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Jahrgang 15 - Nr. 10 Oktober 2004

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Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

Männerberatung in den Kinderschuhen

Wenn Mann in Not ist Gemeinderatswahlen

Bombenhagel

Fernwärme

» S. 21

» S. 56

» S. 67

Albert Pürgstaller erläutert im Interview seine Visionen für die Zukunft von Brixen

Vor 60 Jahren wurde Brixen von den alliierten Streitkräften bombardiert

Stadtwerke-Direktor Wolfgang Plank erklärt, warum Fernwärme immer beliebter wird


Editorial

Oktober

Thema 4

4 Männerberatung: Wenn Mann in Not ist

Menschen&Meinungen 9

12 Portrait: Hansjörg Ellemund 14 Umfrage: Wer wird Bürgermeister?

Verratscht...

Brixen&Milland 17

„Für eine Bezirkszeitschrift kann es nichts Tolleres geben als eine spannende Gemeinderatswahl“, gratulierte mir letzte Woche der Kollege Chefredakteur vom „Erker“ in Sterzing. Er hat im Grunde nicht ganz Unrecht: Uns gibt es jetzt seit fast 15 Jahren, aber für keine Gemeinderatswahl werden wir am Ende so viel Druckerschwärze verbraucht haben wie für diese. Ich denke aber, dass diese Menge an Information auch notwendig sei. Wie soll ein Bürger sich für eine Partei oder einen Kandidaten entscheiden, wenn er nicht weiß, wie dieser die Zukunft von Brixen gestalten würde? In diesem Sinn werden wir in den kommenden Monaten sehr viel über Lokalpolitik berichten und vor allem viele Interviews abdrucken, weil man damit mit der gebotenen Neutralität die Denkweise der verschiedenen Kandidaten am besten wiedergeben kann. In dieser Ausgabe unterhalten wir uns mit Albert Pürgstaller, der im Juni als Bürgermeisterkandidat der Südtiroler Volkspartei ins Rennen gehen wird. Das Gespräch war so interessant, dass wir uns leider etwas „verratscht“ haben. Mit einer Kürzung hätten wir möglicherweise genau jene Details geschnitten, die Sie interessieren – also haben wir beschlossen, eben nicht zu kürzen.

21 Interview: Albert Pürgstaller: „Wir brauchen eine Dialogkultur“ 33 Event: Mit „Stoff & Faden“... 34 Caritas: Gebrauchte Kleider für einen guten Zweck 35 Umweltbund: Dicke Luft 36 Brixen gibt Gas 37 Interview: Stefano Cicaló: „Kirchturmdenken führt zu Problemen“

Dörfer&Fraktionen 39

41 Event: Haidnerhof: Altes bewahren, Neues probieren 44 Vahrn: Bürgerinitiative gegen Strahlenbelastung 45 Aicha: Alle Rekurse abgelehnt 46 Event: Trinnerhof: Einladende Gastlichkeit

Kunst&Kultur 49

53 Knappenbühne Villanders: Es läuft, Doktor! 54 Landwirtschaftsschule Salern: Kulturpflanzen der Alpen 55 Brixner Weinherbst 56 Brixen im Bombenhagel

Sport&Co. 61

62 Eisacktaler Reitclub: Hoch zu Ross

M@us&Klick 65

65 Neues aus dem www

Spezial 67

Apropos Pürgstaller: Gestern hat mich ein Bekannter mitten in der Stadt aufmerksam gemacht, dass es ihm schon fast suspekt sei, wie Recht wir manchmal mit unseren Prognosen hätten. Uns selbst war es gar nicht aufgefallen: Bereits im Juni haben wir als erste vom Bürgermeisterkandidaten Albert Pürgstaller geschrieben, und in der letzten Ausgabe haben wir gemutmaßt, dass auch Hans Heiss kandidieren werde.

67 Heizung & Energie

Tipps&Events

Impressum

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82 Veranstaltungen und Weiterbildung

Der „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Auflage: 8.800. Preis Abonnement: 1 Euro. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St.   Redaktionsanschrift: „Brixner“, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen Tel. 0472 837537 - Fax 0472 836769 - e-mail brixner@brixmedia.it   Eigentümer: Brixmedia GmbH, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen   Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Willy Vontavon   Redaktionsmitglieder: Willy Vontavon (wv), Doris Brunner (db), Marlene Kranebitter Zingerle (mk), Alex Tauber (at), AnnaMaria Mitterhofer (amm), Thomas Oberrauch (to), Sonja Rienzner (sr), Judith Wieser (jw), Oskar Zingerle (oz), Günther Eheim vulgo Sigmund (GEvS), Elmar Albertini (ea), Barbara Fuchs (bf), Manuela Kerer (mak)   Layout & DTP-Satz: VrJni Oberleitner    Titelbild: Honey

Anzeigenverkauf: Brixmedia GmbH, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen Tel. 0472 837537 - Fax 0472 836769 - e-mail sonja.messner@brixmedia.it Druck/Fertigstellung: AthesiaDruck Brixen Nächster Redaktionsschluß: 29. Oktober 2004 Werbeannahmeschluß: 3. November 2004 Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, daß sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote, sei es im Kleinanzeiger wie auch in den Formatanzeigen, sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Nachdruck sowie Vervielfältigungen jeder Art ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion.

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Am 2. November wird in den Vereinigten Staaten der mächtigste Mann der Welt gewählt. Cowboy Bush wird wohl noch einmal die Nase vorn haben. Ich kann nur hoffen, dass wir diesmal nicht Recht haben. Ihr Willy Vontavon


Männerberatung in den Kinderschuhen

Wenn Mann in Not ist Männerberatung ist relativ neu und steckt – nicht nur in Südtirol – noch in den Kinderschuhen. Manche(r) unter uns sieht in der Männerberatung aber keine Notwendigkeit, herrscht doch landläufig die Meinung, der Mann sei das „stärkere“ Geschlecht und somit vor Schwäche gefeit.

S

„Selbstbewusst Waschlapp sein!“ ist der Titel einer CD des österreichischen Kabarettisten I Stangl. Er vermochte unlängst mit seinem zweistündigen Soloauftritt, der gespickt war mit bissigen Kommentaren zum Geschlechterkampf, einige hundert Menschen ins Sterzinger Stadttheater zu locken. I Stangl hatte die Lacher auf seiner Seite, wenn es darum ging, Möchtegern-Machos in Schlabberhosen und ihr aussichtloses Rennen gegen keifende Ehefrauen aufs Korn zu nehmen.

Mars und Venus Als die Cusanus Akademie am 2. Oktober einen Vormittag zum Thema „Wenn Mann in Not ist – Männerberatung heute“ gestaltete, verirrten sich nur rund 20 Menschen dorthin, darunter

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Die Männerberatung zielt darauf ab, Wegbegleiter zu sein, wenn Männer nicht mehr weiter wissen gezählte acht Männer, die vier Referenten ausgenommen. Und trotzdem scheint das Thema unter den Nägeln zu brennen. Das traditionelle Bild vom Mann ist in den letzten Jahren immer mehr ins Wanken geraten, und die Definition des „neuen Mannes“ lässt offensichtlich noch auf sich warten. Die ernsthafte Auseinandersetzung mit den nicht zuletzt

durch die Emanzipation der Frau verursachten gesellschaftlichen Veränderungen wird aber noch vielfach gescheut. Der Titel von Stangls CD spricht hier eine eigene Sprache und ist bezeichnend für die momentane Situation. Lieber lacht man darüber, warum Frauen besser aussehen und Männer besser fernsehen. Lieber analysiert man Männersprache und Frauensprache,

um festzustellen, dass es wenig Gemeinsamkeiten gibt. Lieber schmökert man in diversen Büchern, die einem zum x-ten Mal bestätigen, was man eh schon lange gewusst hat, nämlich, dass Männer eben anders sind (und Frauen auch) und dass die Männer vom Mars kommen und die Frauen von der Venus und dass sich diese Entfernung nur schwer überbrücken lässt.


Gefühl der Ohnmacht Mit Gerhard Duregger, dem Leiter der Männerberatungsstelle der Caritas, mit dem Landtagsabgeordneten Herbert Denicolò, auf dessen Initiative hin die Männerinitiative Pustertal „MIP“ ins Leben gerufen wurde, mit Martin Christandl, dem Leiter der Männerberatung Innsbruck und mit Armin Bernhard, dem Leiter des Arbeitskreises Bubenarbeit, standen in der Cusanus Akademie vier Männer am Rednerpult, denen die Arbeit mit Männern ein echtes Anliegen ist. Frauen haben in den letzten Jahrzehnten mehr Möglichkeiten im privaten und öffentlichen Bereich erhalten – und damit auch mehr Macht. Das neue Selbstbewusstsein der Frau in der Öffentlichkeit, das hart erkämpft wurde und noch nicht seinen Höhepunkt erreicht hat, zieht seine Kreise auch im privaten Bereich und damit in der Beziehung zwischen Mann und Frau. Frauen artikulieren – zu Recht – immer klarer ihre Bedürfnisse und setzen sie auch um. Viele Männer erleben ein Gefühl der Ohnmacht, wenn (ihre) Frauen eigene Wege gehen. Die Position des Mannes in der Gesellschaft ist nicht mehr klar definiert, und darin liegt wohl auch die Ursache dieses Ohnmachtgefühls. Männer treten aber (noch) nicht wirkungsvoll für neue Möglichkeiten ein.

Konfrontativ und männerspezifisch Seit einiger Zeit werde die Diskussion um den „neuen Mann“ endlich auch in Südtirol öffentlich geführt, erklärt Gerhard Duregger. Die Männerberatungsstelle der Caritas wurde im Herbst 2000 gegründet und bietet die Chance zu einem offenen und ehrlichen Gespräch von Mann zu Mann. Vorher wurde Männerarbeit eher sporadisch über die Katholische Männerbewegung betrieben. Die Männerberatung ziele darauf ab, so Duregger, Wegbegleiter zu sein, wenn Männer nicht mehr weiter wissen, in Krise geraten oder schon in Krise sind, wenn ihnen das Wasser bis zum Hals steht oder sie in ein Loch zu fallen drohen. Die Männerberatung beanspruchen können auch Männer, „die einfach einmal einen Zuhörer brauchen,

die einfach nur reden möchten.“ Wie sprachlos unsere Spaß-Gesellschaft geworden ist, zeigt sich wohl auch darin. „Wir Berater arbeiten männerspezifisch, konfrontativ und lösungsspezifisch. Und wir orientieren uns an der Lebenswelt der Männer“.

Männerberatung boomt Bis heute haben 3.900 Personen die Männerberatung aufgesucht. Allein im heurigen Jahr kamen 1.100 Männer zur Beratung, und „insgesamt gab es 3.800 Gesprächstermine“. Was die Anliegen angeht, mit denen die Männer kommen, so sind dies in erster Linie Trennungsgeschichten (21%), Probleme in der Beziehung (20%) und das Mann-Sein in der modernen Gesellschaft (17%). Vorurteile und Männer-Klischees behindern häufig die Suche nach „neuen Mannsbildern“. „Wir merken immer wieder, wie verletzbar Männer sind, und wir merken auch, wie verletzt sie sind, wie viel angestaute Enttäuschung und Wut sie in sich tragen“, sagt Duregger. „Die Männer tun cooler als sie wirklich sind. Wenn sie endlich ihre Maske fallen lassen können, wirkt das entlastend.“

rer, so Daum, und wenn ihnen die Kinder entzogen werden, so sei das schlichtweg Missbrauch an Kindern und Männern. Außerdem müsse das Vatersein oft erst gelernt werden, „vor allem, wenn Männer ihre Aufgabe nur darin gesehen haben, die Familie materiell zu versorgen.“

Attraktivität. „Wir wollen unsere eigene Sprache finden, die dem Männlichen das Selbstzerstörerische nimmt“, beschreibt Denicolò das Ziel, das hinter den monatlichen offenen Männerabenden steht, „denn wir können uns nur an anderen (Männern) begreifen.“

Die Rolle des modernen Mannes

„Frauen zur Vernunft bringen“

Über die neue Rolle als Mann nachzudenken steht im Zentrum der Männerinitiative Pustertal. „Wir wollen ein Netz der Solidarität unter Männern aufbauen“, erklärt Herbert Denicolò, „wir wollen eine Krücke sein für schwierige Wege.“ Die Männerinitiative Pustertal sieht sich nicht als Konkurrenz zur Männerberatung der Caritas, sondern es geht ganz einfach darum, dass Männer einander unterstützen und an ihren gemeinsamen Erfahrungen wachsen. Nicht die Beratung steht im Vordergrund, sondern das Aufspüren der eigenen Wurzeln und die Suche nach einer neuen

Der Schweizer Sozialwissenschaftler Alberto Godenzi hat sich vor einigen Jahren in einem Artikel damit beschäftigt, wie Männer reagieren, wenn Frauen das bestehende Geschlechterverhältnis aufheben wollen, wenn Männer gesellschaftliche Privilegien abgeben müssen und Frauen ihr Leben zunehmend selbst bestimmen. Godenzi forderte in erster Linie Geschlechterdemokratie und zeigte gleichzeitig unterschiedliche männliche Reaktionsmuster auf, die allesamt das Ziel haben, Veränderungen nicht anzunehmen. Es gibt nach Godenzi Männer, die auf eine passive Art blockieren und die Proble-

„Die ganze Welt richtet sich gegen mich“ Häufig sehen sich die Männer als Opfer. „Sie haben vor allem in Scheidungssituationen das Gefühl, die ganze Welt richte sich gegen sie“, bestätigt Erich Daum von der Caritas-Männerberatung. Und sie haben in Trennungssituationen eindeutig die schlechteren Karten. Es wird ihnen die Vaterrolle abgesprochen, die vorher von ihnen verlangt worden war, und sie müssen für den Unterhalt der Kinder zahlen, auch wenn die Frau die Beziehung beendet hat. Die Frage nach dem oder der Schuldigen stellt sich schon lange nicht mehr. Es stellt sich auch nicht die Frage, wie der Mann finanziell weiterleben soll. Das, was sich die Frauen erkämpft haben, richtet sich immer öfter gegen die Männer. Der Beziehungskampf wird zudem häufig über die Kinder ausgetragen, „und diese zahlen eine hohen Preis dafür, dass sie beide Elternteile lieben.“ Männer seien hier meist die Verlie-

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me auszusitzen versuchen. Außerdem nehmen sie eindeutige Signale der Frauen oft jahrelang nicht wahr, weil sie sie nicht wahrnehmen wollen. Dann gibt es Männer, die aktiv und aggressiv vorgehen, die kontrollieren und die alten Verhältnisse mit Gewalt wieder herstellen wollen. Es geht ihnen

darum, ihre Frauen „wieder zur Vernunft zu bringen“. Männer schlagen dann zu, wenn sich Frauen ihrer Kontrolle entziehen. Hannah Arendt beschreibt in ihrem Buch „Macht und Gewalt“ die Gewalt als Phänomen, das immer dort auftritt, wo Machtverlust droht oder Macht bereits verloren gegangen ist.

„...dann habe ich zugeschlagen.“ Martin Christandl von der Männerberatungsstelle Innsbruck arbeitet vorwiegend mit gewalttätigen Männern. 1.500 Kontakte hat es im heurigen Jahr schon gegeben – mit Männern, die „irgendwann zugeschlagen haben“. 1.500 gewalttätige Männer – und

es werden jedes Jahr mehr. Der Begriff „Täter“ wurde mittlerweile gestrichen, „und das erleichtert die Arbeit mit gewalttätigen Männern“, betont Christandl. Man müsse den ganzen Mann im Auge haben, wenn man ihm helfen wolle. Wenn es um Gewalt gegen Frauen und Kinder geht, so werde dies lei-

info

„Es ist heute eben Mode, sich zu trennen“ Er ist sehr vorsichtig in seinen Äußerungen, weil er nicht möchte, dass seine Geschichte „in der Öffentlichkeit breit getreten wird“. Beziehungsstriptease möchte er keinen. Und er möchte keinesfalls erkannt werden. Es gehe ihm jetzt wieder gut, meint er, aber die Bitterkeit, die in seiner Stimme mitschwingt, ist kaum zu überhören. Er traue niemandem mehr so recht, und außerdem sei er „hart“ geworden

in den letzten Jahren. Vor allem hart im Nehmen. Seine Familie zu verlieren, „weil das im Grunde ja

Die Gesetze sind hier ‚brutal’ und wohl etwas zu eindeutig auf der Seite der Frauen.

bei einer Trennung passiert“, seine Existenz zu verlieren, das habe ihn „anders“ werden lassen. Und da sei er eben „hart“ geworden

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und misstrauisch und unfähig, eine enge Beziehung zu einer Frau einzugehen.

Das Schlimmste sei die Zeit nach der Trennung gewesen. Diese Zeit habe er als sehr zermürbend und destruktiv empfunden. Vorher, ja vorher, da sei er noch kämpferisch gewesen, da habe er aber nicht begreifen können und nicht begreifen wollen, dass die Frau, mit der er eigentlich bis an sein Lebensende zusammen sein wollte, irgendwann einen anderen Weg eingeschlagen hatte. Sie habe wohl Angst bekommen, dass das schon alles gewesen sei. „Sie hat wohl befürchtet, etwas zu versäumen im Leben.“ Als Torschlusspanik habe er das Ganze empfunden. Und gleichzeitig habe er gespürt, dass sich seine Frau selbst belügt. Nur verstehen können habe er das Ganze halt nicht. Irgendwie sei es wohl Mode geworden, sich zu trennen. „Vielfach wird nur mehr der Moment gesehen, nicht die gemeinsame Vergangenheit, nicht die gemeinsame Zukunft, sondern nur die Unzufriedenheit des Moments.“ Er möchte sich aber keinesfalls freisprechen von Schuld, ganz gewiss nicht. Vielleicht sei er sich aber auch der Tragweite einer Trennung nicht so richtig bewusst gewesen, und seine Frau schon gar nicht. Carpe diem, nutze den Tag, so sei wohl das Motto gewesen. Seit der Trennung gehe es ihm finanziell nicht gerade gut. Eine Zeit lang habe er sogar an der Armutsgrenze leben müssen.

„Die Gesetze sind hier brutal und wohl etwas zu eindeutig auf der Seite der Frauen.“ Dass er aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen habe müssen, ja, das sei von vorneherein klar gewesen. Schließlich sind da ja noch die Kinder. Kinder, die dazwischen stehen. Kinder, an denen er hängt, auch wenn er „nur“ der Vater ist. Kinder, die ihn immer eine aufgezwungene Beziehung zu seiner Frau aufrecht erhalten lassen. Obwohl es einfacher wäre, abzuhauen. Irgendwohin, wo ihn keiner findet. Was die Männerberatung angeht, die zur Zeit in Südtirol boomt, so halte er davon gar nichts. „Wenn ein Mann sich in einer schwierigen Situation befindet, ist eh alles schon zu spät.“ Da habe er eh schon alle Möglichkeiten ausgeschöpft – auf seine Art, auf eine männliche Weise eben. „Ein Mann fragt erst dann um Rat, wenn er mit seinem Latein am Ende ist.“ Und da habe die Männerberatung auch schon ihre Grenzen. Außerdem habe man ihm klipp und klar gesagt, dass seine Situation nicht zu verändern sei. Finanziell müsse er sich mit den Tatsachen abfinden. Da kannte auch die Richterin kein Pardon. „Gehen’S halt einfach schwarzarbeiten!“, heißt es dann. Sich eine neue Existenz aufzubauen, davon habe er sich verabschieden müssen. Alles hatte er in seine kleine Familie investiert. Und eine Trennung war das Letzte, was er wollte. Zahlen aber wird er weiterhin müssen. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan. Der Mohr kann gehen. mk


len für die Gewalt, die Männer in Partnerschaften erleiden, gibt es wohl auch aus diesem Grund wenige. Unbestritten bleibt aber, dass es mehr Gewalttäter als Gewalttäterinnen gibt. Unbestritten bleibt auch die Tatsache, dass gewalttätige Männer eine ganz eigene Vorstellung von Beziehung haben. So paradox es klingen mag: Für sie steht Harmonie an erster Stelle.

Bubenarbeit Einen Ansatz, das Bild vom „neuen“ Mann oder vielleicht besser vom „anderen“ Mann entstehen zu lassen, sieht Armin Bernhard vom Arbeitskreis Bubenarbeit darin, mit Buben Grenzen auszuloten. Seit 1995 werden in spielerischen Aktionen jene Grenzen erforscht, innerhalb derer ein Junge in unserer Gesellschaft noch als Junge akzeptiert wird. Es ist klar, dass es sich hierbei um eine Gratwanderung handelt. Zu verhaftet sind in unseren Köpfen noch die althergebrachten Bilder des

Herbert Denicolò: „Wir wollen ein Netz der Solidarität unter Männern aufbauen.“ der oft bagatellisiert. „Auf die Schulter zu klopfen, so wie dies Männer oft untereinander tun, ist eine eigenartige Form von Solidarität“, sagt Christandl. Die Medien wiederum seien zu skandalträchtig. Beides nütze aber wenig. Viel mehr gehe es darum, klar Stellung gegen Gewalt zu beziehen und andere Lösungsmöglichkeiten anzubieten. „Gewalt ist die dümmste Möglichkeit, aber eine Möglichkeit, die jeder hat.“ Der Schutz der Frau und der Kinder stehe aber immer im Vordergrund, und den Männern werde auch ganz klar gesagt, dass die Hand nicht nur so ausrutscht, sondern dass Zuschlagen eine bewusste Entscheidung, ihre bewusste Entscheidung war. Am Anfang des Gewaltkreislaufes stehen immer Reue und Scham, dann beginnen Männer sich zu entschuldigen und gleichzeitig die Schuldige für den Gewaltausbruch zu suchen. „Das ist die erste große Falle, in die Paare oft tappen“, erklärt Christandl. Viele Partnerinnen neigen dazu, die Schuld bei sich zu suchen und darüber nachzudenken, was sie tun können, damit sie nicht mehr geschlagen werden. „Opfer haben aber keine Schuld“, unterstreicht Christandl

das Problem, „es gibt keine Provokation, die Gewalt rechtfertigt.“ Die zweite Falle ist dann jene, dass nicht mehr über den Gewaltausbruch geredet wird. „Männer sind Meister im Ausblenden von Konflikten“, sagt Christandl, der seit neun Jahren in der Männerberatung tätig ist, „deswegen geht es uns auch darum, Männer konfliktfähig zu machen“.

Marlene Kranebitter

info Caritas-Männerberatung Gumerplatz 6 bzw. Lauben 9 39100 Bozen Telefon: 0471 324649 Fax: 0471 312392 e-mail: mb@caritas.bz.it Internet: www.caritas.bz.it Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch, 16 bis 20 Uhr MIP – Männerinitiative Pustertal Sozialzentrum Trayah, Bruneck Tel.: 0474 555848 jeden Montag von 19 bis 21 Uhr

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Männer als Opfer Obwohl Gewalt in Beziehungen häufig tabuisiert wird, hat man sich an Frauen als Opfer gewöhnt. Tagtäglich werden Frauen von ihren Männern grün und blau geschlagen, quer durch alle Gesellschaftsschichten. Umso schwerer fällt es anzuerkennen, das auch Männer Gewalt durch ihre Partnerinnen erleiden. Wenn Männer hilflos auf solche Übergriffe reagieren, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es zu Wiederholungen kommt. Männer, die geschlagen werden, schweigen – aus Scham. Die wenigen Männer, die darüber reden, werden nur flüchtig registriert. Dass Männer unter Gewalt leiden, verträgt sich nicht mit dem vorherrschenden Bild von Männlichkeit. Zah-

Mannes und auch der Frau. Zu eingeprägt ist unser Denken in zwei Geschlechtern. Und genau dort stößt auch Beratung an ihre Grenzen: Dort, wo Männer in ihrer patriarchalischen Definition stecken bleiben, verhindern sie jede Entwicklung für sich selbst.

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ticker Der Brixner Hugo Wassermann wurde heuer von der Gesellschaft Deutscher Naturfotografen (GDT) zum „Europäischen Naturfotografen des Jahres 2004“ gewählt. An dem Wettbewerb beteiligten sich insgesamt 400 Fotografen aus ganz Europa.

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Otto Richter ist vor kurzem im Alter von 70 Jahren einem längeren Leiden erlegen. Richter war Lehrer und betreute nach seiner Pensionierung das Patronat der Gewerkschaft. In dieser Funktion half er unzähligen Brixnern aus dem Dschungel der Bürokratie im Sozialversicherungund Steuerwesen.

Fotogenes Zwillingspaar Die Gewinner des heurigen Kinder-Fotowettbewerbs im „Brixner“ heißen Carmen und Gabriel Plaikner. Die Siegerprämie, eine digitale Canon-Fotokamera, wurde ihnen kürzlich von Multimedia 66 übergeben. Das Siegerbild zeigte ihre beiden Zwillinge Simon und Lukas: Sie hatten im Fotowettbewerb am fotogensten in die Kamera gelächelt und überzeugten damit unsere Jury. Mit der neuen Digitalkamera können Mami und Papi Plaikner nun viele tolle Fotos von ihren drei Kindern Nadine, Simon und Lukas knipsen. Wir wünschen viel Spaß! oz

Der Milch-Goldschmied Ende September im Rahmen einer Feier im Hotel Sheraton in Bozen ausgezeichnet. „Wenn Südtiroler Käse international vertrieben und von namhaften Feinkostläden geführt wird, so stärkt dies die Kompetenz Südtirols als Genussland und als Herkunftsland bester regionaler Produkte“, begründete die Jury ihre Entscheidung für „De Gust“. Dank hervorragender Qualität und kreativer Umsetzung sei Käse von Hansi Baumgartner

Der Spruch vom Much

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Der Koordinierungsausschuss der Stablum-Partei „Insieme per Bressanone“ hat einige neue Mitglieder: Als Vize des Vorsitzenden Paolo Bertoldi wurde Luca Masiello gewählt, Sekretär ist Mario Stevanin.

aus der heimischen Gastronomie nicht mehr wegzudenken. Baumgartner erzeugt und vertreibt seit 1995 hochwertige Käsereiprodukte. Er lässt Südtiroler Käsesorten nach alten Rezepturen fertigen und verfeinert diese. Durch die innovativen Veredelungsmethoden gelingt es ihm, eine vermarktbare Produktvielfalt zu schaffen. Das Sortiment umfasst über 20 Eigenkreationen. oz

Der Gewinner des heurigen SMG.marketing.award heißt Hansi Baumgartner. Die Südtirol Marketing Gesellschaft hat den Mühlbacher Käseveredler mit seinem Projekt „De Gust“

I woaß schun, prum der Bush wieder gwinnen werd. Die Amis hobn Ångst, dass sie mitn Kerry lei mehr Ketchup essn derfn...

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LAMMento

20 Prozent „Ach hör doch auf mit diesen Kaufleuten“, fährt mich der Franz an, während er seinen geliebten Macchiato von Frieda entgegen nimmt, die ihn übrigens immer noch etwas argwöhnisch anschaut. „Die Kaufleute sind doch schuld an der Tatsache, dass bei mir am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist“. Die werden halt seit dem Euro auch teurer einkaufen, versuche ich einen leisen Einwand. „Ja“, sagt der Franz, „die kaufen eine Ware um 4 Euro ein und verkaufen sie dann um 24 Euro, und von diesen 20 Prozent leben sie“. Tolle Prozentrechnung, lache ich, aber wenn das stimmen würde, kann ich mir nicht erklären, warum so viele Geschäfte schließen. „Die werden halt wegen Reichtums zusperren“, erwidert der Franz jetzt schon ein bisschen leiser. „Ich jedenfalls fahre immer nach Affi zum Einkaufen, das zahlt sich aus“, sagt der Franz und reibt dabei fünf Mal den rechten Zeigefinger am Daumen. Das möchte ich dann doch genauer wissen, entgegne ich. „Beim letzten Einkauf habe ich 50 Euro gespart“, freut sich der Franz. Nur schade, dass du zwischen Benzin und Autobahn auch genauso viele Mehrkosten hattest, rechne ich ihm vor. „Ich wäre ja sowieso nach Affi gefahren“, sagt der Franz. Irgendwie klingt er aber nicht besonders überzeugt.

leserforum Disco Altstadt... oder doch nicht? Frau Kruselburger nimmt Stellung zum Interview mit Walter Blaas im „Brixner“ vom September.

Um als Gastlokal in Brixen aufzufallen, und wenn auch kritisch bemerkt zu werden, bedarf es wahrlich lauter Musik und lärmenden Publikums. Wie sonst ist es möglich, dass es dem Herrn Blaas und der Redaktion des „Brixner“ entgangen ist, dass Creme Caramel seit April unter neuer Führung wiedereröffnet ist? Dabei hätten es gerade diese Pächter verdient, einmal lobend erwähnt zu werden, erfordert es doch viel Mut, ein in Verruf geratenes Lokal zu übernehmen. Mit wenig Kapital, dafür umso mehr Eigeninitiative, Ideenreichtum und Geschmack wurde Creme Caramel zu einer gemütlichen Snack Bar für tagsüber umgestaltet. Abends wird das Pub gern von jenen Jugendlichen und Junggebliebenen aufgesucht, die es nicht nötig haben, lärmend und grölend auf sich aufmerksam zu machen, sondern einfach ein geselliges Beisammensein in nettem Ambiente bei annehmbaren Preisen genießen zu wollen. Oder ist es gar kein Zufall? Wird dieses Lokal doch sechs Seiten weiter, im Bericht über das gefiederte Plappermäulchen, auch wieder totgeschwiegen... Vielleicht... vielleicht auch nicht... Wenn doch, so gilt immer noch der Spruch: „Totgesagte leben länger!“ Auf jeden Fall ist Creme Caramel jetzt einen Besuch wieder wert. Frieda Kruselburger, Vahrn

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Ich habe die Zeitschrift „Brixner“ bis jetzt nicht erhalten. Senden Sie mit bitte monatlich ein Exemplar zu. Meine Adresse hat sich geändert. Bitte senden Sie den „Brixner“ ab sofort auf meine neue Adresse.

