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Haus & Garten

Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

Jahrgang 25 · April 2014

Made by

Wahlen zum EU-Parlament am 25. Mai

Europa wählt PORTRAIT: Der Koch, Bestseller-Autor und Lehrer Helmut Bachmann KULTUR: Die Ausstellung zum Schaffen des Brixner Künstlers Hans Knapp SPORT: Die Sektion Turnen im SSV Brixen – mehr als Reck und Barren WIRTSCHAFT: Der Arbeitsmarkt im Großraum Brixen in der Wirtschaftskrise


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Editorial

Politik & Gesellschaft >>> 04 04 | EUROPAWAHLEN: Europa wählt 09 | Renate Daporta Jöchler: „Krebs darf kein Tabu mehr sein“ Menschen & Meinungen 16 | HELMUT BACHMANN: Koch aus Berufung 21 | Pro & Contra: Seilbahn-Talstation in Milland? 22 | Umfrage: Kein Vertrauen mehr?

>>> 16

Kunst & Kultur 25 | HANS KNAPP: Wie ist es, Hans Knapp zu sein? 28 | Musik: Vom Leiden und Sterben Jesu 29 | Musik: Religiöses Erleben von Musik 31 | Kunst und Religion: Versuch einer Annäherung

>>> 25

Veranstaltungen 39 | TIMER: Mai 2014

>>> 39

Freizeit & Sport 45 | SSV BRIXEN: Turnen im Trend

>>> 45

Wirtschaft & Umwelt >>> 48 48 | ARBEITSMARKT: Auf Jobsuche 54 | Brixen / Plose: Streit um neue Wasserkonzessionen Extra 59 | Haus & Garten

>>> 59

Im „Brixner“ finden Sie folgende Icons, die auf multimediale Inhalte im „BrixnerPlus“ verweisen:

Videodatei

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Danke! Eines vorweg: Dieser „Brixner“ wird etwas später erscheinen, weil die Feiertage Ende April für die Produktion sehr ungünstig fallen und unsere Druckerei deshalb etwas später ausliefert. Das größere Problem ist allerdings die Postzustellung: Seit zwei Jahren erhalten wir dutzendfache Rückmeldungen, dass der „Brixner“ mit hin und wieder auch mal zweiwöchiger Verspätung in den Briefkasten gelangt. Das ist für uns ein sehr großes Problem, und wir sind deswegen ständig mit der Postverwaltung in Kontakt. Die Mitarbeiter der Post versuchen, ihr Bestes zu geben – aber es ist offensichtlich, dass hier nicht alles so funktioniert wie es sollte; das Postamt hat offenbar strukturelle Probleme, die sie schnellstens lösen muss, denn der Kunde – und wir sind seit fast 25 Jahren Kunde der Post – hat ein Recht auf ordnungsgemäße Auslieferung. Wir drängen weiter nach einem ordentlichen Dienst – bis jetzt mit zweifelhaftem Erfolg. Ich darf in diesem Zusammenhang allerdings auf unsere Online-Ausgaben verweisen, die natürlich überpünktlich ins Netz gestellt werden: Sobald der „Brixner“ in Druck geht, erscheint die Online-Ausgabe auf unserer Homepage – und einen oder zwei Tage später gibt es den „BrixnerPlus“ als mit multimedialen Inhalten angereicherte Version auch in unserer App, die für iPhone, iPads und alle Android-Geräte verfügbar ist. Die Zugriffszahlen auf unsere Online-Ausgaben sind phänomenal und erfüllen uns mit Freude. Apropos Freude: Die Abo-Aktion 2014 hat uns auch heuer wieder eine Unmenge an Freunden und Gönnern gebracht. Sie beweisen mit dem freiwilligen Beitrag, dass Sie unsere Arbeit für den „Brixner“ wertschätzen. Im Namen meines Teams bedanke ich mich ganz herzlich dafür! Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit mit dem „Brixner“; ich bin überzeugt, auch in dieser Ausgabe finden Sie viele lesenswerte Beiträge.

Der multimediale „BrixnerPlus“ ist als kostenlose App für Apple iOS und Android im jeweiligen App Store erhältlich – oder ganz einfach im Internet: www.brixner.info

Ihr Willy Vontavon

Abo-Service Sie können ein Abonnement für die Zeitschrift „Brixner“ entweder über die Zusendung dieses Abschnittes oder per E-Mail vornehmen: abo@brixner.info

ABONNEMENTPREISE: z Gemeinden Brixen, Vahrn, Natz-Schabs, Lüsen, Mühlbach, Rodeneck, Klausen: Der Preis des Jahresabonnements beträgt 1 Euro, zahlbar jeweils bis 31. März im Rahmen der jährlichen Abo-Aktion z Restliches Staatsgebiet: Der Preis für 12 Ausgaben beträgt 19 Euro, zahlbar im Voraus z Ausland: Der Preis für 12 Ausgaben beträgt 75 Euro, zahlbar in Vorauskasse ❏ Ich bin bereits Abonnent, aber meine Adresse hat sich geändert. Mein Abo-Code ______________________

❏ JA, ich möchte den „Brixner“ an folgende Adresse zugestellt bekommen: Vorname, Nachname _________________________________________ Adresse __________________________________________________ PLZ, Ort ______________________________ Land ______________

Die Bezahlung der Abo-Gebühr erfolgt an: ❏ Südtiroler Volksbank: IBAN IT76 X 05856 58220 070570164004 ❏ Südtiroler Sparkasse: IBAN IT68 T 06045 58220 000000855000 ❏ Raiffeisenkasse Eisacktal: IBAN IT57 A 08307 58221 000300005452 ❏ BancoPosta: IBAN IT76 V 07601 11600 000042779405

Schneiden Sie diesen Bestellschein aus und senden ihn an: Brixmedia GmbH, Brennerstraße 28, I-39042 Brixen

Außerdem in dieser Ausgabe Das Jahresprogramm der Brixner Initiative Musik und Kirche


Politik & Gesellschaft

EUROPAWAHLEN AM 25. MAI

Europa wählt Am 25. Mai finden in Italien die Wahlen zum Europäischen Parlament statt; es geht um die Zuteilung von 73 der insgesamt 751 Sitze. Die größten Chancen rechnet man in Südtirol dem SVP-Spitzenkandidaten und EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann zu, der eine zweite Legislatur in Brüssel erreichen möchte – aber er braucht 50.000 Vorzugsstimmen zum Erreichen dieses Ziels.

E

uropa steht wieder einmal vor einer Bewährungsprobe par excellence: Gespannt warten Politikinteressierte auf die Ergebnisse der Wahlen zum Europäischen Parlament, die in den 28 Mitgliedsländern zwischen dem 22. und 25. Mai stattfinden werden. Denn die Europa-Euphorie ist bei den Bürgern einiger Mitgliedsländer auf ein überschaubares Maß gesunken – vor allem bei jenen, in denen die Auswirkungen der Wirtschafts- und Schuldenkrise noch bis hinein in die privaten Haushalte spürbar sind. „Der Euro ist an allem schuld“, heißt es dann in grenzenloser Vereinfachung der globalen Problematik der Schuldenkrise, und sogar im wirtschafts-

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starken Deutschland hört man hin und wieder nostalgische Rufe nach der D-Mark – auch hier hat man längst vergessen, welche Schwierigkeiten und Unsicherheiten die enormen innereuropäischen Kursschwankungen der verschiedenen Währungen mit sich brachten, als beispielsweise die italienische Lira schon mal über Nacht um 20 Prozent an Wert gegenüber der D-Mark und dem US-Dollar verlor.

Partner erklären sich nicht den Krieg. Grundsätzlich werden die

Vorteile, die die Ländergemeinschaft mit sich gebracht hat, gern vom kollektiven Bewusstsein der Europäer ausgeblendet – vor allem von jenen, die die kriegerischen

Auswirkungen der Nationalismen in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts nicht in erster Person miterlebt haben. So sind es eher unsere Väter und Großväter, die heute wohlwollend zur Kenntnis nehmen, dass der Dritte Weltkrieg, vor dem man sich während des „Kalten Krieges“ bis in die späten Achtziger Jahre noch gefürchtet hatte, dann doch Gott sei Dank ausgeblieben ist – vielleicht auch dank der Bestrebungen, die heterogenen Staaten Europas in eine zwar genauso heterogene, aber dann doch in sich zusammengehörende Gemeinschaft zu verbünden, in der das gegenseitige Bekriegen ganz einfach nicht vorgesehen ist. Wer den Krieg und

seine unmenschlichen Grausamkeiten erlebt hat, sieht in diesem Sinn die Europäische Union mit vollkommen anderen Augen. Denn im Grunde wurde die Idee einer Partnerschaft zwischen den europäischen Staaten erstmals 1951 „gelebt“, also nur sechs Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Sechs Staaten schlossen sich damals zur Montanunion zusammen – das war das erste Herantasten an ein gemeinsames Großes. Der Zusammenhang und die Motivation zu Partnerschaften sind aufgrund der zeitlichen Nähe zum Ende des Weltkriegs augenscheinlich. 1957 folgten die Europäische Atomgemeinschaft und die Europäische Wirtschafts-


AM 25. MAI WIRD DAS EU-PARLAMENT GEWÄHLT: Im Wahlkreis Nordostitalien treten 15 Listen mit insgesamt 191 Kandidaten an

Foto: Fred Marvaux

gemeinschaft (EWG). Mit dem Vertrag von Maastricht im Jahr 1993 wurde die EWG in Europäische Gemeinschaft umbenannt. Nach Ost-Erweiterungen in den Jahren 2004, 2007 und 2013 umfasst die EU heute 28 Mitgliedsstaaten, von denen 18 auch eine gemeinsame Währung haben. Der größte Vorteil dieser Staatenpartnerschaft, der aber im Bewusstsein von uns Europäern „normal“ geworden ist, ist also wohl – auf den Punkt gebracht – die Tatsache, dass Partner sich eben nicht untereinander den Krieg erklären. Die etwas Jüngeren haben sich an weitere positive „Nebenwirkungen“ der Union ebenfalls längst gewöhnt, sodass diese Kollate-

Dienstleistungen frei bewegen und handeln können, so ist dies ein angenehmer Nebeneffekt, den vor allem Grenzregionen verspüren. Die Schikane der vierfachen Zollkontrollen zwischen München und Brixen – zweimal in Kiefersfelden, zweimal am Brenner – sind längst vergessen, aber zurückwünschen würden wir sie uns dann doch nicht mehr.

Wählt Europa sich ab? Und trotz

der augenscheinlichen Vorteile der EU ist zu befürchten, dass Europa-kritische Parteien einen ziemlich großen Zuspruch in der Wählerschaft finden könnten und dass die ohnehin schon extrem schwache Wahlbeteiligung an

skandalöse 43 Prozent. In Italien sind die Werte zwar besser, aber die Tendenz ist auch hier klar erkennbar: Letzthin waren es noch 65,05 Prozent der Wahlberechtigten, die zu den Urnen ging. In Südtirol kommt erschwerend hinzu, dass der Politrentenskandal möglicherweise dazu führen könnte, dass die Wähler der Politik ihren Unmut zeigen, indem sie die Wahl schlichtweg ignorieren. Der SVP-Spitzenkandidat Herbert Dorfmann reagiert auf diese Befürchtungen im Grunde mit einem starken Argument: „Der Ärger ist berechtigt, aber deswegen auf das demokratische Grundrecht einer Wahl zu verzichten, kann auch nicht die Lösung sein“.

Bevölkerungsgröße der einzelnen Mitgliedsstaaten bestimmt die Anzahl der Abgeordneten; aus den „kleinsten“ EU-Staaten kommen sechs Europa-Abgeordnete, die mit Abstand meisten Abgeordneten kommen aus Deutschland, nämlich 96, dem bevölkerungsreichsten EU-Mitgliedsstaat. Österreich ist beispielsweise mit 18 Europa-Abgeordneten im EUParlament vertreten, Belgien mit 21, Italien mit 73 und Luxemburg mit sechs. Es gilt bei der Sitzverteilung nach Ländern das Prinzip der „degressiven Proportionalität“. Das bedeutet, dass die Bevölkerungen der kleineren Mitgliedsstaaten relativ „besser“ im EU-Parlament

„Europa hat 7 Prozent der Weltbevölkerung, erwirtschaftet 25 Prozent der Weltwirtschaftsleistung und bezahlt 50 Prozent der Weltsozialleistungen“_ Angela Merkel, Deutsche Bundeskanzlerin raleffekte eben auch nicht mehr als Besonderheit wahrgenommen werden: Wenn wir heute in Barcelona, Paris, Berlin, Rom und Wien mit derselben Währung bezahlen können, wenn wir Staatsgrenzen überschreiten können ohne es zu merken, wenn wir innergemeinschaftlich Waren und

Europawahlen am 25. Mai noch weiter sinken werde, was die eher radikalen Parteien wiederum stärken könnte: 1979 haben europaweit noch 61,99 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, 1994 waren es nur noch 56,67 Prozent, 2009 sank die Wahlbeteiligung sogar auf

751 Abgeordnete aus 28 Ländern. Nach der Europawahl 2014

wird das Europäische Parlament 751 Abgeordnete zählen – diese Zahl ist durch den Vertrag von Lissabon festgelegt. Diese 751 Europa-Abgeordneten vertreten über 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger aus 28 Staaten. Die

vertreten sind als die Bevölkerungen der größeren Mitgliedsstaaten. Dieses Prinzip ist in einer parlamentarischen Demokratie nichts Ungewöhnliches: Im deutschen Bundesrat beispielsweise sind die kleineren Bundesländer auch „relativ besser“ vertreten als die größeren Bundesländer. 5


Politik & Gesellschaft

Fünf Wahlkreise in Italien. In

Italien erfolgt die Wahl nach dem Verhältniswahlrecht, wobei eine Sperrklausel von italienweit 4 Prozent gilt. Das Land ist in fünf Wahlkreise aufgeteilt; Südtirol ist gemeinsam mit dem Trentino, Venetien, Friaul-Julisch Venetien und Emilia-Romagna Teil des Wahlkreises Nordostitalien. Minderheitsparteien, die italienweit die Sperrklausel von 4 Prozent nicht erreichen können, haben die Möglichkeit, sich einer landesweit antretenden Partei anzuschließen. Nach Artikel 22 des italienischen Wahlgesetzes ist der Minderheitspartei ein Sitz garantiert, sofern ihr stärkster Kandidat mindestens 50.000 Vorzugsstimmen auf sich vereinigen kann. 2009 erhielt der SVP-Kandidat Herbert Dorfmann 84.361 Stimmen – und war damit EU-Parlamentarier. Im Wahlkreis Nordostitalien treten 15 Listen mit jeweils bis zu 14 Kandidaten an – insgesamt hat der Wähler die Wahl zwischen 191 Kandidaten. Der PD hat mit Alessandra Moretti, Flavio Zanonato und Cécile Kyenge sehr bekannte Namen auf der Liste. Die SVP hat als Minderheitspartei eine eigene Liste, der Freiheitliche Kandidat Pius Leitner ist hingegen auf der Liste der Lega Nord auf dem zehnten Platz zu finden. Damit auch die Freiheitlichen mit einer eigenen Liste hätten antreten können, hätte die Partei laut Wahlgesetz 30.000 Unterschriften in den vier Regionen sammeln müssen. Die SVP ist von dieser Pflicht befreit, weil sie durch eigene Abgeordnete im Nationalen Parlament vertreten ist. Durch ihr Wahlbündnis mit dem PD umgeht die SVP die italienweite Sperrklausel von 4 Prozent, die als Minderheitspartei nicht zu erreichen wäre. Die ehemalige RAI-Redakteurin Oktavia Brugger tritt auf der Liste „L’Altra Europa con Tsipras“ an. Johann

Gruber ist auf der Liste „Italia dei Valori“ zu finden. In Südtiroler Politkreisen wird auch das lokale Ergebnis mit Spannung erwartet. Die größten Chancen unter den Südtirolern rechnet man Herbert Dorfmann zu, der mit mindestens 50.000 Vorzugsstimmen seine zweite Legislatur in Brüssel antreten würde. Auch ist man gespannt, welche Auswirkungen der Politrentenskandal auf die einzelnen Listenergebnisse haben wird. Bei Pius Leitner hängt es grundsätzlich davon ab, ob die Lega Nord italienweit die Sperrklausel von 4 Prozent erreichen kann; danach hängt es davon ab, wie viele Kandidaten die Lega stellen wird und ob Leitner genügend Vorzugsstimmen erhalten würde. Dasselbe gilt für Oktavia Brugger.

Warum ist diese Europawahl anders? Europa steckt noch mitten

in der Bewältigung der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise, vieles musste in den vergangenen Jahren in Frage gestellt werden. Die Europawahl ist damit auch eine Wahl über den künftigen Kurs der Europäischen Union und somit die bislang wichtigste Europawahl überhaupt. Die Europawahl erlaubt den Wählern darüber abzustimmen, wie die Europäische Union gestaltet werden soll und wie die wirtschaftliche und politische Integration verlaufen soll. Die Europawahl 2014 ist zudem die erste Europawahl nach dem Inkrafttreten des Vertrages von Lissabon. Dieser Vertrag hat dem Europäischen Parlament deutlich mehr Macht und Einfluss gegeben: Es bestimmt über Gesetze mit, die in allen 28 Mitgliedsstaaten gelten, und es entscheidet über alle internationalen Abkommen sowie über

Einberufung zur ordentlichen Jahresversammlung des Amateursportvereins SSV BRIXEN Am Donnerstag, 05. Juni 2014 um 7.00 Uhr in 1. Einberufung und um 19.30 Uhr in 2. Einberufung im Saal der Raiffeisenkasse Eisacktal, Großer Graben 12

Tagesordnung:

• Vorstellung Projekt „Internet“ • Bilanzbericht zum 31.12.2013

• Eröffnung

der Versammlung und Grußworte des Präsidenten • Grußworte der Ehrengäste • Bericht des Präsidenten • Berichte der Sektionen

• Bericht

der Revisoren der Bilanz • Wahl der Stimmzähler • Wahl von 2 Vorstandsmitgliedern • Allfälliges • Genehmigung

Anschließend kleiner Imbiss und Umtrunk. Es besteht Vertretungsvollmacht laut Statut

5 Promille für die Jugendarbeit des SSV Brixen – Steuernummer 81032200214 · Danke! 6

Nuovo Centrodestra PPE-UDC Antonio Cancian Clodovaldo Ruffato Simone Venturini Roberto Di Piazza Iginio Bendin Imerio Borriero Giuliano Cazzola Niko Cordioli Emilio Franzoni Nicola Giuliano Daniela Mazzoni Giorgio Passionelli Alessandro Rondoni Gianni Luigi Spagnolo

Forza Italia Berlusconi Elisabetta Gardini Amalia Sartori Simone Furlan Massimiliano Barison Elisabetta Bolzoni Walter Ferrazza Fabio Filippi Paolo Gottarelli Mattia Sebastiano Malgara Ilaria Paparella Francesco Rescigno Gampiero Samori Sandra Savino Remo Sernagiotto

Fratelli d’Italia Meloni Giorgia Meloni Magdi Cristiano Allam Sergio Antonio Berlato Alberto Baldoni Sonia Bizzari Maurizio Bortoletti Gianluca Cavedo Alessandro Ciriani Manfred De Eccher Sergio Giacomelli Marina Mascioni Chiara Mengoli Diego Moscheni Roberto Ricco

Movimento Cinque Stelle Beppegrillo Marco Affronte David Borrelli Giorgio Burlini Stefano Cobello Giuseppe Dalpasso Nives Gargagliano Giulia Gibertoni Alessandro Marmiroli Francesca Nicchia Silvia Piccinini Anna Rossi Francesco Rossi Cristiano Zanella Marco Zullo

Lega Nord Basta Euro Matteo Salvini Flavio Tosi Lorenzo Fontana Mara Bizzotto Giancarlo Scottà Emanuele Cestari Aurelia Bubisutti Erminio Enzo Boso Antonella Celletti Pius Leitner Francesca Donato Elisa Vigolo Valentina Stragliati Stefano Turchet

Südtiroler Volkspartei Herbert Dorfmann Lorena Torresani Tanja Peric Christina Gostner von Stefenelli Manuel Massl

Comunisti Sinistra Popolare Marco Rizzo Roberta Tagliavini Dario Ortolano Canzio Giuseppe Visentin Denis Loris Valenti Alessandro Perrone Armando Augusto Zenorini Ivana Fiondi Georgios Apostolou Mauro Bonazzi Monica Perugini Giovannina Bastone Ingrid Sattel Alberto Lombardo

L’altra Europa con Tsipras Paolo Morandin Adriano Prosperi Piergiovanni Alleva Octavia Brugger Isabella Cirelli Annalisa Comuzzi Stefano Lugli Ivano Marescotti Riccardo Tirone Petrella Cristina Maria Quintavalla Carlo Salmaso Eduardo Salzano Camilla Seibezzi Assunta Signorelli


Partito Democratico PSE Alessandra Moretti Paolo De Castro Kashetu Kyenge Isabella De Monte Salvatore Corona Flavio Zanonato Rita Cinti Luciani Franco Frigo Damiano Zoffoli Federico Vantini Elena Ethel Schlein Andrea Pradi Andrea Zanoni Nicola Dall’Olio

Italia Dei Valori

Scelta Europea con Guy Verhofstadt Michele Boldrin Giovanni Battista Scaroni Marco Zabotti Carla Innocente Maria Grazia Bartolomei Tomas Bastianel Lorenzo Benetton Tiziano Cucinella Brunello Gorini Alberto Pellizzari Elisa Petroni Guglielma Righi Matteo Riva Massimo Scozzoli

Maurizia Giusti Marco Boato Luana Zanella Rossano Bibalo Maria Chiara Calanca Monica Frassoni Vittorio Marletto Federica Minatelli Barbara Padovan Stefania Pintarelli Manuela Ruggeri Davide Sabbadin Maria Sangiuliano Anna Scavezzon

Movimento Bunga Bunga

Pensioni e Lavoro

Marco Di Nunzio Karina Sierra Nunez Monica Di Nunzio Luca Alfano

Cesare Valentinuzzi Gianfranco Rosso Michela Soriente Angelo Perrino Romina Acquaviva Salvatore Quarta Angela Pesare Giuseppe Paolo Lazzaro Ugo Sarao Remo Sartori Alessandro Pisoni Maurizio Chianese Anna Maria Siesa Maria Carla Donzelli

Maria Cristina Sandrin Davide Vannoni Angelo Alessandri Lauro Nicodemo Alberto Collet Giovanni Torri Matteo Iotti Loris Antonio Burgio Laura Cavatroni in Madrigali Maria Riccelli Cristina Bottoni Simone Albertini Massimo Girotto Rosario Maccarone

den Haushalt der Europäischen Union mit. So ist das Europäische Parlament als einzig direkt gewählte Institution der Europäischen Union der Dreh- und Angelpunkt für echte europäische Entscheidungen. Die Europa-Abgeordneten verrichten einen wesentlichen Teil ihrer Arbeit in parlamentarischen Ausschüssen, von denen es 20

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Politik & Gesellschaft

Fit und straff in den Sommer

geführt. Hier werden jedoch auch die Spielräume für mögliche Kompromisse erarbeitet. Dorfmann war in den vergangenen fünf Jahren Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung sowie Stellvertreter im Ausschuss für Wirtschaft und Währung. Die endgültigen Entscheidungen über jedes EUGesetz werden nach Abschluss der Ausschuss-Arbeiten von allen 751 Mitgliedern im Rahmen der Plenartagungen des Parlaments getroffen.

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Die Wahlen von Ende Mai sind also in der Tat eine Bewährungsprobe für die Europäische Union, die in den nächsten Jahren noch eine lange To-do-Liste aufzuarbeiten hat. Natürlich geht es primär um eine Stabilisierung der Euro-Zone im wirtschaftlichen Sinn, wobei derzeit neben Griechenland vor allem Italien und Frankreich die größten Sorgenkinder sind. Der eingeschlagene Weg ist mühsam, aber trägt grundsätzlich der Buntheit der Staaten Rechnung: Die EU will nicht nur Gesetze beschließen, sondern vor allem auch über ein Benchmark-System den einzelnen Staaten im Vergleich zu ihren „Kollegen“ zeigen, wo ihre Stärken und Schwächen sind – danach müssen sie selbst versuchen, die daraus resultierenden Aufgaben zu lösen. Das ist eine große Herausforderung, wenn es zum Beispiel in einem Land um die statistisch notwendige Reduzierung von öffentlich Bediensteten oder um Beschneidungen von Zuwendungen an die Bürger geht: Mit unpopulären Maßnahmen riskiert jede Regierung ihre eigene Abschaffung. „Europa hat 7 Prozent der Weltbevölkerung, erwirtschaftet 25 Prozent der Weltwirtschaftsleistung und bezahlt 50 Prozent der Weltsozialleistungen“, sagt Angela Merkel. Einfacher kann man das „Problem“ Europas in einer globalisierten Welt, in der die Länder untereinander in einem Standortwettbewerb sind, nicht darstellen. Während es also einerseits darum gehen muss, die Kosten der Staaten zu reduzieren, muss es andererseits auch darum gehen, die Wirtschaft zu stärken, damit das Niveau der Sozialleistungen gehalten werden kann. Es geht aber auch unter den europäischen Staaten um eine längst fällige Harmonisierung von Rahmenbedingungen, zum Beispiel im Arbeitsrecht, in der

Das Gebäude des EUParlaments in Brüssel

Justiz, in den Regeln der Immigration oder in der Besteuerung von Unternehmen und Bürgern. Im Grunde geht es darum, das rechte Maß im Sinne des Subsidiaritätsprinzips zu finden: Für welche Entscheidungen soll Brüssel zuständig sein, und welche Entscheidungen sollen die Staaten noch treffen dürfen? Vielleicht geht es aber auch um recht plakative „Vereinigungsprozesse“: Heute fühlt sich ein Römer zuallererst als Römer, dann – vielleicht – als Italiener, dann – derzeit eher noch nicht – als Europäer. Das Wir-Gefühl zu stärken, ohne den nationalen oder regionalen Stolz zu schwächen – das dürfte ebenfalls eines der Ziele der EU sein. Es gibt also viel zu tun im Haus Europa. Wer diese Aufgaben in den nächsten fünf Jahren zu erfüllen hat, hängt von den Wählern ab.

willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info


BRIXEN

„Krebs darf kein Tabu mehr sein“ Renate Daporta Jöchler und die Südtiroler Krebshilfe – jahrelang waren sie fast untrennbar miteinander verbunden. Nach zwölf Jahren als Bezirkspräsidentin und sechs Jahren als Landespräsidentin hat die Brixnerin heuer ihr Amt zurückgelegt. Ein Gespräch über die Situation von Betroffenen, was sich verändert hat und was noch zu verändern wäre.

Foto: Oskar Zingerle

Aspekt auch ein finanzieller hinzu: Wir wussten schlichtweg nicht, wie wir über die Runden kommen sollten. Alle Infos über Unterstützungen und dergleichen musste ich mir mühsam zusammenklauben; es gab keine Anlaufstelle, wo ich gesammelt die notwendigen Auskünfte erhalten hätte – das hat viel Energie gekostet. Wenn das ein Erkrankter selbst tun muss, dann ist er arm dran, dachte ich mir. Da habe ich mir geschworen, falls mein Mann die Krankheit halbwegs gut übersteht, möchte ich mich in der Südtiroler Krebshilfe engagieren. Nun sind daraus zwölf Jahre Engagement geworden, zunächst als Bezirkspräsidentin des Eisacktals, dann als Landespräsidentin. Welche Veränderungen haben Sie in diesem Zeitraum im Umgang mit dem Thema Krebserkrankung bemerkt?

„Die zwölf Jahre als Präsidentin der Südtiroler Krebshilfe haben mir viel abverlangt, aber auch viel gegeben“, Renate Daporta Jöchler

–––––

Frau Daporta Jöchler, was gab vor zwölf Jahren den Ausschlag, sich bei der Vereinigung Südtiroler Krebshilfe zu engagieren?

RENATE DAPORTA JÖCHLER: Mein Mann ist damals an Krebs erkrankt, und wir schlitterten in eine Welt hinein, von der wir

bislang keine Ahnung hatten. Da er zu diesem Zeitpunkt beruflich als selbständiger Maler arbeitete, kam neben dem gesundheitlichen

Die größte Veränderung ist für mich im Verhalten der Erkrankten zu finden: Unabhängig vom Alter sind die Patienten heute mündiger und kritischer geworden. Sie holen sich Zweitmeinungen ein, informieren sich umfassend

Frühlingsgefühle auf dem Teller Leichter Genuss in Staflers Gasthofstube

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Durch Infoabende und andere Initiativen hat die Südtiroler Krebshilfe diese Mündigkeit stets unterstützt. Welche Vorteile bringt es den Betroffenen, wenn sie die Zeit der Erkrankung aktiv mitgestalten können? Nun, die Behandlung einer Krebserkrankung umfasst einen langen Zeitraum: Nach der Diagnose sind viele Betroffene zunächst in einer Art Schockzustand, es folgen jedoch bald die Tumoroperation sowie die Chemo- oder Strahlentherapie. Oftmals fühlt sich der Patient ohnmächtig und hat das Gefühl, er muss nur mehr das durchführen, was andere ihm vorschreiben. Das Mitentscheiden und Hinterfragen verdrängt dieses Gefühl der Passivität: Ich kann mich aktiv beteiligen und bin nicht nur fremdbestimmt. Dies hilft auch dem Genesungsprozess. Warum beispielsweise machen viele Erkrankte neben der Therapie im Krankenhaus noch andere Behandlungen? Weil sie

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das Gefühl brauchen, selbst etwas für ihre Gesundung beitragen zu können. Wie reagieren die Ärzte Ihren Erfahrungen nach auf diese selbstbestimmten Patienten? Manchmal sind die Ärzte damit überfordert – es ist selbstverständlich angenehmer, wenn der Patient alles ohne Kommentar und Hinterfragen akzeptiert. Aber es gibt auch Ärzte, die dieses aktive Mitgestalten begrüßen und unterstützen. Und es gibt Patienten, die gar keine Mitbestimmung möchten und alles dem Arzt überlassen. Sie haben vorhin erwähnt, Menschen mit Krebs würden oftmals auch alternative Therapieformen suchen und anwenden. Eine Antwort darauf ist wohl der Dienst für Komplementärmedizin, der nach Meran nun auch in Brixen angesiedelt werden soll. Wie sinnvoll ist es, dass komplementärmedizinische Angebote in einem „offiziellen“ Rahmen angeboten werden? In den letzten zwölf Jahren habe ich so einiges erlebt. Erkrankt man an Krebs, erhält man von unzähligen Menschen Ratschläge, von seriösen Tipps bis hin zu schwindligen Angeboten. Man darf dabei nicht vergessen, dass sich mit der Angst der Menschen auch viel Geld verdienen lässt – und leider gibt es schwarze Schafe, die daran verdienen möchten. Für die Südtiroler Krebshilfe war es immer wichtig, dass Schulmedizin und komplementäre Methoden einen gemeinsamen Weg gehen und aufeinander abgestimmt werden. Selbstverständlich haben auch naturheilkundliche Maßnahmen ihre Auswirkungen und beeinflussen die schulmedizinische Therapie. Die Meinung „Nützt es nicht, schadet es nicht“ in Bezug auf naturheilkundliche Methoden stimmt ganz einfach nicht. Der Patient sollte auch keine Angst haben müssen, dem Schulmediziner zu sagen, dass er komplementärmedizinische Angebote in Anspruch nimmt. Es sollte ein Gemeinsames sein. Insofern ist der komplementärmedizinische Dienst in einem Krankenhaus sicherlich sinnvoll. Worin lagen Ihre Schwerpunkte als Präsidentin der Südtiroler Krebshilfe? Die Information und Prävention waren mein Steckenpferd: Mit

unserem Lebensstil können wir dazu beitragen, das Krebsrisiko zu senken. Wir sollten die Signale unseres Körpers wieder erkennen können sowie auf uns und unseren Körper mehr achten – wir haben ja nur diesen einen. Zudem wäre es mein Wunsch, dass die Gesellschaft eine Krebserkrankung als eine Erkrankung wie jede andere anerkennt. Ein Mensch muss sagen können, ich habe Krebs, ohne dass er dafür abgestempelt wird.

dafür in der Kritik, auch vonseiten ihrer Mitglieder. Sind Sie heute anderer Meinung? Wir sind nach wie vor überzeugt, dass das Projekt, das ja nicht von uns, sondern von Experten ausgearbeitet worden ist, sinnvoll ist. Im Nachhinein verstehe ich aber auch, dass damals die Kommunikation nicht richtig funktioniert hat und auch derzeit noch nicht einwandfrei läuft – teilweise wurden Sachen nicht so dargestellt, wie sie Foto: Oskar Zingerle

Politik & Gesellschaft

und wollen mitentscheiden. Wobei selbstverständlich nicht jeder gleich ist: Der eine sucht mehr Partizipation, der andere weniger.

