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Mode & Accessoires

Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Jahrgang 18 · März 2007

SSV Brixen Handball in Krise

Abstieg in Sicht? BRIXEN

Steht das Haus der Solidarität in Milland vor dem Aus?

PORTRAIT

Paula Bacher Marcenich widmet sich seit ihrer Pensionierung der Politi

MUSIK

Nachwuchsförderung: Das „Jugendsinfonieorchester Südtirol“

INTERVIEW

LR Michl Laimers klare Worte zu Klimawandel und Raumordnung


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Editorial

Politik & Gesellschaft 6 10 12 14

| | | |

>>> 6

Thema: Haus der Solidarität Milland: Lösung gesucht Baupläne in Schabs Humanistisches Gymnasium Vinzentinum: Von wegen verstaubt Interview mit Elda Letrari Cimadom: „Ideen haben wir viele“

Menschen & Meinungen

>>> 20

20 | Portrait: Stadträtin mit Biss 25 | Pro und Contra 27 | Umfrage: Gleiche Chancen

Kunst & Kultur 

>>> 28

28 | Thema: Jugendorchester Südtirol: Junge Sinfonie 30 | „just alpin“: Klänge jenseits der Alpen 31 | Komödie Brixen: Der Komödie zweiter Teil

Freizeit & Sport 

>>> 36

36 | Thema: SSV Brixen Handball: Abstieg in Sicht?

Wirtschaft & Umwelt

>>> 42

42 | Thema: Interview mit Landesrat Michl Laimer 48 | Positiveres Image für Ensambleschutz 50 | Gefräßiger Schädling

Extra 56 | Mode & Accessoires

>>> 63

Anruf hätte genügt Während ich diese Zeilen schreibe, schneit es in Brixen wie im tiefsten Winter, auch wenn die bereits frühlingshafte Temperatur des Bodens ein „Unlegn“ verhindert. Ich darf die Meinung der meisten Klimaforscher nachplappern: Der heurige außerordentlich warme Winter hat nur sehr bedingt mit dem Klimawandel zu tun, der in sehr viel subtilere Weise auf uns zukommt – im ZehntelGrad-Bereich pro Jahr. Dies ändert nichts an der Tatsache, dass der Klimawandel eigentlich eine Klimakatastrophe ist, die unser Leben in den nächsten Jahrzehnten maßgeblich beeinflussen kann. Auch der für Umwelt zuständige Landesrat Michl Laimer ist sich dessen bewusst und liest uns Bürgern im Gespräch mit dem „Brixner“ die Leviten: Ein Paradigmenwechsel sei erforderlich, damit der Klimawandel nicht zur Apokalypse führt. Aber: Die heutige Situation sei auch eine Chance, längst fällige Lösungsansätze einzuleiten, weil bisher sowohl in der weltweiten Politik als auch in der Bevölkerung die Bereitschaft dazu gefehlt hat. Laimer positioniert sich mit dieser selten klaren Sprache als „Grüner“ innerhalb der Südtiroler Volkspartei. Auch dies war längst fällig: Die stärkste Partei unseres Landes galt (bisher) nicht unbedingt als umweltfreundlich – vielleicht zu Unrecht. Eigentlich hatten wir für diese Ausgabe auch ein Interview mit einem weiteren Michl geplant, und zwar mit Michl Niederwieser, derzeit Trainer der Brixner Handballer. Wie prekär und heikel er die derzeitige sportliche Situation seiner Mannschaft und seines Jobs sieht, beweist die Tatsache, dass Niederwieser am Tag nach dem Interview ein Mail an den Redakteur Thomas Oberrauch, ein Mail an mich und – sicherheitshalber – ein Fax an die Redaktion schickte, mit dem er einen Abdruck des Interviews verhinderte. Ein Anruf hätte auch genügt.

Ihr Willy Vontavon

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Politik & Gesellschaft

HAUS DER SOLIDARITÄT IN MILLAND

Lösung gesucht Steht das Haus der Solidarität in Milland vor dem Aus? In seinem jetzigen Zustand kann es nicht länger betrieben werden, eine kostenintensive Sanierung ist unumgänglich. Die darin beheimateten Vereine suchen fieberhaft nach einer Lösung, um ihren Standort nicht verlieren zu müssen.

Die Idee eines Zentrums der

Solidaritätsarbeit reicht in die 90er Jahre zurück und ist eng verbunden mit den Tätigkeiten der OEW (Organisation für eine solidarische Welt), der größten Organisation Südtirols aus dem Bereich Entwicklungshilfe. Der Verein, der in der Brixner Altstadt bereits an verschiedenen Orten angesiedelt war, litt immer wieder an Platzmangel. Der Wunsch, dieses Problem dauerhaft zu lösen, schien greifbar, als im Jahr 2000 das ehemalige Schülerheim Xaverianum in Milland frei wurde und die Comboni Missionare der OEW die Führung des nunmehr leer stehenden und sanierungsbedürftigen Hauses anboten. Doch dem Verein fehlten die 

personellen Ressourcen für die Führung des gesamten Gebäudes, und auch die Comboni Missionare wollten diese Aufgabe nicht übernehmen. So kam es zur Bildung einer mehrköpfigen Gruppe, die den inhaltlichen und strukturellen Rahmen für die Nutzung des Hauses erarbeitete. Aus ihr erwuchs 2002 der Trägerverein „Haus der Solidarität“. Das Haus sollte zur Plattform werden für Vereine und Organisationen aus dem ökosozialen Bereich, ein Ort der Begegnung und der solidarischen Auseinandersetzung mit dem gemeinsamen Anliegen, Alternativen für eine sozialere, gerechtere und lebenswertere Zukunft zu entwickeln.

Als erster Mieter zog die

OEW in das Haus. Bald fanden sich weitere Organisationen und Gruppen, die sich mit den Inhalten identifizierten und das Raumangebot gerne nutzten, darunter der Tauschmarkt „Pumuckl“, die Waldorfschule, die Agentur helios sowie die Initia­ tivgruppe plattform HdS. Die häusliche Nachbarschaft bildete von jeher kein bloßes Nebeneinander, sondern war geprägt vom Gedanken der Vernetzung, der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Austausches. Das Haus dient immer wieder auch als temporäre Unterkunft für Obdachsuchende verschiedenster Herkunft. Einen Steinwurf vom HdS entfernt liegt

Pater Sylvester Engl: „Für den Brixner Standort der Comboni Missionare muss eine finanzielle Grundlage geschaffen werden“ das Ordenshaus der Comboni Missionare. Es ist der südlichste und gleichzeitig älteste der neun Comboni Standorte in der deutschsprachigen Provinz. Wie viele kirchliche Bereiche leidet auch der Orden der Comboni Missionare unter Nachwuchsmangel, was zur zunehmenden Veralterung des Ordens führt. „Die ganze Provinz ist aus diesem Grund in einer Phase der Umstrukturierung“, erzählt Pater Sylvester Engl, der Leiter des Brixner Comboni-Standorts. Weil die Anzahl der Missionare seit einigen Jahren kontinuierlich zurückgeht, ist es durchaus möglich, dass mehrere der neun Häuser mittelfristig geschlossen werden. Dass Brixen als Standort auf jeden Fall erhalten bleibt, gilt schon länger als beschlossen. Deshalb musste das Haus umfangreich saniert wer-

Foto: Ingo Dejaco

D

„Damit die ganze Welt ein Haus der Solidarität wird“. Bischof Wilhelm Egger fand lobende Worte für das „Haus der Solidarität Luis Lintner“ in Milland, als es am 1. Juni 2003 im Rahmen des ersten Zugluftfestes eingeweiht wurde. Inzwischen sind fast vier Jahre vergangen. Die Tätigkeiten im „HdS“ sind von Jahr zu Jahr sowohl umfang- als auch abwechslungsreicher geworden. Doch die Zukunft des Hauses in seiner jetzigen Form ist nicht gesichert: Ende Juni dieses Jahres läuft der fünfjährige Leihvertrag aus. Er wurde zwar bereits um ein Jahr verlängert, wie es danach aber weiter gehen soll, ist derzeit noch ungewiss.

den, um den künftigen Anforderungen – etwa als altersgerechte Struktur – gewachsen zu sein.

Um es zu erhalten, brauchen

die Comboni Missionare jedoch eine solide finanzielle Grundlage, die derzeit nicht gegeben ist. Die Landwirtschaft wirft wenig ab, die Spendengelder fließen in die Mission, und das „Haus der Solidarität“ wird dem Trägerverein unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Man ist deshalb in eine Planungsphase getreten, in der für das gesamte Areal eine Zweckbestimmung gesucht wird – also auch für das „Haus der Solidarität“, das in seinem jetzigen Zustand auf längere Sicht nicht betrieben werden


Das Haus der Solidarität in Milland: Für das gesamte Areal wird derzeit eine neue Zweckbestimmung gesucht; das HdS kann in seinem jetzigen Zustand nicht auf längere Sicht betrieben werden

kann. Allein die Energiekosten, die es Jahr für Jahr verschlingt, sind äußerst hoch. Auch deshalb ist eine Sanierung des Gebäudes unumgänglich – ein enormer Aufwand für ein so großes Haus, weshalb auch ein Abbruch nie gänzlich ausgeschlossen wurde. Die Kubatur indes, die es fasst, ist wertvoll. Das war nie ein Geheimnis, verleitet aber gerne zu allerlei Spekulation.

Vonseiten des Landes gab

es bereits Überlegungen, einen Teil des Hauses wiederum als Schülerheim zu adaptieren. Die Idee wurde auf Grund besserer Alternativen wieder verworfen. Die Comboni Missionare sind

noch am Suchen: ausgearbeitete Pläne, wie das Haus selbst, seine Kubatur oder Teile davon künftig genutzt werden könnten, liegen derzeit noch keine vor. Die Mieter des HdS haben hingegen ein klares Ziel:

der die Interessen der Mieter vertritt, ist schon länger um eine Lösung des Problems bemüht und dabei nicht untätig geblieben. Verschiedene Szenarien wurden geprüft, wie die Struktur effizienter geführt werden

„Das derzeitige Problem des HdS darf man nicht allein auf die Comboni Missionare schultern“ _Gründungsmitglied Heiner Schweigkofler das Haus der Solidarität sollte mit seinen derzeitigen Inhalten erhalten bleiben. Der Vorstand des Trägervereins,

könnte. In Gesprächen mit dem Landesamt für Luft und Lärm etwa wurde eine modellartige Grundsanierung angedacht, die

das Haus von einem Großteil seiner Energiekosten befreien könnte. Doch schon durch eine Vielzahl kleinerer Maßnahmen, die von der neuen Hausführung erarbeitet wurden, konnten die Kosten bereits punktuell entschärft werden. Die großen Brocken aber bleiben bestehen.

„Die Zeit drängt“. Mit diesen

Worten öffnete die Vorsitzende Petra Erlacher die vorgezogene Vollversammlung des Trägervereins Mitte Februar dieses Jahres. Bei einer möglichen Vertragsauflösung Ende Juni 2008 wären die Organisationen schon bald angehalten, sich nach räumlichen Alternativen umzusehen. In diesem Sinne 


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sollte die Vollversammlung zur Klärung beitragen, ob und wie das Projekt „Haus der Solidarität Luis Lintner“ am Leben erhalten werden kann und in welcher Form. Neben den verschiedenen Vertretern der Mitgliedsorganisationen und den Hausbewohnern nahmen auch Comboni Pater Sylvester Engl, der Leiter des Diözesanen Missionsamtes Robert Anhof, Caritas-Direktor Heiner Schweigkofler und Bürgermeister Albert Pürgstaller an der Vollversammlung teil. In der von Bertram Nejedly moderierten Versammlung war angesichts der brisanten Lage eine besondere emotionale Stimmung spürbar. Nach einer besinnlichen und musikalischen Einführung wurden rund ein Dutzend verschiedene Stellungnahmen und Sichtweisen abgegeben, die ein breites und differenziertes Bild der aktuellen Lage zeichneten.

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stellvertretend für die Comboni Missionare die momentane Situation des Ordens aus personeller und wirtschaftlicher Sicht und der sich daraus resultierenden Notwendigkeit, für den Standort Brixen eine finanzielle Grundlage zu schaf-

Das Zugluftfest im HdS als Festival der Begegnung und solidarischer Auseinandersetzung für eine sozialere Zukunft fen. Er betonte aber auch ausdrücklich, dass „aus dem HdS etwas Großartiges geworden“ sei und dass die Zielsetzungen des Hauses viel mit den Comboni zu tun haben. Petra Erlacher erzählte vom Versuch des Trägervereins, ein Konzept zu skizzieren, das das Haus auf eine breite und solide finanzielle Basis stellen, neue Partner ins Auge fassen und die wirtschaftlichen Aspekte der Comboni berücksichtigen soll. Dieses Konzept ließe sich aber nur dann umsetzen, wenn es eine langfristige Perspektive zur Nutzung des Hauses gebe. CaritasDirektor Heiner Schweigkofler, selbst Gründungsmitglied des Hauses, lobte „das Projekt, das hier entstanden ist“ und brachte zum Ausdruck, dass „die Arbeit im Haus der Solidarität die Stadt Brixen zum Solidaritätsstandort im Lande“ macht. Er verwies aber auch darauf, dass man das derzeitige Problem nicht „auf den Comboni Missionaren allein schultern darf“, sondern dass es die Verantwortung und


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Foto: Oskar Zingerle

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den Einsatz vieler braucht. Bürgermeister Pürgstaller dankte ausdrücklich den Comboni Missionaren dafür, dass sie das Haus bisher unentgeltlich zur Verfügung gestellt haben und unterstrich die Bereitschaft der Gemeinde Brixen, an der Lösung des thematisierten Problems mitzuhelfen. Im Bezug auf den urbanistischen Aspekt unterstrich er, dass die Gemeinde erst am Beginn der Ausarbeitung des Masterplans stünde und es für die Zone noch keine Pläne gebe. Auf die Information der Comboni bauend, formulierte Pürgstaller zwei denkbare Varian­ten für das HdS: eine Reduzierung der Tätigkeiten auf die Kernkompetenzen im Haus und einer möglichen Auslagerung einzelner Organisationen oder der Transfer des gesamten Projekts in eine neue Struktur. In vielen weiteren Statements wurden die inhaltlichen Besonderheiten des Hauses herausgestrichen, die einzigartigen Synergien, die das Haus bietet, aufgezeigt. Es gab keinerlei Zweifel, dass das Entstandene gelungen ist und dass es sich lohnt, sich

Das Haus der Solidarität ist sichtlich in die Jahre gekommen für dessen Fortbestand einzusetzen. In der mehr als dreistündigen Vollversammlung konnte erwartungsgemäß keine konkrete Lösung gefunden werden, aber der Weg hin zu einer Lösung wurde vorgezeichnet: Eine mehrköpfige Arbeitsgruppe soll in den nächsten sechs Monaten unter Berücksichtigung sämtlicher Aspekte inhaltlicher und wirtschaftlicher Natur einen Lösungsvorschlag erarbeiten.

Frühestens im Herbst also

wird man wissen, wie die Zukunft des HdS tatsächlich aussieht. Man wird sehen, ob und in welcher Form dieses für Brixen einmalige Ensemble solidarischer Tätigkeiten erhalten bleibt. ingo.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Baupläne in Schabs In Schabs wird in diesem Jahr die Bushaltestelle verlegt sowie ein Lagerraum und ein Schießstand für die Schabser Schützenkompanie errichtet.

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Foto: Oskar Zingerle

Politik & Gesellschaft

NATZ SCHABS

m Rahmen der Gemeinderatssitzung präsentierte Flo­ rian Gasser, Vizebürgermeister der Gemeinde Natz Schabs, die Pläne für zwei Bauvorhaben für Schabs, mit deren Verwirklichung noch 2007 begonnen wird. Beim ersten Projekt handelt es sich um die Verlegung und Neuerrichtung der Bushaltestelle am südlichen Dorfausgang. Das zweite Projekt umfasst den Bau von Lagerräumen am Schabser Sportplatz, wobei in diesem Gebäude auch der Schießstand für die Schabser Schützenkompanie „Peter Kemenater“ untergebracht werden soll.

Noch in diesem Jahr erhält Gasser. Ein mit großen HinweisSchabs eine neue Bushaltestelle für jene Busse, die in Richtung Brixen fahren – die bereits bestehende Haltestelle wird dann aufgelassen werden. Der neue Standort befindet sich entlang der Staatsstraße Nr. 49, nur etwas nach Norden verschoben. Somit liegt sie gegenüber der vor einigen Jahren errichteten Bushaltestelle für jene Busse, die ins Pustertal unterwegs sind. Für die Schabser Fahrgäste bleibt jedoch das Problem bestehen, dass sie die Straße oberirdisch überqueren müssen, um die Bushaltestelle zu erreichen: „Eine Unterführung lässt sich an diesem Ort kaum verwirklichen und ist zu teuer“, erklärte hierzu Vizebürgermeister Florian

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schildern gekennzeichneter Zebrastreifen soll jedoch ein relativ gefahrloses Überqueren ermöglichen. Ebenfalls noch in diesem Jahr wird von der Bushaltestelle für die Pustertaler Busse ein Gehweg in Richtung Carabinieri-Station errichtet, von dem zukünftig ein Gehsteig in die Förche weitergeführt wird. Da für diesen Bau jedoch noch keine Gelder vorhanden sind, wird dieser Gehweg erst im kommenden Jahr Realität werden. Sofern eine Einigung mit dem Grundeigentümer möglich ist, werden auf dem kleinen Grundstück zwischen der Staatsstraße und der Dorfeinfahrt auch einige Parkplätze angelegt. Die Kosten für

die Bushaltestelle und den ersten Gehsteigabschnitt belaufen sich auf 185.000 Euro, wovon 150.000 Euro mit einem Landesbeitrag gedeckt werden. Im Herbst dieses Jahres sollen sowohl die Bushaltestelle als auch der erste Teil des Gehweges benutzbar sein.

Im Sommer ist am Sportplatz

ebenso eine Baustelle zu finden, denn das erste Baulos wird in Angriff genommen: Dieses besteht in der Errichtung von Zusatzlokalen wie Magazine und Garagen für den Sportverein sowie eines Schießstandes für die Schützen. Das lang gezogene Gebäude wird unmittelbar an die bestehende Sportbar und Umkleideräume in den Hang

Die Bushaltestelle am südlichen Dorfausgang von Schabs wird verlegt gebaut und mit einem begrünten Dach versehen. Die Kosten für dieses Baulos betragen 270.000 Euro, die Gemeinde übernimmt vollständig die Spesen für die Räume des Sportvereins und finanziert die Rohbauten für den Schießstand. Die restlichen Gelder für den Schießstand müssen die Schützen selbst auftreiben. Das zweite Baulos hingegen sieht die Neueinteilung und Vergrößerung des bestehenden Parkplatzes vor, sodass dort 80 Autos geparkt werden können. Für dieses Baulos gibt es jedoch noch keine Finanzierung. annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info


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REPORTAGE

Politik & Gesellschaft

Von wegen verstaubt Fotos: Oskar Zingerle

Latein, Griechisch und kirchliche Trägerschaft – das humanistische Gymnasium Vinzentinum wird so manches Mal in die Schublade des verstaubten Unterrichts gedrßckt. Doch wie sieht der Schulalltag dort wirklich aus?

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atein und Griechisch, das seien die Fächer, weswegen sie vom pädagogischen Gymnasium hierher ins Vinzentinum gewechselt ist, erzählt uns Anna, erfrischende 16 Jahre jung. Latein und Griechisch? Zwei Fächer, die bei Jugendlichen in der Regel nicht fĂźr groĂ&#x;e Begeisterung sorgen, haben es ihr angetan wegen ihrer langen und spannenden Geschichte. â€žĂœber das Studium der alten Sprachen werden Metakompetenzen fĂźr die modernen (Fremd-)Sprachen erworben“, formuliert es Direktor Christoph Stragenegg etwas anders, „zudem bieten die Fächer Latein und Griechisch eine Denkschulung und eine Schulung im genauen Arbeiten.“

Sprachen stehen im Vinzen-

tinum offensichtlich im Mittelpunkt, „angefangen bei guten Kenntnissen der Muttersprache, wo wir auf Leichtigkeit und Gewandtheit im Ausdruck Wert

legen, Ăźber vertiefte Italienischkenntnisse bis hin zu Englisch.“ Wir sind zu Besuch im Vinzentinum, genauer im humanistischen Gymnasium in kirchlicher Trägerschaft, wie es offiziell heiĂ&#x;t. Es ist gerade Vormittagspause. FrĂśhliches Lachen hallt durch die breiten Gänge, die jungen Leute stehen in Gruppen beieinander, diskutieren, scherzen, rempeln sich gegenseitig auf gutmĂźtig-freundschaftliche Art an. Eine Pausensituation wie

paar neugierige Blicke gehen in unsere Richtung, und bald darauf stehen uns drei Viertklässler Rede und Antwort, grinsend beäugt von ihren Klassenkameraden. Sie wĂźrden sich allesamt „eigentlich schon noch einmal“ fĂźr das Vinzentinum, fĂźr die humanistische Ausbildung entscheiden. Katharina aus Schabs, deren Lieblingsfach Geschichte ist, genieĂ&#x;t die Gemeinschaft an der Schule, Alex aus dem GrĂśden-

„Das Leben verläuft nicht mehr so geradlinig wie frĂźher, und deshalb ist geistige Flexibilität gefragt“ _Direktor Christoph Stragenegg an vielen anderen Schulen auch, vielleicht mit einem Hauch mehr an unbeschwerter Heiterkeit. Ein

tal lobt die gute Allgemeinbildung, die vermittelt wird, räumt aber ein, dass es „schon ziem-

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Das Vinzentinum beherbergt neben einer Mittelschule auch ein sogenanntes humanistisches Gymnasium in kirchlicher Trägerschaft lich anstrengend“ sei, und auch im Heim gäbe es „etwas wenig Freiraum“. Manuel aus Vintl hat schon die Mittelschule im Vinzentinum absolviert und wollte dann einfach bleiben.

Wenn jemand mit dem huma-

nistischen Gymnasium Verstaubtheit, Langweile und vielleicht gar religiÜs angehauchte Engstirnigkeit verbindet, so wird er hier eines Besseren belehrt. Offene Gesichter, eine Begeisterung, die keineswegs aufgesetzt wirkt, und ein wohldurchdachtes Angebot an Fächern und Projekten zeugen von einer modernen Schule mit Weitblick. „Wir wollen, dass unsere Abgänger die MÜglichkeit haben, jedes Studium zu

Erlebnisgärtnerei

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absolvieren. Die breite Allgemeinbildung finden wir deshalb wichtig, weil das Leben heute nicht mehr so geradlinig verläuft wie früher und geistige Flexibilität umso mehr gefragt ist“, beschreibt Direktor Stragenegg den Leitgedanken der Schule. Es ist ruhig geworden in den Gängen. Die Pause ist zu Ende. Die zweite Klasse hat gerade Biologie. Der Verdauungsapparat des Menschen steht auf dem Plan: „Es gilt, einige Wissenslücken aus der Mittelschule zu füllen“, meint Frau Professor Steinmair. Die Schüler arbeiten konzentriert, stöbern in ihrem Schulbuch, sind erpicht darauf, ihre Arbeitsblätter korrekt auszufüllen. „Unsere Schülerinnen und Schüler sollen über den geisteswissenschaftlichen Horizont hinaus auch die naturwissenschaftliche Denk- und Forschungsart kennen lernen“, erklärt Direktor Stragenegg, „sie dürfen im Kleinen praktisch arbeiten und im Labor üben.“

Die Studenten des Vinzentinums lernen über den geisteswissenschaftlichen Horizont hinaus auch die naturwissenschaftliche Denk- und Forschungsart kennen

Der unbestrittene Höhe- det die Klasse auf eine ganz punkt der vierten Klasse ist besondere Weise zusammen“,

In der dritten Klasse gibt es

an diesem Vormittag Unterricht in Kunstgeschichte. Ein paar vorwitzige Schüler nutzen unsere Anwesenheit, um ihre Wortgewandtheit unter Beweis zu stellen. Recht bald jedoch wenden sie sich wieder ernsthaft den Skulpturen aus verschiedenen Epochen zu, und auch wir wollen nicht länger stören. Feingefühl für die spannende Welt der Kunst steht im Vinzentinum ebenso im Zentrum wie die Musikalität. Über alle fünf Jahre spannt sich wie ein schüt-

Christoph Stragenegg, Direktor im Vinzentinum zender Bogen die Beschäftigung mit der Musik. Musikgeschichte, Sprecherziehung, die Musik fremder Länder, Musiktheorie – die Schüler können aus einer reichhaltigen Palette wählen. Und wer Freude am Singen hat, dem stehen die Vinzentiner Chöre offen.

ein Wirtschaftsprojekt, bei dem die Schüler einen Wirtschaftszweig intensiv erkunden. So war man 2006 „zum Kaffee bei Versace“. Pfiffig und gleichzeitig anspruchsvoll ist die Alternative zum Maturaball. „Im Maturathea­ ter wachsen die Schüler über sich selbst hinaus“, zeigt sich nicht nur Direktor Stragenegg von dem Projekt begeistert, mit dem alljährlich die Maturareise finanziert wird. Die Maturaklasse wählt ein Stück aus - heuer wird es um „Starallüren und Liebeschaos“ von Ken Ludwig gehen - sucht sich einen Regisseur, entwirft einen Probenplan, kümmert sich um Sponsoren und die Öffentlichkeitsarbeit und wagt sich nach endlosen Proben „auch außerhalb der Schulzeit“ auf die Bretter, die die Welt bedeuten. „Dieses Projekt schmie-

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weiß Stragenegg, „die Schüler lernen ungemein viel.“ Voneinander und miteinander zu lernen – unter diesem Motto werden auch die Partnerschaften mit zwei Oberschulen in Bolivien und Polen gesehen. „Die Sehnsüchte und Wünsche der Jugendlichen sind im Grunde sehr ähnlich“, betont Stragenegg, „trotz aller Unterschiede in der Mentalität“. Nicht zuletzt sei noch auf ein herzliches und herziges Büchlein verwiesen, den Jahresbericht des Vinzentinums. Blitzlichter aus dem vergangenen Schuljahr, Auszüge aus der Chronik und viele Fotos bezeugen eine höchst lebendige Schulgeschichte, die Lust auf mehr macht. marlene.kranebitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Politik & Gesellschaft

Interview

„Ideen haben wir viele“ Elda Letrari Cimadom, Gemeinderätin der Grünen Bürgerliste Brixen, über die Atmosphäre und den politischen Spielchen im Gemeinderat, den Kontakt zu den Bürgern und den Vorhaben der Grünen Bürgerliste für das laufende Jahr.