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Vorname & Name Straße & Nr. PLZ & Ort … Der „Brixner“ wird in den Gemeinden Brixen, Vahrn, Natz Schabs, Lüsen und Mühlbach im Abonnement zum Preis von 1 Euro versandt. Abonnements für das restliche Staatsgebiet kosten 18 Euro, für das Ausland 50 Euro. Schneiden Sie diesen Bestellschein aus und senden ihn an: Brixmedia GmbH, Otto-von-Guggenberg-Straße 34, 39042 Brixen. 10

Warum verstecken sich die (kranken) Männer? Hans Schölzhorn reagiert auf unsere Titelgeschichte zum Thema „Leben mit Krebs“ im August-„Brixner“

Kürzlich starben bekannte Südtiroler Persönlichkeiten (ein Industrieller, ein Gemeindearzt und ein Gewerkschaf-

ter) an Prostatakrebs im Alter zwischen 67 und 70 Jahren. Wären diese Patienten älter geworden mit Hilfe einer neuen Therapie oder mit Hilfe einer frühzeitigen Vorsorgestrategie? Da wir die Geschichten der Betroffenen nicht kennen, weil sie sich verstecken und die Ärzte verständlicherweise an die Schweigepflicht gebunden sind, bleibt alles beim Alten: Der Patient geht (zu) spät zur Vorsorge nach dem Motto: „Was ich nicht weiß, macht mich auch nicht heiß“. Aber auch wer schon Diagnose Prostatakarzinom hat, kann durch Informationsaustausch viel dazulernen. Was zum Beispiel die Folgen von verschiedenen Nebenwirkungen von Behandlungen und Therapien (Medikamente) sind, was eine richtige Urinkultur ist oder wie andere Betroffene mit der (möglichen) Impotenz durch Operation körperlich und seelisch zu Rande kommen. Diesen Teufelskreis der Isolation will die Selbsthilfegruppe „Prost“ (für Prostatakrebs Südtirol) durchbrechen. Da es in Südtirol Tausende von betroffenen Patienten gibt, stellt sich die Frage, wo die alle versteckt sind? Prostatakrebs ist (keine) Krankheit mehr nur der alten Männer. Es trifft immer jüngere Männer. Da man aber weiß, dass jüngere Patienten aufgrund der schnelleren Tumorausbreitung viel gefährdeter sind, ist es wichtig, sich frühzeitig zu wappnen und sich zu informieren. Prostatakrebs, ein Tabuthema wie die Depression und Alkoholsucht, hat viel zu tun mit der Sexualität des Mannes (ein äußerst heikles Thema), der möglichen Inkontinenz (Erschwernisse beim Wasserlassen, schwacher Urinfluss) und der Lebensqualität wie Fatigue (ständige Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen usw). Zu klären bleibt dringend die Frage, ob Prostakrebspatienten als Zivilinvalide eingestuft werden können, wie und in welchem Ausmaß? So hat uns die Selbsthilfegruppe Tirol in Innsbruck mitgeteilt, dass jeder „Mann mit der Diagnose

Der „Brixner“, O.-v.-Guggenberg-Str. 34, 39042 Brixen, fax 0472 836769 e-mail brixner@brixmedia.it


Prostatakrebs Anspruch hat auf eine 50%-Behinderung, und zwar für die Dauer von vorläufig zwei Jahren“. Besteht bereits eine Behinderung, so wird die Hauptbehinderung als Grundlage genommen und der bisherige Behindertensatz halbiert dazu gerechnet. Diese Regelung bleibt aufrecht für vorläufig zwei Jahre. Danach wird neu entschieden. Und wie ist es in Südtirol? Wer weiß Bescheid? Gemeinsam mit anderen Selbsthilfegruppen in Innsbruck und in den Bundesländern Deutschlands, zu denen wir intensive Kontakte pflegen, tauschen wir wertvolle Erfahrungen auch übers Internet aus. Das Wichtigste ist aber der persönliche Kontakt, das persönliche Gespräch nach dem Motto: „Geteiltes Leid ist halbes Leid“! Wir treffen uns einmal monatlich, abends um 19 Uhr, zu einem Gruppentreffen unter Gleichgesinnten. Wer jetzt die Schneid hat, sich zu melden, der darf mich anrufen unter Telefon 339 3672009 oder 0472 843427. Hans Schölzhorn, Villanders, www.prost.it

Feiner Unterschied Ein Leserbrief zum Leserbrief – diesmal zu jenem von Sepp Kusstatscher im August-„Brixner“

Abschied aus der Altenmarktgasse

der Schweiz hinkt gewaltig“. Wie wahr ist doch dieser kurze Satz! Die Schweiz – ein gottbegnadetes Land mit einer bundesstaatlichen Verfassung, die einzigartig in der Welt ist und die wohl nichts mit dem „Federalismo“-Theater des südlichen Nachbarn gemein hat – diese Schweiz ist bekanntlich nicht bei der EU und wird es hoffentlich auch noch viele, viele, viele Jahre nicht sein. Das ist der wesentliche Unterschied. Und noch etwas: Die Schweiz wird bekanntlich von Bern aus regiert, was bei der „Südtirol“ genannten Insel der Seligen leider nicht der Fall ist. Besteht da nicht ein feiner Unterschied? Eben!

Fast auf den Tag genau vor 40 Jahren eröffnete Josef Reifer gemeinsam mit seiner Frau Flora ein Obst- und Gemüsegeschäft in der Altenmarktgasse. Bereits vier Jahre zuvor hatten die beiden ihr erstes Geschäft in den Brixner Lauben eröffnet und waren dann umgezogen. Wenige Jahre später gesellten sich zu Obst und Gemüse auch einige Blumen in den Verkaufsregalen. 1978 wurde das Geschäft umgebaut; von diesem Zeitpunkt an wurden nur mehr Blumen verkauft. Vor wenigen Wochen hat das Geschäft in der Altenmarktgasse zum letzten Mal seine Tore geöffnet. Dass den Kaufleuten der Altenmarktgasse viel an der kleinen Gärtnerei und an Familie Reifer gelegen hat, machten sie mit einer sympathischen Abschiedsfeier in der gegenüberliegenden Stern-Bar deutlich. Wenige Tage nach der Schließung des Geschäftes ist der Firmengründer Josef Reifer verstorben, den viele Brixner in bester Erinnerung behalten werden. Bereits vor einem Jahr hat sein Sohn Raimund in Vahrn eine neue große Gärtnerei aufgebaut und hält somit die Familientradition oz für die Zukunft aufrecht.

Franz Röggla, Aicha

Als „zuagroaster Bozner“ und ehemaliger Brixner Bürger habe ich mit großem Interesse den Leserbrief „Bahn der Zukunft?“ unseres geschätzten Europa-Parlamentariers Sepp Kusstatscher gelesen. Herr Kusstatscher schreibt unter anderem: „Der Vergleich mit

mmh! Einer unserer Leser hat uns freundlich, aber bestimmt aufgefordert, in dieser Rubrik auch Rezepte der vielfältigen einheimischen Küche zu präsentieren. Das tun wir selbstverständlich gern – und Gertraud Profanter hilft uns dabei, indem sie uns zeigt, wie man Schwarzplentenen Riebler zubereitet.

Schwarzplentenen Riebler Zutaten für 4 Personen: 500 gr. Plenten – Heidenmehl 1/2 l Milch etwas Salz 4 ganze Eier 250 g Äpfel Butterschmalz zum Backen

Zubereitung Mehl, Milch und Salz gut verrühren und 20 Minuten quellen lassen. Dann vier ganze Eier, die gewaschenen, geschälten und klein geschnittenen Äpfel dazugeben. In eine heiße Pfanne Butterschmalz und einen Teil des Teiges geben, den Boden goldbraun werden lassen, umdrehen und zerteilen. Anschließen mit einem Deckel zudecken und auf kleiner Hitze dämpfen lassen; immer wieder wenden. Dazu kann man Preiselbeeren-Kompott oder Zwetschgenmarmelade reichen.

Symbolkerze

Viele Feste werden von einer begleitet. Die persönliche Gestaltung von Kerzen gehört häufig zur Festvorbereitung. Mit Wachsplatten, Wachszierstreifen, Kerzenstiften oder mit Serviettentechnik können Sie Ihre persönliche Kerze gestalten. Besuchen Sie unsere Vorführungen und holen Sie sich tolle Tipps zu den aktuellen Bastelideen.

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Die nächsten Donnerstag-Vorführungen: Säbenertorgasse 6 · Tel. 0472 836406 Ihr Fachgeschäft für Farben, Künstlerartikel, Hobby und Kerzen

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Portrait

„Ich will kein Mitleid“ Der 34-jährige Brixner Hansjörg Ellemund gehört zu den Menschen, die sich nie unterkriegen lassen und im Leben stets die positiven Seiten sehen – trotz widriger Umstände und trotz Behinderung. Der „Brixner“ hat den jungen Mann und seine kleine Familie in ihrer Wohnung im Rosslauf besucht.

H

Hinter der Wohnungstür steht auf wackligen Beinchen die kleine Elke, elf Monate jung, mit großen himmelblauen Augen und dem bezauberndsten Lächeln der Welt. Elke ist der ganze Stolz von Hansjörg Ellemund und seiner Freundin Sonja. Elke ist die Tochter eines Paares, dessen Lebensweg nie einfach war und wohl auch nie einfach sein wird. Hansjörg und Sonja sind körperlich behindert und gehen deshalb einen besonderen Weg – weil sie ihn gehen müssen.

Auf der Spur Im Jahr 2003 gab der „Arbeitskreis Eltern Behinderter“ ein kleines Buch heraus, das den Lebensweg von Menschen beschreiben sollte, die es schwerer haben, weil sie mit einer Behinderung leben müssen. „Auf der Spur“ nannte sich das Projekt, das von der Brixner Pädagogin Sonja Seppi und von Reinhard Gunsch, einem Psychologen aus Bozen, betreut wurde. Acht hoffnungsvolle junge Menschen,

Hansjörg Ellemund trug als Kind wegen seiner Hüften einen Vollgips allesamt ehemalige Schüler des Berufsfindungskurses Brixen, waren bereit, die Spuren ihres Lebens nachzuzeichnen und einen tiefen Einblick in ihr Sein zu gewähren. Hansjörg Ellemund ist einer von ihnen, und mit seiner ehrlichen, offenen und zugleich kämpferischen Art vermag er, die Menschen um sich

herum zu fesseln. Aufgegeben hat er nie auf seinem steinigen Weg, „auch wenn ich manchmal schon verzweifelt war.“

Das Leben mit Skoliose Er habe „schon immer Schwierigkeiten mit dem Gehsystem“ gehabt, erzählt Hans-

jörg Ellemund, und irgendwann sei dann auch noch Skoliose, die Wirbelsäulenverkrümmung, dazugekommen. Im Kindergarten, da habe er sich aber immer wohl gefühlt. „Die Kinder haben mich angenommen, so wie ich eben war, und sie haben auch gleich gemerkt, wenn ich Hilfe gebraucht habe.“ Er kann sich noch gut daran erinnern, wie er lange Zeit als Kind einen Vollgips wegen der Hüften tragen musste und dann immer umgefallen ist, wenn er gehen wollte. Er habe damals nicht verstehen können, wie andere Kinder „einfach so“ herumlaufen konnten, ohne umzufallen, und er sei auch neidisch gewesen. „Aber eigentlich isch es ålm gången“, weil es eben gehen musste. Ein einschneidendes Erlebnis aus seiner Kindheit beschreibt Hansjörg Ellemund in dem Büchlein „Auf der Spur“: „...ich bin einmal ins Dorf gegangen und habe einen Sack voll Lebensmittel gekauft. Ich hatte damals schon einen Buckel. Ich ging also die Siedlung hinauf, und plötzlich sagten ein paar Kinder: ‚Schau, der hat unter seinem Leibchen einen Rucksack’. Das war für mich ein Schock. Dann haben sie mir noch Steine nachgeworfen und mich angespuckt.

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Dann bin ich nach Hause und habe mich schnell ausgezogen, und ich habe in den Spiegel geschaut und meinen Buckel entdeckt, weil ich selber hatte es ja gar nie wahrgenommen, dass ich so einen großen Buckel habe. Dann habe ich im ganzen Haus die Spiegel zerstört...“

Als Kind musste Ellemund eine Unmenge von Untersuchungen über sich ergehen lassen, „irgendwann auch Untersuchungen am Herzen, weil ich immer so schwach und müde war“. Friedrich’sche Ataxie wurde schließlich diagnostiziert, und es stand fest, dass er nie würde lesen und schreiben können. Seine Lehrerin in der Sonderschule gab trotzdem nicht auf. „Wir haben mit einfachen Strichen angefangen, und sie hat dabei meine Hand geführt.“ Auch die Rechenaufgaben hat sie ihm so unterbreitet, dass er sich etwas vorstellen konnte. „Da hat Schule auf einmal Spaß gemacht.“ Als Hansjörg Ellemund nämlich nach dem Kindergarten „in die normale Grundschule“ von St. Andrä gekommen war, wusste er gar nicht, worum es ging. „Da waren einfach zu viele Kinder, und irgendwann hat sich niemand mehr so recht um mich gekümmert.“ Als er wieder in den Kindergarten zurückgestuft wurde, war er einfach nur glücklich. Er hat sich immer etwas mehr anstrengen müssen als „normale“ Kinder, aber er hat es geschafft, ein weitgehend normales Leben zu führen. Hansjörg Ellemund findet es gut, dass es heute Eingliederungsschulen gibt. „Für Gesunde ist es gut, und für uns ist es auch gut.“ Die Sonderschulen seien zu sehr heile Welt, der Graben zur Realität ist leider zu groß.

Elke Mitleid will Hansjörg Ellemund keines. „Ich setze mir selber meine Grenzen“, betont er. Dass er manchmal, nicht nur als Kind, behandelt worden ist „als wenn ich nicht bis fünf zählen könnte“, empfindet er als „brutal“. Gegen die landläufige Meinung, dass den Invaliden alles in den Schoß gelegt werde, wehrt er sich vehement. „Wenn manche sagen, ich hätte es gut

Foto: Oskar Zingerle

Niemals lesen und schreiben

13 Jahre lang saß Ellemund im Kassenhäuschen am Parkplatz Nord mit meiner Arbeit und meiner Rente, so kann ich nur sagen, dass das so nicht stimmt.“ Ellemund besitzt auch einen Führerschein, den er sich mühevoll erkämpft hat und der für ihn ein kleines bisschen Freiheit bedeutet. „19 Mal musste ich dafür nach Bozen fahren.“ Er hat auch wieder eine Operation vor sich, „am Fuß, weil ich immer umknicke.“ Das bedeutet wieder Krankenstand und monatelang Gips. Zur Therapie wird Ellemund sowieso ein Leben lang gehen müssen. Im Brixner Krankenhaus „bei der Frau Dr. Gisser“ fühlt er sich jedenfalls gut aufgehoben. Woher seine Behinderung kommt, ist nicht ganz klar. Er hat Gentests machen lassen,

lange bevor er mit Sonja, die eine Lähmung am linken Arm hat, zusammen war, „weil ich wissen wollte, wie es wohl wäre, wenn ich ein Kind haben möchte.“ Man konnte ihm keine Antworten geben. Sonja wurde schwanger, als sie gerade den Kinderwunsch endgültig ad acta gelegt hatten. Es folgten neun Monate der Ungewissheit. „Wir wurden hin und her geschickt, und trotzdem hat sich kaum einer richtig für uns Zeit genommen.“ Dann kam Elke zur Welt, spontan und ohne Komplikationen. Und mit dem bezauberndsten Lächeln der Welt.

Hansjörg Ellemund wurde am 9. März 1970 in Brixen geboren. Da seine Mutter allein erziehend war, wuchs er am Hof seines Großvaters in Mellaun auf. Dort besuchte er auch den Kindergarten. Mit sieben Jahren kam er dann in die Sonderschule nach Brixen; damals gab es an der Grundschule in der Dantestraße noch einige Sonderklassen. Sechs Jahre verbrachte er dort, dann schickte man ihn in die Haushaltssonderschule ins JakobSteiner-Haus nach Milland. Ein Jahr später wurde Hansjörg Ellemund dann in den Berufsfindungskurs eingeschrieben. Dort ermunterte man ihn, den Mittelschulabschluss nachzuholen, was der zielstrebige junge Mann schließlich auch schaffte. Mehrere schwere Operationen an der Wirbelsäule geboten seinem Eifer aber immer wieder Einhalt. Nachdem er sein Mittelschuldiplom in der Tasche hatte, begann er ein Praktikum als Ausgeher am Brixner Krankenhaus. Leider wurde trotz aller Bemühungen daraus keine feste Anstellung. Schließlich bekam er nach mehreren Bewerbungen bei verschiedenen Ämtern eine Anstellung als Parkplatzkassier bei der Gemeinde Brixen. 13 Jahre lang saß er im Kassenhäuschen am Parkplatz Nord – so lange, bis der Parkplatz mit der Eröffnung der Acquarena privatisiert wurde. Heute ist Hansjörg Ellemund Ausgeher bei den Brixner Stadtwerken. Er ist auch an verschiedenen Mittelschulen unterwegs, um seine Geschichte zu erzählen. Er möchte damit jungen Menschen Mut machen. Außerdem interessiert er sich für Trauerarbeit und Sterbebegleitung und hat zu diesen Themen schon eine Reihe von mk Kursen besucht.

Marlene Kranebitter

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Umfrage

Wer wird Bürgermeister? Derzeit das wohl heißeste Stammtischthema in Brixen sind die Bürgermeisterwahlen im nächsten Jahr. Neben Albert Pürgstaller steht nun auch Hans Heiss als Kandidat fest. Aber können sich die Brixner auch andere Kandidaten vorstellen, oder haben sie sich schon auf die beiden bereits namhaft gemachten versteift?

„Pürgstaller wäre für mich schon ein idealer Kandidat, aber ich lasse auch den Heiss nicht schlecht sein“, sagt Franz Vikoler. „Alle zwei kennen Brixen in- und auswendig und sind daher für mich ideale Kandidaten. Parteimäßig bin ich eher grün eingestellt, weil sie sich mehr für den Verkehr einsetzen. Was sie durchsetzen können, ist eine andere Frage, aber sie sind auf dem richtigen Weg.“

D

„Per me il sindaco ideale potrebbe essere una persona che vive i problemi di tutti i giorni delle persone normali“, meint Saro Scaggiante. “Chiunque sia è lo stesso. Indifferente è anche di quale partito. L’importante è che sia una persona ‘vera’ che abbia i problemi sotto mano. Dei due candidati per me nessuno è ideale.”

Manuela Hofer muss einen Moment überlegen: „Albert Pürgstaller ginge für mich als Brixner Bürgermeister schon in Ordnung, aber ich habe mich mit diesem Thema nicht so sehr befasst, und deshalb kann ich gar nicht viel mehr dazu sagen. Es sollte schon eher ein erfahrener Mensch sein und nicht ein junger Quereinsteiger. Es könnte aber ruhig auch mal eine andere Partei zum Zug kommen.“

“Io francamente pensavo che potesse essere Gebhard Dejaco”, verrät uns Pietro Sasso. “Mi dava l’impressione che potesse essere l’ideale perche conosce abbastanza bene l’ambiente di Bressanone. Quello che non accetto è che un partito possa mettere un rappresentante e poi la maggior parte della gente non lo vota o non lo vuole.”

„Es wird wohl ein harter Kampf zwischen Pürgstaller und Heiss werden“, prophezeit Priska Mair. „Es ist auf jeden Fall gut, dass Klaus Seebacher nun an einen frischen Kandidaten abtritt. Ich hoffe, dass sein Nachfolger seiner Aufgabe gewachsen ist, den Bürgern die gewünschte Sicherheit vermitteln und die Probleme der Gemeinde lösen kann.“

Vasilico Volker denkt, „der Pürgstaller wird’s werden, und das ist sicher nicht die schlechteste Wahl. Ich wüsste sonst auch nicht, wer das Amt übernehmen könnte, muss aber dazu sagen, dass ich politisch nicht besonders gut informiert bin. Heiss ist sicher auch kein schlechter Kandidat, aber so auf die Schnelle würde ich Pürgstaller den Vorzug geben.“ 14

Fotos: Oskar Zingerle

Stefan Damiani hofft, „dass Hans Heiss gewählt wird. Aber die Chancen, dass er die Wahl gewinnt, stehen schlecht. Die Grünen sind im Augenblick noch zu schwach als Partei. Die Politik der SVP hat mich in den letzten Jahren nicht sehr überzeugt, oder zumindest teilweise, daher bin ich für einen Machtwechsel.“

Für Ralf Dejaco ist „Albert Pürgstaller ein idealer Kandidat, und ich bezweifle nicht, dass er auch gewählt wird. Ich habe Pürgstaller als Assessor für Bauwesen in der Gemeinde Brixen als pragmatischen und neutralen Menschen kennen gelernt. Ich würde das Amt sehr wohl auch Hans Heiss zutrauen, aber so wie die politische Konstellation ist, wird es für ihn schwer sein, Bürgermeister zu werden.“


Willy Vontavon

Leere Kassen

willy.vontavon@brixen.net Tel. 0472 837537

ticker

Die Brixner Kaufleute klagen über starke Umsatzrückgänge und beschuldigen die politischen Vertreter in Stadt und Land, teilweise dafür verantwortlich zu sein. In einer Pressekonferenz verlas ein Aktionskomitee einen von über hundert Kaufleuten unterzeichneten Forderungskatalog. Unter anderem verlangen die Kaufleute eine sofortige Lösung der Verkehrsprobleme und eine kunden­orientierte Verwaltung der Parkplätze. „Unsere Gäste kommen nur mit Mühe in die Stadt und finden dann keinen Parkplatz“, beklagt das Aktionskomitee, das von Margit Felder Pizzetti und Wolfgang wv Unterleitner angeführt wird.

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Verschiedene Vereine bieten auch heuer Weihnachts- und Glückwunschkarten an. Jene des Bäuerlichen Notstandsfonds können unter Telefon 0471 999330 bestellt werden, jene des Südtiroler Kinderdorfs unter Telefon 0473 230287.

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Im nächsten oder spätestens im übernächsten Studienjahr wird an der Universität Brixen ein dreijähriger Laureatsstudiengang für Kommunikationswissenschaften angeboten.

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Die Arbeiten für den Autobahnanschluss in Brixen Süd werden vom Unternehmen „Schiavo“ aus Sterzing durchgeführt. Die Bauzeit wird mit 335 Kalendertagen angegeben. Der Autobahnanschluss wird 1,174 Millionen Euro kosten.

Kassianeum neu Wer Anfang Oktober durch die Brunogasse wollte, dem versperrten große Baufahrzeuge den Weg. Grund waren Umbauarbeiten am Gebäude des Kassia­ neums, das in den letzten Monaten komplett neu strukturiert wurde. Der Bozner Architekt Michael Scherer hat im Rahmen einer Studie Mängel aufgelistet, Lösungsvorschläge gebracht und im Anschluss den Umbau geleitet. Bisher waren die drei im Kassianeum untergebrachten Einrichtungen – Jugendzentrum, Jugendherberge und Bildungszentrum – über einen einzigen Eingang erreichbar, was Verwirrung unter den jeweiligen Besuchern hervorrief: Die Gäste der Jugendherberge standen mitten im Jugendzentrum und fanden die Rezeption zur Zimmervergabe erst einen Stock höher. Gleichermaßen erging es Seminarteilnehmern auf der Suche nach ihren Veranstaltungsräumen. Im Zuge der Umbauarbeiten wurde der Haupteingang in der Brunogasse stillgelegt, dafür aber zwei getrennte Eingänge, einer für das Jugendzentrum, einer für Herberge und Bildungszentrum,

Foto: Oskar Zingerle

Foto: Oskar Zingerle

Die Gemeinde Brixen plant langfristig den Bau eines neuen Sportplatzes in der Brixner Industriezone im Bereich des Gewerbeparks GEPA. Damit könnte der Mangel an Fußballplätzen im Brixner Talkessel behoben werden.

in den neu gestalteten ruhigen Hofbereich verlegt. Aber nicht nur außen hat sich viel getan, auch der Innenbereich wurde neu strukturiert. Das Jugendzentrum verfügt nun über eine einladende Bar mit Sofas, und auch der Veranstaltungsraum wurde so umgebaut, dass ein großer Bühnenbereich eingerichtet werden konnte. Hinter dem benachbarten Eingang zu Jugendherberge und Bildungszentrum

erwartet den Eintretenden ein freundlich oranger, großzügig gestalteter Empfangraum mit Informationsschalter und Infotafeln. Mit dem Umbau ist auch wieder Zugang zum „Pfaffengassl“ geschaffen, einem Verbindungsgang zwischen Brunogasse und Kreuzgang, den früher die jungen Geistlichen benutzten, um von ihrer Unterkunft in den Dom zu gelangen. al 17


Vorsorgen ist besser als heilen Durch eine gezielte Unfallund Gefahrenvorsorge kann manchem Unheil vorgebeugt werden, und das richtige Verhalten in Notfallsituationen kann Leben retten. In Zusammenarbeit mit dem Verein „Sicherheit für Kinder und Jugendliche in Südtirol“ startet der Kulturverein Brixen Volkshochschule die Veranstaltungsreihe „Vorsorgen ist besser als heilen“. Diese widmet sich in erster Linie den Vorsorge- und Hilfsmaßnahmen bei Unfällen oder Krankheiten im Kindesalter. Am Mittwoch, 27. Oktober, um 20 Uhr im Saal der Volksbank Brixen erläutert die Kinderärztin Anna Schwingshackl in einem Vortrag mit Kurzfilm wichtige Hinweise und Tipps zur Vermeidung von Verkehrsunfällen im Kindesalter. Die Palette reicht hierbei vom Kind als Mitfahrer im PKW bis dahin, wie ein Kind als Fußgänger die Straße erlebt und wie die häufigsten Verkehrsunfälle passieren können. Im Vortrag „Vorsorge und Akutmaßnahmen bei wichtigen infektiösen Erkrankungen“ am Dienstag,

23. November, um 20 Uhr im Saal der Volksbank Brixen erklärt Markus Markart, Primar der Abteilung Pädiatrie am Krankenhaus Brixen, die Symptome von infektiösen Krankheiten im Kindesalter, vorbeugende und durchzuführende Maßnahmen sowie den Inhalt einer Hausapotheke speziell für Kinder. Dem Thema „Erste Hilfe im Kindesalter“ widmet sich hingegen der Oberarzt Thomas Lanthaler. An einem praktischen Übungsabend lernen die Teilnehmer, wie erste Hilfsmaßnahmen bei Kindern durchzuführen sind. Für diesen Abend ist auf Grund der beschränkten Teilnehmerzahl eine Voranmeldung notwendig. Weitere Informationen erteilt der Kulturverein Brixen Volkshochschule unter Telefon 0472 836424 oder auf der Homepage www.kulturverein.it. db

Auf dem richtigen Pfad Der Pfadfinderstamm St. Michael Brixen nimmt nach der Sommerpause seine Tätigkeit wieder auf. Für all jene, die Natur und Abenteuer mögen, wartet ein vielfältiges Programm: Fahrradtouren, Zeltlager, Grillabende, Geländespiele mit Karte und Kompass, Bastel- und Spielstunden, Hüttenlager, Mondscheinrodeln oder Walderkundungen gehören zu den interessanten Tätigkeiten eines Pfadfinders. Aber auch die Mitgestaltung von Hl. Messen, die Teilnahme an Prozessionen oder die Verteilung des Betlehemlichtes zu Weihnachten sind fester Bestandteil der Pfad-

Schießwütiger Flurwächter Brixen, Samstag, 5. Oktober 1918

Junges, gestörtes Familienglück Brixen, Sonntag, 27. Oktober 1918

Aus Tils wird uns berichtet: Am Mittwoch, den 23. Oktober Nachmittag, starb hier Maria Mitterrutzner geb. Hofer, Gruberbäuerin in Gereuth. Sie stand anfangs der Dreißiger-Jahre und war wegen ihres christlichen Lebenswandels in der ganzen Gemeinde hoch geschätzt. Einige Stunden früher starb ihr neugeborenes Kind. Fast gleichzeitig starb auch ein Kind des Nachbarbauern, Andrä Mitterrutzener vom Kerscher. Wir haben sehr viele Kranke, in manchen Häusern liegen 5 oder 6 Personen. 18

Aus Brixen wird der TZK. geschrieben: Ein unbekannter Flurwächter hat kürzlich auf eine Familie, die sich auf der Lüsener Straße von der Restauration Waldheim am Wege nach Brixen befand, einen scharfen Schuss abgegeben, durch den um ein Haar eine der Personen verletzt worden wäre, denn unmittelbar über ihrem Haupte flog die Kugel an den Felsen. Eine Festsetzung des eifrigen Schützen war infolge der herrschenden Dunkelheit nicht möglich. Es ist gegenwärtig ein gefährliches Wagnis, nach Dunkelwerden außerhalb der Stadt zu bleiben, denn die Flurwächter glauben das Recht zu haben, alles Lebende, das ihnen in der Nähe kommt, anschießen zu dürfen. Wie kommen harmlose

finder-Jugendarbeit. Sehr ernst genommen wird außerdem das Thema Umweltschutz. Durch Müllsammelaktionen oder Veranstaltungen für einen besseren Umweltschutz wird im kommenden Jahr wieder ein Beitrag für ein schöneres Leben mit und in der Natur geleistet. Aufgeteilt in verschiedene Altersgruppen treffen sich die Pfadfinder zur wöchentlichen Gruppenstunde. Mit Hilfe von ausgebildeten Gruppenleitern werden die verschiedensten Aktivitäten geplant und gestaltet. Mit dabei sein kann jeder ab acht Jahren; weitere Informationen gibt es unter Telefon 339 1611736. oz

Passanten dazu, sich einer solchen Gefahr auszusetzen? Die Umgebung Brixens wimmelt von bewaffneten Wächtern, und es wäre im Interesse der öffentlichen Sicherheit geboten, dass sich die Behörden einmal vergewissern, wer die Leute sind, die, alle mit Schusswaffen versehen, in der Nacht herumstreichen.

Jung verdorben Brixen, Sonntag, 6. Oktober 1918

Ein Knabe im Alter von 12 Jahren namens Josef Feichter scheint ein ganz raffinierter Dieb zu sein, indem derselbe in einem Hause in Brixen eine Menge Einrichtungsgegenstände, darunter Uhren, Ringe, Ketten, Geld, Kleider, Taschentücher usw. stahl und die Sachen an andere Knaben verschacherte. Das gestohlene Geld sowie den Erlös von den Sachen wurde größtenteils in den Konditoreien „verschleckt“. Für 10 bis 20


Ein neuer Verein In den letzten Jahren hat sich Brixen stark verändert: Eine große Bautätigkeit war zu verzeichnen, die sich prägend auf das Stadtbild und das Bild unserer Dörfer ausgewirkt hat. Der Verkehr wird zum Dauerschmerz, der die Nerven der Bevölkerung strapaziert, die Auswirkungen sind überall zu spüren. Die Zuwanderung bedeutet eine neue Herausforderung. Eine Gruppe von Brixner Bürgern hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Arbeit des ehemaligen Heimatpflegevereins von Brixen wieder aufzunehmen. Der neue Verein will sich zu verschiedenen Themen der Stadt und dem Einzugsgebiet Gedanken machen und öffentlich Stellung nehmen. Was hat diese Stadt geprägt? Was, wer verändert unsere Stadt und die Dörfer rund herum? Welche Bedürfnisse müssen erfüllt werden, und wie muss das geschehen? Einige Stadtviertel und Straßen sind bereits so verändert, dass sie ihr Gesicht verloren haben. Wie geben wir diese unsere „Heimat“ an künftige Generationen weiter? Wie viel Mit-

verantwortung tragen wir? Die Initiatoren des neuen Vereins „heimat Brixen / Bressanone / Persenon“ laden alle Interessierten jeder Alters- und Sprachgruppe ein mitzumachen. Als Auftakt finden zwei interessante Abendveranstaltungen statt: Am 4. November referiert Gottfried Andreas Hempel zum Thema „Unheim@liches Brixen“; am 5. November findet ein „Dialog“ statt mit Carlo Romeo aus Bozen zum Thema „Sentirsi a casa – Was bedeutet Heimat heute?“. Beide Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr in der Cusanus Akademie. Am 6. November um 9.30 Uhr wird der Verein in der Cusanus Akademie offiziell gegründet. wv

Kronen ließ er sich auf einmal Leckerbissen auftischen. Es nimmt nur Wunder, dass es den Geschäftsleuten nicht auffiel, woher der Knabe das Geld haben mochte. Sicher ist, dass derselbe die Diebstähle nur wegen der Leckerbissen verübte. Hätte man ihn über die Herkunft des Geldes zur Ausweisung verhalten, so würde er sich nicht zu dem unredlichen Erwerb haben hinreißen lassen. So wird die Gaunerei wegen des lumpigen Geldes großgezogen.

in einem Hotel unter falschem Namen ein, indem sie sich als Maria Rößler, Fotografin aus Villach ausgab. Sie wird sich auch wegen Falschmeldung zu verantworten haben.

Unsittliche Dame verhaftet

Brixen, Freitag, 11. Oktober 1918

Eine gewisse Josefine Unterluggauer aus Kärnten wurde von der städtischen Sicherheitswache in Brixen wegen Betreibung des unsittlichen Gewerbes verhaftet und in den Kotter gesteckt. Damit sie sich unbehelligt aufhalten konnte, logierte sie sich

Ein Führerschein für Wirtschaftswissen „EBCL“ steht für European Business Competence Licence und ist ein dem Europäischen Computerführerschein vergleichbares Zertifikat, das Kenntnisse aus der Betriebswirtschaft nachweist. Als genormte Prüfung, die bisher bereits in den Ländern Deutschland, Österreich und Ungarn angeboten wurde, stellt das Zertifikat sicher, dass der Besitzer des Scheins über fundiertes Wissen aus dem breiten Feld der Wirtschaft verfügt. Für Bewerber auf dem Arbeitsmarkt dürfte dieser Führerschein in Zukunft recht attraktiv werden, da betriebswirtschaftliches Wissen schon lange nicht mehr nur dem Top-Management vorbehalten sein darf. An der Landesberufsschule Tschuggmall in Brixen haben nun Interessierte die Möglichkeit, sich in Kursen auf den Erwerb dieses Führerscheins vorzubereiten. Als Zielgruppe wurden Nicht-Betriebswirte jeglichen Alters und jeglicher Qualifikation ins Auge gefasst. Die vorrangigen Ziele sind „wirtschaftliches Know-how und unternehmerisches Denken“. Neben dem Themenbereich Bilanzierung stehen auch Kostenrechnung und Gesellschaftsrecht auf dem Lehrplan. Der Kurs umfasst 84 Unterrichtseinheiten. Weitere Informationen bekommt man an der Landesberufsschule Tschuggmall in Brixen unter Telefon 0472 273900; e-mail lbs. tschuggmall@provinz.bz.it. mk

„Armenseelenbettel“ in Brixen

Brixen, Dienstag, 15. Oktober 1918

Wie alljährlich werden sich auch heuer die Armenväter der Stadt Brixen erlauben, in den nächsten Tagen gütige Beiträge für den sogenannten Armenseelenbettel zu sammeln, welche wie bekannt am Allerseelentage unter den Armen verteilt werden. Möge jedermann nach Möglichkeit in dieser schweren Zeit der doppelt dürftigen Armen gedenken und sein Scherflein zur Linderung der Not beitragen. Jede noch so kleine Gabe wird mit Dank angenommen und seiner Bestimmung zugeführt werden.

