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Informationszeitschrift der Gemeinde Lüsen

Im Blickpunkt

Unterirdisches Netzsystem Tischlern wie die Großen

LH Gast der Schützen

Dr. Johann Busetti in Pension

Ausgabe 14 · Jahrgang 13 · Juni 2013 · www.gemeinde.luesen.bz.it


Inhaltsverzeichnis

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Grußworte Bürgermeister

Erziehung/Bildung

Aus der Gemeindestube

Dorfgeschichte

18 Neue Gesichter im Gemeindedienst

39 Aus der Pfarrchronik

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Tischlern wie die Großen

19 Trauungen 2012

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Wie Blinde sehen Young Action

20 Geburten 2012

40 Auf schnellen Kufen unterwegs

22 Verstorbene 2012

42 Auf Beckenbauers Spuren

Wirtschaft 7

Handwerker unter neuem Obmann

23 Gratulationen 2012 24 Woran arbeitet die

Im Blickpunkt 8

Unterirdisches Netzsystem

Sport/Veranstaltungen

Für unsere jungen Leser 43 Rätselspaß

Gemeindeverwaltung derzeit?

Gesellschaft/Kultur 30 Für Alt und Jung

Gesundheit

32 Lüsner Sterbebildsammlung

14 „Der Mensch wünscht sich,

verstanden zu werden“

Wohnen/Bauen

33 Musikkapelle stimmt sich auf Jubiläum ein 34 Landeshauptmann zu Gast

17 Baukonzessionen 35 Jeppe vom Berge 36 Frauen närrisch unterwegs 37 Die Zeit der Kinder 38 Dank für die finanzielle Hilfe

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IMPRESSUM: Herausgeber: Gemeinde Lüsen – Eintrag Lg. Bozen 4/01 vom 27.2.01; Lisna: Dorfgasse 21, 39040 Lüsen Kontakt: lisna@gemeinde.luesen.bz.it Koordination/Schriftleitung: Carmen Plaseller (cpl), Redaktion (ion): Paul Detomaso (pde), Egon Huber (ehu), Andrea Fischnaller (fis), Josef M. Fischnaller (bm), Heidi Oberhauser (hde) Foto Titelseite: Josef M. Fischnaller Motiv Titelseite: Trinkwasserreservoir in Rungg Presserechtlich verantwortlich: Elmar Albertini Layout: Brixmedia GmbH, Heidi Oberhauser · www.brixmedia.it Druck: A. Weger, Brixen Gesamtauflage: 1.100 Stück Nächste Ausgabe: Dezember 2013 Nächster Redaktionsschluss: 15. Oktober 2013

www.gemeinde.luesen.bz.it


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Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser! Die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte das Jahr 2013 zum Weltwasserjahr. Damit soll weltweit auf diese lebensnotwendige und in vielen Ländern der Erde knapper werdende Ressource aufmerksam gemacht werden. Diese Sensibilisierungskampagne haben wir als Redaktionsteam zum Anlass genommen, in dieser Ausgabe zahlreiche Informationen, Eckdaten und Hintergründe themenbezogen zusammenzutragen. Den Schwerpunkt bilden die millionenschweren Investitionen der abgelaufenen fünf Jahre im Bereich der Trinkwasserversorgung und Kanalisierung in den Fraktionen Rungg und Dorf. Dabei beeindruckt nicht nur die Gesamtlänge des verlegten Leitungs-

Lisna im Briefkasten

netzes von über 25 Kilometern, was der Straßenlänge von Lüsen nach Waidbruck entspricht. Der Bericht des Bürgermeisters zum Investitionsprogramm zeigt, dass die Arbeiten in diesem Bereich bei weitem nicht abgeschlossen sind. Der Bau der Kanalisierung in die Fraktion Berg mit einem Investitionsvolumen von 500.000 Euro hat im Frühjahr begonnen. Zudem stehen in der Kläranlage Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten von über einer Million Euro an. Dass die Niederschläge auch Gefahren bergen und Schäden verursachen können, das zeigen die zum Teil beträchtlichen Verwüstungen von Straßenabschnitten

und der Abgang von Lawinen im Gebiet der Würzjochstraße, wie sie wohl nur noch die Generation unserer Großeltern aus eigenen Erinnerungen kennen. Und doch ist das Wasser für die Gemeinde Lüsen ein Segen - nicht zuletzt aufgrund des gemeindeeigenen E-Werks. Die daraus erzielten Einnahmen ermöglichen viele Investitionen und finanzielle Spielräume, die anderen Gemeinden fehlen. In diesem Sinne wünsche ich allen ausreichend Erfrischung in einem hoffentlich erholsamen und schönen Sommer.  Carmen Plaseller Schriftleiterin

Wasser braucht es auch um die zwei Tanks dieses Feuerwehrautos, gebaut von einem 5-jährigen Kindergartenkind, zu füllen.

Für Verwandte oder Bekannte, welche die Dorfzeitung „Lisna“ gerne zugeschickt bekommen möchten aber nicht in Lüsen wohnen, genügt, es die Adresse mitzuteilen. Entweder direkt im Gemeindeamt oder über die E-Mail: lisna@gemeinde.luesen.bz.it

Lisna 1/2013

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Foto: privat

Grußworte Bürgermeister

Liebe Lüsnerinnen und Lüsner, liebe Heimatferne und Feriengäste! Endlich Frühling! Grüne Wiesen, blühende Kirschbäume und das frische Grün der Lärchen. Wer freut sich nicht darauf ? Die Gipfel sind in Folge der ergiebigen Schneefälle im Winter noch in Weiß gehüllt. Dies ist gut für den Wasserhaushalt und die Stromproduktion in unserer Gemeinde. Ein interessantes und arbeitsreiches Jahr steht uns wieder bevor. Mehr darüber lesen Sie im Bericht über das Arbeitsprogramm der Gemeinde. 2013 war und ist ein Jahr der Wahlen. Die Parlamentswahlen haben aus Südtiroler Sicht alle Erwartungen übertroffen. Trotz der schlechten Umfragen konnten wir dank des Zusammenhaltes eine starke Vertretung in Rom erreichen. Nach wochenlangen gescheiterten Verhandlungen ist es nun endlich gelungen in Rom eine neue Regierung zu bilden. Es bleibt nur zu hoffen, dass alle gewählten Mandatare den Ernst der Lage begreifen und die längst fälligen Reformen in Angriff nehmen, um den Menschen wieder Vertrauen in die Zukunft zu schenken. Im Oktober werden auch in Südtirol ein neuer Landtag und eine neue Landesregierung gewählt. Unser Landeshauptmann Luis Durnwalder wird sich nicht mehr der Wahl stellen. Trotz Krise haben wir in Südtirol noch einen relativ hohen Lebensstandart, dies ist auch sein Verdienst. 4

Vergleiche mit anderen Regionen bestätigen dies. Wir können auf Jahre zurückblicken, die unserem Land Wohlstand und Sicherheit gebracht haben. Nicht alle, aber der überwiegende Großteil der getroffenen Entscheidungen waren richtig und zukunftsweisend. Dazu zählen die Förderung der Berglandwirtschaft und des Wohnbaues, die Investitionen in Schule, Bildung, Straßen, Umwelt, Sanität und Altersheime, in die Mobilität, in Freizeiteinrichtungen und die Förderung der kulturellen Vereine, um nur einiges zu nennen. Nichts läuft von allein. Hinter den Kulissen übernehmen viele Verantwortung für unser Land und bringen sich ein. In Zukunft werden wir wieder vermehrt auf Sie alle angewiesen sein. Wir brauchen Idealisten mit Visionen, die es verstehen, all das Wertvolle zu erhalten und die Menschen für neue Wege zu begeistern. Die Geldmittel sind knapper geworden. Die laufenden Ausgaben schaffen wenig Raum für neue Investitionen. Gerade diese wären so wichtig, um die Wirtschaft anzukurbeln. Daher ist es ein Gebot der Stunde zu durchforsten, wo Einsparungen möglich sind, ohne die hohe Qualität der Dienste zu gefährden. Dabei darf es keine heiligen Kühe geben. Die bürokratischen Hürden und übertriebene Gesetze sind ein Hemmschuh für all jene, die in ihren Betrieben versuchen, das Beste zu geben und immer öfter daran scheitern. Unsere Jugendlichen brauchen Zunftsperspektiven. Die Entscheidung zwischen Beruf

und Schule gilt es gut zu überlegen. Wie stehen die Prognosen einen Arbeitsplatz zu bekommen? Die Berufsmatura kann ein Weg dazu sein. Trotz der vielen Hürden können wir beruhigt in die Zukunft schauen. Wir haben starke Säulen wie den Tourismus, das Handwerk und die Landwirtschaft mit ihren vielen kleinstrukturierten Betrieben. Wir brauchen einen starken, ausgeglichenen Landtag und eine gute Landesregierung mit einem starken Landeshauptmann. Viele junge und erfahrene Menschen stellen sich der Wahl. Nehmen wir die Verantwortung wahr und gehen wir wählen. Es geht um unser Land und seine Menschen. Wir brauchen wieder vermehrt Optimismus und Zusammenhalt. Freuen wir uns über all das, was gut gelingt und ärgern wir uns nicht über jeden kleinen Fehler. Wir haben die höchste Lebenserwartung in Italien. Gesundheit, einen Arbeitsplatz, Familie und Freunde und unsere schöne Landschaft. Es gibt so vieles über das man sich freuen kann. So wünsche ich euch allen diese Freude und viel Glück für die Zukunft sowie erholsame Ferien mit euren Lieben. All jenen, die vom einem Schicksalsschlag betroffen sind viel Kraft und gute Menschen, die sie begleiten. Euer Bürgermeister Josef M. Fischnaller www.gemeinde.luesen.bz.it


Erziehung/Bildung

Tischlern wie die Großen Im Kindergarten wurde dieses Jahr gehämmert, gebohrt, geleimt und gesägt. Aber nicht etwa von Erwachsenen, sondern von den 60 Kindergartenkindern. In der Holzwerkstatt konnten sie sich nach Herzenslust austoben und ihre Ideen in reale Formen bringen. Ein Kind ist kein Gefäß, das gefüllt, sondern ein Feuer, das entzündet werden will. (Francois Rabelais, um 1494-1553, frz. Dichter)

Der pädagogische Ansatz „Mit der Holzwerkstatt kann Kindern das Naturprodukt Holz und beispielhaft die Beziehung zwischen Natur und Mensch nahe gebracht werden“, erklärt das Kindergartenteam die Zielsetzung des Projektes. Dabei werde eine ganzheitliche Arbeitsweise ermöglicht, die die Kinder von der Ideenentwicklung über die schrittweise Umsetzung bis zum fertigen Produkt begleitt. Mit der eigenen Herstellung der Spielsachen können sie ihr Tun als „produktiv“ und wertvoll erfahren und lernen darüber hinaus den Umgang mit verschiedenen Werkzeugen.

Das Werkeln

Lisna 1/2013

Kreative Ideen in Holz gebracht: Ausstellung der Kunstwerke aus Kinderhand Fotos: privat

Nachdem der Kreativraum im Kindergarten werkstattgemäß umfunktioniert wurde, brachten Eltern die notwendigen Materialien mit: Holz, Nägel, Werkzeug und andere nützliche Dinge, die sie zuhause entbehren konnten. Einige Väter und Großväter halfen auch in der Holzwerkstatt tatkräftig mit. Es galt den Kindern zu allererst den Umgang mit den Werkzeugen zu zeigen: wie hält man einen Hammer, wie wird eine Säge angesetzt, ein Handbohrer benutzt oder Holz verleimt und wie werden die Bohreinsätze ausgetauscht oder Schraubzwingen angelegt. Nachdem die Kinder sahen, wie es funktioniert, konnten sie selbst Hand anlegen und ihre Ideen, Pläne

und Zeichnungen gemeinsam mit ihren Papis, Opis und dem Kindergartenteam ins Holz zu bringen.  · ion 5


Erziehung/Bildung

Wie Blinde sehen

Fotos: cpl

Wie erkennt ein blinder Mensch, welchen Geldschein er in der Hand hält? Wie liest er die Uhrzeit und wie spielt er mit den Wattkarten? Diese Fragen beantwortete der in seiner Kindheit erblindete Nikolaus Fischnaller den Lüsner Grundschülerinnen und –schülern. „Blinde sind nicht wichtigere oder unwichtigere Menschen – sie sind einfach nur etwas anders“, erkläre der gebürtige Lüsner den Kindern. Nikolaus Fischnaller, in einer Großfamilie aufgewachsen, verlor in seiner Schulzeit das Augenlicht. „Anfangs schämte ich mich. Ich fühlte mich weniger Wert, weil ich weniger und mit der Zeit dann gar nichts mehr gesehen habe.“ Seinen Selbstwert fand er erst mit dem Erlernen der Blindenschrift und zahlreicher Methoden zur Bewältigung des Alltags wieder. Solche Tipps vermittelte er auch den Kindern. Sie durften ihn in den Bib­ liotheksräumen herumführen und ihm einen Stuhl zuweisen. Schnell verstanden sie, worauf es ankam: sprechen und den Körperkontakt suchen bzw. anbieten. Wie wichtig dabei die Hände und das Fühlen sind, erkannten sie auch bei einem Experiment. Ein mitgebrachtes Punktschriftalphabet für blinde Menschen gab ihnen einen ersten Eindruck vom Lesen und Schreiben in Blindenschrift.

