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Nr. 2 | Februar 2013 | 48. Jahrg.

Das Ideenmagazin für den Buchhandel

„Die Zukunft lässt sich am besten vorhersagen, indem man sie erfindet.“

60 Jahre erste Sätze

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60 Jahre große Geschichten

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Postvertriebsstück DPAG Entgelt bezahlt ZKZ G1912 BuchMarkt Verlag K. Werner GmbH · Sperberweg 4 A · 40668 Meerbusch

www.buchmarkt.de

Heft 2 | 2013 ISSN 0524-8426

www.buchmarkt.de

(Alan Kay)


»Warum »W arum war Jesus Nichtraucher?« Dieter Nuhr DAS GEHEIMNIS DES PERFEKTEN TTAGES AGES

Andreas Eschbach HERR ALLER DINGE Sarah Lark DIE INSEL DER TAUSEND QUELLEN

Gerald Peasil saß in seinem Van auf der Golder Ranch Road Bridge und begutachtete seine nächste Freundin, während der Motor leise im Leerlauf brummte Becky Master Masterman man DER STILLE SAMMLER

Christine Drews SCHATTENFREUNDIN

Imme r he r mit de m nen Le ben! sc höön Kerstin Gier DAS MÜTTER-MAFIA -BUCH

Sarah Lark DIE ZEIT DER FEUERBLÜTEN

Rebecca Gablé DER DUNKLE THRON

Outdoorkampagne in Bahnhöfen und Shoppingcentern

Große redaktionelle Integration auf

Ganzjährige Kooperation mit


Nr. 2 | Februar 2013 | 48. Jahrg.

Das Ideenmagazin für den Buchhandel

„Die Zukunft lässt sich am besten vorhersagen, indem man sie erfindet.“

Die Wahl: Autor, Buch und Verlag des Jahres

Seite

36

Der Wettlauf: KNV vs. Libri Seite 42 Das Konzept: Von der Insolvenz zur Kleinstgenossenschaft Seite 48 Die Zukunft: Michael Fürtjes über die Chancen des Buchhandels Seite 32

66

Special Religion: Woher kommen die Seller von morgen?

Special Touristik: Wo Verleger Urlaub machen

Seite

108

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Seite

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Special Garten, Natur, Tiere: Selbstversorger auf dem Vormarsch

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Postvertriebsstück DPAG Entgelt bezahlt ZKZ G1912 BuchMarkt Verlag K. Werner GmbH · Sperberweg 4 A · 40668 Meerbusch

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Heft 2 | 2013

ISSN 0524-8426

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(Alan Kay)


Endlich!

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Der Pettersson und

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Frei sein heißt, hüpfen zu können, so viel man will.


Redaktionsnotiz

A

b und zu finden Besucher tatsächlich den Weg zu uns in die Redaktion nach Meerbusch – wie z.B. die Kölner Fotografin und Fotodesignerin Nadine Preiß, die für eine geplante Anzeigenserie zum 100-jährigen Jubiläum des Franz Schneider Verlags hier war. Warum auch ich dafür abgelichtet wurde (s. Foto) – das erzähle ich in meiner Kolumne „Klatsch & Tratsch“ hinten im Heft auf S. 140/141.

Fotoshooting in der BuchMarkt-Redaktion: Auch ich stehe Modell für das 100-jährige Jubiläum des Franz Schneider Verlags

Dort erwähne ich auch kurz zwei andere Besucher, mit denen ich in den letzten Wochen hier über die aktuelle Branchensituation gefachsimpelt habe: LG BuchGeschäftsführer Dr. Michael Fürtjes und ich waren uns einig darüber, dass gerade Krisenzeiten jede Menge Chancen für neue Ideen bieten (das war Wasser auf meine Mühlen: Das ist ja schließlich auch ständig Thema in unseren Heften).

Und Börsenverein-Geschäftsführer Alexander Skipis hat mich bei seinem Besuch neugierig auf die geplante Marketing-Kampagne unseres Verbandes gemacht. Auch wir waren beide einer Meinung, dass die Branche mehr Selbstbewusstsein zeigen sollte – wir alle wissen doch, dass die Medien die derzeit kriselnden Ketten ständig mit dem unabhängigen stationären Buchhandel verwechseln, der auch bei einem schwächelnden Markt blühende Fälle von Firmenkonjunktur vorweisen kann.

I

ch freue mich deshalb, wenn es gelingen sollte, dass durch die „Warnung vor dem Buch“ ein Ruck durch unsere Branche geht, der uns alle wieder in Schwung bringt. Meine Rede ist ja dauernd: Wir müssen alle wieder lernen, mehr Begeisterung zu wecken – auf jeden Fall in unserer BuchMarkt-Zielgruppe (unser Slogan heißt: „Bei allen, die Bücher verkaufen“). Wir machen zwar keine Kampagne, aber jeden Monat ein Heft, das Sie dabei immer wieder auf Ideen bringt und beim Verkauf begleitet. Deswegen freue ich mich jedes Mal (s.o.) auf Besuch ... damit auch wir auf Ideen kommen.

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BuchMarkt Februar 2013

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»Die größte englische Schriftstellerin lässt die berühmteste Periode der englischen Geschichte auferstehen.« DIE JURY Die Fortsetzung von Hilary Mantels Bestseller »Wölfe« — das Schicksal der Anne Boleyn

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Eine Liebesgeschichte, eine Tragödie

Inhalt | 2/2012

Wörter erobern den städtischen Raum: Aus dem Wortfindungsamt von Sigrid Sandmann (S. 18)

Markt & Meinung

Leute mit Ideen: Wie eine Künstlerin Wörter in die Stadt befördert .............. 18

Trends, Pläne, Programme Thementisch: Holzbücher, effektvoll präsentiert ............................................. 8 Originalausgabe 300 Seiten ¤ 1 14,90 4,90 ISBN 978-3-423-24949-2 Auch als

erhältlich

Können wir lieben, ohne unsere Vergangenheit zu kennen? Eindringlich und klar erzählt Ulrich Woelk von zwei sehr gegensätzlichen Menschen, die einander verfallen.

Vertrieb: Die Schlütersche Verlagsanstalt setzt auf DVD statt Vertretertagung – nutzbar auch für den Buchhandel ...........9

Kolumne II: Matthias Mayers Almanach ........................................... 22

Bildung: hep weitet Verlagsaktivitäten auf Deutschland aus ........................... 10 Jubiläen: C.H. Beck mit Sonder-Edition zum 250-Jährigen ............................... 10 Nonbooks: Personalisierte Geschenke via Städtler MediaMarketing ............. 10 Frisch auf den Tisch: Novitäten im Februar ............................................... 12 Rückblick: Der Januar auf buchmarkt.de .................................... 14

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Das aktuelle Interview: LG Buch, Umbreit und die Beratungsgesellschaft MDG veranstalten am 4. März in Bietigheim-Bissingen gemeinsam den ersten „Zukunftstag für den Buchhandel“. Fragen an den LG Buch-Geschäftsführer Dr. Michael Fürtjes ........................................... 32

Special | Religion

Seite

premium

Magazin

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© 2013 Dr. Karen Meyer-Rebentisch / BLV Buchverlag

© Bettina Keller

Special | Garten

www.dtv.de/handel

Kolumne I: Holger Ehling über das Scheitern von zwei Medienhändlern in England, Hadopis Havarie und Bücher zum Kaffee in Indien ............. 20

BuchMarkt Februar 2013

Seite

80


DER NEUE THRILLER VON JUSSI ADLER-OLSEN

Das Erfolgskonzept der Buchhandlung Carolus in Frankfurt am Main: Im Special Religion (S. 94ff.)

Zwischenbuchhandel: Das Buhlen der Barsortimente um den Kunden geht in die nächste Runde: Zwei neue Modelle von KNV und Libri ..............................42

Praxis

Markt: Boris Langendorfs Psychogramm des Buchhandelskunden .........................58 Charts: Die aktuellen Bestsellerlisten ...62

Whisper

Monatsplanung: Fit für den März .... 52

Vertrieb: Verlag André Thiele optimiert Vorschau ........................... 136

Buchhaltung: Wie man Umsatzkennzahlen erfasst und auswertet .......................... 54

Kooperation: Wasmuth Museumsshop in Deutscher Bank-Filiale ................ 137

Verkaufstipps: Buchhändler beraten Buchhändler ....................................... 56

Aktionen: RavensBuch gewinnt Bronski-Lesung ................................ 137

Wirtschaft: Buchtitel zum Thema Nachhaltigkeit .................................... 57

Marketing: Bücher Köndgen mit eigenem Buch zum 90. Jubiläum ..... 138

Handel: Wie man mit Prachtbänden Kunden auf Geschenkideen bringt ..... 57

Kopfnuss: Welchen Verlag suchen wir? ...................................... 139 Dienstleister: Das Comeback des Rainer Groothuis .............................. 143

Seite

108

Fanos Beach, Koufonissi/Griechenland © Cornelia Camen

Special | Touristik

Deutsche Erstausgabe 656 Seiten ¤ 19,90 ISBN 978-3-423-28005-1

Marketing: Die Bücherinsel in Dieburg nimm sich in Youtube-Filmchen selbst auf die Schippe ....................... 136

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Eine atemberaubende Vision vom Zerfall der amerikanischen Gesellschaft.

© Peter Peitsch/peitschphoto.com

Markt: Mit Autor, Buch und Verlag des Jahres 2012 hat der Buchhandel zum 31. Mal seine Favoriten gekürt ........... 36

Rubriken Die 11-Bücher-Frage .................148 Ideenmarkt ..................................60 Impressum .................................138 Inserentenverzeichnis ...............139 Klatsch & Tratsch .....................140 Lesetipps ....................................142 Pomis Auslese ...............................64 Profile .........................................144 Spot(t)light .................................134

BuchMarkt Februar 2013

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»Ich bin begeistert! Sofort war ich eingetaucht in die gustavianische Zeit, in die fesselnden Beschreibungen des Kartenspiels und der Fächerkunst. Man lebt mit den Figuren, und vor dem geistigen Auge entsteht ein Stockholm und eine Gesellschaft, die so noch nicht beschrieben wurde und mir bisher unbekannt war. Ein faszinierendes und auch noch lehrreiches Leseerlebnis. Für mich gehört Das Stockholm Oktavo zu den absoluten Favoriten im Bücherfrühling.« Martina Kraus, RavensBuch, Friedrichshafen

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512 Seiten, gebunden

| Hoffmann und Campe | Das will ich lesen


Markt & Meinung | Trends, Pläne, Programme

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1 Deko-Vorschlag

Holz ist mein Hobby

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er Trend zum Selbermachen hält an und eine der ersten Anlaufstellen für Kunden auf der Suche nach Inspiration oder Information ist die Buchhandlung. Wem Kochen, Gärtnern oder Handarbeiten nicht handfest genug ist, der kann sich an Holzverarbeitung versuchen; ein Material, das auch im Wohndesign wieder hoch in Mode ist. Ein „holziger“ Tisch (oder auch ein Fenster) ist mit wenig Aufwand machbar und erzeugt eine behagliche Atmosphäre, und Bücher dazu gibt es genug. Die Auswahl auf unserem Tisch: „Handbuch

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Holzarbeiten“ (Topp Verlag), „Homedeko mit Naturholz“ und „Holzskulpturen“ (beide Christophorus), „Holzschnitzen. Projekte und Techniken“ (Ulmer), „Das große Buch der Holzarbeiten“ (Tandem), „Schmuck aus Holz und Silber“ und „Neues Drechseln“ (beide Haupt), „Holzspielzeug selbst gestalten“ (Freies Geistesleben), „Holz. Was unsere Welt zusammenhält“ (Bloomsbury), „Kinderparadiese im Garten“ (blv). Und zum Vorlesen: „Die Abenteuer des Pinocchio“ (Lappan). Die meisten der genannten Verlage haben noch mehr Titel zum Thema Holz im Programm.

BuchMarkt Februar 2013

Das Weinlicht ist der Topseller von side by side, einem Projekt, das Designprodukte aus Werkstätten für behinderte Menschen vertreibt: Praktische Sachen, die schön aussehen. www.sidebysidedesign.de

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Die meisten Produkte für den Wohnund Geschenkebedarf von dem Unternehmen Designimdorf sind aus Holz gemacht. Buchreiter, Geschenkkarten mit filigranen Aufstellern oder Lesezeichen passen bestens auf den Büchertisch.

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GRÜNES PARADIES

Vertrieb

Vertreter-Tagung per DVD Schlütersche Verlagsanstalt. Mit einer einfachen Maßnahme will man bei der Schlüterschen Verlagsanstalt künftig mehr Information an Vertreter und Handel liefern und dabei auch noch Kosten senken: Die klassische Vertretertagung wird abgeschafft, stattdessen bekommen die Handelsvertreter eine DVD mit kurzen Setzen auf digitale Info-Vermittlung: Mark Wachsmann Filmen, in denen die (Programm), Torsten Hilt, Katja-Maria Koschate (Lektorat) Lektoren die neuen Programme vorstellen. Auch Buchhändler können Kurz- und werden, können sie die DVD bei uns kosLangversionen der DVDs bestellen und tenlos bestellen. Aber Achtung, das sollte sich so zuhause am Fernseher oder am PC man nur tun, wenn man sich tiefergehend intensiv, in Ruhe und individuell auf die informieren möchte. Es gibt die DVD in Verkaufsgespräche vorbereiten. Torsten zwei Versionen: Die originale „LangfasHilt, Marketing- und Vertriebsleiter bei sung“; hier werden die Novitäten jeweils der Schlüterschen, erklärt seine Idee im in drei bis sechs Minuten vorgestellt. Man Interview. muss sich also schon ein bisschen Zeit nehmen. Daneben gibt es einen verkürzten ZuInformationsvermittlung auf DVD ist sammenschnitt, in dem die Bücher jeweils nicht neu, Verlagsvertreter in dieser in etwa drei Minuten besprochen werden. Form über das Programm zu informieren aber schon. Wie kommt’s? Was haben Sie jetzt konkret vor? Im letzten Frühjahr hatten wir Schwie- Aus vertrieblicher Sicht ist das Vorankünrigkeiten, alle Vertreter an einem Termin digen durch die Lektoren auf den Vertrezu versammeln. Bei den Verkäufern aus tertagungen die umfassendste Form des dem Ausland stellte ich angesichts der Informationsflusses. Im Bezug zu den Reise- und Übernachtungskosten zudem Auflagen der Bücher und damit zu der die wirtschaftliche Sinnfrage. Mindest-Soll-Zahl der zu erreichenden LeIch bin Hobby-Filmer. Also habe ich meine ser findet aber genau dies unter Ausschluss Kamera aufgestellt und die Programmvor- der Öffentlichkeit statt. Deshalb werden wir stellung durch die Lektoren für die nicht versuchsweise die Kurzvorstellungen von Anwesenden mitgeschnitten. Später wurde zwei Frühjahrs-Titeln über LitVideo den mir die Effizienz dieser Informationsform rund 2.000 Buchhandlungen zur Verfügung durch die damals Abwesenden durchweg stellen, die ihre Online-Shops über KNV, bestätigt. Mit diesen Erfahrungen haben Umbreit oder Libri betreiben oder direkt mit wir im Herbst 2012 für das jetzt anlaufende LitVideo zusammenarbeiten. So erfahren Frühjahrsprogramm ganz auf die Anwe- wir, wie diese Form der Info-Vermittlung senheit der Vertreter verzichtet. über die Online-Shops der Händler an die Leser funktioniert. Was haben die Buchhändler davon? Mal ganz abgesehen davon, dass sie von Kontakt: Tel.: 0511/8550 2538, Fax: 0511/8550 besser vorbereiteten Vertretern besucht 2408, E-Mail: buchvertrieb@schluetersche.de

BuchMarkt Februar 2013

30-Minuten-Projekte für den Traumgarten

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Mein schöner Garten

Jenny Hendy Gärtnern in 30 Minuten Projekte für jeden Garten

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9 www.dorlingkindersley.de


Markt & Meinung | Trends, Pläne, Programme

Bildung

hep kommt nach Deutschland hep. Vor 13 Jahren teilten die Brüder Men und Matthias Haupt ihren, bis dahin gemeinsam geführten, gleichnamigen Berner Verlag nach Sachgebieten auf. Im Haupt Verlag verlegt Matthias Haupt seitdem Bücher zu den Sparten Natur und Gestalten und hat sich mit diesen Nischenthemen im deutschen Markt positioniert (s.a. S. 8). Men Haupt übernahm damals die Bereiche Wirtschaft und Pädagogik und darf sich heute als „größter Bildungsverlag der Schweiz“ bezeichnen – mit einem Schwerpunkt auf elektronischen Lernmitteln. Jetzt weitet auch der hep Verlag seine Aktivitäten im Bereich Pädagogik auf Deutschland aus. Eine Vorschau mit Titelempfehlungen, die speziell dafür zu-

Gut aufgestellt: Das hepDeutschlandteam: Julia Reichmann, Karl Kaz, Manuel Schär, Peter Egger, Dr. Men Haupt

sammengestellt wurden, wurde bereits verschickt. Es gibt auch eine deutsche Website und auf der Bildungsmesse Didacta (19. -23.2. in Köln) tritt man mit einem Stand auf und bringt neben dem Verlagsleiter Karl Kaz und der Marketingund Vertriebsleiterin Julia Reichmann

auch gleich zwei Autoren mit: Christoph Schmitt und Andreas Müller. Deren provozierende, weil systemkritische Themen sind länderübergreifend aktuell und dürften nicht nur bei den Didacta-Besuchern für Diskussionsstoff sorgen. Info: www.hep-verlag.de

Marketing

C.H. Beck lässt die Korken knallen

Goldig: C.H. Beck-Jubel-Aktivitäten

C.H. Beck. Zum Auftakt seines 250. Jubiläums bringt C.H. Beck eine Edition, die in acht Bänden eine hochkarätige Auswahl aus dem historischen Programm bietet und in Ausstattung (edel) und Preisgestaltung (erschwinglich) als Geschenk für Händler und Leser gesehen werden kann. Entsprechend wertig ist auch das Marketing-Paket, das die Edition begleitet.

Plakate, Aufsteller, Papphocker, Kundenprospekte und Tragetaschen gibt es für Buchhändler, die die Pakete bestellen. Sie werden in drei Größenordnungen angeboten und sind bis zum 22. Februar lieferbar. Und damit die Händler richtig mitfeiern können, liefern Vertriebsleiter André Brenner und sein Team mit jedem Paket eine Flasche Jubiläumssekt mit. Kontakt: Tel. 089/38189-52

Geschenke

Personalisierte Präsente Städtler MediaMarketing. Mit der Marke Titelheld bietet der Mediendienstleister Städtler ab März eine Auswahl an personalisierbaren Geschenken an. Als Vertriebspartner wünscht man sich dafür den Buchhandel, denn, so Projektmanagerin Elisabeth Merz: „Im Internet sind personalisierte Geschenke ungeheuer erfolgreich. Aber Kunden, die nicht so internetaffin sind, kaufen am liebsten bei Einzelhändlern ihres Vertrauens.“ Für den Handel klingt das Angebot lukrativ: Mit einer Handelsspanne zwischen 20

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und 25 Prozent kann er ohne Einkaufsrisiko verdienen. Lediglich eine Schutzgebühr für das Werkhaus-Display fällt an. Dieses gibt es in zwei Größen, für Boden oder Theke. Es beherbergt Karten, die eine vom Buchhändler individuell zusammengestellte Palette an etwa 30 verschiedenen Geschenkartikeln für alle Altersgruppen präsentiert – darunter Rucksäcke, Hängematten, Kalender oder ein Kinderbuch, dessen „Titelheld“ durchgängig den Namen des zu beschenkenden Kindes erhält.

BuchMarkt Februar 2013

Gewinnversprechend: Geschenke mit den Namen der Beschenkten

Kunden, die sich anhand der Bildkarten für ein Produkt entscheiden, bezahlen es direkt im Geschäft. Der Buchhändler schaltet wahlweise über QR-Code oder HändlerLogin einen Web-Code frei und bestellt den Artikel oder er gibt die Karte dem Kunden mit. Die Ware wird von Städtler versandkostenfrei an die Kunden geschickt. Info: www.staedtler-mediamarketing.de


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Markt & Meinung | Novitäten

Frisch auf den Tisch ... ... im Februar. Wir fragten Lektoren und Programmleiter nach ihren wichtigsten Novitäten des Monats. Hier eine Auswahl Kunstmann Bethan Roberts | Der Liebhaber meines Mannes Antje Kunstmann: „Von Anfang an ist man vom besonderen Ton und den Charakteren eingenommen. Es geht um ein junges Mädchen, das sich in den Bruder ihrer besten Freundin verliebt, der allerdings einen Mann liebt. Dennoch heiraten die beiden. Bethan Roberts erzählt mit viel Empathie und Zärtlichkeit.“

cbj Nicole C. Vosseler | In dieser ganz besonderen Nacht Nach dem Tod ihrer Mutter muss Amber zu ihrem Vater ziehen, den sie kaum kennt. Eines Abends trifft sie einen Jungen, der längst gestorben ist. Amber kann ihn sehen, aber nicht spüren. Sie setzen alle Hoffnung auf Halloween, wo die Grenzen zwischen Leben und Tod verschwimmen …

Coppenrath Hans Kruppa | Kaito Dagmar B e c ke r- G ö t h e l , Programmleitung Erwachsenenbuch: „Erfolgsautor Hans Kruppa erzählt eine Geschichte voller Weisheit und tiefer Einsichten in das Leben. Diese komplett überarbeitete Schmuckausgabe wurde von der Künstlerin Susanne Koheil poetisch illustriert. Ein Buch, das glücklich macht.“

dtv Marina Lewycka | Die Werte der modernen Welt ... Kristina Arnold, Lektorin: „Eine Familie von Ex-Hippies gerät in einen Strudel dramatischer und hochkomischer Ereignisse. Doro und Marcus wollen nach 40 Jahren wilder Ehe heiraten. Ein wunderbarer Familienroman, originell, witzig und anrührend.“

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KiWi Eva Menasse | Quasikristalle „Eva Menasse zerlegt die Biografie einer Frau in ihre unterschiedlichen Aspekte, zeigt sie als Mutter und Tochter, als flüchtige Bekannte und treulose Ehefrau. Ein Mosaik, das die komplexen Spiegelungen von Selbst- und Fremdwahrnehmung zeigt, in denen wir gefangen sind.“

Hoffmann und Campe Jamil Ahmad | Der Weg des Falken Angela Volknant, Lektorin: „Auf den Spuren eines verwaisten Jungen, den man den schwarzen Falken nennt, öffnet der pakistanische Autor seinen Lesern das Tor zu einer fremden, faszinierenden, archaischen Welt. In eindrücklicher Sprache und mit klarem Blick.“

Suhrkamp Robert Schindel | Der Kalte Wolfgang Kaußen, Lektor: „In einer Welt politischer, künstlerischer und menschlicher Konflikte stemmt sich ein Einzelner gegen das Vergessen und Verdrängen der NS-Zeit, aber auch gegen den Panzer eigener seelischer Kälte. Ein Buch voller Herzblut – und von großer sprachlicher Schönheit.“

Insel Hernán Rivera Letelier | Die Liebestäuschung Simon Lörsch, Lektor: „Ein unwahrscheinliches Paar in der chilenischen Wüstensiedlung Pampa Unión: Die Kinopianistin aus tugendhaftem Elternhaus und der Glücksritter mit der Trompete trennt fast alles, doch beide sind sie dem f lüchtigen Zauber der Musik erlegen. Bezaubernd und abenteuerlich – eine zarte Liebe an einem rauen Ort.“

BuchMarkt Februar 2013

S. Fischer Rainer Merkel | Bo Oliver Vogel, Programmleiter deutschsprachige Literatur: „Wenn man plötzlich keine Schubladen mehr hat für das, was man liest, dann wird ein Buch zu einem Abenteuer. Bo ist ein solches Abenteuer. Rainer Merkel hat ein absolut hinreißendes Buch geschrieben, welthaltig, traumwandlerisch, eigensinnig und unkontrollierbar.“

Diogenes Hansjörg Schneider | Das Wasserzeichen Margaux de Weck, Lektorin: „Viele Leser kennen Schneider als Autor von Krimis. In diesem frühen Roman, der erstmals bei Diogenes erscheint, ist er jetzt als ein phantastisch-fabulierfreudiger Erzähler zu entdecken: ein sprudelndes Lesevergnügen.“

Residenz Peter Rosei | Madame Stern Jessica Beer, Programmleitung Literatur: „Mit lakonischer Präzision beobachtet Peter Rosei Aufstieg und Fall der Gisela Stern und entfaltet dabei ein erbarmungsloses Panorama der besseren Wiener Gesellschaft und ihrer Abgründe: Souverän erzählt, spannend bis zum Schluß!“

Piper Cars Carsten Kluth | Wenn das Land still ist Thomas Tebbe, Programmleiter Belletristik: „Carsten Kluth beweist in seinem Debütroman außergewöhnliches Erzähltalent mit einer Geschichte, die so zeitgemäß wie fesselnd ist. Dem Berliner Autor gebührt für seinen furiosen Gesellschaftsroman höchster Respekt – wünschen wir ihm viele begeisterte Leser und Leserinnen.“


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Erscheint im Januar 128 Seiten, ca. 60 Rezepte, ca. 60 Fotos, 12,00 EUR [D] ISBN: 978-3-7670-0855-7

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Rückblick | Die Ereignisse der Branche im Monat Januar

News

avj-Vorstand tagte

4.1. – Unter dem Titel „Eigentum verpflichtet!“ wenden sich über 160 Autoren und Übersetzer (unter ihnen Jürgen Habermas, Dieter Henrich und Charles Taylor) aus dem Wissenschaftsprogramm des Suhrkamp Verlages mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit. Sie sind besorgt um die Zukunft des Verlages.

22. Januar – Am 22. und 23. Januar traf der auf der Mitgliederversammlung im vergangenen Juni neu gewählte Vorstand der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen (avj) erstmalig zusammen. Ein zentraler Tagesordnungspunkt war die Aufteilung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Verband.

7.1. – Zum Jahreswechsel gibt Nomos den Start eines neuen Wissenschaftsportals unter dem Namen eLibrary bekannt. Damit rückt Nomos seine – vielleicht weniger bekannte – wissenschaftliche Seite neu in den Fokus. 7.1. – Brockhaus/Commission fakturiert ab 1. Januar die Fachbuchverlage Barbara Budrich, Harri Deutsch, Wilhelm Fink, Konstanz University Press, Ferdinand Schöningh, Vandenhoeck & Ruprecht und den Vogel Buchverlag auf einer Rechnung. Analog dem BroCom-Partnerpool werden sie gemeinsam mit allen anderen 125 Verlagen aus der Auslieferung in einer Sendung geliefert. 8.1. – Mit dem Jahreswechsel gehört die Buchhandlung Schneider/Am Kölner Tor in der Siegener Innenstadt zur christlichen Alpha Buchhandlung (Gießen). Damit feiert die christliche Kette ein kleines Jubiläum: Alpha ist deutschlandweit an 40 Standorten vertreten – sowohl mit eigenen Filialen wie auch mit selbständigen FranchisePartnerbuchhandlungen. 9.1. – Die Ravensburger Gruppe hat im Zuge des geplanten Ausbaus ihres US-Geschäfts im Dezember 2012 ein strategisches Investment in das wachsende amerikanische Spieleunternehmen Wonder Forge Inc., Seattle WA, getätigt. 13.1. – Neues im Suhrkamp-Streit: Der Hauptgesellschafter, die Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung, habe Hans Barlach mehrfach acht Millionen Euro für seinen Anteil offeriert, Barlach habe seinerseits 50 Millionen Euro für die Anteile der Familienstiftung geboten. Doch die Anteile der Hauptgesellschafter „stehen nicht zum Verkauf“, sagte eine Suhrkamp-Sprecherin. 15.1. – Lehmanns Media will seine Berliner Großfläche im Haus Hardenberg zum 15. August aufgeben. Eine Fortführung des Mietvertrags sei wirtschaftlich nicht sinnvoll, heißt es. 16.1. – Seite Mitte vergangenen Jahres schwelte der Rechtsstreit, jetzt ist er entschieden. Die im Riva-Verlag erschienene Loriot-Biografie muss vom Markt genommen werden. Das Buch verstoße gegen das Urheberrecht. 17.1. – Hugendubel kündigt an, im Laufe dieses Jahres ihre Filialen in Guben, Husum und Neubrandenburg zu schließen.

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Mathias Berg, Klaus Willberg, Angelika Schaack, Renate Reichstein, Ralf Rebscher, Renate Grubert (v.l.)

Die mit den Platzhaltern 4. Januar – Nachdem die durch Übernahmen aus Sophie Kinsellas „Sag’s nicht weiter, Liebling“ (Goldmann) ins Gerede gekommene Martina Gercke („Holunderküsschen“) bereits vor Weihnachten und damit voreilig eine Einigung vermeldet hatte, kam es dann doch am 4. Januar zur Unterzeichnung einer abschließenden Vereinbarung zwischen Goldmann und der Self-Publishing-Autorin. Es ist angesichts der Eindeutigkeit des Falles davon auszugehen, dass Gercke einen großen Teil ihrer nicht unbeträchtlichen Einnahmen aus E-BookBestseller- und Printvertrieb an den Verlag weiterreichen muss, der sie dann wie Lizenzerlöse unter den Berechtigten aufteilt. Dazu kommt, dass wohl auch der mvgverlag seine Vertriebsausfälle und die unnütz aufgewandten Herstellkosten an Martina Gercke weiterreichen wird. Nach Bekanntwerden

der Vorwürfe wurden die vorhandenen Exemplare makuliert. Eine zukünftige Verwendung der inkriminierten Stellen dürfte in jedem Fall ausgeschlossen sein. Ob der Text ohne die „Stellen“ nochmals neu veröffentlicht wird, bleibt abzuwarten, ebenso, ob der Autorenname Martina Gercke zukünftig noch „zieht“. Auf die Frage, ob Goldmann nun auch noch Strafanzeige gegen Martina Gercke wegen vorsätzlicher Urheberrechtsverletzung erstatten wird, meinte Dresen: „Nach reiflicher Überlegung haben wir uns dagegen entschieden. Durch die öffentliche Debatte des Falles und ihrer eher unglücklichen PlatzhalterErklärung ist Frau Gercke meines Erachtens bereits gestraft genug.“ – Kurz nach der Einigung aber kommt raus, dass sich Gercke auch noch bei anderen Büchern Kinsellas bedient hat – der Fall also geht weiter …

AG Pub in München 24. Januar – Start für die diesjährige AG Pub in München: BörsenvereinsVorsteher Gottfried Honnefelder mahnt in seiner Rede die Branche zur Geschlossenheit. Er warnte, die Fehler der Musikindustrie zu wiederholen – sie habe eine Halbierung der Umsätze hinnehmen müssen. Piraterie, Untätigkeit der Bundesregierung seien dafür verantwortlich, aber nicht allein: Es sei auch eine „klare Konsequenz dessen gewesen, dass man über Nacht ein ganzes Vertriebssystem stationärer Geschäfte über Bord geworfen hat und glaubte, die Zukunft im Internet und bei einigen wenigen Großhändlern zu finden.“ Weiter ging es bei der Tagung um den Autoren-Normvertrag, die Preisbindung und die Pirateriebekämpfung.

S. Fischer kauft Programme zu

Aus für Edition Heidenreich

15. Januar – Rückwirkend zum 1. Januar werden die bislang dem Bibliographischen Institut zugehörigen Kinder- und Jugendbuch-Programme Sauerländer, Sauerländer Audio, Meyers und Duden von den S. Fischer Verlagen übernommen. Im Juli vergangenen Jahres hatte das BI angekündigt, das Kinder- und Jugendbuchprogramm verkaufen zu wollen. Neben dem Erwerb der Marke Sauerländer erhalten die S. Fischer Verlage nun die Lizenzen zur Nutzung der Marken Duden und Meyers für den Kinderbuchbereich.

16. Januar – Die im September 2009 unter dem Dach des C. Bertelsmann Verlags in München gegründete Edition Elke Heidenreich wird nicht fortgeführt; die bisher erschienenen Titel bleiben in der Backlist und im Taschenbuch bei btb weiter lieferbar. Zur Begründung sagt die Herausgeberin Elke Heidenreich: „Ich habe in meiner Edition jetzt rund 40 Büchern in die Welt verholfen, und nun gehe ich wieder ins Fernsehen und rede über Bücher: Ich bin eine von vier Kritikern im Team des Schweizer Literaturclubs. Nun diskutiere ich wieder mit.“

BuchMarkt Februar 2013


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18.1. – In Zürich schließt die Buchhandlung Romanica. Die auf ausländische Literatur spezialisierte Buchhandlung blickt auf eine 66-jährige Tradition zurück. Nächstes Jahr hätte die Miete um 30 Prozent steigen sollen.

Diogenes Verlag des Jahres 2012

18.1. – Die Mayersche kündigt drei Filialschließungen an: im Bochumer Ruhrpark, in Hamm und in Lüdenscheid. 21.1. – Ab Februar gibt es die Buchhandlung Gustav Sprey in Seligenstadt nicht mehr. 1921 von Gustav Sprey an der Bahnhofstraße gegründet, führte Gerhard Sprey (50) die Buchhandlung schon in dritter Generation weiter. Doch nun gibt er auf: „Internet und auch die Marketingpolitik der Stadt Seligenstadt machen den wirtschaftlichen Betrieb des Geschäfts nicht mehr möglich.“ 22.1. – Die Buchhandlung Findus schließt zum 1. Februar ihre Filiale in Weinböhla. Das Hauptgeschäft in Tharandt bleibt weiterhin bestehen. 25.1. – Zu Beginn des Jahres hat Lioba Betten den MünchenVerlag an die Chr. Belser Gesellschaft für Verlagsgeschäfte GmbH & Co. KG, die seit 1991 zur Fleissner Gruppe gehört, verkauft. 26.1. – Thalia kündigt an, das Buchhaus Große Bleichen in Hamburg im Januar 2014 zu schließen. 29.1. – Osiander expandiert jetzt auch nach Hessen. Am 29. August eröffnet die ECE im Frankfurter Europaviertel mit dem Skyline Plaza eines der „größten Einkaufszentren in Deutschland“, Osiander ist mit 670 qm dabei. Weitere Filialöffnungen sind in Balingen, Stuttgart und Böblingen geplant.

© Britta Schmitz

Personalia Ingeborg Simandi Ingeborg Simandi (49) übernimmt zum 1. Januar die Vertriebsleitung im Emons Verlag. Sie folgt auf Michael Solscher, der bei Emons ausscheidet. (2.1.)

Katrin Wurch Ab 21. Januar ist Katrin Wurch (37) neue Mitarbeiterin im Knaus-Presseteam um Susanne Klein (Leitung) und Stefanie Schill (Presse/Veranstaltungen). Sie übernimmt als Referentin den Bereich Veranstaltungen von Diana Hasenpflug, die das Unternehmen Ende 2012 verlassen hat. Wurch war zuletzt im Rowohlt Verlag tätig. (4.1.) Markus Riedelsheimer Markus Riedelsheimer ist seit 1. Januar neuer Verkaufsleiter im GmeinerVerlag. Er betreut in dieser Funktion den Buchhandel, die Nebenmärkte und den E-Book-Vertrieb. Die Key-Account-Kunden des Verlages werden weiter von der Marketing- und Vertriebsleiterin Diane Kopp betreut. (7.1.)

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Herzlichen Dank liebe Buchhändlerinnen und Buchhändler!


Rückblick | Die Ereignisse der Branche im Monat Januar

© Jaytee van Stean

» Wir sind vielseitiger, schneller und professioneller als ein einzelner Autor sein kann «

Olaf Irlenkäuser Olaf Irlenkäuser, bisher Verlagsleiter im Hamburger Murmann Verlag, hat zum 1. Januar eine neue Verantwortung innerhalb der MurmannVerlagsgruppe übernommen. Er wurde zum Co-Geschäftsführer des Wachholtz-Verlags berufen und tritt damit an die Seite von Henner Wachholtz und Sven Murmann. (8.1.)

Storyteam-Gründer Dr. Claus Beling in der Freitags um fünfKolumne am 4.1.2013 © Olivier Favre

Franziska Schiebe / Tanja Obertinski Seit Anfang Januar ist Franziska Schiebe (l.) bei Beltz für die „Geschäftsfeldentwicklung E-Business“ zuständig. Die neu geschaffene Position ist im Marketing/Vertrieb angesiedelt. Ebenfalls seit Anfang des Jahres arbeitet Tanja Obertinski im Vertrieb bei Beltz. (7.1.)

Carolin Galedary / Nora Kehr Carolin Galedary (l.), bisher im Bereich Veranstaltungen/Lesungen, betreut seit Beginn des Jahres die Pressearbeit der Sachbuchtitel von Rowohlt und Rowohlt.Berlin. Sie folgt auf Katrin Wurch, die zu Knaus gewechselt ist. Neu im Bereich Veranstaltungen/Lesungen ist Nora Kehr, die dort mit Tessa Martin zusammenarbeiten wird. (8.1.)

Verleger Markus S. Braun im Sonntagsgespräch am 6.1.2013

» PR funktioniert nur richtig gut, wenn sie auf Dauer angelegt ist und sich über einen langen Zeitraum entfalten darf «

Markus Zens Zum 1. Dezember 2012 hat Markus Zens den Verlag Herder verlassen und sich als externer Key Accounter selbständig gemacht. Ab Januar ist er nun als externer Vertriebskoordinator für die edition chrismon und die Evangelische Verlagsanstalt (EVA) tätig. (8.1.)

Olaf Carstens Zum Monatsende hat Olaf Carstens, bisher Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei Herder, den Verlag verlassen. Zum 1. Februar wird er im Paul Pietsch Verlag an der Seite von Verlegerin Dr. Patricia Scholten in die Geschäftsführung eintreten. (8.1.) Klaus-Michael Bogdal Der Literaturwissenschaftler Klaus-Michael Bogdal

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PR-Experte Gerdt Fehrle im Sonntagsgespräch am 13.1.2013

© © Uwe Frauendorf

Rainer Groothuis Der Hamburger Senat hat Rainer Groothuis mit dem Ehrentitel „Professor“ ausgezeichnet, er sei „einer der bedeutendsten Buch- und Mediengestalter und seit vielen Jahren ein wichtiger Förderer der Kunst und Kultur in Hamburg“. An der Akademie des Deutschen Buchhandels lehrt Groothuis zudem über die Zukunft des Buches und der Buchkunst (s.S. 143). (8.1.)

» Wenn ich eine ansprechend gestaltete Buchhandlung sehe, so betrete ich sie auch ohne Kaufabsicht und kann dann durch das Programm und die Präsentation zum Kauf verführt werden «

» Was man der Branche wirklich nicht vorwerfen kann, ist Trägheit. Es gibt sehr viel Bewegung « BuchMarkt-AWARD-Juryvorsitzender Sven Kröger im Sonntagsgespräch am 27.1.2013

erhält für sein Buch „Europa erfindet die Zigeuner. Eine Geschichte von Faszination und Verachtung“ (Suhrkamp) den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2013. Die Verleihung findet anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse am 13. März im Gewandhaus zu Leipzig statt. (9.1.)

BuchMarkt Februar 2013

Michael Gloss / Christian Lindemann / Frank Schellmann / Adriaan Verhoef Das Onlinegeschäft und Zukäufe haben die deutsche Wolters Kluwer Unternehmenssparte Legal & Regulatory Deutschland wachsen lassen – sichtlich Anlass, mit Wirkung zum 1. Januar, Michael Gloss,


www.buchmarkt.de

Hermann Ludewig / Folkert Roggenkamp Hermann Ludewig (61), Marketing- und Vertriebsleiter Buch des Bielefelder Delius Klasing Verlages, wechselt zum 30. April „in die passive Phase der Altersteilzeit“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Seine Nachfolge tritt am 1. April Folkert Roggenkamp (46) an. (10.1.) hep Verlag hep, der größte eigenständige Bildungsverlag der Schweiz, hat eine Frühjahrs-Vorschau speziell für den deutschen Buchhandel entwickelt und versandt. Auch das Verlagsteam wurde erweitert: Karl Kaz übernimmt die Position der Verlagsleitung in Deutschland, Julia Reichmann verstärkt das Team im Bereich Marketing und Vertrieb für Deutschland. Die Pressearbeit für die Sparte Pädagogik betreut Buch Contact. (10.1.) Peter Voortman Peter Voortman (51), seit 2007 Programmleiter Ausund Weiterbildung, hat den NWB Verlag zum 31. Dezember 2012 verlassen und macht sich mit seiner Agentur Freiraum402 in Köln selbständig. Dort bietet er seine Leistung nun als Berater, Coach und Interimsmanager an. (10.1.) Birte Hackenjos Die Haufe Gruppe will sich „weiter vom klassischen Verlag zu einem EBusiness-Unternehmen entwickeln“: Am 1. Januar wurde Birte Hackenjos in die neue Funktion als Chief Operating Officer (COO) eingesetzt. (10.1.) Alexander N. Greene De Gruyter will mit Beginn des Jahres seine Programmabteilung in den USA weiter ausbauen. Dafür soll im Bostoner Büro des Unternehmens Alexander N. Greene die Gebiete in den STM (Science, Technology, Medicine) kontinuierlich aufbauen und weiterentwickeln. (10.1.)