Das lästige Karrnervolk

Brixen, Do., 18. Oktober 1918

Kürzlich machten in Brixen nächtlicherweise Karrnerweiber, welche sich im betrunkenen Zustande mit Soldaten herumtrieben, einen großen Spektakel, so dass gegen ihr Lärmen eingeschritten werden musste.

Fortgesetzt machen diese Leute Krawalle und belästigen die Stadtbewohner durch ihr ausgelassenes Benehmen. Merkwürdigerweise findet diese Gattung von Leuten immer einen Unterschlupf. Vielleicht macht die Behörde dem Treiben dieser Gesellschaft einmal durch Ausweisung ein Ende, was von der Bürgerschaft begrüßt werden würde. 19


Acquarena boomt Das schlechte Wetter im vergangenen Sommer hat für die Acquarena ein Traumergebnis verhindert: Die Geschäftsführung verzeichnet im Poolbereich vom 1. Jänner bis 4. September 2004 im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres lediglich ein leichtes Plus an Besuchern von einem Prozent: Im Jahr 2003 kamen 304.158 Besucher ins Schwimmbad, 2004 waren es 307.101. Gemessen an der Tatsache, dass der Sommer 2003 viel mehr Sonnentage zählte als der vergangene Sommer, sei dies ein äußerst zufrieden stellendes Ergebnis, erklärte der Präsident der Acquarena GmbH, Wolfgang Plank, am Rande einer Pressekonferenz. Die Statistiken des Saunabereichs hingegen seien geradezu verblüffend: In den ersten fünf Monaten stieg die Besucheranzahl in der Sauna um 46 Prozent, im Sommer sogar um 75 Prozent. Insgesamt drehten sich die Zählkreuze am

Eingang der Acquarena bis zum 4. September 364.259 mal – das Jahresziel von etwa 395.000 Besuchern wird also ohne Zweifel bis zum Ende des Jahres erreicht werden. Nicht ohne Stolz vermerkte Wolfgang Plank, dass sich „die Acquarena stabilisiert“ habe. Große Sorgen bereite den Acquarena-Verantwortlichen viel mehr die Tatsache, dass man vor allem mit dem Saunabereich jetzt schon an die Kapazitätsgrenze gestoßen sei. Die Acquarena GmbH hat trotz der erfreulichen Zahlen im Jahr 2003 einen Verlust von 140.000 Euro verzeichnet; heuer sei man laut Plank bisher im Plus, und man erwarte sich, dieses Jahr trotz der Tatsache, dass ein Drittel des Budgets aus Amortisierungskosten besteht, mit einem leichten wv Gewinn abzuschließen.

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Interview

„Wir brauchen eine Dialogkultur“ Foto: Oskar Zingerle

Das erste ausführliche Interview des SVP-Bürgermeisterkandidaten Albert Pürgstaller verrät seine Visionen für die Zukunft von Brixen.

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Herr Pürgstaller, Sie haben sich mit der Entscheidung zur Kandidatur für das Brixner Bürgermeisteramt sehr viel Zeit gelassen. Was war letztendlich der Grund für Ihre Zusage? Im Moment haben wir in Brixen eine politische Situation, die von der Regierungspartei richtungsweisende Zukunftsentscheidungen abverlangt. Die Bürger haben bei den letzten Wahlen unmissverständlich Verbesserungen eingefordert und Unzufriedenheit signalisiert. Die Volkspartei muss sich dem stellen und bei den bevorstehenden Gemeinderatswahlen einen Neuanfang wagen. Für mich bedeutet die Kandidatur eine persönliche Herausforderung, meine Gestaltungskraft für eine positive Weiterentwicklung Brixens einzubringen. Worin liegen Ihrer Meinung nach die Gründe der von Ihnen angesprochenen Unzufriedenheit? Einerseits ist landesweit eine gewisse Müdigkeit gegenüber der SVP zu spüren. Eine Partei, die so lange an der Macht ist, tut sich schwer, die Bevölkerung wiederholt zu begeistern. Vor allem aber ist dem Zusammengehörigkeitsgefühl der Südtiroler der „Feind“ Italien abhanden gekommen. Italien hat sich zum Partner entwickelt, vor dem man nicht mehr „Angst“ hat. Die Partei sucht seither nach neuen Inhalten. Dazu kommt, dass Südtirol zwar in wirtschaftlicher Hinsicht nach wie vor eine Insel der Seligen ist, die Prognosen aber nicht besonders rosig sind. Die wirtschaftliche Situation und vor allem der Blick in die Zukunft verbreitet also wenig Optimismus.

Albert Pürgstaller: „Es wäre falsch, heute schon vom Bürgermeister Pürgstaller zu sprechen. Wir haben die Wahl noch lange nicht gewonnen.“ Die zweite Ebene ist lokal angesiedelt. Ich bin der Meinung, dass in den vergangenen Legislaturen mit der Bevölkerung zu wenig geredet wurde. Und das führt dann eben dazu, dass man die Bedürfnisse, Probleme und vielleicht auch Chancen nicht mehr so gut wahrnimmt. Und es führt dazu, dass die Gemeinde den Brixnern auch nicht ausreichend sichtbar gemacht hat, was für die Bevölkerung getan worden ist. Miteinander reden bringt eben immer noch am meisten. Die Probleme der Partei auf Landesebene sind verständlich. Die Versäumnisse der Stadtregierung sollten wir aber detailliert betrachten. Ich halte es für falsch, wenn man immer nur von dem redet,

was nicht passiert ist. Man denke an all die Projekte, die in den letzten Jahren realisiert worden sind: Stadtsanierung, Forum, Schwimmbad, Universität, um nur einige zu nennen. Diese Erfolge sind beachtenswert und wären ohne Bürgermeister Klaus Seebacher nicht möglich gewesen. Aber selbstverständlich gibt es noch sehr viel zu tun. Es sind vor allem die Verkehrsprobleme, wo wir noch unerledigte Hausaufgaben haben. Es geht einerseits um den hausgemachten, andererseits um den Transitverkehr. Die Bevölkerung des gesamten Eisacktales erwartet sich in diesem Bereich Lösungen. Die Landesregierung hat es nicht geschafft, den Bürgern zu erklären, dass sie erst seit wenigen Jahren die Möglichkeit hat, Projekte voranzutreiben.

Bekanntlich hat Südtirol erst seit 1998 die Kompetenz über die Staatsstraßen; in dieser kurzen Zeit ist dann doch schon recht viel passiert. Trotzdem: Brixen wartet immer noch auf den Baubeginn der Westumfahrung. Ja, und im nächsten Jahr wird es endlich soweit sein. Es geht aber auch um den sehr wichtigen Autobahnanschluss im Süden von Brixen. Der Bau hat schon vor einigen Wochen begonnen. Auch die Gemeinde war in den letzten Jahren sehr aktiv und hat eine Reihe von Rondellen gebaut, die den Verkehrsfluss in Brixen schon verbessert haben. Den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs müssen wir aber noch vorantreiben, sei es im Stadt- als auch 21


wir den Radfahrern bessere und sicherere Wege zur Verfügung stellen. Hier hapert es in Brixen noch. Dazu kommt das Projekt „City Bus“, das derzeit in der Planungsphase steckt und das so gestaltet werden muss, dass die Bürger in der Benutzung der City Busse klare und unmissverständliche Vorteile erkennen können. Das Umsteigen vom eigenen Auto zum öffentlichen Verkehrsmittel muss dem Bürger derart schmackhaft gemacht werden, dass er sein Auto gern in der Garage stehen lässt – und zwar nicht, weil er sonst im Stau steht, sondern weil die Alternativen zum eigenen Auto klare Vorteile bringen.

Foto: Oskar Zingerle

Albert Pürgstaller: „Es ist ein Fakt, dass die Bürger von ihrem Auto auch Gebrauch machen wollen. Wenn sie dann im Stau stehen, führt das unweigerlich zu einer massiven Unzufriedenheit gegenüber den politisch Verantwortlichen.“

im überörtlichen Bereich. Da müssen wir Versäumtes rasch nachholen. Wie sicher sind Sie, zum Bürgermeister von Brixen gewählt zu werden? Einerseits soll man mit einer Portion Optimismus in die Wahl gehen, andererseits wäre es falsch, heute schon vom Bürgermeister Pürgstaller zu sprechen. Wir haben die Wahl noch lange nicht gewonnen. Jede Wahl beinhaltet eine Reihe von Unbekannten, und jeder Kandidat muss sich um das Vertrauen der Bürgerschaft bemühen. Für dieses Vertrauen werde ich arbeiten – aber nicht allein, sondern gemeinsam mit einem überzeugenden Team. Wir werden ein Team auf die Beine stellen, dem

die Brixner gern die Geschicke der Stadt in die Hand legen. Trotzdem: Nehmen wir an, nach den Gemeinderatswahlen sind Sie der neue Bürgermeister von Brixen. Wie wollen Sie die Verkehrsprobleme lösen? Wir müssen den Verkehr flüssig machen. Mir ist es ein Anliegen, die Mobilität aller Bürger zu jeder Tageszeit sicherzustellen. Es ist ein Märchen, wenn jemand behauptet, Mobilität ließe sich in der heutigen Zeit einschränken. Es ist ein Fakt, dass die Bürger von ihrem Auto auch Gebrauch machen wollen. Wenn sie dann im Stau stehen, führt das mittelfristig unweigerlich zu einer massiven Unzufriedenheit gegenüber den politisch Verantwortlichen. Wir Großer Graben · Brixen Tel. 0472 836049 sport.acherer@dnet.it

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müssen also die heutigen Hindernisse aus dem Weg räumen. Dies erfordert eine konsequente und rasche Fortsetzung der bisherigen Maßnahmen; die Rondelle an der Mozartallee und in Zinggen zeigen, dass dies der richtige Weg ist. Dazu gehört ein ausgebautes Konzept für

Im Grunde unterscheiden sich diese Aussagen nicht erheblich von den bisherigen Bekundungen der heutigen Stadtregierung. Wie wollen Sie es schaffen, dass Ihnen die Bevölkerung mehr Tempo in der Realisierung der Maßnahmen zutraut? Abgesehen von der Westumfahrung will ich die oben angeführten Maßnahmen innerhalb von zwei Jahren durchführen. Wenn man intensiv daran arbeitet, wird das zu schaffen sein. In meiner Zeit als Stadtrat für öffentliche Bauten habe ich be-

Heute wünscht sich die Bevölkerung eine rasche Lösung des Verkehrsproblems, also müssen wir diese auch bringen.

Albert Pürgstaller, SVP

die Parkraumbewirtschaftung: Von allen Einfallstraßen müssen wir das Auto stehen lassen können. Aber: Gleichzeitig müssen wir alles daran setzen, dass es in Brixen derart bequem und angenehm ist, sich zu Fuß, per Fahrrad oder öffentlichem Verkehrsmittel zu bewegen, dass möglichst viele Autos in der Garage bleiben. Wie wollen Sie diese Quadratur des Kreises schaffen? Wir müssen zum Beispiel den Fußgängerbereich so ausstatten, dass sich alle gerne zu Fuß bewegen – und mit „alle“ meine ich auch ältere Personen, Mütter mit Kinderwagen und Kinder. Vor allem aber müssen

reits bewiesen, dass ich konsequent an der Umsetzung meiner Visionen arbeite. Die Stadtregierung muss Prioritäten setzen und jene Projekte vorantreiben, die die Bevölkerung wünscht. Heute wünscht sich die Bevölkerung eine rasche Lösung des Verkehrsproblems, also müssen wir diese auch bringen. Im Sommer 2001 haben wir im „Brixner“ einen Zeitplan für die Westumfahrung veröffentlicht, der uns vom Projektanten Mario Valdemarin genannt wurde. Demnach hätten in diesem Sommer die Arbeiten für den Bau der Westumfahrung ausgeschrieben und im Frühjahr 2005 mit dem Bau begonnen werden sollen.


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Ich gehe davon aus, dass der Baubeginn zwar nicht im Frühjahr, dafür aber entweder bereits im Sommer oder ganz sicher im Herbst 2005 vonstatten gehen wird. Ich habe mir zur Aufgabe gemacht, mich ab sofort monatlich mit den Technikern zu treffen. Auf diese Weise kann ich Probleme sofort erkennen und Lösungen auf dem kurzen Weg entwickeln. Mit Ende des Jahres steht die Ausführungsplanung, danach erfolgen die Grundstücks-Abtretungen, und dann können die Arbeiten ausgeschrieben werden. Die leichte

Die Westumfahrung muss innerhalb der nächsten Legislatur, also bis 2010, fertig gestellt sein.

nerhalb der nächsten Legislatur, also bis 2010, fertig gestellt sein. Ich habe vom Landeshauptmann eine klare Zusage verlangt und diese auch erhalten: Das Land ist bereit, die Mittel in diesem Zeitraum zur Verfügung zu stellen. Jetzt geht es also nicht mehr

Kosten für den Probelauf des Projektes City Bus in Brixen tragen wird. Es geht aber im Grunde um sehr viel mehr: Das gesamte Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen den verschiedenen Ortschaften muss verbessert und ausgebaut werden. Das betrifft die Busse, aber auch den Zugverkehr. Ein kleines Beispiel: Von 8.30 bis 11.30 Uhr gibt es keine Zugund Busverbindung von Brixen nach Bozen. Das ist für mich ein untragbarer Zustand.

Albert Pürgstaller, SVP

licht wird. Ein gutes Beispiel ist Bozen: Man hat hier einige mutige Entscheidungen getroffen, die sich heute als richtig herausstellen. Auf jeden Fall wird man sich auch um die Radwege kümmern müssen – und zwar nicht nur im Stadtbereich, son-

Foto: Oskar Zingerle

Albert Pürgstaller: „Ich gehe davon aus, dass der Baubeginn der Westumfahrung zwar nicht im Frühjahr, dafür aber entweder bereits im Sommer oder ganz sicher im Herbst 2005 vonstatten gehen wird.“

Zeitverzögerung begründet sich mit den Problemen im Süden im Bereich der Firma Durst, und außerdem haben einige geologische Gutachten gefehlt. Vor allem aber haben die Verhandlungen mit den Militärbehörden viel länger gedauert als geplant. Bekanntlich führt die Westumfahrung in einigen Bereichen auf Militärgründe, und die entsprechenden Verhandlungen haben sich in die Länge gezogen. Wie lange wird der Bau dauern? Brixen hat eine einmalige Finanzierungssituation, die keine andere Stadt Südtirols hat. Es gibt eine feste Zusage über die Finanzierung für die nächsten zehn Jahre. Aber mir ist dieser Zeitraum entschieden zu lang. Die Westumfahrung muss in24

ums Geld, sondern darum, dass die technische Umsetzbarkeit gewährleistet wird. Ich denke, dass wir damit ein Teilproblem der Stadt Brixen und des gesamten Talkessels lösen. Ob die Fertigstellung der Westumfahrung bis 2010 gelingen wird, kann ich heute nicht beschwören, aber ich werde alles tun, um dies zu ermöglichen. Was das Radwegenetz betrifft, gibt es in Brixen einigen Nachholbedarf. Welche Lösungen haben Sie? Es wäre verfrüht, wenn ich jetzt schon für alle Detailprobleme Lösungen aufzeigen könnte. Mir ist es wichtig, dass ein Gesamtkonzept erstellt wird, das auch realisierbar ist und nach Verabschiedung sofort verwirk-

dern auch außerhalb. Das überörtliche Radwegenetz ist im Entstehen; erst kürzlich wurden die Arbeiten im Norden von Brixen vergeben, und auch im Süden ist man auf einem guten Punkt. Der öffentliche Verkehr ist eigentlich ein Thema für die Landesregierung, weil die Gemeindeverwaltung hier nur wenig Handlungsspielraum besitzt. Auch hier gibt es aber Nachholbedarf. Das stimmt, das muss man offen zugeben. In diesem Bereich wurde zu wenig bewegt. Jetzt haben wir einen neuen Landesrat, und jetzt müssen wir Druck machen und konkrete Projektvorschläge unterbreiten. Es gibt hier bereits klare Signale: Inzwischen wurde beschlossen, dass das Land die gesamten

Der Verkehr spielt für Sie offensichtlich eine zentrale Rolle. Aber Brixen hat aus Sicht der Bürger ohne Zweifel auch andere Probleme. Ja. Zum Beispiel hat die Baukultur der letzten Jahre unter vielen Bürgern ein gewisses Unbehagen ausgelöst. Man hört immer wieder, dass die Brixner befürchten, dass immer mehr wertvolle Bausubstanz in der Stadt unwiederbringlich zerstört wird. Die Gemeindeverwaltung ist dabei, in diesem Bereich durch die Umsetzung des Ensembleschutzgesetzes konkrete Schritte zu setzen. Wir dürfen nicht vergessen: Auf Landesebene sind die entsprechenden Richtlinien erst im vergangenen Herbst beschlossen worden. Die Erhaltung der historischen Gebäude und Ensembles ist mir äußerst wichtig: Der Tourist kommt nicht nach Brixen, um den Rosslauf zu besuchen, sondern um den Altstadtkern zu sehen. Damit in Zukunft nicht weitere Fehler gemacht werden, stelle ich mir einen Weisenrat vor, der sich ausschließlich aus Fachleuten zusammensetzt und der Baukommission zur Seite steht. Ganz bewusst stelle ich Ihnen in diesem Zusammenhang eine provokante Frage: Heißt dies, dass die Bauunternehmer sich vor einem Bürgermeister Pürgstaller fürchten müssen? Nein, sicher nicht. Die wollen ja alle ihren Beitrag für ein bewundernswertes Brixen leisten. Aber ich sehe zum Beispiel keinen Sinn in der Zersiedelung von Ortschaften. Sollte ich zum Bürgermeister gewählt werden, werde ich hier sicher eine restriktivere Rolle einnehmen. Auch in der Altstadt würde ich eine gewisse Strenge walten lassen, weil ich hier einfach eine hohe Verantwortung sehe. Was die


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Bautätigkeit im Allgemeinen anbelangt, erachte ich es für sinnvoll, den tatsächlichen Bedarf an Wohnungen zu erfassen und entsprechende Entscheidungen zu treffen. Es ist in diesem Zusammenhang wichtig zu entscheiden, ob und in welchem Ausmaß Brixen noch wachsen soll. Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, dass die Bevölkerungszahl im selben Ausmaß wächst wie in den vergangenen Jahren. Es ist wichtig, dass man ein Leitbild erarbeitet, das über die zehn Jahre eines Bauleitplanes hinausgeht. Wie soll Brixen im Jahr 2020 oder 2030 aussehen? Wenn wir diese Frage beantwortet haben, können wir eine Art Masterplan definieren und unsere Entscheidungen danach richten. Die Bürger fühlen sich bei manchen Entscheidungen übergangen. Wie wollen Sie dies ändern? Es geht darum, dass man die Reihenfolge ändert. Vielfach ist es heute so, dass zuerst entschieden und danach die Bürgerschaft informiert wird. Diese

Die Baukultur der letzten Jahre hat unter vielen Bürgern ein gewisses Unbehagen ausgelöst.

Albert Pürgstaller, SVP

Vorgehensweise ist nicht mehr zeitgemäß: Man muss die Bürger informieren, bevor die großen Entscheidungen getroffen werden. Erlauben Sie bitte die spitze Anmerkung: Dies bedeutet für die SVP eine Revolution... Natürlich. Ich bin aber der Auffassung, dass diese Revolution notwendig ist. Wir müssen alle Bürger in den Entwicklungsprozess der Stadt einbinden. Damit erreicht man, dass die Entscheidungen der Stadtverwaltung von den Bürgern verstanden und mitgetragen werden. Und nicht zuletzt: Damit wertet man die Rolle der Gemeinderäte entscheidend auf. Ein Gemeinderat muss ein Verbindungsglied sein zwischen Bürgerschaft und

Stadtregierung. Je mehr Bedeutung der einzelne Gemeinderat in seiner Arbeit spürt, desto motivierter ist er. Sie sind nun seit einigen Wochen offizieller Kandidat für das Bürgermeisteramt. Wie waren die ersten Reaktionen? Auf Parteiebene gibt es bei den Arbeitnehmern eine gewisse Traurigkeit. Nicht alle Arbeitnehmer akzeptieren meine Entscheidung zur Kandidatur, weil damit auch ein Abschied als Chef der Arbeitnehmer einhergeht. Das liegt auch daran, dass ich bei einer erfolgreichen Wahl zum Bürgermeister aus dem Landtag ausscheiden werde; damit verliert die Arbeitnehmerbewegung einen Abgeordneten. Andererseits habe ich auch viel

Zuspruch erhalten: Viele Arbeitnehmer haben mir gratuliert und sehen es als Erfolg, wenn ein Arbeitnehmer die drittgrößte Stadt Südtirols entwickeln kann. Als Bürgermeister kann man auf lokaler Ebene eine Sozialpolitik umsetzen, die von vielen auch gewünscht und erwartet wird. Die Partei auf Landesebene hat meine Entscheidung von Anfang an unterstützt. In Brixen selbst hat der Koordinierungsausschuss fast einstimmig für mich gestimmt; eine gewisse Zurückhaltung herrscht aber nach wie vor im Bereich der Wirtschaft, wo man nicht weiß, wie man mit einem Kandidaten umgehen soll, der von den Arbeitnehmern kommt. Es ist nachvollziehbar, dass sich die Wirtschaft fragt, ob ich als Bürgermeister ihre Interessen wahrnehmen werde. Jetzt ist es meine Aufgabe, in ständigen Dia­ log mit ihnen zu treten und ihnen glaubhaft zu machen, dass ich als Bürgermeister auch die Wirtschaft vertreten werde. Im Grunde müssten die Gegenwart und Vergangenheit alle Zweifel

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ausräumen: In Brixen gibt es seit Jahrzehnten Bürgermeister, die aus der Wirtschaft kamen und trotzdem eine effiziente Sozialpolitik betrieben haben. Es erscheint mir nur logisch, dass auch ein Bürgermeister, der aus dem sozialen Lager stammt, effiziente Wirtschaftspolitik betreiben kann.

Auch die Landwirte waren anfangs nicht besonders glücklich mit dem Kandidaten Pürgstaller. Es hat eine sehr gute Aussprache gegeben mit dem Bauernbund, und ich glaube schon, dass ich deutlich machen konnte, welche Vorstellungen ich habe. Ich bin der Auffassung, dass die Landwirtschaft gestützt werden muss. Das Ziel muss in einer verstärkten Direktvermarktung der eigenen Produkte liegen. Die heimischen Produkte haben Zukunft, und die Politik darf diese Entwicklung nicht bremsen. Bauern brauchen in vielen Fällen einen Zuerwerb, ansonsten sind sie nicht überlebensfähig. Wir haben die entsprechenden Infrastrukturen bereitzustellen. Wie sehen Sie den Wirtschaftsstandort Brixen? Brixen hat eine ganze Reihe von sehr guten Betrieben, aber man muss bedenken, dass wir immer noch in einer Hochkonjunktur sind. Möglicherweise geraten einige Unternehmen ins

Foto: Oskar Zingerle

Die Wirtschaft hat intensiv darüber nachgedacht, eine zweite Liste mit einem anderen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen. Sollte es mehrere SVP-Listen geben, würden wir unsere ganze Energie darauf konzentrieren, uns gegenseitig zu bekämpfen. Ich bin davon überzeugt, dass dies der falsche Weg ist. Das hat schon in der Vergangenheit Probleme gebracht. Viel sinnvoller ist es, eine attraktive gemeinsame Kandidatenliste zu erstellen, die den Anforderungen aller Gesellschaftsschichten und aller Territorien gerecht wird. Es ist außerdem wichtig, dass wir möglichst viele Frauen zur Kandidatur überzeugen und auch die Jugend einbinden. Gemeinderatswahlen sind – wie heute im Übrigen auch alle anderen – Persönlichkeitswahlen. Je attraktiver die einzelnen Kandidaten, desto erfolgreicher ist die Partei.

Albert Pürgstaller: „Heute fordert der Bürger von den Politikern mit Recht kontinuierliche und absolute Transparenz. Die SVP hat hier ein gewisses Entwicklungspotential...“

Trudeln, wenn die Wirtschaft auch bei uns in eine Krise fällt. Wir müssen uns heute für diese Situation wappnen, und das können wir in Form von Clustern machen. Heute gibt es noch wenig Kooperation zwischen den Betrieben; Synergien können so nicht genutzt werden. Das muss sich ändern, weil man damit krisensicherer wird. Ich wage die Behauptung, dass die jetzige Stadtregierung außer den genannten Versäumnissen gute Arbeit geleistet hat, diese aber schlecht kommuniziert wurde. Was würde sich unter Bürgermeister Pürgstaller in diesem Bereich ändern? Wir brauchen in der Gemeindeverwaltung ein eigenes Büro, das sich ausschließlich mit Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt. Außerdem muss der Bürger auf direktem Weg Informationen über die verschiedenen Belange erhalten – ob dies nun in Form eines Gemeindeblattes ist oder ob wir modernere und vor allem schnellere Medien dafür verwenden, muss noch entschieden werden. Das Internet bietet tolle Möglichkeiten, die Bürgerschaft über den Stand verschiedener Projekte in absolut transparenter Weise auf dem Laufenden zu halten. Nur eine informierte Bürgerschaft kann man auch in die Entscheidungsprozesse einbinden. Die Zeiten, in denen die Partei es sich leisten konnte, vor den Wahlen Transparenz zu signalisieren, sind für immer Vergangenheit; heute fordert der Bürger von den Politikern

mit Recht kontinuierliche und absolute Transparenz. Die SVP hat hier ein gewisses Entwicklungspotential. Wir müssen eine Dialogkultur entwickeln. Grundsätzlich sehe ich eine Gemeinde als Dienstleistungsbetrieb, der die Interessen der

Bürger vertreten muss. Der Bürger schlüpft in die Rolle eines Kunden, den man so gut wie möglich bedienen muss. Das funktioniert über eine gewisse Managementkultur, die man den Mitarbeitern der Gemeinde vermitteln muss. Das ist nicht ganz

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einfach, aber es gibt keinen anderen Weg. Wie stehen Sie zu den Stromleitungen in Milland? Die Stromleitungen stellen ein großes Problem dar. Die Gemeindeverwaltung ist derzeit dabei, eine Verlegung der Stromleitungen zu überprüfen; die politischen Entscheidungen in dieser Frage müssen noch getroffen werden. Die Bevölkerung drängt natürlich auf eine rasche Lösung des Problems. Wahrscheinlich bietet sich die erste Gelegenheit aber erst im Jahr 2010: In sechs Jahren verfällt nämlich die Wasserkonzession der Hachl. Heute können wir von den Betreibern der Leitungen keine Beteiligung an den Kosten verlangen, weil

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Wie verhält sich die Landesregierung in dieser Frage? Die Aussage der Landesregierung ist klar: Die Gemeinde Brixen muss zuerst ihre Hausaufgaben machen und entscheiden, was sie überhaupt will. Danach wird das Land ohne Zweifel eine Lösung herbeiführen. Aber: Man muss auch so ehrlich sein und den Leuten reinen

Hans Heiss ist ein exzellenter und allseits anerkannter Historiker. Er ist ein Bürger der Stadt Brixen und hat einen großen Bekanntheitsgrad. In diesem Sinn ist er als Gegenkandidat natürlich sehr ernst zu nehmen.

die Grenzwerte bei weitem nicht erreicht werden. Im Moment der Verhandlungen über eine Konzessionsverlängerung sieht es dann anders aus; wir können ähnlich wie am Reschensee Umweltauflagen im Vertrag vorsehen und erreichen damit eine Lösung des Problems.

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gen eine landschaftliche Beeinträchtigung. Derzeit wird verhandelt, und es wäre falsch von mir, in diesem Augenblick eine Entscheidung darüber vorwegnehmen zu wollen. Auf jeden Fall will ich jetzt in die Debatte eingebunden werden, damit ich nachher zu einer Entscheidung auch stehen kann.

Es wurde auch angedacht, die Leitungen in die entstehenden Eisenbahntunnels zu verlegen. Meines Wissens ist dies technisch nicht durchführbar. Eher muss an eine Verlegung gedacht werden, die dann entweder unterirdisch sein kann oder eben oberirdisch. Auf jeden Fall erwartet sich die Bevölkerung eine Lösung, und die Politik muss diese Lösung auch bringen. Vor allem hinkt man in der Planung hinterher, weil es in St. Andrä Proteste gegen eine Verlegung gegeben hat. Grundeigentümer und Bauernbund können sich nur schwer mit einer Verlegung anfreunden, und das ist auch verständlich. Man sieht in den Stromleitun-

Albert Pürgstaller, SVP

Wein einschenken. Ein derartiges Projekt braucht auch nach der schwierigen Entscheidungsfindung Zeit für seine bürokratische Umsetzung. Zu behaupten, dass wir dieses Problem in zwei Jahren lösen, wäre ganz einfach unehrlich. Die grundsätzlichen Entscheidungen aber müssen so schnell wie möglich fallen. Bei den letzten Wahlen hat die SVP in Brixen Federn gelassen: Bei den Landtagswahlen im Oktober 2003 erreichte sie 48 Prozent, bei den Europawahlen im vergangenen Juni rutschte die SVP in Brixen sogar auf 38,6 Prozent. Dafür haben die Grünen ein historisches Ergebnis von 25,7 Prozent erreicht. Inzwischen weiß man, dass Hans Heiss für die Grüne Bürgerliste für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Wie stehen Sie zu ihm? Bevor ich Ihre Frage beantworte: Das Ergebnis der Europawahlen verzerrt das Bild. Die Stimmen für die Grünen waren vor allem Stimmen für Sepp Kusstatscher, und ich gehe davon aus, dass er auch von vielen


Arbeitnehmern gewählt wurde, die traditionell SVP-Wähler sind und Kusstatscher als Alternative zum Medienunternehmer Michl Ebner gesehen haben. Hans Heiss ist ein exzellenter und allseits anerkannter Historiker. Er ist ein Bürger der Stadt Brixen und hat einen großen Bekanntheitsgrad. In diesem Sinn ist er als Gegenkandidat natürlich sehr ernst zu nehmen. In der Vergangenheit hat Heiss allerdings keine verwaltungspolitische Verantwortung in Brixen getragen und ist von dem her ein unbeschriebenes Blatt. Die Bürgerschaft muss also entscheiden, wem sie letztendlich das Vertrauen schenken will. Die Frage ist, ob die Bürgerschaft eher jemandem das Vertrauen gibt, der bereits bewiesen hat, ein guter Verwalter zu sein, oder jemandem, der in dieser Hinsicht noch keine Erfahrung aufweist. Wo liegt der ideologische Unterschied zwischen der SVP und den Grünen? Beim Verkehr ist die Vision der Grünen klar definiert: Sie wollen keine neuen Straßen bauen, sondern den Verkehr einschränken. Das ist ein schönes Ziel, aber man soll bitteschön auch den Leuten sagen, wie man es erreichen will. Der Trend bei der Bevölkerung ist nämlich genau entgegengesetzt: Man lässt sich nicht einschränken und will immer mobiler werden. In dieser Frage haben wir also zum Teil konträre Auffassungen, und ich bin der Meinung, dass die SVP hier realpolitischer denkt als die Grünen. Einen weiteren Unterschied gibt es in der ethnischen Frage: Während die Grünen einen klaren interethnischen Kurs fahren, ist die SVP nach wie vor der Meinung, dass die Interessen der deutsch- und ladinischsprachigen Bevölkerung prioritär behandelt werden müssen. Dies heißt aber lange nicht, dass wir eine Förderung der Sprachenvielfalt und des kulturellen Austausches und Miteinanders ablehnen – ganz im Gegenteil. Auch in der Frage der Autonomie haben wir grundlegend verschiedene Auffassungen: Während die Grünen sich für eine Verwässerung einsetzen, ist die SVP der Meinung, dass die Säulen der Autonomie für Südtirol eminente Bedeutung haben. Was die Wirtschaft betrifft, ist

die SVP der Meinung, dass eine wirtschaftliche Entwicklung in klaren Grenzen zugelassen werden muss. Es ist nicht zielführend, zu allen Projekten Nein zu sagen. Bisher haben sich die Grünen aber vor allem als Neinsager ausgezeichnet. Wie sieht es mit der italienischen Parteienlandschaft in Brixen aus? Die italienische Parteienlandschaft ist auch in Brixen sehr vielschichtig. Es gibt von der äußersten Rechten bis zur äußersten Linken ein sehr breites Spektrum, das leider eine übermäßige Zersplitterung der Parteien gebracht hat. Wen sehen Sie als potentiellen Koalitionspartner? Das hängt natürlich vom Ausgang der Wahlen ab, und ich bezweifle, dass es Sinn macht, heute darüber zu grübeln. Ich denke aber, dass die Kräfte im Mitte-Links-Bereich auch weiterhin in der Stadtregierung vertreten sein werden. Da es auch in diesem Bereich eine Trennung gegeben hat, wird man sehen müssen, welche Entscheidungen der Wähler trifft. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man mit allen Parteien konstruktive Gespräche und ein Klima der Zusammenarbeit suchen muss. Es ist mir wichtig, dass der Wahlkampf möglichst fair über die Runden geht. Der Bürger hat zwar Verständnis für inhaltliche Auseinandersetzungen, nicht aber für persönliche Attacken.