Renate Daporta Jöchler: „Die Patienten sind heute im Vergleich zu früher mündiger und kritischer geworden“

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Ist denn eine Krebserkrankung heute noch ein Tabuthema? Teilweise ja. Es gibt noch viele Fehlmeinungen über Krebs, auch unter jungen Menschen; beispielsweise, dass die Krankheit ansteckend sei. Oder einige unserer Mitglieder lassen sich die Post in weißen Kuverts schicken, ohne Aufdruck unseres Logos, weil sie nicht möchten, dass sie mit einer Krebserkrankung in Verbindung gebracht werden. Mit unseren Kampagnen wollten wir diese Tabus brechen, Wissen vermitteln und auch aufzeigen, dass Krebs nicht nur mit Schmerzen und Tod verbunden werden muss: Die Heilungschancen haben sich erhöht, bei frühzeitiger Diagnose sind viele Krebsarten heute heilbar. Das Unbekannte jedoch macht Angst – und wer von uns weiß schon, wie eine Chemotherapie vor sich geht? Während Ihrer Amtszeit sorgte die Diskussion um die onkologische Zertifizierung für einigen Wirbel. Demnach sollen nur mehr Abteilungen der Krankenhäuser von Brixen, Bruneck, Meran und Bozen, die eine entsprechende Zertifizierung nach internationalen Standards aufweisen, tumorchirurgische Eingriffe durchführen. Die Südtiroler Krebshilfe hat dies befürwortet und stand

sind. Nun möchte ich dies aus der Perspektive der Krebspatienten darstellen: Nach einer Diagnose sehen diese die Behandlung vor Ort oft kritisch; wie so oft in Südtirol sind die Angebote vor der eigenen Haustür nicht gut genug, und sie bevorzugen eine Therapie in Innsbruck oder Mailand. Bei den Gesprächen mit den Patienten merke ich dann immer wieder, dass ihnen das Vertrauen in die Strukturen vor Ort fehlt. Oftmals wissen sie aber gar nicht, welches Know-how die einzelnen Abteilungen haben und welches Netzwerk dahintersteckt. Gerade bestimmte Zentren wie das Brustgesundheitszentrum Brixen-Meran in Kooperation mit der Uniklinik Innsbruck haben ja bewiesen, dass das Niveau einer BrustkrebsTherapie in Brixen nicht niedriger ist als jenes in Innsbruck. Das heißt jetzt nicht, dass der Chirurg im Krankenhaus von Schlanders oder Innichen schlechter ist, aber die Operation selbst ist ja nur ein Teil der Behandlung. Es geht auch um die ganzheitliche Betreuung und das Netzwerk – und in diesem Sinne haben die tumorchirurgischen Zentren ihre Berechtigung. Sie standen stets in engem Kontakt mit vielen Patienten und haben dem entsprechend viele Rückmeldungen über deren Situation erhalten. Welches


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„Wir sollten auf uns und unseren Körper mehr achten – wir haben ja nur diesen einen“, Renate Daporta Jöchler

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„Stimmungsbild“ würden Sie zeichnen? Klar gibt es immer Dinge, die man in der Betreuung verbessern kann – aber es überwiegen die Erfahrungen, dass die hiesigen Strukturen gut arbeiten. Auch wenn es Ausnahmefälle gibt: Man sollte nicht alles schlechtreden und kritisieren. Außerdem ist der Ausnahmezustand, indem sich ein Patient nach der Diagnose befindet, zu berücksichtigen – wobei ich sagen muss, dass sich häufig nicht ein Betroffener beschwert, sondern der Angehörige. Worüber?

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Diese haben aus einem Ohnmachtsgefühl heraus manchmal das Gefühl, dass ihr Familienangehöriger zu langsam oder falsch betreut wird. Häufig beruhen die Zweifel auf ein Missverständnis; diese Erfahrung habe ich und mein Mann selbst gemacht: Wir gehen davon aus, dass ein Arzt die Krankengeschichte bis ins letzte Detail kennt und man so betreut wird, als sei man der einzige Patient. Das wäre zwar wünschenswert, entspricht aber nicht der Realität. Zum mündigen Patienten gehört auch dazu, dass er dann die gewünschten Infos vom Arzt einfordert oder auf Dinge hinweist. Manchmal ist es uns gar nicht bewusst, was uns alles zur Verfügung gestellt wird: Vor einigen Jahrzehnten beispielsweise fuhr ein Mitglied unseres Ärztebeirates noch nach Deutschland und Österreich, um dort Krebsmedikamente zu holen; sie waren hier gar nicht erhältlich. Oder noch schlimmer: In Amerika muss man über einen gewaltigen Geldbeutel verfügen oder sein Eigentum verkaufen, um sich eine Krebstherapie leisten zu können. Vieles ist bei uns selbstverständlich geworden. In den letzten Jahrzehnten engagierte sich die Südtiroler Krebs-

hilfe vermehrt in der psychosozialen Betreuung. Kürzlich wurde in Brixen das Netzwerk „Betroffene für Betroffene“ gestartet. Wie wichtig ist diese ganzheitliche Sichtweise bei einer Krebserkrankung? Eine Krebserkrankung betrifft immer den ganzen Menschen und sein Umfeld. Eine psychologische Betreuung oder psychosoziale Angebote sind daher wichtig, die Südtiroler Krebshilfe ist hier sicher ein kompetenter Ansprechpartner. Anstoß zur Gründung des Netzwerks war für mich ein Gespräch mit einer Brustkrebspatientin: Ihr wurde von einem Gynäkologen gesagt, es sei gar kein Problem, ohne Brust zu leben. Dass dies im medizinischen Sinne gemeint war, ist schon klar, aber trotzdem wird in einer solchen Aussage die psychische Komponente völlig ausgeblendet. Das Netzwerk „Betroffene für Betroffene“ bringt nun Menschen zueinander, von denen einer bereits einen ähnlichen Weg gegangen ist. Dabei werden keine medizinischen Ratschläge gegeben; das Gespräch ersetzt auch nicht das Gespräch mit einem Arzt oder dem Psychoonkologen. Vielmehr können hier konkrete Alltagstipps ausgetauscht und Erfahrungen geteilt werden, die jemand nur besitzt, wenn er Ähnliches durchlebt hat. Die Südtiroler Krebshilfe wird größtenteils ehrenamtlich geführt. Ist dies angesichts der Größe der Organisation, der umfangreichen Tätigkeiten und der damit zusammenhängenden Verantwortung überhaupt noch möglich? Stimmt, man wird sich wohl die Frage stellen müssen, ob dies in Zukunft noch so funktionieren kann. Ich habe neben einem Vollzeitjob die Vereinigung geführt, und man stößt sehr schnell an seine Grenzen – und dies nicht

nur, weil Termine untertags wahrzunehmen sind. Als Vereinigung beraten wir, treffen Entscheidungen, beziehen Stellung und geben Meinungen ab; dies erfordert eine gründliche Auseinandersetzung mit einzelnen Themen, die auch Zeit kostet. Zudem müssen die Ehrenamtlichen das Rüstzeug mitkriegen, um sich selbst zu schützen: Empathie ist zwar notwendig, aber ich muss mich auch abgrenzen können. Wie blicken Sie auf Ihre Zeit als Präsidentin zurück? Die zwölf Jahre haben mir viel abverlangt, aber auch viel gegeben. Ich habe viel gelernt, viele Menschen kennengelernt, musste mich auch von einigen verabschieden – wobei ich betonen möchte, dass der Großteil der Betroffenen die Krankheit überlebt hat und heute gut lebt. Es gibt aber auch Dinge, die einen etwas bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Die da wären? Mich hat es immer sehr traurig gestimmt, wenn wir als Südtiroler Krebshilfe helfen durften und jemand daraufhin sein Leben wieder gut aufnehmen konnte – dann aber wurde die Krebshilfe sehr schnell wieder vergessen. Das finde ich schade, weil gerade diese Menschen positive Botschafter sein könnten. Vielleicht möchten diese Patienten einfach mit dem Thema abschließen und wollen Abstand gewinnen ... Ja, das kann sicher sein. Andererseits gibt es auch jene, die sagen, ich habe etwas Gutes bekommen und möchte nun auch etwas zurückgeben. Angenommen, Sie würden noch für weitere Jahre die Präsidentschaft der Südtiroler Krebshilfe innehaben: Was würden Sie als nächstes angehen? Das habe ich mir überhaupt nicht überlegt. Oft vorgenommen habe ich mir, die Identifikation der Mitglieder mit der Vereinigung zu stärken – aber das bin ich nicht bewusst angegangen; ich hätte auch gar nicht gewusst, wie man dies am besten macht. Nur Menschen, die sich mit etwas identifizieren, können auch etwas verändern. doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info


Tag der offenen Tür. Kommen Sie am Samstag, 17. und Sonntag, 18. Mai zu uns und erleben Sie erstmals die neue kompakte Arbeits- und Erntebühne K5. Der automatische Kistenförderer, das bewährte Kistenentleerungssystem und die maximale Bühnenhöhe von 2,7 m machen sie zum universellen Helfer im ganzen Jahr. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt. Windegger - überwindet Grenzen Windegger Maschinen GmbH Hebebühnen und Erntemaschinen St.-Floriangasse 3/1 / 39011 Lana T +39.0473.56 46 30 / info@windegger.eu / windegger.eu


Gartenflohmarkt z Mitte April fand im Park des Hotel Elephant ein Gartenflohmarkt statt. Der karitative Verein ProNepal organisierte den Flohmarkt, dessen Erlös ihrer Arbeit zugute kommt. Er wurde dabei von der Fachschule Dietenheim unterstützt, die umfangreiches Kartoffelpflanzgut zur Verfügung stellte und Kulturinfos weitergab. „Der Flohmarkt ist gut gelaufen, wir konnten über 2.000 Euro an Spendengeldern sammeln“, berichtet Gertraud Heiss, die seit Jahren aktiv im Verein tätig ist. Der Verein, der mit dem Südtiroler

Spendensiegel „Sicher Spenden“ ausgezeichnet ist, unterstützt seit nunmehr zehn Jahren zahlreiche Projekte in Nepal und sammelte mit dieser Aktion weitere Gelder, um die äußerst schwierigen Lebensbedingungen der Menschen in Nepal zu verbessern und die Armut zu lindern. Ihr Hauptaugenmerk ist dabei auf die Zielgruppe Kinder und Jugend in Form von Entwicklungsprojekten und Hilfsprogrammen gerichtet. Mittlerweile konnte der Verein schon zahlreiche Projekte verwirklichen, wie beispielsweise

den Bau eines Klassenzimmers sowie einer Trinkwasserleitung. Zudem unterstützen sie ein Waisenhaus und fördern die Patenschaften von nepalesischen Kindern. hh

P&G

Politik & Gesellschaft EISACKTAL

Foto: Philipp Franceschini

Politik & Gesellschaft

BRIXEN

Zivildienst beim Weißen Kreuz z Interessierte zwischen 18 und 28 Jahren können sich nun wieder für ein Jahr Zivildienst beim Weißen Kreuz melden. Dabei genießt man eine umfangreiche und vom Land anerkannte Ausbildung für Krankentransport und Rettungsdienst, sammelt wertvolle Erfahrungen fürs Leben und lernt Neues kennen. Das Zivildienstjahr ist jedoch nicht nur eine einmalige Erfahrung, sondern stellt auch eine Entscheidungshilfe für die weitere berufliche Laufbahn dar: Aufgrund der gesammelten Erfahrungen beim Weißen Kreuz konnten sich bereits zahlreiche Jugendliche im Zivildienstjahr leichter

kurz

notiert

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dazu entscheiden, welchen beruflichen Weg sie einschlagen wollen – vor allem im sozialen Bereich, den man mit und im Weißen Kreuz sehr gut kennenlernen kann. Freiwillige Zivildiener erhalten für ihre zwölfmonatige Mitarbeit im Weißen Kreuz eine Vergütung von 450 Euro netto pro Monat. Interessierte können sich unter der Grünen Nummer 800110911 oder der Rufnummer 0471 444382 zu Bürozeiten genauer informieren. Auch unter zivildienst@wk-cb.bz.it oder direkt in der nächstgelegenen Sektion des Weißen Kreuzes erhalten sie weitere Auskünfte.  hh

Die „Eisacktaler Kost“ wurde in der Online-Plattform www.tastingeurope.com der EU aufgenommen. Dort wird Südtirols älteste Spezialitätenwoche in den drei Sprachen Deutsch, Italienisch und Englisch vorgestellt. Die Homepage enthält Infos über Events, Festivals und Routen rund um das Thema „gutes Essen und Trinken“.

Die Gemeinde Brixen organisiert am 7. Mai um 20 Uhr im Raiffeisensaal Brixen eine Podiumsdiskussion zum Thema „Welche Wege gibt es aus der Jugendarbeitslosigkeit?“ Es referieren Vertreter des Arbeiterservices, der Uni Bozen, des Arbeitsförderungsinstitutes und eines PersonalConsulting-Unternehmens.

Eine Brixner Delegation mit Vertretern aus Politik und Kirche nahm an den Jubiläumsfeierlichkeiten der Partnerstadt Bled teil. Die slowenische Stadt feierte im April ihren 1010. Geburtstag und zudem die 10-jährige Städtepartnerschaft mit Brixen.


NACHGEFRAGT

„Paradigmenwechsel steht bevor“ PHILIPP ACHAMMER, designierter Parteiobmann der Südtiroler Volkspartei, über die vordringlichsten Aufgaben und über die Gründe der hohen Verschuldung der Partei. Welche sehen Sie als die vordringlichsten Aufgaben an? In erster Linie wird es darum gehen, das verloren gegangene Vertrauen durch eine ehrliche Politik zurückzugewinnen. Ich glaube an eine Politik, die sich für Erfolge loben lässt, aber auch für Fehler geradestehen muss. LH Arno Kompatscher geht mit seiner offenen Art den richtigen Weg, und das in einem nicht leichten Moment. Nun wird es an der Partei liegen, mit ihren fast 300 Ortsgruppen den Paradigmenwechsel in Südtirols Politik mitzugestalten: hin zu mehr Eigenverantwortung und einer neuen Bescheidenheit, die uns allen gut tun würde.

Wie konnte es zur Verschuldung der Partei kommen? Indem zu viel in Wahlkämpfe investiert und in guten Zeiten nicht auf schlechte vorgebaut wurde. Die Abschaffung der öffentlichen Parteienfinanzierung stellt nun einen neuen Einschnitt dar, was zwangsweise heißen muss, dass die Struktur der Partei verkleinert und neue Finanzierungsquellen erschlossen werden müssen. Was die Parteibasis nun verlangt, ist Transparenz und ein langfristig haltbares Konzept – und daran werden wir auch umgehend arbeiten.

Foto: Helmuth Rier

Herr Achammer, ist die SVP reformbedürftig? Eine große Volkspartei muss sich ständig weiterentwickeln, um den Erwartungen an eine moderne und offene Politik gerecht werden zu können. In diesem Sinn stehen der SVP in den kommenden Monaten sicherlich eine Reihe von Veränderungen bevor, etwa in der haupt- und ehrenamtlichen Struktur oder in einer neuen Finanzierung. Genauso wird es nötig sein, ein klareres thematisches Profil zu entwickeln, sodass die Werte, die die Politik der Südtiroler Volkspartei ausmachen, wieder in den Mittelpunkt rücken.

oskar.zingerle@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

DIVERSES

Hilfe für Streunerkatzen

z Unkastrierte streunende Katzen – dies kann bald mal ungewollte „Nachwuchsprobleme“ mit sich bringen: „Aus zwei unkastrierten freilaufenden Katzen werden nach einem Jahr zwölf Tiere und nach zwei Jahren 66“, erläutert Christine Messner aus Schalders, Mitglied des Tierschutzvereins Südtirol.

Einige ehrenamtliche Tierschützer bemühen sich daher, diese Katzen aus dem Raum Brixen aufzunehmen und sie bei Veterinärmedizinern kastrieren zu lassen. „Zudem ist auch die unkontrollierte Vermehrung auf Höfen ein Problem, da die Katzen anderswo Katzenkolonien bilden. Unzählige

Katzen erkranken oder werden überfahren – dies müsste nicht sein“, so Christine Messner. Die Tierschützer verwenden für das Einsammeln und Kastrieren auch private Geldmittel, aber dieser ehrenamtliche Einsatz reicht nicht aus. Zwar erhalten eingetragene Tierschutzvereine für Kastrationen einen bestimmten Betrag, doch sind jährlich weitaus mehr Streunerkatzen zu kastrieren als dies finanzierbar ist. Zudem verfügt das Eisacktal über keinen eigenen Tierschutzverein, sodass trotz des Entgegenkommens von Tierärzten und privaten Spendern die Geldmittel nicht ausreichen. Aus diesem Grund haben die Initiative Tierrechte Südtirol, die Gemeinde Vahrn und das Bildungshaus Kloster Neustift nun eine besondere Aktion gestartet: Im Bildungshaus finden zwei Flechtkurse zugunsten des Tierschutzes Eisacktal statt, dessen Reinerlös zur Gänze an den Tierschutz geht. Die beiden Kurse finden am Samstag, 17. oder Samstag, 24. Mai statt, die Anmeldung erfolgt im Bildungshaus Kloster Neustift.  db

Fettbrände Fettbrände sind die häufigste Ursache für Küchenbrände. Besonders tragisch: Schon kleine Unachtsamkeiten können hier zu einem Inferno führen und im schlimmsten Fall Menschenleben kosten. Wer hat noch niemals kurz die Küche verlassen, während die Pfanne mit heißem Fett noch auf dem Herd stand? Wenn es dabei nicht zu einem Fettbrand gekommen ist, hat man einfach nur Glück gehabt. Besonders verheerend sind die Schäden, wenn versucht wird, solche Brände mit Hilfe von Wasser zu löschen. Richtiges Verhalten bedeutet, dass das Feuer erstickt werden muss.

www.tiroler.it 15


Menschen & Meinungen

PORTRAIT

Koch aus Berufung HELMUT BACHMANN, Koch, Bestseller-Autor und Lehrer, über seine Leidenschaft fürs Kochen, seine Bonsai-Bäume und den Beruf des Lehrers.

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ie Freude am Kochen wurde Helmut Bachmann sozusagen in die Wiege gelegt: „Ich konnte noch nicht einmal richtig gehen, da wusste ich schon, dass ich Koch werden will“. Den ersten Kuchen hat er mit fünf Jahren gebacken, „als niemand zu Hause war.“ Bis heute hat er „einen Riesenspaß“ daran, Rezepte zu verfeinern, Neues zu kreieren und auszuprobieren, und er hat sich vor allem immer noch

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die Freude am Kochen bewahrt. Diese Leidenschaft hat er seinem Sohn Mathias vererbt. „Er ist aber schon weiter gekommen, als ich es je sein werde“, meint der stolze Vater. Wann immer es die Zeit erlaubt, „ratschen wir über das Kochen, wenn es nicht anders geht, dann eben auf einer gemeinsamen Radtour“.

530 Seiten Kochtipps. Helmut

Bachmann lässt die Menschen an seinen kulinarischen Ideen teilhaben. Gemeinsam mit Heinrich Gasteiger und Gerhard Wieser machte er sich Ende der 90er Jahre daran, ein Kochbuch zu ­schreiben. „Ein bisschen Erfahrung hatte ich schon, da ich für Anneliese Kompatschers ‚Die Küche in Südtirol‘ wertvolle Tipps gegeben habe.“ Über drei Jahre waren die Küchenmeister mit ihrem Abenteuer beschäftigt. 220 Seiten waren ursprünglich geplant, geworden sind es schließlich 530, gespickt mit vielen wertvollen Details und vor allem mit jenem Wissen, das einem Laien das Kochen unglaublich erleichtert. Die Texte, die sich zwischen den Rezepten so einfach lesen, wurden nach den eigenen Erfahrungen konzipiert und in liebevoller Kleinarbeit selber geschrieben. Der Anfang war nicht unbedingt leicht. „Es galt vor allem, die Druckerei davon zu überzeugen, dass die erste Auflage mit 8.000 Büchern nicht reichen würde. Und für die zusätzlichen Seiten mussten wir uns Sponsoren suchen.“ Am 5. November 2000 kam das Buch auf den Markt, um Weihnachten desselben Jahres war bereits die 3. Auflage in Druck. Es ist wahrscheinlich diese Mischung aus unverhohlener Begeisterung und Bescheidenheit, gewürzt mit einer Prise Risikobereitschaft, die auch das Fundament einer einzigartigen Erfolgsgeschichte ist. „So kocht Südtirol“ wurde zu einem Standardwerk und ist seit 14 Jahren ununterbrochen in den Bestsellerlisten zu finden.

Den Blickwinkel verändern.

„Wir sind nach wie vor ein gutes Team“, sagt Helmut Bachmann. Er ist derjenige, der sich vor allem um die Rezepte kümmert und der mittlerweile über ein schier unerschöpfliches Archiv verfügt. Immer wieder von neuem zu beginnen, das reizt ihn. „So kocht Italien“, „So backt Südtirol“, 22 kleine Büchlein mit Rezepten zu einem bestimmten Produkt, ein weiteres Buch mit ausgefeilten Menüvorschlägen im Jahreslauf – die Begeisterung des Dreiergespanns scheint grenzenlos zu sein. In zwei Jahren wird das nächste Buch auf den Markt kommen. Ein Genussatlas soll es werden, ein (Koch-)Buch, das Altes mit Neuem verbindet, das Traditionen neu beleben will und das vor allem eines zum Ziel hat: den Genuss von Heimat mit allen Sinnen zu erfahren. „Menschen, die sich nur mit einer Sache beschäftigen, mögen darin zwar sehr gut sein“, sagt Helmut Bachmann, „der persönliche Horizont lässt sich aber vor allem dadurch erweitern, dass man neue Territorien betritt.“ Den Blickwinkel auf seinen Alltag verändert er recht gerne bei Wanderungen und Bergtouren.

Größe des Gefäßes: Ein Bonsai will umsorgt werden. Auch die Umsicht und die Sorge um andere scheinen ihm in die Wiege gelegt worden zu sein. Dabei wollte er eigentlich nie Lehrer werden. Dass Helmut Bachmann trotzdem seit mittlerweile 31 Jahren mit ungebrochener Freude in der Klasse steht, hat er seinen ersten Schülern zu verdanken.

Erste Schritte als Lehrer. Durch

die Überredungskünste von zwei Freunden hatte er im Frühjahr 1983 eine Stelle als Aushilfslehrer im Fach Praxis Kochen in der Berufsschule in Gries/Bozen angenommen, „für wenige Wochen, und weil ich noch so viel Urlaub hatte“. Gearbeitet hatte der passionierte Koch damals im Hotel Greif. Als dann im Herbst desselben Jahres in Brixen die Berufsschule für das Gast- und Nahrungsmittelgewerbe ihre Tore öffnete, „wollte man mich unbedingt dort haben“. Zum Unterricht in Kochen seien dann noch die Theoriefächer Ernährungslehre und Nahrungsmittelkunde dazugekommen, „und das war nicht ganz einfach für mich, weil ich

„Der persönliche Horizont lässt sich vor allem dadurch erweitern, dass man neue Territorien betritt“ _ Helmut Bachmann Vor zehn Jahren zog Helmut Bachmann mit seiner Familie von Vahrn nach Mühlbach. Hoch über dem Ortskern hat er sich eine kleine Rückzugsoase geschaffen. Hier hegt und pflegt er auch seine prachtvollen Bonsai-Bäume. Im Grunde sei vieles im Leben vergleichbar mit dem Besitz eines Baumes in der Schale: „Wenn man ihn endlich hat, beginnt die Arbeit erst so richtig.“ Die Witterung, die Nährstoffe, die Form und die

davon wenig Ahnung hatte.“ Der Lehrplan habe aus einem einzigen Blatt mit einer Reihe von Begriffen bestanden, „und so beschloss ich, meinen Schülern nichts vorzugaukeln.“ Helmut Bachmann gestand den Kochlehrlingen ganz offen, dass er sich selber erst mit der Ernährungslehre befassen müsse. Weil die Schüler aber am Ende der neun Schulwochen etwas wissen sollten, war er schlichtweg auf


Steckbrief

Helmut Bachmann wurde am 6. April 1959 auf einem kleinen Hof in Antholz/Mittertal als viertes von sechs Kindern geboren. Der Vater war Nebenerwerbsbauer und verdingte sich als Holzarbeiter, die Mutter war Hausfrau. Die Volksschule besuchte er in Antholz, die Mittelschule in Olang. 1974 begann er im Sporthotel Sexten eine Lehre als Koch; anschließend arbeitete er in verschiedenen Südtiroler Gastbetrieben, darunter im Temlhof in Brixen, im Antholzerhof und im Hotel Greif in Bozen. Für die italienische Köche-Nationalmannschaft nahm er an Wettbewerben in Frankfurt, Luxemburg, Basel, Chicago und Wien teil und wurde mit mehreren Goldmedaillen ausgezeichnet. Bachmann ist Mitglied im Weltbund der Kochverbände als WACS-Global Master Chef. Außerdem organisiert und leitet er die Küchenmeisterausbildung in Südtirol seit vielen Jahren und ist immer wieder in der Erwachsenenbildung tätig. Seit 1983 unterrichtet Helmut Bachmann an der Landesberufsschule „Emma Hellenstainer“ in Brixen. Seit 15 Jahren ist er Schriftführer beim AVS, Ortstelle Vahrn, und seit 2006 Präsident des Bonsaiclubs Brixen. Seit 1984 ist er mit Elisabeth Leitgeb, die ebenfalls aus Antholz stammt, verheiratet. Das Paar hat drei Kinder.

ihre Hilfe angewiesen. „Und das habe ich ihnen so gesagt.“ Zuerst recht skeptisch, dann mit einer Begeisterung, die sich von Stunde zu Stunde steigerte und in liebevollen, von den Schülern selbst erstellten Unterlagen mündete, ließen sich die angehenden Köche auf eine ungewohnte Situation ein. „Diese jungen Menschen haben mir gezeigt, wie wunderbar Unterricht sein kann, wie erfüllend es sein kann, jemanden auf dem Weg in einen Beruf zu begleiten.“

marlene.kranebitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

MIT KOCHBÜCHERN IN DIE BESTSELLERLISTEN: Die einzigartige Erfolgsgeschichte des Helmut Bachmann

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Foto: Oskar Zingerle

Menschen & Meinungen

BRIXEN

Neue Volksanwältin Südtirols z Die Wahl zur neuen Volksanwältin Südtirols war eine Schwergeburt: Erst im sechsten Wahlgang und nach dem Einlenken der Grünen und des Movimento 5 Stelle, „um die Würde des Amtes der Volksanwältin aufrecht zu erhalten“, wurde Gabriele Morandell Agostini, derzeit Vizegeneralsekretärin der Gemeinde Brixen, als Volksanwältin bestätigt. Bei den Wahlgängen zuvor konnte

die Zweidrittelmehrheit, die bei 24 Stimmen lag, nicht erreicht werden. Als Volksanwältin wird Gabriele Morandell bei Konflikten zwischen Bürgern und der öffentlichen Verwaltung vermitteln, Beschwerden überprüfen sowie für die Information und Beratung der Bürger sorgen. Wann Gabriele Morandell ihr neues Amt antreten wird, ist derzeit noch nicht geklärt. db

M&M Menschen & Meinungen BRIXEN

Unermüdlich gegen Drogen

Der Spruch vom Much

I woaß schun, wås der Unterschied isch zwischn Gemeinderåt und die åndern Brixner Kindergartn: Im Gemeinderåt bleibm die Kinder fünf Johr ...

kurz

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z Konrad Fissneider ging durch die Hölle: Sein Drogenkonsum fing schon in der Kindheit an und hätte ihn fast das Leben gekostet. Doch er hat überlebt und ist seit 1987 in der Suchtprävention aktiv. In seinen zahlreichen Vorträgen und Veröffentlichungen tritt er gegen Drogen aller Art ein, nicht nur illegale, sondern auch und vor allem gegen legale (Einstiegs-)Drogen wie Zigaretten und Alkohol. Der jüngste seiner Vorträge fand Mitte April im Kassianeum statt. Die Besucher erschienen zahlreich und interessiert: Familien, Jugendliche, vor allem Mädchen und Frauen

waren anwesend. Zunächst stellte Konrad Fissneider den Kurzfilm „PRO Leben KONTRA Drogen“ vor, der in Zusammenarbeit mit dem Polizeikommissariat Brixen und dem Assessorat für Mobilität realisiert wurde. Die Idee und das Konzept stammen von Hans Tauber. Als Gastreferent kam Kurt Unterhuber zu Wort, ein ehemaliger Alkoholiker und Gewalttäter, der sich ebenfalls für die Prävention einsetzt. Schließlich präsentierte Markus „Doggi“ Dorfmann das Musikvideo „Konni“, das die Geschichte des Ex-Junkies beschreibt. Konrad Fissneider ist nach wie vor

unermüdlich: Er arbeitet nun an einem Buch über Geburt, Leben, das Sterben und den Tod. nk

Walter Amort wurde einstimmig zum Präsidenten des Bezirks Eisacktal des Handels- und Dienstleistungsverbandes Südtirol (hds) gewählt. Weitere Brixner Mitglieder des insgesamt 16-köpfigen Ausschusses sind Hans Peter Federer, Andreas von Mörl, Brigitte Plunger und Paolo Poli.

Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes Südtirol, ist der neue Präsident der RaiffeisenTochter Raiffeisen OnLine (ROL). „Ein besonderes Anliegen ist mir der sichere und sinnvolle Umgang der Jugend mit den neuen Medien. Als Internet-Provider kommt uns hier eine wichtige Rolle in der Aufklärung zu“, sagt Gasser.

Marlies Dabringer wurde als Vorsitzende der Frauen im LVH einstimmig bestätigt. Engagieren will sich die Frauengruppe für spezielle Aus- und Weiterbildung zum Wohle der Betriebe, für ein familienfreundliches Umfeld und gute Rahmenbedingungen sowie für eine neue Begeisterung am Handwerksberuf.