Ernst Erni Zum 1. Januar hat Ernst Erni die Marketingleitung im Quaternio Verlag Luzern übernommen. (17.1.) Johanna Prediger / Stephanie Reich Zum 1. Januar haben Johanna Prediger und Stephanie Reich ihre Arbeit im Lektorat des Loewe Verlags angetreten. (15.1.)

Johannes Höfer Johannes Höfer (52) wird zum 1. Februar die Geschäftsführung des Walhalla Fachverlages in Regensburg und des Deichmann+Fuchs Verlages in Aichach übernehmen. Er übernimmt damit die Geschäftsführung von Bernhard Roloff (68). (18.1.)

Barbara Janßen Marketing und Vertriebsleiterin Barbara Janßen hat zum Jahreswechsel die Verlagsgruppe Patmos verlassen. Es habe „über die weitere strategische Ausrichtung des Bereichs unterschiedliche Auffassungen“ gegeben. (15.1.) Constanze Wachsmann Constanze Wachsmann ist seit 1. Januar neue Vertriebsleiterin im Verlag Herder. Zuvor leitete sie im Unternehmen das Key-Account-Management. (15.1.)

Christian Schwarz / Teresa Goepel Christian Schwarz übernimmt die Presseleitung des Verlags Kein & Aber in Zürich. Teresa Goepel wird Verantwortliche für den neu geschaffenen Bereich Digitale Medien. (16.1.) Markus Schröder / Ingo Kretzschmar Die Position des Direktors Einkauf & Sortimentsmanagement bei Thalia wird zum 1. April mit Markus Schröder (40 – Foto) neu besetzt. Er wird in dieser Funktion „die Sortimentsgestaltung und den strategischen Einkauf” der Gruppe verantworten. Ingo Kretzschmar, der bis dato interimistisch die Leitung des Bereichs Commercial inne hatte, wird sich seiner neuen Funktion als Vertriebsleiter für die Regionen Ost (Buch & Kunst) und Nordwest (Grüttefien) widmen. (16.1.)

Stefan Weigold Stefan Weigold (28) ist ab sofort bei book2look publishing als Projektmanager Digital Publishing tätig und wird in dieser Funktion vor allem die App- und E-Book-Produktionen für Verlage betreuen. (14.1.)

Ines Wallraff / Sabine Buss / Mathieu Bell Ines Wallraff (Foto l.), bisher stellvertretende Verlagsleiterin bei Random House Audio, hat das Kölner Haus auf eigenen Wunsch zum Jahresende verlassen. Die stellvertretende Verlagsleitung übernimmt Sabine Buss (Foto m.), die weiterhin auch leitend das Programm von Random House Audio und cbj audio verantwortet. – Seit Mitte Januar ist Mathieu Bell Werbeassistent im Unternehmen. (16.1.)

Diana Hasenpflug Seit 1. Januar betreut Diana Hasenpflug (37) als Pressereferentin das Sachbuchprogramm des Deutschen Taschenbuch Verlages (dtv). (15.1.)

Volker Koch Zu Jahresbeginn wurde Volker Koch (47) bei Soldan als Produktmanager Fachmedien Öffentliche Verwaltung verpflichtet. (17.1.)

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Michael Hildebrand Michael Hildebrand übernimmt die Vertriebsleitung bei Soldan in Essen. (21.1.)

©Petra Gass

Christian Lindemann, Frank Schellmann und Adriaan Verhoef zu weiteren Geschäftsführern von Wolters Kluwer Deutschland zu berufen. Die neu berufenen Geschäftsführer berichten an Hermann, der seit 2009 Bereichsvorstand ist. Alle neu berufenen Geschäftsführer sind bereits seit mehreren Jahren für Wolters Kluwer Deutschland tätig. (9.1.)

Florian Böhler / Monica Wellmann / Daniela Kahl / Nadja Einzmann Florian Böhler (38) ist ab sofort stellvertretender Anzeigenleiter bei der MVB. Monica Wellmann (42 – Foto l.) übernimmt im Bereich Marketing und Vertrieb die neu geschaffene Teamleitung Verkauf Buchhandel. Sie wird unterstützt von Daniela Kahl (39 – Foto m.r.). Nadja Einzmann (38 – Foto r.) ist seit dem 15. Januar neue Redakteurin beim Buchjournal. (22.1.) Sarah Wendle Sarah Wendle ist seit 14. Januar als Lektorin sowie als Mitarbeiterin in der PÖ im Bereich Sachbuch beim Rotpunktverlag tätig. (24.1.) Judith Tuttas Judith Tuttas hat Mitte Januar die Leitung Verkauf Buch und Lernpakete beim Franzis Verlag übernommen. (24.1.)

Johannes Kambylis / Andrea Wolf / Michaela Naumann / Susanne Ziegler Die 19. Jahrestagung des AVP hat einen neuen Vorstand gewählt. 1. Vorsitzender des AVP ist Johannes Kambylis (Felix Meiner Verlag – rechts), 2. Vorsitzende Andrea Wolf (Börsenverein – Landesverband Bayern, 2.v.r.), Pressesprecherin ist Michaela Naumann (Everybody’s public – 2.v.l.) und Kassiererin wie bisher Susanne Ziegler (UTB – l.). (26.1.) Anja Fredebeul-Krein Seit Januar 2013 ist Anja FredebeulKrein Key Account Managerin Buchhandel im Vertrieb des Lingen Verlags. (28.1.) Redaktionsschluss 30.1.2013

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Markt & Meinung | Leute mit Ideen Künstlerin Sigrid Sandmann und ihr Wortfindungsamt

„Kunstbeamtin“ für zwei Wochen

Wortfindungsamt: Zwei Wochen lang druckt Sigrid Sandmann hier ihre Wortschilder

Vor dem pinkfarbenen Bauwagen mit der kuriosen Beschriftung „Wortfindungsamt“ hat sich schon eine lange Menschenschlange gebildet. Nach und nach gehen Menschen hinein und kommen mit einem Schild in der Hand und einem Lächeln im Gesicht wieder heraus. Kurze Zeit später findet der aufmerksame Beobachter genau diese Schilder dann an einem öffentlichen Ort irgendwo in der Stadt wieder. Darauf stehen Wörter wie Hühnersitzplatz, Meerfamilienhaus oder Schneckenhaushintereingang – Wörter, wie sie in keinem Buch vorkommen, die aber Lust auf Sprache neu entfachen. Kunden einer Buchhandlung in Hamburg Ottensen werden zum Beispiel mit dem Wortschild „Satzspiegel“ begrüßt. In dem Bauwagen sitzt Sigrid Sandmann. Sie hat das Projekt „Wortfindungsamt“ 2010 ins Leben gerufen und nennt sich dabei selbst scherzhaft „Kunstbeamtin“, ist aber eigentlich freiberufliche Künstlerin. „Das Projekt soll eine kleinteilige Veränderung in den öffentlichen Stadtraum bringen und die Menschen anregen, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen“, erklärt sie. Für bis zu zwei Wochen kommt Sandmann mit ihrem Wortfindungsamt in einen Stadtteil, in den sie von einer Person oder einer Organisation eingeladen und finanziert wird. Dort können die Menschen zu ihr

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dingdangdonglutschbonbon: Der kleine Mattis mit seinem Wortschild

kommen und ein Schild mit ihrem Wunschwort beantragen. Dabei gibt es nur zwei Bedingungen. Die erste: Das Schild muss an einem öffentlichen Ort aufgehängt werden. Die zweite fordert dazu auf, den Aufenthaltsort des Schildes mit einem Foto zu dokumentieren und das Bild an Sandmann zu schicken. „Dieser Aufforderung kommen lange nicht alle nach, aber mittlerweile gibt es auf meiner Homepage

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www.wortfindungsamt.de ein schönes Archiv mit vielen Fotos“, erzählt die Künstlerin. Obwohl die Schilder eher klein sind, werden sie von den Menschen wahrgenommen, oft weil sie anfangs erst eine gewisse Irritation hervorrufen. Die Frage, warum an einer Kirche ein Schild mit der Aufschrift „dingdangdonglutschbonbon“ hängt, haben sich beispielsweise bestimmt schon viele Bürger in Hamburg-Ottensen gestellt. „Dahinter steckt eine lustige Geschichte“, verrät Sigrid Sandmann. Ein kleiner Junge, so an die vier Jahre alt, sei zusammen mit seiner Mutter zu ihrem Bauwagen gekommen und habe sich erst gar nicht getraut, diesen zu betreten. Nach einer Weile traute er sich doch und wurde dafür mit Gummibärchen von der Kunstbeamtin belohnt. „Er saß auf einem Stuhl vor meinem Schreibtisch und nuschelte ein Wort vor sich hin. Ich fragte nach und dann sagte er ganz deutlich das Wort: dingdangdonglutschbonbon“, erzählt Sandmann weiter. Das druckte sie dann auf ein Schild. Und warum es ausgerechnet an einer Kirche hängt? Weil der Junge dieses Wort immer dann sagt, wenn er die Kirchturmglocken läuten hört, erklärt die Mutter des Jungen lächelnd. Zwei Mal im Jahr veranstaltet Sandmann das Projekt „Wortfindungsamt“. Dabei hört sie viele Lebensgeschichten und lustige Anekdoten. „Das Zwischenmenschliche spielt bei diesem Projekt eine ganz besondere Rolle, denn an jedem Wort hängt auch immer eine persönliche Geschichte“, sagt die Künstlerin. Bis zu 100 Menschen kommen täglich zu ihr, circa 2.500 Wörter hat sie schon gedruckt. Das bisher längste Wort ist „Donaldducksdampfschifffahrtsgesellschaft“ – allerdings wurde gerade dieses Schild nicht abgeholt. „Auch das passiert manchmal, dann hänge ich es halt selbst auf oder gebe es jemand anderem mit“, erzählt Sandmann. Manchmal entdeckt sie die Schilder auch an einem ganz anderen Ort als ihrem ursprünglichen. „Es kommt Bewegung in das Projekt, es wird zu einem Prozess“, freut sich Sandmann. Denn genau so hat sie es sich vorgestellt. Maria Altepost


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Holger Ehling kommentiert Über das Scheitern von zwei Medienhändlern in England, Hadopis Havarie und Bücher zum Kaffee in Indien

Die Pinguine von Lavazza

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Holger Ehling © Jeannette Faure

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n Sachen Weihnachtsgeschäft hat sich der Staub inzwischen gelegt, jetzt werden die Lehren daraus gezogen. In Großbritannien hieß das im Januar, das mit HMV und Blockbuster gleich zwei Medienhändler in die Insolvenz gingen; fast 10.000 Menschen bangen um ihre Arbeitsplätze. Bei beiden Unternehmen sind die Probleme hausgemacht. HMV, das vor knapp zwei Jahren seine Buchhandelskette Waterstones an einen russischen Oligarchen verkaufte, um mit den läppischen 50 Millionen Pfund Erlös die prekäre Schieflage des Konzerns auszugleichen, hat jahrelang mit geliehenem Geld Wachstum um des Wachstums willen finanziert. Teuerste Innenstadtlagen wurden zu Mondpreisen angemietet, massive Preisschlachten wurden ausgefochten, hohe Sonderzahlungen wurden an die Geldgeber ausgeschüttet und massive Gehälter, Boni und Abfindungen an Manager gezahlt, die allesamt scheiterten bei dem Versuch, das Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Der Finanzkatastrophenspezialist Hilco, der auch schon aasgeierartig bei den Borders-Pleiten in den USA und Großbritannien um die Trümmer geboten hatte, wird jetzt die Schulden von HMV übernehmen – falls eine Sanierung auch nur ansatzweise gelingt, wäre ein hübsches Sümmchen als Gewinn drin. Vorerst aber wird bei HMV, ebenso wie bei Blockbuster, das dem Sterben des Videoverleihs hilflos zugeschaut hat, die Quittung den Mitarbeitern präsentiert – und das ist ein Aspekt der aktuellen Entwicklungen im Einzelhandel, der mir allzu oft verloren geht, wenn wir über die Zukunft nachdenken. Überhaupt frage ich mich, welches Kundenbild – und damit: welches Menschenbild – wir haben, wenn wir uns diesem nicht enden wollenden Wettlauf um die billigsten Angebote aussetzen: Mein Verdacht ist, dass die ideale Zukunft der

Der Medienexperte und PR-Berater betreibt in Frankfurt die Agentur ehlingmedia

Einzelhandelsstrategen so aussieht, dass möglichst viele Menschen möglichst viel Zeit vor ihren Bestellgeräten (und nichts anderes sind Smartphones und dergleichen inzwischen) verbringen, ein Angebot nach dem anderen ordern und dann mit ihren virtuellen Freunden über den Erwerb schwatzen. Unsere Freunde bei Amazon haben jetzt noch einen draufgesetzt beim Bemühen, die Welt von lebendigen Einzelhandelsarealen zu befreien: Jeder Kunde, der in den vergangenen zehn Jahren eine Mu-

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o wir schon bei der Elektronik sind, schadet ein Blick nach Frankreich nicht. Dort werden auf Betreiben der Regierung Sarkozy seit Anfang 2010 die Internetnutzer staatlich überwacht, von einer Behörde mit dem schönen Namen Haute Autorité pour la diffusion des oeuvres et la protection des droits sur l’Internet – oder einfacher: Hadopi. Sie soll das Urheberrecht im Internet schützen und illegalen Downloadern an den Kragen gehen. Dazu stehen ihr zwölf Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Jetzt steht das Ende von Hadopi bevor. Das Vorgehen der Behörde offenbart tiefes Misstrauen: Alle Internet-Nutzer stehen im Verdacht, von Musik über Filme bis E-Books alles klauen zu wollen, was sich klauen lässt. Deshalb gibt es bei Hadopi das Prinzip der „three strikes“: Wer illegal Inhalte herunterlädt, wird

Gute E-Books sind mehr als elektronische Kopien der Texte und Bilder, die in Büchern enthalten sind sik-CD gekauft hat, kann sich die darauf enthaltenen Musikstücke jetzt kostenlos auf sein Gerät laden. Wenn Sie cool sein wollen, dann erzählen Sie Ihren Freunden, dass Sie die Stücke jetzt legal „rippen“ können. Im Englischen bedeutet „rip off“ übrigens, jemanden übers Ohr zu hauen. Der Amazon-Vorstoß hat natürlich auch schon begeisterte Stimmen in der Buchbranche produziert, die vorschlagen, man möge doch grundsätzlich beim Kauf von gedruckten Büchern die Elektro-Version gleich kostenlos mitliefern. Ich halte das für keine allzu schlechte Idee, jedenfalls solange die meisten Verlage noch E-Books produzieren, die nichts anderes sind als elektronische Kopien der Texte und Bilder, die in den Büchern enthalten sind.

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zunächst per E-Mail verwarnt. Beim zweiten Vorfall flattert ein blauer Brief ins Haus; wer innerhalb von sechs Monaten dreimal erwischt wird, dem drohen Geldstrafen oder die Sperrung des Internetzugangs für einen Monat. Die Bilanz nach drei Jahren Hadopi: Rund 1,2 Millionen Verwarnungen per E-Mail wurden ausgesprochen und etwas mehr als 100.000 Warnbriefe versendet. Rund 350 Hartnäckige erhielten den dritten „Strike“, 14 Fälle landeten vor Gericht, ein Nutzer wurde zu einer Geldstrafe von 150 Euro verurteilt. Kulturministerin Aurélie Filippetti ist davon nicht beeindruckt, es bestehe ein Ungleichgewicht zwischen Mitteln und Ergebnis, befand sie und kündigte eine deutliche Kürzung der Zuwendungen an.


Foto Micha Bar Am/Magnum Photos/Agentur Focus

Von Anfang an hatten Internetnutzer und Urheberrechts-Inhaber scharfe Kritik an Hadopi geübt. Ein „bürokratisches Monster“ sei das, urteilte die Verbrauchervereinigung UFC. Auch die Konzentration auf kleine „Sünder“ sei fehlgeleitet: Wirklichen Schaden richten die großen Filesharing-Dienste an, die mit dem Bereitstellen illegaler Downloads weltweit Milliardenschäden verursachen und Milliardengewinne einstreichen. Und selbst diejenigen, die geschützt werden sollten, warnten stets vor allzu rigiden Einschränkungen: Gerade junge Musiker und neue Bands seien dringend angewiesen auf gute Sichtbarkeit im Internet – und dazu gehören auch Downloads von ihren Titeln sowie die private Weitergabe der Musik. Derzeit untersucht eine Kommission die Arbeit von Hadopi; bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die Behörde keine große Zukunft haben dürfte. Künftig sollen vor allem die Internet-Provider in die Pflicht genommen werden, das Treiben ihrer Kunden zu überwachen. Ob allerdings die Kontrolle durch Privatfirmen weniger „Big Brother“ bedeutet als die Überwachung durch den Staat, darf man anzweifeln.

S

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chauen wir zum Abschluss noch einmal ganz weit in die Ferne, dorthin wo Bücher – ja, diese merkwürdigen Dinger aus mit Tinte verschmutzem Papier mit Pappdeckeln drumherum – Luxusgut und Symbol für Bildung und Aufstiegsmöglichkeiten sind: Nach Indien. Dort hat Penguin Books India, das wir neuerdings als Gütersloher Speerspitze am Taj Mahal begreifen müssen, eine Allianz geschmiedet mit der Kaffeehauskette Barista Lavazza. Wer sich in den Filialen der Kette mit seinem Kaffee niederlässt, darf nach Herzenslust stöbern und schmökern in ordentlich bestückten Penguin-Bibliotheken, außerdem finden regelmäßig Lesungen und Buchvorstellungen in den Läden statt. Bleibt zu hoffen, dass die Starbucks der Welt nicht auch bei uns auf solche Ideen kommen; all die Kaffeemaschinen, die in den vergangenen Jahren im deutschen Buchhandel Einzug gehalten haben, wollen ja auch genutzt werden.

BuchMarkt Februar 2013

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»Diese Geschichten erzählen von den elementaren Kräften menschlicher Existenz. Von Einsamkeit. Von Liebe. Von Verlust. Von Tod. Von Sehnsucht. Von Verzicht und Verlangen. Also von den grundlegenden Dingen, die jeden betreffen.« Amos Oz

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Suhrkamp www.suhrkamp.de


Mayers Almanach

Total fantastisch: Durch Mark und Hohlbein Bestenliste des Monats: Der Geburtstag John Grisham hat Geburtstag! Ob er weiß, dass wir seine Titel immer mit maximal zweisilbigen Wörtern übersetzen? Die Akte, die Jury, der Locher? Zumindest ist damit ein gängiges und vielkopiertes Muster entstanden, das man der Marke Grisham unmittelbar zuordnen kann. Diesen Dienst kann man auch vielen anderen Büchern erweisen. Schade, dass ich nur Platz habe für zehn: 10. Tim Mälzer: Das Menü 09. Ian Fleming: Der Agent 08. Jeff Kinney: Die Notiz 07. Franz Konz: Die Steuer 06. Otfried Preußler: Der Täter 05. Johann Wolfgang von Goethe: Der Vertrag

Matthias Mayer kommentiert alles Mögliche

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enn Sie wissen möchten, wie ein Schriftsteller lebt, denkt und fühlt, dann können Sie die Tagebücher von Selma Lagerlöf lesen. Oder Selbstzeugnisse von Nabokov, Abenteuer von Casanova oder quälende Dramen von Thomas Bernhard. Sie können vielleicht Sartre folgen, wie er über Wörter nachdenkt; Sie können ein wenig Nietzsche nippen und sich die finale Introspektion „Ecce Homo“ reinziehen, auch wenn sie ein wenig in den Augen beißt. Oder sparen Sie sich diesen langen Weg und lesen Sie gleich Fernando Pessoas „Buch der Unruhe“, ein vollkommenes Abbild eines Schriftstellerlebens. Das alles könnten Sie wählen, wenn Sie wissen möchten, wie ein Schriftsteller lebt, denkt und fühlt. Sie können aber auch auf RTL 2 „Die Hohlbeins – eine total fantastische Familie“ schauen. So nötig war das nun nicht

Schau genau: Buchcover auf den Punkt

04. Charles Dickens: Der Nachschlag 03. J.R.R. Tolkien: Der Bote 02. Wilhelm Busch: Die Buben 01. E L James: Der Verkehr

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gewesen. Zwar machen die Hohlbeins nix Schlimmes, zumindest nicht familiär. Diese Doku war wie jede andere Doku über eine bürgerliche Familie aus Nordrhein-Westfalen, also unnötig und harmlos. Die Schlimmheit lag hier eher im medialen Bereich, weil RTL 2 eine Freakshow daraus machen wollte, eine Jahrmarktsattraktion, wo keine ist. Der Ablauf: Einen Tag lang lassen sich die Hohlbeins von der Kamera begleiten. Damit an genau diesem Tag auch etwas los ist, wird zufällig eine spontane Party am Abend geplant. In der Folge wird dieser Tag dann von Problemchen, Zwischenhandlungen und Hindernissen gestört, bis am Ende doch noch die Feier steigen kann. Wie schön, dass solch ein Tag mit dramaturgischen Klippen, Höhepunkten und guter Auflösung ausgerechnet dann vor sich hin passiert, wenn RTL 2 dabei ist. Das Problem: Die Familie Hohlbein ist eher normal, bürgerlich, kleinstädtisch, üblich. Die sind weder fantastisch noch in irgendeiner Hinsicht total. Außerdem sind die Hohlbeins, so nett sie auch sind, furchtbare Schauspieler und quälen sich so gestelzt wie eben noch kaschierbar durch eine Anzahl erbärmlicher, konstruierter häuslicher Situationen, wie z.B.

BuchMarkt Februar 2013


„Die Hohlbeins frühstücken“ oder „Die Hunde der Hohlbeins trinken was“. Gut, die Hohlbeins wohnen interessant, leben gut und wirken ein wenig verschroben und skurril, aber das liegt nicht daran, dass Hohlbein ein Dark Lord der Fantasy wäre, den die Kamera liebt, sondern eher daran, dass sie aus Neuss kommen. Das Image, das RTL 2 da ausschöpfen will, macht den Hohlbeins sichtbare Mühe. Es ist also ein wenig wie bei Ozzy Osbourne auf MTV, nur halt in NRW. Wie nun RTL 2 aber versucht, aus diesem Nichts eine freigeistige, spektakulär chaotische Künstlerfamilie zu inszenieren, kann einem fast leidtun. Da geht der scheue Hohlbein schon mal in größerem Umfange an die Öffentlichkeit, wählt sich dafür aber ausgerechnet ein niederes Klamaukformat bei RTL aus. Wahrscheinlich ahnt man vorher nicht, was allein durch Schnitt und Kommentar alles angerichtet werden kann, wenn z.B. Tochter Rebecca plötzlich im intimen Zusammenhang sagt „Ich find’ die Möpse meiner Mutter schrecklich“, und erst nach diesem Satz wird klar, dass die Hunde gemeint sind. Gottlob. Nur ändert das nichts mehr am Niveau dieser Art von Fernsehen. Aber was ist hieran eigentlich schlimm? Dass ein RTL-Sender seiner Pflicht nachkommt und Müll produziert? Vielleicht habe ich einfach Sorge, dass ein nichtlesendes Publikum auf diesem Weg einen falschen Eindruck von unserer

Trend des Monats: Zuverlässige Klebeleistung bei BLV Da, BLV, seht Euch die Sauerei an! Denkt bei Euch überhaupt auch nur irgendjemand daran, dass wir Buchhändler so ein Buch auch als Geschenk verpacken und den Preis kaschieren müssen? Euer Tier- und Pflanzenführer ist nämlich erstens in diese Schutzfolie eingeschlagen, und Ihr habt den Preis DAHINTER geklebt. Direkt aufs Buch, aber hinter die Folie. Ich musste erst eine Obduktion vornehmen, um zum Aufkleber vorzustoßen. Womit wir auch schon bei zweitens wären, weil Ihr nämlich nicht etwa einen dieser leicht ablösbaren Aufkleber genommen habt, sondern atomares Pattex. Beim Versuch, diesen Aufkleber abzulösen, ist das Buch irgendwann in zwei Hälften zerfallen. Ich auch. Beim nächsten Mal, wenn Ihr Preisaufkleber verschweißt, macht doch gleich zwo, drei übereinander, dann muss ich beim Ablöseversuch noch mehr lachen. Aber immerhin: Auch eine Form von Preisbindung.

Branche bekommt und weiterhin nicht liest. Immer, wenn Hohlbein wieder mal die Quasihandlung vorantrieb, wurde die Erkennungsmelodie von Catweazle eingespielt. Das sagt eigentlich schon alles über die Intentionen des Senders. Die Möpse meiner Mutter und die Musik von Catweazle. Aber halt! Was ist, wenn das zum Verkauf beiträgt? Wenn das RTL-Zuschauer

in die Buchläden lockt? Wäre ich dann weniger aufgewühlt? Ach, ich will es nicht überinterpretieren. Wenn schlechtes Fernsehen plötzlich vom Buchhandel und seinen Autoren handelt, dann wird mir einfach mulmig. Ich befürchte dann, dass es nicht mehr weit ist, bis Günter Grass seine eigene Kochsendung und Giovanni di Lorenzo seine eigene Talkshow hat.

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ANNE HERTZ ist das Pseudonym der Autorinnen Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz, die nicht nur gemeinsam schreiben, sondern als Schwestern auch einen Großteil ihres Lebens miteinander verbringen. Bisher haben die Schwestern als Duo mit ihren Romanen eine Gesamtauflage von 1 Million Exemplaren erreicht und eine große Fangemeinde fiebert jedem neuen Buch entgegen. Ein höchst außergewöhnliches Autorenduo, das in Hamburg lebt und arbeitet und nun mit »Juni und ich – Flunkern wie gedruckt« seinen ersten Kinderroman vorlegt.


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Wer ihrer

Schönheit verfällt,

verwirkt sein Leben. Sie sind schön. Sie sind stark. Und gefährlich. Penn, Lexi und Thea ziehen alle Blicke auf sich – sie aber haben nur Augen für Gemma. Immer tiefer ziehen die geheimnisvollen Fremden Gemma in ihren betörenden Bann. Doch dahinter lauert eine Welt, die faszinierender, abgründiger und tödlicher ist als alles, was Gemma je erlebt hat …

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Jugendbuch Gebunden mit Schutzumschlag ca. 416 Seiten ca. € 17,99 [D] € 18,50 [A] / CHF 25,90* ISBN 978-3-570-16164-7 Februar 2013

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Das aktuelle Interview

Der Buchhandel hat Zukunft Wir fragen Dr. Michael Fürtjes: Was bringt ein Zukunftstag – und vor allem wem?

S

teht der stationäre Buchhandel kurz vor dem Aus? Das Gegenteil sei der Fall. Davon sind die LG Buch, Umbreit und die Beratungsgesellschaft MDG überzeugt. Die drei Partner veranstalten am 4. März in Bietigheim-Bissingen gemeinsam den ersten „Zukunftstag für den Buchhandel“. Die Idee dahinter: Auch Skeptikern zum Trotz soll deutlich werden: Es gibt eine Zukunft! Das war Anlass für unsere Fragen an Dr. Michael Fürtjes, den Geschäftsführer der LG Buch. Dr. Fürtjes, jeder macht sich im Moment Sorgen um den stationären Buchhandel. Sie auch? Über die Zukunft des stationären Buchhandels im Allgemeinen und im Besonderen über die Zukunft der inhabergeführten, mittelständischen Buchhandlungen ist im vergangenen Jahr nicht nur in den Medien unserer Branche häufig spekuliert worden. Vorherrschend war die Meinung, dass stationäre Buchhandlungen mehr und mehr verschwinden würden. Oft war sogar zu lesen, dass sie demnächst, wenn nicht schon jetzt, auch nicht mehr gebraucht würden. Sie stimmen nicht mit in die Klagen ein, sondern veranstalten stattdessen einen Zukunftstag für den Buchhandel. Skeptiker würden sagen, das ist ein Zukunftstag für eine Branche ohne Zukunft ... Vor dem Hintergrund dieser vermeintlich auf der Hand liegenden Prognose mag es kurios erscheinen, wenn Umbreit, die LG Buch und die MDG gemeinsam ein Seminar anbieten, das unter den Stichworten „Kernkompetenzen“, „Perspektivwechsel“ und „digitale Herausforderungen“ von einer erfolgreichen Zukunft des stationären Sortimentsbuchhandels aus-

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geht. Nüchtern betrachtet – also unabhängig von Untergangsszenarien und sehnsuchtserfüllten Visionen – sind wir der Überzeugung, dass es realistische Chancen gibt, auch in den nächsten Jahren wirtschaftlich erfolgreich eine Buchhandlung zu führen. Die Realität zeigt aber auch, dass die Konkurrenz durch die großen Onlinehändler und das E-Book immer stärker wird. Wie können stationäre Buchhändler denn darauf reagieren? Der Buchhändler kann wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn er sich seiner Stärken vergewissert, sie unternehmerisch klug einsetzt und außerdem bereit ist, die eigenen Schwächen zu erkennen und ebenfalls unternehmerisch klug mit ihnen umzugehen. Das sagt sich so leicht … Wie können solche Weisheiten dem Buchhändler konkret helfen? Die Themen unseres Zukunftstags setzen genau da an. Sie behandeln Kernkompetenzen buchhändlerischer Unternehmensführung, bieten Orientierung im Wandel und zeigen auch für kleinere Buchhandlungen umsetzbare Möglichkeiten auf, die aktuellen Herausforderungen vor allem im Bereich des E-Commerce zu meistern. Was nimmt ein Teilnehmer nach diesem Tag an Ideen mit nach Hause? Es ist das Ziel des Zukunftstags, dass die Teilnehmer am Ende Klarheit über die Situation ihrer Buchhandlung gewonnen haben, über ihre konkreten Möglichkeiten, am Erfolg der eigenen Buchhandlung weiter zu arbeiten und über die eigenen Stärken und Schwächen. Vor allem kommt es uns darauf an, dass an diesem Tag wirklich etwas gelernt werden kann. Das heißt, wir wollen eine Atmosphäre

BuchMarkt Februar 2013

Zur Person Dr. Michael Fürtjes ist seit 2009 Geschäftsführer der LG Buch. Er ist studierter Theologe und war lange Buchhändler in Rom bei Herder, bei Gerstenberg in Hildesheim und bei Droste in Düsseldorf. Gemeinsam mit dem Barsortiment Umbreit und der Beratungsgesellschaft MDG bereitet er gerade für den 3./4. März einen Zukunfstag vor, der in Bietigheim-Bissingen stattfinden wird. Anmeldeschluss ist am 15. Februar; weitere Infos unter www.lg-buch.de


schaffen, in der die Köpfe frei sind von den manisch-depressiv erscheinenden Stimmungen, die unsere Branche oft genug überschatten. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass viele Buchhandlungen im Jahr 2012 schließen mussten. Da erscheint Ihr Optimismus ein wenig fehl am Platz … Dass wir von der Zukunftsfähigkeit des stationären Sortiments überzeugt sind, beruht nicht auf blindem Optimismus. Und die Zukunftsfähigkeit zu behaup-

Pettersson zu Besuch in Ihrer Buchhandlung!

gliedern kostenfrei anbieten. Diejenigen, die dieses Angebot im vergangenen Jahr schon angenommen haben, haben davon profitiert. Denn der freundliche, aber unbestochene Blick von außen ist offenkundig hilfreich bei der kritischen Überprüfung des eigenen Unternehmens. Nach den Besuchen bei den Mitgliedern stelle ich immer wieder fest, dass es die Themen unseres Zukunftstags sind, die den Erfolg einer Buchhandlung wesentlich beeinflussen. Der Zukunftstag ist somit auch eine Quintessenz unserer Arbeit.

Für alle Kinder dieser Welt

Wir sind von der Zukunftsfähigkeit des stationären Sortiments überzeugt

Was genau macht diese Buchhandlungen denn erfolgreich? Die Buchhandlungen sind erfolgreich, weil ihre Inhaber betriebswirtschaftlich kenntnisreich arbeiten. Weil sie diese Kenntnisse souverän umsetzen, etwa bei der größten Investition, dem Einkauf. Weil sie planvoll arbeiten, gerade im Bereich des Marketing. Weil sie eine motivierende Arbeitsatmosphäre schaffen und so das kreative Potenzial ihrer Mitarbeiter freisetzen. Weil sie vorurteilsfrei die Möglichkeiten des Internets und der digitalen Kommunikation zu nutzen lernen. Und weil sie selbst Freude an ihrer Arbeit haben, aller Alltagsroutine zum Trotz. Und weil all das zusammen ein Klima in der Buchhandlung schafft, in dem Kunden begeistert einkaufen. Sich selbst und seine Buchhandlung so analytisch zu betrachten, stelle ich mir sehr schwierig vor. Das ist richtig. Aber die Ursachen für negative Entwicklungen nur bei anderen oder in äußeren Umständen zu suchen, ist unternehmerisch fatal. In der LG Buch lassen wir unsere Mitglieder mit der Analyse deshalb auch nicht allein. Wir haben dazu gemeinsam mit der MDG einen Buchhandelscheck erarbeitet, den wir unseren Mit-

Verraten Sie uns, was Sie und die LG Buch in diesem Jahr außerdem noch beschäftigen wird? Die Zusammenarbeit von Buchhandlungen und Verlagen! Hier liegt manches im Argen, allerdings, wie mir scheint, oft mehr gefühlt als im konkreten Miteinander. Wir wollen auf unserem diesjährigen Jahrestag im Juni das Thema sachlich und lösungsorientiert mit den Mitgliedern und den Gästen aus unseren Partnerverlagen bearbeiten. Dazu gehört es, die gegenseitigen Erwartungen offen zu benennen, deren gewünschte Erfüllung auf ihre Praxistauglichkeit hin zu überprüfen und sich über gemeinsames Handeln zu verständigen. „Sachlich und lösungsorientiert“ – Sie klingen so nüchtern und analytisch. Können Sie den Ärger und die Frustration vieler Branchenteilnehmer denn gar nicht verstehen? Nüchtern, analytisch? Ja, denn ich bin der festen Überzeugung, dass man gerade in als schwierig begriffenen Zeiten nur so weiter kommt. Bei allem Verständnis für Mutlosigkeit und Verärgerung, die gewiss in Einzelfällen anzuerkennen sind, darf eine solche Stimmungslage nicht der Motor des Handels bzw. Unterlassens sein. Dann hätte man bereits verloren. Damit wir uns nicht missverstehen, ich schätze berechtigte Kritik oder Empörung keineswegs gering. Wer jedoch über den Tag hinaus erfolgreich sein will, darf seine unternehmerische Kraft nicht vorwiegend emotional aufzehren lassen.

BuchMarkt Februar 2013

Bodenaufsteller (52 x 150 x 21 cm) nur in Verbindung mit Aktionspaketen erhältlich

Die Fragen stellte Maria Altepost

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www.oetinger.de Illustration S. Nordqvist

ten, ist keineswegs eine ignorante Durchhalteparole. Unsere Zuversicht gründet vielmehr in der konkreten Anschauung mancher sehr gelungener Beispiele. Es gibt nämlich allen Unkenrufen zum Trotz eine beachtliche Anzahl von nach wie vor erfolgreichen Buchhandlungen.


Das Buch, das auf die und nicht mehr Platz 2

Buch des Jahres 2012

JJonas onas JJonasson onasson D er H u n d e r t j 盲 h r i g e, d er aaus us dem dem Der Hundertj盲hrige, der Fenster stieg stieg und und verschwand v ersc hwand Fenster Ro man 路 416 S eiten Roman Seiten Deutsc h von von Wibke Wibke Kuhn Kuhn Deutsch K lappenbroschur 路 13,5 x 21,5 cm Klappenbroschur A 14,99 [D] / A 15,50 [A] / CHF 21,90 (CHF = empfohlener empfohlener Verkaufspreis) Verkaufspreis)

ISBN 978-3-570-58501-6


Liste kam verschwand!

Platz 1

Jonas Jonasson

www.carlsbooks.de

Š Sara Arnald

Autor des Jahres 2012


Magazin | Markt

Buch des Jahres 2012

Autor des Jahres 2012

Shades of Grey 11%

Jonas Jonasson 12%

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand 9%

E L James 9%

Kings of Cool 5% John Green 7%

Sonstige 75%

Sonstige 72%

Die Wahl Mit Autor, Buch und Verlag des Jahres 2012 hat der Buchhandel zum 31. Mal seine Favoriten gekürt. Als elektronisches Wahllokal fungierte wieder das BuchMarktPanel beim Marktforscher Innofact – mit aufschlussreichen Ergebnissen

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Dass E L James, Bauknecht oder Char- das Interesse von vielen Millionen Frauen lotte Roche die Wünsche von Frauen jed- erreichen: weder Couleur kennen, darf bezweifelt Charlotte Roche hat mit „Feuchtgebiewerden. Die Autorinnen behaupten das te“ einen Bestseller geschrieben, der 2008 auch nicht wirklich, und Bauknecht hat zum „Buch des Jahres“ gewählt wurde, den Slogan längst ad acta gelegt. Fest steht und auch danach war sie nicht nur mit jedoch, dass alle drei mit ihren Produkten „Schoßgebete“ (2011) erfolgreich.