Natürlich streben wir das Ziel der absoluten Mehrheit an, jedes andere Ergebnis schwächt die Verhandlungsposition der Regierungspartei. Aber man muss auf alle Eventualitäten gefasst sein. Heute kann ein Landtagsabgeordneter als Bürgermeister kandidieren, ohne vom Landtag auszutreten. Dies führt dazu, dass die kleinen Parteien einen Kandidaten lediglich als Zugpferd aufstellen. In den letzten Wochen sprach man in diesem Zusammenhang von einer möglichen „Lex Heiss“, mit der man diese Regelung ändern wollte. Wie stehen Sie dazu? Es ist interessant, welche Ideen vor den Wahlen herumschwirren. Ich bin in sehr vielen Parteigremien und darf bestätigen, dass auf SVP-Ebene über eine „Lex Heiss“ nie gesprochen wurde. Ich weiß nicht, wer solche Vermutungen aufstellt und welche Strategie dahinter steckt. Es kommt also ganz bestimmt bei diesen Wahlen nicht zu einer derartigen Gesetzesänderung. Aber man muss die Problematik auch von einer anderen Seite

sehen: Empfindet es der Wähler als fair, wenn sich ein attraktiver Kandidat aufstellen lässt, Stimmen für seine Partei holt und danach wieder entschwindet und keine politische Aufgabe in der jeweiligen Ortschaft übernimmt? Darüber müssen alle Parteien nachdenken, nicht nur die SVP, die es in den allermeisten Fällen gar nicht betrifft. Wie sehen Sie die kulturelle Entwicklung von Brixen? Wir haben in Brixen eine Reihe von interessanten Infrastrukturen. Was vielleicht fehlt, ist ein gemeinsames Leitbild. Ich stelle mir vor, dass man gemeinsam mit den im Kulturbereich tätigen Brixnern ein Kultur-Leitbild erarbeitet. Welche Art von Kultur wollen wir in Brixen fördern? Wohin soll sich die Kultur entwickeln? Im Moment passiert Kultur vor allem in unkoordinierter Art und Weise. Wir müssen klare Ziele definieren und dann danach handeln. Der Kulturraum Brixen muss stärker entwickelt werden, davon profitiert dann auch der Tourismus.

Nehmen wir an, die Grüne Bürgerliste kandidiert mit einigen guten italienischen Kandidaten: Wäre diese Partei als Koalitionspartner denkbar? Ich habe vorhin schon gesagt: Zuallererst ist es der Wähler, der diese Entscheidungen trifft. Die derzeitige Regelung sieht vor, dass derjenige italienische Kandidat Vizebürgermeister wird, der am meisten Stimmen auf sich vereint. Über etwaige Koalitionen entscheidet ausschließlich der Koordinierungsausschuss. Sollte die SVP diesmal nicht die absolute Mehrheit halten können, kommt es zur Stichwahl. Rechnen Sie damit? Man muss bei einer Wahl mit allem rechnen; wer sich zu sicher ist, wird am Ende bestraft. 29


Ich denke zum Beispiel an den Museumsbereich: Wir haben tolle Strukturen, die aber mit noch mehr Inhalten gefüllt und dann optimal vermarktet werden müssen. Außerdem bin ich der Meinung, dass Kultur verstärkt mit dem Schulwesen vernetzt werden muss. Die Universität muss zum Beispiel viel stärker eingebunden werden. Stichwort Uni: Mit dem Bauwerk sind nicht alle Brixner glücklich. Zeitgenössische Architektur scheidet naturgemäß die Geister. Ich persönlich möchte hier keine Wertung abgeben, aber dieser klar strukturierte Baukörper könnte meiner Meinung nach schon ein klein wenig Wärme vertragen. Die Brixner Kaufleute stecken in einer Krise, die sich anscheinend stärker manifestiert als in anderen Ortschaften. Wie kann man den Kaufleuten unter die Arme greifen? Man muss gemeinsam mit den Kaufleuten danach trachten, die Vorzüge der Einkaufserlebnisstadt Brixen besser zu kommunizieren. Ich bin der Auffassung, dass es vielleicht in der Produktvielfalt ein gewisses Verbesserungspotential gibt. Ich weiß allerdings nicht, ob und wie man diese Produktvielfalt politisch steuern kann. Es gibt aber tolle Ansätze: Zum Beispiel war der Brotmarkt eine äußerst lobenswerte Initiative, von der alle profitieren. In dieser Richtung sollten wir uns vermehrt bewegen. Vor allem braucht es eine enge Vernetzung zwischen Tourismusverein und Kaufleuten. Und schließlich: Auch die Kaufleute müssen eine klare Markenphilosophie entwickeln und pflegen. Vielleicht wäre ein interessanter Ansatz jener, dass man sich als familienfreundliche Einkaufsstadt positioniert. Die Familie ist ein interessantes Stichwort: Wie analysieren Sie den Zustand der Familien? Wenn wir wollen, dass Familie auch in Zukunft der wichtigste Eckpfeiler der Gesellschaft bleibt, müssen wir jetzt handeln. Umfragen bestätigen, dass Jugendliche sich irgendwann eine Familie wünschen, in der sie Geborgenheit finden. Heute sind häufig die Rahmenbedingungen nicht erfüllt, um diesen Traum wahr werden zu lassen. 30

Dabei geht es nicht unbedingt immer nur um das Geld, sondern manchmal auch um Partnerschaftskompetenz: Man ist einfach nicht mehr fähig, eine Partnerschaft einzugehen. Hier gibt es ein Potential bei den Weiterbildungseinrichtungen. Der Familienverband hat landesweit mit Kursen zur Partnerschaft begonnen, und der Zulauf ist riesig. Gerade in Zusammenarbeit mit der Universität könnten in Brixen interessante Modelle entwickelt werden. Die Gemeinde hat vielfältige Möglichkeiten, ihr Herz den Familien noch stärker zu öffnen. Wie sehen Sie die Rolle der Frau? Frauen sind selbstständiger geworden und wollen sich weiterentwickeln. Es gibt aber auch viele Frauen, die sich in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter wohl fühlen. Beide haben das Recht auf Unterstützung: Die einen brauchen zum Beispiel Kinderhorte, um ihren Beruf weiter ausüben zu können. Eine Hausfrau und Mutter darf aber nicht das Gefühl haben, benachteiligt zu sein, wenn sie auf eine berufliche Karriere verzichtet. Auch in diesem Bereich kann die Gemeinde Akzente setzen. Brixen ist eine traditionsreiche Stadt des Sports. Wie sehen Sie in diesem Bereich die Entwicklung? Bürgermeister Klaus See­ bacher hatte immer ein großes Herz für den Sport, und das hat sich für die Stadt auch ausgezahlt. Diese Entwicklung muss weitergeführt werden. Für die Stadt ist es wichtig, sich als Austragungsort von kulturellen und sportlichen Großveranstaltungen zu profilieren. Vielleicht gibt es auch noch mehr Möglichkeiten der Kooperation zwischen den einzelnen Vereinen. Wenn wir das Vereinswesen auch in Zukunft finanzieren wollen, braucht es Synergien. Manchmal verdeckt der eigene Kirchturm die Sicht auf sinnvolle Kooperationen. Es kann nicht sein, dass jeder kleine Verein seinen eigenen Sportplatz hat; in Zukunft wird dies ganz einfach nicht mehr finanzierbar sein. Wie sehen Sie die Stadtwerke Brixen? Die Stadtwerke haben sich zu einem ausgezeichneten Be-


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Albert Pürgstaller: „Die Grünen wollen keine neuen Straßen bauen, sondern den Verkehr einschränken. Das ist ein schönes Ziel, aber man soll bitteschön auch sagen, wie man es erreichen will.“ trieb entwickelt, der jetzt die Kraft hätte, auch außerhalb der Bezirksgrenzen aktiv zu werden. Ich stelle mir vor, dass die Stadtwerke ihre Dienstleistungen auch landesweit anbieten sollten. Das Know-how im Bereich der Fernwärme kann zum

Beispiel vermarktet werden, eine breite Palette von Dienstleistungen ist hier handelbar. Wenn die Stadtwerke als Unternehmen wachsen, erzielen sie einen Mehrwert, von dem nicht nur die heimische Wirtschaft, sondern die ganze Stadt profitiert.

Ist dies im Sinne der landesweiten Strukturen wie zum Beispiel der SEL AG? Die SEL ist ein Unternehmen ohne Struktur und ist gezwungen, eine Zusammenarbeit mit lokalen Dienstleistern zu suchen. Die Stadtwerke Brixen bieten sich hier sehr gut an. Wie werden Sie es schaffen, die Jugendlichen für Politik zu begeistern? Es geht darum, Jugendliche in die Verwaltungsmannschaft zu nehmen. Auch wir glauben natürlich, noch jung zu sein, aber in den Augen eines Achtzehnjährigen sind wir es leider lange schon nicht mehr. Es gibt in Brixen das Jugendhaus Kassianeum, das ausgezeichnete Arbeit leistet; diese Struktur ist eine Brücke zwischen Politik und Jugend. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die Gemeindeverwaltung ein offenes Ohr für die Belange der Jugendlichen haben muss.

finden. Wie gehen Sie diese Aufgabe an? Die Ortsausschüsse treten mit allen Verbänden und Vereinen in Kontakt und holen sich Vorschläge. In diesen Prozess werde ich mich aber nicht einmischen; zum Beispiel hat sich St. Andrä für eine Vorwahl entschieden, womit ich natürlich einverstanden bin. Der Koordinierungsausschuss wird die Vorschläge sammeln und kontrollieren, ob alle Fraktionen, Altersgruppen und Gesellschaftsschichten vertreten sind. Vor allem aber müssen wir Leute ins Boot holen, von denen wir spüren, dass sie Interesse an einer Mitarbeit und Verantwortungsübernahme hätten. Ich rufe in diesem Sinn alle Interessierten auf, sich in sehr unbürokratischer Weise mit uns in Verbindung zu setzen. Wir brauchen Leute, denen die Zukunft unserer Stadt am Herzen liegt. Willy Vontavon

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Mit „Stoff & Faden“... ...können geschickte Hände Kleiderträume wahr werden lassen. Seit einigen Tagen gibt es in der Stadelgasse ein neues Geschäft mit angeschlossener Schneiderei.

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In der Stadelgasse in Brixen hat sich vor einigen Tagen ein Geschäft angesiedelt, das zu einem echten Geheimtipp avancieren kann: „Stoff & Faden“. Im vorderen Geschäftsbereich werden Stoffe und Zubehör für Private und Schneider angeboten, im hinteren Bereich schließt eine Damenschneiderei an. Vor wenigen Tagen wurde „Stoff & Faden“ feierlich eröffnet. Chefin Martha Mondini, ihr Mann Michael Oberkofler und die beiden Töchter Sonja und Doris hatten Freunde und Bekannte zur sympathischen Feier eingeladen und erklärten den Anwesenden ihre Geschäftsvisionen. Dekan Leo Munter segnete die Lokale und wünschte gemeinsam mit allen Anwesenden viel Erfolg. Der LVH-Obmann der Schneider, Richard Vill, gratulierte zur Geschäftsidee und wünschte der Familie Oberkofler „volle Kassen“.

Michael Oberkofler mit Tochter Sonja

Reinhard Gostner von Hypo Tirol Brixen, Helmut Plankl von der Sparkasse Brixen Elisabeth Oberkofler, Günther Unterthiner, Dominika Foppa, Lisi Meraner

Dekan Leo Munter

Michael Oberkofler, Christian Illmer von Instalbau mit Frau Luzia Unterholzner

Ernst und Juliana Stolz, Monika Mondini, Sara Stolz

Erich Koch, Kurt Unterfrauner, Robert Hillebrand

Martha Mondini

Verena Kreil, Maria Christine Baumgartner

Raphael Kolhaupt

Renate und Karl Jöchler, Martha Mondini

Der Stoff von Caroline von Monaco Wie der Name des Geschäfts bereits verrät, erhält man hier Kurzwaren und Stoffe – hochwertige Materialien aus dem mittleren und gehobenen Niveau. Viele der exklusiven Stoffe werden direkt bei den Stoffproduzenten und Lieferanten namhafter Modedesigner wie Valentino, Chanel, Lagerfeld oder Ungaro bezogen und sind zu erschwinglichen Preisen erhältlich. So findet man bei „Stoff & Faden“ unter anderem auch den Originalstoff des Designermodells, das Caroline von Monaco anlässlich der Hochzeit von Felipe von Spanien trug. In der Damenschneiderei fertigen Geschäftsinhaberin Martha Mondini und ihr Team maßgeschneiderte Damenkleider oder führen auch nur Umänderungen durch.

Lidia Mondini

Willi Piok und Josefine Oberkofler mit Alina Reinhard Schweigkofler mit Frau

Erika Vill

Kunden finden bei „Stoff & Faden“ eine große Auswahl an Stoffen und Schnitten, sie können aber ebenso eigene Stoffe mitbringen und diese auf Maß schneidern lassen.

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Doris Oberkofler mit Rebecca Kolhaupt

Martha Mondini, LVH-Obmann der Schneider Richard Vill

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Gebrauchte Kleider für einen guten Zweck Auch in diesem Jahr führt die Caritas wieder die landesweite Gebraucht­kleidersammlung durch. Sie fällt heuer auf den Samstag, 6. November.

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Bereits in den vergangenen Jahren ersuchte die Caritas die Eisacktaler Bevölkerung, nur mehr gut erhaltene Kleider, Haushaltswäsche wie Decken, Bettwäsche, Handtücher, Tischdecken oder Vorhänge, Schuhe (paarweise zusammengebunden) und Taschen in die gelben Caritas-Säcke zu geben. Damals war der weltweite Gebrauchtkleidermarkt unter Druck und die Preise im Keller. Nur mehr gute Ware konnte abgesetzt werden. Da die Marktsituation immer noch sehr schwierig ist, kann

die Abnehmerfirma Tesmapri aus Montemurlo der Caritas nach wie vor nur gut erhaltene Kleider und Schuhe abkaufen. Die Kleider sollen wieder getragen werden können und nicht im Reißwolf landen. Das sei nicht nur das Anliegen der Caritas, sondern auch jenes der Kleiderspender, ist der Koordinator der Gebrauchtkleidersammlung und Verwaltungsleiter der Caritas, Christian Klotzner, überzeugt.

Schlechte Ware in den Restmüll „Dank der Bereitschaft vieler Eisacktaler schon in den vergan-

genen Jahren, nur mehr gute Kleiderqualität zu liefern, ist es uns möglich, die Ware auch heuer wieder an denselben seriösen Abnehmer zu verkaufen“, erklärt Klotzner. Er bittet deshalb um Entgegenkommen auch bei der diesjährigen großen Gebrauchtkleidersammlung am Samstag, 6. November. „Bitte geben Sie nur gute Ware ab und entsorgen Sie Kleider von schlechter Qualität ordnungsgemäß über den Restmüll“, appelliert der Caritas-Verwaltungsleiter. Kurzfristig könne dies zwar geringfügig mehr Kosten für die Haushalte verursachen, langfristig lohne es sich aber. Denn sollte sich die Qualität der Ware wieder verschlechtern, hätte das den Ausfall der Gebrauchtkleidersammlung der Caritas zur Folge. In diesem Fall wären die Haushalte durch das Entsorgen all ihrer gebrauchten Kleider und Schuhe über den Hausmüll wesentlich stärker belastet.

Ethikvertrag für mehr Transparenz Um noch mehr Transparenz in die Verwendung der Kleider aus Südtirol zu bringen, hat die Caritas mit der Abnehmerfirma Tesmapri auch heuer wieder den bewährten Ethikvertrag abgeschlossen. „Dieser Vertrag gewährleistet, dass wir genauer nachvollziehen können, was mit unserer Ware geschieht“, erklärt Klotzner. Der Vertrag soll verhindern, dass Kleider aus Südtirol auf wilden Mülldeponien landen, und sieht weiters vor, dass bei der Verwendung der Kleider ein hohes Maß an ökologischen und sozialen Standards berücksichtigt wird. „Diese Maßnahmen sind ein Schritt zu mehr Klarheit und Transparenz im oft undurchsichtigen Gebrauchtkleidermarkt“, ist Klotzner über34

Christian Klotzner: „Bitte geben Sie nur gute Ware ab“ zeugt. Der Caritas sei es ein großes Anliegen, mit der Sammlung weiterhin einen positiven Zweck für alle Beteiligten zu erfüllen.

967 Tonnen gesammelt Auch an der diesjährigen Gebrauchtkleidersammlung werden mehr als 3.000 Ehrenamtliche in 280 Südtiroler Pfarreien im Einsatz sein. Voriges Jahr wurden landesweit 967 Tonnen an Kleidern und Schuhen gesammelt. Sie wurden in 57 Waggons und 19 LKWs zur Abnehmerfirma nach Mittelitalien gebracht. Die Gebrauchtkleidersammlung brachte einen Gesamterlös von 96.780 Euro, den die Caritas für Menschen in Not in Südtirol einsetzen konnte. Für Fragen zu Abläufen und Organisation der Gebrauchtkleidersammlung steht bei der Caritas am Hauptsitz in der Talfergasse 4 in Bozen Heidi Kritzinger unter Telefon 0471 304303 zur Verfügung. Oskar Zingerle


Herbst 2004

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Foto: Oskar Zingerle

Ein Drittel der Kachelöfen in Brixen wird mit falschem Material beheizt, das die Luftwerte belastet und die Öfen beschädigt. Der Umweltbund Brixen gibt am 26. Oktober im Rahmen e­ines Informationsabends Tipps zur Hausfeuerung.

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„Eine Milchtüte, die im Kachelofen verbrannt wird, erzeugt gleich viele Luftschadstoffe wie eine Tonne Hausmüll, die fachgerecht im Müllverbrennungsofen entsorgt wird.“ Mit diesem Aufsehen erregenden Vergleich will Klauspeter Dissinger vom Umweltbund Brixen der Bevölkerung klar machen, dass Hausmüll eben nicht selbst verbrannt werden darf. „Die Folgen sind fatal“, weiß auch der Kaminkehrer Florian Schaller, der tagtäglich mit verrußten Kachelöfen und Kaminen konfrontiert wird. Wenn man falsches Material verbrennt, so Schaller, sei dies für die globale Luftverschmutzung kein großes Problem. Sehr wohl aber lassen sich die giftigen Schadstoffe in der unmittelbaren Umgebung des Kamins, also im Umkreis von einigen Dutzend Metern, nachweisen. „Der Umweltsünder vergiftet sich und seine Nachbarn“, sagt Dissinger, „und er merkt es meist gar nicht, weil die Gifte oft nicht wahrnehmbar sind“.

64 von 185 Öfen kritisch Die Kaminkehrer haben im letzten Winter stichprobenartig 185 Öfen in Brixen überprüft und Asche entnommen. Die Ascheproben wurden ins Amt für Luft und Lärm geschickt und dort untersucht. Ein Drittel davon war „negativ“, das heißt, dass in dreieinhalb von zehn Öfen ungeeignetes Material verbrannt wurde. In 49 von 64 „kritischen“ Ascheproben wurden zum Beispiel Reste von Papier gefunden, in 54 Nägel, in 12 Reste von Spanplatten und in 38 Reste von Plastik – zum Beispiel von Milchtüten. Die gute Nachricht: Die Brixner sind im Vergleich zu

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Klauspeter Dissinger: „Es ist wichtig, dass Umweltsünder auf ihre Fehler aufmerksam gemacht werden“

den restlichen Südtirolern umweltbewusster. Den Schwarzen Peter hat das Überetsch mit 80 Prozent kritischer Ascheproben, aber auch im Pustertal feuert man zu 78 Prozent falsch.

„Umweltsünder müssen informiert werden“ Dass sich die falsche Bedienung eines Kachelofens nur im engen Umkreis des betreffenden Kamins auswirkt, beweisen auch die Messwerte des Amtes für Luft und Lärm, die in der Nähe der Villa Adele erhoben werden: In Brixen sind die Werte für Schwefeldioxid, der beim Hausbrand entsteht, nicht bedenklich. Klauspeter Dissinger begründet dies mit der Tatsache, dass falsches Brennmaterial häufig den Kaminrauch unnatürlich einfärbt und in der Folge nicht selten die Nachbarn eingreifen. Schlimmer sei die Situation außerhalb der dicht besiedelten Ortschaften.

„Es ist wichtig, dass Umweltsünder auf ihre Fehler aufmerksam gemacht werden“, sagt Dissinger. Deshalb sollten alle Brixner die Kamine der Umgebung beobachten. „Wer eine Vermutung hat, kann uns gern anrufen – wir werden der Sache nachgehen“, sagt Dissinger. Es gehe dem Umweltbund dabei nicht darum, jemanden an den Pranger zu stellen, sondern die Umweltsünder zu überzeugen, dass sie mit dem falschen Heizmaterial vor allem sich selbst gefährden. Der Umweltbund ist unter Telefon 348 2288230 erreichbar.

Informationsabend am 26. Oktober Am Dienstag, 26. Oktober, veranstaltet der Umweltbund in der Cusanus Akademie einen Informationsabend zu diesem Thema. Beginn ist um 20 Uhr.

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Brixen gibt Gas Billiger tanken! Wer möchte das nicht angesichts ständig steigender Spritpreise. In den nächsten Monaten soll sich für alle Autofahrer eine interessante Alternative auftun, sofern sie über ein erdgasbetriebenes Auto verfügen oder den eigenen Wagen umrüsten lassen. Wer sein Auto auf ErdgasBetrieb umstellen lässt, spart drei Jahre die Autosteuer

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Brixen erhält voraussichtlich Ende dieses Jahres eine Erdgastankstelle. Die Stadtwerke sind zurzeit mit der Suche nach der geeigneten Tankstellenfläche beschäftigt. Direktor Wolfgang Plank hat auch schon mehrere Orte ausfindig gemacht, hält sich allerdings noch etwas bedeckt. „Die Tankstelle wird im Norden der Stadt eingerichtet“, verrät er lediglich. Das könnte bei einer bereits bestehenden Tankstelle oder auch an einem neuen Ort geschehen.

Standort noch unklar Letztendlich werden die strengen italienischen Brandschutzbestimmungen, die für die Errichtung und Betreibung einer Erdgastankstelle gelten, den Ausschlag geben. „Vor allem muss auf den Abstand zu den nächsten Gebäuden geachtet werden. Außerdem müssen geeignete Brandschutzmaßnahmen errichtet werden“, erklärt Plank weiter. Die Tankstelle soll für alle Fahrer von methangasbetriebenen Autos offen stehen. Eine weitere Klientel sollen die Citybusse darstellen, die laut Plan ebenfalls mit Methangas fahren sollen. An eine Umrüstung zumindest eines Teils des Fuhrparks der Stadtwerke und der Stadtverwaltung wird ebenfalls gedacht.

Vorteilhafter Preis Die Vorteile von Methangas sind vielfältig: Zum einen liegt der Preis bei etwa 0,67 Euro pro Kilogramm wesentlich tiefer als jener für Benzin und auch Diesel. Methangas sorgt für eine 36

ruhigere und effizientere Verbrennung als Benzin, denn der Energiegehalt eines Kilogramms Erdgas entspricht in etwa 1,5 Liter Benzin oder 1,33 Liter Diesel. Zum anderen stoßen erdgasbetriebene Autos etwa 80 Prozent weniger Schadstoffe aus und tragen so zu einer sauberen Umwelt und dank ihres leisen Fahrverhaltens auch zu einer geringeren Lärmbelastung bei. Wer sein Auto auf Erdgasbetrieb umstellen lässt, was nach Auskunft von Stadtwerkedirektor Plank vor allem bei Benzinmodellen ohne weiteres möglich ist, spart sich zudem drei Jahre lang die Autosteuer. „Damit sollte man die Mehrkosten bei der Anschaffung oder beim Umrüsten wieder hereinholen“ hat Plank ausgerechnet.

Nachteil: Schlechtes Tankstellennetz Trotzdem gibt es einige Nachteile, die man einkalkulieren muss. Das Tankstellennetz in Südtirol muss erst aufgebaut werden, denn bis jetzt gibt es lediglich ein klares Bekenntnis der Politik, dass dieses bald

geschehen soll. Die Reichweite von erdgasbetriebenen Autos liegt meist unter der von Benzin- oder Dieselfahrzeugen; in diesem Fall würde ein Fahrzeug Sinn machen, das sowohl mit Erdgas als auch mit Benzin betrieben wird. Ein weiterer Nachteil besteht in der rigiden italienischen Gesetzgebung zur Führung von Erdgastankstellen: In Italien sind automatisierte Anlagen mit Selbstbedienung nicht erlaubt, weshalb in der Nacht und an Sonn- und Feiertagen kein Tanken möglich ist. Im Ausland ist die Gesetzgebung lockerer; dort stehen solche Selbstbedienungseinrichtungen, die ohne Probleme zu handhaben sind. Für alle, die angesichts der Technologie und der möglichen Ersparnisse beim Treibstoffkauf neugierig geworden sind, gibt es Ende Mai nächsten Jahres eine interessante Veranstaltung, bei der man sich umfangreich informieren kann. Vom 20. Mai bis 2. Juni findet in Bozen die Weltausstellung für Erdgas- und Wasserstoffautos statt. Annamaria Mitterhofer


Interview

„Kirchturmdenken führt zu Problemen“ Stefano Cicalò ist für die Geschäftsführung der Brixner Bade- und Freizeitstruktur verantwortlich. Er erkennt im Brunecker Plan eine Acquarena-Kopie und zeigt Risiken und Auswirkungen desselben auf. von der Gemeinde abgedeckt werden sollen. Wir hatten 17,5 Millionen Euro Baukosten und bekamen lediglich zwei Millionen Euro vom Land. Irgendwo stimmt also das Verhältnis nicht.

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Also braucht Bruneck nach Fertigstellung lediglich die Betriebskosten zu decken. Wenn wir in der Acquarena mit den Einnahmen lediglich die Betriebskosten decken müssten, würden wir jedes Jahr satte Gewinne einfahren. Ich befürchte, dass Bruneck also Dumpingpreise fahren kann, die uns das Leben zusätzlich schwer machen werden.

Herr Cicalò, in Bruneck wird im kommenden Jahr ein Hallenbad entstehen, das große Ähnlichkeiten mit der Acquarena haben soll. Kürzlich haben Sie in einer Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass dies strategisch nicht sinnvoll sei. Vor einiger Zeit wurde bei Radio Holiday eine Diskussionsrunde ausgestrahlt, an der die Reipertinger Sportanlagen GmbH als Betreiber des jetzigen kleinen Hallenbads in Reischach, der Betreiber des Hallenbads Innichen und auch wir von der Acquarena teilnahmen. Innichen hat in dieser Gesprächsrunde klargestellt, dass die Realisierung eines neuen Hallenbads in Bruneck zur Schließung des Innichner Hallenbads führen werde. Ein Bad mit einer gewissen Struktur und einem entsprechenden Angebot braucht eine bestimmte Menge an Kunden, damit es wirtschaftlich funktioniert. Wir wissen heute, dass ein Bad wie die Acquarena um die 360.000 bis 400.000 Besucher pro Jahr braucht, um keine roten Zahlen zu schreiben. Die Ansiedlung von Schwimmbädern ist eine strategische, langfristig orientierte und äußerst wichtige Entscheidung.

Hallenbäder hat, teilen sich die Besucher auf die beiden Strukturen auf, und wir laufen Gefahr, dass beide in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Dazu kommt, dass wir in den einzelnen Strukturen vollkommen verschiedene Finanzierungssituationen haben: Ich sage nach wie vor nicht ohne Stolz, dass wir das einzige Hallenbad sind, das mit seinem Betrieb auch den gesamten Kapitaldienst deckt. Wir decken also nicht nur die Betriebskosten, sondern auch die Amortisation der Baukosten.

Soll also Bruneck ohne Hallenbad bleiben? Nein. Aber es muss die Frage erlaubt sein, ob es Sinn macht, dass in Reischach eine Kopie der Acquarena entsteht oder Bruneck die Chance nicht besser nutzen sollte. Wenn man zwei gleiche

Allerdings sind Beiträge geflossen... Ja, aber im Vergleich zu anderen Hallenbädern nur in sehr geringem Ausmaß. Bruneck spricht von acht Millionen Euro Baukosten, wobei drei Millionen vom Land und fünf Millionen

Stefano Cicalò: „Wenn man zwei gleiche Hallenbäder hat, läuft man Gefahr, dass beide in finanzielle Schwierigkeiten geraten“

Wo liegt die Lösung? Im Stil des Superski Dolomiti könnte man auch daran denken, eine Art „Superbath Dolomiti“ zu gründen, wo ein Besucher mit einer einheitlichen Karte in verschiedene Bäder kommt. Dabei wäre es aber notwendig, dass sich die einzelnen Bäder im Angebot unterscheiden. Das ist der Punkt: Es wäre sinnvoll, wenn die Brunecker sich mit uns und auch mit Innichen an einen Tisch setzen würden. Ge-

meinsam könnten wir erfassen, welche Angebote für Bruneck sinnvoll sind, ohne dass damit die anderen zwei Bäder unter dem Bau des dritten leiden. Die Brunecker müssen verstehen, dass eine klare Differenzierung im Angebot auch für sie große Vorteile bringt. Kirchturmdenken führt unweigerlich zu Problemen. Fürchten Sie unlautere Konkurrenz? Nein, aber wenn in Bruneck eine Kopie der Acquarena steht und diese Struktur mit ihren Einnahmen lediglich den Betrieb decken muss, kann ein Preiskrieg entstehen, den letztendlich niemand haben will. Die Acquarena wünscht sich also mehr Zusammenarbeit... Ja, davon würden alle profitieren. Wir stellen jedenfalls unser Know-How gern zur Verfügung, sofern ein Wille zur Zusammenarbeit überhaupt vorhanden ist. Willy Vontavon

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Vahrn neuer Bürgermeister?