Eine interessante Begegnung für beide Seiten: Nikolaus Fischnaller mit Grundschülern

Granz praktische Einblicke in sein Leben gewährte Fischnaller, indem er den Kindern die speziell für Blinde gekennzeichneten Wattkarten zeigte, das Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spiel oder seine Taschenuhr. Die feinen Punktierungen überraschten die Kinder, genauso wie das Messband, mit welchem er die

Euroscheine anhand ihrer Größe erkennt. Begeistert waren die Kinder von einer Tanzeinlage Fischnallers mit Lehrerin Renate. „Bewahrt euch dieses Staunen, die Freude und geht mit offenen Augen durch das Leben“, gab ihnen der Blinde mit auf dem Weg, „und seid dankbar für die bunte Welt vor euren Augen.“ · cpl

Young Action Jugendliche von 13 bis 19 Jahren können sich im Rahmen des Projektes „Young Action“ für verschiedene Organisationen mit karitativem, ethischem oder religiösem Hintergrund ehrenamtlich betätigen. Sie sammeln mit ihrem Engagement einerseits Stunden, die später gegen 5-Euro-Wertgutscheine (2 Stunden Mithilfe = 1 Gutschein) für Kino-, Hallenbadeintritte, Handyaufladungen und ähnliches eingelöst werden können. Auf der anderen Seite bietet das 6

Projekt den großen Vorteil für die Teilnehmer, wertvolle Erfahrungen für die spätere Berufswelt zu sammeln. Wer am Projekt teilnehmen will, der kann sich im Jugendzentrum Kassianeum in Brixen melden und sich dann entscheiden, für welche Organisation er oder sie mithelfen möchte. Jugendliche unter 18 Jahren müssen bei der Anmeldung einen Elternteil mitnehmen. Projektträger sind das Jugendzentrum Kassianeum, der Jugenddienst Dekanat Brixen

und Dekanat Rodeneck. Die Projektpartner sind die Bezirksgemeinschaft Eisacktal und das Amt für Jugendarbeit. Informationen und Anmeldung:

Jugendzentrum Kassianeum Claudia Dariz & Monika Ploner Brunogasse 2 · 39042 Brixen Tel: 0472 279 902; 0472 279 918 claudia@jukas.net monika@jukas.net www.gemeinde.luesen.bz.it


Wirtschaft

Handwerker unter neuem Obmann

Fotos: privat

Die Ortsgruppe Lüsen im Landesverband der Handwerker (LVH) konnte bei ihrer Jahreshauptversammlung auf Erfolge bei der Landesmeisterschaft der Berufe zurückblicken und wählte ihren Ausschuss neu. Ortsobmann Alfred Oberhauser blickte in seinen Eröffnungsworten auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Er dankte seinem Ortsausschuss für die Zusammenarbeit in der vergangenen Legislatur und kündigte an, nicht mehr für das Amt des Ortsobmannes zur Verfügung zu stehen.

Junghandwerker in Bewerb LVH-Direktor Thomas Pardeller ging im Anschluss auf die Bedeutung der Landesmeisterschaft der Berufe ein: „Dieser Bewerb ist ein Ansporn für junge Handwerker, bei der ein gutes Ergebnis als Imagewerbung für das Handwerk, für den Teilnehmer und auch für den eigenen Betrieb gilt“. Drei Lüsner nahmen an der jüngsten Ausscheidung teil: Renè Pichler und Manuel Kier in der Kategorie Maurer sowie Oliver Gasser, der sich mit dem Sieg in der Kategorie der Konditoren für die Berufsweltmeisterschaft am zweiten Juli in Leipzig qualifizierte. Als Anerkennung seiner Leistung wurde ihm vom Ortsauschuss eine Urkunde und ein Gutschein überreicht.

Neuer Ausschuss Der scheidende Ortsobmann Alfred Oberhauser erhielt für seine zehnjährige Tätigkeit das Verbands-Ehrenzeichen in Bronze verliehen, das auch Ausschussmitglied Herbert Federspieler erhielt. Im Rahmen der Neuwahl des OrtsobLisna 1/2013

Ausschuss unter neuer Führung: Alois Oberhauser, Martin Gasser, Alexander Pichler, Hans Pichler, Obmann Bernhard Kier, Rudolf Niederkofler, Alfred Oberhauser und Herbert Federspieler

Oliver Gasser erhielt eine Urkunde für seinen ersten Platz bei der Landesmeisterschaft der Berufe. Ihm gratulierten Bürgermeister, Ortsbmann und Bezirksobmann

manns fielen die meisten Stimmen auf den jungen Bauunternehmer Bernhard Kier. Ihm zur Seite stehen in den nächsten fünf Jahren die Ausschussmitglieder Hans Pichler, Herbert Federspieler,

Alfred Oberhauser, Rudolf Niederkofler und Martin Gasser. Vertreter der Junghandwerker im Ortsausschuss ist Alexander Pichler, jener der Althandwerker Alois Oberhauser. · ion 7


Im Blickpunkt

Unterirdisches Netzsystem Im Laufe von fünf Jahren wurde das gesamte Trink- und Abwassernetz in den Fraktionen Dorf und Rungg ausgetauscht sowie eine Entarsenisierungsanlage gebaut. Ein Bericht über eines der größten Bauvorhaben der Gemeinde mit einem Kostenpunkt von 3,8 Millionen Euro.

alle Fotos: bm

Wenn man den Wasserhahn aufdreht, fließt wie selbstverständlich Trinkwasser aus dem Hahn – und wie selbstverständlich fließt es auch wieder über den Abfluss ab. Kaum jemandem ist bewusst, welchen Weg das Wasser nimmt und welche Infrastruktur für diesen essentiellen Dienst notwendig ist. „Mit Frühjahr 2013 konnten wir die Erneuerung des gesamten Leitungsnetzes in Dorf und Rungg abschließen“, freut sich Bürgermeister Josef M. Fischnaller, „und wir hoffen, dass es lange intakt bleiben möge.“

Kompletter Austausch Leitungsnetz Der erste Bau der Trinkwasserleitung für die Fraktionen Dorf und Rungg sowie die Kanalisierung im Dorf geht auf die Mitte der 1950er Jahre zurück. Die Leitungen wurden unter schwierigen Umständen verlegt, die Grabarbeiten noch Großteils mit Pickel und Schaufel durchgeführt. „Das Leitungsnetz war veraltet“, erklärt der Bürgermeister, „und hat mit der Bauund Bevölkerungsentwicklung nicht Schritt gehalten.“ So begann im Jahr 2007 die Erneuerung des gesamten Rohrsystems. Die Verlegung der Trink- und Abwasserleitungen, der Schächte und Kanäle im Dorfbereich wurde zeitgleich mit der Verlegung der Fernwärmerohre durchgeführt. Zudem wurde ein ganzes Netz von Leerrohren eingezogen, das u.a. für den geplanten Anschluss an das Glasfasernetz dienen wird. Diese unterirdische Rundumerneuerung dauerte rund drei Jahre 8

Wie hier auf der Dorfgasse wurden an vielen Stellen mehrere Meter tiefe Grabungen durchgeführt.

und schlug mit einem Kostenpunkt von 1,8 Millionen Euro zu Buche. Die ersten positiven Ergebnisse zeigten sich bereits mit einer Reduzierung des Wasserverlustes von 25 Prozent. Nach dem Abschluss der Arbeiten im Dorfbereich im Jahr 2010 wurde die Rundumsanierung in der Fraktion Rungg in Angriff genommen. Kern dieses Bauvorhabens war der Trinkwasserbehälter oberhalb des Bacherhofes. Der Komplex besteht aus drei Bauwerken für die Trinkwasserversorgung mit Unterbrecherbauwerk, Sammelwerk

und Trinkwasserbehälter. Die Bauwerke wurden nicht nur dem neuesten Stand der Technik, sondern auch den geänderten Bedürfnissen der Bevölkerung angepasst. Das zeigt sich nicht zuletzt in der Vergrößerung des Fassungsvermögens des Trinkwasserbehälters von 140 m³ auf 270 m³ Wasser. Auch in Rungg wurden sämtliche Trinkwasser-, Abwasser- und Weißwasserleitungen neu verlegt. Zeitgleich wurden die Leerrohre für die Breitbandanbindung und die öffentliche Beleuchtung eingezogen. Insgesamt kosten die Arbeiten rund 2 Millionen Euro. „Dass die gesamten www.gemeinde.luesen.bz.it


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Im Blickpunkt An den Arbeiten beteiligte Firmen

Pana AG aus Brixen: 1. Baulos Unterdorfer Weg - Dorfgasse - Oberdorfer Weg Falserbau GmbH aus Karneid: 2. Baulos Widumhof und Alter Rungger Weg Galiazzo Srl aus Saonara (PD): Wasserbehälter und Leitungsnetz ab dem Lüsnerhof

Komplexes Leitungssystem mit Trink-, Abwasser-, Weißwasser- und Leerrohren

Die Verlegung mehrerer Schächte unterhalb des Gemeindehauses

Bauvorhaben kostenmäßig im Rahmen geblieben sind, ist hauptsächlich dem Bauleiter Günther Vieider zu verdanken“, zeigt sich der Bürgermeister überzeugt. „Zudem wurden die Arbeiten von den ausführenden Firmen auf einem qualitativ hochwertigen Niveau ausgeführt.“ Lisna 1/2013

Arsenhaltiges Trinkwasser Nicht nur das Problem des veralteten Leitungsnetzes und des Wasserverlustes konnte gelöst werden, auch die zu hohe Konzentration von Arsen im Trinkwasser wurde reduziert. Arsen, ein chemisches

Costruzioni Calzà Srl aus Arco (TN): Erneuerung der Hauptsammelkanäle für Schmutz-und Regenwasser vom Maurerhof bis Lüsnerhof - Weitervergabe von Arbeiten an die Fa. Falserbau GmbH aus Karneid

Hier war Präzision gefragt

Element das in den Gesteinen der Südtiroler Berge vorkommt, kann wie andere Mineralien auch in geringen Mengen vom Regenwasser gelöst werden. So gelangt es ins Grundwasser und – in weiterer Folge – ins Trinkwasser. 9


Im Blickpunkt

Das Kernstück des Bauwerks in Rungg

Entarsenisierungsanlage

Bis zur Jahrtausendwende wurde das Arsenvorkommen im Trinkwasser landesweit nicht als Problem angesehen. So konnte die damals geltende Höchstgrenze von 50 Mikrogramm pro Liter von jeder Gemeinde mühelos eingehalten werden. Eine Richtlinie der Europäischen Union senkte im Juni 2002 diesen Höchstwert für das Gemeinschaftsgebiet auf 10 Mikrogramm pro Liter Trinkwasser. Übergangsfristen sollten den Staaten erlauben, sich diesen Vorgaben bis zum Jahr 2010 anzupassen. Auch die Gemeinde Lüsen war von dieser Regelung betroffen. Denn die wichtigste Lüsner Trinkwasserquelle „Bacher Scheat10

Das Wasserbecken auf dem neuesten Stand

Die neuen und die alten, verrosteten Regler und Rohre

lan“ auf der Lüsner Alm, die die Fraktionen Dorf und Rungg mit Wasser versorgt, wies mit 20 bis 30 Mikrogramm Arsen je Liter Trinkwasser zu hohe Werte auf. Die anfängliche Idee, arsenfreies Wasser aus zusätzlichen Quellen wie jenen im Karbach, Maurerberggebiet, Zermeid oder Rinderalbl einzuspeisen und damit den Arsenwert zu drücken, wurde schon bald verworfen. Die in Frage kommenden Quellen weisen zwar eine einwandfreie Wasserqualität auf, doch ist mit Ausnahme der Karbachquelle die Schüttung zu gering. Einige Quellen führen etwa im Winter nur 20 Prozent ihrer Schüttung. „Damit

blieb uns nur mehr eine Option offen“, erklärt Fischnaller, „nämlich im Zuge der Erneuerung des Leitungsnetzes und des Trinkwasserbehälters in Rungg auch eine Entarsenisierungsanlage einzubauen.“ Diese Anlage besteht aus einem mit Eisenoxid-Granulat gefülltem Festbett, das vom belasteten Wasser durchströmt wird. Das Granulat absorbiert und speichert das Arsen. Die Effizienz dieser Anlage zeigen die regelmäßigen Messungen des Amtes für Gewässernutzung: der Arsengehalt konnte von zirka 30 Mikrogramm je Liter auf unter 1 Mikrogramm je Liter Trinkwasser und www.gemeinde.luesen.bz.it


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Im Blickpunkt Eckdaten

Trinkwasserhauptleitungen: 4.750 Meter

Hausanschlussleitungen Trinkwasser: 3.870 Meter

Schmutzwasserkanäle: 2.000 Meter Regenwasserkanäle: 1.900 Meter Anschlussleitungen für Regen- und Schmutzwasser: 1.950 Meter Kabelschutzrohre/Leerrohre: 12.220 Meter

Projektant und Bauleiter Günther Vieider bei der Arbeit

Trinkwasserschächte: 41 Schmutzwasserschächte: 85 Regenwasserschächte: 79 Schächte für Leerrohrsystem: 80 Schächte insgesamt: 285 Hydranten: 16 Investitionsvolumen: 3,8 Millionen Euro

Der Trinkwasserbehälter vor seinem Zuschütten mit Erde

damit deutlich unter die Toleranzgrenze gesenkt werden. „Das Gesamtinvestitionsvolumen im Bereich Trink- und Abwasser in den vergangenen fünf Jahren fällt mit 3,8 Millionen Euro sehr hoch aus“, so der Bürgermeister, „doch sind wir überzeugt, generationenübergreifende Arbeiten durchgeführt zu haben.“ Vielleicht geht dem einen oder anderen beim Einschenken eines Glases Wasser die Gesamtlänge des neuen Rohrnetzes von rund 26,7 Kilometern durch den Kopf. Diese Strecke entspricht in etwa der Straßenlänge von Lüsen nach Waidbruck.  · cpl/bm Lisna 1/2013

Altes Reservoir in Rungg

Bauleiter Günther Vieider, der ­ eometer der Firma Galiazzo und G Bürgermeister Josef M. Fischnaller bei einer Baustellenbesichtigung

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Streifzüge

Baumfest 2013 Vier neue Gesichter in der Musikkapelle

Unvergessliche Begegnung mit Kardinal Christoph Schönborn

Neujahrsumtrunk der Gemeindeverwaltung mit den Vereinsvorständen und Ehrengästen 2013, vorbereitet von den Bäuerinnen 12

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alle Fotos: privat

Streifzüge

Naturschauspiel: Pollenflug

Lawine auf der Straße nach Würzjoch Rast beim „Walder“ auf dem Weg zur Brixner Kassianprozession

Sie restaurierten und erneuerten die Kreuzwegstationen auf Lüsen-Berg

Ausflug mit einer Delegation aus Tirgu Mures auf die Lüsner Alm Lisna 1/2013

Die Erstkommunionkinder mit Pfarrer Alfred Kugler

Mitglieder des Bildbandteams „Lüsen-Einblicke ins Gestern“ auf den Spuren des Bauerndoktors Sebastian Ragginer 13


Gesundheit

„Der Mensch wünscht sich, verstanden zu werden“

Foto: privat

Eine ganze Generation von Lüsnerinnen und Lüsnern kannte nur ihn als Gemeindearzt: Dr. Johann Busetti. Mit Jahresbeginn ist er in Pension gegangen. Wir führten mit ihm ein Gespräch über das Arztsein, „die Lisna“ und das Leben nach der Pensionierung – und lernten den Menschen im Arztkittel kennen.

