schlagzeilen – nicht nur in der Branchenpresse: Nach über 150 Jahren zog sich die Familie Langenscheidt bis auf eine Minderheiten-Beteiligung aus dem Verlag zurück, verkaufte den institutionell ausgerichteten Geschäftszweig „Erwachsenenbildung und Schule“ an Klett („Deutsch als Fremdsprache“) und holte sich für die verbleibenden, auf Endkunden fokussierten Programmbereiche die verlagsfremde Holding Günther als „strategischen Investor“ ins Haus. Mit den drei Sparten „Lexikografie“ (Wörterbuch), „Sprachen lernen“ und „Kinder und Entertainment“ konzentrieren sich Für das Sortiment bleibt Langenscheidt wichtiger Handelspartner: Brigitte Obermayer in München rund 90 verbleibende Mitarmit der neuen Reihe „Training plus“ beiter unter der Geschäftsführung von Jan Henne De Dijn ab sofort auf Produkte und Dienstleistungen, die sich, so erklärt Pressefrau Sandra Göttler, „ausschließlich an verbleiben damit im Hause Langenscheidt. den Buchhandel und Endkunden richten Sie gehören ab jetzt zum Geschäftsbereich und einen starken Partner vor allem im in- „Kids und Entertainment“ und werden von habergeführten Sortiment haben“. Nina Hille betreut. Nach der erfolgreichen Sämtliche Lernhilfen für Schüler und Einführung der Lernpiraten im letzten Jahr Studenten – bis vor einiger Zeit waren sie kommt noch in diesem Monat mit der Reiunter dem Markenlabel Mentor gebündelt – he Training plus eine weitere Produktlinie,

Legasthenie

Wie aus dem richtigen Leben Arena. Ob es um Angstbewältigung,

Katrin Weller: „In unseren Lernbegleitern kommt auch die Unterhaltung nicht zu kurz“

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Internet-Gefahren oder Gewaltfragen geht, in der TB-Reihe Life junior beschäftigt man sich im Arena Verlag seit Jahren mit brisanten GrundschulThemen außerhalb des Unterrichts. Programmleiterin Katrin Weller: „Wir holen die Kinder in ihrem Alltag ab und sorgen dafür, dass sie ohne Berührungsängste mit sensiblen Problemen auf Tuchfühlung gehen können.“ Ein neuer Reihen-Titel beschäftigt sich mit Legasthenie: Susa, Timo und die Buchstabenverschwörung packt das verbreitete Problem in eine humorvolle Geschichte, damit die Kinder – betroffene oder nicht betroffene –

BuchMarkt Januar 2013

die sowohl Grundschüler der 4. Klasse als auch frischgebackene Gymnasiasten der Erprobungsstufe in der 5. und 6. Klasse unterstützen soll. Das Training plus-Prinzip basiert auf einem „kognitiven Ansatz“ mit den Bausteinen Verstehen, Erkennen, Üben, Testen und hat das Ziel, den Kindern das selbstorganisierte Lernen beizubringen. Das Konzept deckt die Fächer Deutsch, Mathe und Englisch ab und vernetzt die Medien Print und Internet: Mit dem Buch lernt man Verstehen und Üben. Im Internet kann man testen, ob das Gelernte auch wirklich sitzt und verstanden wurde. Außendienstchefin Brigitte Obermayer: „Auf diese Weise kann jeder Schüler seinem Lerntyp entsprechend lernen.“ Buchhändlern, die die Reihe ihren Kunden schmackhaft machen wollen, bietet der Verlag eine Einführungs-Veranstaltung an. Damit die Kunden die neuen Lernbegleiter auch wirklich wahrnehmen, hat das Marketingteam ein dekoratives Bündel aus Poster inklusive passendem Ständer, Kundenprospekten und Linealen als Give-aways geschnürt. „Das alles“, verspricht Brigitte Obermayer, „ist in unserem Starterpaket enthalten. Das bieten wir in zwei Größen an.“ Und für Schüler gibt es ein Gewinnspiel, das findet natürlich dort statt, wo Schüler sich heute bevorzugt aufhalten: im Internet. Mex

merken: Den Protagonisten Susa und Timo geht es so wie mir oder wie meinem besten Freund. Katrin Weller: „Die Kinder möchten über das Thema häufig nicht sprechen. Denn im Schulalltag kommt es oft zu Hänseleien, die bei den betroffenen Kindern zu Verstörung und tiefer Verunsicherung führen können und nicht selten mit einem Rückzug aus der Gruppe enden.“ Genau so geht es zu Beginn der Geschichte auch Timo. Erst allmählich findet er mit der Hilfe von Susa und ihrer offen Art aus seiner Isolation heraus. So will „Susa, Timo und die Buchstabenverschwörung“ zweierlei sein: eine Freundschaftsgeschichte und eine Gesprächsgrundlage, die zugleich auch Methoden und Tipps aufzeigt, wie die Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen sind. Begleitende Materialien für Lehrer oder Eltern werden z.Zt. vorbereitet.


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Der Preis spielt keine Rolle? Für die Verbesserung der Bildungschancen ihrer Kinder nehmen Eltern gerne Geld in die Hand. Doch sie schauen auch genau hin: Beim Lernhilfen-Kauf zählen Qualität, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – und qualifizierte Beratung Markt

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er Leidensdruck in Familien mit Schulkindern ist groß. 40 Prozent der wöchentlichen Lernzeiten 15-Jähriger entfallen auf Aktivitäten außerhalb des regulären Schulbetriebs, d. h. auf Zusatz- oder Fördermaßnahmen sowie auf individuelles Lernen. Zu diesem Ergebnis kommt der gemeinsame Bericht des Bundesministeriums für Bildung und der Kultusministerkonferenz „Bildung in Deutschland 2012“, der noch weitere interessante Fakten zum außerschulischen Lernen deutscher Schüler bereithält. So werden 45 Prozent, also knapp die Hälfte der Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 bis unter 18, von ihren Eltern beim Lernen unterstützt. Und dies „häufig“ bis „sehr häufig“. Weitere 42 Prozent erhalten gelegentlich Unterstützung, nur 13 Prozent der Schüler müssen allein zurechtkommen. Inzwischen nimmt jeder vierte Schüler institutionelle Nachhilfe in Anspruch, um schulische Defizite auszugleichen. Nach PISA-Schock, G8-Reform und Umstrukturierung der Schullandschaft mit neuen Schulformen bleibt im täglichen Erleben der betroffenen Schüler und Eltern vielfach eins: Verunsicherung. Die wachsende Nachfrage nach privatem Ergänzungsunterricht zeige, so die Autoren der Nachhilfe-Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2010, dass Eltern mit dem Schulsystem unzufrieden seien und vielfach den Eindruck hätten, ihre Kinder würden im Schulunterricht nicht bestmöglich gefördert. Gerade in bildungsund leistungsorientierten Elternhäusern wird versucht, diese fehlende individuelle Förderung durch außerschulisches Lernen auszugleichen. Auf der anderen Seite steigt mit dem gesellschaftlichen Trend zum möglichst hohen Bildungsabschluss der Anteil der Kinder, die sich mächtig strecken müssen, um am Ball zu bleiben. 96

Gelernt wird heute fast rund um die Uhr: Die fehlende individuelle Förderung in den Schulen wird durch außerschulisches Lernen kompensiert

All diese Faktoren machen außerschulisches Lernen zu einem Milliardengeschäft. Allein für institutionellen Nachhilfeunterricht wenden Eltern laut der Studie der Bertelsmann Stiftung jährlich bis zu 1,5 Milliarden Euro auf. Dabei sind die Ausgaben für privat z. B. durch Schüler und Studenten erteilten Nachhilfeunterricht in den gängigen Untersuchungen zum Thema ebenso wenig erfasst wie die Kosten für Nachmittagsmarkt-Medien. Die beeindruckende Summe beweist jedoch eines: Zur Verbesserung der Bildungschancen ihrer Kinder nehmen Eltern viel Geld in die Hand. Geld, das durchaus auch in den Buchhandel fließt. „Unseren Kunden sind Lernhilfen etwas wert“, bestätigt Carola Wehrs, Lernhilfenexpertin der Buchhandlung Abraxas in Ettlingen. „Die Eltern schauen intensiv in die Lernhilfen hinein und lassen sich dazu beraten. Der Preis ist in aller Regel nicht ausschlaggebend für den Kauf.“ Entscheidender ist das Preis-LeistungsBuchMarkt Januar 2013

Verhältnis: Bietet die jeweilige Lernhilfe Lösungen für das aktuelle Lernproblem? Und: Welches Ziel soll mit dem Lernen erreicht werden? Geht es um den Ausgleich punktueller Schwächen, um gezieltes, anlassbezogenes Lernen vor Prüfungen, oder soll der Stoff schuljahresbegleitend wiederholt und eingeübt werden, weil im Unterricht Vertiefungsphasen mehr und mehr entfallen? „Für Eltern ist es oft schwierig, die Qualität und den Nutzwert von Lernhilfen selbst einzuschätzen“, erklärt Martin Bergmann, Redaktionsleiter Duden und Cornelsen Scriptor beim Bibliographischen Institut. Tatsächlich sind die Unterschiede der einzelnen Lernhilfenreihen verschiedener Anbieter auf den ersten Blick nicht auszumachen, dahinterstehende didaktische Konzepte sind beim flüchtigen Durchblättern nicht auf Anhieb ersichtlich. Nicht zuletzt aus diesem Grund gewinnen schulbuchbegleitende Lernmaterialien im Nachmittagsmarkt stetig an Beliebtheit.


Lernhilfen, Lernsoftware, Bildung | Special

Susanne Lux, BH Nimmerland, Mainz: „Bei schulbuchbegleitenden Lernhilfen gibt es keinen Preis, bei dem Eltern zurückzucken.“

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Tatsächlich gilt hier umso mehr, was für den gesamten Nachmittagsmarkt gilt: Der Preis spielt eine untergeordnete Rolle. „Nach unserer Erfahrung ist die Preissensibilität bei Lernhilfenkäufern grundsätzlich weit unterdurchschnittlich“, berichtet Jörg Lasar, Geschäftsführer der Klett Vertriebsgesellschaft. „Lernhilfen sind Vertrauenssache und damit ein klassisches Feld für Markenartikel. Unsere Trainingsbücher passend zum Schulbuch zählen zu den hochpreisigsten Lernhilfen und verkaufen sich überdurchschnittlich gut. Der Verkauf dieser Titel konzentriert sich übrigens nicht nur auf den Schulstart wie bei Schulbüchern und Begleitmaterialien wie Workbooks, sondern läuft auf gutem Niveau bis ins Frühjahr. Sie sind damit für

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den Buchhandel optimale Umsatzbringer.“ Bei lehrwerksunabhängigen Lernhilfen haben sich Preisniveaus unterhalb von zehn Euro für Materialien im Grundschulbereich und bei etwa 15 Euro im Bereich der Sekundarstufe etabliert. Auch die neuen Scolaris Lernhilfen von Brockhaus sind in diesem Preissegment angesiedelt. „Mit den Brockhaus Scolaris Lernhilfen zetteln wir keinen Preiskampf an“, erklärt Monika Lobeck, Redaktionsleiterin Neue Lernmedien bei Brockhaus. „Wir gehen nicht mit Dumpingpreisen in den Markt, sondern siedeln unser qualitativ sehr hochwertiges Programm im gleichen Preissegment an wie die Angebote der Mitbewerber.“ Generell gilt jedoch: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist wichtiger als der reine Preis. Kann der Nutzen eines Produktes überzeugend vermittelt werden, sinkt die Preissensibilität der Käufer. Dabei sei es entscheidend herauszuhören, was der Kunde sucht, meint Martin Bergmann. Wer etwa nur gelegentliche Lernunterstützung sucht, wird eher niedrigpreisigere Produkte wählen. Am deutlichsten werden die Unterschiede in der Herangehensweise und damit auch in der Preissensibilität im Bereich der Abiturlernhilfen. „Angehende Abiturienten unterscheiden sehr genau, ob sie für einen Leistungskurs oder einen Grundkurs lernen“, erklärt Bergmann. „Während für den LK bewusst etwas mehr angelegt wird, lernen Schüler für den Grundkurs weitaus selektiver nach dem Motto ‚quick & dirty‘.“ Für den Handel seien Lernhilfen ein durchaus aufwendiges Thema, meint Bergmann, doch der Einsatz lohne sich: „In Verbindung mit einer fundierten Bera-

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Der Vorteil liegt auf der Hand: Das Konzept ist vom jeweiligen Schulbuch bekannt, die zusätzlichen Nachmittagsmedien wie Trainingsbücher oder Vokabelkästen docken unmittelbar an dem an, was im Vormittagsbereich vermittelt wurde. Im beratungsintensiven Lernhilfensegment sind schulbuchbegleitende Materialien daher vergleichsweise gute Selbstläufer. „In diesem Bereich gibt es keine Preisschwelle, bei der die Eltern zurückzucken“, hat Susanne Lux, Inhaberin der Buchhandlung Nimmerland in Mainz, beobachtet.

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tung hat der Buchhändler gute Chancen, auch höherpreisige Produkte zu verkaufen oder Zusatzkäufe anzuregen.“ Eine besondere Rolle spielen vor diesem Hintergrund Lernhilfenangebote, die über die Grenzen eines Schuljahres, Faches oder isolierten Lernproblems hinausgehen. Wohl in den seltensten Fällen wird von Kundenseite die Frage nach einem Sammelband geäußert. Im Gegenteil: „Kombibände gehen bei uns überhaupt nicht“, berichtet Carola Wehrs von der Buchhandlung Abraxas. „Die Schüler haben heute so viel zu tun, sie haben keine Zeit, das Wissen von vor zwei Jahren aufzufrischen oder über die Grenzen ihres aktuellen Problems hinaus zu lernen.“

Für Kunden ist es oft schwierig, den Nutzwert einzuschätzen Martin Bergmann, Duden/Cornelsen Scriptor

Dabei bieten gerade Allrounder-Produkte wie Kombibände oder Kassetten auch im beratungsintensiven Lernhilfensegment großes Potenzial für Impuls- oder Zusatzkäufe, da sie umfassende Hilfe über ein isoliertes Lernproblem hinaus versprechen. Gerade auch im Hinblick auf die Ergebnisse der Bildungsstudie 2012 kommt den Allroundern eine häufig unterschätzte Rolle zu – etwa die Hälfte der Schüler der Sekundarstufe I werden zu Hause von ihren Eltern beim Lernen unterstützt. Eltern, deren eigene Schulzeit lange zurückliegt und die sich oftmals selbst noch einmal im jeweiligen Stoff orientieren müssen. Das Produktversprechen der Kombibände, umfassende Hilfe für einen großen Zeitraum zu bieten, dürfte gerade die Aufmerksamkeit solcher Eltern wecken, die nicht nur auf der Suche nach einer schnellen Lösung eines akuten Lernproblems sind. Insofern kann die aufmerksamkeitsstarke Platzierung von Sammelbänden lohnend sein. Die aktuellen Novitäten bieten dazu einige Gelegenheit (s. Kasten). „Qualität innerhalb eines guten PreisLeistungs-Verhältnisses wird gewürdigt. Wenn der Handel diese Erkenntnisse entsprechend beachtet, dann hat er einen wunderbaren Hebel für die Flächenproduktivität und den durchschnittlichen Erlös je verkauften Titel. Hier von 20 Prozent mehr Umsatz bei gleicher Stück100

Carola Wehr, BH Abraxas, Ettlingen : „Die Schüler haben keine Zeit, über die Grenzen ihres aktuellen Problems hinaus zu lernen.“

zahl auszugehen, ist sicher nicht untertrieben“, meint Jörg Lasar. „Wichtig ist, dass Buchhändler alle Voraussetzungen schaffen, höherwertige Titel zu verkaufen: Bei der Sortimentsgestaltung sollten höherwertige und -preisige Titel den Vorrang haben, analog bei der Zweitplatzierung und bei Aktionen. Die Schulung aller Mitarbeiter ist wichtig, denn um höherwertige Produkte zu verkaufen,

muss die Beratung besonders glaubhaft und kompetent sein.“ In der Praxis spielen bisweilen aber auch ganz andere Faktoren eine Rolle. „Eltern, die allein kommen, lassen sich beraten und greifen anschließend eher zu dickeren Büchern“, hat Carola Wehr beobachtet. „Ist der Schüler mit dabei, bleibt es häufiger bei einem dünneren Band.“ Ursula Bachhausen

Diversifikation

Zusatzumsatz mit dem Sammelband

I

n den Bänden der neuen Lernhilfenreihe „Lernplus XXL“ versammelt Schroedel jeweils die kompletten Inhalte der bekannten „Lernplus“-Bände für Mathematik, Deutsch und Englisch jeweils für die 5., 6. und 7. Klasse. Damit bietet Schroedel alle relevanten Hauptfachinhalte eines Schuljahres zu einem, im Vergleich zum Kauf der jeweiligen Einzelbände attraktiven Preis an. Bei Cornelsen Scriptor wiederum macht die kompakte Nachschlagereihe „Grundwissen hoch 3“ Schüler mit Erläuterungen und Übungen fit für Vergleichsarbeiten, Klassenarbeiten und Tests. Jeweils ein Doppelstufenband für die 3./4., die 5./6. und die 7./8. Klasse umfasst die Inhalte der Hauptfächer Deutsch, Mathematik und Englisch und nimmt die Schüler bei der Heranführung an den Grundstoff didaktisch kleinschrittig an die Hand. Auch die Reihe „KomplettWissen“ von Klett Lerntraining für das Gymnasium erscheint im Februar im neuen Gewand: Deckten die jeweiligen Bände für Deutsch, Mathematik und Englisch bisher die Jahrgangsstufen 5

BuchMarkt Januar 2013

bis 8 ab, so bieten die neuen, preislich etwas niedriger angesiedelten Bände den gesamten Stoff der Klassen 5 bis 10. Mit zwei Boxen zum Fach Deutsch bündelt Duden im April die Bestseller für die Grundschule und die weiterführende Schule zu attraktiven Paketen. Die „Duden-Box Deutsch Grundschule“ enthält das „Grundschulwörterbuch Sag es besser!, 150 Diktate 2. bis 4. Klasse“ und „150 Aufsatzübungen 2. bis 4. Klasse“. An Schüler der weiterführenden Stufen wendet sich die „Duden-Box Deutsch 5.bis 10. Klasse“ mit dem „Schülerduden Rechtschreibung, 150 Diktate, 150 Grammatikübungen“ und „150 Aufsatzübungen“. Das KassettenFormat und der im Vergleich zum Kauf der Einzelbände deutlich günstigere Preis biete dem Handel die Chance, Zusatzumsätze zu generieren, erläutert Martin Bergmann das zugrunde liegende Konzept. „Der Käufer kann sich sicher sein: Im Laufe des Schullebens wird der Bedarf kommen. Mitnehmen auf Vorrat lohnt sich daher gerade im Hinblick auf das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis auf jeden Fall.“


