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Mode & Accessoires

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Jahrgang 22 · März 2011

Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

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Frühlingsfest zur Eröffnung der Westumfahrung am 16. April

Brixen wird wieder erreichbar DISKUSSIONSRUNDE: Wie Mittelschulabgänger über ihre Zukunft entscheiden PORTRAIT: Der ehemalige Lehrer, Stadtrat und Gemeinderat Oswald Bortolotti RÜCKBLICK: Rezension zum Stadtlerlåchn 2011 des MGV Brixen SPORT: Die Sektion Eiskunstlauf im WSV Brixen im Aufwind


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Editorial

Politik & Gesellschaft

>>> 04

04 | Diskussionsrunde: „Entscheidung fürs Leben“

Menschen & Meinungen

>>> 16

16 | Oswald Bortolotti: Humorvoller Querkopf 21 | Gastkommentar Hans Heiss: Heimat ITALIEN 25 | Pro & Contra 30 | Umfrage: Atomkraft, nein danke?

Kunst & Kultur 

>>> 32

32 | STADTLERLÅCHN 2011: „Geh weg, Weißer!“

Freizeit & Sport

>>> 42

42 | Eiskunstlauf: Eleganz auf dem Eis

Wirtschaft & Umwelt

59 | Mode & Accessoires

Gegenseitiger Respekt und gegenseitige Anerkennung – beide sind zum friedlichen Zusammenleben unbedingt erforderlich – sehen für mich anders aus: Der 150. Jahrestag zur Einigung Italiens hat wieder einmal eine Reihe von sinnlosen Stänkereien zwischen der deutschen und der italienischen Sprachgruppe hervorgebracht. Das von allen Seiten scheinheilig propagierte „friedliche Zusammenleben“ zwischen den Sprachgruppen wird vielfach nicht gelebt, leider. Mein Editorial vom Februar hat in diesem Zusammenhang einiges Aufsehen erregt: Es gab eine Menge positiver Reaktionen und auch einige negative, vor allem anonyme Stellungnahmen in politischen Blogs im Internet. Ich lade Sie ein, den Gastkommentar von Hans Heiss zum 150. Jahrestag in diesem „Brixner“ zu lesen. Jede Zeile davon könnte ich unterschreiben. Auf den nächsten Seiten bringen wir die Transkription einer Diskussionsrunde mit Mittelschulabgängern. Es ist interessant zu beobachten, wie zielgerichtet die Jugendlichen über die Wahl der Oberschule entscheiden. Ist dies ein gutes oder schlechtes Zeichen? Bitte urteilen Sie selbst. Wir haben uns entschieden, die Namen der Mittelschüler nicht zu veröffentlichen.

>>> 46

Die Westumfahrung wird am 16. April eröffnet. „Dass man dies noch erleben darf“, wird der eine oder andere Brixner flapsig bemerken, denn schließlich warten wir schon seit 20 Jahren auf diese Straße. Brixen wird damit wieder erreichbar. Das ist keine Übertreibung: In meinem Bekanntenkreis habe ich mir in den vergangenen Jahren immer wieder anhören müssen, dass Brixen gemieden wird, weil man zu gewissen Tageszeiten sowohl vom Süden als auch vom Norden eine Stunde gebraucht hat, um ins Zentrum zu gelangen.

>>> 59

Übrigens: Ganz lieben Dank für die unglaublich vielen Freunde- und Gönner-Beiträge. Wir sind überwältigt von diesem alljährlichen Sympathiebeweis unserer Leser.

46 | WESTUMFAHRUNG: „Ein Traum wird Realität“ 52 | Natz-Schabs: Plötzlicher Lieferstopp 53 | Natz-Schabs: Es stinkt zum Himmel 57 | Event: Eco Fashion

Extra

Überwältigt

Ihr Willy Vontavon

Abo-Service Sie können ein Abonnement für die Zeitschrift „Brixner“ entweder über die Zusendung dieses Abschnittes oder bequem per E-Mail vornehmen: abo@brixner.info Abonnementpreise: z Gemeinden Brixen, Vahrn, Natz-Schabs, Lüsen, Mühlbach, Rodeneck, Klausen: Der Preis des Jahresabonnements beträgt 1 Euro, zahlbar jeweils bis 31. März im Rahmen der jährlichen Abo-Aktion z Restliches Staatsgebiet: Der Preis für 12 Ausgaben beträgt 19 Euro, zahlbar im Voraus z Ausland: Der Preis für 12 Ausgaben beträgt 50 Euro, zahlbar in Vorauskasse ❏ Ich bin bereits Abonnent, aber meine Adresse hat sich geändert. Mein Abo-Code ______________________

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Politik & Gesellschaft

Foto: Shutterstock

MITTELSCHULE ABGESCHLOSSEN - UND DANN? In der Diskussionsrunde zeigte sich, dass die fünf Jugendlichen sich sehr zielgerichtete Gedanken über ihre weitere Schullaufbahn machen

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DISKUSSIONSRUNDE MIT MITTELSCHULABGÄNGERN

„Entscheidung fürs Leben“ Bis Ende März müssen sich die Mittelschulabgänger in Südtirol entschieden haben, wie ihre weitere schulische und berufliche Laufbahn weitergehen soll. Wir haben fünf Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren zu einer Diskussionsrunde eingeladen und nachgefragt: Nach welchen Kriterien treffen sie ihre Schulwahl? Was erwarten sie sich von ihrem weiteren Schulbesuch? Und wie belastend ist diese Entscheidung für sie?

Bis Ende März müsst ihr euch entschieden haben, wie es nach der Mittelschule weitergehen soll. Habt ihr euch bereits in eine Berufs- oder Oberschule eingeschrieben, oder seid ihr noch am Überlegen? MARTINA*: Ich habe mich gestern in der Hotelfachschule in Bruneck angemeldet – und das nach langem Überlegen. Seit einigen Jahren weiß ich, dass ich eine Ausbildung im Bereich Gastronomie machen möchte, um später als Hotelmanagerin zu arbeiten. Doch in den letzten Monaten bin ich dann verunsichert worden. In der Schule hat man mir immer wieder gesagt, mit meinen guten schulischen Leistungen sollte ich nicht eine Berufsschule, sondern eine allgemeinbildende Schule besuchen. Das hat mich völlig irritiert. VERENA: Einen klaren Berufswunsch habe ich noch gar nicht, deswegen habe ich mich für eine allgemeinbildende Schule entschieden. Ich schwankte zwischen dem Wissenschaftlichen Lyzeum und dem Sprachenlyzeum, und ich habe mich dann fürs Erstere entschieden. Damit habe ich nach der Matura mehrere Möglichkeiten, auf alle Fälle werde ich danach ein Studium absolvieren. DANIEL: Welche Schule ich im Herbst besuchen werde, weiß ich noch nicht definitiv. Ich möchte Informatik studieren und würde daher gerne eine technisch ausgerichtete Schule besuchen. Mein

Vater hingegen befürwortet den Besuch einer allgemeinbildenden Schule, damit ich dort eine gute Grundlage erhalte. Allerdings befürchte ich, dass mir dann wesentliche EDV-Kenntnisse fürs spätere Studium fehlen und dass mir die Schule nicht gefallen wird. Die Diskussion zwischen uns ist also noch im Gange.

Daniel: Für mich war es besonders hilfreich, einen Termin mit dem Direktor der Schule zu vereinbaren, die ich vielleicht besuchen möchte. Dieser hat uns dann durch die Schule geführt und uns über das Schulangebot informiert. Martina: Den besten Einblick bekommt man sicher, wenn man in

am ehesten eine Arbeitsstelle erhalten könnte. Mich interessiert zum einen der Tourismusbereich und zum anderen der Bereich Elektronik, also zwei völlig unterschiedliche Fachrichtungen. Nun suche ich mir gerade die Vor- und Nachteile der dafür infrage kommenden Schulen zusammen, und ich informiere mich, was man nach

KLAUS: Auch ich schwanke noch zwischen zwei völlig unterschiedlichen Schulen – einer Schule im Tourismusbereich und einer technischen Fachoberschule.

„Etwas Angst, später keinen Job zu kriegen, ist sicher da“_ Daniel

ALEX: Ich habe mich bei zwei Berufsschulen angemeldet – wobei ich aber noch nicht weiß, in welcher der beiden Schulen meine gewünschten Fachrichtungen angeboten werden. Dies hängt schlussendlich von den eingeschriebenen Schülern ab, und daher bin ich momentan noch im Ungewissen, wo ich im Herbst zur Schule gehen werde.

eine Schulstunde reinschnuppern darf oder mit Leuten redet, die diese Schule bereits besuchen.

Was habt ihr unternommen und wie habt ihr euch informiert, um eure Entscheidung treffen zu können? Klaus: Wir haben mit der Klasse verschiedene Schulen beim Tag der offenen Tür besucht – wobei wir nur die Oberschulen in Brixen besucht haben, das fand ich nicht gerade weitsichtig. Privat habe ich dann nochmals einige Schulen angesehen, und außerdem ist die Berufsberaterin in die Klasse gekommen.

Klaus: Vielleicht wäre es sinnvoll, auch jene Schulen zu besuchen, die für einen zunächst gar nicht in Frage kommen. Martina: Das habe ich nicht gemacht, weil ich Angst hatte, dass dann noch eine Schule hinzukommt, die für mich in Frage käme. Verena: Neben den Schulbesuchen und der Berufsberatung haben bei uns in der Schule noch die Eltern verschiedene Berufe vorgestellt, das war sehr interessant. Außerdem haben wir die Wahlpflichtstunden für die Berufsberatung verwendet. Welche Kriterien sind für eure Schulwahl Ausschlag gebend? Klaus: Bei mir spielt es eine Rolle, in welchem Bereich ich später

dem Besuch der Schule tun kann beziehungsweise nicht tun kann. Es ist wohl sinnvoller, einen Beruf im Tourismusbereich anzustreben und die Elektronik später als Hobby weiterzubetreiben – umgekehrt ist dies nicht möglich. So wäge ich eben ab, was für meine berufliche Zukunft am sinnvollsten ist. Martina: Für mich waren zwei Faktoren entscheidend: die Schulfächer und die praktische Ausrichtung auf meinen Berufswunsch als Hotelmanagerin. Ich finde es gut, dass ich nun eine Schule besuchen werde, wo ich auch praktische Erfahrungen sammeln kann und zugleich die Matura habe. Dies bietet mir viele verschiedene Möglichkeiten. Ich will schon eine Schule besuchen, bei der ich danach auch sicher eine Arbeit bekomme. Verena: Ich weiß, dass ich nach der Matura studieren möchte, aber auf die Richtung habe ich mich noch 5


Politik & Gesellschaft

nicht festgelegt. Daher habe ich mich für eine allgemeinbildende Schule wie das Wisslyz entschieden. Mich hätte das Sprachenlyzeum zwar auch interessiert, aber Sprachen kann ich auch nebenbei oder später in einem Sprachkurs lernen. Außerdem waren mir im Sprachenlyzeum zu viele Mädchen. Daniel: Mein Kriterium wäre schon auch, dass mir die Oberschule fürs spätere Studium hilft. Ich habe die Befürchtung, dass mir wesentliche Grundlagen fürs Informatik-Studium fehlen, wenn ich nicht eine technische Oberschule besuche. Alex: Mein Interesse liegt seit Kindheit an im handwerklichen Bereich, da bin ich begabter als im theoretischen Lernen. Weil mich Autos und Motoren faszinieren, möchte ich später mal in diesem Bereich arbeiten, vielleicht etwas mit umweltverträglichen Motoren. Ihr wählt eure Schule bereits sehr zielgerichtet auf eine spätere Berufsmöglichkeit hin aus. Habt ihr die Befürchtung, später mal keine Arbeit zu bekommen? Daniel: Etwas Angst, später keinen Job zu kriegen, ist sicher da. Deshalb überlegt man sich ganz genau, welche Schule am sinnvollsten ist. Klaus: Später mal einen Job zu kriegen, ist ja das Wichtigste! Man macht die Oberschule ja nur, um danach hoffentlich ins Berufsleben einsteigen zu können – der Schulbesuch ist ja nur eine Vorbereitungsphase dafür. Ich kenne einige, die ein Universitätsstudium haben und dann im Supermarkt als Verkäufer arbeiten. Daher muss man sich vorher schon gut überlegen, wie die Chancen später aussehen.

Verena: Mein Vater achtet bei seinen Mitarbeitern darauf, dass sie eine gute Allgemeinbildung

Martina: Welchen Beruf ich machen möchte, weiß ich schon von Kindheit an, und daher beschäftigt

Alex: Und ich wusste von klein auf, dass ich nach der Mittelschule nicht mehr mit meinem besten

„Meine Eltern sind unterschiedlicher Meinung, was meinen weiteren Schulbesuch angeht“_ Klaus haben. Das hat mich sicher auch dahingehend beeinflusst, eine allgemeinbildende Schule zu besuchen. Zudem hält mir dies alle Möglichkeiten für ein späteres Studium offen: Wenn ich mich jetzt schon für eine bestimmte Fachrichtung entscheide und sie gefällt mir dann doch nicht, dann bin ich ja total in der Klemme. Martina: Das ganze Leben lang werde ich wohl nicht denselben Beruf ausüben. Daher ist es mir jetzt wichtig, dass ich eine vielfältige Ausbildung absolvieren kann – und an der Hotelfachschule habe ich die Matura und zugleich eine praktische Ausbildung. So kann ich zwischen mehreren Berufen wählen oder auch im Ausland arbeiten. Klar schaut man bei der Schulwahl darauf, welche Berufe später auch eine Arbeitsmöglichkeit bieten: Der Bereich Journalismus oder Werbung hätte mich beispielsweise auch interessiert – aber dort dann eine Arbeitsstelle zu finden ist sicher nicht leicht. Wie lange beschäftigt ihr euch schon mit der Frage, wie es nach der Mittelschule weitergehen soll? Verena: Ich beschäftige mich seit der 2. Klasse Mittelschule mit diesem Thema, denn da sind die Berufsberater zum ersten Mal in die Klasse gekommen.

mich diese Frage schon seit der Grundschule. Zudem habe ich eine ältere Schwester und habe bei ihr mitverfolgt, wie schwer sie sich mit dieser Entscheidung getan hat.

Freund zusammen sein kann. Jetzt muss ich eben jene Schule besuchen, die mir passt.

Klaus: Ernsthafte Gedanken mache ich mir seit Oktober des vergangenen Jahres, seitdem die Berufsberaterin bei uns in der Schule war. Nun suche ich die Pro und Contras zusammen und sammle Ideen.

Klaus: Meine Eltern sind unterschiedlicher Meinung, was meinen weiteren Schulbesuch angeht. Sie tun zwar so, also ob sie mit allem einverstanden wären – aber ich merke genau, was sie sich wünschen würden und in welcher Schule sie mich besser sehen. Sie versuchen, mich heimlich zu beeinflussen – das nervt dann schon und bringt mich ziemlich durcheinander: Wenn ich mich nun für eine Schule entscheide, ist meine Mutter unzufrieden, und ansonsten mein Vater.

Welchen Einfluss hatten denn eure Freunde bei der Wahl der weiterführenden Schule? Daniel: Ein bisschen habe ich schon darauf geschaut, welche Schule diese besuchen werden. Man versucht schon, mit gewissen Menschen zusammenzubleiben – aber in erster Linie muss man in seinem eigenen Interesse entscheiden. Wenn sich ein anderer Weg ergibt, muss man den Kontakt eben in seiner Freizeit aufrecht erhalten. Klaus: Mir wäre es schon auch wichtig, mit einigen Freunden weiterhin zur Schule zu gehen. Aber falls die Interessen nicht übereinstimmen, muss man sich eben schweren Herzens für etwas anderes entscheiden. Verena: Für mich war’s überhaupt kein Ausschlag gebender Grund, ob meine Freundinnen nun auch diese Schule besuchen oder nicht.

Und welche Diskussionen gab es mit den Eltern?

Daniel: Auch ich bin zuhause noch am Diskutieren, weil mein Vater anderer Ansicht ist als ich. Alex: Bei mir war’s völlig problemlos. Meine Eltern haben mich gefragt, was mich interessieren würde und haben mir dann verschiedene Vorschläge gebracht. Martina: Meine Eltern haben mich in dem unterstützt, was ich selbst möchte und gemeint, ich sollte dies auf alle Fälle ausprobieren. Falls dies doch nicht passt, kann ich immer noch Schule wechseln. Ist es nicht auch hilfreich, wenn man von außen eine Rückmeldung

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erhält und einem jemand seine Einschätzung mitteilt oder die Vorund Nachteile einer Entscheidung erläutert? Martina: Ja schon – aber auch nur, wenn dies nicht ausufert. Wenn ich nur einseitig informiert werde, so ist dies ja völlig zwecklos. Ich will nicht ständig bearbeitet und in eine Richtung gedrängt werden, die mir nicht zusagt. Daniel: Ich finde, man sollte nicht zuviel auf die anderen hören und seine Entscheidungen selbst treffen. War diese Entscheidung für euch belastend? Martina: Der letzte Monat war schon belastend, weil ich durch die Rückmeldungen der Lehrer völlig aus der Bahn geworfen wurde. Ich hatte das Gefühl, dass ich die Chance meines Lebens verpasse, wenn ich mich in eine Berufsschule einschreibe. Klaus: Also ich kann es schon gar nicht mehr hören, wenn mich jemand auf die Schulwahl anspricht und eine Entscheidung will. Wenn man jeden Tag gefragt wird, was

sind wir ja mitten in der Pubertät, da können sich die Interessen auch ändern. Es ist schon etwas früh, sich jetzt schon für seine Zukunft entscheiden zu müssen. Klaus: Mir ist nur der März-Termin für die Einschreibungen zu früh, vorher konnte man sich erst im Juli entscheiden. Da hatte man nach der Schule wenigstens noch einen Monat lang Zeit zum Überlegen. Am liebsten würde ich ja einen Monat lang alleine meditieren, um mir dann wirklich sicher zu sein. Alex: Ich habe mit meinen Eltern vereinbart, dass ich zunächst für ein Jahr die Schule besuche und dann mich immer noch anders entscheiden kann. Vielleicht schiebe ich auch ein Auslandsjahr ein, mal sehen. Und wie stellt ihr euch euer Leben nach dem Abschluss der Berufs- oder Oberschule vor? Verena: Ich hätte gern einen Job, in dem man viel Geld verdient. Martina: Ich möchte nach der Schule ein Jahr arbeiten gehen und dann vielleicht studieren. Auf

„Der Druck ist groß, man schläft da nicht immer gut und zerbricht sich den Kopf darüber“_ Verena man denn später einmal werden möchte, belastet das einen auf eine absurde Weise – das ist eine richtige Qual. Daniel: Mir hängt es auch zum Hals heraus. Bis jetzt habe ich die Diskussion mit meinen Eltern aufgeschoben, aber jetzt muss ich mich wohl entscheiden. Auf Dauer ist diese Unsicherheit anstrengend. Habt ihr das Gefühl, dass euch diese Entscheidung in ein paar Jahren leichter fallen würde als zum jetzigen Zeitpunkt? Verena: Ich finde es nicht vorteilhaft, dass die Abschlussprüfung und die Wahl der Oberschule, die ja wichtig fürs weitere Leben ist, zusammenfallen. Der Druck ist groß, man schläft da nicht immer gut und zerbricht sich den Kopf darüber. Martina: Für mich wäre es auch sinnvoll, wenn nicht beides in einem Jahr anfallen würde. Zudem

alle Fälle möchte ich mir zunächst eine Karriere aufbauen und erst dann eine Familie gründen. Daniel: Ich möchte einen Beruf, den ich gerne ausübe, das Geld spielt dabei nicht unbedingt die große Rolle. Klaus: Mir ist es auch wichtig, eine Arbeit zu finden, die mir gefällt. Wenn ich dazu noch so viel Geld verdiene, mit dem ich mir meinen Lebensunterhalt sichern kann, ist das auch nicht schlecht. Unter der Brücke möchte ich halt nicht landen. Alex: Und für mich steht an erster Stelle, dass der Beruf eine Zukunft hat. * Die Namen wurden von der Redaktion geändert.

doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info 7


Politik & Gesellschaft

BRIXEN

Hilfe per Knopfdruck z Auch im hohen Alter in den eigenen vier Wänden zu leben ist und bleibt ein großer Wunsch jedes Menschen. Doch besonders bei gesundheitlichen Einschränkungen kann dies zu Problemen führen. Das Weiße Kreuz bietet daher seit Kurzem einen Hausnotrufdienst an, der es älteren Menschen und deren Angehörigen ermöglicht, sich sicher zu

fühlen. Das Hausnotrufgerät mit Alarmknopf wird in der Wohnung angeschlossen und ist mit Festnetztelefon und Stromnetz verbunden. Sobald Hilfe benötigt wird, muss der Alarmknopf am Sender gedrückt werden und verbindet sich sodann mit der Einsatzzentrale des Weißen Kreuzes, die auch die Angehörigen verständigt. Informationen über diese

lebensrettende Einrichtung erteilt das Weiße Kreuz unter Telefon 0471 444327. eh

P&G

Politik & Gesellschaft BRIXEN

Schauübungen der Feuerwehren z Falls Ihnen am Samstagvormittag, 9. April, am Domplatz eine Feuerwehrtruppe entgegenläuft, um einen Brand zu stoppen, bleiben Sie bitte ruhig: Es handelt sich hierbei um eine Schauübung. An diesem Tag zeigen nämlich alle neun Feuerwehren der Gemeinde Brixen, wie verschiedene Einsätze ablaufen – beispielsweise, wie Wasser über eine längere Strecke befördert wird, wie eine Fettexplosion gelöscht oder eine Person aus einem ein-

kurz

notiert

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geklemmten Auto befreit wird. Auch ein Brandeinsatz in der Ex-Finanzkaserne am Domplatz steht auf dem Programm. „Mit diesen Schauübungen möchten wir der Öffentlichkeit unsere gesamte Feuerwehr-Organisation sowie verschiedene Einsatzabläufe nahebringen“, erläutert Albert Tauber, Abschnittsinspektor der Freiwilligen Feuerwehr. Die Vorführungen finden am 9. April von 10 Uhr bis 13 Uhr am Domplatz statt. Alle Übungen

Die Gemeinde Brixen und die Freie Universität Bozen setzen die Diskussionsreihe „Brixen im Dialog“ auch heuer fort. Am ersten Veranstaltungsabend am 30. März steht das Thema „Mehrsprachigkeit leben und lernen“ zur Debatte; darüber diskutieren u.a. Vertreter der Uni, Schulamtsleiter und Eltern.

werden von einem Moderator erläutert; vorgestellt wird auch die Wettkampfgruppe der Freiwilligen Feuerwehr sowie die

Jugendtruppe. Wer noch mehr Infos über die Feuerwehr haben möchte, erhält diese an einem Infostand am Domplatz. db

Die Beratungsstelle für Frauen in Gewaltsituationen und Frauenhaus ist umgezogen und befindet sich nun in der Bahnhofstraße 27 in Brixen. Sie ist über Telefon 0472 820587 oder der Grünen Nummer 800601330 jederzeit erreichbar.

Die Freie Waldorfschule lädt am 9. April in ihren neuen Räumlichkeiten zum Tag der offenen Tür: Im Gebäude an der Brennerstraße, wo früher die Athesia-Druckerei untergebracht war, gibt es von 10 bis 17 Uhr ein buntes Programm für Jung und Alt.


NACHGEFRAGT

„Es gibt kein einfaches Rezept“ PATRICK KOFLER, Vorsitzender der Organisation für eine Welt (OEW), über die derzeit laufende Sensibilisierungskampagne der OEW für ein friedliches Zusammenleben und der „Lebendigen Bibliothek on tour“. Herr Kofler, seit 21. März läuft südtirolweit eine Sensibilisierungskampagne der OEW. Worum geht es bei dieser Kampagne? Wir wollen damit erreichen, dass auch die Südtiroler beginnen, sich ernsthaft und konstruktiv mit dem Thema Integration auseinanderzusetzen. Das fehlt bis jetzt leider. Oft stellen wir fest, dass an Stammtischen mit Vorurteilen gegenüber Ausländern um sich geworfen wird. Das Thema ist aber ernst. Freilich ist es so, dass es kein einfaches Rezept für ein friedliches Zusammenleben gibt.

Mit welchen Mitteln sollen die Ziele erreicht werden, und welche Projekte sind in Gang gesetzt worden? Aufmerksamkeit wollen wir in erster Linie durch eine unkonventionelle, politisch unkorrekte und etwas provokative Plakataktion namens „Außerirdische“ erregen. Dann wollen wir in den Städten Menschen an Infoständen und in einer lebendigen Bibliothek zum Mitmachen anregen. Dort wird auch der Brixner Liedermacher DorDoggising alias Markus Dorfmann seine Lieder zum Besten geben. Starke Präsenz wollen wir mit vier Projekten zum Thema „Miteinander“ an

5Promille Caritas 8Promille Katholische Kirche der Auf erer- er u Steung od r dem ä l k auf UD d.C Mo

den Schulen zeigen. Auch mit zweisprachigen Postkarten und Bierdeckeln greifen wir landesweit gängige Vorurteile gegenüber Ausländern auf. Mit welcher Veranstaltung findet die Kampagne ihren Schlussund Höhepunkt? In Zusammenarbeit mit der Cusanus Akademie und der „Rete per i Diritti dei senza Voce“ veranstaltet die OEW am 15. April um 20 Uhr in der Cusanus Akademie einen Diskussionsabend mit dem Titel „Integration oder Ausgrenzung“. johanna.bernardi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Politik & Gesellschaft

BRIXEN

Zurück in den Beruf z Nach sieben Monaten mit 694 Stunden Theorie und 150 Stunden Praktikum ging der ESF-Lehrgang „Zurück in den Beruf“ mit der feierlichen Diplomverleihung Anfang März zu Ende. 13 Frauen und Männer, die wieder in das Berufsleben einsteigen wollten, haben im Verlauf des Lehrgangs das notwendige Rüstzeug erworben – und der Großteil von ihnen hat den Wiedereinstieg bereits geschafft. Der von der Firma Martin Wieland gemeinsam mit dem Amt für Arbeitsmarktservice veranstaltete Lehrgang des Europäischen Sozialfonds richtete sich an Personen, die aufgrund von Arbeitslosigkeit,

das eigene Potenzial geschärft. An der Diplomverleihung nahmen neben den Absolventen und deren Familien auch einige Referenten sowie der Direktor des Amtes für Arbeitsservice, Michael Mayr, und Klaudia Palfrader, Koordinatorin der Arbeitsvermittlungszentren Brixen und Sterzing, teil. Aufgrund

der großen Nachfrage ist ein weiterer Lehrgang im Herbst 2011 geplant; Informationen sind erhältlich über der Rufnummer 0472 200208 oder im Internet: www.martinwieland.it. Im Bild: Die Absolventen mit den Organisatoren des Kurses db und den Referenten.

BRIXEN

BRIXEN

Ausgezeichnete soziale Initiativen

Partnersuche über Web 2.0

z Die landesweite Initiative „Cultura Socialis“ der Landesabteilung für Familie und Sozialwesen prämiert jedes Jahr soziale Projekte mit Vorbildcharakter. In diesem Jahr können sich gleich zwei Brixner Initiativen über eine Auszeichnung sowie Nennung freuen: Christian Passler und Leopold Klammer, BäckereiFachlehrer an der Berufsschule „Emma Hellenstainer“, erhielten in der Kategorie „Freiwillige“ den Cultura-Socialis-Preis: Die beiden hatten im Rahmen des Projektes „Brot backen für Iasy“ ihr berufliches Wissen an Mitarbeiter einer Bäckerei in einer rumänischen Sozialstation unentgeltlich weitergegeben. Sie flogen hierfür nach Rumänien, um sich vor Ort ein Bild zu machen, und erarbeiteten im Anschluss ein Ausbildungsprogramm. Ein Mitarbeiter der Bäckerei der Sozialstation kam

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Eintragung in der Lohnausgleichskasse oder in den Mobilitätslisten, Unterqualifizierung oder familiären Verpflichtungen nicht im Berufsleben standen. In den Modulen EDV, Handelskunde, Buchhaltung, Arbeitsrecht, Sprachen, Korrespondenz, Office Management, Potenzialanalyse und Soft Skills erarbeiteten die Teilnehmer sich Kompetenzen, die sie vorwiegend für eine Tätigkeit im Verwaltungsbereich benötigen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei im Bereich der aktuellen Kommunikations- und Informationstechnologie. Weiters wurden die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten der Teilnehmer verbessert und das Bewusstsein für

daraufhin nach Brixen, um sich hier aktuelles Bäckerwissen anzueignen. Unter die ersten drei Projekte in der Kategorie „Unternehmen“ kam eine weitere Initiative aus Brixen: der Dienst „Seite an Seite“, durchgeführt vom Haus der Solidarität und der Sozialgenossenschaft Assist. Familienangehörigen werden hierbei bei der Suche nach einer geeigneten Betreuung für ihre pflegebedürftigen Angehörigen unterstützt. Die so genannten „badanti“ werden ebenso begleitet – unter anderem, indem die gesamte bürokratische Abwicklung übernommen wird. Die 15 Projekte, die heuer im Rahmen von Cultura Socialis nominiert wurden, sind in einer eigenen Projektbroschüre porträtiert. Zusätzliche Infos erhalten alle Interessierten auf der Homepage www.cultura-socialis.it db

z Die Internetplattform Facebook wird zwar meistens dafür verwendet, sich mit Bekannten auszutauschen, ab und zu lernt man dabei aber auch neue Leute kennen. Melissa Goossens, Vorsitzende der Jungen Union Abensberg in Niederbayern, hat die Plattform für die Suche nach einer Partnerorganisation in Südtirol genutzt und ist zufällig auf die Junge Generation in der Brixner SVP gestoßen. Von der Anfrage aus Bayern höchst erfreut, luden die Brixner die Niederbayern unlängst auf ein Wochenende nach Südtirol ein. Das zweitägige Treffen stand ganz im Zeichen des politischen Austauschs und des gegenseitigen Kennenlernens. Neben

den zahlreichen Diskussionen über derzeit heiße Themen in Südtirol wie in Bayern wurden vor allem Strategien zur Einbindung Jugendlicher in das politische Geschehen erforscht. Die rein politischen Diskussionen standen beim Besuch aber letztlich im Hintergrund. Weit wichtiger waren diverse kulinarische und gesellige Aktivitäten, bei Tag wie bei Nacht. „Wir haben uns mit den Bayern außerordentlich gut verstanden, weshalb wir diese Beziehung gerne vertiefen werden“, so das Resümee von Ingo Dejaco, Initiator des Besuchs. Neben dem obligatorischen Gegenbesuch sind bereits weitere Aktivitäten in Planung. oz


Montag, 28. März: Fitness

Dienstag, 29. März: Klettern

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Der Fitnesstag: Um 15.00 und um 16.00 Uhr große Show des Yoseikan Budo Clubs Brixen.