Ist in der derzeitigen Gemeindepolitik Korrektheit und Respekt voreinander zu spüren? Elda Letrari Cimadom: An Korrektheit zum Teil ja, Respekt meiner Person gegenüber möchte ich auf jeden Fall auch bejahen, Herzlichkeit und Wärme außerhalb der Gemeindestube ebenso. Anders empfinde ich aber die Atmosphäre im Gemeinderat. Da vermisse ich schon manchmal die Herzlichkeit und Wärme und die Sachlichkeit, wenn es um Themen geht. Was sorgt für Konfliktstoff im Gemeinderat? Für uns ist es immer schwer nachzuvollziehen, dass es uns kaum gelingt, trotz einer guten Debatte zu manchen Sachthemen von Seiten der Regierungspartei einen Dialog zu Wege zu bringen. Ich habe den Eindruck, dass Entscheidungen schon vorab getroffen werden, und da können die Argumente noch so gut sein, es gibt kaum einen Schritt in unsere Richtung. Ich sage kaum, denn ab und zu werden Beschlussanträge von unserer Seite eingebracht, die ganz offensichtlich wichtig für unsere Stadt sind und wo es keinen Grund gäbe, diese nicht anzunehmen. Diese werden dann von der Mehrheit in einer gb_1/4_06_festl 16.03.2006 leicht abgeänderten Fassung

vorgebracht, so dass es nicht den Anschein haben soll, dass der gute Gedanke von unserer Seite kommt. Das sind politische Spielchen, die ich inzwischen kenne. Trotzdem fällt es mir schwer, diese nachzuvollziehen und vor allem zu billigen. Viele Ideen aus ihrem Wahlprogramm sind in der Zwischenzeit umgesetzt. Ist das auf das Verdienst der Grünen Bürgerliste zurückzuführen, oder sind die Ideen abgekupfert worden? Ich bin immer glücklich, wenn eine Idee, die von unserer Seite

14:36 Uhr

kommt, von jemandem verwirklicht wird. Es geht um die Sache, und wenn die Regierungspartei diese umsetzt, ist dies als Oppositionspartei zur Kenntnis zu nehmen. Als Beispiel möchte ich die Förderung von Solarenergie in Brixen nennen: Wir sind froh, dass wir diesen Beschlussantrag zu Förderung von Solarenergie – auch dort, wo die Fernwärme vorhanden ist – durchgebracht haben. In vielen Fällen ist es schon so, dass die Vaterschaft oder die Mutterschaft einer Idee auf unserer Seite liegt und die Verwirklichung auf einer anderen. Ich bin kaum nachtragend

oder beleidigt, sondern meistens froh, dass die Sache positiv ausgegangen ist. Inwiefern steht die Grüne Bürgerliste in Kontakt mit den Bürgern? Der Bürgerstammtisch ist sicherlich eine gute Einrichtung. Wir haben die Bürgerstammtische in der Wahlkampfzeit mit großem Erfolg eingeführt, um zu verschiedenen Themen die Wünsche der Bürger einfangen zu können. Wir waren immer schon überzeugt, dass die Bürger mehr zur Sprache kommen sollen. Mit welchen Anliegen treten die Bürger an die Grüne Bürgerliste heran? Es sind die verschiedensten Anliegen, meist persönlicher Natur wie Löcher in den Gehsteigen oder in der Pflasterung, der Wunsch nach einer zusätzlichen Haltestelle des Citybusses, nach Radwegen. Viele treten immer noch an uns heran mit dem Wunsch, etwas gegen den Lärm entlang der Autobahn und der Bahnlinie zu tun. Sehr viele animieren uns, an der Einrichtung mehrsprachiger Kindergärten weiterzuarbeiten. Ich selbst bin wohl eine bequeme Anlaufstelle mit meinem Geschäft mitten in der Altstadt. Wir kommunizieren aber auch über Telefon

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Fotos: Oskar Zingerle

„Mir fällt es schwer, die politischen Spielchen nachzuvollziehen und vor allem zu billigen“ _Elda Letrari Cimadom

oder Internet. Ich habe den Eindruck, dass sich viele Bürger mit Vertrauen an uns wenden, und wir bemühen uns, ihre Anliegen weiterzutragen. Die Grüne Bürgerliste bemüht sich unter anderem mit der Zeitschrift „Omnibrix“ ihrerseits die Bürger zu informieren? Wir sind stolz darauf, dass wir jetzt die zweite Nummer herausgeben konnten: Es ist zum einen von unserer Seite die Notwendigkeit, aber auch Wunsch, unsere Ideen zu veröffentlichen. Wir tun uns manchmal mit der traditionellen, auch mit der lokalen Presse, etwas schwer – deswegen haben wir diese Anstrengung, auch finanzieller Natur, auf uns genommen. Die Zeitschrift findet sehr regen Anklang. Welche Ziele hat sich die Grüne Bürgerliste für das Jahr 2007 gesetzt? An der Leitbild-Debatte werden wir uns auf jeden Fall beteiligen, weil wir überzeugt sind, dass die Stadtentwicklung davon im Wesentlichen abhängt. Ein weiteres Thema, das wir verfolgen, ist die oberirdische Anbindung des Rosslaufs im Bereich der AGIP-Tankstelle. Wir denken, der große Stadtteil

Rosslauf soll gut an den Stadtkern angeschlossen werden. Unser Bemühen wird es weiterhin sein, den Fußgängern genügend Platz einzuräumen. Beim Projekt „Pedibus“ hingegen handelt es sich um einen Fußweg von zuhause in die Schule, wobei sich die Kinder an vorher ausgemachten Stationen anschließen können und begleitet werden. Neben den Fußgängern sind uns natürlich auch die Radfahrer ein Anliegen. Wir wünschen uns die Umsetzung des Radwegeplans, der seinerzeit von Architekt Paternoster ausgearbeitet wurde. Wir werden uns im Gemeinderat auch um eine kritische Haltung gegenüber dem Brennerbasistunnel bemühen und auf dem Gebiet der Energie weiterhin auf die Sonnenenergie setzen. Brixen ist ein Gebiet mit einer der besten Sonneneinstrahlungsraten im ganzen Alpenbogen, und das sollten wir nutzen. In Brixen steht weiters die Erstellung eines Masterplans an… Die Einwohnerzahl Brixens hat die Schwelle der Zwanzigtausend überschritten. Die Stadt sollte sich Gedanken machen, wie weit eine Erweiterung der Stadt noch gehen kann. Wichtig

wären das Verhältnis von Einwohnerzahl und Wohnungen und die Zahl der leer stehenden Wohnungen zu eruieren. Ich denke, der Masterplan sollte ein Anlass sein, hierzu eine grundsätzliche Debatte zu führen. Eine Idee unsererseits wäre die Ernennung eines Gestaltungsbeirates wie er in Salzburg besteht, so dass unsere Stadt nicht frei wuchert, sondern gut geplant und kontrolliert wächst. Brixen muss sich auch in einer Synergie zwischen Wirtschaft, Sozialem und Kultur entwickeln. Wichtig wäre eine Erhebung der Anzahl der Ausländer in unserer Stadt, aber auch die Sorgen der eingesessenen

Brixner ernst zu nehmen, ohne unnötig Ängste zu schüren. Von den Vereinen könnte ein stärkeres Signal in Richtung Wille zur Integration kommen, denn Schulen und Vereine sind Orte der Begegnung und könnten, unterstützt von Integrationstrainern, eine große Rolle spielen. Im Bereich der Kultur verfolgen wir ein eigenes Programm: Im Rahmen von „Grüne Bürgerliste Kultur“ haben wir bereits Theateraufführungen und Lesungen veranstaltet und werden diese Schiene noch weiter führen. albina.kritzinger@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Politik & Gesellschaft

BRIXEN

100 Jahre Pfadfinder z Für die Internationale Pfadfinderschaft wird 2007 ein doppeltes Jubiläumsjahr: Zum einen feiert die Bewegung ihr 100-jähriges Bestehen, zum anderen jährte sich Ende Februar zum 150.Mal der Geburtstag des Gründers Lord Robert BadenPowell. Nicht spurlos vorübergehen werden die Feierlichkeiten auch für den Pfadfinderstamm St. Michael Brixen: „Zwei von uns nehmen am internationalen Pfadfindertreffen in England teil“, erzählt der Brixner Stam-

mesleiter Martin Moosburger. Erst kürzlich waren die Brixner Pfadfinder auf einem Winterlager in Innervillgraten, „und für den Sommer planen wir höchstwahrscheinlich ein Lager, zu dem alle Interessierten kommen und sich informieren können.“ Der Brixner Pfadfinderstamm besteht seit 31 Jahren. Derzeit existieren in Südtirol sieben Stämme mit insgesamt etwa 600 aktiven Pfadfindern zwischen acht und 35 Jahren.  db

P&G Politik & Gesellschaft

SCHABS

SMS

z In Schabs wird in der Örtlichkeit Ladestatt am Fuß des Ochsenhügels ein Umspannwerk der Stadtwerke Brixen errichtet. Die dazu notwendige Bauleitplan-Änderung wurde vom Gemeinderat von Natz Schabs genehmigt, das Umspannwerk wird auf einem fraktionseigenen Grundstück errichtet. Ebenso angedacht ist auch die Erstellung eines Bauhofes für die Gemeinde. Das Umspannwerk, das in unmittelbarer Nähe zu einer Hochspannungsleitung stehen wird, dient zum einen dazu, den von der Firma E.NA.

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COM auf dem Gelände der Ziegelei erzeugten Ökostrom in das Leitungsnetz einzuspeisen, zum anderen soll von diesem Werk aus der für den Bau des Brennerbasistunnels benötigte Strom zur Baustelle in Aicha geleitet werden. Als dritten wesentlichen Nutzen nennt der Direktor der Stadtwerke Brixen, Wolfgang Plank, die Erhöhung der Versorgungssicherheit von Natz Schabs bis ins Wipptal: Bei einem etwaigen Störfall beim bisher einzigen Werk in Brixen erhalten die Stadtwerke nun die Möglichkeit, den Stromkreis-

Für die Sanierung des Weißen Turms sowie für unaufschiebbare Eingriffe an den beiden Domtüren hat die Brixner Volksbank-Niederlassung einen Teil der Kosten übernommen. Der Sonderbeitrag wurde vor kurzem offiziell übergeben.

Foto: Oskar Zingerle

Umspannwerk in der Ladestatt

lauf zu trennen und so auch im Notfall das gesamte Gebiet mit Strom versorgen zu können. Die Investitionssumme für den Bau ist mit 1,8 bis 1,9 Millionen Euro veranschlagt. Auf die Gefahr von zusätzlichem Elektrosmog

für die umliegenden Häuser angesprochen, erklärte Wolfgang Plank, dass es angesichts der bereits vorhandenen Hochspannungsleitung zu keiner nennenswerten Erhöhung kommen werde. amm

Die Landesregierung hat den Bau des Gesundheits- und Sozialsprengels in Brixen genehmigt. In der Romstraße sollen ab 2010 Gesundheitsdienste wie der Dienst für Basismedizin, das Zentrum für Psychische Gesundheit und der Dienst für Abhängigkeitserkrankungen untergebracht werden.

Die Gemeinde Brixen organisiert wiederum kostengünstige Ferienaufenthalte am Meer und im Gebirge für Senioren. Einschreibungen vom 26. bis zum 30. März von 8.30 bis 12.15 Uhr und von 14.30 bis 17 Uhr im Amt für Soziale Angelegenheiten am Domplatz.


Nachgefragt

„Ci vuole una soglia di sbarramento“ Signor Costa, quali erano le motivazioni per questa iniziativa? Nella periferia molti amministratori del centro-sinistra sono stati eletti in liste civiche che dimostrano la loro carenza nel momento in cui vogliono avere un collegamento provinciale o nazionale. Questi amministratori hanno problematiche simili per cui un progetto politico di prospettiva deve pensare di coordinarli e di trovare le forme per cui possano fare delle proposte politiche interessanti. Io credo che nella periferia ci siano gli elementi che possano dare delle proposte di innovazione anche rispetto alla rifor-

ma dello statuto d’autonomia che secondo me è necessaria.

con delle soglie di sbarramento di almeno 5 percento.

Come mai nella politica italiana dell’Alto Adige c’è una tale frammentazione? Sarebbe utile fare un partito di raccolta italiano? Il partito di raccolta tedesco ha avuto un senso in un periodo in cui c’erano dei veri rischi di assimilazione etnica. Credo che non abbia nessun senso creare un doppione dall’altra parte solo per avere un peso differente. L’attuale frammentazione dei partiti però è assolutamente penalizzante ancor più per il gruppo italiano che per quello tedesco. Credo che dovrà essere fatta una riforma elettorale

Come mai Daniela Mosconi non partecipa all’iniziativa? Essendo Daniela stata eletta con gli ecosociali, lei probabilmente trova difficoltà ad assumere una posizione differente. Io sono dell’opinione che la lista degli ecosociali non abbia contribuito a migliorare o a innalzare l’interetnicità. Non credo in quello che gli ecosociali stanno esprimendo come rappresentanza che la loro lista dimostri una vera interetnicità; credo che siano più posizioni populiste e comode.

Foto: Willy Vontavon

CARLO COSTA, Brixner Koordinator der „Margherita“, über die erfolgte Bildung eines Netzwerks sämtlicher Mitte-Links-Kräfte des „Ulivo“ im Eisack- und Pustertal mit Blick auf die Landtagswahlen 2008.

willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Politik & Gesellschaft

VAHRN

Stille Hilfe vor Ort z Die Caritasgruppe der Pfarrei Vahrn bereitet in aller Stille Freude: Jeden ersten Samstag im Monat organisiert sie im alten Kindergarten von Vahrn einen Flohmarkt. Den Reinerlös jedes einzelnen Verkaufstages spendet sie im Anschluss Menschen in der Umgebung, die eine finanzielle Unterstützung gut brauchen können: So überraschte die Caritasgruppe beispielsweise die Selbsthilfegruppe „Fallschirm“ für Betroffene eines Schädel-Hirn-Traumas oder eines Schlaganfalls sowie die Selbsthilfegruppe für Parkinson-Erkrankte mit einer Geldspende. „Es ist uns wichtig, dass der Erlös direkt an die Menschen vor Ort weitergegeben wird“, erklärt Anni Öttl von der Pfarrcaritas Vahrn. Die Freude liegt jedoch auch bei den Beschenkten: „Die Frauen der Pfarrcaritas Vahrn gehen mit sehr viel Einfühlungsvermögen und einer pulsierenden sozialen Ader zu Werk, und uns

wurde damit die Verwirklichung von so mancher notwendigen und hilfreichen Aktion ermöglicht“, bedankten sich Heinrich Feichter und Helene Plaikner von der Selbsthilfegruppe „Fallschirm“ für den unerwarteten Beitrag. An den Flohmarkttagen können Hilfsbereite zugleich ihre Sachspenden abgeben, die dann für diesen guten Zweck weiterverkauft werden. Geholfen werden kann aber auch mit einem Besuch des Flohmarktes – die nächste Ausgabe findet am Karsamstag statt.  db

Das Restaurant für große Feste und Feiern.

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Freunde und Gönner Hans Tirler, Ernst Röggla, Veronika Kaser, Josef Wieland, Gregor Plaikner, Gerlinde Schmiedhofer, Theresia Meraner, Vinzenz Paul Kiebacher, Manfred Karl, Stephan Beikircher, Elisabeth Schirm, Elmar Molling, Nikolaus Schraffl, Josef Tratter, Irene Pliger, Flora Fink Ebner, Theresia Brunner, Konrad Gatterer, Reinhard Siebenförcher, Siegfried Huber, Elisabeth Obrist, Walter Jaist, Hartwig Peer, Wilhelm Furlan, Josef Maria Fischnaller, Engelbert Schaller, Peter Barth, Walter Santifaller, Werner Dander, Adolf Dallago, Alois Ritsch, Liliana Meneguzzo, Ernst Frenes, Alfred Hinteregger, Anna Maria Kiebacher, Ruth Lechner, Robert Faller, Stefania Faller Sparber, Siegfried Tasser, Flora Müller, Johann Thaler, Josef Höllrigl, Friedl Amort, Giancarlo Giatti, Annemarie Bonell, Silvia Baumgartner, Maria Covi, Kolpinghaus Brixen, Carmen Dubois, Günther Kaser, Franz Kaser, Karl R a m o s e r, Adolf Lamprecht, Walter Hafner, Gertraud Thaler, Maria Stolzlechner, Rudolf Schanung, Leo Krismer Lambert, Brigitte Senoner, Laura Lamprecht, Ingrim Feichter, Theresia Solderer Kantioler, Josef Leitner, Thomas Müller Trenck, Ernst Schwienbacher, Agnes Sellemond, Thomas Schraffl, Engelbert Augschöll, Peter Paul Dejakum, Antonia Vigl Plattner, Theodor Rabanser, Hans Pichler, Maria Thaler, Veronika Antenhofer, Rosa Lageder, Movitec Consulting, Elisabeth Puner, Richard Bachmann, Markus Huber, Alois Kaser, Georg Thaler, Claudio Trombin, Unterwirt KG, Birgitt Ebner, Peter Winkler, Sieglinde Schenk, Waltraud Fulterer, Paul Vontavon, Johanna Ebensberger, Erika Auer, Maria Theresia Oberhollenzer, Karl Lobis, Waltraud Zöschg, Josef Reifer, Maria Pichler, Reinhold von Ingram Harpf, Stephan Dejaco, Walter Gasser, Luise Gasser, Johann Busetti, Roland Achammer, Annalisa Cimino, Maria Messner Pichler, Alois Delazer, Frieda Ploner, Alma Fischnaller Gatterer, Kurt Walter Vogel, Franz Josef Thaler, Maria Josefa Kolhaupt, Renate Nössing, Paul Brunner, Maria

Rosa Prader, Barbara Prossliner, Luciano Caracristi, Carlo Legni Urbano, Roland Unterkircher, Günther Acherer, Alois Martin Unterfrauner, Johann Hinteregger, Karin Pliger, Gianfranco Morocutti, Martin Hinteregger, Herbert Lanz, Barbara Erlacher, David Daporta, Waltraud Töll, Michael Markart, Ruth Leitner, Stefano Andreatta, Karin Hafner, Elisabeth Angerer, Josef Holzknecht, Karl Hornof, Erwin Mittelberger, Anna Unterfrauner, Annamaria Waldner, Erika Clara, Emma Schatzer, Melania Kritzinger, Irmgard Pradi, Albert Rainer, Stefan Schmidhammer, Otto Schenk, Alois Steiger, Simon Pechlaner, Christa Huber, Carmen Lerchegger, Karlotte Wierer Fischnaller, Andrea Terza, Rosanna Tomaselli Troi, Vittorio De Paola, Stammerhof, Margareth Eigemann, Sigrid Mohl, Ludwig Scheiber, Markus Braito, Irene Braito, Fortunato Mozzelin, Susanne Favretto, Josef Senoner, Walburga Schwarz, Hansjörg Daporta, Viktor Michaeler, Franz Ernst Steinmann, Ilse Rosenkranz, Franco Zanotto, Rosa Mahlknecht, Hildegard Ploner, Günther Rafreider, Berta Rott, Gianfranco Canu, Norbert Kaser, Leo Natter, Harald Pichler, Elfriede Rieder Gruber, Margareth Federspieler, Dora Elisabeth Hofer Tauber, Peter Amort, Roland Perathoner, Paul Kemenater, Hilda Kerer, Sebastian Ploner, Karl Baumgartner, Paolo Novaresi, Johann Jaist, Josef Pfeifhofer, Oswald Dariz, Bernhard Thomaser, Brigitta Höllrigl, Erich Meraner, Franz Lechner, Johann Gebhard, Franz Hofer, Hubert Kaser, Mathilde Lechner, Klara Willeit, Elda Letrari, Jausenstation Kircherhof, Christian Moser, Emil Cofini, Oswald Mair, Elisabeth Mayrhofer, Marilena Dalla Torre, Martha Schwazer, Artur Trentini, Heinrich Feichter, Josef Obermarzoner, INA Assitalia, Galthan Rudolf Sader, Franz Gschnitzer, Johann Zingerle, Robert Tauber, Maria Deltedesco, Anton Geier, Maria Kerer, Günther Oberhuber, Theresia Rabensteiner, Annemaria Leitgeb, Petra Trettau, Südtiroler Sparkasse, Sofia Hofer, Peter Stubenruß, Maria Anna Gasser, Helena Gruber, Marlies Gasser, Adelheid Aichner, Patrick Sparber, Franz Brunner, Walter Hofer, Helga


Dander, Josef Gelmi, Bürogemeinschaft Hellweger Runggaldier, Verena Zöschg, Alfons Oberhofer, Moreno Baldessari, Lydia Wachtler, Georg Hofmann, Herbert Kaute, Konrad Franz Willeit, Olga Mittelberger, Karl Vonklausner, Stefan Kamelger, Bernhard D‘Andrea, Roland Cimadom, Helmut Grünfelder, Dagmar Siller, Martin Baumgartner, Karl Michaeler, Arno Maglioli, Johannes Messner, Carmen Pramstaller, Josef Moret, Klaus Jürgen Wittig, Franz Johann Willeit, Armin Michaeler, Josef Kerschbaumer, Monika Hofer, Konrad Obexer, Martha Gamper, Erwin Knapp, Jakob Kompatscher, Judith Thaler, Gertraud Leiter, Paul Silbernagl, Josef Erschbaumer, Reinhold Agethle, RaBe OHG, Iris Fischnaller, Anna Auer, Gottfried Klement, Hermann Messner, Horst Hofer, Joachim Hinteregger, Werner Braun, Franz Josef Mayrhofer, Gebhard Mahlknecht, Raimund Seebacher, Peter Pliger, Marianne Ladinser Mühlögger, Antonia Kranebitter, Rudi Irsara, Heinrich Vittur, Sabine Fink, Ernst Stabinger, Margareta Messner, Michael Pallhuber, Notburga Hofer, Brigitte Reifer Messner, Florian Kerschbaumer, Martin Jocher, Lorenz Obexer, Hermann Mayr, Oskar Pattis, Arnold Gietl, Klara Premstaller, Peter Kerschbaumer, Renate Lindenmeyer, HGV, Lorenz Steiger, Marlene Fischnaller, Angelika Mayr, Gertraud Bodner Steiner, Andreas Penn, Emma Clara Irsara, Margit Astner Niederwolfgruber, Gertrud Caneva, Clara Amort, Karl Krause, Karin Vontavon, Herbert Eisenstecken, Andreas Hofer, Roswitha von Pretz, Karl Graf,

Reno Achenbach, Antonia Kinigadner Mitterer, Paul Noflatscher, Neue Plose AG, Leopoldine Schnabl, Walter Gasser, Romeo Lissandrini, AVS Landesleitung, Martha Vigl Pirchstaller, Hubert Reifer, Bernhard Falk, Elisabeth Jaist Pichler, Manfred Satzinger, Beatrix Hinteregger, Paul Gasser, Margit Jocher, Bruno Del Marco, Maria Salcher Jöchler, Georg Knollseisen, Josef Hofer, Richard Fink, Otto Vontavon, Rita Ploner, Florian Mussner, Olga Orian Hilpold, Adolf Schlechtleitner, Nicolo Leitner, Rudolf Neuner, Josef Aigner, Andreas Unterkircher, Rosa Gschnell Gostner, Anton Klement, Christine Langgartner, Kalan GmbH, Erich Gogl, Mario Valdemarin, Richard Niedermair, Rosa Oberhofer, Margaret Pfattner Seeber, Martin Keim, Josef Kerer, Ida Fink, Andreas Costadedoi, Olga Mellauner, Edeltraud Ferretti, Robert Ferdinand Achammer, Maria Laimer Cassutti, Domenicangolo Lapadula, Claudia Messner, Kurt Baumgartner, Walter Überbacher, Alois Pitscheider, Antonio Scorrano, Walter Pedevilla, Britex, Maria Gatterer, Hermine Agreiter, Marina Tencaioli, Stas Karel Fokke, Hansjörg Perwanger, Josef Mulser, Albert Überegger, Maurizio Morocutti, Marlene Kerer, Andrea Marmsaler, Oswald Mair, Maximilian Zippl, Giorgio Keller, Anna Unterkircher, Fabian Salcher, Anton Pichler, Martha Dantone, Josef Stampfl, Peter Gasser, Luis Mitterer, Ignaz Rabanser, Carlo Damiani, Franz Kaser, Anja Moser, Robert Braun, Ernst Parschalk, Pietro Speranza, Markus Agreiter, Stefano Cicuttini, Marlies Tschisner, Marion Santer, Cristina Tonner, Al-

fons Fischnaller, Wilhelm Burger, Sieglinde Niederkofler, Hermann Bernardi, Cafè Pupp, Gasthof Majestic, Peter Stuffer, Thomas Königstein, Thomas Huber, Stefan Steiner, Dorothea Lamprecht, Südcab Taxizentrale, Karin Goller, Hermann Kaneider, Aloisia Niedermayr, Alois Unterweger, Hans Jirasek, Alfred Gargitter, Manfred Mor, Erich Hinteregger, Stephan Malfertheiner, Arne Ortlinghaus, Raetia GmbH, Peter Oberrauch, Gerda Thaler, Alfred Lindlbauer, Heinrich Gasser, Dagmar Stubenrauch, Claudio Larcher, Frida Troi Barberi, Hermann Larcher, Konrad Sigmund, Tertiarschwestern des Hl. Franziskus, Rinaldo Ostermann, Maria Christine Scheidle, Klaudia Kusstatscher, Franz Zingerle, Waltraud Rabensteiner, Johann Prader, Anton Bacher, Irmgard Salcher, Helena Theresia Stürz, Albert Posch, Gabi Gozzi, Ferdinand Heidegger, Helmut Günther, Albert Fischer, Walter Kompatscher, Foto Tabernar, Franz Rastner, Leo Gruber, Josef Fellin, Gertrud Lageder, Wilhelm Pupp, Rita Brunner, Ruperta Peintner, Paul Tauber, Rosina Hofer, Hotel Sylvanerhof, Luis Plunger, Walter Mayrl, Veronika Anranter, Alois Gasser, Georg Mitterrutzner, Loris de Vries, Rosmarie Oberhofer, Pauline Sigmund, Martin Peintner, Wilma Lucchi, Erika Tabernar Sanin, Alfons Fischnaller, Elisabeth Unterberger, Klaus Wolf, Alfred Tisot, Johannes Mayr, Renate Leitner, Josef Rungg, Franz Falk, Claudio Agostinis, Willy Tarsia, Maria Rosa Messner, Johann Kier, Egidius Weithaler, Feldthurnerhof, Karoline Ebner, Helmuth Munter, Hildegard Ploner, Verena Kuen,

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Diese Liste enthält alle Freunde und Gönner des „Brixner“, die ihren Beitrag bis 28. Februar 2007 überwiesen haben bzw. deren PostErlagscheinsquittung uns bis zu diesem Tag erreicht hat.