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Sprachen

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enn die Kinder aus dem Haus sind und die Karriere in ruhigere Fahrwasser kommt, überlegen viele Best Ager, was sie mit ihrer neu gewonnenen Freiheit so alles anstellen können. Sprachen lernen zum Beispiel. Weil sie immer schon einmal ihre alten Schulkenntnisse auffrischen wollten, aber nie dazu kamen. Weil sie sich einer neuen Herausforderung stellen wollen. Weil sie reisefreudig und kulturell interessiert sind. Weil sie geistig fit bleiben wollen. Gründe, warum Fremdsprachen bei der Generation 50plus so beliebt sind, gibt es viele. Allen gemeinsam ist: Die Best Ager erlernen neue Sprachen, weil sie Lust darauf haben, nicht weil äußere Faktoren, wie z.B. berufliche Vorteile, es ihnen nahelegen. Im Zuge der demografischen Entwicklung rückt die Zielgruppe der Älteren immer stärker ins Visier der Marketingstrategen. Waren vor wenigen Jahren noch die 14 bis 49-Jährigen die für die Wirtschaft interessanteste Zielgruppe, so wurden die Jüngeren inzwischen von der Generation 50plus abgelöst. Kein Wunder: Immerhin gab es im Jahr 2011 erstmalig mehr Erwachsene in Deutschland, die das 50. Lebensjahr überschritten hatten, als solche, die es noch vor sich haben. Im Grunde greife die Einteilung nach Lebensalter jedoch zu kurz, meint Helga Holtkamp. Best Ager ab Anfang 50, die noch mitten im Berufsleben stehen, und Senioren, die ihren Ruhestand genießen, kann man nicht über einen Kamm scheren. Während aktive Best Ager beim Sprachenlernen tendenziell eher zu Selbstlernkursen greifen, suchen echte Senioren über 65 häufig das gesellige Miteinander eines VHS-Kurses, in dem sie auf Gleichgesinnte treffen. Für Verlage und Buchhandel besonders interessant sind also die kaufkräftigen und

konsumfreudigen Best Ager, die sich dem Fremdsprachenlernen oftmals mit großem Engagement verschreiben. Eine Auswertung von Kundeninterviews, die bei Pons unter Käufern von Pons-Produkten durchgeführt wurden, wirft ein erstaunliches Licht auf diese Zielgruppe. Über 56 Prozent der Pons-Käufer gehört zur Zielgruppe 50plusDie älteren Lerner sind definitiv unsere größte Zielgruppe“, 102

Best Ager oder doch Senioren? Das Thema Sprachenlernen steht bei der Generation 50plus auf der Suche nach neuen Herausforderungen in der Skala ganz oben

Das Angebot bestimmt die Nachfrage: Die Zielgruppe der Älteren rückt immer stärker ins Visier der Sprachen-Verlage (Foto: Kulturkaufhaus Dussmann, Hueber Infopoint)

erklärt Pons-Verlagsleiter Erhard Schmidt. Allerdings ist es mit der Ansprache dieser Zielgruppe so eine Sache. Wer die vitalen, Über-50-Jährigen in die „AlteLeute-Ecke“ abschiebt, landet schnell ein Eigentor. „Schon allein das Benennen als 50plus oder gar als Silver Ager irritiert, denn die Leute fühlen sich nicht so alt. Dadurch fühlen sie sich eher diskriminiert“, betont die Programmleiterin im Bereich Sprachen Lernen bei Langenscheidt, Christina Schanzleh. Mit den zielgruppenspezifischen Sprachkursen der Reihe Endlich Zeit für … nimmt Hueber im Segment der älteren Lerner eine BuchMarkt Januar 2013

Alleinstellung ein. „Schon bei der Titelauswahl haben wir bewusst vermieden, von Alten und Senioren zu sprechen“, erläutert Sylvia Tobias, Marketing- und Vertriebsleiterin bei Hueber. „Uns ging es bei der Entwicklung der Materialien nicht nur darum, eine größere Schrift und ein langsameres Tempo zu verwenden, sondern spezielle Themen aufzugreifen, die sich an der Interessenlage der Zielgruppe orientieren.“ Besondere Berücksichtigung findet in den Kursen dieser Reihe die Lernerfahrung der älteren Lerner. „Wir bieten sehr viele Übungen zum Einschleifen bestimmter Strukturen und zum Wiederholen gelernter


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Klare Anforderungen: Nicht die interkulturellen Tipps, sondern gute Erklärungen und ausführliche Lösungen sind bei den Käufern gefragt (Quelle: Pons)

Strukturen an“, erläutert Sylvia Tobias das Konzept. „Neueste Erkenntnisse der Gehirnforschung belegen, dass man im Alter genauso gut lernen kann wie in der Jugend – aber man lernt anders. Tatsächlich legen die Selbstlerner ab Anfang 50 besonderen Wert auf klare Strukturen, gute Erklärungen und ausführliche Lösungen sowie ein übersichtliches, aufgeräumtes Design. Auch neue Medien spielen in dieser Zielgruppe eine Rolle. „Medienaffinität ist definitiv gegeben, die Generation 50plus ist im Umgang mit neuen Kommunikationstechnologien aufgeschlossen“, sagt Christina Schanzleh. „Der Lerntyp hängt nicht mit dem Alter zusammen. Auch Langenscheidt IQ wird in dieser Zielgruppe stattfinden.“ Häufiger jedoch werden klassische Sprachkurse mit Buch und CD nachgefragt, die wie bei Lextra und Pons ggf. mit mobilen Apps verzahnt werden können. „Entscheidend ist, zu welchem Zweck und mit welchem Zeitaufwand eine Sprache gelernt werden soll“, erklärt Helga Holtkamp. „Die Lextra Turbokurse eignen sich gut zur Vorbereitung einer Reise, während sich der Lextra Sprachkurs Plus an Lerner richtet, die dabei bleiben und die Sprache gründlicher lernen wollen.“ Die praktische Anwendung des Gelernten auf Reisen fördern beide Kursvarianten: Während die Turbokurse jeweils acht Seiten dem wichtigsten Reisevokabular widmen, liegt den relaunchten Sprachkursen Plus von Lextra jetzt ein kleiner, praktischer Sprachreiseführer für unterwegs im Handtaschenformat bei. Auch der neue Große Sprachkurs Englisch von Pons kreist thematisch um die praktische Anwendung des neuen Sprachwissens im Land. Ohnehin spielen Reisen beim Fremdsprachenlernen im höheren Lebensalter 104

eine große Rolle. Auf die über alle Zielgruppen hinweg meistgelernte Sprache Englisch folgen in der Beliebtheitsskala bei den Best Agern vor allem die Sprachen der klassischen und neuen Reiseländer: Italienisch, Spanisch, Portugiesisch oder auch Türkisch. „Häufig folgen die Lerner dabei einem Drei-Stufen-Plan“, weiß Helga Holtkamp. „Erst machen sie einen Selbstlernkurs, dann verbringen sie eine Weile im Land und besuchen etwa einen Sprachkurs, um anschließend ihre Sprachkenntnisse zu Hause systematisch weiter auszubauen.“ Ist das Sprachenlernen dann erst einmal zum echten Hobby geworden, legen sich die Ler-

ner mächtig ins Zeug. „Häufig werden neben dem klassischen Kursmaterial noch tüchtig Zusatzmaterialien eingekauft“, erläutert Sylvia Tobias. „Eine sehr interessante Zielgruppe für den Handel!“ Auch die Daten der Pons-internen Kundenbefragung weisen in die gleiche Richtung: Knapp die Hälfte der Käufer von PonsSprachkursen kaufen mehr als einmal pro Jahr Sprachlernprodukte und geben dafür im Schnitt über 120 Euro aus. Mit Grammatiken, Wortschätzen und Lektüren, wie den Lextra Lernkrimis oder Hueber Lektüren, erschließen sich die Hobby-Sprachlerner ab 50 stärker noch als jüngere Lerner das komplette Spektrum der Sprachlernmaterialien, um die erworbenen Kenntnisse zu festigen und auszubauen. Auch unterhaltendes Material wie Huebers Sprachrätsel für die vier Hauptsprachen eignet sich als flankierendes Material zu den Sprachkursen. Mit der neuen Reihe Auf Zack!, einer Kombination von Sprach- und Gedächtnistraining, bringt Hueber im Februar zudem erneut als Pionier auf dem Gebiet der Selbstlernprodukte BuchMarkt Januar 2013

Zielgruppen-Schwerpunkt: Die Käufer von Sprachkursen sind zum größten Teil über 50 Jahre alt (Quelle: Pons)

für eine Zielgruppe über 55 gezielt auf die Bedürfnisse älterer Lerner abgestimmte Zusatzmaterialien heraus. Sprachkurse und Sprachlernmaterialien sind, ähnlich wie Lernhilfen, ein beratungsintensives Segment, in dem jedoch für den stationären Handel ein großes Potenzial zur Kundenbindung liegt. Gerade die buchhandelsaffinen Best Ager sind eine Zielgruppe, um die es sich zu werben lohnt. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit einer wahrhaftigen Multichannel-Aktion in Verbindung mit dem Buchhandel gemacht“, berichtet Sylvia Tobias. „Das heißt, im Laden wird das Thema präsentiert, im Onlineregal der Buchhandlung wiederholt und, das Wichtigste, über Außenwerbung kommuniziert.“ Wer sich in fortgeschrittenem Alter noch einmal mit viel Herzblut einer neuen Leidenschaft verschreibt, der weiß, was er will. „Der Großteil der Käufer informiert sich vorab genau, welche Produkte es gibt, und geht mit einer klaren Vorstellung in die Buchhandlung“, erklärt Erhard Schmid. Ein Ergebnis der Pons-Kundenbefragung ist im Zusammenhang mit der gut informierten Zielgruppe der Best Ager besonders interessant. „Aus unseren Kundengesprächen wissen wir, dass bei der Vorab-Information Rezensionen im Internet eine große Rolle spielen. Zusammengerechnet werden über 50 Prozent der Kaufentscheidungen von Rezensionen beeinflusst.“ Ein eigenes Empfehlungsmarketing empfiehlt sich daher auf jeden Fall. Besondere Spitzenzeiten des bei Best Agern ganzjährig aktuellen Sprachlernsegments sind die Zeit der guten Vorsätze zu Jahresanfang, die Zeit der Urlaubsvorbereitung im April/Mai und die Zeit nach dem Urlaub im Herbst, wenn die VHS-Kurse beginnen. Ursula Bachhausen


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Jeder Band: Ab 7 Jahren, HC, 176 Seiten, 21 x 28 cm Durchgehend farbig illustriert

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Special | Hörbuch Inhalt Markt: Ist die Luft aus dem Hörbuchverkauf wirklich raus? | 110 Frühjahrsprogramme: 10 Bestseller, die Umsätze garantieren | 118 Kinder- und Jugendhörbuch: Die Highlights dieser Saison | 118 Marketing: Mit diesen Aktionen der Verlage können Sie rechnen | 126

Sach-Hörbuch

Dichterköpfe Editorial

L

assen Sie sich nicht von der Headline im Aufmacher-Artikel auf S. 110 f. irritieren. Es ist eher wie in Eckhard Henscheids „Die Mätresse des Bischofs“, in dem der Autor in der Mitte des Buches erklärt, dass es weder um einen Bischof noch um eine Mätresse geht – er habe mit dem Titel lediglich zum Lesen animieren wollen. Auch hier gibt es keinen „kranken Patienten“ – höchstens einen leicht hüstelnden. Lesen Sie deshalb unbedingt, welche Zahlen und Meinungen unser Autor René Wagner zum Status quo des Hörbuchmarkts zusammengetragen hat. Und natürlich auch, welche Hörbücher Ihnen in diesem Frühjahr bestimmt Umsatz bringen (ab S. 118). Ein Hörbuch-glückliches Jahr 2013 wünscht Ihnen Cornelia Camen

Lizenz

Schnellschuss Kübler. Noch kurz vor Weihnachten hatte

der Kübler Verlag David Mitchells „Der Wolkenatlas“ als Hörbuch auf den Markt gebracht. Dass ausgerechnet der kleine Hörbuch Verlag aus Forsthaus Heide den Zuschlag für den Bestseller, dessen Starbesetzte Verfilmung gerade in den Kinos läuft, bekommen hat und nicht einer der 106

Zuschlag für einen Bestseller: „Der Wolkenatlas“ ist bei Kübler erschienen

„Großen“, lag, so Verleger Bernd Kübler, schlicht und ergreifend daran, dass „wir in diesem Fall schneller produzieren konnten“. Das Hörbuch ist die ungekürzte Wiedergabe des Buches (nicht des Filmes) und wurde von Carin C. Tietze, Johannes Steck und Stefan Wilkening gesprochen, BuchMarkt Januar 2013

Literaten-Leben auf je zwei CDs: Die neue Reihe bei Igel-Genius Igel. Igel-Genius startet Anfang Februar mit „Dichterköpfe“ eine neue Reihe, in der Theater- und Buchautor Peter Braun auf jeweils zwei CDs berühmte Literaten vorstellt: Die erste CD erzählt in einer szenischen Lesung vom Leben und Schaffen des Schriftstellers, auf der zweiten CD werden Auszüge aus dem Werk vorgelesen. Den Anfang machen „Friedrich Schiller“ und „Heinrich Heine“, im Herbst geht es mit „Georg Büchner“ (der in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden wäre) und „Goethe“ weiter. Geplant sind jeweils ein Literat pro Halbjahr.

die, so Kübler, „die schwierige Materie hervorragend gemeistert haben“. Immerhin beträgt die Laufzeit ca. 20 Stunden auf 17 CDs bzw. auf 2 MP3-CDs. Die Einteilung der Kapitel erfolgt wie im Buch: Fünf der sechs Kapitel sind in je zwei Teile geteilt, die symmetrisch um das mittlere Kapitel angeordnet sind.


Hörbuch | Special

Produktion

Gläsernes Studio Speaklow. Als Produzentin Vera Teichmann

und Regisseur Harald Krewer im Herbst 2007 mit dem Berliner Label speak low an den Start gingen, hatten die beiden mit ihrer gleichnamigen Produktionsfirma bereits langjährige Erfahrung in Konzeption und Realisierung von Audioproduktionen und zudem ein beachtliches Netzwerk aus Autoren, Schauspielern und Musikern. Ihr erster Titel, der Briefwechsel zwischen Theodor W. Adorno und Walter Benjamin, überzeugte auch den Suhrkamp Verlag. „Wir begreifen unsere CDs nicht als Zweitverwertung eines Buches. Wir schaffen etwas Eigenes, indem wir akustische Mittel für eine Gesamtkomposition nutzen“, betont Vera Teichmann. Speak low leistet sich mit Rudi Deuble einen eigenen Vertreter, der bundesweit unterwegs ist. Denn eins ist den beiden Verlegern besonders wichtig: der persönliche Kontakt zum stationären Handel. Und der soll noch enger werden. Künftig wird über die GVA zwei Mal im Jahr eine Vorschau versandt, geplant sind zwei bis drei Neuerscheinungen pro Saison. Bisher umfasst

Argon. Seit Ende August ist die neue Reihe „Argon Balance“ im Handel. Die Reaktionen der Sortimenter waren im Vorfeld ja sehr positiv. Wie sieht das sechs Monate später aus?

Harald Krewer, Vera Teichmann: Das hauseigene Tonstudio wird für Buchhändler geöffnet

das Programm sechs Titel, drei weitere kommen im Frühjahr hinzu, darunter der Briefwechsel zwischen Peter Handke und Siegfried Unseld, gelesen von Jens Harzer und Ulrich Noethen, kommentiert von Handkes Lektor Raimund Fellinger. Seit die beiden Unternehmer vor ein paar Wochen mit Verlag und Produktionsfirma in großzügige Räume gezogen sind, besitzen sie ein eigenes Studio. Davon sollen

Lebenshilfe

Der gute Riecher

Die Reaktionen der Buchhändler sind nach wie vor außergewöhnlich positiv, wir haben auffallend viele Wünsche nach Hör-Exemplaren und bekommen sowohl sehr persönliche Einschätzungen wie auch professionelle Anerkennung à la „guten Riecher gehabt“.

Wir haben vertrieblich etwas gemacht, was uns unheimlich schwer gefallen ist: Wir haben unsere Vertreter wie auch die Sortimenter und andere Händler gebremst. Wir wollten auf jeden Fall zu hohe Einkäufe und damit zu hohe Erwartungen vermeiden. Ganz anders als in der Belletristik glauben wir bei Lebenshilfe nicht an einen Neuheiten-Effekt. Den neuen Simon Beckett wollen seine Fans lesen, sobald er erscheint, doch auf Titel wie etwa „Schutz

© Argon

Und die Kunden? Sind Sie mit den bisherigen Abverkäufen zufrieden, oder setzen Sie eher auf den „langen Atem“? Argon-Marketing- und Vertriebsleiter Kilian Kissling: „„Wir wollten zu hohe Einkäufe vermeiden“„

vor Burnout“ oder „Lass dich nicht vereinnahmen“ werden Menschen dann aufmerksam, wenn sie sich in einer Lebensphase befinden, in der sie mit diesen Themen konfrontiert sind. Also sollten die Erstauslieferungen moderat sein. Dennoch wurden BuchMarkt Januar 2013

auch die Kunden profitieren. „Wir planen hier Veranstaltungen, bei denen wir neue Produktionen und die beteiligten Personen vorstellen. Außerdem wollen wir unsere Studios für interessierte Buchhändler öffnen. Oft wissen sie nicht, welcher Aufwand hinter einem guten Hörbuch steckt“, so Krewer. ML Kontakt: www.speaklow.de

viele Titel sehr gut einverkauft. Gespannt waren wir jedoch auf die Verkäufe im 2., 3. und 4. Monat, und da hat sich Erstaunliches getan. Beispiele: Thich Nhat Hanhs „Versöhnung mit dem inneren Kind“ haben wir zum Erscheinen 566 Mal ausgeliefert. Nach 5 Monaten sehen wir: Soviel verkaufen wir von diesem Titel jetzt jeden Monat. Ähnliche Verkaufshistorien haben die Hörbücher aus Sigrid Engelbrechts Reihe „Der kleine Coach“. Insgesamt haben alle Argon Balance-Hörbücher wesentlich früher als erwartet die Auflagen erreicht, für die wir ihnen eigentlich ein Jahr Zeit geben wollten. Ende dieses Jahres sollen etwa 35 Titel lieferbar sein. Gibt es mittlerweile ein klareres Bild in der Warengruppenzuordnung?

Natürlich ist die Zuordnung und Präsentation ein weites Feld über das wir – zumal als Hörbuchverlag – viel zu sagen hätten, doch bei Argon Balance haben wir das Gefühl, dass unsere Titel schon jetzt sehr gut den Weg zum Kunden finden. CoCa

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BESSER hören HÖRBUCH-EDITION

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GROSSE TV-KAMPAGNE Geballte Marketingpower durch massive TV-Präsenz im Anschluss an reichweitenstarke Sendungen

Colin Cotterill C olin C otterill Tote Eisfach Der T ote im Eisf ach Liefers Gelesen von Jan Josef Lief ers 978-3-86717-947-8 ISBN 9 78-3-86717-947-8

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Special | Hörbuch

Das Hörbuch – ein kranker Patient? Ist die Luft aus dem Hörbuchverkauf wirklich raus? Nein, sagen die Verlage, die sich Ende des Jahres über ein schönes Plus freuen konnten. Ja, meinen die Sorgenkinder in der Branche – aber auch engagierte Händler. Ein Stimmungsbild zum Hörbuchmarkt im neuen Jahr

Entwicklung des Hörbuchmarktes 2011 / 2012 Abgebildet ist die prozentuale Veränderung eines Monats gegenüber dem Vorjahresmonat. Nach einem deutlichen Dämpfer 2011 scheint sich das Hörbuch über 2012 hinweg – trotz Zickzackkurs – wieder ein wenig „aufzurappeln“. Monatliche Minuszahlen bedeuten nicht unbedingt einen schlechten Verkauf, da sich die Veränderung immer auf den Vorjahreszeitraum bezieht. Beispiel: Im Mai 2012 gab es zwar einen Rückgang von 6,3 %, aber ausgehend von einem starken Verkauf mit ähnlich hohem Zuwachs im Juni 2011. 1/11

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Quelle: Branchen-Monitor BUCH des Börsenvereins / media control GfK. Die statistische Grundlage bilden die Abverkäufe von 1700 Points of Sale im Sortimentsbuchhandel, E-Commerce und in Warenhäusern sowie 1550 POS in Nebenmärkten.