Der Klettertag: Bringen Sie Ihr altes Kletterseil, wir belohnen Sie mit einer Umtauschprämie von 50 Euro. Gültig beim Kauf eines Seils der Marken Beal oder Tendon.

Mittwoch, 30. März: Teamsport

Donnerstag, 31. März: Running

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Tag der Berge: 14.00 - 18.00 Uhr Sportler-Wachslfest und um 17 Uhr große Sportler/Mammut Überraschung. Der Bike-Tag: Um 16.00 Ihr Große Show der Einradgruppe Lajen.

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Foto: Oskar Zingerle

Politik & Gesellschaft

BRIXEN

Pflegende Angehörige suchen Entlastung z Angehörige, die Senioren in niedrigen Pflegestufen zu Hause betreuen, suchen Entlastung. Dies ging aus den Betriebsergebnissen 2010 des Bürgerheims Brixen hervor. Insgesamt verfügen die vier Heime in Brixen und Klausen über 203 Plätze für pflegebedürftige Senioren, 272 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Dass sich insbesondere teilstationäre Angebote wie die Kurzzeitpflege immer größerer Nachfrage erfreuen, zeigen die Ergebnisse: Im Jahr 2010 nahmen 163 Personen einen Kurzzeitpflegeplatz in Anspruch, die Auslastung der insgesamt 19 angebotenen Plätze lag bei 92,3 Prozent. „Wir beobachten, dass die Anfragen für

Kurzzeitpflegeplätze für Menschen in der zweiten, dritten und sogar ersten Pflegestufe steigen. Dies bedeutet, dass besonders Angehörige, die Senioren in niedrigeren Pflegestufen zu Hause betreuen, Entlastung suchen“, erläutert Helmut Pranter, Direktor des ÖBPB „Zum Heiligen Geist“. Der Großteil der Senioren kehrt nach einem Kurzzeitaufenthalt wieder nach Hause zurück, würde jedoch eine Daueraufnahme bevorzugen. „Indem wir die Dienstleistungen unserer Heime kontinuierlich erheben, können wir die Trends im Bereich der Altenbetreuung gut beobachten und unsere Angebote dem entsprechend ausrichten“,

erklärt Pranter. Die Auslastung der Daueraufnahmen lag im vergangenen Jahr bei 99 Prozent, wobei klar erkenntlich ist, dass die Entwicklung der Pflegestufen der Betreuten besonders zu den niederen Pflegestufen tendiert. Um

diesem Trend entgegenzukommen, möchten der Sanitätsbetrieb und ÖBPB das Angebot nach teilstationären Angeboten ausbauen und somit auch die Tages-, Nacht- und Wochenendbetreuung verstärken. eh

Respekt und Umweltschutz geachtet. Der Weltladen Brixen wird als Sozialgenossenschaft geführt und beschäftigt neben den

20 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen auch zwei Teilzeitangestellte, die für Kontinuität und guten Service sorgen. eh

BRIXEN

Weltladen ist umgezogen z Seit kurzem befindet sich der Weltladen Brixen in den neuen, größeren und übersichtlichen Räumen in der Stadelgasse 5/C. Die fair gehandelten Lebensmittel, Handwerksprodukte und Bekleidungsstücke können nun in den geräumigen Geschäftslokalen erworben werden. Aufgrund des Neubaues der Bibliothek wurde der Umzug notwendig und bietet nun in den neuen Verkaufsräumen mehr Platz für das breite, sich stets erneuernde Angebot. Der Weltladen unterstützt durch

den Verkauf der fairen Produkte die Entwicklungsländer im Süden der Welt, denen somit nicht nur durch Spendengelder, sondern auch durch partnerschaftliche Handelsbeziehungen Hilfe gewährt wird. Der Kauf der Weltladen-Produkte garantiert faire Preise für die Produzenten, keine Ausbeutung von Kindern und Frauen, Gesundheitsvorsorge sowie Ausbildung und Vorfinanzierungen und stellt eine alternative Zugangsweise zum herkömmlichen Handel dar. Dabei wird besonders auf Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit,

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GRUND

Pfeffersberg

Vorhaben am Pfeffersberg

ZUR

berichteten über die Situation zu den geplanten Fernwärmeanschlüssen in Pinzagen sowie über die Situation der Kleinklärgruben in den Fraktionen Gereuth, Tötschling und Untereben. Gemeinderat Philipp Gummerer berichtete anschließend über die Fertigstellung der geplanten Themenwege für 2011, wofür es eine Koordinierungsstelle zwischen der Bezirksgemeinschaft und der Gemeinde geben wird. Im Bereich des Wohnbaus wurde über die neue Wohnbauzone in Tschötsch sowie über den Durchführungsplan der Zone Haidner diskutiert. Weitere detaillierte Informationen wurden zur Fertigstellung der Feuerwehrhalle, zur Verlegung der Straße oberhalb des Vereinshauses und zu Kindergarten, Musikprobelokale und Bibliodb thek in Tils gegeben.

FREUDE Bei der Landesmeisterschaft des Handwerks konnte Valentin Oberhauser die Goldmedaille erringen. Wir freuen uns mit ihm und werden auch künftig das Qualitätsbewusstsein unserer Mitarbeiter im Interesse unserer Kunden fördern.

Foto: Oskar Zingerle

z Auf der vor kurzem stattgefundenen Bürgerversammlung der beiden SVP-Ortsausschüsse von Tils und Tschötsch wurden zahlreiche den Pfeffersberg betreffende Themen mit den Bürgern diskutiert. Die beiden Ortsobmänner aus Tils und Tschötsch, Sepp Unterrainer und Sepp Kerschbaumer, durften zum Informations- und Diskussionsaustausch im voll besetzten Saal des Gasthofs Alpenrose rund 150 interessierte Bürger begrüßen. Im Zuge der rund dreistündigen Versammlung wurden vonseiten der Gemeindeverwaltung, den Gemeinderäten und Technikern die wichtigsten Maßnahmen und Neuerungen vor allem im Bereich der Infrastrukturen vorgestellt und besprochen. Stadtwerke-Direktor Wolfgang Plank und Stadtwerke-Techniker Andreas Schroffenegger

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Politik & Gesellschaft

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„Bleiben Sie fit!“

Deutscher Unterricht in italienischen Oberschulen

z Der Verein „mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs“ und die Südtiroler Clubs der Frauen-Fitnessstudiokette „Mrs. Sporty“ starteten gemeinsam eine Präventionskampagne gegen Brustkrebs. „Bewegung gilt heute als wichtiger Faktor in der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Problemen, sie schützt vor Knochen- und Muskelabbau, Zuckerkrankheit und vielen weiteren Erkrankungen“, erläutert Christian Marth, Vorstand der Frauenklinik in Innsbruck. „Menschen, die sich viel bewegen, erkranken seltener an Brustkrebs oder aber auch Darmkrebs. Mit weiteren Tumorarten besteht ebenfalls ein Zusammenhang, wenn auch weniger ausgeprägt.“ Bewegung und Sport spielen auch bei bereits Erkrankten eine wichtige Rolle: Durch gezielte Übungen können Einschränkungen der Beweglichkeit

vermindert oder ganz vermieden werden. Die Sensibilisierungskampagne zwischen mamazone und Mrs. Sporty umfasst die Herausgabe einer Broschüre mit Bewegungstipps, eine Vortragsreihe sowie eine Spendenaktion. In der Broschüre „Bleiben Sie fit“, die auf der Homepage www.mamazone.it zum Download bereit steht, werden 13 Fitnessübungen für den Alltag vorgestellt. Für mehr Einblick in den Zusammenhang von Bewegung, gesunder Ernährung und Brustkrebsprävention findet am Dienstag, 5. April, um 20 Uhr im Jugendheim Milland ein Vortrag statt, bei dem Primar Arthur Scherer referieren wird. Parallel dazu startet Mrs. Sporty eine große Spendenaktion: Alle Clubs werden von jedem neuen Mitglied, das die Einschreibegebühr in diesem Zeitraum zahlt, 20 Euro an mamazone spenden. db

z In den ersten Klassen des italienischen Sprachenlyzeums und Realgymnasiums Brixen „Dante Alighieri“ wird seit zwei Jahren das Fach Geschichte auf Deutsch unterrichtet. Im nächsten Jahr soll dies auch im Istituto Tecnico Economico „Falcone e Borsellino“ für Wirtschaft und Recht fortgesetzt werden. Auf diese Weise will die Schule das Erlernen der zweiten Sprache erleichtern und die Mehrsprachigkeit fördern. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass Lehrkräfte aus dem deutschsprachigen Gymnasium „J.Ph. Fallmerayer“ und der Handelsoberschule diese Fächer unterrichten werden – „dies ist einzigartig in der Provinz Bozen“, sagt Direktorin Maria Concetta Capilupi. Es läuft nach dem Konzept „CLIL“ (Content and

language integrated learning) ab, wodurch das Erlernen des Fachs mit dem Erlernen der Sprache verbunden wird. Dieses Konzept entspricht der Vision der EU, dass jeder EU-Bürger neben seiner Muttersprache noch zwei weitere Sprachen sprechen sollte. Ziel ist, einen gut integrierten Bürger zu schaffen, der offen für mehrere Kulturen und Sprachen ist. av

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Foto: Willy Vontavon

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Parkgarage Stufels nun geöffnet z Seit einigen Tagen ist Brixen um eine öffentliche Parkgarage reicher: Ein Teil der insgesamt 240 Stellplätze zählenden Garage des von der „Oberegger Immobilien KG“ in Stufels errichteten Gebäudekomplexes ging nämlich im Rahmen eines Raumordnungsvertrages in das Eigentum der Gemeinde Brixen über, die die 62 Garagenplätze nun den Bürgern zur Verfügung stellt – gegen einen stündlich abgerechneten Obulus natürlich. Die Gemeinde erhält die mit 1,8 Millionen Euro bewerteten Garagenplätze kostenfrei für eine

seinerzeit beschlossene Kubaturerhöhung von 3.500 Kubikmetern – lediglich für die anfallende Mehrwertsteuer hat die Gemeinde ein Darlehen aufgenommen. Die stündlichen Gebühren in der Parkgarage betragen 1,50 Euro von 7 bis 20 Uhr; der Nachttarif beträgt 60 Cent pro Stunde. Die offizielle Einweihung der Parkplätze wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Noch unklar ist, ob und in welcher Form die Cesare-Battisti-Straße umgestaltet wird: Die unschönen Parkplätze im nördlichen Bereich scheinen nun überflüssig zu sein. wv C

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Benefizaktionen und Information

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z Der Monat April ist für die Südtiroler Krebshilfe Bezirk Brixen ein arbeitsintensiver Monat: Am 15. und 16. April findet im Sitz der Vereinigung der Ostermarkt statt, und dafür wird schon fleißig Hand angelegt: Selbst gefertigte Dekorationsartikel, Frühlingskränze und weitere schöne Dinge für das Osterfest werden beim Ostermarkt verkauft. Der Erlös dieser Veranstaltung kommt den an Krebs erkrankten Menschen zugute. Bereits zur Tradition

geworden ist die Aktion „Eine Rose für das Leben“, die am Ostersonntag am Brixner Domplatz sowie in vielen anderen Ortschaften Südtirols stattfindet: Unter dem Motto „Setze ein Zeichen deiner Liebe“ sind dort nach dem Gottesdienst schöne Rosen aus fairem Anbau und versehen mit einem Gütesiegel für einen symbolischen Beitrag erhältlich. Auch der Erlös aus dieser Aktion kommt den Tätigkeiten der Krebshilfe zugute – wie beispielsweise der finanziellen Unterstützung von Patienten in Notlagen, oder der Präventionsarbeit. So lädt die Südtiroler Krebshilfe Bezirk Brixen am 14. April zum Infoabend mit dem bekannten Komplementärmediziner Christian Thuile ins Forum Brixen: Dieser informiert über komplementärmedizinische Methoden und welche sich davon als Begleitmaßnahme zur schulmedizinischen Therapie von Krebserkrankungen eignet. db

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Menschen & Meinungen

Foto: Brixmedia

„DIE MENSCHEN MIT EINER GUTEN PORTION Humor ZU VERSTEHEN VERSUCHT“: Oswald Bortolotti in seiner Zeit als Stadtrat in der Gemeinde Brixen

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PORTRAIT

Humorvoller Querkopf OSWALD BORTOLOTTI, ehemaliger Lehrer, Stadtrat und Gemeinderat von Brixen, über seine Jahre als Bettelstudent, Lehrer und Gemeindepolitiker.

Z

ehn Mal dürfte er den Pustertal-Langlaufmarathon bewältigt haben, „damals, als ich noch jung, schön und schlank war, aber das schreiben Sie bittschön nicht“, lacht Oswald Bortolotti verschmitzt. Es ist ein kurzweiliges und amüsantes Gespräch, das wir mit dem langjährigen Gemeindepolitiker an diesem Donnerstagnachmittag führen, und die Politik rückt dabei fast zur Gänze in den Hintergrund.

Harter Einstieg in die Politik. Als Oswald Bortolotti zum ersten Mal in den Brixner Gemeinderat gewählt worden war und sofort Stadtrat wurde, stand er vor einer

noch nicht vorgesehen waren: „Ich habe natürlich nicht alles wortwörtlich übersetzt.“

Lehrer mit Herz. Die Politik, das

war für Oswald Bortolotti eine spannende Ergänzung zu seiner Arbeit als Lehrer. Er war „sehr, sehr gerne“ Lehrer, hat sich die Namen aller seiner Schüler fein säuberlich in einem Heft notiert, daneben das Schuljahr, die Klasse und die Fächer, die er unterrichtet hat. „Ich habe die Schüler gern gehabt, den Menschen in ihnen gesehen.“ Deutsch, Geschichte, Latein – der „Lotti“ genoss im Brixner Realgymnasium den Ruf, letztendlich ein großes Herz zu

„Ich habe meine Schüler gern gehabt, den Menschen in ihnen gesehen“_ Oswald Bortolotti, ehemaliger Lehrer großen Herausforderung. Der alte Gemeinderat hatte noch kurz vor dem Ende der Legislaturperiode den ersten Bauleitplan verabschiedet, und nun lagen 210 Rekurse vor, die der frischgebackene Politiker zu behandeln hatte. Es galt zunächst, den Leuten den Sinn eines Bauleitplanes zu erklären, und so ging er eben zu den Versammlungen in den Fraktionen. „In Tirol hobm miar ålm gebaut, wie miar giwellt hobm, du Grünling“, durfte sich Oswald Bortolotti so manches Mal anhören. „Ich bin aber mit einer guten Portion Humor ausgestattet und habe versucht, die Menschen zu verstehen.“ Als Politiker hatte er stets seinen eigenen Kopf, war streitbar und wohl manches Mal auch unbequem – immer aber war er mit seinem ganzen Herzblut dabei. In über drei Jahrzehnten hat er die Geschichte der Stadt unweigerlich mitgeprägt. Fast schon legendär sind seine Übersetzungen für die Kollegen im Gemeinderat, als bezahlte Simultanübersetzungen

haben. Mit 65 Jahren ging „der Lotti“ dann in Pension; nicht sehr gerne, wie er etwas wehmütig bekennt. Er verließ die Schule nach 39 Jahren und elf Monaten, „der 12. Monat wurde mir geschenkt.“

Natürlich gab es auch Lausbubengeschichten während der Schulzeit, „aber auch das müssen Sie nicht unbedingt schreiben“. Nach dem Unterricht in der Grundschule, da sei er im Winter immer zu spät heimgekommen, weil es einfach üblich gewesen sei, noch ein wenig zu rodeln. Die schönsten Ferien seines Lebens verbrachte er bei einem Bauern in Obereggen. „Den ganzen Tag im Freien zu sein war unglaublich schön, und gelernt habe ich dabei auch allerhand.“ Aus dem Johanneum in Dorf Tirol wurde er entlassen, nachdem er bekundet hatte, nicht Priester werden zu wollen. Trotzdem ist er heute noch dankbar für die Jahre dort. „Ein ordnungsgemäßes Leben zu führen, Methode und Struktur beim Lernen zu finden, das alles wurde in dieser Zeit geformt.“ Zwischen Ende des Abendessens um halb acht Uhr und dem Rosenkranzgebet um acht Uhr haben sich die jungen Burschen hin und wieder

Bewegung und Sport gehörten

stets zur seinen Leidenschaften. Er war mit dem Fahrrad in Zürich und hat die Dolomitenpässe „durchgetreten“, als es dort noch keinen Asphalt gab. Er hat 67 Dreitausender bestiegen – „wenn schon, dann wollte ich Abwechslung“, und er ist mit den Skiern vom kleinen Peitler abgefahren. Im letzten Jahr hatte er einen Herzinfarkt, seitdem ist er etwas kürzer getreten. Ungebrochen sind seine Heiterkeit und seine Lebensfreude. Und wunderschön ist die Liebeserklärung an seine Frau Grete: „Nachdem wir geheiratet hatten, wusste ich endlich, was es heißt, daheim zu sein.“

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Steckbrief

Das Leben als Bettelstudent. Während seiner eigenen Oberschulzeit war er drei Jahre lang ein so genannter Bettelstudent. Untergebracht war er damals im Kapuzinerkloster, für jeden Studenten gab es eine karg eingerichtete Zelle. „Es war schön, einen Platz für sich alleine zum Studieren zu haben, da ist man schon weitergekommen, wenn man wollte.“ Das Mittag- und Abendessen nahm Oswald Bortolotti an jedem Wochentag bei einer anderen Familie ein. Das Leben als Bettelstudent war für ihn sehr bereichernd, und er ist seinen Wohltätern heute noch dankbar für die Unterstützung. Den Heimweg am Wochenende hat er meist zu Fuß bewältigt, an die drei Stunden war er jedes Mal unterwegs.

weggeschlichen, „ich glaube, es war vier Mal“, und diese halbe Stunde Freiheit wurde dann unendlich genossen.

Oswald Bortolotti wurde am 25. Februar 1931 als ältester von fünf Geschwistern in Gais geboren. Sein Vater stammte aus dem Trentino und war als Gemeindesekretär nach Gais gekommen. Später wurde er nach Vintl versetzt und schließlich nach Deutschnofen, wo Oswald Bortolotti dann auch aufwuchs. Die Mutter war Tochter eines Eisenbahners aus dem Trentino. Oswald Bortolotti besuchte in Deutschnofen die italienische Volksschule. Er wurde ein Jahr

früher eingeschult, weil die Lehrerin darum gebeten hatte: Endlich hatte sie jemanden, der für sie übersetzen konnte. Die Mittelschule besuchte er im Johanneum in Dorf Tirol, die Oberschule bei den Franziskanern in Bozen. 1951 legte er in Meran die Maturaprüfung ab und studierte dann in Bologna „Lettere“. Seine erste Stelle als Lehrer bekam er an der Mittelschule in Bozen bei Direktor Aufschnaiter. Die meiste Zeit seines Lehrerlebens verbrachte er am Realgymnasium in Brixen. Über Jahre war er auch im KVW tätig. Von 1964 bis 1990 war Oswald Bortolotti Stadtrat, danach noch zehn Jahre lang Gemeinderat in Brixen. Seit 1959 ist er mit Grete Kompatscher verheiratet. Das Paar hat drei Kinder, Barbara, Christian und Angelika, und drei Enkelkinder. 17


Menschen & Meinungen

BRIXEN

Neuer Direktor z Seit Anfang März ist Roland Keim der neue Direktor des Psychologischen Dienstes im Gesundheitsbezirk Brixen. Er ist seit mehr als 20 Jahren im Team des Psychologischen Dienstes tätig und leitet dort seit dem Jahr 2004 den Bereich Neuropsychologie. Roland Keim hat sich nach seiner Ausbildung zum Psychotherapeuten an der Österreichischen Gesellschaft für Verhaltenstherapie im Bereich der Neurowissenschaften unter anderem an der Mailänder Uni-

versität „Vita Salute San Raffaele“ und am renommierten „Rusk Insitute of Rehabilitation Medicine“ der New York University weitergebildet. Seit Jahren ist er Lehrbeauftragter an universitären Fachausbildungen zur klinischen Psychologie. „Die vielfältigen psychischen Probleme gelten als große Herausforderung für ein jedes Gesundheitssystem“, erläutert Roland Keim. Es gelte dabei auch, die Brücke zwischen Psychotherapie und Neurowissenschaften zu schlagen. Als Direktor des

Psychologischen Dienstes folgt Roland Keim auf Hans Hofer,

der im September 2010 seinen Ruhestand angetreten ist.  db

M&M Menschen & Meinungen BRIXEN

Preis für besondere Doktorarbeit

Der Spruch vom Much

I woaß schun, prum die Westumfohrung fir die Brixner so toll isch. Weil iatz werdn woll die Vahrner in Stau hobm!

kurz

notiert

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z Die Brixnerin Marlene Mussner scheint ein besonderes Faible für Tiere zu haben – oder zumindest für deren Vorkommen im Gebrauch verschiedener Sprachen. Genau zu diesem Thema hat Mussner nämlich eine Dissertation verfasst, die vor kurzem eine wissenschaftliche Auszeichnung erhalten hat. In ihrer Arbeit mit dem Titel „Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Phraseme mit Tierbezeichnungen im Komponentenbestand im Vergleich zwischen den Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch“ hat Marlene Mussner die verschiedenen Tier-Redewendungen in

den einzelnen Sprachen untersucht und miteinander verglichen, was zu sehr interessanten, auch teils amüsanten Erkenntnissen geführt hat. Unter anderem auch, dass der Hund in allen drei Sprachen das häufigste Tier in Redewendungen ist, gefolgt von Pferd, Fisch, Katze und Fliege. Für die Dissertation erhielt sie den „Dr.-Otto-Seibert-Preis“ zur Förderung wissenschaftlicher Publikationen. Marlene Mussner arbeitet als Universitätsassistentin am Institut für Sprachwissenschaft der Universität Innsbruck. Die Dissertation wird vorraussichtlich im Herbst publiziert.  id

Bei der Landesmeisterschaft des Handwerks und der Gastronomie gewann in der Kategorie Schmiede und Schlosser Valentin Oberhauser aus Brixen Gold, die Vahrner Sozialbetreuerin Verena Faltner und die Friseurin Jasmin Frei erlangten Bronze; Silber ging an den Zimmerer Elias Ploner aus Lüsen.

Zahnarztphobie ist ein Thema, das viele betrifft, häufig aber totgeschwiegen wird. Anya Zingerle hat sich in ihrer Diplomarbeit mit der Angst vor dem Zahnarzt und möglichen Therapiemethoden beschäftigt. Das in einer leicht verständlichen Art geschriebene Werk ist im Verlag Weger erhältlich.

Der Tischler Thomas Lobis vom Ritten und der Designer Martin Oberhauser aus Lüsen erhielten den Bayerischen Staatspreis in der Kategorie „Gestaltung“. Martin Oberhauser designte in Zusammenarbeit mit Fachärzten das innovative Bettsystem „Lettli“ für natürliches und regeneratives Schlafen.


Foto: Willi Aricochi

O o op s

mein Hoppala

Johann Vonklausner vom Hofstätterhof in Neustift

Feuchtfröhliche Törggelepartie Der damalige Schützenhauptmann Toni Holzeisen wurde 1971 vom Bayerischen Rundfunk gefragt, ob man nicht eine Törggelepartie abhalten könnte, die dann für das Fernsehen aufgezeichnet würde. Gesagt – getan! Franz Markart vom Fischerhof hat daraufhin mehrere Schützenvertreter, Trachtengruppen und Musikanten zum Hofstätterhof eingeladen. Dass solche Aufnahmen nicht perfekt ablaufen, weiß man, und so war es dann auch: Der Regisseur ließ immer wieder die Szene wiederholen, wobei neu aufgeschenkt, angestoßen und ausgetrunken wurde. Gar einige Flaschen wurden konsumiert, sodass im Laufe der Zeit die Folgen sichtbar waren. Mag sein, dass die Wiese etwas abschüssig war; jedenfalls hatten meine Gäste ziemlich dem Weine zugesprochen, und alsbald schienen sie runde Schuhe bekommen zu haben, mit denen ein aufrechtes Stehen immer schwieriger wurde. Der Regisseur hatte sichtlich Mühe, die Aufnahmen abzuschließen, bevor die Törggelepartie aus den Fugen geriet. Offensichtlich hatte ich beim Aufschenken der Gläser meiner Gäste etwas zu wenig Maß gehalten...

Leser kochen für Leser

mmh!

Saftiger Rotweinkuchen > Zutaten

> Zubereitung

4 Eiweiß 100 g Zucker 2 TL Zitronensaft 4 Eigelb, 100 g Zucker 1 Packung Vanillezucker 200 g Butter od. Margarine 250 g Mehl 1 Prise Salz 1/2 Packung Backpulver 1 TL Zimt 100 g geraspelte Schokolade 1/8 l Rotwein Butter und 2 EL Semmelbrösel für die Form

Das Eiweiß halbsteif schlagen, den Zucker einrieseln lassen, Zitronensaft dazugeben und weiterrühren, bis die Masse fest ist. Eigelb mit Zucker, Vanillezucker und Butter schaumig rühren. Das gesiebte Gemisch aus Mehl, Salz und Backpulver zugeben und Rotwein, Zimt sowie Schokolade dazufügen. Alles mit etwa einem Drittel des Eischnees gut verrühren, den Rest vorsichtig unterheben. Die Form einfetten und mit Bröseln ausstreuen. 55 bis 65 Minuten bei 150 bis 160 Grad Celsius backen lassen. Der abgekühlte Rotweinkuchen kann auch mit einer Schokoladenglasur überzogen werden.

Der Rotweinkuchen wird zwar vom kleinen Sohnemann noch nicht verspeist, dafür dürfen sich aber Freunde und Verwandte von Brigitte Lechner an dieser Köstlichkeit erfreuen.

Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten möchten? rezept@brixner.info

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Ergebnis der Online-Umfrage:

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„Braucht Brixen ein neues Jugendkulturzentrum?“ 55,38% Ja, weil es einen Beitrag zur Entwicklung der Jugendkultur in Brixen leisten kann 13,85% Ja, weil es in Brixen eine Vielzahl an jungen Musikern gibt, die auch Probelokale benötigen 16,92% Nein, weil es meiner Meinung nach wichtigere Strukturen gibt, die realisiert werden müssen 13,85% Nein, weil in Brixen schon genügend für Kultur getan wird

Ja oder Nein? Wir möchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genügt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. Natürlich dürfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir überprüfen dies auf technischem Weg. Das endgültige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:

„Würden Sie für den Ausstieg aus der Atomenergie auch einen höheren Strompreis akzeptieren?“ > Ja, weil die Gefahren von Kernkraftwerken zu augenscheinlich sind > Ja, weil ich dafür versuchen würde, entsprechend sparsam mit Strom umzugehen > Nein, weil Südtirol ein durch Wasserkraft gesegnetes Land ist, das energieautark sein müsste > Nein, weil ich der Meinung bin, dass wir auf Kernenergie nicht verzichten können Stimmen Sie mit! www.brixner.info 19


Menschen & Meinungen

LAMMento BRIXEN

Kardinal Schönborn in Brixen

Dr. plag. „Das ist doch Schwachsinn!“, schreit der Franz in die Runde, während er auf seinem iPad die neuesten Meldungen aus Tripolis liest, und dabei kippt er fast seinen grünen Tee mit Minze um, den er sich vorher von Frieda in einem kleinen Becher hat servieren lassen, worauf Frieda besorgt den Kopf schüttelte. „Lesen diese lybischen Aufständischen und dieser Sarkozy und dieser Obama keine Zeitungen, haben sie kein Internet?“ Ich versteh wieder mal gar nix, und Frieda schüttelt nochmal den Kopf und macht dabei ein noch besorgteres Gesicht. „Schau“, sagt der Franz, „es braucht doch keine Cruise Missiles, um den Gaddafi zu stürzen. Die hätten sich an Deutschland ein Beispiel nehmen sollen!“. Aha. An Deutschland. „Der Guttenberg. Der musste doch auch zurücktreten – ganz ohne Waffengewalt. Weil er abgeschrieben hatte“. Gut, den Guttenberg mit Gaddafi zu vergleichen ist schon heftig, sag ich, denn schließlich wollte Dr. plag. ja nicht die Schweiz abschaffen. Und außerdem: Wenn alle zurücktreten würden, die irgendwann irgendwas abgeschrieben haben, dann gäbe es keine Politiker mehr und keine Journalisten und keine Unternehmer und keine Lehrer und keine Ärzte und keine Intellektuellen und keine Oppositionellen. „Das ganze System würde implodieren“, sagt die Frieda in ihrer unendlichen Weisheit, „das wär doch furchtbar“. Na ja, sag ich, wenn alle um einen Schritt zurücktreten, bleibt ja eh wieder alles ban Alten. „Ban Luis?“, sagt der Franz, und dabei beginnt er leicht zu zittern…

z Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien, tagte anlässlich der Österreichischen Bischofskonferenz in Brixen. Diese Vollversammlung der österreichischen Bischöfe fand erstmals in Südtirol statt – eingeladen hatte dazu Bischof Karl Golser. Kardinal Schönborn zeigte seine Freude, die Anfänge des Frühjahrs in Südtirol erleben zu können: „Nach jedem Winter kommt der Frühling – auch in der Kirche“, so der Kardinal. Der Frühling sei eine Zeit mit Kälteperioden, aber auch eine Zeit des Umbruchs. Diesen Frühling in der Kirche sieht der Kardinal in vielen engagierten jungen Menschen, aber

unter anderem auch darin, dass in den Medien die religiösen Themen einen breiten Raum einnehmen. Angesprochen auf die Kirchenaustritte in Österreich meinte der Kardinal, dass es mehr und mehr eine bewusste Entscheidung sein werde, Christ zu sein. Er zeigte auf Wien, wo die Katholiken mittlerweile unter der Hälfte der Bevölkerung gesunken sind. „Das erfordert ein Umdenken für ein Land, das es gewohnt war, katholisch zu sein“, so der Kardinal. Bei der Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz wurde der Blick auch darauf gelenkt, wie die Umsetzung der Maßnahmen zum Thema „Missbrauch“ in den einzelnen Diözesen aussieht: „2010 ist viel an Verantwortung gewachsen“, betonte der Kardinal und hob hervor, dass sich die Kirche bewusst auf die Seite der Opfer, auf die Seite der Prävention stelle. Zur derzeitigen Situation in Libyen betonte der Wiener Erzbischof, dass kriegerische Einsätze in der Katholischen Kirche stets mit Vorsicht und Skepsis gesehen würden. Die Beurteilung, ob der Griff zu den Waffen notwendig sei, sei schwierig und liege in der Verantwortung der Politiker. Im Bild: Kardinal Schönborn mit Bischof Karl Golser. db

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Gastkommentar: Hans Heiss

Heimat ITALIEN:

Sieben Thesen zur Einheit Italiens und zur Rolle Südtirols 1. Die äußere Einigung Italiens war 1861 ein politisches Wunder, das bis heute Aufmerksamkeit und Anerkennung verdient. Das Wunder der Einigung Italiens vollzog sich auf der Grundlage einer von oben gesteuerten, kühl überlegten Realpolitik. Sie war aber auch das Ergebnis einer republikanisch motivierten Basisbewegung von unten, getragen von Männern des Mittelstandes, auch von Arbeitern, verkörpert durch die Leitfigur von Giuseppe Garibaldi. Dieses bemerkenswerte Zusammenspiel einer Einigung „von oben“ und „von unten“ zugleich unterscheidet den italienischen Einigungsprozess von Deutschland, wo das deutsche Kaiserreich 1870 aus der Machtpolitik von Preußen und seines Ministerpräsidenten Bismarck entstand. Neben dieser Doppelenergie wurde die Einigung ideell begründet von Vordenkern wie Cattaneo, Gioberti, vor allem aber von Giuseppe Mazzini, der die Einheit seit 1830 vorausgedacht hatte, und dem neu gegründeten Königreich die Vision einer Republik ins Stammbuch schrieb – einer Republik, die sich freilich erst 1946 konstituierte. Cavour, der Staatsgründer „von oben“, sah sich aber getrieben von einer Basisbewegung, für deren politische Gestaltungskraft Giuseppe Garibaldi einsteht. Der Mann von Caprera setzte im Frühjahr 1860 den anlaufenden, aber vorerst erst auf Nord- und Mittelitalien beschränkten Einigungsprozess unter Druck und vollführte mit seiner „Impresa dei Mille“ den Ausgriff in den bourbonischen Süden. Seine Landung auf Sizilien im Mai 1860 und seine erfolgreiche Kampagne im Königreich Beider Sizilien nötigte die Regierung von Piemont-Sardinien dazu, den Einigungsprozess auf die gesamte Halbinsel auszuweiten und sich nicht mit einer halbierten Unifizierung zu begnügen – Garibaldi zwang die Dynastie und Cavour zu ihrem

Glück. Im März 1861 erlangte somit ganz Italien, mit Ausnahme des Veneto und des Kirchenstaates, eine neue Staatlichkeit, die noch wenige Jahre zuvor kaum jemand für möglich gehalten hatte. Cavour, Garibaldi und Mazzini stehen für drei Staatsentwürfe, die für einen historischen Moment zusammenfanden, die aber auch bleibende Widersprüche verkörperten. Italien war zugleich ein europäisches Phänomen, ein Treibsatz der Einigung des Kontinents. 2. Die italienische Einigung war zwar erfolgreich, aber hybrid und zwiespältig, denn sie litt von Beginn an unter Widersprüchen, die tiefer ausgeprägt sind als in allen anderen Nationalstaaten Westeuropas. Die italienische Einigung war ein Wunder an Schnelligkeit, aber auch ein Mirakel der Widersprüche. Ich beschränke mich auf vier: Der politische Nord-Süd-Gegensatz war so ausgeprägt, dass nach 1861 im Süden jahrelang faktisch Bürgerkrieg herrschte, mit annähernd 10.000 Toten. Der NordSüd-Gegensatz blieb in Italien präsent und milderte sich erst um 1900 in der Ära Giolitti, durch gezielte Wirtschaftsförderung und das Ventil der Massenauswanderung aus dem Mezzogiorno – vorläufig, nicht auf Dauer. Der wirtschaftliche Graben zwischen Armutsregionen und Zonen der Prosperität war tiefer als in den meisten Ländern Westeuropas, mit Ausnahme von Irland. Dieser Graben musste mühsam geschlossen werden; auch das gelang erst in den Jahren nach 1900, wiewohl in unvollkommener Weise. Die kulturellen Differenzen waren markant, die Sprache Dantes war nur einer schmalen Oberschicht geläufig, erst etwa zehn von hundert Italienern sprachen italienisch. Im übrigen zerfiel das Medium der Sprache in rund 60 Idiome, die auch für die Nachbarregionen kaum verständlich waren. Die politische Partizipation und demokratische Legitimation waren schwach: In dem geeinten Staat besaßen bis um 1900 nur 2 Prozent

der Bevölkerung das aktive Wahlrecht – dies war der niedrigste Wert Europas. Die Katholiken hielten sich vom Staat bis um 1910 gänzlich fern, er war verfemt als „Räuberstaat“, der 1870 den Vatikan besetzt und den Hl. Vater in die Ohnmacht getrieben hatte. Nur vier Ausschnitte aus einer tiefen Spaltung, die Italien seit seiner Gründung durchzieht: Italien war seit seiner Gründung eine zerklüftete Nation, die in ihrem begrenzten Territorium alle Widersprüche Europas einschloss, wie der politische Kommentator Timothy Garton Ash letztlich hervorgehoben hat. 3. Mehr als alle anderen Staaten Europas war und ist Italien eine Kulturnation; zusammen gehalten durch das Bewusstsein, die Erinnerung und die Emotion, eine kulturelle Wiege Europas darzustellen. Die Einigung Italiens wäre nicht denkbar gewesen ohne den Rückgriff auf den Reichtum einer Geschichte und Kultur, die in Europa ohnegleichen ist. Ohne die motivierende Erinnerung an das antike Rom, an die römische Republik, an die Weltgeltung des Imperium Romanum wäre die Einigung von 1861 nicht denkbar gewesen. Ohne den ermutigenden Rekurs auf die zivilisatorischen Leistungen Italiens, auf das Latein, auf das römische Recht und seine Rationalität, ohne Rückblick auf die Renaissance mit ihrer Wiedergeburt des Individuums hätten die Gründerväter der Nation nie ihren Mut gefunden und das Herz gefasst, die Einigung zu wagen. Ohne das Vorbild der republikanischen Stadtgemeinden seit dem Mittelalter wäre die Einigung nicht gewagt worden. Und ohne das Bewusstsein, dass Italien Mittelpunkt der weltweit größten Lebensmacht bis ins frühe 20. Jahrundert war, der römischkatholischen Kirche, wäre der Anspruch, sich zur Nation zu bilden, sehr viel schwächer ausgefallen. Italien ist bis heute vor allem eine Kulturnation: Ihre Bindekräfte sind der Stolz auf ihre zivilisatorischen Leistungen, auf die Kraft ihrer Musik, ihre Kunstschätze

und Landschaftsbilder, auf den „italian style“ in Mode, Design und Sport. Dieses kulturelle Erbe ist heute freilich geschwächt und gefährdet: So müsste das Kulturministerium eines der stärksten Ressorts sein, faktisch aber ist es ein politisches Austragsstüberl und der Tummelplatz finanzieller Kürzungen, die aber an die Substanz und Identität Italiens gehen. 4. Die fehlende innere Einheit Italiens hat immer wieder gefährliche Versuchungen geweckt und ihnen zum Erfolg verholfen: Die Widersprüche Italiens seit 1861 sind auch ein Grund für die Entstehung von fünf Plagen, der „bad sisters“: Des Nationalismus, des Kolonialismus, des Faschismus, des Zentralismus und des Populismus. Vor 100 Jahren kippte der Risorgimento-Nationalismus, die Vorstellung von einer friedlichen Einigung der Nationen in den aggressiven Nationalismus: 1911/12 fand der Ausgriff auf die Cyrenaika, das spätere Lybien statt, als Ausgangspunkt einer verheerenden Kolonialpolitik, deren vernichtende Folgen aus der Öffentlichkeit weitgehend abgedrängt sind. Der nationale Rausch, der um 1910 wie andere europäische Nationen auch Italien voll erfasste, verriet die Ideale des Risorgimento und wurde zum Wegbereiter des Intervento, des Kriegseintritts 1915. Der Erste Weltkrieg einte nicht die Nation Italien, sondern vertiefte ihre Widersprüche. Der Ultranationalismus, die Aggressivität und die Spaltung der politischen Lager zwischen 1919 und 1922 standen an der Wiege des italienischen Faschismus. Wer von der Nation Italien und ihren Folgen sprechen will, darf vom Faschismus nicht schweigen. Die Schwäche des italienischen Nationalstaates setzte sich nach 1945 fort in einem Zentralismus, der vor allem ab 1955 bis 1963 halbautoritäre und vordemokratische Zustände hervorbrachte. Längst nicht nur 21


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Südtirol litt unter diesem autoritären Zentralismus, der sich vor allem gegen die Linke, gegen Gewerkschaften und Arbeiter richtete. Und der Populismus Berlusconis war die Antwort auf die Staatskrise ab 1992 – die politisch zwar erfolgreiche, aber für die Entwicklung Italiens keinesfalls positive Antwort auf die Krise des Parteiensystems und das neuerliche Auseinanderdriften des Nationalstaates. Ein Gedenken, das die Nachtseiten der Nation ausblendet, bleibt halbiert und schwach. 5. Die Feier der Einheit Italiens müsste der Ausgangspunkt sein für eine nationale Anstrengung, die inneren Widersprüche durch einen neuen Kraftakt zu überwinden. Sie erfolgt jedoch unter denkbar schlechten Vorzeichen. Staatspräsident Napolitano und die Promotoren der italienischen Einigungsfeiern wünschen das 150-Jahr-Jubiläum als Startpunkt einer erneuerten politischen Kultur, eines sozialen Neuaufbruchs und eines wirtschaftlichen Neuaufschwungs, getragen vom Impuls einer moralischen Erneuerung der Nation. Die Zeichen dafür, dass diese hehren Ziele gelingen können und ein Risorgimento des 21. Jahrhunderts Platz greift, stehen allerdings denkbar schlecht. Die politischen Lager sind unversöhnlich gespalten, die Handlungsfähigkeit der Regierung gelähmt, der Parlamentarismus verwildert. Die soziale Perspektive Italiens ist durch Überalterung, Verarmung und durch die grassierende Jugendarbeitslosigkeit verfinstert, die Nord-Süd-Differenzen haben einen neuen Tiefpunkt erreicht. Die Stagnation der Wirtschaft und die Überalterung der Infrastrukturen liegen auf der Hand, trotz aller Dynamik und Reaktionsfähigkeit vieler Unternehmen. Die Rückbesinnung auf den großen Moment der Einheitsgründung ist daher löblich und ehrenwert, sie wird sich jedoch ohne einen gigantischen Neuaufbruch an Bürgersinn und „civic culture“ nicht zum zündenden Funken auswachsen. Nach den Feiern werden Konflikte neu aufflammen, die Unregierbarkeit wachsen und Italien weiterhin seinen Abstand zu Europa vergrößern. Es gibt nur wenige Indikatoren, die gegen diese banale These sprechen.

6. Wenn Südtirol und seine deutschund ladinischsprachige Bevölkerung nicht mitfeiern, so steht dahinter nicht nur böse Absicht, sondern eine tiefere Erfahrungsdimension, die erkannt und gewürdigt werden sollte. Südtirol ist gegen den Willen seiner Bevölkerung an das Königreich Italien gekommen. Dies ist ein ebenso einfaches wie unverrückbares Faktum. Diese Wahrnehmung hält viele Bürgerinnen und Bürger nicht nur von einer Mitfeier ab, sondern ist trotz der großen Vorzüge der Autonomie in die Mentalität und Identität vieler deutsch- und ladinischsprachiger Bürger tief eingelassen. Diese Hypothek einer historischen Last darf nicht leichtfertig ignoriert werden. Keine Frage: Die Selbstverwaltung, die soziale Lage und wirtschaftliche Situation Südtirols sind vergleichsweise vorzüglich und basieren auf der Grundlage der mühsam verhandelten Autonomie, auf der Zähigkeit der österreichischen und Südtiroler Verhandler und auf dem Willen zur Befriedung der römischen Regierung. Die Errungenschaften sind enorm, die Autonomie tragund ausbaufähig, der genetische Defekt der Annexion aber bleibt und wird auch von einem Grünen wie mir nicht klein geredet. Es fiele vielen Südtirolern leichter, an den Feiern Anteil zu nehmen, wenn dieses Trauma der Teilung Tirols, der gewaltförmigen Annexion von Regierungsseite und offiziellen Staatsvertretern jemals anerkannt worden wäre. Lernen wir vom deutschen Beispiel, auch hier: Die Aussöhnung zwischen Deutschland und Polen stuften nicht nur die Ostverträge, sondern der Kniefall von Willy Brandt vor dem Mahnmal im Warschauer Ghetto. Denn es genügt nicht, Selbstverwaltung und Autonomie rechtlich und real einzuräumen. Die Identität einer Minderheit verlangt auch nach symbolischen Akten der Anerkennung. Innerlich gefühlte und bleibende Aussöhnung zwischen Streitparteien findet nur dann statt, wenn die tiefere Einsicht in das Befinden der Gegenseite greift, wenn der Schmerz und die Leidenserfahrung „des Anderen“ nachvollzogen und erlebt wird. Diese Dimension fehlt in der Erfolgsgeschichte der Südtirol-Autonomie, sie ist die pochende Narbe, die weiterhin schmerzt.


Gastkommentar: Hans Heiss 7. Gleichgültigkeit und Abneigung bedeuten nicht nur Ablehnung und schwach empfundene Zugehörigkeit zu Italien, sie sind auch Ausdruck von Provinzialismus und Unfähigkeit, über die eigenen Verhältnisse hinaus zu blicken. Die weithin spürbare Gleichgültigkeit richtet sich gegen Südtirol selbst. Eine der Langzeitfolgen der Zugehörigkeit Südtirols zu Italien und einer südtirolzentrierten Autonomie ist die Fixierung vieler Südtiroler auf sich selbst. „Südtirol zuerst“ ist nicht nur ein Motto der Freiheitlichen, sondern eine generelle Befindlichkeit. Daran knüpft sich die fatale Unfähigkeit, die Verhältnisse und Perspektiven „der Anderen“ einzunehmen. Dies hat LH Luis Durnwalder mit seiner Weigerung, an den Feiern teilzunehmen, eindrucksvoll bewiesen. Er hat zwei Aspekte nicht begriffen: Er hat sich der Einsicht verschlossen, dass er nicht nur Repräsentant eines Teils von Südtirol ist, sondern des ganzen Landes und aller Sprachgruppen. Er hat Grundregeln elementarer Höflichkeit missachtet: Die Teilnahme an einer Feier bedeutet nicht volle Identifikation, sondern eine Geste des Respekts, die auch in innerer Distanz vollzogen werden kann. Und nicht

nur in innerer Distanz: Es wäre denkbar gewesen, zu diesem Anlass auch jene Vorbehalte in gebührender Form zum Ausdruck zu bringen, die viele Südtiroler innerlich von diesem Staat trennen. Sein stures „Nein“ hat nicht nur viel Porzellan zerbrochen. Es beschert seiner Partei vielleicht politische Kursgewinne, bringt Südtirol aber auch um die Chance, seine Beziehung zu Italien grundlegend zu klären. Die Einheitsfeiern sind kein Treueschwur zur italienischen Nation, wohl aber hätten sie die Chance geboten, die großen Vorzüge der italienischen Einheit und ihre europäische Pionierfunktion ebenso zur Kenntnis zu nehmen wie ihre großen Schwächen und Nachtseiten. Gleichgültigkeit und Missachtung aber sind schlechte Wegbegleiter, auf beiden Seiten. Wir Südtiroler sind nur aufgrund der Nähe und Zugehörigkeit zu Italien zu dem geworden was wir sind, im Guten wie im Schlechten. Unser materieller Wohlstand, unser sprachlicher und kultureller Reichtum rühren zum wesentlichen Teil aus dieser Zugehörigkeit. Diese Anteile zu negieren oder zu ignorieren bedeutet auch, blind zu sein für sich selbst.

Zum Autor

Gemeinsam gegen Brustkrebs Brustkrebsinitiative mamazone Südtirol und Mrs.Sporty starten Kooperation Beide bemühen sich um die nachhaltige Gesundheit von Frauen – jetzt machen sie gemeinsame Sache: Die Südtiroler Clubs des Frauen-Fitness-Unternehmens „Mrs.Sporty“ und „mamazone - Frauen und Forschung gegen Brustkrebs“ bündeln ihre Kräfte, um sich gemeinsam für mehr Aufmerksamkeit und für eine bessere Prävention von Brustkrebs bei Frauen einzusetzen. Mrs.Sporty möchte dadurch möglichst viele Frauen motivieren, regelmäßig Sport zu betreiben, den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen und auf sich zu achten. Dr. Sonia Prader, Oberärztin Gynäkologie Wenn Sie sich nicht bewegen, nimmt innerhalb kurzer Zeit Ihre Kraft ab, das Immunsystem wird geschwächt, Knochen und Knorpel werden abgebaut, Osteoporose nimmt zu u. v. m. Regelmäßige sportliche Betätigung ist ein Schutzfaktor gegen verschiedenste Krankheiten immer mehr Studien belegen die Bedeutung von Sport und Ernährung im Kampf gegen Brustkrebs. Spezielle Angebote für frauenspezifische Bereiche wurden entwickelt und können aus medizinischer Sicht nur unterstützt werden. Nehmen Sie Ihre Chance wahr und leisten einen Beitrag für Ihr Wohlbefinden und gegen den Brustkrebs.

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„Die Wichtigkeit von Bewegung und gesunder Ernährung für die Brustkrebsprävention“ Referent: Dr. Arthur Scherer, Primar der Gynäkologie Brixen und Leiter des Brustgesundheitszentrums Brixen/Meran

Dienstag, 5. April, um 20 Uhr im Jugendheim Milland

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Hans Heiss, Historiker und Landtagsabgeordneter, Jahrgang 1952, leidenschaftlicher Brixner und Verwaltungsrat am Hotel „Elephant“. In Lebenspartnerschaft mit Elisabeth Flöss, stolz auf seine Kinder Anna (22) und Niklas (19). Studium der Geschichte / Germanistik an der Universität Innsbruck, Promotion 1986, 1985-2003 Archivar am Stadtarchiv Brixen und am Südtiroler Landesarchiv Bozen. Habilitation an der Universität Innsbruck 2001; Lehrbeauftragter an den Universitäten Innsbruck, Trient und Hildesheim. Kulturmittler und Konzeptarbeit an Museumsprojekten (Schloss Tirol, Touriseum Trauttmansdorff). Seit 2003 für die Grünen im Südtiroler Landtag. Der Gastkommentar wurde von Heiss für einen Vortrag geschrieben, den er für „heimat brixen“ am 17. März in der Cusanus Akademie hielt.

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Pro& Contra Sollte Brixen in Zukunft auf das Silvesterfeuerwerk verzichten?

Sommercamps 2011 Spiel-SpaßSport-Abenteuer

Bereits zum 11. Mal!

Das außerordentliche Sommercamp!

Der Hintergrund:

Klauspeter Dissinger wird bei der nächsten Gemeinderatssitzung einen Beschlussantrag vorlegen, der ein Verbot des „öffentlichen“ Silvesterfeuerwerks vorsieht. Dieses Feuerwerk wurde bisher vom Tourismusverein Brixen organisiert und durch die Eintritte am Domplatz finanziert. Das Feuerwerk muss aber – wie eigentlich jedes auch private Feuerwerk – vom Stadtrat genehmigt werden.

27. Juni bis 29. Juli

(5 Wochen, bis zu 5 Möglichkeiten) für Grund- und Mittelschüler Ort: Sportanlage Päd. Gymnasium Brixen und Umgebung · Teilnahmegebühr: 90 Euro, 75 Euro für Geschwister und jede weitere Woche Anmeldung und Info: Oskar, Tel. 338 1459835 E-Mail: fejdjux@virgilio.it

Abenteuer Lernen

Das Sommercamp der besonderern Art, mit oder ohne Übernachtung.

1. bis 5. u. 8. bis 12. August

für Grundschüler und Mittelschüler der 1. Kl.

Klauspeter Dissinger, freier Gemeinderat in Brixen: „Silvesterfeuerwerke entsprechen wegen ihrer hohen Umweltverschmutzung nicht mehr dem Zeitgeist“ Ja Vorausschicken möchte ich, dass auch ich dafür bin, dass der Jahreswechsel ausgiebig gefeiert wird. Silvesterfeuerwerke entsprechen jedoch meiner Meinung nach wegen ihrer hohen Umweltverschmutzung nicht mehr dem Zeitgeist, der eindeutig in Richtung Nachhaltigkeit geht. Beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern werden große Mengen an Staub, Kohlenmonoxyd, Schwefeldioxyd, Kohlendioxyd sowie Stickoxide, Salzsäure und zahlreiche noch unbekannte Verbindungen freigesetzt. Meteorologen haben kurz nach Mitternacht in Städten, in denen Silvesterfeuerwerke stattgefunden hatten, Feinstaub-Stundenwerte von bis zu 4.000 Mikrogramm PM 10/ m3 Luft gemessen, was den EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm in Städten um das 80-fache übersteigt. Die Werte sind derart hoch, dass Mediziner Menschen mit Atemwegserkrankungen und Kindern raten, sich in der Silvesternacht nicht im Freien aufzuhalten und davor warnen, am Neujahrstag im Freien Sport zu treiben. Natürlich hängen die Messwerte von der jeweils aktuellen Wetterlage ab. Wenn es aber in den Wintermonaten, so wie im Brixner Talkessel, häufig zu Inversionswetterlagen kommt, müssen wir von einer extrem hohen Luftbelastung nach dem Silvesterfeuerwerk ausgehen. Ich frage mich, ob ein solch hohes Gesundheitsrisiko diesen kurzen Spaß wert ist und schlage daher vor, dass die Gemeinde mit gutem Beispiel vorausgehen und das Silvesterfeuerwerk unterlassen sollte. Neben der Umweltschonung könnte die Gemeinde dadurch viel Geld sparen und das Silvesterfest am Domplatz nach den langjährigen Polemiken endlich für alle frei zugänglich machen. z

Werner Zanotti, Marketingleiter des Tourismusvereins Brixen: „Es geht um ein gemeinsames Fest, um ein gemeinsames Feiern, Urlaubsgast mit Bevölkerung“ Nein Ein Feuerwerk ist eine Darbietung, bei der pyrotechnische Gegenstände koordiniert gezündet werden. Die heute bei uns gängige Feuerwerkskunst entwickelte sich im 14. Jahrhundert in Italien und breitete sich über ganz Europa aus. Interessant ist die Bedeutung, die dem Feuerwerk in Japan gegeben wird: „Blumen aus Feuer“ nennt man dort das Feuerwerk. Während es besonders in Anfangszeiten um lautes Knallen ging, ist das Feuerwerk heutzutage vor allem eine künstlerische Darbietung, die bei Großveranstaltungen dem Publikum vor Ort und einem breiten Fernsehpublikum angeboten wird. Vor allem aber zu Neujahr hat das Feuerwerk in allen Erdteilen mittlerweile eine lange Tradition und erfreut sich bei allen Altersgruppen größter Beliebtheit. Das Feuerwerk in Brixen soll als Höhepunkt der Neujahrsfeierlichkeiten den Bürgern aus Brixen und der umliegenden Dörfer den Jahresausklang vollenden und das neue Jahr einleiten. Verschiedene Beherbergungsbetriebe finanzieren das Brixner Feuerwerk zu Neujahr aus privater Tasche. Der Brixner Urlaubsgast soll neben den anderen Vorzügen unserer Feriendestination auch in den Genuss einer künstlerischen Darbietung zum Jahresausklang kommen. Es geht um ein gemeinsames Fest, um ein gemeinsames Feiern, Urlaubsgast mit Bevölkerung. Tourismus funktioniert nicht als Verkauf der Heimat, sondern soll aus der Sicht des Gastes ein Teilhaben am Leben der Bevölkerung vor Ort sein. Aus diesem Grund sollte man das Feuerwerk keineswegs als reine Befriedigung der Bedürfnisse der Brixner Urlaubsgäste sehen, sondern als Jahreshöhepunkt der Brixner Stadt, an dem auch unsere Gäste teilhaben können. z

Ort: Pichlerhof, Elvas Teilnahmegebühr: 275 Euro (bzw. 225 Euro Tagesbetreuung) mit Ermäßigung für Geschwister und jede weitere Woche Anmeldung und Info: Priska, Tel. 328 4830815 (ab 17 Uhr) E-Mail: fejdjux@virgilio.it

Abenteuer Pferde Das andere Sommercamp, mit oder ohne Übernachtung.

15. bis 19. u. 22. bis 26. August

für Mittelschüler und Grundschüler der 5. Kl. Ort: Pichlerhof, Elvas Teilnahmegebühr: 275 Euro (bzw. 225 Euro Tagesbetreuung) mit Ermäßigung für Geschwister und jede weitere Woche Anmeldung und Info: Priska, Tel. 328 4830815 (ab 17 Uhr) E-Mail: fejdjux@virgilio.it

Vater & Sohn Wochenende Ein besonders tolles Wochenende!

13. u. 14. August

für Grund- und Mittelschüler Ort: Pichlerhof, Elvas Teilnahmegebühr: 230 Euro für Vater und Sohn Anmeldung und Info: Priska, Tel. 328 4830815 (ab 17 Uhr) E-Mail: fejdjux@virgilio.it


Menschen & Meinungen

Echo

Einkaufen in Brixen Die zweifache Mami aus Villnöss schildert ihre Erfahrungen

Martina Mantinger, Villnöss

Warum immer nach Innsbruck fahren zum Einkaufen? Es stimmt ja, was die Einkaufszentrumsgegner predigen: Fördern wir doch die Wirtschaft im Lande! Außerdem: die Fahrtkosten, die Autobahn – mit zwei kleinen Kindern ist es mir zu umständlich, ins DEZ zu gondeln. Voller Zuversicht begebe ich mich also nach Brixen zum Einkaufen. Mein erstes Problem ist der Parkplatz: Früher kannte ich alle Ecken und Plätzchen, wo man gratis parken konnte. Ein paar Minuten Fußweg waren kein Problem. Doch nun ist die Zeit knapp, und mit Kinderwagen und Dreijährigem ist das Schritttempo enorm gedrosselt. Außerdem sieht es nach Regen aus. Also auf ins Parkhaus. Junior braucht neue Schuhe. Und Gummistiefel. Im Schuhgeschäft, das wir nach einer mittellangen Wanderung erreichen, ist man sehr kinderfreundlich. Die Schuhe sind zwar teurer als meine, aber immerhin gibt’s 10 Prozent Rabatt durch den Familienpass und obendrauf einen tollen Luftballon. Nur mit den Gummistiefeln haben wird Pech. „Die führen wir nicht in so kleinen Größen.“ Mist, gerade die Kleinen lieben das Hüpfen in sämtlichen Pfützen.