Sie wollen „Freund“ oder „Gönner“ unserer Zeitschrift werden? Südtiroler Volksbank: BBAN X 05856 58220 070570164004

Raiffeisenkasse Eisacktal: BBAN A 08307 58221 000300005452

Südtiroler Sparkasse: BBAN T 06045 58220 000000855000

BancoPosta:

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Menschen & Meinungen Foto: Oskar Zingerle

BODENSTÄNDIG UND GERADLINIG: „Aug’raumt hobmer“ (Paula Bacher Marcenich)

Portrait

Stadträtin mit Biss Paula Bacher Marcenich, Brixner Stadträtin, hat in ihrem Leben vieles unter einen Hut gebracht. Nun, als Lehrerin im Ruhestand und mit erwachsenen Kindern, widmet sie sich der Politik.

P

aula Bacher passt nicht in das Klischee der typischen Karrierefrau und lässt trotzdem keinen Zweifel daran, dass sie sich durchzusetzen weiß. Eine Mischung aus herzlicher Bodenständigkeit und entwaffnender Geradlinigkeit strahlen einem entgegen, wenn man ihr begegnet. „Aug’raumt hobmer“, lacht sie, als wir ihr Büro im Rathaus betreten. Der Raum wirkt gemütlich, am Boden lehnt ein Gemälde, daneben steht eine knallgelbe Gießkanne. Die 20

Stadträtin, die eigentlich viel lieber das Ressort Schule und Kultur gehabt hätte, erzählt offen von ihrem Werdegang. „Ich versuche, so gerecht und ausgleichend wie möglich zu sein“, beschreibt sie ihre Arbeit, „und wenn ich etwas übernehme, gebe ich mein Bestes; die Leute erwarten sich das auch von mir.“ Verhandlungsgeschick und Feingefühl gehören ebenso dazu wie die Tatsache „dass ich manchmal eine deutliche Sprache sprechen muss.“

Aufgewachsen ist Paula Ba- Haus wurde zu einem beliebten cher am Niederplanatscherhof in Afers, „etwas abgeschieden inmitten von Wiesen und Wäldern – und dabei träumte ich immer von der Stadt“. Mit ihrer Kindheit verbindet sie viele schöne Erinnerungen, „obwohl die Mama ziemlich streng war und uns sehr behütet hat“. So durften die Kinder nur sehr selten vom Hof weg und zu den Nachbarskindern gehen. „Die kamen deshalb eben zu uns, und der Nussbaum vor dem

Treffpunkt für Groß und Klein“, erzählt Paula Bacher mit einem Hauch von Nostalgie in der Stimme. An den Sonntagen habe die Mama dort so manches Mal die Zither erklingen lassen. Weil ihr Vater Briefträger war, kamen am Wochenende manchmal italienische Familien mit ihren Kindern zu Besuch, was wiederum etwas Abwechslung brachte. „Zudem hat unsere Mutter stets Wert darauf gelegt, dass wir alle ordentlich lernen, und sie selbst


hatte immer etwas zum Lesen dabei, was für die damalige Zeit bemerkenswert war“. Als Paula Bacher 14 Jahre alt war, zog die Familie ins Dorf und eröffnete dort eine Bar. Da hieß es für alle, tatkräftig mit anzupacken. Nach dem Abschluss der Mittelschule arbeitete sie weiterhin im Gastgewerbe „als Bedienung und als Zimmermädchen.“ Der ältere Bruder durfte weiterstudieren, und die Familie hatte nicht viel Geld, also konnte Paula Bacher erst später die Abend-Lehrerbildungsanstalt besuchen. Es versteht sich von

erforderte viel Ehrgeiz und Ausdauer: „So manches Mal gingen wir um halb zwölf Uhr nachts zum Turnunterricht.“

Eine politische Karriere hat Bereits im dritten Schuljahr sie „eigentlich nie so richtig anwurden ihr ein paar Supplenzstellen angeboten, „und da hat man eben schauen müssen, wie man zurechtkam, hat sich immer wieder auf neue Situationen einstellen müssen.“ Missen möchte sie diese Erfahrungen auf keinen Fall, „denn man wird schon recht flexibel, wenn man sich ständig auf etwas Neues einlassen muss.“ Nach dem Abschluss

Manchmal muss ich eine deutliche Sprache sprechen.“ _Paula Bacher Marcenich selbst, dass sie dies neben der Arbeit tat. Vier Jahre dauerte die Ausbildung. „50 haben begonnen, 18 sind schließlich übrig geblieben“, erinnert sie sich. Tagtäglich nach getaner Arbeit die Schulbank zu drücken, das

in Pension gegangen. Die Kinder fehlen ihr offensichtlich. „Es war eine schöne, eine intensive Zeit“, erzählt Paula Bacher, „vor allem die Jahre, in denen meine Buben noch klein waren und ich, als ich von der Schule nach Hause kam, erst recht gefordert war“. Ihr Mann war viel unterwegs, „aber wir haben es geschafft, die Familie zusammenzuhalten und durch Höhen und Tiefen zu gehen.“ Mit Vorliebe liest Paula Bacher historische Romane: „Wenn ich wissen möchte, was man anders machen kann, muss ich auch wissen, was war.“ Die Erfahrungen der Eltern, der Großeltern sind für sie von großer Bedeutung. „Die Geschichte meiner Vorfahren lässt sich bis 1690 zurückverfolgen“, sagt sie stolz.

der Lehrerbildungsanstalt unterrichtete sie zunächst Deutsch an italienischen Grundschulen, ehe sie an die Grundschule Vinzenz Goller kam. Sie war Lehrerin mit Leib und Seele und ist auch „nicht unbedingt ganz gerne“

gestrebt“. Sie ist einfach schon lange in der SVP, und bereits bei den Wahlen im Jahr 2000 hat man sie gefragt, ob sie nicht für den Brixner Gemeinderat kandidieren wolle. Sie hat dies jedoch strikt abgelehnt und auch fünf Jahre später noch bis zum Schluss gezögert. „Ich wollte schon mithelfen, aber nicht unbedingt kandidieren“, erinnert sie sich. Heute fühlt sie sich einfach frei. „Die Wohnung ist abgezahlt, die Kinder sind selbständig, und die Pension ist erreicht“, lacht sie. Sie, die stets gewohnt war, nicht aufzugeben und zu kämpfen, ist gelassener geworden. Noch immer aber ist sie ein durch und durch positiv denkender Mensch, „wie es Löwen halt sind“ marlene.kranebitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Steckbrief

Paula Bacher wurde am 1. August 1954 als zweites von neun Kindern am Niederplanatscherhof in Afers geboren. Die Grundschule besuchte sie in Afers, die Mittelschule in Brixen. Nach dem Abschluss der Lehrerbildungsanstalt unterrichtete sie zunächst an verschiedenen Grundschulen im Eisack- und Wipptal, ehe sie an die Grundschule Vinzenz Goller in Brixen kam, wo sie 23 Jahre lang Deutsch unterrichtete. 2002 schloss sie ihr Studium an der pädagogischen Fakultät der Universität in Brixen ab. Mit Herbst 2006 ging sie in Pension. Seit 1980 ist Paula Bacher mit Günther Marcenich verheiratet, die Söhne Michael und Martin sind 1985 und 1988 geboren. Als Stadträtin ist sie seit 2005 zuständig für das Personal und die Verwaltungsreform, für technische Dienste, den Bauhof, die Gärtnerei und die Sportstätten, weiters für das Friedhofswesen und, aus dem Bereich Sozia­ les, bezogen auf die deutsche Sprachgruppe, für Familie, Senioren, Freizeitbereiche und das Ehrenamt. z

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Menschen & Meinungen

NEUSTIFT

Auto gewonnen z Barbara Rabensteiner aus Neustift darf sich über einen nagelneuen Fiat Panda freuen. Das Brixner Fitnessstudio Bodywell hatte Mitte Februar das Auto sowie neun Traumreisen verlost. Im Vorfeld hatten die BodywellKunden Coupons erhalten, mit dem sie Freunde und Bekann-

te zu einer Schnupperwoche in das Fitnessstudio einladen konnten. Entschieden sich die Schnuppergäste dann für ein Halbjahresabo, nahm der jeweilige Anwerber an der Verlosung teil und besaß die Möglichkeit, einen der Preise einzuheimsen.  oz

M&M Menschen & Meinungen

BRIXEN

Hohe Auszeichnung Der Spruch vom Much

SMS

I woaß schun, prum die Brixner Wirte fürn Schwårzn iatz oan Euro zehn (2.130 ålte Lire) verlången. Des isch, damit sich die Kaffeetrinker schwårz ärgern kennen.

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z Große Freude herrschte bei der Südtiroler Kinderdorfgemeinschaft anlässlich der Verleihung des Ehrenzeichens des Landes Tirol an ihren langjährigen Obmann Heinrich Psaier, Wirtschaftsund Steuerberater in Brixen. Psaier ist seit 25 Jahren ehrenamtlich für das Südtiroler Kinderdorf tätig, zuerst zehn Jahre als Aufsichtsrat und seit 15 Jahren als Obmann. Das Südtiroler Kinderdorf wurde unter seiner Führung zu einer sozialpädagogischen, therapeutischen Einrichtung mit einem breit gefächerten Angebot an qualifizierten Leistungen für Kinder und Jugendliche aus

ganz Südtirol. Von Anfang an setzte er sich dafür ein, schnell und unbürokratisch zu helfen. Heinrich Psaier gelang es, ein ambulantes Therapiezentrum – einen heilpädagogischen und therapeutischen Dienst mit besonderen Therapieformen – für seine Schützlinge zu errichten. Maßgeblich war auch sein Beitrag zum Aufbau des Hauses für allein erziehende Frauen und des ersten deutschen Montessori-Kindergartens Südtirols. Außerdem engagiert sich der Geehrte seit 20 Jahren für die Brixner Initiative „Musik und Kirche“, deren Präsident er ist. Psaier nahm das

Guglielmina Gamper Piasenti wurde kürzlich für ihre 5-jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Bezirksvorstand der Südtiroler Krebshilfe gedankt. Aus familiären Gründen zieht sie nun nach Turin und kann daher die Tätigkeit nicht mehr ausüben.

Elda Letrari Cimadom vertritt den Bezirk Eisacktal/Wipptal/Ladinien in der Kerngruppe der Südtiroler Bürglisten. Das Sechserteam koordiniert die Zusammenarbeit der Bürgerlisten und ist Ansprechpartner für die gemeinsamen Anliegen.

Ehrenzeichen des Landes Tirol gemeinsam mit zwei Landsleuten, der Präsidentin des Südtiroler Künstlerbundes Helga von Aufschnaiter und dem Sterzinger Unternehmer Michael Seeber, entgegen.  hg

Der 10-jährige Martin Unterthurner aus Meran hat bei seiner Erstkommunion Spenden für das Südtiroler Kinderdorf in Brixen gesammelt und diese der Leitung übergeben. Für so viel Engagement wurde er zum Kinderdorf-Testimonial im Monat März ernannt.


Ooops

Leser kochen für Leser

me i n H o pp a l a

Sturzflug

mmh!

Löwenzahnsalat Magdalena Amhof, Stadträtin in Brixen

Ein Überbleibsel meiner sportlichen Karriere als Sprinterin ist die Tatsache, dass ich nur selten „normal“ gehe, sondern meistens im Laufschritt unterwegs bin. Dazu bin ich ziemlich schusselig und passe nicht genau auf, wo ich grad hinrenne. Während meines Praktikums beim Außenamt der Autonomen Provinz in Rom schickte mich mein Chef Peter Gasser zur griechischen Botschaft. Da er für mich ein kurzes Treffen mit der Botschafterin arrangiert hatte, schärfte er mir ein, mich in Schale zu schmeißen. Als ich an jenem Morgen zum Bahnhof kam, fuhr meine U-Bahn gerade in die Station ein. Aus Angst, meinen Anschluss zu verpassen, fing ich an zu laufen. Kurz vor dem Ziel fiel ich der Länge nach hin. Ich rappelte mich schnell auf und sprang in den Waggon. Dort sah ich, dass meine elegante Hose zerrissen und meine Knie bluteten. Ich fuhr zu meinem Arbeitsplatz, wurde dort medizinisch versorgt – und gehörig ausgelacht. Dann schickte mich mein Chef in die nächste Boutique, wo ich mir ein neues Beinkleid kaufte.

> Zutaten für 4 Personen > 250 g zarte Löwenzahnblätter 50 g Speck 3 mittelgroße Kartoffeln 4 Eier Weinessig 1 Essl. scharfer Senf Salz und Pfeffer

> Zubereitung Die Kartoffeln kochen und die Löwenzahnblätter gut putzen und trocknen. Die Eier etwa acht Minuten wachsweich kochen, sofort kalt abschrecken und etwas erkalten lassen. Kartoffel schälen und in Scheiben schneiden, noch heiß mit den Löwenzahnblättern vermengen und fünf Minuten ziehen lassen. Inzwischen den Speck in dünne Streifen schneiden, in einer Pfanne bei mittlerer Hitze unter Rühren knusprig braten und aus der Pfanne nehmen. Den Essig mit Senf, Salz

und Pfeffer gründlich verrühren. Die Kartoffel, den Löwenzahn und die Speckstreifen in die Sauce geben und alles sehr gut mischen. Die Eier vierteln und den Salat damit garnieren.

Auch unser neues Redaktionsmitglied Andrea Bodner kam nicht umhin, das in unseren Traditionen fest verankerte Rezept für unsere Leserinnen und Leser abzuliefern. Passend zum Frühling wartet sie mit einem lecker-leichten Salat auf.

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Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info

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Tag der offenen Tür

Samstag, 14. und Sonntag, 15. April

Voting Ihre Meinung online Ergebnis der Online-Umfrage:

„Sind Sie für den Bau des Brennerbasistunnels?“

ja

55%

nein

45%

Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:

Schauen Sie vorbei, es erwarten Sie viele Jubiläumsangebote!

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„Werden Sie aus Umweltschutzgründen in den nächsten sechs Monaten Ihre Glühbirnen durch Sparlampen ersetzen?“ Stimmen Sie mit! www.brixner.info 23


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45 Jahre Kapellmeister z Andreas Reifer aus Gereuth ist als erfahrener Kapellmeister im ganzen Land bekannt und als musikalischer Berater sehr begehrt. Im heurigen Jahr stehen fĂźr ihn und seine Musikanten gleich zwei Jubiläen an: Die Musikkapelle â&#x20AC;&#x17E;Peter Mayrâ&#x20AC;&#x153; Pfeffersberg feiert ihr 75-Jahr-Jubi­ läum, und Andreas Reifer steht ihr seit 45 Jahren als Kapellmeister vor. In dieser Zeit hat er die Kapelle zu einer HĂśchststufenkapelle gefĂźhrt, die nicht nur in SĂźdtirol, sondern auch Ăźber die Landesgrenzen hinaus bei vielen Wertungsspielen groĂ&#x;e Erfolge erzielen konnte. Reifer begann bereits in jungen Jahren mit seiner musikalischen Ausbildung: Als 17-Jähriger besuchte er die dreijährige Kirchenmusikschule in Brixen, und nach deren Abschluss Ăźbernahm er im Jahr 1960 die Leitung des Kirchenchores von Tils und das Amt des Organisten. Weiters trat er als Tenorhornbläser

Kork oder Plastik? Das siegessichere Grinsen in Friedas Gesicht war nicht zu Ăźbersehen. Franz und ich hatten gerade Friedas Cafè betreten und schickten uns an, im Vorbeigehen zwei Kapuziner zu bestellen, als sie uns mit offenen FlĂźgeln entgegenpreschte. â&#x20AC;&#x17E;Ich muss euch leider enttäuschen!â&#x20AC;&#x153;, flattert sie uns an, â&#x20AC;&#x17E;es ist doch nicht die weibliche Unterwäsche, die schuld ist am Klimawandelâ&#x20AC;&#x153;. Da sind wir aber gespannt, sage ich im Niedersitzen, nicht ohne Frieda mit einem verächtlichen Blick zu strafen. â&#x20AC;&#x17E;Ich habe im Internet gelesen, dass bei den Rindern während der Verdauung in ihren Pansen Methan erzeugt wird, das dann durch die entsprechende KĂśrperĂśffnung entweicht und CO2 erzeugt.â&#x20AC;&#x153; â&#x20AC;&#x17E;Ahaâ&#x20AC;&#x153;, sagt der Franz. â&#x20AC;&#x17E;Und jetzt passt auf: Es kann auf der ganzen Welt kein Rindvieh geben, das auch nur annähernd so viel windet wie mein lieber Ehegatte, und da ich nicht annehme, dass er physiologisch eine Ausnahme bildet, muss davon ausgegangen werden, dass die Winde des männlichen Teils der Menschheit fĂźr den Klimawandel verantwortlich sind.â&#x20AC;&#x153; Peng! Das kommt davon, wenn man den Frauen zeigt, wie sie ins Internet kommen. Zwei Kapuziner, bitte! sage ich abwesend, denn mein Gehirn ist eigentlich damit beschäftigt, ein gutes Gegenargument fĂźr diese windige These zu finden. â&#x20AC;&#x17E;Und ich habe sogar eine LĂśsung fĂźr dieses globale Problem!â&#x20AC;&#x153;, jubelt Frieda und missachtet damit die elementarsten Regeln der Kundenorientierung, denn eigentlich mĂźsste sie lange schon in Richtung Kaffeemaschine abgeflattert sein. â&#x20AC;&#x17E;Ein Stopsel fĂźr jeden Stopsel!â&#x20AC;&#x153;, ruft sie. â&#x20AC;&#x17E;Ahaâ&#x20AC;&#x153;, wiederholt der Franz, â&#x20AC;&#x17E;Kork oder Plastik?â&#x20AC;&#x153;

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der Musikkapelle â&#x20AC;&#x17E;Peter Mayrâ&#x20AC;&#x153; Pfeffersberg bei. Nachdem Andreas Reifer Ăźber Jahre hinweg die Kapellmeister-Lehrgänge des Verbandes SĂźdtiroler Musikkapellen besucht hatte, Ăźbernahm er die musikalische Leitung der Kapelle. In seiner Kapellmeisterlaufbahn leitete er neben der Pfeffersberger Musikkapelle auch 15 Jahre lang Kapellen wie die Musikkapelle Albeins, die BĂźrgerkapelle Brixen, die Musikkapelle Feldthurns und jene von Teis. Im Verband SĂźdtiroler Musikkapellen des Bezirks Brixen wirkte Andreas Reifer 20 Jahre lang als Bezirksjugendleidb ter.

ST. ANDRĂ&#x201E;

Neuer Kapellmeister

Foto: Willy Vontavon

Menschen & Meinungen

LAMMento

PFEFFERSBERG

z Seit kurzem schwingt Hubert Sagmeister den Dirigierstab bei der Musikkapelle St. Andrä. Er hat Hans Prader abgelĂśst, der nach 40 Jahren am Kapellmeisterpult â&#x20AC;&#x201C; davon sechs in St. Andrä â&#x20AC;&#x201C; lieber fortan als einfaches Mitglied in der Kapelle mitspielt. Hubert Sagmeister, Jahrgang 1964, ist in Musikerkreisen kein unbeschriebenes Blatt. Er hat maĂ&#x;geblich zum Aufbau der Jugendkapelle von St. Andrä beigetragen und leitet diese seit 2002 mit groĂ&#x;em Erfolg. Unter seiner engagierten FĂźhrung konnten die Jungmusiker in ganz SĂźd-

tirol, aber auch im Ausland erfolgreich Konzerte auffßhren und an Wettbewerben teilnehmen. Die Suche nach einem Kapellmeister gestaltet sich mittlerweile fßr viele Blasmusikkapellen als schwierig. Umso erfreulicher, wenn die Musikkapelle St. Andrä in den eigenen Reihen jemanden fßr diese anspruchsvolle Aufgabe gefunden hat.  ab


Sollen die Citybuslinien 1 und 2 zwischen Vahrn und Brixen auf die Vorzugsspur umgeleitet werden?

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Pro& Contra

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Joseph Tauber, Verkehrsreferent der Gemeinde Vahrn: „Anrainer warten hart auf eine Anbindung des Citybusses“.

Pro Für den Bau der Citybus-Vor-

zugsspur, die jetzt auch von anderen Bussen genutzt wird, haben die Gemeinden Brixen und Vahrn rund 500.000 Euro an öffentlichen Geldern ausgegeben, und nun wird diese nicht genutzt. Man lässt den Citybus aufgrund der Staus auf der Staatsstraße trotzdem wieder die Alte Vahrnerstraße runter fahren: Das ist natürlich fein, weil sich dort keine Häuser befinden und so Brixen schneller erreicht werden kann. Wir sind es jedoch den Bürgern schuldig, dass sie den Citybus auch benützen können, denn schließlich wurden dafür Steuergelder ausgegeben. Weiters muss das Löwenviertel mit seinen drei Haltestellen an das Citybusnetz angebunden werden, das ist derzeit nicht der Fall. Zudem wächst die Handwerkerzone Vahrn Süd ständig, und die vielen Personen, die dort arbeiten, warten hart darauf, dass sie den Citybus benutzen können. Durch die Eröffnung der Autobahnausfahrt Brixen Süd wurde bereits eine Verkehrsentlastung auf der Staatsstraße erwirkt. Klarerweise wird es auf der Staatsstraße zu gewissen Zeiten immer Stau geben – aber das ist doch kein Grund, deswegen den Citybus nicht auf die Vorzugsspur umzuleiten. Die Verkehrszählung, die nun bis Ostern durchgeführt wird, ist für mich daher relativ sinnlos. Wenn der Citybus die Vorzugsspur nicht benutzen darf, warum haben wir sie denn dann gebaut? Ich finde, wir haben eine Verantwortung den Bürgern gegenüber, die sehr auf die Benützung des Citybusses warten und deren Gelder für den Bau der Vorzugsspur ausgegeben worden sind. z

GEORG MAYRHOFER, Verkehrsreferent der Bezirksgemeinschaft Eisacktal: „Linie 1 ja, Linie 2 nein“.

Contra Die Vorzugsspur wurde für

den öffentlichen Nahverkehr und für den übergemeindlichen Personentransport gebaut. Die erste Testphase, in der der Citybus (Linie 1 Strecke Vahrn-Albeins) die Vorzugsspur benutzt hat, ist am Stau gescheitert, der fast täglich über den Kreisverkehr Pustertaler Kreuzung hinausging. Durch die Autobahneinfahrt Brixen Süd hat sich die Situation an normalen Tagen entscheidend verbessert, und man könnte nach Beobachtungen des Verkehrs an verkehrsreichen Tagen eine der beiden Linien des Citybusses wieder über die Vorzugsspur führen. Die Linie 1 verfügt über einen kleinen Zeitpolster und könnte demnach kleinere Verspätungen abfedern. Die Linie 2 (Neustift-Milland) hat wesentlich weniger Reserven und würde durch Verspätungen Fahrtstrecken verlieren. Das heißt, es würde wieder die Situa­ tion entstehen, dass die Busse einige Teilstrecken auslassen müssten. Dabei ginge die gewohnte Kontinuität verloren, ebenso das Vertrauen der Fahrgäste. Es ist geplant, dass nur die Linie 1 auf der Vorzugspur im Halbstundentakt fährt. Das würde eine gute Anbindung der Bürger an dieser Achse bringen. Die Linie 2 soll aber weiterhin die Alte Straße nach Vahrn benutzen, um einen reibungslosen und sicheren Dienst zu garantieren. Auf der Vorzugsspur werden außerdem die übergemeindlichen Busse verkehren. Über eine Verlegung des gesamten Dienstes auf die Vorzugsspur kann erst nach einer staufreien Situation oberhalb des Kreisverkehrs an der Pustertaler Kreuzung nachgedacht werden. z

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Menschen & Meinungen

Echo

Leser schreiben uns

„Panikmache und Populismus“ Zum Artikel „Anleitung zum Widerstand“, „Brixner“ Nr. 205, S. 46

Walter Huber, Direktor des Ressorts für Raumordnung, Umwelt und Energie, Bozen

Da ich über das Geschehen an der Planung und am Bau des Brennerbasistunnels gut informiert bin bzw. die Einhaltung der von der Umweltverträglichkeitsprüfung erlassenen Vorschriften auf deren Einhaltung überwache, kann ich die Aussagen, die im Artikel „Anleitung zum Widerstand“ im „Brixner“ Nr. 205 gemacht wurden, nicht unwidersprochen lassen, da sie nicht der Wahrheit entsprechen. Dazu einige Klarstellungen: Dass Bauern Kürzungen bei der Grundablöse angedroht worden sind, kann ich nicht nachvollziehen, da ich bei allen Verhandlungen dabei war und immer eine offene und sachliche Behandlung des Themas erlebt habe. Die Baustellen werden so eingerichtet wie alle Baustellen: erst Abtragen der Humusschicht, die nach Beendigung der Bautätigkeit wieder aufgebracht wird. Bei der Auswahl der Standorte sowie der Baustelleneinrichtungen wurden die Vorschläge der Bürger berücksichtigt, so weit nur irgendwie möglich. Dass gegenüber dem Tunnelportal in Wiesen ein Abhang von mehreren hundert Metern abgetragen werden müsse, um einen Notbahnhof oder Multifunktionsstelle zu errichten, ist Unsinn. Der Fensterstollen führt nämlich zur unterirdischen Multifunktionsstelle in ca. 400 Meter Tiefe. Die Umfahrungsstraße von Wiesen wurde nie versprochen – im Gegenteil, sie ist zurzeit noch Gegenstand von Überlegungen und Verhandlungen. Ebenfalls wird kein Ausbruchmaterial durch das Dorf Wiesen transportiert 26

werden, da das zu entsorgende Material mit einem Förderband vom Aushub zur Deponie gebracht wird; das Dorf wird dadurch nicht berührt. Sollten Trinkwasserquellen tatsächlich ausbleiben, obwohl mit großer Vorsicht gearbeitet wird, so ist bereits im Vorfeld der Ersatz dafür geplant, damit keine Beeinträchtigung der Trinkwasserversorgung stattfindet. Dies sind nur einige Beispiele aus dem Artikel. In diesem Bericht wird ganz bewusst Angst unter der Bevölkerung geschürt, und dies noch mit Aussagen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Dass auch noch Aufrufe zur Sprengung von Brücken ausgesprochen werden und dass noch Adolf Hitler zitiert wird, finde ich eine Entgleisung sondergleichen. Das Ganze hat mit seriöser Information wohl überhaupt nichts mehr zu tun, sondern mit Panikmache und Populismus.