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Wenn es nach dem Willen des jetzigen Bürgermeisters Josef Sigmund ginge, würde sein Nachfolger nach den Gemeinderatswahlen im kommenden Mai Andreas Schatzer heißen. Sigmund erklärte kürzlich, er würde auf eine Kandidatur zu Gunsten Schatzers verzichten. Dieser übt sich allerdings noch in Zurückhaltung: Wie er gegenüber dem „Brixner“ erläuterte, ließe sich das Amt des Bürgermeisters zeitlich nur schwer mit seinem heutigen Nebenberuf kombinieren. Schatzer (im Bild) ist Vize-Bürgermeister in Vahrn; zugleich ist er freiberuflich als Baukoordinator für einige Bauunternehmen im Eisacktal tätig. Für eine definitive Entscheidung möchte er sich Zeit lassen: „Anfang des neuen wv Jahres“ werde es soweit sein.

Unter dem Motto „Eisacktaler Kastanienwochen“ bieten 16 Gastbetriebe von Vahrn bis auf den Ritten Einheimischen und Gästen in der Zeit von 22. Oktober bis zum 7. November Kastanienspezialitäten an.

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Anfang Oktober wurden in Tschötsch die neue Bärenbachbrücke und ein neuer Dorfbrunnen in einem feierlichen Festakt der Bevölkerung übergeben.

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Die zwölfte „Apfelkönigin“ von Natz Schabs heißt Katrin Lambacher und ist 21 Jahre jung. „Katrin I.“ wird in den nächsten zwölf Monaten das Apfelhochplateau im In- und Ausland vertreten.

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Das neue Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Schabs hat 167.000 Euro gekostet. Der größte Teil wurde von der Gemeinde übernommen, den Rest finanzierten die Landesregierung, die Dorfbevölkerung und die Raiffeisenkasse Schabs.

Für den Ernstfall gerüstet Eine ganz besondere Feuerwehr-Übung wurde Anfang September in Mühlbach abgehalten: Das simulierte Unglück war ein Zugunfall auf dem Bahnhof von Mühlbach. Mehrere Verletzte mussten aus den verrauchten Wagons geborgen und anschließend versorgt werden. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Mühlbach waren auch die Wehren von Vintl, Schabs und Rodeneck sowie das Weiße und Rote Kreuz als auch die Notfallseelsorge beteiligt. Vor Beginn der Übung erklärte ein Sicherheitsbeauftragter der Staatsbahnen den Einsatzkräften die Besonderheiten eines solchen Einsatzes. So muss beispielsweise die Stromversorgung des Streckenabschnittes unbedingt abgeschaltet werden, bevor sich die Rettungsmannschaften zum Zug begeben. Für Matthias Bergmeister und Egon Gementi, die die Übung organisierten, war außerdem eine reibungslose Zusammenarbeit der Einsatzleiter von Feuerwehr und Weißem Kreuz wichtig. „Nachdem wir in

Foto: Oskar Zingerle

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Foto: Willy Vontavon

Annamaria Mitterhofer

letzter Zeit zu einigen Unfällen ausrücken mussten, die sich ganz in der Nähe der Bahnlinie ereigneten, war es für uns höchst an der Zeit, dass wir uns einmal mit den Verantwortlichen

der Staatsbahnen trafen, um uns auf ein derartiges Unglück vorzubereiten“, erklärte Egon Gementi von der Freiwilligen Feuer­ wehr Mühlbach. oz 39


Es ist Keschtnigl-Zeit! Vom 3. bis zum 7. November ist in Feldthurns die traditionelle Keschtnigl-Zeit – fünf Tage lang dreht sich alles um die begehrte Herbstfrucht. Am 3. und 4. November finden im Seminarraum im Hotel Unterwirt verschiedene Symposien statt. Den Eröffnungsabend gestaltet Peter Dechant im Schloss Velthurns mit Laute und Gesang. Am Donnerstag Abend findet im Innenhof von Schloss Velthurns die Performance „Feuerzeremonie“ mit Anke Firlefanz statt. Am Freitag, 5. November, startet um 14 Uhr eine geführte Wanderung zum Thema „Keschtn, Dorf und Leute“ mit Frieda Ranalter beim jungen Kastanienbaum vor dem Schloss Velthurns. Ab 21 Uhr spielen „Kastanien&Band“ am Tennisplatz von Feldthurns. Der Samstag steht ganz im Zeichen der Kinder: Von 13 bis 18 Uhr finden Abenteuerspiele im Freien auf dem Keschtnweg statt – Anmeldung bei Agnes Raban-

ser unter Telefon 320 0461685. Um 19 Uhr präsentiert Marlene Sellemond Märchen aus aller Welt im Schloss Velthurns für Kinder ab fünf Jahren. Um 19.30 Uhr kommen auch die älteren auf ihre Kosten, wenn

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Klausen Altstadt

Bozen

P Tinneplatz

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Brixen

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es heißt: „Renaissance des Genusses“, eine musische Wanderung durch die Köstlichkeiten der Äpfel, Keschtn und Birnen im Hotel Unterwirt. Der Sonntag geht traditionell mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche

von Feldthurns los, umrahmt vom „Keschtnglachter“ mit Heinl Parschalk und Chris Eigner. Ab 11 Uhr wird auf der Dorfstraße „getörggelet“ mit heimischen Spe­zialitäten und gebratenen oz Kastanien.

Sommerkinderbetreuung für Natz-Schabs Kinder zwischen drei und zehn Jahren können im nächsten Sommer in der Gemeinde Natz-Schabs eine Sommerkinderbetreuung in Anspruch nehmen. Die Bürgermeisterin Marianne Überbacher Unterkircher hat sich auf Initiative der Frauenrunde Schabs und der Frauen im SVP-Ortausschuss Schabs einverstanden erklärt, gemeinsam mit dem Verein „Kinderfreunde Südtirol“, der in vielen Gemeinden des Pustertales aktiv ist, eine solche Betreuung anzubieten. Die Betreuung steht von Ende Juni bis Ende August von Montag bis Freitag von 7.30 bis 17 Uhr offen; die Eltern sind an keine festen Besuchstage gebunden, sondern können die Betreuung entsprechend ihren jeweiligen Bedürfnissen täglich, mehrmals wöchentlich oder auch nur sporadisch in Anspruch nehmen. Bezahlt werden die jeweils in Anspruch genommenen Betreuungstage. Die qualifizierten Betreuerinnen gestalten ein Programm, das dem Alter der Kinder angepasst ist und das in

seiner Art den Feriencharakter wiederspiegelt. Nach Möglichkeit sollen sich die Kinder im Freien aufhalten und die vielen Möglichkeiten zum Ausflug in der Gemeinde und in der Umgebung nutzen. Die Eltern mit Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren erhalten demnächst einen Fragebogen, in dem sie unverbindlich ihr Interesse an der Nutzung einer solchen Betreuung anmelden können. Weitere Auskünfte zu Organisation, Ablauf, Kosten und Rahmenbedingungen werden im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 10. November um 20 Uhr im Vereinshaus von Schabs gegeben. amm


Event

Tradition bewahren, Neues probieren Nach zweijähriger Renovierung öffnete der Haidnerhof in Pairdorf /Tschötsch vor kurzem seine Tore als Buschenschank.

Hubert mit Vera Oberhuber und Florian Obexer

Stefan Brunner und Hartl Albert Delueg und Sepp Pliger

Helga Delueg, Rita Pliger

A

Auf beeindruckende Weise sticht dem Besucher des neuen Buschenschanks im Haidnerhof sofort das römische Kreuzgewölbe ins Auge. Wo heute Gasttische darauf warten, besetzt zu werden, und eine wuchtige Theke inmitten des großen Raumes thront, waren früher die Kühe des Hofes zu Hause. Wo heute eine moderne Sanitäranlage ist, gackerten noch vor zwei Jahren glückliche Freilandhühner. Kaum zu glauben, was die Handwerker aus dem im 17. Jahrhundert erbauten Gebäude gemacht haben: Viele Türen und Steingewölbe wurden liebevoll restauriert und verleihen dem traditionsreichen Hof heute noch eine ganz besondere Note.

Nik und Andreas Obexer Alex Rottensteiner, Franz Obexer Günther Costa, Alois Profanter Hans Rabensteiner und Hubert Oberhuber

Annemarie Oberhuber, Albert Delueg Vera Oberhuber

Franz und Ingrid Obexer

Lorenz Kelderer, Paul Reiterer

Franz Obexer, Luis Kerschbaumer, Sebastiana Gennaro, Maria Obexer und Anita Kerschbaumer

Urige Keller Matthias Costa, Patrik Oberhuber

Markus Obexer

Fotos: Oskar Zingerle

Dass die urigen Keller zum Verweilen einladen, zeigte sich bereits bei der Eröffnungsfeier. Familie Obexer verwöhnte ihre Gäste mit hausgemachten Schlutzkrapfen, und das musikalische Nachwuchstalent Vera Oberhuber spielte mit ihrer Ziehharmonika auf. Kein Wunder, dass die letzten Gäste erst in den Morgenstunden den Nach-Hause-Weg antraten. Wer neugierig geworden ist, kann sich im Haidnerhof jeden Tag ab 17 Uhr bewirten lassen; Samstag und Sonntag gibt es bereits ab 12 Uhr warme Küche.

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PR-Info

Eigeninitiative ist gefragt.

Die richtige Vorsorge

Früher war alles klar: Als Rentner würde man zwar keine großen Sprünge machen können, aber wer ein Berufsleben lang Beiträge gezahlt hatte, kam gut mit seiner Rente aus. Mittlerweile haben sich die Dinge allerdings geändert. Durch die rückläufigen Geburtenzahlen und die höhere Lebenserwartung in unserer Gesellschaft werden die Renten in Zukunft wegen des wachsenden Anteils der Personen im Ruhestand geringer ausfallen. Junge Berufstätige und Berufseinsteiger werden kaum mehr auf die Altersabsicherung durch eine staatliche Rente in der bisherigen Form zählen können. Hier ist Eigeninitiative gefragt. Brigitte Ferdigg, Betreuerin für Privatkunden bei der Raiffeisenkasse Eisacktal und Karl Heinz Plaseller, Leiter der Geschäftsstelle Brixen, sprechen über die Alternativen.

Wie kann ich meinen derzeitigen Lebensstandard für die Zukunft sichern? „Eines ist wichtig zu wissen: Es gibt keine Patentlösung für die richtige Vorsorge“, erklärt Brigitte Ferdigg, “denn bei jedem Menschen ist die Lebenssituation individuell verschieden. Man muss immer die aktuellen Bedürfnisse und die persönlichen Ziele in Betracht ziehen.“ Wichtig sei es jedoch, so Ferdigg, die finanzielle Absicherung der Zukunft in den Mittelpunkt einer langfristigen Finanzplanung zu stellen. Sie fügt hinzu: „Je früher damit begonnen wird, desto leichter ist es, sein Ziel zu erreichen. Und auf alle Fälle gilt: Wer feststellen will, welcher Weg für ihn der richtige ist, braucht eine umfassende Beratung.“

Brigitte Ferdigg

Karl Heinz Plaseller

Betreuerin für Privatkunden

Leiter der Geschäftsstelle Brixen

Vorsorgen für den Lebens- Wie sieht es mit einer abend eventuellen Einkommensabsicherung bei BerufsunDie meisten Menschen wissen fähigkeit aus? nicht, wie groß die voraussichtliche Lücke zwischen dem letzten ausbezahlten Gehalt und der Pension sein wird. Ferdigg betont: „Wir können davon ausgehen, dass die sogenannte ‚Pensionslücke’ in den nächsten Jahren und Jahrzehnten immer größer wird. Die Zusatzpension gewinnt immer mehr an Bedeutung.“ Karl Heinz Plaseller präzisiert: „Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich diese Zusatzpension zu sichern. Wofür man sich letztendlich entscheidet, hängt von vielerlei Faktoren ab. Ein Freiberufler, der gleichzeitig Single ist, hat im Allgemeinen ganz andere Bedürfnisse als ein Familienvater in einem Angestelltenverhältnis.“ Ferdigg betrachtet die Unterschiede in der Vorsorgestrategie abhängig vom Alter: „Wenn wir etwa von Lebensversicherungen sprechen, gibt es Produkte mit einer garantierten Verzinsung und solche, die an den Kapitalmarkt gebunden, also mit einem höheren Risiko ausgestattet sind. Versicherungsnehmer im Alter von 45 oder 50 Jahren werden sich eher für die sichere Variante entscheiden. Jüngere interessieren sich in der Regel eher für eine Variante, die an den Kapitalmarkt gebunden ist, da die Verzinsung bei einer entsprechend längeren Laufzeit in der Regel besser ausfällt.“

Wer berufstätig ist, verdient sich damit seinen Lebensunterhalt. Man leistet sich über das Notwendige hinaus einen Urlaub, ein oder mehrere Hobbys und vieles andere mehr. Was aber, wenn man berufs- oder gar erwerbsunfähig wird? „Mit einer Unfall- oder Krankenversicherung“, erklärt Ferdigg, „lässt sich die Invalidität durch Unfall oder Krankheit abdecken. Für sehr viele kann das eine sinnvolle Art der Vorsorge sein.“ Plaseller fügt hinzu: “Man darf nicht vergessen, dass neben dem verminderten Einkommen einer staatlichen Invalidenrente im Zuge einer Berufsunfähigkeit noch unvorhersehbare Kosten hinzukommen können, z. B. der behindertengerechte Umbau des eigenen Autos oder der Wohnung.“

Ist meine Familie ausreichend abgesichert? Jeder möchte den Lebensstandard der eigenen Familie auch für den Fall des plötzlichen Ablebens oder der Invalidität sichern. Die Kosten für die Grundbedürfnisse des Partners und der Kinder (Wohnen, Ernährung, Heizung, Kleidung, usw.) sollen weiterhin gedeckt sein. Mit einer Witwenbzw. Waisenpension ist dies oft bei weitem nicht der Fall. „Eine

gute Möglichkeit, für diesen Fall vorzusorgen, ist die so genannte Gruppenablebensversicherung“, erklärt Ferdigg. „Darunter versteht man eine kollektive Ablebensversicherung, die zwei verschiedene Garantien anbietet: Zum einen die Abdeckung des Todesfalls durch Unfall oder Krankheit, zum anderen die Abdeckung des Todesfalls oder der Invalidität durch Unfall oder Krankheit.“ Plaseller fügt hinzu: „Es geht hier nicht nur um denjenigen, der durch die Ausübung seines Berufs die Familie in erster Linie finanziell versorgt. Wenn der Partner, der hauptsächlich die Kinder und den Haushalt betreut, nicht mehr da ist, kann das die Familie ebenso in eine sehr schwierige Lage versetzen.“

Alles nur Schwarzmalerei? Viele fühlen sich bei dem Thema Vorsorge unbehaglich, da es vor allem die negativen Seiten des Lebens in den Vordergrund rückt. Zum Thema Sinn oder Unsinn von Risikovorsorge und Absicherung meint Plaseller: „Es geht hier nicht darum, immer schon von vornherein an das Schlimmste zu denken. Die Risiken und die Probleme mit den Lücken in der Altersversorgung existieren - ob man es nun will oder nicht.“ Ferdigg ist überzeugt, dass es sich entspannter leben lässt, wenn man sich zumindest einmal gründlich über das Thema Gedanken gemacht hat: „Es ist gut, wenn man sich einmal Zeit nimmt und sich über die Möglichkeiten informiert. Und auch wenn man letztendlich auf eine Vorsorge völlig verzichtet, handelt es sich um eine aufgeklärte und bewusste Entscheidung.“ Ferdigg erklärt: „Es kommt auf das Gesamtkonzept an, das man vom eigenen Leben hat. Wir alle haben doch eine Vision, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen. Wie sich diese Zukunft sowohl finanzieren als auch absichern lässt, ist sicherlich jedem eine Überlegung wert.“


Zum Vormerken:

Endlich mehr Gelassenheit Planung f端r das Leben

Donnerstag, 11. November 19.30 Uhr Forum Brixen


Bürgerinitiative gegen Strahlenbelastung Die Ankündigung der italienischen Staatsbahnen (RFI), im Bereich des Vahrner Bahnhofs einen Umsetzermasten für das betriebseigene Radionetz GSM-R aufstellen zu wollen, hat für einigen Unmut gesorgt.

„Diese Zone ist bereits genug belastet“ Josef Ploner, der Sprecher der Bürgerinitiative, erklärt, warum man besonders hier keinen Umsetzermasten haben möchte: „Unser Kondominium liegt direkt neben der Autobahn und der Bahnlinie. Neben der erheblichen Lärmbelästigung sind wir auch noch von der Strahlen-

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Die Bewohner dieses Kondominiums wehren sich gegen die Errichtung eines Umsetzermastens belastung der Oberleitung der Bahn mit 3.000 Volt und von zwei nahe liegenden Hochspannungsleitungen mit jeweils 145 Kilovolt betroffen.“ Schon das sei eine Zumutung, gar nicht zu reden von einer weiteren Strahlung durch den geplanten Umsetzermasten, gibt Ploner zu bedenken. Unterdessen hat die Landesregierung die Techniker der Landesumweltagentur mit der Überprüfung des Projektes vom Standpunkt des Strahlenschutzes beauftragt. Man ist zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich um einen „ungefährlichen“ Sender handelt, da er nur das Radionetz der Bahn betrifft. Trotzdem ist Vahrns Vizebürgermeister Andreas Schatzer gegen den Standort: „Wir wollen den Umsetzer grundsätzlich nicht im bewohnten Bereich.“ Das habe man bei einem Lokalaugenschein auch den Vertretern der Eisenbahn klar gemacht.

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Foto: Oskar Zingerle

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Um gegen das Vorhaben der Staatsbahnen zu kämpfen, hat sich in Vahrn bereits eine Bürgerinitiative gebildet, die in einem ersten Schritt Land und Gemeinde ihre Bedenken mitgeteilt hat. Da die Kondomi­niumsbewohner nahe des Vahrner Bahnhofs allesamt Eisenbahnbedienstete sind, konnte das Problem überhaupt erst frühzeitig erkannt werden. „Sonst hätte man den Masten einfach aufgestellt, ohne dass

jemand davon Wind bekommen hätte“, bestätigt Arthur Gatterer.

Noch ein wesentliches Argument brachte die Vahrner Bürgerinitiative gegen die Errichtung des Umsetzermastens ein. Josef Ploner: „Nach unserer Er-

kenntnis müssten drei alte Rosskastianienbäume gefällt werden, die hervorragende Schattenspender und Lärmschlucker sind.“ Außerdem wurden die Bäume erst vor wenigen Jahren mit Landesmitteln saniert. Davon weiß Andreas Schatzer nichts: „Dass die Bäume gefällt werden müssen, wurde uns nicht bestätigt.“ Der Umsetzer würde wohl, so Schatzer, einige Meter daneben aufgestellt.

Alternativstandort gesucht „Wir wissen, dass das Land bei der Genehmigung solcher Masten die Auflage macht, dass auch andere Betreiber ihre Antennen dort befestigen dürfen“, erklärt Schatzer. Aus diesem Grund hat man sich auf die Suche nach einem alternativen Standort gemacht und ist in Richtung Norden 150 Meter vor dem „Badl“ fündig geworden. Die Vertreter der Bahn waren mit diesem Standort allerdings nicht besonders glücklich, da der Masten für Instandhaltungsarbeiten ganzjährig mit Fahrzeugen erreichbar sein muss. Trotzdem wolle man die Lage genauer prüfen und dann zu einer Entscheidung kommen. Oskar Zingerle


Alle Rekurse abgelehnt Die Wohnbauzone in Aicha wird ihren Weg durch die vorgesehenen Ämter und Instanzen weitergehen können. Der Gemeinderat befand die Argumente zum Landschaftsschutz, der Jäger und Anrainer als nicht ausreichend, um seine Entscheidung zur Änderung des Bauleitplanes nochmals zu revidieren.

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„Als Bauland zu schade“ Alle drei Stellungnahmen enthielten im Wesentlichen die gleichen Argumente: Die betroffene Wiese des Peintnerhofes in Aicha sei zu schade, um als Bauland Verwendung zu finden. Da sie unmittelbar am Waldrand liege, diene sie als Rückzugsraum für die Tiere, die sich dort in Ruhe aufhalten und äsen könnten. Die geplante Zone schließe nicht unmittelbar an den Ortskern an und leiste so einen Beitrag zur Zersiedelung der Landschaft. Zudem würde das soziale Gefüge im Oberdorf, in dem bisher nur wenige Personen leben, durch den Bau von 16 Reihenhäusern und den Zuzug einer entsprechend großen Zahl von neuen Bewohnern gehörig durcheinander gebracht. In der anschließenden Diskussion verlas Gemeinderat Peter Gasser das Schreiben der Grundeigentümer einer Wiese, die sich in der Nähe der Grundschule von Aicha befindet. Darin machten diese das Angebot, ihr etwa 3000 Quadratmeter großes Grundstück als Wohnbauzone ausweisen zu lassen. Durch eine solche Ausweisung im Ortskern

Der Gemeinderat von Natz Schabs hat die Ausweisung einer Wohnbauzone in Aicha genehmigt

Foto: Karl Gruber

Die Ausweisung einer mehr als 4000 Quadratmeter großen Wohnbauzone stand bei der letzten Sitzung des Gemeinderates von Natz-Schabs erneut auf der Tagesordnung. Anlass dafür waren drei Rekurse, die im Anschluss an die Ausweisung eingegangen waren. Die Rekurseinbringer waren Gregor Beikircher in seiner Funktion als Naturschutzwacht, die Jägerschaft und die Anrainer der künftigen Wohnbauzone.

hätte man die von Gregor Beikircher beanstandete Zersiedelung verhindern können; er selbst hatte in seinem Rekurs ebenfalls auf dieses Grundstück verwiesen. Bürgermeisterin Marianne Überbacher Unterkircher dagegen erklärte, dass sie bereits seit fast einem Jahrzehnt mit diesen Grundeigentümern in Verhandlung sei, diese jedoch niemals eine Einigung treffen konnten und sie deshalb diesem Schreiben keinen Glauben schenken könne. Zudem würden diese Antragssteller nicht erklären, ob sie – wie die Besitzer der neu ausgewiesenen Wohnbauzone Peintnerhof – den Grund ebenfalls zur Gänze dem geförderten Wohnbau zur Verfügung stellen würden.

Nur geförderter Wohnbau Gerade das Argument, dass die Wohnbauzone nur für den geförderten Wohnbau zur Verfügung gestellt wird, war es wohl letztendlich, die den Ausschlag gab, alle Rekurse abzulehnen –

auch wenn einige leise Töne auf die Richtigkeit des einen oder anderen Arguments hinwiesen. So meinte etwa Robert Tauber: „Ich wünsche den Aichnern, dass sie mit dieser Entwicklung zurecht kommen mögen. In Raas hatten wir in den 70er Jahren eine ähnliche Entwicklung erlebt, als die Bevölkerungszahl in einem kurzen Zeitraum drastisch anstieg. Das hat für einigen sozialen Zündstoff gesorgt. Hier bedarf es einiger Kraft und Anstrengung durch die Aichner Bevölkerung und die Vereine.“

Wohnbauzonen in Viums wund Schabs Ebenfalls genehmigt wurden die Durchführungspläne für die Wohnbauzonen „Plattnerwiese“ in Viums und „St. Margareth“ in Schabs. In Viums werden fünf Reihenhäuser für den geförderten Wohnbau und zwei Wohneinheiten für den privaten Wohnbau errichtet. In Schabs werden sieben Reihenhäuser des geförderten Wohnbaus und

vier Wohnheiten für den privaten Wohnbau entstehen. Dort erfolgt die Erschließung durch die Infrastruktur wie Wasser und Abwasser über die bereits bestehende St.-Margareth-Siedlung. Zudem ist es gelungen, im Durchführungsplan einen Gehweg zu dieser bestehenden Siedlung vorzusehen, der eine direkte Fußverbindung ins Dorfzentrum darstellen wird.

Tiefgarage sorgt für Parkraum Neben einer Tiefgarage sind weiters elf Besucherparkplätze eingeplant, so dass für ausreichend Parkmöglichkeiten gesorgt sein dürfte. Es hat sich nämlich gezeigt, dass in vielen bereits bestehenden Wohnbauzonen die Parkflächen zu knapp bemessen sind. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass nicht jeder seine Garage entsprechend ihrem ursprünglichen Zweck nutzt, wie man im Rahmen der Gemeinderatssitzung kritisch bemerkte. Annamaria Mitterhofer

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Event

Einladende Gastlichkeit Nach nur viermonatiger Bauzeit präsentiert sich der Trinnerhof in Raas gänzlich neu. Zu den Gästezimmern des Trinnerhofs sind zwei Ferienwohnungen sowie ein Buschenschank hinzugekommen. Familie Jaist Thomas Jaist, Monika Grumer

Konrad Oberhuber, Helmuth Wolf Walter Gasser, Heinrich Ferretti

Roman Thaler und Frau Heidi Peter Hilber, Philipp Jaist

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Am 17. September fand die feierliche Eröffnung und Einweihung des Trinnerhofs in Raas statt. Zahlreiche Freunde, Bekannte und baubeteiligte Partner hatten sich eingefunden, um mit der Familie Jaist auf die gelungenen Arbeiten anzustoßen. Die Einweihung nahmen Pfarrer Norbert Slomp und Kooperator Karl Blasbichler gemeinsam vor. Die Feier wurde geprägt von der Herzlichkeit der Gastgeber, die für beste Stimmung unter den Anwesenden sorgten. Musikalische Unterhaltung dazu bot die Natzner Böhmische.

Neuer Buschenschank Die Entscheidung für einen Buschenschank war von Familie Jaist gemeinsam gefällt worden. Ausschlaggebend war mitunter die direkte Lage an der Panoramastraße von Elvas nach Raas, 46

Natzner Böhmische

die für viele Einheimische und Touristen eine beliebte Spazierund Wanderroute im näheren Umkreis von Brixen darstellt. Bei der Führung des Gastbetriebes stehen Maria und Peter Jaist die Kinder Thomas, Carmen und Maria Magdalena tatkräftig zur Seite. In der gemütlichen Gaststube oder auf der großen Sonnenterrasse mit dem herrlichen Ausblick auf den Brixner Talkessel werden hofeigene Produkte und hausgemachte Gerichte serviert; abends lädt der Buschenschank zum Törggelen ein. Geöffnet ist von Dienstag bis Freitag ab 16 Uhr, am Wochenende bereits ab Mittag. Montag ist Ruhetag. Ganz besonders bedanken möchten wir uns bei folgenden Firmen für die hervorragende und termingerechte Fertigstellung:

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„catadores do mundo“

ticker Die „Komödie Brixen“ will mit einem künstlerischen Beirat, der aus erfahrenen Theaterleuten besteht, seine künstlerische Tätigkeit verstärken und „in Brixen wieder richtige Theaterkultur aufleben lassen“, wie Obmann Michael Kastlunger erklärte.

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Ein „wortgewaltiges, entsetzlich komisches Stück“ des Autors Werner Schwab bringt die Gruppe Dekadenz im Anreiterkeller zur Aufführung. „Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos“ wird noch bis zum 7. November aufgeführt; www.dekadenz.it.

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Auch die Komödie Brixen ist wieder aktiv: Die klassische Boulevardkomödie „Die Spanische Fliege“ feiert am 29. Oktober um 20.30 Uhr im Forum Brixen Premiere. Als Schauspieler wurden Siglinde Horvat, Tiziana Pirello, Renate Heissl, Christian Hinteregger und Paul Oberhofer verpflichtet.

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Der „C.T.G. Gruppo Torre Bianca“ hat zum 21. Mal einen Fotowettbewerb veranstaltet. Am Samstag, 23. Oktober, werden im Saal der Südtiroler Volksbank in Brixen die besten Bilder prämiiert.

„Lixao“, das „Volk der Mülldeponie“ werden sie genannt, die 800 Bewohner der immensen Mülldeponie João Pessoa im Nordosten Brasiliens. Tagein tagaus wühlen sie in den Müllbergen auf der Suche nach wieder verwertbaren Materialien zum Verkauf. Mit deren Erlös verdient ein „catadore“ im besten Fall 20 Euro pro Woche. Auch die Jüngsten müssen ran: Allein auf João Pessoa leben 140 Kinder unter 14 Jahren in miserablen Zuständen. Eine fotografische Wanderausstellung dokumentiert die Geschichte der „catadores“: Der Architekt und Fotograf Heinrich Wegmann hat auf über 40 Fotografien das Leben der „catadores do mundo“ festgehalten. Die Fotoausstellung ist noch bis zum 30. Oktober im Forum Brixen zu sehen. wv

Von A wie Aagn bis Z wie Zweschpm Wer sich schon einmal ins tiefste Sachsen oder in die Schweiz auf Reisen begeben hat, kennt dieses missliche Gefühl: Beim Versuch, mit der Bevölkerung Kontakt aufzunehmen, klingt die eigene Muttersprache plötzlich wie chinesisch. Kein Wunder, dass auch in unseren Breiten oft ein Besucher drei mal hintereinander „Wie bitte?“ fragt, wenn man ihm den Weg erklärt. Gegen diese Sprachbar­ rieren gibt es nun Abhilfe in Form des Sprachführers „Sprechen Sie Südtirolerisch?“. Die beiden Autoren Alexander Larch und Angelika Unterholzner erklären darin Mundartliches und „Eintirolerischtes“ quer durch – vom Vinschgau bis ins Pustertal, und das Ergebnis ist für „Doige“ wie für „Zuagroaste“ gleichermaßen lehrreich und erheiternd. Die verschiedenen Orts- und Taldialekte werden im Buch ebenso berücksichtigt wie aktuelle Trends, die sich in die Sprache einschleichen; etwa, dass in Rundfunk und Fernse-

hen mittlerweile ein einheitlicher Standarddialekt gesprochen wird, oder aber die Kuriositäten der Jugendsprache, die in etwa so klingen können: „In dr Friah wår i in dr Palestra und af Nåcht saimr schëiken gången.“ Die eigene Mundart ist die heilige Kuh der Südtiroler, um die früher mit Bomben gekämpft wurde und die nun, in Zeiten von E-mail, Chat und SMS eine neue Blüte erlebt. Wen wundert es also, dass man in einem kleinen Cafe in Vintl dreisprachig vor den Tücken des Hauses gewarnt wird: „Vorsicht Stufe“, „Attenzione gradino“ und „Obåcht Stapfl“. al

Brixnerische Stichwahl Beim Brixner Domplatz Strudelteigwalgen haben beide gewonnen. Doch beim Tournieren* wird der Gewichtigere siegen.