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Alexander Kantioler, Badmintonspieler beim BC Milano

Schneller als erlaubt Ich bin bereits seit einigen Jahren aktives Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr von Brixen. Vor einiger Zeit wurde ich am späten Nachmittag zu einem Einsatz gerufen. Da ich nur unweit der Feuerwehrhalle wohne, nehme ich meistens das Fahrrad, um so schnell wie möglich dorthin zu gelangen. An diesem Tag war auf der Straße ziemlich viel Stau, und so kam ich mit dem Fahrrad schneller voran als die Autos, musste diese aber links und rechts überholen. Mitten in der Kolonne stand auch eine Streife der Polizei, die ich – ebenfalls mit „Vollgas“ – überholte. Als sie mich vorbeiradeln sahen, ergriffen sie die Chance, aus der Kolonne auszubrechen und mich mit eingeschaltetem Blaulicht zu verfolgen. Vor dem Eingangstor der Feuerwehrhalle holten sie mich schließlich ein. Mit rot angelaufenem Kopf sagte ich schnell, dass wir einen Einsatz hätten und ich mich beeilen müsste. So ließ ich sie stehen und flüchtete umgehend in die Umkleideräume.

250 g Topfen 150 g Naturjoghurt 50 ml Sahne 400 g Erdbeeren Zucker Vanilleschote Zitronenschale und -saft von einer unbehandelten Zitrone

> Zubereitung Die Erdbeeren in kleine Würfel schneiden und mit Zitronenschale, ein paar Spritzern Zitronensaft, etwas gemahlener Vanilleschote sowie Zucker nach Belieben marinieren. Den Topfen mit dem Joghurt sowie etwas Zitronen-

schale verrühren. Zucker nach Belieben hinzufügen und anschließend die geschlagene Sahne unterheben. Zuletzt in einem Glas abwechselnd Erdbeeren und Topfencreme einfüllen. Tipp: Statt Erdbeeren können auch andere Früchte verwendet werden.

Julia Dariz aus Brixen wünscht gutes Gelingen für den sommerlich fruchtigen Nachtisch, der nicht nur super aussieht, sondern auch hervorragend schmeckt!

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7,55% 39,62% 5,66% 9,43% 37,74%

BürgerUnion Die Freiheitlichen Grüne Süd-Tiroler Freiheit SVP

Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:

„Wie schätzen Sie die Perspektiven Italiens im europäischen Kontext ein?“ > Sehr gut: Matteo Renzi hat bewiesen, die notwendigen Schritte auch umzusetzen > Gut: Die Herausforderungen sind groß, aber Italien befindet sich in einem Lernprozess > Schlecht: Auch mit den besten Vorsätzen sind die Probleme nicht zu meistern > Sehr schlecht: Für eine Lösung der Probleme ist Italiens Politik viel zu unbeweglich Stimmen Sie mit! www.brixner.info 19


LAMMento

Brixen im Herzen Foto: Ingrid Heiss

Menschen & Meinungen

BRIXEN

I bin stuff „Ich weiß nicht, wie es euch dabei geht“, beginnt der Franz, und dann macht er eine geradezu unheimliche Pause, in der er vor sich hin stiert, während wir gespannt darauf warten, was nun wohl Weltbewegendes auf uns zukommen wird. Entweder er will mit dieser Pause die Spannung steigern, oder er muss noch einmal darüber nachdenken, was jetzt gesagt werden muss. Denn dass es gesagt werden muss, scheint unmissverständlich klar zu sein – dazu ist der Gesichtsausdruck vom Franz zu ernst. „Diese Seilbahn-Diskussion, die muss jetzt endlich aufhören, i bin stuff!“, sagt der Franz, „das ist ja, als ob die Gemeinderäte auf einem Möbiusband unterwegs wären“. Auf einem Möbiusband? „Ich versteh schon“, sagt die Frieda, „sie starten, laufen, rennen, diskutieren, laufen, rennen – bis sie wieder an den Startpunkt zurückgekommen sind, was sie in der Eile des Gefechts gar nicht gemerkt haben, worauf sie einfach weiterlaufen, weiterrennen, weiterdiskutieren, weiterlaufen, weiterrennen – bis sie wieder an den Startpunkt zurückkommen, was sie in der Eile des Gefechts gar nicht gemerkt haben, worauf sie einfach weiterlaufen, weiterrennen, weiterdiskutieren, weiterlaufen, weiterrennen – bis sie wieder an den Startpunkt zurückkommen, was sie in der Eile des Gefechts gar nicht gemerkt haben, worauf sie einfach weiterlaufen, weiterrennen, weiterdiskutieren, weiterlaufen, weiterrennen – bis sie wieder an den Startpunkt zurückkommen, was sie in der Eile des Gefechts gar nicht gemerkt haben, worauf sie einfach weiterlaufen“. Bis in alle Ewigkeit. Amen.

Bambus

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z 17 Jahre lang hat Professor Dietrich Reinhardt, Jahrgang 1942, den Oster-Seminar-Kongress in Brixen geleitet – mit großem Erfolg: Durchschnittlich kommen für die seit 1967 jährlich zu Ostern stattfindende einwöchige Weiterbildungsveranstaltung rund 500 Kinderärzte samt Gefolgschaft nach Brixen, um sich im Bereich Kinderheilkunde fortzubilden. Zum Abschied ist Reinhardt mit einer Feier im Saal Prishna des Forums Brixen überrascht worden, an der eine Vielzahl an Kongressgästen, aber auch eine Reihe von Brixnern teilnahmen, die dem Kongressleiter für seinen Einsatz danken wollten. Dietrich Reinhardt ist ein anerkannter Kinderheilkundler: Mehr als zwei Jahrzehnte lang war er unter anderem Inhaber des Lehrstuhls für Kinder- und Jugendmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, bis er 2010 dort in den Ruhestand ging. Seine Verdienste um die Kinderheilkunde und die Kinderärztliche Fortbildung wurden nicht umsonst vielfach ausgezeichnet, so etwa mit der Pfaundler-Medaille des Berufsverbandes der deutschen

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Kinderärzte, der Ehrendoktorwürde der Universität Istanbul, dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik, der Ernst-vonBergmann-Plakette der Bundesärztekammer für Verdienste um die ärztliche Fortbildung und 2009 mit der Ehrenurkunde der Stadt Brixen – die höchste Auszeichnung, die die Gemeinde herausragenden Persönlichkeiten verleiht, die nicht in Brixen geboren sind. Reinhardt relativierte in seiner Rede demütig die Bedeutung seiner Auszeichnungen, bedankte sich im Forum Brixen herzlich für die ihm entgegengebrachte Wertschätzung und seinerseits beim Tourismusverein sowie bei der Gemeindeverwaltung: Brixen sei ihm ans Herz gewachsen, und auf seinen Reisen nach Italien werde er auf jeden Fall auch in Zukunft in unserer Stadt vorbeischauen. Am Ende übergab er die Leitung des Kongresses formlos seinem Nachfolger, Professor Jörg Dötsch – nach Theodor Hellbrügge und Dietrich Reinhardt wird er als dritter Kongressleiter den OsterSeminar-Kongress in die Zukunft führen. wv

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Pro& Contra Wäre Milland ein attraktiver Standort für die Talstation der Seilbahn? Der Hintergrund:

KLAUSPETER DISSINGER, Gemeinderat: „Mit dem Citybus bequem erreichbar“

MANUEL CONCI, PRO Seilbahn Brixen: „In Milland entstünde eine Kathedrale in der Wüste“

Ja In Kombination mit der schon lange

Nein Milland wäre ohne Zweifel der

im Bauleitplan eingetragenen Südspange wäre Milland ein äußerst attraktiver Standort: Deutlich weniger Häuser wären vom Überflug betroffen, die Seilbahntrasse wäre wesentlich kürzer, und statt der teuren 3S-Bahn wäre eine viel günstigere Umlaufbahn mit Zwischenstopp in St. Andrä möglich. Mit den erreichten Einsparungen (2/3 der veranschlagten Kosten!) ließe sich wahrscheinlich die Südspange finanzieren und eventuell auch noch der Bahnhof sanieren. Im Endeffekt hätte man so gleich drei Projekte realisiert und einen Großteil des Verkehrs von Bahnhofstraße, Staatsstraße und Mozartallee auf die Südspange verlagert. Mit dem Citybus wäre die Talstation in Milland vom Bahnhof und anderen Stadtteilen bequem und schnell erreichbar. Leider müsste für eine Talstation mit unterirdischen Parkplätzen in Milland Kulturgrund geopfert werden, aber meiner Ansicht nach steht der Grundverlust in keinem Verhältnis zum Überflug eines ganzen Stadtteils, dem 45 Meter hohen Masten am Rondell und der höheren Verkehrsbelastung rund um den Bahnhof. Die Bedenken bezüglich des Millander Biotops sind unbegründet, weil der gesetzliche Abstand zur Talstation mehr als großzügig eingehalten würde. Hier stützt sich der Bürgermeister auf die persönliche Einschätzung eines Landschaftsökologen, die vom zuständigen Amt nicht bestätigt wurde. Ein negatives Gutachten des Amts für Luft und Lärm bezeugt aber die äußerst störende Wirkung der von der Seilbahn erzeugten Summtöne. Letztendlich sollten die Brixner entscheiden dürfen, welches Projekt ihnen mehr Lebensqualität sichert. z

schlechtere Standort: Unabhängig davon, dass damit die Problematik des Überflugs lediglich verlagert würde, würde im Dorfbereich von St. Andrä die Mittelstation in die Nähe der Kirche gerückt, was einen inakzeptablen Eingriff in die Landschaft mit sich ziehen würde. Es reicht ein Ausflug nach Reischach, um zu sehen, welche Auswirkungen der vollkommen autoorientierte Standort auf die Umwelt in Milland hätte. Vor allem aber geht es um die mit der Seilbahn zusammenhängenden Ziele, die durch den Standort Milland nicht mehr erreicht würden: Wir wollen, dass durch eine möglichst praktische, schnelle, umweltfreundliche, sichtbare und attraktive Anbindung des Berges an die Eisenbahn Brixen mit der Plose zu einem attraktiven Ziel für Einheimische und Gäste wird. Mit der direkten Anbindung an die Eisenbahn wird die Plose für sämtliche Leute, die im Urlaub oder in der Freizeit gerne auf die Öffis zurückgreifen, zur attraktiven und äußerst bequem erreichbaren Naherholungszone. Damit wird der Individualverkehr geschwächt und der ökologische öffentliche Nahverkehr gestärkt. Damit ist auch die Wirtschaftlichkeit einer solchen Infrastruktur gegeben: In Milland würde eine unattraktive Verkehrsinfrastruktur entstehen, die im Grunde niemand braucht. Die Landesregierung und auch potentielle Investoren wissen dies: Sie werden kein Geld für eine Kathedrale in der Wüste ausgeben. Es ist nachvollziehbar, dass die Überflogenen verzweifelt nach Alternativen zum derzeitigen Seilbahn-Projekt suchen. Fakt ist allerdings, dass der Überflug der einzige Nachteil der Bahnhof-Variante ist. z

Auftraggeber: Südtiroler Volkspartei

Nach wie vor herrscht Unklarheit, wie es mit dem Brixner Seilbahn-Projekt weitergehen soll. Während der Stadtrat die Landesregierung zur raschen Realisierung drängt, diskutiert die Opposition im Gemeinderat über mögliche alternative Vorgehensweisen. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz hat indes überraschend in einer Pressemitteilung gefordert, dass die Talstation doch in Milland gebaut werden sollte.

Südtirol. Europa! Herbert Dorfmann, unsere Stimme in Europa

HL A W A P O R EU 014 25. MAI 2

herbert-dorfmann.eu 21


Kein Vertrauen mehr? Am 25. Mai finden die EU-Wahlen statt. Interessieren sich die Brixner dafür, oder haben sie das Vertrauen in die Politik mittlerweile verloren? Wir haben uns in Brixen umgehört.

Fotos: Oskar Zingerle

Menschen & Meinungen

UMFRAGE

Robert Kier ist überhaupt nicht an den Wahlen interessiert: „Es ist doch immer nur das Gleiche, und es wird sich auch nichts ändern. Ich kenne mich aber auch ehrlich gesagt zu wenig aus. Wählen gehe ich trotzdem, da ich es für wichtig empfinde, einen Südtiroler ins EU-Parlament zu bekommen. Man müsste nämlich hier im Lande dringend die Regelungen für die Einwanderer überdenken.“

„Die bevorstehenden Wahlen interessieren mich nicht wirklich. Mir kommt vor, dass wir darüber auch unzureichend informiert wurden“, erklärt Cesare Pasqualotto. Wählen geht er trotzdem: „Ich finde es eben wichtig, dass ein Südtiroler ins EU-Parlament gewählt wird, um die lokalen Interessen zu vertreten. Die Skandale sind sicher vielfach verantwortlich für den Verlust der Glaubwürdigkeit der Politiker.“

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„Die Wahlen, die im Mai stattfinden, interessieren mich nicht“, sagt hingegen Silvana Marchi. „Das hängt hauptsächlich mit dem Verhalten der Politiker zusammen, zu denen ich auch kein Vertrauen mehr habe. Somit werde ich auch nicht wählen gehen. Es ist letzthin einfach zu viel passiert, aber nicht nur bei uns in Südtirol, sondern im ganzen Land“.

„Man hat manchmal einfach keinen richtigen Bezug zur EU, deshalb interessieren mich die Wahlen nicht“, sagt Robert Seebacher. „Trotzdem werde ich am 25. Mai wählen gehen. Grundsätzlich finde ich es auch gut, wenn es ein Südtiroler Vertreter ins EU-Parlament schafft. Das Thema Landwirtschaft liegt mir dabei besonders am Herzen“.

„Die Wahlen interessieren mich ein wenig, und somit gehe ich auch zur Wahl“, erklärt Martin Mair Fleckinger. „Ich finde es wichtig, dass jemand ins EU-Parlament kommt, der versucht, die lokalen Interessen zu vertreten. Mir geht es dabei hauptsächlich ums Mitspracherecht. Sicherlich ist jedoch die Glaubwürdigkeit der Politiker mit den Skandalen, die in letzter Zeit aufgedeckt wurden, verloren gegangen.“

Karin Lechner sagt dazu: „Die Wahlen interessieren mich nicht. Das liegt einmal daran, dass mich Politik generell nicht interessiert, aber hauptsächlich liegt es an den Skandalen. Dadurch ist einfach kein Vertrauen mehr da. Wählen gehe ich trotzdem, da ich es wichtig finde, einen Südtiroler nach Brüssel zu schicken. Bereiche, die mir am Herzen liegen, sind Familie und die Renten.“

Günther Gruber sagt, dass er generell schon an die EU-Wahlen interessiert sei: „Ich finde es auf jeden Fall wichtig, dass ein Südtiroler im EU-Parlament die lokalen Interessen vertritt. Die Bereiche, die mir besonders am Herzen liegen, sind Steuererleichterungen, die Unterstützung von jungen Familien sowie der Bürokratieabbau. Deshalb gehe ich auch wählen.“

Egon Mair meint: „Ich interessiere mich nicht besonders für die EU, weil man dort als kleines Land wie Südtirol so gut wie keine Mitsprachemöglichkeit hat. Sicherlich liegt es auch an den Skandalen der letzten Zeit, dass die Stimmung bezüglich der Wahlen nicht so super ist. Trotzdem finde ich es wichtig, in der EU einen Südtiroler Vertreter zu haben.“


Freunde und Gönner Helga Frass, Alfred Wieser, Nikolaus Stoll, Margareth Solderer, Johann Auer, Filipp Lamprecht, Maria Aricochi, Hilde Nothdurfter, Hans Lüttgersheiden, Gasthof Klostersepp, Maria Fischnaller, Johann Kerschbaumer, Ida Tratter, Verena Kier, Emil Burger, Franziskus Hinteregger, Barbara Kofler, Bürogemeinschaft Hellweger-Runggaldier, Margareth Ippoliti, Ulrich Fistill, Juliane Gasser, Hermes Vigna, Richard Engl, Elsa Oberhofer, Hubert Baumgartner, Erich Mayr, Johann Obrist, Clara Zingerle, Olga Viassone, Anton Fischnaller, Renata Gheno und Franz Erschbaumer, Johann Gruber, Antonia Plattner, Irene Frenes, Gabriele Ferrari, Elisabeth und Luis Pichler, Rita und Engelbert Frener, Peter Zingerle, Paul Silbernagl, Daniela Pichler, Anton Planatscher, Angela Moling, Maria Rosa Oberhofer, Eva

Bonell, Tomaso Pietro Lintner, Irmgard Stockner, Albert Maly, Albert Priller, Theresia Hackhofer, Michaela und Florin Pallhuber, Erwin Pernthaler, Mathilde Neuwirth, Katharina Gasser, Hermann Priller, Roberto De Martin, Josef Obermarzoner, Alberto Pietrangeli und Mechthild Liftnegger, Luis Unterweger, Dietrich Ludwig Otto Lüling, Euroclima AG, Verena Zöschg, Karl Lintner, Elfriede Fischnaller, Erhard Markart, Elisabeth Michaeler und Walter Brida, Maria Anna Deltedesco, Christina Rabensteiner, Karin Brunner, Rosanna Tomaselli, Tischlerei Johann Gamper, Benedikt Egger, Maria Steinwandter, Helga Oberhammer und Tosco Caracristi, Carlo Milesi, Carla Goller, Konrad Obexer, Ernst Schwienbacher, Oswald Kofler, Günther Meraner, Reinhold Harpf, Waltraud Stampfl, Gottfried Volgger, Irene Eller, Edith Prantner, Irmgard Leitner und Johann Gebhard,

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Elisabeth und Oswald Peer, Roswitha Brida und Carl von Pretz, Matthias Marschall, Anna Elisabeth Weissteiner, Albin Winkler, Goldene Krone KG, Theresia und Josef Sellemond, Liane und Karl Hornof, Hildegard Furlan und Michael Villscheider, Marta und Alois Zingerle, Alfred Passler, Eva Ploner, Josef Kaser, Katharina Lechner, Miriam Torggler, Helga und Wolfgang Pider, Elisabeth Wachtler und Michael Pirgstaller, Anna Keim, Carmen Nössing, Herbert Lanz, Waltraud Deporta, Klaus Cimadom, Agnes Clara Silginer, Rudolf Irsara, Walter Alfred Ploner, Rosa Lageder, Marian und Erwin Denicolò, Klara Ploner, Waltraud und Peter Rieper, Ingrid Senoner, Claudio Zorzi, Brigitte Senoner, Martina Gasser und Werner Strobl, Maria und Franco Tosoni, Giacomo Zanotti, Marlene Eva Hellrigl, Gertrud Lechner Grünfelder, Ida und Josef Gebhard, Josef Gritsch, Maria Pflanzer, Peter

n a

Gasser, Engelbert Augschöll, Wilhelm Niederstätter, Christine Engl, Tomas Bauer, Waltraud und Paul Prader, Doris Kircher, Peter Stuffer, Josef Sigmund, Elisabeth und Franz Hofer, Messner Franz KG, Ingrid Dantone, Agnes Pichler und Vitus Mitterrutzner, Herbert Denicolò, Margareth und Florian Oberhauser, Wendelin Priller, Klaus Mair, Peter Jaist, Peter Prader, Maria Peintner, Franz Goller, Relindis und Paul Winkler, Horst Peintner, Anton Gamper, Robert Pernthaler, Elisabeth Thaler, Verena Baur, Ferdinand Rainer, Elisabeth Jocher, Hildegard Weissteiner, Sabina Kasslatter, Dora Hofer Tauber, Franz Rieder, Kathrin Prantner, Edith und Alfred Rieder, Alfred Lechner, Verena Stockner, Andreas Peintner, Kurt Plaickner, Claudia Vinco, Giuseppe Polidori, Albin Sigmund, Robert und Anna Sigmund

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Kunst & Kultur WER, WENN ICH SCHRIEE: aus dem Projekt Tholos, Injekt-Print auf Dibond, 2014 – Hans Knapp

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AUSSTELLUNG ZUM SCHAFFEN DES KÜNSTLERS HANS KNAPP

Wie ist es, Hans Knapp zu sein?

Der Brixner Hans Knapp ist einer der außergewöhnlichsten Exponenten der heimischen Kunstszene. Parallele Ausstellungen in seiner Heimatstadt und in Meran geben Einblick in sein Schaffen.

N

ächstes Jahr wird Hans Knapp 70 Jahre alt. Die gleichzeitig in Brixen und Meran angelaufenen Werkschauen sind wie ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk und erfüllen ihn mit großer Genugtuung. Er selbst meint dazu bescheiden „Das ist schon eine feine Sache“, und ein glückliches Lächeln huscht über sein Gesicht.

Vater einer nunmehr 18-jährigen Tochter, „gerade bei solch aufwändigen Vorhaben hält sie mir den Rücken frei und leistet mir wertvollen Zuspruch“.

Durchbrechen der eigenen Dimension und Freiheit. Mit

dem Titel „What is it like?“, den Hans Knapp für die Ausstellungen gewählt hat, erhalten wir den

und den unterschiedlichsten Ausdrucksmöglichkeiten vorangetrieben wird – beispielsweise bei den 100 Texten bei „Labyrinth Freiheit 2009“ in der Franzensfeste. Seine langfristigen Kunstprojekte zielen auf das Ausloten kreativer Freiheitsräume und der subjektiven Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb objektiven Erkennens und Beurteilens. Hans Heiss spricht in

„Ich werde nie den Mund halten, wenn es um die kulturelle Freiheit und künstlerische Vielfalt im Lande geht“_ Hans Knapp Beginn des künstlerischen Weges. In Wahrheit ist es großartig,

dass die Hofburg Brixen und Kunst Meran Hans Knapp mit diesen Einzelausstellungen eine adäquate Würdigung zuteil werden lassen. Und für ein interessiertes Publikum ist es eine einmalige Gelegenheit, in das Œvre dieses tiefgründigen Denkers einzutauchen. Seinen künstlerischen Weg startet Hans Knapp an der Akademie der Bildenden Künste in München und Wien; er erwirbt das Diplom für Grafik und Malerei bei Professor Max Melcher, hängt noch jeweils zwei Semester Mathematik in Padua und Philosophie in Innsbruck an, bevor er 1972 an verschiedenen Schulen in Südtirol seine Unterrichtstätigkeit aufnimmt. 1992 verlässt er den Arbeitsplatz Schule mit einem schönen Abschiedsgeschenk – die Liebe der jungen Lehrerin Eva Leitner, die er 1994 heiratet. „Sie ist mir ebenbürtige Partnerin und eine große Stütze“, schwärmt der

deutlichen Hinweis auf sein stark philosophisch geprägtes Kunstschaffen. Er bezieht sich auf den Aufsatz des Philosophen Thomas Nagel mit dem Titel „What is it like to be a bat?“ – „Wie ist es, eine Fledermaus zu sein?“ Nagel vertritt die These, dass das Bewusstsein eines Wesens nicht auf bloße Gehirnfunktionen reduziert werden kann, denn dessen Erlebnisperspektive wird sich uns trotz aller wissenschaftlichen Erfahrungswerte niemals erschließen. Dem Durchbrechen der eigenen Dimension und Perzeption, in denen wir gefangen scheinen, gilt das ganze Streben des Künstlers. Sich als ein völlig Anderer, eine ganz neue Kreatur zu erleben, ist der Entwurf der Freiheit, den Knapp immer wieder in neue ästhetische Formate bannt. Damit sind wir beim zweiten Kernthema, der Freiheit, die jeder künstlerischen Anstrengung zugrunde liegt und bei Knapp mit ungeheurer intellektueller Kraft

der Eröffnungsrede in der Hofburg für Hans Knapp: „Ist für Künstler und Publikum die normierende Kraft von Erkenntniskategorien überhaupt hintergehbar? Sind sie in der Lage, Maßstäbe der Beurteilung zu finden, die über die Prägungen durch die Natur, die Spielräume physischer Wahrnehmung und ihrer neuronalen und sozialen Verarbeitung hinausführen? Knapp erkennt diese Grenzen an, resigniert aber keineswegs an der Unmöglichkeit der Objektivierung, sondern setzt im Sinne Christoph Menkes mit unerschütterlicher Gelassenheit auf die Kraft des Geschmacks und dessen freiheitsschaffenden Charakter.“

Tholos-Projekt und Möbiusband. Bezeichnend für den

Suchenden sind seine Langzeitprojekte, die in einem oft Jahre andauernden Prozess des Entwerfens und Verwerfens entstehen. So begann Knapp schon vor 20

Jahren mit den ersten Serien von kleinen Zeichnungen zum rationalexistenzialistischen Tholos-Projekt – eine Art Meditationsraum mit spielbaren Alphörnern. Dem Tholos von Delphi nachempfunden stand die Konstruktion zwischenzeitlich im eigenen Garten und wurde genutzt, um in der spiegelnden Wasserfläche am Grund ein Vexierspiel zwischen Wirklichkeit und Wahrnehmung zuzulassen. Öffentlich präsentieren konnte Knapp Zeichnungen und Modelle im Jahr 1993 in der Galerie Museum unter der kuratorischen Leitung von Marion Piffer. Während Knapp weiterhin auf die Realisierung seines „Bergheiligtums“ in unberührter Landschaft hofft (8 Meter Durchmesser, 15 Meter tief), entstanden großformatige Fotos, die nun in der Hofburg den Betrachter in ihren Bann ziehen und mit der Umkehrung der Sichtweise irritieren. Neben der Tholos-Vision beschäftigt sich der Künstler regelmäßig mit dem mathematischen Sonderfall des Möbiusbandes. Man kann auf dem Band laufen, ohne jemals eine Grenze überschritten zu haben, und findet sich an der Ausgangstelle wieder, diesmal mit dem Kopf nach unten. „Eine Parabel für unsere Innenwelten“, sagt Knapp, „die Wege, die unser menschliches Dasein gehen, verlaufen nicht selten auf einem solchen Möbiusband, unauffällig, ohne das bewusste Erleben einer Grenzüberschreitung“. Es ist eine Endlosschleife menschlicher Kondition, ein Freud´sches Prinzip, dass nicht aufgearbeitete Traumata stets zur Wiederholung auffordern. Die berückend schöne Version in Goldfarbe in der Hofburg ist wohl 25


Kunst & Kultur

Kritische Auseinandersetzung mit religiösen Inhalten. Die

Zeichnung ist die Basis des Schaffensprozesses von Hans Knapp. Daraus kristallisieren sich Inhalte und Botschaften mit verschiedenen Deutungsmöglichkeiten, neue Zusammenhänge erschließen sich durch das Aufgreifen von Elementen aus früheren Arbeiten in einem veränderten Kontext. Dies wird besonders deutlich im Werk „Infopoint“ mit einem LED-Schrift-Loop „Besinnt euch… (was mir wichtig bleibt)“, eine Warnung von Einstein und Russell vor dem Gebrauch der Atomwaffen. Die Arbeit hat mehrere Stadien durchlaufen, fotografisch dokumentiert, und beleuchtet die kritische Auseinandersetzung mit religiösen Inhalten, die Knapp seit seiner Kindheit im tiefgläubigen Elternhaus auf der Seele brennen. Seine Sichtweise zur Problematik der Sünde wird demnächst als Essay in einer Publikation von Peter Tschuggnall in der Reihe „Kunst und Religion“ erscheinen. Da sind Diskussionen vorprogrammiert, aber diese scheut der

Foto: Oskar Zingerle

bislang die schönste Variante des Bandes, von dem eine DauerInstallation von acht Metern Länge seit 1999 im Realgymnasium J. Ph. Fallmerayer eine Heimat gefunden hat und eine Ausfertigung in Stahl 2011 in der StadtGalerie als Symbol für freien und kritischen Gedankenaustausch zu sehen war. Für Sigmund Freud hat Knapp in der Ausstellung eine eigene kleine Wunderkammer eingerichtet. Mit einer früheren Radierung eines Löwen (mit Freud´schen Zügen?) hinter Gittern schlägt er eine Brücke zum Aufsatz vom „Unbehagen in der Kultur“ und stellt dem Bildnis einen riesigen leeren Käfig aus einer anderen Installation dazu.

Hans Knapp: „Meine Weltanschauung liegt im rationalen Humanismus begründet, mit nüchternem Erkenntnisstreben, mit Mut und Güte als zentrale Ideale.“

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engagierte Kulturmensch Knapp sowieso nicht – das belegen seine mutigen Statements in diversen Medien. „Ich werde nie den Mund halten, wenn es um die kulturelle Freiheit und künstlerische Vielfalt im Lande geht“, unterstreicht der Künstler, „ich bringe mich auch in der Museion-Debatte um das Mitbestimmungsrecht der Sammler und Leihgeber ein, mit Engagement, aber sachlich und ohne persönliche Animositäten“.

Die Ausstellungen in Brixen und Meran. Kehren wir nochmal

kurz zurück zur Ausstellung in der Hofburg, wo Knapp unter anderem Flagge zeigt. Eine Flagge mit Speckscheiben, in den heraldischen Farben Rot-Weiß-Rot gehalten, gilt als ironische Hommage an das Speckland Südtirol. Weitere Entwürfe warten auf Verwirklichung, gewebte „Kurzgeschichten in zwei Bildern“ schweben dem Künstler als raumübergreifendes Projekt vor. Entlassen werden wir aus der wunderbar konzipierten Werkschau mit einem gefinkelten

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Spiegelkabinett, das dem Betrachter nur einen irritierenden Blick auf den eigenen Rücken freigibt, untermalt mit einer kongenialen Soundtapete von Manuela Kerer. Kunst Meran präsentiert in Ergänzung zu Brixen das Schaffen des Künstlers mit Zeichnungen, Skizzen und Collagen der letzten vierzig Jahre. „Das Zeichnen durchzieht sein Leben wie ein roter Faden, es befreit die Seele von Ängsten, Erinnerungen und Sehnsüchten“, schreibt Valerio Dehò. Hans Knapp zeichnet fast durchwegs in Briefmarkenformat Gegenstände, Formen, Erinnerungen, Träume, erotische Elemente. Diese papiers collés muten wie ein Bild-Tagebuch des Unbewussten an, wo sich im Laufe der Zeit eine Abfolge von Zusammengehörigkeiten ergibt, die Knapp zu Collagen ordnet. Die winzigen, aufgeklebten Kunstwerke entführen den andachtsvoll staunenden Besucher für eine Weile in die Welt des Künstlers. Die wenigen Textstellen dazu sind Geistesblitze, Eingebungen

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oder Betrachtungen intimer Natur im schöpferischen Moment des Zeichnens, immer behutsam in zurückhaltenden Farben. In der Collage „Hieronymus im Gehäuse“ möchte man gerne den Denker Hans Knapp vermuten, der sich stets fragt: Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir? So war ihm die Kunstaktion 2006 in Völs eine Herzensangelegenheit, bei der akribisch recherchierte Textstellen zu den Sinnfragen auf 200 Plaketten von Ruhebänken angebracht wurden. Wir, die Bewunderer seiner Kunst, können uns indes zu Herzen nehmen, was Hans Knapp von sich sagt: „Wenn ich meine Weltanschauung mit kurzen Begriffen charakterisieren soll, will ich sie einen rationalen Humanismus nennen, mit nüchternem Erkenntnisstreben, mit Mut und Güte als zentrale Ideale.“

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Kunst & Kultur

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Vom Leiden und Sterben Jesu Das Brixner Ensemble „VocalArt“ konzertierte mit Musik zur Passionszeit.