Herr Busetti, mit Jahresende haben Sie Ihren Dienst als Gemeinde- und Hausarzt beendet. Für viele Ihrer Patienten ein doch überraschender Schritt.

Die Alters- und Dienstaltersgrenze habe ich schon seit einigen Jahren erreicht. Doch der definitive Entschluss ist mit den neuesten Gesetzesänderungen der Regierung Monti im Pensionswesen gereift. Wäre ich im Dezember 2012 nicht in Rente gegangen, wären meine Pensionsansprüche um 30 Prozent gekürzt worden. Zudem habe ich einen fähigen jungen Arzt gefunden, der die Praxis weiterführt. Das hat den Entschluss leichter gemacht. Inwiefern?

Ich bin der Meinung, dass sich die jungen Menschen eine Chance verdient haben und man ihnen rechtzeitig Verantwortung übergeben soll, auch wenn das bedeutende Einschnitte im eigenen Leben – wie eben bei mir die Pensionierung – mit sich bringt. Hier gilt es, persönliche Ängste, Vorbehalte und Befindlichkeiten hinten anzustellen. Sagen Sie das als Arzt oder als Privatmensch?

In erster Linie als Mensch. Denn so bin ich erzogen worden, und so habe ich es meinen eigenen Kindern gelehrt. Diesen Rat habe ich auch als Arzt gegeben – vor allem jenen Patienten, die unheilbar krank waren. Viele waren sich über die Erbschaftsverteilung nicht im Klaren und konnten weder das Leben noch ihren 14

Kann sich nun vermehrt einem seiner Hobbys, dem Lesen, widmen: Johann Busetti

Besitz loslassen. Den nachfolgenden Generationen rechtzeitig die Verantwortung übergeben ist wichtig, denn es stirbt sich leichter, wenn alles geregelt ist. Damit wären wir bei einem Tabuthema: der Umgang mit dem Wissen um das nahende Ende und das Sterben. Wie gehen Sie damit um?

Die Antwort auf diese Frage zeigt in meinen Augen, ob Sie einen Arzt vor sich haben, der seinen Beruf als normalen Job oder als Mission, als Auftrag versteht. Denn es kommt zuweilen zu psychisch sehr schwierigen Situationen, die man nur meistern kann, wenn man sich zum Arztsein berufen fühlt. Sie fühlen sich berufen?

Für mich ist das Arztsein mehr als ein

normaler Beruf. Deshalb konnte ich ihn auch so lange mit Begeisterung und oft sieben Tage die Woche rund um die Uhr ausüben. Ich sehe in jedem Patienten einen Menschen, der sich wünscht, verstanden zu werden. Ein Mensch, der mir sein Vertrauen schenkt und der von mir erwartet, dass ich da bin, wenn er mich braucht. Und wenn Sie Zeit für sich brauchen?

Abstand und Zeit für mich hatte ich vor allem dann nötig, wenn ich psychisch belastenden Situationen – wie zum Beispiel unheilbar kranken Patienten – gegenüberstand. Dann bin ich auch mehrmals im Jahr auf drei- bis viertägige Ärztekongresse gefahren. Das bot mir die Gelegenheit, räumlichen Abstand zu gewinnen, abzuschalten und mich mit Berufskollegen www.gemeinde.luesen.bz.it


Gesundheit auszutauschen. Dort habe ich wieder meine innere Ruhe gefunden und konnte daneben wichtige Kontakte knüpfen und mich fortbilden. Doch bin ich immer wieder gerne zurückgekommen. Ihre Frau und die drei Kinder respektierten diese Auszeiten?

Meine Familie war und ist für mich ein großer Rückhalt, auch wenn ich nicht immer die Zeit gefunden habe, die ich ihr gerne gewidmet hätte. Ein zweiwöchiger Meeraufenthalt mit den Kindern war allerdings jedes Jahr ein Fixum im Kalender. Die Zeit, die ich im aktiven Berufsleben nicht so gefunden habe, kann ich ihr jetzt widmen. Womit wir bei der nächsten Frage sind: Wie verbringen Sie jetzt Ihre freie Zeit als „Ruheständler“?

Ich habe immer schon viel gelesen und kann jetzt der Lektüre noch mehr Zeit widmen. Neben drei bis vier Print- und Online-Zeitungen lese ich parallel meist drei bis vier Sachbücher. Ich habe eine Liebe für klassische Musik und höre viel Radio, vor allem Ö1. Mit meiner Familie unternehme ich jetzt mehr, und die zwei Enkelkinder, das jüngste davon ist erst wenige Wochen alt, sind meine große Freude. Haben Sie Ihren Arztberuf also endgültig ad acta gelegt?

Einige meiner Patienten betreue ich noch, vor allem jene, die schwer krank sind. Zudem nutze ich meine Netzwerke und berate Kolleginnen und Kollegen. Einen Beruf, den man mit Leidenschaft ausgeübt hat, kann man nicht von heute auf morgen an den Nagel hängen. Wie kam es zu Ihrer Berufsentscheidung?

Während eines Fußballspiels in meiner Oberschulzeit schlug ein Blitz auf dem Fußballplatz ein. Einer meiner Freunde starb dabei. Es gab noch keine Defibrillatoren und wir fühlten uns hilflos. Das Lisna 1/2013

war für mich ein einschneidendes Erlebnis. Daraufhin schwänzte ich einen Schultag und fuhr nach Innsbruck, um Medizinstudenten, die ich kannte, zu besuchen. Sie gaben mir erste Einblicke in die Anatomie – und damit war mein Entschluss gefasst. Was würden Sie heute anders machen?

Nichts. Entweder man lebt seinen Beruf, sonst bleibt er ein Job. Ich habe ihn gelebt. 23 Jahre davon haben Sie als Gemeindearzt in Lüsen verbracht. Welche Bilanz ziehen Sie?

Eine sehr positive. Ich habe mich in Lüsen immer wohl gefühlt und mich mit den „Lisna“ gut verstanden. Nicht nur mit den Patienten, auch mit den Bürgermeistern, den Carabinieri und den Pfarrern. Besonders Alt-Bürgermeister Franz Kaser war ein herausragender Wegbegleiter. Nachdem Dr. Wolfgang Bonell seinen Dienst als Lüsner Gemeindearzt aufgegeben hatte und nach Meran zog, blieb die Stelle drei Jahre lang vakant. Es war der Leiter der Leistungsabteilung der damaligen Sanitätseinheit, Dr. Norbert Alberti, der mich mit Nachdruck auf die vakante Stelle angesprochen hat und mit mir nach Lüsen gefahren ist. Nachdem ich das Arztambulatorium besichtigt und mit dem Bürgermeister gesprochen hatte, sagte ich sofort zu. Kaser meinte, eine einmalige Sprechstunde in der Woche würde ausreichen. Dem stimmte ich nicht zu, und so kam ich ab Mai 1989 zweimal pro Woche nach Lüsen. Was waren für Sie die schönsten, die bewegendsten Momente in dieser Zeit?

Für mich waren die Hausbesuche auf den entlegenen Höfen Momente, die mir in Erinnerung bleiben. Ich denke dabei an Leonhard und Josef Steiger vom Laseiderhof, den Pliderer Phillip, den Villpederer oder die Hausbesuche beim Bacher in Rungg oder beim Glibiser Hons, einem echten Lüsner Original. Oft habe ich

Zur Person

Johann Busetti wurde 1947 in Tscherms als eines von drei Kindern geboren. Der Vater verstarb früh, weshalb er schon mit 13 Jahren Sommerjobs in Hotels am Gardasee annahm, um sich ein Taschengeld zu verdienen. Nach dem Abschluss des Humanistischen Gymnasiums in Bozen inskribierte er mit 21 Jahren an der Medizinischen Fakultät der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck. Dort lernte er auch seine spätere, aus Osttirol stammende Frau Ida Mariacher kennen. In den Semester- und Sommerferien praktizierte er beim Pathologen Prof. Langer und dem renommierten Diätspezialisten Prof. Mehnert in München sowie an der Kinderabteilung der Universitätsklinik Innsbruck – Erfahrungen, die ihn prägen sollten. Nach seiner Promotion im Juni 1975 trat er seine erste Stelle als Assistenzarzt im Krankenhaus Brixen an. Es folgten Arbeitserfahrungen beim Dermatologen Prof. Wolf und in der Kinderklinik bei Prof. Glatzl in Innsbruck. Am 1. Mai 1978 begann Busetti als Gemeindearzt in Kastelruth und betreute damit eine Gemeinde mit 4.800 Einwohnern und 12.000 Gästebetten. Berufsbegleitend absolvierte er seine Facharztausbildung in Hygiene. Nach rund 10 Jahren zog er im Jänner 1989 mit seiner Familie nach Brixen und begann dort als Hausarzt. Vier Monate später trat er die Stelle als Gemeindearzt von Lüsen an – ein Amt, das er 23 Jahre lang bekleiden sollte. Johann Busetti ist Vater von zwei Töchtern und einem Sohn, sowie Großvater zweier Enkelkinder.

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Foto: privat

Gesundheit Dienste Bescheinigungen für Führerscheine, Waffenpässe usw. werden im Dienst für Hygiene und öffentliche Gesundheit in Brixen, Dantestraße 51, Gebäude C, 2. Stock während folgender Öffnungszeiten ausgestellt Mon: 11.15 - 12.15/14.00 - 16.00 Uhr Die: 9.00 - 12.15/14.00 - 16.00 Uhr Mit: 8.00 - 11.00 Uhr Fre: 11.15 - 12.15 Uhr In diesen Zeiten werden auch Impfungen für Kinder und Erwachsene angeboten. Für jede weitere Auskunft ist der Dienst für Hygiene und Öffentliche Gesundheit von Brixen erreichbar unter Tel. 0472 812 460, hygiene@sb-brixen.it Mitglied der Gemeindebaukommission und Amtsärztin ist Frau Dr. Rosanna Bartolotta. Die Ansuchen um Ausstellung hygienisch-sanitärer Gutachten sind an den Dienst für Hygiene und öffentliche Gesundheit in Brixen zu richten.

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Neue Gemeindeärztin von Lüsen ist Monica Oberrauch. Ihre Sprechstunden: im Arztambulatorium Lüsen, Gemeindehaus Dorfgasse 19, Tel. 0472 413 693 Die: 9.00 - 12.00 Uhr Don: 15.00 - 18.00 Uhr Fre: (nach telef. Vereinbarung) 9.00 - 12.00 Uhr in der Gemeinschaftspraxis, Plosestr. 38/A (Ex-Praxis von Johann Busetti), Tel. 0472 832 377, Mobilnr. 346 699 88 55 Monica Oberrauch Mon: 16.30 - 19.00 Uhr Die: 16.30 - 19.00 Uhr Mit: 16.30 - 19.00 Uhr Don: 9.00 - 12.00 Uhr Fre: (nach telef. Vereinbarung) 14.00 - 16.00 Uhr Michele Nardelli Mon: 8.00 - 11.30 Uhr Die: 8.00 - 11.30 Uhr 8.00 - 11.30 Uhr Mit: Don: 16.00 - 18.30 Uhr Fre: 7.30 - 11.00 Uhr

auch meinen Freund Hans Nössing nach den Sprechstunden besucht. Die Werte, die Einstellungen und die Haltung dieser Menschen und deren Familien – das sind Eindrücke, die für die Lüsner charakteristisch sind und sich mir eingeprägt haben. Als da wären?

Die Lisna zeichnen sich noch durch Werte aus, die in der Stadt zusehends verlorengehen. Hier finden sich noch bodenständige Menschen, die zusammenhalten, wenn es drauf ankommt, die sich gegenseitig helfen, aufeinander schauen und ein gutes menschliches Klima pflegen. In Lüsen ist die Nachbarschaftshilfe kein Fremdwort, hier schauen die Starken noch auf die Schwachen. Dass ein Mensch stirbt und seine Abwesenheit wochenlang nicht auffällt, kann ich mir in Lüsen beispielsweise nicht vorstellen. Was wünschen Sie sich für die Lisna?

Ich wünsche ihnen, dass sie ihre Gemeinschaft, ihr gegenseitiges Verständnis und

Dasein weiterhin pflegen. Ich wünsche mir, dass sie erkennen, welchen Wert sie mit dem Vereinswesen haben. Hier werden die Kinder früh eingebunden, sie lernen die sportlichen Einstellungen wie kämpfen, siegen, Rücksicht nehmen, aber auch das Verlieren und Anerkennen der Leistungen anderer. Ich wünsche der Gemeinde, dass sie sich bodenständig weiterentwickelt, dass die Kinder eine gute Ausbildung und Arbeit finden, sowie ihre Zukunft in Lüsen sehen. Sie zeichnen ein sehr positives Bild. Kommen Sie uns noch ab und zu besuchen?