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Wohin geht die Reise?: Läden wie hier der Newspoint Audiobooks-Shop im Münchener Flughafen setzen auch weiterhin ausschließlich aufs Medium Hörbuch

Markt

W

ie immer liegt die Wahrheit wohl irgendwo dazwischen – als Spiegelbild einer auch in diesem Jahr weitergehenden Marktkonsolidierung. Während „gefühlt“ die eine Hälfte der Verlage über deutliche Steigerungsraten berichten kann, beklagt die andere Hälfte schmerzhafte Rückgänge, trotz aller Bemühungen um gute Stoffe, wertige Umsetzungen, originelle Werbeaktionen und die verstärkte Ansprache des Handels. Und wenn dieser dann – so einige Verlage – „nicht mehr so mitmacht wie früher“, vielBuchMarkt Januar 2013

leicht weil er sich im undurchdringlichen Dschungel des Hörbuchmarktes nur noch auf die vermeintlich relevanten Anbieter und Titel konzentriert, dann schließt sich schnell der Kreis, und die Katze beißt sich in den Schwanz. „Tja, das Hörbuch wird leider in unserer Buchhandlung mehr und mehr zum schwerkranken Patienten“, lautet die Diagnose von Ilse Junker, Buchhandlung Viola Taube in Nordhorn. „Dabei geben wir tatsächlich unser Bestes, jeden Tag. Ja, das Hörbuch ist uns wichtig, wichtig, wichtig – egal, über welches Trägermedium es transportiert wird. Leider aber bekommen wir immer weniger Hörbuchkunden


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„Jede freie Minute verbringe ich mit diesen Figuren. Sie begleiten mich durch den Tag, durch die Nacht: Wer war es?“ ANNEKE KIM SARNAU

© Martin Freitag

Erscheint parallel zum Start der 3. Staffel der Fernsehserie ab 10. Februar 2013.

8 CDs . 19,99 € [D/A] 29,90 CHF ISBN 978-3-8371-1926-8 · Das Buch erscheint parallel bei Zsolnay.

Für Bestellungen und Titelinformationen wenden Sie sich bitte an unsere Kundenbetreuung Innendienst unter der kostenlosen Rufnummer: Fon 0800. 5003322 . Fax 089. 4136-3333 . kundenservice@randomhouse.de


Special | Hörbuch

Die niedrigen Preise können mittlerweile nicht mehr durch höhere Stückzahlen aufgefangen werden Jörg Hopfgarten, Virgin Multimedia Store, Berlin

zu Gesicht. Anscheinend informieren die sich anderswo.“ Einen Abwärtstrend sieht auch Ute Romeike, Inhaberin der gleichnamigen Hörbuchhandlung in Düsseldorf. „Nach zehn Jahren, die ich meinen Hörbuchladen führe, habe ich zum ersten Mal den Eindruck, dass die Probleme überwiegen.“ Trotzdem müsse man feststellen, dass viele Verlage sich bemühen: „Da wird noch zielgerichtet beraten und informiert. Es wird über Newsletter und E-Mails zeitnah über Produktänderungen, ‚Schnellschüsse‘, Nichterscheinen etc. informiert. Und es ist wunderbar, wenn auch das eine oder andere Hörexemplar den Händler erreicht.“ Fakt ist, dass sich die Vertriebsanteile beim Hörbuch immer mehr verschieben – zu Ungunsten des Buchhandels. Lag er vor zehn Jahren noch bei gut 70%, ist er jetzt auf etwa 30% geschrumpft. Allerdings fallen die verlagsinternen Anteile unterschiedlich aus: 61% seines Umsatzes erwirtschaftet der Hörverlag über den Buchhandel, und in den ersten zehn Monaten 2012 verzeichneten die Münchener ein Plus von 6%, also noch vor Einrechnen des umsatzstarken Weihnachtsgeschäfts. Sogar „deutliche Zuwächse im stationären Handel“ meldet Stephanie Mende, Verlagsleiterin bei audio media. Das Erfolgsrezept ist hier die gezielte Unterstützung des Buchhandels, denn bestimmte

Entwicklung des Hörbuchmarktes in D, A, CH im 1. Halbjahr 2012 Abgebildet ist die prozentuale Veränderung gegenüber dem 1. Halbjahr 2011. -3,10% -2,50% -12,00%

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Deutschland Österreich Schweiz

Spitzentitel werden zunächst ausschließlich über diesen Weg vermarktet. „Oder es werden speziell für den Buchhandel kreierte Hörbuch-Boxen angeboten, die nirgendwo sonst erhältlich sind. Das funktioniert gut und wird sowohl vom Handel als auch von den Kunden sehr gut angenommen.“ Außerdem rücken immer mehr Verlage

deutlich beleben konnten“, erzählt Geschäftsführer Peter Bosnic. „Aber weil die Hörbücher so günstig sind und wir hier eine echte Zweitverwertung wie beim Buch machen, sind die Erlöse natürlich viel geringer.“ So seien bei normalen Neuerscheinungen im Belletristikbereich die Verkaufszahlen gesunken. Steinbach habe 2012 laut Bosnic „mit einem ordentlichen Minus“ abgeschlossen, und der Umsatz im Buchhandel sei noch einmal um 4% zurückgegangen. Eine Entwicklung, die die Schwäbisch Haller durch Verkäufe im Downloadmarkt nur bedingt ausgleichen können. Dass die Verlage entweder weitere Zuwächse feiern oder Rückgänge in anderen Bereichen zumindest auffangen können, lässt sich u.a. auf die zunehmende Digita-

Ich glaube an den Schweinezyklus Günter Rubik, Audiamo, Wien

den Umstand in den Fokus, dass der Anteil des Buchhandels bei jedem einzelnen Titel unterschiedlich ausfällt – ebenso die Verteilung auf Tonträger- und Downloadmarkt. „Je nach Buchhandelsaffinität verschieben sich die Anteile“, erklärt Kerstin Kaiser, stellvertretende Programmleiterin bei Lübbe Audio, und führt als Beispiele Dieter Nuhrs „Der ultimative Ratgeber“ und Jean Christophe Grangés „Der Ursprung des Bösen“ an. Bei Ersterem lag der Verkaufsanteil des Buchhandels bei 50%, beim zweiten Titel, bei dem der Anteil des Tonträgerhandels merklich höher ist, nur bei 30%. Hier müsse also, so Kaiser, titelabhängig geplant werden. Generelle Umsatzsteigerungen melden auch andere Verlage: Jumbo hat um ca. 8% zugelegt, Oetinger audio gar um mehr als 20%, und zumindest „leicht über dem Vorjahr“ abgeschlossen hat Argon. Dagegen geht steinbach sprechende bücher offen damit um, nicht mehr so erfolgreich zu sein wie früher – obwohl der Verlag trotz allem schöne Erfolge feiern kann: „Wir haben in den letzten drei Jahren über 200.000 Taschenhörbücher verkauft. Das ist nach meiner Auffassung wirklich grandios, auch weil wir damit unsere Backlist BuchMarkt Januar 2013

lisierung zurückführen, die weiter in großen Schritten voranschreitet – das zeigen aktuelle Zahlen der GfK. Mehr als 100 Millionen Medieninhalte (+ 44%) im Wert von gut 400 Millionen Euro (+ 10%) wurden im ersten Halbjahr 2012 heruntergeladen, wobei von einem Preisverfall (wieder auf alte Werte stabilisiert) nicht die Rede sein kann. Allerdings verschieben sich die Anteile der Medienarten zugunsten des EBooks, das als einziges deutlich zulegen kann: Schon jeder neunte Download in Deutschland ist ein digitales Buch. Federn lassen musste das Hörbuch: Nach einem Anteil von 7% vor fünf Jahren ist er 2012 auf nur noch 3% gesunken – was allerdings vor dem Hintergrund der allgemein starken Zuwächse auf dem Downloadmarkt ein ordentliches Stück vom Kuchen bedeutet. Auch andere Studien und Umfragen bestätigen eine gewisse Dynamik im Medienumbruch:

 Im ersten Halbjahr 2012 ging die Zahl der verkauften Hörbücher, physisch und digital zusammengerechnet, gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11% zurück


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WILLKOMMEN

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© Milena Schösser

Auf einem Hörbuch vereint: Zwei Urgesteine des deutschen Kabaretts.

Auslieferung März 2013 3 CDs . 19,99 € [D/A] 29,90 CHF ISBN 978-3-8371-2115-5 Das Buch erscheint parallel im Aufbau Verlag.

Für Bestellungen und Titelinformationen wenden Sie sich bitte an unsere Kundenbetreuung Innendienst unter der kostenlosen Rufnummer: Fon 0800. 5003322 . Fax 089. 4136-3333 . kundenservice@randomhouse.de


Special | Hörbuch

Wir haben 2012 mit einem ordentlichen Minus abgeschlossen Peter Bosnic, steinbach sprechende bücher

(laut Simone Zinner, Marketing-Managerin der GfK). Die Zahl der Verbraucher, die im Jahr 2011 aus dem Internet Hörbücher geladen haben, lag nach einer GfK-Umfrage unter 10.000 Nutzern ab 10 Jahren bei 4 Millionen. 2010 waren es noch 3,3 Millionen. Im Jahr 2006 wurden 1,1 Millionen Hörbücher heruntergeladen, im Jahr 2010 schon 2,7 Millionen (Bitkom / GfK). Der Umsatz, der damit erzielt wurde, stieg im selben Zeitraum von 14 auf 27 Millionen Euro. Jeder Elfte brennt regelmäßig Hörbücher auf CD-Rohlinge (GfK, 5.000 Befragte ab 10 Jahre). Laut TNS Infratest haben 4% der Frauen und 3% der Männer schon einmal persönlich ein Hörbuch über das mobile Internet auf ihr Handy geladen. Mediennutzung Jugendlicher: Jeder achte Internetnutzer zwischen 14 und 29 Jahren hat am gestrigen Tag ein Hörbuch gehört (Viacom Brand Solutions, 1.600 Befragte). Die Universität Leipzig fragte 3.800 Teenager zwischen 12 und 19 Jahren, wie wichtig ihnen verschiedene Medien sind. Jeder Achte bezeichnete Hörbücher als „wichtig“ oder „sehr wichtig“. Maßnahmen, mit denen Eltern ihre Kinder bei längeren Autofahrten bei Laune halten: 52% lassen Hörbücher laufen (Quelle: Tank & Rast, 1.600 Eltern mit Kindern bis 14 Jahre). Jedes vierte Mädchen zwischen 6 und 13 Jahren hört in seiner Freizeit gerne Hörbücher (laut Egmont Ehapa).

Uneinheitlich zeigt sich auch das Bild bei der Relevanz, die die Verlage dem Digitalvertrieb entgegenbringen bzw. wie stark dieser sich schon auf den Jahresumsatz auswirkt:

Als einen „ernstzunehmenden Umsatzund Deckungsbeitrags-Bringer“ nennt Christoph Mann von Random House Audio den Downloadmarkt, nennt allerdings

teil von 30% angekommen und rechnet mit einem anhaltenden Trend. „Für den digitalen Markt produzieren wir bereits gezielt und zumindest für einen bemessenen Zeitrahmen auch exklusiv“, erklärt Kerstin Kaiser. „Wir versuchen uns digital so breit wie möglich aufzustellen; unsere Produkte sind überall zu finden, auch in Streamingportalen.“ Jumbo gibt einen Anteil von ca. 5% bis 7% an. „Wir verkaufen einiges über AboModelle, aber auch einiges ‚à la carte‘“, erklärt Geschäftsführerin Gabriele Swiderski. „Welche Modelle sich letztendlich durchsetzen werden, können wir momentan noch nicht sicher abschätzen.“ Vor allem wegen der „Tribute von Panem“-Hörbücher seien bei Oetinger audio die „Download-Umsätze explodiert“,

Wir verzeichnen deutliche Zuwächse im stationären Handel Stephanie Mende, audio media

keine aktuelle Zahlen – wobei der Anteil freut sich Markus Langer, verweist aber vor ein paar Jahren schon bei 8% gelegen auf den „bislang nur geringen Anteil, der haben soll. Auf den Gesamtumsatz von auch noch längere Zeit so bleiben wird“. RHA gerechnet, eine erhebliche Größe. Einfacher Grund: Kinderhörbücher sind Laut Mann aber auch ein Signal: „Deshalb beliebte Geschenke, und abgespielt wird würde ich mir mehr Mut bei den statio- nach wie vor überwiegend auf dem CDnären Buchhändlern wünschen, denn sie Player. „Deshalb werden wir weiterhin auf können über White-Label-Plattformen die Kombination aus schönem Inhalt und einfach und kostengünstig am Hörbuch- schöner Verpackung setzen.“ download-Boom teilhaben.“ Argon sieht Wachstumspotenzial im EinDerzeit etwa 15% sind es beim Hörverlag, zelverkauf (iTunes), bei Abo-Modellen (Auder gute Gründe für diesen Vertriebsweg dible) und Streamingportalen (z.B. Spotify). sieht: „Wir erreichen so eine zusätzliche „Bei uns liegt der Digital-Anteil bei etwa Hörergruppe, darunter auch zahlreiche 16%, und ich gehe davon aus, dass alle Vielkäufer“, verrät Pressechefin Heike drei Kanäle eine Zukunft haben“, progVölker-Sieber. „Außerdem schaffen es nostiziert Vertriebsleiter Kilian Kissling. hier oft ganz andere Titel auf die vorderen Hörbuch Hamburg verzeichnet aktuell Verkaufsplätze als im physischen Vertrieb.“ etwa 20%, auch hier tendenziell steigend. Lübbe Audio ist bereits bei einem An- Auch andere Verlage, gleich welcher Größe, bescheinigen dem Digitalvertrieb, „ein ernstzunehmender Umsatzbringer“ zu sein, und sehen eine „weiter steigende Tendenz“, beispielsweise Der Audio Verlag und Radioropa Hörbuch. Und gerade kleinere Verlage – Ohrland etwa setzt 30 % digital um – sehen im Downloadmarkt eine gute Markus Langer, Oetinger audio Chance, sich auch in Zukunft mit Hörbüchern behaupten zu können.

Hörbuchkäufer brauchen visuelle Reize

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BuchMarkt Januar 2013


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Auslieferung Februar 2013 je 1CD | inszenierte Lesungen mit Musik | 7,99 â‚Ź [D/A] 12,50 CHF ISBN 978-3-8371-1879-7 und ISBN 978-3-8371-1877-3 Die Buchausgabe erscheint parallel als Sammelband bei cbj TB.

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Special | Hörbuch

Umsatzsteigerungen zu erreichen, wird schwer zu beantworten sein. Außer Frage steht jedoch, dass beide Seiten (wieder) mehr aufeinander zugehen sollten, weil das Potenzial einfach vorhanden ist.

Ich habe zum ersten Mal den Eindruck, dass die Probleme überwiegen Ute Romeike, Hörbuchhandlung Düsseldorf

Doch „digital“ ist nicht alles, der Fokus liegt klar auf physischen Produkten – das wird noch einige Zeit so bleiben. Experten gehen von einer mindestens „mittelfristigen Beständigkeit“ aus, wagen aber auch die langfristige Prognose einer etwa gleichberechtigten Koexistenz: Digitale reine Inhalte und haptische wertige Kulturgüter könnten sich den Markt 50:50 teilen. „Ich glaube an den Schweinezyklus“, formuliert Günter Rubik vom Wiener Hörbuchladen Audiamo eine Art Zweckoptimismus. „Nach einem Überangebot entsteht zwangsläufig eine Knappheit, und das eröffnet findigen Köpfen wieder neue Möglichkeiten. Es gibt Verlage, die sich einfach mit jedem Programm selbst neu erfinden.“ Klar, Hörbücher verkaufen sich nicht automatisch – wie bei jedem Produkt, das Umsatz generieren soll, sind Leidenschaft, Herzblut und aktives Engagement gefragt. Warten auf die Rückkehr des Booms aber ist das falsche Signal. Schließlich hat die Entwicklung der letzten zwölf Jahre zu den höchsten Absatzzahlen beim Hörbuchverkauf geführt. Nun aber, nach Jahren des ungebremsten Wachstums im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends, dann einem deutlichen Dämpfer 2011 und einer sich entwickelnden Stabilisierung 2012, stellen sich immer mehr Branchenakteure die Frage: Wie geht es weiter? Und woran liegt es, dass das Medium offensichtlich gerade im Buchhandel nicht mehr so viel Aufmerksamkeit bekommt wie früher? „Mein Eindruck ist, dass Hörbücher einerseits immer präsenter sind und immer mehr Liebhaber finden. Dem Medium geht es eigentlich gut, trotz der starken Konkurrenz bei Unterhaltungsmedien“, meint überraschend Jörg Hopfgarten, Buchhändler im Virgin Multimedia Store in Berlin und u.a. Jurymitglied beim Deutschen Hörbuchpreis. „Andererseits aber: Während wohl immer mehr Leute Hörbücher hören, kaufen sie nicht unbedingt bei 116

uns! Erstens, weil Präsentation, Service und Sachkenntnis bei den meisten Buchhandlungen optimierungsfähig sind. Zweitens, weil viele Hörbuchkunden den Weg nicht mehr zu uns finden – hier schlägt die Digitalisierung voll zu, und wir können sehen, was uns im Zuge von E-Books & Co. noch bevorsteht. Ein Problem ist auch, dass die niedrigen Preise mittlerwei-

Neben einem Verkaufsmittel, mit dem z.B. Headroom als Antwort etwa auf iTunes-Guthabenkarten bei REWE oder MediaMarkt startet (s. S. 128), schlagen die Verlage, aber auch Buchhändler selbst zahlreiche Optimierungen vor:

„Die Stärken im Buchhandel liegen in der Inszenierung, der Präsentation von Produkten“, so Oetinger audio-Verlagsleiter Markus Langer. „Hörbuchkäufer sind Impulskäufer, und sie sind – vor allem bei Kinderhörbüchern – Geschenke-Käufer. Sie brauchen visuelle Anreize im Laden

Über White-Label-Plattformen kann auch der Buchhandel einfach und kostengünstig am Hörbuchdownload-Boom teilhaben Christoph Mann, Random House Audio

le nicht mehr durch höhere Stückzahlen aufgefangen werden.“ Die spontane, fast schon verständliche Reaktion vieler Händler könnte sein, sich gar nicht mehr für das einstige Boom-Medium ins Zeug legen zu müssen – weil es eh keinen Sinn mehr macht. Verständlich, wie gesagt. Aber nur dann, wenn es ein genereller Ladenhüter wäre. Über 14 Millionen verkaufte Hörbücher im Jahr 2011 sprechen eine deutliche Sprache. Dass der Anteil des Buchhandels am Hörbuchvertrieb nur noch bei gut einem Drittel angekommen ist, sollte zu denken geben. Die Frage, ob einerseits den Verlagen der Buchhandel, andererseits dem Buchhandel das Hörbuch noch ausreichend wichtig ist, um auf diesem Wege

und nicht den Hinweis, dass der Titel bis morgen bestellt werden kann. Wir stellen immer wieder fest, dass gerade kleinere Buchhandlungen, die eigentlich kaum Platz haben, durch eine kluge Backlist-Zusammenstellung und eine Hingucker-Präsentation mit unseren Titeln sehr schöne und vor allem stetige Umsätze machen.“ Hörbuchladen-Besitzerin Ute Romeike kritisiert aber auch die Verlage: „Immer mehr beschränken sich auf das Zusenden der Frühjahrs- und Herbstnovitäten. That‘s it! Vielleicht gibt es noch einen Telefonservice – da, wo auch der letzte Verlagsvertreter zu Hause bleiben muss. Leider wurde die Einsparung beim Personal nicht genügend genutzt, alternativ wichtige Informationen via E-Mail, Newsletter o.a. dem Buchändler zukommen zu