Während ich überlege, wo wir doch noch kleine Stiefelchen auftreiben könnten, steigt mir ein wohlbekannter Geruch in die Nase. Wo würden wir hier wohl ein Plätzchen zum Wickeln finden? In vielen Bars, die ich kenne, kann man sich auf der Toilette kaum umdrehen, geschweige denn ein Baby sauber machen. Ich frage in einem Café, das auch gute Kuchen im Angebot hat, denn hungrig bin ich auch schon: „Haben Sie vielleicht einen Wickeltisch?“ „Ja, da hinten.“ Als ich mich erleichtert dorthin bewege, ruft mir die Kellnerin nach: „Ohne Konsumation 50 Cent, bitte!“ Die Dame versteht wohl nicht, dass dies hier eilt. In Windeseile die Windel gewechselt – wenigstens mein Sohn lächelt mich dankbar an – und wieder los. Im Geiste wünsche ich der Kellnerin mindestens acht Kinder und lege wortlos einen Euro auf die Theke. Schade, der Kuchen hätte wirklich gut ausgesehen... Matschhosen bräuchten wir noch und eine neue Mütze – Kinderwagenschieben auf Kopfsteinpflaster ist anstrengend. „Krieg ich Erdbeeren?“ fragt Junior, als wir an einem Obstgeschäft vorbei kommen. Ich schaue kurz auf das Obst, doch da steht ein Verkäufer hinter der Glastür und fixiert uns so eindringlich mit seinem Blick, dass ich mich fühle, als ob ich etwas gestohlen hätte. „Später“, antworte ich, und wir gehen schnell weiter. Zum Glück kommt mein Mann wie verabredet um 16.30 Uhr zum Parkhaus. Ich übergebe ihm geschwind Auto und Kinder und bezahle 3 Euro für etwas mehr als eine Stunde parken. Ich werde

Das wird ein toller Sommer!

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noch eine Hose für mich suchen und dann den Bus nehmen. Atemlos renne ich zurück in die Innenstadt und staune über die vielen schönen neuen Geschäfte unter den Lauben und am Großen Graben. Ich war wirklich schon lange nicht mehr hier. Ich betrete eine Boutique und werde gleich freundlich gefragt: „Kann ich DIR helfen?“ Vielleicht kennt mich die junge Verkäuferin? Kann schon sein, ich kann mir schlecht Gesichter merken. Auch im nächsten Geschäft werde ich gleich vertraut mit „DU“ angesprochen. Komisch. Aber wenigstens lässt mich die Verkäuferin nicht allein in der Umkleidekabine stehen, sondern bringt mir geduldig alle möglichen Jeansvarianten, bis mir welche passen. Juhu. Geschafft möchte ich mir nun ein Eis gönnen. Nach einigen Minuten bin ich an der Reihe und bestelle Joghurt und Nuss auf einer Kugel. Die Eisverkäuferin fragt: „Für Sie?“ „Ja“, antworte ich – Böses ahnend. „Gemischtes Eis auf einer Kugel machen wir nur für Kinder.“ Während ich über den Sinn einer solchen seltsamen Regelung nachgrüble, entscheide ich mich geistesabwesend für Joghurt. Müde wandere ich zum Busbahnhof... Nächstes Mal fahre ich wohl doch wieder nach Innsbruck zum Einkaufen. Zumindest werde ich es in Erwägung ziehen. Ja, ja, ich geb’s ja zu. Das alles ist mir nicht an einem Nachmittag passiert. Trotzdem ist das hier Geschilderte wahr – wer’s nicht glaubt, soll ruhig mal nach Brixen fahren zum Einkaufen ;-)

„Südtirol ist nicht Italien“ Zum Editorial, „Brixner“ Nr. 253, S. 3

dies nun schon einmal seit 90 Jahren eine Tatsache ist, die man nicht leugnen kann. Ihr zitierter Freund und Wahlbrixner beklagt sich angeblich darüber (und Sie steuern ihm dazu entsprechend bei), dass „es uns in den vergangenen Jahrzehnten nicht einmal gelungen ist, die Italiener in Südtirol zu integrieren“. Erlauben Sie dazu eine simple Frage: Wäre es nicht Aufgabe der Italiener gewesen, die in unser Land gekommen sind, sich zu integrieren? Wenn ich nach Alaska auswandere, haben dann die dort lebenden Eskimos die Verpflichtung, mich zu integrieren? Sie behaupten des Weiteren polemisch, der Landeshauptmann „brüskiert die Italiener mit einem Glanzstück an diplomatischem Feingefühl“. Offensichtlich meinen Sie damit seine Ablehnung, an den Feierlichkeiten der italienischen Einheit als Vertreter Südtirols offiziell teilzunehmen. Ich bin nicht der Anwalt Durnwalders, aber offen gesagt: Für diese seine mutige Entscheidung möchte ich ihm die Hand drücken. Wenn Sie meinen, wir Südtiroler hätten tatsächlich einen Grund, uns an diesen Feierlichkeiten zu beteiligen, können Sie ruhig dem Aufruf der „SüdtirolFreundin“ Micaela folgen und die Trikolore aushängen. Als toleranter Südtiroler werde ich mich nicht daran stoßen, aber an meinem Hause werden Sie sicherlich keine finden. Auch wenn ich nicht einen politischen Werbeslogan nachplappern möchte, muss ich jedoch als seinerzeit zwangsrekrutierter „Balilla“ Ihnen und der Aufschrift Ihres Editorials entgegenhalten: „Südtirol ist nicht Italien“.

„Opfer schuldiger als Täter?“ Zum Editorial, „Brixner“ Nr. 253, S. 3

Richard Fink, Brixen

Ihr „Editorial“ in der FebruarNummer kann wieder einmal nicht unwidersprochen hingenommen werden. Sie schreiben: „Südtirol ist Italien“, also ist Südtirol mit Italien gleichzusetzen. Ich glaube wohl, richtiger wäre, sich damit zu begnügen zu sagen, dass Südtirol in Italien liegt, da

Hartmuth Staffler, Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Brixen

In einem Leitartikel in der jüngsten Ausgabe der Monatszeitschrift „Brixner“ beklagt der Herausgeber und SVP-Gemeinderat Willy Vontavon, dass es in den vergangenen Jahrzehnten nicht gelungen sei,


Leser schreiben uns Seltsam ist auch, dass die Forderung der Süd-Tiroler Freiheit nach einer doppelten Staatsbürgerschaft die Italiener brüskieren soll. Da finden wir endlich einmal ein italienisches Gesetz (über die doppelte Staatsbürgerschaft) sinnvoll und wollen, dass Österreich es kopiert, und schon passt das auch wieder nicht. Die vielen Italiener, die unsere Petition unterschrieben haben, sind jedenfalls anderer Meinung als Vontavon. Wer die Wahrheit sagt, riskiert natürlich, all jene zu brüskieren,

die lieber an Fälschungen und Verdrehungen festhalten. Aus diesem Grund hat wohl auch die SVP (einschließlich Willy Vontavon) meinen Beschlussantrag abgelehnt, mit dem an die von Faschisten und Nazis verfolgte jüdische Mitbürgerin Lea Pincherle erinnert werden sollte. In dem Antrag wurde an die Verantwortung des italienischen Militärs erinnert – eine historische Wahrheit, die man aber nicht akzeptieren will, weil sie das Militär „brüskiert“. Wer sich von den Verbrechen der Vergangenheit nicht

distanzieren will, um niemanden zu „brüskieren“, der wird auch keine friedliche Zukunft schaffen können.

Liebe Leserin, lieber Leser, schreiben Sie Ihre Meinung zu den Themen in diesem „Brixner“ - bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer: Redaktion „Brixner“, Brenner­ straße 28, 39042 Brixen Leserfax: +39 0472 060201 E-Mail: echo@brixner.info

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die Italiener in Südtirol zu integrieren. Es sei Pflicht dieses Landes, den Italienern auch Heimat zu sein. Stattdessen brüskiere der Landeshauptmann die Italiener (mit der Nichtteilnahme an den italienischen Einheitsfeiern), die Süd-Tiroler Freiheit brüskiere die Italiener mit dem Verlangen nach einer „fragwürdigen“ doppelten Staatsbürgerschaft und der Abspaltung von Italien. „Ich frage mich, ob es nicht Zeit wäre einzugestehen, dass Süd-Tirol auch für die deutschsprachigen Süd-Tiroler nun eben doch ein Teil Italiens ist – ein besonderer zwar, mit besonderem historischen Hintergrund, aber eben doch Italien“, schreibt Vontavon. „Brüskieren“ scheint ein Lieblingswort Vontavons sein, und am liebsten tut er es selber. Wenn ein SVP-Gemeinderat derartig seine potentiellen Wähler brüskiert, dann versteht man auch, dass die SVP in Brixen vor einem Jahr mit solchen Kandidaten auf der Liste die größte Wahlschlappe aller Zeiten erlitten hat. Die nicht erfolgte Integration vieler (nicht aller!) Italiener ist laut Vontavon den Süd-Tirolern anzulasten, also den Opfern und nicht den Tätern einer imperialistischen Aggression. Anscheinend hat Vontavon noch nie den auf den Faschismus zurückgehenden, aber immer noch beliebten Spruch „siamo in Italia“ gehört, der nicht ein Integrationsbedürfnis der Italiener, sondern eine nationalistische Assimilierungsabsicht ausdrückt. Die „Pflicht“ dieses Landes, den Italienern Heimat zu sein, scheint laut Vontavon zu bedeuten, dass die Süd-Tiroler des lieben Frieden willens auf ihre Heimat verzichten müssten. Heimat ist doch nicht, wie Vontavon weismachen will, nur die Pflicht eines (noch dazu gewaltsam annektierten) Landes, sondern immer auch eine Verpflichtung für den Heimatsuchenden. Warum die höfliche Absage des Landeshauptmannes an die Einheitsfeiern, mit denen wir wirklich nichts zu tun haben, eine Brüskierung sein soll, bleibt rätselhaft. Was soll man dann zu den Lega-Ministern sagen, die den Einheits-Feiertag als „reinen Wahnsinn“ bezeichnen und nicht einmal offiziell absagen, weil es eh’ klar ist, dass sie nicht hingehen werden.

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A. Weger Druckerei & Verlag Brixen – Tel. 0472 837 920 druckerei@weger.net – www.weger.net Verlangen Sie, dass Ihre Print-Produkte nach den Umweltzertifikaten FSC oder PEFC hergestellt werden. Dadurch helfen Sie mit, die Umwelt zu schonen.

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Menschen & Meinungen

Freunde und Gönner Irene Munter, Maria Pichler, Domenico Chiari, Ingeborg Fink, Klara Raifer, Anna Mair, Marialberta Zennaro, Stefano Cicuttini, Roland Sargant, Elsa Oberhofer, Albin Blasbichler, Martin Kanitscheider, Johann Frena, Franz Plattner, Marlies Tschisner, Johann Jocher, Willi Lanz, Robert Taschler, Adolfo Dallago, Patrizia Hell, Brigitte Höllrigl, Siegfried Delfauro, Marta Franzelin, Maria Mitterrutzner, Helene Wieser, Sebastiano Vattai, Mathilde Neuwirth, Autotrasporti Parton, Helga Dander, Wolfgang Heidenberger, Franz Daporta, Filipp Lamprecht, Luigi Dallaserra, Luis Costadedoi, Martha Chizzali, Michael Meier, Johann Plattner, Alois Werth, Anna Linder, Maria Oberrauch, Kristian Oberrauch, Anna Augschöll, Kurt Messner, Patrick Scrinzi, Karl Wiedenhofer, Alfred Tisot & Co. OHG, Bruno Damiani, Annelies Strickner, Serafin Troi, Eduard Gretter Hinteregger, Paula Mayr, Johann Mayr, Ernesta Parisi, Dorit Kessel, Ernst Fischer, Irmgard Parschalk, Giovanni Toniutti, Marlene Kerer, Michael Plaikner, Helmuth Michaeler, Christian Moser, Barbara Prossliner, Franz Rastner, Rosa Unterweger, Heinz Lutteri, Josef Plaikner, Alexander Amort, Andreas Reifer, Peter Hafner, Waltraud Eisenstecken, Arcangelo Rossetti, Karl Rabensteiner, Margareth Eigemann, Robert Leitner, Lydia Wachtler, Norbert Kaser, Kurt Josef Segna, Johann Micheler, Martin Hinteregger, Hubert Huber, Maria Hinteregger, Kreszenz Prader, Hermann Priller, Hermelinde Bergmeister, Lucia Veronese, Angelika Schrott, Sabina Zingerle, Flora Schweigkofler, Stas Karel Fokke, Clara Haly, Valentin Rossmann, Amandus Lambacher, Edith Lambacher, Rosa Marmsaler, Andrea Marmsaler, Peter Paul Hirn, Heinrich Schondorf, Johann Ploner, Autoservice Kaser, Alfons Fischnaller, Egon Huber, Waltraud Fink, Johann Stampfer, Helene Demetz, Hermann Prosch, Evelyn Aigner, Leo Hofmann, Alois Schatzer, Waltraud Gruber, Josef Gelmi, Vujanovic Zora, Renato Damiani, Maria Oberhauser, Giacomo Zanotti, Walter Rossmann, Roswitha von Pretz, Loris De Vries, Margareth Karl, Domenicangelo Lapadula,

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Gottfried Silgoner, Walter Gogl, Rudolf Neuner, Annelies Feichter, Edith Gostner, Peter Brugger, Hubert Kaser, Guido Leonardi, Claudio Zorzi, Walter Amhof, Francesco Berretta, Maria Theresia Oberhollenzer, Adolf Lamprecht, Annemarie Tauber, Elda Letrari, Robert Tauber, Harald Pichler, Walter Ploner, Claudia Rogen, Aldo Tschiggfrei, Hubertus Steiger, Arnold Haniger, Theresia Herzog, Rosanna Troi, Franz Burkia, Hummel OHG, Maria Magdalena Goldiner, Passuello GmbH, Gerda Thaler, Alois Oberhauser, Thomas Brunner, Irene Braito, Herbert Hinteregger, Karl Baumgartner, Helga Demetz, Monika Gebhard, Ludwig Scheiber, Martin Ogriseg, Katharina Endl, Johann Notdurfter, Christina Huber, Margit Strasser, Bruno Bampi, Johann Gerstl, Helga Pernwerth, Klaus Cimadom, Gabriela Thöni, Josef Holzknecht, Edeltraud Mutschlechner, Nardello KG, Amedeo Morocutti, Lukas Faltner, Christa Eisenstecken, Günther Meraner, Rosalia Fischnaller, Ulrich Cloche, Helmuth Pedratscher, Rosina Elisabeth Daporta, Marcella Cappello Festini, Alfred Passler, Luis Plunger, Walter Kastlunger, Roland Perathoner, Sieglinde Schenk, Vinzenz Kerschbaumer, Gaetano Auletta, Peter Brunner, Wilhelm Burger, Manfred Karl, Alois Steiger, Carlo Pichler, Frieda Abfalterer, Kurt Zöll, Antonia Plaikner, Albert Ploner, Erwin Pernthaler, Walter Wachlter, Frieda Ploner, Heinrich Volgger, Simon Pechlahner, Josef Froschmayr, Ernst Röggla, Petra Zenleser, Pio Sottarra, Christian Mahlknecht, Antonia Vigl, Martina Stanek, Norbert Damiani, Emanuela Pattis, Franz Lechner, Matthias Karl, Margit Plaickner, Brilux GmbH, Irene Bergmeister, Roberto Romano, Theresia Stockner, Johann Grünfelder, Martin Vorhauser, Luigi Minesso, Sebastian Hofer, Peter Volgger, Giuseppe Andreatta, Movitec GmbH, Heinz Santifaller, Karin Pliger, Eduard Hartner, Maria Resch, Achim Kirchler, Erika Clara, Paul Gufler, Franz Hinteregger, Gabriele Pawendenat, Ida Reichegger, Hotel Majestic KG, Julia Kaser, Grafa GmbH, Walter Blaas, Josef Fischnaller, Thomas Schmidhammer, Claudio Cassutti, Gertraud Wieland, Walter Jaist, Brigitte Thöni, Christa Huber, Manfred Salcher, Hansjörg Daporta, Karin Hafner, Elmar Dejaco, Bern-

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hard Thomaser, Georg Kofler, Josef Barth, Marina Delazer, Gebhard Dejaco, Philipp Froschmayr, Johann Keim, Manuela Burchia, Anna Zingerle, Klaus Fischnaller, Ernst Schwienbacher, Moreno Baldessari, Fabian Tirler, Reinhold Agethle, Siegfried Ellecosta, Albin Sigmund, Dietrich Ludwig Otto Lueling, Pietro De Zolt, Luitgart Seebacher, Walter Hilpold, Eberhard Regensberger, Andreas Kreil, Arch. Roland Cimadom, Hermann Wierer, Claudio Doro, Manuel Pastore, Robert Gamberoni, Helene Kasseroler, Alfons Oberhofer, Maria Fischnaller, Andreas Zingerle, Elisa Battistella, Walter Leitner, Christine Priller, Monika Baumgartner, Friedrich Huisken, Astrid Wolfsgruber, Herbert Kaute, Helga Kircher, Barbara Torggler, Johann Kammerer, Nailstudio Veronika, Margarete Müller, Dieter Oberhofer, Burkhard Kluge, Alois Habicher, Bea Mitterhofer, Roland Aufderklamm, Grüner Baum KG, Peter Egger, Karl Michaeler, Adolf Ritsch, Martin Kofler, Bezirksgemeinschaft Eisacktal, Rosa Frener, Peter Huber, Jakob Kompatscher, Viktoria Duml, Peter Winkler, Deporta Management & Controlling, Stephan Malfertheiner, Alfred Rieder, Regina Stockner, Carmen Kostner, Alois und Karoline Mitterer, Walter Mitterrutzner, Hilde und Ernst Seyr, Alexander Fusco, Sabrina Spaccavento, Thomas und Agnes Niedermayr, Richard Pichler, Walter Eller, Michael Hofer, Horst Hofer, Antonia Fink, Alexander Pedevilla, Gerda Messner Detomaso, Hildegard Weissteiner, Vitus Mitterrutzner, Annamaria Bonell, Johann Federer, Nicolò Leitner, Pietro Rossi, Christian Mitterer, Karl Amort, Günther Wild, Franz Rieder, Konrad Brugger, Giancarlo Pocher, Gottfried Klement, Peter Hinteregger, Michael Fleissner, Reinhold Radmüller, Gertraud Bodner Steiner, Hermann Messner, Walter Weissteiner, Siegfried Barbieri, Gertraud Oberrauch Weissteiner, Waltraud Massotti, Paul Kreitner, Martin Jocher, Georg Fischer, Paul Rabensteiner, Franz Fischnaller, Barbara Obrist, Rosmarie Oberhofer, Karin Amort, Oswald Meraner, Margit Astner Niederwolfsgruber, Andreas Oberrauch, Josefa Puner Obexer, Olga Hilpold, Wilma Öhler, Meinrad Eisenstecken, Brigitte Messner Reifer, Elisabeth Brugger, Gianfranco Titton, Johann Augschöll, Hans Oberhuber, Karl Lercher, Nikolaus

Unterweger, Helmuth Munter, Ossanna GmbH, Jakob Troger, Georg Agreiter, Maria Oberhauser Putzer, Dominika Puntaier, Eduard Valentin, Silvia Canu, Edith Flenger Vaja, Antonia Weissteiner Volgger, Josef Waidacher, Klara Premstaller, Thomas Lanthaler, Martina Walder, Maria Erler, Maria Priller, Wendelin Priller, Elisabeth Jocher, Alexandra Leitner, Hermann Geyr, Hermann Weissteiner, Peter und Brigitte Pliger, Oskar Pattis, Leo Munter, Max Wilhelm Homagk, Paul Kemenater, Stefan Thomaseth, Konrad Obexer, Günther Deltedesco, Marianna Thaler Ellemunt, Hugo W assermann, Regina Steinmann, Claudia De Zolt, Manuela Demetz, Annemarie Hofer, Paul Seidner, Walter Mayr, Barbara Klipstein, Sandra Gabrielli, Paula Stolz, Harald Steier, Maria Magdalena Dallago Kofler, Adolf Balzarek, Peter Peintner, Elisabeth Noflatscher, Carlo Costa, Erich Silgoner, Alois Pircher, Gebr. Ellecosta KG, Verena Baur, Martha Heidenberger Dantone, Sabrina Pievani, Karl Girardi, Radlhof KG, Anna Meraner, Margareth Solderer, Matthias Marschall, Anton Klement, Maria Schmiedhofer, Hubert Agreiter, Hildegard Ostheimer, Gerhard Runggatscher, Paul Mair, Hannelore Zingerle Unterthiner, Martin Aricochi, Paul Rovara, Maria Salcher Jöchler, Anton Bacher, Werner Rizzi Ladinser

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Diese Liste enthält alle Freunde und Gönner des „Brixner“, die ihren Beitrag bis 15. März 2011 überwiesen haben bzw. deren PostErlagscheinsquittung uns bis zu diesem Tag erreicht hat.

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Menschen & Meinungen

Umfrage

Atomkraft, nein danke? Die ganze Welt blickt derzeit auf die Reaktorunfälle im japanischen Kernkraftwerk Fukushima und beobachtet dessen Folgen. Wir haben die Brixner gefragt, ob sie Auswirkungen der radioaktiven Strahlung auch für unser Land befürchten und ob der Unfall ihre Meinung zu Kernkraftwerken beeinflusst hat.

„Ich hoffe, dass die Leute durch diese Geschehnisse etwas mehr zur Einsicht kommen, da in den Kernkraftwerken einfach ein großes Gefahrenpotential schlummert“, meint Hubert Agreiter. „Wir gehen mit der Energie zu verschwenderisch um, und so ein Ereignis regt schon zum Nachdenken an. Ob wir deshalb in Zukunft weniger Energie benötigen, bezweifle ich, aber trotzdem sollte ein Umdenken in den Köpfen der Menschen stattfinden.“

„Es gibt keine Alternativen zur Atomenergie, da keine andere Möglichkeit besteht, Energie in diesem Ausmaß zu produzieren“, meint Daniel Michaeler. „Es wird jetzt zwar ein schnelles Umdenken in punkto Kernkraftwerke geben, aber langfristig wird dies leider nichts ändern. Ich denke jedenfalls nicht, dass wir etwas von einer möglichen Atomkatastrophe merken werden, dafür ist Japan einfach zu weit entfernt.“

„Man steht dem Ganzen nun noch kritischer gegenüber,“ erklärt uns Franz Zingerle, „alternativ könnte man auf erneuerbare Energien wie Solarenergie oder Biomasse umsteigen – ob dies aber wirklich alles auffangen würde, was an Atomenergie verloren geht, ist fraglich. Die Auswirkungen der Unfälle im japanischen Kernkraftwerk werden bei uns kaum spürbar sein, auch wenn politisch gesehen das Kernkraftwerk in Italien nun in weite Ferne rücken dürfte.“

„Die Menschen müssten etwas mehr Mut zeigen, dann könnte man Energie auch anderweitig beschaffen. Vor allem aber sollten wir mehr darauf achten, Energie einzusparen“, erklärt Karin Hofer. „Ich denke, eine gewisse Angst macht sich nun sicher breit, da wir nicht die ganze Wahrheit über den Unfall kennen und das Unglück höchstwahrscheinlich etwas beschönigt wird.“

Katja Springeth war und ist eine Atomkraft-Gegnerin, ist aber gleichzeitig davon überzeugt, dass wir ohne Atomenergie nicht auskommen: „Ich denke, dass man die Auswirkungen besonders in der Umwelt spüren wird, beispielsweise in der Fischerei. Generell müssen wir alle etwas zurückschrauben und bescheidener leben. Ich versuche, mit der Energie sparsam umzugehen.“

Fotos: Oskar Zingerle

Horst Oberrauch ist kein großer Freund von Kernkraftwerken, „aber realistisch gesehen ist es leider nicht möglich, ohne diese Energie auszukommen, die noch dazu besonders teuer in der Beschaffung ist. Aber unser Energieverbrauch ist viel zu groß, um ganz auf Atomenergie verzichten zu können. Große Auswirkungen wird der Unfall im japanischen Kraftwerk auf uns aber nicht haben, dafür ist die Distanz zu groß.“

„Gesundheitliche Auswirkungen wird das Unglück auf uns nicht haben, dafür ist es zu weit weg“, meint Martin Rastner, „aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich unsere Meinung über Kernkraftwerke verändert hat. Windkraftwerke kann ich mir gut als alternative Energiequelle vorstellen, die sind besonders für die Menschen ungefährlich, im Gegensatz zu Kernkraftwerken.“ 30

Annelies Gostner weiß nicht genau, ob Auswirkungen auch bei uns zu spüren sein werden, diese Diagnose überlässt sie lieber den Fachleuten. „Generell bin ich aber gegen Kernkraftwerke, da sie einfach eine zu große Gefahr darstellen. Schon beim kleinsten Defekt können diese Kraftwerke große Schäden mit sich bringen.“


think more about Tage der Nachhaltigkeit

Brixen 19.– 22.05.2011 w w w.thinkmoreabout.com

Die Tage der Nachhaltigkeit in Brixen und Umgebung wollen Menschen aus Wirtschaft, Politik und die breite Öffentlichkeit zu nachhaltigem Handeln inspirieren und ermutigen. Der Kongress, die Seminare unddas Rahmenprogramm zeigen unter dem Thema „Die Kunst des Miteinander – Ansätze für die Wirtschaft“ Beispiele, Hintergründe und neue Möglichkeiten auf.

Kongress Seminare Filmabende Impulswanderung Kulinarik und Kunst am Domplatz Familienseminar “Zukunft leben” Eco-Fashion Modeschau Kinder als Klimabotschafter Ausstellung „Tu Was!“ Radtag am Eisack

Infos & Anmeldung:

Bildungshaus Kloster Neustift

info@thinkmoreabout.com +39 0472 835588 Kulinarik und Kunst am Domplatz Ein Projekt der meraner gruppe zu think more about – Tage der Nachhaltigkeit Senden Sie Ihre nachhaltigen Rezepte bis zum 29. April 2011 an uns. Der Unterschied zu „normalen“ Gerichten? Vor allem sind diese regional, saisonal, gesund, energiesparend und erhalten beim Zubereiten ihre Vitamine und Nährwerte. Eine Auswahl der Rezepte wird in einem Rezeptbuch veröffentlicht. Am 21. Mai 2011 von 10 – 16 Uhr werden auf den Domplatz in Brixen t! einige Ihrer Rezepte gekocht. mi

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Kinder als Klimabotschafter – Plant for the planet Ausbildung von Grund- und Mittelschüler zu Klimabotschaftern am 14. Mai 2011 im Bildungshaus Kloster Neustift. Anmeldung und Information bis zum 29. April: Bildungshaus Kloster Neustift www.bildungshaus.it | www.plant-for-the-planet.org eine Veranstaltung von

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Fotos: Oskar Zingerle

Kunst & Kultur GESANGLICHE HIGHLIGHTS: Die Sänger des MGV Brixen unterstützen die szenischen Darstellungen, wie hier bei der Szene rund um die „Wegweiser-Affäre“

–––––––––––– RÜCKBLICK AUF DAS „STADTLERLÅCHN 2011“

„Geh weg, Weißer!“ Die Faschingsrevue „Stadtlerlåchn 2011“ des Männergesangvereins Brixen glänzte trotz kleinerer Schwächen durch zündende Gags und gewohnt hervorragende Qualität des Chores.

W

as hörte man nicht alles über die Mayas und ihre vermeintlichen Vorhersagen zum Jahr 2012: Sintfluten werde es geben, Erdbeben

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und die Rückkehr der mächtigsten Götter. Nun, zumindest mit letzterer Deutung könnte die Hochkultur recht gehabt haben: Wenn sich die Welt tatsächlich

dem Untergang stellen muss, dann ist der Südtiroler Landtag sofort mit einer Dringlichkeitssitzung zur Stelle. Und wer weiß, womöglich ist diese Vorhersage

nicht einmal so weit hergeholt. Schließlich gibt es im Falle eines Weltuntergangs wichtige Fragen, die beantwortet werden müssen: Wie ändert sich das


Konsumverhalten unserer Touristen? Können wir die Altstadt durch alles überschwemmenden Regen attraktiver machen? Und wo sollte der Landeshauptmann wohl seine Weltuntergangsparty steigen lassen? Dass hier weder ein Experte der EURAC noch eine ständig „Südtirol ist nicht Italien“-skandierende Eva Klotz eine endgültige Lösung präsentieren können, liegt nun mal in der Natur eines solchen Weltuntergangs. Nur die Worte vom Luis bleiben wohl bis zum letzten Atemzug Gesetz.