Ja, natürlich. Von Markus Gretter habe ich die „Mairhofer Goste“ zur Verfügung gestellt bekommen – ein Ort, an dem ich Ruhe finden und Kraft tanken kann. Seit Jahren verbringe ich dort viele Wochenenden mit meiner Familie, und das werde ich auch weiterhin tun. Dr. Busetti, vielen Dank für das Gespräch

· cpl

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Wohnen/Bauen

Baukonzessionen vom November 2012 bis April 2013 Antragsteller

Projekt

Christian Federspieler

Thermische Sanierung Dachgeschoss und Errichtung eines Wintergartens 1. Varianteprojekt

Andreas Hinteregger

Ausbau des Dachgeschosses - 1. Varianteprojekt

Alfred Steiger

Bau einer Ferienwohnung für Urlaub am Bauernhof und Erweiterung des Wohnhauses am Perseiderhof in Lüsen - Schlussvarianteprojekt

Werner Fischnaller

Abbruch und Wiederaufbau Wohnhaus Bp. 363 K.G. Lüsen - 1. Varianteprojekt

Manfred Fischnaller

Durchführung von Änderungen an den Almgebäuden der Burgeralm - 1. Varianteprojekt

Alfred Leitner

Systemisierung der Almwiesen

Osvaldo Bona, Alfred Leitner

Systemisierung der Almwiesen

Jolanda Hinteregger

Auffüllen einer Hangwiese mit Aushubmaterial zur Erweiterung der Hoffläche am Niederhuberhof - 1. Varianteprojekt

Franz Ragginer

Errichtung einer Abwasserleitung, Kleinklärgrube und Sickerleitung am Neuhäuslhof

Christian Rastner

Errichtung einer Abwasserleitung, Kleinklärgrube und Sickerleitung am Kreuznerhof

Franz Lamprecht

Errichtung einer Kleinkläranlage auf der Rafreideralm

Frieda Kier

Errichtung einer Sickerleitung am Gruberhof

Robert Kaser

Errichtung einer Sickerleitung auf der Gschliereralm

Klaudia Agreiter

Sanierung des Abwasserentsorgungssystems der Hofstelle Golder

Alois Steiger

Errichtung einer Sickergrube am Laseiderhof

Siegfried Kaser

Errichtung einer Kleinkläranlage am Gatscherhof

Davide Fischnaller, Frieda Magdalena Kaser

Errichtung einer Kleinkläranlage am Blauehof

Alois Ragginer

Errichtung einer Sickerleitung am Praderhof

Emma Pichler

Errichtung einer Kleinkläranlage am Prantrolerhof

Martin Fischnaller

Errichtung einer Kleinkläranlage am Edegostnerhof

Roland Grunser, Roswitha Grunser, Frieda Mitterhofer

Errichtung einer Kleinkläranlage am Persohof

Hansjörg Oberhuber

Durchführung von Verbesserungsmaßnahmen auf der Oberhuberalm in K.G. Lüsen

Erich Hinteregger, Rosa Plaseller

Energetische Sanierung und Erweiterung des Wohnhauses

Alois Federspieler

Qualitative Erweiterung Hotel Herolerhof

Franz Rastner

Anpassung der Mistlege Kochhof

Kaser KG d. Dorothea Kaser & Co.

Anpassung der Tankstelle auf der B.p. 598 K.G. Lüsen an die neuen Bestimmungen des Gewässerschutzes

Johann Kier

Errichtung einer Wohnanlage auf Baulos 3F2 in der EWZ C3 Rungg - 3. Varianteprojekt

Geom. Alfred Oberhauser & Co. KG

Errichtung eines Handwerksbetriebes auf Baulos 1 Bauabschnitt 1 - Erneuerung der Baukonzession Nr. 31/2009 vom 15.09.2009

Marta Kaneider, Karin Burkia

Sanierung und Umbau des bestehenden Wohnhauses - 1. Varianteprojekt

Franz Lamprecht

Abbruch und Wiederaufbau des Wohnhauses am Rafreiderhof Errichtung eines Maschinenraumes - Endvariante - Errichtung einer Stützmauer

Norbert Grünfelder

Arbeiten zur Anpassung der Kleinkläranlage an die geltenden Bestimmungen am Wohnhaus

Mellauner Gmbh

Interne Umbauarbeiten und Realisierung von zwei Einfahrtstoren anstelle der bestehenden Fenster in Preisn

Franz Hinteregger

Qualitative und quantitative Erweiterung Hotel Lüsnerhof - Umbau und Erweiterung Altbau - 4. Varianteprojekt

Lisna 1/2013

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Wohnen/Bauen/Aus der Gemeindestube

Baukonzessionen vom November 2012 bis April 2013 Antragsteller

Projekt

Franz Rastner

Sanierung und Umbau des Kochhofes

Johann Hinteregger

Sanierung und Erweiterung des Sorgenhofes

Hubert Widmann

Abbruch der Schupfe auf der B.p. 745 und Errichtung einer Kochhütte samt Schupfe auf der G.p. 2315 KG Lüsen

Johann-Anton Kaneider

Sanierung eines Böschungsanbruches an den Wiesen der Hofstelle Eder

Franz Rastner

Errichtung eines landwirtschaftlichen Maschinenparks, unterirdischen Schlachtraumes und Heizraumes. Abbruch und Wiederaufbau einer Holzlege Erneuerung der Baukonzession Nr. 46/2005 vom 19.12.2005

Gemeinde Lüsen

Sanierungsarbeiten Sportanlage des ASV Lüsen in Petschied

Franz Winkler

Abbruch und Wiederaufbau des Wirtschaftsgebäudes beim Tulperhof

Gebr. Oberhauser & Co. OHG

Erweiterung - unterirdisch und Verwaltungsgebäude

Johann Franz Kerer, Martha Huber

Umbau der bestehenden Koch- und Schlafhütte auf der Braun-Plandlalm

Johann Franz Kerer, Martha Huber

Umbau der bestehenden Koch- und Schlafhütte auf der Braun-Plandlalm 1. Varianteprojekt

Ernst Rastner, Harald Rastner

Abbruch und Wiederaufbau des bestehenden Wohnhauses beim Scheater-Hof, Errichtung eines Maschinenraumes und einer Holzhütte auf der Bp. 59 und den Gp. 2477 und 2483 K.G. Lüsen - 1. Varianteprojekt

Albin, Elke und Klaus Niederkofler

Energetische Sanierung mit Erweiterung lt. L.G. Nr. 13 vom 11.08.1997 Art. 107, Abs. 16 und Art. 127, Abs. 2 auf der Bp. 447 in der K.G. Lüsen - 1. Varianteprojekt

Neue Gesichter im Gemeindedienst Mit 2. April hat Armin Leimgruber aus Bozen seinen Dienst in der Gemeinde Lüsen angetreten. Nachdem Doris Graber den Wettbewerb als Gemeindesekretärin in Sexten gewonnen hat, vertritt er unsere Gemeindesekretärin Evi Oberhuber Zingerle während deren Abwesenheit.

Armin Leimgruber

Petra Lamprecht

Wir wünschen den beiden viel Freude in ihrer neuen beruflichen Tätigkeit.

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Sandra Plaseller hat inzwischen einen Wettbewerb für eine unbefristete Stelle als Verwaltungsassistentin in der Gemeinde Brixen gewonnen. Seit 18. Februar 2013 besetzt nun Petra Lamprecht eine Teilzeitstelle von 50% als Verwaltungsassistentin und teilt sich bis zum 30. November 2013 eine Vollzeitstelle mit Andrea Fischnaller.  · ion www.gemeinde.luesen.bz.it


Hochzeiten 2012

Sie haben sich getraut

Julia und Christoph Hinteregger

alle Fotos: privat

Ursula und Riccardo Raggi

Karin und Christian Rastner

Annelies und Gustav Kaneider

Heike und Raffaele Mastronuzzi mit Dominik

Lisna 1/2013

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alle Fotos: privat

Geburten 2012

Wir sind da!

Julia Agreiter, geb. 01.11.

Raffael Kaneider, geb. 24.03.

Emma Hinteregger, geb. 25.09.

Felix Kaneider, geb. 05.02.

Lia Ebner, geb. 22.10.

Sofia Kaser, geb. 11.04.

Imen Slimani, geb. 21.05.

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Geburten 2012

Daniel Lamprecht, geb. 04.11.

Marie Hinteregger, geb. 16.02.

Viktor Hinteregger, geb. 30.12.

Andy Kaser, geb. 28.01. Philipp Fischnaller, geb. 29.04.

Luis Hinteregger, geb. 17.01. Lisna 1/2013

Emil Gr端nfelder, geb. 08.04.

Caterina Ploner, geb. 10.05.

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Verstorbene 2012

In lieber Erinnerung ...

Gianni Lorenzi

Josef Ploner

Ignaz Kaser

* 25.09.1935 + 24.02.2012

* 25.03.1929 + 22.06.2012

* 24.08.1940 + 07.07.2012

Cristina Kaser Wwe. Pichler

Johann Ploner

Hilda Kier Wwe. Gr端nfelder

* 15.03.1936 + 23.07.2012

* 08.03.1956 + 28.08.2012

* 28.11.1931 + 13.09.2012

Aloisa Delmonego Wwe. Widmann

Ignaz Molling

* 26.02.1929 + 05.10.2012

* 13.03.1927 + 14.11.2012

Martha Prosch * 06.12.1966 + 31.12.2012 22

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Gratulationen 2013

Gottes Segen und Gesundheit wünschen wir allen Senioren, die heuer einen runden Geburtstag von 80 Jahren oder mehr feiern bzw. das 90ste Lebensjahr überschritten haben.

100 Jahre

90 Jahre

Kreszenz Oberhauser Wwe. Niederkofler Petschieder Straße 25

Regina Niedrist Wwe. Federspieler Kleinkaneider Weg 2

96 Jahre

Alois Ragginer, Oberpetschied 6

Rosa Fischnaller Wwe. Hinteregger Oberkoflerweg 4

92 Jahre Rosalia Rastner Wwe. Kier Rungger Straße 6 Viktoria Mellauner Wwe. Lorenz Dorfgasse 8 Hilda Fischnaller Wwe. Dorfmann Unterrungger Straße 12 Regina Federspieler Wwe. Kaser Schönbrunner Weg 1

91 Jahre Regina Kaser Wwe. Überbacher St.-Georg-Weg 21 Johannes Ragginer Lüsner Straße 4

Lisna 1/2013

Columba Clara Castlunger Wwe. Agreiter Petschieder Straße 24 Hedwig Pichler Wwe. Hinteregger Lüsner Straße 15

Thekla Federspieler Wwe. Fischnaller Burger Weg 3 Franziska Lamprecht Wwe. Hinteregger St.-Florian-Weg 23

80 Jahre Paula Reifer Wwe. Daporta Dorfgasse 11 Johann Gruber König-Arnulf-Weg 2

85 Jahre

Johann Ploner Petschieder Straße 2

Rosina Bernadetta Grünfelder Wwe. Lamprecht Kreuzner Straße 1

Franz Kaser Huben 6

David Fischnaller Kreuzner Straße 2

Rudolf Kier Rungger Straße 8

Richard Oberhauser Kaserbachweg 4

Georg Niedrist Oberpetschied 1

Sofia Winkler Wwe. Leitner Kreuznerberg 6

Leonhard Rastner Dorfgasse 16

Maria Winkler Grünfelder Unterdorfer Weg 13 Maria Baumgartner Kaser Kreuzner Straße 9

Michael Federspieler König-Arnulf-Weg 7 Maria Grünfelder Wwe. Stockner Gasserolweg 4 23


Aus der Gemeindestube

Woran arbeitet die Gemeindeverwaltung derzeit? Ein Bericht des Bürgermeisters Josef M. Fischnaller zu laufenden und jüngst abgeschlossenen Projekten und Vorhaben Das Wichtigste in Kürze Obwohl die laufenden Ausgaben die Gemeinde stark belasten, können wir heuer mehrere wichtige Bauvorhaben vorantreiben. Dank der anhaltenden Niederschläge im Herbst konnten wir eine gute Stromproduktion erzielen. Die Zuwendungen für Investitionen sind von Seiten des Landes leicht gestiegen und die Umweltgelder für das E-Werk in Brixen können wir ebenfalls verwenden. So stehen heuer 1.160.000 Euro an neuen Mitteln für Bauvorhaben zur Verfügung. An Verlustbeiträgen für den Bau von Infrastrukturen stehen weitere 780.000 Euro bereit. Für die Vereine sind ca. 200.000 Euro zur Verfügung gestellt worden. Eine wichtige Entscheidung war die

Beteiligung am Umbau des Altersheimes zum Hl. Geist in Brixen. Dadurch sichern wir uns in Zukunft zehn Betten für unsere alten Menschen. Zum Abschluss der Dorfplatzgestaltung wird an der Nordseite des Schulhauses vom Künstler Herbert Schönweger ein Gemälde über das Wirken des Pfarrers Anton Kuen angebracht. Die Straßen sind durch die starken Niederschläge arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Gemeinsam mit dem Straßenstützpunkt Eisacktal gilt es nun die größten Schäden zu beheben. Die Straße zum Würzjoch wurde von gewaltigen Lawinen verlegt. Nur mit Hilfe eines Baggers konnte die Straße freigelegt werden. Größere Beträge benötigen wir für die Sanierung der Flittner Straße und für

Instandhaltungsarbeiten des ländlichen Wegenetzes. Am Sportgebäude in Petschied müssen unaufschiebbare Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Geplant ist auch der Bau eines Magazins. Die Fertigstellung des Parkhauses und des Freizeitareals wird sich etwas verzögern. Jedoch ist die Fertigstellung dieses großen Bauvorhabens im Laufe des Jahres garantiert. Wichtig ist, dass die Kosten im Rahmen bleiben und eine hochwertige Qualität der Arbeiten erreicht wird. Mit den Arbeiten zum Bau der Kanalisierung nach Lüsen Berg ist schon begonnen worden. Gleichzeitig werden Leerrohre für die Mittelspannungsleitung und einer eventuellen Breitbandanbindung verlegt.

