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Bayreuther

Sonntagszeitung www.bayreuthersonntagszeitung.de

Ausgabe 7 | 1. Jahrgang | 19. Mai 2013

Welterbezentrum

Pfingstfest

Das Markgräfliche Opernhaus ist für Besucher auch während der Sanierungsmaßnahmen attraktiv. Im Beisein von Finanzminister Dr. Markus Söder wurde ein Informationszentrum eröffnet.

Das Pfingstfest ist mehr als der Beginn der Schulferien und Stau auf der Autobahn. Pfingsten ist neben Weihnachten und Ostern das wichtigste Kirchenfest der Christen.

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Teile der heutigen Ausgabe beinhalten Beilagen von Juwelier Hacker, Becher Mode und Auto Scholz.

Messe-Auftakt und Auszeichnungen

Seit gestern Messe Bayreuth / Genussregion Oberfranken zeichnet Mitgliedsbetriebe aus / Diese Woche bis Montag Volksfestbetrieb

Die Genussregion prüfte und überreichte an Vertreter von Gastro- und Handwerksbetriebe Zertifizierungsurkunden. Die Ausgezeichneten aus Bayreuth Stadt und Land mit MdB Hartmut Koschyk, OB Brigitte Merk-Erbe, Landrat Hermann Hübner und Handwerkskammer-Präsident Thomas Zimmer. Fotos: Stefan Dörfler BAYREUTH. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe eröffnete gestern zusammen mit Veranstalter Peter Kinold und dem Vorsitzenden des Fremdenverkehrsvereins Georg Schmitt die Messe Bayreuth. Ein Konzept sei aufgegangen, so Georg Schmitt, und bezog sich damit auf die Symbiose von Volkfest und Messe. Die kombinierte Veranstaltungen auf Festplatz und FCGelände findet in dieser Form zum zweiten Mal statt. Noch eine Woche lang präsentieren 250 Aussteller Neuheiten und Trends aus den Bereichen Bauen und Wohnen, Ausbildung, Naturschutz, Freizeit sowie Gesundheit. Die Oberbürgermeisterin nutz-

te ihr Grußwort zum Messeauftakt, um den Gemeinschaftsgeist zu beschwören, weiterhin um eine dauerhafte gute Bahnanbindung von Bayreuth zu kämpfen. „Die Leistungsfähigkeit unserer Region hängt davon ab“, so Brigitte MerkErbe, „unter Führung der Stadt sind bereits erste Erfolge zu verzeichnen. Ich fordere die Bündnispartner auf, den Einsatz zu verstärken, um keine Verschlechterung der Bahnanbindung zuzulassen und die Region dadurch zu schwächen.“ Die Messeeröffnung nahm der deutschlandweit einmalige Verein Genussregion Oberfranken zum Anlass, Mitgliedsbetriebe mit Urkunden auszuzeichnen. Vorausgegangen war Überprüfungen von Merkmalen, wie Qualität und Regio-

nalität der Produkte sowie Hygiene. Weiteres Prüfkriterium war die Verwendung von Hausrezepten. Handwerkskammer-Präsident Thomas Zimmer und OB Brigitte Merk-Erbe übergaben Zertifikate an 24 Betriebe aus Bayreuth Stadt und Landkreis.

OB Brigitte Merk-Erbe und LR Hermann Hübner wagten am MesseStand des Vermessungsamtes Bayreuth einen Blick durch die 3D-Brille.

Bis zum kommenden Sonntag ist noch Gelegenheit, sich auch auf dem Volksfest zu vergnügen. Die verantwortliche BMTG hat ein kurzweiliges Programm zusammengestellt: Mittwoch von 13 bis 19 Uhr Familientag, danach im Festzelt die „Nacht der Tracht“. Donnerstag die legendäre Misswahl. Freitag ab 19 Uhr „Mallorca-Party“. Montag „Happy Monday“ und AbschlussBrillantfeuerwerk. gmu


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Aktuell

19. Mai 2013

Bayreuther Sonntagszeitung

Mit Immobilieneigentum die eigene Zukunft planen die Medien ging. Der zweite Blick relativiert: Die Kriege des vergangenen Jahrhunderts haben Vermögen und Immobilieneigentum vernichtet. Zudem sind wir Deutschen risikoscheu: Wir mieten lieber als das vermeintliche Risiko einer Investition einzugehen. Hierzulande besitzen derzeit ca. 45 Prozent eine eigene Immobilie – das europäischen Mittel liegt dagegen bei ca. 60 Prozent.

Eine neue EZB-Studie besagt, dass in den europäischen Krisenländern Haushalte statistisch mehr Vermögen angesammelt haben als in Deutschland. Der EZB zufolge liegt das durchschnittliche Haushaltsvermögen der Deutschen bei ca. 50.000 Euro – das ist halb so viel wie zum Beispiel in Griechenland. Kein Wunder, dass ein Aufschrei durch

Ist mieten vernünftig? Laut statistischem Bundesamt fließen in deutschen Metropolen 30 Prozent des Nettoeinkommens direkt in die Miete – Tendenz steigend: in London, Paris oder Warschau liegt dieser Wert bereits bei 50%. Allein schon deswegen neigt man dort dazu, Eigentum zu kaufen, um der Mietspirale zu entgehen. Hierzulande ist es für Investoren nach wie vor lukrativ, in Mietwohnungen zu investieren. Während z.B. Spanien Mieten deckelte und die Möglichkeit gibt, Mietverträge weiterzuvererben, ist man in Deutsch-

land dem freien Spiel von Angebot und Nachfrage ausgesetzt. Auch die kürzlich beschlossene Deckelung der deutschen Mieten auf maximal ein Prozent Steigerung in drei Jahren ist Augenwischerei, denn sie betrifft nur Altverträge und wird zudem regional unterschiedlich gehandhabt.

Wenn nicht jetzt, wann dann? Aktuell sind die Zinsen für Baugeld auf historischen Tiefstand. Zudem werfen „normale” Geldanlagen keine Rendite ab, sondern reduzieren inflationsbedingt das eigene Vermögen. Wer sich intensiv mit dem Markt auseinandersetzt, erkennt, dass es unter ein paar wenigen Voraussetzungen sinnvoll ist, aus der Miete in Eigentum zu wechseln. Wer die Lage der Wunschimmobilie, die Höhe der monatlichen Raten- und Zinszahlungen und die Laufzeit gewissenhaft prüft, geht auf Nummer Sicher. Besonders interessant sind Volltilgerdarlehen, die zu Minizinsen mit Laufzeiten von 25 oder 30 Jahren angeboten werden.

Bankenunabhängig und kostenfrei. Es ist empfehlenswert, für diesen Check banken-unabhängige Fachleute hinzuziehen. Bei der ACCEDO beraten Profis, die sich im Gegensatz zu den Beratern ihrer Hausbank ausschließlich mit Baufinanzierung beschäftigen und exakt wissen, welche Voraussetzungen mitzubringen und wo Förderungen für den Immobilienerwerb zu bekommen sind. Die Erfahrung

zeigt, dass es nicht der günstigste Zinssatz ist, der glücklich macht – es ist vielmehr das Konzept, bestehend aus einzelnen Finanzierungsbausteinen wie zum Beispiel Riester, Bausparer, KfW-Förderungen, Lebensversicherungen, energetischen Maßnahmen sowie flexiblen Vertragsbedingungen (Sondertilgungen, flexible Ratenanpassungen etc.) die Sicherheit bieten und sich langfristig auszahlen. Diese Beratung ist bei uns

unverbindlich und kostenfrei, denn erst nach Abschluss erhält die ACCEDO eine Provision, die von der vermittelten Bank getragen wird und bereits im Zinssatz eingerechnet ist. Nutzen Sie diese risikolose Beratung, entweder direkt via Internet und Telefon oder durch ein unverbindliches Gespräch in unseren Geschäftsräumen am Wittelsbacherring 49 in Bayreuth.

„Glaubwürdig und weiter auf solidem Kurs“

Oberfränkische Sparkassen ziehen positive Bilanz für das Jahr 2012 – Kreditvolumen gesteigert BAYREUTH. Der Vorsitzende des oberfränkischen Sparkassenbezirksvorstandes, der Coburger Oberbürgermeister Norbert Kastner, sowie Bezirksobmann Sparkassendirektor Siegmund Schiminski aus Bayreuth, informierten dieser Tage über die Geschäftsentwicklung in 2012 und über das soziale und wirtschaftliche Engagement der Sparkassen in der Region. „Das traditionelle Geschäftsmodell mit klarer Risikobegrenzung auf den örtlichen Markt und die Konzentration auf Glaubwürdigkeit und Vertrauen bewährte sich. Die oberfränkischen Sparkassen konnten im vergangenen Jahr den soliden Kurs der Vorjahre fortsetzen“, erklärte Norbert Kastner. Zum oberfränkischen Sparkassenbezirksverband zählen die sechs Sparkassen Bamberg, Bayreuth, Coburg/Lichtenfels, Forchheim, Hochfranken und Kulmbach/Kronach. Im vergangenen Jahr zahlten die oberfränkischen Sparkassen insgesamt 27,3 Mio. Euro an gewinnabhängigen Steuern an den Fiskus. Gleichzeitig investierten die einzelnen Sparkassen in bauliche und technische Maßnahmen. Diese summierten sich im Jahr 2012 auf 10,3 Millionen Euro. Die Sparkassen sind und bleiben der bedeu-

Siegmund Schiminski tendste Arbeitgeber und Ausbilder in Oberfranken. Zum Jahresende 2012 beschäftigten die oberfränkischen Sparkassen 4.241 Mitarbeiter. Davon absolvieren 260 junge Menschen ihre Ausbildung zur Bankkauffrau oder zum Bankkaufmann. Mit 298 stationären Geschäftsstellen, davon 44 Selbstbedienungsstandorten, besitzen die Sparkassen ein engmaschiges Filialnetz. Den Nutzern stehen 382 Geldautomaten zur Bargeldversorgung zur Verfügung. Die oberfränkischen Sparkassen übernehmen Verantwortung für die Region und zeigen umfassendes Engagement

im sozialen und gesellschaftlichen Bereich. In 2012 engagierten sich die oberfränkischen Sparkassen mit 3,9 Mio. Euro durch Spenden und Sponsoring in den Bereichen von Kunst, Kultur, Heimatpflege und Brauchtum sowie bei zahlreichen Jugend- und Sportveranstaltungen. „Von jeher orientieren sich die Sparkassen am Gemeinwohl und an der festen regionalen Bindung. Diese Vorbildfunktion unterscheidet die oberfränkischen Sparkassen wesentlich von anderen Mitbewerbern“, so Norbert Kastner. „Die oberfränkischen Sparkassen sind in 2012 solide gewachsen. Sowohl Kundeneinlagen als auch Kredite legten zu“, betont Bezirksobmann Siegmund Schiminski. Die Bilanzsumme aller oberfränkischen Sparkassen überstieg zum Jahresende die 15-MilliardenHürde und erhöhte sich zum Jahresende um 3,6 Prozent auf 15,26 Milliarden Euro. Zum Jahresende 2012 verwalteten die oberfränkischen Sparkassen für ihre Kunden Vermögenswerte von insgesamt 14,45 Milliarden Euro. Die bilanzwirksamen Kundeneinlagen steigerten sich in 2012 gegenüber dem Vorjahr um 358,2 Mio. Euro oder 3,1 Prozent auf den

OB Norbert Kastner neuen Gesamtbestand von knapp zwölf Milliarden Euro. „Die Kunden fragen nicht mehr nur nach der höchsten Rendite, sondern in erster Linie nach der Sicherheit ihres Geldes. Dieser Trend hält an. Sicherheit ist weiterhin Trumpf. Hier können die Sparkassen mit ihren klar berechenbaren Produkten punkten“, betont Bezirksobmann Schiminski. Die Umschichtung von längerfristigen Anlage in kurzfristige täglich fällige Gelder setzte sich auch in 2012 fort. Die Depotvolumina der Kundendepots erhöhten sich um 110 Mio. Euro oder 4,7 Prozent auf insgesamt 2,45 Milliarden Euro.

Blick ins Opernhaus

Finanzminister eröffnet „Welterbezentrum“

Finanzminister Dr. Söder enthüllt die Hinweistafel auf den Welterbestatus des Opernhauses. Fotos: Gabriele Munzert BAYREUTH. Kaum hatte im vergangenen Jahr das Markgräfliche Opernhaus den Welterbestatus erhalten, wurde das historische Theater wegen dringender Sanierungsarbeiten geschlossen. Um den vielen Besuchern einen

Eindruck vom barocken Innenraum zu geben, wurde nun ein Informationszentrum im Opernhaus eingerichtet, welches vom Bayerischen Finanzminister Dr. Markus Söder am Freitag präsentiert wurde. „Die Welt blickt auf Bayreuth“, so der Minister, „deshalb unterstützt der Freistaat Bayern nicht nur die Sanierung des Festspielhauses sondern auch die Sanierung des Markgräflichen Opernhauses“. Geld sei in Franken sowieso immer gut angelegt, scherzte der Finanzminister.

19 Millionen Euro werden im Markgräflichen Opernhaus in vier Jahren verbaut. Mit der jetzigen Eröffnung des „Welterbezentrums“ erwartet den Besucher auf zwei Etagen eine mit modernster Technik ausgestattete Ausstellung, die die Entstehung des Baudenkmals beschreibt. Eine museale Dokumentation zeigt die Theaterarchitektenfamilie der Galli Bibiena. Weiterhin ist es jetzt möglich, die Architektur des Theater-Innenraums in einer 3D-Animation zu erleben. Per Touchscreen bewegt sich der Besucher durch den Raum und hat die Möglichkeit, Einzelhei-

ten größer heran zu zoomen. In der Fürstenloge wird der Blick in den Innenraum des Theaters simmuliert, indem auf einer vorgespannten Leinwand das Bild des Innenraumes projiziert ist. Ein Sichtfenster ermöglicht zudem den direkten Blick in die Baustelle. gmu www.bayreuth-wilhelmine.de

Auf der Baustelle: OB Brigitte Merk-Erbe, Finanzminister Dr. Söder und MdL Walter Nadler, der sich für die Einrichtung des „Welterbezentrums“ eingesetzt hat.