„Iatz werd’s earnscht!“ Unter

diesem Motto lud der Männergesangverein unter der Leitung von Chorleiter Christian Unterhofer nach dem „Hoblschoatn-Jahr“ 2010 heuer wieder zum Stadtlerlåchn ein – eine Veranstaltung, die erwartungsgemäß bereits im Vorverkauf für großen neudeut-

schen „Hype“ sorgte. So rasend waren die vier Vorstellungen ausverkauft, dass noch schnell eine fünfte eingeschoben werden musste, damit auch wirklich

„Conquest of Paradise“ unterlegte „O Südtirol, o mein Heimatland“ eröffnet den Abend und zeigte ganz nebenbei, dass dieser Weltuntergang ein ganz besonderer

„Langsam aber sicher geh’n wir alle unter“_ (aus dem „Stadtlerlåchn 2011“) jeder Brixner in den Genuss der längst zur Tradition gewordenen Faschingsrevue kommen konnte. Die frühen Vögel, die den mindestens ebenso traditionsreichen Kartenansturm voraussahen, erfuhren bereits am Freitag, was es mit den „gerösteten“ Häuptern der Stadt-, Landes- und Staatspolitik auf sich hatte. An der „Earnscht-“haftigkeit der Sache lässt jedenfalls bereits die Anfangshymne keinen Zweifel. Das mit dem epischen

ist. Da überrascht es kaum, dass der MGV weder Kosten noch Mühen gescheut hat, tatsächlich einen eigenen Fernsehsender einzurichten. „Emgevautevau“ heißt der Newcomer, in dem eine hübsche Moderatorin mit ruhiger Stimme die letzten Tage auf Erden ankündigt. Klar, dass angesichts solch einer Prognose auch die Brixner Politik dem Vorbild des Landes folgt und die Stadt noch schnell auf Wirtschaftskraft trimmt. Der

Hofburggarten soll richten, was der Bettelorden alias Brixner Wirtschaft bisher nicht geschafft hat. Nur das Baukonzept dafür steht noch nicht fest. Zur Wahl stünden etwa ein ausgedehntes Erlebnisbad, ein waschechter Nachbau des Tadsch Mahals, eine Ölbohrinsel mit inkludiertem Fernheizwerk oder eine der Langsamkeit gewidmete Statue unseres Bürgermeisters. Dass es ausgerechnet die nicht minder wahrheitsgetreuen Lacher des Bürgermeister-Doubles sind, die die größte Publikumsreaktion hervorrufen, spricht zwar einerseits für die oft unergründbaren Wege des Humors, andererseits aber auch dafür, dass die wohl besten Pointen für den darauf folgenden Sketch aufgespart wurden. Denn dass die Diskussion um die ein-, zwei- oder gar mehrsprachigen Wegweiser eine Steilvorlage für 33


jede komödiantische Verarbeitung darstellt, hat auch der MGV begriffen.

Kunst & Kultur

„Geh weg, Weißer!“ Wer dachte,

dass Elvas mit seinem von Natur aus zweisprachigen Namen von der Ortsnamensdebatte ausgenommen sei, hat sich zu früh gefreut. Wie soll man von unseren deutschen Touristen erwarten, dass sie das italienische „Elvas“ entziffern? Und was sollen unsere italienischsprachigen Wanderer vom deutschen „Elvas“ halten? Dass bei einer so komplexen linguistischen Fragestellung die eigentliche Funktion des Wegweisers, nämlich jene, den Weg zu weisen, in den Hintergrund treten muss, erklärt sich von selbst. So überrascht das Fazit vor der Pause niemanden: „Wenn den Wegweisern wir trau’n, die die Politik aufstellt, wird es hässlich hier in unsrer schönen Welt.“ Doch die Baustelle im Bereich der Ortsschilder ist nicht die letzte, an der vor dem Untergang noch gearbeitet werden musste. Vom Südtiroler Sanitätsbetrieb mit seiner „cleanischen Reform“ bis zum Landhaus mit seinem

übergroßen Luis, der sich mithilfe einer gigantischen Kulisse beinahe selbst ein Denkmal zu setzen scheint, geht es schließlich bis zur ultimativen Instanz: dem Silvio höchstpersönlich. Dass dieser mit pistolenschwingenden Bodyguards und einer übergroßen Vorliebe für Frauen im Kurhaus logiert, ist wenig überraschend. Warum er die Trudi aus Spiluck der Fini aus dem Vinschgau vor-

zieht, erschließt sich jedoch erst auf den zweiten Blick. Spätestens jedoch, als der Klingelton des Ministerpräsidenten ein beherztes „Bunga, Bunga“ erklingen lässt, ist klar, dass sich hier der zweite große Höhepunkt des Abends abspielt. Umso sentimentaler erklingt schließlich das obligatorische „Auf Wiedersehn ihr Leute“ und beschließt einen doch nicht ganz so ernsten Weltuntergang.

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Das Ende? Dass auch das diesjährige Stadtlerlåchn sich sowohl aus ökonomischer als auch aus qualitativer Sicht als Erfolg herausstellte, überrascht mittlerweile wohl niemanden mehr. Bei gewohnt hervorragender Qualität des Chores, der immer

aufs Neue überraschenden Regie von Georg Kaser und vielen zündenden Gags sind kleinere Schwächen wie die sich teilweise doch in die Länge ziehenden Sketche bald vergessen. Einzig die fast inflationäre Verwendung der ständigen Durnwalder-Witze

könnte in Zukunft ein klein wenig reduziert werden. „Langsam aber sicher geh’n wir alle unter“ lautet die letzte fröhlich gesungene Hiobsbotschaft, die jedoch nur in einer Hinsicht enttäuscht: Sollte die Vorhersage tatsächlich

eintreten, stehen die Zeichen für ein nächstes Stadtlerlåchn mehr als schlecht.

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Musik

Kunst & Kultur

Erste CD von Tellura X z „Bei unseren Proben lacht längst niemand mehr. Alles ist harte Arbeit und bitterer Ernst.” Mit diesen Worten kündigt die Brixner Rockband „Tellura X“ ihr neues Erstlingswerk „Love in Rock“ an, dessen Aufnahmen fast ein halbes Jahr in Anspruch genommen haben und sich als durchaus herausfordernd erwiesen. Ob die CD

mit ihren rockig vertonten Liebestexten und „ureigenstem Rock“ nach Vorbild der Idole von Led Zeppelin oder Deep Purple nun tatsächlich „zum musikalischen Exzess führt“, wie die Homepage der Band doch recht selbstbewusst behauptet, kann ab sofort von jedem interessierten Rockfan selbst beurteilt werden. ar

K&K Kunst & Kultur

AUSSTELLUNG

Porträts aus Kariobangi z Eine Wanderausstellung durch Südtirol und Kärnten zeigt Porträts, die der Südtiroler Kunstfotograf Andreas Nestl am Sitz des Hilfswerks „Hands of Care and Hope“ im Elendsviertel von Kariobangi in Nairobi aufgenommen hat. Der Fotograf nimmt die leidvolle Geschichte der Menschen auf, belichtet aber auch Wege aus der Not – denn das von der Südtiroler Missionsschwester Lydia Pardeller gegründete Hilfswerk schenkt wahrlich Hoffnung und Fürsorge. Rund tausend Kinder erhalten dort eine Schulbildung und tägliche Mahlzeiten. Jugend-

kurz

notiert

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liche und junge Erwachsene bekommen weitere Ausbildungsmöglichkeiten, aidskranke Frauen Hilfe zur Selbsthilfe. In dem von einer weiteren Südtiroler Missionsschwester, Ivanna Ennemoser, geleiteten Altenheim am Sitz des Hilfswerks haben hingegen viele alte Menschen ein Zuhause gefunden. Die fotografischen Portraits betonen die Persönlichkeit der einzelnen Kinder und Erwachsenen und damit die Würde des Menschen, die niemals von Gesundheit, Vermögen oder Ausbildungsgrad abhängig gemacht werden darf. In Brixen ist die

Wanderausstellung vom 19. April bis zum 6. Mai in der Cusanus Akademie zu sehen. db

Das Südtiroler Kulturinstitut bringt zum Abschluss seiner Spielzeit in Brixen den Shakespeare-Klassiker „Viel Lärm um Nichts“ mit der „bremer shakespeare company“ ins Forum Brixen. Die Komödie rund um eine Liebesintrige und Doppelhochzeit findet am 29. April statt; eine Einführung zum Stück gibt es um 19.15 Uhr im Saal der Volksbank.

Die Bürgerkapelle Brixen hat neben ihrem neuen musikalischen Leiter Hans Pircher nun auch einen neuen Ausschuss: Das Amt des Obmannes belegt weiterhin Martin Rastner; weitere Ausschussmitglieder sind Michael Gargitter, Matthias Unterhofer, Julia Pichler, Konrad Gasser, Julia Kaser, Alfred Gargitter und Thomas Eichbichler.

Die Theater-Werkstätten des Theaterpädagogischen Zentrums Brixen laden im April zu ihren jeweiligen Aufführungen: Die Kinder und Jugendlichen präsentieren dabei eine vielfältige Auswahl von neu inszenierten Klassikern bis hin zum Bewegungstheater. Das Aufführungsprogramm finden Sie im „timer“.


NACHGEFRAGT

„Fühle mich sehr geehrt“ MAX VON MILLAND, Newcomer der Südtiroler Liedermacherszene, über den Erhalt des bayrischen Förderpreises der Hanns-Seidel-Stiftung und über seine weiteren Pläne. Max, wie kam es zum Gewinn dieses Förderpreises? Die bayrische Hanns-SeidelStiftung vergibt jedes Jahr einen Förderpreis für junge Liedermacher. Ich habe mich einfach dafür beworben, und Anfang März kam dann der Anruf von Seiten der Stiftung, dass ich zu den diesjährigen Preisträgern gehöre. Ich schreibe meine Lieder selbst und singe sie im Dialekt; das kam anscheinend auch in Bayern und bei der Jury gut an, und das ist unwahrscheinlich toll.

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Wie fühlt man sich als Preisträger?

Dieser Jurypreis ist eine große Anerkennung, und ich fühle mich sehr geehrt, zu den diesjährigen Gewinnern zu gehören. Als Preisträger kann ich nun im Juli auf dem Festival „Songs an einem Sommerabend“ in Oberfranken vor rund 8.000 Menschen mit Künstlern wie Reinhard Mey auftreten. Dieses Festival der Liedermacher ist mittlerweile legendär und gehört im deutschsprachigen Raum zu den wenigen Veranstaltungen, wo die Kunst der Liedermacher gepflegt wird. Für mich ergibt sich damit eine tolle Gelegenheit, meine Musik einem so großen Publikum zu präsentieren. Ich werde mich auf jeden Fall gut darauf vorbereiten!

Was werden wir in Zukunft noch von Max von Milland hören? Ende März war ich beim Konzert der „Söhne Mannheims“ in der Bozner Stadthalle im Vorprogramm – das war eine tolle Erfahrung! Mit diesem Erlebnis sowie dem Gewinn des Förderpreises hat das Jahr 2011 für mich schon mal gut begonnen. Dieses Jahr möchte ich auch noch meine erste CD aufnehmen, und derzeit konzentriere ich mich auf dieses Vorhaben. Wer Lust hat, kann sich bis dahin einige meiner Songs auf meiner Homepage anhören: www.maxvonmilland.com. evi.hilpold@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Kunst & Kultur

KINDERBUCH

Osterhase Klaus und Fips, die Maus z Anfang März stellte Claudia Burger in der Grundschule Natz ihr neues Kinderbuch „Osterhase Klaus und Fips, die Maus“ für Kinder von drei bis acht Jahren vor. Während ihr erstes Buch „Zottel, das Spielzeugmonster“ das Thema Aufräumen spielerisch behandelte, stehen diesmal die Hilfsbereitschaft und die Teamarbeit im Mittelpunkt: Die Geschichte handelt vom Osterhasen und seinen Osterhennen, die ihre Arbeit kaum bewältigen können. Tatkräftige Freunde unterstützen sie jedoch, und selbstverständlich erleben Osterhase Klaus und seine Kollegen dabei allerlei Abenteuer. „Das Verfassen des Textes in Reimform ist eine besondere Herausforderung gewesen“, erzählte Claudia Burger. Sie habe sich aber dafür entschieden, weil Kinder es lieben würden, ganze Textpassagen

auswendig aufzusagen und weil das Gedächtnis dabei spielerisch geschult werde. Die Illustrationen im Buch stammen von ihrem Ehemann Renato D’Alberto, der als Architekt arbeitet: „Das Illustrieren eines Kinderbuches ist für mich eine völlig neue Erfahrung und persönliche Bereicherung gewesen“, sagte Renato D’Alberto bei der Buchvorstellung, „mein Ziel war vor allem, den Kindern durch die Figuren und die vielen witzigen Details eine Freude zu bereiten.“ Außerdem fügte er schmunzelnd hinzu, sei es für einen Architekten auch einmal schön, Gebäude gänzlich ohne bürokratischen Aufwand und Benützungsgenehmigung zu errichten, weshalb er auch viele landwirtschaftliche Gebäude gezeichnet habe. Bei der Buchvorstellung anwesend war auch der Bürgermeister der Gemeinde

FILM

„Man musste überleben“ z Fünf Bäuerinnen in Südtirol, fünf individuelle Lebenswege: Im Dokumentarfilm „Weibsbilder“ porträtieren Lucia von Mörl und Werner Lanz das Leben von fünf Frauen, die ihren Bauernhof alleine managen oder sich einen eigenen Bereich wie beispielsweise den Himbeeranbau alleine aufgebaut haben. Einige von ihnen sind durch einen besonderen Schicksalsschlag wie den plötzlichen Tod des Ehemannes in die Rolle als Hofchefin gedrängt worden, sie „mussten dann eben überleben“, oder „den Kindern zuliebe das Zuhause erhalten.“ Die beiden Filmemacher zeigen die Frauen ungeschminkt und uninszeniert in Alltagssituationen und lassen ihnen behutsam das Wort. Und die Frauen erzählen ihre Geschichte ohne Schönfärberei: von ihren Befürchtungen und Hemmschwellen, von ihrer Einsamkeit und ihren Selbstzweifeln – aber auch von der Freude, an ihren Aufgaben gewachsen zu sein und 38

davon, „dass der Musterhof ein Musterhof geblieben ist“. Der Dokumentarfilm „Weibsbilder“ berührt durch seine unaufdringliche Begegnung und der Authentizität der Frauen, die mutvoll ihren Weg gegangen sind und es heute nicht bereuen, eine selbständige Bäuerin zu sein. Seine Premiere feierte der Film im Filmclub Bozen; am 21. April um 20.20 Uhr ist er im RAI Sender Bozen zu sehen. db

Natz-Schabs, Peter Gasser, der darauf hinwies, dass das erste Kinderbuch von Claudia Burger im vorigen Jahr als absoluter

Neueinsteiger das meistverkaufte Buch der Kategorie Kinder- und Jugendliteratur in Südtirol gewesen sei. db

NEU IM REGAL Ötzi reloaded 1991 wurde „Ötzi“ am Hauslabjoch gefunden – und hat bis heute für Wissenschaft, Medien und Publikum nichts an Interesse verloren. Im nun erschienenen Buch „Ötzi 2.0“ geben renommierte Wissenschaftler, die die Mumie unter jedem nur erdenklichen Aspekt erforscht haben, einen Einblick in ihre Erkenntnisse. Archäologische Fragen werden dabei genauso beantwortet wie medizinische oder kriminalistische: So wird beispielsweise geklärt, ob es Ötzis Fluch tatsächlich gibt und warum der Mann aus dem Eis so fasziniert. Und: Darf ein toter Mensch überhaupt in einem Museum faszinieren? Besondere Höhepunkte des Buches sind zudem die Geschichte der neuen Rekonstruktion des Eismannes, der nun ein Gesicht erhalten hat, sowie die skurrilen Auswüchse der Medienberichterstattung. Zum 20-Jahr-Jubiläum des Ötzi-Fundes findet zudem seit

Angelika Fleckinger (Hg.): Ötzi 2.0. Eine Mumie zwischen Wissenschaft, Kult und Mythos. 160 S., 24,90 Euro. Folio-Verlag

15. März im Archäologiemuseum in Bozen die Sonderausstellung „Ötzi20“ statt, die sich mit den Spuren, die Ötzi bei den Menschen hinterlassen hat, beschäftigt.


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Kunst & Kultur

MILLAND

Neuer Obmann der Musikkapelle z Bei der kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung der Musikkapelle Milland wurde innerhalb der Führungsriege eine Veränderung in Form eines Rollentauschs vorgenommen. Alexander Gasser, der die Kapelle seit drei Jahren als Obmann geleitet hatte, übergab sein Amt dem bisherigen Stellvertreter und Schriftführer Arno Pider. Mit Pider wurde ein erfahrener Musikant an die Spitze gewählt, der bereits seit 1993 der Kapelle angehört und sich auch bereits in den

vergangenen Jahren stets mit viel Fleiß und großem Ehrgeiz für die Kapelle eingesetzt hatte. Zurzeit laufen außerdem auch die Vorbereitungen für das traditionelle Frühjahrskonzert, das am 30. April im Jugendheim in Milland über die Bühne gehen wird. Hierbei wird dann das diesjährige Musikprogramm präsentiert, das auch in diesem Jahr für einen musikalischen Genuss sorgen wird. Die Stücke, die Kapellmeister Wilfried Prader ausgewählt hat, sind sehr gefällig und

garantieren ein abwechslungsreiches Programm, das Jung und Alt gleichermaßen erfreuen wird. So werden zum Beispiel auch Stücke aus bekannten Musicals zur Aufführung kommen. Zwischen den beiden Hauptteilen des Abends wird es ein kurzes Gastspiel der Jugendkapelle

THEATER

Komödie über die Generation 30plus z Der Österreicher Ewald Palmetshofer ist der Shootingstar der Gegenwartsdramatik, von der Zeitschrift „Theater heute“ im Jahr 2008 zum besten Nachwuchsautor gewählt. Seine Stücke sind nicht nur sprachlich brillant, sondern auch komisch und radikal in der Beschreibung unserer Gesellschaft, die häufig recht orientierungslos vor sich hin „wohnt“ – oder leben wir etwa schon? Im Stück „Wohnen. Unter Glas“ treffen

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drei Freunde aufeinander, die sich einst eine Wohnung und die politische Ideologie geteilt haben. Und gelegentlich auch das Bett. Nun sehen sie einander wieder – und man hat sich Weniges zu sagen, aber in den Köpfen wird es ganz laut. Man zieht Bilanz über das bisherige Leben und lotet alte Nähe aus. Wo ist das Glück geblieben? Man wartet darauf, richtet sich in diesem Warten ein und wohnt in einem Provisorium. Doch: Wo es

keine Entscheidungen gibt, fehlen auch die Höhen und Tiefen. Das Stück über das Lebensgefühl von vielen Mittdreißigern wurde als aktuelle Eigenproduktion der Gruppe Dekadenz gewählt: Es spielen Margot Mayrhofer, Antonia Tinkhauser und Peter Schorn, Regie führte die Münchnerin Eva Niedermeiser. Premiere feiert die Theater-Eigenproduktion im Anreiterkeller der Gruppe Dekadenz am 9. April, weitere Aufführungen bis Ende April. db

Milland unter der Leitung von Yvonne Rigger geben. Die jungen Musikantinnen und Musikanten zeigen dabei ihre musikalischen Fortschritte und schaffen es mit Sicherheit, die Zuschauer abermals mit ihrem Talent zu verblüffen. Im Bild: Arno Pider und Alexander Gasser. kr


BRIXEN

Prima la Musica z Mit einem neuen Rekord an Teilnehmern wartete die diesjährige Ausgabe des Gesamttiroler Musikwettbewerbs „Prima la Musica“ auf, der an den Musikschulen Klausen und Seis stattfand. Über eintausend Kinder und Jugendliche aus ganz Tirol, davon 315 aus Südtirol, hatten sich angemeldet und vom 9. bis zum 18. März in 21 Wertungskategorien ihr Können bewiesen.

Die besten von ihnen erhalten vom 1. bis 8. Juni die Möglichkeit, ihre Stücke beim Bundeswettbewerb in Salzburg zu präsentieren. Von der Musikschule Brixen sind das Carolin Messner mit Begleiterin Judith Rubatscher, Lisa Lang, Tamara Pappalardo und Maria Sagmeister vom Duo „Expedizione II“, Sabrina Vieider, Gabriel Messner und Tobias Reifer. ar

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EISKUNSTLAUF IM AUFWIND

Freizeit & Sport

Eleganz auf dem Eis

Die Sektion Eiskunstlauf des WSV Brixen blüht auf: Bereits seit einigen Jahren widmen sich die Vereinsverantwortlichen neben der Eislaufkurse auch vermehrt der ästhetischen Sportart Eiskunstlauf. Eine Reportage über das Schaulaufen, das Ende März in der Eishalle Brixen stattgefunden hat.

G

leich hinter der Eingangstür zur Brixner Eishalle wird beinahe jeder Zuschauer persönlich von Michael Prossliner begrüßt. Er ist die „Seele der Sektion“, wie Vereinspräsident Helmuth Kerer ihn betitelt. Seit mehr als 25 Jahren ist Prossliner für den Verein tätig. Er ist einer jener Enthusiasten, die sich für einen Verein aufopfern, die „ihren“ Verein vollends unterstützen. Seit einiger Zeit hat Michael Prossliner nun auch den Schlittschuhverleih in der Eishalle übernommen und scheint damit, wie er selbst meint, „wunschlos glücklich“ zu sein.

Die Kleinsten zeigen, was sie können. Für das heutige Schau-

laufen erwartet sich der mittlerweile 75-jährige Prossliner „nur wenige Zuschauer“. Dies deshalb, „weil am Nachmittag kein

Sie hatten an den Eislaufkursen teilgenommen und zeigen nun, dass sie auf Schlittschuhen nicht nur stehen können. Sie schaffen es auch, zur Kindermusik, die aus den Lautsprechern klingt, kleine Übungen durchzuführen.

Volkssport Nummer Eins ist. Seit nunmehr fünf Jahren ist sie Sektionsleiterin der Brixner Eiskunstläufer und leitet den Verein in enger Kooperation mit ihrem Ehemann Stefan Barbieri, der ebenfalls im Ausschuss des Vereins tätig ist.

Früher Einstieg. Als nächstes

Eleganz, Tanz und Körperbeherrschung. In der Zwischenzeit

kommen die zwei Achtjährigen Nathalie und Elena auf das Eis, die in ihren hübschen Kleidchen bereits eigene Küren in Form von Sprüngen, Schritten und Pirouetten zeigen. Diese erlernen die Kinder bereits relativ früh, zumal laut Sektionsleiterin Tuula Laine-Barbieri das ideale Anfangsalter für den Eiskunstlauf um die vier bis fünf Jahre liegt. „Kinder, die erst mit acht Jahren zu uns kommen, können zwar gut Schlittschuhlaufen lernen, aber zum Erreichen eines erfolgreichen

haben etwas mehr Zuschauer den Weg in die Eishalle gefunden – das tut der Atmosphäre und zugleich dem Selbstvertrauen der jungen Athleten gut. Nachdem eine 15-köpfige Gruppe der „Anfänger“ ihr Gelerntes in einer Gruppen-Choreografie gezeigt hat, kommen nach und nach die drei Gastathleten aus Innsbruck, Bozen und Gröden auf die Eisfläche und sorgen mit ihren Küren und Choreografien für großes Staunen im Publikum. Jetzt

„Im Eiskunstlauf verbinden sich Eleganz, vielseitige Bewegung, Tanz, Rhythmus und Körperbeherrschung“_ Tuula Laine-Barbieri, Sektionsleiterin Eiskunstlauf WSV Brixen Publikumslauf möglich war und deshalb die so genannten Zufallszuschauer ausbleiben werden.“ Jene, die doch den Weg in die Eishalle gefunden haben, verteilen sich mittlerweile zu etwa gleichen Teilen auf die südliche und nördliche Tribüne. Pünktlich um 17 Uhr begrüßt Stefan Barbieri, der durch die Show führen wird, das Publikum. Die Eröffnung gestalten elf Mädchen im geschätzten Alter von vier bis sechs Jahren: 42

Wettkampfniveaus ist es mit diesem Alter bereits zu spät“, erklärt Tuula Laine-Barbieri. Jene Kinder, die sich auf Wettkämpfe vorbereiten, trainieren durchschnittlich drei Mal wöchentlich. „Im nächsten Jahr möchten wir unser Leistungsniveau steigern und werden mit diesen Athleten an die fünf Mal wöchentlich trainieren.“ Laine-Barbieri spricht aus Erfahrung: Sie stammt aus Finnland, wo das Eiskunstlaufen der

wird einem erst recht bewusst, wie ästhetisch und anspruchsvoll diese Sportart ist. Für Tuula Laine-Barbieri verbinden sich im Eiskunstlauf „Eleganz, vielseitige Bewegung, Tanz, Rhythmus und Körperbeherrschung in äußerst interessanter Weise.“ Während die Zuschauer gespannt auf die verschiedenen Sprünge der Athleten achten, zieht Michael Prossliner auf der Tribüne seine Kreise. Mit jedem der

Zuschauer wechselt er einige Worte. Es scheint, dass er jeden Einzelnen beim Namen kennt. Erst bei genauerem Hinblicken erkennt man, dass er einen Schlittschuh mit der Aufschrift „Freiwillige Spende“ hält und diesen von Hand zu Hand weiterreicht. „Irgendwie müssen wir ja zu Geld kommen, denn das Eiskunstlaufen ist beileibe kein billiger Sport“, meint er fast entschuldigend. Helmuth Kerer, der als Vereinspräsident ebenfalls in der Eishalle anwesend ist, bestätigt dies: „Die Eishalle selbst ist von vorneherein ein Verlustgeschäft. Weder Verein noch Gemeinde können sich davon jemals einen Gewinn erwarten. Aber auch das Eiskunstlaufen selbst ist ein teurer Spaß, denn Miete, Ausrüstung, Trainer und anderes mehr müssen erstmal bezahlt werden. Trotzdem bin ich der festen Überzeugung, dass es diese Eishalle unbedingt braucht. Es wird bereits angedacht, die Zentren Brixen, Sterzing und Bruneck zusammenzulegen und gemeinsam ein Leistungszentrum zu errichten. Aber bis zur Verwirklichung dieser Pläne wird es wohl ein langer Weg werden…“

Brixens größte Talente. Auf dem

Eis wechseln sich mittlerweile die 37 Brixner Athleten mit den drei Gastläufern ab. Jeder steht für einige Minuten im Mittelpunkt, alle Augen richten sich auf ihn. Der Eiskunstlauf ist ein Einzelsport. Neben dem Talent braucht es auch Freude, Geduld, Fleiß und Motivation – und natürlich Eltern, die den Sport unterstützen. Brixens derzeit größtes Talent ist die


thomas.oberrauch@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Foto: Oskar Zingerle

elfjährige Lisa Barbieri, Tochter von Tuula Laine-Barbieri und Stefan Barbieri. Sie ist derzeit die einzige unter den Wettkampfathleten, die bei den „federali“ mitmischt. Beim heurigen Schaulaufen kann sie leider nicht mitwirken, da sie zeitgleich in Turin bei der inoffiziellen Italienmeisterschaft „Trofeo delle Regioni“ um einen Medaillenrang kämpft. Gegen Ende des Brixner Schaulaufens werden die Zuschauer mittels Durchsage erfahren, dass Lisa den hervorragenden fünften Platz erreichte und punktemäßig nur knapp hinter den Medaillenrängen lag. Lisa ist Nutznießerin einer Vereinspolitik, die in den letzten Jahren vermehrt Wert auf den Leistungssport legte. Matthias Lazzeri, der jahrelang Brixens große Nachwuchshoffnung war und später das Traineramt übernahm, musste aus beruflichen Gründen kürzer treten. „Um das Niveau in Brixen halten und etwas erhöhen zu können, waren wir gezwungen, Trainer von auswärts zu holen“, erklärt Tuula Laine-Barbieri, „mit Dagmar Senettin und Anita Blasinger-Badiani konnten wir ein hochqualifiziertes Trainerteam bieten.“ Dass durch diese Konzentration auf den Leistungs- beziehungsweise Wettkampfsport der Breitensport etwas vernachlässigt wird, lassen Tuula Laine-Barbieri und ihr Ehemann Stefan Barbieri nicht gelten: „Der Breitensport läuft automatisch mit. Jene Kinder, die das notwendige Niveau nicht schaffen, machen ganz normal bei den Fortgeschrittenen weiter“. Dass diese Vereinspolitik großen Anklang findet, bezeugt die Tatsache, dass die Sektion in den letzten Jahren sehr gewachsen ist und derzeit an die 60 Athleten betreut. Aber auch die Zuschauerzahl für das heurige Schaulaufen ist überraschend hoch. So hoch, dass sogar Michael Prossliner, der von September bis März jeden Tag in der Eishalle verbracht hat, zu folgendem Schluss kommt: „Heute sind wirklich viele Leute hier – ich bin froh, dass ich mich geirrt habe!“ Zum Abschluss versammeln sich alle beteiligten Athleten auf dem Eis und tanzen gemeinsam im Rhythmus der Musik. Zuallerletzt gibt es noch für jeden Eiskunstläufer eine Urkunde, und Sportassessorin Paula Bacher bedankt sich bei allen „Prinzessinnen auf dem Eis“.