Die Arbeiten zur Errichtung von Parkgarage und Freizeitareal schreiten voran

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Aus der Gemeindestube

Der Wandel im Erscheinungsbild des „Widn Pangert“

Infrastrukturen EWZ Dorf-Zerfeiger Feld

Die Infrastrukturarbeiten und die Errichtung des Buswendeplatzes in der Erweiterungszone „Dorf-Zerfeiger Feld“ werden im Frühsommer fertiggestellt. Ein erster Baufortschritt wurde genehmigt und der Übernehmerfirma Passler KG der Betrag von 117.453 Euro ausbezahlt. Kanalisierung Lüsen-Berg

Für die Erstellung des Ausführungsprojekts der Verlegung der Kanalisierung auf Lüsen-Berg wurde an Dr. Ing. Günther Vieider ein Honorar von 33.222 Euro ausbezahlt. Die Arbeiten wurden inzwischen zum Vertragspreis von knapp 500.000 Euro an die Bietergemeinschaft der Firmen Pernthaler Hubert & Sohn GmbH und Messner Konrad KG – beide mit Sitz in Brixen – vergeben. Dr. Ing. Günther Vieider wurde mit der Bauleitung gegen Lisna 1/2013

ein Honorar von 23.406 Euro beauftragt. Geom. Josef Raffeiner aus Eppan wird für 4.389 Euro die Eintragung der neuen Kanalisierung in das Geografische Informationssystem (GIS) übernehmen. Erneuerung unterirdisches Leitungsnetz Rungg

Die Arbeiten zum Bau eines Trinkwasserbehälters sowie der Verlegung von Trinkwasser- und Abwasserleitungen und von Leerrohren vom Maurerhof bis zum Bacherhof in Rungg stehen kurz vor der Fertigstellung. Sie belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro. Geom. Alexander Rappo aus Brixen ist mit der Vermessung der Sammelbauwerke und Behälter sowie des neuen Zufahrtsweges beauftragt worden. Der vierte Baufortschritt für die Erneuerung der Hauptsammelkanäle für Schmutz- und Regenwasser in Rungg wurde genehmigt und der Firma Calzà der Betrag von 55.550

Euro ausbezahlt. Die Firma Falserbau hat verschiedene Trinkwasseranschlüsse am Alten Rungger Weg errichtet und gleichzeitig Leerrohre für die Breitband-Internet-Anbindung zum Preis von 19.596 Euro verlegt. Trinkwasser

Die Firma Ecocenter AG mit Sitz in Bozen wurde auch für das Jahr 2013 zum Preis von 1.776 Euro mit der Durchführung der internen Trinkwasseranalysen beauftragt.

Gemeindebetriebe und -strukturen Gemeindebauhof

Für den Ankauf der Halle der Firma Geom. A. Oberhauser & Co. KG an der Lüsner Straße wurde inzwischen die Hälfte des Kaufpreises von 132.000 Euro ausbezahlt. 25


Aus der Gemeindestube

Das Sportgebäude in Petschied vor der Generalsanierung

Sportgebäude

Die Sanierung des Sportgebäudes in Petschied sowie der Bau eines Magazins kosten rund 220.000 Euro. Für die Finanzierung stehen 100.000 Euro an Eigenmittel bereit. Für den Restbetrag ist ein Beitrag des Landes zugesagt worden. Die Arbeiten sollen über den Sommer durchgeführt werden. E-Werk Lasankenbach

Die Firma Troyer Ag mit Sitz in Sterzing hat verschiedene Reparaturarbeiten zum Preis von 17.685 Euro ausgeführt. Sie liefert außerdem ein neues Peltonlaufwerk für 85.910 Euro. Aufgrund der Ausschreibung vom November 2012 wird der Strom im Jahr 2013 wieder an die Firma energy.dis GmbH mit Sitz in Brixen verkauft - heuer erstmals zum Fixpreis, was sich bis jetzt als richtige Entscheidung erwiesen hat. Naturbadeteich

Für ordentliche Wartungsarbeiten beim Naturbadeteich wurde an Karl Plaickner der Betrag von 1.438 Euro ausbezahlt. Die Firma Wema OHG mit Sitz in St. Andrä erhielt 1.132 Euro für verschiedene Reparaturarbeiten. Geom. Karl-Heinz Molling aus Vahrn wurde für 3.775 Euro mit der Projektierung und der Bauleitung für die Errichtung eines Zubaus beim Servicege26

bäude des Naturbadeteichs beauftragt. Dr. Ing. Schmidt aus Brixen übernimmt für 2.013 Euro die Sicherheitsplanung und -koordination und Erstellung der Statik sowie statische Bauleitung.

Das Peltonlaufrad des E-Werks

Aufzüge Grundschule und Gemeindehaus

Die Firma Oilift Service Srl mit Sitz in Bozen hat außerordentliche Wartungsarbeiten an den Aufzügen in der Grundschule und im Gemeindehaus

Kläranlage

Die längst überfällige Übernahme der Kläranlag durch die Bezirksgemeinschaft Eisacktal hat sich weiter verzögert. Inzwischen ist ein Vorprojekt zur Sanierung und Erweiterung der Kläranlage ausgearbeitet worden, dessen Kostensumme sich auf rund 1,2 Millionen Euro beläuft. Zurzeit wird das Ausführungsprojekt erstellt. Der Kostenanteil der Gemeinde ist noch nicht bekannt. Ein Teil wird durch die übergemeindlichen Umweltgelder gedeckt. Die Firma Huber Technology GmbH mit Sitz in Leifers hat die Siebschnecke zum Preis von 3.608 Euro repariert. Die Bezirksgemeinschaft Eisacktal übernimmt auch im Jahr 2013 die technische Beratung und Unterstützung (vor allem die vorgesehenen Abwasseranalysen) zum voraussichtlichen Preis von 4.668 Euro. Mit der Entwässerung und der Entsorgung des anfallenden Nassschlamms wurden auch für das Jahr 2013 die Firma Franchini servizi Srl mit Sitz in Alzano Lombardo (BG) und die ARA Pustertal AG mit Sitz in St. Lorenzen beauftragt. Die Dienste werden voraussichtlich 30.345 Euro kosten.

Komplizierte Einschalungsarbeiten an der Einfahrt zur Parkgarage www.gemeinde.luesen.bz.it


Fotos: bm/cpl

Aus der Gemeindestube Öffnungszeiten Naturbadeteich:

täglich bei Schönwetter, von 10.00 bis 18.30 Uhr Tarife 2013: Tageskarte

erhältlich direkt beim Badeteich Erwachsene: € 4,00 Kinder Jahrgang 1995 bis 2006: € 2,00 Kinder Jahrgang 2007 und jünger: gratis ab 16.00 Uhr:

Erwachsene: € 2,00 Kinder Jahrgang 1995 bis 2006: € 1,00 Kinder Jahrgang 2007 und jünger: gratis

Der Naturbadeteich

zum Preis von 2.831 Euro ausgeführt. Für die Wartungsverträge müssen 750 Euro pro Aufzug bezahlt werden. Arztambulatorium

Nach der Pensionierung von Dr. Johann

Busetti wurde Dr. Monica Oberrauch zur neuen Gemeindeärztin ernannt. Das Arztambulatorium wird ihr von der Gemeindeverwaltung für einen Betrag von 150 Euro monatlich zur Verfügung gestellt, Reinigung und Energiekosten übernimmt die Gemeinde. Schießstand Schützen

Im November wurde der Vertrag zur unentgeltlichen Leihe der Räumlichkeiten im Erdgeschoss der Turnhalle an die Schützenkompanie Rosenthal Lüsen erneuert. Er gilt bis 2021.

Saisonskarte

erhältlich in der Gemeinde gegen Vorlage des Personalausweises Vorteilspreis bis einschließlich 15. Juni:

Erwachsene: € 40,00 Kinder Jahrgang 1995 bis 2006: € 20,00; ab dem zweiten Kind Jahrgang 1995 bis 2006: € 12,00 Kinder Jahrgang 2007 und jünger: gratis Ab 16. Juni:

Erwachsene: € 50,00 Kinder Jahrgang 1995 bis 2006: € 25,00;

Volksbank

Der Mietvertrag mit der Südtiroler Volksbank für die Räume im Erdgeschoss des Gemeindehauses wurde erneuert. Er beträgt jährlich 19.380 Euro und gilt bis 28.02.2019.

ab dem zweiten Kind Jahrgang 1995 bis 2006: € 15,00 Kinder Jahrgang 2007 und jünger: gratis Weitere Informationen erteilt das Gemeindeamt (0472 413723).

Grundschule

Für Malerarbeiten und den Ankauf neuer Stühle und Tische sind im Haushalt 35.000 Euro vorgesehen. Recyclinghof

Wie schon im Jahr 2012 wurde auch für das Jahr 2013 die Firma Lamafer mit dem Abtransport und der Entsorgung des Bauschutts vom Recyclinghof beauftragt. Der Lisna 1/2013

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Aus der Gemeindestube Preis pro Fahrt beträgt 73 Euro, pro Tonne sauberem Bauschutt beträgt der Preis 12 Euro, pro Abholung des Metallschrotts 240 Euro pro Tonne.

Wege, Straßen, Plätze Zivilschutz

Bei den Unwettern im November wurde die Straße Lüsen Berg in der Nähe des Löchler- und Herolerhofes beschädigt. Die Firma Vaja hat die Straßenabschnitte wieder instandgesetzt. Die Gesamtkosten inklusive der technischen Spesen beliefen sich auf 15.700 Euro. Das Amt für Zivilschutz übernimmt 80% der Kosten. Für die Wiederinstandsetzung der Straße Huben war die Errichtung einer Krainerwand notwendig. Die Kosten dafür beliefen sich insgesamt auf 31.545 Euro. Das Amt für Bergwirtschaft hat einen Beitrag von 26.333 Euro gewährt. Durch die anhaltenden Regenfälle wurde die Straße beim Persoerhof sowie jene nach Plansol stark beschädigt. Bei Redaktionsschluss waren die Arbeiten noch im Gange. Im Sommer wird die Straße nach Flitt oberhalb des Pitzbaches saniert. Das Ingenieurbüro BWB mit Sitz in Brixen wurde mit der Planung, Bauleitung, Sicherheitsplanung und -koordination sowie der statischen Abnahmeprüfung für 9.230 Euro beauftragt. Das Ausführungsprojekt sieht Gesamtkosten von 86.408 Euro vor. Almstraße Kompatsch/Flitt

Die Systemierungsarbeiten des Jahres 2012 sind abgeschlossen. Der Gemeindeausschuss hat ein Zusatz- und Varianteprojekt mit Mehrkosten von 39.596 Euro genehmigt. Heuer werden der Parkplatz erweitert und einige Asphaltierungsarbeiten vorgenommen. Für den Ankauf eines Parkplatzautomaten werden Kostenvoranschläge eingeholt. Straßen/Plätze/Gehsteige

Für wichtige Instandhaltungsarbeiten 28

Energiesparende Straßenlampen

Beschallungsanlage

und einen neuen Gehsteig entlang der Bergerstraße wurden 150.000 Euro an Geldmitteln bereitgestellt.

Ausgetauscht werden alle Lampen entlang der Berger Straße und, soweit finanziell möglich, entlang der Lüsner Straße.

Straßendienst

Bei der Firma Hell GmbH wurde um 48.279 Euro ein Schneeräumfahrzeug angekauft. Es dient vorwiegend für die Schneeräumung der Gehsteige, des Friedhofs und der Dorfgasse. Die Bauern Franz Rastner und Ewald Kier wurden auch für das Jahr 2013 mit der Unterstützung der Gemeindearbeiter bei der außerordentlichen Instandhaltung der Gemeindestraßen für insgesamt 400 Stunden zum Preis von insgesamt 7.744 Euro beauftragt. Mit der Straßenreinigung nach den Wintermonaten wurde die Firma Vendruscolo KG zum voraussichtlichen Preis von 4.480 Euro beauftragt.

Verschiedenes Öffentliche Beleuchtung

Für den laufenden Austausch der bestehenden Lampen mit energiesparenden Leuchtmitteln und Reparaturarbeiten sind 35.000 Euro bereitgestellt worden. Sämtliche neue Straßenlampen werden direkt beim Produzenten eingekauft.

Beschallungsanlage

Die Kosten für die Anschaffung der Beschallungsanlage zwischen Dorfgasse und Friedhof, einem Mischpult und Funkmikrofon belaufen sich auf 10.356 Euro. Für die Verkabelung wurden 726 Euro ausgegeben. Stromverbrauch und Telefonkosten

Für alle öffentlichen Gebäude wurden im Jahr 2012 insgesamt 49.809 Euro an Strom und 4.980 Euro für Telefon ausgegeben. Sommerbetreuung

Nachdem die Aktion im vergangenen Sommer bei Eltern und Kindern sehr gut ankam, wird sie auch heuer wieder angeboten. Vom 1. Juli bis 9. August werden Kindergarten- und Grundschulkinder vom Verein „Kinderfreunde Südtirol“ betreut.

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Aus der Gemeindestube Gebühren 2013

Bemessungsgrundlage wird der Trinkwasserverbrauch laut Wasserzähler oder pauschal verwendet.

Trinkwasser

Die Grundgebühr wurde auf 8,00 Euro pro Wasseranschluss angehoben. Der Einheitstarif für die mengenabhängige Gebühr beträgt 0,46 Euro/m3 Wasserverbrauch, der ermäßigte Tarif für die Landwirtschaft 0,43 Euro/m 3.