„Stellt euch vor…“ Über die Situation der Bauern in Südtirol

Rudolf Siller, Ratschings

Stellt euch vor… es ist Landesversammlung der Südtiroler Unternehmer (Ex Bauernbund), und niemand darf den Mund aufmachen! So geschehen am 24. Feber in Bozen. Nachdem gerade das Wipptal unter dieser arroganten, antidemokratischen und knechtischen Landespolitik leidet und unser Landeshauptmann lieber bei Misswahlen, Bällen, Zaun- und Säulensegnungen sowie Banddurchschneidungen dabei ist anstatt sich mit jenen Menschen auseinanderzusetzen, deren Lebensgrundlagen total vergiftet und zerstört werden, so fragte ich vorher telefonisch im Bauernbund an, ob ich als Bauer die Möglichkeit hätte, in Anbetracht dieser tragischen Situation bei der Versammlung den Mund aufzumachen. Leider, sagte mir die Frau am Telefon, sei dies nicht vorgesehen, aber nachher beim Büffet darf man reden; dass unter diesen

Umständen der Appetit sofort verflog, ist wohl mehr als verständlich. Welch ein Gegensatz zu jenem scheinheiligen und verlogenen Satz, der von den Verantwortlichen bzw. Verantwortungslosen geprägt wurde: „Nicht jammern! Anpacken, mitgestalten und ein gehöriges Wort mitreden!“ Nun ihr „Oberen“, wir jammern nicht. Wir wollen euch nur aufzeigen, dass in den letzten 20 Jahren Mord am Bauerntum begangen worden ist, und die Tragik ist, dass viele Bauern mitgemischt haben. Natürlich sind hier nur diejenigen gemeint, die sich betroffen fühlen. Was ist das noch für ein Bauerntum, das von sechs bis sieben Verwaltungsebenen und Intensivstationen ferngesteuert und kontrolliert wird? Wo bleibt die Mitgestaltung, wenn jede Kritik und Gegenäußerung primitiv, anonym und knechtisch von oben herunter niedergetrampelt wird? Ihr habt dem Bauerntum die Würde genommen, es gibt keinen Sonntag mehr, das Verhalten zur Natur und Kreatur ist nur mehr ein Geschäftliches. Was wir brauchen, ist ein Bauerntum, das wieder Respekt und Ehrfurcht vor dem Leben hat, das mit Gott sät und erntet, das der Welt gerade ins Gesicht schaut und in Freude zu seinen Werken stehen kann. Was wir nicht brauchen, ist, dass Menschen schon um vier Uhr morgens vor der „Erscheinungsgrotte Landhaus“ herumliegen und die „Ankunft des Herrn“ erwarten. Es wird Zeit, an die Gründung eines Bauernbundes zu denken!

war. Es gäbe keine Toiletten im Geschäft, so die Antwort der Verkäuferin. Ob sie denn nie aufs stille Örtchen müssten, konnte ich mir nicht verkneifen zu fragen. Das schon, lautete die Erwiderung, aber die Toilette sei privat und nur für Angestellte. Ich bezahlte, und bis ich dann mit meiner Tochter schnell ins nahe liegende Café kam, war sie bereits nass. Nun hatte ich die Möglichkeit, neue Wäsche zu kaufen oder zu riskieren, dass sich meine Kleine erkältet – da wir nicht von Brixen kommen, war ein Wechseln der Kleidung anders nicht möglich. Das Ganze hat mich so verärgert, dass ich nochmals ins Geschäft zurückkehrte und mit der angeblichen Filialleiterin sprach, die dann doch nicht die Filialleiterin war. Auch hier wiederum die Antwort, es gäbe zwar eine Toilette im Haus, aber man habe nur Probleme damit. Ich kann durchaus verstehen, dass das private Bad eines Geschäftes nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung steht – aber wenn das kleine Kind einer Kundin einmal dringend muss, kann man sich von einem Unternehmen, das Kinderbücher, Spielzeug und Bastelwaren verkauft, durchaus erwarten, dass es auch in diesem Fall Kinderfreundlichkeit an den Tag legt.

Kinderfreundlich? Über einen Einkauf mit „besonderen Bedürfnissen“

Margit Oberhauser, Lüsen

Neulich war ich mit meiner kleinen Tochter in der Papierund Buchhandlung Athesia in Brixen. Als wir gerade beim Bezahlen waren, musste meine Tochter auf die Toilette. Ich fragte die Frau an der Kassa, ob wir nicht das Klo benützen dürfen, da es wirklich dringend

Liebe Leserin, lieber Leser, schreiben Sie Ihre Meinung zu den Themen in diesem „Brixner“ - bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer: Redaktion „Brixner“, Brenner­ straße 28, 39042 Brixen Leserfax: +39 0472 060201 E-Mail: echo@brixner.info


Umfrage

Gleiche Chancen? Der Tag der Frau ist vorüber, 2007 wurde von der Europäischen Union als Jahr der Chancengleichheit für alle erklärt. Wir haben uns speziell bei Frauen erkundigt, ob und in welcher Form sie sich in ihrem Alltag benachteiligt fühlen und wo sie noch Handlungsbedarf verspüren.

„Ich fühle mich weder beruflich noch privat in irgendeiner Form benachteiligt, und mir ist ganz wohl, so wie die Situation ist“, antwortet Maria Federspieler. „Es gibt sicher Bereiche, wo noch etwas zu tun ist, beispielsweise im Arbeitsbereich in der Privatwirtschaft – da höre ich öfters von Problemen. In meinem persönlichen Umfeld jedoch passt alles.“

„Ganz im Gegenteil! Mir kommt oft vor, dass die Männer auf der Strecke bleiben und im Nachteil sind“, meint Cindy Germano. „Die Frauen sind heute viel unabhängiger vom Mann. Wählen tue ich allerdings prinzipiell nur Frauen, weil sie in der Politik noch zu wenig vertreten sind, und da möchte ich sie mit meiner Stimme unterstützen.“

„Meiner Meinung nach ist das Charaktersache, ich weiß mich schon zu wehren“, winkt Miriam Auer ab. „In gewissen Sachen sind Frauen sicher schwächer, beispielsweise haben sie in der Politik nicht so viel zu sagen. Ich wähle aber nicht ausschließlich Frauen, da muss schon alles passen.“

„Frauen sind zum Teil in der Arbeitswelt benachteiligt, weil sie wegen eines möglichen Mutterschaftsurlaubes nicht so gern eingestellt werden“, antwortet Tamara Thaler. „Ansonsten finde ich aber nicht, dass Frauen benachteiligt sind, mir wäre das noch nie aufgefallen. Eigens eine Frau wählen tue ich auch nicht, das hängt von der jeweiligen Person ab.“

„Persönlich fühle ich mich als Frau überhaupt nicht benachteiligt, vielleicht weil ich als Krankenpflegerin in einem typischen Frauenberuf arbeite, wo dies nicht so auffällt – auch wenn die wichtigen Positionen von Männern belegt sind“, erklärt Elisabeth Gamper. „Weltweit gibt es jedoch viele Situationen, wo Frauen benachteiligt sind, und ich finde es wichtig, dass es Gremien gibt, die sich dafür einsetzen.“

„Benachteiligt fühle ich mich nicht, aber außerhalb der Städte fehlt es noch an Kinderbetreuungsmöglichkeiten – das ist noch eine Form der Benachteiligung“, sagt Maria Gebhard. „Manche Frauaenansichten sind mir jedoch zu extrem. Ich finde, dass wir Frauen es nicht mehr so schlecht haben, da muss sich heute der Mann manchmal schon mehr durchsetzen. Ich wähle Frauen, weil sie einen anderen Blickwinkel auf die Sache haben.“

„Darüber habe ich gar nie nachgedacht“, erwidert Anna Gasser, „mehr oder weniger finde ich, dass schon eine Gleichberechtigung da ist – außer im Berufsleben, da haben die Männer viel mehr Möglichkeiten als Frauen. Persönlich fühle ich mich allerdings nirgends benachteiligt.“

„In der Privatwirtschaft besteht beim Mutterschaftsurlaub und beim Wiedereinstieg Nachholbedarf in Sachen Chancengleichheit“, findet Irene Valentin. „Ansonsten glaube ich, dass sich die Frauen heute schon wehren können. Wenn mir Frauen kompetent vorkommen, wähle ich sie auch – aber sie müssen mich überzeugen. Für die Frauen ist bereits viel erreicht worden, und ich glaube, dass noch einiges gemacht werden kann, auch wenn ich mich persönlich jetzt nicht benachteiligt vorkomme.“

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JUGENDSINFONIEORCHESTER SÜDTIROL

Kunst & Kultur

Junge Sinfonie

D

ie Harfen stecken im blauen Schutzmantel, an der Holzwand lehnen Instrumentenkästen, die roten Stühle im Halbkreis reichen weit hinein in den Saal Prihsna des Forums Brixen. Es ist Mittagspause während dieses Probenwochenendes des Südtiroler Jugendsinfonieorchesters, Stephen Lloyd und Irene Troi überprüfen die Organisationspläne: Noch eine Probeneineinheit, und dann steht am 14. April der erste Konzertauftritt des Orchesters in Brixen an. „Entstanden ist dieses Projekt durch eine Idee von Stephen und vom Präsidenten des Institutes für Musikererziehung,

Walter Stifter“, erklärt Irene Troi. Sie und ihr Ehemann Stephen Lloyd bemühen sich bereits seit Jahren um die musikalische Nachwuchsförderung in Südtirol. Für ihr Music Camp South Tyrol erhielten sie im April 2003 den Nikolaus-HarnoncourtPreis des Kantons Zürich; der berühmte Dirigent Harnoncourt und dessen Ehefrau Alice, eine Violinistin, stehen auch für das aktuelle Projekt „Südtiroler Jugendsinfonieorchester“ Pate. Dieses wurde im vergangenen Jahr gegründet, um ein qualitativ hochwertiges Sinfonieorchester mit und für junge Südtiroler Musiker zu etablieren: Für den musikalischen Nachwuchs im

Bereich klassischer Musik ist das Sinfonieorchester eine erste Möglichkeit, vor Ort OrchesterErfahrung sammeln zu können. 150 Jugendliche meldeten ihr Interesse an und kamen zum Vorspielen, rund 95 von ihnen konnten in das Orchester aufgenommen werden. Ihr Durchschnittalter liegt bei 19 Jahren, ihre Muttersprache ist Deutsch, Italienisch oder Ladinisch: „Das Jugendsinfonie-Orchester ist ein sprachenübergreifendes Projekt und soll nicht als Visitenkarte für eine Sprachgruppe gelten“, erklärt Stephen Lloyd, „die Musik und das Orchesterspiel sind eine universelle Kunstform, die von allen gleich verstanden wird.“

Mittlerweile trudeln die jun-

gen Frauen und Männer ins Forum ein und packen ihre Instrumente aus. In allen Ecken wird noch schnell eine Passage geübt, der Geigenbogen gewachst, die beiden Harfenspielerinnen wechseln ihren Standort. Es beginnt zu flöten, zu trompeten, zu geigen. Verschiedenste Klangfarben füllen den Saal, genauso bunt wie die jungen Musikerinnen und Musiker. Stephen Lloyd nimmt seinen Platz vor dem Dirigentenpult ein, und mit einer Armbewegung tritt Stille ein. Die Notenblätter von Benjamin Brittens „Young Person’s Guide to the Orchestra” liegen aufgeschlagen auf dem Notenpult. Das Stück wird beim Konzert aufgeführt, und heute soll es zum ersten Mal von Anfang bis Ende durchgespielt werden. 28

Fotos: Oskar Zingerle

Das Pilotprojekt „Jugendsinfonieorchester Südtirol“ endet Mitte April mit einem Konzert im Forum Brixen und in Meran. Die zwei künstlerischen Leiter Irene Troi und Stephen Lloyd erzählen bei einem Probenbesuch über den Verlauf der musikalischen Nachwuchsförderung.

Irene Troi und zwei weitere In-

strumentallehrerinnen sitzen auf den Publikumsstühlen, verfolgen die Probe und kritzeln hin und wieder Notizen aufs Blatt. Stephen Lloyd lässt Passagen wiederholen, gibt Hinweise auf Deutsch, Italienisch oder Englisch. Einzelproben sind beim Projekt jedoch nicht vorgesehen, das Orchesterspiel steht im Vordergrund: „An drei von acht Wochenenden kommen Referenten aus dem In- und Ausland, die mit den einzelnen Instrumentalgruppen arbeiten“, erklärt Irene Troi. Mit dabei sind Musiker vom Bayerischen Rundfunk-Orchester, vom Concertus Musicus Wien, vom European Chamber Orchestra oder auch vom Konservatorium Bozen, die mit dem Nachwuchs proben. Der Rest der Probenzeit ist dem Orchesterspiel vorbehalten. „Für uns ist das der einzige Ort, wo wir Jungen klassische


Proben im Forum Brixen: Das Ziel liegt darin, ein qualitativ hochwertiges Sinfonieorchester für und mit Südtiroler Jugendlichen zu etablieren

Musik spielen können“, erzählt Irene, eine der Musikerinnen. Viele von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern besuchen ein Konservatorium, eine Musikhochschule oder eine Musikschule, für manche ist der Beruf des Musikers der Traumberuf schlechthin. „Zugleich ist es auch toll, dass wir hier neue Leute mit denselben Interessen finden können“, steuern Helmuth und Daniel bei. Die Aufteilung in monatliche Probenwochenenden mit mehrwöchigen Pausen dazwischen ist zwar nicht ideal, aber da mehrere der Jungmusiker im Ausland studieren und auch anderen Verpflichtungen nachgehen müssen, ist ein dichterer Zeitplan kaum möglich. „Für die Musiker ergibt sich daraus die Herausforderung, in schnell­ ster Zeit wieder auf dem letzten Probestand zu sein“, erklärt Irene Troi.

Die Weiterentwicklung des der Cusanus Akademie oder hinzu. Als Träger fungieren die Nachwuchses zu beobachten ist für die beiden künstlerischen Leiter „eine irrsinnig schöne Erfahrung.“ Gearbeitet wird nicht nur an der Fähigkeit des Zusammenspiels, sondern auch

im Priesterseminar die Instrumentenklänge wider, und die Jugendlichen aus ganz Südtirol übernachten ebenso in diesen Gebäuden. „Der Standort Brixen ist super, und unser Projekt ist

„Wir hoffen sehr, dass das Orchester weiterhin in Brixen ansässig bleibt.“_Stephen Lloyd und Irene Troi am Selbstvertrauen: „Die jungen Leute zu motivieren und ihnen beizubringen, an sich selbst zu glauben, sind ebenso Ziele des Orchesters“, meint Troi, „dann sind ziemliche Wunder möglich.“ Der derzeitige Standort des Südtiroler Jugendsinfonie-Orchesters ist Brixen. An den Probewochenenden hallen im Forum, im Jugendhaus Kassianeum, in

für die Stadt eine große Bereicherung“, finden Stephen Lloyd und Irene Troi. „Die Gemeinde, allen voran Bürgermeister Albert Pürgstaller, hat sich sehr darum bemüht, das Südtiroler Jugendsinfonie-Orchester in Brixen anzusiedeln.“ So übernimmt die Stadtgemeinde Brixen sämtliche Raummieten, die deutsche Kulturabteilung des Landes steuert 90.000 Euro für das Projekt

beiden Institute für Musikerziehung, das deutsche, italienische und ladinische Schulamt sowie das Musikkonservatorium.

Ob mit dem Ablauf des ein-

jährigen Projektes im April eine Fortsetzung erfolgen wird, ist noch nicht gesichert, aber wohl doch sehr wahrscheinlich – wobei auch andere Städte Interesse zeigen, dass das Südtiroler Sinfonieorchester bei ihnen zu Hause ist. Nun aber müssen erstmal die beiden Konzerte in Brixen und Meran stattfinden, und die zwei künstlerischen Leiter „hoffen sehr, dass das Orchester weiterhin in Brixen ansässig bleibt.“ doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Kunst & Kultur

MUSIK

Klänge jenseits der Alpen Die Formation „just alpin“ lässt sich stilistisch nicht eindeutig in eine Schublade werfen, aber vielleichgt ist es gerade das, was ihren besonderen Reiz ausmacht. Vor kurzem ist ihre neue CD „walkin’ on fire“ erschienen.

V

or drei Jahren trafen sich Musiker aus drei musikalischen und menschlichen Kulturkreisen der Alpen – aus Südtirol, Norditalien und Graubünden-Schweiz – und entschieden, ihre Tonsprache über die Grenzen hinweg sprechen zu lassen. So gab es zwar keine einheitliche Sprech-Sprache, aber die Musik selbst war Kommunikationsmittel genug für Valentin Kessler und Andi Schnoz aus Chur, Marco Gotti aus Bergamo sowie Norbert Dalsass und Roman Hinteregger aus Brixen.

Die projektbezogene Pro-

benarbeit erwies sich aufgrund der räumlichen Distanz auf lange Sicht leider als sehr umständlich, und so stiegen die Schweizer Schnoz (Gitarre) und Kessler (Akkordeon) bald aus der Gruppe aus. „Just alpin“ beschloss daraufhin, Renzo Vigagni aus Rovereto und Titta Nesti aus Florenz in die Gruppe aufzunehmen und konnte mit ihnen eine Spitzen-Vokalistin und einen Könner auf dem Synthesizer gewinnen. Ursprünglich „transalpin“, tauften sich die fünf Musiker in der Folge zu „just alpin“ um, da ihr „Taufname“ bereits vergeben war. Aber „just alpin“ sind flexibel – eine der Voraussetzungen, um Routine zu vermeiden und Entwicklung zu ermöglichen. So steht der neue Name für eine neue kreative Phase, die wohl aus den Wurzeln der Tradition startet, aber in einem übergeordneten musikalischen Verständnis die ganze Welt enthalten soll. Beispielsweise brachte ReNate Gujan für einige Projekte ihr afrikanisches Djembe in die Musik der Gruppe ein. Auf die Frage, wie ihre Musik definiert werden kann, weiß die Gruppe selbst keine Antwort. „Irgendwie eine Bergund Talfahrt“, die ruhig und in schönen Linien verläuft, aber 30

„just alpin“ spielen vorwiegend Eigenkompositionen, von alpiner Tradition hin zur freien Alpenluft auch wild ausartet und in Free, jiddischen, lautmalerischen bis hin zu Volksweisen-Klängen mündet. Eine Alpenregion und ihre Landschaft prägen einen Menschen, seine Gewohnheiten und Vorlieben, genauso prägen sie seine Musik. „Just alpin“ bezeichnen sich selbst als „alpine Musiker“, spielen ausschließlich Eigenkompositionen und wollen „von jenseits der Alpen das Angefangene diesseits wieder aufgreifen und den Alpenraum flächendeckend bespielen“.

Die neue CD mit dem Titel

„walkin’ on fire“ erschien unter dem Schweizer Label Brambus Records und soll die Idee, drei musikalische Welten zu einer alpinen Synthese zu vereinen,

deutlich machen. Die Kompositionen stammen von Kessler, Gotti und Dalsass. „L’eremita“ (Gotti) erinnert mit seinen feinen Klangbögen und sich davon abhebenden chaotischen Zwischenteilen an ein Leben allein in den Bergen oder an das Großstadtchaos. „Lunar Eclipse“ (Dalsass) spielt mit beschwörenden Atmosphären, äußerst spannenden Tamtam-Effekten und Kontrabass-Flageolettes, die nach und nach auch rhythmisch fassbar werden. Kessler schafft in „Tauwätter“ eine wunderbare Synthese aus melodischen Sopransaxlinien und balladenartigen tonalen Verarbeitungen mit dem Einschub einer Volksweise, vorgetragen mit traumhaftem Akzent von Titta Nesti. Die insgesamt zehn Titel machen den Zuhörer neugierig, sie erstaunen und fesseln: von alpiner Tradi­ tion hin zur freien Alpenluft,

denn „Tradition ist nicht Verehrung der Asche, sondern Weiterbringung des Feuers“ (Gustav Mahler). manuela.kerer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Fokus just alpin Norbert Dalsass (bass) Roman Hinteregger (drums) Marco Gotti (saxes, clarinet) Renzo Vigagni (synthesizer) Titta Nesti (vocal art) Internet: www.jazzfantasy.it/justalpin/ Kontakt: Norbert Dalsass Tel.: 348 5324389 E-Mail: info@arch.it


THEATER

Der Komödie zweiter Teil Mit „Wenn schon, denn schon“ präsentierte die Komödie Brixen unter der Regie von Leo Ploner Teil zwei von Ray Cooneys Schwank „Außer Kontrolle“.

D

ie Aufführung des ersten Teils durch die Komödie Brixen liegt etwas mehr als ein Jahr zurück; genauso viel Zeit ist seitdem auch in der Handlung des Stücks vergangen: Ein Jahr lang ist Landesrat Roland von Moritzing koscher geblieben, nachdem das Schäferstündchen mit Giorgio Holzmanns persönlicher Sekretärin Sabine Vanzi (Evelyn Überbacher) beinahe in einen offenen Eklat geendet war. spielt von Christa Issinger-Tauber und Leo Ploner), das im Bozner Stammhotel die Suite Nr. 460 gemietet hat, wartet auf den zum dritten Mal bestellten Kaffee – der Kellner bringt schließlich sechs statt zwei, was für den ersten Lacher sorgt. Moritzing ist in Eile, denn als Nummer zwei in der Partei darf er auf der Landtagssitzung mit dem Tagesordnungspunkt „Frauenquote“ nicht fehlen. Diesmal ist es seine Frau Karin, die ihn auf ein Schäferstündchen einlädt. Er lehnt ab, sodass ihr nichts anderes übrig bleibt als den Nachmittag im Stadtmuseum zu verbringen. Frau Moritzing ahnt nicht, dass ihr Mann anderes im Schilde führt: Er will sich endlich wieder einmal mit seiner Angebeteten Sabine zurückziehen. Sein Privatsekretär Georg Plieger (Armin Mair) soll ihm dazu unter dem falschen Namen Heinrich Pfingsten eine Suite reservieren. Was er nicht weiß: Sie spielt nicht mehr die Rolle der treuen, pflichtbewussten Ehefrau. In schlimmer Vorahnung vergisst Plieger den Namen, auf dem er die Suite bestellen soll. Aus Heinrich Pfingsten wird Dr. Peter Paul Himmelfahrt. Die an Moritzings Suite angrenzende 462 ist Plieger alias Dr. Himmelfahrt nicht recht: „Ich weigere mich, neben einem Mann zu wohnen, der für den Feinstaub

Foto: Oskar Zingerle

Das Ehepaar Moritzing (ge-

verantwortlich ist.“ Frau Moritzing kommt unerwartet zurück. Plieger versteckt sich hinter der Zeitung, kann sich Frau Moritzing aber nicht entziehen. Der Rezeptionist schöpft Verdacht, weil die Initialen „GP“ auf Pliegers Aktentasche nicht mit dem von ihm angegebenen Namen übereinstimmen. Er sei Gynäkologie-Primar, erklärt Plieger, und merkt, „es läuft bereits schief“.

Das Bühnenbild des zweiten

Akts stellt die Wohnräume der beiden nebeneinander liegenden Suiten dar. Aus jedem der beiden Räume führen drei Türen: eine ins Schlafzimmer, eine ins Bad, eine ist die Eingangstür. Clooneys temporeiches Spiel mit den Türen beginnt. Ungebetene Gäste wie das Zimmermädchen (Ulli Stampfl), der Etagenkellner (Walter Larch) oder der Hoteldirektor (Georg Stedile) stören die Verabredeten. Herr Plieger muss Herrn Moritzing bedienen und wird dann nebenan von Frau Moritzing entkleidet. Von seinem Chef nackt angetrof-

fen, erfindet er eine Lüge, um Frau Moritzing vor ihrem Mann zu decken. Die Landtagsabgeordnete Marta Kucera (Renate Heissl­-Deporta) überrascht Frau Moritzing im Nachthemd mit Herrn Plieger, der – wieder bekleidet, aber barfuß – dasteht. Wieder hat Plieger eine Lüge zur Hand. Herrn Vanzi (Joachim Mitterutzner) sperrt Plieger kurzerhand ein, um dessen Frau auf dem Servierwagen versteckt in Sicherheit zu bringen. In einem Moment der Unaufmerksamkeit annektiert der Kellner den Wagen. Frau Kucera geht das Treiben zu weit und droht mit dem Gang zur Presse. „Mach du was!“, fleht Herr Moritzing seinen Sekretär an. Plieger bläht sich auf und sagt etwas, das man dem leicht in Panik geratenden Plieger nicht zugetraut hätte: „Scheren Sie sich zum Teufel, blöde Funze.“ Herr Vanzi lüftet den Vorhang des Servierwagens und findet darunter anstelle seiner Frau das Zimmermädchen, womit er den Intriganten wieder auf dem Leim gegangen ist.