FRÜHER EINSTIEG: Erfolgreiche Eiskunstläufer starten ihre Karriere bereits im Alter zwischen vier und fünf Jahren

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Freizeit & Sport

LEICHTATHLETIK

60 Meter in 6,91 Sekunden z Seit der U18-Junioren-WM 2009 in Brixen, an der Matteo Didioni als einziger Leichtathlet aus Südtirol teilnahmeberechtigt war, ist es um den Brixner still geworden. In diesem Winter ist der 18-jährige Leichtathlet jedoch wieder erstarkt und besser denn je: In 6,91 Sekunden verbesserte er Ende Februar bei einem Regionen-Vergleichskampf in Modena seine 60-m-Hallenbestzeit um eine

Zehntelsekunde. „Das ist über diese Distanz eine Welt“, freut sich Landestrainer Karl Schöpf. Matteo Didioni ließ in Modena fast die gesamte italienische Elite hinter sich und gewann das Junioren-Rennen. Mit dieser Zeit schob er sich auf Rang zwei der italienischen Jahres-Bestenliste vor. Nur Giovanni Galbieri, der WM-Dritte von Brixen, war heuer noch schneller. to

F&S Freizeit & Sport HANDBALL

„Final Four“ in Brixen z Der SSV Forst Brixen ist zwar nicht dabei, weil er im PokalAchtelfinale im vergangenen September an Teramo gescheitert war, aber die Handball-Fans in Brixen und Umgebung können sich den Termin für das „Final Four“ im Italienpokal dennoch rot anstreichen. Am 2. und 3. April wird in der Sporthalle am Fischzuchtweg der Nachfolger von Conversano ermittelt. Der SSV Loacker Bozen wurde vom italienischen Verband mit der Ausrichtung des Turnieres betraut, und die Macher aus der Landeshauptstadt wollen in der Brixner Halle spielen, um der

kurz

notiert

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wichtigen Veranstaltung einen würdigen Rahmen zu verleihen. Gastgeber SSV Bozen trifft im ersten Halbfinale am Samstag, 2. April, um 18 Uhr auf Pokalverteidiger und Italienmeister Conversano. Für die Weiß-Roten wird es schwer werden, das Endspiel zu erreichen, „aber wenn wir Conversano schlagen können, dann nur in Brixen“, ist sich Bozens HandballChef Stefan Laimer sicher. In der Meisterschaft hat Bozen gegen die Ausländertruppe aus Apulien zweimal mit einem Tor Unterschied verloren. Im zweiten Halbfinale am Samstag um 20.30 Uhr

Den „Brixen Grand Prix der lateinamerikanischen Tänze“ verfolgten rund 700 Zuschauer aus ganz Südtirol. Der Sieg ging an Elza Pole und Alex Zampierollo aus Lettland, gefolgt von Karin Rooba und Manuel Frighetto aus Serbien sowie Ndiya Bychokova und Miha Vodicar aus Slowenien.

ist Noci, der zweite Endrundenteilnehmer aus Süditalien, leichter Favorit gegen Mezzocorona. Das Finale ist für Sonntag, 3. April, um 18 Uhr angesetzt; sollte es aber zu einer Direktübertragung im Fernsehen (Rai Sport 1) kommen, ist eine kurzfristige Änderung der Anwurfzeit des Endspiels möglich. Bozen träumt davon, als dritter

Südtiroler Verein nach dem SSV Brixen (1982 und 1988) und dem SC Meran (2004) den Italienpokal zu gewinnen. Dem Cup-Sieger winkt ein Auftritt auf internationalem Parkett in der kommenden Saison, ist der Pokaltriumph doch gleichbedeutend mit der Qualifikation für den Europapokal der Pokalsieger. wv

Motorsportbegeisterte gründeten kürzlich den MC-Brixen. Der neue Verein, dem Michael Kinkelin als Präsident und Hubert Gasser als Vize vorsteht, will junge Motocrossfahrer fördern und ein schlagfertiges Racingteam auf die Beine zu stellen. Interessierte können sich bei Michael Kinkelin, Tel. 335 221994, melden.

Die Leichtathleten des SSV Brixen werden auch in dieser Saison von der Südtiroler Volksbank als Hauptsponsor unterstützt. Diese Kooperation währt nun bereits seit 34 Jahren und wurde kürzlich verlängert.


NACHGEFRAGT

„Ich kann derzeit nicht zufrieden sein!“ ROBERTO FUSCHINI, Spielertrainer beim Oberliga-Fußballverein SSV Brixen, über den aktuellen Tabellenstand und über vergebene Punkte. Herr Fuschini, die 1. Mannschaft des SSV Brixen Fußball befindet sich derzeit auf dem zehnten Tabellenplatz. Wie sind Sie mit dieser Platzierung zufrieden? Ich kann mit diesem Tabellenstand nicht zufrieden sein! Einerseits haben wir gegen die besten Mannschaften drei Mal gewonnen, andererseits gelingt es uns nicht, scheinbar schwächere Gegner zu besiegen. Wir haben eine sehr vielfältige Mannschaft – der Bogen spannt sich von jungen, unerfahrenen Spielern bis hin zu alten Hasen, Langzeitverletzten und gesperrten Spielern.

Die Situation für die Mannschaft ist jetzt noch nicht besorgniserregend, aber wir müssen auf der Hut sein. In die Mannschaft werden kontinuierlich Spieler aus dem eigenen Jugendkader integriert. Ist dies eigentlich eine sinnvolle Maßnahme? Ich bin überzeugt davon, dass dies sinnvoll ist! Unsere Jugendspieler auf Regionalmeisterniveau haben bewiesen, dass sie auch in der Oberliga mithalten können. Und ich bin von einigen jungen Fußballern begeistert, die mit viel Elan, Spielwitz und Schnelligkeit auftrumpfen.

Was sind Ihre Ziele für die Mannschaft in diesem und im nächsten Jahr? Mit dem Einsatz der Jugendspieler setzten wir auf unseren eigenen Nachwuchs. Die Jungs haben den Durchmarsch von der Fußballschule durch sämtliche Jugendkategorien des SSV bis zur Oberliga geschafft. Für dieses Jahr ist meine Endprognose ein guter 6. Tabellenplatz, damit müssen wir uns wohl zufriedengeben. Und im nächsten Jahr wollen wir ganz vorne mitmischen und, wenn es irgendwie möglich ist, um den Titel spielen! willi.aricochi@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

DIVERSES

SCHACH

Südtiroler Brettspielmeisterschaft

Königliches Spiel Sotsas, Teresa Zaccari, Carmen Moser und Maria Schatzer landeten in ihrer Kategorie auf dem zweiten Platz. Die Idee zu den unkonventionellen Treffen stammt von Werner Blaas, Biologielehrer am Herz-JesuInstitut in Mühlbach, und dem dreifachen Familienvater und begeisterten Gitarristen Massimo Zaccari. So manche Partie wird über Wochen weiter getragen. Es wird mitgefiebert, beobachtet und diskutiert, solange, bis der gegnerische König besiegt ist. mk Foto: Oskar Zingerle

Brettspielmeister darf sich jener nennen, der am meisten Punkte einheimsen konnte. Das Spieleturnier wird heuer zudem erstmals in Brixen ausgetragen; bislang wurde es in Bozen abgehalten. Der Verein dinx ist der erste offizielle Spieleverein Südtirols und wurde 2003 – nach einer durchspielten Nacht – in Toblach gegründet. Drei Jahre später initiierte er das Spielezentrum in Bozen; außerdem hält er regelmäßig Spieletreffs in ganz Südtirol ab. db Foto: Oskar Zingerle

z Neuer Modus, neue Spiele, neuer Austragungsort – die 8. Südtiroler Brettspielmeisterschaft namens „dinx day 2011“ am 3. April im Jukas wird zur echten Herausforderung für Spielbegeisterte. In diesem Jahr sind die Spiele des Turniers nämlich vorgegeben: Der Spieleverein „dinx“ hat aus dem Spieleangebot der letzten Jahre fünf Spiele aus verschiedenen Kategorien ausgesucht, in denen das Rennen um den begehrten Titel des „Südtiroler Brettspielmeisters“ ausgetragen wird. Die Wahl fiel dabei auf das Kartenspiel „Dominon“, dem Würfelspiel „Level X“, dem Strategiespiel „Egizia“, dem Familienspiel „Zug um Zug“ und dem Zwei-PersonenSpiel „Kamisado“. Im Laufe des Turniers werden alle fünf Spiele gespielt, die Teilnehmer erhalten für das jeweilige Abschneiden in den verschiedenen Kategorien ihre Punkte. Neuer

z Sie spielen Schach – einfach so, weil es ihnen Spaß macht und weil sie sich gerne im strategischen Denken messen. Im Gasthof Weiße Lilie in Mühlbach treffen sich jeden Freitag ab 19 Uhr junge und etwas weniger junge Menschen zum „königlichen Spiel“. Noah Neumair, Tobias Schönegger, Jonas Piela und Maximilian Hofer, allesamt Schüler des Herz-Jesu-Institutes, gehören auch dazu. Sie haben unlängst bei den SchulsportLandesmeisterschaften alle Gegner schachmatt gesetzt. Veronika

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Wirtschaft & Umwelt

Fotos: Oskar Zingerle

DER PLANER DER WESTUMFAHRUNG IM GESPRÄCH

„Ein Traum wird Realität“

Der Brixner Mario Valdemarin hat 20 Jahre lang an den verschiedenen Variantemöglichkeiten der Westumfahrung geplant und ist Bauleiter des Brixner Teils. Mit der Eröffnung am 16. April geht für ihn ein Traum in Erfüllung. Im Gespräch mit dem „Brixner“ erläutert Valdemarin, warum die Westumfahrung „Teil seines Lebens“ ist.

Herr Valdemarin, als Planer des Brixner Teils der Westumfahrung und als Bauleiter sind Sie so etwas wie ein Vater des Projekts… MARIO VALDEMARIN: Ich würde mich nicht als Vater der Westumfahrung bezeichnen – da gab es eine ganze Reihe von Persönlichkeiten, die sich mit dieser Vision beschäftigt haben, 46

bevor die Planung überhaupt begonnen hat. Ich denke zum Beispiel an den früheren Bürgermeister Klaus Seebacher, aber auch an Zeno Giacomuzzi und Othmar Barth. Die Vision ist also viel älteren Ursprungs. Meine Aufgabe als Planer war dann, die Idee real werden zu lassen oder zumindest, die planerischen Voraussetzungen dafür zu

schaffen. Aber es stimmt schon: Zur Westumfahrung habe ich eine ganz besondere Beziehung, weil Brixen meine Heimatstadt ist. Dadurch unterscheidet sich dieses Projekt von den vielen anderen Straßenbauprojekten, die ich in den vergangenen Jahrzehnten leiten durfte. Es ist ein Traum, der im Laufe der Jahre langsam real wurde.

Der Traum begann eigentlich bereits mit einem Verkehrsplan von Othmar Barth aus dem Jahr 1974, der neben der Westumfahrung auch eine Ostumfahrung vorsah… Das stimmt, und die ersten Skizzen und Studien dazu habe ich angefertigt. Auch die erste Machbarkeitsstudie dieser Ost-Variante


ERÖFFNUNG AM 16. APRIL: Das Südportal der neuen Westumfahrung

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stammte von mir. Die Trasse begann südlich von Milland, verlief durch Köstlan und endete in einem Tunnel, der durch den Elvaser Bühel ging und auf der Höhe der Tennisplätze in die Brennerstraße münden sollte. Die Westumfahrung hingegen war damals schon in etwa so geplant, wie sie heute entstanden ist – allerdings nicht im Tunnel, sondern frei. Barth hatte also die Vision, Brixen im Westen und im Osten zu umfahren. Damals hatte man nicht an eine untertunnelte Variante gedacht – das war vielleicht der Grund, warum die Ostvariante von Anfang an mit Argusaugen beobachtet wurde. Diese zwei Trassen waren in der Ära Giacomuzzi in den Bauleitplan eingetragen worden – bis 1993 der Verkehrsentwicklungsplan des Studios Lang+Burkhardt veröffentlicht wurde, der die Konzentration der wichtigen Verkehrsachsen im Westen vorsah. Später ist die Ostumfahrung wieder vom Bauleitplan verschwunden… Für mich gab es einen für die zukünftige Entwicklung von Brixen wirklich entscheidenden Augenblick: Die Brixner Stadt-

verwaltung hat entschieden, dass die gesamte Westumfahrung unterirdisch gebaut werden sollte. Der Wunsch war klar definiert: Die Westumfahrung inklusive des Mittelanschlusses sollte im Berg verschwinden; man wollte den eh schon durch Autobahn und Eisenbahn geplagten Westen der Stadt nicht durch eine weitere offene Trasse belasten. Das hat natürlich eine jahrelange Zeitverzögerung

Lire verursacht. Die Landesregierung hat im September 1999 den Plan zurückgeworfen und einen Kostenrahmen von lediglich 146 Milliarden Lire vorgegeben. Damit war die Doppelröhre gestorben … … und auch der Mittelanschluss. Mit diesem Kostenrahmen hätte die Westumfahrung im Süden

„Die Westumfahrung ist ein Teil meines Lebens“_ Planer Mario Valdemarin mit sich gebracht, aber aus heutiger Sicht war die Entscheidung auf jeden Fall richtig. Das heißt, dass auch der Mittelanschluss anfangs komplett im Berg hätte verlaufen sollen… Genau. Das war planerisch gesehen eine riesige Herausforderung, die kalkulierten Baukosten waren enorm. Zudem sah das gesamte Projekt damals noch zwei getrennte Tunnelröhren vor – für jede Richtung eine. Die Doppelröhre hätte aber auch unglaubliche Kosten von etwa 300 Milliarden

beim „Palfrader“ begonnen, wäre im Mittelteil offen verlaufen, um dann beim Krankenhaus wieder an die Oberfläche zu gelangen, wo auf der Höhe der Elisabethsiedlung der Nordanschluss gebaut werden sollte. Auch dieser Nordanschluss verursachte mächtiges Kopfzerbrechen… Ja, das Krankenhaus war mit einer ersten Variante nicht einverstanden, weil sie die weitere Entwicklung des Krankenhauses eingeschränkt hätte. Also verlegten wir

den Nordanschluss etwas nach Norden. Erst einige Jahre später, 2006, kam man dann auf die Idee, den Nordanschluss noch weiter nach Norden zu verlegen, damit er direkt in die Pustertaler Kreuzung münden könnte. Haben Sie eine Ahnung, wieviele Varianten im Laufe der letzten 20 Jahre gezeichnet wurden? Insomma… es wäre schwierig, hier eine Zahl zu nennen. Am Anfang waren es wirklich viele, weil die verschiedenen Ideen zu Papier gebracht werden mussten, um korrekte Entscheidungen zu ermöglichen. Mir zum Beispiel hätte es gut gefallen, wenn die Westumfahrung etwas weiter nach Süden bis zur Mahr gebaut worden wäre, weil der heutige Anschluss im Süden doch sehr kompliziert ist, wie wir jetzt in der letzten Bauphase merken. Es war etwa 2003, als die Ideen über die definitive Trassierung immer klarer wurden. Danach gab es nur noch kleine Änderungen – bis auf den Nordanschluss, der, wie erwähnt, zur Pustertaler Kreuzung verlegt wurde. Mir hätte die erste Variante der Nordspange beim Krankenhaus auch nicht schlecht gefallen. 47


Wirtschaft & Umwelt

Wäre es besser gewesen, die Nordspange in der ursprünglichen Form zu bauen? Nein, das kann man so nicht sagen. Ich mach mir aber einige Sorgen über den Kreisverkehr an der Pustertaler Kreuzung, weil hier eine Menge Verkehr zusammenkommen wird, und es könnte passieren, dass dieser Kreisverkehr überfordert würde. Dies betrifft aber nur den Zeitraum bis zur Fertigstellung des Vahrner Teils der Westumfahrung … Ja, vor allem geht es um die nächsten Monate. Dieser Kreisverkehr wird aber immer ein neuralgischer Punkt bleiben. Vom Einreichprojekt im Jahr 2003 vergingen noch einmal fast drei Jahre bis zum Baubeginn. Und da hatte ich wirklich Glück, mit der PAC GmbH ein Bauunternehmen zu finden, das extrem professionell arbeitet. Wenn man bei einem Bauvorhaben dieser Dimension das Pech hat, eine

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Mario Valdemarin: „Ich hatte Glück, ein wirklich ausgezeichnetes Bauunternehmen zu finden“

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schlechte Baufirma zu erwischen, ist der Stress vorprogrammiert. Die PAC GmbH hingegen ist wirklich einzigartig und hat immer darauf geachtet, professionelle Arbeit zu leisten und die Umgebung so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Auch im persönlichen Umgang waren die Mitarbeiter sehr bemüht, die Sorgen der Anrainer ernst zu nehmen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Bürgermeister Albert Pürgstaller im Wahlkampf 2005 bekanntgab, dass bis 2010 die Westumfahrung fertig gestellt sein müsse. Es gab viele Brixner, die wenig Vertrauen in diese Zeitplanung hatten. Und doch: Es hat fast geklappt! In der Tat. Es gibt nur eine geringe Zeitverzögerung, die darin begründet ist, dass zusätzliche Arbeiten erledigt wurden, die anfänglich nicht vorgesehen waren. Zum Beispiel haben wir jetzt schon einen Teil des Mittelanschlusses realisiert. Gab es dafür technische Gründe? Es waren technische Gründe, aber auch Kostengründe. Für den ersten Teil des Mittelanschlusses, ein Tunnel mit einem relativ engen Radius, benötigt die Baufirma Geräte, die bereits auf der Baustelle waren. Zudem ist es einfacher,

an dieser Stelle zu bauen, bevor die Westumfahrung eröffnet wird. Auch jener Teil des Mittelanschlusses, der direkt unter der Westumfahrung verläuft, ist bereits so gut wie fertig. Am 16. April, sobald die Westumfahrung eröffnet wird, werden diese Arbeiten zwar noch nicht fertig gestellt sein, aber „il peggio è fatto“. Das heißt, dass es kein Zurück mehr gibt – die endlose Diskussion um die Sinnhaftigkeit des Mittelanschlusses darf also endgültig begraben werden. Ja, weil es absurd wäre, den letzten Teil des Mittelanschlusses nicht mehr zu bauen, nachdem

der schwierige und teure Teil bereits Wirklichkeit ist.

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Sind Sie mit den Kosten im Plan geblieben? Dazu muss bemerkt werden, dass sich das Projekt andauernd geändert hat; es wurden zusätzliche Maßnahmen gewünscht, die nicht vorgesehen waren. Alles in allem verzeichnen wir eine Kostensteigerung von 20 Prozent – das ist bei einem Projekt dieser Größenordnung und dieser Schwierigkeit wirklich nicht viel. Sie müssen sich vorstellen, dass wir hier de fakto mitten in der Stadt sind, mit vielen Häusern direkt an der Baustelle. Wir mussten

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Wirtschaft & Umwelt

zwei Mal die Autobahn und zwei Mal die Eisenbahn unterqueren. Gerade mit der Eisenbahn war die Zusammenarbeit schwierig und langwierig – diese Probleme wirken sich dann natürlich auch auf die Kosten aus. Welches Ereignis wird Ihnen als Bauleiter von den vergangenen fünf Baujahren besonders in Erinnerung bleiben? Da brauche ich nicht lange nachzudenken: Während der Bohrarbeiten zum Südtunnel kamen wir plötzlich in eine Zone, wo sehr viel lockeres Material war. Es bildete sich so etwas wie ein kleiner Erdrutsch, und unsere Kontrollen haben ergeben, dass sich der durch den Erdrutsch gebildete Hohlraum bis zur Autobahn durchzog – und zwar direkt unterhalb der Notspur. Unter der Asphaltdecke klaffte also für kurze Zeit ein kleiner Hohlraum, den wir natürlich sofort geschlossen haben. Wir hatten Glück – es hätte aber auch schlimmer ausgehen können.

Am 16. April, also am Tag der Eröffnung, wird auch der Kreisverkehr bei der Einfahrt zur Diskothek Max noch nicht fertiggestellt sein. Dieser Kreisverkehr war anfangs auch nicht vorgesehen, und so war er im Bauprogramm gar nicht enthalten. Nun, ich glaube, dass auch das Teilstück nach Vahrn schnell realisiert werden dürfte. Wie man hört, wird im Mai die Verdone-Kaserne endlich freigegeben, danach können die Arbeiten ausgeschrieben werden. Im nächsten Jahr dürften die Arbeiten beginnen; ich schätze, dass in etwa einem Jahr abgeschlossen werden könnte. Danach will man den Mittelanschluss fertigstellen. Eigentlich hatte es immer geheißen, dass die beiden letzten Teile gemeinsam ausgeschrieben würden … Derzeit sieht es nicht so aus, das Land hat große Budgetprobleme.

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Am 16. April wird die Westumfahrung nun eröffnet, aber

eigentlich handelt es sich hierbei lediglich um den ersten Teil. Es fehlen noch das Teilstück nach Vahrn und der Rest des Mittelanschlusses.

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Wenn der Mittelanschluss gleichzeitig mit dem Teilstück in Vahrn fertiggestellt würde, wäre dies ein großer Vorteil für Brixen. Die Westumfahrung wird erst mit dem Mittelanschluss richtig wirken. Wichtig ist vor allem, dass die Stadt wieder erreichbar ist – also dass die Stausituationen in Zukunft vermieden werden. Nun – das ist das Minimalziel. Das Südportal wird durch seine elegante Architektur zu einem richtigen Landmark, zu einem Wahrzeichen der Stadt. Das ist der Verdienst des Architekten Matteo Scagnol, der hier wirklich eine ausdrucksstarke Architektur geschaffen hat. Überhaupt hat er es geschafft, durch viele kleine Maßnahmen die Westumfahrung zu verschönern und sie in Einklang zu bringen mit der Umgebung. Dasselbe gilt für den Tunnel der Nordspange, der wirklich schön geworden ist. Freuen Sie sich darauf, zum ersten Mal durch die Westumfahrung zu fahren? Ehrlich gesagt, hatte ich dieses Erlebnis bereits. Ich freue mich aber wirklich darauf, die ersten Autos durch die eröffnete Westumfahrung fahren zu sehen. Andererseits denke ich mit einer gewissen Portion Wehmut daran, dass dieses Kapitel nun zu Ende ist – ich betrachte dieses Projekt als Teil meines Lebens. Gott sei Dank gibt es noch den Mittelanschluss, der fertiggestellt werden muss…

willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Umfahrung wird mit Frühlingsfest am 16. April eröffnet

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Gut 20 Jahre haben die Brixner auf die Umfahrungsstraße im Westen der Stadt gewartet. Nun ist es endlich soweit: Ab Mitte April werden mehrere tausend Fahrzeuge täglich nicht mehr über die SS 12 rollen, sondern einen direkten und bequemeren Weg über die knapp drei Kilometer lange Westumfahrung nehmen. Für die Anrainer der SS12 bedeutet dies Aufatmen, für die Stadt selbst erschließen sich mit der Eröffnung der Umfahrung vielfältige Möglichkeiten für eine attraktive Gestaltung der Durchzugsstraße. Am Samstag, 16. April, wird die Westumfahrung offiziell mit einem Frühlingsfest eröffnet. Dabei sollen alle Bürger die Gelegenheit haben, die Westumfahrung auf ihre Weise zu erkunden: zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Elektrorädern, dem Kolpingzugele oder vielleicht sogar auf einer Kutsche. Die Freigabe für den Verkehr erfolgt dann für Sonntag, 17. April.

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14 Uhr: Offizielle Eröffnung und Segnung der Westumfahrung beim Südportal (Höhe Parkplatz Max) Anschließend: Aufbruch zum Nordanschluss Frühlingsfest beim Nordanschluss (Pustertaler Kreuzung) mit Speis und Trank, musikalischer Unterhaltung und einem bunten Rahmenprogramm

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Plötzlicher Lieferstopp Weil die Firma E.MA.CON keinen Strom mehr produziert, muss die Fernwärmegenossenschaft Schabs teure Wärme aus Erdöl produzieren. Noch ist unklar, ob die Dieselmotoren wieder ihren Betrieb aufnehmen oder ob eine andere Lösung gefunden werden muss.

A

m 21. Jänner hat die Firma E.MA.CON den Betrieb ihres großen Blockheizkraftwerkes auf dem Gelände der Ziegelei in Schabs vorläufig gestoppt und damit die Fernwärmegenossenschaft in Schabs vor eine große Herausforderung gestellt. Die Genossenschaft nimmt nämlich die Wärme ab, die bei der Stromerzeugung im Kraftwerk anfällt und beliefert damit viele Haushalte in Schabs. Dem Vorstand der Genossenschaft wurde mitgeteilt, dass die Firma E.MA.CON den Betrieb wegen der ständig steigenden Preise auf dem Markt für Pflanzenöle und der zu geringen Erlöse aus dem Stromverkauf vorläufig einstellen müsse.

Foto: Oskar Zingerle

Wirtschaft & Umwelt

NATZ-SCHABS

Weil das mit Pflanzenöl betriebene Blockheizkraftwerk der Firma E.MA.CON derzeit aus Kostengründen keinen Strom liefert, musste die Wärmegenossenschaft Schabs auf Heizöl umschwenken

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Heizöl anstelle von Pflanzenöl. Der Preis für Pflanzenöle hat sich seit dem Sommer 2010 verdoppelt und mittlerweile ein so hohes Niveau erreicht, dass eine wirtschaftlich sinnvolle Stromproduktion nicht mehr möglich ist. Auch die übrigen Blockheizkraftwerke in Südtirol, die mit Biotreibstoffen betrieben werden, sollen zurzeit stillstehen. Die Kunden der Fernwärmegenossenschaft haben von den Problemen aber nichts mitbekommen, die Lieferung der Wärme wurde kontinuierlich fortgesetzt. „Seither erzeugen wir die notwendige Wärme mit Hilfe unseres Notkessels, der mit Heizöl betrieben wird“, erklärt Florian Gasser, Obmann der Fernwärmegenossenschaft. Das bedeutet für die Genossenschaft eine enorme finanzielle Belastung, da auch die Preise für Erdöl stetig ansteigen. „Die Rechnung für die Heizöllieferung fällt von Woche zu Woche höher aus“, sagt Gasser. Damit bleibe zurzeit kein Geld übrig, um die Kredite zu tilgen. Der Vorstand der Genossenschaft hat inzwischen zahlreiche Gespräche mit der Bank, mit der Gemeinde und den zuständigen Ämtern in der Landesverwaltung geführt, um darüber zu beraten, wie man die Situation am besten bewältigen könne. 52

Wäre eine Hackschnitzelanlage die Alternative? Der Vorstand

hat sich auch mit Alternativen zur Produktion von Wärme befasst, die bis zum nächsten Herbst realisiert werden können und die Verteilung von Wärme zu einem wirtschaftlich interessanten Preis möglich machen. Eine Machbarkeitsstudie soll nun Aufschluss darüber geben, ob man in der Wärmezentrale der Genossenschaft eine Hackschnitzelanlage errichten könnte, ob die vorhandenen ungenutzten Räume dafür ausreichen oder zusätzlicher Platz notwendig wäre, und wie viel eine solche Anlage kosten würde. Zwar bräuchte es weitere Kredite zur Finanzierung dieser Investition, dafür hätte die Genossenschaft die Produktion der Wärme in Zukunft selbst in der Hand.

Ultimatum vom Land. In Schabs

gibt es zudem mehrere Unternehmen, die selbst Blockheizkraftwerke errichten und überschüssige Abwärme in das Leitungsnetz der Genossenschaft einleiten möchten. Auch mit diesen Personen hat der Vorstand Gespräche geführt. „Die Unternehmen wissen natürlich von unserer Notsituation und möchten einen höheren Preis

für ihre Abwärme vereinbaren“, erklärt Gasser. Eine fixe Abmachung mit diesen Unternehmern zu treffen sei zurzeit schwierig, weil die Genossenschaft einen Vertrag mit der E.MA.CON hat, der diese für eine Dauer von 15 Jahren verpflichtet, die Genossenschaft mit Abwärme zu beliefern. Dieser Vertrag ist gleichzeitig die Berechtigung für eine Landesförderung in Höhe von 3,9 Millionen Euro an die Firma E.MA.CON. 1,3 Millionen Euro hat sie bereits erhalten, die nächste Rate von ebenfalls 1,3 Millionen Euro sollte eigentlich in diesem Jahr überwiesen werden. 2012 folgt dann die letzte Rate. Doch der zuständige Landesrat Michl Laimer ist vorsichtig geworden: Nachdem er über den Betriebsstopp informiert worden ist, hat er die Firma aufgefordert, den Betrieb wieder aufzunehmen. Ansonsten würde die noch ausstehende Förderung nicht überwiesen beziehungsweise ein Teil der bereits ausbezahlten Förderung wieder rückgefordert. Anfang März hat die Firma E.MA.CON daraufhin geantwortet, dass sie die Stromproduktion wieder aufnehmen wolle, damit die Schabser Haushalte mit Wärme beliefert werden können. Die E.MA.CON

spielt den Ball gleichzeitig an das Land zurück, in dem sie erklärte, dass die noch ausstehende Förderung von essentieller Bedeutung sein, um diese Wärme zur Verfügung stellen zu können, und die zweite Rate innerhalb Mai 2011 ausbezahlt werden müsse. „Ohne langfristige Garantien, zum Beispiel in Form einer Bankgarantie, werden wir kein Geld überweisen“, stellt der Landesrat klar und hat der E.MA.CON ein Ultimatum gestellt, bis wann die Motoren in Schabs wieder anlaufen sollen. Bis Mitte März hat sich in den Betriebshallen aber noch nichts getan. Florian Gasser hofft, dass sich der Preis für die Pflanzenöle beruhigt und eine Wiederaufnahme der Stromproduktion möglich ist. Gleichzeitig hat er in den letzten Jahren genügend Erfahrung gesammelt, um zu erkennen, dass die Genossenschaft eine gewisse Selbstständigkeit anstreben muss. „Im Bereich der regenerativen Energien gibt es einfach zu viele Spekulationen, diese lassen ohne Vorwarnung alle Pläne platzen.“ In so einem Umfeld könne man nicht in der Abhängigkeit eines einzelnen Lieferanten bleiben. annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info


NATZ-SCHABS

Es stinkt zum Himmel Am Abfallwirtschaftszentrum in Schabs soll eine geschlossene Kompostierungsanlage entstehen. Trotzdem müssen die Schabser noch bis Mitte nächsten Jahres mit intensiven und unangenehmen Geruchsschwaden rechnen.