© Michael Lionstar

E

rika weiß es, Charlotte weiß es, Bauknecht weiß es auch: Was Frauen wünschen. Der Stuttgarter Hausgeräte-Produzent warb einst mit dem Slogan: „Bauknecht weiß, was Frauen wünschen.“ Und gibt auf seiner aktuellen Website die Antwort: „Seit jeher steht Bauknecht für Sanftheit und Kraft.“ Sanftheit? Erika weiß es besser. Genauer: E L James alias Erika Leonard aus GB. Die frühere BBC-Produzentin weiß ganze Bände über Frauenwünsche, auch weniger sanfte, zu fabulieren. Über geheimes Verlangen, gefährliche Liebe, befreite Lust … Auch Charlotte weiß es besser. Die ebenfalls in GB geborene, aber im Rheinland groß gewordene TV-Moderatorin Charlotte Roche kennt sich in „Feuchtgebieten“ besser als Bauknecht aus, und sollte ihr jemand an die Wäsche gehen, wird sie irgendwelche „Schoßgebete“ kaum an Bauknecht adressieren …

BuchMarkt Februar 2013

E L James: SILBER für die Autorin, GOLD für ihre drei „Shades of Grey”-Titel (Absatz aktuell: 6,1 Millionen)


Verlag des Jahres 2012

2012

Autoren: 1. Jonas Jonasson 2. E L James 3. John Green Bücher: 1. Shades of Grey 2. Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand 3. Kings of Cool Verlage: 1. Diogenes und Hanser 3. S. Fischer und Rowohlt

Diogenes 11%

Hanser 11%

2011

S. Fischer 7%

Autoren: 1. Eugen Ruge 2. Arno Geiger 3. Alex Capus + Astrid Rosenfeld Bücher: 1. In Zeiten des abnehmenden Lichts 2. Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand und Der alte König in seinem Exil Verlage: 1. Diogenes 2. Hanser 3. Rowohlt

2010

Rowohlt 7%

Autoren: 1. Thilo Sarrazin 2. Jonathan Franzen 3. Ken Follett Bücher: 1. Deutschland schafft sich ab 2. Freiheit 3. Rubinrotes Herz, eisblaue See Verlage: 1. Diogenes 2. Rowohlt 3. Hanser

Sonstige 64%

2009

© Sara Arnald, All Rights

Und das 1919 von Gottlob Bauknecht gegründete Hausgeräte-Unternehmen verkauft nicht erst seit gestern weltweit – seit 1991 als Teil des US-Konzerns Whirlpool – Waschmaschinen und anderes Gerät. Und E L James alias Erika Leonard ist sogar wie Angie auf die Time Magazine-Liste der hundert einflussreichsten Menschen der Welt gelangt. Die leicht pummelige Tochter einer Chilenin und eines Schotten würde, sagt sie, gern ein paar Pfund loswerden. Britische Pfund eher nicht. Damit wirft sie nach eigenem Bekunden nicht um sich, obwohl sie mit weltweit über 40 Millionen verkauften Jonas Jonasson: GOLD für „Shades of Grey“ und dem Verkauf der den Autor, SILBER für sein Film-Rechte an Universal Pictures ruckBuch „Der Hundertjährige, zuck mehr Pfund, Dollar und Euro verder aus dem Fenster stieg und dient hat als all ihre Kritiker zusammen. verschwand“ (Absatz aktuell: Mehr Euro als die Kritiker hat ebenfalls 1,8 Millionen) Goldmann im deutschsprachigen Raum eingesammelt beim Vertrieb der weltweit medienträchtigen „Shades of Grey“-Trilogie, mit deren Bänden der Verlag die wenn nicht aus der Klemme, so doch ein Wünsche wissbegieriger Frauen bedient. Stück weiter. Dafür revanchieren sich die Juli 2012: „Geheimes Verlangen”, Sep- Sortimenter/-innen prompt bei unserer Wahl. tember: „Gefährliche Liebe”, Oktober (Buchmesse): „Befreite Lust“, ab Januar Buch des Jahres 2013: HC Geschenkausgaben. Der Clou: Via MP3-CD lässt sich befreite Lust selbst 11% aller abgegebenen Buchhandelsan der Waschmaschine erleben. stimmen machen die Roman-Trilogie Dem (auch andere Genres) verbreiten- „Shades of Grey“ von E L James zum „Buch den Buchhandel schließlich hilft „Shades des Jahres 2012“. Goldmann freut sich, so of Grey“ seit der zweiten Jahreshälfte 2012 Pressechefin Claudia Hanssen, über diese

BuchMarkt Februar 2013

Autoren: 1. Herta Müller 2. Stephenie Meyer 3. Dan Brown Bücher: 1. Atemschaukel 2. Das verlorene Symbol 3. Bis(s) zum Ende der Nacht Verlage: 1. Hanser 2. Carlsen 3. S. Fischer

2008

Autoren: 1. Charlotte Roche 2. Uwe Tellkamp 3. Alan Bennett + Stieg Larsson + Stephenie Meyer + Markus Zusak Bücher: 1. Feuchtgebiete 2. Der Turm 3. Eragon 3 + Wer bin ich – und wenn ja, wie viele? + Die souveräne Leserin + Die Tore der Welt Verlage: 1. Rowohlt 2. Diogenes 3. S. Fischer

2007

Autoren: 1. Julia Franck 2. Hape Kerkeling 3. Joanne K. Rowling Bücher: 1. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2. Die Mittagsfrau 3. Ich bin dann mal weg Verlage: 1. S. Fischer 2. Hanser 3. Diogenes

2006

Autoren: 1. Hape Kerkeling 2. Orhan Pamuk 3. Daniel Kehlmann Bücher: 1. Ich bin dann mal weg 2. Die Vermessung der Welt 3. (nicht vergeben) Verlage: 1. Hanser 2. Rowohlt 3. Diogenes

2005

Autoren: 1. Daniel Kehlmann 2. Dan Brown 3. Joanne K. Rowling Bücher: 1. Die Vermessung der Welt 2. Sakrileg 3. Harry Potter VI Verlage: 1. Diogenes 2. Hanser 3. Rowohlt

2004

Autoren: 1. Dan Brown 2. Frank Schätzing 3. Pascal Mercier Bücher: 1. Der Schwarm 2. Sakrileg 3. Nachtzug nach Lissabon Verlage: 1. Diogenes 2. Hanser 3. Rowohlt

2003

Autoren: 1. Joanne K. Rowling 2. Carlos Ruiz Zafón 3. Michael Moore Bücher: 1. Harry Potter und der Orden des Phönix 2. Der Schatten des Windes 3. Stupid White Men Verlage: 1. Diogenes 2. Piper + Rowohlt

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it DIOGENES Zusammen m

ür: Platz 3 f

Foto John Green: © Ton Koene

EN JOHN GRE


w w w. h a n s e r- l i t e r a t u r v e r l a g e . d e


Magazin | Zwischenbuchhandel

Einen Titel mit Potenzial zu erkennen, der sich zum Bestseller entwickeln könnte, das kann die Maschine nicht Arnd Roszinsky-Terjung

Libri.Sortimente So funktioniert es:

 Der Buchhändler wählt die Abteilung (von möglichen 22) aus, in denen er sich Unterstützung wünscht Jede Abteilung ist in verschiedene Themen untergliedert. Der Buchhändler entscheidet dann, welchem Thema er wie viel Regalmeter widmen will (mind. einen Meter). Insgesamt stehen 150 unterschiedlich kombinierbare Themensets zur Verfügung  Thema für Thema kann festgelegt werden, wie viel Platz für Stapel-, Rücken- oder Frontalpräsentation eingesetzt werden möchte. Es kann auch Raum für die Individual-Buchauswahl reserviert werden  Libri erstellt die passende Titelauswahl und den Belegungsplan individuell für jede Buchhandlung nach verschiedenen Kennziffern und Informationen der Verlagspartner  Libri liefert die Titelauswahl zum gewünschten Termin  Buchhändler präsentieren und verkaufen die Titel in ihrem Laden  Immer aktuelles Sortiment durch automatische Disposition inkl. Remission

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Michael Pohl, Vorstandsmitglied von als wenn er direkt beim Verlag bestelle. eBuch, betont einen weiteren Vorteil von „Es ist eine Abwägung zwischen gut eingeGenossenschaften: „Als Genossenschaft kauften, aber schlechter laufenden Titeln haben wir uns über die Jahre eine gewich- und schlecht eingekauften, aber besser tige Stimme im Buchmarkt erarbeitet. Das gehenden Titel“, erklärt der Buchhändler. erschöpft sich nicht in ‚guten BezugsDenn in den von Libri betreuten Warenkonditionen’, sondern beinhaltet auch gruppen konnte Hoffmann steigende Umdie Verfolgung von Preisbindungs- und sätze feststellen, und gleichzeitig gingen Wettbewerbsverstößen, die die Genossen- hier die Kundenbestellungen zurück, ein schaft stellvertretend für ihre Mitglieder Zeichen für die gute Qualität der Sorti(und damit den gesamten Buchmarkt) mentsauswahl. betreibt.“ Die Frage, ob buchhändlerische AktiviNeben anderen Modellen bietet Um- täten dabei auf der Strecke bleiben, stellt breit seinen Kunden bei dem Umbreit sich für ihn nicht: „Wenn ich AbteilunChance-Modell ab einer Bestellung von gen abgebe, in denen ich mich und auch drei Exemplaren eines Titels einen Rabatt meine Mitarbeiter sich nicht gut genug von 37,5 % an, solange die Buchhand- auskennen, gebe ich meine buchhändlerilung Umbreit als Hauptlieferanten nutzt. sche Identität nicht auf. Im Gegenteil: Ich Anders als bei dem KNV-Fit-Netzwerk kann meinem Kunden in jeder Abteilung verpflichtet er sich hier allerdings nicht eine vielfältige Auswahl bieten und mich zu einem bestimmten Prozentanteil, den dabei auf meine Spezialgebiete konzener über Umbreit bestellen muss. Für die trieren, um Kunden hier gezielt beraten Mitglieder der LG Buch sehen die Kondi- zu können.“ tionen wieder anders aus, sie bekommen zum Teil noch wesentlich höhere Rabatte. Das Fazit der Geschicht‘? Zusätzlich zu der Kostenfrage, muss der Buchhändler außerdem für sich entscheiOb diese neuen Modelle die Buchhändden, inwiefern er sein Sortiment selbst ler besänftigen können und vor allem ob aussuchen möchte. sie ein Heilmittel für die oft ums Überleben kämpfenden Buchhandlungen sind, Die Buchhandlung Hoffmann war eine der Pilotbuchhandlungen, die Libri.Sorti- muss sich noch erweisen, aber wenn sich mente im letzten Jahr getestet haben. Inhaber die Barsortimente wieder auf ihren priJan Hoffmann ist begeistert von dem neuen mären Kunden – den Buchhändler – foModell. Zu Beginn betreute Libri.Sortimente kussieren, sind sie zumindest (wieder) nur zwei Warengruppen in seiner Buchhand- auf dem richtigen Weg. lung, mittlerweile sind es schon 20 von den Denn die Buchbranche braucht letztinsgesamt 70 Warengruppen. endlich Modelle, die allen nutzen: Dem Zwischenhandel, den Verlagen und vor allem den Buchhändlern. Denn ohne die Aktuelleres Lager, aber Buchhändler vor Ort, die in ihrer Funkhöhere Einkaufskosten tion als Meinungs- und Titelmacher die Menschen für Bücher begeistern, können „Das Lager ist vielfältiger, aktueller und auch die Verlage von überraschenden dreht sich schneller“, erzählt Hoffmann. Bucherfolgen nur träumen … Allerdings bekomme er weniger Rabatte, Maria Altepost

BuchMarkt Februar 2013


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Praxis | Monatsplanung

Fit im März Alles für den Semesterbeginn – rechtzeitig vorbereiten

B

ereits Anfang April beginnen an den Hochschulen in den meisten Bundesländern die Vorlesungen und Seminare des Sommersemesters; da heißt es bereits jetzt, die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Es geht nicht nur um Universitäten, sondern auch um Fachhochschulen, Volkshochschulen und andere Institutionen, die teilweise schon früher den Betrieb aufnehmen. Die entscheidenden Daten holt man sich beispielsweise aus den Vorjahres-

mengen und Remittenden; Anfragen und Auskünfte von Professoren, Dozenten und Tutoren liefern für die Disposition wertvolles Material. Kontakte zu den Vertriebsleuten in den Verlagen machen sich jetzt ebenfalls bezahlt. Wer könnte besser zu Neuerscheinungen und, noch wichtiger, bei Neuauflagen Auskunft geben. So kann man Kompetenz gegenüber den studierenden Kunden zeigen, die einen verlässlichen Partner beim Literaturkauf suchen.

Bewährte organisatorische Tipps: Kunden und Lagerbestellungen in verschiedene Aufträge und Sendungen trennen; das erspart Sortieraufwand. Wenn Titel fehlen, schnell mit dem Verlag telefonieren und u.U. selber holen (kilometergerecht). Kunden merken sich das!

Kleine Checkliste zur Vorbereitung: • Was geschieht in Sachen Werbung? • Welche Aktionen sind geplant (Semesterantrunk)? • Welche Werbemittel werden von den Verlagen gestellt? • Schaufensterplan? Wie sorgen wir für Aufmerksamkeit? • Personalplanung insbesondere in der ersten Woche. Aushilfen? • Nebengeschäft: Notizblöcke, Schreibgeräte, Taschenrechner etc?

Kalender: Die wichtigsten Termine im Monat Jahres-/ Gedenktage

Daten und Fakten

03. März 2013. 85. Geburtstag der Kinderbuchautorin Gudrun Pausewang.

Mit einem Freitag und Samstag beginnen die Verkaufstage im März; es folgen drei volle Wochen und eine Teilwoche, die dann Karfreitag und Ostern bis Ostermontag unterbrechen. Insgesamt sind dies mit dem Ostersamstag 25 Verkaufstage und damit keine schlechten Aussichten für Aktivitäten und Verkauf; aber auch Osterferien in allen Bundesländern, die im letzten Drittel des März beginnen und in die erste Aprilwoche andauern. Das Osterfest, die beginnenden Konfirmationen und Kommunionen bringen natürlich Schwung in das Geschäft; jetzt heißt es, die richtigen Geschenkbücher am Lager zu haben. Frühlingsanfang ist Mittwoch, 20. März 2013 vor der Osterwoche. Neben all diesen Aktivitäten zeigt sich die Leipziger Buchmesse vom 14. – 17. März 2013.

05. März 2013. 60. Todestag des russischen Komponisten Sergeij Prokofieff. 60. Todestag des russischen Diktators Josef W. Stalin. 06. März 2013. 85. Geburtstag des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel Marcia Marquez. 08. März 2013. 90. Geburtstag des Philologen und Schriftstellers Walter Jens. 12. März 2013. 85. Geburtstag des amerikanischen Schriftstellers Edward Albee. 19. März 2013. 80. Geburtstag des amerikanischen Schriftstellers Philip Roth. 85. Geburtstag des schweizerischen Theologen Hans Küng. 21. März 2013. 85. Geburtstag des 2003 verstorbenen Schriftstellers Peter Hacks. 23. März 2013. 20. Todestag des Schriftstellers Hans Werner Richter („Gruppe 47“).

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Am Samstag, 30. März 2013 werden wieder alle Uhren auf Sommerzeit umgestellt! Die Sommerzeit beginnt am Sonntagmorgen um drei Uhr.

BuchMarkt Februar 2013

Steuertermine und Aufbewahrungsfristen Montag, 11. März 2013 Fälligkeitstag für:  Lohnsteuer  Soli-Beiträge  Umsatzsteuer  Einkommensteuer  Kirchensteuer  Körperschaftsteuer Letzter Tag der Schonfrist nach den bekannten Bedingungen: Donnerstag, 14. März 2013 Dienstag, 26.März 2013 Fälligkeitstag für die Sozialversicherungsbeiträge


»Bemerkenswert!« Präsentation: Nonbooks als Blickfang

Gemütlichkeit: Wer bekommt bei dieser Dekoration nicht Lust auf einen gemütlichen Leseabend?

Wer Passanten ins Geschäft locken möchte, wird immer dann erfolgreich sein, wenn er sein Image über eine ausgefallene Schaufensterdekoration kommuniziert. Das Schau-

Osterferien Angegeben ist jeweils der erste und der letzte Ferientag. Baden-Württemberg: 25.03. – 05.04.2013 Bayern: 25.03. – 06.04.2013 Berlin: 25.03. – 06.04.2013 Brandenburg: 27.03. – 06.04.2013 Bremen: 16.03. – 02.04.2013 Hamburg: 04.03. – 15.03.2013 Hessen: 25.03. – 06.04.2013 Mecklenburg-Vorpommern: 25.03. – 03.04.2013 Niedersachsen: 16.03. – 02.04.2013 Nordrhein-Westfalen: 25.03. – 06.04.2013 Rheinland-Pfalz: 20.03. – 03.04.2013 Saarland: 25.03. – 06.04.2013 Sachsen: 29.03. – 06.04.2013 Sachsen-Anhalt: 25.03. – 30.03.2013 Schleswig-Holstein: 25.03. – 9.04.2013 Thüringen: 25.03. – 06.04.2013

fenster ist häufig das erste Glied in der Kette der Kaufentscheidung. Wird es als Marketinginstrument eingesetzt und nicht nur lieblos mit Ware gefüllt, sind Aufmerksamkeit und Interesse garantiert. Eine spannende Schaufensterdekoration entsteht immer dann, wenn nicht ausschließlich Ware im Mittelpunkt der Gestaltung steht, sondern ein Thema dargestellt wird. Im Buchhandel übernehmen Nonbook-Artikel dabei eine tragende Rolle der Inszenierung und liefern bei der Planung häufig die Gestaltungsidee. Beispielsweise erzeugt ein bunter Kissenberg mit Vintage-Flair und eine hübsche Tasse nebst Teekanne auf einem Tablett, die Atmosphäre eines gemütlichen Lesenachmittages, bei dem die neuesten Bestseller natürlich nicht fehlen dürfen. Wer Nonbooks in der Buchhandlung verkauft und mit „einem zweiten Blick“ durch die Buchhandlung geht, entdeckt jede Menge ausgefallene Blickfänge für sein Schaufenster. Bunte Sonnenschirme in Reih und Glied werden ebenso zum Eyecatcher, wie prall gefüllte Taschen, oder T-Shirts. Damit sich das Schaufenster optisch im Straßenbild behaupten kann, muss es mit Kreativität und Sorgfalt gestaltet werden und neben Basics wie Gruppenbildung, Struktur und Preisauszeichnung, sollte bei der Gestaltung Wert auf Details gelegt werden. Unerwartete Objekte wecken Neugier, starke Farben schaffen Aufmerksamkeit und liebevolle Details verführen zum Lächeln. Sabine Gauditz, Arte Perfectum

BuchMarkt Februar 2013

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»Ein Klassiker mit komplett neuem Auftritt, praxisnah und flott geschrieben. Alles Wissenswerte zum Betreiben einer Buchhandlung: Nicht nur für Einsteiger; dieses Buch gehört in jedes Chefbüro.« Joachim Merzbach, Unternehmensberater

Franz Hinze Gründung und Führung einer Buchhandlung Grundlegend überarbeitete 10. Auflage, Hardcover, 520 Seiten, ISBN 978-3-934054-57-8, 60,– EUR

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Praxis | Markt

Wenn Kunden die Krise kriegen Noch zeigen die Konsumklima-Erhebungen die Verbraucher von der krisenresistenten Seite. Die Buchhandlungen erleben ihre Kunden schon differenzierter: Stimmung überwiegend gut, aber nicht mehr so wie früher. Das Psychogramm einer sensibler gewordenen Spezies.

A

llen aktuellen KonsumklimaErhebungen zufolge sind die deutschen Verbraucher von durchaus stabiler Statur. Ja, sie sorgen sich um die konjunkturelle Entwicklung angesichts der Entwicklungen in einigen Nachbarländern. Nein, sie sind keine Nervenbündel und machen sich mehrheitlich auch keine übertriebenen Sorgen über die Entwicklung ihres künftigen Einkommens. Allen einschlägigen Erhebungen zufolge sind typische Buchhandelskunden Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen, oft etwas älter, weiblich und gebildet. Zeitgenossen, die nicht ständig das Schicksal vor sich her treibt, sondern solche, die ihr Leben einigermaßen im Griff haben. Nimmt man beide Erkenntnisse zusammen, sollte man eigentlich erwarten, dass die Buchhandlungen auch in Krisenzeiten fast nur gelassene, zufriedene und ausgeglichene Kundschaft im Verkaufsraum sehen. Ganz so ist es leider nicht. Das förderte eine Umfrage zutage, die Langendorfs Dienst im August vergangenen Jahres im Sortiment durchführte. Rund 60 Buchhandlungen des LD-Panels wurden befragt, wie sie die Stimmungslage ihrer Kunden einschätzen. Ergebnis: durchaus uneinheitlich. Immerhin 21 Prozent der Buchhandlungen erleben ihre Kunden immer noch überwiegend so, dass die Eurokrise für sie gar kein Thema ist. Deutlich größer ist allerdings mit 34 Prozent der Anteil der Buchhandlungen, die von ihren Kunden sagen, sie sorgten sich um die Konjunktur. In einer ähnlich angelegten Umfrage vor zweieinhalb Jahren hatten 10 Prozent der Buchhandlungen gemeint, dass ihre Kunden von der Krise weitgehend unberührt scheinen. 22 Prozent hatten schon damals eine zunehmende Verunsicherung attestiert. Fazit: Die Ansichten der Sortimenter waren damals noch nicht so verfestigt wie heute, doch die Relation aus verbreiteter Gelassenheit, aber überwiegender Sorge hat sich in den zwei Jahren wenig verän58

Boris Langendorf über die wirtschaftliche Entwicklung der Buch- und Medienbranche

dert, und wenn, dann eher einen Tick in Richtung Gelassenheit. Was das Vertrauen in das eigene Einkommen betrifft, bilden die Buchhandelskunden offenbar zwei gleich große Lager. Jeweils 19 Prozent der Buchhandlungen meinen von ihren Besuchern, sie seien für sich selbst zuversichtlich geblieben, beziehungsweise sie sorgten sich durchaus um ihr zukünftiges Einkommen. Auch hier sind die Buchkäufer nach Einschätzung des Sortiments keineswegs resistenter gegen die Krise als der Durchschnitt der Konsumenten. Leider wird die Tatsache, dass sich ein Teil der Kunden Sorgen um ihr Geld macht, durchaus auch in deren Ausgabeverhalten sichtbar. Zwar haben 26 Prozent der Sortimente angegeben, dass bei ihnen die Buchkäufer auch in Zeiten der Krise nicht weniger Geld ausgeben als vorher auch. Dem stehen aber 41 Prozent gegenüber, de-

ren Kunden nach Ansicht der Buchhändler mit dem Geld vorsichtiger geworden sind. Schön ist, dass es trotz aller Krisenmeldungen im Buchhandelsalltag noch überwiegend zivilisiert zugeht. Zwar berichten 16 Prozent der Buchhandlungen, sie verspürten mehr Anspannung und Aggressivität, doch 24 Prozent berichten weiterhin von ganz entspannten Kunden. Weniger schön ist, dass sich in dieser Hinsicht die Einschätzung gegenüber Vorkrisenzeiten verschlechtert hat. Im August 2008, als es die Krise auch schon gab, sie aber noch nicht Eurokrise hieß, sondern eine abstrakte US-generierte Finanzkrise war, da hatten bei einer ähnlichen LDUmfrage nur 5 Prozent der Buchhandlungen von „aggressiven“ und 7 Prozent von „unfreundlichen und geizigen“ Besuchern berichtet. Aber beneidenswerte 50 Prozent der Buchhandlungen erklärten: „Unsere Kunden sind so guter Dinge wie früher.“ Damit kann die Stimmung in den Verkaufsräumen des Buchhandels heute leider nicht mehr mithalten. Service: Interessierte können sich unter www.langendorfs-dienst.de für die exklusive Ideenbank und den tagesaktuellen Newsletter anmelden.

Sind die Bücherkunden im Krisenmodus? Angaben in Prozent der Befragten

21 34 19 19

„Krise? für unsere Kunden kein Thema.“ „Kunden sorgen sich um die Konjunktur.“ „Sind für sich selbst zuversichtlich.“ „Sorgen sich um ihr künftiges Einkommen.“

26 41 24 16

Quelle: Langendorfs Dienst Quelle: Langendorfs Dienst

BuchMarkt Februar 2013

„Geben nicht weniger Geld aus als vorher.“ „Kunden sind mit dem geld vorsichtiger geworden.“ „Unsere Kunden sind ganz entspannt.“ „Mehr Anspannung und Aggressivität.“


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Geschichtswissen nebenbei Eine Reise durch die Weltgeschichte – das gehört wohl zu den kühnen Träumen von Kindern und Forschern und natürlich auch zu den Ideen von Autoren wie etwa H.G. Wells. Vielleicht war er es auch, der für die Grundidee des neuen Spiels aus dem Hause Grubbe Media Pate gestanden hat: „Zeitmaschine – Reise durch die Weltgeschichte“. Doch gleich zu Beginn zwei wichtige Anmerkungen: „Zeitmaschine“ ist kein Quizspiel. Zwar sind auf den Spielkarten historische Ereignisse in Hülle und Fülle vermerkt, geht die Reise über alle fünf Kontinente, durchlaufen die historischen Ereignisse die großen Geschichtsepochen Vor- und Frühgeschichte, Antike, Mittelalter und Neuzeit bis schließlich hinein in die spannende Rubrik „Zeitgeschichte“, doch Wissen wird hier nicht abgefragt. Zwei Drehscheiben stehen für die Kontinente und die Geschichtsepochen. Durch diese beiden Scheiben ergibt sich stets eine Kombination, die zwei bis sechs Mitspieler mittels ihrer ausgeteilten Handkarten bedienen sollen, etwa Ereignisse in der Zeit der Antike in Europa. Wer da etwas beizusteuern hat, liest Jahreszahl und Ereignis vor und legt diese Karte auf seinen eigenen Kartenstapelplatz auf dem Spielbrett ab. Derjenige Spieler, der auf diese Weise am längsten in der Runde verbleibt, erbt die ganzen abgelegten Karten, um sie, nach Vorlage einer zu Beginn ausgeteilten „Matrix“ vor sich auszulegen. Diese Matrix zeigt folgerichtig die fünf Kontinente und die Epochen, und zu jeder Kombination soll eine Karte abgelegt werden. Diese abgelegten Karten bringen am Ende des Spiels die Siegpunkte. Dumm nur, dass der ganze Kartensammel-Elan noch empfindlich durch zwei Blockade-Steine gestört werden kann ... Edel und hochwertig ist das Erscheinungsbild auch dieses Gesellschaftsspiels des bemerkenswerten Verlags

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Quer durch die Epochen: Mit der Zeitmaschine Geschichte erleben

Grubbe Media. Es flankiert die beiden Spiele-Reihen, einerseits die traditionellen Spiele aus aller Herren Länder, die Serie, die gleichzeitig die SOS-Kinderdörfer unterstützt, und andererseits die intelligente Sprach-Lern- und Quizspielreihe „A Weekend in ...“, jene mutige Veröffentlichung, die dort weiterdenkt, wo große Verlage schon lange die Segel gestrichen haben – richten sich diese Spiele doch nicht an Sprachanfänger, sondern durchaus an jene, die bereits ein vorhandenes Wissen kitzeln und erweitern wollen. „Zeitmaschine“ passt in jene Reihe sorgfältig ausgestatteter Spielideen, die einen großen Interessentenkreis ansprechen. Dass hier eben kein Geschichtswissen abgefragt wird, sondern die Ereignisse Mittel zur Durchführung des Spiels werden und zu Reaktionen von „ach ja“ bis „nie gehört“ führen, das bietet entspannte, und ganz nebenbei auch lehrreiche Spielunterhaltung, ohne penetrant einen Lernanspruch zu postulieren. Also steigen Sie ein, die Zeitmaschine wartet! Rainer Scheer Kontakt: Grubbe Media, München; www.grubbemedia.de

BuchMarkt Februar 2013


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Papeterie

Inspirierende Notizbücher Unter dem Label &ART hat der KV&H Verlag im vergangenen Monat Notizbücher in drei verschiedenen Größen in den Handel gebracht. „Wir wollten ein unverwechselbares Produkt schaffen, das optimal zu Menschen passt, denen die Bildsprache der modernen Kunst etwas sagt“, erklärt Geschäftsführer Jürgen Horbach. „Nach einigen Ideenrunden waren wir gespannt, welche Entwürfe unsere Art &ART-Notizbücher: Von innen und von außen schick Direktorin Leonie Brendel letztendlich präsentieren würde. Wir waren auf Anhieb sehr überzeugt 120 g-Chamois-Papier, auf das Cover von den Designs für die neue Reihe exklu- abgestimmt gestaltet, mit Zitaten zum siver Notizbücher. &ART konnte das Licht Schmunzeln, Anregen und Nachdenken. der Welt erblicken.“ Die acht Produktlinien mit 24 Designs gibt Die &ART-Notizbücher haben abge- es in den drei Größen 9,3 x 12,5 cm (UVP rundete Ecken, Einstecktasche sowie 9,95 Euro), 11,55 x 17 cm (13,95 Euro) Farbschnitt und sind mit stabilem Gum- und 17 x 25 cm (16,95 Euro). miband und Lesebändchen versehen. Der Kontakt: www.kvh-verlag.de, www.et-art.de Innenteil besteht jeweils aus 128 Seiten

Spieletipp

Krieg mich doch: Monster-Memo von Stephanie Rothmeier

Doppelte Monster Die Frankfurter MeterMorphosen haben ein ungeheures Memospiel im Programm: „Schattenmonster“ besteht aus 72 runden Karten, die einmal ein Monster und einmal den zugehörigen Schatten zeigen. „Das kann auch im Alltag helfen, Situationen mit Monstern schnell richtig einzuschätzen!“, heißt es ermunternd in der Spiele-Anleitung. Die Verpackung in einer Röhre ist ein Hingucker auf jedem Monster-Tisch, besonders im Dunkeln, denn dann leuchtet sie. Empfohlen wird das Spiel für zwei bis acht Spieler ab vier Jahren, der empfohlene Verkaufspreis ist 17,90 Euro, angeboten wird es in Verkaufs-

einheiten von sechs Stück. Die Monsterwelt der Illustratorin Stephanie Rothmeier (bekannt durch ihr „KeinBuch“ bei mixtvision) wurde bereits von der Akademie für Kindermedien ausgezeichnet. Kontakt: www.metermorphosen.de

BuchMarkt Februar 2013

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ca. 400 Seiten I geb. mit Schutzumschlag 13,5 x 21,5 cm I WG 1970 € 19,99 (D) I € 20,60 (A) I CHF 28,90 ISBN 978-3-943416-03-9 erscheint am 11. März 2013

Wir plündern die Ozeane, die Wälder und Böden, missbrauchen Tiere und Pflanzen und haben den Planeten an den Rand des ökologischen Kollaps gebracht: letztlich alles nur, um an immer mehr Geld zu kommen. Doch Geld ist nicht grundsätzlich »schmutzig«.

Ökonomie der Verbundenheit beschreibt einen konkreten, gangbaren Weg, wie das Geld wieder zu dem werden kann, was es ursprünglich war: die Seele des gesellschaftlichen Austauschs von Gütern und Gaben, der Grundstein einer neuen, humaneren Wirtschaftsund Gesellschaftsordnung.

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Praxis | Die Besten

Bestenliste

Bestseller Barsortiment

Erstellt von

Ermittelt von

Hörbücher

Belletristik

Håkan Nesser | Am Abend des Mordes | Gelesen von Dietmar Bär | Der Hörverlag

1 Jonas Jonasson | Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand | carl‘s books

1 Kleber/ Paskal | Spielball Erde | Bertelsmann

2 Timur Vermes | Er ist wieder da | Eichborn

2 Manfred Lütz | BLUFF! | Droemer Knaur

Juli Zeh | Nullzeit | Gelesen von B. Steffenhagen und T. Sarbacher | Der Audio Verlag Helga Glaesener | Die Hexe und der Leichendieb | Gelesen von Jürgen Holdorf | Radioropa Khalil Gibran | Der Prophet | Gelesen und vertont von Tex | Argon

3 Ken Follett | Winter der Welt | Bastei Lübbe 4 Carlos Ruiz Zafón | Der Gefangene des Himmels | S. Fischer 5 Andreas Föhr | Schwarze Piste | Droemer Knaur

Carol Birch | Der Atem der Welt | Gelesen von Sebastian Rudolph | Hörbuch Hamburg Lisa Jackson | Der Skorpion | Gelesen von Ulla Wagener | audio media Rudyard Kipling | Genauso-Geschichten | Gelesen von Christoph Waltz | tacheles! Jutta Wilke | Holundermond | Gelesen von Ulrike C. Tscharre | Igel Records Die Bestenliste liegt auch – kommentiert – diesem Heft als Poster bei. Weitere Poster (für Abonnenten kostenlos) können über vertrieb@buchmarkt.de bestellt werden.

Sachbuch

6 Nele Neuhaus | Böser Wolf | Ullstein 7 Anne Gesthuysen | Wir sind doch Schwestern | Kiepenheuer & Witsch

3 Guinness World Records 2013 | Guinness 4 Rolf Dobelli | Die Kunst des klaren Denkens | Hanser 5 Jost Kaiser | Als Helmut Schmidt einmal... | Heyne 6 Peter Scholl-Latour | Die Welt aus den Fugen | Ullstein 7 Rolf Dobelli | Die Kunst des klugen Handelns | Hanser

Kinder- und Jugendbuch 1 Jeff Kinney | Dumm gelaufen! | Baumhaus 2 John Green | Das Schicksal ist ein mieser Verräter | Hanser 3 Jeff Kinney | Von Idioten umzingelt! | Baumhaus 4 Jeff Kinney | Keine Panik! | Baumhaus 5 Jeff Kinney | Gibt‘s Probleme? | Baumhaus 6 Jeff Kinney | Ich war‘s nicht! | Baumhaus 7 Ursula Poznanski | Erebos | Loewe 8 Jeff Kinney | Geht‘s noch? | Baumhaus

8 David Safier | Muh! | Kindler

8 Manfred Spitzer | Digitale Demenz | Droemer Knauer

9 Jeff Kinney | Jetzt reicht‘s! | Baumhaus

9 Axel Hacke | Oberst von Huhn bittet zu Tisch | Kunstmann

9 Günter Albrecht | 99 Sachen, die muss ein Bayer machen! | L. Garnies

10 Suzanne Collins | Gefährliche Liebe | Oetinger

10 Tommy Jaud | Überman | Scherz

10 Michael J. Sandel | Was man für Geld nicht kaufen kann | Ullstein

Bestenliste

Bestseller nach Umsatz

Erstellt von

Ermittelt von

Businessbücher

Romane, Unterhaltung, Belletristik

1. (1) Reinhard K. Sprenger | Radikal führen | Campus

1 Jonas Jonasson | Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand | carl‘s books | Umsatz: 505,-

2. (2) Daniel Kahneman | Schnelles Denken, langsames Denken | Siedler 3. (-) Charles Duhigg | Die Macht der Gewohnheit | Berlin-Verlag 5. (4) Walter Isaacson | Steve Jobs | C. Bertelsmann

4 E L James | Shades of Grey 03. Befreite Lust | Goldmann | Umsatz: 419,-

Die Bestenliste basiert auf der Bewertung durch die getAbstract-Redaktion, den DownloadZahlen der Zusammenfassungen und Abverkauf bei Amazon. BuchMarkt-Leser können sich exklusiv die Zusammenfassung eines Buches herunterladen. In diesem Monat: Die Macht der Gewohnheit www.getabstract.com/buchmarkt

2 E L James | Shades of Grey 02. Gefährliche Liebe | Goldmann | Umsatz: 449,3 E L James | Shades of Grey 01. Geheimes Verlangen | Goldmann | Umsatz: 437,-

4. (3) David Graeber | Schulden | Klett-Cotta

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in Verbindung mit

5 Vermes, Timur | Er ist wieder da | Eichborn | Umsatz: 259,-

Umsätze anteilig errechnet und gerundet für ein Quartal in einer Buchhandlung mit 500.000 Jahresumsatz

BuchMarkt Februar 2013


2013 bin ich konsequent

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I

n Deutschland erreichten die fünf Romane von Nele Neuhaus bislang eine Gesamtauflage von mehr als 2,5 Millionen Exemplaren. Der Taunuskrimi „Schneewittchen muss sterben“ wurde jetzt verfilmt und wird am 25. Februar zur Primetime im ZDF gesendet – mit anschließendem Hinweis auf die DVD. Die bringt Studio Hamburg Enterprises einen Tag später auf den Markt (UVP 14,95 Euro). In den Rollen des unkonventionellen Ermittler-Duos Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein agieren Felicitas Woll und Tim Bergmann. Deren Ermittlungen führen in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in einem kleinen Taunusort zwei Mädchen. Nachdem der mutmaßliche Mörder, der damals in einem Indizienprozess verurteilt wurde, aus der Haft entlassen und in sein Heimatdorf zurückgekehrt ist, wird erneut ein Mädchen vermisst ...

Taunuskrimi: Nele Neuhaus‘ Bestseller wurde jetzt verfilmt (vorläufiges Cover)

Gewinnerin des Gewinnspiels aus Heft 1 ist: Julia Köhler, Musikmarkt GmbH & Co. KG, München.

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Unser Buch-Tipp

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G

Bühne auf! Die Erstlingswerke deutscher Autoren des 20. Jahrhunderts Ein reich bebildertes Lexikon von Faber & Faber

leich vorweg: Dieses Buch ist nicht nur ein Buch, es ist großes Kino zum Blättern und Festlesen – der Inszenierung von Buchgestalter Rainer Groothuis sei’s gedankt. Versuchen Sie erst gar nicht, „nur mal schnell“ zu blättern und dieses opulente, kiloschwere Werk dann aus der Hand zu legen – Sie nehmen es ja doch gleich wieder, um „nur mal schnell“ auch dieses noch nachzuschlagen. Oder jenes … Bibliophile müssen nicht von Herausgeber Elmar Faber (Mitherausgeber ist Carsten Wurm) in seiner einleitenden Paraphrase erinnert werden, wo die Anfänge dieses Nachschlagewerkes liegen, das 225 Geschichten von Erstlingswerken deutscher Autoren des 20. Jahrhunderts (mit den entsprechenden Abbildungen der Erstausgaben) liegen: in der Kultreihe des Leipziger Verlags Faber & Faber: „Die Graphischen Bücher“. Die Auflagen waren limitiert auf 999 handnumerierte Exemplare, alle Bände waren mit originalgrafischen Illustrationen zeitgenössischer Künstler ausgestattet und im Impressum von den Künstlern signiert. Die Ausstattung der Bände 1-10 lag in den Händen von Juergen Seuss, die der Bände 11-20 bei Horst Schuster, die Bände 21-30 gestaltete Gerd Wunderlich, die Bände 31-40 Rainer Groothuis. Wer sich diese einmalige Reihe heute anschaffen will (geht eigentlich kaum, weil einige Bände selbst antiquarisch nicht mehr greifbar sind), muss richtig viel Geld in die Hand nehmen … Zu den 40 durch die Edition vorhandenen Autoren sind 185 für das Lexikon hinzugekommen – entstanden ist so ein Nachschlage-Lesebuch, das die deutschsprachige Literatur des vergangenen Jahrhunderts (inklusive oft skurriler Verlagsgeschichten) spiegelt. Vollständigkeit kann natürlich nicht der Anspruch eines solchen Werkes sein. Hier sind die Herausgeber ihren eigenen literarischen Neigungen gefolgt und präsentieren Autoren (und die sorgfältig recherchierten Publikationsgeschichten der Erstlingswerke – also Informationen, die kein Internet der Welt hergibt) von Ilse Aichinger bis Stefan Zweig. Oder wussten Sie, wieviel Exemplare Joseph Roth 1924 von seinem Debüt „Hotel Savoy“ (Verlag Die Schmiede) verkaufte? 4½ meinte der Autor, und diesen „gefühlten“ Absatz dürfte auch Arno Schmidt 1949 mit seinem „Leviathan“ gehabt haben. Solche Geschichten erzählt dieses Lexikon, und klar ist, dass sich vor allem Literaturgourmets angesprochen fühlen. Mitgearbeitet haben neben den Herausgebern Michael Faber, Cornelia Heinrich, Daniel Jurisch, Aron Koban und Tina Stöckmann, und auch BuchMarkt-Redakteur Ulrich Faure durfte zwei seiner Autorenlieblinge beisteuern …

BuchMarkt Februar 2013

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Step 2: Über eBuch erhalte ich einen professionellen Viren-Scanner. Damit schütze ich bis zu vier Computer und auch mein Smartphone. Und habe so eine Ersparnis von 5% im Verhältnis zu meiner Einlage erzielt. Bisher habe ich noch nichts getan, außer mich für eBuch zu entscheiden. Step 3: Ich beziehe über eBuch die günstigen Tragetüten und spare wieder. Und wenn ich das VLB nutze, kann ich den Preis um 5% reduzieren - ergibt weitere 2,5% Ertrag. Nun hat mein eBuch-Anteil schon weit mehr als 10% erwirtschaftet - und liegt trotzdem sicher auf der Geno-Bank! Und jetzt - sagen eBuch-Kollegen - geht‘s erst richtig los :-)

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Praxis | Verkaufsargumente

All die schönen Bücher ... gesichtet von Ellen Pomikalko Andrea Molesini „zu lieben und zu sterben“ – Piper Der 17-jährige Paolo erzählt. Im italienischen Dorf seiner Großeltern war vom Zweiten Weltkrieg lange nichts zu spüren. Bis die Österreicher es erobern, in ihrer Villa die Kommandantur einrichten und seine Tante sich offensichtlich in den deutschen Major verliebt. Der muss dann leider drei Männer hinrichten, die im Widerstand gegen die Besatzer mitmachen, auch Paolo. Dieser Krieg jedoch ist noch von anderer Kategorie als der folgende. Man hat Bedienstete und Manieren, viele den Glauben. Paolos Aufmerksamkeit gilt vor allem seiner schönen Kusine, die wohl ein bisschen mit ihm spielt. Die Atmosphäre jener Zeit spiegelt sich in Paolos Schilderungen, aus denen man den Zeitgeist herausliest und Krieg als surreales, ja absurdes Machtmittel begreift. Denn natürlich werden die Eindringlinge zurückgeschlagen. Und Paolo überlebt. Gehaltvoller Gesellschafts- und Entwicklungsroman, der auf den Aufzeichnungen einer Tante des Autors beruht. (359 S., 19,99 Euro)

Edward Rutherfurd „Im Rausch der Freiheit“ – Blessing Wenn ich gewusst hätte, wie schön dieses Buch ist, hätte ich es schon früher gelesen. Die Dicke hat mich wohl abgehalten. Aber dann ist mir keine Seite zu lang geworden. Es erzählt, wie New York von den Anfängen europäischer Siedler im 17. Jahrhundert an wuchs und gedieh, immer am Beispiel einzelner Familien, sodass es mit Recht „Roman“ heißt. Alle historischen Fakten sind in diese Familienschicksale eingebunden. Einen wesentlichen Bestandteil der amerikanischen Geschichte bekommt man auf diese Weise wunderbar personifiziert geboten – von holländischen