Abfall

Die Müllgebühren konnten trotz einer knappen Deckung gleich belassen werden und belaufen sich für die Entleerungen auf 0,039 Euro/l.

Abwasser

IMU-Hebesätze

Der Abwassertarif beträgt ­ 0,90 Euro/m 3 Wasserverbrauch und bleibt damit unverändert.

Ordentlicher Hebesatz: 6,6‰ Hauptwohnung: 4,0‰ und Freibetrag von 280 Euro, zusätzlich 50 Euro für Kinder unter 26 Jahren zuzüglich 50 Euro für Menschen mit Behinderung Landwirtschaftliche Gebäude: 2,0‰ Erhöhter Steuersatz für Zweitwohnungen: 8,6‰ Unentgeltliche Nutzungsleihe an Verwandte und Verschwägerte: 4,6‰ NEU: Gebäude der Kategorie D (Gastgewerbe, Produktionshallen): 7,6‰ (IMU geht vollständig an den Staat, Gemeinde verzichtet auf Erhöhung des

Entsorgungsdienst für den Schlamm aus privaten Kleinkläranlagen

Die entsprechende Gebühr (Teilbetrag der Abwassergebühr, der für die Behandlung der Abwässer eingehoben wird) ist auf 0,55 Euro/m 3 festgelegt worden. Die Klärgebühr wird jährlich eingehoben, unabhängig davon, wie oft die Klärgrube entleert wird. Als

Steuersatzes; die IMU der restlichen Kategorien bleibt zur Gänze bei der Gemeinde) Vermietete Wohnungen mit Mietvertrag: 6,6‰ NEU: Wohnungen von Arbeitnehmern (fringe benefit): 6,6‰ NEU: Zugewiesene Wohnung für Lebenspartner: 6,6‰ Die Zahlung der IMU für die Hauptwohnung und dessen Zubehör wird wahrscheinlich aufgeschoben. Steuerpflichtige, welche nur eine Hauptwohnung samt deren Zubehör besitzen, werden keinen Brief von der Gemeinde erhalten. Die erste Rate für die restlichen Gebäude ist am 16. Juni geschuldet.  · bm

Beiträge an Vereine und Organisationen - 2013 Verein/Organisation

Ordentliche Tätigkeit

Kapitalbeitrag

Insgesamt

Tourismusverein

30.000 Euro

25.000 Euro

55.000 Euro

40.000 Euro

48.400 Euro

Sportverein

14.000 Euro

Musikkapelle

8.400 Euro

14.000 Euro

Bildungsausschuss

4.600 Euro

4.600 Euro

KVW Senioren

1.500 Euro

1.500 Euro

KVW

1.500 Euro

1.500 Euro

Kath. Familienverband

2.000 Euro

2.000 Euro

Pfarrchor

3.000 Euro

3.000 Euro

Theatergruppe

3.000 Euro

3.000 Euro

Katholische Jungschar

300 Euro

300 Euro

Skilift Rungg

20.000 Euro

20.000 Euro

AVS - Lüsen

4.000 Euro

4.000 Euro

Jugenddienst Dekanat Brixen

300 Euro

300 Euro

Weginteressentschaft Flitt

3.500 Euro

3.500 Euro

Wegeinteressentschaft Höfezufahrten

43.000 Euro

43.000 Euro

Braunviehzuchtverein

250 Euro

250 Euro

Alkoholkrankenverein

300 Euro

300 Euro

Insgesamt

90.150 Euro

Lisna 1/2013

114.500 Euro

204.650 Euro

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Gesellschaft/Kultur

Für Alt und Jung Das Bibliotheksteam setzt auf Altbewährtes und beschreitet gleichzeitig neue Wege. Dass das Lesen dabei aktueller denn je ist, das zeigen nicht nur die Ausleihzahlen. Lesekompetenz gefragter denn je „Das Lesen und Vorlesen fristen oftmals zu Unrecht ein Mauerblümchendasein“, führte Martina Koler, Referentin für Leseförderung, ihren Vortrag in der Bibliothek ein, „denn die Bedeutung der Medienkompetenz ist im Steigen.“ So ist die Anzahl von Medien vor allem in den letzten 20 Jahren erheblich gestiegen, zumal „alte“ Medien nicht durch „neue“ ersetzt werden: das Buch nicht durch das Radio, das Radio nicht durch das Fernsehen, und das Fernsehen nicht durch das Internet. Eine gute Lesefertigkeit ist dabei überhaupt erst die Voraussetzung für die Nutzung dieser Medien im Allgemeinen; von den elektronischen Medien wie DVD und Fernsehen, hin zu SMS bis Twitter. „Es gilt den Kindern schon vom ersten Lebensjahr an die Liebe zum Wort und zu kleinen Geschichten zu vermitteln“, so die Referentin, „und dabei kommt dem Medienangebot und der Arbeit der Bibliotheken vor Ort auch eine große Bedeutung zu.“

Alte Bücher neu verwendet

Neues und Altbewährtes Dieser Verantwortung ist sich auch das Lüsner Bibliotheksteam bewusst, welches das Medienangebot so aktuell und nachfrageorientiert wie möglich hält. Dabei sticht

Martina Koler, Referentin für Leseförderung, über die Bedeutung der Medienkompetenz

die Dominanz des Mediums „Buch“ hervor, das sich sowohl bei der Unterhaltung als auch bei der Information einer ungebrochenen Beliebtheit erfreut. Dass das Gesamtmedienangebot in der Bibliothek nutzerorientiert ausfällt, zeigt sich in den ständig steigenden Ausleihzahlen. So leiht beispielsweise jeder dritte Lüsner Bürger im Laufe eines Jahres mindestens ein Medium aus. Vor allem bei den Kindern, die bereits in jungen Jahren zu den fleißigen Nutzern gehören, sind Bibliotheksbesuche sehr beliebt. Aber auch Rentner schauen immer öfter vorbei, um sich ein Buch oder eine Zeitschrift auszuleihen oder sich einfach nur etwas umzuschauen. Neu in den Buchbestand aufgenommen wurden die Reiseführer, die jetzt schon Lust auf Urlaub machen und zum Schmökern einladen. Zudem sollen demnächst

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Gesellschaft/Kultur Abschied

Die Kindergartenkinder sind wöchentlich Gast in der Bibliothek

Das Bibliotheksteam verkleinerte sich im ersten Halbjahr um eine Mitarbeiterin der ersten Stunde. Am 26. Februar starb die ehemalige Bibliotheksleiterin Luise Hofer Niedermayr. Für Luise waren die Bibliothek und die Bücher nicht einfach ein Zeitvertreib, für sie waren sie ein Teil ihres Lebens. Obwohl sie die Führung der Bibliothek 2005 nach der Übernahme der Trägerschaft durch die Gemeinde an Frieda Grünfelder übergeben hat, blieb sie ihr sehr verbunden. Mit Rat und Tat stand sie ihrer Nachfolgerin bis kurz vor ihrem Tod zur Seite und half unter anderem beim Einbinden und Reparieren von Büchern.

Sie fertigten Igel, Lampions und Schatztruhen aus alten Büchern

E-Book-Reader angekauft und zur Ausleihe bereitgestellt werden.

Abwechslungsreiches Programm Dem kulturellen Auftrag der Bibliothek folgend, werden und wurden eine Reihe von Veranstaltungen durchgeführt. Sehr beliebt und fix im Kalender sind die samstäglichen Spiele-, Bastel- und Vorlesevormittage. Gemeinsam mit der Lisna 1/2013

Seniorenstube wurde der pensionierte Arzt und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Mundart, Martin Achmüller eingeladen, zum Thema Mundart in Südtirol zu referieren. Am Tag der Frau ging die Erwachsenenbildnerin Susanne Steidl auf das oft schwierige Thema „Warum wir ja sagen, wenn wir nein meinen“ ein. Dass ausrangierte Bücher nicht unbedingt zum Altpapier gehören, das zeigte Sabine Ralser von der Stadtbibliothek Bruneck ihren Lüsner Kolleginnen. Gemeinsam

falteten sie Igel, Lampions, Briefhalter oder Vasen aus leicht beschädigten oder einfach veralteten Büchern. Zum festen Bestandteil des Jahresprogramms gehören die demnächst stattfindende Sommerleseaktion, der Tag der Bibliotheken am 22. Oktober, sowie der Bookstart-Kindervormittag. · ion

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Gesellschaft/Kultur Kirchenkonzerte von Oswald Sattler mit Chor, Orchester und Kastelruther Männerquartett Nach zweijähriger Pause finden heuer wieder drei Kirchenkonzerte in Südtirol statt, darunter eines in Lüsen.

Lüsner Sterbebild­­ sammlung

Termine: Freitag, 30.08.2013 um 19.30 Uhr in

der Pfarrkirche von Lüsen Samstag, 31.08.2013 um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Lajen Sonntag, 01.09.2013 um 17.00 Uhr in der Kirche St. Vigil Untermais/Meran Eintrittskarten sind ab sofort im Büro des Tourismusvereins oder im Hotel Rosental in Lüsen erhältlich. Für Informationen und Kartenbestellungen können Sie sich auch an alle Filialen von Athesia Ticket, an www.ticketone.it oder an die Telefonnummer 347 0397897 wenden. · ion

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Im Laufe des 19. Jahrhunderts verbreitete sich die Sitte an verstorbene Angehörige mit einem Sterbebildchen zu erinnern über das gesamte katholische Europa. Seit ca. 1880 wurde es auch in Lüsen langsam üblich nach Beerdigungen Sterbebildchen zu verteilen. Dieser Brauch hat sich bis heute gehalten. In vielen Privathaushalten findet man daher eine große Anzahl alter und auch neuerer Sterbebildchen. Gerade für die Familienund Ortsgeschichte sind Sterbebildchen höchst interessante historische Quellen. Der Bildungsausschuss hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lüsner Sterbebilder zu sammeln, sie zu digitalisieren und für Interessierte zur Verfügung zu stellen. Bisher wurden gut 1.000 Bildchen zusammengetragen. Nach erfolgter Digitalisierung wurden diese ausgedruckt und können nun, chronologisch geordnet, in einer Mappe in der Bibliothek eingesehen werden. Da noch lange nicht alle Lüs-

Einige alte Sterbebildchen von Lüsnerinnen und Lüsnern

ner Sterbebildchen beisammen sind, ersucht der Bildungsausschuss all jene, die Sterbebilder zu Hause haben, diese für das Projekt zur Verfügung zu stellen. Nach erfolgter Digitalisierung werden die Sterbebilder wieder an ihre Besitzer zurückerstattet. Die Sterbebildchen können im Gemeindeamt hinterlegt werden. Nähere Informationen erteilt der Bildungsausschuss. · ion

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Gesellschaft/Kultur

Musikkapelle stimmt sich auf Jubiläum ein alle Foto: privat

Die Musikanten erhalten anlässlich des bevorstehenden runden Jubiläums eine neue Tracht und können auf eine Reihe von Ehrungen und Neuaufnahmen zurückblicken.

Die Geehrten mit Verbandsobmann Pepi Fauster

Neue historische Lüsner Männertracht Anlässlich des bevorstehenden 200-Jahr-Jubiläums vom 11. bis 13 Juli 2014 erfüllt sich die Musikkapelle einen lang gehegten Wunsch: eine neue Tracht. Eine Arbeitsgruppe unter Federführung von Patrizia Pichler und Herbert Hinteregger ist es gelungen, in kurzer Zeit anhand von geschichtlichen Recherchen und urkundlichen Erwähnungen von Tracht und Materialien, eine solche historische Lüsner Männertracht aus dem 19. Jahrhundert anfertigen zu lassen. Die Trachten für jeden Musikanten werden derzeit vom Schneidermeister Renzler in Niederrasen angefertigt. Dieses Unterfangen ist mit großem, finanziellem Aufwand verbunden, der großteils durch Gemeinde- und Landesbeiträge abgedeckt wird. Nichtsdestotrotz muss sich die Musikkapelle um weitere finanzielle Mittel umsehen, weshalb eine Spendenaktion gestartet wird. Vom 21. bis 22. September 2013 werden kleine Gruppen von Musikantinnen und Musikanten von Haus zu Haus ziehen und musikalisch um finanzielle Hilfe bitten. Lisna 1/2013

Dank für langjähriges Wirken

Ehrungen am Cäciliensonntag Am Cäciliensonntag konnten Musikanten für ihren langjährigen, ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Dorfgemeinschaft und der Musikkapelle von Verbandsobmann Pepi Fauster geehrt werden: Patrick Hinteregger wurde für 15 Jahre, Stefan Gamper, Kapellmeister Christoph Zöschg und Freddy Kaser für 25, Ewald Hinteregger und Hannes Fischnaller für 40 Jahre Mitgliedschaft. Obmann Pepi Ploner wurde eine Ehrenurkunde des Verbandes Südtiroler Musikkapellen für 20jährige Tätigkeit als Obmann der Musikkapelle Lüsen verliehen.

Heinrich Hinteregger wurde zudem für 45 Jahre Mitgliedschaft im Verein geehrt, Burkhard Ploner, Pepi Ploner und Oswald Mair wurden für langjährige Tätigkeit im Ausschuss der Musikkapelle Lüsen geehrt und bekamen dafür ein Geschenk.