Ungebetene Gäste, Überraschungen, Lügen und Affären – am Ende entlarvt sich das Stück als unendliche Geschichte Am Ende stellt sich die Affäre als unendliche Geschichte heraus: Herr Moritzing entdeckt das Zimmermädchen als Objekt der Begierde, während sich Frau Moritzing und Herr Plieger in die Suite 460 verziehen, wo sie den Etagenkellner mit dem Zimmermädchen überraschen.

Die Komödie Brixen erntete nach der mit Bravour bestandenen Premiere verdienten Applaus. Die Kontinuität in der Besetzung der Rollen und in der bereits bewährten Inszenierung ersparten Regisseur Leo Ploner im Vorfeld viel Arbeit. Nachdem es ihm gelungen war, mit einer Ausnahme die Schauspieler vom Vorjahr wiederzugewinnen, konnte sich die Truppe auf die Umsetzung des Stücks konzentrieren. albina.kritzinger@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 31


FOTOGRAFIE / GRAFIK

Kunst & Kultur

„Brücken“ im Wettbewerb z Nach dem erfolgreichen Wettbewerb „Der Zaun“ im Jahr 2005 veranstaltet die Durst Phototechnik Digital Technology GmbH Lienz wieder einen Foto-GrafikWettbewerb. Das Thema lautet dieses Jahr „Brücken“: Brücken zur Überwindung von Hindernissen, als Verbindung oder als Weg. Brücken aber auch im metaphorischen Sinne als „Eselsbrücke“, als Verbindung zwischen Menschen oder als Steg zu anderen Kulturen, Brücken zwischen Freude und Leid. Am Wettbewerb können Kultur-

schaffende teilnehmen, die in Tirol, Südtirol oder im Trentino geboren sind, dort eine Ausbildung absolvieren oder wohnen. Alle Teilnehmer müssen sich bis zum 15. Mai per E-Mail anmelden; es winkt ein Preisgeld von 7.500 Euro. Die Fachjury besteht aus dem Künstler Arnold Mario Dall’Ò, der Kuratorin Marion Piffer-Damiani, dem Vertreter der Durst Hermann Pitscheider, der Galeristin Barbara Psenner und dem Designer Klaus Vontavon. Weitere Infos im Internet: www.durst-online.com. db

K&K Kunst & Kultur

SMS

z Das Diözesanmuseum Hofburg Brixen öffnet für eine ganz besondere Ausstellung seine stimmungsvollen gewölbten Kellerräume. Diese werden ab 5. Mai die Ausstellung „Das Gold der Etrusker – die Zeichen der Macht“ beherbergen: In einem Kelleraum sind dabei die kostbaren Goldschmiedearbeiten und ornamental gestalteten Schmuckgegenstände zu bewundern, ein Raum ist dem Totenkult der Etrusker mit ihren Sarkophagen und Urnen gewidmet, und der dritte Raum den antiken Keramikgegenständen. Die Sonderausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Museum in Florenz, das die

32

AUSSTELLUNG

Diözesanmuseum öffnet Kellerräume

rund 120 Ausstellungsstücke zur Verfügung stellt. Die Initiatoren waren Alex Pergher mit Walter Granuzzo und Sieglinde Michaeler: Der Mühlbacher Künstler hatte Kontakte mit dem florentinischen Museum, und somit ent-

stand die Idee, eine Ausstellung über die Etrusker nach Brixen zu holen. Das Konzept wurde von der dortigen Direktorin Carlotta Giu­seppina Cianferoni erarbeitet, die Durchführung und Leitung in Brixen übernahm Patrizia Mair,

Mitarbeiterin des Diözesanmuseums. Eine weitere Besonderheit: Zum ersten Mal haben Brixner Betriebe eine Ausstellung im Diözesanmuseum durch Gelduns Sachsponsoring unterstützt.  db

Die Bibliothek Raas feierte im März mit zahlreichen Veranstaltungen rund ums Lesen ihr 20-jähriges Bestehen. Eingeladen waren für den Lesefrühling Autorinnen wie Martha Verdorfer und Gerda Anger-Schmidt, für Grundschüler gab es eine Kinderbuchausstellung und Kaperltheater.

Der von Esther Stocker gestaltete Kunstsilo am Gebäude der Firma Barth in der Brixner Industriezone wurde ausgezeichnet: Der vom Südtiroler Künstlerbund ausgeschriebene Preis „Kunst am Bau“ im Rahmen des Architekturpreises Südtirols ging an die Vinschger Künstlerin.

Die Stadtbibliothek Brixen konnte mit 174.021 Entlehnungen einen Zuwachs von 6,7 Prozent erzielen, im Jahre 2006 schrieben sich über tausend Personen neu als Bibliotheksbenutzer ein.


Nachgefragt

„Kunst-Highlights in Mühlbach“ ALEX PERGHER, Präsident des Vereins „Galerie 90“, über die heuer in Mühlbach geplanten Ausstellungen – und über eine kleine Sensation im nächsten Jahr. dern schlägt sie eine Brücke zwischen der uns fremdartigen Lebensweise der Heiligen Indiens und der westlichen Welt. Im Juni findet dann eine Gemeinschaftsausstellung der drei herausragenden Künstlerinnen Julia Bornefeld, Wil­ma Kammerer und Sylvie Riant statt. Es folgt der Brixner Künstler Hartwig Thaler mit seinen letzten Arbeiten in Mischtechniken sowie einigen seiner Skulpturen. Marco Lodola hingegen präsentiert seine Installationen aus Plexiglas, und den Saisonsabschluss im Oktober bildet die Gemeinschaftsausstellung „Skizzen und Erfindungen“: Daran beteiligt sind die Künstler Claudio Oli-

votto, Hans Knapp, Leander Piazza, Sabina Vallazza und Diana Lo Mei Hing. Gibt es schon Pläne für 2008? Nächstes Jahr gibt es wahrscheinlich eine kleine Sensation: Wir führen konkrete Gespräche mit einem Schweizer Kunstsammler, der uns Bilder von Andy Warhol zur Verfügung stellen würde. Auf dieses außerordentliche Ereignis freue ich mich ganz besonders. Und nicht zu vergessen: Eine Ausstellung des bekannten Malers und Bildhauers Marino Marini ist ebenso für das nächste Jahr geplant. oskar.zingerle@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Foto: Oskar Zingerle

Herr Pergher, im vorigen Jahr ließ die Galerie 90 in Mühlbach mit zwei niveauvollen Ausstellungen aufhorchen. Geht es heuer in dieser Tonart weiter? Auf alle Fälle! Wir sind darüber hinaus bestrebt, das Niveau weiter zu heben und die Galerie 90 zu einer der angesagten Adressen in der Südtiroler Kunstszene zu machen. Die heurige Ausstellungssaison beginnt am 29. März mit der arrivierten österreichischen Fotografin Cornelia Kaufmann, die einzigartige Reportage-Bilder ihres mehrjährigen Indien-Aufenthaltes zeigen wird. Mit ihren Bil-

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THEATER

„Hecken“ in St. Leonhard

Frauen-Theater

spiel auch für die Ministranten, die immer zu Ostern vom Kurator Wilhelm Ferrigato, der von den 1930er bis Anfang der 1980er Jahre in St. Leonhard tätig war, mit ein paar Eiern für ihren Dienst belohnt wurden. Mit etwas Glück konnten sie beim „Hecken“ noch weitere einheimsen. Der eine oder andere Besucher griff wohl auch auf die verpönten „Pecheier“ zurück, um ja keine Eier zu verlieren, sondern möglichst viele zu gewinnen. Die ältesten Hinweise auf das „Hecken“ und Eierschenken gehen auf das 13. Jahrhundert zurück und stehen in Verbindung mit den Zinsabgaben der Bauern an die Grund- und Lehensherren. Warum man sich gerade in St. Leonhard jedes Jahr nach dem Hochamt zum „Hecken“ trifft, kann niemand mehr sagen, der Brauch ist aber lebendig geblieben.  ab

NEU im Regal Bei uns in Tirol „Das Buch soll in ironisch-unterwürfiger Form den Typus des Tirolers charakterisieren. Dabei war es mein Anliegen, nicht mit Spott an gesellschaftlichen und politischen Zuständen zu sparen. Ich empfinde dies gerade in einer Zeit, wo kritiklos alles aufgenommen wird, als angebracht. Wichtig war es für mich, hinter die Kulissen der Scheinmoral zu blicken. Gerade ein Land, das sich durch so viel kraftvolles Heldentum auszeichnet und einer solchen Geringschätzung von Bildung, Geist und Kultur kann eine Brise Selbsterkenntnis nicht schaden“, erklärt Autor Michael Wachtler. Herausgekommen ist die „Tirol-Saga. Historia eines mysteriösen Volkes von Wilden. Von Raufbild Ötzis bitterem Ende bis zu den Helden der Schmerzen“ – der Versuch einer satirischen Reportage über das heilige Land Tirol und dessen Einwohner. Was ein Hinter-die-Kulisse-Blicken werden sollte, bleibt jedoch – leider! – eine oberflächliche

Foto: Claudia Messner

z Die Bevölkerung des Plosebergs geht am Ostermontag traditionell nach St. Leonhard in den Gottesdienst und „heckt“ anschließend im Kirchhof. Man spricht hier von „Hecken“ wohlgemerkt, nicht von „Pecken“, wenn es bei Groß und Klein darum geht, mit einem Osterei das Ei des Gegners zum Brechen zu bringen und dadurch den Sieg und das Ei davonzutragen. Früher bedeuteten die gewonnenen Ostereier noch seltene Leckerbissen, so zum Bei-

PLOSEBERG

z Zum Internationalen Tag der Frau lud die Kommis­sion für Chancengleichheit der Gemeinde Brixen zu einem Theaterabend, der von vier Brixner Theatervereinen und der Schauspielerin Monica Trettel gestaltet wurde. Selbstverständlich stand dabei das facettenreiche Thema „Frau und Mann“ auf dem Spielplan, die meisten Szenen wurden eigens für diesen Abend konzipiert. Die „Filodrammatica Don Bosco“ präsentierte eine InterviewSzene, bei der ein Reporter unterschiedliche Personen über deren Ansichten zum „Tag der Frau“ befragte – diese reichten von romantischen Anwandlungen bis hin zur Gleichgültigkeit. Die Theatergruppe „Uno Nessuno Centomila“ ließ eine Dreiergruppe Mann sowie eine Dreiergruppe Frau im Zug sitzend über sich selbst, über die „anderen“ und über die Beziehung von den einen zu den anderen diskutieren. Das Theaterpädagogische Zentrum Brixen (tpz) kehrte den Spieß

hingegen um und stellte einen „chancenlosen“ Mann hinters Rednerpult, der angesichts der weiblichen Allgegenwart und Kompetenz resigniert zu sämtlichen Zugeständnissen bereit ist. Die Seniorentheatergruppe – altersmäßig verjüngt durch einige jüngere Schauspielerinnen – zeigte dem Publikum im Hauptteil ihrer Szene die Strategie der älteren Frauen auf: Bemuttern und Überfüttern, bis den männlichen Lungen die Luft ausgeht und von den Witwen die Lebensversicherung einkassiert werden kann. Monica Trettel hingegen ließ die vielen Frauenseelen in sich zu Wort kommen und schloss die szenischen Einlagen im vollbesetzten Forum Brixen mit einer Runde Lachyoga. Abgerundet wurde der Tag der Frau mit einem internationalen Buffet, das Frauen aus aller Welt zubereitet hatten.  db

Wachtler, Michael: Die Tirol-Saga. Historia eines mysteriösen Volkes von Wilden. Verlag Athesia Spectrum, Bozen 2007, 19,90 Euro

Betrachtung der Kulissen selbst, die Aneinanderreihung von flachen, abgewetzten Stereotypen und Klischees. Ohne Vielschichtigkeit jedoch beißt der Spott ins Leere. 35


SSV BRIXEN HANDBALL IN DER KRISE

Freizeit & Sport

Abstieg in Sicht? I

n den letzten Meisterschaftsspielen gab es für den SSV Forst Brixen herbe Niederlagen, teils in schwindelnd hohem Ausmaß. Der bereits als sicher geglaubte Play-off-Platz ist derzeit stark gefährdet, und die Angst vor dem Abstieg geht um. Sogar die ansonsten den Brixner Handballern eher freundlich gesinnte Tageszeitung „Dolomiten“ wirft nun mit Schlagzeilen wie „Chaos-Saison“, „Hinrichtung“, „Brixen nur Kanonenfutter“, „Mannschaft wurde abgeschossen“, „deklassiert“, und „Schießbude der Liga“ um sich. Dass in der heurigen Saison tatsächlich der Wurm drinnen ist, lässt sich nicht bestreiten. Zwar belegen die Brixner derzeit immer noch den schmeichelhaften sechsten Tabellenrang in der italienischen Elite-Liga, aber die zwei letzten ausstehenden Meisterschaftsspiele gegen den SC Meran und Conversano sind entscheidend und bereiten nicht nur dem Team große Sorgen.

Noch im Vorjahr hatte der SSV

Forst Brixen eine kleine Sensa­ tion geschafft und stand nach 14 Jahren wieder im Finale um den italienischen Meistertitel. Nach der Finalniederlage beendeten allerdings mit Hubert Nössing, Markus Oberrauch und Silvan Bernardi einige der Mannschaftsstützen ihre Karriere. Zudem hat der Vereinsvorstand beschlossen, die damaligen Legionäre Slaven Radic, Dalibor Djordjijevic und Aleksandr Jovic zu verkaufen und sich mit einer höheren Summe vermeintlich bessere auslän36

dische Spieler herzuholen. Dies sollte sich im Nachhinein als katastrophaler Fehler herausstellen. Auf Anraten des damaligen Trainers Mihaly Kovacs wurden am Anfang der Saison dessen ungarische Landsleute Jozsef Toth und Szabolcs Kekesi aus der zweiten deutschen Bundesliga angeheuert. Brixens Torjäger Filiberto Kokuca, der mittlerweile die italienische Staatsbürgerschaft erhalten hatte, konnte den Vorstand überzeugen, zur Verstärkung der Mannschaft seinen 32-jährigen Schwager Zeljko Savic nach Brixen zu holen. Es stellte sich allerdings sehr schnell heraus, dass keiner dieser drei Neuzugänge den Erwartungen entsprach. Die erhofften Leistungen wurden bei weitem nicht erbracht. Die Brixner Gerüchteküche brodelte von Anfang an. Unter vorgehaltener Hand wurde gemunkelt, dass man bei der Spielerauswahl nicht so genau hingesehen und dem entsprechend Spielerschwächen wie Asthma, eine kaputte Achsel und andere Einschränkungen übersehen habe. Zudem war Kekesi mit seinen 120 Kilogramm stark übergewichtig gewesen. Da sich alle drei ausländischen Spieler bald als Flop erwiesen und Trainer Kovacs vehement an diesen festhielt, geriet auch er, der bisherige Brixner Publikumsliebling und Meistermacher, langsam in das Schussfeld der Kritik.

Als die Spielresultate zu wünschen übrig ließen, wurden kurzerhand alle drei Neuzugänge

nacheinander verkauft. Lediglich Jozsef Toth, dessen Formkurve in den letzten Spielen nach oben zeigte, wollte man unter der Bedingung einer Gehaltskürzung behalten; dieser war damit allerdings nicht einverstanden. Da er zudem mit Trainer Kovacs Schwierigkeiten hatte, wurde auch Toth vorzeitig der Vertrag gekündigt. Die Entlassung von Kokucas Schwager Zeljko Savic hingegen verärgerte den Brixner Spielmacher, und Kokuca soll recht trotzig einige Trainingseinheiten geschwänzt haben. Im gleichen Zeitraum wurde zudem die Kapitänsbinde von Kokuca auf Torwart Armin Michaeler übertragen.

Übrig geblieben sind nun

– neben dem nicht mehr voll motivierten Kokuca – vorerst nur mehr die einheimischen Stammspieler. Michaeler, Kammerer, Salcher & Co. machten ihre Sache zwar gut, allerdings ist das Fehlen eines echten Führungsspielers nicht zu übersehen. Als Notlösung wurde für fünf Spiele Andrej Bogdanow engagiert, der später an den SSV Loacker Bozen in die zweite Liga abgegeben wurde. Mit dem Südkoreaner Kyung-Min Yoon wurde sehr schnell ein neuer Mann gefunden – doch man hatte das sprachliche Problem unterschätzt: Der südkoreanische Nationalspieler spricht weder deutsch noch italienisch oder englisch und hat daher Anpassungsschwierigkeiten. Bisher hinkt auch er den Erwartungen

Foto: Oskar Zingerle

Der amtierende Vize-Italienmeister SSV Forst Brixen Handball steckt nach einigen Fehleinkäufen und Trainerwechsel in der Krise. Wie konnte es dazu kommen? Und welche Zukunftsaussichten hat das Brixner Handballteam?

weit hinterher. Die Derby-Niederlage gegen den SC Meran Anfang Februar in der eigener Halle wurde zur Blamage. Nichts passte mehr, der Einsatz und die Spieltaktik ließen zu wünschen übrig. Laut Sek­ tionsleiter Markus Stockner hatte Trainer Kovacs die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt schon „lange nicht mehr im Griff.“ Auch SSV Präsident Ralf Dejaco kritisierte Kovacs, weil dieser „seine Fehler nicht zugeben wollte und dem entsprechend unglaubwürdig für die Mannschaft wurde.“ Zwei Tage nach dem Spiel wurde Trainer Mihaly Kovacs nach 66 Meisterschaftsspielen entlassen, zwei Monate vor Vertragsende. Als Nachfolger wurde Brixens Ex-Torwart und bisheriger Sportchef Michl Niederwieser bestimmt.

Ralf Dejaco spricht von einer

mutigen Entscheidung Niederwiesers, „in dieser schwierigen Situation eine krisengeschüttelte Mannschaft übernehmen zu wollen.“ Niederwieser hatte die


WAS TUN? Die Brixner Mannschaft mit Trainer Michl Niederwieser (hier während des Debakels gegen Junior Fasano) hat im Moment kein Rezept gegen Niederlagen

schwierige Aufgabe, das zerwürfelte und angeschlagene Team wieder zu motivieren. „Ich wusste, was auf mich zukommt“, erklärt er, „in dieser Situation kann man eigentlich nur verlieren.“ Um nicht doch den Abstieg antreten zu müssen, hat der Verein die Spieler Dalibor Djordjijevic und Jakob Vukovic engagiert. Das Geld hierfür war mit der Entlassung Kovacs einge­spart worden. Djordjijevic ist in Brixen bereits bestens bekannt: Er gehörte im Vorjahr der Mannschaft an, war dann zu Saison­ ende ausgemustert und nun doch wieder zurückgeholt worden. Der zweite neue Mann und siebte Legionär des SSV Forst Brixen in dieser Saison ist Jakob Vukovic aus Slowenien. Der 23Jährige ist in Italien noch ein unbeschriebenes Blatt und wird in Brixen im rechten Rückraum eingesetzt.

Die Brixner Mannschaft dürfte somit nach dem ganzen Wirrwarr komplett sein. Die Hauptaufgabe besteht jetzt dar-

in, in den zwei noch verbleibenden Meisterschaftsspielen den sechsten Tabellenplatz zu sichern. Dieser würde nämlich für das Play-Off reichen und alle Abstiegssorgen in Luft auflösen. Allerdings ist das dafür

die bestehende Krise mit der „Riesenenttäuschung durch die ausländischen Spieler“ begonnen. Als die ersten Spiele verloren gingen, „wurden die Spieler nervös und wollten mit Gewalt gewinnen.“ Dejaco setzt aber

„Aufgrund des jungen Alters der Spieler will niemand die nötige Verantwortung übernehmen.“ _Sektionsleiter Markus Stockner nötige Selbstbewusstsein in der Mannschaft derzeit nicht vorhanden. Nicht nur Sektionsleiter Markus Stockner spricht nach den letzten Niederlagen davon, „dass die Mannschaft mit dieser Leistung in dieser Liga nichts zu suchen hat.“ Als Hauptgrund erkennt Stockner die Tatsache, „dass aufgrund des jungen Alters der Spieler niemand die nötige Verantwortung übernehmen will.“ Laut Ralf Dejaco hat

weiterhin auf das laut ihm „gut funktionierende Management“ und hofft auf „Verständnis für diese junge Mannschaft.“ Der SSV Forst Brixen hat den großen Vorteil, dass letzthin viele junge Nachwuchskräfte aufgebaut und in die erste Mannschaft integriert wurden. An erster Stelle steht der 24-jährige Torwart Armin Michaeler, der italienweit als größtes Tormanntalent gehandelt wird. Die

vielen bisherigen Gegentore sind sicher nicht auf seine Spielerqualitäten zurückzuführen. Ein weiteres großes Talent ist der erst 19-jährige Andreas Salcher, der heuer vielfach Führungsarbeit leisten musste und mittlerweile Stammgast in der italienischen Nationalmannschaft ist. Aber auch Andreas Kammerer, Sigismund Prentki, Manuel Dejakum, Aaron Da Rui, Benno Pfattner und „Nesthäkchen“ Holger Kovacs stammen aus der Jugendabteilung des SSV Brixen und gehören mittlerweile zu den Stammspielern der ersten Mannschaft. Diesen „jungen Wilden“, wobei die Wahlbrixner Roland Giuliani und Elmar Gasser dazugezählt werden sollen, muss man nur ein wenig Zeit lassen, um Erfahrungen sammeln zu können. In ein paar Jahren wird Brixen dann wiederum eine beneidenswerte einheimische Mannschaft haben. thomas.oberrauch@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 37


FUSSBALL

Freizeit & Sport

„Primavera“ in Brixen z Die Stadt Brixen erhielt für die diesjährige Austragung der Finalrunde der nationalen Fußball-Liga „Primavera“ den Zuschlag. Vom 12. bis zum 19. Mai werden die besten Nachwuchsfußballer Italiens ihren Meister küren. Die acht besten Teams Italiens, die derzeit aus den vier bestehenden Spielkreisen noch ermittelt werden, kämpfen dann in sieben Spielen in der Bischofsstadt um den italienischen Meistertitel. Brixen hatte sich erst im Februar um

die Austragung dieses prestigeträchtigen Final-Turniers beworben, wobei die Chancen auf einen Zuspruch gering waren. Nach den Ausschreitungen bei den Serie-A-Spielen entschied sich der Italienische Fußballverband nun doch, das Finale nach Brixen zu vergeben. Direkte Konkurrenten um die Austragung waren Catania und Neapel. Geplant sind auch eine Reihe von Rahmenveranstaltungen mit illustren Gästen aus der italienischen Fußballszene.  to

F&S Freizeit & Sport

SKILAUF

SMS

Die schnellsten Stadtler 2007

38

Schwimmerin Laura Letrari holte sich in der Woche ihres 18. Geburtstages bei den JugendItalienmeisterschaften in Imperia bei sechs Starts sechs Medaillen. In 50 Meter Rücken und in 200 Meter Lagen stellte sie zudem den Veranstaltungsrekord auf.

z Vor kurzem fand auf der Plose unter idealen Bedingungen das 48. Brixner Stadtlrennen statt. Die Organisatoren des Wintersportvereins WSV Brixen Sektion Ski hatten, wie jedes Jahr, vorbildliche Arbeit geleistet. Insgesamt gingen 191 Teilnehmer beim gesteckten Riesentorlauf in den verschiedenen Kategorien an den Start. Die jüngste Teilnehmerin zählte knapp fünf Jahre, der älteste Rennläufer war 75. Bei den Herren siegte Ivan Stuffer mit minimalem Zeitunterschied vor Stefano Pergher und Julian Tratter. Bei den Damen

war Valeria Duml vor Sabine Planatscher und Vera Profanter die Schnellste. Zudem hatten sich heuer 29 Familien für die Familienwertung gemeldet. Als schnellste Brixner Skifamilie kann sich die Familie Duml mit Valeria, Alexander und Richard bezeichnen. Der zweite Platz ging an Familie Profanter mit Manuela, Hannes und Paul vor der drittplatzierten Familie Tratter mit Julian, Christine und Valentin. Im Bild: Ivan Stuffer und Valeria Duml.  to

Die Plose war erneut Austragungsort des Euroskicups „Fila Sprint“. Hauptakteure dieser Veranstaltung sind Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 16 Jahren, die in verschiedenen Aktivitäten auf Skiern oder bei Freiluftspielen gegeneinander antreten.

De m SSV Brixen können auch heuer die 5 Promille der Einkommenssteuer zugewiesen werden, die für soziale Zwecke bestimmt sind. Die Steuernummer, die in der Steuererklärung angegeben werden muss, lautet 81032200214.


Nachgefragt

„ATP-Challenger-Turnier abgesagt“ KLAUS SCHRAFFL, Präsident des Brix-Teams, über die Absage des für heuer geplanten ATP-Challenger-Tennisturniers in Brixen. Herr Schraffl, noch vor etwa einem Monat schien es, als würde in Brixen ein internationales ATP-ChallengerTurnier ausgetragen werden. Aus welchem Grund wurde dieses nun abgesagt? Der Tennisclub Trani, an dem das Brix-Team das Turnier im Jahr 2002 abgetreten hatte, entschloss sich nach einem anfänglichen Nein nun doch, das eigentlich für Brixen vorgesehene Turnier auch im heurigen Jahr auszutragen. Wir vom Brix-Team haben für fünf Jahre das Optionsrecht – dies gilt allerdings nur, falls der TC Trani das Turnier nicht mehr ausrichten will.