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Ellen Pomikalko Kritikerin

Kaufleuten über indianische Händler, englische Banker, irische Hafenarbeiter, Juden und Sklaven bis zu deutschen Handwerkern. Die Nachtseiten des Booms werden nicht verschwiegen, zwei Börsencrashs (1907 und 29), die Korruption, die Streiks, die Kluft zwischen Arm und Reich. Doch wie ein Börsenspekulant es formuliert: „Ohne Gier, pflege ich immer zu sagen, gäbe es keine Zivilisation.“ Worüber man nachdenken kann. Der Geist von New York ist sowieso durch nichts zu brechen, erklärt (der aus Sicht seiner reichen Eltern nur mäßig erfolgreiche) Charlie seinem kleinen Sohn: „Ein New Yorker kann niemals besiegt werden, Gorham, weil er sofort wieder aufsteht.“ Das zeigt sich auch nach der Katastrophe von 9/11. Der Autor, offenbar selbst aus einer der alten Familien der Stadt stammend (Seite 772), erzählt elegant und prägnant, macht seine Figuren nie zu Kleiderständern eines Standes oder einer Ideologie und unterhält blendend durch überraschende Wendungen bis zuletzt. Sicher kann man an diesem Entwicklungsroman einer bedeutenden Metropole auch ablesen, wie Menschen an sich ticken: im Prinzip unvorhersehbar, aber doch nicht alle nur egoistisch. (1147 S., 29,95 Euro) Joey Goebel „Ich gegen Osborne“ – Diogenes Autobiografisch? 1980 geboren, das liegt also nahe, zumal auch Held James, 17, Schriftsteller werden will. Der schildert seinen Highschool-Alltag, bestimmt von seiner Liebe zur klugen Klassenkameradin Chloe. Und nun soll sie während der Ferien ziemlich ausschwei-

BuchMarkt Februar 2013

fend gewesen sein und sich mit einem eingelassen haben, den er nicht leiden kann. Er hasst sowieso die ständig kiffenden und saufenden, sexbesessenen Mitschüler und wütet: „Satan, dein Name ist Pubertät.“ Der nahende Abschlussball ist ihm ein Greuel, besonders wenn er sich Chloe mit dem andern vorstellt. Der Roman hat sich offenbar zur Aufgabe gesetzt, die ungehemmte Freizügigkeit der Jugendlichen anzuprangern und auf andere Werte hinzuweisen. Damit das nicht zu oberlehrerhaft wirkt, kommt James als etwas sonderlich rüber, den viele verspotten. Er ist klug, aber natürlich auch unsicher. Am Ende tut es ihm leid, den von allen ersehnten Ball verhindert zu haben, obwohl seine Initiative auch den Rektor als unmoralisch entlarvt hat. In naturalistischer Erzählweise („Ich stellte den Automatikhebel auf Parken.“) zeigt er uns eine ziemlich krude, teilweise gewaltbereite junge Generation, in der die Vernünftigen nicht in der Mehrzahl sind. Ein genaues Sittenbild, Lesestoff mit moralischem Hintergrund. (431 S., 22,90 Euro) René Freund „Liebe unter Fischen“ – Deuticke Leicht und leicht schräg, wie eine Berliner Verlegerin ihren verstummten und vereinsamten Dichter dazu bringen will, ihr einen dritten Lyrikband (!) zu liefern, da die beiden ersten sensationelle (!) Auflagen hatten. In ihrer Berghütte werden ihm einige Katastrophen, aber auch wunderbare Erlebnisse zuteil, vor allem die Liehiebe, die ihn ins Leben und Dichten zurückführen. Na ja, ein paar Komplikationen sind etwas willkürlich gewählt, um die eher wort- als ereignisreiche Sache spannender zu machen und zu strecken, aber das ist bei solchen Screwballkomödien wohl der Brauch, deutschen zumal, die ein bisschen zu ausführlich geraten sind und auch mit Lebensweisheiten nicht geizen. Für recht romantische Gemüter. (206 S., 17,90 Euro)


Unser Top-Tipp für's Frühjahr Dirk Kurbjuweit „Angst“ – Rowohlt Berlin Dass ein schrecklicher Hausbewohner eine Familie an den Rand des Nervenzusammenbruchs bringen kann, ist nachvollziehbar und kommt vielleicht öfter vor, als man denkt. Und dass die Polizei nicht hilft, bevor etwas Schlimmes passiert, ist bekannt. Der SPIEGEL-Redakteur schildert Angst in einer solchen Situation, die er selbst erlebt hat. Allerdings konzentriert er, d.h. sein Ich-Erzähler, sich nicht auf die Tatsache seines Falles und die Eskalation seiner Angst, sondern füllt den Hergang mit seiner Familiengeschichte auf, in der Waffen eine Rolle spielen, damit der Schluss gerechtfertigt wird. Sein Vater nämlich erschießt den Bösewicht und landet im Knast. Mit dem Besuch des Ich-Erzählers bei seinem inhaftierten Vater beginnt der Roman. Natürlich ist Kurbjuweits Peiniger in der Wirklichkeit nicht umgebracht worden, aber hier hat er seine Gedanken zur Tat werden lassen, mit einem Clou in Krimi-Manier. Diesen Clou finde ich psychologisch nicht genug begründet, die Analyse des Täters auch etwas mager und die Psyche des betroffenen Ehepaars zum Teil überraschend. Statt von den Umständen hätte ich lieber mehr übers Seelenleben erfahren. Und Selbstjustiz? Irgendwie auch keine Lösung. So bin ich nicht recht amused, aber das kann natürlich jeder anders sehen. (252 S., 18,95 Euro)

Wäis Kiani „Hinter dem Mond“ – Hoffmann und Campe Frank und frei von der Leber geschrieben, was eine Jugendliche empfindet, wenn sie aus ihrer Heimat Ostfriesland mit den Eltern zurück in deren Heimat Teheran ziehen muss. Sie kann kein Persisch (Farsi) und findet die tausend Beschränkungen nur blöde, vor allem, als die Mullahs das Sagen bekommen und sie den Kittel überziehen muss und nichts mehr darf, was in Deutschland normal war. Dann verliebt sie sich auch noch in den schönsten Jungen der Schule und riskiert mit ihm, obwohl augenscheinlich ziemlich züchtig, Kopf und Kragen. Der spontane Kulturvergleich ist

gut nachvollziehbar. Aber Leila/Lilly ist ein verwöhntes Mädchen, ihre Eltern kaufen ihr alles, sind dafür lieb- und gefühllos. Der Ton ist drastisch bis schnoddrig, die Mutter keift, sie keift zurück. Außer der Sehnsucht nach dem andern Geschlecht und Modevorbildern kennt sie keine geistige Herausforderung. Das Land stagniert. Als der Vater die Ausreise bekommt, begleitet sie ihn, wortlos und hasserfüllt. Sie freut sich auf Deutschland. (383 S., 22,99 Euro) Heinrich Steinfest „Das himmlische Kind“ – Droemer Ein kluges zwölfjähriges Mädchen lässt sich durch nichts erschüttern, ergreift sofort die Initiative, wenn es ums Ganze geht, und rettet den kleinen Bruder und sich selbst aus Lebensgefahr. Ob das im einzelnen glaubwürdig ist, sei dahingestellt, aber es geht auch mehr um die philosophische Durchdringung ihrer Gedanken und Handlungen in einer Erzählung, die das Lob der Tapferkeit singt. Miriam weiß instinktiv, was ihre Mutter vorhat, und folgt ihrem erwachenden Menschenverstand, mit dem sie dann die unbekannten Schwierigkeiten meistert. Hier wird die Fähigkeit der jungen Generation thematisiert, sich unabhängig von Elternhilfe ganz allein durchzuschlagen, an den Gefahren zu wachsen und Verantwortung für Schwächere zu übernehmen. Der Plot erinnert an Robinson Crusoe, aber auch an 1001 Nacht, da Miriam die Kraft der Poesie nutzt, um in scheinbar auswegloser Lage gegenzuhalten. Ein eigenwilliger Roman (312 S., 19,99 Euro) mit langen Wurzeln.

Hansjörg Schneider „Nachtbuch für Astrid“ – Diogenes Gut, dass Diogenes seine Bücher neu auflegt. Dieses Tagebuch nach dem Tod seiner Frau besticht durch Einfachheit und Ehrlichkeit. Was war seine Ehe, sein Leben? Die Kürze des Daseins wird einem ebenso bewusst wie die Dimension der Liebe. In seiner Geschichte steckt ein Stück von uns allen. (126 S., 19,90 Euro)

BuchMarkt Februar 2013

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Ein

raues Land und ein

schreckliches

Geheimnis

AB MÄRZ DAS MÄDCHENGRAB Historischer Kriminalroman aus der Eifel

Nadja Quint · TB · 250 Seiten 978-3-942446-81-5 · 9,90 Euro www.kbv-verlag.de


Special | Garten, Natur, Tiere

© 2013 Dr. Karen Meyer-Rebentisch / BLV Buchverlag

Inhalt

Editorial

D

er Garten kommt! Überall hin, wie es scheint ... und das führt zu einer noch immer wachsenden Nachfrage nach entsprechender Literatur. Denn: Gärtnern ist hip! Der eigene Kräuter- oder Gemüsegarten ist kein Zeichen von Spießigkeit und kein Ausdruck von Sparzwang (mehr). Der Selbstversorger-Trend steht für ein Lebensgefühl, das sich äußert in der Abkehr von unkritischem Konsum hin zu einer neuen Wertschätzung regionaler oder eben selbstgemachter Produkte – verbunden, nicht zuletzt, mit dem Spaß an „handfester“ Freizeitbeschäftigung und dem anschließenden Erfolgserlebnis. (Grüner) Daumen hoch!

Jörn Meyer

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Trend I: „Platz ist auf der kleinsten Fläche“: Ein Überblick über Bücher zu Urban Gardening und Gärtnern auf Balkon & Terrasse | 68 Trend II: „Selbstversorger“ auf dem Vormarsch – wir untersuchen den Trend und stellen wichtige Neuerscheinungen zum Thema vor | 74 Interview: Jens Arndt, Leiter Marketing und Vertrieb Buch bei Callwey, über zielgruppengerechte Gartenbücher | 78

Ratgeber

Neue Reihen Gleich mehrere neue Ratgeber-Reihen sollen im Frühjahr schnell und unkompliziert bei bestimmten Themen helfen. Bei blv erscheinen

in der Reihe „Das Grüner-Daumen-Konzept“ zwei Titel (Gemüse und Kräuter), die speziell für Anfänger gedacht sind, die schnell und sicher Ernteerfolge erzielen möchten. Die Bücher enthalten sogenannte „Grüner-Daumen-Tipps“ mit Gelinggarantie. Kosmos wendet sich mit einem ähnlich einsteigerfreundlichem Konzept an Garten- und Tierliebhaber: Die Reihen „Mein Garten“ bzw. „Mein Tier“ sollen Einsteigern in „Nullkommanix“ zu blühenden Gärten und glücklichen Tieren verhelfen. Jeder Band bietet durch praxisnahe Inhalte Sicherheit für die Neulinge. Auf jeweils einer Doppelseite werden die zentralen Themen einfach und kompakt erläutert. Außerdem bieten alle Bücher QR-Codes, die dem Leser zusätzliche Informationen bieten. Dazu gehören neben Tabellen oder Checklisten auch erweiterte Blumenporträts und kurze Filmsequenzen. Im Gartenbereich erscheinen neben Themen, die sich besonders bewährt haben (Sichtschutz, Bonsai, Steingärten und Orchideen), zwei Titel, die auf aktuelle BuchMarkt Februar 2013

Schnelle Hilfe: Alle Ratgeber-Reihen bieten kompakte und verständliche Lösungsvorschläge

Trends eingehen: „Garten für Tiere“ und „Miniwassergärten“. Bei den Heimtieren wird auf bewährte Erfolgsgaranten gesetzt: Zwergkaninchen, Meerschweinchen, Kätzchen, Wellensittiche, Rennmäuse und die Welpenschule. Zu Erfolgsgaranten zählen auch Hundetitel. Ulmer bringt unter dem Motto „Jeder Hund kann...“ eine Buchreihe, in der Tierärztin Katrin Voigt schildert, wie Hundehalter mit ihrem jeweiligen Problem umgehen können. Jedes Buch widmet sich ausschließlich einem Erziehungsaspekt. Checklisten mit Expertentipps verraten, was im speziellen Fall die Ursache für das Verhalten des Hundes ist.


Garten, Natur, Tiere | Special

Gute Laune: Die fröhlichen Farben am Lenker und am Stuhl sind absolute Hingucker

gärtnern

Nonbooks

Unterwegs & daheim Das Design-Kollektiv „Stand der Dinge“ bedient auf originelle Weise den Wunsch, überall einen Garten dabei zu haben. Das neueste Produkt

der drei Hamburgerinnen ist „Frieda“ – eine Vase für den Fahrradlenker. „Frieda“ wurde auf der Early Bird-Messe in Hamburg vorgestellt und erscheint in vier fröhlichen Farben. In der Vase aus wasserfest lackiertem Holz befindet sich ein Kunststoffröhrchen, in das man seinen Mini-Strauß stecken und spazieren fahren kann (Preis: 6,50 EK/17 Euro VK). Schon

länger im Programm ist das „Picknick im Grünen“: Mit den immergrünen Stuhlgleitern aus Wollfilz holt man sich gemütliche Gartenatmosphäre ins Wohnzimmer und schont gleichzeitig das Parkett. Dieser Garten passt an jedes Stuhlbein. Eine Verpackungseinheit besteht aus einem Set von vier Grasbüscheln, von denen eines eine Blüte hat. Der Verkaufspreis beträgt 34,95 Euro (EK 14,75 Euro).

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Belletristik

Der literarische Garten Ausgangspunkt der Gartenbuchreihe von Schöffling, die im Frühjahr auf zehn Bände anwächst, war der „Literarische Gartenkalender“, der seit 2004 erscheint und bewiesen hat, dass die Kombination aus literarischem Zitat und passendem Gartenfoto funktioniert. Elsemarie Maletzkes

„Gartenglück“ (2010), dem ersten literarischen Gartenbuch, folgten jährlich zwei bis drei Titel. Die erfolgreichsten sind bisher Karel Èapeks „Das Jahr des Gärtners“ und Beverley Nichols‘ „Grünes Glück“. Übrigens: Mit 12 Euro pro Band sind die Bücher günstiger als ein Blumenstrauß, aber garantiert länger haltbar – und origineller! Auch in „Liebesgrün – Jede Pflanze erzählt eine Geschichte“ (Stories &

978-3-440-11196-3 Erfolgreich selbst anbauen: Peter Berg ist biologisch-dynamischer Gemüsebauer. In diesem Buch führt er mit zahlreichen Bildern Schritt für Schritt in die Grundlagen des Biogärtnerns ein. Der Leser schaut dem erfahrenen Profi über die Schulter und lernt dabei ganz einfach, wie er in seinem Hausgarten nachhaltig gärtnern und gesundes Obst und Gemüse anbauen kann.

Friends) bilden Geschichten und Gewächse eine Einheit. Um bei ihrem Traummann zu landen, wählt Sonja einen ungewöhnlichen Weg: Bei einem Gartenspaziergang erzählt sie ihm 19 kurze Geschichten, bei denen immer eine Gartenpflanze im Vordergrund steht. Die Rose spielt bei dem literarischen Gartenrundgang eine genauso wichtige Rolle wie die Zucchini oder der Tannenbaum. Die Anthologie „Blütenherz & Zaubergarten“ (der Hörverlag) versammelt einige der schönsten Lobgesänge großer Schriftsteller auf den Garten. Eine hochkarätige Sprecherbesetzung liest auf vier CDs Texte von Goethe, Heine, Storm und anderen Meistern.

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kosmos.de/garten BuchMarkt Februar 2013

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t l e w n e T hem

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Rückenfreundlich und mobil gärtnern im Hochbeet

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Gärtnern ohne mühsames Graben, Unkrautjäten und beschwerliches Bücken: Mit einem Hochbeet können Sie bequem im Stehen oder vom Gartenstuhl aus gärtnern und ernten. Das ist nicht nur günstig für Rückenschmerzgeplagte und alle Senioren. Auch jüngere Gartenfans und kleine Familien wissen die Bequemlichkeit zu schätzen. Mit einem Hochbeet gelingt Ihnen das Gärtnern auf entspannte Weise – sogar im Hinterhof, auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Alles zu Selbstbau und Bepflanzung finden Sie in diesem Praxisbuch. Für jeden das richtige Hochbeet: Größen, Materialwahl, Hochbeete aus Holz und aus anderen Materialien Mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum selbst gebauten Hochbeet Hochbeete in der Praxis: Standortwahl, Befüllung, Isolierung, Vlies und Frühbeet, Bewässerung der Pflanzen

Von A bis Z im Porträt: die besten Gemüse und Kräuter fürs Hochbeet Pflegetipps – von der Aussaat bis zur Ernte

Das Jahreszeiten-Gartenbuch Ë|xHSNINFy410831z b 12,99 · b 13,40 (A) ISBN 978-3-8354-1083-1

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Die neuen Stadtgärtner und ihre kreativen Projekte

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Schnelle Pflanzrezepte zum Nachmachen

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Ursel Borstell | Christa Hasselhorst Gärten zum Wohnen Neue Ideen für Genießer 176 Seiten mit 280 Farbfotos € 29,99 [D] / € 30,90 [A] / CHF 40,90* ISBN 978-3-421-03915-6 Erscheint im Februar 2013

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Karl Ploberger | Ursel Borstell Ein Garten voller Lebensfreude und Ernteglück naturnah, vielfältig, experimentell Reihe DAS GARTENPORTRÄT 96 Seiten mit 117 Farbabbildungen € 19,99 [D] / € 20,60 [A] / CHF 28,50* ISBN 978-3-421-03902-6 Erscheint im Februar 2013

Georg Freiherr v. Gayl | Ferdinand Graf von Luckner Die geheimen Gärten von Wien Unentdeckte Paradiese hinter Hecken und Mauern 192 Seiten mit 263 Farbabbildungen € 49,99 [D] / € 49,99 [A] / CHF 66,90* ISBN 978-3-421-03881-4 Erscheint im März 2013

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Beth Chatto | Christopher Lloyd Dear Friend and Gardener! Ein Briefwechsel über das Leben, das Gärtnern und die Freundschaft 368 Seiten mit 24 Farbabbildungen € 24,99 [D] / € 25,70 [A] / CHF 35,50* ISBN 978-3-421-03887-6 Auch als E-Book erhältlich Erscheint im März 2013


Special | Garten, Natur, Tiere

Lifestyle statt Hobby Jens-Peter Arndt, Leiter Marketing und Vertrieb Buch bei Callwey, über den Unterschied von Ratgebern und Lifestyle-Titeln, die eigene Zielgruppe und das Geschäft mit hochpreisigen Gartenbüchern zur Zielgruppe, für die der Garten eher „Last“ ist und die Bücher mit Inhalten wie „Gartenarbeit mit möglichst geringem Herr Arndt, Sie legen Wert darauf, dass Callwey-Gartenbücher nicht als Ratgeber Aufwand“ wollen, ist unsere Zielgrupverstanden werden. Wie möchten Sie Ihre pe an kreativen Ideen für „mehr“, „besBücher denn verstanden wissen? ser“, „grüner“, „blühender“ interessiert. Callwey Gartenbücher Bücher sind keine Gleichzeitig kennt unsere Zielgruppe die Ratgeber, sondern gehören zum Lifestyle Basics der Gartenarbeit, benötigt also keiunserer Zielgruppe. Sie sind fast ein Gar- ne Ratgeber mehr, beziehungsweise hat ten-Einrichtungsgegenstand im positiven diese bereits im Regal stehen. Sinne. Die Callwey Bücher stehen bildlich gesprochen nicht im Gartenhäuschen, sondern liegen im Wohnzimmer, sind Teil der Ausstattung und dienen auch zur Distinktion. Ein bisschen wie bei den hochwertigen Kochbüchern, nach denen auch nicht nur gekocht wird, sondern die gesammelt werden. Interview

Und das funktioniert bei Gartenbüchern auch?

Fakt ist, dass Callwey-Gartenbücher laut Media Control in den letzten Jahren nach Umsatz Bestseller und Spitzentitel: Von den „100 Traumgärten“ wurden bereits über 34.000 Exemplare gerechnet immer ganz vorne verkauft, „Garten-Expertinnen und ihr grünes platziert waren. In der Relation Wissen“ setzt die Reihe der erfolgreichen FrauenUmsatz zu Stückzahl zeigt sich, Gartenbücher fort dass der Buchhändler, so er ein Callwey Buch verkauft, ein wesentlich besseres, leichteres Geschäft macht, als mit anderen Verlagen. Und was sucht die Zielgruppe bei Ihren Büchern? Auch das kommende Programm wird das Diese „heavy user“ kennen den Gartenwieder bestätigen. Je genauer man seine Zielgruppe und ihre Bedürfnisse kennt, buchmarkt sehr genau und suchen stets neue Bücher. Dies bestätigen uns immer desto eher „passt“ das Buch. Es gibt 22 Mio. Gärten allein in Deutschland, da ist wieder die Gespräche auf der Buchmesse, es sinnvoll, sich auf eine bestimmte Grup- in Fokusgruppen und auf Gartenfestivals. Unsere Gartentitel geben Inspirationen, pe zu konzentrieren. Ideen, Blicke in andere Gärten und regen so zu Neuem an. Das ist ähnlich wie bei Wie sieht denn Ihre Zielgruppe aus? Die Zielgruppe ist grundsätzlich an al- den höherwertigen Kochbüchern – es gibt lem „Schönen“ interessiert und kauft vermutlich keinen Käufer, der daraus alle Rezepte nachkocht, er wählt aus, lässt sich neben Gartenbüchern auch aufwändige Kochbücher, Reisebildbände, hochwer- inspirieren. tige Wohnbücher und auch gebundene Und er ist bereit dafür zu zahlen? Ihre Titel Belletristik. Für unsere Zielgruppe ist der Garten Hobby, also eine Beschäfti- sind nicht unbedingt die günstigsten Gartenbücher, die man bekommen kann. gung, die sie gerne erledigt. Im Gegensatz 78

BuchMarkt Februar 2013

Unsere Kunden haben Ansprüche an uns und den Buchhandel; dafür greifen sie aber auch gerne tiefer in die Tasche Jens-Peter Arndt

Da die Zielgruppe tendenziell älter ist, ist sie auch eher besser situiert und gerne bereit, für das richtige Produkt etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Der Anteil der Bevölkerung, auf den das zutrifft, steigt, also ist längerfristig mit steigenden Umsätzen zu rechnen. Dafür fordert sie aber auch den Buchhändler: Dieser muss mit seinem Regal zeigen, dass er den Markt kennt. Auf der einen Seite müssen die Standardwerke vertreten sein, die zeigen, dass der Buchhändler kompetent ist, auf der anderen Seite müssen Neuigkeiten gezeigt werden, gerne auch Spezialthemen aus kleinen Verlagen. Die Zielgruppe ist vertraut mit dem Internet: Sie wünschen sich vom Buchhändler eine kompetente Auswahl, andernfalls kaufen sie online. Dies vor Augen, müssen die Bücher hochwertig in Ausstattung und Inhalt sein, aber auch die Präsentation vor Ort und das Umfeld müssen stimmen. Ihr Tipp an den Buchhandel?

Wir haben beispielsweise von den ersten drei Bänden unserer „100 Traumgärten“ über 34.000 Stück verkauft. Allerdings: Der Umsatz läuft an einem Großteil der Sortimente vorbei. Thalia hat den Titel überproportional stark verkauft – aber was dort so gut funktioniert, sollte doch auch bei den vielen Mittelständlern laufen.


• Die neue Lust am Gärtnern: Der einzige Ratgeber zum Trendthema, der genau das Lebensgefühl der jungen urbanen Zielgruppe trifft. • Alle wichtigen Gartenaktivitäten in Zierund Nutzgarten sind Greenhorntauglich erklärt und nach Jahreszeiten geordnet. • Egal ob im Hinterhof, auf dem Balkon oder im (Schreber-) Gärtchen – Gartenbasics animiert zum Loszulegen, Experimentieren und Improvisieren. 16,99 € [D]/17,50 € [A] ISBN 978-3-8338-2907-9 www.gu.de


Special | Religion Inhalt 125 Jahre Neukirchener Verlag: Viele Vertriebsaktionen für den Handel | 82 Nestle-Aland: Verkaufsstart für die 28. Auflage geglückt | 84 Echter: Erster biblischer Kommentar vollständig | 85 Bestseller: Welche Titel bringen den Umsatz wirklich? | 90 Carolus: Eine christliche Buchhandlung trotzt mit Ideen der Konkurrenz | 94 Kirche: Wer liest noch Bücher über die Kirche? | 98 Herder: Neue Strategie fordert neues Führungspersonal | 102 Gemeinden: Was brauchen haupt­ amtliche Mitarbeiter? | 104 Brendow: Verlag auf neuen Wegen | 106

Editorial

D

ie Lesegewohnheiten im christlichen Sortiment ändern sich. Er ist damit auch nicht mehr so berechenbar, wie die Bestsellerliste beweist, auf der christliche Titel zu sehr unterschiedlichen Themen stehen. Bücher über die Kirche werden mehr und mehr zu einem Sortiment der Nische. Dafür unterscheiden Leser zunehmend weniger zwischen christlichen und anderen Titeln zur Lebenshilfe. Der Horizont bei den Lesern ist eindeutig breiter geworden. Jetzt kommt es mehr denn je darauf an, „dem Volk aufs Maul“ zu schauen.

Matthias Koeffler

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Nick Vujicic und „Leben ohne Limits“

Schule statt Show Brunnen Verlag. Geschätzte 13 Millionen Zuschauer beim ZDF-Jahresrückblick „Menschen 2012“ – da freut sich jeder Verlag, wenn sein Autor in die Sendung eingeladen wird. Soll der Autor außerdem bei Frank Lektorin Petra Hahn, Nick Vujicic und BrunnenVerleger Detlef Holtgrefe: Der Star­Autor lässt sich Elstner in der ARD und „Bei Stöckl“ nicht vom Medien­Rummel treiben im ORF zu sehen sein, ist doch vermarktungsmäßig alles bestens. Und liegt dann gar noch eine Einladung für den Evangelischen Kirchentag vor, Teenagern Lebensmut macht: „Wenn so müssten wirklich alle glücklich sein. Nicht einer wie ich einen Partner findet, schafft so Brunnen-Autor Nick Vujicic. ihr das doch allemal!“ Mal geht er in die großen Talkshows – Bei den Kids trifft er ebenso den richtigen gerade war er bei Oprah Winfrey –, mal Ton wie bei Management-Seminaren, die passen ARD, ZDF, ORF und Co. einfach alle ausgebucht sind. Darum wird die Nachnicht in sein Lebenskonzept. Und schlägt frage nach seinem im Sommer erscheinendie Angebote samt Gagen aus. Vujicic – den nächsten Buch sicherlich wieder groß durch einen Gendefekt ohne Arme und sein. „Freihändig. Warum mich so schnell Beine zur Welt gekommen – lebt sein „Le- keiner aufhält“ soll es heißen, hört man ben ohne Limits“, wie seine Autobiografie aus dem Verlag. Brunnen-Verleger Detlef heißt. Und macht seinem Titel alle Ehre: Holtgrefe hofft jedenfalls, mit Nick Vujicic Er lässt sich nicht vom Medienrummel die ein oder andere Veranstaltung gestalten treiben, sondern tut, was ihm wichtig ist. zu können. Auf jeden Fall gibt es weiterhin Das kann dann statt ZDF der Besuch einer Merchandising-Artikel, die dann noch einGesamtschule in Mittelhessen sein, wo er mal einen Umsatzanreiz gewinnen können. BuchMarkt Februar 2013


Religion | Special

„Mein starkes Herz“

Wie eine Sinnsucherin Bücherregale sortieren würde Kailash. Amet Bick ist Programmleiterin

Nein, das war bunt gemischt Ich habe gern Geschichten von Leuten gelesen, die ähnliches erlebt haben. Ich habe mir viele Bücher über Meditation gekauft und Bücher, die die Herkunft der meditativen Techniken erklärten. Also Titel zum Thema Buddhismus. Ich habe vieles gelesen, was sich mit dem Körper und Heilungsmethoden beschäftigt hat, etwa Bücher über Meridiane und Chakren. Irgendwann bin ich bei Astrophysik und Quantenmechanik gelandet. Das hat mich sehr interessiert. Ich denke, das hängt damit zusammen, dass ich nach einem neuen Weltbild gesucht habe. Mein altes schien mir nicht weit genug, um meine neuen Erfahrungen dort alle unterzubringen.

beim Wichern-Verlag. Vor eineinhalb Jahren wurde ein Tumor im rechten Vorhof ihres Herzens entdeckt. Die Operation verlief erfolgreich. Doch danach fiel Bick in eine Krise. Um wieder auf die Beine zu kommen, nahm sie sich eine Auszeit. In dieser Zeit, so sagt sie, wurde sie unfreiwillig zur Glücksucherin. Darüber hat sie nun das Buch „Mein starkes Herz“ geschrieben und bei Kailash veröffentlicht. Sie nennt es ein Glücksbuch. Und das, obwohl sie keine Glücksbücher mag. Wir fragten sie, wie sie das Angebot zur Lebenshilfe in den Buchhandlungen aus Sicht einer „unfreiwilligen Glücksucherin“ wahrnahm. BuchMarkt: Sie beschreiben sich auf dem Titel als Glückssucherin, im Zentrum Ihres Buches steht aber eine Krankheit. Ein Widerspruch?

Bick: Das Buch ist unbewusst entstanden. Ich begann mitten in meiner Krise mit dem Schreiben, um besser sortieren zu können. Ich habe also nicht nach den 12 Schritten zum perfekten Glück gesucht. Ich habe mich nur gefragt, wie ziehe ich mich aus meiner Krise. Herausgekommen ist ein Glücksbuch. Obwohl Sie diese Bücher nicht mögen.

Glück heißt für mich nicht, ich bin jetzt jeden Tag super gut drauf. Ich denke, Glück hat etwas mit Sinn zu tun. Einen Sinn für mein Leben gefunden zu haben, das empfinde ich als Glück. In unserem Vorgespräch sagten Sie, Sie hätten keine Lust auf ein Gespräch zur Frage, ob man das Buch nicht als Kontrast zu den christlichen Büchern sehen muss, die Sie sonst machen. Warum?

Weil es für mich kein Kontrast ist. Ich bin studierte evangelische Theologin und im Kopf hatte ich tatsächlich immer einige Denkbarrieren. Es gab da durchaus Bedenken, ob ich mich mit anderen Religionen oder anderen Formen von Spiritualität beschäftigen darf, oder dann gleich vom Glauben abfalle. Doch diese Barrieren haben sich sehr aufgelöst. Ich wäre zum Beispiel nicht unbedingt darauf gekommen, im Gottesdienst in der Predigt Antworten

Amet Bick: Christliche Bücher dürfen ruhig im Regal mit anderen Lebenshilfebüchern stehen

zu finden, wie ich mit meiner Lebenskrise umgehen kann. Was ich damals brauchte, habe ich eher in der Meditation gefunden. In der Zeit der Krise habe ich begonnen, auch woanders zu suchen, und das fand ich in Ordnung. Können Bücher glücklich machen? Haben Sie Hilfe in Büchern gefunden?

Ich war süchtig nach Büchern. In dem Ort, in dem die Reha-Klinik lag, in die ich nach der Operation kam, gab es einen Buchladen. Da habe ich alles gekauft, was mir Antworten darauf versprach, wie ich mit Tod und Leid umgehen kann. Es waren leider nicht viele. Nach zwei Besuchen hatte ich alle aufgekauft. Es ist interessant: Im Internet habe ich die Texte nicht gefunden, die mir halfen. Für mich mussten es Bücher sein. Bücherlesen ist ja wie eine Schnitzeljagd, man kommt vom einem zum anderen Thema und entdeckt immer neue Titel, auf die man neugierig ist. Wo haben Sie nach entsprechenden Titeln gesucht? Im Regal „Theologie“, in das viele auch die christlichen Bücher zur Lebenshilfe sortieren?

BuchMarkt Februar 2013

Wie würden Sie die entsprechenden Regale in einer Buchhandlung sortieren, die Menschen in einer Krise ein Angebot machen sollen?

Sicher gehört dazu kein Regal, über dem „Theologie“ steht. Das ist für mich dann sinnvoll, wenn ich als Theologin fachspezifische Bücher suche. Ich denke, christliche Bücher können durchaus auch neben anderen stehen. Man kann dem Leser zutrauen, dass er sich das herausziehen wird, was gut für ihn ist. Und wenn jemand meint, ihm helfen gerade Tarot-Karten, dann soll er auch die Möglichkeiten haben, dazu ein Buch zu finden. Wichtig ist, dass die Titel im Regal eine gewisse Qualität haben. Darauf sollte ein Buchhändler achten. Sie haben Ihr Buch nicht in Ihrem Haus, bei Wichern, veröffentlicht, sondern bei Kailash. Hatte das Gründe?

Ich fand es unpassend, ein Buch in dem Verlag zu machen, in dem ich selbst für das Programm verantwortlich bin. Mit Kailash habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, die Zusammenarbeit ist professionell und freundlich. Hat sich der Blick auf das eigene ProgrammMachen verändert?

Wir sind ein evangelischer Verlag und werden keine Bücher zu Tarot machen. Aber vielleicht mal über Meditation, die es ja auch in christlicher Tradition gibt. Fragen: Matthias Koeffler

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Special | Religion

125 Jahre Neukirchener Verlagsgesellschaft

Feier mit Geheimaktionen

Christoph Siepermann mit Jubiläums-Titeln: Jeden Monat ein Newsletter mit weiteren Überraschungsaktionen für Buchhändler

Jubiläums-Programm. Verlagsleiter Christoph Siepermann braucht fast alle Finger seiner Hand, wenn er aufzählt, welche runden Jahrestage die Neukirchener Verlagsgesellschaft in diesem Jahr feiern kann: So wird der berühmte Neukirchener Kalender 125 Jahre alt. Damals noch unter dem Namen „Der christliche Hausfreund“ ist er auch der Grund für die Gründung des Verlages im selben Jahr. Ebenfalls 1888 wurde die Neukirchener Buchhandlung eröffnet. Und schließlich kam vor 25 Jahren die berühmte Neukirchener Kinderbibel auf den Markt, ein einzigartiger Longseller bis heute. Gefeiert hat das Unternehmen die Jubiläen in seiner Geschichte immer am Reformationstag. Am 31. Oktober 1950 wurde der Biblische Kommentar ins Leben gerufen, die Keimzelle des theologischen Programms beim Verlag aus NeukirchenVluyn, dem Ort am Niederrhein, mit dem so schwierig auszusprechenden zweiten Teil im Ortsnamen. Zu Recht kann der Verlag mit dem Pelikan im Logo

also dieses Jubiläum das ganze Jahr feiern angesichts der vielen runden Daten. Und hat

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Hinzu kommen weitere Einzeltitel wie eine Sammlung bester Texte aus dem Programm unter dem Titel „Wunderbare Zeiten“ (48 Prozent Reiserabatt ab 10 Stück). Und dann das liebevoll gemachte „Mein täglicher Begleiter“, herausgegeben von Dorothee Adrian mit vielen wirklich erstaunlichen Geschichten rund um den berühmten Kalender. Im Jubiläumjahr wird der Kalender auch weiter modernisiert. Nach einer Kalender-App für Apple-Geräte im letzten Jahr wird es ab diesem Jahr auch eine App für Android-Geräte geben. Doch der leidenschaftliche Ex-Vertriebsmann Siepermann geht nicht in das Jubiläumsjahr, ohne eine Überraschung in petto zu haben, die BuchMarkt immerhin in Ansätzen erfahren durfte: Jeden Monat wird es einen Newsletter geben, der dem Handel unter dem Motto 12x5 weitere günstige Konditionen offeriert. „Bei der fünf könnte es um fünf Tage oder fünf Gegenstände gehen …“, lässt Siepermann durchblicken. Mehr ist ihm nicht zu entlocken. Anmelden kann man sich auf www.neukirchenerverlage.de im Händlerbereich unter Händler-Newsletter.

deshalb bereits zu JahresbeUnd dann geht der Verlag noch ginn ein Jubiläumsprogramm mit einem einzigartigen Spitvorgestellt, das auch für Buchzentitel an den Start, der für händler attraktiv ist. Sieben das Haus ein Pilotprojekt ist: Titel wurden unter ganz Unter „Glaubst Du an den unterschiedlichen Krilieben Gott“ erscheint die terien neu aufgelegt, Autobiografie des Koim Paket gibt es dafür mikers und Schauspie45 Prozent Jubiläumslers Markus Majowski. rabatt. So erscheint der „Ein sehr ehrliches Buch Longseller „Der Mann, über die Lebenskrise eines der überlebte“ von LawMannes, der erstmals seine rence Elliott in einer Hardchristliche Seite in den Mitcover-Ausgabe zum Preis telpunkt stellt und der gern unter dem eines Taschenzu Lesungen kommt“, buchs. Oder der Bestseller Pilotprojekt: „Ehrliches freut sich Siepermann, der „Fünf Minuten mit dem Buch eines Mannes, der damit Buchhandlungen lieben Gott“ von Margot seine christliche Seite in den ein attraktives Angebot Käßmann als Taschenbuch. Mittelpunkt stellt.“ für die Standort-Präsenz Aber auch einen Schatz machen kann. aus dem Archiv haben Für ihn ist das der Eindie Niederrheiner ausgegraben: Das Anstieg in eine Programmwelt, die es bisher so dachtsbuch des Predigers Wilhelm Busch, noch nicht gab: „Wir wollen Begegnungen das jetzt erstmals wieder unter dem Titel mit Menschen ermöglichen, die mit ihrem „Lass Dein Heil uns schauen“ erscheint. Glauben etwas erlebt haben.“ Damit schlägt Ein Highlight für Fans: Das Büchlein, das Sieperman im Jubiläumsjahr gleich noch nur noch in Frakturschrift existierte, wurde ein neues Kapitel auf. neu abgeschrieben und gesetzt. MK

BuchMarkt Februar 2013


Man kann nur staunen über ein Leben voller tiefer Erfahrungen, Abenteuer, Kreativität und Mut: Dieses Buch ermöglicht eine Begegnung mit der Lebensgeschichte des großen Protestanten, der seit Jahrzehnten Wege zu einer glaubwürdigen Theologie und einem erfahrbaren Glauben zeigt. Mit zahlreichen Fotos aus dem Privatarchiv Jörg Zinks, entstanden aus vielen persönlichen Gesprächen des Autors mit Jörg Zink. Matthias Morgenroth JÖRG ZINK. DIE BIOGRAPHIE 240 Seiten / geb. mit Schutzumschlag € 22,99 (D) / € 23,70 (A) / CHF* 32,90 ISBN 978-3-579-06591-5 Erscheint April 2013

Das heilige Abendmahl und das offene Gastmahl – zwei Arten, die Nähe zu Gott zu feiern: Gerade mit Blick auf die Kirchentage, auf denen bisher immer ein »Feierabendmahl« gefeiert wurde, und die Tatsache, dass das heilige Abendmahl nicht von evangelischen und katholischen Christen gemeinsam gefeiert werden darf, müssen die beiden Mahle voneinander gelöst werden. Davon ist in Jörg Zinks anspruchsvollem und provokantem Buch die Rede. Jörg Zink DAS OFFENE GASTMAHL 238 Seiten / geb. mit Schutzumschlag € 22,99 (D) / € 23,70 (A) / CHF* 32,90 ISBN 978-3-579-06592-2 Erscheint März 2013

Dieses hinreißende Kinderbuch zeigt, wie jedes Kind im Alltag die Liebe Gottes erfährt. So richtig zum Knuddeln sind die Hauptfiguren: Mama Bär, Baby Bär und die vielen Spielgefährten – das Schwein, das Eichhörnchen, die Maus und der Frosch. Ob beim Spielen, Frühstücken, Streiten oder Schlafen – auf spielerische Weise erfahren Kinder die Botschaft dieses Buches: Gott hat dich lieb – immer! Franz Hübner WEISST DU SCHON, WIE LIEB GOTT DICH HAT? Mit Illustrationen von Markus Humbach 32 Seiten / wattierter Pappband € 7,99 (D) / € 8,30 (A) / CHF* 11,90 ISBN 978-3-579-06605-9

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GÜTERSLOHER VERLAGSHAUS

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Die tiefen Fragen des religiösen Lebens – Schätze entdecken und Ü berraschungen erleben


Special | Religion

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Das Erscheinungsbild des Einbands hat sich in den letzten Jahrzehnten kaum geändert. Besonders das Blau gehört zur Identität des Nestle-Aland. Das wollten wir nicht leichtfertig aufgeben; auch haben uns unsere amerikanischen Partner davon abgeraten. Wir haben allerdings teilweise neue und andere Materialien verwendet. Außerdem gibt es zusätzlich eine schwarze Ausgabe. Die war übrigens schnell ausverkauft. Haben Sie mit dem fertigen Text Weiteres vor?