Jungmusikanten Beim diesjährigen Osterkonzert am 31. März 2013 spielten Samuel Plaseller am Horn, Andrea Oberhauser an der Querflöte, Simon Egger am Bariton und Georg Fill am Flügelhorn zum ersten Mal in den Reihen der Musikkapelle. · ion 33


Gesellschaft/Kultur

Landeshauptmann zu Gast alle Foto: privat

Die Schützenkompanie konnte gemeinsam mit Landeshauptmann Luis Durnwalder auf ein gelungenes Jahr zurückblicken. A. Hofers Werte aktueller denn je Der diesjährige Andreas-Hofer-Gedenktag begann um 8.45 Uhr auf dem Dorfplatz, wo die Schützenkompanie dem Ehrengast Landeshauptmann Luis Durnwalder einen landesüblichen Empfang mit Landeshymne, Ehrensalve und Frontabschreitung bereitete. Danach boten zwei Marketenderinnen den Ehrengästen einen Schnaps an. Um 9.00 Uhr fand in der Pfarrkirche ein Gedenkgottesdienst für all jene statt, die ihr Leben für die Heimat geopfert haben. Bei der Ansprache in der Kirche erinnerte Festredner Luis Durnwalder an die Geschichte unserer Landes, die noch immer nachhaltig die Geschehnisse beeinflusse. Unsere Geschichte sollen und dürfen wir uns nicht nehmen lassen. „In der EU leben wir in Frieden und Freiheit“, so Durnwalder, „doch dies ermahnt uns auch zu Verantwortung und Respekt vor den anderen.“ Jeder müsse sich für Recht und Gerechtigkeit einsetzen, wie es Andreas Hofer vor über 200 Jahren getan habe. Im Anschluss an die Festrede erfolgte die

Landeshauptmann, Hauptmann und Oberleutnant gratulieren Richard Rastner zum Erhalt des Ehrenkranzes der Kompanie

alljährliche Kranzniederlegung beim Kriegerdenkmal und ein Gebet für alle Opfer von Krieg und Gewalt.

Beeindruckender Jahresbericht Nach dem offiziellen Teil eröffnete Hauptmann Herbert Federspieler die Jahreshauptversammlung im Hotel Rosental. Die Schützenkompanie blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück, in dem das Heimatfernentreffen den Höhepunkt bil-

dete. Diese Veranstaltung erntete Lob und Anerkennung von allen Seiten und brachte auch einen finanziellen Gewinn, wie Kassier Erich Pichler in seinem Bericht resümierte. Diese Einnahmen wird die Schützenkompanie dazu verwenden, Schützenheim und Schießstand zu renovieren. Doch nicht nur dieses Fest stand auf dem Programm, auch sonst war das abgelaufene Jahr wieder sehr arbeitsintensiv, wie Schriftführerin Lisa Molling im Tätigkeitsbericht schilderte. Weitere Höhepunkte bildeten der Rundenwettkampf, das Alpenregionstreffen und der Kompanieausflug zum Brenner-Basis-Tunnel nach Absam.

Verdiente Mitglieder

Sie marschieren seit 15 bzw. 5 Jahren in den Reihen der Kompanie

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Abschließender Höhepunkt der Versammlung waren die Ehrungen. Die Schützen Wolfgang Kaser, Alfred Steiger und Robert Ploner erhielten die Langjährigkeitsmedaille für 15-jährige Mitgliedschaft, Marketenderin Lisa Molling ist seit fünf Jahren in den Reihen der Kompanie. Richard Rastner erhielt den Ehrenkranz für sein kulturelles Wirken und 15 Mitglieder das Leistungsabzeichen in Gold mit Urkunde überreicht. · ion www.gemeinde.luesen.bz.it


Gesellschaft/Kultur

Jeppe vom Berge Die Theatergruppe Lüsen spielt noch bis zum 22. Juni, erstmals in ihrer Vereinsgeschichte, eine Volkskomödie unter freiem Himmel.

Zum Stück Das Stück, 1722 vom Schriftsteller Ludvig Holberg geschrieben, wurde schon vor 20 Jahren bei den „Rittner Sommerspielen“ erfolgreich aufgeführt und mehrfach im Sender Bozen ausgestrahlt. Damals spielte der bekannte Volksschauspieler Peter Mitterrutzner die Hauptrolle.

Obschon es sich bei diesem Stück um eine Komödie handelt, stehen für Regisseur Leo Ploner durchaus die tragisch-komischen Elemente im Vordergrund. Diese beginnen schon beim sozialen Hintergrund der Hauptfigur Jeppe, welcher als dem Alkohol verfallener Bauer ein Leben in Armut und Elend fristet. Die große, dankbare aber auch herausfordernde Aufgabe, die verschiedenen Seiten dieser Figur darzustellen, hat Stefan Kaser übernommen. Als sein großer Gegenspieler ist Joachim Mitterrutzner in der Rolle eines gelangweilten, zynischen Barons zu sehen, dessen arrogantem Spiel der primitive Jeppe nur seine niederen und ungebildeten Instinkte entgegenzusetzen hat. In weiteren Rollen stehen Verena Gruber als Jeppes Frau Nelle, Joachim Hinteregger, Claudia Daporta und Florian Hinteregger als die Gefolgschaft des Barons, Manfred Rastner als Verwalter und Helene Hinteregger

als dessen Frau auf der Bühne. Severin Plaseller ist nicht nur als Wirt zu sehen, er begleitet auch die eingefügten Lieder auf der Ziehharmonika, Max Kaser tritt als Trompeter auf. Als Kulisse für die zehn Aufführungen diente erstmals der Widumshof, der für dieses Stück nicht nur wegen seiner guten Akustik beste Voraussetzungen bietet.  · ion

alle Foto: privat

Bereits im Jänner begann die Gruppe rund um Spielleiter Leo Ploner und Obmann Armin Hinteregger mit den Vorbereitungen. Es wurden Treffen mit der gesamten Gruppe abgehalten und über Spielerbereitschaft, Stückwahl und Aufführungstermine beraten. Gemeinsam wurde beschlossen, eine Komödie mit Musik und Gesang zu inszenieren, worauf die Wahl von Regisseur Leo Ploner auf die Volkskomödie „Jeppe vom Berge (oder der verwandelte Bauer)“ fiel.

Kulisse der Aufführung: Widumshof

Schnappschüsse bei den Proben Lisna 1/2013

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Gesellschaft/Kultur

Frauen närrisch unterwegs

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alle Fotos: privat

Am Abend nach dem Unsinnigen Donnerstag stieg im Gemeindesaal von Lüsen der 1. Frauenfasching, zu dem die Katholische Frauenbewegung und die Lüsner Bäuerinnen einluden. Dieses bunte Treiben wurde, bedingt durch den Umbau des sonst genutzten Saales in St. Andrä, kurzerhand nach Lüsen verlegt. Einlass erhielten nur Frauen – wenn möglich in Verkleidung. Die Gruppe „Feel Volx“ unterhielt die Damen prächtig und auch zwei Einlagen der Theatergruppe Lüsen sowie von Maria und Zenzi fanden allgemein großen Applaus. Die Mitternachtseinlage gestaltete die KFB-Ortsgruppe St. Andrä, die große Begeisterung hervorrief. Eine Lotterie winkte mit vielen interessanten Preisen, bei einem Schätzspiel musste die Anzahl von verschiedenen Nüssen in einem Glas erraten werden und ein Faschingskrapfen war nicht etwa mit Marmelade, sondern mit Senf gefüllt. Bis in die frühen Morgenstunden wurde getanzt und gelacht. Einige, bis dahin unerkannte Frauen, lüfteten ihre Identität und alle waren der Meinung, dass dieser Frauenfasching im nächsten Jahr wiederholt werden sollte – vielleicht haben dann ja auch Männer in Frauenverkleidung (!) Zutritt... P.S: Ein Mann hat sich doch unter die Frauen gemogelt: Daniel Niedermayr, besser bekannt als „Gumpf“, versah gemeinsam mit Angelika Fischnaller den Brandschutzdienst. · ion

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Gesellschaft/Kultur

Die Zeit der Kinder Die heutige Leistungsgesellschaft mit ihren immer kürzeren Frei-Zeiten steht derzeit im Fokus der Jungschargruppen in Südtirol. Die Gruppe in Lüsen hat sich dazu eine spezielle Aktion ausgedacht: Die Weckeraktion.

Im Arbeitsjahr 2012/13 stellt die Jungschar ein sehr aktuelles Thema in den Mittelpunkt: die „Zeit der Kinder“. Dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben, an deren Druck viele Erwachsene zerbrechen, bekommen leider auch die Kinder immer öfter zu spüren. Sie haben oft kaum mehr ungeplante Zeit, in der sie einfach spielen oder nichts tun können. Auch die sogenannte “Freizeit” ist meist nicht wirklich frei, sondern mit verschiedenen Aktivitäten besetzt. Das Angebot ist groß und die Möglichkeiten sind vielfältig. Früher, schneller, weiter – heute kommt es auch bei den Kindern immer mehr auf Leistungen an. Genau an dieser Stelle setzt die Arbeit der Jungschar an. In der gemeinsamen Zeit, die die Gruppenleiterinnen mit den Kindern verbringen, geht es in erster Linie darum, die Zeit kindgerecht zu nutzen und Spaß zu haben. Ohne Druck, ohne gewinnen zu müssen, ohne Leistungen zu erbringen – einfach nur, weil es Freude macht! Die zentrale Botschaft dabei ist: “Schön, dass du da bist. Gut, dass es dich gibt.” Die gemeinsame Zeit wird so zu einer gewonnenen Zeit.

Die Weckersuche Um auf das Thema „Zeit“ aufmerksam zu machen, versteckten die Lüsner Jungscharkinder am Samstag, 26. Jänner 2013, um 10 Uhr, im Dorfzentrum Wecker, die sie zuvor mit Zeit-Sprüchen beklebt hatten. Wer von den Passanten einen Wecker Lisna 1/2013

Fotos: privat

Spaß und Spiel ohne Druck und Hektik

Zeit bewußt gemacht

gefunden hatte, durfte ihn behalten. Die Jungscharkinder erklärten den Sinn der Aktion und verteilten Flyer mit der Aufforderung, auch „mal nichts zu tun!“

Die Aktivität der Jungschar Lüsen wurde im Schuljahr 2011/12 nach einer mehrjährigen Pause unter der Leitung von Marion Pichler Kaneider und Annemarie Stoffner

Im Rahmen dieser Aktion ließen sich auch die Gruppenleiterinnen mit einer Übernachtung im Mehrzwecksaal der Feuerwehrhalle etwas Besonderes einfallen. Bei Tee und Popcorn wurde den ganzen Abend gespielt und gelacht, Wecker beklebt und bemalt, sowie Verstecke überlegt. Als Test für die Aktion wurden die Weckeruhren auf acht Uhr morgens gestellt. Doch sie brauchten gar nicht erst zu klingeln: um 4.30 Uhr waren die ersten Kids schon wieder wach. Nach einem gemütlichen Frühstück mit frischem Brot, Kakao und Tee wurden die letzten Einzelheiten besprochen, und dann ging‘s zum Weckerverstecken ins Dorf. Alle waren aufgeregt, denn das Vorhaben musste lange geheim gehalten werden. Für die Beteiligten war es ein spannendes Wochenende mit hohem Spaßfaktor. · ion

Holzknecht wieder aufgenommen. Als Gruppenleiterinnen konnten Theresa Ploner und Julia Federspieler gewonnen werden. Ihre Themenschwerpunkte liegen in der Gestaltung der Kindermette, vor Ostern finden die Gruppenstunden vermehrt statt. Im Laufe des Jahres beteiligt sich die Gruppe an Veranstaltungen auf Dekanats- und Landesebene, wie der Spieleolympiade, dem Kinderfest und den Aktionen zum Jahresthema. Wer Interesse hat, als Gruppenleiter/In aktiv zu werden, ist herzlich eingeladen, uns zu kontaktieren! (329/8615394, marion.pichler@bfree.it) Er bekommt am Ende jeden Schuljahres einen Ehrenamtsnachweis, der für die Matura angerechnet wird.

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Gesellschaft/Kultur

Dank für die finanzielle Hilfe Seit Jahren unterstützt die Pfarrgemeinde Lüsen den Bau einer katholischen Kirche für die Rumänen ungarischer Abstammung von Tirgu Mures in Siebenbürgen. Am 21. März war der dortige Pfarrer Istvan Szenegetö zu Gast.

Die Pfarrgemeinde „20 Jahre haben die Christen meiner Pfarrei in einer Kapelle den Sonntagsgottesdienst gefeiert“, erzählte der Geistliche und zeigte ein Bild eines kleinen Raumes. Dort gebe es heute Tanz, Gesang und Spiele für die Familien. Am Sonntag werden dort während der Messe die Kleinkinder betreut. Was der Pfarrei noch fehle, seien ein Kindergarten und Kirchenglocken. „An die Wohltäter aus Lüsen gedenken wir jeden Sonntag beim Angelusgebet“, sagte der Pfarrer und dankte für jede Spende. 38

So sieht sie aus, die neue „Kirche zur Heiligen Familie“

Erinnerungen an die Kirchweihe Anlässlich der Weihe der neu gebauten Kirche am 13. Oktober 2012 besuchte eine Delegation von Lüsnern die Pfarrei in Siebenbürgen. Erinnerung an diesen Aufenthalt ließ der Lüsner Bürgermeister

Josef M. Fischnaller in einer Bildpräsentation Revue passieren. Sie zeigten die Stadt, den Einzug zur Kirche und deren Weihe. Im Anschluss an die Begegnung mit Pfarrer Istvan bot ein Buffet die Möglichkeit, die Kontakte zwischen den Lüsnern und den zwei rumänischen Begleitern zu pflegen. · pde Foto: BM

„Die Stadt Tirgu Mures (Neumarkt am Mieresch/Marosvasarhely) liegt am Fluss Mures und wird Großteils von Orthodoxen, Protestanten und einer kleinen Gruppe von rund 500 Katholiken bewohnt“, berichtete Pfarrer Istvan Szenegetö. Während der Staat Kirchenbauten von orthodoxen Christen finanziell unterstützt, seien die Katholiken auf Spenden angewiesen. Die „Kirche zur Heiligen Familie“ mit 180 Sitzplätzen konnte in Partnerschaft mit Südtirol erbaut werden und kostete rund 200.000 Euro. Wie dieses Geld investiert wurde, zeigten Bilder vom Kirchenbau und der fertigen Kirche mit der schönen Kuppel aus Holz. Der große Stein unter dem Altar stehe für Christus, erklärte der Pfarrer. Die Osterkerze, ein Geschenk aus Lüsen, gestaltet von Ida Mitterhofer Pöder, werde das ganze Jahr bei der Messe brennen.