Das gesamte Kreditvolumen wurde um 218,8 Mio. Euro oder 2,6 Prozent auf 8,49 Milliarden Euro gesteigert. Insgesamt erhöhte sich das Kreditneugeschäft der oberfränkischen Sparkassen um 3,8 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro. Beispielsweise erhöhten sich die Darlehensauszahlungen an Privatpersonen um 11,8 Prozent auf 659,7 Mio. Euro. Hierbei stiegen die Wohnungsbaukredite um 14,6 Prozent auf 504,9 Mio. Euro. Bei den Darlehensauszahlungen an öffentliche Haushalte mit 73,2 Mio. Euro zeichnete sich ein Rückgang ab. Beim Bauspargeschäft wurden 25.657 Verträge mit einer Bausparsumme von 641,0 Mio. Euro abgeschlossen. Dies bedeutet im Stückbereich ein Plus von 2,3 Prozent und im Volumen ein Minus von 4,5 Prozent. Das Versicherungsgeschäft mit der Versicherungskammer Bayern nahm einen positiven Verlauf. Im Neugeschäft wurden 11.062 Lebensversicherungen mit einer Beitragssumme von zusammen 183,5 Mio. Euro abgeschlossen. Die Gesamtanzahl der Verträge stieg somit um 3,7 Prozent auf einen Bestand von 118.632 Stück. Das Immobiliengeschäft zeigte auch in 2012 eine erfreuliche Entwicklung. Mit 901 verkauften Objekten und einem Volumen von 108,5

Mio. Euro reduzierte sich die Anzahl zwar um 5,2 Prozent, im Objektwert bedeutet dies jedoch eine Steigerung um 6,4 Prozent. Die Ertragslage der sechs oberfränkischen Sparkassen bleibt angespannt. Zu begründen ist dies mit der Reduzierung der Zinsspanne von 2,41 Prozent (2011) auf 2,20 Prozent bei stabilen ordentlichen Erträgen. Das Betriebsergebnis vor Bewertung steht bei 0,97 Prozent der Durchschnittsbilanzsumme (DBS) nach 1,09 Prozent im Vorjahr. Auch bei einer historisch niedrigen Zinsspanne konnten die oberfränkischen Sparkassen ihren Jahresüberschuss stabilisieren und die Eigenkapitalbasis weiter stärken. Die Cost-Income-Ratio lag mit 64,8 Prozent leicht über dem Vorjahreswert von 62,5 Prozent. (Definition: Um 1 Euro zu erwirtschaften, mussten bei den oberfränkischen Sparkassen 64,8 Cent aufgewendet werden.) „2012 war ein erfreuliches Jahr. Verantwortlich für ein gutes Ergebnis in fast allen Bereichen waren wieder die Mitarbeiter und das Vertrauen unserer Kunden“, erklärt der Bezirksobmann. „Das hohe Vertrauen, das uns unsere Kunden tagtäglich entgegenbringen, werden wir nicht enttäuschen“, so Schiminski. red


Aktuell

Bayreuther Sonntagszeitung

„Wie doch die Zeit vergeht!“

Isabel Belka seit zwei Jahren Chefin des Rotmain-Center – Erweiterung wünschenswert, doch derzeit kein Thema BAYREUTH. Ein bestens aufgestelltes Center, das durch eine räumliche Erweiterung noch attraktiver würde, ein partnerschaftliches Verhältnis zu den Mietern und ein privater Freundeskreis. Die 27-jährige Isabel Belka ist nach zwei Jahren in Bayreuth angekommen und freut sich auf eine Verlängerung als Chefin des Rotmain-Center. Sie sei ziemlich erstaunt, wie schnell doch die Zeit vergangen sei, erzählt Isabel Belka gegenüber der Bayreuther Sonntagszeitung. Seit dem 2. Mai 2011 ist die junge Frau aus Sachsen für die Leitung des Einkaufscenters der ECEGruppe verantwortlich. „Ich war in Berlin tätig, als ich gefragt wurde, ob ich mich für die Leitung in Bayreuth interessiere“. Dem Leben und Arbeiten in Oberfranken stand sie zunächst skeptisch gegenüber. Doch der erste Besuch im RotmainCenter habe für Klarheit gesorgt. „Ich wurde von den Mietpartnern wie auch den Mitarbeiter sofort freundschaftlich aufgenommen“. Sich selbst bezeichnet Isabel Belka als modeaffin. „Da kommt es mir schon sehr entgegen, dass der Schwerpunkt im Rotmain-Center im Modebereich liegt.“ Die Umsatz- und Besucher-

zahlen liegen laut Isabel Belka, über dem Durchschnitt, so dass eine räumliche Erweiterung durchaus wünschenswert sei. Doch ein Anbau ließe sich derzeit kaum zu verwirklichen. Aus Sicht der CenterChefin ist die Rotmainhalle unantastbar und für das Gelände des ehemaligen Parkhauses am Sendelbach verfolge der Eigentümer derzeit andere Ziele. Diskussionen ob das RotmainCenter einen Lebensmittelmarkt

Isabel Belka.

braucht oder nicht, stehen für Isabel Belka nicht an. „Wir verfolgen die Planungen um die ehemalige Kaufhalle und sind gespannt, was sich an der Casselmannstraße tut, nachdem die Sparkasse das Gelände dort verkauft hat. Sollten an beiden Standort jeweils ein Lebensmittelmarkt entstehen, ist nach meiner Meinung der Bedarf gedeckt.“ Derzeit laufen im Center erste Planungen zur großen Umstrukturierung 2017. Ob dann der Schwer-

Foto: Gabriele Munzert

punkt immer noch im Bereich Mode liegen wird, ist noch nicht entschieden. „Wir befragen pro Jahr zwei bis drei Mal unsere Kunden, was im Ladenmix fehlt. Die Ergebnisse werden in die Umstrukturierung einfließen“, sagt Isabel Belka. Zwei bis vier Mietbereichsveränderungen pro Jahr, sieht die CenterChefin als normal an. Sogar der Auszug der Bayreuther Metzgerei Gabler 2012 habe sich langfristig abgezeichnet. „Aufgrund der Insolvenz der Metzgerei hatten wir leider vorübergehend keinen Zugriff auf die Fläche und eine zügige Weitervermietung war nicht möglich. Das war problematisch“, so Isabel Belka. Eine enge Zusammenarbeit mit den Gremien der Stadt und den Einzelhändlern ist für die Managerin selbstverständlich. Sie besuche regelmäßig die von der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH (BMTG) organisierten Veranstaltungen wie City-Frühstück und beteilige sich gerne an sämtlichen Verkaufsaktionen. „Wir müssen alle an einem Strang ziehen, um konsumfreudige Gäste in die Stadt zu holen und so das Beste für Bayreuth zu erreichen“. Eines fehlt der Centermanagerin jedoch. „Einen weiteren Verkaufsoffenen Sonntag würde ich mir wünschen“, so Isabel Belka. gmu

Mehr als nur Ferienbeginn

Pfingsten ist eines der wichtigsten Kirchenfeste der Christen

BAYREUTH. An Pfingsten haben die Kinder Ferien und viele Autofahrer sind in die Urlaubsregionen unterwegs – das lässt den Verkehr stocken. Warum Pfingsten nun exakt an Pfingsten gefeiert wird, ist heutzutage weniger bekannt. Dabei ist Pfingsten neben Weihnachten und Ostern das wichtigste Kirchenfest der Christen. Wir begaben uns auf die Suche nach dem Ursprung und befragten dazu jeweils einen Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche. Dekan Marcel Jungbauer, Pfarrer der Kirchengemeinde Heilig Kreuz: „Das Pfingstfest ist der Abschluss der 50-tägigen Osterzeit“, so

der katholische Geistliche. „Die Erstkommunion, die Feier der Firmung und die feierlichen Maiandachten fallen in diese Zeit. Pfingsten ist also kein neuer Auftakt mehr, sondern der Schlusspunkt, bevor es wieder in den ,kirchlichen Alltag‘ geht. Pfingsten ist wie der gute Wunsch am Ende eines Festes, wenn die Leute gehen und die Begeisterung mitnehmen sollen“. Dekan Jungbauer bedauert die jährlichen Umfragen, die immer wieder zeigen, wie wenig Menschen noch wissen, was das Pfingstfest bedeute. Solche Umfragen vermehrten die Zahl der Gläubigen nicht. „Als Christen ist es unsere Aufgabe, uns des Heiligen Geistes viel öfter bewusst zu sein. In

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Marcel Jungbauer jeder Frage, die wir haben, in jeder Entscheidungssituation ist es gut auf den eigenen gesunden Menschenverstand zu vertrauen, aber wir dürfen darüber hinaus auf den Rat des Geistes Gottes hoffen“, so Dekan Jungbauer. Das Thema Reisen ist allerdings auch für Dekan Jungbauer an Pfingsten ein Thema: „An Pfingsten sind die Jünger aus Ihrer Verschlossenheit aufgebrochen in die Welt. Unsere Pfarreien tun das im übertragenen Sinn jedes Jahr, wenn die Jugendlichen ihr Zeltlager beginnen und die Pfarrfahrten sich auf die Reise machen. Auch für mich persönlich steht heuer an Pfingsten ein ganz besonderer Aufbruch bevor. Ich werde eine Fahrt ins Heilige Land unternehmen, und Orte besuchen, wo die Jünger mit Jesus Christus unterwegs waren und den Heiligen Geist empfingen.“ Michael Sonnenstatter, Pfarrer in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bayreuth-Altstadt, Erlöserkirche: „Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes und darum sehr wichtig! Es erinnert an das, was 50 Tage nach Jesu Auferstehung in Jerusalem geschah. Ein mächtiges Rauschen erfüllte den Raum, Feuer zerteilte sich und ließ sich auf den Köpfen der Jünger nieder – so wird das „Pfingst-

wunder“ in der Apostelgeschichte beschrieben. Nachdem Jesus in den Himmel aufgenommen worden war, wussten die Jünger zunächst nicht, wie es weitergehen sollte. An jenem Tag wurden sie von Gottes Geist erfüllt. Aus sprachlosen Menschen wurden begeisterte Prediger. Der Heilige Geist hilft, Gottes Wort zu verstehen, schafft Gemeinschaft und macht Mut. Über diesen Geist kann man nur in Bildern sprechen. Eines ist das Feuer, es entzündet und setzt Energie frei, Menschen werden „Feuer und Flamme“. Ein anderes Bild ist der Wind, den man auch nicht sehen kann, der aber dennoch weht und vieles in Bewegung setzt. Diesem Geist ist es zu verdanken, dass die Kirche bis heute gewach-

Michael Sonnenstatter sen ist und in guter Weise wirkt, wenn Christen einander helfen, wenn sie Lebenssinn erfahren und wenn sie sich für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Ich habe heuer an den Feiertagen frei. Das ist für einen Pfarrer im Gemeindedienst eher ungewöhnlich. Darum kann ich einmal den Gottesdienst in einer anderen Bayreuther Kirche besuchen. Und danach gehe ich noch zum Volksfest. Darauf freue ich mich! gmu/sm

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Termine

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H ighlights der Woche

Bayreuther Sonntagszeitung

60 Jahre Formel 1 Geschichte im Rotmain-Center Bayreuth erleben

Bayreuth Digitale Fantasien

„Digitale Fantasien“ lautet der Titel einer Ausstellung mit Werken von Jürgen Lindner, die in der Zeit von Freitag, 24. Mai, bis Samstag, 22. Juni, in der Galerie I-Kuh von Brigitte und Adolf Wehrfritz an der Nürnberger Straße 5 in Bayreuth zu sehen ist. Die Vernissage der Ausstellung findet am Freitag, 24. Mai, um 18 Uhr statt. ab Freitag, 24. Mai Galerie I-Kuh, Nürnberger Str. 5

Arzberg Haus- und Hofmesse

Im Volkskundlichen Gerätemuseum Bergnersreuth bei Arzberg findet am heutigen Sonntag von 10 bis 17 Uhr eine Haus- und Hofmesse mit Blumenmarkt statt. Traditionelles Kunsthandwerk steht wie jedes Jahr im Mittelpunkt der Messe. Im idyllischen Bauerngarten, im alten Kuhstall und im Wohnhaus warten vielfältige Angebote und Attraktionen auf die Besucher, auch gibt es ein Gewinnspiel. Sonntag, 19. Mai, 10 bis 17 Uhr Volkskundliches Gerätemuseum

Weidenberg Deutscher Mühlentag

Das Weidenberger Freilichtmuseum Scherzenmühle beteiligt sich am Pfingstmontag, 20. Mai, am 20. Deutschen Mühlentag. Von 11 bis 17 Uhr wird gezeigt, wie aus Getreide Vollkornmehl hergestellt wird. Die Verpflegung der Gäste erfolgt aus der Mühlenküche. Neben Informationen über die Funktionsweise der Mühle gehören auch das Ausbuttern in Holzfässern, das Schafswollspinnen und das Klöppeln unter Anleitung von Edwin Siegert (Foto) zum Programm. Montag, 20. Mai, 11 bis 17 Uhr Freilichtmuseum Scherzenmühle

Bayreuth Bläserquintett

Festliche Bläsermusik gibt es heute um 19 Uhr in der Spitalkirche. Zu Gast ist das Philharmonische Bläserquintett Coburg. Das Ensemble wurde im vergangenen Jahr von dem gebürtigen Bayreuther Johannes Freyer gegründet. Auf dem Programm stehen Werke von Charpentier, Bach, Richard Strauss, Dukas und Victor Ewald. An der Orgel musiziert Michael Dorn. Sonntag, 19. Mai, 19 Uhr Spitalkirche Bayreuth

Häuselloh bei Selb Holzkohlenmeiler

Im Schausteinbruch Häuselloh bei Selb wird am kommenden Sonntag, 26. Mai, um 11 Uhr in alter Köhlertradition der Holzkohlenmeiler entzündet – mit Andacht und Frühschoppen. Am Donnerstag, 30. Mai, startet um 8 Uhr am dortigen Meilerplatz eine Vogelstimmenexkursion unter der Leitung von Walter Hollering. Anschließend erfolgt ab 10 Uhr auch Bewirtung. So., 26. Mai, 11 Uhr/Do., 30. Mai, 8 Uhr Schausteinbruch Häuselloh