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as seit mehr als zwanzig Jahren in Brixen beheimatete Vokalensemble VocalArt steht seit vergangenem Jahr unter neuer Leitung und trat seitdem schon mehrmals mit unterschiedlichen Programmen in Brixen auf. Nach der Teilnahme an der Initiative KlangDom im vergangenen Sommer und einem Konzert in der Kapuzinerkirche hat das Ensemble erneut

Im Zeichen der Passion. Dabei

wurde der Schwerpunkt auf die frühe Mehrstimmigkeit eines Gregorio Allegri und Carlo Gesualdo gelegt, um dann den modernen Interpretationen der Texte unter dem Zeichen „Tenebrae factae sunt“ Rechnung zu tragen. Als musikalische Mittelachse fungierte die von Johann Sebastian Bach geschaffene Kirchenliedparaphrase von Psalm 137 „An den

rühmte Renaissance-Vertonung von Psalm 51 Miserere, in der sich klein besetztes Ensemble, Chor und psalmodische Verse abwechseln, hat durch ein jahrhundertelanges Aufführungsverbot außerhalb der Sixtinischen Kapelle einen besonderen Nimbus erlangt – es ist jenes sagenumwobene Stück, das der beeindruckte junge Mozart mangels einer Partitur aus dem Gedächtnis niedergeschrieben hat.

Musik rund um die Passionszeit stand im Mittelpunkt des Konzertes von VocalArt

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ein anspruchsvolles Programm präsentiert, diesmal in der Brixner Herz-Jesu-Kirche und in der Pfarrkirche in Unterinn. Matthias Egger hat sich bei der Programmauswahl ganz auf die Thematik der Passion konzentriert und ist in der jahrhundertelangen Tradition von Psalmenvertonungen und Texten aus der Passion Christi fündig geworden.

Wassern zu Babel“, die Heinrich Walder an der Orgel ausführte. An die Bachsche Tonkunst knüpft mit ganz anderen Mitteln Arvo Pärts Meditation für vierstimmigen Chor und Orgel an. Dabei singt der Chor in Vokalisen in gregorianisch-frei anmutender Rhythmik, während die Orgel im „Tintinnabuli“(„Glöckchen“)-Stil hinzutritt. Gregorio Allegris be-

Zeitgenössische Kompositionen. Auch zeitgenössische Kom-

ponisten haben sich durch die unerhörte Geschichte vom Leiden und Sterben Jesu rühren lassen. So hat etwa Enjott Schneider in einem mehrsätzigen „Tropus“ für Sopran, Violine und Orgel ein wahrhaft unter die Haut gehendes Werk geschaffen, bei dem Angela Palfrader (Violine), Marie-Sophie Pollak

(Sopran) und Heinrich Walder (Orgel) dem Publikum intensive Hörerlebnisse bereiteten. Im Sinne eines mittelalterlichen Tropus sieht Schneider seine Musik als Ergänzung zu einem bereits bestehenden Werk: „Tenebrae factae sunt“ von Davide Perez dient dem Stück als thematisch-motivische Vorlage und wird deshalb dem ersten Abschnitt der Komposition vorangestellt. Die Tonsprache des Stücks bezeichnet der Komponist selbst als „explosiv gespreizt“ – sie reicht von „verschwiegenen prozessualen Strukturabläufen bis hin zu stimmgewaltiger Expressivität.“ Das Geschehen der Karwoche steht auch im Mittelpunkt der „Quatre motets pour un temps de pénitence“ von Francis Poulenc. Die tiefgehenden Worte der Textvorlagen (Responsorien aus dem Stundengebet der Karwoche und ein Psalmtext) werden geradezu bildhaft ausgedeutet. Die in den Jahren 1938/1939 entstandenen Stücke lassen das Passionsgeschehen durch ein Nebeneinander von harmonischen und dynamischen Extremen als existenzielle Grenzerfahrung erleben. Eine Zuhörerin meinte am Ende der Darbietungen, sie werde dank dieses Konzerts die Passionszeit in diesem Jahr völlig anders erleben. Barbara Fuchs Leserbrief an: echo@brixner.info

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Religiöses Erleben von Musik J

ahrhundertelang haben Komponisten im Auftrag der Kirche vor allem für die Kirche (meist vokale) Musikwerke geschrieben, die zumeist im Dienst der Liturgie standen. Erst mit den gesellschaftlichen Umbrüchen um 1800 erfolgte eine Trennung zwischen weltlich und kirchlich – auch in der Musik: auf der eine Seite entstand die profane Konzertmusik für die Konzerthäuser, auf der anderen Seite die bewusst kirchliche, gottbezogene Musik. Natürlich wurden weiterhin große geistliche Werke

Foto: Marco Borggreve

Die Brixner Initiative Musik und Kirche stellte ihr Sommer- und Herbstprogramm vor, und dessen künstlerischer Leiter Josef Lanz erläuterte dabei, warum kirchliche Musik eine Bereicherung für die Institution Kirche und für den Menschen sein kann.

Das weltberühmte Vokalensemble „The King’s Singers“ wird geistliche Werke in Brixen singen

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geschaffen, aber nicht für die Kirche, sondern für den Konzertsaal. Der eigentliche Hauptstrang der Musikentwicklung ging an der Kirche vorbei. Vieles vom Erbe der Kirchenmusik lebte in der so genannten „weltlichen Musik“ weiter.

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ren Jahrzehnten sind „Kirchenkonzerte“ beliebt. Die Anzahl guter Musiker ist in dieser Zeit enorm gewachsen und dem entsprechend auch die Angebote. In Ermangelung eines Konzertsaales wird fast jede Art von Musik im Kirchenraum aufgeführt, nicht immer zum Wohlgefallen der Kirche: „Die Kirche sieht den Sinn der Kirchenkonzerte darin, das Repertoire der Kirchenmusik zu pflegen und lebendig zu erhalten“, erläutert Josef Lanz, künstlerischer Leiter der Brixner Initiative Musik und Kirche, bei der Vorstellung des aktuellen Musikprogrammes. „Grundsätzlich wird akzeptiert, was einen geistlichen Text enthält – unabhängig von der Qualität der Werke. Reine Instrumentalmusik wird als weltlich angesehen und für die Kirche als nicht geeignet erachtet.“ Der Dirigent Nikolaus Harnoncourt spricht von der machtvollen, heiligen Sprache, die wieder mehr mit dem Religiö­ sen verbunden werden sollte: „Die Kunst ist die Nabelschnur, die uns mit dem Göttlichen verbindet und unser Mensch-Sein garantiert“. Da es das Geistliche in der Musik an und für sich ja nicht gibt, wird Musik also zur geistlichen Musik, wo sie durch einen besonderen Akt von außen her auf Gott bezogen wird.

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Verbindung von Kunst und Religion greift seit jeher die „Brixner Initiative Musik und Kirche“ in aktuellen Formen und künstlerisch hohem Niveau auf. So stehen nun im Mai das Oratorium „La Resurrezione“ von Händel mit dem Concerto Stella Matutina und Gesangssolisten sowie das Konzert „Glockenklänge“ auf dem Programm, bei dem der Pianist Herbert Schuch verschiedene Werke für Klavier spielt, die er für einen sakralen Raum ausgewählt hat. Geistliche Chormusik unter dem Motto „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“ singt der berühmte Windsbacher Knabenchor in Bruneck. Höhepunkt des Sommerprogramms dürfte das Konzert des weltberühmten Vokalensemb-

les „The King’s Singers“ sein, das geistliche Werke unter dem Motto „Glaube und Hoffnung“ singt. „Eine Bruckner-Symphonie im Dom, aufgeführt von einem Jugendorchester, war in der Vergangenheit immer ein besonderes Ereignis, das viele Jugendliche anzog“, erläutert Josef Lanz, und somit wird dies auch beibehalten: Das deutsche Bundesjugend­ orchester wird die Vierte Symphonie von Bruckner und die Sinfonie Nr. 30 „Alleluja“ von Joseph Haydn im Juli zum Besten geben. Das Sommerfestival der Initiative sieht zudem ein Projekt des Vokalensembles „Musica Saeculorum“ unter der Leitung von Philipp von Steinaecker vor, das in der Stiftskirche von Neustift Motetten von Anton Bruckner darbringt. Die Aufführung von Mozarts Streichquartetten in der Hofburg Brixen ist bereits Tradition, die heuer mit dem jungen Acies-Quartett ihre Fortsetzung findet. In fürstbischöflicher Umgebung, nämlich im Hofburggarten, endet das Sommerprogramm am 13. September mit dem „Signum Saxophon Quartett“.

Herbstsymposium über das religiöse Erleben von Musik. Hö-

hepunkt der ganzjährigen Tätigkeit der Initiative ist stets ein Symposion im Herbst zu einem speziellen Thema; heuer wurde dafür die Thematik „Religiöse Erleben von Musik. Musik für die Kirche – Musik in der Kirche“ ausgewählt. Die Symposien sind dabei weniger kirchenmusikalische Fachtagungen als vielmehr eine vielfältige Beschau des Themas mit Vorträgen und Konzerten. So ist eine szenische Aufführung des Oratoriums „Betulia liberata“ des 15-jährigen Wolfgang Amadeus Mozart im Dom vorgesehen, und besonders spannend dürfte die sakramentale Trauung der beiden Künstler Leander Schwazer und Michael Stolte werden, die von Pater Urban Stillhard zelebriert und von Nadia Kamm­ er­er musikalisch umrahmt wird. Auch ein Kompositionsauftrag wurde vergeben, und zwar an den Vinsch­ger Musikwissenschaftler und Komponisten Herbert Grassl: Die Uraufführung seiner „Trauerkantate 1914-1918“ mit Gedichten von Karl Kraus, Georg Trakl, Paul Verlaine, Walter Gryphius und Texten aus den Psalmen findet in der Freinademetzkirche in Milland statt. Das vollständige Programm ist unter www.musikkirche.it ersichtlich. doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info


KUNST UND RELIGION

Versuch einer Annäherung Foto: Courtesy Galerie Elisabeth & Klaus Thoman

Kunst in einem religiösen Kontext zu zeigen ist in Südtirol weiterhin ein schwieriges Unterfangen. Die Tagung „Fascinosum et tremendum“ in Brixen versuchte, eine öffentliche Diskussion anzustoßen.

„the burning supper“, von Julia Bornefeld

„... wie hast du’s mit der Religion?“ Den Anlass zum Symposion bot die gleichzeitig erfolgte Ausstellungseröffnung der Installation „The burning supper“ der Künstlerin Julia Bornefeld. Das brennende Letzte Abendmahl ist eine Fotografie, sieben Meter breit, drei Meter hoch, mit dem mächtigen verkohlten Holzrahmen 400 Kilogramm schwer, und hält den Moment einer eigenwilligen Interpretation von Da Vincis Abendmahl fest. Die nächtliche Szene auf einem zugefrorenen See an einem brennenden Tisch mit einem älteren Jesus (der Vater der Künstlerin), einer Frauenfigur und einem „Apostel“ im Heavy-MetalShirt stellt nicht das gemeinsame Mahl dar, sondern den Augenblick, da Jesus ruft: „Einer von euch wird mich verraten!“ In den Raum gestellt, fühlt sich auch der Betrachter in diese „brennende“ Frage einbezogen, die letztlich in Goethes Gretchenfrage mündet: „… wie hast du’s mit der Religion?“ „Kunst soll stören“, postulierte bereits Georges Braque. Allerdings geht hier das Werk mit der

Düsternis des mittelalterlichen Gewölbes in der Hofburg eine perfekte Symbiose ein und provoziert in musealer Umgebung weit weniger als 2012 im Dom zu St. Jakob in Innsbruck. Auch wenn man dort Zeitgenössische Kunst gewohnt ist – akzeptiert wird sie lange nicht von allen Teilen der Bevölkerung. In Internetforen liefen hitzige Diskussionen, und erst kürzlich wurde in Innsbruck eine Installation von Anton Christian, die als Mahnmal zur Erinnerung an Flüchtlinge in Form eines hölzernen Bootes gestaltet war, teilweise zerstört.

Kunst und Religion in Beispielen. Für den Kunsthistoriker und Begründer der Langen Nacht der Museen, Jochen Boberg, brauchte der Mensch immer schon Bilder, damit die Vielfalt und Schönheit der Welt erfassbar wird. Die Kunst heute sei einem Alltagszweck untergeordnet und habe somit den Anspruch auf Erhabenheit weitgehend verloren. Dass Kunst in Kirchen möglich ist, zeigt der Leiter des Kulturzentrums der Minoriten in Graz, Johannes Rauchenberger, anhand einiger Beispiele auf. Adrian Paci lehnt die Zurschaustellung von blutiger Qual ab und stellt die Verlassenheit Christi am Kreuz ins Zentrum seiner Werke „Via Crucis“ und im Pasolini-Zyklus. In der Video-Arbeit von Anri Sala „Uomoduomo“ gemahnt ein schlafender Obdachloser im Mailänder Dom an die Schutzfunktion der Kirche. Markus Wilfling montiert ein

Sprungbrett zur Orgelempore, und Christian Eisenberger schweigt und fastet ebendort 40 Tage lang. Markus Neuwirth setzt sich mit der Begrifflichkeit von Kreuz und Kruzifix auseinander: das Kreuz als abstrakte Form, das sich um 312 n. Chr. vom Schandzeichen zum Siegeszeichen wandelt, und das Kruzifix, das sich erst 700 Jahre später durchsetzt und den Körper Christi zusammen mit dem Kreuz abbildet. Er stellt die Frage: „Ist der gekreuzigte Frosch von Martin Kippenberger eine Blasphemie oder die Auffassung, es handle sich um ein heiliges Kreuz?“ Der 1997 verstorbene Künstler wird sich in jedem Fall ins Fäustchen lachen, denn genau das sollte seine Kunst sein: eine witzig ironische Provokation. Mit dem Frosch wollte er weniger den leidenden

Die Fäden neu knüpfen. In Süd-

tirol verweigert die Kirche durchwegs renitent eine Öffnung gegenüber Zeitgenössischer Kunst, letzthin wieder deutlich gemacht durch die Zensur des FroschTattoos von Thomas Sterna, eine Reflexion zum Skandal im Museion. Dabei haben die Kirche und die Gegenwartskunst einiges gemeinsam. Beide beschäftigen sich mit der Frage nach dem Sein, dem Sinn der Welt, und beide teilen das Irrationale, Geheimnisvolle. Die Religion findet Antworten in absolutistisch geprägten Dogmen, während die Kunst einen kreativen Nachdenkprozess in Gang setzt, der manch Vertrautes verfremdet. Auch Kardinal Gianfranco Ravasi, Präsident des Päpstlichen Kulturrates, findet: „Die Kunst und der Glaube sind Geschwister. Es ist längst an der Zeit, den Faden neu zu knüpfen.“ Sein Wort in Gottes Ohr! irene.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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ie Hofburg, die Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen und der Südtiroler Künstlerbund betrieben mit der Tagung im April über Zeitgenössische Kunst und Religion eine verbrämte Art der Wiedergutmachung für die Zensur des FroschTattoos in der „Crux“-Ausstellung 2013 im Diözesanmuseum.

Künstler darstellen als gegen die heuchlerische Frömmigkeit der Herrgottswinkel-Säufer zu Felde ziehen, von denen er während seiner alkoholfreien Kurwochen in Tirol ständig umgeben war.

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Kunst & Kultur

Foto: Paul Silberberg

SENIORENTHEATER

Internationalen Theaterpreis gewonnen z Die Brixner Seniorentheatergruppe „Bartholomeis“ unter der Regie von Maria Thaler-Neuwirth nahm Anfang April an den 30. Theatertagen am See in Friedrichshafen/Bodensee teil – und konnte dort einen großen Erfolg einfahren: Mit ihrem selbst erarbeitetem Theaterstück „Unvollendet – Liebe macht Mut, zu dem was Liebe tut“ gewannen sie den internationalen Theaterpreis des Festi-

vals. Der Seniorentheatergruppe gelang es, mit Authentizität, viel Spielfreude und guter Regiearbeit ein sehr poetisch-berührendes Theaterstück auf die Bühne zu bringen – und dies sicherte ihnen den Preis, der von einer international besetzten Jury vergeben worden ist. „Wir sind sehr glücklich und auch stolz, diesen Preis gewonnen zu haben“, so Maria Thaler-Neuwirt, „daraufhin sind

wir voller Motivation nach Brixen zurückgekehrt und freuen uns jetzt auf unser Seniorentheaterfestival in Klausen.“ Dieses findet vom 1. bis zum 3. Mai statt, und die Bartholomeis treten dort mit weiteren Seniorentheaterbühnen aus Südtirol, Österreich oder der Schweiz auf – nähere Infos dazu in unserem timer.  db

K&K Kunst & Kultur

KUNST

Mureda im Jazzkeller 3fiori z Etwas leiser als in seinen Anfangszeiten als Agitator, aber doch konsequent macht der Lokalmatador der Kunstszene, Manfred Mureda, immer wieder auf sich aufmerksam. Im Jazzkeller 3fiori in der Brixner Bäckergasse werden unter der neuen rührigen Führung nicht nur freitags Jam Sessions abgehalten, sondern auch die bildende Kunst hält Einzug in die verwinkelten Räumlichkeiten. Derzeit gastiert Manfred Mureda mit einer „Retro-Spettiva“, die mit wenigen Exponaten durchwegs seine künstlerische Vielseitigkeit offenlegt. Plakate, Acrylbilder

kurz

notiert

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und Zeichnungen erinnern an seine politisch motivierte Kunst gegen das Establishment und evozieren Assoziationen mit N.C. Kasers Gedichten. Inmitten von Drucken zur kritischen Zeitschrift „Impact“ oder zum Friedensfest mit dräuenden cruise missiles schimmern zarte Landschaften in Bleistifttechnik. Und dann stehen da noch aufgereiht eine stattliche Menge an Terracotta-Arbeiten der letzten Jahre – fantastische, magische, unheimliche, erotische, archaisch anmutende Kopfgeburten eines eigenwilligen Künstlers.  ird

Das Theaterensemble VonPiderZuHeiss aus Brixen/Wien zeigt unter der Regie von Anna Heiss ihre neue Produktion „Gelber Mond“. Der Highland-Krimi mit Herz von David Greig ist vom 26. bis zum 31. Mai im Anreiterkeller der Gruppe Dekadenz zu sehen.

Am 18. Mai findet der Internationale Museumstag statt. Die Museen des Landes gewähren dabei freien Eintritt und haben ein eigenes, unterhaltsames Programm erstellt – Infos dazu unter www. provinz.bz.it/museen.

Die Musikschule Brixen gibt zum Ende des Schuljahres wiederum Einblick in das Können der Schüler: Der Konzertreigen startet am 10. Mai im Forum Brixen, anschließend finden verschiedene Konzerte in Brixen und Umgebung statt. Die Termine finden sich in unserem timer.


NACHGEFRAGT

„Ein Vinzentiner Gesamtprojekt“ Herr Kaltenböck, im Mai präsentiert das Vinzentinum ein eigens für das Haus verfasste Musical. Wie kommt es denn dazu? Die Idee, ein Stück über und für das Vinzentinum zu schreiben, trage ich schon seit einigen Jahren im Kopf umher. Durch das 140-Jahr-Jubiläum 2013 konkretisierte sich dies, und wir konnten Stefan Gmoser, der bereits Kindermusicals verfasst hat, damit beauftragen, ein Musical für das Vinzentinum zu schreiben. Dafür hat er eine Woche im Vinzentinum mitgelebt, konnte somit in die dortigen Abläufe hineinschnuppern und Schüler interviewen. Für uns intern ist ja

vieles logisch, aber Außenstehende sehen manches von einem anderen Blickwinkel und finden einiges auch zum Schmunzeln. Er hat also genügend Stoff ausfindig gemacht und daraus einen Plot entwickelt. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind aber sicher ungewollt und rein zufällig ... Die Story ist völlig fiktiv, es kommen keine wirklich handelnden Personen vor. Natürlich treten im Musical Direktoren, Schüler oder Lehrpersonen auf, aber diese Figuren kann man nicht eins zu eins auf die realen Personen übertragen. Klar, wenn man sich etwas im Haus auskennt, wird man einige

Geschichten oder Räumlichkeiten wiedererkennen – aber das Musical ließe sich auch woanders aufführen und wäre verständlich.

Foto: Armin Huber

STEFAN KALTENBÖCK, musikalischer Leiter und Gesamtleiter des Vinzentiner Musicals „Der Sechste Sinn“, über die Entstehung des Werkes und inwiefern darin Ähnlichkeiten zum realen Vinzentiner Leben auszumachen sind.

Das Musical wird von den Vinzentinern selbst auf die Bühne gebracht? Ja, auf der Bühne stehen fast nur Vinzentiner, rund 150 Personen – unsere Chöre, einige Lehrer und Mitarbeiter sowie Schüler, die nicht im Chor sind, wirken mit. Lediglich für die Band haben wir uns einige Musiker ausgeliehen – zu 99 Prozent ist es ein Vinzentiner Gesamtprojekt. doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Ende Mai findet in 28 europäischen Staaten die Generalprobe für die Zukunft statt. Die 8. Europawahlen mit gesamteuropäischer Parteienlandschaft werden ein Parlament zur Folge haben, das erstmals den Präsidenten der Europäischen Kommission direkt wählt. Das langsame Näherrücken verschiedener politischer, historischer und kultureller Besonderheiten des „Alten Kontinents“ Europa lässt nachdenken. Im Buch „Denkstücke in die Zukunft. Europa 2013-2030“ haben dies 16 Südtiroler Autoren auch getan – und zwar in den verschiedensten Bereichen. Sie machten sich Gedanken, wie die „Heimatspirale Südtirol-ItalienEuropa“ im Jahr 2030 aussehen könnte: in Wirtschaft, Kultur und Politik, in Gesundheit, Religion und Kunst, in Wissenschaft, Forschung und sozialen Entwicklungen. Die Denkstücke sind Denkanstöße – zum Weiterdenken.

FILM

Ein großer Gelehrter z Vor kurzem fand in der Cusanus Akademie die Premiere des Films „Nikolaus von Kues – der große Gelehrte“ statt. Der dreißigminütige Dokumentarfilm der beiden Südtiroler Filmemacher Christian Bassani und Manfred Unterpertinger beschäftigt sich mit dem Leben und Werk von Nikolaus von Kues beziehungsweise Nikolaus Cusanus, dessen 550. Todestag sich heuer jährt. Cusanus war ein schon zu Lebzeiten berühmter, universal gebildeter Philosoph, Theologe und Mathematiker. Er spielte eine bedeutende Rolle in der Kirchenpolitik, zeigte großes diplomatisches Geschick und

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machte zudem Karriere als Kardinal, päpstlicher Legat, Fürstbischof von Brixen und Generalvikar im Kirchenstaat. Der Film zeigt die einzelnen Lebensstationen des Gelehrten; mehrere Cusanus-Experten aus Südtirol und aus seiner Heimatstadt Kues erklären sein Wirken und erläutern auch, wie er die Zeit als Fürstbischof von Brixen erlebte und warum er sich dort nicht durchsetzen konnte. Der Film ist mit Unterstützung der deutschen Kulturabteilung und der Cusanus Akademie im Auftrag von RAI Südtirol entstanden und wird dort demnächst ausgestrahlt. amm

Denkstücke in die Zukunft. Europa 2013-2030. Heinrich Gasser, Bruno Klammer, Roger Pycha (Hrsg). Provinz-Verlag 2013, 252 S., 18 Euro ISBN 978-88-88118-92-5

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Kunst & Kultur

NEU IM REGAL Europa 2013-2030

DIVERSES

Neuer Landeskulturbeirat z Der Kulturbeirat hat die Aufgabe, die Landesregierung in Fragen der Kulturpolitik und Kulturförderung zu beraten sowie Konzepte und Ideen zu erarbeiten, um bestmögliche Rahmenbedingungen für die Kulturarbeit in Südtirol zu schaffen. „Im Kulturbeirat soll vorrangig die strategische Debatte über die Ausrichtung der Kulturpolitik geführt werden; der Beirat soll einen Entwicklungsund Erneuerungsprozess anstoßen”, so die Vorstellung des zuständigen Landesrats Philipp Achammer. Einen neuen Weg hat Achammer bereits bei der Bestellung des Kulturbeirates beschritten: Anhand von Vorzugskriterien wie Qualifikation in einer Kunstsparte oder Erfahrung im Kulturmanagement wurden über ein Auswahlverfahren von 50 Bewerbern vier Sachverständige für einzelne Kulturbereiche ausgewählt – die Wahl fiel dabei auf Doris Brunner (Redakteurin und Präsidentin der Gruppe Dekadenz in Brixen), Sabine Gamper (Kunst-

historikerin und Kuratorin), Eva Gratl (Kunsthistorikerin) und Klaus Hartig (Journalist und Literaturfachmann). Um die Diskussion möglichst breit anzulegen, wurden zudem vier Fachleute von außen berufen: Es sind dies Günther Oberhollenzer (Kurator des Essl-Museums in Klosterneuburg), Anton von Walther (Rechtsanwalt und Musikfachmann), Florian von Ach (Lektor für Rechtsgeschichte und Traditionsexperte), Kunigunde Weissenegger (Übersetzerin und „Franzmagazine“-Mitbegründerin) sowie Toni Bernhart (Literaturwissenschaftler und Autor). Die großen Kulturverbände des Landes sind im Kulturbeirat durch Klaus Runer (Südtiroler Theaterverband), Erich Deltedesco (Südtiroler Chorverband und Verband der Kirchenchöre), Josef Fauster (Verband der Südtiroler Musikkapellen), Helga von Aufschnaiter (Südtiroler Künstlerbund), Georg Mühlberger (Südtiroler Kulturinstitut) und Albert Willeit (Heimatpflegeverband Südtirol) vertreten. wv


MUSIK

Junge musikalische Talente

z Seit 2006 leitet der Wahlbrixner Stephen Lloyd das Jugendsinfonieorchester Südtirol (JSOS), das zur Förderung junger Musikbegabter ins Leben gerufen wurde. Das JSOS besteht aus Jugendlichen aller drei Sprachgruppen des Landes; die Trägerschaft haben mehrere öffentlicher Institutionen unter der Organisa-

tion des Bereichs Deutsche und Ladinische Musikschulen inne. Seit September treffen sich die zirka 80 Musiker einmal monatlich in Brixen zu den regelmäßigen Probewochenenden mit tatkräftiger Unterstützung von Irene Troi, heimischen Musiklehrern und renommierten Solisten aus aller Welt. Nach einer Matinee

im Februar folgten im April die großen Aufführungen in mehreren Städten, unter anderem auch in Brixen. Mit einer kraftvollen Ouvertüre zu Verdis Nabucco in Gesamtbesetzung führte das Orchester ins Konzert ein. Im Präludium zum dritten Akt zu „Carmen“ von Bizet in kleinerer Besetzung brillierte besonders Valentina Resch mit den Flötensoli sowie Sebastian Taddei als Solist in Mozarts Konzert für Horn Nr. 2. Mit „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski in der Bearbeitung von Maurice Ravel gelang es dem jungen Orchester, lebendige Bilder zu evozieren – von den spielenden Kindern und dem unheimlichen Hexenhaus bis zur reichen Klangfülle im Großen Tor von Kiew. Ganz nach Manier des Gustavo Dudamel ließ der einfallsreiche Stephen Lloyd am Dirigentenpult die schwungvolle Zugabe tanzend spielen. ird

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MUSIK

Kunst & Kultur

Fortissimo, ein starker Auftritt z „Fortissimo“ ist ein Streicherensemble der Musikschule Klausen unter der Leitung der Geigenlehrerin Sylvia Lanz, dessen Konzert in Neustift das Prädikat „fortissimo“ verdient. Eröffnet wurde das anspruchsvolle Programm mit einer Suite für zwei Hörner von Telemann und dem Konzert für Flöte, Streicher und basso continuo RV 108 von Vivaldi. Die jungen Hornisten Alessio Dainese und Valeria Sullmann boten solistische Leistungen vom Feinsten, das Orchester – in origineller halbkreisförmiger Aufstellung um sie herum gruppiert – bewies präzise Artikulation und hohes Gestaltungspotential. Mit der für ihr Alter schon sehr reif musizierenden Flötistin Rebekka Sullmann traten sie in einen feinsinnigen Dialog, bei dem die Solistin souverän die Führung behielt. Das vokale Intermezzo „Jordan’s Angels“ von Rollo Dilworth im Stil eines mehrstimmigen Spirituals­und begleitet vom Jazzpianisten Arnold Mitterer leitete jenen Programmschwerpunkt ein, der vom Wiener Geiger Rudolf Pietsch einstudiert wurde und aus dem Repertoire der Wiener Tanzgeiger schöpfte. Die Rhythmen von Czardaz, Walzer und Boarischem Ländler zauberten nicht nur ein Lächeln auf das Gesicht der

Zuhörer, sondern spornte auch das Ensemble zu enthusiastischen Interpretationen an. Changierend zwischen Dur- und Molltonart imitieren die Streicher in einem ungarischen Tanz ein Blasmusik­ orchester, um mit einem fein gestalteten Geigenjodler aus dem Salzkammergut abzuschließen. Aus den Miniatures op. 75 von Antonin Dvořák interpretierten Nora Linter, Claudia Eichbichler und Evi Hasler den ersten Satz „Cavatina“ mit bestechender Intonation und mitreißender Musikalität. Nicht anders als mit „Fortissimo“ kann man den letzten Programmpunkt beschreiben: „Violoncelles, vibrez!“ ist eine Komposition für zwei Sollocelli und Streicher von Giovanni Sollima, ein vielschichtiges Werk in freitonaler Harmonik, aber strukturiert durch Motivrepetitionen und Pizzicatoeffekte, die aber immer wieder konterkariert werden durch kantable Passagen und schwebende Klänge. Nathan Chiz­ zali und Roland Mitterer lieferten fulminante Beweise ihrer technischen Perfektion und gaben durch ihre musikalischen Vorgaben den Jugendlichen Gelegenheit, sich im orchestralen Zusammenspiel noch zu steigern. Der Erlös des Konzertes kam dem Haus der Solidarität zugute.  bf

THEATER

Theater im Gasthaus z Not macht bekanntlich erfinderisch, und manchmal entstehen daraus innovative und eigenwillige Projekte. So auch bei der Heimatbühne St. Andrä: Mitte 2012 begannen an der Grundschule St. Andrä die Umbauarbeiten, und die Heimatbühne verlor damit ihre wichtigste Aufführungsstätte. Da kein Bauende in Sicht ist, entstand folgende Idee: Warum sich nicht mit den Wirten verbrüdern, die Zwischensaisonsflaute nutzen und in den heimischen Gaststuben aufspielen? Einige Mitglieder der Heimatbühne hatten einen ImprovisationsTheater-Kurs bei Erich Meraner, Mitglied der Improtheatergruppe Carambolage, besucht und viel Gefallen am Gelernten gefunden. Unter seiner Leitung wurde eine fixe Gruppe von sieben Spielern gegründet, die ab Ende Mai in zwölf Gasthausbühnen spielen wird. Um dem Ganzen möglichst viel Farbe zu geben, wurde Andreas Ellecosta,

Behaglichkeit beginnt mit einem Gefühl der Sicherheit.

langjähriger Leiter des Männergesangvereins Brixen und als einer der drei „Schmeichler“ bekannt, mit der musikalischen Schulung der Spieler betraut. Zusätzlich wird das improvisierte Spiel durch den – ebenfalls improvisierenden – Musiker Philipp Sagmeister begleitet. Sonja Oberrauch und Georg Prosch, Instruktoren für Tanz und Rock ’n Roll, sollen für die passende Dynamik in Form und Bewegung sorgen. Derzeit sind die Proben voll im Gange, vom 30. Mai bis 22. Juni sind Auftritte in zwölf Gasthäusern im Brixner Raum vorgesehen. Mit dem Erwerb einer Eintrittskarte erhält der Besucher dabei ein viergängiges Menü, zwischen den einzelnen Gängen werden die Gäste von den Schauspielern unterhalten. „Hauptziel der Heimatbühne ist es, den Gästen einen kulinarisch genussvollen und unterhaltsamen Abend zu bieten“, so Obmann Horst Oberrauch.  db

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DIVERSES

Märchenhafte Aufführungen z Geradezu märchenhaft war das Motto des Projekts „Es war einmal…“ des Musikzuges der Mittelschule „Oswald von Wolkenstein“. Ein künstlerisch hochmotiviertes Team, bestehend aus drei Schulklassen und ihren Lehrpersonen für Deutsch (Hildegard Haas), Sport (Laura Ognibene), Werkerziehung (Christiane Raich), Musikerziehung (Elisabeth Angerer) und Instrumentalpädagogik (Verena Gamper, Beatrice Secchiati u.a.), hat sich auch dieses Jahr auf ein neues Thema und dessen kreativer Gestaltung eingelassen. Für das Publikum präsentierte sich schon das Bühnenbild mit seinen scherenschnittartigen Motiven aus dem Grimmschen Märchenwald als Phantasie anregende Erinnerung an die eigene Kindheit. Mit Trommelwirbel und Fanfaren eingestimmt und nach einer gelungenen Tanzeinlage zu den Klängen aus Griegs Peer-Gynt-

Suite erschienen drei Zwerge, die mit ihren geistreich-pfiffigen Kommentaren souverän durch das Programm führten. Dieses erwies sich als wohldurchdachte Abfolge von Chorliedern, Instrumentalstücken aus den Bereichen Volksmusik, Pop und Klassik, Märchenpersiflagen, Sprechchören, Tanzeinlagen und rhythmischen Intermezzos mit zum Teil selbst gebastelten Instrumenten.