Foto: BM

Die Stadt und die Kirche

Gespannte Zuhörer beim Bericht von Pfarrer Istvan www.gemeinde.luesen.bz.it


Dorfgeschichte

Aus der Pfarrchronik

Foto: pde

Die Lüsner Pfarrchronik hält einige interessante Begebenheiten bereit, wie das Küssen einer Bischofsstatue vonseiten der Schüler, damit sich ihr Schulerfolg einstellen möge. Dies und mehr aus dem Geschehen in Lüsen vor 100, 200, 300 und 400 Jahren. 1613 In diesem Jahr starb in Brixen Fürstbischof Christoph Andrä von Spaur (1601 - 1613). „Wo er gieng und stand, bethete er“, wurde über ihn geschrieben. Sein Grabmal befindet sich an der Südwand der Vorhalle des Domes (17*). Dieser Bischof war es, der 1603 auf der Brix­ ner Diözesansynode angeordnet hatte, dass an jeder Pfarrei ein eigener Schulmeister zum Unterricht der Jugend eingesetzt werde. In Lüsen wird bereits am 18. Oktober 1598 im Taufbuch ein Thomas Wirth als Schulhalter bezeichnet. Im Jahre 1604 wurde dem Pfarrer für die Besoldung eines Schulmeisters vom Gericht Lüsen ein Gulden bewilligt. Von Schülern oft geküsst, damit es in der Schule wieder besser gehen soll, wurde die Bischofsstatue im Süden des Kreuzganges (60*). Es ist das Grabmal des Fürstbischofs Christoph (1539 – 1542), jedoch aus der Adelsfamilie Fuchs von Fuchsberg. * Reihenfolge der Grabplatten nach: „Dom und Kreuzgang zu Brixen“

1613 war in Lüsen auch Pfarrerwechsel. Martin Frankenreiter, unter dem ein Bildnis Christi in das Hl. Grab gemacht wurde, wofür dem Bildhauer und Maler acht Gulden bezahlt worden waren, übernahm die Stelle eines Beichtvaters im Kloster Sonnenburg bei St. Lorenzen. Sein Nachfolger in Lüsen war Augustin Alseider, ein Mann, der im Stande war, der Unwissenheit und dem Sittenverderbnisse abzuhelfen. „Er lebte bescheiden und wachte über andere, so dass seine Seele, so hoffen wir, bei Gott lebt“, steht im Sterbebuch.

1713 Der damalige Lüsner Pfarrer Joseph Gassmayr schrieb die Liste vom Sammelkorn, „welliche Lisna 1/2013

Grabmahl für Christoph Fuchs von Fuchsberg

Höf dem Mösner bey St. Niclaus Leith Khorn von Alter hero schuldig seint.“ Im Verzeichnis eingetragen sind bei jedem Hof meist „ein viertel Star / drey oder vier Massl.“

1813 Zu diesem Jahr vermerkte der Pfarrer in der Chronik: „Der Bayrischen Regierung mangelte es ebenso an Geld, als ihren Unterthanen. Es wurde daher im Februar dieses Jahres eine Geldlotterie ausgeschrieben. Da gewisse Summen des Vermögens oder der Einkünfte bestimmt waren, mit denen man ein Los nehmen musste, so traf es in Lüsen nur den Mayrhofer und den Rungger mit einigen wenigen ein Los von 10 – 20 fl zu nehmen.“ Zur Witterung vermerkte er: „Das Jahr war sehr nass und kalt. Am Markustage hatte es einen Schnee gemacht, dass der Kreuzgang nach St. Niclaus nicht konnte gehalten werden; man gieng also nur nach St. Kilian. Am 3. November machte es einen Schnee, der an hohen Orten nimmer vergieng. Es blieben also an einigen Orten, wie zu Oberglitt, viele Garben auf dem Lande unter Schnee, und giengen im Winter zu Grunde. Auch fast alle Bienen giengen am Herbst und Winter und

folgenden Frühling zu Grunde. Ich rettete von 20 Stöcken noch einen.“

1913 Alois Ebner, Besitzer zu Huben und Warsch auf Flitt, verheiratet mit Maria Kirchler vom Joas, ließ eine Kapelle erbauen, die 1924 geweiht wurde. Den kleinen Altar zierte eine gotische Madonna aus der Zeit um 1510, die auch nach der ehemaligen Kapelle oft „Warscher-Muttergottes“ genannt wird. Probst Josef Weingartner hielt die Skulptur für eine Elisabeth aus der Gruppe Maria Heimsuchung, daher auch „Mutter der guten Hoffnung“ genannt. Sie ist ein Geschenk vom Priester Kurat Andreas Kaser (+1819) an seine Verwandten der Familie Kaser zu Warsch. Die Kapelle erhielt 1979/80 anstelle des hölzernen ein gemauertes Türmchen für die zwei Glocken, die 1925 in Trient gegossen wurden und einen Volksaltar. 2003/04 hat die Schützenkompanie die Mauern trocken gelegt und die Kapelle erneut restauriert. Die alte Statue wurde deponiert und durch eine Kopie von Robert Ploner (Gosse) ersetzt. An der Wand hängt ein Kruzifix aus dem 17. Jahrhundert. · pde 39


Sport/Veranstaltungen

Auf schnellen Kuven unterwegs Die Lüsner Rodlerinnen und Rodler konnten in der Rennsaison 2012/13 Erfolge und Titel einfahren. Ihnen gilt gemeinsam mit der Sektion, den Trainern, Betreuern und Eltern unsere Gratulation und Wertschätzung. Nachfolgend eine kurze Bilanz.

Erstklassige Ergebnisse auf der Naturbahn Obwohl die Mannschaft der Naturbahnrodler nur aus sechs Athletinnen und Athleten besteht, holten sie nicht weniger als fünf Landesmeistertitel für den ASV Lüsen. Bei der Landesmeisterschaft, die heuer auf der Heimbahn in Lüsen ausgetragen wurde, nutzten unsere Rodlerinnen und Rodler den Heimvorteil in exzellenter Weise. Nadine Rastner, Maximilian Molling, Andrea Oberhauser, Martina Kaser und Roman Kaser holten Gold in ihrer jeweiligen Kategorie, wobei Roman Tagesbestzeit erzielte und somit den allgemeinen Landesmeistertitel im Herren Einzel zum ersten Mal für Lüsen eroberte. Einen Stockerlplatz fuhr auch Stefanie Kaser (3. Platz) heraus. Olang war heuer Schauplatz der ersten Italienmeisterschaft im Sportrodeln. Auch dort schnitten unsere Rodlerinnen gut ab. Sie erreichten drei zweite Plätze in ihren jeweiligen Kategorien (Stefanie, Martina und Andrea). Die Europameisterschaft in Latzfons bestritten die Geschwister Kaser. Roman war auch dieses Mal nicht zu schlagen und wurde Europameister in seiner Kategorie. Schwester Martina wurde zweite in ihrer Kategorie und ist somit Vizeeuropameisterin. Etwas Pech hatte Stefanie, die mit Platz sechs noch ein gutes Endresultat einfuhr. Tolle Ergebnisse erbrachten auch unsere jüngsten Rodler und Rodlerinnen bei der Rennserie der Raiffeisen – Jugendrennen. 40

Roman Kaser holte sich auf der Heimbahn den Landesmeistertitel

Andrea Oberhauser auf dem obersten Stockerl

Mit zwei Siegen und zwei zweiten Plätzen gewann Andrea Oberhauser die Gesamtwertung in ihrer Kategorie. Maximilian Molling holte sich mit drei Siegen und einem zweiten Platz ebenso den ersten Platz in der Gesamtwertung. Nadine Rastner konnte mit einem Sieg, zwei zweiten und einem dritten Platz den zweiten Endrang in der Rennserie sichern.

holte sich auch Andrea Oberhauser den Gesamtsieg in ihrer Kategorie. Den vierten Platz in der Gesamtwertung ihrer Kategorie sicherte sich Stefanie Kaser.

Sehr erfreulich waren auch die Ergebnisse aus der Rennserie des Südtirolcups. Martina Kaser wurde mit zwei Siegen und einen zweiten Platz Gesamtsiegerin in ihrer Kategorie. Bruder Roman ließ nichts anbrennen, siegte dreimal und gewann die Gesamtwertung. Mit zwei Siegen und einem zweiten Platz

Diese einzigartigen Erfolge kommen nur durch fleißiges Training zustande und sind auch dem engagierten Rodeltrainer Karl Kaser zu verdanken, der es schon seit Jahren versteht, die Athleteninnen und Athleten zu motivieren und sie bestens vorbereitet an den Start zu schicken.

WM Silber auf der Kunstbahn Patrick Rastner konnte gemeinsam mit seinem Partner im Doppelsitz Ludwig www.gemeinde.luesen.bz.it


Sport/Veranstaltungen

Maximilian Plaickner freute sich über seine Ergebnisse der Rennsaison

Rieder aus Meransen den U23 Vizeweltmeistertitel in Whistler (Kanada) holen und wurde beim selben Rennen (FIL WM) neunter in der allgemeinen Weltklasse. Nach dem ersten Lauf lag das Doppel sogar auf Platz vier. Leider ging bei der WM der zweite Lauf nicht wie gewünscht auf und sie fielen nach einem schweren Fehler auf Rang neun zurück.

Die Freude bei den Naturbahnrodlern, Trainern, Betreuern und Funktionären über die Top-Platzierungen war groß

siegerin Gerda Weißensteiner trainierte Rodler holte sich bei der Startitalienmeisterschaft in Meransen den Italienmeistertitel in seiner Kategorie. Weiters bestritt Maximilian die ASVÖ Cup Rennserie, die in Innsbruck Igls und Imst mit insgesamt vier Rennen ausgetragen wurde. Dabei erreichte er mit zwei zweiten Rängen, einem

vierten und sechsten Rang den Sieg in der Gesamtwertung. Ein neunter Platz schaute bei der Welt-Jugend-Challenge 2013 (eine Art Jugendweltmeisterschaft) in Innsbruck Igls heraus. Beim Alpenländer Pokalrennen und beim Ländervergleichskampfrennen in Imst wurde Maximilian jeweils zweiter.  · ion

Gut geschlagen hat sich auch Maximilian Plaickner, der dem Landeskader der Kunstbahnrodler angehört. Der von OlympiaLisna 1/2013

Fotos: privat

Sehr gut lief es für Patrick und Ludwig auch im Weltcup. Sieben Mal erreichten sie einen Top 10 Platz, wobei besonders der vierte Rang in Winterberg (D) und die beiden fünften Plätze in Königsee (D) und Sochi (Rus) herausstechen. Das Ergebnis in Sochi könnte ein gutes Omen für uns Lüsner sein, finden doch auf dieser Bahn im kommenden Jahr 2014 die Olympischen Winterspiele statt. Durch ihre hervorragenden Platzierungen konnten die beiden in der Weltcup Gesamtwertung den siebten Endrang erreichen.

Das Doppel in der Kunstbahn: Ludwig Rieder und Patrick Rastner

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Sport/Veranstaltungen

Genaues Zuspiel, Pässe in die Tiefe, Haken setzen und Bewegungen antäuschen – das und noch viel mehr zeigten die kleinen Kicker am 8. Dezember beim zweiten Nikolausturnier in der Lüsner Turnhalle. Schon den ganzen Tag über fieberten die Kids diesem Turnier, das von den Fußballsektionsleitern Andreas Hinteregger und Christian Federspieler organisiert wurde, entgegen. Als um 14 Uhr die Gruppen von Pips Plaickner, Daniel Gasser und Dennis Kaneider zusammengesetzt waren, waren die 30 Jungs und ein Mädchen nach erfolgtem Anpfiff nicht mehr zu halten. Mit vollem Einsatz, höchster Motivation und viel Liebe zum Ball spielten sie mehrere Partien. Auch die älteren Jungs machten sich an das runde Leder und ließen einige Ballkunststücke aufblitzen. Die überschüssigen Kräfte konnten nach dem Turnier beim Seilziehen gemessen werden. Die Begeisterung war bei Kindern und Zusehern groß und das prall gefüllte Nikolaussakl für jeden Kicker eine gelungene Überraschung.  · ion

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Fotos: privat

Auf Beckenbauers Spuren

Junge Kicker mit großer Fussballbegeisterung

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Für unsere jungen Leser Endlich Ferien!

Finde die 10 Unterschiede!

Wusstest du, dass Blumen Fieber bekommen können? Wir kennen es von uns selbst, wenn u ­ nsere Körpertemperatur auf über 38 Grad ansteigt: das Fieber.

Wer trinkt was? Karla von Kuhstadt empfiehlt ihre leckere Milch. Finde heraus, welches Milchgetränk diese Kinder jeweils mögen?

Die Fieberwärme beschleunigt das Abtöten der Keime, deshalb wird uns heiß. Belgische Wissenschaftler fanden heraus, dass nicht nur Menschen Fieber bekommen können, sondern auch Pflanzen. Eine Lilie im Versuchslabor wurde von einer Infrarotkamera (= Wärmekamera) überwacht und mit Viren infiziert. Die Temperatur der Lilie stieg sofort um ein Grad an, indem sie ihre Öffnungen an der Blattunterseite verschloss. Dadurch konnte kein Wasser mehr austreten und das Blatt durch Verdunstung kühlen. Es wurde wärmer und das befallene Gewebe starb samt dieser Viren ab. Lisna 1/2013

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Lisna Nr. 14 - Juni 2013  
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