Ende Februar kommt unsere Großdruckausgabe auf den Markt. Außerdem wird es Ausgaben geben, die neben dem griechischen Urtext eine Übersetzung in die jeweilige Landessprache bietet. So wird es auch eine griechisch-deutsche Ausgabe geben. Es folgen griechisch-englisch und griechisch-lateinisch.

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Dr. Florian Voss: Websites und Apps begleiten jetzt erstmals das Marketing

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Das Praxisbuch für Angehörige und Begleiter in Seelsorge, Krankenhaus und Hospiz

Grundlegende Informationen zum Umgang mit Sterbenden und Verstorbenen

Wie sieht das Marketing aus?

endlich so weit: Die Deutsche Bibelgesellschaft hat die 28. Auflage des „Novum TestamentumGraecae“ von Nestle-Aland, die Urtext-Ausgabe des Neuen Testaments, herausgebracht. Über acht Jahre hat das Institut für Neutestamentliche Textforschung in Münster gemeinsam mit dem Stuttgarter Verlag an der weltweit maßgeblichen Text-Grundlage gearbeitet. Maßgeblich verantwortlich im Lektorat und für die Satzbetreuung bei der DBG war Dr. Florian Voss. Wir fragten ihn zum bisherigen Verkauf und zu weiteren Projekten.

Wir haben eine Website freigeschaltet, auf der man im Text online lesen kann, aber auf der der textkritische Apparat nicht zur Verfügung steht. In Vorbereitung befindet sich eine App, die in den nächsten Monaten fertig sein soll. In ihr werden wir weiteres Zusatzmaterial zur Verfügung stellen, zum Beispiel Auszüge aus originalen neutestamentlichen Handschriften. Dazu schalten wir Anzeigen in den relevanten Fachmagazinen. Das wird die Verbreitung sicher fördern. Im November haben wir die Ausgabe auf einer internationalen Konferenz in Chicago vorgestellt. Das war ein großer Erfolg. Die USA sind inzwischen unser wichtigster Markt.

Seit Oktober ist die neue Auflage im Markt, wie ist die Reaktion auf die neue Auflage?

Wie lauten die Verkaufsargumente für die neue Ausgabe?

Die ersten Kundenreaktionen und Rezensionen in der Fachwelt sind sehr erfreulich. So hat der international renommierte Textkritiker Prof. Keith Elliott aus Leeds eine sehr positive Rezension geschrieben, auch wenn er manche Einzelheiten kritisch diskutiert.

Der Text bildet jetzt den Fortgang der internationalen Arbeit in der neutestamentlichen Forschung ab. Durch neue Bewertungen hat es einige Änderungen im griechischen Text gegeben. Der Apparat ist übersichtlicher gestaltet worden. Wir haben dazu das Prinzip, nach dem entschieden wird, welche Handschriften wo verzeichnet werden, überarbeitet und z.B. auch lateinische Begriffe wie „sed“ oder „et“ ersetzt, um die Lesbarkeit zu verbessern. Dadurch hat der Umfang zwar zugenommen, aber dafür ist der Text leichter lesbar.

Urtext. Im Oktober letzten Jahres war es

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Wie ist der Verkauf angelaufen?

Wir haben mittlerweile fast alle Ausgaben des ersten Drucks verkaufen können und bereiten gerade den zweiten Druck vor. Hat es Ihnen in den Fingern gejuckt, den etwas schlichten Umschlag anders zu gestalten? 84

BuchMarkt Februar 2013

Fragen: MK


Religion | Special

Mit der Trauer leben

Kommentar „Die neue Echter Bibel“ ist vollständig

NEU

Religion & Gesellschaft

Jetzt noch einmal trommeln

Großwerke. Wenn der Echter Verlag sei-

nen Lesern etwas verspricht, dann wird es gehalten. Auch wenn es etwas länger dauert. 1975 hat der kleine Würzburger Verlag seine Kommentarreihe zur Einheitsübersetzung unter dem Titel „Neue Echter Bibel“ gestartet. Im Herbst letzten Jahres ist mit Psalmen III der letzte Band erschienen. Das Werk ist nun vollständig. Verleger Thomas Häußner und seinem Lektor Heribert Handwerk ist damit etwas geglückt, was ihnen in über 60 Jahren Bundesrepublik nun als einzige vergönnt ist: einen vollständigen Großkommentar zu allen biblischen Büchern auf den Markt gebracht zu haben. Dabei galt es, so manche Hürde zu nehmen. Gestartet war man in einer Zeit, als in der katholischen Kirche Aufbruchstimmung herrschte. 1975, zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils („Bibelarbeit war da etwas sehr Aufregendes“, so Häußner), war gerade die Einheitsübersetzung auf den Markt gekommen. „Dass nun der letzte Band erscheinen konnte, ist vor allem den Autoren und Herausgebern zu verdanken“, so Häußner. Aber auch dem Lektorat. Denn über das langwierige Projekt sind nicht nur

zahlreiche Autoren, sondern auch die Herausgeber gestorben. Zuletzt starb 2010 Erich Zenger, der als Co-Autor den dritten Teil der Kommentierung über die Psalmen 101 bis 150 mitverfasste. Es ist zugleich der Abschlussband. Handwerk hat neue Folge-Autoren gefunden und seit 2005 selbst das Projekt gesteuert. Viele große Namen der Exegese sind im Projekt vertreten. Nach fast 40 Jahren editorischer Arbeit sind nun 41 Bände für das Alte Testament, 21 für das Neue Testament sowie sieben „Ergänzungsbände“ zu übergreifenden Themen erschienen, etwa zur Geschichte Israels, zur Entstehung der Bibel oder zu ihrem Gesamtverständnis. Immerhin, das Ereignis der Fertigstellung zollte auch den Redakteuren der Frankfurter Rundschau Respekt ab. Sie stellten das Großwerk auf einer ganzen Seite vor. „Jetzt gibt es für den Buchhandel die Möglichkeit, Fachinteressierten noch einmal eine komplette Standardbibliothek aus einem Guss anzubieten“, sagt Häußner, „diese finden darin zu allen Texten der Bibel die wichtigen Informationen für Andacht und Predigt.“ Er ist überzeugt, dass es sich jetzt lohnt, dafür „noch einmal zu trommeln“.

BuchMarkt Februar 2013

MK

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Hilfen für den Umgang mit Schuldgefühlen, Verzweiflung und Trauerphasen nach einem Suizid

Ermutigungen für die Begegnung mit der Öffentlichkeit

15,99 € [D] ISBN 978-3-466-37049-8 Auch als Hörbuch: 17,99 € [D] ISBN 978-3-466-45846-2 ●

Handbuch für Angehörige, Sterbebegleiter und Seelsorger zur emotionalen Bewältigung eines Todesfalles

Bereits in 5. Auflage, jetzt aktualisiert und erweitert

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€ 14,99 [D] ISBN 978-3-466-37067-2

Heribert Handwerk und Thomas Häußner: Langen Atem für die Edition bewiesen


Kirche heute –

Aktuelle Themen

Matthias Sellmann (Hg.) Gemeinde ohne Zukunft? Theologische Debatte und praktische Modelle Reihe »Theologie kontrovers« 432 Seiten | Paperback € 19,99 / SFr 28.90 / € [A] 20,60 ISBN 978-3-451-30645-7 Lieferbar Ist die Kirche vor Ort am Ende? Wie können Gemeinde und Gemeindeleitung neu gefasst werden? Der kontrovers diskutierte Band bietet vielfältige, für Gemeinden praktische (Handlungs-)Impulse für dieses derzeit hochaktuelle Thema.

Wunibald Müller Zerreißprobe Kirchlicher Dienst zwischen persönlicher Überzeugung und amtlichem Anspruch 160 Seiten | Gebunden € 12,99 / SFr 19.50 / € [A] 13,40 ISBN 978-3-451-31073-7 Lieferbar

Sabine Demel (Hg.) Vergessene Amtsträger/-innen? Die Zukunft der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten ca. 160 Seiten | Paperback ca. € 14,99 / SFr 21.90 / € [A] 15,40 ISBN 978-3-451-32596-0 April

Vieles was kirchliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aller Berufsgruppen – einschließlich der ehrenamtlichen Mitarbeiter – augenblicklich erleben, wird für sie zu einer Zerreißprobe. Das neue Buch von Wunibald Müller beschreibt solche Situationen und hilft, Strategien zu entwickeln und Wege zu finden, um körperlich, seelisch und spirituell gesund zu bleiben.

Sie üben einen pastoralen Dienst aus, sagen die deutschen Bischöfe. Dass die PastoralreferentInnen kirchliche AmtsträgerInnen sind, sagen sie aber nicht. Warum? Welche Auswirkungen hat das in der Praxis und welche Zukunft haben die PastoralreferentInnen überhaupt? Fachleute aus Theorie und Praxis aus dem deutschen Sprachraum wenden sich den aktuellen Herausforderungen zu.


Spirituelle Impulse

Richard Rohr Zwölf Schritte der Heilung Gesundheit und Spiritualität 192 Seiten | Flexcover € 16,99 / SFr 24.50 / € [A] 17,50 ISBN 978-3-451-32395-9 Februar Wir leben in einer von Abhängigkeiten und Überforderung bestimmten Zeit. Gesundheit und Heilung heißen heute: Freiwerden von Abhängigkeiten. Richard Rohr erschließt das Zwölf-Schritte-Programm der Selbsthilfe-Gruppen als spirituellen Weg für alle Suchenden. Die Zwölf Schritte können nicht nur Menschen retten, die in Abhängigkeiten unterzugehen drohen. Sie sind ein Weg, der allen Menschen seelische Genesung verspricht und Mut zu neuer Lebendigkeit schenkt.

Benedikt XVI. Das Beten Jesu Meditationen in Wort und Bild 128 Seiten| Gebunden mit Schutzumschlag und Leseband € 19,99 / SFr 28.90 / € [A] 20,60 ISBN 978-3-451-32635-6 Lieferbar

Henri Nouwen Mit einem weiten Herzen Betend leben lernen Hg. von Ulrich Sander 160 Seiten | Gebunden mit Leseband € 12,99 / SFr 19.50 / € [A] 13,40 ISBN 978-3-451-32391-1 April

Papst Benedikt XVI. hat eine Reihe von Meditationen über das Beten Jesu gehalten. Mehrere zentrale große Gebete Jesu werden vom Papst erschlossen in der spirituellen und theologischen Tiefe, die man von ihm kennt und an ihm schätzt. Der Band ist reich mit ganzseitigen ausgewählten Meisterwerken der klassischen Kunst illustriert.

Henri Nouwen ist ein Meister zeitgenössischer Spiritualität. In seinen Meditationen zum Thema Beten legt er sein Herz offen: seine Suche nach einer persönlichen Beziehung zu Jesus, seinen Weg in die Stille ebenso wie sein Ringen um einen zeitgemäßen biblischen Glauben für Menschen der Moderne. Seine Impulse sind Inspirationen für Christinnen und Christen aller Konfessionen.

www.herder.de


Religiöse Sachbücher

Gerhard Lohfink Gegen die Verharmlosung Jesu 488 Seiten | Gebunden mit Schutzumschlag € 28,– / SFr 38.50 / € [A] 38,80 ISBN 978-3-451-34147-2 Februar Die Verharmlosung Jesu findet auf vielen Feldern statt. Sie geschieht, wenn Jesus als ein etwas aus der Reihe tanzender Rabbi oder als ein zwar außergewöhnlicher, aber eben doch als reiner Prophet eingestuft wird. Widerspruch ist vor allem fällig, wenn sich Christen so verhalten, als sei die Kirche eine Art Verein zur Bedienung religiöser Bedürfnisse. Gerhard Lohfinks Reden gegen die Verharmlosung sind provokant, voller überraschender Einsichten und stellen den christlichen Glauben in ein neues Licht.

Bernward Schmidt Die Konzilien und der Papst Von Pisa (1409) bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) 320 Seiten | Gebunden € 24,99 / SFr 35.50 / € [A] 25,70 ISBN 978-3-451-30636-5 Februar Die beiden obersten Institutionen der (katholischen) Kirchenleitung, Papst und Konzil, bildeten sich seit dem späten Mittelalter heraus – in steter Auseinandersetzung miteinander. Wesen und Gestalt von Papsttum und Konzil in der heutigen Zeit sind nur vor dem Hintergrund dieser konfliktreichen Geschichte verständlich. Zum ersten Mal zeichnet Bernward Schmidt die wechselvolle Geschichte des Verhältnisses der beiden Institutionen vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart nach.

Martin Wallraff Sonnenkönig der Spätantike Die Religionspolitik Konstantins des Großen ca. 288 Seiten | Gebunden mit Schutzumschlag ca. € 24,99 / SFr 35.50 / € [A] 25,70 ISBN 978-3-451-30708-9 April Kaiser Konstantin (reg. 305-337) ist eine Schlüsselfigur der europäischen Religionsgeschichte. Häufig wird er als »Vater des christlichen Abendlandes« bezeichnet. Hier wird ein anderes Konstantinbild entwickelt, das ihn zwar nicht weniger christlich als bisher angenommen zeichnet, aber doch anders, als den zeitgenössischen Theologen lieb sein konnte. Mit der »Sonne« (dem Sonnengott) als religiösem Leitbild gewinnt der Kaiser als typischer und prägender Exponent seiner Epoche, der Spätantike, an Profil.


Heiner Wilmer Gott ist nicht nett Ein Priester fragt nach seinem Glauben 208 Seiten | Gebunden mit Schutzumschlag € 16,99 / SFr 24.50 / € [A] 17,50 ISBN 978-3-451-32581-6 Februar

Uwe Birnstein Väter in der Bibel 20 Porträts für unsere Zeit 160 Seiten | Gebunden mit Schutzumschlag € 12,99 / SFr 19.50 / € [A] 13,40 ISBN 978-3-451-30657-0 April

Klaus Vellguth / Marcus C. Leitschuh Our faith our book Katholisch glauben von A bis Z 112 Seiten, Paperback Durchgehend zweifarbig, mit 12 Fotos € 5,– / SFr 7.60 / € [A] 5,20 ISBN 978-3-451-32418-5 Februar

Heiner Wilmer, Priester und Leiter einer Ordensgemeinschaft, stellt sich die provozierende Fra-ge: Was bringt mir Jesus? Wie tragfähig ist seine Lebensentscheidung angesichts von Leiden und Schuld, von Einsamkeit und unerfüllten Wünschen? Radikal und persönlich macht er sich auf die Suche nach der Antwort, die sein Leben tragen kann.

Das Verhalten des Vaters prägt Menschen ihr Leben lang. Diese biblischen Vatergeschichten sind erstaunlich aktuell: keine »Heile Welt«-Familien, sondern Erzählungen von gelingenden und scheiternden Vater-Rollen. Wichtige Impulse für Väter (und Kinder) heute, wenn es darum geht, die eigene Rolle und Identität zu finden.

Eine Einladung zum Glauben, die informiert und neugierig macht: für Jugendliche, junge Erwachsene, Einsteiger in den Glauben und für alle, die in gebündelter Form Einblick nehmen wollen.

Günstige Mengenpreise: Ab 10 Ex.: € 4,80 / SFr 7.30 / € [A] 5,00 Ab 25 Ex.: € 4,60 / SFr 6.90 / € [A] 4,80 Ab 50 Ex.: € 4,30 / SFr 6.60 / € [A] 4,50 Ab 100 Ex.: € 4,00 / SFr 6.10 / € [A] 4,20

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Special | Religion

aber besonders gespannt auf das Erstlingswerk von Heiner Wilmer. „Gott ist nicht nett“, heißt es, in ihm fragt ein Priester offen und konsequent nach dem Sinn des Lebens. Eine „Endzeitstimmung“ zumindest vermag der Chef des Freiburger Verlages auf dem religiösen Buchmarkt noch lange nicht erkennen. „Der Markt ändert sich, auch die Suchbewegungen, aber die Fragen selbst das Feld nicht den vielen Esoterik- und bleiben.“ Da sei das Buch nach wie vor das anderen Anbietern zu überlassen“, sagt Vorzugsmedium für die Menschen. Altepost. Ein Weg besteht für ihn darin, Eine Einschätzung, die Bernhard Meuser mit Joachim Fuchsberger oder Hannes vom Sankt Ulrich Verlag teilt. Sein Credo Jaenicke zwei gesellschaftlich engagierte zum Boom des religiösen Buches ist geProminente als Autoren zu präsentieren. waltig: Das dritte Jesus-Buch bei Herder sei „Sie legen nicht nur für sich selbst einen „ein Hammerbuch, das Weihnachten in der hohen Wertemaßstab an, sondern können Tiefe zum Leuchten bringt“. Und verweist diesen in ihren Büchern auch glaubwürdig auch auf den Erfolg von Manfred Lütz, den an andere weitergeben.“ er erstmals auf die Bestsellerliste gebracht

Thomas Häußner

Gott“ werde bereits neu aufgelegt, weil es eine „sensationelle Zusammenschau der monotheistischen Religionen ist“. Von der Autorin sei gerade ein neues Buch zum Thema Religion und Gewalt in Vorbereitung, auf das sich das Warten sicher lohne. Eines sei sicher: „Die Nachfrage nach seriösen Texten, die Sinn und Werte vermitteln, steigt in unserer automatisierten, beschleunigten Welt“, sagt Ketterle. Der Papst, den würde Klaus Altepost als Autor sicher nicht ablehnen. Allerdings müsste es da schon ein „innovatives, fortschrittliches, echtes Debattenbuch“ sein, das man dann von ihm herausbringen wolle, schmunzelt der Verlagschef des Gütersloher Verlagshauses, um schnell wieder ernst zu werden: „Manchmal entpuppen sich Menschen, die aus ganz anderen Bereichen kommen, aber authentisch leben, als echte Geheimtipps.“ Die müssten allerdings ihre „Botschaft“ in heutiger Sprache wiedergeben können. Das haben die Gütersloher gerade erst mit dem Titel von Fernsehtalker Jürgen Domian erlebt. Sein „Interview mit dem Tod“, sei schnell für eine höhere Auflagenzahl gut gewesen. Gleiches erwarten sie bei dem erst im März erscheinenden „Mein Buch vom Leben und Sterben“ von Autor Dada Peng. Darin spendet der junge Songwriter Trost und gibt neue Denkanstöße. Zum Buch gibt’s eine CD mit Liedern, das Ganze wird begleitet durch eine eigene Website allein für Autor Dada Peng. Angesichts dessen, dass die etablierten Kirchen bei der Vermittlung nach dem Sinn des Lebens und ihrer Inhalte Schwächen zeigen, seien neue Antworten notwendig. „Verlage wie unserer haben dann die Aufgabe, die alten Werte zu übersetzen und

Stefan Weigand

Wir investieren in das Segment des Fachpublikums

Bestseller werden von den Lesern gemacht, nicht von den Verlagen Manuel Herder

„Bestseller werden von den Lesern gemacht, nicht von den Verlagen“, sagt Manuel Herder auf die Frage, was nach dem Papst denn noch kommen kann. Autor Tomas Halik eigne sich für einen weiteren großen Wurf nach „Geduld mit Gott“. Der in der Tschechoslowakei heimlich zum Priester geweihte Psychotherapeut habe auch mit seinem zweiten Buch im Verlag Herder „Nachtgedanken eines Beichtvaters“ für Aufsehen gesorgt. In diesem Jahr nun erscheine der Titel „Berühre die Wunden“, ein Buch über Leid, Vertrauen und die Kunst der Verwandlung. 2013 sei auch das Jahr, in dem Richard Rohr seinen 70. Geburtstag feiere. Dazu komme neu das Buch „12 Schritte der Heilung“ heraus, das den Autor neben den anderen Büchern im Verlagsprogramm besonders präsent machen solle. Neben diesen bereits programmierten Erfolgen ist Manuel Herder

Der letzte Buchherbst war, christlich gesehen, so reich wie lange nicht mehr Bernhard Meuser

hat. „Wann hatten wir das zuletzt mit einem christlichen Buch?“, fragt Meuser. Jan Ross von der „Zeit“ habe ein glänzendes Sachbuch „Die Verteidigung des Menschen“ vorgelegt. Matussek brilliere mit seiner „Apokalypse nach Richard“. Mit Esther Maria Magnis („Gott braucht dich nicht“) sei ein „Highpotential“ der jüngeren Generation auf den Plan getreten. Und der Weltjugendtag in Rio werde der Megaevent schlechthin. In das Jammern um bestseller-fähige Titel kann er nicht einstimmen. „Der letzte Buchherbst war, christlich gesehen, so reich wie lange nicht mehr. Und YouCat rennt und rennt und rennt“, lächelt Meuser. Mit einem weiteren Buch von Papst Benedikt XVI „Beten – Die Kunst mit Gott zu sprechen“ will der Sankt Ulrich Verlag da mithalten. Zudem bringe sein Haus den Klassiker des Papyrus-Experten Carsten Peter Thiede „Jesus“ neu heraus. Das legendäre Buch sei gewissermaßen ein „und die Bibel hat doch recht“ zum Thema Jesus. Den Text Thiedes habe Qumran-Spezialist Alexander Schick komplett überarbeitet und ausführlich bebildert, freut sich Meuser. Für Pessimismus sei auf dem religiösen Buchmarkt kein Platz. Grund dafür gebe es nicht! Christian Schlichter

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BuchMarkt Februar 2013


Die Bibel »für-dich« – neu gestaltet und auf weißem Papier die beliebten Ausgaben »lutherbibel für dich« und »Gute nachricht für dich« in neuer verbesserter Ausstattung.

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Special | Religion

Regalbeschriftungen: Den Blick der Kundschaft eingenommen Lesetipps: Einstecker sind immer handgeschrieben

verantwortlich für ihren Bereich fühlt. mal eine Kundenbefragung durchgeführt. wollen und vielleicht nach dem eigenen Hellena Astaras-Hein in der Abteilung Re- („Das kann ich nur empfehlen, der Bör- Lebensende fragen.“ Aus ihrer Sicht geligionspädagogik organsiert zum Beispiel senverein hilft dabei außerordentlich.“) nug Potenzial und große Chancen für ein Büchertische auf Fortbildungsveranstal- Einige Ergebnisse waren verblüffend und christliches Sortiment. tungen für Berufsschullehrer selbständig ließen sich leicht umsetzen. „Wir haben erund profitiert von Gesprächen mit Autoren, fahren, dass unsere Kundschaft einen noch Auch im Marketing bleibt sie alten Buchhändlertugenden treu: „Der Kunde soll aus dem die sie trifft. größeren Frauenanteil hat und noch älter Klar ist aber auch, dass der Laden gehen und sagen Umsatz nicht allein durch können ‚Das war richtig ein christliches Sortiment gut‘“, sagt sie. Deswegen gehalten werden kann. So schaltet sie keine Anzeigen, erhielt die Buchhandlung dafür lässt sie Lesezeichen gerade erst wieder das Gümit dem Buchhandelslogo tesiegel Leseförderung des drucken: „Die Wirkung Börsenvereins für die Kinwird von den Verlagen völderbuchabteilung. Viktoria lig unterschätzt, deswegen Schnitzspan, die die Abteimach ich sie selbst, und lung führt, achtet nicht nur das ist nicht teuer.“ Mitauf die richtige Schnittarbeiter empfehlen den menge zum religionspädstöbernden Kunden per agogischen Sortiment und Einstecker ihre Lieblingskann auch bei Kinderbibeln bücher. „Diese sind immer Hellena Astaras-Hein: Bestückt mit ihrem religionspädagogischen Sortiment differenziert beraten, sie hat handgeschrieben, damit sie auch Büchertische auf Fortbildungsveranstaltungen für Berufsschullehrer auch aus dem allgemeinen immer persönlich wirken.“ Sortiment das Angebot vorRegelmäßig backen Mitarrätig, das als pädagogisch beiter Kekse für die Kunist, als wir dachten. Und dass nur 13 Pro- den, die dann verteilt werden. „Wenn Sie wertvoll bezeichnet werden kann. Ute Stöhr führt die sorgfältig sortierte zent Lesungen wollten, dafür aber über 50 sagen können, diese Kekse hat Kollegin xy Belletristik-Abteilung, die sie der Ziel- Prozent eine Kundentoilette“, berichtet sie. selbst gebacken, dann wollen alle Kunden gruppe anpasst, ganz vorn liegen die Also hat sie eine Kundentoilette einbauen einen.“ So einfach kann Marketing sein. lassen. Und: Als weitere Konsequenz wurBücher von Hanser und C.H. Beck. Die Wenn man mit der Geschäftsführerin de die Hobbyabteilung aufgegeben und die Neuübersetzung von Madame Bovary hat durch den Laden geht, geht es an jeder Ecke sie in Stapeln verkauft und lässt sich sig- Geschenkbuchabteilung erweitert. um den Kunden. Zum Beispiel bei den roten Ihren Mitarbeiterstamm hat sie aber nicht Sesseln, die in Abständen verteilt stehen. nierte Exemplare aus den Händen reißen. Mechthild Kaim wollte die Reiseabteilung dem Alter ihrer Kunden angepasst, bewusst „Danach habe ich lange gesucht“, erzählt die hat sie die jüngere Ariane Roth zur Stellver- Geschäftsführerin. „Ich wollte einen Sessel schon aufgeben, hat sie nun aber mit drei Reihen in drei Preiskategorien so gestal- treterin gemacht. Ihr Einspruch „Das finde zum Ausruhen für Frauen, die daraus auch ich jetzt aber retro“ (= altbacken) ist legen- wieder mit Würde aufstehen können.“ tet, dass ein hoher Selbstbedienungseffekt där auf Mitarbeitersitzungen. Lademann entsteht und der Umsatz gesteigert werden Vom Internet weiß sich das Team abkonnte. Gabriele Bard nimmt jedes Buch jammert nicht über zurückgehende Mitglie- zugrenzen. „Das Internet beantwortet derzahlen in den Kirchen oder rückläufiges über Frankfurt ans Lager, das ein Autor in Fragen, in einer Buchhandlung bekommt den Laden bringt. „Regionalia bedeuten Interesse am Christentum, im Gegenteil: man Inspirationen“, sagt Lademann und „Die geburtenstarken Jahrgänge kommen Kundennähe“, so Lademann. erläutert das konkret: „Wenn Kunden Als die Geschäftsführerin vor fünf Jah- jetzt in ein Alter, in dem sie nach dem Le- in den Laden kommen, sollen sie sagen ren die Leitung übernahm, hat sie erst ein- ben fragen, Krisen und Verluste bewältigen können: ‚Ich habe gar nicht gewusst, dass 96

BuchMarkt Februar 2013


Religion | Special

es das gibt …‘“. Sie ist sich sicher, dass es bald wieder eine Rückkehr zum Analogen geben werde. „Mit seiner Haptik zeigt das Buch auch die Ausgewähltheit eines Textes und dessen, den man damit beschenkt“, sagt sie. Aber sie nimmt den Kampf mit dem WWW auch auf: Jedes Buch wird an den Kunden kostenlos verschickt, wenn er das wünscht, auch wenn er im Laden bestellt hat. „Das wird gern angenommen.“ Vor der Kinderabteilung steht ein Tisch voll mit biblischen Figuren aus Holz. „Wir stellen hier das haptische Erleben in den Vordergrund“, so Lademann, „das ist unsere Chance gegenüber dem iPad.“ Wer erst einmal Figuren in die Hand nimmt, nimmt dann leichter auch ein Buch aus dem Regal.

7 Wochen ganz bei mir Mit Anselm Grün und Clemens Bittlinger durch die Passions- und Fastenzeit 2013

Die Motivseiten (links) und die Textseiten (rechts) lassen sich getrennt umklappen. Ganz individuell.

7 Wochen ganz bei mir Der neue Aufstell-Kalender für die Passions- und Fastenzeit. Sieben Wochen lang jeden Tag ein stimmungsvolles Bildmotiv, ein Kurzimpuls und ein ausführlicher Text zum Vertiefen. So kommen Sie ganz zu sich und finden mehr Gelassenheit und Lebensfreude im Alltag.

Bei den Regalüberschriften wird der Blick der Kunden eingenommen. Im Erdgeschoss

hat Lademann eine Abteilung nur für die weibliche Kundschaft eingerichtet. Aber sie wird nicht etwa mit „Frauen“ ausgeschildert. Wer will schon auf eine bestimmte Gruppe festgelegt werden? Auch auf „Psychologie“ hat das Team verzichtet. „An den Regalen steht einfach, was die Kundin wünscht“, so Lademann. Und als Frau weiß sie es: „Schön, schlank und glücklich sein. Und sie möchte eine gute Köchin sein.“ Also steht drüber: „Gesund sein“, „Glücklich sein“ und „Genießen“. Oder auf den Trennern im Regal: „Die Liebe kommt“, „Die Liebe bleibt“ und „Die Liebe geht“, aber auch ganz schlicht: „Sex“. „Ladyland nennen wir die Abteilung insgeheim“, flüstert Lademann. Die Kolleginnen bei Carolus haben sich auf die Suche nach der zukunftsfähigen Buchhandlung gemacht. Ladeneinrichtung ist nicht alles, denn das Team bei Carolus hat Umsatzwachstum erzielt, obwohl das Interieur in die Jahre gekommen ist: Sich auf die Kunden zu besinnen, zählt offenbar mehr. „Zwischen 1880 und 1980 hat sich der Buchhandel kaum verändert, zwischen 1980 und 2012 hat sich alles verändert“, sinniert Lademann beim Blick aus dem Fenster auf die Kerzen. „Die Verlage müssen ihre Vertriebswege pflegen, in der Musikindustrie haben sich die Labels mit den großen Handelsunternehmen verheiratet. Ich kann nur hoffen, dass die Verlage diesen Weg nicht gehen werden“, sagt sie. Bei einer Buchhandlung mit derartig engagierten Mitarbeitern, wäre es tatsächlich ein großer Fehler.

Dr. Anselm Grün

50 Seiten, mit jeweils einer Bild- und Textseite getrennt umklappbar, Spiralbindung, vierfarbig mit Aufstell-Stanzung, 26 x 12,5 cm € 12,99 (D) / SFr *19,50 / € 13,40 (A) ISBN 978-3-7655-8095-6

Clemens Bittlinger

Gelassen durch die schnelle Zeit Abschalten, still werden, sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. Entdecken Sie mit Anselm Grün und Clemens Bittlinger kleine Oasen der Ruhe inmitten der Alltagshektik. 144 Seiten, gebunden, 10,5 x 17 cm € 9,99 (D) / SFr *14,90 / € 10,30 (A) ISBN 978-3-7655-1262-9

Langsam durch die schnelle Zeit Zur Ruhe kommen. Gelassen werden. Entspannen. Eine CD mit 14 „Entschleunigern“: Sieben musikalische Schätze des Liedermachers Clemens Bittlinger, dazu sieben meditative Texte, von Anselm Grün verfasst und selbst gesprochen. CD, Laufzeit ca. 50 Min. € *9,95 (D)/ SFr *16,50 / € *10,20 (A) ISBN 978-3-7655-8444-2

Matthias Koeffler BuchMarkt Februar 2013

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Verlag Giessen


Neues aus dem Bibelwerk Augustin Schmied

Lebensperlen/ Glaubensperlen

Die Komm-Worte Jesu ca. 10 x 18 cm; ca. 120 Seiten; Leseband; gebunden ca. € [D] 12,90 / € [A] 13,30 ISBN 978-3-460-27172-2 | ET: Feb. 2013

Sensibel werden für die Einladung Jesu, seiner Botschaft zu folgen.

Claudia Sticher

Wasser

Symbol des Lebens und des Glaubens ca. 10 x 18 cm; ca. 120 Seiten; Leseband; gebunden ca. € [D] 12,90 /€ [A] 13,30 ISBN 978-3-460-27174-6 ET: März 2013

Erklärt, gedeutet und spirituell erschlossen.

Michael Broch

Jesus

Mit dem Herzen denken und glauben ca. 10 x 18 cm; ca. 120 Seiten; geb. ca. € [D] 12,90 / € [A] 13,30 ISBN 978-3-460-27173-9 ET: Feb. 2013

Michael Broch, bekannt als Rundfunkpfarrer und aus der Sendung „Wort zum Sonntag“, bezeugt, warum ihn Jesus so begeistert.

Wolfgang Zwickel

Leben und Arbeit in biblischer Zeit Eine Kulturgeschichte

ca. 17,5 x 23 cm; ca. 240 Seiten; durchgeh. 4-fbg. ill.; über 100 Abb.; gebunden ca. € [D] 29,90 / € [A] 30,80 ISBN 978-3-460-32787-0 | ET: März 2013

Das neue Standardwerk: mit zahlreichen Fotos, Zeichnungen, Plänen und Landkarten. Günter Stemberger

Die Bibel

Pharisäer, Sadduzäer, Essener

15 x 21,5 cm; 1.456 Seiten; 16-seitige Familienchronik; geb. € [D] 14,95/€ [A] 15,40 ISBN 978-3-460-32176-2 lieferbar

ca. 13 x 20 cm; ca. 152 Seiten; geb. ca. € [D] 16,90 / € [A] 17,40 ISBN 978-3-460-30030-9 ET: Februar 2013

Fragen – Fakten – Hintergründe

mit Familienchronik

Leicht verständlich geschriebenes Hintergrundwissen zu den jüdischen Religionsparteien zur Zeit des Neuen Testaments.

Die Gesamtausgabe der Einheitsübersetzung mit 16-seitiger Familienchronik zum günstigen Preis.

Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH Silberburgstraße 121 · 70176 Stuttgart Tel.: (0049) (0)7 11 / 6 19 20-35 · Fax:(0049) (0)7 11 / 6 19 20-44 vertrieb@bibelwerk.de · www.bibelwerk-impuls.de

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Spirituelle Impulse Anselm Grün OSB

Die spirituelle Hausapotheke Für alle Fälle

Pia Biehl

Mein erstes Bilder-Buch von Gottes Segen

Mit Bildern von Dorothea Cüppers

ca. 16 x 18,2 cm; ca. 16 Seiten; durchgeh. 4-fbg. ill.; Pappstanzbuch mit Griffregister ca. € [D] 7,95 / € [A] 8,20 ISBN 978-3-460-28139-4 | ET: Februar 2013

10,3 x 18,5 cm; 158 Seiten; 2-farbig, mit Leseband; geb. € [D] 14,90 / € [A] 15,40 ISBN 978-3-460-32127-4 lieferbar

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Was bedeutet der Segen Gottes? Das Buch bietet einen ersten Zugang zu Gott für Kinder ab 3 Jahren.

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Der Fastenkalender 21 x 14,8 cm; 96 Seiten; durchgeh. 4-fbg. ill.; geheftet € [D] 12,90 / € [A] 13,30* ISBN 978-3-460-27152-4 | lieferbar

Markus Arnold

Inspirierende Gedanken, die im Herzen haften bleiben, Fotografien, die das Herz berühren – eine herzliche Einladung, das Leben achtsam in den Blick zu nehmen.

Vom Ritter zum Friedensboten Die Geschichte des Franz von Assisi

ca. 16 x 23 cm; ca. 154 Seiten; gebunden ca. € [D] 14,95 / € [A] 15,40 ISBN 978-3-460-20948-0 | ET: Februar 2013

Eine spannende Abenteuergeschichte gegen Missbrauch von Reichtum und Gewalt, als Botschaft für den Frieden. Ab 9 Jahren.

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Erich Purk

Suchen und Finden

Der spirituelle Fastenbegleiter 13 x 20 cm; 144 Seiten; 8 s/w. Abb.; kartoniert € [D] 12,90 / € [A] 13,30 ISBN 978-3-460-27148-7 | lieferbar

Der Mensch ist ein Suchender. Heute mehr denn je. Pater Erich Purk greift dieses Suchen der Menschen auf und bereitet den spirituellen Weg Tag für Tag durch die Fastenzeit auf Ostern.