Ein zehnköpfiges Streicherensemble unter der Leitung von Verena Gamper vereinigte Anfänger mit Fortgeschrittenen und ehemaligen Schülern zu einer effektvollen Toccatina. Ein Mädchen namens Rotkäppi besuchte seine Großmutter mit einem Korb aus Fastfood, Hänsel und Gretel gab’s in Rockversion, und Pinocchios Geschichte wurde im Zeitraffer als Schattenspiel geboten. Ande-

re Märchen erschienen nur im Zitat, ließen aber immer wieder auch zu, dass Märchenmotive kritisch hinterfragt werden. Dass hier allen Bereichen der Darstellungskunst Rechnung getragen wurde, merkte man an einer beachtlichen Stimmkultur, an der gut verständlichen Aussprache bei den Sketchen und den phantasievollen Einfällen bei Tanz- und Bewegungseinlagen. bf

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ein Plädoyer für Zivilcourage im Gedenken an die ermordeten jüdischen Kinder im Zweiten Weltkrieg. Mit den Auftritten in Brixen ist dem Kulturverein Brixen Musik ein großer Wurf gelungen. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde lud der Verein mehrere Mittel- und Oberschulklassen zum Vormittagskonzert, wo der begabte junge Geiger gefeiert wurde wie ein Popstar. Dabei sieht er weder aus wie David Garrett, noch spielt

er Pop oder Rock: „Ich liebe die klassische Musik“, stellte er klar und bewies stante pede, wie Klassik ein junges Publikum begeistern kann, wenn sie von einem charismatischen Gleichaltrigen nahegebracht wird. Mindestens ebenso hingerissen zeigten sich die Musikliebhaber am Abendkonzert, wo der Stargeiger mit unnachahmlicher Leichtigkeit und ungewöhnlicher Intensität Sonaten von Ludwig van Beethoven, Edvard Grieg und César Franck zum Besten gab, begleitet von der zierlich temperamentvollen Pianistin Mizuka Kano. Nach den Zugaben mit Werken von Jules Massenet und Antonin Dvorák stürmten die begeisterten, vorwiegend weiblichen Fans die Bühne, um ein bereitwillig gegebenes Autogramm zu ergattern. ird

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„Fockelotti“ wieder auf Tour Foto: Gregor Khuen Belasi

Drei Koffer, zwei M��nner, ein Versprechen – und kein Zurück. Thomas Hochkofler präsentiert nach einer restlos ausverkauften Herbsttournee nun zum zweiten Mal gemeinsam mit seinem „Ballastorchester“ Marco Facchin sein neuestes Kabarett-Programm.

z Das weltweit erfolgreiche Erotikprogramm kommt wieder nach Südtirol. Thomas Hochkofler und

Fockelotti Kabarett mit Thomas Hochkofler und seinem Ballastorchester Marco Facchin. Regie: Lukas Lobis

Marco Facchin versprechen ihrem Publikum ganz besondere Höhepunkte – und so erstaunlich es auch klingen mag: Die beiden haben noch an jedem Abend ihr Versprechen eingelöst. Und wenn sich der Esel zu sicher ist, geht er ja bekanntlich aufs Eis, oder so ähnlich. Die Zwei haben nämlich einen fetten Vertrag bei keinem Geringeren als Christoph Lackner, dem Creativ Director der International Community Cooperation Kinocut & Co., unterzeichnet.

Verwunderung über das tiefe Niveau des Abends Ausdruck zu verleihen. Aber selbst er kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Marco Facchin so zart und gleichzeitig fordernd, so sanft und doch mit dem nötigen Nachdruck über die Tasten zu gleiten vermag, dass es zwangsläufig zu körperlichen Reaktionen kommen muss. Der Gesang von Thomas Hochkofler tut sein Übriges. Und so kommt es am Ende doch, wie es kommen muss.

Motschunger Peppn, Joe von Afing, und andere Typen. Da

Im ganzen Land unterwegs.

kommt ein verirrter Motschuner Peppn fast wie gerufen. Auch Joe von Afing, der dem Hochkofler sowieso mal zeigen wollte, wo der Frosch die Locken hat, nutzt die große Bühne für seine kongenialen Sprüche. Dies wiederum lockt Herrn Dr. Von Wegen aus Bozen endgültig aus der Reserve: Er kommt nicht umhin, seiner

Die „Fockelotti-Tournee“ führt Thomas Hochkofler und Marco Facchin durch ganz Südtirol: Start ist am 9. Mai in Meran und die (bislang) letzte Aufführung findet am 6. Juni in Schlanders statt. Sämtliche Aufführungstermine finden sich auf www.rocknet.bz, wo auch Karten reserviert werden können. Und diesbezüglich sollte man sich beeilen ...

» 09.05.: MERAN, Stadttheater » 10.05.: STEINEGG, Vereinshaus » 14.05.: WOLKENSTEIN, Theatersaal » 15.05.: MERAN, Stadttheater » 16.05.: BOZEN, Waltherhaus » 17.05.: BOZEN, Waltherhaus » 19.05.: BRUNECK, UFO » 21.05.: BRUNECK, UFO » 23.05.: STERZING, Stadttheater » 24.05.: SEXTEN, Haus Sexten » 28.05.: ST. MARTIN PASSEIER, Vereinssaal » 29.05.: LANA, Raiffeisensaal » 31.05.: EPPAN, Kultursaal St. Michael » 04.06.: KLAUSEN, Dürersaal » 05.06.: VILLNÖSS, Kultursaal St. Peter 06.06.: SCHLANDERS, Theatersaal Karl Schönherr » mit freundlicher Unterstützung von Oberrauch Zitt Kartenvorverkauf: Disco New, Bozen, Spitalgasse Kartenreservierungen: www.rocknet.bz oder telefonisch unter 327 5727300 (Montag bis Freitag, 14 bis 18 Uhr)

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Donnerstag, 1. Mai

Veranstaltungen

Diverses 

ab 10:30 Uhr

15. Königliches Festival mit Frühschoppen – Michl Gamper, Radio Tirol und bekannten VolksmusikInterpreten; Umzug um 14 Uhr Festplatz Natz

Film 

18 Uhr

Astra la Vista Junge Filmemacher zeigen ihre Werke, vom Kurzfilm bis hin zum 90-minütigen Spielfilm Ex-Astra-Kino Samstag, 3. Mai

Musik 

20 Uhr

Frühjahrskonzert der Musikkapelle Pfeffersberg Forum Brixen

Improtheater 20:30 Uhr Improtheater Carambolage „Follow the Leaver”– das brandneue Format des Improtheaters Carambolage. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Diverses 

21 Uhr

Finissage „Jugend baut Zukunft“ mit Musik von Amethyst Bridge Ex-Astra Kino Sonntag, 4. Mai

Kirchliches 

Kassiansprozession Altstadt Brixen

Musical 

ab 10 Uhr

17 Uhr

Der Sechste Sinn Das Vinzentiner Musical von Stefan Gmoser – ein Stück über Freundschaft, Musik und das, was dazwischen liegt. Parzivalsaal Vinzentinum Dienstag, 6. Mai

Musik 

19:30 Uhr

G.F. Händel: La Resurrezione Oratorium mit Gesangssolisten und Concerto Stella Matutina, Leitung: Roberto Zarpellon Kirche des Priesterseminars

Film

Musical 

20 Uhr

Fußnoten – auf dem Küstenweg nach Santiago Ein Film von Günther Götsch Pfarrsaal Milland

Der Sechste Sinn Das Vinzentiner Musical von Stefan Gmoser – ein Stück über Freundschaft, Musik und das, was dazwischen liegt. Parzivalsaal Vinzentinum

Performance

Performance 

20 Uhr

 20:30 Uhr

Yübiläum Peter Spielbauer, Wort-Tänzer und Objekt-Täter, bietet ein Best of und verschachtelt Artistisches mit Komischen und Tiefgründigem. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

20:30 Uhr

Yübiläum Peter Spielbauer, Wort-Tänzer und Objekt-Täter, bietet ein Best of und verschachtelt Artistisches mit Komischen und Tiefgründigem. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Freitag, 9. Mai

Kindertheater 

18 Uhr

Theater 

19 Uhr

Walle, walle Die Theaterwerkstatt Ultramarinblau des TPZ frei nach Goethes Zauberlehrling TPZ Brixen, Köstlanstraße

Mittwoch, 7. Mai

Jazz 

20:30 Uhr

Christy Doran’s New Bag Mesmerized: ein verrücktes musikalisches Abenteuer mit Sarah Buechi (voice), Vincent Membrez (moog-synth & rhodes), Lionel Friedli (drums), Christy Doran (el. guitar & composition) Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Georg Friedrich Händel „La Resurrezione“,

Oratorium

Direktübertragung ORF - Ö1 Das Oratorium „La Resurrezione“ von Händel kommt in der großartigen Seminarkirche mit ihrer erstklassigen Ausstattung und lichten Architektur zur Aufführung. Der junge Händel reiste nach Italien, um Opern zu schreiben. Florenz und Venedig waren ein ideales Betätigungsfeld. In Rom hingegen waren Opernaufführungen als lasterhaft betrachtete Kunst durch päpstliches Dekret verboten. Dennoch blühte die Musikpflege in Rom, und Händel schrieb das Oratorium „La Resurrezione“. Roberto Zarpellon leitet das Concerto Stella Matutina und hervorragende Gesangssolisten. Der Österreichische Rundfunk Ö1 überträgt das Oratorium direkt, auch eine CD-Produktion ist vorgesehen. Gesangssolisten: Silvia Frigato, Francesca Lombardi-Mazzulli, Elena Biscuola, Jan Petryka, Mauro Borgioni Concerto Stella Matutina Leitung: Roberto Zarpellon

» Dienstag, 6. Mai, 19.30 Uhr

Kirche des Priesterseminars

Kartenvorverkauf: Tourismusverein Brixen, Tel. 0472 836401 Ermäßigung für Jugendliche, Studenten, Senioren, Familienpass, Kulturpass

Brixner Initiative Musik & Kirche – www.musikkirche.it 40

Donnerstag, 8. Mai

Malefitz noamol!! Die Theaterwerkstatt Farngrün in einer heiteren Eigenproduktion mit Kindern, Jugendlichen und drei rüstigen Seniorinnen. Regie: Christine Jaist Haus Voitsberg, Vahrn

Samstag, 10. Mai

Kindertheater 

18 Uhr

Walle, walle Die Theaterwerkstatt Ultramarinblau des TPZ frei nach Goethes Zauberlehrling TPZ Brixen, Köstlanstraße

„Glockenklänge“ Herbert Schuch, Klavier

Der Klang von Glocken übt auf den Pianisten Herbert Schuch eine große Faszination aus: der herrliche Obertonreichtum von großen Glocken und die rhythmische Überlagerung von durcheinander klingenden Glocken, die im Gehirn des Hörenden immer neue Muster entstehen lassen. Das Programm wird von drei französischen Stücken gleichsam eingerahmt. Tristan Murails „cloches d’adieu,et un sourire“ (Glocken des Abschieds, und ein Lächeln) zitiert das frühe Messiaen-Prelude „cloches d’angoisse et larmes d’adieu“ (Glocken der Angst und Tränen des Abschieds). Die Mutter aller französischen Glockenstücke, „la Vallée des cloches“ von Maurice Ravel bildet faszinierend naturalistisch eine Szene mit durcheinander klingenden Glocken in Paris nach. Dazwischen erklingen Werke von Franz Liszt, Bach/ Busoni und J. S. Bach.

» Samstag, 17. Mai, 20.30 Uhr

Kirche des Priesterseminars

Kartenvorverkauf: Tourismusverein Brixen, Tel. 0472 836401 Ermäßigung für Jugendliche, Studenten, Senioren, Familienpass, Kulturpass

Brixner Initiative Musik & Kirche www.musikkirche.it


Theater 19 Uhr Malefitz noamol!! Die Theaterwerkstatt Farngrün in einer heiteren Eigenproduktion mit Kindern, Jugendlichen und drei rüstigen Seniorinnen Haus Voitsberg, Vahrn

Musik 19 Uhr The Sound of Nature Orchester und Chöre der Musikschule Brixen spielen bzw. singen u.a. Werke des Filmmusikkomponisten Hansjörg Mutschlechner Forum Brixen Sonntag, 11. Mai

Musical

Theater 

20:30 Uhr

Katzelmacher Stück von Rainer Werner Fassbinder, aufgeführt vom Rotierenden Theater; Regie: Joachim Goller Ex-Astra-Kino Brixen Dienstag, 13. Mai

Theater 

20:30 Uhr

Katzelmacher Stück von Rainer Werner Fassbinder, aufgeführt vom Rotierenden Theater; Regie: Joachim Goller Ex-Astra-Kino Brixen

Konzert

Stadttheater Sterzing beFLÜGELt! Offizielle Einweihung des neuen Klaviers mit Musikern aus dem Wipptal und der näheren Umgebung In der ersten Konzerthälfte wird der Flügel als Solo- und Begleitinstrument für Gesang und verschiedene Instrumente präsentiert. Bei der Moderation wird kurz über die Entwicklung des Klaviers und das Musikprogramm berichtet. Segnung des Instrumentes durch Hw. Dekan Josef Knapp, danach folgt der musikalische Höhepunkt mit dem berühmtesten Konzert für Klavier und Orchester von W. A. Mozart.

Mittwoch, 14. Mai 17 Uhr

Der Sechste Sinn Das Vinzentiner Musical von Stefan Gmoser – ein Stück über Freundschaft, Musik und das, was dazwischen liegt. Parzivalsaal Vinzentinum

Theater 

20:30 Uhr

Katzelmacher Stück von Rainer Werner Fassbinder, aufgeführt vom Rotierenden Theater; Regie: Joachim Goller Ex-Astra-Kino Brixen Donnerstag, 15. Mai

Tage der Nachhaltigkeit   ab 19:30 Uhr Theater 

19 Uhr

Malefitz noamol!! Die Theaterwerkstatt Farngrün in einer heiteren Eigenproduktion mit Kindern, Jugendlichen und drei rüstigen Seniorinnen Haus Voitsberg, Vahrn

Die Kunst des Wandels Impulsreferate von internationalen Referenten und ab 20:30 Uhr Podiumsdiskussion mit LH Arno Kompatscher, Gilio Bonazzi, Uli Rubner, Stefan Pan Forum Brixen

» Freitag, 16. Mai, 20.30 Uhr Stadttheater Sterzing

Eintritt frei

Stadttheater Sterzing J.-W.-v.-Goetheplatz 1. Sterzing Tel. 0472 760 ,400 info@stadttheater-sterzing.it www.stadttheater-sterzing.it

Gruppe Dekadenz Impro Improtheater Carambolage

„Follow the Leaver”– das brandneue Format des Improtheaters Carambolage.

» Sa, 03.05.

Jazz Christy Doran’s New Bag

Mesmerized: ein verrücktes musikalisches Abenteuer mit Sarah Buechi (voice), Vincent Membrez (moog-synth & rhodes), Lionel Friedli (drums), Christy Doran (el. guitar & composition)

» Mi, 07.05.

Performance Yübiläum

Theater Gelber Mond

VonPiderZuHeiss zeigen einen Highland-Krimi mit Herz. Regie: Anna Heiss; Choreografie: Nora Pider; Regieassistenz: Elias Niederwieser; mit Alessia Celentano, Tazio Dalsass, Moritz Nowak, Nora Pider Eintritt: freiwillige Spende

» Mo, 26.05., Di, 27.05., Do, 29.05. Fr, 30.05. und Sa 31.05.

Kabarett Bisjetzt – solo

Der Wiener Satiriker Alfred Dorfer erstmals bei der Gruppe Dekadenz zu Gast – und innerhalb weniger Tage total ausverkauft.

» Mi, 28.05

Beginn: jeweils 20:30 Uhr

Peter Spielbauer, Wort-Tänzer und Objekt-Täter, bietet ein Best of und verschachtelt Artistisches mit Komischen und Tiefgründigem.

Obere Schutzengelgasse 3a – Brixen/Stufels www.dekadenz.it

Kabarett mit Musik Der Fleischhauerball

Kartenreservierung: karten@dekadenz.it; Tel. 0472 836 393 (Di – Fr 17-19 Uhr, Sa ab 18 Uhr) Achtung: Sitzplätze frei zu wählen – keine Platzreservierung

» Do, 08.05. und Fr, 09.05.

Sarah Hakenberg ist eine reizende, junge Frau – mit bitterbösen Liedern, süßsauren Geschichten, klugen Einsichten und treffenden Pointen.

» Do, 15.05. und Fr, 16.05.

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Veranstaltungen

Kabarett mit Musik  20:30 Uhr Der Fleischhauerball Sarah Hakenberg ist eine reizende, junge Frau – mit bitterbösen Liedern, süßsauren Geschichten, klugen Einsichten und treffenden Pointen. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Kabarett mit Musik  20:30 Uhr Der Fleischhauerball Sarah Hakenberg ist eine reizende, junge Frau – mit bitterbösen Liedern, süßsauren Geschichten, klugen Einsichten und treffenden Pointen. Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Samstag, 17. Mai

Musik 19:30 Uhr Glockenklänge Herbert Schuh (Klavier): Werke von Murail, Liszt, Bach/Busoni, Messiaen, und Ravel Kirche des Priesterseminars

Freitag, 16. Mai

Musical 

20 Uhr

Der Sechste Sinn Das Vinzentiner Musical von Stefan Gmoser – ein Stück über Freundschaft, Musik und das, was dazwischen liegt. Parzivalsaal Vinzentinum

Tanz 

20 Jahre Dynamic Dance Tanzshow Forum Brixen

Theater 

20 Uhr

20:30 Uhr

Katzelmacher Stück von Rainer Werner Fassbinder, aufgeführt vom Rotierenden Theater; Regie: Joachim Goller Ex-Astra-Kino Brixen

Diskussion 

15 Uhr

Musik 

18 Uhr

Alles ist Kunst – Was ist Kunst? Künstlergespräch mit Hans Knapp anlässlich des Internationalen Museums­ tages Diözesanmuseum Hofburg Brixen

Melodies of May Das Vox Ensemble aus Terlan singt englische und deutsche Lieder, Eintritt frei Augustinisaal, Kloster Neustift

Tanz 

20 Jahre Dynamic Dance Tanzshow Forum Brixen

19 Uhr

Tanz 

20 Jahre Dynamic Dance Tanzshow Forum Brixen

20 Uhr

Sonntag, 18. Mai

Diverses 

10-17 Uhr

Internationaler Museumstag Die Museen bieten freien Eintritt und ein spezielles Programm an Museen Eisacktal

19:30 Uhr

Kammermusik – Musikschule Brixen mit TeilnehmerInnen des Bundeswettbewerbes „prima la musica“ Augustinisaal Kloster Neustift

Theater 

20 Uhr

Der Sechste Sinn Das Vinzentiner Musical von Stefan Gmoser – ein Stück über Freundschaft, Musik und das, was dazwischen liegt. Parzivalsaal Vinzentinum Samstag, 24. Mai

Theater 

20 Uhr

Lysistrata spielen Die Theaterwerkstatt Pink des TPZ zeigt eine eigenwillige Interpretation des griechischen Klassikers „Lysistrata“ TPZ Brixen, Köstlanstraße Sonntag, 25. Mai

Freitag, 23. Mai

Musik 

Musical 

Theater 

18 Uhr

Musical 

20 Uhr

Lysistrata spielen Die Theaterwerkstatt Pink des TPZ zeigt eine eigenwillige Interpretation des griechischen Klassikers „Lysistrata“ TPZ Brixen, Köstlanstraße

20 Uhr

Lysistrata spielen Die Theaterwerkstatt Pink des TPZ zeigt eine eigenwillige Interpretation des griechischen Klassikers „Lysistrata“ TPZ Brixen, Köstlanstraße

Der Sechste Sinn Das Vinzentiner Musical von Stefan Gmoser – ein Stück über Freundschaft, Musik und das, was dazwischen liegt. Parzivalsaal Vinzentinum

Theater im TPZ Brixen Walle, walle

Die Theaterwerkstatt ULTRAMARINBLAU unter der Leitung von Lilli Unterkircher frei nach Goethes Zauberlehrling: Wo überschätzen wir unsere Kräfte, unsere Macht? Wo brauchen wir doch Hilfe von außen und wo wendet sich trotz Überschätzung doch noch alles zum Guten?

» Fr 9. & Sa 10. Mai,18 Uhr Lysistrata spielen

Die Theaterwerkstatt PINK unter der Leitung von Thomas Troi zeigt den griechischen Klassiker „Lysistrata“: Wenn Männer sich bekriegen und Frauen die Schnauze voll haben – ein vergnügliches Theatererlebnis.

» Fr 23. & Sa 24. Mai, 20 Uhr 25. Mai, 18 Uhr

Alle Aufführungen im Theaterpädagogischen Zentrum Brixen (TPZ) TPZ Brixen Köstlanstraße 28 Tel. 0472 80 23 05 www.tpz-brixen.org info@tpz-brixen.org 42

Musical

Der Sechste Sinn Das Vinzentiner Musical von Stefan Gmoser – ein Stück über Freundschaft, Musik und das, was dazwischen liegt. Das 140-jährige Jubiläum des Vinzentinums ist erst ein Jahr her, da steht das nächste große Ereignis vor der Tür: Der „Klang der Stimme“, ein Chorwettbewerb, welcher nur alle 33 Jahre stattfindet. Doch die großen Tage des Vinzentiner Chores sind Geschichte und auch sonst ist der Schulalltag mit Prüfungen und Lernen genug gefüllt. Keine gute Zeit für einen Chorwettbewerb. Da kommt der Fund einer mysteriösen Karte, die den Finder zum Sieger des Wettbewerbs macht, genau richtig. Mit ihren magischen Kräften kann man die fünf Sinne beeinflussen. Aber nicht nur das: Durch die Karte wird man auch in die Geheimnisse des sechsten Sinns eingeweiht, der dem Besitzer in der Musik übernatürliche Kräfte verleiht ... Komposition: Stefan Gmoser; Regie: Gerd Weigel; Musikalische Leitung: Stefan Kaltenböck; Bandleitung: Willi Prader; Betreuung Solisten und Chöre: Clara Sattler & Stefan Kaltenböck

» Uraufführung: So 4. Mai, 17 Uhr » Weitere Aufführungen: Fr 9. Mai, 20 Uhr – So 11. Mai, 17 Uhr Fr 16. Mai, 20 Uhr – Fr 23. Mai, 20 Uhr – So 25. Mai, 17 Uhr

Parzivalsaal Vinzentinum, Brixen

Eintritt: freiwillige Spende Platzreservierungen erbeten unter 342 749 61 32


Montag, 26. Mai

Theaterkrimi 

20:30 Uhr

Gelber Mond VonPiderZuHeiss zeigen einen HighlandKrimi mit Herz. mit Alessia Celentano, Tazio Dalsass, Moritz Nowak, Nora Pider Regie: Anna Heiss Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Dienstag, 27. Mai

Musik 

19:30 Uhr

Theaterkrimi 

20:30 Uhr

„Beflügelt“ Klavierschüler der Musikschule Brixen interpretieren Werke für zwei Klaviere – mit Naturaufnahmen von Hugo Wassermann Forum Brixen

Gelber Mond VonPiderZuHeiss zeigen einen HighlandKrimi mit Herz. Mit Alessia Celentano, Tazio Dalsass, Moritz Nowak, Nora Pider; Regie: Anna Heiss Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Mittwoch, 28. Mai

Kabarett



20:30 Uhr

Bisjetzt – solo Der Wiener Satiriker Alfred Dorfer und sein neues Kabarettprogramm (ausverkauft) Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

Donnerstag, 29. Mai

Theaterkrimi 

20:30 Uhr

Gelber Mond VonPiderZuHeiss zeigen einen HighlandKrimi mit Herz. Mit Alessia Celentano, Tazio Dalsass, Moritz Nowak, Nora Pider Regie: Anna Heiss Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Freitag, 30. Mai

Theaterkrimi 20:30 Uhr Gelber Mond VonPiderZuHeiss zeigen einen HighlandKrimi mit Herz. Mit Alessia Celentano, Tazio Dalsass, Moritz Nowak, Nora Pider Regie: Anna Heiss Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller Samstag, 31. Mai

Diverses 

ganztags

Zugluft Open Air Interkulturelles Fest mit Musikprogramm Lido Brixen

Musik 

10-12 Uhr

Brixen klingt Verschiedene Gruppen der Musikschule Brixen musizieren in der Altstadt Altstadt Brixen

Musik 

18 Uhr

Il trovatore von Giuseppe Verdi; szenische Aufführung in Kostümen mit Solisten, Chor und Orchester Forum Brixen

Theaterkrimi 

Il trovatore Der Troubadour Oper von Giuseppe Verdi

20:30 Uhr

Gelber Mond VonPiderZuHeiss zeigen einen HighlandKrimi mit Herz. Mit Alessia Celentano, Tazio Dalsass, Moritz Nowak, Nora Pider Regie: Anna Heiss Gruppe Dekadenz, Anreiterkeller

mit: Leonora: Maria Simona Cianchi Manrico: Nester Martorell Perez Conte di Luna: Walter Franceschini Azucena: Elena Serra Ferrando: Alessandro Colombo Ines: Victoria Burneo Sanchez Ruiz: Gabriele Iori/ Marco Bertolini Messo: Marco Bertolini/Gabriele Iori Vecchio Zingaro: Filiberto Mignolli

Ausstellungen Diözesanmuseum Hofburg 11. April bis 1. Juni 2014 Wie es ist – Che effetto fa – What it is like. Installationen von Hans Knapp bis 31. August 2014 the burning supper. Julia Bornefeld Öffnungszeiten: Di-So, 10–17 Uhr,

Coro Lirico „G. Verdi“ di Bolzano e Merano Orchestra Giovanile Trentina Regie: Mirko Corradini Konzertmeister und Direktor: Claudio Vadagnini Maestro collaboratore: Luca Schinai Allievi di Estroteatro Costumi: Centromoda Canossa

» Samstag, 31. Mai, 18 Uhr Forum Brixen

Karfreitag von 10–14 Uhr StadtGalerie Brixen 16. Mai – 7. Juni Gemeinschaftsausstellung des Südtiroler Künstlerbundes Eröffnung am Freitag, 16. Mai, um 18.30 Uhr Adler Art 9. – 22. Mai Werke von Peter Paul Aichner (1931-2009) Ausgestellt vom Kunstverein St. Erhardt Öffnungszeiten: 10-12 Uhr, 16-18 Uhr Ex-Astra Kino bis 3. Mai Jugend baut Zukunft Werke junger Südtiroler KünstlerInnen, mit Johannes Bosisio, Lorenzo Colombi, Julia Peintner, Magdalena Mitterhofer, Daniel Niederkofler, Markus Oberhofer, Gerd Sulzenbacher Öffnungszeiten: Mo – So, 10-18 Uhr

Märkte Monatsmarkt: 19. Mai. 8-13 Uhr, Schwesternau Bauernmarkt: Samstag, 8-13 Uhr, Hartmannplatz Wochenmarkt: montags, 8-13 Uhr, Priel-Gelände

Eintritt: 14 Euro, 10 Euro ermäßigt Kartenreservierungen: Forum Brixen, Tel. 0472 27 55 88

Weiterbildung

KVW Bildung Brixen Qualifizierung / Beruf

Mensch Gesellschaft

„Irgendwie anders“ Grundlagen der interkulturellen Kommunikation im beruflichen Umfeld Ab Mo. 05.05., 3 Abende, jew. Mo. 19.30 - 21.30 Uhr, mit Catherine Mutzig

Deine Kinder - meine Kinder - unsere Kinder – Herausforderungen für unsere Patchworkfamilie Ab Di. 06.05., 2 Abende, jew. Di., 19.30 - 22 Uhr mit Roland Feichter

Kommunikation im beruflichen Umfeld – Vom Konflikt zur Kooperation Fr. 09.05.2014, 9 - 17 Uhr, mit Julia Strauhal Selbstbewusste Kommunikation im Beruf Fr. 30.05., 9 - 17 Uhr, mit C. Mutzig

Sprachen Italienisch – Vorbereitung auf die Zweisprachigkeitsprüfung C Ab Di. 06.05., 16 Abende, jew. Di. und Fr., 19.30 - 21.35 Uhr mit Beatrice Boattini A2.1 Deutsch für Leichtfortgeschrittene Ab Do. 15.05., 10 Abende, jew. Di. und Do., 19.30 - 21.10 Uhr mit Andreas Neuwirth

Gesundheit Wohlbefinden Kurse in Kooperation mit ShiatsuYoga Vahrn: Yoga für AnfängerInnen und Leichtfortgeschrittene, Do In: Atem Stretching - Beckenboden Infos und Anmeldung: Sieghard Gostner, 334 9788945 Mut zur Langsamkeit Sa. 10.05., 9 - 17 Uhr mit Monika Engl

Kreativität Fotokurs für EinsteigerInnen Ab Do. 08.05., 4 Treffen, jew. Do. abends und Sa. nachmittags, mit Fabian Haspinger

» Infos & Vormerkung:

KVW Bildung Brixen, Hofgasse 2, Tel. 0472 207 978 bildung.brixen@kvw.org 43


Freizeit & Sport

SSV BRIXEN TURNEN

Turnen im Trend

Die Sektion Turnen ist eine der ältesten Sektionen des SSV Brixen. Der Verein fördert dabei nicht nur das Leistungsturnen, sondern hat seine Tätigkeit vorwiegend auf den Breitensport und auf neue Tendenzen ausgelegt. So finden heute Eltern mit Kleinkindern ebenso ihren Spaß an Bewegung wie Senioren.