Litera Elixier

*: in der gewünschten Form ausstechen

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„Die letzten Dinge“ hörern am Karfreitag 1826 in der Lutherischen Kirche in Kassel. Der Komponist überzeugt durch seine reichen Harmonien und sein Können in der Modulation und Chromatik. Dabei fällt auf, dass in den „Letzten Dingen“ kaum Abschnitte zu finden sind, die man im direkten Sinne als Arien bezeichnen kann; in der Regel sind den Solisten lediglich mehr oder weniger ausgedehnte Rezitative anvertraut. Eine große Aufgabe erfüllt das Orchester: Es ist die eigentliche Trägerschaft des musikalischen Ausdrucks. Ihm obliegt es, die apokalyptische Symbolik zu deuten. Die größeren Vorspiele zu den zwei Teilen dienen zur Einstimmung in den Gehalt des darauf folgenden Textes. Kartenvorverkauf beim Tourismusverein Brixen (Telefon 0472 836401) mak Foto: Oskar Zingerle

Am Samstag, 23. Oktober, um 20 Uhr geben Domchor und Domorchester unter der Leitung von Heinrich Walder auf Einladung der Gemeinde Vahrn ein Konzert in der Stiftskirche von Neustift. Zur Aufführung gelangt das Oratorium „Die letzten Dinge“ von Louis Spohr. Als Solisten werden Clara Sattler (Sopran), Daniela Treffner (Alt), Michael Novak (Tenor) und Jörg Hempel (Bass) zu hören sein. Louis Spohr war Zugehöriger der Freimaurerbewegung; um 1810 wurde in den Logen die Auseinandersetzung mit der Apokalypse besonders intensiv betrieben. So fiel die Textvorlage dieses Oratoriums, die von Friedrich Rochlitz stammt und sich der Apokalypse-Texte bedient, auf geistig gut vorbereiteten Boden. Spohr begann Anfang Oktober 1825 mit der Arbeit an diesem Oratorium, und schon im Februar 1826 war es vollendet. Er selbst leitete die Uraufführung vor über 2.000 Zu-

„mensch oder gott“ Die Eisacktaler Rockformation „Frei.Wild“ hat eine neue CD auf den Markt gebracht. Aufgenommen und abgemischt wurden die 13 Titel mit einer gesamten Spielzeit von etwa 40 Minuten von Hendrik Fedor Vangerow im Ziegelhausstudio Iserlohn. Nach „Eines Tages“ und „Wo die Sonne wieder lacht“ ist dies die dritte Aufnahme von „Frei. Wild“ und sicherlich ihre bislang beste. Sie scheinen etwas dazugelernt zu haben: Ein Keyboard wurde eingebaut, das besonders dem Titel „Schmerz der Phantasie“ eine besondere Note verleiht. Dazwischen erklingt mal eine Mundharmonika oder ein Gitarrensolo, Rhythmen werden gewechselt. Der Titel „mensch oder gott“ gibt dem Album seinen Namen und ist im gewohnt harten Stil von Philipp, Zegga, Jonas, Föhre und Tom gehalten. Daneben gibt es aber auch melodiöse Abschnitte wie in „Heimat“ oder „Irgendwann“. 50

Die Texte der Lieder sind sehr lebensnah, handeln von Zeiten, in denen man nicht weiter weiß, über Alkohol bis hin zur Heimat Südtirol, einem beliebten Thema der Eisacktaler Gruppe, und den erklärten Vorbildern, den Böhsen Onkelz, die in einem Lied ebenfalls zu Ehren kommen. Das Booklet ist dagegen eher einfach gehalten: Fußballschuhe auf der ersten Seite, und das Ganze aufklappbar. Wer ein Fan von etwas härteren Klängen und Deutschrock ist, kann die Scheibe im Fachhandel um 15 Euro erwerben. mak


381 Tage unterwegs

“God of the Empty Tomb”

Vier Chöre, zwei Musikschulen, vier Solisten, ein Sprecher, 130 Ausführende, davon fast 60 Kinder und Jugendliche, mehr als 40 Erwachsene im Gesamtchor und 30 Orchestermusiker – anhand dieser Zahlen

kann man schon einigermaßen abschätzen, welch spektakuläres Ereignis die Aufführung des Musicals „God of the empty tomb“ Anfang November sein wird. Veranstaltet wird das Auferstehungsmusical zum Allerseelentag im Gräbermonat November vom MGV Bozen. „Gott ist für uns auferstanden, hat für uns den Tod besiegt“, das ist die Kernbotschaft der einstündigen Darbietung. Musikalisch bewegt sich das österliche Werk zwischen Musical, Filmmusik und Klassik. Die künstlerische Leitung hat Armin Thomaser inne; der 1968 in Bozen geborene Musiklehrer war lange Zeit Leiter der Brixner Vokalensembles „novAntiqua“. „God of the empty tomb“ wird am Donnerstag, 11. November, um 20 Uhr in der Pfarrkirche von Milland aufgeführt. oz

New Day

den etwa 900 ausgewählt und in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Fotografen Stefan Pfander eine Dia-Visions-Show produziert. Es entstand eine Inszenierung von Bildern, Musik und wenigen kurzen Texten, die die Abenteurer während der Show vorlesen werden. Im Vereinshaus von Tils werden Yvonne und Raimund Frötscher ihre Show am Donnerstag, 21. Oktober, um 20.45 Uhr vorführen. Eine weitere Vorführung findet am 28. Oktober in der Turnhalle der Neustifter Grundschule statt. oz

Männer über die White Lily Gospel Singers von Mühlbach, seit Februar 2003 proben sie einmal wöchentlich ihre Lieder, vor allem Pop- und Love-Songs, aber auch deutschsprachige Schlager von bekannten A-Capella-Gruppen wie den Prinzen. Ein erstes größeres Konzert gab es im vergangenen März in Vintl, ein weiteres im August am Kirchplatz von Mühlbach, und beim Internationalen Gesangsfestival in Liberec/Tschechien konnten „New Day“ gar ein hochkarätiges Fachpublikum begeistern. Weitere Informationen zu den Vieren, die neben ihrer wohlklingenden Stimme auch mit manchem Schmäh aufzuwarten haben, findet man im Internet www.newday.bz. mk

Foto: Oskar Zingerle

Sie heißen Fabio, Manni, Alex und Armin, und sie singen zusammen. Sie singen in Kindergärten, bei Liebeserklärungen und Hochzeiten, in Burgen und Schlössern, bei Scheidungen, in Bars, für Jung und Alt, für Geld, für Klosterfrauen, Spitäler und Altersheime, unter Brücken, bei Würstlstandln, für dich, für uns und überhaupt. So zumindest steht es auf der witzigen Visitenkarte des stimmgewaltigen Quartetts. „New Day“ haben sie sich genannt, weil jeder Tag etwas Neues bringen soll und weil ihre Art zu singen in Südtirol relativ neu ist. Sie wollen ihr Publikum erstaunen, es berühren, es zum Lachen und Weinen bringen. Kennen gelernt haben sich die vier jungen

„Es braucht wenig Geld. Einen Rucksack, ein paar Kleider, eine Fotokamera, ein Zweimannzelt und einen CampingKocher“, berichten Yvonne und Raimund Frötscher über ihre außergewöhnliche Reise. Mit diesen Utensilien im Rucksack begann für die beiden ihr Urlaubstrip auf dem Hauptbahnhof von Zürich. Mit dem Zug fuhren sie nach St. Petersburg und von dort nach Peking – dann ohne konkretes Ziel einfach kreuz und quer durch China bis nach Nepal, wo sie sich plötzlich irrtümlicherweise auf 6.000 Metern Meereshöhe befanden. Die weiteren Stationen waren Tibet, Indien, New Delhi, Bangkok, Sydney, Neuseeland, Argentinien, Chile, Bolivien, Peru und Ecuador, bevor es wieder zurück nach Hause ging. Yvonne und Raimund Frötscher erzählen in einer Dia-Visions-Show von ihrer 381 Tage dauernden Reise um die Welt. Von den insgesamt 12.000 geschossenen Dias wur-

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Die 1. Tiroler Meisterschaft für Steirische Harmonika wurde Ende Juni in Meransen ausgetragen und hatte hohes Niveau. Siegerin in ihrer Kategorie war die Brixnerin Vera Oberhuber. Die besten Spieler der Meisterschaft wurden im heurigen Sommer zu einer CD-Produktion eingeladen, die nun erschienen ist. Christian Rasinger, Chef der Produktionsfirma Tyrolis, ist begeistert: „Ihr habt ja tatsächlich die Elite Tirols da.“ Beim Meransner Almabtrieb Anfang Oktober wurde die CD erstmals mit erfreulichem Erfolg vorgestellt. Als Jüngste sind Anna Pupp aus Villan­ ders, die Brüder Manuel und Michael Hinteregger aus Lüsen dabei. Ihrem Spiel merkt man jugendliche Unbekümmertheit an. Der Meransner Christian Untersteiner sowie Vera Oberhuber sind im ­Mittelfeld und beweisen ­erhebliches Können. oz

Foto: Alexandra Laber

Meister auf der Ziehharmonika

Grazie, für Rotwein und Pistazie Es braucht einige Zeit, bis man dem Witz und Irrwitz des Kabarettisten Ludwig Müller folgen kann. Doch nach kurzer Zeit findet man seine Schüttelreime, wie beispielsweise „Beim Duschen hör’ ich Eminem und weiß nicht, welche Creme i nehm“, äußerst spaßig. Ehrlich. Der Oberösterreicher zeigte sein neuestes Programm „Schnurlos“ Ende September in der Dekadenz. Wer in diesem einen roten Faden sucht, ist hoffnungslos verloren. Der große Blonde springt mit seinen Gedanken von Pointe zu Pointe, jongliert mit Wörtern und quetscht die skurrilsten Themen in Nonsense-Reime. Und doch hüpfen manche seiner Figuren immer wieder ins Programm, beispielsweise seine märchenbegeisterte französische Oma, der Versiche-

rungsvertreter der „Oberösterreichischen Hangseitigen“ oder einige namhafte Weltpolitiker, wie Vladimir Putin mit seinem PR-Berater Wladimir Input. Mit einem Federball auf der Nase begibt er sich auf die Reise in eine verschobene Welt; so malt er äußerst feinsinnig nur durch leicht verdrehte Wörter ein surreales Bild des Alltags. Dann wiederum entführt er sein Publikum in die rosa Seiten des Heimatromans „Wenn der Pentium glüht“, wo der Providinger Sepp mit dem bösen Bill Geiz („glei bist dot, com“), um die Gunst der schönen Silicon Wally buhlt. Am Ende der Geschichte gibt es klarerweise eine Festplatte, dass sich der Tisch biegt (während die Oma einen Bildschirmschoner strickt). al

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„Also, sagt die Köchin Toni / willsch du schiane Makkaroni / nimm a Loch und sei net dumm / und wickl semm in Toag rundum.“ Dieses und 99 weitere Mundartgedichte des am 13. April 2003 verstorbenen Hans Fink enthält ein neues Büchlein, das kürzlich vorgestellt wurde. Fink hatte zeitlebens die Angewohnheit, in seiner eigenen Gaststube hin und wieder eine gemütliche Viertel Stunde zu verbringen und über Gott und die Welt zu sinnieren. Seine Gedanken schrieb er – meist in Reimform – auf Menükarten, die in der Folge von seiner Familie penibel gesammelt wurden. Fink hat in seinen Versen stets das richtige Wort gefunden und aufgezeigt, dass auch derbe Mundart höchst poetisch sein kann. Die nun im Büchlein „Übers

Johr“ veröffentlichten Gedichte sind eine Auswahl aus diesen Werken. Die Auswahl stammt von Reinhold Nössing und Helmuth Fink; das Büchlein ist im Suedmedia Verlag erschienen und kostet im Buchhandel 6,90 Euro. wv


Es läuft, Doktor! Die Knappenbühne Villanders belebt mit einer turbulenten Arzt-Komödie die Bühne des Vereinshauses.

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Die Knappenbühne Villanders hat es sich zum Ziel gesetzt, mindestens eine Theaterproduktion im Jahr auf die Bühne zu stellen. Diese Tradition bleibt auch heuer ungebrochen: Am 5. November steht die Premiere der spritzigen Komödie „Es läuft, Doktor! (It Runs in the Family)“ vom britischen Autor Ray Cooney auf dem Spielplan. Regie führte dieses Mal Ulrich Kofler, der vor vier Jahren mit großem Publikumserfolg die Komödie „So ein Affentheater“ gemeinsam mit der Villanderer Bühne in Szene gesetzt hat.

Britischer Humor und witzige Dialoge In „Es läuft, Doktor!“ verwandelt sich ein ehrbares Krankenhaus zu einem komischen Tollhaus der Verrücktheiten. Mit Schuld daran hat der Neurologe David Mantinger, der kurz vor seinem beruflichen Durchbruch steht: Er soll auf einem internationalen Ärztekongress einen Vortrag halten, und somit winkt

Mit witzigen Dialogen und absurden zwischenmenschlichen Katastrophen bringt die Knappenbühne Villanders ihr Publikum zum Lachen die Chefarztwürde. Ein letztes Mal probt er noch für seinen großen Auftritt, als unvermutet eine ehemalige Krankenschwester auftaucht. Sie konfrontiert den schockierten Doktor mit der Tatsache, dass er der Vater ihres inzwischen 16-jährigen Sohnes ist. Während die internationalen Kollegen auf den Vortrag warten, die Ehefrau den Erfolg ihres Gatten ersehnt und der unbekannte Sohn auf der Suche nach seinem Vater das Krankenhaus auf den Kopf stellt, entwickelt der gestresste Doktor einen ge-

nialen Plan. Verkleidete Oberschwestern, angebliche Priester, falsche Patienten, quietschvergnügte Leichen und ein echter Sergente der Polizei durchkreuzen allerdings das Vorhaben und sorgen für ein schrillvergnügtes Chaos auf der Bühne.

Premiere am 5. November Echter britischer Humor, witzige Dialoge und absurd scheinende zwischenmenschliche Katastrophen lassen die Figuren über die Bühne jagen. Als Schauspieler sind dabei UlC

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rich Hofer, Maria Baumgartner, Egon Herbst, Thomas Rienzner, Margareth Fink, Ida Rabensteiner, Martin Pfattner, Sebastian Kusstatscher, Franz Baumgartner und Robert Gruber gefordert. Die Aufführungen von „Es läuft, Doktor!“ finden am 5., 7., 10., 13. und 14. November mit Beginn um 20.30 Uhr, Sonntags um 15 Uhr, im Vereinshaus von Villanders statt. Karten können unter Telefon 0472 843505 oder per e-mail info@grubertechnik. com reserviert werden. Doris Brunner

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Kulturpflanzen der Alpen Vom 25. bis 30. Oktober findet in der Landwirtschaftsschule Salern eine Ausstellung zu Ehren der bergtüchtigen Kulturpflanzen statt.

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Gerade jene Kulturpflanzen, die den Menschen die Ansiedlung im Alpenraum ermöglicht haben, sind im Laufe der Jahrhunderte vielerorts zu Exoten geworden. Wer kennt zum Beispiel noch Leinpflanzen oder die Fasern der Hanfpflanzen? Diese Pflanzen lieferten bis vor wenigen Jahrzehnten kraftvolle Fasern für Tuch und Gewand. Wie wurde früher Getreide im Berggebiet angebaut? Waren die Hausgräten immer schon so üppig wie heute? Wächst auch in den Alpen Kaffee? Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigt sich die Ausstellung „Kulturpflanzen der Alpen“. Sie porträtiert Roggen, Weizen und Gerste und thematisiert verschiedene Aspekte des Bergackerbaus: von den ersten Spuren der Vielfalt der Landsorten und ihrer Erhaltung über Gedanken zu Qualität bis zum heutigen Stand des Bergackerbaus.

Mais und Kartoffel Ein besonderes Augenmerk wird bei der Ausstellung auf die Pflanzen Mais und Kartoffel

gelegt. Sie zählen zu jenen Kulturpflanzen, deren Geschichte in Europa nicht einmal 500 Jahre alt ist. Der Mais ist mit Abstand die bedeutendste Kulturpflanze, die aus der Neuen Welt übernommen wurde. Nach Weizen und Reis ist er die drittwichtigste Getreideart der Welt. Anfang des 16. Jahrhunderts gelangte der Kulturmais von den westindischen Inseln durch die Spanier nach Europa. In der „alten“ Welt stellte er zunächst eine exotische Zierpflanze dar, ähnlich wie zum Beispiel auch die ebenfalls aus Amerika eingeführte Tomate und die Kartoffel. Als Getreide angebaut wurde Mais dagegen erst im 17. Jahrhundert.

Siegeszug der Kartoffel Die Kartoffel stammt ursprünglich aus den peruanischen Anden, wo sie von den Indios als Hauptnahrungsmittel angebaut wurde. Als die spanischen Eroberer 1526 unter Pizarro in die Anden eindrangen, trafen sie dort auf das Reich der Inka, die in den Tieflagen Mais und oberhalb von 2.500 Metern Meereshöhe Kartoffeln anbauten. Um 1555 gelangten die ersten Kartoffeln nach Spanien, auf die Kanarischen Inseln und nach England und von dort nach ganz Europa, wo sie zunächst als

Der Mais ist eine der bedeutendsten Kulturpflanzen, die aus der Neuen Welt übernommen wurden exotische Zier- und Heilpflanze angebaut wurden. In Kontinentaleuropa und England konnte sich die Kartoffel nur langsam als Nahrungsmittel durchsetzen. Heute zählt die Kartoffel allerdings zu jenen Pflanzen, die aus unserer Ernährung nicht mehr wegzudenken sind.

Umfangreiche Sortenausstellung Die Ausstellung „Mais und Kartoffel“ in der Landwirtschaftsschule Salern dokumentiert in anschaulicher Weise Geschichte, Botanik, Anbau und Bedeutung dieser zwei wichtigen Kulturpflanzen. In einer umfangrei54

chen Sortenausstellung mit etwa 100 Maisvarietäten und 200 Kartoffelsorten wird eine ungeahnte Vielfalt an Farben, Formen und Größen ersichtlich. Ein weiterer Teil der Ausstellung widmet sich der ernährungsphysiologischen Bedeutung und den verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten. Die Ausstellung findet vom 26. bis 31. Oktober jeweils von 9 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr statt. Oskar Zingerle


Brixner Weinherbst Der Tourismusverein Brixen veranstaltet unter dem Titel „Brixner Weinherbst“ Führungen im Weingut des Klosters Neustift. Der „Brixner“ war dabei.

Am Fuße des Hügels erfährt man die Besonderheiten des Neustifter Weinberges: Im nördlichsten Weinbaugebiet südlich der Alpen gedeihen rund um das Stift in geschützter Lage vor allem weiße Trauben, die im Niederbau angebaut werden: Sylvaner, Müller Thurgau, Gewürztraminer, Ruländer, Roter Veltliner und Kerner. Dennoch produziert das Kloster auch einige Rotweine. Doch diese Rebstöcke werden weiter südlich in Bozen und am Schreckbichl bei Girlan gepflegt und am Marklhof eingekeltert, der ebenfalls in Klostereigentum ist. Sandige, trockene Böden und die luftige Hügellage lassen dort hervorragende Rotweine wie Lagrein und einen eleganten Blauburgunder gedeihen. Übrigens: Der Jahrgang 2001 wurde als Welt­ spitze ausgezeichnet.

Alexandra Laber

Kellermeister Hans Sigmund führt im Rahmen des „Brixner Weinherbst“ kleine Gruppen von Interessierten durch Weinberg und Kellerei

Die Führung geht weiter durch die ehemaligen Stallungen, die vor einigen Jahren zu Hightech-Verarbeitungsanlagen umgebaut wurden. Glänzende Inox-Tanks mit Präzisionsmessgeräten, Traubenpressen, Abfüllanlagen – und über allem der fruchtig moussierende Geruch nach gärendem Obst. Dieser Gärgeruch ist auch der Grund, warum die Kellerei für Besucher in nächster Zeit nicht zugänglich sein wird. Immer noch sterben Menschen in Weinkellern, die die Gefahr von Gärgasen unterschätzen – so wird den Besuchern erklärt. Zurück zum Stiftskeller, wird die Gruppe in die ehemalige Klostermühle begleitet, wo es zum praktischen Teil des Nachmittags übergeht – Höhepunkt für jeden Weinliebhaber. Hier läuft der alte Rebenmeister zu Hochform auf: Flasche um Flasche, gefüllt mit edlen Tropfen,

werden herauf getragen, verkostet und in seinen Besonderheiten erklärt.

Die Empfehlung des Kellermeisters In den letzten Jahren wurden von der Neustifter Kellerei hervorragende Weine produziert, doch auf den Sylvaner 2003 ist man besonders stolz. Der fruchtige, sehr kräftige Weißwein mit seinem eisacktaltypischen Brennnesselgeschmack erreichte letztes Jahr überdurchschnittliche Zuckerwerte. Sein angenehm frischer Geschmack passt hervorragend als Aperitif, zu kalten Vorspeisen und zu Fischgerichten. Aber auch der Kerner ist einmalig, ebenso wie der Müller Thurgau und der Gewürztraminer. Der Frührote Veltliner, eine alte Rebe, die bereits sehr selten ist, wird in Italien nur mehr in Neustift und von der Eisacktaler Kellerei angebaut. Den Ab-

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Weinanbau im „hohen Norden“

Weingeschichten Mit dem Fortschreiten der Flaschen werden die Anekdoten aus 35 Dienstjahren unter den Augustiner Chorherren immer flüssiger: „Der Wein håt mir lei guat getun – junger sterben geaht schun nimmer“. Er erzählt von seinen schlaflosen Nächten während der Einkellerung, die früher schwere Arbeit war, und wie spannend es ist, in Fässer voll gärendem Traubensaft zu sehen – fast so „als wurat ma an Kind beim Schlofn zuaschaugn“. Die Weingutführungen findet in diesem Herbst nur noch einmal statt: am 20. Oktober. Anmeldungen werden im Tourismusverein Brixen entgegen genommen.

M

Momentan herrscht Hochbetrieb in der Stiftskellerei von Neustift: Trauben werden geerntet, gekeltert und in großen Fässern zur Gärung gebracht. Nach einer entsprechenden Reifung wird der Wein dann in Flaschen gezogen, gelagert und schließlich ins In- und Ausland exportiert – eine Tradition, die schon vor 1000 Jahren auf den Hügeln um Neustift gepflegt wurde. So erklärt es jedenfalls der pensionierte Kellermeister Hans Sigmund, der im Rahmen des „Brixner Weinherbst“ ein paar Mal im Herbst eine kleine Gruppe von Interessierten durch Weinberg und Kellerei führt. Obwohl: „Hundertprozentig bestätigen“ könne er das nicht, denn so alt sei er nun auch wieder nicht, wird als Nachsatz mit einem verschmitzen Lächeln hinzugefügt.

schluss der Verkostung bildet ein Lagrein. Seine Charakteristik ist ein Brombeerton, der am besten zur Geltung kommt, wenn er einige Jahre in der Flasche reifen kann. Diese „Bozner Rebe“ passt gut zu Wild und Käse.

„Star that you are“

Tagesprogramm:

10. 00 Uhr: Frühschoppen mit Alex von den Südtiroler Bergvagabunden 11.30 Uhr: Live in concert: Seek 14.00 Uhr: DJ Albi 15.15 Uhr: „LeeSha“ - Jamie Lee Losso und Sharon Kerschbaumer mit ihrem Lied: Who knows why 15.30 Uhr: „Das lebende Schaufenster“ präsentiert von Sport Mode Acherer 16.30 Uhr: Stargastpremiere in Südtirol: Missy May 17.30 Uhr: Live in concert: Sitting Bull

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Brixen im Bombenhagel Vom 25. Dezember 1943 bis zum 20. April 1945 war das Gebiet der Gemeinde Brixen Dutzenden von Bombenangriffen der alliierten Streitkräfte ausgesetzt, die zahlreiche Tote auch unter der Zivilbevölkerung gefordert und riesige Sachschäden verursacht haben. Der Geschichtsverein hat die schweren Monate in Wort und Bild nachgezeichnet.

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Der schrecklichste Angriff war jener vom 4. Oktober 1944, bei dem das Dorf Albeins und der Süden von Brixen schwere Schäden erlitten und insgesamt 15 Zivilisten getötet wurden. Die Brixner Gemeindeverwaltung hat daher den 4. Oktober als Gedenktag für die zivilen Opfer des Zweiten Weltkrieges bestimmt und ehrt sie alljährlich durch Kranzniederlegungen am Denkmal für die zivilen Kriegsopfer am städtischen Friedhof sowie am Gedenkkreuz für drei Opfer in der Fischzucht.

Insgesamt sind durch die Bombenangriffe 20 Brixner sowie eine unbekannte Zahl an Soldaten und auswärtigen Hilfskräften getötet worden. Viele Menschen haben Verletzungen davongetragen, unter denen sie jahrelang zu leiden hatten und die ihren vorzeitigen Tod verursacht haben. Verglichen mit den Zehntausenden an Toten, die der Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung in anderen Gegenden gefordert hat (etwa 150.000 Tote in Dresden oder 80.000 Tote in Tokio), mögen die Brixner Opferzahlen eher gering erscheinen, aber die Tragik ist deswegen nicht kleiner. Hinter jedem Namen steht ein menschliches Schicksal, steht oft eine ganze Familie, die schwer getroffen wurde.

Brennerbahnlinie als Ziel

Bomben auf Brixen

In Brixen galten die Bombenangriffe zwar nicht der Zivilbevölkerung, sondern militärischen Zielen, vor allem der Brennerbahnlinie; die bei den Flächenbombardierungen unvermeidlichen hohen Opfer unter den Zivilisten wurden aber ohne weiteres in Kauf genommen. Die Erinnerung an diese Zeit, in der ein Menschenleben so wenig geachtet wurde, soll helfen, den Wert des Friedens zu erkennen und zu schätzen. Das Gedenken an die unter den Bomben gestorbenen Brixner und alle anderen zivilen Opfer des Zweiten Weltkrieges soll mit dazu beitragen, dass sich solche Katastrophen nicht mehr wiederholen.

Die Brennerbahnlinie hatte im Zweiten Weltkrieg und besonders nach der Besetzung Italiens durch deutsche Truppen nach dem 8. September 1943 eine außerordentliche strategische Bedeutung. Beinahe der gesamte Nachschub für die deutschen Truppen rollte über diese Strecke. Die Alliierten Streitkräfte versuchten daher mit schweren Bombenangriffen, diese Bahnlinie zu unterbrechen. Die Angriffe galten vor allem der Eisenbahnbrücke in Albeins, aber auch dem Brixner Bahnhof. Die Bomber kamen meist über Villnöß angeflogen, überquerten im Sinkflug das Eisacktal, wobei sie die Bomben ausklinkten, und drehten dann wieder ansteigend

Albeins wurde beim Bombenangriff vom 4. Oktober 1944 ­schwer getroffen

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Einzelne Jagdbomber, im Volksmund „Pippo“ genannt, flogen immer wieder Angriffe auf die Bahnlinie und auf militärische Einrichtungen. Insgesamt dürften auf das Gemeindegebiet von Brixen rund 2000 Bomben abgeworfen worden sein.

Zweitfahrer gesucht!

Hilflos den Bomben ausgesetzt

Die Kirche und das Schulhaus von Albeins am 4. Oktober 1944

über Pfeffersberg ab. Offensichtlich verwechselten die Piloten öfters die „Schwarze Brücke“ auf der Höhe der Fischzucht mit der Eisenbahnbrücke von Albeins, so dass auch die Gegend der Fischzucht schweren Bombenangriffen ausgesetzt war. Die hölzerne „Schwarze Brücke“ wurde zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die Eisenbahnbrücke wurde zwar mehrmals beschädigt, konnte aber meist sehr schnell wieder instand gesetzt werden. Erst am 20. April 1945 wurde die Brücke zerstört, aber rasch durch eine Behelfsbrücke ersetzt.

30 Angriffe Mehrere schwere Angriffe galten dem Brixner Bahnhof. Auch militärische Einrichtungen wie ein Fahrzeugdepot der Deutschen Wehrmacht am Gelände des Schießstandes in Köstlan wurden massiv angegriffen. Von einem dieser Angriffe stammt der Bomben-Blindgänger, der 1998 in Köstlan gefunden wurde. Insgesamt war das Gemeindegebiet von Brixen etwa 30 schweren Angriffen ausgesetzt, bei denen meist mehrere Wellen zu je fünf großen Bombenflugzeugen Bombenteppiche auf die Zielgebiete legten. Hinzu kamen Notabwürfe von Bombern, die das Gebiet von Brixen auf dem Weg zu entfernteren Zielen überflogen und wegen technischer Defekte oder nach Treffern der Flugabwehr ihre Bomben ungezielt ausklinkten.

Die Möglichkeiten, sich gegen die Bombenangriffe zu wehren oder sich davor zu schützen, waren sehr gering. Die Deutsche Wehrmacht hatte in Pinzagen, am Gollereck in Afers und auf der Hochfläche von Natz Flugabwehrkanonen (Flak) aufgestellt. Eine Beo­bachtungsstelle am Scheibenberg leitete das Feuer. Über Brixen dürften dabei rund zehn Bomber abgeschossen worden sein. Die getroffenen Flugzeuge stürzten oft erst in einiger Entfernung ab. Die zu Boden fallenden Splitter der Flakgranaten stellten neben den Bomben eine zusätzliche Gefahr für Mensch und Tier dar und richteten Schäden an. Da in der Brixner Talsohle zur Zeit des Zweiten Weltkrieges wegen des hohen Grundwasserspiegels kaum ein Haus einen Keller hatte, war es nicht möglich, Luftschutzkeller einzurichten. Als Schutzräume für die Bevölkerung wurden daher Stollen in die Hänge am Talrand getrieben. Derartige Stollen gab es in Köstlan im Bereich der heutigen Handwerkerzone, in der Nähe der Kuranstalt Guggenberg, am Bahnhof und in der Stufler Au (heute Cesare-Battisti-Straße). Damit die Bevölkerung die Stollen in der Stufler Au schneller erreichen konnte, wurde eigens ein Fußgängersteg über den Eisack gebaut, der heute noch als „Bombensteg“ bekannt ist.

Fast täglich Fliegeralarm Die Firma Durst hatte für ihre Belegschaft zwei Stollen unterhalb des Trunthofes gebaut. Vereinzelt wurden auch Räume im Erdgeschoss durch Balken verstärkt und damit zu Schutzräumen gemacht, so im Institut der Englischen Fräulein in der Altenmarktgasse oder im „Sanatorium“. Vom Herbst 1943 bis zum 20. April 1945 gab es in Brixen fast täglich einen Fliegeralarm, manchmal auch bis zu vier an einem Tag. Der Alarm dauer-

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te meist rund vier Stunden, oft auch länger, meistens von 11 bis 15 Uhr, vereinzelt auch nachts. Sobald die Luftschutzsirenen heulten, musste die Bevölkerung so schnell wie möglich die Schutzräume aufsuchen und in den feuchten, kalten Stollen ausharren, bis Entwarnung gegeben wurde.

Albeins im Bombenhagel Der erste Angriff auf Brixen war am 25. Dezember 1943. Danach gab es mehrere Monate lang fast täglich Alarm, aber keine Bombenabwürfe bis zum 4. Oktober 1944. An diesem Tag

wurde um 10 Uhr Alarm gegeben, der ganze sechs Stunden andauerte, weil immer neue Wellen von Bombern angriffen. Besonders schwer getroffen wurde Albeins, wo man fünf Tote und 25 Verletzte sowie riesige Sachschäden zählte. Mehrere Mitglieder der Familie Secco schafften es nach dem Alarm nicht mehr rechtzeitig, den Luftschutzstollen oberhalb des Ortes zu erreichen. Als plötzlich Bomben fielen, warfen sie sich auf Anweisung eines Soldaten im Schutz einer Mauer zu Boden. Die 17-jährige Ermenegilda Secco geriet in Panik und wollte zum rettenden

Stollen laufen; dabei wurde sie von einem Bombensplitter getroffen. Sie starb in den Armen ihrer Mutter. Den 62-jährigen Kircherbauern Bernhard Noflatscher trug der Luftdruck von seiner Säge, die durch einen Treffer zerstört wurde, rund 200 Meter hinauf in den Weinberg. Der 60-jährige Schmied Kaspar Kolouch wurde gar 500 Meter durch die Luft geschleudert. Bei diesem Angriff starben auch die 88-jährige Atzler-Mutter Johanna Fissneider, die im Keller Schutz gesucht hatte, und der Jaufnerbauer. Die Brücke über die Sade wurde zerstört, Kirche und Schulhaus schwer beschädigt.

Der Schüler Luis Sullmann wurde erheblich verletzt und blieb Invalide. Am 27. Dezember 1944 fielen wieder Bomben mitten ins Dorf. Dabei wurde ein Hochspannungsmast umgeworfen und fiel auf das Futterhaus beim Widum, das in Brand geriet und vollkommen zerstört wurde. Bei einem Angriff am 29. Dezember wurde Willibald Gosterxeier durch einen Splitter getötet. Am 28. Februar 1945 wurde bei einem weiteren Angriff der Bruggerhof vollkommen zerstört und das gesamte Vieh getötet. Beim letzten Angriff auf Albeins am 20. April 1945 wurde die Eisenbahnbrücke endlich zerstört. Sie wurde aber sofort durch eine Notbrücke ersetzt, die erst 1956 durch eine neue Brücke abgelöst wurde.