Höhere Geruchsbelästigung durch mehr Biomüll. Auslöser

dieser Geruchsbelästigungen ist die Kompostieranlage, in der jährlich etwa 2,2 Tonnen organischer Müll zu Kompost verarbeitet werden. Die Menge ist in den letzten Jahren stark angestiegen, weil immer mehr Gemeinden des Eisack- und Wipptales eine eigene Biomüllsammlung durchführen: Noch vor fünf Jahren waren lediglich an die 1,4 Tonnen Biomüll zu Kompost verarbeitet worden. Ronald Amort, Leiter der Umweltdienste der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, hat bereits einige Klagen über die intensiven Gerüche erhalten: „Wir hoffen, dass die anstehenden Neuerungen an der Anlage eine Verbesserung für die Anrainer mit sich bringen“, erläutert er. Die Bezirksgemeinschaft hat bereits ausgearbeitete Pläne für eine neue Kompostieranlage, die komplett eingehaust werden soll. Die Arbeiten dazu sind bereits vergeben, das Bauvorhaben soll noch im ersten Halbjahr 2011 fertig gestellt werden. „Die Geruchsbelästigungen entstehen hauptsächlich beim Umschichten der Mieten, das jeden zweiten Tag erfolgen muss. Wir versuchen diese Arbeit dann zu erledigen, wenn der Wind nicht

Foto: Oskar Zingerle

S

eit einiger Zeit kommt es immer öfter vor, dass intensive Geruchsschwaden vom Kompostwerk im Abfallwirtschaftszentrum in Schabs durch die Wiesen und Felder im Bereich der Ladestatt und zur Zone Raut ziehen. Die Bewohner dieser Zone klagen über diese Geruchsbelästigungen, die oft mehr als eine Stunde andauern und manchmal so intensiv sind, dass „die zum Trocknen aufgehängte Wäsche ein zweites Mal in die Waschmaschine muss“, wie eine dort wohnhafte Frau dem „Brixner“ gegenüber erklärte. Das Dorfzentrum von Schabs blieb bisher von den unangenehmen Gerüchen meist verschont; trotzdem sind schwache Ausläufer auch dort bemerkt worden.

Die offenen Kompostmieten tragen zur Geruchsbelästigung bei, im nächsten Jahr sollen diese durch ein geschlossenes System ersetzt werden

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Richtung Schabs zieht. Es kann aber auch passieren, dass der Wind am Beginn der Arbeit gegen Süden bläst, dann aber dreht und den Gestank in Richtung Schabs trägt.“ Problematisch sei auch die Tatsache, dass der Biomüll oft ziemlich feucht ist, obwohl die Bürger ausreichend darüber informiert wurden, dass keine Flüssigkeiten wie Suppen oder Soßen in den Biomüll geschüttet werden sollen. Ein solch nasser Biomüll müsse öfter umgeschichtet werden, damit Sauerstoff eindringen und der Kompostierungsprozess aufrecht erhalten werden kann.

da erst Mitte 2012 der organische Müll in dieser neuen Anlage verarbeitet wird.“ Vorher will man dort in einem Pilotprojekt Klärschlamm so verarbeiten, dass er zur Abdeckung der aufgelassenen Mülldeponie verwendet werden

kann. Das bedeutet, dass das heutige praktizierte System der offenen Kompostmieten noch mehr als ein Jahr lang beibehalten werden muss. annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Neue, eingehauste Kompostieranlage. Das Projekt der neuen Kompostieranlage sieht den Bau eines geschlossenen Systems mit vier Rotteboxen vor, in das kontrolliert Luft eingeblasen wird. Die Abluft durchläuft mehrere Behandlungen bis hin zu einem Biofilter, in dem der Geruch durch Bakterien abgebaut werden soll. „Wir erwarten uns durch diese neuen geschlossenen Boxen eine wesentliche Reduzierung der Geruchsbelastungen“, erläutert Ronald Amort, „allerdings ist vonseiten der Anrainer noch etwas Geduld vonnöten,

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Holz & Design z Die Themen Möbeldesign und Architektur mit Holz standen im Mittelpunkt der „Fachtagung Holz“ in der Landesberufsschule „Tschuggmall“, an der rund hundert Holzfachleute teilnahmen. Wie entscheidend für Möbelbauer der Faktor Design ist, führten Stuhlhersteller Iwan Thöni aus Prad am Stilfserjoch und der Schweizer Designmöbelproduzent Willi Gläser aus: Beide bestätigten, dass Design in Kombination mit Funktionalität im Möbelbau ausschlaggebend sei. Zum Thema

Bauen mit Holz referierte Ulrich Grimminger, Professor für Konstruktion und Bauteilprüfung der Universität Rosenheim. Er verwies auf die Vorteile von Holzhochbauten sowie Dachaufstockungen aus Holz, die leichter als Massivbauten seien und sich daher für solche Erweiterungen besonders eignen. Dem Thema Holz und Schall widmete sich dann Anton Kraler, Professor für Konstruktion und Materialwissenschaften der Uni Innsbruck, und erläuterte den anwesenden Fachleuten die

neuesten Erkenntnisse zur richtigen Anbringung von Schallschutzaufbauten. Organisiert wurde die Fachtagung von der deutschen und ladinischen Berufsbildung,

W&U

der Landesberufsschule „Tschuggmall“ und dem Cluster Holz & Technik des TIS innovation park im Rahmen des Interreg-Projektes „Designwerkstatt“. db

Wirtschaft & Umwelt

Foto: Oskar Zingerle

Wirtschaft & Umwelt

BRIXEN

BRIXEN

Auf dem Weg zur Solarstadt z In den kommenden Wochen werden auf den Dachflächen von mehreren öffentlichen Gebäuden der Gemeinde Brixen Photovoltaik-Anlagen installiert. Bürgermeister Albert Pürgstaller unterzeichnete vor wenigen Tagen einen Vertrag, mit dem die Firma Elpo aus Bruneck beauftragt wird, die Ausführungsplanung und Installation von Photovoltaikanlagen auf einer Reihe von

kurz

notiert

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gemeindeeigenen Gebäuden durchzuführen: Strom aus Sonnenenergie soll künftig auf den Dachflächen des Forum Brixen, der Feuerwehrhalle Brixen, der Feuerwehrhalle Milland, der Grundschule Luise Waldner, der Grundschule Tschurtschenthaler, des Kindergartens Rosslauf, der Mittelschule Michael Pacher und des Bauhofs erzeugt werden. Der Zuschlagspreis für die

ausgeschriebenen Arbeiten und Planungsleistungen beläuft sich auf insgesamt 1.619.285,18 Euro, rund 50.000 Euro sind für den Bereich Sicherheit vorgesehen. Die Leistung der installierten Anlagen beläuft sich auf knapp 400 kW; insgesamt werden 440.000 kwh Strom produziert. Die Einspeisung des Stroms erfolgt im Wege des Energietausches, unter anderem mit anderen Gemeindegebäuden. db

Die Druckerei A. Weger erhielt in Salzburg im Rahmen des „QualityAustria-Forums“ die Zertifizierung zru Verarbeitung von FSC- bzw. PEFC zertifiziertem Papier. Diese garantiert, dass ausschließlich Papier aus ökologisch nachhaltig bewirtschafteten Wäldern zum Einsatz kommt.

Anlässlich der Eröffnung des neuen Firmensitzes von BIMOBIL in Brixen wurde auch der Südtiroler Sporthilfe das neue Dienstauto, einen schwarzen OPEL ASTRA Cosmo überreicht. Bereits seit mehreren Jahren ist AUTICITY by BIMOBIL ein treuer Partner der Sporthilfe.

Das Hotel Restaurant „Pacher“ in Neustift und deren Gastwirtefamilie Huber wurden im Rahmen der „Eisacktaler Kost“ ausgezeichnet: Sie beteiligen sich seit 35 Jahren mit großem Engagement an dieser gastronomischen Initiative und haben somit wesentlich zu deren Erfolg beigetragen, so die Begründung.


STADTGEHEIMNISSE Foto: Oskar Zingerle

Wer hat die Reise-Abenteuer des Brixner „Lampls“ gemalt?

Flitzende Radfahrer und eilige Geschäftsleute kennen das reiselustige „Lampl“ an der rechten Eisackufer-Mauer zwischen der Adler- und der Widmannbrücke vielleicht nicht, aber kleine und große Kinder kommen nicht so schnell dran vorbei: Zu bunt und witzig ist das Brixner Wappentier, „unser Lampl“, dessen Reise-Abenteuer Schülerinnen und Schüler der Oberschule für Werbegrafik im Frühjahr 2008 mit ihren Lehrerinnen Herta Neumair und Maria Schmid entwickelt und gemalt haben. Auf rund 20 Bildern bereist das sympathische Kerlchen die Welt, mal zu Wasser, mal zu Land, mal in der Luft. So treffen wir es an der Copacabana in Rio de Janeiro und zu Füßen der Freiheitsstatue in New York, in den heißen Wüsten und Savannen Afrikas, an der Tower Brigde in London und vor einem geheimnisvollen Schloss in Schottland, am Brandenburger Tor in Berlin und vor einem Bierzelt in Bayern, ja, es macht sogar einen Abstecher an die Chinesische Mauer und nach Neuseeland. Schließlich kehrt das „Lampl“ wieder zurück nach Brixen. Die Idee zur Gestaltung der Mauer stammt von Stadträtin Paula Bacher. Die Malereien haben auch nach drei Jahren ihren Reiz nicht verloren. Anregungen: redaktion@brixner.info

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Beeindruckende Ski-Show z Auf der hell erleuchteten Piste gleiten Holz- und Heuschlitten über den Hang oberhalb von Kreuztal hinunter, den gut 500 Zuschauern entgegen. Männer der Freiwilligen Feuerwehr Afers setzen die Nutzung des Schnees für Waldarbeiten und Futterbeschaffung im Winter pittoresk in Szene. Ihnen schließen sich die Skilehrer der Plose an, die nacheinander verschiedene Techniken und Geräte des Skisports darstellen. Den Besuchern wurde in der einstündigen Show die Geschichte des Schnees und seiner Nutzbarmachung durch den Menschen präsentiert und unterhaltsam vor Augen geführt. Wie schwierig es ist, Leichtigkeit

und Eleganz auf dem Schnee vorzuführen, konnten die Gäste bei den Stelzen fahrenden Plose-Riesen erahnen. Beeindruckend waren außerdem die waghalsigen Sprünge der Rodeo Riders, die eleganten Formationen der Skischule und die Einlage der kraftstrotzenden Schneekatzen. Mit der Skishow Anfang März gingen die FridayNight-Abendveranstaltungen auf der Plose zu Ende, die auch in diesem Jahr zahlreiche Rodelbegeisterte und Tourenskifahrer auf den Brixner Hausberg gelockt hatten. Die Liftanlagen schließen am Sonntag, 3. April, und öffnen am 11. Juni wieder für die Sommersaison. ab

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s Heiss dom, Han ari-Cima tr e L a ld E

LR Michl Laimer, Heiner Oberrauch, Günther Reifer

EVENT

Eco Fashion in der Trattengasse In den Modemetropolen herrscht ein völlig neuer Look. Eco fashion als topmodische Variante für den konsequenten Konsumwandel gibt es jetzt auch in Südtirol. Vor wenigen Tagen wurde der „terra eco fashion store“ in der Trattengasse in Brixen eröffnet. z Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Konsumwandel hin zu umwelt- und sozialverträglichen Produkten auch die Textilbranche erreichen würde. Lange gab es vereinzelte Kleidungsstücke nur in den so genannten „Welt-Läden“. Jetzt gibt es fair produzierte und gehandelte Kollektionen auch als Mode. Ein breites Sortiment an zertifizierter modischer Kleidung, Naturkosmetik und Accessoires für Damen, Herren und Kinder sowie eine Auswahl an Fachliteratur zum Thema Nachhaltigkeit bietet der erste „terra eco fashion store“ in Brixen. Initiiert wurde das Geschäft von Günther Reifer und Evelyn Oberleiter vom Südtiroler terra institute. Die beiden Inhaber des Brixner Beratungsinstitutes für nachhaltige Entwicklung stießen beim Bozner Traditionsunternehmer in Sachen Mode, Heiner Oberrauch und dem OberrauchZitt-Team, spontan auf Begeisterung, sodass diese gern ins Projekt einstiegen. Fairtrade und organic cotton sind die entscheidenden Kriterien für die Auswahl des Sortiments. „Damit bieten wir kritischen Käufern eine Alternative, die sich ethischen Werten verschrieben haben und ganz bewusst ihr Konsumverhalten ändern wollen“, erklären Günther Reifer und Heiner Oberrauch.

Denn die kritischen Konsumenten mit neuem Bewusstsein gibt es längst. Sie bezeichnen sich selbst als „LOHAS“ (Lifestyle of Health and Sustainability) – Menschen, deren Lebensstil sich vor allem an Gesundheit und Nachhaltigkeit orientiert. Sie haben in den USA und auch in Europa bereits Maßstäbe gesetzt für ein neues Bewusstsein für ethisch fairen und ökonomisch nachhaltigen Konsum. „Sie wollen nicht etwa ihren Konsum einstellen, sondern im Gegenteil mit bewusstem Konsum eine gerechtere Welt schaffen“, erklärt Reifer. „Das ist machbar, daran glauben wir.“ Die angebotenen Artikel stammen allesamt von hochklassigen und in der Eco-Fashion-Welt einschlägigen Designerlabels wie Kuyichi, Knowledge Cotton Apparel, Edun, Misericordia, Portocolonia oder Stewart+Brown. Alle verbindet ein eher edler Stil. „Wir haben für die Auswahl sehr lange recherchiert. Dass eco und fair durchaus auch chic sein kann, verdanken wir der jungen Generation an Designern, die sich mit kreativem Potenzial, dem notwendigen Wissen über Nachhaltigkeit und einem entsprechenden Bewusstsein ans Werk machen“, resümieren Evelyn Oberleiter und Christina Gitto, Modefachfrau von Oberrauch-Zitt.

Geschäft von außen

Sabine und Marlene – die Seelen des Hauses

Günther Reifer und Thomas Demetz (GF Oberrauch-Zitt)

Eröffnungsgäste

Prälat Chrysostomus Giner und BM Albert Pürgstaller

Modespezialistinnen Barbara Prieth (GF Oberrauch-Zitt) und Christine Gitto (buyer Oberrauch-Zitt) 57


„Diese Verurteilung ist ungerecht“ STEFANO CICALÒ, Geschäftsführer der Acquarena, zu seiner Verurteilung im Gerichtsverfahren zum Tod des achtjährigen Ergis Cara vor fünf Jahren – und zur Verantwortung, die jeder Badbesucher spüren sollte. nie in die Organisation des Dienstes eingemischt, welche Anzahl von Bademeistern richtig und sinnvoll wäre, sondern nur eingebracht, um eine Optimierung und Verbesserung desselben zu erreichen. Wir werden in Berufung gehen. Wie reagiert die Acquarena auf dieses Urteil? Wir reagieren mit einem Aufruf an alle Badegäste: Es muss ein geteiltes Obhutsprinzip geben zwischen den Betreibern eines Schwimmbades und den Besuchern. Jeder Besucher ist angehalten, mit offenen Augen die Struktur zu nutzen und vor allem Kinder zu beobachten. Das Wasser ist gnadenlos, und

auch bei professionellster Vorgehensweise unserer Bademeister bleibt ein Restrisiko, das wir durch diesen Aufruf reduzieren wollen. Gemeinsam schaffen wir es besser, das Leben unserer Kinder zu schützen. Ein weiterer Aufruf richtet sich an die Politik: Schwimmen muss weiterhin fester Bestandteil des Turnunterrichts bleiben, damit jedes Kind schwimmen lernt.

Foto: Oskar Zingerle

Herr Cicalò, Bademeister und begleitende Lehrer sind freigesprochen und Sie sind als einziger verurteilt worden – zu neun Monaten bedingter Haft. Was empfinden Sie? Es ist richtig und wichtig, dass die Bademeister und die Lehrer nicht verurteilt worden sind, aber genauso ungerecht empfinde ich meine Verurteilung. Als Verwalter der Acquarena habe ich den Bereich der Aufsicht an eine spezialisierte Firma übergeben, die danach trachten musste, die Sicherheit der Badenden zu gewährleisten und die entsprechenden Richtlinien zu verfolgen. Ich als Verwalter habe mich noch

Wie gehen Sie menschlich mit diesem Urteil um? Jeder, der selbst Kinder hat, kann sich vorstellen, wie ich mich als Familienvater fühle. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Natürlich sehen!

MT-DESIGN

Das junge und kreative Unternehmen MT-Design startet mit einer Neuheit im Brillensektor durch und bietet zudem noch trendige Beratungen in Sachen Wohnen und Wohlfühlen. Jung, kreativ und dynamisch – so bezeichnen sich die beiden Brixner Thomas Oberegger und Michael Brugger, die derzeit mit einer neuen, innovativen Geschäftsidee die Brillenwelt erobern. „Eine Brille ist längst schon keine lästige Lese- und Sehhilfe mehr, sondern ist zu einem modischen Accessoire geworden“, erzählen die Jungunternehmer, „genau deshalb haben wir modische Sehund Sonnenbrillen aus Holz und Kunststoff in einem einzigartigen Design entwickelt.“

Brillen aus Holz und Kunststoff. Die neuartige Idee, Brillen

aus Holz und in Kombination mit Kunststoff zu produzieren, schwirrte dem Optiker Michael Brugger bereits seit geraumer Zeit durch den Kopf. Mit Thomas Oberegger hat er nun einen Partner gefunden, der diese Vorstellung mit ihm teilt. „Nun haben wir es endlich geschafft, unsere Idee auch in die Tat umzusetzen und können stolz unsere neuen Modelle aus hellem Ahornholz und dunklerem Nussholz oder auch in Kombination mit buntem Kunststoff präsentieren.“ Die neuen Brillen sind nicht nur besonders schick, sondern verleihen auch ein natürliches und angenehmes Tragegefühl. Sie sind besonders pflegeleicht und können von Jung und Alt getragen werden. Die besondere Leichtigkeit der Modelle kann auch auf die Verwendung von hochwertigen Materialien zurückgeführt werden. Erhältlich sind die neuen Modelle im Geschäft „Mimic Optics“ in Brixen.

MT-Design des Thomas Oberegger Neustift, Alte Pustertaler Straße 41/A 39040 Vahrn Tel. 340 2759977 E-Mail: info@mt-design.it Internet: www.mt-design.it

Die neuen Brillen aus Holz und Kunststoff sind modisch der letzte SCHREI

Trendige Einrichtungsberatung. trendige Einrichtungsberatung Die motivierten Jungunternehmer geben sich aber nicht nur mit einem Geschäftsfeld zufrieden, sondern bieten zudem auch noch

für Wohn- und Geschäftsräume. In Zusammenarbeit mit dem Kunden kreieren die beiden Brixner angenehme, moderne

Ob Kosmetiksalon oder Modegeschäft – die jungen Brixner bringen Flair in jeden Wohnraum

Der neue Trend für Jung und Alt: natürlich, bequem und pflegeleicht

Nur bei MIMIC Optics in der Stadelgasse sind die neuen Brillenmodelle erhältlich

und wohnliche Räume für Privatund Geschäftspersonen zum Wohnen und Wohlfühlen.

Thomas Oberegger und Michael Brugger

Thomas Oberegger und Michael Brugger gründeten 2010 das Unternehmen MT-Design und starten nun mit einer Neuheit im Brillensektor sowie moderner Einrichtungsberatung für Wohnund Geschäftsräume durch. Die Brillen aus reinem Holz und in Kombination mit Kunststoff sind einzigartig, werden individuell in den verschiedensten Farben und Varianten produziert und bilden somit ein modisches Accessoire für Jung und Alt. 59


Mit den ersten Vorboten des Frühlings füllen sich auch die Schuhregale mit den diesjährigen Modetrends. Als die großen Renner der Saison entdeckt man schicke Pumps, Sandaletten mit Keilabsätzen, hölzerne Clogs ebenso wie flache Ballerinas, zierliche Riemchensandalen sowie lässige Sneakers.

In dieser Saison sind für jeden Geschmack die perfekte Höhe und der absolute Lieblingsschuh mit dabei. Wer gut stöckeln kann, der wird sich über die neuen High-Heels oder Pumps freuen, die in dieser Saison sowohl durch schlichte Eleganz als auch durch auffallende Verzierungen wie Blüten, Knoten oder Schnällchen bestechen. Kombiniert mit Röcken und Kleidern werden sie zum faszinierenden Hingucker. Ein absoluter Trend in diesem Sommer sind Plateauschuhe mit Keilabsatz, vielfach als Pumps mit vielen CutOuts vorne und hinten oder als luftige Sandaletten. Durch die dicke weiche Plateausohle lassen sich die Sandaletten bequem für viele Stunden tragen und machen sie zu beliebten Sommerschuhen für jeden Anlass. Häufig anzutreffen sind auch die so genannten Clogs, die mit Holzsohlen, kernigem Leder und Blockabsätzen ebenfalls besonders angenehm zu tragen sind. Die in diesem Jahr vielfach mit dekorativen Nieten und Nägeln besetzten Holzschuhe passen ideal zu luftigen Sommerkleidern oder zu Jeans.

Extra

Mode & Accessoires

Schuhe zum Verlieben

FAWA

Ballerinas, Sandalen und Sneakers. Aber auch flache Schuhe gibt es ausreichend. Besonders angesagt sind Ballerinas, flache Römersandalen sowie dünne

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Debora Troger und Edith Schatzer

Sneakers. Ballerinas sind seit Jahren der Trend und auch in dieser Saison nicht wegzudenken. Im Trend liegen vor allem Modelle in Leder – ob in eleganter Schlichtheit oder mit dekorativen Applikationen. Bereits im letzten Jahr und auch heuer wieder viel zu sehen sind knöchelhohe Riemchensandalen, den so genannten Römersandalen, die vor allem zu knielangen Kleidern, Shorts und hochgekrempelten Hosen getragen werden. Wer es lieber sportlich mag, darf sich auf die neuen SneakerModelle freuen. Bequem, sportlich, aber optisch eleganter als Turnschuhe, sind sie aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken. Bei den Farben dominieren Naturtöne wie Beige, Grau und Braun neben Weiß und Schwarz als zeitlose Klassiker. Eine weitere Trendfarbe der Saison ist Blau in allen Schattierungen, die in der Schuhmode farbige Akzente setzt. Vor allem Schuhe in Jeans-Optik können zu so gut wie allem getragen werden.

Bei den diesjährigen Schuhtrends für Herren nicht wegzudenken ist der bewährte klassische Stil, der nun allerdings mit auffälligen Details aufgepeppt wird. Schnürer, Slipper und Sneaker zieren dezente Applikationen und feine Strukturen. Bequeme Mokassins und dünne Sneakers sind besonders angesagt; zu besonderen Anlässen greift der modebewusste Mann zu eleganten Lackschuhen und zeigt sich im Sommer wieder öfter in Sandalen aus echtem Leder. Die Schuhwahl trifft Mann letztlich nach Tragekomfort und vielseitiger Kombinierbarkeit. Bei den Farben sieht man neben dem klassischen Schwarz ebenfalls viele Naturtöne, aber auch Weiß und Blau.

„Unser Sortiment umfasst Damenund Herrenschuhe und Accessoires für jeden Anlass, ob für Beruf, Freizeit oder festliche Anlässe. Überzeugen Sie sich selbst von der großen Auswahl in angenehmer Atmosphäre, wir beraten Sie gerne!“

Bevorzugt Markenqualität. Da-

men und Herren entscheiden sich bei der Schuhwahl bevorzugt für Markenqualität, wobei aber auch das Preis-/Leistungsverhältnis stimmen muss. Eine Adresse für Schuhmode in erschwinglicher Markenqualität ist das Schuhhaus Fawa in Vahrn. Hier findet man nicht nur aktuelle Schuhtrends der Modemarken NeroGiardini, Keys, Frau, Scholl, Donna Più, Roberto Botella, Le Coq Sportif und Tigers, sondern die passenden Taschen und Accessoires sowie ausgewählte Kleidungsstücke aus der Modekollektion von NeroGiardini gleich dazu.

Brennerstraße 78 39040 Vahrn Tel. 0472 835486 Mo.-Fr. 8.30-12 und 15-19 Uhr Sa. 8.30-12.30 und 15-18 Uhr


Sonnige Aussichten für Sportler

SPORTLER

Das größte Sporthaus im Eisacktal hat am 25. März 2011 seine Tore geöffnet und lockt mit unglaublichen Eröffnungsangeboten.

Sportler Brixen ist umgezogen und präsentiert sich nun schöner, kundenfreundlicher und viel größer - direkt am Brixner Sonnentor im vollkommen renovierten „Hotel Sonne“. In den neuen, lichtdurchfluteten Räumlichkeiten macht Sportshoppen jetzt noch mehr Spaß. „Wir können wohl mit Stolz behaupten, dass Sportler Brixen das größte und schönste Sporthaus des gesamten Eisacktals ist“, so Betriebsleiter Christian Mlakar.

Treffpunkt für alle Sportler. Doch dabei allein will es das Sportler-Team nicht belassen. Sportler Brixen möchte auch Treffpunkt aller sportbegeisterten Eisacktaler sein und hat dafür bereits beste Voraussetzungen geschaffen. Egal ob Läufer, Bergsteiger, Kletterer, Radfahrer, Teamsportler, Schwimmenthusiast, Skifahrer oder Snowboarder Sportler Brixen bietet die richtige Ausrüstung und praktische Accessoires. Die vier Stockwerke im neuen Sporthaus können über historische Treppen oder mit Hilfe eines modernen Aufzugs erreicht werden. Passend zu den historischen Räumlichkeiten wurde beim Umbau besonderer Wert auf die Verwendung nachhaltiger Materialien wie Holz und Stein gelegt. Damit wird der natürliche

und angenehme Flair des renovierten Hauses unterstrichen. Im Dachgeschoss wurde ein Teil der ehemaligen Brixner Stadtmauer, die während des Umbaus zum Vorschein kam, in die neuen Mauern integriert. Der Umbau des geschichtsträchtigen Gebäudes wurde in Zusammenarbeit und mit finanzieller Unterstützung der Landesregierung, dem Assessorat für Denkmalpflege und deutsche Kultur, der Abteilung Denkmalpflege und dem Amt für Bau- und Kunstdenkmäler durchgeführt.

es auch während der gesamten Eröffnungswoche vom 28. März bis 1. April sensationelle Angebote

und aufregende Sonderveranstaltungen im neuen, größten Sporthaus im Eisacktal.

Eröffnungswoche mit sensationellen Angeboten. An den Er-

öffnungstagen der neuen SportlerFiliale am Freitag, 25. und Samstag, 26. März 2011, können sich alle Kunden auf besondere Angebote freuen: Bei jedem Einkauf wartet ein Rabatt von 20 Prozent in Form eines Gutscheins auf Sie, und bei einem Einkauf von über 100 Euro zudem eine Mini-Videound Fotokamera. Natürlich gibt

Sportler Brixen Sonnentor, Tel. 0472 802001 61


Bestrickende Frühjahrsmode Die feine Strickmode der italienischen Wollspinnerei „Lanificio Marchesin“, zu finden in den firmeneigenen Läden „Non solo Cashmere“, begeistert durch italienische Qualität zu erschwinglichen Preisen. Die Ladenkette „Non solo Cashmere“ mit zahlreichen Niederlassungen in Oberitalien und in ganz Südtirol bietet hochwertige Pullover und Strickwaren für die ganze Familie. In den Läden der venetischen Wollspinnerei Lanificio Marchesin mit Sitz in Arcade (TV) wird hochwertige Strickmode aus eigener Produktion verkauft. Das Unternehmen ist nicht nur Produzent und Vertriebshändler zugleich, es wickelt zudem alle Verarbeitungsschritte im Hause selbst ab: die Verarbeitung des importierten Rohmaterials zu Wollgarn in der Spinnerei, die Garnveredelung in der Zwirnerei, die maschinelle Strickproduktion mit manueller Endbearbeitung, die Farbbehandlung in der Färberei, die Nachbearbeitung und Qualitätskontrolle, die Glättung und Etikettierung der Strickwaren und anschließende Verpackung. Die Abdeckung des gesamten Produktionsprozesses bis hin zum Verkauf erklärt auch das hervorragende Preis-/Leistungsverhältnis der hochwertigen Pullover in den Größen von XS bis 4XL und der feinen Strickwaren, die außerdem hundertprozentig azofarbstoffund nickelfrei sind. In den Läden „Non solo Cashmere“ findet man neben der Strickmode aus eigener Produktion auch modische Shirts und Accessoires ausgesuchter italienischer

Extra

Mode & Accessoires

NON SOLO CASHMERE

Großer Graben 29/b 39042 Brixen Tel. 0472 201117 Mo. bis Fr. 9-13 und 15-19 Uhr Sa. 9-13 und 15-18 Uhr Sie finden uns auch in Bozen, Bruneck, Meran, Sterzing und in Trient. 62

Hersteller, die unter anderem für namhafte Modemarken im In- und Ausland produzieren.