D

ass in der Turnhalle am Fischzuchtweg an jedem Nachmittag, oft auch am Wochenende, reger Betrieb herrscht, liegt nicht nur an den rund 45 Kunstturnern, die auf Wettbewerbe vorbereitet werden. Viel mehr sind es die insgesamt 120 Mädchen und Buben, die im Alter von vier bis sechs Jahren das Abenteuerturnen und im Grundschulalter das Kinderturnen besuchen. Dabei geht es in erster Linie um die Förderung des Breitensports und die sportliche

rer, Axel Rufinatscha und Patrick Taschler dürfen sich über die Meistermedaille freuen. Mehrere Jahrzehnte lang bestritten die Kunstturner des SSV Brixen ihre Wettkämpfe vorwiegend in Mestre, Vicenza, Venedig und Treviso. Die Regionen des Nordostens, also Trentino-Südtirol, Venetien und Friaul-Julisch-Venetien, waren im „Triveneto“ zusammengeschlossen. Das bedeutete zwar weitere Fahrten zu Trainings, Stages und Wettkämpfen, aber auch – und

„Goldenen Stern“ und zahlreiche Fotos von Ausflügen, Turnfesten und Wettkämpfen im In- und Ausland, von Siegerehrungen und Preisverleihungen an Lisl von Unterrichter, Marlene Kerer, Evi Brenninger, Wally Notdurfter, Paul Costazza, Hansjörg Auer, Hansi Kahl und Hermann Bernardi – immer an ihrer Seite die Turnlehrer Walter Kompatscher und Peter Rottensteiner. Auch von weniger erfreulichen Dingen ist darin zu lesen: von der Besetzung der Turnhalle durch

„Das Turnen verhilft zu einer guten Gesamtausbildung des Körpers“_ Hannes Wierer Grundausbildung. Worauf es ankommt, erklären Katarina Hirsemann und Nicole Ecke, die sich, assistiert von Nora und Giorgia, als Trainerinnen um die Jüngsten kümmern: „Es geht um Grundsätzliches wie Körperhaltung, Fitness, Gleichgewicht, Taktgefühl, Kraft, Kreativität, Beweglichkeit und Koordination. Auch die soziale und kognitive Entwicklung der Kinder wird gefördert. Und vor allem soll das Laufen, Hüpfen, Balancieren und Tanzen Freude machen!“

Zweitbester Verein im Bereich Kunstturnen. Für die Kunstturner

hingegen ist die Wettkampfsaison 2013/14 abgeschlossen. Bei den Wettbewerben in Lana haben die rund 150 Mädchen und Buben der sechs Turnvereine Südtirols um die Meistertitel am Trampolin, am Barren, am Reck, am Boden und beim Sprung gerungen. Elf von 17 Titeln in den verschiedenen Kategorien gingen an die Meraner, die derzeit der erfolgreichste Turnverein Südtirols sind. Immerhin drei Titel konnte sich jedoch der zweitbeste Verein, der SSV Brixen, holen: Samara Wie44

das war wichtig – den Austausch mit renommierten Trainern und das Sich-Messen mit den besten Turnern und Turnerinnen Italiens.

Geschichte(n) des Turnens in Brixen. Geschätzte acht Kilo

schwer – in Wirklichkeit sind es nur sieben – ist das Album, das im Besitz von Walter Kompatscher ist, dem Turnvater schlechthin. Das Album gibt Auskunft über die traditionsreiche Geschichte des Turnens in Brixen über 110 Jahre hinweg. Eine wahrhafte Schatztruhe! Die ersten Dokumente stammen aus dem Jahr 1869. Dreizehn Jahre vorher war der 1. Turnverein gegründet worden. Die Sammlung enthält zum Beispiel handschriftliche Aufzeichnungen des Gründungsmitglieds Josef Brenninger, Abbildungen der ersten Damenriege in langen Kleidern (1902) oder den von „Advokat“ Josef Lutz ausgearbeiteten Kaufvertrag aus dem Jahr 1910 zum Erwerb eines Areals in der Bahnhofstraße. Die Chronik enthält auch die Skizzen für die dort errichtete erste Brixner Turnhalle, eine Einladung zur „Christbaumfeier“ (1921) in den

deutsch-österreichische Truppen (1915), der Enteignung durch die Faschisten (1925) und der langwierigen Suche nach einer neuen Halle in den 50er, 60er und 70er Jahren.

Brixens Vorzeigeturner Hannes Wierer. Einer, der in Brixen

Turngeschichte geschrieben hat, ist Hannes Wierer, einst bester Turner des SSV Brixen und Südtirols. Fünfmal in der Woche übte er Ende der 1970er Jahre mit seinem Trainer Hermann Bernardi Sprünge am Pferd, Schrauben in der Luft und Riesenwellen am Reck. Längst war man in Rom auf den begabten und zielstrebigen Burschen aus dem „Alto Adige“ aufmerksam geworden und lud ihn zu Schaukämpfen ein. Bei den Italien-Meisterschaften zeigte er sein ganzes Können und etablierte sich als zweitbester Turner des gesamten Nordostens Italiens. Doch gab er bald, auch wegen einer Verletzung, dem beruflichen Fortkommen und der Familiengründung den Vorzug. Im Gespräch schwärmt Hannes Wierer heute noch von der Einzigartigkeit des Turnens

und von den Möglichkeiten, die dieser Sport jenen bietet, die damit aufhören: „Ich selbst wurde von den Leichtathleten gefragt, ob ich ihre Truppe nicht als Stabhochspringer, den sie dringend brauchten, komplettieren wollte. Stabhochsprung? Nie ausgeübt! Aber nach mehreren Trainings schaffte ich dank meiner guten Gesamtausbildung beachtliche 4,20 Meter. Andere Kunstturner wurden erfolgreiche Handballer, Slackliner, Musical-Tänzer, Skifahrer und Tennisspieler.“ Inzwischen ist Hannes Wierer, nach mehrjähriger Pause, wieder beim Turnen gelandet: als Trainer einer Mädchengruppe und Mitglied des Ausschusses. So erging es vielen anderen: als Turner angefangen, als Vorturner weitergemacht, zum Trainer avanciert und im Ausschuss an der Planung beteiligt.

info

SSV Brixen Turnen Sektionsleiterin Turnen Mädchen: Gabi Mellauner Sektionsleiter Turnen Buben: Patrick Taschler Ausschussmitglieder: Walter Kompatscher (Ehrenpräsident), Irene Kahl, Hans Kahl, Sara Dejakum, Fabian Kinigadner, Yvonne Seyr, Hannes Wierer Trainingsort: Turnhalle am Fischzuchtweg turnen@ssv-brixen.info


ABENTEUERTURNEN: Bereits kleine Kinder werden spielerisch an das Turnen herangeführt

–––––– Foto: Oskar Zingerle

Nicht wegzudenken: das Brixner Bergturnfest. 1961 wurde

das Brixner Bergturnfest von Walter Kompatscher ins Leben gerufen. Bis 1999 wurde es auf der Wiese beim Flötscherhof ausgetragen, dann musste es wegen der Umwidmung derselben in die Sportzone Brixen verlegt werden. „Und damit ging viel vom Flair und der Einmaligkeit dieser Veranstaltung verloren“, stellt der Begründer mit Bedauern fest. Seinen Höhepunkt erlebte das Bergturnfest im Jahr 1985, als 850 Teilnehmer aus Südtirol und dem deutschsprachigen Ausland, vorwiegend aus Tirol

und der damaligen BRD, ihre Turnvorführungen in der großen Turnhalle am Fischzuchtweg und die Leichtathletikwettbewerbe beim Flötscher austrugen. In den letzten Jahren wurden auch neue Disziplinen angeboten, wie der Dreikampf und das Schwimmen. Doch ging die Zahl der Gemeldeten kontinuierlich zurück. So war das 2010 stattgefundene 50. Bergturnfest – den Namen behielt es trotz verändertem Standort bei – auch das letzte.

Tradition und Erneuerung.

Dass die Turnsektionen mit der Zeit gehen, ist an den neuen

Kursangeboten deutlich ersichtlich. Dazu zählen: „Fit mit Baby – Kinderwagenturnen“, das „Eltern-Kind-Turnen“, „Freestyle“ für Trendsportarten, Turnen 50+ , Yoga und als letzter Schrei „Zumba“, ein vom Tanz inspiriertes Ganzkörper-Training, das Kalorien verbrennen und Muskeln formen hilft. Insgesamt nehmen hundert Personen diese neuen Angebote wahr. Die Erneuerung der Sektion wird auch in der Besetzung der Sektionsleiterposten ersichtlich: Gabi Mellauner löste 2005 Irene Kahl und Patrick Taschler 2012 Hans Kahl ab. Um sie scharen sich die Vorstandsmitglie-

der, die Trainer und Trainerinnen, die Vorturner und Vorturnerinnen und viele fleißige Helfer. Einen Höhepunkt stellt stets das Schauturnen dar, das alljährlich am späten Nachmittag des Muttertags stattfindet, der heuer auf den 11. Mai fällt. Man darf gespannt sein, wie die kleinen und größeren Kinder und Jugendlichen auftreten: mit Arbeitermontur oder in Lederhose? Als Schlümpfe oder etwa gar als Piraten?

johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 45


Foto: Oskar Zingerle

DIVERSES

Freizeit & Sport

Neuer Vorstand z Zum Frühlingsbeginn fand sich die Sportgemeinschaft Eisacktal zu ihrer Jahreshauptversammlung ein. Nach den Grußworten des Präsidenten und der Ehrengäste ließen die Trainer die Erfolge der Athleten noch einmal Revue passieren: Doris Weissteiner gelang es, in Florenz den Vereinsrekord für den Marathon mit 2.58 Stunden zu brechen. Helmuth Mair war hingegen beim Marathon von Rom und beim Brixen-Plose-Marathon unter den Besten. Auch im Jugendbereich wurden

viele hervorragende Leistungen aufgelistet. Anschließend hat die Sportgemeinschaft ihren neue Vorstand gewählt: Helmuth Profanter stellte sich nach sechs Jahren Präsidentschaft der Wahl nicht mehr, und so wurde Karl Hinterlechner (im Bild) zum neuen Präsidenten gewählt. Der Ausschuss setzt sich nun aus folgenden Mitgliedern zusammen: Klaus Balzarek, Alexander Ebner, Herbert Gasser, Karl Lercher, Daniela Pivetta, Tanja Plaikner, Engelbert Plunger und Annamaria Zelger.  hh

F&S Freizeit & Sport FRAUENHANDBALL

Saisonziele erreicht z Seit drei Jahren spielen die Handballerinnen des SSV Brixen in der 2. Liga der italienischen Meisterschaft/ Kreis Nord. Es war eine erfolgreiche Saison, die am 19. Oktober in der Brixner Sporthalle mit einem furiosen Sieg gegen Mezzocorona (38:18) begann und am 12. April zu Hause mit einem Sieg gegen den Tabellenfünften Raluca (30:26) zu Ende ging. Von Oktober bis April bestritten die jungen Athletinnen – Kapitänin Hanna Baumgartner wird im Mai 18 Jahre alt – in der Vorrunde und in der Hauptrunde neun Heim- und neun Auswärtsspiele. Achtmal gingen sie zu Hause

kurz

notiert

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als Siegerinnen vom Feld, immerhin sechsmal nach Auswärtsspielen. Kein Kraut gewachsen war gegen das Team aus Dossobuono, das alle 18 Begegnungen klar gewann und mit über 600 erzielten Toren die Meisterschaft dominierte. Die Brixnerinnen beendeten die Saison mit 42 Punkten auf Platz zwei; zehn Punkte weniger erreichte der Tabellendritte Brescia. Mit 532 Toren verfügen die Brixnerinnen über den zweitbesten Angriff. Was die Abwehr anlangt, rangieren sie mit 447 Toren hinter Dossobuono, Brescia und dem SSV Taufers an vierter Stelle. Der Optimismus, den

Beim Auftakt der neuen Freiluftsaison Mitte April stellten die besten Leichtathletik-Talente ihr Können unter Beweis. Die Brixner waren dabei sehr erfolgreich: Jim Foajin Fonseca gewann beim Stabhochsprung der U18 und Linda Enrich beim Hochsprung der U14.

die Sektionsleiterin Wally Ulpmer zu Meisterschaftsbeginn ausgestrahlt hatte, wurde belohnt, und die Saisonziele „beste Mannschaft der Region zu sein und unter den ersten drei Teams zu landen“ wurden eindeutig erreicht, auch wenn nicht immer eitel Sonnenschein herrschte. Trainer Silvano Rigatti

formuliert es so: „Die durch Verletzungen bedingten Ausfälle von Annares Auer, Giulia Dibona, Claudia Mair am Tinkhof und Barbara Wassermann machten uns arg zu schaffen, boten allerdings auch Chancen für junge Spielerinnen. Und die haben die Bewährungsprobe meist gut bestanden.“ hb

Am 16. April konnten Grund- und Mittelschüler bei der „Erlebniswelt Sport“ in der Sportzone Süd spielerisch verschiedene Sportarten entdecken und ausprobieren. Den Schülern standen dabei 15 Sportarten zur Auswahl. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Forum Prävention.

Hermann Achmüller, der bereits beim Tokyo International Marathon im März sehr erfolgreich war, lief zu Ostern in Boston seinen dritten 42-KilometerWettbewerb und blieb erneut unter zweieinhalb Stunden. Er kam als bester Italiener ins Ziel.


NACHGEFRAGT

„Sehr zufrieden mit dem Ergebnis“ MICHL NIEDERWIESER, Trainer der 1. Handball-Herrenmannschaft im SSV Brixen, über die zu Ende gegangene Saison, dem 6. Platz in der Serie A – und über die Herausforderungen an einen Trainer. Wie haben sich die „jungen Wilden“ bewährt? Hervorheben möchte ich Tormann Alex Wierer, der mit seinen 16 Jahren den Sprung in die erste Mannschaft geschafft hat. Toll war auch der gleichaltrige Mirko Rainer, der sich leider im zweiten Spiel verletzt hat. Andere junge Talente stehen kurz vor dem Sprung in die erste Mannschaft und nehmen, nachdem sie den Titel des Regionalmeisters U18 errungen haben, an der Endrunde der Italienmeisterschaft teil. Zwar nicht mehr zu den ganz Jungen zählt Dominik Dorfmann, der sich nach längerer Pause mit viel Einsatz zurück ins Team gekämpft hat.

Sie haben kürzlich einen Trainerlehrgang in Dänemark besucht. Welche Anregungen bringen Sie mit? Als Trainer muss man immer danach streben, sich weiter zu entwickeln, neue Methoden kennenzulernen und diese auszuprobieren. Deshalb besuche ich den höchsten Trainerkurs, den EHF Masterkurs – da sehe ich neue Trainingsmethoden und kann mit Kollegen meinen Horizont erweitern. Mit dem Abschlussdiplom bin ich berechtigt, eine Nationalmannschaft zu trainieren.

Foto: Oskar Zingerle

Herr Niederwieser, mit welchen Gefühlen gehen Sie nun in die Sommerpause? Mit sehr guten Gefühlen! Es gilt zu bedenken, dass mehrere Spieler den Verein zu Saisonbeginn verlassen haben und dass Leistungsträger wie Roland Giuliani, Holger Kovacs, Martin Sonnerer und Felix Sader verletzungsbedingt längere Zeit nicht im Einsatz waren. Wir mussten immer neu improvisieren. Ich hörte aber nie auf, positiv zu denken, und die Spieler glichen diese Rückschläge mit Kampfgeist aus. Mit dem sechsten Platz – nur ein Rang weniger als im Vorjahr – bin ich sehr zufrieden.

johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Wirtschaft & Umwelt Foto: Brand X Pictures

DER ARBEITSMARKT IM GROSSRAUM BRIXEN

Auf Jobsuche

Die Wirtschaftskrise hat auch im Großraum Brixen zu steigenden Arbeitslosenzahlen geführt, aber der Bezirk scheint aus mehreren Gründen besser mit den neuen Rahmenbedingungen zurecht zu kommen als andere.

E

r heißt Hans, ist 21 Jahre jung, hat das Humanistische Gymnasium am Vinzentinum erfolgreich abgeschlossen, der Weg ins Studium ist vorgezeichnet. Dann aber merkt er, dass das Studium für Politikwissenschaften in Innsbruck, für das er sich entschieden hat, ihn eigentlich nicht ausfüllt, und mit 21 will man ja auch mal eigenes Geld verdienen – unabhängig sein von den Eltern, das verdiente Geld selbst verwalten, auch mal sich selbst einen langgehegten Wunsch erfüllen. Also geht er neben seinem Studium auf Jobsuche. Sie heißt Elisabeth, ist 51 Jahre alt, zwei der drei Kinder besuchen die Oberschule, eines studiert

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in Wien. Gemeinsam mit dem Einkommen des Ehemanns, der Installateur ist, schafften sie es in den vergangenen 20 Jahren mehr schlecht als recht über die Runden zu kommen, denn schließlich galt es, auch die Raten für das Eigenheim abzuzahlen. Aber irgendwie ging es ihnen gut, sie lebten nämlich nach einem sehr einfachen Grundsatz: Man darf nie mehr ausgeben als man verdient. 20 Jahre lang war sie als Sekretärin in einem Brixner Betrieb beschäftigt, bis der Chef plötzlich mitteilte, dass er gezwungen sei, einen Teil der Belegschaft zu entlassen – und ausgerechnet sie war einer der Pechvögel. Auch sie begibt sich also auf die Suche nach einer neuen Anstellung.

Noch vor wenigen Jahren jemand, der bei jedem Bewerherrschte Vollbeschäftigung. bungsgespräch seinen eigenen Es ist nicht lange her, dass beide diese neue Lebenssituation mit großer Gelassenheit aufgenommen hätten: 2007 war die Welt für Arbeitsuchende in Brixen noch in Ordnung. Im Grunde waren es damals viele Unternehmer und Arbeitgeber, die durch die Vollbeschäftigung stöhnten: Auf Stellenangebote meldete sich oft nicht ein einziger Bewerber, was sich natürlich in der bestehenden Belegschaft herumgesprochen hatte – oft mit dem diskutablen Effekt, dass es nicht wenige Mitarbeiter gab, die ständig ihren Job wechselten, im Jahresrhythmus. Die Branche erfand dafür den Begriff „Job-Hopper“ – das war

„Preis“ um 100 Euro hochschraubte – in der Gewissheit, dass er mit einiger Wahrscheinlichkeit eh der einzige Bewerber war. Bekam er eine Zusage vom neuen Arbeitgeber, ging er zu seinem Noch-Chef und erklärte, dass er gern bleiben würde, aber nur bei entsprechender Lohnerhöhung. Ein nicht repräsentativer Einzelfall? Dazu kam damals in Südtirol eine nach oben führende Privilegienspirale der Bediensteten der öffentlichen Hand: Die Autonome Provinz war plötzlich auf dem eh schon leergefegten Arbeitsmarkt zum Beispiel durch die Schaffung von fast schon absurden Elternzeitregelungen ein


PROBLEMKATEGORIEN: Die Jungen, die Generation Über-50 und die nicht qualifizierten Arbeitnehmer fallen auf dem Arbeitsmarkt zuallererst durch den Rost

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unlauterer Konkurrent für die privaten Arbeitgeber, die dadurch von Job-Hoppern endgültig mit dem Rücken an die Wand gedrückt wurden. Es war damals keine Seltenheit, dass Mitarbeiter sich von der Privatwirtschaft verabschiedeten und eine Anstellung beim Land anstrebten. Die Verdienstmöglichkeiten waren dort besser, die „Nebenleistungen“ sowieso.

und von Monat zu Monat, von Bewerbung zu Bewerbung wurde sie unruhiger: „Was ist, wenn ich keinen Job finde? Wie bezahlen wir die Kosten für das Studium der Kinder?“ 45 Unternehmen hat sie inzwischen angeschrieben, von vielen kam nicht einmal eine Antwort, bei fünf durfte sie sich vorstellen. Mit gemischten Gefühlen erinnert sie sich an diese Gespräche,

ßerdem empfindet Hans es heute als Handicap, dass im Humanistischen Gymnasium wenig Wert auf die Bedienung der Computer gelegt wird: „Wenn ich die Gastgewerbeschule oder die Handelsoberschule besucht hätte, fände ich jetzt wohl leichter einen Job“, denn immer wieder heißt es in den Vorstellungsgesprächen, dass Computerkenntnisse Voraussetzung seien. Natürlich kann er die

„Brixen hebt sich im Landesvergleich sehr positiv ab“_ Stephan Luther, Amtsdirektor im Amt für Arbeitsmarktbeobachtung Heute ist die Lage anders, ganz anders. Elisabeth hatte 20 Jahre

lang überhaupt keine Sorgen, ihren Job zu verlieren, und plötzlich war sie gezwungen, sich gewerkschaftlich beraten zu lassen. Zwei Jahre lang sollte sie einen guten Teil ihres letzten Gehaltes von der NISF bekommen – Arbeitslosengeld. Das war 2011. Anfangs witzelte sie noch: Endlich hatte sie Zeit für sich, und zumindest der Großteil des Einkommens kam am 25. des Monats trotzdem auf das Bankkonto. Dann aber rückte das Ende der zwei Jahre immer näher,

die teilweise an ihrem Selbstwertgefühl nagten: „51? Können Sie mit dem Computer umgehen?“ Bei einem einzigen Gespräch hatte sie danach das Gefühl, dass es klappen könnte – bis der Personalleiter ihr in knappen Worten erklärte, dass man sich für jemand jüngeren entschieden hat. Das schmerzt. Hans hingegen hat das umgekehrte Problem: „20 Bewerbungen, und immer wieder hat es geheißen, wir suchen jemanden mit Erfahrung. Ja wie soll ich denn bitteschön Erfahrung sammeln, wenn ich keinen Job kriege?“ Au-

gängigen Microsoft-Programme bedienen, aber belegen kann er diese Kenntnisse nicht. Wenn ein Personalchef heute die Möglichkeit hat, aus 60 Bewerbungen den Besten herauszupicken, wird es eng. Trotzdem: Das Humanistische Gymnasium im Vinzentinum empfindet Hans auch heute noch als optimale Vorbereitung aufs Leben – nur eben jetzt, in der momentanen Situation, ist die Lage schwierig. Das nagt am Selbstwertgefühl, bei beiden. „Zuerst kommen Selbstzweifel, danach die Scham, und am Ende igeln sich die Leute

bei sich zuhause ein – sie nehmen praktisch nicht mehr am öffentlichen Leben teil“, erzählt ein Brixner Arbeitsvermittler. Keinen Job zu finden empfinden viele so, als ob sie im Leben versagt hätten.

„Die Lage ist in der Tat relativ dramatisch“, bestätigt Beatrix Angerer, Bezirkssekretärin im Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB), „das Stimmungsbild ist alles andere als positiv“. Der Arbeitsmarkt im Bezirk Brixen sei nicht mehr vergleichbar mit 2006 oder 2007, als noch Vollbeschäftigung herrschte. Angerer erinnert sich noch gut an die Zeit, als der HGV in Berlin verzweifelt nach neuen Mitarbeitern Ausschau hielt, weil bei uns der Markt leergefegt war – heute ist es anders. „Auslöser der heutigen Situation ist die Baubranche“, hat Angerer analysiert, „denn mit diesem Bereich hängen eine ganze Reihe von anderen Bereichen zusammen“. Vor allem aber mache sich Angerer Sorgen um die Jugend: „Die Uni-Absolventen bekommen bei uns meist nur ein sechsmonatiges Praktikum, mit 600 Euro Gehalt“, sagt Angerer, „da ist es kein Wunder, dass unsere perfekt ausgebildeten Jugendlichen ins Ausland abwandern“. 49


Wirtschaft & Umwelt

Ist Südtirol in wenigen Jahren von einem Zuwanderungs- zu einem Abwanderungsland mutiert? Wobei Brixen im Vergleich zu anderen Bezirken überraschenderweise noch gut dasteht. Stephan Luther ist Amtsdirektor im Amt für Arbeitsmarktbeobachtung in Bozen, und die Zahlen, die er liefert, sprechen im Grunde für eine gewisse Krisensicherheit des Standortes Brixen, auch wenn in den vergangenen Jahren einige Betriebe in Schwierigkeiten geraten sind, was sich natürlich auch auf die Arbeitslosenzahlen ausgewirkt hat. Einen Fall Hoppe aber, bei dem auf einen Schlag hunderte Jobs verloren gehen, gab es in Brixen nicht. Auf der anderen Seite gibt es ein Industriegebiet mit einigen Vorzeigeunternehmen, die in Zeiten wie diesen sogar zusätzliche Mitarbeiter brauchen. Es gibt einen ziemlich stabilen Bereich Handel – und es gibt natürlich auch viele öffentlich Bedienstete, die gerade in Krisenzeiten als Stabilitätsfaktor dienen: Fast ein Drittel der Arbeitnehmer im Großraum Brixen sind Lehrer, Beamte, Krankenhausangestellte.

Verschiedene Messmethoden der Arbeitslosigkeit. Wir lernen

vom Amtsdirektor, dass es allerdings extrem schwierig und komplex sei, die Arbeitsmarktsituation wissenschaftlich zu analysieren. So gibt es verschiedene Messmethoden; die amtliche Arbeitslosenquote wird in Italien zum Beispiel nicht über die effektiv eingetragenen Arbeitslosen definiert, sondern über statistische Hochrechnungen von Stichproben-Umfragen. Das ist auch der Grund, warum es für den Bezirk Brixen keine „offizielle“ Arbeitslosenquote gibt – die Menge der befragten Personen wäre zu klein, um die Fehlerquote in einem ak-

zeptablen Rahmen zu halten. Sehr wohl aber verfügt Luther über die Zahl der effektiv eingetragenen Personen mit Arbeitslosenstatus, die aber auch wieder etwas verfälscht ist, denn: Als arbeitslos melden sich im Normalfall nur jene Leute, die Anrecht auf Arbeitslosengeld haben. Damit jemand Arbeitslosengeld bekommt, muss er aber in den vorausgegangenen 24 Monaten mindestens 12 Monate in einem „ordentlichen“ Arbeitsverhältnis gewesen sein – damit fallen die meisten jugendlichen Arbeitseinsteiger und Schul-Absolventen durch den Rost. Im Bezirk Brixen spielt zudem das saisonale Gastgewerbe nur eine untergeordnete Rolle – zum Unterschied von typischen Tourismuszonen wie Gröden oder das Ahrntal. Diese Tatsache ist deshalb von Bedeutung, weil Mitarbeiter in Saisonbetrieben de facto jedes Jahr für mindestens fünf Monate als arbeitslos aufscheinen. Das ist der Grund, warum im Bezirk Bruneck im April und Mai sowie von Oktober bis Anfang Dezember die Arbeitslosenquote auf bis zu 12 Prozent klettert – das sind zu einem Großteil Mitarbeiter von saisonal betriebenen Hotels, die einen befristeten Vertrag bekommen, nach dessen Ablauf sie sich für drei Monate arbeitslos melden, um dann bei Beginn der nächsten Saison wieder mit dem Job zu beginnen. Paradoxerweise bleiben dem Land (und der zahlenden NISF) diese „Arbeitslosen“ langfristig erhalten: Sie sind de facto in den drei Monaten zwischen den Saisonen nicht vermittelbar, weil sie danach wieder ihre Stelle antreten können. Fakt ist allerdings auch, dass diese Arbeitslosengelder die Kassen der NISF erheblich belasten. Trotzdem ist das Gastgewerbe natürlich der wich-

Beatrix Angerer, ASGB: „Die Lage ist relativ dramatisch“

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tigste Wirtschaftsfaktor im Land: Funktioniert der Tourismus, dann geht es auch dem Handwerk, dem Handel und letztendlich auch dem Dienstleistungssektor gut – alle leben von der Wertschöpfung des Gastgewerbes mit.

Anzahl der Beschäftigten ständig gestiegen. Im Großraum

Brixen, genauer gesagt in der „funktionalen Kleinregion Eisacktal / Unterpustertal“, wohnten im Jahr 2013 19.808 Arbeitnehmer, von denen 764 eingetragene Arbeitslose sind; die effektive (gezählte) Arbeitslosenquote im Raum Brixen beträgt also 3,9 Prozent. Von den restlichen 19.044 arbeiten 4.674 außerhalb des Großraums, 14.370 haben einen Job „vor der Haustür“. Außerdem kommen 3.312 „Einpendler“ in den Großraum; das heißt also, dass es zwischen Brixen, Waidbruck und Vintl 17.682 Arbeitsplätze gibt. Die selbstständigen Unternehmer sind da natürlich nicht mitgezählt. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen von 2006 bis heute: Im Februar 2006 hatte der Großraum Brixen noch 15.307 Arbeitsplätze; die Zahl ist trotz Krise bis auf eine kurzzeitige Unterbrechung im Jahr 2010 ständig gestiegen. Auch in den vergangenen vier Jahren war die „Bilanz“ positiv: Es gab jedes Jahr geringfügig mehr Arbeitsplätze. „Das muss auch so sein“, sagt Stephan Luther, „denn die arbeitsfähige Bevölkerung wächst jedes Jahr um etwa 1 Prozent, sodass eine Veränderung der Anzahl der Arbeitsplätze im Bereich von nur +0,5 Prozent de facto ein Rückschritt wäre“.

Auch Arbeitslosenzahl im Steigen. Aber: Auch die Anzahl der

Arbeitslosen ist gestiegen, von 506 im Jahr 2006 bis auf 877 im März 2014. „Dabei muss man 50

Margarethe Profunser, Coach: „Meist werden die Soft Skills den Jobsuchenden zum Verhängnis“

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bedenken“, sagt Luther, „dass die neue Regelung der Saisonarbeiter im Gastgewerbe einen Teil der Steigerung ausmacht“; die saisonalen Arbeitslosen wurden bis 2012 nämlich nicht erfasst. Aber auch ohne Gastgewerbe ist die Steigerung der effektiv Arbeitslosen beträchtlich: Von 341 im Jahr 2008 sind wir inzwischen auf 607 Jobsuchende angelangt, von denen 142 seit mehr als zwölf Monaten auf Jobsuche sind und deshalb als „Langzeitarbeitslose“ gelten. Fast wäre man versucht, diese Zahlen zu bagatellisieren; wenn man sich aber vorstellt, dass sich hinter jedem einzelnen Jobsuchenden eine Familie befindet, die verzweifelt versucht, ihr Leben zu gestalten und zu verwalten, so wird das Drama eher sichtbar. F��r ganz Südtirol lesen sich die Zahlen allerdings weitaus kritischer: „Wir haben derzeit in Südtirol 2.600 Langzeitarbeitslose; dabei waren wir über viele Jahre gewohnt, unter 1.000 Langzeitarbeitslose zu haben“, sagt Luther, „damit waren wir in der europäischen Rangliste der Regionen immer unter den besten Drei. Jetzt liegen wir von 300 Regionen an etwa 20. Stelle. Das Problem ist also ziemlich relativ, global gesehen“. Und Brixen steht im Vergleich zu den anderen „funktionalen Kleinregionen“ der Provinz wiederum ebenso ausgezeichnet da: Bozen hatte vor fünf Jahren noch 3,6 Prozent effektive Arbeitslosigkeit, heute gibt es dort mit 7,2 Prozent genau doppelt so viele. Meran und Bruneck zählen heute 6,5 Prozent Arbeitslose, Schlanders 4,5 und Neumarkt 5,8 Prozent, Sterzing liegt bei 4,8 Prozent. Auch im Vergleich zum gesamten Provinzdurchschnitt scheint Brixens Wirtschaft extrem stabil zu sein: In Südtirol gibt es 6,3 Prozent Arbeitslose, in Brixen 3,9. „Brixen hebt sich in der Tat positiv ab“, sagt Stephan Luther.