Der Schreckenstag in Brixen Auch im Süden von Brixen fielen am 4. Oktober 1944 zahlreiche Bomben. Dabei wurde die Pappefabrik getroffen und in Brand gesetzt. Nach der ersten Angriffswelle verließen mehrere Personen die Schutzräume, obwohl noch nicht Entwarnung gegeben worden war. Sie wollten die Bombenschäden besichtigen und gerieten dabei unter die Bomben der zweiten Angriffswelle. Insgesamt waren dabei rund 20 Tote, davon zehn Brixner, und viele Verletzte zu beklagen. Auf der Höhe der „Schwarzen Brücke“ wurden am Eisackdamm die Eisenbahner Antonio Prior (53), Osvaldo Bermolini (19) und Giacomo Todesco (53), die kurz zuvor den Luftschutzstollen am Bahnhof verlassen hatten, von einer Bombe zerrissen. In der Nähe der Pappefabrik tötete ein Bombensplitter den 70-jährigen Achille Rovelli. In der Fischzucht starben unter ähnlichen Umständen auch der Konditormeister Wilhelm Moser (60), Hans Kraler (43) und Johann Prader (49). Die 17-jährige Marianne Schenk wurde von Bombensplittern getötet, als sie mit dem Fahrrad unterwegs war. Die knapp sechsjährige Carla De Barba, die mit ihren Eltern in der Fischzucht wohnte, rannte nach den ersten Bombenexplosionen in Panik davon; die Eltern konnten sie nur noch tot finden. Der 50-jährige Sante Lusignani, der sich im Luftschutzstollen in 58


Köstlan in Sicherheit gebracht hatte, war nach der ersten Angriffswelle ins Freie gegangen, um eine Zigarette zu rauchen. Eine Bombe, die zehn Meter von ihm entfernt explodierte, tötete ihn. Bei dem Angriff am 4. Oktober wurden auch mindestens fünf Wehrmachtssoldaten, die ein Munitionsdepot in der Fischzucht bewachten, und zwei Soldaten beim Fahrzeugdepot in Köstlan getötet. Viele Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, so der Brixner Toni Kerer, der von Splittern an einem Bein getroffen wurde. Zwei Bomben richteten an der Millander Kirche „Maria am Sand“ schwere Schäden an und zerstörten das Dach.

Krankenhaus muss übersiedeln Dramatische Szenen spielten sich während der fast täglichen Fliegeralarme im städtischen Krankenhaus und im Sanatorium in der Kachlerau ab. Die Kranken mussten jeweils in die beiden Schutzräume getragen werden, die im Erdgeschoss des Sanatoriums (ehemals KaiserFranz-Josef-Spital) eingerichtet worden waren, und dort „bis zu sechs Rosenkränze lang“, wie die Kreuzschwestern in ihrer Chronik vermerkten, in qualvoller Enge ausharren. Wegen der Nähe zur Bahnlinie war das Krankenhausviertel sehr gefährdet. Bereits beim ersten Angriff auf Brixen am Weihnachtstag des Jahres 1943 fiel eine Bombe, die zum Glück nicht explodierte, in den Krankenhauspark. Nach dem schweren Angriff vom 4. Oktober 1944 wurde das Krankenhaus provisorisch in die Kuranstalt Guggenberg verlegt. Am 23. Oktober 1944 gab es erneut einen schweren Bombenangriff auf die Albeinser Brücke und auf den Brixner Bahnhof, der schwer beschädigt wurde. Mehrere Wohnhäuser in der Bahnhofsgegend wurden zerstört, 40 Personen wurden obdachlos. Sie wurden vorübergehend im leer stehenden Krankenhaus untergebracht.

Übersiedelung des Lungensanatoriums Bombensplitter flogen vom Bahnhof bis in den Hofburggarten. In der Fallmerayerstraße

Das „Siechn“-Haus in der Vittorio-Veneto-Straße nach dem Bombenangriff am 4. Oktober 1944 wurde die 44-jährige Lehrerin Enrica Liverani, die sich vermutlich gerade in Sicherheit bringen wollte, von einem Splitter am Kopf getroffen und getötet. Während des Angriffes vom 23. Oktober 1944 kam es im Schutzraum des Sanatoriums zu einem Todesfall durch Blutsturz. Daraufhin wurde das Lungensanatorium in die Pension „Hungaria“ in Meran verlegt. Bis zum Kriegsende wurden Krankenhaus und Sanatorium aus Angst vor Bombentreffern nicht mehr benutzt. Am 27. Dezember 1944 explodierte tatsächlich eine Bombe ganz in der Nähe des Sanatoriums. Fenster gingen zu Bruch, und am Gebäude entstanden Mauerrisse. Bei diesem Angriff wurde auch wieder das Bahnhofsviertel getroffen, wo es drei Tote gab. Drei Flugzeuge wurden abgeschossen.

Pfeffersberg unter den Bomben Die schweren Bomber griffen Brixen fast immer von Osten kommend an, da sie auf diese Weise am wenigsten lang dem Feuer der Flak ausgesetzt waren. Den kurzen Augenblick der Talüberquerung mussten sie nutzen, das Ziel zu erfassen und die Bomben möglichst nahe daran auszuklinken, bevor sie über Pfeffersberg abdrehten. Dabei fielen immer wieder Bomben auf die Orte am Pfeffersberg. Besonders tragisch war der Angriff am 12. November 1944, der in Tschötsch drei Tote und mehrere Verletzte forderte sowie große Sachschäden verursachte. Insgesamt wurden bei diesem

Angriff rund 400 Bomben abgeworfen, die alle westlich der Albeinser Brücke fielen und besonders die Mahr und Tschötsch trafen. In Tschötsch zerstörte eine Bombe den Furgerhof der Familie Garbin. In einem behelfsmäßigen Schutzraum neben dem Wohnhaus wurden mehrere Personen verschüttet. Caterina Rigatto Garbin sowie Giovanni Filippi und dessen Frau Ludmilla Mlakar Filippi konnten nur noch tot geborgen werden. Emilio Garbin, seine Tochter Maria sowie die kleine Clara Filippi wurden verletzt geborgen. Schwere Schäden erlitten auch der Zigglerhof und der Taschlerhof in der Mahr.

20. April 1945 Am 16. November 1944 überflogen mehr als 1000 Flugzeuge Brixen auf dem Wege zu einem entfernteren Ziel. Vermutlich infolge von Flak-Treffern klinkten

mehrere Flugzeuge die Bomben aus. Eine fiel in die Weinberge in der Mahr, wo Josef Kofler (72) von herabkollernden Steinen einer Weinbergmauer erschlagen wurde. In Milland wurde ein Hauptmann der Deutschen Wehrmacht getötet, drei Soldaten wurden verwundet. Der letzte schwere Angriff auf Brixen erfolgte am 20. April 1945, fünf Tage vor Kriegsende in Italien. An diesem Tag wurde auch der nahe gelegene Ort Franzensfeste bombardiert, wo sieben Menschen starben. Die Kirche geriet in Brand und wurde schwer beschädigt, mehrere Häuser zerstört. Hartmuth Staffler

Der vorliegende Text stammt aus den Unterlagen, die Hartmuth Staffler im Auftrag des Geschichtsvereins für eine Ausstellung vorbereitet hat. Wir bedanken uns beim Autor und beim Geschichtsverein für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung im „Brixner“.

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ticker Der Tennis Club Brixen hat vor kurzem einen neuen Ausschuss gewählt, dem Präsident Paolo Trotter, Vizepräsidentin Ivana Keller, Luciano Cattaneo, Dario Todeschi, Carlo Montresor, Michele Fabbian, Gianlorenzo Pedron und Maurizio Vezzali angehören.

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Die VSS-Dorfläufe des heurigen Jahres sind vor kurzem zu Ende gegangen. In der Gesamtwertung konnten sich zwei Brixner über einen Sieg in ihrer Kategorie freuen: Mirko Fill bei den Buben U14 und Romana Gafriller bei den Mädchen U16.

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An der italienischen Serie A2-Meisterschaft im Damenfußball nimmt mit Federica Rodella auch eine Brixnerin teil. Sie spielt für den ACF Trient.

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Am 6. und 7. November findet in der Bozner Messehalle die erste Wintersportbörse „Snow Show“ statt. Hierbei können gebrauchte Wintersportartikel an die Südtiroler Sporthilfe gespendet und andererseits erworben werden. Organisiert wird die Veranstaltung von Erwin Stricker, Stefan Leitner (Geschäftsführer der Südtiroler Sporthilfe) und der Messe Bozen.

Starbulls hoffen auf ihre Chance Im vorigen Jahr feierte der Eishockeyverein HC Bixen Starbulls mit dem Meistertitel der Serie B ihren bisher größten Vereinserfolg. Heuer spielen sie in der Serie A2, wobei Teamchef Claudio Del Piero als Ziel den Play-off-Einzug vorgibt. Im 21 Mann großen Kader stehen 16 Brixner. „Wir wollen den jungen Spielern eine Chance geben“, gibt Del Piero die Marschrichtung vor. Dem entsprechend ist das Durchschnittsalter der Spieler mit 21 Jahren sehr tief. Zweimal wöchentlich werden die Meisterschaftsspiele ausgetragen: Die Heimspiele finden jeweils am Mittwoch und Samstag Abend statt. to

Pop und Kovacs Der SSV Forst Brixen ist bereits mit viel Enthusiasmus in die neue Handballsaison der Serie A1 gestartet. Die prominentesten Zugänge des Eisack­ taler Vorzeigevereins sind neben Neo-Präsident Markus Stockner der Trainer Mihaly Kovacs aus Ungarn und der im letzten Moment hinzu gestoßene Petru Pop aus Rumänien. Mihaly „Mischi“ Kovacs ist in Handballkreisen eine anerkannte Größe, zumal er selbst ein Weltklassespieler war und mit Ungarn Vize-Welmeister und Vize-Olympiasieger wurde. In den Jahren von 1987 bis 1992 spielte er für den SSV Forst Brixen und hatte einen bedeutenden Anteil an den zwei Italienmeistertiteln. Für Claudio Zorzi ist Kovacs „ein Musterbeispiel an Loyalität und an Menschlichkeit“, von dem sich die Vereinsspitze „im Sinne der Professionalität und Konti­nuität sehr viel erwartet.“ Kovacs selbst hat „immer damit gerechnet, irgendwann nach Brixen als Trainer zurückzukehren.“ Mit

dem Rumänen Petru Pop wurde die lang gesuchte Verstärkung auf der halbrechten Position gefunden. Der 30-jährige Linkshänder, der auch schon in der rumänischen Nationalmannschaft gespielt hat, gilt nicht nur im Angriff, sondern auch in der Abwehr als große Verstärkung. Pop kam bereits vor fünf Jahren

erstmals nach Italien und spielte hier auch für Rekordmeister Triest. Nach einer Verletzung ging er wieder nach Rumänien; Conversano holte ihn im letzten Jahr wieder nach Italien zurück. to

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Hoch zu Ross

lage eine Umsiedlung erfahren. Zuerst war der Reitclub beim Oberplaiknerhof in Neustift beheimatet; mittlerweile ist er in die neu errichtete Reitanlage von Mittewald umgezogen.

Der Eisacktaler Reitclub hat sich in den letzten Jahren zu einem der erfolgreichsten Südtiroler Reitvereine emporgearbeitet.

W

Wenn man dem Reitlehrer Kurt Überegger vom Eisacktaler Reitclub zuhört, dann fällt einem seine Ruhe auf, die mit Witz und Ironie gepaart ist. Durch seine schulterlangen grauen Haare erweckt er den Eindruck, bereits große Erfahrungen gesammelt zu haben. Mit dem Reiten angefangen hat Überegger bereits als 10-Jähriger, als er erstmals den

„Der Pferdeflüsterer“ In Mittewald ist nun auch die Arbeitsstätte des grau gelockten Kurt Überegger. Er kümmert sich dort um das Wohlbefinden der Pferde und versucht, den etwa 40 Athleten die Feinheiten und Tricks des Reitens beizubringen. „Das Pferd ist wie ein Kind“, versucht Überegger die Dressurmethoden zu erklären. Will ein Pferd mal nicht gehorchen, gibt er seinen Schülern manche Ratschläge: „Du brauchst es nicht zu schlagen, sondern es genügt, mit der Stimme etwas lauter zu werden oder physischen Abstand zu nehmen. Das Pferd begreift dann sofort, dass es etwas falsch gemacht hat.“ Die Athleten glauben dem Reitlehrer aufs Wort, und manch einer erinnert sich dabei an Robert Redford im berühmten Film „Der Pferdeflüsterer“.

Haflinger seines Bruders „besteigen“ durfte. Alsbald trat er dem Reitclub Sterzing bei und gründete noch als Matura-Student im Jahre 1990 als Einzelfirma die „Reitschule Brixen“. Sechs Jahre später entstand daraus der „Eisacktaler Reitclub“, dem Karl Heinz Falk als Gründungspräsident vorstand. Einige Jahre später folgte Hermes Vigna als Präsident, und seit 2002 leitet Marianne Harpf die Geschicke des Vereins. Während die Reitschule seit Beginn beim Lagederhof in Sarns angesiedelt ist, hat die Trainingsan-

Das Einmaleins des Reitens wird in der Reitschule in Sarns gelehrt

Reitschule in Sarns Das Einmaleins des Reitens wird in der Reitschule in Sarns gelehrt. Für den gezielten Unterricht sorgt Reitlehrerin Verena Kreil. Im Gegensatz zu den meisten kleinen Reitställen mit Freizeitcharakter und Westernreiten ist in Sarns eine richtige Sportstelle untergebracht. Gelehrt wird hier das klassische „Englisch“-Reiten. Ziel des Vereins ist es, den Reitsport den Jugendlichen näher zu bringen, diesen zu verbreiten und zu fördern.

Sonderwochen

16.10. – 23.10. – 30.10. – 06.11. –

23.10. 30.10. 06.11. 13.11.

Zwischen Ross und Reiter muss Harmonie herrschen Wer darüber hinaus den Wettbewerb sucht und an Turnieren teilnehmen möchte, muss laut Regelung des Reiterverbandes F.I.S.E. seit mindestens acht Monaten in einem anerkannten Reitclub eingeschrieben sein. Diese Zeit wird benötigt, um das Pferd einigermaßen in den Griff zu bekommen. „Wenn jemand fleißig trainiert und wirklich kontinuierlich an sich arbeitet, ist es effektiv möglich, dass ein Anfänger nach den ersten acht Monaten bereits zu einem Wettbewerbsreiter wird“, erklärt sich Kurt Überegger mit der Regelvorgabe einverstanden. Und was macht einen guten und erfolgreichen Reiter aus? Überegger: „Das wichtigste ist, dass sich Ross und Reiter gut kennen und dass die Harmonie zwischen ihnen passt. Es kann schon mal vorkommen, dass ein guter Reiter ein gutes Ross reitet, aber keinen Erfolg hat. Dies liegt ganz einfach daran, dass zwischen den beiden keine Harmonie herrscht. Dies gilt natürlich auch umgekehrt: Schlechte Reiter können mit schlechten Rössern oft akzeptable Ergebnisse bringen, wenn sich beide gut verstehen.“ Präsidentin Marianne Harpf gibt ihrem Reitlehrer Recht und fügt hinzu, dass „Pferde kein

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Drogerie - Parfümerie Brixen, Domplatz 2 • Tel. 0472 836458 Die Parfumerie am Domplatz hält für Sie jeden Samstag Nachmittag geöffnet.

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Da die meisten Anfänger über kein eigenes Pferd verfügen, gehören die Pferde in Sarns dem Schulbetrieb. Hier werden nicht nur Kurse in der eigenen umzäunten Reitbahn angeboten, sondern es werden auch kurze Reitwanderungen in die Umgebung unternommen.


bekommen dafür einen Lohn. Bei den Pferden ist es nicht anders. Auch ich würde lieber den ganzen Tag im Wald spazieren gehen und Beeren pflücken...“ Thomas Oberrauch

info Verein: Eisacktaler Reitclub Gründung: 1996 Vereinsfarben: dunkelblau/orange/hellblau Reitställe: Reitschule in Sarns, Lagederhof, Sarnserstraße 51, Tel. 335 6288866

In diesem Jahr konnte der Eisacktaler Reitclub alle 5 Kategorien des Südtirol Cups für sich entscheiden Gegenstand, sondern Lebewesen sind, mit denen kommuniziert werden muss.“

„Pferde sind wie Fußballer“ Nicht nur die Reiter müssen die verschiedenen Techniken und Disziplinen lernen, sondern auch die Pferde machen bis zu ihrem siebten Lebensjahr eine Grundausbildung mit. Die beste Zeit des Pferdes erlebt es zwischen dem zehnten und zwölften Lebensjahr. Kurt vergleicht die Pferdekarriere sogar mit jener eines Fußballers: „Mit zunehmendem Alter wird der Spieler immer reifer. Da spielt es dann nicht mehr eine allzu große Rolle, wenn er nicht mehr so gelenkig und so schnell wie in jungen Jahren ist. Fehler bessert er mit seiner Erfahrung und Cleverness aus.“

Spring-, Dressur- und Vielseitigkeitsreiten Der Reitclub Eisacktal bietet in seinen Reitställen die drei Olympiadisziplinen Springen, Dressur und Vielseitigkeit an. Während das Vielseitigkeitsreiten in Südirol aufgrund der etwas hohen Verletzungsgefahr der Pferde kaum praktiziert wird, gehört das Springreiten zum Spezialgebiet des Vereins. Hier feiert der Verein seine größten Erfolge, zumal die Athleten heuer alle fünf Kategorien des Südtirol Cups für sich entscheiden konnten. Beim Springreiten gilt es, Hindernisse in verschiedener Höhe (in Südtirol bis zu 140 cm) zu überwinden und mit einer schnellen Zeit ohne Springfehler oder Abwürfe ins Ziel zu kommen. Beim Dressurreiten hingegen gilt es, im Vier-

eck als Pflichtprogramm eine Kür zu vollziehen. Diese sollte so schön und harmonisch wie möglich sein, wobei man hier auf kein Zeitlimit gebunden ist. Den größten Erfolg feierte heuer Johanna Huber auf dem Pferd „Lady Brown II“: Sie belegte bei der U14-Italienmeisterschaft den 2. Platz.

Tierquälerei? Die Reitbranche wird manchmal der Tierquälerei bezichtigt. Kurt Überegger, der in unserem Gespräch immer mehr zum interessanten Geschichtenerzähler wird, bestreitet dies für seinen Reitstall vehement und stellt wie gewohnt einen seiner Vergleiche auf: „Man muss es nur aus der Sichtweise des Menschen sehen. Auch wir gehen acht Stunden täglich einer Arbeit nach und

Trainingsanlage in Mittewald, St.-Martin-Straße 2, Tel. 335 6912110 Disziplinen: Springen, Dressur, Vielseitigkeit Reitlehrer: Kurt Überegger, Verena Kreil Präsidentin: Marianne Harpf Vorstandsmitglieder: Werner Rienzner, Peter Harpf, Kurt Überegger, Bernhard Jarolim, Roberto Postè und Luciano Del Bello Mitglieder: etwa 100 Eingeschriebene Aktive Reiter: 40 bis 50 Athleten e-mail: eisacktaler.reitverein@rolmail.net Verband: F.I.S.E. (federazione italiana sport equestre)

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südtirol im netz www.io-damini.it Zu einer kleinen Online-Ausstellung lädt der Brixner Künstler Markus Damini. Nebst einer kleinen Auswahl seiner Bilder findet man hier einen Überblick über seine Ausstellungen. Die bisher über ihn und seine Werke geschriebenen Rezensionen hat Markus Damini fein säuberlich aufbewahrt und auf der Homepage veröffentlicht, ebenso eine kurze Biografie

für all jene, die sich näher mit dem Künstler auseinandersetzen wollen.

www.apotheke.it Wie uns Jörg Aichner, Inhaber der Apotheke in der Klausner Oberstadt, mitteilt, hat er auf seiner Homepage versucht, nicht lediglich ein Prospekt ins Netz zu stellen, sondern sich am Patientennutzen zu orientieren. Die am häufigsten in seiner Apotheke gestellten Fragen sollen somit online beantwortet werden. So findet man Informationen zu den deutschen Beipackzetteln, die Apothekennotdienste im Raum Brixen, ein interaktives Bachblüten-Formular,

einen Online-IdealgewichtRechner,sowie jede Woche einen neuen Tipp des Apothekers, der sich aus aktuellen Beratungsgesprächen in der Apotheke ergibt.

www.bxsub.it Eine interessante Vereinshomepage hat der Taucherverband Brixen ins Netz gestellt. Tolle Grafik, ausgeklügelte Technik und übersichtliche Navigation – das sind die auffälligsten positiven Eigenschaften von www.bxsub.it. Man findet Infos zum Verein, Ausbildungsmöglichkeiten, Kurse, einen Eventkalender und ein Organigramm mit Portraits der Ausschussmitglieder. Besonders spannend sind

Ein interessantes Gewinnspiel, organisiert vom Bezirk Brixen des Südtiroler Schützenbundes, startet demnächst auf der Internetseite www.unserlandtirol.com

die Bildergalerien zu den einzelnen Ausflügen sowie eine Auswahl toller Schnappschüsse.

„Wir als Tiroler Schützen waren immer schon für die Sensibilisierung der Bevölkerung. Speziell für unsere Vergangenheit, aber auch für unsere Zukunft wünschen wir uns ein selbstbewusstes, aufgeschlossenes und heimatverbundenes Selbstverständnis“, schreibt Josef Kaser, Major des Brixner Schützenbezirkes in einer Aussendung. In diesem Sinne organisiert der Schützenbezirk Brixen über das Internet ein Frage- und Antwortspiel. Ansprechen möchte man damit „1,5 bis 2 Millionen Menschen in Nord-, Ost-, Südtirol sowie den angrenzenden Ländern Bayern, Salzburg, Kärnten und Vorarlberg“. Ein üppiges Werbebudget soll das Gewinnspiel in vielen Printmedien und im Internet bekannt machen.

über die wichtigsten Etappen Tiroler Geschichte informiert, über bleibende Werte, über Vergängliches, über Gutes und auch über Böses, das im Laufe der Zeit den Menschen in Tirol widerfahren ist. Nachdem sich der Mitspieler registriert hat, erscheinen jeweils fünf Fragen im Block. Zu jeder Frage ist die entsprechende Hintergrundinformation unter „Hilfe“ abrufbar. Sind alle fünf Fragen richtig beantwortet, öffnet sich der nächste Fragenblock, ansonsten wird darauf hingewiesen, dass zum Beispiel zwei von fünf Fragen falsch beantwortet wurden. Nur wer alle fünf Fragen richtig beantwortet, kommt zum nächsten Frageblock.

So funktioniert es

Das Spiel ist in drei Ebenen mit jeweils einer abschließenden Verlosung eingeteilt. Man kann also nach 20, 40 oder 60 Fragen aufhören und nimmt dann an der jeweiligen Verlosung teil. Es wird eine öffentliche Verlosung unter Aufsicht einer Amtsperson veranstaltet. Nicht anwesende Gewinner werden per e-mail über ihr Glück in Kenntnis gesetzt.

Das Fragespiel enthält 60 Fragen und bietet nach dem Multiple-Choice-Prinzip jeweils drei Antwortmöglichkeiten. Zusätzliche 20 Fragen werden für Schulklassen installiert, die am Ende des Spiels auch getrennt prämiert werden. In Kurzform werden tausend Jahre Geschichte an den Mitspielern vorbeiziehen. Ganz nebenbei wird man

Drei Ebenen

Oskar Zingerle

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„Es läuft besser als geplant“

?

Herr Plank, der Preis für Rohöl ist in den letzten Monaten unheimlich gestiegen, und auch den Heizölpreis hat man entsprechend angezogen. Wie sieht es mit dem Erdgas aus, den Sie als Rohstoff für die Fernwärme verwenden? Leider ist auch der Preis für das Erdgas gestiegen, und eigentlich müssten wir die Tarife für Fernwärme entsprechend erhöhen. Wir aber können die Tarife senken – das liegt daran, dass viel mehr Leute uns das Vertrauen geschenkt haben als geplant. Der Geschäftsgang war also viel besser als erwartet, und deshalb senken wir den Preis für eine Megawattstunde ab 1. Oktober von 83,50 auf 81,50 Euro. Das klingt paradox: Die Erdgaspreise steigen, und die Stadtwerke senken den Tarif für Fernwärme... Das liegt auch daran, dass wir anfänglich sehr vorsichtig kalkuliert haben. Wir haben nie

behauptet, im Bereich Fernwärme die günstigsten Tarife zu haben. Viel mehr war unser Anliegen, in diesem für uns neuen Bereich in der Anfangsphase eine gewisse Marge zu haben, mit der wir zum Beispiel Erhöhungen des Erdgaspreises auffangen konnten. Dabei hatten wir schon in der Vergangenheit einmal den Preis verändert, als wir den Tarif für Fernwärme von 85 auf 83,50 Euro pro Megawattstunde gesenkt haben. Wir haben eben mit einer gewissen Menge an verkaufter Leistung und verkaufter Wärmemenge kalkuliert. Die Realität hat uns aber gezeigt, dass wir etwa doppelt so viel verkauft haben als geplant. Wenn wir mehr absetzen, verteilen sich auch die Kosten auf mehr Kunden. Deshalb können wir nun neuerlich die Preise senken. Entgegen der landläufigen Meinung läuft die Fernwärme in Brixen also besser als geplant... Es läuft entschieden besser als geplant. Die Rückzahlungszeit der Investitionen haben wir deshalb um zwei Jahre kürzen können, was sich letztendlich langfristig auch auf die Tarifge-

Foto: Oskar Zingerle

Trotz steigender Rohölpreise senken die Stadtwerke Brixen die Tarife für Fernwärme. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass Fernwärme immer beliebter wird, wie Stadtwerke-Direktor Wolfgang Plank erklärt.

staltung auswirken wird. Unsere Philosophie ist in diesem Sinn klar: Wenn es besser läuft als geplant, geben wir diesen Gewinn sofort in Form einer Preisreduktion an die Kunden weiter.

Stadtwerke-Direktor Wolfgang Plank: „Wir verstehen eine Senkung der Preise in dieser kritischen Zeit des Rohölmarktes als vertrauensbildende Maßnahme.“

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Die Stadtwerke Brixen haben in Sachen Preisgestaltung kein besonders gutes Image... Das weiß ich. Bei unseren anderen Dienstleistungen sind wir nicht immer kritikfrei, was den Preis betrifft. Vor allem im Strombereich sind wir aber gezwungen, die staatlich festgesetzten Tarife zu übernehmen. Im Bereich der Fernwärme hat man uns vorgeworfen, nach Vertragsabschluss eine beliebige Preispolitik anzuwenden. Ich aber habe immer gesagt: Wir ziehen niemanden über den Tisch. Wir glauben daran, dass die Fernwärme im Sinn der Ökologie absolut zukunftsweisend ist und wollen dies unseren Kunden auch vermitteln. Trotzdem: Im Landesdurchschnitt sind 81,50 Euro pro Megawattstunde immer noch ein hoher Preis. Woran liegt das?

Stadtwerke-Direktor Wolfgang Plank: „Der ökologische Gedanke läuft vor allem über den Geldbeutel.“

Foto: Oskar Zingerle

Wir verstehen eine Senkung der Preise in dieser kritischen Zeit des Rohölmarktes als vertrauensbildende Maßnahme gegenüber unseren Kunden.

Das liegt daran, dass es uns in Brixen noch nicht gelungen ist, ein Fernheizwerk mit erneuerbarer Energie zu bauen. Fernheizwerke, die mit erneuerbaren Rohstoffen betrieben werden, erhalten nämlich einen Steuervorteil. Dies führt dazu,

dass solche Werke niedrigere Tarife anwenden können. Wir arbeiten nach wie vor hart an der Realisierung einer Biomüllvergasungsanlage, für die es bereits eine Machbarkeitsstudie gibt. Die Stadt Brixen ist der größte Erzeuger von Biomüll im ganzen Bezirk; deshalb scheint es nicht unvernünftig zu sein, wenn wir diesen Biomüll nicht in die Deponie nach Schabs bringen, sondern ihn dazu verwenden, Wärme zu erzeugen. Innerhalb des nächsten Jahres wird es soweit sein. Wo planen Sie die Realisierung einer solchen Anlage? In Zukunft wird es so sein, dass der Biomüll und der Grünschnitt, der in Brixen gesammelt wird, in einem Bioreaktor zu Biogas umgewandelt werden. Der Standort ist derzeit noch offen; wir wissen, dass wir etwa 1600 bis 2000 Quadratmeter Grund dazu brauchen, was die Sache nicht gerade vereinfacht. Es existieren einige Standorte in Brixen, die geeignet wären. Über diese Standorte muss allerdings die Politik entscheiden. Nach Realisierung dieses Werkes bekommen auch wir einen Steuervorteil, den wir wiederum in Form einer weiteren Preisreduktion an unsere Kunden weitergeben können. Ich weiß zwar nicht, wie lange dieser Steuervorteil noch gilt; möglicherweise wird er bald von Rom abgeschafft. In diesem Fall aber entfällt dieser Steuervorteil natürlich auch für alle anderen Fernheizwerke.

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In welchem Ausmaß wirkt sich der Steuervorteil aus? Wenn Sie heute zum landesweiten Durchschnittspreis 25,82 Euro pro Megawattstunde summieren, bekommen Sie den realen Durchschnittspreis. Im Vergleich dazu sind wir entschieden gut im Rennen. Wenn wir also davon ausgehen, dass ein Teil der Brixner Fernwärme von diesem Werk produziert werden wird, können wir den Preis für alle Kunden wieder um schätzungsweise zwei bis drei Euro senken. Dazu kommt voraussichtlich 2005 eine Biodieselanlage beim Krankenhaus, die uns einen weiteren Preisvorteil geben wird. Langfristig peilen wir an, immer mehr Fernheizwerke mit erneuerbarer Energie zu bauen und den Preis kontinuierlich zu senken. Welche Rolle spielt der ökologische Gedanke bei den Kunden, die bis jetzt einen Fernwärmevertrag unterzeichnet haben? Wir brauchen uns nichts vorzumachen: Der ökologische Gedanke läuft vor allem über den Geldbeutel. Es ist leider eine Utopie zu glauben, dass große Teile der Bevölkerung bereit wären, höhere Heizkosten in Kauf zu nehmen, um die Umwelt zu schonen. Viele Familien können sich diesen Gedanken auch gar nicht mehr leisten. In diesem Sinn freut es uns umso mehr, dass nach anfänglicher Skepsis so viele Brixner erkannt haben, dass es durchaus vernünftig ist, ihr Haus am Fernwärmenetz anzuschließen und


dass dies auch dem Geldbeutel nicht schadet. Der aktuelle Heizölpreis spricht auch für die Fernwärme... Das stimmt schon. Aber auch im Vergleich zu den Heizölpreisen vom letzten Winter wäre unser jetziger Tarif absolut konkurrenzfähig. Wenn ich dazu noch alle restlichen Kostenvorteile der Fernwärme in die Waagschale werfe, wird der Vorteil eklatant. Zum Beispiel? Es geht darum, dass ich keinen Heizkessel und keinen Kamin mehr brauche. Außerdem entfällt die Wartung der Anlage. Diese Vorteile haben wir immer schon mit Erfolg kommuniziert, und vor allem Leute mit älteren Anlagen wissen, wie vorteilhaft der Umstieg auf Fernwärme ist. Die Verbraucherzentrale hat kürzlich einen Vergleich veröffentlicht, der die Preispolitik der Stadtwerke nicht unbedingt in ein gutes Licht rückt... In diesem Preisvergleich ging es nicht um Fernwärme,

Das Image der Fernwärme hat sich nach der kurzen Zeit seit ihrer Inbetriebnahme äußerst positiv entwickelt.