Was hat den TC Trani schlussend­ lich doch noch dazu bewegt, das Tennisturnier selbst auszutragen? Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass es die bisherigen Turniere mit einem Preisgeld von 25.000 Dollar nicht mehr gibt und dass diese auf mindestens 35.000 Dollar aufgestockt werden müssen. Dies hatte den TC Trani in Not gebracht. Jedoch dürfen jene Vereine, die im Jahr 2006 bereits ein Turnier organisiert haben, auch heuer ein 25.000-Dollar-Turnier ausrichten – und das hat der TC Trani nun ausgenützt. Das BrixTeam hingegen hätte die Aufstockung auf 35.000 Dollar vorneh-

men müssen, was wir der ATP auch zugesagt hatten. Wurden euch auch andere Turniere in Aussicht gestellt? Für Ende Mai und Ende September wurden uns von der ATPSpielervereinigung zwei weitere Termine zugesprochen, aber die­ se waren für uns aufgrund des unsicheren Wetters und der Nichtverfügbarkeit der Balljungen nicht akzeptabel. Für uns kommt nur ein Termin im Monat August in Frage: Die Stadt ist dann voll von Touristen, und dann haben auch wir volles Haus. thomas.oberrauch@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Nat

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PORTRAIT

Freizeit & Sport

Snowboarder im Aufwind z Der 22-jährige Aaron March aus Schabs fährt für sein Leben gern Snowboard – und das mit Erfolg. Seit seinem zehnten Lebensjahr steht er sicher auf seinem „Brettl“, fuhr zuerst nationale und mittlerweile auch internationale Wettkämpfe. Der Schabser fährt in der heurigen Saison erstmals einige Rennen im Weltcup der Snowboarder mit, sein bestes Ergebnis war ein 24. Platz. March gehört seit drei Jahren der italienischen Nationalmannschaft B an; sein Ziel der laufenden Saison liegt darin, diese mit dem Aufstieg in die A-Mannschaft zu beenden. Dies wäre ein Karrieresprung, der ihm einen fixen Startplatz im Welt­cupgeschehen bringen würde. Als Athlet in der B-Mannschaft wird er aber jetzt schon als Anwärter für die erste Mannschaft gehandelt und kann deshalb auch einige Weltcuprennen bestreiten. Stark sieht sich der bescheidene Athlet im Riesentorlauf und im Slalom. Trainiert wird Aaron March von

seinem persönlichen Trainer Erich Pramsohler, der zugleich auch der Trainer der nationalen B-Mannschaft ist. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Sportoberschule in Sterzing studiert

March nun Betriebswirtschaft in Innsbruck und absolviert wöchentliche Trainings in Villnöss.  dp

Privatvorsorge lohnt sich jetzt doppelt! Die staatliche Neuregelung der Abfertigungsrückstellungen zum 01.01.2007 war notwendig geworden, um auch in Zukunft eine Mindestabsicherung im Alter zu gewährleisten. Mit demselben Gesetz belohnt der Staat auch private Vorsorgeinitiativen: Unabhängig von Einkommen und bereits bestehenden Versicherungspolizzen sind jetzt private Renteneinzahlungen über die Abfertigungsrückstellungen hinaus bis zu einem jährlichen Gesamtbetrag von 5.164 Euro steuerlich voll absetzbar. Bei Renten- und Kapitalauszahlungen können zusätzliche steuerliche Vergünstigungen beansprucht werden. Das Versicherungsinstitut „INA Assitalia“, seit jeher im Bereich der Renten- und Lebensversicherungen führend, hat anhand der neuen Bestimmungen eigene Versicherungsprodukte entwickelt, die dem künftigen Sozialmodell angepasst sind:

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Schwimmen und Spaß in Mals z Für 30 Kinder des Schwimmclubs Brixen wurden die Semesterferien heuer zu einem besonderen Erlebnis: Sie absolvierten, zusammen mit ihren Trainerinnen Daniela und Manuela Janesi, ein Trainingslager in Mals. Die Schwimm-, Sport- und Spieltage fanden bei den Nachwuchs-Schwimmern großen Anklang: Neben dem Training erkundete die Gruppe den Vinschgau, unter anderem das Naturparkhaus Acquaprad in Prad, das Städtchen Glurns und das Schlinigtal. Das Vinschger Erzähler-Ehepaar Moser vermittelte den Kindern bleibende Eindrücke vom Obervinschgau. Für die sportlichen Anliegen bot Mals dem

Brixner Schwimmclub optimale Bedingungen: Die Schwimmer durften am Vormittag das Hallenbad exklusiv nutzen und erhielten Zugang zu einer Turnhalle und zur Kegelbahn, das Hotel Greif sorgte für eine angenehme Unterkunft. „Für uns Eltern ist es nicht selbstverständlich, dass jemand die Mühe und die Verantwortung einer derartigen Veranstaltung übernimmt“, zeigten sich die Eltern nach den sportlichen Tagen dankbar.  db

z Bei der diesjährigen Universiade, die im olympischen Turin ausgetragen wurde, waren auch zwei Brixner Sportler mit von der Partie. Der 23-jährige Gunnar Braito und der 20-jährige Christian Sottsas spielten im Eishockey-Nationalteam der Studenten um den Einzug in das Play-off. Am Ende reichte es dazu nicht ganz, aber dennoch erreichte die italienische Mannschaft den sechsten Gesamtrang. Die jungen Hockeyspieler sprechen von einer einmaligen Erfahrung, zumal sich alles in der Stadt der olympischen Winterspie-

le abgespielt hat. Genau wie ihre großen Vorbilder, durften auch sie im olympischen Dorf wohnen und in den nagelneuen Stadien der Stadt Turin vor 2.000 Zusehern ihr Können unter Beweis stellen. Die Universiade ist alle zwei Jahre für zwei Wochen der sportliche Höhepunkt im Universitätsalltag aller Studenten der Welt. Braito und Sottsas spielen bereits seit mehreren Jahren im Brixner Verein „HC Brixen Starbulls“ und haben bisher eine hervorragende Saison hinter sich. dp

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Wirtschaft & Umwelt

„Drastische Opfer“

Interview

Landesrat Michl Laimer über Maßnahmen der Umweltpolitik in den Bereichen Verkehr und Energie, über den Klimawandel und die Südtiroler Raumordnung. Wo liegen die Grenzen in diesem Land?

Herr Landesrat, an der Autobahn wurden vor einiger Zeit Messstellen für die Luftwerte installiert. Nun dürfte genügend Zeit vergangen sein, um ein erstes Resümee zu ziehen: Wie sieht es aus mit den Luftwerten? MICHL LAIMER: Die Messstationen Schrambach und Neumarkt direkt an der Autobahn haben im Grunde keine Überraschung gebracht. Unsere Vermutungen wurden bestätigt: Am meisten Probleme bereiten die Stickox­ yde, deren Grenzwerte wie im Nordtiroler Vomp mehr oder weniger das ganze Jahr überschritten werden. Stickoxyde werden vom Verkehr verur­ sacht, vor allem vom Schwerverkehr. Diese Messwerte haben uns endlich die Gelegenheit gegeben, etwas zu unternehmen: Wir haben das Befahren der Autobahn und der Staatsstraßen für Euro-0- und Euro-1-Fahrzeuge verboten. Man kann auf der Autobahn keine einschränkenden Maßnahmen setzen, ohne eine fundierte Begründung zu haben und ohne Alternativen aufzuzeigen. In Rom müssen wir also beweisen, dass es für jene Fahrzeuge, deren Verkehr wir verbieten, eine Alternative existiert – in unserem Fall in Form der Möglichkeit, die LKWs über die Zugstrecke zu transportieren. Nun, die Euro-0- und Euro1-Fahrzeuge machen einen verschwindend geringen Prozentsatz aus… Das stimmt, und entsprechend gering war auch die Wirkung. Deshalb brauchen wir jetzt zusätzliche Schritte, die wir nach 42

der jetzigen Testphase auch einleiten werden. Überschrittene Grenzwerte zwingen doch eigentlich die Politik zu handeln… Wir haben ja auch gehandelt. In Rom war zunächst einfach nicht mehr möglich, als LKWs der Klassen Euro 0 und Euro 1 zu verbieten. Allein dieses Verbot, das von Kufstein bis Ala gilt, war sehr schwierig durchzubringen. Ein Verbot von Euro 2 wäre natürlich viel wirkungsvoller, weil es einfach noch sehr viele dieser LKWs gibt. Rom wird sich aber sehr schwer tun, ein solches Verbot zu genehmigen. Wo liegt also die Lösung? Im Moment erleben wir bis Ende April eine Testphase, nach der die Ergebnisse unserer Maßnahme evaluiert werden müssen. Sollten die Verbesserungen nicht ein genügendes Ausmaß haben, was leider anzunehmen ist, müssen wir weitere poli-

tik einer vermeintlichen Lösung meist viel komplexer. Trotzdem: Die Marschrichtung muss wohl so aussehen. Wo liegt eine kurzfristigere Lösung? Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten. Ich denke zum Beispiel an eine abgasbezogene Maut: Ein weniger umweltschädlicher LKW würde dem entsprechend die günstigeren Tarife zahlen. Ich gehe davon aus, dass sich in den nächsten Monaten die Klimapolitik europaweit drastisch ändern wird. Vielleicht wird in Zukunft sogar die persönliche Steuerlast davon abhängig gemacht, wie viel Kohlendioxid der Einzelne verursacht. Kann eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 Stundenkilometer eine Lösung sein? Nein, auf der Autobahn im Eisacktal besteht bereits eine Begrenzung auf 110 Stundenkilometer, und man sagt, dass die

„Ob sich Umweltschutz für den Einzelnen rechnet – diese Frage gehört der Vergangenheit an.“_Michl Laimer tische Schritte überlegen – aber immer mit der Perspektive einer Alternative. Diese Alternative fehlt für Euro-2-LKWs, weil die Kapazitäten der Bahnlinie begrenzt sind. Außerdem braucht es große Auffangparkplätze an den Bahnhöfen. Wenn man ins Detail geht, wird die Problema-

Umweltbelastung mit heutigen Motoren erst ab 130 Stundenkilometer exponentiell ansteigt. In dieser Beziehung gibt es also in Südtirol keinen Handlungsbedarf. Während in Autobahnnähe die Grenzwerte für Stickox­

yde überschritten werden, haben wir in den Tallagen ein Feinstaubproblem. In punkto Feinstaub haben wir jetzt drei Jahre Erfahrung. Von Jahr zu Jahr verbessern sich unsere Maßnahmenprogramme, und sie werden auch immer mehr von der Bevölkerung akzeptiert. Im Herbst werden wir jedem Autofahrer eine Plakette schicken mit der Euro-Klasse seines Wagens, dies erleichtert die Kontrolle. Der heurige Winter war aufgrund der anormal hohen Temperaturen sehr unproblematisch; im nächsten Winter werden wir sehen, ob sich die Werte verbessern. Wir können natürlich nur schrittweise Maßnahmen setzen. So verbessern wir laufend den öffentlichen Verkehr, was sich ganz sicher positiv auswirkt. Wir merken aber auch, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung ständig steigt: Die Leute machen mit, weil wir im Stande waren, ihnen zu vermitteln, dass es hier um unsere und ihre Gesundheit geht. Jeder will eine gesunde Luft haben, und entsprechend hoch ist die Akzeptanz. Wir sind Teil des Problems, und wir sollten auch Teil der Lösung sein. Wie sehen Sie die Restriktio­ nen der Holzfeuerung? Der gute alte Kachelofen gehört schließlich zur Tradition unseres Landes… Holz ist Kohlendioxid-neutral und entsprechend eine gewollte Energieressource, die vor Ort nachwachsen kann. Holz hat nur ein Problem: Es erzeugt Feinstaub. Wir haben Dutzende Fernheizwerke, die mit Holz arbeiten – allerdings sind sie


Fotos: Oskar Zingerle

â&#x20AC;&#x17E;Der Klimawandel wird uns so knallhart um die Ohren fegen, dass wir gern unser Leben umstellen werden.â&#x20AC;&#x153; _Michl Laimer

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Wirtschaft & Umwelt

ausnahmslos mit neuester Filtertechnik ausgestattet. Problematisch sind alte Kachelöfen mit einem sehr geringen Wirkungsgrad. Ein alter Holzofen erzeugt unglaubliche Mengen an Feinstaub. Diese Problematik ist den Leuten schwer zu vermitteln. Unsere Einladung an die Bevölkerung lautet: Sie sollte ihre Öfen überprüfen und bei Feinstaubalarm auf das Beheizen von Holzöfen verzichten. Jetzt reagiert die Industrie und beginnt mit der Produktion von Filteranlagen für kleinste Öfen und Kamine. Wir können überlegen, den Einbau solcher Filteranlagen zu fördern, das wäre eine gute Lösung. Sind weitere Fernheizwerke geplant? Wir sind auf einem guten Punkt; es gibt in Südtirol 42 Fernheizwerke, aber einige große befinden sich noch in der Planungsphase. Allein für die aufliegenden Ansuchen bräuchte unser Amt 54 Millionen Euro an Förderungen, zur Verfügung haben wir aber nur 14. Wir sind im Rückstand, aber wir müssen mit dem Bau einiger Werke eben zuwarten. Die Zwischenbilanz ist jedenfalls mehr als zufrieden stellend. Sind Biomasseheizwerke noch wirtschaftlich? Man hört, dass sich die Rohstoffe in letzter Zeit sehr verteuert haben. Die Preise sind abhängig von mehreren Faktoren. Nach dem Wirbelsturm in Deutschland sind die Preise für Hackschnitzel zum Beispiel gefallen. Positiv auf die Preisentwicklung wirkt sich die Tatsache aus, dass die heimischen Bauern wieder begonnen haben, Holz in ihren Wäldern zu schlagen. Das tut im Übrigen auch unseren Wäldern

gut. Neue Heizwerke müssen diese veränderlichen Preisentwicklungen in ihrer Kalkulation berücksichtigen. In Brixen heizt man ausschließlich mit Erdgas. Wie umweltschonend ist die Fernwärme in Brixen eigentlich? Es gibt verschiedene Emissio­ nen, die man differenziert betrachten muss. In Bezug auf den Feinstaub ist Erdgas ideal, weil eben bei der Verbrennung kein Feinstaub entsteht. Aber: Gas ist fossil und erzeugt Kohlendioxid. Äußerst positiv wirkt sich die Tatsache aus, dass die Flut an kleinen und schlecht kontrollierbaren Einzelanlagen eingedämmt werden konnte. Wenn man berücksichtigt, dass Brixen eine typische „Feinstaubgemeinde“ ist, wirkt sich die Fernwärme also ohne Zweifel positiv aus. Holz hätte natürlich den Vorteil, dass – sofern es von den heimischen Wäldern kommt – der Wald nachhaltig bewirtschaftet wird. Außerdem ist eine Versorgungssicherheit gewährleistet – dieser Aspekt wird in unserem Land immer unterschätzt. Versorgungssicherheit wird aber italienweit heuer schon zum Thema werden. Warum heuer? Dieser Winter bewirkt zum Beispiel, dass der Po jetzt schon zwei Meter zu wenig Wasser führt. Wenn es so weiter geht, wird den Gasturbinen im Sommer an Kühlwasser fehlen. Die Gasturbinen müssen also zeitweise abgeschaltet werden, was wiederum bewirkt, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit kontrollierte Stromabschaltungen geben wird. Die ENEL hat seinerzeit Importleitungen abgelehnt, um die Strompreise hoch halten zu können, und jetzt fehlen die

„Unser erstes Problem ist der Klimawandel mit all seinen Folgen...“ Ressourcen, weil zu wenig Wasser da ist. Südtirol ist in Bezug auf die Klimahausbauweise führend… Jedes neue Gebäude in Südtirol muss Klimahaus-Standard besitzen. Dies ist ohne Zweifel äußerst positiv. Wo wir noch großen Nachholbedarf haben, ist der Bestand: Es gibt noch zu viele alte Gebäude, die dämmtechnisch auf Vordermann zu bringen sind. Einige wichtige Schritte sind hier auch getan worden. Zum Beispiel hatte bis vor kurzem ein Hausbesitzer, der mit einer neuen Dämmschicht den Mindestabstand zum Nachbarn unterschritten hätte, keine Möglichkeit zur Dämmung. Wir haben nun die urbanistischen Voraussetzungen geschaffen, dass gedämmt werden kann, oh-

„...das zweitgrößte Problem nach dem Klimawandel ist die Leugnung desselben...“ ne ein Problem mit dem Gebäudeabstand zu bekommen. Das ist eine kleine Norm mit großer Wirkung. Welche alternativen Energieträger werden vom Land mitgetragen? Immer stärker kommen Photovoltaikanlagen; vom Staat werden sie massiv gefördert. Ohne Förderung würde sich eine solche Anlage leider nie rechnen, weil die Anschaffungskosten zu hoch sind. Dazu muss bedacht werden, dass es auch für die Herstellung dieser Anlagen Energie braucht. Die massive Förderung bewirkt aber, dass es immer mehr Nachfrage gibt, was wiederum die Preise senkt. Grundsätzlich müssen wir alle lernen, Energie zu sparen. Auch beim Strom gilt die Formel: Das größte Potential

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Klimapolitik wird von uns noch viel drastischere Opfer abverlangen. Heute geht es nicht mehr darum, ob eine Lampe 5 Cent mehr kostet, weil nicht gelebter Klimaschutz jedem von uns viel teurer zu stehen kommt. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel, eine völlig neue Ausrichtung des Lebens! Dieses Thema wird uns so knallhart um die Ohren fegen, dass wir gern unser Leben umstellen werden. Sehen Sie den vergangenen Winter als erstes Warnzeichen? Der Winter war ein Vorgeschmack.

„...und das drittgrößte Problem ist, dass jeder von uns der Meinung ist, dass der andere mit dem Umweltschutz anfangen muss“ _Michl Laimer liegt in der Einsparung. Dies gilt zum Beispiel für den Kauf von Strom sparenden Geräten. Strom ist inzwischen so teuer geworden, dass die Leute beim Kauf von Geräten automatisch auch auf den Stromverbrauch derselben achten… Ja, aber jetzt kommt die Klimakomponente dazu. Das heißt, wir werden bald alle Glühbirnen wegwerfen? Glühbirnen erzeugen Kohlendio­ xid, wie inzwischen jeder weiß. Nun, in diesem Bereich kann jeder sofort und ohne großen Aufwand die Umwelt schonen, indem er auf Sparlampen umstellt. In Deutschland hat man ausgerechnet, dass man sich zwei Atomkraftwerke sparen würde, wenn die ganze Nation auf Sparlampen umstellen würde. Das ist doch beeindruckend, oder? Ich bin davon überzeugt, dass man bald auch in Südtirol nur noch Sparlampen kaufen wird. Dazu müsste die Qualität der Lampen besser und vor allem der Preis niedriger sein, denn Umweltschutz scheitert bei den meisten Leuten immer noch am eigenen Geldbeutel… Jetzt sind wir beim Thema! Ob sich Umweltschutz für den Einzelnen rechnet – diese Frage gehört der Vergangenheit an. Die

Wo liegt die Grenze zwischen Verharmlosung des Klimawandels und Hysterie? Wissen Sie, welches das zweitgrößte Problem nach dem Klimawandel ist? Die Leugnung desselben. Mittlerweile ist man sogar in China hellhörig geworden, was gleichzeitig bedeutet, dass das Problem des Klimawandels endlich weltweit verstanden wird. Die Politiker werden zwar viel reden, aber wenig tun… Diese Zeiten sind vorbei, jetzt folgen große Schritte. Allein der Aufruf vor einigen Tagen, man sollte auf Fernreisen verzichten, ist ein klares Signal… Wie umweltfreundlich ist Ihr Dienstauto, Herr Landesrat? Schauen Sie, das ist doch unser drittgrößtes Problem: Jeder von uns ist im Grunde der Meinung, dass der andere etwas tun soll, und wenn der andere nichts tut, brauche ich auch nichts zu tun. All diese Gedankengänge gehören der Vergangenheit an. Um auf Ihre Frage zurückzukommen: Natürlich werden unsere nächsten Dienstautos die entsprechenden Technologien haben. Und um zu Ihrer vorherigen Frage zurückzukommen: Ich hoffe, dass die Hysterie unter den Leuten nicht ausbricht. Wenn die Zahlen, die uns die Wissenschaftler geben, der Wahrheit entsprechen, wird es aber hysterische Reaktionen geben. Wir werden uns noch wundern! Wir werden unsere Essensgewohnheiten ändern, unser Freizeitverhalten, unsere Einkaufsgewohnheiten. Das gesamte gesellschaftliche Leben wird hinterfragt werden. Wie wollen Sie es schaffen, die Südtiroler im richtigen Maß zu sensibilisieren?

Der Südtiroler ist ein relativ umweltbewusster Mensch, und die verschiedenen Statistiken beweisen, dass in unserem Land schon sehr viel Gutes passiert ist. Wir können auf eine Bilanz blicken und mit ruhigem Gewissen sagen: Bisher waren wir auf dem richtigen Weg. Aber: Auch Südtirol verbraucht noch zu viel Kohlendioxid. Dieser Wert muss noch erheblich verbessert werden. Wie? Wir müssen die Klimahaus-Politik konsequent fortführen, wir müssen die alternative Energie ausbauen, ich sehe ein Potential im Biogas, in der Wasserkraft, in der Photovoltaik. Es gibt aber auch ein enormes Potential in der Mobilität. Morgen wird es nicht nur einen Vinschger Zug geben, sondern einen Südtiroler Zug, der einen Siegesrausch durch ganz Südtirol machen wird. Zug fahren wird wieder modern; heute schämt man sich ja fast, den Zug zu benutzen. Der größte Vorteil der Klimakonferenz war wohl, dass das Bewusstsein für Klimaschutz in der breiten Bevölkerung und

in der weltweiten Politik verändert wurde. Schauen Sie, Klimaschutz ist die größte Wirtschaftschance der letzten Jahrhunderte, und die Wirtschaft hat dies längst verstanden. Jetzt beginnt der Wettkampf: Wer ist am schnellsten? In diesem Sinn wird es ohne Zweifel eine Lösung für den Klimawandel geben, weil die Wirtschaft dieses Problem als Chance sieht und nicht als Gefahr. Herr Landesrat, in Ihr Ressort fällt auch die Raumordnung. Wie sehen Sie die Entwicklung der Urbanistik in Südtirol? In Südtirol ist in den letzten Jahrzehnten so viel gebaut worden, dass dieser Rhythmus mit Sicherheit nicht weitergeführt werden darf. Selbst wenn man möchte, ginge es nicht, weil einfach nicht mehr genügend Grund zur Verfügung steht. Aber es gibt natürlich einen noch viel wichtigeren Grund: Wir dürfen diesen Rhythmus nicht beibehalten, weil damit die Potentiale dieses Landes endgültig verbaut sind. Eine zentrale Aussage des LEROP, des Landesentwicklungs- und Raumordnungsplanes, wird lauten: Es

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Wirtschaft & Umwelt

rückzuführen ist. In Bozen gibt es Gesuche für Gewerbeflächen im Ausmaß von 60 Hektar – das ist eine Situation, von der andere Länder nur träumen. In Brixen gibt es Gewerbeflächen im Überfluss… In Brixen hat man in der Tremonti-Zeit zu großzügig ausgewiesen. Jetzt sind Flächen frei, was nicht unbedingt schlecht ist, weil man dann zumindest auf weitere Flächenausweisungen verzichten kann.

„In Südtirol müssen wir uns vom Credo verabschieden, dass jeder eine Eigentumswohnung haben muss.“ _Michl Laimer

gibt Grenzen in diesem Land, und es ist nicht alles machbar. Das müssen wir Südtiroler erst mal begreifen. Erkannt hat man dies bereits im Grödnertal, wo

man spürt: Jetzt ist genug. Wenn diese Bewusstseinsänderung in allen Gemeinden bei der Bevölkerung angekommen sein wird, wird sich die Gemeinde

auch leichter tun, Anfragen zurückzuweisen. Tatsache ist, dass Südtirol einen großen Flächenbedarf hat, die auf das hohe Wirtschaftswachstum zu-

Man weist aber trotzdem aus – wenn nicht in Brixen, dann eben in der Nachbargemeinde. Ja, das wäre eigentlich nicht ratsam. Auch das ist übrigens eine Forderung vom LEROP: Man muss übergemeindliche Pläne realisieren. Das ist bis dato nie gemacht worden – trotz der Tatsache, dass ein entsprechender Passus im Raumordnungsgesetz enthalten ist. Talschaften wie Gröden mit Kastelruth und Lajen oder auch wie Brixen und Vahrn brauchen einen übergemeindlichen Entwicklungsplan. Gemeinden berücksichtigen lei-

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der oft nicht, dass die Ausweisung einer Zone negative Folgeerscheinungen fĂźr die Nachbargemeinde haben kann. Vahrn und Brixen sind dafĂźr doch ein klassisches Beispiel. Das stimmt leider. Wir mĂźssen in diesem Bereich viel dazulernen, auch wenn es uns schwer fallen wird. Auch im Bereich der Wohnungen gibt es eine meiner Meinung nach bedenkliche Entwicklung: Die durchschnittlichen Wohnungen werden immer kleiner, was sich mittelfristig auf die sozia­ le Entwicklung der Familien negativ auswirken wird. Ja, aber umgekehrt sind die kleinen Wohnungen auch die Folge der Gesellschaft, weil es inzwischen viele Einzelhaushalte gibt. Die Familien wĂźrden gern grĂśĂ&#x;ere Wohnungen kaufen, aber sie kĂśnnen sich diese nicht leistenâ&#x20AC;Ś Genau das ist der Grund, warum die Leute sagen, das Preisniveau sei zu hoch, weshalb wir bitteschĂśn mehr GrĂźnde ausweisen

und in der hohen Bauqualität. Vielleicht liegt es auch an der bisherigen FĂśrderpolitikâ&#x20AC;Ś Darauf habe ich jetzt gewartet. Es kann sein, dass die FĂśrderpolitik einen Teil der Preiskomponente darstellt. Das ist der Grund, warum wir diese Entwicklungen detailliert untersuchen und in Frage stellen mĂźssen. Worin liegt die LĂśsung fĂźr die Zukunft? Ein groĂ&#x;es Potential liegt in der Sanierung des Bestandes. Vielerorts liegen Immobilien brach, weil die EigentĂźmer nicht viele MĂśglichkeiten haben, sich wirtschaftlich sinnvoll zu bewegen. Die ErhĂśhung der Baudichte in den Wohnbauzonen wird sich ebenfalls positiv auswirken: Man kann den Dachboden benutzen und schafft damit um wenig Geld zusätzlichen Wohnraum. Und zum Dritten sollte man den Leuten vermitteln, dass auch Mieten interessant sein kann. Das ist nicht einfach. Durch das neue Raumordnungsgesetz wird im Ă&#x153;brigen eine sehr scharfe MaĂ&#x;nahme formuliert: Der gesamte Wohnraum,

â&#x20AC;&#x17E;Brixen und Vahrn brauchen in der Raumordnung einen Ăźbergemeindlichen Entwicklungsplan.â&#x20AC;&#x153; _Michl Laimer sollen. Diese Spirale hĂśrt nie auf. In SĂźdtirol mĂźssen wir uns vom Credo verabschieden, dass jeder eine Eigentumswohnung haben muss. Wir haben jahrzehntelang den Leuten eingeredet, dass es ihnen nur dann gut geht, wenn sie eine Eigentumswohnung haben. Es ist an der Zeit, den Leuten zu vermitteln, dass auch eine Mietwohnung interessant sein kann â&#x20AC;&#x201C; vor allem auch deshalb, weil man in der heutigen schnelllebigen Zeit fĂźr das Berufsleben viel flexibler ist, was im Ă&#x153;brigen auch ein Teil unserer Verkehrsprobleme lĂśsen wĂźrde. Welche Ursachen hat das hohe Preisniveau im Wohnungsmarkt? Der Grund liegt vor allem im hohen Bedarf, aber auch im hohen Preis der BaugrĂźnde

der neu geschaffen wird, und auch bestehende Kubaturen, die in Wohnraum umgewandelt werden, mĂźssen zur Gänze konventioniert werden, was wiederum heiĂ&#x;t, dass dieser Wohnraum zu 100 Prozent fĂźr den heimischen Markt reserviert bleibt. Diese Konventionierung bleibt fĂźr immer aufrecht und verfällt nicht mehr nach 20 Jahren. Sie sind der Meinung, dass diese MaĂ&#x;nahme die Preise eindämmen wird? Ja, weil die Wohnungen dem heimischen Kunden bleiben. Damit wird die Nachfrage eingedämmt, was automatisch eine Preissenkung mit sich bringen mĂźsste. willy.vontavon@brixner.info annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Positiveres Image für Ensembleschutz In vielen Teilen Europas wird der Ensembleschutz bereits als eine Maßnahme betrachtet, um den Charakter der gebauten Umwelt zu bewahren. In Südtirol scheint er allerdings nicht überall auf allgemeine Zustimmung zu stoßen.