Wir müssen für den Buchhandel titelabhängig planen Kerstin Kaiser, Lübbe audio

BuchMarkt Januar 2013


Wir bekommen immer weniger Hörbuchkunden zu Gesicht Ilse Junker, BH Viola Taube, Nordhorn

lassen. Wenn man sich nicht ausreichend ganz normal. Denn was ich selber kenne selbst informiert, was oft sehr mühselig ist, und schätze, das kann ich auch ganz selbstkommen wichtige Infos nicht an.“ verständlich empfehlen und erklären.“ Corinna Rausch von Random House „Es gibt nicht wirklich ‚den Buchhandel‘“, Audio hofft, dass „der Handel die Ver- sagt Argon-Vertriebsleiter Kilian Kissling. kaufsflächen nicht weiter reduziert und „Schließlich gibt es Buchhändler, mit denen die Abteilung besser strukturiert, damit wir ganz hervorragend zusammenarbeiten das Hörbuch nicht zurück in die Nische und Erfolg haben, wie auch Buchhändler, gedrängt wird“. Ihre Kollegin Susanne die sich mit unserem Medium halbherzig, Bestler schließt sich an: „Gerade der nachlässig oder gar nicht beschäftigen. Das Mittelstand hat aktuell die Chance, sich Hörbuch ist einfach keine Standardwarengegenüber den Filialisten zu profilieren. gruppe wie etwa das Taschenbuch, bei dem Neben der Beratung ist die Präsentation es vermutlich wesentlich einfacher wäre, der Ware von besonderer Bedeutung – ge- übergreifende Trends zu erkennen.“ rade die Kleinode, die besonderen Titel Noch einmal Kerstin Kaiser von Lübbe sollten nicht in der letzten Reihe auf dem Audio: „Was immer gut funktioniert, sind letzten Platz versteckt werden. Wer sich reine Hörbuch-Lesungen. Beispielgebend die Mühe macht, in die Läden zu gehen, sind für mich die Prima-Vista-Lesungen von der will entdecken.“ David Nathan und Simon Jäger oder auch Stichwort freiwerdende Flächen: „Unser Oliver Rohrbeck und Detlef Bierstedt. Da Umsatz im Buchhandel ist tatsächlich zu- kommen die Gäste, um die Hörbuchsprecher rückgegangen, insbesondere bei den Ketten zu erleben! Und wünschenswert wäre auch wie Thalia. Da wird viel für DVDs freige- eine Einladung für den Hörbuchsprecher, räumt, bei denen die Drehzahlen höher sind, wenn ein fremdsprachiger Autor oder Auund meist leidet die Präsentationsfläche für torin durch das Land tourt, also eine Kombidas Hörbuch“, klagt Peter Bosnic, steinbach nation, die Lust auf Lesen und Hören macht.“ sprechende bücher. Potenzial hätten auch Formate wie die Die Händler, so Kerstin Kaiser von Lüb- jetzt in den Werbefokus gerückte MP3-CD, be Audio, sollten in der Preisgestaltung der prophezeit Markus Langer, Oetinger audio: Hörbücher „mutiger“ werden: „Der Preis „Damit können entscheidende Impulse für ist nicht gebunden, man kann gut Ideen da- den etwas bräsig wirkenden Hörbuchmarkt rum herumbauen. Unser alter Gedanke der gesetzt werden. Hier bietet sich dem statiHörbuch-Happy-Hour – z.B. jeden Freitag onären Handel die Chance, mit attraktiven von 17 bis 18 Uhr gibt es 10% Rabatt auf multifunktionalen Produkten dem Preisjedes Hörbuch – könnte bestimmt gut funk- dumping der Downloadportale zu begegnen und Kunden zu binden.“ tionieren.“ Jumbo-Chefin Gabriele Swiderski ver- „Im Tonträgerhandel ist es für einen weist auf die Wichtigkeit des Buchhandels, Hörspiel-Verlag wie Zaubermond prokritisiert aber: „Leider schielt er zum Teil blemlos möglich, in Saturn, MediaMarkt wirklich sehr auf Bestseller. Uns wäre es etc. präsent zu sein. Warum geht das nicht lieber, wenn Titel auch stärker solide in im Buchhandel? Die Strukturen sind die Breite eingekauft würden.“ da“, mahnt Labelchef Dennis Ehrhardt. Heike Anna Hierlwimmer von Radioropa „Wozu gibt es Verlagsauslieferungen, die Hörbuch spricht das eigene Interesse der Programme von Kleinverlagen bündeln? Buchhändler am Medium an: „Wenn der Wenn Thalia jetzt Flächen streichen muss, zuständige Mitarbeiter oder Inhaber, egal hat man dort und anderswo vielleicht nicht ob in kleinen oder großen Buchhandlun- zuletzt den Wunsch des Konsumenten gen, selbst Hörbücher hört und sich mit nach Vielfalt unterschätzt.“ dem Medium beschäftigt, laufen die Titel René Wagner BuchMarkt Januar 2013

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KANTIGER. KULTIGER. KLUFTINGER.

Ungekürzte Lesung 11 CDs | 3 29,99 | sFr 42,50 ISBN 978-3-86952-151-0 Erscheint im Februar 2013

www.osterwold-audio.de Im Vertrieb des Piper Verlags Bestellhotline: /  

*unverb. Preisempfehlung | Autorenfoto: © FinePic®, München

Hörbuch | Special


Special | Hörbuch

Suzanne Collins, Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele, ungek. Lesung mit Maria Koschny, 2 MP3-CDs (Oetinger audio)

»Nicht nur ein Ti-

Jojo Moyes, Ein ganzes halbes Jahr, ungek. Lesung mit Luise Helm, 1 MP3-CD (Argon)

» Ein

Ursula Krechel, Landgericht, gelesen von Frank Arnold, 8 CDs (Audiobuch)

» Das

tel mit Bestseller-, sondern auch mit Longsellergarantie. Der zweite Panem-Film, Catching Fire, kommt am 28. November in die deutschen Kinos, dann werden auch Teil 2 (Gefährliche Liebe) und Teil 3 (Flammender Zorn) in ungekürzter Lesung erhältlich sein.«

Hörbuch, das jede Buchhändlerin ihren Kundinnen empfehlen wird, die auf der Suche nach einem Geschenk für die beste Freundin oder sich selbst sind. Diese Geschichte vom Lieben und Loslassen findet feinfühlige Antworten auf große Fragen. Ein Hörbuch, das lange nachhallt.

Hörbuch, das wir noch im Dezember ganz eilig ausgeliefert haben, hat uns bereits im Weihnachtsgeschäft viel Freude bereitet. Die Aufmerksamkeit wird auch im neuen Jahr groß bleiben, wir dürfen angesichts von über 100.000 verkauften Büchern auch für das Hörbuch noch einiges erwarten.«

Markus Langer, Verlagsleiter

Heike Schmidtke, Verlagsleiterin

Maik Reumann, Verkaufsleiter

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10 potenzielle Bestseller Wendy Wunder, Flamingos im Schnee, gel. v. Gabrielle Odinis, 5 CDs (steinbach sprechende bücher)

»Die Geschichte

über den Lebensmut eines jungen Mädchens, das trotz der Diagnose Krebs noch so vieles machen will – z.B. Kühe umschubsen – ist berührend und fröhlich zugleich. Und eine wundersame Wendung gibt es auch noch. Wenn das nichts wird, dann weiß ich nicht ...

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Peter Bosnic, kaufm. Geschäftsführer

Klüpfel/Kobr, Herzblut, Autorenlesung, 11 CDs (Hörbuch Hamburg/ Osterwold audio)

»Kluftingers

neuer Fall: Eine brutale Mordserie, ein wie immer kantiger Kommissar, heuer auf kässpatzenfreier Diät und im Yogakurs, und das alles ungekürzt in Szene gesetzt mit dem unschlagbar komischen Autorenduo und Christian Baumann als drittem Sprecher – ein herrlich amüsantes und spannendes Hörerlebnis!

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Johannes Stricker, Geschäftsführer

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Dora Heldt, Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen, Autorenlesung, 3 CDs (Jumbo/GoyaLit)

» Mit

bereits über 250.000 verkauften Hörbüchern ist Dora Heldt eine echte Erfolgsgarantin in unserem Programm, und wir freuen uns schon sehr auf ihr neues Hörbuch, das mit Sicherheit wieder hoch auf der Bestsellerliste einsteigen wird.

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Gabriele Swiderski, Geschäftsführerin


AUDIOBUCH Hörbuch | Special

David Hewson, Das Verbrechen, gel. v. Anneke Kim Sarnau, 8 CDs (Random House Audio)

»David Hewson

hat aus dem Drehbuch zur ersten Staffel der TV-Serie um Kommissarin Lund einen atemberaubend spannenden Kriminalroman gemacht. Ein Muss für alle Krimifans, und auch für alle Fans der Serie, denn die Auflösung im Buch und Hörbuch ist eine andere als im Fernsehen.

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Bernadette Joos, Produktmanagerin

Hörbuch jetzt lieferbar!

Dieter Nuhr, Das Geheimnis des perfekten Tages, Autorenlesung, 4 CDs (Lübbe Audio)

» Dieter

Nuhr sprüht nur so vor Sprachwitz, was natürlich von ihm höchst selbst interpretiert an Authentizität nicht zu überbieten ist – und wird damit das perfekte Hörbuch zum Schmunzeln, lautem Lachen und auch ein wenig zum Nachdenken. Für jeden persönlich oder auch als Geschenk.

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Sprecher: Frank Arnold 8 CDs im Schuber, ISBN 978-3-89964-482-1 29,95 u

Marc Sieper, Programmleiter

Hörbücher, die in diesem Frühjahr Umsätze garantieren

Jonas Jonasson, Der Hundertjährige …, Hörspiel mit Matthias Habich u.a., 2 CDs (Der Hörverlag)

» Mit

aktuell 89.000 verkauften Hörbüchern ist Jonassons Schelmen-Roman als Lesung mit Otto Sander ein absoluter Buchhandelsliebling. Als Hörspiel in der Regie von Leonhard Koppelmann wird der „Hundertjährige“ garantiert in einen äußerst vitalen „zweiten Frühling“ starten.

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Sabrina Kreuz, Produktmanagerin

www.audiobuch.com

»Landgericht« ist ein bewegender, politisch akuter, in seiner Anmutung bewundernswert kühler und moderner Roman.

Tomáš Sedlácek/David Orrell, Bescheidenheit – Für eine neue Ökonomie, gel. v. Rudolf Guckelsberger, Frank Stöckle u.a., 1 CD (Herder audio)

» 2012

haben wir mit Hörbüchern von Wirtschaftsexperten einen neuen Programmbereich eröffnet und mit den Titeln von Rolf Dobelli auf Anhieb ins Schwarze getroffen. Tomáš Sedlácek fordert nun in seinem neuen Hörbuch etwas Unzeitgemäßes und gerade deshalb sehr Aktuelles: mehr Bescheidenheit.

JURY DES DEUTSCHEN BUCHPREISES

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Dr. Rainer Leister, Programmleitung

BuchMarkt Januar 2013

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Jetzt bestellen bei LKG Tel. (03 42 06) 65-124 Fax. (03 42 06) 65-1756


Special | Hörbuch

Viele Stimmen für junge Hörer Musik, Abenteuer, aber auch Pädagogisches für die Kleinen, Fantasy, Utopien und Dystopien für die Teenager – Themen, die in diesem Frühjahr die Programme im Kinder- und Jugendhörbuch beherrschen. Wir haben für Sie die Highlights gesichtet Überblick

Für die Kleinen Marionetten-Songs (ab 4)

Zum 65-jährigen Bestehen der Augsburger Puppenkiste gibt es ab Februar bei Lübbe Audio ein „Wiederhören“ mit Urmel, Jim Knopf, dem Löwen und Kater Mikesch: Die großen Songs der Augsburger Puppenkiste vereint auf einer Doppel-CD die TV-Originalsongs (darunter auch bisher unveröffentlichte Stücke) und neue Pop-Versionen (u.a. gesungen von Reinhard Mey, den Rodgau Monotones und den Kastelruther Spatzen). „Neben dem großen Buch – mit vielen Fotos, kuriosen Dokumenten und der ganzen Geschichte dieses einzigartigen Marionettentheaters – sind die beiden Audio-CDs mindestens genauso wichtig“, so Paula Peretti, Programmleitung Baumhaus/Boje. „Ein Stück deutscher Kultur- und Mediengeschichte, von den 1950er-Jahren bis heute, zum Stöbern, Staunen und Hören.“ Musikalische Reisen (ab 4):

Der Hörverlag setzt die Reihe Große Musik für kleine Hörer mit zwei neuen Titeln fort – mit Felix MendelssohnBartholdys Ein Sommernachtstraum und Antonio Vivaldis Die vier Jahreszeiten. Für die 70-minütigen Lesungen mit Musik wurden die klassischen Stücke kindgerecht neu interpretiert, dazu erzählt Dirigent Peter Stangel die passenden Geschichten, die auch für kleine Hörer verständlich sind (ET: Mai 2013). Stangel hatte 2005 mit 120

Ingo Zamperoni: Der Moderator führt durch die neue cbj audio-Reihe „Starke Kinder“, die junge Hörer ohne erhobenen Zeigefinger für Gefahren des Alltags sensibilisieren will

der „Taschenphilharmonie“ das „kleinste Sinfonieorchester der Welt“ gegründet, um nach dem Motto „Klein, aber fein“ die Klassiker vom Barock bis zur Gegenwart ganz anders zu präsentieren. Mit der Veranstaltungsreihe „Große Musik für kleine Hörer“ setzt er sich für eine anspruchsvolle Musikerziehung unserer Kinder ein. Die gleichnamige CD-Reihe wurde 2011 für den Echo-Klassikpreis nominiert und erhielt den Leopold-Medien-Preis. Kinderstimmen (ab 4) Oetinger audio hat Astrid Lindgrens Wir Kinder aus Bullerbü neu als Hörspiel aufgenommen – mit, so Verlagsleiter Markus Langer, „ganz vielen tollen Kinderstimmen, Musik und Geräuschen. So lässt sich schon im Januar ganz prima vom BuchMarkt Januar 2013

Sommer träumen – egal, ob man 4 Jahre alt ist oder schon erwachsen!“ Tücken des Alltags (ab 4)

Die wichtigsten Titel im Frühjahrs-Programm von cbj audio sind die aus der neuen Reihe Starke Kinder, die im April zu den Themen Feuer und Flamme, Sicher unterwegs, Wie ein Fisch im Wasser und Messer, Schere, Licht startet. „Wir wollten eine Hörspiel-Reihe entwickeln, die die Kinder für die kleinen Gefahren des Alltags sensibel macht – ohne erhobenen Zeigefinger, mit viel Abenteuer und auf Augenhöhe der Kinder“, so Programmleiterin Jana Ronte-Versch. Geschrieben wurden die lehrreichen Entdecker-Hörspiele ohne Buchvorlage von Autoren der „Geolino extra“-Hörspiele. Als prominenter Herausgeber der Reihe


Neue HörErlebnisse www.jumbo-medien.de

JUMBO

5 CD ISBN 978-3-8337-3101-3

CD ISBN 978-3-8337-3073-3

CD ISBN 978-3-8337-3074-0

CD ISBN 978-3-8337-3079-5

Großes neues Trenk-Abenteuer

Ein Tagebuch der besonderen Art

Das Wunderkind aus Salzburg

Plus spielerisch aufbereitetes Sachwissen

Mit vielen Stimmen und Geräuschen

Mozart und sein Werk spielerisch kennenlernen

Über die spektakuläre Reise in die »Neue Welt« Mit vielen Sprechern, Musik, Geräuschen und Original-Interview

DAS ABENTEUER HÖREN. www.goyalibre.de • HörProgramm Jugend & All Age

5 CD ISBN 978-3-8337-3108-2

5 CD ISBN 978-3-8337-3121-1

3 CD ISBN 978-3-8337-3116-7

3 CD ISBN 978-3-8337-3088-7

Mitreißender utopischer Thriller

Familiengeschichte voller Geheimnisse

Erfolgreiche Sherlock HolmesReihe

Fantasy-Epos in der Tradition Tolkiens

Drei Geschwister, die über sich hinauswachsen

Der größte Detektiv aller Zeiten

Eine Welt voller Magie und Verrat

Was kostet die Unsterblichkeit?

Am Anfang war das Wort. GoyaLiT www.goyalit.de • Das erwachsene HörProgramm aus dem Hause JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH

3 CD ISBN 978-3-8337-3036-8

3 CD ISBN 978-3-8337-3089-4

4 CD ISBN 978-3-8337-3091-7

4 CD ISBN 978-3-8337-3049-8

Dora Heldts neuer Bestseller

Der neue Roman der Bestsellerautorin von »Die Frau im Mond«

Ostfriesenangst 6 Monate auf der SPIEGEL-Bestsellerliste

Männlich, ledig – New Yorker sucht: die Liebe

Zum Brüllen komisch. hr1

Romane beflügeln nun mal die Seele! Der siebte Fall für Ann Kathrin Milena Agus Klaasen

Eine federleichte, romantische Komödie

Kundenbetreuung Buchhandel – Ihr direkter Draht: Koch, Neff & Oetinger Verlagsauslieferung GmbH • Tel. 07 11 / 78 99 10-40 • Fax: 07 11 / 78 99 10-10 • jumbo@kno-va.de


Für mich hat ‚Wecke niemals einen Schrat‘ das Zeug zum Klassiker © Vincent Schaack

HÖRBUCH DES JAHRES!