Tüchersfeld Auf den Spuren des Räubers Franz Troglauer

In der Vortragsreihe des Fränkische Schweiz-Museums anlässlich der soeben eröffneten Sonderausstellung „Bettler, Jauner, Galgenvögel. In den Fängen der Justiz“ stellt Bernhard Weigl am Mittwoch, 22. Mai, um 19.30 Uhr unter dem Titel „Der Galgen ist mein Grab: Auf den Spuren der Räuberbanden des Franz Troglauer durch Franken und die Oberpfalz“ das abenteuerliche Leben des Räubers Franz Troglauer vor. Dieser machte Ende des 18. Jahrhunderts mit seiner Bande Franken und die Oberpfalz unsicher. Trotz seiner zahlreichen Untaten geriet er fast in Vergessenheit. Dabei braucht er einen Vergleich mit berühmten Räubergestalten wie dem Schinderhannes oder dem Bayerischen Hiasl durchaus nicht zu scheuen. Mittwoch, 22. Mai, 19.30 Uhr Pfarrheim Tüchersfeld

BAYREUTH. Das Jahr: 1950, der Ort: Silverstone. Die Formel 1 feierte 2010 ihren 60. Geburtstag. Alles rund um die schnellen Flitzer kann man jetzt vom 24. Mai bis zum 08. Juni im RotmainCenter Bayreuth erfahren – eine spannende Welt aus Motorenlärm, rauchenden Reifen und Geschwindigkeitsrekorden. Von den Anfängen der Formel 1 in den 50er Jahren, der Siegesserie des siebenfachen Weltmeis-

ters Michael Schuhmacher bis hin zu den Helden der Gegenwart ist alles dabei. Sogar originale Rennwagen der großen Formel 1-Piloten, wie Sebastian Vettel und Heinz-Harald Frenzen gibt es aus nächster Nähe zu bestaunen. Wem Schauen nicht genug ist, der kann sich auch selbst einmal hinter das Steuer setzen, im Fahrsimulator seine Rennfahrerfähigkeiten unter Beweis stellen und einen Center-Gutschein in Höhe von 50,

30 oder 20 Euro gewinnen. Im Kinderfahrsimulator übt schon einmal die nächste Generation von Weltmeistern. Die Gelegenheit zum Fahren gibt es Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 18 Uhr nach fachkundiger Einweisung. An den Wochenenden erfolgt immer um jeweils 18 Uhr eine Siegerehrung der Teilnehmer. Also einfach einen kurzen Boxenstopp einlegen und mehr erfahren. sm

Das Sams kommt zurück Musical des Bayreuther Kinder- und Spatzenchores

BAYREUTH. „Am Samstag kam das Sams zurück“ lautet der Titel des diesjährigen Musicals des Bayreuther Kinder- und Spatzenchores an der Hochschule für Evangelische Kirchenmusik, das am Samstag, 8. Juni, um 16 Uhr im Europasaal im ZENTRUM, Äußere Badstraße 7a, in Bayreuth, Premiere hat. Am darauffolgenden Wochenende wird es am Samstag, 15. Juni, und Sonntag, 16. Juni, jeweils um 16 Uhr eine Aufführung geben. Zwei Schüleraufführungen, die am Freitag, 7., und Freitag, 14. Juni, jeweils vormittags stattfinden,

sind bereits ausverkauft. Unter der Gesamtleitung von Gerti Richter singen und spielen fast 100 Kinder das Musical „Am Samstag kam das Sams zurück“ von Paul Maar und Rainer Bielfeldt. Die Regie liegt in den Händen von Maximilian Ponader und seiner Co-Regiesseurin Geli Rieß. Für die Kostüme ist Lore Maßler verantwortlich und für das Bühnenbild Stefanie Mielchen. Das Stück ist für Kinder ab dem Vorschulalter geeignet. Der Kartenvorverkauf läuft über die Theaterkasse Bayreuth, Telefon 0921/69001. red

„Heute bin ich blond“ „Rock im Park“ naht Filmgespräch von Cineplex und BEW BAYREUTH. Am Mittwoch, 29. Mai, um 19.30 Uhr lädt das Cineplex zusammen mit dem Evangelischen Bildungswerk zu einem Filmgespräch ein. Gezeigt und diskutiert wird der Film „Heute bin ich blond“, der auf dem gleichnamigen autobiografischen Bestseller „Heute bin ich blond: Das Mädchen mit den neun Perücken“ der Niederländerin Sophie van der Stap basiert. Die lebenslustige Studentin Sophie erfährt mit 21 Jahren, dass sie Krebs hat. Doch sie lässt die Krankheit ihr Leben nicht regieren. Sie entschließt sich, ihr Dasein zu genießen und es so zu verbringen, als wäre sie nicht krank, inklusive Partys, Flirten

und Sex. Als sie bei der Chemotherapie ihre Haare verliert, legt sie sich neun Perücken zu, die ihr helfen, in unterschiedliche Rollen während ihrer Erkrankung zu schlüpfen. Zum Nachgespräch steht im Kinosaal nach dem Film Karin Schulz von der Bayerischen Krebsgesellschaft, mit ihrer langjährigen Erfahrung im Umgang mit Krebserkrankungen und Betroffenen und Angehörigen, zur Verfügung. Weitere Informationen unter Tel. 0921/56 06 81 0 oder im Internet unter den Adressen www.ebw-bayreuth.de und www.bayreuth.cineplex.de. Eintrittskarten gibt es an den Kinokasse. red

Musiker setzen Zeichen Aktion „Bläser für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage“ am 1. Juni BAYREUTH. Am Samstag, 1. Juni, werden alle interessierten Musiker, die ein Blasinstrument spielen (Trompeten, Klarinetten, Posaunen, Saxophone usw.) herzlich eingeladen, ein zur Aktion „Bläser für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage“ eigens komponiertes Musikstück gemeinsam zu spielen. Die Aktion findet von etwa 11.45 bis 12 Uhr am Neptunbrunnen in der Maxstraße statt. Kopierte Notenblätter können ab sofort im Musikfachgeschäft „Nothnagel“ in der Mainstraße 22 zum Preis von einem Euro erworben werden. 50 Cent davon gehen als Spende an die UNICEF. Zum Auftakt der Aktion musizieren um 11.30 Uhr die Swing Ladies.

Nur noch wenige Karten für das Festival vom 7. bis 9. Juni verfügbar

NÜRNBERG. Mit über 65.000 verkauften Tickets nähert sich das vom 7. bis 9. Juni stattfindende Festival „Rock im Park“ erneut seiner Bestmarke. Rund drei Wochen vor dem Start des populärsten Festivals in Süddeutschland gibt es nur noch knapp 8.000 Eintrittskarten für das Nürnberger Open Air rund um das Zeppelinfeld. In den vergangenen Jahren hat Rock im Park, das Zwillingsfestival von Rock am Ring, stets an Anziehungskraft gewonnen. Die einzigartige Qualität von Bands und

Line-Up, die erstklassige Produktion sowie ein außergewöhnliches Festivalgelände haben den Enthusiasmus der Fans beflügelt. Das besondere Ambiente und die kurzen Wege zwischen den Bühnen tragen sicherlich ebenfalls zum Erfolg bei. „Rock im Park“ bietet vom 7. bis 9. Juni rund 85 Bands auf drei Bühnen. An der Spitze des Künstleraufgebots stehen Green Day, Volbeat, Thirty Seconds To Mars, The Killers, The Prodigy, Seeed (Bild oben) und die Sportfreunde Stiller (Bild unten). red

Festspiele laden ein „Tag der offenen Tür“ mit Platzbenennung

Bei Fragen und Anregungen kann man sich an die Organisatoren unter der Telefonnummer 0921/1513062 oder an die MailAdresse unicef.bayreuth@yahoo. de wenden. red

BAYREUTH. Die Bayreuther Festspiele laden am heutigen Sonntag, 19. Mai, von 13 bis 18 Uhr zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. In diesem Rahmen wird auch der langjährige Festspielleiter Dr. Wolfgang Wagner mit einer Platzbenennung geehrt. Ende März hatte der Stadtrat beschlossen, den Platz vor dem Festspielhaus in „WolfgangWagner-Platz“ umzubenennen. Die Enthüllung des neuen Straßenschildes wird um 15 Uhr durch Oberbürgermeisterin Brigitte MerkErbe im Beisein der Nachkommen

der Familie Wagner, des Stadtrats sowie weiterer Vertreter aus Stadt und Region offiziell vorgenommen. Der neue „Wolfgang-Wagner-Platz“ vor dem Königsportal des Festspielhauses ist alljährlich Schauplatz der Auffahrt der prominenten Ehrengäste der Bayreuther Festspiele aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft. Im Rahmen des Programmes des „Tages der offenen Tür“ bekommen die Besucher einen vielfältigen Einblick in die Musiktheaterarbeit am Festspielhaus. rs


Aktuell

Bayreuther Sonntagszeitung

Museum für Militärtradition WEIDENBERG. In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste und vielen Besuchern aus der gesamten Region wurde das Museum für Militärtradition in Oberfranken in Weidenberg durch Regierungspräsident Wilhelm Wenning eingeweiht. „Aus einer ,musealen Baustelle‘, wie es noch zur Schlüsselübergabe für das Rauh-Haus vor knapp vier Jahren hieß, ist ein ,museales Schmuckstück‘ geworden, das sich hervorragend in den Weidenberger Museumsweg einfügt und dessen Bedeutung weit über Oberfranken, ja über Bayern, hinausgeht. Die Initiatoren dieser Einrichtung, die Kame-

K urzmeldung Richard Wagner in Berlin Am 4. Juni findet um 19 Uhr im Kaisersaal in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin eine Kultursoirée anlässlich des 200. Geburtstages von Richard Wagner statt. Die Veranstaltung besteht aus einem harmonischen Wechsel zwischen Wortbeiträgen von Festspielleiterin Katharina Wagner, dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Wolfgang Börnsen MdB, sowie Regierungspräsident Wilhelm Wenning und Musikdarbietungen durch Stipendiaten der Richard-Wagner-Stiftung. Der Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk lädt zu dieser Veranstaltung in Form einer zweitägigen Busfahrt vom 4. bis 5. Juni ein, die neben der Kultursoirée mit Empfang unter anderem eine Stadtrundfahrt sowie einen Besuch des Finanzministeriums und des Reichstags beinhaltet. Interessenten melden sich unter 0921/7643015.

radschaften der Bayreuther Infanterie und der Bayreuther Artillerie können stolz auf das Geschaffene sein“, stellte der Regierungspräsident in seiner Rede fest. Nach Grußworten durch den Landtagsvizepräsidenten Peter Meyer, den Präsidenten des Bayerischen Soldatenbundes Generalmajor a.D. Jürgen Reichardt und Bürgermeister Hans Wittauer wurde dann symbolisch mit dem Durchschneiden des Bandes der Eingang zum Museum geöffnet (siehe Bild rechts). Als Höhepunkt des Festaktes fand dann auf dem Rathausplatz in Weidenberg ein Platzkonzert des Heeresmusikkorps 12 unter der

19. Mai 2013

Bilder der Woche Bayreuther Volksfest

Leitung von Oberstleutnant Burkhardt Zenglein aus Veitshöchheim

statt, das hunderte von Zuhörern begeisterte. rs

Pünktlich am Freitag um 16 Uhr setzte sich der große Festumzug mit fast 1.800 Mitwirkenden in Bewegung.

Pfingstdampftage im Museum Geschichte erleben – Technik bestaunen – Neues entdecken Deutsches Dampflokomotivmuseum eröffnet nach Umbau BAYREUTH. Nach dreijähriger Umbauphase und einer Investition von zirka 7,5 Millionen Euro, präsentiert sich das Deutsche Dampflokmuseum in Neuenmarkt mit neuem Konzept. Bis morgen finden die traditionellen Pfingstdampftage statt. Neben zahlreichen Besuchern und vielen prominenten Gästen werden auch acht historische Dampfsonderzüge aus ganz Deutschland erwartet. Seit der Eröffnung am 22. Juli 1977 ist das Deutsche Dampflokomotivmuseum ein „Mekka“ für Dampflokfreunde aus ganz Europa. Die teils einzigartigen Exponate, seine exponierte Lage am Fuß der ersten europäischen Eisenbahnsteilstrecke – der „Schiefen Ebene“ – und die Einbindung in eine historisch gewachsene und funktionierende Eisenbahn-

landschaft sind in Deutschland einmalig und faszinieren jährlich bis zu 50.000 Besucher. Das neue Konzept bezieht neben dem eigentlichen Museum im ehemaligen Bahnbetriebswerk auch das Eisenbahner-Dorf Neuenmarkt und die Schiefe Ebene ein. Ein mit großen Informati-

onstafeln versehener Rundgang durch das Eisenbahner-Dorf Neuenmarkt bringt die Besucher zu den wichtigsten eisenbahnhistorischen Bauwerken und erzählt die Geschichte des so wichtigen Standorts an der Ludwig-SüdNord-Bahn am Fuße der „Schiefen Ebene“. red

O‘zapt is! Im Beisein von Brauereivertretern und Schaustellern benötigte OB Brigitte Merk-Erbe, wie im letzten Jahr, drei Schläge, um das erste Fass Bier anzustechen.