Stadtwerke-Direktor Wolfgang Plank

sondern um Methangas. Dabei muss folgendes gesagt werden: Die Verbraucherzentrale hat bei der Veröffentlichung dieses Berichts wichtige Informationen unterschlagen. Vor allem darf ich feststellen, dass der kritisierte Erdgaspreis nur für insgesamt elf Kunden gilt. Makroökonomisch ist der Preis für das Methan für Brixen also überhaupt nicht relevant. Zweitens hätte die Verbraucherzentrale in ihrem Bericht bemerken müssen, dass neue Leitungen in den ersten drei Jahren über dreifache Gastransportpreise amortisiert werden. Ab Oktober 2005 wird der Gastransportpreis auf etwa ein Drittel reduziert; danach werden wir mit unserem Methanpreis genau im Landesdurchschnitt liegen. Und drittens darf ich

anmerken, dass wir im Moment zwar über dem Landesdurchschnitt sind, aber nicht über dem nationalen Durchschnitt. Also gibt es auch hier ganz sicher keine Preistreiberei. Wie geht es mit der Fernwärme in Brixen weiter? Im kommenden Frühjahr werden wir die Kunden der Cesare-Battis-Straße anschließen. Die Arbeiten können aufgrund der hohen Wasserführung nur in den Wintermonaten durchgeführt werden, d. h. dass wir erst Anfang des nächsten Jahres mit der Zuleitung über den Eisack fahren können.Danach beginnen wir mit der Akquisition in Milland und in der Zone Köstlan. Im Moment haben wir in diesen Zonen wenig Nachfrage

– vor allem aufgrund der Tatsache, dass die Bevölkerung weiß, dass wir hier erst 2007 Fernwärme anbieten können. Sollten sich allerdings jetzt schon viele Kunden für Fernwärme entscheiden, werden wir sehen, ob wir gewisse Zonen zeitlich vorziehen können. Eine ähnliche Entwicklung hat es in der Cesare-Battisti-Straße gegeben... Das ist richtig. Diese Straße war ursprünglich nicht vorgesehen, aber irgendwann hatten wir sehr viele Anfragen, denen wir natürlich nachgekommen sind. Wie sind die Reaktionen der bisherigen Kunden nach dem ersten Winter mit Fernwärme? Soviel mir bekannt ist, sind unsere Kunden bisher sehr zufrieden. Wir hatten lediglich zwei Problemfälle technischer Natur, die wir in relativ kurzer Zeit gelöst haben. Wir haben uns bei der Emission der ersten Rechungen sehr viel Zeit für unsere Kunden genommen: Wir haben sie einzeln besucht, ha-

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Foto: Oskar Zingerle

Stadtwerke-Direktor Wolfgang Plank: „Wir wissen, dass ein zufriedener Kunde im Endeffekt die beste Werbung bedeutet.“

ben die Details der Rechnungen erklärt und durchwegs positive Reaktionen gesammelt. Der allgemeine Tenor ist für uns äußerst befriedigend: Die meisten erklärten uns nach der ersten Heizperiode, sie hätten noch nie so wenig Geld für die Heizung ausgegeben. Um klarere Aussagen zu machen, warten wir jetzt noch auf das Ende der kommenden Heizperiode. Wir wissen, dass ein zufriedener Kunde im Endeffekt die beste Werbung bedeutet. Offensichtlich gibt es nach dem ersten Winter positive Mundpropaganda, sonst könnte ich mir die grundsätzlich gute Stimmung nicht erklären. Das Image der Fernwärme hat sich nach der kurzen Zeit seit ihrer Inbetriebnahme äußerst positiv entwickelt. Inzwischen gibt es Nachfrage auch von Orten, die wir als Stadtwerke gar nicht beliefern wollten. Zum Beispiel sucht man am Ploseberg nach Möglichkeiten zum Bau einer Gülleverwertungsanlage, wobei man die Abwärme für Fernheizzwecke nützen könnte. Auch wenn die Stadtwerke diese nicht unbedingt selbst betreiben müssten, so stehen wir den interessierten Betreibern mit unserem Know-How gern zur Seite. Wie viel Prozent der von den Stadtwerken ins Auge gefassten Wohneinheiten sind bereits angeschlossen? 70

Von den derzeit anschließbaren Wohneinheiten haben wir bis jetzt leistungsmäßig etwa ein Drittel erreicht. Dabei fehlen wichtige Zonen wie Milland und Köstlan. Wie gesagt: Das ist weit mehr als wir uns erwartet hatten. Wir hatten vor, im ersten Zeitabschnitt etwa sechs Millionen Kilowattstunden zu verkaufen. Im Endeffekt waren es dann fast neun Millionen Kilowattstunden; grob umgerechnet sind dies je nach Wirkungsgrad etwa 900.000 Liter Heizöl, die in Brixen seit Dezember weniger verbrannt worden sind. Dies entspricht einer Reduktion des Heizölverbrauchs von etwa 14 Prozent. Für diesen Anteil entspricht dies etwa 30 Prozent weniger CO2. Wenn wir konsequent diesen Weg gehen, leisten wir in Brixen einen relevanten Anteil zur Erfüllung des KyotoAbkommens. Interessant ist in diesem Zusammenhang zu beobachten, ob sich die Luftwerte in Brixen dadurch wirklich erheblich verbessern lassen. Ich bin davon überzeugt, dass man nach Abschluss des gesamten Fernwärme-Projekts die Luftwerte im Winter in einigen Tagesabschnitten wie zum Beispiel am Morgen nicht mehr wiedererkennen wird. Willy Vontavon


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Holzhäuser sind für jeden Architekten eine besondere He­ rausforderung, gilt es doch, Altes und Neues möglichst zweckmäßig und ästhetisch anregend zu kombinieren. Diese Aufgabe hat der bekannte Südtiroler Architekt und Designer Matteo Thun mit seinem Holzhaussystem „Heidis“, das er im Auftrag von Rubner Blockhaus aus Kiens entworfen hat, mit Bravour gelöst: Matteo Thun hat sich am typischen Südtiroler Bauernhof inspiriert, überwindet diese Tradition aber, indem er sich dem Geschmack und den Bedürfnissen des zeitgenös­sischen Stadtbewohners anpasst. Heidis ist ein „Lichtbogen“, der sich im Norden erhebt, nach Süden weist und sich in einer großen Glasfassade öffnet, die Licht und Energie der Sonne auffängt. Bautechnisch hat sich Matteo Thun höchst moderner Lösungen bedient: Das geschwungene Dach ist eine Leimholzkonstruktion, die hoch isolierenden Gläser garantieren eine angenehme Wärmeverteilung im ganzen Haus.

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Mit seiner außergewöhnlichen Bauweise nutzt „Heidis“ gewissermaßen das Prinzip des Sonnenkollektors: Die maximale

Wärmedämmung der Bauteile, der äußerst geringe Wärmeverlust, die Ausrichtung nach Süden und die zweckmäßige Verteilung der Räume und Öffnungen machen es zu einem ganz und gar umweltfreundlichen Haus. Dabei kommt es fast ohne Zusatzheizung aus und erfüllt damit den Standard eines Niedrigstenergiehauses. „Heidis“ ist in sechs verschiedenen kombinier- und ausbaubaren Bautypen verfügbar – und zwar auf einem oder zwei Stockwerken, als Reihenhaus, als komfortable Villa in verschiedenen Größen und als Ferienwohnung. Das „Heidis“ wird schlüsselfertig geliefert, die Montagezeit beträgt zwei bis sechs Wochen.

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Trockenbau bei Neubauten und Renovierung

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Die Gründe für den Vormarsch des Trockenbaus liegen auf der Hand: Mit keinem anderen Material kann man so schnell, zugleich preiswert und hochwertig bauen. Daher bevorzugen immer mehr Bauherren diese zukunftsweisende Bauart.

Traditionell wird Gips als Raumgestaltungs- und Dekorationselement in Altbauten für Säulen, Leisten und Stuckaturen benutzt. Trocken gebaut wird heute immer mehr auch bei Neubauten und Renovierungen, wenn der Umbau zügig über die Bühne gehen muss und lange Austrockenzeiten im Zeitbudget nicht vorgesehen sind, wie etwa bei der Renovierung eines Hotels. Jeder beliebige Grundriss lässt sich so schnell verändern,

Trennwände, Decken und Gewölbe sind rasch eingesetzt, Unterböden schnell gelegt. Elektround Sanitärinstallationen werden bei der Vorfertigung oder bei der Montage integriert.

Auch fürs Dach geeignet Auch beim Dachausbau setzt man schon lange auf Trockenbau, vor allem wegen der hohen bauphysikalischen Werte, da das Material einen hohen

Brandschutz garantiert und ausgezeichnete Werte in der Schalldämmung erreichen kann. Heute ist die trockene Bauweise besonders in der umweltbewussten Bauszene beliebt, da der Energieverbrauch bei der Kombination von Trockenbau und zum Besipiel Holzbauweise leicht Niedrigenergiestandards erreicht. Bei der Auswahl informiert man sich am besten beim Fachmann. Die Firma Innerbichler

hat sich auf diese zukunftsweisende Methode spezialisiert und bietet alle Informationen rund ums trockene Bauen. Internet: www.innerbichler.com; e-mail: info@innerbichler.com

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Die Ausdruckskraft der Farben wird immer ein wesentliches Element der Gestaltung sein

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Energieoptimiertes Bauen Wer beim Bauen auf Energieoptimierung achtet, macht den ersten Schritt in Richtung „solares Zeitalter“ – weg von fossilen Energieträgern, die begrenzt verfügbar sind und außerdem unser Klima schädigen. Süden. Auch beim Anlegen der Fensterflächen kann man auf die Ausrichtung des Hauses achten.

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Schon bei der Planung kann der Energieverbrauch entscheidend beeinflusst werden, beispielsweise durch kompakte und sonnenorientierte Architektur. Dies bedeutet Überflüssiges wie Vorsprünge, Erker und Türme wegzulassen, um die Oberfläche der Gebäudehülle möglichst gering zu halten. Kühle Räume wie Stiegenhaus, Abstellraum und wenig beheizte Räume sollten nach Norden ausgerichtet werden und Aufenthaltsräume nach

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Wärmeschutz-Verglasungen Eine weitere wesentliche Komponente ist der Einsatz einer hoch wärmedämmenden Gebäudehülle sowie gute Wärmeschutz-Verglasungen, wie beispielsweise die für das Passivhaus entwickelte Dreischeibenwärmeschutz-Verglasungen mit Gasfüllung. Durch diese werden höhere Strahlungstemperaturen an den inneren Glasflächen erreicht, was sich positiv auf die Behaglichkeit im Gebäude auswirkt.

Um die Behaglichkeit und die Energieeffizienz noch zu steigern, bedarf es einer hohen Wind- und Luftdichtheit der Gebäudeaußenwände. Durch Luftströmungen im Haus kann nicht nur viel Wärme verloren gehen, es entsteht auch unbehagliche Zugluft und Bauschäden durch Ausfall von Tauwasser. Nun bleibt noch die Überlegung, durch welches Heizsystem der verbleibende Wärme-Energie-Bedarf abgedeckt werden soll. Der Einsatz von erneuerbaren Energien liegt dabei auf der Hand. Quelle: Dr. Wolfgang Feist Passivhaus-Institut, Darmstadt

Eine gute Verglasung benötigt unbedingt auch eine Rahmen in entsprechender Qualität


Was bringt eine Solaranlage? Solar steht für saubere Energie. Bei Solarenergie stellt sich die Frage einer kostengünstigen Energiebeschaffung erst gar nicht, denn sie wird das ganze Jahr frei Haus geliefert.

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Hausbauen mit Holz – warum nicht? Holz als Baustoff wird in Südtirol schon seit jeher verwendet. Nahezu alle Dächer bestehen aus einer tragenden Holzstruktur. Warum also nicht gleich das ganze Haus aus Holz bauen?

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Sehr viele Südtiroler haben sich für ein Holzhaus entschieden, und jährlich kommen rund hundert neue Häuser hinzu – Tendenz steigend. Das Interesse für natürliches und gesundes Wohnen wächst. Die Zimmerer

Holzhaus in Penon bei Kurtatsch

im Landesverband der Handwerker verfolgen schon seit einigen Jahren diesen Trend und haben bereits 1998 die „Interessensgemeinschaft Südtiroler Holzhaus“ ins Leben gerufen. Zur Qualitätssicherung wurde eine unabhängige Überwachung eingeführt, die auch für die Verleihung des Markenzeichens zuständig ist. Das interdisziplinäre Aus- und Weiterbildungsprogramm macht sich durch eine deutliche Qualitätsverbesserung im Hausbau bemerkbar. Jeder zertifizierte

Zimmereibetrieb ist heute in der Lage, gleich mehrere Holzbauweisen anzuwenden, so dass für jedes Projekt das technisch und wirtschaftlich optimale System gewählt werden kann. Das Südtiroler Holzhaus ist immer ein individuelles Haus, das ausschließlich mit wohngesunden biologischen Baustoffen errichtet wird. Ziel ist es, sich bewusst vom gewöhnlichen Fertighaus aus dem Katalog abzuheben. Und schließlich gilt: Das Südtiroler Holzhaus erfüllt sämtliche Kriterien für die KlimaHaus-plus-Auszeichnung. Das Südtiroler Holzhaus trägt darüber hinaus dazu bei, dass unsere einheimischen Wälder nachhaltig bewirtschaftet werden. Jedes Holzhaus ist ein Stück Wald in den eigenen vier Wänden. Weitere Informationen findet man im Internet unter www.suedtirolerholzhaus. lvh.it, beim Landesverband der Handwerker, Berufsgemeinschaft der Zimmerer, unter Telefon 0471 323200 oder per e-mail an Thomas Schrentewein: info@schrentewein.com.

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Energiequelle Sonne Röhrenkollektoren für optimalen Energiegewinn

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85 Prozent unseres Energiebedarfs werden mit Kohle, Erdöl und Erdgas gedeckt, also mit Energie, die von Pflanzen über Millionen von Jahren aus der Sonnenenergie in chemische Energie umgewandelt worden ist. Da diese Energie viel zu kostbar ist, um sie in wenigen Jahrzehnten zu verfeuern, wird zunehmend nach alternativen Energiequellen gesucht. Rund 25 Prozent des Energieaufkommens in den Haushalten werden für Raumheizung aufgebraucht, rund zehn Prozent für Warmwasseraufbereitung. Mit Sonnenenergie kann ein Großteil dieses Energiebedarfs gedeckt werden, ohne die begrenzten, fossilen Energiereserven anzugreifen, ohne Schadstoffemission und ohne CO2-Erzeugung.

Solarenergie nutzen Herokal in Bozen zeigt, wie es geht: mit Vakuumröhren von Apricum Solartechnik. Diese Art der Solartechnik basiert auf Hochvakuum-Röhrenkollektoren bestehend aus Doppelglasröhren mit hochwertiger Aluminium-Nitrit-Beschichtung, die sich durch extreme Langlebigkeit, höchste Leistungsfähigkeit, einfache Montage und Wartung auszeichnen. Die runde Form der Röhren ermöglicht einen optimalen

Solarenergiegewinn über die unterschiedlichsten Einfallswinkel während des Tagesgangs der Sonne. Diese Art der Solaranlage ermöglicht bereits bei geringem Tageslicht eine bemerkenswerte Energiegewinnung. Der Kollektor besitzt dank seiner selektiven Absorberbeschichtung zudem eine hochwirksame Wärmedämmung. Strahlungsverlusten wird somit effizient vorgebeugt. Im Schadensfalle können die einzelnen Röhren ohne Einfluss auf die Anlage problemlos ausgetauscht werden. Die Röhrenkollektoren können sowohl für die Brauchwassererwärmung als auch für die Heizungsunterstützung und die Raumklimatisierung genutzt werden. Die Firma Herokal in Bozen vertreibt die Röhrenkollektoren der Apricum Solartechnik für Südtirol. Auskünfte werden unter Telefon 0471 930389 erteilt; weitere Informationen stehen online auf der Homepage www.herokal.it zur Verfügung.

Röhrenkollektoren für die Brauchwassererwärmung und als Heizungsunterstützung 78


Dämmen senkt Heizkosten Wer auf eine gute Wärmedämmung rund ums Haus schaut, senkt seine Heizkosten, schafft ein behagliches Raumklima und schützt zudem die Umwelt.

Sich mehr Freizeit gönnen.

Denn wer richtig dämmt, der spart.

Konzepte für: Dach Wand Boden

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Das gilt nicht nur für Neubauten; auch auf Altbauten kann eine Wärmedämmung nachträglich angebracht werden. Gedämmt werden sollten neben den Außenwänden auch die Kellerdecke und das Dachgeschoss, womit man den Heiz­ energieverlust um mehr als 60 Prozent reduzieren kann. Bei der Wahl des Dämmstoffes sollte man darauf achten, dass der Baustoff eine geringe Wärmeleitzahl aufweist. Günstig ist ein Wert unter 0,05 W/mK. Dadurch wird die Dämmfähigkeit erhöht. Ein guter Dämmstoff muss außerdem diffusionsfähig sein, das heißt er muss Wasserdampf aus der Raumluft nach außen leiten, denn nur trockenes Material kann Wärme halten. Auch die Brandschutzklasse ist eine Eigenschaft, auf die man beim Kauf achten sollte. Es wird zwischen nicht brennbaren (Klasse A) und schwer

entflammbaren (Klasse B) Baustoffen unterschieden. Auch für Schall- und Trittschalldämmung ist eine große Anzahl an Baustoffen geeignet.

Dämmen Sie Ihr Haus mit uns:

Künstliche Dämmstoffe

abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse.

Auf dem Markt findet man künstliche Dämmstoffe. Dabei handelt es sich um mineralische Faserstoffe aus Stein oder Glas sowie Schaumstoffe aus Poli­ styrol. Aufgrund ihrer Umweltfreundlichkeit immer gefragter sind natürliche Dämmstoffe, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, wie zum Beispiel die Holzfaserplatte oder die Mineralschaumdämmplatte. Um jenes Dämmmaterial zu finden, das exakt auf Funktion und individuelle Bedürfnisse zugeschnitten ist, lässt man sich am besten vom Fachmann beraten. Bei Bauexpert, dem größten Baustoffhändler in Südtirol, findet man hervorragende Beratung und ein umfangreiches Sortiment an Dämmstoffen – ­lagernd und daher sofort lieferbar.

Damit Hitze, Kälte, Schall und Feuchtigkeit fern bleiben.

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Bruneck Tel. 0474 572 500 Brixen Tel. 0472 821 818 Eppan Tel. 0471 662 119 Sand in Taufers Tel. 0474 686 244 Latsch Tel. 0473 623 035 Mori (TN) Tel. 0464 917 616 www.bauexpert.it

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Den Energieverbrauch optimieren Mit einer regelmäßigen Instandhaltung und Wartung der Heizanlage lässt sich der Energieverbrauch maßgeblich reduzieren.

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Das Unternehmen Termo Service Nord (TSN) aus Sterzing bietet im Bereich Wärmelieferung und Wärmemanagement individuelle Lösungen für jede Art und Größe von Heizanlagen. Private Verbraucher, gewerbliche Betriebe, Kondominien sowie öffentliche Körperschaften finden in TSN einen zuverlässigen Partner für eine Optimierung ihres Energieverbrauchs. Der Tätigkeitsbereich von TSN umfasst die Versorgung

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mit dem nötigen Brennstoff, die Wartung und Optimierung der Heizanlage sowie die Verwaltung und Abrechnung der Heizkosten. Im Bereich der Wärmeversorgung übernimmt TSN die ordentliche Instandhaltung und regelmäßige Überprüfung der Heizanlage, die Brennerreinigung und Optimierung der Anlage für einen sparsameren Verbrauch und einen 24-Stunden-Notdienst. Das Wärmemanagement umfasst die Führung der nötigen Kontrollbücher, die Heizkostenabrechnung für die Kunden sowie die Übernahme

der Verantwortung laut gesetzlicher Bestimmungen bei Anlagen über 350 Kilowatt.

„Wärmecontracting“ Für Unternehmen, größere Wohnanlagen und öffentliche Körperschaften bietet TSN ein interessantes Modell der Finanzierung neuer Heizungsanlagen, das sogenannte „Wärmecontracting“. TSN mietet den Heizraum an und installiert auf eigene Kosten eine Heizanlage nach dem neuesten Stand der Technik. Der Kunde bezieht anschließend die

benötigte Wärme. Es wird nur der effektive Verbrauch abgerechnet, ähnlich wie bei Telefon und Strom.

Fernwärme Im Bereich der Fernwärme übernimmt Termo Service Nord für die Betreiber der Fernheizwerke die komplette Führung und Wartung des Heizhauses, der Fernwärmeleitungen und der Übergabestationen beim Kunden und bietet den Endverbrauchern die komplette Verwaltung der Fernheizwärme an.


Natürliche Wärme aus Holz Holzbriketts und Holzpellets überzeugen als umweltfreundliches und sauberes Heizmaterial aus Holz – mit einem besonders hohen Heizwert.

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Per Knopfdruck Wärme genießen

Holzbriketts werden aus sauberen Sägenebenprodukten der Holzindustrie ohne Verwendung von Bindemitteln und Zusatzstoffen hergestellt. Für sie sprechen der geringere Platzbedarf bei der Lagerung und der hohe Heizwert. Sie lassen sich einfach dosieren, brennen schnell

Holzpellets sind genormte, zylindrische Presslinge aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz. Sie werden ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck hergestellt und haben einen Heizwert von circa 5 kWh/kg. Damit entspricht der Energiegehalt von

einem Kilogramm Pellets ungefähr dem von einem halben Liter Heizöl. Gute Holzpellets besitzen eine geringe Restfeuchte, was einen hohen Heizwert bei entsprechend niedrigen Emissionen bringt. Sie benötigen gerade mal halb soviel Platz wie die Lagerung von Stückholz. Sie sind leicht zu handhaben, praktisch in Säcke verpackt oder als lose Siloware erhältlich und können sowohl in automatischen Heizanlagen wie Zentralheizungen als auch in Pellet-Kaminöfen verfeuert werden.

Die Firma Kostner in Vahrn liefert neben Heizöl, Treibstoff und Flüssiggas auch Holzbriketts und Holzpellets. Je nach gewünschter Menge werden diese in Säcken oder lose mit dem Tankwagen direkt zugestellt. Neben der Wärmelieferung bietet Kostner eine Reihe von Zusatzleistungen, wie beispielsweise die Reinigung von Öltanks und Ölabscheidern.

Foto: photocase

an und geben damit rasch Hitze ab. Holzbriketts eignen sich für Kamin- und Kachelöfen, für Küchenherde, aber auch für die Zentralheizung.

Holzpellets und -briketts

... reine Wärme und sonst gar nichts! Holzpellets

Holzbriketts

Umweltschonend und preisbewusst heizen mit Holzpellets und -briketts, hergestellt aus reinen Holzspänen ohne Bindemittel.

·Heizöl ·Treibstoffe ·Kohlebriketts ·Holzpellets & -briketts ·Tankreinigung ·Ölabscheiderwartung

Wartung von Heizungsanlagen, Wärmecontracting, Wärmelieferverträge für Kondominien und Gemeinden in Partnerschaft mit Kostner GmbH · Brennerstraße 56 Vahrn · Tel. 0472 834 912 Sterzing 81


Lesungen & Vorträge

Sonstiges

Theater & Kabarett

Mo., 25. Oktober, 9.30 Uhr Gesprächsrunde Impfungen – offene Fragestunde mit der Basiskinderärztin Gertraud Zanon Anmeldung eine Woche vorher erforderlich, Tel. 0472 835651. Mühlbach, Sprengelstützpunkt (Seilbahnplatz 1)

Sa., 23. und 30. Oktober, 9 Uhr Bauernmarkt Brixen, Hartmannsplatz, Großer Graben

Di., 19. Oktober, 20.30 Uhr Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos Eine Radikalkomödie, Eigenproduktion der Gruppe Dekadenz. Weitere Aufführungen: 21., 22., 23., 24., 27., 28., 30. Oktober, 4., 5., 6. und 7. November Brixen, Dekadenz - Anreiterkeller

Mi., 27. Oktober, 20 Uhr Vortrag & Kurzfilm Verkehrsunfälle im Kindesalter Leitung: Anna Schwingshackl Beitrag: 6 Euro / ermäßigt 4 Euro Brixen, Saal der Volksbank Do., 28. Oktober, 20.45 Uhr Dia-Show „381 Tage unterwegs“ – Die Geschichte einer faszinierenden Reise um die Erde von Yvonne und Raimund Frötscher Neustift, Turnhalle Mo., 15. November, 9.30 Uhr Gesprächsrunde Die Zeit nach der Geburt – Bewährungszeit für die Mutter. Anmeldung eine Woche vorher erforderlich, Tel. 0472 835651. Brixen, Vorsorgedienst (Romstraße 7)

19., 21. und 22. Oktober, 9 Uhr Kuchlkirchtig Gastronomische Wanderung von Brixen nach Albeins, Teis bis nach St. Peter/Villnöss – Detailliertes Programm sowie Anmeldung im Tourismusverein Brixen Brixen Mi., 20. und 27. Oktober, 10 Uhr Brixens Klosterleben Kulturwanderung – Anmeldung erforderlich! Brixen, Tourismusverein Brixen Mo., 18. Oktober, 20.30 Uhr Kalender Girls Film in deutscher Sprache Brixen, Forum Brixen 20., 25. und 27. Oktober, 13 Uhr Geführte Törggelewanderung mit Einkehr in Törggelestube Gehzeit: 2 Stunden; Anmeldung im TV Feldthurns, Tel. 0472 855290 Feldthurns

Musik

Mi., 20. Oktober, 20 Uhr 50 erste Dates Filmabend – Eintritt frei! Brixen, Jugendzentrum Kassianeum

Sa., 23. Oktober, 20 Uhr Geistliches Konzert Domchor und Domorchester Brixen „Louis Spohr: Die letzten Dinge“ Leitung: Heinrich Walder Neustift, Stiftskirche Neustift

Mo., 25. Oktober, 15 Uhr Die Biene Maja Kinderfilm in deutscher Sprache Brixen, Forum Brixen, Saal Prihsna

Sa., 30. Oktober, 20.30 Uhr Hip-Hop-Night Mit verschiedenen Bands; Eintritt frei! Brixen, Jugendzentrum Kassianeum Fr., 12. November, 20.30 Uhr The Jelly Fish Kiss A voice, a bassclarinet, an accordeon... Brixen, Dekadenz - Anreiterkeller So., 14. November, 16 Uhr Geistliches Chorkonzert mit „Laudamus“ Brixen, Pfarrkirche St. Michael Fr., 19. November, 20 Uhr Konzert mit dem Vokalensemble novAntiqua brixen zum Thema „Tänze...“ mit Werken von Tschaikowsky, Brahms, Debussy u.a. Leitung: Armin Mitterer Vahrn, Haus Voitsberg

Mo., 25. Oktober, 20.30 Uhr Balzac und die kleine chinesische Schneiderin Film in deutscher Sprache Brixen, Forum Brixen, Saal Prihsna Fr., 5. November, 15 Uhr „Keschtn – Dorf und Leute“ Geführte Wanderung mit Frieda Ranalter Feldthurns Sa., 13. November, 16 Uhr Schminkkurs (skin-art) Unkostenbeitrag: 12 Euro Anmeldung innerhalb 6.November Brixen, Jugendzentrum Kassianeum

Sport Do., 28. Oktober, 9 Uhr Der St. Andräer Berg Brixner Kunstschaffen auf dem Lande Landeskundlicher Rundgang Preis pro Person: 12 Euro inkl. Transfer Telefonische Anmeldung bei Walter Kircher, Tel. 347 1103535 Brixen, Hofburg

Veranstaltungen selbst veröffentlichen? Kein Problem! Die Inhalte des vorliegenden Veranstaltungskalenders sind mit dem entsprechenden Bereich des Brixner Internet-Stadtmagazins brixen.net gekoppelt. Vereine und Veranstalter können nach einer Registrierung kostenfrei Hinweise auf ihre Veranstaltungen in den Be­reichen Theater, Musik und Sport veröffentlichen. Vor Drucklegung des „Brixner“ werden die Inhalte aus brixen.net für die Seite „Tipps & Events“ übernommen. Wer diesen Service in Anspruch nehmen möchte, kann sich beim Projektleiter Oskar Zingerle nähere Informa­ tionen einholen: Telefon 0472 837537, e-mail: oskar.zingerle@brixmedia.it 82

Mo., 25. Oktober, 20.30 Uhr Ohne Abschied Ein Frauenstück über die sprachlosen Geheimnisse einer sexuell genötigten Frau. Kartenreservierung: Tel. 0471 726023 oder 335 5725792; Eintritt: 12 / 8 Euro Brixen, Dekadenz - Anreiterkeller

Di., 26. Oktober, 20 Uhr Offenes Tanzen mit dem Münchner Volkstanzkreis Rodeneck, Vereinshaus 29. Oktober, 20.30 Uhr, 31. Oktober, 18 Uhr Die Spanische Fliege Theaterkomödie von Franz Arnold & Ernst Bach Brixen, Forum Brixen, Saal Prihsna 19. und 20. November, 20.30 Uhr Alles wird gut Kabarett mit Gerold Rudle Brixen, Dekadenz - Anreiterkeller

weiterbildung

Cusanus Akademie

Bildungshaus Kloster Neustift

4. bis 5. November Radiojournalismus 5. bis 6. November Einführung in gewaltfreies Handeln – Erfolgreich bei gesellschaftlichen Veränderungen sein 6. November, 9 bis 17 Uhr Schüsslers Hausapotheke 10. bis 11. November Effizient Besprechungen führen, Teil 1 11. November, 17 Uhr Lust auf... Der richtige Umgang mit den Gelüsten 11. November, 20 Uhr Hotel Mama – oder die Freiheit, die wir fürchten 12. November, 9 bis 16 Uhr Depression und Lebensangst 13. November, 9 bis 12.30 Uhr Biblische Gestalten als Ausdruck des Weges und Selbstverständnisses der christlichen Gemeinden 13. November, 14 bis 18 Uhr Die Mutter als Gesundheitsministerin der Familie 13. November, 9 bis 17 Uhr Von Frauenzimmern und Herrenhäusern Politik geschlechtsspezifisch betrachtet 15. bis 16. November Von der Kollegin zur Vorgesetzten, Teil 1 17. November, 20 Uhr Führen mit emotionaler Intelligenz

5. und 6. November Windows – Erste Hilfe 6. November Gespräche am Jakobsbrunnen Bibelnachmittag 8. bis 12. November Heilfastenwoche 12. bis 15. November Computer-Grundkurs 13. November Schüsslersalze 16. bis 25. November Homöopathie - Einführung

Infos: Tel. 0472 832204 e-mail: info@cusanus.bz.it

Kulturverein Brixen Volkshochschule ab 2. November Rund ums Wetter Einführung in die Wetterkunde 4. bis 30. November Maschineschreiben am Computer 6. und 7. November Praktisches Kennenlernen von verschiedenen Entspannungsmethoden ab 8. November Spüren und Berühren – Massage Grundkurs 10. und 17. November Italienisch fürs Büro 11. November, 19 Uhr Theaterbus nach Bozen zu „Traum im Herbst“ 12. und 13. November Shiatsu zum Kennenlernen

Infos: Tel. 0472 836424 e-mail: info@kulturverein.it

Infos: Tel. 0472 835588 e-mail: bildungshaus@kloster-neustift.it

KVW Bildungsreferat Bezirk Brixen ab 2. November Shiatsu und Do In ab 3. November Schreiben, um gelesen zu werden 12. November Überzeugend sprechen und präsentieren 19. November Vortrag: Heilmeditation ab 2. November Textverarbeitung mit Word ab 10. November Tabellenkalkulation mit Excel

Infos: Tel. 0472 836060 e-mail: bezirk.brixen@kvw.org

KVW-Bildungshaus Sarns ab 3. November Die Zisterne: Meditative Zwei-Stunden-Rast 11. November Wie und was essen Kinder 11. November Fünf-Elemente-Ernährung rund ums Jahr 12. bis 14. November Der verlorene Sohn – die verlorene Tochter

Infos: Tel. 0472 833450 e-mail: bildungshaus.sarns@kvw.org

Fachschule für Haus- und Landwirtschaft Salern 8. November Adventdekoration einmal anders 15. oder 18. November Brot backen mit Hefeteig 19. November Grundkurs Internet

Infos: Tel. 0472 833711 (bis 1 Woche vor Kursbeginn)


Zuhause in bester Lage! GOLD RESIDENCE

In der Kachler Au in Brixen entsteht in ruhiger und trotzdem verkehrstechnisch günstiger Lage (wenige Fußminuten ins Zentrum) diese einmalige Wohnanlage (an das Fernwärmenetz angeschlossen) mit Appartements zwischen 30 und 180 m2. Gerne berücksichtigen wir Ihre Wünsche bei der Innenplanung und bieten interessante Finanzierungsmöglichkeiten.

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Brixner 177 - Oktober 2004  

Die deutschsprachige Südtiroler Bezirkszeitschrift „Brixner“ erscheint seit 1990 monatlich und wird – in Papierform – an rund 11.000 Haushal...

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