Special | Hörbuch

Angelika Schaack, Hörcompany

konnte Tagesthemen-Moderator Ingo Zamperoni gewonnen werden. Neben vielen Kindern führen mit Martin Baltscheit („Bärenbude“ im WDR) und Katharina Gast (Moderatorin des Tigerentenclubs) auch zwei erwachsene Sprecher durch die CDs. Klassiker (ab 5)

Gelesen von Anna Maria Mühe 5 CDs • € 19,99 • sFr 29,90 ISBN 978-3-86742-697-8

Unverbindliche Preisempfehlung

... „ein sehr berührendes Hörbuch – tragisch, komisch, intelligent und emotional“... ... meint die Jury

Im Vertrieb des Carlsen Verlags Bestellhotline: 0800/66 111 99

www.silberfisch-hoerbuch.de

Der KinderbuchKlassiker von 1967 jetzt als Hörbuch: In Philippe Fix‘ Serafin und seine Wundermaschine erbt Hobby-Erfinder und Bastler Serafin eine Ruine, die er zu seinem ganz individuellen Traumhaus umbaut. Doch dann soll das Gebäude einer Hochhaussiedlung weichen. Lena Lindenbauer, Programmleiterin Kinderund Jugendhörbuch bei Argon: „Rufus Beck liest diesen wunderschönen, zeitlosen Bilderbuchklassiker, den wir alle noch aus unseren Kindertagen kennen und lieben.“ Ritterliches (ab 5)

Bei Jumbo steht ein neues Abenteuer mit Ritter Trenk auf dem Programm – schließlich konnten die Hamburger von den Geschichten aus der Feder von Kirsten Boie schon über 75.000 CDs verkaufen. Der kleine Ritter Trenk und fast das ganze Leben im Mittelalter enthält auch unterhaltsames Sachwissen. Die kleinen Hörer, so Frederike Mönkemöller, Assistentin der Programmleitung, erfahren spielerisch Spannendes aus der Ritterzeit, das in keinem Geschichtsbuch steht: „Das neue Hörbuch ist in dieser Zusammenstellung aus Abenteuergeschichte und Mittelalter-Sachwissen einzigartig und ein absolutes Muss für Ritter TrenkFans, die den Anschluss nicht verpassen 122

wollen.“ Gesprochen wird das Hörbuch von Karl Menrad. Geschwister-Geschichten (ab 5) Sauerländer-Redak-

teur Dirk Kauffels ist sich sicher: Wenn Lotta und ihr kleiner Bruder Theo in Dieter Napps Achtung, hier kommt Lotta Bankräuber überführen, Jagd auf Vampire machen oder einfach nur ganz viel Eis essen, spreche das nicht nur diejenigen an, die eine zickige große Schwester oder einen langweiligen, kleinen Bruder zu Hause haben, sondern alle kleinen und großen Hörer, die die Anarchie des Kinderhumors zu schätzen wissen. „Und Dietmar Bär zuzuhören, wie er mit vollster Ironie ein Slapstick-Abenteuer nach dem nächsten erzählt, macht einfach nur Spaß.“ Klassiker-Potenzial (ab 7)

Für Hörcompany-Verlegerin Angelika Schaack hat Wieland Freunds Abenteuer Wecke niemals einen Schrat (gelesen von Jodie Ahlborn) das Zeug zum Klassiker: Schrat Wendel weicht nicht mehr von Jannis’ Seite, dabei glauben Elfen doch, Schrate bringen Unglück. Und dann werden auch noch Jannis’ Freundin Motte und die Elfenkönigin durch einen Sturm verweht … Drei kleine Geschichten zum Thema Angstbewältigung. Bären-Abenteuer (ab 8)

BuchMarkt Januar 2013

Der kleine Grizzly, der über eine besondere Gabe verfügt und heimlich in eine Prinzessin verliebt ist, lebt lange allein im


Hörbuch | Special

Catherynne M. Valentes ‚September‘ ist so versponnen wie ‚Alice im Wunderland‘

Riesen-Geschichte (ab 8)

Munkel, der für einen Riesen eher etwas kurz geraten ist, freundet sich mit dem Kleinlingsmädchen Emily an, macht eine spannende Entdeckung und rettet seine Artgenossen vor einer gefährlichen Bedrohung. Janet Foxleys Munkel Trogg wurde mit dem „The Times/Chicken House Prize 2010“ ausgezeichnet. Das Hörbuch erscheint im März bei DAV und wird von Boris Aljinovic gelesen. Für Mädchen (ab 8)

Boris Udina, Marketing- und Vertriebsleiter bei audio media, freut sich auf den Start der Hörbuchserie Angel & Luzie von Bestsellerautorin Bianka Minte-König (über drei Millionen verkaufte Bücher), die mit den Sprecherinnen Sonja Szylowicki, Sandra Schwittau und Melanie Manstein umgesetzt wird. Die ersten Folgen um Marie („Ein Engel kommt selten allein“, „Club der mutigen Mädchen“), dem der Schutzengel Angel und das Teufelsmädchen Luzie nicht mehr von der Seite weichen, erscheinen im März. Udina: „Die Serie macht Mut, für sich selbst einzustehen.“

Anti-Held (ab 10)

Die Geschichte über den 10-jährigen August, dessen Gesicht durch einen Gendefekt stark entstellt und der dennoch witzig, klug und großzügig ist, war für die London Times die „Debüt-Sensation des Jahres 2012“. Silberfisch hat Wunder von Raquel J. Palacio als vielstimmiges Hörbuch mit acht Sprechern inszeniert, darunter Andreas Steinhöfel, Sascha Icks, Boris Aljinovic und Nina Petri. „Ein flammendes Plädoyer für Großzügigkeit, Toleranz und Integration“, so Programmleiterin Dörte Brunotte.

3CD / 4 Std. 15 Min. / 16,95 € /Ab 13 Jahren ISBN 978-3-942587-52-5 / ET 11.03.2013

Für Teenies Agenten-Thriller (ab 13)

Für Hörverlag-Lektorin Andrea Beck ist die Reihe Top Secret von Robert Muchamore, die im März mit der Folge Die neue Generation 1 für Jugendliche startet, „die perfekte Mischung aus ATeam und James Bond“. Die Geschichte um den 12-jährigen Ryan, der nach seiner Ausbildung zum Geheimagent seinen ersten Auftrag erhält, wird von „Drei Fragezeichen“-Sprecher Jens Wawrczeck gelesen.

5 CD / 6 Std. 45 Min. / 19,95 € / Ab 13 Jahren ISBN 978-3-942587-50-1 / ET 11.03.2013

Migrations-Geschichte (ab 13)

BuchMarkt Januar 2013

Alicjas polnische Mutter mischt sich in alles ein, was der 15-Jährigen wahlweise Scham, Zorn oder Verzweiflung ins Antlitz treibt.

1 CD / ca. 50 Min. / 14,95 € / Ab 8 Jahren ISBN 978-3-942587-51-8 / ET 11.03.2013

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Hörproben: www.hoercompany.de Vertrieb:Verlagsgruppe Beltz

*unverbindliche Preisempfehlung

Wald – bis er auf einen Elefanten und einen weiteren Bär trifft, dem die Staatssicherheit auf den Fersen ist. Henri van Daeles Die Bären von Hügelwald (gelesen von Friedhelm Ptok) hatte Igel-RecordsLektorin Melanie Asche „von der ersten Zeile an ins Herz geschlossen“: „Der Autor erzählt die Geschichte so fantasievoll, anschaulich und doch mit einer Leichtigkeit, dass man sie einfach lieben muss.“

Hörvergnügen für alle

© Argon

Lena Lindenbauer, Argon


Special | Hörbuch

‚Ritter Trenk‘ – das ist Spannendes aus der Ritterzeit, das in keinem Geschichtsbuch steht Frederike Mönkemöller, Jumbo

Dabei wäre sie einfach nur ein ganz nor- denbauer findet die Geschichte sogar Fantasy-Saga (ab 14) maler Teenager. Als Hörcompany-Verlege- „so wunderbar fantastisch und versponnen Verborgene rin Angelika Schaack bei Fritzi Haber- wie ‚Alice im Wunderland‘ und mit unverSchwerter, uralte landt als Sprecherin für Emmy gesslichen Figuren wie Seifenmädchen Magie und ein Tor zur SchattenAbrahamsons schräger Migrationsge- Lug und  Lindwurm A-bis-L.“ Gelesen schichte Widerspruch Zwecklos oder Wie wird das Abenteuer, das im März auf den welt: In Der man eine polnische Mutter überlebt ange- Markt kommt, von Luise Helm. Schwarze Prinz, fragt hatte, kam prompt die Antwort: „Ich der zweite Teil habe gestern angefangen, den Text zu le- Afrika-Hilfe (ab 13) der Elbenthal-Saga, mixt Autor Ivo Pala sen und konnte gar nicht wieder aufhören! Als der 14-jährige wieder filmreife Action, germanische MyHerrlich! Also ich bin dabei! Juchu!“ Protagonist er- thologie, eine gute Prise Humor und Fanfährt, dass schon tasy-Elemente zu einem packenden und Utopie-Thriller (ab 13) 33 Cent ein afrika- modernen Abenteuer zusammen, das Im Jumbo-Label Goya nisches Kind vor Torsten Michaelis kraftvoll und differenlibre erscheint im Fedem Verhungern ziert schildert (bei Sauerländer). bruar mit Jessica retten, will er einKhourys Debüt Die fach nur helfen: Um Geld für Afrika auf- Liebesglück (ab 14) Einzige ein Utopie- zutreiben, geht er nicht mehr zur Schule, Spitzentitel bei SilThriller, der, so He- arbeitet, stiehlt und wird zum Hehler … berfisch ist in dielena Thiemann Igel -Records -Geschäftsführerin Mira sem Frühjahr die (Lektorat und Marketing), die Frage nach Brinkschulte hat Louis Jensens 33 Cent, Hörbuch-Version dem Preis für Unsterblichkeit stellt: Pia, um ein Leben zu retten (gelesen von Dovon Cath Crowdie in einem geheimen Forschungslabor minik Freiberger) extrem beeindruckt: Graffiti leys im Regenwald des Amazonas lebt, wurde „Der auffällig andere Erzählstil geht in kurMoon (gelesen von Wissenschaftlern erschaffen. Sie ist zen, prägnanten Sätzen der Frage nach: von den Newcomern Mirco Kreibich und unsterblich, perfekt und die einzige ihrer Wie sehr würde ich meine persönliche Be- Birte Schnöink), in der zwei Liebende nur Art. Dann trifft sie im Dschungel auf ihre quemlichkeit für eine Ungerechtigkeit auf- eine einzige Nacht Zeit haben, einen Haugroße Liebe ... Wer den All-Age-Titel le- geben, die mich nicht direkt betrifft? fen Missverständnisse zu klären und zusen wird, stand bei Redaktionsschluss Hochspannende Literatur!“ einander zu finden. Programmleiterin Dörnoch nicht fest. „Es wird aber auf jeden te Brunotte: „Die Geschichte ist sehr Fall eine weibliche Stimme sein“, so Thie- Mystery-Thriller (ab 13) rasant und gleichzeitig sehr poetisch – eine mann. Der Mystery-Thriller einmalige Kombination.“ Night School. Du Unvergessliche Figuren (ab 13) darfst keinem trauen Dystopie-Trilogie (ab 14) Wenn man den Tivon C.J. Daugherty In Prentisstown auf tel des Argonist die erste von fünf dem Planeten New Hörbuchs Die Folgen um die rebelliWorld gibt es eigentwundersame Gesche Allie, die von ihlich keine Geheimschichte von Sep- ren Eltern in ein neues Internat geschickt nisse, weil jeder die tember, die sich wird. Wem kann sie dort trauen? Welche Gedanken des andeein Schiff baute Verbindung hat ihre Mutter zu der Schule? ren hören kann. Die und das Feenland umsegelte von Cathe- Und dann geschieht auch noch ein Mord ... Flucht ist der erste Teil von Patrick Ness‘ rynne M. Valente hört, muss man zum Oetinger audio veröffentlicht die 15 Stunden Trilogie um das Dorf der Männer und den Inhalt nicht mehr viel sagen. Vielleicht lange Geschichte, die Luise Helm ungekürzt Planeten ohne Privatsphäre. DAV veröfnoch, dass ein magisches Schwert eine liest, auf zwei MP3-CDs, „weil wir“, so Ver- fentlicht die Dystopie auf einer MP3-CD nicht unbedeutende Rolle spielt oder eine lagsleiter Markus Langer, „davon überzeugt – als ungekürzte Lesung mit David Herde wilder Fahrräder. Kinder- und Ju- sind, dass sich gerade unter Jugendlichen Nathan. gendhörbuch-Programmleiterin Lena Lin- dieses Format immer mehr durchsetzt“. CoCa 124

BuchMarkt Januar 2013


www.oetinger-audio.de

ISBN 978-3-8373-0598-2 6 CDs · 24,95 € [D] 25,20 € [A]

ISBN 978-3-8373-0559-3 2 CDs · 16,95 € [D] 17,10 € [A]

ISBN 978-3-8373-0677-4 2 mp3 CDs · 19,95 € [D] 20,20 € [A]

ISBN 978-3-8373-0638-5 9 CDs · 29,95 € [D] 30,20 € [A]

ISBN 978-3-8373-0707-8 1 CD · 9,95 € [D] 10,10 € [A]

ISBN 978-3-8373-0682-8 2 mp3 CDs · 19,95 € [D] 20,20 € [A]

ISBN 978-3-8373-0678-1 1 CD · 9,95 € [D] 10,10 € [A]

ISBN 978-3-8373-0689-7 1 CD · 9,95 € [D] 10,10 € [A]

NEU & UNGEKÜRZT

U Umsatzstark msatzstark ins ins neue neue Jahr Jahr – mit unseren Hörbuch-Knallern!


Special | Hörbuch

Hörverlag: Ab Mai werden an 50 teilnehmenden Waschanlagen insgesamt 100.000 CDs mit Ausschnitten aus den SALE away-Aktionstiteln verteilt

Hörverlag: Sesamstraße-Plakat zum Jubiläum der TVSerie

Hörverlag: Der Trailer zur Mordsstimmen-Edition läuft in diesem Monat 25 Mal bei SAT.1

Gib mir 5! Auch in diesem Frühjahr profitieren viele Hörbücher von den Werbemaßnahmen für die Buchausgaben. Doch es gibt auch Marketingaktionen, die speziell aufs Hörbuch zugeschnitten sind Marketing

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m die neue SAT.1-HörbuchEdition „Mordsstimmen lesen Krimi-Bestseller“ einzuführen, hat der Hörverlag einen Trailer produzieren lassen, der in diesem Monat insgesamt 25 Mal über den TV-Sender des Kooperationspartners geht – jeweils zur Prime-Time und im Zielgruppen-relevanten Umfeld („Der letze Bulle“, „K11 – Kommissare im Einsatz“, „The Mentalist“ etc.). Dafür wurde ein Budget von 200.000 Euro veranschlagt. Das „Besondere“ am TV-Trailer sei, so Marketingchefin Bettina Halstrick, dass er sich zu fast 100 Prozent auf seinen Sound verlasse: „Es gibt praktisch keine Bildebene – oder nur sehr reduziert – dafür aber eine eigens für den Spot komponierte Musik und natürlich die Stimmen der Sprecher, die, obwohl aus drei komplett verschiedenen Hörbüchern stammend, miteinander und mit dem Zuhörer kommunizieren.“ Sprecher der Edition sind u.a. Christoph Maria Herbst, Jan Josef Liefers und Axel Milberg. 126

Und weil die Sesamstraße in diesem Jahr Für den kommenden Sommer aktiviert der Hörverlag nun schon zum dritten Mal 40 Jahre alt wird, stellt der Hörverlag zum die Aktion „SALE away“ – ein Wortspiel, Jubiläum der bekanntesten Kinder-TV-Serie zwei Sesamstraßen-Titel in den Fokus mit dem die Münchener preisreduzierte „Topseller“ fürs Urlaubsgepäck anbieten. („Geburtstags-Geschichten“ und „Gute Der Preis der fünf ausNacht-Geschichten“) und gewählten Titel (Jonashält für den Handel ein passon, „Der Hundertjährige sendes Plakat bereit. „Auf …“, Riley, „Orchideendiese Weise können wir an der geplanten großen Marhaus“, Birr, „On the left ketingkampagne teilhaben …“, Weiler, „Antonio im – mit Walking-Acts, Tour, Wunderland“, Gavalda, TV-Special und Koops mit „Ein geschenkter Tag“) Markenartikeln“, so Bettina wurde auf 9,99 Euro gesenkt und mit einer großen Halstrick. Promo-Aktion verknüpft: Ab Mai werden an 50 teilnehmenden Waschannter dem Motto „Gib lagen insgesamt 100.000 mir 5!“ bietet OetinCDs mit Ausschnitten aus ger audio ab Ende dieses den Aktionstiteln verteilt. Monats fünf Hörspiele zum Dazu gibt es Plakate und Preis von je 5 Euro in limiAufsteller bei den teilnehtierter und neu gestalteter menden Partnern, Plakate Auflage an. Dafür hat der Oetinger: „Gib mir 5“-Plakat und -Button für für den POS und PapiertüVerlag Streifenplakate und den Point of Sale ten für den Handel. Buttons anfertigen lassen.

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BuchMarkt Januar 2013


Es gibt sie noch, die guten Hörbücher. Schrill und laut posaunt so mancher Hörbuch-Fabrikant sein Progrämmchen voll leichter Muse hinaus. Anders die Argon Edition! Sie richtet sich an Kenner und ist sich ihrer inneren Stärken bewusst. In einem aufwändigen Verfahren werden hier bestens ausgebildete Sprechkünstler aus deutschen Kulturregionen mit der Einsprache beauftragt. Hierbei kommen auch Tontechniker aus dem Erzgebirge zum Einsatz. Versierte Lektorinnen aus dem Argon Verlag begleiten diesen Prozess fortlaufend. Derweil werden in der Müritz bereits Kartonagen und Papiere bedruckt und kaschiert. Zuletzt werden dann die Daten auf CD gebannt, hierbei werden von einer Maschine aus Niedersachsen sorgfältig die Daten in den Makrolon-Rohling geschmiedet. Ergebnis sind Hörerlebnisse von erlesener Qualität, der Kurzweile dienend und aller Kurzlebigkeit trotzend.

Mit Tender Bar hat Moehringer ein Millionenpublikum verzaubert. In „Knapp am Herz vorbei“ erzählt er wieder eine wahre Geschichte – vom Leben des beliebtesten Bankräubers aller Zeiten. Was dabei Wirklichkeit und was Erfindung ist, werden wir nie erfahren. Aber was macht das schon? Gelesen von Burghart Klaußner, der für die Lesung von Jo Nesbøs „Leopard“mit dem Corine Buchpreis in der Kategorie „Bestes Hörbuch“ geehrt wurde.

J. R. MOEHRINGER, KNAPP AM HERZ VORBEI 8 CDs, Sprecher: Burghart Klaußner ISBN 978-3-8398-1228-0 € 29,95* Ab 3/2013 im Buchhandel

Eine Klasse für sich: Eva Mattes liest Jane Austen! Mit seinen pointierten Dialogen ist Austens Roman zugleich die bezaubernde Geschichte eines Reifeprozesses sowie eine glänzende Satire auf die Liebes- und Schauerromane der damaligen Zeit – und auf das, was wir heute Romantic Fantasy nennen.

Als die Parallelgeschichten 2005 in Ungarn erschienen, wurden sie als ein „Krieg und Frieden des 21. Jahrhunderts“ begrüßt, die deutsche Übersetzung wurde als Jahrhundertroman gefeiert. Die von der renommierten Dramaturgin Brigitte Landes mit Zustimmung des Autors destillierte Hörbuchfassung fügt die „deutschen Geschichten“ des Romans zu einem gewaltigen, taumelnd machenden Ganzen zusammen. Gelesen wird „Vatermord“ von Ulrich Matthes, der für seine Interpretation von Vladimir Nabokovs „Pnin“ den Deutschen Hörbuchpreis erhielt.