Heuer zwei Uraufführungen

Sommerspiele der Studiobühne Bayreuth beginnen am 2. Juni

BAYREUTH. Das oberfränkische Theaterleben wird auch heuer wieder durch die Sommerspiele der Studiobühne Bayreuth in besonderer Weise bereichert. In den historischen Spielstätten Römisches Theater im Park der Eremitage, Hof-Theater im Steingraeber-Palais, Barockgarten im Steingraeber-Palais sowie im Felsentheater von Sanspareil werden mit dem Schwerpunkt Jean Paul- und Richard-WagnerJubiläum fünf Premieren, davon zwei Uraufführungen, gezeigt. Am Samstag, 22. Juni, ist um 20 Uhr im Römischen Theater der Eremitage Uraufführung von „Doktor Katzenbergers phantastische Reise“, einer von Claus J. Frankl arrangierten musikalischen Komödie nach dem Roman „Dr. Katzenbergers Badereise“ von Jean Paul. Neben den gesprochenen Dialogen gibt es in dem Stück auch insgesamt zwölf Musiknummern mit professionellen Sängern. Die Regie führt Maximilian Ponader. Die zweite Uraufführung ist das Kinderstück ab sechs Jahren „Ein Nibelungenmärchen“ am Samstag, 8. Juni, um 20 Uhr im Römischen Theater der Eremitage. Für die Studiobühne hat Dominik Kern das umfangreiche Heldenepos „Das Nibelungenlied“ in eine handlich-kindgerechte Spielfassung verpackt. Die Geschichte um Ritter, Drachen, Schätze, Eifersucht und Rache wird heiter, aber doch textgetreu zum Leben erweckt. Zweite Kinderaufführung im Rö-

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mischen Theater im Park der Eremitage ist das Drei-Personen-Stück „Ein Fuchs, ein Wildschwein und eine Eintagsfliege“ für kleinere Kinder ab vier Jahren unter der Regie von Werner Hildenbrand und mit Musik von Siggi Michl am Sonntag, 2. Juni, um 15 Uhr. Das Stück dreht sich, kindgerecht verpackt, um sinnvolles und freudvolles Leben. Im Barockgarten im Steingraeber-Palais ist am Samstag, 13. Juli, Premiere des Kultstücks „Leubald“, einem in den Jahren 1827 und 1828 entstandenen, 1978 wiederentdeckten und 1988 veröffentlichten Stück des jugendlichen Richard Wagner. Aus jugendlichem Ungestüm ist in dem Trauerspiel viel unfreiwillige Komik entstanden. Es gibt aber auch verblüffend kühne Gedanken und manche Vorwegnahme auf Wagners spätere Werke. Im Jahr 1989 wurde „Leubald“ von der Studiobühne Bayreuth unter der Regie von Uwe Hoppe und mit Hans Martin Gräbner am Klavier uraufgeführt und insgesamt sieben Sommer lang mit Erfolg gespielt. Nach der Premiere im Barockgarten im Steingraeber-Palais wird „Leubald“ ab Ende Juli bis Mitte August im Felsentheater von Sanspareil bei Hollfeld gespielt. Premiere dort ist am Samstag, 27. Juli. Am Samstag, 20. Juli, ist auf dem Hoftheater im SteingraeberPalais Wiederaufnahmepremiere von „Richard! Mein Leben!“, einer Komödie mit Musik über Richard Wagner und seine Frauen. Die witzig-turbulente Komödie von Uwe

Das Stück „Richard! Mein Leben!“ wird heuer als Wiederaufnahme auf dem Hoftheater im Steingraeber-Palais gegeben. Foto: red Hoppe dreht sich um Verstellung und Versteckspiel, Verrat und Betrug, gepaart mit Musik Wagners und Szenen aus seinen Meisterwerken. Richard und Cosima Wagners Leben erscheint aus einer ganz anderen, überraschenden Perspektive. Alle Aufführungstermine und

weitere Informationen zu dem Sommerspielen der Studiobühne gibt es im Internet unter der Adresse www.studiobuehne-bayreuth.de . Karten gibt es im Vorverkauf bei der Theaterkasse Bayreuth (Telefon 0921/69001, Internet www.theaterkasse-bayreuth.de). rs

Weitere Bilder ab Dienstag online unter: www.bayreuthersonntagszeitung.de


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Boulevard

19. Mai 2013

Bayreuther Sonntagszeitung

A uf eine Tasse Kaffee Diesmal im Gespräch mit Gabriele Munzert:

Die Kinold-Ausstellungsgesellschaft mbH veranstaltet Messen aller Art. Sie ist in Oberfranken Partner der Städte Bayeuth, Coburg und Hof zur Durchführung der OberfrankenAusstellungen. Die 74. OberfrankenAusstellung, neue Bezeichnung Messe Bayreuth, findet vom 18. bis 26. Mai statt. Die Messe, zum zweiten Mal räumlich und zeitgleich mit dem Bayreuther Volksfest kombiniert, ist täglich geöffnet von 11 bis 19 Uhr. Welche Ansprüche hat der Besucher an eine solche Messe? Peter Kinold: Da es sich um eine regionale Verkaufsschau handelt, ist es wichtig, dass auch Produkte und Dienstleistungen aus Bayreuth selbst und der Region gezeigt und angeboten werden. Daneben sind Produktneuheiten wichtig. Die Messestände

müssen so ausgestaltet sein, dass der Besucher mit einer Vielzahl von Anregungen und Informationen wieder nach Hause gehen. Damit soll die Kaufentscheidung für das eine oder andere Produkt oder für eine bestimmte Dienstleistung, die später ansteht oder vielleicht bereits auf der Messe erfolgt, erleichtert werden. Wie sind Sie Messeveranstalter geworden? Peter Kinold: Mein Großvater hat 1952 die erste Regionalmesse in Oberfranken veranstaltet. Sie fand damals in Lichtenfels statt. Aufgrund des Erfolges folgten bald weitere mehrtägige Verkaufsschauen in Bayreuth, Hof und Coburg. Diese Standorte haben wir bis heute beibehalten. Meine Eltern verstarben leider sehr früh, als ich noch ein Kind war. Mein Großvater

Sein Messebüro hat Peter Kinold in einem Container auf dem Gelände eingerichtet. Foto: red

wurde deshalb zu meiner wichtigsten Bezugsperson und es war fast selbstverständlich, das ich auch beruflich in seine Fußstapfen trat. Allerdings bestand er darauf, dass ich in einem Fremdunternehmen eine Ausbildung absolviere. Ich erlernte zunächst den Schriftsetzerberuf und unterstützte meinen Großvater in unserem bereits 1949 gegründeten Unternehmen. In einem berufsbegleitenden Studium bildete ich mich zum Grafiker aus. Es folgten dann fünfzehn spannende und interessante Arbeitsjahre in unserem Unternehmen, in denen ich zusammen mit meinem Großvater unser Konzept für erfolgreiche Informations- und Erlebnismessen optimierte. Zusammen etablierten wir das Unternehmen erfolgreich am Markt. Er war mir bis zu seinem Tod ein wichtiger Lehrmeister und Freund. Heute führe ich das Unternehmen zusammen mit meiner Frau Birgit. Das Konsumverhalten der Verbraucher hat sich in den letzten Jahren verändert. Die Möglichkeiten, Produkte zu vergleichen sind vielfältiger geworden! Peter Kinold: Wie gesagt, wichtig sind regionale Angebote und umfassende, neutrale Informationen. Der Kunde und Verbraucher erwartet Vergleichsmöglichkeiten, um sich dann für das für ihn Beste und Richtige zu entscheiden. An den Themenbereichen „Bau-

Peter Kinold

en, Wohnen“ besteht hohes Interesse. Auf unseren Messen können die Besucher zum Beispiel einen Heizkessel nicht nur anschauen sondern anfassen und dessen Funktionsweise und Bedienung zusammen mit dem Berater der Ausstellerfirma erkunden. Bei Internetrecherchen gibt es diese praktischen Erfahrungswerte nicht. Deshalb werden die Bereiche „Bauen, Wohnen“ und verstärkt „Energiesparen“ immer die Kernkompetenz von Verkaufsmessen sein. Neue und ebenfalls wichtige Themenbereiche sind „Gesundheit und Wellness“. Nirgendwo hat der Verbraucher die Möglichkeit, zum Beispiel praktische Reha-Hilfsmittel der verschiedensten Hersteller zu vergleichen und gleich zu testen, wie auf einer Messe. Welche Vorteile hat die Kombination Volksfest / Oberfranken-Ausstellung in Bayreuth? Peter Kinold: Zunächst möchte ich nochmals die Namensänderung in Erinnerung bringen, die bereits bei der letzten Ausstellung vorgenommen wurde. „Oberfranken-Ausstellung Bayreuth“ war ein zu langer Begriff. Die neue Bezeichnung „Messe Bayreuth“ ist prägnanter. Die Kombination Bayreuther Volksfest / Messe findet heuer zum zweiten Mal statt. Wir wollen damit unter den Volksfestbesuchern neue Zielgruppen ansprechen, wie Familien oder

Birgit und Peter Kinold bei der Eröffnung der Messe Bayreuth. Jugendliche. Da für den Messebesuch erneut kein Eintrittsgeld verlangt wird, erwarten wir auch mehr Besucher. Auch Volksfest-Schausteller werden mit Familienangehörigen oder Mitarbeitern vorbeikommen, wenn auf dem Festplatz noch weniger Betrieb ist. Mit den Örtlichkeiten, die uns von der Stadt Bayreuth zur Verfügung gestellt werden, kann ich als Messeveranstalter jedoch leider nicht zufrieden sein. Das FC-Gelände gegenüber dem Volksfestplatz ist nur bedingt tragfähig für Schwerlastverkehr. Die Anordnung der Hallen und die Aufteilung der Stände muss sich deshalb nach der Bodentragfähigkeit richten. Die Höhenunterschiede auf dem gesamten Gelände betragen bis zu einem Meter, welche mit hohen Kosten baulich ausgeglichen werden muss, um ebene und begehbare Flächen zu erhalten. Der Rasen des Sportplatzes des FC-Geländes wird natürlich auch in Mitleidenschaft gezogen und muss nach dem Ende der Messe wieder hergerichtet und begrünt werden. Aufgrund der

Symbiose Volksfest / Messe fehlen allerdings Standort-Alternativen. Berufsbedingt sind Sie viel unterwegs. Wo liegt Ihr Lebensmittelpunkt, wie gestalten Sie Ihre Freizeit? Peter Kinold: Wir veranstalten derzeit etwa ein halbes Dutzend mehrtägige Messen im Jahr im Süddeutschen Raum. Dazu bin ich zusammengerechnet etwa drei Monate im Jahr jeweils vor Ort. Unser Firmensitz ist in Lindau am Bodensee. Wir wohnen auch am Bodensee und da ist auch unser Zuhause. Zusammen mit meiner Frau unternehme ich gerne Ausfahrten mit dem Motorrad. Ein gemeinsames Hobby ist der Tauchsport. Wenn ich daheim bin, lese ich sehr gerne, vor allem naturwissenschaftliche Bücher. Die Bezugssysteme von Licht und Zeit in der klassischen Physik faszinieren mich. Meine Frau hat mir ein Teleskop geschenkt, mit dem ich Sterne beobachten kann. Astronomie ist für mich unfassbar interessant, aufregend, spannend und beruhigend zugleich.

Z uhause gesucht

B abys im Bayreuther Klinikum

Kater „Pablo“ ist kastriert, etwa acht Jahre alt und seit 17. April im Tierheim. Der sehr liebe, verschmuste und ruhige Kater verträgt sich gut mit anderen Katzen.

Im Bayreuther Klinikum kamen in der vergangenen Woche insgesamt 13 Babys zur Welt. Beim Fototermin präsentierten sich von links: Kilian Kraft (14.05.), Noah Bauer (14.05.), Sam Luis Kay Schirmer (14.05.), Maximilian Hübner (16.05.) und Felix Teichmann (16.05.). Allen Neugeborenen und den Kindern, die beim Fototermin bereits zu Hause waren, auf diesem Wege alles Gute! Foto: Stefan Dörfler

Dieses und viele weitere Tiere werden im Bayreuther Tierheim vermittelt. Foto: Stefan Dörfler Tierheim Bayreuth Telefon 0921/62634 www.tierheim-bayreuth.de

W etter Sonntag

Montag

Dienstag

Viel Sonne, aber einzelne Regenschauer möglich 21°

Stark bewölkt bis bedeckt, verbreitet fällt Regen 13°

Mehr Wolken als Sonne, nur vereinzelt Niederschlag 16°

Wir wünschen viel Spaß beim Rätseln!

S chon gewusst, dass... ...Bushido erneut Papa wird? Nachdem seine Frau Anna Maria (Schwester von Sarah Connor) im Sommer letzten Jahres ein Töchterchen zur Welt brachte, soll sie nun wieder schwanger sein. Das freut den Rapper natürlich besonders, denn Ende April starb seine Mutter und auch die Mafia-Gerüchte haben ihm wohl schwer zugesetzt. ...Angelina Jolie und Brad Pitt

nun tatsächlich endlich heiraten wollen? Laut Insidern können die Kinder die Hochzeit kaum abwarten. Nach ihrer überstandenen Brust-Amputation im April, ist die Hochzeit wohl auch genau das Richtige, um ihr Glück perfekt zu machen.


Aktuell

Bayreuther Sonntagszeitung

Wiederaufbau startet Bauarbeiten am Haus Wahnfried im Plan

Aus dem Rathaus... „Fahrradfreundliche Kommune“ Als Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) in Bayern e. V. seit 2012 muss sich die Stadt Bayreuth ihre Fahrradfreundlichkeit durch eine unabhängige Kommission bestätigen lassen. Auf dem Weg dorthin startet das Baureferat der Stadt in diesem Frühjahr ein gesamtstädtisches Radverkehrskonzept. Dieses wird alle Bausteine vom Entwurf eines Hauptroutennetzes bis zur Maßnahmenplanung und vom Fahrradparken bis zur Öffentlichkeitsarbeit beinhalten. Das Konzept, das auch unter Einbindung der Stadtratskommission für Rad- und Fußwegeplanung erarbeitet wird, soll Ende des Jahres vorliegen und vorgestellt werden. Das Interesse der Bayreuther Öffentlichkeit an der Verbesserung des Radwegenetzes ist schon jetzt sehr groß. Um die Erreichbarkeit der Stadtverwaltung für die Aufnahme von Mängeln und Wünschen zum Radfahren in Bayreuth zu erleichtern, werden die bereits vorhandenen Informationsstränge unter einer leicht merkbaren E-Mail-Adresse zusammengefasst: radverkehr@stadt.bayreuth.de. Die eingegangenen Meldungen werden entsprechend ihrer Problemstellung an die zuständige Stelle zur Bearbeitung weitergegeben und fließen als Anregung in die Erstellung des Radverkehrskonzeptes ein.