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Special | Religion

Manuel Herder: Der Eigentümer und Geschäftsführer übernimmt zukünftig Autorenakquise und Networking

Roland Grimmelsmann: Als Contanze Wachsmann: In zweiter Geschäftsführer in der der Verlagsleitung für den Vertrieb zuständig operativen Verantwortung

Verlage

R

ichtig glücklich war Roland Grimmelsmann in den letzten Monaten nicht, als eine Personalie nach der anderen durchsickerte und dabei nicht der Zusammenhang erkennbar wurde, in dem sie sich ereignet hatten. Tatsächlich sind die Personalveränderungen Ausdruck einer neuen Unternehmensstrategie, die der Geschäftsführer im Verlag Herder im letzten Jahr entwickelt hat und die nun zum Tragen kommt. Prominentester Wechsel zuletzt: Marketing- und Vertriebsgeschäftsführer Olaf Carstens hat das Haus Richtung Paul Pietsch Verlage verlassen. In seinem Fall war es wohl vor allem das Programm, das das zweite Herz in der Brust des begeisterten Autofans ansprach. Mit der neuen Unternehmensstrategie im Freiburger Haus sind aber noch weitere Personalnachrichten verbunden. Das beginnt bei Grimmelsmann selbst: Der ehemalige Leiter in der HoltzbrinckGruppe und Geschäftsführer der Verlagsgruppe Dornier hat seit 1. Juni 2012 die kaufmännische Geschäftsführung übernommen und ist seit 1. Januar als neuer CEO neben Eigentümer und Verleger Manuel Herder in der operativen Verantwortung. Bekannt wird damit auch, dass der bisherige Kaufmann Hans Dieter Vogt die Geschäftsführung übergeben hat. Er will mit seinem Hampp Verlag künftig eigene Aktivitäten verfolgen. Statt drei wird es in Zukunft dann nur noch zwei Geschäftsführer an der Herder-Spitze geben. In vier Workshops und zahlreichen Sitzungen über das letzte Jahr verteilt, haben sich die Mitarbeiter des Verlages einem Strategie-Prozess unterworfen. „Wir ha102

Joachim Traub: Ist als Geschäftsleiter für Fachverlagsaktivitäten Theologie zuständig

Jens Liesecke: Übernimmt die Geschäftsleitung für den Bereich Pädagogik

Näher ans Leben Zu Jahresbeginn hat sich der Verlag Herder mit einer neuen Strategie aufgestellt. Sie wurde von den Mitarbeitern mit entwickelt. Mit der Ansiedlung des Vertriebs in der Geschäftsleitung stärken die Freiburger auch ihre Verbindung zum Sortiment ben festgeschrieben, wofür Herder in Zukunft stehen soll“, so Grimmelsmann, dem es wichtig war, dass die Neuformulierung der strategischen Ziele zusammen mit den Mitarbeitern entwickelt wurde und an der Praxis orientiert sein soll.

bisher die Verlagsleitung für die Titel auf dem Publikumsmarkt. Interimsweise kümmert sich Manuel Herder um diese Aufgabe, wird sie aber an den künftigen Verlagsleiter für den Allgemeinmarkt abgeben. Auch die Rolle von Inhaber und Verleger Ma-

Wer das Ergebnis betrachtet, merkt, dass die

erarbeitete Strategie für das breit aufgestellte Programm eine stärkere Orientierung an den Lebensfragen einfordert. Denn: „Wir haben vier Lebensthemen formuliert, die den Blick auf den Kunden fokussieren“, so Grimmelsmann. Das Lebensthema „Körper“ steht zukünftig für Ernährung und Gesundheit, unter dem Lebensthema „Sinn“ erscheinen die Titel im Bereich Religion, Theologie, Philosophie, unter dem Oberbegriff „Beziehung“ wird das Programm zu Familie und Pädagogik zu finden sein, und das Lebensthema „Arbeit“ steht für Bücher zu Beruf und Erfolg. Entsprechend sollen unter der Geschäftsführung vier Geschäftsleiter eingesetzt werden. Wie bereits gemeldet, wird Constanze Wachsmann als neue Vertriebsleiterin eine starke Stellung für alle Vertriebswege erhalten. Joachim Traub führt die Fachverlagsaktivitäten Theologie, Jens Liesecke den Fachverlag Pädagogik. Unbesetzt ist BuchMarkt Februar 2013

nuel Herder sei ein Thema gewesen. Er will sich zukünftig mehr um Autorenakquise und Networking kümmern. „Die Verlagsleiter werden mit Herrn Herder eng zusammenarbeiten“, so Grimmelsmann, und er erläutert den Sinn der neuen Strategie: „Wir wollen damit verhindern, dass zwei Marken dieselbe Zielgruppe bedienen.“ In einer Großgruppenkonferenz haben alle 150 Mitarbeiter die neue Strategie am 15. Januar verabschiedet. „Wir sind 2016 ein wachsendes Medienunternehmen für wesentliche Lebensthemen unsrer Zeit und stehen für anspruchsvolle Inhalte mit innovativen Dienstleistungen“, haben sie sich auf die Fahnen geschrieben, die nun oben am Schiff Herder wehen soll. Grimmelsmann, der auch noch eine neue Verlagssoftware einführt, hat damit ein enormes internes Umstrukturierungsprojekt gestemmt. Er sieht Herder organisationstechnisch fit für die nächsten vier Jahre. Matthias Koeffler


Die Tiefe des Lebens erfahren Buchpremiere am 21.02. in München

Buchpremiere am 15.02. in Hamburg

176 Seiten | Gebunden mit Schutzumschlag € 16,99 • SFr 24.50 • € [A] 17,50 ISBN 978-3-451-61147-6 Erscheint im Februar

KREUZ

144 Seiten | Gebunden € 12,– SFr 17.90 • € [A] 12,40 ISBN 978-3-451-61185-8 Lieferbar

192 Seiten | Gebunden mit Schutzumschlag € 17,99 • SFr 25.90 • € [A] 18,50 ISBN 978-3-451-61193-3 Erscheint im Februar

144 Seiten | Gebunden € 12,– SFr 17.90 • € [A] 12,40 ISBN 978-3-451-61221-3 Erscheint im Februar

176 Seiten | Paperback € 14,99 SFr 21.90 • € [A] 15,40 ISBN 978-3-451-61128-5 Lieferbar

208 Seiten | Gebunden mit Schutzumschlag € 16,99 • SFr 24.50 • € [A] 17,50 ISBN 978-3-451-61195-7 Erscheint im Februar

140 Seiten | Gebunden mit Leseband € 12,– SFr 17.90 • € [A] 12,40 ISBN 978-3-451-61191-9 Erscheint im April

240 Seiten | Gebunden € 25,– SFr 25.50 • € [A] 25,80 ISBN 978-3-451-61180-3 Erscheint im Februar

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Was Menschen bewegt


Special | Religion

Predigten aus dem Netz? Welche Gemeindeliteratur brauchen heute Hauptamtliche in den Kirchengemeinden? Die Autorin kennt den Gemeindedienst seit 15 Jahren und hat ihre Kollegen befragt. An guter buchhändlerischer Beratung besteht Bedarf Zielgruppen

E

in x-beliebiger Tagesablauf eines Pfarrers, das weiß die Autorin aus eigener Erfahrung, sieht etwa so aus: Morgens erst die Andacht im Mitarbeiterkreis, dann religiöse Früherziehung im Kindergarten, anschließend Kontaktstunde in der Grundschule, von dort aus schnell auf den Friedhof zur Beerdigung von Frau X. Die Zeit vor dem Mittagessen noch nutzen für einen Besuch zum 80. Geburtstag eines Gemeindeglieds, später eine Andacht für den Frauenkreis vorbereiten, den Konfirmandenunterricht halten, nach Möglichkeit noch ins Krankenhaus für ein, zwei Kurzbesuche. Abends Ausschusssitzung zum Thema „Abendmahlsverständnis“. Das theologische Referat dazu muss ex aermelo gehalten werden aus Zeitmangel. Im Übrigen ist bereits Freitag, morgen läuft ein Projekt mit der Jungschar, wann bitte soll da die Predigt für den Sonntagsgottesdienst entstehen? „Das machen Sie doch nicht selbst“, mutmaßt da so mancher Zeitgenosse, „das holen Sie sich doch aus dem Netz!“ In einer Kirchengemeinde zu arbeiten, bedeutet, es mit Menschen jeden Alters in den unterschiedlichsten Situationen zu tun zu haben. Da ist jede unterstützende Idee hilfreich. Aber kommt deshalb die Predigt tatsächlich aus dem Internet?, habe ich eine Reihe von Kollegen gefragt. Wie überall gibt es Extrempositionen, die aber nur von wenigen vertreten werden. Die eine sieht so aus: Irgendeine Predigtbörse im Internet wird angezapft, um dann abzukupfern. Die andere verzichtet auf beinahe jedes Hilfsmittel, um sich nur an der Bibel und der Tageszeitung zu orientieren. Die überwiegende Mehrheit aber lehnt einerseits das Plagiat ab, denn: „Dafür habe ich nicht Theologie studiert!“ oder: „Das passt nicht zu mir, das ist von der Qualität her oft auch fragwürdig“, so die Kollegen. 104

… wertvolle Denkanstöße und vielseitige Verwendbarkeit der Bilder Pfarrerin Eva Zoske-Dernóczi

Die überwiegende Zahl der Kollegen möchte selbst kreativ werden, das Ergebnis soll authentisch klingen, aber für die gründliche Erarbeitung fehlt oft die Zeit. So ist man froh, wenn einige Arbeitsschritte schon von anderen geleistet wurden wie etwa Exegese, theologische Einordnung, homiletische Analyse. Auch Vorschläge zur liturgischen Gestaltung sind sehr erwünscht sowie Verweise zum Kontext des Predigtthemas aus Presse, Wissenschaft und Belletristik. Großer Beliebtheit erfreut sich da die „Werkstatt für Liturgie und Predigt“ (Bergmoser + Höller), die für alle Sonn- und Feiertage im Kirchenjahr genau das bietet mit Einführung, Kontext, Bildbetrachtung, Predigtentwurf plus Liturgieblatt, das unmittelbar im Gottesdienst eingesetzt werden kann. Stellvertretend für andere lobt Pfarrerin Eva Zoske-Dernóczi aus Düsseldorf das Werk als „kurz, übersichtlich und präzise mit wertvollen Denkanstößen und vielseitiger Verwendbarkeit der Bilder“. Auch Werkstatt spezial (ebenfalls Bergmoser + Höller) gefällt ihr gut vom Inhalt her. Die Sammlung, konzipiert als Grundwerk mit sechs Ergänzungslieferungen pro Jahr, widmet sich allen anderen Bereichen des Gemeindelebens unter den Rubriken Kirchenjahr, Lebenskreis, Zielgruppen/ Orte und Themen. Alle Vorschläge sind praxiserprobt, und alles gibt es auch auf CD-Rom. Letztere ist übrigens mittlerweile unverzichtbares Arbeitsmittel für die Arbeiter im Weinberg des Herrn geworden. BuchMarkt Februar 2013

Wer es exegetisch noch etwas gründlicher haben möchte, dem kann man die „Homiletischen Monatshefte“ (Vandenhoeck & Ruprecht) empfehlen, ein Werk mit langer Tradition, oder auch die „Pastoralblätter“ (Kreuz), die ebenfalls monatlich erscheinen. Als Berufsanfänger abonniert man nach wie vor gerne eine Predigtreihe, die evangelischerseits einen Predigtzyklus von sechs Jahren umfasst. Mancher leistet sich zwei davon. Danach jedoch ist für die meisten Schluss, denn wie sagt ein hessischer Kollege so treffend: „Jetzt steht die Frage an, was ins Pfarrhaus noch passt, ohne dass man darin erstickt.“ Bewährt haben sich als Grundstock die Predigtstudien (Kreuz), die in zwei Bänden pro Jahr erscheinen und einem interessanten dialogischen Konzept folgen. Zu jedem Predigttext gibt es einen A-Beitrag, der als Anwalt des Textes fungiert, und einen B-Beitrag, worin sich ein anderer als Anwalt des Hörers stark macht. Mehr als Werkbuch gedacht ist die Reihe Gottesdienstpraxis Serie A (Gütersloher Verlagshaus) zu den sonntäglichen Perikopen und als Serie B zu anderen Arbeitsfeldern der Gemeindearbeit. Hier werden Einzelbände zu Kasualien und kirchlichen Festen gerne zur Hand genommen. Mit Bedauern wird von den Kollegen konstatiert, dass die Reihe der Calwer Predigthilfen (Calwer) vor Jahren eingestellt wurde, deren Beiträge als sehr gründlich und theologisch fundiert empfunden wurden. Die Wünsche der diensterfahrenen Kollegen jedoch


2013.01

an

Religion | Special

BuchMarkt

werden spezieller. „Keine ausgefertigten Verlag, MaterialWürzburg Auftraggeber Konzepte, sondernEchter umfangreiche Magirius: Traumhaft Motiv und Ideensammlungen mit verschiedenen Zugangsweisen“, so lautet die einhellige 210 × 152 mm Format/Farbe Erwartungshaltung, die sich auf jedes geBuchMarkt Zeitschrift/Ausgabe meindliche Arbeitsfeld bezieht. Und nun noch einige konkrete Empfehlungen von Einzeltiteln für bestimmte ArPfarrer Michael Prietz beitsbereiche. Wer religiöse Früherziehung im Kindergarten anbietet, findet manch gute Anregung in dem Band „Im Morgenkreis das Kirchenjahr erleben“ (Don Bosco Medien) mit einem Extra-Themenheft aufwartet, Qualität, sprich Praxisbezug in Kombinanebst den Vorgängerbänden zu Advent und und „Zeitzeichen“. Evangelische Kom- tion mit theologisch sauberer Arbeit und Herbst- und Lichterzeit. Wer Vorschläge für mentare zu Religion und Gesellschaft mit inhaltlicher Tiefgründigkeit. Manch einer Gebete sucht, der wird in Siegried Eckerts monatlicher Erscheinungsweise. lobt da seinen Vertreter des Rauhen Hauses, „Gott in den Ohren liegen“ (Kreuz) fündig. Gibt es trotzdem noch weiße Flecken? der zweimal im Jahr vorstellig wird und den Im Bereich Gebete und liturgische Texte Manche Kollegen arbeiten inzwischen Hauptamtlichen Neues glaubwürdig empwird allerdings übergreifend ein starker Be- hochspezialisiert. Von daher verstehen fehlen oder eben auch davon abraten kann. darf an weiterer Literatur artikuliert. „Hier sich ihre Wünsche nach „spezieller LiteBedenkenswert ist hierbei auch, dass wäre eine umfangreiche Sammlung zu allen ratur für die Arbeit mit Gehörlosen“ oder Hauptamtliche ihren ehrenamtlichen MitarSonn- und Feiertagen mit verschiedenen „Gottesdienstentwürfen für die Seelsorge beitern hilfreiche Buchtitel oft weiterempVorschlägen zu den einzelnen gottesdienst- in der Psychiatrie“. fehlen. Fazit: Die Kollegen haben durchaus lichen Elementen wünschenswert“, meint Vor allem aber wurde das Bedürfnis be- Bedarf an neuen Ideen und Materialien, Pfarrer Michael Prietz aus Krefeld. Noch nannt, vom Buchhandel kompetent beraten aber sie sind auch wählerisch und wollen ein Tipp: Zwei Zeitschriften werden wie- zu werden. Es fehlt die Zeit, alle neuen Ti- überzeugt werden. Eine gute Beratung ist derholt genannt: „Publikforum“, die 14-tä- tel selbst zu sichten. Auf der anderen Seite hier Gold wert. gig erscheint und überdies noch monatlich steht ein hoher Anspruch in Bezug auf gute Wiebke Dankowski

Eine umfangreiche Sammlung von Gebeten und liturgischen Texten zu allen Sonn- und Feiertagen wäre wünschenswert

Traumhaft schlägt das Herz der Liebe Leicht und mit Sinn für Komik erzählt Georg Magirius von der Liebe. Er verknüpft Weisheit und orientalische Erzähllust der Bibel mit heutigen Situationen. Die Erzählungen sind schwärmerisch und realistisch, zart und abenteuerlustig – Texte über die Kraft der Liebe, die staunen, taumeln, träumen und den ganz gewöhnlichen Alltag bestehen lassen.

»Das Buch ist eine sehr geniale Idee, aus der sich ganz unerwartete Effekte ergeben, spannendamüsant-originell und dabei zugleich sehr lehrreich.« GABRIELE GABRIELE WOHMANN WOHMANN

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Georg Magirius Traumhaft schlägt das Herz der Liebe Ein göttliches Geschenk Mit Farbbildern von Marc Chagall

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BuchMarkt Februar 2013


Special | Religion

Verlage

W

enn man in die beiden jungen Gesichter blickt, die nun die programmatischen Geschicke des Brendow Verlags bestimmen, glaubt man ihnen gern, dass sie zukünftig ein junges Zielpublikum ansprechen wollen. Nicolas Koch, der nach einem Jahr Volontariat die Programmleitung übernommen hat, ist 29 Jahre alt. 32 Lenze hat Dr. Peter Schäfer gesehen. Er ist seit acht Monaten dabei. Zusammen mit Programmleiter Eckhard Schwettmann, der seine Kontakte von außen einbringt, ist Dr. Schäfer für die Programmarbeit bei Marlon zuständig. Das Imprint wurde bereits 2011 gegründet. Die eingeschlagene Richtung, die das Programm nehmen soll, ist in der Vorschau klar erkennbar: „Alles, was Spaß macht.“ Das Hauptalter ihrer Leser sieht Schäfer zwischen 19 und 49. Das neue Imprint soll helfen, einen Spagat aufzulösen, den die Marke Brendow in den letzten Jahren versucht hat: Die Öffnung des christlichen Labels für Titel, die ins allgemeine Sortiment passen. „Für viele christliche Händler war das Profil von Brendow zuletzt nicht mehr zu erkennen“, sagt Koch. „Satire, Spaßbuch, Sachbuch“ steht auf der

Marlon-Vorschau, und genauso weit gefasst ist der Spaß-Begriff. Dabei kann Schäfer auch auf einen langjährigen Brendow-Autoren zurückgreifen: C.S. Lewis. Dessen „Narnia“-Bücher sind weiterhin als Hörbücher im Programm. Zuvor konnte Brendow bekanntermaßen die Taschenbuch-Ausgaben bis zum Auslaufen der Lizenz 2010 vertreiben. Pressefrau Angelika Heyers: „Als die Filme rauskamen, haben wir hier Tag und Nacht gearbeitet.“ Von C.S. Lewis, der sich als christlicher Autor verstand, ist jetzt bei Marlon eine dreibändige Romanreihe im Programm, die sich durchaus wiederentdecken lässt: „Jenseits des schweigenden Sterns“, „Perelandra“ und „Die böse Macht“. Perelanda stand übrigens Pate für Camerons Kino-Erfolg „Avatar“. „Wir wollen in diesem Programm weitere Fantasie- und Science-Fiction-Titel aufnehmen“, sagt Schäfer, der sich schwerpunktmäßig um Marlon kümmert. Am meisten Aufmerksamkeit dürfte im neuen

Programm das Buch über den Perry Rho106

Alles, was Spaß macht Der Brendow Verlag hat sich mit dem Imprint Marlon neu aufgestellt. Mit Humor und Spaß soll ein junges Publikum im allgemeinen Sortiment erreicht werden. Das Profil von Brendow wird dadurch wieder geschärft

Nicolas Koch, Dr. Peter Schäfer, Silja Dreyer, Angelika Heyers und Hildegard Bernert: Das Verlagsteam will Bücher für Leser zwischen 19 und 49 machen

dan-Illustrator Johnny Buck erregen, dessen mit seinen kritischen Fragen „im stickigen Auflage zu Zweidrittel schon in den Handel Raum ein Fenster auf“, erinnert sich Heyeinverkauft werden konnte. Im kommenden ers an die Zuschrift eines Lesers. Im JaProgramm legt Marlon mit einem weiteren nuar tourte Plass sogar durch Deutschland. Titel im Perry-Rhodan-Design nach: Von „Wir wollen über den Tellerrand schauen“, Titus Müller erscheint „Eindringlinge auf sagt Koch. Vulgata“. Die Abteilung Satire besetzt „Ein „In den freikirchlichen Szene wird derzeit Mann liest zurück“ mit den Erlebnissen von vieles hinterfragt, was lange als unumstößGhostwriter Thomas Koch (12 Lesungen lich galt“, erläutert Koch, der seine Leser für dieses Jahr bereits gebucht) und das aus eigener Anschauung kennt. „Wir beobSegment der fiktiven Bücher „Schach ku- achten einen klaren Trend zu Authentizität.“ rios“ von Dagobert Kohlmeyer. Authentisch kann man auch die EntsteAuf den ersten Seiten der neuen Bren- hungsgeschichte so mancher Bücher bedow-Vorschau lässt sich ablesen, in welche zeichnen. Die Frauen im Verlag haben sich Richtung das Hauptprogramm weiterent- gern über die zahlreichen Frauenratgeber wickelt werden soll. Dort wird ein weiterer lustig gemacht, die es so auf dem BuchBriefwechsel zwischen Adrian Plass und markt gibt, und kurzerhand diesen mit eiJeff Lucas angekündigt (auch nicht ohne ner eigenen Idee etwas entgegengesetzt, Humor: „Neues von den frommen Chao- erzählt Heyers. Daraus entstand 2010 das ten“, heißt es im Untertitel). „Wir wollen Buch „Besser wird’s nicht“. Das war so bei Brendow zurück zu unseren Wurzeln erfolgreich, dass sie im Frühjahr nun mit und damit wieder eine klarere Kontur ge- „Ich bin am besten wie ich bin“ nachlegen. winnen“, so Koch. Alles, was Spaß macht, bezieht sich also Plass war der erste Bestseller-Autor des auch auf das Programm-Machen. Verlags. In der frommen Klientel stieß er Matthias Koeffler BuchMarkt Februar 2013


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Special | Touristik Inhalt

Fanos Beach, Koufonissi/Griechenland © Cornelia Camen

Reisetrend: Auch 2013 bleibt das eigene Land das Lieblings-Urlaubsziel der Deutschen. Fernreise-Newcomer in der Gunst der Urlauber ist danach das reformierte Myanmar | 110

Editorial

E

s war keine Überraschung: Die Expertenumfrage, die unser Tourismusforscher H. Jürgen Kagelmann und sein Team für das Reisejahr 2013 analysiert hat, hatte ergeben, dass Deutschland weiterhin das Urlaubsland Nummer Eins bleibt. Und dass mit Myanmar langsam ein neues Reiseziel in Südostasien heranwächst (ab. S. 110). Bereiten Sie sich also jetzt schon mal auf die Saison vor mit den vielen schönen Deko-Artikeln, die die Verleger für Sie bereithalten (ab S. 118). Apropos: Wir wollten mal wissen, wo denn diejenigen Urlaub machen, die ansonsten Ihnen und Ihren Kunden sagen, wo die Reise hingeht. Ich hoffe, Sie haben so viel Spaß an der Bildstrecke ab S. 124 wie ich. Ihre

Kurz notiert Michael Müller konnte von seinem Stadtführer „Lübeck MM-City“ in zwei Jahren knapp 10.000 Exemplare verkaufen. Ein beachtlicher Erfolg für einen Titel über eine kleine Stadt – vor allem, weil die Erlangener ansonsten eher Großstädte wie London oder Shanghai im Programm haben. Jetzt ist die um 24 Seiten erweiterte zweite Auflage erschienen. Die Verkaufszahl ermutigte MM zu einem weiteren Reiseführer über eine „Mini-Metropole“: Im Mai erscheint „Bamberg MM-City“ von Sabine Becht und Sven Talaron. Travel House Media schnürt ab sofort pro Bundesland, teilweise auch für einzelne Regionen, Regionalbestellscheine, mit denen Titel aus dem gesamten Portfolio gebündelt werden. Parallel zum Relaunch der Baedeker-Reiseführer bietet Mairdumont die Traditionsguides nun auch als E-Books in den Formaten EPUB

Cornelia Camen 108

BuchMarkt Februar 2013

Markt: In diesem Jahr geht die Renovierungs-Welle weiter. Aber auch einige neue Reihen treten an, um einen Platz in den Reiseführer-Regalen des Buchhandels zu erobern | 114 Trend: Die Kreuzfahrtbranche boomt. Mit dem zunehmend differenzierten Angebot wächst auch das Informationsbedürfnis über Schiffstypen, Routen und Zielorte | 116 Marketing: Buchhändlerreisen, Sonderpakete und wieder jede Menge Deko-Material – wir zeigen Ihnen, mit welchen Marketingaktionen der Verlage Sie im kommenden Herbst rechnen können | 118 DVD: Jubiläum bei KomplettMedia | 123 Umfrage: Mit ihren Reihen erleichtern Reiseführer-Verleger Urlaubern die schönste Zeit des Jahres. Wir wollten wissen, wo sie sich selbst erholen | 124

und PDF an – inklusive Volltextsuche, zoombaren Karten und Grafiken. Zusätzliche Karten und Info- bzw. 3D-Grafiken können zusätzlich heruntergeladen werden. „So können auch Nutzer von Schwarzweiß-Readern Grafiken und Karten optimal nutzen“, meint Dr. Frank Mair. Der Reisebuchverlag Iwanowski‘s wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Auch die Dormagener bieten bereits elf Titel als E-Books im EPUB-Format an, darunter das Handbuch Botswana und seit Herbst 2012 der 612 Seiten starke Namibia-Band.


Garten, Natur, Tiere | Special

BuchMarkt: Mit „Zeit für das Beste“ gibt es jetzt eine weitere Reiseführer-Reihe zu den beliebtesten Destinationen. Sind die Regale nicht voll?

Udo Zimmermann: Als unsere Überlegungen, eine neue Reiseführer-Reihe auf den Markt zu bringen, immer konkreter wurden, wusste ich, dass die Reiseführer-Regale mehr als voll sind und eigentlich niemand im Buchhandel eine weitere Reihe benötigt. Daher war mein Credo von Anfang an, dass die Bruckmann-Reiseführer keine Imitate sein durften, sondern durch Eigenständigkeit und Qualität überzeugen müssen. Und das mit einem frischen, unverbrauchten Look & Feel.

Interview

Keine Imitate

Udo Zimmermann, Vertriebsleitung Verlagshaus GeraNova | Bruckmann: Mit „Zeit für das Beste“ ein Lebensgefühl rüberbringen

Haben sich die Lese- und Sehgewohnheiten in den vergangenen Jahren nicht verändert?

Ja, natürlich. Auch diesem Bedürfnis nach einer neuen Bildsprache und Layout musste ebenso Rechnung getragen werden. Aber vorsichtig, wie wir sind, haben wir erst

einmal mit zwei Destinationen den Markt getestet. Und das ohne Marketing- oder Werbeunterstützung! Zu unserer freudigen Überraschung waren die ersten Auflagen nach wenigen Monaten ausverkauft. Damit stand der Ausweitung der Reihe nichts

mehr im Wege. Und der Erfolg gibt der Reihe Recht! Die Reihe wird also angenommen?

Wir hören von vielen Buchhändlern, wie begeistert sie von der Reihe sind, von dem hohen Bildanteil, den authentischen Beschreibungen und Tipps der Autoren, die tatsächlich an den Destinationen wohnen und nicht nur aus dem Internet abschreiben. Besonders beliebt ist die Rubrik „mal ehrlich“, in der beschrieben wird, worauf man getrost verzichten kann, obwohl es gemeinhin als sehens- und erlebenswert gilt. Grundsätzlich gelten natürlich die Basic-Anforderungen jedes Reiseführers auch für die „Zeit für das Beste“Reiseführer: Sie müssen zuverlässig sein, akkurat und aktuell. Das nimmt nun aber jeder Reiseführer für sich in Anspruch. Bei einem „Zeit für das Beste“-Reiseführer kommt jedoch noch hinzu, dass sie das Lebensgefühl der Destination in Bild und Text widerspiegeln und mit persönlichen Tipps punkten, die man sonst nur im persönlichen Gespräch mit Freunden erfährt. Reise Know-How. Im Bielefelder Verlagshaus knallten Ende Januar die Sektkorken, als bekannt wurde, dass Peter Rump und Gunda Urban-Rump den ITB-Buchaward in der Kategorie „Lebenswerk-Award“ erhalten werden. Es könnte passender nicht sein – Partnerland der diesjährigen Internationalen Tourismusbörse in Berlin ist nämlich Indonesien: die Spezialdestination des Verlegerehepaars – beide leben abwechselnd in Deutschland und auf Bali. Denn: Peter Rumps erster selbst geschriebener und verlegter Individual-Reiseführer war der Band „Bali & Lombok“, der in diesem Monat in die 11. Auflage gegangen ist und der ebenfalls mit einem ITB-Award in der Kategorie „Individualreiseführer“ bedacht wurde, zusammen mit dem Würdigungspreis für die drei Sprachführer „Kauderwelsch, Indonesisch Wort für Wort“, „Kauderwelsch, Basa Bali“ und „Indonesisch Slang“.

Auszeichnung

Lebenswerk-Award

CoCa

Gunda und Peter Rump: Die Reise Know-How-Verleger wurden mit dem ITB-Award für ihr publizistisches Lebenswerk ausgezeichnet BuchMarkt Februar 2013

Info: Die Preisverleihung findet am 8. März um 16 Uhr in der Indonesien-Halle 26a statt

109


Das frisch reformierte Myanmar gilt in diesem Jahr als „Geheimtipp“ bei Südostasien-Fans, auch weil seit vier Monaten die Thomas CookAirline Condor nonstop nach Rangun fliegt

Wohin geht die Reise? Auch 2013 bleibt das eigene Land das Lieblings-Urlaubsziel der Deutschen. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Online-Umfrage unter Touristik-Experten. Fernreise-Newcomer in der Gunst der Urlauber ist danach das reformierte Myanmar

Urlaubsländer mit prognostizierter steigender Nachfrage

110

Deutschland

22,6 %

Spanien

17,3 %

Türkei

13,5 %

Italien

5,3 %

Myanmar

5,3 %

Kroatien

4,5 %

USA

4,5 %

Griechenland

3,8 %

Reisetrend

T

ouristik-Unternehmen haben allen Grund, mit dem Reisejahr 2012 zufrieden zu sein: Trotz Katastrophen wie die Havarie der Costa Concordia im Januar und allgemeiner Preiserhöhungen war die Reiselust der Deutschen ungebrochen. Doch wohin geht die Reise in diesem Jahr? Tourismusforscher Jürgen H. Kagelmann und sein Team haben wieder per Online-Fragebogen Experten aus ganz Deutschland befragt und die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst.

Lieblingsziele Deutschland wird auch im Jahr 2013 das Reiseland Nummer Eins sein – davon sind knapp 23% der Experten überzeugt. Das kommt zwar nicht unerwartet, dennoch fällt die Quote gegenüber den Vorjahren deutlich zurück, schließlich liegt der Anteil der Deutschlandurlauber seit 20 Jahren zwischen 31% und 38%, also bei rund einem Drittel. Für Deutschland sprechen laut Experten die Qualität der Angebote und z.B. die facettenreichen Outdoor-Aktivitäten, wie Radeln oder Wandern, sowie das kulinarische Angebot. Spannend ist die Einschätzung der „Kronprinzen“. In diesem Jahr folgen auf Platz 2 Spanien (17,3%) und die Türkei (13,5%). Bei Spanien als dem traditionellen Sommerklassiker überrascht höchstens, dass sich weder die politischen Spannungen als Folge der wirtschaftlichen Schwierigkeiten noch die nicht unwichtigen starken Separationstendenzen im Urlaubsgebiet Katalonien negativ in der Einschätzung nieBuchMarkt Februar 2013

© Abb. Shwedagon-Pagode aus: Ernst Steiner, Myanmar 2013 (Kalender), Weitsicht Verlag, München

Special | Touristik

dergeschlagen haben. Für die Türkei führen die Experten zum wiederholten Male das gute Klima, Sonne, Strand und das nach wie vor gute Preis-Leistungsverhältnis als Begründung an. Der Abstand etwa zum traditionellen Urlaubslieblingsland Italien (5,3%) ist allerdings eklatant. Ansonsten lässt sich sagen, dass alle Länder, die preisgünstig sind, eine stabile politische Situation und eine besondere Attraktivität wie Naturvielfalt, Exotik oder auch ganz einfach Sonne aufweisen, eine gute Chance haben, in diesem Jahr stärker als Urlaubsziel in Betracht gezogen zu werden. Als „Geheimtipp“ wird in diesem Jahr das frisch reformierte Myanmar (5,3%) gehandelt – angesichts der politischen Öffnung rechnen Experten mit mehr Besuchern, nicht nur im Individualtourismus-Bereich. Denn: Seit November vergangenen Jahres fliegt Condor als erste europäische Airline nonstop nach Rangun.

Trendstädte In logischer Konsequenz zu Deutschland als Lieblingsurlaubsland, stehen auch gleich fünf deutsche Städte an der Spitze der noch immer zunehmenden KurztripWelle, allen voran Berlin, das 35,9% der Experten nennen (s. Grafik). Aber auch London (10,3%) und Barcelona (5,1%) sind einigermaßen hoch im Kurs. Kurze Wege, aber auch fehlende Sprachbarrieren und ein vielfältiges historisches und kulturelles Angebot, gute Verkehrsverbindungen und die damit einhergehende gute Qualität des (Kurz-)Urlaubs („Man bekommt viel für sein Geld“) wurden für die deutschen Metropolen als ausschlaggebende Reiseargumente angeführt.


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Special | Touristik

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London

10,3 %

München

7,7 %

Köln

5,1 %

Dresden

5,1 %

Barcelona

5,1 % © Kay Maeritz, Salzböden

Städtetrips mit prognostizierter steigender Nachfrage

Urlaubsziele mit rückläufiger Nachfrage Überaus deutlich führt Griechenland mit 38% die Liste der wahrscheinlichen „Loser 2013“ an – das glauben jedenfalls die Reiseexperten und weisen auf die prinzipiell ungelöste Finanzkrise mit ihren Auswirkungen auf den Tourismus hin. Dagegen glauben nur 14,3%, dass das politisch problematische Ägypten touristisch ins Abseits gerät. Allerdings: Ende Januar wurde der Club „Aldiana Makadi Bay“ am Roten Meer geschlossen. Als Grund gibt der Anbieter die Verunsicherung seitens der Kunden an – angesichts der politischen Lage im Land. Lediglich 4,8 % sind der Meinung, dass Tunesien einen rückläufigen Besucherstrom hinnehmen muss.

Urlaubsarten Hier gab es interessante Ergebnisse. Als schwächelnde Urlaubsarten wurden von den Tourismusexperten mit den relativ meisten Stimmen (15,5%) der Urlaub in Themenparks (eigentlich sowieso eher Tages- oder Kurzurlaubsdestinationen), Rundreisen und der – allerdings schon häufiger totgesagt und doch immer noch existierende – Campingurlaub identifiziert. Der mögliche Rückgang von Rundreisen generell ist vielleicht durch die zunehmende Beliebtheit des Kreuzfahrttourismus‘ zu erklären (s. dazu auch S. 116) – die quasi postmoderne Form der Rundreise. Campingurlaub wird angesichts der immer differenzierteren Angebote preiswerter Hotelübernachtungen zukünftig wohl den „eingefleischten“ Naturfans und OutdoorUrlaubern vorbehalten bleiben. Gleichbleibende Bedeutung messen die Experten vor allem dem Strandurlaub (10%) bei – eine Urlaubsform, die immer noch 50% bis 60% der Reisebuchungen aus112

Spanien: Trotz Wirtschaftskrise eines der Lieblingsziele der Deutschen

macht. Dicht gefolgt vom Skiurlaub (9,2%) als Pendant dazu in der kalten Jahreszeit, und der Gruppenreise (8,5%). Beim Aktivurlaub dagegen erwarten 11,8% der Befragten eine deutliche Zunahme, gefolgt vom Wander- und Radfahrurlaub (je 9,9%), die ja schon seit Jahren einen konstanten Anstieg in der Publikumsgunst verzeichnen durften.

Negative Einflüsse Auch dieses Jahr wollten wir wieder wissen: Was könnte die Reiselust der deutschen Urlauber 2013 stark beeinträchtigen? Die meisten Tourismusexperten vermuten, dass hauptsächlich Fragen der Sicherheit die Reiseabsichten der Deutschen beeinträchtigen könnten: Knapp ein Drittel der Experten (32,6%) sieht die Angst vor politischen Wirren oder terroristischen Gefahren als wesentlichen möglichen Verhinderungsgrund für Reiselust. Weitere 17,3 % der Tourismusexperten glauben, dass Naturkatastrophen oder schwerwiegende Gesundheitsrisiken die Urlauber vom Reisen abhalten können. Ein ungefähr gleicher Anteil sieht konkrete „Verteuerungsfaktoren“ (Benzinpreiserhöhungen, Flugsteuern) als negativen Einflussfaktor, während die Finanzkrise sich nur laut 9,6% der Experten negativ auswirken könnte. Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass die Eurokrise für viele Menschen nur eine sehr abstrakte Gefahr ist – im Gegensatz zu konkreten Ängsten wie Terroranschlägen und Bürgerkrieg, Benzin- und Kerosinpreiserhöhungen, Seuchen und Naturkatastrophen. BuchMarkt Februar 2013

Ausgaben Finanzkrise ist die eine Seite, Urlaubsbegeisterung die andere. Also ist die Frage nicht unwichtig, ob die Deutschen in diesem Jahr für eine Reise in ein Fernziel mehr oder weniger oder ungefähr genauso viel ausgeben werden wie 2012. Die Ergebnisse sind für Fern- und Nahziele ungefähr gleich. Drei Viertel, also eine sehr deutliche Mehrheit der Experten, meint, dass der durchschnittliche Deutsche 2013 genauso viel wie 2012 für eine Reise in ein Nahziel oder Fernziel ausgeben wird. 15% bis16% glauben sogar, dass mehr ausgegeben wird.

Social Media/Empfehlungsportale Wie wird sich die Bedeutung von Facebook & Co. und touristischen Empfehlungsportalen (z.B. Holidaycheck) in Bezug auf das Buchungsverhalten der Urlauber entwickeln? Trotz des derzeitigen Social MediaHypes wollten sich 54,1% der Experten nicht zu diesem Thema äußern. Über die Gründe kann nur gemutmaßt werden: Gehören die Verantwortlichen in den Touristikunternehmen einer Altersgruppe an, die wenig Social Media-affin ist? Oder ist es vielleicht doch nicht so einfach, die wahre Bedeutung von Social Media einzuschätzen? Der Rest prognostiziert eine Bedeutungszunahme (28,2 %), eine gleichbleibende Bedeutung sagen 13,9 % voraus und nur 3,9 % sehen einen Bedeutungsschwund. H. Jürgen Kagelmann, Lena Heine, Annkatrin Knapp, Edna Lüttmann, Sarah Glandien


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Special | Touristik

Reise Know-How: Umfassender Relaunch

Markt Reise Know-How. Für dieses Frühjahr hat Reise Know-How seine Reiseführer einer umfassenden Renovierung unterzogen. Die Bücher sind nun 8 mm höher, und auch die Umschlaggestaltung zeigt sich leicht verändert. Hier die Überarbeitungen im Einzelnen:  Jedes Kapitel beginnt nun mit einer Doppelseite, auf der die Inhalte vorgestellt werden, mit Übersichtskarte der Region, Highlights und Seitenverweisen  Die Headlines über jedem Kapitel sind jetzt größer, es gibt eine einheitliche Farbgebung  Auch die Fotos im Text sind größer geworden  Exkurse und Kästen sind durch Unterlegungen deutlicher zu erkennen  Farblich abgestufte Seitenzahlen sollen die Orientierung im Buch erleichtern  Einstieg ins Buch durch Routen- und Regionen-Übersicht und Ortsbeschreibun-

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Merian aktiv: Neustart mit 10 Titeln

Alles neu In diesem Jahr geht die Renovierungs-Welle weiter. Aber auch einige neue Reihen treten an, um einen Platz in den Reiseführer-Regalen des Buchhandels zu erobern gen, Landeskundliches jetzt im hinteren Buchteil  Die Karten wurden neu gestaltet – mit dezenteren Farben, neuer Symbolik und größeren Flächen Die ersten Relaunch-Titel werden ab März ausgeliefert.

BuchMarkt Februar 2013

Trescher: Mehr Foto auf dem Cover

MERIAN. Auch die MERIAN aktiv-Reihe, deren bislang veröffentlichte 20 Titel eigentlich erst vier Jahre auf dem Buckel haben, wurde jetzt von Travel House Media noch einmal einem kritischen Check unterzogen. Ab Mai kommen sechs neue und vier überarbeitete Destinationen mit völlig neuem Cover und verändertem Innenleben auf dem Markt. Die Grundidee, so Projektleiterin Verónica Reisenegger, sei aber geblieben: „Tipps für Tagesausflüge in der jeweiligen Region für jedermann, vom Ausflug, auf dem man auch die Oma oder den Kinderwagen mitnehmen kann bis zur außergewöhnlichen bis exotischen Tour für Anspruchsvolle.“ So wurden u.a. aktuelle Trends wie Touren mit E-Bikes oder Pedelecs aufgegriffen, praktische Hinweise auffälliger gestaltet und der Spaßfaktor noch stärker betont. Außerdem gibt es eine herausnehmbare Karte, einen Veranstaltungskalender und weiterführende Webadressen.


Touristik | Special

Bruckmann: Neue Typo bei den „Highlights“

Trescher. Auch der Trescher Verlag hat sei-

ne Reiseführer aufgehübscht und die Cover komplett neu gestaltet. Statt des roten Balkens, der bisher Destination und Abbildung voneinander getrennt hat, wurde dem Titelfoto nun mehr Platz eingeräumt. Die Einbandklappen wurden ebenso beibehalten wie die entsprechenden Karten. Übrigens: Die erste Auflage des KroatienReiseführers von BuchMarkt-Redakteur Matthias Koeffler erscheint im Mai, natürlich in neuem Design. Bruckmann. Bei der Reise-Bildband-Reihe „Highlights“ vom Bruckmann Verlag wurde ein Typo- und Gestaltungsrelaunch durchgeführt. Neu sind kleine Schreibschriftakzente sowohl auf dem Cover als auch bei den Kolumnen im Innenteil. Außerdem steht der Reihentitel „Highlights“ nun in dem zentralen Farbbalken auf dem Cover, der zudem schmaler geworden ist, während der Destinationsbegriff darunter zu finden ist (zuvor fand sich das Reise-

Mo media: 100% Sprachguides mit passender App

ziel in einem größeren farbigen Balken, darüber stand der Reihentitel). Konstant geblieben ist die Abbildung dreier Destinationsbilder auf dem Cover. Beim  Innenlayout sind zudem die Headlines und Anreißertexte der Kapitel überarbeitet worden und beziehen sich auf die neue Haupttypo des Umschlags. mo media. Ganz neu im Programm des mo media Verlag, der im vergangenen Jahr das 100%-Label aus den Niederlanden nach Deutschland gebracht hatte, sind die 100% Sprachguides inklusive App im coolen Smartphone-Look. Die sechs Sprachführer (Englisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch und Türkisch) enthalten jeweils über 400 Sätze und Redewendungen für den Urlaub aus sieben Kategorien von Essen & Trinken bis Fun & Flirt. Die 100% App enthält außerdem ein Wörterbuch, ein Bildwörterbuch und eine interaktive Sprachfunktion, mit der man

Michelin: Die neue Reihe „Best of …“

sich die Texte in Originalsprache vorlesen lassen kann. Die Sprachguides, die ab Juni zum LP von 6,99 Euro angeboten werden, gibt es in einem Starter-Display zu besonderen Konditionen. Michelin. Auch bei Michelin gibt es Neuigkeiten: „Best Of“ heißen die neuen Reisebücher für die beliebtesten französischen Regionen. Die Bücher beinhalten das Wissen aus den roten Michelin Guides „Hotel- und Restaurants“ sowie den Grünen Reiseführern – „kompakt zusammengefasst und aufs Wesentliche konzentriert“, so Tessy Grabo-Konietschke, Marketingchefin bei Travel House Media. Im Mai erscheinen sechs Titel. Jeder Band enthält 160 Seiten, eine herausnehmbare Karte, viele farbige Abbildungen im Innenteil und die Extra-Rubrik „Best View“: Standpunkte für die schönsten Fotos und Videos. Für den Handel produziert THM ein Display sowie einen Salesfolder. CoCa

Berlin zu verschenken!

BuchMarkt Februar 2013

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Special | Touristik

Traumschiff „Umsatz“

Idee für einen Büchertisch: Kreuzfahrten haben das ganze Jahr über Saison

Die Kreuzfahrtbranche boomt. Mit dem zunehmend differenzierten Angebot wächst auch das Informationsbedürfnis über Schiffstypen, Routen und Zielorte Trend

S

howtime auf der Aida, Expeditionskreuzfahrten mit aufregenden Destinationen in der Südsee oder im ewigen Eis der Nordwest-Passage, unterwegs auf Flüssen und Hurtigruten. Trotz Arabischem Frühling, Eurokrise oder Costa Concordia-Haverie sind nach Angaben des DRV noch nie so viele Kreuzfahren gebucht worden wie 2012. Und allein 2013 werden sechs neue große Kreuzfahrtschiffe vom Stapel laufen. Ein dynamischer Wachstumsmarkt auch für die Verlage. Denn Saison ist das ganze

???