JANE AUSTEN, NORTHANGER ABBEY 9 CDs, Sprecherin: Eva Mattes ISBN 978-3-8398-1213-6 € 34,95* Ab 3/2013 im Buchhandel

PÉTER NÁDAS, VATERMORD 11 KAPITEL AUS „PARALLELGESCHICHTEN“ 10 CDs, Sprecher: Ulrich Matthes ISBN 978-3-8398-1212-9 € 39,95* Ab 3/2013 im Buchhandel

In zehn Kapiteln zerlegt Eva Menasse die Biografie einer Frau in ihre unterschiedlichen Aspekte, zeigt sie als Mutter und Tochter, als Freundin, Mieterin und Patientin, als flüchtige Bekannte und Geliebte. Zu Beginn ist Xane Molin vierzehn Jahre alt und erlebt mit ihrer besten Freundin einen dramatischen Sommer. Am Ende ist sie Großmutter und versucht, für den Rest ihres Lebenswegs das Steuer noch einmal herumzureißen. Aus dem Mosaik der unterschiedlichen Sichtweisen tritt auf

So persönlich wie in keinem anderen Text erzählt Virginia Woolf von Sommerabenteuern und Soiréen, von der Schönheit und dem frühen Tod ihrer Mutter, von der Hass-Liebe zu ihrem Vater und vom Missbrauch durch ihren Bruder. Mit analytischer Genauigkeit hält Virginia Woolf so den Zauber, aber auch die Schrecken und Abgründe ihrer Kindheit fest, die „Augenblicke des Daseins“, jene Momente höchster, intensivster Erfahrung. Gelesen von Sophie Rois, Schauspielerin des Jahres 2012 (theater heute). VIRGINIA WOOLF, SKIZZE DER VERGANGENHEIT 3 CDs, Sprecherin: Sophie Rois ISBN 978-3-8398-1237-2 € 16,95* Ab 3/2013 im Buchhandel

www.argon-verlag.de

magische Weise ein kühnes Hörbuch hervor, das wie nebenbei die Frage nach Wahrnehmung und Wahrheit stellt. Vielstimmige Lesung mit Chris Pichler, Michael Rotschopf, Helmut Mooshammer, Sabine Waibel, Reinhard Kuhnert, Muriel Baumeister, Eva Meckbach, Peter Matic´, Lena Stolze, Adam Nümm EVA MENASSE, QUASIKRISTALLE 8 CDs ISBN 978-3-8398-1236-5 € 29,95* Ab 4/2013 im Buchhandel

Der Untergang eines Landes. Der Roman einer Familie. Die Großeltern haben noch für den Kommunismus gebrannt, als sie aus dem mexikanischen Exil kamen, um ein neues Deutschland aufzubauen. Der Sohn kehrte aus der Sowjetunion heim: mit einer russischen Frau, der Erinnerung ans Lager und dennoch mit dem Glauben an die Möglichkeit, alles besser zu machen. Dem Enkel bleibt nur ein Platz in der Realität der DDR. Sie wird ihm immer enger, und er geht in den Westen: an eben dem Tag, an dem sich Familie, Freunde und Feinde versammeln, um den neunzigsten Geburtstag des Patriarchen zu feiern. EUGEN RUGE, IN ZEITEN DES ABNEHMENDEN LICHTS Hörspiel, 3 CDs, Sprecher: Dieter Mann, Eva-Maria Hagen, Devid Striesow ISBN 978-3-8398-9154-4 € 19,95* Ab 3/2013 im Buchhandel * Empfohlener Ladenpreis


Special | Hörbuch

„Die Aktion“, so Pressefrau Judith Kaiser, „soll dem Kunden signalisieren: ‚Das muss ich haben und hören!‘“ Folgende Kinderklassiker sind dabei: Erhard Dietl, „Die Olchis auf Geburtstagsreise“, Erich Kästner, „Pünktchen und Anton“, Astrid Lindgren, „Pippi in Taka-Tuka-Land“, Sven Nordqvist, „Findus und der Hahn im Korb/Wie Findus zu Pettersson kam“.

Random House Audio: Programmleiterin Sabine Buß (l.) und Produktmanagerin Bernadette Joos im Original Lund-Pullover

Steinbach: Eigenes Gütesiegel soll Qualität demonstrieren

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eit einigen Monaten versieht steinbach sprechende bücher seine Titel mit dem

Aufkleber „100% Qualität. Das gute Hörbuch“. Denn leider, so Geschäftsführer Peter Bosnic, sei es der Branche nicht gelungen, ein einheitliches Gütesiegel zu schaffen, das dem Endkunden sagt: „Das ist ein gutes Hörbuch, mit Herzblut und großem Engagement gemacht.“ Jetzt sei man selbst in Aktion getreten: „Endkundenfeedback und Umfragen – hier wird unsere Qualität immer sehr gelobt. Dafür stehen wir nun auch!“ Das Gütesiegel, so Bosnic, beziehe sich auf „ausgewählte, professionelle Sprecher, die Modulation, Pausen und Tempo genau auf die Inhalte abstimmen“, auf „Lektoren, die mit viel Einfühlungsvermögen die Bücher bearbeiten“, auf „Tonstudios und Tonmeister, die höchste Anforderungen an Tonqualität und Schnitt stellen“, auf „erfahrene Aufnahmeleiter und Regisseure, die auf eine stimmige Atmosphäre und den guten Klang achten“ und „das Presswerk Optimal Media GmbH, das die 100%ige Hörbuch-CD-Qualität umsetzt und mit dem zertifizierten Umweltmanagementsystem gemäß ISO 14001 arbeitet“.

R

andom House Audio bietet in diesem Frühjahr zwar keine eigens aufs Hörbuch zugeschnittene POS-Aktion an, 128

startet dafür aber eine MP3-Aktion mit preisreduzierten Titeln. Die Idee dabei: fünf „Top-Spannungs-Titel“ relativ zeitnah zum jeweiligen Erscheinungstermin des jeweiligen Taschenbuchs herauszubringen. „Das MP3-Format ermöglicht es uns, den geringen (Taschenbuch-)Preis von 9,99 Euro auch im Hörbuch anzubieten“, so Pressechefin Corinna Rausch. Mit Stephen Kings „Der Anschlag“ in der ungekürzten Version (die vier anderen Aktionstitel sind gekürzt), unterbiete der Verlag sogar den Taschenbuchpreis von 12,99 Euro. Dass die Kölner auch an der Marketing-Kampagne und dem Online-Gewinnspiel rund um das Buch zur ersten Staffel der TV-Serie Kommissarin Lund beteiligt sind, haben wir schon im Dezember-Heft von BuchMarkt beschrieben. Nicht vorenthalten wollen wir Ihnen aber das Foto, das RHA-Programmleiterin Sabine Buß und Produktmanagerin Bernadette Joos im Original LundPullover zeigt. Ein Beweis dafür, wie derzeit das Lund-Fieber grassiert.

H

örbuch Hamburg will – stärker als in den Programmen davor – die kommenden Hörbuchproduktionen mit Trailern und Interviews mit den Sprechern, Autoren und Regisseuren begleiten, die dann dem Buchhandel zur Verfügung gestellt werden. Derzeit geplant sind Making-ofs oder Trailer zu John le Carrés „Der Spion, der BuchMarkt Januar 2013

aus der Kälte kam“ (Lesung mit Matthias Brandt). Anlass ist die am 28. Februar erscheinende Neuübersetzung (50 Jahre nach Erst-Erscheinen in Deutschland) bei Ullstein und Hörbuch Hamburg als ungekürzte Lesung. Aber auch zu Kevin Hearnes „Die Chronik des Eisernen Druiden“ (gelesen von Stefan Kaminski) ist Bonusmaterial geplant. Pressechefin Ines Hansla: „In den USA wird der Autor bereits als ‚der neue Terry Pratchett‘ im Genre Urban-Fantasy gehandelt.“ Ebenfalls aus den USA und als ein Autor in der Tradition von George Orwell oder Aldous Huxley gehandelt wird Hugh C. Howey mit „SILO“ (bei OWA), als Lesung mit Peter Bieringer. „Eine hochintelligente Zukunftsvision, bei der wir in den Trailer des Piper-Verlags eingebunden werden“, so Hansla. CoCa

Download

Gutscheine für den Handel

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eit Anfang dieses Monats bietet der Kölner Headroom Verlag Download-Gutscheinkarten für den Buchhandel an. Diese seien, so Vertriebschefin Andrea Lange, für jeden Buchhändler einfach zu handhaben, da keine aufwendige Aktivierung an der Kasse notwendig ist. Der Kunde könne dann einen Titel aus 40 Hörbüchern der Headroom-Reihen „Abenteuer & Wissen“ und „Rätsel der Erde“ im verHeadroom: Zum Start der lagseigenen DownloadDownload-Shop Karten gibt‘s auswählen und 50% Rabatt herunterladen. Zum Start gibt Headroom die Gutscheinkarten mit 50% Rabatt an den Handel ab – und liefert Werbematerial wie Wobbler und Dummy-Karten gleich mit.


Das müssen Sie hören! Der r olge c a N hf sellers t s e des B konomie Ö e i „D ut von G e“ s ö B und

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CD in Stecktasche Spielzeit ca. 63 Min. ISBN 978-3-451-35026-9 Erscheint im Januar

CD in Stecktasche Spielzeit ca. 50 Min. ISBN 978-3-451-35024-5 Erscheint im Januar

CD im Jewelcase Spielzeit ca. 65 Min. € [D/A] 17,99 / SFr 27.50 ISBN 978-3-451-31993-8 Erscheint im Februar

www.herder.de


Spot(t)light | Menschen, Bücher, Sensationen

Foto des Monats

Backwerk des Monats Geschenk: Der Coppenrath Verlag – ein wahres Knusperhäuschen

Wer ist wer? ZS/ES-MitarbeiterInnen mit Queen-Maske

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er sagt denn, dass Vertretertagungen bierernst sein müssen? Bei Zabert Sandmann jedenfalls haben sich alle Beteiligten im vergangenen Monat kräftig amüsiert. Anlässlich des gerade ausgelieferten Buchs „Das trägt die Queen“ (Verlag Elisabeth Sandmann) gab es für Vertrieb, Vertreter und MitarbeiterInnen von ZS/ES eine königliche Maske – und ein Erinnerungsfoto. Ob die richtige Queen darüber wohl amused wäre? Ganz sicher.

G

roße Überraschung für Coppenrath Mitte Dezember: Die externen Grafiker Daniela Lengers, Manuela Altrichter, Steffi Bartsch und Albert Bartel hatten bei den Kollegen aus dem Lektorat Geschenkbuch vorbeigeschaut und eine wahrlich schöne Überraschung gebracht: Das Verlagsgebäude als Knusperhäuschen. Ob das Kunstwerk immer noch steht oder längst vernascht ist, wissen wir natürlich nicht – bei Redaktionsschluss dieses Heftes war es jedenfalls noch unversehrt. „Der erste Stich tut doch weh“, so Pressechef Thomas Rensing vor zwei Wochen.

Branchenblasen: Autor Ralf Bönt, bald-Hanser-Verleger Jo Lendle (r.) Wenn ich dich an Karneval verstehen kann …

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Von Jubiläum zu Jubiläum – der Erfolg geht weiter! Machen Sie mit!

Buch des Monats Hier wird „geschmunkt“: Buchhändler Gerhard Mayer und Verlegerin Barbara Lösel mit Büchern und Plüschtier

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ls Barbara Lösel den ersten Titel ihres gerade gegründeten Verlags Wortvergnügen vorstellte, war Gerhard Mayer, Geschäftsleiter der Nürnberger Buchhandlung Korn & Berg, nicht nur von der Professionalität des Erstlingswerk begeistert, sondern auch vom Thema: Im KurzgeschichtenBand „Zweiter Sieger“ geht es nämlich

…kann ich auch bayrisch verstehen!

ums „Schmunken“ – was so viel bedeutet, wie jemandem ein Schmunzeln zu schenken bzw. mit voller Absicht eine Freude zu machen. Sortimenter Mayer hat dann selbst gleich „geschmunkt“ und das Buch stapelweise eingekauft – was der frisch gebackenen Verlegerin wohl ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben dürfte. Ein weiterer Anreiz für den Buchhändler: Autor Paul Tommek hat in Kooperation mit Barbara Lösel ein mediales Paket geschnürt, das dazu anregen soll, mit Freude einem anderen den Vortritt zu lassen und einfach mal „Zweiter Sieger“ zu sein. So gibt es einen sehr humorigen Internetauftritt (www.schmunken. de), witzige Postkarten und vermutlich auch bald die hellblaue Leitfigur, den guten Geist „Schmunki“ als knuddeliges Plüschtier. Außerdem sind Lesungen in Vorbereitung, z.B. in einem Friseurladen. Übrigens: Mit Hans Schmidt, dem Leiter des Thalia Buchhauses Campe in Nürnberg, hat noch ein weiterer Nürnberger Buchhändler Interesse angemeldet. Ob es daran liegt, dass auch der Verlag in Nürnberg ansässig ist? Zumindest dort in der fränkischen Metropole wird demnächst wohl kräftig geschmunkt. CoCa Info: www.wortvergnuegen.de/verlag

BuchMarkt Januar 2013

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 Frauen bei Karl May? Aber ja!

Katharina Maier

Nscho-tschi und ihre Schwestern

Frauengestalten im Werk Karl Mays ISBN 978-3-7802-0193-5 464 Seiten, € 19,90 klug und unterhaltsam (Vogue) Kontaktieren Sie uns für Lesungen!

Karl-May-Verlag www.karl-may.de


Whisper | Szene Buchhandel

Anfangs blauäugig Vor 30 Jahren eröffnete Renate Meyer die Bücherstube am Fleth in Glückstadt. Ihr Erfolgsrezept: eine Buchhandlung führen, in die sie auch selbst gern gehen würde. Am Anfang standen eine gehörige Portion Frust nach zwei Jahren Hausfrauendasein mit einem kleinen Kind – und der Traum von einer eigenen Buchhandlung. Von diesem Traum erzählte Renate Meyer damals auf einem Fest. Drei Tage später kam ein Nachbar und sprach von einem Generationsübergreifend strahlende Gesichter: Renate Meyer, (2. v. l.) ihre Laden in einem historischen Gebäude, der Tochter Laule Meyer, Stefanie Knölke-Viebrock und Inke Ulrich (v. l.) zu vermieten sei. So beginnt die Geschichte der Bücherstube am Fleth in Glückstadt, die am 13. November 1982 ihre Türen des Teams und Raritäten, die Belletristik oder Verlosungen. Ein wichtiges Standöffnete. „Ich war damals sehr blauäugig“, steht und liegt auch in den Schubladen bein sind Lesungen. Die erste mit Vitus sagt Renate Meyer heute, „aber vor dreißig einer alten Kommode, ein Regal ist für B. Dröscher fand noch im Eröffnungsjahr Jahren, war so etwas noch möglich.“ Dabei Regionalia reserviert. Über dem Regal statt und war ein voller Erfolg. Mit Beist sie nicht einmal gelernte Buchhänd- steht „Bi uns tohuus“. Bildbände und wunderung erinnert sich Renate Meyer lerin, hatte lediglich zwei Jahre in einer Ratgeber, eine große Jugendbuchabtei- an Ingeborg Drewitz, die im September Buchhandlung gearbeitet. lung, Maritimes und Reiseliteratur ste- 1983 direkt nach vier Tagen Sitzblockade Glückstadt ist eine alte Hafenstadt an hen gegenüber der Kasse, im hinteren in Mutlangen kam, nachdem sie sich noch der Elbe, und die Bücherstube am Fleth Raum die Kinderbücher, Kalender und schnell ein neues Auto gekauft hatte, weil ist ein Hafen für alle, die ein Gespräch, Schullektüre. Das Sortiment ist breit, ihr altes kaputt gegangen war – und dann eine Pause bei einem Kaffee, ein gutes denn hier sollen die Stammkunden, bis nachts um zwei hellwach und lebhaft Buch für sich selbst oder als Geschenk aber auch die Touristen finden, was sie diskutierte. Auch ihr 30. Jubiläum feierte suchen. Zur Buchhandlung gehört das suchen. Renate Meyer mit ihren Kunden bei eiBücherstubencafé. Zu Beginn war es mit ner Lesung mit der Glückstädter Autorin im Laden untergebracht. Die Schüler des Die Einrichtung ist liebevoll und skan- Tania Schlie. Sie las aus ihrem Roman örtlichen Gymnasiums verbrachten dort dinavisch-sachlich. Immer steht etwas „Auf der Suche nach dir“, der unter ihrem ihre Freistunden und rauchten. Als die Leckeres auf dem Tisch mit den Büchern Pseudonym Greta Hansen im Piper Verlag Wohnung über dem Laden frei wurde, des Tages: Im Herbst Äpfel, im Winter erschienen ist. Es wurde ein langer, fröhzog das Café dort ein und unten wurde Nüsse oder (von Kunden) selbstgebackene licher, weinseliger Abend unter Freunden, die Kinderbuchabteilung vergrößert. Auch Kekse; gekaufte würden auch nicht in den bei dem man vor allem in Erinnerungen im Café ging Renate Meyer keine Kom- Laden passen. Die Weihnachtsdeko, zwei an die vergangenen Jahrzehnte schwelgte. promisse ein. Hier sollte es den besten fast lebensgroße ausgesägte Elche, hat ein „In den 30 Jahren seit Bestehen der Kaffee in Glückstadt geben, dazu Kuchen Schüler gefertigt, der ein guter Kunde ist Bücherstube gab es einen ständigen und Frühstück aus einer Biobäckerei und – ebenso wie seine Eltern, die wahrschein- Wandel“, sagte Renate Meyer. „In den mindestens sechs Bilderausstellungen im lich schon zu den rauchenden Schülern ersten Jahren hatte man immer UmsatzJahr. Café und Buchhandlung befruchten gehörten. Im Advent wird im Laden vor- zuwächse, dann waren sie auf einmal sich. Es gibt viele Kunden von außerhalb gelesen, die Kunden sind zu Punsch und nicht mehr zweistellig, und heute ist so Glückstadts, die erst ins Café gehen und Plausch eingeladen. Kompetenter, guter manches Jahr schwierig.“ Dazu kommt beim Hinausgehen die Bücherstube ent- Service und Freundlichkeit gegenüber den ein Generationenwechsel. Früher verdecken. Manchmal ist es allerdings auch Kunden sind das A und O. kaufte sie 50 Exemplare des Schleswigumgekehrt: Unten wird ein Buch gekauft, Die Bücherstube ist ständig im Ge- Holstein-Kalenders. Heute noch eines. und oben im Café wird gleich gelesen. spräch: Renate Meyer und ihr Team ma- Heute kommen die Kinder und Enkel Die Neuerscheinungen liegen auf klei- chen regelmäßig Buchvorstellungen für der Kunden der Anfangsjahre, und die nen Stapeln neben den Lieblingsbüchern Kinder und Erwachsene, Malwettbewerbe lesen andere Bücher.

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BuchMarkt Januar 2013


POLARITÄTSTATT GLEICHHEIT EIN PLÄDOYER FÜR

NATÜRLICHEUNDERFÜLLTE

EROTIK

Exklusives Angebot für BM-LeserInnen

Geburtstagsgast: Die Glückstädterin Tania Schlie bei der Jubiläumsfeier Auch in der Bücherstube arbeitet inzwischen die zweite Generation. Seit zehn Jahren ist Tochter Laule dabei. Laule Meyer ist keine gelernte Buchhändlerin, sie hat Interkulturelle Pädagogik studiert, findet aber, sie habe die längste Lehrzeit überhaupt absolviert, weil sie beinahe täglich in den Laden kam, seit sie zehn Jahre alt war. Geblieben über all die Jahre sei das große Glück, das es bedeute, jeden Tag in der Woche genau das zu tun, was ihr Spaß mache, sagt Renate Meyer und spricht damit das Erfolgsrezept ihrer Buchhandlung an. In der Bücherstube wird viel gelacht, unter den Mitarbeiterinnen und mit den Kunden. Die allermeisten sind alte Bekannte, wer zur Tür hereinkommt und ein Buch bestellt hat, findet es meistens schon auf dem Tresen, wenn er die paar Schritte gemacht hat. Wer ein Buch verschenken möchte, kann hier fragen, ob der Empfänger dieses Buch schon hat. Sogar in Liebesdingen findet der Kunde oft Rat. So fragte kürzlich jemand vor einem Rendezvous, ob er der Auserwählten lieber Fifty Shades of Grey oder einen Proust mitbringen solle. „Das kommt darauf an, ob Sie lieber über Sex oder über Literatur mit ihr reden wollen“, lautete die diplomatische Antwort von Renate Meyer.

Bücherfinca Lanzarote 25 Jahre Bücherfinca unseres Autors Helmut Benze. Anlass für ein Kollegenangebot. In diesem über 200 Jahre alten Haus mit großem Garten und Pool haben Kollegen Jahr für Jahr Urlaub auf der sonnigen Vulkaninsel genossen. Viele haben Workshops oder Coachings belegt. 2013/14 bietet Benze ein Jubiläumspaket an:  Wer Inselurlaub im Haus der 7.000 Bücher genießen will, ist zu 25% Nachlass willkommen. Casa Principal: Statt € 640,-- nur 480,-pro Woche für zwei Personen. Casa Panama; Statt € 520,-- nur 390,--.  Wer Inselurlaub mit entspanntem Coaching (für Mitarbeiter oder für Leitende aller Führungsebenen) verbinden möchte, wohnt frei und honoriert das Coaching. Kontakt und weitere Informationen: helmut.benze@brecht-benze.de Telefon: 0621-41 49 74 Fax 0621-41 10 15

erscheint am 15.April 2013

Männer und Frauen sollten gleichberechtigt sein – sie sind aber nicht gleich.Auch und vor allem nicht im Bett. Ein Buch, das uns die Augen öffnet, um die eigenen Wünsche zu entdecken und das Glück körperlicher Liebe befreit zu genießen.