BAYREUTH. Nach langen Vorbereitungen und manchen Verzögerungen gehen die Bauarbeiten an der Villa Wahnfried planmäßig voran. Wie Museumsdirektor Dr. Sven Friedrich bei einem Ortstermin erläuterte, sind die Abbrucharbeiten im Haus Wahnfried abgeschlossen, es beginnt jetzt im Inneren der komplett neue Wiederaufbau. „Dieses Projekt ist noch größer als die Baumaßnahmen in den Jahren 1974 bis 1976, als das bei den Bombenangriffen am Ende des Zweiten Weltkrieges stark in Mitleidenschaft gezogene Haus Wahnfried zum Richard-WagnerMuseum umgebaut wurde“, betonte Dr. Friedrich. Der Altbau wird mit dem künftigen Neubau verbunden und ist entsprechend technischbaulich zu ertüchtigen. So wird etwa in den Altbau eine Klimatisierung eingebaut. Im Außenbereich werden zur Zeit Bohrpfähle für die Bohrpfahlwände der künftigen Baugrube gesetzt. Erhalten werden soll alles, was an Haus Wahnfried noch original ist – und dies ist laut Dr. Friedrich angesichts der Bombenschäden von 1945 nicht allzu viel. Hierauf wird bei den Bauarbeiten akurat Rücksicht genommen. Im Zuge der Neugestaltung des Museums wird es zukünftig im Haus Wahnfried eine Dauerausstellung zu Leben und Werk Richard Wagners geben. Im Siegfriedhaus werden das Erbe Wagners, der Umgang

seiner Nachkommen damit und die komplexe aktuelle Rückschau auf Mensch und Werk thematisiert. Im Museumsneubau schließlich wird die Dauerausstellung durch eine Präsentation zur Geschichte der Festspiele komplettiert. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf voraussichtlich 16 Millionen Euro. Die bauliche Fertigstellung ist für den Spätsommer 2014 geplant, die offizielle Einweihung des neu konzipierten und erweiterten Museums ist für das Jahr 2015 vorgesehen. Zum Umstand, dass das Museum nicht rechtzeitig zum Wagner-Jubiläumsjahr 2013 fertig gestellt wird, erklärte Dr. Friedrich, dass das Projekt nachhaltig und langfristig und nicht auf ein spezielles Jubiläum hin konzipiert wurde. Die politische Entscheidungsfindung und das Akquirieren der Zuschüsse habe einfach länger gedauert als zunächst angenommen. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe hob die nationale und internationale Bedeutung des Museumsprojektes hervor. Im Museum werde künftig eine völlig neue, moderne Vermittlungsarbeit möglich. Die Position Bayreuths als Wagnerstadt werde dauerhaft ausgebaut und gesichert. Während der Festspielzeit wird das Haus Wahnfried für Besucher zugänglich sein. In dieser Zeit ist im Gebäude die Wanderausstellung „Götterdämmerung – König Ludwig und seine Zeit“ zu sehen. rs

Stadtbildstelle geschlossen Das Medienzentrum Stadtbildstelle hat in den Pfingstferien vom 20. bis 31. Mai geschlossen. Ab 3. Juni ist es dann wieder zu den üblichen Zeiten (montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr) geöffnet. Der Download von Onlinemedien ist aber auch während der Ferienzeit möglich. Bestellungen und Anfragen können per Fax 09 21/25 15 84 oder E-Mail verleih@medienzentrum-bayreuth.de erfolgen.

Asphaltierungsarbeiten Autofahrer aufgepasst: Ab Dienstag, 21. Mai, wird die FriedrichEbert-Straße im Bereich zwischen der Königsallee und dem Volksfestplatz vollständig und die Königsallee im Kreuzungsbereich Friedrich-Ebert-Straße halbseitig wegen Asphaltierungsarbeiten gesperrt. Die Königsallee kann in diesem Bereich nur stadtauswärts befahren werden. Stadteinwärts wird der Verkehr über die Kerschensteinerstraße, Äußere Badstraße, Friedrich-Ebert-Straße, Grünewaldstraße und Albrecht-Dürer-Straße zum Hohenzollernring umgeleitet. Aus Richtung Friedrich-Ebert-Straße kommend wird der Verkehr stadtauswärts über die Äußere Badstraße und Kerschensteinerstraße zur Königsallee umgeleitet. Die Arbeiten dauern bis Donnerstag, 23. Mai.

sehr realistischer Farbenvielfalt durfte sich kürzlich der Deutsche Bundestag freuen.

Sonntagsausflug Unser Ausflugstipp

Für Schlossherren und Felsenkraxler 7 km / 3 Std.

Schloss Fantaisie – Buchstein – Röhrensee – Bayreuth Vom Bayreuther ZOH aus sind es mit den Buslinien 325, 373 oder 375 nur 15 Minuten bis Donndorf. An der Haltestelle „Hotel Fantaisie“ heißt es für uns „ALLE AUSSTEIGEN“, unsere abwechslungsreiche Kinderwanderung zurück nach Bayreuth kann beginnen. Fahrpläne unter: www.vgn.de/fahrplan Zunächst geht es durch den schönen Garten des Schlosses Fantaisie. Dort gibt es einen Irrgarten, zur vollen Stunde Wasserspiele an den Kaskaden, Grotten und vieles Weitere zu entdecken. Etwas später kommt ihr zur Felsengruppe am Buchstein. Ideal für ein Picknick oder um vorsichtig das Gipfelplateau zu erkunden. Anschließend geht es aus dem Wald hinaus – ein schöner Blick hinüber zu den Höhenzügen des Fichtelgebirges eröffnet sich nach den Wiesen und Kuhweiden. Im Stadtteil Altstadt bietet sich an der Haltestelle AdolfWächter-Straße, Linie 301, die erste Rückfahrmöglichkeit in die Innenstadt. Wir wollen uns aber den Naherholungspark Röhrensee mit dem tollen Spielplatz, Bootsverleih, Kiosk mit Biergarten und kleinem Tierpark nicht entgehen lassen...

Der zur Zeit vollständig ausgeräumte Saal des Hauses Wahnfried wird zukünftig wie das gesamte Gebäude klimatisiert sein. Foto: Schmidt

Schenkung der Stäubli GmbH aus Bayreuth

Hartmut Koschyk, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen und Bayreuther Bundestagsabgeordneter, vermittelte die Schenkung und dankte dem Bayreuther Unternehmen Stäubli GmbH: „Der Webteppich belegt, dass die Region Bayreuth ein hochwertiger, gut aufgestellter Industriestandort mit weltweit agierenden Unternehmen ist. Bundestagsvizepräsident Oswald zeigte sich beeindruckt von dem „Kunstwerk“ und erklärte, dass es einmalig sei, das Reichstagsgebäude in dieser Art zu präsentieren.

90 Kilometer Garn Bei der Herstellung des Teppichs wurden ca. 90 km Garn aus Acryl verwendet. Das Webprodukt, das mit etwas Distanz betrachtet durchaus für ein 3D-Farbfoto gehalten werden könnte, enthält Garn in lediglich acht verschiedenen Farben. Hergestellt wurde der Teppich auf einer Webmaschine, die die Schönherr Textilmaschinenbau GmbH in Bayreuth und Chemnitz entwickelt, konstruiert und gebaut hat. Das Unternehmen Schönherr gehört seit dem Jahr 1998 zur weltweit operierenden Stäubli-Gruppe. sm

Stefan Süppel (links), Bayreuther Geschäftsführer der Firma Stäubli GmbH, Eduard Oswald, Vizepräsident des Deutschen Bundestages und Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk (rechts). Foto: red

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Der Stadtbus 314 der bringt uns von der Haltestelle „Röntgenstraße“ bequem zurück zum ZOH.

Webteppich für den Bundestag BAYREUTH/BERLIN. Über einen Webteppich mit dem Reichstagsgebäude in Berlin als Motiv in beeindruckender Detailtreue und in

19. Mai 2013

Die komplette Tourbeschreibung finden Sie auf www.vgn.de/freizeit. Hier finden Sie das Prospekt als PDF-Download, detailliertes Kartenmaterial, GPS-Daten, eine individuelle Fahrplanauskunft... und viele weitere Freizeit-Tipps, die Sie kostenlos anfordern können.

Rothenburger Straße 9 90443 Nürnberg Fon: 0911 27075-99

Ihr Pfadfinder: QR-Code scannen und die GPSDaten zur Tour downloaden. m.vgn.de/freizeit


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Sport

Bayreuther Sonntagszeitung

Augsburg hält die Klasse

Statistik Dortmund – Hoffenheim Inh. Ingo Walther • Wölfelstr. 1 • 95444 Bayreuth Tel.: 0921/16803139 • Fax: 0921/16834129

präsentiert die Tabelle & Statistik der

1:2

3:1-Sieg gegen Fürth – Düsseldorf steigt ab

Tore: 1:0 Lewandowski (6.), 1:1 und 1:2 Salihovic (77., 82., jeweils FE)

Freiburg – Schalke

3:1

Tore: 1:0 Werner (30.), 2:0 Callsen-Bra1. FC Bay. München

34 98:18 91

2. Borussia Dortmund

34 81:42 66

3. Bayer Leverkusen

34 65:39 65

4. FC Schalke 04

34 58:50 55

5. SC Freiburg

34 45:40 51

6. Eintracht Frankfurt

34 49:46 51

cker (55.), 2:1 Trinks (65.), 3:1 Ji (75.)

Frankfurt – Wolfsburg

2:2

Tore: 0:1 Polak (8.), 0:2 Diego (19.), 1:2 Meier (36., FE), 2:2 Rodriguez (90., ET)

Nürnberg – Bremen

3:2

Tore: 0:1 de Bruyne (37.), 1:1 Nilsson (61.), 2:1 Polter (81.), 3:1 Pekhart (88.),

7. Hamburger SV

34 42:53 48

8. Mönchengladbach

34 45:49 47

Stuttgart – Mainz

9. Hannover 96

34 60:62 45

10. 1. FC Nürnberg

34 39:47 44

Tore: 0:1 Ede (16.), 1:1 Wetklo (22., ET), 2:1 Boka (33.), 2:2 Müller (42.)

11. VfL Wolfsburg

34 47:52 43

3:2 de Bruyne (89.)

Hannover – Düsseldorf

2:2

3:0

12. VfB Stuttgart

34 37:55 43 34 42:44 42

14. Werder Bremen

34 50:66 34

15. FC Augsburg

34 33:51 33

16. 1899 Hoffenheim

34 42:67 31

17. Fortuna Düsseldorf

34 39:57 30

Martinez (7.), 3:1 Nordtveit (10.), 3:2 und

18. Greuther Fürth

34 26:60 21

3:3 Ribery (18., 53.), 3:4 Robben (59.)

Konan (61., 76.)

Hamburg – Leverkusen

0:1

Tor: 0:1 Kießling (90.)

Gladbach – Bayern

3:4

Tore: 1:0 Stranzl (4.), 2:0 Hanke (5.), 2:1

Bayern und Club siegen MÖNCHENGLADBACH. Von munterem Toreschießen war das Spiel des FC Bayern München in Gladbach gekennzeichnet. Stranzl brachte die Gastgeber in der 4. Minute per Kopfball in Führung. Nur eine Minute später erhöhte Hanke nach einem Fehlpass von Dante auf 2:0. In der 7. Minute verkürzte Martinez aus zentraler Position alleine vor Keeper ter Stegen auf 2:1. Gladbach schlug jedoch unvermittelt zurück, Nordtveit erhöhte in der 10. Minute auf 3:1. Als nächstes traf Ribery nach Vorarbeit von Thomas Müller in der 18. Minute zum

3:2. Nach der Pause bewerkstelligte erneut Ribery mit einem VolleyKracher den 3:3-Ausgleich (53.). Robben besorgte schließlich in der 59. Minute das 3:4 – die Partie war zu Gunsten der Bayern gedreht. In der Partie des 1. FC Nürnberg gegen Werder Bremen brachte in der 37. Minute de Bruyne die Gäste mit einem Heber mit 0:1 in Führung. In der 61. Minute erzielte Nilsson den Ausgleich und in der 81. Minute Polter die verdiente 2:1-Führung für den Club. Das 3:1 besorgte Pekhart (88.), das 3:2 von de Bruyne (89.) war nur noch Kosmetik. rs

Bats-Sommerfest

www.bayreuth-bats.de

Tore: 1:0 Diouf (36.), 2:0 und 3:0 Ya

13. FSV Mainz 05

K urzmeldung BAYREUTH. Das diesjährige Sommerfest des Fanclubs „Bayreuth Bats“ der Bundesliga-Basketballer des BBC Bayreuth findet am Samstag, 8. Juni, von 17 bis 22.30 Uhr auf dem Sportgelände des FC Eintracht Bayreuth in der Oberen Röth 2 statt. Für die Verpflegung mit Bratwürsten, Steaks, Bier und alkoholfreien Getränken ist gesorgt, eventuell wird auch Livemusik geboten. Anmeldung für das Sommerfest bis Sonntag, 2. Juni.

1:2

Tore: 0:1 Draxler (20.), 1:1 Schmid (54.), 1:2 Schuster (58.)

Augsburg – Greuther Fürth

19. Mai 2013

Nachdem der Klassenerhalt für den FC Augsburg gesichert war, gab es für Trainer Markus Weinzierl die obligatorische Bierdusche. Foto: dpa AUGSBURG. Nach einer überragenden Rückrunde hat sich der FC Augsburg am gestrigen letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem 3:1-Sieg gegen Greuther Fürth den Klassenerhalt gesichert. Das Abstiegsfinale in Augsburg nahm bereits kurz nach Spielbeginn dramatische Züge an. In der 3. Minute zeigte Schiedsrichter Welz nach einem Foul von Klavan an Gästespieler Klaus auf den Elfmeterpunkt. Prib traf zunächst für die Fürther. Da Park jedoch zu früh in den Strafraum gelaufen war, musste der Strafstoß wiederholt werden – und beim zweiten Versuch hielt FCA-Keeper Manninger den Elfmeter. In der 30. Minute dann der ersehnte Führungstreffer für Augsburg: Ein lang gezogener direkter Freistoß von Werner fand an Freund und Feind vorbei den direkten Weg ins Fürther Gehäuse – 1:0. Als kurz darauf die 1:0-Führung für Hannover gegen Düsseldorf vermeldet wurde,

war der FCA auf dem besten Weg zum direkten Klassenerhalt. Als dann in der 55. Minute Callsen-Bracker per Kopfball nach einem Eckstoß von Werner das 2:0 für Augsburg erzielte, stieg die Hoffnung in der SGL-Arena weiter, zumal zwischenzeitlich Hannover das 2:0 gegen Düsseldorf markiert hatte. Ganz kampflos ergeben wollten sich die Fürther jedoch nicht, Trinks erzielte in der 62. Minute den 2:1-Anschlusstreffer. Als dann allerdings Ji in der 75. Minute auf 3:1 erhöhte, kannte das Feiern der Augsburger Fans keine Grenzen mehr. Die Tränen flossen hingegen bei den Düsseldorfern, da Hoffenheim durch zwei Elfmetertreffer in der Schlussviertelstunde noch sensationell in Dortmund gewann. Hoffenheim kletterte damit auf Relegationsplatz 16 und hat nun zwei Entscheidungsspiele gegen den 1. FC Kaiserslautern vor sich, Düsseldorf steigt in die Zweite Bundesliga ab. rs

1973 gegründet und feiert somit in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen.