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Wirtschaft & Umwelt


Die Einschätzung Luthers relativiert damit das Stimmungsbild der Gewerkschaften.

Oder doch nicht? „Wir haben

immer mehr Leute, die für immer längere Zeiträume auf Jobsuche sind“, sagt Manfred Gamper vom SGB-CISL. Brixen ist, so Gamper, keine Insel der Seligen: „Es gibt in Brixen nur noch eine einzige Baufirma – das sagt doch alles, oder?“ Grundsätzlich gebe es drei Problemfälle, die Gamper Sorgen bereiten: „Die Jungen, die Generation Über-50 und die nicht qualifizierten Arbeitnehmer“. Ohne Vollbeschäftigung fallen diese drei Kategorien zuallererst durch den Rost. Dazu muss auch gesagt werden, dass jene Jugendlichen, die einen Job im Ausland finden, in der heutigen Statistik der Südtiroler Arbeitslosen natürlich nicht enthalten sind. Ist aber Qualifikation heute der einzige Schlüssel zum Job? „Das stimmt nur bedingt“, sagt Margarethe Profunser, die in der Martin Wieland GmbH seit 14 Jahren in einjährigen Lehrgängen Leute auf den Berufseinstieg vorbereitet. „Wenn jemand heute keinen Job findet, so kann man die Verantwortung dafür nicht ausschließlich auf die Wirtschaftskrise abwälzen“, sagt Profunser, „meist sind es die so genannten Soft Skills, die den Jobsuchenden zum Verhängnis werden“. Vor zehn Jahren, in den Zeiten der Vollbeschäftigung, spielte die soziale Kompetenz der Arbeitsuchenden eine untergeordnete Rolle, heute aber legt jeder Arbeitgeber viel Wert auf diese Eigenschaften: Teamgeist, Kommunikationsfähigkeit, Umgangsformen, eine ressourcen- und lösungsorientierte Vorgehensweise, Zuverlässigkeit, Durchhaltevermögen und Leistungsbereitschaft. „Wenn jemand in der Probezeit am Montagmorgen schon seinen Frust über die begonnene Arbeitswoche hinausposaunt, so macht das beim Arbeitgeber natürlich kein gutes Bild“, sagt Profunser.

Ist das Beispiel zu banal, um wahr zu sein? „Auf keinen Fall“,

bestätigt ein Brixner Arbeitsvermittler, „man kann den Menschen alles beibringen, nur die Kinderstube nicht“. Dieser Aussage entspricht auch das Ergebnis einer Studie der Uni Berlin, die besagt, dass 80 Prozent der Bewerbungsgespräche sich bereits beim ersten Händedruck entscheiden. Es gebe zunehmend junge Menschen, die nicht darauf vorbereitet sind, dass

sie sich engagieren müssen, dass sie auch mal Überstunden machen müssen, dass es unpassend ist, wenn sie um zehn Minuten vor Feierabend bereits den PC ausschalten. „Viele haben noch nicht begriffen“, sagt Profunser, „dass die Rahmenbedingungen sich grundlegend geändert haben: Ohne persönlichen Einsatz und ohne eine gehörige Portion Flexibilität hat man auf dem heutigen Arbeitsmarkt ein wahres Handicap.“ Wobei die Familie hier eine wichtige Rolle spielt: Unabhängig von der Vorbildfunktion der Eltern in Sachen Wertschätzung des Arbeitsplatzes und Leidenschaft für den eigenen Beruf geht gerade die Frustrationstoleranz im Grunde auf die frühe Kindheit zurück: „In der Trotzphase beginnt die Formung der eigenen Persönlichkeit“, sagt Profunser, „wenn das Kind hier von den Eltern signalisiert bekommt, dass es nur lange und laut genug zu schreien braucht, um etwas zu erreichen, beeinflusst dies die Ausbildung der Sozialkompetenz; dieses Kind wird als Erwachsener Schwierigkeiten mit Grenzen und Regeln haben. Auch fehlen positive Erfahrungen im konstruktiven Umgang mit Konflikten und den Herausforderungen des Alltags.“ Junge Menschen benötigen vielfach Begleitung beim Erwerb und dem Training von Lebenskompetenzen; dazu gehören unter anderem der Umgang mit Druck, Entscheidungsfähigkeit, das Wissen um die eigenen Stärken und Baustellen, Frustrationstoleranz und eine positive Lebenseinstellung. Profunser arbeitet mit Leidenschaft weiter an der Ausbildung der Menschen: „Es ist eine Herzensangelegenheit, und sehr oft sind wir mit unseren Botschaften auch erfolgreich“.

Was ist zu tun? Das Grundprob-

lem ist aber natürlich die Tatsache, dass bei den Arbeitsplätzen die Nachfrage derzeit größer ist als das Angebot – auch in Brixen. Also produziert unsere Gesellschaft eben Auswanderer – und Arbeitslose, die wiederum von der Gesellschaft finanziert werden müssen. Dieses Problem lässt sich nur lösen, indem mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Rahmenbedingungen für arbeitgebende Unternehmen sind aber derzeit alles andere als optimal: „Die Politik muss Anreize schaffen, damit die Unternehmen zusätzliches Personal aufnehmen“, sagt Manfred Gamper. Unternehmer sagen hingegen, dass durch die

enormen Hürden und durch das Risiko, die Rechtsunsicherheit sowie durch die Steuerbelastung das Unternehmertum als solches in Italien nicht mehr interessant ist, was durch die schlechten statistischen Werte des Jungunternehmertums belegt wird. „Uns fehlt eine ganze Generation von Jungunternehmern“, sagt der Geschäftsführer eines Brixner Betriebes, „das ist deshalb schlecht, weil die Jungunternehmer von heute die Arbeitgeber von morgen sind“. „Die Kollektivverträge sind nicht mehr zeitgemäß, das Arbeitsrecht muss unbedingt dem europäischen Standard angepasst werden“, sagt mit entwaffnender Ehrlichkeit ein Gewerkschafter, der verständlicherweise nicht zitiert werden will, „auch im öffentlichen Dienst gibt es eine Reihe von Leuten, die wissen, dass sie unkündbar sind. Sie schieben eine ruhige Kugel und nehmen den arbeitswilligen Jungen den Job“. Tony Tschenett, der Landesvorsitzende im ASGB, ist hingegen hoffnungsvoll: „Die ersten Aktionen von Matteo Renzi und auch die neue Landesregierung haben viel Vertrauen in die Zukunft geschaffen“, sagt er, „das sind ganz sicher positive Signale“. Natürlich gebe es noch viel zu tun: „Die Bürokratie, der die Unternehmen ausgesetzt sind, ist überbordend“, sagt Tschenett, „und die Steuer auf Arbeit muss unbedingt reduziert werden. Schrittweise wird Italien nicht darum herumkommen, sein Steuer­system total zu reformieren“. Und wie empfindet er Brixen? „Nun, ich habe das Gefühl, dass man für wichtige Entscheidungen einfach zu lange braucht“, sagt Tschenett, „die Politik muss die Courage haben, Entscheidungen zu treffen. Vor allem aber müssen wir in Südtirol lernen, langfristig zu denken: Welche Entscheidungen müssen heute getroffen werden, damit es dem Land in zehn Jahren gut geht?“ Die zukunftsbejahende Einstellung Tschenetts sollte in diesem Sinn auch unseren beiden fiktiven Akteuren Hans und Elisabeth Mut machen: An sich arbeiten, den Mut nicht verlieren, mit positiver Lebenseinstellung in die Zukunft blicken, mit Leidenschaft an die Arbeit gehen. Dann ergibt sich die Lösung der heute unüberwindbar scheinenden Schwierigkeiten von selbst.

willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 53


BRIXEN / PLOSE

Wirtschaft & Umwelt

„Entwicklung der Plose wäre eingeschränkt“ Die Plose Quelle AG hat beim Land angesucht, zu den vier bestehenden Wasserkonzessionen noch drei weitere zu erhalten, die Quellen in den Propine-Wiesen betreffen. Hartmann Prader von der Plosach Alminteressentschaft wehrt sich dagegen: „Es geht um unsere Weiderechte, aber auch um den Fortbestand der Plose als Skigebiet, der durch die mit den Wasserkonzessionen zusammenhängenden Schutzzonen gefährdet wäre“.

HARTMANN PRADER: Schauen Sie, es ist nicht das Wasser dieser drei Quellen, das uns interessiert. Viel mehr geht es um die Nebenwirkungen, die die zusätzlichen Wasserkonzessionen verursachen würden, die uns große Sorgen bereiten. Das müssen Sie jetzt näher erklären ... Die Plose Quelle AG nutzt heute vier Quellen, die sich ziemlich weit vom Skigebiet entfernt befinden; auch unsere Weideflächen sind dadurch nicht betroffen. Vor einiger Zeit hat die Plose Quelle AG aber beim Land um die Konzession für drei weitere Quellen angesucht, die sich in den Propine-Wiesen befinden, also in einem Areal, für das wir Weiderechte besitzen und das dem Skigebiet viel näher ist. Seit 2002 werden Areale im Bereich von Quellen immer als Schutzzonen ausgewiesen, in denen es

ziemlich große Einschränkungen für die Nutzung gibt. Es sind diese Einschränkungen, die wir nicht akzeptieren können. Je näher das Schutzgebiet an die Skipiste und an den Spazierweg heranreicht, desto größer ist natürlich das Risiko einer Verunreinigung, die dann eine neuerliche Erweiterung der Schutzzone zur Folge hätte. Der Spazierweg „Woody walk“ würde mitten durch die neue Schutzzone verlaufen – auch das ist verständlicherweise ganz einfach ein Risiko. In den ersten Gesprächen hat es sogar geheißen, wir müssten den Spazierweg teilweise verlegen. Das heißt aber, dass Sie auch Weiderechte verlieren würden? Als Alminteressentschaft haben wir seit Jahrzehnten ein Weiderecht auf diesen Wiesen, das mit der Einrichtung einer Schutzzone natürlich beschnitten würde. Diese Wiesen sind aber für uns sehr wichtig, denn in kalten Wochen und bei schlechtem Wetter sind wir gezwungen, mit dem Vieh in etwas tiefere Regionen zu kommen, weil in höheren Lagen oft noch Schnee liegt.

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Foto: Oskar Zingerle

Herr Prader, die Plose Quelle AG möchte zusätzliche Quellen am Ploseberg nutzen. Warum sind Sie als Präsident der Plosach Alminteressentschaft dagegen?

Hartmann Prader, Plosach Alminteressentschaft: „Wir riskieren hunderte Arbeitsplätze“

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Könnte eine Entschädigung eine Lösung sein? Für die Höhe der Entschädigungen gibt es bei Grundeigentümern klare Regeln, die aber für uns uninteressant sind, da wir ja „nur“ die Weiderechte besitzen. Aber: Es geht uns ja nicht ums Geld ... Sondern? Schauen Sie, vor allem geht es uns um den Weiterbestand der Plose als Skigebiet. In jeder Wasserkonzession steht geschrieben, dass bei einer Verunreinigung des Wassers das Schutzgebiet erweitert werden kann. Wenn aber das Schutzgebiet Schritt für Schritt ausgeweitet wird, wird die Handlungsfähigkeit des Betreibers des Skigebietes immer mehr eingeschränkt; die Plose kann sich im Bereich der

Schönbodenpiste nicht mehr weiterentwickeln. In Schutzzonen einer gewissen Kategorie gibt es eine Unzahl an Einschränkungen und Verboten, zum Beispiel eine maximale Grabungstiefe von 1,5 Meter; das heißt, dass intensivere Baumaßnahmen grundsätzlich nicht mehr möglich wären. Ein Skigebiet muss aber die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln, weil es ansonsten stirbt. Und das wäre für Ihre Alminteressenschaft eine Katastrophe? Ich vertrete 47 Bauern aus Afers, und an ein Ende der Plose als Skigebiet wagen wir erst gar nicht zu denken. Die Plose Ski AG bezahlt der Alminteressentschaft derzeit für die Durchfahrtsrechte für die Skipisten und Lifte 0,35 Cent pro Quadratmeter; in Summe sind


WILLKOMMEN IM dies etwa 70.000 Euro pro Jahr. Die Alminteressentschaft kann diese Erträge nicht als Dividende auszahlen, sondern investiert sie wieder in Infrastrukturen am Berg: Die Rossalm zum Beispiel ist Eigentum der Alminteressentschaft, genauso wie die Pfannspitzhütte, die wir jetzt erneuern wollen. Viel schlimmer als die verlorenen Erlöse aus den Durchfahrtsrechten sind aber die indirekten Folgen: Schließt die Plose, verlieren wir hunderte Arbeitsplätze. Wurden Sie eigentlich als Besitzer des Weiderechts frühzeitig über die Initiative der Plose Quelle AG informiert? Nein, wir haben weder von der Domänenverwaltung als Grundeigentümerin noch von der Plose Quelle AG irgendwelche Informationen erhalten. Ich gehe davon aus, dass es bei dieser Initiative eigentlich nicht um zusätzliches Wasser geht, das die Plose Quelle AG verwerten will, sondern dass es viel mehr darum geht, das von der Plose Ski AG geplante Speicherbecken endgültig zu verhindern. War dies wirklich die Motivation der Plose Quelle AG für das Ansuchen der drei zusätzlichen Quellen? Das kann ich nicht mit Gewissheit sagen, aber die Vermutung eines Zusammenhangs liegt nahe. Es hat eine Aussprache zwischen Ihrer Interessentschaft und der Plose Quelle AG gegeben. Gibt es eine Möglichkeit zum Kompromiss? Die Familie Fellin möchte einen Kompromiss herbeiführen, aber bis jetzt haben wir keinen Vorschlag gesehen, der für uns akzeptabel wäre. Wennschon, dann müsste die Plose Quelle AG uns alternative Weideflächen geben, die sie aber nicht hat. Das würde aber die Problematik der Einschränkungen für das Skigebiet auch nicht lösen. Auch eine von der Plose Quelle AG vorgeschlagene Weideverbesserung in einem inzwischen etwas zugewachsenen Bereich ist für uns völlig uninteressant: Wenn es diesen Bedarf geben würde, würden wir schon selbst dafür sorgen. Für eine Rodung brauchen wir die Plose Quelle AG nicht.

Sie fordern also, dass das Land die zusätzlichen Wasserkonzessionen nicht an die Plose Quelle AG vergibt ... Es stellt sich immer die Frage der Abwägung der Vor- und Nachteile, die die Öffentlichkeit von einer solchen Maßnahme haben könnte. Wenn die Plose Quelle AG drei Wasserkonzessionen mehr erlangt – davon hat die Bürgerschaft nichts, denn das Unternehmen stellt deswegen keinen zusätzlichen Arbeiter ein. Es gibt kein öffentliches Interesse für eine solche Entscheidung. Wenn aber durch eine Erweiterung der Schutzzone die Zukunft der Plose als Skigebiet gefährdet wird, dann riskieren wir hunderte Arbeitsplätze. Schauen Sie, die Plose Quelle AG hat sich noch nie sonderlich für den Berg eingesetzt. Alessandro Marzola aber stand immer zu uns. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

info Seit einem halben Jahrhundert besitzt die Plose Quelle AG die Wasserkonzession zur Nutzung von vier Quellen am Ploseberg. Die entsprechende Schutzzone liegt außerhalb der von der Plose Ski AG für das Skigebiet benutzten Gründe, und so standen sich bisher die wirtschaftlichen Interessen der beiden Unternehmen nicht im Weg. Nun hat aber die Plose Quelle AG beim Land für die Nutzung von zusätzlichen drei Quellen angesucht, die sich in der Propine-Wiese befinden. Für diese zusätzlichen Konzessionen fehlt nur noch die Unterschrift des zuständigen Landesrats Richard Theiner, der nun aber die Handbremse gezogen hat: Zuerst muss geklärt werden, ob die mit den Konzessionen einhergehenden Schutzzonen mit den Rechten der Alminteressentschaft als Besitzerin von Weiderechten sowie mit einer Weiterführung des Skigebiets kompatibel sind. „Die Ausweitung der Schutzzonen wäre in vielerlei Hinsicht eine Katastrophe“, sagt der Präsident der Plosach Alminteressentschaft, Hartmann Prader, die 47 Bauern von Afers vertritt.

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Wirtschaft & Umwelt

BRIXEN

Coole Ladestation aus Brixen z Die deutsche Zeitschrift „Computerbild“ hat anlässlich des „Mobile World Congress 2014“ in Barcelona die zehn coolsten Gadgets gekürt – darunter auch eine Entwicklung vom Unternehmen Nitz Engineering aus Brixen. Beim ausgewählten Produkt handelt es sich um eine Induktions-Ladestation für Handys, die sich unsichtbar in Tischplatten oder anderen Möbelstücke integrieren lässt. Die

QInside-Charging-Station Qi1001 macht es möglich, dass induktionsfähige Smartphones ohne lästigen Kabel aufgeladen werden können: einfach das Handy auf den Tisch legen, und der Akku lädt. Das

W&U

Brixner Unternehmen plant und entwickelt in Zusammenarbeit mit ihren Auftraggebern kundenspezifische Produkte unter anderem im Bereich Wireless charging und E-Technik für Möbel. db

Wirtschaft & Umwelt BRIXEN

Kostengünstig ein Auto mieten z Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung wurde Anfang April der offizielle Start von Car Sharing in Brixen gefeiert. Damit gibt es mittlerweile sieben Gemeinden, in denen der Dienst genutzt werden kann. Car Sharing ist kostengünstig, sehr flexibel, bequem und dank der neuen Modelle von VW auch umweltfreundlich. Zudem ist die Nutzung denkbar einfach: Nach der Anmeldung können Reservierungen unkompliziert über die Grüne Nummer 800912516 oder über eine eigene App vorgenommen werden. Ab dem 1. Mai soll auch das Buchen über www.

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carsharing.bz.it möglich sein. Anschließend wird das Auto direkt am gekennzeichneten Parkplatz der jeweiligen Car-Sharing-Station abgeholt, die sich in Brixen am Hartmannplatz befindet. Mit dem Südtirolpass kann man das Auto öffnen, den Schlüssel nimmt man ganz bequem aus dem Handschuhfach – und fährt los. Neben der einfachen Handhabung ist Car Sharing sehr kostengünstig: Benutzer müssen weder Anschaffungs- und jährliche Fixkosten noch Versicherung und KFZ-Steuer oder den Stellplatz bezahlen. Ein weiterer Vorteil ist,

dass die Autos immer gewartet, gereinigt, versichert und getankt sind. Bereits jetzt haben sich zahlreiche Nutzer angemeldet. Die Nutzung der ersten Elektroautos für die Car-Sharing-Kunden ist für diesen Herbst geplant. hh

Die bayerischen Abgeordneten duschen seit kurzem im Abgeordnetenhaus in Südtiroler Duschkabinen der Firma Provex. „Es wurden zahlreiche Modelle als Sondermaße geordert, die in kürzester Zeit produziert und geliefert werden mussten“, so der Brixner Oswald Fischnaller, Geschäftsführer der Provex.

Dank eines vernetzten InfokanalSystems erhalten die Gäste in Brixens Hotels ausgewählte Informationen wie Wetterlage, anstehende Events oder Öffnungszeiten in gesammelter Form. Lesen können sie diese auf verschiedenen Geräten wie Touchscreens, InfoPoints, als Newsletter, auf mobilen Geräten oder im Hotel-TV.

Die Südtiroler Bauernjugend sucht den besten Traktorfahrer des Landes. Ein Bezirksentscheid findet dabei am 18. Mai in Natz statt, wo ein Traktorparcours absolviert werden muss. Im Vordergrund des „Geotrac Supercup“ steht auch das sichere Fahren.


PR-Info

STADTGEHEIMNISSE Foto: Oskar Zingerle

Wo befand sich das „Schloss“ Neuhaus in Brixen?

Natürlicher Genuss im neuen Design Seit Anfang Mai spielt die Südtiroler Herkunft der Milch, welche den Brimi-Produkten ihren einzigartigen Geschmack verleiht, auch auf der Verpackung die Hauptrolle.

Auf alten Stadtbildern sieht man am Eisack, nördlich des Gasthauses „Goldener Adler“, ein weitläufiges Gebäude mit einem zinnenbekrönten Viereckturm – das Schloss Neuhaus. Erbaut hatte diesen Ansitz der Stadtrichter und kaiserliche Rat Michel von Neuhaus im Jahr 1508. Der Sage nach soll von Neuhaus ein unterirdischer Gang zum Schloss Krakofl geführt haben – was technisch wohl unmöglich war. Vermutlich entstand diese Sage, da beide Ansitze für lange Zeit im Besitz derselben Familie waren. Nach mehreren Verkäufen wurde das Gebäude im Jahr 1782 in mehrere Teile zerstückelt, Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte der Aufbau eines Stockwerkes, und Johann Oberhuber eröffnete dort ein Gasthaus, in dem sich lange Zeit das öffentliche Leben Brixens mit seinen Versammlungen, Musik- und Tanzfesten abspielte. Ebenerdig wurde eine Badeanstalt errichtet. Durch Heirat ging das Haus an die Familie Kugler über, die das Gasthaus aufließ; durch die Erhöhung um ein zweites Stockwerk verschwand der Viereckturm. Im Jahr 2003 wurde ein Teil des Ansitzes Neuhaus in der Schlachthausgasse von der Gemeinde abgerissen, sodass heute nur mehr ein kleiner Teil des ehemaligen Ansitzes übrig geblieben ist. Anregungen: redaktion@brixner.info

Starthilfe Neue Unternehmen in und um Brixen

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Nach kurzem Umbau hat Anfang April am Standort der ehemaligen Traditionsmetzgerei Stockner ein Unternehmen mit ebenfalls langjähriger Geschichte seine Tore eröffnet, und zwar die Meraner Spezialitätenmetzgerei G. Siebenförcher, die sich seit 1930 einem

hochwertigen Fleisch-, Wurstwarenund Feinkostsortiment verschrieben hat und nunmehr auch das kulinarische Angebot in Brixen bereichert.

Das gesamte Brimi-Sortiment – Frischmilch, Sahne, Mozzarella, Mascarpone und Ricotta – tritt jetzt mit einem neuen frischen, modernen und verführerischen Design auf. Das Zusammenspiel von Tradition und Innovation zeigt sich in verschiedenen Elementen des Packaging: ausgehend vom neu gestalten Logo, das der Verpackung seine Leuchtkraft gibt, hin zum Panorama der Südtiroler Berge und der Herkunftsgarantie für 100% Milch aus Südtirol. Bis auf wenige Ausnahmen präsentieren sich nun alle Brimi-Produkte in einem strahlend-natürlichen Blau, das die Frische und Natürlichkeit der Produkte

vermittelt, welche sie zu geschmackvollen und vielfältigen Zutaten in der Küche werden lassen. Die Neugestaltung der Produktverpackung ist ein weiterer Meilenstein in der fast hundertjährigen Geschichte des Milchhofes Brixen, welcher sich in den letzten 35 Jahren national und international als Mozzarella-Produzent einen Namen gemacht hat und mit seiner Marke Brimi über die Grenzen hinaus für Qualität und natürlichen Geschmack aus Südtirol steht – eine bewährte Erfolgsstrategie, mit welcher der Milchhof Brixen für seine 1.250 Mitglieder auch weiterhin eine sichere Zukunft bauen will.

Veröffentlichung von Neustarts auf Anfrage: starthilfe@brixner.info 57


Foto: Oskar Zingerle

Gutes Geschäftsjahr z Der Milchhof Brixen zog vor einigen Tagen in seiner Vollversammlung Bilanz über das abgelaufene Geschäftsjahr. Es sei gelungen, die Preise im Verkauf etwas anzupassen und die Kosten zu reduzieren, sodass keine nennenswerten Einbußen hinzunehmen waren, resümierte Obmann Klaus Faller. Als geradezu „epochales Ereignis“ bezeichnete er die Aufnahme der Mitglieder der Gemeinden Ritten und Kastelruth – ein Schritt, der die Eigenständigkeit der Brimi gestärkt habe. „Der Milchauszahlungspreis von 53,66 Cent pro Kilogramm liegt drei Prozent über dem Landesschnitt.

In Summe zahlte der Milchhof Brixen im vergangenen Jahr über 42,5 Millionen Euro Milchgeld an seine Mitglieder aus“, so Geschäftsführer Willi Tauber. 22 Prozent des Umsatzes in der Höhe von fast 80 Millionen Euro erwirtschaftete die Brimi in der Region Trentino-Südtirol, knapp 60 Prozent im restlichen Italien. Anlässlich der Vollversammlung wird jedes Jahr der Zulieferer der besten Milch ausgezeichnet; diesmal darf sich der NeuhausHof aus Weitental die begehrte Plakette an die Stalltür heften. Im Bild: Klaus Faller, Josef Leitner vom Neuhaus-Hof, Willi Tauber und Joachim Reinalter. oz

Foto: Oskar Zingerle

Wirtschaft & Umwelt

BRIXEN

BRÜSSEL

BBT: Es geht weiter z Der Brenner-Basistunnel war kürzlich das Thema einer Dinnerdebatte im EU-Parlament in Brüssel: EU-Koordinator Pat Cox erklärte dabei neuerlich, dass vor allem die Zulaufstrecke zwischen Franzensfeste und Waidbruck unbedingt gleichzeitig mit dem BBT fertiggestellt werden müsse: „Der BBT ohne Zulaufstrecke ist wie ein Pub ohne Bier“, sagte der Ire. Cox erklärte, dass die Einbindung der Zulaufstrecke im Eisacktal von übergeordneter Wichtigkeit sei und daher auch in den zukünftigen EU-Finanzierungen dem entsprechend behandelt werde. Der Vorstand der Österreichischen BBT-Gesellschaft, Konrad Bergmeister, sowie sein

italienischer Amtskollege Raffaele Zurlo, der SVP-Senator Daniel Alfreider und EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann bekräftigten die Aussagen von Pat Cox. Bergmeister erklärte den Anwesenden, dass der Bau der Erkundungsstollen planmäßig vorangeschritten sei; die Fertigstellung des BBT sei für 2025 geplant. Derzeit arbeiten die italienischen Staatsbahnen am Projekt der Zulaufstrecken; die Finanzierung soll noch in diesem Sommer beschlossen werden. „Das Projekt muss“, so Bergmeister, „gemeinsam mit den Bürgermeistern und der Bevölkerung gebaut werden und nicht über deren Köpfe hinweg.“ wv

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Durch das geringe Eigengewicht von Aluminium senkt das Leichtmetall die Anforderungen an Statik und Unterkonstruktion; ältere oder schwächere Dachstühle müssen deshalb nicht eigens verstärkt werden. Aluminiumdächer überzeugen aber nicht nur durch ihr geringes Eigengewicht: Das leicht formbare Metall ermöglicht Architekten und Bauherren die Verwirklichung von einzigartigen Dachformen. Prefa versteht sich als moderner Dienstleister und Partner für anspruchsvolle, nachhaltige und

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Realistische Bildmontagen. Prefa ist außerdem ein zuverlässiger Partner in Sachen Bildmontage: Nun ist es ganz einfach,

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Gratis-Strom für den Eigenverbrauch Warum sich die Investition in eine Photovoltaikanlage auch heute noch lohnt, erklärt Alfred Faller von ELECTRO FALLER GmbH.

Trotz weggefallener staatlicher Förderungen und sinkender Einspeise­ tarife für Solarstrom rechnet sich die Anschaffung einer Photovoltaik­ anlage weiterhin: Zum einen sind die Anlagen erheblich günstiger geworden, und zum anderen steigen die Energiepreise seit Jahren kontinuierlich. „Aufgrund des starken internationalen Wettbewerbs sind die Modulpreise enorm gesunken, so dass die Anschaffungskosten für eine Photovoltaikanlage im Vergleich zu vor fünf Jahren heute nur noch 20 Prozent betragen“, erklärt Alfred Faller, „früher machte eine attraktive Einspeisevergütung den Solarstromverkauf zu einer

Extra

Haus & Garten

ELECTRO FALLER

lukrativen Einnahmequelle – heute liegt angesichts der hohen Stromeinkaufspreise bei gleichzeitig sinkenden Einspeisetarifen der größte Gewinn darin, dass man sich selbst mit Strom versorgt und so beim Stromzukauf einsparen kann.“

Je größer der Energiebedarf, desto rentabler. Ob sich die Investition in eine Photovoltaikan­ lage im einzelnen Anwendungsfall lohnt, hängt vom Eigenverbrauchsanteil, von den Anlagekosten und der Finanzierung ab. „Insbesondere energieintensive Betriebe profitieren enorm von einer Photo­voltaikanlage, da der

tagsüber erzeugte Solarstrom auf direktem Weg für die Betriebstätigkeit genutzt werden kann. Die Ersparnis beim Energiezukauf sorgt für attraktive Rendite“, so Alfred Faller, „die Anlage amortisiert sich damit bereits in wenigen Jahren.“ Für private Haushalte und Kondominien, deren Energiebedarf in den Abendstunden am größten ist, lohnt es sich dagegen, Möglichkeiten einer Zwischenspeicherung in Betracht zu ziehen. Damit kann der selbstproduzierte Strom tageszeitenunabhängig genutzt werden. Besonders rentabel wird die Investition im Wohnbereich, wenn es gelingt, den gesamten

Energiebedarf durch Solarstrom abzudecken und so wenig wie möglich teure Energie zukaufen zu müssen. Neben Solarstromspeichern empfiehlt sich auch der Einsatz von Wärmepumpen zur Wärmeerzeugung und Warmwasserbereitung. Die höheren Investitionskosten einer solchen kombinierten Haustechnik lassen sich derzeit durch Förderungen von Wärmepumpen oder im Rahmen einer energetischen Sanierung besonders günstig finanzieren. Electro Faller realisiert Photovoltaikanlagen nach genauen Rentabilitätsberechnungen, bei Bedarf als umfassende Gesamtlösung.

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MORTEC TOOOR GMBH

Familienbetrieb mit langjähriger Erfahrung In den Bereichen Beratung, Planung, Realisierung und Verkauf von Toren jeglicher Art ist die Firma Mortec Tooor seit Jahren ein zuverlässiger Partner.

Der Familienbetrieb Mortec Tooor ist nun seit über 20 Jahren erfolgreich tätig und hat sich auf die Realisierung und den Verkauf von Industrietoren, Einfahrts- sowie Garagentoren für Privat- und Industriekunden spezialisiert. Auch Laderampen und automatisierte Systeme gehören zur Produktpalette des Unternehmens. Jedes Produkt zeichnet sich dabei durch Qualität, Einzigartigkeit und Sicherheit aus. Hier ist der Kunde in guten Händen und kann sich auf langjährige Erfahrung, sorgfältige Planung, präzise Montage und professionelle Kundenbetreuung verlassen.