NEUES DENKEN FÜR EINE

Tania Schlie

BuchMarkt Januar 2013

ca. 240 Seiten I geb. mit Schutzumschlag 13,5 x 21,5 cm I WG 1483 € 18,99 (D), € 19,60 (A) ISBN 978-3-943416-01-5

NEUE ZEIT 133

www.scorpio-verlag.de


Impressum | BuchMarkt Herausgeber: Christian von Zittwitz (-19) Redaktion: Cornelia Camen (-21) Ulrich Faure (Chefredaktion online -31) Matthias Koeffler (-59) Barbara Meixner (-13) Jörn Meyer (-17) Susanna Wengeler (CvD -15) Chefreporter: Gerhard Beckmann, Bad Griesbach, Tel. 08532/9253384, Fax - 81247 (GHA-Beckmann@t-online.de) Außenredaktion: Jo Volks (jovolks@gmx.de) Korrespondent Nord-West: Carsten Tergast, Tel. 0491/2024409 (carsten.tergast@gmx.de) Korrespondentin Süd-West: Nicole Lindgens, (n.lindgens@gmx.de) Reporterin Großraum Berlin: Margit Lesemann, Tel. 030 - 769023 - 45, Fax - 56 (mlesemann@t-online.de) Ständige Mitarbeiter: Helmut F. Albrecht, Ursula Bachhausen, Nicola Bardola, Stefan Becht, Klaus Berthold, Christof H. Bräuer, Jürgen Christen, Jeannette Faure, Hans Frieden, Steffen Köpf, Wolfgang Krutz, Simone Leinkauf, Ralf Lieder, Matthias Mayer, Ellen Pomikalko, Rainer Scheer, Dr. Olaf Schmidt, Stephanie v. Selchow, Dr. Wolfgang Stock, Reinhart von Törne, Jürgen Wagner, René Wagner Anzeigen: Kirsten Peters (-27) Anzeigenassistentin: Katharina Sprenger (-23) Vertrieb: Nadine Lettke (-37) Satz: (Kontakt: tvz@buchmarkt.de) Bezugspreise: 1. BuchMarkt-Abo zum Jahresbezugspreis von € 246,00 inkl. Versand und MwSt. 2. BuchMarkt-Zusatzabo zum Jahresbezugspreis von € 215,00 inkl. Versand und MwSt. 3. BuchMarkt-Azubi-Abo zum Jahresbezugspreis von € 89,00 inkl. Versand und MwSt. 4. BuchMarkt-Abo AUSLAND zum Jahresbezugspreis von € 235,00 inkl. Versand. 5. Einzelhefte können zum Bezugspreis von € 24,50/ Exemplar inkl. Versand und MwSt. bestellt werden. Die Kündigung eines Abonnements ist bis zu jeweils sechs Wochen vor Ablauf des Abonnements möglich. Die Kündigung bedarf der Schriftform. BuchMarkt erscheint monatlich Zur Zeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 46 Postscheckkonto: Essen 1 468 89-439 Bank: Volksbank Meerbusch 7 202 198 010 Unverlangte Manuskripte werden gern geprüft Namentlich gezeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder Alle Rechte vorbehalten. Redaktionsschluss für diese Ausgabe war der 18.12.2012 ISSN: 0524-8426 Adresse von Verlag und Redaktion: BuchMarkt Verlag K. Werner GmBH Sperberweg 4 A E-Mail-Adressen: 40668 Meerbusch redaktion@buchmarkt.de Tel. 0 21 50 /91 91-0 vertrieb@buchmarkt.de Fax 0 21 50/91 91 91 anzeigen@buchmarkt.de Geschäftsführer: Christian v. Zittwitz Abo-Hotline: 0 21 50/91 91-37 Förderung nachhaltiger Waldbewirtschaftung und Recycling – nähere Informatinen unter www.pefc.org Dieses Produkt wurde auf PEFCzertifizierten Papieren produziert Druck: rewi druckhaus, Reiner Winters GmbH, Wiesenstr. 11, 57537 Wissen, Tel. (0 27 42) 9 32 38, Fax (0 27 42) 93 23 70, e-Mail: druckhaus@rewi.de, Anzeigen: typo@rewi.de, www.rewi.de, PEFC/04-31-0829

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Whisper | Szene

Die Freuden der Provence: Das Ferienzentrum „Culture & Contact“

Verlage

„Bücher sind die Würze des Lebens“ Saint Saturnin lès Apt gehört zu den Or- und diskutieren möchten wir mit unseren ten, in denen sich noch ein weitgehend Leserinnen und Lesern“, beschreiben sie unverfälschtes Provence-Bild erhalten hat. ihre Verlagsziele. Das aus römischer Zeit stammende BergWarum der Name Contra-Bass? Beide dorf im Schatten des Vaucluse-Plateaus Verleger haben in ihrer Jugend Kontrabass zählt heute 2700 Bewohner, darunter auch gespielt und auch die Liebe zur Literatur zwei Deutsche, Astrid Schmeda, geboren geteilt, bevor ihre Wege zusammenliefen. 1950, und Gerd Stange, Jahrgang 1944. „Die tiefen Bass-Töne stehen für unsere Die Pädagogin und Psychologin und der Vorliebe, den Dingen auf den Grund zu Romanist und Linguist leben seit zwei gehen, der Leichtigkeit und der Fantasie Jahrzehnten in der Provence. In ihrem Fe- eine Basis zu geben, für unser Streben rienzentrum „Culture & Contact“ bieten nach Tiefe und Hintergrund.“ Die bissie neben „Urlaub pur“ auch Kochkurse her erschienenen Bücher spiegeln das und Seminare an, geführte Ausflüge auf Verlags-Credo wider: Astrid Schmedas den Spuren von Literaten, Widerstand und Provence-Reiseführer „Auf den Wegen der Exil. Beide lieben das Schreiben und die Freiheit“ enthält neben Wanderungen, und Literatur: Astrid Schmeda hat Romane Landschaftsbeschreibungen auch Porträts und Erzählungen veröffentlicht (u. a. bei von Jean Giono und René Char, sie folgt rororo, Edition Nautilus, anabas), ihr Le- Anna Seghers nach Marseille oder den benspartner als Übersetzer gearbeitet. deutschen Exilanten nach Sanary. Im Herbst 2010 gründeten die beiden Gerd Stange und Astrid Schmeda nehihren eigenen Verlag in Hamburg, die men sich Zeit zum Leben und bieten den Edition Contra-Bass. Auch wenn zu- Gästen eine Oase der Ruhe und der Anrekünftig noch eine Adresse in Freiburg gung. Auf der Website des Verlages liest dazukommen wird, Lebensmittelpunkt man: „Bücher zu lesen ist in unserer geund Geschäftsführung liegen weiterhin schäftigen, geschwindigkeitsfanatischen in Südfrankreich. Das Verlagsprogramm Zeit sowohl ein Anhalten, eine Pause, eine umfasst Belletristik (Romane und Erzäh- Entspannung, als auch ein Mittel zur gelungen), Sachbücher (Politik, Philosophie, danklichen Bereicherung, FantasieanrePädagogik, Psychologie), Reiseführer und gung, emotionalen Öffnung bis hin zur eine Reihe mit Kritischen Hefte „Signe de revolutionären Ermunterung.“ Vie“ (Lebenszeichen). „Bücher sind die Weitere Informationen finden sich unter Würze des Lebens, für manchen sind sie www.contra-bass.de. Wer seinen Urlaub sogar der Sinn. Da Bücher in der Hand bei dem sympathischen Verlegerpaar verzu halten und zu lesen aus der Mode zu bringen möchte, kann die Homepage ihres kommen scheint, setzen wir darauf, sie Gästehauses „Culture & Contact“ besuwieder populär zu machen. Nicht nur chen: www.provence-bastide.com. lesen, auch über das Gelesene sprechen Lutz Lenz

BuchMarkt Januar 2013


Inserentenverzeichnis Antje Kunstmann

Kopfnuss

Der Verlag, nach dem wir heute fragen, hat eine seltsame Geschichte. Er wurde viermal neu gegründet, und jedes Mal von ganz anderen Gesellschaftern. Das Kontinuum war jeweils der Verlagsname und nicht der Autorenstamm, die Rechte oder die Bestände. Auch der Verlagssitz – eine wichtige Buchstadt, deren Name Bestandteil der Firmierung ist – ist von Anfang bis heute gleich geblieben. Jede der Gründungen hatte ihr eigenes Gesicht. Die letzte erfolgte im Jahre 1994, und der Verlag zählt heute zu den Firmen, die man „klein, aber fein“ nennt. Der erste Verlag dieses Namens wurde 1920 mit Büchern zu Architektur, Städtebau sowie Kunstgewerbe etabliert, war in jüdischem Besitz und wurde deshalb 1938 liquidiert. Der zweite Verlag dieses Namens entstand wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Einer der Gründer war Mitherausgeber einer ebenfalls nach dem Verlagsort benannten, einflussreichen kulturpolitischen Zeitschrift, die von 1946 bis 1984 erschien. Auch war er Autor eines bis heute maßgeblichen Sachbuches über einen der schrecklichsten Aspekte des „Dritten Reiches“. Der andere Gründer (1914–1980) zählte zu den maßgeblichen Autoren der westdeutschen Nachkriegsliteratur. Der Verlag existierte allerdings nur wenige Jahre. 1987 errichtete ein Ehepaar mit Hilfe eines Investors den Verlag neu und brachte ein literarisch ambitioniertes Programm heraus. 1992 kam es zu einem Zerwürfnis mit dem Geldgeber. Sämtliche Autorinnen und Autoren erklärten, in diesem Verlag keine neuen Werke mehr veröffentlichen zu wollen. Der Investor verkaufte den Verlag nach dem Ausscheiden des Ehepaares an einen in der Schweiz ansässigen kleineren literarischen Verlag, der den Vertrieb weiterführte, aber keine neuen Titel mehr auflegte. Das Verlegerpaar gründete unter eigenem Namen einen Verlag vornehmlich für deutsche Gegenwartsliteratur. Der Sohn eines der bekanntesten Verleger und designierter Nachfolger, der nach einem Vater-Sohn-Drama dessen renommiertes Unternehmen verlassen hatte, kaufte 1993 dem Schweizer Verlag den Verlag ab,

Argon

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Audiobuch

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Beltz

Wen oder was suchen wir?

Bloomsbury

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C. H. Beck

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CBJ

BuchMarkt, Sperberweg 4a, 40668 Meerbusch, Fax: 02150 9191-51, E-Mail: heinold@buchmarkt.de Und bitte das Stichwort „Heinold fragt“ nicht vergessen! Einsendeschluss ist der 13. Januar Unter den Einsendern, deren Lösung komplett und richtig ist, verlosen wir ein Exemplar: „Bücher und Buchhändler“ von Wolfgang E. Heinold, 5. neubearbeitete Auflage, 239 S., Bramann 2007 Die Lösung aus November lautet C. H. Beck, München (die ausführliche Auflösung finden Sie auf www. buchmarkt.de). Gewonnen hat Kilian Fried, Heinrich Heine Buchhandlung, Essen

Christophorus Coppenrath DerHörverlag Diogenes Dorling Kindersley DTV Ebuch Europa S. Fischer Frech Gabal Gräfe und Unzer H. F. Ullmann Haedecke Hoffmann und Campe Hörbuch Hamburg Hörcompany

87 13 108-109 17 9 4, 5 61 53-56 15 79-81 89 1, 83 41 66 6-7 117, 122 123 U2

Jumbo

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Karl May

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Kiepenheuer & Witsch

BuchMarkt Januar 2013

91 10-11

Hueber

KBV

nach dem wir heute fragen. Ohne Autoren und mit nur noch wenigen Rechten, begann er, ihn von Grund auf neu aufzubauen unter dem Motto, „nur wenige ausgesuchte Bücher herausragender Autoren zu veröffentlichen und an die Stelle viel zu vieler austauschbarer Bücher ein kleines, aber dezidiert junges und literarisches Programm mit wirklicher Qualität zu setzen“. Aus einem unverlangt eingesandten Manuskript einer damals 23-jährigen Autorin wurde 1997 der bisher größte Erfolg des Verlages. Der Erstling der unbekannten Schriftstellerin hat sich bis heute rund 400.000 Mal verkauft. Im Mittelpunkt des Jubiläumsprogramms (2012) steht der neue Roman eines Autors, den er bereits im väterlichen Verlag betreut hat und der als Autor bei ihm geblieben ist. Der Verlag, der vier Mal neu gegründet wurde, hat im Herbst 2012 sein 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Dabei geht er in der Zählung vom Jahr der dritten Gründung aus, weil mit den beiden Vorgängerverlagen nur Namensgleichheit, aber keine Firmenidentität besteht. Heinold fragt: Wie heißt der Verlag (Name und Sitz)?

90 32-35

Bramann Campus

Heinold fragt, Sie antworten: Bitte lesen Sie aufmerksam unser Rätsel und senden Sie uns die richtige Antwort! Bitte senden Sie die Lösung an:

21

Klett

73 46-47 95

Kösel

76

Kreuz

85, 129

Langenscheidt Leipziger Buchmesse

U3, 2-3, 101 137

Linde

77

Moses

67

Oetinger

125

Dr. Oetker

39

Paul Pietsch

U4

Piper

26-31

Presseversorgungswerk

69

Random House Audio

117

Reclam Residenz Schlütersche Verlagsgesellschaft Schroedel Scorpio Suhrkamp

98-99 Zusatzumschlag, 25 75 97 133 23

Tessloff

105

Wagenbach

138

Wissen Media

103

Beilagen: Blumenbar BuchMarkt Hörbuchplakat BuchMarkt Titelschutz Paperworld

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Whisper | Szene

J

o Lendle, der designierte Nachfolger von Michael Krüger als Hanser - Verleger mailte mir jetzt: „Ich erinnere mich noch gut an unsere Autofahrt nach meiner Lesung in der Buchhandlung Ihrer Frau, als Sie mir ausmalten, was es wohl noch alles für Wechsel geben werde.“ Im Gegensatz zu ihm weiß ich nicht mehr, über wen ich alles spekuliert hatte - nur dass ich dabei ihn („zu jung“ dachte ich wohl) überhaupt nicht auf dem Zettel hatte weiß ich noch. Dafür erinnere ich mich noch gut an Gedankenspiele mit den beiden früheren Hanser-Geschäftsführern Franz Josef Klock (ich hatte einen guten Draht zu ihm, er war Gründungsmitglied von BuchMarkt) und Joachim Spencker, wer als Nachfolger für den damals unersetzbar scheinenden Christoph Schlotterer in Frage kommen könnte. Und wie verblüfft die beiden waren, als ich fragte, warum sie nicht dem damals als „zu jung“ eingeschätzten Hanser-Lektor Michael Krüger vertrauen würden... - Krüger war da um die 30 Jahre alt, Jo Lendle ist 44.

I

n diesem Jahr wird die Verlagsgruppe Bastei Lübbe 60 Jahre alt. Der Kurs für die 30 Mio. Anleihe, die das Kölner Familienunternehmen zur Finanzierung des weiteren Wachstums aufgelegt hatte, steht aktuell bei 120 – wer also an die Vision von Stefan Lübbe geglaubt hat, konnte danach zumindest schon mal einen Buchgewinn von derzeit 20 Prozent erzielen; er verspricht Anlegern nachhaltig eine Rendite von knapp 7 Prozent. In Köln setzt man künftig zwar vehement auf die Entwicklung neuer digitaler Modelle (s. S. 8), erinnert sich aber auch daran, dass deren Basis nach wie vor ein gut gemachter „Content“ ist. Jetzt geht dort die Bastei Lübbe Academy an den Start, in der hauseigene Bestsellerautoren dem Autorennachwuchs das Schreiben beibringen sollen, obwohl Stefan Lübbe daran erinnert, was „Mark Twain gesagt hat: Schreiben ist leicht, man muss nur die falschen Wörter weg lassen“. Geleitet wird die Talentschmiede von seinen Lektoren Ann-Kathrin Schwarz und Jan F. Wielpütz. Sie wissen, wie es geht und haben das auch schon erfolgreich bewiesen: Unter dem Pseudonym Anne Weiss/Stefan Bonner haben sie u.a. den Bestseller Generation Doof vorgelegt. 

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in Coup der FÜR SIE ist noch nachzutragen: Die drei hochkarätigen „Buchmacherinnen“ (so der Titel der siebenseitigen Bildstrecke) Callwey-Verlegerin Dr. Marcella Prior-Callwey, die Literaturagentin Dr. Michaela Röll und

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Klatsch & Tratsch

Christian von Zittwitz cvz@buchmarkt.de

HoCa-Cheflektorin Dr. Constanze Neumann hatten sich für die Ausgabe 21/12 zu einer siebenseitigen Modestrecke überreden lassen; wird bestimmt ein Sammlerstück!