Stolz kann sich der von 23 Gründungsmitglieder auf derzeit 524 Mitglieder gewachsene Verein auch zeigen, ist er doch damit gleichzeitig der größte Verein im Gemeindebereich Haag/Schreez, der mit mehreren Sparten ein vielfaches sportliches Angebot abdecken kann. Nachdem am Samstag bereits früh um 8 Uhr Flohmarktbesuchern viele schöne Sachen präsentiert wurden, kämpften am Nachmittag die zwei Herrenmannschaften und die Damenmannschaft des Vereines um Punkte in der Verbandsrunde. Mitglieder und Ehrenamtliche geehrt Am gestrigen Festabend wurden alle Mitglieder, welche 40, 25 bzw. 10 Jahre Mitgliedschaft nachzuweisen haben, von der Vorstandschaft geehrt. Eine besondere Ehre kam 13 Personen aus dem Verein zugute, die

BAYREUTH. Der Weltmeister kommt nach Bayreuth! Am kommenden Sonntag, 26. Mai, findet im Städtischen Kunsteisstadion ein Länderspiel zwischen den Streethockey-Nationalteams von Deutschland und Weltmeister Tschechien statt. Spielbeginn der Partie ist um 15 Uhr. Einlass für die Zuschauer ist um 13.30 Uhr. Der Eintritt kostet vier Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren zwei Euro. Für manchen Eishockey-Fan bietet das Match die Gelegenheit, sich in der warmen Jahreszeit einmal mit der dem Eishockey ähnlichen Sportart Streethockey vertraut zu machen.

Gemeinsam sieht man besser! BAYREUTH. Public Viewing stärkt das Gemeinschaftsgefühl: Zusammen zittern oder mitfiebern. Wer will da noch ein Fußballspiel alleine daheim vor dem Fernseher im Wohnzimmer erleben. Live-Atmosphäre ist angesagt. Das Champions-League-Finale zwi-

Großes Festwochenende mit Fußballturnieren, Pfingstparty und Lebend-Kicker Pfingstfest statt – in diesem Jahr ein besonderer Anlass, richtig zu feiern: Der Verein wurde im März

Länderspiel im Streethockey

Public Viewing

1973 – 2013: 40 Jahre SV Schreez e.V. BAYREUTH. Seit gestern findet auf dem Sportplatzgelände des SV Schreez das alljährliche

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sich über viele Jahre ehrenamtlich für den Verein eingesetzt hatten und somit vom Bayerischen Landessportverband (BLSV) sowie vom Bayerischen Fußballverband (BFV) mit Verdienstnadeln bzw. Verbandsehrenzeichen ausgezeichnet wurden: Anni Kilders, Siegfried Reuschel, Markus Bär, Thomas Engelbrecht, Michael Kilders, Rüdiger Welz, Günter Pfaffenberger, Bernd Trautner, Siegfried Ochs, Bernd Kasel, Margit Engelbrecht, Klaus Böhner und Roland Retsch. Umrahmt wurde der Abend von „Manni und seinen Rebellen“ und der Dorf-Humorist Christoph Bayerlein trug sein „Bestes Wissen aus dem Verein“ vor. Attraktives Festprogramm Am heutigen Sonntag beginnt der Tag festlich mit einem Gottesdienst um 9 Uhr. Nach dem Weißwurstfrühschoppen ab 10 Uhr dürfen sich alle Besucher auf das beliebte Schüler-

schen Bayern München und Borussia Dortmund am 25. Mai ab 20.45 Uhr ist nicht nur in London ein Renner, sondern auch in Bayreuth. Die Gastronomen legen sich ins Zeug, um den Daheimgebliebenen einen passenden Rahmen für das große Gemeinschaftserlebnis zu bieten. gmu

Die einzelnen Sparten mit ihren Gründungsjahren: Fußball: 1973 Alt-Herren-Fußball: 1978 Frauenfußball: 2002 Ju-Jutsu: 1996 Skiabteilung: 2000 Damengymnastik: 1977 Yoga: 2004 Dart: 1993 Jugendfußball: 1973 Run4Fun: 2013 Turnier freuen. Die E-Jugend-Mannschaften beweisen ab 12.30 Uhr und die F-Schüler-Teams ab 14.30 Uhr ihr fußballerisches Können. Am Abend findet die große Pfingstparty mit Barbetrieb statt. Am Pfingstmontag lockt das inzwischen legendäre Lebend-KickerTurnier alle sportlichen und weniger sportlichen Menschen an das Sportgelände. Dabei steht erfahrungsgemäß immer der Spaß an der Sache im Vordergrund. Ab 17 Uhr bereiten „Sebbo & Funky“ musikalisch einen – hoffentlich dann auch vom Wetter – positiv unterstützten Festausklang. sm


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Sport

19. Mai 2013

Bayernliga Nord DJK Ammerthal – FC Amberg TSV Kleinrinderfeld – SpVgg Bayreuth 1. FC Sand – 1. FC Trogen TSV Großbardorf – FSV Erlangen-Bruck Don Bosco Bamberg – SpVgg Selbitz 1. FC Schweinfurt 05 – ASV Hollfeld SpVgg Jahn Forchheim – TSV Aubstadt ASV Neumarkt – SV Alemannia Haibach SV Memmelsdorf – Würzburger FV 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18.

1. FC Schweinfurt 05 Jahn Forchheim FC Amberg TSV Großbardorf Würzburger FV SpVgg Bayreuth TSV Aubstadt DJK Ammerthal SV Memmelsdorf Alemannia Haibach SpVgg Selbitz ASV Hollfeld ASV Neumarkt FSV Erlangen-Bruck Don Bosco Bamberg 1. FC Trogen 1. FC Sand TSV Kleinrinderfeld

33 33 33 33 33 33 33 33 33 33 33 33 33 33 33 33 33 33

81:28 78:47 70:34 76:41 81:49 69:50 62:57 55:47 51:55 51:49 45:67 42:84 43:65 55:85 36:48 37:56 39:69 42:82

0:1 1:6 1:2 1:2 1:1 7:0 0:2 2:2 0:2 77 71 67 67 59 59 46 44 44 42 36 35 34 34 33 33 31 20

Kantersieg und Debakel Altstadt siegt 1:6 in Kleinrinderfeld, Hollfeld verliert 7:0 in Schweinfurt SCHWEINFURT/KLEINRINDERFELD. Am 33. und vorletzten Spieltag der Fußball-Bayernliga Nord gewann die SpVgg Bayreuth mit 1:6 beim Tabellenletzten TSV Kleinrinderfeld. Der ASV Hollfeld, der noch um den Klassenerhalt kämpft, musste eine herbe 7:0-Niederlage beim als Bayernliga-Meister und Regionalliga-Aufsteiger feststehenden FC Schweinfurt 05 hinnehmen. Für die Altstadt ging es in Kleinrinderfeld im wesentlichen darum, den Saisonabschluss weiter versöhnlich zu gestalten. Bereits in der 2. Minute brachte Stefan Kolb die SpVgg mit 0:1 in Führung. Postwendend gaben die Gastgeber in der 5. Minute jedoch ein Lebenszeichen, Bastian Götzfried glich zum 1:1 aus. Bereits zwei Minuten später brachte

abermals Stefan Kolb die Altstadt erneut in Führung. Timothy Nicolaus erhöhte in der 32. Minute auf 1:3. Nach der Pause besorgten Manuel Hiemer (63.) das 1:4 und Esra Schmidt (78.) das 1:5. Den Schlusspunkt mit dem 1:6 setzte Julian Pötzinger in der 83. Minute. Am kommenden Samstag empfangen die Altstädter den FC Trogen, der in den vergangenen Spielen wie Phönix aus der Asche dem aussichtslosen Tabellenkeller entstieg und nach dem gestrigen 1:2Sieg beim FC Sand nur noch einen Zähler vom rettenden Ufer entfernt ist. Mit einem Sieg gegen Trogen könnte die Altstadt auch dem ASV Hollfeld Schützenhilfe leisten. Die Truppe von Trainer Claudio Eismann musste nach zuvor sieben Punkten aus drei Spielen gestern

Stellenmarkt

beim FC Schweinfurt 05 eine herbe 7:0-Niederlage hinnehmen. Bereits zur Halbzeit stand es nach Toren von Simon Häcker (10.), Benjamin Demel (24.), Peter Heyer (25.) und Sebastian Kneißl per Elfmeter in der 41. Minute 4:0 für den blendend aufgelegten Aufsteiger in die Regionalliga. In der zweiten Hälfte schraubten erneut Heyer (69.), Martin Thomann (73.) und Stefan Seufert (80.) das Ergebnis auf 7:0. Die Schweinfurter hatten sich damit auch die Meisterschaft in der Bayernliga Nord gesichert. Am kommenden Samstag empfängt der ASV Jahn Forchheim. Zwar hat man derzeit noch zwei Punkte Vorsprung auf Abstiegsplatz 16 und Relegationsrang 15, gezittert werden muss in Hollfeld aber bis zur letzten Minute. rs

Bayreuther Sonntagszeitung

Brose gegen Bayern BBL-Playoff-Halbfinale ab Mittwoch BAMBERG. Nach dem Kraftakt der Playoff-Viertelfinalserie gegen Phönix Hagen fiebert Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg bereits dem Südgipfel gegen Bayern München im Halbfinale entgegen. „Das werden ganz besondere Spiele, erklärt Bambergs Geschäftsführer Wolfgang Heyder. Auftakt der Halbfinalserie ist am Mittwoch, 22. Mai, um 20.05 Uhr in der Bamberger Stechert-Arena. Am vergangenen Mittwoch hatten die Brose Baskets die unangenehm zu spielenden Hagener im vierten Spiel des Viertelfinals endgültig mit 92:75 abgeschüttelt und somit das Ticket für die Vorschlussrunde gelöst. Bamberg gegen Bayern – das

ist Basketball-Brisanz pur. Zwar sprechen die Verantwortlichen beider Clubs stets mit Hochachtung voreinander, doch es ist kein Geheimnis, dass die Bayern in Bamberg nicht besonders beliebt sind. Neben dem Einzug in die Finalserie geht es daher auch um die Vormachtstellung unter Deutschlands Körben. Zumal der dritte Topclub ALBA Berlin wieder einmal früh bereits im PlayoffViertelfinale die Segel streichen musste. Heyder will dennoch nicht von einem vorgezogenen Finale sprechen. „Das würde den anderen Mannschaften wie Ulm oder Oldenburg, die ebenfalls eine tolle Saison spielen, nicht gerecht“, so der Bamberger Manager. dpa/rs

Ganzheitlicher Kampf Großes Budoseminar der IAWO

Bayreuther

Sonntagszeitung Beste Chancen für eine erfolgreiche Mitarbeitersuche! Die Bayreuther Sonntagszeitung wird am Sonntagmorgen zuverlässig in mehr als 45.000 Briefkästen zugestellt. Nutzen Sie unsere neue Rubrik

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BAYREUTH. In der großen Halle der Bayreuther Turnerschaft fand das große Budoseminar des Verbandes IAWO (International Asian Weapon Organization e.V.) statt. Die Veranstaltung ist seit Jahrzehnten nicht nur von besonderer regionaler Bedeutung in der Kampfkunstszene, sondern darüber hinaus auch bundesweit etabliert. Nach der Begrüßung und den einleitenden Worten des Verbandspräsidenten Wolfgang Gröger startete das Seminar. Budo-Taijutsu/Ninjutsu, Mittelalterlicher Kampf, Ju-Jutsu, Judo,

Taekwondo, Anti-Terror-Karate, Eskrima, GTS-Neurobic und Selbstverteidigung waren die Inhalte des Seminars und wurden von verschiedenen Großmeistern und Spezialisten des Verbandes gelehrt. Ganzheitliche Kampfkunst auf allen Kampfebenen und für alle Altersgruppen, ob wettkampf-, breitensport- oder selbstverteidigungsorientiert, wurde demonstriert und vermittelt. Tritte, Schläge, Würfe, Hebel- und Transporttechniken, Nahkampf, Bodenkampf, Stockund Schwertkampf, Gefahren- und Waffenabwehr wurden nachhaltig geübt. Foto: red


Gesundheit

Bayreuther Sonntagszeitung

19. Mai 2013

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S prechstunde am Sonntag

Das „richtige Kniegelenk“ für den individuellen Patienten – von Prof. Dr. med. H.-G. Simank

Die Arthrose (Gelenkverschleiß) ist durch einen zunächst langsamen Verschleiß des Gelenkknorpels gekennzeichnet, der in späten Stadien zu starken Schmerzen und zu einer Gebrauchsunfähigkeit des Gelenks führt. Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko an einer Arthrose zu erkranken an, häufig ist das Kniegelenk betroffen. Da wir heute immer älter werden, steigt naturgemäß die Anzahl von Menschen, die an Arthrosebeschwerden des Kniegelenks leiden, ebenfalls an. Professor Dr. Hans-Georg Simank, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie hat sich auf Operationen bei Arthrose spezialisiert und gibt einen Überblick über Endoprothesen am Knie. Endoprothesen („künstliche Gelenke“) sind die Behandlung der Wahl bei einer fortgeschrittenen Arthrose (Gelenkverschleiß), wenn gelenkerhaltende Behandlungen keine ausreichende Beschwerdefreiheit und Alltagstauglichkeit des Gelenks mehr erzielen. Vor einer möglichen Operation sollte das gesamte Spektrum konservativer, nicht operativer Therapiemaßnahmen, wie Physiotherapie oder schmerzstillende Medikamente, ausgeschöpft sein. Der Gelenk-

Schlittenprothese.