Jahr. Und für 31 Prozent werden, wächst auch das Informationsaller Deutschen sind Kreuzfahrten laut bedürfnis über Schiffstypen, Häfen und ADAC-Reisemonitor eine attraktive Rei- Sehenswürdigkeiten. Entsprechend konseform. zipiert sind denn auch die nunmehr zehn „Der Trend ist ungebrochen. Das stei- Merian live!-Titel, die praxisnahe Tipps gende Interesse schlägt sich in der zuneh- zur Vorbereitung bieten und vor allem menden Nachfrage nach entsprechender als Wegweiser vor Ort dienen: von der Literatur nieder“, bestätigt Heike Mül- „Kreuzfahrt im Arabischen Meer“ über Kaler, Pressechefin bei Travel House Media. naren und Karibik bis zu „Norwegen mit Weil die Angebote und Ziele vielfältiger dem Postschiff“ und zum westlichen und

BuchMarkt Februar 2013


Touristik | Special

978-3-89777-688-3 978-3-89777-690-6 978 3 89777 690 6

dampfer oder Kreuzfahrt-Megaliner – was man auf den verschiedenen Schiffen und Routen erleben bzw. beachten kann und muss, verrät das neue Merian-Buch „etc einsteigen träumen cruisen – Die schönsten Kreuzfahrten und Schiffsreisen“. Kompakte Informationen über Kreuzfahrten auf hoher See und den wichtigsten Flüssen bieten der „KreuzfahrtGuide 2013“ (Verlag Bellevue and More), das aktuelle Kunth Handbuch „Unterwegs auf allen Meeren“, Koehlers Guide 2013 „Kreuzfahrtträume“ und bei Dorling Kindersley der Vis-à-Vis-Band „Kreuzfahrten Europa & Mittelmeer“, der gerade aktualisiert ausgeliefert wurde. Bruckmann schließlich ist mit „Zeit für Kreuzfahrten – Mit den schönsten Schiffen über alle Weltmeere“ und „Zeit für Flusskreuzfahrten“ er-

978-3-89777-687-6 978 3 89777 687 6

Ob Großsegler, Frachtschiff, Schaufelrad-

folgreich, und im Akademikerverlag gibt bände wie Ralf Schröders „Hurtigruten es noch „Kreuzfahrten für Golfer“ – ein – Polarlicht und Fjorde mit dem Postschiff Nischenprodukt noch, „aber mit Erfolgs- erleben“. Insgesamt ist Delius Klasing mit aussichten“, wie der Untertitel verspricht. derzeit zwölf Kreuzfahrt-Titeln zu allen wichtigen Routen und Schiffen am Markt. Denn kein Segment des Tourismusmark- Auch der Verlag Mairdumont begleitet das tes wächst derzeit so stark und konti- Thema Schiffsreise schon einige Jahre nuierlich wie die Kreuzfahrtbranche. und hat auf die rasante Entwicklung des Der neueste Schrei: Expeditions- und Schiffsreise-Marktes jetzt mit sechs neuen Abenteuer-Kreuzfahrten in den Dschun- Titeln in der DuMont direkt-Reihe reagiert: gel Amazoniens oder zu den Eisbären auch hier wieder östliches und westliches in der russischen Hocharktis. Dazu der Mittelmeer, Ostsee-Kreuzfahrt sowie die großformatige Prachtband „Abenteuer in- Fluss-Klassiker Donau, Rhein und Nil. klusive – Expeditionskreuzfahrten weltNeben den Kreuzfahrten auf hoher weit“ bei Delius Klasing. Marketing- und See sind Schiffstouren auf großen FlüsVertriebsleiter Hermann Ludewig: „Die sen nach wie vor Favoriten. Hier ist der Buchhändler sollten dem Thema Kreuz- Trescher Verlag, der seine Reiseführer ab fahrten offensiver gegenüber stehen. Sie 2013 in neuem Cover-Design präsentiert, können sich oft nicht vorstellen, dass die- besonders breit aufgestellt. Neben den ses Segment nachgefragt wird. Aber wo „Rhein-Main-Mosel Kreuzfahrten“ und die Bücher im Regal stehen, generieren der „Donaukreuzfahrt“ (jetzt in 4., aktualisie beeindruckende Umsätze. Das gilt sierter Auflage) sowie den fünf Reisefühbesonders für entfernte, exotische Rei- rern für Flusskreuzfahrten in Frankreich seziele sowie für Flusskreuzfahrten und und Russland, auf dem Nil, Yangzi, oder Nordeuropa. Das Geschäft machen sonst dem Dnepr gibt es jetzt auch die „Flussdie Nebenmärkte, sprich Reisebüros, die kreuzfahrten Niederlande/ Belgien“ mit schon jetzt entsprechende Bücher bei der Tipps für den Landgang in Amsterdam, Buchung anbieten.“ Auf dieses verstärk- Rotterdam, Antwerpen, Gent, Brügge und te Informationsbedürfnis ausgerichtet ist Brüssel. Und für Kreuzfahrten zwischen denn auch die 2012 neu gestartete, handli- Kiel, St. Petersburg und Kopenhagen den che Kreuzfahrt-Guide-Reihe in der Edition Reiseführer „Ostseestädte“. Sei noch auf Maritim mit den Themen Karibik, Donau, das Reiselesebuch „Kreuzfahrten“ verOstsee und Hurtigruten. Weitere Bände wiesen, das bei Ellert & Richter erschienen sind in Planung. ist und von den vielfältigen MöglichkeiNicht weniger informativ, aber eher ten des Reisens auf Meeren und Flüssen für die Vor- und Nachbereitung daheim erzählt. konzipiert sind die großformatigen BildJürgen Christen

978-3-89777-689-0 978 3 89777 689 0

östlichen Mittelmeer, das neuerdings mit der romantischen Inselwelt Dalmatiens besonders hoch im Kurs steht. Topseller bei Merian sind neben der „Ostseekreuzfahrt“ allerdings nach wie vor die Flusskreuzfahrten, allen voran die Donau und natürlich der Nil.

BuchMarkt Februar 2013

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Special | Touristik

Aktionen für den Point of Sale Buchhändlerreisen, Sonderpakete und wieder jede Menge DekoMaterial – wir zeigen Ihnen, mit welchen Marketingaktionen der Verlage Sie im kommenden Herbst rechnen können Marketing

Travel House Media: Spaziergänge durch die Buchhandlung Travel House Media zieht mit seinen Partnerverlagen nicht nur vertrieblich an einem Strang, sondern auch im Marketing. Schon im vergangenen Jahr gab es mit der „Wanderführer-“ sowie „Fernreiseaktion“ Mix-Pakete mit verlagsübergreifenden Titeln. Auch in diesem Frühjahr nutzt THM seine Synergien und bietet dem Handel eine gemeinschaftliche Aktion an: ein Paket mit den Spaziergangs-Bänden der Reihen MERIAN live! und Polyglott on tour „zu Fuß entdecken“. Neben TopTiteln aus der Backlist sind auch zahlreiche Novitäten enthalten. Als Verkaufsunterstützung hat der Verlag eine nostalgische Straßenlaterne anfertigen lassen. Die soll, so Marketingleiterin Tessy Grabo-Konietschke „für ein stimmungsvolles Ambiente sorgen, sodass sich der Kunde schon in der Buchhandlung vorstellen kann, wie er durch verwunschene Pariser Straßen oder 118

Deko-Laterne: Tessy Grabo-Konietschke mit den Spaziergangs-Bänden von MERIAN und Polyglott

das viktorianische London wandelt.“ Der Aufsteller ist filigran gearbeitet und aus Holz gefertigt. Die Auslieferung erfolgt ab März. Digitaler Mehrwert für die vier neuaufgelegten Bände MERIAN live! „Spaziergänge in München“, „Spaziergänge in Wien“, „Spaziergänge in Barcelona“ und „Spaziergänge in Rom“: Beim Kauf des jeweiligen Buchs erhält der Leser das komplette E-Book gratis dazu.

Städte-Aktion: MERIAN-Hefte mit Fernsehturm

BuchMarkt Februar 2013

Das MERIAN-Heft „Berlin“, das Ende Januar erschienen ist, wird, neben anderen Heften über beliebte Metropolen, auch prominenter Teil der „Städte-Aktion“ sein. Als Eyecatcher für den Tisch dient ein 50 cm hoher Holz-Aufsteller (mit dem Schriftzug „Berlin“ und dem Fernsehturm), der das Berlin-Heft in den Mittelpunkt stellt. Und weil die kompakte MERIAN live!Reihe in diesem Jahr 20 Jahre alt wird, be-


Touristik | Special

dankt sich Travel House Media beim Buchhandel für mehr als 7 Mio. verkaufte Reiseführer mit einer Buchhändlerreise (s. Kasten S. 122) und mit den opulenten Sonderausgaben „Deutschland nimmt sich frei“ und „Deutschland neu entdeckt“ – mit je 1.000 Tipps auf 480 Seiten für 10 Euro. Im Mai erscheint außerdem MERIAN live! „Wo Österreich am schönsten ist“. Die Titel werden von einer TV-Medienkampagne auf SAT.1 begleitet.

ADAC: Gelb und blau

Drei Aktionen: Der ADAC macht den Frühling bunt

Um den Relaunch der blauen Reihe noch einmal in den Fokus zu rücken, hat der ADAC in diesem Frühjahr gleich drei Aktionen im Portfolio: Ab Februar gibt es als „Frühlingsboten“ einen PapageiAufsteller (44 cm breit, 72 cm hoch)

mit einer Winkkelle aus Pappe und der Aufschrift: „Entdecken Sie die ADAC Reiseführer blau!“, 5 cm hohe MiniPlüschpapageien und Regalstopper, die die Botschaft „Hier winkt Ihnen frischer Umsatz“ verkünden.

Die März-Aktion mit dem Slogan „Jetzt scannenlernen“ soll die neuen QR-Codes promoten, mit denen ab sofort alle neuen Titel der gelben Reihe ADAC plus ausgestattet werden. Anhand der Codes gelangt der User zu Reisevideos und Audioclips.

Buchmarkt1301_Buchmarkt1201.qxd 23.01.2013 16:33 Seite 1

Relaunch!

Reiseführer in neuem Outfit – bei REISE KNOW-HOW. Neues Format, neues Cover: Die Umschlaggestaltung ist klarer und einprägsamer.

Auf einen Blick noch bessere Orientierung: Jedes Kapitel beginnt mit einer Doppelseite, auf der die Inhalte vorgestellt werden, mit Übersichtskarte der Region, Highlights und Seitenverweisen.

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Modernisierte Seitengestaltung: Größere Überschriften, einheitliche Farbgebung, übersichtliches Layout.

Größere Fotos: Durch Ausnutzung der ganzen Buchseite.

Übersichtlichere Karten 978-3-8317-2301-0

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Diese und 10 weitere Titel erscheinen mit neuem Layout im Februar 2013.

Neue Kartengrafik, dezentere Farben, klare Symbole, größere Flächen.

BuchMarkt Februar 2013

www.reise-know-how.de

Verbesserte Systematik durch veränderten Buchaufbau: à

Einstieg ins Buch mit Routenund Regionen-Übersicht

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Reisebeschreibungen gleich zu Beginn des Buches

à

Praktische Reisetipps und Landeskundliches im hinteren Buchteil


Mehr wissen. Schöner ...

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ISBN 978-3-7654-5848-4

ISBN 978-3-7654-6062-3

Special | Touristik

Zentrales Deko-Element ist ein Kissenaufsteller mit unterschiedlichen Motiven auf Vorder- und Rückseite – jeweils passend zu Städte- oder Länder-Titeln. Auch hier gibt es Regalstopper im Format 8 x 8 cm. Im April widmet sich der ADAC wieder der blauen Reihe, für die er gleich zwei Buchpakete schnürt. Als Blickfang für Aktionstisch oder Schaufenster werden – je nach Paketgröße – eine 70 cm hohe, dreidimensionale Litfasssäule, eine zweidimensionale Litfasssäule aus Pappe sowie 50 bzw. 100 Luftballons mit Blümchendekor mitgeliefert.

Reise Know-How: Einfach plakativ Auch Reise Know-How ist mit einer Frühjahrs-Aktion dabei. Ab April liefern die

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ISBN 978-3-7654-5884-2

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Relaunch-Titel: Den Aufsteller gibt es auch als Deckenhänger

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Bielefelder zwei Buchpakete (50 bzw. 100 Bücher) mit den Relaunch-Titeln aus (s. S. 114) Dazu gibt es einen DIN-A3Aufsteller, den RKH auf Wunsch auch als Deckenhänger produzieren kann, und ein DIN-A2-Plakat.

Michael Müller Verlag: Tischlein deck dich Die komplette Überarbeitung der Individualreiseführer aus dem Michael Müller Verlag geht weiter: Um noch einmal verstärkt für Aufmerksamkeit zu sorgen, haben die Erlangener für den Aktionstisch am Point of Sale eine Deko-Decke in der CI-Farbe blau anfertigen lassen – mit Verlagslogo und einem Saum, der wie die Buchrücken in Regenbogenfarben ge120

BuchMarkt Februar 2013


Touristik | Special

Aktionstisch am Point of Sale: Deko-Decke und Aufsteller von Michael Müller

... reisen.

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halten ist (Maße: 180 cm x 120 cm). Dazu passend gibt es einen Tischaufsteller im DIN-A2-Format.

Mairdumont: Ein Tempel für Reiseführer

Tempel (84 cm hoch, 47 cm breit, 47 cm tief) mit offenstehender Tür in Baedeker Thailand-Optik und sechs Lotosblüten.

Dass Mairdumont seine Baedeker-Reihe um Infografiken, weitere Kapitel und eine Extra-Karte erweitert hat – darüber haben wir bereits im November-Heft informiert. Um die neu ausgestatteten Bände, die seit Januar lieferbar sind, ins Blickfeld zu rücken, gibt es vom Marktführer neben einem Aufsteller mit dem Slogan „Wissen öffnet Welten“ einen roten Stoff (120 cm x 180 cm) für den Aktionstisch, einen 3D-

Bruckmann: London calling Bruckmann lobt für die neue Reihe „Zeit für das Beste“ ein Endkunden-Gewinnspiel aus, bei dem als Hauptgewinn eine London-Reise winkt. Für den Handel stellt der Münchner Verlag zwei Buchpakete zur Verfügung, die, je nach Umfang, mit

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Asia-Look: 3D-Tempel und Lotosblüten für die BaedekerBände

168 Seiten · ca. 320 Abb. · 22,3 x 26,5 cm € [A] 30,90 · sFr. 39,90 ISBN 978-3-7654-6113-2

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Die Welt neu entdecken BuchMarkt Februar 2013

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Special | Touristik

Bruckmann: Typisches aus London für die „Zeit für das Beste“Reihe (l.), Rucksack und Wanderstöcke für die OutdoorAktion

einem Display in Form einer Londoner Telefonzelle (100 cm hoch), einer Fahne, einer Reisetasche und 100 Gewinnkarten ausgestattet sind.

Die Outdoor-Aktion von Bruckmann bewirbt die Rad-, Wander- und Kletterführer des Verlags – mit drei verschiedenen Dreiecks-Aufstellern, einem Adidas-Rucksack

und einem Paar Wanderstöcke. Dazu gewährt der Verlag 45% Rabatt, volles RR und Zahlungsziel. CoCa

Buchhändlerreisen nach Amsterdam und Dublin

I

m Rahmen des MERIAN live!-Jubiläums lädt Travel House Media Buchhändler auf eine Reise nach Amsterdam ein. Vom 3. bis 5. Mai fahren 20 Sortimenter in Begleitung von THM in die niederländische Hauptstadt, die anhand des MERIAN live!Reiseführers „bei Tag und Nacht erkundet“ wird.

U

nd weil im März der 100% Cityguide Dublin auf den Markt kommt, schreibt der mo media Verlag zum zweiten Mal eine Buchhändlerreise aus: Zwölf Sortimenter sind eingeladen, auf zwei begleiteten Spaziergängen Dublin zu erkunden und dabei den 100% Cityguide Dublin sowie die dazugehörige App zu testen. Begleitet werden die Buchhändler von Verleger René Bego: „Nach dem Erfolg und den positiven Rückmeldungen der ersten Buchhändlerreise im vergangenen Jahr nach London, freue ich mich sehr, dieses

Reiseführer „live“: Mit Travel House Media nach Amsterdam … Dazu gehört eine klassische Grachtenfahrt und eine Sightseeing-Tour, die, je nach Wetterlage, passend zur Fahrrad-City auf dem Rad durchgeführt wird. „Für jeden soll aber auch genug Zeit bleiben, um die Stadt auf eigene Faust erkunden zu können“, so Tessy Grabo-Konietschke, die die Reise organisiert und mitfahren wird.Vorausgegangen war eine Jubiläumsaktion mit Kundengewinnspiel, die seit Mitte Januar läuft und für die THM u.a. ein Mini-Hollandrad als Deko (s. Foto oben) für den POS mitgeliefert hat. Die Gewinner werden in diesem Monat unter den teilnehmenden Sortimentern per Los ermittelt.

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… und mit mo media nach Dublin

BuchMarkt Februar 2013

Jahr dabei zu sein und mich mit den Buchhändlern auszutauschen.“ Auch Mitarbeiterin Kati Sprung wird dabei sein und die Buchhändler vor Ort betreuen. Die Spaziergänge werden voraussichtlich von der Autorin des 100% Cityguides Dublin geführt. Die Reise umfasst den Flug sowie eine Übernachtung in einem Mittelklassehotel und wird voraussichtlich an einem Wochenende im Mai 2013 stattfinden. Formlose Bewerbungen werden noch bis zum 15. März angenommen (info@momedia.com mit dem Betreff „Dublin“).


Touristik | Special

Jubiläum

100 Reisefilme Komplett-Media. Herbert Lenz kann in diesem Frühjahr gleich mehrere „runde Geburtstage“ feiern: der KomplettMedia-Chef wurde im Januar 65 Jahre alt, sein Unternehmen wird 30, und mit den vier neuen Reise-DVDs aus dem aktuellen Programm kann er 100 Länder, Weltstädte und Trauminseln in der Reihe „Golden Globe“ anbieten. Die 90-minütigen „Golden Globe“Filme, so Lenz, liefen übrigens auch ganz erfolgreich in 45 Kinos bundesweit: „Das spricht ja wohl für Inhalt und Bildqualität“. Der Verleger selbst zeichnet für 18 Produktionen verantwortlich, wobei er sowohl den Text geschrieben als auch Regie geführt und als Kameramann fungiert hat: „Über all die Jahre – und da wären wir bei einem weiteren dräuenden Jubiläum – waren es wohl an die 60 Filme, die aber der laufenden Aktualisierung immer wie-

der Schritt für Schritt zum Opfer gefallen sind. Pro Jahr erweitern und erneuern wir ‚Golden Globe‘ nämlich um rund zehn Titel.“ Komplett-Video wurde 1983 gegründet und 14 Jahre später in Komplett-Media umbenannt – wegen des Starts eines Hörbuch-Programms, zu dem vor sechs Jahren dann auch noch Taschenbücher und vor drei Jahren Hardcover-Titel kamen (Lenz: „Auf drei Beinen stolpert es sich leichter“). Lenz‘ diesjährige Filmreisen werden ihn

Herbert Lenz: Seine Filme laufen auch in 45 Kinos

durch Portugal und Frankreich führen, andere Verlag-Teams gehen nach Kroatien, die Ukraine, Malaysia, Indonesien und Radjastan.

BuchMarkt Februar 2013

Übrigens: 75 der 100 Reisefilme werden auch in Blu-ray-Qualität angeboten – wie die DVDs zum VK von 29,95 Euro. CoCa

123t


Special | Touristik

Mit ihren Reihen erleichtern Reiseführer-Verleger Urlaubern die schönste Zeit des Jahres. Wir wollten wissen, wo sie sich selbst erholen

Wo Verleger Urlaub machen

Carsten Leininger, GeraNova/Bruckmann

Island: Carsten Leininger zieht’s auf die Insel 124

Lieblingsziel: Immer wieder ab auf die Insel. Ob Sylt, Elba & Co. – Hauptsache salzige Meeresluft und warmer Sandstrand. Dieses Jahr reizen mich aber eher Rügen oder Island. Entspannen kann ich am besten bei einem Beachvolleyball-Match oder beim Lesen meines aktuellen Lieblingsbuches am Strand. Auf jeden Fall immer mit meiner Familie um mich herum. Und: Wanderführer sind meist auch im Gepäck. Als Reiseführer habe ich dabei: Mich interessiert eigentlich nur die „Zeit für das Beste“ – zum Glück gibt es da auch eine gleichnamige Reiseführer Reihe, sogar mit Rügen oder Island. BuchMarkt Februar 2013


SCHNELL GEFUNDEN! LEICHT GESAGT!

ING EASy TRAvELL

Mit den neuen Langenscheidt Sprachführern reisen Sie noch entspannter. Alle wichtigen Sätze und Wörter für die Reise, praktische Klebestreifen und Dos & Don´ts im Überblick.

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ISBN 978-3-468-22374-7

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Portugiesisch: ISBN 978-3-468-22275-7

12,99 €

Italienisch:

ISBN 978-3-468-22188-0

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Französisch:

ISBN 978-3-468-22158-3

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ISBN 978-3-468-22128-6

11,99 €

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Englisch:

Haben Sie schon bestellt? Unser Kundenservice ist für Sie da:

Telefon: 08 9/ 3609 6-33 3 Fax: 08 9/3 60 96-258 E-Mail: kundenservice@langenscheidt.de oder wenden Sie sich an unseren Außendienst.


Special | Touristik

Dr. Stephanie Mair-Huydts, Mairdumont: Lieblingsziel: Die Bretagne – unzählige Male waren wir schon dort. In meinen Augen unschlagbar sind hier das Meer, die Wellen und die frische Meeresluft. Ich liebe es, Zeit mit meiner Familie zu verbringen, zu schwimmen und abends den von meinem Mann zubereiteten fangfrischen Fisch oder bretonischen Bretagne: Dr. Stephanie Hummer zu essen. Mair-Huydts erholt sich u.a. an der Côte de Granit Rose

Entspannen kann ich am besten, wenn ich alleine joggen gehe, bei jedem Wind und Wetter. Ich habe schon meine „Stammroute“ am frühen Sonntagmorgen und bringe auf dem Rückweg Brötchen für das Familienfrühstück mit. Als Reiseführer habe ich dabei: Alle unsere Marken:

Baedeker, DuMont, Lonely Planet und natürlich Marco Polo. In jedem schmökere ich, suche die passendsten Tipps oder lese daraus meiner Familie vor – was diese je nach Laune mehr oder weniger schätzt.

© DuMont Bildarchiv/Christian Heeb

Michael Iwanowski, Iwanowski’s:

Florida: Michael Iwanowski ist abseits des Mainstreams unterwegs

Lieblingsziel: Florida ist für mich mehr als nur ein Reiseziel – fast so etwas wie eine zweite Heimat. Mehrmals im Jahr bin ich dort und habe immer wieder Spaß daran, Neues zu entdecken wie ausgefallene Restaurants oder Aktivitäten, die die Schönheiten Floridas abseits des Mainstreams zeigen. Entspannen kann ich am besten bei einem Sundowner im afrikanischen Busch, mitten drin in der Natur, mit Tieren, die zum Wasser eilen, um den Tag wie unsereins zu beenden. Als Reiseführer habe ich dabei: Natürlich den Iwanow-

ski Reiseführer, als Verleger und Autor ist das geradezu ein Muss. Denn nichts ist besser als sich vor Ort wieder von dem Geschriebenen zu überzeugen. ???

BuchMarkt Februar 2013


Michael Müller Verlag

Der Relaunch geht weiter ... Wir haben ausgeliefert!

Michael Bussmann 5. Auflage 2013 540 Seiten · 22,90 € ISBN 978-3-89953-771-0

Thomas Schröder 5. Auflage 2013 288 Seiten · 16,90 € ISBN 978-3-89953-759-8

Marcus X. Schmid 9. Auflage 2013 632 Seiten · 24,90 € ISBN 978-3-89953-773-4

Lore Marr-Bieger 5. Auflage 2013 336 Seiten · 17,90 € ISBN 978-3-89953-764-2

Dietrich Höllhuber 3. Auflage 2013 288 Seiten · 15,90 € ISBN 978-3-89953-761-1

Ralph-Raymond Braun 2. Auflage 2013 288 Seiten · 16,90 € ISBN 978-3-89953-774-1

Volker Feser 6. Auflage 2013 576 Seiten · 24,90 € ISBN 978-3-89953-778-9

Ralf Nestmeyer 6. Auflage 2013 528 Seiten · 20,90 € ISBN 978-3-89953-775-8

Eberhard Fohrer 7. Auflage 2013 324 Seiten · 17,90 € ISBN 978-3-89953-776-5

A. & G. Schwab 7. Auflage 2013 276 Seiten · 16,90 € ISBN 978-3-89953-762-8

Andreas Haller 2. Auflage 2013 264 Seiten · 15,90 € ISBN 978-3-89953-754-3

Marcus X. Schmid 10. Auflage 2013 408 Seiten · 19,90 € ISBN 978-3-89953-758-1

Szurmant/Niedzielska 4. Auflage 2013 276 Seiten · 16,90 € ISBN 978-3-89953-760-4

Irene Börjes 8. Auflage 2013 288 Seiten · 16,90 € ISBN 978-3-89953-769-7

Ralf Nestmeyer 9. Auflage 2013 288 Seiten · 16,90 € ISBN 978-3-89953-765-9

Matthias Kröner 2. Auflage 2013 216 Seiten · 12,90 € ISBN 978-3-89953-777-2

Dorothea Martin 4. Auflage 2013 312 Seiten · 17,90 € ISBN 978-3-89953-756-7

Ralf Nestmeyer 2. Auflage 2013 456 Seiten · 21,90 € ISBN 978-3-89953-766-6

Sophia Aurelia Runge 1. Auflage 2013 312 Seiten · 16,90 € ISBN 978-3-89953-660-7

Ralf Nestmeyer 8. Auflage 2013 288 Seiten · 16,90 € ISBN 978-3-89953-757-4

M. Bussmann/G. Tröger 7. Auflage 2013 264 Seiten · 16,90 € ISBN 978-3-89953-772-7

André Micklitza 3. Auflage 2013 400 Seiten · 19,90 € ISBN 978-3-89953-779-6

Marcus X. Schmid 3. Auflage 2013 264 Seiten · 16,90 € ISBN 978-3-89953-768-0

Szurmant/Niedzielska 2. Auflage 2013 276 Seiten · 16,90 € ISBN 978-3-89953-767-3

Annette Krus-Bonazza 5. Auflage 2013 276 Seiten · 16,90 € ISBN 978-3-89953-763-5

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Special | Touristik

Dr. Stefan Rieß, Travel House Media Lieblingsziel: Mein Lieblingsziel ist und bleibt Indien, weil man dort mehr entdecken kann als in

Indien: Dr. Stefan Rieß reist mit allen Sinnen

jedem anderen Land. Und man als Reisender nirgendwo mit allen Sinnen so angesprochen wird wie zwischen Kalkutta und Mumbai, Delhi und Madras. Und weil Urlaub ja auch immer ein bisschen Abenteuer sein muss. 

Entspannen kann ich am besten, wenn ich mit Menschen, die ich liebe durch eine schöne Landschaft fahre – am liebsten selbst hinter dem Steuer. Als Reiseführer habe ich dabei: U.a. den APA-Guide über Indien. Ansonsten kommt es darauf an, wo es hingeht, aber auf jeden Fall immer einen Roman, der in dem betreffenden Land spielt.

Detlev von Oppeln, Trescher Lieblingsziel: Am liebsten reise ich in den mongolischen Altai, eine fantastisch unberührte Berglandschaft. Es gibt keine Straßen in der Mongolei, nur Richtungen, was die Anreise etwas langwierig macht. Aber es lohnt sich. Entspannen kann ich am besten auf einem Berg mit Rundumsicht oder am Rande eines Gletschers. Als Reiseführer habe ich dabei: Den Trescher Reiseführer Mongolei. Er war mir vor Ort eine große Hilfe. Ich würde auch einen Reiseführer der Konkurrenz mitnehmen, aber für die Mongolei ist er der brauchbarste.

Mongolei: Detlev von Oppeln vor einem Gletscher im Altai-Gebirge 128

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Die neuen INGUIDES

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Special | Touristik

René Bego, mo media Lieblingsziel: London, weil diese Weltstadt wirklich sehr inspirierend ist. Es gibt vor Ort so unglaublich viel zu sehen und zu erleben, dass ich die Stadt jedes Jahr immer wieder gerne besuche. Speziell das East End finde ich super.

London: René Bego wird vor allem vom East End inspiriert

Entspannen kann ich am besten zu Fuß in einer Großstadt wie London. Stundenlang entspannt spazieren gehen und neue Dinge entdecken. Als Reiseführer habe ich dabei: ... 100% Lon-

don!

Michael Müller, Michael Müller Verlag Lieblingsziel: Portugal, dorthin hat es mich getrieben, um meinen ersten Reiseführer zu schreiben. Zu den Portugiesen empfinde ich eine intensive Seelenverwandtschaft. Die Sprache ist gedämpft und genauso unaufdringlich sind die Menschen. Mein Bruder ist sogar ganz dorthin ausgewandert und bewirtschaftet dort einen Bauernhof, auf dem ich mit meiner Familie gerne den Sommer verbringe. Entspannen kann ich am besten beim Zeitung lesen, im Urlaub genauso wichtig wie zu Hause. Unterwegs noch mit dem Vorteil, das Land nicht nur aus der Urlauberperspektive zu erfahren. Als Reiseführer habe ich dabei: Natürlich meinen eigenen – es gibt

immer Neues zu entdecken Portugal: Michael Müller relaxt in Lissabon mit Blick auf den Tejo 130

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Wissen öffnet Welten.

NEU

JEtzt im HaNdEl

mEHr ErfaHrEN: Großartige Infografiken erklären Hintergründe und Zusammenhänge mEHr ErlEbEN UNd gENiESSEN: Infos aus erster Hand in aufwendigem Extra-Kapitel mEHr ENtdEckEN: Tolle Touren und Tipps für jede Interessen- und Stimmungslage


Special | Touristik

Dr. Carsten Hübner, ADAC Lieblingsziel: Abgesehen von einigen Ländern, die ich noch bereisen möchte, ist es für mich momentan die Balearen-Insel Mallorca, ins-

Mallorca: Dr. Carsten Hübner wird es auf der Balearen-Insel nie langweilig

besondere der Süd-Westen und das sich anschließende Tramuntana-Gebirge. Wunderschöne Natur, ganzjährig gutes Klima, Kultur, Sport, Meer und Strand. Eine unglaubliche, vielen immer noch nicht bekannte Vielfalt – hier kann mir nicht langweilig werden.

für ein Wochenende – und kurz danach in einem Café am Hafen sitze, mit einem grandiosen Blick aufs Meer. Schneller kann ich meine Batterien nicht aufladen. Als Reiseführer habe ich dabei: Meine Frau. Und wenn‘s umfangreicher wird: natürlich einen ADAC Reiseführer Mallorca.

Entspannen kann ich am besten, wenn

ich in Mallorca nach nur zwei Flugstunden ankomme – auch mal nur

Bali: Peter Rump besitzt dort ein Ferienhaus

Peter Rump, Reise Know-How Lieblingsziel: Eindeutig Indonesien, und dort die Kleinen Sundainseln, also Bali, Lombok, Flores etc. Seit 30 Jahren habe ich auf Bali mit meiner Frau ein Häuschen, in dem wir regelmäßig eine gute Zeit verbringen. Dank angeeigneter Indonesisch-Kenntnisse wird uns da garantiert nicht langweilig. Entspannen kann ich am besten abends beim Bier auf unserer Terrasse. Da höre ich den Fröschen und Zikaden zu, die da allabendlich ein gewaltiges Konzert veranstalten. Als Reiseführer habe ich dabei: Unseren

Bali & Lombok-Führer, denn daran ist immer etwas zu aktualisieren, zu verbessern und zu ergänzen, damit die nächste Auflage dann wieder stimmt.

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Für kleine Globetrotter Sprachen lernen – die Welt entdecken

ruar Ab Feb ar lieferb

Neue Sprach-Reiseführer für Kinder! k Für wissbegierige Weltenbummler ab 9 Jahre (und ihre Eltern) k Im Familienurlaub spielerisch Fremdsprachen lernen k Unterhaltsames über Land und Leute, lustige Rätsel und Aufgaben k Kurze Lerneinheiten mit Übungen zum Lesen und Hören k Mit Audio-CD (Laufzeit ca. 70 min) und für TING-Stift aufbereitet k Jeder Band 80 Seiten, Flexicover, gebunden, Format: 17 x 21 cm k Preis pro Band € (D) 12,95 | € (A) 13,40 | sFr 16,95*

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Infos zum TING-Stift unter www.ting.eu


Spot(t)light | Menschen, Bücher, Sensationen

Buch des Monats

Stützen des Monats

D

ie „Buch-Stützen“ hat unser ehemaliger Kollege Jo Volks Ende vergangenen Jahres während einer Kreuzfahrt in der ukrainischen Hafenstadt Odessa entdeckt: Um die Außenterrasse eines schnuckeligen Café-Restaurants werden die Blumenkästen von literarischen Bänden gehalten. Die praktische Deko-Idee setzt sich auch im Innenraum fort: Dort dienen die hoffentlich ausgelesenen Bücher als Tischbeine.

Detlef Horn zum 50sten: Die Sonderausgabe „Fifty Years Better“

CoCa

M

orgens bekommt man den einen Socken, abends den anderen“ – so ist das, wenn man Heiligabend Geburtstag hat wie Detlef Horn. Dass ihn das als Kind nicht besonders gefreut hat, hat der oberste Werbeleiter der Random House Verlage dann bei einem kleinen Umtrunk in der Neumarkter Straße in München verraten. Ein Geschenk zum 50sten gab’s auch: Horns Team hatte für seinen „Head of Marketing“ die Sonderausgabe „Fifty Years Better. Befreite Lust“ gestaltet. Erschienen ist der Titel aber nicht wie die „Bestseller-Vorlage“ von E.L. James bei Goldmann, sondern – in Anspielung auf sein Alter – bei „Oldman“.

Praktische Deko-Idee: Bücher als Tisch- und BlumenkastenHalter

Branchenblasen: Peter Klug (Ex-Birkhäuser), Mike Röttgen (Arvato) … kriege ich dann Ihren Job?

Wenn ich Sie im Armdrücken schlage, …

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Von Jubiläum zu Jubiläum – der Erfolg geht weiter! Machen Sie mit!

Büste des Monats

I

m ganzen Streit um den Suhrkamp Verlag hat die Gemeinde Hatten, nahe Kirchhatten, dem Geburtsort von Peter Suhrkamp, Ende vergangenen Jahres an den Verlagsgründer gedacht. So wurde im Rathaus in einer kleinen Feierstunde eine Büste in Gegenwart seines Neffen Johannes Suhrkamp von der BürgermeisteEhrung in Hatten: Johannes rin Elke Szepanski Suhrkamp neben der Büste seines Onkels Peter Suhrkamp und dem Künstler Johannes Cernota enthüllt. Von der feierlichen Gedenkstunde berichtet der Ganderkeseeer Buchhändler Gustav Förster: „Zum 50-jährigen Verlagsjubiläum war es erstmalig gelungen, mit mehreren VerRat des anstaltungen den Namen Suhrkamp im Ort zu würdigen. Im Anschluss

Denkste!

an das 60-jährige Verlagsjubiläum, aus dessen Anlass der Cheflektor des Verlages den ersten Band der UnseldChronik in Hatten vorstellte, hatte der Gemeinderat dann einstimmig beschlossen, Peter Suhrkamp mit einer Büste zu ehren. Die Umsetzung dieses Beschlusses fand dann dank einiger Sponsoren jetzt statt. Leider war verlagsseitig niemand der Einladung zu dieser kleinen Feier gefolgt.“ MK

Monats

» Gehen Sie am Samstag in fünf unbekannte Lokale. Essen Sie dort jeweils nur eine Kleinigkeit, aber laden Sie immer eine fremde Person ein « Aus: Wolf W. Lasko, Das Abenteuer deines Lebens. Über die rote Linie gehen, J. Kamphausen Verlag 2012

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Stefan Schmatz Friedhelm Spürkel

CARL LINDEBERG Ein Illustrator für Karl May ISBN 978-3-7802-0194-2 320 Seiten mit 544 farbigen Abbildungen, € 39,90 ...eines der schönsten Bücher, die der Karl-May-Verlag produziert hat... (Sächsische Zeitung)

Karl-May-Verlag www.karl-may.de


Impressum | BuchMarkt Herausgeber: Christian von Zittwitz (-19) Redaktion: Cornelia Camen (-21) Ulrich Faure (Chefredaktion online -31) Matthias Koeffler (-59) Barbara Meixner (-13) Jörn Meyer (-17) Susanna Wengeler (CvD -15) Chefreporter: Gerhard Beckmann, Bad Griesbach, Tel. 08532/9253384, Fax - 81247 (GHA-Beckmann@t-online.de) Außenredaktion: Jo Volks (jovolks@gmx.de) Korrespondent Nord-West: Carsten Tergast, Tel. 0491/2024409 (carsten.tergast@gmx.de) Korrespondentin Süd-West: Nicole Lindgens, (n.lindgens@gmx.de) Reporterin Großraum Berlin: Margit Lesemann, Tel. 030 - 769023 - 45, Fax - 56 (mlesemann@t-online.de) Ständige Mitarbeiter: Helmut F. Albrecht, Ursula Bachhausen, Nicola Bardola, Stefan Becht, Klaus Berthold, Christof H. Bräuer, Jürgen Christen, Jeannette Faure, Hans Frieden, Steffen Köpf, Wolfgang Krutz, Simone Leinkauf, Ralf Lieder, Matthias Mayer, Ellen Pomikalko, Rainer Scheer, Dr. Olaf Schmidt, Stephanie v. Selchow, Dr. Wolfgang Stock, Reinhart von Törne, Jürgen Wagner, René Wagner Anzeigen: Kirsten Peters (-27) Anzeigenassistentin: Katharina Sprenger (-23) Vertrieb: Nadine Lettke (-37) Satz: (Kontakt: tvz@buchmarkt.de) Bezugspreise: 1. BuchMarkt-Abo zum Jahresbezugspreis von € 246,00 inkl. Versand und MwSt. 2. BuchMarkt-Zusatzabo zum Jahresbezugspreis von € 215,00 inkl. Versand und MwSt. 3. BuchMarkt-Azubi-Abo zum Jahresbezugspreis von € 89,00 inkl. Versand und MwSt. 4. BuchMarkt-Abo AUSLAND zum Jahresbezugspreis von € 235,00 inkl. Versand. 5. Einzelhefte können zum Bezugspreis von € 24,50/ Exemplar inkl. Versand und MwSt. bestellt werden. Die Kündigung eines Abonnements ist bis zu jeweils sechs Wochen vor Ablauf des Abonnements möglich. Die Kündigung bedarf der Schriftform. BuchMarkt erscheint monatlich Zur Zeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 46 Postscheckkonto: Essen 1 468 89-439 Bank: Volksbank Meerbusch 7 202 198 010 Unverlangte Manuskripte werden gern geprüft Namentlich gezeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder Alle Rechte vorbehalten. Redaktionsschluss für diese Ausgabe war der 29.01.2013 ISSN: 0524-8426 Adresse von Verlag und Redaktion: BuchMarkt Verlag K. Werner GmbH Sperberweg 4 A E-Mail-Adressen: 40668 Meerbusch redaktion@buchmarkt.de Tel. 0 21 50 /91 91-0 vertrieb@buchmarkt.de Fax 0 21 50/91 91 91 anzeigen@buchmarkt.de Geschäftsführer: Christian v. Zittwitz Abo-Hotline: 0 21 50/91 91-37 Förderung nachhaltiger Waldbewirtschaftung und Recycling – nähere Informatinen unter www.pefc.org Dieses Produkt wurde auf PEFCzertifizierten Papieren produziert Druck: rewi druckhaus, Reiner Winters GmbH, Wiesenstr. 11, 57537 Wissen, Tel. (0 27 42) 9 32 38, Fax (0 27 42) 93 23 70, e-Mail: druckhaus@rewi.de, Anzeigen: typo@rewi.de, www.rewi.de, PEFC/04-31-0829

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Whisper | Szene

Marketing

Erlesenes aus neun Jahrzehnten Zu ihrem 90. Jubiläum hat die Buchhandlung Köndgen ein eigenes Buch herausgebracht, mit den besten Büchern aus 90 Jahren. Statt einer Festschrift gibt es nun das kleine Büchlein, das neben den Titeln natürlich auch die eigene Firmengeschichte beinhaltet. Die Titelauswahl und die Besprechungen sind alle vom Team der Buchhandlung in Eigenleistung erstellt worden, was einen individuellen Leseeindruck und die persönliche Ansprache ermöglicht. „Bei der Suche nach Bestsellern und den wichtigsten Bücher der Jahrgänge, zeigte sich rasch, dass ein Titel zu wenig ist, um wirklich repräsentativ zu sein“, erklärt Köndgen-Geschäftsführer Thomas Helbig, warum sich nun zu jedem Jahr zwei der meistverkauften bzw. wichtigsten Bücher finden. In Zusammenarbeit mit den Kollegen vom Bücherbaukasten K. Motzet, die das Buch gedruckt und gelayoutet haben, entstand so ein Dankeschön an alle Gratulanten, das sowohl dem Beschenkten einen Zusatznutzen bietet, als auch gleichzeitig für die Buchhandlung wirbt. Auch für die Verlage, die man mit ins Boot holte, bietet das Büchlein natürlich einen Mehrwert. Für die Buchhandlung ist es eine schöne Möglichkeit, das eigene Jubiläum ohne Selbstbeweihräucherung zu präsentieren. „Wer mag, kann die Firmengeschichte in der Mitte lesen, muss dies aber nicht tun“, sagt Helbig. Da es darin so viel zu stöbern gibt, ohne mit Eigenwerbung vollgestopft zu sein, entfaltet das Büchlein eine dauerhafte Werbewirkung. Der Beschenkte sieht auf einmal, welche Bücher in seinem Geburtsjahr, Hochzeitsjahr usw. aktuell waren. Viele Bücher wird er kennen, manche gelesen haben. Aber bei 180 Titeln stößt jeder auf schöne Anregungen, entdeckt etwas Neues. Außerdem kann man das Buch natürlich für viele Geschenkzwecke zu Rate ziehen: Oma wird nächstes Jahr 80 – warum nicht mal den Bestseller von damals schenken, statt ein Buch über das Geburtsjahr? Und da es nicht mit Werbung vollgestopft ist, wird es nicht weggeworfen, sondern entfaltet eine dauerhafte Werbewirkung. Für den Verlag ist das eine spannende Förderung von Backlisttiteln, die sich

Köndgen-Geschäftsführer Helbig: 180 Titel aus 90 Jahren ja auch heute noch verkaufen lassen. Für alle Bücher wurden übrigens lieferbare Ausgaben ausfindig gemacht, damit kein Kaufimpuls versackt. Eine Idee auch für andere Buchhandlungen: Die Buchhandlung Köndgen bietet als Dienstleistung an, „Erlesenes“ für Jubiläumsjahre von Kollegen abzuwandeln, sprich um 15 Jahre zu kürzen oder um zehn Jahre aufzustocken. Die Auftraggeber müssen dann nur die Seiten in der Mitte mit eigenen Inhalten füllen. Mit relativ wenig Aufwand erhält man so ein individuelles und durchaus auch zusätzlichen Umsatz generierendes Kundenpräsent in den Händen. Außerdem verrät Thomas Helbig, dass er und sein Team gerade an einem 100-JahreHeft arbeiten. Er will damit ein neutrales Jubiläumsbuch herausbringen, in dem die Bestseller von 1913 – 2013 aufgeführt sind. So werden Kunden verführt, sich mit der Literatur der letzten 100 Jahre zu beschäftigen. Passend zum Bestseller von Florian Illies soll dies ein Service sein, den Buchhandlungen ihren Kunden anbieten können, ohne selber gerade großes Jubiläum zu feiern. Und in zehn Jahren kann Helbig dann für das eigene Hundertjährige darauf zurückgreifen. Kontakt: erlesenes@koendgen.de

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Inserentenverzeichnis ADAC Aufbau Bastei Lübbe

Kopfnuss

BLV

Wen oder was suchen wir?