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as bestimmt auch: Im Dezember hat Henner Voss nach 40 Jahren Vertretertätigkeit (s. S. 142) die Reisestiefel an den Nagel gehängt. Er war seit 1968 unterwegs, hatte zunächst mit „linken“ Verlagen begonnen. Beziehungsreich hat er sich und seinen Freunden in der „Szene“ zum Abschied die um 30 Seiten ergänzte Neuauflage seines Buches

gegeben wurde und in mehr als 20 Auflagen erschien. Jörg Schröder hat in seinen Folgen Schröder erzählt immer wieder über seine Arbeit an dem Manuskript und auch über seinen Weggefährten Henner Voss berichtet. Zu dessen Buch aber will er nichts sagen: „Ich habe über deren frühen Jahre ein ganz anderes Bild von Bernward als Henner, denn wir waren ja beide mit ihm befreundet. Aus alter Freundschaft habe ich nur ihm meine Kritik an seinem Text mitgeteilt.“ Verraten aber hat er mir ein Projekt in eigener Sache: „Gestern hatten wir mit Jörg Sundermeier die letzte Lektoratsbesprechung für Kriemhilds Lache von Barbara Kalen- Anderer Blick auf der und mir. Das von Bernward Vesper FW Bernstein illustrierte Buch wird im August im Verbrecher Verlag erscheinen – in sonnengelbem Leinen mit Lesebändchen, aber nicht im März-, sondern im VerbrecherErscheinungsbild. Zusammen mit Immer radikal, niemals konsequent (Philo Fine Arts) und unserer Support-Ausgabe (sechs Kassetten Schröder erzählt) werden wir in diesem Jahr anlässlich meines 75. Geburtstags eine große Tournee absolvieren – possibly the last waltz.“

H Bildstrecke aus der FÜR SIE: Drei Buchmacherinnen machen Lust auf Mode

Vor der Reise – Erinnerungen an Bernward Vesper (Verlag Johannes G. Hoof) als „Geschenk“ gemacht. Vesper und er hatten gemeinsam die Buchhändlerschule (damals noch) in Rodenkirchen bei Köln besucht und waren bis 1965 befreundet. Er memoriert „zwischen Heiterkeit und Verstimmung“ u.a. die Zeit dort, aber auch das Zusammenleben in Kreuzberg, wo Vesper und Gudrun Ensslin den Verlag studio neue literatur betrieben. Zur Erinnerung: 1971 nimmt sich Vesper das Leben und hinterlässt das autobiographische Romanfragment Die Reise, das von Jörg Schröder im legendären März Verlag heraus-

BuchMarkt Januar 2013

ier endlich die schon zweimal angekündigte Fortsetzung von Reinhold Joppichs Text zu Katharina Wagenbach (Heft 11/2012): „Als ich F.C. Delius‘ Buch Als die Bücher noch geholfen haben auf den Tisch legte und Katja fragte, was es denn mit der aufschlussreichen Wagenbach-Verlagsgeschichte in diesem Buch so auf sich hätte, schwieg sie; einzig eine dezente Zornesröte auf ihrem Gesicht verriet ihre Gedanken. Begeistert aber war sie von der Idee, als ich vorschlug, dass mein Freund Joseph Weißbrod und ich doch die Friedenauer Presse weiterführen könnten. Als ich mit ihr am nächsten Tag meinen Freund Emidio in seiner Buchhandlung Novo Orizonti in San Benedetto del Tronto besuchte, erinnerte ich mich daran, dass sie dort 2005 die italienische Ausgabe des Romans Sommer am See von Vigevani gekauft hatte, der dann 2007 in ihrem Verlag erschien, hymnische Besprechungen bekam und über 30.000 Exemplare verkaufte – ein riesiger Erfolg für die Friedenauer Presse. Die Taschenbuchrechte sind noch immer nicht vergeben, Katja hat sie mir aber für K&W versprochen.“


D

azu auch dieser Brief von Cornelia Wrobel, Christina Lüthi und Olivia Stirnberg (die drei würden gerne von Italien aus für deutsche Verlage arbeiten) zum Aus der Libreria Herder (November-Heft): „Zwischen der Schließung der zweiten Etage und unserer Entlassung sind ca. drei Jahre vergangen. Außerdem ist unsere Abfindung schnell ausbezahlt worden; die Kolleginnen, die ihrerseits vorher gekündigt hatten, mussten allerdings lange auf ihr Geld warten. Man muss Reinhold Joppich wirklich Recht geben, es kann nicht sein, dass die einzige deutsche Buchhandlung in Rom, die zudem seit 1925 besteht, ihre Pforten schließt. Denn außer Buchhandlung war Herder Rom auch eine Institution, ein Treffpunkt der Deutschen und der Deutschland bzw. der deutschen Sprache Zugeneigten. Natürlich kann man – wie die Geschäftsführung angemerkt hat – mit einer Institution kein Geld verdienen, aber mit einer gut geführten Buchhandlung in dieser Position schon. Und genau daran hat es leider, zumindest in den letzten Jahren, gemangelt. Die Schließung wäre unserer Meinung nach abzuwenden gewesen, hätte man sich zu gegebener Zeit mit den wirklichen Problemen der Buch-

Glänzend positioniert.

2013 Schon die Buchmesse im Blick? Viel Neues für Buchhändler. Entdecken Sie spannende Literatur, neue sowie bekannte Autoren und tauchen Sie ein in die Themenwelten der Leipziger Buchmesse. Informatives Fachprogramm inklusive! Sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket unter www.leipziger-buchmesse.de/ticket. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Dank der Geschäftsleitung an die NWB-Mitarbeiter für 2012: Rolf Müller, Dr. Ludger Kleyboldt und Jan Oßenbrink (v.l.)

handlung beschäftigt und fähige Führungskräfte gewonnen. So können wir nur abschließend sagen: Es ist nicht nur schade, es hätte auch vor allem nicht sein müssen.“

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uch diese Aktion muss vermeldet werden: Große Augen müssen die NWB-Mitarbeiter gemacht haben, als ihnen von gegenüber des Verlagshauses das Dankeschön der Geschäftsführung für das abgelaufene Jahr als PlakatUnikat (s. Foto) entgegen leuchtete.

BuchMarkt Januar 2013

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Leipziger Messe GmbH, Projektteam Buchmesse Postfach 10 07 20, 04007 Leipzig Hotline: +49(0)341 / 678-69 90 (Mo–Fr 09.00–17.00 Uhr) Telefax: +49(0)341 / 678-69 91 fachbesucher@leipziger-buchmesse.de twitter.com/buchmesse facebook.com/leipzigerbuchmesse

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»2012 auf der Shortlist des Man Booker Prize: Ein erstaunlicher, beunruhigender Roman mit einem unerwarteten Ende!«

Whisper | Lesetipps der BuchMarkt-Redaktion Maria Altepost Für alle Fans von Ted, Barney und Co: Der Serien- und Episodenguide How I met your Mother von Schwarzkopf & Schwarzkopf mit vielen Bildern und einem Überblick über alle Folgen. In Verwesung (Rowohlt), dem vierten Fall von David Hunter, verrät Simon Beckett dem Cornelia Camen Selten hat mich eine Geschichte so beeindruckt wie die des Waisenkindes Jun Do, der unter dem Regime von Kim Jong Il in Nordkorea aufwächst, noch nie einen Film oder ein Werbeplakat gesehen hat, und den ein falsches Wort ins Arbeitslager bringen könnte. Adam Ulrich Faure Sowas lieben Gitarristen: den Band Keith Richards aus der neuen Reihe guitar heroes von PPVMEDIEN. Ralph Dutli startet mit seinem ersten Roman: Soutines letzte Fahrt (Wallstein). Akribisch recherchiert: Helmut Böttigers Die Gruppe 47 bei der DVA. Spannend: Matthias Koeffler

Deborah Levy Heim schwimmen roman

So böse und so karg war Edo PopoviĆ noch nie wie in Der Aufstand der Ungenießbaren (Luchterhand). Treffsicher zieht er die Linien zwischen Jugoslawienkrieg und Kapitalismus und macht daraus eine große Parabel. Indem Boualem Sansal den Leser auf so persönliche Barbara Meixner

Erscheint am 29. Januar

Deborah Levy Heim schwimmen Roman Aus dem Englischen von Richard Barth 168 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag 17,90 € /sFr 25,90 / € (A) 18,40 ISBN 978-3-8031-3247-5 Auch als ebook erhältlich ISBN 978-3-8031-4225-5

Noch eine Perle aus den Herbstprogrammen: In Aller Tage Abend (Knaus) entwickelt Jenny Erpenbeck ein Szenario von vier möglichen Schicksalsverläufen einer Frau – und zieht alle Register ihrer Schreibkunst. Auch die ersten Frühjahrs-Titel waren Treffer: Torsten Schulz hat mich Jörn Meyer Dave Eggers‘ Ein Hologramm für den König (KiWi) ist ein melancholischer Roman über die Auswirkungen der Globalisierung – auf Gesellschaft, Individuen und persönliche Beziehungen. Eggers beweist, dass er zu den großen Erzählern unserer Zeit gehört. Ein anderer Susanna Wengeler Die neuen Lese-Exemplare locken, doch es gibt noch so viele Herbst-Titel, die Aufmerksamkeit verdienen: Die unglaubliche Geschichte von der Riesen-Birne (Boje) von Jakob Martin Strid ist ein Bilderbuch, wie ich es mir als Kind immer gewünscht habe: lustig, spannend Christian von Zittwitz Meine Frau taucht allmählich hinter den dahinschmelzenden Stapeln von Wir sind doch Schwestern (neben 1913 von Florian Illies und Zehntelbrüder von Ruth Cerha ihr Endspurt-Renner) auf. Mir hat sie das schmale Bändchen Ausgewählte Texte von Richard Brautigan (HoCa)

Leser endlich mehr über Hunters Vergangenheit und den Tod seiner Frau. Verwirrend bis zum Schluss ist Bloodman von Robert Pobi (Ullstein). Ein gelungenes Debüt in der Krimiwelt legt Harry Bingham mit Totenklage (blanvalet) und einer eher ungewöhnlichen Ermittlerin hin. Ein Roman über eine gesellschaftlich (noch) nicht anerkannte Liebe: Bethan Roberts’ Der Liebhaber meines Mannes (Kunstmann). Johnsons Roman Das geraubte Leben des Waisen Jun Do (Suhrkamp) hat dennoch wunderschöne Momente. Genauso wie Andrea Hiratas Lebensgeschichte, die sie in Die Regenbogen-Truppe verarbeitet: Aufgewachsen auf einer Insel vor Sumatra, gibt es für sie und die anderen Kinder nichts Wichtigeres als die Dorfschule, die sie als einzige Möglichkeit sehen, der Armut zu entkommen (Hanser). Heinrich Deterings Thomas Manns amerikanische Religion (S. Fischer). Bruno Preisendörfer auf Seumes Spuren: Der waghalsige Reisende (Galiani). Neuer Blick auf Georg Büchner. Christian Milz macht’s möglich bei Passagen. Ein neuer Matthias Wegehaupt-Roman! Diesmal bei Aufbau. Schwarzes Schilf heißt das Buch, das einen gleich auf der ersten Seite mit seinem typischen Sound packt. Art entführt, bekommt sein Roman eine eindringliche politische Dimension: Rue Darwin bei Merlin. Voller Zärtlichkeit sind die Briefe von Peter Schiefert, die Angelika Schrobsdorf unter dem Titel Der Vogel hat keine Flügel mehr bei dtv herausgegeben hat. Freddy Derwahls Der letzte Mönch von Tibhirine bei adeo ist mehr als eine in Buch gefasste Reportage. Es ist ein Dokument des Lebens über sinnlose Gewalt hinaus. mit seinem Sog-erzeugenden Nilowsky (Klett-Cotta) die ganze Nacht wach gehalten – für Hartmut Lange dagegen sollte man sich Zeit lassen. Denn die fünf Novellen in Das Haus in der Dorotheenstraße (Diogenes) brauchen Zeit zum Nachwirken. Und Denis Thériault gelingt eine 1A-Gratwanderung zwischen Tragik und Komik in Mich gibt es nicht (dtv premium), wie schon in Das Lächeln des Leguans. „Großer“ könnte Nick Dybek werden: Er erzählt in Der Himmel über Greene Harbor bei mare von Vätern, Söhnen und großen und kleinen Geheimnissen; sein Debüt erinnert an Meister wie Burnside oder O‘Nan. Schon wieder toll: Bei Heyne (sic!) zeigt sich Dietmar Dath mit Pulsarnacht genial ... und jetzt singt er auch noch (The Schwarzenbach, Farnschiffe) – auch das: großartig! und bis ins kleinste Detail gut ausgedacht. Nach der Lektüre von Entdecke, was dir schmeckt (Beltz & Gelberg) von Anke M. Leitzgen und Lisa Rienermann habe ich die Organisation meines Kühlschranks überdacht. Ein Augenschmaus, ebenso wie die JanuarNovität Meine Gartenwerkstatt (Gerstenberg) – ein Gemeinschaftswerk von Frau Leitzgen, Thekla Ehling, Judith Drews und Hans Baltzer. empfohlen, eine großartige (Wieder-)Entdeckung für mich. Beeindruckt hat mich Richard Masons Erzählweise des ersten Drittels von Die geheimen Talente des Piet Barol – bis es mir zu sehr ins Schlüpfrig-Pornographische abglitt (ab März bei C. Bertelsmann). Klasse aber (gefallen auch meiner Frau) bei Kunstmann: Max Bronskis Der Tod bin ich und Zapotek und die strafende Hand von Claudia Rusch (mare).

www.wagenbach.de 138

BuchMarkt Januar 2013


Whisper | Szene

er Film Serie: Duch zum B

How To Make A Book With Steidl

Gerhard Steidl: Wirklich no time to move? In BuchMarkt 9/2012 veröffentlichten wir Anregungen des Filmemachers und Buchhändlers Siggi Ressel, Buch und Dokumentarfilm im Laden so miteinander zu verknüpfen, dass Käufer neugierig gemacht werden. In der heutigen Folge geht es um „How To Make A Book With Steidl“: Der Film beginnt in Göttingen bei Steidl – Verlagshaus und Druckerei – mit der an sich recht harmlosen Standortbeschreibung des Verlegers Gerhard Steidl himself: „I was born fifty meters from here and I had no time to move. So I was always staying.“ Dieses Statement wächst sich im Laufe der restlichen 85 Filmminuten zu einem dicken fetten Bonmot, einem wahrhaftigen running gag aus, denn Steidl ist hier im Film alles andere, nur nicht staying: Er brennt und düst kometengleich um die Erdkugel, und die Filmemacher Gereon Wetzel und

Zum Film How To Make A Book With Steidl Deutschland 2010 / 88 min. Regie: Gereon Wetzel und Jörg Adoplh Produktion: Ingo Fliess in Koproduktion mit ZDF/3sat www.howtomakeabookwitsteidl.com Bezug über: www.doccollection.de und www.steidl.de

Jörg Adolph mit ihrer Kamera immer hinterher. Amtssprache dieser Welttournee ist Amerikanisches sowie Göttinger Englisch. Der Verleger besucht im Tiefflug von Termin zu Termin eilend seine prominenten Fotokünstler in deren Ateliers und Häusern. Er bespricht mit ihnen im Minutentakt die unterschiedlichen Entwicklungsphasen der laufenden Projekte; in stakkatohaft herausgeschossenen Sätzen (die man sich alle einzeln übers Bett nageln könnte) klärt Steidl minutenschnell komplizierte Vorgänge, berät, wägt ab, entscheidet und geht. Ab zum Flughafen, der nächste Termin wartet. Allmählich wird beim Zuschauen (nicht ohne Seitenstiche) klar, dass Gerhard Steidl trotz der Flüchtigkeit seines Auftritts den Künstlern eine kompetente, sichere und kenntnisreiche Basis zimmert, auf die Verlass ist und auf der eines Tages vor allem nicht irgendein sondern ihr Buch entsteht. Die in Göttingen bei Steidl verlegten und zugleich gedruckten Werke von Robert Frank, Jeff Wall, Robert Adams, Günter Grass undundund sprechen für sich. Diese Künstler werden im Film aufgesucht: Wir sind dabei, wenn Gerhard Steidl mit Ed Ruscha über Bleisatz und Fotopapier für sein bibliophiles Meisterwerk „On The Road“ diskutiert, das einige Filmzeit später dann in einer Londoner Galerie auch tatsächlich seine Premiere erlebt. Oder wenn Jeff Wall in

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Vancouver mit Steidl über analoge und digitale Fototechnik diskutiert (Steidl ist ganz klar analog, in einer Filmszene tippt er Rechnungen mit der Schreibmaschine!). Das Prozesshafte bei der Entstehung eines Buches bei Steidl wird im Film exemplarisch an „iDubai“ des Fotografen Joel Sternfeld deutlich: Eben noch blättert Steidl in New York bei Sternfeld in der Wohnung hastig einen Stoß in Frage kommender Fotos durch (Sternfeld zu Steidl: „Schau dir die Bilder an. Nicht nur die Seiten zählen!“), schon sitzt Sternfeld im Göttinger Verlagshaus und konzipiert tagelang Schritt für Schritt und via Versuch und Irrtum zusammen mit dem bisweilen bärbeißigen Verleger (der mal eben parallel zum Gespräch einen Hubwagen mit einer Papierpalette oder so wegschiebt) das Buch – mit überraschendem Ende. Gerhard Steidls eigenwilliges, ja radikales Vorgehen kommentiert er selbst mit der Ansage: „Fuck the midtones!“, Scheiß auf die Mitteltöne; in einer ruhigen Minute reflektiert er sein Selbstverständnis als Verleger und Drucker präziser: „Ich habe im Laufe der Zeit herausgefunden, dass ich, ohne es selbst zu wissen, fast unbemerkt, ein einzigartiges Marketingmodell aufgebaut habe, denn jedes Buch, auf dem Steidl steht, ist gleichzeitig für den Käufer die Garantie, dass es bei Steidl in Göttingen, Deutschland, Düstere Strasse 4, von mir selbst gedruckt wurde. Und ich glaube, die Bücher sind nicht so schlecht gedruckt, und das ist ein Unterscheidungsmerkmal. Und dadurch geht es uns wirtschaftlich nicht so schlecht.“ Es ist ein Verdienst der Regisseure Wetzel und Adolph, dass sich aus ihrem so frohen, empathischen roadmovie ganz allmählich das Bild eines berauschten und zugleich berauschenden Büchermachers herausschält. Im Stil des direct cinema, der reinen Beobachtung mit der Kamera, wird die unfassbar reiche Papier- und Geisteswelt des Gerhard Steidl ohne Erklärung und Kommentar auf die Leinwand oder den Bildschirm gezaubert. Großes Kino! Und Gerhard Steidl erscheint uns plötzlich ganz ganz nah: als einer von uns. Von uns Verrückten mit den Büchern. Und dann sind wir mit ihm in Mabou, Kanada und June Leaf, die Lebensgefährtin von Robert Frank, schaut nachdenklich auf Steidl und fragt besorgt: „Gerhard, you don’t take a day off?“ Und Gerhard antwortet: „No.“ Siggi Ressel

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Die 11-Bücher-Frage an Thomas Gralla 1. Ihr Lieblingsbuch als Kind? Robert L. Stevenson, Die Schatzinsel 2. Welches Buch hat Ihr Leben geprägt? Fernando Pessoa, Das Buch der Unruhe 3. Ihr Lieblingsbuch heute? Thierry Paquot, Die Kunst des Mittagsschlafs 4. Welchem Buch hätten Sie mehr Erfolg gewünscht? Da gibt es viele. Eines zu nennen, wäre den anderen gegenüber nicht gerecht 5. Welches Buch verschenken Sie am liebsten? John Hulme, De Translatione Nursery-Rhymes; ein unendlicher Spaß zum laut Lesen 6. Welchem Buch würden Sie ein ganzes Schaufenster zur Verfügung stellen? Frank Schulz, Onno Viets und der Irre vom Kiez 7. Welches Buch halten Sie für völlig überflüssig? Siehe Antwort 4) 8. Welcher Bestsellererfolg kam für Sie unerwartet? Shades of Grey, da habe ich wohl die Mechanismen des Marketings unterschätzt – oder: reine Glücksache

Thomas Gralla: Der Berliner Buchhändler wird im Januar 50 Jahre alt

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9. Welches Buch würden Sie eigentlich gern schreiben? Das Buch, das man Leben nennt, kann man nicht schreiben; aber ich gäbe viel, manchmal darin lesen zu können 10. Welchem aktuellen Titel wünschen Sie den größten Erfolg? David Mitchell, Die tausend Herbste des Jacob de Zoet. Ein historischer Roman, der Nichtleser zum historischen Roman bekehrt 11. Welches Buch haben Sie immer noch nicht gelesen? Finn-Ole Heinrich, Frerk, du Zwerg! 144

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er gebürtige Flensburger Thomas Gralla, der seine Ausbildung bei Lipsius & Tischer in Kiel absolvierte, kam 1988 nach Berlin. Vor fünf Jahren eröffnete er seine eigene Buchhandlung in Lichterfelde, dem Bezirk, in dem er zuvor bereits zehn Jahre lang mit Leidenschaft Bücher empfohlen hatte. Der Schriftzug Thomas Gralla über dem Schaufenster signalisiert den Kunden nun, wo sie ihren Lieblingsbuchhändler finden. Gralla setzt an seinem Standort am Hindenburgdamm auf eine ganz persönliche Auswahl. Vor allem unabhängige Verlage sind ihm eine Herzensangelegenheit. Jeweils einem von ihnen widmet er regelmäßig ein ganzes Regal samt abendlicher Verlagspräsentation mit Rotwein und Prosecco. Überhaupt gehören regelmäßige Veranstaltungen für Groß und Klein zu seinem Konzept. Am 4. Januar wird Thomas Gralla 50 Jahre alt. ML

Die Specials im nächsten Heft: • Garten / Natur / Tiere • Religion • Touristik


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Gute Vorsätze für 2013

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