Gleitlagerersatz.

Schlitten und Gleitlagerersatz. Abbildungen: DePuy Orthopedics

ersatz durch eine Endoprothese ist somit den Endstadien der Arthrose vorbehalten. Bei richtiger Indikationsstellung sind Endoprothesen sehr erfolgreiche Operationen, die die Lebensqualität auch älterer Patienten erheblich verbessern und eine altersentsprechende Gelenkfunktion und ggf. die Sportfähigkeit und Arbeitsfähigkeit wiederherstellen.

schleiß betroffen. Deswegen muss im Regelfall auch ein Ersatz des ganzen Gelenkes durch ein Kunstgelenk vorgenommen werden. Dies wird als „totale Endoprothese“ des Kniegelenks bezeichnet. Die aktuellen und weit fortgeschrittenen Prothesentypen sind als sogenannter „Oberflächenersatz“ konstruiert und bilden die Oberfläche des Kniegelenks und die natürliche Funktion des Gelenks in weiten Teilen nach, da alle Bandstrukturen, bis auf das vordere Kreuzband, erhalten werden. Eine weitere Koppelung des Gelenks wird nicht benötigt.

lenkverschleiß auf einen einzigen Gelenkanteil begrenzt. So besteht beispielsweise in nicht wenigen Fällen eine innenseitige (mediale) Arthrose bei intaktem äußeren Gelenkabschnitt und intaktem Kniescheibengelenk. Für diese Patienten sind halbseitige Prothesen, sogenannte Schlittenprothesen, geeignet, die nur das innere Gelenk durch ein Implantat ersetzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Da nur ein Gelenkabschnitt ersetzt wird, ist der Eingriff weniger belastend für den Patienten, sämtliche Bänder, inklusive des vorderen Kreuzbands, werden erhalten und die Beweglichkeit und Kinematik des Gelenks ist weitgehend ungestört.

Der „totale Gelenkersatz“ Das Kniegelenk besteht aus drei Kompartimenten (Abschnitten), dem inneren und äußeren Gelenkanteil und dem Kniescheibengelenk. In den meisten Fällen ist das gesamte Gelenk, d.h. alle drei Kompartimente, vom Knorpelver-

Der „Teil-Gelenkersatz“ Bei einigen Patienten ist der Ge-

Erweiterte Kostenübernahme

Ähnliches gilt für einen isolierten Verschleiß des Kniescheibengelenks, der ebenfalls durch einen Teil-Gelenkersatz des Kniescheibengelenks behandelt werden kann. Häufig tritt diese Situation nach Brüchen oder nach Verrenkungen (Luxationen) der Kniescheibe ein. In jüngster Zeit und für ausgewählte Fälle können zwei Kompartimente des Kniegelenks isoliert ersetzt werden, bspw. der mediale, innere Gelenkanteil und das Kniescheibengelenk. Theoretisch ist hierdurch ebenfalls die Wiederherstellung eines natürlichen Gelenkspiels durch eine anatomische Gelenkrekonstruktion möglich. Allerdings stehen uns bislang nur wenige Daten zu den mittelfristigen Ergebnissen zur Verfügung. Die kurzfristigen Ergebnisse der Methode sind bei korrekter Patientenauswahl aber sehr vielversprechend. Zusammenfassung Die endoprothetische Versorgung von Kniegelenken ist eine sehr erfolgreiche Operation. Durch die Einführung von „TeilgelenkersatzProthesen“ kann eine individuelle Versorgung gewährleistet werden. Weitere Informationen finden Sie unter: www.oc-bayreuth.de

Prof. Dr. med. Hans-Georg Simank Orthopädische Chirurgie Bayreuth, Parsifalstraße 5, 95445 Bayreuth

Auch in unserer nächsten „Sprechstunde am Sonntag“ am 26. Mai finden Sie wieder einen interessanten Beitrag eines Bayreuther Arztes aus seinem medizinschen Fachgebiet.

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Krankenkassen verbessern Leistungen bei künstlicher Befruchtung BAYREUTH. Einige gesetzliche Krankenkassen verbessern Ihre Leistungen bei der Kinderwunschbehandlung. Bisher werden bei drei Versuchen jeweils 50% der Kosten übernommen. Der verbleibende Eigenanteil wird nun von verschiedenen Krankenkassen rückerstattet. Es betrifft 10-15% aller Paare, die nicht auf natürlichem Wege schwanger werden. Der einzige

Bayreuther

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Ausweg ist eine Behandlung in den etablierten Kinderwunschzentren in Deutschland. Der Weg dorthin und auch die Behandlungen können für ein Paar sehr belastend sein. Verbesserte Leistungen Dr. Stefan Todorow, Leiter vom Kinderwunschzentrum „Klinik am Hofgarten“ in Bayreuth behandelt seit Jahren viele Kinderwunschpaare. „Neben der medizinischen Behandlung kommen zunehmend auch

Impressum Bayreuther Sonntagszeitung Die Bayreuther Sonntagszeitung wird an alle Haushalte in Altenplos, Bayreuth, Bindlach, Eckersdorf, Gesees, Heinersreuth, Hummeltal, Mistelbach, Mistelgau und Neunkirchen kostenlos verteilt.

Auflage 45.339 Exemplare Bindlach Heinersreuth

psychische Belastungen dazu. Außerdem spielen die Kosten eine beträchtliche Rolle. Bisher wurden die Kosten der künstlichen Befruchtung bei drei Versuchen zur Hälfte von den gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Dazu mussten die Voraussetzungen erfüllt sein, dass das Paar verheiratet ist, die Frau unter 40 Jahren und der Mann unter 50 Jahren ist. Außerdem dürfte das Alter auch nicht unter 25 sein.“ Seit Jahresanfang tut sich hier etwas. Gerade die Betriebskrankenkassen und einige andere gesetzliche Krankenkassen bieten nun ihren Versicherten im Bereich der Kinderwunschbehandlung verbesserte Leistungen an. Als eine der ersten Krankenkassen bietet die BKK-VBU Familien und Kinderwunschpaaren mehr Unterstützung. Die Krankenkasse beteiligt sich mit 75 Prozent an den Kosten für die künstliche Befruchtung und hat

per Satzung festgelegt, dass schon Paare ab 19 Jahren sich ihren Kinderwunsch erfüllen lassen können. Außerdem setzt sich die BKK-VBU dafür ein, dass die Kosten auch für unverheiratete Paare übernommen werden können und hat Klage vor dem Landessozialgericht in Potsdam eingereicht. Es lohnt sich jetzt also für betroffene Paare, die Leistungen ihrer Versicherung in diesem Bereich zu erfragen und gegebenenfalls auch die Krankenkasse zu wechseln. Nächster Infoabend: Donnerstag, 23.5., 19 Uhr Das Kinderwunschzentrum in der Richard-Wagner-Straße 34 – 36 in Bayreuth bietet einmal im Monat Infoabende an. Hier können sich interessierte Paare unverbindlich informieren und die Räumlichkeiten der „Klinik am Hofgarten“ besichtigen. Termine und Infos unter: www.ivf-bayreuth.de red

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Eckersdorf

Mistelgau

Mistelbach Gesees Hummeltal

Herausgeber: SaGa Medien & Vertrieb OHG Richard-Wagner-Straße 36, 95444 Bayreuth Tel. 09 21 / 1 62 72 80-40 Fax 09 21 / 1 62 72 80-60 info@btsz.de www.bayreuthersonntagszeitung.de Geschäftsführung: Martin Munzert Anzeigenberatung: Renate Hofmann Christina Kolontourou Joachim Opitz anzeigen@btsz.de

Redaktion: Gabriele Munzert, Roland Schmidt, Stefanie Meister redaktion@btsz.de Druck: Frankenpost Verlag GmbH Schaumbergstraße 9, 95032 Hof Zustellung: SaGa Medien & Vertrieb OHG Martin Munzert (verantwortlich) Zurzeit gültige Anzeigenpreisliste Nr. 1/01.04.2013

Anzeigen und -entwürfe sind verlagsrechtlich geschützt. Nachdruck, Vervielfältigung und elektronische Speicherung nur mit Zustimmung des Verlags.


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Sommer – Sonne – Badezeit

19. Mai 2013

Bayreuther Sonntagszeitung

Wieviel Sonne braucht der Mensch? Vernünftig dosiertes Sonnenbaden kann sogar Krebs verhüten

Foto: OPERA®

BAYREUTH. Zu wenig Sonne ist nicht gut: Der Mensch benötigt sie als Krebs-

schutz, für ges u n d e Knochen und das allgemeine Wohlbefinden. Zu viel Sonne ist aber auch nicht gut: Sie kann Hautschäden verursachen. Wie so oft im Leben: Die Dosis macht´s. „Mit dem Sonnenbaden ist es ähn-

lich wie mit dem Weintrinken: alles eine Frage der Dosis“, sagt der amerikanische Hautspezialist Prof. Michael Holick von der Universität Boston. „Die Zahl der Neuerkrankungen bei Brustkrebs und die Sterberate könnten um 35 bis 75 Prozent sinken, wenn sich die Menschen vermehrt draußen aufhalten würden“, behauptet Holick. Nach seiner Darstellung kann vernünftig dosiertes Sonnenbaden sogar Krebs verhüten. Vitamin-D-Mangel Die Verteufelung des Sonnenbadens in den zurückliegenden Jahren hat nach Worten des streitbaren Professors Holick dazu geführt, dass sich die Menschen kaum noch ungeschützt in die Sonne trauen. Die Folge sei ein „weit verbreiteter Vitamin-D-Mangel in weiten Teilen der westlichen Welt.“ Tatsächlich wird der Umgang mit der Sonne zumeist falsch gehandhabt, gerade auch hierzulande. Weil beispielsweise Freibadbesucher stundenlang in der Sonne braten wollen, verwenden sie Sonnenschutzmittel mit besonders hohen Schutzfaktoren. Dies aber verhindert die Bildung von Vitamin D, das einen wichtigen Schutz vor Krebs darstellt. „Sonnencreme mit dem Faktor 15 reduziert bereits die Vitamin-D-Produktion der Haut um 99,9 Prozent“, erklärt Prof. Holick. Fakt ist: Unsere Ernährung deckt nur maximal zehn Prozent unseres Vitamin-D-Bedarfs. Der Rest muss durch das Sonnenlicht in der Haut gebildet werden. Was ist aber nun die richtige Dosis, mit der Menschen ungefährdet leben

können, mit der sie ihre Knochen gesund und den Blutdruck niedrig halten, die Fließeigenschaften des Blutes verbessern und ihre Ausdauerleistungsfähigkeit ebenso wie ihr körperliches und geistiges Wohlbefinden steigern? Denn all die aufgezählten Wirkungen werden einem vernünftigen Umgang mit der Sonne zugeschrieben. Um ausreichend Vitamin D zu bilden, sollte jeder nach internationalen Empfehlungen dreimal pro

Woche zehn bis 15 Minuten in die Sonne. Dabei reicht es bereits, wenn Gesicht, Hände und Unterarme der Sonne ausgesetzt sind. Was die Dauer betrifft, sollte man sich maximal für ein Viertel der Dauer der so genannten Eigenschutzzeit der Sonne aussetzen. Langsam an die Sonne gewöhnen Auf der anderen Seite bleibt unbestritten, dass übermäßiges Sonnenbaden auf Dauer eine vorschnelle

Tipps f��r den Sonnenschutz • Das Vermeiden der Sonnenbestrahlung, vor allem in den Mittagsstunden, ist immer noch der beste Schutz • Kleidungsstücke und Kopfbedeckungen schützen besser als Sonnenschutzmittel • Sonnenschutzmittel sollten erst am Ende in der Reihe der Schutzmaßnahmen stehen. Wenn Sie welche anwenden: Tragen Sie die Mittel bereits eine Viertelstunde vor der Sonneneinwirkung auf • Achten Sie darauf, dass das Mittel sowohl gegen UVA als auch gegen UVB schützt • Regelmäßiges Nachcremen ist wichtig, denn durch Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen der Haut geht der Schutz verloren • Halten Sie sich bevorzugt im Schatten auf. Dort bekommen Sie immer noch genügend UV-Strahlen ab • Nach dem Sonnenbad: Duschen und die Haut mit einer Feuchtigkeit spendenden Lotion eincremen

Alterung der Haut und Hautkrebs bewirken kann. Krebs erregend sind medizinischen Studien zufolge sowohl UVB wie auch UVAStrahlen. Das Problem: Konventionelle Sonnenschutzmittel schützen vor allem gegen UVB-Strahlen, die Sonnenbrand verursachen. Sie verhindern jedoch nicht das dann viel zu lange Eindringen von UVAStrahlen in die Haut. Der beste Schutz ist die Gewöhnung der Haut durch kurze Sonnenbäder an die Sonne. Je nach Hauttyp und Stärke der Strahlung sollten diese Sonnenbäder anfangs weniger als fünf bzw. maximal 25 Minuten dauern. Das Ausweichen in den Schatten schützt nur bedingt: Während dort zwar die Wärmestrahlung fast völlig abgeschirmt wird, gelangen noch 50 bis 90 Prozent der UV-Strahlung auch in den Schatten. UVA-Strahlen durchdringen sogar Fensterscheiben, etwa im Auto. Schutz durch Kleidung Besser als Schutzmittel mit hohen Lichtschutzfaktoren ist nach Expertenmeinung außerdem der Schutz durch Kleidung, eventuell durch geprüfte UV-Schutzkleidung. Sie bietet einen Lichtschutzfaktor zwischen 20 und 80, ermöglicht es aber trotzdem durch die kleinen unbedeckten Hautpartien im Gesicht und an den Armen die ausreichende Bildung von Vitamin D. red

Bademoden 2013 Schlank durch den Sommer BAYREUTH. Der Sommer naht und mit ihm der Wunsch vieler Frauen, die ein oder zwei Pfund zu viel auf den Hüften modern und raffiniert zu kaschieren. Der Miraclesuit-Badeanzug z.B. hält, was er verspricht, und das ist

nicht wenig! Durch die Verwendung des einzigartigen und vor allem innovativen Material Miratex, welches den dreifachen Spandex-Anteil gegenüber herkömmlichen Badeanzug-Materialien aufweist, modelliert und strafft er den Körper jeder Frau,

Hoher Tragekomfort, perfekte Passform. Damit steht dem Schwimmvergnügen im Sommer nichts entgegen. Foto: Kleemeier/akz-o sodass diese in 10 Sekunden um 10 Pfund schlanker wirkt. Komfort und Funktion Miraclesuit-Badeanzüge haben eine korrigierende Schnittführung und vereinen somit reinen Komfort mit der nötigen Funktion. Sie verwenden keinerlei Unterfütterung an den Problemzonen, wie Bauch und Hüfte. Stattdessen sind sie ausgestattet mit unterstützenden Bereichen, die den Körper formen und glätten, ohne einzuengen – egal ob im Stehen, Sitzen oder beim Schwimmen (www.miraclesuit-bademode.com). Die Bademode verleiht ihrer Trägerin mehr Selbstbewusstsein und steigert ihr Wohlbefinden, indem sie hohen Tragekomfort aufweist und deutlich der Figur schmeichelt. Zudem sorgt das hervorragende Material für eine deutlich geringere Wasseraufnahme in den ersten 15 Minuten. Eine verbesserte Verträglichkeit gegen Chlor und eine daraus resultierende längere Haltbarkeit des Produkts wird durch die Verarbeitung eines speziellen Materials erzielt. akz-o


Sommer – Sonne – Badezeit

Bayreuther Sonntagszeitung

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Auf die Technik kommt es an Ulrich Möller erklärt, warum der Schwimmstil so wichtig ist BAYREUTH. Schwimmen ist gesund, das weiß jeder. Der statische Auftrieb des Wassers entlastet dazu das Skelettsystem, die rhythmischen Bewegungen bringen eine gute Allgemeinentspannung. Doch nur durch die richtige Technik wird die Leistungsfähigkeit erhöht. Schwimmmeister Ulrich Möller bietet deshalb im SVB Hallenbad Schwimmkurse zur Technikverbesserung an.