Bramann Bruckmann Brunnen

Der Verlag trägt den Familiennamen seines Gründers, der ihn vor über 160 Jahren in einer thüringischen Residenz- und Verlagsstadt ins Leben rief, um zunächst von ihm selbst geschriebene und illustrierte Bücher herauszubringen (Vorsicht, in Wikipedia ist ein falscher Gründungsort angegeben!). Schon nach 13 Jahren wurde die Firma verkauft und an ihren heutigen Sitz verlegt. Der Juniorchef eines dort ansässigen Buchhandels-, Verlags- und grafischen Unternehmens erwarb sie, führte sie unter der alten Firmenbezeichnung weitere 23 Jahre und verkaufte sie an zwei Vettern. Die wiederum veräußerten sie nach einigen Jahren an eine bekannte ortsansässige Verlagsanstalt. Diese verkaufte den als eigenständige Tochter geführten Verlag an eine Verlegerfamilie, die ihn drei Generationen lang prägte und die Grundlagen für dessen heutige Bedeutung schufen. Von dieser Familie ging der Verlag vor zwölf Jahren an eine ausländische Verlagsgruppe über, zu der eine Reihe bekannter deutscher Publikumsverlage gehört. Bei diesem Übergang wurde das „s“ in der Firmierung am Ende des Familiennamens des Verlagsgründers gestrichen. Der Verlag konnte sein eigenständiges Gesicht bewahren. Es wird durch Erfolgsautoren bestimmt, deren Gesamtwerk der Verlag betreut und die durch eine kluge Backlistpflege dem Buchhandel langjährig verkäufliche Brot-Titel liefern. Zum Beispiel feierte der Verlag im vergangenen Jahr den 50. Jahrestag des Erscheinens eines seiner Longseller u.a. mit einer großen Aktion für den Buchhandel und mit einer 16-seitigen, ausschließlich diesem Titel gewidmeten Broschüre. Schon im Jahre 2007 hatte der Verlag einem Titel des gleichen Autors eine eigene Broschüre gewidmet. Auch dabei ging es um das 50-Jahres-Jubiläum eines Longsellers. In Leporelloform liegt ein Gesamtverzeichnis dieses Erfolgsautors vor, das sage und schreibe 49 lieferbare Titel enthält. Für einen leider bereits 1995 verstorbenen weiteren Longseller-Autor des gesuchten Verlages gibt es ebenfalls ein Gesamtverzeichnis mit 44 Titeln aus dem eigenen Haus, 12 Titeln aus einem

C.H.Beck

Heinold fragt, Sie antworten: Bitte lesen Sie aufmerksam unser Rätsel und senden Sie uns die richtige Antwort! Bitte senden Sie die Lösung an: BuchMarkt, Sperberweg 4a, 40668 Meerbusch, Fax: 02150 9191-51, E-Mail: heinold@buchmarkt.de Und bitte das Stichwort „Heinold fragt“ nicht vergessen! Einsendeschluss ist der 16.2.2013. Unter den Einsendern, deren Lösung komplett und richtig ist, verlosen wir ein Exemplar: „Bücher und Buchhändler“ von Wolfgang E. Heinold, 5. neubearbeitete Auflage, 239 S., Bramann 2007 Die Lösung aus Januar lautet Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt/ Main (die ausführliche Auflösung finden Sie auf www.buchmarkt.de). Gewonnen hat Karl-Eugen Schlapp, Darmstadt

zum gleichen Konzern gehörenden Publikumsverlag sowie sechs Titeln aus einem Hörbuch-Verlag. Die Kontinuität der Arbeit des Verlages spiegelt sich nicht nur in solchen Zahlen, sondern auch in dessen Signet. Das Grundmotiv ist ein Muttertier mit einem säugenden Jungen. Es wird seit 92 Jahren verwendet; die jetzige neunte Variante ist seit 13 Jahren im Gebrauch. Der Verlagsslogan lautet „Wir schreiben Geschichten!“ Zum gesuchten Verlag gehören außerdem zwei Imprint-Verlage. Der eine, österreichischen Ursprungs, wurde 2000 von einer deutschen Medienholding erworben. Sein Programm wird von einer eigenen Programmleiterin verantwortet und steht unter dem Motto „Was wirklich zählt!“. Das Programm des zweiten, 2010 gegründeten Imprint-Verlages steht ebenfalls unter eigener Leitung. Es ist einer speziellen weiblichen Zielgruppe gewidmet und tritt unter dem Slogan „Meine Welt voller Bücher!“ auf. Heinold fragt: Wie lauten Name und Sitz des gesuchten Verlages?

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111 19 Zusatzumschlag 70-73 53 120-121 97 59

Carl´s books

34-35

Cbj /cbt

23-31

Coppenrath Cornelsen Diogenes Don Bosco Dorling Kindersley

11 133 15 107 9

Dr. Oetker

13

Dt. Bibelgesellschaft

93

Dtv Dumont DVA

4, 5 2-3, 50-51 76-77

Ebuch

63

Echter

105

Gräfe und Unzer Güterloher Verlagshaus Haedecke Hanser Haupt Herder

1, 79 83 60 40-41 U3 86-89

Hoffmann und Campe

6-7

Karl May

135

Katholisches Bibelwerk KBV Kiepenheuer & Witsch Kösel Kosmos Kreuz Langenscheidt

100-101 65 147 84, 85 67 103 47, 125

Leipziger Buchmesse

141

Mair Dumont

131

Michael Müller

127

Mo Media Moses Oetinger

123 114-117 U2, 33

Paul Pietsch

U4

Reise KnowHow

119

Residenz

23

Scorpio

61

Suhrkamp

21

Travel House Media

113

Wagenbach

142

Wolfgang Kunth

129

Beilagen: BuchMarkt Hörbuchplakat BuchMarkt Titelschutz

139


Whisper | Szene

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roße Dinge werfen ihre Schatten voraus, Teil 1: „Als Nebenerscheinung zu meinem 85. Geburtstag am 18.12.2013“ (so Merlin-Verleger Andreas J. Meyer) wird die Handelskammer Hamburg in ihrer Serie „Kultur in der Handelskammer“ eine Ausstellung von bibliophilen Büchern und Grafik-Editionen seines Verlags veranstalten, die am 18. März eröffnet werden soll. Das bringe zwar etwas Arbeit mit sich, aber ein bei ihm im Verlag oft ausgesprochener Trinkspruch, so der Jubilar etwas gepresst, laute „Arbeit macht das Leben froh!“ – er denkt dabei wohl an die allein 180 Rahmen, die für diese Rückschau besorgt und vorbereitet werden müssen.

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roße Dinge werfen ihre Schatten voraus, Teil 2: Für April planen die beiden Krimi-Experten Tobias Gohlis (Organisator der monatlichen KrimiZEIT-Bestenliste) und Thomas Wörtche in Berlin ein Symposion, bei dem sie den „Stand der Dinge“ im deutschen Krimimarkt (so auch das Thema der Veranstaltung) von hochkarätigen Experten erfragen und festzurren wollen. Meines Wissens ist es über 40 Jahre her, als man erstmals (im Kloster Loccum) die deutsche Krimi-Elite zu solchem Zweck versammelt hatte; damals dabei: die Krimilegenden Hans-Jörg Martin, Friedhelm Werremeier (er schrieb später das Drehbuch für den Tatort „Taxi nach Leipzig“) und Irene Rodrian.

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roße Dinge werfen ihre Schatten voraus, Teil 3: Ab März will man bei Egmont das Jubiläum „100 Jahre Schneiderbuch“ feiern. Dafür ist jetzt ein 20-seitiges Heftchen mit einer „Kleinen Verlagsgeschichte“ erschienen, in der die Erinnerungen an den schon zu seinen Lebzeiten legendären Verleger Franz Schneider wieder lebendig werden. „Onkel Franz“ war einer der ersten Verleger, die es geschafft haben, ihre Bücher zu Markenartikeln zu machen; in jedem Schneiderbuch war eine Postkarte eingeheftet, die die jungen Leser animieren sollte, an „ihren Onkel Franz“ zu schreiben. Sein Slogan „Kinder lieben Schneiderbücher“, damals in aller Munde, hat immer noch einen guten Klang. Heute gehört der Franz Schneider Verlag zur dänischen Egmont Gruppe, die das Jubiläum zum Anlass nimmt, ab März mit einer auf acht Motive angelegten (Personality-)Anzeigenserie den alten Markenkern beim Buchhandel wieder aufzuladen. Dafür bin auch ich im Januar fotografiert worden – nicht nur, weil auch ich mit Schneider-Büchern aufgewachsen bin, sondern weil ich sein „einziger Ehrenpilot“ bin (so hat mir Franz Schneider das jedenfalls versichert): Er hatte nach dem Verkauf des Verlags an die Dänen eine Cessna erworben

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Klatsch & Tratsch

Gert litt eine Stunde lang an der schwer verständlichen dänisch-deutschen Aussprache des Radiomoderators und an seinen teilweise hahnebüchenen Fragen, die vor Unkenntnis nur so strotzten. Erst am Ende gab sich Frederkings Freund, der erfolgreiche Filmemacher und Romanautor Rainer Erler („Fleisch“, „Das blaue Palais“), als falscher „Interviewer“ zu erkennen ...

I Christian von Zittwitz: Dieses Mal mit Pilotenkrawatte von Franz Schneiders „Bärli“-Airline – erkennen Sie das eingestickte Signet?

ch bin gespannt: Börsenvereins-Geschäftsführer Alexander Skipis hat bei der diesjährigen Tagung der AG Pub im Münchner Literaturhaus Appetit auf die geplante Marketing-Kampagne unseres Verbandes geweckt, deren Startschuss zur Leipziger Buchmesse im März fallen soll. Gleichzeitig hat er auch die Situation der Buchbranche beschworen, die weit besser sei, als in den Medien immer wieder dargestellt.

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rotzdem fand ich es deprimierend, beim Verlassen des Tagungsortes gegenüber die verklebten Fenster des ehemaligen Hugendubel-Flagschiffs zu sehen. Überhaupt München: Nach der Buchhandlung Frank und der Basis-Buchhandlung gibt jetzt auch die Kunstbuchhandlung Goltz (gleich gegenüber dem Museum Brandhorst) auf. „Es wird langsam so richtig öde im Münchner Universitätsviertel“, findet auch der langjährige FOCUS-Redakteur Rainer Schmitz, der mir gerade Alexander Skipis bei uns zu Besuch: Mehr als das vom zweiten Band des „Jahrbuchs hat er noch nicht verraten – erst in Leipzig soll der der Internationalen BuchwissenVorhang über die Kampagne gelüftet werden schaftlichen Gesellschaft“ (IBG) erzählt, der sich dem Thema und damit seine Bärli-Airline begründet. Mir „Bestseller und Bestsellerforschung“ widmet. hat er für diese Ehre eigens eine PilotenkrawatSein Beitrag „Mythos Bestseller. Das Gete fertigen lassen (s. Foto), die die Fotografin schäft mit dem Erfolg“ ist übrigens Aufmacher Nadine Preiß im Egmont-Auftrag für die An- des Bandes: Ernüchternd seine Darstellung, zeigenserie natürlich mit ins Bild gerückt hat. wie die Ökonomie der Aufmerksamkeit eine neue Währung in die Literatur eingeführt hat. Dazu kann ich noch eine Geschichte Sein Resümee aber auch: Jeder Bestseller hat erzählen: Ex-Goldmann-Verleger Gert Frederking, später Programm-Chef beim seine eigene Genese und Biografie. So wird Bertelsmann-CLUB und danach Gründer etwa auch der Erfolg von Thilo Sarrazins von Frederking & Thaler, war zu der Zeit, „Deutschland schafft sich ab“ (2010) analysiert, als die Dänen das Ruder übernahmen, Ge- und auch die Bestsellererfolge des letzten Jahrschäftsführer bei Schneider. Dass einer der zehnts werden mit ausgiebigem Zahlenmaterial beiden damaligen Marktführer im Kinder- dokumentiert. und Jugendbuchmarkt (Ravensburger war derzeit etwa gleichauf) plötzlich in dänischer chon gemerkt, dass Johannes Heyne in Hand war, hatte damals die Medien aufgeMünchen als E-Buch-Verleger wieder weckt; auch ein deutschsprachiges Radioan den Start geht? Mit seiner kleinen Programm für die dänische Minderheit in Firma Hey! Publishing testet er gerade ganz vorsichtig und mit bislang erst 20 Titeln weit Schleswig-Holstein meldete sich und machte mit Frederking eine Live-Sendung über die- unter der Flughöhe der Wettbewerber, wie weit se spektakuläre Transaktion. Mein Freund es diese Publikationsform möglich macht, ver-

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griffene Bücher wieder zugänglich zu machen. Rechnen ist zwar nicht meine Stärke, das habe ich im vorigen Heft an diese Stelle bewiesen (was das war, erzähle ich ein andermal), aber es müsste um die 50 Jahre her sein, dass sein Vater Rolf Heyne einst mit der Erfindung der Heyne Taschenbücher ebensolches Neuland betreten hatte.

Glänzend positioniert.

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ei der eingangs erwähnten Tagung der Arbeitsgemeinschaft Publikumsverlage (AG Pub) machte übrigens ein Bericht über Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz aus der am gleichen Tag erschienenen ZEIT eine Blitz-Runde unter den Teilnehmern: Man amüsierte sich über den Druckfehler, sie habe 1990 Joachim (gemeint war natürlich Siegfried) Unseld geheiratet, der 2002 gestorben sei. Joachim Ausriss aus der ZEIT: Unseld dagegen nahm Was ist schlimmer? es lässig ...

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tichwort Druckfehler, unsere Spezialbegabung: Derzeit im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft ist neben RowohltGF Peter Kraus vom Cleff (er legt Wert darauf, dass ich nicht dauernd „Kleff“ wie der legendäre Torwart schreibe, was ich mehrfach

Schon die Buchmesse im Blick? Viel Neues für Buchhändler. Entdecken Sie spannende Literatur, neue sowie bekannte Autoren und tauchen Sie ein in die Themenwelten der Leipziger Buchmesse.

BrautiganTexte ohne Titel: Die Punkte symbolisieren das Gedicht „Zwölf Erdbeeren“

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geschafft habe) und Aufbau-GF René Strien auch Hoffmann & Campes Marketing-GF Markus Klose. Der hat bei HoCa ein (großartiges) kleines Büchlein mit Gedichten und ausgewählten Texten von Richard Brautigan neu herausgegeben. Warum der Titel des Büchleins lediglich aus 12 Punkten besteht, erklärt sich im Text. Ich verschenke es gern, wenn wir hier in der Redaktion besucht werden. Zufall? Der erste Empfänger war Dr. Michael Fürtjes, als wir hier das „Aktuelle Interview“ für dieses Heft besprachen (S. 32): Klose und er kennen sich schon länger, sie waren auf der Buchhändlerschule in einer Klasse.

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Leipziger Messe GmbH, Projektteam Buchmesse Postfach 10 07 20, 04007 Leipzig Hotline: +49(0)341 / 678-69 90 (Mo–Fr 09.00–17.00 Uhr) Telefax: +49(0)341 / 678-69 91 fachbesucher@leipziger-buchmesse.de twitter.com/buchmesse facebook.com/leipzigerbuchmesse

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»2012 auf der Shortlist des Man Booker Prize: Ein erstaunlicher, beunruhigender Roman mit einem unerwarteten Ende!«

Whisper | Lesetipps der BuchMarkt-Redaktion Maria Altepost Keine Neuerscheinung, aber so spannend, dass es hier vorgestellt werden muss: Die mehr als 700 Seiten von Die Frauen, die er kannte: Ein Fall für Sebastian Bergman (Hjorth und Rosenfeldt, Rowohlt) habe ich in gerade einmal zwei Tagen verschlungen. Cornelia Camen Seit der Lektüre von Pit Schuberts Kuriositätensammlung Im Himalaya ist vieles anders (Bergverlag Rother) werde ich auf jeden Fall öffentliche Verkehrsmittel meiden, sollte ich jemals in die Heimat von Mount Everest und K2 reisen: Ein äußerst unterhaltsames Buch mit vielen AnekUlrich Faure Faszinierend: Pete Townshends Leben, wie er es in Who I Am (KiWi) erzählt. Nicht ohne Grund ein Bestseller: 1913 von Florian Illies (S. Fischer). Romane, die man lesen muss: Erri de Lucas Montedidio (Graf), Hannes Steins Der Komet (Galiani) und ein neuMatthias Koeffler

Deborah Levy Heim schwimmen roman

Der Plot von Die Wolfsgrube erinnert an Miss Marple, doch Szilárd Rubin nutzt ihn zur beeindruckenden Parabel auf unsere Gesellschaft (Rowohlt). Mit ihrer stilistischen Kühle zeichnet Ulrike Edschmid ihren Protagonisten in Das Verschwinden … des Philip S., mit unglaubBarbara Meixner

Soeben erschienen

Deborah Levy Heim schwimmen Roman Aus dem Englischen von Richard Barth 168 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag 17,90 € /sFr 25,90 / € (A) 18,40 ISBN 978-3-8031-3247-5 Auch als ebook erhältlich ISBN 978-3-8031-4225-5

Ein unspektakuläres Thema zu einer Geschichte zu verweben, von der man nicht mehr wegkommt – wie es Richard Yates in Eine gute Schule (DVA) schaffte – das ist Kunst. Die auch Steven Uhly quasi im Schlaf beherrscht, wie er mit seinem dritten Roman Glückskind (Secession) Jörn Meyer Winter‘s Bone trifft Stand by me oder Stephen Kings Alptraumversion von Tom Sawyer: Joe R. Lansdales Dunkle Gewässer (Tropen) ist ein brutales, rührendes, schönes Abenteuer. Bei Madison Smartt Bell wird in Die Farben der Nacht (Liebeskind) eine Frau durch den Susanna Wengeler Eine schöner als die andere: Das ABC der fabelhaften Prinzessinnen (NordSüd) von Willy Puchner ist buchstäblich eine Augenweide und zugleich ein vergnügliches Wörterspiel. Immer wieder staunend habe ich Die Abenteuer des Joel Spazierer (Hanser), den neuen Christian von Zittwitz Meine Frau und meine Tochter (bekennende Fans von Joey Goebel und Dave Eggers) sind von Ich gegen Osborne (Diogenes) und Ein Hologramm für den König (KiWi) begeistert – und verblüfft von „Kommissarin Lunds 1. Fall“ Das Verbrechen: „unerwartete Qua-

Begeistert hat mich auch Marc Uwe Kling, den ich am Wochenende live erleben konnte: Sein kommunistisches Känguru aus Das Känguru-Manifest und Die Känguru-Chroniken (beides Ullstein) wird immer mehr zum Kult! Lesenswerte Neulinge außerdem: Der Sarg von Arno Strobel (Fischer Taschenbuch) und Ich müsste lügen von Wolfgang Popp (Folio Verlag). doten nicht nur für Bergsteiger. Astrid Rosenfelds zweiten Roman über zwei Brüder, denen Elsa ungeheuer zum Schicksal wird, und über den Irrsinn des Kunstbetriebs habe ich in einem Rutsch gelesen: leichte Schreibe auf hohem Niveau und sicherlich wieder ein Bestseller (Diogenes). Mein Hörbuchtipp: Emily Brontës Sturmhöhe als Hörspiel mit Bibiana Beglau, Alexander Fehling u.a. (Der Hörverlag). er Star der Niederlande: Peter Buwalda mit Bonita Avenue (Rowohlt). Feinste Editionsarbeit: Ich lebe in der Apokalypse. Briefe an die Eltern im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft – Briefe von Ulrich Becher; die perfekte Ergänzung zu Bechers Briefwechselband mit George Grosz. Und: Joseph Roths wunderbare Feuilletons Heimweh nach Prag (Wallstein) – natürlich nach den Erstdrucken. licher Eindringlichkeit (Suhrkamp). Daraus können Buchhändler einen Bestseller machen: Almudena Grandes‘ Der Feind meines Vaters (Hanser) ist eine Abenteuergeschichte aus weiblicher Sicht um einen wahren Helden mit andalusischem Temperament. Ging mir lange nach: Der stille Widerstand des Heinz Drossel gegen die Nazis in Bleib immer ein Mensch von Katharina Stegelmann bei Aufbau. beweist. Die schonungslose Beobachtung einer Gesellschaftsschicht, der es zu gut geht, ist die Spezialität von Doris Knecht. In Besser (Rowohlt Berlin) ist ihr das genial gut gelungen. Und ein junger Autor, der die Hoffnung schürt, dass es auch nach John Irving weitergeht mit epischen Geschichten aus Nordamerika, ist für mich Joey Goebel mit Ich gegen Osborne. Erscheint bei Diogenes. Wie Irving. Anschlag auf das World Trade Center zurückversetzt in den für sie blutigen „Summer of Love“ – eine mörderische Reise durch die jüngere Geschichte Amerikas von Manson bis 9/11. Wohin religiöse Verblendung führen kann, zeigt Wiley Cash in Fürchtet Euch (Fischer TB) – beklemmend und spannend. Und John Niven nimmt Das Gebot der Rache (Heyne Hardcore) ernst: Hier ist Rache Blutdurst! Michael Köhlmeier, gelesen und mir viele Passagen markiert. Ein großartiger Erzähler, der seinen Protagonisten durch eine ungeheure Geschichte begleitet und in beiläufig erscheinenden Nebensätzen viele weitere Geschichten erzählt, sich aber nie darin verliert. Mein Lieblingsheld des Monats ist aber Ferdinand der Reporterhund (Carlsen) von Flix und Ralph Ruthe. Genau so sieht der Redaktionsalltag aus, ehrlich wahr. lität bei einem Buch zur Serie“. Veit Heinichens Im eigenen Schatten (auch bei Zsolnay) ist m.E. sein bisher rasantester Triest-Krimi. Bei Dunkle Gewässer (Tropen) sind mein Sohn und ich uns mal einig: Joe R. Landsdale beweist mit seiner abgebrühten Erzählweise wieder seine Sonderklasse. Und Ein Sonntag auf dem Lande von Pierre Bost ist tatsächlich ein „kleines Juwel“ und liebevoll ausgestattet (Dörlemann) .

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Whisper | Szene

Das vergangene Jahr war für ihn das wohl schwerste seines Lebens: die Insolvenz des corso-Verlags, und in seiner von ihm 1998 gegründeten Agentur Groothuis, Lohfert, Consorten arbeitete er zuletzt als „Kreativdirektor“ – sie wird jetzt unter dem Namen Sehfeld von Martin Polster als Geschäftsführer weitergeführt. Jetzt stellt sich Groothuis wieder auf eigene Beine. Am 28. Januar haben Groothuis und 15 Kolleginnen und Kollegen (die Mehrzahl der „alten“ Agentur)  in der Hamburger Borselstraße 16 b den Start der neuen Agentur Groothuis. Gesellschaft der Ideen und Passionen mbH gefeiert. – BuchMarkt hat zum Neustart ein paar Fragen gestellt.

Dienstleister

Das Comeback: Rainer Groothuis

Rainer Groothuis: Print lebt!

Das letzte Jahr war sicher nicht einfach für Sie – dieses Jahr aber beginnt mit der Ernennung zum Professor und der Mitteilung der Agenturneugründung ... Ja, das letzte Jahr war ... sehr bitter und sehr giftig. corso ist an so manchem gescheitert – doch ist hier nicht der Ort, die emotionalen und sachlichen Sichtweisen aller Beteiligten aufzuarbeiten. corso hat mich, neben vielem anderem, auch wichtiges Vertrauen gekostet, das ich gern zurückgewinnen möchte. Denn eines ist corso nicht: Eine Anhäufung von „schön-aber-unverkäuflich“. Eine meiner „Lebensthesen“, die von der zentralen Bedeutung der Schönheit eines Buches für seinen Verkauf und damit für den Verlag, ist durch die corso-Insolvenz nicht widerlegt worden – im Gegenteil: Wären unsere Bücher nicht auch so überzeugend schön gewesen, hätten wir in der kurzen Zeit nicht soviel erreicht. Inzwischen herrscht wohl auch Einvernehmen darüber, dass angesichts der Digitalisierung die Zukunft des Gedruckten natürlich an der, nennen wir sie: „Qualitätsfront“ entschieden wird. Auf Sicht: Wer wird ein „schmuckloses“ Buch mit einem austauschbaren Inhalt noch gedruckt kaufen wollen?

gestalten, dass nahezu zwei Drittel der Mannschaft zu mir wechselt, alle aber behalten ihre Arbeitsplätze. Sie haben die Salto-Reihe von Wagenbach gestaltet, ganze Verlagsauftritte neu gemacht, der Leipziger Buchmesse ein neues Gesicht gegeben – ist das werblich nicht ein ziemlich großer Spagat? Was alle unsere Kunden verbunden hat, war ein ... nennen wir es: ein „kulturelles Mehr“ hinter dem Kassenklingeln, war und ist der Wunsch, gute Geschichten so zu erzählen, damit die Menschen zuhören. In Zeiten der literarischen Massenproduktion: Welche Möglichkeiten gibt es, Bücher aus der Masse der Novitätenflut herauszuheben? Vielfältige. Die Geschichte, die sich rund um ein Buch und/oder seinen Autor erzählen lässt, die Gestaltung und Ausstattung, die am POS spontan als auffallend, authentisch und individuell wahrgenommen wird, die Einbettung des einzelnen Buches in eine Verlagsstrategie … auf solche und ähnliche Fragen mit den wunderbaren KollegInnen, die nun mit hinübergehen und die hinzukommen werden, zukünftig Antworten zu finden, wird ein Vergnügen sein.

es den IKEA-Katalog ebenso noch gibt wie den von OTTO, sagt viel über die Glaubwürdigkeit und die Kraft des Gedruckten aus, eine Kraft, auf die selbst die ganz Großen in Marketing und Kommunikation auch in Zeiten der Social Media und ihres Potenzials nicht verzichten wollen. Meine Überzeugung von der kulturellen und kommunikativen Kraft des Gedruckten ist doch ein positives Beharren – keine Sturheit gegen Viele Verlage sparen sich den Hersteller, Entwicklungen, die wir fruchtbar machen der E-Book-Bereich wirkt oftmals, als können. Klar darf auch ich da vieles lernen, gäbe es keine typographische Regel: Ist aber im Digitalen liegt ein Befruchtungspo- der Kunde heute noch bereit, die gute tenzial für das außergewöhnliche Printpro- Gestaltung eines Buches zu bezahlen? dukt. Der Mensch hat längst die Freiheit, „Gute Gestaltung zu bezahlen“ klingt, als sich für die Bergwanderung hier und den ginge es hier um Unsummen – was zumeist Kaminabend dort jeweils das ihm passende gar nicht der Fall ist. Bei „Gestaltung“ in Medium zu wählen. Einige Verlage bieten meinem Sinn geht es nicht darum, aus jezum Printprodukt kostenlos den digitalen dem Buch eines der „Schönsten deutschen Download an. Digital – auch dort werden Bücher“ zu machen – zunächst geht es um die konzeptionellen und gestalterischen Angemessenheit. Und um ChancengerechAnforderungen übrigens immens steigen – tigkeit. Folgt man der Klarheit, dass die machen wir doch längst, z.B. für Edel. Das angebotene Qualität über die Zukunft des glaubenskampfähnliche pro und contra Gedruckten entscheidet, ist „gute GestalIhre neue Agentur – eine Agentur mit könnte Vergangenheit sein. Was bleibt, ist tung“ mehr denn je auch ein ökonomisches spezieller Ausrichtung auf Print in Zei- gleichwohl der steigende Anspruch an das Investment. Das, nebenbei gesagt, kommt ten, da alles nur aufs Digitale schielt? Buch und das Gedruckte. Natürlich bieten natürlich auch auf das Digitale zu: Je gröWir würden den vermeintlichen Wider- wir wie bislang in Kommunikation und Mar- ßer dort die Möglichkeiten werden, desto spruch zwischen Print und Digital gern keting ein kompetentes medienübergreifen- höher werden die Anforderungen an Ideen, aufheben – bzw. für überholt erklären. Die des Angebot, das wir mit den Kolleginnen Konzeptionen, Gestaltungen – und die sind Menschen gehen auch noch ins Kino und und Kollegen leisten können. auch nicht für lau zu haben. Wie immer kucken nicht nur fern: Genauso werden gilt der Satz: Tuste vorn nichts rein, kommt Druck und Digital nebeneinander stehen. … am Ende von Groothuis, Lohfert, Con- hinten nichts raus. Dass Unternehmen wie Ebay, Zalando und sorten verliert also niemand seinen Job? Kontakt: Groothuis. Gesellschaft der Ideen und Passionen, www.groothuis.de H&M gedruckte Magazine auflegen, dass Nein, niemand. Das konnten wir derart

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Leute | Profile

Adelheid Schmitz-Valckenberg hat Format

Marschallin

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eit 1978 gibt es den Dürkheimer Kreis, in dem sich Seniorinnen und Senioren der Buchbranche einmal im Jahr treffen – nicht nur zum fröhlichen Beisammensein und Plaudern über vergangene Zeiten: Die Zusammenkünfte sind geprägt vom immer noch regen Interesse am Buchhandel und seiner Zukunft. Außerdem gibt es ein Bestreben, die Jahrestreffen an kulturell interessanten Orten zu veranstalten. Diese Hauptaufgabe der ehrenamtlichen Sprecher und Sprecherinnen hat dazu beigetragen, dass der Dürkheimer Kreis ständig mehr Mitglieder gewinnt. Ich selbst trat 1996 in Schwäbisch Hall als Mitglied ein – unter der Ägide von Hanna Vahle, die von 1993 bis 2000 nach Martin Maasch (1978 bis 1983), Joachim Langewiesche (1983 bis 1986), Hans Jor-

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or vier Jahren hat Birgit Weber den juristischen Fachverlag RWS Verlag in Köln verlassen, in dem sie 17 Jahre lang einige Bereiche mitgestaltet hat. Vornehmlich war sie in der Werbung und im Marketing tätig, kreierte Anzeigen, Folder, Programmhefte und entwickelte mit Vertrieb und Verlagsleitung zusammen neue Marketingstrategien. Neben der Verlagstätigkeit widmete sie sich bereits viele Jahre in ihrer freien Zeit der Malerei und Fotografie. Ganz allmählich entstand der Wunsch den freien Projekten mehr Zeit zu geben. 2009 wagte sie dann den Sprung in die Freiberuflichkeit, in der es sich vor allem ums Bild dreht: Malerei, Fotografie, Illustrationen. Buchprojekte und Publikationen werden nun von der „anderen Seite“ aus betrieben. 2010 und 2011 erschienen im österreichischen Oberauer Verlag zwei Titel (Autorin: K. Vogel) mit Abbildungen ihrer Malereien, 2011 das Reisebüchlein „Mit Sherlock Holmes durch London“ mit ihren Illustrationen (Autor: John Sykes, bei traveldiary.de), und in der Reihe „111 Orte, die man gesehen haben muss“ ist sie die Fotografin aller Destinationen, die ganzseitig im Band „London“ zu sehen sein wer-

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gangenen Jahres hat sie ihren Job nun an Helmut und Krista Lentfer aus Lemgo abgegeben. Die Ära einer großartigen Präsidentin endete auf eigenen Wunsch. In den zwölf Jahren ihrer Amtszeit hat Adelheid Schmitz-Valckenberg durch straffe Organisation, energische Führung und gute Vorbereitungen den „DürkStabswechsel: Adelheid Schmitz-Valckenberg (r.) heimern“ gehaltvolle und hat jetzt ihr Amt als Sprecherin des Dürkheimer schöne Stunden beschert. Kreises an Krista und Helmut Lentfer abgegeben Insgeheim nannte ich sie „Marschallin“ – ein Ehrentitel für eine Leistungskraft dan (1986 bis 1990), Richard Weitbrecht von Format. (1991 bis 1993) als erste weibliche SpreSie bleibt auch weiterhin in diesem cherin unvergessliche Treffen organisierte. Kreis. Zu danken haben wir für anregend Es folgte die Zeit von Adelheid Schmitz- gestaltete Jahrestagungen, ehrenamtliche Valckenberg aus Kassel, die bei der Über- Kleinarbeit der Mitgliederbetreuung und nahme des Sprecheramts im Jahr 2000 Verwaltung, die exzellente Programmgebereits acht Jahre „Dürkheimerin“ war. staltung und die beglückenden Gespräche. Zur Jahrestagung in Bamberg Ende verFranz Hinze

Was macht eigentlich Birgit Weber?

Birgit Weber: Bei der ExRWS-Marketingfrau dreht sich heute alles ums Bild den, der in diesem Frühjahr auf den Markt kommt (Autor: John Sykes, bei Emons). Ein weiteres Illustrationsprojekt hat sie mit ihrer Kollegin Ursula Neumann

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in Angriff genommen: „Tatort Kuhstall – eine Krimisatire aus dem Bergischen“ ist eine eher ungewöhnliche Mischung aus Krimigeschichten in Reimen und Comiczeichnungen. In zwölf monatlichen Gedichten à la Wilhelm Busch erzählt Ursula Neumann augenzwinkernd vom regelmäßigen Verschwinden einer lebenslustigen Kuh, die von einem Hobbydetektiv gesucht wird. Birgit Webers comicartige Zeichnungen dazu machen die Geschichten lebendig und setzen die Charaktere pointiert um, inzwischen um die 120 Szenenbilder. Bilder und Gedichte wurden bereits bei verschiedenen Lesungen bei Kunst- und Kulturveranstaltungen im Bergischen Land gehört und gezeigt. Die Resonanz war so groß, dass die beiden ihr Projekt wegen der Nachfrage in Eigenregie auf DVD gebannt haben. Die Vermarktungsideen der Geschäftspartnerinnen reichen jedoch weiter: vom Kinderbuch über einen Wandkalender bis zu Lesungen im Kuhstall.  Übrigens: Für dieses Projekt suchen die beiden noch einen Verlag! Alice Schweppenstette Infos: www.birgitweber-kunst.de, www.kuhkrimi.de


Erstverkaufstag 9. März Zahlreiche TV-Auftritte zum Erscheinen

Katharina Saalfrank Du bist ok, so wie du bist Das Ende der Erziehung

www.kiwi-verlag.de

Gebunden 288 Seiten € (D) 18,99 € (A) 19,60 Warengruppe1-484 ISBN 978-3-462-04502-4 Erscheint am 9. März 2013


Die 11-Bücher-Frage an Silke Grundmann-Schleicher 1. Ihr Lieblingsbuch als Kind? Grimms Märchen 2. Welches Buch hat Ihr Leben geprägt? Das Tagebuch der Anne Frank 3. Ihr Lieblingsbuch heute? Das lässt sich nicht auf eines beschränken. Man liebt ja auch nicht nur einen Menschen. Aber ganz sicher: Albert Camus, Der erste Mensch 4. Welchem Buch hätten Sie mehr Erfolg gewünscht? Stephan Wackwitz, Ein unsichtbares Land und Neue Menschen 5. Welches Buch verschenken Sie am liebsten? Peter Bieri, Wie wollen wir leben? 6. Welchem Buch würden Sie ein ganzes Schaufenster zur Verfügung stellen? Da gäbe es viele. Schauen Sie mal vorbei! Vielleicht: Wassili Grossman, Leben und Schicksal. Leider nicht mehr lieferbar 7. Welches Buch halten Sie für völlig überflüssig? Bitte im Plural: leider sehr, sehr viele! 8. Welcher Bestsellererfolg kam für Sie unerwartet? Er ist wieder da!? Von wem ist das doch gleich? 9. Welches Buch würden Sie eigentlich gern schreiben? Trau ich mir nicht zu!

Silke Grundmann-Schleicher (r., hier mit Renate Georgi): Ihre Buchhandlung Kohlhaas & Company wird im Februar 25 Jahre alt

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as Literaturhaus Berlin befindet sich seit 1986 ganz in der Nähe des Kurfürstendamms in einer denkmalgeschützten Villa mit parkähnlichem Garten. Kein Wunder, dass Silke Grundmann-Schleicher und ihr Mann Jürgen Schleicher nicht lange zögerten, als vor einem Vierteljahrhundert engagierte Buchhändler für die 90 qm große Buchhandlung im Souterrain des Hauses in der Fasanenstraße gesucht wurden. Die beiden hatten schon lange den Wunsch, eine kleine literarische Buchhandlung als Ergänzung zum akademischen Universitätsbuchhandel zu führen. Bei „Kohlhaas & Company“ ist nicht das zu finden, was sich schnell und ohne Beratung verkauft. Von Anfang an setzten die Inhaber auf persönlich erlesene Literatur, ein Konzept, das auch von Renate Georgi, die „Kohlhaas & Company“ seit vielen Jahren leitet, getragen wird. Wo findet man schließlich so viele literaturbegeisterte Leser wie im Literaturhaus?

10. Welchem aktuellen Titel wünschen Sie den größten Erfolg? Ursula Krechel, Landgericht 11. Welches Buch haben Sie immer noch nicht gelesen? Albert Cohen, Die Schöne des Herrn 148

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Die Specials im nächsten Heft: • Hobby / Sport • Junge Zielgruppe • Musik


Natur ist eine Hauptsache

Harrison, Gärten lesen € 24.90 ISBN 978-3-258-07761-1

Lüder, Bäume bestimmen € 29.90 ISBN 978-3-258-07775-8

Mabey, essbar € 39.90 ISBN 978-3-258-07760-4

Balzari et al., Vogelarten Deutschlands € 58.–, 2 Bände ISBN 978-3-258-07802-1

Thomas, Gärtnern für Tiere € 29.90 ISBN 978-3-258-07759-8

Barber, Das Huhn € 29.90 ISBN 978-3-258-07768-0

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