E

in Ensemble ist eine Baugruppe oder eine Landschaftssituation, die ortsbildoder landschaftsprägend zur Identität einer Region beiträgt. Ensembles sind durch Bautradition, Baukultur und die Arbeit von Menschen für ihre Kulturlandschaft in Jahrhunderten entstanden. Sie tragen dazu bei, dass sich die Menschen in ihrer Heimat zu Hause fühlen, dass diese für sie unverwechselbar ist und bleibt. Leider hat sich in unserer Zeit alles beschleunigt. Noch nie ist so viel gebaut worden. Für das, was frühere Generationen mit sicherem Gefühl passend in der Bautradition ihrer Heimat fortgeführt haben, ist allerdings offensichtlich der Maßstab, das Maßhalten – die Mitte sozusagen – verloren gegangen. Und es ist sehr schwer, dasjenige mit gesetzlichen Maßnahmen zu erzwingen, was die Menschen von heute nicht mehr als angemessen erkennen.

Dennoch versucht die Denk-

malpflege zu verhindern, dass die Zeugnisse der Vergangenheit gedankenlos abgerissen oder verunstaltet werden. Der Denkmalschutz ist jedoch nur für Einzelbauten wirksam – leider auch

Fotos: Andreas Hempel

Wirtschaft & Umwelt

BRIXEN

nicht immer, wenn man an den Verlust zahlreicher historischer Bauten denkt, die auch in Brixen wirtschaftlichem Gewinnstreben zum Opfer gefallen sind. Für zusammenhängende Ortsbilder, Straßen- und Platzräume und besonders typische Situationen gab es bisher keinen regelnden Schutz. In verschiedenen Regionen Europas hat sich der Ensembleschutz bereits über Jahrzehnte bewährt, etwa in Bayern seit über 30 Jahren. Der Ensembleschutz fordert von den Planern und Architekten bei Baumaßnahmen im ausgewiesenen Ensemblebereich eine genauere und sorgfältigere Bestandsaufnahme. Allein durch die genaue Kenntnis von Maßstab, Material und Struktur der

Umgebung wird ein fachlich geeigneter und sensibler Planer seine Planung entsprechend einpassen. Darüber hinaus ist er verpflichtet, diese zusammen mit der umgebenden Situation in Plänen, Modell und Fotosimulation auch für die Beurteilung durch die genehmigenden Behörden nachvollziehbar darzustellen. Mit diesen sicherlich aufwändigen planerischen Maßnahmen kann bereits eine höhere Gestaltungsqualität im Sinne des Ensembles erreicht werden. Die Wahl eines qualifizierten Planers ist für den Bauherrn dabei allerdings Voraussetzung. Überhaupt wird sich ein verantwortungsbewusster Bauherr seiner Umgebung verpflichtet fühlen, aber wie viele Neubauten zeigen, ist dies nicht immer der Fall – besonders dann nicht, wenn die Baumaßnahme von einem vielleicht sogar ortsfremden Investor zum Weiterverkauf durchgeführt wird.

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In Südtirol wurde der Ensemble­

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schutz erst relativ spät eingeführt. Die Zersiedelung von Dörfern und Landschaften unserer Region in den vergangenen zwei Jahrzehnten veranlasste die Landesregierung, entsprechende Bestimmungen zu erarbeiten, nach denen die Städte und Gemeinden bis zum April 2006 die Verzeichnisse von Ensembles in ihrem jeweiligen Bereich der En-

Ensemble der Streusiedlung Moardorf, das noch nicht gestört ist semblekommission des Landes hätten vorlegen sollen. Dieser Termin wurde aber nur von zwei Gemeinden eingehalten: Branzoll und Brixen-Stadt. In 80 von den 116 Südtiroler Städten und Gemeinden wurden keine Maßnahmen zur Festlegung von Ensembles getroffen. In der Mehrzahl wurden auch die Bürger nicht von Sinn und Zweck des Ensembleschutzes unterrichtet. Dadurch wurden wohl falsche Vorstellungen vom Sinn des Ensembleschutzes geweckt. Der Bauernbund vermittelte seinen Mitgliedern beispielsweise den Eindruck, dass der Ensembleschutz Hoferweiterungen fast unmöglich mache. Kürzlich hat sich allerdings der Pusterer Bauernbundobmann Viktor Peintner mit Landesrat Michl Laimer, den Heimatpflegern und der Plattform Pro Pustertal solidarisiert und ist für den Ensembleschutz eingetreten.

Die Stimmung, dass der En-

sembleschutz eine weitere Zwangsjacke für Baugenehmigungen sei und den Bestand unter eine „Käseglocke“ stelle, war wohl auch für die Fraktionen um Brixen der Grund, dass keine der Brixner Fraktionen die im Auftrag der Gemeinde von Robert Folie, Hartmuth Staffler


lebensräume Zur Zukunft der Plose

und Claudio Polo erarbeiteten Ensemblefestlegungen beschlossen und eingereicht hat. Der Verein „heimat Brixen“ hatte deshalb den gesamten Sommer über in Ortsbegehungen der Fraktionen prüfen wollen, ob die in den Fraktionen festgelegten Ensembleabgrenzungen sinnvoll sind. Insgesamt wurden Tils, Pinzagen, Pairdorf, Tschötsch, Karnol, Moardorf, Mellaun, Klerant, Albeins, Sarns und Elvas besucht und anhand der Festlegungen der Gemeinde Brixen Texte und Abgrenzung auf ihre Schlüssigkeit hin untersucht. In sechs Kolumnen hat der Verein im „Brixner“ die­ se Begehungen kommentiert und am 30. November in der Cusanus Akademie eine gut besuchte Veranstaltung zum Thema des Ensembleschutzes in den Brixner Fraktionen abgehalten. Es sprachen der Obmann des Heimatpflegeverbandes, Peter Ortner, zu den Zielen des Ensembleschutzes, Andreas Gottlieb Hempel mit umfangreichem Bildmaterial zu den Erfahrungen in den Fraktionen und Architektin Ingrid Mitterer über die Beratung einer Hofstelle im Ensembleschutzbereich oberhalb von Klausen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Ensembles in den Fraktionen offenbar unter großem Zeitdruck vorgeschlagen wurden. Sie umfassen zum Teil Bereiche mit Gebäuden unterschiedlichster Art, so dass für einen Bauwerber die Beurteilung der Qualitäten eines Ensembles schwierig wird. Wonach soll er sich in einem heterogenen Ensemble denn nun richten? Meist wären mehrere kleinere Ensemblebereiche besser für die Charakterisierung einer Baugruppe oder besonderen

Ein gelungenes Ensemble in der Dorfmitte von Albeins Situation als ein zu großer Umfang, der zu viel Unterschiedliches enthält. Zudem sind die meisten Beschreibungen der Ensemblecharakteristik zu wenig aussagekräftig, als dass sie dem Bauwerber und Planer eine klare Grundlage bieten könnten. Hier muss unbedingt noch eine verfeinernde Nacharbeit geleistet werden. Dabei muss es auch darum gehen, was denn nun in direkter Nachbarschaft zu einem Ensemble, aber auch außerhalb dessen Grenzen geschehen soll. Kann dort wild drauflos gebaut werden? Um den Ensembleschutz wirkungsvoll in Kraft treten zu lassen, ist dringend mehr Information für die direkt Betroffenen erforderlich. Dabei muss klar gemacht werden, dass es um den Erhalt der Identität der Südtiroler Orte und Kulturlandschaften geht – sie ist neben der Heimat für die Bewohner auch das Kapital für das wirtschaftliche Standbein Nr. 1, den Tourismus. Das Gesetz zum Ensembleschutz ist klar definiert und in den Ausweisungskriterien eindeutig geregelt. Die Bautätigkeit wird weder ausgeschlossen noch behindert, Ensembles nicht als unveränderlich betrachtet, und die Betroffenen haben durchaus ein Mitspracherecht und können Änderungen einbringen. Erforderlich ist jedoch eine klare Entschlossenheit der Politik, den Ensembleschutz auch durchzuführen und die eigenen Vorgaben umzusetzen. Da scheint es sowohl in der Landes- als auch in der Kommunalpolitik aus den unterschiedlichsten Gründen noch weit zu fehlen. andreas.hempel@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

In der letzten Ausgabe des „Brixner“ haben wir über die Erwärmung des Alpenraums nach den Erkenntnissen der UNESCO-Klimakonferenz und unserem eigenen Augenschein in einem Winter berichtet, der in Brixen etwa 4 Grad Celsius im Schnitt wärmer war als alle bisherigen Winter seit Beginn der Klimaaufzeichnungen. Viele Brixner haben am 26. Februar im Forum den Film von Al Gore „Eine unbequeme Wahrheit“ gesehen, der inzwischen mit zwei Oskars ausgezeichnet wurde. Am eindrucksvollsten waren wohl die Berechnungen über den Flächenverbrauch, den jeder Mensch nach seinem Konsumverhalten auf der Erde benötigt. Wir Europäer verbrauchen derzeit so viel, dass unser Erdball die viereinhalbfache Oberfläche haben müsste, um uns künftig zu ernähren. Was können wir im Kleinen, in unserer Region, in unserem Tal tun? Können wir überhaupt etwas tun? Doch, wir können uns zumindest ernsthaft mit den Problemen beschäftigen, die Fakten erkennen, aufklären statt die Augen verschließen. Schließlich haben wir unsere Heimat nur von unseren Kindern geliehen. Nachdem bekannt wurde, dass der Betreiber der Liftanlagen auf der Plose mindestens 1.000 Hotelbetten im Sportbereich Plose gefordert hat, um die Anlagen auch künftig rentierlich zu führen und bereits ein Hotel mit 350 Betten in St. Andrä genehmigt wurde, hat der Vorstand von heimat brixen eine Umfrage unter den Mitgliedern des Vereins abgehalten und eine erstaunliche Resonanz mit Meinungen zur Zukunft der Plose erhalten. Wir wollen dieses Thema nun in einer Expertentagung mit öffentlicher Diskussion vertiefen. Diese Veranstaltung wird stattfinden am 31. März um 16 Uhr in der Cusanus Akademie. Anerkannte Fachleute werden zu den drei Bereichen Klima, Tourismus und Landschaft in das Thema einführen. Ein Fotograph wird uns anhand eindrucksvoller Bilder Szenarien des Wintertourismus vor Augen führen. Ab 20 Uhr wird eine Runde aus Referenten und lokalen Vertretern aus Politik, Tourismus und Umwelt die Problematik diskursiv vertiefen. Die Zuhörer sind herzlich eingeladen mitzureden. Dem Verein heimat brixen geht es darum herauszufinden, ob zukunftsfähige Alternativen zum jetzigen Skitourismus möglich sind und erarbeitet werden können, bevor es dazu zu spät ist.

Dieser Beitrag stammt vom Verein „heimat brixen bressanone persenon“, der sich seit seiner Gründung im Jahre 2004 um die kulturelle und soziale Entwicklung der Stadt und ihres Umfeldes bemüht. Internet: www.heimat.bz

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Wirtschaft & Umwelt

ELVAS / SCHABS

Gefräßiger Schädling Die Raupen des Kiefernprozessionsspinners sind ungemein fresslustig und können dadurch Schäden an Bäumen anrichten. Wir sind der Meldung nachgegangen, dass die Schädlinge heuer besonders aktiv sein sollen.

W

ie große weiße Christbaumkugeln hängen die Gespinste des Kiefernprozessionsspinners weithin sichtbar an den Zweigen der Kiefern. An Orten mit viel Sonneneinstrahlung, wie zum Beispiel entlang der Straße über die Schabser Höhe oder in der Gegend um Elvas, sind sie besonders zahlreich anzutreffen. In diesem Winter scheinen auffallend viele Nester an den Bäumen zu hängen. „Auch wenn diese Gespinste in manchen Jahren verstärkt zu beobachten sind, kann der Befall der Bäume durch den Kiefernprozessionsspinner im Eisacktal in den letzten zehn Jahren als gleich bleibend bezeichnet werden“, informiert der Brixner Biologe

Klaus Hellrigl. „Vielleicht fallen die weißen Nester heuer mehr auf, da kein Schnee liegt und sie sich dadurch stärker von der Landschaft abheben.“

Klaus Hellrigl überwacht als

Berater für das Forstschädlingswesen im Auftrag der Landesregierung das Auftreten von Forstschädlingen in unseren Wäldern. In Zusammenarbeit mit den Forststationen werden auch in der Brixner Gegend jährlich die Nester des Kiefernprozessionsspinners gezählt, die Entwicklung der Raupen überwacht und die Befallsspuren an den Bäumen festgehalten. Die ausgewerteten Daten zeigen, ob Bekämpfungsmaßnahmen gegen diesen chronischen Dauerschäd-

ling nötig sind. „Im Augenblick besteht kein Grund zur Besorgnis“, beruhigt der Biologe, „bei der derzeitigen Befallsdichte sind keine weiteren Schritte notwendig.“ Durch die natürliche, klimatisch bedingte Verbreitungsgrenze des Kiefernprozessionsspinners an der Nordgrenze des Brixner Talkessels – die bei Franzensfeste bis zum Spingeser Berg und bis nach Mühlbach verläuft – ist der Befall zudem geringer. Je näher die Tiere an ihre Verbreitungsgrenze kommen, desto spärlicher treten sie auch auf. Der Kiefernprozessionsspinner ist ein mediterranes Insekt und zählt zu den am meisten beachteten Forstschädlingen in Südtirol. Um mehr über die Le-

bensweise und das Gradations­ verhalten dieses Waldschädlings zu erfahren, hat Hellrigl Zuchtversuche durchgeführt. Im August legt das Insekt seine Eier auf die Nadeln der Kiefern. Aus den Gelegen, die im Durchschnitt 200 Eier enthalten, schlüpfen nach ungefähr drei Wochen die gefräßigen Raupen. Ab Anfang Oktober zeigen sich dann Befallsspuren an den Kiefern, und an gut besonnten Zweigspitzen hängen die ersten Winternester. Während der kalten Tage verweilen die Raupen im schützenden Gespinst. In jedem dieser Nester können mehrere 100 Raupen überwintern. An wärmeren Wintertagen, aber vor allem im Frühjahr, sobald die Durchschnittstemperaturen

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Früher wurden die Gespinste

mit an langen Stangen befestigten Scheren von den Bäumen geschnitten. Für einen über Jahre laufenden Versuch wurden zwei Waldstücke mit annähernd gleicher Befallsdichte durch den Kiefernprozessionsspinner ausgesucht. In einem Wald erfolgte die Bekämpfung durch das Entfernen der Nester, im anderen wurde nichts gegen

Foto: Oskar Zingerle

über sechs Grad Celsius ansteigen, steigt auch die Gefräßigkeit der Raupen. Nach einem ausgiebigen Frühjahrsfraß wandern die Raupen in Form einer Prozession – daher auch der Name Prozessionsspinner – von den Bäumen, um sich im Boden zu verpuppen und nach der Puppenruhe als Falter zu schlüpfen. Nur fünf bis zehn Prozent der Raupen schlüpfen bereits nach einem Monat, der Rest geht in ein pausierendes Stadium. Bis zum Schlüpfen der letzten Falter können so bis zu fünf Jahre vergehen. Aufgrund des mehrjährigen Entwicklungszyklus kommt es deshalb auch zu Schwankungen beim Befall der Bäume.

den Befall unternommen. Dabei wurde festgestellt, dass in beiden Wäldern die Befallsdichte gleich blieb. Man ging daraufhin wieder davon ab, die Nester abzutrennen. Heute erfolgt die Bekämpfung durch Sprühungen mit biologischen Mitteln, jedoch nur auf viel begangenen Wanderwegen oder Örtlichkeiten, wo eine Gefährdung für die

Menschen gegeben ist. Die Raupen des Kiefernprozessionsspinners sind nämlich nicht nur gefräßige Waldschädlinge, ihre giftigen Härchen sind für Menschen auch nicht ganz ungefährlich. Der Kontakt mit den Gifthärchen kann zu allergischen Reaktionen führen und heftig juckende, äußerst unangenehme Hautausschläge hervorrufen;

In ihrem schützenden Gespinst überwintern die Prozessionsspinner deshalb sollte man den direkten Kontakt mit den Gespinsten vermeiden. Vorsicht ist ferner geboten, wenn man im Frühjahr den Raupenprozessionen begegnet; auch diese sollten nicht berührt werden. hildegard.gargitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Traditionelle Brotsorten mit Südtiroler Qualitätszeichen

Südtiroler Osterbrot bereichert Ostertisch und erfreut Patenkinder Ostern ist nicht mehr weit. Viele Paten machen sich Gedanken über das Geschenk für ihre Patenkinder. Freilich darf etwas Süßes dabei nicht fehlen: Die traditionelle Henne für Mädchen oder einen Hasen für die Buben. Das Schenken eines süßen Gebildebrotes an Kinder unter 14 Jahren hat Tradition. Das Gebilde- bzw. Osterbrot gibt es in vielen Formen wie Henne, Hase, Fochaz und Kranz - allesamt süß und trotzdem gesund. Manche Hausfrau bringt zum Ostermahl das würzige Osterbrot mit Osterschinken und Kren auf den Tisch. Der Osterkranz, ein süßer, gezopfter Kranz aus Hefeteig, lässt sich leicht mit Gras und Ostereiern zum Osternest dekorieren und wird so zum fantasievollen Ostergeschenk. „Seit Generationen hütet jede Südtiroler Bäckerfamilie das Geheimnis ihres eigenen Rezepts. Deshalb kann das Gebildebrot unterschiedliche Geschmacksnuancen aufweisen. Selbst die Formen unterscheiden sich, denn Henne oder Hase werden von Hand angefertigt,“ weiß Martin

Pupp. Der Konditor aus Brixen beginnt am Karfreitag die Herstellung des traditionellen Osterbrotes. Da es am besten frisch verzehrt wird, konzentriert sich seine Herstellung auf die Tage vor Ostern.

Süß oder würzig, aber garantierte Qualität Osterbrot gibt es süß oder würzig. Die süßen Sorten werden aus Frischmilch, Weizenmehl, frischen Eiern, Zucker, Hefe, Salz und mindestens 10% Butter hergestellt. Sie sind das süße Extra am Frühstückstisch oder die gesunde Backware zum Kaffeetrinken. Die würzigen Sorten werden z. B. mit Anis oder Kümmel verfeinert, sie haben meist eine runde Form. Das Qualitätszeichen garantiert, dass keine Konservierungsmittel

und Aromastoffe beim Backen verwendet wurden. Es versichert die ausschließliche Verwendung von Zutaten höchster Güte und deren Herkunft aus Südtirol. Nur Bäcker, die diese Vorgaben beachten und sich bei der Herstellung an strengste Hygienebestimmungen halten, dürfen ihr Osterbrot mit dem Südtiroler Qualitätszeichen etikettieren. Die Einhaltung dieser Regelungen wird von einer neutralen, akkreditierten Kontrollstelle überprüft.

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Wirtschaft & Umwelt

BRIXEN

Spende für Kolpinghaus z Die Stiftung Sparkasse unterstützt mit einem Beitrag von 50.000 Euro den Trägerverein des Brixner Kolpinghauses. Stiftungspräsident Gerhard Brandstätter erklärte anlässlich einer kleinen Feier, dass er im Fall des Kolpingvereins fühle, dass „das Geld hier sehr gut investiert“ sei. Der im Vorjahr abgeschlossene Bau des neuen Kolpinghauses hat 7,5 Millionen Euro gekostet, wovon der Großteil vom Land übernommen wurde. „750.000 Euro müs-

W&U

sen wir aber selbst aufbringen – durch Spenden und durch eine möglichst wirtschaftliche Führung der Struktur“, erklärte der Präsident des Trägervereins, Adolf Schwienbacher. Der Kolpingverein verwaltet heute nicht nur die 50 Studentenbetten im neuen Kolpinghaus, sondern auch 80 Betten im Marianum und 32 im St.-Michaels-Heim. Im Juni feiert die Kolpingfamilie ihr 150-jähriges Bestehen. Im Bild: Dekan Albert Pixner, Sparkassen-Direktor Helmut Plank, Otto von Dellemann, Adolf Schwienbacher, Gerhard Brandstätter und Ernst Schwienbacher, Präsident der Kolpingfamilie. wv

Wirtschaft & Umwelt

EISACKTAL

Restwasser ist absolut notwendig

SMS

z Obwohl von der Landesregierung noch nicht offiziell verabschiedet und daher in seinen Einzelheiten auch noch nicht bekannt, erregt der Wassernutzungsplan die Gemüter. Der Vorstand des Landesfischereiverbandes und Präsident Gebhard Dejaco nehmen mit Befremden zur Kenntnis, dass sogar das Restwasser in Frage gestellt wird: „Das Restwasser ist das absolute Minimum, um in Bächen und Flüssen ein – wenn auch eingeschränktes – Leben von Fischen und anderen Kleintieren zu gewährleisten.“ Der Fischereiverband erhebt erneut seine

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Forderung, dass aus Restwasserstrecken keine Ableitungen mehr erfolgen dürfen: „Wenn die Landwirtschaft künftig zusätzliche Wasserressourcen benötigt, so ist in erster Linie der Bau von neuen Kraftwerken zu überdenken. Bei bestehenden E-Werken ist der erhöhte Bedarf für die Landwirtschaft oberhalb der Fassungen der Kraftwerke zu entnehmen. Gleiches gilt für das Wasser zur Kunstschneeerzeugung. Das Restwasser darf nicht angerührt werden!“ Weiters fordert der Verband eine landesweite, systematische und lückenlose Überprüfung

In Neustift wurden kürzlich die Pilgerherbergstafeln für den Jakobsweg Südtirol vorgestellt.

Die Tafeln weisen 22 Gastbetriebe als Pilgerherbergen aus und bieten gegen Vorlage eines Pilger­ ausweises eine kostengünstige Übernachtung und teilweise Pilgermenüs an.

der von den E-Werken abgegebenen Restwassermengen. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Vergehen gegen die Restwasserauflagen festgestellt, häufig werden auch nicht genehmigte Wasserentnahmen aus den Bächen beobachtet. Schließlich stellt der Verband

die Frage, wie es möglich sein kann, dass aus manchen Bächen mehr Konzessionen zur Wasserableitung erteilt werden, als der Bach Wasser führt. Zwar werden immer auch Restwassermengen vorgeschrieben, doch werden diese in solchen Fällen kaum eingehalten.  db

Ab 2008 soll der Halbstundentakt für die Züge im Eisacktal realisiert werden. Hierfür hat die Landesregierung acht neue Zuggarnituren angekauft, die Kosten belaufen sich auf 60 Millionen Euro. Falls weitere Züge notwendig sind, werden vier weitere Garnituren im nächsten Jahr erworben.

Mit insgesamt 28 vom Beirat für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vorgesehenen Auflagen hat die Landesregierung die UVP für den Erkundungsstollen des Brennerbasistunnels AichaMauls genehmigt. Nun kann die Baustelle eingerichtet und der Bau des Stollens vorangetrieben werden.