Saunalandschaft erweitert Panorama-Sauna an der Therme Obernsees mit Wohlfühlcharme OBERNSEES. Der neue SaunaAußenbereich an der kürzlich eingeweihten Panorama-Sauna der Therme Obernsees ist fertiggestellt. Das neue Panorama-Saunagebäude wurde in den bewachsenen Hangbereich hinein gebaut und umfasst eine Fränkische Bier- und Genusssauna mit Glasfassade für

rund 80 Personen, eine Hopfen- und Kaminstube als kombinierten Aufenthalts- und Ruheraum mit Glasfassade sowie großzügige Duschen, Sanitäreinrichtungen, einen Eisbrunnen und Taschenablagen. Im Außenbereich sind nun auch die Liegeterrassen sowie der zugehörige Naturbadeteich und die gesamten Freianlagen des großzügigen Saunagartens fertigge-

Let the sun Sonnenbrillen sind im Sommer ein unverzichtbares Accessoire

stellt. Die Anlage entfaltet einen einmaligen Wohlfühlcharme, der im Laufe der Zeit mit zunehmender Begrünung noch verstärkt wird, betonte Landrat Hermann Hübner bei der Eröffnung. Die Kosten der Saunaerweiterung beliefen sich auf 1,65 Millionen Euro. Abgeschlossen ist auch die Erweiterung des Wohnmobilstellplatzes an der Therme. Foto: Roland Schmidt

shine! Der Sommer steht vor der Tür, die ersten warmen Sonnenstrahlen locken uns ins Freie: Die Sonnenbrillen-Zeit ist also offiziell eingeläutet. Eine Sonnenbrille zählt zu den schönsten Accessoires für den Sommer. Beim Kauf sollte nicht der Preis entscheidend sein. Eine schöne Brille ist nicht nur Schmuck, der den persönlichen Look perfekt macht, sondern sie schützt zudem die Augen vor allzu grellem Licht. Heuer darf fast alles auf die Nase gesetzt werden, was gefällt. Bei den Gläsern polarisieren in diesem Jahr vor allem farbig getönte, verspiegelte Pilotenbrillen in Orange, Rot oder Blau von Labels wie Ralph Lauren oder Calvin Klein. Der Stil dieser Sonnenbrillen wirkt besonders sportlich. Auch der Rahmen der Sonnenbrille kommt im Sommer 2013 in neuen Farben und Materialien daher. Pastell, Neon und Monochrom stehen neben klassischem Schwarz und Braun zur Auswahl. Acetat im Style von Holz, Leder oder sogar Samt kommt in die Fachgeschäfte. Dauerbrenner für Frauen und Männer ist die Pilotenbrille. Darüber hinaus zählen die Cat-Eye-Form sowie kreisrunde Lennon-Brillen bzw. Retro-Modelle zu den Trendmodellen bei den Sonnenbrillen 2013. Wer auffallen möchte, der greift zu einem Sommer-Accessoire, bei dem Strasssteinchen funkeln oder goldfarbene Verzierungen oder Blumen hervorstechen. red

„Jede Schwimmtechnik kann in Kursen erlernt oder verbessert werden“, erzählt Schwimmmeister Ulrich Möller. Zu ihm kommen Abiturienten oder Studenten, die für Prüfungen Schwimmtechnik und Leistungsfähigkeit verbessern wollen. Am Anfang steht natürlich die Analyse: Sind Arm- und Beinbewegungen aufeinander abgestimmt, wie erfolgt die Atmung. Ineffiziente Schwimmbewegungen wirken sich auf den Stil des Schwimmers aus und natürlich auf die Schnelligkeit. Darüberhinaus wirkt sich die falsche Schwimmtechnik auf die Gesundheit aus. Nackenbeschwerden oder Verspannungen im Rücken können die Folge sein. Neben der Praxis bietet Ulrich Möller auch Theorie. „Der Schwimmer muss natürlich wissen, was er falsch macht und auch mögliche Konsequenzen kennen“. Zur Technikverbesserung setzt der Schwimmmeister Hilfsmittel ein, welche die richtigen Schwimmbewegungen unterstützen. Diese speziellen Schwimmkurse im SVB Hallenbad sind individuell und finden als Einzelunterricht oder in kleinen Gruppen, maximal jedoch mit nur fünf Teilnehmern, statt. gmu

Haarfrei in den Anzeige Sommer starten BAYREUTH. Dauerhafte Haarentfernung ist vor allem im Sommer ein großes Thema. Welche Möglichkeit der Haarentfernung man bevorzugt, bleibt jedem selbst überlassen. Die moderne Haarentfernungsmethode mit IPL-Licht ist eine schonende und sichere Behandlung. Durch die einzigartige I.O.S.Methode werden die Haarfolikel selektiv zerstört, so dass keine Haare nachwachsen können. Das aktive Skincooling-System sorgt für größtmögliche Sicherheit und eine schonende Behandlung ohne Nebenwirkungen. Eine kostenlose Probebehandlung und Beratung nach Terminvereinbarung gibt es im Hairfree Studio Bayreuth, Königsallee 6. red

Schwimmmeister Ulrich Möller und die 11-jährige Janna beim Training im SVB Hallenbad. Foto: Munzert


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Die Grillsaison ist eröffnet

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Bayreuther Sonntagszeitung

Allgäuer Emmentaler-Päckchen vom Grill Zutaten 4 Scheiben (à 100 g) Allgäuer Emmentaler 12 Cocktailtomaten 2 Knoblauchzehen, geschält und in dünne Scheiben geschnitten 4 TL Pinienkerne, geröstet und grob gehackt 4 Stängel Thymian 4 Zweige glatte Petersilie 2 TL Honig 2 TL Pfeffer, im Mörser grob gestoßen Öl, Aluminiumfolie

Kulturgeschichte des Grillens

Zubereitung: Den Strunk der Cocktailtomaten mit einem spitzen, scharfen Messer heraus schneiden und die Tomaten halbieren. Je ein Stück – ausreichend groß – Aluminiumfolie auslegen, etwas einölen und eine Scheibe Allgäuer Emmentaler darauf legen. Jede Scheibe mit Knoblauch, abgezupftem Thymian und Petersilie, Pinienkernen und Pfeffer bestreuen und mit dem Honig beträufeln. Mit 6 halben Cocktailtomaten belegen und die Aluminiumfolie schließen, so dass über dem Käse ein kleiner „Dampfraum“ verbleibt. Auf dem Grill, etwas abseits der heißen Glut, ca. 6-8 Minuten garen. Der Allgäuer Emmentaler soll gerade weich sein, dann schmeckt er perfekt zu gegrilltem Fleisch und/oder gegrilltem Gemüse perfekt.

Von der Notwendigkeit zum bayerischen Genießer-Event BAYREUTH. Mit dem ersten Vogelgezwitscher und lauer Frühlingsluft beginnt in jedem Jahr die langersehnte Grillsaison. Draußen sein Essen zuzubereiten, ist Ausdruck eines sommerlichen und leichten Lebensgefühls. Doch für unsere Vorfahren war das Fleischgaren über offenem Feuer eine Frage des Überlebens, denn vor 300.000 Jahren machten Jäger ihre Beute so erst genießbar. Andere Zeiten, andere Sitten Wer die Erfindung des Grillrosts für sich beanspruchen darf, ist bis heute nicht ganz geklärt. Sowohl die Römer als auch die Ägypter verwendeten bereits in der Antike spezielle Apparaturen, um Wildschwein und Elch, aber auch „Delikatessen“ wie Hyäne und Krokodil über dem Feuer zu rösten. Spätestens ab dem 4. Jh. n. Chr. schmiedeten die

Römer Roste aus Metall, um den Abstand zwischen Glut und Fleisch regulieren zu können – sie gelten daher als die Grillpioniere Europas. Im Mittelalter war der Grillgenuss lange Zeit der betuchten Oberschicht vorbehalten. Für die ärmere Bevölkerung war es reine Verschwendung, das wertvolle Fett ins Feuer tropfen zu lassen. Am englischen und französischen Königshof wurden trickreiche Rotisseure beschäftigt, die die Fleischzubereitung über offenem Feuer zu einer wahren Kunst weiterentwickelten. Barbacoa, Barbe à Queue, Barbecue Karibische Ureinwohner garten Fleischstücke oder ganze Tiere traditionell in einem Erdloch. Kreolen brachten diese als „Barbacoa“ bezeichnete Methode auf das amerikanische Festland. Fallensteller und Fellhändler im 17. Jahrhundert grill-

ten ganze Bisons „barbe à queue“, also vom Bart bis zum Schwanz. Heute grillen wir zwar weder Bart noch Schwanz und auch nicht in einem Erdloch, der gängige Begriff „Barbecue“ ist uns aber geblieben. Grillhype seit den 50er Jahren Im Gegensatz zu Europa grillte in Übersee übrigens lange Zeit nur die einfache Bevölkerung. Dies änderte sich erst in den 1950er Jahren, als das Grillen einen wahren Boom erlebte. Barbecue stand nun für ein Gefühl der Freiheit und Lebensfreude und etablierte sich schnell in allen Gesellschaftsschichten – so auch in Deutschland. Der absolute Klassiker bis heute: Würstchen vom Grill! Nürnberger Rostbratwürste beispielsweise gehören zu den beliebtesten Würstchen. Wer Wert auf Tradition legt, bereitet sie mit einem Buchenholzgrill zu. „Buche ist ein Hartholz und brennt

langsam, gleichmäßig und rußfrei ab, daher eignet sie sich besonders gut zum Grillen. Das Holz gibt außerdem ein leichtes Räucheraroma ab, das in die Nürnberger Bratwürste übergeht“, weiß Werner Behringer, der legendäre Wirt des Nürnberger Bratwursthäusles, zu berichten. Grilltrend 2013: Top 5-Zutaten kommen vom Weltgenusserbe Bayern Grillen bedeutet heute weit mehr als nur Würste oder Fleisch auf den Rost zu legen. Raffinesse und Kreativität sind die Zauberwörter. Deswegen wird’s in diesem Sommer überraschend bayerisch. Rezepte mit EUgeschütztem Allgäuer Bergkäse, Allgäuer Emmentaler, Nürnberger Rostbratwürsten, Bayerischem Bier und Bayerischen Meerrettich geben 2013 den Ton an. Aber Achtung: Eine Geschmacksgarantie gibt es nur, wer beim Zubereiten auch die echten Originale mit dem EU-

Fisch und Meeresfrüchte sorgen in Kombination mit unverzichtbaren Basics wie Olivenöl, Meersalz und Knoblauch für leichten Genuss und viel Aroma. Foto: djd/Aquasale/iStockphoto.com/Moncherie

Herkunftszeichen “verbrutzelt“. Weitere Informationen und viele Rezepte: www.weltgenusserbe.de Gesund, leicht und lecker Für Abwechslung und vielfältige Geschmackserlebnisse auf dem Teller sorgen auch Meeresspezialitäten. Zudem kann gegrillter Fisch, die leichte Alternative zum Steak, einen wertvollen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung leisten und ist darüber hinaus als wesentliche Quelle für Protein, Vitamin A und D, B-Vitamine sowie das wichtige Spurenelement Jod bekannt. Deshalb rät auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) dazu, einbis zweimal pro Woche Seefisch zu verzehren. Fast alle Fischsorten eignen sich zum Grillen. Die Zubereitungsarten sind vielfältig: Ob der Fisch im Ganzen oder als Filet gegrillt wird, ob in Alufolie, mit Hilfe einer speziellen Fischgrillzange oder direkt auf dem Grillrost, hängt von der Beschaffenheit des Grillguts ab. Meeresspezialitäten grillen – so gelingt es Der Geschmack des Grillguts wird zusätzlich hervorgehoben, wenn man es vor dem Garen mit hochwertigem Olivenöl und Meersalz einreibt. Kenner schätzen die geschmacksintensive Dorade in Salzkruste, die bei indirekter Hitze gegrillt wird. Garnelen oder Langusten bereitet man am besten in der Schale zu, die das zarte Fleisch schützt und den Geschmack intensiviert. Wer sonst eher Rind oder Schwein auf den Grill legt, sollte sich bei Fisch und Meeresfrüchten ein wenig umstellen und die empfindlichen Meeresspezialitäten nicht zu lange und bei moderater Hitze garen. red



Bayreuther Sonntagszeitung vom 19.05.2013