Zu den Neuheiten der Saison

zählen trendige Strickpullover und -jacken aus erlesenen Wollmischungen, beispielsweise aus Cashmere und Seide, Baumwolle und Seide oder aus Baumwolle, Seide und Cashmere, die einen unvergleichlichen Tragekomfort, edle Eleganz und in großer Farbenvielfalt eine vielseitige Kombinierbarkeit garantieren.

Ursprünge des Unternehmens im 18. Jahrhundert. Die jahrhun-

dertealte Tradition der Wollspinnerei Lanificio Marchesin bürgt für die Qualität ihrer Strickwaren. Die Ursprünge des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1700 zurück, als die Vorfahren der Familie Buttazzi das Schneiderhandwerk von Generation zu Generation weitergaben, bis ins Jahr 1956, als Nella Buttazzi, ebenfalls eine Expertin des Schneiderns, Mario Marchesin, einen Händler von Rohtextilien und Eigentümer einer Wollspinnerei, heiratete. Mit viel Spürsinn hatte sich Mario Marchesin erst auf den Handel von Angora und Pelzen konzentriert, später eine Wollspinnerei gegründet, in der er zunächst Angoramützen, später auch Handschuhe, Schärpen, Umhänge und Decken fertigen ließ. Die Heirat mit Nella Buttazzi führte zur Bündelung beider Kompetenzen und in Folge zur Weiterentwicklung der Wollspinnerei in eine Pulloverfertigung, die anfänglich noch auf manuellen Strickmaschinen lief. Mario Marchesin, ein Pionier seiner Zeit, revolutionierte die Strickwarenherstellung durch eine Reihe von Erfindungen, beispielsweise, indem er entgegen der damaligen Praxis die Färbung der Strickwaren nicht vor, sondern nach der Strickproduktion durchführte. Mit dem Wissen um

die Technologien in Färbereien bezog er dazu übergroße Töpfe aus einem Schiff, die er mit Motor und Paddeln umrüstete und daraus eine der ersten professionellen Färbewannen seiner Zeit konstruierte. Auch im Handel bewies Mario Marchesin wiederholt sein unternehmerisches Gespür, indem er zunächst reines Rohmaterial vertrieb, dann dieses zu Wollgarnen veredelte, später Handschuhe und Strickwaren fertigte. Bereits damals verwendete er Mischungen aus Wolle und Angora, später auch reines Cashmere, das er als Erster nach Italien importierte und verarbeitete. Das Unternehmen wuchs und zählte im Jahr 1964 über 150 Mitarbeiter mit einem Produktionsvolumen von mehreren hundert Millionen Kleidungsstücken, zu deren größten Abnehmern namhafte internationale Modehäuser wie Galeries Lafayette, Macy’s und El Corte Ingles zählen. Als im Jahr 1969 ein verheerender Brand die Fabrik in Lovadina zerstörte, entstand noch im selben Jahr der jetzige Firmensitz in Arcade. Mit dem Wirtschaftsaufschwung der 70er und 80er Jahre stieg die nationale Nachfrage nach den hochwertigen Strickwaren des Unternehmens, zu deren damaligen Hauptkunden vor allem Großabnehmer zählten. In jener Zeit stiegen die Söhne

Leonardo und Michele in den Familienbetrieb ein, bald darauf wurde eine weitere Spinnerei in Spresiano gebaut. Mit der Krise der Großabnehmer konzentrierten sich die Vertriebsaktivitäten des Unternehmens zunehmend auf den Detailhandel, zunächst mittels Verkaufsagenten in allen Regionen Italiens sowie in zahlreichen Ländern. In dieser Zeit begann auch die Zusammenarbeit mit namhaften nationalen und internationalen Modemarken, darunter Ermanno Scervino, Bellstaff-Capalbio, Loro Piana, Playboy und Walter Steiger, die gleichzeitig die Präsenz der Strickwaren in erstklassigen und berühmten Modeboutiquen der Welt sicherte. Auf Initiative von Michele Marchesin, damals noch Teilhaber und heute alleiniger Geschäftsführer, eröffnete im Jahr 2002 der erste Verkaufspunkt „Non solo Cashmere“ in Spresiano (TV). Die Nachfrage war dermaßen groß, dass bereits ein Jahr später drei weitere Geschäftseröffnungen und in den darauf folgenden Jahren zahlreiche Eröffnungen in den Regionen Trentino-Südtirol sowie in Friaul Julisch Venetien folgten. Heute läuft der Vertrieb fast ausschließlich über die eigene Ladenkette „Non solo Cashmere“, mit mittlerweile über 100.000 Kunden und weiterhin steigender Tendenz.


TERRA ECO FASHION

Eco fashion in Brixen Ein breites Sortiment an Kleidung, Naturkosmetik und Accessoires für Damen, Herren und Kinder sowie eine Auswahl an Fachliteratur zum Thema Nachhaltigkeit bietet der erste Terra Eco Fashion Store seit dem 16. März in Brixen an. ökologisch, fair, recycelt und nachhaltig ist.

Terra Eco Fashion ist auch für

von links: Günther Reifer, Evelyn Oberleiter, Heiner Oberrauch und Diskussionen um vielfältige Aktivitäten, die unter dem Motto „Nachhaltigkeit leben“ stehen, etwa geführte Wanderungen und Radtouren. Anmeldungen und mehr Information jetzt beim Bildungshaus Kloster Neustift, Tel. 0472 836 189, sowie unter www.thinkmoreabout.com.

t. +39.0472.278.466

www.terraecofashion.it

Nachhaltigkeit, den „Think more about. Summit 2011“ in Brixen. Ein breites Kongress- und Rahmenprogramm mit hochkarätigen Referenten hält für Wirtschaftslenker ebenso „nachhaltige“ Informationen und Inspirationen bereit wie für alle interessierten Bürger und Grundschüler. Ergänzt werden die Workshops, Seminare

Mode die gefällt und gut tut. Der Umwelt, den Menschen die sie herstellen und uns, die wir sie tragen.

brixen

die Oberrauch Zitt Gruppe und Heiner Oberrauch ein wichtiges Projekt, mit dem sie das neue, bewusste Modeempfinden der Konsumenten begrüßen. „Es ist konsequent, wenn sich gesellschaftliches Bewusstsein verändert, darauf auch zu reagieren“, sagt Oberrauch. Um Nachhaltigkeit noch mehr ins gesellschaftliche Bewusstsein zu bringen, hat das terra institute aber noch viel mehr vor: Vom 19. bis zum 22. Mai organisiert es gemeinsam mit dem Bildungshaus Kloster Neustift sowie den Unis Bozen und Innsbruck den ersten großen Südtiroler Kongress für

trattengasse 6/B

Die Idee zu dem besonderen Geschäft hatten Günther Reifer und Evelyn Oberleiter vom Terra Institute Brixen. Mit dem Institut begleiten sie Unternehmen im In- und Ausland in Richtung moderner, effizienter Nachhaltigkeit. Weil sie ihre Verantwortung nicht nur darin sehen, andere zu motivieren, sondern auch selbst konkret umzusetzen und anzupacken, haben sie nun gemeinsam mit dem Team von Oberrauch Zitt und Heiner Oberrauch dieses Projekt gestartet, das sich der Mode und dem ökologischen Lifestyle widmet. Ziel des Terra Eco Fashion Stores ist es, attraktive Alternativen zur herkömmlichen Machart der Mode anzubieten, eine Alternative, die nachweislich im gesamten Produktionsprozess

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Vielseitige Trendlooks Die diesjährigen Trendfrisuren werden von vielseitigen Looks bestimmt, wobei die natürliche Schönheit mit raffinierten Akzenten betont wird. Mit fantasievollen Kreationen, mutigen Kombinationen und viel Sinn für Details hat die Modewelt den Surrealismus der 1920er Jahre wieder entdeckt und damit dem Minimalismus der letzten Jahre endgültig den Rücken gekehrt. Durch die enge Verquickung von Mode und Hairstyling wird auch bei den Frisuren Neues gewagt, mit volumenreichen Haarskulpturen und Gegensätzen von Glatt und Kraus. Die Kombination unterschiedlicher Farbnuancen, abgestimmt auf den jeweiligen Haar- und Hauttyp, verleiht den neuen Trendlooks ein Höchstmaß an Individualität. Bei den Frisurentrends 2011 dominieren Haarschnitte mit vielseitigen Stylingmöglichkeiten, wobei großer Wert auf Natürlichkeit gelegt wird – mit Volumeneffekten und Farbakzenten, die zum jeweiligen Typ passen und die natürliche Schönheit betonen.

Extra

Mode & Accessoires

SALON ALEXANDER

Zu sehen sind grafische Konturen mit exakten Linien ebenso wie lange Wellen im UndoneLook. Der Fokus liegt auf voluminösen Schnitten mit viel Dynamik. Das Haar soll Lebendigkeit ausstrahlen und Bewegung suggerieren. Spezielle Undercuts sorgen für Volumen, alternierende Längen garantieren aufregende Struktureffekte. Aber auch kompakte Haarschnitte sind angesagt, bei denen durch moderne Farbtechniken und abgestimmte Nuancen mehr Struktur ins Haar gezaubert wird. Zu den großen Trendfrisuren zählen lange Diven-Mähnen, pfiffige Bob-Frisuren ebenso wie freche Kurzhaarschnitte. Raffinierte Stufen, feine Highlights und sanfte Farbverläufe sorgen für Volumen und Abwechslung.

Langes Haar liegt voll im Trend. Angesagt ist ein romantischer Look mit natürlich fallendem Haar. Von

Natur aus glattes Haar kann glatt bleiben, und Naturlocken dürfen ihre Pracht voll entfalten. Die lange Mähne wird bevorzugt offen getragen. Wird sie hingegen hochgesteckt, dann als lockerer Dutt hinten oder seitlich und nicht allzu ordentlich. Der Haarschnitt ist zumeist auf eine Länge geschnitten und sieht mit einem überlangen Pony besonders edel aus. Warme, natürliche Farbtöne zaubern zusätzliches Volumen ins Haar. Halblange Haarschnitte stehen so gut wie allen und lassen sich auf immer wieder neue Art frisieren. Ein langer Pony und Stufen in der Frontpartie bringen elegante Abwechslung, dezente Strähnchen setzen feine Akzente. Vor allem Bob-Frisuren in Kinnlänge sind angesagt, ob als asymmetrischer Schnitt, in voller Lockenpracht oder in ultraglatter Extravaganz. Der Topfhaarschnitt gehört ebenfalls zu den diesjährigen Trendfrisuren und wird teilweise neu interpretiert. Die natürliche Haarfarbe und der natürliche Teint werden mit raffinierten Reflexen zum Leuchten gebracht.

Bei den Kurzhaarfrisuren ist alles erlaubt. Die meisten sind so

geschnitten, dass man sie vielseitig stylen kann. Das Deckhaar ist meist

Aktuelle Trendlooks zur diesjährigen Farbkollektion „Summer Illusion“ von L‘Oréal Professionnel 64

Alexander Trenkwalder, L‘Oréal Professional Hairstylist Salon Alexander

Die diesjährigen Frisurentrends wurden von der Haute Couture inspiriert. Die neuen Trendfrisuren präsentieren sich kontrastreich, mit einer Vielfalt an Formen und Längen, voluminösen Akzenten und vielseitigen, absolut tragbaren Haarschnitten, die sich mit wenigen Handgriffen in verschiedene Looks verwandeln lassen. Die Kollektion manifestiert sich durch Farben und Individualität, raffinierte Schnitte geben den letzten Touch und betonen den UndergroundLook der Modeszene.

etwas länger gehalten als der Rest und kann unterschiedlich in Szene gesetzt werden, vom legeren Look bis hin zur glamourösen Abendfrisur. Harmonisch abgestimmte


Strähnchen zaubern tolle Effekte ins Haar und verleihen der Frisur optisch mehr Struktur. Passend zur neu entdeckten Natürlichkeit präsentiert L‘Oréal Professionnel seine Farbkollektion „Summer Illusion“, die der Innovationsführer im Bereich Colorationen gemeinsam mit internationalen Hairstylisten und Trendscouts entwickelt hat. Im Fokus der neuen Frühjahr-/Sommerkollektion steht die ammoniakfreie Coloration „Inoa“, die durch ihre außergewöhnlichen Eigenschaften ungeahnte Möglichkeiten eröffnet. Geboten wird ein breites Farbspektrum der Gegensätze, das der Fantasie des Hairstylisten freien Lauf lässt und ihn zu immer neuen Kreationen anregt. Lichtdurchflutete Farbtöne wechseln von Braun bis Blond, die in gekonnter Abstimmung die Volumenfrisuren erst so richtig zum Ausdruck bringen. Fließende Übergänge von dunklen Nuancen zu Aschtönen sowie von hellen Nuancen zu subtilen Goldtönen schaffen eine perfekte Symbiose von femininer Persönlichkeit, Haut- und Haarfarbe, die die natürliche Schönheit der jeweiligen Trägerin unterstreicht.

Raus aus der Jacke und rein zu uns! Wir helfen Ihnen einzusteigen und aufzusteigen. Sie betreuen die attraktivsten Kunden der Stadt.

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Den Alltagsstress hinter sich lassen, die gesunde Bergluft und die Natur genießen und etwas für die Gesundheit tun – immer mehr entdecken die Lust am Wandern. Die Beliebtheit des Wanderns wird mitunter durch eine ständig verbesserte Ausrüstung gefördert. Die neueste Wanderkleidung präsentiert sich extrem leicht, angenehm, sicher und modisch zugleich. Spezielle Wanderschuhe sorgen nicht nur für stabilen Halt, sondern sie federn auch die Kraft der Schritte ab, wodurch Fuß- und Kniegelenke geschont werden. Die Funktionsbekleidung ist aus leichten und schnell trocknenden Materialien und überaus bequem. Stabile, gepolsterte Schulter- und Beckengurte, atmungsaktives Material sowie ein ausgeklügeltes Lüftungssystem machen den Wanderrucksack zu einem angenehmen

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Mode & Accessoires

Wandern beliebter denn je

NORTHLAND

Begleiter, auf den man nicht mehr verzichten möchte. Kein Muss, aber bergauf und bergab durchaus sinnvoll können Wanderstöcke sein, die sowohl Knie und Rücken entlasten und das Gewicht auf vier Punkte verteilen. Alle Neuheiten rund ums Wandern findet man bei Northland in Brixen und Bozen. Der Spezialist für Outdoorbekleidung und -ausrüstung überzeugt durch innovative, größtenteils ökologische Materialien, funktionelle Lösungen mit hohem Tragekomfort sowie einem unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnis. Persönliche Beratung garantiert eine optimale Zusammenstellung der

Ausrüstung nach individuellen Erfordernissen. In Brixen findet man auf drei Ebenen nicht nur ein umfassendes Sortiment an Wanderbekleidung und -ausrüstung, sondern auch eine große

Auswahl an Freizeitbekleidung, ideal für unterwegs und zum Reisen, praktisches Reisezubehör, Rad- und Laufbekleidung, Kletterausrüstung, Campingbedarf und vieles mehr.

Seien Sie gerüstet, wenn Sie die Wanderlust packt! Die größte Auswahl an Rucksäcken wartet auf Sie!

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MOMENT OH!

Schöne Momente Wohltuende und hochwertiger Pflege in entspannendem Ambiente bietet das etwas andere Kosmetikstudio „Moment Oh!“ in Stufels.

Individuelle Pflege und Anwendungen. Haut ist nicht gleich

Haut – darauf achtet Sarah genau, denn jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse. Vor jeder Behandlung analysiert sie gründlich die individuellen Merkmale des Hauttyps, um die Anwendung und Pflegeprogramme perfekt auf die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden abzustimmen. Dabei werden von der professionellen Schönheitspflegerin hochwertige und besonders verträgliche Produkte der Kosmetiklinie „Gertraud Gruber“, der Pionierin für Ganzheitskosmetik, verwendet. Diese Produkte bieten vorsorgende Gesundheitspflege auf genussvolle Art in entspannter Atmosphäre und sind reich an pflanzlichen Aktivstoffen.

Ganzheitliche Pflege. Die rich-

tige Pflege kann viele Hautprobleme vermeiden, zum Beispiel Hautunreinheiten, trockene Stellen oder Rötungen. Dabei ist es besonders wichtig, auf die richtigen Kosmetikprodukte zu setzen: die Pflegeserien von Gertraud Gruber überzeugen durch hohe Wirksamkeit und der getesteten, besten Verträglichkeit. Doch überzeugen Sie sich doch am besten selbst - die Gertraud-Gruber-Produkte sind in Brixen exklusiv im Studio „Moment OH!“ erhältlich,

und dort erhalten Sie auch die passenden Tipps für die richtige Pflege und eine gesunde Haut. Ganz egal, wie unterschiedlich die Bedürfnisse des Kunden auch sein mögen, mit diesen Produkten trifft man sicherlich die optimale Wahl.

Wohlbefinden und Harmonie.

Sich selbst etwas Gutes zu tun und somit das persönliche Wohlbefinden steigern, trägt zur Schönheit bei. Bei der Schönheitspflegerin Sarah befinden Sie sich dabei in den richtigen Händen: Ob Gesichtsanwendungen, Massagen, Maniküre oder Pediküre – hier erhält Frau und Mann die passende Behandlung. Besonderer Wert wird im „Moment OH!“ darauf gelegt, dass sich der Kunde während der Behandlung vollständig entspannen kann. Dafür schafft Sarah ein ruhiges Ambiente, ohne lästige Unterbrechungen, sodass Entspannung auch wirklich möglich wird. Die wunderschöne ruhige Atmosphäre des hochmodernen Studios in den historischen Räumlichkeiten trägt zusätzlich zum Wohlbefinden bei – und schenkt eine Auszeit von Alltag und Stress.

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Schöne Momente erleben. Steht

ein besonderer Anlass vor der Tür? Erleben Sie diesen doch in aller Schönheit! Das ganz spezielle Make-up für eine Hochzeit oder festliche Anlässe stimmt Sarah dafür gerne auf Sie ab. Auch Typberatungen oder Pflegehinweise erteilt die erfahrene Schönheitspflegerin gerne. Lassen Sie sich verwöhnen – oder schenken Sie Verwöhnmomente mit einem ganz speziellen Geschenkgutschein von „Moment Oh!“.

Terminvereinbarungen Termine

können unter der Rufnummer 340 2526707 oder unter sarah@momentoh.net vereinbart werden. Und falls Sarah gerade einen Kunden betreut, ruft sie Sie gerne zurück!

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Bereits der erste Schritt in das Kosmetikstudio von Sarah Vontavon vermittelt eine besondere Atmosphäre: Das mittelalterliche Gebäude in Stufels mit seinen gotischen Gewölben wurde vor kurzem saniert und im Erdgeschoss ein Kosmetiksalon der besonderen Art eingerichtet. Das moderne, hochfunktionelle Studio für Schönheit, Pflege und Massage versprüht ein ganz besonderes Flair – eingebettet in einen natürlichen-stilvollen Rahmen. Ein Ort, der Ruhe ausstrahlt und leicht entspannen lässt.

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Zeit für einen neuen Look Das Desginer Outlet Brenner startet mit außergewöhnlichen FashionHighlights in den Frühling, die große Lust zum Shoppen machen. Die Natur erwacht und erblüht in voller Farbenpracht. Passend dazu startet die neue Saison mit vielen trendigen Farben, die Lust auf einen neuen Look machen. Das Designer Outlet Brenner (DOB) präsentiert dazu neu eingetroffene Frühjahrskollektionen sowie Mode-Specials für einen gelungenen Auftakt in den Frühling. Knapp eine halbe Stunde von Brixen entfernt, am historischen Marktplatz Brenner gelegen, findet man im Designer Outlet Brenner ein wahres Paradies für markenbewusste Schnäppchenjäger, mit internationalen Modemarken zu Outletpreisen, die zwischen 30 und 70 Prozent unter den Normalpreisen liegen – und das sogar 362 Tage im Jahr.

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Mode & Accessoires

DESIGNER OUTLET BRENNER

Attraktive Aktionen. In den rund

40 Geschäften kann man nach Herzenslust stöbern, bummeln und shoppen. Attraktive Aktionen, wie zum Beispiel das „Shoe Special“ vom 25. März bis zum 7. April oder das „Casual & Lifestyle Special“ vom 8. bis zum 22. April machen den Einkauf jetzt noch interessanter und noch günstiger. Die Sonntagsöffnung und das angeschlossene Parkhaus mit 1.200 kostenlosen Pkw-Parkplätzen direkt an der A22, schnell erreichbar

Montag bis Sonntag, 9 bis 19 Uhr Infos unter: T +39 0472 636716 Designer Outlet Brenner St.-Valentin-Straße 9/A 39041 Brenner 68

über die Ausfahrt „Brenner Zentrum“, sorgen für höchsten Komfort bei der Schnäppchenjagd. Das DOB ist aber auch mit dem Zug leicht erreichbar: Der Zugbahnhof befindet sich nur fünf Gehminuten vom Outletcenter. Für alle Fashionistas und Trendsetter, die sich über alle Aktionen und Highlights des Outletcenters am Laufenden halten möchten, bietet das DOB einen praktischen Newsletter, den man auf www.dob-brennero.com einfach per Mausklick aktivieren kann. Bequem erreichbar, große

Auswahl und günstige Markenschnäppchen – schönes Shopping

Das DOB expandiert: Voransicht des im Bau befindlichen Südflügels

ist im Designer Outlet Brenner garantiert!


MODEHAUS GLOBUS

Modehaus öffnet im Zentrum von Brixen Mode für die ganze Familie zu besonders attraktiven Preisen – das bietet das Modehaus Globus ab 8. April in der Brixner Altstadt. Jung und trendig sowie traditionell und klassisch – so präsentiert sich das Modehaus Globus in seinen neuen Räumen unter den Großen Lauben, direkt am Domplatz. Auf sechs Etagen samt einer Panorama-Terrasse mit atemberaubender Aussicht bietet das Modehaus Globus Damenmode, sowie eine große Auswahl an

bequemen Größen. Aber auch die Herren kommen bei Globus nicht zu kurz: Die große Auswahl an Anzügen, Hemden, Krawatten, sportliche Jacken oder bequeme Freizeithosen sorgen fürs perfekte Outfit bei jedem Anlass.

Kinder, Kinder! Die zauberhafte

Kinderwelt bei Globus lässt kleine Herzen höher schlagen und bietet samt Kinderrutsche traumhafte Kleider für Mädels und fesche Outfits für die Jungs. Auch die ganz Kleinen fühlen sich bei Kindermode von 0 bis 3 Jahren ganz groß und können sich an einer riesigen Auswahl erfreuen. Und die werdenden Mamis finden in der Abteilung Schwangerschaftsmode ein bequemes, modisches und perfektes Outfit.

Young Fashion. Trendige Styles,

coole Accessoires und Fashion pur bietet die Abteilung „Young Fashion“, in der Jugendliche und

Damen

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Junggebliebene stöbern und den richtigen Style für jede Tageszeit finden. Im neuen Modehaus Globus ist garantiert für jeden das Richtige dabei! Kommen Sie vorbei und überzeugen Sie sich selbst – ab 8. April im Zentrum von Brixen, direkt am Domplatz.

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April 1911

Die Mahr bei Brixen gefährdet! Dienstag, 4. April 1911 Unter diesem Titel erschien in einem Tiroler Blatte eine Abmahnung vor dem Fabrikbau in den Mahrer Auen. Der Schreiber des vorerwähnten Artikels war gewiß von den besten Absichten beseelt, dennoch kann man (mit Recht. D.R.), so schreibt uns der Mahrwirt Herr Anton Gasser, gegen einige seiner Ausführungen entgegengesetzter Meinung sein. Es ist wohl nicht dankbar, dass durch den Fabrikbau das Mahrwirtshaus gefährdet wird, denn das Gebäude wird so weitab zu stehen kommen, dass vom Wirtshause aus kaum mehr als der Schlot zu sehen sein wird. Die Schönheit der Eisack Auen

Rettung der Mahr. Denn nur dieser bietet dem Mahrwirte die Ausnützungsmöglichkeit für seine großen, bisher nicht genügend ausnützbaren Baulichkeiten. Wer gegen den Fabriksbau ist, vernichtet unter den heutigen Umständen die Mahr. Wer daran zweifelt, studiere die Geschichte des Mahrwirtsanwesens der letzten hundert Jahre. Wie viele haben sich dort, und unter welchen Verhältnissen, halten können?

Eindeckung der Wier beim neuen Rathaus Samstag, 8. April 1911 In einigen wird der Peter-MayrPlatz durch die Eindeckung der Wier ein gefälligeres Aussehen bekommen. Herrn Rubatscher,

Grafik: Verena Campestrini, Tel. +39 0472 060209 verena.campestrini@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Weinbergweg 7, I-39100 Bozen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint um den 20. April 2011 Nächster Redaktionsschluss: 6. April 2011 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 70

mit ihrem willkürlich wachsenden Erlengestrüpp, ihren Tümpeln und nassen Wiesen, wo alles mögliche Gezücht sich breit macht, ist aber auch kaum zu beeinträchtigen, es wäre denn, dass die Kultur dieses unfruchtbare Stück Land der reizenden Umgebung würdig umgestaltete. Die geplante Fabriksanlage aber wird in ihrer Gesamtheit jedenfalls viel zu klein sein, um die großzügige Schönheit der Natur im Eisacktale ungünstig zu beeinflussen. Daß den Waldbesitzern im Eisacktale gestattet wird, der neuen Holzstoffabrik zuliebe mehr Bäume zu fällen, ist nicht anzunehmen. Es handelt sich nur darum, ob selbe zu Brettern verschnitten dem Auslande zurollen oder, im Lande verarbeitet, vielen der Einheimischen und gewiß auch dem Mahrwirte Nutzen bringen. Der Fabrikbau ist aber auch die

Schlüsselwirt, über dessen Auftrag die Arbeiten vorgenommen werden, bleibt das Verdienst überlassen, dadurch einen sanitären Uebelstande abgeholfen zu haben.

trauriges Los.“ Vor einigen Tagen sah man einen Offiziersburschen einen Sarg in den Wald tragen, dann das Grab machen und so ausstatten. Weiters hörte man, der frühere Eigentümer des Hundes habe Kr. 4.000 vermacht für die Hundepflege und das Grab, und den Rest dürften die weiteren Erben nur bekommen, wenn der Hund eine sorgsame Pflege erhalten habe und eines natürlichen Todes gestorben sein werde. Daraus folgt, dass es in Brixen nicht so schlimm ist wie anderswo, wenn man auf den Hund kommt.

Modell der PloseSchwebebahn Donnerstag, 20. April 1911 Um den Bürgerausschuß das Schwebebahnsystem klar vor Augen führen zu können, hat die Stadtvertretung veranlasst, dass im Sitzungssaale des alten Rathauses das Modell einer SchwebebahnAnlage durch einen Ingenieur vorgeführt werde. Dieser hielt nun gestern, Dienstag, vor einem zahlreich versammelten Auditorium einen sehr instruktiven Vortrag über das System und zeigte an der Hand des Modells, in welch sinnreicher Weise bei dem System dafür vorgesorgt wurde, Erschütterungen oder Unfälle irgendwelcher Art zu vermeiden. Erregte schon die schwere, armdicke, aus etwa 40 mittelfingerstarken, zwölfdrähtigen Seilen bestehende Führung allgemeines Erstaunen, so hatte man ein Gefühl der Beruhigung, wenn man sah, wie der Waggon an jeder Stelle des Seiles, selbst vor und auf den Stützen, sofort stille stand, wenn die „Zugstange“ riß.

Auf den Hund gekommen Dienstag, 11. April 1911 Ein Hundefriedhof ist die neueste Sehenswürdigkeit von Brixen. Im Plabacher Wald auf dem schönen „Bödele“ oberhalb dem Oelberg befindet sich ein schön verziertes, mit Heiderich, Immergrün und einem Tannenbäumchen versehenes Grab. Die Marmorplatte darauf trägt folgende Inschrift: „Es war deine Güte und Treue / fast übermenschlich groß / und musstest doch erdulden / des Hundes

Die Zeitungs­artikel auf dieser Seite wurden von Günther Eheim aus der „Brixener Chronik“ entnommen, die 1888 gegründet wurde und bis 1925 erschien. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige ­Kuriositäten werden ohne ­Korrektur beibehalten.


Illegale Müllentsorgung lohnt sich nicht!

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BEZAHLT WERDEN MUSS IMMER So mancher glaubt, sich durch das Abstellen von Müll am Straßenrand Geld sparen zu können. So kommen jedes Jahr tausende Kilo Abfall zusammen, die die Umwelt gefährden und teuer eingesammelt werden. Diese Kosten werden als Fix-Anteil am Müllentsorgungstarif unter allen Bürgern aufgeteilt. Außerdem wird jedem Haushalt eine Mindestmenge berechnet, die unabhängig ist vom tatsächlich entsorgten Müll. Also den Müll lieber ordentlich entsorgen!

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Brixner 254 - März 2011