Hohe Qualität aus eigener Produktion. Die Produkte des Un-

ternehmens stammen teilweise aus eigener Herstellung. Dadurch können spezielle und individuelle Lösungen angeboten werden, die neueste Technologien mit innovativem Design verbinden. Dabei wird großer Wert auf Qualität gelegt, die das Familienunternehmen seit Jahren auszeichnet. Das Material, das vorwiegend verwendet wird, ist Aluminium: Es rostet nicht und ist zudem wartungsarm. Auch Umzäunungen werden hauptsächlich aus Aluminium hergestellt und sind in verschiedenen Formen und Farben erhält-

lich. Zudem bietet das erfolgreiche Unternehmen Mortec Tooor Montage und Service aus eigener Hand an. Von der Beratung bis zur Montage werden Kunden verläss-

lich begleitet. Interessierte können sich jederzeit auf der Homepage www.mortec.it oder persönlich unter der Telefonnummer 0471 962510 informieren.


ELEKTRO OBERRAUCH

Gemütliche Gartenmöbel verwandeln Gärten, Terrassen und Balkone in behagliche Wohnräume.

Für eine Wohlfühloase unter freiem Himmel bedarf es nicht unbedingt eines Gartens – auch Balkon und Terrasse laden mit behaglicher Ausstattung zum Verweilen ein. Um sich möglichst viele Jahre daran zu erfreuen, gilt es, vor Anschaffung des Gartenmobiliars einiges zu überlegen. So sollten zunächst der optimale Standort ausgemacht und die Anzahl an gewünschten Sitzgelegenheiten bestimmt werden. Darüber hinaus gilt es zu bedenken, ob der Freiraum nur zum Ausspannen oder auch mal zum Arbeiten oder Essen genutzt werden soll.

Extra

Haus & Garten

Den Sommer genießen

Beratung lohnt sich. Bei der Aus-

wahl der Gartengarnitur sollten neben der Optik auch dem Komfortfaktor und ganz besonders

der Qualität hohes Augenmerk geschenkt werden. Für eine gute Kaufentscheidung lohnt sich daher nicht nur ein Probesitzen oder Probeliegen, sondern vor allem auch das Gespräch mit einem Fachmann: Je nachdem, ob die Möbel das ganze Jahr einen festen Platz im Freien haben, nach Bedarf verstellbar sein und zum Überwintern sogar verstaut werden sollen, gelten andere Anforderungen. So sind beispielsweise für saisonale Garnituren vor allem stapelbare und klappbare Lösungen gefragt. Bei Gartenmöbeln reicht die Materialwahl von Holz, Metall, Rattan bis hin zu Kunststoff. Natürliche Materialien benötigen tendenziell mehr Schutz und Pflege; besonders wetterfest und wartungsarm sind

Lounge-Möbel für den Garten, gefertigt aus glasfaserverstärktem Kunststoff dagegen robuste Flechtwerke aus Kunststoff, Edelstahl oder auch witterungsbeständiges Teakholz.

Geschmackvolle Auswahl. Auf

der Suche nach traumhaftem Gartenmobiliar wird man bei Elektro Oberrauch in Klausen garantiert fündig – entweder in der firmen-

eigenen Ausstellung oder auch an deren Stand bei den Klausner Gartentagen „Brennende Liab“ am 17. und 18. Mai im Kapuzinergarten. Das vielfältige Sortiment reicht von Gartenmöbeln bis hin zu exquisiten Designerlampen und -leuchten für den Innen- und Außenbereich.

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Unsere Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr Samstag und Sonntag geschlossen Elektro Oberrauch Zone Neidegg 14/A I-39043 Klausen Tel. +39 0472 847 347 info@elektro-oberrauch.it www.elektro-oberrauch.it

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TIROLER SPARKASSE

Sicher anlegen Die Investition ins Eigenheim ist für viele die sicherste Wertanlage. Wer nach Alternativen sucht, dem bietet die Tiroler Sparkasse attraktive Spar- und Anlageformen zu besonders sicheren Rahmenbedingungen.

„Spezielle rechtliche Rahmenbedingungen machen Geldanlagen bei österreichischen Banken besonders sicher“, so Roberto Simoni, Leiter des Vertriebs Italien der Tiroler Sparkasse. „Dafür sorgen insbesondere die in Österreich geltende gesetzliche Einlagensicherung und Anlegerentschädigung sowie die für Banken mit Sitz in Österreich verpflichtende Mitgliedschaft an einer Sicherungseinrichtung.“

Gesetzliche Einlagensicherung.

Seit Anfang 2011 gilt in Österreich eine gesetzliche Einlagensicherung, mit der die Auszahlung des bei einer österreichischen Bank einliegenden Geldes sowohl für natürliche als auch für juristische Personen bis zu einem Gesamtbetrag von 100.000 Euro garantiert wird. Damit sind Kapital und Zinsen auf Girokonto, Sparbuch, Profitkonto und Bausparkonto je Bank und Einleger bis zu einem Gesamtbetrag von 100.000 Euro geschützt.

Gesetzliche Anlegerentschädigung. Die gesetzliche Anlegerent-

schädigung sichert Forderungen von Kunden gegenüber einer Bank ab, die sich aus Dienstleistungen in Bezug auf Wertpapiere ergeben können. Dies umfasst jene Fälle, in denen die Bank Gelder aus Wertpapiertransaktionen wie zum Beispiel Dividendenzahlungen auf unverzinste Konten gutschreibt und nicht mehr auszahlen kann, oder Wertpapiere nicht mehr zurückgegeben werden können. Natürliche Personen erhalten auf diesbezügliche Forderungen Entschädigungen bis maximal 20.000 Euro, juristische Personen oder Personengesellschaften hingegen 90 Prozent ihrer Forderung, höchstens jedoch 20.000 Euro. Der

Roberto Simoni, Leiter Vertrieb Italien der Tiroler Sparkasse in Innsbruck

Schutz der gesetzlichen Anlegerentschädigung steht dem Kunden zusätzlich zur Einlagensicherung zu: „Die in Österreich geltende Einlagensicherung und Anlegerentschädigung schützen Kunden in jenen Fällen, in denen sie ihr Vermögen von der Bank nicht mehr ausbezahlt bekommen, weil über das Kreditinstitut der Konkurs eröffnet, die Geschäftsaufsicht verhängt oder eine behördliche Zahlungseinstellung verfügt wurde“, erläutert Roberto Simoni.

Zusätzliche Sicherheit durch Haftungsverbund. Österreichi-

sche Kreditinstitute sind darüber hinaus gesetzlich verpflichtet, einer Sicherungseinrichtung anzugehören. Für Erste Bank und die österreichischen Sparkassen ist dies die Sparkassen-HaftungsAktiengesellschaft. „Um Kunden bessere Finanzleistungen und besseren Schutz bieten zu können, haben die Erste Bank und die Sparkassen einen Haftungsverbund gegründet“, so Simoni, „dieser bildet in Krisenzeiten ein zusätzliches Sicherheitsnetz. Die Sparkassen im Haftungsverbund haften wechselseitig für die Auszahlung von Kundeneinlagen bis zu 100 Prozent. Der Haftungsverbund sichert dabei währungsunabhängig sowohl Einlagen als auch Wertpapiere.“ 65


Faszinierende Welt der Fliesen und Böden Eine wahre Materialvielfalt und damit zahlreiche Gestaltungsideen für innen und außen bietet Domus bauexpert in Brixen.

Der neue Namenszusatz „Domus“ leitet sich aus dem lateinischen Begriff für Haus oder Wohnung ab und spiegelt als solcher das neue Markenkonzept des Bereichs Fliesen der bauexpert AG wider. Mit einer Vielzahl an hochwertigen Materialien und Belägen, von Fliesen, Steinen bis hin zu Holz- und Laminatböden, will Domus bauexpert zur bevorzugten Adresse für einzigartige Raum­ gestaltungen werden.

Extra

Haus & Garten

DOMUS BAUEXPERT

Raum für den individuellen Stil. Sich den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen zählt

mitunter zu den wichtigsten Dingen, die man im Leben erreichen möchte. Ob Haus oder Wohnung – jeder möchte sein Heim zu einem individuellen Wohlfühlort machen, wo er seine Individualität entfalten und gemeinsam mit Familie und Freunden seine schönsten Stunden verbringen kann. Domus bauexpert bietet hierzu ein breites Spektrum für geschmackvolles und stilbewusstes Einrichten: Ob für Küche, Bad, Wohnzimmer, Balkon oder Terrasse – mit einer großen Auswahl an Fliesen, Steinen, Holz- und Laminatböden sind den individuellen

Gestaltungsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt.

Persönliche Beratung. Wenn es

um das Eigenheim geht, sollte nichts dem Zufall überlassen werden. Die qualifizierten Domus-Berater unterstützen bei der Planung und Konzeption der Wohnräume. „Spezielle Einrichtungslösungen sowie sorgfältig ausgewählte und hochwertige Materialien verleihen den Räumen zeitlose Eleganz, Wärme und Wohnlichkeit. Wir bieten attraktive Gestaltungs­ideen, verbunden mit praktischer Nutzbarkeit“, unterstreicht Claudia

Daporta, Filialleiterin der Niederlassung von Domus bauexpert in Brixen. Für alle Oberflächen garantiert Domus bauexpert eine fachgerechte Verlegung durch qualifizierte und erfahrene Partner.

Neuer Showroom in Brixen. Seit

kurzem präsentiert sich der Ausstellungsraum in Brixen in neuer Optik – jetzt noch größer, umfangreicher und moderner. In angenehmer Atmosphäre wird der Kauf von Fliesen und Böden bei fachkundiger Beratung und zuverlässigem Service zu einem besonderen Erlebnis.

GESTALTEN MIT STIL.

NEUERÖFFNUNG Showroom Brixen

Sa, 17. Mai 2014 von 11:00 - 18.00 Uhr Feiern Sie mit uns! Festliche Einweihung mit musikalischem Rahmenprogramm. Kinderspaß mit Bobby ab 14.00 Uhr.

Der Verkaufspunkt für Fliesen, Stein, Holz- und Laminatböden. www.domus.bauexpert.it 66


GARTENBAUBETRIEB AUER HANSJÖRG

Freude, die wächst

seit dal

1930

Passend zur Pflanzensaison bietet die Gärtnerei Auer wieder viele Neuheiten und blühende Angebote, um das eigene Heim zu verschönern.

Brixen . 0472 836 329 . www.auer.it

IM MAI SAMSTAG NACHMITTAG GEÖFFNET

Das kompetente Berater- und Verkaufsteam der Gärtnerei Auer Damit am Balkon die Pflanzen gut blühen und gedeihen, bedarf es der besonderen Aufmerksamkeit bei Auswahl und Pflege. Besonders wichtig ist dabei, auf eine geeignete Qualität der Blumenerde zu achten, da diese die Grundlage für prachtvolles Gedeihen bildet. Die Erde soll den Wurzeln nicht nur Halt geben, sondern die Pflanzen auch ausreichend mit Wasser, Luft und Nährstoffen versorgen. Insbesondere für Blumenkästen, -töpfe und -kübel empfiehlt sich daher die Verwendung von Qualitätserde aus dem Fachhandel. Eine große Auswahl an Qualitätserde sowie ein umfangreiches Sortiment an Balkonpflanzen, darunter viele Klassiker, aber auch einige blühende Neuheiten, findet man in der Gärtnerei Auer in Brixen.

Denn sie lieben, was sie tun. Wer Tag für Tag mit Pflanzen zu tun hat und diese Arbeit mit viel Liebe erfüllt, hat auch ein Herz für all jene, die diese Liebe teilen. Die kompetenten Mitarbeiter der Gärtnerei Auer haben stets ein

offenes Ohr für die Anliegen der Kunden und stehen mit Rat und Tat diesen gerne zur Seite – sei es bei der richtigen Pflanzenwahl, der Innenraumbegrünung, der Garten- und Grabgestaltung sowie bei der Balkonkistenbepflanzung.

Muttertag ist Blumentag. Zum

Ehrentag der Mütter am 11. Mai bietet die Gärtnerei Auer auch heuer wieder eine Vielzahl schöner Blumen- und Pflanzenkreationen, die als kleines oder großes Dankeschön das Herz einer jeden Mutter höher schlagen lassen.

Bio-Kräuter und Bio-Gemüse.

Seit Jahren produziert die Gärtnerei Auer biologische Kräuter und Gemüse unter der Eigenmarke BioPlant®. Diese werden rein biologisch und ohne Zusatz von künstlichen Düngern oder chemisch-synthetischen Spritzmitteln in Südtirol produziert und unterliegen regelmäßigen BioKontrollen. Wo BioPlant® draufsteht, ist damit auch 100 Prozent Natur drin.

Entdecken Sie unser großes Angebot an verschiedenen Balkon- und Beetpflanzen, die wir monatelang eigens für Sie herangezogen haben.

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Gutscheinheft. Blocchetto dei buoni.

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ARREDIS GMBH

Haus & Garten

„Wärmstens zu empfehlen!“

Extra

Welche Vorteile bringt schlüsselfertiges Umbauen und Sanieren mit Arredis? Familie Rabensteiner vom Gasthaus Walther von der Vogelweide in Klausen weiß dies aus erster Hand zu berichten.

Begeistert von Arredis als Baupartner: Familie Rabensteiner vom Gasthaus Walther von der Vogelweide in Klausen „Im Laufe der Jahre hatten wir bereits öfters verschiedene Umbauarbeiten im Gastbetrieb durchgeführt“, erzählt Konrad Rabensteiner vom Gasthaus Walther von der Vogelweide in Klausen, „doch erstmals haben wir diese Arbeiten schlüsselfertig abwickeln lassen – und waren schlichtweg begeistert! Bis dahin haben wir gar nicht gewusst, dass man auch ganz ohne Stress und ohne unliebsame Überraschungen hinsichtlich Zeitverzögerungen und Mehrkosten bauen kann.“ Beim betreffenden Umbau handelte es sich um die komplette Neugestaltung des etwas in die Jahre gekommenen Eingangs-, Bar- und Empfangsbereiches des historischen Gastbetriebes, der als wichtiger erster Kontaktpunkt für Haus- und Restaurantgäste in ein zeitgemäßes Erscheinungsbild verwandelt und den Arbeitsbedingungen optimal angepasst werden sollte.

Ein Ansprechpartner für Konzept, Planung und Koordination. Den Auftrag für die Umge-

staltung wurde Arredis GmbH erteilt, einem Profi für Planung und Ausführung schlüsselfertiger Umbauprojekte, Sanierungen und Raumgestaltungen im Objekt- und Wohnbereich. Angebahnt hatte sich der Kontakt beim täglichen Mittagessen: Seitdem Arredis im Jahr 2012 seinen Firmensitz von Barbian nach Klausen verlegt hatte, kehrt das Arredis68

Das historische Gasthaus Walther von der Vogelweide in Klausen Team regelmäßig im Restaurant zu Mittag ein. Man kannte sich, war ins Gespräch gekommen, und irgendwann im Spätherbst 2013 bat Familie Rabensteiner Arredis um ein schlüsselfertiges Einrichtungskonzept mit Gesamtplanung und -koordination aller handwerklichen Arbeiten. „Einen einzigen Ansprechpartner für die gesamten Umbauarbeiten zu haben bedeutete für uns eine enorme Erleichterung im laufenden Betrieb“, erläutert Gabi Rabensteiner. „Beeindruckend war, wie umgehend Arredis mit dem Projekt begann. Es wurden Fotos gemacht, die Arbeitsabläufe im Barbetrieb und Empfangsbereich aufmerksam beobachtet, ein Raumkonzept mit Rendering ausgearbeitet und ein Gesamtangebot mit verbindlicher Zeit- und Kostengarantie unterbreitet. Die professionelle Vorgehensweise hat uns ein enorm gutes Gefühl gegeben, und so wussten wir, dass wir richtig entschieden hatten.“

gut organisiert die Arbeiten abgewickelt wurden und alle Beteiligten zusammenarbeiteten. Bis zum Schluss waren manchmal bis zu zwanzig Handwerker im Haus. Nie gab es irgendwelche Spannungen, jeder sprang ein, wann immer eine weitere Hand gebraucht wurde“, erzählt Konrad Rabensteiner. „Wir haben viel gebaut, doch noch nie hatten wir eine dermaßen reibungslose und gute Zusammenarbeit erlebt. Schlüsselfertiges Umbauen mit Arredis ist wärmstens zu empfehlen!“ Zu schätzen wusste Familie Rabensteiner auch, dass Arredis bei

der Wahl von externen Partnern in Absprache deren langjährigen Vertrauenspartner heranzog, alle Preisverhandlungen führte und damit nicht nur ein verbindliches Gesamtangebot, sondern letztlich auch eine einzige Gesamtrechnung erstellte. „Beim Raum- und Einrichtungskonzept hat Arredis ausnehmend guten Geschmack bewiesen, wobei wir bei den Materialien stets noch unter einigen Mustern auswählen und unsere Wünsche selbst während der Umbauphase noch einbringen durften“, so Gabi Rabensteiner. „Dass Arredis nach

Der neue Eingangs-, Bar- und Empfangsbereich erstrahlt in zeitloser Eleganz

Erste Herausforderung: Straffe Zeitplanung. Eine Herausforde-

rung bildete die straffe Zeitplanung: Im November wurde das Raumkonzept erarbeitet, Anfang Dezember das Angebot erstellt, Mitte Dezember der Auftrag erteilt. Die Bauarbeiten begannen gleich nach den Weihnachtsfeiertagen und sollten innerhalb der fünfwöchigen Betriebsferien abgeschlossen werden. „Es war richtig schön mitzuerleben, wie

Die neuen Bodenbeläge vom Eingangs- und Durchgangsbereich erstrecken sich auf den Treppenaufgang; in die Nische wurde ein neuer Arbeitsbereich integriert, der viel Freiraum im Durchgangsbereich lässt


Die bestehende Haustür wurde innen abgelaugt und fügt sich damit harmonisch in die neue Einrichtungslandschaft in Holz- und Naturlederoptik Ende der Umbauarbeiten dann noch eigens vorbeikam, um uns beim zahlreichen Bilderaufhängen zu helfen, hat uns restlos begeistert.“ Die Umbauarbeiten wurden exakt im vorgegebenen Zeitrahmen fertiggestellt, sodass der Gastbetrieb planmäßig am 14. Februar wieder seine Tore öffnen konnte. „Viele unserer einheimischen Gäste hatten deshalb vom Umbau gar nichts erst mitbekommen, sodass der eine oder andere im ersten Moment bei Betreten des gänzlich umgestalteten Eingangsbereiches sogar glaubte, sich in der Tür geirrt zu haben“, schmunzelt Gabi Rabensteiner.

Perfektes Zusammenspiel von Funktionalität und Design. Der neue Bar- und Empfangsbereich im geschichtsträchtigen Gasthaus vereint Funktionalität und Design auf hohem Niveau. Ein neuer Thekenbereich wurde optimal auf die Arbeitsabläufe ausgelegt, mit großzügigen Arbeitsflächen und Stauräumen im Innenbereich. Außen mit weißem Südtiroler Naturstein verkleidet sowie mit bequemen Barhockern bestückt, lädt er zum Verweilen ein. Eine bestehende tragende Säule wurde in die neue Theke integriert und durch verschiedene Spachtel-Verputztechniken und raffinierten Farbeffekten optisch verschmälert. Dem Barbereich wurde ein stehender Kassa- und Empfangsbereich angefügt, der die reibungslose Abwicklung aller Formalitäten im laufenden Barbetrieb erleichtert. Ein dem Thekenbereich gegenüberliegender erhöhter Sitzbereich in eleganter Echtleder- und Holzoptik schmiegt sich nahtlos an die leicht unebenen historischen Steinmauern, bestehende Mauernischen wurden harmonisch in das Einrichtungskonzept integriert. In der angrenzenden Pizzeria wurde das

Deckengewölbe freigelegt, ebenso im Speisesaal, in dem auch die ehemalige Wandbekleidung aus dunklem Holz entfernt wurde, was den Raum nun optisch wesentlich größer erscheinen lässt. Neu sind auch die Bodenbeläge im Eingangs- und Durchgangsbereich samt Bodenheizung, ebenso die Vernetzung der Musikanlage im gesamten Gebäude. Einen weiteren Blickfang im Eingangsbereich bietet die alte Eingangstür, die im Zuge der neuen Raumgestaltung abgelaugt worden ist. Nun entfaltet sie passend zur restlichen Einrichtung ihre ganze Schönheit in edler Naturholzoptik. Das im Eingangsbereich passend zur Einrichtung umgesetzte Lichtkonzept sorgt für ein gemütliches Raumambiente und zugleich für ideale Arbeitsbedingungen.

Edler Materialmix, integriertes Lichtdesign sowie optimale Raumnutzung machen die neue Theke zur zentralen Wohlfühlinsel im Eingangsbereich wobei sich das Tätigkeitsspektrum im Laufe der Jahre auch auf den Wohnbereich ausgedehnt und auf verstärkte Nachfrage seitens der Kunden von der Einrichtung bis hin zur Abwicklung aller anfallenden Arbeiten erstreckte. Heute bietet Arredis schlüsselfertige Einrichtungskonzepte mit verbindlicher Preis- und Termingarantie im Objekt- und Wohnbereich bei Neubau, Umbau und Sanierung, im näheren Einzugsgebiet auch punktuelle Raumlösungen wie zum Beispiel Badsa-

nierungen. Dazu übernimmt Arredis die gesamte Planung, Koordination und fachgerechte Ausführung aller anfallenden Arbeiten, die das Unternehmen mit langjähriger Erfahrung und viel Know-how größtenteils durch das eigene, vielseitige Handwerksteam sowie mit einheimischen Partnern abwickelt. Der Rundumservice reicht bis hin zur Unterstützung bei der bürokratischen Abwicklung und Beratung für die Inanspruchnahme finanzieller Förderungen.

Zweite Herausforderung: historische Bausubstanz. Neben der

straffen Zeitplanung stellte vor allem die historische Bausubstanz des unter Denkmalschutz stehenden Stadthauses aus dem 13. Jahrhundert für Arredis die größte Herausforderung dar. So waren die Eingriffe in die bestehende Gebäudestruktur auf ein Minimum zu halten. Zum anderen konnten manche Installationsarbeiten erst im Zuge des Umbaus genau definiert werden, da beispielsweise der Bodenaufbau des historischen Gebäudes nicht bekannt war und erst in einem zweiten Moment ermittelt werden konnte. Unter diesen Bedingungen galt es, ein zeitgemäßes Einrichtungskonzept zu erarbeiten, das die Anforderungen an die Arbeitsabläufe optimal erfüllte und sich innerhalb der Zeit- und Kostenplanung bewegte.

Schlüsselfertige Raumlösungen. Arredis GmbH kommt

ursprünglich aus dem Bereich der gewerblichen Objekteinrichtung,

Umbauen & Einrichten … … auf entspannte Art Wir realisieren Ihren Umbau fix und schlüsselfertig. So bleibt Ihnen mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben.

Klausen • Tel 0472 971 377 • www.arredis.it

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Impressum Training die kleinen Fehler, welche ihr noch anhaften, ausbessert, so kann sie ein schwerer Gegner für erstklassige Mannschaften werden.

Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixner.info Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Assistenz Chefredaktion: Doris Brunner (db), Tel. +39 0472 060211 doris.brunner@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Annamaria Mitterhofer (amm) Ingo Dejaco (id) Johanna Bernardi (jb) Evi Hilpold (eh) Anton Rainer (ar) Irene Dejaco (ird) Carmen Plaseller (cp) Andrea Bodner (ab) Hanna Hofer (hh) Barbara Fuchs (bf) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Evelyn von Mörl, Tel. +39 0472 060209 evelyn.vonmoerl@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint um den 25. Mai 2014 Nächster Redaktionsschluss: 10. Mai 2014 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info

Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 70

Automobilverkehr Brixen-Vintl April 1914

Radium-Experimental-Vortrag Samstag, 4. April 1914 Über das Radium, jenes neue Element, von dem gegenwärtig auf der ganzen Erde nur zirka 12 Gramm existieren, wird am Montag, 6. April, abends 8 Uhr im Saal des Hotel Tirol der Dresdener Physiker Herr Hermann Scheffler einen Vortrag halten und dabei die wunderbaren Eigenschaften dieses seltenen und kostbaren Stoffes in interessanten Experimenten zur Anschauung bringen. Der Vortragende ist kein Neuling auf dem Gebiete der Popularisierung der modernen Naturwissenschaft. Es sei jeden geraten, diese seltene Gelegenheit , mit dem Radium bekannt zu werden, wahrzunehmen, um so mehr, als der Vortragende in klarer, allgemein verständlicher Weise die ganze Radiumforschung behandeln und die Eigenschaften dieses Elements mit einer Radiummenge im Werte von 6000 K vorführen wird.

Donnerstag, 9. April 1914

le jene Wähler sofort dortselbst melden, die überhaupt keine Papiere erhalten haben. Im Übrigen werden schon heute in der Redaktion der „Brixener Chronik“ bereitwilligst alle Auskünfte in Wahlangelegenheiten erteilt.

Fußball-Wettspiel in Brixen Samstag, 11. April 1914 Zum Fußball-Wettspiel in Brixen schreibt man uns: Vor einer großen

Wie wir hören, wird bereits in den Osterfeiertagen die Aufnahme des täglichen Automobilverkehrs Brixen-Vintl und Retour erfolgen, allerdings vorerst nur probeweise auf einige Monate, um für die Rentabilitätsberechnungen sichere Anhaltspunkte zu bekommen. Der ziemlich große Autobus der Saurerwerke mit 25 Sitzen, mittelst welchem bereits im Vorjahre mehrere Probefahrten unternommen wurden, ist am Dienstag, 7. April, hier eingetroffen. Wir hoffen, in der Osternummer nähere Angaben über den Verkehr veröffentlichen zu können.

An die Wähler in Brixen! Donnerstag, 23. April 1914 Die Vorarbeiten für die Landtagswahlen sind seitens der Behörden fast abgeschlossen. In den letzten Tagen hat die Polizei an die Parteien die Wahlpapiere, weißen Stimmzettel, weiße Legitimation und Kuvert für die Allgemeine Kurie, Wahltag 27. April, und für die Zenskurie die grünen Legitimationen, Stimmzettel und Kuverte, Wahltag Mittwoch, 29. April, ausgeteilt. Die Steuerträger gehen beidemale zur Wahl, es kann jedoch am Montag nur mit den weißen Papieren, am Mittwoch nur mit den grünen Wahlpapieren gewählt werden. Sollten bei Austeilung der Wahlpapiere Verwechslungen der grünen und weißen Wahlpapiere vorgekommen sein, so mögen sich die Wähler beim Stadtmagistrate melden. Ebenso müssen sich al-

Zuschauermenge, die mit regem Interesse den Wettkampf des hiesigen jungen Fußballklubs gegen den Meraner Sportklub verfolgte, wurde letzten Sonntag das Spiel, das zu einem glänzenden Siege des Fußball Brixen, 9:1, führte, ausgetragen. Während die ersten 15 Minuten ein ziemlich scharfes Spiel gespielt wurde, da beide Parteien die Führung erlangen wollten und der Schiedsrichter seiner Aufgabe nicht gewachsen war, konnte man hernach ein schönes Kombinationsspiel in der hiesigen Mannschaft, insbesondere in der Sturmreihe, sehen. Die zweite Hälfte der Spielzeit hatten die Brixener ganz für sich, und Meran mußte sich sehr anstrengen, daß die Torzahl zugunsten der Brixener nicht noch größer wurde. Wenn die hiesige Mannschaft durch fleißiges

Die „Brixener Chronik“ wurde 1888 gegründet und erschien bis 1925. Die Idee, die Zeitungsartikel aus der „Brixener Chronik“ auszuwählen und zu veröffentlichen, stammt von Günther Eheim (1944-2010) aus Brixen. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige Kuriositäten werden ohne Korrektur beibehalten.


KUNSTSTOFFVERPACKUNG 1 Recyclinghof

+6 Mini-Recyclinghöfe

SAUBERE =1STADT Seit April sammelt die Stadtwerke B r i x e n A G Ve r p a c k u n g a u s Kunststoff auch in sämtlichen Minirecyclinghöfen im Gemeindegebiet von Brixen.

WO ABGEBEN?

Sie können Verpackungsabfall aus Plastik nicht nur im Recyclinghof in der Brixner Industriezone anliefern, sondern auch in den Minirecyclinghöfen in Milland, Afers, Elvas, Pfeffersberg, Rosslauf und St. Andrä. Die angelieferten Verpackungen müssen leer und sauber sein, dürfen also keinerlei Rückstände aufweisen.

WIESO TRENNEN?

Mit der getrennten Sammlung reduzieren Sie Ihre Restmüllmenge und tragen zum nachhaltigen Umgang mit Wertstoffen bei.

SOMMERDUFT

Spüren Sie auch schon den Sommer in der Luft? Am 7. Juni eröffnet die Acquarena die Freibad-Saison!

WANN IST DAS SCHWIMMBAD OFFEN?

Sonne, Wasser, Ballspiele: Das Freiareal der Acquarena mit Sportbecken, Funbecken, Planschbecken, Kinderspielbereich und den rundum erneuerten Beachvolleyball- und Beachsoccerfeldern lockt vom 7. Juni bis 17. August von 9 bis 19.30 Uhr und vom 18. August bis 7. September von 9 bis 18.30 Uhr. Das Hallenbad bleibt den ganzen Sommer über bis 22 Uhr offen.

WAS GEHÖRT DAZU?

Was im Detail zu Kunststoffverpackungen gehört, erfahren Interessierte auf der Homepage der Stadtwerke Brixen AG bzw. direkt von den Mitarbeitern der Recyclinghöfe.

ÜBRIGENS

Sämtliche Dienstleistungen der Stadtwerke Brixen AG finden Sie in der Kundenbroschüre „Servicekatalog“, die bei den Stadtwerken, der Acquarena und im Forum Brixen kostenlos aufliegt. Online ist der Katalog auf der Internetseite der Stadtwerke Brixen AG abrufbar.

07.06.–17.08. FREIBAD 9–19.30 Uhr

18.08.–07.09. FREIBAD 9–18.30 Uhr HALLENBAD IMMER 9–22 Uhr

= SOMMER-

VERGNÜGEN

WANN IST DIE SAUNA OFFEN?

Bewusstes Schwitzen und Abkühlen sind auch im Sommer gesund! Die Sauna der Acquarena ist ab 7. Juni täglich von 11 bis 22 Uhr offen. Donnerstags ist der gesamte Saunabereich mit Finnischen Saunen, Bio-Sauna, Thalasso-Kabine, Dampfbad und Ruheräumen von 10 bis 16.45 Uhr für die Damen reserviert; bis 22 Uhr bleiben die Damen im exklusiven Ambiente auf der Sonnenterrasse samt Panoramasauna unter sich; davon abgesehen steht den Herren ab 16.45 Uhr die gesamte Sauna zur Verfügung.

SOMMERFRISCHE

Die Summercard gilt ab 17. Mai 2014. Auf zum Kurzurlaub in die Acquarena!

TREFFPUNKT

Wussten Sie, dass das Forum Brixen auch den Saal im Gemeinschaftszentrum „Oratorio Don Bosco“ verwaltet?

BÜHNE FREI FÜR IHRE IDEEN Im Saal mit vorgelagertem Foyer finden 150 Personen Platz. Ein idealer Raum für Proben oder Theateraufführungen oder zur Umsetzung Ihrer ganz eigenen Idee!

Stadtwerke Brixen AG Alfred-Ammon-Str. 24 39042 Brixen Tel. 0472 823 500

Forum Brixen Romstraße 9 39042 Brixen Tel. 0472 275 588

Acquarena Altenmarktgasse 28/b 39042 Brixen Tel. 0472 268 433

mail@asmb.it www.asmb.it

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Brixner 291 - April 2014