Stadtgeheimnisse Warum wurde ein Platz im Zentrum von Brixen nach Maria Hueber benannt? Der Gemeinderat von Brixen entschied mit Beschluss Nr. 34 vom 23. Mai 2002, den Platz vor dem ehemaligen Postgebäude â&#x20AC;&#x17E;Maria-Hueber-Platzâ&#x20AC;&#x153; zu nennen. Der Name Maria Hueber wurde vom Zonta Club Brixen vorgeschlagen, da es in Brixen noch kaum StraĂ&#x;en, Plätze oder Ăśffentliche Gebäude gab, die nach Frauen benannt waren. Hueber hat als GrĂźnderin der ersten gebĂźhrenfreien Mädchenschule Tirols eine wichtige Vorreiterrolle gespielt. Sie wurde 1653 in Brixen geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Sie arbeitete als Dienstmädchen und pflegte ihre betagte Mutter. 1700 legte Maria Hueber die GelĂźbde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams ab, grĂźndete zusammen mit dem Franziskanerpater Isidor Kirnigl den Orden der Tertiarschwestern vom heiligen Franziskus und erĂśffnete in der Runggadgasse die erste Schule fĂźr arme Mädchen im Lande. Maria Hueber starb am 31. Juli 1705 im Rufe der Heiligkeit und wurde am Seiteneingang der Brixner Klarissenkirche begraben. Seit 1996 läuft ein Seligsprechungsverfahren.  hg

Anregungen: redaktion@brixner.info

BRIXEN

FleiĂ&#x;ige MĂźlltrenner z Papier, Glas, StraĂ&#x;enreinigung, Bio- und RestmĂźll â&#x20AC;&#x201C; die Stadtwerke Brixen sammelten im Jahr 2006 rund 11.707 Tonnen Abfall ein. Dies sind 9,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor: â&#x20AC;&#x17E;Ausschlag gebend dafĂźr waren in erster Linie die anfallenden hohen Schottermengen bei der StraĂ&#x;enreinigung als Folge der häufigen Schneefälle im FrĂźhjahr 2006â&#x20AC;&#x153;, erklärt Michele Bullucco, technischer Leiter der Umweltdienste, in seinem Bericht. Im positiven Sinne erhĂśht wurde die RestmĂźllsammlung: Ă&#x153;ber 60 Prozent des gesamten Abfalls wird getrennt entsorgt und kann somit wiederverwertet werden. Besonders beim BiomĂźll und bei der Kartonsammlung waren die Brixner fleiĂ&#x;ige MĂźlltrenner, hier beträgt die Steigerung acht bis zehn Prozent. An der Spitze

der MĂźllmenge steht mit 3.580 Tonnen der RestmĂźll, gefolgt von der StraĂ&#x;enreinigung und den RecyclinghĂśfen â&#x20AC;&#x201C; von denen rund 24 Prozent wiederverwertet werden konnte. In den Papier-, Glas- und Dosenglocken wurden 1.244 Tonnen Material gesammelt, an BiomĂźll fielen insgesamt 903 Tonnen an. Die Menge an illegal entsorgtem MĂźll blieb gleich: Rund 115 Tonnen, also ein Prozent der GesamtmĂźllmenge, landen nicht in den MĂźllcontainern, sondern in der freien Natur.  db

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Wirtschaft & Umwelt

EISACKTAL

Kulturelle Technikmeile

z Entlang des Südtiroler Radwegenetzes entsteht eine Technikmeile, die Sport und Kultur miteinander verbindet. Rund 30 technische Kulturgüter, die sich längs der Radwege befinden, werden zugänglich gemacht, als Sehenswürdigkeiten gekennzeichnet und beschildert. Zu den 30 technischen Kulturgütern, die künftig Radfahrer in Südtirol zu einem Halt und zu einem Eintauchen in die Technikgeschichte einladen werden,

zählen Bahnhöfe und Eisenbahnanlagen, Kraftwerksbauten und Seilbahnen. In Brixen und Umgebung werden die alte Druckerpresse und das E-Werk, der Bahnhof von Klausen und das E-Werk in der Sachsenklemme als Sehenswürdigkeiten entlang des Fahrradweges in die Technikmeile aufgenommen. Vorangetrieben wird das Vorhaben im Auftrag des Landes vom „Kuratorium für technische Kulturgüter“, das im Hinblick auf

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Leitsystem, Gestaltung und Beschreibung der Zielobjekte mit der Fakultät für Design der Uni Bozen zusammenarbeitet. Derzeit wird auch an einem Radführer und einer Fernsehserie zu diesem Projekt gearbeitet. „Durch diese Technikmeile wird das rund 600 Kilometer umfassende Radwegenetz Südtirols bereichert“, erklärte Landesrat Michl Laimer bei der Projektvorstellung, „gleichzeitig wird den Radfahrern ein Blick in die Technik-Geschichte unseres Landes ermöglicht, die einige Pionierleistungen aufweisen kann.“ Als weitere Sehenswürdigkeiten entlang des Fahrradnetzes werden unter anderem die Bierbrauerei in Algund, die Talstation der Kohlerer Seilbahn, das architektonische Kernensemble am Brenner, der Tob­ lacher Bahnhof, die E-Werke an der Töll, in Marling und Glurns und die Lawinenverbauung in Sulden in die Technikmeile aufdb genommen. 

Starthilfe Neue Unternehmen in und um Brixen

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Vor kurzem haben Lukas Pircher und Athanas von Guggenberg ihren ersten Stylife Club in Brixen eröffnet. Nach dem Motto „Fitmacher statt Dickmacher“ bieten sie Beratung rund zu den Themen „gesunde Ernährung“ und „aktiver Lebensstil“ zur Steigerung des persönlichen Wohlbefindens. Der „Brixner“ unterstützt durch diese kostenfreie Rubrik den Startneuer Unternehmen im Einzugsgebiet: starthilfe@brixner.info

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Nachgefragt

„Alle Vorgaben eingehalten“ Herr Bürgermeister, der freiheitliche Gemeinderat Walter Blaas hat das Fehlen von Kinderspielplätzen und von ausreichend Parkplätzen in der neuen Wohnzone Landwirt beanstandet. Wurden diese vergessen? Das Gesetz sieht vor, dass entsprechend der Größe einer Zone im Durchführungsplan Parkplätze und öffentliche Flächen beziehungsweise Gemeinschaftsflächen vorgesehen werden. In der Zone Landwirt sind diese Vorgaben in beiden Fällen eingehalten worden. Es gibt also für die Brixner Gemeindeverwaltung keinen Handlungsbedarf.

In der neuen Zone haben sich viele junge Familien niedergelassen. Gibt es ausreichend Spielflächen für Kinder? Die dafür vorgesehene Fläche ist in der Tat sowohl von der Größe als auch von ihrem Zuschnitt her für einen Kinderspielplatz ungeeignet. Allerdings gibt es in nur wenige hundert Metern Entfernung einen geräumigen Spielplatz, auf dem sich immer viele Kinder aufhalten. Die Situation ist somit vielleicht nicht unbedingt ideal, aber durchaus tragbar. Im Bereich der Zone Landwirt gibt es noch freie Grundstücke. Werden auch diese verbaut?

Wäre in diesem Fall ein eigener Spielplatz möglich? Es gibt Anträge um Umwidmung der von Ihnen angesprochenen Flächen. Allerdings werden diese zurzeit nicht behandelt. Solange der Masterplan für Brixen und seine Fraktionen nicht erarbeitet ist, wird es in diese Richtung keine Entscheidung geben. Dieser Masterplan soll ein Konzept zur zukünftigen Entwicklung und Verbauung, zur Gestaltung der öffentlichen Infrastruktur und zur Anbindung an die Stadt enthalten und mit Ende 2007 vorliegen. Bis dahin treffen wie keine Entscheidung. annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Foto: Oskar Zingerle

ALBERT PÜRGSTALLER, Brixner Bürgermeister, über angebliche Versäumnisse in der Planung der Neubauzone Landwirt, hinter der Auenhausbrücke.

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Extra Mode & Accessoires

SCHUHHAUS BERNARDI

Gehen mit Vergnügen

Schuhe für Jung und Alt, für jeden Anlass und jeden Bedarf sind im Schuhhaus Bernardi erhältlich.

D

as Schuhhaus Bernardi in Brixen ist seit Jahrzehnten eine beliebte Adresse, wenn Schuhe für jede Altersgruppe oder für unterschiedliche Anlässe gesucht werden. Der Schuhmachermeister Franz Bernardi gründete den Betrieb vor 75 Jahren, als Schuhe mit handwerklichem Können auf Maß hergestellt wurden. Über drei Jahrzehnte befand sich die Werkstätte, die in den Fünfziger Jahren immer mehr zum Handelsbetrieb ausgebaut wurde, im „Strasserhaus“ in der Bahnhofstraße. Mit der Übernahme des Betriebs durch Maria Theresia und Hermann Bernardi wurde das Geschäftslokal stadteinwärts in den Kleinen Graben 4 verlegt. Nun führt Hermann Bernardi das in den letzten Februartagen erneuerte Geschäft,

beraten vom Filius und JuniorPartner Silvan.

Nach wie vor bietet das

Schuhhaus Bernardi hochwertige und qualitätsvolle Schuhe, die ihr Geld wert sind. Jung und Alt finden hier ihre Lieblingsschuhe für jeden Anlass und jeden Bedarf. Die Schuhe erfüllen dabei genau das richtige Maß zwischen modischen Ansprüchen und Bequemlichkeiten; falls Anpassungen und Reparaturen notwendig sind, werden diese zuverlässig in der eigenen Werkstatt durchgeführt. Fachkundige Beratung, freundliche Bedienung und die langjährige Erfahrung der Familie Bernardi sorgen dafür, dass der Schuhkauf und das anschließende Tragen zum Vergnügen werden. z

Hermann Bernardi „Fachkundige Beratung, freundliche Bedienung und langjährige Erfahrung sind bei uns selbstverständlich. Mein Ziel ist es auch, Kundinnen und Kunden mit empfindlichen Füßen Schuhe zu em­ pfehlen, die höchsten Ansprüchen gerecht werden und ihren Preis wert sind.“

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Beeindruckende Mode

SCHEIDLE

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Exklusive Kleidungsstücke, nach Belieben kombiniert, unterstreichen die persönliche Individualität und sorgen für einen bleibenden Eindruck.

Astrid Scheidle

D

ie Mode hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert, da sich unsere Lebensweise gewandelt hat; Mode ist schließlich nichts Abstraktes, nichts, was allein vom Designer bestimmt wird. Vielmehr hat sich die Kleidung unseren Gewohnheiten und Bedürfnissen angepasst: Früher wurde noch in Sonntags- und Werktagskleidung unterschieden, bis vor einigen Jahren zwischen elegante Kleidung für besondere Anlässe und praktische Arbeits- oder Freizeitkleidung. Heute wollen wir uns gar nicht mehr in steife Regeln zwängen.

„Unsere Kunden wissen, dass sie bei uns die neuesten Trends sowie persönliche Beratung und Service finden. Wir bieten eine Vielfalt an Kleidungsstücken in geringen Stückzahlen und Accessoires aus Italien, den USA, Spanien, Frankreich, nun auch aus Brasilien, mit denen wir Elegantes auflockern und dem Kunden eine besondere Note verleihen.“

Luxus wird mit praktischer

Der Trend hat sich dahin ent-

wickelt, im Kleiderschrank wenige Kleidungsstücke hängen zu haben, die sich beliebig kombinieren lassen und allen unseren Bedürfnissen entsprechen. Damit wollen wir im Beruf, zu besonderen Gelegenheiten, in der Freizeit und auf Reisen passend und flott angezogen sein. Alles, was steif und perfekt kombiniert ist, sieht gezwungen aus und macht alt: Sich lässig und

jugendlich zu kleiden ist heute jedoch Normalität. Eltern tragen dieselbe Mode wie ihre Kinder – nur vielleicht mit einer Note Eleganz und Qualität sowie einigen Accessoires mehr. Und somit ist die Frage nach dem passenden Kleidungsstück

und der passenden Kombination einfacher und praktischer geworden: Wer hätte früher ein elegantes Seidenkleid von Armani unter einer Jeansjacke oder abgetragene Jeans unter einem mit Pailletten bestickten Seidenmantel getragen?

Freizeitmode oder etwas Ausgefallenem kombiniert, um ganz individuell die Persönlichkeit jeder einzelnen Frau und das von ihr gewünschte Image zu unterstreichen. Unbeachtet möchte heute kaum eine Frau durchs Leben gehen: Eine Frau mit Stil wird nicht nur momentan bewundert, sondern – was noch wichtiger ist – sie hinterlässt eine Erinnerung an sich, so der große italienische Modezar Giorgio Armani. Und wer möchte schließlich nicht einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen? z

Markenkollektionen für Individualisten

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SALON ALEXANDER

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Ganzheitlicher Look Die neuen Frisurentrends setzen auf Individualität und ganzheitlichen Look.

D

ie Frau von heute zeigt sich selbstbewusst und erzeugt dadurch Aufmerksamkeit. Mode wird zum Gestaltungselement, um die eigene Persönlichkeit zu unterstreichen. Auch das Hairstyling orientiert sich am aktuellen Modetrend und dient dazu, die Frau ganzheitlich und - auf den jeweiligen Farb-/Haut- und Charaktertyp abgestimmt - harmonisch zu interpretieren.

Der neue Frauentyp wird von

L’Oréal Professionnel durch typgerechtes Styling mit femininer, sinnlich-eleganter Ausstrahlung präsentiert. Der ganzheitliche Look steht im Vordergrund, einzelne Typelemente wie Körper und Form, Haare, Haut- und Augenfarbe werden zu einem harmonischen Ganzen zusammengefügt. Die Frisur wird zum Bestandteil und Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Bei der Haarfarbe dominieren warme Farbkompositionen in weichen Ton-in-Ton-Übergängen. Der Haarschnitt ist mehr denn je auf die jeweilige Person abgestimmt. Sanfte Farbkombinationen, leicht asymmetrische Formen und feminine Linien entwickeln sich zu einem ganzheitlichen Äußeren. 58

Farben sind zentrales Gestal-

tungselement, um den eigenen Farb- und Hauttyp zu betonen. Die Farben sind heller geworden, sanfte Ton-in-Ton-Übergänge haben die starken Kontraste der letzten Saisonen abgelöst. Die feinen Farbnuancen und weichen Farbübergänge erzeugen eine sinnlich-verführerische Ausstrahlung. In perfektem Ton in Ton mit dem Teint wird das Haar aus einer Palette von warmen Hauttönen, von hellem Beige bis zu gebräunter Haut koloriert. Schnitt und Styling folgen den weichen und feinen Linien. Die Schnitte sind vielfältig und dienen in erster Linie dazu, die eigenen Vorzüge vorteilhaft zur Geltung zu bringen. Volle Schnitte von leicht asymmetrischen bis hin zu geraden Schnitten wechseln sich ab. Die Stirnfranse wird zunehmend durch den langen Pony abgelöst, der die Blicke

verstärkt auf die Augenpartie lenkt. Ob kurz oder lang, ob mit auslaufender Welle oder weicher Volumenwelle, der Schnitt zeigt sich vor allem typgerecht. Schönheit resultiert aus dem jeweiligen individuellen Stil, Glamour aus der natürlichen Eleganz der selbstbewussten Frau. Nach der Farbgebung des neuen Frauentyps wurden drei Musen definiert, die ähnlich einer griechischen Göttin Sinnlichkeit und Eleganz widerspiegeln. Die Bernsteinmuse besticht durch warme Brauntöne mit raffinierten Farbübergängen. Ein weicher asymmetrischer Carré-Schnitt mit kurzer, schräger Stirnfranse bringt ihre bernsteinfarbene Schönheit zur Geltung. Bei der goldenen Muse überwiegen hellbraune Farbtöne, die in leuch­ tendes Gold und Kupfer übergehen. Der glatte Haaransatz mit langer Volumenwelle gibt ihr einen natürlichen Look. Zarter beigefarbener Lidschatten und wenig Rouge akzentuieren ihre

natürliche Ausstrahlung. Bei der Alabastermuse vereinigen sich blendende Blondschattierungen zu einer verführerischen Blondine. Der Schnitt ist mittellang und vertikal abgestuft. Die Stirnfranse wird zur Ponyfrisur, lang und ausgefranst, dadurch wird Leichtigkeit und Flüssigkeit der Linie erzeugt. Die Haarspitzen sind nach innen gefönt und umrahmen zart das Gesicht. Der Pony lenkt die Aufmerksamkeit auf den betörenden Blick. Helle und diskrete Kosmetik unterstreicht die natürliche Schönheit bis zur Perfektion.

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Glamour am Fuß

PROFANTER

Die Schuhmode 2007 macht Lust auf Neuanschaffungen – viele Neuheiten zählen in diesem Frühjahr und Sommer zu den „Must haves“.

A

„Auffallen, aber mit Stil“ lautet das Motto der diesjährigen Schuhmode. Der aktuelle Look zeigt sich weniger überladen, weniger schrill im Farbmix, dafür umwerfend raffiniert, oft glamourös in Lack und mit viel Sinn für das Detail. Wer dieses Jahr en vogue sein will, zeigt sich in flachen Ballerinas, Sandaletten mit raffinierten Plateau- oder Keilabsätzen, knöchelhohen Stiefeletten oder im Dekolleté „spuntato“ (vorne offen).

Raffinesse zeigt dieser Som-

mer auch farblich: Weiß in allen Ausprägungen und mit Übergängen zu Sand- und Schlammnuancen, Blau und Rot sowie dezente Metallic-Effekte dominieren die aktuellen Kollektio­ nen. Top aktuell sind Dekolle-

tés von Marc Jacobs mit einem Hauch von Pariser Charme. Aufgrund der ruhigeren Farben und schlichten Formen werden die raffinierten Details umso wichtiger: Ein Hingucker sind die mit Swarowskisteinen besetzten Sandaletten von Pedro Garcia. Den Gegenpol dazu bilden Ballerinas in allen Farben und Materialien, die von Marc Jacobs erstmals wieder „ausgegraben“ und in Szene gesetzt wurden. Heiß begehrt sind die Sneakers

Mit der Rodeo Bag von Longchamp zieht Kate Moss von Party zu Party von John Richmond in Lackoder Laminatleder oder mit Strasssteinapplikationen, aber auch der klassische weiße Tennisschuh von Fred Perry ist in der Modeszene derzeit besonders hip. Ein absoluter Renner in diesem Sommer ist der ultraleichte und mega-bequeme Sportschuh „Crocs“, der durch seine flippige Form, sein elastisches Material und seine vielen Farben Hollywood längst erobert hat. Shooting Stars sind die Ankle-Boots, knöchelhohe

Priska und Christian Profanter „In unserem Store am Pfarrplatz haben wir unseren Traum und den vieler Frauen verwirklicht: ein Wohnzimmer voller Schuhe – von glamourös bis sexy und von cool bis bequem – und immer im aktuellsten Style. Unsere Kundinnen sollen immer einen Schritt voraus sein.“

Kombiniert wird, was gefällt.

Brixen, Pfarrplatz 2A – T 0472 200 899 – www.profanter1962.it Jeden Samstag Nachmittag geöffnet!

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Stiefeletten im Stil der 80er Jahre (Grey Mer und Miss Sixty), die perfekt zu Röhrenjeans und Kleidern mit Leggings passen. Zu den Klassikern gehören der Texaner in attraktiver Kurzlänge, aber auch der Polostiefel von La Martina.

Shopping Bags, weiche Säcke und Köfferchen werden in diesem Sommer nicht nur groß geschrieben, sondern auch groß getragen. Ob von John Richmond, Coccinelle, Furla, Longchamp, Profanter 1962 – die Handtasche trägt Frau heuer in XXL und in edlen Materialien. z


MILLER OPTIK

Stilelement Sonnenbrille Extra

Sonnenbrillen sind im Sommer 2007 ein absolut notwendiges Accessoire: Dunkle Retro- und Pilotenbrillen gehören heuer auf jede Nase.

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u einem schönen SommerOutfit gehört, schon allein aus gesundheitlichen Aspekten, die richtige Sonnenbrille! Aber nicht jede Sonnenbrille ist für jeden Typ geeignet. Wie bei der herkömmlichen Brille, kommt es auch hier besonders auf die richtige Wahl an: Passt das Gesicht zur Brille – oder besser: Passt die Sonnenbrille zum Gesicht? „Der Trend für den Sommer 2007 geht in Richtung ‚Schaut-her-hier-bin-ich!’“, erklärt Ulrich Kofler von Miller Optik. Voluminöse, dunkle Gläser sind ein Must-Have, denn die Sonnenbrille 2007 „muss ein echter Blickfang sein“.

Pilot-Shape ist in! Auch 2007 bleibt die klassische Pilotenbrille ein Dauerbrenner. Pilotenbrillen sehen sowohl zum Anzug als auch zur Jeans umwerfend aus und sind als Unisex-Brille erhältlich. Verstärkt ist in diesem Sommer zu beobachten, dass die Sonnenbrillen grundsätzlich einen gewissen Unisex-Look haben. Mann wie Frau könnten die Brillen austauschen, denn in Größe, Form und Farbe gibt es kaum Unterschiede. z

... bei uns jetzt schon die neueste Brillenmode - Trends 2007

Retro ist Trend! Die Brillen-

designer nehmen ungehemmt Anleihen bei den Fassungsmodellen der 60er und 70er. Allen voran die Modelle von Persol und Ray-Ban, aber auch Prada und Gucci finden sich bei Miller Optik. Kräftige Fassungen in dunklen Tönen finden 2007 ihre Träger – Schwarz, Tabak, Bordeaux, gerne auch strukturiert oder mit schimmernden Transparenzen durchzogen. Die Trendfarbe der Gläser geht eindeutig in Richtung Braun getönt. Außerdem endet das Design einer Brille nicht am Rahmen: Die Bügel werden zum prägnanten Stilelement – und prägnant bedeutet groß, breit und farbig.

Einzigartige Seh- und Sonnenbrillenauswahl an internationalen Markendesigner in allen Preislagen.

Ulrich Kofler, Filialleiter Miller Optik Brixen mit Christiane und Marco „Ob groß oder klein, wir bei Miller Optik haben alle Brillen – mit den einzigartigen Serviceleistungen für Ihre neue Sehbrille. Zu jeder Sehbrille gibt es eine kostenlose Brillenversicherung und eine Zufriedenheitsgarantie: Sechs Wochen Umtauschrecht und Geldzurück-Garantie.“

Ihr Optiker in Brixen Stadelgasse 4d I-39042 Brixen Tel: 0472 / 834 529 61


Impressum Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixen.net Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Assistenz Chefredaktion: Doris Brunner (db), Tel. +39 0472 060211 doris.brunner@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Thomas Oberrauch (to) Annamaria Mitterhofer (amm) Manuela Kerer (mak) Dietmar Pattis (dp) Hildegard Gargitter (hg) Elisabeth Stürz (es) Albina Kritzinger (ak) Andreas Gottlieb Hempel (agh) Günther Eheim (gevs) Ingo Dejaco (id) Andrea Bodner (ab) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Gabriele Tauber, Tel. +39 0472 060208 gabriele.tauber@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Brennerstraße 32, I-39042 Brixen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint um den 20. April 2007 Nächster Redaktionsschluss: 6. April 2007 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 62

März/April 1897

viele mit brennenden Kerzen erschienen waren. Den Schluss bildete das Herz-Jesu-Bundeslied von I. Mitterer. So einfach diese Festlichkeit war, wurden doch dabei manche Leute zu Tränen gerührt und sagten, dass es schön gewesen sei. Gepöllert wurde nicht, weil ja ein Trauergottesdienst gehalten wurde.

L…büberei in der Kachlerau Brixen, Dienstag, den 30. März 1897 Gestern Abend, etwa um 8 Uhr, gefielen sich mehrere der hiesigen L…buben darin, den Weg zum Exercierplatz in der Kachlerau mit in dortiger Nähe aufgestellten Bänken des Verschönerungsvereines völlig zu verbarricadieren, so dass etliche Passanten in der Dunkelheit daran stießen, glücklicherweise, ohne Schaden zu nehmen. Es wäre gut, wieder einmal einen oder den anderen dieser Halunken zu erwischen, um seinen Muthwillen entsprechend zu corrigieren.

„Glück im Unglück“ Brixen, Freitag, den 5. März 1897 In Afers stürzte gestern abends die 80-jährige Lucia Strickner über einen ziemlich steilen Abhang hinunter und musste trotz fortwährender Hilferufe die ganze Nacht im Freien bleiben. Heute Früh wurde sie endlich aus ihrer qualvollen Lage befreit. Die alte Person hat bisher an ihrer Gesundheit trotzdem keinen bemerkenswerten Schaden genommen.

Glaskasten sollten sperren lassen, wenn sie fürchten müssen, dass ein kühles Lüftchen ihnen einen Schnupfen verursachen könnte! Durch ihr Benehmen haben sie die katholische Bevölkerung verschnupft.

Gedenktag der Schlacht bei Spinges Brixen, Dienstag, den 6. April 1897 Original Correspondenz aus Spinges: Hier wurde heute der 100-jährige Jahrestag der Schlacht bei Spinges so gut es eben ging festlich begangen. Gestern, am Vorabend dieses Tages, war Bergbeleuchtung beantragt; selbe wurde aber durch das regnerische Wetter fast gänzlich vereitelt. Heute flatterte in aller Früh eine Fahne vom Thurm, zum Zeichen, dass

Bauthätigkeit in der Schwimmschule Brixen, Mittwoch, den 21. April 1897

Die Arbeiten zur Wiederherstellung der im vorigen Frühjahr umgefallenen Vorwärmer Mauer an der Städtischen Schwimmschule werden auch im heurigen Jahre fortgesetzt. Mehrere Mann arbeiten gerade gegenwärtig ununterbrochen an der Nordseite des Basins. Es ist deshalb zu erwarten, dass das Wasser heuer nicht mehr nach dieser Richtung austreten und die Wiesen übermuren kann. Die Südseite kommt sofort nach Fertigstellung der ca. 50 Meter langen Nordmauer an die Reihe, so dass die zahlreichen Badegäste im nächsten Hochsommer bereits wieder genügend vorgewärmtes Wasser haben werden.

Behütete Jünglinge! Brixen, Freitag, den 19. März 1897 Die Studenten vom Gymnasium in Innsbruck haben mit bedecktem Haupte die Leiche ihres Religionslehrers, der 20 Jahre lang an ihrer Anstalt gewirkt hat, zu Grabe begleitet. Dies Benehmen der jungen Leute ist doch wohl mehr als ein Verstoß gegen die liturgischen Vorschriften. Aber ja, das, um nicht mehr zu sagen, taktlose Benehmen wurde von höherer Stelle commandiert. Oder war’s eine Forderung der Hygiene? Muttersöhnchen, die sich daheim in einen

etwas los ist. Es war nicht viel los. Um 7 Uhr wurde der von dem Brixener Canonicus Herrn Franz Hirn für die in Spinges anno 1797 gefallenen Landesvertheidiger gestiftete Jahrestag gehalten; hierauf zog man zum Grabe der Gefallenen, wo das „Libera“ gesungen wurde, dann folgte eine kurze Absprache an die Versammelten, von denen

Die Zeitungs­artikel auf dieser Seite wurden von Günther Eheim aus der „Brixener Chronik“ entnommen, die 1888 gegründet wurde und bis 1925 erschien. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige ­Kuriositäten werden ohne ­Korrektur beibehalten.


Trinkwasser

braucht Verantwortung

Weltwassertag Die Trinkwasseranlagen Südtirols laden zum Tag der offenen Tür ‒ mit Gewinnspiel! Samstag, 24. März 2007 Brixen „Infostand Wasser Hartmannplatz, 09.30 - 13.00 Uhr

A U T O N O M E PROVINZ BOZEN R E S S O R T R A UMORDNUNG, UMWELT, ENERGIE



Brixner 206 - 2007 März